Ur. 117 Erstes Blati 187. Zahrgang Montag, 24.Mai 1937 Lrscherm tag Hd), außei Sonntage and Feiertag» Beilagen: Vie 3Uu|triert» Gietzener Familienblättet Heimat im Bild Die Scholl. Monarr« Bezugspreis. Mit 4 Beilagen 'B'JJl 1.95 Ohne Illustrierte , t.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten- Anzeiger Gießen Postscheckkonto: granffurt am Main 11686 MetzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr Buch- und Zteindruckerel R. Lange in Gießen. §chriftlei1ung und Geschäftsstelle: §chulftrahe 7 Annahme von Anzeige» für öie Mittagsnummer bis 8^/.Uhr des Vormittag» Grunbpreife für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Npf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh Vereinbg.25"/^ mehr. 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An der Beisetzungsfeier nahmen die führenden Männer der Partei und des Staates, Vertreter sämtlicher Wehrmachtteile, das Konsular-Korps und neben Angehörigen der Toten . zehn Überlebende der „Hindenburg"-Besatzung teil. Rach einem Orgeloorspiel zu „Parsifal" sprach der evangelische Geistliche, Probst Trommershausen. Wieder erklang die Orgel zu einer Improvisation „Wir treten zum Beten", worauf der katholische Geistliche Prälat Stadtpfarrer Dr. Herr das Wort ergriff. Zum Schluß der Feier in der Kapelle svielte die Orgel das Lied der nationalsozialistischen Weihegestaltung „Der Himmel grau und die Erde braun." Von der Kapelle bis zum Grabe bildeten Formationen der SA., SS., der HI., Werkscharen und Pimpfe ein Ehrenspalier, durch das sich der Trauerzug bewegte, während über dem Friedhof sechs Flugzeuge mit Trauerwimpeln an den Tragflächen ihre Kreise zogen. Inzwischen war eine Ehrenformation des Fliegerhorstes am Grabe aufmarschiert, wo bereits eine Abteilung der HI. mit den umflorten Fahnen und ein Ehrensturm der Marine-SA. Aufstellung genommen hatten. Als der Trausrzug an den Gräbern ankam, intonierte die Kapelle das Lied vom guten Kameraden, die Fahnen senkten sich, und unter dumpfem Trommelwirbel wurde Sarg um Sarg in die Erde gelassen. Rach den Gebeten der Pfarrer beider Konfessionen sprach Gauleiter Re chsstatthatter Sprenger: „Fünf Helden deutschen Wagemuts ist nun in ihrer irdischen Lebensbahn ein Ziel gesetzt. Hoffnungsfreudig verließen sie den Heimathafen, und so wie sie alle, dachten auch wir. Die Vorsehung war mit uns beim Aufbau, und so glaubten wir auch, daß dieses Werk, dem Schutz der Vorsehung anheimgegeben, von Dauer sei. Die Katastrophe für die Zeppelin-Reederei traf mit gleicher Wucht die engere Heimat, ihren Heimathafen Rhein- Main, sie traf das ganze Volk, ganz Deutschland. Wir aber wollen uns heute daran erinnern, daß gerade der Aufstieg des Werkes des Erfinders, des unvergeßlichen Grafen Zeppelin, von Katastrophen bealeitet war. Aber je tiefer die Hammerschläge des Schicksals ihn niederrissen, u m s o fester wurde der Wille. So wie die Hammerschläge Stahl aus Eisen machen, so wurde der Wille des Erfinders und seiner Mitarbeiter immer härter. Und so trägt auch dieser Schicksalsschlag dazu bei, mit um so größerer Kraft das Werk des Grafen Zeppelin fortzuführen. Gerade wir hier im rhein-mainischen Gebiet, in Hessen-Nassau haben dazu besondere Veranlassung. Frankfurt ist mit die Heimat der Luftfahrt. Wir denken heute noch an den Weltprovagandaflug des Luftschiffes .Graf Zeppelin" im Jahre 1928, wo zum erft-'n Male aus deutscher Nacht heraus deutsche Kraft und deutscher Wille der Welt Kunde gaben von der Unbeuasamkeit des deutschen Volkes und seinem festen Willen, auch fenen Tiefstand zu überwinden. So haben die Luftschiffe des Grafen Zeppelin wählend der größten Not des deutschen Volkes deutsch-' Kraft und deutschen Sieaesmillen >m Frieden hinausgetragen in alle Welt. Mit Beginn der neuen Aera. als das Volk unter Adolf Hitler ’n seiner Gesamtheit sich zusammenfand. wurde die Möglichkeit geschaffen mit neuer Kraft das Werk fortzusetzen. Sa suhlen wir uns jederzeit verbunden mit dem Schöpfer. s">nem Werk And all den Männern, die in treuer Gefolgschaft wicht achtend der Gefahren, sich dem Geist de^ Grasfen Zeppelin zur Verfügung stellen Das ist der «Geist, aus dem den deutschen Luftschiffen hier im rhein-mainischen Geriet ein Haken eine Heimat geschaffen wurde. Wenn ich zurückhenke an den ersten Augenblick als die Unglücksbotschaft bei uns eintraf, war es für mich eine innere Vflicht. zu erklären daß mit verstärktem Einsatz un d verstärktem Willen das Werk, das wir betreuen durften, fortgesetzt wird, weil es fortgesetzt toerben muß. Der Wen ist klar, den hat uns der Führer gewiesen. Vorwärts am Aufbau auf allen Gebieten' Der Reichsminister der Luftfahrt, General- vberst Göring, hat sofort erklärt, daß es der fesbe Wille Deutschlands, der ganzen Nation 'st daß d'e deutsche Luftsch'ffahrt in noch größerem Maße als bisher ihren Weg finden und geben soll. Die Toten haben treue Kameradschaft gehalten mit den Ueberleh-nden, über alles verbindet sie die treu» Kameradschaft mit dem aanzen deutschen Volke. Wir werden die Verpflichtung aus di eser Kameradschaft we i t e r t r a_a e n , wir werden alle zusammen eine Kameradschaft fern, und das ganze deutsche Volk wird die es herrliche Werk in die Zukunft tragen Wir sehen fie vor uns, die nun im Grabe liegen Ernst Auaust Lehmann, den Geschäftsführer der Deutschen Zepvelm- Reederei und Luftschiff-Führer, her Jo unzah>me Fahrten gesteuert und mit festem Willen das Schiff 1 wieder in seine Heimat zurückgebracht! hat. ^an(1 : Tichelmann, Fritz Flackus, Ernst Schlapp und Willy Speck. Die Vorsehung hat ihrem Leben ein Ende gesetzt, sie hat sie aber eingeführt in Walhall, das heißt in die Ewigkeit einer vieltausendjährigen deutschen Geschichte, in die Ewigkeit des deutschen Volkes!" Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied erklangen, und eine Ehrensalve rollte über die Gräber. Der Gauleiter brachte den Toten den letzten Gruß, ihm folgten Ministerialdirigent Mühlig- Hofmann, Oberst L ö r z e r, Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs, Generalmajor L e e b , der Doyen des Frankfurter Konsularkorps, der englische Generalkonsul S a l l d o n e s, der Vertreter des örtlichen Fascio und zahlreiche andere. Stundenlang zog dann die Menge in stummer Trauer an den Gräbern der tapferen Besatzungsmitglieder des LZ Hindenburg vorüber Die Trauerseier in Friedrichshafen. Auch Friedrichshafen stand am Sonntag im Zeichen der Trauer um die in treuer Pflichterfüllung tödlich verunglückten Besatzungsmitglieder des LZ „Hindenburg". Tausende pilgern seit dem frühen Morgen zum neuen Friedhof, um den dort aufge- dahrten Toten die letzte Ehre zu erweisen. Nach Braunschweig, 23. Mai. (DNB) Braunschweig beging am Sonntag die feierliche Einweihung der Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung. Der braunschweigische Ministerpräsident Klagges als Bauherr der Hochschule dankte dem Bauleiter und Architekten, dem Rektor der Technischen Hochschule und allen Arbeitern der Stirn' und der Faust für die Errichtung des Baues. Er 'olle künftigen Geschlechtern Aufschlüsse über die Geisteshaltung und den Gestaltungswillen unserer Zeit geben. Bernhard-Rust-Hochschule solle diese Bildungsstätte heißen, denn mit diesem Namen sei der Kampf und der Sieg der nationalsozialistischen Bewegung um Niedersachsen untrennbar verknüpft. Reichsminister Rust erinnerte noch einmal an die Jahre des Kampfes um die Macht, die auch diesem Bau das feste Fundament gegeben haben. Der Wille zum Kampf müsse Inhalt unseres gesamten Volkes werden, das nun in sein Kampfjahrhundert hineinmarschiert. Der Führer hat diesem Willen den völkischen Sinn gegeben. Er zielt nicht ab auf Vernichtung oder Krieg, sondern auf die ewige Erhaltung unseres Volkes in der Welt. Es ist undenkbar und ich weise es weit von mir, daß im Dritten Reich jemand bereit ist, Wissen zu vermitteln, ohne den Einfluß der charakterlichen Gestaltung der ihm anvertrauten Jugend zugleich in sich zu tragen. Unsere Aufgabe erfüllen wir, wenn wir sie Dresden, 23. Mai. .(DNB.) In Rammenau (Oberlausitz) wurde am Sonntag der 17 5. G e - buttstag Johann Gottlieb Fichtes festlich begangen. Reichsstatthalter Mutschmann bezeichnete Fichte als einen der bedeutendsten Geisteshelden des deutschen Volkes. Der Reichsstatthalter unterstrich Fichtes Forderung nach einer deutschen Nationale rziehung, die erst jetzt durch den Nationalsozialismus verwirklicht werden konnte. Dann hielt Leichsleiter Hosenbera die Gedenkrede, in der er u a. ausführ/e: Fichte war es vergönnt, in einer schweren Schick- kalsstunde das deutsche Volk aufzurutteln und ihm ein neues Ziel der Freiheit und nationalen Einigkeit zu letzen. Neber seine Zeit hinweg wurde der Name Fichte der Inbegriff heroischer ©eiites- kämpfe um die Freiheit des deutschen Denkens und für die Kraft einer bemühten deutschen Tat. Es ist für uns Nationalsozialisten me Freude, festzustellen, wie in den Zeitei, der Schande und Niederlage Fichte eine Kritik an den herrschenden Mächten seiner Zeit ausübte, wie sie in schärferen Worten auch von uns gegenüber den Verfallserscheinungen unserer Epoche nicht angewendet wurden. Im Dienste der deutschen Freiheit ist ent- scheidend für das Charakterbild Fichtes, daß er niemals nur als abstrakter Philosoph seine Erkenntnisse niederschrieb, sondern daß alles, was er sprach und tat, aktiv angreifendes Handeln war. Das große Charakterethos der Persönlichkeit Fichtes ist es, das ihn befähigte, in den Stürmen der Zeit aufrecht zu bleiben, in der Zelt eines furchtbaren Niederganges die Fahne eines kommenden Deutschland hochzuhalten und inmitten einer Ergriffenheit die Idee eines großen Deutschland zu lehren. Auch die Juden frage steht für Fichte einem Choral sprachen der katholische und der evangelische Geistliche den Hinterbliebenen Trost zu. Graf von Brandenstein-Zeppelin bekundete dann im Namen der Familie Zeppelin den Angehörigen Mitgefühl und Mittrauer und dankte den toten Helden. Staatssekretär Waldmann brachte den Toten einen letzten Gruß. Das ganze deutsche Volk trauere. Besonders hart habe aber dieser Schicksalsschlag Schwaben getroffen und vor allem Friedrichshafen, die Geburtsstätte der Luftschiffe. „Wir bauen aber weiter, denn die Luftschiffahrt ist am meisten geehrt, wenn der Jugend dieses große Werk eichalten bleibt." Im Namen der Gauleitung der NSDAP, widmete Gaupropagandaleiter Mauer den toten Kameraden letzte Grüße, für die Stadt Friedrichshafen Bürgermeister Bärlin, namens der Zeppelin- Stiftung Graf von Soden-Frauenhofen. Für die Besatzung sprach Kapitän von Schiller und dankte den toten Helden für ihre Treue zum Werk des Grafen Zeppelin. Nach dem Choral „Ein feste Burg ist unser Gott" setzte sich bann der Trauerzug' in Bewegung. Besatzungsmitglieder des Luftschiffes „Graf Zeppelin" trugen ihre toten Kameraden durch ein Spalier zum Ehrengrab der Stadt Friedrichshafen. Ehrensalven und das Lied vom guten Kameraden beschlossen die Trauerfeier. nicht nur in ihrem engeren Aufgabenkreis sehen, sondern in ihrer Stellung zum gesamten Volk. Ihr Studenten an der Hochschule für Lehrerbildung sollt die Jugend des deutschen Volkes einst erziehen und lehren. Darum geht er st einmal zum Volk selbst in d'cke Lehre und erkennt das Volk in seinem Wesen. Sv wie wir die Gegenwart aus der Geschichte heraus besser verstehen, werden wir auch die Geschichte aus der Gegenwart heraus besser beurteilen lernen. Die Dinge können sich wandeln aber unsere Grundeinstellung zu den Dingen nicht, t Ich will auch denen eine Antwort geben, die da vielleicht noch glauben, die Bewegung unter dem Hakenkreuz habe den völkischen Staat geschaffen, um die Schulen denen zu überlassen, die aus ihnen einen Tummelplatz konfessioneller G e - dankengänge machen zu können glauben. Wir widmen unsere Schulen und Hochschulen dem deutschen Volk und s o n st niemand auf der Welt. Der deutsche Jugenderzieher und Lehrer soll nicht nur die Jugend lehren und führen, sondern er wird im deutschen Volk eine Aufgabe erhalten, deren Größe sich heute nur ahnen läßt. In enger Gemeinschaft mit den Jugendführern der HI. wird er einst die richtigen Wege finden müssen, die wir heute nur anbeuten können. Fragen werben immer sein: ehe aber bie Stubenten biefe Schule verlassen, wird ein Problem gelöst sein: Die Vorbereitungszeit des deutschen Junglehrers. mit im Zentrum seines politischen Freiheitskampfes. Fichte sieht hier klar, das man es mit der Juben- heit als mit einer bestimmten politischen Größe zu tun hat, die, fest verbunden und über alle staatlichen Schranken hinweg, sich anschickte, auf Grund ihres nicht zu ändernden Charakters eine eigene Nationalpolitik zu treiben. Prophetisch erklärte Fichte: „Kommt euch denn hier nicht der begreifliche Gedanke an, baß bie Juden, welche ohne euch Bürger eines Staates sind, der fester und gewaltiger ist, als die eurigen alle, wenn ihr ihnen auch noch das Bürgerrecht in euren Staaten gebt, eure übrigen Bürger völlig unter die Füße treten werden?" Und jeder, erklärt er, solle zwar dem einzelnen hungernden Juden helfen, „aber ihnen Bürgerrechte zu geben, dazu sehe ich wenigstens kein Mittel, als das, in einer Nacht ihnen alle bie Köpfe abzufchnei- ben unb anbere aufzusetzen, in benen auch nicht eine jüdische Idee sei. Um uns vor ihnen zu schützen, dazu sehe ich wieder kein anderes Mittel, als ihnen ihr gelobtes Land zu erobern und sie alle dahin zu schicken." Diese Ausführungen Fichtes zeigen, daß unbeschadet seiner weltanschaulichen Idee von der Erziehung des deutschen Volkes zu einem angenommenen Weltplan er sich inmitten des kämpferischen Lebens bie Nüchternheit und Klarheit des Blickes über seine gesamte Umwelt bewahrt hat und immer den Mut aufbrachte, aus diesen Erkenntnissen heraus auch die Konsequenz des Denkens und der Tat zu ziehen. Wenn wir Fichtes gedenken, so überprüfen wir uns damit selber, jeder Nationalsozialist wird sich zu fragen haben, inwieweit er zu seinem Teil dazu beigetragen hat, die geistige und volitische Einheit der deutschen Nation mit verwirklichen zu helfen. Nach der Feierstunde legte Reichsleiter Rosenberg am Fichtedenkmal einen Kranz nieder unb nahm Gelegenheit, die zahlreich anwesenden Nachkommen Fichtes zu begrüßen. Weftn und Ausgaben dee „Schwarzen Korps". Äon SS.