| M: Dienstag, 23. November 1037 Kr. 273 Erstes Blatt 187. Jahrgang Oie deuisch-ungarische Kreunbschast bekrästigi mir len ' Re- ir e s Kampfes im Leben die das es aber zu einer großen, geschichtlich bedeutsamen Synthese gekommen, die, alle lebendigen Kräfte des Volkes unter dem Banner der nationalen Ehre und der sozialen Gerechtigkeit zusammenfassend, zur Aufrichtung des Dritten Reiches geführt hat. Und es erfüllt mich mit Stolz und Genugtuung, daß mein Vaterland eine alt-erprobte und bewährte, auf der einzig verläßlichen Grundlage der g e m e i n - samenJnteresfen beruhende Freundschaft mit dem großen Deutschen Reiche verbunden ist. Diese Freundschaft hat seit jeher dem Frieden gedient, wurde durch das Stahl- und Feuerbad des Weltkrieges nur gefestigt und — obgleich beide Völker viel Ungerechtigkeit erleiden mußten — soll sie auch weiterhin diesem friedlichen Ziele gewidmet bleiben. Im Bewußtsein unserer gerechten Sache wollen wir uns daher auch in der Zukunft für die Grundsätze des wahren und wirklichen Friedens einsetzen. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' /,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps., für Text- anzeigen von 70 mm Brette SO Rpf.,Platzvorschrist nach vorh Dereinbg. 25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B begreifen lerne, solle aus unseren Schulen heran- wachsen. Von aufrichtigen Persönlichkeiten solle sie unterrichtet werden die an ihre Mission und ihre Worte glaubten und somit die Berufung hätten, die Jugend wirklich weltanschaulich zu festigen. Der Reichsminister wandte sich abschließend den nationalpolitischen Erziehungsanstalten zu, die von solchen Grundsätzen geleitet werden und setzte sich mit den Kräften auseinander, die sich der Erfüllung der klaren Forderungen entgegenstellten. Berlin, 22. Nov. (DNB.) Nachdem erst vor wenigen Tagen ein Messerschmitt-Flugzeug der Bayerischen Flugzeugwerke den Geschwindigkeitsweltrekord für Landflugzeuge mit 611 Stundenkilometer in deutschen Besitz gebracht hat, konnte die deutsche Luftfahrt erneut einen stolzen Erfolg erringen. Die heinkel - Flugzeugwerke griffen mit einer zweimotorigen Landmaschine die Geschwindigkeitsrekorde über die 1 0 0 0 - k i l o m e t erst r e ck e erfolgreich an. Unter Führung von Flug- kapitän Nitschke, dem Chefpiloten der heinkel- werke, und Flugzeugführer D i e t e r l e legte das Flugzeug, welches mit zwei Daimler-Benz- Motoren DB 600 ausgerüstet ist, mit einer Nutzlast von 1 000 Kilogramm die für den Rekordflug festgelegte Strecke Hamburg — Stolp — Hamburg in einer Zeit von einer Stunde 58 Minuten zurück und erzielte damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 504,09 km/st Mit dieser Leistung fielen gleichzeitig drei Weltrekorde an Deutschland, denn die ausgezeichnete Leistung des mit 1000 Kilogramm Nutzlast belaßenen Heinkel-Flugzeuges verbesserte mit diesem Flug auch die bestehenden Rekorde für den Flug mit 500 Kilogramm Nutzlast sowie ohne Nutzlast. Drei neue Flugrekorde für Deutschland Heinkelflugzeug erobert Weltgeschwindigkeitsrekorde über 1000 Kilometer mit 1000 Kilogramm Nutzlast in einer Stunde 58 Minuten. >ge ereig. g i ü d s. der mit rkoa M - ab. Dir uemsmer- )n schwer linik noch ichem Drei Tatsachen zeichnen den neuen deutschen Weltrekord besonders aus. Einmal, daß das heinkel- flugzeug mit 1000 Kilogramm Nutzlast über die 1000-Kilometer-Strecke n o ch w e s e n t l i ch s ch n e l- l e r war als der bisherige Rekordhalter über die gleiche Strecke ohne jede Nutzlast, zweitens, daß es sich nicht um eine Ueberbietung verhältnismäßig alter Rekorde handelte, sondern daß diese erst in j ü n g st e r Zeit aufgestellt wurden, und schließlich, daß mit diesem Fluge eine s e h r e r h e b l i ch e Steigerung erreicht mürbe. Die bisherigen Rekorde über 1000 Kilometer mit 500 und 1000 Kilogramm Nutzlast wurden erst im Juli dieses Jahres von Bruno Mussolini, dem Sohn des Duce, und Colonel Biseo auf einer drei- motorigen Savoia-Marchetti S 79 mit einem Stundendurchschnitt von 423 Kilometer erzielt. Diese Leistung wurde durch das heinkelflugzeug um 81 Kilometer je Stunde Überboten. Den Rekord über 1000 Kilometer ohne Nutzlast hielt seit April dieses Jahres der Italiener Niclot auf der zweimotorigen Breda 88 mit 475 km/st Selbst dieser Rekord wurde um nicht weniger als 29 km/s< verbessert. Der Rekordflug und seine Vorbereitungen gingen in diesen Tagen gesammelt haben, in unseren Augen sind sie alle verbunden gewesen durch die aufrichtige Bewunderung, mit welcher wir das hinreißende Lebenstempo eines großen, von seinen Fesseln endlich befreiten Volkes betrachtet und gewürdigt haben. Deutschland ist vor langen Jahren das Land der Dichter und Denker genannt worden. In einer späteren Epoche wurde es die Heimat des technischen und materiellen Fortschritts. Nun ist Anerkennung der Leistung als internationale korde erfüllt wurden. Wie die drei Weltrekorde gewonnen wurden. hrld)eim täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Menenei Familienblätter t eimal lm Bild Die Scholle monat$-Be$ugsprets: flit 4 Beilagen RM. 1.95 l hne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr „ -.25 lud) bei Nichterscheinen ion einzelnen Nummern einige höherer Gewalt §ernfprechanschlüffe mter Sammelnummer 2251 imjchrift für Drahtnach- richten Anzeiger Sieben poftfchecttonlo: fronffurt am Main 11686 ■n • H d-U-, °° 30« Mill! 1 Neben- ’ a n q p s MdIou emeinde 'e Bibel, war s^ n Abend zunächst pro grammäßig. Es war etwas diesig, dis Orientierung aber durchaus möglich. Flugzeugführer D i e t e r l e kontrollierte die Durchschnittsge- chwindigkeit dauernd mit dem Rechenschieber Er gab sie in der ersten Viertelstunde mit 520 km/st an, was unsere Siegeszuversicht bestärkte. Als wir die p o m m e r s ch e Küste erreichten, hatte sich die Wolkenbank, wie wir gehofft, ver- choben. Stolp allerdings fanden wir noch bedeckt. Wir standen nun vor der schwierigen Aufgabe, um unser Ziel zu nehmen, aus 4300 Meter höhe auf einer Strecke von 30 Kilometer auf 4000 Meter und unter d i e Wolken hinabzugehen. hierbei mußten wir durchschnittlich etwa 600 Kilometer leisten, das Ziel aber nicht verfehlen, sonst wäre der Rekord mißlungen gewesen. Das Ziel überflogen wir genau. Dieterle machte mich durch Zeichen auf die unten abgefeuerten Böllerschüsse und die Zeichen aufmerksam, mit denen uns das lieber- fliegen der Ziellinie bestätigt wurde. Damit konnten wir auf Gegenkurs gehen. Wir flogen durch die Wolkendecke hindurch, bekamen nach zehn Minuten Sicht und hatten nach kurzer Zeit unsere günstigste höhe von 4300 Meter wieder erreicht. Beim Ueberfüegen von Wolgast errechnete Dieterle einen Stundendurchschnitt von 510 km/st. Die Schluß st recke bewältigten mir reibungslos. Als wir über Rostock waren, wurde uns die Gewißheit, daß wir mehr als 500 Kilometer Durchschnit in öer Stunde schaffen würden. Wir erreichten Hamburg nach programmäßigem Weiterflug und überflogen das Ziel mit dem Bewußtsein, d i e Aufgabe gelöst zu haben. — Mit warmer Anerkennung äußerte sich Chefpilot Nitschke Über den rastlos auf das angestrebte Ziel hinarbeitenden Dr. h e i n k e l, dessen Impuls und Zuversicht sich allen mitgeteill habe. Glückwunsch Görings. Der Reichsminister der Luftfahrt Generaloberst Göring hat den Heinkel-Flugzeugwerken und Daimler-Benz folgende Anerkennung für ihre ausgezeichnete Leistung zugehen lassen- „Zu dem stolzen Erfolg, den Sie und Ihre Mitarbeiter durch Ihre zielbewußte und gründliche Entwicklungsarbeit errungen haben, beglückwünsche ich Sie aufs herzlichste. Sie haben mit der Erringung der neuen drei Weltrekorde sich um die Geltung der deutschen Luftfahrt in hervorragender Weise verdient gemacht. Ich spreche Ihnen und Ihrer Gefolgschaft meine besondere Anerkennung für diese Leistung aus." Ke Ar. Schweine de einige inen Ab- jungen J 65)01). der Der. "ach Gie. Lieferung 'n der er- Eme Unterredung mit Chefpilot Nitschke. Der heinkel-Chefpilot N i t l ch k e, der die Weltrekorde erzielte, erklärte: Als wir Montag morgen zum Flugplatz hinausfuhren, war es sehr dunstig, doch hielt uns der wolkenlose Himmel bei gutem Mut. Eine Maschine, die aufstieg, festzustellen, wie in der höhe die Sicht sei, meldete, daß der Flug von Hamburg aus durchführbar sei, über Stolp jedoch eine geschlossene Wolkendecke liege, die das Ziel verdecke. Wir starteten um 12.10 Uhr. Der Start mit 1000 Kilogramm Zuladung, der praktisch bisher noch nicht durchgeführt worden war. verlief völlig einwandfrei. Wir gingen auf 4300 Meter,' weil mir annahmen, in dieser höhe die besten Flugbedingungen zu Haden. Der Flug verlies unter Aufsicht der von der Federation aeronau- tique internationale vereidigten Sportzeugen des Aeroklubs von Deutschland vonstatten. Die internationalen Bestimmungen schreiben die Durchführung des Fluges in geschloffener Bahn vor, d. h. Anstiegen eines auf halber Strecke liegenden Punktes und Rückkehr zum Ausgangspunkt. Damit mird eine Erhöhung der Gefchmindigkeit durch Wind eins luß ausgeschlossen. Die Strecke, die von Hamburg über Schm er in in Mecklenburg und die Sminemünder Bucht nach Stolp in Pommern führte, mürbe vom Reichsamt für Landesaufnahmen vermessen. Nachdem die auf dem Startplatz versammelten Sachverständigen die Uebereinftimmung des Flugzeuges mit den Meldungen geprüft und den in Form von eingenähtem Blei mitgeführten Ballast plombiert hatten, erfolgte um 12.03 Uhr der Start. Als aus Stolp die Meldung eintraf, daß die Maschine die Wendemarke vorschriftsmäßig überflogen und zum Rückflug gemenbet habe, steigerte sich bie Spannung auf bem Hamburger Flugplatz mit jeber Minute, bis schließlich ein fernes Brummen bie glückliche Rückkehr ber Maschine anzeigte. Mit rafenber Ge- schminbigkeit überflog sie nach einer Flugzeit von einer Stunbe 58.5 Minuten bie Ziellinie. Die erflogenen Leistungen mürben sofort durch den Aeroklub von Deutschland der FAI. zur Anerkennung g e m e I o e t, bie in kurzer Zeit erfolgen bürste, ba alle erforberlichen Bebingungen für bie Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: SrShlsche UniverfitStrdruckerei ».Lauge In Sieben. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Aationalsoz Mische Erziehung. Frau Scholz-Klink und Reichsminister Rust sprachen in Sonthofen. Sonthofen, 22. Nov. (DNB.) Auf der Tagung ber Kreis- und Gauamtsletter sprach die Reichsfrauenführerin Frau Scholz-Klink von ber heranbilbung bes Nachwuchses für die Meisterinnen der hausmirtfchaft. In zwei- jährigen Abendkursen mürben Hausfrauen und Hausangestellte geschult, um ben Titel Meisterin ber hausmirtfchaft zu erroerben. lieber 100 000 Mäbel seien jetzt auch in ben Jugenbgruppen ber Frauenschaft erfaßt morden. Besonderen Erfolg verspreche man sich von dem Leistungsbuch des deutschen Frauenmerkes, das nur jenes Mädel erhalte, bas neben ber Teilnahme an Samariterkursen und Mütterschulkursen einen sechsmöchigen freiwilligen Ehrendienst in einer kinderreichen Familie in Stadt ober Land ober einen sechswöchigen Ehrendienst für e i n e. ältere Arbeiterin, ber dadurch Urlaub ge=N geben werden könne, vorsehe. Auch müsse den Frauen der Weg zu den wissenschaftlichen Berufen offen gehalten werden; denn es gelte heute für Mann und Frau, dem Führer mit ganzer Kraft zu helfen, sein begonnenes Werk zu vollenden Reichsminister Rust sprach dann über die Zielsetzung der nationalsozialistischen Schule. Es sei des Führers Wille, daß in den Schulstuben nicht trockene Kenntnisse vom Nationalsozialismus und seinen völkischen und geistigen Erkenntnissen vermittelt würden, sondern daß daß Bekenntnis zu der Weltanschauung des Führers in die Herzen der Jugend gelegt werde. Der Minister gab einen Einblick, aus welcher Auffassung heraus heute in den Schulen Geschichtslehre, Rassen- kunde und Juden frage behandelt werden müßten, und auf welche Weise bie klaren Folgerungen, bie jeber Nationalsozialist an bie Schule stelle, zu erfüllen seien. Das Verhältnis zur Kirche unb bie Stellung zum Religionsunterricht erführen babei eine offene Darstellung. Ebenso wie ber Nationalsozialismus bas Glaubensbekenntnis bes einzelnen nicht antaste und bie Freiheit ber Religionsausübung achte, ebenso bestimmt würbe er es zu verhindern wissen, daß bie beutsche Jugenb innerlich zerrissen werben könne. Eine lebensfrohe, freie unb befennenbe Jugend, Der ungarische Ministerpräsident von Daranyi stattete Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath einen Besuch ab. Mitte Daranyi und rechts der ungarische Außenminister vonKanya. — (Scherl-Bllderdienst-M.) Aranyis Staatsbesuch in Vertin Auch Besprechungen int dem Reichsernährungsminister Darre. Berlin, 22. Nov. (DNB.) Der ungarische Mi- Nlterpräsident Daranyi und der ungarische L.ßenminister von Kanya statteten am Montag- virmittag dem Reichsaußenminister Freiherrn v n Neurath einen Besuch ab. Anschließend bl.uchte Ministerpräsident Daranyi, der zugleich L^erbauminister ist, den Reichsernährungsminister 23 r r e, der ihn in Anwesenheit der Staatssekre- ic e Backe und Willikens und des Ministe- ri ldirektors Dr. Walter zu einer angeregten Aus- fptidje über landwirtschaftliche Fragen empfing Ministerpräsident von Daranyi und Außen- Itinifter von Kanya waren am Montagmittag (Sa ft e bes Reichsjägermeisters in ber E^orfheibe. Im Waldhof Karinhall gab Minister- ytifibent Generaloberst Göring zu Ehren ber unga» tiften Gäste ein Frühstück, zu dem auch der unga- tiije Gesandte Sztojay unb bie ungarische Begleitung geloben war. Von deutscher Seite waren 11 n anwesend die Staatssekretäre Körner und ©neral Milch, Generalforstmeister Alpers, kuatssekretär von Mackensen, Gauleiter Dohle und Präsident S y r u p. Am Nachmittag ft- tete Reichsaußenminister Freiherr von N urath den ungarischen Gästen einen Gegen- bmch ab. Anschließend besuchte Reichsminister Di r r d den ungarischen Ministerpräsidenten. Ministerpräsident Daranyi erklärte ungarischen ?Mfeoertretern: Schon auf d«r Fahrt durch Deutsch- trfb habe er die besten Eindrücke von bem pulsiert den Leben gewonnen, das Deutschland heute er- füj.e. Sein offizieller Besuch ber Reichsregierung fei eine neuerliche Bestätigung ber zwischen Ungarn nr* bem Deutschen Reich bestehenden freundschaft- lidaen Beziehungen. Er werbe noch zwei Tage zur Li ichtigung von lanbwirtschaftlichen Einrichtungen in Deutschland bleiben. Als Ackerbauminister inter- i Staatssekretär des ungarischen Landwirtschafts- miifteriums Marschall sei gleichfalls in Berlin ba ein Teil der mit der deutschen Regierung geehrten Besprechungen wirtschaftlicher Natur ftiitn. Auf wirtschaftlichem und handelspolitischem Gwiet bestehe zwischen Deutschland und Ungarn em Abkommen, bas sich durchaus bewährt habe. Sn ben jetzt beginnenben Besprechungen werde ber pdtere Ausbau dieses Abkommens erörtert werden. „Unfere Regierungen stehen fest Mammen." Gemeinsamer Dienst an einem wahren Frieden. Berlin, 23.Nov. (DNB.) Der Reichsminister de Auswärtigen und Freifrau von Neurath gaben ir Haus bes Reichspräsidenten dem Hmglich Ungarischen Ministerpräsidenten d o n 3. rangt und Gattin sowie bem Königlich Un- rscheu Außenminister von Kanya ein Essen. biejem nahmen außer ben ungarischen Gästen |n) ihrer Begleitung sowie dem Königlich Ungarn shm Gesanbten v. Sztojai unb ben Mitgliebern ber «k.andtschaft ber italienische Botschafter unb Frau Snt o I i c o sowie der österreichische Gesandte £: uschitz teil. Von deutscher Seite waren der Hlladung gefolgt: Generalfeldmarschall v. B l o m - ihi-g und die Reichsminister Graf Schwer in - Siosigk, Dr. Frick und Darre, Reichsbank- iTilfiöent Dr. Schacht, Generaladmiral Roeder. •$e:ner die Staatssekretäre Meißner, Lom- in.rs, Funk, von Mackensen, Pfundt- ler, Zschintzsch, der deutsche Gesandte in Bu- lipeft, v. Erdmannsdorff, und ber Reichs- Hc-tführer von Tfchammer unb Osten. Jr.m Laufe des Essens brachte der lieichsaußenminister tn Trinkspruch aus, in dem er sagte: Bon ol- ir her war unb ist bas beutsche Volk ber ritter- kt»n ungarischen Nation mit ihrer ruhmvollen Ver- ^.genheit aufrichtig zugetan. Die Erinnerung an in»re über Jahrhunberte ausgebehnten, für bie WDpäische Kultur geführten gemein f am e n Itmpfe sowie ber Glaube an unsere fest ge- !h-iiiedete S ch i ck s o l s g e m e l n s ch o f t ist in dli n Schichten bes beutschen Volkes stets lebenbig. 3l:t wärmster Sympathie begleitet bas im Dritten Auch geeinte deutsche Volk den kraftvollen Auf- ijtug, auf dem die ungarische Nation begriffen ist. W unserer Freundschaft werden, davon bin ich Äirzeugt, so wie bisher, auch m Zukunft die m Ingarn seit vielen Generationen ansässigen b e u t • pee n Siedler beitragen, bie ihrem deutschen Solfstum in alter Anhänglichkeit perbunben unb L| treue ungarische Staatsangehörige geworden sli Unsere Regierungen stehen seit zu» ji m m e n. Ihr unerschütterliches Dertrauensver- jilmis ist eine Gewähr für unsere politische ou' lirit. Unser Blick bleibt gerichtet auf bie unver- Äi,erlichen Lebensrechte unserer Länber uno limit zugleich auch bas hohe Ziel eines wahren vernunftgemäßen Friedens in Europa. Ministerpräsident Daranyi änderte: Zwei Tage erst weilen wir auf dem gaft= ft.:üblichen Boben Deutschlands, aber so mannig- kb.g auch die verschiedenen Eindrücke waren, die Tatarescu, der Mann des Königs. Keine Kursänderung in Rumänien. Von unserem ständigen K.Gch.