Nr.19 Erstes Blatt 187. Jahrgang Samstag, 23. Januar 1937 6r)d)etm tflgitd), außer Sonntags and Feiertag» Beilagen: Vie 3IIu|trterte Gießener Familienblätter Heimat im BUd Die Scholl» Monats-Bezugrpretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfse »nter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Sietzen poftfchecNonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfi1St§-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Millagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Nps.. für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh Dereinbg. 25°/„ mehr. Ermätztgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Grundsätze deutscher Wirtschaftspolitik. Neichsbankprasident Dr. Schacht spricht auf der Geburtstagsfestsitzung der Neichs- wirtfchastskammer über die treibenden Kräfte deutschen Ausstiegs. Berlin, 23. Januar. (DNB.) Anläßlich des 60. Geburtstages des Reichsbankpräsidenten Dr. Echacht veranstaltete die Reichswirtschaftskammer eine Festsitzung, an der die Reichsminister Freiherr von Eltz-Rübenach, Seldte, Graf LchwerinvonKrosigk und Dr. Frank teil» nahmen. In Vertretung des erkrankten Generalfeldmarschalls von Blomberg war Generalleutnant leite! erschienen. Weiter waren Reichsleiter Dr. Set), Reichsstatthalter General Ritter v. Epp, lorpsführer Hühnlein sowie weitere Vertreter des Staates, der Partei, der Wehrmacht, der Deutschen Arbeitsfront, des Reichsnährstandes und der Wirtschaft anwesend. Der Leiter der Reichswirtschaftskammer Albert P i e tz s ch überbrachte Dr. Schacht die Glückwünsche der gewerblichen Wirtschaft. Anschließend sprach ;rof. Dr. Z e n n e ck von der Technischen Hoch- chule München über das Thema: „Wirtschaft und Lissenschaft". Außerordentlich zahlreich seien die Zeispiele, in denen eine einfache wissenschaftliche Entdeckung der Ausgangspunkt für eine große Jn- luftrie geworden sei und damit die Wirtschaft nach- altig beeinflußt habe. Die Wirtschaft, die neue Wege zu gehen und neue Betätigungen zu erschlie- >en suche, habe demnach das größte Interesse an iner möglchst kräftigen Entwicklung der Wissen- chaft. Diese Auffassung sei schon lange von der Virtschaft geteilt worden. Sie habe auch die prak- ischen Folgerungen daraus gezogen, und nicht nur iie Wissenschaft stets unterstützt, sondern auch igene Forschungslaboratorien einge- Irichtet, die nicht nur die technische Entwicklung, sondern auch die Wissenschaft selbst gefördert hätten. Daburd) würde die Bedeutung der Hochschulin - litute in keiner Weise vermindert. Diese seien idle Stellen, an denen die Chemiker, Physiker und Ingenieure ausgebildet würden, die die Industrie mb Wirtschaft für ihre Fabriken und ihre For- Ichungsinstitute brauchten. Die Sorge um den Nachwuchs an Dozenten und Studenten müsse demnach auch eine Sorge der Wirtschaft sein. Reichsbanlpräfidenl Dr. Schacht ergriff zum Schluß selbst das Wort. Er gab einen Rückblick über die vergangenen vier Jahre und einen Ausblick auf die nächsten Jahre. Er zeigte »ier bestimmende Faktoren auf, deren erfolgreiche Anwendung er als den grundlegenden Gewinn der ätzten vier Jahre bezeichnete. Unter diesen Faktoren der Wirtschaftspolitik sei als erster die Finanzierung all dessen zu nennen, was in den letz- len vier Jahren geschaffen wurde und was ur- iprünglid) unter dem Begriff des Arbeitsbe- lchaffungsprogramms zusammengefaßt war. Daß all die großen Leistungen im Zuge der wiedererstandenen Wehrhoheit mit einer derartigen Schnelligkeit und einem derartigen Umfang Dor sich gegangen sind und voll finanziert werden konnten, ohne daß Störungen auf dem Geldmarkt oder in der Währungslage eintraten, das erkenne das Ausland heute staunend an. Diese Finanzierung aus eigener Kraft war nur möglich, weil alles, was an den Geld- und Kapitalmarkt herangetragen wurde, einer Kontrolle und strengen Disziplin unterworfen wurde. Als zweiter bestimmender Faktor der Wirtschafts- geftaltung fei der Fortschritt in der Entschuldungspolitik zu werten. Das Ausland erkenne an, daß zwangsläufig der Unsinn, der in der Derschuldungspolitik des deutschen Marxismus und ausländischen Kapitalismus lag, sich eines Tages rächen müßte und daß von bösen Absichten Deutschlands keine Rede sein könne. Daher sei es gelungen, sich in den letzten Jahren mit dem Auslande in der Schuldenfrage stets zu verständigen. Die Aufrechterhaltung der Goldparität unserer Währung habe dazu beigetragen, daß wir die ganzen Vorteile der Abwertungen der anderen Währungen mit in unsere Entschuldung hineinrechnen konnten, so fei es gekommen, daß wir heute als den Gewinn der Entschuldung der letzten vier Jahre die runde Summe von acht W i l - llarden Reichsmark buchen können. Es fei felbstverständ, daß hinsichtlich der 11 Milliarden Mark, die wir zurzeit noch dem Auslande schulden, immer wieder verhandelt werden müsse, denn wir können uns wirtschaftlich nicht vom Auslande lösen. Als dritter Faktor sei die Umgeftaltung der deutschen Handelspolitik zu nennen, wie sie im Neuen Plan ihren Ausdruck gefunden habe. Im Jahre 1933 und teilweise auch noch 1934 sei Deutschland trotz der großen Verschuldung an das Ausland in eine passive Handelsbilanz hinein- gedrückt worden, die uns einen Devisenoerluft brachte. Damit kam Deutschland in den Zustand hinein, in dem es nicht mehr Herr seiner Einkäufe war. Damals habe er nach Rücksprache mit dem Führer es unternommen, die gesamte Handelspolitik gewissermaßen auf einen einfachen Nenner zu bringen, indem nunmehr der Grundsatz verfolgt wurde, nie mehr zu kaufen, als man bezahlen kann, und nur d a s zu kaufen, was man braucht und nicht das, was der andere gerade verkaufen will. Diese Umstellung habe einerseits gestattet, Deutschlands Rohstoffbezüge (Rohstoffe und Halbzeug) von etwa a s U - s- . r V," ■ M- 'vä5/" I j Der Adjutant des Führers, Oberführer Wiedemann, übermittelt Dr. Schacht die Glückwünsche Adolf Hitlers. Ganz links die Gattin Dr. Schachts. — (Scherl-Bilderdienft-M.) 26 Millionen Tonnen auf 42 Millionen jährlich zu steigern und andererseits den Import von Fer- tigfabrifaten auf ein Minimum herabzusetzen. Hätten wir diese Linie nicht verfolgt, so würden z. B. die gesamtwirtschaftlichen Beziehungen zum S ü d- osten Europas und zu Südamerika nicht jene glückliche Richtung genommen haben, wie sie tatsächlich zu verzeichnen ist. Sv würde, aufbauend auf dem Neuen Plan, ein System entwickelt, das darauf hinausläuft, gegenüber dem Ausland auch da in Konkurrenz zu treten, wo das Ausland durch Währungsdumping einen großen Vorsprung in den Preisen zu haben scheint. Als vierter Faktor der Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre stellte Dr. Schacht das F e st h a l - t e n an der Parität unserer Währung heraus. Die ganze Frage des Geld- und Währungsproblems sei darauf abzustellen, ob man die umlaufende Geldmenge in einem solchen engen Kreis halten könne, daß jederzeit für den gleichen Geldschein die gleiche Menge Güter gekauft werden fanm In den vergangenen vier Jahren sei der Steigerung der Produktion die Steigerung des Geldumlaufes überlegt angepaßt worden. Die Frage fei, ob es möglich ist, die Gütererzeugung noch weiter zu steigern oder ob wir auf einem Beharrungszustand angekommen sind. Davon werde die zukünftige Geldpolitik abhängen. Es komme eben darauf an, das Verhältnis von Produktion und Geldumlauf in einem abgewogenen Verhältnis zu hatten. Die von Deutschland verfolgte Währungsstabi- tität liege in der Notwendigkeit begründet, d i e Preise stabit zu halten. Es sei klar, daß sich jeder Preisauftrieb, der auf einem Spezialgebiet auftritt, auch auf die Nachbargebiete sich auswirke. Wan könne nicht die einzelnen Produktionsgebiete für sich behandeln, da eine Wirtschaftspolitik nicht in Stückwerk gemacht werden könne, ohne daß Rückwirkungen auf die gesamte Wirtschaft zu beobachten sind. Dr. Schacht wandle sich auch gegen das unwirtschaftliche Produzieren. Wer unwirtschaftlich arbeitet, vermindert die Substanz des deutschen Volksvermögens. Es gebe in der Wirtschaft eine kostenfrage, d. h. eine Wirtschaftlichkeilsgrenze, die unter allen Umständen eingehallen werden mülle. Die Substanz des deutschen Volkes sei noch nicht so groß, daß wir sie nach Belieben opfern können. Daher sei ä u ß e r st e Wirtschaftlichkeit der Produktion geboten. Es sei selbstverständlich, daß der Wirtschaftler und Unternehmer keinen anderen Gedanken haben dürfe, als seinen Betrieb so zu führen, daß sich dies zum Nutzen des deutschen Volkes auswirkt. Man dürfe den Wirtschaftlern dann nicht gewinnsüchtigen Eigennutz vorwerfen. Dr. Schacht sprach den versammelten Wirtschaftlern den Dank für ihre bisher geleistete Arbeit im Dienste des Volkes und Staates aus und forderte von ihnen das Gelöbnis, diese Leistungen noch mehr zu steigern und alles einzusetzen, um das Werk unseres Führers und Reichskanzlers zu fördern, der allein die Zukunft und Sicherheit des deutschen Lebens verbürgen kann. EinDr Hja1mar-Gchack>f-E>tui) enfondö Berlin, 22. Jan. (DNB.) Aus Anlaß des 60 Geburtstages des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht haben die in der Neichsgruppe Banken zusammengeschlossenen Kreditinstitute einen Betrag von 250 000 Mark zur Verfügung gestellt, der unter dem Namen „D r. - H j a l rn a r - S ch a ch t- Studienfonds" der bankberuflichen Ausbildung der Gefolgschaftsmitglieder aller deutschen Kreditinstitute dienen soll. Der Leiter der Reichsgruppe hat Herrn Dr. Schacht gebeten, den Vorsitz in dem mit der Verwaltung dieses Fonds betrauten Kuratorium zu übernehmen und ihm die Glückwünsche der Reichsgruppe unter Überreichung einer Dankadresse ausgesprochen. Empfang in Oer Reichsbank. Berlin, 22. Jan. (DNB.) Aus Anlaß seines 60. Geburtstages empfing Reichsbankpräsident Dr. Schacht in der Reichsbank die zahlreichen Gratulanten. Gegen 11 Uhr erschien der Adjutant des Führers, Oberführer Wiedemann, der Dr. Schacht die persönlichen Glückwünsche des Führers sowie ein kostbares Spitzweg-Gemälde überreichte. Unter den vielen hundert Gratulanten seien weiter genannt: Generaloberst Freiherr v. Fritsch, Generalleutnant Keitel, Dr. Ley mit einigen Arbeitern aus lebenswichtigen Betrieben, Staatssekretär Dr. Meißner, Generaldirektor Dr. Dorpmüller, der Leiter der Neichsgruppe Banken, Fischer, zahlreiche deutsche Wirtschaftsführer, die Leiter der deutschen Großbanken und der verschiedenen Reichsgruppen. Informaüonssahrl des Gauleiters NSG. Die Zusammenarbeit von Partei und Staat bewies eine Jnformationsfahrt des Gauleiters über Hanau, Mittelgrünbau, Stockheim, Lauterbach und Schliß. In Hanau begann die Fahrt mit einer Besicytigung der Heräus-Werke, man erfuhr die Verarbeitung von Edelmetallen, besonders von Platin. Das Walzwerk gilt als das modernste der Welt. Vorbildlich zeigt dieser Betrieb eine restlose Verwendung von Abfallprodukten. Das Pachtgut Mittelgründau hat einen der größten Schweinezuchtbetriebe. Ein Gang durch die modernen Stallungen zeugt vom Fleiß und Eifer des deutschen Bauern, aus seinem Hof den höchstmöglichen Ertrag herauszuwirtschaften. In Stockheim wurde die Flachsröste der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft in Augenschein genommen. Einen Begriff von der gewaltigen Arbeitsleistung gibt die Zahl von 100 000 Zentner Flachs, die hier im letzten Jahr ihre Verarbeitung vom Halm bis zur spinnfertigen Faser erfuhren. Ein kurzer Gang durch die Kreisleitung Lauterbach folgte. Die Fahrt endete mit einer Kundgebung in Schlitz, bei der Hunderte von Volksgenossen in der Turnhalle versammelt waren. Der Gauleiter verwies auf die Gebundenheit der Wirtschaft an die jeweiligen Bedürfnisse des deutschen Volkes und erklärte aus dieser Verpflichtung die Notwendigkeiten ihres unbedingten Einsatzes bei der Lösung des Vierjahresplanes. Mit eiserner Konsequenz würden wir alles das, was uns fehlt und nur irgend möglich im Inland zu beschaffen sei, ergreifen. Er behandelte in diesem Zusammenhang die auf feiner Jnformationsfahrt besichtigten Arbeiten für die Erfüllung dieser Aufgaben und schloß seine Rede mit dem begeistert aufgenommenen Appell: „Wir wollen fein und bleiben ein Volk von Soldaten und mit unserem Führer in eine neue Zukunft marschieren!" Senf am Lande der großen MM. In Genf ist der D ö l k e r b u n ö s r a t zu seiner 96. Tagung zusammengetreten. Wenn nicht eine Reihe von Außenministern diese Gelegenheit zu einer Zwiesprache hinter den Kulissen über die großen schwebenden politischen Probleme benutzen würde, bestünde kaum Anlaß, von dieser Tagung überhaupt Nottz zu nehmen. Das Arbeitsprogramm weist Punkte auf, in denen entweder zwischen den Beteiligten bereits in direkten Verhandlungen außerhalb der Atmosphäre von Genf eine Verständigung erzielt worden ist oder die, wenn diese direkte Verständigung noch nicht erreicht werden konnte, auch auf der Ratstagung keinerlei Aussicht haben, einer brauchbaren Lösung entgegengeführt zu werden. Zu der ersteren Kategorie gehörte die Danziger Angelegenheit. Hier hatte Polen vom Völkerbund den Auftrag erhalten, die verfassungsmäßige Stellung der Freien Stadt zum Völkerbund, die durch völlig einseitige, von der innerpolitischen Opposition in Danzig beeinflußte Berichte des verflossenen Völkerbundskommissars Lester berührt zu sein schien, in direkter Aussprache mit dem Danziger Senat zu klären. Das ist geschehen und das Ergebnis, das der polnische Außenminister Beck dem Völkerbundsrat unterbreiten wird, gereicht weniger dem vermittelnden Auftreten des Völkerbundes zum Ruhm als vielmehr dem nun fo oft schon bekundeten Verständigungswillen der beiden Beteiligten. Zur zweiten Kategorie der mit und ohne Genf noch ungelösten Probleme gehört die Zukunft des vorderasiatischen Sandschaks Alexandrette. Wir haben hier schon ausführlich bargelegt, daß die Türkei die Ablösung des französischen Dölkerbunds- mandats Syrien durch einen freien syrischen Staat benützen möchte, um die im Sandschak Alexandrette lebende starke türkische Minderheit entweder ganz aus der Verbindung mit Syrien zu lösen, zum wenigsten aber ihr eine gegenüber den befkbpnh-'rt Verhältnissen stark erweiterte Autonomie un^er türkischer Aufsicht zu verschaffen. Eine Kommission des Völkerbundes hat an Ort und Stelle mit der Bevölkerung Fühlung genommen, ihr Bericht wird Gegenstand der Erörterungen in Genf fein, aber der Dölkerbundsrat wird zu keiner Entscheidung kommen, ehe nicht auch hier wieder die beiden Hauptinteressenten Frankreich und die Türkei in direkten Verhandlungen sich geeinigt haben. Das ist vorerst nicht der, Fall, da die Franzosen sich scheuen, durch ein Eingehen auf die türkischen Forderungen einen Präzedenzfall für die Behandlung völkischer Minderheiten auch in anderen Kolonien und Mandatsgebieten zu schaffen, und darin von den Engländern sekundiert werden, die im Hinblick auf die lebhafte Erörterung des Kolonialproblems an der Verteilung der Mandate, wie man sie in den Pariser Vorortverträgen für gut befunden hat, nicht rütteln lassen möchten Problemen von weltpolitischer Bedeutung geht man in Genf am liebsten aus dem Wege. Man kennt aus Erfahrung die äußerst geringe Bela- stungsfähigkeit der Völkerbundsinstitution zu genau, um sich noch irgendwelchen Illusionen darüber hinzugeben, daß etwa durch Initiative des Völkerbundes ein Krieg verhütet werden ober ber Wett ein Ausweg aus einer gefährlichen politischen Krisis gezeigt werben könnte? Seitbem Japan, als ber BöPp’-bunh Miene machte, ihm bei ber Besetzung Manbschukuos in ben Arm zu fallen, Gens einfach ben Rücken gekehrt hat unb Italien ohne Rücksicht auf die Völkerbundssanktionen seinen ostafrikanischen Feldzug siegreich zu Ende geführt hat, täuscht man sich in Genf nicht mehr darüber, daß der Völkerbund in seiner ihm in Versailles gegebenen, auf die Bedürfnisse der Siegermächte zuge- schnittenen Gestatt unter der seitdem gänzlich veränderten wettvolitischen Konstellation seine Rolle als hoher politischer Areopag gründlich ausgespiett hat und sie ohne durchgreifende Reform unter Mitwirkung ber inzwischen ausgeschiebenen ober sich ihm fernhaltenben Großmächte niemals wieber er« lanaen wirb. So geschieht es heute auch nur noch mit größter Vorsicht, wenn in Genf eine Frage angeschnitten wirb, bie wie z. B. ber spanische Bürgerkrieg selbst innerhalb bes Völkerbunbes Anlaß zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten geben könnte. Ganz umgehen, wie es bie Völkerbunds- bürofratie wohl möchte, läßt sich eine Aussprache darüber nicht, so sucht man wenigstens nicht zum Kern des Problems durchzudringen, gibt damit aber, da weder die spanische Nationalregieruna des Generals Franco noch von den interessierten Mächten Deutschland oder Italien in Genf vertreten sind, •'"frin einseitig bpm Delegierten der bolschewistischen Machthaber von Valencia und seinen sowjetrussischen Hintermännern willkommene Gelegenheit, sich mit ihren kommunistischen Provagandavhrasen zu spreizen. Chile, bas auf biefer Ratstagung ben Vorsitz führt, hatte ben Antrag gestellt, den vor dem bolschewistischen Terror in Madrid in bie aus» länbilchen Gesandtschaften gevflüchteten Spaniern bas Asylrecht zuzubilligen unb ihren Abtransport aus ber belagerten Hauptstabt unter bem Schutz ber biplomatischen Missionen zuzulassen. Valencia hatte bies bereits zugesagt, sich aber nicht baran gehalten unb macht nun in Genf burch feinen Delegierten bei Vayo alle Anstrengungen, bie Annahme bes chilenischen Antrags zu hintertreiben. Die Bolschewisten wollen bie in bie Mabrider Gesandtschaften Geflüchteten als Geiseln zurückbehalten und möchten mit diesem Faustpfand auch bie in dieser Frage anscheinend völlig einig gehenden südameri- kanischen Staaten unter Druck setzen, um sie von einer Anerkennung der spanischen Nationalregierung des Generals Franco abzuhalten, die man in Valencia offenbar befürchtet. Daß bei Vayo bei feinen Ssbotageversuchen von seinem hohen Protektor Litwinow-Finkelstein lebhaft unterstützt wird, ist elbstverständlich und es ist immerhin dahin ge- ’ommen, daß sich der Völkerbundsrat in einen Ge- chästsordnungsstreit verstrickt sah, aus dem man nur mit echt Genfer Finessen einen Ausweg fand. Die ganze Angelegenheit wäre überhaupt völlig belanglos, wenn sie nicht ein typisches Beispiel dafür wäre, wie sehr der Völkerbund auch in der spanischen Frage am Rande der großen Politik bleibt. Die spanische Frage als internationales Problem stellt sich nach wie vor im wesentlichen als ein Problem der Nichteinmischung dar, das man in Genf vorsichtigerweise und im vollen Bewußtsein der eigenen Unzulänglichkeit erst gar nicht aufgegriffen hat. Der britische Außenminister Eden hat in seiner letzten Unterhausrede sich zu dem Grundsatz bekannt: „ Spanien den Spaniern", ein Grundsatz, den sowohl Italien in dem englisch- italienischen Mittelmeerabkommen wie Deutschland in der Erklärung des Führers beim Neujahrsempfang des französischen Botschafters sich ohne Einschränkung zu eigen gemacht haben. Aber weder mit der Unversehrtheit spanischen Staatsgebietes, noch mit dem Grundsatz, den Spaniern selbst die Bestimmung ihrer künftigen Regierungsform zu überlassen, sind die Anstrengungen zu vereinbaren, die Sowjetrußland macht, um in Katalonien eine Sowjetrepublik zu errichten, bevor die letzten Stellungen der spanischen Bolschewisten in Madrid und den Küstenorten am Mittelmeer vor dem Ansturm der nationalen Truppen zusammenbrechen. Es kann wohl kaum zweifelhaft sein, daß man auch in England die Errichtung einer Filiale Moskaus in Barcelona unverträglich hält mit der Erhaltung des Status quo im westlichen Mittelmeer, worauf man sich in dem Gentlemen's Agreement mit Italien nachdrücklich festgelegt hat. So muß man woht auch den Passus in der Eden-Rede, wonach England nicht dulden werde, daß eine ausländische Macht Spanien beherrschen werde, als eine Warnung an Moskau auffassen, wobei allerdings zu wünschen gewesen wäre, daß der britische Außenminister um der Klarheit und Deutlichkeit willen auf die geradezu mimosenhaft zartfühlende Rücksicht verzichtet hätte, mit der er Moskaus Empfindlichkeit schonen zu müssen glaubte und die in seltsamem Widerspruch stand zu dem schulmeisterlichen Ton, den er in der gleichen Rede Deutschland gegenüber am Platze fand. Selbstverständlich hat Eden kein Wort der Kritik gefunden für die zweideutige Haltung seiner französischen Freunde, die zwar sich durch das Parlament eine Vollmacht zum Erlaß eines Verbots der Freiwilligenwerbung für Spanien geben ließen, ober bislang praktisch noch nichts getan haben, um den Transport von Hilfskräften und Kriegsmaterial für die spanischen Bolschewiken über die französische Grenze oder aus französischen Häfen zu unterbinden. Moskau hält in seiner Antwortnote auf die französisch^britischen Anregungen ein solches Verbot überhaupt für „verfrüht", wohl weil es noch immer nicht genug eigene Truppen in Katalonien oer- fammelt und Kriegsmaterial aller Art dort anae- häust hat, um dem in Bälde zu erwartenden Angriff des nationalen Heeres begegnen zu können. Deutschland und Italien haben dagegen nicht nur ihre damals von der Gegenseite ignorierte Erklärung vom Sommer vorigen Jahres wiederholt, daß sie bereit seien, alle Maßnahmen für Verhinderung der Ausreise von Freiwilligen nach Spanien nachdrücklichst zu unterstützen, sondern auch energisch verlangt, daß auch alle anderen mit einer aufrichtigen Politik der Nichteinmischung zusammenhängenden Fragen, wie Propaganda, finanzielle Unterstützung, Lieferung von Kriegsmaterial, endlich geklärt würden. Eden hat sich darüber ausgeschwiegen, und auch in der Pariser Parlamentsdebatte war nichts weiter davon zu hören. Der Nichteinmischungsausschuß in London scheint mehr und mehr im Gestrüpp der Formalitäten hängen zu bleiben, eine fruchtbare Initiative ist jedenfalls von ihm kaum noch zu erwarten. Wir hätten gewünscht, daß Herr Eden statt seiner staatsphilosophischen Vorlesung über die uns aus bitteren Erfahrungen heraus recht zweifelhaft gewordenen Vorzüge einer Demokratie alten Stils etwas Greifbares darüber hätte mitteilen können, wie England feine Aufgabe, sine strikte Nichteinmischung von allen Mächten, auch Frankreich und Sowjetrußland, zu erzwingen, durchzuführen gedenkt. Für einen solch eindeutigen Hinweis wären gewiß auch die Spanier Herrn Eden dankbarer gewesen als für seine unerbetenen Ratschläge, auf welcher weltanschaulichen Grundlage sie ihren neuen Staat zweckmäßigerweife errichten sollten, wenn sie vor Englands Augen Gnade finden wollen. F. W. L. Das Arbeitsprogramm des Handwerks. Auf einer Arbeitstagung des Reichsstandes des deutschen Handwerks in Berlin ist ein sehr weitgefaßtes Programm handwerklicher und handwerkspolitischer Tätigkeit entfaltet worden. Dr. Syrup, der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung, bezeichnete als die wesentliche Eigenart des heutigen Arbeitsmarktes die Tatsache, daß der ausgesprochene Facharbeitermangel in unseren Tagen wichtiger sei, als die Beseitigung der noch vorhandenen Reste an Arbeitslosen. Jeder falsche Einsatz einer Arbeitskraft sei ein unverantwortlicher volkswirtschaftlicher Verlust. Darum: Ausreichende Lehrlingshaltung im Rahmen des sachlichen Bedürfnisses, und angepaßt der Zahl verfügbarer Ausbildungskräfte, öehrlingszüchterei fei vom Hebel. Dr. Syrup hob die Notwendigkeit der wirtschaftlichen und leistungsfähigen Stärkung des ländlichen Handwerks hervor. Nach einem anderen Vortrag wird künfttg für das ganze Reich eine einheitliche Rahmenlehrlings- und Gesellenprüfungsordnung geschaffen werden, an die sich die einzelnen handwerklichen Vollberufe mit zusätzlichen Vorschriften anschließen. Die Handwerksverbände werden in kürzester Zeit Probeentwürfe dieser Prüfungsordnungen zu begutachten haben. Im kommenden März wird eine Ausstellung „Deutsche Werkstoffe im H a n d w e r k", die dann als Wanderausstellung in alle wichtigsten Reichsteile gehen wird, dem Handwerk einen Ueberblick über die Versorgungslage mit Rohstoffen, Halb- und Fertigfabrikaten geben. Oie KdI.-Gchiffe nach dem Umbau. Bremerhaven, 22. Jan. (DNB.) Die Urlauberschiffe der NSG. „Kraft durch Freude", und zwar „Der Deutsche" und „Sierra Cordoba" sind auf der Werft der Howaldt-Werke gründlich überholt und ausgebaut worden. „Der Deutsche" hat neue breite Treppen erhalten und aus der ehemaligen dritten Klasse ist ein größerer Aufenthaltsraum für rund 160 Fahrgäste geworden. Ein weiterer freundlicher Gesellschaftsraum wurde geschaffen. Auch im Vorder- und Mittelschiff sind überdeckte Aufenthaltsplätze eingerichtet, die Schutz vor Wind und Wetter bieten, ohne den Ausblick und den Genuß der heilsamen Seeluft zu beeinträchtigen. Das Promenadendeck ist erheblich verlängert. Auch die Mannschaftsräume sind ausgemalt und mit Teppichen belegt worden. Die beiden Schiffe find so zu neuen Fahrten aus das Beste gerüstet. Ministerpräsident Göring aus der Rückreise. Rom, 22. Jan. (DNB.) Ministerpräsident Generaloberst Göring hat unter begeisterten Kundgebungen der Bevölkerung mit seiner Gemahlin auf dem italienischen Torpedobootszerstörer „Aquilone" Capri verlassen und sich nach Sorrent begeben. Nach einem kurzen Imbiß setzten die Gäste ihre Reise über Amalfi, Ravello, Positano nach Pompeji und Neapel fort, wo der Ministerpräsident am späten Abend eintrifft, um nach einem Essen im kleinen Kreise für wenige Stunden nach Rom zurückzukehren. Die Weiterreise nach Ber- l i n ist für Samstagabend geplant. In Neapel wurde ihm vom Provinzialsekretär der faschistischen Partei ein prachtvolles Album mit photographischen Ausnahmen von den Volks- kundgebunqen Neapels bei seinem Besuch beim italienischen Kronprinzen überreicht. Die Fahrt zum Bahnhof nahm wiederum die Form einer überwältigenden Volkskundgebung an. Die Straßen und Plätze des nächtlichen Neapels waren von unübersehbaren Menschenmengen besetzt, die im Schein von Tausenden und aber Tausenden von Fackeln und im schwelenden Licht bengalischer Feuer dem Ministerpräsidenten zujubelten. Sichtlich ergriffen dankte der Ministerpräsident. Besondere Hilfsaktion des Winterhilfswerks zum 30. Januar. Iür n Millionen Sonderzuwendungen an Lebensmitteln,Kleidung und Kohlen. Berlin, 22. Ian. (DNB.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels gibt bekannt: „Am 30. Januar feiert die ganze Nation das vierjährige Bestehen des nationalsozialistischen Reiches. Aus diesem Anlaß wird das deutsche Volk in großen Kundgebungen dem Führer seinen Dank ab statten und sich zu ihm in Treue bekennen. An diesem Tage wird vom Winterhilfs- werk des deutschen Volkes wiederum eine besondere Hilfsaktion durchgeführt werden. Entsprechend der Zahl der betreuten Volksgenossen gelangen außer der normalen Leistung Zuwendungen im Verte von rund 17 Millionen Reichsmark zur Verteilung, und zwar 10,65 Millionen W ertguts cheine im Betrage von je einer Reichsmark und 4,3 Millionen K o h l e n g u l s ch e i n e im Verte von je 1,50 Reichsmark. Die Durchführungsbestimmungen für die besondere Hilfsaktion am 30. Januar erläßt der Beauftragte für das Winterhilfswerk. Es lebe der Führer! Ls lebe die nationalsozialistische Revolution! Berlin, den 23. Januar 1937. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda: gez.: Dr. Goebbels. Lissabon, 23. Jan. (DNB. Funkspruch.) In seiner Rundfunkansprache beschäftigte sich General Queipo de Llano zunächst mit einem am Mittwoch erfolgten Luftangriff von zwei bolsche- wiftischen Flugzeugen auf die offene Stadt Ceuta in Spanisch-Marokko. Dabei sind mehrere Bomben auf den Marktplatz gefallen, wodurch 36 Personen aus der Zivilbevölkerung getötet wurden. Der General berichtete, daß diese feige Tat bei der Bevölkerung eine ungeheure Verbitterung hervorgerufen habe. Die maurische Bevölkerung habe in Tetuan eine Kundgebung zu Ehren des Kali- f e n veranstaltet, in der gegen die bolschewistischen Fliegerangriffe auf eine offene Stadt heftigprote ft i e r t worden fei. Weiter ging General Queipo de Llano auf die Tatsache ein, daß spanische Bolschewisten bei den Bombenanschlägen in Portugal führend beteiligt waren. Dies werde auch durch den merkwürdigen Umstand klar erwiesen, daß die bolschewistischen Sender die Nachricht über den Anschlag bereits in tendenziöser Weise verbreiteten, bevor die erste Bombe platzte. Der General fand im Zusammenhang mit diesen neuen Verbrechen, die die Bolschewisten in dem befreundeten Nachbarland begangen haben, warme Worte für das portugiesische Volk und seine Führer. Auf die Lage an den Fronten eingehend, teilte der General mit, daß an der Südfront am Freitag drei weitere Ortschaften durch die nationalen Truppen besetzt worden seien. Die von den Bolschewisten angekündigte Gegenoffensive sei jämmerlich zusammengebrochen. Die bolschewistischen Banden seien in die Flucht geschloßen worden und hätten 74 Tote auf dem Schlachtfeld zurückgelassen, darunter fünf Anführer. Vor Madrid hätten sich nur kleinere Zusammenstöße ereignet. Das Artilleriefeuer sei auf beiden Seiten jedoch sehr stark gewesen. Die nationalen Truppen hätten einige strategische Frontverbesserungen vor- genommen. VoWewikenlerror an der Magafront Rasche Aufbauarbeit der Rational- Regierung. London, 23. Jan. (DNB. Funkspruch.) Ein Korrespondent des „Daily Telegraph" schildert die grausamen Kampfmethoden der Bolschewisten und die von ihnen angerichteten Zerstörungen an der Malaga-Front. Noch kurz vor ihrer Flucht hätten die Bolschewisten sämtliche Wert- g e g e n st ä n d e der von ihnen entweihten und zerstörten Kirchen davongeschleppt. In Marbella, wo man noch überall Zeichen des Kampfes sehe, werde von den Nattonalen rasch Ordnung geschaffen. Alle Brücken seien bereits wieder hergestellt. Im Augenblick sei man eifrig damit beschäftigt, auch die Drahtverbindungen miet er in Gang zu bringen. Wie überraschend der Vormarsch der Franco-Truppen für die Bolschewisten gekommen sei, gehe daraus hervor, daß diese einen La st wagen mit großer Dynamit- ladung zum Sprengen der Brücken längs der Küste unbenutzt zurücklassen mußten. Die Zeit für sie habe gerade noch ausgereicht, einige Kir- AusMuligsbeflimmuligen. Die Gutscheine für Lebensrnittel und Bekleidung berechtigen zur kostenlosen Entnahme von Lebensrnitteln, Kleidung, Wäsche, Schuhwerk im Werte von einer Reichsmark je Schein. Andere Waren als Lebensrnittel, Kleidung, Schuhwerk dürfen auf diese Gutscheine nicht verabfolgt werden. Die Gutscheine werden in der Zeit vom 30. Januar bis zum 15. Februar 1937 in allen einschlägigen Geschäften in Zahlung genommen. Die Gutscheine sind mit weißen Wasserstreifen schraffiert mit braun-schwarzem Aufdruck. Die Verteilung der Gutscheine geht folgendermaßen vor sich: Die einschlägigen Geschäfte versehen die Gutscheine auf der Rückseite mit Firmenstempel oder mit handschriftlicher Firmenangabe. M i t Stempel oder Namen die Geschäfte, die Lebensrnittel verabfolgt haben, in das rechte obere fchwarz-beschriftete Feld der Gutscheinrückseite. Geschäfte, die Bekleidungsstücke verabfolgt haben, in das rechte untere braunbeschriftete Feld der Gutscheinrückseite. Gutscheine, die nach dem 15. Februar 1937 vorgelegt werden, ober Scheine, die den Dienststempel des WHW. nicht tragen, dürfen von den einschlägigen Geschäften nicht in Zahlung genommen werden. Die Kohlengutscheine berechtigen zur Entnahme von 50 Kilogramm Braun- ober Steinkohle je Schein. Bei diesen Gutscheinen ist an den Kohlenhändler bei Uebergabe eine Anerkennungsgebühr von 15 Pf. je Schein zu entrichten. Jede mißbräuchliche Verwendung der Gutscheine wird strafrechtlich verfolgt. chen in Brand zu st ecken und die Geistlichen nach Malaga zu verschleppen. Wie schlecht die Zusammenarbeit zwischen den bolschewistischen Milizen sei, gehe daraus hervor, daß einige ihrer Abteilungen in der Gegend von Marbella einfach in die nationalen Linien hineinmarschiert seien in dem Glauben, daß die Stadt noch in bolschewistischen Händen sei. Merrafchender Vorstoß von Aordosten auf Malaga. Salamanca, 23. Jan. (DNB. Funkspruch.) Während die nationalen Truppen ihren Vormarsch auf die rings von Bergen umgebene Hafenstadt Malaga bisher im wesentlichen, der Küste folgend, aus südwestlicher Richtung durchgeführt haben, und nur eine kleinere Abteilung von Ronda aus das Gebirge durchquerte, ist jetzt, den Bolschewisten völlig überraschend, ein kühner nationaler Vorstoß von Nordosten her erfolgt. Nationale Abteilungen sind in das wilde Gebirgsland im südwestlichen Teil der Provinz Granada eingebrungen unb haben 34 Kilometer in Richtung a u f Malaga vorstoßen können. Nach g.unzend durchgeführtem Kampf mit den bolschewistischen Banden wurde die Stadt Alhama sowie andere an der Marschstraße gelegene Ortschaften erobert. Die Bolschewisten verloren 86 Tote, darunter fünf Anführer und 29 Gefangene. Mehrere Gefangene hatten Verwundungen, die ihnen d i e eigenen Anführer beigebracht hatten, um sie am Zurückweichen zu verhindern. Einem bolschewistischen Anführer ist es gelungen, verwundet zu entkommen. Oie Explosion in Lissabon von Barcelona ans organisiert. Lissabon, 22. Jan. (DNB.) Heber die Hn- tersuchung der Bombenanschläge schreibt „Seculo", daß die Anschläge der Ausdruck des Sowjetbanditentums gewesen seien, das im Auslande organisiert und mit den modernsten Sprengkörpern ausgestattet worden war. Das Material stammt zweifellos aus Barcelona, wo sich heute der Herd der bolschewistischen Propaganda für Westeuropa befindet. Die Anschläge hätten deutlich gezeigt, von welcher Seite der Staat bedroht werde, und gegen wen sich die gemeinsame Abwehr richten müsse. „Diario da Manha" verweist darauf, daß die Anschläge das Bestehen einer kommunistischen Organisation in Portugal bewiesen hätten. Zweifellos werde diese Organisation vom Auslande unterhalten und geleitet. Ihre Taktik beweise, daß geschulte Angehörige der Komintern die Ausführung der Verbrechen übernommen hätten. Der Sohn Zonhanx' wegen Waffenschmnggcls verhaftet. Brüssel, 22. Jan. (DNB.) Wegen Waffen- schmuggels zugunsten der spanischen Bolschewisten wurden in Lüttich der Sohn des französischen Gewerkschaftsführers Jouhaux, Paul I o u h a u x, zwei weitere französische Staatsangehörige unb ein Spanier verhaftet. Der Staatsanwaltschaft in Charleroi gelang es, Beweismaterial dafür in die Hände zu bekommen, daß die heim- Bolschewistischer Lustangriff aus die offene Stadt Ceuta. 36 Einwohner ge'ötet. — Große Empörung der Bevölkerung. llchen Waffenlieferungen über die franMfch« Grenze für Rechnung der spanischen Bolschewisten durch belgische unb französische Gewerkschaftler in ganz großem Ausmaß betrieben worben sind. Bekanntlich finb bereits mehrere leitenbe Personen ber Sozialbemokratischen Partei Belgiens in bie Waffenschiebungen verwickelt. Moskaus Flughäfen in ber Tschechoslowakei. Eine aufschlußreiche Karte. B u b a p e ft, 22. Jan. (DNB.) Zu bem Vorschlag ber Prager Regierung zur Hkeirrfuchung ber tschechoslowakischen Flughäfen bringt „Pesti Hjsag" im Faksimilebruck bie in bem größten Militarblatt Sowjetrußlanbs erschienene Karte der Tschechoslowakei, in die d i e Sowjetrußland zur Verfügung stehenden Luftfl otten- st ü tz p u n f t e der T s ch e ch o s l o w a k e i e i n g e- zeichnet sind; das sowjetrussische Blatt betont hierbei die große militärische Bedeutung der Tatsache, daß die Zahl der militärischen Flugstützpunkte in der Tschechoslowakei in der letzten Zeit außerordentlich gestiegen sei. Von besonderer Bedeutung für Sowjetrußland sei der Flughafen n Ungoar (Slowakei). Hierzu bemerkt „Pesti Hjsag", daß tatsächlich ein - tschechischer Flughafen in Ungoar in großem Ausmaße jetzt fertiggestellt sei. Dieser Flughafen bilde die Hauptoperationsbasis für die s o w j e t r u s s i s ch e n Flugstreitkräfte, da er an der Bahnlinie Prag—Kiew—Moskau liege. Das ungarische Blatt wirft die Frage auf, ob die zu erwartende internationale Hntersuchungskommission auch dieser Veröffentlichung des sowjetrussischen Militärblattes Rechnung tragen werde. Hücktriiisbeschluß des japanischen Kabinetts. Tokio, 23. Jan. (BJIB. Funkspruch.) Mafien- dienst des DRV.) Die Forderung des kriegsmi- nisters nach Auflösung des Reichstages wurde vom Kabinett abgelehnt. Daraufhin wurde der Rücktritt des Gesamtkabinetts beschlossen. Ministerpräsident hirota hat sich zum kaiserlichen Palast begeben, um vom Kaiser die Genehmigung zum Rücktritt des Gesamtkabinetts zu erbitten. Kunss unb Wissenschaft Reue deutsche meereskundliche Forschungsreise. Da bie Ergebnisse ber beutschen atlantischen M e • teor-Expebition auf bem Forschungs- unb Vermessungsschiff „Meteor", bie 1925/27 aus bem südatlantischen Ozean eine Fülle hochwertigen ozeanographischen unb anberen Beobachtungsmaterials gebracht hatte, im wesentlichen im „Meteorwerk" vorliegen, wirb die Kriegsmarine in Verbindung mit der Forschungsgemeinschaft der deutschen Wissenschaft dieses große Werk nach Norden hin fortsetzen. In der Zwischenzeit hat „Meteor" die Gewässer um Island und Grönland durchforscht. Der neuen Meteor-Expedition ist bas Ziel gesetzt, die Lücke zwischen den beiden Forschungsgebieten zu schließen. „Meteor" wird zunächst im Februar in den südlichen Teil des nordatlantischen Ozeans auslaufen. Forschungsanslalt der Deutschen Reichspoft. Der Umfang des Reichspostzentralamtes in Berlin-Tempelhof, besonders der Hochfrequenz- unb Fernsehabteilung, hat in ben letzten Jahren immer mehr zugenommen. Am 1. Januar d. I. ist beshalb zur Erleichterung der Aufgabenabwicklung bie Abteilung XIII des Reichspostzentralamts als „F o r- schungsanstalt ber Deutschen Reichs- p o ft" unmittelbar bem Reichspostministerium unterstellt worben. Mit ber Leitung ber Forschungsanstalt ist Oberpostrat Dr. B a n n e i tz beauftragt worben. Neben ber Fernsehentwicklung werben auch alle übrigen wissenschaftlich-technischen Forschungsarbeiten aus bem Arbeitsgebiet ber Deutschen Reichspost, insbesondere ber Fernmeldetechnik, künftig hier einheitlich bearbeitet werben. Aus aller Welt. Oberbürgermeister Dr. Krebs Leiter des deutschen Tierschutzes. 1933 hatte Reichsminister Dr. Frick ben Ministe- rialbireftor Dr. Luttmann mit ber Führung des Reichstierschutzbundes beauftragt. Nach feiner Ernennung zum Generaldirektor ber Bayerischen Staatsbibliotheken in München hat Dr. Buttmann um Enthebung von biefem Amte gebeten. An seine Stelle hat ber Minister den Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs zum Leiter des deutschen Tierschutzes berufen. Als Sitz des neu zu bildenden Reichs-Tierschutzbundes wurde Frankfurt a. M. bestimmt. Die SA. spendet für die Angehörigen der Gebliebenen der „Welle". Der Stabschef hat im Namen der SA. der Reichs- kriegsmarine einen Betrag von 1 0 0 0 0 R M. überwiesen für die Hinterbliebenen der in mannhaftem und kameradschaftlichem Einsatz bei ben Rettungsversuchen um bie „Duhnen" ums Leben gekommenen Marineangehörigen. Rügen vom Eise blockiert. Die Eisoerhältnisse um Rügen haben sich weiterhin bebeutenb verschlechtert, bie Insel ist in der letzten Nacht vollkommen von Treibeis blockiert worden. Auch bie kleinen Inseln Greifs- roalber Die unb Ruben im Greifswalber Bodben finb burch bas Eis vom Verkehr abgeschnitten. Von Stralsunb kamen bie Regierungsdampfer „Arcona" und „Kieseritzky" nach Saßnitz, um bei Eisgefahr Hilfe zu leisten. In dem Eistrieb vor Saßnitz strandete die Hamburger Tjalk „Aliba", Kapitän Ring, bie von Süddänemark mit einer Labung Steine nach Stettin unterwegs war. Das Schiff geriet in bas Treibeis unb kam nicht mehr vorwärts. Regierungsbampfer „Kieseritzky" schleppte bas ganz vereiste Schiff in ben Hafen von Saßnitz ein. Dreister Raubüberfall in Hamburg. In Hamburg würbe eine 73jährige Frau, die ein Brotgeschäft betreibt, in ihrem Laden von drei jungen Burschen im Alter von 18 bis 21 Jahren überfallen. Einer der Burschen hatte Persil verlangt, das die alte Frau mit Hilfe einer Trittleiter von einem Regal holen mußte. In diesem Augenblick betraten die beiden anderen ben Laben, rissen die Fra» zu Boben unb würgten sie am Halse, währenb der zuerst Erschienene aus ber Labenkasse etwa 30 Mark raubte. Durch bie Hilferufe der alten Frau wäre» Vorübergehende aufmerksam geworden. Die Täter Der ne Mote OH 6, Straft01’ Die E d-r «1 I*'1500° ■ 6 $lon«t LÄ V $tltah9 »«6 « ^Die Ueberschlvem Die verheerenden 1 ftn io Staaten de- loben die Ausmaße M Jahren anyenom Knnati am Freitag 5« Ich V |- 80 000, davon am fien Sachschaden sc tzollar. Zahlreiche De Portsmouth, - ins zu 2,50 m pom Anwohner Zahlern rnberen Städten ft hebt Frankfort, mi ftre Wohnhäuser r iudi) sind von de «esamte Verkehr is Kens 15 Todes Massen haben auch «erreicht. 2900 Oefai Englisches 3 mit & ei'*‘ inen W»( achter Qfyne < S-HL ■mröe non «eist. ®fl tchVer pt’r Kn englisches Z- &n nadj Paris ah W Serri) zertr Mgzeugsührer und Wug ist dem starken OUine zweite Maschir ! land gezwungen, \ 16(0 Kilogramm 2a Aiins lodesopse Im dichtbevölkert explodierte eil ■ Nonen wurden q «letzt. fleue Brot Der Brotprei ! Monaten bereits m । ^eblldech “nt> ifo S'-ÄS'M n$t»i öö9o$erhi,. Beginn Montag, um 8* Uhr i Reichsposl. alamtes u\ %er< »chstequenz-. uni in Jahren immtt : b. I. ist debhald )wicklung die Äb> lamts als „For- scheu Reichs- rstministerium un« g der Forschung!- ineih beauftragt klung Mrden auch ischen Forschung;- et der Deutschen Meldetechnik, fünf» eben. Jett. ifer des deutschen wett-. PtUdti lvstosien. 9 öes Ätiegsmi. ^la9C5 wurde ®atfluf^in wurde beschlossen. Ni- ium kaiserlichen bie Genehmi- tkabinelts zu er- Frick den Minisle- t der Führung d e s beauftragt, eneraldirektor der München hat Dr. i diesem Amte ge- Minister den Ober; -ebs 3um Leiter ' Als Sih des neu des wurde Frank- en der Gebliebene- ,, ZA. der Reichs 10000 n®. D\„. ;n mann1 ‘1 ei ben Rieben wrte. * ö* ?.s«: ’m» KZ ä$-i. sicher F,u'jd?ili 'etzt -ä?s -ZL M'litarblattes oft« fiert- „ben siZ V» -nMn Sreifs’ "n >w I-dde» if-®£:tten. «°» ** arcon» blrf i S-S-E u ?»or 6*6 lair, "it einer La- lark ni't $a5 di-«'« tu« »rh, i jung«" -n°°" "üb-r- !1 3°dr-" riMi, ZW chß alten j later lorden- 2)16 nschaft. Forschungsreise, atlantischen Me- Mschungs- und llt25 27 aus dem ■tte hochwertigen seobachtungsmate- hen im „Meteor- narine in Serbin» hast der deutschen nach Norden hin )at „Meteor" die iland durchforscht. , das Ziel gesetzt, sorfchllngsgebieten ichft im Februar antiken Ojem Kraftwagen von einem Zuge überrannt. rter wurden erheblich verletzt. OOO Mark unterschlagen. — 2vk Jahre Zuchthaus. zu g< bi 2 ®l so 5 m 15 [«geben. Die Ueberfchwemmungskalaftrophe in USA. Oie verheerenden Ueberschwemmungen in len 10 Staaten des amerikanischen Mittelwestens lle|en von ihrem Opfer ab und versuchten zu cnt= lammen. Zwei von ihnen konnten von der Polizei ssestgenommen werden, während der dritte entkommen ist. Die alte Frau hat keine Verletzungen erlitten und kam mit dem Schrecken davon. Schreckenstat eines Familienvaters. 3n Hochheim am Main hatte der Rangierer Leo Stichel mit seiner Frau und seiner zehnjährigen lochter einen Spaziergang nach dem Main unternommen. Ohne erkennbare Ursache stürzte sich Stichel plötzlich auf seine Angehörigen und warf Frau und Kind in den Main. Stichel sprang tonn selbst ms Wasser und ertrank. Während tor ASann wnb das Kind in den Fluten unterginge , konnte die Frau das Ufer erreichen und sich retten. Die Leiche des Mannes konnte geländet iverden, nach der des Kindes wird noch geforscht. Ol Untersuchung über die Gründe der Tat ist noch acht abgeschlossen; sie dürfte auf einen Nervenzu- iFimenbrud) des Mannes zurückzuführen fein. chel war schon längere Zeit krank. Oie Große Strafkammer in Kassel verurteilte den K rl Wilke, der als Angestellter der Korbacher Kuissparkasse 15 000 Mark unterschlagen hat, crnati am Freitag einen Hochwasserstand von 21 m. s Zahl der Obdachlosen beträgt bisher etwa 10 000, davon allein 40 000 im Cincinnati-Gebiet. h 5en die Ausmaße der größten Flutkatastrophe seit 2 Jahren angenommen. Der Ohio erreichte bei Cin- Än dem beschrankten Uedergang der Halle-Hett- itäiter Eifenhahn bei Passendorf ereignete sich em jn -enschwerer Verkehrsunfall. Ein mit zwei Personen besetzter Kraftwagen durchfuhr infolge V rsägens der Bremsen die geschlossene Schranke, in rde von einem Personenzug erfaßt und mitge- icheift. Dabei wurde der Sohn des Kraftwagen- bchtzers so schwer verletzt, däß er nach kurzer Zeit st r b. der Kraftwagenführer und der Schranken- 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, 1000 Mark ldstrafe oder weiteren 20 Tagen Zuchthaus und J 3 Jahren Ehrenrechtsverlust. Der Angeklagte behauptete, daß er durch die Krankheit seiner Frau in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sei und baß er die Absicht gehabt habe, den zurückbehalte- n i Betrag bei der nächsten Gehaltszahlung zu decken, und daß er schließlich durch immer neue Bkruntreuungen versucht habe, die vorangegangenen zu ersetzen. Er sei auch in schlechte Gesellschaft gern en und habe in den Wirtschaften viel Geld aus- 2 n Sachschaden schätzt man auf mehrere Millionen Har. Zahlreiche größere Städte im Staate Ohio, öle Portsmouth, Marietta, Pomroy, sind teilweise b i zu 2,50 m vom Wasser überflutet. In der 330 000 Enwohner zählenden Stadt Louisville sowie in a deren Städten Kentuckys, darunter in der Haupt- shdt Frankfort, mußten bisher etwa 3000 Familien i e Wohnhäuser räumen. Viele Ortschaften in Kentucky sind von der Außenwelt abgeschnitten. Der gfamte Verkehr ist lahmgelegt. Bisher sind wenig- sns 15 Todesopfer zu beklagen. Die Wasfer- iriffen haben auch das Staatsgefängnis in Kentucky ereiefjt. 2900 Gefangene bedienen die Wafferpumpen. Englisches Zeitungsflugzeug im Sturm verunglückt. Ein englisches Zeitungsflugzeug, das von Croy- brn nach Paris abgeflogen war, ist in der Grafschaft Serry zertrümmert gefunden worden. Fugzeugführer und Funker waren t o t. Das Flug- zrug ist dem starken Sturm zum Opfer gefallen.— Eue zweite Maschine war zur Rückkehr nach Eng- Icnd gezwungen, nachdem sie über dem Kanal 6(0 Kilogramm Ladung abgeworfen hatte.. Fünf Todesopfer einer Explosion in Tokio. Im dichtbevölkerten Jndustriestadtteil von Tokio tr p I o b i e r t e ein Pulverlager ber Armee. Fünf ^rsonen würben getötet und drei s ch w e r v e r- l' tz t. Heue Brotpreiserhöhung in Paris. Der B r o t p r e i s in Paris, der in den letzten $tonaten bereits mehrere Male erhöht worden war. London blau, weiß und gold Von unserem tgb -Berichterstatter. ab- geschnitten werden. des Bei den brach e in den die Vier-Mil- unkelheit ge- Ehikago im Dunkeln, städtischen (Heft rizitätswerken hüllt wurde. Nur vereinzelte Lampen brennen in den Hauptverkehrsstraßen. Alle Polizeibeamten sind eingesetzt worden, um zu verhüten, daß die Unterwelt die Dunkelheit zur Begehung von Verbrechen ausnutze. Die Wasserwerke, die Feuerwehr und die Krankenhäuser werden noch für 24 Stunden mit Elektrizität versorgt. Wenn die Stadt dann die Forderung der Streikenden auf Löhner- Oie Urkunde für ehemalige Freikorpskämpfer. DNB. Der Reichs- und Preußische Minister zwischen für* ungültig erklärt worden ist, werden vom Deutschen Reichskriegerbund für die Verleihung der neuen amtlichen Urkunde ebenso bearbeitet, wie die unmittelbar. bei ihm eingegangenen und noch eingehenden Anträge Die Ausgabe der Urkunde ist in vollem Gange, ist aber in jedem Fall vom einwandfreien Nachweis der Teilnahme an Kampfhandlungen bzw. der Dauer der Freikorpsdienstzeit mittels vollgültiger amtlicher Unterlagen abhängig. Als solche amtlichen Unterlagen können gelten Militärpaß, Kriegsranglisten- bzw. Kriegsstammrollenauszug, Dienstleistungszeugnis oder bergt (gegebenenfalls in beglaubigter Abschrift). Wenn jegliche amtliche Unterlagen über bie Freikorps-Dienstzeit fehlen, so wäre die Ausstellung einer Militär-Dienstzeitbescheinigung beim Zentralnachweiseamt für Kriegerverluste und Kriegergräber, Berlin SW 68, Lindenstraße 37, unter genauer Angabe der Formation (einschl. Komp., Esk., Batt.) und der Dienstzeit, zu beantragen. Beim Zentralnachweiseamt liegen die Stammrollen der meisten Freiwilligen-Formationen der Nachkriegszeit vor. Ist in einzelnen Fällen eine Militär-Dienstzeitbescheinigung nicht mehr beschaffbar, so könnte die Teilnahme an Kampfhandlungen und die Zugehörigkeit zu einem Freikorps durch beglaubigte eidesstattliche Erklärungen mehrerer einwandfreier Zeugen nachgewiesen werden. So sehr jedem Antragsteller an der Rückgabe seiner eingesandten Militärpapiere gelegen ist, so muß doch gebeten werden, von Sonderwünschen und unnötigen Fragen Abstand zu nehmen, da hierdurch der Geschäftsgang erheblich aufgehalten wird. Die Innehaltung einer bestimmten Reihenfolge, oder die bevorzugte Abfertigung einzelner Antragsteller läßt sich nicht durchführen. Die sofortige Rückgabe von Militärpapieren kann nur erfolgen, wenn die Dringlichkeit durch Vorlage einer schriftlichen Anforderung der Wehrmachtsbehörde nachgewiesen wird. Wer sie sonst durchaus zurückhaben will, von dem muß angenommen werden, daß er auf die Ausstellung der Urkunde verzichtet. Im übrigen werden die Militärpapiere den Einsendern unaufgefordert zu gegebener Zeit zu- rüefgegeben werden. Es "liegt auf der Hand, daß die Bearbeitung und Prüfung von rund 100 000 Anträgen mit zahlreichen dons in bunten Farben prangen. Die Verwaltung der City und der Stadtrat von Westminster sind übereingekommen, die Ausschmückung der Straßen einheitlich in Blau, Weiß und Gold zu halten. Alle fünfundzwanzig Meter werden im Straßenpflaster Fahnenmasten errichtet werden, die den Rahmen für die Straßenausschmückung abgeben. Die beiden wichtigsten „shopping streets" Londons, Bond Street und Regent Street, werden sich besonders schmücken. Und zwar ist aus 160 Entwürfen von Studenten der Gesellschaft für Architektur ein Entwurf herausgegriffen worden, der eine Ausschmückung mit Blumen vorsieht, die von Fenster zu Fenster über die ganze Straße reicht. Dem privaten Ausschmückungsbedürfnis find an sich keine Grenzen gesetzt; bloß wird daraus hingewiesen, daß Himmelblau so wenig wie möglich verwandt werden solle. Für das Himmelblau sorge nämlich der Himmel selbst, was angesichts des englischen Klimas recht optimistisch erscheint. * Die wichtigsten ofiziellen Gebäude werden durch Flutlicht angestrahlt werden: der Buckingham-Palast, der St. James-Palast, der St. James- Park selbst mit feinem Teich, die Westminster-Abbey, die Nationalgalerie, der Tower und die Terrassen des Parlaments, der Big Ben, die Nelson-Säule, der Trafalgar-Square; aber auch Schloß Windsor, der Palast von Hampton-Court und die Königliche Marineschule in Greenwich. Daß die Feierlichkeiten durch Rundfunk überall verbreitet werden, versteht sich von selbst wie die Tatsache, daß Erinnerungsbäume gepflanzt werden sollen. Für letzten Zweck hat man ein besonderes Komitee geschaffen, an das sich jeder Gartenliebhaber ratsuchend wenden kann. Höhungen nicht bewilligt haben sollte, soll auch diesen lebenswichtigen Betrieben der Strom Streik aus, durch lionen-Stadt in völlige T> Innern hat nach Auflösung der Äbwicklungsstellen des Reichsbundes der Baltikum- und Freikvrps- fämpfer eine Urkunde für ehemalige Freikorpskämp- fer gestiftet, die namens und im Auftrage des Reiches von dem Bundesführer des Deutschen Reichskriegerbundes, SS.-Brigadeführer, Oberst a. D. Reinhard, Berlin W 30, Geisbergstraße 2, ausgestellt wird. Die seinerzeit bei dem aufgelösten Reichsbund der Balitkum- und Freikvrpskämpfer gestellten Anträge auf den Ausweis „Einsatz für Deutschland", ber in- wird am 4. Februar wieder um einige Centimes heraufgesetzt. Hinrichtungen in Litauen nur noch durch Gas. Das litauische Kabinett, das während der Vertagung des Sejjms ermächtigt ist,Gesetze zu erlassen, hat die Strafprvzeßvrdnung geändert. Die Todesstrafe wird in Zukunft nicht mehr wie bisher durch Erschießen, sondern durch Vergiftung mit Gas vollstreckt werden. Die Hinrichtung erfolgt in einer hermetisch abgedichteten Kammer im Zuchthaus. Das Gesetz tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft und erstreckt "sich auch auf die zur Zeit schon rechtskräftigen Todesurteile gegen zwei Raubmörder. London, Januar 1937. Geht man vom Buckingham Palace am St. James Park entlang in Richtung auj den Trafalgar Square die Mall hinunter, so sieht man links und rechts Arbeiter geschäftig am Werke, bie Zuschauer- tribünen für den Krönungszug am 12. M a i zu errichten. Immer stärker wirft die „coronation“ ihre Schatten voraus, und als ob man den allgemeinen Kummer über den Rücktritt König Eduards VIII. vergessen machen wollte, stürzen sich Publikum und Presse mit vollem Schwung in die Vorbereitungen für die Krönungsfeierlichkeiten, die ja auch geschäftlich eine nicht unbeträchtliche Bedeutung besitzen. Jetzt ist das Programm für die Krönungstage herausgekommen und man vernimmt mit Staunen, daß Großbritannien und das Empire drei Monate lang fein neues Herrscherpaar feiern wollen. Die Krönungsfamilie selbst wird zweimal im Buckingham Palace einen Hofba11 geben; außerdem einen ® artenempfang und zwei Staatsefsen. Darüber hinaus wird sie im Juli in Schottland, und zwar auf Schloß Holyrood, Hof halten, um dem schottischen Adel Gelegenheit zu geben, seine Aufwartung zu machen, Königin Elisabeth ist bekanntlich schottischer Abstammung. Heute wird an die Damen, die am Hof debütieren wollen, bereits schon die Aufforderung gerichtet, sich bis zum 1. Februar beim Hofmarschall zu melden. Der König hat eine neue Reichskrönungskommission eingesetzt, dessen Vorsitzender sein Bruder, der Herzog von Cloucester, ist und in der Ministerpräsident Baldwin und die Kommissare der Dominions in London sowie die Mitglieder des Geheimen Staatsrates vertreten sind. Von Anfang Mai an werden die Straßen Lon- Der neue 2,5 Ltr. OPEL „SUPER 6 steht zur unverbindlichen Pro befahlt bereit Bitte rufen Sie uns an Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m.bH, iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Die ftthrende naturkundliche Monatsschrift! >IMIIiIIl!IIIIIIIIllIIIIIIIi!!IIIIlIIIIIIIIIIIIIIIIlIIIIliIIIIiI!IIiI>IIMIiIMIlIlIIMllIlIllI>II«iiMIIilI»I Vornehmt GeschmackvollI Persönlich I Diese drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache Bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die BrUhPsche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er» mäßigten Grund» preis von 5 Pf. für dieMilltmeter» teile veröffentlicht Frankfurter Straße 52/56 Telephon 2847/48 „Der Naturforscher" S üü" w. Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgegeben von Oberstudienrat ör.GR.Tttin und Prof. Or. W. Schoenichen. .Oer Naturforscher' unterrichtet fortlaufend in Sild und Wort über die Ergebnisse der neueften Beobachtungen und Forschungen aus allen Gebieten der Naturwissenschaften und Technik. Gr Ist die verstünd^che, aber hochwertige naturwissenschastliche Monatsschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht aus oberflächlichen Aufputz, sondem auf Gehalt eingestellt ist. DlerteljLhrlicher Bezugspreis: 301.2.50. — Verlangen Sie kostenlos ein Probeheft. — Der Bezug kann durch jede Suchhandlung erfolgen. Hugo Bermühler Verlag/Berlin-Lichterfelde Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkausspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Unterlagen trotz Einsatz einer erheblichen AM von Arbeitskräften viele Monate erfordert. Warnung vor einer betrügerischen Spihenhcindlerin. LPD. Frankfurt a. M., 22. Jan. Eine etwa 35jährige Frau hat in den letzten Tagen in Privatwohnungen Spitzen zum Kauf angeboten mit dem Hinweis, sie komme im Auftrag der 516.» Frauenschaft. Die Spitzen seien in einem Kinderblindenheim hergestellt. Diese Angaben beruhen auf Schwindel. Die Spitzen sind billige Maschinenarbeit; der geforderte Preis steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Wert. Die Schwindlerin konnte noch nicht festgenommen werden. Um wie- tere Volksgenossen vor Schaden zu bewahren, wird gebeten, beim Auftreten der Frau Nachricht an die nächste Polzeistelle zu geben. Amt Feierabend. Sondervorstellung „Der Zarewitsch" am 3 0. Januar im Stadttheater. Am Samstag, 30. d. M., bringen wir ein drittes Mal die Operette „Der Zarewitsch" von Lehär, da die beiden ersten Vorstellungen restlos ausverkauft find und noch eine sehr starke Nachfrage nach Karten besteht. Karten zu dieser dritten Vorstellung können ab sofort auf der Kreisdienststelle abgeholt werden. 29dfer6erid)t des Reichswetterdienstes. Ausqabeort Frankfurt. Während in Osteuropa außerordentlich strenger Winter mit Frösten zwischen —15 und —30 Grad sich eingestellt hat, der sich bis in die ostdeutschen Gebiete ausdehnt, herrscht im Westen des Reiches fast frühlingshaft schönes Wetter. Mit der neu eintretenden Verstärkung der von Ost nach West gerichteten Luftdruckgefalle wird erneut kalte Festlandsluft aus Jnnerrußland in Richtung nach Deutschland hin in Bewegung gesetzt. Sie wird sich naturgemäß am stärksten in ostdeutschen Gebieten bemerkbar machen, aber auch uns fortschreitende Abkühlung bringen. Der Witterungscharakter wird wieder etwas unfreundlicher. Aussichten für Sonntag: Meist bewölkt, vereinzelte Niederschläge, bei auffrischenden Winden aus Nordosten beginnende Abkühlung. Lufttemperaturen am 22. Januar: mittags 7,7 Grad Celsius, abends 4 Grad; am 23. Januar: morgens — 0,8 Grad. Maximum 7,7 Grad, Minimum heute nacht —1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Januar: abends 0,4 Grad, am 23. Januar: morgens 0,1 Grad. — Sonnenscheindauer 0,2 Stunden. Wintersport-Nachrichten. Vogelsberg, Hoherodskopf: Heiter, — 1 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, durchbrochen, im Wall) Sportmöglichkeiten. Herchenhainer Höhe: Heiter, — 1 Grad, 18 cm Gesamtschneehöhe, durchbrochen, Sportmöglichkeiten noch gut. Rhön. Wasserkuppe: Heiter, + 2 Grad, 35 Zentimeter Gesamtschneehöhe, vereist, Ski und Rodeln möglich. Gersfeld: Heiter, —2 Grad, 15 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Ski und Rodeln möglich. Schwarzwald. Feldberg: Heiter, +2 Grad, 60 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. Alpen. Schneefernerhaus: Heiter, —1 Grad, 370 Zentimeter Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten sehr gut. DtB lur wmTER-SCHlUSS ^verkauf Jeden Kleidun9S*unsch^eheu sich jetzt erfy’ "hrerVerfügung und Auswahl siebt zu uigkeit dazu! eine überwalt.gend ^sonders Aber nur, wie 1 ’ oUe Kleidung, gute undgeschmackv ......... Frankfurt am *ain,<. Jüngerer ßaiilechiiier (evtl. Absolv. der Gewerbeschule) möglichst zum 1. 