-Siurmbannsührer Weberstedt. In diesen Tagen sind es vier Jahre, daß d i e Leib standarte „Adolf Hitler" begründet wurde. Im Verfolg des weiteren Ausbaues der SS.-Verfügungstruppe entstanden bann die aktiven SS.-Standarten SS. 1 „Deutschland" und SS, 2 „G e r m a n i a", sowie die technischen Sturmbanne der SS. - Pionier st urmbann und der S S.- N a ch r i ch t e n st u r m. Aus den SS.-Wachmannschaften, die z. T. zur Ueberwachung der Konzentrationslager bestimmt waren, sind Hundertschaften mit dem Namen SS. - Toten - kopfverbände geworden. Für den Führernachwuchs sorgen bie S S. - S ch u l e n in Tölz und unb Braunschweig. Aus der SS. geht in Zukunft, seit ihr Reichsführer Himmler Chef der Deutschen Polizei geworden ist, der Ersatz.für die Polizei hervor. SS.-Führer sorgen von jetzt ab als Schulungsleiter für die weltanschauliche Ausrichtung der gesamten Polizei. Fest in Blut und Boden verankert arbeitet die SS. praktisch an der Lösung der Rassenfrage. Das Rasse - und Siedlungsamt sorgt dafür, daß jeder SS.-Mann sich eine artreine Frau sucht, und daß die gesamte SS. weltanschaulich durchblutet ist. Neben dem S S. - H a u p t a m t, das an der Spitze der gesamten Organisation steht, besteht noch der Sicherheitsdienst (SD.), der die Aufgabe hat, die inneren Feinde des nationalsozialistischen Staates zu überwachen. Die Exekutive dagegen ist Sache der Geheimen Staatspolizei. Bekanntlich ist die SS. neben der SA. ein besonderer Teil der von Adolf Hitler geschaffenen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Im Rahmen dieser Bewegung hat sie eine besondere innerpolitische Aufgabe, unb zwar zur Sicherung bes Reiches nach innen. Sie wurde vom Führer im Jahre 1925 als Schutzstaffel aufgestellt und im Januar 1929 zur größeren Organisation umgebil- bet. Allmählich wuchs sie zu einer Auslese der Besten, Tüchtigsten unb rassisch Reinsten heran. Dementsprechend wurden unb werden an die SS.- Mgnner die höchsten Anforderungen gestellt. Die Alt 6er Äuslese konzentriert sich auf bie Auswahl derjenigen, die körperlich dem nordisch-bestimmten Menschen am meisten nahekommen, wobei selbstver- stündlich Größe und rassisches Aussehen eine Rolle spielen. So vollzieht sich in der Schutzstaffel ein Ausleseprozeß. der im Laufe der Jahre zu immer größerer Aussiebung führte. Die SS. ist eine von besonderen germanischen Tugenden burchglühte unb getragene Organisation. Ihre Losung lautet nach bem Gebot bes Führers: „Meine Ehre heißt Treue" und nach dem Satz des alten deutschen Rechts: „Alle Ehre von Treue kommt". Dem SS.-Mann kann vieles verziehen werden, ober niemals Untreue. Neben der Treue steht der Gehorsam als Tugend, und zwar ein freiwilliger Gehorsam, der bereit ist, jedes Opfer für den Führer unb bie Weltanschaung zu bringen unb {eben Befehl ohne Zaubern, Ueberlegung unb be- dinaungslos zu befolgen. Freiheitswille unb unbändiger Kampfgeist erfüllen den SS.-Mann und niemals zeigt und zaubert er, sich mit dem Leben für bie Idee und ben Führer einzusetzen. In einem Büchlein, das „50 Fragen unb Antworten für ben SS.-Mann" lautet, steht ber Gib des S S. - Mannes, ber ba lautet: „Wir schwören bir, Adolf Hitler, als Führer und Kanzler des Deutschen Reiches Treue unb Tapferkeit. Wir geloben dir unb ben von dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in ben Tob. So wahr uns Gott helfe!" An der Stellung ber SS. zur Reliaion ist von böswilligen Kritikern viel herumgebeutelt wor- den. Diese Frage hat einmal ber Reichsführer Himmler mit folgenden klaren Worten beantwortet: „... wir wären nicht fähig, dieses zusammengeschworene Korps zu fein, wenn wir nicht die Ueberzeugung unb den Glauben an einen Herrgott hätten, ber über uns steht, ber uns und unser Vaterlanb, unser Volk und diese Erde aefchaffen und uns unseren Führer geschickt hat." Menschen mit dieser Uederzeuguna sind alles andere als Atheisten. Mit Recht muß es sich daher bie SS. verbitten, als Neuheiden verschrien zu werden, nur weil sie sich nicht für biefe ober jene Konfession ober für irgenbein Daama festlest, aber fie macht bewußt unb absichtlich einen scharfen Strich zwilchen kirchlichem, konfessionellem und politischem, weltanschaulichem Soldatentum. Daß die SS.-Männer als politische Soldaten in erster Linie bis zur höchsten Verinnerlichung und letzten Vollendung zum nationalsozialistischen Denken und Handeln erzogen werden, ist selbstverständlich. In körperlicher Beziehung bildet die sportliche Ausbildung und Schulung das A und O der Gesamterziehung des Schwarzen Korps. Da bie SS eine Auslese in jeder Beziehung darstellt, muß sie auch sportlich auf höchster Höhe stehen. SS.-Reiter und SS.-Fechter haben gerade in letzter Zeit anerkennenswerte Höchstleistungen bei Turnieren unb Wettstreiten aufgewiesen. Sämtliche SS.-Männer müssen ebenso wie alle SS.-Fübrer das Sportabzeichen besitzen unb sich allen Bedingungen unterwerfen, lieber allem aber steht das Ehrengesetz des SS.- Mannes. Es besagt, daß jeder SS.-Mann feine Ehre mit ber Waffe zu verteidigen bas Recht und bie Pflicht hat. Nach ehrenvoller Ableistung feiner Arbeitsdienst- unb Wehrvflicht wird ihm mit 21 Jahren bie Waffe, der SS.-Dolch verliehen. Erst dann, und wenn er den Eid auf ben Führer abgelegt hat, wird er als vollgültiger SS.-Mann in den Orden ausgenommen. Weihe der Bernhard-Rust-Hochschule für Lehrerbildung in Braunschweig. Fichte-Gedächtnisfeier in Rammenau. Kine Gedenkrede Rosenbergs zum 175. Geburtsiaoe Organisatorisch ist die SS. eine selbständige Parteigliederung und untersteht unmittelbar dem Führer. Der SS. - Reichsführung (SS.-Reichs- führer Himmler) unterstehen die 11 Ober- a b s ch n i t t e : Süd, Südwest, West, Nordwest, Nord, Nordost, Ost, Südost, Elbe, Mitte, Donau, die sich wiederum aus Abschnitten zusammensetzen. Die weitere Gliederung in Standarten, Sturmbanne, Stürme, Trupps und Scharen entspricht der SA. An Rangstufen haben wir den SS.-Mann, den SS.-Sturmmann, den SS.-Rotten- führer, den SS.-Unterscharsührer, den SS.-Schar- führer, SS.-Oberscharführer, SS.-Hauptscharführer, SS.-Untersturmführer, SS.-Obersturmführer, SS.° Hauptsturmführer, SS. - Sturmbannführer, SS.- Obersturmbannführer, SS.-Standartenführer, SS.- Oberführer, SS.-Brigadeführer, SS.-Gruppenfüh- rer, SS.-Obergruppenführer und den Reichsführer SS. Die SS. marschiert nach unabänderlichen Gesetzen als ein nationalsozialistischer Orden nordisch bestimmter Männer, und als eine geschworene Gemeinschaft ihrer Sippen, unbeirrbar den Weg in die Zukunft, die Schutzgarde des Führers, die antibolschewistische Kampforganisation des Dritten Reiches, getragen und durchglüht von einem durch nichts ins Wanken zu bringenden Glauben an die Mission des nationalsozialistischen Staates und des Führers. Das Aeichsführerlager her HI. Weimar, 23. Mai. (DNB.) Am Sonntag sprach zunächst Stabsleiter Lauterbacher zu den 1300 in Weimar versammelten Bann- und Jungbannführern der HI. über die weitere Auswirkung des Gesetzes vom 1. Dezember 1936. Er betonte, daß die HI. nach dem Gesetz Gliederung der NSDAP, bleibe. Der Erfolg ihrer Arbeit werde auch in Zukunft gesichert sein, da die Partei mit dem Staat und der Staat mit der Partei arbeite. Der Stabsleiter äußerte sich weiter über Fragen der Eingliederung der gesamten deutschen Jugend, über das Landjahr und über staatliche Jugendpflege. Die Reichsreferentin des BDM., Trude Brückner-Mo^hr sprach über grundsätzliche Er- ziehungsfragen im BDM. Aus der Kameradschaft der Führerschichten der HI. und des BDM. wachse zwangsläufig die saubere klare Haltung der Geschlechter zu einander. Veichsorganisationsleiter Or. Ley hielt einen Vortrag über die Kunst der Menschenführung und den schöpferischen künstlerischen Geist, der sich in der Organisations- arbeit der Partei offenbart. Er erinnerte an das Wort des Führers: „Man solle nur das organisieren, was man muß, nicht was man kann!" Es gibt keinen größeren Gegner des wilden Organisierens als den Führer. Organisieren muß man, um einer Idee für Jahrtausende zum Siege zu verhelfen. Organisieren hat bei uns einen tiefen weltanschaulichen Grund. Wir wollen für Tausende von Jahren den Weg vorzeichnen, den der Nationalsozialismus gehen muß. Die gebundene Ordnung, die der Nationalsozialismus gebracht hat, ist die größte Freiheit. Die Organisation der Partei muß mit ihren Verbänden in der Lage sein, jeden deutschen Menschen zur Stellungnahme für unsere Ideen zu zwingen. Die früher in Deutschland regierenden Parteien machten aus der Volksführunq ein Geschäft, und die Folge war, daß das Polk ihnen nicht mehr glaubte. Die Partei hat das einzigartige Verdienst, daß sie dem Volk klarmachte, daß der Mensch im Mittelpunkt aller Dinge steht, und daß die Führung des Menschen wichtig ist. Eine Sache ordnet sich selbst, wenn die Menschen richtig erzogen sind und richtig behandelt werden. Die Erziehung in zweijähriger Dienstzeit genügte vor dem Kriege, um unser Volk zu einem gewaltigen Erfolg zu führen. Was muß das deutsche Volk erst in Zukunft leisten können, wenn mit der Gemeinschaftserziehung schon beim zehnjährigen Pimpfen begonnen wird. Der Aufbau der deutschen Volksgemeinschaft geht über die lebendige Zelle. Da der Kampf um die Macht beendet ist, ist unsere wichtigste Aufgabe jetzt die Schulung und Auslese, bei der NS- Gnneinschaft „Kraft durch Freude", stelle die deutsche Jugend den Stoßtrupp. Es sollte in Zukunft keine KdF.