-Äerichierstntier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! B u k a r e st, November 1937. Acht Tage hat die rumänische Regierungskrise doch gedauert — wenn man sie überhaupt eine Krise nennen will; denn während bereits Miha- l a ch e beauftragt war, eine Regierung der N a - tionalzaranisten zusammen mit Vaida- Voevod zustandezubringen, war die Regierung Tatarescu noch gar nicht zurückgetreten, und nach dem Scheitern Mihalaches trat Tatarescu nur zurück, um erneut betraut zu werden. Wer in diesem Lande an eine „Krise" geglaubt, wer an Tatarescus Wiederkehr gezweifelt hat, muß sich über die Verteilung der politischen Kräfte nicht im klaren gewesen sein — oder der Wunsch war der Vater des Gedankens, wie bei allen jüdischen Zeitungen, die ein kommendes Kabinett Mihalache als „Information" weitergaben. Nein, daß Tatarescu wiederkommen würde, war für jeden ohne Zweifel, der sich alle möglichen Lösungen ansah. Der Auftrag des Königs an Mihalache war eine Geste der Loyalität vor der Verfassung. Der Führer der größten Oppositionspartei sollte die Chance haben, die ihm zukommt. Aber dieser Auftrag war an eine unerfüllbare Bedingung geknüpft: die National- za ran ist en sollten mit der „Rumänischen Front" Vaida -Voevods Zusammengehen, desselben Vaido-Voevod, der sich vor mehr als zwei Jahren von ihnen unter erheblichen Auseinandersetzungen getrennt hatte. Vaida-Voevods programmatische Sonderheit ist der „Numerus walachicus“, die Forderung, dem Rumänentum im Wirtschaftsleben Schutz und Förderung zu gewähren. Das richtet sich zunächst einmal gegen die Juden, und von allen rumänischen Parteien sind die National- zaranisten diejenigen, die den Antisemitismus aus ihren Reihen verbannen und daher lieb Kind der rumänischen Judenheit sind. Sei es dieses, sei es der persönliche Zwist, die Nationalzaranisten haben jede Verhandlung mit Vaida-Voevods abgelehnt, und Mihalache gab seinen Auftrag zurück. Was bezweckte der König mit diesem Intermezzo? Wir sagten schon: es war eine Geste. Man kann nicht behaupten, daß sie die Nationalzaranisten versöhnlicher gestimmt hätte. Im Gegenteil, hoch gehen die Wogen der Empörung über die Liberalen, die (so lautet der Hauptoorwurf) an den Regierungssesseln klebten, statt nach vier Jahren von der politischen Bildfläche zu verschwinden und die Opposition in den Genuß der Macht kommen zu lassen. Von dieser nationalzaranistischen Gärung wird auch der Parteipräsident Mihalache betroffen, dem man den Mißerfolg seiner Politik zum Vorwurf macht. M a n i u , der Grollende, der sich aus Siebenbürgen nicht mehr herausgerührt hatte, ist heute wieder der kommende Mann in der Partei. Gerade die Anhänger Manius, seines unversöhnlichen Gegners, wollte der König ebenso von der Regierunqsbeteiligung ausgeschaltet sehen wie die äußerste Linke, die ganz unoerhüllt die Volksfront betreibt. Vielmehr sollte die wachsende Rechts st römung im rumänischen Volke dadurch berücksichtigt werden, daß die am ehesten regierungsfähige Gruppe der Rechten, eben die Rumänische Front Vaida-Voevods, an der Regierung beteiligt worden wäre. Das alles kann nicht darüber Hinwegtäuschen, daß der König die Nationalzaranisten nicht gewollt hat, und daß sein Entschluß von Anfang an feststand, eine neue Regierung der Liberalen zu bilden. Der König verlangte damit ein Opfer von dieser Partei, deren hinter den Kulissen wirkender Präsident, der alte Dinu Bratianu, der Meinung war, daß es genug sei, vier Jahre zu regieren, und daß man sich nunmehr in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen solle. Aber dem Appell des Herrschers, der Notwendigkeit weiter zu arbeiten, hat sich die Partei doch nicht versagt, hat sich vor allem Tatarescu nicht versagt, ohne dessen Zutun diese neue, alte Regierung nicht zu- standegekommen wäre. Die Persönlichkeit Tatarescus erklärt vollends das Festhalten König Carols an der Liberalen Partei. Zu seinem Ministerpräsidenten hat der rumänische König ein Verhältnis gefunden, das am besten dadurch zu umschreiben ist; Tatarescu ist der Mann des Königs. Er verbürgt vor allem die Stetigkeit jener Politik, die der König wünscht, im Aeußeren mehr noch als im Innern. Das Kabinett hat dann doch noch einige Aende- rungen erfahren; Dinu Bratianu drang mit seiner Forderung durch, V a l e r Pop hatte keine sehr glückliche Hand bei der Behandlung der Minderheiten gezeigt. An seine Stelle ist der Generaldirektor der Pietroschani-Kohlenbergwerke, Bujoi, getreten, ein reiner Wirtschaftsmann, kein Politiker. Einige Minister haben ihre Sessel miteinander vertauscht. Wichtiger ist die Rückkehr Manulescu- Strungas in das Kabinett, des Mannes, der seinerzeit als Handelsminister den Handels vertrag mit Deutschland abgeschlossen hat. Er bekommt ein eigenes Ministerium errichtet mit dem vielsprechenden Namen: Ministerium zur V e r - wertung der nationalen Erzeugnisse. Der neue Landwirtschaftsminister, Prof. Jone- f c u - S i s e t s ch t i, ist ein Vertrauensmann der nationaldemokratischen Partei Prof. I o r g a s. Die „verbreiterte politische Grundlage", die Tatarescu herstellen sollte, nimmt sich also nicht sehr imposant aus. Vaida-Voevod, mit dem lange verhandelt wurde, ist außerhalb der Regierung gebliebe/i. Mit ihm und mit Jorga ist lediglich ein Wahlkartell zu- standegekommen, und die Zahl der zugestandenen Sitze beweist, wie sicher sich die Lieberalen wieder fühlen; sie werden die relative Mehrheit erhalten und damit zwei Drittel aller Parlamentssitze. Haussuchung im Außenkommissariat. Littvinow-Krisis? Von unserer Berliner Schristleitung. Zum zweiten Mal innerhalb von vierzehn Tagen hat die GPU. direkt in den unmittelbaren Amtsbereich des sowjetrussischen Außenkommissars L i t - winow-Finkelstein einbegriffen. Nachdem kürzlich eine Anzahl höherer Beamter des Außenkommissariats ohne Vorwissen Litwinows verhaftet worden war, erfolgte jetzt eine Haussuchung im Außenkommissariat selbst. Dabei waren nicht weniger als 40 GPU.-Beamte sechs Stunden lang tätig. Da sie mehrere Lastautos voller Dokumente und Urkunden weggeschleppt haben, bedeutet das naturgemäß einen sehr störenden Eingriff in den dienstlichen Geschäftsgang des Außenkomissariats. Das Gebäude des sowjetrussischen Außenministeriums liegt in Moskau etwa eine halbe Gehstunde nordwestlich vom Kreml entfernt, an der Ecke Dschersinski- und Warssonowjew- straße, nicht weit von der Politischen Verwaltung und der Staatsbank. Es enthält außer den amtlichen Büros auch einen großen Teil der Geheimarchive für dieses Ressort, ferner eine der Wohnungen Litwinows und einige Wohnungen für hohe Beamte des Kommissariats. Bei der Durchsuchung hatte die GPU. der Form halber einen höheren Beamten des Außenkommissariats zugelassen. Schon bei der Verhaftung der oben erwähnten höheren Beamten hatte Litwinow-Finkelstein erfolglos bei Stalin zu intervenieren versucht. Auch sein neuer Einspruch gegen die Haussuchung und dem Abtransport zahlreicher wichtiger Akten ist ohne jede Wirkung geblieben. Daß zwischen Litwinow und dem gegenwärtigen Chef der GPU. schon seit einiger Zeit ein sehr gespanntes Verhältnis besteht, ist bekannt. Wenn die GPU. jetzt zu derartig weitgehenden Maßnahmen im persönlichen Dienstbereich des Außenkommissars schreiten konnte, so liegt darin eine neue Bestätigung der schon seit Monaten anhaltenden Gerüchte, wonach die Tage Litwinows gezählt sein sollen. Das Dierundzwanzig Stunden lang sah es so aus, als ob die alte liberale Partei wiederhergestellt würde, wie sie vor der Absplitterung Georg Bratianus bestanden hat. Tatarescu hatte den Auftrag, eine Versöhnung mit Georg Bratianu herbeizuführen. Das ist ihm nicht gelungen. Georg Bratianu selbst hat erklärt, daß man sich über die Grundsätze nicht einigen konnte. Dazu gehört die Aufhebung des Belagerungszustandes, mit dem seit vielen Jahren regiert wird und auf den Tatarescu nicht verzichten wollte. Ein Jahr Antikominternabkommen Deutschland - Japan. Tokio, 22. Noo. (DNB.) Am 25. November 1936 wurde in Berlin das deutsch-japanische Abkommen gegen die kommunistische Internationale unterzeichnet. Die Feier, mit denen Japan der einjährigen Wiederkehr dieses weltgeschichtlichen Augenblicks gedenkt, begann mit einem Empfang beim japanischen Ministerpräsidenten Fürst Konoye, an dem neben den Mitgliedern der deutschen und der italienischen Botschaft der japanische Staatsrat, das gesamte Kabinett, der Staatsbeirat mit den Generälen Araki und Uaaki sowie der Präsident des japanisch-deutschen Vereins Pamamoto teilnahmen. Nach einer Ehrung des Führers und des Duce führte Fürst Konoye aus, daß der Zusammenschluß der drei Völker Deutschland, Japan und Italien im Antikomintern-Abkommen zum Schutze gegen den kulturzerstörenden Bolschewismus erfolgt sei und somit dem Weltfrieden diene. An Stelle des erkrankten deutschen Botschafters dankte Botschaftsrat N o e b e l dem Fürsten. Das deutsche Volk hoffe aufrichtig, daß das Abkommen zur Vertiefung der Freundschaft zwischen den drei Völkern beitragen möge. Abends fand bei dem Chef des japanischen Generalstabes Feldmarschall F ü r st Kanin ein Staatsbankett statt. - Vergebliche Vorstellungen bei Stalin. wäre um so bedeutsamer, als das Außenkommissariat das einzige Ressort war, das bisher von der Stalinschen „Säuberungs"-Psychose verschont geblieben war. Wenn nun auch der GPU.-Chef in Sowjetrußland eine fast unumschränkte Macht hat, so erscheint es doch als ausgeschlossen, daß er gegen den bisher unantastbaren Außenkommissar nur auf eigene Faust vorgegangen sein sollte. Zweifellos liegen direkte Anweisungen Stalins vor. Nachdem Stalin nicht gezögert hat, binnen 24 Stunden die acht bedeutendsten Armeeführer Sowjetrußlands im Zusammenhang mit dem „Fall Tuchatschewski" kurzerhand zu liquidieren, wären selbst weitgehende Eingriffe in das Außenkomissa- riat nicht mehr verwunderlich, wenn man bedenkt, daß die sowjetrussische Außenpolitik sich schon seit etwa anderthalb Monaten in einer ausgesprochen kritischen Lage befindet. Am bedeutsamsten aber an den oben geschilderten Vorgängen in Moskau erscheint die Tatsache, daß zum ersten Mal, seitdem die ersten Gerüchte um einen bevorstehenden Fall Litwinows auftraten, die amtliche sowjetrussische Zensur die Meldungen englischer Berichterstatter unbeanstandet durchge- lassen hat, wonach die Amtstätigkeit Litwinows schon sehr bald enden werde. Man darf gespannt sein, ob Stalin seinem Außenkommissar einen rve- niger stillen Abgang von der öffentlichen Bühne gestatten wird als den vielen Tausenden, die im Verlauf der bisherigen Stalinschen Razzien den Weg aller „Verdächtigen" in Sowjetrußland gegangen sind. IS neue Todesurteile in Sowjetrußland Moskau, 22. Nov. (DNB.) In A st r a ch a n wurden zwei Funktionäre der Wolga-Schiffahrts- verwaltung wegen „konterrevolutionärer Schädlingsarbeit" hingerichtet. Im Leningrader Gebiet wurden sechs Angestellte einer Viehzuchtfarm als „Saboteure" zum Tode verurteilt. In Samara sind zwei Angestellte einer Petroleumoerkaufs st eile wegen Unterschlagung und sowjetfeindlicher Umtriebe erschossen worden. Im Gebiet von Nischni- Die GPU. besucht Litwinow-Finkelstein. Nowgorod wurden drei Funktionäre eines Ge« treidekontors zum Tode verurteilt und im Swerdlowsker Gebiet zwei Arbeiter hin, gerichtet, die auf den Bevollmächtigten einer Wahl, kommission einen Mord anschlag unternommen haben sollen. Großzügige Ausgestaltung des Betriebssports. Berlin, 22. Nov. (DNB.) Reichsorganisations. leiter Dr. Ley und Reichssportführer v. Tschäm, mer und Osten sprechen auf einer Kundgebung am 26. November anläßlich des ersten Spatenstiche; zu einer Betriebssportanlage im Deutschen Verlag, Hochhaus Tempelhof. Parallelkundgebungen finden in den einzelnen Gauen statt. Insgesamt werden im Reich in weit über 100 Betrieben die ersten Spatenstiche zu Sportplätzen, Schwimmbädern, Kegelbahnen, Schießständen, Grundstein, legungen von Turnhallen, Hallenbädern und bie Uebergabe bereits fertiggestellter Anlagen an di« Gefolgschaften durchgeführt. Die Anlagen entstehe in Gemeinschaftsarbeit, die Betriebsfüh, rung stellt das Gelände — wenn möglich in unmittelbarer Nähe des Werkes — und die Ban. Materialien zur Verfügung, während die ©efofy schäft unter sachkundiger Leitung ;n freiwillig^ Ueberstunden ihre eigenen Anlagen baut. SleigendeAuSgabeu fürRadwegebau Berlin, 22. Nov. (DNB.) Während im Jahre 1935 in Deutschland 3,4 Millionen Reichsmark für den Radwegebau aufgewandt wurden, hat sich diese Ausgabe für 1936 um fast 100 v. H. auf 6,5 Millionen Reichsmark erhöht. Hiervon wurden allein von d^n Gemeinden und den Gemeindeverbänden für laufende Unterhaltung und In. standsetzung bestehender Radwege 594 407 RA, für den Umbau unb Ausbau bestehender Rad! wege oder vorhandener anderer Wege für den Rad. verkehr 1 054 170 RM. und für den ausgesprochenen Neubau von Radwegen 2 040 198 RM., zusammen einschließlich der Ausgaben für Radwegebauzwecke an Reichsstraßen 6 529 685 RM. zur Verfügung ge. stellt. Man sieht daraus, in welch erfreulicher Weise der Neubau von Radwegen Fortschritte gemacht und gegenüber dem Umbau und Ausbau bestehender Ser- kehrswege für den Radverkehr zugenommen hat. An dieser Tatsache sind natürlich vornehmlich die Ge« m e i n b e n beteiligt, die sich seit einiger Heil besonders intensiv mit dem Radwegebau beschäftigen müssen, da der zunehmende innerstädtische Verkehr dazu zwingt. Weitere Beileidstelegramme in Darmstadt. Wie schon kurz gemeldet, sandte der Führer und Reichskanzler dem Prinzen Ludwig von Hessen aus Anlaß der Flugzeugkatastrophe ein Beileidstelegramm. Es hat folgenden Wortlaut: An den Prinzen Ludwig! Ew. Kgl. Hoheit spreche ich zu dem entsetzlichen Unglück, das Sie und das Großherzogliche Haus betroffen hat, mein herzlich, ftes Beileid aus. Adolf Hitler. — Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß telegraphierte: Tief erschüttert durch die Nachricht vom Tode fast Ihrer gesamten oäter« lichen Familie spreche ich Ihnen zu dem furcht- baren Schicksalsschlag mein wärmstes Mitgefühl aus. — Reichspropagandaletter Dr. (3 o ebbe// telegraphierte: Zu dem furchtbaren Verlust, itn Ew. Hoheit durch das entsetzliche Flugzeugunglück in Ostende erlitten haben, spreche ich Ihnen uni Ihren Familienangehörigen meine herzlichste uni aufrichtigste Teilnahme aus. Mit Hitlerheil Dr., Goebbels. — Ministerpräsident Hermann (3 ö• • ring telegraphierte: Tief erschüttert über das- grauenvolle Unglück, das über Ihre Familie her., eingebrochen ist und fast zur Vernichtung führte,, spreche ich Ihnen mein und der deutschen Luftfahrt: tiefstes Mitempfinden aus. Worte des Trostes firrtii sinnlos gegenüber solch grauenvollem Geschehen. —• Weitere Beileidstelegramme und -briefe gingeni ein vom Kaiser, Prinzessin Marie Luise von: Preußen, Herzog Karl Eduard von Coburg, dem König von Norwegen, Herzog von Con> n a u g h t, Außenminister Eden, General dec Kunst und Volk. Von Wilhelm Koffer. NSG. Während der vergangenen Gaukulturwoche ist wiederholt davon gesprochen worden, daß sich Volk und Kunst zu beiderseitigem Nutzen zusammenfinden müssen. Um es gleich vorwegzunehmen — die Verbindung zwischen Kunst und Volk bedeutet weder für die Kunst eine ungeziemende Herabsetzung, noch für das Volk eine ungerechtfertigte Wertschätzung. Dies sei allen denen gesagt, die unter dem Alpdruck einer vermeintlichen Kunstprofanierung glauben, der künftigen Entwicklung deutscher Kunst mit ängstlicher Sorge entgegensetzen zu müssen. Ohne dabei auch hier die grundsätzlichen Verneiner und notorischen Nörgler zu übersetzen, soll nicht verkannt werden, daß diese Besorgnis in den weitaus meisten Fällen einer Unkenntnis und Verständnislosigkeit nationalsozialistischer Kunstpoli- tik gegenüber entspringt, einer Verständnislosigkeit, deren letzte Ursachen im Wesen eines vergangenen Bildungsideals liegen, mit dessen Begriffen und Wertungen der Nationalsozialismus in vielen Punkten nicht einverstanden fein konnte. Wenn die Ausrichtung auf das Volk zu einer Benachteiligung der Kunst fuhren soll, so muß folgerichtig dort die Kunst ihre stärkste Entwicklung erfahren, wo sie sich am weitesten vom Volke entfernt hat. Um einen solchen Zustand zu vergegenwärtigen, bedarf es keines allzu langen Nachsinnens. Die Jahre 1918 bis 1923 bieten uns ein Beispiel, wie wir es in seiner grauenvollen Eindringlichkeit nicht stärker wünschen können. Die Tatsache, daß in einer an lebendigen Persönlichkeiten armen Zeit auch noch die meinigen Vorhandenen mit den Mitteln parlamentarischer Jntriguen und jüdischer Börsenpiraterie ausgeschaltet wurden, hatte eine Clique verantwortungsflüchtiger „Fachmänner" das Schicksal des deutschen Volkes und damit auch feiner Kunst in die Hände gelegt. Das war um so gefährlicher, als zur gleichen Zeit ein in allen Künsten der Zersetzung erfahrenes und geübtes weltver- schworenes Judentum zum entscheidenden Vemich- tungskampf gegen die völkischen Kulturen des Abendlandes vorging. Die Zeit stand im Zeichen eines unerhörten Großangriffs auf alle durch eine jahrtausendealte Kultur geheiligten Wertbegriffe des deutschen Volkes und der europäischen Menschheit. In der Kunst führte das zu einem Niedergang, wie wir ihn in diesem Ausmaß und Tempo zu keiner anderen Zeit der Weltgeschichte feffftellen können. Wenn es die Aufgabe der deutschen Kunst ist, die Sehnsucht unseres Volkes nach Schönem und Erhabenem vollendet gestalteten Ausdruck in Wort, Ton, Stein und Bild zu verleihen, so muß von jener Nachkriegskunst gesagt werden, daß sie dieser Aufgabe nicht gerecht wurde und auch nicht gerecht werden wollte. Abgesehen von der überkommenen, aber immer mehr zurückgehenden Pflege alter Meisterkunst stand das damalige Kunstschaffen unter dem eindeutigen Zeichen zunehmender Volksentfremdung. Die elementarsten Grundsätze unseres Volkscharakters wurden übersehen, verkannt und schließlich mißachtet und verhöhnt. Was sich damals Kunst nannte, wurde in zunehmendem Maße ein Betätigungsfeld dekadenter. Künstler, geistreichelnder Kunstschnüffler und protziger Kunstfreunde. Nicht der innere seelische Gehalt des Kunstwerkes war das Entscheidende, sondern die interessante, möglichst noch sensationelle Auffassung des Künstlers. Nicht die Kunst, sondern der Künstter stand im Mittelpunkt des Interesses. Der germanisch-deutsche Heroismus in Denken und Tat wurde als verächtliche Rückständigkeit, Schönheitssinn und Gestaltungskraft als „tumbe teuffche Barbarei" hingestellt; in der Wert- gebung galt das Relative und in der Gestaltung das Ungeordnete, Unschöne und Uebertriebene für zeitgemäß und damit für richtig. Auf den Bühnen wurde nicht danach getrachtet, durch Freude und Erbauung den Menschen zu läutern und zu stärken; statt dessen waren jüdische Skribenten eifrig darum besorgt, einen gegen alle deutsche Wertbegriffe im Kampf stehenden unverfrorenen Zynismus möglichst um noch einige Grade zu steigern. Der gewaltigen und erhabenen Größe unserer einzigartigen Musik suchten sich eine laute und wichtigtuerische Atonali- tät und in ausgeklügelten Klangraffinessen machende Musikingenieure als berechtigte Zeitkunst frech an die Seite zu stellen. Gleichzeittg wurde in der Dichtkunst unter dem Deckmantel angeblich wissenschaftlicher Forschungsmethoden der Ehebruch in allen Versionen behandelt und unter Betonung des Rechts auf den eigenen Körper rn den unglaublichsten Fällen gebilligt. Nicht ob ein Bild oder eine Plastik wahr und schön, sondern ob sie interessant war, bildete das Kriterium, wobei die Gründung eines neuen -ismus jedesmal als die Geburtsstunde einer bedeutenden Kunstepoche gefeiert und einer verblüfften Masse beigebracht wurde, toie wenig sie doch von Kunst verstehe. Eine Weiterentwicklung in dieser Richtung hätte das deutsche Volk um seinen Ruf als eines der ersten Kulturvölker der Welt gebracht. Wollte man diese Entwicklung verhurdern, io mußte die Kunst auf eine völlig neue Grundlage gestellt werden; sie mußte wieder zu den Müttern zurückkehren, zu den wahren Quellen deutscher Kunst, die nicht der glitzernden Verderbtheit jüdischen Sinnens und Trachtens, noch den dürren Gehirnen saft- und kraftloser Intellektueller entfließen, sondern nur von der tiefen Frömmigkeit des deutschen Menschen ihren Ursprung nehmen. Daß dieser Quell trotz aller Verfallserscheinungen noch nicht verschüttet war, hat die breite Masse unseres Volkes durch ihre Haltung klar und deutlich bewiesen. Während ein beschämend großer Teil unserer sogenannten Gebildeten sich von dieser Derfallskunst täuschen ließ und ängstlich zu verhindern suchte, daß das heiligste Vermächtnis unseres Volkes aus den schmutzigen Fingern einer jüdisch-perversen Kunstclique in die schlichten, aber sauberen Hände des deutschen Volkes gelegt wurde, hat die breite unverbildete Masse des deutschen Volkes dieser Art Kunst und Künstlern keine Ehrenbezeugungen erwiesen, sondern sich vielmehr von ihnen abgewandt. Der sichere Instinkt des Volkes läßt es allen zeitbedingten Schwankungen zum Trotz immer wieder wissen, was wahr und unwahr, was schön und häßlich, was rein und schmutzig, was gesund und krank ist. Mit diesen elementaren Wertbegriffen des Volkes muß aber eine deutsche Kunst üb er einstimmen. Aus religiöser Erbauung und konstruktiver Genialität entstanden einstmals die herrlichen Dome des Mittelalters. Die gleichen seelischen und geistigen Kräfte gestalten heute die großen Bauten und Weihe st ät° ten d e s Dritten Reiches. Ein nie ersterbendes Ehrgefühl und eine ungebrochene Freiheitsliebe hat in beredten Zeugnissen durch zwei Jahrtausende gegen alle seelische, aeiftige und übrige Tyrannei in oft blutigem Abwehrkampf gestanden. Der Drang zur Wahrheit über den Weg des Verstandes hat uns die grandiosen Erkenntnischeorien der großen Denker geschenkt. Der Wille zum Guten und Edlen leuchtet uns aus den großen Charakteren der deutschen Vergangenheit und Gegenwart in strahlender Reinheit entgegen. Die ewige Sehnsucht unseres Volkes nach Freiheit, Ehre, Gerechtigkeit und Höherem ist durch alle Zetten zu verfolgen. In diesem Festhalten an bestimmten Wertmaßstäben zeigt sich die hohe Sittlichkeit unseres Volkes. Sie allein aber ist der Boden, aus dem eine hochentwickelte Volkskunst erstehen und auf dem der Künstler den ihm jefteüten großen Ausgaben mit gesunden Voraus« etzungen gegenübertreten kann. Er wird im Meuchen weniger dem Tierischen als dem Odem Gotter nachspüren und Ausdruck verleihen. Er wird im Wirken der Natur nicht lächerliche Zufälligkeiten und blinde Willkür setzen, sondern über allem ein strenges und unerbittliches Gesetz erkennen, in dessen Grenzen allein dem Menfchen jenes Maß von Freiheit gegeben ist, an dem er sich beweisen kann. Der Dichter wird statt des Suchens im Zeitlich-Vergänglichen die großen Fragen nach dem Sinn des Lebens, die Frage, ob Willkür ober Gesetz, ob Chaos oder Ordnung stellen und nach der Tiefe unb Kraft seines künstlerischen Vermögens beantworten. Der Musiker wird in feinen Schöpfungen der Innigkeit und Kraft des deutschen Gemütes Ausdruck verleihen. Nicht mehr das kranke und schwache, sondern das gesunde und starke Leben wird im Vordergrund allen Kunstschaffens stehen. Eines aber vor allem wird für den Künstler wieder unumgängliche Notwendigkeit werden, — die Wahrhaftigkeit und innere Ehrlichkeit feines Schaffens. Die Lüge ist der größte Feind der Kunst auch da, wo sie im Gewände hohen technischen Könnens erscheint. Die verantwortlichen Männer nationalsozialistischer Kunstpolittk haben deshalb neben dem Kunstbolschewismus ebenso entschlossen alle Konjunkturkunst bekämpft. Künstler, die glauben, durch eine möglich starke Braunsärbung Werke Wirkungen erzielen und Lorbeeren ernten 3U können, zeigen einen Charakter, der in seines Aengstlichkeit und Unwahrhafttgkeit allein schon feinen Träger als ungeeignet erscheinen läßt. Wo du Kunst aus unreinen Quellen fließt, kann sie sich nl< zu strahlender und überzeugender Klarheit entsal' ten. Sie entbehrt damit jeder Fruchtbarkeit um wird zum eitlen Geschwätz, das der starke Instinu unseres Volkes für alles Wahre und Unwahre übet kurz oder lang als solche entlarvt unb der «tv achtung preisgibt. Wo aber bas Schaffen aus der inneren Wahrhaftigkeit heraus dem Kunstwert echtes Leben verleiht, wird das Volk dem KünM feine Anteilnahme nicht vorenthalten. Eine Kiw"' bie von diesen Voraussetzungen ausgeht, wird dem Volk in einem unlöslich verbunden sein, " im Charakter. Sie wird damit Volkskunst sein um einer neuen Blüte entgegengehen. Im Dienste dieses Aufgabe bedeutet bie von der Gauleitung Hesftw' Nassau der NSDAP, veranstaltete Gaukulturwoch einen wesentlichen Beitrag. W/usum JA!'SEI Kiasching Tsdiapu- Kiangschm* ^^Wvhsi 1sthiruK IKING Hang fcthangfahai W »aß nur der Tod vereint, was er trennt. I Flugzeugwerke und besichtigte dabei Messerschmitt-Maschine, die kürzlich mit glische ivracht omme Pukau s s e n. Darunter auch acht M e - , Die in dem großen Kriegsgerichts- r f e erla 6 t Hang tschau der Fii! jen.