Dienstag, 23. März 1932 187. Jahrgang Nr. 99 Erstes Blatt Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Gietzener Familienblätter W A^A ■■ wBTm flwk Wss Jj iHk TfflTv Grundpreise für I mm höhe Heimat im Bild-Die Scholl. B W^B B A W HZ A W B B Md B V f ■ II A ▼ HAH M V B für Anzeigen von 22 mm Monatr-Vezugsprets: U W W B H< UM ■ ■ HLt B /Bll -M H< B B B B Brette 7 Rpf.. für Text- Mit 4 Beilagen RM.1.SS H V B ■ ■ W ■■ ■ ■ ■ ■ JB ■ ■ ^H Wk ■ ■ ■ M ■ anzeigen von70 mm Bretts Ohne Illustrierte . M H W H^ B B.ML-* M.. B W, B H WM W 50Rpf.,Platzvorschrift nach Zustellgebühr .. , -.25 ^^^^F d W B B W* ^^F ^F B ▼ B ^F vorh. Dereinbg.25°/. mehr. KJ tf Srmäfjtgte Srunöpretfe: infolge höherer Gewalt . _ _ _ _ Stellen-, Derems-, gemein- MM General-Anzeiger ur Gberheffen MM nAfKA^Jf^ 6e” 1 behördlicheAnzeigenKRpf. $rait!furt am Main 11686 vruck unv Verlag: vrühl'sche UniverfitatrvNch- und Steindruckerei ».Lange tu Sieben. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel S Das Deutschtum in Ostoberschtefien. INinderhettenrecht. In letzter Zeit ist in verschiedenen Auslassungen auf die Tatsache Bezug genommen worden, daß am 15. Mai d. I. einige Teile des Genfer Abkommens über Oberschlesien zu Ende gehen. Mit diesem Abkommen hat es folgende Bewandtnis: als 1922 der Schiedsspruch erging, wonach trotz der deutschen Stimmenmehrheit der Regierungsbezirk Oppeln zwischen Deutschland und Polen geteilt wurde, mußte auch die Kommission des Völkerbundes einsehen, daß damit ein organisch zusammenge-. höriges Industriegebiet gewaltsam zerrissen wurde. Um die Nachteile solcher Willkür zu mildern, wurde eine Uebergangszeit von 15 Jahren geschaffen, wodurch zunächst einmal der Verkehr, dann der Austausch der wirtschaftlichen Erzeugnisse, Rohstoffe und Halbfabrikate innerhalb des alten Wirtschaftsgebietes sichergestellt werden sollte. Darüber hinaus enthielt dieses Genfer Abkommen vom 15. Mai 1922 wichtige Bestimmungen über die Staatsangehörigkeit der Bewohner im Abstimmungsgebiet, über das Options- und Minderheitenrecht. Zur Durchführung dieses Abkommens wurde ein besonderer Ausschuß mit einem neutralen Vorsitzenden, dem Schweizer Calo nd er, eingesetzt. In Polen scheint man der Auffassung zu sein, daß die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Abkommens nicht mehr bestehen, da sich die Wirtschaft beiderseits der Grenze auf die neuen Verhältnisse eingerichtet hat, daß also insofern der Zweck einer Uebergangszeit erfüllt sei. Die Minderheitenfrage will man in Polen aus eigenem Recht heraus behandeln, nicht aber den Genfer Institutionen überlassen. Von deutscher Seite hat niemals ein Zweifel darüber bestanden, daß die Rechte des angestammten Volkstums zu achten sind, gleichviel, ob darüber eine internationale Vereinbarung besteht oder nicht. Wir brauchen nur an das Interview zu erinnern, das der Führer und Reichskanzler am 25. Januar 1935 einem Vertreter der „Gazeta Polska" gab. Er gebrauchte darin ausdrücklich die Formulierung „... Respektierung der an unseren Grenzen lebenden fremden Völker ..." In dieser Fassung ist der Grundsatz von der Achtung auch der Minderheiten dieser Nachbarvölker sinngemäß enthalten. Adolf Hitler fügte aber auch völlig eindeutig jenem Begriff noch den Satz hinzu: „Ich sehe daher einen gegenseitigen Nationalitätenschutz als eins der erstrebenswertesten Ziele einer überlegenen Stactts- führung an ..." Ferner hat kürzlich der schlesische Oberpräsident Wagner im Provinzialrat von Nieder- und Oberschlesien mit allem Nachdruck betont, daß die p o l - nische Minderheit im deutschen Reichsgebiet keinen Grund zu irgendeiner Klage hat, daß der Staat ihre Besonderheiten achtet, auch wenn sie davon einen manchmal recht weitgehenden Gebrauch gemacht hat. Andererseits aber muß das deutsche Volk erwarten, daß die deutsche Volksgruppe im polnischen Anteil Oberschlesiens in ihren kulturellen Einrichtungen, ihrer wirtschaftlichen Betätigung und in ihrer Lebensmöglichkeit keine neue Beschränkung erfährt. Leider hat sich gerade in Ost-Oberschlesien oftmals erwiesen, daß der Wille der Warschauer Regierung, diese strittigen Fragen loyal zu behandeln, nicht immer beachtet worden ist. Das Deutschtum, dessen Verdienste um das Land niemand bestreiten kann, ist gerade in diesem Gebiete stark in den Hintergrund gedrängt und sozial stiefmütterlich behandelt worden. Dazu sagt die Deutsche diplomatisch-politische Korrespondenz u. a.: Es besagt gewiß nichts Neues, wenn festgestellt wird, daß Deutschland sich durch das Schicksal seiner in Fremdstaaten lebenden Brüder und Schwestern in dem gleichen Maße berührt fühlt, in dem sich auch Polen für sein draußen lebendes Volkstum interessiert. Solche Anteilnahme ist natürlich und kann jeder Nation nur zur Ehre gereichen. Was Deutschland und Polen betrifft, so hat das Schicksal es so gefügt, daß sich V o l k s g r e n z e n und Staatsgrenzen nicht decken und daß die Grenzen volkstumsmäßig übereinandergreifen. Dies ist ein Tatbestand, der nun einmal besteht und daher auch als Realität hingenommen werden muß. Ebenso selbstverständlich erscheint es, daß einer solchen Situation im beiderseitigen Interesse am besten durch gegenseitige Rücksichtnahme auf das innerhalb der eigenen Staatsgrenzen lebende fremde Volkstum Rechnung getragen wird. Daß Opfer dieser Art im Hinblick auf die übergeordneten Interessen der beiden Volker gebracht werden müssen, ist bereits klar in dem Abschluß des deutsch-polnischen Abkommens zum Ausdruck gekommen. Es war auf beiden Seiten von der staatsmännischen Erkenntnis begleitet, daß chauvinistische Tendenzen in den Grenzgebieten gegenüber Sem Wunich und der überragenden Notwendigkeit freundnachbarlichen Zusammenlebens der beiden großen Staaten zurückzutreten hätten. Das nationalsozialistische Deutschland hat wiederholt zum Ausdruck gebracht, daß die Meisterung der Minderheitenprobleme weniger eine Sache der formaljuristischen Verpflichtung als vielmehr der inneren Einstellung und Haltung ist, und daß in diesem schwierigen Bezirk des zwischenstaatlichen Zusammenlebens die politische Vernunft und das Ethos der Staatsführuntz die entscheidende Rolle spielen. Daß Polen seinerseits die vor einigen Jahren erfolgte Aufkündigung seiner internationalen Minderheitenoerpflichtungen in Genf nicht als einen Freibrief auffaßte, sondern damals ausdrücklich den Grundsatz vernünftiger Minderheltenpolttik aus eigenem freien Willen proklamierte, entsprach sicherlich einer solchen Einsicht und Haltung. Wenn die durch Verzahnung des beiderseitigen Volkstums nun einmal vorhandenen Probleme beiderseits von dieser hohen Warte aus gesehen und entsprechend behandelt werden, dann lassen sich auch auf diesem Gebiete Reibungen und Störungen, die dem großen Ziel einer gesamteuropäischen Zusammenarbeit gewiß nur abträglich wären, im Sinne der höheren gemeinsamen Interessen sicherlich vermeiden. Gegen die ungesetzliche Boykotthetze des polnischen Westverbandes. Warschau, 22. März. (DNB.) Im polnischen Senat wies der deutsche Senator Wiesner auf die gegen das Deutschtum gerichteten Entschließungen des polnischen WestVerbundes hin. Der ostoberschlesische Wojewode Dr. Grazynski habe bereits am 13. Dezember 1936 auf einer Tagung des Westverbandes in Kattowitz auf die Kattowitz, im März. Vor einigen Monaten stellte der Schlesische Wojewode Dr. Grazynski auf einer Versammlung des Polnischen Westoerbandes fest, daß man nun die ostoberschlesische Industrie als poloni- fiert betrachten könne, und daß es die Aufgabe der nächsten Zeit sein müsse, den polnischen Mitte l st a n d in Ostoberschlesien zu stärken. Der Geschäftsführer des Deutschen Volksbundes, Dr. h. c Otto Ulitz, nahm diese Rede zum Anlaß, um von Dr. Grazynski eine Erklärung darüber zu erlangen, wie weit das Deutschtum Ostoberschlesiens von den Forderungen des Wojewoden berührt werde. Dr. Grazynski erklärte damals, daß feine Ausführungen sich in keiner Weise gegen die deutsche Volksgruppe gerichtet hätten, und daß er nur das Polentum auf seine Pflicht, den polnischen Mittelstand zu stärken, aufmerksam gemacht habe. Die für Maßnahmen gegen das Deutschtum zuständige nichtoffizielle Organisation, der polnische West verband, hat jetzt aber eine Aktion aufgezogen, die sich prakttsch gegen die wirt- schafttiche Existenz des deutschen Mittelstandes richtet. In monatelanger Vorbereitungsarbeit wurden in den größeren Städten Ostoberschlesiens Verzeichnisse der polnischen Kaufleute und Handwerker angefordert, und in 54 anderen Ortschaften der Wojewodschaft wurden Komitees gegründet, die sich mit der Durchführung der Maßnahmen zur „Ausschaltung nichtpolnischer Einflüsse in Gewerbe und Handwerk" zu befassen haben. Weiter wurden Kalender für die Hausfrauen angefertigt, in denen „zur Orientierung" die polnischen Kaufleute und Handwerker angeführt sind. Nach diesen Vorarbeiten und einer Probeaktion, die kurz vor Weihnachten unternommen wurde, hat jetzt, vor Ostern, der polnische Westverband zu „Zehn Propagandatagen für die polnischen Kaufleute und Handwerker in Schlesien" ausgerufen. Einige Sätze aus dem Aufruf sind so deutlich, daß sie keinen Zweifel über den Zweck der zehn Propagandatage offenlassen. So stellt der Aufruf u. a. fest, daß „auf unserem Gebiet zahlreiche Vorposten einer fremden W i r t -> schafts front existteren, die aus der polnischen Erde die Kräfte ziehen, mit denen sie einen frem- London, 23. März. (DNB. Funkspruch.) An dem politischen Abendessen, das am Montagabend von König Leopold von Belgien in der Londoner belgischen Botschaft veranstaltet wurde, beteiligten sich neben dem Ministerpräsidenten Baldwin und dem Außenminister Eden, Lordsiegelbewahrer Lord Halifax, Innenminister Sir John Simon, Kolonialminister Ormsby - Gore, Unterstaatssekretär im Außenministerium Lord Granborne, der erste Wirtschaftsberater der Regierung Sir Frederic Leith-Roß, der Führer der Oppositton Attlee, Churchill. In der Presse wird erklärt, daß England den belgischen Sicherheits- und Unabhängigkeitswünschen nicht ungünstig gegenüberstehe, daß es aber von Belgien gewisse Gegenleistungen für eine Garantierung der belgischen Unabhängigkeit durch England erwarte. Die belgischen Wünsche werden in der „Morning Post" wie folgt dargestellt: 1. Beseitigung der Abmachungen vom März 1936, aus Grund deren Belgien zur gegenseitigen Unterstützung gegenüber Frankreich und England verpflichtet wurde; 2. Die Beendigung der General st absbesprechungen, die sich aus den März-Vereinbarungen ergeben. 3. ©arantien für d i e belgische Unabhängigkeit und gebietsmäßige Unversehrtheit durch England, Frankreich, Deutschland und Italien. Belgien verlange ferner freie Hand in der Auslegung des Sank- tionsartikels 16 der Völkerbundssatzung, der unter anderem vorsieht, daß Mitglieder des Völkerbundes „etwaigen zum Schutz der Satzung zusam- menarbeitenden Streitkräften" das D u r ch m a r s ch- r e cf) t durch ihr Gebiet gewähren sollen. Belgien wolle sich das Recht Vorbehalten, den Durchmarsch Notwendigkeit der Polonisierung von Handel und Handwerk sowie auf die Besitzrechte der Polen auf den Boden in den Westgebieten hinge wies en. Die Aktton des Westverbandes richte sich vor allem gegen das Deutschtum, das auf das schwerste beunruhigt sei. Die polnischen Gesetze verböten ausdrücklich Boykotfbesfre- düngen gegen andersnationale Bürger. Um so verwunderlicher und bedauerlicher sei es, daß in diesem Fall vor den Augen der Behörden eine Boykottaktion durchgeführt werde, die geeignet sei, einen Teil der Bürger des polnischen Staates auf das schwerste in ihrer Existenz zu gefährden und den wirtschaftlichen Frieden zu untergraben. Diese Aktion müsse dazu führen, daß auf wirtschaftlichem Gebiet ein Kampf aller gegen alle aus- breche. Diese Boykottbestrebungen stünden auch im Widerspruch zu der Konsolidierungsaktton und dem Aufruf des Obersten Koc, der sich an alle Bürger des Staates gerichtet habe. den nationalen Organismus stärken". Nicht minder deutlich ist die Aufforderung an die Bevölkerung, nur beim Polen zu kaufen, wenn sie wolle, daß der schlesische Kaufmanns- und Handwerkerstand polnisch wird. Wenn der Wojewode Dr. Grazynski auch erklärt hat, daß sich sein damaliger Appell an die polnische Öffentlichkeit nicht gegen die deutsche Minderheit richtete, so zeigt doch die Tatsache, daß der polnische Westoerband, in dem Dr. Grazynski seinerzeit seine Rede gehalten hat, feine Worte in einer Weise auslegt, die mit der Erklärung des Wojewoden nicht übereinsttmmt. Wenn außerdem die Kaufleute und Handwerker aufgefordert werden, ihre Kunden nicht in deutscher Sprache zu bedienen, so beweist das deutlich genug, daß die Aktion allein gegen das Deutschtum gerichtet ist. Nachdem die Schwerindustrie polemisiert worden ist, nachdem die Mehrzahl deutscher Arbeiter und Angestellter brotlos ist, will man jetzt dem Deutschtum Ostoberschlesiens seine Grundlagen im Handel und Handwerk entziehen. Die Deutschen Ostoberschlesiens haben die Gefahr, die ihnen droht, erkannt, und der Deutsche Volksbund hat das Deutschtum zu gemeinsamer Abwehr aufgerufen. In dem Aufruf heißt es u. a.: „Die Regierung fordert zur Sammlung der staatsbejahenden Kräfte auf. Zur gleichen Zeit aber versucht der Westverband, die Träger der deutschen Wirtschaft vor aller Oeffentlichkeit als staatsbürgerlich unzuverlässig hinzu- stellen, um den polnischen Mittelstand zu stärken. Ob diese Verdächtigung sich mit dem Brauch ehrbarer polnischer Handwerker und Kaufleute ver- trägt, mögen diese entscheiden. Ob diese Verdächtigung gegen die Bestimmungen des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb verstößt, möge der Staatsanwalt prüfen. Das Deutschtum selbst aber hat das Recht, die Pflicht und die Möglichkeit, au diese Verdächtigungen zu antworten: Dem Vernichtungswillen setzen wir unseren Lebenswillen entgegen! Dem Aufruf des Polnischen Westverbandes antworten wir mit dem Aufruf an das Deutschtum: Deutscher, hilf dem bedrohten deutschen Bruder in Handel, Handwerk und Gewerbe. Du hilflt dir selbst, wenn du deinem Bruder hilflt!" ausländischer Truppen nach eigenem Ermes- s e n abzulehnen oder zuzulassen. Die englische Regierung habe sich nicht auf eine grundsätzliche Ablehnung der belgischen Forderungen festgelegt. Das Blatt weist auf die Verschlechterung der französisch-belgischen Beziehungen infolge der unfreundlichen Stellungnahme der flämischen und rexistischen Gruppen in Belgien gegenüber Frankreich sowie infolge der Abneigung der belgischen Konservativen gegen den Franco-Sowjetpakt und die französische Volksfront-Politik hin. Alle belgischen Parteien seien sich darüber einig, daß Belgien die Gefahr vermeiden sollte, infolge seiner Sonder- verpflichtungen gegenüber Frankreich in irgendeinen Konflikt in O st - oder Mitteleuropa hineingezogen zu werden. Eine französische Denkschrift. Paris, 23. März. (DNB. Funkspruch.) Das „Oeuvre" berichtet, der Quai d'Orsay habe dem Foreign Office eine Denkschrift zugehen lassen, die den französischen Standpunkt in der belgischen Neutralitätsfrage zum Ausdruck bringe und den Wunsch äußere, die Angelegenheit nur in diplomatischen Verhandlungen zu erörtern, aber keine Konferenz abzuhalten. Auch sollten die Verhandlungen über die Fragen, die sich nach dem nach der Kündigung des Locarno-Vertrages abgeschlossenen vorläufigen Abkommen zwischen Frankreich. England und Belgien ergehn, auf diese drei Länder begrenzt bleiben. Hinsichtlich des Völkerbundsartikels 16 sollen Frankreich und England Belgien raten, es möge mit dem Völkerbund selbst über eine Aufhebung der von Belgien durch Artikel 16 übernommenen Verpflichtung verhandeln. Die Zukunft der Philippinen. Bon unserem EM.-Äerichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Manila, Anfang 1937. Menado ist gewissermaßen die Grenzstadt des holländischen Kolonialbesitzes auf unserer Fahrt nach Norden, nach China. Wäre nicht die Aussicht, neue Länder zu sehen, so hätte uns sicher bei der Ausreise eine maßlose Einsamkeit überfallen, denn hier in Nordcelebes hat die Natur noch einmal alles an Charakteristischem zusammengelragen, was uns im letzten halben Jahr begleitete. Als allerletztes Wahrzeichen steht schließlich noch ein gewaltiger Vulkan am Horizont der Celebessee, in die wir nun einbiegen, und die uns unvergeßliche Sonnenauf- und -Untergänge schenkt. Zwei Tage päter tauchen des Morgens Hunderte von kleinen Inseln und endlich Mindanao, die erste große der Philippinen vor uns auf. Bei Zamdoango nähern wir uns dem Lande so dicht, daß wir auch ohne Glas vor der Faktorei einer Kokosplantage die beiden Fahnen erkennen: „stripes and stars“ und eine rot-blaue mit dem weißen Dreieck. Wir sind im jüngsten Staatswesen der Welt angekommen, das in weniger als einem Jahrzehnt vollständig auf eigenen Füßen stehen soll. Weitere zwei Tage später erreichen wir dessen Hauptstadt Manila. Es dauert viele Stunden, ehe man die weite Bai, an der schwerbefestig- ten Insel Corregidor vorbei, durchquert hat. Dor den Hafenmauern liegen ein halbes Dutzend Zerstörer und ebensoviel U-Boote. Drinnen selbst wirft bei unserer Ankunft gerade der große englische Kreuzer „Berwick" neben einem japanischen Marinetanker Anker. Der Japaner zieht in diesem Augenblick unter Trompetensignal seine Flagge auf, und in diesen feierlichen Akt hinein bläst der Engländer seine lustigen Morgenweisen, gänzlich als wäre er allein auf weiter Flur. Der Hauptteil der amerikanischen Flotte ist gerade auf Besuch in Singapore und Niederländisch-Jndien. Ist darum der Engländer mit seinen sechs U-Booten in Manila? Von unserem Schiff verschwinden die Amerikaner, die hier beheimatet sind. Sie kamen van einem Trip aus Balei, sprich: Bali. Besonders in den letzten Tagen hatten sie gründlich gefeiert. Sie fingen stets am frühen Morgen mit Bier an und waren am Mittag bereits „vollgelaufen", was sie aber keineswegs hinderte, das Trinken dis in die Nacht hinein fortzusetzen. Am letzten Abend beendeten sie ihre Biergesänge mit dem Vorschlag: „Now, let’s sing a dutch song!“ und dann vernahmen unsere erstaunten Ohren: „Oh, du lieber Augustin!" Zum Kuriosum dieser Gesellschaft gehörte ein alter englischer Colonel, der erstaunt aufsah, als ein holländisches Ehepaar, vor dessen Kabine die „Feiern" stattfanden, sich beim Frühstück erhob, als er erschien. Und dann begann auch für uns Manila. Wir stiegen am One-Million-Dollar-Quai in ein Two- Peso-for-one-hour-Taxi und fuhren los. Imposant sind für jeden Neuling unbedingt die breiten Parkanlagen, das Manila-, das Bay-View-Hotel, der American, der Navy-and-Army-Club, der Dewey- Boulevard, das Parlamentsgebäude und die Hauptpost. Aber dann begann die Kette der Enttäuschungen. Jenseits der Brücke, in der eigentlichen Ge - schäftsstadt, glaubt man sich plötzlich in eilt Clendsquartier versetzt, das alle unsere Erfahrungen weit übertraf. Steinhäuser wechselten mit Holzhäusern, bei fast allen die Fassade zerfallen. Die schmalen Seitenstraßen öffneten den Blick auf Behausungen aus Kistenbrettern. Die Betondecke der Straßen war eingebrochen. Von systematischer Kolonisation war nicht die Rede. Es hatte gerade geregnet und das Wasser stand in tiefen Pfützen, die Kanäle und Bäche waren voller tiefschwarzem Schmutz. Der Chauffeur mochte aus unserem Schweigen die Enttäuschung bemerkt haben, denn er brach die Rundfahrt durch die Stadt plötzlich ab und fuhr in die Vorstädte, ins glatte Land hinaus. Aber dort wurde es eher noch schlimmer. Auch hier nichts von Wasserregulierungen, stattdessen überschwemmte Straßen, zerfallene Eingeborenen-Häuser und verrottete Kirchen, nicht der leiseste Versuch, große Armut wenigstens freundlich nach außen zu zeigen. Auf der Rückreise kamen wir nach der erträglich modernen Taft - Avenue in die große und saubere Universitätsstadt. Aber das war auch alles. Hatte ich nach alten Vorstellungen eine amerikanische Stadt mit allen Schikanen der Baukunst, der Hygiene, des Wohnungskomforts, Geschäftshäuser mit Lifts, kurz so erwartet, wie uns Amerika aus jedem Bild entgegenspringt, so mußte ich nun meine Meinung gründlich ändern. Man begreift nicht mehr, warum die Amerikaner die Inselgruppe den Spaniern einmal wegnahmen, begreift es noch weniger, wenn man sieht, daß gerade die Altstadt mit ihrer Kathedrale, der Saft Domingo — und den vielen anderen Kirchen, dem Kardinalspalast und den schonen übrigen Gebäuden nicht nur der interessanteste sondern auch s a u b e r st e Teil Manilas ist. Möglich, wahrscheinlich sogar, daß es die fortgesetzte Opposition der Filipinos war, öie die Amerikaner abgehalten hat, die Stadt wirklich großzügig aufzubauen, mehr zu tun, als ein vorübergehender Aufenthalt fordert. Den neuen Staat haben spanisierte Bewohner der Hauptstadt geschaffen. Es darf bezweifelt werden, daß die Millionen auf den mehr als 7000 Inseln überhaupt etwas von diesem Staat und vor allem seiner Zukunst wissen. Man muß das Schlimmst" befürchten, wenn einmal die amerikanische Flotte Manila verläßt. Es wird soviel von einer Gefahr, die von außen kommt, geredet, aber in Wirklichkeit kann sie ebenso von innen kommen. Es fehlt nämlich so ziemlich alle^ Die-olonislemngspropagandadesWesiverbands Bon unserem a h.-Korrespondenten. König Leopold in London. Um Belgiens Neutralität.