187. Zahrgang Gietzener Anzeiger Sarmdmscher Abschluß des deulschen Mnisterbesuchs in Wien tung des Berlin-Wiener Abkommens, gibt es einen ichöneren Ausdruck der deutschen Wiederversöhnung, pibt es einen besseren Ansporn für die künftige Zusammenarbeit der beiden Regierungen als diese spontane Demonstration für ein gemeindeutsches Botschafter von Papen erklärte nimmt nun kurzerhand die Propaganda der Der eintreff* ,500 g 500 g 500 g 20 28 28 Mark, beiten sehe ehe sekretär Dr. Schmidt nebst anderen Mitgliedern des Bundeskanzleramtes und ihren Damen, der Gesandte Tauschnitz, der italienische und ungarische Gesandte, Bundeskommissar Adams. An das Essen schloß sich e i n Empfang, zu dem zahlreiche Mitglieder der reichsdeutschen Kolonie in Wien sowie Vertreter des Diplomatischen Korps, die Spitzen der Behörden, Vertreter von Wirtschaft, Kunst, Wissenschaft und Presse geladen waren. Botschafter von P a p en und Frau von Papen gaben apr Dienstagabend ein Essen, an dem u. a. teilnahmen: Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, Staats-1 Presse finden sich zusammen, 270, eines Tages gar 400! Sollte dieser Adolf Hitler doch Recht behalten? jugendlichen Bewegung an sich: „So wurde als Termin für die Abhaltung dieser ersten großen Volksversammlung der noch unbekannten Bewegung der 24. Februar 1920 bestimmt." Niemand ahnte damals außer dem Führer selbst, daß von diesem Datum einmal die Befreiung Deutschlands und die restlose Wiederherstellung seiner Souveränität ausgehen sollte. Mit Recht feiert der Traditionsgau München-Oberbayern diesen Tag alljährlich als seinen Gründungstag. Eine Viertelstunde vor Beginn betritt Adolf Hitler den Festsaal des Hofbräuhauses am Platzt in München — „das Herz wollte mir fast vor Freude zerspringen. Der gewaltige Raum, denn ge> waltig kam er mir damals noch vor, war mit Menschen überfüllt, Kopf an Kopf, eine fast 2000 zählende Masse." Nach einer halben Stunde übertönt längst der zunehmende Beifall die Zwifchenschreier, während Adolf Hitler das Programm verliest und es zum ersten Mal erläutert. „Als die letzte These so den Weg zum Herzen der Masse gefunden hatte, stand ein Saal voll Menschen vor mir, zusammengeschlossen von einer neuen Ueberzeugung, einem neuen Glauben, von einem neuen Willen." Das damalige Münchener Wochenblatt „Völkischer Beobachter" schreibt den Satz: „Diese Versammlung hinterließ den Eindruck, daß eine Bewegung im Gange ist, die sich unter allen Umständen durchsetzen wird." „Die Führer der Partei versprechen, wenn nötig unter Einsatz des eigenen Lebens, für die Durchführung der vorstehenden Punkte rücksichtslos einzutreten." So hatte es der Führer im letzten Punkt des Programms erklärt, und schon eineinhalb Jahre später bestand die Bewegung jene große Feuerprobe, welche, mit vielen hundert weiteren Blutopfern in den kommenden Jahren, den Weg zum 30. Januar 1933 bildete. Verlacht, verhöhnt und verspottet waren vor 17 Jahren diese ersten Kämpfer der Bewegung, welche das neue Bekenntnis, den neuen Glauben hinaustrugen in das Volk. Oie deutsch-ital enische Wirischasts- expediiion für Abessinien In der Nacht zum Dienstag verließ die d e u t s ch - italienische Wirtschaftsexpedition zur Erforschung der äthiopischen Bodenschätze den Hafen von Neapel an Bord des Dampfers „Colombo". Die Expedition besteht aus elf deutschen und vier italienischen Mitgliedern. Sie wird von General Cattaneo geführt. Der gleiche nationale Wille beherrscht beide deutsche Staaten. Reichsaußenminister Freiherr von Reurath erklärte der amtlichen Nachrichtenstelle u. a.: Das Verhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich ist ganz anders zu bewerten als das zwischen Staaten mit fremder Bevölkerung. Die Tatsache, daß diesseits und jenseits der staatlichen Grenzen Glieder desselben Volkes wohnen, muß von selbst auch die Beziehungen der beiden Staaten zueinander bestimmen und festlegen. Die gemeinsame Sprache, die gleiche Kultur, dieselbe Vergangenheit formen für die Bewohner des Deutschen Reiches und Oesterreichs auch ein gemeinsames Schicksal. Ich bin aus dem Deutschen Reich in den anderen deutschen Staat gekommen und habe mich — es ist fast überflüssig zu sagen — gefreut, hier ebenso wie drüben unter Volksgenossen wellen zu dürfen. Der herzliche Empfang hat mich in meiner Ueberzeugung bestärkt, daß ich mich hier nicht als Fremder zu fühlen brauche, weil der gleiche einheitliche nationale Wille unsere staatlichen Beziehungen beherrscht und beherrschen muß. rtvereii 137,17 Uhr, ;s Konzert IM tm. ' SS’ L Jest'ä und der Verzweiflung herauszureißen! Entsprechend jenen Zeitumständen sahen denn auch die Anfangsversuche jenes Trüppchens von Männern aus, Gleichgesinnte zu gewinnen und die Oeffent- lichkeit überhaupt erst einmal auf sich aufmerksam zu machen. Adolf Hiller bezeichnet die Erfolge jener ersten Bemühungen mit handgeschriebenen kleinen Aufrufzetteln für die ersten Versammlungen selbst in seinem Buch als „jämmerlich" Er erzählt etwa, wie er selbst eines Tages allein 80 solcher Zettel ausgettagen hat und wie man dann am Abend in dem Versammlungslokal wieder — ganz unter sich ist, sieben Mann, nicht ein einziger mehr. Aber sie lassen nicht locker. Irgend etwas an diesem Hitler reißt die Mutlosen immer wieder hoch. Und siehe da, schließlich stnden sich eines Tages zu einer Versammlung ganze elf Zuhörer ein, in den nächsten dreizehn, dann siebzehn, dreiundzwanzig, vierunddreißig. Man bringt groschenmeise das Geld für die erste kleine Anzeige im „Münchener Beobachter" zusammen. Erfolg: Hundertelf Personen in der nächsten Versammlung. Sie bringt nach einer halbstündigen Rede Adolf Hitlers eine Spende von 300 der erste kleine Fonds, mit dem man ar- kann. Dann geht es weiter: 170 Personen ..2D-Moll-Beet -Dur (Köchel 57: 5 und 3 RM t (ässe. Student» kietär Ritter hne halbe Preis] Rohstoffausschuß - Der Völkerbund besitzt die fatale Eigenschaft, mit all seinen Plänen, Experimenten und Untersuchungen immer erst dann in die Erscheinung zu treten, wenn es schon zu spät ist. So war es bei der Abrüstungsfrage, so war es im mandschurischen und abessinischen Konflikt, so war es bei den Krisenproblemen der Weltwirtschaft und so ist es auch heute in der Frage einer gerechten und nützlichen Rohstossverteilung. Die deutsche Regierung hat diesen grundsätzlichen Mangel der Genfer Einrichtung in Rechnung gestellt und d a r - auf verzichtet, sich an den Arbeiten des Studienausschusses für Rohstofffragen zu beteiligen. Die entsprechende Mitteilung ist Herrn Avenol, dem Generalsekretär des Völkerbundes, inzwischen zugegangen. Ihr Inhalt dürste in den Genfer Kreisen sowie in den Hauptstädten der großen Rohstoffländer keine Ueberraschung heroorgerufen haben, denn die Auffassung der nationalsozialistischen Regierung über die Prinzipien des internationalen Warenaustausches wie über die Vorbedingungen einer für alle Nationen gleich nützlichen Rohstoff- bewirtschaftung waren ja hinreichend bekannt Auch über die Ansichten, die in Berlin für ledwede Betätigung des Völkerbundes ausschlaggebend sind ist das Ausland nicht im unklaren gelassen worden. Für deutsche Begriffe gleicht die Genfer Liga einer veralteten Feuerwehr, die stets erst dann auf dem Brandplatz eintrifft, wenn das Feuer durch die Selbsthilfe der Hausbewohner schon zur Halste gelöscht ist. Wir ziehen es deshalb auch vor, unsere Erfahrungen auf dem Gebiete der Rohstoffbeschaffung zunächst f ü r u n s f e l b st zu verwenden und mit Befriedigung dürfen wir feststellen, daß sowohl handelspolitisch als auch arbeitsmäßig die Erfolge nicht ausgeblieben find. Nachdem der e r st e D l e r- j a h r e s p l a n bereits ein überaus günstiges Ergebnis gezeitigt hat, wird auch der zweite Dierjahresplan eine wesentliche Verbesserung unserer Rohstofflage herbeiführen. Daß wir unseren chster ftl er X. Gleich nach dem Empfang begaben sich Reichsaußenminister von Neurath und seine Gemahlin auf den Westbahnhof, um 23.10 Uhr Wien zu verlassen. Auf dem Bahnhof hatten sich u. a. Botschafter von Papen, Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, Staatssekretär Dr. Schmidt, Innenminister Glaise-Hor- stenau und mehrere Beamte des Außenamtes eingefunden. Der Bundeskanzler überreichte Freifrau von Neurath einen prachtvollen Strauß weißen | Flieders. Unter den Heil-Hitlerl-Rufen der zahlreichen Angehörigen der reichsdeutschen Kolonie und IPresse rollte der Zug aus der Halle. • ohne Deutschland. gesamten Rohstoffbedarf nicht im eigenen Lande Herstellen können und wollen, daß wir im Gegenteil an einem gut funktionierenden System des zwischen st aatlichen Güterverkehrs außerordentlich interessiert sind und keineswegs dem Wahngebilde einer totalen Autarkie nachlaufen, ist von den maßgebenden Männern des Dritten Reiches immer wieder betont worden. Wir sehen jedoch keine Möglichkeit, solche Ziele im Rahmen des Völkerbundes verwirklichen zu können. Seit Oktober 1933 hat Deutschland sich an keiner Aktton, feiner Versammlung, keiner Fach- oder Studienkommission des Völkerbundes mehr beteiligt, und der gegenwärtige Anlaß kann uns um so weniger zu einer Aenderung der bisherigen Haltung verführen, als gerade die wirtschaftlichen Unternehmungen der Völkerbundsliga bisher stets einen völligen Fehlschlag erlitten. Man möge deshalb im Ausland klug genug sein, die deutsche Absage nicht als eine Ablehnung internationaler Zusammenarbeit überhaupt darzustellen, wie es von unvernünftigen Wirtschaftstheoretikern und gewissenlosen Pressepiraten sicherlich beabsichtigt wird. Gegen solche Unterstellung spricht die gesamte Praxis der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik, die auf den gegenseitigen Handelsverkehr gesunder Nationalwirtschaften den allergrößten Wert legt. Ev. Oer 24. Februar 4920. „Deutsche Arbeiterpartei. Mitgliedskarte Nr. 7 für Herrn Adolf Hitler, Lothstraße 29, München. So lautet der Schein, der einen ehemaligen Feldgrauen als Mitglied der Deutschen Arbeiterpartei ausweist, aus der dieser Feldgraue, einer von sieben, dann die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei schaffen sollte. Der ehemalige Gefreite schreibt über diesen Vorgang im ersten Band seines Werkes „Mein Kampf" u. a. folgendes: „Es war der ent- scheidenste Augenblick meines Lebens. Ein Zurück konnte und durfte es nicht mehr geben. So meldete ich mich als Mitglied der Deutschen Arbeiterpartei an und erhielt einen provisorischen Mitgliedsschein mit der Nr. 7." Der Tag, an dem dieser damals höchst unscheinbare Vorgang erfolgte, sollte sehr bald zu dem historischen 24. Februar 1920 mit der Verkündung der 25 Punkte des Programms der NSDAP, führen. Das liest sich heute alles so einfach hin. Aber vor- angegangen war nicht nur der Weltkrieg, in dem Deutschland durch die Uebermacht der Feinde und durch den Verrat in den eigenen Reihen in die Knie gezwungen war. Vorangegangen war — wir greifen hier nur einige kennzeichnende Beispiele heraus — u. a. die Gruündung der „Revolutionären Korn- munistischen Arbeiterpartei Deutschlands" unter Führung einer sowjetrussischen Delegation mit dem Juden Radek an der Spitze am 1. Januar 1919. Das so eingeleitete Jahr brachte weiter die Spartakuskämpfe in Berlin und anderen Großstädten, die Regierung Scheidemann, die Ausrufung der Räterepubliken Bayern und Braunschweig, den Tag von Scapa Flow mit den dafür am 3. November 1919 eintretenden Sanktionen, den Rücktritt Hindenburgs vom Oberbefehl, die Unterzeichnung von Versailles, ohne daß die Hand Herrn Scheidemanns „verdorrte", die Ankunft der Interalliierten Militärkonttollkom- misfion in Berlin, die Weigerung Clemenceaus, die deutschen Kriegsgefangenen freizugeben ufw. usw. Diese wenigen Stichworte mögen genügen, um die schlechthin aussichtslose Lage für die Durchsetzung jedes nationalen Gedanken damals zu kennzeichnen. Und unter solchen Zeitumständen faßt ein völlig unbekannter junger Mann, ohne Geld, ohne Einfluß, ohne „Beziehungen", ohne Namen jenen un- । erschütterlichen Entschluß, als einziger zusammen . mit einem halben Dutzend ebenso einflußloser und i armer ßeuf sich gegen eine ganze Welt zu stellen , und ein 65-Millionen-Volk aus der Versklavung rung des allgemeinen Friedens feffgeffelU werden konnte. Nach Beendigung der Besprechungen im Bundeskanzleramt unternahm Reichsauhenminister Freiherr von Neurath und Staatssekretär Dr. Schmidt eine Fahrt auf die Wiener Höhenstraße. Leider war der Himmel mit Wolken bedeckt, und zeitweise setzte leichtes Schneetreiben ein. Dennoch genoß Freiherr von Neurath den wundervollen Blick über die zu Füßen des Kahlenbergs liegende Stadt. Die Fahrt wurde bis zum Endpunkt der Höhenstraße, dem Leopoldberg, fortgesetzt und um 13.30 Uhr mit einem Frühstück im Schloßhotel Kobenzl, das an der Höhenstraße liegt, beendet. Aeuraths Abschied von Wien. der nur ein gemeinsamer sein kann. Mit diesem Bekenntnis zu einer gemeinsamen Politik ist durch den Besuch des Freiherrn von Neurath erneut manifestiert worden, wie sehr das Abkommen vom 11. Juli und seine geistige Vertiefung auch einer der Grundpfeiler ist, auf denen die europäische Neuordnung beruht. Wenn deutscherseits mit Befriedigung festgestellt werden kann, daß die innere Konsolidierung und die Befriedung Oesterreichs seit dem 11. Juli einen unverkennbaren Fortschritt aufweist und wenn wir weiterhin davon überzeugt sind, daß die österreichische Staatsführung diesem Prozeß auch in Zukunft größte Aufmerksamkeit schenken wird, dann ist damit bargetan, wie sehr beide Regierungen von dem aufrichtigen Wunsch erfüllt sind, dem deutschen Volkstum im weitesten Rohmen gesehen, seinen historischen und legitimen Anteil an der friedlichen Neugestaltung zuzumessen. Staatssekretär Dr. Schmidt erklärte u. a.: Sechs wechselvolle Jahre sind seit dem letzten Staatsbesuch aus dem Deutschen Reich vergangen, Jahre voller Spannungen und Gefahren. Schwere Schatten lasteten auf dem Verhältnis zwischen den beiden deutschen Staaten, bis der 11. Juli 1936 zum erstenmal wieder die Sonne durchblicken ließ. Der 11. Juli bildete ein großzügiges Programm, dessen Verwirklichung größter Sorgfalt, Ueberlegung und Festigkeit bedarf. Von Zeit zu Zeit aber müssen sich die Baumeister selbst von hüben und drüben zusammen- finden, um das inzwischen Fertiggestellte gemeinsam zu betrachten und zu beurteilen und die nächste Arbeit gemeinsam abzugrenzen. Darin lag die sachliche Aufgabe des deutschen Staatsbesuches in Wien. Ich freue mich ungemein, feststellen zu können, daß das Ergebnis der Wiener Besprechungen alle Erwartungen erfüllt hat. Dies wäre nicht möglich gewesen, wäre die ganze Aussprache nicht vom Geist freundschaftlichen Verstehens getragen gewesen. ®antner sch I AAmzwchy | uf e 40,4 Set i lnnfd)aften bEg I 11611 lein bürju I bes »re«. | ‘•pPfe der U | Sing wieder bd nachdem d rneut Schnees« oie Sonne burä ? 'n Glanz. M Teländelaus dnl In Klasse A qini (seit von 45,« gen und Wch || n Klasse 8 ta -g an die W abzugeben, f ?r Patrouil'j des 31 Sfif ) über 12 M t Mittelgebirge Sicherer Siega en die als Ech der SA.-GruM iern Gustl W e unb Otto Lch ' in blendende! erte. 19 !Dlannfif)af= um Kampf um ichrers auf die t geschickt wur- chen dem Titel« Mannschaft von Strecke ein er« scheidung siel im hier hatte SS und gab die W t mehr ab. d6' und bj iaä* "i; ■» shSJJ 3n Sl ‘«relni. & ®ef-biete Nh '“»‘«ni; «Ptmnunq llt Schicksal? Die seelische Verbundenheit aller beutschen Volksgenossen biesseits unb jenseits ber Grenze ist siel wichtiger als so manche politische ober wirt- chaftliche Einzelfrage, um beren Lösung sich bie Fachleute bemühen. Wenn man von biesem höheren Standpunkt das deutsch-österreichische Verhältnis be- irachtet, dann wird es auch nicht schwer fallen, die Dissonanzen zu überwinden, von denen Bundes- ianzler Dr. Schuschnigg sprach und deren Entstehung in jene trübe Zeit eines vorübergehenden Bruderzwistes fiel, der niemandem genützt, aber crllen geschadet hat. Es ist besonders erfreulich, daß das Bekenntnis zum Gesamtdeutschtum nicht nur luf den öffentlichen Straßen und Plötzen trium- pbierte, sondern daß es auch in den offiziellen Wechselreden seinen Widerhall fand. Wenn der österreichische Staatssekretär Dr. Schmidt seinen Gästen wünschte, sie möchten sich in Wien wie zu Hause iühlen, so ist dieser Wunsch durch die herzlichen Kundgebungen der deutschen Bevölkerung Wiens in besonderem Maße erfüllt worden. Ev. Die amtliche Verlautbarung. ' ^Wi en, 23. Febr. (DNB.) Der heutige zweite I Tag des Wiener Besuches des Reichsaußenministers I von Neurath begann programmgemäß um 11 Uhr I mit den Besprechungen im Bundeskanzleramt, die I sich in einer überaus freundschaftlichen Atmosphäre l entwickelten. Mit Befriedigung konnte festgestellt werden, daß sich das Abkommen vom 11. 3uli 1936 als eine geeignete Grundlage für die Wiederherstellung eines vertrauensvollen und freundschaftlichen Verhältnisses erwiesen hat und geeignet erscheint, eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit in diesem Sinne zu gewährleisten. 3n diesem Zusammenhang wurde auch auf den Abschluß des letzten Wirtschaftsabkommens vom 27. Januar d. 3. hingewiesen, und dabei der (Erwartung Ausdruck gegeben, daß die hierdurch erzielte Anbahnung eines regeren 1 Austausches im Güter- und Fremdenverkehr sich günstig auf die allgemeine Entwicklung der gegenseitigen Beziehungen auswirken werde. 3n kulturpolitischer Hinsicht wurden die einzelnen vordringlichen Fragen des gegenseitigen kulturellen Verkehrs eingehend erörtert und der bereits anläßlich des Berliner Besuches des Staatssekretärs Dr. Schmidt in Aussicht genommene Aus- schuß für kulturelle Angelegenhei- t e n zwischen Oesterreich und Deutschland bestellt, der bereits am 25. b. 211. feine Tätigkeit aufnehmen wird, hieran schlossen sich naturgemäß auch Aussprachen über die gegenwärtig im Brennpunkt des allgemeinen 3nteresses stehenden Fragen der europäischen und insbesondere mitteleuropäischen Politik, wobei völlige U e b e r e i n ff i turn u n g über die der Außenpolitik beider Regierungen zugrunde!'! zenden gleichartigen Bestrebungen zur Erhaltung und dauerhaften Siche- ine« 1937 f* hm Sofie" iejfl i Mento'Q „Huniifann* £ fireio 6» Triumph des Deutschtums. Die gewaltigen Kundgebungen ber Freube unbr Begeisterung, mit benen eine nach Hunberttausenben Zahlende Menge ben Reichsaußenminister in Wien begrüßte, haben in gewissen fremben Presseorganen Aufsehen unb Aerger erregt. Es wäre zwecklos und »hieße ben nörgelnben Tintenkulis auch zu viel Ehre intun, wenn man sich mit ihren rüdftänbigen Be- lirachtungen noch lange befassen wollte. Um so mehr i iber haben wir ein Recht, ben positiven Finn ber Wiener Kundgebungen zu unterstreichen I jnb mit Genugtuung zu vermerken, daß die ge- amtdeutsche Solidarität nicht mehr ein diplomatisches Ziel allein, sondern heute wie je eine im Mischen Erleben begründete Tatsache ist. Denn Dir sehen in den herzlichen Ovationen, die man dem Außenminister darbrachte, keine Demonstration im ?ngeren politischen Sinne, sondern die lebhafte Be- lunbung eines Volkswillens, der über alle zufälligen staatlichen Grenzen und Sonderheiten hinaus den Vesamtraum der Deutschen erfüllt und iL bewegt. Wir sehen in den Gesängen und Rufen, die den Reichsaußenminister auf allen seinen Wegen in der I Zeffentlichkeit begleiteten, vor allem auch die Be- I [tätigung dafür, daß dieBevölkerungWiens, * tiefer altehrwürdigen Kultur- und Handelsmetro- pole im Südosten, trotz aller fremden Einflüsse । heute noch so deutsch denkt und fühlt, wie I ne es in den langen Jahrhunderten ihrer Geschichte I immer getan hat. Diese Erkentnis muß alle auf Wichtigen Deutschen in beiden Staaten mit tiefer r Befriedigung erfüllen, und der reichsdeutsche Gast | tat in feinen Trinksprüchen dieser uns alle berückenden Empfindung Ausdruck gegeben, als er I hie herzliche Teilnahme der Wiener Bevölkerung I vls einen Beweis dafür anführte, daß der Weg, I ien der Führer unb ber österreichische Bundeskanz- rler am 11. Juli 1936 beschritten hätten, einem tie - l'eren Herzenswunsch bes gesamten RH e u t f d) e n Volkes entsprochen habe. l In ber Tat: gibt es eine glänzendere Rechtfertt- ____ u. a.: In beiden deutschen Staaten wird durch den Mund der berufenen Staatsmänner immer wieder zum Ausdruck gebracht, daß der 11. Juli nicht nur einen Strich unter ein völlig anormales Verhältnis gesetzt hat, sondern daß es der ehrliche Wille auf beiden Seiten ist, die aus der Zeit der Mißverständnisse noch vorhandenen Spannungen schrittweise zu beseitigen. Somit wird durch den Besuch des Freiherrn von Neurath, der in der altehrwürdigen Hauptstadt Wien einen jubelten Empfang gefunden hat, festgestellt, daß jenes Abkommen keineswegs einen Schlußstein darstellte, daß es vielmehr ein Ausgangspunkt für eine Neugestaltung des deutsch-österreichischen und damit des mitteleuropäischen Verhältnisses überhaupt war. Immer wieder hat es sich ergeben, daß der europäische Weg beider Lan- nr. 46 Grftes Blatt ,87. Zahrgang Mittwoch. 24.8-drnar ,957 .. ... Ä Annahme von Anzeigen •äxssr inlPKPIIPi /■ I twKV» MU 4 Beilagen NM. l.85 ■ W ■ ■ ■ ■ ■ K ■ ■ ■ ■ ■ ■ ■ anzeigen von 70mm Brette sä“ :ts IVIlVl ■VvWlV#' sss infolge höherer Gewalt e __ < Stellen-, Vereins., gemein« MM General-Anzetger für Oberhe en n " * ?-hördt>ch°Anz-tg°nSRps. Stanffurt am m"tn 11688 Dnttfi und Verlag: vrLhl'sche UniverfilStt-Such- und Steindruckerei 8. Lange in Siehen. Schriftlettung und SefchäsiLpelle: Schulstrahe 7 M-ng-nabichtün- staffel b Das Bad. Von Theodor v. Hanffstengel. Das hatte die junge Frau dem Wachtmeister Schomburg, als er im August 1914 unter den Allerersten ins Feld zog, noch in das Abteil hineingerufen: „Otto — wenn es irgend möglich ist, nimm ab und zu mal ein Bad!" Otto, in den drei Jahren seiner Ehe gut angezogen und von Natur zur Reinlichkeit geneigt, mußte an diese herzlichen Abschiedsworte denken, als er im November 1914 einige hundert Meter hinter der deutschen Front zusammen mit Heinrich, August und Wilhelm als Telephonposten ein Quartier beziehen durfte, das ihm Friedensgenüsse lang entbehrter Art in Aussicht stellte. Es war ein im Bau begriffenes Hotel. Keller und Erdgeschoß waren fertig. Die übrigen Stockwerke fehlten freilich. Aber der Erbauer, der den Krieg wohl geahnt haben mochte, hatte das Erdgeschoß mit einer zuverlässigen Decke versehen, und die schon vorhandenen Räume bargen eine Fülle von Bequemlichkeiten aller Art. Als Schomburg die große Halle im Erdgeschoß betrat, fiel sein spähender Blick auf einen blitzenden Parkettfußboden und ein nagelneues Klavier. Kein Wunder, daß die Erinnerung an fröhliche Tanzabende und damit die Sehnsucht nach seiner kleinen Frau lebhaft über ihn kam. Aber mit dieser Erinnerung tauchte gleichzeitig das Bild der kleinen Frau auf, wie sie das tränenfeuchte Auge zum letzten Abschied zu ihm emporhob und sagte: „Otto, wenn es möglich ist —" „Kinder!" rief Schomburg plötzlich. „Ein Königreich für eine Badewanne!" „Was heißt hier Badewanne! Sei froh, wenn du das Leben hast!" sagte Wilhelm, worauf er sich ans Klavier begab und einen schmalzigen Walzer hinlegte. Die vier hatten gut gegessen und nicht schlecht getrunken. Jetzt saßen sie unter fröhlichem Scherzen in der Halle. Nur Heinrich war still, er hatte sich in einen Sessel zurückgelehnt und dachte nach. „Ich habe da einen Detter in Hamburg", sagte er auf einmal, als ob er aus tiefem xraum erwachte; „der mit Teer alles dicht macht." „Mensch", sagte August und sah erschrocken auf den Kameraden, „sollen wir den Sanitäter holen?" Aber Heinrich ließ sich nicht stören. „Wenn wir nun — ich meine, Teer ist doch da —, wenn wir nun die Klavierkiste —" „Laßt ihn, Kinder", gebot Schomburg, „Heinrich ist beim Brüten; der ist imstande und brütet eine Badewanne aus." Eine halbe Stunde später war man bereits dabei, den von Heinrich ausgebrüteten Gedanken in die Wirklichkeit umzusetzen. Man schleppte mit vereinten Kräften die große Kiste, in der das neue Klavier eingepackt gewesen war, in die Küche und sägte sie in Höhe von einem Meter durch. Dann würde ein Faß mit Teer herbeigeschafft. Der Boden der Kiste wurde mit einer dichten Teerschicht über^ zogen, die Fugen mit Teer ausgestrichen. Am nächsten Morgen war der Teer erkaltet und die Badewanne fertig. Auf item Herd dampften bereits ein paar große Töpfe mit Badewasser. „Kinder, wenn wir Heinrich nicht hätten!" Schomburg klopfte dem erfindungsreichen Heinrich wohlwollend auf die Schulter. „Aber Leute, eine Liebe ist der anderen wert: Heinrich darf zuerst!" Das war ein außerordentliches Entgegenkommen. Denn der Vorrat an frischem Wasser war spärlich, er reichte nur zu einem Bad für alle vier! Heinrich wollte bescheiden hinter dem Wachtmeister zurückstehen. Da ließ man das Los entscheiden. Das gerecht waltende Schicksal bestimmte Heinrich als denjenigen, der die Badewanne einweihen durfte. Es war ein feierlicher Augenblick, als man den ersten Eimer eintat. Die Kameraden sahen mißtrauisch auf die Fugen, aber Heinrich kannte die Zuverlässigkeit seines Hamburger Vetters. Und er behielt recht. Der Teer erfüllte seine Pflicht vollauf. Kein Tropfen Wasser ging verloren. Mit dankbarer Bewunderung blickten die Kameraden auf den nackten Heinrich, der nun in die dampfende Flut stieg, um gleich darauf die Glieder behaglich zu dehnen und mit fröhlichem Lächeln zu den Umstehenden aufzusehen. Man hatte die Badezeit für jeden auf fünf Minuten festgesetzt. Mehr konnte wegen des geringen Vorrates an heißem Wasser nicht bewilligt werden. „ Ja, wenn das nicht anders ist —" sagte Heinrich nach Ablauf der vereinbarten kurzen Frist gehorsam, legte die Hände auf den Kistenrand, um den Leib aus dem Wasser zu ziehen. Er zog und zog, er ruckte und zuckte, dann sank er mit einem Schmerzenslaut zurück. „Ich weiß nicht, was das ist", kam es kläglich aus dem Wasser heraus, „ich glaube — ich sitze fest!" Es stellte sich leider heraus, daß diese Vermutung richtig war. Das heiße Wasser hatte den Teer auf- geweicht, und Heinrich war hoffnungslos darin versunken, ja, er schien sich mit seiner Sitzgelegenheit geradezu eingegraben zu haben. Die Kameraden wollten dem stöhnenden Heinrich zu Hilfe kommen, sie zogen ihn an Armen und Beinen, aber der Teer war stärker. Endlich mußte der Versuch aufgegeben werden, wenn man nicht Gefahr laufen wollte, daß wichtige Teile Heinrichs in der zähen Masse hängen blieben. Schomburg, der die Verantwortung trug, machte ein sehr ernstes Gesicht. „Heinrich", sagte er, „stell dir nur vor, der Franzmann dränge überraschend hier ein. Was sollte dann aus dir werden?!" Man begann, das heiße Wasser durch kaltes zu ersetzen, um Heinrich dann aus der wieder erstarrten Masse herauszuheben. Heinrich fror und begann bläulich anzulaufen. Als man ihn herausheben wollte, zeigte sich, daß der erstarrte Teer sich nur fester um sein Opfer gelegt hatte. Heinrich zeigte die ersten Spuren von Verfall. Er stieß unheimliche Laute aus, verfluchte den Hamburger Vetter und führte wirre Reden, aus denen zu schließen war, daß er sich anschickte, sein Testament zu machen. Da befahl der Wachtmeister, Säge und Beil zu holen. Heinrich wurde abmontiert. Ein Stück der Badewanne nach dem andern ging krachend in Splitter. Das Wasser floß aus. Endlich lag Heinrich nackt und vor Kälte zitternd auf dem geteerten Bretterboden. Soldaten der Arbeit. Oer Reichskriegsminister weiht die Fahnen der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeitsfront. Keine Geldgeber, keine Presse, ja überhaupt keine Hilfsmittel standen ihnen zur Seite, sie hatten nur eines, mit dem sie den Kampf führen konnten: den eisernen Willen und den unerschütterlichen Glauben, für die Ziele der jungen Bewegung ihre ganzen Kräfte herzugeben. Und wenn nun wiederum wie jedes Jahr die alten Getreuen des Führers in der Hauptstadt der Bewegung zusammenkommen, um jenes Tages zu gedenken, an dem vor 17 Jahren der Führer die im Hofbräuhaussaal Versammelten zu einer festen und unlösbaren Gemeinschaft zusammenschmiedete, dann gedenkt das ganze deutsche Volk in Dankbarkeit dieser Vorkämpfer der Bewegung, ohne deren selbstlose Hingabe und Opferbereitschaft nie das Dritte Reich geschaffen worden wäre. Die 17 Jahre, die seit jenem Tag vergangen sind, haben Deutschland ein neues Gesi ch t gegeben, haben aus einem Volk der Knechtschaft ein Volk der Ehre und der Freiheit gemacht, das in einmütiger Geschlossenheit hinter jenem Mann steht, der damals die Fahne des Widerstandes gegen Feigheit und Verrat in die Hand nahm. Vor 17 Jahren waren es 2000 Deutsche, die dem Führer bei der Verkündung des Programms der Bewegung zujubelten und ihm bedingungslos Gefolgschaft gelobten, heute sind es über 65 Millionen und darüber hinaus die 30 Millionen Deutschen in aller Welt, welche in Treue zum Führer stehen. Was vor 17 Jahren das Ziel einer kleinen Schar wurde, das hat sich jetzt die geeinte Nation zu eigen gemacht. Mit Stolz können wir bekennen, daß das Programm der Partei nunmehr das Programm des ganzen Volkes geworden ist. Wir wissen es, wir merken es jeden Tag von Neuem: Schritt für Schritt wird das Parteigro- gramm verwirklicht, Schritt für Schritt wird das in Tat umgesetzt, was der Führer vor 17 Jahren verkündete. Alle die umwälzenden gesetzgeberischen Maßnahmen, all' die großen grundsätzlichen Reden des Führers in den letzten vier Jahren, sie alle sind, was wir uns immer wieder vor Augen halten müssen, nichts anderes als die Erfüllung des ‘ Programms der Partei. Deutschland steht jetzt wieder geachtet in der Welt, ist gleichberechtigt mit den anderen Nationen, ein starkes Heer schützt das Land. Denkt auch jeder daran, daß mit diesem einen Satz 2 Punkte des Parteiprogramms erfüllt find, Punkt 2 und Punkt 22, in denen es heißt, daß wir die Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenüber den anderen Nationen und die Bildung' eines Volksheeres fordern? — Als auf dem Reichsparteitag 1935 der Führer jenes Gesetz verkündete, durch welches das Judentum ausgeschaltet wurde, war da jedem sogleich bewußt, daß damit Punkt 4 seine Verwirklichung gefunden hatte, in dem es heißt, daß Staatsbürger nur der fein kann, der Volksgenosse ist und Volksgenosse nur sein kann, wer deutschen Blutes ist, infolgedessen kein Jude daher Volksgenosse sein kann? — Millionen deutscher Familien haben die Segnungen der NS.