ßuii katastroch )en Wck Hoheit tzr > Sie uni mein |Ri - Der 6:.1 9ieid)-r.. 'rschüttr^ lefamü:-- u bestes M @oebb Verlust, MUM ) ^nen. )erMftei Mechll. Hermann ttert ibti Der brasilianische Bundespräsident Dargas hat den früheren Präsidenten des Staates Rio Grande do Sul, General Flores da Cunha, der nach dem mißglückten Aufstandsversuch von Anfang Oktober nach Uruguay geflüchtet war, sämtlicher militä- e$r Milch, General der Flieger Halm, dem htir Rudolf Binding, der telegraphierte: Die Der Vormarsch aus Nanking. Heftige Kämpfe am unteren Uangtse. Schanghai, 22. Rov. (DNB.) Im Westen Schanghais haben die Japaner ihren Vormarsch a n derStraße Sutschau — Wuhsi fortgesetzt. Nördlich davon a m Y a n g t s e wurde der stark befestigte Platz K i a n g s ch i n von weittragenden japanischen Schisssgeschützen unter Feuer genom- nidN D W W- ie= lchkr li/i n#‘ ne M" >on ffobv og von C General ♦ sttchsverkehrsminister Dr. D o r p m ü l l e r ist zur TÄli-hme an der europäischen Fahrplankonserenz i A Neapel eingetroffen. I« Zeit u besch^ ^sche ♦ £)e litauische Staatspräsident hat auD Unlaß des 19. Jahrestages der litauischen Ar- mi« iner Anzahl politischer Gefangener, die von deisn Kriegsgericht verurteilt worden waren, die Was wird aus Schanghai? Japan und die internationalen Niederlassungen. der internationalen Niederlassung doch erneut und mit größerem Erfolg dahin gehen, im Derwaltungs- törper mit den Engländern und Amerikanern gleichberechtigt zu sein. Ob darüber hinaus ich nördlich des zerstörten Tschapei eine rein japanische Niederlassung durchführen läßt, zu der die Vorarbeiten schon getan wurden, hängt von der weiteren Entwicklung des Konfliktes ab. D. S. Die Vrüffeter Konferenz ist lot. Keine Aussicht auf praktische Ergebnisse. wird fflii rt Odern k Er nü' ’ ZusA über ü'1 erM jenes W । beE im Ze» । dem Der W; chd-r^ >ns beaM 'iS l5 trau!!, nb \* tschaße"-9 en ©erM", geW.S ä en des^' ler, die ,unfM gorbeeW1. >r, der« t all« ien E- fand. / sru« r re Ms »t i i dB 'x ften-Ä »L Brasil en. Brasilien beschloß, die Auslandsschuldenzahlungen einzustellen, der Finanzminister wurde beauftragt, neue Verhandlungen über die Auslandsschulden, deren künftige Bezahlung sich im Rahmen des Möglichen halten soll, in die Wege zu leiten. men und auch von Flugzeugen bombardiert. Weiter flußabwärts wurde Lang sch an an der Nordseite des Yangtse gegenüber von Fuschan beschossen Die Chinesen befürchten, daß die Japaner bei Langschan Truppen landen, die die Flußfestung T s i n g k i a n g stürmen sollen, um die dortige F l u ß s p e r r e der Chinesen zu umgehen. Teile der japanischen Truppen am Nordflügel der Front am Tai-See sind durch Flugzeuge mit Nahrungsmitteln und Munition versorgt worden. Daraus geht hervor, daß der Vormarsch der Japaner außerordentlich rasch von- statten geht. Die japanischen Truppen sind im Besitz der gesamten Ostseite des Tai-Sees. Oie Ausländer verlassen dieHauptstadt Nanking, 22. Nov. (DNB.) Die chinesische Hauptstadt war am Montag nach mehrtägigem Regenwetter, das eine Fliegertätigkeit unmöglich machte, wieder das Ziel mehrer japanischer Luftangriffe, bei denen es auch zu Luftkämpfen kam. Von einem japanischen Flugzeug wurde ein Brief des japanischen Oberkommandierenden Matsui an Marschall Tschi- angkaischek abgeworfen, in dem dieser aufgefordert wird, seinen Widerstand aufzugeben. Inzwischen konnten sich die fremden Diplomaten sowie die übrigen Ausländer ohne Störungen auf die für die Abreise nach Hankau bereitgestellten Schiffe begeben. Für die Botschaften Deutschlands, der Vereinigten Staaten und Englands wurden in Nanking kleinere Dienststellen zurückgelassen. Etwa 60 Ausländer verbleiben vorläufig in Nanking, darunter el Deutsche. iS. I I ein». r D tttir ’Jtuooif löinomg, oer leiegrupvicne. y\x Uteri futäparfte Nachricht erschüttert das Herz. Aus tief- fti; Teilnahme grüße ich stumm grausamste Wahr- Eine japanische Abordnung von höheren Der- waltungsbeamten ist in Schanghai eingetroffen, um die ziemlich verwickelte Lage, die sich aus dem Werden Schanghais ergab, zu überprüfen und Vorschläge zu ihrer Abänderung zu machen. Denn Schanghai befindet sich durch die letzten Siege der japanischen Armee im Machtbereich der Japaner, und damit hat Japan die Verfügungsgewalt nicht nur über eine Stadt von über 4 Millionen Einwohnern, unter denen sich rund 50 000 Europäer und 30 000 Japaner befinden, sondern auch über den größten Handelshafen des von mindestens 400 Millionen Menschen bevölkerten China, der mehr als die Hälfte des chinesischen Ein- und Ausfuhrhandels umschlug. Die Entwicklung Schanghais ist so unorganisch gewesen, daß keinerlei klare verwaltungsrechtliche Grenzen gezogen wurden. Sie ist ein Sonderfall, und daher ist es notwendig, sie kurz zu streifen. Die Deffnung Chinas für den Handel mit den Europäern erfolgte eigentlich erst, nachdem die Briten 1842 denOpiumkrieg gegen China geführt hatten. Das chinesische Verbot des gesundheitsschädlichen Opiumrauchens paßte England nicht, da vor allem in Bengalen die Herstellung von Opium eine wesentliche Derdienstquelle der britischen Kaufleute war. Um dieser Profitinteressen willen zwang das „humanitäre" England die Chinesen durch Waffengewalt, das giftige Opium weiter zu rauchen. Dieser Opiumfrieden von Nanking öffnete Schanghai den Fremden. Am 14. November 1843 wurde ihnen der Hafen der Stadt, die damals rund eine Viertelmillion Einwohner zählte und bereits ein Hauptort des chinesischen Dschunkenhandels war, geöffnet. Die Fremden beanspruchten für sich besondere Gebiete nördlich der alten Chinesenstadt, und so entstand 1845 das internationale Settlement, das sich seine eigene Verfassung gab und tatsächlich einen Fremdkörper im chinesischen Fleisch bildet. Immerhin ist diese internationale Niederlassung, in der rund 40 verschiedene Nationen sitzen, der Kern des modernen Schanghai geworden, und die internationale Verwaltung hat nicht nur moderne Straßenzüge mit Gas, Wasser, Elektrizität und großzügigen Geschäftsbauten errichtet, sondern die internationale Niederlassung ist bisher auch immer ein ruhender Pol in der Flucht der chinesischen inneren Umwälzungen gewesen. Daher zogen viele wohlhabende Chinesen es vor, ihren Wohnsitz Chinesen und die Japaner zusammengegangen wären, schon vor dem Konflikt diese Stimmen genügt, um die der Engländer und Amerikaner aufzuheben. Japan hat seit Jahren einen Sitz mehr verlangt, um die Macht der Engländer und Amerikaner zu brechen. Aber da die Chinesen niemals mit den Japanern stimmten, war die Lage hoffnungslos. Jetzt dürfte das Bestreben der Ja- paner bei aller Anerkennung der Unabhängigkeit' rischer Wurden entkleidet. Brüssel, 22.Nov. (DNB.) Die Ostasienkonfe- renz ist zusammengetreten, um den Entwurf einer gemeinsamen Abschlußerklärung zu prüfen. Der chinesische Delegierte Wellington Koo erklärte, aus einer ersten Prüfung ihres Inhalts ergebe sich, daß sie nichts anderes als eine neue Betonung gewisser allgemeiner Grundsätze enthalte. Sie sage aber weder etwas von einer gemeinsamen Haltung, die die Mächte einzunehmen gedächten, noch sei irgendein Hinweis vorhanden auf praktische Schritte, wie sie der chinesische Vertreter angeregt habe. Es wurde eine große Anzahl von Abänderungen an dem Entwurf des Schlußberichtes vorgefchlaaen. Am Mittwoch rechnet man damit, daß die Konferenz abgeschlossen werden kann. Die Pariser Presse sieht sich gezwungen, den Mißerfolg der Brüsseler Konferenz feftzustellen. „Epoque" schreibt, die Konferenz sei tot. Sie sei an Gleichgültigkeit ge« t o r b e n , denn weder Selbes noch Eden oder Lit- winow-Finkelstein hätten es für notwendig erachtet, den letzten Augenblicken beizuwohnen. Vielleicht werde man es erleben, daß in einiger Zeit irgend jemand die Rückverweisung der Angelegenheit an den 23er-Äusfchuß des Völkerbundes fordern werde. Aber auch dann würden keine Maßnahmen ergriffen werden. „Journal" stellt ebenfalls fest, daß die Konferenz unter den Blumen re- torischer Künste begraben worden fei. Die Tatsache, daß weder die amerikanische noch die englische oder die französische Abordnung es für angebracht hielten, einen ftänbigen Ausschuß vorzu - schlage n, beweise die geringe Hoffnung auf irgendein Ergebnis. Di Toten werden am heutigen Dienstag nicht Ziten Mausoleum beigesetzt werden. Nach dem ie#e Willen des ehemaligen Großherzogs sollen r. emurlb die Seinen in einem neuen fjamb I ije rg r a b ruhen, nahe der Ruhestätte der Prin- zoisn Elisabeth. An der offenen Gruft wird vor dem Mraandten- und Freundeskreis, geladenen Vertre- tern Der Partei, des Staates, der Wehrmacht und ,, viin »ahnendeputationen Kirchenrat Klein (Mün- LUnÄ »jtn) der dem großherzoglichen Haus persönlich ». .ns9r nÄe and, die Gedächtnis-Ansprache halten und die e Ä IW einsegnen. ®*T R eine politische Nachrichten. ertl N "gen Qfi Di Führer besuchte in Augsburg die Baye ° 9en enfii rnsc ? n Flugzeugwerke und besichttgte dabei „betrieb: uiia. die Messerschmitt-Maschine, die kürzlich mit "glich jn eiine- Mercedes-Benz-Motor einen Geschwindig- nb die z WtsWeltrekord für Landflugzeuge aufgestellt hat. die * ,JreM Lc d Halifax suchte nach seiner Rückkehr nach UL sofort Außenminister Eden im Außenamt hfodAAt a^f. Darauf begab er sich mit Eden zusammen zu Mntterpräsident Chamberlain, um ihm Bend im - rijjtiiber seine Unterredung mit dem Führer zu er- NchsWs! ftütbn. . bat sich । auf 1 D Stellvertreter des Führers Reichs- vurden c nirini er Dr. Rudolf Heß stattete dem Parteigenossen aöeoerbQT $!u: anläßlich der zehnjährigen Tätigkeit als und Oübirster Partei richt er in dessen Dienstge- 594407'; fr'Kut einen längeren Besuch ab und ließ sich die EhenderU Dlitc beiter der Dienststelle des Obersten Partei- fÜr den g-Mls vorstellen. Der Stellvertreter des Führers isgefnrot. d Il:nt2 dem Parteigenossen Buch für feine auf= M„ zusE o losende Tättgkeit als Oberster Parteirichter, ^egebauv * öerfügun' 3t Kiel wurde das G r u p p e n b o o t „K i e l", eulichei d»«is Schwesternfchiff des Gruppenbootes „Nord- e genich ir:irl , in Dienst gestellt Das neue Schiff, das der stehendkl D!!a ine-SA. aller Gruppen des Rei- nmen V d)116 5 3ur Verfügung stehen wird, ist durch Umbau ulich di/ ei E früheren Marinefahrzeuges geschaffen worden. Kunst und Wissenschast. Reklorenkonferenz in INarburg. Der Reichserziehungsminister hat angeordnet, daß die R e k t o r e n k o n f e r e n z am 15. Dezember d. I. in Marburg stattfindet. Die Rektorenkonferenz ist eine Besprechung der Rektoren aller deutschen Hochschulen über wichtige hochschulpolitische Fragen und findet unter dem Vorsitz des Leiters des Amtes Wissenschaft im Reichserziehungsministerium, des Staatsministers a. D. Dr. Wacker, statt. Die Rektorenkonferenzen haben bisher immer in Berlin stattgefunden. Furtwängler dirigiert die Neunte in Wien. Zum erstenmal in dieser Saison trat Professor Wilhelm Furtwängler mit einer vollendeten Wiedergabe von Beethovens 9. Sinfonie vor das Wiener Publikum. Der Beifall des ausverkauften großen Musikvereinssaales für Furtwängler, das Philharmonische Orchester sowie den Chor des Wiener Singvereins und die Solisten war sehr groß. Unter den Zuhörern bemerkte man viele Persönlichkeiten des Wiener Kunstlebens und zahlreiche Mitglieder des diplomatischen Korps, darunter auch Vertreter der deutschen Gesandtschaft. Uraufführung des nachgelassenen VioNn-konzertes von Robert Schumann. Die Uraufführung des nachgelassenen Dio- lin-Konzertes von Robert Schumann findet aus Anlaß der Jahrestagung der Reichskulturkammer am 26. November um 12 Uhr im Deutschen Opernhaus in Berlin statt. Ausführende sind Professor Georg K u l e n k a m p f f und das Berliner Philharmonische Orchester unter Leitung des Generalmusikdirektors Dr. Karl Böhm. Die erste öffentliche Aufführung (am 2. Dezember 1937, gleichfalls mit Kulenkampff) ist der Stadt Düsseldorf, für die der Meister das Werk seinerzeit geschaffen hat, übertragen worden. Der Waler Füläp Läszls f. Der Hofmaler Fülöp Läszl6 de Lombo ist, 67 Jahre alt, in London g e ft o r b e n. Läszlo, ein gebürtiger Ungar, hatte kurz vor dem Kriege die britische Staatsangehörigkeit erworben. Er hat fast sämtliche Monarchen feiner Zeit gemalt. Läszl6 hatte in seiner Vaterstadt Budapest, München und Paris studiert und galt als bevorzugter Porträtist der ungarischen, österreichischen und auch deutschen Aristokratie vor dem Kriege. Architekt Heinrich Straumer f. Der in Deutschland und über unsere Grenzen hinaus bekannte Architekt Professor Dr.-Jng. e. h. ' Heinrich Straumer ist im Alter von nahezu 61 Jahren infolge von Herzkrämpfen in Berlin plötzlich g e ft o r b e n. Straumer war ein Schüler Wallots, des Schöpfers des Reichstagsgebäudes, und wirkte feit 1903 selbständig in Berlin. Als Erbauer des Berliner Funkturmes wurde er weiteren Kreisen bekannt; er war ein städtebaulich bedeutend veranlagter Architekt, der zahlreiche Siedlungsbauten, Kirchen, Banken und u. a. auch die Landwirt- schaftliche Hochschule Berlin-Dahlem geschaffen hat. dorthin zu verlegen. . Die Franzosen waren allerdings mit diesem Zustand nicht einverstanden und erreichten durch diplomatische Verhandlungen, daß Frankreich 1849 eine eigene Niederlassung erhielt. Die ranzösische Niederlassung ist vor allem Wohnviertel, während die internationale Niederlassung hauptsächlich Geschäftshäuser aufweist. Zwar hat keine chine- ische Regierung die Exterritorialität dieser Niederlassungen anerkannt, aber in der Praxis arbeitete die chinesische Regierung ganz gut mit dem Verwal- tungstörper der Niederlassungen zusammen. Innerhalb des Verwaltungsbezirks der internationalen Niederlassung lebten rund 1,2 Millionen Chinesen, die damit der chinesischen Oberhoheit entzogen waren, und in der französischen rund 475 000. Dagegen lebten rund 2 Millionen in den Chinese n st ä d t e n nördlich der Settlements, also in dem jetzt zerstörten Tschapei und noch zahlreicher in Nantao, also der südlichen chinesischen Vorstadt, die sich an der französischen Niederlassung anschloß. Erst um die Jahrhundertwende kamen die J a - paner nach Schanghai. Während die Europäer und Nordamerikaner hauptsächlich Kaufleute waren unb mit chinesischem Personal arbeiteten, sind die Japaner zumeist Gewerbetreibende, Industrielle, Handwerker, Kleinkaufleute, und in ihren Betrieben werden durchweg nur Japaner beschäftigt. Das gab also von vornherein einen gewissen sozialen und rassemäßigen Unterschied. Die Japaner hatten den nördlichen Teil der internationalen Niederlassung eingenommen und grenzten an die Chinesenstadt Tschapei, von wo aus sich auch der japanisch-chinesische Konflikt entwickelte. Im Maße ihres Anwachsens haben nun die Japaner eine stärkere Beteiligung an der Verwaltung der internationalen Niederlassung verlangt, aber vergeblich. Der gewählte Magistrat der internationalen Niederlassung bestand aus fünf englischen, zwei amerikanischen, zwei japanischen und fünf chinesischen Mitgliedern; für die französische Niederlassung war ein Generalrat von fünf Franzosen und Chinesen maßgebend. Die chinesische Zentralregierung hatte demgegenüber den Oberbürgermeister zu ernennen, der mit zehn Verwaltungskörpern die außerhalb der Konzessionen wohnenden Chinesen regiert und die Zentralregierung gegenüber den Magistraten der fremden Niederlassungen vertritt. Dabei ist wesentlich, daß die Engländer den internationalen Charakter der Niederlassung aufrecht erhalten haben, während Frankreich s i ch national abschloß und über ein Gebiet verfügt, das gar nicht dem verhältnismäßig geringen Anteil Frankreichs am Schanghaier Handel entspricht. Zum Beispiel ist der deutsche weitaus größer, obgleich Deutschland in der internationalen Niederlassung keine Magistratsvertreter hat. Nun ist tatsächlich der chinesische Oberbürgermeister der Zentralregierung in Schanghai machtlos geworden. Die Japaner beherrschen ganz Schanghai, und wenn die internationale und französische Niederlassung eine Ausnahme bilden, so ist es doch tatsächlich so, daß auch innerhalb dieser Verwaltungskörperschaften wohl eine Reform verlangt werden wird. Im Magistrat der Schanghaier internationalen Niederlassung hätten, wenn die Aus aller Wett. Liu Institut für Kurzschrift und Maschinenschreiben. Die Deutsche Arbeitsfront, der NS.-Lehrerbund und die Deutsche Stenographenschaft hielten in Bayreuth anläßlich der Gründung des Deutschen Instituts für Kurzschrift und Maschinenschreiben eine Kundgebung ab. Der Reichsgeschäftsführer der Deutschen Stenographenschaft, Baier (Bayreuth), erklärte, im Herbst 1936 seien das Amt für Berufserziehung und Betriebsführung in der DAF., der NSLB. und die Deutsche Stenographenschaft übereingekommen, eine Organifationsform zu schaffen, die getragen werde von allen, die Kurzschrift und Maschinenschreiben pflegen: das Deutsche Institut für Kurzschrift und Maschinenschreiben. Dieses Institut solle auch Fortbildungsstätte, Beobachtungs- und Bewertungsstelle sowie Zentralbildungsstätte für die Kurzschrift- und Maschinenscsireiblehrer sein. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Stenvgra- phenschaft habe beschlossen, dem Reichswalter des NSLB., Gauleiter Fritz W ä ch t l e r , alle Vollmachten zu übertragen, um die neue Organisation der Stenographenschaft im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers und der DAF. durchzuführen. Das Institut werde also in Kürze ins Leben treten. Ein „Deutscher Tag" an der Goldküste. Bei seiner Ausbildungsreise um Afrika herum lief das Linienschiff „Schleswig-Holst e i n" am 20. November in Takoradi, einem britischen Hafen an der westafrikanifchen Goldküste, ein. Zahlreiche Deutsche aus dem Hinterland der Goldküfte hatten Hunderte von Kilometer zurückgelegt, um das Einlaufen der „Schleswig-Holstein" in Takoradi mitzuerleben und einige Stunden zusammen mit der Besatzung auf dem deutschen Kriegsschiff verbringen zu können. Am Sonntag nahmen die deutschen Volksgenossen an einem von der „Schleswig-Holstein" an Bord veranstalteten „Deutschen Tag" teil. Nach der Begrüßung durch den Kommandanten fanden Schiffsbefichtigungen und ein gemeinsames Mittagessen statt. Da wegen des Totensonntags kein Bordfest gegeben werden konnte, wurde unseren Landsleuten ein Film vom Mussolini-Besuch in Deutschland vorgeführt. Mit Büchern beschenkt, die das Gedenken an die ferne Heimat und die Erinnerung an die Tage in Takoradi wachhalten werden, verließen unsere Landsleute nach dem an eindrucksvollen Erlebnissen so reichen Tag das Schiff. Französische Landarbeiter durch Explosion eines Blindgängers verletzt. Fünf fianzöfifche Landarbeiter wurden in der Nähe von Laon, als sie auf dem Ackerfelde zum Wärmen ihres Morgenkaffees ein Feuer angezündet hatten, durch eine Explosion verletzt. Offenbar handelte es sich um einen nicht aufgefundenen Blindgänger aus dem Weltkriege, in dessen Nähe die Arbeiter ihr Feuer entzündeten, und der | dann explodierte. _____________ p)lr Rücksicht auf Demonstrationen der Medizin- ftiiklten wegen der geplanten Verlängerung ihres (Siil-ums hat der Rektor die Sperre der Wie- n erlll n i v e r s i t ä t auf unbestimmte Zeit verfügt. D L s Unterrichtsministerium hat inzwischen eine 23er- oiäitmg erlassen, die insofern eine Milderung gegen- üiienoem ursprünglichen Plan enthält, als die Verlange ung des Studiums für die Angehörigen höherer Semester nur ein halbes Jahr betragen wird '.Die Studenten sind davon aber noch nicht be- frpi t und versuchen jetzt, Sympathiedemonstratio- nur ?uch auf anderen Hochschulen zu veranlassen. * kn Belgien ist auch der vierte Versuch $ur KM Xttsbildung fehl geschlagen. — Janson gab fei- njn Auftrag zurück. Er konnte mit dem ehemaligen Ätm.terpräsidenten Jaspar nicht in ein Einver- nlflirm kommen. Jaspar sollte das Justizministe- rimserhalten. I R' bio Salamanca meldet: Im Anschluß an einen Nwinustausch zwischen dem Foreign Office und G&manca ist der Herzog von Al b a zum amt- licurt Vertreter des nationalen <5 pa- n i|:t s in London ernannt worden. 3et spanisch-bolschewistische Dampfer „Cale E l - c uficru b a", der angeblich mit einer Ladung „Ze- miirf auf dem Weae nach Valencia war, ist etwa 7CUibometer vor Valencia gesun ken. Die gesamt miit-ung kam dabei ums Leben. Man vermutet, dcch Das Schiff auf eine der Minen aus- g e cm f en ist, die den Hafen von Valencia ab« ritlu. 2ri als Dizekönig von Aethiopien abberufene Mcisyall Graziani hat an den Duce folgendes ielicramm gesandt: „Ich bin stolz darauf, unter Ilhüri Befehl zur Eroberung und Befriedung des Ji ir)c ?iums Dienst getan zu haben. Ich danke Ihnen fü r bjis mir stets entgegengebrachte Vertrauen und di e mir stets bewiesene Achtung, gegenüber denen icks jr nfj, niemals gefehlt zu hab em Heute und i i nrx r Ihr Gefolgsrna n n." mnl ändern, Die in dem großen Kriegsgerichts- pasw des Jahres 1935 zu langjährigen Zuchthaus- ftrtait i verurteilt worden waren. Don den feiner« insgesamt 87 verurteilten Memelländern ver- blsidn nun noch 16 in den Gefängnissen. Pi Verhandlungen über ein neues deutsch- bllir sches Warenabkommen haben zu ei'tei Einigung darüber geführt, daß die für das D^hi 1938 vorgesehene Regelung auch auf das J jihi 1939 ausgedehnt werden kann, wenn bis da- hjst seine wesentliche Veränderung der wirtschaftliche, Verhältnisse eintritt. In dem neuen Abkom- mirnifft eine Steigerung des Warenaustausches über bdbi lynfang des Jahres 1937 hinaus vorgesehen. Mi Den wichtigsten Erzeugnissen der dänischen L ^iwirtschaft ist eine wertmäßige Erhöhung d!l!ciAusfuhrmöglichkeiten nach Deutsch- lälnd gegenüber dem laufenden Jahre um etwa 10 i.H. in Aussicht genommen. Die Ausfuhr dju scher Waren nach Dänemark ist der Ein- fuör!oänifd)er Waren angepaßt worden. JkGeti derffausfcaju. vwzJaj: £Ldks£ / Das ist heute leicht gemacht, denn die Osram-W.Lampen geben ohne Erhöhung der Sttomkosten mehr Licht als die früheren Lampen. Oie Arbeit der Z X Hausfrau geht schneller vonstatten, wenn die Raume Heller und freundlicher sind. Also nicht an Licht sparen. Mehr Licht macht die Hausfrau zufriedener. Oer ■ / a\ Elektrolicht-Fachmann gibt gern Auskunst über Verwendung der lichtreichen LEW) OSRAM-0-LAMPEN 6in Jubiläum deutscher" -XX- issenschast. Zum fünfzigjährigen Bestehen der Physikalisch-Technischen l^eichsanstalt. Von Hans Harimann. Nicht weit vom Charlottenburger „Knie" an der großen Ost-West - U »kehrsader Groß-Berlins hört plötzlich aller Straßenlärm und Trubel aus. Hohe Mauern umgeben eine Bodenfläche von fast 20 000 Quadratmeter, die Werner von Siemens :m Jahre 1884 für den Bau einer wohlausgestatteten physikalischen Forschungsan st alt zur Verfügung stellte. Hier herrscht eine in der Großstadt ungewohnte Ruhe, und wenn wir zwischen den hohen Gebäuden, in denen sich 87 wohlausgerüstete Forschungslaboratorien befinden, hindurchgehen, so bemerken wir, wie man durch Abdichtungen tief in die Erde hinein jeden störenden Einfluß auszuschalten versucht; denn es handelt sich ja darum, daß die in der Ferne vorbeisahren- den Straßenbahnen und Lastwagen die Forschung nicht behindern, die — wie wir sehen werden — für Gedeih und Verderb vieler technischer Fortschritte und deutscher Industriezweige von entscheidender Bedeutung sind. Wie groß diese Aufgabe ist, möge wir daraus erkennen, daß sich unter anderem folgende Apparate in der Reichsanstalt befinden: vier Quarzuhren, die die genauesten Zeitmessungen ermöglichen, die heute möglich sind; jeden Tag wird diese auf eine Zehntausendstel Sekunde genaue Zeit an die Hamburger Seewarte übertragen und so in den Dienst der gesamten Weltschiffahrt gestellt. Wir finden dann das Ze i ß sche In t e rf e r o m e t er, welches dazu dient, das Meter-Urmaß mit Lichtwellen zu messen. Genau 1 553164 Wellen des gelb grünen Kryptonlichtes ergaben em Normalmeter, und man kann diese Messung zu jeder Zeit und an jedem Orte auf der Erde wiederholen; sie wird immer genau die gleiche Länge ergeben, da die Natur auf einigen Gebieten mit einer unfaßbaren Regelmäßigkeit arbeitet. Dieses mit Lichtwellen gemessene Meter ist viel genauer als das bekannte Pariser Normalmeter, jener Stab, der eben doch nicht ganz vor unbeabsichtigter Ausdehnung geschützt werden kann und dessen „Tochterstäbe", die sich alle der Meterkonvention angeschlossenen Länder der Erde kommen ließen, auf dem Transport Veränderungen erleiden können. Wir finden Hunderte von anderen Apparaten und Geräten, die den feinsten Messungen und Vrüfun- gen dienen, etwa von elektrischen Zählern, Waagen Wasser- und Gasmessern, Fieberthermometern, Werkstoffen, Zähigkeitsgraden von Flüssigkeiten und riete andere. Sie olle sind Erfindungen eines klug forschenden Menschengeistes, der es vermag, die Natuvkräfte in seinen Dienst zu stellen, zu „bändigen", um sie dem täglichen Leben und der Aufbauarbeit am Volke untertan au machen. Von Ansang an hatte die Physikalisch- Technische Reichsan st alt zwei Hauptaufgaben, nämlich die wissenschaftlichen Grundlagen für unser gesamtes technisches und industrielles Leben festzustellen, soweit die Physik, also die „Natur" mit hineinsvielt, und zweitens, diese Grundlagen in der Arbeit des Alltags anzuwenden, und zwar vor allem durch genaueste Prüfung von Instrumenten, Apparaten, chemisch-physikalischen Vorgängen. Dabei ergaben sich in kurzen Abständen immer wieder ganz neue Gebiete, die — will man nicht hinter anderen Ländern zurückstehen — sofort in den Arbeitsbereich der Reichsanstalt ausgenommen werden müssen. So hat man jetzt auch eine Abteilung f ü r Ultraschall, das heißt den für uns nicht mehr wahrnehmbaren, aber doch wirksamen Schall ganz hoher oder tiefer Töne. Diese üben chemische Einflüsse auf Emulsionen aus, und sie scheinen auch auf medizinischem Gebiet bald eine Anwendung erfahren zu können. Wir müssen leider feststellen, daß man die Gründung der Reichsanstalt viel zu lange hinausgezögert hat. Andere Länder haben dadurch einen Vorsprung bekommen, den man freilich — unter der Leitung des jetzigen Präsidenten, des großen deutschen Physikers Johannes Stark — mit Erfolg einzuholen bemüht ist. Die verzögernden Kräfte bei der Entstehung der Reichsanstalt werfen ein so bezeichnendes Licht auf die Zustände in den „Gründerjahren" nach 1870 und die damaligen Auffassungen von kulturellen Dingen, sie verdienen, der Vergessenheit entrissen zu werden. Die erste Anregung zur Gründung der Reichsanstalt kam von der Seite der Präzisionsmechanik. Karl Heinrich Schellbach war seit 1841 Professor der Physik und Mathematik am Friedrich- Wilhelm-Gymnasium in Berlin und seit 1843 Professor für die gleichen Fächer an der Berliner Kriegsakademie. Später wurde er Stadtschulrat in Berlin. Er war der Ueberzeugung, daß im Deutschen Reich von 1871 die Präzisionsmechanik lange nicht genug gefördert werde und Deutschland daher anderen Völkern gegenüber ins Hintertreffen gerate. So machte er im Juli 1872, also recht bald nach der Gründung des Reiches, bei der Reichs- regierung den Vorschlag, ein besonderes Institut für Präzisionsmechanik zu gründen. Zwei berühmte Männer hatten Schellbachs Denkschrift mitunterzeichnet: Hermann Helmholtz, ein Mann, der auf dem Gebiete der Sinnesempfindungen und der reinen Physik der Natur ein Geheimnis nach dem andern enllockte, und Emil du Bois-Rey- m o n d , der berühmte Physiologe, der besonders erfolgreich über tierische Elektrizität und das elektrische Verhalten der Muskeln und Nerven in Ruhe und Tätigkeit gearbeitet hat und in die Kulturgeschichte mit seinem bekannten Worte einging: jgnoramus et ignorabimus (wir kennen sie nicht und wir werden sie nicht kennen — nämlich die Welträtsel). Wahrscheinlich hätte die Reichsregierung, die die Denkschrift zuständigkeitshalber dem preußischen Kultusministerium weitergab, sich der Sache überhaupt nicht angenommen, wenn nicht ein hochstehender Schüler Schellbachs, nämlich der nachmalige Kaiser Friedrich, sie unterstützt hätte. So wurde die Denkschrift doch wenigstens der Preußischen Akademie der Wissenschaften in Berlin zur Begutachtung weitergereicht. Doch diese beurteilte sie im wesentlichen ablehnend. Die Anhänger des Planes ließen sich aber nicht entmutigen. Sie bekamen vielmehr einen neuen starken Helfer in der Person des Generalfeldmarschalls von Moltke, der als Vorsitzender des Zentraldirektoriums der Vermessungen im preußischen Staate für die Förderung der Präzisionsmechanik gewonnen wurde. Und nun beginnt die Reihe der Untersuchungen, Verhandlungen, immer neuer Denkschriften, deren Aufzählung hier nur ermüden würde. Man kann es heute einfach nicht begreifen, daß die genannten vier Männer, zu denen sich der damals berühmte Berliner Astronom Professor F o erster gesellte und die immer neue leuchtende Namen der Wissenschaft und Technik, der Industrie hinter sich brachten, nicht genügte, den Widerstand der Behörden zu brechen, der von wichtigtuerischen Parlamentariern gebürt wurde. In der langen Kette der Fehlschläge und Planlosigkeiten griff Moltke wieder im Jahre 1880 — es waren also nun schon acht Jahre fruchtlos verstrichen — ein, und diesmal war einer der tatkräftigsten Männer jener Tage mit dabei, nämlich Werner von Siemens, der als Wissenschaftler und als Organisator schon ruhmreich in vorderster Linie des deutschen Kulturlebens stand. Aber auch er konnte die Sache nicht beschleunigen. Erst 1883 kam es zu einer weiteren „Denkschrift". Wieder arbeiteten die „Instanzen" in Regierung und Parlament entgegen. Da griff Siemens erneut ein und machte gleichzeitig dem preußischen Staate und dem Reiche das Angebot, das Baugelände zur Verfügung zu stellen und auf eigene Kosten mit dem Bau zu beginnen. Er hatte die geheime Hoffnung, daß wenigstens eine der beiden Stellen zusagen werde. Diese Hoffnung trog denn auch nicht. Und es ging nun voran. Wieder aber war der Kronprinz Friedrich nötig: er trat mit einer Reihe von führenden Männern in den Reichsparteien, die zur Ablehnung des Antrages entschlossen waren, in Verbindung, bearbeitete sie persönlich, und nun wurde endlich nach der Bewilligung durch den Reichstag der Betrag für das Jahr 1887/88 eingesetzt, und zwar für die „Errichtung einer ,physikalisch-technischen Reichsanstalt' für die experimentelle Förderung der exakten Naturforschung und der Präzisionstechnik". Wer die Einzelheiten dieses Leidensweges einer großen Idee kennenlernen will, der sei auf die zum Jubiläum erschienene Festschrift „Forschung und Prüfung" (Verlag Hirzel) hingewiesen. Unter Helmholtz begann die Reichsanstalt alsbald zu arbeiten und gewann Ansehen und Ruhm in aller Welt. Ihre fünf großen Abteilungen werden getragen von der Arbeit von 130 wissenschaftlichen und 179 technischen Beamten. Viele von ihnen sind in allen Ländern bekannt, zum Beispiel die Erforscher des absoluten Nullpunktes, die in ihrem Kältelaboratorium in einem edlen Wettstreit mit nur einem anderen führenden Institut (an der Universität Leiden) sich immer näher an diesen Punkt heranarbeiten, wo alles Leben, jede Bewegung der Moleküle (und das ist ja „Wärme") erstirbt. Oder die Forscher, die das neue Normalmeter-Urmaß schufen, das man nicht mehr wie den bekannten Pariser Meterstab mit anderen Stäben mißt, sondern mit Lichtwellen; denn die Lichtwellen sind bei einigen Lichtarten völlig regelmäßig und von immer gleicher Länge. Die ursprüngliche Messung englischer Gelehrten erwies sich als nicht vollkommen, so daß erst durch die deutsche Forschung ein Metermaß gewonnen wurde, das sich allmählich in der ganzen Welt als sicherstes durchsetzt. Auf allen Gebieten stieß man weiter vor. Man schuf eine genaue Temperaturskala, da früher nur im Bereiche von 0 bis 100 Grad Celsius geordnete Zustände herrschten. Die Arbeit der physikalisch-technischen Reichsanstalt hat diesen Bereich stark erweitert: Heute kann man bis zur Temperatur des flüssigen Wasserstoffes (minus 253 Grad), ja darüber hinaus, und nach oben bis zu den höchsten Temperaturen, die die Technik herzu- stellen vermag — 5000 Grad im Krater der elektrischen Bogenlampe —, genaue Messungen aus» führen. Der Meßbereich des Quecksilberthermometers ist durch eine besondere Konstruktion dieses Instrumentes weit über den Siedepunkt des Quecksilbers (360 Grad) bis etwa 750 Grad brauchbar gemacht worden. Für die höchsten Temperaturen aber sind auf ©runb sorgsamster Untersuchungen über die Strahlungsgesetze neue Meßinstrumente geschaffen worden, die heute in Wissenschaft und Technik xx^.. gehend Verwendung finden. Man möchte am liebsten in jedes der vielen biete tiefer eindringen. Jedes enthält so viel wissenschaftlich reizvollen Fragen und suchungsmitteln, jedes aber führt irgendwo mittelbar in den Bereich der deutschen Technik Industrie. Wir dürfen gewiß sein, daß aus Anl^ des Jubiläums nicht nur Technik und Jnduftris. sondern darüber hinaus viele in unserem Volke bei Reichsanstalt, auf die wir alle mit Recht stolz U dürfen, erhöht? Aufmerksamkeit zuwenden werde/ Bircherfifck. — Karl Friedrig Kurz: Sayonar^ Eine japanische Liebesgeschichte. Gerhard Stalls Verlag, Oldenburg i. O./Berlin. Kart. 4,50 Ganzleinen 5,50 Mark. — (349) — Dies ist zarte Liebesgeschichte des Teehausmädchens nami. Alle Farben und Töne des Landey durchweben die Erzählung. Neben der Blumen^ Ponamis steht das herbe Schicksal der Geisha Akü, und des wunderlichen Mannes Jshida in der mir zigen Stadt Enoshima mit ihren Häusern aus bus und Papier, mit den engen Gäßchen, dem Städtchen ragen steile Felsen, die hundtjah^. Wälder und tausendjährige Tempel tragen. Hn,”r diesen Menschen lebt der Fremdling aus Abendlande in einem langen, herrlichen der erfüllt ist von Donamis Hellem Madchenlc^ vom Rauschen des Meeres, vom sonoren Uralter Tempelglocken. Aber er kann nicht Wu^ fassen in diesem Erdreich. Trotz aller Zärtlich^ und Liebe trennt ihn von Donami die tiefe fieber Rasse und der Lebensauffassung. Man möch meinen, daß dieser Erzählung eigene Erlebnisse gründe liegen; in der Tat hat der Dichter auf Wanderfahrten seiner Jugend einige Jahre in pan verbracht. Die verklärte Erinnerung fpieg^ sich in diesem Roman. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ansgabeort Deutschland verbleibt auf der Grenze zwisch« einem kräftigen Hochdruckgebiet über Ostdeutsch!^ uni) der sich im Westen abspielenden Wirbeltäch keit. Während daher Ost- und Mitteld entschlaf ter es Wetter mit verbreiteten nächtlichen Siras, lungsfrösten zeigen, macht sich bei uns der Tiri. druckeinfluß noch in schwachem Maße bemerfbtn Aussichten für Mittwoch: Besondn, morgens vielfach dunstig ober neblig, sonst wollig bis aufheiternd und trocken, nachts vereinzelv leichte Fröste, Mittagstemperaturen zwischen etm 5 unb 10 Grab, Winde meist um Ost. Lufttemperaturen am 22. November: mittags Grab Celsius, abends 3,5 Grad; am 23. November morgens 1,9 Grad. Maximum 3,9 Grab, Mininm heute nacht 1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 22. November: abends 3,4 Grad; am 23. November: morgens 2,9 Grad Celsius. Haupstchrtstlester: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschrtstleiters: Ernst Slum* schein Verantwortlich für Politik und für die Silber l)r Fr W Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot;. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigen-> leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt bet! Anzeigen: Theodor Kümmel. D A X 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühlsche Universttäfsdruckerell R. Lange. K-G. sämtlich in Gießen Monaisbezugs-- preis RM 2,05 einschließlich 25 Ps Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps mehr Einzelverkaus»- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit bs1 Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zett ist Preisliste Nr 4 vom 1 September M gültig Nachruf, 7686 D Heuchelheim, den 23. November 1937. 7693 D Werbe-Drucksachen Schr.Angeb.unt. ^cur.^nneo.uni. liefert Brühl'sche Druckerei *05731 a.b.G.A. Wir bedauern seinen allzufrühen Tod und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. 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Der frühe Morgen hat in diesen Wochen keineswegs ein erfreuliches Aussehen Er kommt fast wie ein ungebetener Gast, der die Atmosphäre des Unbehagens verbreitet. Und darum sind mir im allgemeinen nicht böse, wenn mir ihm an den Sonntagen aus dem Wege gehen können. Aber der Sonntag steht immer erst hinter einer Folge von sechs Werktagen, die uns unerbittlich zu unseren Pflichten rufen und uns einen Teil von jener Verantwortung auferlegen, die das große Schaffen eines ganzen Volkes verlangt. Und gewinnt nicht erst der Sonntag mit seinem Ausspann des Körpers und der Seele gerade durch die Pflichterfüllung an den Werktagen seinen köstlichen Reiz? Es würde ein schaler Sonntag werden, wenn er nicht durch das Bewußtsein des Fleißes und der Regsamkeit an anderen Tagen seinen besonderen Charakter bekäme. Dunkelheit und Kälte, Nebelfeuchtigkeit und Regenschauer sind keine angenehmen Erscheinungen. Aber bergen sie nicht auch gewisse romantische Reize, । öie empfindsame Augen und Ohren auszukosten verstehen? Was kann beispielsweise allein ein Gang zur frühen Morgenstunde in der Nähe der Bahn- ihofsanlagen für Eindrücke vermitteln. Wer täglich, idiesen Weg zu gehen hat, weiß, welche Erlebnis- ckraft ausgeht von den fahrenden Zügen, deren Lich- äerreihen gefpenfterhaft auftauchen und verschwinden. Das Heulen der Lokomotiven, die Hornsignale Über Rangierer, das Zischen und Fauchen unsicht- kbarer Maschinen und das undeutliche Glühen der .grünen und roten Lichter im Nebeldunst: all das kläßt das Leben auf den Gleisen voll phantastischer Wirksamkeit erscheinen. Und wer nur ein wenig .empfänglich ist für bunte Sinnenreize, wird daran micht vorübergehen können, ohne beeindruckt zu :werden von diesem farbigen Schauspiel. Indessen sorgt das Leben auch jenseits der Schiemen für eigenartige Effekte. Nicht jeder geht mor- gens am Bahnhof vorbei, aber fein Weg führt ihn an Häuserreihen entlang, in denen in unregelmäßigen Abständen die Fenster hell erleuchtet sind und wie freundliche Wegweiser wirken. Den Schritt der Fußgänger vernimmt sein Ohr weit früher, als er die zur Arbeit Schreitenden zu Gesicht bekommt. Aber das glimmende rote Pünktchen einer Zigarette kommt ihm häufig aus der Finsternis wie ein seltsames Signal entgegen. Nicht weniger eindrucksvoll sind die tastenden Lichtkegel der Radfahrer oder das plötzlich auftauchende Scheinwerferlicht eines Kraftwagens, der in gleichmäßig ratternder Fahrt vorübereilt. Es ist immer reizvoll, dem frühen Morgen zu begegnen und feine Zeichen zu spüren, mit denen er die tägliche Arbeit einleitet. Um diese Zeit aber umhüllt er sich noch mit dem Mantel des Geheimnisvollen, und das ist es, was ihn im eigentlichen Sinne anziehend macht. Auch dann, wenn der erste Schritt aus der Haustüre die Kälte spürbar macht und wir in begreiflicher Abwehr^ den Kragen hochschlagen und die Hände tief in den Manteltaschen vergraben .. H. W. Sch. Dornotizen Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Fuhrmann Henschel", Festaufführung in Anwesenheit des Dichters Gerh. Hauptmann. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Patrioten". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Aufternlilli". — Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein in Verbindung mit der Volksbildungsstätte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude": 20 Uhr, Neue Aula, „Deutsche Kriegsgeschichte von den Urzeiten bis zur Gegenwart." — Lichtbildervortrag im Caf6 Leib: 16 und 20 Uhr ..Wenn einer eine Reise tut .. " — Luthergemeinde: 20 Uhr, Kapelle des Alten Friedhofs. Gerhart Hauptmann in Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet eine Festaufführung von „Fuhr- mann Henschel", Schauspiel in 5 Akten, in Anwesenheit von Gerhart Hauptmann statt. Der Besuch des Dichters, der in der vergangenen Spielzeit der Aufführung feines Dramas „Der Bogen des Odysseus" beiwohnen wollte, aber leider durch Krankheit verhindert wurde, ist eine hohe Auszeichnung für den Ruf und die künstlerische Arbeit des Stadttheaters Gießen. Die Spielleitung des Schauspiels bat Wolfgang Kühne, Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, und findet gleichzeitig als 9. Vorstellung der Diens- tag-Miete statt. ÄOM.-u.IM.-Llnteraou 116, (Sieben. rNädelfchulung. Am Mittwoch, 24. 11., kommen die Schulungsmädel zu einer Besprechung um 18 Uhr auf die Dienststelle des Untergaues. Zungmädelschnlung. Am Sonntag, 28.11., treten die JM.-Schulungs- mädel um 9% Uhr morgens zur Besprechung auf der Dienststelle des Untergaues an. Zu dieser Besprechung können auch die IM.-Gruppenführerinnen kommen, da anschließend eine kurze Schulung über weltanschauliche Fragen ist. 7iGV. Ortsgruppe G-eßen-Mitte. Vetr.: Pfundsammlung. Arn Mittwoch, 24. November, werden die Pfundspenden durch die NS.-Frauenschaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen. Die Pfundsammlung erstreckt sich während der Dauer des WHW. auf alle Volksgenossen. WHW, Gießen-Ost. Vetr.: WhW.'Pfundspende. Die Sammlung wird Dienstag, 23., und Mittwoch, 24. d. M., von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Diejenigen Volksgenossen, die sich im Laufe des Sommers nicht an dem Lebensmittel-Opferring beteiligt haben, werden dringend gebeten, sich nicht auszu-- schließen, da die Pfundspende restlos dem WHW zu- geführt wird. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Es sind in erster Linie zu spenden: Mehl, Hülsenfrüchte, Graupen, Nudeln, Makkaroni, Zucker, Grieß, Wurstroaren und Konserven. NG.-Lehrerbund Kreis ließen. Fachschaft höhere Schule. Die für Mittwoch, 24. November, angesetzte Kreis- Versammlung wird bis auf weiteres verschoben. Der Kreisfachschaftsleüter. Polizei gegen Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 5. bis 11. November einschließlich ein: Gegen Radfahrer mit 18 Verwarnungen und 13 Anzeigen; gegen Führer von Kraftfahr- irischer, SwJJJIreiner JUem gründliche, schonende Reinigung, verhindert den Ansatz von Zahnstein. = Große Tube 40 TL, kleine Tube 25 TL zeugen mit 19 Verwarnungen und Belehrungen und 11 Anzeigen; gegen Fußgänger mit 42 Verwarnungen und Belehrungen; gegen Lenker von Fuhrwerken mit 3 Verwarnungen und Belehrungen. Festpreise für Weihnachtsbäume. Für den diesjährigen Weihnachtsbaumverkauf sind von der zuständigen Stelle Mindest- bzw. Höchstpreise festgesetzt worden. Danach kosten Weihnachtsbäume bis zu 1 Meter Höhe 0,30 bis 0,90 Mark, von 1 bis 2 Meter Höhe 0,60 dis 1,90 Mark, von 2 bis 3 Meter Hohe 1,10 bis 2,90 Mark, von 3 bis Oer Landdienst der HZ. ruft! Appell an die Einsicht der Eltern und den Idealismus der Kinder! NSG. In diesen Tagen wendet sich der Landdienst der Hitler-Jugend wieder an die deutsche Jugend mit dem Aufruf zum Eintritt in den Dienst am deutschen Boden. Der Schule entwachsene Jungen und Mädel werden aufgefordert, an der Sicherung unserer Ernährung mitzuhelfen. Dieser Appell wird an die Freiwilligkeit und den Idealismus der Jugend, sowie auch an die Einsicht der Eltern gerichtet. Durch den Einsatz des Landdienstes wird ein gewisser Ausgleich für den Mangel an Landarbeitern erzielt. Wie wertvoll und notwendig die jungen Kräfte für die verantwortungsvolle Arbeit des Bauern ist, erzählt ein Ortsbauernführer aus unserem Gau: „Die hier in Dauborn seit einem halben Jahr tätige Landdienstgruppe hat bewiesen, daß ihr Einsatz eine wirklich brauchbare Maßnahme darstellt, den fühlbaren Landarbeitermangel nicht allein gegenwärtig, sondern für die Dauer zu mindern und zum Teil zu beheben. Ein Teil der Jungen wird als Landarbeiter dem Bauernstand verbleiben. Die in einem schönen Heim untergebrachten „Stadt- jungen" aus der Bochumer Gegend haben sich nach kurzen anfänglichen Schwierigkeiten in ihre Bauernfamilien wie eigene Kinder eingelebt und nehmen dort tagsüber an Leid und Freud, Arbeit und Brot, Saat und Ernte so eng verbunden teil, daß man sie als Eingewachsene in Familie und Dorf betrachten kann. Die jungen Helfer haben ihre zugemessenen Pflichten und Arbeiten in Hof und Stall und verrichten nach ihren Kräften die rasch erlernten Arbeiten auf dem Felde mit größ- tem Eifer, fo daß mancher auch einmal die „Zügel" in die Hände bekommt. Und abends im Lager setzt der „mündliche" Wettbewerb ein: „Mein Hof, mein Bauer, und zu Mittag gabs ... So stolz, wie sie auf ihrem Hof sind, so eifrig sind sie morgens beim „Stubendienst" im Lager, über dem täglich die Fahne der HI. gehißt wird. Hier betreut sie ihr Gruppenführer, der als Landarbeiter alle ihre Freuden und Nöte kennt und teilt. Ebenso, wie sich der einzelne Junge in seinen Betrieb einfügt, so wird er auch von dem Bauer, vor allem aber von der Hausfrau in die Hausgemeinschaft ausgenommen, fast dem eigenen Kinde gleichgestellt. Jede Fürsorge wird ihm zuteil. Schwer war anfangs der Uebergang aus dem ungebundenen Stadtleben mit feinen reichlichen „Vergnügungen" und mit der andersgearteten Kost in die genau geregelte Arbeitszeit und das viel kräftigere Essen auf dem Lande. Das Wissen, eine Pflicht zu erfüllen und immer wieder neue Aufgaben zu bekommen und ihnen auch bald aewachsen zu sein, erfüllt die Jungen mit Stolz und Freude und hat ihnen eine gute Stellung im Dorfe erworben.. Ihr Verhalten ist bisher beschwerbefrei Die Bauern halten den Landdienst für notwendig. Ob die Jungen auf dem Lande bleiben, hängt wesentlich mit davon ab, wie die Eltern aus der Ferne auf den Jungen einwirken. Es ist mitbestimmend, ob sie im Landdienst froh und zufrieden sind. Sollte der eine oder andere Junge aber aus innerer Berufung heraus später in eine andere Lehre übergehen, so sind Geist und Körper so gefördert und geschult, daß er allen Anforderungen gewachsen ist." Das Kälbchen. Von Hans Friedrich Blunck. Es gibt kaum ein luftigeres Tiervolk als ein Dutzend kreuzvergnügter Ferkelchen. Das springt nmd guiekt und blinzelt verschmitzt in die Welt das nveiß sich kaum zu halten vor Lebenslust und fegt, icin rosigweißes Gemenge, kreuz und guer über die Henne, huscht einmal durch die schmale Luke zur «grunzenden Mutter in den Koben, quetscht sich iübereinanber und untereinander gleich wieder hin- «aus und zur Höhle zurück, die es sich, wie Knaben •es tun, ins Haferstroh gebaut hat. Und bleibt doch sfrech und zutraulich vor jedem Neuen stehen, grunzt «es an und forderte am liebsten Häckselmulde und Leiter und gar das große Scheunentor zum Wett- Uauf heraus. . Eines Tages aber bekommen die Knirpse wirklich »einen neuen Freund. Nicht etwa den alten Kettenhund, der sich bei ihrem Anblick überschlägt, noch »auch den Kater, der nach nächtlichem Mäusefang nnübe und schläfrig vom alten Feldwagen dem Un- fiug der Ferkel nachblinzelt. Aber gestern abend ist «in Kälbchen zur Welt gekommen, und weil man «5 nirgends besser unterzubringen wußte, hat man s niber Nacht ins Haferstroh gelegt, das auf der Tenne -zum Einräumen bereit liegt. Da hat es über Nacht Iherrlid) geschlafen, hat morgens die erste Milch »geschlappt und besinnt sich gerade darauf, daß es riebt „Bäh!" _ . , Was war das für em neuer Ton? Zwei Ferkel I fahren unterm Stroh hervor, schielen mit den kleinen weißlichen Augen schräg nach oben, wobei der 'Nacken sich schon zu kleinen Falten wirft, ziehen w,t- iternd die Luft ein, rufen plötzlich wie außer sich 'Bruder und Schwester und stellen sich beratend in ' ! weitem Halbkreis um das Kälbchen Eines wagt «sich sogar darüber hinaus, tritt auf einen Stroh- Ihalm, so daß der sich wie eine Schaukel hebt und ibas Kälbchen just hinters Ohr sticht. Was tut s. !Bäh sagt es zum zweitenmal und schüttelt sich Im nächsten Augenblick sind die zwölf quietschend iund quiekend auseinanbergefabren und in Hohlen mnb Luken verschwunden, stecken aber auch schon ibrei Atem lang später neugierig zwölf spitze Rüssel uni eher aus allen Verstecken unb versuchen, ihre Vermutungen auszutauschen „Bäh", sagt bas Kälbchen roieber. Es hat die »Ferkel noch nicht recht erkannt, es ist nur erstaunt niber das frühe Licht, das durch ein Fenster quillt umb ihm roohltut, und hat jetzt begriffen, daß es bewegliche und unbewegliche Dinge in Sichtweite gibt. Dann richtet es die großen Augen auf diese milchweißen Leibchen; ihm dämmert, daß sie etwas mit ihm zu tun haben wollen. Und weil es immer aufmerksamer und neugieriger auf die Bewegungen wird, schiebt es den Kops vor — wie einfach das ist — und hat Freude dran, sich mit den langen Ständern im Heu aufzustützen, um dem Fremden näher zu kommen. Schon kniet es und auf einmal steht es aufrecht, zum erstenmal, es weiß nicht wie, alle vier Beine schräg voneinander gespreizt Natürlich schwankt es noch, sagt wieder Bäh vor Erstaunen und fühlt sich doch mordswohl, weil ein Sonnenstrahl ihm gerade den Nacken kitzelt und die Welt auf einmal viel tiefer ist, als sie eben noch war. Es reckt die Nüstern zur Wagendeichsel — nein, das ist nichts zum Säugen —, es schnuppert am Heu entlang — nein, das gibt keine Milch —, es läßt den Kopf sinken, ob diese Ferkelchen wohl zum Belecken seien. Aber das rennt ihm, quietschvergnügt über den Irrtum, kreuz und quer vor den Lichtern entlang und ist auf einmal wieder in der Strohhöhle verschwunden, um den Spaß zu bereden. Nur ein Horchposten steht norm Tor, um Obacht zu halten. — Das Kälbcken hat Mut bekommen; außerdem hat es Hunger. Die Beine beginnen sich auf sich selbst zu besinnen und stellen sich, ohne daß es das Kälbchen recht weiß, just auf die Höhle zu, wo die seltsamen Freunde verschwanden. Vermutlich meint das junge Ding, alle Tiere seien einander gleich unb es selbst sei ein Ferkelchen wie bie anbern. Jebenfalls hat es Verlangen nach bem fonberbaren Gewipp und Gewimmel, das es sah, unb versucht einen Schritt hinterbrein zu tun Aber weil es babei alle vier Beine zugleich anbebt, liegt es, bauz, im nächsten Augenblick auf ber Nase. Das tut nichts, bas Stroh ist weich, man ist auch über Nacht schön trocken geworben, so baß bie Grannen nicht mehr stechen, linb man steht gleich roieber auf unb sieht sich verlangend und fteundschastsselig um. „Bäh!" Zwölf kleine rosenrote Schnäuzchen lauern aus allen Winkeln und Luken, lautlos. „Bähbäh!" lockt das Kälbchen. Da kommt ein Schweinchen, das einen Pechfleck auf der Nase hat, aus dem Loch, um zu verhandeln. Das Schwänzchen in drei Kringel geschlagen, grunzt es ein wenig, zieht den sonderbaren Duft dieses riesengroßen Fremden ein unb läßt es geschehen, baß bas Kälbchen die Ständer spreizt und. den Kopf vorstreckend vorsichtig näher und näher kommt Es hat eine weiße Bleß auf der Stirn, buschige Obren unb eine rosenrote Nase. Aber Pechfleck bleibt mutig stehen, grunzt zweimal neugierig unb reckt sich jetzt auch grab wie bas Kälbchen roitternb nach vorn. Schon sinb die Schnauzen dicht beieinander — Rüssel und Nüstern fliegen beiden vor Mut und Angst und Aufregung. Und dann ift’s geschehen! Man hat begriffen: Der andere brennt nicht, man kann ihn berühren und sogar ein wenig freundlich scheuern und man kann, — aber da geht das Scheunentor auf und der Knecht kommt zum Strohholen. Ein Hollen- gequietsch, ein Warnen und Zappeln; aus allen Strohhöhlen jagt es auf, drängt drunter und drüber und versucht im Augenblick und gleichzeitig zu unölft durch das Ferkelloch zur Mutter in den Schweinekoben zu gelangen. Das wimmelt und zappelt und quietscht, und öie dumme Sau grunzt in ihrer Angst hinter der Luke und macht aus der Angst eine Höllenfurcht. Das Kälbchen ist baß erstaunt über die Verwirrung, aber auf einmal hat es den dunklen Schatten Mensch im halben Licht erkannt. Und es erschrickt, meint, feinen Freunden nachflüchten zu müssen, roeil’s sich noch für ihresgleichen hält, unb setzt mit brei ungeschickten Hüpfern auf bas Ferkelloch zu, gerabe wie bas letzte ber Kleinen mit Gequiek ins Dunkel gefahren ist. Aber bas Kälbchen bekommt nur ben Kopf ins Ferkelloch, zapvelt und keilt mit den jungen Hufen, begreift nicht, warum es draußen bleiben soll, und erstickt schier vor Angst, weil auf der andern Seite plötzlich ein ungeheurer, nie gesehener Schroeinskopf sich über ihm hebt. „Nana", sagt der Knecht verwundert und zieht's am Schwanz zurück, „bist wohl doll geworden?" Und er stellt das dumme Ding auf die Beine, streichelt es ein wenig unb grinst, weil es schon roieber Zutrauen zur Welt faßt unb alle Taschenzipfel unb auch seine Kniekehlen auf Milch untersucht. Aber wie er roeiterschreitet, wird er beinah umgestoßen. Denn weil es mit ber Milch nichts ist, besinnt sich bas junge Ding aufs Spielen, und weil es nun weiß, wie man die Beine setzt, rennt es ben Knecht täppisch mit ber Stirn an und denkt, der solle widerboxen. Der Mann lacht, tut ihm den Gefallen und drängt es mit der Faust sanft zurück Er muß dabei grinsen Denn im Hintergrund stehen die Ferkel im Halbkreis und schauen zu wie im Zirkus und quieken und feuern das Kälbchen an und — ja, es sieht aus, als schloffen sie Wetten ab, wer bas Spiel gewönne, so aufmerksam blinzeln sie aus ben schrägen kleinen Aeuglein unb so emsig quieken sie einanber zu. was es zu sehen gibt. — zwölf kleine nackte Ferkelchen mit je vier Streichhölzern drunter, einem Ringelschwänzchen unb wühlenben, witternden, rosenroten Rüsselchen. Lichtspielbaus: „Oie Aufternlilli." Dies ist eine Filmoperette ber Tobis mit Musik von Robert Stolz, nach einem Buch von Gerte Illing, spielenb zu Paris unb Amsterbam. Hier wirb ber Weg einer jungen Sängerin geschildert, bie vergeblich auf ein Engagement wartet, durch ein merkwürdiges Spiel des Zufalls aber statt dessen von einem Austernrestaurant für den Posien einer Austernösfnerin verpflichtet wird unb alsbald bas ganze Lokal in Aufruhr bringt Das ist nur bie Einleitung, bie übrigens in Versen gesprochen unb gesungen wirb unb der Film gehört, wie sich bald herausstellt, zu denen, die man nicht erzählen kann; jedenfalls wäre es ein aussichtsloses Unternehmen, wollte man alle Verwechslungen, Mißverständnisse unb Zwischenfälle beschreibet, bis die Aufternlilli mit bem Amsterdamer Austernkönw in einer großen Muschel auf ber Bühne ber Austern- revue Verlobung feiern kann. Der Spielleiter E. W. Emo hat feine Inszenierung verschwenderisch ausgestattet und mit einem wirbligen Operetten- tempo angekurbelt. Als d:e Austernlilli lernt man in Gusti Wolff eine sehr junge Nachwuchs-Darstellerin kennen, deren quecksilbriges Temperament etwa in die Linie der Anny Ondra weist. Von den Komikern schießt Lingen als Revuedichter mit einem unglaublichen Mundwerk wieder mal den Vogel ab; neben ihm tun sich in dem ausae- lassenen Figurenreigen Harald Paulsen, Oskar Sima und Hermann Thimig hervor, ben man lange nicht mehr gesehen hat. — Im Be'.progr"inin gibt es bie neue Fox-Wochenschau unb zwei Kurzfilme, „Quellenbes Leben" (von Rinberzucht und Milchwirtschaft) unb „Vorsicht am Platze", eine Warnung vor Darlehens- unb Heiratsschwinblern. Hans Thyriot. Zeitschriften. — Der Bergsteiger (Verlag F. Bruckmann, München) eröffnet sein prachtvoll ausgestattetes No- vemberheft mit ber Schilberung einer Alleinbegehung bes ganzen Peutereygrates am Mont Blanc. Unter ber Fülle bes übrigen Inhaltes verdienen befonbere Beachtung bie Abhanblungen „Colli Euganei" von Henry Hoek unb „Berge unb Bergsteiger einst unb jetzt" von bem kürzlich verstorbenen ehemaligen Schriftleiter ber Oesterreichischen Alpenzeitung Hans Wöbl. Im erzählenben Teil fin- ben wir Namen wie Anton Schnack, Hans Roelli und Alfred Graber. Prächtige Lichtbilder unb Wie» bergaben von Oelbilbern H B Wielands zu dessen 70. Geburtstag schmücken das Heft. 4 Meter Höhe 2 bis 4 Mark. Die angeführten Preise dürfen nicht über- und nicht unterschritten werden. Weihnachtsbäume über 4 Meter dürfen die cnrge- messenen Preise des Vorjahres nicht überschreiten. Bitte des Sauarchivs der NSDAP, an alle Volksgenossen. Auf der Gaukulturausstellung in der Feschalle in Frankfurt übte die Schau des Gau-Archivs mit seinen vielen Kampferinnerungen eine besondere Anziehungskraft aus. In geschlossener Form wurden in Vitrinen aus den Jahren 1920 bis 1933 einzigartige Dokumente des nationalsozialistischen Freiheitskampfes gezeigt, die Zeugnis ablegen von einer Zeit unsäglich harten Ringens um die Macht, vom Aufstieg Deutschlands aus seiner politischen Zerrissenheit zum geeinten, stolzen, freien Dritten Reich durch nichts als die Wahrheit, Kraft und Reinheit der nationalsozialistischen 3b ee. In jahrelanger Kleinarbeit ist es dem Gauarchio der NSDAP, gelungen, manch' stolzes Dokument aus den Anfängen und den späteren Kampfjahren der Bewegung im Gau und im Reich zu erfassen und wertvolle, für die Parteigeschichte unersetzbare Dinge vor der Vernichtung zu retten. Das Archiv umfaßt bereits umfangreiches Material, doch gitt es, diese Sammlung unablässig weiter auszubauen unb zu vervollständigen, um einst ben nachfolgenden Generationen so vollständig als möglich ein Bild von dem Einsatz ihrer Väter für ihr deutsches Vaterland zu übermitteln. Darum ergeht erneut an alle Volksgenossen der Ruf: Stellt das noch vorhandene Material aus der Kampfzeit der NSDAP, und auch das der einstigen Gegner, z. B. Flugblätter, Wahlplakate, Zeitungen, • Zeitschriften, Bilder, Broschüren, Karikaturen, Abzeichen, Uniformen usw. dem Gauarchiv, Frankfurt, Gutleutstraße 8/12, Telephon 30 381, zur Verfügung. In der Hand des einzelnen Volksgenossen bedeuten diese Dinge nichts, im Archiv der Gauleitung Hessen-Nassau der NSDAP, bilden sie aber ein wertvolles Steinchen zu dem Mosaikbild eines unerhört harten und zähen Kampfes, der in Treue zum Führer verschworenen Männer um ein Deutschland der Ehre und Freiheit. Gießener Stuoentenschast gratuliert. Am gestrigen Montag konnte Reichsstudenten-- führer ^/-Standartenführer Dr. Scheel seinen 30. Geburtstag begehen. Die Gießener Studentenschaft richtete aus diesem Anlaß an den Reichs- studentenfuhrer folgendes Glückwunschtelegramm: „Reichsstudentenführer Dr. Scheel! Ihnen, der Sie bas deutsche Studentenum zu einem starken Ast am Baume der deutschen Zukunft gemacht, durch die 10 Gesetze dem Studenten- tum Sinn und Inhalt gegeben und in so kurzer Zeit das Altherrentum zur Mitarbeit gewonnen haben, spreche ich zum 30. Geburtstag meine und der Gießener Studentenschaft herzlichsten Glückwünsche aus. Wir geloben stets treue Gefolgschaft. Heil Hiller! Fran ck." Die Gießener Studentenführung hat ferner als kleines Geschenk dem Reichsstudentenführer Dr. Scheel ein Album mit Bildern aus der Tätigkeit und dem Leben der Gießener Studentenschaft, des Schulungslagers Gleiberg und mit Aufnahmen der Universitätsstadt Gießen gesandt. Wie uns noch mitgeteilt wird, wird Reichsstudentenführer Dr. Scheel zum Winterfest der Gießener Studentenschaft in der Dolkshalle am 4. Dezember erwartet. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 23. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, V» kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse D 10^, Wirsing, kg 8 bis 12 Pf., 50 kg 7 bis 8 Mark, Weißkraut, V* kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Rotkraut, kg 7 bis 12 Pf., 50 kg 6 bis 9 Mark, gelbe Rüben, % kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat, Vio 10, Tomaten, kg 15 bis 20, Meerrettich 30 bis 60, Zwiebeln 8 bis 9, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Kartoffelm % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., 50 kg 10 bis 20 Mark, Birnen, Vi kg 10 bis 15 Pf., Nüsse 40 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Stück 8 bis 10 Pf. Lufischuh und Schule Deutschen die Forderung: „Arbeitet mit im Reichs- Besonders auch auf dem Lande würde man den Krieg als furchtbar wütendes Schrecknis kennenlernen, denn der Feind würde bemüht fein, den Vieh- stand, die Ernte, die gefüllten Scheunen, kurz, die notwendigsten Lebensnerven des Volkes zu zerstören und dadurch das Volk kriegsmüde und moralisch zum Kriege unfähig zu machen. Besonders die fruchtbare Wetterau z. B. würde feindlichen Angriffen stark ausgesetzt sein können, da dieser reich gesegnete Landstrich nicht allzuweit der Reichsgrenze liegt. Ein Volk nun, daß diese Gefahren kennt und seine Zukunft sicher stellen will, muß alle Kräfte anspannen, um ßanb und Leben, Herd und Scholle vor diesen drohenden Gefahren zu schützen. Es kann aber nur diesen Gefahren trotzen, wenn es von einem unbeugsamen, starken Wehrwillen beseelt ist. Jeder deutsche Mann, jede deutsche Frau, besonders über die deutsche Jugend, sie alle müssen Achtet das Vorfahrtsrecht! Oer Standpunkt des Reichsgerichts. luftfchutzbund." Unb gerade für die deutschen Erzieher hat dieser Rui erhöhte Bedeutung, und ihre Mitarbeit ist besonders nötig. Zweifach kann diese Mitarbeit sein. Schon außerhalb der Schule, im RLB. muß sie einsetzen, denn die Behandlung des Luftschutzes im Unterrichte erfordert, daß der Lehrer selbst im Luftschutz ausgebildet ist und über alles genau Bescheid weiß. Es ist also eine enge Zusammenarbeit des NSLB. mit dem RLB. unbedingt erforderlich. Der Luftschutzgedanke selbst aber muß auch im Lehrplan und in allen Fächern des Unterrichts die nötige Beachtung finden und eine ständige, eindringliche Aufklärung aller Schüler über Luftschutzfragen bringen. Denn gerade die Schüler sind es, die dann aufklärend und mahnend im Elternhause wirken und dadurch den Luftschutz zum Allgemeingut unseres Volkes werden lassen. Am guten Gelingen der seitherigen Derdunkelungsübungen hat die Schuljugend wesentlichen Anteil. Elternabende geben Gelegenheit durch Vorträge unb Vorführungen aufklärend wirken zu können. Es ist die wichtigste Aufgabe für den Lehrer auf dem flachen Lande, durch seine Mitarbeit im Luftschutz, jeden Volksgenossen einsatzberett zum Luftschutz zu machen. Dieser nationalen Aufgabe wird sich kein deutscher Erzieher verschließen , da es ja um die Zukunftgestaltung des deutschen Volkes geht. Daß die Schule am Problem des Luftschutzes mit» arbeitet und daß die Schularbeit voll unb ganz in den Dienst am Daterlande gestellt ist, das beweist die Auswertung des Luftschutzgedankens im Unter- richt, wie sie bei der Leistungsschau der Volksschulen des Kreises zur Geltung kommt. „Ein Volk, das sich untätig unb willenlos feinb-, Träger dieses Wehrwillens fein. Die Organisation, lieber Willkür preisgibt, hat seine Existenz ver- die michelfen will, diesen Wehrwillen hmein^utra- wirkt. Ein Volk aber, das ben eisernen Willen gen ins beutsche Volk, in jede Familie, ist der zur Selbsterhaltunq in sich trägt, wird auch den! Reichsluftschutzbund. Darum ergeht auch an jeden Gefahren aus der Luft erfolgreich trotzen." Diese s------- Wa,rha' Worte unseres Reichsministers, Generaloberst der Flieger Hermann Göring, sollen Leitstern fein für die Luftschutzarbeit in der Schule. Daß Luftschutz eine Lebensnotwendigkeit für unter Volk ist, wird schon jedem denken Menschen klar, wenn er die luftgefährdete Lage unseres Vaterlandes überschaut. Durch die gewaltige Entwicklung der Luftwaffe in ben letzten Jahren ist im Kriegsfälle jeber beutsche Ort in kurzer Zeit von feinb- lichen Flugzeugen erreichbar unb baburch bedroht. Wenn auch jeder Angrift in erster Linie gegen militärische Ziele gerichtet sein wird, so muß man „trotzdem auch auf dem flachen Lande mit der Möglichkeit derartiger Angriffe rechnen. Dadurch würde aber die räumliche Ausdehnung des Kriegsschauplatzes derart erweitert, daß unser ganzes Vaterland zur Front gehörte und es ben Schrecken fort« roäbrenber Luftangriffe ausgesetzt fein wirb. Der Presfedezernent des Amtsgerichts Gießen teilt uns folgendes mit: Die Bestimmungen über das Dorfahrtsrecht gelten grundsätzlich für jeden Verkehrsteilnehmer, also nicht nur für die Kraftfahrer. Die für das Vorfahrtsrecht wesentlichste Bestimmung des Absatzes 1 des § 27 der Reichs-Straßen-Derkehrsordnung sagt: „An Kreuzungen und Einmündungen von Straßen ist bevorrechtigt, wer von rechts kommt; jedoch haben Kraftfahrzeuge unb durch Maschinenkraft angeiriebene Schienenfahrzeuge die Vorfahrt vor anberen Verkehrsteilnehmern; diese Regeln gelten nicht, wenn durch amtliche Verkehrszeichen eine anbere Regelung getroffen wirb." Darüber, was dies bedeutet, herrscht nicht nur in der weiteren Oefsentlichkeit, sondern ganz besonders in ben Kreisen der Kraftfahrer unb Rab- fahrer selbst noch eine erhebliche Unwissenheit, die oft zu schweren Unfällen Anlaß gibt. Es ist daher angebracht, auf eine Entscheidung hinzuweisen, die in der „Juristischen Wochenschrift" Nr. 46 des Jahrganges 1937 abgedruckt ist und in der das Reichsgericht feine bisherige diesbezügliche Rechtsprechung nochmals zusammenfafsend u. a. das Folgende sagt: Das Dorfahrtsrecht wird dann praktisch, wenn anzunehmen ist, daß sich zwei Kraftfahrzeuge etwa gleichzeittg im Schnittpunkt ihrer Fahrbahn treffen würden, wobei die Schnelligkeit beider Fahrzeuge, ihre Länge und ihre Entfernung vom Schnittpunkt zu berücksichtigen sind. In solchen Fällen muh der Dorfahrtspflichtige ben Dorfahrtsberechtigten grunbfätzlich vor sich vorbeilafsen. Nur bann darf er eine Kreuzung noch vor dem Vor- fahrtsberechttgten befahren, wenn er mit Sicherheit damit rechnen kann, daß er mit feinem Kraftfahrzeug ohne jede Gefährdung anderer noch vor dem Vorfahrtsberechtigten über die Kreuzung Hinwegkommen werde. Dabei muß der Vorfahrtspflichtige berücksichtigen, daß er dem Dor- fahrtsberechtigten freie Weiterfahrt ermöglichen muß; er muß also dessen Fahrbahn so frühzeitig überschritten haben, daß dieser nicht etwa einen Zusammenstoß befürchten und aus Vorsicht bremsen muß, weil der Vorfahrtspflichtige zu knapp an ihm vorbeifährt. Der Vorfahrtspflichtige darf nicht in der Erwartung in die Kreuzung einfahren, daß der Dorfahrtsberechtigte ihn noch vorbeilafsen, also ab« stoppen werde, um ihm die Vorfahrt zu ermöglichen. Insbesondere darf der Vorfahrtspflichttge, der früher an die Kreuzung gelangt, sich aber mit geringerer Geschwindigkeit als der Vorfahrtsberechtigte bewegt, nicht deswegen das Vorfahrtsrecht des anderen schmälern, weil er früher als der Vorfahrtsberechtigte an die Einfahrt der Kreuzung gelangt ist. Also Grundsatz: Nur mit gr,ößter Vorsicht an jede Straßenkreuzung, insbesondere an solche Straßen heranfahren, die als nach beiden Richtungen vorfahrtsberechtigt durch die weiß-roten Dreiecke in den einmünbenben Nebenstraßen befon- bers gekennzeichnet sinb. Bedenkt man, daß in dem angeblich fortschrittlicheren Amerika vor der Einfahrt in eine derartige Dorsahrtsstraße (im engeren Sinne) jedes einfahrende oder kreuzende Fahrzeug völlig anhalten muß und erst bann weiter- unb einfahren darf, so ist das, was die Reichs-Straßen- Verkehrsordnung und mit ihr das Reichsgericht vorstehend als Mindestmaß der anzuwendenden Sorgfalt verlangt, ebenso selbstverständlich, wie im Interesse eines jeden Derkehrsteilnehmers geboten. Dies alles gilt also grundsätzlich nicht nur gegenüber Straßen, die als vorfahrtsberechtigt besonders gekennzeichnet sind, sondern an jeder Straßenkreuzung gegenüber jedem DorfahrtsberechtiAen. Dem Vorfahrtspflichtigen steht nach ständiger Rechtsprechung des Reichsgerichts kein Recht zu, das Vorfahrtsrecht dessen, der von rechts kommt, etwa deshalb zu schmälern, weil er, der Pflichtige, früher an die Einfahrt in die Kreuzung gelangt ist, als der von rechts kommende Dorfahrtsberechtigte. Er muß warten, bis dieser vorbei ist. * Auch die neue, ab 1. Januar 1938 geltende Straßenverkehrsordnung ändert an den vorstehenden Grundsätzen nichts. Vlandine seht sich durch Vornan von Hans-Joachim Freiherr» von Reihenstein Copyright by Carl Ouncker 30 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „Um was handelt es sich?" Sie versuchte, sachlich zu werden. „Ein Wechsel Ihres Herrn Gemahls. Er ist nach seinem Tode fällig geworden. Sie haben inzwischen seine Erbschaft nicht ausgeschlagen?" „Nein", sagte Lucienne erstaunt. „Weshalb sollte ich bas getan haben?" „Dann haben Sie sie also mit Aktiven unb Passiven angetreten", konstatierte er und hielt ihr das Papier zur Ansicht hin. „Erkennen Sie die Schrift?" „Gewiß." Sie mußte sie doch erkennen. Es war die gleiche Handschrift, in der das Liebeslied an sie geschrieben war. Was ich dir danke, wissen die Sterne — — Nun, er sollte auch droben über den Sternen sich nicht in ihr getäuscht haben. Sie würde keinen Flecken auf sein Andenken kommen lassen. Sie beugte sich über das Papier und las „Dier- zehntausend". Sie schellte und ließ Ida die Schmuckkassette bringen. Mit zitternden Fingern entnahm sie ihr das Scheckbuch. Dann schrieb sie einen Scheck über vierzehntau- send Mark aus. Lucienne ging zurück an den Flügel. Sie nahm das Notenblatt wieder vor unb spielte noch einmal ihr Lieb. Unb roieber flössen Tränen. Da kam eine neue Unterbrechung. Durch Iba ließ Frau Hertel fragen, ob ihr Besuch recht wäre. „Führen Sie Frau Hertel in mein rotes Bouboir!" sagte Lucienne. Es war das verschwiegene Zimmer am Ende ber Flucht, in bem ihr Harry sie in der ersten Zeit ihrer Ehe so oft besucht unb geliebkost hatte. In ben letzten Jahren war es fast unbenutzt geblieben. Es lockte sie, in biesem Raum über sein Liebeslied nachzusinnen, davon zu sprechen. Sie nahm es mit hinüber. Dabei entdeckte sie auf der Rückseite des Notenblattes Zahlen, die sie nicht verstand. Harry mußte ba irgenb etwas ausgerechnet haben. Aber es gehörte offenbar nicht zu der Musik. „Ich wollte mal nach Ihnen sehen, liebe jnäbje Frau", sagte Frau Hertel. Sie war in gut geschneidertem blauem Besuchskostüm unb überreichte Lucienne ein paar Rosen. „Willkommen zu Hause. Ich mußte doch gucken, wie's Ihnen seht." „Das ist lieb von Ihnen, Frau Hertel. Sie haben wirklich Interesse für mich. Nehmen Sie Platz. Haben Sie schon Kaffee getrunken?" „Danke. Ich trinke immer um vier." „Dann nehmen Sie aber ein Gläschen Wein. Warten Sie mal, bas ist überhaupt eine Idee. Können Sie nicht den Abend über bei mir bleiben? Meine Abende sind so bodenlos einsam. Sie würden mir eine große Freude machen." „Wenn es Ihnen wirklich recht is, jnä' Frau? Ich habe nichts vor." Ein Weilchen später saßen die beiden in tiefen, weichen Damastsesseln. Lucienne trank Frau Hertel zu. „Auf all das, was wir geliebt haben!" sagte sie weich, mit einem traurigen versonnenen Lächeln. Der ungewohnte Wein machte Lucienne warm. „Und denken Sie doch", plauschte sie, „er war noch immer so in mich verliebt, baß er ein Lied komponiert hat, ein Liebeslied. Es ist an mich gerichtet. Ich spiele es Ihnen nachher einmal vor. Sie schenkte die Glaser wieder voll. Es war spät geworden. Lucienne hatte in der Ecke des Boudoirs decken lassen. Der elektrische Kamin glühte unb verbreitete Wärme unb Behaglichkeit. Ida hatte sie mit Delikatessen unb frischem Wein versorgt unb sich bann zurückgezogen. „Wenn man zwölf Jahre strengste Diät gehalten hat, schmeckt es einem großartig", sagte Frau Molny und füllte bie Gläser. „Wir wollen nicht klagen, Frau Hertel. Wir sind zwar beide jetzt Witwen. Aber wir haben dock die Liebe tennengelernt, nicht wahr? Wir sino zwei alte Landsknechte des Lebens, liebe Frau Hertel. Darauf müssen wir anstoßen. — Ja, ja, wir kennen bas Leben, was? Uns macht man nichts mehr vor." „Sie wollten mir noch bas Lied vorspielen. Ist es ein richtiges Lied zum Singen?" „Ja", sagte Lucienne unb füllte von neuem die Gläser. „Aber einen Augenblick noch." Sie ging in das Nebenzimmer und tarn wieder mit einer gerahmten Photographie von Harry. Sie hängte das Bild an die Wand und bekränzte es mit Blumen, die sie aus der Tischvase nahm. „So, du sollst zuhören", sagte sie, „wenn dein Lied gelungen wird. Aber diese Feierstunde muß richtig begangen werden." Sie läutete unb bestellte bei Ida Sekt. „Inzwischen muß ich noch erzählen, was ich heute entdeckt habe. Denken Sie, der arme Junge hat Schulden gehabt. Er hat sie mir nicht zu beichten gewagt. Wahrscheinlich waren es Spielschulden. Denn ich hatte ihm ein für allemal verboten, mir damit zu kommen, nachdem ich ihm zweimal aus der Patsche geholfen hatte. Denken Sie nur, Frau Hertel, er hat feinen Ausweg mehr gesehen. Ein großer Wechsel war fällig. Und ba muß er beschlossen haben, in den Tod zu gehen! Und weil er wußte, wie sehr ich ihn liebte, da hat er mich nicht auf der Welt alleinlassen wollen." Der Sekt wurde gebracht. Als Ida eingeschenkt und sich entfernt hatte, sagte Lucienne: „Das erste Glas dem teuren Verblichenen!" Und sie erhoben sich beide und tranken im Stehen. Lucienne hatte Tränen in den Augen. „Liebe Frau Hertel", sagte sie, „Sie sind der einziae Mensch, der mir geblieben ist. Und in diesem Augenblick", fuhr sie fort und setzte sich wieder, „in diesem Augenblick drängt es mich, Ihnen ein kleines Geständnis zu machen: ich heiße gar nicht Lucienne Molny. Ich heiße Lucie Müller unb bin in ber Gartenstraße geboren." „Unb ich in ber Chausseestraße", entgegnete Frau Hertel gerührt, „janz dicht dabei." * Am nächsten Morgen erwachte Frau Molny mit einem schrecklichen Kater. Der ungewohnte Alkohol- genuß hatte nicht nur Kopfschmerzen erzeugt, son- bern auch äußerst schlechte Laune und eine trübe Weltanschauung. Ihr Hauptgedanke, der sie belästigte, war: wovon hat eigentlich die Bank den Scheck bezahlt? Denn *♦ Einbruch. Am Samstag kurz nach 22.30 Uhr wurde in der Filiale von Schade & Full« g r a b e in ber Bleichstraße 20 ein Einbruch verübt. Der Täter hob mit einem 55 Zentimeter langen Brecheisen ben Rolladen hoch unb gelangte nach Herausdrücken der Türfüllung in den Ladenraum. Entwendet wurden, soweit bis jetzt festgestellt wer- ben konnte, aus ber unverschlossenen Ladenkasse 20 Mark Wechselgeld, eine kleine Flasche Wein- brand-Derschnitt, mehrere Packungen Keks und Zigaretten. Am Tatort vorgefundene Spuren xei. gen, baß sich der Täter beim Herausbrechen der Türfüllung an der Hand verletzt hat Personen, die Wahrnehmungen über den Einbruch unb den Täter gemacht haben, werden gebeten, ber Kriminalabteilung Mitteilung zu machen. Die Angaben werden auf Wunsch vertraulich behandelt. Aus der engeren Heimat. Kreis-Geflügelschau in Sroßen-Bukeck. wg. Großen-Buseck, 20. Nov. In diesen Tagen fand hier, veranstaltet vom Geflügelzucktverein Großen-Buseck, die 5.Kreis- geflugel-Ausstellung der Kreisfachgruppe Gießen in der hiesigen Turnhalle statt. Die Schau diente dem Zweck, Aufschluß zu geben über den Stand ber Geflügelzucht in ber Kreisfachgruppe. Am Freitag fanb die Prämiierung statt, am Samstag und Sonntag stand die Ausstellung der allgemeinen Besichtigung offen. Als Preisrichter waren Ludwig M o g k (Echzell), Wilhelm Seipp (Rüsselsheimund Robert Peil (Heskem) gewonnen worden. Es wurde ausgezeichnetes Zuchtmaterial zur Schau gebracht, so daß die Preisrichter eine schwere Aufgabe hatten. Der Sonntag brachte im Saale des Gasthauses „Zum kühlen Grund" eine Versammlung ber Geflügelzüchter der Kreisfachgruppe Gießen, an der Vertreter aller Vereine der Fachgruppe teilnahmen. Landesfachgruppenvorsitzender Georg Ackermann hielt im Rahmen dieser Versammlung einen Vortrag über bie Bedeutung ber Geflügelzucht. Er betonte die Notwendigkeit einer zielbewußten Geflügelzucht und wies darauf hin, daß es die Aufgabe der Züchter sei, die Zucht auf breitere Grundlage zu stellen und eine Mehrerzeugung an Eiern zu erstreben. Den einzelnen Vereinen sei bie Pflege befonberer Wirtschaftsrassen anempfohlen. Rassengeflügelzucht sei nicht als Spielerei an- zusehen, vielmehr komme es wesentlich auf eine tatsächliche Leistung an. Bis jetzt sei eine durchschnittliche Eiererzeugung je Henne und Jahr von 145 Stück erreicht worden; diese Leistung müsse aber noch bedeutend erhöht werden. In seinen weiteren Darlegungen sprach der Redner über die Gesunderhaltung der Tiere, über die Formen einer vorbildlichen Stallhaltung und über zweckmäßige Fütterung. Im Anschluß an den Vortrag wurde gemeinsam die Ausstellung besichtigt. Die Schau war von 7 8 Züchtern des Kreises mit insgesamt 311 Tieren ber verschiebensten Arten unb Rassen beschickt. Für bie Aussteller war eine stattliche Anzahl von Ehrenpreisen gestiftet worben. Die nächste Kreisgeflügelschau wurde dem Geflügelzuchtoerei n Lollar übertragen. Die Prämiierungs-Ergebnisse. (RFE. = Reichsfachgruppen-Ehrenpreis, LBE. = Ehrenpreis der Landesbauernschaft, LFE. = Landes- fachgruppen--Ehrenpreis, E. — Ehrenpreis, Z. = Zuschlagsehrenpreis.) Rhodeländer - Stamm, LBE. Friedrich Bauer, Gießen; Leghomstamm, LBE. Ludwig Jung, Großen-Buseck; Cayuga-Enten, E. Otto Heß, Lang- Göns. E i n 3 e 11 i e r e. Hühner: Sussex, E. Otto May, Lang-Göns; Orloff rotbunt, E. Heinrich Becker, Allendorf a. d. L.; Wyandotten filber, Z. Alfred Jung, Großen-Linden; Rhodeländer, E. Friedrich Bauer, Gießen; RFE. Karl Stoll, Lang-Göns; E. Friedrich Bauer, Gießen; Kraienköppe silberh., Z. Heinrich Reufchling, Lich; Italiener silberh., Z. Wilhelm Schlosser, Klein-Linden; Italiener schwarz, Z. Georg Beimborn, Gießen; E. Karl Arnold, Großen-Buseck; Italiener rebhuhnfarbig, E. und Z. Willy Dechert, Lang-Göns; Italiener gestreift, E. Eduard Dietrick, Hartenrod; Z. Heinrich Dünfelder, Reiskirchen; Rneinländer schwarz, E. und Z. Wilh. Hankel, Lang-Göns; Z. Heinrich Reinhard, Allendorf a. d. Lba.; Hamburger Silberlack, Z. Georg Jung, Steinberg; Hamburger Goldsprenkel, E. Karl Espich, Lollar; Reichshühner weiß, Z. Heinrich Volk IL, Großen-Buseck. Zwerghühner. Zwerg-Brahma, LFE. Heinrich Ruhl IV., Garbenteich; Zwerg-Langshan schwarz. baß er schon vor ihrem späten Erwachen eingelöst sein würbe, das war ihr klar. Besaß sie überhaupt noch so viel Wertpapiere, daß ihre sonstigen Bankschulden gedeckt waren? Sie tat einen alten warmen Morgenrock um unb ging an das antike Betpult. Sie mußte sowieso in ihren Bankabrechnungen Ordnung schaffen. Was besaß sie eigentlich noch? Was war sie schuldig? Mußte sie Der Bank am Ende schon ihr Haus überlassen? Die besaß eine große Hypothek Darauf. Oder war es schon so weit, daß sie ihren Schmuck verkaufen mußte? Sie verstand sich selbst nicht mehr! Wie hatte sie solchen Riesenblödsinn machen und, ohne bis aufs äußerste zu handeln und zu akkordieren, vierzehntausend Mark hergeben können. Der Gläubiger hätte sicher sehr viel weniger auch genommen. Jetzt hatte sie sich um ihr letztes Geld gebracht. Und womöglich nahm man ihr das Dach überm Kopf fort Mürrisch schloß sie Das Dokumentenputt auf. Darin sah es unordentlich aus. Sonst hielt sie hier Ordnung. Und mit der scharfen Witterung Der schlechten Laune, Die ein Opfer sucht, erahnte sie, daß jemand hier gekramt hatte. Die Unfallpolice lag obenauf. Wieso denn? Sie wußte ganz genau, daß das kostbare Ding, das jeden Augenblick Bargeld für sie bedeuten konnte, und es ja nun auch tat, seinen Platz in der rechten unteren Ecke hatte. Da stimmte etwas nicht. Aergerlich stand sie auf und ging an Die Klingel. „Else, Sie sind doch ein vernünftiger Mensch. Wissen Sie, ob in meiner Abwesenheit irgend jemand hier an dem Pult war?" „3n anä' Fraus Abwesenheit in der Klinik sicher nicht", sagte Else bestimmt. „Denn ba hatte ich die Zimmer ^geschlossen, wie gnä* Frau mir hatten sagen lassen. Die Schlüssel hatte ich selbst eingeschlossen." „Es hat aber jemand in meinen Sachen gekramt." „Sonst noch wo, gnä* Frau? Oder nur hier?" ,Zck glaube, nur hier. Alles andere scheint mir in Ordnung zu sein." . _ Fortsetzung folgt S.14pori Llnprograrnmäßiger Handballsonniag. Tauben. Altdeutsche Kröpfer gelbfahl, Z. Hein- ty rich Reitz, Watzenborn-Steinberg-, Elster-Kröpfer [e gelb, Z. Wilhelm Becker, Lollar; Hessische Kröpfer, d. Z. Wilhelm Becker, Lollar; Steinheimer Baadetten, V «E. Georg von der Au, Lollar; Strasser blau, E. b Karl Philipp IV., Steinberg; Nürnberger Lerchen, 2= 8:9. 