Montag, 25. Januar 1957 187. Jahrgang Gietzener Anzeiger Berlin Eching -ctVi 21.1 221 120 16i,iD«5 Deutschland hätte kränken und die gute Abis! 218,1 139 710 en di e französische S i - eit eine Sonderbehandlung er- jsation- tzch-ll--«"' 04 * 203 118 0,709 5,654 61,27 48.95 11,075 62,85 56,90 17,48 8,656 2,488 tiuri der wirtschaftlichen Lage Deutschlands zu itier politischen Zwange auszunutzen und Deutsch- 168.25 139,5 146 129,65 36 151,5 227 170,5 125 114,5 148 168,65 161 227 170 | 125 47,75 264,5 49,05 11,105 63,02 57,18 17,52 8,674 2,429 i Lyon eine Rede gehalten, der die Pariser Wchssi die Bedeutung eines europäischen Ereignisses -»omr gesagt hatte. Blum bekannte, daß er durch 'lititie Voraussage überrascht worden sei, aber den- lAoch «ereit sei, über das deutsch-französische Ver- i25//iiäittn zu sprechen. Die Worte, die er an Deutsch- 'ichtete, waren nach jeder Richtuna hin ver- ?miidlch, und es war nichts in seinen Ausführungen, IMtnib nit Befriedigung kann man auch feststellen, r nichts vorschlagen wolle, was einem Handel isijtiilbl sehe, obwohl die Idee entstanden sei, daß m.üHe iQilfe für Deutschland auf wirtschaftlichem Ge- ITItlr ,ur bann in Frage komme, wenn es sich zu iL.uliterlbefriedigenden Teilnahme an der friedlichen l32.bR jgtung der europäischen Lage bereit findet. Es ach nicht sein Wunsch, eine mögliche Berschlech- 3.95 ,085 2.90 7,06 7.78 ,656, - 488: ^rrMär«, daß er an dem von Adolf Hitler mehrfach uo'xebvrlch proklamierten Friedenswillen nicht zweifele, 124,75 93,75 118,9 154 220 Das alle Verlangen nach Gesamlregelung und „unteilbarem" Frieden. gäbe und die ganze Macht seines nationalen Willens einsetzt, um ernste Schwierigkeiten wirtschaftlicher Art zu überwinden. In vielen Köpfen ist daher von selbst der Gedanke an eine Art Austausch, eine Art Vertrag wach geworden, durch den Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiet eine Hilfe erhalten würde, die es durch eine befriedigende Teilnahme an der friedlichen Regelung der europäischen Lage wettmachen würde. Ich möchte mich nicht auf diesen Boden stellen. Ich bin nicht der Ansicht, daß wir Deutschland etwas vorschlagen sollten, was einem handel ähnelt. Wir sind uns unserer nationalen Würde zu sehr bewußt, und wir sind entschlossen, nötigenfalls deren Achtung durchzu- sehen, um nicht selbst die Würde der anderen Nationen zu achten. Noch ferner liegt uns der falsche wie gefährliche Gedanke, daß die Verschlimmerung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Deutschlands dieses eines Tages zwingen könnte, um Hilfe zu bitten und Bedingungen zu erdulden. Schließlich hüten wir uns, einen Zweifel zu hegen an dem Friedenswillen, den Reichskanzler h i t- ler bei feierlichen Gelegenheiten proklamiert hat. wenn eines Tages Abkommen zustande- kommen sollten, so können und dürfen sie nur in einem Gei st e des Vertrauens und auf dem Fuße der Gleichheit abgeschlossen werden. Wie kann man sich aber beim gegenwärtigen Stand Europas, während das Wettrüsten überall in beschleunigterem Tempo als vor dem Kriege fortgesetzt wird, Wirtschaftsabkommen unabhängig von der politischen Rege- lung denken? Welches Volk würde einwilligen, mit einem anderen Volk zusammenzuwirken, sei es durch Eröffnung von Krediten, sei es durch Besserung seiner Rohstoffversorgung, sei es durch Erleichterungen für die Siedlung oder Kolonisierung, wenn cs auch im geringsten Maße Bedenken haben müßte, daß die von ihm geleistete Hilfe Gefahr läuft, sich pines Tages gegen es zu richten, daß die Kredite, die Rohstoffe, die auswärtigen Niederlassungen noch eme militärische Stärke und eine militärische Möglichkeit (potentiell steigern würden, deren Opfer es selbst oder seine Freunde sein würden. Es besteht also ein unvermeidlicher Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit einerseits, der friedlichen Organisierung und dem Aufhalten des Wettrüstens auf der anderen Seite. Ich habe die Aeberzeugung, daß gerade die übertriebenen Rüstungen Europa zwingen werden, die Frage der Abrüstung einer erneuten Prüfung zu unterziehen. Ein Abkommen über die Begrenzung und allmähliche Beschränkung der Rüstungen muß notwendiger weife wichtiger Bestandteil einer allgemeinen Regelung der europäischen Probleme fein. Aber die kriegsmaterialherslellung nimmt heutzutage einen solchen Platz in der Erzeugung der industriellen Völker ein, daß es wahrscheinlich unmöglich wäre, einfach ihren Stillstand anzuordnen, ohne sich der Gefahr schwerer innerer Krisen auszufehen. Vielleicht ist es nicht 2ser Wille zur Zusammenarbeit ist deutscher Seite uneinge s ch r änkt 7»'Händen. Wenn der französische Ministerprä- 1kit erklärt, daß auch er bereit sei, ohne Hint^- Jibiinten und ohne Hemmung in eine Aussprache Deutschland einzutreten, so mag das als ein Brs Vorzeichen für die Zukunft gedeutet werden; 149.251 U9 132 132,25 127 125.75 .75 ),5 1,5 1,5 Regierungswechsel in Japan. General Ugaki mit der Kabinettsbildung betraut. Tokio, 25. Ian. (DRB. Funkspruch. Ostasien- dienst.) General U g a k i wurde vom Kaiser m i t der Kabinettsbildung betraut. Die Beauftragung erfolgte auf den Rat des Prinzen S a i o n i, des Siegelbewahrers P u a f a und des Präsidenten des Staatsrates, h i r a n u m a. Der gemeinsame Vorschlag dieser drei Staatsmänner bedeutet die Wiederbelebung der früheren Gepflogenheit, daß der Kaiser von der (Bento, einem Kreis alter Staatsmänner, beraten wird. General Ugaki findet bei den Parteien, in der Presse und in der wirtschaft eine günstige Aufnahme, da er eine Verständigung mit den Parteien anstrebt und, wie die Presse betont, die Einmischung des Heeres in die Staats- führung eindämmen werde. Er fei ein wann großen Formats mit reichen Erfahrungen und vielen Beziehungen zu Politik und wirtschaft. 5,K$ 61,39 49.« 11,« 62.91 51.« 17.5! 6,611 2W 57 , 57,25 32.5 130,5 158 159,25 261 27 ' Jj* 32 & , f ärfto Blatt ' -ÜUben . ttich So 6tln 5 bis 6V Eitchiwt täglich, außer ' itQl 'M. Sdnrags and Feiertag, ,-ihi tchnvU Lx * eie-...— , tu- nn,.iu._____ 139 146 128,5 35 150 118,25 162 198 199,25 ’iifoMHU nötigen, um Hilfe zu bitten und sich poli- .kisühc Bedingungen zu unterwerfen. das Zurückgreifen auf die Vergangenheit aber wird immer wieder zu einer Politik im Kreise führen müssen. Die Rede in Hon. Paris, 24. Ian. (DNB.) In Lyon fand am Sonntag die angekündigte Volksfrontkundgebung statt. 15 Minister und Unterstaatssekretäre, darunter auch Außenminister D e l b o s, Parlamentarier und hohe Beamte hatten den Ministerpräsidenten Blum nach Lyon begleitet. Nach einem Besuch bei Bürgermeister H e r r i o t begaben sich der Ministerpräsident und seine Begleiter zur „Arbeiterbörse", wo ein Festessen von 2000 Gedecken stattfand. Nach Schluß des Essens nahmen die Vertreter der der Volksfront angehörenden Linksparteien und Verbände das Wort, darunter auch H e r - r i o t und der Sekretär der Kommunistischen Partei, Duclos. Dann sprach Leon Blum vor etwa 6000 Personen, denn inzwischen hatten sich die Zuschauertribünen und die anliegenden Säle mit weiteren Zuhörern gefüllt. Seine Worte wurden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Anschließend ertönten die Internationale und die Marseillaise. Leon Blum wies einleitend darauf hin, daß die Volksfront fest stehe. Die französische Wirtschaft müsse einen ganzen Komplex von wichtigen Maßnahmen verdauen, von dem sie fast gleichzeitig betroffen wor- 710; 0,712 ,654 I 5,666 1,32 I 61.44 Fs? -—I bOrie J I 22 1 W Börje faen®i*nbea,* Deutschland und Frankreich. Oer französische Ministerpräsident Blum über Methoden und Möglichkeiten einer deutsch-französischen Verständigung. sen Mühlen.^. gonf k rländigung möglich daß gerade .ialion.-^Mädchen.' ccrheit eine S, 4- SffLjorfi, 27- 3°nlir' 1 Here Uneigennützigkeit dabei ebensowenig in . — ' ;FZlifel ziehen wie diejenige Englands ober Jta- 2 goniM: lin unb ber anberen Staaten, mit denen eine ,, hen R . ii: trlänbigung möglich war. Oder wünscht Herr 28. Januar. a ibelftunbe. ~ Ober* I gen. 20.15: grauen^ % 168,13 139 146 128,5 35,4 150 118 139,25 180 149,5 132,5 127 144 124,75 118,65 153,25 92 220,25 134 151 1. Januar iche Notierung :1b 1 Bries üslm. Gegensatz dazu stehen die zweiseitigen Ver- die Frankreich trotz der durch den Diib seines Ministerpräsidenten verkündeten kimbsätze geschlossen hat. Deutschland hat durch ei Abkommen mit Polen und Oesterreich, durch isZlottenabkommen mit England und durch seine keilte Aussprache mit Italien viele Gefahrenen k t e aus ber Welt geschafft. Der rcmzös isch - sowjetrussische Pakt aber bt. bis zum heutigen Tage nicht nur von Deutsch- oil als eine große Gefahr für Europa 1 lWsehen. ben sei. Haushalt, Schatzamt und Markt hätten noch nicht ihr normales Gefickt wiedergewonnen. Der steigende Privatbedarf geselle sich zu dem öffentlichen Bedarf, dessen Gründe man kenne: Fehlbeträge des Haushalts, Rüstungsprogramm, Fehlbetrag der Eisenbahn, außerordentliche Ausgaben oder Vorschüsse sozialer oder wirtschaftlicher Art, die niemand bedauern dürfe, da sie gerade den Start ermöglich hätten. Die Preisbewegung müsse genau kontrolliert werden; im ganzen sei er optimistisch. Die Besserung der wirtschaftlichen Lage sei bereits eine Tatsache, und man sehe in einem zweiten bald bevorstehenden Stadium die Rückwirkung auf die gesamte Finanzlage. Diese Voraussage habe zur Vorbedingung, daß die innere Ordnung immer fester werde. Vorbedingung sei natürlich auch, daß nicht zu oft Sturmzeichen den Wetterzust and Europas zu schwer störten. Die Regierung habe sich bemüht, Europa zu einem Zustand der Stabilität und der Eintracht zu bringen, auf dem sich der Frieden begründen könne. Ich gelange jetzt, so fuhr Ministerpräsident Blum fort, zu dem Teil meiner Rede, der, wie ich weiß, überall mit aufmerksamstem Interesse erwartet wird. Nach den Pariser Zeitungen haben alle Zeitungen Europas und der Welt wiederholt, daß ich am 24. Januar in Lyon bie Beziehungen Deutschlands und Frankreichs behandeln würde. Ich werde sie also behandeln, da die internationale Presse so entschieden hat. Wenn ich heute schweigen würde, wäre das eine Art des Sprechens. 124,75 93,75 118,13 154 150,75 ISO, 128,4, 128, 139 1 138, yjj Gönn Herr Blum jedoch versichert, er sei immer - bdkei gewesen, die aufrichtigste und freieste Anftren- -- U'giM zu machen, um mit voller Freimütigkeit die 13911382Pta^nen Probleme anzuschneiden, die das poli- 174,75 iMW Leben zweier großer Staaten aufmirft, so 162 jti Ducn igen wir ihm darin nicht zuzustimmen. Er 199 §Mv»rkAirft bie Methode ber zweiseiti- 203 -g!>- n'Pakte unb sucht die französische Sicherheit 118,75.117,15tniidLTum im Rahmen bes kollektiven will 57m Rri bens, inbem er sich auf bie Grunbsätze des v' ÖM 6unbes beruft. Gleichzeitig versichert er, daß to 1 26 tjriirireid) seinen Freunden treu bleiben ‘ wall Aber die Erfahrungen Deutsch- [•iniis können die Forderungen nach dem unteil- birc Frieden nicht für die einzig w i r k - 22.ZüLun s inae Methode anerkennen. Gerade die Freunde -——7—Ulid Verbündeten Frankreichs sind es gewesen, die dü n internationalen Kollektivismus mißbraucht —Hs fiWci, die sich von Frankreich Rüstungsan- leien geben ließen und durch ihre Haltung g^eiüber Deutschland erkennen ließen, daß sie es nich für nötig hielten, sich mit uns zu vertragen. 6- französische Ministerpräsident hat einen Er- fnljioorausgefagt, wenn alle gleich guten Will ens seien, aber die Eindrücke ber letzten 18 lnhre sind in Deutschland noch zu stark, als daß e 5 Ls Vertrauen in diesen guten Willen bei allen anirren aufbringen könnte. Nichts hat Deutsch- limil bisher auf dem Wege von Verhandlungen er- rrithn können, am wenigsten auf allgemeinen 5 Im reffen. Und wenn es auf dem Wege zur jlrea-eit und Gleichberechtigung vorangekommen ist, Slair nur deshalb, weil es s i ch den Weg selb st eiffifnet und sich nicht mehr auf den guten Zill in ber anderen verlassen hat. Auch müssen wir eir iten, daß unsere Methode der z w e i s e i t i - ;r Abmachung es an Wirklichkeitssinn hat Äm lassen. Keiner unserer Partner, die sich auf Hm Wege mit uns verständigt haben, hat sich i-hir übervorteilt gefühlt, unb niemand konnte 4 »urch die zweiseitigen Abkommen Deutschlands n Iren letzten Jahren beeinträchtigt oder bedroht 52J5, U kl ft" folgendes: 110'5 ifP )ei französische ^Ninisterpräsident Leon Blum 166Z U Annahme oon Anzeigen ■ ..Mi, c, -,h, ... r, - - — _ - - „ fitt die Mittagsnummer vJlvtivIlvl ZI KlIUlL bs» I Ü5 45 II fehr C Mn -inzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise: M°5fop 1 bis $ irtl®!1« höherer Gewalt E m •• ze*. < < aa Stellen-., Vereins-, gemein* General-Anzeiger für Oberhessen SsBS FQnar. richte Anzeiger Gieße« V ö I 4 II aen,Bäder-,Unterrichts-u. & V i: PovscheSlonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. ?' S^furt am Main 11686 vruck und Verlag: vrühl sche UntverfitStr-Vuch- uns 5teindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschastrftelle: Schulftratze 7 Mengenabschlüsse staffel 8 r 360 Ci, i —mm— —■ ... soll? Oder soll bas starre Festhalten an ber yw,_ pen Methode wieder dazu führen, daß Deutsch- [arl in die Zwangslage zurückversetzt wird, deren rechterhaltung das System des Völkerbundes nut *n Uid des Kollektivismus bildet. Leon Blum will Mniruf daß mit der Frage der politischen Verstän- ^L"Ng «in Handelsgeschäft gemacht werde, tft dennoch glaubt er, daß es heute nicht mehr t'Mich sei, gewisse politische Fragen von den wirt- iscillichen zu trennen. [ 203 _ fr.75 52,75 L 75 136,25 Hi166,25 I l?» 120,5 161,25 227 170 125 147^5 264,13 15^5 I35.!ldti iner Führung in Zweifel ziehen können. Er 29. Januar. . ®ibel|tunbe. - j und Mädchenabend. itsgS »-»Sä Mittwoch, den^-^ 169,5 _ l?i 136-25 ■fl -,S! phantastische „Geständnisse" im neuen Moskauer Schauprozeß oewarnt hatte Der neue Dschingiskhan des Bolsche- Schicksal Bedrohten, sind einander wert, xne mtemus vernichtet alle Widersacher mit unbarm- Kämpfe um die Macht im Bolschewismus über herxiaer Faust Das ist der Hintergrund auch des I deren blutige Grausamkeit ganz Europa sich ent= neu?n Prozeßes, das die Tragödie der jetzt ange- setzt sind Giftfruchte jenes Badens, aus dem der klagten Bolschewistenhäuptlinge, die während ihrer Bolschewismus entsproß, des Hasses und der An- Machtfülle soviel Einzeltragodien hervorriefen und larchie. Die ersten Tage der Justizkomödie zügigkeit in allerncn Berkchrserziehungsdien- Die Das große Lügenspiel. Das Echo der Londoner Presse. London, 25. Jan. (DNB. Funkspruch.) Abstoppen der Verkehrsunfalls-Kurve Oer Michsführer SS. zum Einsatz des 7!SKK.-Verkehrserziehungsdienf!. Die rote Revolution verschlingt nicht nur ihre eigenen Kinder, sondern auch ihre Väter. Zum zweiten Mal innerhalb eines knappen halben Jahres läßt Stalin eine Garnitur der alten Bolschewisten in einem Schauprozeß in Moskau verurteilen. Was ist von der alten Leningarde übrig geblieben? Trotzki wurde verbannt, im Oktober 1936 wurde Sinowjew-Apfelbaum erschossen, ebenso Ka- menew-Rosenfeld und vierzehn andere Bolschewistenführer. Jetzt stehen wieder einmal zwanzig Bolschewistenhäuptlinge vor Gericht, wegen angeblicher Verschwörung gegen das Leben Stalins, konterrevolutionärer Umtriebe, Parteibildungen und wegen Verdachtes, mit auswärtigen Mächten Spionagebeziehungen unterhalten zu haben. Und weitere Prozesse scheinen bevorzustehen, denn nach neuesten Meldungen aus Moskau ist auch Nikolaus Bucharin, einer der Schriftleiter der „Jstwestija", unter dem gleichen Verdacht verhaftet worden, mit Trotzki konspiriert zu haben. Bucharin war bereits Bolschewist bei Ausbruch des Aufstandes im Jahre 1905/06 gegen das zaristische Regime. Bei dem neuesten Prozeß handelt es sich vor allem darum, daß Stalin allein herrschen will und daß die eine jüdische Gruppe der Machthaber die andere vernichtet. Der Georgier Stalin, jüdisch versippt, trägt seit vielen Jahren einen gewaltigen Haß gegen die Altbolschewisten zur Schau. Er hat niemals für die bolschewistische Revolution gekämpft, sondern ist auf rein bürokratische Art und Weise von Posten zu Posten gestiegen und nach dem Tode Lenins Oberhaupt des Bolschewismus geworden, obgleich Lenin-Uljanoff vor Stalins Ränken seine Getreuen in den letzten Lebenstagen nachdrücklich all kurve anzuzeigen beginnt. Der Durchschnitt der letzten Wochen des neuen Jahres verzeichnet 80 Tote und rund 200 Verletzte als Opfer von Verkehrsunfällen. Obwohl sich also der Kraft- fahrzeugbestand des Deutschen Reiches im letzten Jahre um mehr als 450 000 neue Kraftfahrzeuge vermehrte, hat sich demnach die Zahl der Verkehrsopfer gegenüber dem Winter leisten vermöge. Um direkte berufliche Arl Lr die Arbeit ui Deutschland, zu ermc eines vielleicht zmei Kurses erwogen, der möglichen würde, n vertraut zu werden. Der Einsatz des ______ , v , y tes erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem wir feststellen können, daß die Unfallstatistik, die in den (Sommermonaten des vorigen Jahres durchschnittlich 145 Verkehrstote und 4200 Verletzte in der Woche verzeichnete, in den letzten Wochen des Jahres 1936 bereits ein Ab st oppen der U n - des Vorjahres mindestens etwa auf bec gleichen Stand halten lassen. Wenn es auch verfehlt sein mag, aus den men.; Berlin, 23. Jan. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der Polizei veröffentlicht folgende Verlautbarung über den augenblicklichen Stand der Verkehrsunfallkurve: Nachdem ich am 1. Oktober 1936 die zentrale Leitung des Kampfes gegen den Verkehrsunfall auf den deutschen Straßen übernommen habe, tritt als eine der ersten umfassenden Maßnahmen der Ver ° kehrserziehungsdienst des National- ozi a l isti sch e n Kraftfahrkorps am 23. Januar zunächst in den Großstädten des Reiches zum ersten Mal in Erscheinung. Ich betone: Als eine der ersten umfassenden Maßnahmen, denn es werden weitere von derartiger Groß- lismus die s ch ö p fe r i s ch e I n i t i a t i v e. fordert aber die Bindung an d i e Gemeinschaft. Wir stellen über alle Dinge die Politik, b.t Führung des Lebenskampfes unseres Volkes. Unsen Wirtschaftspolitik richtet sich nach dem Gedanken bw gegenseitigen Ergänzens anstatt noch Konkurrm,- fragen. So ist auch die Kokonialfrage für uns ei.ne Rohstofffrage. Die Sozialpolitik kann nicht für das garn^ Reichsgebiet einheitlich gestaltet werden. Jeder N- trieb hat eine andere Gestaltung und andere D- bingungen; deshalb soll er seine Angelegenheiten p nächst selbst organisieren. Die Existenz des eni- zelnen hängt nicht von seinem Beruf, sondern io Betriebe ab. Der Betrieb ist eine Einheit und tarn nicht nach Berufen aufgeteilt werden. Die Menschei- fiihrung muß a r t g e m ä ß sein. Der deutsche Arbeiter will selbstverantwortlich sein und nicht innnir kontrolliert werden. Absolut selbständig in scinrr Meinung soll der Dertrauensrat gegenü&r Betriebsführer und Gefolgschaft die Dinge zua Ausdruck bringen, wie er es für richtig hält, 'üi gilt, die Voraussetzung zu schaffen, daß jeder Tlemi an der Stelle steht, an der er zufrieden ist. Die E» zialpolitik geht weit über die Lohnfrage hinmr Auch im Betrieb muß anerkannt werden, daß b-i< kinderreiche Familie wertvoller ist. Mm Dinge lassen sich im Betrieb nicht regeln. Es m-'1 naheliegend, in diesen Fallen die Beteiligten an eim Tisch zu holen. So wurden die A r b e i t scu*1 schüsse geschaffen, in denen alle Fragen befp chen werden sollen, an deren Regelung eine grob«1 Zahl von Betrieben interessiert ist. Dabei entstchs aus dem praktischen Leben die Vorschläge für bii Gesetzgebung des Staates, die nicht vom grün’ Tisch aus geschaffen werden. So werden heute K Menschen an der Gestaltung ihres Schicksals bei ligt. Mit Wahrheit und Offenheit läßt sich dcck oft viel mehr erreichen; denn nicht eine einzelne laftung bildet das Urteil des deutschen Arbeit w sondern das Vertrauen zum Führers- zu seinem Volk. Verkehrsunfälle nach sich zieht. Diese Feststellung ist uns ein Beweis, daß ß möglich ist, durch die Zusammenarbeit aller sich willig in die Derkehrsgemeinschaft ein fügenden Volksgenossen die Unfallkurve auf bu durch die Unzulänglichkeiten der menschlichen tur bedingte Mindestmaß herabzudrücken uri damit Verluste an Leib und Leben für viele dm sche Volksgenossen und Verluste an wirtschaftlichsi Werten von der deutschen Volkswirtschaft fernen- halten. In dieser hoffnungsvollen Erwartung begrüße ich die ehrenamtliche Tätigkeit des NSKK- Verkehrserziehungsdienstes als ein sichtbares Zechen des Einsatzwillens der Bewegung. Neugettattung des Lugendstrafvollzugs. Berlin, 23. Jan. (DNB.) Reichsminister Justiz Dr. Gärtner hat eine Verfügung & den Jugendstrafvollzug erlassen. Bis auf roei1"^ sind zehn Jugendgefängnisse für men’ liche Verurteilte und sechs JugenbgefäP ni f f e für weibliche Verurteilte bestimmt roorW Den Jugendgefängnifsen weist die Verfügung $ nahmslos dl e Verurteilten von 14 b; zu 18 Jahren, die Verurteilten von 18 bi' zu 21 Jahren, mit Ausnahme ber H*' verbessern chen, und ausnahmsweise Verurteilte von 21 bis z u 25 Jahren Zv . nach dem Stande ihrer ganzen Entwicklung ® besser zur Unterbringung im Jugendgefängnis J nen und bei denen mit einer nachhaltigen ®et rung gerechnet werden kann. . ,t Das Ziel des Jugendstrafvollzuges ist, die A tige Haltung des jungen Gefangenen entscheid den sei? Das Blatt meint, daß Sowfetrußland ch Medikament entwickelt habe, durch das der iI[e vom Verstand getrennt werde und so dazu zwinge, die geheimnisvollsten Gedanken ohne Riilk, sicht zu enthüllen. Wangtschingwei warnt Chino vor dem Kommunismus. Nanking, 23. Jan. (DNB.) In einer Rund, funkrede erklärte der frühere Mimfterprasident und jetzige Vorsitzende des Zentralpolitifchen Ausschusses der Kuomintang, Wangtschingwei, daß Chino in keiner Weise mit Sowjetrußland zu vergleichen sei und daß der Kommunismus für sein Land unmöglich sei. Das Schicksal einiger Län. der beweise, daß jedes Land, das mit dem Konvnu- nismus liebäugelt, feine Unabhängigkeit verliere. Ein deutliches Beispiel für die unheimlichen Folgen des Kommunismus fei Spanien. Die Sympathie für den Komunismus, du Madrid einmal gezeigt habe, habe eine fürchterlich Krise heraufbeschworen, und Madrid läge heut, in Trümmern. Auch China werde untergehen wenn es den Kommunismus annähme. Ebenso fei die Idee einer sog. „Volksfro n t" völlig abwegig. — Wangtschingwei schloß seine Rede, bai. nur b i e Kuomintang den Wiederaufbau durchführen könne. Die Kommunisten wollten nui den Kiasfenkampf, um jede Einigkeit zu zerstören Es käme heute darauf an, sich im Innern des Landes zufammenzu schließen, um es naj außen ,zu verteidigen. Nur dies sei die Lösung, bi- Krise zu überwinden und die Unabhängigkeji der Nation zu erhalten. Londoner Presse ist sich einig, daß das Moskauer Sowjetgericht der Welt und dem russischen Volk ein großes Lügenspiel darbietet, damit die Sowjetregierung ihr unbequeme Leute beseitigen könne. Den angeblichen, geradezu phantastischen „Geständnissen" der Angeklagten wird kaum Glauben geschenkt. „Daily Expreß" sagt, die Möglichkeit, daß sämtliche Angeklagten sich in einer Hypnose „schuldig" bekannt hätten, sei nicht von der Hand zu weisen. Londoner Gerichtsbehörden hätten dem „Daily Expreß" aus R o m m , bisher Korrespondent der „Jswestija" in Washington, „gesteht" als Zeuge angebliche K u - Verdienste zwischen Trotzki und Radek ein, unter Ausnutzung feiner dienstlichen Stellung im Auslande. Der dritte Hauptangeklagte, der frühere sowjetrusfische Botschafter in London Sokol- n i k o w, soll als Mittelsmann zwischen der im Vorjahr abgeurteilten Sinowjew-Kamenew-Gruppe und der Pjatakow-Radek-Gruppe erscheinen. Er hat, so wünscht es der Staatsanwalt, gleichfalls hoch- und landesverräterische Pläne „einzugestehen". Das tut er auch, und zwar genau nach den entsprechenden Punkten der Anklageschrift. Er gibt zu, landesoerräterische Gespräche mit einem „Vertreter einer fernöstlichen Großmacht" im Auftrage Trotzkis geführt zu haben. Auch der vierte Hauptangeklagte, der frühere Verkehrskommifsar Serebrjakow, fällt nicht aus der Reihe. Er „gesteht" die angebliche Schädlingsarbeit im Transportwesen. Dabei erwähnt er auch die Eisenbahnkatastrophen, falsche Berechnung technischer Normen für Lokomotiven usw., alles Mißstände, die zu den Krebsschäden des sowjetrusfischen Eisenbahnwesens gehören. Wiederum hat man das Gefühl, daß damit an die Hintergründe des Prozesses gerührt wird. Ferner hat sich Serebrjakow ebenso wie die übrigen bisher vernommenen Angeklagten zu der angeblichen Vorbereitung von Terrorakten auf bolschewistische Parteigewaltige zu bekennen. Serebrjakow will besonders kaukasische Trotzkisten und Menschewiken zu Terrorakten auf den Häuptling der bolschewistischen Partei in Georgien, B e - rija, und auf Stalin angeftiftet haben. Dabei kommt zur Sprache, daß Oppositionelle in Georgien angeblich ein unabhängiges Georgien anstrebten. Die Wege -es Führers zur Freiheit Vorträge auf der Schulungsburg Kestenhöhe. berffuW Gilt Aufftch beb Der fäidrftubtntti äußert sich in hem Z wchnbunLes „Deutfd nung des deutschen 61 bewährten Grundsatz« - ratiansstudente Gemeinschastsp bensprinzip", sc ; wirb der deutsche 61 soldatische Schule o i durchlaufen haben n rungszwang u s im aktivistischen Sim k Volksgenosse zu r ! tung und kämp ; gleich aus Grund se zu sachlich-wis leistung erzogen: dentenbund, sowie c Mitglieder oerpsllcht, milderWasse e chend den geltenden E AM. und Wehrnio ’ei'' Dabei wird du nahmen dafür Sorge 1 "eue studentische ®Q 1 W als „tödliche W I Zusehen ist. I technisch die El Gersten bis I Men, wird der R fest - A,N bie ibr SL-Vs . drüAi^Ä?^ iN inbibt $> h.5ür die I ^'"Wonafen'’ ; der ren des Ltzxs FaS&i! 1 RS gen vorliegenden Vergleichsziffern der amtlichni Erhebungen des neuen Jahres und des Vorjahr« voreilige Schlüffe zu ziehen, und etwa gewisse sonstige Einflüsse außer Betracht zu lassen, so ergibt! sich bei Berücksichtigung aller Momente die Feststellung, daß es gelungen ist, trotz der fortschreitev- den Motorisierung nicht nur ein weiteres Anwach» sen der Verkehrsunfälle zu verhindern, sondern fit gar ihre Zahl bereits etwas herabzudrücken. Dies', Feststellung ist besonders wichtig, um den Bewei- zu liefern," daß die vom Führer befohlene Molw rifierung des allgemeinen Verkehrs durchaus nicht zwangsläufig eine Vermehrung bn: ebenso unbarmherzig das russische Volk zerstampften, wie sie jetzt zerstampft werden... Unter den Angeklagten des jetzigen Prozesses befindet sich zunächst der Leiter der Abteilung Schwerindustrie des Fünfjahresplanes, P j a t a k o w , ferner S o k o l n i k o w - B r i ll i a n t, der ehemals die Geschäfte Moskaus bei der englischen Regierung wahrnahm, des weiteren Radek-Sobelsohn, der Außenpolitiker der offiziösen „Prawda". Ferner sind Angeklagte von Rang Tschlenow, einst Verbindungsmann des sowjetrussischen Außenministers Litwinow-Finkelstein zu den französischen Kommunisten. Weiter Rajewski, einst Bevollmächtigter für die Ukraine. „ Radek-Söbelsohn gehört zu den „interessantesten Personen dieses Kreises. Er stammt aus dem polnischen Ghetto, tauchte 1909 in Bremen auf, nachdem er als Kassierer der polnischen Sozialdemokratie Parteigelder unterschlagen hatte, trieb dort in Bremen mit dem aus der holländischen Sozialdemokratie ausgeschlossenen Dr. Pannekok einträgliche Propaganda für den anarcho-syndikalistischen, also antiparlamentarischen Flügel der Sozialdemokratie, wurde auf dem Parteitag in Chemnitz aus der Partei ausgeschlossen, weil er niemals Mitgliederbeiträge gezahlt hatte, hetzte von der Schweiz aus während des Krieges im Sinne Liebknechts und Rosa Luxemburgs, wurde nach der Oktoberrevolution des Jahres 1917 Leibjournalist Lenins, gehörte zu den eifrigsten Bekämpfern des alten und des neuen Deutschlands und trat bis Dezember 1936 für einen Kreuzzua des Bolschewismus gegen Deutschland nachdrücklichst ein. Stalin, die Erschossenen vom Oktober 1936 und die jetzt vom gleichen Schicksal Bedrohten, sind einander wert. Die Moskau, 23. Jan. (DNB.) Dor dem Obersten Militärgericht begann der zweite jo genannte Tr o tz- kisten prozeß gegen Pjatakow, Radek Sokol- nikow und Genossen. Wie bei allen diesen Theater- prozessen wird der Zugang zum Gewerkschaftshaus und Gerichtsfaal durch das übliche aroße Aufgebot von Angehörigen der GPU. in Uniform und Zivil scharf bewacht. Die A u s l a n d s p r e f s e ist durch etwa 20 europäische und amerikanische Journalisten vertreten. Unter mehreren ausländischen Diplomaten befinden sich die Botschafter Frankreichs und der Vereinigten Staaten. Pünktlich 10 Uhr werden die Angeklagten van Angehörigen der GPU. mit aufgepflanztem Bajonett in den Saal geführt. In der ersten Reihe sitzen die , Hauptverbrecher" Pjatakow, Radek, Sokolnikow, Serebrjakow. Pjatakow war noch vor einem halben Jahre Vize-Volkskommissar der Schwerindustrie. Er hat die ganze bolschewistische Partei- laufbahn hinter sich. Im Testament Lenins wird er als einer der in Frage kommenden Nachfolger für die Parteiführung genannt. Jetzt sitzt er hinter Bajonetten auf der Anklagebank in der Haltung eines gebrochenen Mannes. Radek hatte gleichfalls einmal Aussicht, der Nachfolger Lenins zu werden. Einst hatte ihm Moskau eine Rolle zugedacht als Diktator eines bolschewistischen Deutschlands. Nun scheint Radeks bekannter Zynismus und seine Spvttlust verflogen zu sein. Gesenkten Hauptes sitzt er auf der Anklagebank des „Proletarischen Gerichtes". Auch die übrigen Angeklagten, unter denen mancher früher bekannte und gefürchtete Name ist, erwecken den Eindruck, daß alle ihre Widerstandskräfte zermürbt sind. Die GPU. hat sie für diesen „Prozeß" sachgemäß vorbereitet. Nach dem Erscheinen des Staatsanwalts Wyschinski und des Gerichtes, das aus dem Vorsitzenden, dem „Armeejuristen" Ulrich und zwei gleichfalls militärischen Beisitzern besteht, beginnt die Verlesung der Anklageschrift. Bergwerken und in der Rüstungsindustrie betrieben und R ü st u n g s g e h e i m n i s s e a u s g e - liefert, Anschläge auf Stalin, Molotosf und andere Sowjetgewaltige verübt haben. Die Vernehmung der Angeklagten begann mit dem Verhör Pjatak 0 ws , der bereitwilligst alles gestand, was er auf Grund der Anklageschrift gestehen sollte. Er wiederholte die törichsten Anschuldigungen gegen Deutschland und Japan und gab weiter reumütig zu, daß er sich durch „falsche" Planungen sowie „Fehlinvestitionen" großer Kapitalien schuldig gemacht habe. Da die letzt genannten Selbstbezichtigungen offenbar den wirklichen Hintergründen des Prozesses allzu nahe tarnen, verwies der Gerichtsoor- fitzende Ulrich weitere Aussagen über dieses Thema auf eine nichtöffentliche Sitzung. Auch Radek hat, wie zu erwarten war, alle wesentlichen Anklagepunkte „e i n g e ft a n b e n", machte jedoch gewisse Vorbehalte und deutete gelegentlich durch ironische Bemerkungen auf die Hintergründe des Prozesses hin. Er gab die organisatorische Leitung verschiedener Terrorgruppen in so umfassendem Maße zu, daß er beispielsweise erklärte: „Sie können mich verantwortlich machen für Terrorgruppen, die ich kannte und die ich nicht kannte!" Auch die Mitwisserschaft an dem Mord an Kirow gestand er mit bezeichnendem Eifer ein. Wieder tauchten angebliche Anweisungen Trotzkis auf, in denen dieser von der in der Sowjetunion befindlichen Trotzkistengruppe eine Ausdehnung der Schädlingsarbeit, der Diversionsakte, Spionage, ja sogar Anknüpfung landesverräterischer Verbindungen zu in Moskau weilenden Vertretern auswärtiger Mächte forderte. Japan und Deutschland werden erwähnt. Der Gerichtsvorsitzende verbot jedoch dem Angeklagten (zur Wahrung internationaler An- standsgesetze!) ausdrücklich, Namen und Behörden zu nennen. Schließlich bekannte sich Radek, wie zu erwarten war, schuldig des Landesverrates. Sie ist zweifellos das ungeheuerlichste Dokument, das jemals von einem Sowjetgericht verfaßt wurde. Sie enthält die ungeheuerlichsten und unsinnigsten Anschuldigungen gegen ausländische Mächte, vor allem gegen das Deutsche Reich. Die Angeklagten hätten, so heißt es, auf unmittelbaren Befehl des im Auslande befindlichen Trotzki ihre Verbrechen verübt in der Absicht, das bolschewistische Regime zu stürzen und die „kapitalistische Gesellschaftsordnung" mitHilfemili- tärischer Intervention ausländisch e r M ä ch t e wiederherzustellen. Zu diesem Zweck hätten sich die Angeklagten zum Ziel gesetzt, die Sowjetunion durch Spionage, Landesverrat und Terrorakte zu schwächen und in unmittelbare Verhandlungen mit den „Feinden der Sowjetunion" einzutreten. Wie der Hauptangeklagte Pjatakow gestanden haben soll, habe Trotzki in einer Unterredung mit Pjatakow im Dezember 1935 erklärt, daß er, Trotzki, ein Uebereinfommen mit dem Stellvertreter des Führers Rudolf Heß unter folgenden Bedingungen abgeschlossen habe: 1. Ein Zusammengehen in den wichtigsten internationalen Fragen. 2. Das Einverständnis zu territorialen Abtretungen. 3. Zulassung deutscher Konzessionen für Gewinnung von Erzen, Erdöl, Gold usw. in der Sowjetunion. 4. Schaffung günstiger Niederlassungsbedingunben für deutsche Privatunternehmungen in der Sowjetunion. 5. Im Falle eines Krieges solle eine „aktive Diversionstätigkeit in Rüstungsbetrieben und an der Front im Einvernehmen, mit dem deutschen Gene* ralftab organisiert werden! Diese Behauptungen sind so blödsinnig, daß kein halbwegs vernünftiger Mensch sie ernst nehmen wird, aber es scheint, daß Moskau sie selbst mit seinen eigenen dummdreisten Maßstäben mißt, wenn es diesen Gipfelpunkt des Unsinns erklimmt. In der Anklageschrift wird weiter versucht nach- z'/weisen, daß die Angeklagten auf jede Weise bestrebt gewesen seien, die Sowjetunion in einen Krieg hineinzuziehen und „dem Gegner in seinem Kamps gegen die Sowjetunion mit allen Mitteln zu helfen". Die Angeklagten sollen Eisen- bahnkatastrophen, insbesondere bei Militärtransporten, organisiert haben, Sabotage in - . 