—England erwartet Gegenleistungen. was den Staat befestigen könnte: die Möglichkeit, auf offenem Markt zu konkurrieren, Steuerkraft, Kapital und Sicherheit bis ins letzte Dorf hinein, die die Holländer im Malaiischen Archipel so vollendet entwickelt haben. Ein so kluger Mann wie der erste Präsident des Landes, Quezon, kennt diese Schwächen sicherlich. Er ist sehr aktiv. Zwei Tage nach uns kam er mit dem Schiff nach Hongkong zum Besuch Kantons. Es ist mehr als eine Höflichkeit gewesen, aber auch die kaum zu erwartenden größten wirtschaftlichen Erfolge der Mission sind für die Philippinen nur ein Tröpfen auf den heißen Stein. Amerika und nochmals Amerika wird die Losung bleiben. Nach dort kann man noch zollfrei ausführen und so soll es, nach dem Wunsch der neuen Herren, auch bleiben. Man wäre heute gern bereit, gewisse politische Opfer zu bringen Aber ist den Amerikanern Manila soviel wert, wie es heute in Gestalt des Unterhaltes seiner nicht unbeträchtlichen Streitkräfte und der Verwaltung bezahlt? Wiegt der Export nach den Philippinen diesen Nachteil auf? Kaum! Es wäre möglich, daß die USA. die Angelegenheit als Prestigefrage betrachten würden, obwohl Prestigepolitik das Letzte ist, was Awerika treibt. Also Ungewißheit für den neuen Staat, wohin man auch sieht. Augenblicklich munkeln die Stewards und Offiziere auf den Schiffahrtslinien etwas von dem märchenhaften Goldreichtum der Inseln. Es werden Wundergeschichten von Menschen erzählt, die über Nacht Millionäre geworden seien. Sie find angefteckt worden von der Spekulationswut der Hauptstadt, wo auch der armseligste Kuli seine wenigen Pfennige riskiert und riskieren kann, weil es Änteile von 2 Centavos gibt. In einem gewissen Teil Manilas drängen sich die Menschen zu jeder Tageszeit. Viele leben davon, daß sie am Vormittag kaufen und am Nachmittag zu höherem Kurse wieder verkaufen. Das ist möglich, denn immer noch steigen die Zahlen am schwarzen Brett. Manche Werte erreichten den hundertfünfzigfachen Kurs. Aber man braucht kein Bankier zu fein, um sich auszurechnen, daß die Jahresgewinne der Goldminen in Höhe von einigen Millionen Pesos keine vielfachen Spekulationsgewinne auf die Dauer ertragen können. Einmal muß das ein Ende haben, und dann haben landfremde Menschen den Vorteil, die Bürger Manilas den Verlust gehabt. Nein, das ist nichts, worauf der neue Staat bauen kann. Als Tage später hinter uns in der Abendsonne der Corregidor verschwindet, bleiben alle Fragen und Probleme für uns ungeklärt. Eines nur ist sicher: Einige tausend Kilometer im Süden liegt ein Land, das auch in seinem ärmsten Teil seine Häuser zweimal im Jahre weiß am K, ein Schmuckkästchen, stets ein Fleckchen, das hnsucht vieler Menschen trägt, die beste Hochschule moderner Kolonialpolitik auf der Welt: N i e- derländisch-Jndien. Dorthin sollte Präsident Quezon seine Schritte lenken. Dort fände er fein Ideal, nicht im politisch so unruhigen China. Oie Lage im Kernen Osten. Japan und die bolschewistische Bedrohung. Tokio, 22. März. (DNB.) Im Unterhaus erklärte Außenminister Sato, daß die Sowjets jede Tätigkeit der japanischen Schiffahrtsgesellschaften in Wladiwostok unterbunden hätten. Die Frage der Grenzkommissionen zur Festlegung der Grenzen zwischen dem Sowjetgebiet und Man- dschukuo und zur Verhütung von Grenzzusammen- stötzen sei i m m e r n o ch u n g e l ö st. Hinsichtlich der bedrohlichen Anhäufung von Sowjettruppe n an den mandschurischen Grenzen sei kein Fortschritt erzielt worden trotz wiederholter Vorstellungen in Moskau. Bezeichnend für die Haltun-g Moskaus sei die angedrohte Sperrung des Eisenbahnverkehrs bei Manschuli. Politische Kreise vertreten die Ansicht, daß Moskau entschlossen sei, den gesamten transsibirischen Verkehr nicht mehr durch Mandschukuo, sondern über Chabarowsk nach Wladiwostok zu leiten. Die anfangs mit größter Zuversicht begrüßten japanisch-chinesischen Wirtschaftsverhandlungen in Schanghai werden plötzlich als Fehlschlag bezeichnet, da von chinesischer Seite unerwartet politische Forderungen auf volle Wie- Ein Zusammenfassung aller Kräfte zum Abwehrkampf gegen den Bolschewismus. Neuyork, 22. März. (DNB.) Auf Anregung zahlreicher antikommunistischer Organisationen verschiedener Länder kam im letzten Herbst eine vertrauliche antikommuni st ische Konferenz zustande, an der 44 Vertreter aus 20 Ländern und 3 Erdteilen teilnahmen, darunter der Gesamtoerband deutscher antikommunistischer Vereinigungen e. V. „Antikomintern". Die Konferenz hat es als dringend erkannt, einen antikommuni ft ifchen Weltkongreß zufammenzuberufen, der dem geistigen Kamps gegen den roten Weltfeind in aller Öffentlichkeit einen neuen Impuls verleihen soll. Die Konferenz hat weiterhin einstimmig beschlossen, zur Vorbereitung des Weltkongresses ein internationales Büro einzu- richten. Die kommunistisch-bolschewistischen Lehren find ein Gift, das den Staafsförper, in den es ein- bringt aufzulockern und schließlich zu zerstören droht. Ls gilt daher, die Wirkung dieses Giftes zu erforschen und zu paralysieren, Wittel und Wege zu finden, wie man sich rechtzeitig dagegen schützen kann. Wann und wo dieser Antikommunistische Weltkongreß stattfinden soll, steht noch nicht fest. Die Beteiligung an ihm wird so umfassend sein, daß er wirklich die Weltmeinung und deren Protest gegen die Umsturzarbeit der Komintern eindeutig zum Ausdruck bringt Der Kongreß soll das T r i b u - n a l werden, vor dem die bolschewistischen Weltverschwörer abgeurteilt werden: er soll die Bahn freimachen für einen wahrhaft wirkungsvollen Abwehrkampf. Es kann in diesem Kampfe nur ein Entweder-Oder, nur ein Für oder ein Wider geben. Wer da glaubt, daß dieser Kampf durch ein Kompromiß beigelegt werden könnte, der kennt nicht das wellrevolutionäre und kriminelle Wesen des Bolschewismus. Wer sich hier einer Täuschung hingibt, wird selber zum unfreiwilligen Wegbereiter und Steigbügelhalter des Bolschewismus. Die erforderlichen Mittel werden von den Organisationen, die das Büro gebildet haben oder sich ihm noch anfchließen werden, durch Beiträge gesichert. Als vorbereitende Arbeit soll eine auf breitester Grundlage organisierte Aufkläruntzs- tätigf eit durch Bücher, Broschüren, Vorträge, Ausstellungen, Filme ufro. geleistet werden. An Hand von authentischem Beweismaterial soll d i e Gefahr der kommuni st ischen Wühlarbeit in allen ihren Phasen und Tarnungen als die größte Bedrohung der Kultur, des Friedens und der nationalen Wohlfahrt und Freiheit aller Völker klargelegt werden. Die Art und Weise, wie die soziale und politische Aufbauarbeit als das beste positive Mittel gegen den Bolschewismus und die Ausbreitung seiner Umsturzbestrebungen geführt wird, muß selbstverständlich eine interne Angelegenheit des betreffenden Landes bleiben. So muß auch der Kampf gegen den Kommunismus in den einzelnen Ländern individuell und verschiedenartig geführt werden. Das hindert jedoch nicht eine ebenso enge Zusammenarbeit und gegenseitige Förderung der antikommunistischen Aufklärungsarbeit. Passivität, Gleichgültigkeit und Blindheit gegenüber der Weltgefahr des Bolschewismus ist ein höchst gefährliches und verhängnisvolles Verhallen. Dieser Standpunkt einer bequemen „Neutralität" muh vor allen Dingen überwunden werden, wenn die Welt wieder gefunden soll und wenn zwischen den einzelnen Völkern und Ländern wieder volles gegenseitiges Vertrauen und eine fruchtbringende Zusammenarbeit Zustandekommen soll. Der Kampf, um den es sich handelt, ist keineswegs ein Kampf zwischen zwei Ideologien. Es ist vielmehr ein Kampf gegen Zersetzung, Gottlosigkeit, TerrorundUmsturz, gegen Bürgerkrieg und Roten Imperialismus —ein Kampf für Glauben, Ordnung und Recht, Gerechtigkeit, Verständigung und Frieden. Das find die Ideale, denen wir bei unserem Kampfe gegen den Bolschewismus zu dienen bestrebt sein wollen. derherstellung der Souveränität in Nordchina erhoben worden seien. Die strenge Trennung der wirtschaftlichen Fragen von der Politik sei die Voraussetzung für eine friedliche Verständigung. Die Aufwerfung der politischen Fragen würde für Japan eine Verständigung unmöglich machen. Die Aufrechterhaltung des Status quo in Nordchina sei das äußerste Zugeständnis, das die japanische Politik machen könne. Anarchistische Terrorakte in Bulgarien. Sofia, 22. März. (DNB.) Sonntag brachen in zahlreichen Dörfern des nordwestbulgarischen Gaues Wratza Feuersbrün st e aus. In dem Dorfe Strupen brannten 15 Häuser nieder, weitere 17 Häuser und Wirtschaftsgebäude wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auch in der Bezirksstadt Bjela Slatina gingen mehrere Anwesen in Flammen auf. Die Erregung der Bevölkerung ist um so größer, als am Sonntag ganz Westbulgarien von einem heftigen Sturm heimgesucht wurde, der zur raschen Entfachung und Ausdehnung des Brandes stark beitrug. Da am Sonntag im Gau Wratza Gemeindewahl en durchgeführt wurden, verdichtete sich der Verdacht, daß die Brandstiftungen das Werk terroristischer Elemente sind, die die Wahlen stören wollten. Die Gemeinden sind seit Jahren bolschewistisch verseucht. Für einen Terrorakt spricht auch, daß im Gau Wratza nahezu 40 v. H. ungültige oder r e g i e = rungsfeindliche Stimmen abgegeben wurden. Rumänischer Ministerbesuch in Prag. Prag, 22. März. (DNB.) Der rumänische Ministerpräsident Tatarescu stattete in Prag dem Ministerpräsidenten Dr. Hodza einen Besuch ab. In der Unterredung wurde die feste Entschlossenheit betont in jeder Hinsicht die Leistungsfähigkeit der Kleinen Entente zu stärken. Hodza betonte in einem Trinkspruch, die Kleine Entente sei bereit, zum Ausbau der Zusammenarbeit der Donaustaaten beizutragen. Sie solle auf der ganzen breiten Grundlage der gemeinsamen Interessen erfolgen und werde weitere Möglichkeiten zum Aufbau „korrekter Beziehungen der intensiven Zusammenarbeit mit Italien und Deutschland" gewähren. Tatarescu betonte besonders, daß sich die Kleine Entente ebenso nachdrücklich für den Frieden wie für die Unverletzlichkeit ihrer Grenzen einsetze. Militärisches Sperrgebiet aus Heia. Warschau, 22. März. (DNB.) Eine Verordnung des polnischen Ministerpräsidenten führt für den westlichen Teil der Halbinsel Hela in der Danziger Bucht eine Fülle von Rechtsbeschränkungen ein. Die Errichtung von Bauten, Straßen und Wegen, von Kanalisations-, Beleuchtungs-, Telephon-, Telegraphenanlagen usw., die Anlagen von Gräben und Deichen werden von der Zustimmung der Militärbehörden abhängig gemacht, ebenso die Anlage von Entwässerungs- oder Bewässerungseinrichtungen. Weiter werden topographische und photographische Aufnahmen verboten. Endlich bedarf der Eigentums - und Besitzerwerb und die Verwaltung von Immobilien der Zustimmung der Militärbehörden, ebenso wie bei Miete ober Pacht. Wohnrecht und Aufenthaltsrecht sind ebenfalls von der Erlaubnis der Militärbehörden abhängig. Oer Appell Francos an die Unterzeichner der Algeciras-Akte. London, 22. März. (DNB.) Im Unterhaus erklärte Außenminister Eden, das Foreign Office habe eine Mitteilung des Generals Franco erhalten, die behaupte, daß Intrigen in der spa- nnischen Marokkozone gesponnen würden, um unter Verletzung der bestehenden Verträge Unruhen hervorzurufen. Die Mitteilung rege an, eine internationale Kommission zur Untersuchung in der spanischen Zone zu schaffen. Die britische Regierung sei jedoch der Ansicht, daß die Lage an der Grenze zwischen der französischen und spanischen Zone in Marokko diplomatische Schritte der Vertragsmächte von Algeciras nicht rechtfertige. Neugliederung des ReichsfinanMinisteriurns. Berlin, 22. März. (DNB.) Die Aufgaben des Reichsfinanzministeriums haben sich in den letzten Jahren derart erweitert, daß die bisherige Abteilung für allgemeine Finanzpolitik (Abteilung I) aufgegliedert werden muß. Aus ihr werden drei Abteilungen geschaffen werden und zwar Abteilung I für Reichs- und Länder- h aus halte sowie Finanzausgleich, Abteilung IV für Besoldung, Bau und Liegenschaften, Abteilung V für Recht, Wirtschaft und internationale Finanzpolitik. Der durch diese Umbildung frei werdende bisherige Leiter dieser Abteilung, Ministerialdirektor Dr. Ol scher, wird demnächst in den Vorstand zweier dem Reich gehörenden Gesellschaften, und zwar in die Vereinigte Jndustrieunternehmungen AG. und in die Reichskreditgesellschaft AG., übertreten und so seine Erfahrungen und Kenntnisse weiter dem Reich zur Verfügung stellen. Es werden nach der Neugliederung im Reichsfinanzministerium fünf Abteilungen bestehen: I. Reichs- und Länderhaushalte und Finanzausgleich. II. Zölle, Handelspolitik und Derbrauchssteuern. III. Besitz- und Derkehrsfteuern. IV. Besoldung, Bau und Liegenschaften. V. Recht, Wirtschaft und internationale Finanzpolitik. Außerdem ist im Rahmen der Abteilung II die Stelle eines General Inspekteurs des Zollgrenzschutzes geschaffen worden. Oie Befugnisse der Verkehrspolizei erwe tert. Berlin, 22. März. (DNB.) Nachdem praktische Erfahrungen über den Streifendien st der motorisierten Gendarmerie auf den Reichsautobahnen, den Fernverkehrsstraßen usw. vorliegen, hat der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei die Streifenführer und Offiziere der motorisierten Gendarmerie zu Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft bestellt. Dadurch erhalten sie die Vollmacht, bei Derkehrsunfällen mit kriminellem Einschlag die erforderlichen Maßnahmen wie Festnahme der verdächtigen Personen, Durchsuchung und Beschlagnahme der Wagen usw. zu treffen. Oer Polizeidienst wird elastischer! Berlin, 22. März. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei verlangt, daß der Polizeidienst sich elastisch den polizei- lichenVorkommnissen an paßt. Zu diesem Zweck soll künftig jedes Polizeirevier einen Plan seines Bezirkes anfertigen, in dem alle wichtigen polizeilichen Vorkommnisse wie Verkehrsunfälle, Diebstähle usw. laufend markiert werden. Der Reviervorsteher soll dadurch in die Lage versetzt werden, die Zweckmäßigkeit seines Streifendien st es dauernd zu überprüfen und der jeweiligen Situation anzupassen. Dietrich Eckart. Zu seinem 70» Geburtstage am 23. Mürz. Dietrich Eckarts dramatische Werke haben seit den Tagen der nationalsozialistischen Machtergreifung an den deutschen Bühnen endlich Eingang gefunden. Als Dietrich Eckart noch lebte, war es nur wenigen feiner Stücke befchieden, eine gerechte Würdigung zu erfahren; denn Pressekritik und Publikum verstanden Schöpfer völkischer Lustspiele nicht, die jüdische Kunstclique schaltete ihn zielbe- wußt aus, zwölf Jahre des Elends und der Not in Berlin von 1899 bis 1911 hatten ihm Mißerfolg auf Mißerfolg gebracht. Ein einziges Schauspiel hatte sich damals durchgesetzt: eine Übertragung von Ibsens dramatischem Gedicht „Peer G y n t". Eckart erkannte das Heldentum dieses Bauern, er lehnte die früheren Übersetzungen ab, die das Heldentum für Ungeschicklichkeit ausgaben. Die jüdischen und jüdisch bestimmten Kritiker jener Jahre richteten sich naturgemäß auch zunächst gegen diese neue und echte Erfassung der Grundgedanken Ibsens, auch dieses Werk schien eine Enttäuschung wie die bisherigen zu werden. Dieser Kampf sollte zu einem entscheidenden Wendepunkt in der Entwicklung Dietrich Eckarts werden: Er erkannte, daß der Kampf gegen die jüdische Kritik ausgenommen werden mußte, daß aus dem Kampffelde der Presse zunächst die Entscheidung gesucht werden mußte. Denn wo das Schöpferische mit brutaler Macht unterdrückt wird, muß erst diese Macht gebrochen werden. Mit zwei satirisch-kritischen Schriften: „Der große Krumme" und „Nochmals vor der Höhle des großen Krummen" sagte er den Gegnern den Kampf an und setzte sich durch. Die Juden waren die „großen Krummen", wie sie schon Ibsen genannt hatte, und sie bekämpfte er als einzelner völkischer Denker, als Hüter der wahren Kultur gegen die Herren der Kultureinrichtungen des damaligen Deutschlands. Dietrich Eckart wurde damit vom Dichter zum Pressemann, zum Jour- na listen. Er ging zwar nicht in dieser neuen Arbeit auf, denn fein großes historisches Drama „Heinrich VI." beweist, wie sehr er auch später in der alten Richtung noch arbeitete, aber er gewöhnte sich auch daran, mit der scharfen Feder den Gegner zu bekämpfen. Theaterkritiken aus der späteren Zeit beweisen, daß er mit aller Schärfe auch hier seinen völkischen Standpunkt vertrat Während des großen Krieges ruhte natürlich diese Arbeit, um so dringlicher wurde 1919 die Aufgabe. die Presse im Kampf gegen die Mächte der Zersetzung einzusetzen. Nun war es nicht nur eine Clique jüdischer Literaten, die die kulturelle Arbeit zerstörten, jetzt war auch die herrschende politische Macht im Bunde und in innerer Einheit mit seinen Gegnern auf künstlerischem Gebiet. Dietrich Eckart wurde in den Novembertagen 1918 zum Politiker, zum Redner. Er begann seinen Angriff auf das marxistisch-demokratilche System mit einer Zeitschrift „21 uf gut Deutsch", deren erste Nummer bereits im Januar 1919 erschien. Der Aufruf, den er an die Spitze dieser ersten Nummer setzte, zeigt die Klarkeit, mit der schon damals Dietrich Eckart die grundlegenden Gegensätze sah: „Männer! Weniger die Politik verdirbt den Charakter, als der Charakter die Politik. Sie ist in der ganzen Welt eine unreinliche Sache geworden, weil die berufenen und unberufenen Führer der Völker bewußt oder unbewußt schon seit langem nur nach einem streben, nach persönlicher Macht. Dieser Drang zur Befriedigung eitelster Selbstsucht entspringt innerer Schwäche. Wer seelische Kraft in sich fühlt und daher weiß, auf was es ankommt, der weiß auch, daß bloße Macht ein leeres Prunkstück ist, welches wohl eine Zeitlang über die Hohlheit hinwegzutäuschen vermag, aber eines schönen Tages als wertlos verworfen wird ..." Zusammen mit seinen treuen Freunden, besonders mit Franz Ritter von Epp, gelang es ihm, die Zeitschrift über Wasser zu halten. Die Begegnung Adolf Hitlers mit Dietrich Eckart führte ihre immer innigere Zusammenarbeit und zuletzt ihre Freundschaft herbei. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei übernahm die organisatorische Aufgabe, sie vollzog den letzten Durchbruch zum Sozialismus und formulierte das Programm in aller Schärfe. Alfred Rosenberg und Gottfried Feder waren die ersten Mitarbeiter Dietrich Eckarts beim Ausbau der Zeitschrift „Auf gut Deutsch", Rosenberg erweiterte die Front, die angegriffen werden mußte, und das Gedankengut der jungen Bewegung durch seinen Kampf gegen die Freimaurerei, durch seine Kenntnis des russischen Bolschewismus, und Feder zeigte Konsequenzen auf wirtschaftlichem Gebiet. 1922 setzte Dietrich Eckart seine Kraft und sein ganzes Vermögen für den Erwerb des „Völkischen Beobachters" ein. Er schuf damit die erste Tageszeitung der Partei. Amann übernahm die verlegerischen Aufgaben, und Dietrich Eckart wurde der erste Schriftleiter des Parteiblattes. Dietrich Eckart und feine Freunde standen bald im schärfsten politischen Kampf. In einem Erlaß dec Münchener. Räteregierung wurde den Verfassern und Verbreitern der Flugblätter dieser Gruppe die Aburteilung durch das Revolutionstribunal in Aussicht gestellt, wenn sie verhaftet wären. Nur rechtzeitige Flucht tonnte Eckart schließlich vor dem drohenden Geschick retten. Später fetzte sich Dietrich Eckart mit allen Kräften für Die junge NSDAP, ein. UeberaU in Bayern sprach er für die Bewegung, er wurde Ratgeber und Gefolgsmann des Führers zugleich. Die letzten Worte des Buches des Führers gelten Dietrich Eckart, dem Helden, „der als der Besten einer fein Leben dem Erwachen feine, unseres Volkes gewidmet hat im Dichten und im Denken und am Ende in der Tat". Mit dem Führer, mit Heß, Streicher und anderen Getreuen saß Dietrich Eckart nach dem 9. November 1923 im Sta'delheimer Gefängnis, und in den Weihnachtstagen dieses Jahres starb er als Märtyrer des Nationalsozialismus, in seiner körperlichen Kraft von den Herren des Systems gebrochen. Seine politische und seine schriftleiterische, besonders aber seine dichterische Leistung hat weiter- qewirkt und wird für alle Zukunft die Idee weitertragen. H el 1 mu t Merzdorf. Hochschulnacbrichten. Geh. Rat Professor Dr. Erich B e r n e k e r , Ordinarius für slawische Philologie an der Universität München, der erst vor wenigen Wochen auf seinen Antrag in den Ruhestand versetzt ist, ist in München im 64. Lebensjahr g e ft o r b e n. Prof. Berneker war in Königsberg geboren. 1899 erhielt er die venia legendi an der Universität Berlin, folgte dann einem Rufe als außerordentlicher Professor an die deutsche Universität in Prag, kam 1909 als Ordinarius nach Breslau und übernahm 1911 das in München neuerrichtete Ordinariat für slawische Philologie. Der Gelehrte hat eine umfangreiche Tätigkeit auf dem Gebiete der baltischen und slawischen Philologie sowie der vergleichenden Sprachwissenschaft entfaltet. Geh. Medizinalrat Professor Dr. Ferdinand Graf von S p e e, der frühere Ordinarius für Anatomie an der Universität K i e l, ist im Alter von 82 Jahren g e st o r b e n. Graf Ferdinand von Spee, ein Bruder des berühmten Seehelden Vizeadmiral Graf von Spee, gehörte der Universität Kiel als Privatdozent an, dann als Prosektor des anatomischen Instituts, seit 1892 als Extraordinarius und schließlich von 1903 bis zu einer Entpflichtung im Jahre 1923 als Ordinarius und Direktor des Instituts. Er hat sich hauptsächlich mit der Embryologie der Säugetiere und des Menschen befaßt. Ein gestrandeter pottval. Ein Hefiger Potwal strandete kürzlich an der englischen Küste in Bridlington. Das Skelett ist jetzt vom South-Kensington-Museum geborgen und in der Sandgrube des Museums beerdigt worden, von wo es etwa nach Jahresfrist wieder ausgegraben werden soll, wenn das Knochengerüst von allen Fleischteilen frei geworden sein wird. Es war ein männliches Tier, 18 Meter lang und noch nicht völlig ausgewachsen. Dies ist deswegen besonders wichtig, weil fast immer Wale, die an Englands Küsten stranden, große Bullen waren, so daß man annahm, daß es immer ältere Tiere seien, die jüngere, kräftigere Nebenbuhler von der Herde weg verjagt hätten. Der Potwal bevorzugt gewöhnlich tropische ober subtropische Gewässer, er fürchtet das Eis und gelangt daher selten in die nördlicheren Meere. So sind es auch nur etwa ein halbes Dutzend dieser Wale, die in den letzten 25 Jahren an der englischen Küste antrieben. Der Potwal gehört zu den Arten von Walfischen, die Zähne besitzen; das angeschwemmte Tier hatte im Oberkiefer nur verkümmerte, von Zahnfleisch . fast verdeckte Zahnstummel und 30 Paar spitze kegelförmige Zähne im Unterkiefer. Unglücklicherweise waren diese schon von Andenkenjägern zum größten Teil ausgebrochen worden. Die Potwale produzieren auch noch in ihren inneren Organen Amber, einen ölhaltigen, höchst wohlriechenden Stoff, und das Walrat, ein in der Kälte schneeflockenartig gerinnendes Gebilde von Perlmutterglanz, das kosmetische Wirkung auf die menschliche Haut ausüben soll, so daß viele, so berichtet der Sachverständige des Kensington-Museums, „kamen, um sich einer Gratisbehandlung in Schönheitspflege zu unterziehen, indem sie sich mit diesem Stoff aus dem Kadaver Hände und Gesicht einrieben". Das Gewicht des Skeletts betrug 4 bis 5 Tonnen, der ungeheure Schädel, der bei dem lebenden Tier kaum merkbar vom Rumpf sich abhebt, wog allein minbeftens 3 Tonnen. Das Gesamtgewicht bes Tieres waren 59 Tonnen im ganzen. Dem Museum wirb von ben Küstenwachen jeber gestranbete Wal gemelbet, die dem Gesetz nach als „Königliche Fische" der Krone gehören. Bei der Bergung des Riesentieres hatte man mit großen Schwierigkeiten ZU kämpfen. Der schwere Schädel versank tief in den Sand. Bald nach Beginn der 2(rbeit brach der Schädel vom Rumpf, wurde von der See hinweggespült und erst auf einer 10 Kilometer entfernten Sandbank wieder auf gefunden. Lin Forschungsrat der deuffchen Wiffenschast. Planung und Zusammenfassung aller Kräfte im Dienst des Vierjahresplans. Staatsbegräbnis für Generaloberst Graf von Bothmer. München, 22. März. (DNB.) Der im 85. Lebensjahre verstorbene Generaloberst Felix Gras von Bothmer wurde mit hohen militärischen Ehren zur letzten Ruhe geleitet. Im Hof der Prinz-Arnulf-Kaserne in der Türkenstraße war der Sarg aufgebahrt. Zu beiden Seiten hatten sechs Offiziere mit gezogenem Degen Ausstellung genommen, während hinter dem Sarge die Fahnenabordnungen des ehemaligen Jnfanterie-Leibregiments und des 14. Infanterieregiments, mit denen der Verstorbene besonders eng verbunden war, angetreten waren. Der Kommandierende General des VII. Armeekorps, General der Artillerie v o n R eich e n a u, würdigte die Persönlichkeit und die Taten des hervorragenden Armeeführers aus dem Großen Kriege. