187. Jahrgang Gießener Anzeiger rstaufführunj NSG. 9m Palmengarten zu Frankfurt cr W?derstand"der anderen urch den Pakt zur'Auf- die, wenn sie nicht behoben würden großeSchwie- rechterhaltung des Friedens gebundenen Völker > rigkeiten m der Zukunft verursachen wurden. Neues GeseWaMebenausdelVolksgemeinschast Semeinschastsabend der Alten Sarde, der Kriegs- und Arbeitsopfer. ’■ Hi* r g®* 1 rechnen müßten, sowie darauf, daß der Völkerbund in der Lage wäre, einzuschreiten, bevor der Angriff durchgeführt worden sei. England wünsche niemals zu einem System ausschließlicher Bündnisse mit einer anderen oder zwei Mächten zurückzukehren. Vielmehr strebe England danach, seine Außenpolitik auf einem umfassenderen Plan aufzubauen, der die Mitarbeit aller Nationen verlange, die gewillt seien, mit England für eine bessere Verständigung zwischen den Nationen zusammenzuarbeiten. Dies müsse auf einer so breiten und so starken Grundlage geschehen, daß kein Land es wagen würde, den Frieden zu gefährden. Das Ziel der englischen Außenpolitik sei eine europäische Regelung, die Aufrechterhaltung der Autorität des Völkerbundes, die politische Befriedung zwischen den Nationen und eine bessere Berücksichtigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Für die italienische Außenpolitik beherrschend bleibt das Wort von der A ch s e B e r l i n — Rom. Es erhielt erst seine volle Geltung nach der Bereinigung des englisch-italienischen Verhältnisses im Mittelmeer. Frankreich, dessen zweideutige Haltung im Abessinien-Konflikt ihm ein gut Teil seines außenpolitischen Ansehens gekostet hat, bemüht sich zur Zeit vergeblich um ein ähnliches Abkommen. Es sieht sich jetzt nach dem Abessinienkonflikt von neuem dem Gespenst des italienischen Vordringens auf dem Balkan gegenüber. Die italienisch-bulgarische Freundschaft ist nie in den letzten beiden Jahren getrübt worden. 9n Italien hat man auch nichts gegen den jugoslawisch - bulgarischen Pakt einzuwenden gehabt, da das itolie- nisch-jugoslawische Verhältnis sich in den letzten Jahren fortlaufend gebessert hat. Es sind neuerdings wieder Bestrebungen im Gange, Rumänien an Italien heranzubringen, nachdem das unselige Wart Titulescus von den „Barbaren" in Genf die a-'Erdings immer ein wenig fragwürdige Freund^ ' aft zwischen beiden Ländern feit 1924 vernichtet hatte. Rumänien möchte natürlich in erster Linie aus rein wirtschaftlichen Erwägungen heraus seine in Italien festgefrorenen Kredite für Oellieferungen auftauen und seine alte Stellung als Oellieferant wieder erringen. Allein nicht umsonst ist jetzt gerade in Triest die größte Erdölraffinerie auf europäischem Boden fertiggestellt worden, um Italien auch in dieser Hinsicht unabhängiger von seinen Lieferanten zu machen. Die Beziehungen zu Jugoslawien waren um so leichter normal zu erhalten, als gleichzeitig die jugoslawisch-ungarischen Beziehungen sich fortlaufend besserten, während umgekehrt das Verhältnis von Budapest zu Bukarest sich erheblich verschlechterte. Bei der engen ungarischen Bindung an Rom bleiben diese Dinge von ausschlaggebender Besucht, die verschieden geäußerten Ansichten miteinander in Einklang zu bringen. Auf die letzte britische Mitteilung hin lagen Antworten von Frankreich und Belgien, aber noch keine von Deutschland und Italien vor. Belgien habe erklärt, es stehe zu seinen vorhandenen Verpflichtungen. Die französische Regierung habe kürzlich erklärt, daß alle französischen Streitkräfte Großbritannien bei einem nicht herausgeforderten Angriff verteidigen würden. Diese Erklärung sei eine Garantie, die Großbritannien nach dem Locarno-Vertrag nicht gehabt habe. London, 24. Febr. (DNB.) Im Oberhaus verdate der oppositionelle Arbeiterparteiler Lord Ar- lild eine Aenderung der britischen Außenpolitik. Nur «nige wenige Völkerbundsenthusiasten setzten ihren anzen Glauben in die Genfer Einrichtung. Auch je kollektive Sicherheit sei nur eine Phrase. He britische Regierung habe England praktisch a u f ! 1 ” - c ~ ~ 1 3 mit Frankreich XDvUUii ------------1 u ~ - punkt allen Handelns ist deshalb die Volksgemeinschaft. Mit diesem Satz begründete der Gauleiter dann die Herausbildung einer neuen Form des gesellschaftlichen Lebens. Fehlten beim ersten Kameradschaftsabend in Darmstadt noch die Opfer der Arbeit, so ist der Kameradenkreis die es Abends nun ergänzt. Im besten Sinne des Wortes sind nun die Repräsentanten des.deutschen Volkes versammelt. Denn sie haben uns durch ihr Opfer ein Leben der Pflichterfüllung äfifaftn deutung. . r ~ m . In Mailand gelang m diesen Tagen die Bereinigung der italienisch-türkischen Beziehungen durch die bevorstehende italienische Unterschrift unter dos Dardanellen-Abkommen von Montreux. Bei der wachsenden Entfremdung zwischen der Türkei und Frankreich einerseits und der Türkei und Sowjet- rußland andererseits, und der gestiegenen militärischen Bedeutung btr Türkei, bahnt das türkisch-italie- Nische Abkommen im Rahmen der von Italien planmäßig betriebenen Annäherung an die arabische Welt eine Konstellation im östlichen Mittelmeer an, die zum mindesten als sehr interessant bezeichnet werden muß. Diese sich abzeichnen, den neuen Linien der Mittelmeerpolitik werden immer wichtiger, je stärker sich Frankreich mit den Ro» Lord Londonderrh lorderl Verständnis für Deutschland ständigung sollte eingeleitet werden, durch eine Konferenz der Mächte, auf der Deutschland die Möglichkeit gegeben würde, seine Ansprüche anzugeben. England solle die Tatsache der Wiederherstellung Deutschlands als Weltmacht frank und frei anerkennen. Die Sicherung des Friedens der nächsten Jahre hänge in hohem Maße von der deutsch-englischen Freundschaft ab. Rückgabe einer deutschen Kolonialflagge Sir Claude Hollis überreichte dem Botschafter von Ribbentrop in den Räumen der Deutschen Botschaft die Flagge, die bis zum Jahre 1916 a u f d e m Regierungsgebäude in Tanga (Deutsch-Ostafrika) geweht hatte. Die Flagge war 1916 in die Hände eines Unteroffiziers der südafrikanischen Armee gelangt, der sie spaterSir Claude Hollis übergab. Botschafter von Ribbentrop nahm die Flagge entgegen und sprach Sir Claude Hollis den Dank der deutschen Regierung aus. Die schlichte Feier war durch die Angl o- GermanFellowship angeregt worden deren Präsident Lord Mount Temple ebenfalls anwesend war. London, 25 Februar. (DNB. Funkspruch.) In einer Versammlung des englischen Dölkerbundsver- bandes erklärte 'der Vorsitzende Lord Motti- tone, daß der Völkerbund die Sanktions- bestimmungen aufgeben müsse, wenn er weiter leben wolle. Es wäre falsch, einen Völkerbund zu unterstützen, der versuche, andere Staaten in der Annahme des Friedens Gewalt aufzuzwingen. Der Lordsiegelbewahrer Lord Halifax erwiderte, daß er mit dieser Auffassung nicht völlig übereinstimme. Es sei richtig, daß die Sanktionsbestimmungen dafür verantwortlich feien, daß der Völkerbund nicht „universal" sei. Nach Ansicht der Regierung könnte die Friedensfront durch ein Sy st em von Regionalpakten außerordentlich gestärkt werden. Ein System der Sanktionen könne den Angreifern klar machen, daß, wenn sie den Frieden stören würden, sie im voraus auf den Scharfe Kritik im englischen Oberhaus am pariser Sowjeipakt W Wilddieb oft M astender fyuÄ f oermutefenM Zeit die UM enden ißeiJ '> ihrer iete wegen knfl tierei für daM e/ s ch, ausM uf ein °te EesüiM rramm. sebruar: >ch. GymnasliM 8.05: ffiettoB ~8.30: Ein $11 Schulfunk. 11:1] • 11-45: SvMM he Musik, 13'1] izirk. 13.15: M : 3m RhythinD Soll und WM Flötenkonzert 1« hen am Rhein M 17.45: Da- Ä muß doch m oten im Mm« rtnortrag der $ I rtberid)ter[tatluM I 'erben? Sin Fu renschule in R inzert. 22: N dem Sendch AF. 22.30: Hl | reiburg: Er ß: Stoskopf. „Italia farä da se.“ Das Imperium Romanum und seine Weltstellunq. SW d Amsterdam, 25. F-br. (DNB. Funkspruch.» Der ehemalig- englische Luftfahrtmmister Lord Londonderry fordert tm „Telegraph , daß England und die Welt endlich den in Versailles gemachten Fehler wieder gutmachen sollten. Man habe geglaubt, Deutschland für ewige Zeiten in der Zwangsjacke von Versailles halten zu können. Zur Zeit der sogen. „Weimarer Verfassung" habe man die berechtigten Forderungen Deutschlands auf dem Gebiete der Abrüstung und der Gleichberechtigung m den Wind geschlagen. Deutschland sei daher gezwungen gewesen, s i ch s e i n R e ch t s e l b st z u n e h m e n. Der Führer habe einem Volk, das unglaublich schweres erleiden mußte, sein Selbstbewußt- sein wiedergegeben, und gelehrt, daß es dieselben Rechte und Ansprüche geltend machen könne, wie jedes andere Volk derWelt. Die Zeit sei gekommen, um die diplomatische Atmosphäre zwischen England und Deutschland von nutzlosen Vorwürfen und Verdächtigungen zu säubern. Di- deutsch-englisch- Verständigung fei bie notocn. diqe Bedingung zu einer allgemeinen Verstandi- gunq zwischen den Staaten Europas. Diese V-r° Englands polilik der Regionalpakte Oie Gefahr der Dölkerbundssanttionen. vorgelebt. ... . n , ,, Der Plan des Gauleiters ist es in Zukunft jedes Jahr einmal einen Teil aller Alten Kämpfer, Kriegsopfer und Arbeitsopfer aus allen Kreisen zu einem Kameradschaftsabend zusammenzurufen. Die Kreise sollen dann danach alle alten Parteigenossen, alle Kriegsopfer und alle Arbeitsopfer versammeln, um damit allen Volks- aenosfen zu zeigen, wie viele Männer ihr Leben hi die opfervolle Pflichterfüllung gestellt haben. Der Gauleiter schloß seine Rede mit den Worten: „So wollen wir immer das bleiben, was wir waren, Vorkämpfer unseres V o l k e s und wie m der Vergangenheit so auch in der Zukunft das Letzte einsetzen für unser Volk und unseren Führer flfhAff AiHorl" UCk.— Mahnungen immer nur an die deutsche 1 Adresse richte, warum sordere man nicht ' Arankreich auf, den Franko-Sowjeipakt zu ändern? Auch weder Moskau noch die Tschechoslowakei würden ausgesordert, etwas zu tun. warum unterlege Eden deutschen Absichten so häufig das Schlimmste und Frankreichs Ab- sichten immer das Beste? So könne man keine europäische Regelung erreichen. Der Franko- Sowjetpakt sei weder mit dem Völkerbund noch mit dem Locarno-Vertrag vereinbar. Eden solle Zrankreich erklären, daß es den Pakt kündigen solle. Das würde eine wirkliche Besserung der deutsch-englischen Beziehungen mit sich bringen und die Aussichten für den Frieden in Westeuropa auf mindestens 50 Jahre sichern. IHan müsse Frankreich und der Tschechoslowakei klar machen, daß sie auf keine britische Hilfe zu rech neu hätten, wenn es wegen dieses Paktes zu einem Konflikt komme. Lord Mount Temple erklärte, Eden würde ait daran tun, der französischen Regierung klar zu machen, daß neun Zehntel des britischen Volkes (ine Liquidierung des Frank o-Sowiet- Paktes wünschen. Obwohl Sowjetrußland so un- :eheuer reich sei, werde nichts getan, damit es >ie 4 00 Millionen Pfund äuruckzahle, !ie es britischen Staatsangehörigen gestohlen habe. Dagegen dulde man die k o m m u n i st i s ch e P r o- :aganda in England, die von der Sowietregie- mng finanziert werde. Warum sollte Großbntan- ften intim mit F r a n k r e i ch und nm r k o r - lekt mit Deutschland sein? Deutschland tue ;enau wie früher sein Bestes, um gute Beziehungen mit anderen Ländern herbeizuführen Der Franko- Sowjetpakt sei nur abgeschlossen worden well Deutschland Abrüstungsangebote gemacht habe. Die Frankreich nicht gefielen. Deutschland sei heute e n tolzes und starkes Volk, das mit l^ermann arft ;utem Fuße zu stehen wünsche 65 W bur^ ' eine Abrüstungsvorschläge bewiesen, daß es mcht -ine Armee unterhalten wolle, die eine Gefahr für > andere sei. Wenn England Deutschland weiterhin »ehandele wie in der Vergangenheit, werde der Friedensoertrag von Deutschland hmweggefegt werden. Nicht Deutschland würde dann einen neuen Krieg hervorgerufen haben, sondern die Macht, die Deutschland nicht so behandelt hatten, wie es Ufas verdiene. , „ Lord Plymouth (Unterftaatsfetretär im Außenministerium) Job hervor, daß die von den Rednern vorgebrach- ’ : en Gesichtspunkte von falschen Voraussetzungen l msgingen. Er glaube, baß die Politik der Nehrung sehr viel stärker der traditionellen Linie folge und sehr mel mehr mit der mter nationalen Lage in Einklang stehe A die PolM Lord Arnolds. England könne die Gefahren mcht beseitigen, indem es den Kopf m den Sand eto. Man mühe sich daran erinnern, daß die britischen 3n|eln in nächster Nähe -me- außer st | unaereaelten" Europa lagen. Großbritan- | ni-n versorge ich jetzt mit einer Rüstung, di- em-r I Bcrantroortung in Europa entsprech- Die britisch- I Regierung habe die Pflicht auszurust-n nichtnur I um Englands eigene Küste zu v-rterd.g-n, sondern I auch Großbritannien in den Stand zu setzen, feme | 8-?psIichtungen im Kollektivsystem -rsM-v. Da- I 'neifce aber nickt daß die bnti che Regierung oie MüsLpolM aufgegeben habe Sie wer e aber I mit ihrer Ausrüstung solange fortfahren, bis der I Dölk-rbund der Welt ein Abkommen über tue fier- I -lbs-tzung der Rüstungen beschlossen hatte. G-g-n- I unartig müssen die Regierungen -men Rüstung-. I Waffenstillstand ablehnen. Mali- Die Isolierung sei niemalsd" ^düion-lle P l f Englands aewesen. Die britischen Garantien iur I Belgien und Frankreich hätten keine neue Lage ge- I (schassen, sondern seien der britische B^ag ^ur I W-sriedung Europas zur Zeit des L | ttraoes aeroeien. Großbritannien glaube, daß oer iFri-d-n Westeuropas am besten durch 8^'jJ ® | Garantien nach dem Muster des LocammBerlrag ig-!ich-rt werden könne. Gegenwärtig werde per, l^teils fall l5" °« (SteiF J Kj.M- man Qu; J11 'undfai^! ~U(98I1Qu »M ^n9ft Dor bj ®Qren. Er!,! es. den M Grmift[unneJ °uer GinnS j« — ch, sowie' nn Militärbündnis mcht 4 s-'c* '**-'■ irstgelegt, ohne daß das britische Volk befragt e'crden sei. Er glaube nicht, daß sich hierfür eine Ikchrheit in Großbritannien finden würde. Es sei ächste Zett, daß sich England von den Streitigkeiten uf dem Festlande zurückziehe. Die überwältigende siafse des britischen Volkes habe nicht im geringsten in Wunsch, wieder gegen Deutschland zu impfen. Es wäre das größte Verbrechen in der Geschichte, wenn diese beiden großen Nationen ihre sagend gegeneinander ins Feld ziehen und sich ge- pnseitig umbringen ließen. Deutschlands berechtig- Gn Einwendungen gegen den Franko- iowjetpakt müsse Rechnung getragen werden. Ran müsse sich in die Lage Deutschlands versetzen. Senn Deutschland eine europäische Regelung nicht liinehmen wolle, die Sowjetrußland umfasse, so -püsse man das klar erkennen. Arnold fragte dann, weshalb Eden feine Er- Wir können dieses Leitziel der italienischen Poli- tik, das sich in dem Satze »Italia farä üa se" ausdrückt, nicht ohne weiteres ins Deutsche übersetzen. Wir können aber ungefähr sagen, daß dieses Ziel heute durch Mussolini nach dem erfolgreichen Abessinien-Krieg ungefähr erreicht ist: Italien Großmacht aus eigener Krast. Das Land hat unter dem entschlossenen Einsatz seiner gesamten geballten Kraft in einem selten günstigen Augenblick der europäischen Konstellation seinen Gang gegen die erste Seemacht der Welt gewagt und gewonnen. Heute geht Mussolini daran, die Früchte seines Wagemuts und der Opserfreudlg- keit der Nation zu sammeln. Wie jedes andere Land hat auch Italien roirt- schaftlich und finanziell an den Folgen des gewaltigen Kräfteaufwandes für sein äthiopisches Unternehmen zu leiden. Die Staatsfinanzen sind aufs äußerste angespannt, die Steuern nicht mehr zu steigern: auf der anderen Seite aber kennt Italien kaum Arbeitslosigkeit, und der Lebensstandard der breiten Massen ist nicht gesunken. Mag auch der Weinkonsum von 126 Liter auf 80 pro Kops der Bevölkerung gesunken sein, wobei die Abstinenzbewegung unter der Jugend keine geringe Rolle spielt, mag auch die Regenkatastrophe des Frühjahrs 1936 eine Mißernte erzeugt haben, die einen. Zuschuhbedarf von zwei Millionen Tonnen Weizen aus dem Ausland erforderlich macht, so täuschen doch diese Dinge nicht über die neu errungene, alles andere überschattende Stellung inmitten der Großmächte hinweg. Auch der vergessenste Mann aus : Unteritalien fühlt heute den ungeheuren Zuwachs : an Selbstbewuhtsein, Selbstvertrauen und äußerem : Ansehen, den Italien in den letzten beiden Jahren . gewonnen hat. Daraus allein entspringen dem i Lande neue Quellen der Kraft und der Expansion, Großbritannien O'hade mcht nur kn Westeuropa"! wichtiges Element für die Herstellung der allge- sondern in der ganzen Welt Interessen. Groß-1 meinen Sicherheit m der Welt sein. o-«-rveR \tnmer r;Ä ^*4 Ai n toi $4 Mi besetzt ' britannien sei Mitglied des Völkerbundes. Man könne daher nicht die Möglichkeit ausschließen, daß Großbritannien dem Opfer eines Angriffes zu Hilfe eile, wenn nach feiner Ansicht dies gemäß der Dölkerdundssatzungen angemessen sei, obwohl keine automatische Verpflichtung dazu für Großbritannien bestehe. England halte am Völkerbund unbedingt sest. Der Völkerbund stehe dafür ein, daß ein Unterschied zwischen einem Angreifer und seinem Opfer gemacht werde. Regionalpakte würden mit der Völkerbundssatzung vereinbar und ein die nicht unterschätzt werden dürfen. Die italienische H a n d e l s o e r t r a g s p o1111k liquidierte im Laufe des Jahres 1936 den Zustand völliger Anarchie, der durch die Sanktionsbeschlufse des Völkerbundes erzeugt worden war. Italien dachte nicht daran, ohne weiteres die früheren Handelsverträge wieder in Kraft zu setzen. Es hat seinen Sieg auch in handelspolitischer Beziehung kräftig ausgenutzt. Ein Musterbeispiel dafür war der italienisch-englische Handelsvertrag, in dem die Engländer erhebliche Konzessionen machen mußten und ihre Vorrangstellung als Kohlenlieferanten verloren. Auch andere Lander, wie z. B. Rumänien, haben spüren müssen, wie sich das siegreiche Land für gewisse Unfreundlichkeiten in Genf zu revanchieren verstand, während umgekehrt mit vielen anderen Ländern die Bande enger geschlungen werden konnten und sich Italien in Form von Handelsabschlüssen für die Neutralität in der Zeit der Sanktionen erkenntlich erwies. Mag es auch Mussolini nicht gelungen sein, die Kriegsschuldenfrage mit Amerika zu losen und in den Besitz der erstrebten großen Anleihen in London zu gelangen, so ist doch die Beteiligung des ausländischen Kapitals an der Erschließung Abessiniens gesichert worden. lr n Erstes Blatt 181. Jahrgang Donnerstag, 25.8-drnar Mr Ä Ä Annahme von Anzeigen ter|d)eim täglich, augei A W für die Mittagsnummer Sonntags and Fe,ertag» ▲ A A bis8'/.Uhr des Vormittags M Giekener Anzeiger sZ von ernzelnen Nummern Stellen-, Vereins., gemein- General-Anzeiger für Oberheffen ßWW richten Anzeiger Gießen V W 1 • behördliche Anzeigen 6Rpf. s,antfM°rttta*n 11686 Dru* und Verlag: vrühl'iche Unwersttäts-Vllch. und Steindruckeret «.Lange in Stehen. Schrfstlettung und Gefchäslrftelle: Schulftratze 7 M-ng-nabschiüsj-swff-is ru Frankfurt a. M. heit, die hier und da im gesellsHastllchen Leben nr - flcr die Alte Garde der noch wirksam sind, werden allmählich absterben, ^nmnh'r des Weltkrieges und Unser eigenes Leben ist einzig beherrscht durch die fTLm Gemeinschafts- Weltanschauung hatte Gauleiter Sprenger Partei, die alten Kampfer „ die Opfer der Arbeit zu einem G e m e i n s ch a s. . abend versammelt um ewige ungezwungene fr h Stunden im Beisein des Gauleiters, des Kr^isleiters und des Kommandieren- d-n G-n-rals d-s XII. Armeekorps Kr-b von Kressenstein zu verleben. Aus dem gleichen Erleben -roab sich da- gute V-rständm- sur -mond-r. Keinerlei Förmlichkeit störte den herzlichen Ton dieser Veranstaltung einer großen Kameradschaft. Diese Grundstimmung des Abends wurde dann auch durch di- B-grüßung-worte d- K,‘ U Ä-SSS,. ™ b- aus der Volksgemeinscha ft he r au s zu aeftalten Eine Revolution bringt selbstoerstandlich auch Aenderunaen des Gesellschaftslebens mit sich. Das gilt in besonderem Maße auch für die naho- nnnnimliftifche Revolution. „Wir stammen alle nock^aus einer Zeft, in der das gesellschaftliche Leben ein Spiegelbild der Z^E^Heit des deut- scken Volkes war", führte der ©a ul eiter aus. Mü ber Machtübernahme des Nationalsozlalismus muß e kussion. Doch auch die Ueberreste einer Vergangen- ten in Spanien identifiziert. Die bewußte Bevorzugung des islamitischen Elementes in Abessinien, die planmäßige Kulturpropaganda der Italiener im Islam Vorderasiens sind für die französische Politik Faktoren, an denen nicht ohne weiteres vorbeigegangen werden kann, da Frankreich erst infolge des Wahlrechtstreites in Algerien, der Judenfrage in Nordafrika und in Palästina mit wachsenden Schwierigkeiten seiner Verwaltung in den islamitischen Kolonien zu kämpfen hat. Die Politik Mussolinis gleicht in vieler Einsicht der Bismarcks nach den gewonnenen Kriegen. Sie ist ausschließlich auf die Sicherung der gewonnenen Stellung und die Erschließung Abessiniens eingestellt. Eine Politik, die aber jetzt erst recht sich einen kräftigen Unterbau durch die Betonung der italienischen Kulturmission schafft. Die kommende Weltausstellung in Rom wird davon auch sicherlich nach außen hin machtvoll Zeugnis geben. Dr. Vo. Oie deutsche Volksgruppe in Polen. Staatsbürgerpflichten undBolkstumsrechte Posen, 24. Febr. (DNB.) Um das Verhältnis der deutschen Volksgruppe zum polnischen Staat noch einmal eindeutig festzustellen, hat Senator Wiesner, der Landesleiter der I u n g - deutschen Partei für Polen, eine durch Oberschlesien, Posen und Pommerellen führende Versammlungswelle veranstaltet, an der insgesamt über 1OOOO Deutsche aus allen Teilen der Bevölkerung lebhaften Anteil genommen haben. Senator Wiesner stellte in den Mittelpunkt seiner Rede nachfolgende sechs programmatische Punkte: 1. Wir bekennen uns zu dem Grundsatz, daß das polnische Volk das Staatsvolk ist und allein das Recht hat, diesen Staat nach seinen Lebensnotwendigkeiten zu ordnen und zu bauen. 2. Wir bekennen, daß unser völktsches Leben nur nach deutschen Grundsätzen und nach unserer Weltanschauung eingerichtet werden kann. 3. Als ehrliche und aufrichtige Staatsbürger wollen wir am Aufbau des Staates mit allen unseren Kräften mitarbeiten und uns für ihn einsetzen. 4. Wir erklären, daß wir sowohl treue Bürger des Staates als auch ebenso treue Glieder unseres Volkes sind; das ist mit- einander vereinbar und geboten. 5. In unserer Arbeit stehen wir auf dem Boden der Gesetze. Wir sind restlos von allen Faktoren, die außerhalb des Staates sind, unabhängig und wollen unser Leben formen nur nach dem in diesem Staat gegebenen Möglichkeiten. 6. Als Ausländsdeutsche fühlen wir uns a l s Brüder des gesamten deutschen Volkes. Wir geben dem Staat, was des Staates ist, wollen ihn auf allen Arbeitsgebieten unterstützen, soweit uns die Möglichkeit dazu gegeben wird. — Aber unser heiligstes Gut, unser deutsches Volkstum, können wir nicht wegwerfen. Diese Thesen sind der Ausdruck des lebendigen Willens und der politischen Anschauungsweise des gesamten Deutschtums in Polen ohne Unterschied der Partei oder Standeszugehörigkeit. Das Beamtenverhältnis der Lehrer. Berlin, 24. Febr. (DRV.) Das deutsche Be- vmtengesetz hat durch die Zusammenfassung des gesamten Beamtenrechts auch für das Beamte n v e r h ä l t n i s der Lehrer einheitliches und übersichtliches Recht geschaffen. Die bisher für sie geltenden beamtenrechtlichen Vorschriften waren über die verschiedensten Gesetze verstreut und in fast jedem Lande unterschiedlich gestaltet. An die Stelle aller dieser Sonderoorschrif- ten treten nunmehr im ganzen Reichsgebiet die für sämtliche Lehrer ausnahmslos geltenden grundsätzlichen Bestimmungen des deutschen Beamtengesetzes, mag es sich um Beginn und Beendigung des Beamtenverhältnisses, Pflichten und Rechte der Beamten, die Versorgung oder die sonst in dem Gesetz geregelten Rechtsverhältnisse handeln. Die infolge der geschichtlichen Entwicklung und der Eigenart des deutschen Schulwesens bisher vielfach unklare und lückenhafte Einbeziehung des Lherers in den Beamtenkörper ist damit eindeutig vollzogen. Bankenkrise in Daressalam. Der Besuch des mohamedanischen Führers Aga Khan in Tanganjika hat zu einem Finanzskandal geführt. Der Inder Ismail Hasmani, der Aga Khan während feiner ostafrikanischen Rundreise großartig bewirtete, hat sich als Bankbetrüger entpuppt und ist spurlos verschwunden. Alle Banken in Daressalam haben vorläufig ihre Zahlungen e i n g e st e l l t. Die Behörden haben Flugzeuge und Kraftwagenpatrouillen eingesetzt, um den Betrüger zu finden. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister des Auswärtigen und Freifrau von Neurath trafen am Donnerstagfrüh von ihrem zweitägigen Besuch in Wien wieder in der Reichshauptstadt ein. Zu ihrer Begrüßung war u. a. anwesend der stellvertretende Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Ministerialdirektor Dr. Dieckhoff. * Durch einen königlichen Beschluß sind die holländischen National färben Rot-weißblau. Zahlreiche Holländer wünschten als National- farben die historischen Farben Orange-weiß-hell- blau. Sie beherrschte an nationalen Festtagen die Straßen der Städte. * Wie die „Times" aus Gibraltar meldet, ist Don Federico Domingo, ein Bruder des früheren Ministers Domingo, in Barcelona erschos- f e n worden, da man in seinem Hause religiöse Bilder fand. * Die auf Grund der neuen indischen Verfassung durchgeführten Wahlen für die Provinzialparlamente zeigen fast überall eine klare Ueberlegenheit d e r nationalistischen Bewegung. Die Kongreßpartei lehnt die neue Verfassung ab und strebt die politische Unabhängigkeit Indiens an. Obwohl noch nicht alle Wahlergebnisse bekannt sind, hat sie bereits 59 von insgesamt 112 Parlamentssitzen erhalten. * Der französische Luftfahrtminister Pierre C o t und Unterstaatssekretär Lagrange, die in den französischen Alpen infolge des Niedergehens einer großen Schneelawine in dem kleinen Bergort Val d'Iföre eingeschlossen waren, haben am Dienstag mit vier ihrer Begleiter auf Skiern den Abstieg angetreten. Sie sind wohlbehalten in Tignes eingetroffen und beabsichtigen, sich auf Skiern bis nach Bourg zu begeben. Oer Führer spricht zu seinen ältesten Mitkämpfern. Oie Feier der Parteigründung im Münchener Hofbräubaus mit Aus studentischer Kameradschafi soll die Lebensgemeinschast werden Staatsminister Dr. Wacker, Ches des Amtes für Wissenschaft im Reichs- und preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, führt zu diesem Erlaß u. a. ausr ) einwandfreien und wissen- . . , , M , )igen Menschen erzogen werden. Durch den Sportbetrieb, durch das Fechten, durch die musische Erziehung, durch die weltanschauliche Schulung, durch das gesamte gemeinsame Erleben in der Kameradschaft formt sich ein neuer studentischer Lebensstil. Von diesem her werden die Aufgaben an der Hochschule in Angriff genommen. Die Aufgabe der Kameradschaften muß aber fein, die Studenten z u einem inneren Verhältnis zur Hochschule und damit zur Wissenschaft zu bringen. Der Erlaß des Reichserziehungsministeriums schafft die Grundlagen: In Zukunft wird jeder Student die ersten drei Semester seines Studiums an derselben Hochschule (Stammhochschule) verbleiben. Dadurch wird sich jeder Student seiner Man wird vielfach einwenden, daß durch diesen Erlaß die wissenschaftliche Freizügig' keil aufgehoben wird. Das ist nicht der Fak. Durch die Kameradschaftsarbeit der ersten drei St'z mester erwirbt sich der Student die Haltung, die ihn erst zu nationalsozialistischer Wissenschaftsarbeit fähig macht. sozialistische S t u r m s ch a r ihren Geburtstag be< gehen. Die SA. -Gruppe Hochlanö beging den Geburtstag der braunen Sturmscharen in Form einer Führertagung. Stabschef Lutze erinnerte an den denkwürdigen Tag, um dann den SA.- Führern ihre Pflichten, auch hinsichtlich des Füh- rernachwuchfes, aufzuzeigen. Der SA.-Führer mufft vor allem der geistige Führer fein, der unfeinen Männern echte Nationalsozialisten mache. Die SA. und ihr Führer seien nicht Selbstzweck. Sie müßten als die gläubigsten Nationalsozialisten die Herzen des ganzen Volkes gewinnen, denn einen Staat könne man nur erhalten, wenn man die Herzen des Volkes für diesen Staat erobere. Die SA.-Führer müßten an si ch s e l b st arbeiten, damit sie fest wie eilte granitene Mauer stünden und auch ihre SA.-Mön- ner so fest machen könnten. Jeder SA.-Mann uni) jeder SA.-Führer habe immer uneigennützig den Führer zur Verfügung «zu stehen. „Für alle Zeiten dürfe es in Deutschland nur einen Glauben geben, einen Willen und einen Führer." Zu dem Erlaß über die Stammhochschule schreibt der Reichsstudentenführer Dr. G. A. Scheel in der NSK. u. a.: Führer über die gläubige Jugend der National, sozialistifchen Partei, die jung blieb, weil sie i m. mer neue Aufgaben z u erfüllen habe. Sein Appell an die alten Parteigenossen, über allem die fanatischen Verfechter unserer neuen Ziel, setzung und unentwegte Träger des Glaubens an die deutsche Zukunft zu sein, fand einen minutenlangen stürmischen Widerhall. Die Rede des Führers fand ihren machtvollen! Ausklang in feinem Glaubensbekenntnis an Deutschland, an unser Volk und av unseren Herrgott. Ergriffen von der Größ« dieses Augenblicks waren die Männer der Alten Garde von ihren Plätzen gesprungen, und minutenlang jubelten sie dem Führer zu. Als der Führer dann mit dem alten Schlachtruf, dem Hei! aui Deutschland und die Nationalsozialistische Bewegunc schloß, brauste ihm ein donnerndes Echo entgegen. Einem heiligen Gelöbnis gleich, wie ein Schwur der Treue klingen die nationalen Lieder auf. Dann strecken sich wieder 20Ö0 Arme dem Führer entgegen, und wieder muß der Führer viele Hand« alter ergrauter Kameraden drücken. Nur mühsam kann sich Adolf Hitler den Weg zum Ausgang bahnen. Die Männer und Frauen, die weiter rückwärts faßen, stehen jetzt auf den Stühlen, auf den Tischen und jubeln ihrem Führer zu. Als dann bei Führer mit seiner Begleitung und dem Führer- korps der Partei seinen Wagen besteigt, begleiten ihn noch einmal stürmische Heil-Rufe der Kopf ar Kopf stehenden Menschen auf feiner nächtlicher Fahrt durch die Hauptstadt der Bewegung. Führertagung der SV -Gruppe Hochland. M ü n ch e n , 24. Febr. (DNB.) Gleichzeitig ..... der Partei kann am 24. Februar auch die national- Berlin, 24. Febr. (DNB.) Reichserziehungsminister Rust hat angeordnet, daß jeder Student und jebe Studentin, die sich vom kommenden Sommerfemester ab erstmalig an einer deutschen Hochschule einschreiben läßt, verpflichtet ist, in den ersten drei Studienfemestern an dieser Hochschule, der Stamm-Hochschule, zu verbleiben. Damit soll dem Reichsstudentenführer die Möglichkeit gegeben werden, die ihm vom Reichserziehungsminister und dem Stellvertreter des Führers übertragenen Aufgaben der politischen und weltanschaulichen Erziehung und Schulung aller deutschen Studenten zu erfüllen. Gleichzeitig soll eine engere persönliche Bindung jedes Studenten an seine erste Hochschule, seine Stamm-Hochschule, erreicht werden. Diese Regelung findet keine Anwendung auf die Studenten der Philologie, die nach zwei- ferne ft rigem Studium an einer Hochschule für Lehrerbildung sich bei einer Universität einschreiben lassen, sowie auf diejenigen Studenten, die mit Genehmigung des Reichsstudentenführers während der ersten drei Semester ein Auslandsstudium durchführen. Für die Studenten der zweiten und dritten Semester, die ihr Studium bereits begonnen haben, besteht kein Zwang zum Verbleib an der gewählten Hochschule. Auch ihnen wird jedoch empfohlen, gleichfalls insgesamt drei Semester an der Hochschule zu verbleiben, in der sie im ersten oder zweiten Semester eingeschrieben waren. Anträge auf Genehmigung eines Hochschulwechsels sind spätestens zwei Wochen vor dem Beginn der Vorlesungen des neuen Semesters mit Begründung und Unterlagen dem Rektor der Stamm- Hochschule vorzulegen. Dadurch, daß an den Hochschulen mit Höch st Ziffern der Anteil der Studenten der ersten drei Semester 25 v. H. der Höchstziffer nicht überschreiten darf, soll verhindert werden, daß ein unerwünschter Zugang junger Semester 3 u den Großstadt - und Heimathochschulen eintritt. Damit soll erreicht werden, daß gerade auch die mittleren und kleinen Hochschulen bevorzugt von den Studenten der ersten Semester besucht werden. Es ist Vorsorge getroffen, daß besondere Verhältnisse berücksichtigt werden können. Es wird die Erwartung ausgesprochen, daß die Studenten während der ersten Semester bevorzugt die Grenzlandhochschulen besuchen. Studenten, die sich die Unioerfität Königsberg, Universität und Technische Hochschule Breslau, Handelshochschule Königberg sowie die technischen Hochschulen Aachen und Karlsruhe als Stamm-Hochschule gewählt haben, können schon nach zwei Semestern ihr Studium an einer anderen Hochschule des Reiches fortsetzen. Drei Semester Studium an der„Stamm-Hochschule" Ein Erlaß des Reichserziehungsministers fördert die kleinen Universitäten und Grenzlandhochschulen. Hochschule viel fester verbunden füM> als bisher. Sie bedeutet für ihn nicht mehr eine Einrichtung, an der er nur feine Examina ablegt, sondern der Begriff der Hochschule wird für ifa I etwas Besonderes bedeuten. Er gehört außerdem | nunmehr drei Semester derselben Karner ad'I schäft an und wird in diesem Zeitraum mit i^rj so verwachsen, daß sie für ihn über das Studium r hinaus zur Lebensgemeinschaft wird. Wik» kennen hier das Beispiel der ehemaligen» Verbindungen, welche für ihre Mitglieds ebenfalls einen mehrsemestrigen Hochschuloerbleib zur Pflicht machten. Für die studentische Erziehung i't dieser Erlaß eine unbedingte Notwendigkeit, ÖJ durch ihn eine sichere und beständigere Grundlage aegeben wird und die Arbeit auf lange Sicht ii Angriff genommen werden kann. 6$ fee hu* s ° M- Kn ft Ser ?tN y-tbit Js Grundlagen jeglicher Erziehungsarbeit sind d i e studentischen Kameradschaften, an die sich organisch die Facherziehung anschließt. In ihnen sollen die Studenten zu den weltanschaulich zuverlässigen, charakterlich schaftlich leistungsfäy! Persönlichkeit von weit größerer männlicher ®e- reiftheit, als man dies aus früheren Zeiten gewohnt sein konnte. Der Student soll sich freuen auf die Zeit, wo er kraft eigener Willensentscheidung fein Leben felbft z u ge ft alten beginnt durch die Wahl feines künftigen Berufes. Aber nur im Rahmen der Gemeinschaft ist auch die studentische Freiheit gerechtfertigt. Der Typ des Studenten, der sich nirgends anschloß, nirgends festen Fuß faßte, von einer Hochschule zur anderen wechselte, je nachdem, ob er im Semester baden oder schi- laufen, segeln oder wandern wollte, jener Typ de; „F r ei st u d e n t e n" ist für unsere heutige Entwicklung nicht mehr annehmbar. Diese Regelung wird auch wesentliche Gewinne für die Hochschulen s e l b st mit sich bringen. Gerade die mittleren und kleineren Hochschulen haben bisher durch die häufigen Wechsel ihrer Studentenzahl Schwankungen durchgemacht, - die für den Unterrichtsbetrieb oft nachteilige Auswirkungen zeigten. Es ist dafür gesorgt, daß durch die Einführung der Stamm-Hochschule die Großstadt- und Heimat-Hochschulen der Studenten feinen | übermäßigen Andrang erfahren, sondern daß gerade die Studenten der ersten Semester bevor«! zugt an den kleinen und mittleren Hochschulen studieren. Selbstverständlich wir) es immer Ausnahmefälle geben müssen, bei denen von der allgemeinen Regelung abgesehen werden muß. Sie gewährleisten, daß ein Wechsel des Hochschulortes ermöglicht werden kann, wenn dies ans dringenden Gründen geboten erscheint. E fe 5^ i U111 1 unb«" Ägirn» Ü’SnbiinS6 !*% « I *** SS Ls < irüd» S-* AÄ Ksk hi* s'SF isber trüben iein, das, ®ie Wer BMun. Mdenishume- Sehr schnell tu das „Wund jnft machte, M Pl°tz ma ^ung der et m Nachmittag lichenHelunse ÜlenBergkup es heute die schönste Erinnerung ihres Lebens bedeutet, daß sie dabei waren. Um Sie, mein Führer, sind Männer, deren größter Stolz es ist, daß sie Ihre alten Mitkämpfer sind aus den schweren Jahren, Mitkämpfer aus dem Jahre 1923, und Mitkämpfer aus den ganz schweren Stunden der Bewegung, da Sie es zum ersten Male versuchten, deutsches Schicksal zu wenden. Der höchste Stolz für alle diese Parteigenossen und Parteigenossinnen ist es, dieses kleine goldene Ehrenzeichen und den Blutorden tragen zu dürfen. Es ist ihre höchste und schönste Freude, daß Sie zu ihnen sprechen werden wie einst inmitten von ihnen. (Stürmische Zustimmung.) DerFührersprichtzurAltenGarde Jetzt betritt der Führer das Podium. Sein Blick geht über die Reihen derer, die ihm 17 Jahre lang ihre Liebe und Treue bekundet haben, er kennt sie alle, seine alten Kameraden, er, der ihnen damals vor 17 Jahren nichts geben konnte als eine heilige Idee, und die ihm nichts schenken konnten als ihre Herzen voll glühender Hingabe. Nur allmählich verebben die Heil-Rufe. — Dann spricht der Führer. Gebannt lauschten die Männer der Alten Garde der NSDAP, und die treuen Mitkämpferinnen der ersten Jahre den Worten des Führers, als sie an die große Zeit des Kampfes erinnerte, wo nur ganz fanatische Naturen und fanatische Seelen sich zur nationalsozialistischen Bewegung bekennen konnten. Die sarkastischen Worte, in denen der Führer mit den ewig Kleingläubigen abrechnete, denen damals das große Programm und die großen Prophezeiungen als Wahnsinn erschienen, riefen bei den alten Kämpfern eine befreiende Heiterkeit hervor. Als der Führer die alten Parteigenossen zu Zeugen aufrief und an sie die Frage richtete: „War die Größe jener Prophezei- hungen berechtigt?", da antworteten ihm die 2000 Teilnehmer an dieser historischen Stunde wie aus einem Munde mit brausenden Heil-Rufen und begeistertem Beifall. Sie bestätigten damit die Worte des Führers: „Was wir damals versprochen haben, das haben wir eingelöst!" Mit der gleichen Begeisterung folgten die alten Mitkämpfer den Worten des Führers, als er nach einem kurzen Rückblick ihnen das heute Erreichte schilderte und mit Stolz feststellte: „W i r sind heute wieder eine Weltmacht geworden!" Dem Bekenntnis zur deutschen Starke, zur Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung folgte das Bekenntnis zum Frieden, das von den Parteigenossen mit gleich starkem Beifall stürmisch aufgenommen wurde. Als dann der Führer die großen Zukunftsaufgaben der deutschen Politik, insbesondere den Dierjahresplan erörterte, folgten die Massen diesen wegweisenden Erklärungen mit derselben Gläubigkeit und Begeisterung, mit der viele von ihnen einst vor 17 Jahren seine ersten programmatischen Erklärungen ausgenommen hatten. In mitreißenden Worten sprach der München, 24. Febr. (DNB.) Der 24. Februar ist der Tag, an dem vor 17 Jahren Adolf Hitler im Hofbräuhaussaal mit der Verkündung des Programmes der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei zum ersten Male ins Volk gegangen ist. Es ist Ueberlieferung, daß an diesem Tag der Erinnerung der Führer unter seiner alten Garde weilt. Der Festsaal des Hofbräuhauses zeigt wie vor 17 Jahren keinen Schmuck, lieber 2000 Kampfgenossen warten auf den Führer. Es sind nur d i e ältesten Parteigenos- s e n anwesend, die Träger des Blutordens, die Träger des goldenen Ehrenzeichens, die Sterneckergruppe, und der Stoßtrupp Hitler mit seinem Führer SA.-Brigadeführer Berchtold. Die meisten tragen das schlichte Braunhemd, viele auch den Waffenrock. Markante Gesichter sieht man: Reichsleiter, Minister, Obergruppenführer und Gruppenführer, Soldaten und Offiziere der Wehrmacht, die aus der Bewegung gekommen sind, Weggenossen des Führers aus vielen Gauen des Reiches. Neben den bekannten Persönlichkeiten aus Partei und Staat sitzen die unbekannten Parteigenossen und -genossinnen, die als einfache SA.-Männer, als Block- und Zellenleiter, als NS.-Schwestern heute wie damals ihren Dienst tun, unermüdlich und unverdrossen für Volk und Führer. Feierliches Schweigen unterbricht die Gespräche. Die 2000 haben sich erhoben und grüßen die Fahne die getränkt ist mit dem Blut der 16 Märtyrer vom 9. November 1923. Sturmbannführer Srimmin- g e r trägt sie in den Saal. Hinter der Rednertribüne bekommt sie ihren Platz. Stehend erwarten die Massen den Führer. Jetzt dröhnt der Badenweiler Marsch durch den Saal. Ein Meer von Armen reckt sich dem Führer entgegen und bann bricht ein Sturm jubelnder Begeisterung los. Der Führer hat den Saal betreten. Langsam und nach allen Seiten grüßend schreitet er durch die Reihen seiner Getreuen. In einem Sturm des Jubels kommt die grenzenlose Liebe und Treue der alten Garde zum Ausdruck, die glücklich und stolz ist, ihren Führer wieder in ihrer Mitte zu haben, und die dem Führer aufs neue bekundet, daß er und feine Getreuen eins find und eins bleiben wollen. Adolf Hitler muß viele Hände schütteln, bis er zu seinem Platz kommt. Der Badenweiler Marsch ist vorüber. Langsam legt sich der Jubel. 0er Stellvertreter des Führers ZRuöolf Heß spricht. Er führte u. a. folgendes aus: Mein Führer! Zum 17. Male jährt sich heute der Tag, da Sie Ihrer Kampfbewegung die geistigen und programmatischen Grundlagen gaben für den Kampf, der in einer Schnelle, in einer Schönheit und in einem Ausmaß, wie es niemand von uns damals zu hoffen gewagt hatte, z u m S i e ge geführt hat. Um Sie, mein Führer, sind Männer und Frauen, von denen viele damals bei der historischen Kundgebung dabei waren und für die Diese Anordnung verfolgt zwei Ziele: einmal soll eine engere Bindung des Studenten an seine erste Hochschule (Stamm-Hochschule) erreicht werden, die ihm für seine ganze weitere berufliche Entwicklung erhalten bleibt. Ein solcher Zusammen- hana konnte naturgemäß nie eintreten, wenn der Student in den ersten Semestern von Hochschule zu Hochschule zieht. Ein derartig häusiger Wechsel ermöglichte insbesondere den Studenten eine engere Befassung mit dem deutschen Raum, mit Landschaft und Volkstum feines Hochschulgebietes nicht. Wenn heute dem Reichsstudentenführer die Aufgabe der politischen und weltanschaulichen Schulung der gesamten Studentenschaft gestellt ist, wenn er die neue studentische Gemeinschaft bilden soll, so kann er diese Aufgabe nur bann lösen, wenn ihm auch die rein zeitlichen Voraussetzungen zur Verfügung stehen. Dazu gehört insbesondere ein längeres Studium an der ersten Hochschule. Hier soll der Student sich in der k a - m e r a d s ch a f 11 i ch e n Zusammenarbeit der Mannsckaft bewähren. Es ist selbstverständlich, daß jene Kameradschaft Zeit braucht, um sich wirklich zu entwickeln und um im einzelnen das Gemeinschaftsgefühl und den Gemeinschaftswillen ausreifen lassen zu können. Diese Regelung soll weder eine Kasernierung der Studenten, noch eine fo nötige un- sachgemäße Beschränkung der Freiheit herbeiführen. Der Student hat den Arbeitsdienst und den Wehrdienst hinter sich und erscheint an Deutschlands hohen Schulen als eine iV" Empfanc deutschen Land- Spannung unt Wände aufs allseitige Beda ©erben konnte, oon Barranqui orieren in den ständig weher Fehlen geeign Assertiese ni gehendes Schi übel den zeit» der recht gute in Kauf neh: stellung von I bische gluggefe der deutschen J Mich erleichte eine besondere, Die Stadt Ba 'nen erftaunlid ine der schär Henstädte de° chhnt in die i nünbung, mit s umgebenen Bill km großzügig < Ach wenn mc | Baumwollfelder Kund K _ . rabo ein I ®rün, in bas I Häuser der Eu I Müde des I Weinsügen. I mN einem hü Prachtbau bes R und fonftii Man o Mbbliik über *l*Hen Ren und Re, ’m Sonnenlicht' Mena, ber feir Walzt. Mit il Ruilla die b Wige Laue £ Wasserst, * als ha U? 3°hren 2uJUn9 verl Mbem Osten "S. SW ? $QrrQnqui! taTDon Pue versande große S-Col-mb trti, Ne" n chlaH. gleichzeitig J "Z ^e ntti ®ebur‘5tQ8 Lland N, ^iurmscharxn' hef Lutzes u dann den & iKtlich des U ^l-'Führer m? e r jein, der vMlisten mü ^icht 6elbli: bigsten Nation nzen Voll! könne man g , des Volkes ü ihrer müßten o: sie fest wie eir. h ihre SAM ' SA.