03 9*^' ki ferbnen. fjei cm als P 2m’1* ’ «galten. $ l > dein ü Menhnnen D0 I 3 i n e r in • Sport- rBeratennnen ln $ rin erffiUnn9ali5 eiger titn- A M-mwer MnehiiM' Sn ! £ mit ®*."' j KnnMrdeit PeiM! i. unmittelbare Fr-ud- : Beruf ZU eMen. j iier Steife einflW n normE. UlH Moskau geschrieben, daß die „Arznei" zur Erzeugung dieser Hypnose unter die Haut gespritzt werde. Dadurch werde der Mensch einer Willenskraft beraubt urtb zu einer Marionette, die allen Wünschen folge. Das Blatt agt, die Berichte über derartige Vergiftungen klängen zwar phantastisch, man könne aber nicht glauben, daß die Angeklagten, die noch vor kurzem wichtige Posten im „Sowjet-Paradies" ein- nahmen, jetzi plötzlich aus freiem Willen sich so erbärmlich erniedrigen sollten. — Auf einer Versammlung der unabhängigen Labor-Party erklärte P a y n e, daß man den Angeklagten durch die sattsam bekannten Methoden der Tscheka Geist und Körper gebrochen habe. Der „Sunday Expreß" schreibt, es fei hart, trotz der Geständnisse, zu glauben, daß Kommunisten der alten Garde wie Radek gegen ihre Häuptlinge eine Verschwörung angezettelt haben sollen. Jedoch sei Radek ein brillanter Journalist. Man mache brillante Jornalisten nicht ohne weiteres einen Prozeß, der auf Leben und Tod gehe, wenn nichts vorliege. Dazu feien sie zu selten. Es müsse also in Sowjetrußland irgendetwas nicht ganz stimmen. Bereits im Sinowjew-Prozeß hätten alle Angeklagten sich für schuldig erklärt und das, obwohl diese „Geständnisse" Todesurteile so gut wie unvermeidlich machten. Benutze Stalin wieder einmal das geheimnisvolle und fürchterliche „R e d e n a r k o t i k u m", das, wie die Wissenschaftler glaubten, in Sowjetrußland entdeckt wor- NSG. Auf einem Schulungskurs der Kreis- 1 fchulungsleiter und -Walter der Partei und der \ Deutschen Arbeitsfront auf der Schulungsburg । Kestenhöhe bei Oberursel sprach der Leiter des Schulungsamtes der DAF., Reichsamtsleiter Wagner. Das deutsche Volk, so führt er u. a. aus, ist das - Volk der Mitte und zugleich das größte in Europa. Wenn es in Konfession und Klassen zerfiel, wenn es uneinig war, war es ein Spielball der anderen. Wenn aber die Deutschen einig sind, ist ihre Politik ausschlaggebend in Europa. Es war ein schwerer Weg, den der Führer gehen mußte, um eine Wende von der einen zu der anderen dieser Möglichkeiten zu erreichen. Das einzige Mittel, das dem Führer dagegen zur Verfügung stand, war der Appell an das Gewissen der Welt, und durch die Kraft seiner Persönlichkeit erreichte er sein Ziel. In gleichlaufender Linie entwickelte sich die Formung des wirtschaftlichen Geschehens. Der Führer riß in wenigen Monaten das Steuer herum. Libe- ralistischer Goldregen glaubte im Gold die Grundlage der Kredite und damit des Wirtschaftslebens und die Wirtschaftsbeherrschung zu sehen. Bei uns aber ist die Grundlage das felsenfeste Vertrauen zum Führer. Wenn mir als Staat selbständig fein wollen, dürfen wir von den Monopolmächten nicht abhängig fein. So ergab sich die Notwendigkeit der Schaffung von Ausgleichsstoffen, die oft noch besser sind, als das ursprüngliche Produkt. Aber es wächst nicht alles bei uns; deshalb müssen wir auch Kolonien haben. Alles wirtschaftliche Emporblühen nützt aber nichts, wenn die alte Gesinnung der Menschen bleibt. Der Kommunismus konnte nur durch die bestehende Kiasfenkluft so stark emporsteigen. Die Klassenspaltung gilt es daher zu überwinden. Die ganze politische Kraft muß sich besonders auf dem Gebiet des Arbeitslebens durchsetzen. Drei wichtige Zellen nennt Dr, Ley, die es zu erneuern gilt: Familie, Gemeinde, Betrieb. Der Betrieb ist die Ausgabe der Deutschen Arbeitsfront. Er soll eine Zelle des Vertrauens werden. Die Gesinnung des Vertrauens, des Anstandes, der Kameradschaft muß kommen und bas Sich-Kümmern des Betriebsführers um seine Gefolgsmänner zur Selbstverständlichkeit werden. Die innere Verbundenheit der Betriebsführer mit ihren Gefolgsmännern tut not. Wir werden auch diese Aufgabe meistern. Diese Zuversicht erwächst uns aus der Kraft, die vom Führer ausgeht. Der Leiter des Amtes für soziale Selbstverantwortung der Deutschen Arbeitsfront, Reichsamtsleiter Textor, erfärte u. a.: Durch den Dawes- plan wurde eine künstliche Abhängigkeit unserer Währung geschaffen als eine letzte Auswirkung der liberalistischen Denkweise, daß bas Gold bie 1 Deckungsgrunbloge jeher Währung unb damit bie - Herrscherin im Wirtschaftsleben ist. Wir National- - sozialisten sehen bie Deckung ber Währung in den i geschaffenen Werten. Wir können in Deutschland [ alles bauen und schaffen, was uns ber Boben gibt, ' wenn wir nur kein Geld herausgeben müssen in i Form von Devisen. Der Führer will keine Autar- - kie Deutschlanbs, aber bie Maßnahmen ber ande- : ren haben uns oft zu einer Abschließung gezwun- > gen. Im Wirtschaftsleben bejaht ber Nationalsozia- c« hr-At unÖ(91i6\ fe« E.Ket J H:°ntie nud) ein. A11 n1 "war^ ::ci t wird. Er wird daher im Jugendstrafvollzug hn«».. . mjül^-rechter Strenge und fester Zucht gehalten und m-ß ernen» hart gegen sich selbst zu werden. Diesem ; i l|,U8 3&|e dienen die Erfassung der Wesensart des Ge- k.-e'S’.^n eih6 ' fosotnen, die Wahl der Haftform, die Arbeit, der - iir-l!ni’tcrPro(is Uwickht, die Leibesübungen, die Gestaltung der lscdi ^henÄ.?! FMit und des Verkehrs des Gefangenen mit der hWßnwelt sowie die Fürsorge für die Zeit '•URltlnh . ’ 4 hn*. H H n ( f It n n t kfi'urt). se«««»w warten genden werden Bolschewistischer Pöbel stürmt die Banken von Malaga. In dem Ueberschwemmungsgebiet des Ohioflusses sowie in Teilen des Mississippi-Flusses wütete ein schwerer Schneesturm. Dadurch wurde die Not der Flüchtlinge, deren Zahl ständig steigt, außerordentlich verschärft. Die Zahl der Obdachlofen wird zur Zeit mit 270 000 angegeben. Die Bundesregierung setzte alle staatlichen Hilfsmittel zur Linderung der Not ein. Auch die Bundesarmee beteiligt sich am Rettungswerk. Das Rote Kreuz brachte zunächst 2 Millionen Dollars zur dringendsten Hilfeleistung auf. In den umfluteten Häusern sind noch immer viele tausend Menfchen eingeschlossen. In zahlreichen Landkreisen herrscht Lebensmittelmangel. Die elektrischen Kraftwerke, die Wasserwerke und Gaswerke sind lahmgelegt. Unter den Flüchtlingen sind bereits zahlreiche G r i p p e f ä l le zu verzeichnen. Auch andere Krankheiten haben sich bemerkbar gemacht. Eine durch das Hochwasser verursachte Explosion mehrerer Oeltanks ber Standard Oil Company fetzte ein ganzes Häuserviertel in Brand. Das explodierende Oel floß auf die durch Idas Hochwasser überschwemmten Straßen und I machte aus ihnen brennende Flüsse. Mindestens 32 Häuser brannten nieder, darunter zwei Fabriken. Die Feuerwehr mußte die Löscharbeiten von Motor- I booten aus vornehmen. _______Beige“ schreibt hierzu: Die Persönlichkeit des Verhafteten, der keine anderer ist als der Sohn des Generalsekretärs der französischen Gewerkschaft, Regenten der Bank von Frankreich und intimen Freundes von Leon Blum, beweist, daß die Erklärungen und Gesetzesvorlagen der Marxisten über die Nichteinmischung in Spanien nur eine Fassade sind, hinter der selbst hochgestellte Persönlichkeiten der Partei ihren schamlosen Handel in aller Ruhe fortsetzen. Erstbesteigung des Eerro Payen durch deutsche Bergsteiger. Eine deutsche Bergsteigergruppe, bestehend aus den Bergführern Zuck und Teufel und den Wissenschaftlern Fester und Jakob, bestieg den Eerro Payen in Chile und hißte auf dem höchsten Punkt die Hakenkreuzflagge und die Flagge Chiles. Es handelt sich um eine Erstbesteigung. und die Handlung vollzieht sich alsbald auf einer höheren Ebene: kosmische Töne erklingen, und wenn die Hütte des alten Huhn im Sturme der Winternacht erzittert, wenn der Ofen faucht und die Symphonie der Naturgewalten über die Bühne jagt, roirt) das aus der Landschaft und ihren Gewalten entstandene Märchen sichtbar. Es beherrscht in reiner und klarer Ruhe den lyrisch ausklingenden letzten Akt, an dessen Ende die Baude des alten Wann wie ein Märchenpalaft im Morgenschimmern mit Notwendigkeit daraus, daß auf Grund einer ausdrücklichen Entscheidung des Führers die Aufnahme- b'istimmungen der Deutschen Studentenschaft gelockert rerden in dem Sinne, daß auch Viertel- und Halb- jdben in die DSt. aufzunehmen sind. jFür die NS.-Studentenkampfhilfe, bis nunmehr nach endgültiger Liquidierung des Kor- pi«rationsproblems mehr und mehr der umfassende iriib einigende Verband aller deutschen „!Il l t a k a d e m i k e r" werden muß, wird in den eisten Monaten des neuen Jahres ein durchschlagende Propagandafeldzug durchgeführt. Es wird hier- bui unsere Aufgabe sein, unser Wollen und unser Zel klarzulegen und Vertrauen für unsere Arbeit Lrjih unfern Kampf zu gewinnen. Denn nur durch Zusammenfassung aller Kräfte wird & möglich sein, die deutschen Studenten in neuen Crziehungsgemeinschaften zu ehrenhaften, charakter- ffiten und tüchtigen Führern der Nation zu er- z-hen. NerAbstammungSnachweisbeiLehrern Der Reichserziehungsminister ordnet ein, daß die verheirateten Beamten und Lehrer f äner Verwaltung anzuweisen sind, die über die Abstammung der Ehefrau und über die eigene Ab- Wmmung ausgefüllten Formblätter durch die Crflärung zu ergänzen: „Mir ist nicht bekannt^ daß ftetne Ehefrau üoji jüdischen Eltern oder Groß- eiern abstammt", bzw. „daß ich von jüdischen ssiauenwerk und Studentin (rin Bortrag von Frau Scholtz-Klink. Einigung über Alexandrette Autonomie unter Garantie des Völkerbundes. Glashiitlenmärchen und modernes Lustspiel Theaterbericht aus der Reichshauptstadt. 4..,; s w e h zuiRfiroen joroie oie ffuipia* i u *• v 1 v un ■ äU np n-!(1 öcr Entlassung. Ois wird in der Verfügung im Anschluß an die reichirechtlichen Grundsätze über den Strafvollzug irr einzelnen geregelt. Da mit dieser Verfügung die blchtrigen landesrechtlichen Vorschriften auf diesem Sa niser gebiet gegenstandslos werden, ist die Ver- fßsguig auch ein weiterer beachtlicher Schritt zur Deneinheitlichung des deutschen Rechts. Schneesturm und Feuersbrunst im amerikanischen Ueberschwemmungsgebiet Die Notlage verschärft sich. — Bisher 48 Todesopfer. Um dem fühlbaren Mangel an guten Lustspielen abzuhelfen, hat das Staatstheater ewige lunge Bühnenlchriftsteller, deren Leistungen zu Erwar- tunqen berechtigten, zur Einreichung von Komödien aufgefordert, unter ihnen auch Per Schwenzen, der als Mitautor des (seinerzeit auch 'n Gießen gegebenen) Segelfliegerstücks „Arn Himmel Europas" bekannt geworden ist. Seme Komodie a n und die Schwindlerin" wurde kürzlich im Kleinen Haus des Staatstheaters uraufgeführt. Schwenzen benutzt die Geschichte vom reichen Onkel, der unvermutet und unerkannt aus Amerika heimkehrt und gerade zur rechten Zeit kommt, um feine Verwandten vor der Verarmung w retten und ihnen Haus und Hof zu erhalten. Dieser Fabel gibt der Verfasser das dramatische Leben und eine ungewöhnlich bewegte und schlagkräftige Ausgestaltung, die durch die lustige, lebensprühende Spielleitung Wolfgang Liebe ne i ners wirksam unterstrichen wird. Hier heißt der Onkel Jan der mit seiner Sekretärin nach seiner Heimat, einer kleinen Nordseeinsel, heimkehrt, wo sein Bruder Hinnerk mit seiner Frau eine schlecht gehende Fremdenpension betreibt, wahrend ihr Sohn, der Ingenieur Peter, auf den Regierungsauftrag wartet, der ihm den Bau eines Jnsel- deichs zuweist, denn das Eiland ist verloren, wenn nicht der Deich gebaut wird, der das Land schützt behorden beschafft werden können. Statt des Nachweises soll die Versicherung genüaen, daß die in dem Formblatt gemachten Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind. Für geschiedene oder verstorbene Ehegatten braucht ein Fragebogen nicht ausgefüllt zu werden, wenn Kinder aus der Ehe nicht vorhanden sind. Wenn die Vorlegung des Abstammungsnachweifes dennoch erforderlich ist (etwa bei Einstellung, Anstellung oder Beförderung), soll gegebenenfalls d e r Ahnenpaß als Abstammungsnachweis genügen. Aus aller Wett. Starker Sturm an der deutschen Bordseeküste. Eltern oder Großeltern abstamme". Gegebenenfalls sei die jüdische Abstammunb anzugeben. Ebenso sind die Fragebogen mit den Fragen zu ergänzen, ob der Beamte verheiratet sei und wieviel Kinder er habe. Zum Abstammungsnachweis macht der Minister darauf aufmerksam, daß zur Vermeidung einer nicht tragbaren B e - lastuna der Regifterbehöroen davon ab- ! zusehen sei, die im Formblatt gemachten Angaben durch Urkunden belegen zu lassen, sofern diese Urkunden nicht bereits im Besitz des Beamten sind oder nicht ohne Inanspruchnahme der Register- t UNS ein Beweis, M ' ’.ie vhfammenar! | )>e Lettehrsgemeinschasi I n .oie Unfallfurne m 1 »feiten der menschliche» ftmafj herabzudrücken M ib und Leben für vielt I1 3 Verluste an wirtschE I tlchen Volkswirtschaft fm» inungsDollen Snoartun: Salamanca, 25. Jan. (DNB.) Nationale Flieger belegten am Sonntag erneut d i e B e f e - stigungen von Malaga sowie die Zufuhrstraße bei Motril mit Bomben. Die aus Granada auf Malaga vorstoßenden Infanterie setzte ihren Vormarsch über Alhama in Richtung auf die Küste erfolgreich fort. Der kommuni st ische Pöbel stürmte die meisten Banken in . -- “ww*:. SM--WHWMMWZ außerordentlich niedrigen Wasserstandes auf Grund, russischer Hase n, verschisst. Auch in Bremerhafen hat die Schiffahrt durch den , # , niedrigen Wasserstand zu leiden. - Die nordwest-1 Asejlie V0tlÜsche TkachnKteN. deutschen Landstraßen, bis zum Rhein hinunter, I sind mit starkem Glatteis bedeckt, so daß der Ministerpräsident Generaloberst Göring und Verkehr nur unter größten Schwierigkeiten durch- Frau trafen am Sonntag wieder in Berlin ein. Gö- geführt werden kann. I ring hatte in Rom mit Mussolini im Beisein Starkes Hochwasser der Themse. des Außenministers Graf Ciano eine zwelstun- _. .... , , u;- über dige Unterredung gehabt, m der die llebereinftim« Sie Themse fuhrt seit Sonntag bis w t r ü^er die in den vorausgegangenen Zusam« Ä«.,» kui ä, t "a t »" Ulk.. *<"ÄS e llnab>8°^ Ä? Hie M Ä; obe, l)Qbe ° nuni5müt’ ®erx Q9( m“s annZ ur bie? es ten. ™QMij| Kölner Prinz Karneval 1937: Hermann . gür die überaus zahlreichen Glückwünsche und Dieser Tage stellte der Vorsitzende des Festaus- @aßen> die Dr. Schacht zu seinem 60. Geburtsschusses Kölner Karneval Vertretern der Presse den t »ugegangen sind, bittet der Reichsbankpräsident, neuen Kölner Prinzen Karneval 1937 vor.l . tz^fem Wege seinen herzlichsten Dank Die Wahl ist auf den Kölner Kaufmann Hermann . dürfen. Münchhow gefassen, der das Amt angenommen 3 ♦ hat und den Titel Hermann I. führen wird. Die ~ 225. Wiederkehr des Geburtstages Proklamation des Prinzen wird am 2. Februar '^Friedrichs des Großen ehrten die Ritter Kölner Gürzenich durch den Oberbürgermeisterber K c g Ordens Pour l e M^rite gemeinsam Stadt Köln oder durch seinen Vertreter erfolgen. mit öen Trägern des Goldenen Mi 1 itärver- Von diesem Tage ab gilt der Gürzenich als Hoch- dienstkreuzes das Andenken des großen Kö- burg des Prinzen Karneval. Man hat f'$ entfdjlo|» niq5 mit einer Kranzniederlegung an seinem Denk- sen,' ihn aus diesem Grunde besonders festlich her- ynter t>en Linden. Vorher hatten sie im Ehrenzurichten, wie überhaupt die Prinzenproklarnatton ma( ö(?r toten Melden des Weltkrieges gedacht, einer der Höhepunkte der Karnevalstage werden ♦ soll. Im Anschluß an die Pr o klamation wird em Belgrad erfolgte die Unterzeichnung des narrisches Festspiel vor dem aufge^uh t, juqo|[aroij(f)zbu[garif^en Abkommens, das die Dean dem die besten Buttenredner und erste künstle- M ; $ rye u'nb f d) a f 15 p a f t zwischen rische Kräfte mitroirten werden. > u g o s l a w i e n u n d Bulgarien" ttägt, durch den jugoslawischen Ministerpräsidenten Dr. Stoja- dinowitsch und den bulgarischen Ministerpräsidenten Dr. Kiosseiwanoff. Belgrad hatte Flaggenschmuck in den jugoslawischen und bulgarischen Farben angelegt. Die Belgrader Presse würdigt die Verdienste des bulgarischen Ministerpräsidenten für das Zustandekommen des Paktes. Kiosseiwanoff habe seit seiner Belgrader Gesandtentättgkeit als Pionier der bulgarisch-jugoslawischen Verständigung gewirkt. lassen^ ° r ’ Äst' nur ein weiteres e in verhindeni, [onh , ® Sh9. um den ™ ÖUker befohlene , ™n D-rkehrr dnrt 'J9 .eme Bermehrn« !>ch Zieht. ' • i llen »* l • f.i Ails" o mit1* AWifcrinflufien. Der Gefangene soll nicht verloren ten ok\' qggeti sondern auf den rechten Weg zuruck- q^-b «acht und so gefestigt werden, daß er ein t| ~ tMjliches Glied der Dolksgeme^in- D-rlin, 23. Jan. Vor Berliner Studentinnen mie< die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink aus nie Möglichkeiten hin, die Frau auf der Hoch- Lipul in die umfassendere Tätigkeit der Hoch,chule einiiorbnen. Entscheidend bleibe, daß die Sluden- l t-ir wissenschaftlich einwandfreie Ar- fclei:- zu leisten imstande sei. Es gehe nicht an, daß Meyiisterung für die vielfältige Tätigkeit in den tttriungen des Mütterdienftes, der NSV., des Lupchutzes oder wo immer es auch fei, als Ent- sihiwigung dafür angegeben werde, daß die Lei- f]ur der weiblichen Studierenden etwa Nachlasse. , p)ieHochschularbeit fei es, in der die Studentin sich | rsrAllem anderen bewähren müsse, denn auch sie . s i n Garant dafür, daß die deutschen Hochschulen ^bkkzlehuna«dis. W alten Ruf als Pflegestätten der Bildung und '«‘Wiei erhalten. Besondere Möglichkeiten für a.«dm fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Stu- ,! ieirnnen und dem Frauenwerk gebe es. Medi- ; iiwrinnen, die vor allem als Kinderärztinnen, " ’3er.derinnen in Sport- und Hygieneangelegenheiten, 11 rziehungs- und Fürsorgefragen gebraucht wür- j)en sollten aus eigener Anschauung die Einrich- inn der Reichsmütterschule kennen lernen und an f)en Beratungen der Mütter und jungen Frauen eil»hmen. Die Juristinnen, die als Rechts- jedterinnen in allen Fragen, die Frauen betreffen,! les^cht wilden, sollten Gelegenheit bekommen, hrn Verwaltungsdienst in einer der Einrichtun- ]ci des Frauenwerks zu erfüllen, in der Arbeit an in! mit Menschen, die vielleicht eher als manche fccr^eiarbeit geeignet sei, der jungen Juristin die L Mittelbare Freude an ihrem Studium und ihrem Bcuf" zu erhalten. Jede Akademikerin könne an )ei Stelle eingesetzt werden, an der sie etwas zu leiten vermöge. Um allen Studentinnen, ehe sie die ^nifte berufliche Arbeit begännen, einen Ueberblick ib- die Arbeit und Stellung der Frauen in Dütschland zu ermöglichen, wird die Einrichtung vielleicht zwei c\t s......s- ^ifles erwogen, der es allen Akademikerinnen er- ithd)c Tätigkeit des 'K- ites als ein sichtbares: der Bewegung. NH. w. ■\\d)e Initiative, i ung an die ©emiii er alle Dinge die Politil,! npfes unseres Volkes. Ur t sich nach dem ©ebanhn ’ 15 anstatt nach Ronfunr e Kolonialstage für uns e , t j k kann nicht für das c: gestaltet werden. W- Gestaltung und andere! [ er seine Angelegenheit-- ieren. Die Existenz des i seinem Berus, sondein ieb ist eine Einheit geteilt werden. Die M mä6 lei". J« H* wörtlich fein und »M llblolut felbftanbig i« ertrauensrat W über dir g anertannt »*"jt j ' "-.