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden senkten sich die Degen der Offiziere. Die Ehrenformationen präsentierten, als General von Reichenau den Kranz des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht am Katafalk niederlegte. Im Auftrage ihrer Regierungen ehrten ferner der ungarischen und der österreichische Generalkonsul das Andenken des toten Heerführers, der im Weltkriege auch österreichisch-ungarische Heeresteile befehligte, mit prächtigen Kränzen. Don der nahen Markuskirche läuteten die Glocken, als sich die von Generalmajor Hartmann geführte Trauerparade ifi Bewegung setzte. Im Ostfriedhof wurde die Lafette bis zu den Stufen des Krematoriums vorgefahren, wo sechs Offiziere den Sarg auf den Katafalk setzten. Um 12.30 Uhr erschien der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg. Der Generalfeldmarschall legte einen Kranz nieder und salutierte vor dem Sarg mit erhobenem Marschallstab. Die Salutkompanie gab drei Ehrensalven ab. Daraus spielte die Kapelle den Bayerischen Präsentiermarsch. In der Halle des Krematoriums versammelten sich dann mit Reichsstatthalter General Ritter von Epp zahlreiche Offiziere der alten Armee. Rach der Einsegnung durch den evangelischen Geistlichen erfolgten für die Max-Joseph-Ordensritter, für die Offiziere des ehemaligen bayerischen Leibregiments und des Armee-Oberkommandos Süd im Weltkriege usw. Kranzniederlegungen unter Ansprachen, in denen die Verdienste des Generalobersten in Krieg und Frieden gewürdigt wurden. Behörden und presse. Ein bemerkenswerter Appell des Gauleiters Weinrich, Kassel. Die Landes stelle Kurhessen des Reichsministeriums für Volksausklärung und Propaganda veranstaltete auf Anregung des Landesverbandes Kurheffen des Reichsverbandes der deutschen Zeitungsverleger eine Besprechung mit den führenden Männern des Gaues und der kurhessischen Presse. Gauleiter Weinrich rief die Be- hördenleiter auf, an der wirtschaftlichen Sicherung der Presse tatkräftig mitzuarbeiten. Alle unnötigen und kostspieligen B e l a st u n g e n der Presse müßten unterbleiben. Die einmütige Zusammenarbeit mit den Zeitungen auf ein gemeinsames Ziel hin verlange, daß die von der Presse geforderte Arbeit auch bezahlt werde. An die anwesenden Schriftleiter richtete der Gauleiter die dringende Aufforderung, künftighin alle unberechtigten Wünsche und Anforderungen, behördliche Vorgänge kostenlos im redaktionellen Te il zu behandeln, zurückzuweisen. Gauv rbandslei er der AS -Gtudentemampfhilfe. NSG. Bei der Fahnenweihe des RSDStB. Gau Hessen-Nassau hat Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger an alle Altakademiker und ehemaligen Fachschüler den Appell zur Mitarbeit in der vom Stellvertreter des Führers neugegründeten NS.- Studentenkampfhilfe gerichtet. In ihr sollen alle ehemaligen Studenten und alle Förderer des deutschen Studententums in einer einheitlichen Organisation zusammengeschlossen werden, deren wesentliche Aufgabe es ist, den Kameradschaften des NS D.-Studentenbundes, der jungen nationalsozialistischen Mannschaft an Deutschlands Hoch- und Fachschulen, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Im Gau Hessen-Nassau hat Gaupersonalamtsleiter Walter H e y s e , M. d. R., die Gauverbandsleitung der NS.-Studentenkampfhilfe übernommen. Das Vertrauen des Gauleiters hat in Berlin, 23. März. (DNB.) Reichserziehungs- minister R u st hat für die ihm unterstehenden, sich mit der Forschung befassenden Stellen im Reichsgebiet einen Forschungsrat gebildet. Zum Präsidenten des Forschungsrates hat er den Dekan und ordentlichen Professor der Wehrtechnischen Fakultät der Technischen Hochschule Berlin General der Artillerie Dr. phil. h. c., Dr.-Jng. Karl Becker, zu dessen Stellvertreter den Chef des Amtes Wissenschaft im Reichserziehungsministerium Staatsminister Dr. phil. Wacker berufen. Der Forschungsrat hat die Aufgabe, alle Kräfte auf dem Gebiet der Forschung im Hinblick auf die durch den Vierjahresplan gegebenen Erfordernisse einheitlich zusammenzufassen und planmäßig einzusetzen. Bestimmte Wissenschaftszweige sollen auf das durch den Vierjahresplan gesteckte Ziel ausgerichtet und die Mittel auf Grund einer planmäßigen Stellung der Aufgaben verteilt werden. Diese Hervorhebung besonders wichtiger Forschungsaufgaben im Dienste des Volksganzen tastet den Grundsatz der freien Forschung, an dem gerade der nationalsozialistische Staat festhält, in keiner Weise an. Diese Freiheit der Forschung besteht aber nicht in der Natur der Aufgaben, sondern in der S e l b st ä n d i g k e i t ihres Verfahrens. In einem geschichtlichen Augenblick, in dem der Forschung Ziele von gewaltigen Umfang gestellt sind, deren Erreichung für das Volksganze lebensnotwendig ist, muß die Forschung sich mit besonderem Nachdruck gerade diesen Aufgabengebieten zuwenden und damit gegebenenfalls auch weniger wichtige und weniger dringliche Aufgaben selbst dann zurückstellen, wenn deren Bearbeitung dem bisherigen Arbeitsgebiet des Forschers oder der überkommenen Uebung bei der Verteilung der Mittel entspricht. Die Einrichtung des Forschungsrates dient so der Planungund Zusammenfassung aller verfügbaren Kräfte, beseitigt aber nicht die bisher auf dem Gebiet der Forschung bestehenden Stellen und deren Verwaltung. Es soll damit auch nicht neben den bisherigen Stellen eine weitere Organisation ins Leben gerufen werden. Außer dem Präsidenten und seinem Stellvertreter l-esteht der Forschungsrat aus dem Geschäftsführer der Verwaltung, einem Rechtsbeirat und besonders zu berufenden sachverständigen Wissenschaftlern als Leitern der einzelnen Fachgliederungen, die im For- schungsrat gebildet werden sollen. Der gerechten planmäßigen Verteilung der Mittel auf die einzelnen Fachgebiete dient der Hauptbeirat, der aus den Organen des Forschungsrates und den Präsidenten der deutschen Ge- ihm einen Mann auf diesen für die studentische Entwicklung im Gau bedeutungsvollen Posten gestellt, dessen hochschulpolitische Erfahrungen als Hochschul- gruppenführer des NSDStB. der Kampfzeit und dessen Tatkraft die Gewähr für einen erfolgreichen Aufbau der Kampfhilfe Hessen-Nassau geben. Kleine politische Rachrichten. In Berlin haben die deutsch-schweizerischen Verhandlungen über eine Neuregelung des Zahlungsverkehrs begonnen. Die deutsche Delegation steht unter Leitung des Ministerialdirektors H. Wohltat im Wirtschaftsministerium. Die schweizerische Delegation wird von Minister Stucky geführt. * Der österreichische Bundespräsident M i k l a s wird im Frühjahr in Erwiderung des Wiener Besuches des Reichsverwesers Admiral von Horthy zum Gegenbesuch nach Budapest kommen. * Mussolini nahm an Bord des Kreuzers „Pola" auf der Höhe von Sizilien nach Abschluß der Flottenübungen eine Parade ab. Nach der Parade setzte der Kreuzer „Pola" in Begleitung von vier weiteren Kreuzern seine Fahrt nach Gaeta fort. Von dort aus reifte der italienische Regierungschef sofort nach Rom weiter. * Das Unterhaus nahm die Verordnung an, durch die der englische Einfuhrzoll auf E i - sen- und Stahlerzeugnisse von 20 auf 10 v. H. herabgesetzt und der Zoll für Roheisen aufgehoben wird. Die Verordnung ist auf die große Stahlnachfrage, die durch meinschaft zur Erhaltung und Förderung der Forschung (deutsche Forschungsgemeinschaft) besteht. Der Forschungsrat stellt ein begutachtendes und entscheidendes Gremium dar, für das eine eigene organisatorische Untergliederung nicht bestellt wird. Die verwaltungsmäßigen Geschäfte werden durch die Einrichtungen der deutschen Forschungsgemeinschaft durchgeführt, deren stellvertretender Präsident gleichzeitig Geschäftsführer der Verwaltung des Forschungsrates ist. Die von der deutschen Forschungsgemeinschaft berufenen Ein- 3 e I b e r a t er sind für den Arbeitsbereich der Aufgaben des Forschungsrates dessen Mitarbeiter und Sachbearbeiter. Durch die Bildung des Forschungsrates wird daher Bestand und Aufgabe der deutschen Forschungsgemeinschaft nicht berührt. Vielmehr ist für ein sinnvolles Zusammenarbeiten gesorgt. Der Forschungsrat wird auf dem Gebiete der Aufgaben, die der Führer im Dier- jahresplan der deutschen Wissenschaft und Forschung gestellt hat, richtungweisend und bestimmend einwirken. Die Lehrnnttelstelle für Luflsahrttechmk. Berlin, 22. März. (DNB.) Reichserziehungs- minifter Rust besichtigte die vorn Reichserziehungsministerium gemeinsam mit dem Reichsluftfahrtministerium eingerichtete L e h r m i 11 e l st e l l e für L u f t f a h r 11 e ch n i k. Sie ist eingerichtet worden, um dem laufenden Bedarf der deutschen Forschungsinstitute der Technischen Hochschulen, der Universitäten und der Fachschulen a n Luftfahrt-, Forsch ungs-, Unterrichtsund Anschauungsgeräten zu entsprechen. Mit der Entwicklung der deutschen Luftfahrt hat seit 1933 ein außerordentlicher Bedarf an Ingenieuren, Diplomingenieuren und Forschern eingesetzt. Diesem Bedürfnis kann nur entsprochen werden durch eine planmäßige Ausvildungs arbeit. Ein wesentlicher Mangel des zuvor bestehenden Zustandes hierbei war, daß die Forfchungs- und Bildungsinstitute nicht alle die zur Ausbildung notwendigen Geräte erhielten. Diesen Uebelstand beseitigt die Lehr- rnittelstelle für Luftfahrttechnik: Bei der Luftwaffe, dem Luftverkehr und bei der Luftfahrtindustrie zur Ausscheidung kommendes Luftfahrtgerät wird der Lehrmittel st elle zugeführt. Nach einer kurzen Durchprüfung unö Sichtung wird dann das fertige Gerät zugeteilt. das neue englische Aufrüstungsprogramm entstanden ist, zurückzuführen. * * Dem amerikanischen Marineamt wurden genügende Mengen Stahl für Kriegsschiffbauten zugesichert. Daher kann sofort mit dem Bau von 6 Zerstörern und drei U-Booten begonnen werden, deren Kiellegung bisher durch Stahlmangel aufgehalten wurde. Gegenwärtig sind 6 7 Kriegsschiffe im Bau. Die Aufgabe der nationalpolitischen Erziehungsanstalten. Berlin, 22. März. (DNB.) Reichserziehungsminister R u st nahm in der nationalpolitischen Erziehungsanstalt in Spandau die erste gemeinsame Entlassung von 2 5 0 Abiturienten der zwölf preußischen nationalpolitischen Erziehungsanstalten vor. Es wurden sportliche Wettkämpfe oorgeführt, ein Beweis für die an den Anstalten geleistete ausgezeichnete körperliche Ertüchtigung. Dann sprach Reichsminister Rust in der Aula zu den Abiturienten. Es fei stets sein Ziel gewesen, aus den höheren Schulen den Geist der Absonderung zu entfernen. Daher seien diese Anstalten von vornherein in die Volksgemeinschaft eingefügt worden. Der Schüler müsse zum kämpferischen Menschen mit festem Charakter erzogen werden, weil das Vaterland nur vollwertige Männer brauchen könne, die bereit seien, sich restlos einzusetzen. Lebensfreude und Bummelei sind nicht dasselbe, Lebenseinsatz und Lebensbejährung gehören zusammen. Die jungen Abiturienten der nationalpolitischen Erziehungsanstalten versprechen, dem Führer die Treue zu halten. Aus aller Welk. Oie Ursache der Explosionskatastrophe in New London. neuyork, 22. März. (DJIB.) William Shaw, der Direktor der durch eine Gasexplosion zerstörten Schule von 7tew London hat vor einem Militäruntersuchungsgericht erklärt, daß die Schulleitung vor einem Monat in der Absicht, die Heizkosten zu senken, Gasrohre einer Privatgesellschaft, die unter dem Schulgebäude verlaufen, anzapfen ließ. Auf diese Weise wurde ohne Wissen der Privatgesellschaft dann Heizgas bezogen. Shaw, dessen eigener Sohn bei der Explosion getötet wurde, gab zu, daß mehrere Sachverständige ihn vor dem gefährlichen Gas gewarnt hatten und daß außerdem eine große Anzahl der Heizungsrohre ohne Abzugsventile waren und einfach im Mauerwerk der Wände endeten, fo daß also undichte Heizungskörper und gestohlenes Gas die Ursachen des furchtbaren Unglücks find. Der Funken von einem elektrischen Schalter hat die angesammelten Gase zur Entzündung gebracht. 4 2 6 Menschen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. General von Rundsledt 45 Jahre Soldat. Der Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos I, General der Infanterie von Rundstedt, feierte fein 45jähriges Militärjubiläum. Der General, der als Sohn eines preußischen Generals 1875 in Aschersleben geboren wurde, übernahm am l. Januar 1932 das Kommando der 3. Division. Mit der Beförderung zum General der Infanterie wurde er Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos I Berlin. Die „fliegende Herzogin" abgestürzt? Die als „fliegende Herzogin" bekannte englische Herzogin von Bedford wird seit Montag abend mit ihrem Flugzeug vermißt. Die Herzogin war zu einem Alleinflug in das Ueberschwemmungs- gebiet in Mittelengland aufgestiegen. Man nimmt an, daß sie in einem Schneesturm die Orientierung verloren hat und abgestürzt ist. Die Herzogin ist 71 Jahre alt. Sie hat sich durch mehrere Flüge nach Afrika und Indien einen Namen gemacht. Erst im Jalter von 61 Jähren befaßte sie sich ernsthaft mit dem Fliegen. Wieder Ueberschwemmung in Venedig. Innerhalb von wenigen Wochen ist Venedig zum z w e i t e n m a I von einer Ueberschwemmung heimgesucht worden. Der Markusplatz stand wiederum völlig unter Wasser, so daß der Verkehr nur mit Gondeln aufrechterhalten werden konnte. Der starke Sturm verursachte in der Lagune hohen Wellengang, so daß zahlreiche Motorboote und Barken untergingen. — In Turin trat nach einem sommerlich warmen Tage ein ungewöhnlich scharfer Witterungsumfchlag ein. Bei starkem Temperaturrückgang begann es — zum Staunen der Bevölkerung — lebhaft zu schneien. Besonders ausgiebige Schneefälle waren in den Alpentälern und auf den Bergen zu beobachten, wo vielfach Lawinen die Straßen verlegten. Schweres Autounglück bei Lübeck. Zwei junge Mädchen aus Lübeck, die an einem Fest in Bad Schwartau teilgenommen hatten, wollten mit einer Kraftdroschke heimfahren. Sie wurden von einem jungen Kaufmann und einem Bankangestellten begleitet. In einer Kurve geriet der Wagen ins Schleudern und prallte mit aller Wucht gegen einen Straßenbähnmast. Das eine Mädchen wurde getötet. Sein Begleiter erlitt so schwere Verletzungen, daß er wenig später starb. Die übrigen trugen ebenfalls schwere Verletzungen davon. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum* schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt dec Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. 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Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Neichsnaturschutzgesetz haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Naturschutzverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Ergänzungsbestimmungen noch juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Auf, Klärung, der. mit dem Naturschutz, mit dar Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien- und Her- barien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzensammler, Schmuckreisig-Verkäufer, Kranzbindereien und die mit der ttber- roachung der Märkte beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. tzügü Holet Beüus, W."MerWe Größere IBRIIEIFMAXIRIKIEM -Sammlung gegen Kasse zu kaufen gesucht. Eilofferten an E.Wenzel, Frankfurt a.M., Steinweg 3,Fernruf 26765 2003 D Herr August Weber Schloss er meister im Alter von 71 Jahren von seinem schweren Leiden erlöst. | Empfehlungen Lieh, den 22. März 1937. 2002 D Watzenborn-Steinberg, im März 1937 01477 geben. 2008Ö Barzahlung verkaufen. 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März (937 Dem Landesverteidigungsminister soll schon im Frieden ein Stab zur Verfügung stehen, der aus den geeignetsten Offizieren der drei Wehrmachtteile zu bestehen hat. Da solche Offiziere einer Sonder- ausbildung bedürfen, empfiehlt Petain hierfür die Schaffung einer Wehrmacht - Akademie (ähnlich wie sie Deutschland gebildet hat). Einen großen Vorteil verspricht sich PÄain davon, daß der neue Landesverteidigungs-Minister kein Politiker im engeren Sinn des Wortes sein soll; er kann daher sein Amt ebenso wie der beigegebene Generalstabschef längere Zeit ausüben, da er nicht bei jedem Kabinettswechsel durch einen neuen Mann ersetzt zu werden braucht. Bei der Mobilmachung bleiben die Ministerien bestehen; der Generalstabschef des Heeres, der Marine und der Luftstreitkräfte übernimmt den Oberbefehl über ihre Waffen, während der Generalstabschef des Landesverteidigungs-Ministeriums zum Leiter der Operationen auf allen Kriegsschauplätzen wird. Ohne sich in die Einzelheiten einzumischen, soll er das Amt des Schiedsrichters übernehmen und für die Zusammenarbeit sorgen. Gegen den Schluß entschlüpft Petain eine Bemerkung, die so recht charakteristisch für französische Zustände erscheint; er meint, natürlich werde der Einwand gegen seine Lösung kommen, daß es in Frankreich aus verschiedenen Gründen unerwünscht sei, die militärische Persönlichkeit, die über die drei Waffenbefehlshaber gesetzt werden solle, schon im Frieden zu bestimmen. Der Marschall erklärt zwar diesen Einwand für nicht stichhaltig, sieht sich aber genötigt, vorsichtig beizufügen: „Man kann zur Not diese Ernennung auf einen geeigneten Zeitpunkt verschieben", also wohl auf den Kriegsbeginn, „der erwählte Führer wird dann wenigstens in dem Stab des Landesverteidigungs-Ministeriums ein eingearbeitetes Organ oorfinden". Es ist nicht ausgeschlossen, daß Petain von vornherein jeden Verdacht, daß er selbst nach der höchsten militärischen Würde im Frieden strebe, von sich abwälzen will. Die Sache Hut aber wohl eine tiefere Bedeutung: Abgeschreckt von den Beispielen der beiden Napoleons, aber auch des eitlen Boulanger hat man in Frankreich dauernd Besorgnis, ein allzu mächtiger General könne sich in irgendeiner Form zum Alleinherrscher aufschwingen. Und damit schließt sich gewissermaßen der Ning unserer Betrachtungen und kehrt fast unwillkürlich zum Altertum zurück. Denn dem homerischen Ruf nach dem einheitlichen Oberbefehl stand zu allen Zeiten die Furcht vor dem militärischen Usurpator entgegen; im alten Achen werden fast gewohnheitsmäßig alle erfolgreichen Feldherren in die Verbannung geschickt, ehe sie etwa Diktatoren werden konnten. Das angeblich monarchistische Sparta hatte aus der gleichen Besorgnis heraus zwei Könige nebenein- ander, die sich im Schach halten, das republikanische Rom genau so zwei Konsuln, die sogar im Krieg noch täglich den Oberbefehl wechselten. Die Verwertung des Llnverwertbaren. Zur Philosophie des Mülleimers. Wie aus nichts wieder etwas werden, aus Abfall wieder ein Rohstoff entstehen kann und wie sich die heutige vorsorgliche nationale Wirtschaft im Kreislauf der wirtschaftlichen Stoffe dem Kreislauf des Geschehens in der Natur annähert, den der Mensch oft genug störend unterbricht, zeigt diese Betrachtung. Nützlicher Abfall. V. A. Ob es so sein muß oder ob es auch anders fein könnte, das entscheidet die Statistik nicht. Sie stellt nur trocken fest, daß auf 100 000 Einwohner etwa 100 Kubikmeter Müll im Jahr „kommen". Kleine Städte, das weiß man, können ihren Müll oft landwirtschaftlich verwerten. Seit Jahren macht Berlin mit einem Teil seines Mülls das Luch in der Nähe des Schlachtfeldes von Fehrbellin urbar. In München z. B. wird aus Müll Düngemehl gemacht. Wo man ihn verbrennt, gibt es Schlacken, die für den Wegebau, als Füllstoff für Zwischendecken, als Zuschlag für Mauersteine Verwendung finden. Der Flugsand, der bei der Verbrennung aufkommt, dient als Ersatz für Fango zu Packungen und Schlammbädern. Mancher Rheumatiker ist durch Müll schon gesund geworden. Alteisen aus dem Müll findet im Schrotthandel als Schmelzeisen Absatz. Daß aus dem Mülleimer Häuser gebaut werden, da sein Inhalt zu Bauplatte» verwendet wird, die im Baugewerbe stark gefragt sind — haben Sie auch noch nicht gewußt. Und daß eine opferwillige Arbeit unserer Jugend, die sich um die Mülleimer sorglich kümmert, dazu verhilft, daß aus Müllabfällen Schweine gemästet und so Koteletts aus Müll werden, ist uns als eine gute Tat bekannt und verdient ein besonderes Lob. Im Jahre 1837 begann der preußische Staat die erste Tiefbohrung nach Salz. Sehr ärgerlich war — es verursachte sehr viel Kosten —, daß man erst die kalireichen Fremdsalze wegschaffen mußte. Sie „versalzten" die Arbeit. Man nannte sie „Abraumsalze". Nichts konnte man damit anfangen. In stiller Forscherarbeit aber kam der Chemiker Justus von Liebig auf die Bedeutung des Kali für die richtige und gesunde Ernährung der Pflanze. So wurde aus dem Abraumsalz, das unnützerweise und unoerwertbar abfiel, ein Edelsalz. Der Bergbau stellte sich um. Die Kalisalze wurden ein unentbehrliches Düngemittel zur Belebung und Bereicherung des deutschen Ackenbodens. 1933 betrug der Absatz an Steinsalz 800 000 Tonnen und der des ehemaligen Abfallproduktes, des Reinkali, 884 000 Tonnen. Bei der Eisen- und Stahlgewinnung fallen große Mengen von Schlacken an. Seitdem man bei der Gewinnung von Flußeisen mit der Thomasbirne arbeitet, wird der Phosphor des Roheisens durch Zusatz von Kalk gebunden und so dem Eisen entzogen. Das gibt phosphorsauren Kalk in der Schlacke, der ebenfalls einst Abfall war. Heute mahlt man die Schlacke und bekommt ganz einfach jenes Thomasmehl, das der Bauer als phosphorhaltiges Düngemittel zu schätzen weiß. potenzierte Sonnenenergte. „Eiserne Engel" nannte man die ersten Dampfmaschinen. Sie waren fruchtbar und mehrten sich, und mit ihnen trat die Menschheit in das Zeitalter der Kohle. Je rascher die Technik fortschritt, desto mehr wurde die Kohle zum Gradmesser für die wirtschaftliche Einsicht und Tätigkeit der Völker. Ein neues Zeitalter brach an mit dem Bestreben, die in der Kohle verborgene und erhaltene Urenergie der Sonne zu veredeln, sie zu sammeln und zu vervielfachen, damit möglichst wenig ungenützt bleibe im Dienst am Menschen. Noch 1913 stammten 90 v. H. aller Kräfte der „eisernen Engel" aus der Verfeuerung von Kohle. 1934 nur noch 70 o. H. In derselben Spanne von 20 Jahren war der Anteil des Oels von 7 v. H. auf 24 v. H. gestiegen. 1914 waren nur 2,5 v. H. der Weltschiffstonnage auf Oelfeuerung- eingerichtet. 