-Mann neigennühig ba - „Für alle K- r einen Tlaudn Führer." JM|,S 1^56 einen ’Sg Boi, 11 d ! ö°n bA ' iner n, unh 1 \ Als beM bemÄ 1 "der S W«7 rer t>iele st; Jut mir-, L?Usw«t; Mer 8$; 7"। Regung. ’ j männlicher 0i; n Seiten geroobri ch fteuen auf b:1 entjcheidung (tii beginnt durch I Aber nur ; t ist auch dies )er Typ des £ ß, nirgends fefr zur anderen v- er baden oder p [te, jener Typ jj ijere heutige 81' ejentliche TeM ift mit sich inb kleines e häufigen W igen durchgeh ft nachteilige «e gesorgt, daß chschule die A r Studenten W- sondern daß - S-m-st-rd-', nd mittlei^ ^rftänbM® muffen, b« <* abgefefjen »«* »-chf-l1“*: jn, wenn b«s« cheint. en. ■r6“Ä^ m «52>» 1,4 er i WflH stzs li* 'ritenm| V1S0-2OT Neue Bücher zur Politik und Geschichte tionsplan das lensbildung gens der £)$)• nimmt. Am schönsten ist auch hier die Helle Freude unserer Landsleute, wenn sie ihre blauen Jungs bei sich zu Hause haben und sie recht von Herzen verwöhnen können! Ich selbst schließe herzliche Freundschaft mit dem gleichaltrigen Kameraden von Scadta und seiner jungen rheinischen Frau, in deren Haus ich ein unvergleichliches Wachende verleben darf, spritztouren in die reizvolle Umgebung während der luftigen Abwesenheit des Hausherrn. Nach dem Bordfest, das wieder viel zu schnell herangekommen ist, sitzen wir noch im kleinen Kreise auf der mondbeschienenen Veranda der Vina del Mar in Puerto Columbia und reden von der Heimat, wo wir uns schon im Mai in meinem Hause Wiedersehen wollen, wenn sie nach achtjähriger Auslandstätigkeit in der Fliegerei zurückkehren werden, um in Deutschland weiter zu arbeiten. Zu den Klän- schen Feldzuges. Aber nirgends sind Kulissen gestellt, nirgends ist aus Rücksicht auf die persönlichen Gefühle oder politischen Interessen irgend etwas kaschiert, was so kurz nach Beendigung der Operationen und eigentlich noch während der politischen Sicherung des Eroberten durchaus begreiflich wäre. Mit einem männlichen Freimut, der ebenso sehr für die Persönlichkeit des Marschalls wie für die selbstbewußte Stärke des durch den Faszismus zur inneren Haltung erzogenen italienischen Volkes spricht, schildert de Bono die ungeheuren Schwierigkeiten seiner Aufgabe ebenso wie die dem Ausland bisher wenig bekannt gewordenen, aber gewiß bei der Durchführung keines großen politisch-militärischen Plans ausbleibenden Hemmungen, die ihm aus Ressort-Rivalitäten sowohl wie aus Besserwisserei, Kurzsichtigkeit und Mießmacherei von Kollegen und Mitarbeitern erwuchsen. Zahlreich sind die oft ganz persönlich gehaltenen Depeschen und Briefe eingestreut worden, die in der Vor- bereitungszeit und während der Operationen zwi- VIM PUTZT ALLES Qtundtick und stU^ntnd Klang des deutschen Namens heute wieder fest und unerschütterlich dasteht, trotz aller Verhetzung und Verleumdungsversuche einer haßerfüllten internationalen Weltpresse und ihrer erbärmlichen geistigen Väter. Fast die gesamte deutsche Kolonie gehört zur Scadta. Stolz zeigt uns der Direktor das schöne neue Verwaltungsgebäude im Zentrum der Stadt, modern, mit luftigen Arbeitsräumen, mit Fahrstuhl und allem Notwendigen versehen, um jederzeit neue Stockwerke aufsetzen zu können. Zwei kleine Abordnungen haben das Glück, im Flugzeug zu einem Besuch der entlegeneren deutschen Kolonien in die schöne Stadt Medellin im Innern (145 OOO Einwohner) und Cartagena, der weiter südwestlich gelegenen altspanischen Hafenstadt, für mehrere Tage das Schiff zu verlassen. Wir trösten uns indessen an den wachfreien Tagen aufs beste in Barranquilla, wo der deutsche Klub uns seine schönen Räume, Kegelbahn und Tennisplatz zur uneingeschränkten Benutzung öffnet und zweimal erheblich das Tanzbein geschwungen wird. Dazwischen gibt es offizielle Einladungen durch die deutschfreundlichen Behörden, ein Spitzenessen im schönen Prado-Hotel und einen Ball im Klub von Barranquilla, der bereits unter dem Zeichen des hier früh beginnenden Karnevals steht, wobei die Blüte der dunkeläugigen Schönen des Landes Revue passiert. Wieder darf ich die Ehrenkompanie mit klingendem Spiel durch die Stadt zum Denkmal des auch hier hochverehrten Freiheitshelden Simon Bolivar führen. Eine feldmarschmäßig ausgerüstete eolumbische Kompanie steht bei dem feierlichen Akt an unserem Flügel, deren Front der Kommandant vor der Kranzniederlegung unter dem Beifall der Menge mit abschreitet. Dichtgedrängt stehen die Menschenmassen auf dem imponierenden Paseo de Colon, wo der Kommandant den Vorbeimarsch ad- gen einer rasch inszenierten Amateurkapelle versammelt sich eine mehr und mehr zunehmende lustige Gesellschaft an diesem Abschiedsabend und es wird getanzt und so fidel, daß wir dem braven Hafenstädtchen im stillen manches harte Wort abbitten. Als es sich bestätigt, daß wir anderen Tags erst um Mittag auslaufen, kehren wir kurz entschlossen nochmals in die Stadt und die mir lieb gewordene „Casa terciera“ zurück, wo der eigene Whisky besser und billiger ist und wir bis in den frühen Morgen hinein angeregt zusammen sitzen. Schwer wird das Aufstehen dann in aller Herrgottsfrühe, bis ein kräftiges Frühstück die Lebensgeister wieder weckt und der Freund und Hausherr mich in sausender Fahr nach Puerto hinunter bringt. Selbst die holde Weiblichkeit läßt es sich trotz meines — allerdings nicht ganz ehrlichen Protestes nicht nehmen, mir das Geleit bis zum Boot zu geben. Des hübschen Aschbechers aus columbischem Bergsilber hätte es wahrlich nicht bedurft, um das Andenken an diese Tage als Höhepunkte unserer Reise und an die prächtigen Landsleute, die den Tagen ihren Inhalt gaben, für immer in der Erinnerung zu verankern! lieber Kolumbien, in dessen Hochebenen das sagenhafte Eldorado, das Land der Goldsucher und Abenteurer aller Rassen und Völker, nach der Entdeckerzeit immer wieder gesucht worden ist, ließe sich vielelicht viel Interessanteres berichten. Leider war es mir nicht vergönnt, weiter ins Innere zu kommen. Die schönste und höchste der drei Kordillerenketten, die berühmte Sierra Nevada de Santa Martha mit ihren schneebedeckten Gipfeln liegt der atlantischen Küste am nächsten. Fantastischer Anblick von See aus, den wir am Sonntag, den 10. Januar, genießen durften, als malerischer Hintergrund über einer leuchtend weißen Wolkenwand und dem unendlichen Blau des Ozeans. Im Osten dehnen sich riesige Hochflächen, die Llanos, die gewaltigen Viehherden Nahrung und Raum bieten. Im mächtigen Tal des Magdalena, der zur Regenzeit weit über seine Ufer tritt, gedeihen Kaffee, Kakao und alle tropischen Früchte. Gold, Silber und Platin bergen die Kordilleren in nicht abzuschätzenden Mengen, deren Ausbeutung erst in den Anfängen, noch unwahrscheinliche Möglichkeiten bietet — endlich Erdöl, vornehmlich in den nördlichen Küstengebieten, mit dessen Gewinnung auch erst vor wenigen Jahren begonnen worden ist. Ein schönes, fruchtbares und reiches Land, das man hinter der trostlosen Fassade nicht vermutet, wenn man Puerto Columbia ansteuert. Dankbaren Herzens scheiden wir nach erlebnisreichen Tagen und mit dem Bewußtsein, unseren Landsleuten ein Stück vom deutschen Vaterland, wie es heute wirklich ist, gebracht zu haben, von Columbien. Drückend heiß ist es, als wir um Mittag auslaufen, und viele gute Wünsche und manches ehrlich gemeinte „Auf Wiedersehen drüben in der Heimat", begleiten uns die kommenden Tage auf dem Wege nach Costa Rica, der „Reichen Küste" im Herzen Zentralamerikas. 112 wird von den nicht ebenbürtigen Kindern des Thronfolgers Franz Ferdinand als Enkel des Kaisers Franz Joseph gesprochen. Es waren natürlich nur seine Großneffen und -Nichten, womit auch die Tendenz der Unterschrift ihren Sinn verliert. Jn einer unter den oben gemachten Vorbehalten doch reizvollen Verbindung von Wort und Bild entrollen sich die erschütternden Tragödien Kaiser Friedrichs, des unglücklichen Bayernkönigs Ludwig II., der Kaiserin Elisabeth und ihres Sohnes, des Kronprinzen Rudolf, und schließlich das Leben Franz Ferdinands und seiner morganatischen Gemahlin, deren Ermordung in Serajewo der Anstoß zum Weltkrieg geworden ist, den zu verhindern Franz Ferdinands politische Pläne vielleicht kühn genug gewesen wären. Aber davon ist in diesem Buch ebenso wenig die Rede wie von den andern großen politischen Problemen der beiden verbündeten Reiche. Das Menschliche steht überall im Vordergrund, der Konflikt zwischen persönlichen Neigungen und Staatsinteresse klingt als Leitmotiv an, wenn nicht wie in Berlin um die Wende der 80er Jahre der Konflikt der Generationen die Szene beherrscht. So zeigt das Buch auch eine Seite der Vorkriegsgeschichte. Fr. W. L a n g e. — Almanach d e Gotha 1 937, Verlag Justus Perthes in Gotha. — (11) — Der Almanach de Gotha, der aus wirtschaftlichen Gründen seit einigen Jahren auschließlich in französischer Sprache erscheint, gibt nicht nur die vollständige Genealogie aller regierenden und ehemals regierenden Herrscherhäuser der Welt und des europäischen Hochadels, sondern, was für seine meisten Benutzer weit wichtiger ist, in seinem zweiten Teil staatsrechtliche, diplomatische und statistische Angaben über alle Länder der Welt nach dem neuesten Stand. Wir finden hier also nicht nur eine knappe Darlegung der Verfassung eines jeden Staates, sondern auch genaue Angaben über die Zusammensetzung der Regierungen und der Zentralbehörden der Provinzverwaltung, der Kirchenbehörden, des Diplomatischen Korps, ferner Angaben über die Streitkräfte und die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse, besonders auch unter Berücksichtigung der Bevölke- rungspolittk, des Verkehrs und des Handels. Nicht vergessen find Angaben über den Völkerbund und internationale Kommissionen und Vereinigungen wirtschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Art. Der neue Band bringt zum ersten Mal einen Aufriß der NSDAP, und ihrer Gliederungen. Abessinien ist bereits als Kaiserreich Aethiopien unter Jtalienisch-Ostafrika aufgeführt. Der Band enthält Porträts Eduards VIII., dessen Abdankung jedoch bereits im Nachtrag verzeichnet worden ist, ferner des Großmeisters des souveränen Malteser- größter Beliebtheit durch ihre unbedingte Zuverlässigkeit und solide Ausstattung. Leider wird aus dem geplanten Flug nach Bogota in der Böing- Schnelloerkehrsmaschine nichts, wozu mich mein neugewonnener Freund, der Flugkapitän E., ein- aeladen hat, da der freie Platz noch in letzter Minute durch einen kofferbeladenen Amerikaner besetzt wird. So erlebe ich in Begleitung seiner Gattin lediglich den Start des mächtigen silber- grauen Vogels um 9 Uhr früh nach eingehender Besichtigung der Maschine und wenige Stunden später bereits wieder die Landung gegen 15 Uhr. Ein imponierender Eindruck von dem Raum und Zeit überbrückenden Tempo unserer Tage! Hier wie überall, wo wir mit der deutschen Fliegerei draußen in Südamerika in engere Berührung kamen, sind mir stolz auf unsere Kameraden von der luftigen Dimension, die für deutsche Zuverlässigkeit und deutschen Aufbauwillen in schwerster Zeit den Kampf ausgenommen haben und sich heute täglich durch die Tat, fern der Heimat, einsetzen für das deutsche Ansehen! Ihnen gebührt ein groß Teil des Verdienstes, wenn der gute Anschaulichkeit und der Spannung willen die großen „Sensationen", persönliche Schwächen und per- jönliche Tragik, den erregenden Hofklatsch der Kulissen als schmackhafte Rosinen aus dem zähen Kuchen historischer Dokumente und Memoiren zu picken und mit einer pikanten Sauce angemacht einem für solche Gaben seit den Tagen Homers immer wieder empfänglichen Publikum vorzufetzen. Daß Paul Sethe, der sich mit feinem Büchlein über Holstein schon als Fachmann für „historische Belletristik" ausgewiesen hat, der oben gekennzeichneten Gefahr nicht immer entgangen ist, ist anscheinend auch ihm selber nicht verborgen geblieben. Er spricht in seinem Vorwort von einer „freieren Behandlung", die Methoden und Maßstäbe wissenschaftlicher Forschung bewußt Nicht anwandte, die innere Wahrheit des historischen Vorganges aber sorgsam achtete. Letzteres mag im großen und ganzen zutreffen, wenn auch die ungeheure Memoirenliteratur der letzten drei Menschenalter keineswegs kritisch gesichtet, sondern ausschließlich nach interessanten und reizvollen Einzelzügen für diese „Hofgeschichte" durchsucht wurde. Der Hauptakzent des amüsanten Buches und seine Bedeutung auch für den kritischen Leser liegt in dem Bildmaterial, das in so einzigartiger Reichhaltigkeit hier wohl zum ersten Male der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Leider sind dem Verfasser bei den Bildunterschriften einige Flüchtigkeiten unterlaufen. So ist die nach Seite 112 abgebildete Großherzogin Alexandra van Mecklenburg nicht die Mutter, sondern die Schwägerin der ehemaligen Kronprinzessin Cäcilie. Unter einer weiteren Abbildung nach Seite Miidtt„Schlesw!g-HMein"aufSchuWffsreise Don Karl Friedrich Birnbaum, Sapitänleutnant. lung in München. — (591) — Unsere Leser kennen aus Aufsätzen unseres römischen Korrespondenten die gleich nach Beendigung des abessinischen Feldzuges veröffentlichten Kriegsbücher der beiden italienischen Feldherren, die gleichsam als der verlängerte Arm des Duce die Operationen auf dem Kriegsschauplatz geleitet haben und deren strategische Ueberlegenheit wesentlich zu einem so schnellen Sieg der italienischen Waffen beigetragen haben, der eine Voraussetzung dafür war, daß Mussolinis Okkupa- plan auch politisch gelungen ist. Hier liegt nun erste dieser Kriegsvücher in deutscher lieber- setzung vor, und man muß sagen, daß trotz der durch Berichte und Auszüge schon weit verbreiteten Kenntnis seines Inhalts die nachmalige Beschäftigung mit dem Buch selber sich voll und ganz lohnt. Denn nur so spürt man den Zauber der großen Persönlichkeit, den eigenartigen Reiz, der von der Zusammenarbeit zweier so bedeutender und energiegeladener Männer ausgeht, wie es Mussolini und sein Marschall Emilio de Bono sind. Wir tun einen unmittelbaren Blick in die Werkstatt des abessini- — Bernhard Schwertfeger, Oberst a. D., Dr. phil. h. c.: Das W e l t k r i e g s e n d e, Gedanken über die deutsche Kriegführung 1918 (Aka- ! demische Verlagsgesellschaft Athenaion m. b. H., Potsdam, Preis geb. 5,80 Mark). — 24 — Der Verfasser ist als Herausgeber einer Reihe von Dokumentensammlungen zur Vorgeschichte des Krieges, der schon vor Jahren vom Untersuchungsausschuß als Gutachter über die Frage der politischen und militärischen Verantwortlichkeiten der Offensive 1918 gehört worden ist und die Herausgabe der Aufzeichnungen des in diesem Zusammenhang viel umstrittenen Kabinettschefs des Kaisers, von Valentin!, betreut hat, find schließlich als Kriegshistoriker der Hochschulen Göttingen und Hannover und ehemaliger Lehrer an der Kriegsakademie sicher einer der vielseitig unterrichtetsten militärischen Fachleute, dem man wohl zutrauen kann, daß er sich auch in einer der meist erörterten und doch problematischsten und heikelsten Fragen der ganzen Weltkriegsgeschichte zu einer elbständigen, endgültigen Meinung durchgerungen hat. Er rollt an Hand einer Darstellung der politischen und militärischen Geschichte des Schicksalsjahres 1918 des Verhältnis der obersten Gewalten im Weltkrieg auf, das dadurch vielleicht zu einem für den unglücklichen Ausgang des Krieges mit entscheidende Problem geworden war, daß die Machtverteilung innerhalb des Triumvirats van Oberstem Kriegsherrn, Reichskanzler und Generalstabschef sich im Verlauf des Krieges derart verschob, daß sich die ausgleichende und entscheidende Spitze des Obersten Kriegsherrn mehr und mehr, wenn auch nicht formal, so doch tatsächlich ausschaltete und nun aus Mangel in dem Gegengewicht einer überragenden politischen Führerpersönlichkeit die Grenze zwischen politi sicher und militärischer Führung sich immer mehr verwischte und Zuständigkeit und Verantwortung auch für die politischen Fragen der Kriegführung mehr und mehr dem Chef des Generalstabs teils zugeschoben, teils von ihm beansprucht wurden. Schwertfegers Buch zeigt in chronola gisch em Ab- l rollen der Geschehnisse, deren prägnante Gliederung । die Zusammenhänge verdeutlicht, den Gang dieser ; Entwicklung, die zu Beginn des Jcchres 1918 mit i der von der OHL. erzwungenen Entlassung des = Kabinettschefs von Valentini, den Obersten Kriegs- i Herrn beiseite treten ließ und unter der Kanzlerschaft des Grafen Hertling dazu führte, daß Die politische Führung sich von ber, militärischen ins Schlepptau nehmen ließ. Schwertfeger legt dar rote es trotzdem aus der Eigenart der Persönlichkeiten und dem Mangel einheitlicher Meinungs- und Wil- gefchehen konnte, daß trotz Dran- utns uti ^)L. die politische Führung aus unberechtigtem Optimismus über unsere militärische Lage den möglicherweise günstigen Augenblick zu einer politischen Friedensoffensive versäumte und der Nachfolger des Grafen Herttmg, Prinz Max van Baden, bereits eine Lage vorfand, m der das von der OHL. auf jede nur denkbare Weise dringend gemachte Waftenstillstandsangebot, dessen Herausgabe er ahne psychologische Vorbereitung der deut-- |d)en Oeffentlichkeit für voreilig und m dieser Form für inopportun hielt, nicht mehr seiner freien Ent- chließung unterlag. Schwertfeger schließt mit einer Erörterung der Kaiserfrage, wobei man allerdings eine Darstellung der Vorgänge tn Spaa, die zur Abreise des Kaisers nach Holland führten, vermißt. Wenn wir aus dieser in ihrer strengen Sachlichkeit packenden und erschütternden, mit allem nur greifbaren Dokumentenmaterial und den Aussagen vieler maßgeblich beteiligten Persönlichkeiten beweiskräftig unterbauten Darstellung Schwertfegers etwas lernen können, so ist es die Lehre, daß die Einheit von politischer und militärischer Führung eine der wesentlichsten Voraussetzungen ist für die Aussicht, einen Krieg zu einem guten Ende zu bringen. Wir mögen glauben, in bald zwanzig Jahren von den Ereignissen des Schicksalsjahres 1918 Distanz genug gewonnen zu haben für eine ruhige und \aty liche Betrachtung, aber gerade die abgeklärte, nach allen Seiten wohl ausgewogene Darstellung Schwertfegers läßt uns fvüren, wie sehr uns auch heute noch dieser letzte Akt der Weltkriegstragödie ergreift und bis ins Innerste erschüttert. Friedrich W. Lange. — Marschall Emilio d e Bono: Die Vorbereitungen und die ersten Operationen zur Eroberung Abessiniens mit einem Vorwort von Mussolini, aus dem Italienischen übertragen von A. Dehio. Mit 31 Abbildungen und zwei Karten. Preis 4,80 Mark, gebunden 6 Mark. C. H. Becksche Verlagsbuchhand- vrieren in dem schmalen Hafenbecken bei dem jetzt ständig wehenden auflandigen Wind und dem Fehlen geeigneter Schlepper zu unsicher und die Wasserttese nur eben ausreichend für unser tiefgehendes Schiff wäre. So müssen wir wohl oder übel den zeitraubenden An- und Rücktransport auf der recht guten Autostraße nach Puerto Columbia in Kauf nehmen. Durch die großzügige Bereitstellung von Omnibussen durch die Deutsch-Colum- bische Fluggesellschaft und zahlreicher Privatwagen der deutschen Kolonie wird uns der Anmarsch erheblich erleichtert und erhält der Landgang hier seine besondere, reizvolle Note. Die Studt Barranquilla hat in den letzten Jahren einen erstaunlichen Aufschwung erlebt und ist heute eine der schönsten und gesündesten atlantischen Küstenstädte des nördlichen Südamerika. Breit hingedehnt in die nördliche Tiefebene der Magdalenen- mündung, mit schönen breiten Straßen und gartenumgebenen Villen und tropischen Landhäusern in dem großzügig angelegten Wohnviertel E l P r a d o. Gleich wenn man von der durch die wildwachsenden Baumwollfelder und Viehweiden in sanften Steigungen und Kurven sich hinziehenden Straße in Den Prado einfährt, empfängt einen freundliches Grün, in das sich malerisch die leicht gebauten Häuser der Europäer und die stattlichen Klubgebäude des deutschen und des Country-Klubs hineinfügen. Auf einem Hügel thront imponierend der moderne Pr-achtbau des Prado-Hotels, dessen gediegene Eleganz und sonstigen Vorzüge wir bald kennenlernen sollen. Man genießt von hier einen prächtigen Rundblick über die Stadt mit ihren verkehrsreichen Geschäftsstraßen und modernen Häuserzeilen, über Kirchen und Regierungsgebäude hin zu dem breiten, im Sonnenlicht schimmernden Strombett des Magdalena, der seine trüben Fluten träge dem Meere zuwälzt. Mit ihren 140 000 Einwohnern ist Barranquilla die drittgrößte Stadt des Landes, deren günstige Lage an der Mündung der großen einzigen Wasserstraße ihr erstaunlich rasches Aufblühen als Handelsstadt bedingt. Durch die Verwirklichung des Hafenprojektes wird in den kommenden Jahren Puerto Columbia immer mehr an Bedeutung verlieren und der ganze Warenumschlag nach Dem Osten auf dem Fluß selber vor sich gehen, den auch größere Dampfer jetzt bereits gefahrlos bis Barranquilla befahren können, während die Reede von Puerto Columbia durch den Fluh immer stärker versandet. Das große Problem des reichen Landes, Das, Dreimal so groß wie Deutschland, von drei unwegsamen Gebirgsketten der Kordilleren durchzogen wird, ist der Verkehr. Hier haben weitblickende Landsleute mit der Gründung der „Scadta“ (So- ciedad Columbiana-Alemana de transportos Aeros) im Jahre 1919 den richtigen Weg gewiesen und dem deutschen Ansehen wie der deutschen Wirtschaft in den schweren Jahren nach dem Kriege hier draußen bedeutende Auftriebsmöglichkelten beschaffen. Mit einer Junkersmaschine für zwölf Passagiere fing man damals an und bewältigte die Reise nach Der HauptstaDt Bogota, Die in 2600 Meter Hohe 900 Kilometer von Barranquilla entfernt in Der hohen Kordillere liegt, in wenigen Stunden. Bisher hatte der Kolumbianer oder sonstige Reisende 8 bis 14 Tage und noch langer benötigt, um auf der einzigen Verkehrsader, dem Fluß, in beschwerlicher Reise die Hauptstadt zu erreichen. Heute verfügt Die Gesellschaft über einige 20 Der modernsten Verkehrsflugzeuge deren schnellste Vertreter, zweimotorige amerikanische Boing-Ma- schinen, die Fahrt nach Bogota in knapp zweieinhalb Stunden bewältigen! Zur Zeit werden hauptsächlich amerikanische Maschinen geflogen, da sie gleichwertig in der Leistung, erheblich billiger und schneller lieferbar sind, während unsere deutschen Fabriken Lieferfristen von einem halben Jahr und länger stellen müssen. Hier rote m den früher be- Achten südamerikanischen Ländern erfreuen sich eher die schweren Junkersmaschinen, von denen auch die Regierung verschiedene besitzt, nach wie vor — Paul Sethe: Europäische Fürsten» höfe — damals, Berlin-Wien mit 80 Bildtafeln und 152 Textseiten. Preis kart. 3,80 Mk. Sozietäts-Verlag Frankfurt a. M. — (596) — Der Versuch, die geschichtliche Entwicklung des modernen Europa, das Wirken der Persönlichkeit in Der Geschichte, Die engen Zusammenhänge zwischen Der Politik und Dem, was man Die „aristokratische Internationale" genannt hat, einem breiten Publikum zu erschließen, ist lobenswert, wenn damit wirkliches Verständnis für geschichtliche Ursache und Wirkung geweckt wird. Dabei liegt die Gefahr nahe, um der X. An den Toren des Eldorado. Wie im Fluge vergehen die beiden kurzen Seetage, Die einen beschaulichen Sonntag einrahmen. Im Morgengrauen roirD Die See trüb unD gelblich, mir steuern auf westlichen Kurs auf haarscharfer Stromkante Der MünDung des Magdalena zu und erleben das unwahrscheinliche Schauspiel, an Steuerbord tiefblaue atlantische See mit weißen Schaum- kopfen und an Backbord die unendlich sich dehnende träge und schmutzig-gelbe Wassermasse des zweitgrößten Stroms Latein-Amerikas. In der Strömung schwimmt Gras und Stroh und was alles der große Fluß bis hier hinaus geschwemmt hat. Ein eigenartiges Bild, wie wir es schon damals vor der Mündung des Amazonas erlebt haben, der auch seine schmutzigen Wassermassen viele Meilen in Das Meer hinein schwemmte. Und dann rücken die braunen, trostlos ausgeDörrt aussehenden Berge der kolumbianischen Küste langsam näher heran, während Das klare Blau des Ozeans, über dem Pelikane und große Möven hinstreichen, sich mehr und mehr mit dem schlammigen gelbbraunen Flußwasser mischt. Drückend heiß liegt die Sonne über der Bucht, wo wir weit draußen vor Anker gehen. 11.1.27. Puerto Eolumbia: Man hat uns nicht zu viel gesagt, wenn man den ersten Eindruck dieses Hafens als ausgesprochen trostlos bezeichnet. Eine endlose schmale Landungsbrücke wächst von der öden braunen Küste dem Schiff entgegen, an' ihrem äußersten Ende liegen zwei kleine Dampfer. Dahinter einige unschöne Häusergruppen vor Dem eintönigen HintergrunD Der kahlen Bergrücken. Um den bebrüdenben Eindruck zu verstärken, ragen unweit der Küste die verrosteten Aufbauten eines großen Wracks, Masten und Brücke eines Dampfers aus Der trüben Flut — es soll ein Deutsches Schiff fein, das, wie man sagt, bei Kriegsausbruch von seiner Besatzung verlassen und auf Strand gesetzt worben ist, um es nicht in Feindeshand fallen zu lassen. Sehr schnell soll sich dieser trübe erste Eindruck, den bas „Wunberlanb" Kolumbien bei unserer Ankunft machte, verwischen unb ftaunenber Bewunbe- rung Platz machen, als wir nach herzlicher Begrüßung der ersten beutschen Lanbsleute an Borb am Nachmittag im Kraftwagen nach bem eigentlichen Ziel unseres Besuches, ber großen, hinter ben kahlen Bergkuppen am Ufer bes Magbalenenstromes gelegenen Hafenstabt Barranquilla zum festlichen Empfang im Eountry-Elub fahren! Die 350 deutschen Landsleute erwarten uns seit Wochen mit Spannung und heißen uns nun in ihrem schönen Gastlande aufs herzlichste willkommen. Groß ist das allseitige Bedauern, daß es nicht möglich gemacht werden konnte, in den neuausgebauten Flußhafen von Barranquilla selbst einzulaufen, da das Manö- unterbrochen durch einen Ausritt und «eine Auto- fdjen dem Hauptquartier und Rom gewechselt ir» hin mtinnffn HwAnknMn wÄhronh hör worden sind. Sie schassen ben unmittelbaren Lin- Druck, Der Den Reiz Dieses Buches ausmacht. Wohl am interessantesten ist Die Schilberung ber schon Jahre zuvor mit größter Sorgfalt unb starker persönlicher Anteilnahme König Viktor Emanuels (besten scharfer Blick für wirtschaftliche Dinge auch früher schon beutschen Besuchern oft aufgefallen ist) eingeleiteten Arbeiten für bie Bereitstellung ber Operationsbasis in Eritrea. Man hat sich aus ben Berichten ber Presse bisher boch nur ein sehr ungefähres Bild machen können von ben ungeheuren Schwierigkeiten Des Straßenbaues unD Der Wasser-, Proviant-, Material- unD Munitionsversorgung eines moDernen Heeres in einem Lanbe, bas zu ben heißesten unb ungesünbesten ber Erbe gehört. Die nimmermübe Zähigkeit unb eiserne Energie be Bonos, ber ba- mals schon in einem Alter stanb, in bem anbere Leute sich zur Ruhe setzen, hat zuwege gebracht, was Den meisten auslänDischen Beobachtern unmöglich schien. Sein Rechenschaftsbericht ist ohne Ruhm- reberei, ohne Beschönigung unb ganz unkonventionell ein offenes Manneswort von ber ersten bis 3ur letzten Zeile. Viele, noch unbekannte Bilber, bie ber beutschen Ausgabe beigegeben würben, unterstreichen Die Vielseitigkeit unD Große ber Leistung, bie hier ein bebeutenber Solbat vollbracht hat. Fr. W. Lang e. in: egbereiter -er Motorisierung. Ein Abend des Neichsverbands der Automobilindustrie. Berlin, 24. Febr. (DNB.) In den Räumen des Zoos vereinigte der Reichsverband der Automobilindustrie seine Mitglieder, zahlreiche Ehrengäste und viele Werksangehörige zu einem Begrüßungsabend. Reben Werksangehörigen und Betriebsführern von etwa 50 Firmen sah man auch fast alle Konstrukteure von Weltruf, die deutschen Rennfahrer sowie viele in- und ausländische Automobilhändler, außerdem den Reichsminister Dr. Dorpmüller, die Staatssekretäre Königs, Dr. Kleinmann und Nagel, den Korpsführer Hühnlein und den Generalinspektor Dr. Todt, Vertreter der Partei, des Staates, der Wehrmacht und der Presse. Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller führte aus, eines der größten Probleme im Kraftverkehr feien die Kreuzungen von Schienen und Straßen, jene Gefahrenstellen, an denen die Unfälle sich häuften. Ihre Beseitigung bedeute für die Eisenbahn zugleich die Beseitigung einer Gefahr und die Kostenersparnis einer Bewachung wie für die Straße eine ungehinderte, gefahrlose Fahrt. Würde man alle Plankreuzungen in Deutschland mit einem Mal beseitigen, so würde das einen Kostenaufwand von 17 Milliarden erfordern. Das übersteige aber die finanzielle Kraft unserer Generation. Das Notwendigste aber solle geschehen, wobei sich die Reichsbahn finanziell beteiligen werde. Es müsse alles vermieden werden, daß der Käufer durch überhöhte Reparatur k o st e n den Eindruck gewinne, als wollten die Firmen sich für den niedrigen Anschaftungs- preis durch hohe Reparaturkosten schadlos halten. Der Güterfernverkehr sei gebunden an die oberen Tarifklassen der Reichsbahn. Durch eine Abwanderung der Edelgüter von der Eisenbahn würde die Reichsbahn in ihrer Leistungsfähigkeit herabgemindert, ein Zustand, der für die Volkswirtschaft unter keinen Umständen zu ertragen wäre. Der Minister setzte sich für eine Verringerung der T y p e n z a h l der Wagen ein. Neben einer Typisierung spiele die Normung eine große Rolle. Durch sie sinke die Zahl der Ersatzteile auf em Minimum herunter. Generalinspektor Dr. Todt, wies darauf hin, daß Reichsautobahnen und Kraft- verkehrswirtfchaft so manches Mal mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt hätten, aber das seien Kinderkrankheiten, über denen man den Glauben an sich selb st niemals verlieren dürfe. Dr. Todt erinnerte an die Gedenkfeier im Hofbräuhaus in München und gedachte der alten Mitkämpfer des Führers, die auch den Sieg nicht errungen hätten, wenn sie nicht ein heroisches Herz und einen felsenfesten Glauben gehabt hätten. „Wir Straßenbauer wollen", so schloß Dr. Todt, „mit unseren Reichsautobahnen nicht nur Wegbereiter der Kraftver- kehrswirtschaft sein, sondern Wegbereiter der Motorisierung Deutschlands. Die Straßen Adolf Hitlers sind der Garant der Motorisierung." Korpsführer Hühnlein erklärte dann, daß der Führer als erste Voraussetzung für den Aufttieg der Motorisierung die Tatsache bezeichnet habe, daß es dem Nationalsozialismus gelungen sei, im Volk das Verständnis für die Notwendigkeit der Motorisierung wachzurufen. Damit habe der Führer das Arbeitsgebiet des NSKK. beührt, das als der Banner- und Willensträger des Motorisierungsgedankens der Nation angesehen werden könne. Die Leidenschaft und der revolutionäre Schwung, mit dem das NSKK. dieser Aufgabe obliege, sei der Kraftverkehrswirtschaft durch die enge Zusammenarbeit hinreichend bekannt. Die deutsche Kraftfahrt brauche um ihren weiteren Vormarsch nicht bange zu sein, denn der neue Derkehrsminister habe versprochen, auch der Motorisierung seine tatkräftige Förderung angedeihen zu lassen. Ritterordens Fürst C h i g i und der beiden Väter des deutsch-österreichischen Abkommens vom 11. Juli 1936, des östereichischen Bundeskanzlers Dr. von Schuschnigg und des Botschafters von Popen. Der Almanach de Gocha ist nach wie vor für alle politisch interessierten Zeitungsleser, für Historiker und Wirtschaftler das unentbehrliche Handbuch. —e- Aus aller Welt. Das Hochwasser im Rhein-Main-Gebiet. Der Main ist im Oberlauf in Viereth bei Bamberg von Dienstag auf Mittwoch nochmals um 1 Meter gestiegen. Mittwoch nacht um 2 Uhr wurde in Viereth der Höchststand mit 4,40 Meter erreicht. Inzwischen ist das Wasser im Mittellauf des Mains vorübergehend gefallen. Am Untermain ist das Hochwasser zunächst zu einem gewissen Stillstand gekommen. Die neue Hochwasserwelle vom Obermain, die etwa Freitag den Untermain erreicht, wird voraussichtlich den jetzigen Stand noch etwas überschreiten. Im Oberlauf des Rheins und seiner Nebenflüsse hat das Fallen der Wasserstände begonnen. Die ablaufende Flutwelle bewirkt jedoch noch ein langsames Steigen auf dem Rhein etwas abwärts Karlsruhe und Maxau, desgleichen auf dem Mittelrhein und unteren Main. Zwei reichsdeutsche Skifahrer in den Stubaier Alpen verunglückt. Zwei reichsdeutsche Skifahrer, der Student Rudolf Hermann aus Stuttgart und der Student Werner Albrecht S t r e l e aus Eßlingen stiegen gegen das Schauferjoch in den Stubaier Alpen auf. Als sie bis zum Abend noch nicht zurück waren, vermutete man ein Unglück, um so mehr als von der Hütte aus das Abgehen schwerer Lawinen beobachtet werden konnte. Wegen eines furchtbaren Schneesturmes konnte die Suche nach den Vermißten erst am nächsten Morgen ausgenommen werden. Der Student Hermann wurde tot aufgefunden. Die Leiche wurde zu Tal gebracht. Die Suche nach dem zweiten Verschütteten wird fortgesetzt. Riesenbrand in Magdeburg. Im Stadtteil Magdeburg-Neustadt brach im Dachstuhl eines Lagergebäudes ein Brand aus. Bald hatte er sich auf das ganze Gebäude ausgedehnt, in dem sich eine Möbelfabrik, eine Tischlerei und eine Tabakwarenhandlung befinden. Die gesamte Magdeburger Feuerwehr wurde eingesetzt. In einem konzentrisch vorgetragenen Angriff gelang es, zunächst die Gefahr für die Nachbarhäuser abzuwenden und schließlich die Gewalt des riesigen Feuers zu brechen. Die Entstehung des Brandes ist noch nicht geklärt. Dieder Flugdienst über die Alpen. Als Auftakt für die im Sommerflugdienst eintretenden zahlreichen Neueinrichtungen im Flugverkehr vom Rhein-Main-Gebiet nimmt die Deutsche Lufthansa am 1. März zwei weitere Linien in Betrieb. Von diesem Tage ab besteht wieder ein regelmäßiger Flugdienst zwischen Frankfurt und Mailand. Diese Linie, die zu den landschaftlich schönsten Flugstrecken Europas zählt, überwindet die mehr als 500 Kilometer lange Entfernung in nur 2V2 Stunden Flugdauer. Vom 4. April ab wird der Flugdienst Über Mailand hinaus bis Rom mit Anschluß an Neapel erweitert. Auch der Flugverkehr zwischen Frankfurt und Berlin wird am 1. März durch eine dritte Linie verstärkt. Darüber hinaus wird der Sommerflugplan noch eine vierte Linie für eine Spätverbindung nach und von Berlin bringen. Gallenmörder zum Tode verurteilt. Das Potsdamer Schwurgericht verurteilte den Friedrich A st f 0 r t h aus Jüterbog wegen Mordes zum Tode und wegen schwerer Urkundenfälschung in drei Fällen zu fünf Jahren Zuchthaus. Dem Angeklagten wurden die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit aberkannt. Astforth hatte feine 39jährige Ehefrau vergiftet, um sich in den Besitz einer Lebensversicherung zu fetzen. Den Antrag hatte er seinerzeit ohne Wissen feiner Frau abgeschlossen und mit chrer Unterschrift gefälscht. Außerdem hatte er ein Testament gefälscht, in dem seine Frau ihn als Alleinerben einfetzte. Slreikunruhen in Ungarn. Vor einem Schacht der Kohlenbergwerke der Do- nau-Dampfschiffahrtsgefellschaft in Fünfkirchen, wo ein Teil der Bergleute unter Tage streikt, versammelten sich 300 bis 400 Personen, um nach der Stadt zu ziehen. Unterwegs begneten sie fünf Gendarmen, die die Menge aufforderten, auseinanderzugehen. Als diese mit Stöcken und Steinen gegen die Beamten vorging, gaben diese zunächst drei Warnungsschüsse ab. Die Menge griff die Gendar- men an. Diese feuerten darauf vier weitere Schüsse ab, durch die ein Mann getötet und vier Demon- ftränten schwer verletzt wurden. Schweres Explosionsunglück auf einem belgischen Truppenübungsplatz. Bei einer Explosion auf dem belgischen Uebungsplatz Brasschaet bei Antwerpen kamen 7 Offiziere ums Leben, 12 Offiziere wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich bei einer Pionierübung, an der eine Gruppe von 35 Offizieren und Offiziersanwärtern teilnahm. Während der Hebung wurden mehrere Sprengkörper zur Explosion gebracht. Als eine Explosion nicht, wie er- wartet, sofort erfolgte, trat die Gruppe der Offiziere und Offiziersäspiranten näher heran. Plötz- lich erfolgte dann die Explosion. Der Kriegsminister hat sich an den Ort des Unglücks begeben. Wetterbericht öe» Reichswetterdienstes. Ausaabevrt Frankfurt. Begünstigt durch den aus Frankreich eingetretenen ßuftbrudfall wurde Kaltluft aus Norden, wie auch Meeresluft aus Südwest in Richtung Deutschland in Bewegung gesetzt Dabei stärkte sich in Mittel- und Norddeutschland, unterstützt durch nächtliche Ausstrahlungsfröste um minus 5 Grad das Kampfgebiet zwischen Warm- und Kaltluft. Dabei traten in West- und Süddeutschland verbreitete Niederschläge ein, die nach Süden hin schon in Regen niedergegangen sind. Wir bleiben auch weiterhin im Kampfgebiet zwischen Warm- und Kaltluft, so daß nach anfänglicher Besserung mit erneutem Einsetzen von Niederschlägen gerechnet werden muß. Aussichten für Freitag: Nach anfänglicher Besserung wieder neues Einsetzen verbreiteter Niederschläge. Nach Osten und Nordosten hin Frost. Aussichten für Samstag: Noch immer unbeständig und zu Niederschlägen geneigt. Lufttemperaturen am 24. Februar: mittags 5,1 Grad Celsius, abends 0,9 Grad; am 25. Februar: morgens —1,2 Grad. Maximum 5,4 Grad, Minimum heute nacht —1,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Februar: abends 1,7 Grad; am 25. Februar: morgens 0,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 3 Stunden. — Niederschläge 2,7 mm. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11250. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. 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R. sage ich auf diesemWege allen Freunden und Bekannten meinen herzlichen Dank. Besonders danke ich Herrn Pfarrer Trapp für seine trostreichen Worte. Frau Ottilie Lind Wo kann ein an Verdauungsstörung, leidender,älterer Mann in Gießen täglich diätes mittag effen erbalten?Schrift- liche Angeb unt. 0913 an d Gieß. Anzeiger erbet. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermihlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, SchulstrJ Gustav Mook Photograph W°lW , ihn”1 eine f*t*M*#- feiten * Co'»ch dies^geS Möbl. Zimmer mit fließendem Wasser, Nähe Universität, sof. zu miet, gesucht. Schriftliche Angebote m. Preisangabe U.1272D an den Gießener Anzeiger erbet. Ein Raum zum Unterstellen von Möbeln sofort gesucht. Schr. Ang. unter 0950 an d. G.A. Danksagung. Für die vielen wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes und Vaters sagen wir innigen Dank 0947 jetzt t mein if dem G Ä' ».'S Mithin | LS** N % Seutji, XN in fi durch „S ,'tIuTt Saig ? '" N» 1 chnk» Muft, j 3**m«C d'n mch °°ch nnfin., en öerbreite, kosten hi» N°ch immer -neigt. *95 5,1 25. Jebruar; Grad, Mim. Temperaturen ds 1,7 Erad; st?.-Son. 'läge 2,7 mm. --- ^m Lange. die Silben INNS Thyriotj *n- Anzeigen« m Inhalt bet 1. 37: 11 250. sltats« Luch« ' sämtlich in einschließlich irrten 15 Pf. tb Samstags f. mehr ü 1935 gültig. Donnerstag, 25. Zebruar 1957 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ttr.47 Zweites Blatt Das Hochwasser in Oberhessen Handwerk hat goldenen Boden Hochschulnacbrjchten. Ans den preußischen Nachbargebieten walte, Aerzte und dergl. Oec Unterschied ist ju groß! Wenn Sie im Winter aus der geheizten Wohnung ins Freie gehen, kann Ihre Haut rissig und spröde werden. Darum vor- beugen! Mit der euzerithaltigen Nivea-Creme einreiben! Das erhält Ihre Haut weich u. schmiegsam. Das Hochwasser unserer heimischen Fluß- und Bachläufe hat verschiedentlich Schäden zur Folge gehabt. Nicht nur in Kellern ist erheblicher Sachschaden angerichtet worden, vielmehr haben auch die Fluren gelitten. Aus Grebenau wird uns gemeldet, daß dort, veranlaßt durch Hochwasser, an der Eisenbahnlinie A l s f e l d — H e r s f e l d ein Dammrutsch auf einer Länge von 30 bis 40 Meter zu verzeichnen war. Die Bahnoerwaltung hat sofort alle Vorsichtsmaßregeln ergriffen, um den Verkehr aufrechterhalten und ungefährdet fortführen zu können. Umsatz des Buchbinder- ; Handwerks bis 1932 um . etwa 50 v. H. — von 118 I Mill. Mk im Jahre 1928 | auf 61 Millionen im Jahre 1933 zurückgegangen. Und da von den etwa 8000 G Betrieben allein rd. 6500 | Betriebe entweder nur | von dem Meister allein V oder mit nur einem Ge- j (eilen betrieben wurden, traf dieser Umsatzschwund | in erster Linie kleine Be- Geh. Rat Professor Dr. Erwin Payr, Ordinarius für Chirurgie an der Universität Leipzig, ist von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Prof. Payr, der 1871 in Sehr viel Hochwasser führte in unserer engeren Heimat auch die Wetter. Das ganze Wettertal war vorübergehend ein einziger See. In Trais- Münzenberg waren die Ortsstraßen teilweise überschwemmt. Durch die anhaltenden Niederschläge stieg der Grundwasserstand, wie uns aus E b e r - st a d t gemeldet wird, ganz erheblich. Das Wasser drang vielfach in die Keller ein, die geräumt werden mußten. Unweit von G a m b a ch hat das Hochwasser der Wetter ebenfalls unangenehme Folgen gehabt. gen Willi Sindel und den 39jähriaen Hans Schleich zu je 15 Monaten Gefängnis und 450 Mark Geldstrafe verurteilte. Wegen B'gamie verurteilt. Frankfurt a. M., 24. Febr. (LPD.) Ein jetzt 52jähriger Angeklagter verheiratete sich in Ostpreußen mehrere Jahre vor dem Kriege. Aus der Ehe sind vier Kinder hervorgegangen. Er trennte sich dann von Frau und Familie und kam in die Frankfurter Gegend. Hier lernte er ein Mädchen kennen, das er, ohne geschieden zu sein, im Jahre 1925 heiratete. Auch in dieser Ehe wurden ihm Kinder geboren. Durch gelegentliche Nachforschungen der ersten Frau stellte sich die Bigamie heraus. Die Große Strafkammer verurteilte den Angeklagten zu neun Monaten Gefängnis. In Okarben wurden fast sämtliche Straßen unter Wasser gesetzt. Nur große Kraftwagen konnten noch die Fluten durchqueren. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Zwei Oelgemälde gestohlen. Frankfurt, 24. Febr. (LPD.) In einer der letzten Nächte wurden in der Umgebung Frankfurts zwei Oelgemälde im Werte von etwa 2000 Mark gestohlen. Die Gemälde werden wie folgt beschrieben: 1. „Jatlienischer Markt", 94:100 Zentimeter groß, ohne Rahmen; in der rechten unteren Ecke befindet sich das Signum C. P. Ber- chem 1620—1683. 2. „Italienischer Krieger" mit rotem Federhut und nackter Brust, 61:50 Zentimeter groß, mit altem Augsburger Profilrahmen. Vor Ankauf dieser Bilder wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. Hand in Hand 38000 RM. un erschlagen. Frankfurt, 24. Febr. (LPD.) In einem kaufmännischen Betrieb wurde festgestellt, daß zwei Angestellte seit 1929 Hand in Hand gearbeitet und 38000 Mark unterschlagen hatten. Der eine Angestellte war im Außendienst tätig und kassierte die Kundengelder, während der andere die Bücher führte. Die eingenommenen Gelder wurden von den beiden für private Zwecke benutzt. Die beiden Defraudanten hatten sich jetzt vor dem Schöffengericht zu verantworten, das den 26jähri- VIII. Der Vuchbmdermeister zu der Zeit der Schnellhefter auf, der diesen Einsparungen in gewisser Weise noch einen Nachdruck verschaffte. Und auch die gesamte Bucherzeugung'zeigte in jener Zeit eine rückläufige Bewegung. Man verzichtete also in vielen Fällen auf einen wertvollen Einband und kaufte sich lieber ein Buch mehr dafür. Aus diesem Grunde ist denn auch der triebe. Mancher Buchbindermeister hat damals seinen Gesellen entlassen müssen, so daß 1933 ebenfalls 50 v. H. der Buchbindergesellen erwerbslos waren. Und da es sich bei den Erzeugnissen dieses Handwerkszweiges vor allem um Handarbeit handelt und die Maschine nur eine untergeordnete Rolle spielt, ist auch der Reingewinn nur beschränkt, denn mit der Hand allein kann man nicht soviel schaffen wie mit Hilfe einer Maschine. Wenn also der Umsatz auf die Hälfte zurückging, dann mußte ebenso auch der Reingewinn kleiner werden, der 1928 noch 24 Millionen Mark betrug, 1933 aber nur noch 12 Millionen. Als nun nach der Machtergreifung allenthalben das Einkommen langsam stieg, konnte das Buchbinderhandwerk wieder einen Teil seiner alten Stammkunden zurückgewinnen, so daß die Aufträge zum Einbinden von Zeitschriften und dergl. schon wieder zahlreicher geworden sind. Außerdem gibt es jetzt allmählich auch schon wieder mehr Volksgenossen, die ihre Bücher ungebunden kaufen. Vor allem hat das Buchbinderhandwerk aber durch etwas, was ihm an sich ferner liegt, eine ganze Reihe von Aufträgen bekommen. Durch die Forderung des Ahnennachweises und die Weckung des Familiensinnes sind viele Volksgenossen veranlaßt worden, sich kunstvolle Ahnentafeln, Familienstammbücher und dergl. anzulegen. Und gerade hier hat dieses Handwerk die beste Gelegenheit, sein Können unter Beweis zu stellen, indem es Stammbücher und Ahnentafeln anfertigt, die sowohl haltbar und preiswert sind, die aber auch eine Schönheit zeigen, die nichts mehr mit den Schnörkeln der Vorkriegszeit zu tun hat. Die zahlreichen Ausstellungen im Hause des Handwerks in Berlin, im Pavillon des Handwerks au der Ausstellung „Deutschland" anläßlich der Olympischen Spiele, auf dem Reichshandwerkertag in Frankfurt usw. sind Beweis genug dafür, daß das Buchbinderhandwerk wieder in der Lage ist, gute Arbeit, die gar nicht einmal teuer ist, zu leisten. V. A. Durch eine ganze Reihe deutscher Lichtspieltheater ist vor einiger Zeit ein Film gelaufen, der die Herstellung des handschriftlichen Werkes „M e i n Kampf" zeigte, das die deutsche Beamtenschaft dem Führer zu seinem letzten Geburtstag geschenkt hat. Wir haben hierdurch schon einen guten Einblick in die Tätigkeit des Buchbinders erhalten, die oftmals so recht einer beschaulichen Kunst nahekommt. Wer immer Bücher oder Zeitschriften, Zeitungsausschnitte oder dergleichen einzubinden hat, der findet auch gelegentlich Zeit, das eine oder andere ihm anvertraute Buch einmal zu lesen, und nicht zuletzt deshalb finden wir gerade in diesem Handwerkszweig so manchen stillen Philosophen. Das Buchbinoerhandwerk hat früher gut zu tun gehabt. Wir brauchen uns nur an die pompösen gold- oder messingverzierten Einbände, Poesie- und Bilderalben vergangenen Zeit zu erinnern, um zu verstehen, was es rein wirtschaftlich für diesen handwerkszweia bedeutete, daß die Nachkriegszeit diese durch die schlichten Papp- und Leineneinbände ersetzte. In der Gegenwart vollends legt man auf den Einband eines Buches offenbar noch wenig Wert, wenn er nur haltbar und zweckmäßig ist, während es früher noch eine Menge von Buchliebhabern gegeben hat, die sich alle ihre Bücher nach eigenem Geschmack einbinden ließen. Trotzdem haben die Buchbinder aber auch in den Nachkriegsjahren bis 1928/29 noch immer genug Arbeit gehabt, denn es gehörte beispielsweise zur Praxis eines Rechtsanwaltes oder Arztes, daß er sich seine Fachzeitschriften halbjährlich einbinden ließ. Aus diesem Grunde hat das Buchbinderhandwerk auch noch 1928 einen Gesamtumsatz von rund 115 Millionen Mark gehabt, von dem allerdings etwa 45 Millionen auf den sogenannten Handelsumsatz entfielen. Gerade in kleineren und mittleren Städten hat ja der Buchbinder oft noch einen Buch- und Schreibwaren-, auch Spielwarenhandel, weil er sich allein aus seiner handwerklichen Tätigkeit nur noch schlecht ernähren konnte. Nun läßt man sich aber seine Bücher und Zeitschriften schließlich nur dann einbinden, wenn man ■ bas nötige Geld dazu hat, und deshalb gingen auch ------------------- ---- -f . die Umsätze des Buchbinderhandwerks zurück, als Innsbruck geboren wurde, hat sich durch seine zahl- das Geringere Einkommen - auch der Rechlsan- reichen Arbeiten auf bem Gebiete der Chirurgie, wälte Aerzte und dergl. — die bisherigen Kunden der allgemeinen Pathologie und der Orthopädie zu Einsparungen veranlaßte. Außerdem kam auch einen ausgezeichneten Namen gemacht. mmer größere Habe. eine als brau- s bei dem eher in diese zurückversetzen kann. Architektonisch jX-UnUeLfULlUnSlC^llUll, 0U —S Ul UIC|C ouiuuvti|tgin luim. uiu;uiuviu|u; eine eben erst eingelangte Zeitung auf dem Tisch, wird in der Gebäudegruppe die Bibliothek und das deren Beilage durchzusehen mich vor allem erst Museum den Vorrang haben. Hier sollen Studen- lerTeil- aes und ten und Forscher Gelegenheit haben, ihre Kenntnis der elisabethanischen Zeit, ihrer Literatur und ihres Lebens zu vertiefen. Es wird auch ein großer Musiksaal geschaffen, in dem ein Orchester mit der ganzen Reihe der Instrumente jener Zeit wirken wird. Dazu wird es Säle für Vorlesungen und Tagungen geben, auch Räume für Klubs und gesellschaftliche Veranstaltungen, wie die Vereinigung überhaupt anstrebt, daß diese Gedächtnisstätte ein Mittelpunkt des kulturellen Lebens in London wird. Das Globe-Theater wurde im Southwark-Diertel in London im Jahre 1599 erbaut Es hatte einen fast kreisförmigen Grundriß und war in der Hauptsache aus Holz errichtet. Shakespeare war Miteigentümer des Theaters mit Burbage und seinen Schauspielerkollegen und scheint ein stetiges Einkommen daraus bezogen zu haben. Die Seejungfern-Schenke lag in derselben Straße, in der John Milton geboren wurde. Es ist keine Beschreibung dieser berühmtesten der alten Londoner Schenken erhalten; das einzige noch vorhandene Dokument ist eine genaue Rechnung aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Man hofft, die erforderliche Summe durch Subskriptionen aufbringen zu können und die Sauarbeiten schon im Krönungsjahr zu beginnen. Spiel des Zufalls Bon Iran, Karl Ginzkey. beispielmäßig hier anführen will. Ich war auf meinem nachmittägigen Spaziergang durch mein liebes Salzburg vom Mozartplatz aus in die schmale, mittelalterliche Pfeifergasse gelangt und diese führte mich zu einem kleinen, von höchst romantischen alten Häusern umstandenen Platz, eigentlich kaum mehr als eine Straßenkreuzung, von der sich wieder andere enggerounbene Gäßchen ins Dämmerig- Abenteuerliche verloren. Auf diesem altersverzauberten winzigen Platz nun gewahrte ich ein schmales hohes Haus und darauf unter einem Erkeroor- fprung, zum erstenmal feit den vielen Jahren, die ich in Salzburg wohne, eine Marmortafel mit einer Inschrift. Sie verkündete, daß hier Paul von Hofhaimer, fürsterzbischöllicher Domorganist, in den Jahren 1519 bis 1537 gelebt habe und hier auch gestorben sei „als der Töne größter Meister feiner Zeit". Es überkam mich nach dieser unerwarteten Kenntnisnahme keine geringe Beschämung, War es auch nicht die Aufgabe meines mehr ober weniger der Literatur gewidmeten Lebens, in der Musikgeschichte lückenlos Bescheid zu wissen, so betraf es mich doch nicht wenig, von diesen meist so berühmten Mann kaum mehr zu kennen als das Echo seines Namens. Auf dem Heimweg nahm ich mir vor, zu Hause meine Bildung etwas auszubessern und zunächst einmal bas Orakel aller Ratlosen, bas Konversationslexikon, zu befragen. Es lag aber Man muß sich nur vergegenwärtigen, was so ein Zufall eigentlich bebeutef Es gibt nicht wenige Zeitungen unb es gibt Millionen Dinge, über bie barin geschrieben- wirb. Unb von allen biefen war es gerabe bas eine, was mich eben fragenb beschäftigt hatte unb mir im selben Augenblick ba ich nach ihm verlangte, wie eine Offenbarung entgegentrat. Gerabe bieses kleine Beispiel scheint mir sehr bezeichnen!) ba es kaum einen Menschen geben wirb, ber Aehnliches nicht erlebte. Es wirb aber meist nach einer kurzen Verwunberung mieber beiseite gestellt, weil es „eben so ist". Ich meine aber wir täten gut, uns solchen großen ober kleinen Wunberlichkeiten bes Lebens hingebenber zu wib- men. Sie sind unterhaltsam und bringen etwas Farbe in den Alltag der Selbstverständlichkeiten, von denen wir bedrohlich und unfruchtbar umgeben sind. Nur die Seele, die noch erstaunen kann, ist wirklich noch lebendig. Das «Siobetheater so» wieder erstehen. Ein großangelegter Plan, mit einem Kostenaufwande von etwa 3 Millionen Mk. ein Shakespeare- Zentrum in London an der Stätte zu schaffen, an der der Dichter bie wichtigsten Jahre seines Lebens verbrachte, seine Dramen schrieb und zuerst aufführen ließ, ist von führenden Männern in England unb Amerika aufgestellt worden. Die „Globe- Mermaid Association of England and America“ verfolgt das dreifache Ziel: Shakespeares altes Globe-Theater wieder aufzubauen, das im Juni 1613 durch Feuer zerstört wurde; zugleich die alte Seejungfern-Schenke zu erneuern, die ursprünglich in der Bread Street, Cheapside, lag und durch den Dichter und seine Freunde berühmt geworden ist; eine große Bibliothek unb ein Museum ber Elisabeth-Zeit zum Gebrauch für Gelehrte unb Besucher aus aller Welt zu gründen Es wird beabsichtigt, diese Gebäude an einer hervorragenden Stelle am Sübkai ber Themse zu errichten und das Ganze mit Bäumen, Gehölzen und Blumen aus Warwickshire, wo ber Dichter geboren war, zu umgeben. Der Plan will bas alte Theater unb bie Schenke in ben charakteristischen Formen ber Originale wie- ber erstehen lassen, ganz im Geist unb in ber Atmosphäre ber Shakespeare-Zeit, so baß sich ber Besu- sitzen wieder über bas Haben stellt: man wirb von manchem besessen, was man nicht ursprünglich hat. Ist man so selber in Besitz genommen, zum Besitz geworben, bann erfährt man bie bem Haben überlegene Kraft unb Gewalt bes Besitzens am eigenen Leibe, um zu wissen: alles kann ich haben, aber nur bas besitzen, was von mir besessen werben kann. Unb so gilt ein kleinerer Besitz vielleicht mehr einmal verlockte. Unb ba fiel mein Blick, kaum, daß ich bas Blatt geöffnet hatte, auf einen längeren Aussatz eines bekannten Musikgelehrten. „Auf Paul von Hofhaimers Spuren." Vom Besitzen und Haben. 