lal-Um- wichen notiera adt von w 96,75 5 v.h, (85,75). .Nen ') M. beutle Zement >ter no- >0) unb i Muoq Deutsch, * waren enerfli, ')• hch ! (38,75) elles noch Äe[, lt Qt. ^Zejch, 5 bQ5 .?«u. langen en her e $er. Diart ;ut= f dein M, die Cache Grund- | iurse er« >en Ser. wieder >ch West- u) 59,90 50, auch serungen ?ben auf t, ebenso t bröckel- , Rhein.« ause mit rtiz. Der i. notier« • S). X Reichz- Buderus I 156,25, öt. Erdöl it 128H 63, Kauf- cht.) Hm I ieb: 920 1 kosteten- I 1, Lchase ! .. Markt- ' ije ruhig, । >rfc. ade an. 175 133 211 5,25 12,5 5,75 1,75 210,5 135 112 165,5 124,65 ,75 ,75 ,75 1« 190,7 125 113 142,5 170 Berlin 77 isÄ ® 1W | bock, !?| 2U '1 "ü L -3 29,75 24»-^ i iti !l't 'Ä 95, 192 191*5 |99,75 119,25, lg| w,s\w-5 »*' lil-S 36,5 13,65 'M '*« i” 153 '53,S 116,4 1'6$ A iS ik| 5S'§ 5,7g 61- iS.g n-j 62-j 3 Kr.71 Erster Blatt LrtchelM tftgltd), außer Sonntags unb Feiertags Beilagen: Vie Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» MonalS'vezuyspretS: Mtt 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne 3Huftrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ZernsprechanschlÜfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Donnerstag, 25. Marz 1957 187. Zahrgang Annahme von Anzergen für die Mitlagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text, anzeigen von 70 mm Breite 50Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/« mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein» Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen nützige Anzeigen sowie einspaltige Belegenheitsanzei- gen 5 Rpf .Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. VN.» und Oerlag: SrW'sch- U«werfi1Sts.vuch- und Steinöruderei R. Lange in Siehen. Schriftleitung und ScichSs.sstelle: Schulftrahe 7 M°ng°nab,chlüffe Staff-, s Ltm die Zurückziehung der Freiwilligen Die militärische Lage vor Madrid Aus Vorrnachts- und Interventionsvolitik ein geschickter Zug. Aber so sehr die französische „Schn^rnocht" sich auch bemühte, diesen Gebilden durch Anleihen usw. von außen her Lebensenergien zuzuführen, — eines konnte der Quai d'Orsay nicht verhindern: d-«ß nämlich diese Verbände nur auf negativen Zielsetzungen aufgebaut waren. Eine zeitlang, vor allem solange die Nachwirkungen des Krieges noch nicht überwunden waren, mochte das gehen. Je mehr aber mit wachsendem zeitlichen und moralischen Abstand vom Krieg die wahren Interessen und Notwendigkeiten sichtbar wurden, desto unbequemer mußte eine sich nur in der mißtrauischen Beobachtung der „B^sieaten" erschöpfende Konrev- tion werden. Was zunächst und unter dem Einfluß einer entsprechenden Propaganda als Lebenserfordernis erscheinen konnte, das erwies sich nun als ein Nachteil. Starre Verbandspolitik und unfruchtbare Defensivbündnisse behinderten nur die schöpferische und befreiende Verständigung von Volk zu 93011* und die Anbahnung jener guten Nachbarschaftsverhältnisse, auf denen jeder Friede sich zu allererst aufbauen muß. Auf diesem Unterarund von Enttäuschungen und Erkenntnissen entwickelte sich jener Selbstbesinnungsprozeß der Südoststaaten, der in Paris als eine" unwillkommene Erschütterung des Friedens- Wann sind ihre empfindsamen Nerven durch die barbarischen Brutalitäten der sog. „Vorkämpfer der Demokratie" in Spanien erregt worden? Es sei klar, daß die unberufene Einmischung mehr Schaden als Nutzen angerichtet habe. Dadurch sei eine größere Kluft als je zuvgr zwischen zwei Völkern entstanden, die im Begriff gewesen seien, ihre Streitig« feiten beizulegen. Das Blatt wendet sich gegen die anglikanischen Priester, die eine beleidigende Sprache gegen Mussolini gebraucht hätten. Auch „D a i l y M a i l" wendet sich mit scharfem Falle aber glaube die Sowjetregierung Grund zur Annahme zu haben, daß tatsächlich Vertragsbrüche erfolgt seien (!). Sie fordere daher, daß der Fall geprüft werde. Der deutsche Vertreter erklärte in Ueber- einftimmung mit dem Vorsitzenden, daß die Frage, die vom Sowjetvertreter angeschnitten worden sei, vor den Unterausschuß gehöre. Er habe jedoch sofort eine Kopie der Erklärung des Sowjetvertreters verlangt, weil er nicht wünsche, daß diese für Propagandazwecke benutzt würde. Er wünsche, überhaupt, daß verhindert würde, den Ausschuß in ein Propagandabüro z u verwandeln. Er fordere daher Garantien, daß die Arbeiten des Ausschusses nicht für Propagandazwecke und unbegründete Anschuldigungen mißbraucht würden. Wenn das nicht möglich wäre, müßte jedem Vertreter das Recht gegeben werden, die Presse über die Ausschußarbeiten zu unterrichten. Lord Plymouth erklärte, er glaube, daß die vom Sowjetvertreter angeschnittene Frage v o r den Unterausschuß gehöre, in dessen Ermächtigung es gestellt sei, in welcher Form er die Frage behandeln wolle. Was den vom deutschen Vertreter berührten Punkt anlange, so müsse er den Ausschuß daran erinnern, daß mehrmals beschlossen worden sei, daß alle Vorgänge des Ausschusses und seiner Unterausschüsse streng vertraulich behandelt werden sollten. kauer Kurs zu haben sind, den die Prager Regierung auf Betreiben Frankreichs steuert, und der die beiden anderen Partner der Kleinen Entente nur inneren und äußeren Belastungen aussetzen würde. Den stärksten Einwand aber tragen die französischen Wünsche in sich selbst: sie berücksichtigen nicht die lebendigen Interessen, denen diese Staaten Raum geben wollen, sondern versuchen umgekehrt, sie wieder und in verstärktem Maße in das starre System der französischen Vormachtspolitik hineinzuzwängen. Es ist das gleiche Bild, das die Auseinandersetzungen um Belgiens künftige Stellung bieten. Hier wie dort sucht die französische Politik dem Prozeß der Selbstbesinnung entgegenzuwirken. Hier wie dort wird der krasse Egoismus solcher Bemühungen durch teilnehmende Sorge an dem Wohlergehen und an der Sicherheit dieser Staaten getarnt. So muß denn wieder einmal das Schlagwort von der „deutschen Gefahr" herhalten. Fast kein Tag vergeht, ohne daß die offiziösen Organe des Quai d'Orsay nicht zu diesem verwerflichen Mittel greifen und Belehrungen austeilen, von wo die Welt allein Gefahren zu erwarten hätte. Kein Wunder, daß in diesem Zusammenhang auch Oe st erreich mit Ermahnungen besonderer Art bedacht wird und daß der „Temps" im Anschluß an hie Budavester Reise Schuschniggs sofort mit der Behauptung bei der Hand ist, es gäbe für Oesterreich „nur eine Gefahr, nämlich die Nazi-Propaganda". In Wien wird jetzt sehr stark die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit der Donauraum-Staaten betont. Niemand wird vernünftigerweise etwas einzuwenden haben, wenn zwischen Oesterreich und der Kleinen Entente sich eine Annäherung anbahnen würde. Aber der ungezügelte Beifall und die Hintergedanken, die in der französischen Presse bei dieser Gelegenheit sofort wieder zum Vorschein kommen, sollten immerhin bewogen. Nicht zuletzt erzwang ihn auch die Mas» sierung von neuen roten Flugzeuggeschwadern, die in der bis dahin noch niemals festgestellten Menge von 90 Flugzeugen die einzige Etappenstraße der motorisierten nationalen Armee mit Bomben belegten. Wir werden allerdings allen ausländischen Meldungen über Gefangenenziffern und Toten auf beiden Seiten mit Vorsicht gegen« überstehen. Von -einer Sprengung des Rinr's um Madrid kann keineswegs die Rede fein. Auch nach diesem abgeschlagenen Angriff auf Guadalajara kann jeder neue Angriff der nationalen Streitkräfte die Abschnürung bedeuten. Darüber ist man sich auch im Lager von Valencia vollkommen im klaren. Deshalb auch die Materialmengen, die ungeachtet der Kontrollbestimmungen laut präzisen italienischen Angaben über die französische Grenze nach dem roten Spanien herüberkommen. Der Rückschlag an der Nordfront von Madrid beweist, daß man sich auf noch sehr schwere Kämpfe gefaßt machen muß, ehe es den Nationalen gelingen wird, Madrid zu nehmen. als genügender Grund betrachtet werden, um Vor- sicht walten zu lassen. Denn was man in Wien als Teil eines Befriedungsprogramms im Donau- raum bezeichnet, das erweckt in Frankreich ganz andere Hoffnungen. Welche Ausmaße aber der neue Verleumdungs- feldzua angenommen hat, das zeigte am deutlichsten der Besuch des schwedischen Außen» ministers in Paris. Herr Sandler ist vom „Temps" geschmackoollerweise sofort als der Staatsmann des Nordens begrüßt worden, der sich über die „deutsche Gefahr" wohl im klaren sei. Daß demgegenüber sein dänischer Kollege, Staatsminister S t a u n i n g , es an dieser „Erkenntnis" fehlen lasse, hat diesem einen scharfen Tadel des gleichen Blattes eingetragen. Ein allzu geschwächtes oder dem deutschen Einfluß allzu fügsames Dänemark, so ließ sich das Sprachrohr des Quai d'Orsay vernehmen, könne eine Gefahr für die Sicherheit aller skandinavischen Staaten bilden. Dies ist Brunnen- oergiftung übelfter Art. Es genügt also Unnorein» genommenbeit und Unbefangenheit eines Staatsmannes gegenüber Deutschland, um ibn nicht nur öffentlich zu kritisieren, sondern seine Politik obendrein noch als eine Gefährdung dritter Staaten hinzustellen! Man sieht, woraus diese Kampagne, die selbst die „Neutralen" nicht verschont, abzielt: mit dem Schlagwort von der „deutschen Gefahr" will die französische Politik ihre ins Wanken geratenen Stellungen retten und der Gefahr eines „Ausbrechens" vorbeugen. Unter diesen Umständen wird man es der deutschen Politik nicht verübeln können, wenn sie die geistige Einstellung, die aus solchem Verhalten spricht, zur Kenntnis nimmt und sich mit gesundem Mißtrauen gegen Kollektivpläne jener wappnet, die böswillige" Verdächtigungen anderer als normales Mittel der Politik erachtenhaben, die nur einige Kilometer vor jenen liegen, von denen aus der Vormarsch vor etwa 14 Tagen begonnen wurde. Fortlaufende Meldungen über Schneestürme, Regengüsse usw. zeigten, auf welche ungewöhnlichen Hindernisse die Formationen der Nationalregierung gestoßen waren. Es liegen nun auch zuverlässige Berichte darüber vor, mit welchem gewaltigen Aufwand an Material und Menschen die roten Gewalthaber dem Vormarsch begegnet sind. Dieses Material, vorwiegend französischen und russischen Ursprungs in der Hand von nicht weniger als 11 Brigaden von Ausländern unter der roten Flagge hat die offenbar durch die unerhörten Geländeschwierigkeiten und das Klima stark mitgenommenen Freiwilligen zum Rückzug wort, die Grandi auf den „naiven" Vorschlag zur Zurückziehung der Freiwilligen gegeben habe. Die italienischen faschistischen Freiwilligen werden in Spanien bleiben, bis der Krieg über den Bolschewismus vollendet ist. „M o r n i n g P o st" weist darauf hin, daß das Kabinett die Lage ruhig beurteile. Aehnliche Zwischenfälle seien im Nichteinmischungsausschuß schon häufig vorgekommen und die Schwierigkeiten seien stets nach einiger Zeit überwunden worden. Die Zrückziehung der Freiwilligen sei immerhin ein äußerst schwieriges Problem, besonders bei demokratischen Regierungen, die nur eine geringe Kontrolle über Staatsangehörige im Auslande hätten. Es sei daher überhaupt sehr zweifelhaft, ob der Vorschlag durchführbar sei. „Daily Erpreß" schreibt, daß die englische Regierung beschloß, alles zu unternehmen, um eine Entspannung der e n gli sch -i t ali enisch en Beziehungen zu erreichen. Die Minister tfien sich bewußt, wie gefährlich und unnötig es sei, die Entfachung einer unfreundlichen Stimmung zwischen zwei befreundeten Nationen zuzulassen, da hierdurch eine Rivalität im Mi11elmeer entstehen könnte. Dem Kabinett habe auch eir' in 24 Stunden ein gegangene Versicheruna aus Rom vorgeleaen, daß die italienische Regierung nicht die Absicht habe, das Abkommen über die Freiwilligenentsendung zu brechen. Die britischen Minister hätten beschlossen, diese Versicherung a n - zunehmen und ihr möglichstes zu tun, um den Geist des enalisch-italienischen Mittelmeerabkommens wi°derherzustellen. Die konservative „Morning Post" schreibt, daß die englische Nationaleigenschaft, fremden Staaten die Leviten lesen zu wo l l e n, unglücklicherweise noch genau so wie vor hundert Jahren vorhanden sei. Dieser Eigenschaft danke Enaland hauptsächlich seinen Ruf der Heuchelei. Es gäbe immer noch Leute, die ausländischen Ländern und Regierungen Reaeln erteilen wollten als ob es sich um niedrigere Rassen handele. Diese Leute versteiften fick auf ihre ..moralische" UeberlegenHeit, ohne auf die bedauerliche Wirkung Rücksicht zu nehmen, hie sie damit verursachten. Ein Beispiel seien die Straßenkundgebungen. ge a e n Mussolini infolge der Ereignisse in Addis Abeba. Doch wann haben diese Persönlichkeiten 1 ihren Abscheu über die systematischen Greueltatpn i in Sowjetrußland zum Ausdruck gebracht? London, 24. März. (DNB.) „Times" meldet, der Ausschußvorsitzende, Lord Plymouth, habe die Einsetzung eines beratenden ilssterausschusses vorgeschlagen, um die mit der Zurückziehung der Freiwilligen aus Spanien, zusammenhängenden technischen Probleme zu prüfen. Der italienische Botschafter, Graf Grandi, habe hieraus „zum Erstaunen der meisten Aus- chußmitglieder" erklärt, daß er im gegenwärtigen Augenblick nicht in der Lage sei, in eine Besprechung dieser Frage einzutreten, da es sich nicht um ein technisches Problem, sondern um eine allgemeine Frage handele, deren Besprechung in einem technischen Unterausschuß wahrscheinlich keine praktischen Ergebnisse zeitigen würde. Nach seiner Meinung würde Italien keinen italienischen Freiwilligen aus Spanien zurückziehen, bevor der Krieg nicht durch die Niederlage der spanischen Bolschewisten entschieden worden sei. In chärsster Form wendet sich „Tribun a" gegen die antiitalienische Verschwörung der drei Staaten England, Frankreich und Sowjetrußland, die als offenkundige Helfershelfer die kommunistische Revolte in Spanien schüren und unterstützen. Das Blatt unterstreicht die entschiedene und klar?. Ant- Sowiet-Provokalionrn im Londoner Ausschuß Scharfe deutsche Verwahrung gegen den Mißbrauch des Ausschusses zu bolschewistischer Propaganda. systems emvtunden wird, tatsächlich aber einen erfreulichen Fortschritt darstellt. Schon die letzte Tagung des Balkan-Bundes in Athen stand sichtbar im Zeichen des Willens, neue Wege zu gehen. Förderlich wirkte dabei vor allem der Abschluß des jugoslawisch-bulgarischen Freundschaftsvertrages einerseits und die sich damals schon abzeichnende Bereinigung des Verhältnisses Italiens zur Türkei und zu Jugoslawien andererseits. Durch diese Entwicklung war der Inhalt und die ursprüngliche Zweckbestimmung der Balkan-Entente: nämlich Vorsorge gegenüber Bulgarien und Italien, im Grunde gegenstandslos geworden. Neue furchtbare Aufgaben stellten sich ein. Die Aufgabe vor allem, die als Schutz- und Defensivbündnis aufgezogene Balkan-Entente der neuen Entwicklung anzupassen und ihr ein positives Vorzeichen zu geben. Keine Frage, daß solche geistige und politische Auflockerung nur langsam vonstatten gehen kann. Keine Frage auch, daß Rückschläge nicht ausbleiben werden. Aber der Weg ist richtig. Das bestätigt auch das Pariser Mißvergnügen über die neuen Orienfterunasversuche von denen man befürchtet, daß sie Frankreichs Stellung auf dem Balkan zugunsten Italiens ernstlich schädigen könnten. Daß sich das Unbehagen vor allem gegen die türkische und die jugoslawische Politik richtet, ist beareiflid). Denn die Türkei hatte man durch die Gründung des Balkan-Bundes mit vieler Mühe non Italien weg ins französische Lager gezogen, wahrend man Jugoslawiens in seiner Eigenschaft als Mitglied dieses Bundes und der sich mit ihm überschneidenden Kleinen Entente sich zu sein glaubte. Und nun muß man erleben, daß gerade dieser Staat die meiste Energie in der Richtung einer eigenständigen Politik entwickelt. _ Der Quai d'Orsay sollte sich eigentlich die Frage nach den tieferen Gründen all dieser das herkömm- Die Krise des Kollektivismus. Von Or. Hans von Malottki. Es ist ganz nützlich, die We st paktausein - 1 andersetzungen nicht nur als ein Problem der fünf beteiligten Möchte zu betrachten, sondern sie auch unter einen allgemeineren Gesichtspunkt zu stellen. Nimmt man sie als Zeiterscheinung, dann zeigt sich sofort, daß sie lediglich einen Abschnitt jenes diplomatischen Kampfes darstellen, der gegenwärtig die ganze europäische Lage beherrscht. Dieser Kampf läßt sich überall im Grunde auf den gleichen Gegensatz zurückführen. Auf den Streit nämlich, ob die lebendigen Interessen der Völker Gestalt und Charakter der zwischenstaatlichen Friedenssicherung bestimmen, oder ob die Daseinsbedürfnisse der Staaten sich unter das Joch bestimmter unveränderlicher Theorien zu begeben hätten. Weil die europäische Politik ganz allgemein im Zeichen dieser gegensätzlichen Auffassungen und Ausgangspunkte steht, deshalb hat sich in der Westpaktdebatte auch sofort die belgische Frage als der Kern des ganzen Problems herausgeschält. Denn hier geht es um die grundsätzliche Frage, ob ein Land seinen wohlverstandenen Interessen folgen und sie durchsetzen kann, oder ob sie zugunsten eines starren Schemas vergewaltigt werden. Der' gegenwärtig auf Belgien ausgeübte Druck der beiden Westmächte ist um so stärker, als es sich bei diesem Land um eine besonders wichtige Stellung innerhalb des von ihnen verfolgten „Friedenssystems" handelt und ähnliche Sünden wider den „unteilbaren Frieden" auch anderwärts in zunehmendem Maße zu beobachten sind. Die bevorstehende Belgrader Tagung der Kleinen Entente und der ihr vorausgehende Besuch des italienischen Außenministers Grafen Ciano und des tschechoslowakischen Präsidenten B e n e s ch in der jugoslawischen Hauptstadt, verdienen gerade in diesem Zusammenhang besondere Aufmerksamkeit. Denn auch in diesem südöstlichen Raum, der vor allem in Paris stets als ein besonders verläßliches Bollwerk gegen jede Erneuerung der europäischen Politik betrachtet worden war, mehren sich die Anzeichen einer Auflockerung und Neuausrichtung, die aus den gleichen Quellen gespeist wirb, aus denen auch die neue belgische Politik ihre Kraft zieht. Der Aufbau der Kleinen Entente und des Balkan-Bundes war vom Standpunkt der französischen London, "25. März. (DNB.) In der Vollsitzung .des Nichteinmischungsausschusses beantragte der Vertreter der Sowjetunion, die „Note" der Valencia-Bolschewisten vor den Ausschuß zu bringen, in der diese behauptet hatten, daß geschlossene italienische Truppeneinheiten in Spanien eingesetzt worden seien. (!) Der Sowjetbotschafter forderte, daß ein Untersuchungsausschuß zur Nachprüfung dieser Behauptung nach Spanien entsandt werde. Der Vertreter Portugals verwies auf die Derfahrensoorschriften des Ausschusses, die vorsehen, daß Anschuldigungen schriftlich erfolgen und mit B e w e i s e n v e r s e h e n sein müssen. Bei einer früheren Gelegenheit habe der Sowjetvertreter schon einmal unbegründete Anschuldigungen erhoben. Es sei aber äußerst gefährlich für die Arbeit des Ausschusses und den Frieden der Welt, ein solches Verfahren fortzusetzen. Demgegenüber behauptete der Sowjetoer- treter, daß die Verfahrensvorschriften jeder Regierung, die im Ausschuß vertreten sei, das Recht gäben, Fragen anzuschneiden, die sich auf Brüche des Nichteinmischungsabkommens bezogen, wenn Grund zur Annahme vorläge, daß solche Brüche erfolgt seien. Wenn die Brüche des Abkommens bereits festgestellt seien, sei es nicht mehr notwendig, weitere Beweise zu erbringen. Im gegenwärtigen ____ den übereinstimmenden Berichten der italienischen wie der englischen und französischen Presse ging bereits seit einigen Tagen hervor, daß in dem Vormarsch der nationalen Armee auf Guadalajara nicht nur ein Stillstand eingetreten war, sondern sich die Streitkräfte des Generals Moscardo in Stellungen zurückgezogen liche politische Profil des Südostens verändernden Bewegungen vorlegen. Es würde dann nicht nur auf die Abneigung jener Staaten gegen fremde Be- Dornfunbungen stoßen, sondern auch auf einen Tatbestand wie den R u s s e n p a k t, der das französische Bündnissystem für die übrigen Teilhaber unheimlich gemacht und dadurch die neuen Entwicklungen noch beschleunigt hat. Auch die Zersetzungserscheinungen des innerfranzösischen Lebens waren bei solcher Gewissenserforschung in Betracht zu ziehen. Unter diesen Umständen ist es erstaunliche Unkenntnis oder bewußte Böswilligkeit, wenn das „Oeuvre" die Erklärung in der „Untätigkeit Frankreichs anläßlich der Rheinlandbesetzung" sehen will. Etwas anders liegen die Dinge denn wohl doch! Und deshalb wirb man auch in Ruhe abwarten können, ob Frankreich bei ber be- vorstehenben Belgraber Tagung der Kleinen Entente zum Ziele kommt, v Dort steht bekanntlich ber tschechische, von ber französischen Politik unterstützte Plan zur Aussprache, die drei Partner, bie bisher nur burch einen Defensivpakt gegen Ungarn oerbunben waren, in einem Pakt mit allgemeiner gegenseitiger Beistanbsleistung zusammenzufassen. Ihre Krönung soll biese Ausweitung ber militärischen Verpflichtungen burch ein Bünbnis erfahren, das Frankreich mit ber Kleinen Entente insgesamt, an Stelle bes französisch-tschechischen Mili- tärbündnisses, abschließen würde. Gegen diese Bestrebungen, die klar das Ziel Frankreichs erkennen lassen, der Auflockerung der Kleinen Entente durch eine Gleichschaltung a u f b er Linie Daris — Prag — Moskau entgegenzuwirken, hat der jugoslawische Ministerpräsident schon in seiner letzten Parlamentsrede im voraus Stellung genommen. Es ist auch sonst kaum anzunehmen, daß Belgrad und Bukarest jetzt etwa für jenen Mos- Tadel an gewisse Würdenträger der englischen Kirche, die anscheinend entschlossen seien, England in einen Krieg zu stürzen. Dasselbe treffe auf eine Gruppe von rosaroten und pazifistischen Journalisten zu. Die anglikanischen Priester sollten, bevor sie kriegshetzerische Worte sagten, nachdenken, daß es England fei, das den P r e i s an Blut und Leid zahlen müsse. England müsse sich unter allen Umständen von ausländischen Verwicklungen fern- halten. Es sei noch nicht genügend gerüstet, um zu kämpfen. W. Dolde und legte sie auf das Tischchen unter dem Bilde. Dann eilte er hinaus, seinen Kameraden und seinem ungewissen Schicksale entgegen. Büchertisch. — Paul Ernst: „Der Heiland". Preis Gebunden 3,80 Mk. Verlag Albert Langen-Georg Müller, München. — (75) — Unter den Büchern, diö dem religiösen Suchen der Gegenwart den Weg zur Erneuerung und Vertiefung des Glaubens weisen, kommt dem Werke „Der Heiland", mit dem der Dichter und Denker Paul Ernst sein reiches Schaffen beschlossen hat, besondere Bedeutung zu. Cs ist eine Versdichtung, in der das Bild des Heilands in seinem Leben und Lehren unserem Volke neu geschenkt wird. In einer strengen, kraftvollen und jedem verständlichen Sprache hat der zeitlose Sinn der Evangelien in dieser Dichtung eine Prägung gefunden, die von einem reinen, stärkenden Geist durchglüht, die Sinne läutert, die Herzen erhebt und die Seelen aufruft zu innerer Einkehr und tiefer Besinnung. — Friedrich Felger: Das Buch von Jesus Christus. Kartoniert 4,40 RM., Leinen 4,80 RM. Martin Warneck Verlag, Berlin W 9. — (85.) — Eine Evangelienharmonie, die sich jeder Uebermalung der heiligen Geschichte durch dichterische Phantasie enthält. Sie wird vielmehr in grau« feiger Versenkung in den Text des Neuen Testaments treuherzig, schlicht und ehrfurchtsvoll nacherzählt. Und doch ist es, wenn diese Wiedergabe in einem Kreis von Jungen oder Alten vorgelesen wird, als hörten wir diese Geschichte wieder ganz neu. Viele werden eine solche Evangelienharmonie eher zur Hand nehmen als ein Neues Testament mit seiner Einteilung in Kapitel und Verse. Was so aus gläubigem Herzen heraus, so in Liebe erfühlt, . geschildert wird, ohne Ausschmückung, ohne Phantasie, ohne Legendchen, wird seine Lesergemeinde finden. Vereinheitlichung der Krankenscheine. Berlin, 24. März (DNB.) Der Reichsarbeitsminister hat einheitliche Vordrucke für Krankenschein und Verlängerungsschein bekanntgegeben für ärztliche und zahnärztliche Behandlung. Die Krankenscheine enthalten nicht nur die für den Kranken und für die