Dienstag, 23.Zebruar 1957 M-45 Erstes Blatt 187. Jahrgang granHurt a^main 11686 vruL unö Verlag: vrühl'sche UMverstläls Such- und Stetnörudcret 8. Lange in Stehen. Schrtstleilung und SeschSfisftelle: Schulftrotze 7 alichkeit geben, den Staat autoritär zu ge» Wenn auch die letzte Verfassung maßgebend Der Gedanke, eine Staatsreform auszuarbeiten. 2. Febr. (DRV.) Die neue polt» Warschau rt* h,s Dberften Koc erhält Zustim- wurde dem Obersten Koc in eingeweihten Kreisen munasSungen aus allen Teilen des Landes. Warschaus schon zu der Zeit zugeschrieben, als er von ^n den Organisationen, die sich bisher zur Ver- 1932 bis zum Frühjahr 1936 Staatskomm.ssar bzw. füauna stellten sind schätzungsweise vier Mil - Präsident der polnischen Notenbank war. Am 24. Mai Nonen Personen ersaßt. Bisher liegen Er- „hirlt er dann von Marschall Rgdz-Smigly den dl- 1 1 0 n e rl -P c L 1 hör nnlnifdien .. L... ar..ci--- ---horo ta hom SRnrlns nicht teilgenommen hätte. 23jährig i junger Leutnant unter dem Deck- ornien ziusyuuc -u & den Erklärungen des Obersten Koc. * retten Auftrag, nachdem Polen bereits dem Parlamentarismus alter Form endgültig den Garaus gemacht hat. Dieser Mann, der als junger Student Literaturgeschichte studierte, und auch heute noch gern ein lyrisches Gedicht schreibt, steht schon seit 1909 an allen Brennpunkten der nationalen Politik Polens. Keine Verschwörung in der Zarenzeit, kein geheimer Offizierskursus des polnischen Schützenverbandes damals, an dem er I 1-:f u‘AUa übernimmt er als junger Leutnant unter dem Decknamen Withold im Auftrage Pilsudskis die Organisierung des bewaffneten Aufstandes seiner polnischen Landsleute hinter der russischen Front. Als Bataillonskommandeur wird er gefangen genommen,Apirl 1918 wieder frei, stoßt er sofort 3U Rydz-Smigly, der damals bereits eifrig die polnischen Geheimverbände sammelte und schulte, wird dann Hauptmann im neuen polnischen Heer und mit 29 Jahren Oberst nach dem Sieg über die Bolschewistenheere Trotzkis. 1926 sichert er als Befehlshaber des Truppenübungen stalten. Wenn auch die letzte Verfassung maßgebend sein soll, so ist es doch klar, daß gerade dieser Punkt in den Auseinandersetzungen zwischen den Parteien eine große Rolle spielen wird, da das polnische Parlament selbst auf das Maß an Kritik wird verzichten müssen, das ihm jetzt zusteht. Weiter verlangt Koc, neben der Erklärung des Katholizismus als Staatsreligion unter weitgehender religiöser Toleranz die autoritäre Führung der gesamten Wirtschaftspolitik Polens und vor allem die Förderung des polnischen Bauerntums. Weiter wird das Judentum in die Schranken zurückgewiesen, und er aus dem aktiven Dienst aus und half den Pil- sudfki-Block im Parlament bilden. Als Staatsbank- Nach Abschluß der politischen Besprechungen begab ich der Reichsaußenminister in die Deutsche Gesandtschaft, um die Leiter der reichsdeut- chen Organisation in Wien zu empfangen. Der Leier der Landesgruppe Oesterreich der A. O. der Annahme von Anzeigen für öie Mittagsnummer bis 8' /.Uhr ves Vormittags (fcrunöpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm 'Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh Vereinbg.25°^ mehr. Ermätztgle Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein« nütjige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Staatsbesuch des Reichsaußenministers in Wien Herzliche Begrüßung in der Nonausiadt. - Harmonischer Verlauf der Besprechungen mit der österreichischen Regierung. Um das Recht her Suoetendeuischen. Prag, 20. Febr. (DNB.) Die tschechoslowakische Regierung hat eine Verlautbarung her- ausgegeben, die als Antwort auf eine von den sogenannten deutschen Regierungsparteien ausgearbeitete Denkschrift zur Frage des Ausgleichs zwischen Deutschen und Tschechen zu gelten hat. Die Sudetendeutsche Partei Konrad Hehnleins, die einzige zahlenmäßig ins Gewicht fallende deutsche Gruppe, ist an diesen Verhand- durch Rundfunk verkündete Programm vorher in allen Einzelheiten vom Marschall gebilligt worden ist. „Ein kommunistisches Polen ist kein Polen mehr", sagte Oberst Koc. Weiter stellte er die polnische Armee, wie sie Marschall Pilsudski geschaffen und, mit seinem Geist erfüllt hat, in den Brennpunkt alles politischen und wirtschaftlichen Geschehens, er will dem Marschall Rydz-Smigly Nach der Aussprache empfing Bundespräsident Niklas Freiherrn von Neurath am Ballhausplatz in Audienz. An die Audienz schloß sich em Frühstück, das Staatssekretär Dr. Schmidt und seine Gemahlin zu Ehren des Reichsaußenmmisters und seiner Gemahlin im Grand Hotel gab. Dem Frühstück wohnten außer den deutschen Gästen noch bei: Ihre Exzellenzen die Gesandten R u d n a y (Ungarn) und Salata (Italien), Vizekanzler Feldmarschalleutnant H ü l g e r t fy mit Mitgliedern der Regierung, der Präsident des Bundestages Hoyos, die Bundeskommissäre Pressechef Walter Adam und Hammer st ein-Equord, der Bürgermeister von Wien Richard Schmitz, Nationalbankpräsident Dr. Kienböck, Fürstin Hanna Starhemberg, der österreichische Gesandte in Berlin Ingenieur Tauschitz, ote Spitzen der Generalität und hohe Funktionäre des Außenamtes und des Bundeskanzleramtes. . Staatssekretär Dr. Schmidt führte in einer Ansprache u. a. folgends aus: Seit meinem Aufenthalt als Gast der Reichsregierung in Berlin habe ich Aich nach Jahren der Trennung von Herzen auf den Augenblick gefreut, in dem wir dem Außen- Ainister des Deutschen Reiches in unserem geliebten österreichischen Vaterlande die Gastfreundschaft in alten ehrwürdigen und zugleich ewig jungen Hauptstadt Wien erwidern können. Heber der Freude des Wiedersehens möchte ich aber nicht vergessen, wertend festzustellen, daß der mannhafte Entschluß des Reichskanzlers und des Bundeskanzlers vom 11. Juli 1936, nicht nur einem Herzenswunsch des deutschen Volkes dieses und jenseits der Grenzen gefolgt ist, sondern sich ats eine reale Tat von großer sachlich politischer Bedeutung sowohl für die beiden deutschen Staaten als auch für den Frieden und die ruhige politische Entwicklung Europas erwiesen hat. Die Erfahrung, die erfreulicher Weife eine Reihe von (Erfolgen — die, wenn auch nicht ohne Ueberroin- dung von Schwierigkeiten, erzielt werden tonnten — aufweist, hat inzwischen gezeigt, daß der tm Juli 1936 beschrittene weg der rechte ID eg ist. Gr führt zu keinen Luftschlössern, ober, was ur,endlich mehr bedeutet, er führt w-i^i.k-nminister Freiherr von Neurath wird am Bahnhof in Wien von dem polens nationale Sammlung. Unter dem Eindruck des Kocicken Programms. rrjcheim tügltd), aufc« Sonntags and Feiertags Betlagen; Vie Illustriert« Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Monatt vezugspreir: gjltt 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustriert« . 1.80 Zustellgebühr .. e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer GewaV Zernfprechanschlüffe anter Sammelnummer 2253 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen schließlich verlangt Koc von den nationalen Minderheiten die Anerkennung des polnischen Staates, wofür er ihnen ein „brüderliches staatsbürgerliches Zusammenleben" verspricht. Wir begrüßen diese Erklärung. Ein in sich starker nationaler Staat muß sich vor Zwangsnationalisierung der völkischen Minderheiten hüten. Wir hoffen, daß diese Selbstverständlichkeit endlich dazu beträgt, die Ueberspitzung chauvinistischer polnischer Tendenzen durch das neue Programm Kocs zurückzudrängen. Neuer Wirtschaftsvertrag mit Polen. Warschau, 22. Febr. (DNB.) Am 20. Februar ist der Vertrag über die Verlängerung des Wirtschaftsvertrages zwischen dem Deutschen Reich und Polen unterzeichnet worden. Der Vertrag regelt bis zum 28. Februar 1939 die Handelsbeziehungen. Es ist eine Auswirkung der Festigkeit der deutsch-polnischen Politik und zugleich eine Bestätigung des beiderseitigen Vertrauens in die wirtschaftlichen Verhältnisse des Partners, daß an die Stelle des bisherigen Abkommens ein Vertrag treten kann, der als erster in der Reihe der neuzeitlichen Verrechnungsoerträge von der üblich gewordenen einjährigen Frist abweicht. Selbstver- tändlich ist dabei die als praktisch bewährte Elast i z i t ä t gewahrt worden. Die, Regierungsauschüsse werden, um Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, die sich bei der praktischen Durchführung des Vertrages ergeben können, alle Vierteljahre tagen. Dem neuen Wirtschaftsvertrag liegt die aus in früheren Verträgen vorgesehene Ziffer von je etwa 17 6 Millionen Zloty als Wert der 1:1 auszugleichenden gegenseitigen Jahresein- und - ausfuhr zugrunde. Diese Ziffer war bisher nicht erreicht worden. Beide Vertragspartner find aber überzeugt, daß sie den realen Möglichkeiten des deutsch-polnischen Wirtschaftsverkehrs entspricht und in Zukunft eher erreichbar sein wird, nachdem durch eine Neugestaltung der Kontingente eine bessere Anpassung an die tatsächlichen Marktbedürfnisse gewährleistet sein dürfte. sicher zwischen den drohenden Gefährlichkeiten einer unsicheren Zeit hindurch. Ihr Wiener Besuch, Exzellenz, wird — das hoffen wir fest — einen neuen Markstein auf dem Wege der geistigen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich bedeuten. Reichsaußenminister Frhr. von Neurath erwiderte u. a.: Die herzliche Teilnahme, die auch die Bevölkerung dieser uralten deutschen Stadt, der ehrwürdigen Hauptstadt Oesterreichs, an unserem Besuch bekundet, zeigt wohl am besten, daß der Weg, den der Führer und der österreichische Bundeskanzler am 11. Juli vorigen Jahres beschritten haben, einem tieferen Herzenswunsch des gesamten deutschen Volkes entsprochen hat. Die politische Tat, die in der am 11. Juli erfolgten Aussöhnung der beiden beut» chen Staaten liegt, verbunden mit der neuerlichen Willenskundgebung der österreichischen Bundesregierung „ihre Politik auf jener grundsätzlichen Linie zu halten, die der Tatsache entspricht, daß Oesterreich sich a l s d e u t s ch e r S t a a t bekennt", ist zu einem-wichtigen Faktor des europäischen Friedens geworden. In Fortsetzung der seinerzeit in Berlin aufgenommenen Arbeit werden wir die uns gemeinsam betreffenden Fragen auch weiterhin in freundschaftlicher Gesinnung behandeln. Die bisherige Erfahrung läßt uns erwarten, daß wir auch bei Fragen, deren Erörterung zunächst vielleicht schwierig erscheinen könnte, Lösungen finden werden, die beide Teile befriedigen. SSMLW-M S bie ®efellfd)aft her Staatsbeamten unb Be- rufsDerbänbe ehemaliger Armeeangehöriger, ber Verbanb der christlichen Handwerker, sowie zahlreiche Innungen unb bie ..Legion ber Jugend . 93olfta Sbrojna" sagt, bah nun der Rahmen füO?e nationale Einigung geschas en sei werde m sehnt Me opolitionelk Prksse nimmt erft teitaei! e J ornfriif Stellung. Von natlvnaldemvkratl- ch-r Sei5 geschieht däs°mil großer Zurllekhaltung. Driennik Narodvwy" bemängelt insbesondere die Einstellung des neuen Lagers zur Juden,rage Das Organ der iugendlichen N-lwno g en feiner Warschau den Einmarsch Pilsudskis unb h™H,ma 9rnCs?äbe ?e6ine negative Stellungnahme zu doinit die Niederwersung ber Opposition 1928 schied dritten Ausgabe reine neu aktiven Dienst aus und half den Pll- Wien, 22. Febr. (DNB.) In Erwiderung des Berliner Besuchs des Staatssekretärs Schmidt traf jeute vormittag um 9.12 Uhr der Reichsaußen- ninifter mit Freifrau von Neurath sowie den Herren seiner Begleitung, Gesandten Lschmann, Vortragenden ßegatiansrat von Kotze und Legationsrat Altenburg, auf dem festlich geschmückten Wiener Westbahnhof ein. Der österreichische Gesandte in Berlin, Tauschitz, hatte die Gäste auf ihrer Fahrt begleitet. Zur Begrüßung hatten sich Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Botschafter von Papen eingefunden, ferner im Auftrag des Bundespräsidenten Kabinettsdirektor Huber, Staatssekretär des Aeußeren Dr. Schmidt mit Gattin, die Gesandten Italiens und Ungarns, der Beauftragte der Auslandsorganisation ber NSDAP, für Oesterreich Konsul Bernard (Salzburg), der Beauftragte für Wien und Niederösterreich S ch l i e p h a k e sowie der Obmann des Bundes der Reichsdeutschen. Auf dem Wege zum Hotel Imperial, wo die deutsche Abordnung als Gast der Bundesregierung wohnen wird, umsäumten dichte Menschenmassen die Straßen. Die Rufe „Heil Deutschland", „Heil Neurath", „Heil Hitler" und „Heil Oesterreich" pflanzten sich rote em Sauffeuer fort. Schon bald nach der Ankunft im Hotel fuhr Reichsaußenminister Freiherr von Neurath in Begleitung eines österreichischen Ehrenofftzters und gefolgt von Botschafter von Papen und dem deutschen Militärattache Generalleutnant von Muff zum Heldendenkmal. Eine Ehrenkompanie des Gardebataillons leistete die Ehrenbezeugung. Unter den Klängen der Nationalhymne schritt Freiherr von Neurath die Front ab und legte in der Krypta des Heldendenkmals einen Kranz mit Schleifen in den Farben des Reiches nieder, während die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte. Anschließend fuhr der Reichsaußenminister nach dem Wiener Zentralfriedhof, wo er bie Gräber der im Weltkrieg in Wien verstorbenen Soldaten besuchte. Noch Montag vormittag fand die erste politische Fühlungnahme mit den österreichischen Staatsmännern statt. Ueber die im Bundeskanzleramt geführten Besprechungen wurde folgendes Kommunique ausgegeben: Der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Reurath stattete heute mittag in Begleitung des Botschafters von papen dem Staatssekretär für die auswärtigen Angelegenheiten Dr. Guido Schmidt einen Besuch ab. An- schließend wurde Reichsaußenminister von Reu- roth vom Bundeskanzler Dr. Schuschnigg im Beisein des Staatssekretärs Dr. Schmidt empfangen. Die Staatsmänner erörterten in freundschaftlicher Weise die beide Staaten berührenden aktuellen politischen und wirtschaftlichen Fragen. Rach der Unterredung wurden von Reichsaußenminister von Reurath die Herren seiner Begleitung dem Bundeskanzler vorgestellt. Marschall Rydz-Smigly beauftragte Oberst Koe, eine neue polnische Regierungspartei zu gründen, die eine große Sammlung aller nationalen Kräfte des Staates herbeiführen soll. — (Scherl-M.) Präsident trat er von seinem Posten zurück, weil er in der Devisenpolitik entgegengesetzter Meinung wie die Regierung war. Neun Monate lang hat Oberst Koc an dem Re- ormplan für den polnischen Staat gearbeitet, wobei er den Wehrgedanken als entscheidend in den Mittelpunkt stellte: „Die einzige Losung, die uns voranleuchten soll, ist die Verteidigung Z o l e n s". Mit der ihm eigenen Wortkargheit hat er Oberst in diesen neun Monaten unzähligen Sonderbesprechungen mit allen möglichen Vertretern der Stände und Volkskreise beigewohnt und im übrigen völlig zurückgezogen seiner Arbeit gelebt. Es versteht sich von selbst, daß das nun von ihm NSDAP., Konsul Bernhard (Salzburg), hielt eine herzliche Begrüßungsansprache, auf die Frhr. von Neurath mit freundlichen Worten erwiderte. Dann ließ sich Frhr. v. Neurath die Vertreter der reichsdeutschen Presse in Wien vorstellen. Staatssekretär Dr. Schmidt überreichte am Montagnachmittag den reichsdeutschen Gästen die ihnen vom Bundespräsidenten verliehenen Auszeichnungen und zwar dem Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath das Großkreuz Erster Klasse des österreichischen Verdienstordens und dem Gesandten A s ch m a n n das Großkreuz. Empfang im Belvedere. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Zu Ehren des Reichsaußenministers gab Bundeskanzler Dr. Schuschnigg am Montagabend im Marmorsaal des Schlosses Belvedere ein Essen. Der Bundeskanzler gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß Wien die besten historischen und kulturgeschichtlichen Voraussetzungen besitze, um unvermeidliche Schwierigkeiten zu beheben und in Harmonie aufzulösen. Reichsaußenminister von Neurath dankte für die Worte der Begrüßung. Auch er sei der Ueberzeugung, daß wir nur durch Harmonie all das wiedergutmachen können, was in den letzten Jahren unsere Völker getrennt hat. „Wir haben in Hunderten von Schlachten Schulter an Schulter im Weltkrieg öie treue ft e Bundesbrüderschaft gepflegt", schloß der Reichsaußenminister. „Das sind Bande, die sich nicht beseitigen lassen. Wenn auch mitunter Schwierigkeiten auftreten, wir werden sie leicht überwinden, wenn wir nur wollen." — Im Anschluß an das Essen fand in der Galerie des Schlosses ein Empfang statt, an dem auch die übrigen auswärtigen Missionschefs, ;«I Persönlichkeiten des öfentlichen Lebens und Vertreter r | von Kunst und Wissenschaft beiwohnten. hingen nicht beteiligt. Der von ihr vorausgesagte negative Ausgang der sogenannten Ausgleichsbemühungen ist, wie das Kommunique zeigt, auch nicht ausgeblieben. Der Stellvertreter Konrad Hehnleins, Abgeordneter Frank schreibt zu der Verlautbarung u. a.: Von den Regierungsparteien wurde eine gesetzliche Sicherung dafür gefordert, daß ortsansässige Arbeiter und Angestellte bei öffentlichen Arbeiten herangezogen werden. Der Regierungsbeschluß anerkennt zwar den Grundsatz, daß bei Investitionen auf regionale und nationale Verhältnisse Rücksicht genommen wird, billigt jedoch nur den deutschen Ministern eine Teilnahme an gelegentlichen Kontrollen der Einhaltung dieses Grundsatzes zu. Zum ersten Mal wird offiziell der schon im Minderheitenschutzvertrag als Verpflichtung enthaltene Grundsatz anerkannt, daß der Beoölkerungsschlüssel bei Vergebung von Stellen des öffentlichen Dien st es gelten soll. Die deutschen Regierungsparteien haben einem Beschluß zugestimmt, wonach ohne jede rechtliche Sicherung die Aufnahme in den öffentlichen Dienst von der Loyalität des Bewerbers abhängig gemacht wird. Sollte es sich um ein Verfahren im Sinne des Staatsverteidigungsgesetzes handeln, so könnten die unteren Organe des Sicherheitsdienstes jedem deutschen Antragsteller den Weg zum Staatsdienst versperren. Auch bezüglich der Jugendfürsorge verlangte die Denkschrift eine gesetzliche Regelung. Der Ministerrat begnügt sich mit unverbindlichen Zusagen einer Erhöhung der bisherigen Zuwendungen für soziale Einrichtungen. Heber die gesetzliche Regelung der gesamten Schulverwaltung hat die Regierung überhaupt keinen Beschluß gefaßt. Auch über den Ausbau der deutschen Schulorganisation liegt kein Beschluß vor. Damit ist einer der wichtigsten Beschwerdepunkte des Sudetendeutschtums, nämlich die Sicherstellung des deutschen Unterrichts für das deutsche Kind und des freien Entschlusses der Eltern, in welche Schule sie ihr Kind schicken, ungelöst geblieben. Der Ministerrat hat Erleichterung der Sprachpraxis im Verkehr zwischen Behörden und Gemeinden bis zu 3000 Einwohnern beschlossen. Bezeichnend ist, daß die Gerichte von dieser bescheidenen Neuregelung ausgeschlossen sind. Von einer fühlbaren Besserung der Sprachpraxis kann daher nicht gesprochen werden. Das englische Königspaar. -MÄ M MH Die erste offizielle Aufnahme des englischen Königs» paares. König G e o r g VI. in Admiralsuniform. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Der Kontrollplan für Spanien. London, 23. Febr. (DNB.) Im Unterausschuß des Nichteinmischungsausschusses wurde von Lord Plymouth mitgeteilt, daß zwischen der englischen und der portugiesischen Regierung ein Abkommen über die Ueberwachungder spanischportugiesischen Grenze zustandegekommen sei, das die Mitwirkung von 130 britischen Staatsangehörigen an der Grenzkontrolle vorsieht. Der Unterausschuß behandelte dann den Bericht über die Seeüberwachung. Alle Vertreter sind bereit, den Plan der Seeüberwachung anzunehmen. Nur die Sowjetregierung sei nicht bereit, die ihr in dem Plan zugedackte lieber» wachungszone anzunehmen. Der sowjetrussische Vertreter antwortete, er wolle seine Regierung noch befragen. Die genaue Festlegung der Zonen für die Seekontrolle soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. „Daily Telegraph" berichtet, daß die Flottenkette sich um die spanische Küste in einer Entfernung von etwa 10 Seemeilen hinziehen werde. Ferner würden acht Unter- suchungsstationen geschaffen, wo die lieber« wachungsbeamten für Spanien bestimmte Schiffe betreten. Die Stationen würden an den folgenden Stellen errichtet: ^Jn der Nähe der Goodwin Sands an der englischen Südküste, ferner in Cherbourg, Bordeaux, Gibraltar, Marseille, Palermo, Oran (Algerien) und Madeira. Insgesamt würden 1000 Ueberwachungsbeamte angestellt. Von den spanischen Fronten. Parteienkämpfe in Madrid. Salamanca, 23. Febr. (DNB. Funkspruch.) Truppen der 5. Division haben bei Calamocha zwischen Taruel und Saragossa eine wichtige Stellung erobert und dabei Geschütze und Maschinengewehre erbeutet. Die 8. Division wies an der Asturien-Front bolschewistische Angriffe zurück. Die Söldner Moskaus hatten außerordentlich große Verluste, darunter Hunderte von Toten und Gefangenen. Die Stadt Oviedo wurde von B o l s ch e w i st e n angegriffen, die jedoch auf den entschlossenen Widerstand der nationalen Truppen stießen. Die Bolschewisten haben bei den Angriffen über 4000 Mann verloren. Die Süd- armee verzeichnete nervöse Angriffe der Bolschewisten bei Carnatilla. Der Feind konnte jedoch unter Verlusten zurückgeworfen werden, wobei neue Stellungen den nationalen Truppen zufielen. In Madrid fand am Montag ein Propa- ganbamarfd) der Anarchisten und Syndikalisten statt. Diese führten große Plakate mit sich, auf denen sie d i e „S t a a t s f ü h r u n g"(!) für sich pMemedernaiionalsoziaiiMchenKunstgestaliung von Blumenge zu di Millionen durch, vollendete Form Beispiel ist. Ich Männer, die in und ihrer Gliederungen. Wahre hier für einen rohen Urstoff von einanderwirbelnder Menschen eine gefunden, die in der Welt ohne bin der Ueberzeugung, daß die 9* au bi Der Neubau des deutschen Handwerks Or. Ley über die Maßnahmen der DAI. zur Sicherung des Handwerks. Präsident (Gianetti begab sich während feines Aufenthalts in Müncken zur Feldherrnhalle, wo der faschistische Arbeiterführer am Mahnmal zu Ehren der Toten der Bewegung einen Kranz niederlegte. Auch in den Ehrentempeln auf dem Kgl. Platz ehrte Präsident Cianetti die toten Helden der Be- , , v , einem Abschieds- empfang bei Dr. Ley trat die italienische Abordnung am Dienstagvormittng die Heimreise an. diesen sieghaft marschierenden Kolonnen ihre Hei. mat haben, aus dem Geist der Bewegung ihre beste und unversiegliche Kraft schöpfen werden. Ich wünsche und hoffe, daß sich aus den Millio- nen Gliedern der SA. und HI. allmählich die klr. ren und entschiedenen, erfahrenen und kenntnis- reichen Köpfe herauskristallisieren, die in unserem Kulturleben einst die entscheidenden Posten eia- ; nehmen können." In diesem Zusammenhang erklärte der Ministex daß er stolz darauf gewesen sei, den Staats- preis einem Mann der SA., der HI. und d»i Parteiorganisation zuerkennen zu dürfen. Eindring- ■ lich wies Dr. Goebbels die SA.-Führer auf ihre große Aufgabe hin, als Fackelträger einer neuen Zeit bei der politischen und kulturellen Neugestaltung des deutschen Volkes schöpferisch mitzuarbeiten. Und zeigte in einem packenden Schluß, wort das hohe Ziel: „Das, wonach wir alle ftre. ben, werden vielleicht viele von uns noch selbst erleben: Den großen Anbruch einer neuen Blütezeit im deutschen Kulturleben." Liefe Derdichtuu M erleichtert Marokko und d< mn und Togo, lör gilt, sich > Mstigt durch auf seinen übe polartige grundsah der iaß die kolonu I-ien und somit lassen müssen, mit hohen Zoll biete konnten stellung behau; die Einfuhr oo dagaskar zu 7t beftreitet. \ Dod) hie teilte U bem Mai h gesetzt finb, ;ien Gebiete ■ I!! Qualilätserzi lueninbuftrie z. tage kommt. 21 ":ie und Genus Mete überhau; Singen liefern l k Kautschuk, Bi Bananen. Frankreich be I Gebieten vor alle '1 o.h. seiner k IM in wenigen i abhängig von k Phosphate, 2 Wnzucker und ;ine Kolonien i p1 °-f). seines rung des Dedschak ©obre M a r i a m. Nach kur- zem Gefecht wurden die Aufrührer vollkommen aufgerieben. Einige Häuptlinge, darunter der Dedschak Beiene Merid, wurden gefangen genommen und sofort hingerichtet. Der verräterische Anführer Gabre Mariam, der trotz seine; Italien geleisteten Treueides seine aufrührerische Amtriebe fortsetzte, ist im Kampf gefallen. * Die südafrikanische Regierung hat beschlossen, den Hafen von Kapstadt in vier Jahren auszubauen und zu vergrößern. Die Arbeiten werden rund 27 Millionen Mark kosten. Kapstadt wind damit einen der modernsten Häfen erhalten, bt-r d i e größten Schiffe aufnehmen kann. * Im Seengebiet südwestlich von Addis Abeba stießen italienische Abteilungen, denen die Säuberungsaktion in diesem Gebiete übertragen ist, auf eine Aufrührerbande unter der Füh- ihren Gedichten zur Darstellung bringen. So werden wir allmählich eine nationalsozialistische Kunst in diesem höheren Sinne bekommen. Wir werden einsehen lernen, daß die Kunst nicht für eine Minderheit, sondern für das ganze Volk da ist, daß der Dichter, auch wenn er aus der SA. hervorgegangen ist und mit Stolz feine SA.Uniform trägt, feinen Anruf an die ganze Kation zu richten hat und daß ein Bildhauer, auch wenn er aus unseren Formationen kommt und die besten Kräfte feines Schaffens aus der S2L geschöpft hat, mit der Monumentalität feines Werkes die ganze Kation anfprechen muß." In diesem Sinne wies Dr. Goebbels auch dem Kulturkreis der SA. seine Aufgaben zu, mir denen er sich auf seinen Schulungslagern beschäftigen müsse. Es werden zwar niemals in einem Lager Nichtkünstler zum Künstler gemacht. Die große Kunst werde immer nur in der Einsamkeit geboren und der wahre Künstler werde immer aus der Einsamkeit heraus zur Gemeinschaft sprechens. Das Element zu seiner Dicktung aber und die Menschen, die er darstellen wolle, müsse er in der Gemeinschaft suchen. „Ihre Gemeinschaft", so rief Dr. Goebbels, „ist die SA., ist das größte Kunstwerk, das es heute Handwerker st adt zufammengefchtoffen, der ein Orts-Handrverkswalter vorsteht. Der Deutschen Arbeitsfront ist die Berufser- Ziehung übertragen. Die Deutsche Arbeitsfront hat immer wieder bekundet, daß hier eine der wesentlichsten Aufgaben des deutschen Handwerks liegt. Die ganze Jugend, die einen Beruf erlernt, geht durch die Werkstatt des Handwerks. Das Handwerk ist der Hort des schöpferischen deutschem Geistes, Höch st e Qualitätsleistung fanr allein das Handwerk retten. Wer sich der Berufs- erziehung der Deutschen Arbeitsfront unterwirft, wird alsdann von den Selbsthilfeeinrichtungen der Deutschen Arbeitsfront einen Personalkredit erhalten, um eine Existenz zu gründen. Die Deutsche Arbeitsfront hat das Gesellen- wandern wieder eingeführt. Gesellenheime und Wanderheime geben dem jungen Handwerker die Möglichkeit, als fröhlicher Wanderbursche Deutschland kennen zu lernen. Die Deutsche Arbeitsfront prüft das Können und die Leistungen des Handwerkers durch die ständige Teilnahme am Reichsberufswett- f a tn p f, den die Deutsche Arbeitsfront auch auf des Gefeltentum übertragen wird. Die Deutsche Arbeitsfront errichtet 2teid)6- fachfchulen für jeden Handwerksberuf. Die letzte derselben, die Reichsgesellenschule, wurde vor einigen Tagen von mir eingeweiht und die größte und modernste Fachschule der Welt, die Reichsbäckerschute, wird im nächsten Monat übergeben. Das Handwerk hat neue Fahnen von dsl Partei verliehen bekommen. Die alten Jnnungs- sahnen als Symbole äußerster Zerrissenheit fin) verschwunden, das Handwerk des neuen Deutsch' lands marschiert unter der Fahne der völkische Einheit. Es gibt im Reiche Adolf Hitlers nur eint Fahne. Für besondere Leistungen im Handwerk -7 30jährige Berufszeit, besondere Verdienste um di? Partei oder die Gemeinschaft, besondere Leistungen im Berufe, soziale Leistungen ufro. — habe id einen Ehrenring des deutschen Hand« Werks gestiftet, der feierlich von der Partei oder in ihrem Auftrage von der Deutschen Arbeitsfront verliehen wird. Die Deutsche Arbeitsfront hat ein neues Brauchtum im Handwerk geschaffen, das bei feierlichen Anlässen die Feier nach national!' sozialistischen Grundsätzen umrahmt und die frühe' ren freimaurerischen Gebräuche ausschaltet. Dai- öffentliche Auftreten des Handwerks ist als em „Oie Kunst ist für das ganze Volk da!" Keichsminister Or. Goebbels über die kulturelle Aufgabe der SA. roegung durch die Niederlegung binoen auf die Sarkophage. Nach gibt, nämlich die Organisation der Partei Künstler habe» i Berlin, 22. Febr. (DNB.) Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP., Reichsleiter Dr. ’ Robert Ley, hat in der NSK. unter der lieber« schrift „Ich rufe das Handwerk!" einen Appell veröffentlicht, in dem es u. a. heißt: Meister, Gesellen, Lehrlinge! Auch im Deutschen Handwerk mußte alles neu aufgebaut werden. Die Begriffe Meister, Geselle und Lehrling waren zu Klassenbegriffen herabgesunken. Freimaurerische Gebräuche täuschten ein altes Brauchtum vor und die mehr oder minder geschmackvollen Jnnungsfahnen zeigten nichts anderes als die grenzenlose Zerrissenheit im Handwerk. An dem öffentlichen Auftreten des Handwerks nahm niemand teil, nicht einmal die Handwerker selber, deshalb mußten alle Werbeaktionen verpuffen, und manche Kundgebung entbehrte nicht oft der Lächerlichkeit. Die Freisprechungen im Handwerk sanken zu lieb- und leblosen, oft nur rein geschäftlichen Angelegenheiten herab. Die Berufserziehung lag sehr im argen und der Ruf des Handwerks als Qualitätsschule war stark herabgesunken. So nahm es nicht wunder, daß die Person a l k r e b i t e, die dem Handwerk unentbehrlich sind, auf ein Minimum zufammenfchrumpften. Das Handwerk hatte fein Vertrauen mehr, vor allem aber gab sich das Handwerk selber auf und hielt sich nur notdürftig am Leben. Das ist nun anders geworden! In mühsamer, opferbereiter Arbeit tritt die Deutsche A r ° b e i 15 f r 0 n t vor euch hin und zeigt euch Handwerkern, was bereits errichtet ist und was die Partei in der Zukunft errichten will. Die Deutsche Arbeitsfront will die schaffenden Menschen eines Betriebes, ob Unternehmer oder Arbeiter, in der lebendigen Betriebsgemein- fchaft zusammenfassen. Deshalb gründet das deutsche Handwerk in der DAF., nach Berufen geordnet, in den Grenzen der politischen Kreise „Gewerk e", in denen Lehrlinge, Gesellen und Meister zusammengefaht werden. Das Gemeinschaftshaus dient dem kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt des Gewerkes, und die W e r k f ch a r des Gewerkes stellt den weltanschaulichen Stoßtrupp desselben. Die M e i st e r s ch u l e n, in denen sich die Meister dauernd auf der hohe ihres hand- werklichen Könnens halten, sind dem Gewerk- Haus angeschlossen. Das Gewerk ist die lebendige Zelle des Handwerks. In den einzelnen Ortschaften sind alle Handwerker • der Deutschen Arbeitsfront in der Orts- rM ÄlunöeT »s«' fef KU* l » Dee. «0[ «&■ Äfreid; über ■ ft 4 s'?s 2 weiterhin Tr Malen Gebiet Floren ge Bden.Daserg Menubersicht. ! Zider sianzos'sch Durchschnitt Reichsminister Dr. Goebbels ging dann auf praktische Probleme der nationalsozialistischen Kunstgestaltung ein. Der Nationalsozialismus sei sich von Anfang an darüber klar gewesen, daß er auf dem Gebiete der Kunst ein gewaltiges Erbe zu verwalten habe. Dr. Goebbels beschäftigte sich mit dem möglichen Einwand, daß man von einer nationalsozialistischen Kunst noch nicht in dem Umfange sprechen könne, wie es wünschenswert sei. Von diesem Einwand ausgehend, untersuchte er die Vorbedingungen für die dramatische Gestaltung der Zeitgeschichte. Ein Dichter müsse manchmal der historischen Wahrheit in Einzeldingen Gewalt antun, um der historischen Wahrheit in einem höhren poetischen Sinne zu dienen. Das sei jedoch in unserer Zeit noch gar nicht möglich. Schon in 100 oder 150 Jahren werde es wahrscheinlich viele Dramen und Filme geben, die die geschichtlichen Höhepunkte der nationalsozialistischen Revolution behandeln. „Deshalb halte ich es für richtig", fo fuhr Dr. Goebbels fort, „daß wir uns heute dem eigentlich historischen Stoff des Nationalsozialismus gegenüber noch etwas reserviert verhalten. Etwas anderes ist es, einer nationalsozialistischen Charakterkunst den Weg zu zeigen. So wenig ich es heute wünsche, daß Stoffe aus der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung verfilmt oder und all die Hemmungen zu beseitigen, die einer organischen Entwicklung der deutschen Kultur ent- gegenftanöen. Es war eine schwierige Ausgabe, in verhältnismäßig kurzer Zeit alle diese Fragen sowohl in kultureller als auch in personeller Hinsicht zu lösen. Denn wie auf dem Gebiet der Wirtschaft, kommt es auf dem Gebiet der Kultur nicht nur auf die gute Gesinnung und das anständige Wollen an, sondern vor allem auf das Können. Dazu gehört dann selbstverständlich die anständige Gesinnung, der nattonalsozialistische Charakter und die nationalsozialistische Haltung. Ich möchte hierbei den Grundsatz aufstellen, daß der Nationalsozialismus unsere geistige Luft ist, in der wir leben." Als bas stolze Ergebnis der Keuge- staltung des Kulturlebens unter national- sozialistischer Führung hob Reichsminister Dr. Goebbels hervor, bah der Reichskulturkammer als einer der ganz wenigen Organisationen außerhalb der Partei keine 3 uben, keine halbjuden und keine jüdisch versippten Mitglieder angehören. verlangten. An der Puerta del Sol wurde der Zug von Milizen des „Derteidigungsausschusses" auf- gehalten. Es kam zu einer Schießerei, bei der 20 Personen, darunter einige Frauen, getötet und über 100 verwundet wurden. Die Anarchisten setzten darauf ihren Zug fort unter den Rufen: „Nieder mit dem Verteidigungsausschuß!" Rückwirkungen der englischen Aufrüstung auf die Börse. London, 23. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die englischen Rüstungspläne haben eine außergewöhnliche Hausse auf dem englische n M etall- markt hervorgerufen. An der Metallbörse gab es am Montag stürmische Szenen, und der Handel mit Metallaktien wurde noch nach Schluß der Börse auf den Straßen fortgesetzt. Das Ansteigen der Preise ist zum größten Teil auf die Mitteilung der Regierung zurückzuführen, daß sie gewaltige Lager in den wichtigsten Roh st offen für Rüstungszwecke anlegen will. Spekulanten haben sich diese Lage zunutze gemacht und große Ankäufe getätigt. Im Gegensatz zu der Metallhausse ist eine Baisse in britischen Regierun g s- papieren aufgetreten. Der Verkauf von Regierungspapieren ist auf die Annahme zurückzuführen, daß demnächst eine Steuererhöhung vorgenommen und ferner beträchtliche Anleihen z u Rüstungszwecken aufgelegt werden. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat den Ministerialdirektor im Reichspoftminifterium Dipl.- Ina. Jakob Nagel zum Staatssekretär in diesem Ministerium ernannt. * Der Führer und Reichskanzler hat anläßlich der Geburt des norwegischen Thronfolgers sowohl dem König und der Königin als auch dem Kronprinzen und der Kronprinzessin telegraphische Glückwünsche übersandt. Ministerpräsident Mussolini hat an ben Führer und Reichskanzler folgendes Danktelegramm gerichtet: „Angenehm berührt durck den Ausdruck Ihrer Teilnahme anläßlich des verabscheuungswürdigen Attentats gegen den Marschall Gra- ziani banke ich Eurer Exzellenz lebhaft für, bas ritterliche Gebenken unb für die ausgesprochenen Wünsche, die ich unverzüglich dem Marschall übermittelt habe. * Ministerpräsident Generaloberst Göring ist am Montag von seinem Jagdaufenthalt beim polnischen Staatspräsidenten in Bialowieza und den anschließenden Jagdtagen in Polesien wieder in Berlin eingetroffen. Bei den Jagden des Ministerpräsidenten erbrachte die Strecke in Bialowieza drei Wölfe, drei Luchse und zehn Sauen und in Pole- fien zwei Wölfe, vier Luchse und 16 Sauen. Reichsminister Dr. Goebbels gab aus Anlaß der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung einen großen Empfang im Propagandaministerium. Zu ben Teilnehmern gehörten führende Persönlichkeiten von Staat und Partei, Mitglieder des Diplomatischen Korps, namhafte Vertreter von Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst und vor allem zahlreiche in- und ausländische Motorfachleute. Nach den Klängen auserlesener Unterhaltungsmusik entwickelte sich ein buntes gesellschaftliches Bild. Die ausländischen Motorindustriellen und Fachjoumalisten, die zur Automobilausstellung nach Berlin gekommen waren, verlebten Stunden echt deutscher Gastfteundschaft mit ihren Berufs- uno Sportfreunden sowie den führenden Männern des neuen Deutschlands. dichterisch gestaltet werden, so sehr bin ich bestrebt, aus jedem künstlerischen Schaffen die national- sozialistische Grundhaltung sprechen zu lassen. Man muß bei jedem dichterischen Werk spüren: So wie hier ein Konflikt gelöst wird, so würde ich ihn auch lösen. Wenn wir eine so bedeutende Forderung an die deutsche Kunst stellen, dann müssen wir andererseits aber auch die Grenzen des Begriffes .Nationalsozialismus^ sehr großzügig abstecken. Wir dürfen es nicht zulasten, daß der Nationalsozialismus zu einem begrenzten Dogma gemacht wird. Wir dürfen niemals Gefahr laufen, mit Millionen Menschen unseres Volkes in Widerspruch über Dinge zu geraten, die mit dem Nationalsozialismus gar nichts zu tun haben, sondern die nur ein paar Klugschwätzer in den Nationalsozialismus hineingepfuscht haben " „Wir dürfen nicht sture Dogmattker werden, sondern wir müssen als nationalsozialistische Künstler versuchen, das Leben in seiner tausendfältigen Vielgestaltigkeit einzufangen. Wir dürfen nicht in den Geruch kommen, daß wir nur Parteikünstler oder Parteidichter seien, sondern wir müssen gewissermaßen der Stoßtrupp einer nationalsozialistischen Haltungskunst werden. Unsere Dichter sollen die heroische, herbe unb spartanische Lebensauffassung unserer Zeit in Berlin, 22. Febr. (DNB.) Die Mitglieber bes Kulturkreises der S A. wurden von Reichsminister Dr. Goebbels aus Anlaß ihrer diesjährigen Arbeitstagung empfangen. Der Chef des Kulturkreifes der SA., Sturmhauptführer Herme!, stellte Dr. Goebbels die Mitglieder des Kulturkreifes vor und gab der großen Freude über diesen Empfang Ausdruck, weil sich Dr. Goebbels den Sturmabteilungen ganz besonders zugehörig fühle und an den kulturellen Arbeiten der SA. Anteil nähme, was an kulturellen Werten und Werken aus dem Kulturkreis der SA. entstanden sei, trage ben Stempel bes freiwilligen politischen Solbatentums. „Wir haben die Kraft und den Willen, entsprechend unserer Legitimation als die Sturmabteilungen der Bewegung auch auf kulturellem Gebiet der Idee des Führers die Bresche zu schlagen, weil wir daran glauben, daß der Zeit- geift der kommenden Generation der SA. - G e i ft fein muß und sein wird." Reichsminister Dr. Goebbels erinnerte an den ihm 1933 vom Führer gegebenen Auftrag, das deutsche Kulturleben zu reinigen ba- Güteraustausches wurde Diese Verdichtung des Pflege, Mnrt&ndsetyjiny , STETTIN BREMEN U.H. GORUTZ KOL • • BRESLAU AACHEN rPANKfU G LEI WITZ TRIER • O S T P TILSIT STU1TGA KÖNIGSBERG ASSAU FREIBURG DANZIG N CH E N ML Durchschnitt hat beschloß, in vier Jahr« ie Arbeiten M in. Kapstadt wir' jen erholten, k ehmen lanw bestreitet. Doch die letzten Jahre haben andererseits gezeigt, daß dem Ausbau dieser Beziehungen gewisse Grenzen gesetzt sind, weil die Kaufkraft der kolonialen Gebiete zu gering ist und als Abnehmer der Qualitätserzeugnisse der französischen Fertigwarenindustrie z. B. nur eine dünne Oberschicht in Frage kommt. Andererseits ist die Zahl der Rohstoffe und Genußmittel erheblich, die die kolonialen Gebiete überhaupt nicht oder nicht in ausreichenden Mengen liefern können, wie z. B. Petroleum, Kupfer, Kautschuk, Baumwolle, Wolle, Jute, Kaffee, Tee, Bananen. Frankreich bezieht von seinen überseeischen Gebieten vor allem Nahrungsmittel, auf die 74 d. 5). seiner kolonialen Einfuhr entfallen, jedoch nur in wenigen Erzeugnissen könnte Frankreich sich unabhängig von dritten Ländern machen, wie z. B. für Phosphate, Mahagoniholz, Reis, Pfeffer, Wein, Rübenzucker und Kakao. Frankreich liefert an seine Kolonien vor allem Fertigwaren, die 71 d. S). seines kolonialen Ausfuhrgeschäftes ausnimmt selbstverständlich an allen Vergünstigungen teil, die die DAF. ihren