11 Von Oskar Sande. i Wer kennt nicht bie trüben Stunben, in denen . bie Welt so vollkommen erscheint, baß es mit bem - besten Willen nichts mehr an ihr zu verbessern gibt? Nur ihnen ist ber Tag vergleichbar, an bem man in keiner Zeitung, keinem Wochenblatt, keinem Buch auch nur bie geringste sprachliche Entgleisung zu entbeden vermag. Man finbet nichts in diesem faltenlosen Meer unb rounbert sich nur, baß ber Deutsche Sprachverein seine Auflösung noch nicht befanntgegeben hat, unb baß man selber noch ben traurigen Mut hat, überhaupt an bie Möglichkeit eines Fehlers zu denken. Nur in einer so verzweifelten Gemütslage kann einem der Gedanke kommen, sich über Haben unb Besitzen Rechenschaft zu geben. Was habe ich? Was besitze ich? Ich fanb — was offenbar an mir lag — heute keinen Fehler. Konnten bie Schriften, die ich durchblätterte, etwa doch Fehler besitzen? Es ist nicht müßig, einmal über ben Besitz von Fehlern ober Mängeln nachzubenken. Zugegeben, baß ber Mensch wesensmäßig Fehler unb Vorzüge ebensowohl besitzen wie haben kann, so wirb ein Menschenwerk. gleich welcher Art, wenn es nur zufällig fehlerhaft ausgefallen ist, boch keinen Fehler besitzen, sonbern einen haben. Denn ber Fehler gehört nicht zur Sache, ist nicht beabsichttgt, nicht notwendig, sonbern nur zufällig ba unb also kein Besitz. Fanb ich heute in meiner Zeitung keine Sprachfehler, so hatte sie eben keine, unb wenn sie morgen welche hat, so wirb sie boch niemals welche besitzen. Denn Fehler unb Mängel sinb nur zufällig in ihr enthalten. Sie ist ursprünglich vollkommen, besitzt Vollkommenheit ihrer Wesenheit nach. Mit bem Menschen ist es, wie gesagt, schlechter bestellt als mit ben Dingen, die von seiner Arbeit erschaffen werden. Er kann Untugenden und Mängel besitzen. Aber einen Unfall, ein Unglück wird er immer nur haben, nicht besitzen, wie er auch das Glück nicht besitzen kann und überhaupt nichts Zufälliges ober Vergängliches mit Ausnahme von Gelb unb Gut und jedem wirklichen Eigentum, solange er es eben hat. Dagegen Schulden kann man wiederum nicht besitzen, sondern nur haben, weil sie einem nicht selbst gehören, sondern einem anderen. Was einer hat, ist also immer mehr als was einer besitzt. Dieser sehr einleuchtende Satz schrankt das Besitzen auf ein sehr wirkliches und zuverlässiges Haben ein. Nur eins ist zu bedenken, eine kleine, doch sehr wichtige Ausnahme, die das Be- R bekannten ich Herrn sie Lind Ueberaus vergnüglich wäre es, wenn jeber der Zufallsdinge erlebt (und wer erlebt sie nicht), sie niederschreiben und sammeln würde, so daß sich bann vielleicht im Zusammenhang vieler solcher Sammlungen eine großzügige Uebersicht ergäbe über das Wesen des Zufalls, feine Eingangs- und Ausgangswege und fein sonderbares Treiben überhaupt. Anders als erfahrungsgemäß kommt man ja an solcherlei geheimnisvolle Dinge doch niemals heran. ., .. , ., . , Gerade am Tage, bevor id) dieses geschrieben, erlebte ich solch einen erquicklichen Zufall, den ich Für Menschen, die ein „inneres Leben" chen (würde es jeder besitzen, wäre manches, was uns heute im großen Zusammenhang als fast unlösbar bedrängt, schon zu einem guten Teil gelöst), für solche Menschen also bietet das Spiel des Zufalls, dem sie hin und wieder begegnen, eine Freude besonderer Art. Das Geheimnisvolle, Ueber- raschende, Verblüffende an ihm durchbricht als erquickendes Abenteuer ben normalen Ablauf ber Geschehnisse, man ahnt im Hintergrunb, ben mir nicht kennen, eine rätselhafte Macht, bie ben Dm- gen eine anbere Drbnung zumeist, als sie ber „Verstaub bes Derstänbigen" sieht. Für mich unb gereift auch für manche andere bedeutet vom Zufall überrascht zu werden ein vergnügtes innerliches Fest, fast eine Begnadung von feiten des Schicksals, die mich, so lange es sich nicht um peinliche oder tragische Dinge handelt, mit Heiterkeit erlöst und aus den Fesseln des gedanklichen Alltags befreit Aehn- lich ben Spitzbübereien, bie uns m ber Kinbbeit Spaß machten, sinb biese Kapriolen bes Schicksals uns erfreulich als kleine Bocksprünge bes betrach- tenben Alltags Freilich gibt es viele, bie ben Zufall mathematisch unb vernunftgerecht ernst nehmen unb bamit behaupten, baß es ihn eigentlich gar nicht gibt. Aber gerabe sie betreten bamit bas Reich des Übersinnlichen, wohin man nur guten Glaubens, aber nicht beredjnenb gelangen kann. Wiesc” SteÄ Ä bouÄ Miel leide"Äieße" 0947 SJ.Jporf Wirtschaft hatte hauptet. in Frankfurt a. M. 3:1 Tilelkämpse im Wintersport 8,05 8,15 9,35 Norddeutscher Lloyd 0 Devisenmarkt Ski- schäft im Fußball zwischen den Universitätsmannschaften von Greifswald und München ausgetragen. Die Bayern erwiesen sich dem Gegner in technischer 0,708 5,694 61,16 48,95 11,05 62,75 56,72 17,48 8,656 2,488 126,13 17,4 17,65 124,65 189,25 114,75 118 106 20,13 126 17,13 17,65 124,75 189,75 114,75 118 106 126,13 44,65 17,4 17,65 124,75 188,75 131,5 114,75 118 106 0,710 5,706 61,28 49,05 11,07 62,87 56,84 17,52 8,674 2,492 0,709 5,694 61,14 48,95 11,05 62,72 56,72 17,48 8,656 2,488 Mein-Mainische BSrfe. Millagsbörse sehr ruhig. 5,1 5,9 5 9,35 5,3 Meisterschaften in Lauscha auch an diesem Wochen- ende wieder eine bedeutende Wintersport-Veranstal- Lm ist der Ms nicht imr [ [einen Preis ' [ um einer am V Mich in sei Ulfe schenkt u fol der Umw Lonlentiims oe Reichs-Gkijugend-Wettkämpfe in Neuhaus. 125 Jugendliche am Start. Südthüringen wird nach den Thüringer Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börje. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben-bie Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Tageska Wria-Palast, ü V Lichtspielhaus Md" mit rein: Ausstellu nrnhaus am > Uhr, Jochen H Uns dem Stabt k Sntenbant des «ltze-Griesheim, tonten Autors zur Auffük Wels findet ar ng führt Wol I lSoelhebund • hm Vorstand M-Abend ar ^österreichisch k'Sgerl zu g p Romanen A Menschen. Lite pllung Hingewi MchenSie p®. In dem R übertragen M6 Wehrmai Am Rentenmarkt hat sich das Angebot in Kommunal-Umschuldung wesentlich verringert, der halbamtliche Kurs bewegte sich bei 91,65 bis 91,70, Reichsaltbesitz bröckelten noch 0,13 o. S). ab auf 120,40, während Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 o. $). gewannen auf 124,75. Auch in der zweiten Börsenstunde blieb die Um- satztätigkeit am Aktienmarkt gering und die Kurse veränderten sich in den meisten Fällen kaum. Etwas höher lagen einzelne Montanwerte, wie Verein. Stahl mit 119 nach 118,65, Rheinstahl mit 153,75 nach 153,50, ferner erholte sich die Farben- Aktien auf wieder 167,75 nach 167,50. Die später notierten Werte lagen ebenfalls uneinheitlich und meist nur knapp behauptet, Zellstoff Aschaffenburg verloren 1,25 v. H. auf 138,75, Bemberg 2 v. S). auf 113,50. Am Kassamarkt kamen Dürrwerke Ratin. gen mit 80,50 (am 13. Februar 73), Niederrhein. Leder Spier mit 95 (93), dagegen Frankfurter Bank mit 105 (106,25) zur Notiz. Cement Karl- stadt wurden mit 164 (zuletzt notiert 158) und Odenwälder Hartstein mit 125 (121,25) geschätzt. Abendbörse behauptet. 8,05 1,3 5,75 5 6,4 9,4 5,3 8,05 15,1 1,3 5,1 5,9 5 6,4 9,4 5,3 Hinficht überlegen und blieben verdient mit (3:0) siegreich. Mannschaftsqerätewettkampf des Kreises Gießen. 5,25 5,9 Der Unterkreis Gießen trägt am kommenden Sonntag in der Turnhalle des VfB.-Reichsbahn den 2. Mannschaftsgerätewettkampf der Unterstufe aus. Der Kampf beginnt schon vormittags und wird erfreulicherweise von 20 Mannschaften bestritten. Dcv die siegende Mannschaft des 1. Kampfes (Tv. Gro- ßen-Linden) in die Mittelstufe aufrücken muß, ist zwischen den gemeldeten Mannschaften ein spannender Kampf um den Sieg zu erwarten. Erich Metze in Gießen. Am Dienstag weilte der deutsche Stehermeister Erich Metze, der zur Zeit beste Steher der Welt, mit seinem Kameraden Erich B a u tz, der den Barias sina-Jtalien, der bekannte Fußball-Schiedsrichter, wurde von Frankreich zur Lei- 5,7« 61,25 49,« 11,« 62,« 56,« 17,81 8,671 2,421 Die erstgenannten Vereine sind Platzoereine und haben den Schiri anzufordern. Hermann Kirchner, Jugendgruppenleiter. Nene Staffelrekorde der „Nixen". Am Mittwochnachmittag unternahmen die Charlottenburger Nixen im Charlottenburger Stadtbad unter offizieller Kontrolle Angriffe auf Staffel-Bestleistungen, die auch von Erfolg gekrönt waren. In der3X100-Meter-Rückenstaffel verbesserten die Nixen ihren eigenen Rekord von 4:19,0 auf 4:16,9. Auch über 4X100-M-Rücken waren die Nixen erfolgreich. Der erst im Januar vor wenigen Wochen von Düsseldorf 98 aufgestellte Rekord von 5:55,8 wurde auf 5:48,3 heruntergedrückt. Die Nixen traten dann zu einem Rekordversuch über 6 X 50- Meter-Rücken an; auch hier gelang es ihnen, den alten Rekord von Düsseldorf 98 von 4:07,6 auf 4:02,5 zu verbessern. Außerdem stellten sie in der 6X50-m-Lagenstaffel mit 3:44,8 eine neue Jahresbestzeit auf; die alte Besüeistung hielt ebenfalls Düsseldorf 98 mit 3:46,4. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele — nur für Frauen — Studentenheim, Leihgesterner Weg, 9.30 bis 10.30 Uhr, Lyzeum, Dammstr. 26, 18.30 bis 19.30, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Reiten — für Männer und Frauen gemeinsam — Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr. Kurze Sportnotizen. Schreiber/Blersch, die früheren Frankfurter Radball-Weltmeister, werden bei den Vierländerkämpfen gegen Schweiz, Frankreich und Oesterreich in München (4.3.), Nürnberg (6.3.) und Schweinfurt (7.3.) die deutschen Farben vertreten. Japan...... Jugoslawien Oslo...... Wien....... Lissabon.... Stockholm .. Schweiz.... Spanien.... Prag....... Budapest... Neuyork.... Sei Beruf un >e ■ des Oie Heeres-Gkimeisterschasten in Garmisch-Partenkirchen. Bei den Heeres-Skirneisterschasten 1937 in Garmisch-Partenkirchen gewannen in der Gruppe A (Gebirgsbrigade) die Garmisch-Partenkirchener Jäger den Spähtrupplauf in 3:04:56,8 vor den Reichshaller Jägern. Bei den Mittelgebirgs- und Flachlandtruppen war die erste Mannschaft der Hirschberger Jäger in 2:42:42,2 ihren Mitbewerbern klar überlegen. polizei-Skimeisterschasten im Schwa, zwald. Gumpold-München holte sich bei den Polizei-Ski- Wetkämpfen am Feldberg den Sieg im 15-Kilo- rneter-Langlauf in der reichsoffenen Klasse in 1:31:36. Außer Konkurrenz erreichte SS.-Rotten- führer Schertet mit 1:20:04 eine erheblich bessere Zeit. ■»gV. **■$*11 Vor 3000 Zuschauern wurde am Mittwoch Greifswald der Endkampf um die Hochschulmeister- 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Öesterreichische Goldrente.... 4,2% Öesterreichische Silberrente. 4% Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6% ^Rumänen von 1903......... 4*4% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad II.......... 2y*% I. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 fcbei m- 1 's*.« * > Ä Zp tun» Hrufe unsere' Wigers em südlicher 2lrb kn Knskaden t betragener it und eben ßirflidjteit das Letzten Probe .Msstunden. -t fee Begabunc k Instrument n ,,D. : ^aiionen a pentlid) heißt W 'nzwische, A vergessen, m Wt kurz und Rcnbmo silberr P schlingert u |?Jn uiit eine] TjigsWe, mit ^"Mchen. Ä das weift Lper behauptk Putsch K' Sohlen! P" M betOi S.'ennt no L Jfeilc ganz und I KJ1 °b-r |Ä I Berlin Gießenern kein Unbekannter ist, in Gießen. Dem Gießener Radfahrer-Verein von 1885 und insbesondere seinem Mitglied August Deibel, der mit den bekanntesten deutschen Fahrern in guter Verbindung steht, galt der Besuch. Mit seinem Auto kam Metze von einem zehntägigen Urlaub aus den Tiroler Bergen, wo er sich dem Wintersport gewidmet hatte. Seine Fahrt führte ihn von Gießen aus über seine Heimatstadt Dortmund nach Antwerpen, wo er am Samstag wieder an den Start gehen wird. Leider vergingen die Stunden seines Hierseins nur zu rasch. Es war interessant, aus dem Munde dieses berühmten Fahrers zu hören, wie er von dem kleinen unbekannten Amateur auf diese beachtliche Höhe seiner Berufsfahrerlaufbahn gekommen ist. Auch Erich Bautz, der junge Dortmunder Straßenfahrer, berichtete von seinen Starts auf vielen deutschen Winterbahnen. Er erwartet voller Zuversicht die bald beginnende Straßenrennsaison, für die er sich vorgenommen hat, in diesem Jahre den höchsten Titel, den der deutsche Radsport zu vergeben hat, zu erringen. Den Gießenern Radsportlern wird dieser Besuch ein Ansporn sein, durch größere Radsportveranstaltungen den Gießener Sportfreunden den schönen Radsport näherzubringen und damit neue Freunde zuzuführen. Frankfurt a. M., 24. Febr. Die Börse , weiterhin nur sehr kleines Geschäft und keine einheitliche Tendenz. Die Beteiligung der Kundschaft insbesondere im Großverkehr des Aktienmark- t e s, läßt weiterhin stark zu wünschen übrig, nur am Kassamarkt zeigt sich hin und wieder etwas Interesse für Spezialpapiere. Die Auflegung der neuen Reichsanleihe fand wegen ihrer unveränderten Bedingungen eine gute Aufnahme. An den variablen Märkten kamen zunächst nur wenig Kurse zur Notiz. Don chemischen Werten notierten IG. Farben mit 167,75 bis 167,50 (167,65) Deutsche Erdöl mit 146,75 (146). Am Montanmarkt bröckelten die Kurse vorwiegend leicht ab. Verein. Stahl 118,65 (119), Hoesch 117 (117,50), Mannesmann 118,40 (118,75), Klöckner 125 (125,50), Rheinstahl 153,50 bis 153,65 (154), Mansfelder mit 155 und Harpener mit 151,50 lagen unverändert. Am Elektromarkt eröffneten Bekula 1 v. H., Siemens und Mainkraft je 0,75 v. H. niedriger. Etwas stärker ermäßigt waren Gebr. Junghans mit 125,13 (127,75). Leichte Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H. wiesen Reichsbank, Daimler und Zellstoff Waldhof auf, Holzmann und Muag blieben be- Deutsche Reichsbahn Borz.-Att. 7 Reichsbant................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank..............4 Zachamt 2 Fußball. Iugendgruppe Gießen. Folgende Pflichtspiele werden am Sonntag, 28. Februar, ausgetragen: „ v Klein-Linden 1. Jgd. — DfB.-R. Gießen l. Jgd.; Watzenborn-Steinberg — Spvgg. 1900 Gießen; Alten-Buseck — Lollar; Allendorf — Steinbach; VfB.-R. III — Heuchelheim II; Krofdorf — Heuchelheim; Großen-Buseck — D "------ gegen Rodheim; Großen-Linden II - enberg — 1900 Gießen III. Da der Ordereingang weiterhin schwach war, nahm auch die Abendbörse nur einen sehr stillen Verlauf, doch blieb die Haltung freundlich und die im Mittagsschlußverkehr teilweise eingetretenen Br- beftigungen konnten sich voll behaupten. Etwas Interesse erhielt sich nach Montanwerten bei leicht anziehenden Kursen, nur Rheinstahl mit 153,75 (154,40) nicht ganz behauptet, dagegen Laurahütte weiter fest mit 19,75 ((19,25). Leicht rückläufig waren Bemberg mit 113 (113,75), Eßlinger Ma. schinen mit 108 (108,50), Muag mit 144 (144,50) und Schlickert mit 164 (164,75). Auf den übrigen Marktgebieten wurden die Berliner Schlußnotie. rungen zumeist erreicht. Die Rentenmärkte lagen sehr ruhig, weiter etwas erholt Kommunal-llm- schuldung mit 91,85. j kp tung erleben. Es sind dies die am 27. und 28. Februar in Neuhaus am Rennweg angesetzten Reichs-Skijugend-Wettkämpfe, zu denen aus allen Gauen des Reiches 96 Jungen und 29 Mädel, zusammen also 125 Jugendliche, kommen werden. Das Reichsfachamt für Skilauf hat für jeden Gau eine Höchstbeteiligung vorgeschrieben. Den Auftakt der sportlichen ©ettberoerbe bildet am Samstag der Langlauf über 3,5 bzw. 5 Kilometer. Am Sonntag werden die Abfahrtsläufe für Mädchen sowie der Sprunglauf durchgeführt. Den Abschluß bildet die feierliche Siegerehrung auf dem Marktplatz. Norwegischer Triumph in Holmenkotten. Selbst die Norweger werden nicht erwartet haben, daß der 50-Kilorneter-Dauerlauf von Hol- rnenkol mit einem so großartigen heimischen Erfolg enden würde. Per Samuelshaug gewann diese so schwere Prüfung in 3:36:26 Stunden vor dem Schweden Nils Englund, dem in Oscar Gjörslien, Lars Bergendahl und Olaf Hoffsbakken wieder drei Norweger folgten. Der große Klas Karppinen wurde nur Sechster und fein Landsmann Pekka Niemi, der Weltmeister von Chanonix, gar nur Neunter! Einen weiteren norwegischen Triumph gab es in der Staffel, die von den Gastgevern in 2:52:12 vor Finnland gewonnen wurde, das 2:55:55 benötigte. 20,13 126 45 17,13 17,5 124,9 189,75 131,25 114,75 118 106 Berlin — Frankfurt a. BL Weitere Einlagenfortschritte in den Januar-Bilanzen der Banken. Mit den soeben erschienenen Januar-Ausweisen haben die deutschen Kreditbanken ihre Berichterstattung für das laufende Jahr ausgenommen. Die letzten Monatsbilanzen waren per Ende November er- chienen, während der Dezember als der Monat der Jahresabschlüsse nach den Bestimmungen des Reichsgesetzes über das Kreditwesen für die monatliche Berichterstattung fortfällt. Wenn auch im Januar die Kreditmärkte stets eine Verflüssigung zu erfahren pflegen, so ist doch der Umfang, in welchem die diesjährige Verflüssigung in den Kreditbankbilanzen in Erscheinung tritt, um o beachtlicher, als der vorausgegangene Monat Dezember den Märkten die letzte große Anleihetransaktion des Reiches von 600 Millionen Mark gebracht hatte. Die Januarziffern lassen nun erkennen, daß die Einzahlungen auf diese Anleihe voll geleistet sein müssen, ohne daß die Depositenbildung hierdurch irgendeine nennenswerte Beeinträchtigung erfuhr. Im Gegenteil: Es hat die Ein- lagenentwlcklung bereits wieder sehr kräftige Fortschritte zu verzeichnen, wie dies z. B. an den Depositenbeständen der Großbanken zum Ausdruck gelangt, die sich im Vergleich mit Ende November um 200 Millionen Mark erhöht haben. Da aus der anderen Seite die Abrechnung mit den Anleihezeichnern die eigenen Anleihebestände um 121 Millionen Mark herabdrückte und weitere Mittel aus Schuldentilgungen zuflossen (33 Millionen Mark), standen den Banken sehr hohe Beträge zur Anlage zur Verfügung, die insbesondere in Solawechseln der Golddiskontbank erfolgte. Das Ergebnis dieser Entwicklung war, daß die Banken ihre Anlageliauidi- tät und damit zugleich den Grad ihrer Kreditkapazität weiter zu erhöhen vermochten. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 112: Anordnung über den Arbeitseinsatz von Metallarbeitern. Vorn 11. Febr. 1937. — 113; Sie Tabakkampagne 1935/36 in den griechischen Haupt-Änbaugebieten. — 114: Erhöhte Preise am bulgarischen Tabakmarkt. — Rund die Hälfte der Ernte 1936 angekauft. — 115: Verlängerung des deutsch-polnischen Wirtschaftsvertrages.—116: Ueber- weisung von Provisionen, Spesen und dergl. nach Argentinien. — 117: Anordnung 7 (betreffend Verwendung von Trennölen im Brot- und Backgewerbe) der Reichsstelle für Milcherzeugnisse, Oele und Fette als Ueberwachungsstelle. — 118: Bestimmung des Werberates der deutschen Wirtschaft über die Werbung auf dem Gebiete der Elektrizität, des Gases sowie der Brenn- und Kraftstoffe aller Art. — 119: Anordnung über die fachliche Zusammenfassung der Unternehmer und Unternehmen, die gewerbsmäßig Kraftfahrzeuge vermieten. Anmeldepflicht bis zum 31. März 1937. Der Führer stiftet das „Deutsche Neiterführer-Abzeichen" In Anerkennung der Bedeutung der vormilitärischen Reit- und Fahrausbildung innerhalb des nationalsozialistischen Reiterkorps (NSRK.) hat der Führer und Reichskanzler durch Verfügung vom 23. Februar 1937 das Deutsche Reiterführerabzeichen" gestiftet. Die Ausgabe erfolgt auf der Reichs- reiterführerfchule Berlin nach den vom Führer genehmigten Bestimmungen. — Gleichzeitig hat der Führer eine Plakette als Anerkennung für diejenigen Volksgenossen gestiftet, die sich durch Zurver- sugungsstellung von Pferden für das nationalsozialistische Reiterkcmps um die wehrhafte Ertüchtigung der deutschen Jugend verdient gemacht haben. Sport im Dienste des WHW. Auch in diesem Jahre tritt die Ortsgruppe Gießen des Reichsoerbandes Deutscher Turn-, Sport-und Gymnastiklehrer mit einer Veranstaltung, deren Reinertrag dem Winterhilfswerk zufließt, an die Öffentlichkeit. Am kommenden Samstag wird im Caf6 Leib den Besuchern wieder ein abwechslungsreicher Abend geboten werden. Die praktischen Vorführungen beginnen mit Deutscher Gymnastik. Gerade hier wird dem Zuschauer durch reichhaltige Darbietungen ein tiefer Einblick in den Sinn und das Wesen der Deutschen Gymnastik gegeben jneröen. Keulenschwingen und Seil- fpringen mit Begleitmusik zeigt den lebendigen Rhythmus dieser beiden Schwungübungen, die immer wieder gern gesehen werden. Zoppoter Bodenturnen, ausgeführt von einer Damengruppe, wird erstmalig gezeigt. Die Uebungen des Zoppoter Bo- denturnens sind, ihrer Schwierigkeit wegen, nicht alltäglich. Bodenturnen der Jugend bringt schwierige Überschläge und Sprünge. Zum Abschluß wird man den harten Männersport Boxen zu sehen bekommen. Ausschnitte aus der Körperschule für Boxer und der Boxschule leiten zu zwei Kämpfen über. Die Kapelle Krengel bestreitet den musikalischen Teil. Es wäre zu wünschen, daß durch guten Besuch der Veranstaltung der Sache des Winterhilfswerkes gedient wird. Endspiel um den Neichsbundpokal. Niederrhein gegen Sachsen im Olympia-Stadion. Der Endkampf um den Pokal des Reichsbundes führt am Sonntag im Olympia-Stadion die beiden Gaumannschaften von Niederrhein und Sachsen zusammen. Als die Sachsen in der Vorrunde bereits die spielstarken Bayern aus dem weiteren Wettbewerb ausschalteten, lag diese Endspielpaarung sehr nahe. Die Sachsen stehen zum zweitenmal im Endspiel. In der vorjährigen (Wiederholungs)-Entscheidung schoß die Mannschaft von der Elbe den Gau Südwest in Leipzig mit 9:0 zusammen, nachdem die Süddeutschen in der ersten Begegnung in Frankfurt am Main ein 2:2-Unentschieden erzwungen hatten. Sachsen ist also Pokalverteidiger und wird natürlich alles daransetzen, den Titel erfolgreich zu verteidigen. Das wird ihm gegen die Niederrhein- Nationalmannschaft" auf neutralem Berliner Boden aber so leicht nicht gelingen, und man möchte dcn spielerisch vielleicht doch höher einzuschätzenden Westdeutschen die etwas besseren Aussichten in dem an sich als offen zu bezeichnenden Kamps einräumen. Sowohl Niederrhein als auch Sachsen stützen sich mit je einer Ausnahme auf die gleiche Vertretung, die für die Vorschlußrunde aufgeboten wurde. Universität München Hochschulmeister im Fußball. Frankfurter Getreidebörse. -Frankfurt a. M., 24. Febr. Die Umsatztätig, feit am Getreidegroßmarkt war weiterhin unbe. deutend, da das Angebot in Brot- und Futter, getreide feine Zunahme erfahren hat. Die Mühlen. Versorgung mit Mahlgut geschieht vorwiegend durch Zuweisungen. Für Weizenmehl hielt die lebhafte Nachfrage des Handels an, Roggenmehl wird ge> nügend angeboten. An den Futtermittelmärkten en gab sich keine Asnderung der bisherigen Lage. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W16 214, W19 218, W 20 220; Roggen R 12 174, R 15 177, R18 181, R19 183, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 w 13 29,15, W 16 29,25, W19 29,25, W 20 29,60; Rog. genmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, J Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00, I Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu, lose 5,00 bis 5,60, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt ober gebündelt 2,40. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Febr. (Vorbericht.) Um ] 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 56 I Rinder (2 Ochsen, 7 Bullen, 36 Kühe, 11 Färsen), I 787 Kälber, 135 Schafe, 756 Schweine. Es kosteten: | Rinder: Bullen 39 bis 43 Mk., Kühe 18 bis 43, I Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 25 bis 65; 1 Hämmel 38 bis 47, Schafe 25 bis 40, Schweine 48)4;| bis 52^ Mk. — Marktoerlauf: Rinder und Schweine 1 wurden zugeteilt, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig. fei? Daubrmqen; Wißmar tung des am 21. März in Stuttgart stattftndenden " — Lich; Stau- Länderkampfes Deutschland — Frankreich vorge- I schlagen. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Scblußk. Mittag- börse Datum 23.2. 24.2. 23.2. 24.2- 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,25 98,25 98,25 98,25 6Yi% Doung-Anleihe von 1930 .. 104,25 104 103,9 103,9 4%% Hesiische VoUsstaat von 1929 99,5 99,5 — — 4/2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 100,25 100,2 100,4 100,4 47i% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. 98,: 98,5 98,5 98,5 Reichsanleihe-Altbesitz.......... 120,5 120,25 120,4 120,4 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 133,5 133,25 — — 472% Hess. L andesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 98,25 98,25 — 98,25 5%% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 101,25 101,13 — _ 4y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 98,25 98,25 98,25 98.25 4'/r% Preuß. Gold-Komm. R. 20 96 96 96 96 4%% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6................ 95,25 95,25 _ _ Deutsche Ko mm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 129,25 129,5 129,25 129,13 '.H HÄ .ÄS '»> 158) * » totta* ... Sh; 5» Wg a*)l mit \\V' SÄ .Wmoer k i ben ubchx ■r tzchlußn^ enmarfte U. kommunal,{ rrse. Umsätze hierhin 4 ; und FM, lt Die Muhii. hegend bu* elt die lebhch Mehl wird» uttelmärkten v. Aus der provinzialyauptstaitt Der Konzertgeiger. Unter den Berufen unserer Zeit steht der Konzert- 'iqer nicht an letzter Stelle. Vor allem nicht der onzertgeiger des Kaffeehauses. Er ist der Reprä- utant einer guten Musikpflege an der neuzeitlichen nterhaltungsstätte. Konzertoeranstaltungen gibt es i-reits, so lange überhaupt von einer edlen Frau qufita die Rede sein kann. Aber Kaffeehäuser exilieren nach ihrem Wiener Vorbild erst seit dem vori- L Jahrhundert. Und das Konzertkaffee im heuti- IJti Sinne hat eine noch viel jüngere Vergangenheit, .'trabe deshalb aber läßt sich sagen, daß das Kon- ritkaffee die Kultur unserer Zeit einigermaßen spielt. Wie unser Geschmacksempfinden sich allgemein prfeinerte, so nahmen auch die großen Unterhal- jj tuigsstätten andere Formen an. Aus dem Bierpalast K Vergangenheit kultivierte sich das Kaffeehaus viferer Tage, und es ist unbestreitbar, daß es heute vitcr allen öffentlichen Gaststätten einen sehr be- Michen Rang einnimmt. Gute Konzertgeiger mit vortrefflichen Kapellen sind Serail die Lieblinge des Publikums. Es schenkt ihnen ine Gunst großzügig und beifallsfreudig. Ein gelierter Konzertgeiger steht in der blendenden Lichter- flle des Kaffeehauses wie ein Märchenprinz inmitten euer festlich gekleideten Menge. Seine Geige ist die ^oße Zauberin, die alles um ihn her verwandelt, (ein Bogen, als Taktstock gebraucht, wirkt wie ein j:szinierender Stab, der frohe oder empfindsame Ge- fhlsregungen auslöst. Man könnte einen solchen Geier beneiden. Und doch ist es nicht nur sein musikalisches Ta- Imt und seine elegante Erscheinung, die ihm die Zuneigung und am Abschiedsabend mancherlei Hrungen des Publikums eintragen. Wie die mei- r?n Berufe unserer Zeit erfordert der Beruf eines jonzertgeigers ein erhebliches Maß von ernster, viermüdlicher Arbeit. Was am Abend in fprü- nben Kaskaden oder im rhythmischen Walzertakt, getragener Weise oder in fröhlichem Jauchzen ctlingt und eben doch nur als Spiel erscheint, ist f Wirklichkeit das Ergebnis fleißigen Mühens und frtgesetzten Probens in immer wiederkehrenden K'bungsftunden. Wozu außerdem noch eine vor- teffliche Begabung und eine leidenschaftliche Liebe m Instrument kommen müssen, wenn der Erfolg „Nas püttsch" Stationen aus einem kleinen Leben. Eigentlich heißt sie ... aber außer der Mutter hat wohl inzwischen die gesamte zahlreiche Familie rollig vergessen, wie sie nun wirklich heißt. Man uft halt kurz und bündig: „Püttsch!" Dann kräht 6 irgendwo silbern, und ein seltsames Etwas rollt, tigelt, schlingert und wackelt durch die Wohnung, «ngetan mit einer lächerlich winzigen, braunen rainingshofe, mit unsagbar dreckigen und unge- hickten Händchen. Ob es ein Mädel ist oder ein unge, das weiß man ebenfalls nicht so genau: er Vater behauptet, ein Junge, die Mutter — em Mdchen; Püttsch selbst, um seine Ansicht befragt, öhauptet strahlend: „Das Püttsch!" Womit wir 15 denn auch bewenden lassen ... * Püttsch kennt noch keine Eitelkeit. Vorläufig sind tunbe seine ganze Seligkeit. Einmal komme ich pm Besuch und bringe einen kleinen Dackel mit, mb der „Wauwok" läßt mit bewundernswerter Geduld die stürmischen Zärtlichkeiten der ungelenken Kinderhände über sich ergehen. Ein paar Tage später komme ich wieder zu Püttschens Mutter, sie sagt das Kind: „Ist das Tante Christine...? liittschs kleines Hirn denkt eifrig nach, man hort •3 förmlich summen. Dann zieht ein strahlendes Röcheln über das runde Kindergesicht, und Püttsch lerfünbet laut: „Tante Wauwok ...!' Wenn bei uns jemand etwas fallen läßt, dann laicht die ganze Familie unweigerlich in den Ruf cjs: „Wenn das aus Glas gewesen war...! Nittsch hat das hundertmal gehört, nach Monaten I <-ft macht es Gebrauch davon. Mühsam auf krum- I r en Beinchen durchs Zimmer marschierend, verliert | V-r Wurm in Trainingshosen plötzlich das Gleich- I <2mid)t und setzt sich reichlich unsanft auf den dazu [ l-stimmten Körperteil. Schon erwarten wir em I t'ilbes Schmerzensgeheul und sind bereit, dem I .armen Kind" tröstend zur Seite zu stehen. Püttsch I Ger, wie angeleimt auf dem Teppich sitzend, ver- I <>eht nur leise sein Gesicht und stellt schließlich mit Ichtlicher Befriedigung fest: das aus Glas I !-wesen wär...!" Einmal ist die Mutter auf einen Ball gegangen 3md Püttsch hat staunend zugesehen, wie sie sichi für die GG.-Berfugungstruppe. NSG. Auf viele Anfragen aus dem Gau Hessen- Nassau bei der SS.-Standarte „Germania" über Einstellung in die SS.-Verfügungstruppe wird darauf hingewiesen, daß am 12. März 1937, 10 Uhr, bei Sturmbann ll/SS. „Germania", Arolsen - Waldeck, Dienststelle SS.-Kaserne, eine Musterung für die Einstellungen zum 1. April bzw. 1. Oktober 1937 stattfindet. Zur Musterung, die auch gleichzeitig für die SS.- Totenkopf-Verbände vorgenommen wird, können Freiwillige erscheinen, die nachfolgenden Bedingungen entsprechen: 1. Der Bewerber muß deutscher norm Spiegel mit dem Lippenstift den Mund nachzieht. Wochen später erwischt das Püttsch einen Topf mit roter Farbe, schmiert sich besinnungslos einen dicken Klecks ins runde Gesicht und marschiert, so geschmückt, stolz erhobenen Hauptes durch die Wohnung: „Püttsch schön-nemacht! Püttsch Ball Schluß' dljig) kurs "• ;rigen Lage, h ’ übrige [e 1« H3 211, Wifi 12174, Rn mdelspreise üe. Futterarm !ype 812 WH '20 29,60; Ry (15 22,80, Ri Fiachlausgleii eie W13 10, .20; RoggeM 40, R19 M . Sojaschrot - •, lieber Itz Mnschnihel - gepreßt 5,40 te rahtgepreßt ote 167, 139,2 144, 151.5 V "’S S 'Ä 1 KW 143,25 I*, 127,9 , 111/2 "i! 155 ,1 224,751 J KM "W i63, n 'M w 25-51 N aufzugeben. Aml Deutsches Volksbildungswerk. Dichterabend Karl Heinrich Wag- gerl. Am Freitag, 26. d. M„ 20 Uhr, liest in der Neuen Aula der Universität der Dichter Karl Heinrich Waggerl aus eigenen Werken. Der Goethe- Bund hat uns zu diesem Abend verbilligte Eintrittskarten zum Preis von 50 Pfennig zur Verfügung gestellt, die auf der Kreisdienststelle erhältlich sind. Gießener Wochenmarkkpreise. * Gießen, 25. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, K- kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter, 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11X, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 10 bis 15, Weißkraut 7 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, % kg 80 Pf. bis 1 Mk., Zwiebeln 8 bis 10 Pf., Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 25, Hähne 90 Pf. bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 50, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. ** Vorsorge f ü r den Reichsbahn- Osterverkehr. Um eine glatte Abwicklung des diesjährigen Oster- und Pfingstverkehrs der Reichsbahn sicherzustellen, werden an den Hauptverkehrs- tagen im innerdeutschen Bahnverkehr Fahrpreisermäßigungen für Gesellschaftsfahrten nicht gewährt. Dies gilt zu Ostern für den Gründonnerstag, 25. März, und den Ostermontag, 29. März, und zu Pfingsten für die Tage vom Pfingftsams- tag, 15. Mai, bis Pfingstmontag, 17. Mai. Für Reisen vom Ausland nach Deutschland und zurück sowie im Durchgangsverkehr durch Deutschland Grippe, Erkältung Verschwinden durch Klosterfrau-Melissengeist meist rasch, wenn man gleich die ersten Snmvtome, wie Frösteln, Husten, Kopfschmerzen, energisch bekämpft. Bor dem Schlafengeben riibre man ie einen Embnel Zucker und Klosterfrau-Melissengeist in einer TaCe gut um, gieße kochendes Waster hinzu und trinke möglichst beiß zwei dieser Portionen (Kinder ent- : sprechend weniger). Am anderen Morgen füblt man sich in der Regel besser. Grivve und Erkältung geben meist rasch zurück. Zur Nachkur nehme 1 man noch einige Tage die halbe Menge. Berlanoen Sie Klosterfrau-Melissengeist bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in der blauen Packung mit den drei Nonnen. Flaschen zu NM. 2.95,1.75 u. 0.95. i#?v g /• ; W4 können diese Ermäßigungen auch in den anaegede- nen Sperrzeiten gewährt'werden. Für Gesellschaftsreisen von Deutschland nach dem Auslande ist dagegen eine besondere Genehmigung einzuholen. Bei den Schul- und Jugendpflegefahrten treten Beschränkungen nicht ein. ** Prüfungen der Technischen Lehrerinnen. In diesen Tagen finden wieder die Prüfungen der Technischen Lehrerinnen in Gießen unter dem Vorsitz von Schulrat N e b e l i n g als Regierungsvertreter statt. Zuerst werden die Lehrübungen in der Berufsschule und in der Fachschule der Aliceschule gehalten, dann wird eine schriftliche Klausurarbeit geschrieben, darauf folgt die praktische Prüfung in Hauswirtschaft, zuletzt wird die mündliche Prüfung abgenommen. Das Technische Seminar in Gießen wird nach Entscheidung der Abteilung VII der Landesregierung in der seitherigen Form weitergeführt. ** Der Kleingärtnerverein Post Gießen hielt im Gasthaus ,Lum Schipkapaß" seine Generalversammlung ab'. Im Anschluß an die rasch erledigte Tagesordnung hielt Dr. G o e r r e s von der städtischen Betriebsverwaltung einen Vortrag über die Herstellung und Verwendungsart des Humusdüngers „Biohum". Ein weiterer Vortrag wurde vom Vereinsführer gehalten, der über das Thema „Der Beamte als Kleingärtner im Rahmen des Dierjahresplanes" sprach. Der Redner schilderte hier besonders die Möglichkeiten, durch eine Steigerung und Verbesserung des Beerensträucheranbaues zur Stützung unserer Dolksernährung beizutragen. Eine Filmvorführung und eine Gratisoerlosung beschlossen die Versammlung. ** Kein Ehepaar, sondern Mutter und Sohn. Zu der am 17. Februar gemeldeten Verurteilung zweier Angeklagten namens Schrei tz in Friedberg wegen Kuppelei durch die Gießener Große Strafkammer ist berichtigend festzustellen, daß es sich dabei nicht um ein Ehepaar Wilhelm Schreitz handelt, sondern die Verurteilten sind Mutter und Sohn namens Schreitz aus Friedberg. Ortsgruppenabend in Gießen-Süd. Oberbürgermeister Ritter spricht über die Neuordnung der deutschen Fremdenverkehrswerbung. Im vollbesetzten Saale des Studentenhauses am Leihgesterner Weg fand am gestrigen Mittwochabend eine Ortsgruppenoersammlung der Ortsgruppe Gießen-Süd statt. Im Anschluß an den Einmarsch der Fahnengruppen wurde die Versammlung an den Todestag Horst Wessels erinnert und dabei mit einem stimmungsvollen Gedicht dieses Freiheitskämpfers der Bewegung und feiner im Kampfe für Deutschland ermordeten Kameraden gedacht. Oberbürgermeister Ritter betonte zu Beginn seines Vortrages die Größe unserer Zeit, in der es gilt, unter der Führung Adolf Hitlers alle Kräfte und alle deutschen Menschen einzusetzen für den Wiederaufbau unseres Volkes. Er wies dabei auf die besondere Verpflichtung der Parteigenossen hin, die sie als Angehörige des'Ordens der Partei, der Träger des Staates und ständiger Künder der Idee des Führers ist, zu erfüllen haben. Sodann erinnerte er in großen Zügen an die Hetze und den Lügenfeldzug, die auch heute noch vom Auslande her gegen unser in Frieden arbeitendes und vorwärtsstrebendes Drittes Reich im Gange sind. Er kennzeichnete in diesem Zusammenhänge die am häufigsten von den Lügnern und Hetzern vorgebrachten Behauptungen in ihrer ganzen Hohlheit und Verlogenheit, stellte ihnen aber auch die vollkommene Hoffnungslosigkeit gegenüber da das deutsche Volk unter der zielbewußten, klaren und aufbauenden Führung Adolf Hitlers auf derartige Schwindeleien nicht hereinfallen wird. Weiter machte er die wahre Bedeutung des auf das Wohl aller Volksgenossen hinzielenden deutschen Sozialismus Adolf Hitlers klar und stellte demgegenüber die Unwahrhastigkeit und Hohlheit des von den Marxisten verkündeten „Sozialismus" heraus. In großen Zügen wies der Redner dann noch auf die Bedeutung des zweiten Vierjahres- planes und die in diesem Rahmen zu lösenden Aufgaben unserer Rohstoffversorgung hin. Er betonte auch hierbei, daß das Dirken des Führers und die gemeinsame Arbeit aller Volksgenossen darauf gerichtet sind, unserem Volke auch in wirtschaftlicher Hinsicht die Freiheit gegenüber dem Auslande zu erringen und sicherzustellen, dann aber auch in weiterer aufbauender Arbeit den Lebensstandard aller Volksgenossen durch die Steigerung des Arbeitsertrages zu heben. Nachdrücklich nahm er ferner gegen die unsinnigen Lügen des Auslandes über unsere Rüstungsmaßnahmen Stellung, wobei er hervorhob, daß unsere Aufrüstung nur eine Folge des Wortbruches der anderen ist, die, obwohl Deutschland ab- gerüstet hatte und sie zu gleichem Vorgehen verpflichtet waren, nicht im geringsten danach handelten, sondern mit aller Kraft aufrüsteten und schließlich über unser Volk hergefallen wären, wenn wir nicht endlich selbst durch die Verstärkung unserer Wehr für unsere Sicherheit gesorgt hätten. Die deutsche Aufrüstung ist also nur ein Akt der Notwehr und des Selbstschutzes gegenüber der mißgünstigen Welt um uns herum. Wie im Auslande uns als Urheber des Wettrüstens hinstellt, ist — wie der Redner unter dem starken Beifall der Versammlung betonte — entweder ein Idiot oder ein Jude. Hierauf wandte sich der Redner seinem Vortrag über die Neuordnung der deutschen Fremdenverkehrswerbung zu. Er wies dabei einleitend auf die Zersplitterung und das vielfache Gegeneinander der in der Fremdenverkehrswerbung tätigen Kräfte vor der Machtübernahme hin und stellte jenem Durcheinander die einheitliche Ausrichtung und klare Zielsetzung gegenüber, die durch die gesetzliche Regelung der Fremdenverkehrswerbung im Reiche Adolf Hitlers geschaffen wurde. Als oberffen Gesichtspunkt dieser ordnungsmäßigen Gestaltung im Fremdenverkehr bezeichnete er den Dienst am ganzen deutschen Vaterland mit dem Ziel, Deutschland zum gastlichsten Land der Welt zu gestalten. Zur Erreichung dieses Zweckes ist die gesamte Fremdenverkehrswerbung von Grund auf unter neue Gesichtspunkte gestellt worden, insbesondere ist dafür Sorge getragen, daß eine gradlinige, vom nationalsozialistischen Geist erfüllte Fremdenoer- kehrspolitik wirksam ist. Hierbei wird besonderes Gewicht darauf gelegt, daß der Auslandsreiseverkehr von Deutschland aus insbesondere den Ländern zugute kommt, die in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht auch uns gegenüber eine freundliche und verständnisvolle Haltung einnehmen und das Lebensrecht des deutschen Volkes achten. Dagegen haben wir keinerlei Anlaß, durch den Reiseverkehr von Deutschland aus diejenigen Staaten zu begünstigen, die politisch und wirl- schaftlich feindselig gegen uns eingestellt sind, alle deutschfeindlichen Bestrebungen unterstützen und ihnen Tür und Tor öffnen. (Starker • Beifall!) Das Mädchen mit dem Silberhaar. Roman von Anny von panhuys. 13. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Er hatte sie wieder eingestellt, ihr eine Stellung gegeben, die ihn oft mit ihr zusammenbrachte, und er hatte immer eine stille eigenartige Freude empfunden, wenn sie hier in sein Büro getreten. Ihre wundervollen klugen Augen hatten schon eine gewisse Macht über ihn gewonnen, das gab er sich zu. Aber diese Macht ärgerte ihn jetzt, machte ihn zornig. Er hörte immer noch die Helle, scharfe Stimme der Komtesse etwas sagen, was ihm wey- tat wie ein körperlicher Schmerz. Teufel! Teufel! Mit was quälte er sich denn eigentlich herum? Was kümmerte es ihn, was Franziska Karsten auf dem Maskenball getan. Sie war ja erwachsen, und es ging niemand etwas an, wenn sie sich von einem Manne hatte küssen lassen. Auch ihn ging es nichts an. Nein, auch ihn nicht. Ihn vielleicht am allerwenigsten. Er brauchte sich wirklich nicht über die dumme Tratschgeschichte zu ärgern, und er durfte sich auch nicht einmischen. Er hatte der Komtesse zuviel versprochen. Er lief unruhig im Zimmer umher, brummte: Alberner Weibsleutekram! Er würde der Komtesse noch heute, am besten sofort, schreiben, er bedaure sehr, ihr in diesem Fall nicht dienen zu können, aber er hätte es sich überlegt, er besitze kein Recht dazu, sich in das Privatleben seiner Angestellten als Vormund einzumischen. Es klopfte leicht. Er erschrak. So klopfte Franziska Karsten an. Er kannte schon den Anschlag. Er rief mechanisch herein und hatte das Gefühl einer starken Verlegenheit. Ihm war es, als müsse ihm das blonde Mädchen ansehen, mit welchen Gedanken er sich herumschlug. Franziska trat ein. Hatte er nicht vorhin, nach dem, was die Komtesse vorgebracht, im Geist fein häßliches, entstellendes Mal auf dem Gesicht Franziska Karstens zu sehen geglaubt? Lächerlich! Schön und rein und klar wie immer war das weiche junae Gesicht. 9 Zorn stieg wieder in ihm auf, Zorn, den er doch hmunterschlucken mußte, weil ihn das alles, was ihn zornig machte, gar nichts anging. Franziska hatte gegrüßt, aber keinen Gegengruß erhalten. Sie hatte nun stumm gewartet. Der Direktor schien so tief in Gedanken versunken, daß er, obwohl er herein gerufen, sich kaum ihrer Gegenwart bewußt geworden. Sie mußte ihn wohl endlich daran erinnern. Sie sagte gedämpft: „Verzeihung, Herr Direktor, Sie haben mich um elf Uhr hierher bestellt." Er riß sich aus seinem zornigen Grübeln. „Natürlich, natürlich, setzen Sie sich. Ich habe geschäftlich den Kopf voll und es ganz vergessen." Er sah sie an und zwinkerte mit den Lidern. Also, sie ahnte wohl etwas oder hatte die Komtesse hier im Haus gesehen, denn an den langen Wimpern hingen ein paar Tränen. Warum brockte sie sich aber auch solchen Aerger ein. Ein anständiges Mädel drückt sich nicht mit einem Herrn auf einer dunklen Galerie herum und läßt sich a'bfüffen. Es fiel ihm ein, daß er, wenn die Geküßte eine andere gewesen, sicher sehr gelacht hätte über den Klatsch. So zimperlich war man doch heutzutage nicht mehr. Wenn jeder Kuß einen Skandal zur Folge hätte, wäre die Welt wohl ein einziger großer Skandal. Er wollte anfangen zu diktieren, statt dessen fragte er, allerdings klang es ein wenig barsch: „Warum haben Sie geweint, Fräulein Karsten?" Sie hob den Blick, und die klugen grauen Augen schimmerten von neuaufsteigenden Tränen. Sie antwortete: „Verzeihung, Herr Direktor, daß ich mich so wenig zusammennehmen kann. Ich begegnete vorhin auf der Treppe einem Arbeiter, namens Dieter, der entlassen worden ist, und er tut mir so leid. Ihn trifft die Entlassung ganz besonders schwer; seine Mutter, die er ernährt, ist seit Jahren gelähmt, seine Frau kränkelt, und er hat drei Kinder. Ich kenne ihn seit langem, er wohnt nur ein paar Häuser von mir entfernt." Berthold Radix hatte mit solchem Grund zu Fran- ziska Karstens Tränen nicht gerechnet. Doch die Sache interessierte ihn. Er konnte sich nicht um jeden einzelnen kümmern, fand er. Es gingen und kamen immer einige. Er fragte: „Wissen Sie, weshalb dieser Dieter entlassen worden ist?" Sie bejahte. „Wegen Arbeitsmangel! Aber er sagt auch, an seine Stelle würde wieder ein Mann eintreten, der es gar nicht nötig hätte, andern die Arbeit wegzunehmen, weil er kürzlich ein Häuschen und etwas Geld erbte." Sie dachte: Nur mutig drauflos, vielleicht konnte sie dem armen Menschen, der arbeitslos geworden, helfen. Sie fuhr fort: „Es kommt doch heutzutage darauf an, besonders die zu halten, die eine große Familie erhalten müssen. Da beginnt also die Ungerechtigkeit. Die Zeit ist so schwer, der arme Mensch ist ganz verzweifelt. Er redete irres Zeug. Ich will heute mittag zu ihm gehen, ich habe Angst, er stellt irgend etwas Schlimmes an." Er sah sie an, und da trat ganz jäh wieder das Bild vor ihn hin, das ihm zufetzte wie eine böse brennende Wunde. Er sagte höhnisch: „Ich habe gehört, alle leichtsinnigen Frauen sind besonders mitleidig." Kaum hatte er den Satz gesprochen, empfand er !■■■! 