-Fahrten mehr ohne die deutsche Jugend durchgeführt werden. Beim Begräbnis der Schwester verkästet. Dresden, 22. Mai. (DNB.) Die „Sudetendeutsche Tageszeitung" meldet: Der Maurer Wunderlich aus Krugsreuth bei Asch, der seit Jahren in der sächsischen Gemeinde Neukirchen bei Adorf wohnt, war zum Begräbnis seiner in Krugs- rcuth verstorbenen Schwester über die Grenze gekommen. Während der Trauerfeier am Grabe erschienen auf dem Friedhof zwei Gendarmen und nahmen nach Beendigung der Zeremonien Wunderlich fest, um ihn ins Ascher Bezirksgericht einzuliefern, weil er in seinem sächsischen Wohnort Mitglied der SA. sei, wodurch er als tschechoslowakischer Staatsbürger gegen den § 17 des Schutzgesetzes verstoßen habe. Wie wir von der SA- Gruppe Sachsen erfahren, ist ein Maurer Wunderlich niemals Mitglied der SA. gewesen. Die Misterwettkämpse des deulschen Handwerks Frankfurt a. M., 22. Mai. (LPD.) Die Reichsrvettkampfausschüsse, die in Frankfurt a. M. zusammengetreten waren, um die Reichssieger der verschiedenen handwerklichen Berufe zu ermitteln, haben ihre Arbeit beendet. Damit ist die Entscheidung im M e i ste r- W e tt.k am p f, der anläßlich des diesjährigen „Tages des deutschen Handwerks" zum ersten Male ausgetragen wurde, gefallen. Es haben sich insgesamt 40 Handwerksberufe innerhalb der folgenden sechs Wettkampsgruppen beteiligt: Nahrungsmittelhandwerker, Bekleidungshandwerker, Holzhandwerker, Metallhandwerker, Bauhandwerker und Spezialhandwerker. Lediglich im Nahrungsmittelhandwerk steht die Entscheidung noch aus, weil die hier zu wertenden Arbeiten keine allzulange Aufbewahrung und Lagerung vertragen, trotzdem aber in der Ausstellung gezeigt werden sollen. Die Entscheidung in dieser Gruppe wird voraussichtlich am Mittwoch, 26. Mai, fallen. Insgesamt wurden bis jetzt 2 3 Reichs- jieger ermittelt. Von den 40 teilnehmenden Berufen hat also etwa nur die Hälfte einen Reichsieger hervorgebracht, eine Folge der hohen Anorderungen, die beim Reichsentscheid sowohl in achlicher wie in kultureller und schöpferischer Hin- icht an die Teilnehmer gestellt wurden. Maßgebend berücksichtigt wurde bei der Bewertung auch, ob der Meister seinen Betrieb den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechend führt, der DAF. anaehört und wie seine Grundhaltung in weltanschaulicher Beziehung ist. Der bei der Reichsbewertung angelegte strenge Maßstab ließ bei verschiedenen Berufen die Erklärung eines Reichs- s i e g e r s nicht zu, so daß nur a u f einen zweiten oper dritten Preis erkannt wurde. Von den Wettkampfgruppen hat, im Durchschnitt gesehen, das Bekleidungshandwerk am besten abgeschnitten. Gute Arbeiten lieferten auch Tischler, Maler sowie Glaser und Ofensetzer. Beim Metallhandwerk waren es die Schmiede und Kraftfahrzeughandwerker, die gut abschnitten. Beim Spezialhandwerk war wie bei dem Bekleidunashandwerk durchschnittlich ein gleiches Niveau festzustellen. Von den Reichssiegern sind etwa die Hälfte jüngere Meister, die der Generation von 1900 angehören. Der jüngste Reichssieger ist 25 Jahre alt. Die Reichssieger erhalten eine Bronzeplakette, die zweiten und dritten Preisträger Holzplaketten nebst Ehrenurkunde. Die Verkündung der Preisträger erfolgt bei der Eröffnung der Ausstellung „Meisterwettkampf 1937"; eine besondere Ehrung der Sieger erfolgt am Festabend des deutschen Handwerks. In der Veranstaltungsfolge zum „Tag des deutschen Handwerks" haben sich folgende Aenderungen ergeben: Am Samstag, dem 29. Mai, beginnt die Arbeitstagung des Deutschen Handwerks erst um 10 Uhr, nicht wie vorgesehen um 9 Uhr. Der Beginn der Handwerklichen Feierstunde in der Festhalle am Sonntag, den 30. Mai, wurde auf 10.30 Uhr festgesetzt (statt 9.30 Uhr). — Die Arbeiten 3ur Gestaltung des Festwagenzugs sind in vollem Gange. In Gemeinschaftsarbeit find daran beteiligt die Vereinigung bildender Künstler in Mainz und handwerkliche Werkstätten in Frankfurt a. M., Mainz und Gießen. Der Festzug wird etwa 50 Festwagen umfassen; außerdem werden größere Formationen der SA., SS., Werkscharen usw. mitmarschieren. Der Vorbeimarsch vor der Ehrentribüne dauert etwa eine Stunde. Führer und Volk sind eins. Eindrücke eines französischen Journalisten von einer Unterredung mit dem Führer. Paris, 22. Mai. (DNB.) Das „Journal" veröffentlicht im Rahmen seiner Umfrage „W o h i n steuert Europa?" einen Artikel des Mitgliedes der Französischen Akademie Abel Bon- n a r d über seine Begegnung mit dem Führer und Reichskanzler. Bonnard sagt u. a.: Das, was der Führer mir sagte, entspricht vollkommen dem, was ich in den vorhergehenden Tagen in Deutschland gesehen hatte. Abgesehen von einem Hinweis auf die ehemaligen Frontkämpfer, die, wie er mir sagte, diejenigen Männer sind, zu denen er in allen Ländern das meiste Zutrauen hat, weil sie wirkliche Erfahrung haben und er sich auf ihre Klugheit verlassen kann, handelte alles, was er sagte, von den sozialen Bestrebungen der Reaierung, deren Chef er ist. Der Führer sprach von der Organisation „Kraft durch Freude", die das Gefühl der Freude in die Massen bringe und das Volk lehren soll, sich zu freuen. Kurz sage ich, der Mensch soll sowohl in seiner Seele als auch in seinem Beruf wiedererfaßt werden, also in dem, was er auf Grund seines Schaffens und auf Grund feiner Persönlichkeit ist. Es handelt sich nicht nur darum, ihm ein Haus zu bauen, sondern man muß darin auch ein Licht erstrahlen lassen. Der Kanzler fährt fort: Im Auslande glaubt man, Deutschland lebe unter einer Diktatur, aber vor 1933 ging es viel diktatorischer zu. Eine Regierung wie die unfrige könnte sich gegen den Willen des Volkes nicht an der Macht halten. Das Volk ist für mich, weil es weiß, daß ich mich wirklich mit feinen Nöten beschäftige, daß seine seelischen Probleme mich interessieren. Der Kanzler erwähnte den Unterschied, den man früher zwischen Hand - und Kopfarbeitern machte und sagte mit Recht, sie zu unterscheiden sei nicht so leicht, wie man glaubt, denn die Geistesarbeit greift stellenweise in den Bereich der Handarbeit hinein und gewisse Mechaniker und Monteure leisten in Wirklichkeit Kopfarbeit, während gewisse Buchhalter, die sich einer höheren Kathegorie zurechnen, doch eine mechanische Tätigkeit verrichten. Aber der Gedanke des Kanzlers kommt immer wieder auf dasselbe Problem zurück, d. h. darauf, was zu machen ist, um der zahlreichsten Volksschicht zu einer anderen Einstellung zum Leben zu verhelfen. Bis in die letzte Zeit hinein, so sagt er, bestand auf den Schiffen der großen Reedereien Gießener Gtadttheater. Rückblick und Ausblick. In der gestrigen letzten Morgenfeier gab Intendant Schultze-Griesheim zunächst einen Rückblick auf die jetzt abgelaufene und eine Vorschau auf die kommende Spielzeit des Stadttheaters; er dankte für den trotz dem herrlichen Wetter und anderweitigen Veranstaltungen bemerkenswert guten Besuch, hieß die Vertreter der Behörden, der Wehrmacht und der Partei willkommen und führte dann etwa folgendes aus: Wir stehen nunmehr an einem entscheidenden Punkt in der Entwicklung unserer Bühne: der äußere Aufbau, der mit der Uebernahme der Theaterleitung durch den Intendanten Schultze- Griesheim begonnen wurde, ist rein zahlenmäßig abgeschlossen — in einem Umfang, wie er zu Beginn kaum erwartet werden konnte: das Personal ist — vor allem durch die Einführung der Oper — von 120 auf 160 Köpfe vergrößert worden; mit dem neugeschaffenen Opernensemble ist auch der Chor und die Tanzgruppe verbunden; das Orchester wurde von 23 auf 50 Mann verstärkt. Dabei ist zu bemerken, daß die Steigerung der Kosten nicht, wie verschiedentlich befürchtet wurde, eine Ueberbelaftung des städtischen Etats bedeutet. Der städtische Zuschuß übersteigt heute noch nicht die Summe, die er in früheren Jahren mit reinem Schauspielrepertoire aufwies; das wurde ermöglicht sowohl durch anderweitige Zuschüsse als auch durch eine starke Steigerung der Einnahmen, was durch zahlenmäßige Gegenüberstellung der Bilanzen der letzten Spielzeiten belegt wurde. Da der Personalaufbau nur geringe Mehrkosten beanspruchte, konnte auch der technische Apparat ausgebaut werden. (Be- leuchtung; Drehbühne.) Ebenso konnte die Abstechertätigkeit erfreulich erweitert werden: Siegen wurde neu gewonnen; auch die Zahl der Marburger Gastspiele wird erhöht werden, und vor allem kann in Bad-Nauheim infolge der Orchesterverstärkung nunmehr neben dem Schauspiel auch die Oper und die Operette gepflegt werden. Dadurch ist es wiederum möglich, den hiesigen Kräften ganzjährige Verträge zu bieten, was naturgemäß einen starken Anreiz bilden wird. Dies wird sich voraussichtlich schon in der kommenden Spielzeit auswirken, für die die Verpflichtung hervorragender Kräfte in Aussicht ge» stellt wurde. Sehr erfreulich war die Mitwirkung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", die mit insgesamt 19 Vorstellungen einen wichtigen Faktor in der Besuchssteigerung während der letzten Spielzeit bedeutete. Dankbar gedachte der Intendant ferner der ständig wachsenden, treuen Besuchergemeinde der Morgenfeiern, die ebenso wie die Kunstausstellungen im Foyer auch in der kommenden Spielzeit gepflegt werden sollen. Den Aufführungsrekord der letzten Spielzeit erbrachte mit insgesamt 17 Vorstellungen die Operette „Der Zarewitsch". („Bettelftudent": 16.) Berechtigter Stolz auf die geleistete Aufbauarbeit, die beispielgebend genannt werden darf, kann aber, wie Intendant Schultze-Griesheim weiter ausführte, nicht hindern, auch die Fehler freimütig zu bekennen, die gemacht worden find: das Pre- mieren-Abonnement (Freitag) hat sich nicht bewährt und wird zugunsten der alten Mietverteilung wieder ab geschafft; der Spielplan des Schauspiels konnte nicht so gepflegt und ausgebaut werden, wie es ursprünglich beabsichtigt war. (Daran trug wesentlich die Neuverpflichtung des Oberspielleiters H a e r t e n nach Berlin schuld; auch sonst gab es Verpflichtungsschwierigkeiten, dazu ungewöhnlich zahlreiche Krankheitsfälle im Personal.) Wenn infolgedessen der abgelaufene Spielplan etwas leicht genannt werden durfte, fo wird für den kommenden Theaterwinter eine Neubetonung und Verstärkung des Schauspiel- repertoires in Aussicht gestellt. Immerhin konnte mit Genugtuung auf die Auswirkung der Gießener Uraufführungen („Stern von Seoilla" und „Die weiße Fürstin") hingewiesen werden. Auf die Gestaltung der kommenden Spielzeit eingehend, bemerkte der Intendant, daß ein starker Personalwechsel nicht zu umgehen sei; das läßt sich bei einer Bühne, wie wir sie hier haben, nicht vermeiden und kann und soll durch die innere Aktivität des Ensembles wettgemacht werden. Besonders das Damenpersonal des Schauspiels wird eine tiefgreifende Umschichtung erfahren; als neuer Oberspielleiter des Schauspiels wurde Dr. Erich Schumacher (Saarbrücken) gewonnen, der sich hier bereits als Gastregisseur vorgestellt hat. Auch in Chor und Ballett ist mancher Wechsel vorgesehen. Der Intendant dankte allen ausscheidenden Mitgliedern, besonders dem verdienstvollen Oberspielleiter Paul W r e d e , der nach Mainz verpflichtet wurde. Schon während des Sommers sollen auch in Gießen einige Vorstellungen gegeben werden; Ende September wird bann die neue Spielzeit mit Shakespeares „Maß für Maß" eröffnet. Im Schauspiel sind ferner vorgesehen: Shakespeare: „Sommernachtstraum" mit der Musik von Wagner- R6geny; Lope de Vega: „Die kluge Närrin", lieber« tragung von Hans Schlegel, Uraufführung; Schiller: „Wilhelm Tell"; Kleist: „Penthesilea"; Hebbel: „Demetrius", Neubearbeitung von Friedrich Forster; Eichendorff: „Die Freier". — Wilde: „Lady Windermeres Fächer"; Hauptmann: „Fuhrmann Henschel"; Eckart: „Ein Kerl, der spekuliert"; Forster: „Die Weiber von Redditz"; Müller-Scheld: „Anna Maria" (Urfassung); Zander: „Verzicht" (Uraufführung); Stanietz: „Der Weg der Maria Tschentscher"; Dhünen: „Uta von Naumburg"; Aichinger: „Kleinod in die Silbersee gefaßt"; Giono: „Das Salz der Erde". — Lustspiele: Thoma: „Moral"; Verhoeven und Impekoven: „Das kleine Hofkonzert"; Goetz: „Tote Tante"; Birabeau: „Mein Sohn, der Herr Minister"; Lenz: „Heimliche Brautfahrt"*, Apel: „Hans Sonnenstötzers Höllenfahrt"; Niewiarowicz: „I love you!“ („Ich liebe dich!"); Scribe: „Das Glas Wasser". — Oper: Mozart: „Don Juan"; Weber: „Euryanthe"; Lortzing: „Der Wildschütz"; Flotow: „Martha"; Verdi: „Der Troubadour"; Puccini: „Die Boheme"; de Falla: „Ein kurzes Leben"; 21 über: „Fra Dia- volo". — Operette: Strauß: „Eine Nacht in Venedig"; Zeller: „Der Obersteiger"; Jones: „Die Geisha"; Supps: „Dichter und Bauer"; Lehar: „Die lustige Witwe"; Kollo: „THarietta"; ferner ein Tanzabend der Tanzgruppe mit modernen Tanzwerken. — Morgenfeiern: „Esmoreit und Damiet", ein Spiel nach dem Altflämischen, Uraufführung; Reinacher: „Der Narr mit der Hacke", Uraufführung; Basner: „Der Ritter", Urauffüh- rung; Dillinger: „Die Windsbraut", Uraufführung; Lessing: „Die Matrone von Ephesus"; politische Satiren: Goethe: „Pater Brey", Paul Ernst: „Erdachte Gespräche"; Mirbt: „Die Männer von Calais"; Hauptmann: „Helios" (Fragment). — Außerdem musikalische Morgenfeiern. Eine enge Zusammenarbeit mit der HI. wird dem Theater wertvolle Anregungen geben; schon jetzt darf auf ein im August geplantes Theaterlager der HI. in Gießen hingewiesen werden, wo namhafte Persönlichkeiten der Reichsjugendführung zu Worte kommen sollen. — Endlich gab Intendant Schultze-Griesheim seiner Freude darüber Ausdruck, daß die bisherigen Platzmieter so zahlreich erhalten geblieben sind, und daß er mit seiner Arbeit dem Theater eine neue Publikumsschicht gewonnen habe; mit der Bitte, dem Theater auch ferner treu zu bleiben und neue Freunde zu werben, schloß der Intendant seine mit großem Beifall aufgenommene Ansprache. — Goethe: „Der Bürgergeneral". Das einaktige Lustspiel vom Bürgergeneral ist ein Nebenwerk Goethes, 1793 in wenigen Tagen niedergeschrieben, eine rechte Gelegenheitsarbeit, die ihm aus der Praxis der Weimarer Theaterleitung erwuchs: das Stück trägt auf dem Titel den zunächst rätselhaften Vermerk „Zweite Fortsetzung der beiden Billets"; diese „beiden Billets" und „Der Stammbaum" sind kleine Lustspiele, die ein gewisser Anton Wall nach dem Französischen des I. P. Claris de Florian bearbeitet hatte. Sie gefielen den Weimarern, und Goethe entschloß sich, da sie allein