Krankenkassen notwendigen Angaben, sondern auch die für die Honorarabrechnung der Aerzte erforderlichen Unterlagen. Sie gelten einheitlich für das Kalendervierteljahr, in dem sie ausgestellt werden. Der Krankenschein für eine ärztliche Behandlung, die nach dem 20. des letzten Monats eines Kalenderviertel-, jahrs beginnt, und der Krankenschein für Zahnbehandlung, die nach dem 10. des letzten Monats eines Kalendervierteljahres beginnt, gelten grundsätzlich auch für das folgende Kalendervierteljahr. Der Krankenschein verliert jedoch seine Gültigkeit, wenn die Behandlung nicht spätestens eine Woche nach Ausstellung beginnt. Ein Verlängerungsschein wird ausgestellt, wenn Weiterbehandlung erforderlich ist. unbedingter Das lvichti jagte, war verstehende sungszu Parlaments Sato beton fäme, die Hungen in der sie ten bei die aber viel z daß mit Nordchina Rußlan ziehungen Sowjetuni minUr die Organ tung der! die der ja viel wie: dazu bequ Oer enifi außenpoliti Lage der \ sch daran mit E fahr eine düng des ter Zeit adjhmg t dem qeift tige Bem mato. 1 kes", von pan aufge dringendes sie über d reich für d dem groß, lament: „i nicht nur d der Nation pan nie lei merlichen E ^n Jahrzeh den Rand schuld baren dauern zwi Jbjugeben, ?er iapanisc tauten Lm Aufschwung Rlt: willic ®es hunger unterernähr S°rge für ouohebunqei d°b 0 5 Di« pari««" % tum.6" j s-l: •tiS folgt ifU erkennen, ' Pause im General h ihm vorgels früher in' der * eingev? drei lauteten: L Berteidlgun werden, 2. nationalen 3. Steuer bis zur Gr Woraus et mitgeteilt' getroffenen »ihr Nachdem wohl der JI Minister S Reden von men mit Frankreich entsprechend den vielumstrM- nen Militärabkommen aus dem Jahre 1920 auf- rechterhalten solle, daß ein vollständig unabhängiger und souveräner Staat wie es das heutige Belgien sei, das unbestreitbare Recht habe, seine Sicherheit durch Generalstabsbesprechungen zu gewährleisten. Diese Besprechungen dürften aber keinen einseitigen Charak- t e r haben. Sie müßten nicht nur Frankreich, sondern auch anderen Ländern offen stehen. Außerdem dürfte diese Fühlungnahme der General- ftäbe keine politischenBindungen mit sich bringen, und weder die Militärpolitik noch die Außenpolitik Belgiens in die Abhängigkeit eines anderen Staates bringen. Das Deutschtum im oberschlesischen Grenzland. Eine Antwort auf die Kampagne der polnischen Presse. Breslau, 24. März. (DNB.) Auf einer Tagung des Bundes Deutscher Osten befaßte sich Gauleiter-Stellvertreter Bracht mit den oberschlesischen Grenzlandfragen. Gerade wir Deutschen und Nationalsozialisten, führte er u. a. aus, erkennen es an, daß der Angehörige eine fremden Volkes, der schon das Schicksal tragen muß, in einem anderen Staatsraum zu leben, f i ch die Liebe zu seinem Volk nicht nehmen läßt und womöglich durch wirtschaftliche und sonstige Maßnahmen in seinem Volksbewußtsein noch gestärkt wird. Wir Deutschen jedenfalls wissen, daß von allen Deutschen, die in Polen, in der Tschechoslowakei oder sonstwo außerhalb des Reiches leben müssen, daß diese Deutschen immer Deutsche bleiben, und zwar weil sie Deutsche sind. Ich kann mir nicht denken, daß die polnische Presse so unsachlich und nervös reden würde, wenn sie dieses sichere Bewußtsein der Treue jedes einzelnen Angehörigen ihres Volkstums auch im fremden Staatsraum hätte, wie wir Deutsche es haben. Die „Schlesische Tageszeitung" stellt in diesem Zusammenhang mit Bedauern fest, daß über allbekannte Störenfriede von der Art der Kattowitzer „Polska Zachodnia", des Organs des polnischen Wojewoden Graszynski, hinaus die gesamte polnische Presse die Nerven verloren hat und die Klarheit und Ehrlichkeit der Erklärungen des Oberpräsidenten Wagner mit einer Schimpfkanonade beantwortet, die weder dem deutsch-polnischen Presseabkommen vom Jahre 1934 entspricht, noch zu einer Klärung von Problemen beiträgt, die im Interesse beider Völker und Staaten bald zu bereinigen wären. Hingegen wird man wohl auf der anderen Seite taktische Erwägungen als Grund der Gesinnungsänderung annehmen müssen, die schon im Hinblick auf den Ablauf der Genfer Konvention angestellt wurden und die Handhabe dazu bieten sollen, gewissen Instinkten der polnischen Grenzbevölkerung jenseits der Gren- zen entgegenzukommen. Die Absage Polens an den Minderheitenschutzvertrag von Genf und das Ende der Genfer Konvention könnte die polnische Minderheitenpolitik zu einer höheren Warte führen. Wenn vergüte Wille dazu in den obersten polnischen Amtsstuben vorhanden sei, dann habe er gerade in diesen Wochen und Monaten Gelegenheit, sich gegenüber Neidern und ungeratenen Söhnen tm eigenen Lande durchzusetzen und so seine Festigkeit zu bezeugen. das schwerst gefährdeten In diesen Tagen befand sich das Regiment des jungen Offiziers im Raume vor Amiens in einem schweren Gefecht. Dem Feinde war es gelungen, in letzter Stunde eine 1----- —r Bildnis einer fremden Krau. Von Rudolf Kreutzer. Manchmal geschieht es, daß wir für Augenblicke alles Wirkliche vergessen und uns mit unsichtbaren Händen das Seltsame und StBunberbare. anrührt, so, daß eine Erkenntnis oder vielleicht auch nur eine Ahnung, von der wir nicht wissen, aus welchem Winkel unserer Seele sie aufgestiegen, plötzlich wie ein Schatten auf unser Tun fällt und anders als sonst sich die Dinge in uns spiegeln: nicht in einem gewohnten, den Grenzen des sinnlich Wahrnehmbaren geltenden, sondern in einem fremden, nur geahnten, man könnte sagen, jenseitigen Lichte, das — sei es auch oft nur einen Herzschlag lang und ferneher wie Wetterleuchten— immer wieder einen geheimnisvollen Schein in unser Dasein wirft. Vor Amiens hatte im Frühjahr 1918, im letzten Jahre des Krieges, ein junger Offizier eines bayerischen Infanterieregiments ein seltsames Erlebnis. Mit der Vorwärtsbewegung der deutschen Truppen, die an einem Märztage des genannten Jahres wie auf den Schlag einer einzigen Sekunde im Bereich der gesamten Westfront einsetzte, war auch das Regiment des jungen Offiziers aus der verwüsteten Mondlandschaft eines im jahrelangen Stellungskrieg erbittert umkämpften Frontabschnittes in weit nach vorne getragenem Angriff mit einemmale tn eine Gegend gekommen, an der bisher die Stürme des Krieges fast spurlos vorübergegangen waren. So unoerhergesehen und unaufhaltsam war der deutsche Vormarsch vor sich gegangen, daß der Zivilbevölkerung des Landes auf ihrer überstürzten Flucht kaum mehr die Zeit verblieben war, die notwendigsten Habseligkeiten mit sich zu führen und vielfach das Vieh noch brüllend in den Ställen stand. geholte Reserven zu schließen, und so stieß das Regiment auf einen unerwartet heftigen Widerstand, der ihm empfindliche Verluste bereitete, und der am stärksten aus einer Richtung eingesetzt hatte, in welcher sich ein kleines Lustschloß befand, dessen Name auf der Karte mit „Villers aux Erables" verzeichnet war Ungeduldig und in kaum bezähmbarer Erreguna hatte unser Ofizier, der mit den Resten seiner Kompanie dem Schlosse geradewegs gegenüberlag, immer wieder beobachtet, wie aus einem der geöffneten Fenster ein feindliches Maschinengewehr in die Reihen seiner Leute hämmerte und, ohne einen Befehl abzuwarten, sondern allein dem Gebote des Augenblicks und einer plötzlichen Eingebung folgend, stürmte er, feine Kompanie mit feurigem Anrufe mit sich reißend, im ungestümen Vorwärtsdrängen das Schloß, dessen überlebende Besatzung vor der andrängenden Wucht des Angriffes eilig die Flucht ergriff. Den Revolver in der Faust und mit springendem Atem, die Stirne unter dem stählernen Helm noch umwittert von dem Donner des Geschehens, betrat der Offizier als Erster das erstürmte Schloß. So aber, wie manchmal in Augenblicken großen Erlebens mit einem Male aller Lärm und alle Bewegung um uns aufzuhören scheint und eine unendliche Stille zu ertönen beginnt, tausendmal fühlbarer als all der Lärm, so geschah es, daß in dem Augenblick, in welchem der Offizier, über die steinerne Treppe hinweg in das Schloß und in die dämmernde Kühle eines sich weit vor ihm auftuenden, hochfenstrigen und mit vielen Ahnenbildern behängten Saales getreten war, alles Geschehen wie hinter einem einem Bildnis, das in der halben Helle des Raumes aus einem schweren, mattgoldenen Rohmen auf ihn herniederblickte. Es war das Bildnis einer Frau, schön und unirdisch, bewegungslos und doch seltsam bewegt, ohne Alter, ohne Zeit, Mutter oder Geliebte, und je länger der Offizier in dieses Antlitz blickte, um so eindringlicher war ihm, als habe es außerhalb des hölzernen Rahmens auch noch eine andere Wirklichkeit, als atme dieses Gesicht und fei noch einmal und auf eine andere, geheimnisvollere Weife wirklich, als fei fein Mund nicht irgendwie, sondern so geformt, wie um ein Wort zu sagen, die Hand nicht irgendwie, sondern so gestellt, wie um etwas zu tun, das anderem galt als der greifbaren und gegenwärtigen, von Raum und Licht bestimmten Wirklichkeit, einem Unsagbaren und Geheimnisvollen, in das er eingedrungen, er, der Fremdling, helmbewehrt und noch heiß vom Siege. So, indes er dastand betroffen und wie im Traume und er den Schlüssel fand und ganz in sich hinabstieg, da wo in einem tiefen Brunnen das Menschenschicksal schlummert, ergriff es ihn wie ein Schauer: Da war eine Frau, ungewiß, wann sie gelebt, nicht mehr dem Irdischen angehörig und auf einem anderen Gestirn beheimatet als er, und war doch wunderbar gegenwärtig und schickte ihr geheimnisvolles Lächeln wie einen geisterhaften Gruß herüber von dem fremden Stern und — seltsame Begegnung zweier Welten — da war er und empfing dies Frauenlächeln, leibhaftig und mit den irdischen Sinnen des Mannes, indem er dies bedachte, sah er sich selbst schon auf der Brücke stehen, die hinüberführte dorthin, woher der Gruß und dieses Lächeln kam und als drunten im Park vor dem Schloß plötzlich ein Maschinengewehr aufschrie, böse und bellend, da war ihm, als habe dies alles keine Macht mehr über ihn, als fei er feinen Tod bereits gestorben, einen Tod, der aus dem Lächeln eines Frauenmundes kam und nicht mehr aus den gierigen Mäulern mordender Maschinen. Er trat an das geöffnete Fenster, vor dem ein Fliederbaum feine frühen Blüten im Winde wiegte; sich herniederbeugend brach er eine große weiße schweren, lautlos fallenden Vorhang versänk und wie ein zu schwer gewordenen Mantel von ihm abfiel, was noch vor Augenblicken auf ihm gelastet hatte: Rausch und Aufruhr der Schlacht, Gefahr und Todesbereitschaft, ja selbst das kaum begriffene Wunder des erfochtenen Sieges Er stand, wie in der Bewegung eines angefangenen und unausgeführten Schrittes, den einen Fuß ein wenig vor- w----- --- — y-----v—. gesetzt, einem griechischen Fechter vergleichbar, in klaffende Lücke ferner auf der vom Widerschein des Abendhimmels beglänzten Front durch eilig herbei- j Kühle des Gemaches, die Augen festgebannt von Der Uebergang zur Vereinheitlichung des höheren Schulwesens Berlin, 24. März. (DNB.) Reichserziehungsminister R u st hat ftebergangsbestimmungen zur Vereinheitlichung des höheren Schulwesens angeordnet, die im Zusammenhang mit den bisherigen Erlassen die organisatorische Schulreform zu einem gewissen Abschluß bringen. Da es zunächst galt, die vorhandenen verschiedenartigen Schularten auf das geplante einheitliche System auszurichten, mußten für die Durchführung der Schulreform Uebergangsbeftim» mungen gewählt werden, die jedoch nach gewissem Zeitablauf zwangsläufig zu der N e u f o r in führen. Die Schulreform wird schon von Ostern 19 3 7 a n nach den beiden folgenden Grundsätzen durchgeführt: 1. Bei den Jungenschulen werden in der Hauptschulform, der Oberschule, zwei Pflichtfremdsprachen gelehrt werden und in der Oberstufe die dritte Fremdsprache in der Regel nur als Wahlfach betrieben werden. Die £) b e r ft u f e der Oberschule für Jungen gabelt sich in einen sprachlichen und einen naturwissenschaftlich- mathematischen Zweig. 2. Die Oberschule für Mädchen erhält auf der Oberstufe die sprachliche ober die haus- wirtschaftliche Form (Frauenschule) oder beide nebeneinander. Neben E n gl i s ch als erster Fremdsprache wird in der sprachlichen Form der Oberstufe Französisch gelehrt. An höheren Jungenschulen sind vorgesehen die Oberschule als grundständige H a u p t f o r m, die in jeder Stadt mit höheren Schulen wenigstens einmal vorhanden sein muß, das Gymnasium und die Aufbau schule. Für die höheren Jungenschulen, die Ostern 1937 in die grundständige Hauptform umgewandelt werden, also die Oberschule, gilt im einzelnen folgendes: Die Sprachenfolge. Die Fremdsprachen sind grundsätzlich Englisch und Latein. Die' Sexta (Anfangsklasse) beginnt daher Ostern 1937 mit Englisch. Die erste Fremdsprache, die vor Ostern 1937 begonnen ist, wird weitergeführt. In den Klassen, die mit der zweiten Fremdsprache noch- nicht begonnen haben, folgen auf Englisch oder Französisch als erste Fremdsprache Latein. Auf Latein als erste Fremdsprache Englisch als Hauptfremdsprache. Die zweite Fremdsprache beginnt schon im bevorstehenden Schuljahr in der Quarta (im dritten Schuljahr der höheren Schule). Ist mit der zweiten Fremdsprache bereits begonnen, so wird sie weitergeführt. Ist mit der dritten Fremdsprache nöch nicht begonnen, so wird erst in der Obersekunda eine lebende Fremdsprache als Wahlfach eingeführt. Die durch den Wegfall einer Sprache frei gewordenen Stunden werden in erster Linie den Fächern der deutsch- kundlichen Gruppe zugewiesen, also Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Zeichnen und Musik. Sind die beiden ersten Fremdsprachen lebende Sprachen, so kann als Wahlpflichtfach der Oberstufe auch Latein eingeführt werden. Ist die dritte Fremdsprache Englisch, so ist sie Pflichtfach und setzt in derselben /Klasse ein wie bisher. Ist mit der dritten Fremdsprache bereits begonnen, so wird sie weitergeführt. In dem naturwissenschaftlich-mathematischen Zweig fällt die dritte Fremdsprache jedoch fort. Aufbau der Oberstufe. Die Schüler der jetzigen Obersekunda legen Ostern 1938 die Reifeprüfung ab. Der Lehrstoff der bisherigen Abschlußklasse (01) wird durch geeignete Sichtung und Verteilung in den wesentlichen Grundzügen mitoerarbeitet Die Schüler der jetzigen Untersekunda werden Ostern 19 3 9 die Schule verlassen. Der Lehrstoff der bisherigen Oberstufe wird in geeigneter Weise auf zwei Jahre verteilt. Wichtig ist, daß beim Uebergang in die Obersekunda die Gabelung in einen sprachlichen und in einen naturwissenschaftlich- mathematischen Zweig nach besonders festgelegten Plänen durchgeführt wird. Die Schüler der jetzigen Obertertia werden in die Oberstufe übergeführt und legen nach drei Jahren, d. h. O st e r n 19 4 0, die Reifeprüfung ab. Der Stoff der bisherigen Untersekunda und Obersekunda wird im ersten Jahr der Oberstufe zusammengesaßt. Auch in dieser Klasse wird die Gabelung wie oben erwähnt durchgeführt. Damit werden im Schuljahr 1937 an allen Schulen zwei Klassen als erstes Jahr der Oberstufe nebeneinander geführt werden. Schüler, die Ostern 1937 das Klassenziel der Untersekunda nicht erreicht haben, werden der aus den Obertertianern zu bildenden Obersekunda zugeteilt. Die Schüler der künftigen Obertertia treten 1938 in die Oberstufe ein. Bei ihnen und den folgenden Jahrgängen ist ein Teil des Lehrstoffes der Untersekunda in die Stoffpläne der Obertertia 1937 zu übernehmen. Hieraus ist ersichtlich, wie die bereits durchgeführte Kürzung der Gesa m t schulze i t für Hätz e r e S ch ü le r auf zwölf Jahre durch Einsparung eines Jahres an der höheren Schule erreicht und durch entsprechende Verteilung der Stoffgebiete organisch durchgeführt wird. Da überdurchschnittlich begabte Schüler anstatt nach vier, bereits nach drei Jahren auf die höhere Schule übergehen können, besteht in diesen Ausnahmefällen die Möglichkeit, die Gesamtschulzeit sogar a u f elf Jahre zu verkürzen. Oie Gymnasien, die in Zukunft als Nebenform noch bestehen bleiben, haben die Sprachenfolge Latein ab Sexta, Griechisch ab Quarta und Englisch ab Obersekunda. Danach werden Ostern 1937 diese Schulen in der Quarta nicht mit einer neuen Fremdsprache, sondern mit Griechisch beginnen. Ist mit der zweiten ober dritten Fremdsprache bereits begonnen, so werden sie weitergeführt. Aüch hier wird ein Stundengewinn auf die Fächer der deutschkundlichen Gruppe übertragen. Ebenso werden die Dbertianer der Gymnasien Ostern 1937 in die Oberstufe übergeführt. Der Lehrstoff der bisherigen Untersekunda wird in der Obersekunda miterarbeitet. Die Oberstufe der Gymnasien, die als solche erhalten bleiben, wird nicht gegabelt. Die Aufbauschulen, die grundsätzlich Internate sind, denen eine sechsjährige Grundschulzeit vorausgeht, so daß aüch hier die Gesamtschulzeit zwölf Jahre beträgt, haben Englisch als erste Fremdsprache der Anfangsklassen und Latein als zweite Fremdsprache von " Berlin, 24. März. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat den Gesandten in Budapest, von Mackensen, zum Staatssekretär des Auswärtigen Amtes ernannt. Der bisherige stellvertretende Staatssekretär, Ministerialdirektor D i e ck h o f f, ist für den Votschafterposten in Washington in Aussicht genommen. Staatssekretär Dr. Hans Georg o. Mackensen wurde als Sohn des Generalfeldmarschalls 1883 in Berlin geboren. Seit 1919 gehörte er dem Auswärtigen Dienst an. Er wurde 1920 Legationssekretär. 1922 Gesandtschaftsrat, 1923 bei der Botschaft in (Scherl-Bilderdienst-M.) Rom, 1926 in Brüssel, 1929 in Tirana (Albanien), in Madrid wurde er 1931 Botschaftsrat, 1933 deutscher Gesandter in Budapest, wo er dazu beitrug, die deutsch-ungarischen Beziehungen zu festigen. Staatssekretär von Mackensen ist seit 1926 mit Winifried, geborene Freiin vonNeurath, verheiratet. Der bisherige stellvertretende Staatssekretär, Ministerialdirektor Dieckhoff, steht im 53. Lebensjahr. Er wurde als Sohn des kürzlich verstorbenen der Obertertia an. Es beginnen deshalb alle diese Schulen Ostern 1937 in beiden Eignungsklassen mit Englisch. Auch hier wird eine etwa bereits begonnene Sprache weitergeführt. Eine weitere lebende Fremdsprache kann auf der Oberstufe mit drei Sttm- den wahlfrei betrieben werden. Sind die beiden ersten Fremdsprachen lebende Fremdsprachen, so kann als Wahlpflichtfach der Oberstufe Latein eingeführt werden. Die Anweisungen über die Oberstufe gelten sinngemäß mit der Ausnahme, daß diese nicht gegabelt wird. Mädchenschulen können entweder Oberschulen oder Aufbau s ch u l e n sein. Hier gilt für die Sprachenfolge der Uebergangszeit der Grundsatz, daß Eng- l i 1 cf) als erste Fremdsprache von Sexta und, mit Ausnahme der Frauenschule, Französisch als zweite Fremdsprache betrieben wird Die haus- rv i r t s ch a f t l i ch e Form hat Englisch als einzige Fremdsprache. Die gymnasialen und realgymnasialen Formen der Mädchenschulen werden von Ostern 1937 an mit der untersten Klasse beginnend stufenweise umgewan - beit. Die Mädchenklassen, die mit Latein als erster und Englisch als zweiter oder dritter Fremdsprache schon begonnen haben, werden mit der bisherigen Sprachenfolge weitergeführt. Wo mit Griechisch noch nicht begonnen, ist stattdessen Englisch bzw Französisch zu lehren. Für den Uebergang der Obertertia und der nachfolgenden Klassen gelten die gleichen Anordnungen wie für den Aufbau der Oberstufe bei den Jungenschulen. Danach werden im Schuljahr 1937 auch in allen Mädchenschulen zwei Obersekunden als erstes Jahr der Oberstufe nebeneinander geführt. Für die hauswirtschaftliche Form gelten die für die Frauenschulen erlassenen Bestimmungen. — Auf Nichtvollanstal- t e n sind diese Uebergangsmaßnahmen sinngemäß anzuwenden. Bezirkspräsidenten in Elsaß-Lothringen D. geboren und war zunächst ebenfalls im Staatsdienst des Reichslandes tätig, bis er 1912 in den auswärtigen Dienst des Reiches trat. Hier war er 1914 Legationssekretär in Tanger, von wo er bei Ausbruch des Weltkrieges von den französischen Behörden zwangsweise entfernt wurde. Anfang September 1914 zog er mit dem Reserve-Dragoner-Regiment 2 (Transocean-M.) ins Feld, zunächst an die Westfront, bann in Polen, 1915 bis 1916 hatte er ein Kommando in Mesopotamien. Von Ende 1916 bis 1918 war Dieckhoff Lega- tionssekretär in Konstantinopel, dann Generalkonsul in Valparaiso (Chile), Gesandtschaftsrat in Prag, Botschaftsrat in Washington und London. Von 1930 bis 1936 war er Leiter der Angelsächsischen Abteilung des Auswärtigen Amtes und bann ber neugeschaffenen politischen Abteilung. Im August 1936, nach bem Tode der Staatssekretärs von Bülow, wurde Dr. Dieckhoff mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs betraut. Keine einseitigen MMtärabmachungen Brüssel, 25. März. (DNB. Funkspruch.) Die „Libre Belguque" sagt auf die Frage, ob Belgien auch in Zukunft militärische Abkom- Der neue Staatssekretär des Auswärtigen Amts Ministerialdirektor Dieckhoff geht nach Washington. Die Aufgaben -er neuen Erzeugungsschlachi NSG. Der halben unanqenehm bemerkbar zu machen. Die I aber nach anfänglichem Uebergang rasch ansteigen gangbaren Zigarettensorten sind in ganz Paris und dann höher liegen als seither Auch werden sich kaum noch zu haben; es werden nur noch Luxus- kurze Perioden durchaus freundlichen Wetters em- zigaretten oder teure ausländische Sorten geführt, stellen. . . . Zigaretten oi Me Vauemschafi Hessen-Aassaus tritt in den neuen Arbeitsabschnitt Die Hofberatung als Mittel zur Leistungssteigerung. zirken nur zehn bis zwanzig Prozent der wehrpflichtigen jungen Leute in die Armee aufgenommen werden; die übrigen waren zu schwächlich und unterernährt. Ungefähr 250 000 Schulkinder mutzten vom Staate ernährt werden, weil sie sonst zum Schulbesuch überhaupt nicht fähig gewesen wären. Woher sollen wir in Zukunft die Soldaten nehmen? sorgt man sich in den Armeekreisen." Die Verfasserin stellt die offene Frage: Was soll aus einer Nation werden, die den Urquell ihrer Kraft, ihr Bauerntum, in dieser Weise vernachlässigt? „Vorläufig", antwortet sie, „wird immer weiter Raubbau getrieben, ebenso wie der intellektuelle Raubbau des Geistes fortgesetzt wird. Das ehrgeizige Nippon mit seinen weltumspannenden Plänen besitzt hier wunde Stellen, die sich eines Tages als der Herd einer todbringenden Krankheit erweisen könnten." Aus aller Welt. Vier Personen im Kraftwagen verbrannt. Auf der Strecke Guttstadt—Allenstein (Ostpr.) ereignete sich ein schwerer Kraftwagenunfall. Ein mit vier Personen besetzter Wagen stieß mit einem Lastkraftwagen zusammen. Bei dem Personenwagen explodierte der Benzintank, so daß der Wagen bald in hellen Flammen stand. Alle vier Insassen verbrannten. Zigarettenmangel in Paris. Der Streik in den Pariser Tabakdepots, der nun schon eine Woche andauert, beginnt sich allent- auszuwählen, daß die Gewähr dafür gegeben ist, daß unter Einsatz dieser Kräfte die Bekanntgabe sam^ [icher durchzuführender Maßnahmen und die sich hieraus ergebende Beratung auf schnellstem Wege bis zum letzten Hof durchdringt. Mit Hilfe dieses Beratungsapparates lauft demnach die Beratung folgendermaßen: Nach Auftragserteilung durch den Kreishauptabteilungsleiter II bzw. Beratungsleiter läßt der für den Ab- schnitt verantwortliche Äbschnittshofberater durch den Bezirkshofberater die im Bezirk ansässigen Orts- hofberater zusammenholen und gibt ihnen d i e Richtlinien für ihre Arbeit. Diese haben dann in ihrem Ortsbezirk ihren örtlichen ehrenamtlichen Hofberater zusammenzurufen. Die örtlichen Hof- berater bringen schließlich in ihrem Wirkungskreis die in der Arbeitsgemeinschaft bekannt gegebenen Meldungen bis an den letzten Hof. Neben dieser allgemeinen Beratung wird die Beratung durch „S p e 3 i a I b e r a t e r" als unbedingt notwendig angesehen. Hierfür kommen in Frage die Xie r- zuchtämter, die Forstämter und die Land- b a u ä m t e r. Diese Stellen erhalten die Richt- linien für ihre Arbeit von der Landesbauernschaft oder vom Verwaltungsrat des Reichsbauernführers; sie haben im engsten Einvernehmen mit der Hof- beratungsstelle der Kreisbauernschaft zu arbeiten, um die Einheitlichkeit in der Beratung nicht zu gefährden. Für die Durchführung besonderer Spezial- aufgaben ist weiterhin vorgesehen, Fachkräfte, die auf den in Frage kommenden Gebieten besonders befähigt sind, zu Schulungszwecken auch über den Rahmen ihrer Landesbauernschaft hinaus euv zusetzen derart, daß sie die Berater rückständiger Gebiete schulen und die betreffende Aufgabe richtig zum Anlaufen bringen. Staatliche oder private Wirtschaftsberater, die außerhalb des Reichsnähr- standes noch tätig sind, arbeiten nach den Richtlinien des Reichsbauernführers. 