5. fllal (274 Ohne Gewähr ihn selbst wie eine Schande. Wie hatte er sich von seinen Gefühlen nur soweit hinreißen lassen dürfen! Franziska hatte die Worte gehört, und es war ihr im ersten Augenblick, als müsse sie sich verhört haben, als könnten sie nicht für sie bestimmt gewesen sein. Aber es war niemand weiter in dem mollig geheizte» behaglichen Büro, als Berthold Radix und sie. Ganz langsam lösten sich ein paar Tränen unter ihren Wimpern los und rannen die weichen Wangen hinunter, ohne daß die schmale Mädchenhand den Versuch machte, die Tropfen mit dem Taschentuch aufzuhalten. „Es war sehr häßlich, was Sie mir eben gesagt haben, Herr Direktor, und ich ,id)me an, daß hinter dem irgendwie die Komtesse Monchsgut steht. Ich kann natürlich nun nicht mehr hierbleiben und gehe sofort." Er trat etwas zurück, sonst, weiß der Himmel, hätte er seine Arme ausgestreckt und das schlanke Mädel mit dem schimmernden Haar an sich gerissen. Er fuhr sich über die Stirn. Verrückt war er, verrückt, verrückt. Er sagte kalt: „Ja, gehen Sie sofort, Ihr Gehalt wird Ihnen ausgezahlt werden." Sie sah sich nicht um, wie eine Schlafwandlerin entfernte sie sich. Eben wollte sie die Tür öffnen, da war er mit raschen Schritten bei ihr, riß sie am Arm zurück. „Nein, bleiben Sie noch, Fräulein Karsten, ich mochte Ihnen wenigstens genau erklären, was mir die Komtesse gesagt hat, die hiergewesen ist. Ich soll Sie zu einer Annonce veranlassen. Nun, Sie wissen da ja schon Bescheid, sie forderte das ja auch selbst von Ihnen." Franziska blickte ihn ernst an. „Ich lasse so eine alberne Annonce nicht einrücken, weil ich mich lächerlich machen würde." Er trat ans Fenster, begann langsam, etwas zögernd: „Die Komtesse behauptet, sie hätte viel Aerger durch die Verwechslung im .Einhorn', weil Sie, mit der sie verwechselt wurde, mit einem Domino abseits Sekt getrunken hätten. Auch wäre beobachtet worden, daß Sie sich auf der spärlich erhellten Galerie von dem Herrn im Domino hätten küssen lassen. Es heißt nun, sie sei die Dame im blauen Kleid gewesen. Das ist ihr peinlich." Franziskas eben noch sehr bleiches Gesicht färbte sich mit glühendem Rot. Sie blickte wie suchend umher und sann erregt: Also auch das mengte sich schon in den Klatsch! Ganz unbeobachtet hatte sie sich auf der Galerie geglaubt und nicht geahnt, daß die Küsse des Fremden beobachtet worden waren. Wie abscheulich war das alles! Und keinen Menschen besaß sie, zu dem sie flüchten konnte und sich aussprechen und ausweinen. Sie antwortete leise: „Die Komtesse hat die volle Wahrheit gesagt, aber ich glaube nicht, Herr Direktor, daß diese Wahrheit Sie berechtigte, mich vorhin so zu beleidigen." Aus jede gt w Eeivini °°s die Lose W 3ief)ungsta( dn heutige in $e®.inne r Spinnt i i 17695®®."'I I 83788 ffi, te N I 3® 23819 3S I Ä$nD)inne i 8 P S W 3644% 339fr I 47469 Ä B !!İ & ’ 67 U° U 16® 507 N I tzß M 26li « 277; Ä 284c M 296' W 320; M 33fr I ÄP Sie wollte wieder zur Tür, und wieder hielt er sie zurück, fragte rauh: „Wer ist der Herr im Domino gewesen? Werden Sie seine Frau werden?" Franziskas Augen sahen ihn groß an. „Ich kenne ihn nicht, ich weiß nichts von ihm. als das eine, er befand sich hier auf der Durchreise." Er erwiderte: „Es geht mich ja nichts an, aber Sie müssen doch zugeben, daß sich ein Mädchen wi< Sie einem völlig fremden Mann nicht gleich ar den Hals werfen darf." Sie zitterte plötzlich vor Aufregung. „Ah, was wissen denn Sie, wie dürfen Sie ur« teilen und gar verurteilen!" Sie holte tief Atem. „Ich lebte nur ganz still und zurückgezogen, nichts hatte ich bisher mitgemacht, weil ich meine Großmutter nicht allein lassen mochte. Ich wußte audj, sie sah es nicht gern, daß ich zu Vergnügungen ging. Nur ein paarmal war ich im Kino, doch nir im Theater, auch nie auf einem Ball. Aber viel gelesen habe ich wahllos alles, was mir unter hie Finger kam. Und da las ich immer wieder von Liebe und Glück. Und als mir Großmutter erlaubte*, den Maskenball im „Einhorn" mitzumachen, knüpfte ich gleich eine Menge romantische Erwartungen daran. Das Tanzen hat mir Eva Zoll beigebracht', und mein Kostüm, das funkelnde Diadem stammten aus dem Nachlaß meiner Mutter. Auf dem Ball tanzte ich mit dem Fremden, und er war anders als alle Männer, die ich bisher hier gesehen. Er erzählte von dem Leben in der großen Welt, und mit war es, als ob ich einen spannenden Roman auf3 geschlagen hätte. Seine Art zu sprechen, seine Ant sich zu bewegen war ebenso, wie der Sekt schmeckte, den er mir zu trinken gab, und ich hatte noch niemals vorher Sekt getrunken. Er lockte mich aus die Galerie, meinte, wir sollten von dort einmal! dem Maskengewoge zusehen." Sie stockte, und nach neuem lautem Atemholen schloß sie: „Da oben riß er mir die Maske ab, da oben küßte er mich. Ich habe mich nicht gewehrt, gar nicht ein bißchen gewehrt. Es war in dem Augenblick das Glück, das kurz ist, und von dem man eine wundervolle Erinnerung zurückbehalt." Sie zuckte die Achseln, in ihrer Stimme war Bitternis. „So dachte ich wenigstens. Aber es kam anders. Ich mußte plötzlich heim, kaum, daß ich dem Fremden noch die Hand geben konnte. Man rief mich nach Hause, Großmutter war gestorben. Das wußte ich allerdings noch nicht, das erfuhr ich erst daheim. Und nun ifn alles häßlich geworden. Großmutter starb, während ich mich auf dem Maskenball amüsierte, und del Fremde reifte ab. Ich verlor auf dem Ball außerdem das Diadem, ein Andenken an meine frühver- ftorbene Mutter, das wunderhübsch aussah, und nun kommt noch der Klatsch dazu, und möchte ml® an den Pranger reißen." Sie seufzte. „Sagen Sie selbst, Herr Direktor, hat sich die .Glücksstunde' ge» lohnt?" (Fortsetzung folgt 1) schlaf er, Eidechsen, Blindschleichen, Ringelnatter eM5 Feuersalamander, Kröten, Unken, Laubfrosch, Apollo L® falter, Hirschkäfer, Rote Waldameise usw. zu nen» :i nen. Die ergangenen Bestimmungen seien gerade feines «W . für die Schule von einschneidender Bedeutung, den, ijis) nm " ( die Schule werde vorläufig auf lebendes Anschau« Ljer Stelle aus- Sa/ft IkaMAHM-chen ßeuteß und 30^ Heimlver »Staufen! .Mann (N 1 Fleische ®ut5‘ L Spitzenpreis Reinigung bald ch erfüllt. Infi ;127. Februar «anftaltet werd triberg (Lieder) äje) haben ihr 'n Mittelpunkt ungsmateriat verzichten müssen. Wichtig sei, dah die Natur in ihren seltenen Erscheinungen geschützt werde, damit der gegenwärtig verantwortlichen Oe, neration von kommenden Generationen nicht die be> , schuldigende Frage gestellt werden könne: „Was habt ihr aus unserer Heimatnatur gemacht?" Schulrat Nebeling nst Kleinen Frauen ier bie 3u[am wes hausha! fegen, über die .35. Sie versti tuen zu fesse! pg für die ' feswirtschastlict M. nsi. Leihge fenb vereinte ilbernortr -chwarz (Gir Ändschasr steh gen Blatte. Gestern nachmittag vereinigte der Nationalsozialistische Lehrerbund im Kreis Gießen seine Mitglieder aus Stadt und Land zu einer Kreisversammlung im Cafä Leib zu Gießen. Schulrat N e - b e I i n g hieß die Teilnehmer willkommen. Anschließend gab der Sachbearbeiter für Schulfunk, Dr. Walther, einen kurzen Bericht über eine Tagung, in der eingehend die Fragen von „Schule und Rundfunk" erörtert roorben waren. Er wies besonders darauf hin, daß der Schulfunk nicht etwa ein Unterrichtsfach ersetzen, sondern Eharakterschulung darstellen solle. Wichtig sei, daß sich jede Schule ein Empfangsgerät verschaffe. Don den Lehrkräften werde erwartet, daß sie dem Schulfunk Aufmerksamkeit schenken und sich dazu in aufbauender Kritik äußern, Vorschläge für seine Ausgestaltung machen und Mitarbeiten. Nachdem Schulrat N e b e I i n g auf die Erziehertagung des Gaues im April oder Mai, ferner auf die Reichstagung 1938 in Köln aufmerksam gemacht hatte, spielte das Orchester des NSLB. unter Leitung von Musiklehrer N e b e I i n g eine Kirchensonate von Mozart. Einige Kameraden brachten dann noch beschwingte Worte von Lons und Dwinger über den deutschen Wald zum Vortrag, die die Ueberkihmg zum ersten Vortrag der Tagung bildeten. Studienrat Holzel, Gießen, sprach sodann über das Thema „Naturschutz und Schul e". Er schickte seinen Ausführungen zunächst einige grundsätzliche Gedanken über den Naturschutz voraus und ging auch kurz auf die Geschichte des Naturschutzes ein. Er vermittelte einen Ueberblick über eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen und gab dann von einer Reihe von Maßnahmen Kenntnis, die besonders für den Erzieher von großem Interesse sein dürften. So konnte der Redner mitteilen, daß Bemühungen im Gange sind, einen Teil des Hange l st ein zum Naturschutzgebiet zu erklären. Eine Landschaftsschutz-Karte sei im Entstehen begriffen, und die Lehrer seien berufen, aus ihrer Kenntnis der heimatlichen Gemarkung daran mitzuarbeiten. Nachdem er die Organisation der Naturschutzbehörde erläutert und ihre Rechte umrissen hatte, wies er darauf hin, daß der Schule viel Gelegenheit gegeben sei, für den Naturschutz zu wirken und das Wissen um die Werte und Besonderheiten unserer heimischen Natur zu fordern. Jedes Rödgener Schulkind müsse ganz selbstverständlich um den Enzian auf einer der Wiesen der Gemarkung wissen, das Vorkommen der Küchenschelle müsse allen Kindern aus der Gegend von Birklar bekannt sein, die Salzpflanzen von Ober- Hörgern, als besonders seltene Erscheinung in unserer Heimat, verdienten alle Aufmerksamkeit und allen Schutz. In der Schulbücherei seien naturkund- Zugenderzieher vor großen Aufgaben Kreisversammlung des Nationalsozialistischen Lehrerbundes. Im weiteren Verlaufe seines Vortrages machte Oberbürgermeister Ritter mit den wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes über den Fremdenverkehr bekannt, wobei er besonders darauf hinwies, daß auf Grund dieses Gesetzes alle Maßnahmen getroffen find, den aus dem Ausland zu uns kommenden Gästen unser neues Deutschland der Ehre, der Freiheit und des Friedens in allen feinen Teilen und feinen landschaftlichen Schönheiten, wie auch in seinem friedliebenden und emsig schaffenden Volke rückhaltlos zu zeigen. Zu diesem Zwecke ist Wahrheit und Klarheit in die Frern- denverkehrswerbungund in die Frem- denführuna hineingebracht worden, ferner ist eine sinnvolle Abgrenzung der Aufgaben und Arbeitsgebiete erfolgt, von der man sich guten Nutzen für die Fremdenverkehrswerbung und einen schonen Aufenthalt der Besucher in allen Teilen des Reiches versprechen kann. sprach dann in grundsätzlichen Ausführungen über die Aufgaben des Erziehers für das deutsche Volk im Dritten Reich. Das deutsche Volk stehe gegen» wärtig, so führte er u. a. aus, in einem gigantische« j I'jes Fremden Freiheitskampf, für den der Ausgangspunkt die Ee- F ' fchloffenheit in der Volksgemeinschaft sei. Noch gellt es, Fesseln zu beseitigen und breitere Grundlage« für unsere Freiheit zu schaffen. Es gehe um Nah. rungs-, Raum-, Rohstoff- Finanz-, Gebiets- un) um Wehrfreiheit. Die Ziele einer absoluten Unabhängigkeit bedeuteten für uns die absolute Freiheit Gewaltiges werde im Einsatz für dieses Ziel von deutschen Volke gefordert und damit auch von her Schule und der Erzieherschaft. Der Erzieher mufft ein ringender und kämpfender Mensch sein. Die Schule müsse Schritt halten mit der Zeit und von unbändigem Leistungswillen erfüllt fein. „Deutsche Erzieher an die Front" so laute die Parole de; j NSLB. Jeder Erzieher müsse sich bewußt sein, daß \ er Treuhänder der Jugend sei. Die Volkwerdunz | W IXS (e1Cl1J 11 ™ qiiqerw einher v> «ieher liche Werke zu berücksichtigen. Erwünscht sei bit Mitarbeit der Ortsringleiter des Lackdschaftsbunde; Volkstum und Heimat in den Bemühungen um he« Naturschutz. Anregungen für die Landschaftsschutz, Karte sollten möglichst bald eingehen, denn die Karte soll Anfang Mai fertiggefteüt sein. In seinen weiteren Ausführungen wies der Red. ner auf eine Reihe geschützter Pflanzen und Tier« hin und kennzeichnete dabei die Unterschiede zw, schen völligem und beschränktem Schutz. Von he« bekanntesten Pflanzen seien hier zu nennen: Tür« kenbundlilie, Wilde Akelei, Küchenschelle und Seidel, baft, Maiglöckchen, Schneeglöckchen und Schlüsse!« blumen. Von den unter völligen Schutz gestellte» Tieren seien Igel, Fledermaus, Haselmaus, Sieben Die ganze Arbeit zielt darauf ab, den Mlleg des Führers auch auf diesem Gebiete zur Tat werden zu lassen: Deutschland zum gastlichsten Land der Welt zu machen. An dieser Aufgabe mitzuarbeiten und dabei imme* nach dem Vorbild des Führers zu streben und z« handeln, ist die Pflicht der in der Fremdenverkehrs. Werbung tätigen Volksgenossen, darüber hinaiü aber auch die Verpflichtung aller übrigen deutsche« Menschen. Im Anschluß an den mit lebhaftem Beifall auf genommenen Vortrag wurde noch eine Anzot! Mitgliedsbücher ausgehändigt und dann nach em U gen kurzen Mitteilungen die Versammlung in her üblichen Weise geschlossen. ... 2anh^öcri p wuppe v gtf. kW? r irte mit ° feÄ s$- ‘M frW zweite Zuchtviehversteigerung 1937 in Gießen Oberheffen MM Gründer 24. Febr. Ein Vortrags- meradschaft Steinbach veranstaltete am u . ~ c..fs — »a.nhn» nkonhc tm P>nnlf> des ..ILlnNorn Heldengedenktag abends im Saale des „Einhorn Tendenz 507 Teerflecke 24. Februar 1937 14. Ziehungstag vn der heutigen DormittagSziehung wurden gezogen In der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 107660 184549 5> 1319 3910 108241 122910 116062 2 Gewinne zu und zum Bauen 328778 352576 367978 385220 333636 56200 23928 232707 335041 379508 20703 63953 90372 191703 229543 280374 333765 353438 368047 93788 175181 237397 344399 387908 94119 204761 259578 295706 337296 354420 371043 136970 147919 159906 169077 190494 211364 228489 243694 251276 260775 271087 283695 294559 318214 329291 345794 360514 369785 382691 389838 395093 100647 192982 238195 350783 390511 106354 206446 266963 353912 390727 180359 213588 270784 311165 340987 360706 378553 213000 298865 360519 226868 302363 363924 12702 131005 189361 224069 276792 318241 350097 361736 30712 86650 132066 188160 221403 300472 10118 27013 41426 61560 67343 76309 92011 i 101941 109350 121362 138170 144955 157705 166344 196450 210290 227496 246920 288696 293820 309162 314670 133399 139614 150751 161304 177625 202773 222892 235181 261335 292728 305910 313304 324754 332912 356371 372922 391420 20662 34283 59806 67042 74421 88076 Mündlich können (Sie e§ nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es ailen 18555 43576 57184 69916 81294 91056 12019 44628 59319 70215 81683 91183 112756 125232 128642 136026 146579 159403 167148 189522 209639 217614 240020 251155 259075 265447 281834 293381 317745 326211 345166 358711 368347 380080 389519 394495 111211 131336 139000 148356 160016 169297 196988 216584 234549 250690 290705 297314 312727 320428 332290 353611 372460 386565 269801 373255 1041 ' 365843 61341 325501 80872 208100 321005 30696 7190 24154 35516 60903 67278 75597 89809 100058 108942 118857 136861 144889 156123 164889 185843 205935 224114 242307 279287 293759 307908 314866 327186 352437 361868 381307 397724 29055 54858 64692 77210 30118 55318 64716 79430 88830 127489 135575 144940 154461 162849 179207 195362 215677 237076 250245 257796 262151 279363 290956 307149 325089 332818 348716 364415 375714 385879 391478 105961 134101 190404 233635 340267 103231 109451 122558 138345 146358 159667 168190 196666 214765 227732 249969 289799 293894 312343 316000 330938 352871 370091 10688 22845 47469 60289 76684 82452 91199 < 113219 125685 129154 114541 126704 130912 141395 150758 160330 172721 193145 212916 230303 249543 254104 261139 277270 284329 296356 320380 330757 347243 361053 369993 384817 390811 398307 126822 134512 141810 153914 161592 176645 194641 213101 234244 249604 255923 262099 278206 289380 297658 321745 332161 348048 364067 372280 385541 391337 222546 273163 313877 341830 361518 390705 142460 190651 256038 350430 117699 134130 140079 153458 164880 183992 204518 223111 241631 263596 293233 307254 313733 326086 336251 361506 380339 396374 be«. 11062 25740 54801 64207 77089 139572 205205 269154 301340 339042 354489 375083 15532 32249 56164 65611 80929 91033 128251 135784 145599 159062 165540 186103 195497 217532 239175 250321 258511 264335 281796 293243 309159 325951 343119 356682 368194 379578 388263 393750 11642 27488 43466 64339 68037 80018 92888 18847 34006 59368 66346 72180 86049 39 aufgetriebene Eber des Veredelten Landschweins. Wertklasse I: Tiere der Züchter Adam Döring, Rimbach. Wertklasse II: Kurt Eurich, Hutz- dorf: Wilh. Philippi II., Trais-Münzenberg (zweimal); Otto Ludwig, Zeilbach; Wilh. Konr. Brückel, ünberg, 24. Febr. Bei der am Mitt- Walde abgehaltenen ersten städtischen 10000 RM. 205693 5000 RM. 246756 3000 RM. 90455 334953 2000 RM. 28703 56039 171408 230353 300426 fäulnisverhindernden Anstrichen bei Holz und Dachpappe verwendet wird. Teerflecke entfernt man durch Einreiben mit Butter oder Margarine und Auswäschen mit Seifenspiritus. Teerseife, keimtötende, mit gereinigtem Holzteer versetzte Seife, die hauptsächlich zum Haarwaschen verwendet wird. Teichrose, s. Seerose. Teichunke, etwa 4 cm lange nützliche Kröte. Teigrühren soll immer gkidp mäßig geschehen und immer nach einer Seite. Man erleichtert sich das Teigrühren, wenn man die Schüssel auf einen Untersatz stellt, der runde Gummischeiben auf beiden Seiten besitzt, also einen festen Hall auf dem Tisch hat. Für einen großen Haushalt ist wohl eine Teigrührmaschine zu empfehlen, die preiswert im Handel zu haben ist. Teilen. Bezeichnung für westfälisches Leinen. Teilzahlung, s. Abzahlung. Tein, vielfach Bezeichnung für das im Tee enthaltene Koffein. Teint, entbehr!, franz. Fremdwort für Farbe, Gesichtsfarbe, Hautfarbe. Haut. Tello, Tapete aus gefirnißtem Baumwollstoff mit Seidenglanz. Telegramm, griech.. Bedeutung = ferngeschriebene Nachricht,deutsche Bezeichnung Drahtnachricht. Telegramme werden auf federn Postamt und auch durch den Fernsprecher angenommen. Die Gebühren betragen für ein ge- Isl Teigrühren schwer? Die Teigrühr- und -knetmaschine nimmt Ihnen diese Arbeit gern ab. Spielend wird auch der „schwerste" Teig geknetet. Außerdem gibt es dazu noch ein Schneeschlagwerk. Lassen Sie sich diesen Backhelfer mal zeigen bei J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klassen-Lotterie ____ Ohne Gewähr Nachdruck verboten sich mitten hinein ins Leben und in die Organisationen. Der Erzieher habe dabei immer hinzuzulernen. Die Arbeit in der Fachschaft solle der beruflichen Fortbildung dienen, auf die niemand verzichten könne. Immer müsse sich der Erzieher vor Augen halten, daß das deutsche Volk fordernd vor ihm stehe. Deshalb gebe es für ihn kein beschauliches Dasein! Deutscher Erzieher sein bedeute — so schloß der Redner — deutscher Kämpfer sein! Darauf wurde die Tagung von Schulrat N e b e- ling in üblicher Weise geschlossen. mußte = Steinbach, 24. Febr. Die Kriegerka- „Ich, als sparsamer Hausvater", sagte Herr Hase nämlich im Hinblick auf die Kälte, „ich krauche einfach ins Bett und warte, bis es wieder wärmer wird !" (Fortsetzung folgt!) 2 Gewinne zu 10000 RM. 10 Gewinne zu 5000 NM. 290840 295463 _ 2 Gewinne zu 2 Gewinne zu 8 Gewinne zu 388998 20 Gewinne zu 127080 129082 346074 38 Gewinne zu 88052 126478 286593 291410 324980 372323 ing Führungen i das deutsche stehe e,nem giganG ingspunkt die ast sei. Noch g ntere Trundla k gehe um i Eebiets- ' absoluten lln absolute Freche, >r dieses Ziel w mit auch von l- er Erzieher F Mensch sein, fr der Zeit und r:< llt sein. „Deich - die Parole te bewußt sein, des Die Volkwerdm iisse bereits in der Schule beginnen. Die Behand- fna oolkspolitischer Fragen müsse in jeder Klasse haben. In jedem Schüler müßten rassische >i-underkenntnisse unverrückbar feststehen. Wehr- ri(fe Wehrbereitschaft, Kameradschaft und Einsatz- rei'tschaft seien schon in der Schule zu wecken. Da- dürften auch die Mädchen nicht ausgenommen in. Es müßten auch Brücken geschlagen werden nn der Jugend zum Alter, damit eine wahrhaft ^ftoolle Gemeinschaft erwachse. Die Schule müsse der die Kinder bis in das Elternhaus wirken. Wer pn den Erziehern ein rechter Kerl sei, der stelle geben, nsf. Leihgestern, w.» ------o- abend vereinte die Mitglieder der Frauen- In Gießen: Löwen-Drog., Selters- wegb9, Viktoria-Drog.. Marktstr, o Hier abschneiden! I nb wieder hielt r der Herr hn;? ie Frau weck" groß an. 3 nichts von >r auf der M ja nichts an, & 3 ein Mädchen r- m nicht gleich - Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I uvdll_____________ seit 55Jahren bestens bewährt! KühnertsTee Erhö Itlichzu o,6ou12o'in Apotheken uDrogefien & tob --ch 2815 4604 8077 8589 - ----- '---- 20711 6 Gewinne zu 3000 RM. ------ 22 Gewinne zu 2000 RM. 34204 41212 130141 131250 148962 294564 307224 wöhnliches Telegramm im Fernverkehr für das Wort 15 Pf., für Ortsverkehr 8 Pf. Es empfiehlt sich, den Wortlaut möglichst knapp abzufasien und überflüssige Worte zu vermeiden. Dringende Telegramme kosten zweifache Gebühr. Blitztelegramme zehnfache Gebühr. Glückwunschtelegramme auf besonderem Formular kosten außer der Gebühr noch 1.