13:5. Birkenwein statt. kreis Aisteid. 4:3. 8:1. 16:8. 10:10. 5:7. der Tv. To. Holzheim — Tv. Grüningen Katzenfurt — Dornholzhausen ausgefallen. Groß-Rechtenbach — Dutenhofen Wird Ihr Brot schneller trocken? Nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter in der warmen Küche, vertrocknet das Brot rasch und setzt Schimmel an. In einem gut schließenden Brotkasten kann das nicht passieren. Einen solchen Brotkasten finden Sie in reicher Auswahl und gar nicht teuer bei J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146, 2. Kreisklasse. Tv. Ehringshausen — Tv. Nauborn SA. 1/116 — Tv. Ruttershausen bahn, machte die Straßenüberholungen nottveirdig. — In der Stadthalle veranstaltete der Kaninchenzuchtverein eine Tischbewertung. In der Rosse für Silberkaninchen erzielte der Züchter Heinrich R ö ck e r mit 89 Punkten die beste Einzelbewertung. Die beiden besten Gesamtergebnisse erzielten die Züchter Ludwig Wilhelm (996 P) und Heinrich Kraft (887 Punkte). Als Preisrich- Weltmeister W. Lohmann war bei den Radrennen in der Berliner Deutschlandhalle, denen 12000 Besucher beiwohnten, der erfolgreichste Steher. Er gewann das Stundenrennen vor Stach, dem Franzosen A. Wambst und Metze. In einem Berufs- fahrer-Omnium war Deutschland mit 71:41 über Dänemark erfolgreich. —.— Homberg a. d. Ohm, 20. Nov. Die Landstraßen und Orts st raßen wurden einer gründlichen Ausbesserung unter» Nauborn gewann knapp aber verdient. — Eine ausgezeichnete Leistung bot die Mannschaft der SA. 1/116, die die sich tapfer wehrende Mannschaft des Tv. Ruttershausen hoch schlagen konnte. Manger stemmte 425 Kilogramm. Unsere Gewichtheber-Olympiasieger Sepp Manger und Rudi Ismayr warteten bei einer Schwerathletik-Veranstaltung in der Passauer Nibe- Hier ab schneiden' 1 Birkenwein, Birkenmet, der vergorene, zuckerhaltige Saft der Birke. Birkhuhn (Moorhuhn), Waldhühnerart mit leierförmigem Schwanz, der Hahn hat schwarzes. am Hals stahlblaues Gefieder, die Henne ist gelbbraun. Birkhühner sind sehr wohlschmek- kend, sie werden wie Fasanen zubereitet. Birne wird wie der Apfelbaum am meisten angebaut. Edle B.- Sorten sind anspruchsvoller an das Klima als Apfelsorten. B.- Baum ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten und fruchtbarer als Apfel. Früchte dienen frisch zum Wintervorrat. werden als Kompottfrüchte konserviert., als B.-Schnitzel gedörrt. B. schwerer verdaulich als Apfel Birnen (elektrische), Glühlampen. in deren luftverdünnten Innenraum Metallfäden glühen Die Leuchtstärke der Birne wird nach Watt gemessen. 2e nach dem Verwendungszweck wählt man Birnen von 15 bis 100 Watt Niemals mit feuchten Händen anfasien oder herausschrauben. Zum Ausschalten stets den Schalter benutzen. Die Birnen leiden durch ständiges Ein- und Ausschrauben. Bisam, Fell der Bisamratte, besonders wertvoll das der amerikanischen. Bei ungefärbten Fellen ist der Rücken braun, mit dunklerem Mittelstreifen, der Bauchteil heller. Gefärbt kommt Bisam als Sealbisam oder Zobelbisam in den Handel, geschoren als Elektrikbisam, eine Nachahmung von Sealskin Die Gießener hatten noch in der 1. Halbzeit den Sieg in der Hand, wenn auch tioch eine knappe Führung der Gastgeber bestand. Als dann die Leistung des Ersatzschiedsrichters immer schlechter wurde, als der Gegner mehr und mehr dazu überging, mit aller Gewalt zu einem Spielgewinn zu kommen, war es um die Gäste geschehen. In regelmäßigen Abständen fiel Tor auf Tor, so daß eine hohe Niederlage nicht ausbleiben konnte. Wenn auch Lützellinden in Niedergirmes anfänglich im Hintertreffen lag, so kam die Mannschaft zum Schluß immer mehr auf und hätte das Spiel auch noch gewonnen, wenn nicht einige Zuschauer die Absicht verraten hätten, selbst mitzuspielen. Dadurch sah sich der Schiri gezwungen, das Treffen vorzeitig zu beenden. Eine sehr schöne Leistung bot die Mannschaft des Tv. Heuchelheim, die in einem aufreibenden Kampf den Gegner auf eigenem Platz noch deutlicher als das Ergebnis besagt, besiegen konnte. Mit dieser Leistung ist Heuchelheim wieder in den Blickpunkt des Interesses getreten. Denn die Mannschaft hat bewiesen, daß sie stärker ist, als allgemein vermutet wurde und daß sie auch noch mehr Spiele gewinnen wird. 1. Kreisklasse. MSV. III. AR. 9 (Barbara) — Tv. Hausen 8:3. VfB.-Reichsbahn Spieloereinigung Leihgestern Tuspo. Rodheim Watzenborn-Steinberg Spielvereinigung 1900 VfB. Krofdorf Sp. 1920 Heuchelheim Der jetzige Tabellenführer VfB.-Reichsbahn hat in der letzten Zeit viel an Spielstärke verloren, da die Iugendmannschaft nicht mehr komplett antreten konnte. Ihr hartnäckigster Verfolger Leihgestern hatte, in Anfang der Saison 4 Punkte verloren wegen Nichtantretens. Die Leihgesterner stellen aur Zeit wieder eine sehr spielstarke Elf ins Feld. Rodheim ist auch erst tii den letzten Spielen in Schwung gekommen. Die Teutonen aus Steinberg sind wieder sehr spielstark geworden und werden noch manchem Gegner den Sieg schwer machen. Die Gießener Blau- weißen kämpfen in dieser Saison unglücklich. Zweimal war die Mannschaft nicht vollzählig zur Stelle, und oftmals mußte Ersatz gestellt werden. Durch neuen Spielerzugang werden sie aber in Zukunft wieder einen starken Gegner abgeben. Die Krof- dorfer, die im Anfang sehr gut in der Tabelle standen, haben an Spielstärke eingebüßt. Die Heuchelheimer Mannschaft ist nicht so spielstark, wie man angenommen hat. Doch schon der kommende Sonntag kann die Tabelle wieder umgestalten. Die Paarungen lauten wie folgt: Spielvereinigung 1900 — Krofdorf (Kreiling, Gießen). Heuchelheim — VfB.-Reichsbahn (H. Hille- brecht, Großen-Buseck). Watzenborn-Steinberg — Leihgestern (Arnold, Heuchelheim). In der ersten Begegnung erwartet man die Platz- besitzer in Front. Doch die Gäste werden den Blau- weißen das Siegen schwer machen. In Heuchelheim wird der Tabellenführer den Sieger stellen. Das spannendste Spiel steigt in Steinberg. Beide Mannschaften haben mit wechselndem Erfolg gespielt. Ob es den Platzbesitzern gelingt, die spielstarken Leihgesterner zu schlagen, bleibt abzuwarten. Kurze Sportnotizen. Die Düsseldorfer Eisbahn wurde mit einer KdF.-Deranstaltung, der über 6000 Besucher beiwohnten, eröffnet. Im Eishockeykampf um den Nordwesteuropa-Pokal siegte die Düsseldorfer EG. mit 4:1 über den EHE. den Haag. Im Kunstlaufen konnte besonders Lydia Beicht gefallen. Heimstättensiedlung in Lich ihrer Bestimmung übergeben. } Lich, 22. Nov. Die vorn „Gießener Anzeiger" kürzlich im Bild gezeigte Heimstättensied- llung am Kreuzweg, links der Straße nach Gie- !ßen, konnte jetzt chrer Bestimmung übergeben wer- «den. Die Siedler zogen in ihre neuen Wohnungen .«in und fühlen sich in ihnen recht wohl. Im vorigen Winter wurde mit den Vorarbeiten begonnen. Die «Gemeinnützige Eigenheim-Spar- und Wohnungs- lbau-AG. in Frankfurt a. M. erwarb von der Stadt Lich ein Baugelände von 6250 Quadratmeter, das nn zehn Siedlerstellen aufgeteilt wurde. Die Woh- mungsbau-AG. bezahlte für den Quadratmeter 1,60 Mark. Die zehn Siedlerstellen waren in kurzer Zeit vergeben. Die Häuschen wurden von der Ge- Seilschaft gebaut und kosten neben einer Anzahlung B)on 1000 bis 2000 Mark einschl. Abtrag 25 bis 28 Mark monatliche Miete auf die Dauer von 35 Jahnen. Dann sind die Häuser Eigentum der Siedler. Die schmucken Häuschen enthalten links im Erdgeschoß eine geräumige Wohnküche, dahinter ein flei- mes Zimmer, welches als Wahn- aber Schlafzimmer dient, ferner einen kleinen Arbeitsraum. Der -obere Stock hat zwei abgeschrägte Räume, eine Kleine Kammer und den Speicher, den Trockenraum. Das Erdgeschoß birgt zwei Keller und eine Waschküche. Ein Stall bietet genügend Platz für Klein- Tierzucht, wozu sich die Siedler verpflichten mußten. Der hinter dem Häuschen nach der Iahnstraße zu Liegende Garten ist groß genug, für eine Familie Las nötige Gemüse und die Küchenkräuter zu -ziehen. Erfreulicherweise hatten schon die Siedler in diesem Jahre ihre Gärten schön in Ordnung und konnten die ersten Ernten auf eigenem Boden Einbringen. Landkreis Gießen # Daubringen, 20. Nov. Die NSDAP, veranstaltete hier einen Volksbildungs- m b e n b. Kreisamtsleiter Heß (Gießen) hielt zunächst aus der Fülle eigenen Erlebens einen Vor- Itrag über den Wert der deutschen Kolonien, insbesondere über Land und Leute in Ostafrika. Eine Anzahl Lichtbilder veranschaulichte das gesprochene Wort. Die beiden örtlichen Gesangvereine umrahmten die Veranstaltung mit schönen ßiebbarbietun- yen. Ortsgruppevleiter Pflüger dankte zum ^Schluß allen Mitwirkenden. — Die in diesen Tagen jhier durchgeführte Verdunkelungsübung ließ erkennen, baß die Bevölkerung der Notwen- Liakeit des Luftschutzes alles Verständnis entgegen- Die Spiele des letzten Sonntag nahmen leider nicht den gewünschten Verlauf. Zunächst war es ein Spielabbruch, der störte, dann aber hat, wie es sich herausstellte, der Mto. Gießen durch eine ungenügende Schiebsrichterleistung zwei Punkte verloren, bie er normalerweise niemals hätte abzu- geben brauchen. In der 1. Kreisklasse fiel das Spiel Katzenfurt gegen Dornholzhau en aus, weil Dornholzhausen kurz vorher absagte. Die Mannschaft SA.-Kampfspielgemeinschaft 116 schrieb bem Wißmar ab, so daß auch dieses Spiel ausfiel. öringt. ©taufenberg, 22. Nov. Als Karto f - üelspenbe fürbas WHW. würben am Bahn- Dof Mainzlar 152 Zentner Kartoffeln verlaben. gfs. Treis a. d. L b a., 20. Nov. Im Rahmen rines Frauenschaftsabends sprach hier die Äreisjugendgruppenführerin Pgn. Anni S ch w e n g- n e r werbend für die Jugendgruppen der Frauen- .ch-fits und des Frauenwerkes. Sie führte u. a. aus, vaß es bie Pflicht jebes einzelnen erforbert, in einer Gemeinschaft Dienst für Volk unb Staat zu tun, unb baß bie 21» bis 30jährigen in den Iugenb- pruppen zusammengesaßt werben, um hier ihre Mflicht zu erfüllen. Die jugenblichen Mitglieber ber Drtsfrauenschaft grünbeten barauf eine Jugend» gruppe. Frau Bing versprach, die Zahl der Mitglieder durch eifrige Werbung in den nächsten Wochen noch zu vergrößern. = Albach, 22. Nov. Die Straße Albach— Steinbach muhte wegen der Reichsauto - ivahn verlegt werden. Es wurde eine Umgehungsstraße gebaut. Bei den fortschreitenden Arbeiten ber Reichsautobahn wurde auch diese Umgehungs- iraße gesperrt und war seit der Eröffnung des Zu- ioringers Steinbach unbenutzbar. Nach Vollendung Der Brücke der Reichsautobahn über die tiefer ge= iiegte Straße Albach—Steinbach und nach dem Ausbau des erforderlichen neuen Teilstückes der Straße würbe bie Verbinbung zwischen Albach unb Steinvach wieberhergeftellt. Seither mußte aller Verkehr über die Straße Albach—Lich bis zur Straßenbrücke ber Hauptstraße Steinbach—Lich gehen. = Steinbach, 22. Nov. Hier mürbe eine Gendarmerie-Station errichtet. Da der Stationsinhaber, Hauptwachtmeister Erb, bei der Ni er herrschenden Wohnungsknappheit für seine Familie zunächst keine Wohnung bekommen formte, wohnt er im Gasthaus „Zum Ritter", bis feine Familie hierherziehen kann. £ Steinbach, 22. Nov. In einer Woche fanden hier drei Beerdigungen statt; am Bußtage zwei. Der Fall, daß zwei Beerdigungen an einem Tage stattfanden, ist seit einem Menschenalter nicht vorgekommen, am Totenfest eine Beerdigung Während in den beiden ersten Fällen es rjd) um' zwei Männer im 70. resp. 80. Jahre han- i.elte, wurde am Totenfest unter überaus zahlreicher Beteiligung der Gemeinde Steinbach und Albach, wo der Verstorbene geboren war, ein Mann, in leer Vollkraft feiner Jahre verstorben, zu Grabe gebracht. Straßenwärter Karl Stumpf war nur W Jahre alt geworden. Er hinterläßt eine Witwe und drei unversorgte Kinder. Seine vorgesetzte Behörde, seine Arbeitskollegen unb die Altersgenossen oon Albach unb Steinbach ehrten ihn durch Kranz- Notwendigkeit des Luftschutzes und über die Organisation des zivilen Selbstschutzes. * Garbenteich, 23. Nov. Wegen mehrerer Fälle von Scharlacherkrankunaen wurde bie hiesige Schule einstweilen geschlossen. Glücklicherweise handelt es sich bei den Erkrankungen um leichtere Fälle. Y Watzenborn-Steinberg, 22. Nov. Der hiesige Gesangverein „Harmonie" hatte [eine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in 5as Vereinslokal „Zur Ludwigshöhe" eingeladen. Dereinsführer Ludwig Schäfer gab den Jahresbericht bekannt, bem zu entnehmen war, baß ber Verein feit feinem Wiebererstehen auf dem Gebiete des deutschen Männergesangs gute Gemeinschaftsarbeit geleistet hat. Die von Rechner Ernst Jung vorgetragene Rechnung wurde in bester Ordnung befunden und oon der Versammlung gutgeheißen. Es wurde beschlossen, eine Weihnachtsfeier abzu- halten und am 29. Januar 1938 ein Wintervergnü- gen zu veranstalten. Der Vorstand wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung bestätigt. Anschließend ermahnte ber Vereinsführer bie Sänger zu weiterer Einsatzbereitschaft für ben beutschen Männergesang. Der Verein brachte bem Gemeinbeschäfer Junker aus Anlaß feiner Silberhochzeit ein Stänbchen. (D Holzheim, 23. Nov. Am Mittwoch, 24. November, kann ber zweitälteste Einwohner unseres Ortes, Schuhmachermeister unb Friseur Kaspar Wächter, sein 85. Lebensjahr vollenben. Der alte Herr, ber körperlich noch recht rüstig ist, erfreut sich noch einer guten Gesunbheit. Bis zu seinem 80. Lebensjahr war er in seinem Beruf tätig. Der Jubilar, ber auf ein arbeitsreiches Leben zurückblicken kann, verbringt feinen Lebensabend im Kreise seiner Angehörigen. Der älteste Einwohner unseres Ortes, Herr März, konnte vor einigen Wochen sein 9 0. Lebensjahr vollenden. — In den nächsten Tagen wird in ben hiesigen Walbungen mit ben H o l z h a u e r a r b e i t e n begonnen. Es werben roieber, wie im vorigen Jahre, Z. Albert Widemann. Lich: Zwerg-Wyandotten, ffchwarz, E. Ludwig Klinkel, Lollar; Zwerg-Wyan» dotten, dunkel, Z. Albert Junker, Großen-Linden; Neuenglifcher Zwergkämpfer, E. Karl Philipp IV., Steinberg; Bantam schwarz, Z. Heinrich Rein- Qjarbt V., Allenborf a. b. Lda.; Deutsche Zwerge ffilberf., E. Heinrich Mayer, Wieseck; Deutsche Zwerge golbf., Z. Otto Weiß, Watzenborn-Steinberg. Tauben. Altbeutsche Kröpfer gelbfahl, Z. Hein- 700 Festmeter Holz geschlagen. Da sich für diese Arbeit nur acht Mann gemeldet haben, werden bie Holzfällungen längere Zeit in Anspruch nehmen. In der hiesigen Kirche fand eine Volksmis- sions »Woche statt. Es sprach Pfarrer G o n • trum, Watzenborn-Steinberg. ♦ Lich, 20. Nov. Dieser Tage ging hier ein Freib allon nieder, der aus dem südlichen Mecklenburg kam. Er war mit zwei Damen unb zwei Herren besetzt, die in Vellahn, einem kleinen Orte zwischen Boizenburg a. d. Elbe unb H a - genow, beheimatet sind. Die Landung in der Nähe des Birklarer Wäldchens unweit der Lich— Grünberger Eisenbahnstrecke ging glatt von statten. Der Ballon wurde alsbald abmontiert und mit der Bahn in die Heimat zurückgesandt. Das ungewohnte Schauspiel hatte eine größere Anzahl von Menschen herbeigelockt, die ber Verpackung des Ballons mit Interesse beiwohnten. Die Insassen waren von ihrer Fahrt durch Deutschland, insbesondere von den Schönheiten unserer oberhessischen Landschaft, sehr befriedigt. Z Lich, 20. Nov. Die umfangreichen Arbeiten am Bahnhofsplatz wurden in ben letzten Tagen in Angriff genommen. Ein Wirtschaftsgebäude fiel ber Svitzhacke zum Opfer. Der jetzt gewonnene Platz soll mit dem seitherigen Bahnhofsplatz zu einer schönen Anlage hergerichtet werden. Die Zugangsstraße zum Bahnhof und die parallel laufende verlängerte Bahnhofstraße sollen auf eine Ebene kommen. Ein Fußgängersteig von über drei Meter Breite, an dem ebenfalls gearbeitet wird, soll beide Straßen trennen. Die schönen Akazien, die den Zugangsweg seither beschatteten, können erhalten bleiben. Hoffentlich kann auch bie Stadtverwaltung ihrerseits bald mit den Arbeiten einsetzen, damit bie schon seit Jahren geplante unb immer roieber zurückgestellte Jnstanbsetzung ber verlängerten Bahnhofstraße enblich zur Durchführung gelangt. — In ber Bahnhofstraße, neben ber katholischen Kirche, roirb z. Zt. eine Fleisch- und Wurstwarenf adrik erbaut. Die Fabrik, die mit allen Errungenschaften ber Neuzeit ausgeftattet werben soll, steht jetzt im Rohbau fertig unb soll im fommenben Jahre ihrer Bestimmung übergeben werben. <5 Obbornhofen, 22. Nov. In unserer Gemeinde wurden für bas Winterhilfswerk 322 Zentner Kartoffeln gespendet. Die Gemeinde bewies damit erneut ihre große Opferbereitschaft. Die Kartoffeln wurden nach Frankfurt a. M. verladen. * Ettingshausen, 22. Nov. Der 51 Jahre alte Holzhauer Carl Brock von hier wurde im Walde beim Baumfällen von einem stürzenden Baum getroffen. Mit einem Unterschenkelbruch und weiteren Verletzungen an den Beinen mußte der bedauernswerte Mann nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden. ftrets Friedberg Y Oambaif), 20. Nov. Hier wurden dieser Tage die Kartoffeln verladen, die von den Bauern und Landwirten für das Winterhi 1 fs- werk gestiftet wurden. Insgesamt wurden 820 Zentner aufgebracht. Holzheim lieferte 320, Ober- Hörgern 200 und Gamdach 300 Zentner. Kreis Schotten )—( Ruppertsburg, 20. Nov. Ein stattlicher Leichenzug bewegte sich durch die Ortsftraßen. Es aalt einem Manne die letzte Ehre zu erweisen, ber sich hier unb in der Umgegend großer Beliebtheit erfreute. Werkmeister Georg Port (Friedricks- hütte) wurde zu Grabe getragen, lieber 57 Jahre lang stand er im Dienste des Vereins für chemische Industrie; den Gefangverein half er vor 48 Jahren gründen, dem Kirchenvorstand gehörte er viele Jahre lang an. Auch die Kriegerkameradschaft Ruppertsburg zählte ihn zu ihren treuesten Mitgliedern. Pfarrer Hörr schilderte den Entschlafenen als ; einen überzeugten Christen der Tat. Organisationen . und Vereine ließen Kränze nieberlegen. — Wäh- , rend die durchschnittliche Zahl der Eheschließungen in unserem Dorfe pro Jahr vier beträgt, fanden im Jahre 1937 bis jetzt schon elf Trauungen Bezirksklasse. VfL. 1860 Marburg — Mto. Gießen Niedergirmes — Lützellinden Münchholzhausen — Heuchelheim Z. Heinrich Geiß, Lollar; ©ckönheits-Brieftauben trat, RFC. Heinrich Geiß H-, Lollar; Lahore gelb, Z. Georg von der Au, Lollar; Thüringer Flügel- Hauben blau, E. Karl Zimmermann, Lollar; Locken- Hauben weiß, E. Richard Scherb, Lollar. Die Soldaten haben sich, wie bas Ergebnis besagt, wieder gefunden. Der Tv. Hausen, ber noch am letzten Sonntag eine ausgezeichnete Gesamtleistung bot, hat nun auch bas Rückspiel recht beut- lich verloren. — Vollkommen unverstänblich ist bas Abschneiden der Holzheimer auf eigenem Platz. Die Mannschaft scheint tatsächlich im Augenblick eine Schwäche-Periode durchzumachen, die ihr in der letzten Zeit verschiedene recht empfindliche Spiel- Verluste eingebracht hat. Auf ber anberen Seite ist Grüningen, das auch gestern wieder eine recht gute Leistung zeigte, immer weiter nach vorn gekommen. Der Sieg über ben alten Lokalrivalen wird sicher im Lager ber Gäste große Freube hervorgerufen haben. — Recht empfindlich wurde Dutenhofen, das abermals Ersatz in seinen Reihen hatte, von Groß- Rechtenbach geschlagen. niederlegung. _ ch Garben teich, 21. Nov. Der hiesige Sport- : e r e in 1928 veranstaltete einen Kamerad- isch a f t s a b e n d. Es gelangten drei Theaterstücke ------ o ------ • -c- nr Aufführung, sowie Vorträge von Vereinsmit- zogen, öie erhielten eine neue -Schotterdecke und Liebem, bie lebhaften Beifall fanden. Der Verein j wurde, mit Sand und Erde überworfen Der ge- Doirb im nächsten Jahre im Juli bie Feier feines steigerte Verkehr in ber hiesigen Gegend hervor- ehnjährigen Bestehens begehen. Mit gerufen durch bie Vorarbeiten für bie Reichsauto- iser Jubiläumsfeier wird eine größere sportliche Veranstaltung verbunden werden. Die bisherigen Erfolge lassen ben Verein mit Stolz auf feine bis ptzt geleistete Arbeit zurückblicken. Der Mitglieber- hand hat stetig zugenommen. — Nunmehr würbe in unserem Orte der zweite L u f t s ch u tz l e h r- rang in diesem Jahre von Untergruppenführer ^St ein im Rathaus eröffnet. 