übrigen Mitgliedern gewährt, Dinge, die das Handwerk früher nicht kannte. Mit diesem aufgezeigten Neubau des deutschen Handwerks wird allein das Handwerk gerettet. Die NSDAP, hat in zäher, stiller Arbeit ein Werk vollbracht, das das deutsche Handwerk wieder zu einer noch nie dagewesenen Höhe handwerklichen Könnens, Wohlstand und Kultur bringt. Vorwärts mit unserem einzigen Führer in eine bessere Zukunft. t e n. Die Anhänger dieser Richtung gehen von der Tatsache aus, daß sich kaum jemand in Frankreich für die Erschließungsarbeiten in den kolonialen Gebieten interessiert, wichtige Posten nicht zu besetzen sind, somit Schwierigkeiten aufkommen, die schon eine erhebliche Unzufriedenheit unter der einheimischen Bevölkerung hervorgerufen haben. Diese Kreise sagen sich ferner, daß die Verhältnisse sich künftig kaum bessern werden und somit die Gefahr besteht, daß Frankreich automatisch immer mehr an Einfluß verliert, wie es sich schon in Tunis zeigt. Sie wollen dem durch eine Verständigung mit anderen Ländern vorbeugen, zeitweilig, so im Spätsommer vorigen Jahres, fanden auch schon inoffizielle Besprechungen zwischen privaten deutschen und französischen Kreisen statt, doch aus diesen Bestrebungen ist vorläufig nichts geworden. An Einfluß gewonnen haben dagegen die Kreise, die anderen Ländern nicht nur keine Erleichterungen zugestehen wollen, sondern sogar den Grundsatz der offenen Tür für Marokko und die Mandatsgebiete aufheben möchten, damit Frankreich auch hier in den Genuß einer zollpolitischen Vorzugsstellung gelangt und somit seine Ausfuhr wesentlich erhöhen kann. Diese Richtung, die also eine einseitige wirtschaftliche Ausbeutung der kolonialen Gebiete zugunsten der französischen Industrie fordert, hat sich bisher als die stärkere erwiesen, doch ist zu beachten, daß die Einsprüche der Eingeborenen gegen diesen wirtschaftlichen Imperialismus immer schärfer werden. Sie wenden sich vor allem dagegen, daß die französische Industrie sich viel zu wenig um die Bedürfnisse des kolonialen Marktes kümmere, nur die Waren liefere, für. die sie sonst keinen Absatz habe. So hat, um ein Beispiel zu nennen, die französische Automobilindustrie noch immer nicht den den schlechten Wegen der Kolonien angepaßtcn Typ geliefert, während die koloniale Bevölkerung mit dem niedrig gebauten eleganten Pariser Stadtwagen nichts anfangen kann. wesentlicher Teil her Menschenführung allein Sache der Partei, die diese Aufgaben auf die Deutsche Arbeitsfront überträgt. Die Deutsche Arbeitsfront wird bei den ihr durch den Dierjahresplan übertragenen S i e d l u n g s - und Wohnungsbauaufgaben das deutsche Handwerk besonders fördernd einbauen, einmal beim Bauen der Siedlungen und Wohnungen selbst, zum anderen aber auch beim Ansiedeln von jungem handwerklichen Nachwuchs in den neu zu bauenden Siedlungen. Das Handwerk in der DAF. Damit ist in konsequenter Folge ein weiterer Schritt zur Motorisierung getan. Nach der Preissenkungs- akiion der Anschaffungskosten werden nunmehr auch die Unterhaltungskosten gesenkt. Ein vorbildlich über ganz Deutschland verbreiteter Kundendienst sichert dem Opelwagenbesitzer sorgsame Pflege, preiswerte Original-Opel-Ersaizteile und niedrige Reparatur-Festpreise. Somit ist auch die Haltung eines Automobils billiger geworden und einer neuen Käuferschicht ermöglicht. Warum brauchen wir einen Tierschutz? Gespräch mit einem Berliner Tierschutzinspektor. Von Julie Schlosser. -te der ÜJlinfe den Staat- er N und'/! •urfen. Ginbnn SA.-FülM o ackelträger ein kulturellen H Mensch mi!$ senden Schfe ch wir alle feil 15 noch selbst eß neuen SBlüiii leben." Adam Opel A. G. • Rüsselsheim a. M. Die wirtschaftliche Bedeutung des überseeischen Frankreich. Von Or. Wilhelm Grotkopp, Paris. Unverbindliche Probefahrten. Motorwagen - V erkauiSgCSellschaft IH. b. H. Frankfurter Strane 52 - Telephon Nr. 2847 In seiner Kolonialpolitik geht Frankreich zunächst nicht von wirtschaftspolitischen Erwägungen und Zielsetzungen aus, sondern von militärpolitischen. Frankreich würdigt seine kolonialen Gebiete vor allem als militärische Stützpunkte und als Menschenreservoir für die französische Armee. An dieser grundsätzlichen Einstellung der französischen Kolonialpolitik wird sich auch künftig nichts ändern. Wenn jetzt häufiger als früher in Frankreich über die wirtschaftliche Bedeutung der 60 Millionen Einwohner zählenden „von allen Ozeanen und Meeren umspülten überseeischen Besitzungen" gesprochen und geschrieben wftd, Ende 1934 sogar eine Wirtschaftskonferenz des europäischen und überseeischen Frankreich nach Paris einberufen wurde, so ist dies alles noch kein Selbstzweck. Vielmehr liegt diesen Bestrebungen die Einsicht zugrunde, daß wirtschaftlich etwas für die kolonialen Gebiete getan werden müsse, wenn sie weiterhin Truppen für die französische Armee stellen sollen. Dabei hat die französische Industrie überrascht und erfreut die Nebenwirkung feststellen können, daß die kolonialen Gebiete zu einem wertvollen Ersatz für verloren gegangene andere Märkte wurden. Das ergibt sich eindeutig aus der folgenden Zahlenübersicht: Anteil des überseeischen Frankreichs an der französischen Einfuhr Ausfuhr > s, I «*.■? ) 1 Hu I * Slot, „ul m ii ’ Mil s ?" ’S “le ’S "Hei. ä: Jun9.Qbet!, Ue- müsse erj Ä“‘J •SS Upiel ist. Z Wanner, bie mnen ihre fr 'e»ung ihrebS werden. aus den W lmahlich biefo und fennfej °>e in unstni *n Posten 6 durch erleichtert, daß Frankreich, abgesehen von Marokko und den Mandatsgebieten Syrien, Kamerun und Togo, für die der Grundsatz der offenen Tür gilt, sich mit zollpolitischen Mitteln und begünstigt durch die oerkehrstechnischen Verhältnisse auf seinen überseeischen Märkten eine monopolartige Stellung verschaffen konnte. Grundsatz der französischen Zollpolitik ist nämlich, daß die kolonialen Gebiete ein Besitz Frankreichs seien und somit französische Waren zollfrei hereinlassen müssen, während die aus dritten Ländern mit hohen Zöllen zu belegen sind. Nur wenige Gebiete konnten eine gewisse zollpolitische Sonderstellung behaupten. So erklärt sich, daß Frankreich die Einfuhr von Algier z. B. zu 78 v. H., von Madagaskar zu 76 v. H. und von Tunis zu 67 o. H. „Wer hat denn das gemeldet, oder haben Sie es selbst auf einem Jnspektionsgang gesehen?" „Diese Stelle nicht, andere genug! —, aber diese hat einer der Umwohner uns gemeldet, der aus einem Fenster zusah. Wir sind ja nur sieben Inspektoren für ganz Berlin — wenn da nicht das Publikum mithilft! — wie soll man dann auch nur annähernd wissen, wo Hilfe nötig ist! Am schlimmsten ist es meistens an den Schuttabladeplätzen; da müssen die Pferde auch noch im Staub stehen." „Und was folgt morgen auf die Baustelle?" „Wochenmarktbesuch." „Und der gilt —?" „Den Pferden und dem Geflügel. Wie das ost untergebracht ist, und wie es getragen wird, und die lebenden Fische manchmal nur in so einem bißchen Wasser — da muß man schon regelmäßig nachsehen. Danach habe ich ein krankes Pferd zu besuchen: ob der Besitzer getan hat, was ich angeordnet habe. Er ist kein Tierschinder, gar nicht — bloß, er sieht nicht. Er fährt bratff los und bemerkt überhaupt Nicht, daß sein Tier ein scharfes Eisen hat und dauernd damit gegen das Bein schlägt. So hat es eine tiefe Wunde bekommen, und in die traf das scharfe Eisen immer wieder. Das Pferd muß irrsinnige Schmerzen gelitten haben. Der Mann hat aber ganz nett mit sich reden lassen und versprochen, daß er sofort das Eisen rund schleifen lassen und das Pferd ein paar Tage nicht anspannen will. Aber nachsehen muß ich natürlich. Es passieren zu schlimme Dinge, wenn man nicht dahinter her ist. Einmal habe ich ein Pferd mit einer tiefen Eiterwunde aus dem Anspann herausgeholt und mit dem Besitzer in die Tierarzneischule geschickt. Am nächsten Tag fand ich es im Stall mit zwei — zwei! — Schläuchen, die den Eiter abziehen lassen sollten; kein Geld, es in der Hochschule zu lassen. Am Tag darauf war der Mann mit dem Pferd frühmorgens fort, auf den nächsten Markt, um es zu verkaufen. Spät abends schleppte er es wieder an. Wir haben dann endlich die Notschlachtung durchgesetzt." „Aber, Herr B.....wie erreichen Sie denn etwas, wenn der Besitzer nun nicht nett mit sich weck joniwrf«. ingeschlossen, M i(ter vorM die Berufs»1 itsche Arbeit^' iß hier eine k itfdjen NT len Beruf erW Handwerks. Frischen beul Leistung r sich der Be zfront unten seeinrichtungen erfonaiml gründen. ms Sek11!'! t. GeMM I i jungen Hb U lernen. «* ®65nne"»; ■6 d«ch diel» bemf»”' rbeifefr»”1 BberW* richte« Mir«**" teilend, •*2S» ;tgeben. “serriMjJ [Aaltet-. A aiislWj« $1 B-t- 1)1 „Tierschutz? Der ist doch nicht mehr nötig, seit wir das Reichstierschutzgesetz haben!" „Tierschutz? Was tun denn diese Dierschützer? Nichts erreichen sie, nichts kommt voran, alles bleibt beim alten!" Diese beiden Urteile kann man immer wieder hören. Sie verlangen eine klare Beantwortung, sonst gehen der Tierschutzarbeit wertvolle Helferkräfte verloren, die sie gewinnen könnte. Die Antwort gibt ein Gespräch, das ich mit einem Berliner Tierschutzinspektor hatte. „Ich habe gestern ein Pferd gesehen, Herr B....", sagte ich zu ihm, „dem sie nachgehen müssen. Es lahmt stark, und überdies war unter das Geschirr ein Lappen geschoben, was auf eine Druckwunde schließen läßt." „Sofort genau aufschreiben", antwortete er, und ich schreibe: „Am 2. Mai um drei Uhr 15 Minuten — an der Ecke Joachimstalerstraße und Kurfürstendamm — ein Wagen der Firma TY — Wagen Nummer 6, — bespannt mit einem Braunen und einem Fuchs. Der Fuchs lahmte auf dem rechten Vorderbein. Unter dem Geschirr am Widerrist ein Lappen aufgelegt. — Bitte sofort kontrollieren. — Datum, Adresse, Unterschrift." „So", sagte er und steckt das Blatt ein, „mit der Anzeige kann man etwas anfangen. Wären sie nur alle so genau! Morgen früh gehe ich kontrollieren, ehe das Pferd aus dem Stall kommt, vielleicht darf es gar nicht erst angespannt werden." „Können Sie den Gang so rasch noch einschieben? Ist Ihr Tag nicht schon ganz voll?" „O ja, aber ein Tag läßt sich schön dehnen! Die Sache scheint dringend." „Was für ein Programm haben Sie sonst für morgen?" „Eine Baustelle zu fontroffteren. Es war eine unerhört schlechte Anfahrt, eine Schinderei, die Tiere da ziehen zu lassen. Wir haben beim Bauherrn erreicht, daß Bohlen gelegt werden, und bis das geschehen ist, ist die Stelle gesperrt worden. Morgen soll die Arbeit wieder ausgenommen werden, darum muß ich hin und mich vergewissern, ob alles in Ordnung ist." reden läßt? Sie haben doch keinerlei amtliche Befugnis!" Leider nein — ach, wenn wir die hatten, wäre die'Arbeit zehnmal so leicht! Wir sind private Ver- eine — da müssen wir uns eben selber zu helfen wissen. Man muß es verstehen, mit den Leuten fertig zu werden, auftreten muß man können — und wie!! Wie,jemand mit amtlichen Befugnissen! Er lacht. , . , „Und wenn man Sie doch nicht heremlaßt, was bann?" ... „Dann hole ich mir einen Wachtmeister vom nächsten Revier. Der Polizei macht man schon viel eher auf; aber erzwingen kann sie den Eintritt freilich auch nicht, wenn nicht schon der Beweis einer Tierquälerei vorliegt, den wir ja oft erst erbringen wollen. Erzwingen kann ihn nur der Krelstlerarzt, und den muß man in einem solchen Fall eben mobil machen." „Wie ist denn im allgemeinen das Verhalten Der Polizei?" „Das Interesse nimmt zu. Die meisten Aemter haben verständnisvolle Leute. Ich suche aber so weit wie nur möglich allein auszukommen, mache am liebsten alles auch ohne Strafanzeige ab, denn die verschleppen die Angelegenheit. Immer kann man sie nicht vermeiden, aber nicht selten komme ich zu einem gütlichen Vergleich. Man muß vor allem ganz genau wissen, woraus es ankommt, was man fordern muß und kann. Es darf einem keiner was vormachen können! Na bei mir sollte ihnen das wohl schwer fallen, 37 Jahre habe ich mit Pferden zu tun gehabt — da weiß ich Bescheid!" „Wieviel Pferde hat Berlin eigentlich?" „Werden etwa 53 000 fein." „Und sehr viele in Not?" „Ach ©ott, ja! Je älter sie werden, desto schlechter bekommen sie es — sie werden ja immer wertloser, und schließlich wird eben das Letzte aus ihnen herausgepreßt und das allermindeste für sie getan. Neulich kamen wir in einen Stall, da konnte immer nur das eine von zwei Tieren liegen, so eng war es, und das, welches gerade lag, war nachher ganz naß von der Jauche. Aber da haben wir ja damals schön helfen können — erinnern Sie sich noch an das Heimpferd, das sich im Tierheim so fein erholte und nachher einen so guten Herrn fand?" r „Und ob! Das war doch für uns alle eine Riesen- freude!" „Aber Sie wollten ja wissen, was es morgen alles gibt: Nachmittags die Laubenkontrolle, da kommen die Hunde und Katzen und die armen Kleintiere dran. Im Sommer ist es für die Hunde nicht so schlimm, — aber im Winter haben wir wieder und wieder welche gefunden, die tagelang allein, ohne Futter und frisches Wasser, angebunden da draußen lagen, weil die Laubenbesitzer in die Stadtwohnung gezogen waren —." „Aber es ist doch jetzt verboten, Tiere länger als einen Tag ohne Fütterung zu lassen!?" „Verboten schon — aber wer sieht es denn? Um diese riesigen Laubengelände systematisch zu kontrollieren, müßten wir zehnmal soviel Leute haben, oder die Polizei müßte regelmäßige Tierschutz- ftreisen machen." „Haben Sie auch kürzlich wieder mit Katzen in Not zu tun gehabt?" „30 000 bis 40 000 herrenlose Katzen gibt es m Berlin, da hört der Jammer nie auf. Und dazu kommt, daß die Vogelfreunde oft ganz rücksichtslose Katzenfeinde sind. Sie fragen erst gar nicht, ob man die Vögel nicht schützen könnte, ohne die Katzen zu vernichten — und das kann man in sehr vielen Fällen —, sondern sie fangen und vergiften, werfen mit Steinen blind ober lahm... Da hat die Aufklärungsarbeit noch sehr viel zu tun! Ader das ist ja nun Sache des Reichstierschutzbundes, unser Teil ist die praktische Arbeit." Er schwieg eine kleine Weile, dann fuhr er fort: „Aber wissen Sie, ich bin ganz ehrlich — die ar- Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt bet Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universttäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschliehlick 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. machen. Für einige Stapelartikel liefernde französische Wirtschaftszweige besagt der koloniale Markt heute schon sehr viel, so gehen etwa 30 v. H. der von der französischen Baumwollindustrie hergestellten Stoffe nach dort, doch weit geringer ist der Anteil des kolonialen Absatzes an Der Erzeugung der Eisenindustrie, hier beträgt er nur 10 v. H. So ist es zwar nie möglich, bas 100 Millionen Einwohner zählenbe überseeische unb europäische Frankreich zu einem sich selbst genügenben Großwirtschaftsraum auszubauen, immerhin bedeuten die kolonialen Gebiete für die Wirtschaft des Mutterlandes so viel, daß von der Privatwirtschaft erhebliche Einsprüche laut wurden, als einige Politiker mit dem Gedanken zu spielen schienen, im Interesse einer weltpolitischen Befriedung und einer Lösung der weltwirtschaftlichen Probleme, mit anderen Ländern, wie z. B. Deutschland und Italien, zwecks weiterer Erschließung der kolonialen Gebiete enger z u s a m m e n z u a r b e i - tarn. Noch to | )rer volllonM l ge, herunter te j lefangen genon I t Der oerrä I her trotz feint II 1 aufrührerisch )s gesaUen, •O DOßTM KASSEL KIEL ALTONA ROSTOCK LÜBECK HAMBURG BERLIN • BRAUNSOHW MUNSTER o HANNOVER MAGDEBURG E SD lÜSSELSHim R ensiT EUSSEN v. H. v. H. 1909—1913 11,1 12,8 1924 10,2 12,8 1927 11,8 14,8 1933 23,7 32,4 1935 25,7 31,7 Oberheffen Kundgebungen der Deutschen Arbeitsfront Vorverkauf: Hapag-Re.sebüro Dr. Kreger, Seltersweg uic IVU.JCH mnn, kinderlieb ist und Heuchelheim, Hausen, den 23. Februar 1937. 1240D Dank aus. Gießen, den 22. Februar 1937, 0861 StadttheateH 3m Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Fischer und Frau. Gestern abend ist unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Für die liebevollen Teilnahmebezeugungen, die uns beim Heimgang unserer unvergeßlichen 8 o es versteht, die Arbeiteni. Haushalt unter Anleitung derHaus- frau selbständig auszuführ., geg. Vergütung für sofort gesucht. Schr. Eilang. u. 1231va.d.G.A. 19.30-21.45 Uhr 20. Mittwoch- Miete! KupierneBochzeit Komödie von Rindom. Preise von 0.60-300 RM. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 25 Februar, 14 Uhr vom Trauerhause, Marktstraße 4, aus statt das dem Vaterland gebrachte Opfer den Hinterblie. denen der Gefallenen zu übergeben. Im Anschluß daran gedachte die Versammlung der Helden mit dem Liede vom guten Kameraden. Im zweiten Teil seiner Gedächtnisansprache schil. derte Lehrer P l o ch als Urbild der deutschen Kämpfer den unvergeßlichen Walter F l e x, der auf der Insel Oesel gefallen ist, der damit auch ein Vorbild wurde für die Kämpfer des Dritten Reiches. Etliche Gedichtvorträge von Schülern verschönten den Abend, unter denen besonders bemerkenswert zwei Gedichte des Heimatdichters Friedrich Brück waren. Den Dank aller Beteiligten brachte zum Schluß der Stützpunktleiter Rinker zum Ausdruck und betonte, daß das Heldenbuch in keinem Haufe der Gemeinde fehlen dürfe. Mit einer Huldigung an den Führer schloß die erhebende Feier unter den Klängen der Nationalhymnen. Landkreis Gießen. £ Heuchelheim, 23. Febr. Unser Mitbürger Zimmermeister Karl B e b l i n g wird morgen 75 Jahre alt. Der hochbetagte Mann, der durch seine berufliche Tätigkeit auch über seine engere Heimat hinauskam, erfreut sich allgemeiner Be- liebtheit und auch heute noch guter Gesundheit. Sein Zimmergeschäft gründete er 1887. Er kann in diesem Jahre auf ein 50jähriges Bestehen seines Gefchäfts zurückblicken. Feierliche llebergaoe des Nomienrother Heldenbuches. csd Nonnenrot h, 21. Febr. In feierlicher Handlung wurde heute das vom hiesigen Lehrer Ernst Ploch verfaßte Heldenbuch der Oeffentlichkeit übergeben. Neben der zahlreich erschienenen Gemeinde waren Angehörige der Gefallenen von nah und fern gekommen. Nach einer kurzen Begrüßung eröffnete das von Wilhelm Köhler, dem Sohne von Philipp Köhler- Langsdorf, gespielte Händelsche Largo die Feier. Danach wurden die Namen der gefallenen Helden des Dorfes bei präsentiertem Gewehr und gesenkten Wimpeln verlesen. Der gesanglichen Teil der Feier wurde bestritten von Lehrer Dietrich-Gießen, vom Gesangverein mit dem Liede: „Nun schweige jeder von seinem Leid", und von der Schuljugend. In seiner Gedenkansprache ging Lehrer Ploch von dem Gedanken des Opfers aus, der den heutigen Gedenktag im ganzen Reiche beherrscht und schloß diesen Teil der Feier ab mit der Verlesung eines Lebensbildes aus seinem Heldenbuche. In anerkennenden Worten über das geschaffene Werk, das Volkstumsarbeit im edelsten Sinne fei, grüßte Heimatdichter Georg Heß- Leihgestern die Versammlung namens des Landschaftsbundes für Volkstum und Heimat. Seine Aufgabe war es danach, das Heldenbuch mit Worten des Dankes für Frauen vom Jahrgang 188? morg. Mittwoch, nachmitt. 3 Hör, ZusMenhDlI in der Wirtschaft BÖnsel i236D Hammstraße. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Hörr I. 20—22.15 Uhr Heiterer Tanzabend Hierauf Die schöne Galathee Preise von 1.20-4.00 RM. Wo kann ein an Ver* dauungsstörung. leidender, älterer Mann in Gießen täglich diätes Mittagessen erbalten?Schrift- liche Angeb. unt 0913 an d. Gieß. Anzeiger erbet. Frau Katharina Hörr Wwe. geb. Gorr nach kurzer Krankheit im 85. Lebensjahr sanft entschlafen. Ortsgruppe Nord im Cafe Leib. Die Deutsche Arbeitsfront vereinigte am Samstagabend viele Mitglieder zu einer Kundgebung im Cafö Leib. Nach der Fahneneinbringung, kurzer Begrüßung und dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Liedes „Siehst du im Osten das Morgenrot", sprach der Kreisobmann der DAF„ Hermann Wagner. Er sagte u. a.: Millionen Deutsche ständen in der Bewegung und dienten damit Deutschland. Das alles geschehe im unerschütterlichen Glauben an Deutschlands Zukunft, im Glauben an den Führer und seine große Mission. Mit dem Führer sei eine durchgreifende Wandlung in das deutsche Volk gekommen. Die nationalsozialistische Revolution sei nicht im Organisatorischen steckengeblieben, wie manche Revolution vorher. Sie ergriff den Menschen ganz. Im großen Werk des Führers sei die Schaffung der Deutschen Arbeitsfront ein wichtiger Abschnitt. Mit ihr gelang die Befriedung der deutschen Wirtschaft, die dem verhängnisvollen „freien Spiel der Kräfte" entrissen wurde. Die Gewerkschaften mußten zerschlagen werden aus einer völkischen Notwendigkeit heraus. Es sei eine starke Gemeinschaft gebildet worden. Der Begriff der sozialen Ehre sei auf dem Wege, zu einem ganz verstandenen Begriff zu werden. Betriebsführer, Gefolgschaft, Betriebseinheit usw. seien Wirklichkeit geworden. Der Betriebsführer müsse elfter Vertrauensmann und Kamerad im Betrieb sein. Jedes Gefolgschaftsmitglied müsse sich dessen bewußt sein können, daß der Betriebsführer auch für ihn ein Ohr habe. Neben dem Betriebsführer solle aber auch nicht mehr der „Nur-Arbeitnehmer" stehen, sondern der Mensch, der sich mit seiner ganzen Arbeitskraft der Volksgemeinschaft verpflichtet fühlt. Aus dem Zusammenspiel aller Kräfte müsse die Gemeinschaft des Betriebes wachsen. In seinen weiteren Darlegungen sprach der Kreisobmann noch über den Begriff der sozialen Ehre und betonte, daß es eines Tages dahin kommen werde, daß jener, der gegen die soziale Ehre verstoße, wie ein Geächteter sein werde. Die Wirtschaft dürfe nicht mehr das „Schicksal" unseres Volkes sein, wie es früher von den Juden gar zu gern dargestellt wurde. Die Wirtschaft müsse unser Diener sein. Alles, was in unseliger Zeit in der deutschen Wirtschaft zerstört worden sei, werde wieder aufgebaut, und noch mehr dazu. Der Begriff Wirtschaft werde wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung „Werte schaffen" zurückgeführt. Wo der böse Wille anderer es verhindern wolle, daß der deutsche Mensch Werte schaffen könne, werde die deutsche Intelligenz einsetzen und die Voraussetzungen dafür geben. Der unerschütterliche Glaube an den Führer werde die großen Aufgaben erfüllen lassen, die uns gegeben sind, und was uns selbst zu erfüllen nicht mehr möglich sei, werde der nächsten Generation gelingen. Die Kundgebung wurde nach dem mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag in üblicher Weise geschlossen. Ortsgruppe Ost im Schützenhaus. Die Ortsgruppe Ost vereinigte viele Mitglieder zu einer Versammlung im „Schützenhaus". Die Einbringung der Fahnen, das gemeinsam gesungene Lied „Volk ans Gewehr" und eine kurze Begrüßungsansprache des Ortsgruppenwalters Götz leiteten den Abend ein. verwaltungssiellenleiler Schmidt sprach dann über die Deutsche Arbeitsfront. Er umriß dabei die Leistungen der verschiedenen Aem- ter in der DAF., deren Ziele darauf gerichtet seien, die Lage des arbeitenden Volksgenossen von Grund auf zu verbessern. Insbesondere seien die Bemühun- gen der DAF. darauf gerichtet, der Volksgesundheit zu dienen. Nach Ermahnungen zu weiterer treuer Mitarbeit schloß der Redner seine Ausführungen mit der Parole „Wir alle helfen dem Führer!" Nachdem die Kapelle der Betriebsgemeinschast der Heil- und Pflegeanstalt mit guten musikalischen Darbietungen aufgewartet und damit große Freud? bereitet hatte, sprach Verwaltungsstellenlekter Schmidt noch über verschiedene verwaltungstechnische Einzelheiten der Arbeitsfront und stellte dabei besonders heraus, wie in der DAF. durch verantwortungsbewußte Arbeit Reserven geschaffen werden können, die der Besserung der Lage des arbeitenden Volksgenossen zugute kommen. Bereits jetzt sei es gelungen, Reserven in Höhe von 300 Millionen Mark zu schaffen, eine Leistung, die bei der Mißwirtschaft der früheren Gewerkschaften kaum je erreicht worden sei. Ortsgruppenwalter Götz dankte dem Redner und gedachte dann noch der Gefallenen des Weltkrieges und der Opfer der Bewegung um Deutsch- lands Erneuerung. Das Lied „Ich halt' einen Kameraden", das Horst-Wessel-Lied" und das „Sieg- Heil" auf den Führer beschlossen die Kundgebung. romtorhiHofiiftorio SOFORTIGER GEWINN ENTSCHEID Hanni jufeif geworden sind, sprechen wir iiefbewegt unseren innigsten Stellenangebote| ftür mein, klein. Haush. suche ich ein im Kochen und allen Hausarbeiten erfahr, ölt. Stöulein für sofort oder später bei Farn.- Anschluß. 0912 Frau Elfe Mahnkovv Ww. Bahnhofstr. 331. lospreis' 150 PFENNIG . men Katzen sind manchmal ebenso schlimm dran bei ihren Freunden wie bei ihren Feinden. Neulich haben wir wieder zwei solche Elendsnester ausgenommen. Eine mehr als merkwürdige alte Frau hauste mit 20 Katzen in einer Holzbaracke; das sollte ein Katzenheim sein. Verschmutzt, verseucht — grauenhaft! Andere Katzenfreunde nahmen unentwegt Tiere bei sich auf; 12 in einer Stube haben wir auch schon gefunden. Eine krankhafte Verirrung, weiter nichts; aber weil diese Leute von Tierschutz reden, wird uns so etwas auf unser Konto geschrieben und schadet unserer Sache mächtig. Manche ,Tier- schützer^ tun den Tieren viel Böses." „Ach, ja — das stimmt!" Er stand auf, um zu gehen. „Aber im ganzen, Herr B...., ist es doch jetzt leichter, etwas im Tierschutz zu erreichen, als früher? Das schöne neue Gesetz wirkt sich doch wohl schon aus?" „Ganz gewiß. Nur arbeitet ein neues Gesetz nicht blitzschnell und auch nicht automatisch; das beste Gesetz bleibt fast unwirksam, wenn sich nicht genug Menschen um seine Durchführung bemühen. Es hat reichlich unvorbereitete Menschen vorgefunden! Daher wirkt es nicht so stark, wie manche glauben. Aber es gibt uns eine gute Handhabe für unseren Kampf." Unser Gespräch war zu Ende. Er verließ das Haus und verschwand im Gewühl der Straße. Aus aller Welt. Die Zlüffe steigen! Da der höchstschiffbare Wafserstand und Pegel zu Frankfurt überschritten ist, wird die Schiffahrt auf der Mainstrecke unterhalb Offenbach gesperrt. Pegelstand Frankfurt Montag 3,52 Meter, Dienstag voraussichtlich an 4 Meter. Die Rheinstrombauverwaltung Koblenz hat den amtlichen Hochwasser-Meldedienst für die Rheinstrecke unterhalb Bingen eröffnet. Die heftigen Niederschläge der letzten Tage haben ein starkes Ansteigen des Rheins und seiner Nebenflüsse zur Folge gehabt. Der Rhein steigt zur Zeit stündlich um 1 bis 2 Zentimeter. Die meisten Nebenflüsse des Rheins melde wetteres Ansteigen durch neue Regenfälle in Verbindung mit Schneeschmelze. Die Lahn steigt stündlich um 4 bis 6 Zentimeter. Die M o s e l, die für die Wasserführung des Rheins von besonderer Bedeutung ist, zeigte Montagvormittag fallende Tendenz. In den Nachmittagsstunden war aber erneutes Ansteigen festzustellen, und zwar stündlich um 2 Zentimeter. Die Flüsse und Bäche der Eifel sind stellenweise Über die Ufer getreten. Der Alpenveremskarlograph Viersack tödlich verunglückt. Der bekannte Kartograph des Deutschen und Oester- reichischen Alpenvereins, Johann Ferdinand Biersack, ist auf einer Schitour im Fotschertal oberhalb der Kemater Alm tödlich verunglückt. Er trat beim Abstieg vom Schafleger Kogel ein Schnee- brett los, wurde in die Tiefe gerissen und verschüttet. Sein Begleiter nahm sofort die Suche nach dem Verunglückten auf. Er konnte in kurzer Zeit geborgen werden. Wiederbelebungsversuche blieben jedoch erfolglos. Biersack hatte seinen Wohnsitz in Hannover. Als Kartograph des Alpenoereins hat er sich einen ganz hervorragenden Ruf durch neuartige moderne Kartenwerke erworben. Unter anderem hat er die Neuausgabe der Karte von Nanga Parbat durchgeführt und im letzten Sommer Dermessungsarbei- ten in den Etztaler und Stubaier Alpen durchgeführt. Riesenbetrug mit Dersorgungsgeldern in Danzig. Die Große Strafkammer in Danzig verurteilte den ehemalig beim Senat beschäftigten Walter Karpe wegen Betruges zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren. Die Mitangeklagten Arthur Krüger und Paul G e tz l a f f wurden zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis bzw. zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Karpe war 1930 bis 1935 bei dem staatlichen Versorgungs- und Pensionsamt in Danzig beschäftigt. Mit dem inzwischen durch Selbstmord geendeten Inspektor Kroll hatte Karpe eine Summe von 40 000 Gulden in der Weise veruntreut, daß er Versorgungsberechtigten, so auch dem Mit- Das N Mitten in | tai in öei Wrfluten ur Wer gibt es l ty. Platz, ein p< Jd dem Zeige F Himmel. E> 5°ben, durch >Se Glanz der * San ho Memverk, de 2-rn, schallt ÄM“ SH. w Laternen. do stxh »um h i S.N rühre Miliarer N-" der @ Mö- y« wfü 6t S TM her h’V«" 8a von k; Cal!" Ä 6lt - etl, «Men «M Ä alle ■ Sen. ' d itiinl; jU K 5 Ist. l»r< Tausche meine 4-Zimm.-Wohn. mit Bad gegen 3-Zimm.-Wohn. zum 1. Avril. Schrift!. Angeb. unt. 0920 an den Gießen. Anzeig. | Verschiedenes"! Mündlich können Sie e5 nur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es eilen Kaufmann Stadt, ev. 283., ca. 178 gr., flotte Erschein., in sol., ged., gut. Gesch.- u.Vermög.-Ber- bält., sucht entsprech. tüchtige LetageiM. Diskretion zuge- sich. u. verlangt. Schr.Ang.mögl. mit Bild u.0917 an d. Gieß. Anz. J MKs- I i» ’ü ’utt Ji I ffsp*- I aadl I 'SÄ 1 * Ö I ;w»» I ’jßcnn es on I in der.ho^,, I den h'M>nl- scheint, so M lacht und sie n Das Volke M Die L Jha 3 mol Eine große ,jch in der bai Wenn es am w « s-s-"°s1 I bringt fett« Lauernsegen. Ostern, denn alle Sonntage „Dsterregen b regen aus die lind „Psingstr . sind hier die ganz einig, de an Pfingsten Weiterhin hör I Eine nasse Johannis Re; (bas heißt, stt bann, so gen 3uli regnet, i ausgenommen heilige Anna fegen". „Mar I vierjigZagn I Regentag, / £ I „Segnet bat u, I ilrn ((Ernte) in ■ lag / Gelinde W ing Regen, / ■ .'er Schweizer ■ Irei Tropfe R I chgt: »Regne! ■ lief5 die ganze I Die Kinder । N der Regen Rus H sie im Mairegf «rsichtlich, daß und wenn es g angeklagten, das Doppelte, ja Dreifache der ihnen zustehenden Beträge jahrelang anweisen ließ und sich hohe Anteile von den zu viel gezahlten Beträgen sicherte. Die noch auf freiem Fuß befindlichen Angeklagten wurden sofort verhaftet. Schweres Autounglück bei Potsdam. Ein schweres Autounglück ereignete sich auf der Berlin—Leipziger Chaussee zwischen den Orten Seddin und Michendorf unweit der Potsdamer Stadtgrenze Der schwere Personenkraftwagen einer Zwickauer Autofirma, der sich mit sechs Insassen auf dem Wege nach Berlin befand, fuhr auf einen Holzwagen mit solcher Wucht auf, daß sich die Bretter durch das Innere des Personenwagens bohrten. Hierbei wurden zwei Personen getötet, drei Personen schwer und die sechste Person leichter verletzt. Das Unglück soll durch dichtes Schneetreiben verursacht worden sein. Chinesische Rauschgiftschmugglerbande ausgehoben. In Zusammenarbeit mit der japanischen Konsularpolizei ist es den örtlichen chinesischen Behörden gelungen, das bisher größte Rauschgifthänd- lernest auszuheben. Insgesamt wurden 28 Personen verhaftet, darunter ein koreanischer Wirt, der den japanischen Behörden ausgeliefert wurde. Die 27 Chinesen wurden den chinesischen Behörden ausgeliefert und sehen strengen Strafen entgegen. Nach den am 1. Januar wirksam gewordenen Gesetzen steht auf Rauschgiftschmuggel sogar die Todesstrafe, die unter gewissen Bedingungen obligatorisch ist. Folgenschwere Explosiion in einem Eleklrowerk. Im Elektrowerk Weisweiler bei Eschweiler (Rheinprov.) kam es zu einem Explosions- Unglück, bei dem ein Meister und ein Arbeiter den Tod fanden. Zwei Arbeitskameraden erlitten schwere Verletzungen, während sieben weitere mit leichteren Verwundungen davonkamen. Bei den Verletzungen handelt es sich in der Hauptsache um Verbrennungen. Der Sachschaden ist nicht bedeutend. Büchertisch. — Zeitungskatalog 1937 des Reichs- verbandes der deutschen Werbungsmittler e. 23., Berlin W 8. — (32.) Der Katalog bringt eine auf den neusten Stand ergänzte Zusammenstellung der gesetzlichen Grundlagen des Anzeigengeschäfts und zum erstenmal in der amtlichen Form die Gebührenordnung im Werbewesen, so daß die Gebühren für Werbeberatung und Gebrauchsgraphik nun auch im Katalog zu finden sind. Die aus früheren Jahrgängen her bekannten sehr instruktiven Landkarten sind dem heutigen Stand des Zeitungswesens nach Möglichkeit angepaßt worden. Die Zeitungen sind gegliedert nach Ländern und Provinzen und in alphabetischer Reihenfolge nach Städten ausgenommen roortten. Ein besonderer Teil umfaßt die deutschen Zeitschriften und Kalender. Auch die wichtigsten Blätter des Auslandes sind ausgenommen worden. Der reichhaltige Anzeigenteil ist übersichtlich geordnet und gibt erschöpfend Auskunft über den besonderen Charakter eines jeden hier vertretenen Blattes. — 211 a Zeitungskatalog 1937. Verlag Ala Anzeigen Aktiengesellschaft, Berlin W. 35. 62. Jahrgang. — (33) — Die Ala hat den Geschäftsführer des Werberates der deutschen Wirtschaft Dr. von Braunmühl gewonnen für eine Behandlung der Forderungen des Werberates zum Werbeinhalt und zu den Werbearten. Hier werden die Fragen beantwortet, wie im Einzelfalle geworben werden kann, ob eine Werbung verboten oder erlaubt ist. Der Katalog als solcher gibt erschöpfende Auskunft über Erscheinungsweisen, Anzeigenpreise, Nachlässe, Auflagen, Satzspiegel usw. Das Werbegesetz mit sämtlichen Durchführungsbestimmungen ist wiederum ausgenommen worden. Neu ist die Veröffentlichung der Normformate und ihre Anwendung. Die Wirtschaftszahlen für den Werbereifenden sind jeweils vor den einzelnen Provinzen und Ländern eingegliedert. Der Fachzeitschriftenteil hat eine neue Aufteilung erfahren. Kopfzeilen im redaktionellen und Anzeigenteil erleichtern den Gebrauch des Katalogs. Heute kein Wetterbericht. Degen erheblicher technischer Störungen im Betrieb der Frankfurter Wetterdienststelle kann diese heute keinen Wetterbericht herausgeben. 4. Großes Reit- md Fahr-Timmr 1937 in der Festhalle Frallksurt a M. Samstag, 27. Febr., abds. 8 Uhr, Sonntag, 28. Febr., nachm. 3 u. abds. 8 Uhr Ermäßigte Fahrpreise für Karteninhaber auf Reichsbahn und Straßenbahn Otto Huhn Gießen 0?i Rittergasse 23. (Stellengesuche] Suche für meine 18jährig.Tochter Stellung zur Erlernung d. Haushaltes geg. kl. Taschengeld. Schr. Ang. unter 0907 an d. Gieß. Anzeiger erbet. Hothldffe von z vis 20 v. s. erhalten Eie bei wiederholten Auf. nahmen einer Ameise Verkäufe ] Ein Transpott Ferkel eingetroffen, om Jakob Krämer Lollar Adolf-Hitler- Straße Nr. 124. | Kaufgesuche | Gebrauchte Ho.zregale zu kauf, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0914 an den Gieß. Anz. erbet. | Mietgesuche Kl. 2-Zimm.-Wohn. mit Küche von ruhig, jung. Ehepaar gesucht. Schr. Ang. unter 0908 an d. G.A. Gut möbliertes Zimmer mit 2 Betten, ev. Wohn-u.Schlaf- zimm. m. Kaffee und Bedienung von Arzt per 1. März auf 4 Wochengesucht.1237V Köhler Seltersweg 17. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tauiendea beachtet und geleit» Vermietungen »•Wohlig, imll. Stock per 1. Avril zu vermieten. Anzusehen zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags. 0916 Frankfurter Straße Nr. 12II. ä-Zimmerwohnung in gutem Hause, mittl. Kaiserallee, 1. Stock,monatl. 65 Mk.z.l. April zu vermieten. Schr. Ang. unter 0906 an d. G.A. ä dre kochen kann, schlosser, gesucht. Dienstag, ZZ.Zebruar 1937 Hr.45 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Lahn—1,20 Meter über Normal. Das Hochwasser der Lahn und der Wieseck hat in den gestrigen Abendstunden — nach dem anhaltenden Regen fast während des ganzen gestrigen Tages — ernstere Formen angenommen. Verschiedentlich ist es zu erheblichen Ueberschwemmungen gekommen. Das Heuchelheimer Feld ist zu einem einzigen großen See geworden. In der Müllerschen Badeanstalt steht das Wasser bis an die Kabinen, an der Bleiche sind die Wege überschwemmt und über das Wehr an der Klinkelschen Mühle braust das Wasser mit einer ungeheueren Kraft. Die kleinen Inseln in der Lahn, unweit der Lahnbrücke sind längst überflutet und nur die Bäume ragen unvermittelt und trostlos aus dem Wasser. In der Anlage unmittelbar unterhalb links der Lahnbrücke stehen die unteren Bänke läigst im Wasser und sind überspült. Hoffentlich trägt sie die Flut nicht fort. Besonders in Mitleidenschaft sind aber die Gärten an der Lahn gezogen, die oberhalb des Bootshauses der Gießener Rudergesellschaft auf dem dortigen flachen Ufer angelegt sind. Sie sind zum Teil völlig überschwemmt. Der Bootsplatz des ehemaligen Vereins Rudersport ist überflutet und das Bootshaus der Marine-Kameradschaft Gießen ist trockenen Fußes nicht mehr zugänglich. Der Verwalter des Hauses muß auf vertrautem Weg mit dem Fahrrad fahren, wenn er einigermaßen trocken das Haus erreichen will. Der Wasserstand der Lahn ist gegenwärtig um etwa 1,20 Meter höher als sonst. Allein in der vergangenen Nacht stieg das Wasser um etwa 20 Zentimeter. Ob das Wasser in den nächsten Stunden zum Fallen kommt, ist unwahrscheinlich, wenn die Regenoder Schneefälle weiterhin anhalten sollten. Die Wieseck in drei Stunden um 70 Zentimeter gestiegen. Sehr stark, fast noch sinnfälliger als bei der Lahn, macht sich das Hochwasser der Wieseck bemerkbar. Innerhalb dreier Stunden stieg gestern vormittag die Wieseck allein um 70 Zentimeter. Die Wiesen am Amtsgericht wurden zu einem einzigen See. Der Weg zum Philosophenwald ist längst überschwemmt, und einsam ragen die kleinen Bauminseln am Weg aus den Fluten. Der große Eichgärtenteich ist durch das Hochwasser, trotz des Dammes, der ihn von der Wieseck trennt, mit ein- bezogen worden in den großen See zwischen den Eichgärten und der Marburger Straße. Gestern morgen trat die Wieseck auch an der Struppmühle über die Ufer und überschwemmt weite Flächen der Wiesen zwischen Wieseck und der Rödaener Straße. Innerhalb der Stadt kletterten die Wasser der Wieseck sichtlich an den Ufermauern immer höher. An der Alicestraße sind verschiedene Gärten unter Wasser gesetzt worden. Noch scheint wenig Aussicht auf eine Besserung des Wetters zu sein. Man kann im Interesse der Erhaltung wertvollen Volksoermögens, das durch das Hochwasser bedroht ist, nur wünschen, daß einige schöne Tage — möglichst mit Sonnenschein — die Gefahr recht schnell bannen. Aus der provinzialhauptstadt. Oer Regen im Volks- und Kindermund. Nun, machen Sie nur nicht ein Gesicht, wie „drei Tage Regenwetter", weil ich es wage, vom Regen zu sprechen! Ist er nicht das nächstliegende Thema? Rieselt es nicht unentwegt vom Himmel, während ich dies schreibe, und am Tag, an dem Sie es lesen, werden Sie sicherlich genötigt sein, auszurufen: „es regnet Bindfaden!" oder, wenn Sie Berliner find, dann regnet es „Strippen" und in Thüringen regnet es bei besonders heftigem Regen sogar „Spitzbuben", während wir uns damit ve- gnügen, zu behaupten, daß es „wie mit Mulden gieße". Auch das Sprichwort hat sich häufig mit dem Regen beschäftigt; alte biblische Gedanken tauchen da auf: „Regen und Segen kommt von dem Herrn"; der Regen wird bildhaft benutzt, wenn ein altes Sprichwort sagt: „er ist vor dem rügen unter das tach kommen" und es also erklärt: „er ist grab rächt gestorbe,., öb er zu armut kam". Tröstend heitzt's: „ein kleiner Regen niacht nicht naß" und „nach Regen kommt Sonnenschein" und das Mittel- alter behauptet: „under allen wazzern ist rainz regenwazzer daz gesündist". Das Sprichwort weiß zu berichten: „es regnet gern, wo es schon naß ist" und es rät: „wenn's regnet, muß man's machen, wie die Nürnberger, und drunter herlaufen". Reg- net's, während die Sonne scheint, so hat das eine besondere Bedeutung; das Sprichwort lehrt uns: „Wenn es bei Sonnenschein regnet, so ist Kirmes in der Hölle" oder „dann kommt ein Schneider in den Himmel". „Wenn's regnet und die Sonne scheint, so schlägt der Teufel seine Großmutter: er lacht und sie weint". Das Volkslied singt: „'S isch no net lang, daß 's gregnet het, Die Läuble tropftet no; I ha emal e Schätzle ghet, I wollt, i hält' es no." Eine große Rolle spielt der Regen selbstverständlich in der bäuerlichen Wetterregel. Da hören wir: „Wenn es am Karfreitag