— Mk. Telephon, griech., Bedeutung Ferntöner. deutsches Wort Fernsprecher. Fernsprechanschlüsse werden von der Post, auf Antragsstellung hin. gelegt. Außer einer Grundgebühr zahlt man die laufenden Gespräche, die verbucht werden. Teleskop, griech., Bedeutung — Fernseher, großes, weitreichendes Fernrohr. Temperament, lat., Bedeutung: Mischung der Körperiäfte. wodurch nach früherer Auffasiung, die Verschiedenheit der Menschen bedingt wurde. Deutsche Worte für Temperament sind Wesensart, Gemütsart. Sinnesart. Lebhaftigkeit. . Schwung, Schneid, Schmiß, Leidenschaft. Temperatur, lat., Bedeutung — Wärme, Witterung, bei Kranken bedeutet Temperatur erhöhte Körperwärme. Fieber. Tempo, lat., Bedeutung: Zeitmaß, entbehr! Fremdwort für Gangart, Geschwindigkeit. Bewegung. Hast. Hetze. Tendenz, lat.. Streben nach einem bestimmten Zweck auch Strömung. Entwicklung. Hang, Trieb. Streben. Absicht, Gesinnung, Haltung. Parteilichkeit 385582 ------ Jim Gewinnrade verblieben: ie lJoOOOO, 2 zu je 800000, 2 zu je 75000, 4 zu e 50000, 4 zu je 30000, 8 zu je 20000, 54 zu je 10000, 110 zu je 5000, 192 zu je 3000, 452 zu ie 2000, 1478 zu je 1000, 2482 zu je 500, 9944 zu ie 300 Mark. woch im-----— ö-,---------- . „ ■ . Holzversteigerung wurden gute Preise erzielt. Es kosteten zwei Raummeter Buchenscheitholz im Durchschnitt 25 Mark, .Buchenknüppel 16 bis 18 Mark. An einem Forstort mit etwas ungünstl- 386 Gewinne zu 300 RM -. ---- ----- 12602 12745 # Mainzlar, 24. Febr. Der hiesige Turnverein hielt unter Leitung des Veremsfuhrers Auoust Kern seine Jahresversammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Schriftführers Rabenau ging hervor, daß der Verein im Berichtsjahre eine gute Vorwärtsentwicklung erfahren hat und seine Turner fast von allen Wettkämpfen siegreich heim- kehrten. Auch die Finanzlage zeigte einen günstigen Stand. Dietwart Ernst Müller gedachte der Toten, die für Deutschland ihr Leben ließen. Der seitherige Vorstand blieb unverändert in seinen Aemtern. IAlle ndorf a.d.L d a., 24. Febr. Bei der in zwei Bezirken erfolgten Wiederverpachtung der hiesigen Fischerei, zu der recht viele Pachtliebhaber erschienen waren, blieben Höchstbietende: Für den 1. Bezirk, umfassend die Gewässer von der Lumdabrücke bis an die Gemarkungsgrenze Treis a. d. Lda., Emil Manns, Christoph Ranft und Peter Schneider, hier, für jährlich 105 Mark; für den 2. Bezirk, umfassend die Gewässer von der Lumdabrücke bis an die Gemarkungsgrenze Londorf, Heinrich Wilhelm Formhals jun., hier, für jährlich 116 Mark. Die Pachtzeit dauert sechs Jahre. — Die hiesige Ortsgruppe der R S. - F r a u e n s ch a f t veranstaltete ihren diesjährigen ersten Heimabend, der stark be- : sucht war und in anregender Weise verlief. Rach l Bekanntgabe verschiedener geschäftlicher Mitteilun- ' gen sprach der Schulungsleiter Pg. Lehrer Strack von hier über den Dieriahresplan, wobei er besonders darauf hinwies, daß zur Durchführung des Planes auch die Mithilfe der Frauen unbedingt not- wendig sei. Weiter sprach Pg. Strack über untere früheren Kolonien. Mit der Vorführung von Lichtbildern aus unserer früheren Lolome ?a.meru” un^ mit dem gemeinschaftlichen Gesang einiger Lieder aus der Bewegung wurde der übrige Teil des aÄ“Äain. 23. Febr. Sme fl aute Ausnahme sand hier m der Irauenscha, em Lehrgang über die Zubereitung des Seesisches. Fräulein Christ aus Metzen hattei m>t der .Le- terin und der Vertrauenssrau der Abb Volkswirt- schast-Hauswirtschajt zusammen alle D°rb-r-itun° gen getrosten. Fraulein Christ verstand es vartress- 334.Se»jI»3»«-7168 29309 29347 50772 54300 64513 65424 70252 71258 sRİ9°3^' 98929^^433 104282 .106723 irüdgWn'E l ich meine M > Ich wußte n "3u BergnWiY im Kino, doch H n M »3 was mir unter 1 mmer wieder^ roßmutter e« itzumachenM- ;iL EnvaM, Zoll bei*;; OH ie Sie ch M ■o dalh ^^plößl Ich den noj' ? M Stz! Die Landesverbände der Rinderzüchter in Hessen- laHau, Gruppe Fleckvieh, und der Schweinezüchter pranftalteten in Zusammenarbeit mit dem Tier- uchtamt Gießen gestern die zweite Zuchtoiehoer- -cigerung in diesem Jahre in der Rhein-Main- ! le^teigerungshalle in Gießen. Es waren durch- [ peg gute, mit wertvollen Erbanlagen versehene cüngige Datertiere aufgetrieben. Die Bullen des hessischen Fleckviehes wiesen überwiegend eine sehr gute Ausgeglichenheit in Form ,itb Leistung auf. Die Versteigerung verlief sehr Ptt, aber bei der großen Auswahl konnte es nicht Ausbleiben, daß Tiere, die in Formen oder Mutter- tiftungen nicht überragten, unverkauft blieben. Den Höchstpreis von 1030 Mark, den der Züchter t. Oppertshäuser (Kirtorf) für sein Vatertier errette, bezahlte die Gemeinde Billertshausen. Der Gesamtumsatz betrug rund 36 600 Mark gegenüber 12800 Mark bei der Januar-Auktion. Der Durch- ichnittspreis erreichte die Höhe von 730,60 Mark ■egen 690 Mark im Januar. Es verblieb nur geringer Ueberftanb. Das Tiermaterial der Eber des Deutschen Edel- ckweines war durchweg von der Schweinezucht- lereinigung Lang-Göns zur Versteigerung gebracht. Den Höchstpreis der Eber des Deutschen Edel- chweines erzielte Züchter Eugen Weber (Langgöns) mit 190 Mark, den der bekannte Züchter,...».,, -----o „ üofmann (Hof Güll) bezahlte. Die Freiherrlich Lang-Göns; Hch. Schwing I., Burg-Gemunden ftiedeselfche Gutsverwaltung Sickendorf erwarb für Freiherr!. Riedeselfchei Gutsverwaltung, Ackendorf ien Spitzenpreis von 300 Mark den besten Eber I Hch. Brückmann, Neuhof. Alle anderen Wertklasse III. Ur,9r Die 9 Geschichte vom nrosten Frost 201535 343086 95911 313825 364704ffira?n1n?” 1000 SW. 11631 21708 21839 27696 29746.4O153..47668b6M3Ob65O36 ^4^7 lich, die Aufmerksamkeit der Frauen anzuregen. Sie schilderte den Fischfang an unseren Küsten, erzählte, wie die Fische ausgesucht und verschickt werden, und sprach von der Herstellung der Marinaden, Fischkonserven und Räucherwaren. In praktischer Vorführung sahen die Frauen die Zubereitung der ver- schiedensten Gerichte, die zur Nachahmung wohl alle reizten. Der Dank der Frauen an Fräulein Christ zeigte, wie wertvoll diese Kurse sind und wie sie von den Teilnehmerinnen geschätzt werden. > Göbelnrod, 24. Febr. Die NSG. „Kraft durch Freude" und die hiesige NS.-Frauenschaft veranstalteten am Samstag einen Dorfgemeinschaftsabend, bei dem auch der Gesangverein „Eintracht" und die Alten-Bufecker Bauernspielfchar mitwirkten. Der Abend brachte den Besuchern schöne und vielseitige Unterhaltung, die mit herzlichem Dank ausgenommen wurde. 1000 RM. 19156 63360 156656 177482 206389 293536 300189 316476 389704 399668 --- W’Ir°A^4044S^434^M6S4 ,76641 145049 176481 184549 203896 212075 216903 ------ 276888 285260 Gestoch. scharfe | Schrift, unverwüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die wMck mit Segmentumschaltung. Nur RM. 186-. Schon f. 8.30 mtl. Niederhausen Bahnhofstraße 49 Gießen. oooA HflChlOffB von 3 bis 20 v. tz. erhalten Eie bei wiederholten Auf. nahmen einer Ameise gern Abfahrtsweg gingen die Preise etwas zurück, sie betrugen dort bei Luchenscheitholz 20 bis 22 Mark und bei Buchenknüppel 14 bis 16 Mark für je zwei Raummeter. nsf. Nonnenrot h, 23. Febr. Hier fanden in der Frauenschaft mehrere Kochabende statt, die von unserer Vertrauensfrau der Abt. Volkswirtschaft-Hauswirtschaft sorgfältig vorbereitet wurden. Es wurden besonders Eintopfgerichte gezeigt, um die Vorräte an Wintergemüse, Kraut und Suppengrün noch haushälterisch zu verwerten. Auch die Speisen von Quark fanden großen Beifall und werden gewiß viele zur Nacharbeit anregen. nsf. Nonnenroth, 24. Febr. In unserer Frauenschaft hielt Fräulein Christ einen Kochabend, bei dem sie die Zubereitung und die abwechslungsreiche Verwendung des Seefisches praktisch vorführte. Durch diese Art Lehrgänge werden die Frauen durch eignes Proben und Mitarbeiten überzeugt von der Güte dieser Fischgerichte, und so wird der Zweck, den Seefisch zur Volksnahrung zu machen, auf die vollkommenste Weise erreicht. Die Frauen waren mit viel Eifer dabei. Kreis Friedberg. CO Gambach, 24. Febr. Am Montag und Dienstag fanden in unserem Gemeindewald zwei Brennholzver st eigerungen statt. Es kosteten je zwei Raummeter: Buchenscheit 20 bis 26 Mark, Buchenknüppel 16 bis 17, Eichenscheit 14, Eichenknüppel 12 Mark; je 50 Buchenwellen 8 bis 13 Mark, Eichenwellen 4 bis 8 Mark. Kreis Schotten. □ Laubach, 24. Febr. Am Sonntagabend fand in der Kirche eine Feierstunde statt, bei der Vfarrer Schmidt an Hand von Lichtbildern über die Pflege der Heldenfriedhöfe sprach, wie sie von dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in vorbildlicherweise ausgeübt wird. )—( Ruppertsburg, 24. Febr. Gestern wurde hier ein Melklehrgang abgeschlossen, der auf Anregung des Ortsbauernführers Horst von Melklehrer Frey (Reichelsheim) durchgeführt wurde. Der Kursusleiter zeigte sowohl in Theorie, wie auch in der Praxis, wie wichtig eine richtig ausgeführte Melkarbeit für die Gewinnung guter und einwandfreier Milch, aber auch für die Gesunderhaltung der Tiere ist. An zwei Abenden wurden im Sch'aulsaale außerdem Lichtbildervorträge gehalten, die sehr gut besucht waren. Der Melklehrer sprach hier an Hand der Lichtbilder über die Ziele und Zwecke eines solchen Melklehrganges, über reinliche Milchgewinnung und über zweckmäßige Jungoieh- aufzucht. ch E i ch e l s d o r f, 23. Febr. Merkwürdiger Weise häufen sich hier in letzter. Zeit Diebstähle der verschiedensten Art. In der einen Hofreite stattete man der mit frischen Fleischwaren ausgestatteten Räucherkammer einen Besuch ab und eignete sich eine beträchtliche Menge Räucherwaren an, an anderer Stelle entwendete man einer bedürftigen Familie einen Geldbetrag; ferner suchte man an einem anderen Platze zur Nachtzeit seinen Tagesbedarf an Milch durch unerlaubtes Melken der Kühe zu decken. Trotz energischer Nachforschung konnte der Täter noch nicht ermittelt werden. — In diesen Tagen wurde ein hiesiger Mann, der des Diebstahls in Nidda bezichtigt wird, in Untersuchungshaft genommen. Auf dem letzten Markte dort suchte er an einem Marktstand seiner hinter ihm stehenden Ehefrau ein Bündel Taschentücher zuzustecken, was jedoch durch die Aufmerksamkeit des Verkäufers rechtzeitig entdeckt wurde. # Groß-Eichen, 18. Febr. Der Turnverein Groß-Eichen hielt bei Mitglied Gastwirt Merz seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Gustav Faust gab einen kurzen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr. Der Kassenbericht wurde verlesen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Sodann erstattete der 1. Turn- wart Otto Peter einen ausführlichen Bericht über die aktive Turnarbeit und verteilte eine größere Anzahl Ehrenurkunden, die bei den letzten Wettkämpfen und auf dem Hoherodskopffest errungen wurden. Robert Becker erläuterte die künftigen! Turnübungen des Jungvolkes und die Abmachungen zwischen Reichsjugendführer und Reichssportführer. Der Vereinsführer erörterte die Wichtigkeit der Dietarbeit. Für den seitherigen Rechner Otto Fuchs wurde Heinrich Eimer und als 2. Turn- wart Wilhelm Unger berufen. Der Vereinsführer sprach dem seitherigen Rechner, sowie dem nach Grünberg verzogenen langjährigen Turnwart Gg. Rahn für die geleistete Arbeit Dank aus. Zum Schlüsse forderte der Vereinssiihrer die Mitglieder Am Samstagvormittag leitete der Bezirks- Obftbauverband Gießen mit einer Schulungstagung in Gießen im Kathol. Vereinshaus feine Hauptversammlung ein. Landwirtschastskammerrat Pfeiffer/ Frankfurt d. M. sprach über die „Aufgaben des Obstbaues in der Erzeugungsschlacht und im Vierjahresplan". Der Redner gab zunächst eine Reihe statistischer Zahlen zur Kenntnis, die erkennen ließen, wie verantwortungsvoll die Arbeit im Dienste des Obstbaues ist. An schlechten Ernten, so führte er u. a. aus, seien nicht immer nur die Fröste schuld. Häufig mangele es noch in vielen bäuerlichen Obstbaumbeständen ^.an der Baumpflege. Mit dem Vortrag über zweckmäßigen Obstbau allein sei es nicht getan, es müsse die praktische Demonstration und die Ueberzeugungs- kraft des Musterbeispiels hinzukommen. Der Redner zog im Zusammenhang damit eine Reihe von exakten Versuchen und ihre Ergebnisse zum Vergleich heran und wies nach, daß durch Schädlingsbekämpfung, richtige Ernährung und Wasserversorgung des Baumes, durch verständnisvoll angelegte Unterkultur, sowie durch rechtzeitig und total angewandte Spritzungen regelmäßige und sichere jährliche Ernten erzielt werden könnten. Gegenüber mannigfachen Schwierigkeiten, die einer weiteren fortschrittlichen Entwicklung des Obstbaues im Wege stehen, stellte der Vortragende die Notwendigkeit heraus, daß die Jugend schon früh mit aller Geschicklichkeit dem Obstbau nahegebracht werden muß. Die Schule könne sich hier auch ein dankbares Arbeitsfeld schaffen. Auf Grund seiner langjährigen Erfahrung sprach der Vortragende dann Uber Anbau-Ausmaß, Marktordnung, Absatz-Organisation, in praktischer Hinsicht über Baumverjüngung, Auslichtung, Pflanzweite, Spritzung und Bewässerung und gab dabei wertvolle Aufschlüsse. Jeder Baumwart müsse es sich zur Aufgabe machen, in seiner Gemeinde einen Musterbaum zu halten, der lebendige Anschauung sei. Schließlich beschäftigte sich der Redner noch eingehend mit der Wirtschaftlichkeit der Baumpflege und mit den Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, indem er an Hand von Zahlen nachwies, daß der Preis für den Ernteertrag die geringen Unkosten für Spritzung und Pflege 10- und lOOfach aufwiegt. Aber er warnte gleichzeitig davor, Halbheiten einreißen zu lassen. Der Reichsnährstand verlange vom Bauern nichts Unbilliges, und wenn der Bauer den Anregungen zu folgen vermöge, dann habe er selbst und zuerst den Nutzen davon. Er müsse sich aber auch darum bemühen — so schloß der Vortragende — wissenschaftlichen Forschungen und ihren Ergebnissen zu folgen und sie in die Praxis umzusetzen. Der Vortrag wurde mit anhaltendem Beifall ausgenommen. Eine rege Aussprache schloß sich an. Die Hauptversammlung am Nachmittag war von Bürgermeistern und Obst- bauwärtern gut besucht. Der Vorsitzende Bopp auf, auch in Zukunft weiter mitzuarbeiten im Geiste des Turnvaters Jahn. )—( Ruppertsburg, 17. Febr. Der hiesige Männergesangverein hielt bei Gastwirt Schumann seine Hauptversammlung ab. Nach zwei Choroorträgen erstattete Vereinsführer W. P a r r VI. den Jahresbericht, der Zeugnis davon ablegte, daß sich der Verein allezeit tatkräftig in den Dienst des deutschen Liedes gestellt hätte. Das Mitglied Friedrich Diehl II. konnte für regelmäßigen Singstundenbejuch in den Jahren 1935 und 1936 mit einer Ehrennadel ausgezeichnet wer- (Bellersheim) hob in einem Rückblick auf die Entwicklung der letzten Jahre die große Hilfe aller Art hervor, die die Landwirtschaft durch die Reichsregierung erfahren hat, und forderte die Obstbaumzüchter. auf, im Vierjahresplan ihre Pflicht zu tun. Regierungsrat Weber überbrachte die Grüße des Kreisamts, das dem Obstbau des Kreises reges Interesse entgegenbringt. Es wird ihm auch fernerhin an materieller und ideeller Unterstützung nicht fehlen lassen. Dipl.-Gartenbauinspektor R e n t s ch (Friedberg) erstattete den Geschäftsbericht, der Auskunft gab über zwei erfolgreiche Besichtigungsfahrten nach Ortenberg und Stockheim, sieben Gemarkungsrundgänge und Aufklärungsvorträge in 19 Gemeinden. An Stelle von Vorträgen sollen in Zukunft Gemarkungsrundgänge durchgeführt werden, da die bisherigen Besichtigungen sich als sehr notwendig erwiesen haben. Das Interesse an ernster Obstbaum- psiege soll stark gefördert werden. Im abgelaufenen Jahr find für Neuanpflanzungen und Umpfropfungen Reichszuschüsse bezahlt worden. Weitere Bezuschussung erfolgt nur für solche Anlagen, die allen Bedingungen vollkommen entsprechen. Anträge sind nur an die Ortsvertrauensleute und Ortsfachwarte einzureichen. Der Vorsitzende Bopp ergänzte den Bericht durch die Angabe über den Beitritt von neun neuen Ortsgruppen Da von 80 Gemeinden erst 31 dem Bezirksverband angeschlossen sind, sollen durch Zusammenwirken mit dem Kreisamt auch die restlichen Gemeinden zum Beitritt angehalten werden Der Bezirksoerband wird auch im laufenden Jahr Zuschüsse für die Bespritzung gewähren. Durch Sammelbestellungen sollen die Mitglieder in der Obstbaumpflege wirksam unterstützt werden Es ist ferner eine Besichtigungsfahrt nach Geisenheim vor- aesehen. An Stelle der bisherigen Verlosungen sollen Obstbäume, in jedem Jahre zu einem Drittel der Ortsgruppen, verteilt werden. Weiterhin sollen jeden Herbst Lokalobstbauausstellungen finanziert und für Baumstücke in guter Pflege und Ordnung Prämien zur Anregung verteilt werden. Der vom Rechner Happel vorgelegte Rechenschaftsbericht für 1936 ergab geordnete Kassenverhältnisse und wies ein kleines Vermögen auf. In den Voranschlag für 1937 sind u. a. 400 Mark für Zuwendungen, 800 Mark für Beihilfen und Prämien an Ortsgruppen vorgesehen. Der Geschäftsführer des Gartenbauwirftchafts- verbandes Dr. L e n h a r d t (Frankfurt a. M.) sprach über „Die Marktordnung im Gartenbau", wie wir ihn schon in der Ausgabe vom Freitag anläßlich des Kreisgartenbautages in Gießen gebracht haben. Er kündigte ergänzend die straffere Erfassung des Obstes an, um eine bessere Bewirtschaftung des Gebietes Friedberg und Gießen herbeizuführen. Landwirtschaftskammerrat Pfeiffer ermunterte die Ortsoereine zu regerem Ausbau, damit diese evtl, den Obstabsatz fördern und zur Obsterfassung herangezogen werden können. Schulmigstaglmg und Hauptversammlung des Bezirks-Odstdauverdandes. den. Die Rechnungsablage durch den langjährigen Vereinsrechner W. Lehr II. zeigte ein günstiges Ergebnis. In den Vorstand wurde Bernhard Lind berufen. Der Verein zählte 119 aktive und passive Mitglieder und 8 Ehrenmitglieder. Kreis Alsfeld. Q] Kirtorf, 24. Febr. Die Gaufilm st elle veranstaltete hier bei sehr gutem Besuch die Vorführung des Films „Der Königswalzer". Ferner wurde ein wertvoller Beifilm gezeigt. Die Veranstaltung fand großen Beifall. — Bei einem Vortragsabend der Freiwilligen Feuerwehr hielt Bürgermeister und Ortsgruppenleiter L a t h e r einen Vortrag über Zweck und Ziel des Luftschutzes. Dabei besprach er alle Fragen, die mit diesem Aufgabengebiet Zusammenhängen. In der anschließenden Generalversammlung berichtete Wehrführer L i e h r über das verflossene Geschäftsjahr, ferner über die Organisation der Wehr, die einen starken Zuwachs von etwa 120 Mitgliedern erhalten hat. Nach Bekanntgabe der Kassenrechnung wurde dem Rechner Entlastung erteilt. Der Stadtverwaltung wurde Dank gesagt für die wertvolle Förderung, die sie der Wehr auch im verflossenen Jahre zuteil werden ließ. Ein Fuchs inspiziert Burg Gleiberg. § Gleiberg, 24. Febr. Im Winter ist es etwas stiller um die Burg Gleiberg, als in anderen Iah. reszeiten. Und besonders an fo einem schneepatschj. gen Sonntagmorgen wie der vergangene kommt kaum ein Besucher zur Höhe. Das nahm sich ein schlaues Füchslein zu Nutz, um seinerseits einmal dort oben nach dem „Rechten" zu sehen. Ge, schickt die Busch- und Heckentarnung benutzend, gelangte es unbehelligt zur Unterburg und von da mit einiger Kletterkunst über die basaltene Mauer in die Dberburg. Hier blieb es aber nicht hübsch bescheiden auf dem Boden; sein Sinn stand höher hinaus. Warum sollten nur Rittersleute und -Knechte den Wehrgang benutzt haben! Der Rotrock machte es ihnen nach, und damit nicht genug, er kletterte in kühner Abenteurerlust weiter im alten Ruinengemäuer umher, trollte in schwindliger Höhe der Ringmauer entlang, untersuchte alle Nischen und Ecken, nicht alles, daß er auch noch den Bergfried bestieg. Mitunter hielt er inne in feinem Rundlauf, äugte interessiert über Höfe und Häuser des Dorfes und in die weite Landschaft, als wolle er einmal die Größe und Ausdehnung seines Jagdreviers aus der Vogelperspektive feststellen. Verwundert schauten die Leute nach dem dreisten roten Gesellen, bis sich schließlich ein paar Burschen an ihn heranmachten, ihn zu verfolgen. Das Füchslein aber, nicht gewillt, sein Leben aufs Spiel zu fetzen, beendete feine Morgen-Visite mit einem raschen Sprung hinunter ins schützende Gesträuch, wie zum Hohne Abschied winkend mit seiner buschigen Lunte. 3tundfunkprogramm Freitag, 26. Februar: 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkon- zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. Der Ring des Nibelungen. Szenen aus Wagners „Siegfried". 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Achtung unsere ganz Kleinen! Aufgestellt zur Tummelstunde! 15.30: Im Hessenland marschieren wir. Ein Funkbericht von der Kasseler SA. 16: Unterhaltungskonzert 17.30: Menschen und Geigen. Funkfolge von Beda Prilipp. 18: Musik aus Dresden. 19: Volksmusik und Volkslieder. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.10: Nachrichten. Unterhaltungskonzert. 21: Fünf aus Holz und Blech. Hörspiel von Toja Forster. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. Kohlen von Fischer Gießen, Ahcenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 Tennis Teppichkäser Tennis, ursprünglich Lawn Tennis, engl., Bedeutung = Rasenspiel, bei dem auf einem gekiesten Platz mit einem darmbezogenen Schläger ein Ball über ein Netz von zwei oder vier Spielern einander zugeschlagen wird. Als Punkte zählen die Fehler des Andern. Tennis ist ein gesunder Sport, der mit Vorsicht auch im vorgerückteren Alter ausgeübt werden kann. Tenniskleiduny, die Bekleidung beim Tennisspiel, ist für Damen entweder ein weißes leichtes Kleid, oder wie heute vielfach üblich Bluse und Shorts, für Herren lange weiße Hofe und weißes offenes Hemd, oder auch eine kurze Sporthose. Tennisschuhe dürfen keine Absätze haben man wählt Tennisschuhe mir Chromleder- oder Gummisohlen. Teppich, Fußbodenbelag oder Wandbehang aus geknüpften, gewirkten, gewebten, auch gestickten farbigen Woll- ob. Seidenstoffen Teppiche haben geometrische Ornamente, stilisierte Pflanzen- und Tiermuster oder seltener realistische Darstellungen. Bei Florteppichen sind die Eewebe- noppen ausgeschnitten, so daß sich über dem Teppichgrund eine Schicht von aufrechtstehenden Wollfäden (Flor) befindet, hierzu gehören fast alle orientalischen Teppiche. Andere Teppiche sind aus Garn. Bast, Jute, Kokosfasern, Schilf, Rohr usw. hergestellt. Die bekanntesten Florteppiche sind der Smyrnateppich, die Perserteppiche sowie die Chenille- ober Axminsterteppiche. ferner Tournai-, Velvet-Velourteppiche. Zu ben Rutenteppichen gehören bie Brüsseler Teppiche sowie bie aus kräftigen Geweben hergestellten Haargarn- und Boucleteppiche. Florteppiche wirken immer wesentlich weicher unb wärmer als Rutenteppiche und sind stark schalldämpfend. Rutenteppiche bewähren sich aber, abgesehen davon, daß sie billiger sind, vorzüglich als Eebrauchs- teppiche. Niemals soll man beim Teppichkauf auf Billigkeit sehen, auch nicht bei deutschen Maschinenteppichen. Gerade bei Teppichen gilt das Sprichwort: Das Beste ist das Billigste. Neue Florteppiche soll man viel betreten, damit die Wolle verfilzt, erst dann darf man sie klopfen und staubsaugern. Feuchtigkeit wird von Florteppichen schlecht vertragen, man kann sie aber von Zeit zu Zeit mit feuchten Teeblättern und Sauerkohl ab- bürsten. Diese Auffrischung vertragen auch alle anderen Teppiche, das Verfahren darf jedoch nicht oft angewandt werden, da es das Gewebe angreift. Weniger schädigend ist das Abreiben mit Benzin, am besten im Winter das Ausklopfen auf Schnee, wobei man die Rückseite des Teppichs nach oben legt. Zum Aufbewahren werden Teppiche mit Zeitungspapier eingerollt. Aufgebogene Ende werden von links unter einem feuchten Tuch gebügelt. Teppichkäfer, Kabinettkäfer, schädliche Insekten, die von Wolle angezogen werden. Man oer- ÄcimatDceeinißung Stausenbevs. Zu bem am Samstag, 27.Februar, abends 7.30 Uhr, auf der Burg Stauienberg stattsindenden Lickt- bllder-Vortrag des Gartenbauarchitekten Schwarz-Gießen werden alle Mitglieder und Heimatfreunde eingeladen. - Eintritt frei. Für die Heimatvereinigung: J.A.: Der Vorstand. 1264D f KAUTSCH nur im Fachgeschäft A.Wehrheim Löberstraße Nr. 17 1258 A / WE R RF DRUCKSACHEN ',’CnDC Brühl. Gießen Goethe-Bund / Kaufmännischer Verein FREITAG, den 26. Februar, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula 3. DICHTER-ABEND Karl HtinrirbWAGGERL liest aus eigenen Werken Mitglieder erhalten bis zu 3 Plätzen freien Eintritt Goethe- Bund: Gutschein Nr. 5 (rosa); Kaufmännischer Verein: Gutschein Nr. 9. NSDAP.. Frauenschaft, Volkstum und Heimat 60 Pf., Nichtmitgl. Mk. 1.25, Studenden, Militär, Schüler 40 Pf. VORANZEIGE ! Sonntag, den 7. März 1937, abends 8 Uhr Josefa Berens-Totenohl _ 1207D 1260 A Lichtspielhaus Der treue Freund und Helfer des Menschen, der Hund, ist der große Held dieses wirkungsvollen Harry-Piel-Films. — Greif, der rassige Polizeihund, erweist sich als ein Musterexemplar seiner Gattung. Er und Harry - das gibt ein Film von Formatl Beiprogramm und Fox-Ton-Woche Täglich 4, 6, 8.30, Sonn ag 3, 5.30, 8.30 Uhr Heute Donnerstag Erstaufführung I HARRY PIEL und sein bester Freund Polizeihund Greif Edna Greyff - Henry Lorenzen Ernst Legal -Trüde Hesterberg Lissi Arna - Paul Westermeier Willi Schur REGIE: HARRY PIEL Ite flache Lani Ml. Für (einer p als für Df frrzbesihungen. fron her ruffij MMNissen einig |fr 'n den ehema [fr Nt Es gib, frnberung gi ■Weit in Pole |W noch den b. frwn, Bielitz, P Dkl durch bu |fr7n Zunächst ff öort wohnend fröo ist die S FW canbomir aud des fl *fw|enben von BP '^e schn r.J’nreidjenb [ E? ,als dire. Kill LI Nichte Po firnen alten L" ist bie O lesbar. ■Ä9iequeE iS01 entfp L|% ’ °uszul gesehen. MKs'en bi UKuiung UU'lfbar. fJ^te(Qn?epPer 1 9 unter SV«?.5 die R Ketten Wr I h kitt?“5 fei».' ■MnV’nie r<* r-'«" I wUr Tarn'1 ft w Eft ft. ter» Km* >5. I Mrpolnif Lon ' IÄn, durch e> K kleinen 6*’S L» ilt SdMS" &n %?" KPbeWle" M3 fe Polen dieser Mn 5- em L existieren t Ejü und lddini L 'neuer Hern pangarünbe I Lil Diese Ta Kamm soll de L Plan des Ljjung einer g F Sandonn Hiarben Zloty En letzten Mor Ln hat diesen E seine Kosten L anbetrifft — [iir war die st [für die Wahl Ei halbem Weg pn, wird das Achsel und öQt kn die Karpi Rupie und Sti Men Schutz. Megszeit au B in Polen ni keine neue Jr lediglich der sentiel" dienen s!olen hat zw ft 0 b e r s ch l e s legebiet erhalt, Htfriege eine ni r bie oftpoln mu-Karwiner ( ■ mit ihr in eii Ile. In den ü IZarschau eifric »ze getragen, 0 pzkrast des £ Wen für Bah psw. wirklich p getan wur prungen der