den Abend nicht füllten, noch eine weitere Fortsetzung dazuzuschreiben, eben den „Bürgergeneral", einen Spaß oder Kostümschwank, in ein erschütternder Gegensatz zwischen dem Luxus, der den Passagieren Vorbehalten war, und dem Leben der Besatzung. Heute hat die Besatzung auf den neuen Schiffen anständige Kajüten, sie hat ein Deck zu ihrer Verfügung, wo sie sich in Liegestühlen erholen kann, sie hat Radioapparate, um sich zu zerstreuen, sie hat einen Speisesaal, wo sie zusammen mit einem Deckofsizier ihre Mahlzeiten einnimmt und all diese Verbesserungen waren nicht so sehr teuer; man mußte nur wollen. Der Führer spricht von den S ch i f f 5 r e i f e n, bie die Arbeiter bis nach Madeira und den Kanarischen Inseln führen, von der Insel Rügen, wo ein Badestrand hergerichtet wird, der jährlich 800 000 bis 900 000 Menschen aufnehmen kann. Auf diese Weise werden gewisse Annehmlichkeiten nicht mehr einer kleinen Zahl Vorbehalten, und dem Neid wird die solange gewährte Nahrung fehlen. In Berlin selbst wird ein großes Luxushotel gebaut, aber zu gleicher Zeit und in derselben Straße wird man ein Haus für die Organisation „Kraft durch Freude" errichten, das den Zweck haben soll, Licht in das Leben des Volkes hineinzubringen. Es handelt sich also nicht darum, einigen etwas wegzunehmen, sondern vielen etwas zu geben. Der Kanzler spricht mit einer ruhigen Stimme, kaum, daß er sich für einige Augenblicke unterbricht. Sein Gesicht ist ernst, vielleicht aus Sorge über die Dinge, von denen er nicht spricht. Der Führer sprach mehr vor mir, als daß er zu mir sprach. Er gibt sich ganz seinen Ideen hin und hat nur diese im Sinn. Was ich empfand, während ich ihm zuhörte, war vor allem der Eindruck, wie sehr er mit seinem Volke eine Einheit bilde. Er spricht von ihm weniger mit der Fürsorglichkeit eines Mannes, der sich zum Volke herabneigt, als vielmehr mit der Zuneigung und dem Verwandschaftsgefühl eines Mannes, der aus dem Volke heraufgestiegen ist. Auch in den Einzelheiten, auf die er eingeht, als er von Luxus sprach, zeigte sich der Mann, der den Luxus anfänglich von außen angesehen hat, und der ihn im übrigen nur verschmäht, wo es nur von ihm selbst abhinge, ihn kennen zu lernen. Alles, was ich an den vorhergehenden Tagen gesehen hatte, hat mir klargemacht, wie sehr das nationalsozialistische Regime bemüht ist, die Arbeit zu verherrlichen. Die Worte des Führers zeigten mir, welchen Wert dieses Regime auch darauf legt, daß wieder Freude herrschen soll, denn diese beiden Dinge lassen sich nicht trennen. Man muß zur Freude zurück. Sie muß herrschen bei der Arbeit sowohl wie in den Mußestunden. Oie Flamen demonstrieren für Amnestie. Große Amnestiekundgebung in Brüssel. Brüssel, 24. Mai. (DNB.) In Brüssel fand eine große flämische Amnestiekundaebuna statt. Zwei Stunden lang zogen die Massen durch die Hauptstraßen der Stadt. Der Brüsseler Bürgermeister Max, der zunächst die Kundgebung verboten hatte, das Verbot jedoch unter dem Zwang einer einmütigen Forderung des Parlamentes zurücknehmen mußte, hatte die polizeiliche Abriegelung aller Verbindungswege zu den Straßen, durch die sich der Zug der Flamen bewegte, angeordnet, so daß es der Brüsseler Bevölkerung unmöglich war, Zeuge der Kundgebung zu sein. Nur an wenigen Stellen bewegte sich der Zug an Zuschauern vorbei. Er wurde stürmisch begrüßt. Sonst waren die Straßen menschenleer. An der Spitze marschierte der Vorstand des flämischen Frontkämpferoerbandes, es folgte der Ausschuß, der alljährlich die Heldengedenkfeier der Flamen am Pserkreuz in Dixmuiden organisiert. In geschlossenem Zuge kamen dann die flämischen Ab- georöneten und die Vorstände der großen flämischen Kulturvereinigungen. Das Gros des Zuges bildete die flämische Bevölkerung. Alle Städte und Dörfer hatten Abordnungen entsandt, alle Stände und Schichten waren vertreten. Die stärkste Abordnung stellte die Provinz Antwerpen. Jedesmal, wenn das flämische Nattonallied „de dem er mit „ärgerlich gutem Humor" seiner Stimmung gegen die französische Revolution Luft machte, seinem „Verdruß, daß dergleichen französische Einflüsse sich auch nach Deutschland erstreckten und verrückte, ja unwürdige Personen das Heft ergriffen". Aus solcher Laune entstand die karikaturistische Spottfigur des ländlichen „Bürgergenerals" Schnaps, der als großmäuliger und habgieriger „Abgesandter des Jakobinerclubs" entlarvt und bestraft wird. ♦ Das Merkchen, unter der Spielleitung des Intendanten munter und mit drastischem Witz gespielt, verfehlte auch ohne die beiden verschollenen Vorläufer seine Wirkung nicht. Insbesondere Herr von Gschmeidler entwickelte die Titelfigur in der entscheidenden Szene, welche die Jakobiner- Taktik am praktischen Beispiel erläutert, zum Ergötzen der Zuschauer mit grotesker Beflissenheit. Frl. Gerhardt und Herr Walter, die sich als verliebtes Pärchen Röse und (Börge vom Publikum verabschiedeten, die Herren Geiger, Dolck und Rosenthal wirkten ferner in der mit heiterem Beifall aufgenommenen, letzten Neueinstudierung dieser Spielzeit mit. Hans Thyriot. Merkwürdiges Spiel der Natur. In Indien wurde vor längerer Zeit im Dschungel ein einfarbig brauner Tiger festgestellt, der bereits als neue Art das höchste Interesse der Naturforscher und Jäger erregte, bis ein kluger Kopf herausfand, daß der Tiger sein Bad in einem Teich zu nehmen pflegte, an dessen Ufern ein Strauch gedieh, der von den Eingeborenen zu Färbungszwecken benutzt wurde. Blätter und Blüten dieses Strauches waren zahlreich in den Teich gefallen und hatten fein Wasser dunkelbraun gefärbt. Diesem Wasser verdankte auch jener Tiger seine neuartige Färbung. Ein seltsames Spiel der Natur war eine leuchtende Eule, die vor einer Reihe von Jahren in Nordengland beobachtet wurde. Man kann sich vorstellen, wie dieser leuchtende Nachtvogel die Phantasie der Bevölkerung erregte und was für Geschichten sich sogleich um feine Herkunft und Bedeutung bildeten. Aber auch in diesem Falle ließ die Erklärung nicht auf sich warten. In der Gegend, in der der Vogel auftauchte, gab es gekappte Weiden, von denen viele gespaltene und hohle Stämme hatten. Wie die Landleute zu berichten wußten, wurde aus diesem Weidenholz Zunder gewonnen, der leuchtend im Dunkeln phosphoreszierte. Es ist kein Zweifel daran, daß jene Eule ihr Leuchten dem Umstand verdankte, daß sie ihre Behausung im Innern einer dieser Stämme mit phosphoreszierendem Holz hatte. frieren QU bQß „ n 3been hj„ ld) empsand, em der Ein- Qlke eine weniger mit er Jld) ZM Zuneigung Cannes, der eingeht, als Mann, der Hetzen hat, 't wo es nur lernen. Alles, °gen gesehen Ms national« Arbeit za Zeigten mir, auf legt, daß l, denn dich i. Man muß hen bei der !N. l Brüssel. Brüssel fani ndgebuna Massen durch sseler Bürger- ldgebuna Derbem Zwang rlamentes zu- liche Abriege- rtraßen, durch angeorbnef, ig unmöglich n. Nur an ug an 3Ü‘ M. Sanft erstand des folgte der dentfeier der caaniftert. In iämischen Ab- zen slamschen Äuaes bildete Me Städte entsandt, alle n. Die startsd Introerpen tionallied »di sLr ner ™ " seiner SiiM' in Luft machte, Wl*6'1' edlen w• » 62$. "St »estraft wirb. 5 ffi A-»L We ;■>< * K ‘äs *tk > K - und bei 7« Ä Stotel »„ ,ben S4 Wen f01| ‘oringen. & eimas mea- Su geben. |en Stimme ' unterbricht r9e über die und des . Witz E ich°IW°» ?' !elonberi 3 «or Dal? ans Wiot Die SWie Kung des italienischen Imperiums in Ostafrika. R o m, 22. Mai. (DNB.) Im italienischen Senat hc^ Minister L e s s o n a die politische und militärische Lage in Jlalienisch-O st afrika geschildert. Heute seien für alle Rassen und Völkerschaften in Jtalienisch-Ostafrika die gleichen rechtlichen Garantien vorhanden. Italien habe auch der arabischen Kultur den ihr gebührenden Platz eingeräumt. Rach der Aufhebung der Sklaverei sei man bestrebt, die freigelassenen Sklaven mit öffentlichen Arbeiten zu beschäftigen oder sie in neu zu gründenden Dörfern anzusiedeln. Das von einigen Unruhestiftern gegen den Vizekönig und die höchsten Würdenträger des Imperiums verübte Attentat sei nur der Ausfluß des Hasses einiger letzter Anhänger der alten Feudalkaste, die für immer ihre Herrschaft verloren habe, sowie einer kleinen Gruppe intellektualistscher Politiker, die unter dem Schutz interessierter Kreise im Haß gegen Italien aufgezogen wurden und auch heute noch durch Spionagegelder des Antifaschismus unter st ützt würden. Lessona wies die Behauptungen zurück, daß die zum Schutze der Rassen getroffenen Bestimmungen eine feindselige Haltung gegenüber der eingeborenen Bevölkerung darstellten. Italien habe nur verhindern wollen, daß das italienische Volk nun ein Volk von Mischlingen werden könne. Es werde daher in der Politik einer absoluten Rasseneinhaltung fortfahren. Auf dem Gebiete des Missionswesens habe man die katholischen Missionen mit ihren Schulen und Lazaretten zur Mitarbeit an der zivilisatorischen Tätigkeit her- ongezogen und werde demnächst mit dem Heiligen Stuhl sämtlichen Fragen der religiösen Organisation in Aethiopien regeln. Dagegen habe Italien gegenüber ausländischen protestantischen Missionen, die während des Feldzuges eine feindselige Haltung einnahmen, e i n s ch r e i t e n müssen. Wirtschaftlich fei Italien zu einer Zusammenarbeit mit anderen Saaten bereit, soweit sie das Imperium anerkannt haben. Die mit Deutschland und Ungarn abgeschlossenen Handelsabkommen hätten sich bereits für beide Teile als vorteilhaft erwiesen. Mit England habe Zkalien gern diejenigen Fragen geregelt, die sich auf die beiderseitigen Grenzinteressen und die britischen Häfen in Somaliland bezogen. Italiens Politik könne man in folgende sechs Punkte zusam- menfafsen: 1. Freies Betätigungsfeld für jede gesunde Initiative, 2. Entwicklung aller Formen einer rationellen Kolonisation unter. Bevorzugung landwirtschaftlicher Kleinbetriebe, 3. methodische Ansiedlung, 4. ausreichende wirtschaftliche Selbständigkeit des Imperiums unter Sicherstellung der Rohstoffbelieferung des Mutterlandes, 5. keine Monopole, außer, wenn dies im öffentlichen Interesse liegt, 6. Sicherstellung des Außenhandels zur Erweiterung der ausländischen Absatzmärkte. Italien sei, so betonte Minister Lessona, entschlossen, die Unantastbarkeit seines Imperiums mit allen Mitteln zu verteidigen, und das Imperium sei auch hinreichend geschützt. In Jta- lienisch-Ostafrika stehen zur Zeit 2500 Offiziere des Heeres und der Miliz, 1600 Unteroffiziere, 11000 Soldaten und Schwarzhemden sowie 43 000 eingeborene Truppen. Zu diesen ausgebildeten Kräften kommen noch das Fliegerkorps mit 730 Offizieren, 1600 Unteroffizieren, 10 000 Mann, 1500 Spezialarbeitern und über 300 Flugzeugen. Diese Kräfte würden jederzeit die innere Ordnung, die Sicherheit an den Grenzen und das italienische Prestige gewährleisten. Das italienische Herrscherpaar wieder in Iiom. Rom, 24. Mai. (DRB.) Das italienische Herrscherpaar ist in Begleitung der Prinzessin Maria von Savoyen und des italienischen Außenministers Graf Ciano am Sonntag wieder in Rom eingetroffen. Uebereinstimmend wird der Besuch in der ungarischen Hauptstadt als ein weiterer Beweis der innigen italienisch-ungarischen Freundschaft hervorgehoben. Die amtliche Verlautbarung über die Besprechungen des Grafen Ciano wird ebenfalls in ihrer Bedeutung gewürdigt, wobei die Blätter auch auf die Besuche der deutschen, österreickischen und jugoslawischen Botschafter beim italienischen Außenminister Hinweisen, um zu erklären, daß damit die völlige Uebereinstimmung der mit Italien befreundeten Mächte zum Ausdruck gekommen fei, die bisherige politische Linie beizubehalten. Unzweideutig sei dadurch die Unerschütterlichkeit der Politik des faschistischen Italiens zum Ausdruck gekommen, eine Politik, die auf den festen Pfeilern der römischen Protokolle und der Achse Rom — Berlin beruhe. flaamsche leuw" gesungen wurde, reckten sich die Hände empor. Unaufhörlich ertönte der Ruf: „Wir fordern Amnestie!" Die Disziplin war vorbildlich. Oie britische Reichskonseren?. Europäische Probleme. Der pazifische Nichtangriffspakt. London, 22. Mai. (DNB.) Zur Samstagsitzung der britischen Reichskonferenz schreibt Reuter, daß Eden völlig frei und offen ohne jede Zurückhaltung über die europäischen Angelegenheiten gesprochen habe. Er habe vor allem die Möglichkeiten gestreift, die sich aus den Kämpfen in Spanien hätten ergeben können und habe Anregungen gemacht, wie die Empire-Mitglieder Helsen könnten, falls sich gewisse Situationen ergeben sollten. Der Außenminister habe auch einen Ueberblick über die Lage im Fernen Osten gegeben. Lyons Vorschlag eines Paktes der Mächte am Pazifischen Ozean fei zur Sprache gekommen, werde aber erst später näher