132 Tote beim Untergang eines chinesischen Dampfdooles. Auf dem in der Nähe der Provinzhauptstadt Jünnan gelegenen Tienschisee sank im schweren Sturm ein Dampfboot. Von den 134 Fahrgästen, unter denen sich 10 Kinder befanden, wurden nur zwei gerettet. Die Behörden haben eine Untersuchung gegen die Schiffsführung eingeleitet, der die Ueberlastung des nicht fahrtüchtigen Dampi- bootes vorgeworfen wird. Die Hofberatung hat sich in der Praxis in den letzten Jahren schon ausgezeichnet bewährt. Als Beratungs- krüfte, die ehrenamtlich arbeiten, werden die t ü ch- tigsten Betriebsleiter herangezogen. Mit ihrer Hilfe war es möglich, allein in Sachsen 18 000 Versammlungen zu veranstalten, in denen die Maßnahmen der Erzeugungsschlacht besprochen wurden. Außerdem wurden in jedem Dorfe Hof - begeh ungen durchgeführt, die auf dem Hofe selbst jede Maßnahme zur Erzeugungssteigerung behandelten. Dabei wurden besondere Hofkarten angelegt, von denen je ein Exemplar der Bauer und die Kreisbauernschaft erhielten. Durch Zusammenfassung dieser Hofkarten besteht die Möglichkeit, festzustellen, welche Betriebe und Dörfer in ihren Leistungen unter dem allgemeinen Durch- schnitt liegen. Bei diesen wird in Zukunft z u e r ft der Hebel zur Verbesserung angesetzt; denn hier liegen die großen Reserven der Erzeuaungs- schlacht. Um jedem Bauern ein Beispiel vor Augen zu halten, werden für jeden Kreis und auch für jedes Dorf sogenannte Richtbetriebe geschas- fen, die angeben, in welcher Richtung die Betriebe der betreffenden Gegend besonders zu fordern sind. Damit steht fest, .daß die Hofberatung aus der Praxis für die Praxis arbeitet, daß von den Bauern nichts Unmögliches verlangt wird und daß die Hofberatung dazu beitragen wird, die Ertrage der Böden und Höfe wesentlich zu steigern. Berlin, 24. März. (DNB.) Bevor Ministerpräsident Göring den Bauemführern die neuen Maßnahmen verkündete, war das Führerkorps des Reichsnährstandes zu einer internen Tagung zusammengerufen worden, um Richtlinien für die Durchführung in der Praxis entgegenzunehmen. Oer Reichöbauernsiihrer ging davon aus, daß die Sicherung der Ernährung, um Deutschlands politische Unabhängigkeit im Rahmen des Vierjahresplanes unter allen Umständen sicherzustellen, eine langsame Entwicklung und allmähliche Leistungssteigerung nicht erlaube, wir müssen vielmehr das Gesetz des Handelns selbst ergreifen. Gelingt es, im Rahmen dieses Dierjahres- planes die deutsche Ernährung aus eigener Scholle zu gewährleisten, dann wird das Spiel des Weltjudentums, das heute noch mit Hilfe des Weltkapitalismus das deutsche Volk emährungspolitisch zu vernichten sucht, für alle Zeiten verloren sein. Die neuen Maßnahmen für die Landwirtschaft sind nicht etwa eine Hilfe aus romantischer Liebe zum Bauerntum, sondern eine bittere staatspoliti- sche Notwendigkeit. Daraus ergibt sich von selbst, daß eine ftrenge Kontrolle über die Verwendung der bereitgestellten Mittel erfolgt. In Frage des Arbeitseinsatzes ist durch die Möglichkeit eines Einsatzes der Hitler-Jugend bei der Frühjahrsbestellung durch die Möglichkeit der Schulbefreiung und durch die Möglichkeit des Einsatzes der Wehrmacht, die auch für die Verfügungstruppen der SS. gegeben ist, eine neue Lage geschaffen worden. Der Reichs- bauernführer unterstrich besonders die Notwendigkeit, diesen jungen Menschen, die hier vielleicht durch ihre erstmalige Berührung nut der Landwirtschaft für ihr ganzes Leben in ihrer Stellungnahme zum Landvolk beeinflußt werden, das notwendige Verständnis entgegenzubringen. Staatssekretär Backe gab dann einen Ueberblirf über die Versorgungslage. Aeußerst wichtig sei die Steigerung des K a r t o f f e l a n b a u e s und der Z u ck e r r u b e n- anbaufläche. Es müsse viel stärker als bisher gedüngt werden, um mehr Ertrag aus der Fläche herauszuholen. Bis in den kleinsten Betrieb hinein müßten auch die neuen Futternormen propagiert werden. Reichshauptabteilungsleiter Dr. Brunnen- b a um zeigte den Weg zur Mobilisierung der rückständigen Betriebe. Die H o f f a r t e stellt die erste praktische Maßnahme für Wirtschaftsberatung dar. Schon heute find die vom Reich zut Verfügung gestellten Beihilfen für den Grünlandumbruch draußen im Lande sehr begehrt. Wenn besonderer Wert auf die Düngung gelegt wird, bann kommt es zunächst darauf an, die Bodenu n t e r - s u ch u n g voranzutreiben. Denn eine verstärkte Düngung wird erst dann erfolgreich sein, wenn der Bauer den Boden genau kennt und dementsprechend die Düngung richtig ansetzt. Leider findet man noch eine große Zahl unzweckmäßiger und ungesunder Stallungen. Es ist daher vorerst einmal vorgesehen, in jeder Landes- bauernschaft einen vorbildlichen Lehrhof, dem eine Bauberatungsstelle angeschlossen werden soll, zu errichten. Hier sollen Vauhand- werker, Berater und Bauern geschult werden. Kreis- und B e z i r-------- , , . Frankfurt. Er legte ihnen dar, daß nun das Landvolk in einen härteren Arbeitsabfchnitt, in eine wahrhaftige Großkampfoffenfioe eintreten muß. Die neuen Bestimmungen haben den örtlichen Bauemführern bedeutsame Rechte und Aufgaben, aber noch größere Pflichten gegeben. Sie müssen nun darüber wachen, daß diese Maßnahmen auch den Nutzen haben, der aus ihnen kommen soll. Denn sie sind ja nicht etwa als eine Hilfe 'für die Landwirtschaft geschaffen worden, sondern als Erfüllung dringender Erfordernisse für die Sicherung der Ernährung und damit des Lebens nuferes Volkes. Der vom Reichsbauernführer verkündete „ßeiftungsroettberoerb des deutschen Landvolks" wird sich zu einem hartenLei - stungskamps des Einzelne^ und jedes Dorfes Wetterbericht des Reichswelterdlenstes. Ausgabeort Frankfurt Mit der fortgesetzten Zufuhr kalter Luft aus Nord- meften konnte sich über dem Festland ein Hochdruckwirbel entwickeln, dem wir auch die leichte Besserung der letzten Tage zu verdanken haben. Inzwischen ist eine neue Störung zur Nordsee vorgedrungen, die am Donnerstag vorübergehende Verschlechterung mit Schnee- und Regenfällen bringt, vor allem aber auch als Vorläufer und Bahnbrecher neuer, vom Atlantik hereinkommender Wirbel angesehen werden kann. Damit ist wieder eine Westwindwetterlage im Anzug, die durch das Hereinführen feuchter Meeresluft für die nächsten Tage wechselhaftes und unbeständiges Wetter in Aussicht stellt. Die Temperaturen werden entwickeln. „ In der Erörterung der von Gormg erlassenen Bestimmungen ging Landesbauernsührer Dr. Wagner u. a. auch auf die Wirtschaftsberatung em, deren außerordentliche Bedeutung er den Bauernführern eindringlich nahelegte. Auf Grund des Erlasses des Reichsbauernführers vom 20. März 1937 hat der Landesbauernführer für die Landesbauernschaft Hessen-Nassau die Hofberatung für die Verhältnisse unserer Landesbauernschaft entsprechend angeordnet. Die Verantwortung für die Durchführung der Beratung ,in der Kreisbauernschaft tragt der Kreisbauernführer. Die Durchführung selbst ist Aufgabe des Kreishauptabteilungsleiters II. Er schlägt für jede Bezirksbauernschaft einen B e - zirksHofberater vor, der für die Durchführung der Beratung in feinem Bezirk verantwortlich ist. Da die Bezirksbauernschaften im Gau für eine intensive Hofberatung zu groß sind, werden sie in Abschnitte eingeteilt. Jeder Abschnitt untersteht einem Ab schnitt sh o fbe rat er. Die Abschnitte müssen so gewählt werden, daß sie oer- kehrsmäßig zusammengehören und möglichst auch die Verteidigung notwendig sind, darf nicht gerührt , werden, 2. die Sicherheit und Beständigkeit des । nationalen Lebens darf nicht in Gefahr kommen; , 3. Steuern und Abgaben sollen nicht weiter als i bis zur Grenze gesunder Wirtschaft erhöht werden. ; Woraus es tatsächlich ankommt, was aber nicht । mitgeteilt worden istz sind die hinter den Kulissen getroffenen Abmachungen. Erreicht ist, daß beide ; Teile ihr „Gesicht" gewahrt haben. Nachdem der Friede geschlossen war, haben sowohl der Premierminister als auch der neue Außenminister Sato in beiden Häusern des Parlaments Reden von Bedeutung gehalten. Sato war bisher Botschafter in Paris. Er gilt als Liberaler, d. h. als Nichtanhänger der von der Armee vertretenen unbedingten Feindschaft gegen alles westliche Wesen. Das wichtigste von dem, was General Hayaschi sagte, war die vorsichtig gefaßte, aber nicht mißzu- verstehende Erklärung, daß an den Verfas - sungszu ständen, d. h. an der Stellung des Parlaments, nichts geändert werden solle. Sato betonte, daß es vor allen Dingen darauf ankäme, die chinesisch-japanischen Beziehungen aus der „Sackgasse" herauszubringen, in der sie augenblicklich steckten. Beide Länder hätten bei diesem Zustande „nichts zu gewinnen, wohl aber viel zu verlieren." Das würde darauf deuten, daß mit der gewalttätigen Expansionspolitik in Nordchina innegehalten werden soll. In bezug auf Rußland fiel das bedeutsame Wort, die Beziehungen mit ihm könnten gut sein, „wenn die Sowjetunion auf jeden Kontakt mit der Korn i n t>e r n verzichten würde"! Da die Komintern die Organisation des Bolschewismus zur Vorbereitung der Weltrevolutisn ist, so heißt die Bedingung, die der japanische Außenminister stellt, ungefähr so viel wie: Freundschaft mit dem Wolf, wenn er sich dazu bequemt, Gemüse zu fressen. Der entscheidende Faktor, der hinter allen großen außenpolitischen Entschlüssen Japans steht, ist die Lage der japanischen Bauernschaft. Es handelt sich darum, wer schneller marschiert, die Expansion mit militärischen Machtmitteln, selbst auf die Gefahr eines großen Krieges hin, oder die Verelendung des Bauern? Unter allem, was hierzu in letzter Zeit gejagt worden ist, verdient besondere Beachtung ein Buch, das sich zwar in erster Linie mit dem geistigen Japan beschäftigt, das aber auch wichtige Bemerkungen zur Bauernfrage enthält: „P a- m a t o. Der Sendungsglaube des japanischen Volkes", von Lily A b e g g. Die Verfasserin ist in Japan aufgewachsen und besitzt ein ungewöhnlich eindringendes Urteil über japanische Verhältnisse. Was sie über die Bauernfrage sagt, ist auch aufschlußreich für die Konfliktslaqe zwischen der Armee und dem großindustriell-kapitalistisch „infizierten" Parlament: „Die große Bauernnot in Japan bedroht nicht nur die Volksgesundheit, sondern den Bestand der Nation überhaupt. Der Bauer hatte es in Japan nie leicht. Er mußte immer für seinen kümmerlichen Ertrag schwer arbeiten. Aber in den letzten Jahrzehnten haben ihn be’fonbere Umstände an den Rand des Verderbens gebracht. Die Hauptschuld daran trägt das Pachtsystem, das den Bauern zwingt, 40 bis 70 Prozent feines Ertrages abzugeben, denn nur in den seltensten Fallen ist der japanische Bauer Eigentümer des von ihm bebauten Landes. Der Bauer muß den Wirtfchafts- aufschwung Japans bezahlen, und er hat ihn bezahlt: willig, gehorsam und treu bis an die Grenze des Hungertodes. Das Ergebnis: die elende und unterernährte Landbevölkerung ist eine schwere Sorge für die Nation. Bei den letzten Rekruten- aushebunqen konnten in manchen ländlichen B->- Aussichten für Freitag: Zunächst vielfach aufgeheitert, vielerorts nachts Frost, dann von Westen her Niederschläge, bei lebhaften, nach Süd- west drehenden Winden kälter. Aussichten für Samstag: 'Unbeständiges, zu Niederschlägen geneigtes Wetter, aber nicht durchweg unfreundlich, tagsüber mild. Lufttemperaturen am 24. März: mittags 7,4 Grad Celsius, abends —0,1 Grad; am 25. März: morgens 2,8 Grad. Maximum 7,7 Grad, Minimum heute nackt — 0,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. März: abends 3,7 Grad; am 25. März: morgens 2,9 Grad. — Sonnenscheindauer 0,1 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; rür den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlick 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Politik und Sauer in Man. Äon Or. Paul Rohrbach. Das vorläufige Zeichen der Lage in Japan ist, daß sich das neue Kabinett, unter der Leitung des Generals Hayaschi, mit dem Parlament über die Bewilligung des Budgets geeinigt hat. Die Ursache des Konflikts, der unter dem vorigen Kabinett Hirota ausbrach, war das Einverständnis zwischen den beiden großen Parlamentsparteien Seiyukai und M i n f e i t o, das Budget mit der Begründung zu verweigern, das Wachstum der M i l i t ä r a u s g a b e n sei nicht länger tragbar. Daraufhin verlangte die Armee Parlamentsauflösung und autoritäres Regime. Sie stieß aber auf Widerstände, die auch Eingang in den engsten Kreis fanden, in dem in Japan die formell entscheidende Stellungnahme des Kaisers zustande kommt. Das Parlament wurde nicht aufgelöst, sondern nur auf kurze Zeit vertagt, um Zeit „zur gegenseitigen Besinnung^ zu lassen. Auf welcher Grundlage die Einigung wirklich erfolgt ist, ist bei der Undurchsichtigkeit innerer Vorgänge im Fernen Osten nicht leicht zu sagen. Die gewählte Formel ist zu unbestimmt, um aus ihr zu erkennen, ob die Parteien wirklich eine vorläufige Pause im Steigen des Militäretats erreicht haben. General Hayaschi hat den Ausweg gesucht, das von ihm vorgelegte und jetzt angenommene Budget gegen früher in der Weise umzuarbeiten, daß innerhalb der Möglichkeiten letzter finanzieller Anspannung ein gewisser Spielra um vorgesehen ist. Die drei Grundsätze, die er in seiner Rede aufstellte: lauteten: 1. An die Kredite, die für die nationale Appell Hermann Görings an das I gleichen Wirtschafts- und deutsch- Laniwo» wurde in allen Dörfern des Gaues | Die für lebe ^tsbauernschaft -mdefttzten Ort Hessen-Nassau mit größter Anteilnahme aufgenom. i h of b e r a te r ftaben nun be5 men Landesbauernsührer Dr. Waqner bene tue nehmen mit dem Ortsbauernfuhrer inneryaw aes men. r.anoesaauerniugr »f Q c r 'ntlcf)! Ortsbezirkes o viele ehrenamtliche „H ° f b erat er l L l 9 y u m V I I ) ..... faAwtnkr hnVltr Aonphoti ist aas ^e-er kann das Jjrt/ie&i" in -er Tasche tragen! • A Das „Große Los" — im Spielplan der Staats- lotterie 2 mal 1 Million Reichsmark — das sind schon für jeden Spieler eines Achtelloses bare 100 000.— Reichsmark! Aber auch noch all die anderen großen Gewinne der Staatslotterie — sie sind schon ein großes Glück für jeden Gewinner — sie sind Erfüllung unzähliger Wünsche und erträumter Hoffnungen. Und wenn am 23. April die Ziehung der 1. Klasse der 49. Preußisch-Süddeutschen (275. Preußischen) Klassenlotterie beginnt, dann geht es in den 5 Klassen der neuen Lotterie wieder um 343 000 Gewinne. Insgesamt werden 67660180.— Reichsmark auf 800000 Lose ausgespielt — fast jedes zweite Los gewinnt. Die Gewinne sind einkommensteuerfrei — und vor allem: auch der kann mitspielen, der nicht viel hat. Denn nur 3.— Reichsmark kostet ein Achtellos je Klasse. Den amtlichen Gewinnplan und — soweit vorrätig — Originallose - erhalten Sie bei allen staatlichen Lotterie-Einnahmen. Die neue Lotterie beginnt! Wer kein Los hat, kann nicht gewinnen! 2 Gewinne zu je 1OOOOOO.— RM 2 Gewinne zu je 500000.— RM 2 Gewinne zu je 300000.— RM (AuSzug aus dem amtlichen Gewinnplan) 2 Gewinne zu je 200000.— RM 10 Gewinne zu je 1OOOOO.— RM 2 Gewinne zu je 75000.— RM 12 Gewinne zu je 50000.— RM Außerdem 342968 weitere Gewinneim Gesamtbetrag von 61910180.—RM 'wxwr Der Präsident der Preußisch/-/ Süddeutschen Staatslotterie 'N Morgen Statt Karten im 82. Lebensjahr zu sich in sein himmlisches Reich Gießen. Berlin-Adlershof, Hannover, im März 1937 GIESSEN SELTERSWEG 81 2049 A 01531 © [Stellenangebote Zn'sLotze Märzen!! Ab heute im Anstich Münchner — So eine Löwenbräu-Spezial-Ausschank 2058 D Lichtspielhaus Frankfurt am Main. 2048V Heute Donnerstag Die grobe Premifere Lichtspielhaus Süddeutsche Uraufführung Da greifen auch Sie gern zu VK G eden. Marktplatz 22 2045 A Stadttheater JN HABER': CARL HEINZ SCHLUTER i ..und zum Bauen Hab Sonne im Herzen Trink Löwenbräu Wählen Sie aus der Fülle unserer Neuheiten — kleidsame Formen zu kleinen Preisen stehen für Sie bereit: Gießen, den 24. März 1937 Die Beerdigung findet statt: Dienstag, 30. März, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Der Seelengottesdienst am gleichen Tage vorm.TVtUhr Gott der Herr nahm am Sonntag, dem 21. März, meinen lieben Mann, unsern treusorgenden Vater Leder-Röhrig Gießen 43 Neustadt 43 behaglicher mac! Flasche Wein bekommt man Die Beerdigung fand auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen abzusehen Jen Fiihreridieln von der Fahrfcbule Staubsaugei* Vertreter für den Verkauf des weltbekannten Vorwerk - Kobold- Universalgerätes gesucht. Wir bieten- Einarbeitung Sofortverdienst Höchstprovision Leistungsprämien Aufstiegsmöglichkeit Herren, welche im Privat- Verkauf tätig waren und Erfolge nachweisen können, bewerben sich unter H. J. 851 an Heinr. Eisler Nachfolger, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ida Storto, geb. Schmidt Tennis-Cafe Bad-Nauheim Osterhasen aufgepaßt! Wein ist kein Luxus. Wein ist für jeden da und für jeden erschwinglich. Sorgt also dafür, daß dieser Frohsinnspender jedem die Ostertage froher und Junger Zwergsshnauzer in gute Hände abzugeben, oms Hammstratze 5. Wanderer - Markenräder schon ab RM. 64.- Spezial-Räder ab RM. 32.50. Linker & Sohn Ludwigstraße 16 2067D Professor Heinrich Müller Oberlehrer i. R. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief heute morgen, gestärkt durch die hL Sterbesakramente, mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder und Schwager Josef Storto Oberpostsekretär i. R. nach kurzem, in Geduld ertragenem Leiden im Alter von 73 Jahren Wnsfrlelles Unterueömen | sucht gewandten jüngeren Buchhalter der nach Möglichkeit auch über devffenrechtl. Kenntnisse verfügt. Ang. unt. Beifügung v. Lebenslauf u. Zeugnisabschr. unt. 2065D erb. m Frankfurter Straße 36, Ecke ■ läUSl Friedrichstraße,Teleph.3349 Gründliche Fahrausbildung (.alle Klaffen EröllDunO: Am Karfreitag 1. und 2 Osterfeiertag nachmittags KONZERT Abends: Gesellschaftstanz mit der Kapelle Emil Humm 2064D Wir furheit im Berbreitungs- bezirk dieser Zeitung in allen Bevölkerungskreisen gut em- aefübrte Persönlichkeiten als Mitarbeiter unserer Gesellschaft gegen Gewährung zeitgemäßer Provisionen. Unterstützung durch Fachbeamte wird zugesichert Bewerbungen erbeten an COLONIA Kölnische Feuer- und Kölnische Unfall - Berücherungs - Aktiengesellschaft. Bezirksdirektion Mainz. Schillervlatz 7 (Handelskammerhaus) _______________2031 D Zu Ostern etwas für die Jugend Samstag, 27. März, 14 Uhr 1. Osterieiertag, 11 Uhr 2. Osterfeiertag, 11 Uhr in Erstaufführung: faröfa 19.00—21.15 Uhr: 1986V 26. Freitag-Miete! Zum letzten Mal 6$ües uni sein Rinn Trauerspiel von Hebbel. Preise von 0.60—3.00 RM. In tiefem Schmerz.- Lina Müller, geb. Liehr I Emmi Fritze, geb. Müller Hedi Weißer, geb. Müller Georg Fritze Dr. Reinh. Weißer | Empfehlungen] WlsllillWe RfltDF NIMM in reichbebitderten, leichtverständl. Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen er- yöhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und Probe- hefte der Zeitschrift „Der Naturforscher" fjugoBermüljler Benag Betiin-fWerfeiöe Zur 1422V Bodenbearbeitung und Düngung empfehle Torfmull Düngekalk Kunstdünger H. Trechsler Tel. 3581, Steinstr. 73 Einer- Faltboot Marke: Hammer fast neu, Preis Mart 80.— zu verkaufen. 01521 Wernerwal! 2911 | Kaufgesuche | MW« m guter Lage u. nur bestem baulichem Zustande bei gröff. Anzahlung zu kaufen gesucht. Schriftliche Angeb. unt. 01535 an b.®ieh. Anzeiger erbet. [Verschiedenes Men Am Nahrungsberg,ca.l5OO qm, ganz oder geteilt zu verpachten. M meiffer Seltersweg 43. EinherrlicherMärchen-Tonfilm Der fchönste aller bisher erfcbienenen Märchenfilme Im Beiprogramm: 204&a 1. Die Reise nach dem Mond iDiesiehenöChwabenstreielie Kinder .... 0.30, 0.50 Erwachsene 0.50, 0.75 Ein Ereignis u. unvergeßliche Stunden für groß und klein. schon ab 70 Pf. ohne Glas und auch gute Liköre, Weinbrand und Schaumwein besorgt man rechtzeitig bei 2073A H. Elges Selters weg 66, wo jeder gern kauft, weil er gut bedient wird. D-Rad 500 ccm, gut erhalten, steuerfrei Umstände halber billig zu verkauf. Karl Erdmann Schreinermeister Ruttershausen. Mod., fast neuer Kinderwagen zu verkauf. 01532 Zintl Im Gartfeld 1. in der Cubana- Werbe-Tüte - unser neues Angebotl Ein Einsteckbeutel mit 5 Zigarren In verschiedenen Facons - jede etwas anders Im Geschmack, jede aber sehr fein und mild Im Aroma! Prima Wmi und WSnm! empfiehlt z025D Ludwig; Kohlermann IV. Inh.: L. Heiderich Telephon 3012 Bleichstraße 14 LUIS TRENKER Xrad Carla Sveva / Ethel Maggi / August Eichhorn / Erwin Klietsch / Reginald Pasch / Josef Kämper / A.Wäscher Regie: Luis Trenker, W. Klingler Buch: LuisTrenker, K.Heuser/Musik: G. Becce Alpengipfel und der Zauber italienischer Städte, Reiterangriffe und das Glück einer großen Liebe, der Kampf um ein edles Ziel und der Einsatz von Blut und Leben geben 'liesem Film Inhalt und Gestalt. Beiprogramm : Fox-Ton-Woche und „Landschaft und Leben“ein Film aus der Schwäbischen Alb Täglich 4,6,8.30, Karfreitag u. Osterfeiertage 3,5.30,8.30 tiimMiij. am Seltersweg, monatl. RM. 60 zu vermiet, russv Näheres Büro Kirchner Seltersweg 8. KU-Zm.-Mobn. in gutem Hause, neu hergerichtet, an ruh. ält. Ehepaar verl.April zu verm. Sckr. Angeb. u. 01530 an 0. Gieh. Anz. 2 schöne Zimmer mit sev. Eing. u. Klosetm.fl.Wass. in bestem Hause unt.Franks.Str. a. berufst. Dame ob. Herrn per 1. Mai 37 zu verm. Schr. Ang. unter 01533 a. d.G.A. #L Zimmer zu vermieten. Ebelstraffe 9 bei Hengst. [0152a Möbl. Zimmer für 18 Mk.z. vermiet. Zu erfr.im Gieß. Anz. 01522 Sport -Blusen in kleidsamen neuen Formen und Farben 7.90 5.90 4.90 3.50 2.65 Mattkrepp-Blusen, modische Verarbeitungen in großer Auswahl 9.85 7.90 6.93 5.90 4.50 Toile-Blusen aus seidenem Toile, in geschmacklich richt. Formen u. Farben 14.75 10.90 9.85 7.90 PiquG-Blusen, die modische Bluse, in besonders netten, ansprechenden Macharten, in vielseitiger Auswahl CARLl\iawÄrx Mündlich können Sie es nur wenigen sagen, schrifllich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen [ Vermietungen | 5-Zim. Wohng. Bad,Wintergarten, große Diele, Heizung, ev. mit Garage, sofort od.spät.zuverm. Neubau Friedrichstraße 1. Näh. Auskunft [2007V Bahnhofstr. 29. SeifriüiueflSl ist der 2. Stock 43immer mitBadu. allem Zubehör zum 1. Avril od. später zu vermieten. Näheres [01525 Liebigstr. 