1934 schon 46 v. H. In derselben Zeit wurden aus 2 Millionen Kraftfahrzeugen 33 Millionen. Das Oel wurde zum Lebensblut der Flotten, der Armeen, der Luftgeschwader, überhaupt des Verkehrs zu Wasser und zu Lande. Aus dem Sohn eines armen Hausierers und Quacksalbers namens Rocke feiler, der sein bißchen Oel als Mittel gegen Krebs und Rheuma anzubringen versuchte, wurde der Herrscher eines der gewaltigsten Wirtschastsunternehmen der Erde, das bestimmend auf die Politik und die Geschäfte vieler Völker einwirkt. Aber dieses Oel war ursprünglich verkannt worden. Erst später lernte man aus Erdöl, das anfangs als Leuchtöl gebraucht wurde, Benzin und Treiböl gewinnen. Und es dauerte gar nicht lange, da war der Bedarf ungeheuer groß. Oelarme Länder wie Deutschland waren daher immer im Nachteil und von den weltbeherrschenden Auslandsgesellschaften des Erdöls abhängig. Aber es gelang schon vor dem Kriege deutscher Gelehrtenarbeit, gleichsam das Letzte an Sonnenenergie aus der Kohle herauszuholen, sie in Benzin oder Dieselöl zu verwandeln. Die Alleinherrschaft der ausländischen Weltmacht Oel war gebrochen, und der Kohle als dem wertvollsten Energierohstoff ihre Stellung wieder gegeben. Aus Braunkohle und Steinkohle wird heute im Verflüssigungsverfahren mehr als ein Drittel des gesamten Treibstoffverbrauchs Deutschlands „künstlich" gewonnen und bereits die Hälfte aller Leichttreibstoffe. Es ist nicht mehr lange, bis die 18 Monate vorbei sind. Dann stellen wir unser Benzin und zum Teil auch unser Dieselöl aus unserer Kohle selbst her. Wie im Jahre 1802 der Deutsche Achard unsere Unabhängigkeit vom Rohrzucker begründete, wie die Erfindung des künstlichen Stickstoffs im Weltkrieg das Ser einheitliche Oberbefehl im Kriege. Don Generalleutnant a. D. Karl von Schoch, ii. Marschall Petain geht in seinen Ausführungen in der Revue des Deux Mondes von den Landesgrenzen aus, die zu sichern sind. Er berechnet dabei die französische Grenze von Nizza bis Dünkirchen auf eine Ausdehnung von 1300 Kilometer; hierbei fällt auf, daß zwar die an die neutrale Schweiz grenzende Strecke mitgerechnet ist, nicht aber die Grenze zu Spanien (eine Tatsache, die angesichts der Vorgänge bei Hendaye fast einen tragikomischen Beigeschmack erhält). Die Küstenstrecke Frankreichs wird auf 3000 Kilometer angegeben, eine Erschwerung für die einheitliche Führung bildet zweifellos hier die vollkommene Trennung des Atlantischen Ozeans vom Mittelmeer; dazu kommt die Sicherung der überseeischen Besitzungen, insbesondere des Reiches in Nordafrika, dessen Verbindungen mit dem Mutterland gesichert werden müsse (der Hauptgrund, daß man eben auch in einem kommenden Krieg sich der Marokkaner und Schwarzen bedienen will, wird schamhaft verschwiegen). Wenn aber in diesem Zusammenhang Petain behauptet, die Einsetzung eines gemeinsamen Oberbefehls sei für Frankreich wohl noch nötiger als für andere Staaten, so muß dem entschieden widersprochen werden. Gewiß: „Frankreichs wichtigsten wirtschaftlichen und industriellen Hilfsquellen sind im Norden und Nordosten zusammengeballt"; sind unsere Hauptindustriegebiete Rhein- und Ruhrland im Westen, Sachsen und Schlesien im Osten etwa weniger gefährdet? „Paris liegt nur 300 Kilometer von der Grenze, Marseille in der Nähe feindlicher (italienischer?) Flughäfen." Nun, Berlin ist nur 200 Kilometer von unserer Ost- und Südgrenze entfernt; München nicht einmal 60, Dresden 35 Kilometer. Aber weit mehr als all das: Frankreichs Gesamt- bodensläche ist in seiner massig geschlossenen Form für Derteidigungszwecke fast ideal zu nennen, ihm fehlen so weithinausragende, gefährliche Zangen wie Schleswig-Holstein und Schlesien ganz und gar, aanz zu schweigen von dem unselig abgeschnürten Ostpreußen. Schließlich fällt noch sehr ins Gewicht: Deutschland grenzt nur mit 1200 Kilometer an das Meer, dagegen ist seine Grenze zu Land gleich 3650 Kilometer, also genau umgekehrt wie bei Frankreich. Wer aber wollte leugnen, daß im allgemeinen Küstenstrecken leichter zu verteidigen sind als andere Grenzen? Erinnert man sich schließlich noch daran, daß die französische Ostgrenze in Ausdehnung von 300 Kilometer durch die uneinnehmbare Maginotlinie gesichert ist, so kommt man immer wieder zum gleichen Ergebnis: Wenige Länder sind von Natur wie auch durch Kunstbauten so schwer angreifbar wie das Vaterland Petains. Der Marschall sucht im weiteren Verlauf die Notwendigkeit des gemeinsamen Oberbefehls für Frankreich damit zu begründen, daß sich Fragen des Landkrieges gegen einen einzelnen Feind oder gegen einen Feindbund, Fragen des Luft- wie des Seekrieges wie auch Kolonialfragen ergeben können, die alle nicht von getrennten Befehlsstellen abhängen dürfen. Als besondere Schwierigkeiten für den Einsatz der Luftwaffe zählt er noch auf: „Bei Kriegsausbruch sucht unsere Luftarmee zuerst die Bodenorganisation der feindlichen Luftwaffe zu vernichten; wenn nun in diesem Augenblick der Feind eine Menge motorisierter und gepanzerter Divisionen überraschend auf unsere Nordgrenze wirst und unsere Festungen zu überflügeln sucht (deutliche Anspielung auf Deutschland), wer wird dann über den Einsatz unserer Luftstreitkräfte und den Zeitpunkt ihres Eingreifens bestimmen?" Ober aber: Der Befehlshaber der Landmacht entschließt sich zu einer Entscheidungsschlacht; wer weist dann der Luftwaffe ihre Rolle in dieser Schlacht zu und bestimmt Ort und Zeit zum Eingreifen?" Die bisherigen Versuche zur Lösung sind nach Petain mißlungen; so sei es ganz falsch, die drei bestehenden militärischen Ministerien zu einem einzigen zu verschmelzen, sie hätten sich durchaus bewährt und überdies sei eine solche Zusammenfassung eine Aufgabe, der der Tüchtigste nicht gewachsen sein kann. Die Ministerien seien unentbehrlich. So ergibt sich von selbst die Forderung eines besonderen Staatsministeriums für die Vaterlandsverteidigung, dem die Regierung Vollmacht erteilen soll, alles unter einen Hut zu bringen. Guifchlafen-garmchlso einfach! 2on Friedrich Freksa. Ein altes Wort sagt: Gut schlafen ist besser als gut essen und trinken! Und in der Tat ist ein großer Teil der menschlichen Zivilisation aus dem Bedürfnis entstanden, für ruhigen und gesicherten Schlaf zu sorgen. Für den Schlaf baute man Hütte, Zelt, Haus und heute noch unterscheiden wir zwischen Völkern, die auf einer Bettstatt oder auf dem Boden schlafen. Wir wissen, daß die Menschen der Vorzeit die Höhlen suchten. Hier waren sie im Trocknen geborgen. Ein Feuer schützte die Höhle vor dem Zutritt wilder Tiere und machte sie warm. Dieses Höhlen- feuer nahmen die Menschen mit in die ersten Hütten, die sie bauten. Die Herdstatt war ein heiliger Ort. Hier wurde das Lager aufgeschlagen, wenn es kalt wurde. Das Feuer war Hüterin des Schlafes. Stämme, die in nördlichen, feuchten Breiten wandern mußten — Indianer, Lappen, Finnen — zündeten Feuer an, um den Boden zu trocknen. Auf die Asche werden weiche Zweige der Nabelhölzer aeworsen, und auf dem also gewärmten Boden schläft es sich unter Decken warm und gut. Die Chinesen haben die Erinnerung an diese warme Lagerstatt schweifender Jäger und Hirten bewahrt. Sie heizen eine Art von Lehmkisten, und auf diesen niedrigen Oefen bereiten sie das Lager wie ein warmes Nest. Diese einfachen Lagerstätten finden sich im Reiche der Mitte vor, wie sie im Uranfang waren, aber auch verfeinert, mit höchstem Luxus ausgestattet. Der große Mongolen-Eroberungszug nach Westen brachte dann diese Sitte nach Rußland. Und hier finden wir den gewaltigen Ofen des großrussischen Bauernhauses, auf dem die ganze Familie in den Winternächten schläft. Der Mensch gibt dem Menschen Wärme. Das haben die Feldsoldaten wühl gewußt, wenn sie im nassen Graben in den Fuchslöchern schlafen mußten oder in den feuchten Erdhöhlen Einer rückt zum andern. Das ist Urzeiterinnerung. Solche Urzeit-Erinnerung herrscht heute noch im Spreewald. Wie waren wir jungen Studenten erstaunt, als mir bei Spreewaldbauern übernachteten, und die ganze Familie beisammenfanden im zweistöckigen Bett, in dem man auch uns ein paar leere Plätze anwies. Aber das Staunen darüber vergeht, wenn man bedenkt, daß z. B. der Soldat in der Kaserne erst im 19. Jahrhundert sein eigenes Bett erhalten hat. Es galt in Frankreich als ein ungeheurer Fortschritt, als etwa um 1760 der große Kriegsminister Graf von Segur den Befehl gab, daß künftig nur noch zwei Soldaten in einem Bett liegen sollten, statt drei. Da, wo die Jäger und Hirten den Boden nicht zu heizen brauchten — in wärmeren Ländern also — ist die Lagerstatt eine Decke oder ein Teppich, in Japan eine Matte. Die Kultur dieser Lagerstatt gipfelt in der Nackenstütze. Der Kopf muß erhöht liegen. In die Haare soll kein Staub bringen und kein Ungeziefer. Und so wird eine Stütze geschnitzt, nicht sehr breit: es muß ein Halbkreis sein, und zur Zierde wird dagegen ein anderer Halbkreis gesetzt, der die beiden Füße bildet. In die obere Rundung schmiegt sich der Nacken. Für den Völkerkundigen ist es sehr wichtig, zu verfolgen, wo die Nackenstütze angewandt wird. Wir haben sie in den Wüstenländern Afrikas, wir finden sie in der Südsee und in Japan, zumal bei den Frauen, die durch die Nackenstütze ihre kunstvolle Haarfrisur, an der sie ganze Tage arbeiten müssen, zu erhalten wünschen. * In Japan, wo die Schlafkultur besonders durchgebildet wurde, werden auf dem Boden, auf dem Matten mit Holz befestigt sind, die Schlafmatten und Matratzen ausgebreitet und so das Lager sorgfältig hergerichtet. Am Tage wandert das ganze Lager in einen Wandschrank. Sehr praktisch sind Schlafraum und Lager skandinavischer Jäger. Es werden gleichlange Stangen, roh von den Blättern befreite junge Bäume, im Abstand von einem knappen Zentimeter nebeneinandergelegt und an den Spitzen durch Weiden oder Draht- banb miteinander verflochten. Diese Wand wird nun aufgerichtet und zu einer Kreisfläche getragen. Hier, auf dem Kreis, werden die Stangen mit den freien Enden aufgerichtet, so daß sich ein abgeschnittener Kegel mit einer Oeffnung nach oben ergibt. Von unten nach oben werden nun diese Stangen mit Laub verflochten und, wo möglich, mit Stroh bedeckt, so daß ein Wetterschutz entsteht. Den Eingang schneidet man sich so, daß man gebückt in das Innere gelangen kann. Dies aber ist das Wesentliche des flüchtigen Baues: Ein eiserner Korb wird unter der „Dachöffnung" in Dreiviertel-Mannshöhe aufgehängt, also in der Mitte des Kreises, und in diesem Korbe wird nicht zu trockenes Holz verbrannt. Der Rauch zieht nach oben ab, und so entsteht im Raum eine außerordentlich angenehme trockene Lust, in der es sich sehr wohl schlafen läßt, zumal, wenn man einen Schlafsack besitzt. Der Schlafsack aus weichen Fellen, mit der Haarseite nach innen genäht, ist für den nordischen Jäger oft ein Lebensretter gewesen. In der Arktis schläft man darin auch zu zweit oder zu dritt. Ohne Schlafsack hätte Frithjof Nansen niemals Grönland durchquert, hätte er feine berühmte Rückwanderung vom 86. Breitengrad bis Franz-Joseph-Land zusam- me mit Johannsen nicht vollbracht. Das Bett, die erhöhte Lagerstatt, ist das Zeichen ganz anderer Kulturkreise. Zum Bett gehört das Haus, das in der Vorzeit zumeist um einen Baum als den Träger des Daches errichtet wurde. Erhöhte Lagerstatt und darauf der Strohsack mit dem Kopfpolster — das ist das ursprüngliche germanische Bauernbett, bis mit der Verfeinerung des Lebens über dem Strohsack das Federbett und später die Matratze hinzukamen. Aus den niedrigen, warmen Hütten zogen die Menschen in steinerne Häuser. In den großen Sälen der Burgen war es im Winter kalt, und so wurde die Bettstatt zu einer eigenen Kammer. Die Hinterwand wurde hochgezogen. Säulen strebten von den Fußenden auf, darüber breitete sich eine Decke und rechts und links hingen schwere Teppiche herab, die das warme Nest gegen die kalte Luft von außen abschlossen. Das Lager selbst ward mit kostbaren Fellen zubereitet. Darin schliefen die Menschen unbekleidet. Aus Südeuropa zieht dann die große „Bettkultur" nach Norden, die Leinen- oder Seidenüberzüge, die Salpetermonopol Chiles brach, wie der deutsche Hüttenchemiker Thomas dem Eisen den Phosphor entziehen lehrte, so, daß wir Jnlanderze verwenden und uns frei von Englands Stahlmonopol machen konnten — so geht nun durch jahrelange stille Forscherarbeit die drückende Herrschaft der Weltmacht Oel für Deutschland allmählich zu Ende. Hausfrauen bauen Musiriewerke. Heute stehen große Werke, in denen aus Braunkohle Treibstoffe gemacht werden. Die Finanzierung erfolgte durch die Braunkohlenwirtschaft, sie ist in Wirklichkeit eine völkische Leistung. Man überlege einmal dies: die sichere Errichtung solcher großen Werke auf der Braunkohle ist ja nur deshalb möglich, weil die Braunkohlenwirtschaft als Ganzes durch ihren Absatz im Hausbrand gesichert ist. So kann man mit aller Bestimmtheit sagen, daß die deutsche Hausfrau mithilft, durch ihren Brikettver- brauch diese Werke zu errichten. Das freut uns alle, das leuchtet auch ein, daß somit in kleinem Maßstab auf dem Umweg über ihren Haushalt jede Hausfrau daran mitarbeitet, neue Werte zu schaffen. All das klingt wie ein Märchen aus unserer Zeit der Wirtschaft. Und damit in diesem „Märchen" auch der Bösewicht nicht fehle, sei folgendes berichtet. Es gehen in Deutschland redselige Leute um, die falsche Gerüchte über die Treibstoffgewinnung aus Braunkohle ausstreuen. Sie sagen, durch die Benzingewinnung aus der Braunkohle wird der wertvolle Brennstoff, der in voller Güte in die Haushalte gehört, entwertet. Was bliebe denn noch für ein Wärmewert übrig, wenn das Brikett zur Benzingewinnung gedient habe. Es würde ihm ja gleichsam sein Leben entzogen. Und — „überhaupt" (und das ist so ein berüchtigtes Wort der Gerüchtemacher), wie schnell seien die Braunkohlenvorräte zusammengeschmolzen, wenn aus ihnen in so großem Umfang Benzin gemacht wird? Was nun diese Leute da treiben, ist unverantwortlich. Und wenn Sie solche dummen und gefährlichen Redereien hören, dann antworten Sie: Die Benzinherstellung ist eine und die Belieferung der deutschen Haushalte mit Briketts eine andere Sache. Die für die Haushalte bestimmten Briketts haben mit der synthetischen Benzin- herstellung gar nichts zu tun. Nach dem heutigen Stand der Dinge werden nur etwa 5 o. H. der geförderten Braunkohle zu Benzin gemacht. Die änderen 95 v. H. werden wie bisher brikettiert. Und Braunkohle haben wir an sich genug, selbst wenn sich die Benzingewinnung noch gewaltig ausdehnen sollte, was im Sinne unserer wirtschaftlichen Freiheit nur zu wünschen wäre. Es wird dann ganz einfach mehr Braunkohle gefördert. Es ist ja genug da, noch für mindestens 400 Jahre. Es ist ferner unwahr, wenn in solchen Zusammenhängen davon geredet wird, daß nun das Brikett teurer würde. Einmal besteht hierzu gar kein Grund. Und zweitens kann man ja gerade die Brennstoffkosten für die breitesten Schichten des Volkes nicht beliebig verteuern. Auch über die Preisbildung wacht die Macht des nationalsozialistischen Staates, der mit solchen Gerüchtemachern noch immer sehr gut fertig wurde. Solche Leute sind der einzige wahre „Abfall", der im Prozeß der fast völligen Verwertung des Rohstoffes Kohle entsteht. Und — damit unsere Betrachtung zu ihrem Ausgangspunkt zurückkomme — solcher „Abfall" gehört nun wirklich auf den Müllhaufen der Geschichte, aber so, daß eine „Verwertung des Unoerwertbaren" ausgeschlossen bleibt. Voller Erfolg der neuen Veichsanleihe. Berlin, 19. März. (DNB.) Wie bereits bekannt- gegeben wurde, hatte die am 5. März erfolgte Zeichnung auf die 4prozentigen auslosbaren Schatzanweisungen des Deutschen Reiches von 1937, 1. Folge, einen so guten Verlauf genommen, daß sich das Konsortium schon am 5. Zeichnungstage entschlossen hatte, den ursprünglichen zur Zeichnung aufgelegten Betrag von 400 Millionen Mark zur Befriedigung der Nachfrage auf 600 Millionen Mark zu erhöhen. Nach dem am 18. d. M. erfolgten Schluß der Zeichnung hat sich ergeben, daß auch dieser erhöhte Betragvoll unter- gebracht worden ist. Nach den bisher vorliegenden Meldungen ist die Summe von 600 Millionen Mark um einen geringen Betrag überschritten worden. Die gezeichneten Vettäge können in voller Höhe zugeteilt werden. leichten, doch warmen Decken. Der Norden schafft mächtige kupferne Bettpfannen, die mit Holzkohlen gefüllt werden, und mit denen die Magd im Winter über die Betten streichen muß, damit die Feuchtigkeit des Leinens vergeht. Die Nachthemden werden erfunden. England bleibt es vorbehalten, den geschloffenen Nachtanzug zu schaffen, das Pyjama, ge- mäß dem Zivilisationsverlangen: der Mensch soll immer angezogen fein! Was Tiere leisten. Die Vorstellung, daß man die Tiere als Handwerker oder Schauspieler ansieht, ist uns ganz geläufig. Mit demselben Recht könnte man aber auch von anderen Berufen sprechen, die sie ausüben. So wenigstens schildert ein amerikanischer Zoologe die mannigfachen Tätigkeiten, die man in der Tier- wett beobachten kann. Die Bienen können danach als Mathematiker gelten, die Honigzellen sind von ihnen so konstruiert, daß sie mit Dem geringsten Material die größten Räume Herstellen und möglichst wenig durch Zwischenräume verlieren. Der Maulwurf ist ein Meteorologe, ebenso wie die vielen andere Tiere, die uns durch ihr verändertes Benehmen einen Wechsel der Witterung anzeigen. Der Nauttlius, dieser merkwürdige Meerbewohner, den man auch „Perl- oder Schiffsboot" nennt, ist ein richtiger Seemann, der seine Segel aufzieht und einzieht, Anker lichtet und andere seemännische Arbeiten vollbringt. Ganze Gattungen von Vögeln sind hervorragende Musiker. Der Biber ist zugleich Architekt, Zimmermeister und Holzschneider. Das Murmeltier ist ein sehr geschickter Ingenieur; es baut nicht nur Häuser, sondern errichtet auch Was- ferleitungen und Aquädukte. Wespen und Hornissen stellen Papier her, und die Erfindung des Papiers soll durch die Beobachtung und Nachahmung dieser Tiere gelungen sein. Der Fabrikatton von Geweben geben sich manche Insekten hin. Die Leistung des Seidenspinners ist ja allgemein bekannt und unübertroffen. Aber auch bei der Gewinnung von Kunstseide hat man von den Tieren gelernt. Ameisen sind treffliche Baumeister und zugleich militärische Genies. OJl.-tfport jatzleute). Jugend. der Laubach. Handball im Sporlkreis Gießen 130,50 (129,50) und Aschaffenburger Zellstoff Berlin Frankfurt a. M. 22-3. Datum 22.3- 20-3. 20 3. Wirtschaft enmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL Devi Ä ÄSÄ.S Söb-re Ausmahlung des loggens. 0,709 5,694 61,06 48,95 11,04 62,64 56,65 16,98 8,656 2,488 Schluß- kurs Schluß- kurs 0,711 5,706 61,18 49,05 11,06 62,76 56,77 17,02 8,674 2,492 Lahmeyer.......... Mainkraft........... Mannesmann....... Marisfelder Bergbau . Metallgefellschaft..... Orenstein & Koppel .. Rheinische Braunkohle Rheinische Elektro Rhetnsiahlwerke...... Schluß!. Abendbörse . 6 . ■! . 3 6'/- . 5 . 0 12 6 . 6 Japan...... Jugoslawien Oslo...... Wien....... Lissabon.... Stockholm .. Schweiz.... Spanien.... Prag....... Budapest.., Neuyork mit IG. auf 261 sich | ui | kul, xxjviyi | uyi uh gen und Pensionen auf 15,86 (15,61), sonstige Handlungsunkosten 19,56 (19,95) Millionen Mark. Eine wesentliche Erhöhung zeigen die Steuern und Ab- FwÄ. Die Hauptvereinigung der Deutschen Getreidewirtschaft hat im Interesse der notwendigen Vorratshaltung an Noggen angeordnet, daß Der 1. Kreisklasse. To. Hörnsheim — Tuspo. Groß-Rechtenbach 12:2 (2:1). Niemand, selbst Hörnsheim, hatte damit gerechnet, daß Groß-Rechtenbach so eindeutig geschlagen würde. Und doch ist das Ergebnis vollkommen in Ordnung. Die Platzbesitzer waren in Meisterform und ließen die Gäste zum Schluß gar nicht mehr aufkommen. Tv. Katzenfurt — Tv. Herborn 10:3 (6:1). Das „Derby der Dill" nahm ebenfalls einen überraschenden Ausgang. Katzenfurt war voll auf der Scheibe, und ehe sich die Gäste versahen, war die Niederlage unabwendbar. 2. krelsklasse. Tv. Lang-Göns — Tv. Hausen 9:5 (3:1). Es mag Entschuldigungen für die Niederlage von Hausen genug geben. Es darf ihnen auch zugutegehalten- werden, daß sie ihre komplette Mannschaft nicht zur Stelle hatten. Das alles ist aber hier nicht entscheidend. Denn der Gegner trat mit einer Mannschaft an, die nicht nur über eine gute Portion technisches Verständnis verfügte, die vor allem auch mit einem Elan an die Sache ging, daß irgendwelche Zweifel nicht aufzukommen brauchten. Mit diesem schönen Erfolg ist Lang-Göns nunmehr wart Seibert machte wichtige Ausführungen über die Veranstaltungsfolge, über einige Aende- rungen in der Spielordnung und schritt schließlich zur vorgesehenen Verlosung. Die Paarungen liegen nunmehr fest und man kann gespannt sein, wie die einzelnen Spiele enden werden. — Auf jeden Fall hat das Turnier eine derartige Beteiligung erfahren, daß es unumgänglich ist, schon am Samstagabend anzufangen. Auf diese Weise wird die Zeit herausgeholt, die für eine reibungslose Durchführung am Sonntag notwendig ist. Spielen werden am Samstag: die Gießener Vereine — MTV., Tv 1846, Sp.V. 1900 und VfB.-R. mit ihren zweiten Mannschaften, Tv. Heuchelheim II, Tv. Krofdorf und Tv. Wißmar, und zwar Vor- und Zwischenrunde. lieber die Leitung des Turniers wird folgendes bekannt: Bezirksspielwart Seibert Turnierleiter, Kreisfachamtsleiter Luh stellvertretender Turnierleiter, Kreisschiriobmann Drolsbach Obmann für Schiedsrichterwesen, Spielwarte Strack und Becker Oertliche Leitung. Volksschule Großen-Linden Bezirksmeister im Korbball. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. mit 157 (158) und Nordd. Lloyd mit 17,40 (17,65) zur Notiz. Am Rentenmarkt fanden Kommunal-Um- chukdung einige Nachfrage, zunächst mit unv. 91,30, dann auf 91,40 bis 91,45 erhöht. Reichsbahn-VA. plus 0,13 v. H. mit 125,25, dagegen Reichsaltbesitz 120,25 (120,40). Auch in der zweiten Börsenstunde dauerte am Aktienmarkt die Geschästsstille an allen Marktgebieten an und nennenswerte Kursveränderungen ergaben sich kaum. JG.-Farben eher etwas leichter mit 167 bis 167,50 nach 167,50, auch sonst hörte man teilweise weiter leicht abbröckelnde Kurse. Etwas erholt waren Hoesch mit 116,50 nach 116. Von erst später notierten Werten waren Junghans mit 126,50 (127,50) und RWE. mit 127,90 (128,75) 135,75 (135,25). Am Chemiemarkt bröckelten Farben auf 167,50 (168), Deutsche Erdöl 141,75 (142,75) und Scheideanstalt auf (261,50) ab. Von Montanwerten ermäßigten Hoesch auf 116 (117), Rheinstahl auf 156 (156,50), Verein. Stahl auf 118,50 (118,75) und Buderus auf 124,75 (125). Von Elektropapieren gingen Siemens auf 190,75 (192), Schuckert auf 163,25 (164) und Gesfürel auf 143,75 (144,13) zurück. Im einzelnen kamen Westdeutsche Kaufhof mit 58,50 (59), Daimler mit 125,75 (126,50), Zellstoff Waldhof gaben mit 11,99 (8,41) Millionen Mark. Unter Berücksichtigung des Vortrags aus 1935 von 1,01 (0,91) Millionen Mark ergibt sich ein Reingewinn von 11,12 (6,21) Millionen Mark. Hieraus werden vorweg 2,80 (—) Millionen Mark der gesetzlichen Reserve zugewiesen, die damit 21,5 v. H. des Aktienkapitals erreicht; nach Ausschüttung einer Dividende von 5 (4) v. H. und der an den Aufsichtsrat abzuführenden Vergütung von 0,07 (—) Millionen Mark wird ein Restbetrag von 1,76 Millionen Mark vorgetragen. Entsprechend der allgemeinen wirtschastlichen Entwicklung und der damit verbundenen Hebung der Verbrauchskraft ist eine bedeutende Erhöhung der Umsätze mit der Kundschaft eingetreten. Die Zahl der in Reichsmark unterhaltenen Konten stieg um rund 18 300, wodurch sich die Gesamtanzahl der in Reichsmark und Währungen unterhaltenen Konten auf rund 811 000 erhöhte. Die DD-Bank war Ende 1936 an 273 Plätzen durch Niederlassungen vertreten; daneben bestehen noch 173 Stadtdepositenkassen. In erheblichem Umfange wurden auch im vorigen Jahre Neueinstellungen vorgenommen. Wenn trotzdem die Anzahl der Gefolgschaftsmitglieder von 17 619 auf 17 282 zurückgegangen ist, so hängt das mit dem Eintritt in den Arbeits- oder Heeresdienst zusammen. Irühjahrswaldlauf am 11. April in Gießen. Den Auftakt für die Leichtathletiksaison bildet auch in diesem Jahre wieder der Frühjahrswaldlauf. Für den Sportkreis Gießen (umfassend die politischen Kreise Gießen, Alsfeld, Wetzlar und Dillenburg) kommt die Veranstaltung in Gießen auf dem 1900-Sportplatz zur Durchführung. Es ist die folgende Ausschreibung erlassen: Aktive. Klasse A (Langstreckler): etwa 5 Kilometer, Einzel- und Mannschaftslauf (Mannschaft---drei Mann und ein Ersatzmann). Klasse B (Mittelstreckler): etwa 3 Kilometer, Einzel- und Mannschaftslauf wie bei Klasse A. Formationen: etwa 2 Kilometer, nur Mann- schaftslauf (Mannschaft = fünf Mann und zwei Er- stärker verändert, sonst blieben die Kurse gegen beit Samstag meist behauptet. Der Einheits-Markt lag sehr ruhig, Motoren Darmstadt waren höher gesucht. Von Bankaktien Commerz 116,13 (—0,25). Abendbörse still. Für die Abendbörse lagen Aufträge kaum vor, so daß die Zurückhaltung anhielt. Trotz der Geschäftslosigkeit war die Haltung nicht unfreundlich. Die im Mittagsschlußverkehr eingetretenen Erholungen konnten sich behaupten. Gegen den Berliner Schluß zeigten die Kurse, die vielfach nur nominelle No- then hatten, nur geringe Abweichungen. Weiter erholt waren Deutsche Erdöl, mit 143,65 (142,75), dagegen gaben Gesfürel auf 143 (143,65) nach. Am Rentenmarkt war das Geschäft gleichfalls gering, Schutzgebietsanleihe Certif. wurden mit unv. 11,25 umgesetzt, Kommunal-Umschuldung wurden mit 91,45 bis 91,50 bewertet. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 22. März. Die Zufuhren an Brotgetreide sind noch immer gering. Durch die im Gange befindliche Roggenumtauschaktion durften nicht unwesentliche Mengen an Mahlroggen erfaßt werden. Am Futtermittelmarkt ist durch die äugen- blicklich in Abwicklung befindliche vierte OeAkuchen- zuteilung eine Erleichterung eingetreten. Die Versorgung mit Mühlenabfällen bleibt schwierig. Die Nachfrage nach Weizenmehl, besonders für die hellere Type, ist nach wie vor stark. Noggenmehl ist genügend vorhanden. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R 15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Dype 812 W 13 29,25, W 16 29,35, W 19 29,35, W 20 29,70, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23.30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palm- kuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 22. März. Auftrieb: Rinder 1218 (gegen 1086 am letzten Montagsmarkt), darunter 242 (223) Ochsen, 183 (142) Bullen, 611 (577) Kühe, 182 (144) Färsen. Kälber 744 (607), Hümmel und Schafe 79 (54), Schweine 6153 (4992). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 bis 45 (am 15.3. 43 bis 45), b) 39 bis 41 (39 bis 41), c) 36 (36). Bullen a) 41 bis 43 (42 bis 43), b) 36 bis 39 (39), c) 34 (34). Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 36 dis 39 (35 bis 39), c) 27 bis 33 (26 bis 33), d) 20 b'S 25 (18 bis 25). Färsen a) 41 bis 44 (42 bis 44), b) 39 bis 40 (40), c) 35 (35). Kälber a) 62 bis 65 (60 bis 65), b) 45 dis 55 (45 bis 55), c) 40 (40), d) 35 bis 40 (32 bis 40). Hämmel b2) 50 bis 52 (50 bis 52). Schafe wurden nicht notiert. Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 51,50 (51,50), d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50,50 (50,50). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber sehr lebhaft, ausverkauft. Hämmel und Schafe langsam, Ueberstand (39 Stück). Der nächste Viehmarkt findet am Mittwoch, 24. März, statt. Schweinemarkt in Alsfeld. > Alsfeld, 22. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt belief sich der Auftrieb auf 139 Ferkel, davon 48 Händlerschweine. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 18 bis 24 Mark, 8 bis 10 Wochen alte Tiere 24 bis 30 Mark. Der Handel verlief flott, es verblieb nur geringer Ueberstand. Der letzte Handballsonntag brachte eine Reihe äußerst spannender Kämpfe und zum Teil auch überraschende Ergebnisse. Angefangen in der Gauklasse, wo es Tuspo. Bettenhausen leichter als erwartet gelang, den begehrten Titel zu erreichen. Des weiteren ist der hohe Sieg der Hörnsheimer erwähnenswert, während es dem Tv. Lang-Göns gelang, die notwendigen Punkte für die Staffel- meisterfchaft der Staffel 1 der 2. Kreisklasse zu erringen. Schließlich interessiert noch der hohe Sieg, den der Tv. Wetzlar in einem abwechslungsreichen und spannenden Sieg über Tuspo. Kassel mit 8:5 (3:1) herausholte. Durch diesen Sieg ist Wetzlar endgültig vom Schluß der Tabelle gekommen und nimmt jetzt den ihm gebührenden Mittelplatz sicher ein. ihre Abteilung jein, zumal auch die Jugend Staffelsieger werden konnte. Mto. G i e ß e n II — Tv. W e tz l a r II 1:5 (1:4). Trotzdem die Gießener verstärkt antraten, war es nicht möglich, die Gäste zu schlagen. Bei den Gießenern machte es sich wieder einmal mehr bemerkbar, wie schädlich es für ein Mannschaftsgebilde ist, wenn man dauernd auswechselt und immer wieder neue Spieler zur Stelle hat. Den Reigen der Freundschaftsspiele scheinen die Jugendlichen eröffnen zu wollen. Denn sämtliche Spiele wurden von Jugendlichen ausgetragen. So fanden in Gießen gleich zwei Treffen statt, und zwar Mto. Gießen — Tv. Wetzlar 8:4 (4:2). Die Mtver bewiesen mit diesem eindeutigen Sieg erneut ihre derzeitige Form. Sie schlugen die Gäste, die über eine gut eingespielte Mannschaft verfügen, noch sicherer, als das Ergebnis ohnehin schon besagt. Tv. 1846 Gießen — Tv. Lützellinden , Schluß ’’ Mittag- börse Roggen von jetzt ab mindestens zu 80 v. H. aus- gemahlen werden müsse. Dementsprechend ist als Roggenmehl mit dem niedrigsten zugelassenen Aschegehalt die Type 1150 oorgeschrieben worden. Eingehende Backoersuche hätten ergeben, daß das mit der Type 1150 hergestellte Roggenbrot in jeder Hinsicht einwandfrei sei. Die Anordnung enthält weiter Uebergangsvorschriften für die Behandlung der vorhandenen Bestände an Roggenmehl der Type 997. Verbilligung des krebsfesten Kartoffelpflanzgutes. Fwd. Um die Umstellung des deutschen Kartoffelbaues auf krebsfeste Kartoffeln zu fördern, hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft auch für die Pflanzperiode 1937 erhebliche Mittel zur Verbilligung des krebsfesten Kartoffelpflanzgutes bereitgestellt. Die Mittel sollen in erster Linie dazu dienen, die KrebsherÄe in den Bflanzgut- erzeugungsgebieten (insbesondere in der Umgegend von Zuchtstätten und Dermehrungsstellen) sowie in denjenigen Pflanzguterzeugungsbezirken, in denen ich das Auftreten des Kartoffelkrebses für die Ausfuhr besonders erschwerend auswirkt, zu befeitigen. Außerdem sollen die Beihilfen zur ausreichenden Erzeugung krebsfesten Kartoffelpflanzgutes verwendet werden. Verbilligtes krebsfestes Pflanzgut soll in der Regel nur dem klein- und mittelbäuerlichen Besitz zugeleitet werden. Die Höhe der Beihilfe bei unmittel- arer Zuteilung darf sich nur auf anerkannte Zflanzkartoffeln derjenigen krebsfesten Sorten erwecken, die in der Reichssortenliste enthalten sind. Sämtliche Kartoffellieferungen, für die eine Verbilligung gewährt wird, werden auf Gesundheitszustand, Sortenechtheit und Reinheit überprüft. Rhein-Mainische Börse. Mtlagsbörse: Sehr still. Frankfurt a. M., 22. März. Die Börse lag am Anfang der Osterwoche wieder sehr still. Die Kundschaft' blieb weiter fast völlig vom Geschäft fern, auch die Kulisse verharrte in ihrer Zurückhaltung. Es lagen einige Abgaben vor, so daß die Kurse am Aktienmarkt bei nicht einheitlicher Entwicklung vorwiegend etwas nachließen. Auf ermäßigtem Stand zeigte sich verschiedentlich kleine Rückkaufsneigung. Etwas fester waren Reichsbank mit 194,75 (193,75), AG. für Verkehrswesen mit Nachdem die Winternässe die Austragung Winterkampfspiele in den Schulen immer wieder hinausgezögert hatte, standen sich dieser Tage die beiden Bestmannschaften des Bezirks Laubach auf dem Sportplatz in Groß-Eichen im Endspiel um die Bezirksmeisterschaft im Korbball gegenüber. Dabei gelang es den taktisch klüger spielenden Groß- Eichenern wider Erwarten, die körperlich überlege» neren und im Feldspiel mindestens ebenbürtigen Freienseener eindeutig mit 6:2 (2:1) zu besiegen. Sie danken ihren schönen Erfolg vor allem der größeren Entschlußkraft vor dem Korbraum, ihrer besseren Schuhlaune und Treffsicherheit. Die Volksschule Groh-Eichen ist damit Meister des Bezirks Oie Februar-Ausweise der Banken. Die monatlich erscheinenden Rohbilanzen der Banken sind mehr als eine trockene Aneinanderreihung von Ziffern. Sie sind der lebendige Spiegel der Lage, in der sich unsere Wirtschaft jeweils befindet. Seit Monaten wieder ist diese Lage durch eine außerordentlich starke Flüssigkeit gekennzeichnet. Die Wirtschaft ist imstande, ständig so viel Kapital freizusetzen, daß das Reich Zug um Zug die kurzftisti- gen Finanzierungsformen, auf die es die Durchführung seiner großzügigen Jnvestitionsaufgaben zunächst gestellt hat, in die langfristige Anleiheform umgießen kann. In welchem Zeitpunkt und in welchem Umfange dies möglich ist, dafür find die Monatsausweise der Banken ein wichtiger Barometer. Der Februar-Barometer steht zweifelsohne auf „schön . Denn Gesamtzuflüsse von 561 Mill. RM. bei anhaltender Entlastung der Wirtschaft von früher aufgenommenen Bankkrediten weisen auf einen starken Anlagebedarf hin, den die rasche Ueberzeich- nung der im März aufgelegten Konsolidierungsanleihe und die Erhöhung der ursprünglichen Emis- fionszifser um nicht weniger als 200 Mill. RM. bestätigt haben. In den März-Bilanzen der Banken wird die Transaktion ihren deutlichen Ausdruck finden. In den Februar-Ziffern lautete der Gegenwert der Einlagenzuflüffe Erhöhung der Wechfelbeftände, d. h. Verstärkung der Anlageliquidität. Im Zuge der Gesamtentwicklung ist die Anlageliquidität weiter gestiegen auf 43,3 v. H. bei den Großbanken bei einer Norm von 30 v. H., die das Kreditwesengesetz vorschreibt. OeuffcheBankundOisconto-Gesellschast im Lahre 1936. DHD. Als letzte der Großbanken legte die DD.-Bank ihr Rechnungswerk für 1936 vor. Aus Zinsen und Diskont wurden 1936 erzielt 55,0 (i. V. 50,47) Millionen Mark, aus Provisionen und Gebühren 75,18 (69,11) Mill. Mark. Dagegen erfuhren Perjonal- Die Barliquidität errechnete sich Ende Dezember 1936 auf 3,71 v. H. gegen 4,05 v. H. Ende Dezember 1935. Kafsenbestand, Guthaben auf Giro- und Postscheckkonten, fälliae Zins- und Divrdendenscheine sowie Schecks und Wechsel, Schatzwechsel, unverzinsliche Schatzanweisungen und bei der Reichsbank beleihbare Wertpapiere betrugen 51,07 (46,10) v. H. der gesamten Verpflichtungen. Dem Geschäftsbericht ist ein Sozialbericht beigegeben, der das soziale Wirken des Instituts schildert. Ihm ist u. a. zu entnehmen, daß im Altersaufbau die Zahl der älteren Angestellten einen beachtlichen Prozentteil in Anspruch nimmt, entfallen doch auf das Alter von 30 bis 40 Jahre 28,7 v. H. und auf das Alter von 40 bis 50 Jahre 27,8 v. H. Klaffe A (Jahrgang 1919/20): etwa 2 Kilometer, Einzel- und Mannschaftslauf (Mannschaft = drei Mann und ein Ersatzmann). Klasse B (Jahrgang 1921/22): etwa 1,5 Kilometer, Einzel- und Mannschaftslauf wie bei Klasse A. Jungvolk: etwa 1,5 Kilometer, nur Mannschaftslauf (Mannschaft = fünf Mann und zwei Ersatzleute). Die Meldungen sind bis zum 8. April 1937 an Kreisfachamtsleiter Gg. Richtberg, Gießen, Mühl- straße 32, zu richten. Vertreterversammlung zum Gießener Hallen-Handball-Turnier Arn Samstag fand unter sehr guter Beteiligung die Vertreterversammlung der beteiligten Vereine statt. Der Leiter der Veranstaltung, Bezirksspiel- Rbeinisch-Destfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 6 Salzdetfurth Kali.......... ?y2 Schuckert & Co...............6 Schrlltheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske...........8 Süddeutsche Zucker.......... 10 .Bereinigte Stahlwerke...... 8% Westdeutsche Kaufhof.........0 Westeregeln Alkali............6 Zellstoff Waldhof............6 Otavi Minen...............0.6 Accumulatoren-Fabrik.......12 ^KU-Kunstseide.............0 Aschaffenburg Zellstoff........8 Bemberg...................0 Bekula.....................8 Buderus Eisen...............4 Cement Heidelberg........... 7 dement Karlstadt............6 Chade A.-C..................9 Conti Gummi.............. 11 Daimler Motoren............5 Dessauer Gas............... 4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und SUber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Industrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel....................6 Th. Goldschmidt............. 5 Gritzner Maschinen........... 0 Harpener................. 2% Hoesch Eisen............... 3>/2 Philipp Holzmann........... 6 Ilse Bergbau................ 6 Ilse Genüsse................ 6 Kali Aschersleben............ 5 Klöcknerwerke ............. 4% Kokswerke und Chemische Fabrik 6 22-März Aimliche Notierung Geld \ Brief 18:14. Ein überaus torreiches Ergebnis, das der wurfgewaltige Sturm der Gießener entschied. Zwar waren auch die Gäste in dieser Beziehung recht gut, konnten aber leichter zu Erfolgen kommen, weil die einheimische Verteidigung große Lücken aufwies. Tv. Lang-Göns — Tv. Dornholzhau- f e n 14:4 (6:2). Dornholzhausen gab bei seinem ersten Auftreten eine recht gute Figur ad, konnte allerdings gegen das kluge Spiel der Platzbesitzer nicht viel bestellen. Gportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Boxen, Schulsaal der Schillerschule, Schillerstraße, 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen, Dolksbad, Seltersweg — für Männer und Frauen gemeinsam — 20 bis 21 Uhr; . nur für Frauen, 21 bis 22 Uhr. Staffelsieger und damit aufstiegberechtigt. Ein schö-I Reiten, Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 ner Erfolg. Die Vereinsspielleitung kann stolz auf l Uhr. » Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß?. Abend- börse Schluß- kurs Schluß! Mittag- börse Datum 20.3. 22.3 20.3- 22.3. 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 101 101,13 101 101,13 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 99 99 99 98,9 6y2% Douna-Anlethe von 1930 .. 103,25 103,25 103,4 103,5 4V2% Hessische Volksstaat von 1939 99,65 99,65 99,65 99,65 4yz% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 100,3 100,2 100,5 100,4 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. 98,5 98,5 98,5 98,75 Reichsanleihe-Altbesitz.......... 120,4 120,25 120,3 120,25 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 132,4 — — — 4%% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 98,25 98,25 — 98,25 5y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Ligu. Goldpfe............... 100,75 100,75 — 4x/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 98,25 98,25 — — 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 96,5 96,5 96,5 — 4y2% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6 ................ 95,75 95,75 _ _ Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte I.............. _ 128,6 128,75 128,65 41/2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4’/z% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 98,5 98,5 98,5 98,5 96,5 96,5 _ — 6y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 100,9 100,9 _ — 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 100,75 100,7 100,75 100,9 Steuergutschein-Verrechnungskurs 110,4 110,4 110,6 110,6 5% Goldmexikaner von 1899 .... — — — 4% Oesterreichische Goldrente.... — — — 4,2% Oesterreichische Stlberrente. — — — —— 4yz Ungarn Staats von 1913 .... — —— — 4% Ungarische Goldrente....... —— — — — 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — — — 5% Rumänen von 1903......... —— — — — 4y2% Rumänen Gold von 1913.. — — 4% Gnheits-Rumänen......... — ■—• — — 4% Türken Bagdad I........... —— — — — 4% Türken Bagdad II.......... — — — •— 2y«% I. Anatolier.............. — — • — — A.G. für Verkehrswesen......6 129,5 130 129,5 129,9 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 —— —— 43,5 16,5 — Hamburg-Amerika Paket......0 16,65 16,5 16,5 Norddeutscher Lloyd..........0 17,65 17,4 17,65 17,4 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 125,13 125,13 125,13 125,13 Reickisbanl................. 12 193,75 194,75 193 194,5 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 132 — 131,25 125,5 Commerz- und Pttvat-Bank ... -i 116,4 116,13 116,4 116,13 Deutsche Diskonto............< 120 120 120 120 Dresdner Bank....... 4 106,5 103 106,5 103 — — 211 211 135,25 135,75 — 135,25 113,25 112,5 113 112,5 — 165,13 166 165,75 125 124,13 124,5 124,75 165 162,25 —— —• — — — — — — — - - 190 190,65 190,75 190,75 126,5 126,25 126 125,75 —— — 112,4 112,75 142,75 143,65 141,75 143 261,5 260,5 — — 170 170 170,5 170,13 135,75 135 135,25 134,5 147,75 147,75 148,13 148,4 168 167,4 167,65 167,25 137,5 137 137 136,5 144,13 143 143 143,65 127 126,75 127 126,5 42,9 42,75 43,13 43 153 153 153 153 117 116,5 116,25 116,4 144,25 144 144,25 144,5 — — 176 175 144,75 145,5 144,75 145,5 135,75 135,75 136,25 135 123,5 123,5 124 123,5 — —— 144,5 143,5 124 125,25 124 124,75 93,5 93,25 — — 117,75 117,75 117,13 117,65 154,75 — 155 155 156,65 155,25 156 155,5 —— —— 90,25 90,75 — 229,5 229,75 229,75 — — — 131,13 156,5 156,25 156 156,5 128,75 127,9 127 127,4 142,75 142,5 143,13 142,4 180 — 180,5 178,5 164 163,25 163,25 163,25 — — 95 95,25 192 190,75 191,5 191,75 200 — — — 118,75 119 118,4 119,25 59 58,5 58,4 58,5 133 132 132,75 132 158 157 158 157,25 — 30,1 30 30 20 März 22 .März Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Bnes Buenos Aires............. 0,747 0,751 0,747 0,751 Brüssel................... 41,90 41 ,98 41,89 41,47 Rio de Janeiro............ 0,151 0,153 0,151 0,153 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Kopenhagen............... 54,26 54,36 54,26 54,36 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 47,14 London................... 12,15 12,18 12,15 12.1» HelsingsorS................ Paris.................... 5,365 5,375 1, 44 t5,365 15,375 Holland.................. Italien................... 13,09 '13dl 1^09 113/11 20. März Amtliche Notierung Geld Brief 0,709 0,711 5,694 5,706 61,06 61,18 48,95 49,05 11,04 11,06 62,64 62,76 56,65 56,77 16,98 17,02 8,656 8,674 —— ■ . I 2,488 2,492 ein P mer werden, zm Ulkes und auch z üer mdte Sprache t paziergänger. Ze Mrd) Aufklärung »zu beitragen, k sndnisloser Mitn Tagesk- Gau-Ausstellung durch Gau 10 bis < Säumen V i’br „Viel iäim x Men Vornan von schuß. Jpjen war Til W ihr TW Wie es und be Z lange warten Warzinmier vor in fd)i * °nt rufen' MS W P' Schützt te । |J1 Lr von 1 Daran, ' g t LU-".. K'L-"« Menden Pelz, ad) gern noch 'N nen erfreuen ien blAK f n Schließt M -re V, nW 3“ * Jod) abgesehen L erften Wunder P F “Ä ,räucher a cht ° 6 dienen, fand" saft in Md- zu Mn sind sur jebeutung. Den ii ihren ersten / 3nq, indem ste 1 «enden. 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Anstatt sich «ährend der Wanderung durch Wald und Feld an dem jungen, frischen Grün zu erfreuen, fühlt sich mancher von dem Drang beseelt, alle nur er- nichbaren Zweige, deren Grün sich Ichon besonders schön entwickelt hat mit nach Hause zu nehmen. 2,'sondere Dorliebe genießen in dieser Beziehung die Weidenkätzchen. Gedankenlos werden an We- qen und Feldrainen die Sträucher ihres ersten Schmuckes beraubt, und die meisten Menschen denken nicht daran, wie abstoßend der Anblick eines solchen geplünderten Baumes auf den Naturfreund wirkt und daß sie sogar anderen Volksgenossen durch ihre Handlungsweise empfindlichen Schaden zugefügt haben. Gewiß entspringt dieses Tun niemals einer Böswilligkeit; ja es ist auch zu verstehen, daß man noch den langen Wintermonaten besondere Freude (in den hübschen, silbergrauen, in der Sonne hellglänzenden Pelzkleid der Weidenkätzchen hat und sich euch gern noch in den nächsten Tagen zu Hause an ihnen erfreuen möchte. Doch ist dies noch kein Grund, einen blühenden Strauch seines Schmuckes zu berauben. Schließlich sollte man sich schon aus Rücksicht auf ondere Spaziergänger, die desselben Weges kommen, nicht zu solchen Handlungen verleiten lassen. Doch abgesehen von den ideellen Werten, die diese ersten Wunder der Natur in sich bergen, sollte jeder sich darüber klar sein, daß die blühenden Sträucher nicht ausschließlich zur Zierde des Weges dienen, sondern innerhalb ihrer Lebensgemein- fchnft in Feld, Wald oder Garten eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen haben. Gerade die Weidenkätzchen sind für unsere Bienenzucht von großer Bedeutung. Den Bienen bieten sie im Frühling bei ihren ersten Ausflügen die notwendige Nahrung, indem sie ihnen Nektar und Blütenstaub spenden. Nimmt ihnen der Spaziergänger diese Möglichkeit, so schadet er einmal der Volksgemeinschaft, da er den Bienen im zeitigen Frühjahr die einzige Nahrung für den Bau ihrer Waben ent- ziiht, zum anderen fügt er dem Imker Schaden 311, der ganz besonderen Wert auf die Pflege und den Schutz feiner frühen Bienenweide legt. Obwohl durch gesetzliche Vorschriften, öffentliche und private Aufklärungsarbeit auf dem Gebiete des Naturschutzes sich in den letzten Jahren schon vikles gegen früher gebessert hat, sprechen doch immer noch die rücksichtslos abgerissenen Zweige und achtlos fortgeworfenen Blumensträuße eine beredte Sprache vom geringen Natursinn vieler Spaziergänger. Jeder, der die Natur liebt, sollte durch Aufklärung und persönlichen Einsatz mit dazu beitragen, daß derartige Uebergriffe verständnisloser Mitmenschen in Zukunft immer seltener werden, zum Wohle des fleißigen Bienenvolkes und auch zum Besten der Allgemeinheit. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Gau-Ausstellung in der Volkshalle: 16 Uhr Er- öfinung durch Gauleiter Sprenger. — BDM., Ibtergau: 10 bis 20 Uhr Werkausstellung in den turnen des Klubs. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Illr „Viel Lärm um nichts. — Gloria-Palast, Sei- Das Mädchen mit dem Silberhaar. Roman von Anny von panhuyö. Schluß. Nachdruck verboten. Indessen war Tilli Bergschlag wieder umgekehrt. Eie hatte ihr Täschchen in ihrem Zimmer vergessen. Eie holte es und beeilte sich, um den Vater unten richt lange warten zu lassen. Als sie an einem Aochbarzimmer vorbeiging, hörte sie eine Helle Frauenstimme in schnellem, aber unkorrektem Französisch laut rufen: „Ich tue alles, was du willst, Benn du Graf Francois de Nethel heißt. Aber einen Herrn Günther Grevenstein heirate ich nicht!" Tillis Kopf fuhr hoch, und im nächsten Augen- Hitf hatte sie ohne vorheriges Anklopfen die Tür chgerissen, die sie irrtümlich schon einmal geöffnet. Sie nahm das sich ihr bietende Bild schnell in sich As und drückte die Tür fest hinter sich ins Schloß. „Was fällt Sie ein, was wollen Sie schon wieder hier?" fuhr Mabel Jonson ärgerlich auf die un- cebetene Besucherin los, die sie sofort wieder- vkannte. Günther Grevenstein war aus seiner knienden Mhing emporgetaumelt, als hätte man ihn grob Schoßen. Er überlegte, daß es doch nicht wieder Mall sein konnte, daß Tilli Bergschlag sich im Ammer geirrt. Daran konnte man einmal glaube, aber kein zweites Mal. Er war von ihr ober einem Beauftragten vielleicht schon längere Zeit bedachtet worden und saß nun in der Falle. Tilli stand schon dicht vor ihm, hob einen Arm, Ad gleich darauf riß sie an seinem Bart, als glaube sie, er wäre falsch und müsse sich lösen. Günther Grevenstein konnte einen leichten Ruf dis Schmerzes nicht unterdrücken. Er drängte ihre ijanb fort, schrie sie an: „Sinb Sie verrückt?" Er bebiente sich unwillkürlich ber französischen Sprache unb wandte sich an Mabel Jonson. „Diese Person scheint gemeingefährlich." Er wies Tilli Vergschlag zur Tür. „Sofort verlassen Sie bas Zimmer!" „Hier bin ich unb hier bleibe ich, bis ich bir vor dieser Dame, bie ja beine Braut sein soll, gesagt habe, was für ein Schuft bu bist, Günther Greven- [l?in. Der Spitzbart, ben bu bir hast wachsen lassen, führte mich leiber irre, sonst hätte ich dir schon beim chsnmal, als ich zufällig dieses Zimmer betrat, bie Wahrheit gesagt. Heute hörte ich beim Vorbeigehen ber Tür von ber Dame laut deinen Namen formen, ber zog mich herein." Sie schrie ihn an: ».schuft, Betrüger, logst mir Liebe und verlobtest dich mit mir, nur um meinem Vater Geld abzu- fohmen, bare zwanzigtausenb Mark. Dann ver- Kltoanbeft du plötzlich, schriebst mir, daß du nach Askika gehen wolltest Du wolltest dadurch deine Gpur hinter dir verwischen. Ich aber ahnte, daß Cj dich hierher gewandt hast, und der Zufall half foir dich sehr schnell finden, du Lügner, bu abscheu- lh-r Mensch!" Der Geschästsbelrieb an Den Oiierseierlagen. Don ber Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt: Im Handelsgewerbe dürfen offengehalten werden: Bäckereien am ersten Feiertag von 14 bis 17 Uhr; Konditoreien von 14 bis 17 Uhr; Blumenhandlungen und Gärtnereien (als Handelsbetrieb) an beiden Feiertagen von 9 bis 13 Uhr; das Austragen von Blumen ist gestattet am ersten Feiertag von 9 bis 13 Uhr und am zweiten Feiertag von 9 bis 16 Uhr; Friedhofsgärtnereien nur am ersten Feiertag von 8 bis 12 Uhr; Milchhandlungen jedoch nur zum Verkauf von frischer Milch und Sahne von 8 bis 11 Uhr; Speiseeis und Kaffeewirtschaften für den Verkauf von Speiseeis über die Straße von 10 bis 19 Uhr; Verkauf von Obst, Blumen, Backwaren (Brezeln, Salzftengel, Mohnstengel, Zwieback, Hartekuchen und Makronen), Süßigkeiten, Kastanien und Speiseeis auf öffentlichen Straßen und Plätzen, jedoch nur von einem festen Standplatz aus, von 11 bis 19 Uhr; Verkauf von Brezeln, Salzstengeln, kleinen Backwaren, Süßigkeiten, Kastanien und Blumen in Wirtschaften hausierend von 11 bis zu der für Gaststätten gültigen Polizeistunde; Zeitungsgroßhandlungen am ersten Feiertag von 6 bis 10 Uhr; Verkauf von Druckschriften auf öffentlichen Straßen unb Plätzen unb in Wirtschaften hausierenb von 6 bis 23 Uhr. In Jnbustrie unb Hanbwerk darf gearbeitet werden: Bäckereien und Konditoreien am zweiten Feiertag während einer Stunde in der Zeit von 4 bis 21 Uhr zur Vorbereitung des Werktagbetriebes: Blumen- und Kranzbindereien am ersten Feiertag von 8 bis 13 Uhr; Werkstätten für Kraftfahrzeuge zeitlich unbeschränkt, jedoch nur zum Abschleppen und Bergen beschädigter Fahrzeuge und Wiederherstellung ihrer Fahrbereitschaft, soweit ein sofortiger Gebrauch des Fahrzeugs notwendig ist. Es dürfen nur soviel Arbeiter und Angestellte beschäftigt werden, als wm Abschleppen und Bergen eines beschädigten Fahrzeuges gerade notwendig sind. Einstellhallen für Kraftfahrzeuge — Garagen — sowie Tankstellen zur Abgabe von Betriebsstoffen, Ersatzteilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge unbeschränkt; Photographengewerbe nur am ersten Feiertag von 10 bis 14 Uhr; Molkereien und Milchgroßhandlungen zur Belieferung der Kundschaft mit frischer Milch und frischer Sahne von 8 bis 12.30 Uhr; Friseurgewerbe am ersten Feiertag von 8 bis 11 Uhr; Badeanstalten bis 13 Uhr. Innerhalb der zulässigen Geschäfts- und Betriebszeiten dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter beschäftigt werden. tersweg: „Schlußakkord". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Mädchen Irene". Sfabtlfjeater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung von „Viel Lärm um nichts", Lustspiel von Shakespeare, statt. Spielleitung Dr. Schumacher a. G., musikalische Leitung Kapellmeister Ernst Bräuer, Tanzeinlage und choreographische Leitung Tanzmeisterin Irmgard Zenner. Die Vorstellung findet als 24. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. ENbefehl. heute nachmittag pünktlich um 3 Uhr treten alle hitterjungen des Standortes Gießen znm Empfang des Gauleiters auf dem Ludwigsplah an. ÄOM ilnteraau 116 Betr. Schwimmen. Dienstag, den 23. März 1937, ist Schwimmen für BDM., Mittwoch, den 24. März 1937, ist Schwimmen für IM BD2N.'7verkausskellung. Die Werkausstellung des BDM. in den Räumen des Klubs ist bis zum heutigen Dienstag einschließlich verlängert worden. Die Ausstellung ist heute bis 20 Uhr geöffnet. Die öeutfdic Arbeitsfront •’WX Ar9.=Gemeinfchaft„Kraft durch freute" Amt Reisen, Wandern und Urlaub. Gesperrte Fahrten. UF 16/37 Berchtesgadener Land; UF. 29/37 Allgäu; UF 34/37 Chiemsee; UF 35/37 Schwarzwald; UF 40/37 Rügen; UF 41/37 Schliersee; UF 51/37 Allgäu; UF 62/37 Berchtesgadener Land; UF 64/37 Reit im Winkel; UF. 69/37 Allgäu; UF 71/37 Oberammergau; SF 103/37 Norwegen; SF 104/37 Norwegen. Bei der SF 102/37 Norwegen besteht nur noch die Möglichkeit, männliche Teilnehmer mitzu- nehmen, dasselbe gilt für die SF 105/37 Norwegen. UF 8/37 vom 2. b i s 10. April Frankenwald. Teilnehmerpreis 34 Mark. Der Frankenwald ist wohl für manchen noch ein unbekanntes Land. Er ist ein Teil der bayerischen Ostmark und bildet die Brücke zwischen dem Fichtelgebirge und dem Thüringer Wald. Der Frankenwald ist eines der schönsten deutschen Waldgebiete. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle entgegen. Abschied von einem alten Mitkämpfer des Führers. Auf dem neuen Friedhof fand am gestrigen Montagnachmittag in Gegenwart einer großen Trauergemeinde die Bestattung von Franz Soldan statt. Der Heimgegangene, der zu dem Kreise der ältesten Mitkämpfer des Führers in Gießen gehörte und Träger des goldenen Parteiabzeichens war, erlag im 63. Lebensjahre einer langen und schweren Erkrankung. Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen mit den Fahnen der Bewegung gaben dem Heimgegangenen Kampfgefährten unb früheren Sturmführer der SA. das letzte Ehrengeleit, ebenso nahmen seine alten Kameraden vom Kavallerie-Verein Gießen unb seine Berufskameraden vom Gastwirtsgewerbe Abschied von ihm. Bei ber Trauerfeier in ber Kapelle bes Fried- hofs sprach Pfarrverwalter Damerau von der Mathäusgemeinde. An der letzten Ruhestätte des Entschlafenen würdigten ber Kreisobmann der DAF. Wagner als Vertreter bes Kreisleiters, SA.-Sturmbannführer F ö r st e r als Vertreter der Brigade 147 und der Standarte 116, sowie Orts- gruppenleiter Thomas als Leiter her Ortsgruppe Gießen-Nord das Wirken und die Verdienste des Heimgegangenen als Gefolgsmann unb alter Mitkämpfer bes Führers, als stets opferbereiter Helfer Ihre Worte überstürzten sich, unb über .hr schmales Gesicht spielte bie Glut ber Erregung. Er schob sie grob beiseite. „Muß ich mir benn bie Unverschämtheiten einer Wahnsinnigen gefallen lassen? Entfernen Sie sich sofort aus bem Zimmer!" Er packte sie bei ben Schultern, boch Mabel kam ihr zu Hilfe unb stieß ihn zurück. „Ich glaube alles, was bie Dame sagt, alles!" erklärte sie unb wies auf die Tür. „Sie müssen gehen, Sie unb nicht biefe Dame. Sie sinb ein Heirats- schwinbler, jetzt, ich weiß jetzt Bescheib. Mit eine blonbe Frau Sie hatten auch eine schlechtes Gewissen. Aber bas ist sehr egal jetzt. Fort! Ober ich klingle." Sie öffnet bie Tür. „Aus meine Augen, ich weiß jetzt, ich fein beinahe bie Frau von eine Hochstapler geworben." Ihr Französisch würbe vor Erregung immer schlechter, unb rote Flecken brannten auf ihren Wangen. Günther Grevenstein erkannte, hier gab es für ihn nichts mehr zu retten; jetzt barg jeher längere Aufenthalt für ihn nur Gefahr. Er verließ, ohne ein einziges Wort zu verlieren, bas Zimmer und hastete fort, so schnell er konnte. Als er auf der Straße stand, blickte er sich vergebens nach seinem Auto um. Zum Teufel, was bedeutet denn das nun wieder? Wo konnte das Auto hingekommen fein? Ein Mann kam auf ihn zu. Grevenstein fuhr zurück. Der Mann lachte breit: „Ich will ja nichts von Ihnen, muß Ihnen aber von einem Herrn mit weißem Spitzbart was bestellen Er sah wie Sie aus, nur älter. Wahrscheinlich war es der Herr Vater. Er beschrieb Sie mir und sagte, wenn so ein Herr aus bem Hotel käme, sollte ich sagen, er wäre im Auto mit dem Gepäck in die Rue de Grenelle gefahren. Es wäre irrtümlich etwas mit in bie Koffer gekommen, was er wichtig brauche. So, nun habe ich alles bestellt, bezahlt bin ich schon." Er brehte sich um unb ging pfeifenb davon Günther Grevenstein war vor Wut wie gelähmt. Das war ja heute ein verdammter Tag, ein Tag, der ihn mit einem Schlag wieder in die Misere zurückschleuderte, der er endgültig entronnen zu sein glaubte. Er war verzweifelt und wußte nicht, was tun. Sollte er noch einmal in die Rue de Grenelle? Eigentlich mußte er es tun, er konnte doch die Juwelen nicht einfach im Stich lassen. Erregt kam er im Palais Rethel an und fand den Grafen mit einem Fremden und den Koffern in seinem Arbeitszimmern. In Gegenwart des Fremden zwang er seinen Zorn leidlich nieder, aber ehe er überhaupt etwas sagen konnte, stellte der Graf vor: „Dieser Herr ist Henri Duplessis, ein alter Bekannter von mir unb einer unserer besten Privat- betektive. Ich traf ihn zum Glück vor ber Haustür, gerabe als ich Ihnen nachfolgen wollte, und nahm ihn mit. Auf dem Wege nach dem Hotel Continental, wo ich Sie mit Recht bei Mabel Jonson vermutete, unterrichtete ich ihn kurz über die Sad)* läge, und weil wir das Auto mit den Koffern fanden, befahl ich dem Chauffeur, heimzufahren. Uebri- gens hat ber kleine hübsche Hanbkoffer sein Geheimfach schon unterwegs öffnen müssen unb uns sein Geheimnis enthüllt." Es zog eine Zeitung, die ausgebreitet auf dem Tische lag, beiseite, und sah Günther Grevenstein das Diadem. Es funkelte ihn mit dem Rest seiner Brillanten unb Siphire an. Der Gras blinzelte zu Günther Grevenstein hin. ,Hch fürchte mich nicht mehr vor dem von Ihnen angebrohten Skanbal; ich habe es mir überlegt, es wäre feige. Also, ich behalte das Diabem, um es feiner rechtmäßigen Eigentümerin zurückzugeben, unb alles, was ich Ihnen zuqestehe, ist, baß Sie der Juwelen wegen, die schon fehlen, nicht verfolgt werden sollen. Nun gönnen Sie gehen ober fahren, wohin Sie wollen, falls Sie es nicht vorziehen, in Paris zu bleiben unb Anklage gegen mich zu erheben. Ich stehe zur Verfügung. Ich bin alt unb einsam, brauche auf niemanb Rücksicht zu nehmen unb wage es, ben von Ihnen angebrohten Skanbal herauszuforbern. Keiner würbe dabei geschäbigt werben, nur wir beibe." Das Telephon melbete sich. Günther Grevenstein wäre bem Grafen am liebsten an bie Kehle gesprungen, aber ber scharfe Blick bes Detektivs hielt ihn in Schach. Der Graf rief, nachbem er ein Weilchen gelauscht, in ben Apparat: „Wirklich? O, bas ist ja eine feine Entdeckung, unb Sie können von Herzen froh fein, Miß Mabel, bem Gauner boch entgangen zu fein." Dan wanbte sich Günther Grevenstein brüsk um unb ging zur Tür. Er ließ feine Koffer einfach im Stich unb schritt, fast ein wenig taumelnb, schnell an seinem vor bem Palais Rethel roartenben Auto vorbei. Der Chauffeur sah ihm verwunbert nach. Günther Grevenstein erinnerte sich plötzlich mit Genugtuung daran, daß in seiner Brieftasche Geld steckte unb sich auch ein paar kostbare Ringe unb Krawattennadeln dabei befanden. Er dachte, daß nun alles gleich war und es am klügsten fei, sich damit abzufinden. Als Hasardeur mußte er sich schon daran gewöhnen, auch Partien zu verlieren, bei denen alle Chancen zu seinen Gunsten gestanden hatten. Er überzeugte sich, ob er auch seinen Paß gut eingesteckt hatte, bann überrechnete er flüchtig, wieviel er noch an Banknoten besaß. Die Ringe unb Nabeln hatten auch hohen Wert. In einem ber Abenbzüge verließ er mit kleinem, schnell zusammengekauftem Gepäck Paris und reifte nach Genua, von dort wollte er übers Meer. Ein Ziel würde ihm untverwegs noch einfallen, vielleicht war es diesmal Buenos Aires. 27. Gegen Abend wurde im Hotel (Continental ein Päckchen für Franziska Radix abgegeben. Es kam vom Grafen Rethel und war von einem Brief begleitet. Franziska las ihn sofort. „ ... sende ich Ihnen die versprochenen Bilder Ihres Vaters. Wählen Sie davon aus, welche Ihnen am besten gefallen, ober behalten Sie alle, es steht Ihnen frei. Eine angenehme Neuigkeit: Ich hatte Glück und kann mein Versprechen halten, denn es gelang mir, Grevenstein das Diadem wieder abzujagen. Die Juwelenpracht ist allerdings schon stark gelichtet, aber es bleibt Oie Siegermannschaft ans dem Gerätekaripf in Lollar. % O Die Mannschaft des Vereins für Leibesübungen Lollar (von links nach rechts: Grothe, Bierau, Deibel, Moos), die den Sieger stellte. (Aufnahme: Scherd, Lollar.) von notleidenden Mitmenschen, insbesondere von hilfsbedürftigen Kampfkameraden. Der Leiter des Kavallerie-Vereins Gießen, Schneidermeister Hartmann, widmete bem alten Kavalleristen unb 23er» einstameraben ehrenbe Abfchiebsworte, als Sprecher feiner Berufsorganisation roibmete ihm der Leiter des Gaststättengewerbes von Gießen und Umgegend, Leopold Herr, Worte bes Dankes und bes treuen Gebenkens. Zahlreiche Kränze und Blu- menfpenben würben am Grabe niebergelegt. Arbeitsdienst hat Ruh. Am morgigen Mittwoch werben 120 Männer des Reichsarbeitsoienstlagers 5/222 „Justus von Liebig" den letzten Ausmarsch aus dem Avbeitsbienstlager am Philosophenwald machen. Es handelt sich dabei um die Kameraden des Arbeitsdienstes, die ihrer gesetzlichen Dienstpflicht mit dem Spaten genügt haben und nunmehr in die Heimat entlassen werden. Die jungen Männer werden morgen Mittwoch, 13 Uhr, geschlossen vom Arbeitsdienstlager ab- V116-380 VIM PUTZT ALLES ^nutdiUL und schönend immer noch ein gediegener Rest übrig, von dem Sie sich allerlei Schmuck arbeiten lassen können. Vielleicht hat Ihr Gatte bie Güte, mich morgen vormittag aufzusuchen, um bas Diabem in Empfang zu nehmen. Ich brächte es gern selbst, aber ich fürchte, Ihnen burch meine Gegenwart zu mißfallen, unb alles möchte ich eher als bas, feit ich erkannte, wessen ich mich gegen Ihre Eltern unb gegen Sie schulbig gemacht habe. Verzeihen Sie einem alten Mann, wenn es Ihnen möglich, bas ist meine innige Bitte an Sie. Ihr ergebener Jean Louis be Rethel." Franziska reichte den Brief stumm ihrem Manne und öffnete rasch das Päckchen. Es enthielt wohl ein Dutzend Photographien, jüngere und ältere desselben Mannes. Schlank war er, feine Züge waren von geradem, feinem Schnitt, und feine Augen hatten etwas Sonniges, Frohes. Die meisten Bilder stellten ihn in Uniform dar, einmal sah man ihn zu Pferde. Berthold Radix hatte inzwischen den Bries des Grafen gelesen und betrachtete jetzt ebenfalls die Bilder, sagte leise: „Famos sieht dein Vater aus, Frünze, und sehr liebenswert." „Wie eigen das ist, daß ich plötzlich weiß, wie mein Vater aussah, als er meine Mutter liebte. Beide sind tot, aber mir ift’s, als gehörte mir das Andenken an die nie gekannte Mutter erst richtig, seitdem ich weiß, wer mein Vater gewesen." Er nickte ernst. „Ich verstehe dich, Frünze." Gleich darauf lächelte er: „Wenn unser Kindchen groß sein wird, ganz gleich ob Bub ober Möbel, bann soll sein Herz allein entscheiben, so wie es bas meine getan. Der Liebe soll man nicht wehren." Franziska wählte drei ber Photographien für sich aus, unb bann las sie ben Fries bes ©rafen noch einmal langsam, Wort für Wort. Sie legte ihn beiseite, schlang bie Arme um ben Hals ihres Mannes unb sagte ein wenig ftorfenb: „Du mußt mich nicht etwa für ein rührseliges Geschöpf halten, Ber- thel, aber, weißt bu, es ist in bem Brief ein Etwas, bas quält mich mieber. Das fetzt mir zu. Er tut mir so leib, ber alte Mann, unb nun ich mir meinen Vater vorstellen kann, ift’s, als ob ich ihn sagen hörte, ich solle ihm ein wenig entgegenkommen, ihm, ber boch mein Großvater ist." Bertholb Rabix nahm ihren Kopf zärtlich in feine Hänbe unb küßte ben weichen jungen Munb „Tue, was bir bein Herz eingibt, Fränze. Was bu beginnst, ist richtig unb gut!" 21 tn nächsten Vormitag betraten sie zusammen bas Palis Rethel, unb Franziska erklärte bem alten Manne weich unb gütig: „Ich möchte, baß mein einziger Blutsverwanbter uns, meinem Manne und mir, nicht fremb gegenübersteht. Ich bin auch nur em Mensch, ber sich an bas heilig roahre Wort halten muß: Richtet nicht, auf baß ihr nicht gerichtet werbet! Wir wollen uns besser kennenlernen unb gute Freunbschaft schließen, Großvater!" Da neigte ber alte Herr bas Haupt unb küßte bte Rechte ber Enkelin lange unb anbachtsvoll. Bertholb Rabix aber nahm bie Linke seiner Frau unb küßte sie ebenfalls, lächelte dann den Grafen an: „Ich bin ber glücklichste Mann der Welt, weil ich in der Lebenslotterie die liebste und klügste Frau gewonnen habe." Landkreis Gießen. an R. R. Oberheffen oberen das sind die I STER FEST 1480V Ersfkla Beu Alle Os ^Sieleichi ^Auswahl marschieren. Der Marsch wird an der Neuen Pe- stalozzischule vorbei über den Ludwigsplatz, Neuenweg, Seltersweg, Frankfurter Straße, Liebigftraße zum Bahnhof gehen. Unsere Gießener Volksgenossen werden dabei wieder einmal Gelegenheit haben, das vortreffliche, straff disziplinierte Marschieren der Ardeitsdiegstmänner zu sehen und ihren schönen Marschgesang Zu hören. W,e das Deutsche Zrauenwerk arbeitet. schufen, pflegten und hegten, wurde in wenigen Stunden ein Raub der Flammen. Die prächtigsten Stämme des schlagbaren Waldes bis zum Unterhol; und den neu angelegten Kulturen sind zerstört, ausgedorrte Waldwiesen schwelten aus, und der beste humusreiche Roden verbrannte nutzlos. Kein Vogel kann mehr Schutz in den Zweigen der Bäume finden. Kein Mensch kann sich hier mehr unter rauschenden Baumkronen im kühlen, duftenden Walde erquicken und Erholung von des Tages Last und Arbeit und Entspannung finden. Dem Wild ist ein Stück Heimat genommen. Und so wiederholen sich alljährlich in fast allen deutschen Gauen diese entsetzlichen Waldbrandkata- strophen. Ein unermeßlicher Teil unseres Volksvermögens geht dabei verloren. Und warum diese Katastrophen? Warum diese sinnlose Vernichtung schönsten deutschen Gutes? Ist es nicht bereits schlimm genug, daß durch tierische und pflanzliche Schädlinge Millionenwerte unseres Waldgutes alljährlich verloren gehen? Muß da der »erbandes. Der n meister Haas, wir tzm Verdienste s ni Feuerwehrkrei tzabe. Er verspra bie Wehr zu leit« Zer Kameraden. a prad) seinen Dar mng aus. Die Ig M der neben Bi WmWten de ßuedbora unb , durch NMvvrir 'Schluß der 'Weise. D?. O&fken'sJiiUkpÜ&Wißackn! Gutes Rezept auf Seite S „Backen macht Freudei" Dr. Oetker-Rezeptbüch Preis 20 Pfg. Wq nicht erhältlich gegen Einsendung von Marken vqd Qr. AQau.4t Oetker, Üielefeld Wer sich böswillig weigert, an der Hilfsaktion teilzunehmen, macht sich strafbar. Denn der Schutz am deutschen Wald ist Dienst am deutschen Volk. ald brennt! Schuh dem Wald! - Dienst am Lolk! Mensch durch unverantwortlichen Leichtsinn und strafbare Unachtsamkeit auch noch dem Verderb die Hand reichen und sich dem Vernichtungsfeldzug anschließen? Wie oft hat schon ein achtlos fortgeworfener Zigarettenstummel eine derartig verheerende Wirkung ausgelöst! Aber daran denken die meisten Menschen im Walde nicht, sie haben nichts Böses im Sinn, aber es ist doch so bequem und man denkt sich ja auch nichts dabei, wenn man das Streichholz unausgelöscht zwischen das dürre Geäst wirft, oder den Pseifenkopf ausklopft und die brennenden Reste zwischen ausgetrocknetes Laub fallen läßt. Und wie schön ist ein Picknick im Walde — das „Lagerfeuer" darf natürlich nicht fehlen. Wenn auch die „lächerlichen Bürokraten" Gesetze und Paragraphen geschaffen haben, um alle diese Dinge zu verbieten, so sind diese doch nur für die Dummen geschaffen, denn die ganz besonders Schlauen denken: „man kann schon, man darf sich nur nicht kriegen lassen." Diesem Unwesen muh endlich gesteuert werden. Hier muh mit schärfsten Mitteln eingegriffen werden. Jeder Einsichtige sollte es sich zur Plicht machen. Leichtsinnige zurechtzuweisen. Für jeden sollte es nicht nur Gesetz, sondern eine Selbstverständlichkeit darslellen, in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober jedes offene Feuer dem Walde fernzuhallen und auch das anscheinend harmlose Pfeifchen wenigstens in dieser Zeit zu hause zu lassen. Er wird sehen, die würzige Waldluft bekommt ihm auch ohne 7U- fotin ganz prächtig! Sollte aber trotzdem das Unglück hereinbrechen, so ist es Pflicht eines jeden, schnell und umsichtig einzugreifen und tatkräftig mitzuhelfen. Ein entstehendes Feuer kann oft leicht ausgetreten, oder mit grünen Zweigen ausgeschlagen werden. Fühlt man sich dem Feuer nicht mehr gewachsen, so rufe man Waldarbeiter und Spaziergänger zur Hilfe herbei und vergesse nicht, das nächste Forsthaus, oder die naheliegende Gemeinde von dem Brand in Kenntnis zu setzen. Jeder ist verpflichtet, mitzuhelfen, um Unglück abzuwenden! Schulgeldzuschlag für die Klassen der Oberrealschule. Die Ratsherren sind mit den seitherigen Sätzen, die bei den drei oberen Klassen einen Zuschlag von monatlich 5 Mark für hiesige und 6 Mark für auswärtige Schüler auch für 1937/38 vorsehen, einverstanden. Reinigung der Straßen. Sofern der seitherige Unternehmer, dessen Vertrag am 31. März abläuft, eine Erneuerung des Vertrages nicht wünscht, soll die Arbeit zu den gleichen Bedingungen (350 Mark für zweimal wöchentliches Reinigen der städtischen Straßenteile und Plätze) ausgeschrieben werden. Anstellung eines städtischen Baurn- w a r t e s. Hierzu sind annähernd 30 Bewerbungen eingegangen, zum Teil auch aus andern Orten. Die Angelegenheit wird in die nichtöffentliche Sitzung verlegt. Anlage einer Maulbeerpflanzung. Es soll hier eine derartige Pflanzung angelegt werden, die 1000 Pflanzen umfaßt. Man hält ein Wiesengrundstück im Brunnental hierfür als geeignet. Ve r k e h r s b e s chr ä n k u n g in der Marktgasse. Ueber die unzulänglichen Verhältnisse dieser engen Straße ist man einer Meinung. Während einzelne Ratsherrn nur ein Parkverbot fordern, sprechen sich andere für eine Einbahnstraße aus, deren Verkehr in der Richtung Höfetränke nach Marktplatz gehen soll. 50 Jahre landwirtschaftlicher Konsumverein Beuern, < Beuern, 21. März. Der Landwirtschaftliche Konsumverein Beuern hatte seine Mitglieder zur Feier des 5 0jährigen B e- st e h e n s des Vereins in den Saal von Sommer- lad eingeladen. Ortsbauernführer Hermann begrüßte mit herzlichen Worten die Mitglieder und die Gäste. Er gedachte dann der im vergangenen Jahre verstorbenen sechs Mitglieder, deren Andenken in der üblichen Weise geehrt wurde. Direktor Schwalb erstattete sodann den Jahresbericht, der erkennen ließ, daß die Genossenschaft im vergangenen Jahre eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen konnte. Es war ein stets steigender Um- satz festzustellen, in dem das Vertrauen der Mitglieder zur Genossenschaft seinen Ausdruck fand. Der Umsatz belief sich im Jahre 1936 auf 192 000 Mark, etwa 30 000 Mark mehr als im Jahre 1935. Der Reingewinn belief sich auf 853 Mark. Die Genossenschaft zählt gegenwärtig 183 Mitglieder. Rechner August Ranft gab die Bilanz bekannt. Der Vorschlag des Vorstandes über die Verteilung des Reingewinnes fand die Billigung der Versammlung. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Im weiteren Verlaufe der Versammlung hielt Herr Fritz von der Bäuerlichen Warenzentrale einen Vortrag über I die Aufgaben der Genossenschaften innerhalb des Absch>edsfe»er in der Logischen pr.vat-tzandeisschuie. Die Schüler der Zwei-Jahresklassen B 1 und B 2 der Voglschen Privat-Handelsschule feierten nach ihrer bestandenen Reifeprüfung in kameradschaftlicher Weise den Abschied von der Schule. Die Kapelle Einbrodt lockerte mit ihren abwechselungsreichen Darbietungen die Veranstaltungsfolge auf. Nach Begrüßungsworten des Schülers Fr. Ära tz, der zugleich die Leitung der Veranstaltung dem Lehrer Seitz übertrug und einem frisch vorgetrage- genen Sinngedicht, bewies Kratz auch seine Fertigkeiten im Klavierspiel. In besinnlicher Art gab der Leiter der Schule, Diplom-Kaufmann Heyder einen Rückblick auf die Freuden und Leiden der zwei Schuljahre. Anschließend gab er noch einen Ueberblick über die kurz vor der Feier ihres 25jährigen Jubiläums stehenden Schule. Der Besitzer der Handelsschule, Herr Vogt, stellte den Schülern und Schülerinnen die ernste und große Arbeit dar, die in der Schule für die Schüler und für die deutsche Wirtschaft geleistet wurde. Mit Stolz konnte er von den Tausenden von Schülern, die durch die Anstalt gingen, berichten und von dem Gemeinschaftsgeist sprechen, der Schüler und Lehrer und die Vogtsche Schule derart verbinden, daß heute schon Kinder der ehemaligen Schüler zum Unterricht kommen. Mit Dan- kesworten an den Leiter Heyder und die Lehrerschaft für ihre Arbeit und guten Anregungen verband Herr Vogt auch die besten Wünsche für die Zukunft der Scheidenden, die durchweg alle bereits eine Stellung haben. Die beste Maschinenschreiberin, Frl. L i tz i u s, die 380 Anschläge fertig bringt, Zeigte ihre Vielseitigkeit auch auf dem Klavier. Berufsberater Leucht gab den angehenden Kaufleuten viele praktische Anregungen auf Grund seiner reichen Erfahrungen. In freundschaftlicher Art verwies er die jungen Menschen auf die großen Aufgaben, die ihnen der Beruf und das Leben stellt und ermahnte sie, sich tapfer und zäh zu bewähren. Das „Gießener Lied" beendete den ersten Teil der Feier, an den sich noch ein frohes Beisammensein anschloß. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 23. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, XA kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11/., Klasse D 10%, ungezeichnete 10, Wirsing, % kg (gelb) 12, (grün) 16 bis 20, Weißkraut 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12 Pf., % kg 1 bis 1,20 Mk., Tomaten, 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,65 bis 3,80 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 30, Zwetschenhonig 50, Suppenhühner 80 Pf. bis 1 Mk., Blumenkohl, das Stück 30 bis 45 Pf., Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 * LPD. Parken im Walde verboten. Autoausflüge finden vielfach an einem idyllischen Waldplatz ihr Ende. Es sei Deshalb daran erinnert, daß auf Grund von Verordnungen im Rahmen des preußischen Feld- und Forstpolizeigesetzes das Parken im Walde verboten Ht. Erst jüngst hat das Kammergericht (Juristische Wochenschau, Heft 12) einen Autobesitzer wegen verbotenen Parkens im Walde verurteilt. Er hatte seinen Kraftwagen im Walde 2 bis 3 Meter von einem Gestellweg entfernt aufgestellt und sich dann in der Nähe zu fröhlichem Picknick niedergelassen. Das Kammergericht wies ihn darauf hin, daß das Parken nur auf öffentlichen Wegen gestattet ist. wi L-l fett' El Ml' kLÄch-r I * Gemeinschastsempfang des Landvolkes. \ HermannGöringsprichtDienstag,18.3VUhr, ; über alle deutschen Sender. NSG. Wie bereits angekündigt, wendet sich der : Beauftragte des Führers für den Dierjahresplan, Ministerpräsident Hermann Göring, am heutigen Dienstag in einer bedeutsamen Rundfunkrede an das deutsche Landvolk. Wichtige Teilabschnitte der Erzeugungsschlacht für unsere Ernährungssicherung und ihre Regelung im zweiten Dierjahresplan werden das Fundament der Ausführungen Görings bilden und somit die Anteilnahme des gesamten Volkes beanspruchen. Die Uebertragung der Rede wird durch sämtliche deutsche Sender durchgeführt. In allen Dörfern des Gaues Hessen-Nassau sind umfassende Vorkehrungen getroffen worden, um einen Gemeinschaftsempfang durchzuführen. Als endgültiger Zeitpunkt der Uebertragung wurde Dienstag nachmittag 18.30 Uhr feftgelegt. VerdunkelungöübungimKreiöGcholten O Schotten, 23. März. Am gestrigen Montagabend fand im gesamten Kreis Schotten eine Verdunkelungsübung statt. Unter Leitung von Regierungsrat Schwan erfolgten Rundfahrten in einer großen Zahl von Autos in verschiedenen Richtungen durch den Kreis Schotten. Eine Fahrt ging über Schotten, Breungeshain, Sichenhausen, Hartmannshain, Gedern, die andere Fahrt über Ulrichstein, Freienseen, Laubach nach der anderen Seite des Bezirks. Die Papierfabrik Ober-Schmitten wurde besichtigt. Ueberall wurde festgestellt, daß die Verdunkelung, wie auch die eingeschränkte Beleuchtung ausgezeichnet funktionierten. Die Bevölkerung ist, wie überall bemerkt werden konnte, durchweg sehr gut geschult und hat volles Verständnis für die großen Aufgaben des Luftschutzes. Im Kurhaus „Vogelsberg" zu Schotten fand die Schlußbesprechung mit der Kritik über das Ergebnis der Verdunkelung statt, bei der verschiedene Vertreter das Wort ergriffen und mit Befriedigung betonten, daß die Verdunkelungsübung im Kreis Schotten ein voller Erfolg war. In Schotten selbst war die Organisation ebenfalls musterhaft. Die eingeschränkte Beleuchtung begann mit einbrechender Dunkelheit. Punkt 20 Uhr setzte die vollständige Verdunkelung auf besondere Signale hin ein. Ratherren -Sitzung in Grünberg. + Grünberg, 20. März. Hinsichtlich der Feldbereinigung konnte der Bürgermeister nach Auskunft bei der zuständigen Behörde mittei- len, daß nach dem vorgesehenen Arbeitsplan die Bereinigung für die Gemarkung so durchgeführt wird, daß im Herbst 1941 mit der Zuteilung der neuen Grundstücke gerechnet werden kann. Der Wald brennt. Lichterloh schlagen die Flarn- men empor — ein einziges Flammenmeer. Rauch- chwaden steigen zum Himmel empor und künden weithin das entsetzliche Unheil. Menschen hasten mit Pickel, Beil und Schippe umher,, von allen Seiten kommen in rascher Fahrt Hilfszüge und von fern ertönt bereits das Signal der herannahenden Feuerwehr. Und schon ist sie da! In Eile werden die Schläuche von der Trommel gerollt, und bald liegt eine mehrere hundert Meter lange Leitung bis zur nächsten Wasserstelle an einem Bach. Und da zischt es bereits. Gewaltige Wassermengen werden in die hoch auflodernden Feuergarben geschleudert. Während sich dicke Dampfwolken aus dem Feuermeer lösen, hallt weithin der scharfe Schlag der Axt. 100 Meter vor der Bandstelle werden schnell Graben gezogen. Rasch entsteht ein Wall gegen das erbarmungslos sich weiterfressende Element. Hier gilt es mit allen zur Verfügung stehenden Kräften bis zum Aeußersten zu kämpfen. Diese Bastion muß gehalten werden, um der verzehrenden Glut Trotz zu bieten und endlich Herr des grausigen Schauspiels zu werden. Noch tagelang qualmt und schwelt der vernichtete Wald. Trostlos ragen verkohlte Stämme als kümmerliche Reste eines stolzen Waldes anklagend empor. Ein schauriger Anblick! Was Generationen mit Blühe und Arbeit Vierjahresplanes. Oberrevifor Harkmann (Gießen) sprach ferner über die Entwicklung und die Aufgaben einer Genossenschaft und über ihre Unentbehrlichkeit im Wirtschaftsleben der Gegenwart. Er ermahnte die Mitglieder zu genossenschaftlicher den) festzustellen. "Y" Watzenborn-Steinberg, 22. März. Der hiesige Obst- und Gartenbauvereii, hielt bei Mitglied Ludwig S ch m a n d t seine Jahreshauptversammlung ab, in der zunächst des verstorbenen Mitglieds Johann Schmitt gedacht wuede. Anschließend sprach der Vorsitzende Lehrer Rätter über Den Obstbau im Rahmen des Dier- jahresplanes. Rechner Heinrich Schmandt gab den Kassenbericht bekannt, der mit einem Guthabei, abschloß. Die Kelter des Vereins wurde von den Mitgliedern stark in Anspruch genommen. Es konnten 511 Liter Süßmost her gestellt werden. Im weiteren Verlaufe der Versammlung legte Lehrer R ö t - t e r sein Amt nieder und übertrug dem neuen Vorsitzenden, Gärtner Häuser, die Vereinsgeschäfte. Ortsbauernführer Schäfer dankte dem bisherigen Vorsitzenden für feine zielbewußte Arbeit. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Verein sich auc£i unter der neuen Leitung weiter aufwärts entwickeln möge. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde beschlossen, im Herbst eine Ausstellung durchzuführen. Bei der Verlosung wurde jedes Mitglied mit einem Preis bedacht. cxd Eberstadt, 22. März. Die hiesige Bezugs- und Absatzgenossenschaft hielt im Gasthaus „Zum Adle/' ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst von Di em ar begrüßte die Mitglieder. Der Rechner Wilhelm Schneider erstattete den Kassenbericht, der einen U eberschuß aufmies. Die Bilanz wurde gutgeheißen, dem Rechner, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die Genossen- schäft zählt 111 Mitglieder. Aus dem Geschäftsbericht ging hervor, daß durch die Genossenschaft 3520 Zentner Düngemittel (498 Zentner mehr als im Vorjahr), 2188 Zentner Futtermittel (952 Zentner mehr als im Vorjahr) und 264 Zentner Saatgut (82 Zentner mehr als im Jahre 1935) und 458 Zentner Kohle bezogen wurden. Durch die Genossenschaft wurden außerdem 2980 Zentner Wintergetreide abgesetzt. Der angeschlossene Konsumverein hatte einen Warenumsatz von 20 695 Mark Ver- kaufswert zu verzeichnen. Die ausscheidenden Vor- standsmitglieder P. Görlach, Heinrich Müll e r und Georg Schmandt wurden wiedergewählt, für das Aufsichtsratsmitglied Willy Bender murbt August Felsing gewählt. Nach einer regen Aussprache fand die Versammlung ihren Abschluß. 5 Allendorf a. d. L d a., 22. März. Der non der hiesigen Ortsgruppe der NS. -Frauenschaft im Saale der ersten Schule veranstaltet? Heimabend war sehr gut besucht. Nach Eröffnung des Abends durch ” die Ortsgruppenleiterin Frau Strack, wurden Kostproben verschiedener Eintopfgerichte — hergestellt unter dem Gesichtspunkte größtmöglicher Sparsamkeit — mit den notwendigen Erläuterungen über die Zubereitungs- weise, herumgereicht, die ungeteilten Beifall fanden. Nach Bekanntgabe verschiedener geschäftliche: Angelegenheiten durch die Vorsitzende wurden di? ;S38,23 Wt !id OtofeuerM L Mr an der Mseuerwehrinan Hid über wichtige reiftet Mag el f LWktik. Infolge Jahre in Älter, [en einige Aemter DMvidmdmeister W. der el DMffen wird, en bien seitherigen Meinhard Haas, branhmeifter Hern meite Kommandc wurde zum Ehre! bie langjährigen 2 ssarl Becker und Mstmdsmitgliede, ,short auch weiter ttenfo verbleibt e Rainen. Reuest tarnen. »Eßiefo‘B Kunstse großer G’rnitu v°Merei KtOrsele »Felina« dcn neue’s ;Herren. Se'bMb, Treue. Im Zusammenhang mit dem 50jährigen Bestehen der Genossenschaft überreichte Oberrevifor Hart- mann dem Direktor eine Ehrenurkunde. Direktor Schwalb sprach anschließend über die Geschichte der Genossenschaft und wies auf die mannigfachen Einrichtungen hin, die den Mitgliedern zur Der- füqung stehen. Lagerhalter Pfeiffer richtete noch einige Worte an die Frauen der Mitglieder und forderte sie auf, sich stets bewußt zu sein, daß ihnen eine große Aufgabe im Kampf gegen den Verderb zugewiesen fei. v , Der weitere Verlauf des Abends brachte nach einer Kaffeepause musikalische Darbietungen der Kapelle Sommer lad. Die Geschwister Sommer- ; lad sangen unter Begleitung ihres Großvaters (Violine) drei zweistimmige Lieder, die regen Bei- fall fanden. Gemeinschaftlich gesungene Volkslieder trugen zur weiteren Unterhaltung bei. △ Großen-Linden, 21. März. Im Saal- 6au der Wirtschaft „Rebstock" veranstaltete die Ob er klasse unserer Volksschule ihre Entlassungsfeier. Der Klassenlehrer Reinheimer begrüßte die Versammlung. Im Mittelpunkt der Feier stand eine Reihe flott gespielter Theaterszenen, die zeigten, wie zwei schulentlassene Jungen auf großer Fahrt ihr Vaterland durchwandern und dabei seine Herrlichkeiten erleben. Rektor Siegfried wies in seiner Ansprache die jungen Menschen eindringlich auf ihre Pflichten gegen Volk, Führer und Vaterland hin. Mehrstimmige Chöre und Gedicht- vorträge umrahmten die Feier, die der Rektor in üblicher Weise schloß. I Großen-Linden, 22. März. Am Sams» tag hielt die hiesige Bäuerliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft ihre Generalversammlung bei Gastwirt Faber ab. Direktor Lang erstattete einen ausführlichen Jahresbericht. Der Mitgliederstand ist durch Ab- und Zugang derselbe geblieben-, er beträgt 183 Mitglieder. Der Umsatz an Handelsdünger ist zurückgegangen, dagegen ist der Ankauf von Futtermitteln wesentlich gestiegen. Rechner Pirr gab die Jahresbilanz bekannt. Der Vorschlag des Vorstandes über die Verteilung des Reingewinns fand die Billigung der Versammlung. Aus dem Vorstand schied aus Ludwig Vel- t e n XII., aus dem Aufsichtsrat Karl Faber III. und Ludwig Luh IX., die einstimmig wiedergewählt wurden. Es fand dann noch eine Aussprache über verschiedene Punkte statt. s. Lang-Göns, 22. März. Die Untersuchung des Rindviehs, Die schon seit einigen Wochen im Gange ist und unter Leitung des hiesigen Tierarztes W. Mehl durchgeführt wird, geht ihrem Ende entgegen. Es wurde von jedem Tiere eine Blutprobe genommen, um die Trager einer bestimmten ansteckenden Krankheit (Derkal- Die Mitglieder der Frauenschaft und des grauem wertes Der Ortsgruppe Gießen-Nord vereinten sich zu einem Gemeinschaftsabend im Cafö Leib. Die Leiterin, Frau S t a n d f u ß , sprach einleitend vom Deutschen Frauenwerk als der großen, gemeinsamen Heimat aller deutschen Frauen, gleichgültig, wo und in welcher Arbeit sie stehen. Sie gab einen Bericht über Die fünf Arbeitsgemeinschaften und betonte den Sinn ihrer Arbeit: die gegenseitige Erziehung und Das Gemeinschaftserlebnis. Das gemeinsam gesungene LieD „Der Wimer ist vergangen", Das Gedicht „Lenzfuge" aus den Liedern der Stille von Martin v. Katte, Worte von der jungen Kraft, Die immer wieder ans Licht empordrängt, und das Gedicht „Deutsche Ostern" leiteten über zu Dem Vortrag von Fräulein Fisch, der Gruppenleiterin Der Arbeitsgemeinschaft „Kultur, Erziehung, Schulung" über „Deutsches Brauchtum um Ostern". Sie erzählte von altgermanischen Bräuchen, von Den Osterfeuern, vom Besprengen der Fluren mit geweihtem Wasser und vom Eierwerfen und Eierrollen, und zeigte Die enge Verwandtschaft mit Den heutigen Bräuchen. Den Abschluß Des Abends bildete eine Singstunde mit Herrn Simon, Lehrer an Der Schillerschule, mit seinen Blockflötenkindern. Gemeinsam rourDe gesungen und gespielt „Erde schafft das Neue" und zwei Frühlingslieder. Dann spieUen Die Kinder eine Blockflötenmusik von Grieger. Reicher Beifall belohnte das gute, fleißig geübte Zusammenspiel, — dem die Kinder selbst ihre Helle Freude hatten. 1987 A Karfreitag Mittwoch von der See eintreffend; Kabeljau ohne Kopf 1985 a 500 g 22 im ganzen Fisch 500 g 20 Kabeljaufilet 500 g 34 I Deutsche Vollheringe,WStück 58 SCHADE & FULLGRABE m Sam» J 9 s unj vechmin. iong er. Der Wj. erselbe ge> er Um!o| ogegen p'i i gestieae-. lannt. L-, eilung i« iammlun: wig Bel. aber IH wiebergp Aussprch Unter, n seit eii» Leitung k führt mir) von jebr: die Trm it (Beck 22. Mürz uoereir seine M )st des oer tt gedch !nde Lehrer ! n des Bier- andtgab' r GuchM I e von Wi Es fonnfi Im ww [)ier 3tob neuen Vor- msgefchaft i bisheriger, eit. Er in sich auc is entwideir ierfamnM ■Hung dO l| >es W hiesige Z!' rft hielt« rersannM Ernst "0' ntner Sa« I 55) und 46 je Genossek würben onsMvM Mark $?!' bei*** ch VE der . regen s Abschluß ärz. ' s r au c, Nach uppenle* verschiß ”.r> 85! Der Necha« ^assenberi- ilanz wuA nb und der ie Genoss n GeschO lenosseM >r me^ E ' (952 N iifme „Hochzeitsbräuche in Schönwald (Oberschle- jcn)", „Flachsgewinnung" und „Herstellung des orzellans", durch den Schulungsleiter Pg. Strack r^rgeführt und mit den erforderlichen Erläuterungen versehen. Die Filme wurden von den Frauen rnt gespanntem Interesse verfolgt. In der' üblichen Beise wurde hierauf der Abend geschlossen. wg. Großen-Buseck, 22. März. Im Saal ier Wirtschaft „Zum kühlen Grund" fand eine Pauernversammlung statt. Ortsbauern- fthrer Wilhelm Schmidt sprach zuerst über die xeichsnährstandsschau in München und beschäftigte sich dann eingehend mit den Aufgaben der Bauern jmerhalb des Vierjahresplans. Insbesondere wies ne auf den diesjährigen Flachsanbau hin, der innerhalb unserer Gemarkung auf einer Fläche von frma 5,5 Morgen durchgeführt werden soll. Der jrtsbauernführer forderte auf, das durch Die Feld- tereinigung gewonnene Land im Schwalbenwald, das durch die starken Niederschläge sehr versumpft ist, durch gemeinschaftliche Arbeit der Besitzer zu drainieren. Im Anschluß daran sprach der Vertreter jcr Bäuerlichen Hauptgenossenschaft Fritz (Gießen) über die Roggenumtauschaktion und deren besondere jufga'be. + Grünberg, 22. März. Dieser Tage fand im „Hotel Hirsch" die ordentliche Hauptversammlung her Freiwilligen Feuerwehr statt. Der Leiter der Wehr, Hauptbrandmeister Seifert, ehrte das Andenken der drei verstorbenen Kameraden: Karl Jäckel VI., Peter Schmidt und Heinrich Schenk. Die Zahl der aktiven Wehrmänner einschließlich Altersabteilung (über 60 Jahre) beträgt 152, außerdem zählt die Wehr 38 fördernde Mit- iieder. Sechs ältere Wehrmänner wurden mit dem .'(fischen Feuerwehrehrenkreuz ausgezeichnet, ein amernd konnte für 60jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Durch eine Stiftung und eine Beihilfe der Brandversicherungskummer konnte ein neuer Hydrantenwagen beschafft werden, auch wurde eine Schiebele-iter mit Karren angeschafft. Die Rechnung zeigte eine Einnahme von 328,88 Mart und eine Ausgabe von 290,65 Mark, so daß ein Ueberschuß von 38,23 Mark verblieb. Löschmeister Kappes unb Oberfeuerwehrmann Balser berichteten über die Kurse an der Landesfeuerwehrschule in Mainz. Lberfeuerwehrmann Hofmann gab einen Ueber- biick über wichtige Verkehrsvorschriften, Oberbrand- treifter Magel sprach über die Grundregeln der Löschtaktik. Infolge des Erlasses, Wehrmänner über 6) Jahre in Altersabteilungen zu überführen, müssen einige Aemter der Wehr neu besetzt werden. Lauptbrandmeister Seifart, der seitherige Leiter hr Wehr, der ebenfalls von dieser Bestimmung tetroffen wird, ernannte zu seinem Nachfolger seilen seitherigen Stellvertreter, Oberbrandmeister Meinhard Haas, als dessen Stellvertreter Oberbrandmeister Hermann M a g e l. Der langjährige zweite Kommandant der Wehr Karl Schmidt wurde zum Ehrenkommandanten ernannt, ebenso die langjährigen Vorstandsmitglieder Karl Heidt, jiarl Becker und Georg Daniel Haas zu Ehrenvorstandsmitgliedern. Hauptbrandmeister Seifart gehört auch weiterhin dem Führerrat der Wehr an, ebenso verbleibt er bei dem Führerrat des Kreisverbandes. Der neue Leiter der Wehr, Oberbrandmeister Haas, würdigte in einer Ansprache die großen Verdienste seines Vorgängers, dessen Name in Feuerwehrkreisen allezeit einen guten Klang habe. Er versprach, im Sinne seines Vorgängers die Wehr zu leiten, und bat um die Unterstützung der Kameraden. Hauptbrandmeister Seifart sprach seinen Dank für die ihm gezollte Anerkennung aus. Die Tagung, die sehr stark besucht war, vnd der neben Bürgermeister Wagner auch die !! ommandanten der Freiwilligen Feuerwehren von Lueckborn und Stangenrod beiwohnten, wurde turch Musikoorträge der Kapelle verschönt. Der Schluß der Versammlung erfolgte in der üblichen Weise. nsf. Hungen, 22. März. Die Blockfrauen der NS. -Frauenschaft Hungen sammelten für das WHW. 922 Eier, ein erfreulicher Beweis für das Verständnis, das auch hier wieder die Bevölkerung den Bestrebungen des Führers entgegenbringt. Kreis Friedberg. < Münzenberg, 22. März. Mit dem dieser Tage abgeschlossenen Ausbildungskursus ist die Lustschutzschulung in unserem Orte abgeschlossen. Vier Frauen- und ein Mädchenkursus, in denen 174 Frauen und 33 Mädchen geschult worden waren, wurden abgehalten. Die Kurse galten jeweils der Unterrichtung über Luftschutzmahnahmen, insbesondere der Ausbildung in erster Hilfeleistung. )( Gambach , 22. März. Im Saale der Gastwirtschaft Müll hielt der Bezirkslehrerver- e i n Butzbach-Wettertal eine Familienfeier ab, die gut besucht war. Die Schule hatte die Ausgestaltung übernommen. Die Schulkinder jeden Alters wiesen gute musikalische Leistungen auf ihren Instrumenten (Blockflöte, Gitarre und Ziehharmonika) auf. Sowohl im Einzel-, als auch im Zusammenspiel mit Gesang wurde die vielseitige Verwendbarkeit der Instrumente im Unterricht vorgeführt. Das Volkslied kam dabei auch zu seinem Recht. Ein kameradschaftliches Beisammensein schloß sich an. Kreis Schotten. t Groß-Eichen, 19. März. Am Mittwochabend traten unsere Pimpfe zum ersten Male mit einem Volksgemeinschaftsabend im Saale von Ed. Rahn an die Öffentlichkeit. Fähnleinführer Peters (Flenfunger Hof) leitete den Abend. Jungbannführer Seiler (Alsfeld) sprach zur Elternschaft aufklärende Worte über den Dienst des Jungvolks im Reiche Adolf Hitlers. Dann folgten in bunter Zusammenstellung lustige Theaterstücke, Lieder der Pimpfe und gemeinsam gesungene Volkslieder, sowie einige Heimatgedichte. Der Abend fand bei allen Besuchern reichen Beifall. — Die Landmädel von Groß-Eichen, Höckersdorf und Sellnrod waren zum Reichsberufswettkampf hier versammelt. Im Schulsaale fand di"e theoretische Prüfung der in drei Klassen angetretenen 38 Mädchen statt. Die praktischen Prüfungen wurden in verschiedenen Bauernhöfen vorgenommen. Als Prüfer wirkten Lehrer Becker und Lehrer Muth von hier, sowie die Lehrerin Frl. Sommerlab von Sellnrod unter Leitung des Ortsbauernführers, Bürgermeister Ernst Greif. Das Gesamtergebnis ist recht erfreulich. Die beste Leistung waren 138 Punkte. — Im oberen Schulsaale fand ein öffentlicher Schulungsabend der NSDAP, statt. Lehrer Schneider -Babenhausen sprach über das Thema „Die Raubzüge des Mittelalters". Kreis Alsfeld. „!" Ober-Ohmen, 22. März. Die hiesige Kriegerkameradschaft beging ihr 60jähri- ges Bestehen. Aus diesem Anlaß fand im Saale des Kameraden Horst innerhalb der Kameradschaft eine schlichte Feier statt. Kameradschaftsführer Otto Philippi gab zunächst einen Ueberblick über die Geschichte des Vereins und konnte zu seiner Freude feststellen, daß einer der Gründer noch am Leben ist. Es ist dies Kamerad Johann Stritter, Altoeteran von 1866 und 1870, der jetzt im 93. Lebensjahre steht und sich guter Rüstigkeit erfreut. Viele Kameraden folgten im Weltkrieg der Fahne. 22 erhielten das Eyrenkreuz mit Schwertern, 4 das Ehrenkreuz ohne Schwerter. 5 Kameraden kehrten aus dem Ringen nicht mehr zurück. Der Kameradschaftsführer gab seiner großen Freude über die Wehrmacht des Dritten Reiches Ausdruck. Ein unterhaltsamer Teil schloß die Kameradschaftsfeier. — Die Kriegerkameradschaft ist gegenwärtig dabei, einen neuen Schieß st and zu errichten. Erstklassige Zuschneider Bewährte Fachkräfte Ausgesuchte Stoffe Beste Zutaten das sind die Vorteile unserer bekannten Maßschneiderei. Sperren- Sßekleidungsfjaus Gießen Marktplatz Ruf 2584 Vertragslieferant d. Heereskieiderkasse 1987 A Alle Osterwiinsche können Sie leicht erfüllen, wenn Sie meine reichhaltige Auswahl einer Durchsicht unterziehen — Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er« mäßigten Grundpreis von 5 Pf. für dieMllimeier« geile veröffentlicht ... und Ihr Garten? Wann fangen Sie an mit der Bodenbearbeitung? Mit guten Geräten ist’s viel leichter. Spaten, Grabegabeln, Rechen, Bodenfräse, Rillenzieher, Pflanzhölzer, Gießkannen. 