-Volkswohlfahrt und des Winterhilfswerks mit allen feinen Einrichtungen wie der Mütterver- schickung usw. kennengelernt, die gesamte deutsche Jugend wird zielbewußt körperlich ertüchtigt, der Sportgedanke planmäßig gefördert. Auch dies ist nichts anderes, als was in Punkt 21 des Programms gefordert wird, wo es u. a. heißt, daß der Staat für die Hebung der Volksgesundheit durch den Schutz der Mutter und des Kindes zu sorgen hat, durch Herbeiführung der körperlichen Ertüchtigung usw. —x Jedem tüchtigen Deutschen steht heute der Weg zu den höchsten Stellen offen, es wird nicht mehr wie früher nach Stand und Herkommen gefragt. Das Schulwesen wird — man denke nur an die großen im Gange befindlichen Reformen, die Adolf-Hitler-Schulen usw. — einer grundsätzlichen Neugestaltung unterzogen. Wir lesen in Punkt 20 des Programms, daß der Staat für einen gründlichen Ausbau des gesamten Volksbildungswesens Sorge zu tragen hat, um jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung und damit das Einrücken in führende Stellungen zu ermöglichen, daß die Lehrpläne aller Bildungsanstalten den Erfordernissen des praktischen Lebens anzupassen sind. — Durch das Erbhofgesetz und zahlreiche weiter Bestimmungen ist der deutsche Bauer gegen Ausbeutung und Wucher geschützt, auch dies ist nichts anderes als der in die Tat umgesetzte Punkt 17 des Programms, in welchem eine unseren nationalen Bedürfnissen angepaßte Bodenreform gefordert ist. — Und wenn der Leser diese Ausführungen in seiner Zeitung zur Kenntnis nimmt, dann denkt er vielleicht nicht im ersten Augenblick daran, daß in der Zeitung, wie sie ihm heute begegnet, auch ein Teil des Parteiprogramms und zwar der Punkt 23 verwirklicht worden ist, in welchem es heißt, daß sämtliche Schriftleiter und Mitarbeiter von Zeitungen, die in deutscher Sprache erscheinen, Volksgenossen sein müssen und daß jede finanzielle Beteiligung Nichtdeutscher gesetzlich verboten ist. Nur einiges haben wir hier herausgegriffen, um zu zeigen, daß das, was der Führer vor 17 Jahren aussprach, keine bloßen Versprechungen geblieben sind, sondern in die Tat umgesetzt worden ist. Und wenn der eine oder andere Programmpunkt noch nicht verwirklicht werden konnte, dann wissen wir, daß er doch einmal zu Gesetz und Tat heranreifen muß. Wettere ZOO-RWonen-Anleihe des Reiches. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Ausgaben begibt das Reutsche Reich weitere 500 Millionen Reichsmark 4 V2 p r o 3 e n t i g e ausl 0 s- bare Reichsschatzanweisungen. Die durchschnittliche Laufzeit der Schatzanweisungen beträgt wie bei den letzten Emissionen 9 Jahre. Zum 1. März der Jahre 1944 bis 1949 witd je ein Sechstel des Gesamtbetrages nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert zurückgezahlt werden. Der Zinslauf beginnt am 1. März d. I. Von dieser Emission sind bereits 100 Millionen R M. fest gezeichnet worden. Die verbleibenden 400 Millionen werden durch das unter Führung der Reichsbank stehende Anleihekonsortium zum Kurse von 9 8 3/i v. H. zur öffentlichen Zeichnung in der Zeit vom 4. bis 18. März aufgelegt. Die Einzahlungen durch die Zeichner auf die zugeteilten Schatzanweisungen verteilen sich auf die Zeit vom 5. April bis zum 5. Juni d. I., und zwar find 40 am 5. April und je 20 v. H. am 5. und 24. Mai und am 5. Juni d. I. zu entrichten. Frühere Zahlungen sind zulässig. Die neuen Reichsschatzanweisungen sind mündelsicher und bei der Reichsbank lombardfähig. Nie Neichspost im Zeichen des Wirischafisaufstieqs. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Die Reichspost veröffentlicht den Dierteljahresbericht über die Monate Oktober bis Dezember 1936. Danach hat der Verkehr die Vorjahresleistung wesentlich überschritten. So beim Briefoerkehr (plus 131 Millionen Stück), beim Paketverkehr (plus 5,7 Millionen Stück), beim Barverkehr (plus 4,6 Millionen Stück Ein- und Auszahlungen), beim Postscheckverkehr (plus 13,7 Millionen Buchungen) und im Fernsprechverkehr (plus 40 Millionen Gespräche). Die Zahl der Postscheckkonten stieg um 4933 auf 1 094 367. Durch 232 Millionen Buchungen wurden 38,7 Milliarden Mark, davon 32,4 Milliarden Mark oder 83,9 v. H. bargeldlos, beglichen. Im Schnellnachrichtenverkehr sind 669 Millionen Gespräche gezählt worden gegenüber 629 Millionen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Telegramme war wieder höher als im Vorjahr, nämlich 5,3 Millionen Stück gegenüber 5,1 Millionen. Die Sprech stellen vermehrten sich um 40 000 auf 3,39 Millionen Ende Dezember 1936 gegenüber 3,23 Millionen Ende Dezember 1935. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer erhöhte sich um 578 900 auf 8,2 Millionen Ende Dezember. Die Gesamt einnahmen betrugen 496, die Gesamt ausgaben 450 Millionen Mark gegenüber 454 und 438 Millionen Mark im gleichen Zeitraum 1935. Dem Gedenken Horst Westens. Stabschef Lutze stiftet drei Kulturpreise. Berlin, 23. Febr. (DNB.) Zum siebenten Mal jährt sich der Tag, an dem der junge SA.-Sturmführer H 0 rst Wessel als Vorkämpfer des Nationalsozialismus und als deutscher Freiheitsheld gestorben ist. Aus Anlaß feines Todestages stand seine letzte Ruhestätte auf dem St. Nikolai-Friedhof im Zeichen zahlreicher Ehrungen. Schon in früher Morgenstunde war der Horst-Wesfel-Sturm mit den alten Führern des SA.-Tradition-Sturmbannes II/5 und der alten Sturmfahne angetreten, um die Ehrenwache am Grabe zu Übernehmen. Vormittags erschienen u. a. Obergruppenführer von Iag 0 w und Prinz August Wilhelm, der Rektor der Berliner Universität mit den Führern der Dozentenschaft und der Studentenschaft, Korvettenkapitän Waue vom „S e g e l s ch u l s ch i f f H 0 r st W e s s e l" und eine Abordnung des ,,J a g d- geschwaders Hör st Wesse l". Berlin, 23. Febr. (DNB.) Im Sportpalast fand am Dienstagabend unter starker Beteiligung der Wehrmacht sowie der DAF. die Fahnenweihe der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeitsfront statt. Der Riesenraum war bis auf den letzten Platz besetzt, als unter Fanfarenklängen Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg durch ein Ehrenspalier den Saal betrat. Dann erfolgte der Einzug der Fahnen, von denen die letzten 31, die geweiht werden sollten, noch zusammengerollt waren. Darauf nahm der Reichskriegsminister, Generalfeldmarschall von Blomberg, das Wort. Er führte u. a folgendes aus: Was schein^ selbstverständlicher — und ist doch gleichzeitig schwerer in die Tat umzusetzen —, als die Wahrheit, daß nur ein Volk den Kampf ums Dasein bestehen kann, das nicht durch Klassenkampf und Standesdünkel zerrissen ist? Wenn ein entwaffnetes Volk zum Schutze seines Friedens und zur Wahrung seiner Lebensrechte inmitten einer waffenstarrenden Umwelt eine neue Wehrmacht aus dem Boden stampft, dann, müssen die Dampfhämmer dröhnen, die Schornsteine rauchen und die Aecker bestellt fein. Dann muß neben den neuen Soldaten d e r neue Arbeiter und der Bauer treten und jeder darf nichts anderes fein, als der Treuhänder feines Volkes. Wenn uns einmal ein Krieg aufgezwungen werden sollte, dann wird er von uns allen das Letzte fordern. Dann darf es nicht mehr fo kommen wie im Weltkriege, in dem unsere Soldaten die Schlachten gewannen, während sogenannte Arbeiterführer ungestraft Landesverrat begingen, irregeleitete Arbeiter streikten und das deutsche Volk letzten Endes die Zeche bezahlte. Das darf nie wieder fein und nie wieder fo kommen! Wenn heute abend die Berliner Betriebe der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeitsfront ihre Fahnen erhalten, dann will ich ihrer Weihe den Wunsch voranstellen, daß die Fahnen im Frieden und im Kriege über einer Gefolgschaft wehen, die nur der Nation dient und nur für sie arbeitet, nicht aber für Selbstsucht und Sonderbelange. Stabschef Lutze, der am Grabe einen Kranz niedergelegt hatte, begab sich anschließend ins Horst- Wessel-Krankenhaus, wo er einige Zeit i m Sterbezimmer verweilte. Schließlich suchte der Stabschef noch das Mordzimmer in der Frankfurter Allee auf, um auch dort einige Minuten des Heldenschicksals Horst Wessels zu gedenken. Auf der Arbeitstagung der Presie- und Kulturreferenten der SA.-Gruppen und des Kulturkreises der SA. verkündete Stabschef Lutze die Stiftung dreier Kulturpreise für Dichtung und Schrifttum, für Musik und für bildende Künste, sie gelangen alljährlich am 23. Februar, dem Todestage Hör st Wessels, erstmalig 1938, zur Verteilung an diejenigen SA.-Männer, die auf diesen Gebieten die beste nationalsozialistische Arbeit des Jahres nachweisen. Die deutschen Sender übertrugen im Rahmen einer eindrucksvollen Feierstunde die hymnische Dichtung „Das deutsche Gebet" von Herbert Böhme,' in deren Mittelpunkt das Bekenntnis zur Fahne stand, sowie das Gedenken an den Opfertod der Helden des Weltkrieges und der Kämpfer der nationalsozialistischen Revolution, denen Horst Wessel, getreu bis zum Tode, mit leuchtendem Beispiel Doranging. Stabschef Lutze erklärte, daß der Geist, der diesen nationalsozialistischen Kämpfer beseelte, in Deutschland ewig fortleben werde. In seinem Liede komme das Bekenntnis zu den Blutopfern der Bewegung zum Ausdruck, die Treue zu ihnen, der harte und unbeugsame Wille, es jenen Kameraden, die ihr Leben Hingaben, gleichzutun an Einsatzbereitschaft und persönlicher Hingabe bis zum Letzten. Blut, hingegeben für eine heldische Idee, sei nie umsonst geflossen, immer sei es verpflichtend und immer heilige es die Sache, um derentwillen gekämpft worden sei. So seien auch Horst Wessel und die, die sich in diesem Begriff verkörpern, zur Unsterblichkeit aufgerücft. Sie seien heute und immer d i e ewige Wache, die an den Toren deutscher Ehre und Freiheit, deutscher Kraft Ich fordere von den Mitgliedern der Abteilung Wehrmacht der Deutschen Arbeitsfront unbedingten Gehorsam gegenüber den Betriebsführern und allen Vorgesetzten, auch trotz der vermeintlich besseren eigenen Ueberzeugung. Treue zu den Menschen, aber auch Treue zum Werk. Wer dem Führer Treue gelobt, muß auch in der Arbeit treu sein. Treue aber heißt, das Beste aus dem machen, was Gott und die Natur dem einzelnen mitgegeben haben, — und dieses Beste für Adolf Hitler und unser Volk. Vertrauen zum Führer; Der.- trauen zur Partei und zur Wehrmacht. Ver. schwiegenheit. Nirgends ist Verschwiegenheit dringender notwendig, als in allen Dingen, die mit der Landesverteidigung Zusammenhängen. Die Wehrmacht gibt den Angestellten und Arbeitern ihrer Betriebe lebendige Kameradschasts- pflege zwischen Führern und Gefolgschaft. Sie darf sich nicht mit Worten und Gesten begnügen, sondern muß im Alltag durch Taten erhärtet werden. Unermüdliche Fürsorge ist das schönste Vorrecht aller Vorgesetzten. Sie erstreckt sich auf den ganzen Menschen, auf Leib und Seele, Familie und Wohnung, auf die Arbeitsstätte und die Arbeitsbedingungen, auf Freizeit und Erholung. Was ich nicht verspreche und heute und für absehbare Zeit auch nicht geben kann, sind höhere Löhne. Es gibt noch genug Menschen in Deutschland, denen es schlechter geht als den Millionen, die durch den Nattonalsozialismus wieder zu Arbeit und Brot kamen. Jenen muß zuerst geholfen werden. Wehrmacht und Arbeitsfront ziehen am gleichen Strang, weil Arbeiter und Soldaten im neuen Deutschland zusammen gehören. Wögen die Fahnen, die heute abend ihre Weihe erhalten. Sinnbild dieses Gedankens fein! Wögen sie stets vor einer „Front" wehen, die diesen Namen verdient, vor einer Front von Arbeitern, die Soldaten der Arbeit sind! Der Reichskriegsminister als Betriebsführer berührte dann mit der alten Dienstfahne des Sturmes 1 „Hans Maikowsky" die 31 Fahnen der Abteilung Wehrmacht und gab ihnen damit die Weihe. und deutschen Wiederaufstieges stehe und Rufer und Mahner in die Zukunft fei. Zukunftsträchtig wird unser Kampf den Lebensweg des deutschen Menschen im 20. Jahrhundert bestimmen, und er wird auch die Kräfte wecken, die das Schicksal kommender Generationen kraftvoll gestalten werden. Wir glauben an unseren Führer, wir glauben an unser Volk, wir kämpfen für unjeren Führer, wir kämpfen für unser Volk. Das war immer Bekenntnis und Gelöbnis an die ermordeten Kameraden und unser Schwur an den Führer und ist es auch heute wieder in dieser Stunde, die unseren toten Helden gehört, und wird es bleiben bis in alle Ewigkeit!" VoWewisiische Spionage in Rordnorwegen aufgehedt Der verhaftete Spion gesteht. Oslo, 23. Febr. (DNB.) Der vor einigen Wochen wegen Verdachts der Spionage für die Sowjetunion verhaftete norwegische Staatsangehörige B e l g 0 n e n hat dem Untersuchungsrichter Dadsoe ein umfassendes Geständnis abgelegt. Belgonen hatte u. a. auch den Auftrag, die Anwesenheit von Ausländern in Nord-Norwegen sofort 311 melden. Der Spion stand in ständiger sunkentele-- graphischer Verbindung mit seinem Enkel, dem. Führer eines sowjetrussischen Wachtschiffes. Bel» gonen hatte einen Spionageausbildungskursus in der Sowjetunion genossen. Die marxistischen Zeitungen haben bisher stets geleugnet, daß Belgonen Spionage für die Sowjetunion getrieben habe. General Eriksen, der die Verhaftung Belgonens betrieben hatte, erklärte, daß nun das norwegische Volk verstehen müsse, daß es sich bei den fremden Flugzeugen und Unterseebooten in Nord-Norwegen nicht um G e» spenster handele, sondern daß diese Erscheinungen ernst seien — wirklich ernst. Man flößte ihm Grog ein und legte ihn auf den Bauch. Er ließ alles willenlos, mit geschloffenen Augen über sich ergehen. Vorsichtig, um Heinrichs Leib nicht weiter zu beschädigen, jchlug, sägte, spaltete, splitterte man Holz und Teer weiter Stück für Stück von feinem Körper los. Es ließ sich nicht vermeiden, daß kleine Hautfetzen daran glauben mußten. Heinrich wurde ins Bett gepackt. Nach geraumer Zeit fand er die Sprache wieder. Er verlangte zu trinken. Man gab ihm reichlich, worauf das Opfer des Reinlichkeitsdranges in tiefen Schlaf versank. Indessen schrieb Schomburg eine Karte an seine Frau. Sie stelle sich das Baden an der Front zu leicht vor. Wenn sie ihn heil wiederhaben wolle, müsse auf diesen Genuß verzichten. Zeitschristen. — „Volk im Werden" Zeitschrift für Kulturpolitik, berausgegeben von Prof. Dr. Ems: Krieck. (Hanseatische Derlagsanstalt AG., Hamburg.) — Im Februarheft beschäftigt sich der bekannte Vorkämpfer einer deutschen Hochschulreform, Prof. Dr. Krieck, mit einem der wichtigsten Pro> bleme der Hochschule: dem Führertum. Er entwirft ein wirklichkeitsnahes Bild des Führertums an den deutschen Hochschulen und gibt in sieben Punkten die praktischen Folgerungen, die gezogen werden müssen. Kriecks Ausführungen lassen das Problem in (einer ganzen Tiefe erkennen und bieten Ansatzpunkte zu einer praktischen Regelung. Dr. Friedrich Murawski untersucht die Stellung der katholischen Kirche zum Staat in der Geschichte. Eine Arbeü von Walter von Kielpinski, „Deutsche Wissenschaf! und Sowjetunion", zeigt, wie durch die Wissenschaft, die sich mit Sowjet-Rußland beschäftigt, bolschewistische Tendenzen und kommunistische Ziel« eingeschleppt wurden. Dr. Andreas Hohlfeld beschäftigt sich mit 2)Uff Coopers Werk über TalleyranL und nimmt es zum Anlaß einer Betrachtung über englische politische Geschichtsschreibung. Er zeigt, bafi den Verfasser dieses Werkes nicht nur historische sondern auch politische Gesichtspunkte bei feiner Darstellung beeinflußt haben. AB W- > jgU" Ä für ö,eJ J Ä (fngll mW1" f sich AS »ehen und Mls ^der Die Bemüh' niilen 3“ E bei nicht jteye [einen drei w meer und $et schenswert er|i [ung 3" erw her Schlag" erforderlichen rafchungen 001 nnd Spannu könnten. In deutsche A der Führerede der deutschen tischen Flotte' der Flotte ein „quantita Stärken — r< Schlach Flugze Schwei Leichte Zerstör Unters Der GrfoL land nahe, e deren Bersui Haltung Fax reichs und t flotten ftärl tonnte man gelang uni) gen zuwenden, zunächst galt bisherige Grö preisjugeben, England ist d zu vermehren, vchiffe, so di Wurde die bis neben den Kos englischen Wei drei Dockg Heimat, m M hatten sich bi zerung un zeuggefah' pn Torpe daß man für “Her sonstigen Tonnagen zu . Somit ergal Mfe an der Wen und da *-6 Zentimete Hetzen, m «il des neue Writa zustin ten erwünscht, ^rn und ähn 8 bringen, fei Wer einen n Wanb 15 Italien je ?*”■ Art. , °»°r muri Wlimetet Sn 3Tenliffict 7 $»nnen Der nächste W: alle mi ?? N-ub-n r'n«"Ma Srangunq Kokett ' Sä; Pv ft’* As w ht[Anb Vti*en Uh, «*n taJ'Ionin Men6"1"' ■sa 'Ni nein ? 1-1 n Und », I 'M ft ? * tt'ft k-lungL . ^ür absehbx, Ä& »Ä werden. " "°m gleichen toi lw neuen ren- ^ögen F oen 36 ier bemP1 >if tiSi ">?< ,7 [e Deihe er. ton! IKögen, die diesen j ’nf von As.1 Arbeit sind! i ^'ebsfiihrer d }*)ne des Ml Mnen der tz M >amit die Wch W *5? ehe und 3tu|a | ÄukunftstrciM I g des deutsch«» Ummen, und i! W is Schicksal kos I estalten werbe- I wir glauben c I ren Führer, will immer Bekenn!- [ eten Kameradc, r und ist es o^ | ie unseren tolti ben bis in olli iw Wt estcht. or einigen Wo- sür die Soiv- Ztaatsangehöch! cgsrichter BaW igelegt. Belgonn Anwesenheit irmegen sosort? ibiger funtent« irm Enkel, de achtschiffes. & usbildung^ nassen. Die n® • stets geleuM Sowjetunion ff , der die Bech' erklärte, daß V niisje, daß es ß i und llntei nicht um 0*' diese EkscheiM Zeitsch^^Ä Pro!- L- W nftalt «M J ;■» in f'(b „ > ie g«ä»9 $roi!n= affe« d° /M und ‘Äffl tuns- tiofil* M ipiinpe leate ihn aus bu mit licht weiter zu H > splitterte R Stück von M meiden, daß kle> en. „-J Et Ach?er;“l (Fr verlangte r worauf * -n 6d)l«f ne Karte an!-> ! an der Front 1 oiederhaben ®>- n. große Vermehrung der Gewinne der Firmen hin-1 gehört. Dessenungeachtet sei England damals d§ch weisen, die an der Rüstungsherstellung beteiligt * dem Verhungern nahe gewesen. t Vogelsber Schneefall, —3 England Tonnen 525 000 135 000 146 800 192 200 150 000 52 700 Schlachtschiffe Flugzeugträger Schwere Kreuzer Leichte Kreuzer Zerstörer Unterseeboote Deutschland Tonnen 183 750 47 250 51 380 67 870 52 500 23 700 (45 v.H.) legte es für Eng- englischen Weltreich für solche großen Schiffe nur drei Dockgelegenheiten bestehen: in der Heimat, in Malta und in Singapore. Gleichzeitig hatten sich die Anforderungen an Panzerung und Artillerie gegen Flugzeuggefahr wie an Sinksicherheit ge- gen Torpedos und Minen so gesteigert, daß man fürchten mußte, bei Aufrechterhaltung aller sonstigen Kampfeigenschaften zu sehr hohen allerdings allein die größeren und schnelleren Ozeanfracht- und Passagierschiffe, so verfüge England heute über 3 6 o. H. der Welttonnage. Die Vergleichszahlen anderer Länder gäben Anlaß zur Beunruhigung. 1914 habe nahezu die Hälfte der Schiffstonnage der Welt dem britischen Reich Zur Flottenschau in Spithead am 20. Mai 1937 sind 33Flottenmächte eingeladen worden, je ein Kriegsschiff zu entsenden. Platzmangel mache, so wird erklärt, die Teilnahme von mehr Kriegsschiffen unmöglich. Ein englisches Bombenflugzeug stürzte in einem schweren Schneesturm zwischen Dover und Folkestone ab und wurde völlig z e r st ö r t. Zwei Flieger wurden getötet, ein Fliegeroffiziet und ein Unteroffizier erlitten schwere Verletzungen. rischen Kreisen hat die durch das englische Rüstungsprogramm verursachte Spekulationswelle st a r k e Beunruhigung verursacht. Der konservative Abgeordnete Perkins wird den Schatzkanzler auf die London, 24. Febr. (DRB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mit den Maßnahmen für eine i n - dustrielle Mobilmachung brachte die „Times" eine Artikelreihe von Sir William Beve- r i d g e. Der Verfasser hatte im Weltkrieg hohe Stellungen in den Ministerien für Munition und Ernährung inne. Seine Vorschläge sehen eine wirtschaftliche und soziale „Heimatfront" für den Kriegsfall vor. Um bereits im Frieden die Wirtschaftspolitik den Erfordernissen des Krieges anzupassen, müsse ein „General- stab für die Heimatfront" geschaffen werden. Die ganze wirtschaftliche Betätigung Englands soll unter dem Gesichtspunkt besserer Kriegsbereitschaft neu geordnet werden. Ein großer Teil der Rüstungsindustrie solle verstaatlicht werden. Außerdem sollten der Geschäftsgewinn und die Löhne durch Staatsbezahlung in der gleichen Weise für Arbeitgeber und Arbeitnehmer ersetzt werden. Die „Times" befürwortet die Einführung einer Planwirtschaft und eines Systems, in dem die Industrie für die nationalen Zwecke arbeiten müsse. Auch in der Landwirtschaft müsse manches neu geordnet werden. Die moderne demokratische Staatskunst sehe sich der Aufgabe gegenüber, den Uebergang von einer individualistischen zu einer Planwirtschaft zu vollziehen. Oer Vorschlag einer Sondersteuer für Ziüstungsgewinne L o n d o n, 24. Febr. (DRB. Funkspruch.) An der Londoner Metallbörse trat am Dienstag nach der außerordentlichen Hausse des Vortages wieder eine gewisse Preissenkung ein, da die Spekulanten ihre durch das Hochtreiben der Preise erzielten Gewinne e i n h e i m s e n wollten. In parlamenta- Tonnagen zu gelangen. Somit ergab sich das Kompromiß, für Schlachtschiffe an der 35 000 Tonnen Höchstgrenze feftzu- halten und dafür die schweren Geschütze auf 35,6 Zentimeter (vorher 40,6 Zentimeter) herabzusetzen, nach Art. 4, 1 und 2 ein wichtiger Teil des neuen Vertrages, dem Frankreich und Amerika zustimmten. Weiter schien es diesen Mächten erwünscht, den Bau von Schweren Kreuzern und ähnlichen für einige Zeit zum Stehen zu bringen, keineswegs uneigennützig, da sie bereits über einen reichlichen Bestand darin verfügten (England 15, Amerika 18, Japan 10, Frankreich und Italien je 7) und diesen nicht der Ueberalte- rung durch neue Bauten anderer Mächte aussetzen wollten. (Art. 4, 3 und 4.) Auch die Flugzeugträger wurden begrenzt (23 000 Tonnen mit 15,5 Zentimeter oder höchstens zehn 13,4-Zentimeter- Geschützen). Kreuzer sollen auf 8000 Tonnen und 15,5 Zentimeter beschränkt sein, Unterseebote au 2000 Tonnen mit 13 Zentimeter usw. (Art. 5, 7). Der nächste Punkt gilt dem Ueberraschungsmo- ment: alle Mächte verpflichten sich, vier Monate vorher ihr Baugrogramm bzw. den Beginn eines Neubaues mit fast allen Einzelheiten den Partnern bekanntzugeben: Schiffsname und -Klaffe, Verdrängung, Abmessungen, Pferdestärken, Geschwindigkeit, Antriebsart und Brennstoff, Zahl und Kaliber 'der mittleren und schweren Geschütze, annähernde Zahl der leichten Geschütze, Zahl der Torpedorohre und Bordflugzeuge (Art. 12). Dieses Abkommen wurde bisher von England, Frankreich und Amerika ratifiziert, von letzterem unter Vorbehalt, besonders bezüglich der schweren Geschütze der Schlachtschiffe. Japan scheint ihm fernbleiben zu wollen und Italien hielt sich auf Grund der Mittelmeerspannungen und der Anerkennungsfrage für Aethiopien zurück, ist jedoch in Annäherung begri fen. Besondere Verhandlungen folgten m i Deutschland, Rußland und den Ost seestaaten, nebenbei ein lebendiger Beweis für den Nutzen zweiseitiger Abkommen, wenn eine Kollektivregelung zu schwierig erscheint. Hier schien besonders Frankreich abgeneigt, durch einen solchen Deutschland umfassenden Vertrag den „Rechts"boden der Versailler Entwaffnung preis- Regierungsumbildung in Rumänien. Stärkung der Stellung Tatarescus. B u k a r e ft, 23. Febr. (DNB.) Die rumänische Regierung hat eine Umbildung erfahren. Ministerpräsident Tatarescu hat das Innenministerium mit übernommen. Unterftaatssekretär im Innenministerium wurde der Bukarester Polizeipräfekt General Marin escu. Der bisherige Ackerbauminister S a s s u hat das Justizministerium übernommen. Das Rüstungsmini st erium ist aufgelöst worden. Seine Geschäfte sind au das Herresministerium übergegangen. Unterstaatssekretär im Heeresministerium wurde General Glatz. Die bisherigen Minister für Justiz und Inneres — Djuvara und Juca — sind als M i - nister ohne Portefeuille in dem neuen Kabinett verblieben. Tatorescu gab seinem Willen Ausdruck, mit rücksichtsloser Energie gegen alle „Verantwortungslosen" einschreiten zu wollen, die die Ruhe und Ordnung im Staate stören wollten. „Ich werde nicht dulden", sagte der Ministerpräsident, „daß der Ruf des Landes durch eine kleine Minderheit von Ruhestörern erschüttert wird, die nichts mit den Volksgefühlen und seinen Erfordernissen gemein haben." Man bringt das Ausscheiden der Minister für Justiz und Inneres mit den Kundgebungen der Partei „Alles für das Land" bzw. der aufgelösten „Eisernen Garde" gelegentlich der Beisetzungsfeier für die in Spanien gefallenen Mitglieder der Garde in Zusammenhang. Dadurch, daß der Ministerpräsident auch das Innenministerium übernimmt, dürfte zum Ausdruck gebracht werden, daß auch höheren Orts die Einstellung des Ministerpräsidenten gutgeheißen wird. General Mari- nescu, der neue Unterstaatssekretär des Innern, gehört zum engsten vertrauten Kreis des Königs. Kleine politische Nachrichten. Im nordböhmischen Grenzgebiet wurden etwa 20 deutsche Männer nach vorausgegangenen Haussuchungen von der Staatspolizei in das Kreisgericht nach Reichenberg eingeliefert. Unter den Verhafteten befinden sich auch der Vorsitzende der sudetendeutschen Partei in Rumburg, der Arzt Dr. Feidtenhaun- fen und der ehemalige Bezirksleiter der vor drei Jahren aufgelösten nationalsozialistischen Partei in Rumburg, Müller. Von den 2000 Eingeborenen, die nach dem A n - schlag auf den Vize könig Marschall G r a z i a n i, festgenommen wurden, konnten einige Hundert ihre vollkommene Unschuld nachweisen. Sie wurden sofort freigelassen. Dagegen wurden alle in Haft befindlichen Eingeborenen, die im B e f i tz v o n Waffen waren, oder in deren Behausungen Waffen entdeckt wurden, unverzüglich erschos- s e n. Für die übrigen geht die Untersuchung weiter. ZUgeben. _ , v In den Verhandlungen mit Rußland ergab sich, daß dieses auf Abweichung bestand: Neubau von sieben Kreuzern zu 8000 Tonnen mit 18s3enh= Meter-Geschützen und von Schlachtschiffen mit 40,6- Englands industrielle Mobilmachung Ein „Generalstab der Heimatfront" vorgeschlagen. a. Hoherodskopf: Nebel und Grad, 40 Zentimeter Gesamtschnee- übertönf würden. Schwere Verluste der Volschewisten vor Madrid Salamanca, 24. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der ganze westliche Teil der Front vor Madrid stand am Dienstag im Zeichen weiterer nervöser Gegenangriffe der Bolschewisten. Bei einem ohne Gegenschwung gemachten Angriff auf das Universitätsviertel schlugen die nationalen Truppen den Feind zurück und hefteten sich ihnen an d i e F e r s e n. Der Gegner ließ 80 Tote auf dem Schlachtfeld, während er etwa weitere 200 selbst bergen konnte. Auch im Stadtteil Usera unternahm der Feind einen Angriff, der aber durch wohlgezieltes Artilleriefeuer z u m Stoppen gebracht werden konnte. Die Bolschewisten verloren rund 70 Tote. Dienstagnachmittag versuchten die Bolschewisten nochmals an d e r M a - Das Hochwasser der Lahn hatte in der Nachl zum Dienstag einen einstweiligen Höchststand von 5,63 Meter erreicht. Dienstag früh war ein Rückgang auf 5,52 Meter erfolgt. In Diez wirb die Lage von der Aar entschieden, die Hochwasser in einem Ausmaß führt, wie es seit vielen Jahren nicht mehr der Fall war. Das liebliche Aartal hat sich von Bad Schwalbach abwärts in eine einzige Seenlandschaft verwandelt; in allen Dörfern ist das Wasser in die Kellerräume eingedrungen. Im Lahntal Überflutete die Lahn bei Obernhof an zwei Stellen die Lahntalstraße zum Teil in beträchtlicher Höhe. In Nassau mußte in der Nacht zum Dienstag der Arbeitsdienst alarmiert werden, da ein großes Holzlager von den Fluten bedroht wurde. In Bad Ems lösten sich von den steilen Hängen der Bäderley infolge der andauernden Regenfälle größere Gesteinsbrocken und stürzten nach der Adolf- Hitler^Straße zu ab. In einem Fall geriet das Geröll bis in ein Haus und verursachte nicht unerheblichen Schaden. laufende sehen die Anssiaklungsrevue „70 Millionen — ein Schlag". Die vor einigen Tagen in Gegenwart von Reichsminister Dr. Goebbels und zahlreicher führenden Persönlichkeiten von Staat und Bewegung in Berlin aufgeführte große Ausstattungsrevue „7 0 Millionen — ein Schlag" erfreut sich eines starken Besuches. Allabendlich folgen tausende von Besuchern der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung Berlin 1937 den fesselnden Vorführungen in dem riesigen Oval der Deutschlandhalle. Unter den Schaubildern, die u. a. Massenfreiübungen der Polizei und musikalische Darbietungen von Musikkorps und Spielmannszügen der DZehrmachtteile bringen, erntet eine Abteilung der Polizei, die in den Uniformen der „Langen Kerls" aufmarschiert, besonders starken Beifall. Zum ersten Mal wird hier das historische Exerzierreglement der friderizianischen Garde mit den damals gebräuchlichen Kommandos gezeigt. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Im Bereiche kalter Meeresluft setzte sich am Dienstag Schauertätigkeit fort und brachte fast allen Gebirgen weitere Erhöhung der Schneedecke. Die am Mittwoch beobachtete Witterungsbesserung bleibt nur ganz vorübergehend. In Frankreich setzt unter starkem Druckfall neue Warmluftzufuhr ein, die zunächst wieder länger dauernde Niederschläge auslösen dürste, wobei es in den Gebirgen voraussichtlich vorübergehend zu Tau- und Nebelwetter kommen wird und weiteres Ansteigen der Gewässer zu befürchten ist. Aussichten für Donnerstag: Nach verbreiteten Niederschlägen (meist Regen) wieder mehr wechselnd bewölktes Wetter mit Schauern, im ganzen milder, lebhafte südliche bis westliche Winde. Winlersportmöglichkeilen. Der Erfolg dieser Regelung land nahe, einen weitergehenden, umfassenderen Versuch zu unternehmen. Wenn es nach der Haltung Japans und Amerikas, aber auch Frankreichs und Italiens nicht mehr angängig erschien, Flotten st ä r f e n allgemeiner zu vereinbaren, so konnte man sich jetzt der qualitativen Regelung und der Verhinderung von Ueberraschun- gen zuwenden. Für die erste sprachen viele Gründe. Zunächst galt es, für die großen Schlachtschiffe die bisherige Größengrenze von 35 000 Tonnen nicht preiszugeben, sondern eher noch herabzudrücken. England ist dabei, seine Flotte ziffernmäßig zu vermehren. Einigte man sich also auf kleinere Schiffe, so verbilligte sich das Programm. Wurde die bisherige Grüße überschritten, so traten neben den Kosten ernste Schwierigkeiten ein, da im briber Sübo st front einen Angriff, doch sie mußten sich in regelloserFlucht zurückziehen unb ließen ein Gefechtsfeld zurück, baß mitToten unb Verwundeten buchstäblich übersät war. Nationale Flieger bombarbierten die Kaserne ber bolschewistischen Miliz in Baeza nörblich Jaen; dabei sind beträchtliche Verluste eingetreten. Weiter haben nationale Flugzeuge die Eisenbahnlinie nach dem Bergwerksgebiet von Jaen mit Bomben belegt, so daß die Stadt ohne Fahrverbindung mit dem übrigen Spanien ist. Die Bedeutung dieser Tatsache gehtdaraus hervor, daß die Bolschewisten große Mengen von Kohle und Eisen aus denz Bergwerksgebiet bei Jaen bezogen haben. Zentimeter-Geschützen, dazu Geheimhaltung seiner für Ostasien bestimmten Schiffsbauten, solange Japan dem Nachrichtenaustausch nicht beitreten würde. Wenn diese und andere Schwierigkeiten heute als nahezu oder völlig überwunden gelten, wie die Londoner Meldungen besagen und berechtigte Forderungen Erfüllung finden, so spricht dies mindestens ür den guten Willen aller Beteiligten, darunter be- onders "Deutschlands, das ihrige zu einer Regelung beizutragen, die die Erhaltung des Friedens begünstigen muß. Eine besondere Klausel im Vertrage gibt übrigens allen Unterzeichnern das Recht, im Falle veränderter Umstände, welche ihre nationale Sicherheit wesentlich beeinträchtigen, für das laufende Jahr von ihren Bauprogrammen abzuweichen. Frankreichs Bündnispoliiik. Delbos über das Verhältnis zu Italien und Deutschland. Paris, 23. Febr. (DNB.) Im Senat erklärte der rechtsgerichtete Senator Armbruster, in Genf habe der Ministerpräsident behauptet, daß die Bündnisse Frankreichs nach wie vor f e st und lebendig seien. Dennoch habe man wenige Wochen später erfahren, daß Belgien seine völlige Unabhängigkeit wieder zu gewinnen beabsichtige. Die Kleine Entente schiene sehr geteilt zu fein. Während die Beziehungen I u - g o H a w i e n s und Italiens sich besserten, entferne sich Rumänien von der Politik Titulescus. Der ranzösisch - sowjetrussische Pakt müsse einer Prüfung unterzogen werden. Leon Blum trage einen etwas überraschenden Optimismus zur Schau," den er wahrscheinlich aus seinem Traum vom unteilbaren Frieden hernehme. Außenminister Delbos betonte, daß es bedauerlich sei, daß Frankreich zur Zeit keinen Botschafter beim Quirinal in Rom habe. Da aber Italien in dem Beglaubigungsschreiben die Erwähnung des Titels eines Kaisers von Abessinien verlangt habe — was es von dem gleichzeitig akkreditierten amerikanischen Botschafter nicht verlangt habe — konnte diesem Wunsche Italiens nicht entsprochen werden. Frankreich konnte nicht allein die Annektion Abessiniens anerkennen und so seine Pfilchten dem Völkerbund gegenüber verletzen. Das italienisch-englische gent- lements agreement sei geeignet, einen Konfliktsstoff in Europa zu vermindern. Aber nach wie vor müsse man sagen, daß bilaterale Verträge, so nützlich sie sein könnten, nicht ausreichten, den Frieden zu organisieren. (!) Vor allem müsse man jetzt die spanische Krise beseitigen. Nie sei die Gemeinschaft Frankreichs mit England enger gewesen als heute, sie sei die beste Gewähr für den europäischen Frieden. Mit den Vereinigten Staaten verbinde Frankreich ein gemeinsames Ideal. Der französisch-sowjetrussische Pakt bleibe ebenso wie die Abkommen mit der Kleinen Entente in Kraft. Das französische Bündnis mit Polen behalte seine ganze Bedeutung. Es scharten sich in Genf alle diejenigen Länder um Frankreich, die den gleichen Hoffnungen und dem gleichen Jedal huldigten. Die Stunde, so schloß Delbos, scheine gekommen, daß der häufig von Frankreich und Deutschland und vor allem von den Kriegsteilnehmern betonte Friedenswille besser verwirklicht werden könne. Das werde dann leichter möglich sein, wenn die friedfertigen Erklärungen nicht mehr von Waffengeklirr sind. Er wird die Erhebung einer Sonder- steuer für übermäßige Rüstungsgewinne Vorschlägen. Neun Kreuzer werden modernisiert. London, 23. Febr. (DNB.) Wie „Daily Telegraph" berichtet, sollen dieses Jahr neun überalterte englische Kreuzer umgebaut und modernisiert werden. Die vier während des Krieges erbauten Kreuzer „Frobisher", „Effingham", „Hawkins" und „Vindictioe" von je 9800 Tonnen, werden a l s Ueberwachungsschiffe für die ozeanischen Handelswege ausgerüstet. Fünf weitere Kreuzer der „Cardiff-Klasse von je 4300 Tonnen werben mit Luftabwehrgeschützen sowie Maschinengewehren ausgerüstet, um als Luftabwehrbegleitschiffe für die Flottenformationen zu dienen. England hat zu wenig Schiffstonnage. London, 23. Febr. (DNB.) In ihrem Jahresbericht äußert die Schiffahrtskammer für Großbritannien schwerste Bedenken, daß Großbritannien heute rund 2000 Fracht- und Passagier- schiffe weniger besitze als bei Ausbruch des Weltkrieges, obwohl die Tonnage der einzelnen Schiffe größer geworben fei. Es sei beabsichtigt, auf der im Mai zusammentretenden britischen Reichskonferenz einen Beschluß über Maßnahmen zum Schutz der britischen Schiffahrt gegen ausländischen Wettbewerb herbeizuführen. Im Falle eines Krieges verfüge England für den Transport von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Truppen über nur 14 Millionen Tonnen gegen 17,5 Millionen im Jahre 1914. Berücksichtige man Aus öfter Wett. Ferntagung des Verbandes deutscher Elektrotechniker. Die erste große Ferntagung des Verbandes Deutscher Elektrotechniker,!^ am 23. Februar mit Hilfe des Fernsprechers 33 Versammlungen in ebenso vielen verschiedenen Orten bei einem erstmaligen Großversuch der Reichs- post vereinte, hatte nicht nur den Zweck, alle deutschen Elektrotechniker bei einer Gemeinschaftsveranstaltung zusammenzubringen, sondern sollte auch allen technisch interessierten Volksgenossen eine der überzeugendsten Großtaten der deutschen Elektrotechnik vor Augen führen. Es dürfte das erstemal in der Geschichte der Fernsprechtechnik gewesen sein, daß sämtliche Angehörigen einer Fachrichtung der Technik im ganzen Reich, d. h. viele tausend Be- rufskameraden gleichzeitig in über 30 weit voneinander entfernten Versammlungen zusammengefatzt wurden, ohne daß sie weite Reisen unternehmen mußten. e Versammlungsort des Verbandes Deutscher Elektrotechniker, Gau Mittelhessen, war die Kunstgewerbeschule in Frankfurt. In Darmstadt versammelten sich die Teilnehmer in der Technischen Hochschule und in Kassel im Hessischen Landesmuseum. Nach einer von Berlin aus übertragenen Begrüßung durch Professor Dr. Franke folgten Begrüßungsworte der Leiter der 33 DDE.-Gaue. An- chließend sprach Generaldirektor Dr. Köttgen aus Berlin über die wirtschaftlichen Fortschritte der Elektrotechnik. Von besonderem Interesse waren feine zahlenmäßigen Nachweise über den allmählichen Preisrückgang in der Elektrotechnik. Die Preisminderung wirkt sich in zunehmender Bedürf- nisbefriedigung aus, was naturgemäß wieder eine Steigerung der Zahl der Beschäftigten zur Folge hat. Oie Hochwasterlage. Am Dienstagabend gab die Rheinstrombauoer« waltung Koblenz folgenden Bericht über die Hoch« wasserlage heraus: Das Steigen hält weiter an. Die angekündigte Regenpause ist eingetreten, mit neuen Niederschlägen ist vorläufig nur in geringem Umfang zu rechnen. Die Schneeschmelze ist jedoch noch zu erwarten. Die Pegelstände von Dienstag sind: Rhein: Mainz 3,15 Meter (+ 32), Koblenz 6 Uhr 5,73 Meter (+ 54), 18 Uhr 6,07 Meter. Der Rhein steigt stündlich um 3 Zentimeter. Main: Frankfurt 8 Uhr 3,86 Meter (+ 34 Zentimeter) Der ganze Main steigt weiter, die Schiffahrt bleibt gesperrt. Mosel und Saar: Trier 7 Uhr 4,57 Meter (+ 76 Zentimeter), 18 Uhr 4,79 Meter. Saarbrücken 10 Uhr 4,96 Meter, 14 Uhr 5,22 Meter. Das Was- (er steigt hier stündlich um 6 Zentimeter. Sin neues SioffenaMommen. Von Konteradmiral a. O. Gadow. Die vor kurzem in London wieder aufgenommenen Besprechungen über weitere Beteiligung an dem englischen Vertragsvor- schlag vom 2 5. März 1 9 3 6 haben, wie gemeldet wurde, zu einem Fortschritt der V e r- ftändigung geführt. Worum handelt es sich? Zweck dieses neuen Abkommens ist, einen Ersatz für die mit 31. Dezember 1936 abgelaufenen und nicht erneuerten Flottenverträge zu schaffen, die bei allen Schönheitsfehlern immerhin das Verdienst hatten, 14 Jahre lang die Seerüstunaen der Hauptmächte mengen- wie artmäßig in leidlich geregelten Bahnen zu halten. Der erste, Washington- Vertrag von 19 2 2, setzte Derhältnisstärken für die fünf führenden Seemächte und gleichzeitig Höchstziffern für Tonnenraum und Geschütze der großen Schiffsklassen fest. Der zweite, London 19 3 6, suchte eine gleiche Regelung für alle übrigen Kriegsschiffsklassen, also Kreuzer, Zerstörer, Unterseeboote, durchzuführen, wurde aber nur von England, Amerika und Japan (von diesem widerstrebend) angenommen, von Frankreich und Italien im Huuptteil aber abgelehnt. Diese beiden Mächte wollten damit vermeiden, in den Kampfmitteln des Kreuzer- und Kleinkrieges eine Bindung auf sich zu nehmen, die ihrem militärischen Interesse zuwider war. Die Versuche Englands, die alten Verträge zu erneuern, scheiterten 1935/36 an der Weigerung Amerikas, Japan formell eine Gleichberechtigung in den Seerüstungen zuzugestehen und die Formel 5:3 fallen zu lassen. Daraufhin kündigte Japan fristgemäß Ende 1935, fest entschlossen, kein diskriminierendes Abkommen jemals wieder zu unterzeichnen. Die Bemühungen England, zu stabilen Verhältnissen zu gelangen und dem nun drohenden hemmungslosen Flottenrüsten vorzubeugen, blieben dabei nicht stehen. Die Sicherung des Weltreichs in seinen drei wichtigsten Bezirken, Ostasien, Mittelmeer und Heimat mit Atlantik, läßt es ihm wünschenswert erscheinen, eine allgemeine Regelung zu erwirken, die einerseits ein Hochschnellen der Schiffsgrößen und ihrer Bewaffnung (amt den erforderlichen Kosten verhindert, andererseits Ueber- raschungen vvrbeugt, die seine Berechnungen stören und Spannungen Hervorrufen bzw. verschärfen könnten. In diesem Sinne mußte England das deutsche Angebot begrüßen, das im Punkt 8 der Führerede vom 21. Mai 1935 die Begrenzung der deutschen Seeverteidigung auf 35 v. H. der englischen Flottenstärke festsetzte. Das Ergebnis war der Flottenoertrag vom 18.Juni 1 9 3 5, ein „quantitatives" Abkommen also, das folgende Stärken — rebus sic stantibus — festsetzte: höhe, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, — 6 Grad, 150 cm Gesamtschneehöhe, 25 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Radel sehr gut. Alpen. Schneefernerhaus: Schneefall, — 12 Grad, 670 cm Gefamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski gut, Radel mäßig. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G-, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig Oberhessen * Can VersorgeDeinKilid Heuchelheim, den 24. Februar 1937 1257 E La Deutschiand eingeführt feit 4866 Bekanntmachung 1.4. mit od.ohne 233 V \ität s a r ' 1937 1907 Telephon 2486 Gießener Anzeiger 1. Qualität 500 g 0.40 873 A UJEDRC DRUCKSACHEN WCrCDC Brühl. Gießen m. b. H., Frankfurt M. 1248 A 19.30-21.45 Uhr geschlossen. 1244D laareizzu Stadttheater! größten Gegenseitigkeits- Anstalt des Kontinents. W» Hochzeit Frankfurt. Str. 115 4-Zimm.-Wohn. und Deine Familie durch Abschluß einerIamilleaversicherung bei der Gießen, 22. Februar 1937. Landkrankenkasse für den Landkreis Giesten. Möbelstoffe nur im Fachgeschäft Em- u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19,- keine Nebengebühren. Ä. Whrheim Löberstraße Nr. 17 1242 A Preise '"m 0.60-3.00 RM. ___________1228D Spezial - Geschäft für Stuck-, Rabitz- und Verputzarbeiten jeder Art. Trockenwände — 7 cm dick — höchste Vollendung, sofort verwendungsfähig. — Schnelle Bedienung. 1243 D Keine Zeugnisse in Urschrift lonbem nur Zeugnis- abschriften Dem Be- werbungsjchreiben bet. legen i — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Ber- metdung oon Verlusten aus der Rückseite Warnen und Anschrift veS Bewerbers tragen! wirt i. R. Ludwig Jung XIII. im Alter von 76 Jahren zur letzten Ruhe gebettet. Der Verstorbene, der als Landwirt fest mit seinem Heimatboden verwachsen war, war ein guter Kenner der Heimatgeschichte seines Dorfes und erzählte gern aus dieser. Der Männergesangverein „Eintracht", der am Grabe sang, verliert in dem Verstorbenen ein langjähriges Ehrenmitglied und einen treuen Freund des deutschen Liedes. Mehrere Jahre war der Verewigte Vorsitzender des Vereins. Der derzeitige Vereinsführer Wilhelm Rinn würdigte am Grabe die Verdienste des Verstorbenen, der rund 60 Jahre Vereinsmitglied war. I Großen-Linden, 23. Febr. Der Landwirt Johs. Volk II. feierte heute bei guter Rüstigkeit seinen 7 9. Geburtstag. Der Jubilar kann fast noch alle landwirtschaftlichen Arbeiten verrichten. * Klein-Linden, 21. Febr. In einer K u n d- d e r NSDAP., die am Samstagabend 20—22.45 Uhr 22. Freitag- Miete! Erst-Auf führg. Die verkaufte Braut Korn. Oper von Smetana. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. 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(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) h. $L Ihr Nachbar kann verlangen, daß diejenigen Bäume, die höher sind als zwei Meter und naher als zwei Meter an der Grenze des Grundstücks stehen, entfernt werden, es sei denn, daß durch Lokalpolizeiverordnung etwas anderes bestimmt ist. Die sämtlichen Früchte der Bäume stehen Ihnen, als dem Eigentümer des Grundstückes, zu. Diejeni* gen jedoch, die auf das Grundstück Ihres Nachbarn fallen, gehören diesem. 4-Wolw. mit Zentralheiz. zu vermiet. 0934 Ludwigstr. 40. co Eberstadt, 23. Febr. Am Samstagabend fand im Gasthaus „Zum Adler" die Jahreshauptversammlung der hiesigen Milchabsatzgenof- s e n s ch a f t statt. Rechner Hermann Biehl gab zunächst die Bilanz bekannt. Die Genossenschaft zählt 92 Mitglieder und lieferte im Laufe des vergangenen Jahres 551 643 Liter Milch an die Molkerei in Gießen ab. Gegenüber 1935 liegt die Ablieferung um 20 000 Liter höher. Die Bezahlung erfolgte nach dem Fettgehalt. Der Durchschnittspreis betrug 13 Pfennig: die geringste Milch wurde mit 9,9 Pfennig, die fettreichste Milch mit 16,1 Pfennig bezahlt. Von den Mitgliedern der Genossenschaft wurden 1689 Pfund Butter und 250 000 Liter Magermilch zurückgenommen. Die Rechnung wies einen kleinen Ueberschuß auf, der dem Reservefonds zugewiesen wurde. Die Bilanz wurde gutgeheißen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. T Albach, 22. Febr. Gestern feierte der älteste Einwohner unseres Ortes, Karl Balser I., Polizeidiener im Ruhestand, seinen 8 6. Geburtstag. Herr Balser verfolgt die Geschehnisse unserer Zeit noch mit eifrigem Interesse. + Grünberg, 22. Febr. Am Samstagabend hielt die hiesige Kriegerkameradschaft im Gasthaus „Hessischer Hof" ihre Hauptversammlung ab. Der Vereinsführer, Bahninspektor Georg Schütz, der nach dem Wegzug von Kreisveterinärrat Dr. Fuchs seit Herbst vorigen Jahres dieses Amt bekleidet, erstattete den Jahresbericht. Fünf Mitgliedern, die auf eine 40jährige Zugehörigkeit zuni Verein zurückblicken können, konnte er die goldene Nadel überreichen. Es sind dies die Kameraden: Karl Becker, Georg Daniel Haas, Theodor B e i l st e i n, Georg F u l d a t und Georg Sauber. Die silberne Nadel für 25jährige Mitgliedschaft erhielten folgende fünf Kameraden: Leonhard Großhaus, Hermann Rühl, August Mohr, Karl Schmidt und Karsten Hansen. Dem Bezirk Grünberg sind vier Gewehre überwiesen worden, die bei der Beerdigung oon Kameraden zum Schießen des Ehrensaluts benutzt werden sollen. Der Vereinsführer ernannte den Kameraden Albrecht Großhaus zu feinem Stellvertreter. Ein Schießen im Saal für das Winterhilfswerk erbrachte annähernd 15 Mark. Hingewiesen wurde noch auf den am nächsten Mittwoch stattfindenben Familienabend, an dem Major Rieth einen Vortrag mit Lichtbildern über Kriegserlebnisse halten wird. nsf. M ü n st e r, 23. Febr. Am Montagabend gründete die Kreisfrauenschaftsleiterin Frau Wrede in unserem Orte eine FrauenwerksGeschäftsverlegung! Wir verlegen unsere Geschäftsräume von Gießen Bahnhofstraße 35, nach Gießen,Seltersweg73 gegenüber Gloria-Palast. Unser bisheriger Fem- sprech-Anschluß Nr. 2026 bleibt unverändert. Das Geschäft bleibt um- zugshalberFreitag,den26. und Samstag. 27. Februar, Zweijährige Hande.skiasse für Schulentlassene mit 8jähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reife (früher Ein- i’ährig - Examen genannt), i’ür Mädchen auch Kochen u. Nähen Schulgeld RM. 17.-, keine Nebengebühren ohne Kopf das ‘/2kgim IQ Ausschnitt . "0 Heilbutt i.g. Fisch das l/2 kg... 65 la Filets, d. 72 kg 42 und 36 4 Donnerstag-Markt am Brandplatz. 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März gesucht. 0924 Stephanstraste Nr. 7, 1. Stock. gebung der NSDAP., die am Samstagabend im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" stattfand, sprach Bürgermeister Vieth (Friedberg) über das Thema „Die große Entscheidung" Der Redner schilderte den Kampf der deutschen Seele mit dem marxistisch-liberalistischen Gedanken, der schließlich mit dem Siege des Nationalsozialismus durch Adolf Hitler seinen Abschluß fand. Die Ausführungen, durch Beispiele aus der Geschichte belegt, wurden mit großem Interesse verfolgt Der Ortsgruppenleiter dankte dem Redner und sprach das Schlußwort. — Am Sonntagnahmittag wurde der Land- gruppe. Die Leiterin der Frauenschaft von (Et- tingshausen warb in Münster 26 Frauen, die dem Frauenwerk beitraten. Frau Wrede führte die Frauen in die Grundgedanken des großen Frauenaufbauwerkes ein und sprach ausführlich über alle Frauenaufgaben, die in echter Kameradschaft unter- einander geleistet werden müssen. Die Frauen, ungefähr 60, folgten mit großer AufmerksanÄeit. nsf. Hungen, 23. Febr. Durch die N S. • Frauenschaft Hungen wurde ein Fischkursus veranlaßt, den Fräulein Hechler vom Reichs- mütterdienst leitete. Der Abend war außerordentlich stark besucht. Alle Teilnehmerinnen folgten den Erklärungen und der Zubereitung der verschiedenen Gerichte mit großem Eifer, um das Gelernte in der häuslichen Küche zu verwenden. Im Laufe des Sommers ist ein mehrtägiger Lehrgang in Aussicht genommen. Samstag, den 27.Februar, im Caf6 Leib, Beginn 20.15 Uhr Veranstaltung zu Gunsten des WHW. Konzert der Kapelle Krengel und Solisten Deutsche Gymnastik ■ Bodenturnen • Boren Anschließend: TANZ Eintritt: Erwachsene 50 Pfennig, Kinder 25 Pfennig 1255 D Alle übrigen Sorten enwf. billigst A.^och«achfolgev Mäusburg 15 ussA Rui 3612 IIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Ihre Geschäfts* Drucksachen •teilen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen. 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Nach herzlichen Worten der Begrüßung durch den Ehrenvorsitzenden Karl Faber wechselten Chöre des Vereins mit Zithervorträgen eines aus Mitgliedern des „Frohsinns" bestehenden Zitherquartetts ab. Zweier im vergangenen Jahre verstorbener Mitglieder wurde in üblicher Weise gedacht. Alsdann erfolgte die Ernennung von Albert B r ü ck e l, Emil Hock, Kaspar Kümmel, Otto May, Friedrich Wilh. Müller und Karl Müller II. zu Ehrenmitgliedern (25jährige ununterbrochene Mitgliedschaft). Der Dereinsführer dankte ihnen für die bisher dem Verein gehaltene Treue und forderte auch zu weiterer Unterstützung auf. Den Dank der Geehrten stattete Alb. Brücke! ab. Er sprach auch seine Anerkennung über die bei dem letzten Konzert gebrachten Leistungen aus. Im Anschluß hieran richteten sowohl der Vereinsführer Faber, als auch der Dirigent, Oberreallehrer Blaß (Gießen), beherzigende und ermahnende Worte an alle früheren Sänger, sich doch wieder in die Sängerschar einzureihen, da gerade die Gesangvereine eines der kostbarsten Kulturgüter zu verwalten hätten. Mit Dankesworten an den Dirigenten und die Sänger für die bisher geleistete Arbeit, sowie des Gedenkens an den Führer, fand unter dem Gesang der beiden Nationallieder der erste Teil seinen Abschluß. Der zweite Teil des Abends war ausgefüllt mit einigen kleinen Theaterstücken, die allgemein sehr gut gefielen. Lange noch blieben die Mitglieder zusammen. | Vermietungen 6-3iunn.-Wohn. 2.Stock,m.allem Zub. u. Garten- ant. sof.zuverm. ober 5 Zimm. gart, mit Bad u. Heiz. Hiuäeuburgw. 22, Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Verschiedenes] Wer erteilt Privatunterricht in Buchführung und Maschinenschreiben. Schr. Angebote unter 1252O a.d.Gieß. Anzeiger erbet. Gtammiag des Stammes V z/Surgunö". j) Mainzlar, 22. Febr. Arn Sonntagmorgen war in Mainzlar die Führerschaft des Stammes V „Burgund" angetreten. Trotz des schlechten Wetters waren etwa 60 Jungen zu dem Stammtag erschienen. Der Stammtag nahm seinen Anfang mit einem Gedenken derer, die in den Jahrhunderten deutscher Geschichte ihr Leben für die Größe ihres Vaterlandes geopfert haben. Sodann sprach der Führer des Stammes V Schmulbach (Lollar) über das Thema: „Volk ohne Raum". Er gab einen Ueberblick über die Kolonisationspolitik von der Zeit der Germanen bis zur Gegenwart und aeicjte die Entwicklung Deutschlands zu einem Industriestaat, zu einem „Volk ohne Raum". Er entwickelte weiter die Möglichkeiten der Landgewinnung und gab eine klare Uebersicht über die großen Leistungen auf diesem Gebiet, besonders in unserem Gau, in der Zeit nationalsozialistischer Staatsführung. Nach einer Liederstunde sprachen sich die jungen Führer über Fahrt und Lager des Jungvolks im Sommer aus, und der Stammführer gab die Richtlinien für die Sommerarbeit. Mittags waren die Jungen Gäste der Mainzlarer Bevölkerung. Der Nachmittag begann mit einer Besichtigung des vorbildlich eingerichteten Jungvolkheimes und der Bastelarbeiten des Standortes Mainzlar. Dabei konnte der Gebietsjungvolkführer die Führerschaft kurz begrüßen. Der letzte Teil der Schulung wurde mit Sport und Spiel ausgefüllt. Nach einem Schlußwort schloß Stammführer Schmulbach den inhaltsreichen Stammtag. Landkreis Gießen. Mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde ist der m.Badu.Balk.z. allgemeine Beitragsatz unserer Kasse mit Wirkung " ' x “ — vom 1. März 1937 auf 674 v. H. festgesetzt worden. Die Mitgliederklasse IV kommt mit dem genannten Tage in Wegfall und die bisherige Mitglieoerklasse V wird Klasse IV. Der Grundlohn in Lohnstufe 11 wird von 10.00 RM. auf 9.80 RM. herabgesetzt. Die ab 1. März 1937 geltenden Beitragsberechnungstabellen, aus denen das Nähere zu ersehen ist, sind bei unserer Hauptverwaltung in Gießen und bei den Zahlstellen erhältlich. 1246d Solides, tüchtig. |c< Garage zu verm. Haas 0932 Schubertstraße 2 Schöne 3- und 5-Zimm.-Wohnung per 1. April zu vermieten. Schr. Anfrag. u. 12540 an d. Gieß. Anz. Schöne Z-MlN-MW. mit Korridor pari., z.!5.März und schöne im2.Stock(Dach- stock) z. 1. April zu vermieten. Schr. Anfr. unt. 0944 an. d. G.A. 2 Zimmer mitKüchea.Ehe- paar ob. Einzelperson und 3-Zimm.-Wohn. zu vermieten. Schr. Anfrag. u. 0940 and.G.L ■auoeri.öerfon" für dort. Vertretung als Bezirksleiter ges. Hoh Dauerverdienst. Ber. gl. (kostenfr. Eins.) Gehring & Co. G. m. b. H. -Unkel/Rhein 410.- Tüchtige Haustochter die kochen kann, kinderlieb ist und es versteht, die Arbeiteni. Haushalt unter Anleitung derHaus- frau selbständig auszuführ., geg. Vergütung für sofort gesucht. Schr. Eilang. u. 1231 Oa.d. G.A. Seefische billig! 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Volkmann, Gartenmeister Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verlust, der uns betroffen hat, sowie für die lieben und trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sagen wir unseren herzlichsten Dank 30 Jahre ifr.46 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Mittwoch, 24.8ebruar (YZ7 gemacht. Schon 1933 stieg sein Umsatz I die sie in den dichtbevölkerten Gebieten Deutsch- und 435 Millionen Mark und 1935 war er Britisch-Ostafrikas anrichtete lassen sich nur mit den J cx r. , . ■•r. ... . < _ « nn a _ _ in nArnlni <+ion htö ht» INI 14. »iavr« Handwerk hat goldenen Boden die Arbeit wieder auf um 10 bis 12 v. H. größer als 1934. Das ist gewiß noch nicht überraschend viel, aber es geht doch wieder aufwärts, und das gibt dem Schreinerhandwerk Mut, sich auch wieder Leistungen zuzudeutschen Reparationszahlungen. Die Beispiele, daß die deutsche Wissenschaft ent» scheidend in den Kampf gegen die Tropenkrankheiten eingriff, lassen sich um ein Vielfaches vermehren. Auf die Nilländer und die Euphratländer be- schränkt ist eine von dem deutschen Forscher Bil- harz (123 bis 1862) entdeckte scheußliche tropische Wurmkrankheit, der in Aegypten jährlich bis zu einer halben Million Menschen erlagen, die B i l - harzia-Krankheit. Auch hier waren die früher angewandten Antimonpräparate nicht imstande, die Krankheit auszuheilen, bis es wieder der deutschen Pharmazie gelang, ein sicheres Gegenmittel herzustellen. Auf Grund der großen Heilerfolge dieses Mittels erlaubte der König Fuad von Aegypten sogar, daß das Mittel nach ihm F u a d i n genannt wurde. Ebenfalls erst nach dem Kriege gelang es der deutschen Chemie, im N e o st i b o s a n ein Heilmittel gegen die in Indien und China wütende, fast stets tödliche Kala Azar (indisch, „Schwarze Krankheit", mit Schwellung von Leber, Milz, Füßen, Gesicht und schwarzfleckigem Hautausschlag einhergehend), zu entdecken, deren Erreger schon seit dem Jahre 1903 bekannt war. Weiter stellte sie wirksame Heilmittel gegen die vielen anderen tropischen Wurmkrankheiten und gegen die F r a m - bösie und R ü ck f a l l f i e b e r her. Daß daneben auch Impfstoffe gegen die allbekannten Krankheiten wie Typhus, Cholera, Pest, Maltafieber in vorzüglicher Qualität und zum Teil sogar in Tabletten, die die Hilfe des Arztes entbehrlich machen, hergestellt werden, sei nur nebenbei erwähnt. Es braucht auch kaum erwähnt zu werden, daß Deutschland nicht gewillt ist, auf diesen Lorbeeren auszu- ruhen, sondern daß in den Laboratorien der Kampf gegen die Feinde der Menschheit weitergeht, ebenso wie in der Politik der Kampf weitergeht um Deutschlands Platz unter den Kolonialmächten, auf den Deutschland allein schon nach diesen Leistungen wahrhaftig das Recht hat. den Auftrag zu erhalten; außerdem mußten auch die Kunden sparen und fingen deshalb an, mit dem' Handwerker um den Preis zu handeln), die Einkaufspreise dagegen ziemlich gleich blieben, ist es nicht verwunderlich, daß der einzelne Meister 1932 nur noch etwas 5 bis 7 v. H. seines Umsatzes als Reingewinn verbuchen konnte. Nun müllen wir folgendes wissen: von den 92 000 Betrieben setzten im Jahre 1929 etwa 47 000 Be, triebe weniger als 5000 Mark um. 33 000 Betriebe erzielten einen Umsatz zwischen 5000 und 20 000 Mark und nur die übrigen 12 000 Betriebe hatten einen Umsatz von über 20 000 Mark. Bei 20 000 Mark erzielte nun der betreffende Handwerksmeister einen Reingewinn von etwa 4000 bis 5000 Mark. Bei einem Umsatz von 5000 Mk. verdiente er jedoch nur ungefähr 1000 Mark, und mit einem solchen Einkommen mußte über die Hälfte aller Schreinermeister schon im Jahre 1929 auskommen. Außerdem aber sank der Reingewinn im Verlauf der Krise bis 1932 um zwei Drittel, nämlich auf 5 bis 7 v. H. des Umsatzes, d. h wer 1929 noch ein Einkommen von 1000 Mark gehabt hatte, durfte jetzt nur noch mit 200 bis 400 Mark rechnen. Das sind gewiß nur Durchschnittszahlen, und es wird nicht allen Schreinern so gegangen sein, aber doch immerhin einem großen Teil. Nun werden wir auch verstehen, daß mancher Schreinermeister damals wenig Lust hatte, noch viel anzufangen, er war verzweifelt. Nach der Machtergreifung erfaßte aber alle Volksgenossen wieder ein starker Schaffensdrang, und auch das Schreinerhandwerk hat sich wieder mit neuem Mut an 3n Haus und Hof wird aufgeräumt. NSG. Weil wir heute besonderen Wert darauf legen, alle vorhandenen Rohstoffe zu erfassen und der Produktion zuzuführen, ist eine Entrümpelungsaktion auf dem Lande beschlossen worden, die diesmal nicht dem Luftschutz, sondern der Industrie und damit der Arbeitsbeschaffung dient. In den Tagen bis 7. März wird in den Dörfern des Gaues Hessen-Nassau Alteisen gesammelt. Angehörige der Parteigliederungen, SA., SS., NSKK. werden auf dem Hofe erscheinen und das Eisengerümpel sammeln, das dem einzelnen Bauer nur im Wege steht, der Industrie aber als Rohstoff willkommen ist. Grundsätzlich kann eine Vergütung für das abgegebene Material gewährt werden, die Sammler nehmen das Alteisen aber auch als Geschenk, zumal sie damit Platz und Ordnung auf den Höfen schaffen. hergestellt wird. Aber dieses Heilmittel vermag dennoch die Krankheitskeime im Blut des Patienten nicht immer völlig abzutöten, außerdem hat es den großen Nachteil, daß unvorsichtiges Nehmen von Chinin Schwarzwasserfieber zur Folge hat, das in den meisten Fällen tödlich wirkt. Die Friedhöfe in den Küstenstädten des ehemaligen Deutsch-Ostafrika sind voll von Gräbern, deren Aufschriften erkennen lassen, daß es sich um ganz junge Leute im Anfang der Zwanziger handelt: lauter junge, hoffnungsvolle deutsche Pioniere der Vorkriegszeit, die dem Schwarzwasserfieber erlagen. — Und hier brachte das Bayer-Laboratorium der IG. Farben im Jahre 1926 endlich die langersehnte Rettung, indem es die Präparate P l a s m o ch i n und wenig später das A t e b r i n fand, die eine vollkommene und rückfallfreie Heilung der Malaria mit unbedingter Sicherheit verbürgen, ohne die Gefahren, die das Chinin mit sich bringt. Atebrin ist ferner auch ein Vorbeugungsmittel von hervorragendem Nutzen, und es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß im letzten Jahrzehnt die Malaria ihre Schrecken verloren hat. Eine andere in den Tropen sehr verbreitete Krankheit ist die tropische oder Amöbenruhr, eine Darmerkrankung, die ebenfalls durch ihre Hartnäckigkeit und Schwere leicht den Tod des Befallenen nach sich zieht. Ich habe es selbst mit ansehen müssen, wie ein mit dem alten Gegenmittel, Emetin, behandelter Kranker immer und immer wieder, viele Wochen hindurch rückfällig wurde, bis es dann möglich war, ihn in Deutschland mit dem unbedingt sicheren deutschen Gegenmittel, dem P a t r e n, auszuheilen, das infolge einer unverständigen Handelspolitik damals in den italienischen Kolonien nicht erhältlich war. Wohl die fürchterlichste Geißel der Tropen ist die Schlafkrankheit, die kurz nach 1900 plötzlich aus dem Kongo-Urwald heraus nach Osten um sich griff und die England und Deutschland gehörigen Landesteile östlich des Victoria-Sees anfiel. Sie äußert sich in einer allmählich, aber unfehlbar zum Tode führenden Schlafsucht, und die Verheerungen, Karl Gchönherr. 3um IO. Geburtstage des Dichters am 24 Februar. Am 24. Februar begeht in Wien Karl S ch 8 ri tz e r r seinen siebzigsten Geburtstag. Erst spät ist er zum Bühnendichter geworden; dreiunddreißig Jahre war er alt, als seine Tragödie „D i e Bildschnitzer" aufgeführt wurde: eine Episode aus dem Leben der armen Holzschnitzer in Tirol. Die herbe Luft dieses Landes ist in allen Werken Schön- herrs zu spüren, der als Sohn des Dorfschullehrers von Axams im oberen Jnntal seine Heimat hat. Das Drama „E r d e", für das er den halben Schillerpreis erhielt, machte seinen Namen bekannt. Doch erst als „Glaube und H e i m a t", worin das Schicksal der protestantischen Oesterreicher zur Zeit der Gegenreformation behandelt wird, ungewöhnlichen Erfolg hatte, konnte der Dr. med. Schönherr den weißen Kittel endgültig ausziehen und sein Stethoskop in die Schublade sperren. Der Kreis seiner Themen ist eng; vielfach begrenzt durch den Radius seines Berufes. In immer neuen Veränderungen und Vertauschungen ihrer Gegebenheiten kehren sie wieder: die Unzulänglichkeit der Schulmedizin, das Startum der großen Chirurgen („Narrenspiel des Lebens"), das Elend der Armenärzte. Im „Kampf" wird das Schicksal des durchgefallenen Mediziners gezeigt, der als Heilgehilfe' einer Kurpfuscherei endet; die Komodie „Vivat academia“ ist eine Variante des Themas. 1926 brachte der Autor eine Neubearbeitung feiner .Hungerblockade" unter dem Titel „Der Armendoktor" auf die Bühne; und vier Jahre später, modisch stilisiert, „Herr Doktor, haben Sie zu essen?" Das Problem des Glaubens liegt dem „Sonnwendtag" zugrunde, den Schönherr später in die Sphäre der Komödie verlegt hat („Die Trenkwal- der"). In Verbindung mit dem starken Heimatgefühl des Alpenbauern verschaffte es Schonherr 1911 seinen größten Theatererfolg- „Glaube und Heimat". Diese Verbundenheit mit der Scholle ist, schon im Titel symbolisiert, das Thema der bitteren Komödie „Erde". Die Mena verläßt den jungen Grutz, der mit ihr auswandern will und von dem sie ein Kind erwartet, um die Frau eines armen Dauern zu werden, der hoch oben,' hart am Rande des Gletschers seinen kargen Hof hat. „Einen eignen Fleck Erd' unter die Schuhsohl'n will i hab n und soll s Oer alte Schmied. Von Otto Doderer. Wenn wir als Kinder noch so früh am Morgen erwachten, vernahmen wir schon das fleißige Hämmern und Dengeln aus der Schmiede, die meinem Vaterhaus gegenüberlag. Die Laute find mir lieb und traut geblieben bis zum heutigen Tage, und ich kann an einer Schmiede nicht vorübergehen, ohne meine Schritte zu verlangsamen und aufzuhorchen auf den Hellen Hall und Widerhall des Eisens, das Anpoltern der Wagen, das Schnauben und Wiehern der Pferde und das Geplauder des Meisters und der Gesellen mit den Bauern. Mit listigen Vorwänden verschaffte ich mir damals so oft wie möglich von der Mutter die Erlaubnis, noch eine Weile in den Kissen liegen zu dürfen, um ungestört über die Straße hinüber zu lauschen. Was meine Ohren da aufnahmen, war wie eine Musik, die zwischen den durchsonnten Spalten der geschlossenen Fensterläden wie auf Tasten ins Zimmer klang. sDie schwarz berußte Schmiedewerkstatt hatte für uns eine geheimnisvolle Weihe. Scheu und neugierig standen wir oft am Eingang und schauten in das Halbdunkel, in dem die mächtigen Männer mit entblößten muskulösen Armen und zottiger Brust mit Hämmern und Zangen, mit Stangen, Reifen und Hufeisen wortlos in einem rhythmischen Einvernehmen hantierten. Als wir dann in der Schule die Sagen von Wieland dem Schmied, von Jung- fiegfrieb und dem Schmied, der seinen Landgrafen hart hämmerte, kennenlernten, wuchsen diese Männer noch mehr in eine mythische Vorstellung hinein. In gleichmäßigem Takt ließen sie abwechselnd die schweren Hämmer auf den Amboß niederschmettern, oder sie standen an der Esse und schürten das Feuer, in dem das Eisen immer feuriger glühte, während der hocherhobene Arm den Blasebalg zog. Wenn das Eisen auf dem Amboß geschweißt war, wurde es in das Wasser am Herd getaucht und zischte noch einmal rauchend auf. Der Amboß klang noch nach von den Hammerschlägen, und durch die Hufeisen, die unter der Decke an Stangen aufgereiht waren, zitterte ein reines Klingeln wie von Geisterhand angerührt. Ein alter Mann mit scharfkantigem Bauerngesicht geht durch meine Jugend, hochaufgerichtet, aber von Atemnot gequält, auf einen Stock gestützt und die Starbrille vor den ermatteten Augen: ein strenger, sparsamer und noch immer' tätiger Bürger, das Urbild der Gemessenheit, Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue. Eine patriarchalische Gestalt aus einer vergangenen Zeit. Dennoch war dieser Mann in» schränktem Umfange der Fall, denn das Schreinerhandwerk will sich diesen „Markt" zurückerobern und setzt daher alles daran, sich erst einmal wieder das Vertrauen seiner Kundschaft zu erwerben. Wie ist es dem Schreinerhandwerk denn in der Vergangenheit ergangen? Noch in den Jahren 1928 und 1929 hatten die insgesamt etwa 92 000 bis 95 000 Betriebe dieses Handwerkszweiges einen Umsatz von über eine Milliarde Reichsmark erzielt — bis 1932 hatte das Schreinerhandwerk hiervon jedoch rund zwei Drittel verloren, denn es konnte nur noch einen Umsatz von rund 390 Millionen RM. verzeichnen. Was das für den einzelnen Schreinermeister bedeutete, wird uns erst so recht klar, wenn wir uns einmal einen einzelnen nerlich gebrochen, seitdem er in der Mitte des Lebens, zuschanden gearbeitet, zum immerwährenden Feierabend gezwungen worden war und sein geliebtes Handwerk, eines der ältesten und das männlichste, aufgeben mußte. Denn die Schmiede gegenüber war einst sein eigen gewesen. Welch eine Erlösung hätte es für ihn bedeutet, wenn er wieder in seine Werkstatt hätte treten können mit dem Jnnungsgruß: „Gott grüß' das Handwerk!" Froh war er nur, wenn er aus seinen Erinnerungen erzählen konnte, von seinen Lehrjungen und Gesellen oder den Wanderschaften der Vorfahren. Das war gewöhnlich in der dämmerigen Ruhestunde Sonntags nach dem Nachmittagskaffee. Er faß dann im dunklen, bräutigamlich sauber gebürsteten Anzüg im Sessel am Fenster, das Großoaterstülpchen hin- term Ohr, und rauchte zittrig und feierlich eine Zigarre, die einzige, die er sich gestattete in den sieben Tagen der Woche. Ich besitze noch ein kleines, von diesem Manne geschriebenes Buch mit Rezepten gegen Tierkrank. Heiken. Die Rezepte sind in einer lithographisch schönen, sauberen Handschrift ausgezeichnet, wie ein guter Schüler sie ehemals schrieb. Jener aber ist ein guter Schüler sein Leben lang geblieben und verfügte schließlich über eine besondere Art von Gelehrsamkeit, die mit philosophischen Bauernregeln und moralischen Geschichten vollgestopft war, freilich auch mit Aberglauben, denn vor den letzten Seiten des Rezeptbuches steht schüchtern der Titel „Sympathetische Heilmittel" (das sind altüberlieferte Wunderkuren und Beschwörungen) und darunter treuherzig: „Man soll aber keinen Scherz damit treiben". Dem klugen Mann war die Wissenschaft verschlossen geblieben, nachdem sein Vater darauf bestanden hatte, daß er als Aeltester das Handwerk der Vorfahren übernähme. Er hat sich gebeugt unter die vielen Jahrhunderte alte Forderung und mehr als seine Schuldigkeit getan Er konnte zu seinen Söhnen, die auf Kontorschemeln saßen hart und verächtlich sein wie der letzte recken- hafte Sprosse eines Adelsgeschlechtes zu mißratenen, verräterischen und verweichlichten Erben. Er ist der Vater meiner Mutter gewesen, und in meiner Natur ist also noch Blut, das vor Jahrhun- beten, vielleicht schon vor tausend Jahren Schmiedefeuer gewohnt war, vom Vater auf den Sohn übertragen, immer auf den ältesten und stärksten, mit dem Bauernblut der Mütter vermischt. Ich bin stolz darauf. Manchmal möchte auch ich am Amboß stehen, und mit gestählten Armen und freiem Kopf die stetige Arbeit tun meiner Vorfahren, deren lügenden Tapferkeit und Tüchtigkeit, Ehrenhaftigkeit und Arbeitssamkeit hießen. VII. Der Schreinermeister. 23.21. Ein Stuhl ist zerbrochen oder ein Schränkchen ging aus dem Leim. Zum Schreiner damit daß er es wieder zusammenflickt. Auf den Inhalt dieses Satzes beschränken sich die Kenntnisse der meisten Menschen über das Schreinerhandwerk. Und dabei haben sie nicht ganz unrecht, denn noch vor einigen Jahren war der Schreinermeister froh, wenn er einige Reparaturarbeiten bekam, und nur wenige Meister bemühten sich ernstlich darum, Auf- träge für die Möbelanfertigung oder dgl. zu suchen — die meisten hatten es wohl aufgegeben, mit dem Möbelhandel oder der Industrie in Wettbewerb zu treten. Das ist jedoch heute nur noch in sehr be- Deutschlands Beitrag zur Kotonisierung derTropen Von Dr. Erich K Keilpflug. dös vermaledeite Eisloch sein!" Aus dieser Verwurzelung mit dem Boden, der Lebensinhalt des in rauhe Hochlandtäler eingeschlossenen Bauern ist, erwächst das Heldentum hingebender Landesverteidigung, unsterblich verkörpert im Sandwirt vom Passeiertal. „Der Judas von Tirol", Schönherrs erstes Hofer-Drama, war vom Burgtheater abgelehnt worden. 1911 hat er in feinem Geschichtenband „Aus meinem Merkbuch" eine Skizze veröffentlicht: „Tiroler Bauern von 1809". „Volk in N o t", während des Krieges aufgeführt, verherrlicht wieder diese Idee, nicht mehr die Tragödie Andreas Hofers, sondern das Heldenlied eines Volkes. Das Problem der Geschlechter steht im Brennpunkt des Schauspiels „Familie", einer Studie zur „Kindertragödie". „Der Weibs teufe!" (1914), mit einer damals unerhörten Technik aufgebaut — drei Personen tragen die Handlung, deren Schauplatz durch fünf Akte dieselbe Stube bleibt, und steigern sie zu greller Dramattk — brachte Schönherr den zweiten überwältigenden Erfolg. Zwei Jahre danach hat er das Thema wieder aufgenommen und in dem feinen Kammerspiel „Frau Suttner" durchgeführt. Der Aufbau seiner Dramen ist einfach. Ein deutlich abgegrenztes Problem, wie (scheinbar!) bei Ibsen, dessen Einwirkung in Schönherrs ersten Dramen zu spüren ist. Am Schicksal des Einzelnen wird nun eine Lösung dieses Problems gegeben. Man hat von einer „dramatischen Algebra" gesprochen. Das ist ungerecht, denn die Erklärung gibt nur das rein Verstandesmäßige dieser Technik, ohne das Wesen des Künstlerischen einzuschließen. Das aber kann dem Dramatiker Schönherr nicht ab- qesprochen werden, ttotz den vielen unreinen Effekten — den „Wirkungen ohne Ursache" nach Wagners Wort — des Theater-Routiniers Schönherr. Seine Art ist eher mit dem Bau der Fuge zu vergleichen. Das starre Schema birgt die Fülle der Vielgestaltigkeit, und diese wiederum verlangt ein einfaches Thema. Die Themen feiner Dramen finden wir auch in Schönherrs Prosa-Arbeiten wieder: „Allerhand Kreuzköpf", „Schuldbuch", „Aus meinem Merkbuch". In den grobgeschnitzten Figuren dieser Geschichten offenbart sich Schönherrs Kunst der Menschengestaltung, die auch den Dörflertypen, die als Nebenfiguren seiner Dramen auftreten, ihre Wirkung gibt. Walter Schwerdtfeger. Todeszügen vergleichen, die die Pest im 14. Jahr« hundert durch Europa unternahm. Schon damals zeigte Deutschland, daß es gewillt sei, als kolonisierender Faktor das Seme zu tun, — später wurden ihm die Kolonien ja bekanntlich unter dem Vorwande abgenommen, es könne nicht kolonisieren, — und entsandte den berühmtesten aller damaligen Bakteriologen, den deutschen Arzt Robert Koch zur Bekämpfung der Seuche nach Ostafrika. Aber selbst Robert Koch, der Entdecker zahlreicher Krank- heitserreger, der Sieger über die Cholera in Indien und Erretter von der Rinderpest in Afrika, vermag gegen die Schlafkrankheit nur soviel auszurichten, daß er Maßregeln angibt, um die Verbreiterin, d i e Tsetsefliege, zu bekämpfen. Ein sicheres Heil- mittel findet er selbst nicht. Dies ist erst der deutschen pharmazeutischen Wissenschaft gelungen, die 1916, mitten im Kriege, das Heilmittel Bayer 205, später Deutschland zu Ehren Germanin genannt, schuf. Es ist eine Ironie des Schicksals, daß gerade in dem Augenblick, als die Kolonien verlorengingen, das Mittel gefunden wurde, von dem ein englischer Biologe behauptet, daß das Mittel für die Alliierten viel wertvoller fei als die ganzen Kolonisieren heißt tropische Länder mit ihrer primitiven Bevölkerung der europäischen Wirtschaft erschließen und diese Bevölkerung zugleich auf einen im europäischen Sinne höheren Lebens- und Zivilisations-Standard bringen. Angesichts der Tatsache, daß Deutschland seit dem Weltkriege seiner Kolonien beraubt ist, klingt die Behauptung, es habe auch danach Beiträge zur Kolonisierung tropischer Gebiete liefern können, zunächst seltsam. Kolonisieren heißt nämlich auch zugleich Kampf gegen die überall in tropischen Gegenden auftretenden sogenannten Tropenkrankheiten, von deren Gefährlichkeit man sich in Europa häufig nicht die rechten Vorstellungen macht. Und eben hier hat Deutschland eingegriffen, um seine Beiträge zu Kolonisierung zu leisten, und zwar, indem es mit Hilfe seiner überragenden chemisch- pharmazeutischen Industrie der Welt eine Reihe wirksamster Heilmittel gegen Tropenkrankheiten zur Verfügung stellte, deren Bekämpfung und Heilung zuvor mit den allergrößten Schwierigkeiten verknüpft war. Hand in Hand mit dieser theoretischen Forschung der Chemiker und Aerzte in ihren Laboratorien ging aber auch praktische Arbeit durch die Gründung von Instituten für Schiffs- und Tropenkrdnkheiten, von denen besonders das in Hamburg sich durch seine Erfolge in der Behandlung der an Tropenkrankheiten Leidenden einen Ruf zu verschaffen gewußt hat. In allen tropischen Gegenden der Erde, aber auch in vielen subtropischen verbreitet ist die Malaria, das Sumpffieber in seinen verschiedenen Formen. Dauernde schwere Malariaanfälle können, abgesehen von der völligen Lähmung der Arbeitskraft während der Anfälle, den Organismus so schwächen, daß der Tod eintritt. Diese Krankheit ist daher eines der größten Hemmnisse aller Kolonisierung, ja, sie kann den Aufenthalt von Weißen in gewissen Gegenden geradezu unmöglich machen. Gegen diese Krankheit kannte man außer der Bekämpfung der Ueberträger, der Anopheles-Mücken, seit 300 Jahren ein von der Natur gegebenes Heiltrauen, denn nur wenn wir sehen, daß der Schreiner wieder etwas kann, dann werden wir — wenn wir mit der Zeit alle wieder mehr verdienen — uns auch unsere Möbel wieder von ihm arbeiten lassen. Aus diesem Grunde hat der Reichsinnungsver- banb des Schreinerhandwerks sich außer um die Arbeitsbeschaffung vor allem auch darum gekümmert, daß der einzelne Meister wieder etwas wirklich Gutes schaffen kann. So hat er die 92 000 Schreinermeister durch Fachbücher, Lichtbilderoor- träge und dergl. soweit geschult, daß es jetzt möglich geworden war, ein Gütezeichen für das Schreinerhandwerk einzuführen. Dieses Zeichen barf an benjenigen Möbeln angebracht werden, die nach den Lieferbedingungen für Möbel und Innenausbau aus Holz (RAL. 430 B) angefertigt worden sind. Und diese Bedingungen, die man sich im übrigen bei jeder Schreinerinnung zeigen lassen kann, schreiben genau vor, welchen Feuchtigkeitsgehalt das Holz haben darf, wie die Möbel geleimt fein sollen usw. Der Schreiner, der das Gütezeichen unberechtigt an Möbeln anbringt, wird bestraft. Daß das Schreinerhandwerk sein Gütezeichen schon nach drei Jahren nationalsozialistischer Führung schaffen konnte, ist ein Zeichen dafür, daß der Nationalsozialismus einen starken Einfluß auf den Geist des Handwerks überhaupt ausgeübt hat, daß aber auch das Schreinerhandwerk feine Kunden zufriedenstellen will. Betrieb näher ansehen. In der Spanne zwischen Einkaufspreis und Verkaufswert liegt der Rohgewinn, hiervon müssen jedoch erst noch Arbeitslöhne, Steuern, Maschinen, Werbungskosten usw. bezahlt werden, ehe der Reingewinn des einzelnen Meisters herauskommt. Und dieser Reingewinn hatte noch im Jahre 1928 etwa 20,5 o. H. des Umsatzes betragen, die Betriebsunkosten etwa 11,5 v. H. Im Verlauf der großen Krise mit ihrer wachsenden Arbeitslosigkeit stiegen jedoch auch die Steuern, die Licht- und Maschinenkosten wurden größer usw., so daß das Schreinerhandwerk im Jahre 1932 schon 23,3 v. H. seines Umsatzes für diese Betriebsunkosten aufwenden mußte. Und da auch die Verkaufspreise sanken (denn meistens „ - unterbot ein Handwerker den anderen, um selbst mittel, das Chinin, das seitdem auch synthetisch Volkswirtschaftliche Zeitsragen DieVersicherungsbeiträge in derStenererktärung Für volljährige Kinder wird die Ermäßigung auf Antrag gewährt, wenn sie ganz ober überwiegend auf Kosten des Steuerpflichtigen 1936; Soziale Probleme des Einzelhandels Hal dazu geführt, daß heute deren Erträge nur das Einanderen Beruf nachgehenden auch Ko- Kraft- lebensfähig find und kommen des einem Mannes erhöhen. Liefe Uebersetzung wenn das Kind zum Haushalt eines anderen gehört hat. V. A. In einer Zeit, in der wirtschaftliche Notwendigkeiten eine richtig gelenkte Warenverteilung zu einem wirtschaftspolitischen Faktor von größter Bedeutung werden lassen, müssen die sozialen Probleme des Einzelhandels mehr noch als sonst in den Vordergrund treten. Unter ihnen spielt die Nachwuchsfrage eine besondere Rolle. Wenn beispielsweise im Industrie- und Handelskammerbezirk Berlin im Jahre 1935 von 8477 Antragstellern, die ein Einzelhandelsgeschäft eröffnen wollten, nur 58 Bewerber eine ordnungsgemäße kaufmännische Ausbildung durchgemacht hatten, so zeigt das leider mit großer Deutlichkeit, daß der Nachwuchs des Einzelhandels weder aus der Jugend, noch aus seinen eigenen Reihen kommt. Wenn dieses Zahlenverhältnis vielleicht auch nicht überall das gleiche ist, so zeigt es im großen und ganzen doch die richtige Lage auf. Die meisten dieser neuen Geschäftsinhaber bestehen aus Leuten, die vorher im Einzelhandel noch nicht tätig waren. Zwar ist ihre Zulassung von dem Nachweis gewisser Kenntnisse abhängig, aber diese beziehen sich nur auf die allgemeinen Kenntnisse, die verhältnismäßig schnell zu erwerben sind. Daneben muß man feststellen, daß einzelne Branchen des Einzelhandels außerordentlich überaltert sind. Wenn z. B. im Eisenwarenhandel rurtb 25 v. H. der Geschäftsinhaber über 60 Jahre alt sind, so kennzeichnet dies genügend die Notwendigkeit des Nachrückens der Jugend. Für die Tatsache, daß nur ein Bruchteil des Nachwuchses aus dem Einzelhandel selbst kommt, liegt die Begründung ohne weiteres auf der Hand. Es fehlt den jungen Kaufleuten leider fast immer an Kapital, um sich selbständig zu machen. Der Wille zum sozialen Aufstieg ist da, nicht aber die Möglichkeit, diesen Willen in die Tat umzusetzen., An' diesem Punkte müßte eine Reform einsetzen. Personalkredit durch die Bank ohne sachliche Sicherung ist dem jungen Kaufmann verschlossen. Die jetzt' schon bestehende Selbstfinanzierungsmöglichkeit durch die Edeka-Genossenschafts-Organisation ist wegen ihrer zahlenmäßigen Begrenzung nicht ausreichend. Eine große Organisation für diesen Zweck auf breitester Basis mußte es ermöglichen, daß dem Nachwuchs des Einzelhandels, der eine gründliche, langjährige Berufsausbildung hinter sich hat, der soziale Aufstieg ermöglicht wird. Wie der Reichs- fachgruppenwalter für den Einzelhandel vor kurzem mitteilte, wird, die Deutsche Arbeitsfront der Frage der Finanzierung von Geschäftserrichtungen und -übernahmen durch tüchtige Kaufmannsgehilfen in Zukunft besondere Aufmerksamkeit widmen. Eine solche Finanzierungserleichterung ist um so notweydiger, als es, abgesehen von drei oder vier anderen Berufszweigen, kein anderes Wirtschaftsgebiet gibt, in dem der Anteil der selbständigen Unternehmen so groß ist, wie im Einzelhandel. Don den 1,9 Millionen im Einzelhandel beschäftigten Personen waren rund 42 v. H. selbständig. Jnter- i essant ist übrigens, daß fast ein Drittel aller selb- 1 ständigen Einzelhändler weibliche Personen sind, ! wobei man allerdings annehmen kann, daß ein sind. Darauf wurde bei einer privaten Krankenversicherungsunternehmung eine Versicherung mit einem Jahresbeitrag von 180 Mark für die ganze Familie abgeschlossen. Infolgedessen betrug das steuerpflichtige Einkommen nur noch 4620 Mark. Damit sank es in die Steuerstufe von mehr als 4250 Mark bis 4750 Mark. Infolgedessen ist nur noch eine Steuer von 225 Mark zu zahlen, so daß mindestens vier Monate lang für einen Beruf ausgebildet wurden, oder sich beim Reichsarbeitsdienst (bis zum außerplanmäßigen Truppführer), oder bei der Wehrmacht (bis zum Oberfähnrich bzw. Gefreiten), oder bei der SS.