ÄS’ interess'^ ^ fd)[äge fr L-d-" S tmm f 'S"- 'm«,»" «* Urlei?n nnt r a u e n öm Genf, 24. Jan. (DNB.) Die Vertreter Frankreichs und der Türkei haben im Beisein des schwedischen Außenministers eine grundsätzliche Einigung über das Schicksal des Sandschak erzielt. Danach soll das Gebiet von Alexandrette und Antiochien im Rahmen des syrischen Staa- tes volle verwaltungsmäßige Autonomie unter der Garantie des Völkerbundes erhalten. Die Volkerbundsgarantie soll wahrscheinlich durch einen im Sandschak residierenden Völkerbundskommisfar ausgeubt werden. Das Gebiet wird entmilitarisiert ! werden. Für seine Verteidigung gegen äußere Angriffe soll ein türkisch-französisches M l - Htärabtommen Sorge tragen. Die Autonomie soll praktisch einer staatlichen Eigenstän- m .. _ digkeit gleichkommen. Demgemäß sollen em« In der Stadt herrschen Elend und Panik. Der qeI)'enbe Bestimmungen über den S ch u tz d e r a r a- Gouverneur von Ohio hat 1000 Mann National-j s ch e n, armenischen und andere Min- Garde nach Cincinnati abkommandiert, um Un= berhCiten getroffen werden. Die syrische Re- ruhen zu verhüten. Ueber die Stadt wurde der Be- gjerung soll hinsichtlich des Sandschak im wesent- lagerungszustand verhängt. Die Brandschäden bei nur zur Führung der auswärtigen Angeber Standard Oil Co. werden auf 3 Millionen leqenheiten und in gewissen Finanzfragen zuständig Dollar geschätzt. Ihre sämtlichen Gebäude, Arbeits-1 r^n Häuser und Garagen, 5000 Kraftwagen, große Men- ' , gen Benzin und 10 große Oeltanks sind dem I Enalano und Portugal. Brande zum Opfer gefallen. ö Auch die Ueberschwemmungskatastrophe nimmt mothermcre noch zu. Der Bürgermeister von Louisville (Ken- fordert Erhaltung der Freundschaft, tucky) befahl den 300 000 Einwohnern dieser Stadt sofortige Räumung. Besonders ernst ist. auch die London, 25. Jan. (DNB. Funkspruch.) In der Lage im Staate Tennessee. Die Gesamtzahl der „Daily Mail" warnt Rothermere die Regierung, Todesopfer im Katastrophengebiet ist auf 48 ihre gegenwärtige Haltung den spanischen Wirren gestiegen. gegenüber beizubehalten. Eine derartige Politik In'Frankfort (Kentucky) versuchten 2900 Insassen könnte die freundschaftlichen Beziehungen zwischen des staattichen Zuchthauses, auszubrechen, England und seinem ältesten Verbündeten Port u - nachdem das Hochwasser in den Gefängnisblock ein- aal äußerst ungünstig beeinflussen. Von allen Fest- gedrungen war. Sie wurden jedoch durch Maschi-llandmächten hätte Portugal am meisten em bolsche- nengewehrfeuer der Turmwächter und durch die wPischeS Spanien zu fürchten. Wenn Eden aber eisigen Fluten des Ohio-Flusses zurückgetrieben, Portugal beeinflussen wolle,-ruhige Haltung gegen« tu ob et mehrere ums Leben kamen. Der Gou- über einer Gefahr vor der eigen enTur oerneur ordnete schließlich die Räumung des Zucht- einzunehmen, so gefährde das die guten BeZiehun- haufes an. |gen zwischen England und Portugal, die über 300 ________ l Jahre gewährt hätten. England habe auch einen sehr realistischen Grund, weiter gute Beziehungen zu Lissabon zu unterhalten. Die Azoren gehörten Portugal. Sie könnten in einem künftigen Krieg die Basis für U-Boote und Luftstreit- kräfte bilden, die den gesamten Seeverkehr Englands nach allen Kontinenten erheblich beeinträch- . tigen könnten. Es sei erstaunlich, daß wegen der und das Grünland erhält. So gewinnt Schwänzen I Schmeicheleien Litwinows England das Risiko ein- den dankbaren Hmtergrund des sommerlichen q^hen sollte, sich eine Nation zu entfremden, die im Strandlebens, er kann die Badegäste aufziehen Ernstfall die gesamte Lebensmittelversorgung des lassen (unter ihnen Hans ©tdebner und Herma Element), er zeigt den durch die ärmlichen Der- tOUMUf WaffellgesHast. hältnisse bedrückten Bruder Hmnerk (Franz W e - ber), seine tapfere gerabfinnige Frau (Lina Lo s- Bestellungen für eme halbe MlllwnFranren e n) und den Ingenieur Peter (Volker v o n Go l- . 9E. « ctunfiDr) Le Jour" Millionärin ausgibt sie erkennt die Nöte der armen kreuz-Deremigung ausgegeben habe, Verwandten und die allgemeine Not der Insel, sie mer Paul L" ^on^ihm g " kauft das Jnselgrünland für die Gemeinde an, und die Dorsch u ß 9 u i 11 u n g e n für von ihm g als nun Peter auch noch den erwarteten Deich- machte B e st e l lun ge n m H o h e v o n 5 3 1 auftrag erhält, ist die Not der Familie und die der Franks gesunden Insel behoben; hier wird ein Koog geschaffen wer-1 Die „dlacion Beiß den, der Onkel Jans Namen tragen soll. 1 höC (n-,rhnHp< Der Abend hat drei Haupthelden: Maria Bard, die der Ellinor ihre katzenhaft-geschmeidige Darstellungskunst leiht, Hans Leib eit, der aus einem Jan einen prachtvollen, lebenstrotzenden Kerl macht, und Per Schwenzen, den Autor, dem ein treffliches Lustspiel mit dramattschen Gegensätzen, schlagkräftigen Gesprächen und wirkungsvollen Szenen geglückt ist. Wie sehr ihm die Komödie gelang, bewies der Beifall, der immer wieder in die Auftritte hineinschlug. Nachdem die erste Aufforderung des Staatstheaters zur Mitarbeit einen so glücklichen und berechtigten Erfolg schuf, wir mit gespannter Hoffnung auf die fol- Ergebnisse, die nun nacheinander vorgelegt sollen. Gerhard Bohlmann. Gerhart Hauptmanns Glashüttenmärchen „Und Pippa tanzt!" erscheint wieder einmal, jetzt auf der Bühne des S t a a t s t h e a te r s am Gendarmenmarkt, und gibt, dreißig Jahre nach feiner Entstehung, abermals dem Zuschauer seine Rätsel auf. Denn die Gestalten der Dichtung find vieldeutige Wesen, hier ist offenbar alles mirtiew miro nie irmncniuna i Gleichnis und Sinnbild. Ein Märchen von Glas- od?r dr^ Wochen dauernden Hütten, Glashüttenbläsern und Glasarbeitern das ooer orei zyotpen oauernuen Wirklichkeit einer vom Schneesturm lor«aut zu werden. Gespinste sind zum Symbol geworden, sie bedeuten die Kunst und das Kunstwerk schlechthin. Pippa, die Tochter eines italienischen Glastechnikers, er- frr studentischen Neuordnung. I «n Aufsatz des Reichsstud-nt-nführ-rs. .'»er Reichsstudentenführer Dr. G. A. Scheel Michael Hellriegel, den die alte Sehnsucht des nor- cir ert sich in dem Zentralorgan des NS.-Rechts- dischen Menschen nach Italien weist; darum flieht vcyrerbundes „Deutsches Recht" über die Neuord- |ic üor jjem alten Glasbläser Huhn, den man als mig des deutschen Studententums. Ausgehend von I ejne Versinnbildlichung des rohen Naturtriebs neh- Iwährten Grundsätzen des ehemaligen K o r p o ° men mQg, darum fühlt sie sich in der Hütte des ritt io ns studententums, zum Beispiel dem atfen Wann geborgen, der Ruhe, Frieden und gmeinschastsprinzip und dem „L e - Weisheit bedeutet. hinsprinzip", so heißt es indem Aufsatz u.a., Es ist notwendig, soviel über die Dichtung zu nri-b der deutsche Student der Zukunst, der ja die ^^n, um den Zauber der Aufführung — Spiel- sEttsche Schule von Arbeits- und Wehrdienst Lothar Müthel — andeuten zu können, dnchlausen haben wird, frei von Kasernie - über manche nur gedachte und abstrakte Sttecke l.mgszwang und Kasernenhofdrill,Dramas triumphiert. Auch die Bühnenbilder in aktivistischen Sinne der SA. und SS. wie jeber sRod)U5 ©lief es sind zunächst ganz wirklich, Ab- Mksgenosse zu weltanschaulicher Hal- bildungen von schlesischen Baudenräumen, aber in hing und kämpferischem Einsatz und zu- ^efe reale Welt schiebt sich unvermerkt eine andere, flliid) auf Grund seiner besonderen Lebensaufgabe' ■ - *- " " z sachlich-wissenschaftlicher Höchst- I ;ii ft u n g erzogen werden. Daß der gesamte Stu- bfiterrbunb, sowie alle Kameradschaften und ihre li.tglieber verpflichtet werden, für ihre Ehre n 11 der Waffe einzu stehen, ist — entspre-- Ännb den geltenden Ehrenordnungen von SA., SS., ^SKK. und Wehrmacht — eine Selbstverständlichkeit. Dabei wird durch entsprechende Schutzmaß- nchmen dafür Sorge getragen werden, daß bie■ U1UI nue studentische Waffe, ber leichte Säbel, erstrahlt. ncht als „tödliche Waffe" im strengen Sinne an- Die Aufführung wird von bedeutenden Kräften ziehen ist. des Staatstheaters getragen, von Käthe G o 1 d, Ilm technisch die Erfassung der Schulung tzeren Pippa wirklich wie „ee kleenes Finkla" aus i ler ersten bis dritten Semester zu er= ejnem ©lasofen erscheint, wenn sie ihren Todes- iriöglichen, wird der Reichswissenschaftsminister dem- fangt uni) wie ein verirrtes Fünklein erlischt; machst zwei Erlasse herausgeben, die jeden der 2)<5t. DOn Eugen Klöpfer, dessen alter Huhn zu einer »»gehörenden Hochschulstudenten verpflichten, sich grausigen Dämonie anwächst; von Friedrich K a y ß- nc der Einschreibung bei der Hochschulbehörde in Hessen alter Wann licht und verklärend das b.nr Dienststelle des Studentenführers zu melden und beherrscht. Den schwersten Part hat Franz inner in den er ft en drei Semestern a m hjt i rf H f d) als reisender Handwerksbursche Hell- i 11 b e n Hochschulort zu studieren. riegel übernommen, in dessen Wesen sich Traum iDaß auch bie übrigen politischen Aufgaben des un^ z^t mischen, aber auch er blieb dem nordischen erubententums, wie zum Beispiel Landdienst, Fa- Lichttucher wenig schuldig, er gab ihm das Ver- b ikdienst, Fachgruppenarbeit usw., in Zukunft ^egene und Verträumte, während Paul B i I d t Ccache des Studentenbundes fein werden, ergibt sich s hen ©lashüttendirektor als oftelbischen Junker gibt, wie er dem Dichter vorgeschwebt haben mag. INTERNATlONAlt WINTERSPORT WOCHE GAR Ml SCH - P ARTEN Kl ROHEN 1 S 3 7 EHRENPREIS Ehrenpreis des Führers für die Sporiwoche In Amsterdam fand eine Berufungsverhandlung gegen den Hauptschriftleiter des Marxistenblattes J)et V ol t“, I. P. Ankersmit, w e g e n B e l e l - digung des Führers statt Ankersmit war m erster Instanz zu 150 Gulden bzw 15 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Weil „Het Volk" anläßlich der Beisetzung Gustloffs eine gemeine Karikatur des Führers gebracht hatte. Der Generalstaatsanwalt beantragte Bestätigung des Urteils erBer Instanz. Die Urteilsverkündung erfolgt am 4. Februar. glieder verloren ging, liegen bereits so viele Neuanmeldungen vor, daß der alte Stand auch im neuen Beremsjahr erhalten bleibt. Die Zahl der Völker betrug zu Beginn vorigen Jahres 1758, am Ende desselben 2089, so daß eine Zunahme von rund 20 v. S). zu verbuchen ist. Der Königinenzucht wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet, so daß die Ortsfachgruppe Gießen an der Spitze sämtlicher Landesfachgruppen steht; wurden doch 270 Jungmütter auf der Belegstelle im Krofdorfer Forst begattet. Durch Abgabe von Akazien- und Kübler- weidenpflanzen wurde für eine Verbesserung der Bienenweide gesorgt. Schon beizeiten sollen die Mitglieder durch Stecklingsvermehrung von pollen- liefernden Weiden für Trachtverbesserung eintreten. Insbesondere können die Bauernimker an ihrem Teile mithelfen, um Trachtlücken durch Zusaat von Schwedenklee und Weißklee auszufüllen. Im Laufe des Jahres wurde auf der Hardtterraffe ein Bienen- pflanzengarten angelegt, der durch Anpflanzung Beträchtliche Erhöhung der Reichssteuer-Einnahmen. Berlin, 23. Jan. (DNB.) Die Einnahmen des Reiches an Steuern, Zöllen und anderen Abgaben betrugen im Monat Dezember 1936 bei den Besitz- und Derkehrssteuern 902,2 (Dezember 1935 = 691,5) Millionen Mark, bei den Zöllen und Verbrauchssteuern 313,7 (276) Millionen Mark, zusammen 1215,9 (967,5) Millionen Mark. In der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1936 erbrachten die Besitz- und Verkehrssteuern 5874,7 (im Vorjahr 4611,2) Millionen Mark, die Zölle und Verbrauchssteuern 2709,9 (2579,2) Millionen Mark, zusammen also 8584,6 (7190,4) Millionen Mark. Im ganzen sind im Dezember 1936 an Besitz- und Ver - kehrssteuern 210,7 Millionen Mark mehr aufgekommen als im Dezember 1935, bei den Zöllen und Verbrauchs st euern 37,7 Millionen Mark mehr, so daß das gefamte Mehrauf- kommen im Dezember 1936 gegenüber dem gleichen Dorjahrsmonat 248,4 Millionen Mart bC3m Lerften bis dritten Viertel des Rechnungsjahres 1936 sind gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres mehr aufgekommen: An Besitz- und Derkehrssteuern 1263,5 Millionen Mark, an Zollen und Verbrauchssteuern 130,7 Millionen Mark^ zu. ammen 1394,2 Millionen Mark. In diesem Mehr, aufkommen sind drei Posten enthalten, die im Vor. iahr noch nicht vorqekommen stnd: a) Die Ur. künden st euer, die erst ab 1. Juli 1936 Reichs, steuer geworden ist, mit 19,5 Millionen Mark, b) die Erhöhung der K ö r p e r s ch a f t s. st e u e r - V o r a u s z a h l u n g e n durch das Gesetz vom 27. August 1936, c) die 23 vorhanden. ' Schr.Angeb.unt. । 0414 an d.G.A. „ fetten 1 l oesondere r 3u> Lv mcht zu w W Kr; b 85-r S!*n M I* N a ?.iu ssp dK Nr. 20 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 25.Zanuar 1937 Aus der Provinzialhauptstadt. Winterschlußverkauf! Wahrhaftig, mit der „Inventur" ist es endgültig aus. Sie ist sanft entschlafen und in aller Stille bestattet. So zauberhaft der Klang ihres Namens für die Hausfrauenohren auch gewesen ist: niemand wird sie wieder erwecken, denn im Grunde war sie ein Fremdling und vertrat eine Sache, für die ein deutsches Wort würdiger erschien. Dieses deutsche Wort leuchtet nunmehr von allen Schaufenstern, es prangt in fetten Lettern im Anzeigenteil und umschreibt ganz klar und deutlich jene Sache, die im Familienkreise zum großen Ereignis wird: Winterschlußoerkauf! Für die weiblichen Mitglieder der Familie birgt dieses Ereignis eine Fülle von lockenden Erscheinungen, deren prickelnder Reiz in dem Wunsche gipfelt, an den Derkaufstagen mit dem bescheidensten finanziellen Aufwand alle heimlichen Wünsche zu befriedigen, die für Schränke und Truhen noch gehegt werden. Die Männer stehen dem Ereignis um einige Grade kühler gegenüber, doch was wissen Männer davon. Sie offenbaren an diesen Tagen manchmal eine geradezu sträfliche Verständnislosigkeit und sind mit ihren Gedanken gewöhnlich bei ganz anderen Dingen. Bei der Tatsache zum Beispiel, daß das Mittagessen nicht pünktlich auf dem Tische steht. Oder bei der Feststellung, daß die Temperatur des Zimmers zu wünschen übrig läßt. Was bedeutet aber ein spätes Mittagessen oder ein mangelhaft geheiztes Zimmer schon für das zarte Geschlecht angesichts der Möglichkeiten, die die Veranstaltung des Winterschlußverkaufes bieten. Kleinigkeiten, wirklich nur Kleinigkeiten, und die Männer sollten sich schämen, daß sie diese Kleinigkeiten überhaupt erwähnen. Schließlich haben ja die Einkäufe auch nur das Wohl her Familie im Auge und wo käme wohl die Familie hin, wenn die Hausfrau nicht immer jede Gelegenheit wahrnehmen würde, für sie zu sorgen und zu wirken. Der also zurechtgewiesene Ehemann sieht das natürlich ein, bemüht sich, ein freundlicheres Gesicht zu machen und wenn er sich wieder in Gunst setzen will, so zieht er seinen Geldbeutel und erlegt als Sühneopfer einige Zechinen. Der Lohn folgt auf dem Fuße, denn mit einem Male ist seine Angetraute die Liebenswürdigkeit selber und huscht lächelnd davon, um die besagten Zechinen im Winterschlußoerkauf umzusetzen. Es sind eben besondere Tage, die Tage des Winterschlußverkaufes, und die Männer sollten dafür Verständnis aufbringen. Die Geschäftsleute haben sich redlich bemüht, gemäß den in diesem Jahre gegebenen Richtlinien ihre Schaufenster aus- zustatten und ihre Verkaufsstände mit den in Frage kommenden Artikeln bereitzuhalten. Die Hausfrauen werden ihre Freude haben. Und für alle anderen, die an dem großen Ereignis mehr oder weniger Anteil nehmen, besteht nebenher noch der kleine Trost, daß die Tage des Winterschlußverkaufes die ersten tatkräftigen Bemühungen sind, um mit dem Winter aufzuräumen. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Montag. Ortsgruppe Gießen-Nord: 20.30 Uhr Zellenabend für Zelle 1 bis 5 im Restaurant „Frankfurter Hof", es spricht Pg. Burgeleit. — NS.-Frauenschäft Gießen-Nord: 20 Uhr, Ortsgruppenabend im Cafe Ebel, Kreisschulrat Nebeling spricht über „Geschichte als Lehrmeisterin". — Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr „Der Zarewitsch" (für NS.-G. „Kraft durch Freude"). — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Unbekannte". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Veilchen vom Potsdamer Platz". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung der Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Prof. Otto Dill. Hessen-Aaffaus Sondechilse zum 3«. Januar. NSG. Anläßlich der Wiederkehr des 30. Januar gelangt im Gau Hessen-Nassau eine zusätzliche Spende von 899 600 Mark in Gestalt von Gutscheinen zum Bezug- von Lebensmitteln, Bekleidung und Kohlen durch das Winterhilfswerk des deutschen Volkes zur Verteilung, und zwar werden insgesamt 4 5 0 00 0 Gutscheine im Betrag von je 1 Mark zum Bezug von Lebensmitteln, Kleidung, Wäsche und Schuhwerk ausgegeben. Sie werden in den in Betracht kommenden Geschäften des Einzelhandels und Handwerks in der Zeit vom 30. Januar bis 15. Februar 1937 in Zahlung genommen. Ferner werden 18 6 0 00 Steinkoh - len-Gutscheine und 1 72000 Brikett- Gut s ch e i n e in einem Gesamtwert von 4 4 9 6 0 0 Mark ausgegeben. Diese zusätzliche Spende ist sinnvoller Ausdruck echter sozialistischer Tatgesinnung. Seit der Machtübernahme haben Millionen von deutschen Volksgenossen wieder Arbeit erhalten, und weiterhin sind Millionen von Volksgenossen durch das Winterhilfswerk des deutschen Volkes zusätzlich unterstützt worden. Indem das Winterhilfswerk ein Treuhänder des deutschen Volkes ist, gedenkt es zum Tage der Machtübernahme derjenigen Volksgenossen, die mit materiellen Gütern nicht allzu reichlich gesegnet sind und denen in den vergangenen vier Jahren die ganze Sorge des Führers galt. Schafft uns Heime! Kundgebung der HZ. auf dem Kreuzplah. Durch Propaganda-Umzüge am Samstag und Sprechchöre in allen Stadtteilen am Sonntagmorgen brachte die Jugend des Führers ihre Forderung nach eigenen Heimen zum Ausdruck. Am Sonntagnachmittag marschierten H I. und B D M. auf dem Kreuzplatz auf. In ihrem Zuge führten sie Plakate mit ihren Forderungen und "auf einem Wagen alte Schulbänke und auffallende Spruchbänder mit sich, die auf die bisherigen verbesserungsbedürftigen Zustände aufmerksam machen. Zu der Kundgebung waren auch zahlreiche Amtswalter unter Führung von Ortsgruppenleiter Horst an= getreten. Der Spielmanns- und der Fanfarenbläser- Zug eröffnete die Kundgebung, zu der sich zahlreiche Volksgenossen eingesunden hatten. Unterbannfthrer Mhl begründete noch einmal die Forderung der Jugend des Führers an dem 5. Todestage Herbert Norkus'. Die Heime, die zu schaffen sind, sollen dem Sinn der Hitler-Jugend entsprechen, nach ihrem Willen ausgestattet werden und unter ihrer Mitarbeit erstehen. Es geht nicht an, so sagte der Redner u. a., daß der Hitler-Jugend verfallene Studentenheime, alte Badeanstalten, Eisenbahnwagen und Räume mit alten Schulbänken irgendwo zur Verfügung gestellt werden. Die Jugend braucht geräumige Heime, und sie richtet ihre Bitte an alle Volksgenossen und besonders an solche, die ihr den Wunsch erfüllen könnten. Nachdem durch Gesetz die ganze deutsche Jugend zur Staatsjugend ausersehen ist und ihre Reihen sich verstärkt, die ihr aufgetragenen Arbeiten sich vermehrt haben, ist die Schaffung von Heimen eine dringende Notwendigkeit geworden! Ebenso wie in jedem Orte eine Schule steht, muß auch in Zukunft überall ein HJ.