2. 1937 gesucht. 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Nach einigen Tagen werden die Listen wieder eingefordert. — Es wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorgfältige Einträge und pünktliche Bereitstellung der Listen freundlichst zu unterstützen. Nur so kann die dem Dorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit des wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Der Geschäftswelt zur Benachrichtigung, dah neben der Hausliste eine Firmenliste abgegeben wird, die den geschäftlichen Notwendigkeiten für die neue Adretzbuchausgabe eingehend Rechnung trägt. Der eigene Vorteil aller Geschäftsleute ist es, datz ste diese Sonderliste sofort und vollständig ausfüllen; sie wird gleichfalls nach einigen Tagen wieder abgeholt werden. Vereins- und Kassen - Vorstände sowie andere am Dereinswesen Beteiligte wahren die Belange ihrer Vereine durch entsprechende Einträge in die dafür vorgesehene Abteilung der Hausliste. 2270 Verschiedenes] Haushälterin Tagesoiädchen für sofort laufen. 38?D Oberhessischer Adrehbuchverlag I. 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Gedanken zur Perjonalpolitik der NSDAP. Bon dem Leiter des Gaupersonalamtes Hessen-Nassau, Walter Heyse, M.d.R. N S G. In diesen Tagen sind es zehn Jahre her, seitdem Gauleiter Sprenger den Hoch- schvigruppensührer des NSDStB. in Frankfurt a. M. Walter Heyse in die Gauleitung berief. Heyse ist Träger des Goldenen Ehrenzeichens und außerdem Reichsredner der NSDAP. Zu einer der wesentlichsten Aufgaben national- sozialistischer Aufbauarbeit gehört die Personalpolitik. Diese „Politik", Menschen zu erfassen, sie an die richtige Stelle zu setzen und dadurch jeder Arbeit die notwendige Untermauerung für die Zukunft zu geben, ist der tiefere Sinn einer solchen Funktion. Im Berufsleben, im staatlichen NSG. (Schwarz.) WU e Leben, im Wirtschaftsleben, überall finden wir Menschen und Einrichtungen, die sich mit dieser Tätigkeit befassen. Bei einer politischen Bewegung von dem Ausmaß und der verantwortungsvollen Bedeutung der NSDAP, ist diese Aufgabe eine eminent wichtige. Eine Partei, die einer ganzen Nation neuen Auftrieb gab, in einem Bolk oerlorengegangene Kräfte weckte, einen Staat errichtete, der die äußere Dokumentation einer neuen Weltanschauung sein soll, eine solche Partei mußte seit ihrem Bestehen auf die Frage des richtigen Einsatzes von Menschen, ihrer Verwendung, Beobachtung und Führung ihr Hauptaugenmerk richten. Neben ihrer Organisation und Propaganda hat die NSDAP, diese Funktion der Menschenführung und -betreuung von vornherein erkannt. Adolf Hitler hat mit der Sicherheit des genialen politischen Führers aus der kleinen Gefolgschaft der Kampfzeit die Führernaturen in seinen Reichs- und Gauleitern herausgeholt und sie an die Stellen gesetzt, an denen sie heute noch wirken. So war es wiederum eine Aufgabe der Gauleiter als Führer und Hoheitsträger in ihrem Bereich, die richtigen und geeigneten Parteigenossen an die ihnen zukommenden Posten zu stellen. In der Kampfzeit erwies sich die Richtigkeit dieser 'Personalpolitik an dem Haß und der Verfolgung der Geaner einerseits und der Gesolg- schaftstreue der Anhänger andererseits. Die Partei war bis zur Machtübernahme selbstverständlich und zwangsläufig eine Partei der Auslese, weil sich in einem Kampf gegen eine Welt von Feinden oer einzelne bewähren mußte, an der Stelle, wo er stand; die NSDAP, nach der Machtübernahme soll nach dem Wort des Führers vom Reichsparteitag 1935 ebenso bestrebt sein, die Auslese der besten Deutschen als Nationalsozialisten darzustellen. Daraus allein schon erhellt die Bedeutung jeder personalen Arbeit in der Partei! Beschränkte sich in der Kampfzeit die Bedeutung der Personalpolitik nur auf die Mitgliedschaft, so wuchs die Bedeutung mit der Uebernahme des Staates und dem Aufbau des Dritten Reiches! Das Wort des Führers — das er ebenfalls in Nürnberg sprach —, daß d i e Partei dem Staate befehle, erweitert die Personalarbeit der Partei und damit des Gauleiters in unerhörtem Maße. Allein die Verantwortung nach der Machtübernahme sowie im Aufbau von heute, daß an maßgebliche und verantwortliche Stellen wirkliche Nationalsozialisten kommen, ist ein Ausschnitt aus dieser Arbeit! Innerhalb der Grenzen der Partei, aller ihrer Gliederungen, der angeschlossenen und betreuten Verbände ist der direkte Wirkungsbereich der Personalpolitik der NSDAP., darüber hinaus jedoch die Einflußnahme und Beobachtung .aller Vorgänge, die einen nationalsozialistischen Aufbau in Gegenwart und Zukunft garantieren sollen. Konnte in den ersten Jahren, nach der Neugründung der NSDAP., der Gauleiter aus dem Kreise der kleinen Mitgliedschaft, von denen er fast jeden persönlich kannte — denn es war eine „Familie", diese alte Garde der Partei! — s i ch selb st nach eigenem Urteil die heraus holen, die er brauchte, so mußte mit dem Wachsen der Bewegung diese Funktion im Rahmen einer Dienststelle betreut und verwaltet werden, natürlich unter der besonderen Pflege und Verantwortlichkeit des Ho- heitsträyers! Ebenso war es mit allen anderen lebenswichtigen Funktionen der Bewegung, ob sie Propaganda, Organisation, Presse oder Schulung hießen. War es nicht in der Anfangszeit so, daß jeder aktive Parteigenosse mehrere Arbeiten verrichtete, SA.-Mann, Propagandist und Organisator in einer Person war, Redner und „Politischer Leiter" im heutigen Sinne zu gleicher Zeit war? Wie gern und oft spricht auch unser Gauleiter Sprenger von den Zeiten, in denen sich die „Gauleitung" und die Anfänge ihrer Aemter von heute in seiner Wohnung befanden, ein Füllfederhalter, eine kleine Schreibmaschine, ein Abziehapparat und einige Vordruckformulare so ungefähr die einzigen bürokratischen Instrumente seiner Arbeit im Rhein-Main-Gebiet! In diesen Zeiten war „Personalamt" und „Personalpolitik" weiter nichts als der richtige Blick, geeignete Mitarbeiter zu finden, überall Kämpfer und Aktivistennaturen herauszufinden, ihnen die eigene Anschauung, Erfahrung und Aktivität mitzuteilen. Menschenkenntnis und Lebenserfahrung brachten uns die Gegner und die Widerstände in einem Maße, das heute noch die instinktive Sicherheit des alten Nazis in allen seinen Handlungen und Beurteilungen ausmacht. Menschenführung und Menschenbetreuung hat der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley als die Kernpunkte der politischen Arbeit im allgemeinen und der personellen im besonderen immer wieder her- ausgestelt, und so ist es zu verstehen, wenn er die richtige Personalpolitik als die wichtigste Arbeit des Hoheitsträgers und das Personalamt der Partei als das „Herz der Bewegung" bezeichnete! Deshalb erfreut sich auch das Personalamt eines Gaues der besonderen Fürsorge des Gauleiters. Er als Hoheitsträger ist verantwortlich für die personelle Politik der Partei, soweit chr Einfluß reicht, und es gibt keinen Vorgang auf diesem Gebiete, der ihn ntcht interessiet. Der Personalamtsleiter ist somit der Sachbearbeiter und Treuhänder des Gauleiters dafür, daß aus der Fülle der anfallenden Arbeiten gerade diese Dinge mit besonderer Sorgfalt und Sachkenntnis an ihn herangetragen werden. Ebenso wie — positiv gesehen — die Bedeutung der Partei unwiderstehlich stark ausstrahlt, wenn — oben wie unten — der richtige Mann am richtigen Platz sitzt, die Führerfähigketten des einzelnen in der Gemeinschaft sich auswirken und er willige Nachfolger, auch bei den Nichtparteigenossen, ohne Zwang, findet, so kann falsche Personalpolitik die entsprechenden Folgen haben! Daß nationalsozialistische Personalpolitik in dieser Bedeutung eine Verwaltungsorganisation von besonderem Ausmaß und größter Verantwortlichkeit erfordert, liegt auf der Hand. Ich unterscheide deshalb die Personalpolitik von der Personaloerwaltun g. Letztere ist die notwendige Voraussetzung, auf der erst die Personalpolitik aufbaut! Der Aufbau des Gaupersonalamtes Hessen-Nassau stellt sich in folgenden planmäßigen Dienststellen dar: 1. Hauptstelle: „Geschäftsführung." 2. Hauptstelle: „Bearbeitung politischer Fragen der Politischen Leiter und Führerinnen der Frauenschaft". 3. Hauptstelle: „Bearbeitung politischer Fragen der Walter, Warte und Obmänner der angeschlossenen Verbände". 4. Hauptstelle: „Führernachwuchs der Partei". Zu diesen ebengenannten Hauptstellen des Gaupersonalamtes gehören noch einige vom Gauleiter für ihren besonderen Zweck eingerichtete Dienststellen: a) Die „Hauptstelle für Behördenfra- g e n", die als Verbindungsstelle zum Gauamt für Beamte in Sonderheit die politischen Begutachtungen für Beamte im Sinne der Anordnung des Stellvertreters des Führers bearbeitet, eine Arbeit von ganz besonderer Bedeutung und Verantwortlichkeit! b) die „Stelle für Behördenfragen im Gebiet Hesse n", deren Leiter gleichzeitig Personalchef der Hessischen Landesregierung ist. c) Die „S o n d e r k a r t e i" in der Hauptstelle „Führernachwuch s". Hier werden alle Parteigenossen gesammelt, die dem Gauleiter zu gegebener Veranlassung vorgeschlagen werden können für Stellen in Partei, Staat und Wirtschaft. Die Sichtung dieser Kräfte geschieht unter Mitwirkung sämtlicher Amtsleiter und Hoheitsträger in Verbindung auch mit den Personalstellen der Gliederungen. Alle notwendigen Nachprüfungen, die Einreichung der Unterlagen, persönliche Vorstellungen, Begutachtungen, Heran- Ziehung zur zeitweisen Dienstleistung in der Gauleitung oder in einer Kreisleitung, Vorschläge zur zeitweisen Dienstleistung in der Reichsleitung u. a. m. gehören hierher. Hier soll nach dem Willen des Gauleiters das stete Reservoir der fähigsten und erprobtesten Kräfte fein und immer wieder aufgefüllt werden! Gerade diese Arbeit in Verbindung ikuuj uijiri- «Urquell * • mit der Sichtung des Führernachwuchses für die Partei ist zukunftswichtig in ganz besonderem Maße! Es werden auch keine Mittel und Mühen gescheut, um die Sichtung dieser Kräfte zu betreiben (Parteischulen, Schulungsburgen und die Ordensburgen). Hier wird insbesondere die Musterung und Ueberwachung der Führeranwärter für die Ordensburgen ebenso wie die Bearbeitung ihrer persönlichen Angelegenheiten in enger Verbindung mit dem Amt Führernachwuchs der Reichsorganisationsleitung durchgeführt. Eine besondere Fühlung mit dem Gauschulungsamt, das die besten Schüler aus den Lehrgängen zuweist, ist dadurch bedingt und selbstverständlich. d) Einem Hauptstellenleiter unterstehen weiterhin die „B e t r e u um g s st e l l e n für d ie alten Kämpfer mit der Mitgliedsnummer * 100 bis 300 000". Ebenso ist die Dienststelle des Gausach- Mussolini aus Skiern. M In der Nähe von Rom, auf dem Terminillo, erholte sich Mussolini beim Skilauf mit seinem Sohn Romano. — (Associated-Preß-M.) Gießener Gtadttheater. Georg Turner: „Wasser für Canitoga." Dieses Stück von Georg Turner — der Name ist unseres Wissens ein Pseudonym — beweist, was seine bisherigen Erfolge durchaus erklärt, einen gefunden Instinkt für theatralische Wirkungen und Möglichkeiten. Zwar handelt es sich zunächst um ein technisches Problem, das an sich auf dem Theater nicht besonders interessieren würde, aber hinter dem technischen Problem verbergen sich menschliche Zusammenhänge, die Zug um Zug ans Licht kommen, und menschliche Spannungen, die sich bis zur letzten Folgerung verdichten. * Es handelt sich um bin Bau einer Wasserleitung für die kanadische Stadt Canitoga, die aus Mangel an brauchbarem Trinkwasser vom Typhus bedroht ist. Das Werk im winterlichen Gebirge ist bis auf den letzten gefährlichsten Abschnitt gelungen; kurz vor der Vollendung macht ein Brückenbau erhebliche Schwierigkeiten, und wenn die Schneeschmelze kommt, ehe die Brücke steht, ist es zu spät: dann reißt das Hochwasser alles zusammen. Außerdem wird die Arbeit offenkundig sabotiert. Bis jetzt tranken sie in Canitoga aus Ängst vor dem Typhus lieber Bier statt Wasser; je näher die Wasserleitung an die Stadt heranrückt, um so mehr fallen die Bier-Aktien: man merkt, wer an der Sabotage ' interessiert ist. Der leitende Ingenieur hat seinen besten Mitarbeiter in einem alten Kriegskameraden gesunden, der ihm im Kriege an der Somme das Leben gerettet hat. Dieser ehemalige Hauptmann, Oliver, ist ein begabter Ingenieur, der die entscheidende Lösung des Problems findet, aber ein menschliches Wrack, eine jener Naturen, die sich nach Friedensschluß nicht mehr zurechtfanden, heruntergekommen, verwahrlost, zynisch und verbittert, nur noch durch Alkohol aufrechtgeyalten; übrigens nicht ohne Erfahrung in so schwierigen Situationen wie hier beim Brückenbau für Canitoga: er hat schon einen ähnlichen Sabotageakt erlebt und einen der Saboteure kurzerhand über den Haufen geschossen Dessen Witwe nun — wie der Zufall so spielt — wird von der gleichen Gesellschaft hier als Kantinenwirtin beschäftigt, und sie macht sich an den Konstrukteur heran ohne zu ahnen, wer sich unter dessen falschem Namen verbirgt. Ihm liegt nichts an ihr, die ihn liebt, er nützt aber die Chance aus, um den treibenden Kräften der Sabotage auf die Spur zu kommen, ist auch auf der richtigen Fährte. Er liebt seinerseits die Sekretärin, die mit dem Chefingenieur schon verlobt ist, aber nicht mitansehen kann, wie Oliver sich zugrunde richtet. Die Kantinenwirtin, enttäuscht und eifersüchtig, hetzt, als sie gewahr wird, wer Oliver wirklich ist, und wie es um ihn bestellt ist, die Belegschaft gegen ihn und telephoniert nach der Polizei. Als die Brücke glücklich steht und der Sieg über das technische Problem und über den Typhus entschieden scheint, so daß man mit einem Bankett, zu dem Regierung und Presse geladen sind, das vollendete Werk feiern kann, kommt im letzten Augenblick die Alarmnachricht von einem neuen Sabotageakt. Diesmal steht alles auf dem Spiel; nur entschlossener, persönlicher Einsatz an der bedrohten Stelle unter schwerer Lebensgefahr kann noch helfen. Die Belegschaft weigert sich, der Chefingenieur will gehen, da schlägt ihn Oliver kurzerhand nieder und geht selbst. * Es gelingt ihm auch, er rettet das Werk; aber diese Tat mar zuviel für sein ohnehin geschwächtes Herz. Oliver kann noch beim Bankett verspätete und verdiente Ehrungen entgegennehmen, aber man sieht schon, daß es mit ihm zu Ende geht. Und kaum sind die Ehrengäste aufgebrochen, da erscheint die von der Kantinenwirtin alarmierte Polizei. Alles schweigt und sucht Oliver zu decken, und selbst die enttäuschte Wirtin kann im entscheidenden Augenblick Oliver, den sie ja dennoch hebt, nicht preisgeb en: sie weist die Polizei zu dem inzwischen verhafteten Bauführer, der wegen seiner nahen Beziehungen zum Braugewerbe den Anschlag gegen die Brücke und den verhaßten Oliver versucht hat. Oliver aber, der das Werk, das vieles wiedergutmacht und seinem entgleisten Leben noch einmal einen Sinn gab, nun ungefährdet und vollendet sieht, sinkt nach einem ausflackernden, fiebrigen Delirium dem alten Frontkameraden entseelt in die Arme. Man sieht: ein Stück, das von Handlung, Konflikten und Spannungen strotzt, ein richtiges Theaterstück (dessen Schlagkraft durch Kürzung des letzten Aktes noch gewinnen würde) — ohne Zweifel mit Instinkt für unmittelbar-handfeste Wirkungen angelegt und aufgebaut. Es wird interessant sein, zu beobachten, mit welchen Mitteln, auf welchen Wegen und zu welchen Zielen sich diese Begabung Turners in Zukunft entwickelt. Herr Neuhaus, der das Stück in Szene fetzte, sah sich vor eine dankbare Aufgabe gestellt und hat die ihm reichlich gebotenen theatralischen Möglichkeiten vollauf ausgenutzt. Der Bau dieser Wasserleitung interessierte die Leute offensichtlich, wenn auch wohl weniger um des technischen Problems und um des idealen Zieles willen, das hier verfolgt wurde, als um der unmittelbaren Aktion willen, des Spieles von Kräften und Gegenkräften, das sich da vor aller Augen entspann. Herrn L ö f f- l e r s Raumbilder zeugten von feiner Einfühlung in die uns ferne oder nur literarisch gelegentlich etwas vertraut gewordene Welt, vielmehr Weltabgeschiedenheit im winterlichen kanadischen Gebirge. * Herr von Gschmeidler gab als Oliver eine fesselnde Leistung: so wird sich Turner seinen Helden vorgestellt haben, als ein entwurzeltes, entgleistes Genie, mit guten Anlagen, aber verkommen und verbittert, alkoholisiert, zynisch und selbstironisch, doch bis zuletzt einem echten Gefühl zugänglich und im entscheidenden Augenblick noch Manns genug, sich auf ein fernes Soldatentum zu besinnen, in die Bresche zu springen, ein Opfer zu bringen, eine gute Tat zu tun. Neben ihm Herr Kühne als Chefingenieur, ruhiger und weicher, gepflegter und besonnener, stets die ideale Aufgabe vor Augen, innerlich sauber und voll Vertrauen zu denen, die neben ihm und mit ihm arbeiten. Fräulein Birkmann als die Sekretärin Winnifred, eine gute, verläßliche Kameradin, sympathisch, anständig, voller Verständnis für die gemeinsame Arbeit und auch für Oliver, dessen Schicksal sie ahnt, und an dessen menschlichen Wert sie unerschütterlich glaubt Frau Stirl gab die zweifelhafte, schillernde Existenz der Kantinenwirtin Dorothy nicht ohne leien Humor, auch nicht ohne. Einfühlung in die um- pringende, unberechenbare Psychologie dieser Ge- talt, die manchmal geradezu aus einer amerikani- chen story genommen zu sein schien. Vom übrigen Ensemble seien noch die Herren Schorn und Geißler mit gut und lebendig charakterisierten Gestalten genannt. Der klare Erfolg bekundete sich in lebhaftem Beifall. Hans Thyriot. Enträtselung einer altmexikanischen Bilderschrift. Eine überaus seltsame Bilderhandschrift wurde im Jahre 1519 von den Abgesandten des rnexika» nischen Kaisers Montezuma II. dem Sieger der Schlacht von Tabasco, Ferdinand Cortez, als Gastgeschenk überreicht, und dieser gab sie in Spanien dem Kaiser Karl V. Später wurde sie nach Wien gebracht, wo sie in der Nationalbibliothek als eine wertvolle Seltenheit aufbewahrt wurde, die aber bisher nicht enträtselt werden konnte. Jetzt ist es nun, wie die Leipziger „Jllustrirte Zeitung" be- richtet, Prof. Röck, dem Direktor des Museums für Völkerkunde in Wien, nach jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit gelungen, das Manuskript zu entziffern. Es handelt sich bei dieser Handschrift um einen astronomischen Text. Ein schreitendes, schräg und bunt gestreiftes Rechteck bedeutet zum Beispiel Licht; dabei entsprechen die verwendeten Farben den sinnbildlichen Farben der Himmelsrichtungen. Eine Schwierigkeit bestand darin, daß die einzelnen bildlichen Darstellungen zunächst in Worte umgedeutet werden mußten, zugleich aber Zahlenver- hältnissen in chiffrierter Form entsprechen. Dabei enthalten diese Zahlenverhältnisse die merkwürdigen Kalenderberechnungen der alten Mexikaner. Es war auch herauszufinden, in welcher Richtung die Bilderbogen zu lesen sind. Alle diese Probleme waren nach sieben Jahren geklärt, und es zeigte sich, daß ein altes wissenschaftliches Bilderbuch v'orlag, das wahrscheinlich für Priester bestimmt war. Die Verfasser des Manuskripts waren, wie aus dem Inhalt hervorgeht, Anhänger des Gottes Ouetzalcoutl und hatten einen Erlösungsglauben, der dem des Christentums verwandt war. Menschenopfer kannten sie nicht. Der mexikanische Kalender selbst beruhte auf sehr genauen, astronomischen Berechnungen. Aus der Handschrift geht hervor, daß die alten Mexikaner neben dem Mondjahr ein zweites Jahr kannten, das sich nach der Wiederkehr der Venus-Konstellationen richtete. Sie konnten auch Sonnen- und Mondfinsternisse berechnen und reihten Schalttage in den Kalender ein. Dagegen findet sich in der ganzen Handschrift kein Hinweis auf Astrologie. Aus dem Text der Handschrift gebt hervor, daß die astronomischen Kenntnisse minve- ftens 1200 Jahre alt sein müssen; sie läßt also die hohe Kultur der alten Mexikaner in neuem Lichte erscheinen. vearbeiters der „Alten Garde" (Nr. 1 bis 100 000) organisatorisch dem Personalamt angeschlossen. Selbstverständlich gehören zum Personalamt noch die Stellen, welche die, aus der Natur des Amtes erklärliche, sehr starke Aktenregistratur, Namenskartei und gebietlich gegliederte Stellenbesetzungskartei, sowie den gesamten Schriftverkehr bearbeiten. So sehr wie die Partei als eine kämpfende Bewegung sich hüten muß, ein bürokratischer „Apparat" zu werden, hinter deren Schaltern die eisige „Amtsmiene" droht, so verständlich ist aber auch, daß die nun einmal notwendige Sorgfalt in der Geschäftsführung gewährleistet ist. Ideal soll uns immer sein in der Verwaltungsarbeit eines Parteiamtes die glückliche Verbindung kämpferischer soldatischer Haltung mit den besten Eigenschaften und Erfahrungen preußisch-deutschen Beamtentums. Die dauernde lebendige Ver- Kaiserreich Eine Buchbesprechung. — Ruppert Recking : E i n Kaiserreich auf Aktien. (Ein Journalist erzählt, Band II.) Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart. Preis 7,50 Mk. — (540) — Recking, damals ein junger deutscher Journalist Mitte der Zwanzig, setzt die Schilderung der Erlebnisse auf seiner Reise fort, die ihn im Auftrage des berühmten amerikanischen Zeitungskönigs Gordon Bennett, Verlegers des „New York Herald", 1898 an die Seite Slatin Paschas in der Schlacht bei Omdurman gegen die Mahdisten .geführt hatte und ihn dann wenig später Zeuge 'werden ließ des „Zwischenfalls" von Faschoda am oberen Nil, wo der französische Major Marchand vor dem Machtspruch Kitcheners zurückweichen mußte und den Rückzug durch Abessinien an die Küste antrat. Recking zieht unerschrocken und unternehmungslustig auf eigene Faust durch den Bahr el Ghasal nach Südosten. Es ist die Zeit der Aufteilung Afrikas unter die Mächte. Vertreter aller Nationen, Franzosen, Engländer, Belgier, Deutsche, Italiener, aber auch Schweizer und sogar Russen streiten um diesen letzten Teil Jnnerafrikas, der zwischen dem Kongostaat und Abessinien, zwischen Französisch-Aequatorial-Afrika, dem Sudan und Britisch-Ostafrika noch der Unterwerfung unter einen europäischen Herrn wartet, eifersüchtig beobachtet von den Kolonialpolitikern aller Länder, aber bis dahin noch so recht das Gebiet für kühne und rücksichtslose Abenteurer, für Geschäftsleute großen Stils, denen die Eifersucht der Kolonialmächte erlaubt, ihre eigene Politik zu treiben. So einen trifft Recking denn auch in dem arabischen Elfenbein- Händler Z o b e r B e y , der sich allerdings bei näherer Bekanntschaft als deutscher Landsmann aus der Oberpfalz entpuppt, der als Heidelberger Student nach Jnnerafrika ausgerückt ist und sich hier durch eigene Tatkraft und Kühnheit ein Reich von der Größe Deutschlands, von kaum vorstellbarer Ueppig- keit an Naturfrüchten, Bodenschätzen und Wildreichtum aufgebaut hat, das er an der Spitze einer Truppe ausgesuchter Soldaten und Jäger als unabhängiger Herr durchstreift, umworben und geachtet von den angrenzenden Kolonialmächten, die seine Bundesgenossenschaft suchen. Es ist ein geradezu phantastisches Märchenbild aus unseren Knabentagen, was sich den Augen Reckings hier mitten im afrikanischen Urwald zwischen Nil und Rudolfsee bietet, aber es wird hochpolitische Wirklichkeit, als dieser Zober Bey ihn in seine geheimsten Pläne einweiht, die auf eine Beteiligung an der Erschließung des soeben von einem abessinischen Großen, dem Ras Walde Giorgis, eroberten Kaiserreiches Kaffa abzielen, des gerade jetzt von italienischen Truppen besetzten West-Abessinien. Recking schlägt sich in einem abenteuerlichen Marsch zum Rudolfsee durch und nimmt in Anderatscha Fühlung mit dem Ras, den ein Gewimmel von Franzosen, Griechen und Russen, Soldaten, Jnge- bindung mit Partei und Volk draußen im Gau erhält uns beweglich und immun gegen die Gefahr einer Verbürokratisierung oder einer Verkapselung in einer „höheren" Atmosphäre. Hierin ist uns unser Gauleiter selbst Vorbild im Alltag des Dienstes! — So soll das, was im Rahmen des zur Verfügung stehenden Raumes über die Arbeit und Bedeutung des Personalamtes gesagt werden konnte, einen kleinen Ausschnitt geben aus dem Frontabschnitt Hessen-Nassau der NSDAP., der seit seinem Bestehen immer stolz war, seinen Teil im Aufbau und in der Fortentwicklung der Partei geleistet zu haben. Die Partei wird im Rhein-Main-Gebiet, gerade auch im kommenden Zeitabschnitt des zweiten Vierjahresplanes, ihr berechtigstes Primat im Leben des Volkes beweisen und den Motor, unserer Kräfteentwicklung darstellen! — — auf Aktien. nieuren, Kaufleuten umgibt, von denen ein jeder seine persönlichen Pläne verfolgt. Eine besonders interessante Figur ist der russische Abenteurer L e o n - tieff, Graf von eigenen Gnaden, der mit seiner Phantasie sogar den Petersburger Hof in Bewegung gesetzt hat und nun hier in Abessinien eine undurchsichtige Rolle spielt. Die Verhandlungen mit Walde Giorgis lassen sich nach vielen Intrigen und Querschüssen Leontieffs gut an und Recking zieht im Gefolge des Ras nach Addis Abeba, um dort Marchands Empfang am Hofe des großen Kaisers Menelik beizuwohnen. In Massaua trifft er dann wieder an Bord der Luxusjacht seines Chefs mit durchaus gemischten Gefühlen auf die überfeinerte Zivilisation des Abendlandes. Die politischen und wirtschaftlichen Projekte, um die es sich damals, also gut ein Menschenalter vor der italienischen Eroberung und dem neuen Versuch einer Erschließung des Landes, gehandelt hat, waren das Interesse wert, das sie vor allem bei dem stets unternehmungslustigen Belgierkönig Leopold, aber auch bei den Franzosen und Russen gefunden haben. Kaffa, das Reich des märchenhaften Kaiser-Gottes von Kusch, die Heimat des Kaffees, der erst von hier nach Arabien gekommen ist, im Gegensatz zum eigentlichen Abessinien ein ausgesprochenes Bauernland, mußte nach den fast überschwenglichen Schilderungen Reckings die Einführung moderner landwirtschaftlicher Betriebsmethoden nicht minder lohnen, wie die Erschließung seiner reichen Bodenschätze aller Arten. Aber der Machtspruch Englands verhinderte das Zustandekommen des' Projektes, weil es als Verbindungsbrücke zwischen Sudan und Britisch-Ostafrika (Kenya) das Land zwischen Nil und Rudolfsee für sich beanspruchte und nicht von Belgiern und Franzosen in die Zange genommen werden wollte. Erst in unseren Tagen soll Kaffa nun im Zeichen der italienischen Eroberung auch wirtschaftlich wieder an Bedeutung gewinnen. Vieles was Recking über die Natur Abessiniens und den Charakter seiner amharischen Herrenschicht sagt, hat sich bei dem Feldzug der Italiener bestätigt, aber man darf nicht vergessen, daß Reckings Schilderungen auf eine Epoche zurückqehen, die als Blütezeit des äthiopischen Kaiserreichs unter dem großen Menelik angesprochen werden muß. Nach dessen Täde muß das zukunftsreiche Land nach dem Zeugnis Zechlins, der zehn Jahre nach Reckings Besuch deutscher Geschäftsträger in Addis Abeba gewesen ist, wieder schnell in seine alten Stammesfehden und seinen wirtschaftlichen Schlendrian zurückgefallen sein. So ist die ungemein fesselnde Schilderung Reckings auch höchst aufschlußreich im Hinblick auf die eben beschlossene deutsch-italienische Gemeinschaftsarbeit zur Erschließung Aethiopiens, war doch das „Kaiserreich auf Aktien" gleichsam ein früher Vorläufer der kolonialwirtschaftlichen Pläne des jetzigen Besitzers. Friedrich W. Lange. Als „Bleibende" in Insulinde Von unserem E.M.