-Verftigungstruppe (bis zum SS.-Mann einschließlich) befunden haben und außerdem in dieser Zeit noch keine 25 Jahre alt waren. Die Ermäßigung kommt auch in Betracht, Die EinkommeusteuererMung nachdenVeranlügungsrilWnien Von Dr. jur. ei rer. pol. Wuth, Berlin. Die Deranlagungsrichtlinien zur Einkommensteuererklärung für 1936 sind besonders umfangreich, weil die Veranlagungs- und Ergänzungsrichtlinien der Jahre 1933/35, soweit sie auch für 1936 maßgebend sind, gleichfalls Aufnahme gefunden haben. Im folgenden sollen Erläuterungen zur Steuererklärung vor allem auf Grund der neuen Derwaltungsanordnungen des Reichsfinanzministers gegeben werden: wagens (Kraftrades) seitens des Arbeitnehmers ersetzt werden, soweit die Vergütung in Form von Kilometersätzen erfolgt, d. h. unter Zugrundelegung der Kosten, die sich auf Grund von Einzelberechnungen für jeden gefahrenen Kilometer im Durchschnitt ergeben. Auch hier werden die Reichsbeamtensätze ohne besonderen Nachweis anerkannt. Umzugskostenentschädigungen bilden für den Arbeitnehmer abzugsfähigo Werbungskosten, wenn der Umzug innerhalb der Firma erfolgt oder jedenfalls kein Berufswechsel vorliegt. Ohne weiteres lohn- und einkommensteuerfrei können Umzugskostenentschädigungen bis zur Höhe der Umzugskostenvergütungen der Beamten belassen werden. Die Einkün te aus Kapitalvermögen. Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen rechnen auch Freia ktien und sonstige Frei anteile ohne Rücksicht darauf, ob etwa durch ihre Ausgabe Steuersragen des Gewerbetreibenden. Die Gewerbetreibenden haben ihren steuerpflich- i tigen Gewinn für 1936 grundsätzlich nach dem Kalenderjahr als Wirtschaftsjahr zu berechnen. Nur der buchführungspflichtige Kaufmann kann ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr 1935/36 zugrundelegen. Soweit andere Gewerbe- ' treibende zur Umstellung ihres Wirtschaftsjah- I res auf das Kalenderjahr genötigt sind, wer- ' den sie eine Ermäßigung der Einkommensteuer im Billigkeitswege verlangen können, falls sie für 1 1934 zusätzliche Einkommensteuer zahlen mußten. Das Konto kurzlebiger Wirtschaftsgüter muß l Bestandteil der kaufmännischen Buchführung sein. > Bei einfacher Buchführung (ohne besondere Konten für die Anlagegegenstände) genügt ein gesonderter i n v e n t a r m ä ß i g e r Nachweis der kurzlebigen Wirtschaftsgüter. Bei Neueinrichtung ordnungsmäßiger Buchführung nach Ende 1935, ohne daß vorher Buchführungspflicht bestand, können auch die schon vorhandenen kurzlebigen Wirtschaftsgüter auf das Sonderkonto übertragen und abgeschrieben werden, sofern sie nicht bereits fünf Jahre oder länger benutzt wurden. Bei Abwertungsgewinnen ,die nur — bis 75 v. H. — ablieferüngspflichtig find, wenn es sich um Verbindlichkeiten aus dem Kapitalverkehr, nicht auf Grund von Warenlieferungen oder Dienstleistungen handelt, ist im Wirtschaftsjahr der Entstehung der Ablieferungsverpflichtung in der Bilanz eine Schuld einzusetzen. Vorher ist eine Passivierung der Ablieferungsverpflichtung nicht zulässig. Der verbleibende Abwertungsgewinn ist steuerpflichtig. Die nicht-buchführenden Kleingewerbetreibenden und Handwerker werden wie im Vorjahre nach Richtsätzen eingeschätzt. Die Anwendung des Richtsatzes darf auf den einzelnen Gewerbetreibenden nicht schematisch erfolgen, sondern soll dazu dienen, den tatsächlichen Einkünften möglichst nahezukommen. Die Richtsätze gelten nicht für buch- führungspflichtiqe Gewerbetreibende, auch dann nicht, wenn sie ihrer Verpflichtung zu ordnungsmäßiger Buchführung nicht nachgekommen sind. Für diese Gewerbetreibenden ist eine Einzelschätzung des Gewinns vorgesehen, bei der die Richtsätze nur nach Lage des einzelnen Falles einen Anhaltspunkt bieten können. Die Einkünfte aus selbständiger Arbeit, insbesondere freiem Beruf. Für die Angehörigen der freien Berufe steht eine Neuregelungder Buchführungspflicht bevor. Die erhöhten Abschreibungen auf kurzlebige Wirtschaftsgüter setzen auch bei den freien Berufen eine den Vorschriften des Handelsgesetzbuches entsprechende Buchführung voraus. Die Buchführung in erleichterter Form genügt nicht, so daß nach Auffassung des Reichsfinanzministers die Vergünstigung nur in seltenen Fällen in Anspruch genommen werden kann. DieBesteuerungdesArbeitnehmers. Arbeitnehmer sind zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung für 1936 verpflichtet, wenn ihr Einkommen mehr als 4000 Mark betragen hat und darin Einkünfte von über 300 Mark enthalten sind, die weder der Lohnsteuer, noch der Kapitalertragsteuer unterlegen haben. N e b e n e i n - fünfte* bis 300 Mark sind seit dem 1. Januar 1934 bei einem Gesamteinkommen bis 8000 Mark steuerfrei. Aus Billigkeitsgründen wird für die Zeit vor dem 1. Januar 1934 von einer nachträglichen Heranziehung von Nebeneinkünften abgesehen, wenn sie im Jahre nicht mehr als 2000 Mark betragen haben und keine vorsätzliche Steuerzuwiderhandlung vorliegt. Reisekostenentschädigungen, Kilometersätze, Umzugskosten. großer Teil von ihnen nur Firmenträgerin ist, d. h. daß das Geschäft nur auf den Namen der Frau geht. Der Nachwuchs im Einzelhandel erhält heute durch die Reichsberufswettkämpfe, durch die Berufsschulen, die zusätzliche Berufsschulung der Deutschen Arbeitsftont, Uebungsfirmen usw. eine so ausgezeichnete Ausbildung, daß man es aufs tiefste bedauern muß, wenn Millionen dieser jungen Menschen nur aus finanziellen Gründen der soziale Aufstieg zur Selbständigkeit — dessen befruchtende Auswirkung auf die Volkswirtschaft nicht vergessen werden sollte — verwehrt bleibt. Die Gesamtlage des Einzelhandels ist heute auch so, daß sich tatsächlich nur die besten Kräfte behaupten können. Die Anziehungskraft des Einzelhandels aus anderen Berufen hat sich doch so ausgewirkt, daß wir von einer sehr starken Uebersetzung im Einzelhandel sprechen können, die stellenweise auf 20 bis 30 v. H. geschätzt wird. Diese Uebersetzung in Verbindung mit dem Rückgang der Handelsspanne, d. h. des Verdienstes auf der einen Seite, verbunden ferner mit dem Wettbewerb der Warenhäuser usw.- läßt nur Einzelhandelsunternehmer mit den besten Betriebs- und Verkaufsmethoden, mit dem besten Sachkönnen bestehen. Es gibt leider eine ganze Reihe von Einzelhandelsgeschäften, vielfach von der Ehefrau geleitet, die an sich gar nicht eine früher vorgenommene Kapitalzusammenlegung ganz oder teilweise wieder rückgängig gemacht werden sollte. Beachtet werden muß aber, daß für die genann-1 in diesem Falle sich der Krankenoersicherungsbeitrag ten Versicherungs- und Bausparkassenbeiträge, für von 180 Mark um eine nur durch ihn bewirkte Kirchensteuern und für die in § 10 Absatz 2 ge- Steuerermäßigung von 40 Mark verringert. nannten Schuldzinsen vom Finanzamt ein Pauschal-1 ' das Durchschnittseinkommen aus einem gewöhnlichen Einzelhandelsgeschäft 150 bis 180 RM. beträgt. Sie ist in ihrer Auswirkung um so fühlbarer, als die Einkommenssteigerung des Einzelhandels zwangsläufig abgestoppt worden ist und sich stellenweise sogar in eine Minderung des Einkommens umgewandelt hat, eine Tatsache, die insbesondere beim Lebensmitteleinzelhandel festzustellen ist. Durch die Festsetzung von Erzeugermindest- und Verbraucherhöchstpreisen sind die Handelsspannen sehr genau festgelegt. Bei einer Reihe von 2Brren mußten sie aus volkswirtschaftlichen Gründen so knapp sein, daß sie kaum die reinen Unkosten decken. Eine Statistik hat sogar festgestellt, daß etwa die Hälfte des Umsatzes der Lebensmittelgeschäfte aus solchen Waren besteht, deren Spanne geringer ist als die entstandenen Unkosten. Trotz dieser teilweise recht schwierigen Lage, in der sich der Einzelhandel befindet, bedeutet der Schritt zum selbständigen Geschäftsinhaber für den Nachwuchs einen sozialen Aufstieg, der mit allen Kräften gefördert werden muß. Denn ebenso sehr wie die Selbständigkeit Initiative und Verantwortungsfreudigkeit anregt und steigert, genau so sehr braucht unsere Volkswirtschaft diese Freude am selbständigen Schaffen sowohl des einzelnen, wie des ganzen Berufsstandes. Daß hierzu aber der Nachwuchs mit gründlichster Ausbildung besser geeignet ist als ältere Menschen, die ohne diese Kenntnisse und Erfahrungen neu in diesen Beruf treten, liegt klar auf der Hand. besondere Vereinbarungen mit dem finanzamt. Lohn- und einkommensteuerfrei können sten für die Benutzung des eigenen terroerfen. Die Einkünfte aus Vermietung (H a u s b e s i tz). Für den Hausbesitz werden zur Absetzung der Werbungskosten von den Miet- und sonstigen Einnahmen wieder vom Landesfinanzamt Pauschsätze festgesetzt, soweit es sich um vor dem 1. Januar 1925 bezugsfertig gewordene Gebäude handelt; die Gebäudeentschuldungssteuer ist stets besonders abzugsfähig. Dagegen sind die jährlichen Absetzungen für Abnutzung auf das Gebäude grundsätzlich in dem Pauschsatz abgegolten. Als Reisekostenvergütungen können an Arbeitnehmer nach wie vor die Tages- und Ueber- nachtungsgelder der vergleichbaren Reichsbeamten ohne besonderen Nachweis lohn- und einkommensteuerfrei gewährt werden. Die Reisekostensätze der Beamten sind hier auch dann anwendbar, wenn es sich um eine Reisetätigkeit i n - nerhalb einer räumlich ausgedehnten Groß- stadt handelt und die Arbeiten in mehr als fünf Kilometer Entfernung von der regelmäßigen Arbeitsstätte ausgeführt werden. Im übrigen tritt die für Beamte vorgesehene Kürzung der Reisekostenvergütungen bei Dienstreisen von über sieben Tagen nicht ein. Bei Erstattung der Reisekosten an Arbeitnehmer seitens einer Firma nach einheitlichen Richtlinien und festen Sätzen empfehlen sich häufig Betriebs- Bis fc'S Mer und rich Lleilder Weid kund Hofreäer [in hem Schaft L werden. An e LSputf, unr k Zrundmauen L einzustürzei u untergebrt szollnbach tr Lr5 stark in Ei L Flußbettes tr sterschwemmte i 9a«; Illein ( pion von A Wütig. «en Marge, pm Juwelier . pn her in Bar M eine Kra r ichönen, rein W- Den tabelli jWZäsisch mit handelte er kommt Moftete er, Q[, m ausgewiese Lta, sich I $ai> ö« Steint LS" ,id) ®i Die Verbrauchergenossenschaften und ihre Aufgaben. Die Verbrauchergenossenschaften sind Selbsthilfe^ einrichtungen von Verbrauchern. Ihr Wirtschafts-j betrieb ist auf die gemeinschaftliche Versorgung bet?] ihnen angeschlossenen Mitgliederhaushaltungen mit guten, preiswürdigen Bedarfsgütern gerichtet. Durch Großbezug, möglichste Verkürzung bes Waren- weges vom Erzeuger zum Verbraucher unb burch eigene Herstellung wirb eine Verbilligung der Bedarfsversorgung erstrebt. Anders als erwerbswirtschaftliche Einzel- und Gesellschaftsunternehmungen arbeiten die Verbrauchergenossenschaften ohne die Absicht einer Gewinnerzielung. Sie sind demnach von den kapitalistischen Einzelhandels-Großbetriebs formen wesensgemäß sehr verschieden. Nach Vor- | nähme der erforderlichen Abschreibungen unb Rückstellungen oerbleibenbe Ueberschüsse werben den Mitgliedern nach Maßgabe ihrer genossenschaftlichen Betätigung zurückgewährt, b. h. bas Mitglieb erhält aus ben Erübrigungen auf feinen Umsatz bei ber Genossenschaft eine Rückvergütung, bie gesetzlich auf 3 o. H. begrenzt ist. Ein Teil davon wirb bem Genossenschaftsanteil bes Mitgliebes zugeschrieben, ? bis ber satzungsgemäße Betrag erreicht ist. Auf diese Weise kann das Mitglied seinen Geschäftsanteil — die Summe dieser Anteile stellt das Be»u triebskapital der Genossenschaft dar — ohne Schwie- [ rigkeit allmählich aufsparen. Der Anteil wird dem , Mitglied nach seinem Ausscheiden aus der Ge-> nossenschaft zuisückgezahlt. Die genossenschaftlichen Einrichtungen sind von den Mitgliedern für die Mitglieder geschaffen. 2h j Nichtmitglieder werden keine Bedarfsgüter abge-l geben. Der Erwerb der Mitgliedschaft steht jedem» Volksgenossen offen. Die berufliche Gliederung berÄ Mitglieder entspricht der Gliederung des deutschen« Volkes. Die Verbrauchergenossenschaften sind also» echte Volksgenossenschaften. Ihrer Zielsetzung gemäß bekämpfen die Ve»V brauchergeno.ssenschaften monopolistische, auf die Er- zielung ungerechtfertigt hoher Preise gerichtete Be-.I strebungen, wofür besonders die schwedischen 23er|] brauchergenossenschaften ein gutes Beispiel bieten.? Sie pflegen den Qualitätsgedanken, erziehen bie’ Mitglieder zur Barzahlung und befolgen den Len- ,i stungsgrundsatz. Ihre große Bedeutung für eine 1 gleichmäßige Bedarfsversorgung erwies sich vor» allem ro(ihrenb des Krieges, wie ihnen auch jetzt iin | Zeichen der Bedarfslenkung wieder wichtige Au'- j qaben gestellt sind. Sie haben mancherlei soziale I Einrichtungen für ihre Mitglieder wie für ihre folgschaften (z. B. Kinderheime, Ferienheime) schaffen. Es gibt heute in Deutschland etwa 1100 23er-1 brauchergenossenschaften, die im „Reichsbund brr I deutschen Verbrauchergenossenschaften e. 23." z>i'» sarnrnengefaßt sind. Ihre wirtschaftliche Zentrale ist 1 die „Deutsche Großeinkaufs-Gesellschaft m. b. S)' - (GEG.), bie etwa 50 Erzeugungsstätten unb 23c r- I eblungsbetriebe in allen ©egenben Deutschlands I unterhält. Die Verbrauchergenossenschaften waren I früher wegen ihrer politischen Bindungen stark um- <| stritten. Heute sind sie in den deutschen Wirtschafts-ri aufbau eingefügt unb gemäß Erklärung bes Stell’ I Vertreters bes Führers bem wirtschaftspolitischen. I Meinungsstreit entzogen. Ein Gegensatz zum Einzel-N hanbel besteht nicht. Verbrauchergenossenschaften N unb Einzelhanbel bemühen sich vielmehr in etlichem Leistungswettbewerb um bie beste Bedarfs I Versorgung bes beutschen Volkes. K immer tn öer Art, i tr er Ä I 15 «Kerbir k',»W6e , HÄ. Stille Kiä» i te* f \ er IjJ " Mtte t>d b ,. Ä M Höhere Abschreibungen als a u f das Gebäude sind im allgemeinen nur noch auf für bestimmte Mieter errichtete Anlagen zulässig, bie währenb ber Dauer bes Mietvertrages abzuschreiben sinb, sowie auf Labeneinbauten, beren Wert sich nur auf verhältnismäßig kurze Zeit erstreckt. Die 1936 empfangenen Schulboerschrei- ungen berGemeindeschulbanleihe sinh grunbsätzlich mit bem Kurs vom Empfangstage steuerpflichtig; sie können mit einem Durchschnittswert von 88 v. H. angesetzt werben. Auch ber Erlös aus ben Guthabenbescheinigungen unterliegt ber Einkommensteuer, ebenso bie zur Steuerzahlung verwendeten Beträge. Die Anleihezinsen bilden Einkünfte aus Kapitalvermögen. Die Vergünstigungen für Kriegs- unb Zivilbeschädigte. Die ben Kriegs- unb Zioilbeschäbigten auf Antrag als abzugsfähig zuzubilligenben Pauschbeträge kommen in Betracht, sofern bie Erwerbsfähigkeit um minbeftens 2 5 v. H. ge m i n b e r t ist. Sie wirb auch Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes und ihren Hinterbliebenen gewährt, die wegen Dienstbeschädigung eine entsprechende Beschädigtenversorgung erhalten. Zivilbeschädigte sind durch ein von außen wirkendes Ereignis (Unfall, Verletzung) beschädigte Personen, sowie solche, bei denen ein inneres Leiden in typischem Zusammenhang mit dem Beruf steht (typische Berufs- [ÄJ-i 0* N p. i'/itei- K te*« »*>'& MR • betrag von 200 Mark ohne jeden Nachweis abgezogen wird. Die Sonderausgaben müssen also ben Pauschalbetrag von 200 Mark übersteigen, wenn sie eine entsprechenbe Senkung bes steuerpflichtigen Einkommens zur Folge haben sollen. Andererseits tritt eine Steuerermäßigung erst bann ein, wenn bie 23erminberung bes steuerpflichtigen Einkommens bie Folge hat, baß es um eine ober mehrere Steuerstufen sinkt. Man nehme an, baß ein Ehemann mit zwei Kinbern ein Einkommen von 5300 Mark hat, für bäs nach ber Steuertabelle eine jährliche Einkommensteuer von 316 Mark (Steuerstufe von mehr als 5250 bis 5750 Mark) zu zahlen ist. Er hat aber mit Versicherungsbeiträgen unb anberen Sonber- ausgaben im Gesamtbetrag von 500 Mark ein Einkommen von 4800 Mark zu versteuern gehabt, für bas in ber Steuerstufe von mehr als 4750 bis 5250 Mark 265 Mark Einkommensteuer zu zahlen Familienermäßigungen. Die Ermäßigung für minderjährige Kinber wirb gewährt, wenn sie 1936 minbeftens vier Monate lang als minberjährig zum Haushalt bes Steuerpflichtigen gehörten. Letzteres ist auch ber Fall, wenn sie sich mit seiner Einwilligung außer- halb seiner Wohnung, jeboch nicht zum Zwecke bes Erwerbs, fonbern z. B. zum Zwecke ber Erziehung (Lehre) ober im R e i ch s a r b e i t s b i e n ft, bei ber Wehrmacht ober ber SS. - Verfü ° gunqstruppe zur Ausbilbung befinben. Lebt bas Kinb zusammen mit seinen Eltern im Haushalt ij eines anberen, so steht bie Ermäßigung boch gründ-« sätzlich ben Eltern zu. Eine Ausnahme besteht, wennH bas Kinb z. B. mit seiner Mutter bei Pflegeeltepn (z. B. Großeltern, auch sonstigen Derwanbten) wohnt, ober bem Großvater z. B. Kinberermäßigung auch" für bie Mutter zusteht, ba biese noch minberjährig ober unter 25 Jahre alt ober verwitwet ober ge- schieben ist unb zu seinem Haushalt gehört. Das ‘ gleiche gilt, wenn bie Steuerermäßigung sich bei ben im Haushalt ber Großeltern lebenben Eltern z.B. mangels Einkommens nicht auswirken würde. Die Aufwendungen zum Unterhalt eines minder» jährigen Kindes, das zum Haushalt des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten gehört, können nur aus Billigkeitsgründen berücksichtigt werden. Bei den Anleihen, insbesondere Industrie- Obligationen, die zwecks Umtausches in niedriger verzinsliche Anleihen zur Rückzahlung gekündigt worden sind, liegt der Einlösungskurs häufig erheblich über bem Ausgabekurs. Der Unterschiebs- betrag ist nach ben Veranlagungsrichtlinien bei pri- oaten Gläubigern nicht einkommensteuerpflichtig. In ben Fällen, in denen bie zurückgezahlten Anleihen mit Zusatzverzinsung versehen waren, wirb beshald auch kein Steuerabzug vom Kapitalertrag erhoben. — Auch bie Vergütung (Bonus), bie ber Gläubiger meist in Höhe von Vz v. H. beim Umtausch erhält, stellt nur eine Ermäßigung bes Anschaffungspreises für bie neuen Schulbverschreibun- gen bar unb ist ber Einkommensteuer nicht zu un- Die Einkommensteuererklärung gibt Veranlassung, barauf hinzuweisen, daß für Krankenversicherungsbeiträge unter Umständen erhebliche Steuerermäßigungen in Anspruch genommen werden können. Es können neben Beiträgen für Lebens-, Unfall-, Haftpflicht-, Angestellten-, Invaliden- und Erwerbslosenversicherungen auch die Beiträge für private Krankenversicherungen als sogenannte Sonderausgaben vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden. Dieser Abzug ist nicht nur zulässig für die eigenen Krankenoersicherungsbeiträge des Steuerpflichtigen, sondern auch für die seiner Ehefrau und einer Kinder, für die ihm Kinderermäßigung gewährt wird. Allerdings dürfen die Abzüge für die in § 10 Absatz 4 des Einkommensteuergesetzes genannten Versicherungen wie unter Umständen auch ür Bausparkassenbeiträge zusammen den Jahresbetrag von 500 Mark nicht übersteigen. Dieser Betrag erhöht sich aber um 300 Mark für die Eherau, 300 Mark für das erste Kind, 400 Mark für >as zweite Kind, 600 Mark für das dritte Kind, 800 Mark für das vierte Kind und je 1000 Mark für das fünfte und jedes weitere Kind. Beispielsweise kann also ein Familienvater mit Frau und drei Kindern für Versicherungs- und Bausparkassenbeiträge zusammen bis zu 2100 Mark in Abzug bringen. krankheit). Sonstige innere Leiden genügen ebenso wenig wie äußere Beschädigungen, bie nur Folge innerer Krankheiten sinb (3.23. spinale Kmberläh- mung), insbesondere auch nicht bloße Alterserscheinungen. Die Vergünstigung gilt auch für durch Geburtsfehler körperlich behinderte Personen, bie schon von Geburt an einen äußerlich erkennbaren Fehler (z.B. steifen Arm) aufweisen, ber sie am freien Gebrauch bes Gliebes hinbert. Tuberkulose unb sonstige bloße Krankheitsanlagen, die spater z.B. zu Kniegelenksteifheit führen, genügen nicht. Ergibt sich eine höhere Erwerbsminderung infolge mehrerer Beschädigungen, so ist jeweils die höchste anerkante Erwerbsbeschädigung maßgebend; die Gesamterwerbsbeschränkung muß erforderlichenfalls durch eine besondere Bescheinigung, z. B. ein amtsärztliches Gutachten, nachgewiesen werden. xr.Hb Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 24. ^bruar 1957 Mit Nw- '........- ------- i r« »■* Hochwasser im Abflauen Aus der Hrovinziathauptfladt '■[11, in dem Schafe untergebracht waren, mußte ein. P.B. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Auf- 18 Uhr Ausstellung „For-1 führung der Oper „Carmen" am Samstag, 27. Fe- I bruar, schon um 19.30 Uhr beginnt, damit die aus- (Nachdruck verboten.) Fortsetzung. sie wollte. mir beizu- meine am Brandplatz: 17 bis scher als Künstler. Das Mädchen itf dem Silberhaar Roman von Anny von panhuys. ewes minder. 1 des geschieh ? Ehegatten oe- inden berüchih Pestalozzischule Kreisversammlung. — Ortsgruppe Gießen-Süd und Deutsche Arbeitsfront: 20.30 Uhr im Studentenheim Ortsgruppenoersammlung, Vortrag von Oberbürgermeister Ritter. — Stadttheater: 19.30 bis 21.45 Uhr: „Kupferne Hochzeit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „I A in Oberbayern". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Berge in Flammen". — Jahrgang 1887 der Frauen: 15 Uhr Zusammenkunft in der Wirtschaft Bönsel, Hamm- straße. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus schwiegen: „Was soll ich nun aber in legenheit nach Ihrer Ansicht tun?" Sie konnte bestrickend lächeln, wenn es ist nichts an dem Geklatsch." Sie wurde lebhafter. „Ich war natürlich zu Hause, ging aber an dem betreffenden Abend früh schlafen. Wie soll ich denn anders beweisen, daß ich nicht doch noch einmal das Haus verlassen habe, um auf dem Maskenball im Einhorn zu tanzen? Ich gebe zu, ich bin manchmal für hiesige Begriffe, auch für die Begriffe meiner Familie, etwas extravagant, aber ein Maskenball dieser Art hätte mich wirklich nicht gereizt. Ich will diesen Klatsch aus der Welt schaffen durch ein Mittel, das unfehlbar hilft und rechne sehr auf ihren Beistand." Sie lächelte wieder so bestrickend wie kurz zuvor. Er antwortete nicht gleich, sagte dann langsam: „Es wäre doch aber nicht so etwas Furchtbares, wenn Sie wirklich auf dem Maskenball gewesen wären, der doch zu den durchaus anständigen Veranstaltungen gehört, und ich finde, durch die von Ihnen vorgeschlagene Annonce gewinnt ein kleiner harmloser Klatsch, eine Personenoerwechslung erst Wichtigkeit, die höchst überflüssig ist. Ich verstehe den Standpunkt Fräulein Karstens, glaube aber, sie ist gern bereit, sowohl Ihrer Familie, als auch dem Grafen Stein, an dessen Meinung Ihnen wohl besonders liegt, zu versichern, daß sie es gewesen, die den Maskenball besuchte, und nur die auffallende Haarfarbe, die sie mit Ihnen gemeinsam hat, den Anlaß zu dem Irrtum gegeben hat." „Rein, das genügt mir nicht, Herr Direktor", wehrte die Komtesse ab, „ich will, die ganze Stadt soll gleich Bescheid wissen. Man klatscht zuviel, die bequeme Genugtuung genügt mir nicht." „Genugtuung?" wiederholte Berthold Radix langsam. „Aber ich bitte Sie, gnädiges Fräulein, das Wort hat doch gar keine 'Berechtigung. Fräulein Karsten ist Ihnen ja keine Genugtuung schuldig. Sie kann doch nichts dafür, wenn sie von anderen ihrer Figur und Haarfarbe wegen mit Ihnen verwechselt wird. Verzeihen Sie, aber darin sind Sie ungerecht." jyumt werden. An einem Holzschuppen des Bcchn- Men Spuck, unmittelbar an der Wieseck, wur- die Grundmauern so stark unterspült, daß der Huppen einzustürzen drohte. Alles Holz, das im Suppen untergebracht war, mußte geräumt «den. iHBollnbach trat das Hochwasser der Wieseck Zubers stark in Erscheinung. Trotz des dortigen pßen Flußbettes trat das Wasser über die Ufer G überschwemmte die Dorfstraße und den Dorf- nächsten Morgen verkaufte Günther Greven- R? einem Juwelier auf dem Boulevard des Jta- ir» einen der in Barcelona in Ringform gefaßten kne und eine Krawattennadel. Der Juwelier, „Ich freue mich Ihres Besuches und bin gespannt, welchem Grund ich die Ehre zu verdanken habe." Die Komtesse nahm Platz, spielte etwas nervös mit dem rechten langftulpigen Handschuh, den sie ausgezogen hatte. Sie beklagte sich gründlich über Franziska Karsten, die nicht tun wollte, wozu sie rd die ErnG sie ganz oba ^Pflichtigen M inen Beruf aus eichsarbeitsdient ppführer), oben ihnrich bzw. A ungstruppe (bis nden haben uni ie -25 Jahre dr uch in Betracht nes anderen ge Oben rechts: Das Schild „Rur für Fußgänger" am Wiesenweg zum Philosophenwald wirkte am geftrigenDiens- tag fast wie ein guter Scherz. Für Fußgänger gab es da keine Möglichkeit, den Weg zu benützen. DasPaddelboot wäre das geeignete Fahrzeug gewesen, um zum Philosophenwald zu gelangen. Reben st ehend : Ein eindrucksvolles Bild bot das Heuchelheimer Feld. Die Straße von Heuchelheim hinüber nach Dutenhofen zog sich wie ein Damm durch eine Wasserwüste. (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) weil sie ihr kleines Maskenballabenteuer nicht preisgeben wollte oder durfte. Täglich war er jetzt mit dem Grafen zusammen, und er war längst dem Advokaten Dinet vorgestellt, der sofort alles für die Adoption einleitete. Der Advokat hatte zu ihm gemeint: „Man könnte Sie wirklich für einen Sohn von Monsieur le comte Rethel halten, man täte es sogar sicher, falls Sie die Ähnlichkeit noch durch einen kleinen Spitzbart, wie ihn der Herr Graf trägt, unterstreichen würden." Die Bemerkung fiel bei Günther Grevenstein auf fruchtbaren Boden. Er ließ sich wirklich einen Spitzbart stehen. Jeden Tag ging er zu einem bestimmten Friseur, damit er das Wachsen und Gedeihen der neuen Bartzierde genau überwache und ihr von Anfang an die nötige Pflege zuteil werden ließe. Eines Tages erfuhr denn Günther Grevenstein auch, was für eine Generalvertretung der Graf hatte. Es handelte sich um deutsche Radioapparate der Firma Radio-Radix, deren Fabrik sich in einer kleinen deutschen Stadt befand. Günther Grevenstein stutzte. Welch sonderbarer Zufall, dachte er, die kleine Stadt, in der sich die Radio-Radix befand, war dieselbe, in der er den Maskenball besucht, der seinem Leben eine so ganz andere Richtung gegeben. Der Gras erklärte: „Es handelt sich in der Hauptsache um einen Repräsentationsposten. Die Räume der hiesigen Radio-Radix befinden sich an der Madeleinekirche. Ein ganzes Stockwerk haben wir dort und sehr gutes Büropersonal, sowie tüchtige Reisende. Ich bin bloß so'n Oberbonze ohne große Kopfschmerzen. Immerhin, ich arbeite natürlich auch und habe vom Fach, ohne mich loben zu wollen, ziemlich viel los." Günther Grevenstein lernte bald die Pariser Niederlage der Radio-Radix kennen und sah, als er auf ihn wartete, zu, wie der Graf einen Brief aus Deutschland las. Er ahnte nicht, daß die mit dem silberblonden Haar, die er so verlangend geküßt, und deren Bild noch oft vor ihn hintrat, den Brief stenographiert und mit der Maschine abgeschrieben hatte. Er ahnte nicht, daß er nicht die Komtesse Mönchsgut geküßt, sondern eine Angestellte der Radio-Radix, die dem Diadem nicht nachsagte, weil sie es nicht für echt hielt. 8. Die Komtesse Mönchsgut war wütend, so kurz von Franziska Karsten abgefertigt worden zu sein, und am nächsten Vormittag fuhr sie in ihrem kleinen Auto bei den Radio-Werken vor. Sie wurde dem Direktor gemeldet, der sie gleich mit größter Liebenswürdigkeit empfing. Man kannte sich gut, und die Komtesse war befreundet mit Melitta Keibert, zu deren Anbetern Berthold Radix gehörte, wie man wissen wollte. Berthold Radix schob der Komtesse einen Klubsessel zurecht. „So genau kann ich das nicht nehmen", wehrte sich die Komtesse wieder, sehr ärgerlich darüber, nicht das Entgegenkommen zu finden, das sie hier erwartet hatte. „Ich denke und handle so, wie es für mich am günstigsten ist." „Dann dürfen Sie sich aber nicht wundern, wenn Fräulein Karsten genau so denkt, um so mehr, als sie an dem Klatsch schuldlos ist." Die Komtesse trumpfte auf: „Sie sollten ihr nicht so schützend beistehen, Herr Direktor. Der Klatsch befaßt sich leider nicht nur damit, daß die Komtesse Mönchsgut auf dem Maskenball gewesen und dort getanzt hat, sondern auch damit, daß sie fast nur mit einem Herrn im Domino getanzt, dann mit ihm Sekt getrunken und sich schließlich mit ihm ganz abgesondert hat. Ein paar Masken sind den beiden unbemerkt nachgeschlichen und haben nachher überall ausgetratscht, die Komtesse Mönchsgut hätte sich oben auf der beinahe dunklen Galerie von dem Domino gründlich abküssen lassen." Berthold Radix wunderte sich, warum ihm plötzlich das Blut so stark zu Kopfe schoß, daß es in seinen Ohren sauste und brauste. Er begriff nicht, warum ihn ein ganz toller Zorn ergriff und er am liebsten laut geschrien hätte: Das ist nicht wahr, das ist eine ganz gemeine Lüge!" Er preßte die Lippen aufeinander, erwiderte mit künstlicher Ruhe: „Ich werde mit Fräulein Karsten sprechen und Ihnen dann Nachricht zukommen lassen, Komtesse." Sie nickte: „Gut, ich bin damit einverstanden, es bleibt mir allerdings auch nichts weiter übrig. Aber ich werde übermorgen zur selben Zeit wieder Herkommen, nicht wahr?" Ihm war es recht, ihm war alles recht, nur endlich gehen sollte die Komtesse, deren hochmütiger Mund, deren dreiste Augen ihm mit einem Male unsagbar zuwider waren. Kaum hatte sich Hella Mönchsgut entfernt, löste sich die künstliche Ruhe seiner Züge, seine Erregung war unverkennbar. Um seinen Mund zuckte es, und auf seiner Stirn lagen tiefe Schatten. Eine ähnliche Bemerkung, nur lange nicht so betont, wie eben die der Komtesse, hatte Prokurist Wüst direkt gegen Franziska Karsten geschleudert, an dem Tage nach dem Maskenball, als sie das Geld von der 'Fabriksparkasse erheben wollte. Er hatte die Bemerkung als albernen Klatsch nicht geglaubt, sie beinahe vergessen. Die Komtesse aber hatte deutlicher gesprochen, und ihm war ei, als sähe er auf dem weichen klaren Gesicht Fran» ziska Karstens jetzt ein häßliches Mal, das die feinen Züge entstellte. Er ballte die Hände zu Fäusten. Was ging ihn das Mädel an! Er hatte sich vordem wenig um sie gekümmert, doch seit dem Tage, an dem sie ihm Dinge ins Gesicht gesagt, die er, obwohl sie ihn ärgerten, als Wahrheit anerkennen mußte, seit dem Tage dachte er zuviel an sie. (Fortsetzung folgt!) und sie wollte jetzt. „Ich bitte Sie, bester Herr Direktor, stehen gegen diese halsstarrige dreiste Person und ........ Forderung bei ihr zu unterstützen. Es gibt für mich keinen anderen Weg als die Zeitungsnotiz. Nur auf diese Weise erfährt der ganze Ort, Ställen untergebracht werden. Im K l e e b a ch t a l gab es ebenfalls Ueber- fchwemmungen. Der Klee buch hat weite Wiesen- flächen unter Wasser gesetzt und auch der Geschwindbach ist über die Ufer getreten. In Hörnsheim, wie auch in anderen Orten, drang das Wasser in die Keller von ihr aufgefordert worden. Während der Erzählung war das anfangs lächelnde Gesicht ihres Zuhörers immer ernster geworden. Schließlich fragte er, der bisher ge- ' der Ange- müffen in der Dämmerung die Amseln flöten, die zuverlässigen Herolde der nahen Wende. P. B. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. NSLB., Kreis Gießen, 15.30 Uhr in der Neuen Wchn | n n tnb SelbstM-^^ t)i Versorgung her 11 ishMngen mir I » i gerichtet. Durd» j •’p ig des Waren- l | mcher und burd I j lilligung der A L als erwerbswirt F sunternehmuiM I chaften ohne bk 5ic sind bemnoti lels-Grohbetriett leben. Nach NI jungen unb W ijfe werben ber lenossenschastlich^ das Mitglied kl seinen Umsatz r tung, die m- davon wird N des zugeschneb^ erreicht ll - Ll seinen Geschah eik (teilt tas» r - ohne SchM Anteil wirb b® ien aus der N ziele Einwohner unserer Stadt fanden gestern, ^em einige Stunden lang die Sonne die vor- L undurchdringlich erscheinende Wolkendecke durch- FrJien hatte, den Weg zur Lahn ober zur Wieseck, |,.h sich das Hochwasser anzusehen. Der große See, s. sich hinter dem Amtsgericht gebildet hatte, er- 1 n auch nicht alltäglich und war schon einiger nierksamkeit wert. Gegen 16 Uhr bot sich am Gericht übrigens ein schönes Schauspiel. In lderoollem Fluge kamen vom großen Eich- Amt Deutsches Volksbildungswerk. Am Freitag, 26. Februar, 20 Uhr, liest in der Neuen Aula der Universität der Dichter Karl Heinrich Waggerl aus eigenen Werken. Der Goethebund hat uns zu diesem Abend verbilligte Eintrittskarten zum Preis von 50 Pfennig zur Verfügung gestellt, die auf der Kreisdienststelle erhältlich sind. Amt Feierabend. Oie Bank in den Anlagen. Wie ein Bettler, der ein Almosen erwartet, mag sie wohl bei jedem nahenden Schritt Hoffnung haben, daß man ihr Beachtung und ein wenig Gesellschaft schenke. Sie muß sich sehr einsam fühlen in den noch winterlichen Anlagen. Zwar schlafen die Bäume und Sträucher längst nicht mehr, ihre Zweige wiegen sich schon gelöster und elastischer im Wind, und überall brechen schwellende Knospen aus der Rinde, aber nur die Hasel- und Erlengebüsche sind bis jetzt dabei, ihre anmutigen Vorfrühlingswimpel zu hissen. Die Vögel sind bis auf die neugierigen Meisen, die voll Keckheit und Frohlaune ihr „Sind Sie da? Sind Sie da?" jedem einsamen Wanderer entgegenzwitschern, noch stumm und verraten nur durch ihr unruhevolles Herumflattern, daß ihnen das Herz rascher schlägt. Wenn erst die Sonne die regenverweichten Wege wieder austrocknet und das Sitzbrett mit flutenden Strahlen angewärmt haben wird, kann die Bank schon eher auf Besuch rechnen. Vielleicht träumt sie bei heiterem Himmel von ihren Stammgästen. Ob der Alte im weißen Bart, der im letzten Frühling immer seine Zeitung aus der Tasche nahm, wenn er Platz genommen hatte, gesund über den Winter hinweggekommen ist? Manchmal stellten sich noch zwei Freunde bei ihm ein, und es war ein gemütliches und ausdauerndes Plauderkollegium, von dem die Bank alle Neuigkeiten in der Stadt erfuhr. Mitunter kamen auch Frauen mit Kinderwagen, aber da wurde es der Bank oft zu lärmvoll. Die Mütter schimpften, und die Kinder schrien. Am schönsten war es an den stillen Abenden, wenn die Liebespärchen nach einem verschwiegenen Plätzchen suchten. Da freute sich die Bank doppelt, daß sie eine breite Schlehdornhecke im Rücken hatte, die im bräutlich weißen Flor blühte und süßen Duft in die Windstille atmete. Freilich hörte sie nicht viel von dem Geflüster eines solchen Pärchens. Da gab es keine lauten Worte und kein Gezänk wie am Tage, wenn ein Schwerhöriger sich den alten Stammgästen zugesellte, oder die Mütter und Kindermädchen sich bei den Kleinen Respekt verschaffen mußten. Da waren sich Mund und Ohr so nahe, daß jeder Seufzer im Herzen des andern widerklang, und obschon die Bank von der geheimnisvollen Zwiesprache so gut wie nichts erlauschte, war es ihr doch so eigen und feierlich zumute, daß sie gar nicht müde wurde, wenn die Beiden die Zeit vergaßen. Es kamen ihr dann immer die wundersamen Herzenstöne der Nachtigall in den Sinn, es mußte in ihren Weisen eine ähnliche Stimmung schwingen ... Sie wird noch eine Zeitlang zu warten haben, die träumende Bank, bis sich ihre Zeit erfüllt. Erst platz in einer Höhe von 50 Zentimeter. Das Wasser lief auch in die tiefgelegenen Keller und Ställe. Auch die Kreisstraße Saasen — Bollnbach stand unter Wasser und war auch für Kraftfahrzeuge fast unpassierbar. In Saasen reichte das Wasser bis an die ersten Häuser der Bahnhofstraße. Auch die Lumda führt in diesen Tagen sehr viel Wasser. In Mainzlar mußten verschiedentlich die Ställe geräumt und die Tiere in höhergelegenen i die schönen, reinen Steine sehr reizten, beite gut. Den tadellos gekleideten Herrn, der ein Französisch mit etwas ausländischem Akzent hii), behandelte er sehr zuvorkommend. ..heutzutage kommt man leicht in Geldschwierig- Jün", tröstete er, als der Fremde, der sich durch bin Paß ausgewiesen, seufzte, es fiele ihm doch vrs schwer, sich von den alten, wenn auch Wern gefaßten Familienerbstücken zu trennen, lie nächsten Steine würde er in London oer= wen, nahm sich Günther Grevenstein vor, vor- würde er hier wieder einige Steine fassen im. Der Verkauf loser Steine schien ihm ge- Me r. Erste Wiederholung der „kupfernen Hochzeit-. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung der Komödie „Kupferne Hochzeit" von Svend Rindom statt. Die Spielleitung führt Hans Geißler. — Diese Vorstellung findet als 20. Vorstellung der Mittwoch-Miete statt. Anfang 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr. Gießener Konzert-Verein. Man schreibt uns: Die Reihe unserer diesjährigen Solistenkonzerte beschließt am kommenden Sonntag ein Kammermusikabend, für den das Wendling- Quartett gewonnen wurde. Von der gesamten Fachpresse wird diese Künstlervereinigung als eine der besten in ganz Deutschland bezeichnet. Diese Einschätzung verdankt sie vor allem ihrem Zusammenspiel, das an Exaktheit und Ausgeglichenheit schwerlich übertroffen werden kann. Alle Konzertbesucher, die das Wendling-Quartett hier schon gehört haben, werden das aus eigener Erfahrung bestätigen können. Das rein klassische Programm enthält Werke von Haydn, Mozart und Beethoven. Hiiler-Lugend Bann 116 Gießen. Vetr.: Vereidigung der hI.-Führer am 20. April 1937. Die Führer der Gefolgschaften und Sondereinheiten des Bannes 116 haben bis 28. Februar 1 *71 eine namentliche Meldung der zu vereidigenden HJ.- Führer an die Adjutantur des Bannes zu senden. Die Meldung ist getrennt nach Parteigenossen und Nichtparteigenossen anzufertigen. Vetr.: HI.-Ehrenzeichen. Anfragen über den Verbleib des HJ.-Chren- zeichens find bis 1. März 1937 an die Perfonal- stelle des Bannes zu richten. Velr.: Deutsch-englisches Gemeinschaflslager. Zu dem am 7. April 1937 in England beginnenden Gemeinschaftslager können seitens der Gefolgschaftsführer noch geeignete Kameraden in Vorschlag gebracht werden. Meldungen sind umgehend (26. Februar 1937) an die Adjutantur des Bannes zu richten. Belr.: Arbeitsbesprechung des Vannstabes. Die Arbeitsbesprechung des Bannstades findet am 25. Februar, 20.15 Uhr, auf der Banndienststelle statt. Vetr.: HI.-Spielmannszug in Gießen. Am Mittwoch, 24. Februar, 20.15 Uhr, tritt der Spielmannszug des Unterbannes 1/116 zur Uebungs- stunde im Heim der Gefolgschaft 11/116 (Gießen- Nord) in der Walltorstraße an. Es können sich noch acht Jgg. zum HJ.-Spielmannszug melden. war jetzt immerhin schon ziemlich sicher ge- •toen in der Art, die Werte des Diadems um- ifäen. Der je mehr er erkannte, welche Werte in dem 11 ihm anfangs für unecht gehaltenen Schmuck- id steckten, desto unverständlicher wurde ihm das Minen der Komtesse Mönchsgut, die das oer= Nie Diadem so gleichgültig hatte liegenlassen. G“ las ständig deutsche Zeitungen, um sich zu Errichten, ob nicht doch nach dem Diadem ge- fot wurde. Aber er las nichts davon. Unb der M dieses Diadems war doch wirklich hoch genug, ik war es allerdings recht so, wenn alles still t.. ^«onchmal wurde er aber dadurch ängstlich, bettete, diese Stille wäre vielleicht nur ein Trick, n t den jetzigen Besitzer des Diadems in Sicheret, zu wiegen, um ihn später um so besser fassen 1' önnen. Vielleicht war man ihm sogar schon Eder Spur? /I) was, beruhigte er sich. Wer dachte an ihn? Fr Frankfurt war er offiziell nach Berlin gereift t;r wußte, daß er unterwegs Station gemacht U'b unter dem Namen Walter von Frank eine ßrcit in einem kleinen Städtchen verbracht hatte. E‘ Berlin, in der Fremdenpension, war allerdings l^stither Grevenstein abgeftiegen, den Juwelieren IpKiüber aber hatte er sich wieder „von Frank ■formt. IlMinn! (gr schob die Beängstigungen weit von 11 ’J• Die Komtesse schwindelte sicher Himmel und k p1’ über den Verlust des Diadems zusammen, Ai id) !'ber >ie oji] !n' die°1§' Mrenteich herüber" die vier jungen Schwäne ge- 3enügen S’ |Ccn und landeten nach majestätischem Flug bei torunq iniJ ilhrai Eltern, die sich dort von einigen Kindern t5 die hjp ji :rn ließen. Wenb; ;■ L sgs Hochwasser ist seit gestern nachmittag glück- lli rmeife wieder im Abflauen begriffen. Der 1 k ein amt fciiierftanb der Lahn ist zwar nicht sehr erheb- eröen- gefallen, immerhin aber etwas zurückgegangen. /Gegensatz dazu, ist die Wieseck stark zuruck- tien- | fluiingen. Die Wiesen am Amtsgericht sind zum b r i g e . S-j wieder frei, und nur noch einige Tümpel |ten5 vier w M n den gestrigen See vermuten. Der Weg zum Haushalt 7 Mosophenwald ist bereits wieder gangbar. 3 auch S * ‘9ung auhy. i »us zahlreichen Orten der Provinz Oberhessen . x Milien uns Meldungen über Hochwasser vor. Fast Mall wurden sonst so bescheidene Bächlein zu dS sn *enil'Kl!n^en Müssen, die über ihre User traten und .?'/eriii^.chjedentlich erheblichen Schaden anrichteten. 'n im ft nI ;n Großen-Buseck wurden die an der Wie- ma hn* V* anliegenden Wiesen überschwemmt, durch die ie etalifation drang das Wasser im Orte verschiedent- )ej mn; । 111 M in Keller und richtete an den Vorräten Schaden ’QnbtenV66 c' '» Ein Teil der Weidengasse wurde überschwemmt, mähit) 00 K'ten und Hofreiten gerieten unter Wasser, ein d) Sn8-QU$KE 'n dem Schafe untergebracht waren, mußte vitwet obeu$ '*! gehört. W *9 «ich hi leoenben Elter,! wirken mürbe. d-r .cwfsgu't * Stf '' rümpfen d>- SK S* $ - r -Es» 3 .enden *.n ajori' Biä ®iri|§| ; Die beutfdie Arbeitsfront / n.9.=6emeinfchaft „Graft öurch freuöc" wartigen Teilnehmer ihre Züge erreichen können. Die Vorstellungen am 1. und 4. März beginnen wie immer um 20 Uhr. Amt Reisen, Wandern und Urlaub. U. - F. 85/3 7 vorn 4. bis 8. März Auto- rnobilausstellung Berlin 1 9 3 7. Zu dieser Ausstellung fahren wir einen Sonderzug, und zwar vorn 4. März abends bis 8. März vormittags. Preis der Fahrt, einschl. Verpflegung und Unterkunft, fowie einer Eintrittskarte zur Ausstellung 25,50 RM. Anmeldungen müssen umgehend auf der Kreisdienststelle erfolgen. U.-F. 4/3 7 vom 2 7. Febr. bis 9. März nach Reit im Winkel. Die Karten und sämtliche Unterlagen für diese Fahrt können auf der Kreisdienststelle abgeholt werden. Don der Universität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Führer und Reichskanzler hat den Dr. med. habil. Heinrich Kranz in Gießen unter Berufung in das Beamtenoerhätlnis zum außerordentlichen Professor in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen ernannt mit der Verpflichtung, die Erb- und Rassenforschung in Vorlesungen und Hebungen zu vertreten. Dem Oberarzt der Medizinischen und Neroen- klinik, Professor Dr. Büttner, wurde mit Genehmigung des Führers und Reichskanzlers von dem Präsidenten des Roten Kreuzes das Ehrenzeichen des Roten Kreuzes 2. Klasse verliehen. Wieder Schulschluß in ter neuen pestalozzischule. Wegen erneuter Fälle von Diphtherie in einer Anzahl Klassen der neuen Pestalozzischule in den Eichgärten ist dort der Schulbetrieb von gestern ab vorläufig auf 14 Tage geschlossen worden. Die Klassenräume des Schulhauses sollen in dieser Zeit einer gründlichen Desinfektion unterzogen werden. Gymnastik-Abend zugunsten des Winterhilfswerks. Der Verband der Tum- und Gymnastiklehrer, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am Samstag, dem 27. Februar, im Caf6 Leib einen Werbeabend, der neben Vorführungen deutscher Gymnastik auch Hebungen im Bodenturnen und Box-Schulvorfüh- rungen bringen wird. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. Kleineilzugverbindung Frankfurt—Gießen - Siegen-Köln. Dom nächsten Fahrplanwechsel ab werden — zunächst nur während des Sommerfahrplanabschnittes — zur Verbesserung der Verbindung Frankfurt — Köln / Hagen / Ruhrgebiet über Gießen — Siegen eine Kleineilzugverbindung Frankfurt — Gießen — Siegen—Köln mit Anschlüssen in Siegen nach und von Hagen und ein Kleineilzugspaar Köln—Siegen mit Anschlüssen in Siegen nach und von Frankfurt (Main) und in der Richtung von Köln auch nach Hagen eingerichtet. Der Kleineilzug Frankurt—Köln fährt in Frankfurt um 11.47 Uhr ab, in Gießen ab 12.49 Uhr, an Köln 15.26 Uhr. Der Gegenzug verkehrt ab Köln um 7.45 Uhr, ab Gießen 10.28 Uhr, an Frankfurt 11.24 Uhr. Alle in den letzten Tagen erschienenen Meldungen, die zum Teil von bedeutend weitergehenden Zug- vermehrungen, u. a. von drei neuen Verbindungen Frankfurt—Köln über Siegen, oder von neuen Triebwagenoerbindungen Frankfurt—Gießen—Dillenburg—Betzdorf—Köln, wissen wollen, sind, wie die Reichsbahndirektion Frankfurt mitteilt, falsch. Die letzten Vorbereitungen zum Schaufensterwettbewerb. LPD. Der Schaufensterwettbewerb, der auch diesmal im Anschluß an die große Vorentscheidung im Reichsberufswettkampf als Teilaufgabe vor sich geht, beginnt am nächsten Sonntag, 28. Februar. Die Schaufenster müssen bis um 12 Uhr mittags fertiggestellt sein. Aenderungen dürfen bann nicht mehr erfolgen. Die Schaufenster bleiben während der Wettbewerbslage unausgewechselt. Die Teilnehmer sind schon jetzt mit Kopf und Hand dabei, ihre Vorbereitungen zu treffen. Es ist ihnen die Aufgabe gestellt, in der Schaufenstergestaltung mit einer guten Werbeidee bei möglichst geringem Kostenaufwand und sauberer technischer Ausführung eine erfolgreiche Werbewirkung zu erzielen. Zu diesem Zweck finden im Lause dieser Woche in allen Hauptorten sämtlicher 38 Kreise des Gaues Hessen-Nassau wichtige Arbeitsbesprechungen mit fachmännischer Beratung über die Dekoration statt. An diesen Abenden werden auch die Teilnehmerurkunden, sowie die Plakatstreifen ausgehändigt, mit denen die im Wettbewerb stehenden Schaufenster gekennzeichnet werden. Entsprechend der Aufschrift „Wir werben für deutsches Gut und deutsche Leistung" sollen zur Dekoration nur deutsche Waren und deutsche Artikel verwendet werden, worunter jedoch auch solche zu verstehen sind, die in Deutschland verarbeitet und hergestellt wurden, wenn auch dafür ausländische Rohstoffe notwendig waren. Am 1. April wird der Sporifischerpaß eingeführt. NSG. Der Fischereiaufbau, der ebenfalls in den Vierjahresplan fällt, verlangt, daß die Binnengewässer Deutschlands so bewirtschaftet werden, daß der ununterbrochen steigende Süßwasserfischoerbrauch voll und ganz im Jnlande gedeckt wird. Zur Lösung dieser Aufgabe sind die im Reichsoerband deutscher Sportfischer zusammengeschlossenen Sportfischeroereine mfitberufen. Während der Beruf die Gewässer be- wirtschaftet, die einzeln oder zusammenhängend eine Fischnahrung darstellen, hat der Sport dafür Sorge zu tragen, alle für den Sportfischereibetrieb unren- tab en Gewässer fortlaufend so mit Fischbesatz zu versehen, daß nicht nur den Sportzwecken, sondern vor allem der menschlichen Ernährung gedient wird. Viele dieser Gewässer sind noch fischlos oder sehr fl charm: bei richtiger Pflege durch die Sport- siscyervereine werden auch diese Gewässer zu Mithelfern bei der Erzeugungsschlacht. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen aber Räube- reten unb Unregelmäßigkeiten an den Gewässern untcrbunbcn werden. Erreicht wird dies durch eine scharfe Kontrolle und durch neue gesetzliche Bestimmungen, die mit Beginn der diesjährigen Angel- sportsaison in Kraft treten. Neben den etwa 10060 Mitgliedern der Deutschen Angler-Organisation gibt es noch mindestens ebensoviel unorganisierte Angler H^erZem Opfer 5um Ausbau der Fischereiwirt: icyast oracyten. Das Reichs- und Preußische Ministerium für Er- nabrung unb Landwirtschaft hat nunmehr dem dem Reichsnährstand angegliederten Reichsoerband Deut- Aus dm Gießener Gerichtsfäten. Große (Straffammer Gießen. Der getaufte Jude Erich Rosenthal aus Gießen hatte sich vor der Großen Strafkammer wegen Sittlichkeitsoerbrechens zu verantworten. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde er wegen Vergehens gegen § 176, Ziffer 1 und 3, StGB, zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und vier Monaten und zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt. Der wegen Notzucht bereits vorbestrafte Wilhelm Müller aus Friedrichshütte bei Laubach, Vater von sechs Kindern, hatte sich wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an Jugendlichen zu verantworten. Das Gericht erkannte auf eine G e - fängnis strafe von einem Jahr und sechs Monaten. Die Kosten des Verfahrens wurden dem SZngeflagten auferlegt. Drei Monate der Untersuchungshaft wurden dem Angeklagten auf die Strafe angerechnet. Amtsgericht Gießen. Der H. V. aus Niederasphe, Kreis Marburg, wurde durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen wegen Uebertrehmg der Reichsstraßenoerkehrsord- nung zu zehn Tagen Haft verurteilt. In der Hauptverhandlung, die auf seinen Einspruch hin gestern stattfand, erkannte das Gericht auf die gleiche Strafe und belegte den Angeklagten mit den Kosten des Verfahrens. — Der Angeklagte befuhr mit einem Personenkraftwagen, in dem noch Kameraden von ihm saßen, am 15. 11. 36 nach 10 Uhr abends den Seltersweg, fuhr zweimal auf den Bürgersteig, ohne Passanten zu gefährden. Einige Zeit danach fuhr er durch die Schloßgasse in Richtung Markt und fuhr auch hier wieder auf Passanten zu, glücklicherweise wurde aber auch hier niemand verletzt. Der Angeklagte stand, wie die Beweisaufnahme ergeben hat, unter erheblicher Wirkung geistiger Getränke und war deshalb zur Führung des Kraftfahrzeugs ungeeignet. Bei der Strafzumessung kam strafverschärfend u. a. in Betracht, daß em betrunkener Kraftwagenführer die allerschwerfte Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer bedeutet, so daß der Strafzweck nur durch Verhängung einer Haftstrafe erreicht werden kann. Strafmindernd kamen u. a. die Unbestraftheit des Angeklagten, sowie der Umstand in Betracht, daß der Angeklagte keinen Schaden angerichtet hat. Durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen waren fünf Angeklagte zu j e 1 0.— R M. Geldstrafe, Hilfsweise 2 Tage Gefängnis, wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einer Übertretung der Reichsstraßen - Verkehrsordnung verurteilt worden. Während die Angeklagte L. R. den Strafbefehl rechtskräftig werden ließ, also die Strafe annahm, legten vier Angeklagte Einspruch ein. In der gestrigen Hauptverhandlung ergab sich, daß sich die Angeklagten zusammen mit der durch Strafbefehl verurteilten L. R. aus Lollar, die sämtlich das Feuerwehrfest am 2. 8. 