erörtert werden. Es sei möglich, daß der australische Ministerpräsident eine Denkschrift vorlegen werde. Die Behauptung, daß der australische Vorschlag wegen offensichtlicher Schwierigkeiten fallen gelassen worden sei, stimme nicht. Lyons sei entschlossen, daraus zu bringen, daß fein Vorschlag von der Vollkonferenz erörtert werde. Die Sitzung sei wieder völlig geheim gewesen. Es liege aber Grund zu der Annahme vor, daß auch die Anerkennung des italienischen Imperiums und die Anerkennung der Kriegführenden in Spanien erörtert worden feien. Raiionalspanische Fortschritte an der Bilbao-Front. Durango, 24. Mai. (DNB.) Am Samstag früh fetzte an der Bilbao-Front im Abschnitt der 2. und 4. Brigade ein Angriff auf die im Südosten von Amorebieta liegenden Bergketten ein. Etwa 30 Flugzeuge bombardierten beim Morgengrauen die bolschewistischen Stellungen im Bergmolsiv von Santa Lucia und Manaria. Südlich der Straße Durango—Amorebieta begann anschließend der Vormarsch der Infanterie, die um 10 Uhr die von hohen Bergen umgebene Ortschaft Bernagoitia stürmte und die nationale Fahne hißte. Die im Osten von Amorebieta und im Gebirgspaß von Barazar und Urquiola stehenden Batterien belegten den westwärts in Richtung Bilbao fliehenden Feind mit schwerstem Feuer. Kampfflieger unterstützten den Vormarsch der Infanterie durch Tiefangriffe. Die nationalen Truppen standen am Samstagabend in unmittelbarer Nähe von ßemona, nur noch 13 Kilometer von Bilbao entfernt. Als sich am Nachmittag das schwere Fliegerbombarde- ment und heftiges Artilleriefeuer des Vormittags wiederholte, gab der Gegner den Widerstand auf und 30 g s i ch auf die Befestigungen der El Gallo-Linie zurück. Das bolschewistische „Bataillon" Chucarrieta geriet vollständig in Gefangenschaft der nationalen Truppen. Der amtliche Heeresbericht vom Sonntag meldet, daß die nationalen Truppen Sima besetzten und Urtemon- don und AranAazugonia in der Nähe von Purre erreichten. Die nationalen Streitkräfte verfolgten die zersprengten Reste der Bolschewisten in die Berge. Mit den Operationen im Süden von Amorebieta und der Säuberung des Felsmasivs voä Manaria ist die von Durango nach Vitoria führende Landstraße für den Verkehr frei geworden. Mit der Besetzung der südlichen Verbindungswege von Amorebieta sind die feindlichen Stellungen in der Sierra de Mendoya, im Süden der baskischen Hauptstadt in d e r Flanke bedroht. Dieses Operationsgebiet ist für den Angreifer sehr schwierig, da es von st eilen Felsmassiven durchsetzt ist, die bis über 1000 Meter ansteigen. Die höchsten Erhebungen sind z. T. noch mit Schnee bedeckt. Im nördlichen Abschnitt der Bilbao-Front hat sich eine von Nordwesten nach Südosten verlausende, von der Küste über das Iata-Gebirge, die nördliche Höhe von Mungunia und den Bicargui nach Amorebieta erstreckende nationale Angriffsfront herausgebildet, die in fast gerader Linie in einem durchschnittlichen Abstand von 6 Kilometer parallel zum östlichen Teil des Bilbao-Festungsgürtels verläuft. Von der höchsten Erhebung des Biscargui erblickt man deutlich die Umrisse der El Gallo-Linie, ferner einen Teil der Stadt Bilbao. Rückflug des sowjeispanischen Geschwaders von Pau. Paris, 22. Mai. (DNB. Havas.) Am Sams- tagfrüh find die sowjetspanischen Militärflugzeuge, die sich seit Montag auf dem französischen Flugplatz von Pont Lang befanden, in zwei ©taffeln gestartet, um nach Sowjetspanien zurückzufliegen. Fünf französische Flugzeuge gaben das Geleit. An Bord eines der französischen Apparate befinden sich zwei Mitglieder der internationalen Nichteinmischungskontrolle. „Matin" berichtet, daß ein Offizier des Luftfahrtmini st eriums sich zum Nichtein- mischungsüberwachungskommifsar Oberst Lunn nach Tarbes begeben tjabe, der vorgestern noch gegen die Freigabe der sowjetrussischen Flugzeuge gewesen sei. Der Offizier habe dann in Pau lange mit dem dortigen „K o n s u l" des bolschewistifchen Spaniens verhandelt, früh um 4 Uhr habe man die 35 spanischen Flieger in ihren Hotels wecken lasten und in bereitstehenden Kraftwagen nach dem Flugplatz Pont Lang gefahren, von wo sie dann mit ihren Apparaten um 7 Uhr zum Rückflug starteten. Nach dem „Journal" sollen die Flugzeuge vor ihrem Ruckflug entwaffnet worden fein. Eine „Front der Freiheit" in Frankreich. Paris, 24. Mai. (DNB. Funkfpruch.) Auf dem Prooinzialkongreß des Departements Gironde in Bordeaux erklärte der Vorsitzende der Kammerfraktion der französischen S o z i a l p a r t e i, Jdarne- garay, zu der von Doriot erlassenen Aufforderung, daß alle nationalen Parteien sich zu einer „F r o n t der Freiheit" zusammenschließen sollten die Partei des Obersten de la Rocque sei grundsätzlich zu dieser Frontbildung bereit. Auch der Vorsitzende der Republikanisch-nationalen und der sozialen Partei, Taittinger, erklärte, er stehe a us^S eiten D ori o ts. Eigennützige Fragen hätten auszuschalten, wenn die Interessen des Landes auf dem Spiel stehen. Doriot selbst, der Führer und Gründer der französischen Volkspartei, erklärte, die Einigung aller nationalen Parteien gegen den Marxismus fet eine unbedingte Notwendigkeit. Gittttchkeitsverbrechen katholischer Geistlicher. Meiningen, 22. Mai. (DNB.) Nach dreitägiger Verhandlung verurteilte die Große Strafkammer Meiningen den 27 Jahre alten Kaplan Dr. Ludwig Jeßberger, der unter der Anklage stand, während des Religionsunterrichts unsittliche Handlungen an Kindern unter 14 Jahren in 22 Fällen vorgenommen zu haben, zu vier Jahren Zuchthaus. Es war Mitte vorigen Jahres, als Pfarrer Dr. Burg, der Vorgesetzte des Kaplans, von einer Einwohnerin Kenntnis erhielt, daß sich der Angeklagte gegenüber ihren Söhnen im Religionsunterricht unsittlich benommen habe. Zur Rede gestellt, bestritt der Kaplan diese Angaben entschieden und tat sie als „unwahr" ab. Jrn Oktober vergangenen Jahres mußte aber Pfarrer Dr. Burg, der den Angeklagten unverständlicherweise immer noch großes Vertrauen entgegenbrachte, erleben, daß eine Schulklasse einstimmig erklärte: „Wir wollen uns vom Kaplan nicht mehr unterrichten lassen!" Auch nach diesem Vorfall leugnete der Angeklagte hartnäckig, obwohl die Kinder ihre Weigerung durch übereinstimmende Schilderungen seiner sittlichen Verfehlungen begründeten. Als Dr. Burg daraufhin bei den Eltern der Schulkinder Erkundigungen einzog, kam er lediglich zu dem Entschluß, für die Versetzung des Kaplans (!) Sorge zu tragen. Inzwischen aber griff die Staatsanwaltschaft ein und verhaftete den Kaplan. Wie der Vertreter der Staatsanwaltschaft ausführte, habe es sich gezeigt, daß das Vertrauen der Eltern, die ihre Kinder in die Obhut des Kaplans gegeben hatten, in der erbärmlichsten Weife hintergangen wurde. Pflicht der vorgesetzten Behörde des Angeklagten wäre es gewesen, sofort in aller Gründlichkeit eine Klärung herbeizuführen. Da das nicht geschehen sei, könne die Staatsanwaltschaft auch den Verantwortlichen einen ernsten Vorwurf nicht ersparen. In der Urteilsbegründung wird u. a. darauf hingewiesen, daß der Angeklagte schon im Hinblick auf die Tatsache, daß er seine widerlichen Verbrechen während des Religionsunterrichtes, als die Kinder beteten und fromme Lieder fangen, begangen habe, keinerlei mildernde Behandlung verdient habe. * Glatz, 22. Mai. (DNB.) Dor der Ersten Strafkammer am Glatzer Landgericht hatte sich der römisch-katholische Pfarrer i. R. Emil G ö r i ck aus Friedrichswartha wegen widernatürlicher Unzucht zu verantworten. Seine Opfer suchte er unter jungen Burschen im Alter von 16 bis 20 Jahren. Wie groß die Zahl der jungen Leute war, geht aus dem ungewöhnlich starken Bündel von Postkarten und Briefen hervor, die man bei ihm beschlagnahmte, und die Anreden und Unterschriften aufwiesen, wie sie zwischen halbwüchsigen Jungen und einem Pfarrer normalerweife nicht üblich sind. Der Angeklagte versuchte seine Verfehlungen zu entschuldigen, daß er von den Gesetzesbestimmungen keine Kenntnis gehabt und daß er fein ganzes Leben lang unter dem Zwang des Zölibates sehr gelitten habe. Pfarrer (Borut wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Aehnlich wie bei dem kürzlich abgeurteilten Domkapitular Kreth aus Braunsberg in Ostpreußen war das Treiben des Görick geeignet, die Jugend der weitesten Um- aegend zu verseuchen. Der Geistliche hat nach Jugendlichen auf der Straße im nahen Warthapaß Ausschau gehalten. Besonders beliebt waren bei ihm Radfahrer. Wenn diese der Steigung wegen bon ihren Rädern absprangen, um sie bergauf zu führen, näherte sich ihnen der Pfarrer aus dem „Hii terhalt", um sie zu begleiten. Er versuchte dann, seine Opfer flbfeits von der Chaussee auf einsame Waldpfade zu führen und sie dort durch Geldgeschenke feinem Willen gefügig zu machen. Der Angeklagte hat die Verbrechen, die zu seiner Verurteilung führten, ohne Einschränkung zugegeben. Aus aller Welt. Or. Eckener vor dem Untersuchungsausschuß in Lakehurst. Der Untersuchungsausschuß in Lakehurst vernahm am Samstag Dr. Eckener, der die Explosion als außerordentlich mysteriös bezeichnete und der Annahme zuneigte, daß ein Funke statischer Elektrizität außerhalb der Zelle angesam- meltes Gas entzündet haben könne. Dr. Eckener erklärte, er sei überzeugt, daß durch einen noch ungeklärten Vorgang im Heck ein Leck entstanden sei, durch das eine Gasansammlung ermöglicht worden sei. Das Gas sei nach oben entwichen, habe den Raum zwischen den Heckzellen und der Außenhülle des Luftschiffes angefüllt und fei schließlich von einem statischen Funken entzündet worden. Dieser sei offenbar aus den Luftmassen über dem LZ „Hindenburg" gekommen, die infolge eines Nach- gewitters höher geladen gewesen seien als das Luftschiff. — Vorher hatte Staatsingenieur Hoffmann von der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt die außerordentlich strengen und gründlichen Materialproben beschrieben, denen das Luftschiff vor feiner Inbetriebnahme unterzogen worden war. Weiter erklärte Dr. Eckener, die Ursache des Lecks in einer der Heckgaszellen könne er sich nur so erklären, daß infolge einer scharfen Wendung des Luftschiffes beim Landungsmanöver und einer dadurch ausgeübten Spannung besonders im Heck ein Verbindungsdraht gesprungen sei und in eine Der Gaszellen ein Loch gerissen habe, daß also das Zusammentreffen zweier unglücklicher U m stä n d e, nämlich das Reißen des Drahtes und die Bildung eines Funkens die Katastrophe auslöste. Die Erklärungen Dr. Eckeners, in denen er seine Beobachtungen zusammenfaßte, dauerten über zwei Stunden. Alle anderen Theo- rieen bezeichnete Dr. Eckener als unmöglich oder sehr unwahrscheinlich. Auf die Frage, was er von Sabotage halte, erwiderte er, es lägen hierfür keine genauen Anhaltspunkte vor. Er könne Sabotage deshalb nur als theoretische Möglichkeit betrachten. 29. Deutscher Mietertag. In München vereinigten sich 2500 Vertreter aller deutschen Mietervereine zu einer Kundgebung im Nahmen des 2 9. Deutschen Mietertages. Nach der Begrüßung durch den Bundesführer, Rechtsanwalt Dr. Groß, ergriff Ministerialdirektor Dr. Volkmar das Wort Er stellte die auf das Gesamtwohl gerichtete Zielsetzung des Bundes Deutscher Mietervereine und des Zentralverbandes deutscher Haus- und Grundbesitzervereine heraus, deren erste gemeinsame Tat die Schaffung des deutschen Einheitsmietvertrages gewesen sei. Bürgermeister Dr. Tempel (München) zeigte die Ziele, gerechte Mietpreise und eine gesunde Wohnung für jeden Volksgenossen auf. Staatssekretär Däuser erklärte, das Bestreben gehe dahin, besonders den Minderbemittelten ein Heim zu beschaffen. Die bayerische Landesregierung werde deshalb ein zusätzliches Bauprogramm durchführen. Nachdem Bundesführer Dr. Groß einen Ueberblick über die Arbeiten des Bundes gegeben hatte, wies der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, Geheimrat Dr. S y r u p, auf die Bedeutung der gesunden Wohnung für das Volk hin. Osttagung desBundesDeutscher Osten. In Marienburg (Westpreußen) begann eine O st« tagung des Bundes deutscher Osten, an der Vertreter des Bundes aus allen deutschen Gauen sowte Vertreter der Partei und des Staates teilnahmen. /Der Bundesleiter, Professor Dr. Obe r- länder, eröffnete die Tagung und stellte fest, daß auch in der Ostpolitik der Wille des Führers für alle Deutschen das oberste Gesetz sei. Gerade deshalb bedauere der Bund die jüngsten Demonstrationen des polnischen Westverbandes, über die sich nur der gehässige bolschewistische Gegner freuen könne. Der stellvertretende Gauleiter Großherr überbrachte die Wünsche Ostpreußens für einen erfolgreichen Verlauf der Tagung. Nach einem Willkommensgruß des Regierungspräsidenten Dr. von Keudell begann die Arbeitstagung. Es sprachen