-Korrespondenten. Soerabaja (Insel Java), Dezember 1936. Es wurde schon verdächtig kühl, als wir uns endlich entschlossen, den kühlen Poedjon-Paß zu verlassen, um wieder in die heiße Ebene um Soerabaja hinabzusteigen. Bereits vierhundert Meter weiter unten blitzten die Scheinwerfer unseres Autos auf. Tiefe Tropennacht umfing uns. Der Mond stand in seiner waagerechten Lage „gleich einer Älberbarke" am Himmel, wie es im chinesischen Urtext einer bekannten Sinfonie heißt. Von den am Wege liegenden „Desas", Dörfern, stieg der wohlriechende Rauch tropischer Hölzer zu uns herüber. Für alle war es wieder einer der so vielen Augenblicke, in denen der unbändige Wunsch auf- stieg in diesem Märchenland, in Jnsulinde — ein zärtliches Wort, das wie süße Hoffnung- klingt — zu bleiben. Rings herum, an den Vulkanen Goenoeng Kawi, Ardjoeno, Andjasmara, Penang- goenang und später des fernen Tenggergebirges, schienen die Abhänge mit Perlenketten von Lichtern übersät zu sein. Dort liegen die Orte Batoe, Selekta, Prigen und Tretts. Ohne eine Frage zu stellen, zeigte ich auf die tiefschwarzen Kegelspitzen der Berge. „Blijvers" tönte es mir wortkarg entgegen. „Bleibend e" übersetzte ich das Wort in Gedanken und rüttelte damit an einem akuten, tiefen Problem. Ich wußte, daß alle jene Lichter aus Häusern stammten, deren Besitzer ihr Leben in den Tropen beschließen, nicht ^urückgingen in ein Land, das sie einstmals hinausschickte. In dieser Tropennacht wirkten die Lichter wie Totenkerzen. Warum? Nun, man kann so ohne weiteres keine allgemeine Erklärung dafür abgeben. Allenfalls darf man sagen, daß die Zeit, in der Java nur einen Lebensabschnitt bedeutete, der zwischen fertiger Berufsausbildung und dem Alter lag, vorbei ist. Heute gibt es nur noch wenige Menschen, von denen Reiseschriftsteller früher gerne sprachen, die in ein bis zwei Jahrzehnten Geld genug rafften, um in Europa ein langes Rentnerleben zu führen. Die meisten Europäer haben nun auch hier bis an die Grenze ihres Alters hart zu arbeiten, ehe sie sich über ihre letzten Lebensjahre klar werden können. Gerade bei diesen taucht heute häufig die Ueber- legung auf, ob es nicht besser ist, die bescheidene Rente in Java selbst zu verzehren. Sie folgen damit unbewußt jenen Soldaten, die mit ihren siebzig Gulden Pension schon seit Jahrzehnten auf Europa verzichtet haben. Hinzu kommt noch, daß diese Europäer sogar von aus Holland zurück- kehrenden Rentnern hören. So bauen sich dann viele dort oben im Gebirge ihr Häuschen, nennen es „meine Liebste", „Paradies" und was sie sonst noch an Namen erdacht haben. Der umliegende Garten gleicht einem Blumenmeer und das Leben ist billig. Für das Huhn zahlt man fünfundreißig Pfennig. Das Ein kostet dreieinhalb, Reis fünf, Kaffee dreißig, für eine Woche Gemüse stellenweise zwanzig Pfennig. Leinenanzüge find billig, Seide noch billiger, für Winterheizung braucht niemand zu sorgen und die besten Schulen gibt es an jedem größeren Platz. Ja, aber das geistige Leben, höre ich immer wieder einwenden. Nun, damit wird in Europa gerne posiert. Gewiß hat man dort diese Dinge unmittelbar vor der Tür, aber, Hand aufs Herz, wieviele machen davon Gebrauch? Die, denen es damit Ernst ist, haben auch hier alles nach ihrer Einstellung. In den größeren Plätzen auf Java, und die sind meist in höchstens einer Stunde zu erreichen, gibt es fast monatlich große Konzerte berühmter europäischer Künstler; Filme erscheinen hier früher als in vielen mittleren deutschen Städten, zweimal im Jahr gibt es Pferderennen, hervorragende Tanzkapellen sorgen für leichte Unterhaltung, Radio findet man überall, Grammophon auch, die Buchgeschäfte find mindestens ebenso mit der Auswahl an Weltliteratur versorgt wie die besten bei uns, die Schwimmbäder prachtvoller als in den elegantesten Bädern Europas, und wo gäbe es eine schönere Natur als hier?! „Nur manchmal träume ich davon, daß in meinem Hause ein Kaminfeuer brennt, eiskalter Wind und Schneeböen um meine Fenster wehen", gestand mir der bekannteste, seit zweiundvierzig Jahren in Indien lebende Journalist Javas. „Aber", so fügte er gleich hinzu, „wo habe ich dagegen in Europa ein solches Haus, wo ein solch liebenswertes und heiteres Volk?!" Ja, und derjenige, der auch noch mit sechzig Jahren eigene Werte schaffen will, hat Zeit und Gelegenheit genug, eine Kultur zu ergründen oder vielen Berufenen dabei zu helfen; eine Kultur, die seltsam abgeklärte Werte hinterlassen hat, und die man in Europa, selbst in vielen Gelehrtenkreisen, noch immer achselzuckend mit Hinduismus abtut, ohne sich die Mühe zu geben, eine abgeleierte Theorie ernstlich zu verbessern. Ist es denn nicht entsetzlich auf die Familie in der Heimat zu verzichten, auf seine Freunde? Ich will den Menschen, die dieses einwenden, nicht die zahlreichen Europäer entgegenhalten, die enttäuscht zurückkamen, weil schließlich ein Menschenleben die Jugendverbindungen vergessen macht. Ich will ihnen nur sagen, daß es hier schon Unzählige gibt, die in Indien geboren und in Holland fremd wie in jedem anderen Lande find, echte Kreolen, wenn man das Wort gebrauchen darf, das häufig auch Gebildete in Europa falsch verstehen, und das nur die Bezeichnung für reinrassige Weiße ist, die in tropischen Ländern geboren sind. Dann bedeutet also Heimat nichts? Oh doch, denn Java ist für sie die Heimat, die sie leidenschaftlich lieben und ebenso fanatisch verteidigen werden. Und was das Nationalbewußtsein anbelangt, so habe ich in Holland niemals so patriotisches Denken bei allen gesunden wie hier. Das große Band für den weißen Javaner ist das Königshaus. Man muß die Begeisterung der Menschen hier am Geburtstag der Königin und vor allem am Tage der Verlobung der Kronprinzessin mit erlebt haben, um das zu begreifen. Dieses Nationalbewußtsein war vorbildlich. Die Blijvers wissen heute vielleicht selbst noch nicht, was sie für das kommende Java einmal gewesen sein werden. Je mehr ich diesmal von dem L'noe 'ehe, desto mehr glaube ich, daß sie später als Vorkämpfer eines holländischen D o m i n i u m s vezeichnet werden. Mit ihnen wächst eine bodenverwurzelte weiße Bevölkerung heran, die sich zwangsläufig mit dem Stammes- land auseinandersetzen muß, wo viele Menschen heute noch mit gerümpfter Nase von Kolonie jprechen. Ob er unvermeidlich wird, hängt vom Mutterland selbst ab. Zwar ist die Verwaltung schon stark autonom, aber die Wirtschaftsstruktur drängt auf eine radikale Umänderung. Solange noch alle Beamten von Europa kommen und dorthin mit Pension wieder zurückgehen, solange es kein javanisches Kapital gibt, die Renten nach Holland gehen, das Kapital jederzeit abgezogen werden kann, der Handel von Amsterdam oder Rotterdam diktiert ist und Java nun fast mit eigenem Gelde seine Verteidigung bezahlen muß, gibt es Differenzen genug. Es sind gerade die Blijvers, die in der letzten Zeit offene Wünsche nach Holland senden. Dort nimmt man das noch nicht ernst genug. Man glaubt mit fünfundzwanzig Millionen Gulden Unterstützung seine Verbundenheit zu bezeugen, und oer- aißt, daß es um mehr geht. Die Nachkommenschaft jener Menschen in den Bergen wird einmal ihr Schicksal selbst bestimmen wollen und nicht zulassen, daß Karrieren nur von Zugewanderten, und sei es auch aus Holland, gemacht werden können. „Vielleicht find jene da oben trotzdem bessere Bürgen für Hollands Zukunft als wir", schloß ein alter Tropenmann, der demnächst zurückgeht, meine Gedanken ab. Hat Amerika wieder Hoffnung? Von Dr. Friedrich Sohn. X. König Baumwolle. Ein bekannter amerikanischer Wirtschaftsgeograph, I. Russell Smith, erzählt in einem seiner Bücher eine lustige Geschichte: Ein Züchter aus dem Norden hatte auf einer landwirtschaftlichen Ausstellung im Süden Schweine seiner hochentwickelten Zucht ausgestellt. Zu seiner Überraschung wurden aber nicht seine Tiere, sondern primitive Landschweine, die sogenannten „Razor backs“, prämiiert, die im Typ dem Wildschwein recht nahestehen. Als sich der verwunderte Aussteller nach den Grundlagen der Beurteilung erkundigte, sagte man ihm, daß seine Schweine für den Norden wohl geeignet sein möchten, nicht aber für den Süden. „Bei uns müssen die Schweine schneller laufen können als die Neger, weil die Tiere sonst bald nicht mehr da sind", bemerkte schmunzelnd ein erfahrener Landwirt aus der Gegend. Diese kleine Begebenheit zeigt deutlicher als alle langen Erörterungen, daß der Süden wegen der st arten Negerbevölkerung seine ganz besonderen Probleme hat und daß man daher hier nicht die Maßstäbe anlegen darf, die für den Norden Gültigkeit haben. Im amerikanischen Süden beherrscht in der Landwirtschaft, die trotz der starken Industrialisierung den Vorrang behalten hat und wohl auch behalten wird, die Baumwolle das Feld. Alle anderen Erzeugnisse treten gegenüber dem „weißen Gold" an Bedeutung zurück. Nicht mit Unrecht hat man von einer „Baurnwollzioilisation" oder auch einem „Baumwollkomplex" gesprochen, weil in der Tat das Leben der Menschen weitgehend von der Baumwolle abhängig ist. In den letzten Jahrzehnten nun ist der Südosten Amerikas trotz der vorübergehenden „Konjunkturen" so recht nicht aus der Sorge herausgekommen. Zwei große Gefahren bedrohen die Landschaft: ein gefährliches Insekt, der von Mexiko herübergekommene Baumwollkapselkäfer und der stärker werdende Wettbewerb der westlich des Mississippi gelegenen Staaten. Dort, wo der Baumwollkapselkäfer auf besonders günstige Lebensbedingungen stieß — das sind vor allem die feuchten und auch im Winter warmen Gebiete des Süd- ostens und des Mississippitals — wurde der Baumwollbau ganz wesentlich erschwert. Dieser Schädling hatte eine Wanderung der Baumwollkulturen an die nördliche Grenze der Anbauzone und aus den tiefgelegenen Gebieten des Ostens in das Hügelland zur Folge. Ganz allgemein wurden durch das Auftreten des Infekts die Erzeugungskosten erhöht. Einige tausend Kilometer weiter westlich aber in den Hochebenen von Westkansas und Oklahoma, wo neue Baumwollgebiete im Entstehen begriffen sind, findet der, Baumwollkapselkäfer wegen der kälteren Winter viel ungünffigere Lebensbedingungen. Infolgedessen hat sich die Wettbewerbsfähigkeit dieser neuen Baumwollzone gegenüber dem „Alten Süden" ganz wesentlich gebessert. In gleicher Richtung wirken auch die Veränderungen der Agrartechnik, die ausschließlich dem Westen zugute kamen. Das Baumwoll-Land des Ostens ist zum großen Teil nur für die Bewirtschaftung im Kleinbetrieb und mit den Instrumenten des Kleinbetriebs geeignet. Die Unregelmäßigkeit der Bodengestaltung und öte vielfach notwendigen Terrassen erschweren die Anwendung von Landmaschinen. Dort, wo von Natur aus solche Hemmungen nicht bestehen, erschwert die mangelhafte Bildungsfähigkeit der Neger die Anwendung moderner Arbeitsmethoden, die eine Verbilligung der Erzeugung ermöglichen. Die Neger, die' feit ihrer Einführung als Sklaven an den Baumwollbau gewöhnt find, lassen sich auch nur schwer auf andere Erzeugnisse umstellen, besonders wenn dabei, wie in der Viehwirtschaft, sorgfältige Pflege und Verantwortungsbewußtsein notwendig sind. Im Westen, wo weite, für den Baumwollbau geeignete Ländereien zur Verfügung stehen und die Neger eine viel geringere Rolle spielen, sind dagegen die Vorbedingungen für eine Anwendung der modernen Landmaschinentechnik außerordentlich günstig. Das Land ist eben, wegen der spärlichen Niederschläge ist der Unkrautwuchs gering, so daß sich die Pflegearbeiten viel leichter mit Maschinen durchführen lassen. In der Zeit von 1920 bis 1930 ist infolge dieser Vorteile in 40 Verwaltungsbezirken von West-Texas die Baumwollfläche von 1,3 Mill. Acres auf 3,5 Mill. Acres angeftiegen, in acht Verwaltungsbezirken Oklahomas von 456 000 Acres auf 1,35 Mill. Acres. Im Osten trat zur gleichen Zeit ein Rückgang der Baumwollfläche ein. Wenn trotz dieser Entwicklungen die Erzeugungsmöglichkeiten für Baumwolle im Westen vorläufig noch nicht voll ausgenutzt werden, so ist das darauf zurückzuführen, daß das Pflücken in der Hauptsache noch mit der Hand durchgeführt wird und der Heranziehung von Saisonarbeitern Grenzen gesetzt sind. Während man für die Feldbearbeitung den Traktor mit den dazugehörigen Geräten heranziehen konnte, stieß das Ernten mit Maschinen bisher auf unüberwindliche Schwierigkeiten. Seit Jahrzehnten aber arbeitet die Landmaschinenindustrie daran, eine brauchbare Erntemaschine zu entwickeln. Man hat das Problem auf drei Wegen zu lösen versucht: durch die sogenannten „Schlitten", mit deren Hilfe die Baumwollkapsel von der Pflanze a b g e ft r e i f t wird, dann durch Einrichtungen, die durch Saug- Wirkung die Kapseln entleeren, und schließlich mit Maschinen, bei denen die Bamwollfaser durch rotierende Spindeln erfaßt und von der Pflanze entfernt wird. Alle diese Methoden waren mit großen Nachteilen verbunden. Wenn man Zeitungsmeldungen glauben darf — ein gewisses Miß-1 trauen dürfte in diesem Fall ganz besonders am Platz sein —, so hat man neuerdings bei der Lösung dieses schwierigen technischen Problems | große Fortschritte gemacht. Die Baumwollerntemaschine scheint jedenfalls im Kommen zu sein. Eine brauchbare Erntemaschine wird aber nur für die westlichen Anbaugebiete von Nutzen sein. Im Osten wird ihre Anwendung auf große Schwierigkeiten stoßen, nicht nur, weil die Menschen sich nicht für die Handhabung komplizierter Maschinen eignen und das Kapital fehlt, sondern auch weil die Bodengestaltung und das Klima einer solchen Mechanisierung entgegenwirken. Nur im Westen gestattet es das trockene Klima, die Baumwolle so lange an der Pflanze zu lassen, bis sämtliche Kapseln reif sind, um dann die Ernte in einem Arbeitsgang zu beenden. In den halbtrockenen Räumen entwickelt die Baumwollpflanze nur verhältnismäßig wenig Laub. Eine Erfassung durch Erntemaschinen wird aber dadurch erleichtert. Bereits seit Jahren bemüht man sich auch, die Baumwolle pflanze durch Zucht für das maschinelle Einernten geeigneter zu machen. Auch diese Bemühungen haben nur für den trockenen Westen Aussicht auf Erfolg, nicht aber für den feuchten Osten mit seinem üppigen Wachstum. So spielt sich denn in der Baumwollzone ein regionaler Konkurrenzkampf ab, der voller dramatischer Momente ist und in dem sich der Osten im Nachteil befindet. Im Südosten aber fiht die Masse der Neger, die unter recht kümmerlichen Umständen lebt. Die weitere Entwicklung der Agrartechnik kann den Wettbewerb der Landschaften in jedem Augenblick weiter verfchärsen. Man wird gekannt fr-n dürfen, ob sich in den nächsten Jahrzehnten eine Lösung dieses schwierigen Problems finhen läßt oder die Gegend mit der niedrigsten Lebenshaltung noch weitere Einschränkungen hinnehmen muß. WarumFettbezug«-Uege!unfl? Der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes veröffentlicht folgende Aufklärung. ZdN. In letzter Zeit hört man oft vonseiten bet Verbraucherschaft, daß es doch unnötig gewesen sei, ab 1. Januar 1937 beim Buttereinzelhandel und Fleischerhandwerk Kundenliften für Fett einzufüh- ren und darüber hinaus die Verbilligungsaktion für Margarine zu erweitern. Fett aller Art sei doch nach wie vor in allen Geschäften in dem gewünschten Umfang zu haben. Diese Feststellung ist zwar richtig, sie geht aber nur von dem augenblicklichen Zustand aus. Tatsache ist, daß die Fettversorgung zur Zeit aus mehreren Gründen wesentlich erleichtert wird. Die Buttererzeugung ist dank der Erzeugungsschlacht weiter gestiegen und liegt heute nicht unerheblich höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Hinzu kommt, daß wir in diesem Jahr viel mehr Schweine und damit mehr Speck und Schmalz zur Verfügung haben, als im vergangenen Jahr. Schließlich ist im Januar erfahrungsgemäß die Kaufkraft der Verbraucher durch das Weihnachtsfeft geschwächt und infolgedessen der Fettbedarf geringer als im Dezember. Es darf jedoch nicht übersehen werden, daß diese günstige Lage sich nur dann voll aufrechterhalten läßt, fbenn das deutsche Volk in wachsendem Maße zu einer Ernährungsweise übergeht, die Fett spart. Die Möglichkeiten hierzu dürfen in keiner Weise unterschätzt werden. In Süddeutschland ist der Fettverbrauch teilweise nur halb so groß, als in Nord- deutschland. Insbesondere wird es möglich sein, den Fettverbrauch durch Uebergang zum warmen Abendbrot und auch zum warmen Mittagessen (Ausbau der Kantinen in den Betrieben) an Stelle des Verzehrs von Butter- und Fettbroten einzuschränken und dadurch Fett zu sparen. Die weitgehende Einführung der durchgehenden Arbeitszeit nach dem Krieg ist eine der Hauptursachen für die Steigerung des Fettverbrauchs in der Nachkriegszeit. Im Jahre 1913 wurden je Kopf der Bevölkerung 18,4 Kilogramm Fett, 1935 22,9 Kilogramm verzehrt. Die Steigerung entfällt fast ausschließlich auf Margarine und Kunstspeisefett, deren Verbrauch im Jahre 1935 um vier Kilogramm je Kopf höher war, als im Jahre 1913. Gerade die Margarine ist aber in unserer jetzigen Deviserckage sehr schwer zu beschaffen, denn sie wird fast ausschließlich aus ausländischen Rohstoffen, die sogar meist mit Bardevi- < sen bezahlt werden müssen, hergestellt. Da wir aber anderseits vordringlich Devisen zur Beschaffung von Rohstoffen für den nationalen Aufbau benötigen, ist es vom deutschen Volk nicht zu viel verlangt, wenn es aufgefordert wird, feinen Fettoerbrauch wieder auf den niedrigeren Vorkriegsstand zu bringen. Wenn jeder feinen Fettverbrauch freiwillig um etwa 25 o. H. einschränkt, ist die Versorgung gesichert und können Störungen nicht eintreten. Im übrigen bietet die durchgeführte Fettbezugsregelung die Gewähr, daß auch dann eine g e - rechte Fettverteilung erfolgt, wenn einmal die Versorgung weniger reichlich im Verhältnis zur Nachfrage ist als jetzt. Insbesondere war die neue Regelung notwendig, um zu verhindern, daß i» knapperen Zeiten die sozial bessergestellten Schichten beliebig viel Fettmengen kaufen können, und die minderbemittelte, meist schwer arbeitende Bevölkerung dadurch nicht mehr in der Lage ist, ihren notwendigen Bedarf zu decken. WINTER SCHLUSS VERKAUF ■ WW MM' Ä v„ MÄMMM- WMWMK Mein Winterschluß - Verkauf beginnt am Montag, 25. Januar, und bietet sich eine günstige Einkaufsgelegenheit für alle zugelassenen Artikel. 4700 Beachten Sie bitte meine 5 Schaufenster! Bahnhofstr. 31 Gießen Telephon 3565 Spezialgeschäft für Teppiche u. Gardinen 425 Herrenoberhemden, elegante Muster Handball im Sporlkreis Gießen Beginn Montag früh 8.15 Uhr Kleider- und Seidenstoffe FRANKFURT A. M„ GR. ESCHENHEIMERSTR. 10 .p. m 1,50, O.8O Winterschlußverkauf Winterschluß-Verkauf Nur einige Beispiele Saison*Artikel müssen geräumt werden! von Montag, den 25. Januar, bis Samstag, den 6. Februar Damenhüte, moderne Formen . .75, -.65, -.58 Beachten Sie bitte meine Schaufenster! Beachten Sie bitte meine Schaufenster! .1 Julius Schulze 41U1.I 451 A Chaiselongue-Decken.. Dekorations-Stoffe...... aller Arten, ca. 120 cm breit Falten-Stores........... 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Für die Bezirksklassenvereine dürste es von Wichtigkeit sein, daß Münchholzhausen seine Mannschaft zurückgezogen hat. lieber den Grund ist man sich nicht im klaren. 1. Kreisklasse. Tv. Hörnsheim — Tv. (Brün in gen: Die Grüninger sind in der letzten Zeit stark nach vorne gekommen. Sie werden auch in Hörnsheim auf der Scheibe sein. Ob es allerdings etwas nützt, bleibt abzuwarten. Die Platzbesitzer gelten jedenfalls als sichere Sieger. Tv. Herborn — Tv. Dutenhofen. Dutenhofen geht einen schweren Gang. Denn in Herborn zu gewinnen hält nicht nur schwer, es ist überhaupt für eine nicht in allen Teilen gutbesetzte Mannschaft eine Unmöglichkeit. Tv. Garbenheim — Tv. Holzheim. Wie es Holzheim in Garbenheim ergehen wird, bleibt obzuwarten. Die Garbenheimer sind unberechenbar und auf eigenem Platz besonders gefährlich. Tv. Groß - Rechtenbach — Tv. Dorlar:' Als sicheren Sieger dürfte man auch den Tuspo Groß-Rechtenbach bezeichnen, der dem Tv. Dorlar zuhause keine Gewinnchance lassen wird. Jugend. Mto. Gießen — Tv. Garnbach: In einem Freundschaftsspiel treffen sich beide Mannschaften. Man wird auf den Ausgang mit Recht gespannt sein müssen. 1900'6 Handballelf in Marburg. Zum letzten auswärtigen Verbandsspiel tritt morgen 1900s 1. Mannschaft im Marburger Stadion gegen den dortigen Tuspo 1860 an. Die Marburger, die eine stabile und schnelle Elf zur Verfügung haben, sind in der Verbandsrunde nicht so zur Geltung gekommen, wie man das erwartet hatte. Es fehlte sehr oft die geschlossene Leistung. Anderseits muß man aber auch berücksichtigen, daß eine große Anzahl Spiele nur ganz knapp zuungunsten der Tuspo-Leute endete. Es wäre deshalb unvorsichtig, wenn die 1900er das Treffen auf die leichte Schulter nehmen wollten, denn ein Spielverlust würde die Meisterschaftsfrage wieder offenhalten. Im Meine Schaufenster verraten meine Preiswürdigkeit Ich bitte um deren Besichtigung Bedeutende Preisermäßigung einiger Restposten In Damenpullover .... 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Es rürd nicht nur darauf ankommen, das Ergebnis t s Vorspiel zu wiederholen, es geht vor allen Din- darum, Sieger zu werden. Ob das allerdings Hingen wird, steht auf einem anderen Blatt. Denn Ile Spielstärke der Gäste ist gestiegen und die er- iielten Ergebnisse der letzten Zeit lassen die Vermu- lnng zu, daß auch Heuchelheim verlieren wird. Vom 25. Januar bis 6. Februar Damen-Spenzern, -Pullovern,-Westen, Bettjäckchen Schlüpfern, Röcken, Damen- und Kinder-Strümpfen Socken, Handschuhen, Herren-Oberhemden in weiß und farbig, Herren-und Knaben-Sporthemden, Schlafanzügen, leicht angetrübten Unterzeugen und Wäsche Falke eines Sieges oder nur eines Unentschiedens sind die Spielvereinigungsleute allerdings nicht mehr einzuholen. Es soll dieselbe Mannschaft, wre am vergangenen Sonntag geaen Mtv. ins Feld gestellt werden, vorausgesetzt, oaß der Verteidiger Birkenstock wieder aktionsfähig ist. Kurze (Sportnotizen. Als Schiedsrichter für den Fußball-Län- derkampf Deutschland—Holland am 31. Januar in Düsseldorf wurde jetzt der Franzose Leclercq bestimmt. Außer ihm hatte Deutschland den Holländern noch Christ-Tschechoslowakei und Barlassina- Italien zur Wahl gestellt. Nur 19 Spieler sind beim Dorbereitungskursus auf das Länderspiel Deutschland—Holland in Duisburg versammelt, da Heimchen, Siffling, Sold, Kupfer und Sonnrein wegen Urlaubsschwierigkeiten auf eine Teilnahme an diesem Sondertraining verzichten mußten. Dreizehn Nationen haben zu den internationalen Hallentennis-Meisterschaften von Deutschland, die am Montag in Bremen beginnen, gemeldet. Kindermützen ............-.35, -.25 Strümpfe, Kunstseide............-.88 Strümpfe, Seide platt.............1.- Kinderschlüpfer, Seide, Gr. 30 ... .-.48 Damenschlüpfer ...............- 68 Schals........................-.68 Herrensportstrümpfe.......... .68 Herrensocken.............. ..48 Krawatten.................... 45 Auch Dein Eigenheim finanziert die Bausparkasse Mainz AG. -‘"■""X Ein- oder Zweifamilienhaus: 5 Zimmer, Küche, 2 Kammern, Diele, Bad, 2 WC., Wintergarten, f. Balkon,Terrasse, Boden, Keller, Heizung. Bau- fTTLlljXQjpJ QpX kosten RM 17000.— (841 cbm umbaut), monatl. Sparrate RM 43.40 monatliche Rückzahlung RM 70.90 Auskunft über Bau und Finanzierung Ludwig Feige, Gießen, waiitorstr. 43, Ruf 2920 MchsMchMdes vel- \ :ung: t man oft vonseiten bei 1 och unnötig gewesen sei, Luttereinze'handel unb isten für Fett einM die Williqungsaftion em. Fett aller Art je> n Geschäften in dem ge- en. Diese Feststellung ist r nur von dem augen- itsache ist, daß die W ehreren Gründen weM- guliererzeugung ist «"» iler gestiegen und Ich >er als zur gleichen M .ml, taß °-!r in tag und damit mehr Speck a haben, als im oergan- im Januar erfahruM Verbraucher durch das unb infoloateffen d» n Dezember. Es w 'den. d°b di-I-Wl » ?"S yrtÄ&s )er9^?men Mittagesfe" 8** 3 tt 3U JPahr.n Arbeitszeit urchgehend".^' bie r ^°uptur^^chkriegs' uchs ‘LifberW1^ cn i‘?°229 Kilogra^ ;nt’aül hpren $erbra^ peijefeÜ,ßopf hoste Ho^e Winre? Zerade Die .. ffler zu eD*’e^(ieW flULa5- nft ausfch „ Zardc^ Xgir Mist " nidlt zu L ,n-rd-°u» hin6,r,,,gd)* ÄS'»»" . in v Damen-Oberbekleidung Damen-Mäntel mit und ohne Pelz, elegante und sportliche Formen Backfisch- und Kinder-Mäntel in besonders flotter Verarbeitung Kleider in Wolle und Seide in verschiedenen Stoff arten u. schönen Farben Blusen uni und gemustert, in entzückenden Formen Jacken in Krimmer, immer beliebt, dazu der passende Rock in mod. 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Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preutzischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem er. schienenen Kommentars zum Reichsnatur- fchuhgesetz haben hier auf Grund ihrer lang, jährigen Erfahrungen und ihres weitgehen, den Einblicks in das Werden der neuen Na. tursckutzverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Ergänzunge- bestimmungen nach juristischen, verwaltungs- technischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müflen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet fein, sondern auch botanische Vereine, Na. turalien-u. Herbarlen-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausflopfer, Pflanzensamm- ler.Schmuckreifig-verkäufer, Kranz- bindereien und die mit der Überwachung der Märkte beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw.-Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Vermühler Verlag BerUn-Lichterfelde Tannen- Anmachholz gibt laufend ab: 7107V Dampfsägewerk Abendstern Ludwig Krftck Telefon 3580 Qp,ku i°flk dst V, Qrrbpi Mt'ruif nteii nf' Don ß. < I 1rs v FRÜHER BUCHDAHL UALITÄTEN deck-"- Bitte besuchen Sie mich! Gießen Kreuzplatz Nr. 13 Fernsprecher 2301 1900 446 D Kinder- und Hausschuhe zu äußerst billigen Preisen Postkarten bei Brühl aai/. _ y Sonntag, den 24. 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Dort, wo die zum Bau eines Heimes notwendigen Mittel aus dem ordentlichen Haushaltsplan nicht aufzubringen find, müßte in Erwägung gezogen werden, ob sie nicht aus den Sonderrücklagen, die ja nach der Verordnung vom 5. Mai 1936 anzusammeln find, beftrittm werden könnten. Eine weitere Möglichkeit wäre die, daß die Gemeinde wenigstens Zuschüsse zu den Baukosten leistet und versucht, staatliche Beihilfen für den Bau eines Heimes zu erlangen. Falls die Kosten nicht von vornherein durch eine Stiftung ficher- gestellt find, so wäre eine weitere Möglichkeit, daß die nötigen Mittel durch gemeinschaftliche Anstrengungen, durch eine Sammlung der gesamten Bürgerschaft aufgebracht würden, die ja ein besonders starkes Interesse am Gedeihen ihrer Jugend haben muß. Einer dieser Wege wird sicher gangbar sein. Jeder Bürgermeister unseres Kreises müßte dann den für seine Gemeinde richtigen Weg zum Bau eines HI.-Heimes wählen. Wir werden alle männlichen Mitglieder kleinerer Gemeinden aufrufen, persönlich am Bau des HI. - Heimes mitzuwirken. In erster Linie werden natürlich unsere Kameraden selber am Aufbau ihres Heimes zu helfen haben. Es ist sogar schon vorgekommen, daß Bürgermeister und Gemeinderäte an der Spitze gemeinsam mit der Jugend Hand an den Bau eines HI.-Heimes legten. Frage 4 : Wie müßten nach den Erfordernissen einer gedeihlichen Arbeit derartige Heime der HI. beschaffen fein, insbesondere hinsichtlich des Geländes, der Bau. und Raumgestaltung, der Einrichtung ufro.? Antwort: Wie auf allen Lebensgebieten, so hat der Nationalsozialismus auch auf dem Gebiete der Baukunst eine neue Belebung und einen neuen monumentalen Stil gebracht. Auch die Heime der HI. sollen die Sprache der HI. sprechen, ihr Stil soll der Haltung der HI. entsprechen. Unsere Haltung verlangt klare, einfache, schöne und saubere Heime. Unsere Heime können keine alten Fabriken Schulhäuser, Schuppen und Gemeindehäuser sein, weil diese ganz und gar nicht unserem Stil entsprechen. Die Häuser der HI. sollen mehr sein als aufgerichtete und überdachte Mauern, die zwar Regen und Kälte fernhalten, aber darüber hinaus nicht so eingerichtet sind, daß sie durch die Art ihrer Frage 3 : Wenn die Gemeinden der HI. eigene Heime schaffen, was könnten dabei und insbesondere auch zu deren Ausgestaltung die Eltern der Jungens und Wädels tun? Antwort: Welcher Bürger hätte nicht auch den Wunsch, der Jugend zu helfen? — Unser Baustil ist oer Ausdruck der Haltung unserer Zeit! In diese Heime gehören aber auch Einrichtungsgegenstände. die aus dem gleichen Stil entstanden sind. Das Material, das wir beim Einrichten von Heimen verwenden, muß einfach natürlich, echt und somit vertretbar sein. Alles Zufällige lehnen wir ab. Wir richten daher an alle Eltern unserer HJ.- Kameraden und Mädels die aufrichtige Bitte: Gebt der Hitler-Jugend Rundfunkgeräte, Musikinstrumente, Schränke, Handwerkszeug, Unterrichtsmaterial und vor allen Dingen Bücher, die zur Schulungsarbeit unserer Jungens und zur Zusammenstellung einer Heim- bibliothek unentbehrlich sind. m ö g l i ch k e i t e n, die notgedrungen als vorläufige Lösung der Heimbeschaffung anzusehen waren. Die Zeit der Notbehelfe ist vorbei! Die Parole: „Schafft Heime für die Hitler-Jugend", muß sofort in die Tat umgesetzt werden. Es gehört zu den obersten Aufgaben des Staates, der Jugend nicht nur anständige Schulen, sondern auch saubere und tadellose HJ.-Heime, deren Baustil der Ausdruck unserer Haltung ist, zur Verfügung zu stellen. Deshalb im Kreis Gießen: Kein Ort ohne H I. - H e i m ! Wir wissen, daß nicht auf einmal alles geschaffen werden kann, aber überall muß begonnen werden, daß in späterem planmäßigen Weiter- und Ausbau die HJ.-Heime so gestaltet werden, wie sie Anforderungen entsprechen. Frage 2: Wenn ja, was erwartet Bannführung 116 in dieser Hinsicht von Gemeinden? Gestaltung auch eine günstige Einwirkung auf die Jungens und Mädels haben, die in den Heimen geschult werden. Wenn der HI. beispielsweise eine Reihe von zweistöckigen Häusern gebaut wird, die mit ihren Erkerchen, Rundbogenfensterchen, lieblichen Aufgängen, und Balkönchen vielleicht den Anschein einer großzügigen Bauweise erwecken, so müssen diese villenartige Häuser dennoch als Heime der Hitler- Jugend abgelehnt werden. Eine Villa ist kein HI.-Heim. Weiterhin wird der reihenweise Barackenbau nach einem einheitlichen Typ, der den Jungen als „Blockhäuser" schmackhaft gemacht werden soll, abgelehnt. Unsere Heime dürfen nicht unschön, störend und fremd in der Landschaft stehen, sondern müssen in ihr heimisch sein. Es kann nicht jeder überall so bauen, wie er will. Wir verlangen bei jedem Bau die Verwendung örtlicher Baustoffe. Ein Heim der Jugend ist kein Privatbau, sondern es hat als öffentlicher Bau das Recht, auch gut und feiner Bedeutung entsprechend in das Dorf- oder Stadtbild eingefügt zu werden. Ein HJ.-Heimdau ist ein Zweckbau! Er ist im besten Sinne sachlich, wenn er allen Anforderungen des HI.