-Heim zur Verfügung sein. An ihrer Schaffung sollten Partei und Staat Mithelfen! Ein Schargesang der Marine-HI. leitete über zu der Ansprache von Kreispropaqandaleiter Schmelz, der auf die fortschreitende Arbeit für die neue deutsche Zukunft einging. Er führte u. a. aus, wie durch Gesetz im Vorjahr das Ziel, die Erfassung der gesamten deutschen Jugend in der Hitler-Jugend, erreicht worden ist und es nun gilt, dieser Jugend die erforderlichen Heime zu schaffen, in denen sie sich für die großen Aufgaben schulen kann, die ihr von der Bewegung übertragen werden. Als Träger des Geistes der Bewegung wächst diese Jugend als wichtiger Bestand der Partei heran. In den Heimen soll sie für ihre großen Aufgaben geschult werden für die Arbeit, die sie einmal gern übernehmen wird. Darum müssen die Heime dieser Jugend und dieser Arbeit würdig sein. Die Partei wird sich für d i e Beschaffung der Heime einsetzen, damit diese der Jugend und dem Führer, nach dem sie ihren Namen trägt, alle Ehre erweisen. Dem Recht der Jugend auf die Heime stellte der Redner die Pflichten gegenüber, die die Jugend zu erfüllen hat, damit sie so heranwächst, wie der Führer es haben will. Wenn auch die nationalsozialistische Revolution schon viel erreicht hat, so gibt es doch noch ebensooiele Aufgaben, an deren Lösung noch nicht herangegangen werden konnte. Dessen muß die Jugend eingedenk bleiben und in erster Linie unablässig dafür arbeiten, daß auch der letzte Volksgenosse vom nationalsozialistischen Geist durchdrungen wird. Sie muß kämpfen lernen. I n ihren Heimen soll die Jugend an sich arbeiten und echte Kameradschaft lernen, damit sie den Weg zur Volksgemeinschaft und zur Kampfgemeinschaft findet. Nachdem die Kundgebung mit dem Treugelöbnis zum Führer und dem Fahnenlied der HI. beschlossen worden war, setzte die Jugend ihren Werbemarsch durch die Stadt fort. Oer 30. Zanuar in den Schulen. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — hat folgende Verfügung an sämtliche Schulen in Hessen gerichtet: Am 30. Januar 1937, dem Tag der Machtübernahme, wird der Herr Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, im Rahmen einer Schulfeier in Berlin zwischen 9.00 und 9.30 Uhr zu der gesamten deutschen Schuljugend sprechen. Die Rede wird 20 Minuten dauern und durch Rundfunk übertragen werden. Ich ersuche, zu veranlassen, daß die Rede als Gemeinschaftsempfang in die Schulfeiern eingebaut wird. Im übrigen verweise ich auf das Ausschreiben vom 22. Januar 1936. Die hier gegebenen Anordnungen finden auch in diesem Jahre sinngemäße Anwendung. Hitler-Zugend Dann 116 Gießen. Delr.: Volksgemeinschafksabende. Die Termine für die zu veranstaltenden Volksgemeinschaftsabende müssen vorher an die Kulturstelle gemeldet werden. Ebenso müssen die den Einheiten zugeteilten Formulare spätestens zwei Tage nach der Durchführung eines Abends, genauestens ausgefüllt, zurückgeschickt werden. £ {5$^ Die deutsche Arbeitsfront N.S.-0emeinschaft „Kraft durch freuöc' Vorstellung „Der Zarewitsch" am 25. Januar. Wir machen darauf aufmerksam, daß für die Vorstellung „Der Zarewitsch" heute abend an der Kasse des Stadttheaters noch einige Karten zu erhalten sind. Amt: Reisen, Wandern und Urlaub. U 5 7/37 Larner Winkel vom 13. bis 20. Februar. Teilnehmerpreis 22 R M. Eine Fülle landschaftlicher Gegensätze im weißen Winterkleide bietet die Bayr. Ostmark und insbesondere die Landschaft des Larner Winkels, zwischen Osser und Arber dichÜ' an der Grenze gelegen. Der Wintersportler findet hier eine vielseitige Skilandschaft, und dem Spaziergänger und Wanderer bieten sich einzigartige Gelegenheiten, in dieser von der Natur reich gesegneten Landschaft, in frischer Winterluft, neue Kräfte für den Kampf des Alltags zu schöpfen. Bei dieser Fahrt sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen müssen bis zum 5. Febr. 1937 auf der Kreisdienststelle erfolgen. Omnibusfahrt zum Mainzer Rosenmontags-Zug am 8. Februar. Am diesjährigen Rosenmontag führen mir eine Tagesomnibusfahrt nach Mainz durch, um auch den oberhessischen Volksgenossen Gelegenheit zu geben, sich den traditionellen Rosenmontagszug anzusehen. Der Preis der Fahrt beträgt 4,10 RM. Anmeldungen werden ab sofort auf der Kreisdienststelle entgegengenommen. Oer Winter ist da! Auf den wir schon fast nicht mehr gerechnet hatten und der bislang die Sehnsucht in Stadt und Land, insbesondere der Wintersportler war, der hat nun am heutigen Montag in der Frühe doch noch seinen Einzug bei uns gehalten: der Winter! Noch gegen 6 Uhr waren die Straßen in unserer Stadt dunkel und grau, wie an allen bisherigen Wintermorgen. Etwa von 7 Uhr ab setzte feiner und dann immer kräftigerer Schneefall ein, der zur Folge hatte, daß zur Zeit der Niederschrift dieser Zeilen, gegen 9 Uhr, eine dichte Schneedecke nicht nur die Dächer unserer Häuser, sondern auch die Bürgersteige und Fahrbahnen einhüllt. Dabei schneit es zur Zeit lustig weiter, und es sieht dem Himmel nach gar nicht so aus, als ob der Schneefall heute noch enden würde. Spät ist zwar gekommen, der gestrenge Herr, aber trotzdem freuen war uns über sein Erscheinen, und wir hoffen dabei, daß er sich nicht so bald wieder verflüssige. Lehrer Otto Lindenstruth -f. Nach langem schwerem Leiden verschied am Dienstag der Lehrer Otto L i n d e n st r u t h, dahier. Mit ihm ist ein Mann heimgegangen, der ganz in seinem Beruf aufging, lieber seinen Beruf hinaus war er eifriger Förderer der Kirchenmusik. Von der Wertschätzung, deren er sich erfreute, legte die große Beteiligung an seiner Beerdigung Zeugnis ab, die am Samstag in seiner Heimatgemeinde Beuern erfolgte. Diele Berufskameraden, die Mitglieder des evangelischen Kirchenchors von Gießen und ungezählte Freunde aus seiner Heimatgemeinde gaben dem Verstorbenen das letzte Geleit. Der Kirchenchor Gießen, geführt von Musiklehrer Nebeling, leitete mit Choral-Gesang die Trauerfeier ein. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Dietz, hielt die Gedenkansprache und schilderte dabei auch die Glaubenszuversicht des Verblichenen. Noch einmal grüßte dann der Kirchenchor seinen verstorbenen Dirigenten mit Choral-Gesang. Für den Kirchenchor Gießen würdigte Reichsbahnamtmann i. R. Dörr die Verdienste des Verstorbenen um den Chor, den Herr Lindenstruth während seiner Tätigkeit auf eine beachtliche Höhe gebracht hatte. Im Dunkle Geschichte. Von Felix Riemkasten. Ich weiß genau: ein oberflächlicher oder gemütsharter Leser könnte am Ende dieser Geschichte urteilen, diese ganze Geschichte hätte sich ebensogut in drei oder vier Sätzen erzählen lassen. Eines derart schludrigen und außerdem herzlosen Verfahrens wollen wir uns aber nicht schuldig machen; denn es ist eine Geschichte, die tief und stark in das höchste Glück wie in schaueroolle Verzweiflung hineingreift, niemand möchte wünschen, daß i h m das passiere, und es ist eine Geschichte aus dem Leben und außerdem eine Geschichte mit Ausblicken nach mehreren Seiten hin. Nachdem so über die Geschichte das Nötige an Vorbereitung gesagt ist, kommt nunmehr die Geschichte selbst. ■ Eine alleinstehende und bereits ältere Jungsrau kaufte einen Kalbsbraten von sechs Pfund Gewicht und stellte ihn über Nacht in den Keller. Wir müssen alle diese Umstände sorgfältig beachten; denn die Geschichte ist eine Kriminalgeschichte, wie man nachher sehen wird, und in einer Kriminalgeschichte sind sämtliche Umstände immer von großem Gewicht. Auf alle Fälle war der Kalbsbraten von Gewicht und war voll bezahlt worden, leider ohne eine besondere Quittung. Die Erwähnung, daß es sich um eine Jungfrau handelt, ist zwar nicht entscheidend wichtig, aber wiederum vollkommen unnötig ist sie nicht. Freunde schlüpfriger Lektüre, die bei der Erwähnung von Jungfrauen sofort Unjungfräuliches zu wittern aufgefordert sich kühlen zu sollen geneigt sind, werden enttäuscht werden. Auch diejenigen Personen, die aus dem Kaufe von gleich sechs Pfund Fleisch durch eine alleinstehende Person weiblichen Geschlechts auf eine abnorme fleischliche Veranlagung zu schließen vorschnell geneigt sein sollten, werden gebeten, diesen Holzweg zu verlassen. Der Zweck des Fleischkaufes war klar der, für eine Anzahl von Gästen ein Festmahl zu bereiten, und das Fest, das diesem Mahle als Anlaß und Entschuldigung dienen sollte, war noch dazu ein recht schmerzliches Fest, nämlich leider (schon wieder einmal) der Geburtstag jener bereits älteren alleinstehenden Dame. Aber in Erwartung der Geburtstagsgeschenke war der Preis für den Kalbsbraten ein sehr geringer Betrag, der unter Werbungskosten zu verbuchen und durch reichen Gewinn als sehr bald ausgeglichen zu betrachten sein konnte. (Oder hätte mögen sein dürfen!) Sogar das Wegstellen des Fleisches über Nacht kann nicht den Verdacht einer ungewöhnlichen Handlung erwecken; denn bekanntermaßen wird derartiges Fleisch stets fürs erste kühl weggestellt. In diesem Falle war das Fleisch in den Keller gestellt worden, und nichts wäre an sich dagegen zu sagen gewesen, wenn die Dame hinter sich die Kellertür gut zugeschlossen hätte. Dies aber tat sie nicht; denn ihre Gedanken waren durch die sonstige Vorsorge für das bevorstehende große Fest ander- weit in Anspruch genommen. Sie ließ also die Kellertür offen. Und da sie eine Jungfrau war und älter und alleinstehend ganz und gar, so hatte sie selbstverständlich einen Hund; der Hund hieß „Treff" und genau traf es auch zu. Bisher haben wir über die allgemeine Atmosphäre der Geschichte und über die Geschichte selbst Worte in reichlichen Mengen gemacht, nun aber, da wir an den Kern der Geschichte gelangt sind, dürfen wir uns die vielen Worte sparen. Wir dürfen sagen: Erst war das Fleisch da, dann der Hund, und dann war nur noch der Hund da! Am andern Morgen... Aber ich wage es nicht, den Bericht in bisheriger Weise fortzusetzen; denn wie soll ich beschreiben, was der ganzen Natur nach unbeschreiblich ist? Oder könnte jemand zur vollen Genüge den Seelenzustand des Fräuleins beschreiben, als sie sah, was nun nicht mehr zu sehen war? Ihre — sagen wir es tapfer — fleischliche Erregung?! Oder wer beschriebe jemals zur vollen Genüge die seligen Wonnen eines armen Hundeköters, der Jahre hindurch bei einem älteren und sparsamen Fräulein gelebt hat, und dem das Glück nun in der Nacht — immer nachts scheint uns die Sonne des Glückes — der also über Nacht über soviel Fleisch hergerät, sechs Pfund Kalbfleisch, und nicht von schlechter Sorte, und niemand ist da, der ihm rn den Arm — nein, in die Schnauze — fiele? Und wer beschriebe völlig die seelische Ausge- wrungenheit, Ermattung, Zerknirschung, Pein und Qual und ... und alles in dem Fräulein, als die Gäste kamen, Glück wünschten an diesem Unglückstag, Geschenke hinlegten und als Gegenleistung einen gediegenen Kalbsbraten sozusagen als das Mindeste erwarteten? „Ich habe ihn", berichtete das Fräulein, „fürchterlich verdroschen, fürchterlich!" Sah nun aber der Hund Treff, auf den nun alle schauten, tatsächlich so fürchterlich verdroschen aus? Er sah sehr munter aus Und war er vielleicht munter, weil er niemals Dresche bezogen hatte, weil er ja auch niemals Kalbsbraten je gesehen und noch weniger je gefressen hatte, und am allerwenigsten sechs Pfund in ausgerechnet diesem Haushalt? Oder stimmte es mit dem Fleisch und mit der Dresche, und war der Hund nur darum so munter, weil er meinte, für sechs Pfund Kalbfleisch sei die greulichste Dresche immer noch billig? Oder war das Fräulein, das immer schon sparsam gewesen war, diesmal auch noch verschlagen und listtg geNiemand weiß es, Gott weiß es, bas Fraulein wird es ja wohl am besten wissen, auch der Hund Treff müßte es wissen, aber sonst kann es niemals niemand nie je genau wissen, vor allen Dingen die Geburtstagsgäste nicht, auch ich nicht, Sie nicht und überhaupt kein Mensch nicht. Ein Urteil ist nicht statthaft, aber das Feld der Vermutungen öffnet sich bis zu schimmernden Fernen. Welche Vermutung, z. B., würden Sie haben? Gießener Konzeriverein. Klavier-Abend Edwin Fischer. Wie ungemein zwingend Edwin Fischer die Hörer zu bannen vermag, ohne daß sich einer dem entziehen konnte, das erwies sich besonders stark, als er nach dem äußerst umfangreichen Programm Mozarts A-dur=Sonate zugab. Da lauschte jeder mit neuer Aufmerksamkeit dem gelösten Spiel, das an dem in der Hausmusik so geläufigen Werk von Takt zu Takt, von Satz zu Satz, ständig neue, bisher nicht immer beachtete Schönheiten und charakteristische Einzelzüge in das Blickfeld des Hörers rückt. Was sich hier an einem allgemein bekannten Beispiel vollzog, das traf auch für die gesamte Vor- tragssolge des Abends zu; denn Edwin Fischer läßt sich nicht wie so viele unserer Pianisten an dem absoluten Klangerlebnis genügen, (eine Zeit- lang sah ja die Musikästhetik in der tonend bewegten Form ihr Fundament) —: Er macht sich das Werk innerlich so völlig zu eigen und führt es auf die allgemein menschliche Basis zurück, auf der es einst erstand, und so vermag er den Kreis zu schließen über das vollendete Werk hin zu feinem ersten Werden. Bei ihm von instrumentalem Spiel zu sprechen, ginge an dem Wesentlichen seiner Wiedergabe vorbei; er läßt dank seinem tiefen Einfühlungsvermögen das Werk als ein neues vor dem Hörer erstehen, und so wird seine Wieder- aabe zur bewußten Darstellung aus dem Allgemein- Menschlichen heraus. Wer Edwin Fischer auf dem Podium genauer zu beobachten Gelegenheit hatte, der konnte erkennen, wie sein inneres Erleben selbst sein Aeußeres bis zur letzten Faser erregte und das Werk im stärksten Reflex feiner Persönlichkeit aufwachsen ließ. Dabei zeigt es sich, mit welch feinfühlendem Takt er erfaßt. Nie drängt er sich mit dem unbezweifelbaren persönlich-musikalischen Uebergewicht in den Vordergrund; er setzt sich ein, nur um dem Werk zu dienen und seine inneren Kräfte zu wecken. Dabei gibt er jedem Schaffenden das ihm individuell Zukommende, indem er tief einbringt und den Schleier lüftet, der über der jeweiligen geistigen Sphäre liegt und stößt bis zum Letzten, Wesentlichen vor, das eben nur liebevollem Eingehen sich eröffnet. Aus diesem weltanschaulichen Urgrund ersteht nun das musikalische Geschehen wie aus seinem ursprünglichen Nährboden, erfüllt von einer Musiker-Vollnatur, die aber, wohl beherrscht, jede musikalische Situation in ihrem musikalischen Grunde erspürt und lebendig werden läßt ohne jede Einschränkung. Denn Edwin Fischer meistert das Technische seines Instruments mit glänzender Virtuosität, die ihn befähigt, selbst die größte Schwierigkeit eingängig erscheinen zu lassen und ursprünglich nahe 3U bringen. Ihm ist eine nahezu unerschöpfliche Farbigkeit des Anschlags zu eigen, nicht zuletzt dadurch, daß er stets die grundlegende Realität des Werkes erkennt und darum der leisesten intimsten Regung genau so Ausdruck zu verleihen vermag wie der tief aufwühlenden Erregung. Wie er Bach aufbaut, das ergibt sich mit solcher unmittelbaren Natürlichkeit, weil er die motivische Organik als pulsschlagenden Lebensnerv erfaßt; der für seine Stärkegrade wie auch für die Tempv- nahme maßgebend erscheint. Das wurde besonders in der Fantasie (Präludium) in a-mo 11 offenbar. Die Einleitungsfantasie zur a-moIl-Fuge stufte er episodengemäß dynamisch ab und ließ sie monumental, blockmäßig gipfeln vor dem Einsatz des Fugenthemas; die Fuge selbst war scharf akzentuiert im Thema und eindringlich gegliedert, nach Maßgabe ihrer Entwicklungsstadien, die durch das plastisch heraus gemeißelte Thema betont wurden. Das Choralvorspiel war ein Moment religiöser Schau in der Verhaltenheit der verinnerlichten Darstellung. Die so vielfältig wechselnden musikalischen Situationen sowohl in Beethovens Diabelli- Variationen wie in den Pröludes von Chopin wurden schlaglichtartig jedesmal mit schärfster Pointierung herausgestellt. Ganz besonders eindrucksvoll war bei Beethoven das Grave der 14. Variation mit seinen stellenweise fast übersinnlichen Klängen; die 20. Veränderung erklang wie ein Requiem; in der 31. war die solistisch geführte Kantilene mit großem Atem erfüllt; und nach der hämmernden Fuge (Nr. 32) eröffneten die UebergangsaEtorbe das anmutige Lächeln des Menuetts. Bei Chopin trat ständig die lyrisch-warm durchblutete gesangliche Linie hervor, ebenso wie das leidenschaftliche Aufwallen des Affekts bis zu schärfster dramatischer Zuspitzung; immer wieder war die Kraft der Bässe zu bewundern. Die Geschlossenheit im Einfangen der mannigfachen Einzel- Stimmungen gab hier dem Inneren des Hörers besondere Ruhepunkte der Einkehr. Edwin Fischer wurde stürmisch gefeiert; nur zögernd vermochten die Hörer die Räume zu verlassen, in denen sie eine so große Welt erleben konnten. Dr. Hermann Hering. . ir 4i , I 7^' ' -l He »* Lander« 4m höhte Opferbereitschaft im Kampfe um ihr Volkstum zur Seite zu stehen. Da Da He Ti5 ", ** Seinen 86. Geburtstag begeht am heutigen Montag, 25. Januar, Herr Christian W e i= big, Dammstraße 22, in körperlicher und geistiger Frische. ** Preußisch-Süddeutsche Staats- lotterte. Die Ziehung der 5. Klasse der laufenden (48.Z274.) Lotterie findet vom 9. Februar bis 15. März statt. Schluß der Erneuerung 2. Februar. nicht den geringsten Vorwurf gemacht hatte. Im Gegenteil, es war sogar eigentlich beinah enttäu- chend, wie geringen Eindruck ihre Mitteilung auf den Chef zu machen schien Er sah zerstreut an ihr vorbei und sagte mit einer gleichgültigen Hand- bewegung: „Da ist offenbar nichts zu machen. Und wenn Sie auch wirklich vor seiner Tür sitzenblieben, dann würde er sich eben die Flaschen durchs Fenster Heraufziehen. Richtige Alkoholiker sind erfinderisch." „Aber die Narben werden dabei auch nicht gerade schöner", gab die Schwester in spitzem Ton zu bedenken. Alland schien den versteckten Vorwurf zu überhören. „Ich weiß schon" — ein Zug von gequälter Müdigkeit traf in sein Gesicht — „ich habe es ihm mehr als einmal gesagt. Aber schließlich können wir hier keine Entziehungskuren machen. Sowie die Narbe einigermaßen verheilt ist, ganz gleich, ob gut oder schlecht, setze ich den Mann sowieso raus, und damit basta!" Alland wollte schon weitergehen, aber Schwester Martha ließ sich nicht so rasch abfertigen. Sie muhte offenbar noch etwas Wichtiges auf dem Herzen haben. „Ja — und dann noch etwas, Herr Doktor" — sie holte aus ihrer Schürzentasche einen schmalen Notizblock hervor, den sie ihm mit einer triumphierenden Bewegung vor die Augen hielt. „Ah, habe ich irgendwo einen Rezeptblock verloren? Gut, daß Sie ihn gefunden haben, Schwester. Danke." Er streckte die Hand danach aus, aber Schwester Martha schien nicht gesonnen, den Block so ohne weiteres herzugeben. „Wissen Sie, wo ich ihn gefunden habe, Herr Doktor?" fragte sie mit geheimnisvoll gedämpfter Stimme. „Auf Nummer 7 bei dem Bertrand!" „So?" Alland verzog keine Miene. — „Dann hab' ich ihn wohl bei der Visite dort liegen lassen, oder er ist mir aus der Tasche gefallen." Schwester Martha zog mit überlegenem Lächeln die Brauen bis fast unter den Haubenrand. „Zwischen den Bettmatratzen haben Sie den Block bestimmt nicht liegen lassen, Herr Doktor — denn da habe ich ihn nämlich gefunden. Ich glaube eher" — ihr Blick wurde durchbohrend, als gälte es, einen Verbrecher zu entlarven — „ich glaube eher, dieser Herr Bertrand hat Ihnen den Block gestohlen, Herr . >■;: ;■ ’n *auS; Hein M, Ihnen Nundfunkprogramm. Dienstag, 26. Januar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Virtuose Unterhaltungsmusik. 