u. a. Professor Dr. Freiherr von Richthofen (Königsberg), Professor Dr. Recker (Danzig) und Professor Dr. Oberländer (Königsberg). Sämtliche Vorträge trugen dazu bei, das Verständnis für unsere östlichen Nachbarn zu vertiefen. Dabei kam zum Ausdruck, daß die starke deutsche Propaganda in der Wahrhaftigkeit liege. Mit Nachdruck wurde auf die bedauerlichen Entgleisungen des polnischen Westoerbandes hingewiesen, die sich in letzter Zeit örtlich gehäuft hätten, daß man im Hinblick auf die Erhaltung gutnachbarlicher Beziehungen von deutscher Seite nicht länger schweigen könne. Es wurde u. a. auf folgende Vorgänge hinge- wiesen: Die jüngsten Vorfälle in Graudenz, die jeglicher Grundlage entbehrenden Behauptungen, wonach in Deutschland 2 Millionen Polen, davon in Ostpreußen allein eine halbe Million, ansässig seien, die Propagierung einer Urslawentheorie, die keiner historischen Prüfung standhalte und nur geeignet sei, in der Bevölkerung des deutschen Ostens Mißtrauen zu erzeugen, das in Form eines Reiseberichtes über Ostpreußen gehaltene Buch eines polnischen Schriftstellers, W a n k o w i c z, das Derartige Herabwürdigungen der deutschbewußten Masuren enthielt, daß man auf Grund der Abmachungen zwischen der deutschen und der polnischen Regierung ein Einschreiten der verantwortlichen polnischen Stellen habe erwarten müssen. Ueber 30 Todesopfer einer Unwetterkatastrophe in polen. Ein ungewöhnlich schwerer Wolkenbruch, der viele Todesopfer forderte, hat sich in der polnischen Woiwodschaft Kielce ereignet. Es muß damit gerechnet werden, daß die Zahl der Todesopfer 31 überschreitet. Sturm und Ueberschwemmung vernichteten in vier Kreisen der Woidwodschaft Kielce rund 120 Wohnhäuser und beschädigte weitere 300 Gebäude schwer. Wege sind vielfach zerstört und die Eisenbahndämme unterspült. Was auf den Feldern Hochwasser und Sturm verschonte, vernichtete der Hagel. — Auch in der Gegend von Krakau gingen außerordentlich schwere Gewitter nieder, die teilweise Ueberschwemmungen mit sich brachten. Bei den Rettungsmaßnahmen kenterte ein Pionierponton, wobei zwei Pioniere ertranken. Unwetter bei Staßfurt fordert mehrere Todesopfer. Der Ort Hecklingen bei Staßfurt (Provinz Sachsen) wurde erneut von einem Unwetter heim- gesucht, das die oorhergegangenen bei weitem übertraf. Der wolkenbruchartige Regen war von einem or Fan artigen Sturm begleitet, durch den zahlreiche große Bäume geknickt oder entwurzelt wurden. Durch den Druck der Wassermassen wurden Mauern und Ställe eingeriffen und Häuser stark beschädigt. In einem Hause ertranken die 82jährige Frau Ob eck und die sechsjährige Tochter des Friseur- meisters Rische. Viel Vieh ist in den Fluten umgekommen. Auf der Sttecke Staßfurt—Blumenberg mußte der Bahnverkehr eingestellt werden. Es soll noch ein drittes Todesopfer zu beklagen fein. Eine Frau, die bei Feldarbeiten von den Fluten überrascht wurde, wird noch vermißt. SA., Arbeitsdienst, HI., Feuerwehr sowie Militär wurden eingesetzt. Die Gärten und Felder sind derartig verschlammt, daß man den Schaden noch nicht übersehen kann. Auch aus der Gegend von Burg, besonders aus den Orten Möser, Schermen und Gerwisch, werden schwere Unwetterschäden gemeldet. Vor allem richtete ein schwerer Hagelschlag erheblichen Schaden an. Kraftwagen vom Personenzug erfaßt. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. teilt mit, daß am Sonntagabend ein mit fünf Personen besetzter Personenkraftwagen aus Groß-Um- st a d t auf dem unbeschrankten Uebergang der Reichsstraße Dieburg — Gundershaufen, Strecke Dieburg — Groß-Zimmern, von dem Personenzug 3624 erfaßt wurde. Von den Insassen des Kraftwagens wurden zwei getötet. Drei weitere sind schwer verletzt. John Rockefeller f. John Davison Rockefeller, einer der reichsten Männer der Welt, ist in seinem Heim in Florida im Alter von 98 Jahren gestorben. John Davison, der Senior der Familie Rockefeller, hat sich als ,,Petroleumkönig" gewaltiges Vermögen erworben. Mit dem von ihm errichteten amerikanischen Oeltrust beherrschte er die ganze Petroleumproduktion. Obwohl Rockefeller mit seinen großen gemeinnützigen Stiftungen auch etwas für die Allgemeinheit tat, wurde er wegen seiner rücksichtslosen Trustpolitik viel angefeindet. Sowjetrufsisches Flugzeug am Nordpol. Die Moskauer Blätter bringen Berichte von der Landung des Flugzeuges „S. S. S. R. N. 170" auf einer Eisscholle etwa 20 Kilometer vom Nordpol entfernt. Das Flugzeug wurde von dem Flieger Wodopjanow geführt. An Bord befand sich der Arktisforscher O. I. Schmidt. An der Expedition sind fünf Flugzeuge beteiligt, die sämtlich von der Kronprinz-Rudolf-Jnsel (der nördlichsten Insel von Franz-Joseph-Land) starten sollen. Bis jetzt erreichte erst das Flugzeug „S. S. S. R. N. 170" den Pol, wo die Landungsbedingungen für die übrigen Flugzeuge vorbereitet werden sollen. Die Flugstrecke von der Kronprinz-Rudolf-Jn- sel bis zum Nordpol ist nicht großer als die Strecke Berlin—Paris, jedoch sind die atmosphärischen Bedingungen meist schwierig. Ob zu Hause oder auf Reisen: Chlorodont immer abends als Letztes ! Notlandung wissenschaftlicher Flugexpedition in Zentralaustralien. Der Geologe Sir Herbert (Sepp und vier Begleiter, die mit einem Flugzeug der australischen Luftwaffe in den unerforschten Gebieten Zentralaustraliens geophysische Luftaufnahmen machten, mußten eine Notlandung vornehmen. Erst nach zwei Tagen wurden sie von einem anderen Militärflugzeug in einem unwirtlichen Wüstengebiet aufgefunden. Diese fast unbekannte Wüste wird von wilden Australnegern bewohnt. Das Flugzeug warf Lebensrnittel für die Verunglückten ab und holte Hilfe. Es werden wohl noch Tage vergehen, ehe eine Rettungsexpedition, mit Lastwagen und Kamelen das verunglückte Flugzeug erreichen kann. Indianer ermorden eine Kolonistenfamilie im Chaco. Die Kolonie Castelli im Chaco wurde d o n e i n e r Jndianerhorde überfallen. Die Rothäute versuchten, das Vieh der Kolonisten wegzutreiben. Die Kolonisten setzten sich heftig zur Wehr. Eine Kolonistenfamilie, Vater, Mutter und zwei Kinder, wurde von den Indianern ermordet. Andere Kolonisten wurden von den Räubern schwer mißhandelt. Die Kolonisten aus der Umgegend haben daraufhin einen Selbstschutz organisiert. Auch wurde Polizei in die Gegend entsandt. Waldbrand im Salzkammergut. Durch Funkenflug entstand auf der Bahnstation Plornberg bei Mondsee im Salzkammergut ein Waldbrand. Durch starken Sturm angefacht, fraß sich der Brand rasch vorwärts. Es brannte in einer Gesamtausdehnung von vier Hektar. Der Wald gehört zum größten Teil den österreichischen Bundesbahnen. Kleine politische Nachrichten. In Berlin traf der Königlich-Schwedische Minister des Aeußeren R. Sandler auf seiner Durchreise nach Gens im Flugzeug ein. Zu seinen Ehren veranstaltete der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr v. Neurath ein Frühstück. * Auf der Friedenskonferenz in Buenos Aires, die den Abschluß der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Bolivien und Paraguay Am Samstagnachmittag hielt die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen (Gießener Hochschulgesellschaft) im Universitätsgebäude ihre Iahrestagung unter der Leitung ihres Vorsitzenden Dr. M e e s m a n n ab. Nach der Sitzung des Verwaltungsrats fand zunächst die Hauptversammlung statt. Der Vorsitzende Dr. Meesrnann erstattete im Anschluß an seine Begrüßungsworte den Jahresbericht. Seinen Darlegungen entnehmen wir u. a. folgendes: „Den Bericht über das Jahr 1936 muß ich mit dem Ausdruck der Trauer über den Verlust des Mannes beginnen, der der Hauptbegründer unserer Gesellschaft gewesen ist und mit ihr bis an sein Lebensende aufs engste verbunden war. Geheimerat Prof. Dr. B e h a g h e l, stellverttetender Vorsitzender des Vorstandes und unser Ehrenmitglied, wurde uns durch ein jähes Geschick am 9. Oktober 1936 entrissen, in seinem 83. Lebensjahr noch im Besitz bewundernswerter körperlicher und geistiger Frische, ein Mann von Tatkraft, von liebenswürdigem Wesen, von umfassender geistiger Bildung. Was die Wissenschaft an ihm verloren hat, kann ich wohl nicht besser ausdrücken, als durch Anführung eines Satzes aus dem Nachruf, den ihm Herr Professor Dr. Götze in unseren Hochschulnachrichten gewidmet hat. Er lautet: .Seine Wissenschaft, die deutsche Philologie, verliert in ihm nicht nur ihren Senior, sie hat ihr lebendiges Gewissen verloren, die Ueber- lieferung ihrer großen Zeit, die der Wissenschaft den unbedingten Einsatz eines Lebens, die Zähigkeit ihres Willens und die Kraft ihrer Ueberzeugung widmete. Die Universität Gießen aber verliert in Otto Behaghel einen ihrer großen Lehrer, der zugleich einer ihrer getreusten war/ Sein Wirken und seine Persönlichkeit werden bei uns unvergessen bleiben. Von den Mitgliedern unseres Verwaltungsrates sind im vergangenen Jahr verschieden die Herren Bierbrauereibesitzer Waldemar Denninghoff, Oberbürgermeister a. D. Dr. Ehrhardt (München) und Geheimrat Prof. Dr. Sommer, von denen namentlich der letztere an unseren Aufgaben stets lebhaften Anteil im Gran-Chaco-Konflikt bilden soll, erklärten die Vertreter Boliviens und Paraguays ihre Bereitwilligkeit, die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sofort wieder aufzunehmen. In Chile haben die radikalen Minister für Wirtschaft, Landkolonisierung und Landwirtschaft auf Veranlassung ihrer Partei ihre Rücktritts- aesuche eingereicht. Man nimmt an, daß die g e - samte Regierung zurücktreten wird. Zeitschriften. — Die große Leistungsschau des deutschen Volkes in der Berliner Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" wird in der neuesten Ausgabe der „Illu - strirten Zeitung Leipzig" eindrucksvoll dargestellt. Die von erläuterndem Text begleitete Bilderfolge gibt einen Eindruck von der Ueber- zeugungskraft dieses einzigartigen Rechenschaftsberichtes des Dritten Reiches. — Das in Mittelschweden gelegene erinnerungsreiche Schloß Gripsholm bildet den Gegenstand einer interessanten geschichtlichen Abhandlung. — „Künstlerfahrten in die Welt" heißt ein Beitrag, der von Reiseerlebnissen Dürers, Menzels und anderer erzählt. — Wie der Luftschutz den Hamburger Hafen sichert, zeigt ein interessanter Bildbericht in der neuen „Sirene", der illustrierten Zeitschrift mit den Mitteilungen des Reichsluftschutzbundes. Das Heft bringt außerdem einen großen Photobericht von Jagdflugzeugen, die gerade „eingeschossen" werden; es zeigt unterirdische Schutzräume, die noch aus dem Dreißigjährigen Krieg stammen; es enthält Erinnerungen eines Seeoffiziers an die Schlacht von Skagerrak sowie Ausführungen über die Organisation des zivilen Luftschutzes und des Reichsluftschutzbundes. 6od)fd)Ulnad)rid)ten. Professor Dr. Friedrich Maurer, Ordinarius für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Erlangen, ist in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Freiburg berufen worden. Professor Maurer wirkte früher in Gießen. genommen hat. Auch mit ihm ist eine hervorragende, nicht nur auf seinem wissenschaftlichen Gebiet, sondern auch auf vielen anderen Gebieten erfahrene und anregende Persönlichkeit dahingegangen." In dem Bericht wird weiter mitgeteilt, daß sich die Mitgliederzahl Ende 1936 auf 435 belief. Die Einnahmen an Mitgliederbeiträgen beliefen sich auf 5772,20 Mark, an Zinsen 1116,88 Mark, kleine Einnahmen 30,49 Mark, insgesamt 6919,47 Mark. An Zuwendungen an Universitätsinstitute wurden 5173 Mark ausgezahlt, die sich wie folgt verteilen: 5QQ Mark dem Tierseucheninstitut, Prof. Dr. Kütt zur Bekämpfung der seuchenartigen Unfruchtbarkeit der Rinder; 1000 Mark dem Forstinstitut, Prof. Dr. Köttgen zur Anschaffung einer spektrögraphischen Einrichtung; 808 Mark dem Zoologischen Institut, Prof. Dr. Anke! zur Fortführung bpr Untersuchungen über die Geschlechtszellenbildurlg der Meeresschnecken; 500 Mark Professor Dr. Gottschalk zur Herausgabe eines Sonderheftes der Zeitschrift für Germanische und Romanische Philologie; 500 Mark Dr. Reinhold zur Anschaffung einer modernen Dämpfungswaage; 500 Mark Dr. Richter zur Ausgrabung prähistorischer Hügelgräber; 275 Mark dem Kunstwissenschaftlichen Institut zur Beschaffung eines Film-Vorführungsapparats; 200 Mark Prof. Dr. Glaser zur Erwerbung ausländischer Bücher für das Romanische Seminar; 400 Mark Prof. Dr. Temesvary zur Anschaffung von Noten und Instrumenten; 150 Mark Prof. Dr. Küst für Ausstellungskosten; 100 Mark dem Musikv Institut zur Anschaffung von Schallplatten; 100 Mark Prof. Dr. Frhr. v. Gall zur Anschaffung von Mexicana: 140 Mark dem „Studentenführer". Seit der Stabilisierung der Währung von 1924 bis 1936 sind zusammen 178 000 Mark den Aufgaben der Universität aus den Mitteln der Hochschulgesellschaft zugeflossen. Für Vorträge und Versammlungen wurden 512,75 Mark ausgegeben, bas Nachrichtenblatt erforderte eine Ausgabe von 1169,15 Mark, die Verwaltungskosten machten 607,72 Mark aus, kleine Ausgaben 7,35 Mark. Im ganzen betrugen die Ausgaben 7469,97 Mark. Das Vermögen der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 1936 insgesamt 51 748,75 Mark, es weist gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres eine Zunahme von 966,50 Mark auf. In dem Bericht wird weiter Mitteilung gemacht von dem Preisausschreiben der Hochschulgesellschaft für die Lösung einer Teilaufgabe hn Rahmen des Dierjahresplanes, und von der Verteilung des Preises in Höhe von 5000 Mark, lieber diese Angelegenheit haben wir seinerzett schon ausführlich berichtet. Der Vorsitzende teilte hierzu noch mit, daß dieses Preisausschreiben die Anerkennung des Beauftragten für den Dierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, gefunden hat. Der Jahresbericht schließt mit herzlichem Dank an den bisherigen Rektor, Prof. Dr. Pfähler, für die Unterstützung, die er während feiner Amtszeit der Hochschulgesellschaft hat zuteil werden lassen. Die Hauptversammlung nahm den Bericht mit Beifall zur Kenntnis und erteilte Vorstand und Verwaltungsrat Entlastung. Die Dahlen brachten die Berufung von Prof. Dr. Küst in den Vorstand als Nachfolger des verstorbenen Geheime- rats Prof. Dr. Behaghel, sowie unter lebhaftem Beifall die einstimmige Wiederwahl des turnusmäßig ausscheidenden Vorsitzenden Dr. M e e s - mann. Im Verwaltungsrat sollen die durch Tod freigewordenen Sitze von Brauereibesitzer Denninghoff, Oberbürgermeister a. D. Erhard und Geheimrat Sommer nicht wiederbesetzt werden, die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder, Bergassessor K i p- penberger und Kaufmann S ch u ch ard t wurden einstimmig wiedergewählt. Der Ausklang. Se. Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. Baader dankte im Namen der Universität der Hochschulgesellschaft herzlich für die mühevolle, eifrige Arbeit, die sie zum Wohle der Universität auch im verflossenen Jahre geleistet hat, insbesondere dankte er dem Vorsitzenden Dr. Meesrnann. Der Redner teilte dann u. a. mit, daß der (Bauleiter Reichsstatthalter Sprenger der Arbeit der Hochschulgesellschaft größtes Interesse entgegenbringe und sich bereit erklärt habe, an einem Werbefeldzua zur Gewinnung von Mitgliedern für die Hochschulgesellschaft mitzuwirken, wobei insbesondere an die Gemeinden und die wirtschaftlichen Unternehmungen in Hessen und in den benachbarten Gebieten gedacht sei. Insbesondere habe sich der Gauleiter auch bereit erklärt, in einer zu diesem Zwecke veranstalteten Versammlung in der Aula der Universität zu sprechen, ferner wolle er den Rektor und den Dozentenführer zu einer Rücksprache über diese Angelegenheit emp=, fangen. Mit der Versicherung, daß die Universität und die Hochschulgesellschaft allen Grund Jjaben, hoffnungsfroh in die Zukunft zu blicken, schloß der Rektor seine beifällig aufgenommene Ansprache. Damit fand die Hauptversammlung ihren Abschluß. Oie Zestsihung. Unmittelbar darauf fand im großen Hörsaal die übliche Festsitzung bei starkem Besuch statt. Der Vorsitzende Dr. Meesrnann wies in feiner Einleitungsansprache u. a. darauf hin, daß der Vortragende, Professor Dr. W e r k- rn e i st e r von der Staatsuniversität von Nebraska (USA.) deutscher Abstammung sei und sich in den letzten Monaten als amerikanischer Austauschprofessor in Berlin aufgehalten, ferner auch an der dortigen Hochschule für Politik und außerdem an vielen anderen deutschen Universitäten und Plätzen Vorträge gehalten habe. Daraus rechtfertigte sich die Annahme, daß er unseren deutschen Verhältnissen nicht nur Interesse sondern auch Verständnis entgegenbringe. Dr. Meesrnann wies sodann kurz auf die gewaltigen räumlichen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Amerika und Deutschland hin, ließ aber auch einen Hinweis auf die wirtschaftlichen und sozialen Schwierigkeiten der Vereinigten Staaten nicht außer Betracht, und begrüßte es deshalb besonders, daß durch den Vortragenden Gelegenheit gegeben werde, einen Einblick in diese Probleme zu erhalten. Nach einem Orchestervortrag des collegium mu- sicum unter Leitung des Musikdirektors Professor Dr. Temesvary sprach Professor Dr. Werkmeister über das Thema „Die Prinzipien, die der Roose- oeltschen Politik zu Grunde liegen." Der Vortragende gab einen umfassenden Ueberblick über die Ausgangspunkte und die großen Linien der Roofe- veltschen Politik, insbesondere auch in einer Gegenüberstellung zu den wesentlichen politischen Grundlagen des vorhergehenden Präsidenten Hoover. Er machte dabei deutlich, wie stark sich der Wandel der amerikanischen Volksmeinung über die Persönlichkeit und die Politik Roosevelts zwischen dessen erster Wahl und seiner Wiederwahl ausgedrückt hat dadurch, daß die erste Wahl in der Hauptsache als eine Abstimmung gegen Hoover zu betrachten war, während die Wiederwahl Roosevelts im Herbst 1936 ein gewaltiger persönlicher Erfolg für ihn und seine Politik wurde. Iahrestagung der Gießener Hochschulgeseüschast. In auftchlußreichen Darlegungen an Hand vieler Einzelbeispiele aus der Entwicklung der amerikani- schen Wirtschaft und der Finanzen machte der Vortragende die Ergebnisse der bisherigen Roosevelt- schen Politik deutlich, er ließ aber auch die viel- fachen Schwierigkeiten erkennen, die dabei von Anfang an zu überwinden waren und immer noch in weitgehendem Ausmaße zu bewältigen sein werden. Eine der größten Schwierigkeiten lernten die Hörer in den Verfassungsbestimmungen über die Stellung des Obersten Bundesgerichts erkennen, durch dessen unabsetzbare Richter der Roosevettschen Politik bis- her in mancherlei entscheidenden Handlungen stark entgegengewirkt wurde. Der Vortragende hob auch die erheblichen Bedenken gegen eine Derfassungs- änberung hinsichtlich des Obersten Bundesgerichts hervor und machte dafür ein lehrreiches Beispiel geltend, bei dem das Deutschtum in Amerika erst durch die unabsetzbaren Richter des Obersten Bun. desgerichts in der Frage der deutschen Schule im Staate Nebraska fein Recht gefunden hat. Zusammenfassend bezeichnete der Vortragende die Polittk Roosevelts als eine unter amerikanischen Gesichtspunkten geradezu revolutionäre Politik eines revolutionären Programms, die noch immer weitergehe und in dem Obersten Bundesgericht ihren entscheidenden Punkt habe. Der Redner schloß seine fesselnden Darlegungen mit dem Wunsche, daß diese reoolutionäre Polittk Roosevelts immer so konstruktiv und fruchtbar sein möchte, wie die konstruktiven Schöpfungen des neuen Deutschland. Im Anschluß an den mit starkem Beifall aufgenommenen Vortrag und an die Dankesworte des Vorsitzenden an den Redner und an das collegium musicum beschloß dieses die Feierstunde mit einem weiteren Orchestervortrag. Eine heimatgeschichiliche Stiftung in Lauterbach. LPD. Lauterbach, 23. Mai. Zwecks Förderung der Erforschung der Heimatgeschichte und Hei- matkunde, sowie der Pflege der Kunst und des Kunsthandwerks im Kreise Lauterbach, ferner zur Erhaltung des Hohauses als Heim für diese heimat- geschichl'liche Einrichtung wird in Lauterbach eine Stiftung errichtet werden, an der sich das Kreisamt und die Stadt Lauterbach, der Verein für Heimatgeschichte und Kunst in Stadt und Kreis Lauterbach, sowie eine Reihe von Privatpersonen grundlegend als Stifter beteiligen. Die Stiftergemeinschaft soll noch weitere private und juristische Personen als Mitglieder zuziehen. Die lebenslängliche Mitgliedschaft wird durch einen jährlichen Min- destbeitrag erworben, die ewige Mitgliedschaft durch die Spende eines Kapitals, dessen Zinsertrag mindestens einem Jahresbetrag von 25 Mark, bei öffentlichen Körperschaften 100 Mark., gleichkommt. Wetterbericht de« Reichswelterdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Das ursprünglich durch eingedrungene Kaltluft über dem Festland entstandene Hochdruckgebiet hat sich unter langsamer Ostwärts-Verlagerung weiter verstärkt. Unter fernem Einfluß herrscht auch bei uns bei absteigender Luftbewegung heiteres Wetter, das vorerst auch erhalten bleibt. Die Tagestemperaturen steigen weiter an. Aussichten für Dienstag: Meit heiter und trocken, tagsüber recht warm, vorwiegend östliche bis südliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Im wesentlichen noch Fortdauer der heiteren und trockenen Witterung. Lufttemperaturen am 23. Mai: mittags 24,6 Grad Celsius, abends 15 Grad; am 24. Mai: morgens 13.4 Grad. Maximum 25,5 Grad, Minimum heute nacht 8,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 23. Mai: abends 22,5 (Brab; am 24. Mai: morgens 16,3 Grad. — Sonnenfcheindauer 14,2 Stunden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Montag, den 24. Mai. Lollar. 20.15 Uhr: Bibelstunde. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- chein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: )r. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- teiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 37: 9657. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch» und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkausspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Empfehlungen] Dauernde Johannes Becker Oberschaffner L R. Verschiedenes Margarete Becker, geb. Hildebrand. Gießen, Klein-Linden, Rüsselsheim, den 22. Mai 1937. 3636 D [Stellenangebote Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. SchulstrJ Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied am Samstag plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Zirka 16.0 Meter qebr. Biets f.Lo komotivbetrieb m. Wagen n. Lokomotiven sofort zu vermieten. 6efl. Anfragen an [^’v M. Eichelßrtin 4 Co. Frankfurt am Main Herrn.- Göring-Ufer Nr. 82. V RM.600.- gegen Sicherheit und monatliche Rückzahlung zu leihen gesucht. Schr.Angeb.unt. 02635 and.G.A. [ Mietgesuche | Polizeibeamter sucht zum l.Juli 2-3-Zinimer-Wohn. Schrift!. Angeb. unter 02637 an den Gießen. Anzeiger erbeten. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 25. Mai, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 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Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: SMSM bei festem Wochenzuschuß bietet altbekanntes deutsches Großunternehmen von Weltruf einem redegewandten, intelligenten durch systematische Kundenbearbeitung. Branchekenntnisse werden vermittelt, Anlernung, Ausbildung und yrößte Unterstützung werden zugestchert. Nur Bewerber, die wirklich arbeiten wollen und können, senden kurze Zuschrift unter 3639D an den Gießener Anzeiger. 10-12 Zentner Heu zu verkaufen. Nebel 02638 Wetzstemgasse 16 KleineAnzeigen im Giebener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und gelesen. | Vermietungen | Mi.ZinMl zu vermiet. 02632 Friedrichstr.6 III Plötzlich und unerwartet verschied nach kurzer Krankheit mein treusorgender Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Pieh im 57. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, 24. Mai 1937. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. ___________________________________3629 D Buderos’sdie Eisenwerke Wetzlar Tilgung von Tellscbuldverschreibuogen der 5%-Anleihe von 1921 der früheren Hessen-Nassauischen Hüttenverein G.m. b. H Biedenkopf-Lud wigshütte. Die bei der am 19. März 1937 vorgenommenen Auslosung der in 1937 planmäßig zu tilgenden Schuldverschreibungen gezogenen Nummern sind in Nr. 106 des Deutschen Reichs- anzeigers vom 12 Mai 1937 veröffentlicht Wetzlar, im Mai 1937 Buderus'sdie Eisenwerke ________________________________________ _________________3633 D ch :;5>V -"•• . ■ E ■ X - ■ ■ ,/'•• ■ Ih. M -DsH ?.E V/* > VV ' Ä1 '"IMF fc -z-';- <Äk IV ’. ■ C /<1 K’’,1 j V: 'U -beü^ n we/ent- trodenen Vielt heiter iegend öst- ynmffurt ne Kaltluft ickgebiet hat Mg weiter mch bei uns Wetter, das mperaturen Krank' Bruder. 6s Förde» e und hsi. t und des ferner zur ch Heimat, rrbach eine sich das der Verein und Kreis oatpersonen Etifterge- d juristijche lebenslänglichen Min- lschaft durch ertrag min- Mark, bet zleichkommt. 24,6 Grad >rgens 13,4 heute nacht n Tiefe am iv. morgens -tunden. cbl ijefK >lm Lange. Ernst Blum. ir die Bilder: lansThyriotr n. Anzeigen' »n Jnhaltder V. 37: 9657. ersitäts-Buch' sämtlich >" ,ä*S d Samstag* . mehr. . , 1935 gumg' ? Net *N. ?!evelt. °*e viel, ?On Mn» I.lverdeil, Hörer Stellung rch desse» -Hüt £ * hl 9°b auch ^^funas. i?