-Dienstes entspricht und darüber hinaus in der Sauberkeit seiner handwerklichen Durchbildung und in der Schönheit seiner Verhältnisse etwas von unserer Haltung oer- ten zu unterstützen, schloß Unterbannführer Rühl seine Ansprache. Unterbannführer Dr. Schneide,- sprach besonders über die Heimbeschaffungsaktion und sagte, daß nichts unversucht bleiben solle, Heime und Schulungsstätten zu schaffen. Die Jugend müsse sich selbst formen und brauche dazu die äußere Gelegenheit. Bei der Ausgestaltung der Heime sollten alle mithelfen, die dazu beitragen können. In seinen weiteren Darlegungen umriß Unter» bannführer Dr. Schneider u. a. auch das Verhältnis der Hitler-Jugend zur Religion und wies darauf hin, daß die Hitler-Jugend keinen der jungen Kameraden hindere, irgendeiner Religionsgemeinschaft anzugehören. Der junge Mensch müße aber auch beseelt sein von dem Glauben an Deutschland und an Volk und Führer. Den Kameraden selbst müsse immer wieder gesagt sein, daß es für sie gegenwärtig noch keine Rechte für sich in Anspruch zu nehmen gelte, sondern nur Pflichten zu übernehmen seien. Zum Thema Hitler-Jugend und Vereinszugehörigkeit wies der Redner zunächst darauf hin, daß eine Zugehörigkeit zu einem Verein nicht zur Zersplitterung führen dürfe. Im übrigen seien klare Verhältnisse geschaffen insofern, als (was besonders die Sportvereine betrifft) zwei Sonntage dem Dienste der HI. vorbehalten und zwei Sonntag im Monat für den Verein freigegeben find. Aufgabe der Eltern fei es, den Jungen zum regelmäßigen Dienst in der HI., zur Leistung im Beruf, zum Dorwärtskommen in der Schule anzuhalten. Mit der Mahnung an die jungen Kameraden, foziale Kameradschaft zu halten und unwandelbar zu sein im Glauben an den Führer und an Deutschland, schloß der Unterbannführer feine Ansprache. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Liede der HI. fand der Abend seinen Abschluß. Im Zusammenhang mit der Heimbeschaffungsaktion hielt die Hitlerjugend in der Turnhalle an der Steinstraße am gestrigen Freitag einen Elternabend ab. Nach der Einbringung der Fahnen der HI. sangen die Kameraden der Marine-Hitler-Jugend zunächst ein Lied. ilnterbannführer MHI begrüßte dann die Vertreter der Partei, die Eltern und die Kameraden, betonte, daß der Wunsch des Führers und die Parole des Reichsjugendführers heute die Eltern und die Kameraden der Hitler- Jugend zusammenführe in dem Willen, der Hitler- Jugend jene Heimstätten zu schaffen, die für eine gedeihliche Arbeit notwendg seien. In seinen weiteren Darlegungen gab Unterbannführer Rühl einen Ueberblick über die Arbeit der Hitler-Jugend in den kommenden Monaten Zunächst sprach er über die neue Form des Volksaemeinschaftsabends. Wesentliches Kennzeichen dieser Volksgemeinschaftsabende solle sein, daß es keine Trennung mehr zwischen Bühne und Zuschauerraum geben solle, vielmehr solle jedermann mitspielen, -singen und -lachen. Große Aufmerksamkeit werde die Hitler-Jugend in den nächsten Monaten der Führer schulungzu- wenden. Der Sport solle in der HI. in durchaus volkstümlicher Weise betrieben werden, er solle Breitenarbeit sein. Der Dienst in der Verbindung mit dem Heimabend werde für die Zukunft reicher gestaltet werden dadurch, daß neben Unterricht und Gesang auch gebastelt und gebaut werden solle. Große Aufgaben sehe die Hitler-Jugend unter dem Begriff „Junger Sozialismus" vor sich. Der Reichsberufswettkampf werde wieder große Anforderungen stellen, das Landjahr und die Sozial-Arbeit in der HI. sollen fortgeführt werden, ein Monat der nächsten Zeit solle der unmittelbaren Betreuung der Kameraden durch ihre Führer dienen. Einige Sommermonate des Jahres 1937 werden wieder den Fahrten und Lageraufenthalten Vorbehalten fein. Vorgesehen seien ferner Fahrten an die Grenzen des Reiches und Zusammenfassungen in großen Bannlagern für den Zeitraum von je 14 Tagen. Schließlich werde es eine weitere Aufgabe der Hitler-Jugend fein, Disziplin und Ordnung in ihren Reihen weiter zu fördern. Mit der Bitte an die Elternschaft, die Hitler-Jugend bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nach Kräf- Um die Ansicht der Bannführung 116 der HI. über die Heimbeschaffung den Volksgenossen in Stadt und Land zur Kenntnis zu bringen, hat die Schriftleitung des „Gießener Anzeigers" der Bannführung sechs Fragen zur Beantwortung unterbreitet. Da der Führer des Bannes, Bannführer Heim, gegenwärtig für einige Zeit von Gießen abwesend ist, hat uns der Stellvertreter des Bannführers, Bannadjiftant Gefolgfchaftsführer Völzing, auf unsere Fragen in freundlicher Weise Antwort gegeben. Nachstehend die Fragen und Antworten. Die Schriftleitung. Frage 1: Sieht die Bannführung 116 die Errichtung von eigenen Heimen für die Hitler-Jugend in allen Städten und Landgemeinden unseres Kreises als dringlich und fachlich geboten an? Antwort: Des öfteren ist der Bann 116 mit dem Appell vor die Oeffentlichkeit getreten, der HI. als nationalsozialistische Jugendbewegung für ihre gewaltige Erziehungsarbeit die genügende Anzahl von geeigneten Heimen zu schaffen. Der Notruf „Schafft Heime für die Hitler-Jugend!" fand feine immer steigernde Berechtigung dadurch, daß die Hitler-Jugend von Tag zu Tag einen Zustrom von Mitgliedern gewann, die heute in ihrer Gesamtheit eine Drganifatmn bilden, wie sie einzig in der Welt dasteht. Die äußerliche Entwickelung der HI. erreichte ihre Krönung durch die Tatsache, daß der Führer mit dem Gesetz vom 1. Dezember 1936 die Einrichtung traf, daß jeder Junge und jedes Mädel nach Erreichung eines bestimmten Alters in die Gemeinschaft der HI. ausgenommen wird. Dieser Schritt der nationalsozialistischen Staatsführung bedeutet eine Anerkennung für die geleistete Arbeit der HI., die sich nunmehr auf Grund ihres offiziellen Charakters erst recht verpflichtet fühlt, ihren Aufgaben durch äußeren Einsatz die beste Lösung zu aeben. Dieser Entschluß fordert aber die notwendigen praktischen Voraussetzungen, die Überwiegend dann ihre Verwirklichung finden, wenn für alle Einheiten der Hitler-Jugend genügend Heime geschaffen werden. Die Heimbeschaf- fungsfragc für die HI. ist heute mehr denn je zu einem Problem geworden, an dessen Lösung das gesamte deutsche Volk selbstverständlich in dem gleichen Maße wie die Jugend selbst interessiert sein muß, denn ebenso wie der Staat von der Jugend fordert, daß sie im Sinne seiner Gesetzgebung auf- wachse und erzogen wird, so muß diese Jugend wiederum als notwendige Gegengabe erwarten, daß ihr die Möglichkeiten für die zu leistende Arbeit gegeben werden. Neben der Jugenderziehung in Elternhaus und Schuko vollzieht sich die nationalsozialistische Erziehungsarbeit größtenteils innerhalb des HI.- Heimes. Wenn aber festgestellt werden soll, wieviel Räumlichkeiten die HI. besitzt, die wirklich als HJ.- Heim genannt zu werden verdienen, dann kommt man zu dem Ergebnis, daß die Anzahl vorhandener Heime im Vergleich zu dem tatsächlichen Bedarf einen so geringen Prozentsatz ausmacht, daß heute noch der weitaus größte Teil der HI.-Einheiten des Kreises Gießen gezwungen ist, Heim- und Dienstabende in Schulräumen, Wirtschaftsräumen, Baracken, Waschküchen (sogar in Gießen!), Fabrikgebäuden, Autogaragen usw. durchzuführen. Wenn man auch versuchte, derartige Räumlichkeiten zu renovieren oder mit möglichst viel Bildmaterial auszustatten und ihnen mit allen möglichen Mitteln eine gewisse Gemütlichkeit zu geben, so können sie trotzdem nie als Heime gelten, sondern lediglich als Unterkunfts- Der alte Soldat. Von Selma £agertöf An einem schönen Herbstabend wanderte Back- Kajsa, die nicht mehr Kindermädchen auf Mar- backa war, sondern sich ihren Unterhalt mit Weben verdiente, durch den Wald. Sie wollte in die kleine Kate hoch oben im Walde, wo sie geboren war, um einen Auftrag des Leutnants Lagerlöf auszurichten, und da sie immer noch sehr gut Freund mit der kleinen Selma Lagerlöf war, hatte sie diese auf den Spaziergang mitgenommen. Die beiden hatten keine Eile. Sie schmausten Preißelbeeren, die am Wegrand standen, bewunderten die großen Fliegenschwärme und sammelten in ihren Schürzen schönes Moos, das sie mit nach Hause nehmen wollten, um es als prächtige Einlage zwischen den Fenstern und Vorfenstern des Kinderzimmers zu verwenden. Back-Kajsa freute sich, wieder einmal im Walde zu sein, wo sie jeden Rasenhügel und jeden Stein kannte. Als sie endlich an der Dornhecke angekommen waren, die sich rund um die Lichtung zog, auf der die Kate stand, und sich eben anschickten, über das Gatter zu klettern, sagte Back-Kajsa: „Selma, vergiß ja nicht, daß du nicht von Krieg sprechen darfst, wenn mein Vater in der Nähe iftr Das kleine Mädchen war höchst verwundert, Black- Kajsas Vater war Soldat gewesen, das wußte sie wohl, und auch daß er in der Schlacht von Leipzig gegen Napoleon mitgekämpft hatte; daß man aber darüber nicht mit ihm sprechen dürfe, das konnte sie doch nicht verstehen. „Warum soll ich denn nicht vom Krieg mit ihm sprechen?" fragte sie. „Das darf man niemals mit denen tun, die einen richtigen Krieg mitgemacht haben", klärte Back- Kajsa sie auf. Das kleine Mädchen war höchst verwundert, Backdachte an Fritjof und an Hjalmar und an Hektor und an alle möglichen alten Götter und Helden, von denen sie in ihren Geschichtsbüchern gelesen hatte und die ihr im Kopfe herumschwirrten. Mittlerweile waren sie in dem Stübchen der Kate angelangt, und da saß Back-Kajsas Vater im Herdwinkel und wärmte sich den Rücken. Er war ein Mann aus der alten Zeit, das merkte man schon an seinen Hosen, die nur bis zum Knie reichten, und er trug auch keine Stiefel, sondern Schuhe. Er war ein großer, magerer Mann mit einem grobgeschnittenen, einfältigen Gesicht und hatte einen ungewöhnlich schmutzigen Schafspelz an; eigentlich sah er aber nicht anders aus als alle anderen alten Bauern. So lange das kleine Mädchen in der Stube war, verwandte es keinen Blick von diesem Alten, der nicht duldete, daß man in seiner Gegenwart vom Kriege sprach. Für die Kleine selbst waren Kriegsgeschichten das schönste, was sie hören und lesen konnte. Und nun war ihr verboten, Back-Kajsas Vater danach zu fragen, was er alles erlebt hatte; das war doch zu schade. Nein, das kleine Mädchen wagte weder zu fragen, noch zu antworten, während sie da in der Kate saß. Denn das mußte sie, wenn sie ihren Mund auftat, würde sie sich doch versprechen und etwas vom Kriege sagen und dann würde sie der alte Soldat vielleicht totschlagen. Nachdem sie so den Alten eine Zeitlang angestarrt hatte, kam er ihr ganz gruselig vor. Es war doch so ganz unbegreiflich, daß man nicht vom Krieg mit ihm sprechen durfte. Dahinter mußte etwas ganz Unheimliches stecken. Jawohl, der Alte war ein gefährlicher Mensch, das fühlte sie ganz deutlich. Ach, wenn sie doch nur erst wieder draußen wäre! Sie war auf dem Sprung, zur Türe hinauszulaufen. Es wurde immer schlimmer, und als Back-Kajsa endlich fertig war und die beiden sich verabschiedeten, da war das kleine Mädchen fast außer sich vor Furcht vor dem alten Manne. Wenn er wie andere alten Soldaten gewesen wäre und den Krieg als das Herrlichste auf der Welt erklärt und so recht damit geprahlt hätte, wie viele Hunderte von Menschen er erschlagen und wie viele Dörfer und Städte er niedergebrannt hatte, ja dann hätte das kleine Mädchen nicht die allergeringste Angst vor ihm gehabt. Kostbare Wörter Von Hnlws K^eis. Bisweilen befinden sich in den Familien, sorgfältig hinter Glas aufbewahrt, kostbare, wenn auch nicht ganz praktische Geräte und Gegenstände, Hochzeitsgeschenke von Freunden und Verwandten, die diese Dinge auch einmal als Hochzeitsgeschenke erhalten haben. Es prangen da silberne Geflügelscheren, die niemand braucht, weil das wenige Geflügel, das auf die Familie trifft, von sechs Leuten spielend ohne Schere bewältigt wird. Auch hohe Pokale und Humpen sind da, Schützen-, Kegel- oder Sportpreise, aus denen nie getrunken wird, marmorne Tintenzeuge, wie Renaissance-Schlösser anzuschauen, die kaum jemals im Leben Tinte geschluckt haben. Diese Gegenstände werden durch Gebrauch nicht entweiht. Man freut sich ihrer Pracht und weiß allenfalls aus Büchern oder Gedichten, in denen es furchtbar nobel hergeht, daß aus solchen Pokalen getrunken, mit solchen Geflügelscheren gespeist wird. * So gibt es in der deutschen Sprache Wörter, die auch nur durch eine1- gewisse Kostbarkeit vor der alltäglichen Benützung bewahrt sind, ja, die der Zeitgenosse, sofern er nicht dichtet oder Reden hält, mit einer gewissen Scheu vermeidet. Da ist zum Beispiel das Wort „Haupt". Wir kennen es selbstverständlich von Schule und Lektüre her. Aber würde jemand so vermessen sein, sich anzumaßen, er trüge ein ...Haupt"? Für uns ©taubgeborene ist der „Kopf" gerade gut genug und die Fälle, daß von den Nächsten diesem unserem Körperteil sogar die Qualifikation „Kopf" abgesprochen wird, sind nicht selten. Soldaten bis zum Feldwebel aufroärts halten sozusagen nur in dienstfreien Stunden, ganz für sich — streng privat — einen Kopf. Unter ihresgleichen nur einen „Kohlrabi", allenfalls bei EiniäbrigenberechUgung einen Schädel. Es ist hier nicht Raum, auf die vielfältigen, färben- und formenreichen Umschreibungen des Dolksmundes und der Verbalinjurie für den Begriff ,,Kopf" einzugehen. Das Wort „Haupt" ist nicht darunter. Es ist zu neun Zehnteln dem Symbolismus, dem Veraleich vorbehalten, und nur bei ganz feierlichen Anlässen wird es aus dem Etui genommen. Auch das „A ntlitz" ist kein Hausgebrauchswort. Es gibt Taufende von Familien, in denen dieses Wort wohl bekannt, aber noch nie in Rede und Gegenrede vernommen worden ist. Auch in der Hofbräuhaus-Schwemme. am Solvatorkeller oder am Viktualienmarkt dürfte es äußerst selten gehört mreben, etwa in der Wendung: „Was woll'n denn Sie mit dem Antlitz ..." ober „Der hat 'as aanze Antlitz voll Rausch .. " Auch hier ist dem Dichter beziehungsweise dem Verfasser von vornehmen Romanen. dem Autor von Sammelwerken oder ge- pfteaten Abhandlungen die Benützung reserviert. Das Wort „vermählt" und „Vermählte" springt äußerst selten über die Spalten der Zei- timasanzeige ins bürgerliche Leben. Da hat jemand schlich* geheiratet oder ist verheiratet oder es bandelt sich um „Verheiratete". — „... die Vermählten winkten noch einen letzten Abschiedsgruk zu den hohen Fenstern des Schlosses hinauf, schon scharrte und schnob das feurige Vollblut vor dem Wagen ..." In diesem Zusammenhang natürlich läßt es sich nur „vermählt" fein. Auch in sehr sinnigen naturbefeelten Poesien ist man der Wolke, dem Gras, den Winden oder Wellen, oder allen zusammen vermählt, sozusagen in einer Art dichterischen und darum straflosen Bigamie. Die „G e m a h l i n" ist schon eher vom hohen Podest herabgestiegen. Der Gruß an die „Frau Gemahlin" ist gang und gäbe und auch, daß jemand von seiner „Gemahlin" mit einem Schimmer ironischer Feierlichkeit spricht, ist häufig der Fall. Dagegen hört man Frauen seltener sprechen: „Mein Gemahl", denn einerseits ist ihnen das Wort für die Sache zu kostbar, anderseits haben sie doch zu viel Respekt vor ihrem Gemahl, um ihn ironisch ihren Gemahl zu nennen. Das schöne, zärtliche Wort „schlummern" ist natürlich nur Elfen, Prinzessinnen, Geliebten und anderen ätherischen Lebewesen Vorbehalten, allenfalls noch Kindern bis zum schulpflichtigen Alter. Wir andern schlafen in allen Ab- und Tonarten und wenn der (die) Schlummernde von Harfengesang, Wunderlandschaft und Märchenglanz träumt — wir Schlafenden träumen nur von versäumten Bahnverbindungen ober nicht bezahlter Gasrechnung. Schlummern kann man stilvoll nur auf einer Blumenwiese, niemals auf einem Strohsack im Massenguartier, auf der Bank eines Wartesaales 3. Klasse ober an einem Büropult. Da reicht es höchstens zum Schlafen. „Schreiten" ist siir Alltagsmenschen auch keine Tätigkeit. Der Feld-, Wald- und Wiesenmechch gebt. „Schreiten" ist etwas für Souveräne, für Präsidenten, für Auserwählte; für die Wochenschau im Tonfilm wird „geschritten". Auch im Bühnenstil, den unsere Väter noch kannten, mußte der Akteur schreiten, erst der Naturalismus hat ein bißchen Stolpern und Beineverwechseln erlaubt und das Gehen sozusagen bühnenfähig gemacht. Zum Ausgleich dafür „schreitet" der Schauspieler nicht selten in seiner privaten Fortbewegung. Auch Kammersänger mit einem Pelzmantel' schreiten. Daß in den Balladm der Schullesebücher viel von Schreiten und Streiten gesungen ist, missen wir. Diese Reime waren oft ruhende Pol in der Flucht der zu memorierenden Erscheinungen. Dars noch das Wort „weis e" erwähnt werden, auch allen bekannt, aber doch sehr selten gebraucht, wenn man jemanden das Attribut zukommen lassen will. Gewiß: „weise" ist die Summe von: gescheit, klug, erfahren, abgeklärt, darüberstehend ... Und doch sagen wir lieber ein halbes Dutzend Wörter, als daß wir dieses Wort „weise" gebrauchten. Es ist, als ob wir uns genierten, daß im Bereich unseres Horizonts überhaupt so was Seltenes wie ein Weiser vorhanden ist. Ganz abgesehen davon, daß der weiseste Weise bei persönlicher Bekanntschaft ein bißchen Ansehen verliert und bei aller Hochachtung denkt man zuweilen, ob der Stein der Weisen, den er so funkelnd in Ring ober Busennadel trägt, am Ende nicht doch bloß aus Glas ist. So legen wir denn immer wieder das hochkarätige Wort „weise" in die Schmuckschatulle der kostbaren Wörter zurück und sparen es uns für einen noch Weiseren. Aus -er Provinzialhauptstadt Prof. eld- Sie Gefolgschaften Mitte und Nord auf den H. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es geht um n". — Oberhessischer Kunstverein, Turm- rinärräte Dr. Keller in Gießen und Dr. Wil- Brand: 11 bis 13 Uhr Ausstellung der I Helm N u n g e s ser in Darmstadt, sowie Schlacht- mein Leben' Haus am bringer mancher Neuigkeit, der Vermittler bei manchem Geschäft, mit einem Wort: er ist zu einem wichtigen Bindeglied in der Dorfgemeinschaft geworden. H. wird zur Zeit niedergelegt, weil die Gartenstraße durch das Grundstück ihre Fortsetzung erhalten soll. Der neue Straßenteil soll am Fuße des Nahrungsberges entlang mit Richtung nach der oberhessischen Eisenbahn gehen. Nach dem Ausbau des Straßen- teils sollen dort zur Ausführung vorgesehene Einfamilienhäuser errichtet werden, womit ein weiterer zu den Kundgebungen der Hitler-Jugend am Sonntag? Wenn nicht, haben Sie totsicher etwas versäumt. Die HI. gibt „keine großen Sachen" kund, sondern sie will Sie mit Lied und Scherz, mit Spiel und Rede erfreuen. Gehen Ci: in der Zeit von 16.45 bis 17.30 Uhr zu den graue Kaare Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von . . Otto Dill. — Reichsfachgruppe Imker e. V., Ortsgruppe Gießen: 14 Uhr Versammlung bei Hopfeld zelnen Stadtbezirken, bei denen ein gemeinsamer Feierraum, der 600 bis 700 Personen faßt, vorgesehen werden muß. Auf dem Lande bestehen im Kreise Gießen so gut wie keine Möglichkeiten, aus bereits vorhandenen Hausmöglichkeiten zweckentsprechende Heime zu gestalten. In Gießen selbst wäre vorzuschlagen, aus der jetzigen Dienststelle des Bannes 116, Wartweg 19, würdige und zweckentsprechende Heime zu schaffen und der Bann- und Jungbannführung einmal vor allen Dingen ein ordentliches Haus als Dienststelle zur Verfügung zu stellen. Frage 6: Würde es nach der Ansicht der Vannführung 116 zweckmäßig sein, in Verbindung mit den eigenen Heimen der HI. Sportplätze, unmittelbar anschließend an das heim oder in dessen Nachbarschaft, zu schaffen? Antwort: Die Lage des Heimes soll so gewählt werden, daß ein Sportplatz, oder eine U e b u n g s w i e s e zur Verfügung steht, oder aber in einem späteren Bauabschnitt Sportplatz und Turnhalle errichtet werden können. In einem weiteren Bauabschnitt wollen wir möglichst viel Schwimmhallen errichten. Ein solches Jugend- qelände hat den Vorzug der Verbindung der geistigen Erziehung und der weltanschaulichen Schulung mit der körperlichen, denn beides kann in der HI. nicht voneinander getrennt werden. Wir rufen alle diejenigen auf, die sich mit der Jugend des Führers verbunden fühlen, mitzuhelfen, dieser Jugend die erforderlichen Heime zu schaffen. HJ.-Heime sind Stätten der nationalsozialistischen Erziehung! LPD. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — macht bekannt, daß die Untersuchung von Gegenproben gemäß § 6 Absatz 1, S. 2 des Lebensmittelgesetzes nur durch einen hierfür zugelassenen Sachverständigen erfolgen darf. Als chemischer Sachverständiger ist oer Inhaber des Chemischen Laboratoriums Fresenius, Dr. Remigius Fresenius ins Wiesbaden, zugelassen. Als tierärztliche Sachverständige sind zugelassen die Stadtvete- Witzlebensche Wohnhaus Am Nahrungsberg 57 Zeit niedergelegt, weil die Gartenstraße Grundstück ihre Fortsetzung erhalten soll. Oer Lichtermann. Es sind jetzt 25 Jahre her, das auch in unseren Dörfern das elektrische Licht seinen Einzug hielt. Es war eine denkwürdige Begebenheit damals, als wir zum ersten Male den Schalter berührten und fast wie ein Schöpfer sagen konnten: Es werde Licht! Für die Kinder waren es herrliche Tage. Sie wollten nun auch sehen, wie die Sache in allen Zimmern „funktionierte". Schon wochenlang hatten sie zugeschaut, wie die Drähte gelegt wurden, wie dann der Zahler kam und endlich die lang erwartete Ankündigung: Heute abend können wir zum ersten Male elektrisch beleuchten! Die alte Petroleumlampe wurde zunächst schief angesehen, aber der sorgsame Hausvater stellte sie doch so auf, daß er sie bei Gelegenheit wieder holen konnte. Und die Gelegenheiten kamen in den ersten Jahren immer wieder einmal. Da war dann die Familie wieder unter dem trauten Schein der alten treuen Petroleumlampe versammelt. Aber nach und nach festigte sich alles. Die heutige Jugend weiß kaum noch etwas von der alten Petroleumlampe. Mit dem Einzug des elektrischen Lichtes kam auch der „Lichtermann". Zu Anfang jedes Monats erschien er mit seiner Tasche und einer Liste, las sorgfältig den Stand des Zählers ab und legte dann die Abrechnung vor. Die Kinder schauten zu, aber die Alten hatten immer noch etwas zu fragen. Der Mann kam ja aus einem benachbarten Dorfe. Und da gab es allerlei zu erzählen. Besonders in den Wintertagen, wenn keine Arbeit im Felde drängte, war der „Lichtermann" in vielen Häusern ein gern gesehener Gast. Der Lichtermann — er hatte schon weiße Haare — konnte gut erzählen, war immer freundlich und schlug gelegentlich auch eine Tasse Kaffee nicht aus, denn die Verwandtschaften von Dorf zu Dorf sind ja zahlreich vertreten. Immer mehr Anschlüsse wurden gelegt, immer mehr Motore hörte man brummen. Da war die Ablesearbeit in den drei Dörfern für den alten Mann zuviel. Er beschränkte sich auf sein Heimatdorf. Bei uns aber erschien ein „Einheimisches, ein junger Mann, der nun von Haus zu Haus ging und das Geld einsammelte. Auch er war gesprächig und blieb gern einen Augenblick stehen. Im Sommer war die Unterhaltung kurz, denn draußen harrte die Arbeit. Da waren manchmal die Haustüren verschlossen, und spät abends, wenn die anderen schon an die Nachtruhe dachten, ging der „Lichtermann" noch durch die Straßen. In dieser Zeit traf er alle sicher an. Seine eigene Arbeit — er war auch ein Landwirt — mußte freilich öfters liegen bleiben. Das war in regnerischen Sommern recht bitter, aber „Dienst ist Dienst", sagte er, und „Schnaps ist Schnaps!" Und so wanderte er von Haus zu Haus, hörte viele Neuigkeiten und gab sie wieder. So wuchs er langsam zur „Dorfzeitung" heran und zeigte sich vielen durch eine Frage, oder durch eine Empfehlung gefällig. Man hat sich an den „Lichtermann" gewöhnt und legt das Geld zurecht. Beim Abschied heißt es dann: „Du kannst einmal dem R. sagen, daß ich mir einen neuen Gaul kaufen will", oder eine andere Mitteilung. So trägt der Lichtermann nicht nur seine Zettel von Haus zu Haus und kehrt mit einem vollen Beutel heim, er ist auch der Ueber- mittelt. Wer ein HJ.-Heim entwirft, muß mit dem örtlichen Formationsführer das Raumprogramm aufstellen, unter Beachtung der Stärke der einzelnen HI.-Formationen, und darüber hinaus ihrer etwaigen späteren Auffüllung. Wir wollen unsere Heime nicht nach einer flüchtigen Skizze bauen, wir wollen saubere Arbeit, bis ins kleinste genau gezeichnet, und durchdachte Einzelausbildungen. Ebenso wie für den Bau eines HJ.-Heimes an sich äußerste Sorgfalt zu gelten hat, muß auch für die Inneneinrichtung besonderes Verständnis gezeigt werden. Frage 5: Wie beurteilt die Bannführung 116 die Möglichkeit zur raschen Lösung der Heim-Frage in Gießen und in den Landstädten des Kreises, insbesondere im Hinblick auf bereits vorhandene hausmögtichkeiten? Antwort: In Gemeinden unseres Kreises unter 500 Einwohnern wird zumeist ein Raum ausreichen. In Gemeinden bis zu 1000 Einwohnern benötigen wir 2 Scharräume, einen Fahrradunter- stellraum, 1 kleines Führerzimmer, 1 Kleiderablagerraum. In Gemeinden von etwa 1000 bis 5000 Einwohnern, die etwa einem Gefolgschaftsbereich entsprechen, brauchen wir 5 bis 6 Scharzimmer, 1 Gemeinschaftsraum für den Dienst der ganzen Gefolgschaft, 1 Brausebad, 1 Fahrradunterstellraum, 1 Kleiderablage, 1 Führerzimmer, 1 Führerinnenzimmer. Für Gemeinden von 5000 bis 15 000 Einwohner sind 10 bis 12 Scharräume, 2 Räume für die Unterbringung einer Gefolgschaft und sonst die gleichen Räume wie oben erforderlich. Gemeinden über 15 000 Einwohner haben einen Raumbedarf für einen oder mehrere Unterbanne. Die Aufteilung von Stadtbezirken nach Unterbannen begründet die Errichtung von Unterbannheimen in em- ♦* Sterbefälle in Gießen. Es oerftarben in Gießen: 17. Jan.: Heinz Prediger, Konditorlehrling, 15 Jahre, Plockstraße 9; Luise Schmidt, geb. Schäfer, 79 Jahre, Asterweg 39; Johann Georg Lang, Strafanstaltsoberwachtmeister, 55 Jahre, Gutfleischstraße 4. 19. Jan.: Ludwig Otto Lindenstruth, Lehrer i. R. 64 Jahre, Schiffenbeger Weg 9. 20. Jan.: Frieda Drüge, 52 Jahre, Hensel- straße 2. 21. Jan.: August von Oppeln-Bronikowski, Hauptmann a. D., 67 Jahre, Lichcr Straße 74. 22. Jan.: Wilhelm Mühl, Reichsbahnzugsührer i. R., 69 Jahre, Am Riegelpfad 96. ** D i e Ergebnisse der Bodenschätzung betrifft eine Bekanntmachung des Finanzamtes Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil, auf deren Beachtung die Grundbesitzer zahlreicher Gemeinden des Finanzamtsbezirks dringend hingewiesen seien. ** Holzversteigerungen werden in einer Anzahl Bekanntmachungen in unserem heutigen Blatte angekündigt. Interessenten seien auf diese Bekanntmachungen besonders hingewiesen. ** D i e Ausgabe von Brenn st off-Be- zugsscheinen betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrtsamtes in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten mögen die Ankündigung beachten. ** Gebäude-Abbruch. Das ehemalige von Hoftierarzt Dr. Reiss, Mainz. Die Zulassung gilt für das Gebiet des Landes Hessen. Musikalische Abendfeier i der Schulgemeinschast Oberrealschule. ■ Schulgemeinschaftsabende üben schon immer eine besondere Anziehungskraft auf Schüler, Eltern, Lehrer und Freunde der Schule aus, wie dies bei der am gestrigen Freitagabend veranstalteten musikalischen Abendfeier der Oberrealschule in der Turnhalle . erneut festgestellt werden konnte Aber nicht nur die zur Schulgemeinde gehörenden Volksgenossen waren zur Feier erschienen, sondern auch weite Kreise der musikliebenden Bevölkerung hatten der Einladung Folge geleistet. Einleitend begrüßte Oberstudiendirektor Leonhard die vielen Besucher und dankte ihnen für ihr Erscheinen. Er sprach allen Mitwirkenden Dank dafür aus, daß sie keine Mühe gescheut hatten, ein Musikstück einzuüben, das in Dichtung und Komposition ein Werk deutscher Musiker sei. Er führte u. a. weiter aus, daß es die deutsche Musik sei, die Herz und Gemüt über den Alltag in die Höhe hinauf erhebe. Ehrliches Wollen aller Mitwirken- den, vom kleinsten Sextaner bis zum vollendetsten Künstler, müsse man bei allen feststellen: jeder habe das Bestreben, sein Bestes zu geben, um dazu beizutragen, daß die Schulgemeinschaft nach außen ein geschlossenes Bild zeige. Seine Dankesworte galten auch dem Leiter der Veranstaltung, Oberreallehrer Blaß, dem Musiklehrer der Oberrealschule, der keine Mühen gescheut habe, das Werk einzuüben. Die Ansprache schloß mit dem Dank an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, der es erst ermöglicht habe, daß wir heute wieder deutsche Musik von deutschen Meistern hören könnten. Im Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang der beiden nationalen Lieder erklangen die Worte des Schulleiters aus. Die Aufführung des Werkes „Das Lied von der Glocke" von Schiller, komponiert von A. Romberg, stellte an die Mitwirkenden große Anforderungen. Den Chor stellten Schüler aus allen Singklaffen, meist Knaben; auch einige Mädchen der oberen Jahrgänge fangen mit. Die jugendlichen Sänger wurden ihrer Aufgabe vollauf gerecht. Namentlich im Chor „Wohltätig ist des Feuers Macht...", der mit feinen Schwierigkeiten große Anforderungen stellt, folgten die Sänger und Sängerinnen sicher und aufmerksam ihrem Chorleiter. Das Schulorchefter der Oberrealschule hatte durch Hinzuziehung einiger Künstler aus der Einwohnerschaft unserer Stadt eine wesentliche Stärkung erfahren und war allen Anforderungen gewachsen. Einzelne Mitspielende besonders zu erwähnen, hieße andere zurücksetzen. Die Solostellen des Sopran hatten zwei Schülerinnen der Primen, Frl. Annelene Rauch und Frl. Brunhilde Keil, übernommen. Den Meister sang Studienrat Kraus (Baß), die übrigen Solopartien Musiklehrer Dietrich (Tenor). Auch die Solisten verhalfen mit ihren sehr guten Leistungen der Ge- samtaufführung zu einem vollen Erfolg. Die vielen Zuhörer dankten mit starkem Beifall. Der Abend kann in der Geschichte der Oberrealschule als eine recht gut» Leistung verbucht werden. Gießener Wochenmarktpreije. * Gießen, 23. Jan. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, Vs kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 dis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11^, ungezeichnete 10, holländische, Klasse B 1214, belgische, Klasse B 12K, i Wirsing, % kg 10 bis 12, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, ' Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat ; 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, : Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartofefln, kg 5 Pf., 5 kg 42 Pf., 50 kg 3,35 bis > 3,55 Mk., Aepfel, H kg 10 bis 20 Pf., Tafeläpfel I 25 bis 35, Birnen 10 bis 25, Nüsse 40 bis 55 Pf., - Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., : Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 5 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. Amtsgericht Gießen. Der 29jährige P. B„ der keinen festen Wohnsitz hat und sich bettelnb umhertreibt, wurde zu vier Wochen Haft verurteilt. Da der Angeklagte bei der Einlieferung in das Gefängnis sich eines falschen Namens bediente und sich unter diesem falschen Namen in die Bücher eintragen keß, legte ihm das Gericht eine ® e f ä n g ni s ft r a f e d o n einem Monat auf. Der Angeklagte erkannte die Haft- bzw. Gefängnisstrafen an. Kleine Strafkammer Gießen. Nornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr „Der Zarewitsch" (NSG. „Kraft durch Freude"). — Gloria-Palast, Selterswea: „Weiße Sklaven"; 23 Uhr Nachtvorstellung „Kreuzweg einer Liebe". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es geht um mein Leben". — DDAC.: 20.30 Uhr Kostüm-Ball in den Räumen des Gesellschaftsvereins. — Vereinigung ehern. Angehöriger des Realgymnasiums: 20 Uyr Familienabend rm Restaurant Hindenburg. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung der Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Professor Otto Dill. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 21.45 Uhr „Der Zarewitsch". — Gießener Konzertverein: 17 Uhr Klavier-Abend Professor Edwin Fischer in der Unioersitätsaula. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weiße Sklaven". Der 59 Jahre alte K. W. aus Langd war wegen Bettelns zu sechs Wochen Haft verurteilt, außerdem war feine Unterbringung in ein Arbeitshaus ausgesprochen worden. Die von dem Angeklagten hiergegen eingelegte Berufung rouroe verworfen, es verbleibt somit bei der Strafe. Bei dem Angeklagten handelt es sich, wie die Beweisaufnahme ergeben hat, um einen besonders gefährlichen Burschen. Der Angeklagte, der eine große Anzahl Vorstrafen hat, zog im November vorigen Jahres in Lich herum, betete fromme Spruche vor sich hin, war, je nachdem wie die Situation es er= forderte, einmal katholisch, dann wieder evangelisch und verstand es, die von ihm angebotenen, mit religiösen Sprüchen versehenen Postkarten an den Mann zu bringen. Selbst in der Hauptverhandlung gab er auf Befragen, welcher Konfession er angehöre, an, er sei katholisch und evangelisch. Während der vorjährigen Herbstmanöver fuhr eine Kraftfahrkolonne unseres Heeres durch Lauterbach. Der unter Anklage gestellte Jude Sally Weinberg rannte, ohne auf die Fahrzeuge zu achten, über die Straße, und nur durch die Geistesgegenwart der Kraftfahrer konnte eine größeres Unglück verhindert werden. Trotz des Motorgeknat- ters will der Jude, wie er angegeben hat, dies nicht gehört haben. Der Verteidiger des Juden, ein Frankfurter Anwalt, versuchte mit echt jüdischen Mitteln die Unfchuld seines Rassegenossen nachzuweisen. Das Gericht verurteilte den Juden, da ihm die Absicht der Verkehrsgefährdung nicht nachae- wiefen werden konnte, wegen Vergehens gegen die Reichsstraßen-Derkehrsordnung zu einer G {träfe von 30 Mark und legte ihm die Kosten des Verfahrens auf. Schöffengericht Gießen. Ein 60 Jahre alter Mann aus Lauterbach hatte im Dezember 1936 in Lauterbach einem Dritten gegenüber in feiner Wohnung leitende Personen von Lauterbach beleidigt und an ihrer Ehre gekränkt. Weaen Beleidigung und übler Nachrede wurde der Angeklagte in eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen genommen, die durch die Schutzhast als verbüßt gilt. Die Kosten des Verfahrens wurden dem Angeklagten auferlegt. Wegen Vergehens gegen § 134 StGB, erfolgte Freispruch, da das Gericht unterstellte, daß der Angeklagte nicht mit Ueberlegung gehandelt hat und daß die Beleidigungen nicht öffentlich ausgesprochen waren. Strafmildernd wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist, im Weltkriege sich durch tapferes Verhalten besonders ausgezeichnet hat, sowie sein einsatzbereites Verhalten für die NSDAP, vor der Machtübernahme. Der 31jährige W. D. aus Günzerode, wohnhaft in Berstadt, wurde wegen gefährlicher Körperverletzung, sowie wegen unerlaubten Waffenbesitzes unter Annahme mildernder Umstände zu sechs Wochen Gefängnis und zu einer Geldstrafe von 150 Mark verurteilt. Der von dem Angeklagten zur Tat benutzte Trommelrevolver nebst Patronen wurde eingezogen. Für je 10 Mark der Geldstrafe hat er im Uneinbringlichkeitsfalle je einen Tag Gefängnis zu verbüßen. Die Beweisaufnahme hat ergeben, daß der Angeklagte, der mit den drei Familienangehörigen der als Zeugen vernommenen Familie Di. feit längerer Zeit auf gespanntem Fuße lebt, und schließlich durch deren herausforderndes Verhalten, besonders aber der Ehefrau Di., derart gereizt worden ist, daß er sich zu der Tat hat hinreißen lassen. Dem Angeklagten, der durch seine Tat dem Zeugen A. D. durch die Schußverletzung ein Drittel der Sehkraft eines Auaes genommen hat, mußte nach den ganzen Umständen durch Verhängung einer Gefängnisstrafe gezeigt werden, daß seine Tat verwerflich war. Wegen des unerlaubten Waffenbesitzes erkannte das Gericht auf die Geldstrafe, die im Nichtbeitreibungsfalle mit 15 Tagen Gefängnis zu verbüßen ist. Nunvfunkprogramm. Sonntag, 24. Januar. 6 Uhr: Hafenkvnzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgel- choräle. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Dichter im Dritten Reich. 10: Vom Willen der jungen Gefolgschaft. Glaubt es, daß Leben stärker ist als Tod. 10.30: Chorgesang. 11: Friedrich der Große. Zu seinem 225. Geburtstag. Von General a. D. Dr. Bethcke. 11.30: Bach-Kantate: „Mein liebster Jesus ist verloren". 12: Mittagskonzert. 13: Konzert. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Unterhaltungskonzert. Einlage: Internationale Wintersport- woche in Garmisch-Partenkirchen 1937, Funkbericht vom Vierländer-Turnier im Eishockey. 16.30: Musik zur Unterhaltung. 18: Kasseler BDM.-Mädel blättern in dem neuen BDM.-Liederduch. 18.30: Sonntagabend — vergnügt und froh, dafür sorgt Fidel & Co. („Fidel & Co." auf dem Maskenball.) 19.50: Sportbericht. 20: Aus dem Großen Saal des Saalbaues: IV. Sonntagskonzert der MufeumsGefellfchaft. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Montag, 25. Januar. 6.00 Uhr: Ach du klarblauer Himmel (Silcher). — Morgenfpruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 10.00- Schulfunk. Der Mann am Zopf. Ein Münchhausen-Abenteuer, gestaltet von Wolfgang Jünemann. 11.00: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienft. 12.00: Schloßkonzert I. 13.00: Nachrichten, anschließend auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert II. 14.00: Nachrichten. 14.10: Ihr lieben Hörer, auf, gebt acht, denn dies Programm habt ihr gemacht! 15.00: Volk und Wirtschaft. Das elektrische Automobil. 15.15: Kinderfunk „Jetzt basteln wir wieder". 15.45: Von Kassel: Neue Unterhaltungsmusik. 16.40: Südwestdeutsche Erzähler. 16.55: Musik für zwei Klaviere. 17.30: , „Robert Schumann fährt an den Rhein", Hörfolge ■ von Waltrud Ritzel. 18.00: Unterhaltungskonzert. : 19.00: Chormusik. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.00: Nachrichten. 20.10: Klänge der Heimat. 22.00: Nachrichten, anschließend auch aus dem Sendebezirk; Sportbericht. Schritt zur Erschließung des Nahrungsberges getan wird. ** Sichergestelltes Diebesgut. Bei der hiesigen Kriminalpolizei wurden folgende Sachen sicher-gestellt, die vermutlich aus Diebstählen her- rühren und etwa Mitte vorigen Jahres entwendet wurden: 1 lind farbiges Sommerkleid mit Glasknöpfen, 1 beigefarbiges Sommerkleid aus Rohseide mit rosafarbigem Kragen, 2 weiße Damennachthemden mit Monogramm M L oder L M, 1 beigefarbiger Sofakiffenbezug mit Blumenmuster (Maschinenstickerei), 1 weiße Tischdecke, rot gemustert, mit Fransen. Eigentumsberechtigte wollen sich auf Zimmer 65 der Polizeidirektton, Kriminalpolizei, melden. in Gießen. Heinz-Steguweit-Uraufsührung im Gießener Stadttheater. Die Intendanz des Stadttheaters hat das neue Spiel von Heinz Steguweit „Diogenes" oder „Das Urteil nach dem Augenschein erworben, welches am 7. Februar im Rahmen einer luftigen Morgenveranstaltung zur alleinigen Uraufführung gelangt. Die Spielleitung führt Günter Winkel. Die Rolle des „Diogenes" spielt Victor von Gs ch me id l e r. Der neue Wochen-Spietplan des Stadttheaters Gießen. Am Sonntagabend, 24. Januar, findet noch einmal eine Wiederholung des großen Erfolges „Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär, statt. Die musikalische Leitung führt Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Tänze: Irmgard Zenner. Anfang der Vorstellung 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr. Außer Miete. Dienstag, 26. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, „Wasser für Canitoga", Schauspiel von G. Turner. Spielleitung: Anton Neuhaus. Dienstag-Miete. 18. Vorstellung. Mittwoch, 27. Januar, Anfang 19 Uhr, Ende 22.15 Uhr, „Carmen", Oper von G. Bizet. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Der Intendant. Mittwoch-Miete. 17. Vorstellung. Freitag, 29. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Zum ersten Male „Weiterer Tanzabend". Leitung: Irmgard Zenner. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. — Hierauf: Erstaufführung: „Die schöne Galathee", Operette von Fr. v. Supp6. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul Wrede. Freitag-Miete. 18. Vorstellung. Sonntag, 31. Januar, Anfang 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr. Zum letzten Mal der große Erfolg „Charleys Tante", Schwank v. Br. Thomas. Spielleitung: Der Intendant. Musikalische Leitung: Paul Walter. Außer Miete. Kommen Sie... das kombinierte Haarstärkungswasser Entrupal; ■ "V9 ■ ■ Jk ■ stärkt auch den Haarwuchs,beseitigt gibt den Haaren die ehemalige Farbe wieder. * ■ I II f W ■ H Kopfschuppen und Haarausfall. Fehlfarben ausgeschlossen! ■■ ■ 1 ■ ■■ FL 4,80 M. • la Fachgeschäften. Prospekte kostenlos durch: Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz 10. iee7 Lindenplatz, zu der Marine-HI. auf den Kreuzplatz, zu der Gefolgschaft Süd ans Selterstor, oder zur Gefolgschaft Ost ans Stadttheater. Gleich, wohin Sie gehen, werden Sie bestens unterhalten werden. Küpreß ausverkaust! Arn gestrigen Freitag mußte der Vorverkauf zum Fest der Künstler und der Presse eingestellt werden, da das Fest ausverkaust ist. Die Nachfrage nach Karten hat am letzten Tag so stark eingesetzt, daß der kleine Rest von Einlaßkarten schon um die Mittagszeit vergriffen war. Wie der Festausschuß uns mitteilt, ist es leider nicht mehr möglich, Wünsche nach Eintrittskarten zu berücksichttgen, da eine Ueberfüllung der Säle im Interesse der Festbesucher vermieden werden muß. Die Vorverkaufis- st eilen sind daher nicht mehr in der Lage, Karten a b z u g e b e n. In der Annahme, daß das Fest wiederholt wird, wurden bereits eine Reihe von Vorbestellungen — über 150! — gemacht. Die Frage, ob dös Fest wiederholt werden kann, ist noch nicht entschieden. Der Festausschuß wird die Frage heute erneut prüfen und entsprechende Mitteilungen an die Oeffentttchkeit gelangen lassen. 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Warzen sind Wucherungen oder Auswüchse der Haut, die meist mit einer stark verhornten Oberhaut überkleidet sind. Es sind gutartige Geschwülste, die aber unter Umständen auch einmal bösartig werden können, darum soll man nie versuchen, sie selbst zu entfernen. Man überlaste es einem Arzt, der mit einem elektrischen Brenner oder mit Höllenstein oder mit einer Säure die Warzen am saubersten und zweckmäßigsten entfernen kann. Merkwürdig ist, daß solche Warzen am Ganzen Körper ausgesät werden önnen, daß sie sogar auf andere Menschen zuweilen übertragen werden können. Ein alter Volksglaube besagt, daß die Warzen durch Besprechen verschwinden können. Waschbenzin, das vielfach zum Reinigen von Stoffen verwendet wird, besitzt die gleiche Feuergefährlichkeit wie sonstiges Benzin. Benzinexplosionen können nicht allein durch Licht, Ofen, Streichholzflammen, sondern auch infolge Selbstentzündung durch Reibungselektrizität entstehen. 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Waschen der Kinder soll nicht zu lange durchgeführt werden, damit sie Selbständigkeit gewinnen und sich selbst an Sauberkeit gewöhnen. Daß die Kinder sich dabei gründlich waschen, muß zunächst überwacht, später nachgeprüft werden. Man gewöhne Kinder daran, mit nicht zu kaltem Master den ganzen Körper zu waschen und kräftig abzureiben. Waschessig, erfrischender Zusatz z. Waschwasser, s. u. Toilettenessig. Wafchholz, andere Bezeichnung für Panamarinde, Quillaja- rinde. Seifenrinde, s. d., die ab- aekocht und zum Waschen empfindlicher Stoffe verwendet wird. Waschküche muß in Mietshäusern beim Hausbesitzer oder Hausmeister zeitig vorausbestellt werden, falls nicht für jede Familie ein regelmäßiger Waschtag festgesetzt ist. Jede Partei hat oie Waschküche vor dem Verlosten gründlich zu reinigen, sowohl den Waschkestel wie die Wannen und den Fußboden. Ist die Beleuchtung schlecht, so dringe man beim Hauswirt auf eine bessere Lichtanlage. NEUMEIER Sonnenstraße gegenüber v. 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Wasserbecken soll im Garten als Gietzwasierbecken für abgestandenes Wasser immer vorhanden sein; denn nichts ist schädlicher, als mit frischem kalten Leitungs- wasfer die der Lufttemperatur angeglichenen Pflanzen zu benetzen. Das Abwerfen von Knospen und Wachstumsstockungen sind schädliche Folgen dieses unbedachten Gietzens. W. dienen auch zur Verschönerung des Gar- tenbildes. Auch als Planschbecken für Kinder unentbehrlich Wird durch Algenbildung das Wasser grün, so hilft ein kleiner Zusatz von Kupfervitriol (1 cbm Wasser — % g Vitriolsalj)). Sitzen Fi che im Wasser, mutz dieser Zusatz un- terbleioen. Bei der Anlage des W. Form und Wasserstand beachten, um zerstörende Wirkungen des Eises zu verhindern. S. auch Seerosen, Weide. Wasserglas, Kalium- oder Natriumverbindung mit Kieselsäure, in kleinen scharfen Kristallen oder als durchsichtige Lösung. Wasserglas wird als Klebstoff für Porzellan, zum Bekleben von Glas und Blech, zum Wasier- undurchläsiiqmachen von Stoffen und zum Einlegen von Eiern verwendet. Wasserheilanstalt, Anstalten, ht denen Kuren mit Bädern, Duschen usw. meist nach der Kneippmethode gemacht werden. Wasserjungsrau, Libelle, grotzes Insekt mit starren Flügeln, das Waschlederhandschuhe reinigt man mit kaltem Seifenwasser, manche Handschuhe kann man auch lauwarm waschen, nachdem man sie vorher auf die Hand aufgezogen hat. Man lätzt sie langsam trocknen, am zweckmätzigsten sind Handschuhtrockner, da sie da nicht die Form verlieren. Waschpulver, Markenwaren, die in der Hauptsache aus Seisen- pulver, Soda und Wasserglas, aber auch aus anderen schmutzlösenden Bestandteilen bestehen. Waschsamt, Samtgewebe, das in lauwarmem Seifenwasser gewaschen werden kann. Nach dem Trocknen mutz Waschsamt gebürstet und aufgedämpft werden. Wasser, aus 89 v. H. Sauerstoff und etwa 11 v. H. Wasserstoff bestehende Flüssigkeit, kann hart oder weich sein. Das weichste Wasser, das sich daher auch am besten zum Waschen eignet, ist Regenwasser. Kalkhaltiges Wasser ist hart und lätzt Seife nicht schäumen. Zum Gebrauch als Waschwasser mutz es daher durch Zusatz von Soda oder käuflichen Waschmitteln erweicht werden. Beim Kochen von Hülsenfrüchten und Kohlarten erweicht man das Wasser durch eine Beigabe von doppeltkohlensaurem Natron Wasser zur Körperpflege wird durch Zusatz von Borax weich gemacht. Wasser, das nicht einwandfrei ist. aber als Trinkwasser benutzt werden soll, mutz vorher abgerocht werden. Wasserbad, Erwarmungsweise, bei der ein anderes Gefätz mit Inhalt in kochendem Wasser Brillen Geller - Winfer-Schluß-Verkauf' RILLIG • RILLIG • BILLIG • BILLIG£•,, BILLIG • BILLIG • BILLIG BILLIG * ZU UNg ,35- SS. 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Gemeinschaftsraum des HJ.-Heims in Inheiden, auch etwas für ihren eigenen Buben bzw. ihr eigenes Mädel tun, die im Rahmen der Gemeinschaft der HI. die Annehmlichkeiten eines schönen eigenen Heims mehrmals in der Woche erfahren sollen. Aber auch die Aelteren unter uns, die selbst keine Kinder im jugendlichen Alter mehr besitzen, dürften für diesen guten Zweck wohl eine offene, fperrbefrob? Hand haben, weil sie sich selbst sagen werden, daß ja auch einmal ihre Enkelkinder in diesen Heimen der HI. einen Teil ihrer Jugendzeit verbringen sein Herz im Gleichtakt Menschenkinder schlagen glei- Und HI. rüst: Schafft uns Heime! Dringende Notwendigkeit auch in der Stadt und im Kreise Gießen. Das ist eine Forderung der Jugend, die in keiner Weise unbillig ist, sondern ihre Berechtigung in sich selbst besitzt. Drei Gemeinden im Kreise Gießen haben es bisher fertiggebracht, den Formationen der HI. eigene Heime zu geben: Klein-Linden, Leihgestern und Inheiden. Es sind einfache, zweckmäßige Häuschen, mit denen die Jugend der Orte zufrieden ist. Für die Städte unseres Kreises, insbesondere für Gießen, aber auch für die größeren Landgemeinden sind auf diesem Gebiete der Förderung unserer Jugend noch dringliche Aufgaben zu erfüllen. Je schneller und gründlicher dies geschieht, um so besser ist es für die Zukunftsarbeit unserer Jugend im Dienste der deutschen Nation, um so dankbarer wird auch die Jugend den Gemeinden sein, die ihr mit Verständnis und mit liebevoller Förderung die Entfaltung aller jugendlichen Kräfte erleichtern. In Gießen dürfte die Lösung dieser dringlichen Ausgabe wohl am schnellsten und leichtesten herbeizuführen sein, da hier Grundstücksmöglichkeiten in mannigfacher Hinsicht bereits vorhanden sind. Wie dringlich hier die Arbeit an unserer Jugend ist, kann man schon im Vorbeigehen auf den ersten Blick feststellen, wenn man seine Augen auf die Beschaffenheit des Hauses der Bannführung am Wartweg lenkt und sich dabei vor Augen hält, daß in diesem Hause gewissermaßen das Herz und Gehirn des ganzen Bannes 116 arbeiten und in ihrer Auswirkung auf alle Orte des Bannes befruchtend fein sollen! Und was hier für die Heimwünsche der Jungens geltend gemacht wird, gilt in Die Schaffung der Heime wird natürlich in allen Fällen Sache der Gemeinden sein, da nur durch deren Kraft die Finanzierung Zustandekommen kann. An der Einrichtung und Ausschmückung der Heime können sich aber auch die Eltern beteiligen, und zwar sowohl durch die Ueberlassung von Sach- gegenständen, wie durch die Hergabe von Geldspenden, die zur Anschaffung von Gegenständen Ver- menimng finden können. Dabei werden sich die Väter und Mütter sicherlich gerne daran erinnern, daß sie mit einer solchen Hilfe für die HI. zugleich die berechtigten Heimmteressen der Mädels, ja für diese vielleicht in manchen Stücken noch viel mehr. Wenn die HI. nach eigenen Heimen ruft, so meint sie nicht behelfsmäßige Unterkünfte. Diese hat sie zum Teil schon jetzt, aber befriedigend kann man den Zustand der bisherigen Unterbringung der HJ.-Formationen in keiner Weise nennen In 82 Orten des Bannes und Jungbannes 116 (Stadt und Kreis Gießen) machen rund 3000 Junggenosfen der Hitler-Jugend und rund 3800 mit den Herzen der jungen , , .... läßt, der wird und muß voll und ganz der Forderung der Jugend zustunmen: Schafft der HI. eigene Heimel Denn nur in eigenen Heimen kann sich unsere Jugend so entwickeln und nach allen Richtungen hin produktiv entfalten, wie es für sie und für das Wohl der Gesamtheit am besten ist. Und wenn unsere Buben und Mädels die Verantwortung für eigene Heime freiwillig und freudig übernehmen wollen, wenn sie danach streben, ihre Kraft und ihr Könnerstauch an einer derart großen Aufgabe zu stählen und zu schulen, dann sollten ihnen dazu alle Wege geebnet werden! Unsere Jugend will ja keine Prunkbauten. Sie verzichtet von vornherein und gerne darauf, daß die eigenen Heime etwa mit Dingen ausgestattet werden, die der harten, im soldatischen Lebensstil gestalteten Erziehung und Ausbildung der Jugend widersprechen würden. Die Buben und Mädels wollen nichts anderes, als ein wenn auch einfaches, doch zweckdienliches eigenes Heim, in dem sie sich als Hausherr fühlen können und das sie nach ihrer Art, nach den Erfordernissen der Jugend ausgestalten und benützen können, ohne dabei mit anderen Gliederungen oder Organisationen in häusliche Reibereien oder Interessengegensätze zu geraten. in diesen 82 Orten stehen unserer Jugend drei Heime, 36 Heimräume und 16 Unterkünfte zur Verfügung! Schon in diesen knappen Zahlengegenüberstellungen offenbart sich der starke Mangel,' den unsere Jugend in ihrem Heimwesen schmerzlich empfindet. Und auch vom Standpunkt der Eltern ist es keine Freude, zu sehen, wie die daheim von Vater und Mutter mit Liebe umhegten eines kleinen dörflichen Bürgermeisteramtes ist auch kein Ideal; die Turnhalle eines Turnvereins, die meist schlecht heizbar ist, kann man wegen ihrer Kälte und ihrer stauberfüllten Luft ebenfalls nicht als die Erfüllung aller berechtigten Hoffnungen ansehen; daß in einem Orte im Kreise Gießen die Jugend noch bis vor kurzem in einem Zimmer des Amtsgerichtsgefängnisses ihre Heimabende abhalten mußte, kann auch nicht gerade als Wohltat bezeichnet werden. So ging das bisher in Stadt und Land behelfsmäßig mit Ach und Krach, mit mancherlei Erschwernissen und oft auch mit Reibereien. Daß dabei die große Aufgabe unserer Wirken auf die jungen Menschen nicht immer voll zur Geltung gebracht werden konnte, versteht sich von selbst. Nun ist das Werk der HI. durch die Eingliederung der gesamten deutschen Jugend noch weit umfassender geworden, als bisher. Daraus ergeben sich nicht nur Forderungen hinsichtlich der geistigen und organisatorischen Arbeit, sondern in dringender Weise auch auf dem Gebiete der Raumbeschaffung, d. h. der Unterbringung der Formationen der HI. Die wirksamste und beste Lösung der Raumfrage erstrebt die Hitler-Jugend mit ihrer Forderung nach eigenen Heimen. Wer mit der Jugend über den Tag hinausblickt, wer Der Führer sagte: „Die Erziehung der Jugend ist eine der wichtigsten Aufgaben des nationalsozialistischen Staates. Ich erwarte daher, daß alle zuständigen Stellen der Bewegung und des Staates die Hitler-Jugend in ihrem Bestreben, unserer Jugend zweckmäßige Heime zu beschaffen, unterstützen." Die Hitler-Jugend meldet sich in diesen Tagen überall im Reiche besonders eindringlich zu Wort. Sie tut es nicht um Dinge des gegenwärtigen Tages willen, sondern im Dienste einer großen Zukunftsgestaltung unseres Volkes. Sie ruft nach Heimen für die HI. Dieser Ruf ergeht auch in der Stadt und im Kreise Gießen an alle Stellen, die im öffentlichen Dienste zu wirken berufen find. Er wendet sich gleichermaßen an die Elternschaft, die bei der Lösung dieser großen Aufgabe in mancherlei Hinsicht mithelfen kann. Die Väter und Mütter werden bei diesem Rufe wohl daran denken, daß hier durch die Jugendorganisation auch i h r Junge oder i h r Mädel sich an sie wendet. Beide verbringen ja allwöchentlich einen Teil ihres jungen Lebens in der Gemeinschaft der Formationen der Hitler-Jugend; sie sitzen dabei auch in Den Heimen, um sich dort geistig immer höher zu entwickeln; sie nutzen an dieser Stätte ihre Zeit zur Erlernung und Vervollkommnung wichtiger Handfertigkeiten; sie erleben dort auch den Segen des Gemeinschaftsgeistes, der ihnen im späteren Leben zweifellos vielfältig förderlich sein wird. Wenn die Eltern dies alles bedenken, dann werden sie sich dem Aufruf der HJ.-Führung sicherlich nicht verschließen. Denn sie werden nicht wollen, daß ihr Bub oder ihr Mädel einen großen Teil der goldenen Jugendzeit, der schönsten Jahre ihres Lebens, in Räumen verbringen soll, die zwar ein Obdach bieten, im übrigen aber himmelweit entfernt sind von dem, was man als angenehmen Aufenthaltsraum bezeichnen kann. Buben und Mädels draußen bet ihrem Dienste in der Gemeinschaft vielfach nicht so untergebracht sind, wie die Führung der Hitler-Jugend es selbst gerne möchte und wie die Eltern es wünschen. Es Ist doch nicht gutzuheißen, daß die Heranwachsende Jugend in manchen Orten weiterhin auf Gastwtrt- schaftsräume angewiesen sein soll; das Herumsitzen der jungen Menschen im Keller eines Schulhauses _ . oder in irgendeiner verwinkelten, dumpfen Stube I mancherlet Htnstcht gleichartig oder ähnlich auch für ■ • . .>.v4:* -> l »4 Jungvott-Heim in Leihgestern; klein, aber eigener Besitz! Das eigene Heim der HI. in Inheiden. werden und sich dort heranbilden wollen zu tüchtigen deutschen Menschen. * Eigene Heime der HI.! Es wäre kalich, sagen zu wollen, daß dazu nur in wenigen Gemeinden die Möglichkeit bestünde Zwar wird diese Forderung nicht leicht zu erfüllen sein, aber es muß ja nicht überall ein Neubau errichtet werden, sondern eine andere befriedigende Lösung dürfte wohl auch gefunden werden. Die Hauptsache üt jetzt, daß überall mit Tatfreudigkeit, Weitblick und mit dem ernsten Willen, auch auf diesem öebicte der HI. zu helfen, an die Sache herangegangen wird. Die Beispiele von Klein-Linden, Leihgestern und Inheiden, die wir hier im Bilde zeigen, mögen manchen Landgemeinden richtungweisendes Vorbild sein. Die Grundeinstellung zu der Forderung der HI. muß eben vorbehaltlos positiv sein, dann wird sich das Werk auch vollbringen lassen In dieser Erkenntnis der großen BeDeurung der Heimbeschaffungsaktion der Hitlerjugend ist der Wunsch, ja die Forderung an die Gemeindest und an alle Eltern gerechtfertigt und dringlich: iHelftderHJ., schafftihreigeneHeime! Sela hi< gingen, ftotitfj Äc^c®öin? derileen, Gießen, ^dheill holzha^z. M £*>•* xSÄ gcleg* ft w»*' A--^kK JßsJ Sie BeD« W "S»s SÄ»** <,s *2 iüi d>- 6P,<16 Friede« «•11 ’n.37,0t°' fe r:S äSSä Tage unbedingtem Gießen, den 21. Zer Äorstei WMO Die Ausgab iS. Rate) für du Krisenunterstützm fern sie einen en erfolgt am Montag, dem Dienstag, ,, in der Zeit von 15 (Erdgeschoß, Tcha Gießen, den 2 Der Vberbi ÄS im Gi In dem Vor, Men Landen in höriger Zufamme röther Straße, an vormittags 9% llh Scheiter rm: Buck sichte 5. Knuppei rm: Buck Reisig rm: Buche Stöcke rm: Buche 40 rm Buchen-1 geeignet. Stämme, Eiche: 5. Klasse 4 Si Aeußerst gute dingungen. Langsdorf, be Derr 9Jl.-$pOTi Auch die Jiigendmannschast, die am vergangenen Sonntag in Leihgestern siegreich sein konnte, er. roartet die 1. Äugendmannschaft der Sprelvererm. gung 1900 Gießen. Hier werden wohl die Gaste den Sieger stellen. Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck. Am morgigen Sonntag empfängt Wiesecks erste Elf die gleiche des Spv. Rüddingshaufen zum Dflichtspiel. Bei diesem Spiel dürfte fchon eine Entscheidung über den Meister der Gruppe Rabenau fallen. Rüddingshaufen führt zur Zeit noch die Tabelle mit einem Punkt Borsprung vor Londorf und Wieseck, die beide mit der gleichen Punktzahl an zweiter Stelle folgen, an. Es gelang Wieseck im Vorspiel als einziger Mannschaft, Rüwmgs- h-ausen auf eigenem Platze zu schlagen. Wieseck schon jetzt als Sieger anzusehen, wäre verfrüht, hat doch Rüddingshaufen auch bei Auswärtsspielen schon gezeigt, daß sich die Mannschaft so schnell nicht schlagen läßt. r, _ . s Vorher stehen sich Wiesecks erste Jugend und Lollars zweite Jugend im Pflichtspiel gegenüber. Man erwartet den Platzbesitzer als Sieger. Keine Skirennen auf dem Hoherovskopf Den Skiläufern ist also auch in diesem Winter wieder viel Kummer beschieden. Das Wetter schlug nach dem letzten Schneefall zu Anfang dieser Woche abermals um. Gestern abend regnete es im Vogelsberg. Der Schnee schmolz zum großen Teil soweit fort, daß auf den freien Hängen bereits das Gras aus der Schneedecke lugt. Im Walde ist die Sportmöglichkeit noch einigermaßen gut, das es in der vergangenen Nacht wieder kälter war. Unter den bestehenden Umständen mußten die , Skirennen um die Kreismeisterschaften abermals abgesagt werden. Der Skiklub Gießen tragt sich aber mit dem Gedanken, einen Omnibus in die Rhön fahren zu lassen, sofern sich genügend Teil- nehmer finden. In der Rhön sind die Schneever« hältnisse noch etwas besser als im Vogelsberg. Weitere Sportnachrichten im zweiten Blatt, Seite 3. lenführer. Da die Gießener zweite Mannschaft zur Zeit sehr spielstark ist, so wird sie auch m Wetzlar alles daran setzen, um den Wetzlarern den Sieg so schwer wie möglich zu machen. Jugendfutzball. vfB.