regnet, / Ist das ganze Jahr gesegnet", eine andere Regel aber behauptet im Gegensatz dazu: Karfreitag und Oestern Regen, / bringt selten Erntesegen", aber „Aprilregen - Bauernsegen". Unerwünscht sind Regengüsse zu Ostern, denn „Regen am heiligen Ostertag, bringt alle Sonntage Regen bis nach Pfingsten", oder „Osterregen bringt magere Kost"; dagegen „Mai- regen auf die Saaten, / Dann regnet es Dukaten". Und „Pfingstregen - reicher Weinsegen". Allerdings sind hier die Wetterpropheten wieder einmal nicht ganz einig, denn es heißt anderseits auch: „Wenn's an Pfingsten regnet, / Wird keine Frucht gesegnet". Weiterhin hören wir: „Regnet es am Johannistag, / Eine nasse Ernte man erwarten mag" und „An Johannis Rege, / Ist die Nuß im Wasser gelege" (das heißt, sie gerät nicht), aber „Negnet's an Johann, so gerät der Haber". Bös ist's, wenn's im Juli regnet, denn „Juliregen - nimmt Erntesegen"; ausgenommen wird der Annentag: „Bringt die heilige Anna Regen, / So wird er zum Himmelssegen". „Mariä Heimsuchung mit Regen, / Tut sich vierzig Tag nicht legen" und „Ist Siebenbrüder ein Regentag, / So regnet es sieben Wochen danach", „Regnet bat up Petri Kett, / dann regnet de ganze Arn (Ernte) in Dreck"; „Regen auf Sankt Michels Tag / Gelinden Winter geben mag"; „St. Wolfgang Regen, / Verspricht ein Jahr voll Segen". Der Schweizer glaubt: „Der Allerseelentag, will drei Tropfe Rüge ha". Eine andere Wetterregel besagt: „Regnet's am Sonntag vor der Miß, / Reg- net’s die ganze Woch noch gewiß". Die Kinder aber kümmern sich nicht darum, ob der Regen Nutzen oder Schaden stiftet, und wenn sie im Mairegen naß werden, so glauben sie zuversichtlich, daß sie davon groß und stark werden, und wenn es gießt ohne Unterlaß, dann singen sie Das Sieben-Gestirn. Von Bruno H. Bürgel. Mitten in der riesenhaften Stadt mit ihrem Gewühl in den steinernen Schluchten, mit ihren Lichterfluten und ihrem Lärm der hunderttausend Räder gibt es Oasen, wie in der Wüste. Einen stillen Platz, ein paar Baumgruppen, eine Kirche weist mit dem Zeigefinger ihres schlanken Turmes in den Himmel. Es ist dunkler hier als in den breiten Straßen, durch die die Bahnen donnern, der farbige Glanz der Auslagen fehlt, eine gewisse wohltuende Ruhe und Eingesponnenheit liegt um solche Plätze. Man hört plötzlich droben in der Höhe ein Glockenwerk, der Schlag der Turmuhr, ein wenig blechern, schallt über die Dächer, die Menschen werden zu Silhouetten im matten Schein der wenigen Laternen. Und da stehen plötzlich einige zusammen und schauen zum Himmel auf. Ja, hier sieht man noch den Himmel, die Sterne! Ein kleines Erlebnis! „Oh, laßt euch rühren, ihr Taufende! Einst sah ich euch in sternenklarer Winternacht zwischen den trüben Reihen der Gaslaternen den Weg ins Freie suchen ..." möchte man mit dem Dichter ausrufen, der sie zurückführen will in die freie Natur, diese Massen der Städte. — Ja, da stehen also einige der Eiligen, der Hastigen, und schauen zum Himmel auf, dorthin, wo die Türme der Kirche ragen; sie haben ihren Lauf unterbrochen, irgend etwas fesselt sie, etwas, das erdenfern über dieser unruhevollen Stadt schwebt. Irgend jemand hat darauf aufmerksam gemacht, und was jedem Bauer zwischen Hof und Scheune, jedem Forstmann, der durch den abendlichen Wald schreitet, wohlvertrauter Anblick ist, wird hier für einen Moment zu einer kleinen Entdeckung. Ein kleiner schimmernder Fleck wird neben der Spitze des hohen Turmes sichtbar, eine Gruppe von kleinen Sternlein glänzt und glitzert ein wenig verwaschen in der Nebelluft: das S Leben g e st i r n. Ja, das ist in der Tat ein merkwürdiges und auffälliges Geschmeide, so auffällig, daß überall in der weiten Welt die Menschen seit den grauesten Zeiten darin etwas Besonderes sahen, etwas, das ihre Phantasie anregte. Die Griechen, die Germanen, die Eingeborenen Afrikas, die Männer im eisigen hohen Norden, die Menschen der russischen Steppe, die bezopften Söhne des himmlischen Reiches ... wirklich, alle Welt! Ein schimmerndes Häufchen eng zusammengedrängter Sterne, anders als die anderen ... das ermunterte zu mancherlei Deutungen. Und fd entstanden reizvolle, wunderliche Him- welssagen. Wie schön, daß einst die Menschen, in fröhlich: „Es regnet, regnet Tropfen, / Die Buben muß man klopfen" oder es erklingt das Liedlein: „Es regnet, regnet Tröpfchen, Es regnet auf mein Köpfchen, Es regnet lauter Mandelkern, Regen, ich hab' dich gar zu gern!" und sie stimmen voll und ganz überein mit der alten Volksweisheit: „Laß regnen, weil es regnen mag, Das Wasser will seinen £auf! Und wenn's genug geregnet hat, Dann hört's auch wieder auf." E. B. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr: „Heiterer Tanzabend" und „Die schöne Galathee". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Botschaft an Garcia". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Berge in Flammen". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 17 bis 18: Ausstellung „Forscher als Künstler". Stadttheater Gießen. Heute abend findet eine Wiederholung des „Heiteren Tanzabends" und „Die schöne Galathee", Operette von Fr. v. Suppe statt. — Das Programm des „Heiteren Tanzabends" setzt sich aus Tänzen meist heiteren Charakters zusammen. Die Leitung des Abends, Einstudierung der Tänze und choreo- graplische Leitung liegt in den Händen der Ballettmeisterin Zenner. Kapellmeister Ernst Bräuer hat die musikalische Leitung. — Hierauf „Die schöne Galathee". Musikalische Leitung Kapellmeister Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul Wrede. — Die Titelrolle singt Ilse Laskus. — Die Vorstellung findet als 20. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Velr.: Geländeorientierungslauf am Sonntag, 28. Februar. Die Mannschaften der Gefolgschaften und Sondereinheiten treten um 9 Uhr ein der Volkshalle zu Gießen an. Die notwendigen Karten werden gestellt. vielem noch in den Kinderschuhen, des Glaubens waren, jene Lichter da droben seien Mächtige und Bedeutsame, Helden und Lieblinge der Götter, von ihnen emporgehoben in die reinen Sphären des Himmels! So woben die Griechen einen wunderlichen Sagenkranz um die Sterngruppe des Siebengestirns. Atlas, der auf feinen gewaltigen Schultern den Himmel trägt, bittet den mächtigen Okea- nos, den Beherrscher des Weltmeeres und der Ströme, ihm feine schöne Tochter Pleione zur Frau zu geben. Viel Ungemach kommt über ihn, aber sieben liebliche Töchter werden ihm geschenkt, die Plejaden. Und während Atlas, der die Götter kränkte, verurteilt ist, den Himmel zu tragen, stellt der wilde, herrliche Jäger der Alten, der prächtige, schimmernde Orion, der Pleione und den sieben schönen Mädchen nach. Sie fliehen vor ihm her, aber er verfolgt sie unablässig. Da wenden sie sich in ihrer Not an den Götteroater Zeus, der sie in Tauben verwandelt und zum Himmel emporfliegen läßt, wo sie nun als die „Plejaden" als das Sie - bengestirn glänzen bis in die fernsten Tage. Schauen Sie nur des Abends zum Firmament, Sie werden noch droben die schimmernde kleine Gruppe deutlich erkennen, aber unter den sieben Mädchen schreitet noch immer mit funkelndem Wehrgehänge, breitbeinig und breitbrüstig, Orion, der stürmische Jäger, gefolgt von feinem Hund mit dem glänzenden Auge, dem prächtig brillierenden Sirius. Untergegangen ist die bunte heitere Götterwelt Griechenlands, es duftet nach Benzin, elektrische Sonnen erhellen die Straßen, Flugzeuge surren über Weltstädte, aber noch immer funkeln und brillieren sie da droben, die Plejaden und der Orion, die schon hoch über allem Erdenleben zogen, als Homer seine Gesänge schrieb. Die Götter sind entthront, die Sterne sind keine Heroen mehr und keine Lieblinge des Zeus, der milde und versöhnlich der kleinen Menschen Schwachheit verzieh; mit kniffligen Instrumenten und komplizierten mathematischen Methoden hat sich der Beherrscher der Erde in die Geheimnisse der funkelnden Lichter des Himmels hineingebohrt, aber was er heute vom Siebengestirn zu sagen weiß, das ist wahrhaftig nicht minder interessant als die Märchen einer alten Zeit, und wer sich nur ein wenig Phantasie bewahrt hat, dem wird auch das märchenhaft klingen, wenn es auch eines der Märchen des 20. Jahrhunderts ist, die eine völlig andere Sprache sprechen. Wir treten an eines der großen Fernrohre unserer modernen Observatorien und richten es auf die sieben Töchter der Pleione. Welch ein Anblick! Hunderte von Sternen sehen wir da plötzlich, deren Licht zu schwach war, um dem unbewaffneten Auge erkennbar zu werden. Jene sieben hellen Sterne sind jetzt zu herrlichen, blaulichweißen Glitzersternen geworden, zu funkelnden Diademen; das Ganze 'Bett.: Führerstellenbesehungsmeldebogen und Stärkemeldungen. Der Meldebogen über Führerstellenbesetzung, sowie die Stärkemeldung für den laufenden Monat (Mürz) müssen bereits am 28. Februar hier vorliegen. Bett.: Arbeitsberichte der Stellenleiter. Die Stellenleiter O, S, G, KS, WS, K, R, Pr., GA und Rechtst. haben ihren Arbeitsbericht bis 28. Februar 1937 an die Adjutantur des Bannes abzuliefern. BOM. Unfergou 116. Bett.: VD217.-Schwimmstunde. Die BDM.-Schwimmstunde findet Dienstags von 19 bis 20 Uhr im Volksbad statt. Schwimmwartin ist Irmgard S ch a l ch. Die Leitung liegt in den Händen des Gießener Schwimmvereins. Es werden 20 Pfennig Badegeld erhoben. Die IM.-Schwimmstunde findet Mittwochs von 19 bis 20 Uhr wie bisher statt. Vetr.: DDIN.-Leisiungsabzeichen. Sonntag, 28. Februar, findet das 25-Kilometer- Wandern für das Leistungsabzeichen statt. Antreten 8 Uhr am Ludwigsplatz. Die Sanitäts-Prüfung für das Leistungsabzeichen findet Montag, 1. März, 20 Uhr, in der Goethe- fchule statt. Die Untergau-Sportwartin. Herabsetzung der Preise für Autoersatzteile und -Reparaturen. Im Zusammenhang mit der vor einigen Tagen bekanntgewordenen, am 1. Mai 1937 in Kraft tretenden Verordnung des Reichskommissars für die Preisbildung, die einen beträchtlichen Preisabbau für Autoersatzteile vorsieht, ist die Adam Opel AG., Rüsselsheim, schon jetzt dazu übergegangen, die Ersatzteilpreise mit sofortiger Wirkung herabzusetzen. Die Ermäßigungen schwanken bei den einzelnen Teilen zwischen 10 und 30 v. H. Darüber hinaus hat die Adam Opel AG. noch die für ihre 2000 Kundendienstwerkstätten gültigen Reparatur-Festpreise dieser Preisentwicklung angepaßt und sie ebenfalls, zum Teil bis zu 15 v. H., gesenkt. ein Brillantschmuck, wie ihn nur Urania tragen kann, die Himmelsgöttin. Vierhundert Sterne sind's im ganzen, nicht sieben! Sie bilden eine Wolke von Sonnen im Universum, sie gehören zusammen, sind irgendwie einmal zusammen entstanden, sie sind wirklich Geschwister, und gemeinsam wandern sie durch den Raum, wie etwa ein mächtiger Schwarm Vögel im Herbst gemeinsam über Länder und Meere nach dem Süden zieht. Stellen Sie sich das vor! Da mitten im unendlichen Himmelsraum rast ein Schwarm von 400 Sonnen, riesigen Feuerbällen, jeder millionenmal größer als die Erdkugel, auf der der Wichtigtuer „Mensch" lebt, etwa zwangzigmal schneller als eine Granate, fort und fort ins Unbekannte. Ist das nicht auch so etwas wie ein Märchen, geheimnisvoll, unbegreiflich? Die Märchen des zwanzigsten Jahrhunderts sind gigantische Weltbilder! — Aber wie groß muß in Wahrheit dieser Schwarm von 400 Sonnen sein, der hier auf Erden als ein schimmerndes Wölkchen neben einer Kirchturmspitze erscheint! Auch das haben die Meßkünste der modernen Sternforschung herausgebracht. Der schnellste aller Läufer der Welt, der Lichtstrahl, braucht dreißig Jahre, um diesen Sonnenschwarm zu durchfliegen, denn was uns da als zierlicher Brillant- schmuck am Himmel entzückt, ist eine Welt von Welten, fast zweimillionenmal so langgestreckt wie die Entfernung der Erde von der Sonne. Wer verbindet damit noch eine Vorstellung? Es ist, als ob man einer Ameise die Entfernung Berlin—Tokio klarmachen wollte! Aber wie fern muß das Siebengestirn schweben, wenn diese Ungeheuerlichkeit hier bei uns zu einem schimmernden Wölkchen wird. Dreihundert Lichtjahre, sagen die Astronomen. — Die Leute, die da auf dem halbdunklen Kirchplatz mit seinen winterkahlen Bäumen stehen und zwischen dem Kampf des Tages und der behaglichen abendlichen Feierstunde daheim einen Augenblick fröstelnd zu den sieben Töchtern des Atlas aufschauen, ahnen nicht, daß die Lichtstrahlen, die da eben ihr Auge treffen, sich von jenen flimmernden Sternlein lösten, als der Dreißigjährige Krieg auf dem Höhepunkt angelangt war, Europa in Blut und Tränen unterzugehen drohte. Wie klein ist der Mensch, wie schwer macht er sich das Leben! ßod)fd)ulnacbrid)fen. Geh. Hofrat Dr. Jakob Horn, Ordinarius für höhere Mathematik an der Technischen Hochschule Darm ft abt, der vor drei Jahren in den Ruhestand getreten ist, vollendete das 7 0. Lebensjahr. Seine Werke „Gewöhnliche Differentialgleichungen" und „Partielle Differentialgleichungen" sind in mehreren Auflagen verbreitet. Ein Vortrag von Oberbürgermeister Mer. Deutsche Arbeitsfront. Am Mittwoch, 24. Februar, 20.30 Uhr, findet im Studentenheim Gießen die Ortsgruppenversammlung der Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, statt. Es spricht Oberbürgermeister Pg. Kiffer. An dieser Versammlung haben alle Mitarbeiter, Walter und Warte (Parteianwärter!) der Ortswal- tung Gießen-Süd teilzunehmen. Treffpunkt 20.15 Uhr vor dem Studentenheim. Gedenkfeier für Horst Wessel. Gemeinschaffsempfang der Gießener SA. innerhalb der Stürme. Anläßlich der heutigen Wiederkehr des Todestags Horst Wessels findet heute abend in Berlin eine Gedenkfeier statt, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Stabschefs Lutze stehen wird. Die Rede des Stabschefs wird von der Aufführung des „Deutschen Gebets" umrahmt sein. Die Stürme der Gießener SA. veranstalten innerhalb ihrer Einheiten am heutigen Abend von 20 Uhr Gemeinschaftsempfang. Diese feierliche Umrahmung der Rede durch die Aufführung des „Deutschen Gebets" wird von der Gießener SA. anläßlich einer besonderen Feier am Vorabend des Geburtstages des Führers auch in unserer Stadt zur Aufführung kommen und dadurch allen Volksgenossen als eine neue erhebende Veranstaltung unserer SA. bargeboten werben. Verleihung der Ehrennadeln in der Frauenschast Gießen-Mitte. Die Mitglieber ber Frauenschaft Gießen-Mitte versammelten sich in der Wirtschaft Boller zu einem festlichen Abend. Die Leiterin Frau W e m p e r forderte nach kurzen Begrüßungsworten alle Mitglieder, besonders die Blockfrauen, auf, weiter unter Einsatz aller Kräfte mitzuarbeiten. Darauf erfreuten Fräulein Ludwig und Werner die Zuhörer in Zusammenspiel von Klavier und Geige mit dem Largo von Händel, und sie sanden damit reichen Beifall. Einen aufschlußreichen Rückblick über die Entstehung der NS.-Frauenschaft in Gießen vor der Machtergreifung gab Frau Heß. Sie erwähnte, wie sich anfangs ein ganz kleiner Kreis von Frauen zufammenfand, die sich in sozialer Weise betätigten und zugleich auch den Kampf um die Macht durch wirksame Propaganda unterstützten und vorwärtstrieben. Nach einigen Gedichtvorträgen erfolgte die Überreichung der Ehrenabzeichen an 45 frühe Mitkämpferinnen. Den Abschluß des eindrucksvollen Abends bildete Gesang des Frauenchors. Gießener Wochenmarkfpreife. * Gießen, 23. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter, 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Sind Sie gestern abend ausgegangen? Wenn Sie dann mehr als sonst geraucht und getrunken haben, schnell die Zähne mit Nivea-Zahnpasta putzen! Die ganze Mundhöhle nimmt das frische und angenehm wirkende Aroma der Nivea-Zahnpasta auf, und Ihr Atem wird wieder rein und natürlich. Das erfrischt ungemein. Gloria-palast: „Oie Botschaft an Garcia/' Wir haben Ende vorigen Jahres die heute in über 40 Millionen Exemplaren verbreitete kleine Schrift „Die Botschaft an Garcia" von Elbert Hubbard ausführlich besprochen. Es handelt sich um eine Episode aus dem Kubanischen Kriege 1898. Hubbards „literarische Kleinigkeit" entstand ein Jahr später; in der zweiten Auflage der deutschen Uebersetzung heißt es: „Als der Krieg zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten ausbrach, ergab sich die dringende Notwendigkeit, mit dem Leiter der Insurgenten so schnell als möglich in Verbindung zu treten. Garcia saß auf irgendeiner Bergfeste im Innern Kubas — niemand wüßte wo. Keine Post, kein Telegraph konnte ihn erreichen; der Präsident aber mußte sich seine Unterstützung sichern und dies schnellstens. Was war zu tun? Da erinnerte sich ein Berater des Präsidenten eines Mannes, namens Rowan, der seiner Meinung nach einzig und allein imstande war, Garcia zu finden. Man schickte nach Rowan und gab ihm den Bries mit der Weisung, ihn an Garcia abzuliefern ..." Das ist der Tatbestand, von dem Hubbard ausgeht, um eine kurze, sehr lesenswerte Betrachtung daran zu knüpfen: ihm kam es auf das Grundsätzliche und Beispielhafte dieser Tat, dieser Episode aus dem Kubanischen Kriege an; deshalb fährt er fort: „Wir wollen nicht ausführen, wie der „Mann, namens Rowan" den Brief nahm, ihn in Wachstuch einsiegelte, sich über das Herz band, nach vier Tagen im offenen Boot zur Nachtzeit an der Küste von Kuba landete, im Dickicht verschwand und nach drei Wochen auf der anderen Seite der Insel wieder auftauchte ..." Aber das ist gerade die Fabel des Films. Es ist eine abenteuerliche und sehr spannende Geschichte, mit Flucht und Verfolgung, mit Kampf und Verrat — sogar die Liebe spielt dabei eine Rolle, wovon bei Hubbard nicht die Rede ist, und was als ein Zugeständnis an das amerikanische Publikum gelten darf. Doch muß es dem Regisseur George Marshall angerechnet werden, daß er über dem Abenteuer den Sinn des Abenteuers nicht vergaß; die „Botschaft an Garcia" ist, auch in der Filmfassung, noch immer die Geschichte einer männlichen Tat und ein Evangelium der einfachen Pflichterfüllung, die nicht nach dem Warum und Woher fragt. John Boies ist der Leutnant, und man kann sich den Mann, der die Botschaft Überbrachte, wohl so Dorftellen,, ruhig und zäh, energisch, anständig und phrasenlos. Barbara S t a n w y ck , eine treue und liebevolle Kameradin auf dem Marsch durch den Urwald, und Wallace Beery, der mit vollblütig breitem Humor einen „gemischten Charakter" darstellt, heben sich aus dem Ensemble heraus. — (Fox-Film.) Hans T h y r i o t. Stück "4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 12, Klasse C 11/., Klasse D 10%, Wirsing, % kg 10 bis 15, Weißkraut 7 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 g 10 bis 12, % kg 80 Pf. bis 1 Mk., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, Vz kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 25, Blumenkohl, das Stück 30 bis 50, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. ** Eine Skebzigjährige. Am heutigen Dienstag kann Fd- Marie F e l ch n e r, Goethe- straße 67, in geistiger und körperlicher Frische ihren. 70. Geburtstag feiern. ** Silberne Hochzeit. Die Eheleute Heinrich F a u l st i ch , Bahnhofstraße, feiern am morgigen Mittwoch das Fest der Silbernen Hochzeit. Gleichzeitig waren es am vergangenen Sonntag 25 Jahre, daß Herr Faulstich die Metzgerei und Wirtschaft Bahnhofstraße 59 übernahm. In diesen langen Jahren gelang es ihm, das Geschäft auf beachtliche Höhe zu bringen und sich, die Ächtung seiner Kunden und Berufskollegen zu erwerben. Schicksals« ahre des Memellandes. Sin aufschlußreicher Blick Der Oberhessische Geschichtsverein hat sich mit dem Vortrag am gestrigen Montagabend ein besonderes Verdienst erworben. Er hat einen Mann au Worte kommen lassen, der als Ostdeutscher und als aktiver Offizier nicht nur Land und Leute unseres schönen Ostpreußens genau kennt, sondern der auch die für Reich und Volk schicksalsschweren Jahre nach dem Versailler Friedensdiktat im Dienst an einer Stelle miterlebte, die eine bis heute noch ungeheilte Wunde am deutschen Volkskörper aufriß: nämlich im deutschen M e m e l l a n d. Vortragender war Oberstleutnant Döring, der Kommandeur der III. Abt. A.