14 männliche unb 55.. .. f weibliche Volksgenoffen nehmen baran teil. ®e» ter fungierte ber Reichsgruppenberater Rösler rreinbegruppenführer Lotz sprach zunächst über die I aus Kassel. _____ 55 Blanchieren Biscuit (franz.), bem Wortsinn nach das gleiche wie Zwieback, leichtes, gut haltbares unb be» kömmliches Gebäck aus Mehl, Butter, Eiern unb Zucker. Biskuilporzellan, zweimal gebranntes, unglafiertes Porzellan, bas zu Figuren unb Puppenköpfen oerroenbet wirb. Bißwunden, meist Hundebiß, sind Reiß- und Quetschwunden, gefährlich wegen Infektion mit Bakterien unb wegen ungünstiger Wunboerhältnisse. Arzt beiziehen! Sehr gefährlich sinb Menschenbisse. Bitterfal;, nicht zu verwechseln mit giftigem Bitterkleesalz. Ab- führmittel. Bitterwasser, Mineralwasser, bie Bitterfalze enthalten unb abführend wirken Mineralwasserquellen mit Bitterwasser weist jedes Verkehrsbüro nach. Blähungen, Maaen und Darm roirb burch Gase aufgetrieben; nach Operationen Zeichen von Darmlähmung, sonst meist ungefährlich, oft infolge unzweck- mäßiger Kost. Bei Säuglingen burch Verschlucken von Luft. Hausmittel: Kümmelroasser, Fencheltee, Kamillentee, Pfefferminz- tee. Blässe kann ein Zeichen von Blutarmut sein, besonbers nach großen Blutverlusten; Bleichsucht; oft aber nur eine Besonderheit ber Haut. Blanchieren, weiß machen, entbehrliches französisches Fremdwort für Abbrühen von Nah- s lungenhalle vor 4000 Besuchern mit glänzenden Leistungen auf. Sepp Manger, ber erst kürzlich feinen Rekord im Olympischen Dreikampf von 420 auf 422,5 Kilogramm schraubte (offiziell werden hier Weltrekorde nicht geführt!), schaffte diesmal 4 2 5 Kilogramm. Rudi Ismayr kam als Mittel- gewichtier auf 355,5 Kilogramm, eine international auch ganz erstklassige Leistung. Des Aegypters Touny inoffizielle Bestleistung steht allerdings auf 387,5 Kilogramm! ©er (Stand der Spiele in der Fußball-Zugendgruppe Gießen. Gruppe I. Spiele Tore Punkte 9 41:8 15:3 7 31:2 9:5 7 18:19 8:6 7 9:16 8:7 7 13:18 6:8 8 15:21 6:10 7 4:47 1:13 Wirtschaft. Rinn & Moos A(S., Heuchelheim. FwD. Die Rinn & Cloos 21®., Deutschlands größte als Farniliengefellschaft geführte Zigarren- und Tabakfabrik, legt jetzt den vielfach gegen das Vorjahr geänderten Abschluß für das Berichtsjahr 1936 vor. Da infolge der Rohtabakzuteilung ein Ausbau des eigenen Betriebes kaum möglich ist, hat die Gesellschaft weiterhin an anderen Fabrikationsstätten sich erneut beteiligt. Ihre Betriebe liegen in Thüringen und in Hessen. Beschäftigt werden seit drei Jahren unverändert rund 6000 Mann. Bilanzmäßig kommt diese Ausdehnung in dem Zuwachs der Beteiligungen sowie in der kräftigen Steigerung der Konzernforderungen, die in dem Ausbau der bisherigen und der neuen Beteiligun- aen verursacht ist, zum Ausdruck Die weiteren Bilanzveränderungen sind aus die Angleichung der Handels- an die Steuerbilanz zurückzusühren. Der Rohertrag stieg auf 6,45 (5,49), Zins- und Beteili- gungserträge auf 0,10 (0,05). Demgegenüber beanspruchten Personalauswendungen 4,08 (4,15), Besitzsteuern 0,38 (0,61), sonstige Aufwendungen 1,53 (0,64), Abschreibungen 0,10 (0,13), so daß 0,453 (0,070) Mill. RM. Reingewinn verbleiben, der einschließlich Vortrag von 0,15 mit insgesamt 0,60 Mill. RM. zur Stärkung der Betriebsmittel weiter vorgetragen wird. Eine Dividende kommt, wie seit einer langen Reihe von Jahren, nicht zur Ausschüttung. Die ebenfalls stark in sich geänderte Bilanz zeigt jetzt bei 3,0 Grundkapital die Erhöhung der Rücklagen auf 7,77 (5,22) und des Stiftungs- Kontos auf 1,20 (1,19). Die Verbindlichkeiten sind auf 4,15 (3,68) angewachsen, darunter Waren- fchulden 2,91 (2,60) und solche aus Zöllen und Steuern 1,24 (1,08). Andererseits erscheint das Anlagevermögen mit 1,60 (1,44), das Umlaufsvermögen mit 13,64 (10,60). Hierunter sind enthalten Vorräte mit 3,22 (3,42), Außenstände 4,75 (5,12), Konzernforderungen 4,06 (0,58), Wertpapiere 0,06 (0,27), Bankguthaben 0,49 (0,1). Die Beteiligungen sind weiter auf 1,62 (1,20) angewachsen. Wie der Fwd. noch hört, ist der Geschäftsgang auch weiterhin noch gut, doch lasse er trotz der fortdauernden regen Nachfrage infolge der bei den Großfirmen gegenüber den mittleren und kleineren Betrieben schärfer durchgeführten Kontingentierung kaum eine Ausdehnung zu. Rhein-Mainische Börse. Mtlagsbörse: Aktien schwächer. Frankfurt a. M., 22. Nov. Bei kaum mehr zu überbietender Geschäftsstille lag die Börse am Aktienmarkt schwächer. Soweit Aufträge überhaupt Vorlagen, betrafen sie vorwiegend die Ver- taufsseite. Da auch die Kulisse äußerste Zurückhaltung übte und verschiedentlich selbst kleine Abgaben vornahm, ergaben sich überwiegend Rückgänge von 0,50 bis 1 o. H. Auf ein Zufallsangebot stärker ermäßigt waren Rheinmetall mit 142,75 (146), von anderen Maschinenaktien gaben Moenus nach Pause auf 121 (122,50) nach, BMW. verloren 0,50 v. H., Daimler 0,75 v. H. Am Montanmarkt gingen 23er. Stahl auf 114 bis 113,50 (114,50), Klöckner auf 121 (122,25), Rheinstahl auf 147 (147,50) und Mannesmann auf 118 (118,25) zurück. Von chemischen Werten senkten sich IG. Farben auf 156,75 (157,50), Deutsche Erdöl auf 144,50 (145,13), ferner notierten Bemberg mit 142,25 (143), Reichsbank mit 210,50 (211), Jul. Berger mit 150 (151) und Westdeutsche Kaufhof mit 58 (58,25). Leichte Erhöhungen zeigten Nordd. Lloyd mit 82,13 (81,50) und RWE. mit 129,25 (128,50). Der Rentenmarkt lag gleichfalls sehr ruhig, doch bestand überwiegend Nachfrage. Reichsaltbesitz gut behauptet mit 131,50 (131,45), ebenso von Freioekkehrswerten Kommunal - Umschuldung mit 94,85, Städte-Altbesitz mit 133,75, späte Schuldbuchforderungen mit 99,50 und 4 v. H. Rentenbank- Ablösungsscheine mit 93,90. Weiter erhöht waren Wiederaufbauzuschläge mit 82,25 (82). Don Kassarenten erschienen Dekosama Neubesitz mit Minus- Zeichen auf Meldungen über eine bevorstehende Neuregelung des Neubesitzanleihen-Restes auf ähnlicher Grundlage der feinerzeitigen Reichsneubefitz- Regelung. Der Kurs kam mit 40,75 nach zuletzt 52,50 zur Notiz. Goldpfandbriefe wurden bei unveränderten Kursen voll zugeteilt, Liquidationswerte zeigten kleine Abweichungen. Stadtanleihen notierten teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich bei kleinen Veränderungen. Auch in der zweiten Börsenstunde hatte das Geschäft sehr kleinen Umfang. Teilweise bröckelten die Kurse noch etwas ab, größtenteils blieben sie mangels Umsatz unverändert. Die erst später notierten Werte lagen vorwiegend 0,50 bis 1 v. H. schwächer, Junghans verloren 1,50 v. H. auf 123,50. Etwas höher Conti Gummi mit 190 (189). Im Freiverkehr wurden bei ebenfalls ruhigem Geschäft genannt: Dingler 84 bis 85, Neue Wayß & Freytag 142 bis 144, Katz & Klumpp 105 bis 106, Rastatter Waggon 53, Schuh Berneis 72, Verein. Pinsel 75,50, Ufa 74,50. Abendbörse still. Die Abendbörse hatte sowohl am Aktien-, wie am Rentenmarkt nur sehr geringes Geschäft, da die allgemeine Zurückhaltung fortbestand. Die meisten Papiere kamen ohne Umsatz zur Notiz und lagen nicht ganz einheitlich, vorwiegend ergaben sich aber weitere Abbröckelungen. Von Aktien ermäßigten sich Conti Gummi um 2 v. H. auf 188, ferner lagen bis 1 v. H. niedriger: Scheideanstalt 255, Buderus 122, Ilse Genuß 136, Rheinstahl verloren 1,25 v. H. auf 146. Etwas erhöht waren anderseits Deutsche Linoleum mit *162 (161), Goldschmidt mit 138,50 (138), Harpener mit 175 (174,25), fernem am Einheitsmarkt Hafenmühle mit 131 (130) und Allianz Verein nach Pause mit 267 (265). IG.-Farben blieben mit 156,65 behauptet, ebenso u. a. Schiffahrtsaktien, Hapag 79,50, Nordd. Lloyd 82, sowie Bemberg mit 142, Gesfürel mit 146,50, Schuckert mit 170, VDM. mit 168. Von Renten wurden Dekosama Neubesitz angeboten, die Taxe lautete 37 (gegen 40,75 amtlich im Mittagsverkehr und noch 52,50 am 19. November). Von Stadtanleihen notierten 4,5proz. Mainz unv. 98,75. Im Freiverkehr nannte man Kommu- nal-Umschuldung behauptet mit 94,90. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M,. 22. Nov. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 206, W 16 209, W 19 213, W 20 215, Roggen R 12 191, R 15 194, R 18 198, R 19 200 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 19 29,20, W20 29,55, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausqleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13.1'0,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu gebündelt 6,90 bis 7,20, do. drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh —. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 23. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 875 Kälber, 260 Hämmel, 179 Schafe, 3735 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 30 bis 48, Schafe 15 bis 44, Schweine 50 bis 54 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe langsam. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Derdlndlichkeit der Schriftleitung ) h. 3. in G. Die Herbeiführung einer Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung mit tödlichem Ausgang ist wegen zwischenzeitlich eingetretener Verjährung und der ergangenen Amnestieverordnungen heute nicht mehr zu erreichen. Durch den geschilderten Sachverhalt wird eine Erbunwürdigkeit nicht begründet. Der Stiefvater ist an dem Nachlaß der Kinder seiner Frau aus erster Ehe nicht erbberechtigt, es sei denn, daß auch diese verstorben ist. Grundsätzlich kann das Waisengeld zur Bestreitung des Lebensunterhalts und der Kosten der Erziehung der Waisen verausgabt werden; besteht, wie im Fragefall, eine anderweitige Abmachung, so kann beim Vormundschaftsgericht die mündelsichere Anlage der Waisenrente beantragt werden. Nundfunkprogranim Mittwoch, 24. November. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh, konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Morgenstund. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.45: Deutsche Scholle. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „In deutschen Landen viel gereist —" 15: Volk und Wirtschaft. 16: Nachmittagskonzert. Lustige Geschichten von Trier. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21: Stunde der jungen Nation. 21.30: Tier und Mensch. Eine Funk- folge zum „Tag des Tieres". 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. ' Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt oeschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o H., Lombardzinsfuß 5 o. H. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlustl. Abendbörse Schluß- kur- Schluß! Mittag börse "Siitum 20-11 - 22-11 20-11. 22-11 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,5 101,65 101,65 101,6 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4V2% Deutsche Reichsschatzanwei- 99,65 99,65 99,75 jungen von 1935 . .......... i’/2% Deutsche Reichsschatzanwei jungen von 1935, II. ftolge ... 4V27o Deutsche Reichsichakanwei- 99,6 99,6 99,6 99,6 jungen von 1936, 111. Folge .. 99 99 99 99 6%% Doung Anleihe von 1930 .. 105,13 — —- 104,9 4’/2% Hessische Volksstaat von 1929 414% Deutsche Reichspostjchatz von — 100 — 100,4 1934 I...................... 4%% Deutsche Reichsbahnschatz 100,5 100,65 100,9 100,9 von 1936 1.................. 99,65 99,65 99,65 99,65 Reichsanleihe-Altbesitz.......... Lberhessen Provinz-Anleihe mit 131,45 131,5 131,5 131,4 Auslvs.-Rechten.............. 414% Hess. Lan desbk. Darmstadt 140 140 — — Goldpse. R. 12.............. 5y2% Hess. Landes-Hyp.-Ban! 99,5 99,75 — — Liqu. Goldpse............... 4y2% Preus;. Landespfdbr.-Anst 101,65 101,65 — Goldvse. R. 19.............. — - - 99,75 — ■ 99,75 4Z4% Preuß. Gold-Komm. R. 20 414% Darmstädter Komm.-Lam — — 99 desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 98,9 98,9 — — Ausloj.-Rechte I.............. 134,35 134,65 134,9 134,9 4'/2% Franks. Hhp. Goldpse. R. 15 4J4% Franks. Hhp. Gold-Komm. 99,75 99,75 100 100 Obl. 2 3.................. 514% Franks. Hyp. Liquidation 99 99 — — Goldpse..................... 614% Rheinische Hyp. Liquidation 101,6 101,7 — — Goldpse..................... 102 102 102 102 Steuergutschein-Verrechnungskur- 111,3 111,3 — — A.G- für Verkehrswesen .... Gy, 132 — 132 131,5 Hamburg-Sndam. Dampfschiff. ö -—- —— 128,5 128,65 Hamburg-Amerika Palet......0 — 79,5 79,25 79,25 Norddeutscher Lloyd..........0 81,5 82 80,65 81,75 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 129,25 129,25 129,5 129,5 Reichsboni................. is 211 210 211 210 Berliner Handelsgesellschaft . 6% — — 134,25 134,25 Commerz- und Privat-Bank ... 5 118,5 118,5 118,5 118,5 Deutsche Diskonto............ 5 122,75 122,75 122,75 122,75 Dresdner Bank..............4 114,13 114,13 Devise 114,13 nmarfl 114,13 Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlrch- kurs Schluß?. Abend börle Schluß- kurs Schluß Mittag. börse Daium 20-11- 22-11 - 20-11. 22-11. Accumulatoren-Fabrik...... Aschaffenburg Zellstoff...... . 14 229 228 230 228 .. 6 142,5 142 143 142,75 Bemberg................. .. 0 143 142 143,5 142,25 Bekula................... .. 8 167 167 167,9 167,75 Buderus Eilen............. .. 5 122,75 122 124 122,5 Gement Heidelberg......... .. 7 166,5 166,5 —— CemenuKarlitadt.......... .. 6 — — —— —* Conti Gummi............. . 12 189 188 188,75 187,75 Daimler Motoren.......... ey, 137 136,25 137,5 136,25 Desiaue: Gas ............. .. 4 — — 119,25 118,65 Deutsche Erdöl............ .. 5 145,13 144,25 145 144,5 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 258 255 —— —* Deutsche Linoleum......... . 10 162 162 161 162 Elektrische Lieferungen...... .. 6 130 130,5 — 130,25 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 151,25 151 151 151,25 I. G. Farbeu-Jndustrie..... .. 7 157,5 156,65 157,65 156,5 Felten & Guilleaume....... .. 6 131,75 131 132 131,5 Gesfürel.................. .. 7 147,75 146,5 148 146,75 Th. Goldschmidt........... .. 6 139 133,5 139 137,75 Gritzner Maschinen......... .. 0 — 47,75 — 48 Harpener................. 8'4 173,5 175 174 175 Hoesch Eisen............... 3y? 121 120,13 120,4 119,75 Philivv Holzmann......... .. 8 153,25 152,5 154 152,5 Ilse Bergbau.............. .. 6 — —— 159,25 —• Ilse Genüsse.............. .. 6 137 136 136,25 136 Kali Aschersleben.......... .. 4 116,75 116,13 116,75 116 Klöcknerwerke ............. 4V2 122,25 121 122 121,25 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 — — 156 156 La hm eher................ .. 6 126 — 126 125,75 Mainkraft................. .. 4 95,5 95,5 —- Mannesmann............. 4'/' 118,25 117,65 118,4 117,75 Mansfelder Bergbau....... .. 7 — 160 160 160,5 Metallgesellschast........... .. 6 147 147 —— 146,5 Orenstein & Kopvel........ .. 0 —— — 108,5 107,13 Rheinische Braunkohle...... . 12 — — 231,25 Rheinische Elektro.......... .. 6 —— — 127,25 Rheinstahlwerke............ .. 6 147,5 146 147,65 146 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 128,5 129,25 128,5 129,75 Rütgerswerke ............. .. 7 150 150 149,75 149 Salzdetfurth Kali.......... .. 6 166 166 166 168 Schuckert & Co............. .. 7 170,5 170 171,25 170 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 95,5 95 Siemens & Halske......... .. 8 — —— 205,5 203,5 Süddeutsche Zucker......... . 10 205 206 207 207,5 Vereinigte Stahlwerke...... V/1 114,5 113,5 114,25 113,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 58,25 57,5 58,4 57,65 Westeregeln Alkali.......... .. 4 117 115 117 115 Zellstoff Waldhof.......... .. 6 148,5 148,5 148,5 148,5 Ltavl Minen.............. . 0,6] 30 30,13 30 30,13 — Frankfurt a. M. 20.November 22 .November ZltiuluDe ’Jionecui g Amtliche Rolieruna iflpir Br'-i Briei Buenos Aires............. 0,733 0,737 0,732 0,736 Brüssel.............T..... 42,11 42,19 42,10 42,18 Rio de Janeiro............ 0,145 0,147 0,145 0,147 Polen.................... 47,00 47,10 47,00 47,10 Kopenhagen............... 55,29 55,41 55,25 55,37 Danzig................... 47,00 47,10 47,00 47,10 London................... 12.385 12.415 12 875 12,405 Helsingfors................ 5,475 5 485 5,47 5.48 Paris.................... 8,417 8,433 8,412 8,428 Holland.................. 137,30 137,58 137.24 1.37,52 Italien................... i%Ö9 13,Y\ 13,09 13,11 20-November 22-November Amtliche Moiierung ÄMnicheRolieiung Geld Bnes Gelt I Brie, Jovan.................... 0,722 0,724 0,722 0,724 Jugoslawien .............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Oslo..................... 62,24 62,36 62,19 62,31 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.................. 11,25 1L27 11,245 11,265 Stockholm................ 63,86 63,98 63,81 63,93 Schweiz.................. 57,29 57,41 57,96 57,38 Spanien.................. 15.23 15,27 15,23 15,27 Prag..................... 8,696 8,714 8,696 8,714 Budapest................. _ _ _ — Neuyork.................. 2,474 2,478 2,474 2,478 Blanko rungsrnittel mit heißem Wasser, um ihren strengen Geschmack und Unreinlichkeiten zu beseitigen. Durch unsachgemäßes Abbrühen gehen wichtige Mineralsalze verloren. Blanko - Unterschriften unter Wechsel, Vollmachten usw. dergestalt, daß dem Empfänger die Ausfüllung der Urkunde überlassen wird, sollte man nur in ganz besonderen Ausnahmefällen geben, da die Möglichkeit besteht, daß Die Urkunde anders ausgefüllt wird, als verabredet, so daß man Gefahr läuft, für etwas in Anspruch genommen zu werden, was man gar nicht unterschreiben wollte. Aeußerste Vorsicht im Hergeben einer Blankounterschrift erspart viel Aerger und Unannehmlichkeiten. S. Indossament. Mißbrauch einer Blankounterschrift, z. B. jemand setzt bei einem in Blanko unterzeichneten Wechsel eine höhere Summe ein, als vereinbart ist, wird als Urkundenfälschung mit Gefängnis, u. U. sogar mit Zuchthaus bestraft. Blafenkalarrh, besonders bei Frauen ziemlich häufig. Anzeichen: Brennen beim Wasserlassen, häufiges Abgehen kleiner Mengen Urin, oft starke Schmerzen. Ursachen: Erkältungen, unzweckmäßige Bekleidung, Schwangerschaft. Behandlung: Bettruhe, Wärme, Bärentraubenblättertee (1 Teelöffel auf 1 Glas Wasser), vom Arzt desinf. entzündungswidrige Mittel verordnen lassen. Blasensteine, steinartige Absonderung in der Blase; schlagartige 56 Blauer Fleck Unterbrechung des Urinstroms und Schmerzen, meist Blut im Harn. Arzt rufen! Blattern, f. Pocken! Blattgold, dünngeschlageneBlätt- chen aus echtem Gold. Unech.es Blattgold wird aus Tombak hergestellt oder aus Messing, sogenanntes Rauschgold. Man verwendet Rauschgold zum Vergolden von Nüssen usw.. die man mit Gummilösung anfeuchtet, bevor man das Rauschgold vorsichtig andrückt. Blattläuse treten bei trockener Witterung und trockener Zimmerluft auf. Sie schaden durch das Aussaugen von Saft aus der Pflanze. Es gibt verschiedene Arten: grüne B.: auf Blättern und Knospen; schwarze B.: an Bohnen, Blutläuse an Obstbäumen und Kakteen, Schildläuse auf Palmen und Blattpflanzen. Bekämpfung durch Spritzen mit Nikotin-Seifenlösung. Vorbeugen durch häufige Wasserspritzungen. Blaubeere, s. Heidelbeere. Blauen der Wäsche verhindert, daß die Wäsche mit der Zeit gelblich wird. Waschblau ist fertig käuflich und wird Dem Wasser nach Vorschrift zugesetzt. Die Wäschestücke Dürfen nur auseinandergefaltet ins Blauwasier gelegt werden. Tischwäsche kann man gleichzeitig mit Dem Blauen stärken. Kranken- und Säuglingswäsche wird nicht geblaut. Blauer Fleck, Zerreißung von Blutgefäßen unter der Oberhaut, hervorgerufen durch äußere Ursachen (Stoß. Schlag, Hieb ujro. Färberei Braubach & Fischer seitersweg 63 Die chemische Reinigung erspart Neuanschaffungen AutoanSelbstfshrer GIESSEN MARKTSTRASSE 27 • Wollene seidene Kleiden- Kostüm- und Mantelstoffe zu vermieten Tel. 4335 rsstD im Nähkasten. Wunderhübsche Schleiflackfarben (auch in Nähständern) gut und preiswert bei J. B. Häuser Gießen, a. 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