-B. 1. 3gb. — Sportfreunde Wetzlar. Die erste Jugend trägt in Wetzlar ein Freundschaftsspiel gegen die Sportfreunde aus Bei der letzten Begegnung konnten sich die Gießener mit einem klaren Sieg behaupten. Die zweite Jugend fährt nach Steinbach zum Pflichtspiel. ri Die vierte Jugend empfängt die erste von Staufenberg auf eigenem Platze. Da das Vorspiel gewonnen wurde, sollte auch das Rückspiel mit einem Siege der Einheimischen enden. Spielabteilung 2b. 1889 Klein-Linden Klein-Linden I — Watzenborn-Steinberg I. Am morgigen Sonntag stehen sich in Klein- Linden die beiden genannten Mannschaften gegenüber und man erwartet einen spannenden Kampf, der um so aufschlußreicher sein wird, als beide Gegner die Spitze der Tabelle innehaben. Wohl darf man erwarten, daß die Watzenborn-Steinber- ger über die reifere Technik verfügen, die Klein- Lindener werden aber bemüht sein, das durch erhöhten Eifer auszugleichen und den Teutonen einen ebenbürtigen Gegner abzugeben. Der Sieger des Kampfes dürfte als Gruppenmeister anzusehen sein. Wenn jeder Spieler der Gastgeber sein äußerstes Können einsetzt, sollte mit einem ehrenvollen Ergebnis zu rechnen sein. , FE.Teutonia* Watzenborn-Steinberg Die erste Elf tritt zum Verbandsspiel in Klein- Linden an. Die 2. Mannschaft der Teutonen empfängt die gleiche des Sportvereins Heuchelheim zum Verbandsspiel. Da die 1. Mannschaft von Heuchelheim einen spielfreien Sonntag hat, wird es wohl eine verstärkte 2. Mannschaft sein, die der 2. Mannschaft von Watzenborn-Steinberg entgegentritt. Oie Vezirksklaffe am Sonntag. Lollar — Naunheim SV. Wetzlar — VfB. Gießen Burg — Sinn Frohnhausen — Dillenburg 1900 Gießen — Bissenberg Wenn die Naunheimer noch bei der Meisterschaft mitreden wollen, so müssen sie unbedingt in Lollar gewinnen. — Die DfB.er dürften trotz größter Anstrengung in Wetzlar kaum gewinnen. — Der Tabellenzweite Burg hat in Sinn einen Gegner, der das gleiche System spielt. Ein Unentschieden ist daher zu erwarten. — In Frohnhausen haben die Dillenburger einen sehr schweren Stand. Ein knapper Sieg des Platzvereins ist zu erwarten. — Die 1900er sollten auf eigenem Gelände mit den Dissenbergern, die mit drei Mann Ersatz antreten, fertig werden. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 — Bisfenberg. Die Blau-Weißen empfangen den Tum- und Sportverein Bissenberg zum Rückspiel. Seit dem Vorspiel, das die Gäste mit 5:1 gewannen, sind in dem Stand keine allzu großen Veränderungen eingetreten zwischen den Vereinen, die den letzten Teil der Tabelle einnehmen. Bissenberg steht mit einem Punkt Vorsprung vor Lollar und 1900 an sechster Stelle. Das morgige Spiel ist deshalb für beide Mannschaften von besonderer Wichtigkeit, denn im Falle eines Sieges würde eine Verbesserung des Platzes eintreten, der bei der Frage nach dem Abstieg etwas beruhigend wirken könnte. Bei Beurteilung der Aussichten müßte für die Blau- Weißen ein kleines Plus entstehen, da nunmehr auch Sack Spielerlaubnis erhalten hat und dadurch die Aufitellung wesentlich stärker ist als seither. Die Elf in der Besetzung Rahn, Zeiler, Lippert, Erhard, Mank, Lehrmund, Ranft, Heilmann, Lobsack, Sack, Heuser sollte in der Lage Jein, einen Erfolg zu erringen, da die Gäste inzwischen durch eigenes Verschulden drei Spieler durch Herausstellen verloren haben. Das ist und darf aber kein Grund für 1900 fein, das Spiel etwa auf die leichte Schulter zu nehmen. 1900 II — Bisfenberg II. Nach der vorsonntäglichen Leistung müßte es oer Reserve der Blau-Weißen möglich sein, die Niederlage des Vorspiels wettzumachen. AfB.-Reichsbahn-Liga in Wehlar. Von jeher war in den Spielen zwischen Tabellen letzten und Tabellenersten alles drin! Wenn auch der Papierform nach die Wetzlarer Elf als Favorit des Spieles gilt, so werden sie doch in den Gießenern einen Gegner finden, der genau weiß, daß jeder Punkt für sie den Verbleib in der Bezirksklasse bedeutet. Die Wetzlarer Mannschaft hat durch die Einstellung von Reuter und Dettlapp ihren Sturm verstärkt. Diese Spieler zusammen mit Wohlgemuth und Zehner, werden die Gießener Hintermannschaft vor schwere Aufgaben stellen. Diesem Gegner gegenüber brauchen die VfBer aber sich nicht vor dem Spiele geschlagen zu bekennen. Auch sie haben durch Kudtel, der zum erstenmal den Sturm führt und durch Heß, der bestimmt Mitwirken wird, eine wesentliche Verstärkung zu verzeichnen. Bei diesen Mannschaften sollte in Wetzlar ein Spiel zu Stande kommen, das, abgesehen von seiner großen Bedeutung für die Gießener, von Anfang bis zum Schluß von spannenden Momenten aus- gefüllt sein sollte. Leiter des Spieles ist Küster Berghausen. VfB.-R. II — Wetzlar II. Nach ihren letzten Erfolgen trifft die zweite Mannschaft in Wetzlar auf den derzeitigen Tabel- im 77. Lebensjahr. Bekanntmachung Gießen. Eutin, Stolberg, den 20. Januar 1937. 418 D 1937, 28. kurz vor Vollendung seines 70. Lebensjahres von seinem Leiden erlöst Familie Wilh Weiß Gießen (Bleichstraße 15 I), den 23. Januar 1937 0373 Gießen. Krefeld-Uerdingen, den 22. Januar 1937, 473 D 442D Gießen, den 23. Januar 1937 452 D Gießen, den 23. Januar 1937. 0369 498 D Eichen: Hier und da hat sich was geändert Seltersweg 33 432V Aeudemngen Vorbehalten. 26. 27. 1937, 1937, M—R S—Z nicht durch erfolgt am: Montag, Dienstag, Mittwoch, Knüppel Astreis Scheit Knüppel Astreis. KleineAnzeigeu im Gießener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und geleiea. Die Beerdigung findet in der Stille statt — Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Kindes, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt). Am Freitag, dem 22. Januar wurde mein lieber Mann, unser Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Für alle Hinterbliebenen: Familie Konrad Damm. 70 rm Scheit Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeug- nlesen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen, Geschäft skarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert! Heute abend 18 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Clara Sundheim, geboreneWallmuth In tiefer Trauer: Julie Schäfer, geb. Sundheim Dr. med. Robert Sundheim Arwed Sundheim Oberstudiendirektor Dr. Arthur Schäfer Elisabeth Sundheim, geb. Bausch Loni Sundheim, geb. Kraft und sechs Enkelkinder. In tieiem Schmerz: Wilhelmine Mühl, geb. Brüh mann Dr. Wilhelm Mühl, Chemiker Lini Mühl, geb. Ziegler Hildegard und Horst Werner Mühl Erich Mühl, Studienassessor Lich, den 20. Januar 1937. Der Bürgermeister: Geil. Die Beerdigung findet am Montag, dem 25. Januar, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Für die vielen Beweise herzlicher-Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, dem Gesangverein Frohsinn für die letzte Ehrung sagen wir allen unseren innigsten Dank. Helene Panzer Wwe. und Angehörige. Garbenteich, den 23. Januar 1937. Gebrauchte Qualität^alyrzeuge Ständig wechselndes lager u.a. Audi - -hfcrcb - Wanderer - Opel Otlfrceded - Adler - fard m<5w. Audi gegen Teilzahlung I Unser lieber Kamerad Wilhelm Mühl Reichsbahnzugführ.i-R. ist zur großen Armee abgerufen worden. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Montag, 25. Jan., nachm. 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. — Beteiligung aller Kameraden Ehrenpflicht jjer Kameradschaltsltthrer ____________________483 D ■#■8? Das ist die neue Vollsichtbrille von 14 A LAW Optiker Magnus FILIALE FRANKFURT AM MAIN Mainzer Londstr. 196 - Fernruf 73254 Für die vielen Beweise aufrichtiger Teil nähme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Susanne Schäfer sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank Die trauernd Hinterbliebenen Brennholzversteigerung im Sicher Stadtwalde. In dem Forstort Eisenkaute werden nach vorheriger Zusammenkunft am Kreuzungspunkt der Konzebühl- und Mittelschneise in der Eisenkaute bei Nr. 522 am Donnerstag, dem 28. Januar 1937, vormittags 10 Nhr, versteigert: Scheiterrm: Buchen600. Knüppelrm: Buchenl35. Reisig Wellen: Buchen 5550; Stöcke rm: Buchen 140. 1 Stück Lindenstamm 0,88 fm. Brennholzverkauf Forstamt Krofdorf. Freitag, den 29. Januar, von 9.30 Uhr ab, bei Gastwirt Bender, Krofdorf. Revierförsterei Waldhaus, Distr. 53 a und 40. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgänge unseres lieben und unvergeßlichen Wilhelm sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. 28 125 Buchen: 848 210 1864 Betr.: Maßnahmen der Reichsregierung zur Regelung des Fettbezugs; hier: Ausgabe von Stammabschnitten mit Bezugsscheinen für Konsummarga. rine (ohne Verbilligung). Die Ausgabe der Bezugsscheine für Konsum- Margarine (ohne Verbilligung) für die Monate Januar, Februar und März 1937 an diejenigen Personen, welche bereits Antrag gestellt haben und deren Antrag ' - schriftlichen Bescheid abgelehnt wurde, Donnerstag, „ - zeweils in der Zeit von 9—12 Uhr im Stadthaus, Gartenstraße 2, I. Stock, Zimmer Nr. 13. Eine weitere besondere schriftliche Benachrichtigung an die Bezugsberechtigten erfolgt nicht mehr. Sofern dem Antrag eine Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers noch nicht beigefügt war, ist diese bei der Abholung des Bezugsscheins abzugeben. Bei dieser Gelegenheit wird nochmals auf die Bekanntmachung vom 28. Dezember 1936 hingewiesen, wonach Personen mit geringem Einkommen Antrag auf Gewährung eines Bezugsscheins für Konsummargarine (ohne Verbilligung) stellen können. Ohne diesen Schein ist zukünftig ein Bezug der Konsummargarine nicht mehr möglich. Antragsvordrucke sind im Stadthaus, Gartenstraße 2, I. Stock, Zimmer Nr. 13, während der Vormittagsdienststunden erhältlich. 413D Gießen, den 21. Januar 1937. Wilhelm Mühl Reichsbahnzugführer i. R. Holzversteigerung der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms. Donnerstag, 28. Januar, werden in der Windelbach versteigert: rm Scheitholz: Buche 107; Knüppel: Buche 93, Eiche 38; Wellen Reisholz: Buche 6400, Eiche 1700 (meist gute Stammreiser). Dabei kommen einige Festmeter Buchen- und Hainbuchen-Stamm- holz, Eichen-Wagnerholz, 2 rm Eschen-Nutzknüppel, 6 rm Eichen-Gartenpfosten und 90 Bohnenstangen zum Ausgebot. Zusammenkunft 10 Uhr am Pflanzgarten in der Windelbach. 421D Brühl’scheDruckerei nasseniieterant schuistr.?. auf 2251 dem 25. Jan. 1937, für die Buchst. A—G Für die vielen Beweise innigerTeilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, für die trostreichenWorte des Hen n Pfarrer Doll, der Kirchengemeinde für die Kranzniederlegung, ferner für die schönen Grablieder des Gesangvereins Eintracht und die Kranzniederlegung des l.Vorsitzenden Walb, sowie der Kriegerkameradschaft für die Ehrung sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichen Dank. Frau Susanne Reuschling und Familie Jakob Serth. Steinbach, den 22. Januar 1937. 481 D WINTERHILFSWERK 1936/37 ™ Winter-Schlufe-Verkauf Die von vielen erwartete Gelegenheit moderne Herren- und Knabenkleidung zu stark verbilligten Preisen anzuschaffen, beginnt Montag, 25. Januar Herren- Bekleidungshaus Gießen, Marktplatz o oTEGA iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiii Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinan- zeigen in die Hei' matzeitung, den BießenerAnzelger lllllllllllllllllllllllillllll Buchenreiser III. Klasse 1000 472D L—Z 440D Forstamt Rabenau. 471D RT AM MAIN • Fernruf 73254 Tage unbedingt einzuhalten. Gießen, den 21. Januar 1937. Der Vorsteher des Finanzamts Gießen. 122 98 7 46 4 111 7,4 ! dingungen. Langsdorf, den 21. Januar 1937. Der Bürgermeister: Kneipp. Nutzholz: Stämme, Eiche: 4. Klasse 16 Stück ----- 13,16 fm; 5. Klasse 4 Stück = 5,18 fm. Aeußerst gute Abfuhrlage. Günstige Zahlungsbe- SeklWlWUWii Oer SM Men. Die Ausgabe der Brennstoff-Bezugsscheine J3. Rate) für die Bezieher von Arbeitslosen- und Krisenunterstützung sowie sonstige Hilfsbedürftige, so- 'ern sie einen entsprechenden Antrag gestellt haben, -erfolgt am Montag, dem 25. Jan. 1927, für die Buchst. A—K, rm Buchenscheiter „ Eichenscheiter „ Hainbuchen-, Ahorn- u. Ulmenrundschtr. „ Buchenknüppel „ Hainbuchenknüppel „ Eichenknüppel „ Ulmen-, Erlen- und Fichtenknüppel -in der Zeit von 15—17 Uhr in dem Hause Lonystraße 2 ^Erdgeschoß, Schalterraum). Gießen, den 21. Januar 1937. 4140 Der Oberbürgermeister (Wohlfahrtsamt). 1970 Wellen Buchen- u. Hainbuchenreiser III. Kl. 200 rm Fichtenreiser III. Klasse 28 „ Buchenstöcke 49 „ Eichenstöcke. Zusammenkunft: Licher Straße, 12. Schneise. C. Freitag, den 29. Januar 1937, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 79 und 81 a des Stadtwaldes, Försterei Hochwart, 126 rm Buchenscheiter und -knüppel 9000 Wellen Buchenstammreiser II. Klasse Bekanntmachung. Dienstag, den 26. Januar 1937, vorm. 10 Uhr, an Ort und Stelle beginnend, werden aus dem Forstort Ober-Seilbach des Schutzforstes Busecker Tal versteigert: 1,06 fm Eichenstämme Kl. 3; 39 Stück Eiche, Deichsel, 4 m lang; 238 rm Eiche-Nutzrollen; Brennholz: 4 rm Buchenscheiter; 133 rm Eichenknüppel und 405 rm Eichenreisig. Londorf, den 22. Januar 1937. Brenn-undAutzholzversteigerung im Gemeindewald Langsdorf. In dem Vorderwald in den Forstorten Hegerich, Mten Landen und Pfaffenstrauch werden nach vorheriger Zusammenkunft am Bahnübergang, Nonnen- llröther Straße, am Mittwoch, dem 27. Januar 1937, wormittags 9% Uhr, versteigert: Brennholz: »Scheiter rm: Buchen 595; Hainbuchen 4; Eiche 46; Fichte 5. !Knüppel rm: Buche 37; Hainbuche 7; Eiche 26. iReisig rm: Buche 50; Fichte und Hainbuche 1. Kl. 4. 'Stöcke rm: Buche 10. -40 rm Buchen- und Eichenscheiter, für Wagnerholz geeignet. Dienstag, „ 26. „ 1937, Bekanntmachung iber die Offenlegung der Ergebnisse der Bodenschätzung. Die Ergebnisse der Bodenschätzung der Gemeinden Ruttershausen mit Friedelhausen, Staufenberg, Gr.- hnben, Lang-Göns, Kirch-Göns, Allendorf, Heckchel- kim einschließlich der Gebietseinschlüsse (Enklaven) iar Gemeinden Lollar, Odenhausen, Mainzlar, Dau- lringen, Sichertshausen, Klein-Linden, Leihgestern, l ützeljinben, Hörnsheim, Holzheim, Hochelheim, Nie- hrkleen, Dornholzhausen, Pohl-Göns, Ebersgöns, 'Ließen, Kinzenbach, Atzbach, Dutenhofen, Münch- Ivlzhaufen, Rodheim werden in der Zeit vom 4. Fe- Inuar bis 3. März 1937 in den Diensträumen des Finanzamts Gießen während der Dienststunden offen- <»elegt. Offengelegt werden die Schätzungsreinkarten und ine Schätzungsbücher für Ackerland und für Grünland, in denen die Ergebnisse der Bodenschätzung nieder- »elegt sind. Die offengelegten Schätzungsergebnisse uerben den Eigentümern und Nutzungsberechtigten ■ter Grundstücke nicht besonders bekanntgegeben. Gegen die Schätzungsergebnisse steht den Eigen- üimern der betreffenden Grundstücke die Beschwerde • ach den Vorschriften der Reichsabgabenordnung zu. 2ie Beschwerde kann in der Zeit bis zum Ablauf des . April 1937 beim Finanzamt entweder schriftlich üngereicht oder zu Protokoll erklärt werden. Mit dem Ablauf der Frist für die Einlegung des Rechtsmittels werden die.offengelegten Schätzungs- iirgebnisse unanfechtbar, soweit nicht Beschwerde eingelegt ist. Um zu erreichen, daß der amtliche Bodenschätzer . ie notwendigen Erläuterungen und Aufklärungen in üllen Fällen erteilen kann, habe ich als besondere Sprechtage für die Gemeinden Ruttershausen den '. II. 37, Friedelhausen und Staufenberg den u. 10. II. 37, Großen-Linden den 12. u. 15. bis 16. B. 37, Lang-Göns den 18. u. 19. II. 37, Kirch-Göns •en 23. bis 25. II. 37, Allendorf und Heuchelheim den . bis 3. III. 37 bestimmt. An diesen Tagen steht der Bodenschätzer den Grundstückseigentümern für Auskünfte zur Verfügung. An anderen Tagen kann damit nicht gerechnet werden. Ich ersuche daher die Interessenten, die bestimmten ’-j-Äi 948 - Düppel 21° * zlstreis- tfjv Brennholzversteigerungen der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: A. Montag, den 25. Januar 1937,9Z4Uhr beginnend, aus der Abteilung 90 a des Stadtwaldes, Försterei Hochwart, 124,1 rm Buchenscheiter 68,4 „ Eichenscheiter 35 „ Buchenknüppel 46,4 „ Eichenknüppel 4 „ Eichenreiser I. Klasse 1245 Wellen Buchenreiser III. Klasse 16 rm Buchenstöcke 20 „ Eichenstöcke. Zusammenkunft: Licher Straße, 12. Schneise. B. Mittwoch, den 27.Javuar 1937,9Z4Uhr beginnend, aus den Abteilungen 90a und 93 b des Stadtwaldes, Försterei Hochwart, I Jung I VN ssfeL. Ibtr cS1 ItHm ? l&tis RÖ I , 1 Ichnell RA?.* |1"'s Siege9r9enuber. r6o^roö6f0pf 1 Win,.- RSS r ^°ßen Teil Lb- len bereits s ’0n)eit [$a(be i hba5®ras Gy 5 ft •Ä« :F*-s nn Vogelsberg. Halali, Seif, 3, lifttiu fit Stonfum* y/ für bie Monate Ja- diejenigen then und deren Änlrog •ib abtzelehni wurde, 'für die Buchst. A-G l, „ „ H-L 1, „ , . M-R 7, „ „ S-Z 12 Uhr im Stadthaus, »er Nr. 13. iftliche Benachrichtigung olgt nicht mehr. Berdienftbefcheinlgung igefügt war, ist diese bei ins abzugeben, rb nochmals auf die Be* nber 1936 hingemestn, em Einkommen Antrag gsscheins für Konstnn- i) stellen können. Ohne in Bezug b« M"* h Antragsvordrucke i'no Stock, Zimmer nttagsdienststunden^ )37. ermeister mm^^,---- Weigerung btwalde. 1 SS bei 193,1 W fm. 4420 ^r^Eeil^------- jaerung i rre'^^abei komme" lei lager u.a. indtrtr. 0pd ''Ford 'Zahlung I 20 rm Buchenstöcke. Zusammenkunft: Licher Straße, 9. Schneise. Gießen, den 22. Januar 1937. 416C Der Oberbürgermeister: I. V.: 0r. Hamm, Bürgermeister. Holzversteigerungen der Fürstlichen Oberfärsterel Lich. Montag, 25. Januar, werben im Brunnenwald, Mühlberg, Schwarzwald und Herrnhöhler versteigert: rm Scheitholz: Buche 300, Eiche 15; Knüppel: Buche 260, Eiche 110, Nabel 4; StockholzS'Buche 110; Knüppelreiser: Eiche 15; Mellen Reisholz: Buche 7500 (dabei gute Stammreiser); rm Gartenpfosien: Eiche 6. Zusammenkunft 9% Uhr: Straße Steinbach—Lich am Albacher Hof. Das Holz sitzt in guter Abfuhrlage nahe der genannten Straße. — Erste Versteigerung im Pfaffen- höhler voraussichtlich: Montag, 8. Februar. Die Oberste Bauleitung der Reichsautobahn fjat zugesagt, daß bis dahin an der Straße Garbenteich—Lich eine behelfsmäßige Ueberfahrt hergestellt sei. 282D Dienstag, 26. Januar, werden im Langeberg und Mühlwäldchen versteigert: rm Scheitholz: Buche 20, Eiche 10, Kiefer und Fichte 15; Knüppel: Buche 40, Eiche und Hartlaub 30, Kiefer und Fichte 5; Knüppelreiser: Eiche 50; Mellen Reisholz: Buche 1000; rm Garlenpfosten: Eiche 8; fm Schnitt- und Stammholz: Eiche (3. bis 5. Kl.) 6, Kiefer (2. bis 4. Kl.) 6, dazu 2 St. Eiche Magnerholz und 6 St. Deichseln. Zusammenkunft 9% Uhr, Straße Nieder-Bessin- gen—Langsdorf, Waldeingang. Wegen werterer Versteigerungen (Meilbach: 2. Februar usw.) bitten wir die Samstagsnummern der örtlichen Tageszeitungen zu beachten. achung. sregierung zur Regelung usgabe von Stammab» nen für fonjutnmarw 438 A Unser Werberuf Preise entscheiden! Unsere Garantie Vorzügliche Qualitäten Unerreichte Auswahl Im Winter-Schluß Verkauf Stepp- Tisch- kaufen Sie billig: Gardinen, Dekorationen» Grobtülle, Schwedenstreifen,Voile,Waschseide, Kretonne, Kettendruck, Leinen, große Posten Einzelstores und Dekorationen, teils etwas an getrübt,Bettvorlagen, Läuferstoffe, Brücken, Bettumrandungen, und Daunendecken, Bettdecken, und Divandecken, Filetdecken, Möbelstoffe usw. Beachtliche Partien Einzel- Bettvorlagen äußerst vorteilhaft -j-. . .. Ausgenommen: Linoleum - Teppiche • Polstermöbel Bey nm Montag, den 25. Januar 12 Tage für fparfreudige 453 A wird der am Montag, 25. 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' WA •', ' , lUU < ' Ä?L r LH Wälle aus Eisschollen an der SsiseeM Infolge der schweren Eisstürme sind die Küsten besonders an der Ostsee völlig vereist. Dieses Bild veranschaulicht, wie sich am Strand von Ahlbeck riesige Wälle von Eisschollen auftürmten, die der Sturm an die Küste trug. Im Hintergrund die Seebrücke von Ahlbeck. — (Scherl-Bilderdienst'M.) Geschichten aus aller Welt. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Der Mann mit den vielen Uhren. J. Bl. Tokio. Einer der seltsamsten Heilige dürfte in Kobe in Japan im Oriental-Hotel sitzen. Es handelt sich um einen Australier N. H. M. Mody. Er kam vor 15 Jahren nach Kobe, mietete ein Zimmer in dem Hotel und hat seither dieses Zimmer nicht mehr verlassen. Er behauptet, er fühle sich sehr wohl dort oben. Er habe eine ausgezeichnete Aussicht und brauche sich nicht über die Menschen und den Verkehr auf den Straßen zu ärgern. — Er hat sich eine seltsame Gesellschaft ausgesucht für seinen stillen Aufenthalt im Hotelzimmer: nämlich Uhren. Allein 15 Standuhren hat er in seinem Zimmer — alle nebeneinander an der Wand ausgestellt Außerdem ticken ununterbrochen Wecker und Taschenuhren (zusammen 176 Stück) im Zimmer. Wenn also Mr. Mody nicht gerade die schöne Aussicht von Kobe genießt, dann ist er vollauf damit beschäftigt, seine Uhren aufzuziehen, die ihm haargenau verraten dürften, wie sein seltsames Leben im Hotelzimmer von Kobe verrinnt. Der Eremit von Bamwesi. E. Z. Kapstadt. Aus Rhodesien erfährt man, daß dort der „Eremit von Bamwesi', Tommy Robbins, inmitten seiner Eingeborenen gestorben ist. Er war vor 30 Jahren in Natal ein bekannter Mann, der rasch ein Vermögen beisammen hatte. — 2sls er eines Tages Natal verließ, glaubte man, er gehe nach England zurück. Statt dessen aber verbarg er sich irgendwo in Bamwesi, wo er inmitten einiger Eingeborenen eine kleine Kolonie aufzog und nie mehr mit Weißen in Berührung trat. Mit einer Ausnahme. Ein britischer Offizier wurde auf der Jagd schwer verletzt von Negern des Tommy Robbins aufgefunden und zu dem „Eremiten" in die Hütte gebracht. Aber Tommy Robbins, der seinen Gast mit größter Hingabe pflegte, sprach kein Wort mit dem Fremden. Als dieser später Robbins in ein Gespräch verwickeln wollte, griff dieser zum Karabiner und wies dem Engländer d-ie Tür. Das war das Letzte, was man von Tommy Robbins hörte. Automatische Brautschau. (th) Neuyork. Der erste Bräute-Automat ist da. Man sieht nach Einwurf eines Dollars und nach Drehung einer Kurbel eine Anzahl mehr oder weniger schöner Mädchen an sich vorüberziehen — im Bild selbstverständlich. Entbrennt das Herz eines jungen Mannes oder eines älteren Herrn, der einen Dollar geopfert hat, in Liebe zu einem jener Wesen im Automaten, dann drückt er wieder auf einen Knopf und erhält Photo, Adresse, Alter und im gegebenen Fall sogar eine genau Angabe der Mitgift, die jene Schöne mitbringt. Die Amerikanerinnen, die sich in einem solchen Automaten „ziehen" lassen, müssen dem Apparatenbesitzer 5 Dollar zahlen, ehe ihnen jener Platz eingeräumt wird, der ihnen vielleicht das Eheglück beschert, das ihnen ein tückisches Geschick bis zur Stunde oorenthielt. Man weiß noch nicht, wie die bisherigen Ergebnisse jener mechanisierten Brautschau sind. Bemerkenswert ist aber, daß jener Unternehmer nun schon den fünften Automaten dieser Art ausstellen konnte. Demnächst will er auch Automaten einrichten, in denen die Damen sich ihren Bräutigam aussuchen können ... 60000 Mark für den Geruch. (-) London. Mit einem Schadenersatzanspruch, wie er in dieser Art wohl noch nie erhoben worden ist, hat sich das Zivilgericht in Winchester in der englischen Grafschaft Hampshire zu beschäftigen. Die Kläger sind zwei Arbeiter, Robert Barrett und I. Ernest Green, die bei einer Asphaltierungsgesellschaft angestellt sind, die eine neue Asphaltierungsmethode benutzt. Beide klagen auf einen Schadenersatz von je 5000 Pfund, also über 60 000 Reichsmark, da sie durch ihre Arbeit nachweislich jeden Geruch verloren haben. Beide sind dabei ausgesprochene Blumenliebhaber, was sie in ihrem Anspruch noch besonders geltend machen, und weisen weiter darauf hin, daß der Verlust des Geruches auch eine Schwächung des Geschmacks nach sich ziehe. Durch ihre Arbeit hätten sie einen so beträchtlichen Teil ihrer Lebensfreude verloren; der Verlust sei durch die genannte Summe kaum abgegolten. Kannst Du kochen, Johanna? (an) Plymouth. Der Standesbeamte in Plymouth hat eine strenge Anw^sung bekommen: Wenn ein junges Mädchen sich mit dem Bräutigam zur Heirat einschreioen läßt, dann muß er vorher an das Mädchen die Frage richten, ob es auch kochen könne. Denn man ist in Plymouth nicht mit Unrecht der Ansicht, daß „das Glück einer Ehe nicht lange hält, wenn das Mädchen sich nicht auf die Küche versteht!" Erst wenn sogar der Bräutigam bestätigt hat, daß die Braut sich ausgezeichnet auf die Handhabung von Kochlöffeln verstehe, erfolgt das Aufgebot. Ehegattin, die sich tätowieren lätzt. (rt) Glasgow. Der am meisten tätowierte Mann dieser Erde ist ein Engländer in Glasgow. Dor einiger Zeit verlobte er sich mit einem schönen jungen Mädchen, betonte aber gleich, daß er sie nur unter der Bedingung heirate, daß sie sich nach seinen „Entwürfen^ tätowieren lasse. Das Mädchen war in ihrer Liebe dazu bereit. Jedoch nach der 10. „Sitzung" erklärte es, daß es nun genug habe und lieber auf das Eheglück verzichte, zumal die Tätowierungen keineswegs schmerzlos verliefen. Ein Gericht entscheidet jetzt über die Entschädigungsklage der Braut gegen ihren einstigen Bräutigam. Dieser aber sucht mittlerweile durch Anzeigen in englischen Blättern eine neue Gattin, ein Mädchen, das sich tätowieren läßt. Merkwürdige Gedächtnisstörungen. (rt) Zürich. In den letzten Monaten sind in der Schweiz einige Fälle merkwürdiger Gedächtnisveränderung beobachtet worden. Ein 32 Jahre alter Mechaniker fiel von einer Maschine und erlitt einen Schädelbruch. Anfangs konnte er überhaupt nicht sprechen. Jetzt kommt langsam die Sprachfähigkeit wieder. Aber er spricht schriftdeutsch, also hochdeutsch, während er vorher nur schweizerdeutsch geläufig beherrschte. Im Kanton Glarus ließ sich nach zehnjähriger Abwesenheit in Frankreich ein Schweizer nieder, der kurze Zeit nachher von einem Schlaganfall getroffen wurde. Er verlor gleichfalls die Sprache. Als sich nach drei Tagen die Sprachfähigkeit allmählich wieder einstellte, fand er nur noch französische Worte und konnte sich auf den Namen keines Gegenstandes in der deutschen Sprache besinnen. Jetzt erst — nach drei Monaten — scheint ihm auch die deutsche Sprache wieder einzufallen. Doch auch hier zeigt sich, daß er auf einmal Schriftdeutsch redet, daß also offenbar die gedruckte deutsche Sprache nachhaltiger in sein Gedächtnis einging als das Schweizerdeutsch, das er im Umgang lernte und sprach. Der Mann mit dem Autounfall. (cs) Budapest. Wenn man vom Auto überfahren wird, kommt man im allgemeinen ins Krankenhaus. Man kann aber auch ins Gefängnis kommen, nämlich, wenn man es so anfängt, wie unlängst Ladislaus Micho aus Budapest es tat. Schon seit einiger Zeit hatten sich in der verkehrsreichen Innenstadt in Budapest ganz merkwürdige Unfälle wiederholt. An der Kreuzung zweier belebten Straßen waren mehrmals Männer von Autos angefahren worden. Das heißt, die Männer waren hineingelaufen. Sie stürzten dann nieder — die Fälle verliefen auffallenderweise einer genau wie der andere — waren vom Kotflügel gestreift worden und hatten meistens leichtere Verletzungen davongetragen. Kaum war der betreffende Verunglückte wieder auf den Beinen, so eilte ein unbekannter Helfer herbei, der ihn stützte und den Kraftwagenführer wegen seiner Unachtsamkeit beschimpfte. Der, um keine Scherereien mit der Polizei zu bekommen, erklärte sich fofort bereit, ein angemessenes Schmerzensgeld zu zahlen, und bann war bald die Angelegenheit erledigt. Mehrmals war Ladislaus Micho schon auf diese Weise „verunglückt". Da passierte es ihm eines Tages, daß er unvorhergesehener Weise tatsächlich verunglückte. Die Verletzung, die er davontrug, war ernster als sie sonst bei diesen „Unfällen" zu fein pflegte. Und da verlor Micho zum erstenmal die Nerven. Als ihm der Chauffeur ein Schmerzensgeld anbot, in der Üblichen Höhe, wies Micho dies entrüstet zurück. Er wolle mehr haben. Da erklärte der Kraftwagenführer im Bewußtsein feiner eigenen Unschuld an diesem „Unfall", daß er es auf eine polizeiliche Feststellung gern ankommen lassen wolle. Und schon war ein Polizist zur Stelle, und damit war das Schicksal Michos besiegelt. Denn nun stellte es sich heraus, daß er mit mehreren Kumpanen zusammen feit längerer Zeit planmäßig solche „Autounfälle" hervorrief, um sich Schmerzensgelder zahlen zu lassen, von denen er und seine Freunde lebten. So kam es, daß in Budapest ein Mann, der vom Auto überfahren wurde, nicht ins Krankenhaus, sondern ins Gefängnis gebracht wurde. Wer erhält Fettver-illigungsscheine? Und wer Bezugsscheine für den Bezug von Konsum-Margarine (ohne Berbilliguno)? Vom Wohlfahrtsamt der Stadt Gießen wird uns geschrieben: Da anscheinend immer noch Unklarheit darüber herrscht, welche Personen zum Bezüge von Fett- verbilligungsscheinen und von Bezugs- sckeinen für d i e K o n s u m - M a r g a r i n e ohne Verbilligung in Frage kommen, sei kurz folgendes wiederholt ausgeführt: 1. Fett verbilligungsscheine erhalten a) Personen, die in öffentlicher Fürsorge stehen, also Empfänger von Wohlfahrtsunterstützung, Sozialrentner, Kapitalrentner, Empfänger von Vorzugsrente, Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterblie- ■ bene, Empfänger von Familienunterstützung (Unter* । stützung der Angehörigen der einberufenen Wehr- ' pflichtigen und Ärbeitsdienstpflichtigen), ferner solche 1 Personen, deren Einkommen den Richtsatz in der öffentlichen Fürsorge nur um einen geringen Betrag übersteigt. — Außerdem können b) Anstalten der öffentlichen und der freien Wohlfahrtspflege für die in ihnen in geschlossener Fürsorge untergebrachten Personen nach besonderen Richtlinien Fettver- billigungsscheine erhalten Empfänger von Arbeitslosen- und Krisenunterstützung erhalten ihre Fett- verbilligungsscheine vom Arbeitsamt. Antragsvordrucke sind bei den einzelnen Fürsorgestellen erhältlich. 