211. WIN m. bes. Veranlagung i. Zeichnen u. Schreiben für ein techn. Büro gesucht. Bewerbungen m.Hand- schriftprobenund Zeugnissen unt. 2052D a.d.G.A. Fung es Wichen für Büroarbeit, zum 1.Avril 1937 gesucht. Schriftl. Angeb. u. 2059 D an 0. Gieh. Anz. Selbständiges! WW das kochen kann, in bürgerlichen Haushalt gesucht Angebote Lisi? postlagernd Bad-Nauheim Nr. 200. Nettes, ehrliches sauberes 2063D Mädchen zwisch.18u.24J. für Geschäftshaushalt gesucht l o* 'Jco. Donnerstag, 25. März |95Z Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr.Zl Zweites Blatt schon nennt Ihr Ihr nennt Im Beiprogramm sieht man die Ufa-Wochen. SCHWARZKOPF Ihr Ihr Polin Janka Koslowska, in den (Beliebten und um das des, mit wachem Gefühl. nennt nennt Sorge und Angst um Schicksal des Valerlan- edel und dient mir nicht, allmächtig und ehrt mich nicht. Ihr heißt Ihr heißt Ihr heißt Ihr heißt Ihr heißt Ihr heißt Ihr heißt mich mich mich mich mich mich Luis T r e n k e r italienischen M^' Zusammenarbeit dikat „Staatspr T r e n k e r war kundgebungen. weges leuchtet. Selten hat sich deutsches Wesen so eindringlich verkündet wie hier, kaum irgendwo hat es von der gedrungenen Kraft und von der Schwerblütigkeit unserer Seele so überzeugend geredet und die Einfachheit des Volkes, dem alles fremdartige Gebaren fernliegt, so klar gezeigt. Die einzelnen Figuren des Bilderfrieses haben, so hört man ost, das Flackernde, Unruhige, Inbrünstig.' der mittelalterlichen Seele-, aber der Meister hat dieses dargestellt in einer zeitlosen Form seine Gestalten sind irnrner- gültig, denn sie zeigen den wesentlichen Menschen deutschen Gepräges,' den tätigen, opfernden und endlich siegenden Menschen, den „großen Krist" des Wenn Ihr Haar zu schnell fettig wird, dann beruht das auf Überreizung der in der Kopfhaut befindlichen Talgdrüsen. Abhilfe schafft regelmäßige Pflege mit milden Mitteln, die kein Alkali und keine Kalkseife im Haar zurücklassen, also mit Streben nach Güte und Schönheit der deutschen Arbeit anknüpft an die schöpferische Kraft und das Können, das unsere Vorfahre nm vergangenen Jahrhunderten zu einzigartigen Leistungen befähigte. Wir wollen den Anschluß an diese künstlerischen Leistungen unserer Vorfahren knüpfen, denn der Vierjahresplan ist ja mehr als eine reine Bedarfsdeckung. Wir wollen alle Kräfte des deutschen Volkes entfalten, damit sein Anspruch auf Schönheit im Leben ebenso erfüllt wird wie sein selbstverständliches Recht auf das Notwendige und Nützliche. stungsquerschnitt alle Märchen über Ersatznote und gibt den deutschen Volksgenossen wie den ausländischen Gästen einen starken Eindruck von dem Können unserer Fachleute, darüber hinaus aber von der unerhörten Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes. Was dem Verbraucher dient, muß auch sein Vertrauen erlangen. Diese Ausstellung beweist, daß die deutschen Stoffe und Kleider dieses Vertrauen nicht nur verdienen. Wir alle sollten sogar stolz sein auf das, was Kvpf und Hand, was Wirker und Weber, Spinner und Chemiker in gemeinsamer Arbeit für uns alle geschaffen haben. Es erfüllt uns mit besonderer Fremde, daß dieses ren die Ereignisse zwar auch nicht unmittelbar an den Brennpunkt des Geschehens in Warschau. Aber der polnische Aufstand gegen die bedrückende russische Herrschaft ist das Signal für die Erhebung der polnischen Patrioten überall im russischen Reich. Beispielsweise in Grodno, dem eigentlichen Schauplatz der Ereignisse; dort steht ein russisches Kavallerie-Regiment mit zwei von polnischen Offizieren geführten polnischen Schwadronen. Von Anfang an ist das Verhältnis zwischen den polnischen und den russischen Offizieren der Truppe gespannt und gereizt; Duellforderungen sind an der Tagesordnung; der russische Gouverneur und der Regimentskommandeur zeigen wenig Verständnis. Kein Wunder, wenn die auf heimlichen Wegen in Grodno eintreffende Nachricht von der Erhebung in Warschau wie ein Fanal unter den Polen wirkt. Während eines Tanzfestes beim Gouverneur verabreden sich die polnischen Offiziere heimlich, das Fest zu verlassen und ihre Schwadronen nach Warschau zu führen. Jetzt setzt der persönliche Konflikt in der Fabel wirksam ein: der Rittmeister Graf Staniewski liebt die Prinzessin Katerina Tschernikoff, die Schwester des Gouverneurs in Grodno; eben in dieser Nacht hat er sich erklärt, Katerina liebt auch ihn, am anderen Tage will er den Gouverneur um Kate- rinas Hand bitten —: da trifft ihn die Nachricht von der Verschwörung der Kameraden; und Staniewski ist schuld daran, wenn der Aufstand in Grodno sich verzögert, zu früh endeckt und blutig niedergeschlagen wird. Drei seiner Kameraden wer- ständig zertrümmert. Von den fünf Insassen wurden zwei Männer und eine Frau sofort g e - tötet. Ein Kind starb noch an der Unglücksstelle und eine Frau auf dem Wege zum Krankenhaus. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. Neunzig Nachkommen. Die älteste Einwohnerin der Stadt Kirn (Nahe), Frau Wwe. Magdalena Schweig, feierte ihren 92. Geburtstag. Die noch verhältnismäßig rüstige Jubilarin hat 90 direkte Nachkommen, nämlich 7 Kinder, 34 Enkel und 49 Urenkel. 18 Tote bei einem Autobusunglück in USA. In Salem (Illinois) ist ein Ueberlandomnibus der Linie St. Louis—Cincinnati verunglückt. Dabei sind 18 Fahrgäste getötet und fünf schwer verletzt worden. In dem Omnibus befanden sich 23 Fahrgäste, vorwiegend junge Sportler und Sportlerinnen, die an einem Rollschuhwettbewerb teilnehmen wollten. Der Omnibus war ins Schleudern geraten, als er mit hoher Geschwindigkeit über eine kleine Brücke fuhr und stürzte dann über die Böschung hinab. Die Trümmer des Wagens gerieten unmittelbar darauf in Brand.___ als Leichen geborgen; später wurde noch eine dritte Person t o t aufgefunden, während zwei weitere Insassen des verschütteten Hauses mit Verletzungen daoonkamen Eine Angestellte wird noch vermißt. Vier hitlerjungen erhielten die Danziger Rettungsmedaille. Der Danziger Senatspräsident hat vier Hitler- jungen, die am 28. Juni 1936 unter eigener Lebensgefahr vier Mitglieder eines Danziger Rudervereins mit Mut und schneller Entschlossenheit vor dem Tode des Ertrinkens in der Ostsee retteten, die Rettungsmedaille verliehen. Schweres Autounglück bei Magdeburg. Unweit von Magdeburg fuhr auf der Reichsautobahn zwischen Burg und Brandenburg ein Personenkraftwagen auf einen in Fahrt befindlichen Lastzug auf. Der Personenkraftwagen wurde voll- den gefangen genommen und zum Tode durch den Strang verurteilt. Endlich besinnt sich Staniewski, erwacht wie aus einem Traum Und beginnt zu handeln; im Kampf zwischen Pflicht und Neigung siegt endlich doch sein stärkeres Gefühl: er befreit die verurteilten Kameraden und bereitet den polnischen Schwadronen den Weg in die Freiheit. Staniewski deckt ihren Ritt nach Warschau, indem er das Kasernentor gegen die anstürmenden Russen verteidigt und fällt: mit seiner Tat und seinem Tode hat er die eigensüchtige Pflichtoergessenheit gebüßt. Dies ist der Umriß der ^abel. Unter Karl Hartls Spielführung entwickeln sich die Dinge behutsam und sehr allmählich; Hartl beginnt ganz romantisch, ganz spielerisch, ausmalend, schildernd und vorbereitend, um dann den dramatischen Kern mit Schärfe und in einem kräftig sich steigernden Tempo nachdrücklich herauszuarbeiten. Seine Stärke sind große, malerische Bilder, wirksam arrangierte Einzel- und Massenszenen, wie das galante Abenteuer auf der Fähre am Fluß, der nächtliche Säbelkampf auf der Brücke, der Ball beim Gouverneur, das Abschiedsfest der Offiziere, der stürmische Ritt der polnischen Schwadronen, der entscheidende Kampf am Kasernentor. Und in dieser letzten Szene gelingt es der Regie auch, den optischen Eindruck über die bloße Bildwirkung hinaus symbolisch zu steigern und so Thema und tieferen Sinn der Fabel eindringlich zusammenzufassen: man beachte, wie die Kamera den Blick des Beschauers durch die Gitterstäbe des Kasernentores hindurch ... hinaus ins Freie und Weite führt. * Willy Birgel spielt den Staniewski; ihm gelingt es, die innere Entwicklung dieses polnischen Freiheitshelden, seine Seelenkämpfe und die Ueberwin- dung des Konfliktes eindringlich zu gestalten. Edwin Jürgensen als Gouverneur, kalt, überlegen und beherrscht, ist die markanteste Erscheinung auf der Gegenseite. Ursula G r a b l e y als Prinzeß Katerina gibt der entscheidenden kurzen Szene auf dem Ball Wärme und persönlichen Umriß. Von den Ofsizieren hüben und drüben heben sich ferner Viktor Staat, Heinz von C le v e und Werner Schott hervor. Hansi Knoteck gibt die junge schau, einen interessanten Kulturfilm aus der Welt der Technik, „Hebel und Zähne", und einen Vorspann zum „Etappenhasen". Aus der Bühne: Irmgard de Majo in einem hübschen Jongleur-Akt. Hans Thyriot „Ritt in die Freiheit." Gloria-Palast. Oie Neichsausstetlung -er deutschen Textil- und Bekleidungswirtschast Auszeichnung für den Film „Die Tochter des Samurai". Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda Dr Goebbels hat dem Fanck-Film „Die Tochter des S a m u a i " das Prädikat „staatspolitisch und künstlerisch wertvoll" verliehen. Aus alter Welt. Lawinenunglück in Oberitalien. In Val Formazzo bei Dvmodvssvla (italienische Provinz Novara), nahe der schweizerischen Grenze, ist in etwa 2000 Meter Hohe ein zweistöckiges Unterkunftshaus von einer Lawine ver schüt- t e t worden, wodurch sechs Personen eingeschlossen wurden. Eine Rettungsexpedition machte sich sofort nach der Unglücksstätte auf. Zwei Personen wurden mich Meister und fragt mich nicht, mich Licht und seht mich nicht. mich Weg und geht mich nicht. mich Leben und begehrt mich nicht, mich weise und folgt mir nicht. ' schon und liebt mich nicht, reich und bittet mich nicht, ewig und sucht mich nicht, barmherzig und traut mir nicht. Heliand. An diesen „großen Krist" denkt man, wenn man d e n Gekreuzigten an dem Seltner betrachtet. Einzigartig und sonst nirgendwo wiederkehrend ist der Gedanke, das Kruzifix als Pfeiler für em Doppelportal zu benutzen. Beide Arme hält der Gekreuzigte über den Eintretenden wie zum Segen. Allen, die das innere Wesen der Leidensgeschichte nicht verstehen wollen scheint der „große Krist" zuzurufen: Ihr heißt mich gerecht und fürchtet mich nicht. Würd'ich euch verdammen — verdenkt's mir nicht. (Alter Spruch aus einer Bauhütte.) Eine.stumme, eindringliche Sprache reden die Reliefs/ der Gekreuzigte, die Stifter, die anderen Plastiken, der ganze Bau; sie haben den Stolz der überlegenen Kraft, weil sie zu einem gemeinsamen Werk gehören, das auf vielen Schultern ruht und aus Generationen von Willen wuchs. Wenn man aus dem Portal wieder ins Freie tritt, spürt man es bald: hier hat sich ein Stück sieghaften deutschen Wesens offenbart in einer zeitüberdauernden steingewordenen Tat. Der polnische Aufstand im Jahre 1831 gab seinerzeit in dem Chopin-Film „Abschiedswalzer" den historischen Rahmen der Fabel und Überraschende filmische Anregungen für das Motiv der Revolutions-Etüde. Im „Ritt in die Freiheit" führen in kameradschaftlicher Spielfilm, der mit dem Prä- wertvoll" ausgezeichnet ist. Gegenstand stürmischer Beifalls- Kirche so. Der Seltner des Naumburger Doms ist schon deshalb von hohem kunst- und kulturgeschichtlichem Wert weil er als der einzige ganz erhaltene aus der ^eit der Gotik gilt Besondere Bedeutung gewinnt er durch den erwähnten Bilderfries mit den einzelnen Stationen der Passion von zierlichen Säulen umrahmte Blendarkaden tragen die sorglich ausgearbeiteten Sandsleinreliefs an der Brüstung Schon die kleinen Kapitüle der Säulen zahlen mit ihrem feingliebrigen Blattwerk — man kann es steinerne Filigranarbeit nennen — zum Besten gotischer Bildhauerkunst Die einzelnen Reliefs zeigen in volkstümlicher Schilderung den Leidensweg Christi vom letzten Abendmahl bis zum Gang nach der Rlchlställe. Wenn man die einzelnen Stucke eingehender betrachtet glaubt man einen Blick m das Leben und Treiben des Volkes von damals zu tun. Welche Lebendigkeit spricht aus der Darstellung des Abendmahls, an dem nur fünf Junger teilnehmen; trotzdem wirkt die Szene nicht unvollständig. Ein anderes Relief, ,Judas empfangt vom Hohenpriester den Verräterlobn , malt m den Mienen des Judas dessen bereits beginnenden seelischen Kampf sehr deutlich. Nie Naumburger Passion. Von Hans Sturm. Der Peler-Paul-Dom in Naumburg an der Saale gehört zu den bedeutsamsten Werken christlicher Baukunst, da er den Uebergang vom romanischen Stil zur Gotik augenscheinlich werden läßt, und zwar in natürlicher Entwicklung, daß die Verschiedenheit der einzelnen Slilarten künstlerisch und eindrucksslark wirkt. Dann birgt der Dom im Innern „das steinerne Wunder", die Stlslerftguren, von denen der begeisterte italienische Archäologe Fiorello im Jahre 1815 bereits schrieb, er forme sich an diesen meisterlichen Gestalten des unbekanm ten deutschen Bildhauers nicht satt sehen. Und noch einen Schatz birgt der Naumburger Dom, einen von den Besuchern viel zu wenig beachteten Bilderfries mit der Leidensgeschichte Christi. Tritt man durch das große Portal ein, wird der Blick gleich gefangen durch die von kräftigen m Halbsäulen gegliederten Pfeilern in herrlichem Gleichmaß hinüber und herüber schwingenden Gurten, bis man vor dem am ftärfften gotisch empfundenen Teil des Gotteshauses, dem Westchor, steht der durch den Seltner vom Mttelschift getrennt ist. Unter dem Seltner versteht man eine Chorschranke; dies Wort kommt von dem frühmittelalterlichen Setter, und dieses wieder von dem neulateinischen lectorium - Ort, wo gelesen wird; ursprünglich hieß nur das Lesepult im Chor der Für 20 Pf.: mit „Haarglanz“-Bad Für 30 Pf.: „Haarglanz“-Wirkung bei der Wäsche Einzigartig ist die Raumaufteilung in der Mal- chusszene; das wuchtige Schwert Petri trifft nicht nur das Ohr des Malchus, sondern trennt auch die Häscher von den Jüngern und ihrem Meister, der vor dem sehr bewegten Hintergründe einem seiner Getreuen begütigend zuredet. Echte Volksgeslalten sind auf dem nächsten Relief. Petrus, der seinen Herrn eben zu verleugnen im Begriff ist, und die Magd in ihrer einfachen, gesunden Ursprünglichkeit. Ergreifend ist das letzte Relief, Christi Gang zur Richtställe. Hier hat der unbekannte Meister mehr ausdrücken wollen als den Sinn der Karwoche, er hat die Frage nach dem Sinn alles Irdischen gestellt. Sein Christus will uns sagen: Leid ist notwendig im Leben, Schmerz ist unser aller Gefährte, nichts ist verderblicher als ein Hallmachen vor dornigen Wegen oder ein Ausweichen vor Unabwendbarem! Nur durch Kampf und Tod gewinnt man den Frieden, der kein Zustand geistiger Trägheit ist, sondern der als tiefstes Geheimnis hinter allem seelendurchfurchenden (Betriebe steht und als seliger Grund unter aller Unruhe unseres Erden- Berlin, 24. März. (DNB.) Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Generaloberst Goring wurde die Reichsausslellung der deutschen Textil- und Bekleidungswirtschaft eröffnet. Der Präsident der Reichsausstellung, Gottfried Dl eng führte dabei u. a. aus, daß die deutsche Textil- und Bekleidungswirtschaft mit über drei Millionen Volksgenossen einen größeren Abschnitt der deutschen Volkswirtschaft bilde als irgendein anderes Gewerbe. Die deutsche Textilwirtschaft tehe schon feit Jahren im Vierjahresplan, im Kampfe für Deutschlands Unabhängigkeit auf dem Roh toffgebiet. Im Jahrq 1934 sei die Erzeugung von Zellwolle verzehnfacht worden. Die Ausstellung solle zeigen, wie die Textilkunst im Wandel der Zeilen das ganze Volksleben durchsetzt. 21Umfferpräfibenf Göring gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß in dieser Ausstellung der Öffentlichkeit die Arbeiten der deutschen Textilwirtschaft zur/Lösung des schwierigen Rohstoffproblems anschaulich gezeigt würden. Wenn man Deutschland in keiner Beziehung die Möglichkeit gibt und den Raum, um das Notwendigste zum täglichen Leben, das tägliche Brot und die Bekleidung, sicherzustellen, dann muß man sich nicht wundern, wenn der rastlose deutsche Geist immer wieder nach neuen Wegen sucht und der deutsche Wille auch diese Wege findet, um Deutschland unabhängig zu machen. Der nalionalsozia- lislische Staat kann nicht mit ansehen, daß die Beschäftigung der Millionen deutscher Volksgenossen, die von der Herstellung und dem Vertrieb der Textilien leben, restlos abhängig ist von den Schwankungen der Ernteerträge in den überseeischen Roh- sloffgebielen, vyn Freiheit oder Sperre der Zufahrtwege, von der Preisdiktalur internationaler Rohstoffspekulanlen u. a. m. Trotz aller Bedenken hat die Zellwolle sich auf Grund ihrer qualitativen Vorzüge durchgesetzl und ist heute nicht nur im Inland, sondern auch bereits im Ausland ein gesuchter Rohstoff. Die Leistungen gerade der deutschen Spinnstoffwirtschaft müssen von allen erkannt und verstanden werden. Wer heule noch zweifelnd herumläuft und den verrücktesten Unsinn über unsere deutschen Stoffe verbreitet, schädigt nicht nur die deutsche Textilwirtschaft, sondern das ganze deutsche Volk und wird mit seinen kleinlichen Zweifeln und überheblichen Besserwissen von der zwangsläufigen Entwicklung überrannt werden. Die Ausstellung gibt für alle einen offenen Einblick in das Wesen und Werden unserer neuen Stoffe, sie zerstreut durch einen umfassenden Lei- Ministerpräsident Generaloberst (Boring bei einem Rundgang in einer Hulmacherwerkstatt. (Scherl-Bilderdienst-M.) Kunst und Wisfenschast. Beginn der Olympiaausgrabungen. Reichserziehungsminisler R u st wird sich in diesen Tagen nach Griechenland begeben, um dort den Eröffnungsfeierlichkeiten des Beginns der Ausgrabungen des alten Olympia, die der Führer während der Olympischen Spiele ankündigte, beizuwohnen. Reichsminister R u ft wird für die Arbeiten, die in deutsch-griechischer Zusammenarbeit durchgeführt werden, den ersten Spatenstich tun. Den Höhepunkt der Reise wird ein Festakt in der Universität,Athen bilden, wo im Rahmen einer Feierstunde Reichsminisler Rust eine deutsche Bücherspende übergeben und deutsche Ehrenpromotionen für griechische Professoren verkünden wird. Nach einer Fahrt durch die Kulturstätten des klassischen Hellas wird der Reichsminisler am 14. April der Feier des 40jährigen Jubiläums der deutschen Schule in Athen beiwohnen. Zu dieser Feier hat auch der König von Griechenland sein Erscheinen zugesagt. Berufungen in die Leitung des „Ahnenerbes". Der ReichMhrer-SS. Heinrich Himmler hat in feiner Eigenschaft als Erster Kurator des „A h n e n e r 6 e e. V. folgende Berufungen vollzogen: Zu Mitgliedern des Kuratoriums: 1. Reichsstatthaller (Bauleiter Dr. Alfred Meyer, Münster, 2. SS:-Standarlenführer Erwin M e tz n e r , Berlin; Siegelbewahrer des Reichsbauernrals; zum Präsidenten: SS.-Hauptsturmführer o. Univ-Prof. Dr. Walther Wüst, Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität München; zum stellv. Präsidenten: SS.-Slandarlenführer Dr. Wilhelm Kinkelin, Berlin; Hauptabteilungsleiter im Stabs- amt des Reichsbauernführers; zum Reichsgeschäfts- führer: SS.-Unlersturmführer Wolfram Sievers, Berlin. Der stellv. Kurator ist wie bisher SS.-Brigadeführer Dr. Hermann R e i s ch l e , Berlin, Stabsamlsführer im Reichsnährstand. Außerdem hat der Reichsführer-SS. den SS.-Obersturmführer Prof Dr. Hermann Wirth, Marburg, als Mitbegründer des „Deutschen Ahnenerbes" zum Ehrenpräsidenten ernannt. Stuttgarter Uraufführung des deutsch-italienischen Gemeinschaftsfilms „Condottieri". Jrn Stuttgart fand die Uraufführung des deutsch- italienischen Gemeinschaftsfilms „Condottieri" statt. Es wurde ein außergewöhnlicher Erfolg. Führende Männer des deutschen und des italienischen Filmschaffens hatten sich eingefunden. Auch Reichsaußenminister Freiherr von Neurath war erschienen. Der Film, dessen historischer Stoff aus der italienischen Renaissance stammt, will eine innere Beziehung Herstellen zu der heldischen Weltanschauung im faschistischen Italien und nationalsozialistischen Deutschland, er wird in erster Linie getragen von dem faszinierenden Spiel des Hauptdarstellers, Regisseurs und Manuskriptverfassers ;ormt mit den deutschen und 9JLtfpoit Oie Winterkampfspiele der hessischen Schulen. Kreismeisterschaften der Unterstufe im Kreise Gießen. Infolge ungünstiger Witterungsverhältnisse, Grippeferien usw., konnten die Winterkampfspiele der Unterstufe erst kurz vor den Osterferien beendet werden. Die Endspielgegner zeigten zum Teil recht beachtliches Können und man war erstaunt über die vorzüglichen Leistungen. Neue Peskalozzischule Gießen Handballmeister. Im Endspiel um die Handballmeisterschaft trafen sich die Volksschule Grünberg und die Neue Pesta- lozzischule Gießen. Obwohl die Grünberger großen Eifer an den Tag legten, war es ihnen nicht möglich, den technisch ganz hervorragenden Pestalozzi- schülern erfolgreichen Widerstand zu leisten. Sie mußten sich verdient mit 10:0 geschlagen bekennen. Die Gießener Jungens beendeten die Runde mit dem glänzenden Torverhältnis von 70:2, ungeschlagen. Volksschule Leihgestern Fußballmeister. Endspielgegner waren hier die Volksschule Daubringen und die Volksschule Leihgestern. Der Sieg der Leihgesterner mit 4:0 entspricht dem Spielverlauf. Daubringen hatte im Sturm nicht die nötige Durchschlagkraft, um die starke Hintermannschaft des Gegners zu überwinden. Leihgestern war im Aufbau und im Zusammenspiel wesentlich besser; hervorragend Tormann und linker Verteidiger. Volksschule Gröningen Korbballmeister: In der Volksschule Göbelnrod und der Volksschule Grüningen standen sich zwei ziemlich gleichwertige Mannschaften gegenüber. Grüningen siegte knapp 4:3. Das Resultat geht in Ordnung, da der Sieger die bessere Mannschaftsleistung zeigte. Reichsbund-Werbeabend in Laubach. Der Reichsbund für Leibesübungen in Gemeinschaft mit der Deutschen Sporthilfe hielt im „Solm- ser Hof" eine Abendveranstaltung ab, die sich eines guten Besuches erfreute. Nach einem Armeemarsch, von dem Realschulorchester gespielt, wurde von dem Schüler Wolfgang Hühner das Gedicht „Das neue Volk" oorgetragen. Gemeinsam wurde sodann das Lied „Der Gott, der Eisen wachsen ließ" gesungen. Bürgermeister h ö g y wies in seiner Begrüßungsansprache auf das Wesen und die Bedeutung des von dem Reichssportführer gegründeten Reichsbundes für Leibesübungen hin, dem jetzt alle früheren sportlichen Verbände angegliedert sind. Die soziale Aufgabe des DRL. erfüllt die Deutsche Sporthilfe, die allen denen helfend zur Seite steht, die auf Turn- und Sportplätzen zu Schaden kommen. Der anschließende Lichtbildervortrag gab einen Einblick in die Entwicklung der Leibesübungen und das segensreiche Wirken der Deutschen Sporthilfe. Im Zweiten Teile des Programms, der durch einen Marsch eingeleitet wurde, folgten turnerische Vorführungen am Barren, die von einer aus Mitgliedern der Turnvereine Freienseen, Groß-Eichen und der Turngemeinde Laubach zusammengestellten Riege exakt oorgeführt wurden. Ferner zeigten Laubacher Turnerinnen Keulenübungen, die ebenfalls lebhaften Beifall fanden. Anschließend wurde der Schmalfilm „Die XI. Olympischen Spiele 1936" vorgeführt, der einen Querschnitt aller Geschehnisse der 16 Tage in hervorragenden Bildern wiedergab. Das Wort des Führers „Der völkische Staat", sowie das Lied „Ich hab' mich ergeben" leiteten zur Schlußansprache über, in der Bürgermeister h ö g y darlegte, wie sehr die Olympischen Spiele es vermocht haben, das Wunder „Deutschland" aller Welt offenbar werden zu lassen. — Die Vorstellung am Nachmittag war von mehr als 300 Schülern aus Laubach und Umgebung besucht. Cambridges Siegeszug unterbrochen. Oxford gewinnt das 89. Bootsrennen. Das traditionsreiche Bootsrennen zwischen den Universitäten von Oxford und Cambridge, das seit 1829 zum 89. Male durchgeführt wurde und auf der Themse zwischen Putney und Mortlake stattfand, endete mit einem Siege der Oxforder „Dunkelblauen", dem zweiten seit den Kriegsjahren. Damit unterbrachen die Oxforder die dreizehnjährige, ununterbrochene Erfolgsserie Cambridges, das im Gesamtergebnis aber immer noch mit 47:41 Siegen bei einem toten Rennen im Jahre 1877 führt. Mit drei Längen Vorsprung kam das Oxford-Boot in der feit 50 Jahren schlechtesten Zeit von 22:39 Minuten für die sieben Kilometer lange Strecke durchs Ziel. Die Hauptursache hierfür war das Hochwasser, das die Flut stark abschwächte, so daß den Ruderern diese Unterstützung fehlte. Bie herrlichem Wetter hatten sich wieder Millionen von Zuschauern eingefunden, die von den Ufern der Themse den Kampf der Boote verfolgten. Allgemein galt Oxford als Favorit, das im 36er Schlag begann. Die Hellblauen ruderten im 35er- Schlag und verschafften sich einen kleinen Vorteil, der bei Beverley Brook aber wieder ausgeglichen war. lieber eineinhalb Kilometer lagen die beioen Achter auf gleicher Höhe. Im weiteren Verlauf wechselte die Führung verschiedentlich. Auf den letzten tausend Metern rückte Oxford allmählich vor und vergrößerte den auf eine Länge angewachsenen Vorsprung bis ins Ziel auf drei Längen. Kurze Sportnotizen. Der Spielplan der G r u p p e n s p i e l e um die deutsche Fußballmeisterschaft wurde jetzt bekanntgegeben. Die Spiele beginnen am 4. April und erstrecken sich bis zum 23. Mai über sechs Spielsonntage. Hans Jakob wurde bei seiner Rückkehr nach Regensburg stark gefeiert. SSV.