36 in Lollar besucht hatten, durch den dort genossenen Alkohol in fröhlicher Stimmung, nebeneinandergehend, teilweise eingehakt, sich auf der Straße Lollar—Saubringen in Richtung Daubringen befanden. Der als Zeuge vernommene N., sowie dessen Sohn fuhren mit ihren Fahrrädern nach ihrem Heimatsort. Während der Sohn des N. mit feinem Fahrrad an den Angeklagten vorbeifahren konnte, gelang dies dem Zeugen N. nicht. Dieser kam, da er mit der durch Strafbefehl bereits rechtskräftig Verurteilten zusammenstieß, zu Fall, wodurch er den rechten Arm brach. In der Hauptverhandlung konnte nicht festgestellt werden, daß die Angeklagte M. G. die Körperverletzung des Zeugen N. mitoerursacht hat, dagegen ergab sich, daß sie gegen die Bestimmungen der RStrVO. verstoßen hat, da sie als Teilnehmerin am öffentlichen Verkehr sich nicht so verhalten hat, daß sie keinen anderen Verkehrsteilnehmer schädigte. Die Angeklagte M. G. hätte nicht als vierte Person auf der schmalen Straße mit den anderen Angeklagten nebeneinandergehen dürfen. Da den übrigen Angeklagten eine Schuld nicht nachgewiesen werden konnte, erkannte das Gericht auf Freispruch. scher Sportfischer die Zusage gegeben, am 1. April 1937 den Reichsfischerschein für alle Angler verbindlich einzuführen. Mit diesem Termin tritt statt der bisher freien Sportfischerorganisation eine Pflichtorganisation in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an ist also jeder Volksgenosse, der den Angelsport ausüben will, verpflichtet, dem Reichsoerband Deutscher Sportfischer e. V. Berlin, und dem an seinem Orte bestehenden Sportfischeroerein anzugehören. ReichsberuföwettkampftesGaststätten- und Beherbergungsgewerbes. Von den Mitarbeitern der Deutschen Arbeitsfront, Fachgruppe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, wurde unter rühriger Mithilfe einiger Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder in sämtlichen Räumen des Hotels Hindenburg der Reichsberufswettkampf für das Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe durchgeführt. Es hatten sich aus dem Kreisgebiet Wetterau 19 Jungkameraden zu friedlichem Wettkampf eingefunden. Zu Beginn wies der Fachgruppenwalter G ölte r m a n n auf den Sinn und die Bedeutung des Reichsberufswettkampfes hin. Zunächst wurde mit den theoretischen, fachlichen und weltanschaulichen Arbeiten begonnen, deren Erledigung den ganzen Vormittag einnahm. Wenn der Vormittag schon als wirklicher Kampftag begonnen hatte, so stand der Nachmittag gänzlich im Zeichen des friedlichen Wettstreites. Im Saal bei den Kellnerlehrlingen, sowie in der Küche bei den Kochlehrlingen überbot schier einer den anderen. Die den Kochlehrlingen gestellten praktischen Aufgaben standen ausschließlich im Zeichen unseres Aufbaukampfes. So wurde gegenüber anderen Jahren von den Kochlehrlingen die Zubereitung von Fisch, Hering und Eierspeisen, sowie schmackhafter Eintopfgerichte als Aufgabe verlangt. Diese Aufgabe lösten sie in geradezu erfreulicher Weise, zumal der größte Teil der Lehrlinge dem ersten Lehrjahre angehört. Mit großem Interesse beobachteten verschiedene Betriebsführer und Lehrmeister die Arbeiten ihrer Lehrjungen. Bei der Beurteilung der Arbeiten ist gegenüber anderen Städten das gänzliche Fehlen einer Berufsschulklasse zu berücksichtigen, deren Bildung von unserer Fachgruppe im Kreisgebiet Wetterau mit allen Mitteln angestrebt wird. Unter Berücksichtigung dessen ist das Ergebnis zufriedenstellend. Die als Punktrichter den großen Teil der Arbeit bewältigenden Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder hatten keinen leichten Stand. Nicht unerwähnt möchten wir die aufopfernde Tätigkeit des jüngsten Küchenmeisters Vg. Klar! lassen, der mit großem Geschick die Arbeiten der Kochlehrlinge den ganzen Tag über leitete. ßum Abschluß fand sich alles in bunter Tischreihe zusammen, um auch hier bei dem Verzehr der her- gestellten Speisen ihr Können unter Beweis zu stellen. Die in reichem Maße gestifteten Materialien machten eine fast kostenfreie Lösung der praktischen Arbeiten der Kochlehrlinge möglich. Für den Kreisobmann Pg. H. Wagner, der den Kreis der Gastronomen schon früher verlassen mußte, sprach Pg. Bittner die Schlußworte, in denen er auf das Ziel jedes deutschen Jungen hinwies, ein Meister feines Faches zu werden und gleichzeitig ein Meister in den Reihen der Gemeinschaft unseres Führers. Nach der Verteilung der Urkunden schloß der für die Jungen so lehrreiche Tag mit dem gemeinsamen Sieg-Heil an unseren Führer. Musikalische Abendfeier in der Lohanneskirche. Die 19. musikalische Abendfeier am Sonntag in der Johanneskirche stand in Musik und Wort im Zeichen der Passionszeit. Am Anfang stand die Choralbearbeitung über .,O Mensch, bewein' dein Sünden groß" von I. Pachelbel. Die vorbachsche Zeit kennt drei bedeutende Meister der Choralbearbeitung für Orgel: Pachelbel Bohm und Buxtehude. In der rein technischen Gestaltung stützen sie sich auf ihren großen Vorgänger den Halleschen Meister Samuel Scheidt. In der Form aber gehen sie verschiedene Wege. Buxtehude läßt die Choralmelodie fast unverändert. Sie geht schlicht und ruhig ihren Weg und wird von selbständigen Stimmen kontrapunktisch umspielt. Diese Art hat auch Bach gepflegt, aber seine Gegenmelodien ,3um Choral sind aus dem Wort gewonnen. Böhm behandelt den Choral in der Art, daß er die Melodie nach Sweelimkscher Weise in üppige Koloraturen aufloit und sie über einer mehr ober minder frei erfundenen harmonischen Begleitung dahinziehen läßt. Wieder anders bearbeitet Pachelbel den Choral sur die Orgel. Er erfindet die Choralfuge. Jeder einzelne Satz der Melodie wird in der Regel in einem fughettenartigen Vorspiel durchgeführt, zu dessen Beschluß der Melodieteil als Cantus firmus erscheint. Der ganze Orgelchoral besteht also aus lauter Einzel- fugen, die dadurch zusammengehalten werden, daß ihre Themen aneinandergereiht den Choral bilden. Diese Art der Bearbeitung war weit verbreitet und geübt. Außer Bach, der sie z. B. in feinem Orgelchoral „Aus tiefer Not" verwandte, erreichte keine die Höhe Pachelbels, der groß und eindringlich wirkt. Der in der Abendfeier gespielte Choral ist eines seiner bedeutendsten Werke. Herr Organist I. Diebe» ling vermittelte es groß und unaufdringlich in der Registrierung. Nach der Schriftoerlesung folgte von I. S. Bach Präludium und Fuge in h-moll und die berühmte Passacaglia und Fuge in c-moll. Beide Stücke sind, soweit noch feststellbar, in der späteren Weimarer Zeit entstanden. Sie zeigen den Meister auf der Höhe feines Könnens. Schon das erste Werk ist in feiner Ausdehnung und Gedankenkraft eines der bedeutendsten der Örgelliteratur überhaupt. Unb erst die Passacaglia. Sie ist unter dem Einfluß Buxte- hubes entstauben, der diese Form besonders pflegte. Zu einem immer wiederkehrenden Thema bringt Bach zwanzig verschiedene Sätze. Insofern weicht der Meister von der strengen Form ab, als er das Thema nicht nur im Baß, sondern auch in der Oberstimme erscheinen läßt. Daß er bas Werk in einer Fuge enbigen läßt, ist auch auf bas Beispiel Buxte- hubes zurückzuführen, ber die Fuge aber fast immer an ben Anfang stellt. Es ist auffällig, daß wir von Bach nur ein einziges Werk dieser Art besitzen. An die Spiel- unb besonders die Registrierkunst des Organisten werden hier die größten Anforderungen gestellt, weil jedes der zwanzig Stücke seine eigene Note erfordert, daß der Zusammenhang des Ganzen nicht zerrissen werden darf. Zwischen diesen beiden Riesenwerken stand das liebliche Trio in c-moll von I. L. Krebs. Krebs, dessen Vater schon ben Unterricht Bachs genossen hatte, war von 1726 bis 1737 zuerst als Thomaner und dann als Student Schüler des Meisters, der chn neben seinen beiden Söhnen als besonders begabt schätzte. Das zeigte sich auch in dem genannten Werk, bas sich in ber Nachbarschaft Bachs sehr wohl behauptete. Herr Nebeling spielte bas Trio klar unb burchsichtig (bas Triospiel auf ber Orgel ist immer ein Prüfstein für ben Organisten seit Bachs Zeiten). Einen gewaltigen Eindruck hinterließen die beiden Bachwerke, die ganz modern registriert, die Vorzüge des Organisten und auch der Orgel in Helles Licht setzten. In seiner Ansprache gedachte Pfarrer Aus selb ber gefallenen Helben, die für bie Brüber und die Heimat ihr Herzblut ließen. Die Kreuze auf ihren Gräbern seien eine Mahnung für die Ueberlebenben, es ihnen an Liebe gleichzutun. Der Gesang der Gemeinde „Lasset uns mit Jesu gehen" gab noch einmal der Stimmung gemeinsamen Ausdruck, die die ganze musikalische Abendfeier beherrschte. <9ememtefmga6eni> 6er Luthergemeinte. Im Kirchlein auf dem Alten Friedhof fand sich am Heldengedenktag eine große Gemeinde zu einem Singabend ein. Der Kirchenchor unter Leitung von Studienassessor Reichert setzte seine zu Weihnachten bereits aufgenommenen Versuche, die Gemeinde für die Pflege alter Kirchengesänge nach den von Martin Luther in seiner deutschen Sing- messe gegebenen Anregungen zu gewinnen, fort. Nach einer einstimmenden Singweise von Schütz, die der Kirchenchor vortrug, wurde ein sechsstim- miger Kanon in den nach den vorgenannten Anregungen abwechselnden und sich steigernden Beteiligungen von Chor, Orchester und Gemeinde gelungen. Ein Flötenoortrag von Telenberg, einem Zeitgenossen Bachs, schuf die Ueberleitung zum Gememdegesang, in dessen Mittelpunkt zum sinnigen Gedenken an die Helden die Vorlesung dreier Briese gefallener Studenten stand. Der Einsatz von Solostimmen bei den Passionsgesängen trug jur Vervollständigung bei. Der Chorvortrag des „Gebets des Herrn" und ein Orgelspiel' ließen die Abendfeier ausklingen. ♦ .** D ie Militärversorgungsgebühr- nifse für Monat März werden beim Postamt 1 (Bahnhofstraße) am 26. Februar, die Sozialrenten am 1. März gezahlt. ** Die Landkrankenkasse für den Landkreis Gießen veröffentlicht in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil die Beitragssätze, wie sie ab 1. April in Kraft treten. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen. I's reinigt un 12 12 14 14 15 17 „Damals", begann Herr Hase, „fiel bas Thermometer eines Tages auf 17 Grab unter Null. Was tun? bachte ich, ba ich natürlich ben Wetterbericht aus bem Gießener Anzeiger nicht kannte. Da kam mir eine 3bee von Schiller:^ (Fortsetzung folgt .f Gute Möbel bei Koosl Giessen Schulstr 6 Die Geschichte vom großen Fros! ^84 24 2E 27 2k 3( 31 3; & 3« 3f 3( te Oöerhefsen. Ratsherrensitzung in Grünberg. + Grünberg, 22. Febr. Bürgermeister DBa». ner gab bekannt, daß nach einer ihm gemach Mitteilung die Errichtung des für Grünberg gesehenen Arbeitsdienstlagers sich um jn I halbes Jahr verschoben habe und erst für i>n 1. Oktober in Aussicht genommen sei. Eine weit're Mitteilung betraf die Getränkesteuer. Diese -r, brachte nach der mit Jahresbeginn eingefül)ctn i Steuererklärung für den ersten Monat einen -tn: 40 Mark höheren Betrag gegenüber dem buch, schnittlichen Monatssatz bei der früher üblich,, Schätzung. — Für einen abgängigen u 11 e n . bie Anschaffung eines neuen gutgeheißen. Die 3j.t. träge über bie Haltung der Fafeltiere laufen 31. März ab. Nach einer allgemeinen Aussproh, über diese Frage wird auf Vorschlag von Rats^x Großhaus öffentliche Vergebung der Faselhalty,» vorgesehen. — Weiterhin wird die Anstellung ei e, Baumwarfes, der gleichzeitig als zweiter FlursU» tätig sein soll, besprochen. Vorgeschlagen wird cn? । Anfangsvergütung von monatlich 100 bis 120 M., außerdem soll die Ausbildung auf Kosten ber Qtibj erfolgen. Die Stelle soll ausgeschrieben werden Die hiesige Ortsgruppe des Bundes ber Kindn«: reichen ersucht um Abgabe von verbilligtem Bre-n. Holz. Nach den vom Forstamt mitgeteilten Rihs, linien können pro Familie 2 Raummeter $ud> scheitholz zu einem Preise von einem Drittel j;sf bei der ersten Versteigerung erzielten Durchschnitt Preises — der Satz soll sich zwischen 1,60 Mk. 4 Mk. bewegen — abgegeben werden. Die Herren sind damit einoerftanöen, ebenso auch $ HÄ 8 !! IX’ Kjfi tbi." |y bei fci rf fon" |< Di« Irl ^*lal Ätz- wrbei n111, r i kä 1*1 U«6« ÄS' 4 touren M V Aschaffenburg ■(131,4°) -B\ IxMe Erdöl,, joon 0,25 bis | in Erwartung L 119,50 (U «W I Institut hielt c l* Aussichtsr- 1-05, seine 7ö. 1 Der Vorsitzen D die politischen I« abgelaufenen Umsetzung der L die Wiede, k auch wirts [itr Bedeutung Eichung eines Lien, wenn wi L an unseren 1 l Seschästsberich fcr 21 r n o l b. ' E eie betrug 2 E eine Steigern' Gesamtumsatz a 1 belief sich ai ■9042,70 Mark l fast 15 d. § 1128,56 Wart g. Mistig entaMt. |iuf 2719345,7 UMedarf der ■»werden. Seb K der Vergebt M nach kurzsr Wisleihungen U"'.ll Mark. V ■verfolgten, wie mH, daß Mitglieder der Kriegsopferversorgung, |o> weit Bedürftigkeit vorliegt, in gleicher Weise dich Vergünsttgung genießen sollen. — Gegen die Anordnung des Bürgermeisters, Ermäßigung der ge- meindlichen Sondergebäudesteuer bei Wohnung teilungen eintreten zu lassen, wie dies auch seitens des Staates geschieht, haben die Ratsherren nichts einzuwenden. Gefechtsschießen bei Ulfa. Das Maschinengewehrbataillon 3 Büdingen !Ä im Raume Stornfels — Ulfa — Langd vom 1. bi« 13. März (außer am Sonntag, 7. März) ein Atz fechtsschießen ab. Die Schießzeiten sind täglich ron 8 bis 17 Uhr und Samstags von 8 bis 14 M Die Landstraßen Ulfa—Gonterskirchen und Ulfa— Stornfels sind während der obengenannten Zeit für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfold über Eichelsdorf — Rainrod — CinartshaUfen me Rodheim — Hungen — Ruppertsburg. Das im Kreis Schotten liegende gefährdete M biet wird für die Dauer der Schießübungen buch die Truppen gesperrt. Der Anordnung der AbspeiV Mannschaften ist auf jeden Fall Folge zu leist« Gasthauseinbrecher am Werk. * Lollar, 24. Febr. In der Nacht zum Dientzs tag wurde in der hiesigen Gastwirtschaft du He11che ein Einbruch versucht, der jedoch ntl lang, da der Täter gestört wurde und flüchtig gef)i mußte. Mehr Glück hatte anscheinend der gleiDl Täter etwas später in Ruttershausen in M Gastwirtschaft von Schön, wo es ihm gelcH burd) Herausnahme einer Fensterscheibe in W Haus einzubringen und aus dem Gastziniaia 20 Mark Bargeld und Zigaretten zu stehlen. 2114 hier gelang es ihm, spurlos zu verschwinden. $ Ermittlungen der Gendarmerie sind im Gange. Landkreis Gießen. X Wieseck, 23. Febr. Mit der im 9 3. Lebensjahr heute Heimgegangenen Dorothei! Hof, geboren zu Rödgen, ist unsere ä 11 e ft e E »I wohnerin verstorben. Bis zu ihrem 78. Lebcisil fahr war sie in der Zigarrenfabrikation tätig ’^l bis in die letzte Zeit noch geistig rege. Nach eii ul Oberschenkelbruch, den sie vor sieben Jahren erlÜ] mußte ihr ein Bein unter dem Knie amputidti rocröen. Sie ist die elfte Tote, die in diesem JE kirchlich beerdigt wird, und die vierte unter bene« bie bie Grenze ber 80 Jahre überschritten haben. | 8Alten-Buseck,22. Febr. B«i ber Brei," I Holzversteigerung im hiesigen ©emeinbcir- würben verhältnismäßig gute Preise erzielt. Es f<| steten burchschnittlich je zwei Raummeter: Buche»! scheiter 20 bis 22 RM., Eichenscheiter (rund) 11 bi 12, Kiefernscheiter (rund) 9 bis 11, Buchenknüpf | 11, Eichenknüppel 8, Buchenstöcke 9 bis 11 MI und je fünf Raummeter Buchenreiser 7 bis 8 RÄ I I 5 Klasse 48. (274. ^ten Mttoafjt gezogene JÄnne ges ■« Lose gleich pngütog p tilgen Von lÜSU*lu booo Rl2ne iu 3000 Kraj“ 2000 E 37847? 209 Eft'® Rh ,1®5'4 31c ItLrti 741 35- W« Ris Wirtschaft e »eutscheKohlenbergbau imIanuar. Die Wirtschaftsgruppe Bergbau veröffent- F-2- schaft einen Ausgleich sozialer und individualistischer 1 V. . , . r , r ......tvtrvhot hortl 01 fl IPl tl Prt. U! des genossenschaftlichen Gedankens. Kurszettel -er Berliner und Zranksurter Börse Berlin Frankfurt a. M. 23-2. 22.2 23-2- Datum 22-2. Datum 197 Abendbörse behauptet. 91,75 v. H. Handels- und Gewerbebank eGmbH, Gießen Kokswerke und Chemische Fabrik 6 kg Institut hielt am Montagabend unter Seb 6 223,5 Vorschußwechsel 186 304,84 (449 031,57 Mark), • 3 yt 119,75 (329 500 Mark), Geschäftsguthaben 464 274,99 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL te von 5chi5er:M! Kreditbedarf der Mitglieder konnte stets voll 550 Ermäßigung ber ier bei Wohm sie dies auch i iie Ratsherren iis Testament 509 Teppichnagel Ihr Kassenlieferant rskirchen und D Nachdruck verboten tk>ne Gewähr nur beim Fachmann erl qeiivc k Schi-bübwO Ä»-r* oronuu« v.. - v -all Folge zu 23. Februar 1937 11 Ziehungstag >r am Werk. 6t der heutigen Dorrnlttagsziehung wurden gezogen yn der heutigen Nachmittagszlehung wurden gezogen 49256 — ri ...*44 Art n I I 303819 252887 5322 2000 RM. 115198 wo 120233 119264 116518 2> 637 986 22779 21084 91988 93707 96199 99036 2 Gewmne zu Im Gewmnrade verblieben. CARDY- Erzeugnisse: Güte und Preiswürdigkeit! jeni < putzt Herdplatten, Messer, Aluminium Ammeter ebenso Gold- und Silber .... 9 232618 63342 137,5 126,75 357998 98398 276755 163283 179036 290438 297419 109422 168421 191680 383517 10600 RM. 3000 RM. 18617 292241 56192 161618 55,4 135 158,5 35904 51985 65271 74720 107886 146276 194903 221444 335169 390149 155878 195271 238610 344279 393566 166585 201057 263202 348732 38238 84386 200548 310272 336493 171906 205950 297901 356271 28809 95470 164661 189868 360420 19716 30025 58256 81543 20147 30917 60071 83541 109950 170031 207321 394973 111597 170901 254771 396248 13870 24828 48513 68679 90824 23419 293847 107334 162592 277487 373376 14396 26966 54642 71162 90999 106077 136728 147667 170847 187162 198468 212548 226926 240633 249382 259675 286701 305961 323826 343445 362216 371680 389559 175,5 129.75 94,13 119,5 155,5 149,13 154,4 131,4 141 177 164 202 200 95591 141748 187086 217878 326035 381355 43423 59662 70848 78095 96665 101792 16003 32678 45478 62699 71695 78909 97045 106251 115933 125836 134018 145451 151642 163180 178820 195448 206632 226340 239011 253867 271725 290429 300252 310889 319863 326168 349778 357564 378126 388143 15074 27941 57304 74690 91698 ! 110469 139630 149980 172200 187734 204830 213086 227051 241060 252787 262876 288403 306982 326439 343727 364193 376787 390879 112168 140917 150416 172331 189602 205369 214488 230209 243558 252944 264592 292472 315650 328128 346507 366667 377442 397755 Schluß» kurs 139 116 169 119 159,25 158 110988 119757 128488 137677 147066 157318 171752 182907 196627 210791 227329 241779 255451 277154 293404 307526 315053 321411 333191 350260 366358 382263 39Q184 36275 54074 68604 75218 88530 123884 131271 141559 150750 159486 173330 187240 201244 219372 237371 252276 262932 279546 295911 310349 317352 322819 344315 354017 369071 386276 391974 127617 144479 161702 174922 192169 209459 215673 236747 246486 254545 273690 296670 317197 337956 349836 368169 382779 399199 22162 36839 64831 89240 20249 34314 48535 64565 74174 83906 97557 102080 134343 145736 167712 180169 197033 211723 220969 240507 246847 259311 278485 301717 318723 341537 360263 369938 388756 Schluß- kurs 146,5 261 170 132,75 148,25 167,75 140,25 146 128 42,13 151,75 118,65 145 113498 123782 129602 141044 147413 157875 172076 185004 200200 212992 235186 242201 256044 277808 294935 308887 315497 322074 344000 350969 367054 384659 390642 40024 59100 69335 75835 92909 124238 142405 157541 174654 191684 205584 215249 233964 246481 253286 271968 296434 316478 329052 347106 367862 381236 398707 114151 124996 133705 141633 150804 162864 177588 189745 203027 222469 238547 253245 263918 283328 297759 310376 319094 325768 346299 355552 376973 386365 397373 33588 61254 84677 . 0 . 5 . 6 0.6 217469 241971 243254 323729 336297 345828 \”9 NC . d-r ie . J? iöebcn ihren monatlichen Bericht über die ^ß'iaewinnung des Deutschen Reiches. Daraus 1 ’a iirh für Januar 1937, daß die au" 12 o 3 0 8 . 1 . 7 . 6 . 9 11 . 5 . I . 5 SÄS Schluß^ Mittag» dürfe ier »n GastlvlrtschB Schluß!. Abend börfe frage nach kurzfristigen Zwischenkrediten. Die ^^^^^^Kfnitausleihungen am Jahresschluß betrugen i 14 833,41 Mark. Verteilung und Sicherung der .opservechrM teilte erfolgten, wie der in der Versammlung zur 171458 175689 264571 309350 Kunstseide..... fsenburg Zellstoff cus Eisen.... ttt Heidelberg rit Karlstadt . A.-C....... Gummi Ier Motoren. uer Gas .... che Erdöl ... , 90 Gewinne zu 500 RM. 6296 14196 24101 36462 $354 61956 73325 76396 87857 88172 88342 Mark Mark Mark Mark Mark Unsichtbares u43d 376577 66 Gewinne zu 500 RM 1154 2700 8317 17030 « rs • A f- V- A rv n A O AO A A hAARA AOAC Q ^urg- gende gefährdet 2 Gewinne zu 10 Gewinne zu 339238 356782 24 Gewinne zu 87975 202316 311948 370441 Hier abschneiden! Deutsche Linoleum...... Elektrische Lieferungen... Elektrische Licht und Kraft I. G. Farben-Jndustrie .. Felten & Guilleaume.... Gesfürel............... Th. Goldschmidt........ Gritzner Maschinen...... Harpener.............. Hoesch Eisen............ Philipp Holzmann...... Ilse Bergbau........... Ilse Genüsse........... Kalt Aschersleben....... Klöcknerwerke .......... 290 Gewinne zu 300 RM. . ---- ----- — 21446 Seltersweg ^3 Telefon 2627 z-ianksurt a. M., 23. Febr. Der Mangel an l-chaftsaufträgen bewirkte an der heutigen 215840 252408 396557 1000 RM. 45598 142824 148661 . 6 7y, . 6 . 4 . 8 . 10 i, 7. MZ), ein >iten sind Möglich i von 8 dis si «?Ä“> 'sucht, ber ]* ..'^sinend oer p 44 Gewinne zu 118444 „180 Gewinne zu 300 RM. 6775 14787 16000 ----- ----- «nnnrx 25995 32463 Rallar dem Optike UBIlCr am Bahnhof 84704 -------- 98738 99200 100092 - ------ 113850 49445 59510 74070 89344 90050 93068 ------ ------ — 151786 162345 86707 Wte; its.’.'g bi«. 11 jj | abzugeb.Bestell. _:b. wir p.Postk. ob.an d.Bierver- itrr5a|e,, auf 17 ©rab uni ich natürlich b er Anzeiger ni (84 795,74 Mark), Wertpapiere 92 026,79 (78101,70 Mark), Bankguthaben 194 300,73 (107 269,76 Mark), Anlagevermögen 360 500 üuunn uuii ucin ...... genossenschaftlichen Znsammenarbe.t »wlfchen Ber- maltunq und Mitgliedern ausgeht, und von der gc> nossen,chastlichen Berussschulung. Er schwßeine Aussiihrungen mit dem Hinweis, daß die Gen° sen- . . . re, , • J. t „ . 2 ~ f unk « uh 1 ntfll t ft 111111 <1^0 V Äuf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Rütgerswerke ........ Salzdetfurth Kali..... Schuckert L Co........ Schultheis Patzenhofer. Siemens & Halske .... Süddeutsche Zucker.... Bereinigte Stahlwerke. Westdeutsche Kaufhos . Westeregeln Alkali.... Zellstoff Waldhof .... Otavi Minen......... 8608 •6032 1'4135 £"1093 12663 $6188 1547 |D71 <116 6036 77708 »433 ?;143 I (77853 1 3702 Ljhrt werden. Die Braunkohlengewinnung ver- einen leichten Rückgang, doch lag sie ar» Ejalid) immer noch um 19 v. H. über der des gleicher Weise k , — Gegen die! i 2000, 1590 zu je 1000, 2672 zu je 500, 10664 zu ie 300 Mark. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H. 1.55790 2680 <7020 -2179 1'3094 1W293 15905 2(5820 Lahmeyer Mainkraft. Mannesmann............... 3 Mansfelder Bergbau.......6’/t Metallgesellschast.............5 Orenstein & Koppel..........0 Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke.............. 6 Rbeinisch-Westfälische Elektro .. 6 ie 1000000, 2 zu je 800000, 2 zu je 75000, 4 zu je 5000'\ 4 zu je 30000, 8 zu je 20000, 58 zu je 10000, 122 zu je 5000, 206 zu je 3000, 494 zu je Wirtscha tselemente erstrebe, wobei dem einzelnen, zum Unterschied von den Zielen des früheren So- zialismus", seine Individualität bleibe. Sie könne E-x 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 51/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 4]/2% Hessische BolkSstaat von 1929 4’/2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4’/2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 l.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4y2% Hess. Lan desbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 6y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 4y2% Kreutz. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Landesbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4*/2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4y2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5%% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5%% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutichein-Berrechnungskuri 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente. 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4*/2 Ungarn Staats von 1913 ... 4% Ungarische Goldrente...... 4% Ungarische Staatsrente v. 191< 5% Rumänen von 1903........ 4*/2% Rumänen Gold von 1913. 4% Einheits-Rumänen........ 4% Türken Bagdad l.......... 4% Türken Bagdad II......... 2)4% I. Anatolier............. A.G. für Verkehrswesen...... Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hamburg-Amerika Paket...... Norddeutscher Lloyd.......... Deutsche Reich rbahn Vorz.-Akt. Reichsbant................. 1 Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Diskonto............ Dresdner Bank.............. (1 WB, ^CUl|UJC M.IUUI, -v-11 f) yn»u von 0,25 bis 0,50 v. H. Verein. Stahlwerke , Kew in Erwartung der Aufsichtsratssitzung mit FH 15 bis 119,50 (119,75) besser behauptet. Die iffmb im W 6flttitoafo\qVlibi:ebigl roerben. Sehr lebhaft war im Zusammen- fyi: mit der Vergebung öffentlicher Aufträge die ...wenn es fflfchwer fallt- *'S 10 . 7 . 7 . 6 . 6 . 5 . 0 2y, 3y2 . 6 .. 6 .. (l . 5 4>/2 lichkeiten 681 913,95 Mark (61 260,28 Mark). Die Liquidität war günstig. Die gesamten liquiden Mittel decken die täglich fälligen Verbindlichkeiten mit 100 v. H. und die gesamten Verbindlichkeiten mit 36,1 v. H. Die Rentabilität war befriedigend. Der Reingewinn bezifferte sich nach Vornahme erforderlicher Rückstellungen auf 29 433,74 Mark und gestattet die Verteilung von wiederum 5 v. H. Dividende. Die gesetzliche Reserve wurde auf 185 000 Mark gebracht, auf neue Rechnung wurden 3835,89 Mark Dorgetragen. Bei den Ersatzwahlen zum Aufsichtsrat wurden lagMichel.Wall- torstr.71,T.2479 Damplsägewerk Lollar B.NuhnA.6.,Lollar W ^ndes ber 6. ^illigte^ . m,t9eteilt(n,T Ittstägliche Ergebnis vom Januar des Dorjah- l-urbe sogar um 12 v. H. übertroffen. Die Koks- ®.unq überstieg die des Vorjahres um 16 v.H. A Gefolgschaft konnte um beinahe 8000 Mann [iibres. Der Preßkohlenerzeugung brachte die Zergehend kalte Witterung eine leichte Erhö- . DOn der nur das Rheinland eine Ausnahme »erben, S sich für Januar 1937, daß die aufsteigende cklung des deutschen Steinkohlenbergbaus, unior hpm (F.inrlnh der starken Beschäfti- ilk'5rreichung eines höheren Lebensstandards um- S feien, wenn wir nicht imstande wären, den len an unseren Grenzen zu sichern. Geschäftsbericht für das Jahr 1936 erstattete tor Arnold. Die Umsatzsteigenmg war be- . Sie betrug 25 v.H., nachdem das Vorjahr s eine Steigerung um 20 v. H. gebracht hatte. Gesamtumsatz auf beiden Seiten des Haupt- belief sich auf 132 902 012,62 Mark gegen 9 042,70 Mark im Vorjahr. Die Bilanzsumme fast 15 v. H. von 3 085151,96 Mark auf 128,56 Mark gestiegen. Die Einlagen haben chnstig entwickelt. Sie stiegen von 2 242 739,22 auf 2 719 345,71 Mark, älso um 21 v. H. bei Ulfa. on 3 Tübingen - Langd vom L Rieben cl nach beiden Seiten kaum über 0,25 v. H. ab. Am Kassamarkt kamen Grün & Bilfinger nach Pause mit 236,50 zur Notiz (233). An den Rentenmarkten fanden keine Umsätze statt. Kommunal-Umschuldung bewegten sich auf der schwächeren Mittagsbasis von treibt sie durch wiederholtes Bürsten und Klopfen ber Teppiche. Schutz ist auch ebenso wie gegen bie Motten das Eulanisieren der Teppiche, dos chemische Reinigungsanstalten übernehmen. Teppichnägel, große Reißnagel mit starkem Mesiingkops und langem Dorn. Terpentin, aus Kiefern, Fichten, Tannen und Lärchen gewonnener Harzbalsam, der zur Herstellung von Lack, Firniß, Terpentinöl. Harz und Kolophonium dient. Terpentinöl, aus Terpentin gewonnenes gelbliches Öl, das zum Anrühren von Ölfarben und als Fleckenreinigungsmittel bei Öl-, Fett- und Harzflecken verwendet wird. Terrain, franz. Bedeutung Gelände, entbehr!. Fremdwort für Baugelände, Flache, Boden, Bauplatz, Baugrund, Abschnitt, Länderei. Terrakotta, ttal. Bedeutung — gebrannte Erde, gebrannte, nicht glasierte Tonwaren, Geschirr oder Figuren. Man reinigt sie durch Abwischen mit einem feuchten Tuch. Terrarium, von lat. Terra — Erde. Behälter aus Glas oder Drahtgaze, für Eidechsen. Kröten, Schlangen. Schildkröten usw. Terrarien müßen ebenso sorgfältig eingerichtet werden, wie Aquarien oder Aquaterra- rien, sie müßen gut zu durchlüften sein und einen sauberen Wasserbehälter besitzen. Als Belag wählt man trockenen Sand Kunststopfen von Teppichen und Kleidern ist deshalb beliebt, iveil’s reinigt und gleich Hochglanz gibt I 2 Gewinne zu 860O RM. ----- _ 6 Gewinne zu 3000 RM. 11175 26116 . 