2. Bezugsscheine für Konsum-Margarine (ohne Verbilligung), die ab 1.1.1937 ein- geführt sind, für diejenigen Volksgenossen, die nach ihrer wirtschaftlichen Lage auf den Bezug von Konsum-Margarine angewiesen sind und bei denen die Voraussetzungen für die Gewährung der Fettver- billigungsscheine nicht vorliegen, können erhalten a) Personen, deren Lohn und sonstiges Einkommen sich in der Nähe des dappelten Richtsatzes der öffentlichen Fürsorge (100 Mark monatlich für ein Ehepaar und für jedes minderwertiges Kind 24 Mark monatlich mehr) hält, ihre Ehefrauen und unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder (Familien mit mehreren Kindern werden beooriugt); b) Anstalten der öffentlichen und der freien Wohlfahrtspflege für die in ihnen in geschloffener Fürsorge untergebrachten Personen, bei denen die Voraussetzungen für den Bezug der Margarine-Bezugsscheine erfüllt sind. Ohne Bezugsschein ist somit künftig der Bezug der Konsum-Margarine nicht mehr möglich. Antragsvordrucke hierfür sind im Stadthaus, Das fremde Gesicht. Vornan von Garen. 24. Fortsetzung (Nachdruck verboten!) „Sie sind auch zur Zeit sehr unglücklich. Ihr Bräutigam" — sie überflog die Daten, die Ina ihr auf einem kleinen Zettel hinfchob — „aha, im Zeichen „Fische" geboren, dacht' mir's gleich! Ein schlechtes Zeichen für die Liebe. Sind wankelmütige Charaktere, die „Fische". Trinken gern. Können feiner Frau lang treu bleiben." „Das glaub’ ich nicht, Frau —", Ina vergaß in der Erregung den Namen ihres Gegenübers. Ihre blaffen Wangen brannten mit einmal. „Nein, so war Richard nicht. Wegen einer Frau war es nicht, daß er mich damals im Stich gelassen hat, darauf könnt' ich schwören, denn . 6 Der Mund ging ihr über. In weniger als einer Viertelstunde wußte Frau Angelika Schnäbel! so ziemlich alles, was die Klientin auf dem Herzen hatte, ohne daß Ina selbst überhaupt merkte, daß nur sie es war, die sprach, während die Astrologin sich nur darauf beschränkte, die Atempausen der Erzählerin mit einigen fachmännischen Einwürfen auszufüllen. Als Inas Redestrom endlich versiegte und sie mit zitternden Fingern nach ihrem Taschentuch suchte, hatte Frau Schnäbelt die Stütze der Himmelszeichen schon gar nicht mehr nötig. Sie klappte ihr Planetenbuch zu und überließ sich nur noch ihrer Eingebung. „Ein seltener Fall" nickte sie tiefsinnig, „aber vielleicht kommen wir dem Geheimnis auf okkultem Wege auf die Spur. Sie müssen nur Geduld haben, Fräulein." Frau Schnäbeli dachte angestrengt nach. „Ein fremdes Gesicht, sagen Sie?" kam es gewichtig von ihren Lippen. „Haben Sie schon einmal etwas von sogenannten „Dämonen" gehört, die im Tod oder im Schlaf in einen fremden Körper kriechen? Vielleicht ist es so etwas. Vielleicht ist ihr Bräutigam von so einem Dämon besessen, und darum ist auch sein Gesicht ganz anders geworden, weil es doch natürlich von dem Dämon entstellt ist." „Meinen Sie ...?" Inas Pupillen weiteten sich in atemloser Spannung. „Und — ?" Die Sybille stocherte sich mit ihrem langen Bleistift tiefsinnig unterm Haar herum. „Es könnte auch überhaupt nur sein Aetherleib gewesen sein, den Sie gesehen haben. Vielleicht war er in Gefahr und ist Ihnen deshalb erschienen. Leicht möglich, er ist ja zur Zeit sehr schlecht aspek- tiert. Ende September ist fein Aszendent rückläufig geworden, und jetzt im Oktober hat er wieder eine schwere Quadratur im Horoskop. Mär' schon möglich, daß ihm da etwas Schlimmes passiert. Vielleicht zeigt er sich Ihnen dann wieder." „Wann denn, wann?" „Das — ja ..." Frau Schnäbeli geriet unter dem fieberhaft bohrenden Blick der Kundin ein wenig aus dem Konzept. „Das kann ich natürlich so auf den Tag nicht sagen. Das verschiebt sich manchmal." Sie fing wieder an, in den„Ephemeriden" zu blättern. „So um den Fünfzehnten herum, denk' ich. Da ist eine doppelte Opposition von Mars und Venus . ." „Und bann seh' ich ihn wieder?" Der Blick des Mädchens bekam etwas Flackerndes, das Frau Schnäbeli zur Vorsicht mahnte. „Das will ich nicht behaupten, Fräulein Ich sage bloß, wenn es vielleicht sein Aetherleib war, den Sie gesehen haben, und wenn er die Gabe besitzt. Ihnen in Augenblicken der Gefahr zu erscheinen, dann — aber dann müssen Sie sich in acht nehmen, Fräulein, ihn ja nicht anrufen ober gar an- faffen, verstanden! Ds ist sehr gefährlich — auch für Sie. Es könnte auf der Stelle Ihr Tod fein." Ina Lenk machte eine gleichgültige Schulterbewegung, die besagen sollte, daß der Tod für sie kein Schreckmittel sei. „Und wenn es nicht fein Aetherleib war", forschte sie mit verhaltenem Atem weiter, „wenn er es doch selber gewesen ist, den ich gesehen habe? Das mit dem Dämon, das kann schon stimmen. Es muß ein Dämon sein, der ihn so verwandelt hat, auch innerlich. Der mir sein Herz gestohlen hat, ihn gezwungen hat, mich sitzen zu lassen und spurlos zu verschwinden. Ein Dämon, ja." Sie befeuchtete mit der Zungenspitze ihre trockenen Lippen. Ihr Atem ging hörbar. „Aber — kann man denn gar nichts tun, damit der Dämon ihn wieder verläßt, damit er wieder wird, der er war, und zu mir zurückkehrt? Gibt es denn dafür kein Mittel?" Ina beugte sich über den Tisch ganz nah zu ihrer Beraterin vor und legte ihr die Hand auf den Arm. „Hören Sie, liebe Frau — Schnäbeli, ich würde es mir gern was kosten lassen. Ich bin — ich verdiene ganz gut. Die Okkultisten haben doch ihre bestimmten Methoden für derartige Dinge, nicht? Ach. Frau Schnäbeli — wenn Sie mir nur helfen könnten, mir und ihm. Wenn Sie ihn mir zurückrufen könnten ...! Oder schlägt das nicht in Ihr Fach? Verstehen Sie sich nicht auf schwarze und weiße Magie? Dann müßte ich ..." Frau Schnäbeli unterbrach sie mit einer beleidigten Geste. „Was denken Sie, Fräulein! Ich sollte mich nicht auf Magie verstehen, wo ich mich doch schon damit abgegeben habe, kaum daß ich aus der Schule war. Meinen eigenen Mann — Gott hab ihn selig! — hab’ ich mir auf die Weise ergattert, iawohl. Er hatte zuerst eine andere, die ihn nicht aus den Fängen lassen wollte. Und da hab' ich Tag und Nacht mit dem Pendel dagesessen — mit dem side- rischen Pendel, wissen Sie — wochenlang. Bis ich ihn mir hergependelt hatte." „Ja, wirklich?" Eine fahle Röte klackerte über -^nas verhärmtes Altmädch-mgesicht. „Dann könnten Sie also — bann könnten Sie mir doch auch meinen Richard herpendeln, wenn —* „Wenn er noch am Leben ist, ja", bestätigte Frau Schnäbeli mit herablassender Würde. „Um das festzustellen, müßte ich mir freilich erst fein ganzes Horoskop durchrechnen." „Das ist nicht nötig. Ich hab' mir schon mindestens ein dutzendmal fein Horoskop stellen lassen, und immer ist dabei herausgekomme.n. daß er noch lebt. Und ich hab' das ia auch selbst im Gefühl, ganz deutlich. Ach, liebste Frau Schnäbeli. Sie müssen mir helfen’ Sie sind meine letzte Hoftnuna ^uf welche Art Sie es machen, ist mir ganz gleich. Aber helfen Sie mir’ Schaffen Sie mir meinen Richard her, schaffen Sie ihn mir her, so bald wie nur möglich..." Frau Schnäbeli wetzte unruhig auf ihrem Sessel hin und her. Sie merkte, daß ihre neue Klientin nicht mehr weit von einem Nenvenanfall war, und bekam es ein wenig mit der Angst Vorsichtig befreite Frau Schnäbeli ihren Arm aus Inas umklammernden Händen und griff nach der Wasserkaraffe, die noch von der Mahlzeit her auf dem Tisch stand. „Nur ruhig, Fräulein, nur nicht den Kopf verlieren", mahnte sie beschwichtigend. „Trinken Sie erst mal einen Schluck Wasser — so. Ich will Ihnen gern helfen, natürlich. Ich setze mich gern jeden Abend eine Stunde mit dem Pendel für Sie hin. Aber das sag' ich Ihnen gleich, Fräulein — so von heut auf morgen geht das natürlich nicht. So was kann Wochen und Monate dauern, je nachdem der Herr für das Magische empfänglich ist. Und es ist auch eine große Anstrengung für mich, können Sie sich denken, immer sttzen und sich konzentrieren — eine große geistige Anstrengung! Gar nicht zu reden von der Zeit, die draufgeht." Sie machte eine vielsagende Pause und pickte mit dem Zeigefinger nachdenklich die Brotkrümel von der Wachstuchtischdecke. Ina Lenk verstand. Sie war allzu vertraut mit diesen Kreisen, um nicht zu wissen, daß auch der entmateriafifiertefte Geist noch zuweilen den profanen Bedürfnissen der Materie unterworfen ist. „Aber natürlich, Frau — eh — Frau Schnäbeli", beeilte sie sich zu versichern. „Sagen Sie mir dann nur, was ich Ihnen schuldig bin. Ich — wie gesagt — ich laß es mir gern was kosten. Für das Glück darf einem nichts zuviel fein. Und ich habe ja Aufträge genug, ich kann es schon schasten." Frau Schnäbeli zog mit einer stummen Gebärde einen Schlußstrich unter Inas materielle Erwäaun- gen. Dann fragte sie dgs Mädchen, ob sie zufällig eine Photogrgphie ihres Verlobten bei sich habe. ,.Die brauche ich nämlich zum Pendeln", erklärte sie. „Sie können ganz unbesorgt fein, es kommt nichts drauf." Sie wußte aus ihrer Praxis, daß Mädchen vom Schlage Ina Lenks immer zufällig die Photographie ihres Verlobten bei sich tragen, auch wenn das Photo schon sechs Jahre alt und der Verlobte längst verschollen ist. Und sie behielt mit dieser Voraussetzung recht. Ina reichte ihr nach kurzem Zögern ein kleines Brustbild Richard Stubensands, das vom vielen • Herumtragen in der Handtasche schon ganz fleckig und an den Ecken verbogen war. Frau Schnäbeli legte es mit einem gleichgültigen Blick auf die glatten, ein wenig verschwommenen Gesichtszüge beiseite, zusammen' mit dem Fünf- ftankenstück. das Ina ihr gleichzeitig in die Hand gedrückt hatte. Dann begleitete sie ihren Besuch zur Tür. Gewiß, ja — heute abend noch würde sie mit der Pendelei beginnen. Nur keine Sorge ...! Hier der Schirm von dem Fräulein! Beinah vergessen. Auf Wiedersehen! Jawohl, jeden Abend zwischen sechs und acht ...! (Fortsetzung folgt!) Oberheffen Berlin Frankfurt a. M. Blums ld 97,5 97,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL Wirtschaft z$. röolroihomflrff I st en Umsätzen. Als fest sind weiterhin Gebr. Jung' Su^w-ftoermcher (^etmoemarn. nn5 3U'Retinen, öie auf 122,90 (121,75) anftie _ . — . f < k S /s*« a** AnmorföH Al TI /TO tl Hl? 11 ("I T Kirchliche Nachrichten Gat- "Wen."'"1810 5 Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. 0,758 41,97 0,153 3,053 54,58 47,14 12,23 5,395 11,625 136,46 13,11 97,5 95 125,5 97,5 0,754 41,89 0,151 3,047 54,48 47,04 12,20 5,385 11,605 136,18 13,09 95 94,25 125 97,5 95,25 101,4 101,75 110,25 95 94,5 125,25 97,5 95,25 101,5 101,7 110,25 0,750 41,86 0,151 3,047 54,43 47,04 12,19 5,38 11,60 136,15 13,09 125 97,5 19,75 125,75 17,5 17,75 125,75 187,25 127 111,5 115,5 107,5 97,5 95 12 6 4 4 4 20 126 17,9 17,75 125,75 188,5 111 115 0,754 41,94 0,153 3,053 54,53 47,14 12,22 5,39 11,62 136,43 13,11 20 126,13 17,75 17,25 125,9 186,5 111,5 115,5 107,5 Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 24. Januar. Buenos Aires . Brüssel....... Rio de Janeiro Sofia........ Kopenhagen... Danzig....... London....... Helsingfors.... Paris........ Holland ...... Italien....... Reichsbanl............... Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat-Banl Deutsche Diskonto......... Dresdner Bank........... 101,65 110,3 9,05 15,13 1,4 5,4 6,45 5,2 6,55 9,6 5,4 gen. Von anderen Maschinenwerten gingen Muag auf 138,75 (139,50) zurück, Eßlinger und Moenus lagen behauptet. Der Montanmarkt lag wiederum fast geschäftslos, Verein. Stahl 118,50 (119), Mannesmann 118,50 (118,90), Hoesch 118 (118,25), Rheinstahl 150,50 (150,75). Von chemischen Werten bröckelten IG.-Farben und Scheideanstalt je 0,25, Deutsche Erdöl 0,50 v. 5). ab, Metallgesellschaft unv. 154. Am Elekrtomarkt ließen Licht und Kraft 1,50 v. S). nach auf 152,75, Siemens notierten 0,65 v. $). höher mit 198,65. Schiffahrtsaktien lagen bei stark geschrumpften Umsätzen behauptet. Unverändert zur Notiz kamen ferner Zellstoffaktien und Westdeutsche Kaufhof. Dagegen lagen Reichsbank-Anteile 2 v. H. Garten st raße 2, 1. Stock, Zimmer Nr. 13, während der Vormittags-Dienststunden erhältlich. Die in der letzten Zeit von der Stadtverwaltung ausgegebenen Haushaltslisten (blaue Bogen) stehen mit den vorgenannten Fettverbilligungsschei- nen bzw. Bezugsscheinen in keinem Zusammenhang. Zweck der Haushaltslisten ist lediglich, die geordnete Belieferung der Bevölkerung mit Fett überhaupt sicherzustellen. Die Haushaltslisten sind daher in dem Geschäft, von dem der Kunde zu beziehen wünscht, zur Eintragung in die Kundenliste vorzu- 20 126 41,65 17,75 17,65 125,75 188,5 126,75 110,75 114,5 107,25 1,3 5,4 6,5 6,4 9,45 5,4 101,65 110,3 8,6 15,25 1,4 5,4 6,35 5,2 6,5 9,65 5,3 Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrverwalter Damerau; 11: Kinderkirche für die Matthäus- gemeinde; Pfarrverwalter Damerau; 17: Pfr. Becker. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer- 17: Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbesprechstunde im Johannessaal; Pfr. Trapp. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lic. Herrfurth (Rodenbach); 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Lic. Herr- furth (Rodenbach). — Petruskapelle (Wetzlarer Weg Nr. 59). 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfr. Trapp. — Wiefeck. 10: Gottesdienst; 15: Bibelstunde. — Allen Buseck. 10: Gottesdienst; 13: Kindergottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Annerod. 13: Gottesdienst. — Rödgen. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst. — Daubringen. 20: Gottesdienst. — INainzlar. 13.30: Gottesdienst. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Klein- Linden. 10.45: Kindergottcsdienst. 13.30: Gottesdienst. Watzenborn-Steinberg. 12.15: Kindergottesdienst; 13: Hauptgottesdienst. — Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Hausen. 10: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Rieder-Bessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Missionar Ruff; Kollekte; 19.30: Abendgottesdienst; Missionar Ruff. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst; Missionar Ruff. — Wuschenheim. 11: Gottesdienst. — Birklar. 13.30: Gottesdienst. — Wünzenberg. 11: Gottesdienst (Eröffnung der kirchlichen Woche); Kollekte; 14: Traugottesdienst; Kollekte. — Trais-Wünzenberg. 9: Gottesdienst (Eröffnung der kirchlichen Woche); Kollekte. — Hungen. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst — Kirtorf. 13: Hauptqottesdienst; anschließend Kindergoktes- dienst. — Ober-Gleen. 9.15: Kindergottesdienst; 10: Hauptgottesdienst. — Harbach. 10: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl für die Jugend; Kollekte.— Beltershain. 12.45: Gottesdienst. — Wirberg. 14.15: Gottesdienst. — Beilsberg. 10: Lesegottesdienst. Dienstag, den 26. Januar. Mainzlar. 20 Uhr: Bibelstunde. Mittwoch, den 27. Januar. Kirtorf. 20 Uhr: Bibelstunde. schwächer mit 186,50. Am Rentenmarkt bestand überwiegend Nachfrage, besonders wieder nach Goldpfandbriesen. Von variablen Werten gewannen Altbesitz und Reichsbahn-VA. je 0,25 v. H. auf 118,50 bzw. 126, Zinsvergütungscheine waren zu 95,13 (95) gesucht, Kommunal-Umschuldung unv. 90,85, Wiederausbauzuschläge 75 (74,75), dagegen späte Schuldbuchforde- rungew 98,40 (98,50). Städte-Altbesitzanleihen bewegten sich zwschen 117,50 bis 118,50. Von Auslandrenten waren mexikanische Anleihen stärker angeboten. In der zweiten Börsenstunde bewegte sich das Geschäft am Aktienmarkt zwar weiter in sehr engen Grenzen, die Haltung war aber etwas freundlicher und bei den führenden Papieren ergaben sich leickte Befestigungen. JG.-Farben 168,50 nach 167,90, Siemens fest mit 200 v. H. nach 198,65, Muag 0,25 v. H. erholt mit 139. Am Schluß bröckelten die Kurse wieder 0,50 v. H. ab Auf Veröffentlichungen über die voraussichtlichen Dividendenausschüttungen bei den Großbanken, die bei DD- und Commerzbank 5 (4) v. H. lauten und eine weitere Steigerung in Aussicht stellen, zeigte sich Nachfrage, DD-Bank 115,50 (115), Commerzbank 111,50 (111), auch Dresdner Bank 0,25 v. H. höher mit 107,50. Don Jndustriepapieren kamen Aschaffenburger Buntpapier nach Pause und Geldstreichung mit 76 (73,50) wieder zur Notiz. Am Rentenmarkt zogen Kommunal-Um- schuldunq auf 90,90 nach 90,85 an, Altbesitz 118,50 bis 118,65. Von Goldpfandbriefen Nass. Landesbank 97,75 (97,50), do. KO. 94,75 (94,65), ferner zogen die meisten Serien der Landeskommunal-Bank Darmstadt 0,25 v. H. an. Liquidationspfandbriefe bröckelten teilweise weiter 0,13 v. H. ab, Stadtanlehen lagen ruhig. Dekosama I 125,25 (125), 5proz. Eisenbahn-Bank-Obl. 82,50 (83). Mexikanische Anleihen notierten 0,25 bis 0,50 v. H. schwächer, 5proz. Goldmexikanor etwa 8,60 (zuletzt 9,85). Im Freiverkehr nannte man: Adlerwerke 101 bis 103, Wayß & Freytag 130 bis 133, VDM. 153 bis 156, Ufa weiter fest 65,40. Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Landkreis Gießen. -Mainzlar, 23. Jan. Dieser Tage feierte Landwirt Ludwig Vogel II. in körperlicher und geistiger Frische seinen 8 0. Geburtstag. — Im vergangenen Jahre wurden in unserem Orte 18 (15) Geburten, 15 (8) Sterbefälle, und 8 (10) Eheschließungen verzeichnet. Die Zahlen in Klammern kennzeichnen die Erhebungen des Vorjahres. — Im Saale des Gastwirts Müller fand für die Belegschaft der Didier-Werke eine Filmvorführung der NS.-G. „Kraft durch Freude" statt. Zur Aufführung gelangte der Tonfilm „Kloster- jäger", nach einem Roman von Ludwig Ganghofer. Im Beiprogramm sah man Bilder vom Reichspar- teitaq 1936 und von Urlaubsfahrten. wg. Großen - Buseck, 23. Jan. Der 12jahnge Sohn des Müllers und Landwirts Karl Dort kam beim Rodeln so unglücklich zu Fall, daß er einen Beinbruch erlitt. 5 Aliendorf a. d. Lumda, 22. Jan. Gestern abend fand in der hiesigen Untergruppe der Ortsgruppe Busecker- und Lumdatal des Reichsluftschutzbundes der Abschlußabend des Lehrplanes der Luftschutz-Grundschulung m den Räumen der Gastwirtschaft Horn statt. Ortsgruppenleiter Dr. Haas (Alten-Buseck) als Schulungsleiter streifte in kurzen Ausführungen nochmals die in den Schulungsabenden behandelten Themen und ging dann auf die für den letzten Schulungsabend vorgesehenen Punkte über. In ausführlicher und leicht verständlicher Weise sprach er über: Hausübung oder Planspiel, Zweck und Durchführung von Hausübungen, Verhalten der Hausgemeinschaft, Tätigkeit der Selüstschutzkrafte und Verhalten im Schutzraum. Anschließend wurde eine Hausübung durchgeführt. In seinen Schlußworten wies Dr. Haas noch darauf hin, daß m den seitherigen Abenden nur eine Grundschulung stattfinden konnte, der selbstverständlich noch weitere Ausbildungskurse folgen müßten. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer wurde der Lehrplan beschlossen. Daß die hiesige Bevölkerung von der Wichtigkeit und Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes voll und ganz durchdrungen ist, dürfte am besten wohl daraus zu ersehen sein, daß fast jebe Familie bei den einzelnen Abenden vertreten war. + Grünberg, 22. Jan. An der hiesigen Volksschule besteht eine S ch ü l e r s p a r k a s s e, die der Dezirkssparkasse angeschlossen ist. Etwa 70 Schuler benutzen diese Einrichtung. Es werden Sparmarken zu 10, 25 und 50 Pfennig ausgegeben. Sobald ein Blatt des Sparheftes mit Sparmarken vollgeklebt ist, wird der Geldbetrag dem Schüler von der Bezirkssparkasse auf ein Sparbuch gutgeschrieben. Ein Teil der Schüler benutzt die im Laufe der Jahre angesammelte Summe bei der Anschaffung der Kleider zur Konfirmation, während andere ihre Sparbücher stehenlassen. Im letzten Jahre wurde von den Schülern der Betrag von 888,50 Mark gespart. — Wenn im allgemeinen der Karneval in den letzten Jahren hier nur wenig in Erscheinung trat, beispielsweise brachte das ver- 5,3 6,3 5,05 9,5 5,4 nachgelassen har. . Die Umsätze in Braugerste halten sich m kleinem Rahmen. Sowohl die Anlieserungen als auch die Aufnahmefähigkeit der Brauereien und Mälzereien sind klein, da diesen die erforderlichen Bezugsscheine fehlen. Industrie- und Futtergerste werden nur in unbedeutenden Mengen angeliefert, ebenso Hafer für den freien Verkauf. Weiler reichliches Angebot an Schlachtvieh. i floffene Jahr noch keinen Maskenball, so sind diesmal Bestrebungen im Gange, wiedere größere karnevalistische Veranstaltungen durchzusühren, wie dies in ähnlicher Weise vor acht Jahren geschah. Ein Elferrat hat in mehreren Sitzungen ein ziemlich umfangreiches Programm zusammengestellt. Neben zwei größeren Veranstaltungen in der Turnhalle steht im Mittelpunkte der große Umzua am Fastnachtsdienstag. Hierfür werden alle Kräfte ausgeboten, um etwas Wirkungsvolles darzustellen. Daß man dazu in der Lage ist, hat ja im Vorjahre der historische Festzug anläßlich der 750-Jahr- feier gezeigt, der weit und breit Anklang gefunden hat. § Queckborn, 21. Jan. Diese Woche wurde die Getreidespende für das WHW. in Höhe von 31 Zentner Roggen und 1,30 Zentner Weizen in der hiesigen Mühle abgeliefert. Eine vorläufig durchgeführte Wurst - und Specksammlung für das WHW. ergab 50 Pfund Speck und 48 Pfund Wurst. Da zu Beginn des Winters noch keine Dosenschließmaschine hier in Betrieb war, konnten die WHW.-Wurstspendedosen nicht mit dem Schlachtschein ausgegeben werden, daher wird hier zeitweise eine Wurstsammlung durchgeführt. < Holzheim, 21. Jan. Der Kirchendiener i.R. Jakob Schneider begeht am 23. Januar tn körperlicher und geistiger Frische seinen 8 4. Geburtstag. lagern, tagaus macht er seine Haus- und Feldarbeiten. Nie hat man ihn klagen gehört. Lange Jahre hat er das Amt des Kirchendieners in unserer Gemeinde versehen. Schneider erfreut sich bei den Einwohnern allgemeiner Beliebtheit. — Die Arbeiten an der Reichsautobahn schreiten hier rüstig vorwärts. Die Erdbewegungsarbeiten, sowie die Brückcnbauten sind in vollem Gange. Die Straße Holzheim—Dorf-Gill, die zur Zeit für den Verkehr gesperrt ist, wird an der Unterführung bei der Reichsautobahn tiefergelegt. Die Brücke an der Straße Holzheim—Gambach ist fertiggestellt. Hier wird die Provinzialstraße verlegt. Kreis Schotten. _L Laubach, 21. Jan. Die Sprechstunden der NS.-Volkswohlfahrt und des Wm- terhilfswerkes finden von jetzt ab jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr in den Geschäftsräumen des alten Gymnasiums statt. Kirche und Schule. Landkreis Gießen § Grünberg, 21. Jan. Am Montag fand die Neujahrskonferenz des evangelischen Dekanats Grünberg im „Hirsch" statt. Um 12 Uhr eröffnete Dekan Schmidt die Konferenz und begrüßte die Erschienenen, besonders Propst Knodt von Gießen. Nach der Andacht, gehalten von Pfarrer Wolf (Deckenbach) folgten allgemeine geschäftliche Fragen und Aussprachen. Hieraus hielt Dekan Schmidt einen Vortrag über die Unionsfrage, der eine lebhafte Debatte auslöste. Um 14.45 Uhr wurde die Konferenz geschloffen. 4,50 itat., Eskarol, Steige 24 bis 32 St., 2,25 bis 3— ital., Feldsalat groß 60 bis 80, klein 90 bis 100, gelbe Rüben 4 bis 6, Karotten 7 bis 10 gelbe Kartoffeln, 50 Kilogramm, 3,20 bis 3,30, Kohlraben 2i/2 bis 4, Lattich 1,40 bis 1,50, Meerrettich 30 bis 45, Rosenkohl 15 bis 18, rote Rüben 5 bis 6, Rotkraut 4Vi bis 6%, Sellerie, 50 Kilogramm, 12,-, Spinat 18 bis 22, 15 bis 18 ital., Schwarzwurzel 15 bis 24, 20 bis 22 holl., Weißkraut 3 bis 5 Wir. sing 5 bis 8, Winterkohl 8 bis 9, weiße Ruben 5 bis 6, Zwiebeln 6V2 bis 7. _ , , 2lm Ob ft mar ft haben sich die Zufuhren von deutschen Aepseln etwas gebessert, bei sehr festen Preisen war das Geschäft gut. Birmenangebot bet unveränderten Preisen gering. Apfelsinen sind wet. terbin nur schwach angeboten. Nachfrage sehr stark, ü a Mtterten: Aepfel l 38 bis 45, II 30 bis 36, üßirtfdjaftsäpfel 20 bis 28, Boskop I 40 bis 45, Anhalter 25 bis 30, Roter Ciser 28 bis 32, Schass- nafe 20 bis 28, Bohnapfel 25 bis 30, Apfelsinen 17V2 bis 21 ital., Bananen, 12'/2-Kliogramm-Klste, netto 7.— bis 7,50 Kam., Kanar. 6.—, Bros. 7.—, Westind. 7,50, Eßbirnen 25 bis 30, Kochbirnen 12 bis 20, Kranz-Feigen, 25 Kilogramm, 10,50 bis bis 12,—, Zitronen, 300 und 360 St., 13,—. Freitag, den 29. Januar. Ruttershausen. 20 Uhr: Bibelstunde. — Trais- Rlünzenberg. 20: Frauen- und Mädchenabend. Evangelische Stabtrniffion (Christliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Löberstrahe 14. Sonntag, 24. Januar. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 16: Soldaten-Bibelstunde; 20.15: Evangelisationsvortrag. — Mittwoch, den 27. Januar, 20.30: Bibelstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 24. Januar. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, 27. Januar. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, 28. Januar. 20.30: Jugendbundstunde. Baptisten-Gemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, den 24. Januar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Predigt. — Mittwoch, den 27. Januar. 20.15 Uhr: Bibelstunde. Reuaposlolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, den 24. Januar. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 27. Januar. 20.30: Gottesdienst. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 24. Januar. 9.30 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisation. — Montag, 25. Januar. 20.30: Jugendstunde für junge Mädchen. — Dienstag, 26. Januar. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. vefsentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Frau Dr. Marx, Dr. Neumann-Spengel. Zahnarzt: Dr. Gonter. A p 0 ch e f e : Engel-Apotheke. fronzös iu ,et wird big linA’ '°®i Fwd. Das Angebot von Schlachtvieh aller hingen blieb auch in dieser Woche reichlich, so daß jede Kaufwünsche des Verbrauchs voll befriedigt werden konnten. Das Geschäft war trotz der Nähe des Monatsendes recht lebhaft, die Märkte wurden Abendbörse behauptet. Nach dem schwankenden Verlauf des Mittags herrschte an der Abendbörse stärkere Zuruckhaltung, zumal Aufträge fehlten. Die Kurse wiesen im allgemeinen nur geringe Veränderungen auf. Schwacher lagen Holzmann mit 138,75 (140,50, Berlin bereits 139), Nordd. Lloyd mit 17,25 (17-75), andererseits zogen Moenus Maschinen auf 103 (102,75) und Otaoi Minen auf 27 (26,80) an, bei letzteren erfolgte wieder nur beschränkte Zuteilung, während von Renten Anatolier mit unverändert 20 voll zugeteilt wurden. Großbankaktien notierten bei kleinen Umsätzen unverändert. Am Markt der festverzinslichen Werte konnte sich kaum Geschäft entwickeln. Frankfurter Obst- und Gemüsemackt. F r a n f f ur t a. M., 22. Jan. (Fwd.) Der G e - müfemar f t hatte bei guten Zufuhren lebhaftes Geschäft. Für Feldsalat zogen die Preise weiter etwas an, für Spinat gaben sie etwas nach, im übrigen blieben sie unverändert. Von ausländischen Gemüsen ist das Angebot von Blumenkohl und Eskarol etwas schwächer, bei festen Preisen nahm das Geschäft auch hier einen flotten Verlauf. 11. a. notierten: Blumenkohl, Steige 12 bis 18 St., 3,40 bis legen. Damit wird künftig der Einkauf von den m den Haushaltslisten genannten Fetten in mehreren Geschäften zu gleicher Zeit unterbunden. Nähere Auskunft erteilen bezüglich der Fettverbilligungsscheine und der Bezugsscheine für Konsum-Margarine das Wohlfahrtsamt, Garienstrahe 2, bezüglich der Haushaltslisten die Stadtverwaltung, Bergstraße 20, Zimmer 6, sowie in allen Fällen die Einzelhandelsgeschäfte. ri... ..., Auf die heutige Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrtsamtes fei besonders hingewiesen. I«our WWW 1 üttrta W fd über d- ff mit Befriedigung SSlirh sehe, obwohl d Tef nur bann in Fra Mer befriedigenden 1 Xefunq der europaif KVnidjtfein* Hennig der wirtschaO Mnem politischen Zwan Mi* zu nötigen, um s Mtzen Bedingungen 51 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angesührten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlaffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. _____________ 21.1 iöT 68,4 102,75 99,25 100,13 98,5 118,3 Schluß- lurs 21-1 TÖT 98,4 102,75 99,25 100 98,5 118,25 130,75 97,5 101 ! Wenn hm Mm V bereit gewesen, die auf Lgung zu machen, um Mgemeinen Probleme utische Leben zweier c «vermögen wir ihm 0 :/2% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte I.............. 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4’/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5y«% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Stlberrente. 4>/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4’/2% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türten Bagdad I........... 4% Türken Bagdad II.......... 2*4% I. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 nfere iino; J eWe ■ Ns J Tn wie di °»d wieder Wä fSf ftÄ h J ren>ien °iif ?>lle „ ' SK jtiit 3 «nb au