-R. 9 in Gießen, der in der vollbesetzten Aula des Gymnasiums zu einigen hundert Männern und Frauen über das Thema „Schicksalsjahre des Memellandes" sprach und seine außerordentlich fesselnden Darlegungen auf eigenen Erlebnissen als aktiver Offizier aufbaute. Es ist schon oft und mit Recht beklagt worden, daß viele Volksgenossen im Westen des Reiches wenig vom deutschen Osten wissen, daß sie sogar in wichtiaen Dingen unseres Ostlandes nur sehr mangelhaft unterrichtet sind. Es wäre zwecklos, zu leugnen, daß derartige Lücken des Wissens um den deutschen Osten auch bei vielen Gießener Volksgenossen bestehen. Overstleutnant Döring erfüllte daher eine schöne und dankbare Aufgabe, daß er durch seinen Vortrag nicht nur der großen, mit äußerster Spannung lauschenden Zuhörerschaft einen umfassenden Ueberblick und wertvolle Einzelaufschlüsse über den äußersten Nordosten Deutschlands, das Memelland, gab, sondern daß er ihnen zugleich das Rüstzeug in die Hand drückte, mit dessen Verwertung in der Aufklärung weiterer Volksgenossen ein gutes Stück deutscher Aufbauarbeit zum Nutzen unseres herrlichen und für das ganze Reich außerordentlich wichtigen Ostlandes, insbesondere Ostpreußens, geleistet werden kann. Oberstleutnant Döring vermittelte seinen, Hörern zunächst einen aufschlußreichen Blick auf die Struktur des Memellandes und die Zusammensetzung seiner Bewohner. Wer es nicht schon aus eigenem Augenschein gewußt hat, erfuhr hier, daß das Memelland ein waldreiches Stück deutscher Erde ist, das gute Vieh- und Weidewirtschaft aufweist, nach dem deutschen Osten. in der Holzwirtschaft eine bedeutsame Rolle spielt, ebenso in der Fischerei und in der Schiffahrt. Durch eingehende Darlegungen führte der Redner weiter den Nachweis, daß das rllemelland feit Jahrhunderten auch in seiner Bevölkerung sich eng mit den preußischen Landen und dadurch dem Deutschen Reich verbunden gefühlt hat und im deutschen Volkstum auch heute noch unverbrüchlich der Gemeinschaft des deutschen Volkes angehört. An diesen Tatsachen kann auch alle litauische Propaganda nichts ändern, denn es ist' unbestreitbar, daß zwischen den preußischen Litauern, die evangelisch sind, und den russischen Litauern, die der römisch-katholischen Kirche angehören, nicht nur ein unüberbrückbarer konfessioneller Gegensatz besteht, sondern beide Gruppen sich auch sprachlich kaum verständigen können. Wie tief und stark sich die Bewohner des Memellandes mit Deutschland verbunden fühlen, wird ja auch bewiesen durch die vortreffliche Pflichterfüllung aller deutschen Soldaten aus dem Memelland im Weltkrieg, aber auch durch die Tatsache, daß vor dem Kriege und nach dem Kriegsausbruch selbst die Groß-Litauer nicht an eine Loslösung vom Reiche gedacht haben, ja, von führender litauischer Seite sogar Bekenntnisse zum Reich abgelegt wurden, der Stellungswechsel vielmehr erst kam, als gewisse Kreise im Memelland nach dem für Deutschland unglücklichen Kriegsausgang auf materielle Vorteile durch Anschluß an die Feinde Deutschlands spekulierten. Wie eng das Memelland sich von jeher mit Deutschland verbunden fühlte, konnte der Vortragende u. a. auch dadurch beweisen, daß der alte Generalfeldmarschall von Moltke — was vielen nicht bekannt ist — von 1867 bis zu seinem Tode im April 1891 ununterbrochen der deutsche Vertreter des Memellandes im Deutschen Reichstag war. Zusammenfassend besteht unverrückbar die Tatsache, daß das Memelland geschichtlich, volklich und auch in seiner ganzen Struktur deutsches Land ist und bleiben wird, das Deutschland in der Zeit des deutschen schmachvollen Rieder- ganges nur durch einen Gewaltakt entrissen werden konnte. Nach diesem Ueberblick erzählte der Vortragende außerordentlich fesselnd über die Jahre, in denen er vom Sommer 1919 ab als Mitarbeiter des damals von der deutschen Regierung zum Reichsund Staatskommissar für das Memelland ernannten Grafen Lambsdorff im Memelgebiet für die deutsche Sache gewirkt hat. Man erfuhr durch diese Mitteilung vielseitiger persönlicher Erlebnisse mit den Volksgenossen des Memelgebietes, den dorthin zunächst entsandten Engländern und dann mit den Franzosen mancherlei von den Dingen, die damals dort oben in der äußersten Nordostecke des Deutschen Reiches sich ereigneten. Ueberzeugend war zu erkennen, wie stark die innere Unsicherheit und die Ratlosigkeit der damaligen Feindbundmächte waren, soweit das Memelland in Betracht kam. Das ergab sich von selbst aus der Tatsache, daß man dieses Stück deutscher Erde lediglich unter dem Gesichtswinkel vom Mutterlande abgetrennt hatte, das Deutsche Reich zu schwächen, wo es nur ging, keinerlei naturgegebene Bindungen und sachliche Vernunft gelten zu lassen, sondern alles zu begünstigen, was geeignet war, die Feinde Deutschlands stark zu machen und in ihrer maßlosen Habsucht auf Kosten des Reiches zu unterstützen, um sie dadurch in die deutschfeindliche Front einzugliedern. Aus diesem Wirrwarr der Verhältnisse möglichst gut herauszukommen, war das Streben der memelländischen Deutschen. Der Vortragende schilderte sehr aufschlußreich, wie vielseitig und wie aufopferungsvoll von den deutschen Männern im Memelland gearbeitet wurde, um die aus ihrem deutschen Volkstum sich von selbst ergebenden Bindungen zum gesamtdeutschen Vaterlande zu erhalten, 3um mindesten aber den deutschen Charakter und den ungeschmälerten deutschen Bestand des Memellandes, eventuell auch als autonomer deutscher Staat, zu sichern. Man erfuhr bei dieser Schilderung mancherlei Interessantes und Neues aus der Zeit der französischen Besatzung im Memelland. Es trat dabei auch zutage, daß die Franzosen selbst damals, als Deutschland niedergebrochen war, noch eine heillose Angst vor den deutschen Soldaten hatten. Es wurde aber auch ersichtlich, daß das durch den Parteienkampf und die innere Not sehr geschwächte Deutsche Reich nichts tun konnte, was dem Memelland Hilfe oder Erleichterung hätte bringen können. Die Memelländer waren ganz allein auf sich gestellt in ihrem Kampf für die deutsche Sache, dessen unglücklicher Ausgang nicht verwunderlich ist, wenn man daran erinnert wird, daß nach der möglichst nach Gerechtigkeit strebenden französischen Militärverwaltung eine französische Zioiloerwaltung kam, deren ganze Arbeit darauf gerichtet war, die deutsche Sache zu schädigen und die Habsucht der Litauer zu stärken und zu befriedigen. So konnte es denn dahin kommen, daß trotz wiederholter unzweifelhafter deutscher Bekenntnisse der Bevölkerung bei allen Abstimmungen schließlich litauische Banditen über die offene „grüne Grenze" strömten, das französische Militär keinerlei Widerstand leistete, sondern bedingungslos die Segel strich und verschwand, um das Memelland der Gewaltherrschaft der Litauer zu überlassen, denen Deutschland damals leider nicht entgegentreten konnte. Am Schlüsse seines Vortrages erinnerte der Redner daran, daß das Memelland nun schon seit über zehn Jahren unter Kriegszustand steht, der auch heute noch herrscht, daß dort eine unerhörte Gewaltherrschaft der Litauer gegen die deutsche Bevölkerung am Werke ist und auch die selbstverständlichste Arbeit für deutsches Volkstum von den Litauern schon als Staatsverrat an- aesehen wird. Er erinnerte in diesem Zusammenhang weiter an den unheuerlichen Prozeß vor dem Kownoer Kriegsgericht, der im vorigen Jahre gegen eine Anzahl memelländischer Deutscher geführt wurde, die sich keinerlei Straftat hatten zuschulden kommen lassen, sondern nur ihr deutsches Volkstum vertraten. Die Todesstrafe und die schweren Freiheitsstrafen in jenem Oie Kirchensteuer 1937 in Hessen. Der „Anzeiger der Hessischen Landesregierung" bringt eine Bekanntmachung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — über die Religionsgesellschaftssteuer für das Rechnungsjahr 1937, in der es u. a. heißt: „Die Besteuerungsgrundlagen für die Religions- aesellschaftssteuer 1937 der evangelischen, katholischen und altkatholischen Kirche sind: a) Das Ergebnis der Einkommensteuerveranlagung 1935 (in 1936). b) Die im Kalenderjahr 1936 einbehaltene Lohnsteuer. c) Der Wert des land- und forstwirtschaftlich oder aärtnerisch genutzten Grundbesitzes nach der hessischen staatlichen Grundsteuer. Hierbei ist bei den Kirchensteuerpflichtigen, die der Einkommensteuer für Ledige unterliegen, von der Einkommensteuer als Maßstabsteuer ein Abschlag von 25 v. H. zu machen. Als Religionsgesellschaftssteuer (Landeskirchensteuer) habe ich für das Rechnungsjahr 1937 folgende Steuersätze genehmigt: a) Der evangelischen und der katholischen Kirche: 7Vz v. H. des Einkommensteuerbetrages (Steuerabzugs) bzw. des um 25 v. H. gesenkten Einkommensteuerbetrages (Steuerabzugs) für Ledige und 4,5 Rpf. auf je 100 Mark Steuerwerk des land- und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundbesitzes nach der hessischen staatlichen Grundsteuer. Hierzu tritt sowohl bei der evangelischen, als auch bei der katholischen Kirche eine Kopfsteuer (Kirchennotgeld), die von allen Angehörigen der beiden Kirchen erhoben wird, die zu Beginn des Rechnungsjahres 1937 das 21. Lebensjahr vollendet haben. Die Kopfsteuer beträgt für das Rechnungsjahr 1937 1,— Mark für diejenigen Kirchenmitglieder (auch verheiratete), die zu keiner Maßstabsteuer veranlagt sind, und 2,— Mark für alle übrigen Steuerpflichtigen. Ehefrauen sind von der Kopfsteuer befreit, auch dann, wenn die Ehegatten verschiedenen Bekenntnisses sind. b) Der altkatholischen Kirche: 8 v. H. des Einkommensteuerbetrags (Steuerabzugs) bzw. des um 25 v. H. gesenkten Einkommensteuerbetraas (Steuerabzugs) für Ledige und 4 Rpf. auf Je 100 Mark Steuerwert des land- und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundbesitzes nach der hessischen staatlichen Grundsteuer." Das Mädchen mit dem Gilderhaar. Roman von Anny von panhuys. 11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 7. Günther Grevenstein saß im Lesezimmer des Hotels Meudon in Paris. Es war der zehnte März, und er hatte sich vorgenommen, bis gegen Mittag zu warten, ob sich vielleicht jemand auf feine Offerte in der Adoptionsangelegenheit melden würde. Er hatte geschrieben, daß ihn Nachrichten ab zehnten März im Hotel Meudon erreichen würden. Wenn dieser Graf auf seine Offerte also rea= gierte, könnte er heute schon etwas von sich hören lassen. Die Sache beschäftigte ihn ungemein, schien ihm immer günstiger für sich. Die dummen Zwanzigtausend Mark, die er Tilli Bergschlags Vater abgenommen, sollten unter einem neuen Namen vergessen werden, alle immerhin möglichen Spuren, die auf den Diademfinder Hinweisen konnten, sollten ebenfalls ausgelöscht werden und dazu der Schmerz um seine so jäh vernichtete Künstlerexistenz. Er laß eine Pariser Zeitung, und ein Artikel fing gerade an, ihn besonders zu fesseln, da stand plötzlich ein Hotelboy vor ihm, brachte ihm eine Visitenkarte. Er las: Jean Luis, comte de Rethel Rue de Grenelle, Paris. Es gab ihm einen Ruck. Also um einen Grafen von Rethel handelte es sich, und er kam selbst, zog das einer schriftlichen Nachricht vor. Er schaute sich um. In einer behaglichen Ecke faß ein Ehepaar und las eifrigst, die beiden würden kaum störend wirken, auf jeden Fall war es besser, die Unterhaltung mit dem Besucher in seinen Salon zu verlegen. Er hatte hier Salon und Schlafzimmer gemietet, schon im Hinblick auf einen solchen Besuch. Er erhob sich langsam. „Ich bitte, Monsieur le comte nach oben zu führen in meinen Salon, ich werde sofort kommen." Er wartete noch ungefähr zwei Minuten, dann ging er hinauf. Er betrat den Salon, sah sich einem eleganten großen Herrn gegenüber mit weißem, sorgfältig zurechtgelegtem Haar und weißem kurzen Spitzbart, aber dunklen Brauen und vorspringender Nase. Gegenseitige Verbeugungen. Günther Grevenstein nannte liebenswürdig seinen Namen, lächelte: „Ich freue mich sehr, Herr Graf, über Ihren so baldigen Besuch, wir können hier ganz ungestört über alles reden. Falls Sie sich mit mir aber lieber an irgendeinen neutralen Ort besprechen wollen, können wir ja frühstücken gehen." Der andere lächelte auch. „Bewahre, wir können uns hier unterhalten, es handelt sich ja zunächst nur darum, gegenseitig Fühlung zu nehmen, ob zwischen uns beiden überhaupt eine volle Verständigung möglich wäre. Diskretion ist natürlich Ehrensache, ganz gleich, ob wir einig werden oder nicht." „Das ist selbstverständlich", beteuerte der Jüngere und lud zum Platznehmen ein. Der Graf fingerte mit feiner Rechten, die einen sehr schön geformten Wappenring trug, ein wenig an seinem Rock herum. „Ich habe dreißig Antworten auf meine Annonce erhalten, aber teilweise gefielen mir die Zuschriften nicht. Ihre Zuschrift imponierte mir eigentlich am meisten, weil Sie gleich hierherkommen wollten. Ich sagte mir, hinter dem Brief steckt jemand, der schnell handelt und sich nicht mit allerlei Verschleppungen aufhält. Also machte ich mich auf den Weg zu Ihnen und legte die anderen Briefe zunächst beiseite." Günther Grevenstein verneigte sich leicht. „Wenn Ihre Bedingungen für mich erfüllbar sind, dürfte alles sehr schnell gehen. Aber damit Sie orientiert sind über mich, mache ich Ihnen gleich die wichtigsten Angaben. Also, ich war ein schon ziemlich berühmter Violinvirtuose, als ich das Unglück hatte, mir durch einen Autounfall drei steife Finger an der linken Hand zu holen. Damit war meine Karriere endgültig aus. Nun stört mich mein Name, um den das Mitleid herumschleicht und mich immer wieder von neuem erregt. Ich verkrieche mich unterwegs hinter falschen Namen, weil mich der eigene ärgert. Ich mag es nicht mehr hören: Ach, ich kenne Sie noch von Ihren Konzerten her, Herr Grevenstein, ich bebaure Sie. Sagen Sie, wie konnte das Unglück nur geschehen?" Er zuckte die Achseln. „Ich las Ihre Annonce in einer Wiener Zeitung, und dabei kam mir die Idee, meinen Namen zu ändern." „Einen anderen Grund haben Sie nicht dazu?" fragte der Graf und zog die Brauen hoch. Es klang ein wenig felbftspöttisch. Günther Grevenstein lachte belustigt. „Natürlich liegt mir auch an dem Titel, Herr Graf." Der Graf sah ihn freundlich an. „Sie gefallen mir, Herr Grevenstein, Sie sind mir sympathisch, und es besteht sogar seltsamerweise, aber unleugbar, eine gewisse äußere Aehn- lichkeit zwischen uns beiden, wodurch Sie, Uneingeweihten gegenüber, wirklich als mein leiblicher Sohn gelten könnten. Doch nun zu Ihrer Orientierung das Folgende: Ich bin seit einigen Jahren Generalvertreter einer großen ausländischen Firma, die Wert auf einen klingenden Namen legt. Ich beziehe ein anständiges Gehalt und Prozente, aber es reicht nicht, um mir Spezialwünsche zu erfüllen. Ich wohne in einer kleinen möblierten Wohnung, dem ehemaligen Palais Rethel gegenüber, und jetzt hätte ich Gelegenheit, mein früheres Heim mietweise wieder zu beziehen. Dies 5)eim mit vielen alten Möbeln meiner Familie. Aber dazu reichen meine Einnahmen leider nicht. Ich bin Witwer, lebe ein bißchen großzügig und — Sie verstehen, nicht wahr?" Günther Grevenstein fragte mit diskret gedämpfter Stimme: „Wieviel glauben Sie für ihre Zwecke zu brauchen, Herr Graf?" Der sah vor sich nieder, schien nachzudenken, obwohl er längst eine Mindestsumme feftgelegt hatte. Erst nach Minuten eines Schweigens, das dem Frager endlos schien, erfolgte die Antwort. Günther Grevenstein atmete auf. Die genannte Summe lag für ihn im Bereich der Möglichkeit. Er erklärte: „Ich verfüge über sehr reichliche Ersparnisse aus meinen Glanztagen und etwas Ererbtem, also können wir, wenn ich Ihnen gefalle, der Sache nähertreten." Er überlegte, er besaß schon saft so viel in bar, wie der Graf beanspruchte. Wenn er noch einen großen Stein verkaufte, verblieben ihm noch Geld und eine Menge Juwelen. Gehörte ihm erst der Name, konnte er weitere Pläne machen. Am besten war es bann, eine reiche, nein, eine sehr reiche Frau zu suchen. Der Graf verneigte sich im Sitzen und antwortete: „Sie gefallen mir sehr gut. Ich sagte Ihnen schon vorhin, Sie wären mir sympathisch. Ich schlage vor, wir wollen in der nächsten Zeit recht viel zusammensein, damit wir uns besser kennenlernen. Dabei ergibt sich alles Weitere schon von selbst." Er lächelte scharmant. „Wenn Sie Ihr Frühstücksangebot von vorhin noch aufrechterhalten, Herr Grevenstein, bin ich jetzt gern dazu bereit." Günther Grevenstein erhob sich sofort. „Es wird mir ein ganz besonderes Vergnügen sein, Herr Graf. Doch bitte ich freundlichst vorzuschlagen, wo wir frühstücken können." Die Frage setzte den alten Herrn bestimmt nicht in Verlegenheit. Er kannte sein Paris. Er kannte alle Lokale für Feinschmecker. Bald saßen die beiden, die eine Zeitungsannonce zusammengewirbelt, die sich heute erst tennengelernt und die Vater und Sohn werden wollten, in dem behaglichen Extrazimmer eines vornehmen Restaurants in der Nähe der Opära. Schon nach dem dritten Glas Sekt reichte der Alte dem Jungen die Hand. „Wie wir uns verstehen ist einfach fabelhaft! Dieselben Neigungen, dieselben Ansichten und dieselbe Lebenslust. Ich bin nur zufrieden, wenn ich erst wieder in meinem kleine Bijou, dem Palais Rethel, wohnen werde und nicht mehr sehnsüchtig an meinem und dem Daheim meiner Eltern und Großeltern vorbeizulaufen brauche." „Es ist mein letzter Lebenstraum, darin zu sterben, wo prächtige Wandgemälde von der Ver- aangenheit, von der Geschichte meiner Familie sprechen." Er lachte. „Wir könnten zusammen leben, Vater und Sohn. Wie wär's? Ganz amüsant, was?" Günther Grevenstein nickte xufttmmenfo und belustigt. Dachte, ein famoses awes Haus war der Graf, fein zukünftiger Adoptivpapa. Sie beide roüroen wirklich gut zusammen passen. Nach dem Frühstück nahm man ein Auto und fuhr nach der Rue de Grenelle. Drei Zimmer im ersten Stock eines alten vornehm wirkenden Hauses bewohnte Graf Rethel dort. Graf Rethel zog den Besucher ans Fenster. „Bitte, sehen Sie sich schräg- gegenüber das graue Haus an, mit dem großen Wappen über der Tür und dem seitlichen schmiedeeisernen Tor. Das ist mein Geburtshaus, das Palais Rethel. Vor fünfzehn Jahren mußte ich es verkaufen, mit dem größten Teil des Inventars. Es wechselte inzwischen abermals den Besitzer, aber immer ist wenig verändert worden. Ich sah es mir vor einiger Zeit an, der jetzige Besitzer will es, da er zu seiner verheirateten Tochter nach Vincennes zieht, vermieten. Aber die Leute haben kein Geld jetzt, es vermietet sich sehr schwer. Die Modernen ziehen in neue Häuser und neue Stadtviertel, die Pietät vor unserem ehedem so abgeschlossenen vornehmen Saint-Germain ist geschwunden." Er faßte Grevensteins Hand. „Ich bin orientiert, wie die Adoption eingeleitet werden muß. Mein alter Anwalt, Monsieur Dinet, ist genau in meine Wünsche und Pläne einaeweiht, er ordnet alles schnellstens. Ich werde Sie ihm vor- stellen. Vielleicht schon heute abend." Er bot dem Besucher wieder Platz an. Nachdem beide saßen, lächelte er: „Dor allem ist die Geldsache eine reine Privatangelegenheit zwischen uns beiden, nicht wahr? Es geht offiziell niemand etwas an, daß ich für die Adoption eine Gegenleistung erhalten werde. Sie find mir sympathisch. Wir haben uns zufällig kennengelernt und, da wir beide allein in der Welt stehen, den Entschluß gefaßt, unser Leben zu vereinen, besonders auch aus dem Grunde, weil ich nicht möchte, daß mein Name ausstirbt." Er rieb sich die Hände. „So klingt es gut, und schließlich so könnte es doch auch sein." Er machte ein spitzbübisches Gesicht. „Sie werden französischer Staatsbürger. Sie heiraten ein reiches schönes Mädchen, und später kaufen Sie das alte Palais Rethel, leben dort mit ftrau und Kindern und mir, wenn ich dann noch existiere, als gutem Großpapa. Diese Adoption kann Ihr Zukunftsglück ebenso sein wie jetzt das meine." Er nickte dem Jüngeren sehr wohlwollend zu. „Von der Voraussetzung bin ich nebst anderen Gründen natürlich auch ausgegangen", begann Günther Grevenstein, und dann besprachen sie sich weiter. (Fortsetzung folgt.) MAGGI5 Bratensoße Pfg. ßine gute Soße?u traten, Gulasch, Schwelnekoieleit, Äratklopsen, falschem Hasen, Frikadellen, £cber, Nieren ufux Einen Dürfe! Maggi s Lratensoße fein zerdrücken, 4/4 Liter Wasser dazugeben. auf nicht großer Flamme unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und dann noch 3 Minuten bei kleinem Feuer ziehen lassen. Die nun fertige Soße zu dem beim tBrafcn des Fleisches erhol- tenen Äratensah geben, gut damit verrühren, und kurz aufkochen lassen. Weitere Rezepte kostenlos von der tAAGGI-Gesellschoft Berlin W35 8 ^Mungstag !