10: Schulfunk. 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musica zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Das deutsche Lied. Deutschösterreichische Komponisten. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: „Frische Fische, gute Fische..." Ein Funkbericht. 18: Konzert. 19: „So machen wir's." Pimpfe arbeiten für das WHW. Hörfolge. 19.30: Kampf dem Verderb! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Wir bitten zum Tanz. Melodien aus Nord und Süd. Als Einlage: Internationale Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen. Funkbericht vom Nachtspringen an der kleinen Olympia-Schanze und Bericht vom Dierländer- Turnier im Eishockey. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk), Sportbericht, Nachrichten der DAF. 22.30: Tanz- und Volksmusik. 24 bis 2: | Nachtmusik. 3m Juli Sunderl-Mrseier »es Realgymnasiums und der Obenealschule. Jahreshauptversammlung der Bereinigung ehemaliger Angehöriger des Realgymnasiums Gießen. gehen wird. Für den Nachmittag sind eine gemeinsame oder aufeinanderfolgende Feierstunden für jede Anstalt in der Universitätsaula vorgesehen. Je nach Lage der Dinge wird der Tag gemeinsam oder getrennt durch eine Abendfeier beschlossen. Am Montag finden Jugendfeste aus dem Gleiberg und dem Schiffenberg statt. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung soll diese Hunderjahrfeier zu einer Großveranstaltung ausgebaut werden, durch die die ehem. Schüler der Stadt Gießen ihren Dank bezeugen wollen. Weiterhin gab Oberstudiendirektor Angelberger einen Ueberblick über die für Ostern 1937 vorgesehene Schulreform. Es wird von diesem Zeitpunkt ab nur noch zwei Formen höherer Schulen geben, die sich in der Hauptsache durch die Verteilung der Fremdsprachen unterscheiden. Als künftige Hauptform wird das Realgymnasium seine seitherigen Klassen nach dem alten Plan zur Hochschulreife führen; die neu eintretenden Sextaner werden zunächst Englisch und späterhin als zweites Hauptfach Latein lernen. Das Realgymnasium braucht bei der Resorm also nichts grundsätzlich Neues, ihm Wesensfremdes in seinen Plan aufzunehmen, es muß nur die Reihenfolge seiner Pflichtsprachen ändern. Aehnlich wird bei der Nebenform, dem Gymnasium, Griechisch zur zweiten Fremdsprache, statt des seitherigen Französisch. In welcher Form noch eine dritte Fremdsprache einsetzt, ist noch unbekannt. Aendern wird das Realgymnasium ferner, wie auch die Oberrealschule, seinen Namen in die gut deutsch klingende Bezeichnung „O b e r s ch u l e". Diese neue Bezeichnung entspricht einem ideellen Ziel, das über Aeußerlichkeiten organisatorischer und verwaltungstechnischer Art,,weit hinausgeht und die künftigen höheren Schulen fest im Völkischen begründet. . . Nach diesen Darlegungen des Schulleiters, die in dem Dank an den Führer und in dem Gesang der Nationallieder ausklangen, hielt Stabsjägermeister Studienrat Holzel einen fesselnden Vortrag mit Lichtbildern über das Thema „Von Wisent und Elch, Wildpferd und Falken",den er mit einem Bericht über die großzügigen Arbeiten des Reichsjägermeisters, Ministerpräsidenten Göring auf dem Gebiete des Naturschutzes unter besonderer Berücksichtigung des Naturschutzparkes Schorfheide einleitete und der reichen Beifall fand. Oberstudienrat Seiler als Mitbegründer der Vereinigung stattete Rechtsanwalt Dr. Möller, dem Vorstand und den Vortragenden den Dank der Mitglieder ab. Der Abend endete, durch Rezitationen von cand. med. Kiefer und frohes Tanztreiben verschönt, mit einem heiteren Beisammensein. Die Vereinigung ehem. Angehöriger des Realgymnasiums Gießen hielt am Samstagabend im Gasthaus Hindenburg eine gut besuchte Veranstaltung ab. Bei der Jahreshauptversammlung hieß der Vorsitzende der Gießener Ortsgruppe der Vereinigung, Rechtsanwalt Dr. Möller, besonders den Vorsitzenden und Gründer der Vereinigung, San.-Rat Dr. Becker-Sprendlingen, den Leiter des Realgymnasiums, Oberstudiendirektor A n g e I b e r g e r, und die Freunde und Schüler der Anstalt willkommen. Nach einem kurzen Ueberblick auf das abgelaufene Jahr dankte er dem Rechner und Schriftführer, Studienrat Sch ar- mann, herzlich für feine Mühewaltung. In der Aussprache wurde außer einigen wertvollen Anregungen auch der Wunsch nach dem Jahresbericht, dem evtl, die Mitteilungen der Vereinigung beige- ügt werden sollen, als beste Empfehlung für die Anstalt und geeignete Verbindung mit den ehem. Angehörigen laut. Auf Anregung von Oberstudienrat Seiler wurde beschlossen, den gemeinnützigen Charakter der Vereinigung durch die Unterstützung bedürftiger Schüler mit "praktischen Gegenständen und die Aussetzung einer Prämie für gute Leistungen sichtbar zu bekunden. Oberstudiendirektor Angelberger fand für seine praktischen Anregungen und den Entwurf für die Veranstaltung anläßlich des 100jährigen Bestehens des Realgymna- iums ungeteilten Beifall. In dem anschließenden geselligen Teil begrüßte der Vorsitzende, Rechtsanwalt Dr. Möller, den Gründer der Vereinigung San. Rat. Dr. Becker als Abiturient von 1883, die Frauen der Mitglieder und die feldgrauen Abiturienten. Oberstudiendirektor Angelberger gab einen interessanten Ueberblick über die Entwicklung des neben dem „Pädagog" und der „Klaß" in der damals 4000 Einwohner zählenden Stadt gegründeten neuen Realgymnasiums, das in dem Hause des Buchhändlers Heier in der Weidengasse, dem späteren Polizeiamt, und nachher in der jetzigen Bürgermeisterei Ecke Gartenstraße untergebracht war. Von dem Realgymnasium zweigte sich später die nachmalige Oberrealschule ab, die erst kurz vor dem Kriege durch den Einzug in ihr neuerbautes, jetziges Schulgebäude endgültig von der Vollanstalt getrennt wurde. Realgymnasium und Ober» realschule werden gemeinsam die Feier des 10 0jährigen B e st e h e n s in der Zeit vom Samstag, 3. bis zum Montag, 5. Juli, feiern. Der Zeit entsprechend wird die Feier mit einem schlichten Begrüßungsabend eröffnet werden. Arn Sonntag findet nach dem Kirchgang eine Totenehrung statt, die jede Anstalt für sich vor ihren Denkmälern be- Landsmann Heinz F ö r st e r eröffnete mit einem Vortrag über „Schlesien, ein Land deutscher Kultur" die Aufklärungsarbeit im neuen Jahr. In einem gründlichen Ueberblick wies der Redner nach, daß Schlesien schon zur Zeit der Völkerwanderung von Lygiern und Vandalen bewohnt war und daß Si- linger und Opolonier, von denen die Namen Schlesien und Oppeln abgeleitet sind, hier angesiedelt blieben. Im Zuge der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt der deutschen Kultur vom Westen nach dem Osten (800 Aachen, 900 Niedersachsen, 1350 Böhmen, 1550 Mitteldeutschland, 1650 Schlesien, 1750 Ostpreußen). Einen großen Dienst erwies die hl. Hedwig, die Gemahlin Heinrichs I. und Tante der hl. Elisabeth, dem Schlesierland durch die stärkere Besiedlung mit Thüringern. Erst um 1500 begann Schlesien seine eigene Kultur zu formen. Als erster schlesischer Dichter kann Heinrich I. von Breslau angesprochen werden. 1268 entstand in Breslau die erste, nicht von der Kirche abhängige bürgerliche Ratsschule, die dann im Reiche Nachahmung fand. In der Goldberger Lateinschule von H. Gürtler von Wildenberg traten die Bestrebungen einer eigenen Kulturformung erneut hervor, lieber Tobias Kober, den Vater der deutschen Mystik, über Fabian, Frank, sie mit ihrer Geige gut vertraut ist, gelangte der Film „Mit deutschen Jungen nach Südamerika" zur Vorführung, der ein anschauliches Bild von LarH und Leuten, insbesondere aber von den Lebensformen der deutschen Farmer in Brasilien, entwarf. Der weitere Verlauf des Abends brachte noch verschiedene sportliche Darbietungen, wie sie aus dem Unterricht in den Leibesübungen herauswuchsen. Man sah Spiele mit dem Medizinball, Boxschule, lustiges Bodenturnen und schließlich noch das Pferdspringen. Das Schlußlied: „Auf hebt unsere Fahnen", und ein Gedenken an den Führer beschlossen den offiziellen Teil der Abends. Schlesien/ ein Land deutscher Kultur. Die im Bund heimattreuer Schlesier vereinigten Gießener Ostdeutschen hielten am Freitag im „Pfälzer Hof" ihre Monatsoersammlung ab. Landsmann Herbert Schmidt gab einen Ueberblick über die trostlose Lage der jenseits der Grenzen gebliebenen Deutschen, die, zur Arbeitslosigkeit verurteilt, einen schweren Kamps um ihr deutsches Volkstum auszu- Auftrage des NS.-Lehrerbundes, der Landesregierung und des Stadtschulamtes Gießen sprach Schulrat Nebeling (Gießen) über die Verdienste des Verewigten als treuer Erzieher, der in großer Liebe, in unermüdlichem Fleiß und in ganzer Hingabe seinen Beruf erfüllt habe. Für die Stätte feiner letzten Wirksamkeit sprach Rektor Strauch von der Pestalozzischule. Er schilderte den Heimgegangenen als Mann von biederem Charakter, als eifrigen Mitarbeiter auf dem Gebiete der Jugenderziehung, der allzeit bemüht gewesen war, guten Samen in die Herzen der Kinder zu legen. Dann , nahmen die Schülerinnen Abschied von ihrem treuen j Lehrer. Zum Schluß gedachte Rektor Stroh von j der Schillerschule der großen Verdienste des Berufskameraden, der allen immer ein väterlicher Freund । gewesen fei. m Lehrer Otto L i nd e n ft r u t h, 1873 m Beuern j gebaren, besuchte die Volksschule feiner Heimatge- ( meinde und verließ Ostern 1893 das Lehrerseminar : zu Friedberg, ftad) 14jähriger Tätigkeit als Lehrer < in Groß-Gerau kam er 1907 nach Gießen an die ; Schillerschule und nach Errichtung der neuen Pestalozzischule an diese. Schon als junger Lehrer war er ■ ein eifriger Förderer der Kirchenmusik, und er wirkte in seiner Heimatgemeinde Beuern öfters bei größeren Veranstaltungen des dortigen Kirchenchores mit. Nach dem Tode von Univ. Prof. Traut- mann übernahm er den Kirchenchor der Gesamtgemeinde Gießen und leitete ihn mit großem Ge- schick, bis er infolge eines Leidens fein Amt als Dirigent aufgeben muhte. Wegen feines freundlichen hilfsbereiten Wesens war er allgemein geachtet. Allen, die ihn gekannt, wird er unvergeßlich im Gedächtnis bleiben. Die evangelische Gemeinde in Gießen im Jahre 1936. In der evangelischen Gemeinde Gießen wurden im Jahre 1936 insgesamt 1043 Kinder getauft; es entfallen davon auf die Matthäusgemeinde 87, Markusgemeinde 92, Lukasgemeinde 57, Johannes- aemeinde 87 (einschließlich Eoang. Schwesternhaus), Luthergemeinde 43, Petrusgemeinde (einschließlich St. Josephs-Krankenhaus) 136, Ättlttärgemeinde 27, Anstaltspfarrei (Kliniken und Krankenanstalten) 514. 248 Paare wurden kirchlich getraut; davon entfallen auf die Matthäusgemeinde 36, Markusgemeinde 61, Lukasgemeinde 62, Johannesgemeinde 41, Luthergemeinde 16, Petrusgemeinde 22, Militärgemeinde 10. Trauerfeiern bei Beerdigungen (einschl. Feiern bei Feuerbestattungen) fanden im ganzen 384 statt; davon entfallen auf die Matthäusgemeinde 64, Markusgemeinde 77, Lukasgemeinde 64, Johannesgemeinde 67, Luthergemeinde 40, Petrusgemeinde 23, Anstaltspfarrei (Kliniken, Krankenanstalten und Pflegeheime) 49. Könfirmationsfeiern erfolgten insgesamt 495; es entfallen auf die Matthäusgemeinde 117, Markusgemeinde 89, Lukasgemeinde 115, Johannesgemeinde 60, Luthergemeinde 68, Petrusgemeinde 38, Militärgemeinde 8 Kinder. Elternabend der Höheren Privatschule Gießen. Im Saale des Cafe Leib vereinigte am Samstag die höhere Privcttfchule die Elternschaft und die Schüler zu einer unterhaltsamen Veranstaltung. Der größte Teil der Darbietungen, die der Abend brachte, wurde von den Schülern und Schülerinnen bestritten. Das Lied „Wir Jungen", vom Chor und der Spielschar miebergeqeben, leitete die Stunden der Gemeinsamkeit ein. An Stelle des verhinderten Schulleiters Dr. Fuchs hielt Lehrer Walter eine kurze Begrüßungsansprache, in der er auf den Sinn des Abends hinwies, der die Eltern und die Schule in herzliche innere Verbindung bringen solle. Er erinnerte dann an einige Ereignisse innerhalb des Schuljahres 1936, an den schönen Erfolg auf dem Gebiete der Leichtathletik, an die im Vogelsberg verbrachte Landschulheimwoche und an eine achttägige Radfahrt nach Weimar. In seinen weiteren Worten wies der Redner darauf hin, daß der Abend insbesondere einem Leitgedanken dienen sollte und zwar dem Gedanken des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland, der durch eine Filmvorführung besondere Unterstützung auch im Kreis der Schule und der Elternschaft Unterstützung erfahren solle. Nachdem die Schülerin Irene von Lappo-Danil- wes-Danilewsky (U III) zwei Sätze der 3. Sonate in F-dur für Violine und Klavier (G. F. Händel) zum Vortrag gebracht hatte und dabei bewies, daß ! r! Hi ■ $*4 Jet Ab j gnternafio* i WMeit Don : tiuüilsinaluntei W er bereite en i All waten, den #n Absahrergar. iJ Plätze belegten vor helmuth ööiit 4:40,2 der b. aber wer r W, Bei den Frau rä einmal als un i( auf den ersten Pl I ü4:513- I genau wie die Olyi 1 ütr etwas mehr als Oder höhe aus 681 Horteten 150 Meter Männer. Das Beir ssohen Triumph uns- Äorndles Zeit, der , brauste, betanntgege Kubel los: Birger Machen! Eine toll Mantschner bin. Der einem 20=UReter=6pr Meinen unb verlor m lyifyr ifatjrt fjolte er < j| iWe wieder Zeit au II'Wind löste lau || .v, her mit eim || rSpierft eine bess || Oesterreicher | Mer brachte bet || :^oor Rubi Et r -4e abtransport 2W Eranz fai Doktor, um irgendwelchen Mißbrauch damit zu treiben. Wom hätte er ihn sonst versteckt?" Alland fühlte zu feinem Aerger, wie er unter den stechenden Auaen der Sd)wester ein wenig errötete. Um so mehr bemühte er sich, einen harmlos heiteren Ton anzuschlagen. „An Ihnen ist ein Sherlock Holmes verlorengegangen, Schwester Martha. Wenn Sie jemand guf dem Strich haben, dann wittern Sie gleich hinter jeder Kleinigkeit ein Verbrechen. Aber Sie können ganz ruhig sein, wir werden den Mann ja sowieso bald los. Ist er übrigens in feinem Zimmer? Ja? Na gut, dann kann ich ja nachher noch mal mit ihm reden. Sonst gibts nichts Neues, wie? Also —" Mit einem flüchtigen Nicken wandte sich der Arzt zum Gehen. Die Schwester blickte ihm erstaunt und etwas verärgert nach. Seltsam, wie verändert der Chef in der letzten Zeit war. Früher hätte er sich über so was mächtig aufgeregt. Neulich noch machte er dem Bertrand einen Mordskrach des Saufens wegen, und jetzt tut er plötzlich, als ginge ihn die ganze Geschichte nichts an — sogar diese verdächtige Sache mit dem Rezeptbuch. Weiß der Himmel, was ihm ihm Kopf herumgingl Vielleicht machte ihm seine Frau Sorgen, diese viel schöne Frau Dr. Alland ... Tja, so ging es den Männern, die bloß aufs Aeußere sehen, geschah ihnen eigentlich ganz recht ... Schwester Martha zuckte die Achseln. Ein bitter resigniertes Lächeln um die zusammengepreßten Lippen, verschwand sie in das kleine Schwesternzimmer. Bei der Nachmittagsvisite wünschte der Chef ja allein zu bleiben. Er schien es heute übrigens besonders eilig zu haben, schon nach zehn Minuten hörte sie seinen raschen, energischen Schritt den Gang wieder heraufkommen. Dr. Alland hatte diesmal die Visite wirklich möglichst abgekürzt. Er fühlte sich unruhig und nervös. Die Mitteilung der Schwester hatte ihn viel heftiger erregt, als sie ahnen konnte. Nicht aus ärztlichen Gründen freilich — mochte der Kerl aussehen, wie er wollte, das war jetzt gleich — aber die Sache mit den Rezepten — eine böse Sache! Ihm war sofort eingefallen, was Evelyn ihm erzählt hatte. Da sie darauf nicht eingegangen war, hatte der Halunke sich inzwischen einfach einen Block gestohlen. Eine beunruhigende Vorstellung! Und zu alledem zeigte das Verhalten der Schwester deutlich genug, wie unhaltbar die ganze Situation war. Man mußte diesen Menschen irgendwie loswerden, so rasch wie möglich. Schon damit Evelyn zunächst einmal Ruhe vor ihm bekam ... Jetzt im Augenblick sah sich dieser Bertrand natürlich noch etwas vor, vermutlich weil sein Auftraggeber ihm das so vorgeschrieben hatte. Sie hofften eben zunächst noch immer, durch Evelyns freundliche Vermittlung eine feste Geschäftsverbindung mit der soliden Firma „Prioatklinik Dr. Alland" anzuknüp- sen, und wahrscheinlich wollten sie ihn doch lieber gütlich als durch Erpressung für sich gewinnen. Sie "konnten ja nicht wissen, daß er durch einen Zufall der Sache auf die Spur gekommen war. Sie hielten ihn noch immer für guten Glaubens oder meinten wenigstens, so tun zu müssen, als glaubten sie an seinen guten Glauben ... Noch ganz in Gedanken öffnete Dr. Alland die weiß lackierte Tür mit der Nummer sieben. Es sah wieder mal ziemlich wüst aus bei Herrn Bertrand. Menschen seiner Art besitzen das Geheimnis, auch ein noch so tad'ellos aufgeräumtes Zimmer binnen weniger Minuten in eine Räuberhöhle zu verwandeln. Sie bedürfen dazu kaum besonderer Requisiten, es genügen einige zerflederte Zeitungen, umhergestreute Kleidungsstücke oder Toilettengegenstände, dazwischen noch ein paar Aschenhäufchen und Zigarettenstummel — schon mit so einfachen Mitteln kann man die eindrucksvollsten Wirkungen hervor- bringen. Die Luft war so blau von Zigarettenrauch, daß Alland im ersten Augenblick Mühe hatte, den Patienten zu finden, dessen „Herein" doch eben aus der Gegend des Bettes gekommen war. Richtig, da lag er, halb angezogen, ein nasses Handtuch auf der Stirn, und murmelte etwas von