22 Gewinne zu 2000 RM. 65812 85851 £1628 123349 209489 210113 256191 13667 378471 . 66 Gewinne zu 1000 RM. 3829 15389 £897 51738 62944 63057 81833 82177 £417 92541 103255 167394 171681 £7658 208445 248383 284450 298665 £6999 318674 319798 320066 332466 XS208 346241 353582 381982 394756 _ (478131,39 Mark), Avale und Bürgschaften 405 836,56 Mark (340 317,93 Mark), Giroverbind- Mein-Mainische Börse. Mtttagsbörse still und abbröckelnd. übrigen zunächst zur Notiz gekommenen Papiere bröckelten vorwiegend leicht ab. Der Rentenmarkt lag schwächer. Angebot bestand weiterhin für Kommunal-Umschuldung, die auf 91,85 (92,05) nachgaben, späte Schuldbuchforderungen 98,50 (99), Altbesitzanleihe 120,50 (120,80), Städte-Altbesitz unverändert 122,50, etwas höher Reichsbahn-VA. mit 124,75 (124,50). Weiteres Angebot zeigte sich auch in den letzthin herausgekommenen Emissionen der Industrie-Obligationen. Auch in der zweiten Börsenstunde bewegte sich am Aktienmarkt das Geschäft in denkbar engen Grenzen. Kursveränderungen gegen den Anfang ergaben sich kaum, leicht schwankend IG. Farben mit 167,75 bis 167,50 nach 167,50. Die Mehrzahl der erst später notierten Werte gingen um 0,50 bis 1 o. H. zurück, stärker gedrückt waren Kali Aschersleben mit 134,50 (137,50), Feldmühle Papier mit 138,75 (141,25) und Felten mit 139 (140,50), mäßig höher lagen u. a. Rhein. Braunkohle, Etz- linger Maschinen, Mainkraftwerke und Conti Gummi. Don Hypothekenbankaktien zogen Frankfurter Hyp. noch etwas an. Im Freiverkehr wurden Neue Wayß & Freytag lebhafter gehandelt mit 138 bis 140,50 (138), schwächer Adlerwerke mit 108 bis 110 (110), Verein. Deutsche Metall voll behauptet mit 162. 7 471 ÄSi erprobten gen°siensch°ftl>chen Grundsätze ihren «• sctzlichen 3lieier|d)lag für das gefamte Kreditwesen gefunden. Die Anpassung an die n°tionalsozialifti^>e Mrtschaftsaufsassung bedurfte daher bei den Ge- nossenschasten keiner Umstellung mehr Er sprach sodann non dem erziehenden Einfluß, ber non ber rr r r. -C£i: Outnrnmennrhl’lf imllmen 25er» Unverbindlicher Voranschlag Braubach <6 Fischer enqenannten M ie Umleitung/ „ EinartShauft jedoch in wirtschaftlichen Dingen keine schrankenlose sein, sondern habe einen Teil ihres Wesens an das Ganze hinzugeben. Hierin liege die sittliche Kraft viS onjnrui um ^Jiumuyaiuciiu umu w feines Aufsichtsratsvorsitzenden, Arntsgerichts- jWZros, seine 78. ordentliche Generalversamm- Mtüb. Der Vorsitzende gab einleitend einen Rück- M2uf die politischen und wirtschaftlichen Gescheh- Gdes abgelaufenen Jahres und betonte, daß die Mrbesetzung der entmilitarisierten Rheinland- pnt und die Wiedereinführung der zweijährigen Mzeit auch wirtschaftlich von nicht zu unter- hkipnder Bedeutung sind, weil alle Bemühungen H.-rroirhiinft Pt«»« hnhprpn fipbensstandards um» Gewivnouszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klassen-Lotterie An der Abendbörse lagen nur wenig Kundschaftsaufträge vor, während die Kulisse in ihrer abwartenden Haltung verblieb. Trotz des sehr kleinen Geschäftes erwiesen sich die zur Notiz gekommenen Papiere gegen den noch etwas schwächeren Berliner Schluß als verhältnismäßig gut behauptet. Kleine Nachfrage zeigte sich nach einzelnen Montanpapieren, auch die Farben-Aktien lagen mit 167,65 0,50 v. H. über Berlin. Im übrigen wichen die Kurse fast völlige Geschäftslosigkeit. Der berusste Handel übte stärkste Zurückhaltung. Die stehende Auflegung einer neuen Reichsanleihe hierbei mit. Aktienmarkt war die Kursgestaltung jcheitlich, es überwogen jedoch Rückgänge von bis 1 v. H. lieber diesen Durchschnitt hinaus er lagen Klöckner mit 125,50 (126,75), Hoesch 117,50 (118,65), Metallgesellschast mit 148 IIHI3), Gesfürel mit 144,65 (146), Siemens mit (202) und Reichsbank mit 189,25 (190,50). rf waren Rütgerswerke mit 142,50 (141), f Aschaffenburg mit 140 (139), RWE. mit (131,40), ferner erzielten Laurahütte, Har- Deutsche Erdöl, Holzmann und BMW. Besse- " L. ««« O kic A n Visvoin Pifnhfmprfp Kenntnis gebrachte Bericht des Prüfungsverbandes hervorhebt, nach gesunden genossenschaftlichen Grundsätzen. Es ließ sich in 1936 eine stärkere Verlagerung des Kreditbedarfs vom Kontokorrentkredit zum Wechselkredit feststellen. Das Wechseldiskontgeschäft war sehr lebhaft. Es wurden 6742 Stück Wechsel im Gesamtbetrag von 3 703 440,40 Mark gegenüber 2 312 504,97 Mark im Vorjahr angekauft. An bemerkenswerten Bilanzziffern weist der Abschluß per 31. Dezember 1936 noch aus: Kasse, Reichsbank und Postscheck 149 991,59 Mark (im Vorjahr 98 076,31 Mark), Warenwechsel 602 479,04 Mark Ko W Ältlich unter dem Einfluß der starken Beschaftl- Wx 1 Ruhrbezirk, auch im Januar anhielt. Das ■ in.Kd ।LMnlidie Eraebnis vom Januar des Dorjah- *• . 03 Ci S ber imS,, infl,enn Helte6’ unl«e 2’3371 22925 »35093 »«4962 »«012 »29668 »10259 32955 1'1620 »18903 die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder Ludwig Stühler, Louis Vogt, Hans Will und Dr. Paul W o l k e w i tz wiedergewählt, für den verstorbenen Herrn Otto Faber wurde Herr Fabrikant Josef Kreuter hinzugewählt. Zum Schluß hielt Direktor Mattern einen Vortrag über das Thema „Die Bedeutung der Genossenschaften in der Gegenwart". Er streifte zunächst den Aufbau der Genossenschaften und ihren Wirkungskreis und befaßte sich dann eingehender mit der Stellung der Genossenschaften in der heutigen Wirtschaft. Er betonte, daß sie ihre genossenschaftlichen Grundsätze der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstoerantwortung schon oft mit Erfolg erprobt hätten und daß sich gerade in den Krisenzeiten der Gedanke wechselseitiger Hilfsbereitschaft als gesund erwiesen hat. Im Reichsgesetz über das Kreditwesen haben fast durchweg die schon lange Immen-" AnrnMch und Kies, der nicht gleichmäßig verteilt werden darf. Das Terrarium muß bepflanzt sein und durch rauhe Baumäste den Tieren Klettergelegenheit bieten. Die meisten Tiere, die in Terrarien geyalten werden, find sehr wärmeliebend. Terraße, franz., erhöhter, meist treppenartig angelegter Platz aber mit Steinfußboden belegter freier Raum vor dem Hause. Terrazzo, andere Bezeichnung für Steinfußboden. Terrine, franz., Bedeutung: „irdene" Suppenschüßel, entbehr, liches Fremdwort. Terzerol, ital., kleine Taschenpistole. eine Waffe, die in Kinderhand schon viel Unheil verursacht hat. Wer ein Terzerol besitzt, muß es wie jede andere Waffe sorgfältig wegschließen. Terzett, ital., Gesangstück für drei Stimmen oder die Gemeinschaft der drei Stimmen. Tesching, Kleinkattbergewehr. Von ihm gilt das gleiche wie vom Terzerol. Testament. Man unterscheidet privatschriftliches T. und öffentliches T. 1. Das öffentliche T. kann errichtet werden durch mündliche Erklärung vor einem Richter ober Notar oder durch Übergabe einer Schrift an den Notar oder Amtsrichter mit der mündlichen Erklärung, daß die Schrift den letzten Willen enthalte. Der Richter muß einen Gerichtsschreiber, der Notar einen zweiten Notar oder 2 Zeugen zuziehen. Als Richter. Notar, Gerichtsschreiber oder Zeuge I j Feinseife Hautcreme I X I Rasierseife Parfüm zu ihrem ■J1'6 ü d-inMdem J e die >n % = ie DStt?n ba^; ■ Hdhn,5 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs äcfjlufef. Abend» börfe Schlutz» fürs Schlüßk Mittag börfe 22-2 23.2. 22-2. 23-2. 101,25 101,25 101,25 101,25 98,25 98,25 98,25 98,25 103,75 104,25 103,9 103,9 99,5 99,5 99,5 — 100,25 100,25 — 100,4 98,5 98,5 98,5 98,5 120,8 120,5 120,5 120,4 138,5 133,5 — — 98,25 98,25 — 101,25 101,25 — 98 98,25 98 98,25 96 96 96 96 95,25 95,25 — 128,75 128,25 129 129,25 98,5 98,5 98,5 98,5 96,5 96,5 — — — — — 101,13 101 101 101 5 110,4 110,4 110,6 110,6 — 8,05 8 8,05 — —— 15,1 — — — 1,3 1,3 5,1 5,1 5,1 5,8 —— — 5,9 5,75 o 5 5 5 5 — — 6,4 9,3 9,35 9,4 9,4 5,3 5,3 5,3 5,3 — —— —— — — —— — — . 20,13 —r — — 6 126,5 126,13 126,25 126,13 0 — — 44,5 44,65 0 17,25 17,4 17,65 17,4 0 17,5 17,65 17,65 17,65 7 124,5 124,65 124,5 124,75 12 190,5 189,25 190 188,75 6 — — 131,75 131,5 4 114,75 114,75 114,75 114,75 4 118 118 118 118 4 106 106 106 106 198 198,5 198 140 139,25 139,75 115.5 115,75 115 169 169 168,9 118 118,9 118 160,25 — _ _ 176 175 176,5 128 129,25 128,13 — 115,13 115,13 146 147 146,5 261 —— — 168,5 170,25 168 133,75 132,5 134 148,25 148,5 148 167,65 167,5 167,13 139 140 139,25 144,5 145,75 144,5 128,25 128 128,65 42,25 42,5 42 151,5 152,25 151,75 117,5 118,25 117,25 144,5 145,5 145 — 175,75 177,5 146 145,25 146 134,5 136,75 133,5 125,5 127,25 125.25 — 143,25 143.25 — 128,25 127,9 95 — —- 118,75 119,75 118,75 155 155 155 148 148,65 148,5 — 89,9 90 224,25 224 224,75 137,75 — 137,75 154 154,4 153,75 131,25 131,25 131 142,5 141,25 143,25 176 177 176 163,5 164,5 163,5 95.9 96.5 200,5 202,25 200.5 200 200 200 119 119,5 118,75 55,25 55,65 55,5 — 135,25 133,5 _ 157,25 158 25,25 24,5 25,5 22.Februar 23 - Februar 22-Februar 23. Februar Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Bries Anttliche Notierung Geld | Bries Buenos Aires............. 0,745 0,749 0,746 0,750 Japan........... 0,708 0,710 0,708 0,710 Brüsfel................... 41,94 42,02 41,93 42,01 Jugoslawien..... 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio de Janeiro............ 0,151 0,153 0.151 0,153 Oslo........... 61,16 61,28 61,16 61,28 Pole».................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Wien............ 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen............... 54,34 54,44 54,34 54,44 Lissabon......... 11,05 11,07 11,05 11,07 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm....... 62,75 62,87 62,75 62,87 London................... 12,17 12,20 12,17 12,20 Schweiz......... 56,77 56,89 56,72 56,84 Helsingfors................ 5,375 5,385 5,375 5,385 Spanien......... 17,48 17,52 17,48 17,52 Paris.................... 11,58 11,60 11,58 11,60 Prag............ 8,656 8,674 8,656 8,674 Holland.................. 136,13 136,41 136,19 136,47 Budapest........ — — — — Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork......... 2,488 2,492 2,488 2,492 SJi.-tfport Turnerischer Werbeabend in Steinbach. Der Turnverein Steinbach hielt am Sonntag einen Werbeabend ab. Nach dem Einmarsch aller Abteilungen hieß Dietwart Klucker die Teilnehmer willkommen und sprach über den Zweck des Reichsbundes für Leibesübungen. Sodann stellten alle Abteilungen des Vereins ihr Können unter Beweis. Die Kleinsten warteten mit Bodengymnastik auf und turnten am Barren und am Pferd, die Mädchen zeigten Ballspiele und die Turnerinnen erfreuten mit einigen Reigen. Dann traten noch die Zöglinge auf und schließlich beschlossen die aktiven Turner die Reihe der Darbietungen mit Hebungen an Reck, Barren und Pferd. Im Verlauf des Abends gelangten auch noch zwei kleine Theaterstücke zur Aufführung. Propagandawart Größer dankte im Namen der Ortsgruppe der NSDAP, dem Verein für die an diesem Abend unter Beweis gestellte Arbeit im Dienste der Leibesertüchtigung. Erfreulicherweise konnten dem WHW. 50 Mark ab-- geführt werden. Bei der dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung des Turnvereins erstattete der Dereinsführer zunächst den Jahresbericht, der einen starken Aufschwung der Vereinstätigkeit erkennen ließ. Neu aufgestellt wurden eine Turnerinnen- und eine Altersabteilung. Die Jahresrechnung, von Rechner Gerhard verlesen, zeigte einen erfreulichen Stand der Kasse. Der Vorstand blieb durchweg in seinen Aemtern: als Schülerturnwart wurde O. W a l b verpflichtet. Im weiteren Verlauf der Versammlung sprach Dietwart K l ü ck e r über den Reichsbund für Leibesübungen und die Stellung der Leibesübung im Dritten Reich. Der Vereinsführer erzählte von seinen eigenen Eindrücken bei den Olympischen Spielen. Zur Ermittlung des Staffelsiegers war ein Entscheidungsspiel notwendig, das Lützellinden mit viel Glück für sich entscheiden konnte. Denn ein wirklicher Unterschied in der Spielstärke beider Mannschaften besteht nicht. Ueberraschend kommt das gute Abschneiden von Oberkleen. Staffel 4. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Tv. Wetzlar Tv. Münchholz12 10 0 2 20:4 hausen 11 9 0 2 18:4 Tv. Garbenheim 12 6 1 5 13:11 Tv. Atzbach 11 5 1 5 11:11 Tv. Niedergirmes 11 5 1 5 11:11 To. Burgsolms 12 2 0 10 4:20 To. Nauborn 11 1 0 10 2:20 Die zahlenmäßig stärkste Staffel mit den unter- schädlichsten Leistungen! Während die beiden Spitzenreiter gleich stark zu sein scheinen, fallen alle übrigen Manschaften ziemlich stark ab. Obwohl die Frage des Endsieges hier noch nicht geklärt ist, wird man mit Wetzlar rechnen müssen. Staffel 5. Sie Zugendarbeit im Iachamt Handball. Es ist wohl kaum ein Augenblick günstiger, über die Jugendarbeit des Fachamtes Handball zu berichten, als gerade jetzt nach Schluß der Pflichtspiele in den einzelnen Klassen. Die Jugendspielbewegung hat in den letzten Jahren im Fachamt Handball einen ungeahnten Aufschwung genommen. Ueberall entstanden neue Mannschaften, und die jetzt abgeschlossene Runde hatte eine Rekordbeteiligung aufzuweisen. Den Hauptanteil an dem Erfolg tragen in erster Linie die Vereine und ihre Spielwarte. Aber nicht nur rein mengenmäßig gesehen kann man mit der geleisteten Arbeit zufrieden sein. Auch die Spielstärke hat sich überall deutlich sicht- behaupten, ohne sich sonderlich anzustrengen. Alle übrigen Mannschaften, zu denen auch noch Lich zählte, waren zu unbeständig, um ernstlich eingreifen zu können. Staffel 3. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. To. Lützellinden 8 7 0 1 14:2 Tv. Hochelheim 8 7 0 1 14:2 Tv. Oberkleen 8 3 0 5 6:10 Tv. Gr.-Rechtenbach 8 3 0 5 6:10 Tv. Ebersgöns 8 0 0 8 0:16 Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Tv. Londorf 6 6 0 0 12:0 To. Allendorf (Lda.) 6 2 1 3 5:7 To. Lollar 6 2 1 3 5:7 Tv. Beuern 6 1 0 5 2:8 Londorf hat durch seine starke Mannschaft klar gesiegt. Es ist nur schade, daß für diesen Verein so wenig Uebungsmöglichkeit besteht. Sportomt „Kraft durch Freude". Heute folgender Kursus: Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26, nur für PL. der NSDAP. Ortsgruppe „Nord", 20.15 bis 21.45 Uhr. dar gehoben. Dazu kommt noch, daß Jugendliche durch ihre ungezwungene und ungekünstelte Spielweise trotzdem technisch auf der Höhe find. Viele Beispiele ließen sich anführen, wo heißumstrittene Lokalkämpfe in einem kameradschaftlichen Geiste ausgetragen wurden. Die Aussichten für die Zukunft find jedenfalls die denkbar besten und der Erfolg ist garantiert. Wenn dann noch im Rahmen dieses Berichtes eine Uebersicht über den Stand der Spiele nach Abschluß der Runde 1936/37 folgen soll, dann deshalb, um den beteiligten Kreisen Kenntnis zu geben, wie sich die einzelnen Tabellen seit der letzten Veröffentlichung gestaltet haben. Staffel 1. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Mto. Gießen I 8 8 0 0 16:0 Tv. 1846 Gießen 8 6 0 2 12:4 Tv. Dutenhofen 8 3 0 5 6:10 Mtv. Gießen II 8 2 0 6 4:12 Spvg. 1900 Gießen 8 1 0 7 2:14 Die Mannschaft der Männerturner hatte schon von vornherein die größten Aussichten, Sieger zu werden. In Verfolg der Spiele stellte es sich dann zur allgemeinen Ueberaschung heraus, daß auch die Jungens des To. 1846 ernsthafter Anwärter waren. Es steht fest, daß beide Mannschaften über ein ausgezeichnetes Können verfügen, und daß die Reihenfolge genau so gut hätte umgekehrt lauten können. Gut haben sich in diesem Feld auch die beiden anderen Mannschaften gehalten, während 1900 durch Pech in diesem Jahre nicht zur Entfaltung kommen konnte. Staffel 2. To. Lang-Göns Tv. Holzheim Tv. Grüningen Tv. Garbenteich Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. 6 5 10 11:1 6 3 12 7:5 6 10 5 2:10 6 10 5 2:10 Lang-Göns, mit feinem ausgesuchten Material, konnte hier von Anfang an unangefochten die Spitze Zum S. Gießener Hallen-Handball-Turnier. Nachdem im Jahre 1932 der Polizeisportverein Butzbach mit einem Hallen-Handball-Turnier beispielgebend vorausging, hatten die beiden Gießener Turnvereine, Tv. 1846 und Männerturnverein, die Initiative ergriffen und für den 24. April 1932 zu ihrem 1. Hallen-Handball-Turnier in der Gießener Volkshalle eingeladen. Diese Turniere sollten — hier ging die Turnerschaft einen Schritt weiter — eine ständige Einrichtung werden. Gerade in unserem Gau XII ist, abgesehen vom Kasseler Bezirk, die Gießener Volkshalle für derartige Veranstaltungen sehr geeignet. Das Hallenspiel unterscheidet sich von dem Feldhandball in drei Hauptpunkten: Wegfall des Abseitsraumes, zeitliche Begrenzung in der Führung des Balles und in der Teilnehmerzahl. Selbstverständlich bedingen die kleineren Ausmaße der Hallenspielfelder unter anderem auch kleinere Tore. Wirft man nun einen kurzen Ueberblick über die bereits ftattgefunbenen Gießener Turniere, so sieht man, wie es die beiden Gießener Turnvereine verstanden haben, für derartige Veranstaltungen weit über unseren Kreis hinaus bei allen Handballfreunden großes Interesse zu erregen. Am 24. April 1932 stieg das erste Hallen-Handball-Turnier der Gießener Turnerschaft mit einer damals schon ansehnlichen Besetzung von 16 Mannschaften. Schon beim ersten Turnier teilte man die Mannschaften je nach Spielstärke in zwei Gruppen. Der Gedanke der ersten Gießener Hallen-Veran- ftaltung hatte viel Echo gefunden, so daß im darauffolgenden Jahre bei dem zweiten Turniere nicht weniger denn 26 Mannschaften Meldungen abgegeben hatten. Es war ein erfreuliches Zeichen, daß das dritte Hallen-Handball-Turnier im Jahre 1934 einen weiteren starken Zuspruch erleben konnte. Besondere Freude machte die rege Anteilnahme der Soldaten. 41 Mannschaften aus etwa 30 Vereinen waren zum Kampf erschienen. Man mußte schon zur Verkürzung der Spielzeit übergehen, um überhaupt in der Lage zu sein, alle Spiele.an einem Tage durchführen zu können. Weiteren Aufschwung nahm das vierte Hallenturnier am 14. April 1935. Nicht weniger als 48 Mannschaften zeigten, welch großer Beliebtheit sich diese Veranstaltungen bei den handballspielenden Vereinen erfreuten. Leider erlitt das Gießener Hallenturnier im Jahre 1936 eine Unterbrechung. Um so mehr ging man nun in diesem Jahre wieder an die Arbeit. Zum 5. Gießener Hallen-Handball-Turnier sind die Vorbereitungen getroffen. Die Ausschreibungen sind den Vereinen zugegangen, Meldeschluß am 5. März. Deutscher Eishockey-Sieg gegen die Tschechen. Um die Weltmeisterschaft. In der Wembley-Arena spielte Deutschland im zweiten Spiel am Dienstagabend gegen die Tschechoslowakei. Die deutsche Mannschaft blieb mit 2:1 nach dreimaliger Verlängerung (0:0, 0:1, 1:0; 0:0, 0:0 1:0) siegreich und sicherte sich damit die Teilnahme an der Vorschlußrunde zusammen mit Kanada in der Gruppe II. * I n London gewannen in den letzten Spielen der Zwischenrunde um die Eishockey-Weltmeisterschaft am Montag Tschechoslowakei 8:1 (2:1, 2:0, 4:0) über Frankreich, und die Schweiz 4:2 (0:1, 2:1, 2:0) über Ungarn. Testament 5W Testament kann nicht mitwirken der Ehegatte oder frühere Ehegatte des Erblassers, Verwandte oder Verschwägerte des Erblassers, der im Testament bedachte und seine Verwandten und Verschwägerten, ferner Verwandte oder Verschwägerte des beurkundenden Notars oder Richters. Minderjährige. Leute, denen die bürger- licken Ehrenrechte aberkannt fino. sollen nicht mitwirken. Über die Errichtung des Testaments muß ein Protokoll ausgenommen und von allen Mitwirkenden unterschrieben werden. — Stumme können ein öffentliches Testament nur durch üoergabe einer Schrift errichten. 2. Das privatschriftliche T. Der Erblasser kann ein T. auch in der Form errichten, daß er seinen letzten Willen in einer Schrift niederlegt. Das T. muß vom Erblasser eigenhändig geschrieben, datiert (Ortsangabe nicht vergessen!) und unterschrieben werden. Dabei muß jedes Mort vom Erblasser eigenhändig geschrieben sein. Die Benützung eines Briefbogens, in dem der Ort oder das Datum vorgedruckt oder mit Maschine vorgeschrieben ist, macht das ganze Testament ungültig. Gleichgültig ist dagegen, ob das Testament mit Tinte, Bleistift oder Griffel geschrieben ist. 3. Neben den unter !, u. 2. angeführten ordentlichen Testamenten gibt es noch die sogenannten Nottestamente und zwar a) das Dorftestament: dieses ist zulässig, wenn zu befürchten ist, daß der Erblasser sterben werde, bevor die Errichtung eines Testaments vor einem Richter oder Notar möglich ist. Zur Ausnahme des Dorftestamentes ist zuständig der Bürgermeister, der 2 Zeugen zu- ziehen muß. Es muß ein Protokoll über die Errichtung ausgenommen und von allen Mirwir- kenden und dem Erblasser unterschrieben werden, b) das Seuchentestament : es ist zulässig, wenn der Erblasser sich an einem Ort aufhält, der infolge des Ausbruches einer Krankheit oder sonstigen außerordentlichen Umstandes (z. V. Überschwemmung) derart abgesperrt ist, daß die Errichtung eines Testamentes vor einem Richter oder Notar nicht möglich ist. Zuständig ist wie unter a der Bürgermeister. Ein solches Testament kann auch durch mündliche Erklärung vor 3 Zeugen unter Aufnahme eines Protokolls errichtet werden. Letzteres ist auch die Form für ein sogenanntes See-Testament, das zulässig ist. wenn der Erblasser sich während einer Seereise an Bord eines deutschen Schiffes (ausgenommen Kriegsschiff) außerhalb eines deutschen Hafens befindet. Die Nottestamente werden unwirksam, wenn seit der Errichtung 3 Monate verstrichen sind und her Erblasser noch lebt. — Eheleute können ein gemeinschaftliches Testament errichten, s. dort. Kinder unter 16 Jahren, Entmündigte und Geisteskranke können kein gültiges Testament errichten. Minderjährige über 16 Jahren und Volljährige, die Geschriebenes nicht lesen können, können nur ein öffentliches Testament errichten und dieses nur durch mündliche Erklärung. — Wenn Teppiche rutschen ... dann werden sie am besten durch Teppichnägel befestigt. Und wenn Sie das Rollen der Teppichecken vermeiden wollen, dann verwenden Sie Metall-Teppichecken. Beides, Teppichnägel und -ecken bekommen Sie für wenig Geld bei 3- D. Häuser. Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. r°7/7 Eit in M Zeit, baß sich Eite, wenn die Lb gegeneinanfc Ejiig umbringen I ginmenbunget lujetpa.lt nn E müsse sich w En Deutschland Wen wolle W man das tu I llrnolb fragte Innungen i m n Adresse richte Wrankreich o lindern? Auch roi Wivalei würben Warum untertec Isäusig bas Sch lichten immer bi Imopäische Regi Izowsetpakl sei n jnil dem Cocartu Emlreich erklär Eigen solle. Da '■•ig ber beuffd j .'dringen und l 1 .'Westeuropa au I Äi müsse Arant 'j machen, baß lilfe ju rech Äs Paktes zu -id Mount 2 -daran tun, der Hn, daß neun ^Liquidiert -lies wünschen. M reich sei, iu 100 Mill io «6 britischen St Wn duloe man ’Sanba in 6n$ Mnziert we intim mit mit Deuts 1 mie früher fe oberen Lände ijttpatt sei m Wand Abrüsti «reich nicht ge und starkes zu st > Abrustungsvo « untere Mi. Wenn wie wie in N Deutsch Sbi ' Miene. ^lerslaatsseki d°b d Wtspunfte Er ata fti Ew?» Lj ’n Nach liiere q ei* p fe 4li i, ^rht, ch Sn95Politit S1 te? «rn I bes Ä S Segen das Blutschuhgeseh vergange, Lpd. Frankfurt a. M., 23. Febr. Die ßj Strafkammer verurteilte den 67jährigen <4! Ernst Cohen aus Bad Homburg wegen RM schände zu eineinhalb Jahren Zuchthiug Der Angeklagte hatte eine 45jährige arische hälterin, die er schon 1920 kennenlernte und mii 3 er bis zum Herbst 1936 intimen Verkehr pflepej Hohe Gefängnisstrafen für Hinterländer Wilddiebe. LPD. Marburg, 23. Febr. Bereits seit meJ reren Jahren hatten die Jagdpächter und Försts den Waldbergen um Buchenau (Kreis Bilde! köpf) Wahrnehmungen gemacht, welche biral schließen ließen, daß dort Wilddiebe q! Werke waren. Oftmals traf man auf kraut J schossenes oder verludertes Wild und fand auch 3 Ufer der Lahn unterhalb von Buchenau ReM welche von den Wilddieben aus Angst vor der deckung ins Wasser geworfen waren. Erst m 1 Ende vorigen Jahres gelang es, den Wildd^Ü auf die Spur zu kommen. Die Ermittlungen 8 n ten zur Verhaftung der Buchenauer Einwohners brüder Albert und Karl D e r f ch, sowie Llh I B ö ß e r. Vor dem Schöffengericht legte die-I klage den drei gewohnheitsmäßige Wilddieberei^ den Jahren 1935/36 zur Last. Die Beweisaufnchtz! erbrachte eine ganze Reihe belastender Zeugens sagen. Jagdpächter und Förster vermuteten in« Angeklagten schon seit langer Zeit die Wilddr» sie hatten aber keine genügenden BeweisnW Die Gebr. Dersch arbeiteten bei ihrer Wilddiebe« Hand in Hand. Das Urteil lautete wegen fortye|3 ter gewohnteitsmäßiger Wilddieberei für das Hru« des Wilderertrios, Albert Dersch, auf Jahre, für Karl Dersch auf ein Jahr uri für Bößer auf sechs Monate G e f änzujd Rundfunkprogramm. Donnerstag. 25. Februar: 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik, d Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.05: Wetter- urj Schneebericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ein MoiÄ grüß aus der Westmark. 10: Schulfunk. 11: M frau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: SozialdieH 12: Mittagskonzert. Romantische Musik. 13: M richten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: MitM konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Im Rhythmus 3 Freude um die Welt. 15: Volk und Wirtshm 15.30: Kinderfunk. 16: Kleines Flötenkonzert, lül Wir laden ein zu einem Tänzchen am Rhein. 1/3 Unvergessenes deutsches Land. 17.45: Das afiuej Buch. 18: Blaskonzert. 19: Es muß doch FriihlW werden ... Don seinen Vorboten im Monat $ bruar. Funkfolge. 19.30: Sportvortrag der WH Aufgaben und Ziele der Sportberichterstattung D Funk. 19.45: Was willst du werden? Ein FuiD richt aus der Kolonialen Frauenschule in ReÄ bürg. 20: Nachrichten. 20.10: Konzert. 22: NachM ten. 22.15: Nachrichten aus dem SendebkM Sportbericht, Nachrichten der DAF. 22.30: GasW des Elsässischen Theaters, Freiburg: Er fjüroti sini Frau. Schwank von G. Stosköpf. Berlin,, fensterlt Kammer“— wenn det man jut jeht! Handfest, derb, aber echt u.gesund ist der Humor in dem FilmlustspitJ REGIE: FRANZ SEIT! Darsteller: Walter Lantsch, Ursula Grabley, Franz Schafheitlin, Harald Paulsen, Joe Stöckel. Herbert Weißbach, Vicky Werkmeister Auf der Bühne: M3P 3 Poletos Parterre-Akrobaten in höchster VollendungI Im Beiprogramm: Chiemsee-Hanseaten und Ufa-Ton-Wocha Täglich 4,6, 8.30, Sonntag 3, 5.30 u. 8.30 Uba