-Jahn Regenburg hatte für den Jubiläumsspieler einen besonderen Ehrenabend veranstaltet, dem Vertreter der Behörden, Partei, Wehrmacht, der Stadt und sämtliche DRL.-Vereine Regensburg beiwohnten. Im Gau Hessen wurde das für den ersten Osterfeiertag vorgesehene Meisterschaftsspiel zwischen „Hessen" Bad Hersfeld und „Kurhessen" Marburg abgesagt und auf den 18. April verlegt. Beim R i n g e r t u r n i e r in Helsing- fors belegte der deutsche Mittelgewichtsmeister Ludwig Schweickert (Berlin) den ersten Platz; nachdem er auch am zweiten Tag seine drei Kämpfe sämtlich gewinnen konnte. Im Leichtgewicht mußte sich Weickart (Hörde) im Gesamtergebnis mit dem dritten Platz begnügen. Am Welt-Pokal der Fechter nimmt auch Deutschland teil, das in der Gruppe 4 zusammen mit Italien, Oesterreich und der Tschechoslowakei eingesetzt wurde. Einen Fü n f l ä n d e r k a m p f im Kleinkaliberschießen fragen Deutschland, Belgien, Holland, Rumänien und Polen am 4. April in Berlin-Steglitz aus, den die Sportschützen Steglitz durchführen. Hollands Olympiatrainerin Frau Braun wurde durch den Königlich Niederländischen Schwimm-Bund der Frau-Triebels-Becher überreicht, der alljährlich für besondere Verdienste um den holländischen Schwimmsport vergebeen wird. HennerHenkel kam bei den ägyptischen Tennismeisterschaften in Kairo durch einen 6:2-, 5:7-, 6:2-Sieg über Roderich Menzel ins Endspiel. Zusammen mit von Cramm blieb Henner Henkel über R. Menzel-Lacroix 6:2, 6:2 siegreich. Die beiden Deutschen haben sich nunmehr im Endspiel mit den Franzosen Lesueur-Journou auseinanderzusetzen. Im Frauen-Einzel siegte Hilde Sperling. Der Ungarische Tur nve.r band hat einige seiner bekanntesten Turner wegen unsportlichen Verhaltens vor den Olympischen Spielen in Berlin bestraft. Dr. Stephan Pelle wurde auf sechs Monate ausgeschlossen, S u r a n y auf fünf, Nikolaus Peter und Josef S a r l o s auf je vier Monate. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele, Lyzeum, Dammstraße, sämtliche Kurse fallen bis zum 8. April 1937 aus. Reiten, Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr. Fußball her heimischen Mnnschasten. r FC.Teutonia" Wakenborn-Steinberg FL. Teutonia Watzenborn-Steinberg I. — Naunheim I. 1:2 (0:0). Die erste Mannschaft des Sportvereins Naunheim weilte am vergangenen Sonntag in Watzenborn-Steinberg. Beide Mannschaften spielten mit Ersatz. Bei den Teutonen konnte man von Anfang dis zum Schluß nur von Pech reden. Die Einheimischen, die in der ersten Halbzeit stark überlegen waren, vergaben die sichersten Sachen. Zählbares wurde bis aur Halbzeit auf beiden Seiten nicht erreicht. In der zweiten Halbzeit wprde das Spiel etwas ausgeglichener nud es gelang dem Mittelstürmer Haas, den Führungstreffer zu erzielen. Diese Freude dauerte nicht lange, denn Naunheim glich kurz darauf durch Elfmeter aus und konnte sogar durch Keuch in Führung gehen. Trotz den vielen Torchancen, die die Teutonen noch bis zum Schluß hatten, wnr es ihnen nicht vergönnt, etwas an dem Resultat zu ändern. 15:1 lautete das Eckenverhältnis für die Teutonen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Rodheim I — Heuchelheim I 2:3 (2:1). 21m vergangenen Sonntag bestritt Heuchelheim fein letztes und wohl schwerstes Verbandsspiel der Runde. Deutlicher, als das Resultat besagt, wurde Rod heim auf eigenem Gelände geschlagen. Erstmalig in dieser Serie konnte Heuchelheim mit kompletter Els antreten. Es spielten für den neuen Meister: Christ, Kreiling, Römer, Waldschmidt, Mandler, Bach, Hofmann, Arnold, Schmidt, Steine!, Henkelmann. In der ersten Viertelstunde ließen sich Heuchelheims körperlich unterlegenen Stürmer von der stabilen Abwehr der Platzbesitzer einschüchtern. Erst als Rodheim überraschend die Führung an sich riß, schienen die Gäste endlich zu merken, um was es geht. In flachen Kombinationszügen gelangte Heuchelheims Sturm immer wieder vor das Heiligtum des Gegners und endlich — es konnte nicht ausbleiben — fiel nach etwa 20 Minuten aus einem gut getretener Eckball der Ausgleich. Aber wenige Minuten später konnte Rodheim durch einen groben Deckungsfehler der Heuchelheimer Verteidigung erneut die Führung an sich reißen. Mit 2:1 für den Platzbesitzer werden die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte war es eigentlich nur noch eine Mannschaft, bie angriff. Heuchelheim schnürte die mit allen Mannen verteidigenden Platzherren zeitweise völlig ein. In kurzem Abstand fielen Ausgleich und Siegestreffer der Gäste. Kurz vor Schluß vergab der Linksaußen von Heuchelheim noch zwei sichere Torgelegenheiten. Dem Schiedsrichter Keller (Naunheim) gebührte für fein sicheres Auftreten ein besonderes Lob. Mit diesem Sieg wurde Heuchelheim Meister der 1. Kreisklasse (Gruppe B) Gießen. Spielabtlg. des Tv. 1889 Klein-Linden. Klein-Linden I — Leihgestern I 5:0 (3:0). Am Sonntag standen sich in Klein-Linden obige Mannschaften zum letzten Derbandsspiel gegenüber. Klein-Linden konnte einen sicheren Sieg erringen und endgültig den zweiten Platz in der Tabelle ein- nehmen. Leihgestern hatte Anstoß und versuchte durch schnelle Vorstöße die Hintermannschaft der Ein- heimiscken zu überrumpeln. Doch bald gaben die Gastgever den Ton an und konnten im Anschluß an einen Eckball zum ersten Erfolg kommen. Wenig später konnte der Halbrechte durch wuchtigen Schuß auf 2:0 erhöhen. Ein weiterer Eckball wurde vom bedrängten Hüter ins eigene Netz geschlagen und damit der Halbzeitstand hergestellt. Nach dem Wechsel flaute das Spiel merklich ab, doch konnte Klein-Linden durch ein schönes Tor seines Rechtsaußen und durch ein weiteres seines Mittelstürmers auf 5:0 erhöhen und damit beweisen, daß die Niederlage in Lich nur auf sehr ungünstige Umstände zurückzuführen war. F.-Sp.-V. 1926 Steinbach. Steinbach I — Großen-Buseck I. Morgen (Karfreitag) empfängt Steinbachs erste Mannschaft die gleiche vom F. C. Großen-Buseck zum Gesellschaftsspiel. Mit Großen-Buseck hat sich Steinbach einen Gegner verpflichtet der spielen und kämpfen kann und der Steinbachs erster Mannschaft seither immer spannende und schöne Kämpfe geliefert hat. Da beide Mannschaften jetzt fast die gleiche Spielstärke besitzen, ist das Spiel am Karfreitag als offen anzusehen. Ein hoher Sieg der einen ober anderen Partei wäre eine Ueberraschung. Die Jugendmannschaft empfängt die Jugend von Saasen. Hier sollte es Steinbachs Mannschaft verstehen den Sieg zu erringen. Wirtschaft. Oer Maisbackmehlbezug Fwd. Die HV. der deutschen Getreidewirtschaft teilt folgendes mit: Auf Grund verschiedner Rückfragen wird zur Kenntnis gebracht, daß die Verarbeitungsbetriebe nicht verpflichtet sind, noch verpflichtet werden können, ihren Bedarf in Maisbackmehl bei bestimmten Firmen zu decken. Grundsätzlich sollen die Verarbeitungsbetriebe die Aufträge in Maisbackmehl den bisherigen Mehllieferanten erteilen. ' Rhein-Mainische Börse. Mklagsbärse: Aktien meist schwächer. Frankfurt a. M., 24. März. Die Börse lag am Aktienmarkt vorwiegend schwächer, da kleine Abgaben der Kundschaft Vorlagen, während die Aufnahmeneigung der Kulisse klein war. Das Geschäft hatte nur geringen Umfang. Im Durchschnitt gingen die Kurse um 0,50 bis 1 v. H. zurück. Stärkere Einbußen erfuhren abermals Kaliaktien, Aschersleben 127,50 (133,13), Westeregeln 126,25 (131), Salzdetfurth zirka 173 (177). Angeboten waren ferner IG.-Farben, die auf 165,50 (166,75) nachließen. Am Montanmarkt stellten sich Rückgänge von 0,50 bis 1 v. H. ein. Maschinenaktien lagen uneinheitlich, schwächer lagen Eßlinger mit 113 (114,50), Moenus mit 109,50 (110), Muag und Daimler Motoren blieben gut behauptet. Von Elektrowerten verloren AEG. 0,40 v. H. auf 40,65, Siemens zogen 0,50 v. H. an auf 191,50, Deutsch- Atlanten blieben mit 127 voll behauptet. Fest lagen auf' die Dividendenerhöhung Th. Goldschmidt mit 131 (128,50), ferner gewannen Reichsbank 1,50 v. H., Jul. Berger 2 v. H. und Holzmann 0,75 v. H. Im einzelnen notierten: Scheideanstalt 260 (260,50), Westdeutsche Kaufhof 59,75 bis 59,65 (59,90), Deutscher Eisenhandel 152,50 (153). Im Verlaufe blieb das Geschäft am Aktienmarkt zwar sehr klein, doch war die Haltung widerstandsfähiger. Teilweise ergaben sich auf Rückkäufe mäßige Besserungen. Etwas gedrückt waren noch JG.-Farben mit 164,90 nach 165,50, auch Reichsbank gaben 0,50 v. H. nach 195,50, dagegen zogen Westdeutsche Kaufhof auf 60 nach 59,65 und Eßlinger Maschinen um 0,50 v. H. auf 113,50 an; die Dividendenerhöhung auf 5 v. H. (4 v. H.) blieb ohne Einfluß. Unberührt von einer wahrscheinlichen Erhöhung der Ausschüttung auf 6,50 (6) v. H. blieben auch AG. für Verkehr mit 130,25 (130). Die später notierten Papiere wiesen Abweichungen von 0,50 bis 1 v. H. auf, gut behauptet bzw. teilweise bis 1 v. H. höher lagen Elektropapiere. Arn Kassamarkt kamen Gebr. Adt mit 60 (56,50) und Commerzbank mit 116,25 (116) zur Notiz. Renten blieben ruhig, Kommunal-Umschuldung unv. 91,50. Am Pfandbriefmarkt waren Goldpfandbriefe gefragt, Frankfurter erhöhten sich um je 0,25 auf 98,75 v. H., Liquidationspfandbriefe zogen teilweise 0,13 bis 0,25 v. H. an, Kommunal-Obliga- tionen blieben unverändert, ebenso die meisten Stadtanleihen. Von Industrie-Anleihen wurden 5 v. H. Eisenbahn-Bank Obi. mit 87,50 (85,75) rat. notiert. Abendbörfe still. Die letzte Abendbörse vor den Dft er fei erlagen nahm einen sehr ruhigen und wenig veränderten Verkauf. Es kamen nur wenig Papiere zur Notiz, die im Vergleich zum Berliner Schluß nicht ganz einheitlich lagen, aber nur geringe Abweichungen aufwiesen. Von chemischen Werten bröckelten IG. Farben auf 165 (165,25), Scheideanstalt auf 259,50 (260) ab, während Goldschmidt mit 131,50 (131,65) behauptet blieben. Am Montanmarkt gingen Vereinigte Stahl auf 118,25 (118,65) und Mannesmann auf 117,50 (118) zurück. Kaliaktien nannte man auf dem weiter gedrückten Berliner Schlußstand ünoerändert. Etwas Interesse bestand für AEG. mit unverändert 40,90 und für Westdeutsche Kauf, hof mit 60,25 (60), auch Gesfürel notierten etwas Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. März. Das Angebot von Weizen und Roggen blieb klein. Futtergerste und Hafer waren ohne Zufuhren. Am Mehlmarkt bestand lebhafte Nachfrage nach Weizen- und hel. lerem Roggenmehl. Für Futtermittel bfieb die Versorgungslage unverändert knapp. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R15 177, R 18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,25, W 16 29,35, W19 29,35, W 20 29,70, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R12 9,95 R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreife ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,00 bis 5,50, do drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. März. Auftrieb: Kälber 920 (gegen 921 am Donnerstag, 18. März), Hümmel und Schafe 112 (150), Schweine 562 (417). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht m Mark: Kälber a) 60 bis Q5 (60 bis 65), b) 48 bis 55 (45 bis 55), c) 40 (40), d) 35 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 48 bis 52 (48 bis 53), c) 40 bis 45 (42 bis 47), d) 35 bis 38 (—). Schafe a) 34 bis 38 (40 bis 45), b) 27 bis 32 (32 bis 38). Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 51,50 (51,50), d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50,50 (50,50). Marktverlauf: Kälber sehr lebhaft, ausoerkauft. Hämmel und Schafe ruhig, etwas Ueberstand. Schweine wurden zugeteilt. Der nächste Rinder- und Kälbermarkt findet am 30. März, der nächste Schweinemarkt am 1. April statt. Schweinemarkt in Nidda. ft] Nidd a, 24. März. Der heutige Schweine- markt hatte einen Auftrieb von 409 Ferkeln und 6 Läuferschweinen. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 16 bis 18 Mk., 6 bis 8 Wochen alte 20 bis 25 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 28 bi# 30 Mk. pro Stück. Das Geschäft verlief lebhaft, es verblieb geringer Ueberstand. Schweinemarkt in Mendorf. y~ Allendorf a. d. Lda., 24. März. Auf dem heutigen Frühjahrsmarkt waren 175 Ferkel und Läuferschweine, darunter 162 Händlerschweine, auf- getrieben. Die Preise bewegten sich bei 5 bis 6 Wochen alten Ferkel zwischen 17 bis 21 Mark, bei 6 bis 8 Wochen alten zwischen 22 bis 25 Mark pro Stück. Für Läuferschweine wurden über 26 Mark je Stück bezahlt. Der Handel ging schleppend, es verblieb Ueberstand. Schweinemarkt in Homberg. —.— Homberg, 24. März. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 300 Ferkel. Es wurden für 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 15 bis 20 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 18 bis 23 Mark und für 10 bis 12 Wochen alte Ferkel 20 bis 26 Mark gezahlt. Der Handel verlief sehr lebhaft. Der Markt wurde vollkommen geräumt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuh 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß- kurs Schlußk. Mittagbörse Datum 23.3. 24.3- 23.3. 24.3. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,13 101,13 101,13 101,13 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 99 99 99 99 5y2% Doung-Anleihe von 1930 .. 4/2% Hessische Volksstaat von 1929 4y2% Deutsche Reichspostschatz von 103,25 103 25 103,5 103,5 99,65 99.65 — 99,65 1934 I...................... 4%% Deutsche Reichsbahnschatz 100,2 100,2 100,4 100,4 von 1936 I.................. 98,5 98,5 98,5 98,5 Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit 120,13 120,25 120,13 120,25 1 Auslos.-Rechten.............. V/i% Hess. Landesbk. Darmstadt — — — Goldpfe. R. 12.............. 514% Hess. Landes-Hyp.-Bank 98,25 98,25 98,25 Liqu. Goldpfe............... 454% Preuß. Landespfdbr.-Anst. 100,75 100,75 — — Goldpfe. R. 19.............. 98,25 ■— 98,25 98,25 4Vi% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 96,5 96,5 96,5 96,5 95,75 95,75 — — Auslos.-Rechte I.............. — — 128,5 128,4 4Vz% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4’/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. 98,5 98,75 98,5 98,5 Obl. 2 3.................... 5)4% Franks. Hyp. Liquidation 96,5 96,5 — — Goldpfe..................... 5)4% Rheinische Hyp. Liquidation 100,9 100,95 — — Goldpfe..................... 100,9 100.9 100,75 100,75 Steuergütschein-Verrechnungskurs 110,4 110,4 110,65 110,65 5% Goldmexikaner von 1899 .... — — — — 4% Oesterreichische Goldrente.... —— — — 4,2% Oesterreichische Silberrente. — —— — —— 4)4 Ungarn Staats von 1913 .... — —• — 4% Ungarische Goldrente....... — — — —• 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — — _ 5% Rumänen von 1903......... —- —— _ 4)4% Rumänen Gold von 1918.. — — — 4% EinheitS-Rumänen......... — — — — 4% Türken Bagdad I........... — — — _ 4% Türken Bagdad II.......... —— •— —- — 2%% I. Anatolier.............. — — — — A G. für Verkehrswesen......6 130 130,25 129,75 130,4 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — '— 43,25 43,5 Hamburg-Amerika Palet......0 16,25 16,13 16,4 16,4 Norddeutscher Lloyd..........0 17,4 17,4 17,4 17,25 Deutsche Reichsbahn Dorz.-Akt. 7 125 125,4 125 125,4 Reichsbank................. 12 194,5 196 194,5 197 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 — — 125,25 125 Commerz, und Privat-Bank... 4 116 116,25 116 116,25 Deutsche Diskonto............4 120 120 120 120 Dresdner Bank..............4 103 103 103 103 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittag, börse Datum 23.3. 24.3. 23-3. 24.3. Accumulatoren-Fabrik...... . 12 210 210 210,5 210 ä KU-Kunstseide........... .. 0 — — — — Aschaffenburg Zellstoff...... Bemberg................. .. 3 .. 0 135 112,5 135 113 135 112 136,25 112,5 Bekula................... .. 8 165 165 165,5 19/5,5 Buderus Eisen............. .. 4 124,5 124,25 124,65 124,75 Cement Heidelberg ........ .. 7 165 165 — «■* Cement Karlstadt.......... .. 6 —— — — —• Ehade A.-C................ .. 9 —— —— — Conti Gummi............. . 11 191,5 190,4 190,75 190,25 Daimler Motoren.......... .. 5 125,5 125,5 125 126 Dessauer Gas............. .. 4 — —— 113 112,75 Deutsche Erdöl............ .. 5 142,75 143,5 142,5 143,25 Deutsche Gold- und Silber . .. 9 260,5 259,5 —— Deutsche Linoleum......... . 10 170 170,75 170 171 Elektrische Lieferungen...... .. 6 135 135 134,75 135,5 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 148 148,13 148 3. K. Farben-Jndustrie ..... .. 7 166,75 165 166,75 165,25 Felten & Guilleaume....... .. 6 136,5 137 136,75 137 GeSfürel.................. .. 6 143 144,75 143,75 144,4 Th. Goldschmidt........... .. 5 128,5 131,5 127,9 131,65 Grihnsr Maschinen......... .. 0 42,25 42,9 42,13 42 Harpener................. 2%. 153 153 153,25 153 Hoesch Eisen............... 3'/r 117 116,75 116,75 116,65 Philipp Holzmann......... .. 6 143,5 144,75 143 144,25 Ilse Bergbau.............. .. 6 — 175 175 Ilse Genüsse.............. .. 6 145 144,75 144,5 144,75 Kali Aschersleben.......... .. 5 133,13 127,5 133 126,5 Klöcknerwerke ............ 4 y2 123,25 122,25 123,4 122,5 Kokswerke und CMnische Fabrik 6 143,75 143,5 Laymeyer............ .. 6 124,5 124,5 124,13 124,13 Mainkraft................. .. 4 93,25 93,25 Mannesmann............. .. 3 117,5 117,5 117,5 118 Mansfelder Bergbau...... 6% 154,25 155 155 154,5 Metallgetzllschaft........... .. 5 154,5 154,75 155 155 Orenstein & Koppel........ .. 0 90,75 91,5 Rheinische Braunkohle...... . 12 —— —_ 228,25 227 Rheinische Elektro.......... .. 6 _ - 134 133 Rheinstahlwerke............ .. 6 156,25 155,5 156,5 155,5 Rbeintsch-Westfältsche Elektro .. 6 128 128,75 128 128,65 Rütgerswerke ............. .. 6 142,4 142,5 Salzdetfurth Kali.......... 7-/7 177 _ 178,5 171,75 Schuckert L Co............. .. 6 163 164,5 163,25 164,75 Schultheis Payenhofer...... .. 4 95,5 95 Siemens & Halske......... .. 8 191 191,5 192 192 Süddeutsche Zucker......... bereinigte Stahlwerke...... Westdeutsche Kaufhof....... Westeregeln Alkali.......... . 10 200 200 199,75 200 3)4 ::l 119 59,9 131 118,25 60,25 127 118,65 59,65 131 118,65 60,25 124 Zellstoff Waldhof.......... Ltavi Minen.............. .. 6 . 0,6 157 32 156,5 33,13 156,65 31,5 156 33 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H. 23 März 24-März 23 'März 24 März Amtliches) Geld | Dotierung Bries Amtliche Geld Notierung Bries Amtliche« Geld Notierung Briei Am ltche Notierung Geld 1 Bries Buenos Aires............. 0,746 0,750 0,746 0,750 Japan................ 0,709 5,694 61 ,06 48.95 11 ,04 .62,64 0,711 5,706 61,1b 49,05 11,06 62,76 0,709 5,694 61,10 48,95 11,04 62,68 0,711 5,706 Brüssel................... 41,89 41,97 0.153 41,89 0,151 41,97 0,153- llugostawten Rio de Janeiro............ 0,151 Oslo............... Polen.................... 47,04 54,26 47,14 54,36 47,04 47,14 54,39 Wien......... 61,22 49,05 11,06 62,80 Kopenhagen............... 54,29 Lissabon.................. Danzig................. London .................. 47,04 12,15 5,365 11,425 136,11 13,09 47,14 12,18 5,375 11,445 136,39 13,11 47,04 12,155 5,37 11,43 136.11 13,09 47,14 12,185 5,38 11,45 Stockholm ................ Schweiz.................. Spanien.................. Prag..................... Helsingfor»................ Paris.................... 56,65 16,98 8,656 56,77 17,02 8,674 56,67 16,98 8,656 56,79 17,02 8,674 2,492 Italien................... 136,39 13,11 Budapest................. Neuyork.................. 2,488 2,492 2,488 Donnerstag, 25. März 1937 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr.7i Drittes Blatt Heues Jagd- und Mereisteuergesetz in Hessen. Lpd. Im Hessischen Regierungsblatt Nr. 6/1937 ist das neue hessische Jagd- und Fischereisteuergesetz veröffentlicht. Nach Artikel 1 hat, wer zur Ausübung der Jagd auf eigenem oder fremden Grund und Boden innerhalb des Landes Hessen berechtigt ist, eine jährliche Abgabe (Jagd st euer) in Höhe von 15 vom Hundert des Jagd- wertes der Berechtigung zu entrichten. Der Artikel 2 bestimmt: Steuerpflichtig ist der Eigenjagdbesitzer, bei gemeinschaftlichen Jagdbezirken die Jagdgenossenschaft. Ist Eigenjagdbesitzer eine Personenmehrheit oder eine juristische Person, so haften neben den nach § 5 Absatz 2 Satz 2 des Reichsjagdgesetzes Jagdausübungsberechtigten die einzelnen Mitglieder der Personenmehrheit, oder die juristische Person als Gesamtschuldner. Ist die Jagd verpachtet, so ist steuerpflichtig der Pächter. Mehrere Pachter haften als Gesamtschuldner. Als Gesamtschuldner haften auch die Mitglieder der Jagdgesellschaft. Ferner haften neben dem Pächter als Gesamtschuldner der in ein bestehendes Pachtverhältnis Eintretende vom Tage des Eintritt'an, sowie der Unterpächter vom Tage der Unterverpachtung an. Reich und Land als Jagdausübungsberechtigte sind von der Steuer befreit. Als Jahreswert der Berechtigung zur Ausübung der Jagd gilt, soweit die Jagd verpachtet ift, nach Artikel 3 der Jahrespachtpreis einschließlich etwaiger Nebenleistungen. Im übrigen ist der gemeine Jahreswert der Berechtigung maßgebend. Er wird durch die Steuerstelle nach Anhörung des Kreisjägermeisters festgesetzt. Das gleiche gilt für die Festsetzung des Geldwertes etwaiger Nebenleistungen. Die folgenden Artikel bestimmen Anfang und Ende der' Steuerpflicht, deren Anzeigepflicht, die Verwaltung und Entrichtung der Steuer. Nach Artikel 8 finden auf die Jagdsteuer, soweit sich aus diesem Gesetz und den Durchführungsbestimmungen nichts anderes ergibt, die für die Verbrauchssteuern geltenden Bestimmungen der Reichsabgabenordnung, insbesondere die Strafbestimmungen, sinngemäße Anwendung. Die gleichen Bestimmungen finden nach Artikel 9 sinngemäße Anwendung auf die Berechtigung zur Ausübung der Fischerei in innerhalb Hessens gelegenen Gewässern mit der Maßgabe, daß die Berufsfischer von der Steuer befreit sind. Aus der Provinzialhauptstadt. Karfreitag. Der stille Freitag breitet ernste Gedanken über das Land. Die Karwoche steigert sich zum bedeutungsvollsten und feierlichsten Tag. Die Christenheit gedenkt des Opfertodes ihres Heilandes auf Golgatha. Diesen Tag und seine Symbolik hat man in der Kunst oft zu erfassen gesucht, er ist aber in seiner Größe niemals auszuschöpfen. Der Opfergedanke in seiner reinsten Gestalt hat hier seinen höchsten Ausdruck gefunden und hat sich verklärt und fortgewirkt durch Jahrhunderte. So sieht die Christenheit in diesem stillen Freitag einen ihrer höchsten Feiertage. Im äußeren Bilde des Lebens tritt das durch das Verbot aller Lustbarkeiten hervor: auch in rein katholischen Gegenden, wo der Tag kein offizieller Feiertag ist, wird auf jede geräuschvolle Werktagsarbeit verzichtet. Kirchgang und Abendmahl finden in evangelischen Kirchen an diesem Tag eine besondere Weihe. Der Karfreitag erinnert unsere flüchtige Zeit daran, daß dem Sieg des lichtvollen Osterfestes die Trauer des Kreuzestodes voranging. Er zeigt uns, daß ohne Leiden kein Triumph, ohne Kampf kein Sieg, ohne Opfergeist keine Gemeinschaft, ohne Tod keine Auferstehung sein kann. Die Welt, die sich gern ihrer Erfolge und Fortschritte rühmen möchte, der Menschenverstand, der alles nach seinem Sinnen und Trachten gestalten will, die Weisheit der Gelehrten und die Verzagtheit der Bedrängten, sie alle erfahren durch das Beispiel des Karfreitags, daß ohne Opfer und Leiden kein strahlendes Fest gewonnen wird. Unsere Gegenwart hat mehr als andere Zeitläufte den Sinn des gewaltigen Opferns erfahren, als im Weltkriege eine ganze Generation ihr Leben hingab für ihre Brüder. Das große und unvergängliche Vorbild des Heilandes und der Glaube an die Erlösung ging mit diesen Männern in die schwere Stunde. Die Geschichte aber hat uns gelehrt, daß auch diese heiligen Opfer unseres Volkes nicht umsonst waren. Still und ernst, ist der Karfreitag. Die Christenheit beugt sich unter seine tiefe Symbolik, um am Ostermorgen um so heller und freudiger den Glocken der Auferstehung zujubeln zu können. Bornotizen. Tageskalender für Gründonnerstag. Gau-Ausstellung: 14 bis 19 Uhr in der Volkshalle. — Stadttheater: 19.30 Uhr „Carmen" (NSG. „Kraft durch.Freude"). — Gloria-Palast, Seltersweg: „Ritt in die Freiheit". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Condottieri". Tageskalender für Karfreitag. Stadttheater: 19 bis 21.15 Uhr „Gyges und sein Ring". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Ritt in die Freiheit". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Condottieri". — NSG. „Kraft durch Freude": 7.30 Uhr Abfahrt an der Lahnbrücke zur Radwanderung nach Königsberg—Herborn. — Johanneskirche Gießen: 20 Uhr, Matthäuspaffion von Heinrich Schütz. Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen abend, Karfreitag, 26. März, findet die letzte Wiederholung von „Gyges und sein Ring", Trauerspiel von Friedrich Hebbel, statt. Spielleitung Wolfgang Kühne. Die Rhodope spielt Emmy Gün- g er ich a. G., den Gyges Heinz Rosenthal. Die Vorstellung findet als 26. Vorstellung der Freitag- Miete statt. Anfang 19 Uhr, Ende 21.15 Uhr. Die Arbeitszeit am Samstag vor Ostern. Der Reichsminister der Finanzen hat folgende Verfügung erlassen: Am Samstag vor dem diesjährigen Osterfest — 27. März 1937 — ist der Dienst bei Behörden wie an Sonntagen zu regeln. Auch Arbeiter dürfen im Rahmen der vorstehenden, für Beamte und Ange- gestellte geltenden Regelung von der Dienstleistung an dem genannten Tage ganz oder teilweise befreit werden. Eine Kürzung des Lohnes wegen der ausfallenden Arbeitsstunden ist auch dann nicht vorzunehmen, tvenn die Arbeitsstunden später nicht nachgeholt werden können. Der § 16 TAR. (Sonn- und Feiertagszuschlag) ist für Arbeitsleistungen am 27. März 1937 in keinem Falle anzuwenden. Bannführer Heim nach Darmstadt verseht. NSG. Der Führer des Bannes 116 Gießen, Bannführer Ernst Heim, wurde als Führer des Bannes 115 nach Darmstadt versetzt. Hitler-Zugend Bann 116 Gießen. Vetr.: Oslerurlaub. Der Urlaub für den Stab des Bannes 116 beginnt am 24. März und endet am 29. März. Dieser Urlaub gilt sinngemäß auch für die übrigen Dienststellen der HI. Vetr.: Führerbesprechung und Kameradschaftsabend am 30. März. Zu der am 30. März stattfindenden Führerbesprechung mit anschließendem Kameradschaftsabend haben alle Unterbann-, Gefolgschaftsführer, sowie Führer der Sondereinheiten und alle Mitglieder des Bannstabes 116 um 20 Uhr auf der Dienststelle des Bannes 116 anzutreten. Entschuldigungen werden zu diesem Abend nicht angenommen. Vetr.: Stärkemeldung und Führerstellenbesehung für den Monat April. Die Stärkemeldung, sowie die Meldebogen über Führerstellenbesetzung für den Monat April müssen in Anbetracht des Osterfestes bereits am 28. März hier vorliegen. Vetr.: OsierFührerfahrl. Die Gefolgschaftsführer gehen mit chren Unterführern Ostersonntag und Ostermontag auf Fahrt (Rückkehr am 29. März, 15 Uhr). Vetr.: Abschiedsabend am 29. März. An dem Abschiedsabend, den die HI.-Führer des Standortes Gießen für ihre in den RAD. einrückenden Kameraden veranstalten, haben alle HJ.- Führer des Standortes Gießen, sowie alle Kameraden, die in den RAD. einrücken, teilzunehmen. Vetr.: Schulungsabend des Streifendienstes 116. Am 27. März, pünktlich 20.30 Uhr, tritt der gesamte Streifendienst 116 an der Banndienststelle, Wartweg 19, an. Der Brandversicherungsbeitrag in Hessen. LPD. Zur Deckung der Ausgaben der Brandoersicherungsanstalt für das Jahr 1936 ist mit Genehmigung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — auf je 100 Mark Umlagekapital ein Beitrag von 3V2 Pfennig ausgeschlagen, der in einem Ziel bis zum 1. Juni 1937 erhoben wird. Als Mindestbeitrag für eine Hofreite sind 1,50 Mark ZU zahlen. Oie Gebühren für Automaten, Musikwerke und Radioapparate. Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt: Wer in Bahnhöfen, öffentlichen Wirtschaften, oder an anderen öffentlichen Orten und Plätzen einen Verkaufs- oder Wiegeautomaten, Kraftmesser oder einen sonstigen der Unterhaltung des Publikums dienenden Automaten, oder einen dem gleichen Zwecke dienenden Radioapparat, ferner wer in einem öffentlichen Wirtslokal ein Klavier oder ein sonstiges Musikwerk aufstellen will, hat dies zuvor bei dein Kreisamt anzumelden und die vorgeschpie- bene Gebührenabgabe zu entrichten. Klaviere, die ausschließlich für Vereinszwecke benutzt werden, sind gebührenfrei. Solche Klaviere müssen durch Aufschrift, oder durch einen an sichtbarer Stelle befestigten Zettel mit dem Vermerk „Benutzung nur dem Verein ........ zu Vereinszwecken gestattet", besonders bezeichnet sein. In Zeiten der Nichtbenutzung durch den Verein müssen die Klaviere geschlossen sein. Die Abmeldung von Automaten, Musikwerken und Radioapparaten kann nur bis 31. März jeden Jahres bei dem Kreisamt erfolgen. Wer dies unterläßt, ist zur Entrichtung der Abgabe für das kommende Rechnungsjahr — 1. April bis 31. März — verpflichtet. Trophäenschau des Iagdgaues Oberhessen in Gießen. Das Programm der Gautrophäenschau des Jagdgaues Oberhessen, die zusammen mit einem Gaujägerappell vom 17. bis 19. April stattfindet, liegt nunmehr fest. Die Trophäenschau wird am Samstag, 17. April, 11 Uhr, in Anwesenheit des Landesjägermeisters, des Herrn Gauleiters Reichsstatthalter Sprenger, sowie geladener Gäste eröffnet werden. Um 17 Uhr findet ein großer Appell der gesamten Jägerschaft der Provinz Oberhesfen in der Volkshalle statt, bei dem der Gaujägermeister über die im Jagdgau geleistete Arbeit und über die im kommenden Jahre zu gehenden Wege sprechen wird. Im Anschluß daran findet ein Kameradschaftsabend in den Räumen des Gesellschaftsvereins Gießen statt. Die Trophäenschau selbst wird am Sonntag, 18., und Montag, 19. April, für allgemeinen Besuch geöffnet sein. Sie yürd nicht nur die Jagdtrophäen des Jagdjahres 1936 zeigen, sondern in Einzel- schauen Sondergebiete, wie Wildkrankheiten, Jagdhege, Jagdwaffen, Erzeugnisse der optischen Industrie, Jagdbekleidung, Jagdkunst und anderes mehr, zeigen und damit für den Jäger eine Quelle der Anregung werden und dem Nichtjäger einen Einblick geben in das weite Arbeitsgebiet der Deutschen Jägerschaft. Gießener Wochenmorktpreise. * G i e ß e n , 25. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 vis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, unaezeich- nete 10, Enteneier 11 bis 12, Gänseeier 30, Wirsing, % kg (gelb) 12, (grün) 16 bis 20, Weißkraut 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12 Pf., % kg 1 bis 1,10 Mk., Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Rhabarber 30, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf-, 50 kg 3,65 bis 3,80 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 45 Pf-, Dörrobst 15 bis 30, Zwetfchenhonig 50 Pf., Bienenhonig 1,20 Mk., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 Pf. bis 1 Mk., Enten 1,20 Mk., Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 45, Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf. * ** Vierzig Jahre im Dienste de r Reichspost. Am morgigen Freitag, 26. März, kann der Oberpostschaffner Georg Alexander, Glaubrechtstraße 9 wohnhaft, auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Deutschen Reichspost zurückblicken. ** 25 Jahre im Dienst der Heil- unO P f l e g e a n st a l t. Dieser Tage waren es 25 Jahre, daß die Gefolgschaftsmitglieder Oberpfleger Heinrich Pfeiff und Pfleger Philipp Krug bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt, Gießen, eingetreten find. Der Betriebsführer, Direktor Schneider, beglückwünschte die Jübilare zu ihrem Ehrentage namens der ganzen Gefolgschaft und sprach ihnen Dank und Anerkennung aus für ihre langjährige, treue und tadellose Dienstzeit. ** 25 Jahre im K l i n i k d i e n st. Am 26. März begeht Herr Wilhelm L e i d n e r, Wärter in der Chirurgischen Klinik, sein 25jähpiges Dienstjubiläum. Durch ernste Berufsauffassung und treue Pflichterfüllung hat er sich die Anerkennung seiner Vorgesetzten und Arbeitskameraden in reichem Maße erworben. Viele ehemalige Patienten der Chirurgischen Klinik, insbesondere des Privachauses, werden sich seiner dankbar erinnern. ** Ehrung zweier Arbeitskameraden der Reichsbahn. Dieser Tage hielt die Betriebsgemeinschaft der Bahnmeisterei 3 Gießen im „Frankfurter Hof" einen Kameradschaftsabend ab, in dessen Rahmen die Ehrung zweier Jübilare vorgenommen wurde. Der Betriebsführer, Oberinspektor Seibert, beglückwünschte und ehrte die Arbeitskameraden Schrankenwärter Karl Henkel für 35jährige Dienstzeit und Schrankenwärter Karl Volk für 25jährigen Dienst bei der Reichsbahn. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter der Deutschen Arbeitsfront teil, die von dem Betriebsführer herzlich willkommen geheißen wurden. Der Abend wurde verschönt durch gute Musik, wie auch durch verschiedene humorvolle Vorträge einiger Arbeitskameraden. Die Stunden des Beisammenseins vergingen in vorbildlichem kameradschaftlichem Geiste. ** Nichtsdamitzutun! Der Landwirt Otto Schmidt in Hausen bittet uns, mitzuteilen, daß er mit dem Betrugsfall, der in unserem gestrigen Bericht über die Sitzung des Amtsgerichts Gießen mitgeteilt wurde, nichts zu tun hat. ** Keine Müllabfuhr. Das Hoch- und Tiefbauamt gibt heute bekannt, daß vom morgigen Freitag bis einschließlich kommenden Montag kein Hausmüll abgefahren wird. ** Rheinfahrten zu Ostern ermöglichen die weißen Schiffe der Köln—Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt, deren diesjähriger Fahrplan am Karfreitag beginnt. Während an den Oster- und folgenden Sonntagen mehrere Dampfer fahren, ver- vormittags wüsche — abends besuch i Angst um Ihre Hände, daß sie abends ris- sig u. spröde aussehen? Nicht nötig! Schnell das wirksame euzerithalti- ge Hautpflegemittel anwenden: mit Nivea-Creme einreiben, dann 5 bleibt Ihre Haut zart u. cn Skandal um Dr.Vandergruen Roman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. 1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wirklich nett von dir, Karoline, daß du gekommen bist! Komm, leg ab und setz dich zu mir in die Sofaecke! Ich werde etwas heraufbringen lassen, du hast sicher noch nicht zu Abend gegessen. Was willst du trinken, Tee, Kaffee? Oder wie wäre es mit einem Schlückchen Wein?" „Ach, Tante Liesa, gar nichts!" Und auf einmal schießen der guten Gisch ein paar Tränen in die Augen. Ja, so ist das, da lebt man dahin, einen Tag um den anderen, ein armes Leben, und kommt gar nicht dazu, sich einem Gefühl zu überlassen. Kein Wunder, daß man da von einem guten, einem herzlichen Worte aufgebrochen wird! „Nun, nun, Kindchen!" und Tante Liesa hat eine Stimme wie die Mutter und hält eine arme, zuckende, kleine Hand, und es ist wirklich alles ganz anders, als Gisch es sich vorgestellt hat. Sie wird regelrecht durchgefüttert, und da sie das eben gewonnene Herz nicht wieder zurückstoßen will, muß sie zu allem ja und amen sagen. Es geschieht an diesem Abend zum ersten Male, daß Gisch etwas aus Tante Liesas Leben erfährt. Siehe da, die „Spitzmaus" hat es also keineswegs leicht gehabt, in jungen Jahren hat sie einen geliebt — und ist an einen anderen verheiratet worden. Und als dieser andere nach fünfzehn Jahren starb, da war alles vertan gewesen, was ein Herz noch hätte bewegen können. „Schau, Kind, da hab' ich mir denn mein Leben eingerichtet, so gut es gehen wollte, und hab' mir eine Aufgabe gesucht. Es ist der „Berghof" geworden, dort, im Thüringer Wald, und so hab' ich auf eine Art doch noch ein Glück gefunden. Es ist sehr schön bei mir, und wer dort einmal ein paar Wochen lebte, kommt immer wieder. Du mußt mich einmal besuchen, Mädchen, am besten im Herbst, wenn der ärgste Betrieb vorüber ist. Ich würde mich sehr freuen." Gisch bekommt eine Photographie in die HaA gedrückt und darf einen unwahrscheinlich blauen Himmel bewundern, der überm Horizont zu einer phantastischen Abendröte verglüht. „Und wie steht es mit dir? Du bist jetzt neunzehn, nicht wahr? Schon nähere Bekanntschaft gemacht mit den Herren der Schöpfung?" Gisch drückt eine Weile herum. „Eigentlich — eigentlich bin ich schon verlobt!" „Ach du lieber Gott!" Und Tante Liesa wirft geschickt ihre Angeln. Sie fragt dies und fragt das, und schließlich hat sie, Brocken um Brocken, den ganzen Salat beisammen. Ein gewisser Emil also, harmloser Bursche, bloß reichlich eingebildet, wie es scheint. Irgendwie muß ihm etwas Rosafarbenes anhasten, diesen Eindruck gewinnt man, ein Abglanz der rosigen Ferkelchen, die in der Fabrik des Vaters ihr junges Leben lassen. Aber — ist das Liebe? „Ach weißt du, er ist so rührend, jede Woche bringt er mir ein Wurstpaket, und wenn ich mal keine Lust habe, mit ihm auszugehen, dann ist er ganz unglücklich." Tante Liesa unterdrückt ein Schmunzeln. Rührend, das Kind. Es ist ja noch gar nicht aufgeweckt, weiß noch nichts von der Seligkeit und Bitternis eines liebenden Herzens. „Sag mal, Mädel, wenn dich dieser Emil, diese schöne Seele, nun verlassen würde, wie wäre dir da zumute? Könntest du noch weiterleben?" Gisch macht große Augen. „Warum nicht? Die schönen Würste freilich — und ein Auto hat er auch." Denkt nicht schlecht von Gisch! Schaut, was hat denn so ein Mädel? Ein gutes Viertel ihres Lohnes gibt sie für ihr Zimmer aus, und wenn man dazu ein bißchen hübsch daherkommen will, bleibt für den Magen nicht mehr viel. Warum soll sie ihrem guten Emil nicht darum geneigt sein, weil er sie mit den schmackhaften Erzeugnissen des väterlichen Betriebes versorgt? Und wie es dann mit dem Heiraten stünde, will die Tante wissen. Daran ist vorerst nicht zu denken. Sein Vater zwar ist recht nett zu ihr, aber die Mutter — „sie kriegt Migräne, wenn sie nur meinen Namen hört." So rinnen die Stunden dahin, Gisch ist sehr gücklich, sie fühlt sich geborgen, daheim. Aber bann fällt es ihr doch einmal ein, auf die Uhr zu schauen. Es ist zwanzig nach eins. Der Aufbruch gleicht einer Flucht. Heini vom Fahrstuhl ist schon schlafen gegangen. 2. Gisch saust mit einer Heftigkeit auf den Schalter los, daß der Beamte unwillkürlich den Kopf einzieht und sich an einen kürzlichen Bericht über einen verwegenen Raubüberfall erinnert. „Erreiche ich noch einen Zug nach Charlotten- burg?" Der Mann Hinterm Fenster ist beruhigt, hebt aber doch mißbilligend die Augenbrauen; es ist halb zwei Uhr durch, was hat ein so junges Mädchen um diese Zeit noch auf dem Bahnhof zu suchen? „Nee, Frollein, nichts mehr zu wollen, Sie hätten eine Viertelstunde früher kommen sollen." „Pech!" sagt Gisch. „Dabei bin ich gerannt wie ein Kängeruh." Sie rückt den kleinen Strohhut zurecht, der ihr beim Laufen nach hinten gerutscht ist, und nimmt sich endlich Zeit zum Verschnaufen. Der Beamte steckt die Nase durchs Guckloch und besieht sich bas zierliche Nachtgespenst. „Vielleicht schaffen Sie's noch mit ber Straßenbahn!" „Ja? Glauben Sie? — Mal sehen!" Schon hat sie ihre Handtasche wieber fest unter ben Arm geklemmt unb eilt hinaus auf ben nächtlichen Platz. Im Osten hängen ein paar verdächtig wäßrige Sterne fern und verloren am Himmel, während es von der anderen Seite lau und feucht herankommt. Es riecht förmlich nach Regen. Das ist die Stunde, in der auch die Großstadt müde wird. Du spürst es an dem matten Wind, der sich um die Ecken schiebt, du siehst es am blakenden Licht der Laternen, und auch an den Häusern, sie haben fast allesamt schon die Augen zu. Und da steht nun dieses junge Ding, nicht übel anzuschauen, schlank und köstlich hergewachsen, mit festen Beinen, mit graubraunen Augen. Die Lippen sind ein klein wenig vorgeschoben, aus Trotz vielleicht, oder weil sie aus dem Staunen über diese komische Welt nicht herauskommen, und wenn es lacht, das Mädchen, dann kriegt es zwei Grübchen an den Wangen. Aber im Augenblick ist sie gar nicht zum Lachen aufgelegt. Wie denn auch? Draußen in Charlotten- burg, in ihrer Stube, wartet das Bett, Frau Bürk- lein hat längst die Decke einladend aufgeschlagen und den Schlafanzug zurechtgelegt. Gisch darf gar nicht dran denken. Lieber Gott, läßt sich denn nicht bald eine Elektrische sehen, der Schlaf hängt ihr ja schon aus den Augen heraus, und den Wein ift sie auch nicht gewöhnt, sie hätte nicht so viel trinken sollen. Wenn du wüßtest, Gisch, was dir noch alles beoorfteht in dieser Nacht! Gewiß, da poltert endlich die Straßenbahn heran, und du steigst aufatmend ein, aber freu dich nicht zu früh, Gisch, es wird ein bißchen anders kommen, als du denkst. Nämlich — du hast vorhin deine Geldbörse verloren, unb bas kann immerhin bie Ursache für abenteuerliche Geschehnisse sein. Ja, bu hättest besser achtgeben sollen, als du das Taschentuch heraus- zogst. Gisch fährt eine ganze Strecke, ohne das Unheil zu bemerken, denn der Schaffner ift lange auf der Plattform festgehalten. Sie sieht sich, hinträu- mend, schon in ihren vier Wänden geborgen, die müden Füße vom Schuhwerk befreit, entronnen dieser Nacht. Draußen hat es zu regnen begonnen. Jetzt kommt der Schaffner herein. „Noch jemand ohne Fahrschein, bitte?" Gisch öffnet die Handtasche unb kriegt zunächst bie Ansichtskarte vom „Berghof" in bie Finger. Ja, man wirb recht gern ben nächsten Urlaub b'ort verbringen unb sich Tante Liesas guten Hänben an- oertrauen. Ader — bu gütiger Himmel! — wo ist bie Geldbörse? Fort ift sie. Das Taschentuch ist da, ber Spieael, bie Schlüs- fel, auch bas Puberböschen fehlt nicht, einzig bie Börse bleibt unauffinbbar, jo sehr auch die erschreckte Gisch das Unterste zuoberst kramt. Indessen blickt der Schaffner prüfend über bie Köpfe hin wie ein Hirt über seine Herbe. Nun kommt er näher, ein furchterregender Unhold, ein- zig darauf bedacht, arme kleine Mädchen in bie peinlichsten Verlegenheiten zu bringen. Gleich wirb er sie ansprechen, und bann werden sich alle Hälse recken, und sie wird aufgefordert werden, den Wagen zu verlassen. (Fortsetzung folgtI) kehrt vom 31. März bis 17. April täglich ein Schiff von Mainz nach Koblenz und zurück, bis dann ein erweiterter Fahrplan in Kraft tritt. In der lieber» aanHSzeit sind die Schiffe geheizt. Man beachte die yeutlge Anzeige. Amtsgericht Gießen. Der 29 Jahre alte Otto Herbold aus Lippolds- berg hatte sich gestern wegen einer Reihe von Betrugsfällen vor dem Amtsgericht zu verantworten. Es war ihm zur Last gelegt, in der Zeit von Ende 1935 bis Anfang 1936 in sechs Fällen sich des Betruges schuldig gemacht zu haben. Er hatte u. a. einem Vertreter einer Firma vorgetäuscht, er wolle sich ein Geschäft gründen und benötige dazu einen Lastwagen. Da er den Wagen am Sitz der Firma vor dem Kauf erst besichtigen wollte, händigte ihm der Vertreter 45 Mark für die Fahrt aus. Der Angeklagte dachte aber gar nicht daran, zu fahren. sondern behielt das Geld für sich. In einem anderen Falle bewog er einen Förster, ihm einen Betrag von 16 Mark auszuhändigen. Er gab an, eine Achse für einen Lastwagen einlösen zu müssen. Auch dieses Geld behielt der Angeklagte für sich. Weiterhin hat er seinen Zimmerwirt, seinen Arbeitgeber und zu der Zeit, als er Vertreter einer Nähmaschinenfabrik war, diese Fabrik durch ähnliche Manipulationen um Geldbeträge geschädigt. In der gestrigen Hauptoerhandlung war der Angeklagte in überwiegendem Maße geständig. In zwei Fällen wurde er durch die Zeugenaussagen überführt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten, bet mehrfach einschlägig vorbestraft ist, unter Annahme mildernder Umstände, um ihn nochmals vor dem Zuchthaus zu bewahren und ihm so die Möglichkeit zu geben, sich auf ein besseres Leben zu besinnen, zu einer Gesamt.gefängnisstrafe von 1 Iahr und zu den Kosten des Verfahrens. Bürgermeister und Gemeinde-Haushaltsplan. Versammlung der Kreisabteilung Gießen des Deutschen Gemeindetagö. Am gestrigen Mittwochnachmittag vereinigte die Kreisabteilung Gießen des Deu ticken Gemeindetag s, Landesdienststelle Hessen-Nassau, die Bürgermeister der Gemeinden des Kreises zu einer Versammlung im „Kühlen Grund" zu Gießen. Die Versammlung unter der Leitung des Kreis- obmannes, Bürgermeister Euler (Wieseck), begann schon am Vormittag mit einer internen Besprechung, an die sich ein Vortrag über die Aufgaben der Bürgermeister im Dienste des Luftschutzes anschtoß. Studienrat Clotz (Gießen) und Regierungsrat Grein vom Kreisamt Gießen umrissen die Aufgaben der Bürgermeister im Luftschutz und ihre Verantwortlichkeiten als Ortspolizeibehörde. Der Bürgermeiester sei innerhalb seiner Gemeinde, so wurde u. a. ausgeführt, verantwortlich für alle Maßnahmen und Fragen, die den Luftschutz betreffen. Der Reichsluftschutzbund sei lediglich zur Unterstützung der Ortspolizeibehörde und zur Mitwirkung bei der Verwirklichung der angeordneten Maßnahmen da. Im Anschluß daran wurde bekanntgegeben, daß, um die Bürgermeister für ihre Aufgaben auf dem Gebiete des Luftschutzes genügend auszurüsten, demnächst zwei Lehrgänge stattfinden, die auf dem Gleiberg abgehalten werden. Nachmittags begrüßte Bürgermeister Euler die Bürgermeister und die Gäste. Dann sprach Berwaltungsinspektor Scheid vom Kreisamt Gießen über die Aufstellung des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1 9 3 7. Der Redner ging von der Tatsache aus, daß die finanzielle Lage vieler Gemeinden erfreulicherweise als gut bezeichnet werden könne, diese Tatsache aber keinen Bürgermeister dazu verleiten dürfe, Aufwendungen zu machen, die nicht in allen Punkten vertretbar wären, da noch nicht zu übersehen fei, in welcher Höhe sich die Reichssteuerüberweisungen für das Jahr 1938 bewegen werden. Nachdem der Redner auf zu erwartende grundsätzliche Neuregelungen auf dem Gebiete der Realsteuererhebung hingewiesen und deren Berücksichtigung in den Haushaltplänen empfohlen hatte, betonte er besonders, daß etwa beabsichtigte Projekte nicht ohne weiteres und nur unter der Poraus- setzung einer Anleiheaufnahme durchgeführt werden könnten. Die Rücklageverordnung werde ebenfalls eine einschneidende Auswirkung für die Aufstellung der Haushaltpläne haben. Vor allem werde der Betriebsmittelrücklage ein erheblicher Betrag zugewiesen werden müssen. Rechnungsreste aus dem vergangenen Jahre dürften in Zukunft nicht mehr ohne weiteres für die Abdeckung laufender Ausgaben verwandt werden, sondern sollten entweder zur Bildung von Fonds, oder zur Schuldentilgung herangezogen werden. Das Reich erwarte, daß eine erhöhte Schuldentilgung von den Gemeinden angestrebt werde. Neben der Betriebsmittelrücklage solle auch die Ausgleichsrücklage gestärkt werden. Im weiteren Verlause seiner Darlegungen gab der Redner eine Reihe praktischer Anregungen für öie Aufstellung der Haushaltspläne und wies dabei besonders darauf hin, daß der Bürgermeister alle Verantwortung trage für den Voranschlag und für die Abstriche, die er an den Ausgaben und — ganz zuletzt — an den Rücklagen mache. Die aus den Mehrhieben in den Waldungen kommenden Einnahmen sollten im außerordentlichen Haushaltplan verrechnet werden und feien dort entsprechend zu verwerten. Vor allem sollten damit neue Vermögenswerte geschaffen werden. Solche Beträge könnten für die Schaffung von Hitler-Jugend-Heimen eingesetzt werden. Eine wichtige Aufgabe der Gemeinden fei ferner die Straßenunterhaltung, die in der vergangenen Zeit von mancher Gemeinde immer wieder zurückgestellt worden sei. Im Interesse des gesteigerten Verkehrs und damit im Interesse der Allgemeinheit sei eine Rückstellung der hier drängenden Arbeiten nicht mehr möglich. Zum Abschluß feiner Darlegungen empfahl der Redner dringend die genaue Einhaltung der gegebenen Richtlinien. Oberregierungsrat Dr. Schönhals wies im Anschluß auf verschiedene aus der Versammlung gestellte Fragen darauf hin, daß durch die Umgestaltung der steuerlichen Gesetzgebung zunächst zwar einige Schwierigkeiten zu überwinden sein würden, daß aber im ßaufe der Zeit manche fühlbare Erleichterung zu spüren sein werde. Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach der Vertreter des Landesstatistischen Amtes Dr. Brennig-Darmstadt über den Ausbau her Landwirtschaft s- ftatiftif. Der Redner wies zunächst darauf hin, daß von richtigen und zuverlässigen Erhebungen manche wichtige Maßnahme, die von der Reichsregierung getroffen werden müsse, abhängig sei. Falsch angegebene Anbauflächen oder Viehbestände müßten sich meist verhängnisvoll für die Maßnahmen der Volksernährung auswirken. Falsche Angaben müßten sich auch immer wieder rächen an jenen, die sie machten. Die statistischen Angaben würden, so betonte der Redner, vertraulich behandelt. Sie seien, entgegen mancher Befürchtung, keine Grundlage für die Steuerbehörde. In seinen weiteren Ausführungen gab der Redner praktische Ratschläge über die sachgemäße und richtige Ausfüllung der statistischen Formulare, und er bat dringend, der Ausfüllung der Formulare alle Aufmerksamkeit und Sorgfalt angedeihen zu lassen, damit sich die bisherigen vielen Rückfragen erübrigten. Der Versammlungsleiter gab dann noch einige Rundschreiben bekannt und wies besonders auf die Aufgaben hin, die den Bürgermeistern im Zusammenhang mit dem Vierjahresplan erwachsen. Ferner wies er auf eine Reihe von in Vorbereitung befindlichen neuen Gesetzen hin und deutete in kurzen Sätzen die Verpflichtungen an, die sich für die Bürgermeister daraus ergeben. Nach einigen Fragen aus der Versammlung und deren Beantwortung wurde die arbeitsreiche Tagung in üblicher Weise geschlossen. Kirche und Schule. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 23. März. Am Sonntag vor Ostern wurden hier 56 Kinder konfirmiert. 31 von ihnen waren Knaben, 25 Mädchen. Die Knaben wenden sich folgenden Berufen zu: 1 wird Landwirt, 7 Kaufleute, 6 Hilfsarbeiter, 6 Werkzeugschlosser, 2 Mechaniker, 3 Schlosser, 1 Maschinenbauer, 1 Elektromechaniker, 1 Weißbinder, 1 Sattler und 2 gehen weiter in Gießen zur Schule. Von den Mädchen gehen 15 in die Zigarrenfabrik von Rinn & Cloos, 3 bleiben zu Hause, 2 besuchen die Handelsschule, 1 die Aliceschule, 1 das Lyzeum, 1 wird Verkäuferin, 1 geht in einen auswärtigen Haushalt und 1 wird Zeichnerin. Eine Autobusfahrt auf den Feldberg bildete den Abschluß der Konfirmandenzeit. ± Annerod, 24. März. Am vergangenen Palmsonntag wurden in unserer Kirche durch Pfarrer Bönning sechs Knaben und fünf Mädchen konfirmiert. — In der nächsten Zeit geht ein langgehegter Wunsch vieler Mütter in Erfüllung. Es wird eine Klein-Kinderschule eröffnet, für die die Gemeinde einen zweckentsprechenden Raum zur Verfügung gestellt hat. 6 Steinbach, 23. März. Am Palmsonntag wurden in unserer Kirche die diesjährigen Konfirmanden konfirmiert. Es waren 21 Kinder (1936: 23), 13 (13) Knaben und 8 (10) Mädchen, bie unter starker Beteiligung der ganzen Gemeinde eingesegnet wurden und darauf zum ersten Male zum hl. Abendmahl gingen. oo Eberstadt, 23. März. Am Sonntag fand die Einsegnung der Konfirmanden statt. Es verließen in diesem Jahre 5 Kinder die Schule, 2 Buben und 4 Mädchen wurden in die Schule aufgenommen. [fi Allendorf a. d. L d a., 24. März. Am Sonntag fand hier die Konfirmation statt. 8 Knaben und 16 Mädchen konnten eingesegnet werden. Am Nachmittag fand zu Ehren der früh- verstorbenen zwei Alterskameraden auf dem Friedhof eine kleine Andachtsfeier mit Kranzniederlegung statt. Der Abend versammelte die Konfirmierten und deren Angehörige nochmals in der Kirche zu einer Nachfeier, bei der die Konfirmationsscheine verteilt wurden. 4- @ r ü n b e r g , 22. März. Am Palmsonntag fand in der Stadtkirche die Konfirmation durch Pfarrer Matthäus statt. Musikverein und Männerchor wirkten bei der Feier mit. Zur Einsegnung kamen 64 Konfirmanden, 28 Knaben und 36 Mädchen. Davon entfielen auf Grünberg 21 Knaben und 17 Mädchen. Don den Filialgemeinden waren aus Stangenrod 1 Knabe und 6 Mädchen, aus Lehnheim 3 Knaben und 6 Mädchen, aus Lumda 2 Knaben und 7 Mädchen, ferner aus Atzenhain 1 Knabe. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 23. März. In der St. Markus- kirche fand am Sonntag die Konfirmation statt. Es wurden insgesamt 74 Kinder konfirmiert, davon waren 42 Jungen und 32 Mädchen. Kreis Schotten. (D Schotten, 21. März. Am Palmsonntag fand in der hiesigen Stadtkirche die Konfirmation der 55 Konfirmanden des Kirchspiels Schot; ten I durch Dekan Widmann statt. 33 Knaben und 22 Mädchen wurden eingesegnet, und zwar aus Schotten 20 Knaben und 17 Mädchen, aus Michelbach 5 Knaben und 3 Mädchen, aus Götzen 3 Knaben und 1 Mädchen, aus Betzenrod 5 Knaben und 1 Mädchen. Bei der Einsegnung und bei der Feier des heiligen Abendmahls assistierte Pfarrer Romer. □ Laubach, 24. März. In der hiesigen Stadtkirche wurden am Sonntag 18 Konfirmanden (11 Knaben und 7 Mädchen) eingesegnet. Kreis Büdingen. 8 Nidda, 22. März. Am Sonntag fand die Einsegnung der diesjährigen Konfirmanden, 35 Knaben und 33 Mädchen, in der Stadtkirche statt. Den Vorjahren gegenüber ist eine beachtliche Zunahme der Schulentlassenen fest.zustellen. Zum Kirchspiel zählen außer Nidda die Gemeinden Bad Salzhausen, Kohden, Michelnau und Unter-Schmitten. Oberheffen. Voranschlagsberaiung in Alsfeld. △ Alsfeld, 24. März. In der Sitzung der Ratsherren am Dienstag stand der Voranschlag der Stadt-, Hospital- und Armenkasse, sowie des Wasserwerks und des Schlachthofs zur Beratung. Einleitend gab Bürgermeister Dr. Vol - sing einen Ueberblick über den Aufbau des Voranschlags für das Rechnungsjahr 1937. Der Voran] dj lag der Stadt schließt in Einnahme und Ausgabe für die Betriebsrechnung mit 425 083,38 Mark, für die Bermögensrechnung mit 51 250 Mark ab. Der Voranschlag ist ausgeglichen. Bürgermeister Dr. Bö l sing bezeichnete Die Finanz- und Wirtschaftslage der Stadt als gesund. Die Stadt hat keinerlei rückständige Zahl- lungsverpflichtungen. Der Gesamtumlagenbedarf beträgt 140 000 Mark. Durch die Realsteuerreform wird auf Grund des neuen Gewerbesteuergesetzes voraussichtlich eine erhebliche Umschichtung des Kreises der Steuerpflichtigen eintreten, deren Auswirkung zur Zeit noch nicht zu überblicken ist. Auf Grund der Beratung, in deren Verlauf zahlreiche Anregungen zu einzelnen Ansätzen des Voranschlages gegeben wurden, stellte der Vorsitzende den Voranschlag in der oben angegebenen Höhe fest. Der Voranschlag des Wasserwerks schließt in Einnahme mit 51 798,40 Mark, in Ausgabe mit 30 202,25 Mark ab, so daß ein Betriebsüberschuß von 21596,15 Mark verbleibt. Wie der WaintdieMeidunq Vorsitzende dabei mitteilte, wird zur Zeit die allgemeine Einführung von Wassermessern erwogen. Der Voranschlag des städtischen Schlachthofes für das Rj. 1937 schließt im Betrieb in Einnahme und Ausgabe mit 25 785,41 Mark und im Vermögen mit 3700 Mark ab. Der Voranschlag der Hospital- und Armenkasse gleicht sich mit 23 453,60 Mark aus. Sämtliche Voranschläge wurden vom Vorsitzenden nach der Beratung in der oorgelegten Form fest- gestellt. Die Festsetzung der Steuerausschlagsätze erfolgt nach dem Vorliegen der Steuerkapitalien. Für das im Rechnungsjahr 1937 zur Erhebung kommende Wässergeld wird der seitherige Zuschlag von 50 v. H. weiter erhoben. Hinsichtlich des Verkehrswesens wünschten die Ratsherren eine Nachprüfung des für die sechs von Alsfeld ausgehenden Postautolinien jährlich an die Poftoerwaltung zu zahlenden Zuschusses von 1700 Mark. Für die Ausgestaltung des Prämienmarktes 1 9 3 7 wurden mehrfache Anregungen gegeben. Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende ein Schreiben des Gruppenführers Prinz Richard von Hessen der Motorgruppe Hessen des NSKK. bekannt, worin dieser der Stadt Alsfeld im Anschluß an die kürzlich mit dem Ziel Alsfeld durchgeführte Nachtsuchfahrt 1 93 7 den herzlichsten Dank ausspricht für die große Unterstützung bei der Durchführung der Veranstaltung und für die überaus herzliche Aufnahme in der Stadt, sowie für die Stiftung zahlreicher Ehrenpreise. Kommunale Tagung in Scholten. ch Schotten, 20. März. Jrn Rathaussaal fand gestern eine Tagung des Kreisverbandes Schotten vom Deutschen Gern e i n b e t a g statt. Dom Kreisamt Schotten waren Regierungsrat Schwan und Inspektor Mül- l e r erschienen. In Vertretung des verhinderten Obmannes begrüßte Bürgermeister Hägy (Laubach) die Erschienenen. Es fand zunächst eine allgemeine Aussprache über verschiedene Kommunalfragen statt. Standesamtliche Angelegenheiten wurden besprochen. Obersteuerinspektor Hertel vom Finanzamt Schotten hielt alsdann einen Vortrag über steuerrechtliche (fragen, besonders über die neue Realsteuerreform und die ab 1. April 1937 zu erhebende Gewerbesteuer, sowie die ab 1. April 1938 neue Grundsteuer. Verschiedene Verfügungen und Verordnungen wurden bekanntgegeben. Reaie- rungsrat Schwan brachte eine Reihe von verwaltungstechnischen Fragen zur Sprache. Der Heim- beschaffung für die HI., den BDM. und das Jungvolk muß größtes Interesse entgegengebracht werden. Maßnahmen zur Bekämpfung der Wildschweine, die überhand nehmen und großen Schaden anrichten, ebenso die Rattenbekämpfung wurden behandelt und eine Reihe weiterer Fragen beraten und erledigt. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 25. März. Im Gasthaus von Braun fand gestern abend die Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Konsumvereins statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Karl D a u p e r t verlas zunächst die Jahresreck)nung und Bilanz. Der Gesamtumsatz im Jahre 1936 betrug 732 000 Mark. Der Warenumsatz in beiden Verkaufsstellen belief sich auf 195 000 Mark und war etwas geringer, als im Jahre 1935. Der Reingewinn war etwa 1000 Mark hoher als 1935. Nach der Bilanz konnte der Vorsitzende festftellen, daß das Unternehmen auf einer gefunden Grundlage ruht, was auch aus dem gesetzlichen Revisionsbericht hervorging. Die Rückvergütungen betragen, wie im Vorjahre, 3 v. H. und fojnmen sofort zur Verrechnung. Die Immobilien wurden durch den Ankauf des Hauses der Verkaufsstelle 2 wesentlich vergrößert. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit 616 und bewegt sich auf der Grundlage der letzten Jahre. Da der Landwirtschaftliche Konsumverein nun auf sein 50jähriges Bestehen zurückblickt, ist beabsichtigt, dieses in einer feierlichen Veranstaltung zu würdigen. Der Termin wird vom Vorstand und Aufsichtsrat bestimmt. 5 Steinbach, 24. März. Dieser Tage hielt die hiesige Evangelische Frauen Hilfe ihre Schlußversammlung im Saale bei Deucker ab. Der Leiter, Pfarrer Doll, erstattete den Jahresbericht des 21. Vereinsjahres, das in der Mitgliederbewegung den höchsten Stand seit der Gründung brachte. Darauf wurde die Kassenführung der Rechnerin Frau Lina Wald geprüft und ihr Entlastung gewährt. Aus der Kasse konnten in gewohnter Weise dem WHW. und Anstalten und Vereinen der christlichen Liebestätigkeit ansehnliche Beiträge gewährt werden. Der Leiter dankte der Rechnerin für ihre vorbildliche Kassenführung und bat sie, auch im neuen Vereinsjahre die Rechnung weiterzuführen. Die Reisesparkasse, ebenfalls von Frau W a l b geführt, erfreut sich regen Zuspruches der Mitglieder. Als Reiseziel wurde für dieses Jahr Eisenach und die Wartburg gewählt und als Reisetag der erste Sonntag im Juli vorgesehen. Ein treues Mitglied hat die Frauenhilfe durch den Tod verloren, das seit Gründung treu zum Bunde hielt, Frau Susanne R e u s ch l i n g ; ihrer wurde gedacht. An der Kreisfrauenhilfetagung in Rödgen am 4. April wird sich die Frauenhilfe beteiligen. * Hausen, 25. März. Gestern abend ereignete sich in unserem Dorfe ein schwererVerkehrs- Unfall. Der 14jährige Erich Seng geriet, als er mit seinem Fahrrad aus einem Seitenweg auf die Hauptstraße einbiegen wollte, gegen einen Kraft- wagen, der im gleichen Augenblick die Straße passierte. Der Knabe stürzte und erlitt schwereVerletzungen, die seine sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machte. T Garbenteich, 23. März. Wie in vergangenen Jahren, so fand auch in diesem Jahre hier ein Elternabend der Schule verbunden mit Entlassungsfeier statt. Die vereinigten Säle der Wirtschaft Lotz waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Schulleiter, Lehrer Mörschel, begrüßte in herzlichen Worten die Besucher und wies darauf hin, wie das Vertrauen der Eltern zur Schule erste Vorbedingung für eine ersprießliche Er. ziehertätigkeit des Lehrers sei. Er betonte weiter, wie die heutige Zeit der Schule viel Anregung und Belebung verdanke. Zum Schluß gedachte er des im Vorwinter verstorbenen seitherigen Lehrers in Garbenteich, Adam Selz er, der vor dem Kriege schon in Garbenteich tätig gewesen. Lehrer Mörschel würdigte die Verdienste des Verstorbenen und begrüßte zugleich dessen Nachfolger, Schulverwalter Lutz. Schüler der Ob er Haffe wiesen in einem von Lehrer Stumpf verfaßten Spiel auf die Bedeutung des Landesschulheims hin. Weitere Gar- benteicher Dialektdichtungen von Lehrer Stumpf losten viel Heiterkeit aus und fanden gleichfalls reichen Beifall. Die Klaffe von Lehrer Mörschel erfreute mit einigen gut gelungenen Reigen und Scherztänzen, die viel Freude bereiteten. Die etgenf- liehe Schulentlassungsfeier fand in Form eines sinnvollen Zwiegespräches zwischen Lehrer und Schüler statt, dem Worte des Führers zugrunde lagen und das mit dem Deutschland- und dem Horst- Wessel-Lied endete. Gesänge der Kinder umrahmten den schonen Abend, den Lehrer Mörschel mit Hinweis auf den bald in die Gemeinde kommenden Schullandheim-Film schloß. Pfarrer Steiner (Hausen) (prad) dann noch im Namen der Besucher ein kurzes Dankwort. Der Abend war burd) seine heimatgebundene Art besonders wertvoll und vorbildlich. s. Lang-Gons, 23. März. Von der Gaufilmstelle wurden in der Turnhalle einige sehr wertvolle Filme oorgeführt. Von der schweren Arbeit der Bergarbeiter im Kohlengebiet Oberschlesiens erzählte der erste Film, es folgte eine größere lieber- schau über politische Tagungen der letzten Monate, sodann eine Reise nach Island. Als letzter Film lief sodann „Friesennot", der in packenden Bildern die Not der Ausländsdeutschen in Rußland vorführte und einen tiefen Eindruck hinterließ. cs) Eberstadt, 24. März. Die hiesige Pferde- Versicherungsanstalt hielt ihre diesjährige Generalversammlung unter Leitung des Vorsitzenden F. L ö b r i ch im Gasthaus „Zum Adler" ab. Der Rechner G. W. Schmandt gab den Kassenbericht bekannt, der mit 1313 Mark Einnahmen und 1274 Mark Ausgaben abschloß. Außer den Aerztekosten wurden noch 1075 Mark Entschädigungen ausgezahlt. Die Anstalt zählt 49 Mitglieder und hat 85 Pferde versichert. Die gesamte Versicherungssumme betrug 82 060 Mark. Der Kassenbericht wurde genehmigt und dem Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die Versammlung schloß dann in der üblichen Weise. < Staufenberg, 23. März. Bei der jüngsten Holzversteigerung wurden durchschnitt, lich folgende Preise je Raummeter erzielt: Buchenscheite 9 bis 10 Mark, Buchenknüppel 8 bis 9 Mark, Kiefern-Rundscheit 7 bis 8 Mark, Fichten-Knüppel 1 bis 1,50 Mark, Buchen-Reiser 1,50 bis 2 Mark. nsf. Trais a. d. Lumda, 24. März. In unserer Frauenschaft fand ein Vortrag von Frau Dr. Neumann aus Gießen statt. Die Frauen folgten sehr aufmerksam den interessierten Ratschlä- gen und Aufklärungen über die Erziehung der Kinder, über die Bekämpfung schlechter Anlagen und das Wecken und Stärken guter Eigenschaften. Im zweiten Teil des Abends sprach die Leiterin der Ortsbäuerinnen über die Frühjahrsbestellung in Feld und Garten und über den Kampf gegen Pflanzenschädlinge. An 41 Frauen, die sich schon vor der Machtübernahme für die Bewegung einsetzten, konnte die Ehrennadel des Führers gegeben werden. [U Saasen, 23. März. Zur Zeit werden einige Straßen unseres Ortes ausgebessert. Diese Arbeiten, die wegen der unbefriedigenden finanziellen Lage lange Zeit zurückgestellt werden mußten, werden von der Einwohnerschaft sehr begrüßt. Im gleichen Arbeitsprogramm wird auch ein viel benagter Holzabfuhrweg ausgebessert. Die Bauern sind gegenwärtig mit dem Auslichten der Obstbäume beschäftigt. Die Gemeinde geht mit gutem Beispiel voran, indem sie ihre Dbftbaum- bestände durch Fachleute in Ordnung bringen läßt. Ferner werden durch die Gemeinde 10 0 neue Ob st bäume gepflanzt. > Saasen, 23. März. Auch in unserer Gemeinde soll nunmehr die Seidenraupenzucht eingeführt werden. Zu diesem Zwecke läßt die Gemeinde auf dem Wingertberg (öort wurde früher Wein gebaut) 1 000 Maulbeerbäume an- pflanzen. Dadurch wird ein bisher fast unbebautes Land nutzbar gemacht. An alle Einwohner, die Interesse an der Seidenraupenzucht haben, werden Maulbeerbäume kostenlos verteilt. — Im oergange- nen Jahre war die Bautätigkeit in unserer Gemeinde sehr rege. Neben zahlreichen Um- und Anbauten wurden drei neue Wohnhäuser errichtet. Auch für das laufende Jahr sind mehrere Neubau» len geplant. Der Bau einer Scheune wurde bereits in Angriff genommen. Durch die rege Bautätigkeit sind die hiesigen Handwerker gut beschäftigt. # Ettingshausen, 24. März. Der hiesige Ziegenzucht-Verein hielt bei Gastwirt Keil II. seine Jahreshauptversammlung ab. Der Vereinsführer Gotthard Stein erstattete zunächst Magenbeschwerden vorbeugen ! ff JCf»- S<»f» 2Qpf<, Lohanneskirche Gießen Karfreitag, 20 Uhr Matthäuspafsion von Heinrich Schütz 2047 D den Jahresbericht Die Kasse war durch den Rech« nungsprüfer in bester Ordnung befunden worden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Man beschäftigte sich dann noch mit verschiedenen züchterischen Angelegenheiten. Einer der Züchter konnte mit einem Batertier die diesjährige Landesvaterschau in Frankfurt a. M beschicken und guten Erfolg erzielen. Zum Abschluß der Versammlung ermahnte der Vereinsführer die Mitglieder, der Ziegenzucht auch fernerhin treu zu bleiben. ch Lauter, 23. März. Am Samstagabend fand die Generalversammlung der Freiwillig e n Feuerwehr statt. Da die Rechnungsablage für richtig befunden wurde, konnte dem Rechner Entlastung erteilt werden. An dem Kreisfeuerwehrfest in Rieder-Bessingen nimmt die Wehr teil. — Am Montagabend zeigte die Gaufilmstelle im Saale von Hock den Tonfilm „Friesennot". - Kloster Arnsburg, 23. März. Aus verschiedenen Gründen mußte vor Jahren das e v g l. Erziehungsheim Arnsburg der „Bursen- bau" räumen und den ganzen Anstaltsbetrieb allein in das „Gartenhaus" verlegen. Der „Bursenbau" wurde nur noch zu Schulzwecken verwandt. Da diese Gründe in der Zwischenzeit hinfällig wurden, da insbesondere durch immer stärkere Belegung das „Gartenhaus" für den Betrieb zu klein wurde, wurde der „Bursenbau" jetzt wieder in Betrieb genommen. Vorher wurde er jedoch einer gründlichen Erneuerung unterzogen; alle Räume wurden, soweit nötig, frisch gestrichen bzw. tapeziert, das ganze Haus mit Zentralheizung versehen, der Wasch- und Baderaum neuzeitlichen Anforderungen entsprechend eingerichtet, so daß das Heim in jeder Beziehung den Ansprüchen gerecht werden kann, die heute an Anstalten ähnlicher Art mit Recht gestellt werden. Die neuen Räume wurden durch eine schone Feier in Gebrauch genommen, zu der der Vorstand, der leitende Architekt, Baurat Schuhmacher, die Handwerker und Arbeiter, sowie die verschiedenen mit dem Haus arbeitenden Aemter und eine Reihe von Gästen geladen und in großer Anzahl erschienen waren. Die Einweihung wurde durch den Vorsitzenden, Oberkirchenrat D. Wagner, vorgenommen. Rach der Besichtigung der neuen Räume vereinigte eine Kaffeetafel die Festteilnehmer. Die Kinder führten u. a. ein reizendes Festspiel auf, „Lindenelf, Liederelf, Epheuelf", das eine Arnsburgerin eigens zu diesem Tag verfaßt hatte, und trugen auch sonst noch durch mancherlei schöne Darbietungen sehr zur Unterhaltung der Gäste bei. Am folgenden Tage vereinigte ein Gottesdienst im „Paradies" eine große Zahl von Freunden der Anstalt aus den umliegenden Gemeinden. Im Anschluß an den Gottesdienst wurde den Teilnehmern ebenfalls Gelegenheit gegeben, das Heim in seinem neuen Gewand zu besichtigen. Pfarrer Lenz (Darmstadt), der den Festgottesdienst gehalten hatte, begrüßte die Gemeindeglieder und erzählte mancherlei aus der Geschichte des Klosters und des Hauses. Alle sprachen sich sehr anerkennend über die Erneuerungsarbeiten aus. Das Heim wird von Diakonissen des Elisabethenstifts geleitet und zählt zur Zeit 29 Zöglinge. kreis Jriebberg. pb. Butzbach, 23. März. Im Saal des „Deutschen Hauses" fand die Generalversammlung der Vereinsbank für Butzbach und Umgegend statt. Den Vorsitz führte A. Schneider IV., Bürgermeister und Bezirksbauernführer, Ostheim. Aus dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 1936 ist folgendes zu entnehmen: Der Gesamtumsatz betrug 56 048 000 Mark, gegen 49 892 000 Mark im Jahre 1935. Die Spareinlagen vermehrten sich um 175 449 Mark, sie betrugen am 31. Oktober 1936 1 428 990 Mark. Die Gesamtausleihungen (einschl. Wechsel) betrugen 1 681 960 Mark gegen 1 610 442 Mark des Vorjahres. Der Wert- papierbeftand erhöhte sich um etwa 30 000 Mark auf 183 431 Mark. An 4'/s v. H. Deutsche Reichsanleihe wurden 75 000 Mark gezeichnet. Der Genossenschaft gehörten am 31. Dezember 1936 625 Mitglieder an, wovon etwa 350 Landwirte sind. Die Bilanz schließt mit 2 037 292 Mark ab. Die Geschäftsguthaben haben sich vermehrt um 2068,19 Mark, die ausstehenden Pflichtanteile betragen 12 673 Mark, die Haftsumme vermehrte sich um 7000 Mark. Der Gewinn aus dem Jahre 1936 be- läuft sich, einschließlich des Vortrags aus dem Vorjahre, auf 8709,62 Mark. Er verteilt sich wie folgt: 5 v. H. Dividende --- 7117,22 Mark, 500 Mark an Reservefonds, 1000 Mark an Betriebsrücklage und 92,40 Mark Vortrag auf neue Rechnung. Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die ausscheidenden Mitglieder Joh. Bill IV., Rieder-Weisel, Konr. Phil. Diehl, Hochweisel, Dr. Paul Küchel, Butzbach, Johs. Konrad Philipps II., Fauerbach v.d.H., und Karl Schmidt, Ebersgöns, .wiedergewählt. Kreis Schotten. x. Schotten, 23. März. Im Singsaal der Turnhalle fand eine Abschlußfeier des ersten Lehr- ganges der Landwirtschaftsschule Schotten statt. Rach einleitendem Musikstück begrüßte der Leiter der Schule, Landwirtschaftsrat Dr. Günther, die Besucher und dankte für das Interesse und die Unterstützung, die die Schule bei der Bevölkerung und den maßgebenden Stellen des Kreises gefunden habe. Rach einem gemeinsamen Kaffee trugen die Schüler Gedichte, ein Bauern- fpiei, Leibesübungen u. dgl. vor, gemeinsame Sieber wechselten ab. Abends fand ein Dorfgemeinschaftsabend statt, der sehr stimmungsvoll und har- manisch verlief. , , , , □ Laubach, 24. März. In der gut besetzten Aula der Realschule fand die Schlußfeier statt. Der Leiter der Schule Studien-Assessor Hainz gab einen Einblick in die bevorstehende Vereinheit- lichung des höheren Schulwesens im gesamten Reiche. Ab Ostern führt die hiesige Lehranstalt die Bezeichnung Oberschule. Die ausscheidenden Untersekundaner'entließ er mit den besten Wünschen für die Zukunft. Im abgelaufenen Jahre hatte die Realschule auch mehrere schöne sportliche Erfolge zu verzeichnen. Sie konnte u. a. den Hans-Schemm- Preis (Schwimmen) zum zweiten Male im Kreis Schotten erringen. Reallehrer Haas überreichte anschließend 11 Schülern das Reichsjugendsport- abzeichen. — Sodann wurde das Märchenspiel „Die zerrissenen Schuhe" aufgeführt, wobei die Zuhörer den Darbietenden reichen Beifall spendeten. Der Abend wurde von Musikstücken des Realschulorche- sters, durch Gedicht- und Chorvorträge umrahmt. Kreis Alsfeld. < A l s f e l d , 24. März. Zur V e r s ch ö n e r u n g des Landschaftsbildes hat die Stadtverwaltung auf dem hiesigen Erlenteich, der in Verbindung mit den Grienanlagen und dem Schwimmbad eine idyllische Lage besitzt, ein Paar Schwäne eingesetzt, die eine große Anziehungskraft auf die zahlreichen Besucher der Anlagen aus- üben und besonders der Jugend Freude bereiten. —Homberg, 23. März. In der Stadthalle veranstalteten die Arbeitsmänner des hiesigen Ar- beitsdienstlagers eine Abschiedsfeier, an der auch die Bevölkerung unserer Stadt teilnahm. Oberfeldmeister Schneider wies in großen Zügen auf das Wesen des Arbeitsdienstes hin, auf feine hohe Bedeutung für das Vaterland, wie auch für jeden einzelnen. Der Abschiedsabend solle ein Abend der Freude fein, denn die Arbeitsmänner verdienten es, nach erfüllter Pflicht auch einmal richtig zu feiern. Im Verlaufe des Abends wußten die Ar- beitsmänner mit allerlei luftigen Darbietungen auf- zuwarten. Sie traten als Boxer, als Schauspieler und als Künstler auf und wußten ausgezeichnet zu unterhalten. Ein Teil des Alsfelder Mufikzuges füllte die Pausen mit guter Musik. — Der hiesige Klein kaliber-Schützenoerein hielt dieser Tage sein Opferschießen zugunsten des Win- teryilfswerkes ab und konnte einen erfreulich hohen Betrag an das Winterhilfswerk abführen. —Homberg, 24. März. Dieser Tage hielt der hiesige K y f f h ä u s e r b u n d seine diesjährige Generalversammlung ab. Die Versammlung nahm ihren Verlauf in der üblichen Weise. Es sei nur erwähnt, daß der Vorsitzende und sämtliche Vorstandsmitglieder ihr Amt weiterführen. + Ob er-Gleen, 22. März. In der Gastwirtschaft von H. K- Schaaf I. fand eine Brenn- holzversteigerung des Forstamts Kirtorf statt. Es wurden folgende Durchschnittspreise je •Raummeter erzielt: Scheiter: Buche 7,19 Mark, Eiche 4,30 Mark, Birke 5 Mark; Knüppel: Buche 5,34 Mark, Hainbuche 5 Mark, Eiche 3,40 Mark, Birke 5 Mark. Astreisig: Buche 1,60 Mark. 4- Kirtorf, 22. März. Dieser Tage fand die Verpachtung der Staatsjagd im Forstamtsbezirk Kirtorf statt. Die drei letzten Gebote fielen auf die Herren Dr. E n g e l a n d (Kirtorf), Dr. K r ö ck (Alsfeld) und auf den seitherigen Jagd- Pächter Wichelhoven (Iserlohn). Der Zuschlag ist noch nicht erteilt. — Im nahen Staatswald des Forstamtsbezirks Kirtorf ereignete sich dieser Tage ein schwerer Unglücksfall. Einem Landarbeiter, der mit Tagelohnfahrten im Walde beschäftigt war, scheuten plötzlich die Pferde, der Fuhrmann stürzte vom Wagen und die Räder gingen ihm über den Leib. Der Verunglückte wurde mit dem Auto sofort zum Arzt gebracht, der seine Ueberführung in die Klinik nach Marburg anord- nete. — Die Schule veranstaltete im Saal von Johannes Becker einen E l t e r n a b e n d. Die Ober- klasse sang zunächst ein Lied. Lehrer Erdmann hielt die Begrüßungsansprache. Die Unterklalle brachte zwei (spiele unterhaltsam zur Ausführung. Im weiteren Verlaufe des Abends wartete auch die Oberklasse mit Theateraufführungen auf, die sehr beifällig aufgenommen wurden. Zum Schluß richtete Lehrer Erdmann noch herzliche Worte an die zur Entl'assung kommenden Schuler. — Der Reichsluftfchutzbund hielt eine Filmveranstaltung ab, zu der Dr. 5 r a n f Den einleitenden lehrreichen Vortrag hielt Im Anschluß daran gelangte der große Film „Volk m Gefahr zur Vorführung. Rach den Osterfeiertagen soll in unserem Städtchen ein Luftschutzkursus stattfinden. - Schuber — Das hiesige Arbeitsdienstlager hielt aus Anlaß der Entlassung von Arbeitsdienstmannern des Winterhalbjahres 1936/37 einen Kameradschafts- abend ab. Oberstfeldmeister Dingeldey hielt nach einem Lied der Arbeitsmänner eine Ansprache, in der er der Hoffnung Ausdruck gab, daß noch viele solcher Abende Bevölkerung und Arbeitsdienst vereinigen möchten. Die Veranstaltung brachte eine Fülle unterhaltsamer Vorführungen. Die Arbetts- männer zeigten lebende Bilder, sangen, turnten, führten Gymnastik und Boxen vor. Ein Truppführer hielt einen humoristischen Vortrag über den Umzug der Abteilung von Nidda nach Kirtorf. Die Vorführungen wurden mit großem Beifall ausgenommen. — In unserer Kirche wurden am Sonntag 2 Mädchen und 8 Knaben konfirmiert. Preutzen. Vor Aufregung gestorben. Marburg, 24. März. (Lpd.) Dor einigen lagen verunglückte, wie gemeldet, ein junger Mann auf der Landstraße zwischen Rieder- und Oberweimar dadurch tödlich, daß er während der Fahrt auf unerklärliche Weise vom Hilfssitz einer Zugmaschine herunterfiel und unter den Anhänger geriet. Der Führer d e r Zugmaschine, ein 28jähriger Mann aus Lohra, einziger Sohn einer Familie, hat sich über den plötzlichen Tod seines aus dem gleichen Orte stammenden Arbeitskameraden so aufgeregt, daß er an einem plötzlich aufgetretenen Blutsturz gestorben ist. „3d> fontt nicht bezahlen, holen Sie die Polizei " Lpd. Weilburg, 24. März. In einer Weil- burger Wirtschaft kehrte dieser Tage ein junger Mann ein, bestellte sich ein Kotelett und verzehrte es mit gutem Appetit. Er würzte das Mahl mit Statt Karten! Wir haben uns verlobi Margot Funk Daldur Franzmeyer Gießen Äerlin-Lharlottenburg Bergwerk 127 Fasanenstraße 5 I Ostern 1937 01486 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Wichtig für Lehrer und Schüler! Wichtige Neuerscheinung! nach der Naturfchutzverordnung vom 18. Mürz 1936 (RGDl.l Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus- führiich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ß. Prof, der Rechte und Referent int Reichs- und Preußischen Ministerium für Wistenschaft, Ergießung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstell« für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 00(10 Bemühtet Betlag. Betllu-tldiierf. IIIIIIIIIIIIHIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII le Sihaffenöes ( Wk XYV tiv! kaS. Neisezlel 1937 flusltellunoslommer om Rhein SohcpeeisecmWgungen unö SonOeejtige! ÜHchirnft. Sämtlldii IWüros und öle flusflellunoslettunQ twsminn. Wl6ocf l0 Edinger Strafte 21 leenruf 378 51 2061 V MeiöoD Schlagetetltaüt MAI-OKI. 193? GROSSE REICHS AUSSTELLUNG Fahrner-Schmuck bas reizende Osiergeschenk das Geschenk zur Konfirmation J.Sirz Seltersweg 22 2014 D Zierfische Aquarien Pflanzen nsw. Kleinhenn Bahnhofstr. 61. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen VermÄhlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 < öetroeiieolWiW vom 26. März bis 17. April Ab Ostcrsamstag täglich 9.15Uhr bis KoblcnzlOstern bis Köln). Außerdem ab Karfreitag an Sonn- und Feiertagen 11.00 Uhr biß Köln, 14.30 Uhr bis Aßmannshausen u. zurück. Günst. Rückfahrtgelegenh. Gruppenermäßig.bereitsab 8 Pers., Kinder v.6-14 Jahr, halbe Fahrpreise.Fahrpläne und Auskunft durch die Mi-Weimin BIMirnlMMt Vertreter in Mainz: G. L. Kayser, Fernspr. 31389 Hier abschneiden! Schwerhörigkeit 4o9 Schwindsucht fetter Hartkäse mit großen Löchern, der auch als Emmentaler ohne Rinde erhältlich ist. Schwerhörigkeit ist eine Herab, setzung des Hörvermögens; kann ihre Ursache haben in einer Erkrankung des mittleren oder des inneren Ohres, oft ist aber auch ein verhärteter Oyrschmalzpfropf, der den ganzen Gehörgang verlegt, die Ursache des Übels. Schwerhörigkeit kann angeboren ob. erworben, als Folge von Erkrankungen, z. 93. von Scharlach, sein. Ein Ohrschmalzpfropf kann vom Arzt leicht entfernt werden, darnach ist das Gehör wieder normal. Bestehen Erkrankungen des Gehörorganes. Jo ist eine Besserung kaum möglich. Den Kranken kann dadurch geholfen werden, daß sie vom Mund ablesen lernen oder durch das Tragen von Hörapparaten. Schwermut, s. Melancholie und manisch depressives Irresein. Schwertlilie, s. Iris. Schwester, Bezeichnung für Or. densscywestern, aber auch für weltliche Krankenpflegerinnen. Der Name ist neuerdings geschützt. Schwiegereltern haben kein Erbrecht gegen die Schwiegerkinder, auch kernen Unterhaltsanspruch und umgekehrt. — Jeder Ehegatte kann verlangen, daß unverträgliche Schwiegereltern nicht als Hausgenossen ausgenommen werden. Siehe Ehehindernisse, Zeugnisverweigerung. Schwiele ist eine Verdickung der Gewebe z. B. durch Druck. Auf diese Art entstehen die Hornhautschwielen der Oberhaut. Oder Wucherung von Bindgewebe als Folge fortgesetzter Reize durch Entzündung oder Fremdkörper. Die Schwielen der Oberhaut erweicht man durch häufige Seifenbäder oder durch Verwendung von Salizylpflaster. Dgl. Huh. nerauge. Schwimmen, außerordentlich gesunder Sport, bei dem der ganze Körper durchgearbeitet wird. Man unterscheidet Brustschwim- men, Rückenschwimmen und Kraulschwimmen, bei dem die Arme abwechselnd über Wasser greifen und die gestreckten Beine sich in rhythmischem Wechsel auf und ab bewegen. Schwindel ist das Gefühl gestörten Gleichgewichtes. Man hat die Empfindung, als ob der Boden wanke ober die Umgebung sich drehe. Leicht kann man Schwindel erzeugen, indem man sich rasch einige Male nach der gleichen Seite dreht ober durch andauernde schaukelnde Bewegung. Krankhafter Schwindel entsteht durch Erkrankungen des inneren Ohres, bet Blutarmut, Arterienverkalkung, Herzkrankheiten, bet fieberhaften Erkrankungen. Alkoholvergiftung usw., aber auch bei Äugenerkrankungen. Man wende sich an einen Arzt, der das Grundübel ausfindig machen und behandeln kann. Schwindeln, f. u. Aufschneiden. Schwindsuckt ist eine allgemeine Abnahme der Körperfülle und der Körperkräfte, gewöhnlich De- zeichnung für die Abnahme bei Der praktische Schmirgelblock! Da gibt es zunächst mal einen für die Herdrcinigung. Diese Arbeit geht mit ihm viel schneller. Dann ist noch der Schmirgelblock fürs Messerputzen zu erwähnen. Beide gibt es bei Häuser sehr preiswert in verschiedenen Ausführungen. 3. 23. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Zwei Schoppen Bier. Als er fertig war, erklärte er seelenruhig, daß es ihm so gut geschmeckt habe, daß man ihm noch ein Kotelett zubereiten möge. Aach dieses samt zwei weiteren Schoppen Bier vertilgte er mit Behagen. Und da als Abschluß eine Zigarette nicht fehlen darf, bestellte er noch für 40 Pfennig Zigaretten. Dann aber erklärte er unverfroren dem Wirt: „Ich habe kein Geld, ich kann nicht bezahlen, holen Sie die Polizei!" Diese erschien denn and) und brachte den dreisten Zechpreller hinter Schloß und Riegel. Kreis Wetzlar. O Wetzlar, 23. März. Im Saalbau A ck e r - mann fand dieser Tage eine Bürgermeister- Versammlung statt. Nach der Eröffnung durch Landrat Grillö hielt Regierungsassessor M ü l - I e r einen Vortrag über die Aufgaben der Bürgermeister im Vierjahresplan. Medizinalrat Dr. Schulte sprach anschließend über die Erbge- sundheits-Gesetzgebung im nationalsozialistischen Staat. Kreisobstbauinspektor K i l p behandelte das Thema der Obstbaumpflege. Im Anschluß daran sprach Landrat G r i l l o dem Kreisobstbauinspektor, der am 1. Mai in den Ruhestand tritt, herzlichen Dank für seine 40jährige Arbeit aus und schilderte feine vielfachen Verdienste um die Hebung des Obstbaues im Kreise. Landrat G r i l l o richtete im weiteren Verlause der Versammlung an die Bürgermeister die Aufforderung, alle Kraft für die Er- zeugunqsschlacht einzusetzen. Wichtig sei u. a. auch die Föderung der Schafhaltung. Der Obmann des Deutschen Gemeindetages im Kreisverband, Bürgermeister ^e i er-Aßlar, hielt dann noch eine kurze Besprechung über dienstliche Angelegenheiten der Bürgermeister ab. * Wetzlar, 22. März. In 62 Kameradschaften des Kreisoerbandes Wetzlar des Reichskriegerbundes Kyffhäuser wurden dieser Tage die Opferschießen für das Winter- hilfswerk durchgeführt. 750 Kameraden beteiligten sich mit einem, 85 Kameraden mit zwei oder mehreren Schießlosen. Die Hälfte der Letzteren konnte mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet werden. Durch den Landesverband konnte dem Winterhilfswerk das Ergebnis des Opferfchießens in Höhe von 251,89 Mark überwiesen werden. cxd Franken b ach, 22. Marz. Die hiesige Volksschule hielt dieser Tage eine Ausstellung von Handarbeiten ab, die reges Interesse fand. In diesem Jahre verließen sechs Knaben und sechs Mädchen die Schule. Nach Ostern werden sieben Knaben und acht Mädchen neu ausgenommen. — Gegenwärtig ist in unserer Gemeinde die systematische Spritzung der Ob st bäume zum Zweck der Schädlingsbekämpfung im Gange. Jtunöfunfproflramm. Freitag. 26. Wärz: 6 Uhr: Frühkonzert. 8.45: Orgelchoräle. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: „Gläubiges Herz". Von Matthias Claudius. 10: Klaviermusik. 10.30: Chorgesang. 11.15: Konzert. 12: Mittagskonzert. 14: Kinderfunk. 14.45: Funkstille. 15: „Der Frühlig fahrt ins Liecht". Hörfolge mit Musik vom Karfreitag und alemannischem Frühjahrsbrauchtum. 16: Konzert. 18: „Pfarr Peder". Eine Tragödie von Friedrich Bethge. 19: Kammermusik. 19.30: „O wüßt ich doch den Weg zurück ..." Das Kinderland in Bekenntnissen großer Heimatsöhne. 20: Kleine Abendmusik. 20.20: Länderkampf im Kunstturnen Deutschland — Finnland. Hörbericht. 20.30: Konzert. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Nachmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Aus Richard Wagners Bühnenweihfestspiel „Parsifal". Samstag, 27. INärz: 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 11.15: Hausfrau hör zu! 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Zeitangabe, Nachrichten, Offene Stellen, Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „Wie wundervoll mal nichts zu tun — und dann vom Nichtstun auszuruhn!" Heiteres Schall- platten-Potpourri mit Bekanntgabe der Gewinner des Preisrätsels. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Wir bemerken dazu ...! Was lieft du für Bücher? 15.30: Wandern lieb ich für mein Leben ...! Eine Hörfolge. 16: Froher Funk für alt und jung. „Hochbetrieb beim Osterhasen." 18: Neues aus der Welt des Sportbuches. Die Olympischen Spiele. 18.20: Sportschau. 18.30: Blasmusik. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Bunte Ostereier. Eine fröhliche Unterhaltung mit beliebten Melodien und allerlei „Purzelbäumen". Von Erwin Albrecht. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik zum späten Abend. 24 bis 2: Nachtmusik. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gründonnerstag, den 2 5. März. Gießen. Stadtkirche. 19.45 Uhr: Pfarrverwalter Damerau: Beichte und hl. Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde. — Fohanneskirche. 19.45: Pfr. Bechtolsheimer; Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. — Kapelle des Alten Friedhofs. 18: Pfarrvikar Weckerling: Beichte und hl. Abendmahl, für die Luthergemeinde. — Petruskapelle (Wetzlarer Weg Nr. 59). 19.45: Pfr. Trapp: Beichte und hl. Abendmahl für die Petrusgemeinde. — Alten-Buseck. 19.30: Beichte und Feier des hl. Abendmahls. Karfreitag, den 2 6. März. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; Beichte und hl. Abendmahl für die Matthäus- und Markusgemeinde: 11.15: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 18: Pfarrverwalter Damerau; Liturgische Passionsfeier. — Fohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde; 11.15: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Aus- feld; 20: Pfr. Bechtolsheimer; Musikalische Abendfeier (Matthäuspassion von Heinrich Schütz). — petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Psr. Trapp; Beichte und hl. Abendmahl. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrvikar Weckerling; 11: Kinderkirche; Pfarrvikar Weckerling; 15: Liturgische Karfreitagsandacht. — Wiefeck. 9.30: Gottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte. — Alten-Buseck. 10: Gottesdienst; Kollekte; 13: Liturgische Feier. — Steinbach. 10: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl; Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Annerod. 13: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls für Alte. — Rödgen. 9: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls für Alte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Lollar. 10: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; Kollekte; Frauenchor; 11.15: Kindergottesdienst; 13.30: Feier des hl. Abendmahls für die Alten; anschließend Hausabendmahl. — Watzenborn-Steinberg. 13: Hauptgottesdienst; 16: Beichte und hl. Abendmahl für die alten Leute. — Garbenleich. 13: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl. — Hausen. 10: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl. — Lich. 9.30: Gottesdienst; Chorschule; Kirchenchor; Kollekte; 14: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte; 20: Abendmahlsfeier. — Nieder-Veffingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst; Kollekte. — Rlünzenberg. 11: Gottesdienst mit hl. Abendmahl für die Alten; Kollekte; 17: Gottesdienst mit Beichte für Ostern; Kollekte. — Trais-Rlünzenberg. 9: Gottesdienst mit Kollekte; 19: Gottesdienst mit Kollekte. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst; nachmittags Hausabendmahle. — Wirberg. 9.30: Gottesdienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Jugend; Kollekte. — Beltershain. 13: Gottes- dienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Jugend; Kollekte. — Beitsberg. 19: Gottesdienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Jugend. Karsamstag, den 27. März. Evangelische Stadtmisfion (Christliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Löberftraße 14. Karfreitag, den 26. März. 20.15 Uhr: Passionsandacht. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch- liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Karfreitag, den 26. März. 20.30 Uhr: Feierstunde. Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Karfreitag, den 26. März. 9.30 Uhr: Gottesdienst. Rlünzenberg. 2 Uhr: Beichte für die Konfirmanden, katholische Gemeinden. Karfreitag, den 2 6. März. Gießen. 7.30 bis 18 Uhr: Anbetungsstunden in der Kapelle; 9: Verstörte Messe mit Predigt; 18: Andacht. — Hungen. 9: Predigt mit Andacht. — Lich. 9: Predigt und verstörte Messe; 20: Andacht. — Laubach. 15: Predigt und Andacht. — Ridda. 8.15: Verstörte Messe und Predigt. Karsamstag, den 2 7. März. Gießen. 7 Uhr: hl. Weihen; 8.30: Hochamt — Lich. 6.30: hl. Weihen; 8: Hochamt. Vessentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: Arzt: Dr. W. Klein. Zahnarzt: Dr. Adam. Apotheke: Hirschapotheke. Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. finden Sie die richtige Fußbekleidung im Schuhhaus Derzbach Löwen-Drog.W.KilbingerNchL, Seltersweg 69; Drog. Winter- hoH.KrenzplatzlO; Drog.Borne- mann, Bahnhofstraße 17; Dled.- Drog. H. Elges, Seltersweg 66; Germania-Drogerie C. Seibel, Frankfnrt.Str.39. In Laubach: Solms-izanbacher-Drog.K. Klein HAUTJUCKEN FLECHTE 2^0 WUMlag - mnnölelo? usw.Selt über 20 Jahren bewähren sich die vorzügl, Hautpflegemittel Leupin Creme und Seife Gießen, Bahnhofstraße 60 Gewissenhafte fachmännische Bedienung! __________________________________________________________2071 D Mein Geschäft befindet sich jetzt Bahnhofstraße 67/Hof gegenüber Caf6 Am end Hans Kögel Radio- und Elektro-Vertretungen Daimon-Auslieferungslager 01529 llllllllllllllllllllllllllllll ZwedSBekampsungoei Schwarzarbeit tonnen Arbeits-Ange bote von Handwerkern nur mit Tlomensnen- nnng n. unter Vorlage desGewerbenachweijes auigenommcn werden. Verlag »esStehenerAazeiger- IIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIl PHÖNIX Gießen Lud wigstraße 16 _____________2053 D bei LinkeriSobn Schwingen Lungentuberkulose. Eine langsam — mit Ausnahme der galoppierenden Schwindsucht — verlaufende, aber stetige Abnahme der Kräfte, die bedingt ist durch die mit Zerfall der Lunge einher- aehenoe Lungentuberkulose. Die Temperatur ist gewöhnlich nur leicht erhöht, das Allgemeinbefinden ist mit Ausnahme der großen Schwäche nicht schlecht, vor allem sind die Schwindsüchtigen immer sehr hoffnungsfreudig. Durch richtige Behandlung im Krankenhaus od. in Sanatorien kann auch die Schwindsucht noch ausgeheilt werden. Natürlich ist es nicht getan mit einem Aufenthalt von wenigen Wochen. Zur Ausheilung ist es durchaus nicht nötig, daß man immer gleich in die Schweiz oder ins Hochgebirge geht, auch in der Ebene und im Mittelgebirge gibt es ausgezeichnete Lungenheilstätten, in denen ein Schwindsüchtiger Genesung finden kann. Selbstverständlich kann eine derartige Kur nur unter ärztlicher Aussicht gemacht werden. Ausgezeichnete Heilfaktoren sind Freiluftbehandlung und zweckmäßige Ernährung. Schwingen, die Schwungfedern der großen Vögel. Schwirrholz, Brettchen, das an einem Faden im Kreise geschwungen wird und dabei einen surrenden Ton erzeugt. Kein ungefährliches Kinderspielzeug. Schwitzen, siehe Schweiß. Scilla, Blaustern, Zwiebelblume, die im Herbst 8 cm tief in Gruppen gesetzt wird. Wirkt schön neben Schneeglöckchen und weiß- Seegras blühenden Frühlingsstauden, geeignet auch für den Steingarten. Seal, dunkelbraunes Fell des Biberseehundes, einer Pelzrobbe, das zu wertvollem Pelz verarbeitet und dabei meist gefärbt wird. Sealbisam, dunkelgefärbtes Bi- famfell. Sealskin, Nachahmung des Sealpelzes aus Plüsch. Seance, franz., Bedeutung: Sitzung, in der Tischrücken und ähnlicher spiritistischer Unsinn getrieben wird. Sebastian, männlicher Vorname, griech. Herkunft mit der Bedeutung „der Ehrwürdige". Sechs-Wochen-Kosten, s. Entbindungskosten. Seebäder wirken auf den Körper einerseits durch das Meerwasier, anderseits durch das Klima. Vor allem werden Kreislauf und Atmung günstig beeinflußt, dann auch der Stoffwechsel. Angezeigt sind Seebäder daher besonders bei Erkrankungen der oberen Luftwege, bei Blutarmut und Schwächezuständen. Ostseebäder sind in der Wirkung den Nordseebädern ungefähr gleich. Am besten ist es, wenn man bei einem Kuraufenthalt in den Badeorten sich von einem Arzt beraten läßt, denn für empfindliche Menschen sind Seebäder oft etwas anstrengend. Seegras, Seetang, der zur Füllung von Matratzen verwendet wird und sich im Preis weit billiger stellt, als das haltbarere Roßhaar. 460 Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 Qß du qtoß, oß du klein t £>bu Kam ra muß U titln 1 Auch der Schüler kann jetzt mit unseren preiswerten Lern-Modellen schöne und gute Bilder erzielen. Als Oslergeschenk empfehlen wir aus großer Auswahl die billige 199ßA 3ox zu RM.4.- Optiker Magnus Seltersweg 33 „Avenarius „Dendrin“ Schacht's OMartrWmimlf (Mitteiöl) empfiehlt 1908A Samtes taridi ttn Bahnhofstraße - Telefon 3403 Pr1fiAenwo*ien ab 1340.-8MO.W. IrühretMhfinOei Generalvertretung: 2044A H.Wagener, Gießen Frankfurter Straße 45 — Ruf 4120 Alles Vieh wird gut gedeihn, gibt Kellers Futterkalk(Mischung) man ein! V2 kg 36 Pfennig. [i727d Alleinverkauf: ' Viktoria-Drogerie, Gießen, Marktstr 5. o\ • °\ o\ . o' 3.95 3 95 6.75 6.50 Besatz Herren-Hosenträger und Herren-Socken Herren-Oberhemd weiß, durchgemustert Herren-Oberhemd mit 1 losen Kragen .. Herren-Sporthemd, elegant Rein Leinen............... 1.95 höher 1.75 höher Karos 1.50 und Herren-Schlafanzug uni Popeline, mit färb, i Harren-Binder moderne Streifen und .65 -.80 .95 1.10 Herren-Oberhemd mit mod. - .. Streifen, mit 1 losen Kragen .. b.2b Herren-Oberhemd, g,Trik.- Ware mit 1 losen Kragen und ß »- Stoff für Ersatzmanschetten .. 0 2u mit Lederpatte n- . n- u. Gummibiesen -.9b l.'2b Herren-Oberhemd, weiß - Trikoline. elegant. Ausführung b.2b Herren-Sporthemd, Zephir mit festen Kragen..........2.9b Herren-Sporthemd . n- leinenartig, mod. Karos...... 4.2b mod. Muster aus Baumwolle u. Mako -.48 -.78 -.85 -.95 1.25 und höher Bekanntmachung. Während der Ofterfeiertage wird vom Freitag, dem 26. III., bis einschließlich Montag, den 29. III. 1937, kein Hausmüll abgefahren. 20550 Gießen, den 24. März 1937. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. _______________________G r a v e r t. _______________ Oesientliche Bekanntmachung Die Eheleute Ruckes zu Gießen, Wiefecker Weg 31, find wegen der gemeinschaftlichen, fortgesetzten Steuerhinterziehung rechtskräftig bestraft worden, und zwar: a) der Ehemann Theodor Ruckes zu Geldstrafen von zusammen 8 250,— RM. b) die Ehefrau Hedwig Ruckes, geb. Imker, zu Geldstrafen von zusammen 18 600,— „ Strafen insgesamt 26 850,— RM. Die Bestrafung wird auf Kosten der Verurteilten bekanntgemacht. 20570 Gießen, den 24. März 1937. Das Finanzamt. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Arbeitsvergebung. Für die Gemeinde Grohen-Buseck (Kreis Gießen) sollen die Arbeiten und Lieferungen für die Herstellung von 1200 lfd. m Straßenkanälen von 15 bis 80 cm l. W. und von 285 lfd. m Wasserleitungsröhren von 40 und 80 mm l. W. in einzelnen Losen vergeben werden. 20500 Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Kulturbauamt Oberhessen Gießen, Wilhelmsirahe 56, offen, wo Angebotsvordrucke, soweit der Vorrat reicht, unentgeltlich zu beziehen und wohin die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungstermin am Samstag, dem 3. April 1937, um 9 Uhr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist 2 Wochen, freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. Gießen, den 22. März 1937. Kulturbauamt Oberhessen,