$024 M A gezo ^Gewinne die Lose . ___Ä M I W W fen SB '.06628 ’ffi63 S 08261 L 35973 Ä sfe Ä Z907 & Ufaffe (274.' « Gewahr 0 $e®inn6 ,u 156697 @9 IO"» S s KZ 38^ I L iw*. M AK Sl'i» v* KB I Mn3 ü I Sams pfiff K I Ln Del" 0e 1 V* M ferlS 5 Keil" iKi- » i8 sei ini gon 14, als Deutsch |5 an Kolomei Ur ffran reic L 2ln vielen TZ behauptet 1 leeren Kolomei Men gewesen L die Tatsache Leborenen aus L groß die Li lÄtzgebieten ge Mchiede erker Mrgreisung u Larbeit ausgese Ineinander, 5 [anbei beunruhi k. 2115 der JB liqebiete üb' Aast der Q kielt, Plantage hädjen des Lar Mn große E .lutsche Wissensc jre Forschungen itdizinische M Limite in der 5 epischen Krank i- in vstafrika, mb wirkte, aus, Md haben auck Ls sie uns burd teutfdje mH fk Im, benn auf bk [mb wie Deutfd), Is eigene über je 1 An Hand längende, rode Ionien einführi Iichem Bild f pen Erlebens, h I Hoch dem Zedi Kr Ortsverb c Volkstümlli nreichbebilderten Rn und in verschie tougnisse. Sie ve Geheimnisse des erweitertes Wiss Jen Schönheiten mdaach Probeheft. No Bermühh Lichtbildervortrag, den Kreisamtsleiter Sturmbann- Wirtschaft en. Tendenz: ruhig. * fifees nach der fand die Feier ihren Abschluß. Thermometer 511 Tetanus Nachdruck verboten Ohne Gewähr 22. Februar 1937 12. Ziehungstag Ön der heutigen Nachmlttagszlehung wurden gezogen Vn der heutigen Dormlttagszlehung wurden gezogen 71152 393397 67759 107550 73608 48171 5370 28500 46309 47533 60 Gewinne zu 215845 235507 249927 357223 333998 346327 9379 >ri#2 2 Gewinne zu zu je 800 Mark. 399461. 399919 146143 249184 339258 Leben einer samen Lied mann auf und dankte meinde. Er 13334 22866 36047 44842 50540 59904 78934 129175 184403 222518 280198 315443 385867 161109 106982 279568 40286 135061 274864 358936 18728 94820 145916 203368 252252 291232 355948 34916 118116 248101 338074 394809 7887 23408 42563 60935 80702 92044 106640 118166 127658 134331 155079 168152 180223 190143 206956 219393 232272 247733 265636 278944 287901 309327 320797 326234 341052 356648 380822 35504 64432 74122 85167 166530 325986 359168 9001 107111 192323 327438 381773 131896 172461 3218 21984 42345 59996 79308 91829 106460 116856 124967 132908 150833 166839 179227 184473 205677 217123 231852 247490 263369 275593 282660 308703 320683 323716 336440 356511 376112 115686 179588 213288 267364 297975 375561 16302 32560 39651 49214 55911 71941 93229 34258 42367 49658 58540 72841 93325 106201 110105 119669 129470 160696 169818 182184 201877 220474 230940 239435 250504 274262 296419 312256 322113 332381 340317 351546 358160 372638 376835 395165 67001 134560 175890 310322 368200 8977 27306 47894 68383 81982 94718 79729 148452 263172 343291 500 RM. 94411 139392 215518 330098 2429 21260 41232 56303 77968 89133 372328 127557 14692 115162 237022 329059 385603 Marga Manz, geb. Kahl Or. med. vet. Wilhelm Manz 31763 53991 73646 84744 117367 180551 220627 273583 315181 385605 27448 36734 47819 54262 68639 82268 137629 195932 236520 283784 341116 386002 200465 251015 285734 345627 388684 103704 109075 115042 129056 148171 168334 181375 192875 217159 230813 237669 250014 270797 293128 311499 321824 331264 339768 350280 358018 371821 376765 390505 71773 138568 180107 326323 384107 106860 119130 128249 135292 159367 173760 181691 190807 207826 221443 234964 249981 267344 279720 295106 314163 322139 328883 344686 360717 383274 103495 107573 119667 128423 135642 159864 174647 182225 198838 209758 221733 234985 253728 268115 280422 295408 314831 322878 332371 361283 367925 389489 16120 39226 54527 75721 87299 100363 108261 111345 125594 135972 162216 174887 186353 204165 220679 232907 245819 268897 284156 301441 313229 327907 336240 348461 354767 362893 376498 380630 397698 26835 36164 45343 50923 66585 81064 100843 108562 112689 128839 148072 167415 179180 191705 215119 230199 235737 249692 270684 290342 311260 315705 329924 339447 349202 355827 369417 376635 386404 15536 30734 38086 49147 55762 71294 90007 106039 115088 124164 131337 150017 161546 178431 183958 204110 216905 231471 245873 260798 273701 281094 302215 319988 323552 334832 356318 370275 399771 100633 108462 111996 128313 143391 166696 177957 189136 214614 223600 235059 247135 268994 285351 301589 313334 329338 338856 349014 355513 363483 376608 383428 399233 Preußen. Kreis Wehlar. 104137 109022 120353 128603 139636 161294 175000 183921 203420 213929 223245 241576 254680 268739 280627 300958 316488 323108 334820 355716 368834 392962 Gießen (Bahnhofstraße 39), 20. Februar 1937 1232 D 21150 35163 43357 50197 58724 73475 93637 106628 Ein Blick auf das Badethermometer sagt Ihnen gleich, ob das Bad die richtige Wärme hat. Schöne Badethermometer, Badebürsten, Badematten und Badewannen in den verschiedensten Ausführungen erhalten Sie preiswert bei 3. 23. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. m, barin zu von her Delirier Familie 111245 122024 132276 161152 174207 182679 203573 220665 231333 244934 266784 275615 298891 312513 322530 333705 347668 362706 361337 375098 380405 396161 Redner für seine etwa IVastündigen außerordentlich fesselnden Schilderungen mit langanhaltendem herzlichem Beifal. Das " Eröffnungs- und Schlußwort sprach der Vorsitzende des Oberhessischen Geschichtsvereins, Studienrat Dr. Glöckner, der nach seinem herzlichen Dank an den Vortragenden auch dem Standortältesten, Generalleutnant Oßwald, für die Förderung dieses Vortrages, ferner der Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkameradschaften für die Werbung für diesen Abend gebührend Dank sagte. Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 692 852 Nl*1' M-- * ßS* «-r* Prozeß, der ein I u st i z v e r b r e ch e n ohnealei- chen darstellt, sind ja noch allenthalben in frischer Erinnerung. Auch an Hand dieses Hinweises konnte r>er Vortragende eindrucksvoll und überzeugend dar- itun, wie unerhört und zugleich töricht-anmaßend Litauen sich gegen das deutsche Volk benimmt, das derartige Dinge natürlich nicht vergessen kann. Aber trotz der Gewaltakte bleibt das Memel- land mit seiner Bevölkerung deutsches Land, dem unsere Liebe und unsere Treue gehört. Eine große Reihe guter Lichtbilder bereicherte den Aortrag in bester Weise. Die Zuhörer dankten dem Liquidationspfandbriefe und Stadtanleihen waren kaum verändert. Der Freioerkehr lag still. — Tagesgeld unverändert 2,50 0. 5). Abendbörse ruhig. Zu Beginn der Abendbörse herrschte starke Geschäftsstille. Die wenigen zunächst genannten Kurse lagen gegen den Berliner Schluß zumeist nur knapp behauptet. Das Geschäft erfuhr auch im Verlaufe keine Belebung, doch blieb die Haltung verhältnismäßig behauptet. Die Kursentwicklung war bei fünften Umsätzen uneinheitlich bei Abweichungen von 0,25 bis 0,50 ü. Sy, Th. Goldschmidt verloren 1 v. h. auf 128, von Montanwerten wurden harpener noch 0,50 v. h. unter Berlin auf 151,75 (153,25) zurückgenommen. IG.-Farben lagen 0,25 0. h. freundlicher mit 167,75. Nachfrage erhielt sich für Hypothekenbankaktien, Meininger 113 (112,50) bei voller Zuteilung, Pfalz, hyp. - Bank 98 (97), Franks. Hyp.-Bank weiter gesucht, aber gestrichen, Taxe 112 (109). Auch Reichsbank 0,50 v. h. ansteigend auf 190,50. Der Rentenmarkt war ohne Umsatz, die genannten Kurse bewegten sich auf dem ermäßigten Berliner Stand, Kommunal-Umschul- dung 92,05, Altbesitz 120,50 (120,80). U. a. wurden notiert: Reichsbahn-DA. 124,50, 6proz. JG.-Farben 124,50, 4,5proz. Franks, hyp.- Bank Gold R 17 98,50, 4proz. Rumänen 5,30, Commerzbank 114,75, DD.-Bank 118, Dresdner Bank 106, Meininger Hyp.-Bank 113, Pfälz. Hyp.-Bank 98, Reichsbank 190 bis 190,50, Buderus 119, harpener 151,75, Mannesmann 119,50, Rheinstahl j 54,40, Launahütte 17,75, Verein. Stahl 119,75, BMW. 141,50, Conti Gummi 175,50, Daimler 129,75, Deutsche Erdöl 146,50, Scheideanstalt 261. Frankfurter Schlacßtvießmarkt. Frankfurt a. M., 22. Febr. Auftrieb: Rinder 1203 (gegen 1136 am letzten Montagsmarkt), dar- Testamente können jederzeit widerrufen werden und zwar entweder durch Errichtung eines neuen Testamentes, durch Vernichtung oder durch Streichung der Testamentsurkunde oder durch Rücknahme des öffentlichen Testamentes aus der amtlichen Verwahrung. Bei Errichtung von Privat-Testamenten ist es ratsam, sie einem Rechtskundigen zu zeigen. Tetanus, stehe Starrkrampf. Tetrachlorkohlenstoff, Venzin- form, unbrennbare Kohlenstoffverbindung. die als Fleckenentfernung besonders bei Fett- und Harzflecken statt des gefährlichen Benzins verwendet werden kann. Textilien, lat., Stoffgewebe, ganz gleich, ob ste gesponnen, gewebt oder gewirkt stnd. Thaddäus, männlicher Vorname hebr. Herkunft mit der Bedeutung ..der Kluge" Thea, weibl. Vorname. Abkürzung von Dorothea. Theater, griech., Schauplatz, Schaubühne. Der Besuch des Theaters gehört zu den wertvollsten Anregungen und soll daher von jedem Menschen gepflegt werden Verbilligte Besuche vermitteln verschiedene RS.-Organisationen (Kraft durch Freude. RS.-Kul- turgemeinde usw.) Kinder soll man nicht zu früh mit ins Theater nehmen und ihnen nur gute, wertvolle Stucke zeigen was keine Beschränkung aus Weihnachtsmärchen und Klassiker bedeuten soll. Theaterkleiduag ist nicht mehr an die strengen Vorschriften wie leben, Mer nt, was?" mend unb br- )au5 war der a. Sie beite m. ein Auto unb :ei Zimmer im ir!enben hach Rethel zog Sie sich schch? lit dem groß« tlichen schmiete- burtshaus, te; m mußte ich" des Inventaii' 117528 122570 145231 162109 unter 221 (236) Ochsen. 166 (166) Bullen 695 (589) Kühe. 121 (145) F°rl-n. K-lber 553 ^2), ftamme und Echase 89 (90), Schweine 4155 (4093). Slohert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark. Ochsen a) 42 bis 45 (am 15. Febr. 42 bis 45), b) 37 bis 41 (39 bis 41), c) 35 bis 36 (36). Bullen a) 42 bis 43 (41 bis 43), b) 39 (39), c) 34 (34) Kühe a) 41 bis 43 (40 bis 43) b) 35 bis 39 (36 bis 39), c) 28 bis 33 (26 bis 33), d) 18 bis 25 (19 bis 25). Färsen a) 42 bis 44 (44) b)i 39'bisi 40 (40), c) 35 (35). Kälber a) 58 bis 65 (56 bis5 65), b) 41 bis 45 (44 bis 55), c) 39 bis 40 (40), d) 25 bis 38 (25 bis 40). hämmel bl) 43 bis 47 (44 bis 47), c) 38 bis 42 (41 bis 43). Schafe nicht notiert. Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 52,50, b2) 52,50 (52,50), c) 51,50 (51,50), d) 48 50 (4WO, e) —. Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50,50 (50,00 bis 50,50). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, hämmel und Schafe lang- sam, ausverkauft. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 22. Febr. Der Marktoer. kehr in Brotgetreide tritt weiter zuruck, wahrend auf dem Lande noch laufende Lieferungen in Wei- zen und Roggen durch die Landwirtschaft erfolgen. Die Großmuhlen erhalten, sofern die Schiffahrtswege noch frei sind, norddeutsche Lieferungen, sind aber auch auf Zuweisungen angewiesen. Gerste und Hafer blieben umsatzlos. In Futtermitteln gab es außer den Zuteilungen von Oelkuchen und Schnitzeln kleine Mengen von Kleie und Mischfuttern. Rauhfutter wird unverändert gefragt, das Angebot genügt nicht ganz. Weizenmehl ist sehr stark vom handel begehrt, während die Bezüge der Bäcker dem normalen Bedarf entsprechen: die Type 812 war eher erhältlich. Roggenmehl ist ausreichend vorhanden. zen- 2,40. Gewmku—o-r, 5. Klaffe 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klasseu-Lotterie Gemeinschastsabend in Gießen-Güd Rückblick eines alten Ostafrikaners. Lützellinden, 17. Febr. Dieser Tage fand in der hiesigen Kirche die Vorführung eines Filmes der Rheinischen Missionsgesellschaft statt. Der Film „Mlan" zeigte Bilder aus dem chinesischen Frau. Nach einem gemein- der Gemeinde wies Pfarrer Brück- die großen Aufgaben der Mission hin für die bisherigen Gaben der Ge- .......... __ gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Missionsarbeit auch weiterhin unterstützt werden möge. — Die hiesige Frauenhilfe hielt im Dereinshaus ihre Jahresfeier ab, die mit einem gemeinsam gesungenen Lied eingeleitet wurde. Nach einem Begrüßungsgedicht hielt der Ortsgeistliche eine kurze Ansprache. Sodann gelangte von einigen Mitgliedern der Frauenhilfe eine Darstellung aus dem Leben zur Aufführung, die dankbar ausgenommen wurde. Mit der Schlußansprache des Pfarrers, mit Gebet und einem gemeinsam gesungenen Lied iw cm ftowot 0„ \ Nammen, ,r°Jej DO! , Die glückliche Geburt unseres zweiten Zungen zeigen wir in dankbarer Freude an Im Gewinnrade verblieben: je 1000000, 2 zu je 300000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 4 zu je 30000, 8 zu je 20-. 00, 60 zu je 10000, 124 zu je 5000, 222 zu je 3000, 540 zu je 2000, 1700 zu je 1000, 2828 zu je 500, 11334 Hier abschneiden! 1000 NM. 6979 ----- 88367 fifeer will er, te nach mben kein Die Modem» Stadtviertel,« geschlossenen dop >otion ein« Monsieur > teSierP* K em ist 6,1 eit A1» ll nietnan» * > °K- ,a"l* »Mm *fl d„ ldNb tu. tonnte. tiJS* and sp°M LK. -ch Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde 1806 2980 4496 6457 - ----- ----- 16705 340 Gewinne zu 300 RM. f ------ 10685 15831 56 Gewinne zu 38887 Ut UNglijF- man pr S; Hhein-Mainische Börse. Mittagsbörse still, aber freundlich. Frankfurt a. M., 22. Febr. Die Börse hatte auf allen Märkten sehr stillen Beginn, da nennenswerte Kundschaftsaufträge fehlten, während die Kulisse stärkste Zurückhaltung zeigte. Indessen blieb die Stimmung absolut freundlich, und die meisten Kurse am Aktienmarkt wiesen kleine Befestigungen auf. Von Montanwerten waren harpener stärker gesteigert auf 153,25 (151), Rheinstahl gewannen 0,75 v. h., die übrigen Papiere blieben voll behauptet, nur Mansselder Kupfer büßten 1,13 v. h. ein. Von chemischen Aktien blieben IG. Farben mit 167,90 (168) behauptet, Deutsche Erdöl zogen 0,40 v. h., Metallgesellschaft 0,90 v. h. an. Die wenigen zunächst zur Notiz gekommenen Elektropapiere lagen unverändert, Deutsch-Atlanten Telegraf nach Pause 123,13 (122). Im einzelnen notierten: Conti Gummi 175,65 (173,65), BMW. 142 (141), Reichsbank 189 bis 190 (189,50), AG. für Verkehr unverändert 126,25, Holzmann unverändert 144 und Nordd. Lloyd 17,25 (17,50). Von Kassawerten erschienen Hypothekenbankaktien der Gemeinschaftsgruppe mit Plus-Zeichen auf eine Meldung, wonach die Dividende um 0,50 v. h. auf 5,50 v. h. erhöht worden sei. Der Rentenmarkt lag geschäftslos und teilweise etwas abgeschwächt, so Altbesitz mit 120,90 (121,13) und Kommunal-Umschuldung mit 92,20 (92,35). Goldpfandbriefe und Kommunal-Obliga- tionen blieben stärker gefragt und zogen teilweise weiter an. Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein. Am Aktienmarkt kamen kaum zweite Kurse zustande. Etwas leichter waren IG. Farben mit 167,50 nach 167,90, Klöckner mit 126,75 nach 127,75, dagegen zogen Holzmann auf 145 nach 144 an. Von den später notierten Werten erhöhten sich Zellstoff Aschaffenburg auf 139 (137,25), Feldmühle Papier auf 141,25 (139), dagegen gingen Waldhof auf 158,50 (159,'25) zurück. Am Kassamarkt kamen Franks. Hyp.-Bank mit 109 (105,25) bei 25 v. h. Zuteilung zur Notiz, im freien Markt waren sie später 110 bis 112. Von Renten bröckelten Altbesitz auf 120,80 Ai i|.. von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder NaCmaSSu holten Veröffentlichungen einer Anzeigei 6 Gewinne zu 6000 RM. 300299 300662 12 Gewinne zu 2000 NM. 63755 71162 241121 313946 392 Gewinne zu 300 RM. """ ----- 14225 16040 [, hex ini sührer Heß, ein alter Kolonialkämpfer, hielt. Nach emellijMi^ kurzen Hinweisen auf die beiden Vierjahrespläne erlei RhSI und die Devisen- und Rohstofffrage kam der Redner ihe,- .. W IL zu dem Thema Kolonien. Unser früherer Kolonialbesitz sei im ganzen fünfeinhalbmal so groß gewesen als Deutschland insgesamt. Der Besitz Englands an Kolonien sei 105mal, der Hollands 60mal und der Frankreichs 22mal größer als das Mutter^ land. An vielen Beispielen erläuterte dann der 319055 64 Gewinne zu 1000 RM. 7398 13687 49331 70034 76984 79761 107057 116081 139714 173659 178395 190161 262609 296697 317696 343843 348182 357061 860882 361199 362373 376443 388440 92 Gewinne zu 600 RM 1246 2619 4891 28230 36315 36712 38069 60016 80834 ------ ----- ------ ------ 144223 früher gebunden. Nur bei Uraufführungen und Erstaufführungen (Premieren) trägt man große Eesellschaftskleidnng. 3m übrigen genügt ein kleines Abendkleid für die Dame, der kleine Abendanzug für den Herrn. Auf jeden Fall wirkt es selbst im Sommer stillos, ein Theater im Sportanzug aufzusuchen. Thekla, weibl. Vorname griech. Herkunft mit der Bedeutung „Ruhm Gottes". Theobald, männl. Vorname ger- man. Herkunft mit der Bedeutung ..der Kühne des Volkes". Theobromin. in Kakao und Fett enthaltenes, farbloses, bitter schmeckendes Alkaloid, das anregend wirkt Theodor, männl. Vorname griechisch. Herkunft mit der Bedeutung „Gottesgeschenk" Abkürz. Theo. Theophil, männl. Vorname griechisch. Herkunft mit der Bedeutung „der Eottesfreund" Theophrastus. männl. Vorname griech. Herkunft mit der Bedeutung ..der göttlich Redende". Theorie, griech.. Lehre. Wissen im Gegensatz zur Praxis, dem Können. Therese, weibl. Vorname griech Herkunft mit der Bedeutung „die Jägerin" Thermometer, griech.. Bedeutung = Wärmemesser, Vorrichtung, die an einer Gradeinteilung die jeweils herrschende Warme bzw. Kälte anzeigt. Die meisten Thermometer enthalten Quecksslbe'- nur"' “! ; Di- lob» 'len m jenem Schneider eine kurze Ansprache; am Schlüsse seiner Ausführungen gedachte er der Gefallenen in den Kolonien. Die Versammlung erhob sich zu stillem Gedenken von ihren Plätzen, während die Musik das Lied vom guten Kameraden spielte. Das folgende Gedicht „Fernes Land" betonte nochmals abschließend das Thema des Abends. Pg. Männche schloß mit kurzen Dankesworten an die Redner die Gemeinschaftsstunde und brachte den Gruß an den Führer aus. An den wohlaelungenen Gemeinschaftsabend schloß sich die Besichtigung einer kolonialen Ausstellung im Studentenhaus an. Mit großem Fleiß Vortragende, wie wertvoll für das Mutterland der Besitz an überseeischen Kolonien ist. Wenn im Auslande behauptet wurde, die Eingeborenen unserer früheren Kolonien seien mit den Deutschen nicht zufrieden gewesen, so werde diese Lüge allein schon durch die Tatsache widerlegt, daß im Weltkrieg die Eingeborenen auf unserer Seite gestanden haben. Wie groß die Leistungen der Deutschen in ihren Schutzgebieten gewesen sind, kann man an dem Unterschiede erkennen, wie das Land vor unserer Besitzergreifung und nach ungefähr 30 Jahren Aufbauarbeit ausgesehen hat. Kriege der Eingeborenen untereinander, Seuchen und Sklavenraub und -handel beunruhigten dauernd die Kolvnialbewoh- ner. Als der Weltkrieg ausbrach, waren unsere Schutzgebiete überall im Aufblühen, handel und Wirtschaft der Eingeborenen hatten sich gut entwickelt, Plantagen und große Farmen hatten große Flächen des Landes unter Kultur gesetzt. Ueberall waren große Erfolge zu verzeichnen, auch die deutsche Wissenschaft hatte fast auf allen Gebieten ihre Forschungen durchgesührt. Gerade die deutsche medizinische Wissenschaft hat sich besondere Verdienste in der Abdrosselung und Bekämpfung der tropischen Krankheiten und Seuchen erworben. Wie es in Ostafrika, wo der Redner zwölf Jahre lebte und wirkte, ausgesehen hat, das gleiche aufblühende Bild haben auch unsere anderen Kolonien gezeigt, als sie uns durch Versailles geraubt wurden. Jeder Deutsche muß sich mit der Kolonialfrage beschäftigen, denn auf die Dauer geht es nicht an, daß ein Land wie Deutschland mit 70 Millionen Einwohner ohne eigene überseeische Rohstoffquellen auskommen kann. An Hand zahlreicher Lichtbilder zeigte der Vortragende, welche Stoffe wir früher aus unseren Kolonien einführen und gewinnen konnten. Bei manchem Bild flocht Pa^ h e ß Berichte seines eigenen Erlebens, ferner Märchen von den Negern ein. Nach dem Gedicht „Der Glaube" hielt der Gießener Ortsoerbandsleiter des Kolonialbundes Die Zellen 3 und 5 der Ortsgruppe Gießen-Süd gelten am Samstagabend in der großen Tagesballe des Gießener Studentenhauses einen Gemein- Ichaftsabend ab, der sehr gut besucht war. Schon die Ausschmückung des Saales ließ erkennen, was der Gemeinschaftsabend bringen würde, denn neben der Hakenkreuzfahne zierte die alte deutsche Kolo- pialfahne den Raum. Zellenleiter h o f hieß die Teilnehmer herzlich willkommen. Dem gemeinsam gesungenen Liede „Kameraden, wir marschieren..." folgte ein Vorspruch, den Pg. F e y h wirkunasvoll vortrug. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Kolonial- Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Welzen W13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- qerfte —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,15, W 16 29,25, W 19 29,25, W 20 29,60, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23.30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Welzenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10.15, R 18 10,40, R 19 10,50 Müh- lenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Wei- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt und Verständnis waren hier interessante Sachen zusammengetragen, die ebenfalls den Wert eigenen Kolonialbesitzes verdeutlichten, hier erklärte Pa. Heß und machte noch auf manches Besondere aufmerksam. JtunöfunFproqramm. Mittwoch, 24. Februar. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: In den Domen der Arbeit. Musik großer Meister in Betrieben (5). 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: 1. Ein Dichter der hohen Baar. Max Rieple, Donaueschingen. 2. Auf dem Berg so hoch da droben, da steht ein Schloß. Hörfolge aus der Geschichte von Schlössern am Bodensee. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Musik auf dem Welteflügel. Ein Spaziergang durch alle Tonarten. 17.30: Wir blättern um... Zeitschriften für HI. und BDM. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. Denkmäler des Kampfes. 20.45: Mensch ärgere dich nicht! 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk), Sportbericht. 22.30: Kammermusik. 23: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. nach 120,90, Reichsbahn-VA. auf 124,65 nach 124,75 ab und Kommunal-Umschuldung waren mit 92,25 angeboten. Etwas schwächer lagen auch die neuen Industrie-Anleihen. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen der Gemeinschaftsgruppe S0,25 v. h. bzw. 0,50 v. h. an, auch Nass, ’sbanf Gold und KO. je 0,25 v. h. fester. rche: 8 ü.fj. rabjugs) bzn. ensteuerbelrae- tpf. auf-je 100 Zeuerabzugtz Mark Steilen '°der gärtne« / der hessische^ ichen, als auch 'euer (Kirche», 'er beiden Kik. es Rechnung det haben. Dir ^ngsjahr 1931 Weder (auch, ll bsteuer oetanJ brigen Stelle» | Kopfsteuer bn i verschiedenen 4 Gewinne zu 10000 RM. 109857 379308 2 Gewinne zu 6000 RM. 132441 ____ 6 Gewinne zu 3000 RM. 20 Gewinne zu 2000 RM. 48171 73VUV 147689 202874 215257 261290 266332 MTB -Plah unter Pflug und Schippe. Umgestaltung des Spielplatzes der Gießener Ma'nnerturner. A «r x^ä. ,,, ... Links: Die aufgepflügte Aschenbahn. — Rechts: Die Mitglieder helfen mit Hacke und Schaufel. (Ausnahmen |2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Seit einigen Monaten ist man beim Männer- turnoerein Gießen dabei, in vieler uneigennütziger Arbeit dem Spielplatz des Vereins eine neue Form zu geben, die Anlagen des Platzes erheblich zu erweitern und zu verbessern. Der Plan für diese Arbeit, über den wir schon vor einiger Zeit berichten konnten, geht nunmehr seiner Verwirklichung entgegen. Vor allem ging es darum, einen breiten, dem MTV. gehörenden Geländestreifen aufzu füllen, einen Geländestreifen, der erheblich, oft bis zu zwei Meter, tiefer lag als die bisherige Spielplatzanlage. Von diesem Gelände wurde zuerst in mühevoller Arbeit die Muttererde abgehoben, da sie dann nach der Auffüllung wieder aufgebracht werden soll, um eine gute Grasnarbe anpflanzen zu können. Die Arbeit der Auffüllung des Geländes ist nahezu vollendet. Weit über 1500 Kubikmeter Material mußte zur Auffüllung herbeige- schaft werden. Diese Auffüllung geschah durch die Müllabfuhr der Stadt. Viele Wagen wurden dort entleert, und in diesen Tagen schloß sich nun auch die letzte Vertiefung. Der Spielplatz des Männerturnoereins erfährt damit eine erhebliche Verlängerung und eine Vergrößerung um mehrere tausend Quadratmeter. Durch diese Geländehinzunahme konnte auch eine Verlängerung der Laufbahn vorgenommen werden, gleichfalls aber auch die Vergrößerung des Spielfeldes. Die Aschenbahn erfährt außerdem eine gründliche Ueberholung und eine fast völlige Neuanlage. Vor einigen Tagen wurde sie mit dem Pflug tief aufgerissen und bot den Anblick eines Ackerfeldes. Das Erdreich der Aschenbahn wird gegenwärtig ausgehoben und soll durch einen zweckentsprechenden Unterbau und durch eine feste Oberschicht ergänzt werden. In den Halbkreisen, die sich zwischen den Toren und den Kurven der Aschenbahn ergeben, werden Weit- und Hochsprunganlagen geschaffen, so daß der Platz auch in dieser Hinsicht alle Voraussetzungen für einen regelrechten Sportwettkampf und Sportbetrieb bieten wird. Mitglieder fassen an... Besonders erfreulich ist im Zusammenhang mit dieser Sportplatz-Umgestaltung die Tatsache, daß sich unter der Initiative des Vereinsführers Müller eine stattliche Anzahl von Mitgliedern zur Verfügung stellt, um bei den umfangreichen Erdbewegungsarbeiten selbst mit Hand anzulegen und dadurch das Werk vorwärts zu treiben. So konnte man am vergangenen Samstag die Turner dabei beobachten, wie sie die Erde der Laufbahn abhoben und zu einem Wall aufwarfen, der möglichst schon im komenden Frühjahr mit einer Weiß- dornhecke bepflanzt werden soll. Besonders beteiligte sich an dieser Arbeit auch die Jugend. Die Erdbewegungsarbeiten durch die Mitglieder sollen auch in den kommenden Wochen fortgesetzt werden, so daß damit die Umgestaltung des Platzes gut vorangetrieben werden wird. Hessens beste Turnerinnen. Ausscheidungsturnen in Marburg für die Deutschen Meisterschaften. Unter Leitung von Gaufrauenturnwart Luise Schwarz (Friedberg) fand am Sonntag in M a r b u r g ein Ausscheidungsturnen statt, das die besten Turnerinnen ermitteln sollte für das Auswahlturnen, das die Gaugruppe „Westfalen, Hessen, Mittelrhein und Niederrhein" als letzte Vorprüfung für die Deutschen Meisterschaften der Turnerinnen (am 11. April in Jena) am 7. März in Gelsenkirchen durchführen wird. Zu dem Kampfe in Marburg waren die aus den Ausscheidungskämpfen der Kreise als Siegerinnen hervorgegangenen 20 besten hessischen Turnerinnen angetreten. Den Wettkampf, der aus sechs Uebungen (Barren, Pferdsprung, Ringe, Schwebekante, Springseil, Keulen) bestand, war eine sinnvolle Morgenfeier vorausgeganaen. An allen Geräten sah man recht gute Leistungen. Das Ausscheidungsturnen hatte folgende Ergebnisse: 1. Hilde Meyer, Karlshafen, Erika Schneider, Wetzlar, 97; 2. Anneliese Kunkel, Eschwege, 92,5; 3. Frieda Reichwein, Tgrn. Bad-Nauheim, 89,5; 4. Emmi Witthauer, Kassel, Elfriede Gertenbach, Kassel-R., 89,5; 5. Gertrud Schmidt, M t v. Gießen, Helma Schmieder, Tv. 1846 Gießen, 87; 6. Else Bubser, Oberstedten (Obertaunus), 84;5; Margot Seim, Mtv. Gießen. Katharine Kiry, Oberstedten, 83; 8. Else David- sohn, Ortenberg, 82,5; 9. Aenne Lieberknecht, Eschwege, 82; 10. Elfriede Ehmer, Idstein, 81 Punkte. Die drei Besten nehmen am Gaugruppenkampf in Gelsenkirchen teil. Ieldbergfest am 20. Juni. Das älteste deutsche Bergfest und das einzige reichsoffene Bergfest in Deutschland, das 1844 begründete Feldbergfest, wird in diesem Jahre zum 84. Male durchgeführt. Als Termin wurde vom Feldbergfest-Ausschuß der 19. und 2 0. Juni festgesetzt. Ruhe auf den Handballfeldern. Was das schlechte Wetter nicht fertig brachte, das besorgten die grundlosen Plätze überall. Die wenigen Spiele, die seitens der Kreisspielleitung angesetzt waren, mußten auf jeden Fall aus'fallen, so daß sich die endgültige Erledigung der Spiele auch weiterhin verzögert hat. So sei die Gelegenheit dazu benutzt, einen Blick aus Tabellen zu werfen, deren Stand sich nach der letzten Veröffentlichung nicht unwesentlich verändert hat. 1. Kreisklasse. Tv. Hörnsheim 12 To. Holzheim 12 To. Garbenheim - 13 Tv. Dutenhofen 13 Tuspo Groß-Rechtenbach 8 Tv. Grüningen 12 To. Herborn 10 To. Katzenfurt 11 87:50 78:54 74:77 82:72 38:49 39:76 41:50 62:80 24:0 19:5 14:12 13:13 5:11 9:15 6:14 4:18 Die Führung von Hörnsheim ist also auch weiterhin klar, während Holzheim etwas zurückgefallen ist. Ausgeschieden sind Atzbach und Dorlar, während die Mannschaft des VfB.-R. Gießen ohne Punktzählung spielt. To. Lang-Göns To. Wetzlar II To. Hausen Mto. Gießen II To. Nauborn 2. Kreisklasse. 7 7 6 5 7 50:32 11:3 53:32 10:4 56:35 8:4 17:28 2:8 28:79 1:13 Lang-Göns liegt zwar an der Spitze, wird aber stark bedrängt von der zur Zeit in ausgezeichneter Form spielenden Mannschaft von Hausen. Die Entscheidung wird erst am nächsten Sonntag bei dem Zusammentreffen von Hausen und Lang-Göns fallen. Wetzlar kann nicht eingreifen. Thermosflaschen Thymol das sich bei Wärme ausdehnt, Zimmerthermometer dürfen nicht in der Nähe von Heizkörpern. Auhenthermometer nur im Schatten hängen. Fieberthermometer muffen amtlich geprüft sein. Vor dem Gebrauch muff man darauf achten, daß die Quecksilbersäule die Zimmerwärme anzeigt, wenn nicht, das Thermometer leicht schütteln. Die Gradeinteilung beim Thermometer beträgt vom Gefrierpunkt bis zum Siedepunkt 80° Reau- mur, 100 0 Celsius, oder 1200 Fahrenheit. In Deutschland ist fast ausschließlich die Rechnung nach Celsius üblich. Thermosflaschen, griech., Bedeutung: Wärmeflaschen, doppelwandige Glasflaschen in einer starken, isolierenden Umhüllung, die Flüssigkeiten lange warm oder kalt halten. Thermosflaschen sind außerordentlich praktisch für Reisen, Wanderungen und Ausflüge. Man muß sie aber vor ?sall und Druck bewahren, da sie eicht zerbrechen. Thing, germanischer Versammlungsplatz, auch Die Versammlung selbst. Thomas, männl. Vorname hebr Herkunft mit der Bedeutung „der Zwilling". Abk. Thom. Tom. Thomasschlacke, Phosphatschlacke, die bei dem Thomasverfahren der Eisenbereitung abfällt und gemahlen (Thomasmehl) als Dünger dient. Thor, germanischer Eewittergott. Sohn Wodans (Odins). Er galt als Schützer des Ackerbaues. Thrombose ist die Verstopfung eines Blutgefäßes durch einen Pfropf (Thrombus) aus Blutbestandteilen. Ein Thrombus kann sich innerhalb des Herzens oder in den Gefäßen bilden. Die Ursache ist irgendeine Erkrankung der Gefäßwand. Löst sich der Thrombus von der Gefäßwand ab und gelangt er mit dem strömenden Blut in andere Körpergegenden, so ist er zu dem sehr gefährlichen Embolus geworden. Vgl. Embolie. Thuja, s. Lebensbaum. Thunfisch, etwa drei Meter banger Makrelenfisch, der Fleisch, Tran und Öl liefert. Thunfisch schmeckt ähnlich wie Kalbfleisch. Sein Fleisch wird in Scheiben paniert und gebraten. Thunfisch ist auch in Öl eingelegt als Vorspeise erhältlich. Thusnelda, weibl. Vorname ger- man. Herkunft mit der Bedeutung: „die Riesenkämpferin". Thymian (Thymus), Quendel genannt, bekannte Wurst- und Bratenwürzpflanze. Kommt wild auf Wiesen vor und wächst ausdauernd immergrün im Garten. Veredelte Sorten sind herrliche Polsterpflanzen für Steingärten; die graugrün behaarten, winzigen Blättchen passen gut zur Farbe der Kalksteine und beleben so auch den winterlichen Steingarten. Thymol, aus Thymian gewonnene farblose Kristalle, die als Konservierungsmittel verwendet und zu Zahnpasta, Mundwasser und Haarwasser benutzt werden. Nähe, sticke, stopfe mit der bestens bekannten Pfaff-Nähmaschine Telephon 3369 IHLIKIRAVFT Oie deutsche Marke Seltersweg 30 Nähe elektrisch, es ist b-^ ' ' die kleine sparsame Mhiampe Gestoch. scharfe Schrift, unverwüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die toi*)* mit Segmentumschaltung. Nur RM. 186.-. Schon f. 8.30 mtl. Niederhausen Bahnhofstraße49 Gießen. OooA Baumpfähle Rosenstäbe Latten ’««L Dachpappe Karbolineum Happel&Co. KI.Mühlgasse4 u.6 Ruf 3925 MlM Die Lebensgemein' schaff des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K.Gerhard u.G.Wolfl. Preis RM. 4,80. „(Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in sich aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Matratzen nur im Fachgeschäft Ä.Wehrheim Löberstraße Nr. 17 1235 A Auszeichnungen (loses Blatt) aus meinem Miütärpaß, enthaltend 18 Schlachten im Weltkrieg v. 26.6.1917 bi§ 15.11.1918 vevloven. osofl Mitteilung gegen Belohnung erb. an Heinrich Kaiser Garbenteich bet Gießen, Watzenborner Str. 17. Kinder-Stiefel und -Schuhe Konfirmanden-Schuhe Elegante Damen-Schuhe Lingel-Herren-Schuhe im Schuhhaus Weidemann Seltersweg 59 1233 D Mittwoch, den 21. Febr. 1937, 14 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28 (Versteigernnas- lokal) bzw. an Qrt und Stelle, zwangsweise gegen Barzahlung: Haus-, Büro- und Ladcnrnöbel, Schreib- und Nährnasch., Schuh- machernähmasch.,Kassenschränke, Negytnerkassen, 1 Kaffeeröster, Kraftverstärk., Radioger., Staubsauger, Warenreg.,versch.komvl. Schlaf;., Büfetts,Küchenschränke Kleiderschränke, Sofas, Sessel, Kleider, Borhang- u. Möbelstoffe, Körbe,Kordel,Hanfstricke,Kragen Krawall.,Hemden,Hüte,Mützen, Handsch., verseh. Bücher, 1 Pris- menferngl.,1 Photoapp.„Leica", 1 Walter-Revetierbüchse u.a.m. Riffnri Gerichtsvollz. in Gießen, UIUUII Steinstr.42,Tel.3660.^v VornehmI Geschmackvoll! PersönlichI Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache oletet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus führungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl'sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 des 500 g 500 g | Seelachsfilet Fettbückinge 20 28 28 Frische Fische Die H des ohne Kopf 500 g 22 im ganz. Fisch 500 g Sammelstelle zeigten meisterhaftes Können, beste Zeit des Tages — 3:41,2 Min. — holte Lantschner heraus, der damit den Ehrenpreis Reichsstatthalters Ritter von Epp gewann. Der Torlauf der 03. Nach dem Abfahrtslaus der SA., SS. und SCHADEN FüLLGUABE NSKK. wurde der Torlauf der HI. durchgeführt. Am Ringberg war eine außerordentlich schwere Strecke abgesteckt. An die jungen Sportler wurden hohe Anforderungen gestellt. Aber die Jungen zeigten sich ihrer Aufgabe gewachsen; ihre glänzende Skiführung und die vorbildlichen Temposchwünge begeisterten die Zuschauer immer wieder. In Kl. A war das Gebiet Hochland nicht vertreten. Hier stellte V i d e k (Schlesien) mit 53,1 Sek. die beste Zeit seiner Gruppe auf. In Klasse B war Hochland nicht zu schlagen. Toni Bader lief gleich 43,5 Sek., später konnte Harro Cranz (Baden) mit 41,9 diese > Zeit noch unterbieten. Unter großer Spannung tra- j ten dann die Läufer der Klaffe C an. Pertsch-Hoch- land erzielte auf Anhieb 40,6 und kurz darauf erreichte Gantner-Hochland 40,3 Sek. Gantner fuhr damit die beste Zeit des ersten Laufes. Im zweiten Lauf kamen Gantner und Pertsck) auf je 40,4 Sek., so daß der Gesamtsieg bei den Mannschaften dem Gebiet Hochland nicht mehr zu nehmen sein dürfte. 5$.-Süb gewinnt Wanderpreis des Führers. Der Schlußtag der Wintersportkämpfe der SA., SS. und NSKK. in Rottach/Egern ging wieder bei prächtigem Winterwetter vor sich, nachdem der Sturm in der Nacht zum Sonntag erneut Schneefall gebracht hatte. Zeitweise brach auch die Sonne durch und verlieh dem festlichen Bilde ihren Glanz. Als erste Konkurrenz wurde der Geländelauf der HI. über sechs Kilometer gestartet. In Klaffe A ging das Gebiet Franken in der guten Zeit von 45,02 1 Minuten vor den Gebieten Thüringen und Württemberg als Sieger durchs Ziel. In Klaffe B setzte | sich das Gebiet Baden vom Start weg an die Spitze, um sie bis zum Schluß nicht mehr abzugeben. Gleichzeitig mit der HI. wurde der Patrouil- len lauf der SA., SS. und des NSKK. in der Klaffe B (Mittelgebirgsklasse) über 12 Kilometer durchgeführt. Sämtlikche 55 Mannschaften der Mittelgebirgs- klaffe konnten das Ziel erreichen. Sicherer Sieger wurde nach harten Positionskämpfen die als Erste vom Start gegangene Mannschaft der SA.-Gruppe Hochland 1 mit den bekannten Läufern Gustl Mül- ler, Fridel Wagner, Martin Wörndle und Otto Lehner unter Führung von Ponn, die in blendender Verfassung in 1:27,20 das Ziel passierte. Die Spannung stieg, als dann die 19 Mannschaf- i ten der Klasse A (Hochgebirgsklasse) zum Kampf um den wertvollen Wanderpreis des Führers auf die 18 Kilometer lange Strecke geschickt wurden. Die Entscheidung lag hier zwischen dem Titelverteidiger SA. Hochland!, und der Mannschaft von SS. Süd I, die sich über die ganze Strecke ein erbittertes Rennen lieferten. Die Entscheidung fiel im ersten Drittel der zweiten Hälfte. Hier hatte SS.- Süd den Titelverteidiger eingeholt und gab die Führung bis Schluß des Rennens nicht mehr ab. Deutsche Vollheringe » 21,19 1239 A Winierspodkämpfe der NSDAP. Abfahrtslauf im Schneesturm. Der zweite Tag der Wintersportkämpfe der NSDAP, war vom Wetter nicht begünstigt. Ein orkanartiger Sturm tobte im Tegernseer Tal und brachte Regen. Als nach einstündiger Verspätung mit dem Start begonnen wurde, wechselte der Regen mit Graupelschnee ab. Kurz vor 12 Uhr wurde der NSKK.-Mann Mech- ler als Erster auf den schwierigen Kurs geschickt. Nach Mechler fanden Helmuth Lantschner und Roman Wörndle viel Beifall; Lantschner stand allein den Kurs in voller Schußfahrt durch. Trotz der ungünstigen Schneeverhältnisse wurden von ihnen ganz hervorragende Zeiten erzielt. Aber auch Nagele von der SA.-Gruppe Hochland, Ogris von der Reichsführung SS., Geri Lantschner vom <521.= Hilfswerk Nordwest, Steinwander von der SS.- Mittwoch von der See eintreffend: Kabeljau Mahnung. Die Beiträge für den Monat Januar 1937 können noch bis zum 28. Februar 1937 ohne Kosten bezahlt werden. 1234D Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täglich an unserer Kasse oder auf das Postscheckkonto Nr. 10833 Frankfurt a. M. erfolgen. Allgemeine Ortskrankenkasse für den kreis Gießen. Moos, .Rechner. iXiiiiä ((l< M«'4 Ol'to"9 MM ^.jnzelne" ■ ÖS >rS: ^2, Olck L B* « Wehen und M r en «WM I Btn" 7 < ■jungen noch HL. haben nnr Wa der Mene' W mit Genugtu Weitsche 6o J K Ziel allein Wen Erleben Liehen in den r, Wmminisler da Eren politischen eines Dol Wichen Grenzei Mstmtraum kl . . ■ Sir sehen tn d Wchsaußenminlst Weltlichkeit. bec Wgung dafür, d Wer altehrwürd im Südostei W-iie noch so de W es in den lam Miner getan h Mtigen Deutsch Msriediaung erst (Mit in seinen T «Menden Empf Htie herzliche Te II einen Bewe Mn der Führer Mr am 11. Juli Mr en Herzi Deutschen Vc M 3n bei Tat: gi Lg bes MnA jljneren Slusbruc DM es einen bei Wimmenarbeit k ■flane Demonst Wchal? Die seeli Miilsgenossen die- AI- wichtiger als mliche Einzelfr Heute bemühen Äpunkt das di chet, dann mir -Manzen zu ii Wer Dr. Schul "N in jene ti wjwiftes fiel ^ geschadet hat $ Bekenntnis z J den öffentlich fte, sondern da «eben seinen U We Staatssel Mte, sie möch J-(° ist diel Hebungen bei ‘ Werem Mc Sie amtli 23. JJfs Wiener r begg U -"-spreche MLübet“ ■j "B sich das K'i'-Ignei ■ i* W ellung eit ■$.s wurde an M^°usch^ fest I 11 "h'S I le„ B'fir tu I I. k"bf«l I Nnnr*1"6 I I Gießener Konzertverein Sonntag, den 28. Februar 1937,17Uhr, Universitätsaula / Siebentes Konzert . Das 12250 MM-QuaM Streichquartette: Haydn op.76 Nr. 2 D-Moll-Beethoven op.132 A-Moll-Mozart D-Dur (Köchel 575) Eintrittskarten: 1, 1.50, 2.25 und 3 RM. bei Ernst Challier u. abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pfennig bei Herrn Sekretär Ritter und im Studentenhaus. Deutsche Bühne halbe Preise.