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März. Es dürfte wohl eine Seltenheit sein, daß in einem Dorf in einer Woche drei größere Gehöfte ihre Besitzer wechseln. Das war in unserem Orte der Fall. Sägewerksbesitzer Hill erwarb das seiner Schneiderei gegenüberliegende Gebäude und hat sofort größere Umbauten vornehmen lassen. Büroräume, sowie eine größere Garage für Last- und Personenwagen werden eingebaut. Das stattliche Gebäude der Geschirrfabrik Louis Völzing wurde von Metzgermeister Hühnergart (Elpenrod) erworben. Es soll hier eine Großschlächterei eingerichtet werden. Auch hier sollen noch größere Umbauten vorgenommen werden. Das Wohnhaus mit Werkstatt des Lehrer-Tagungen Bezirk Großen-Buseck. ch Bersrod, 22. März. Dieser Tage hielt der Bezirk Großen-Buseck des NSLB. unter Leitung von Schulrat Nebeling (Gießen) seine zweite Ganztagung ab, diesmal in Bersrod. Die Tagung sollte zeigen, in welchem Maße die Schule an der Lösung von zwei großen Aufgaben mithelfen kann, nämlich der Frage der Rohstoffversorgung und der Ernährung des deutschen Volkes. Zwei Lehrstunden und ein Vortrag dienten diesem Gedanken. Die Schüler der Oberklasse bearbeiteten gruppenweise „Rohstoffe und Rohstoffversorgung": Motorisierung, Erdöle und Treibstoffe, Kohle und Holz, Metalle, Baumwolle und Wolle, Flachs und Jute, Seide und Kunstseide. Alle Einzelthemen liefen aus in die Frage: Inwieweit können wir in all diesen Stoffen unseren Bedarf decken, was müssen wir einführen, wie können wir unsere Jnlandsproduktion steigern, um uns vom Ausland weitgehend unabhängig zu machen? Mit großem Interesse und mit viel Liebe hatten die Schüler unter Leitung ihres Lehrers Heß eine Fülle von Anschauungsmaterial zusammengetragen; Aufsätze und Bilder aus Zeitungen, Zeitschriften und Nachschlagwerken, selbstangefertigte Zeichnungen, Uebersichten und Modelle, Mineralien, Erze, Metalle, Spinnräder und Geräte zur Flachsbereitung usw. In einem besonderen Vortrag behandelte Lehrer Heß noch einmal eingehend die Frage der Rohstoffversorgung. Die Lehrprobe in der Unterklasse (Lehrer Heiß) über das Ernährungshilfswerk zeigte mehr die lcmd- und hauswirtschaftliche Seite des Themas. Auch hier gilt es: Haushalten mit dem, was uns der deutsche Boden an Nahrungs- und Futtermitteln liefert. Nach eingehender Aussprache über Vortrag und Lehrproben wurde die Tagung in der üblichen Form geschlossen. Bezirk Grünberg. + Grünberg, 19. März. Heute fand hier als letzte in Kreise die Tagung des Bezirks Gründ erg im NS. -Lehrerbund statt. Am Morgen versammelten sich die Lehrer von Grünberg und den benachbarten Orten unter Leitung von Kreisschulrat Nebeling im Volksschulgebäude. Die Tagung begann mit Frühsport, Tagesspruch und Lied. In der ersten Lehrprobe zeigte Schuloer- walter Jost mit den Schülern des 4. Schuljahres Möglichkeiten des praktischen Rechnens am Ende dieses Schuljahres. Die zweite Lehrprobe behandelte mit den Schülern des 5. und 6. Schuljahres heimatgebundenen Geschichtsunterricht. Lehrer von hier verzogenen Schreinermeisters K. Hedde - r i ch erwarb der Milchfubrmann Scharmann. £ Windhausen, 22. März. Wie in anderen Gemeinden wurde auch hier in der Bürgermeisterei ein Ehrenbuch der Kriegsteilnehmer und Gefallenen aufgelegt, das in diesen Tagen vollendet wurde. Sämtliche Kriegsteilnehmer, die auf fast allen Schlachtfeldern Europas gekämpft haben, stellten Bilder zur Verfügung und in kunstvoller Schrift wurde die militärische Laufbahn, Teilnahme an Feldzügen und Schlachten, sowie Auszeichnungen ausgezeichnet. Besonders ausgeftat- tet wurde der Teil des Buches, der von den Gefallenen berichtet. Eine spätere Generation wird aus diesen knappen Angaben dennoch ermessen können, was unser Volk in diesen Kriegsjahren geleistet hat. Vogelsberger Bauern haben sogar an der mazedonischen Grenze für Deutschland gekämpft. In einem weiteren Teil wird festgehalten, welche Opfer die Heimat gebracht hat, unter welchen Schwierigkeiten die Ernte eingebracht wurde usw. im Kreise Gießen. Wenzel zeigte mittelalterliches Leben und Treiben der Ritterzeit an der von dem Landgrafen Ludwig III. im Jahre 1186 gegründeten Burg Grünberg. Im Anschluß an beide Lehrproben fand unter Leitung des Kreisschulrates die Besprechung statt. Anschließend wurden einige Mitteilungen bekanntgegeben. Ein gemeinsames Eintopfessen, das den Bereiterinnen, den techn. Lehrerinnen Köhler und Brüning und den Berufsschülerinnen alle Ehre machte, vereinigte die Teilnehmer in der Schulküche. Die Mittagspause wurde durch einen Gang an Burg, Stadtkirche und Brunnental ausgefüllt. An der folgenden Tagung des Bezirksvereins Grünberg im „Wilden Mann" nahmen auch die Berufskameraden von der Oberrealschule teil. Obmann Peppler als geborener Grünberger hatte sich die Entwicklung unserer Stadt von der Gründung bis zur Gegenwart als Thema seines Vortrages gewählt. Schulrat Nebeling sprach in eingehender Weise zu den Fragen des Unterrichtes, insbesondere über die Aufgaben und die Arbeit der Schule im heutigen Staate. Mittlerweile war auch der Kreisfachschaftsleiter der Fachschaft Volksschule, Dr. Reibt von Heuchelheim, eingetroffen. Er behandelte in seinen Ausführungen den neuen Bildungsplan mit dem „Ganzheitsunterricht", der auf der letzten Tagung der Kreisfachschaftsleiter in Kaul- stoß Gegenstand eingehender Besprechung war. Nach kurzer, reger Aussprache gab Kreisschulrat Nebe - fing richtunggebende Anweisungen für diesen Unterricht und die Uebernahme in die Praxis, die den Beifall aller Teilnehmer fanden. Der bei den übrigen Tagungen im Kreise sich anschließende Elternabend konnte leider nicht durch- yeführt werden, da die Turnhalle anderweitig be- |etzt war. Bezirk Londorf. & Allendorf a. d. L d a., 18. März. Gestern fand hier die Bezirkslehrerkonferenz des Bezirks Londorf unter Leitung von Kreisschulrat Nebeling statt. Vormittags wurden nach vorausgegangenem Frühsport der Lehrer und Schüler im Schulsaale der 1. Klasse je eine Lehrprobe der 2. Klasse — Lehrer Schöne — über Ortsgeschichte und der 3. Klasse — Lehrer Heil — über Höhlenmenschen durch die Lehrer und den Kreisschulrat abgehalten. Anschließend wurde das von der Kochschule unter Leitung der Lehrerin Frl. Lerch hergerichtete Mittagessen gemeinschaftlich eingenommen. Nachmittags fand in der Gastwirtschaft von Horn Lieber Naturschutz und Naturkunde Hugo Bermühler Verlages, Derlin^Lichlerfelde.^Bittt^rl^angen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler das ausführlich bebilderte Werbeblatt , Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher". Hier abschneiden I Seifenpulver gende und fettlösende Eigenschaften besitzen. Natronseifen sind fest, während Kaliseifen wie Schmierseifen weich sind. Seifen, bei denen die sich bildenden Salze ausgeschieden sind, nennt man Kernseifen, sie zeichnen sich auch durch geringen Wassergehalt aus, während billige Seifen sehr wasserhaltig sind. Glyzerinseifen sind mit Glyzerin versetzt. Die Güte einer Seife erkennt man an ihrem fetten festen Schaum und daran, daß beim Schneiden die Schnittflächen glatt sind. Für die Körperpflege wähle man nur neutrale Seifen oder Kernseifen, von denen die Haut nicht gereizt wird. Menschen mit empfindlicher Haut gebrauchen am besten nicht parfümierte Seifen, Kinderseifen, und fetten nach dem Waschen die Haut leicht ein. Jede Seife schäumt schlecht in hartem, kalkhaltigem Wasser und wird dadurch ihrer Wirkung beraubt, weshalb man besonders zum Wäschewaschen nur weiches ober weichgemachtes Wasser verwenden soll. Seife selbst zu bereiten, ist sehr umständlich, langwierig und verbreitet üblen Geruch und lohnt sich daher bei kleinen Mengen nicht. Seifenpulver, Seifenflocken, gemahlene Seife, mit wäschereinigenden Zusätzen, die als Markenartikel erhättlich sind. Seifenreste kann man völlig aufbrauchen, wenn man sie in einen Seifenbeutel tut ober in einer Flasche mit heißem Wasser zu flüssiger Seife auflöst. 463 Sekl Seifenrinde, andere Bezeichnung für Quillajarinde. Seifenslein, Aetznatron, Aetzkali, sehr giftige chemische Verbindung, die zum Verseifen von Fetten benutzt wirb. Seil, bicke gebrehte Flachs- ober Hanfschnur. Seim, Bezeichnung für flüfsigen Honig ober Blütennektar. Seitenstechen ist eine gewöhnlich harmlose Erscheinung, bie bei schnellem Laufen unb Springen beobachtet wirb. Nach kurzem Ausruhen geht bie Erscheinung von selbst roieber zurück. Tritt aber Seitenstechen ohne vorherige körperliche Anstrengung auf, so kann es ein Zeichen sein für Rippenfellreizung, aber auch wenn babei noch yieber usw. besteht, für eine Lungenentzün- bung. Dann ist natürlich raschester Arztruf geboten. Sekrete finb bie Absonberungs» probukte ber Körperbrüsen, die bestimmten Zwecken dienen. Solche Sekrete sind Speichel, Galle, Magensaft, Schleim. Sekretion, innere, s. innere Se- kretion. Sekt, lat., Bedeutung: trocken, nicht ganz treffende Bezeichnung für Schaumwein. Sekt ist eigentlich Trockenbeerwein, Likörwein ober am Stock getrockneter Trauben- wie Kanariensekt ober Jerez. Schneidet Ihre Schere? Jeber hat sich schon einmal über eine Schere geärgert, die noch nicht einmal einen Zwirnsfaden durchschneiden wollte. Bei einer guten Schere ist das anders. Sie läßt sich immer wieder schleifen. Und solche guten Scheren gibt es bei J. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. die Konferenz statt, in der in der Hauptsache das Thema „Eiszeit" behandelt wurde. Eine Besprechung des Schulrates mit der Gemeindevertretung, dem Schulvorstand, Vertretern der Partei, der HI., dem BDM. schloß sich an. Die Aussprache ergab, daß die hiesigen Schulverhältnisse geordnet sind und daß zwischen Lehrerschaft und Gemeindeverwaltung das beste Einvernehmen herrscht. Der Schulrat gab dem Wunsche Ausdruck, daß das gute Verhältnis zwischen Schule und Gemeinde auch weiterhin andauern möge, und forderte zu weiterer Mitarbeit aller Beteiligten an den großen Aufgaben der Schulen auf. Abends fand in der Stadthalle ein Elternabend statt. Der sehr starke Besuch der Veranstaltung ließ erkennen, daß die Einwohnerschaft großes Interesse für die Gegenwartsfragen der Schule zeigt. Schulleiter Strack eröffnete den Abend mit einer Begrüßungsansprache, in der er auf die Bedeutung der Elternabende hinwies und betonte, daß die großen Aufgaben der Schule nur dann gelöst werden können, wenn Eltern und Lehrer Hand in Hand arbeiten. Hierbei wies er noch auf den größten Erzieher unseres Volkes, unseren Führer, hin. In buntem Wechsel folgten dann die reichhaltigen Darbietungen der Kinder der 1. Schulklasse, wie Sprechchöre, Lieder, sowie der große Sprechchor „Unser Weg", die alle wohlverdienten Beifall fanden. Hierauf sprach Kreisschulrat N e b e l i n g über „Die Schule im neuen Deutschland." In volkstümlicher packender Weise schilderte er die schweren Aufgaben der Schule und wies darauf hin, daß der Äufgabenkreis der Schule durch den Vierjahresplan noch bedeutend erweitert sei. Wir stehen heute noch im Kampf, so führte Redner u. a. weiter aus, und zwar im Kampf um die Freiheit Deutschlands. Diese Freiheit zu gewinnen, ist das Ziel des Führers, und hierzu müssen alle Arbeiten und Leistungen der Schule helfen. Es gelte aber auch die Kinder zu Charakteren zu erziehen. Hierzu könne auf die Mitarbeit des Elternhauses, der HI. und des BDM. nicht verzichtet werden. Reicher Beifall dankte dem Redner für seinen lehrreichen Vortrag. Zum Schluß wurde noch der Film vom Landschulheim gezeigt, der besonders von den Kleinen mit großem Beifall ausgenommen wurde. In der üblichen Weise wurde hierauf der Abend geschlossen. Eine am Ausgang der Halle zum Besten der Schulreisekasse veranstaltete Sammlung erbrachte einen namhaften Betrag. Kircke und (Schule. Landkreis Gießen. $ Alten-Buseck, 23. März. Nachdem am vorigen Sonntag die Prüfung der diesjährigen Konfirmanden von Alten-Buseck und Trohe vorgenommen worden war, fand am Sonntag durch unseren Ortsgeistlichen, Pfarrer Naumann, die Konfirmation statt. Zur Einsegnung kamen von Alten-Buseck 7 Jungen und 10 Mädchen, von Trohe 1 Junge und 3 Mädchen. * Klein-Linden, 22. März. Am Palmsonntag fand die feierliche Einsegnung von 40 Konfirmanden (17 Knaben und 23 Mädchen) statt. Die Konfirmanden hatten durch Chorvorträge die Feierstunde verschönert. <£ Leihgestern, 22. März. Die Einsegnung der Konfirmanden fand, nachdem sie vor acht Tagen der Gemeinde vorgestellt und geprüft worden waren, am gestrigen Sonntag statt. Hierbei wirkte der Kirchenchor mit. Es waren in diesem Jahre 17 Knaben und 16 Mädchen. Anschließend an die kirchliche Feier legten sie auf dem hinter der Kirche befindlichen Friedhof am Grabe eines verstorbenen Schulkameraden einen Kranz nieder. - Lang-Göns, 21. März. Am heutigen Sonntag wurden in der hiesigen Kirche 3 0 K o n f i r - m'a n d e n (15 Knaben und 15 Mädchen) eingesegnet und zum erstenmal zum heiligen Abendmahl zugelassen. Der schon im zarten Kindesalter verstorbenen drei Kameraden wurde auf dem Friedhof durch Besuch und Gesang besonders gedacht. Preueen. Kmzschrist-Gaumeisterschast. LPD. Frankfurt a. M., 22. März. Am Sonntag wurde in Frankfurt im Unterrichtsheim der Deutschen Stenographenschaft die G a u m e i st e r - schäft in Kurzschrift ausgetragen. Die beste Leistung und damit den Titel (Saumei ft er errang der Darmstädter Hellmuth Kochenburger mit 320 Silben. An zweiter Stelle steht, ebenfalls mit 320 Silben, Hans Fischer (Darmstadt). Es folgen mit 260 Silben Ernst Nagel (Frankfurt), Ewald Böttig (Gelnhausen) und Else Fischer (Mainz). Das Schreiben galt gleichzeitig als Ausscheidungsschreiben für die Pfingsten in Bayreuth zur Austragung gelangende Deutsche Kurzschrift- Meisterschaft. Kreis Vehlar. Q] Wißmar, 22. März. Dieser Tage feierte Anna Margarethe Speier, geb. Leib, als älteste Frau des Dorfes ihren 8 7. Geburtstag in geistiger Frische. Sie ist auch noch sehr rüstig und hat in diesem Winter noch fast jeden Tag das Wollspinnen ausgenübt. — Die Hofreite des L. Groß, Kros- dorfer Straße, ging durch Kauf in den Besitz des Hüttenarbeiters H. Schwalm über. Rundfunkprogramm. Mittwoch, 24. März. 6 Uhr: Ich bete an die Macht der Liebe. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten.. 8.05: Wetter- und Schneebericht. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Landfunk. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten. Oskar Joost — Das Meistersextett. 15: Volk und Wirtschaft. Worüber man heute spricht. Zeitangabe, Wirtschaftsmeldungen. 16: Duette von Johannes Brahms. 16.30:» Unterhaltungskonzert. 17.30: Wir blättern um...! Biographien deutscher Männer und Frauen. 18: Unser singendes, Hingen^ des Frankfurt. 19.45: Der Zeitpunkt bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. Wie das Ausland die Hitler-Jugend sieht. 20.45: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk: Grenzecho, Sportbericht. 22.30: Kammermusik. 23: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Die Industrie» und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 191: Österreichisches Exportförderungsinstitut, Außenhandelsstelle Berlin. — 192: Bekanntmachung über das deutsche Kreditabkommen von 1937 in deutschem und englischem Wortlaut. — 193: Anordnung Nr. 7 der Ueberwachungs- stelle für Edelmetalle. (Meldung über Silberverbrauch und Silberbestand.) — 194: Anordnung Nr. 6 der Ueberwachungsstelle für Papier (Einkauf von Papierspänen und Altpapier). — 195: Veröffentlichung des Wortlauts des deutsch-norwegischen Verrechnungsabkomernns. — 197: Nachtrag zur Gebührenordnung der Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse, Geschäftsabteilung als Ueberwachungsstelle. — 198: Die für die Meldung des Silberverbrauchs und Silberbestandes gemäß Anordnung 7 der Ueberwachungsstelle für Edelmetalle vom 15. 3. 1937 erforderlichen Fragebogen S 1 und S 2 liegen bei der Kammer vor und können angefordert werden. — 199: Schweizer Mustörmesse Basel vom 3. bis 13. April 1937. Messeausweise und Prospekte mit Einladungszirkularen stehen Interessenten zur Verfügung. — 200: Abschluß der Tagung der deutsch- niederländischen Regierung. — 201: Anordnung V 9 der Ueberwachungsstelle für Waren verschiedener Art. (Herstellungsverbot für Peitschenstöcke bestimmter Art.) — 202: Sammeleinfuhr in Griechenland durch Einführer mit kleinen Kontingenten. — 203: Gebührenfreie Ein- und Ausfuhrbewilligung für Kleinsendungen in der Tschechoslowakei. — 204: Achte Verordnung über Durchschnittswerte für die Umsatzausgleichssteuer. — 205: Anordnung V10 der Ueberwachungsstelle für Waren verschiedener Art (Einkaufs- und Bestandserhebung bei Verarbeitern von Fasern und Borsten). Kunst und MUenschast. Deutsche Gesellschaft für vererbungswifsenschaft. Die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Vererbung swisfenschaft in Frankfurt nahm ihren Fortgang mit einem Vortrag von Professor I. Lange (Breslau) über die Grenzen der Umweltsbeeinflußbarkeit erblicher Merkmale beim Menschen. Die wichtigste Methode zur Lösung dieser Fragen bilde die Zwillingsforschung. Professor Lenz (Berlin) stellte dar, daß auch die Geisteskrankheiten den von Mendel gefundenen Gesetzen folgen. Koller (Bad-Nauheim), Lehmann (Breslau), Habsu (Hamburg) und Werner (Frankfurt) brachten Beiträge zur Vererbung am Menschen. F. Claußen sprach über Erbfragen bei rheumatischen Krankheiten. Bühler (Berlin) über Disposition und Immunität bei Kinderkrankheiten, Boeters (Breslau) über Ergebnisse der Erblichkeitsforschuna in Sippen. Schade (Frankfurt) berichtete über erbbiologische Bestandsaufnahme einer bäuerlichen Bevölkerung, G. Just (Greifswald) über Untersuchung von Schulleistun- gen, wobei festgestellt wurde, daß die Lehrer als Schüler die besten Schulzeugnisse gehabt haben. Tleue Generalintendanten in Düsseldorf und Stuttgart. Reichsminister Dr. Goebbels bestätigte den Generalintendanten Prof. Otto Krause (Stuttgart) als Generalintendanten der Städtischen Bühnen in Düsseldorf und den Generalintendanten Gustav D e h a r d e (Schwerin) als Generalintendanten der württembergischen Staatstheater in Stuttgart. Tödlicher Verkehrsunfall in Kassel. Bei dem Zusammenstoß eines Personenkraftwagens mit einem Motorrad wurde der Fahrer des Motorrades durch die Windschutzscheibe des Kraftwagens geschleudert. Er wurde an der Hauptschlagader so schwer verletzt, daß der Tod eintrat. Der Kraftwagenlenker wurde in Haft genommen. Verheerende Feuersbrunst legt ein rumänisches Dorf in Asche. Das rumänische Dorf Boldu wurde durch eine furchtbare Feuersbrunst fast völlig zerstört. Begünstigt von starkem Wind, erfaßten die Flammen 300 Häuser, von denen die meisten vollkommen niederbrannten. Feuerwehren und Truppen mußten sich darauf beschränken, den vom Feuer verschont gebliebenen Rest des Dorfes zu schützen. Zahlreiches Vieh ist umgekommen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. lieber dem Ostatlantik hat sich ein breites, nach Norden reichendes Hochdruckgebiet aufgebaut, dem lebhafte Störungstätigkeit über Nordost- und Mitteleuropa gegenübersteht. Demgemäß hat sich jetzt auch für uns eine Zufuhr kalter Meeresluft eingestellt, die unbeständiges Wetter mit meist schauerartigen Niederschlägen (im Gebirge Schnee und Graupeln) bedingt. Trotzdem mit fortschreitender Besserung gerechnet werden kann, ist durchaus beständiges Wetter vorerst unwahrscheinlich. Aussichten für Mittwoch: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung, aber auch noch vereinzelten Schauern, bei lebhaften Winden aus Nord und West ziemlich frisch, nachts vielerorts Frost. Lufttemperaturen am 22. März, mittags: 12,2 Grad Celsius, abends 6,1 Grad; am 23. März: morgens 3,7 Grad. Maximum 12,6 Grad, Minimum, heute nacht, 3,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 22. März, abends: 9,2 Grad; am 23. März morgens: 5,6 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 4,1 Stunden. Statt Karten Die Verlobung unserer Tochter Marianne mit Herrn Dr. Hatto Schröder, Assistent am klaff, philol. Seminar der Universität Gießen, zeigen wir hiermit an Lankdirektor Dr. O'hom und Frau Lurie, geb. Kranz Meine Verlobung mit Fräulein Marianne D'ham beehre ich mich hierdurch anzuzeigen Dr. Hatto Schröder Lad-Oeynhausen-Gießen, Ostern 1937 01430 Gestoch. scharfe Schrift, unverwüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die Klein-Torpedo mit Segmentumschaltung. Nur RM. 186.-. Schon f. 8.30 mtl. Niedemausen Bahnhofstraße 49 Gießen. qqqA Kleine Anzeig en im Gießener Anzeiger werden von Tausenden berichtet und aeieken. Selbstbinder 464 Sens Selbstbinder, Krawatte, die man selbst bindet. S. u. Krawatte. Selbstgefährlich sind Geisteskranke, die ihren Körper absichtlich oder unabsichtlich gefährden und sich das Leben zu nehmen trachten. Wegen Selbstgefährlichkeit kann ein Mensch in einer Irrenanstalt oder einer psychiatrischen Klinik interniert werden. Selchwaren, geräucherte Fleisch- waren. Metzger, die Räucherwaren Herstellen, bezeichnen sich in manchen Gegenden als Selcher. Self-made-man, englische Bedeutung: ein selbst-gemachter Mann, d. h. jemand, der sich aus eigener Kraft hochgearbeitet hat. Sellerie, a) Knollensellerie, wird im Februar aus Samen warm vorgezogen, im Mai auf sehr nährstoffreichem, lockerem und feuchtem Boden ausgepflanzt. Bei frischer Stalldüngung bekommen Knollen Rostflecken. Im Herbst Vorräte in Keller oder Miete überwintern. Blätter und Knollen werden als Würze gebraucht. Wohlschmeckend sind Selleriesuppen und -Salate; besonders gesund ist die roh geriebene Knolle. Da S. harntreibend ist, wird der Genuß Rheuma- und Gichtleidenden empfohlen. Die volkstümliche Meinung, daß S. anregend wirke, ist nicht nachgewiesen. b) Bleichsellerie: Bei dieser Sorte werden die Stengel der Pflanze durch Erdbeschüttung gebleicht und dann als Gemüse bereitet Selleriesalz, mit Selleriegeschmack gewürztes Kochsalz, das als Speisegewürz verwendet wird. Selierswasser, natürliches kohlensäurehaltiges Mineralwasser aus Niederselters im Westerwald, weiterhin Bezeichnung für künstliches Sodawasser, das mit Zusatz von Zitronen- oder Himbeersaft ein erfrischendes Getränk ist. Semmel, süddeutsche Bezeichnung für Brötchen, weißes Kleingebäck aus Weizen-, manchmal auch mit Zusatz von Roggenmehl, das besonders zum Frühstück beliebt ist Der Sättigungwert ist größer als bei Brot. Altbackene Semmel verwendet man gerieben zum Panieren von Fleisch oder zu Semmelknödeln (Bayern) und zahlreichen anderen Speisen. Sempervivum, bekannt als Donnerwurz, auch Dachlaub, Ewigleben und Steinrose genannt. Viele Arten dieser Gebirgspflanze werden in Gärten als immergrüne Staudenpflanzen gezogen. Das Dickblattgewächft (Sukkulente, f. dort) gedeiht auf Mauern und in Treppenstufenspalten und jedem nicht zu nassen Gartenboden. Verpflanzung durch Abtrennen der Rosetten; diese bringen im Juni eigenartige Blütenstände hervor. Im Volksglauben gibt S. Blitzschutz („Donnerwurz") und enthält zauberhafte Heilkräfte. Senf, Gewürz, gelbe Körner der Senfpflanze, die beim Einmachen von Senfgurken und Rollmöpsen Kochmesser Kochbestecke Küchenmesser Küchenstahle IRIEIINIIC. Fernsprecher 3369, Siahlwarenspezialgeschaft, Seltersweg 30 Qt du gcoß, ol du klein: £>Uie Kant'ca muß ü> iebtl Auch der Schüler kann jetzt mit unseren preiswerten Lern-Modellen schöne und gute Bilder erzielen. Als Ostergeschenk empfehlen wir aus großer Auswahl die billige iggeA Box zu RM. 4.- Optiker Magnus Seltersweg 33 M MittwochM Billige Fische in großer Auswahl Marktstraße 23 2009A Tel. 2417 Schön .erte SSfcS®9* ZU 10 . SÜßlß' frisch- Emmericher Waren-Expedition G.m.b.H. Seltersweg 49 Werbe-Drucksachen liefert Brühi'sche Druckerei Schokolade-Hasen 5,10,20,25 u.höher Schokolade-Waffeleien. Stanniol, Stück 5 Schokolade-Eier in Stanniol.....Stück 10 Dessert-Creme-Eier in Stanniol. . 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Brechspargel, dünn . . . . Junge Schnittbohnen StÄFiillGRABE Mister D15 l*"“11 (einer »WAP ss?« MNgsloS W einzunehmen, i Politik hat den des Abgrundes verbraucht, daß bedurste, um de Melerzeugung ihm von Reich- sehen, daß die l brachte, daß es ! ganz erheblichen deutschen Acker , Aber noch Uh können, daß inu ' ist. Zwischen de dem preußischen Göring, dem Be ist ein Abkomn gipfelt, alle Lolksernäh sorgen, daß der Erträgnissc war. Wir stehen sioe aus dem C hiiltnismäßig k unter normalen Zeitraum eneii wegen ein besä muß, liegen au den Devisenschi aber auch aus möglich ist, bei hing zu beschlei zu erreichen. einzelnen getrvi Lesttunas'st beziehen. Prev düngemittel w " fer Dfingemit nur mit Min natiirlidjen D ist beffyoffen Bau von Siir Was zu biefen gesteckt wird, i Nation. 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