Migräne. Alland zog die Luft durch die Nase und sagte bann etwas spöttisch: „Nach dem Geruch zu schließen, dürfte es sich bei Ihnen wohl mehr um einen sogenannten „Kater" handeln — die Folgen übermäßigen Alkoholgenusses, falls Ihnen der deutsche Terminus technicus nicht geläufig fein sollte." Bertrand gab irgendein protestierendes Gemurmel von sich und schüttelte mit einer wehleidigen Grimasse den schmerzenden Kopf. Keine Rede — er war seit Tagen nicht ausgegangen, wie die Schwester bezeugen konnte! (Fortsetzung folgt!) ichen Metrik, zur Liedertafel Görlitz (1570) die selbst geschaffene Lieder fang, zu dem größten deutschen Mystiker Jakob Böhme aus Alt-Seidenberg führt eine gerade Linie zu einer Reihe deutscher Kulturschöpfer bis in die Jetztzeit (Hauptmann von Polenz, Stehr, Eberh. König, Paul Keller, Bischof), die den eindeutigen Beweis des reichen Anteils Schlesiens an der deutschen Kultur liefern. Im Anschluß an den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag erinnerte Landsmann Kost o r z an die beliebige Fortsetzung dieser Auszahlung großer ostdeutscher Männer auf militärischem, wissenschaftlichem, kulturellem, musikalischem, technischen und anderen Gebieten, wie sie schon öfters geführt wurde. Er gab bann einen Bericht über Danzig und forderte zur Werbung für die Teilnahme am Deutschen Sängerbundesfest in Breslau aus, zu dem ein Sonderzug fahren wird. „Mit 1000 PS in den F-sching/' Einen guten Auftakt zur diesjährigen Gießener Fastnach'szeit brachte die Ortsgruppe Gießen im DDAC. mit ihrem Kostümball „Mit 1000 PS in den Fasching", der am Samstagabend in sämtlichen Räumen des „Klubs" abgehalten wurde. Bald herrschte in den reich ausgeschmückten Sälen ein buntes Treiben, und manch gutes Kostüm konnte schon bewundert werden. Leider waren nur wenige Paare „zünftig", d. h. in einer dem Motorsport gerecht werdenden Kleidung, erschienen. Dr. Kreger hieß im Namen der Ortsgruppe alle Gäste herzlich willkommen, besonders den Gauführer des DDAC. Dr. Stempel (Frankfurt a. M.) und die Vertreter der benachbarten Ortsgruppen. Auch in gesellschaftlicher Beziehung sei der DDAC. bemüht, seinen Mitgliedern etwas zu bieten, und daß die Veranstaltungen des DDAC. gerne besucht würden, zeige die große Zahl der Erschienenen. Nachdem Dr. Kreger kurz das Programm des Abends verkündet hatte, wünschte er allen Gästen einige frohe Stunden. Die durch den Rundfunk bekannte Tanzkapelle Burkart (Bad Homburg) spielte zum Tanze auf und mit den wvhltemporierten Weisen hatte sie sich bald die Sympathie der Tanzlustigen erobert. Aber nicht nur getanzt wurde an diesem Abend, sondern auch für stimmungsvolle Unterhaltung war bestens gesorgt. Bruno Eberhard plauderte und sagte an, Fräulein Garin Hasche (Wiesbaden) fang und das Tanzpaar Tamara und R e m o f zeigte verschiedene Akrobatik-Tänze. Gegen Mitternacht kam dann mit Cläre Schlich- ting noch einmal ein Großangriff auf die Lachmuskeln. Alle Künstler ernteten für ihre guten Leistungen wohlverdienten Beifall. Im Verlaufe des Abends fanden auch eine Tombola mit wertvollen Preisen und eine Prämiierung von Kostümen statt. Rasch waren die Stunden verflogen; gegen Morgen trennte sich die frohe Schar, und mit den übriggebliebenen „PS" ging es nach Hause. Das fremde GeW. Vornan von Garen. 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Frau Schnäbelt kehrte mit einem Lächeln der Befriedigung in die Wohnstube zurück, wo ihr Sproßling schon wieder über einem inzwischen neugefüllten Teller saß. „Die spinnt ja, die alte Schachtel", äußerte er sich mit vollen Backen. Die Schnäbelt nickte bestätigend. „Und ob! Aber wenn's keine Spinnigen gäbe, konnten wir unser Geschäft an den Nagel hängen. Morgen abend ist die wieder da. Das wird eine Dauerkundin. Die Sorte kenn' ich ...!" Ja, die biedere Frau Schnäbeli verstand es, aus der Dummheit ihrer Mitmenschen Kapital zu schlagen! Welche Verheerungen sie anrichtete, bedachte sie nicht... Als Dr. Alland die Treppe zum ersten Stock heraufkam, erwartete ihn die Stationsschwester schon auf dem Gang. „Was gibt's denn wieder, Schwester Martha?" Alland sah mit freundlichem Gleichmut in das gelblichblasse, spitznasige Gesicht, das augenblicklich durch einen Zug von verhaltenem Aerger noch besonders unsympathisch wirkte. — Wahrscheinlich mal wieder Krach mit der Oberschwester, dachte er ein wenig gelangweilt. Wirklich schade, daß diese tüchttge und gewissenhafte Person so entsetzlich unverträglich war! Aber nein, diesmal handelte es sich nicht um eine private Angelegenheit, über die Schwester Martha Klage zu führen hatte, sondern um den Pattenten auf Nr. 7, um diesen Herrn Bertrand. „Ich weiß nicht", sagte sie achselzuckend, und ihre spröde Stimme klang noch etwas schärfer als sonst, „nun ist er doch wirklich in den letzten Tagen, rote Herr Doktor angeordnet haben, nicht ausgegangen, aber Alkohol muß er sich trotzdem irgendwie be» schasst haben, man riecht es ganz deutlich. Ich glaube, er hat den Gärtnerburschen bestochen — und immer kann ich ja auch nicht vor seiner Tür sitzen", schloß sie etwas pikiert, obwohl man ihr 5*Är< W M-Z OrK KÄÄ-« fechten haben. Bundesgruppenführer K o st o r z dankte Landsmann Schmidt für feine Ausführungen. In großen Zügen gab er dann eine Uebersicht über die Sage an der Ostgrenze. Der Redner stellte den Hörern oen zrnier uer oeuiiajen tvcvim, uuei uuuiuu, uluiu., die Aufgabe der Ostdeutschen vor Augen, ihren Brü- der zum erstenmal die deutsche Sprache forderte, und dern und Schwestern in den Grenzgebieten durch er-1 Martin Opitz aus Bundzlau, den Schöpfer der deut- 9JL srgS <»c & 3’S« rflLr R'ch^l ««V« i»6i; lerua) o“ ,jnen « -n d ’. in l“‘ Öiif 5 Omnibussen zum tzoherodskopf. Entgegen jeglicher Erwartung und unangefochten üurch die betrüblichen Wettervoraussagen zum Wochenende, hat es der Skiklub Gießen zum Sonn- ngkyorgen doch unternommen, die angesetzte Omni- tussahrt nach Breungeshain durchzuführen. Nicht veniger denn fünf Omnibusse starteten kurz nach ( Uhr morgens vom Ludwigsplatz ab und strebten in rascher Fahrt und durch die grüne, wenig winter- jche Landschaft dem Vogelsberg zu. Noch in Breungeshain war nicht viel Schnee zu sehen und jur in Mulden sah man kümmerliche Reste. Erst ii höherer Lage trafen die Gießener Skiläufer eine ,och einigermaßen geschlossene Schneedecke an. Der frang war völlig vereist und der Aufttieg dadurch shr schwierig. Im Oberwald aber lag noch viel vchnee, wenn er auch teilweise leicht verharscht war. So beschränkten sich die unentwegten Skiläufer .lltferer Stadt auf Skiwanderungen im ausgedehn- :»„ Oberwald, nach der Herchenhainer Höhe und iach Hochwaldhausen. Außerdem wurde ein Jugend- Zei herrlichstem Winterwetter und vor Tausenden an Zuschauern wurde in den Vormittagsstunden es Samstags der Abfahrtslauf der Männer und 1 grauen ausgetragen. Es gab Kämpfe, die fast noch ue Ereignisse der Olympischen Winterspiele in den Schatten stellten. Wie hervorragend der Sport ,«ht daraus hervor, daß Birger R u Mgmpiajeit von 4:47,3 nicht weniger : I s fünfmal unterboten wurde. Am meisten freube aber bereiteten unsere Abfahrer, die, obwohl »eher Franz Pfnür noch Guzzi Lantschner am litt ** n M X den sich stets wiederholenden Zweikampf Christl- Käthe. Mit bestechender Gleichmäßigkeit legte unsere Olympiasiegerin Christ! Cranz die beiden Läufe zurück. Sie war um 23 Sekunden schneller als Käthe ing.< L'b-«-r tt» ,pal«n ein Uni tonnte wenig« ^otoriport Kre. Gäste lluhrer des unb die V ^uch in bemüht, ö daß die hl würden, • Nachdem' e.5 Abends l vekannte iPielte zum "en Weisen tanzlustigen ! an diesem wlle Unter 'berhard 'n Hasche Tamara batik-Tänze. e Schlich, >! die Lach- ihre guten im Verlaufe Q mit werten Kostümen agen; gegen und mit den hach. Frdr.Teipel 16 Markt 16 Winter-Schluß-Verkauf Heute, Montag, den 25. Januar 1937 beginnt die große, billige Einkaufsgelegenheit , "«ietls auf«,, inn ff LÄ über . ^eeslmi Nauheimer Skiläufer beteiligten. Das Wetter war im übrigen sehr günstig. Die Sonne schien und t;; Himmel strahlte im klarsten Blau. zelt zu erzielen. Die 61,4 Sek. tm zweiten Durchgang, die ebenfalls von keinem anderen erreicht oder unterboten wurde, sicherten ihm den ersten Platz im Torlauf. Roman Wörndle stellte auch zwischen den Flaggentoren seinen Mann und blieb mit 63,3 und 61,5 Sek. nur wenig hinter dem Oesterreicher zurück, den er in der Gesamtwertung auf den zweiten Platz verweisen konnte — ein herrlicher Erfolg des Partenkircheners. Von seiner besten Seite zeigte sich Rudi Cranz. Mit 60,1 Sek. fuhr er die zweitbeste Zeit, ging dann auf Sicherheit und erkämpfte sich den dritten Platz. Siegerehrung. Dor der Festhalle in Garmisch-Partenkirchen fand die Preisoerteilung statt. Der Reichssportführer von Tschammer und Osten begrüßte Wettkämpfer und Gäste. Anschließend nahm Baron Le Fort die Preis- oerteilung vor. Unter großem Beifall überreichte er dem Kombinationssieger Roman Wörndle den Ehrenpreis des Staatsministers Wagner. Christi Cranz erhielt den Ehrenpreis des Staats- minifte r D. Esser. Dem Torlaufsieger Willi Walch wurde der Ehrenpreis des Relchsfpork« führers überreicht. Sie Kämpfe im Vierländer-E»shockey-Turnier. Ausgezeichnet besucht war das Olympia - Eisstadion von Garmisch-Partenkirchen, als am Sams- tagnachmittag in Anwesenheit des Reichssportfüh- rers und des Reichsjugendführers das Vierländer- Turnier im Eishockey seinen Anfang nahm. In der ersten Begegnung standen sich der Budapester E. V. und der Bayerische Meister SC. Rießersee gegenüber. Die Ungarn, in deren Reihen einige Olympia- Teilnehmer standen, waren verblüffend gut und kamen zu einem 3:l-(l:0,0:1 2:0-)«iege, den sie in erster Linie ihrem fabelhaften Tempo zu verdanken hatten. Der'Berliner Schlittschuh-Club kam beim Vier- länder-Eishockey-Turnier in Garmisch-Partenkirchen zu zwei Erfolgen. Der deutsche Eishockeymeister siegte im letzten Spiel des Samstag über Göta Stockholm mit 2:0 und gab am Sonntag bem Budapester ED. mit 3:0 das Nachsehen. Nball ber heimischen Mannschaßen. Ergebnisse der Bezirksklasse. SD. 05 wehlar — VfB. Gießen 9:1. 1900 Gießen — Vissenberg 5:1. Burg — Sinn 2:1. Lollar — Raunheim 1:1. Frohnhausen — Dillenburg 2:3. Die VfB.er wurden in Wetzlar überfahren. — Die 1900er Gießen siegten in dieser Höhe verdient. — Der Sieg der Burger ist als glücklich zu bezeichnen. — Durch den Punktverlust in Lollar sollte Naunheim für die Meisterschaft ausgeschaltet sein. — Die Ueberraschung des Sonntags ist ber ©ieg der Dillenburger in Frohnhausen. Bissenberg eindeutig geschlagen. Die Mannschaft der Spielvereinigung 1900 kam am gestrigen Sonntag nach längerer Zeit wieder einmal zu einem eindeutigen Erfolg. Die Mannschaft des Turn- unb Sportvereins Bissenberg zog mit 5:1 Toren den Kürzeren und verlor damit zwei wertvolle Punkte. Die Blauweißen siegten durchaus verdient. Der Erfolg war in erster Linie darauf zurückzuführen, daß Sack und Löbsack — beide nun spielberechtigt — dem Sturm neue Auftriebskraft gaben und beide auch die Erfolge des Tages erzielten. Löbsack konnte allein drei Erfolge buchen, Sack verzeichnete zwei Tore. Mit beiden Stürmern hat die Mannschaft wertvollsten Zuwachs erhalten, ber — leider etwas zu spät zur Mannschaft kam. Das Spiel begann mit einer Ueberraschung, denn schon nach etwa 8 Minuten kamen die Gäste zum Führungstor. Es dauerte geraume Zeit, bis die Blauweißen ausgleichen konnten. Die Gießener spielten dabei fast stets leicht überlegen und lagen viel vor dem Tor der Gäste, die sich lediglich auf einige Durchbrüche beschränken mußten. Zahlreiche Ecken und auch verschiedene Strafstöße in der ersten halben Stunde brachten nichts ein. Die Angriffe der 1900er, die meist auf ber durchschlagskräfttgeren linken Seite vorgetragen wurden, die exakten Flanken und sauber getretenen Eckbälle Heusers blieben aber zunächst unausgenützt. Erst gegen Mitte der ersten Halbzeit fiel das Äusgleichstor. Löbsack kam aus einem heftigen Gedränge heraus zum Ball unb schoß entschlossen ein unb sogar noch gerabe auf den Tormann. Der Gästehüter hatte sich aber zu früh geworfen und ber Ball ging über ihm prasselnd ins Netz. Bald darauf gab es einen etwas unmotiviert verhängten Elmeterball für Bissenberg, den Rahn aber sehr sicher hielt. In ber Folge drängten die Platzbesitzer eindeutig. In dieser Drangperiode fiel ber zweite Erfolg der Einheimischen. Heu^r hatte roieber einmal eine glänzende Flanke vor bas Tor gelegt unb Löbsack drückte aus etwa 2 Meter Entfernung, völlig überraschend für den Gästehüter, ein. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zur Halbzeit. War das Spiel vor der Pause von beiden Mannschaften sehr flüssig gehalten worden, so sah es in der zweiten Halbzeit erheblich anders aus. Beide Mannschaften schienen sich richtig ineinander verbissen zu haben unb in heftigem Kampf Mann gegen Mann ging es um ben Ball. Die Gäste hielten dabei den Kampsverlauf geraume Zeit ausgeglichen, konnten aber die nun in kurzen Abständen fallenden Tore nicht verhindern. Innerhalb einer halben Minute fielen allein zwei Tore für die Blauweißen, da die Bissenberger Verteidigung nachlässig geworden zu sein schien. Kurz vor Schluß kamen die Gastgeber zu ihrem fünften Erfolg, der die Bissenberger ziemlich aus dem Konzept brachte. Bei der Spielvereinigung ragten die beiden Stürmer Sack und Löbsack hervor. Die Läuferreihe bediente den Sturm recht gut. Im Schluhdreieck überragte diesmal Lippert seinen Nebenmann erheblich. Rahn war nicht sehr stark beschäftigt, aber immer sicher. Die Bissenberger hatten einige Leute auf dem Plan, die in der Technik den Blauweißen durchaus ebenbürtig waren. Aber die Elf spielte, wahrscheinlich bedingt durch den Ausfall dreier Spieler, ziemlich zusammenhanglos, so daß ihr der Erfolg versagt blieb. Der Schiedsrichter Friedrich (Dillenburg) amtierte nicht immer unauffällig. DfB.-Aeiebsbalm Giehen. kalastrophale Riederlage in Dehlar. Die Gießener wurden in Wetzlar allzu eindringlich darauf hingewiesen, daß die Wetzlarer zur Zeit tatsächlich die beste Mannschaft des Kreises sind. Es wäre ü jrt, irgendwelche Gründe suchen zu wollen, ' m die hohe Niederlage verständlich zu machen. Es war eben so, daß die Wetzlarer fast in allen Teilen ihrer Mannschaft besser besetzt waren, als die Gießener. Hinzu kam der Einsatz eines jeden Spielers bis zur Schlußminute, eine Tatsache, die man leider bei vielen Gießenern vermißte. Das Spiel begann mit einer Ueberraschung. Sofort war der linke Flügel der Wetzlarer durchgebrochen und die Flanke von Blech erreichte Wohl- gemuth mit dem Kopf und es hieß 1:0. Ein Gegenangriff, bei dem eine Torgelegenheit herausgear- beitet wurde, endete mit einem Schuß neben dem Tor. Dann folgte wieder ein Angriff des Wetzlarer Sturmes, die Verteidigung brachte den Ball nicht weg und der Schiedsrichter pfiff zum Elfmeter. Dieser wurde eingeschossen. Nach fünf Minuten lagen somit die Gießener mit 2:0 im Rückstand. In der Folge gab es einige gut vorgetragene Angriffe Hier abschneiden! Walken 561 Wanda nordischen Sage die Ehrenhalle Wodans, Odins, für tote Helden. Aus diesen Gedanken heraus ist die Walhalla bei Regensburg erbaut worden zum Gedenken hervorragender Deutscher. Walken, Zuricbten van Geweben durch Walzen des nassen Stoffes, damit die Fäden verfilzen. Walküren, in der nordischen Sage Kampfjungfrauen, die die Seelen der gefallenen Helden nach Walhalla führen. Wallungen, Kongestionen, sind aufsteigende Hitzen, meist von den Beinen oder vom Unterleib nach dem Kopf ziehend, verbunden mit Rötung, Schweißausbruch, Herzklopfen, Schwindelgesühl und Angst. Am häufigsten beobachtet in Den Wechseljahren, kommen aber auch bei Arterienverkalkung und Herzleiden vor. Auch bei Nervosität können sie beobachtet werden. Die Behandlung ist verschieden, je nach der Grundursache. Am besten fragt man einen Arzt um Rat Wally, weiblicher Vorname, englische Abwandlung von Valentine. Walnuß, wohlschmeckende Frucht des Walnußbaumes, deren Kern zunächst aus einer Steinschale und dann nochmals von einer dicken, grünen Schale umschlossen ist. Aus den Kernen wird Nußöl gewonnen, das als Speiseöl sowie als Schutzöl gegen Sonnenbrand dient. Die unreifen Früchte werden mit den Schalen als Tortenbelag eingemacht und zu Nußlikör gebrannt, aus den Fruchtschalen wird Farbstoff gewonnen. Walnüße, die man auf- bewahren will, müssen voll aus» gereift und trocken fein Das Holz des Walnußbaumes wird als Möbelholz geschätzt, da es hart ist und sich leicht polieren läßt. Walnuß ist ein bekannter Baum, der wieder mehr in unseren Gärten angepflanzt werden sollte Will lehmhaltige Erde und viel freien Raum. Walpurgisnacht, die Nacht zum 1. Mai, in der nach dem Volks, glauben die Hexen zum Tanz auf den Brocken fliegen. Walrat, fettartige Maße aus der Schädelhöhle des Pottwals, die zur Herstellung von Kerzen und kosmetischen Mitteln dient. Walroß. Robbenart. die Elfenbein und Tran liefert. Walter, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „der Waltende" Waltraut, Waltrud, roeibl. Vorname germ Herkunft mit der Bedeutung „waltende Zauberin". Walzer, Gesellschaftstanz im Dreivierteltakt, dessen Beliebtheit durch keinen modernen Tanz gelitten hat. Wamme, Bauchseite der zu Pelzwerk verarbeiteten Tierfelle Bei Schlachttieren nennt man Wamme das Stück Fleisch zwischen Kehle und Brust, es wird auch Stich genannt, eignet sich wohl zum Kochen, aber nicht zum Braten. Wanda, roeibl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „wandelnde Schätzerin", abgdet» tet von Wandelgart. Färberei Braubach & Fischer Seltersweg 63 Die chemische Reinigung verlängert das Leben Ihrer Kleider tz 'CS» z£ 5t E 11 V«- . iE?=i C—Ä u u $=üfiE u .;€ | «u ö S! n> ~ «» £ s®^^:£ a 5«P-hj 3:g -»'n CÄ. E i? • ga. e S.sfS« - « E ■tot« Io Ä® . 2 Q-g O 5-o cA “32 B E *8gs«a 5 C« .E »*<«8 9i^ g he of E «> Hs ist; m° e-p1 4» Bo-- _ «?|n r 8°E=a®5 ÜlE~ y ä UJO ?8»8^! ®?A*egäo5 §i2* ®^u ^cE^u®! ÜfiC®ua c = £ = ?2yB|c »c3^SiS gut fr< konnte. binden. verhängt worden. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Hl. Wappen Wanderleber Gießen - Badenburg, den rs.Zanuar 1937 511 D Verkäufe ~| | Kaufgesuche"] für eine Herde Vieh. 0431 Der neue ist von einer Leistungsfähigkeit, die Sie aller* höchstens von den stärksten Wagen erwarten, und mit einer Ausstattung versehen, die Sie nur von den teuersten Wagen kennen Bitte überzeugen Sie sich durch eine Probefahrt Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m.b,H. hafte. 0424 514A J 5000 Mark Geldstrafe für jüdischenSteuerbetrüger. der ge- Der Wer hat Interesse an vegetarischem Mittagstisch? Gesl. Zuschriften unt. 0417 an den Gieß. Anz. erb. Ihre Vermählung geben bekannt Hermann Goldhorn und Frau Ottilie, geb. Outll Zohannes Sflimiot Wiefeck Gießen. 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Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber (Sonderklasse) 30 bis 65, Lämmer und Hümmel 41 bis 48, Schweine 48,5 bis 52,5 Mark. — Marktoerlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hümmel und Schafe mittelmäßig. Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Mnzinriner bestehend aus: Büfett, 4 Leder- ftühlen, 1 Ausziehtisch, 1 Serviertisch, 1 Sofa, gut erhalten, sehr billig zu verkauf. Crednerstr.1611 2,5 Ltr. OPEL „SUPER 6" wg. Großen-Buseck, 24. Jan. Auf Straße Großen-Buseck—Beuern ereignete sich stern vormittag ein nicht alltäglicher Vorfall. Bruder eines hiesigen Viehhändlers, der eine Kuh nach Beuern bringen wollte, wurde plötzlich von dem Tier angegriffen, so daß zwischen den beiden ein heftiger Kampf entbrannte. Der Mann konnte des Tieres jedoch nicht Herr werden und mußte es laufen lassen. Bei dem Versuch, es später wieder einzufangen, wandte sich die Kuh abermals gegen den Verfolger, auf den sie brüllend losging. Um' sich vor ernsterem Schaden zu bewahren, mußte sich der Führer des Tieres auf den nächsten Baum retten. Aber auch nun beruhigte sich das Tier noch nicht, sondern es umkreiste mit wildem Gebrüll den Baum. Außerdem wandte es sich gegen einige Kraftwagen, die die Straße passieren wollten, und hielt sie auf; auch einige Straßenpassanten konnten ihren Weg nicht fortsetzen. Glücklicherweise kam aber niemand zu Schaden. Nachdem sich das Tier später beruhigt hatte, lief es querfeldein seinem Stalle in Großen-Buseck zu. Bei dem zweiten Versuch, das Tier nach Beuern zu bringen, bediente man sich der Vorsichtsmaßregel, ihm die Augen zu ver- Suche gute Sommerschasweide Friedberg, 23. Jan. Wie das Finanzamt Friedberg bekanntgibt, sind gegen den Viehhändler Julius Löwen st ein in Nieder-Weisel, Hintergasse 15, wegen Umsatz-, Einkommen-, Gewerbe-, Kultus- und Bürgersteuerhinterziehung Geldstrafen von zusammen 5000 RM. Frankfurter Straße 52/56 Telephon 2847/48 Zwangsversteigerung Dienstag, den 26. Januar, nachmittags 2Ubr,sollen imVerfteige- rungslokal,Neuenweg28,bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe ob. Lokal) zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel aller Art, 4 Oefen, 4 Herde, 2 Schreib- maschin.,2Vervielfältigungsavvar. 2 Schausenstereinrichtg./1 Boston- Presse, 1 Schneidernähmaschine, Anzug- und Kleiderstoffe. eosv Bestimmt werden versteigert: 1 Ladeneinricht. 1 Protos-Haartro ck. QphüPmQnn Gerichtsvollz.inGießen UblldlllMUU Wernenv.33,Tel.3108 Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. Still. Frankfurt a. M., 23. Jan. Wie nicht anders erwartet, lag auch die Wochenschlußbörse nahezu geschäftslos, da eine Kundschaftsbeteiligung kaum zu verzeichnen war. An den Aktienmärkten wichen die Kurse wieder nur um Prozentbruchteile ab, wobei sich Besserungen und Rückgänge die Waage hielten. Am Montanmarkt setzten Buderus mit 119,50 (120,50) stärker verändert ein, während Verein. Stahl mit 118 und Mannesmann mit 118,13 unverändert lagen; Hoesch ermäßigten sich auf 117,50 (118). Von chemischen Werten lagen Deutsche Erdöl und Scheideanstalt behauptet, Farben bröckelten auf 167,65 (168,25) ab. Motorenaktien blieben unverändert, Daimler 125, BMW. 140,50, von Maschinenwerten waren Moenus zu 104 bis 105 (103) gesucht, auch Jungbans weiter erhöht auf 124,50 (124). Von Schiffayrtspapieren ließen Hapag auf 17 (17,75) nach, während Nordd. Lloyd 0,40 v. H. gewannen auf 17,65. Gut erholt waren nach dem gestrigen Rückgang Reichsbank mit 188,50 (186,50). Im einzelnen eröffneten Geffürel 1 v. H. höher, AG. für Verkehr um ebensoviel niedriger, ferner bröckelten Westdeutsche Kaufhof, Siemens, Bemberg, Rheinmetall und Deutsch- Atlanten-Telegraf je 0,25 v. H. ab. Am Rentenmarkt erhielt sich einige Nachfrage. Von variablen Werten zogen Altbesitz 0,25 v. H. an auf 118,40. Kommunal-Umschuldung (90,90), Zinsoergütungsscheine (95,13) und Städte-Altbesitz- anleihen (117,50 bis 118,50) lagen unverändert. Bon ausländischen Freioerkehrsrenten wurden Oesterr.-Ungar. Bankpfandbriefe zu 3,24 bis 3,50 umgesetzt. _________ mit den hohen Sieg her. SV. wehlar II — Vfv. R. II 6:2. Die zweite Mannschaft erreichte in diesem Spiel nicht ihre gewohnte Form. Da Lotz in der Verteidigung ausgeblieben war, mußte diese umbesetzt werden, und die Folge hiervon war, daß Wetzlar nach zehn Minuten 3:0 führte. Alle Versuche der Gießener, die besonders in der letzten Viertelstunde vor Halbzeit dauernd drängten, scheiterten an der mangelnden Schußkraft des Sturmes. Beim Schlußpfiff hatten die Wetzlarer verdient, wenn auch reichlich hoch gesiegt. Sie Hersfelder „Hessen" geschlagen. Die alte Weisheit, daß Mannschaften, die sich in Abstiegsgefahr befinden, doppelt gefährlich sind, mußte Hessens Tabellenzweiter „Hessen" Bad Hersfeld am Sonntag am eigenen Leibe spüren. Der an drittletzter Stelle in der Tabelle liegende SC. 03 Kassel lieferte den Hersfeldern eine verzweifelte Schlacht und kam zu einem verdienten 3:0- (2:0-) Siege. Der lachende Dritte dabei ist der Spitzenreiter Spv. Kassel, der diesmal nicht in die Ereignisse ein- ariff, aber trotzdem zwei Punkte gewann. Hessens Gaumeister, Hanau 1893, mußte von Kewa Wachen- buchen eine weitere Niederlage einstecken und ist damit hinter die Wachenbuchener und den VfB. Friedberg, der Kurhessen Marburg mit 7:2 distanzierte, in der Tabelle zurückgefallen. Germania Fulda mußte auf eigenem Platz an den Tabellenletzten Niederzwehren einen Punkt abgeben. Aus anderen Gauen. Gau Südwest: Eintracht Frankfurt — FV. Saarbrücken 3:1; Kickers Offenbach — FK. 03 Pirmasens 3:2; Sportfreunde Saarbrücken — FSV. Frankfurt 4:0; Wormatia Worms — Borussia Neunkirchen 4:0; SV. Wiesbaden — Union Niederrad 2:1. Gau Bayern : Wacker München — VfB. Coburg 1:1; 1860 München — VfB. Jngolstadt-Ringsee 1:1; 1. FC. Nürnberg — FC. 05 Schweinfurt 0:1; BC. Augsburg — Bayern München ausgefallen. Winterhilfskegeln in Wiefeck. Das Winterhilfskegeln des Vereins der Kegler Lahn-Buseckertal wurde auf den Bundesbahnen in Wiefeck bei Gastwirt Heinrich Braun durchgeführt. Die Beteiligung war gut. Siegerdiplome erhielten: Auf Bahn I (Asphalt): Martin Schupp, Lollar, mit 10 Kugeln = 58 Holz; Otto Fohrbach, Launsbach, 10 Kuaeln = 53 Holz; August Nymeier, Wiefeck, 10 Kugeln = 53 Holz. A u s Bahn II (Asph alt): Artur Kraft,Launsbach, mit 10 Kugeln = 61 Holz; Heinrich Mühlich, Launsbach, mit 10 Kugeln = 60 Holz; Heinrich Deck) II., Wiefeck, mit 10 Kugeln = 58 Holz. Auf Bahn III (Schere): Heinrich Hahn, Krofdorf, mit 10 Kugeln = 64 Holz; Wilhelm Sehrt, Lollar, mit 10 Kugeln = 64 Holz; Otto Strack, Wiefeck, mit 10 Kugeln = 62 Holz; Karl Hyer, Krofdorf, mit 10 Kugeln = 62 Holz. Der Reinertrag wurde dem Winterhilfswerk abgeführt. ___________________________ Im Verlaufe blieb das Geschäft auf allen Märkten sehr klein. An sich war am Aktienm a r k t die Tendenz etwas freundlicher, was auch kursmaßig in kleinen Erholungen zum Ausdruck kam. Etwas hoher waren Farbeninduftrie mit 168,25 nach 167,65 und Daimler mit 125,2-5 nach 125. Dagegen blieben Montanwerke völlig vernachlässigt. Von erst später notierten Papieren gaben Licht & Kraft auf 151 (152) nach, Harpener zogen 0,75 v. H. an auf 152,25, Schuckert 161,75 bis 162,75. Von Großbankaktien erhöhten sich DD-Bank auf 116 (115,50) und Commerzbank auf 111,75 (111,50). Am Rentenmarkt erhöhten sich Altbesitz auf 119 nach 118,75, Kommunal-Umschuldung 90,95 nach 90 90. Lebhafte Nachfrage fanden wieder Goldpfandbriefe, Frankfurter, Rheinische und Meininger zogen auf je 97,75 (97,50), die KO.-Pfandbriefe der WWW. Die von mir geg. Frl.MarieWolf in TreiS a. Lda. geäußert.schwer. Beleidigungen nehme ich hiermit als unwahr mit dem Ausdruck des Bedau- errrs zurück. 0«5 Marie Wolf geb. Wallenfels Treis a. d. Lda. Hauptstraße 14. Ich warne hiermit jedermann meinem Sohn M sfimiöt etwas zu lechen oder zu borgen, da ich für nichts durch Wanderungen der Jugendlichen unter vernünftiger Führung. Häufig ist ein derartiger Wandertrieb aber ein Anzeichen für eine Geisteskrankheit. Epileptiker machen z. B. in einem gewissen epileptischen Dämmerzustand oft die weitesten Reisen und kommen erst in ganz entfernten Gegenden wieder zum Bewußtsein. In solchen Fällen hilft natürlich nur Behandlung durch einen Nervenarzt. Wandschrank, raumsparender, eingebauter Wandschrank, vielfach ohne Seiten und Rückenwand. bei dem besonders in Neubauten darauf geachtet werden muß, daß er nicht mehr feucht ist. Wanzen, lästiges Ungeziefer, das sich besonders in Bettstellen und in Vilderrahmen aufhält und das sich durch Fangen nicht beseitigen läßt, da die Brut schwer zu vernichten ist. Gründliche Säuberung des Raumes vor allem aller Ritzen und Fugen im Fußboden, Wänden und Möbeln kann helfen, das wirksamste Mittel ist aber, den Raum durch einen Kammerjäger vergasen zu lassen. Wanzenstiche betupft man mit Salmiakgeist. Nelkenöl ober Aloetinktur. Wappen. Familienwappen, erbliches Abzeichen adliger oder bürgerlicher Familien, das amtlich anerkannt fein muß. Die Berechtigung, ein Wappen zu führen, wurde in früheren Jahrhunderten durch Wappenbriefe erteilt. Die Wappen sind nach bestimmten Regeln zusammengestellt, die jedem Zeichen seine besondere Bedeutung geben. Radio leistungsfähiges Gleichstromgerät gesucht. Schriftl. Angebote unter 0413 an d. Gieß. Anzeiger erbet. 2lG(6lüf|C von 3 bis 20 v. s. erhalten Sie bet wiederholten Auf« nahmen einer Amelg» Wanderleber, manchmal bei Frauen mit Hängeleib nach Geburten zu beobachten. Meist ver- anlasien unbestimmte Schmerzen im Oberbauch die Frauen, einen Arzt aufzusuchen, der dann die Ursache entdeckt. Behandlung durch den Arzt. Wandern, eine der gesündesten Betätigungen namentlich auch für die Jugend, die den Körper ertüchtigt und die Schönheit der Natur kennen und schätzen lernt. Zum Wandern trägt man feste Stiefel und am besten Loden- kleidung oder Sportanzug. Der Wanderrock bei Frauen ist zweckmäßig so eingerichtet, daß man ihn beim Bergsteigen aufknöpfen kann. Vorräte nimmt man im Rucksack mit, ebenso Strümpfe zum Wechseln und möglichst noch warme Wäsche, zumindesten aber einen Pullover. S. o. Abkochen. Wanderniere. Die Nieren find abnorm beweglich, meist infolge allgemeiner Bindegewebsschwäche und nach großer Abmagerung. Wird manchmal als Ursache von Kreuzschmerzen. Leibbeschwerden und Beschwerden beim Wasier- lasien erkannt. Abhilfe durch ärztliche Behandlung verbunden mit allgemeiner Kräftigung des Körpers. Wandertrieb, krankhafter Trieb zum Wandern und zum Weglaufen. Kommt manchmal als vorübergehende Erscheinung in den Entwicklungsjahren vor. In derartigen Fällen helfen am besten pädagogische Maßnahmen, die darauf zielen, diesen Trieb in geordnete Bahnen zu lenken bet Gäste, bei denen der Gießener Sturmführer aut fteigefpielt wurde, fo daß er ein Tor aufholen konnte. Wer nach diesem Tor geglaubt hatte, daß die Gießener sich finden würden, sah sich bald enttäuscht. Die Wetzlarer waren weiter im Angriff und noch dreimal mußte der Gießener Torhüter bis zur Halbzeit den Ball aus dem Netz holen. Nach Wiederbeginn leisteten die Gießener zuerst den Wetzlarern großen Widerstand, ohne jedoch verhindern zu können, daß auf Flanken von rechts der Jnnensturm der Wetzlarer zwei weitere Tore schoß. Vereinzelte Angriffe der Gießener unterbrachen den dauernden Ansturm der Wetzlarer. Als Heß 20 Minuten vor Schluß verletzt wurde, war es klar, daß der Gießener Sturm kein Tor mehr schießen würde. Bis zum Schlußpfiff konnten die Wetzlarer noch zwei Tore schießen und stellten da- Euöroig Sichling, Guk-Miberhöse Post Hösbach II, bei Aschaffenburg lAf CDQC DRUCKSACHEN VV C H D C Brühl. Gießen Gebrauchter HWWI zu kauf, gesucht Schr.Ang. unter 0428 an d.G.A. Gut erhaltene» Kinder-LiegewagM zu kauf, gesucht- Schr.Ang. untel 0425 an d. G.A. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß?. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittagbörse Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag. börse Darum 22.1 \ 231. 221 - 23.1. Datum 22.L 23.1 22-1. 23-1. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 41/2% Hessische Volksstaat von 1929 4/2% Deutsche Reichspostschah von 101 98,4 102,75 99,25 100 98,5 118,5 130,75 97,5 101,5 95 94,5 125,25 97,5 95,25 101,5 101,7 110,25 1,3 5,4 6,5 6,4 9,45 5,4 20 126,13 17,75 17,25 125,9 186,5 111,5 115,5 107,5 101,13 98,4 102,75 99,25 100 98,5 119 131 97,5 101,5 95 94,5 125,75 97,25 95,5 101,5 101,9 110,25 8,75 14,75 5,4 6,35 9,45 19,75 126 17 17,65 126 188,5 111,75 116 107,5 101 98,4 99,25 100,2 98,5 118,6 97,5 97,5 95 125,5 97,5 101,65 110,3 8,6 15,25 1,4 5,4 6,35 5,2 6,5 9,65 5,3 19,75 125,75 17,5 17,75 125,75 187,25 127 111,5 115,5 107,5 101,13 98,4 102,9 99,25 100,2 98,5 119,13 97,5 95 126 97,25 110,3 8,75 15 1,4 5,4 6,5 5,2 6,5 9,6 5,35 19,75 | 125,5 42 17 25 ■ 17.75 125,75 188 127,75 111,75 116 107,5 Accumulatoren-Fabrü.......12 /X KV-Kunstseide.............O Aschaffenburg Zellstoff........3 Bemberg...................O Bekula..................... 8 Buderus Eisen...............4 Gement Heidelberg........... 7 Gement Karlstadt............6 Ghade A.-C..................9 Gonti Gummi.............. 11 Daimler Motoren............5 Dessauer Gas............... 4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jridustrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel.................... 6 Th. Goldschmidt.............5 Gntzner Maschinen........... O Harpener................. 2y2 Hoesch Eisen............... 3y2 Philipp Holz mann........... 6 Ilse Bergbau................ 6 Ilse Genüsse................6 Kali Aschersleben............ 5 Klöcknerwerle............. 4% Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer.................. 6 52,75 136,25 110 166,25 120,5 161,25 227 170 125 147,5 264,13 136,25 152 168,25 139,5 146 129,65 36 151,5 118 138,75 149 132,25 125,75 124,75 93,75 118,13 154 218,75 150,5 128,5 138,5 52,75 135 109,75 166,25 119,5 161,5 227 170 125,25 147,5 264,25 169,5 136 151 168 140,5 148 129 37,5 152,25 118 139,5 148,25 132,5 125,5 124,75 94 118,75 153,75 220 151 128,5 138 162,75 199,75 203 117,75 57 132 160 27,4 202,5 52,75 136,5 109,75 166,4 120 227 170,13 125,25 115,25 148 167,5 135,5 152 168,13 140,25 146,5 129 36 151,5 117,5 139 178,25 148,5 132,75 125,75 142,9 125 118 156,75 92 220 151 128,25 138,25 175 162 97,75 200 117,75 57,25 131 159 26,65 52,75 136 110,5 166,5 120 227 170 125,25 116,25 147,13 167,13 136 151 167,65 140,75 147,75 128,75 153 118 139,5 149 132,75 125.75 143 124 118,13 156,75 152 91,75 220 134 151,5 128,25 138 175,25 162,5 97,25 200,5 117,9 56,9 132,25 160 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Lberhessen Provinz-Anleihe mit 4%% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpse. R. 12.............. 5/2% Hess. Landes-Hyp.-Bank 41/2% Preuß!' Landespfdbr.-Änst. Goldpse R. 19.............. 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4/2% Darmstädter Komm.-Lan- Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 4*/2% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4*/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5y2% Franks. Hyp. Liquidation 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Steuergütschein-Verrechnungskur^ 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4/2 Ungarn Staats von 1913 .... Mannesmann............... 3 Mansfelder Bergbau.......6% Metallgesellschaft.............5 Orenstein & Koppel.......... O Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............ 6 Rheinstahlwerke.............. 6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 6 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% Rumänen Gold von 1913.. 4% Gnheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad 11.......... 214% 1. Anatolier.............. Salzdetfurth Kali.......... 7*/2 Schuckert & Go...............6 Schultheis Patzenhofer........ 4 Siemens & Halske........... 8 Süddeutsche Zucker.......... 10 Vereinigte Stahlwerke......3% Westdeutsche Kaufhof.........0 | Westeregeln Alkali............5 Zellstoff Waldhof............ 6 Otavi Minen...............0,6 A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam.^Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 Reichsbanl................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank... 4 Deutsche Diskonto............ 4 Dresdner Bank..............4 162 199,25 203 118 57,25 130,5 159,25 27 22. Januar 23. Januar 22- Januar 23. Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief Geld Brief Geld Brier». Buenos Aires ... 0,750 0,754 0,746 0,750 Japan.......... 0,709 0,711 0,708 0,710 Brüssel......... 41,86 41,94 41,89 41,97 Jugoslawien .... 5,654 5,666 5,654 5,666 Rio de Janeiro .. 0,151 0,153 0,151 0,153 Oslo........... 61,27 61,39 61,29 61,41 Sofia.......... 3,047 3,053 3.047 3,053 Wien........... 48.95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen..... 54,43 54,53 54,45 54,55 Lissabon........ 11,075 11,095 11,08 11,10 Danzig......... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm ..... 62,85 62,97 62,87 62,99 London......... 12,19 12,22 12,195 12,225 Schweiz........ 56,90 57,02 56,92 57,04 Helsingfors...... 5,38 5,39 5,38 5,39 Spanien........ 17,48 17,52 17,48 17,52 Paris.......... 11,60 11,62 11,60 11,62 Prag........... 8,656 8,674 8,656 8,674 Holland ........ 136,15 136,43 136,18 136,46 Budapest....... — — —— — Italien......... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyor!........ .......... 2,488 2,492 2,488 2,492