ä ^"hule im We die fischen eines •er weiter, ’bren ent. hlnh seine > daß diese 3 konstruk. nstruktiven fall aufge. Worte des collegium mit einem Montag, 24.mai 1957 Nr.tt7 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) zahlreiche schöne Erfolge Dressurprüfung Klasse M: aut Am Abhang der Sandgrube bei Wieseck Im Trab vor dem Kutschwagen. konnten durch ihre gute V 1. Prächtiger Sprung über das. Hindernis. Auch das. Motorengeräusch macht aus die. Pferde keinen .Eindruck. „Pegasus"; „Ingbert". au au Geländenit Klaffe L: Abteilung A. Wehrmacht: , Kanonier Kolb, 5. Batt. Art.-Rgt. 9 Siegen Das vom Fremdenverkehrsverein Gießen am Samstagnachmittag und am gestrigen Sonntag veranstaltete Reit- und Fahrturnier stand in seinem sportlichen Ergebnis und in seinem Widerhall bei der Bevölkerung von Stadt und Land turmhoch über den Gießener Turnieren der früheren Jahre. Mit der Verlegung dieser reitsportlichen Veranstaltung von dem früheren Gelände hinter dem Schlachthof nach dem Trieb (am Samstagnachmittag als Start und Ziel der Geländeritte) bzw nach dem BfB.-Waldspo^tplatz (am gestrigen Sonntag für die großen Wettbewerbe auf dem Turnierplatz) hatte die Leitung des Fremdenoerkehrsvereins und des Turniers einen guten Griff getan, der sehr wesentlich zum glänzenden Gelingen der Veranstaltung beitrug. Hinzu kam die starke Begünstigung der Veranstaltung durch das herrliche Frühsommerwetter, das sowohl am Samstagnachmittag, als auch am gestrigen Sonntag den Darbietungen sehr zustatten kam, weil es für die Leistung von Pferd und Reiter außerordentlich vorteilhaft war, aber auch am gestrigen Sonntag einen Massenbesuch von Tausenden von Menschen zur Folge hatte, einen Besuch von so großem Ausmaß, wie man ihn bei den Reit- und Fahrturnieren in Gießen bisher noch nicht erlebt hat. Eine sehr wesentliche Voraussetzung dafür war allerdings auch die starke Beteiligung der Wehrmacht aus Gießen und benachbarten Garnisonen an allen Konkurrenzen, ferner die hervorragende Vertretung der SA.-Reiterei in einer Reihe von Wettbewerben. Das große reitsportliche Ereignis nahm am Samstagnachmittag mit den G e l ä n d e r i t t e n seinen verheißungsvollen, sportlich vortrefflichen Anfang. Die Wehrmacht stellte hierbei den größten Anteil von Pferden und Reitern im Kampf um den Sieg, aber auch die SA.-Reiterei war durch eine Reihe tüchtiger Reiter bestens vertreten. Die Strecke führte, vom Start auf dem Trieb hinter dem Philosophenwald, zunächst durch das Wiesengelände in der Nähe des Arbeitsdienstlagers, bann hinauf zur Marburger Landstraße in der Nähe der Karlsruhe, dort zweigte sie in den Talgrund ragende Leistungen von Pferd und Reiter. Bei der Fülle der guten Leistungen in allen Wettbewerben ist es nicht möglich, einzelne Leistungen besonders heroorzuheben. Durchweg konnte man die Wahrnehmung machen, daß die Reiter und ihre Pferde sich zu den höchsten Anspannungen ihrer Leistungsfähigkeit bereitfanden, wozu das andauernd starke Interesse der großen Besuchermassen erheblich beitrug. Mit glanzendem Schneid und ungestümem Draufgängertum brausten Roß und Reiter als wunderbare Einheit des Einsatzes und des Siegstrebens über das Turnierfeld mit feinen zahlreichen und mannigfaltigen Hindernissen. Dabei legten die Pferde oft ein so ungeheures Temperament und Tempo an den Tag, daß man nur mit Bewunderung, aber auch mit einer gewissen Befürchtung um Gesundheit und Leben von Pferd und Reiter dem Ablauf der einzelnen Konkurrenzen folgte. Glücklicherweise verliefen die Kämpfe ohne Unheil, ad? gesehen von einem Sturz, den die bei den Gießener Turnieren bekannte Marburger Reiterin Fräulein Siegen auf „Oker"; 2. Unteroffizier Klaute 9 Batt. Art.-Rgt. 9 Gießen auf „Nuntius"; 3. Unteroffizier Götte, 9. Batt. Art.-Rgt. 9 Gießen auf „Mumie"; 5 Unteroffizier Leister, 5. Batt. Art.-Rgt. 9 Siegen auf „Pandur". Abteilung B. S A 1. SA.-Reiter Albert Tröster, 1/247, Nieder-Weisel; 2. Scharführer Walther, 2/247 Petterweil auf „Siegfried". e Dressurprüfung: Klasse A. Abteilung Wehrmacht. 6. 5. Batt. Art.-Rgt. 9 Siegen Aufwärts am Steilhang in der Sandgrube. (Aufnahmen [5]: Pfaff Nachf., Gießen.) 1. Major Noack, Art.-Rgt. ster"; 2 Unteroffizier Leister, Siegen auf ,^Ingbert"; 3. IR. 116 auf „Nepomuk"; 4. 1 Komp. Nachr. 9 Wetzlar Großkampftage der Reiterei beim Turnier in Gießen Hervorragende reitsportliche Leistungen beim Geländeritt und bei den Wettkämpfen auf dem Turnierplatz. — Wehrmacht und EA. im Reiterwettbewerb. — Noch nie erlebter Massenbesuch aus Gießen und Ltmgegend. auch die Reiter der SA. --------- -- , Reitkunst eine Reihe hervorragender Ergebnisse erzielen. Beide Gruppen Mußten sich ihre Siegespreise in schwerem Kampf erringen, der jederzeit sportlich fair geführt wurde. Besonders hervorzuheben ist dabei, daß die SA.-Reiterei in einem scharfen Wettkampf zwischen einem Wehrmacht- und einem SA.-Reiter den Ehrenpreis des Gauleiters, Reichsstatthalter Sprenger, für die SA.-Gruppe Hessen erringen konnte. Sehr bemerkenswert war weiterhin die ausgezeichnete reitsportliche Leistung des als Vertreter der ländlichen SA.-Reiterei reitenden SA.-Scharführers Walther aus Petterweil, durch den dis gute Ausbildungsarbeit in den ländlichen Stürmen der SA.-Reiterstandarte bewiesen Obergefreiter A Grüner, 8. MGK. IR. 116 auf „Hertha", ohne Fehler 60,5 Sek.; 2. Wachtmeister Böker, 1 Komp. Nachr. 9 Wetzlar auf „Landgräfin", ohne Fehler 61,5 Sek.; 3. Unteroffizier Peskoller, 12. Komp. IR 80 auf „Marlene", ohne Fehler 63,5 Sek.; 4. Unteroffizier Ewert, Rgt. 9 auf „Imperator". Abteilung B. S A. 1. SA.-Truppführer Otto Fischer, 6/147 auf „Olaf"; 2. Scharführer Walther, 1/247 Petterweil auf „Siegfried"; 3. SA.-Gruppe Hessen auf „Maus". Abteilung C. Damen: 1. Für das gestürzte Frl. Lommatzsch, Marburg, Frl Gr. Speckhardt, Gießen; 2. Frl. Erika Schömbs, Gießen auf „Kreuzritter"; 3. Frl. Erika van Bentheim, Gießen auf „Wildfang". Dressurprüfung Klaffe L: Abteilung Wehrmacht: 1. Obertruppführer L. Schömbs, Gießen „Kreuzritter" (Ehrenpreis des Reit- und Fahrver- eins Gießen); 2. SA.-Gruppe Hessen auf „Sander"; 3. Major Noack, Art.-Rgt. 9 Gießen auf Lommatzsch erlitt und bei dem sie anscheinend von einem Hufschlag des mitgestürzten Pferdes im Gesicht gestreift wurde, so daß sie sich einige Verletzungen am Unterkiefer in der Klinik verbinden lassen und dann nach Hause fahren mußte. Wiederum stellte bei diesen Wettbewerben die Wehrmacht zahlenmäßig die größte Beteiligung, aber auch die Reiter der SA. waren sowohl als Vertreter der SA.-Gruppe Hessen, wie als Angehörige von ländlichen SA.-Reiterstürmen in sehr guter Zahl vertreten. Reitsportlich boten die Wehrmacht- und die SA.-Reiter gleichermaßen hervorragende, bewundernswerte Leistungen, die sowohl der Ausbildung als auch den Einsatzwillen in beiden Reitergruppen das vortrefflichste Zeugnis ausstellten. Bei diesen glänzenden Leistungen von Pferden und Reitern ging es in den Wettbewerben hinsichtlich der Zeit heiß her. Um Sekunden wurde gekämpft, nicht minder auch alles darangesetzt, um die möglichst beste Punktbewertung zu erzielen. Die Wehrmachtreiter konnten bei den Konkurrenzen ~ r ' für sich verbuchen. Aber 9 auf „Ouartiermei- . 5. Batt. Art.-Rgt. 9 Major Hertel, Stab Wachtmeister Böker, auf „Erbprinz"; 5. Unteroffizier Schöttke, 7. Batt. Art.-Rgt 9 auf „0s- mane"; 6. Oberwachtmeister Schmitz, 9. Batt. Art.- denverkehrsvereins, Bürgermeister Professor Dr. Hamm, richtete Gruß und Dankesworte an die Besucher bzw. an die Spender und Förderer der Veranstaltung. Insbesondere dankte er dem Gauleiter, Reichsstatthalter Sprenger, für die Ueber- nahme der Schirmherrschaft und die Stiftung eines wertvollen Ehrenpreises, ferner dem Divisionskommandeur, Generalleutnant O ß w a l d , für den ebenfalls zur Verfügung gestellten Ehrenpreis, außerdem allen übrigen Stiftern, den in arbeitsreicher Tätigkeit um das volle Gelingen der Veranstaltung sehr verdienten Mitgliedern der Turnierleitung, des Preisgerichts, allen Helfern und Förderern und nicht zuletzt auch sämtlichen Reitern und Reiterinnen, sowie dem VfB.-Reichsbahn für die Bereitstellung seines Platzes. Anschließend erfolgte die Überreichung der Ehrenpreise an die Sieger. Sodann schloß Bürgermeister Professor Dr. Hamm den offiziellen Teil des Abends mit dem begeistert aufgenommenen Gruß an den Führer. Ergebnisse: Den Ehrenpreis des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger im Jagdspringen Klasse M (ein Bild des Malers Blepp) gewann die SA -Gruppe Hessen auf „Erlkönig" mit 135% Wertungspunkten. Den Preis des Kommandeurs der 9. Division, Generalleutnant O ß w a l d , im Geländeritt Kl. A (eine silberne Schale) errang Unteroffizier Hermann, 5. Batterie Art.-Rgt. 9 Siegen auf „Oker". Den Ehrenpreis des Reichsnährstandes in der Eignungsprüfung für Reitpferde errang Major Noack, Art.-Rgt 9 Gießen Den Ehrenpreis des Reichsnährstandes für die Gespannprüfung für das Zweiergespann im Kutschwagen holte sich Scharführer Reinh. Eifer 1/247 mit „Goldine" und „Hans". Geländeritt Klaffe A: Abteilung A. Wehrmacht: 1. Unteroffizier Hermann, 5. Batterie Art.-Rgt. 9 wurde. Nach dem Ablauf der reitsportlichen Wettbewerbe zeigte die Wehrmacht noch durch Vorführungen eines Pak-Zuges und einer Artillerie-Batterie eine Reihe von militärischen Hebungen, bei denen die Zuschauer sich in eindrucksvoller Weise von der wunderbaren Schlagfertigkeit der Truppe überzeugen konnten. Ebenso wie die vorhergehenden Kampfe von Reitern und Pferden waren auch diese Darbietungen geeignet, das Interesse der Tausenden von Volksgenossen in stärkstem Maße in Anspruch zu nehmen. , Mit einer begeisterten Kundgebung rur unser neues Deutschland fand die in allen Teilen glänzende Turnierveranstaltung ihren Abschluß. Siegerehrung. Am Abend vereinigten sich die Reiter und zahlreiche Ehrengäste im Saale des Cafe Leib zur Siegerehrung, die außerordentlich starken Besuch aufzuweisen hatte. Der Vorsitzende des Frem- „Pegasus" und SA.-Gruppe Hessen. Jagdspringen Klaffe A: Abteilung A Wehrmacht: hinter dem Neuen Friedhof ab, um darauf wieder nach der Höhe an der Landstraße heraufzuführen. Von hier ging es erneut feldeinwärts durch eine Sandgrube, wobei die Reiter mit ihren prächtigen Pferden auf der einen Seite der Sandgrube hinab- Teiten mußten, unten ein Hindernis zu überspringen hatten und dann in steilem Anstieg auf der anderen «Seite der Grube wieder die Höhe gewinnen mußten. Dann hieß es auf Feldwegen weiter in Richtung nach der Badenburg reiten, aber schon bald. Wieder hinüberfchwenken über die Landstraße Hin- Weg, zwischen Wellersburg und dem Ortsrand von Wieseck vorbei, etwa in der Richtung nach der Lud- Wigsburg. Die Strecke führte hier ostwärts um Wieseck herum, dann an der Wieseck entlang etwa Ibis zum Westrand des Flugplatzes, von dort in Richtung nach dem Philosophenwald, unterhalb des •Gulentopfes vorbei, schließlich zum Ziel auf dem Trieb. Die Strecke bei dem Geländeritt Klasse A war Kilometer lang, zu ihrer Bewältigung war eine Mindestzeit von 28 Minuten und eine Höchstzeit von 35 Minuten vorgeschrieben. Die Reiter konnten •Galopp und Trab reiten, sie mußten also, wenn sie sslch und ihr Pferd für den Sieg qualifizieren wollten, nicht unter 4 Minuten und nicht über 5 Minuten pro Kilometer reiten. Beim Geländeritt L ging €5 über 8 Kilometer. m Dank einer Einladung des Standortaltesten, Generalleutnant O ß w a l d, hatte die Presse Gelegen- Heit, in einem geländegängigen Kraftwagen Der Wehrmacht gemeinsam mit dem Standortaltesten und den Offizieren seiner Begleitung die Strecke abzufahren und sich von den mannigfaltigen Schwierigkeiten dieses „Reitwegs" zu überzeugen. Dabei ging es nicht nur über glatte Straßen, sondern auch über reichlich holprige Feldwege, ja sogar durch dnen tiefen Grabeneinschnitt im Gelände mit reich- -ich steilem Mbfjang. Bei dieser F°hrl zeigte der am Steuer des Pressewagens sitzende Gefr. B eck er iom Stab der 9. Division nicht nur die vortreffliche Geländegängigkeit des Wagens, sondern auch die ausgezeichnete Fahrkunst, die am Steuer eines soi- then Wagens unter den schwierigsten Geländeverhältnissen erforderlich ist und mit geradezu vollendeter Selbstverständlichkeit geleistet wird. Auf dieser Fahrt tonnte man zahlreiche Pferde und Reiter bet ihrer usgezeichneten sportlichen Arbeit beobachten, schlietz- id) am Ziel selbst noch die bewundernswerten Leitungen von Pferd und Reitern im Galopp und im leberfprinqen der Hindernisse beobachten. Ebenso wie die Reiter der Wehrmacht glanzten ab’ ich gern", brummte Fogg. „Bißchen kriegsmüde, du Muttersöhnchen? Sie schießen dir wohl zuviel in der Gegend? Na, komm! Da fetz dich her! Und wenn es ein bissel naß ist, denk daran, daß wir es auch nicht besser haben. So, und nun leg los! Welches Regiment?" Der kleine Russe schluckte bei Foggs halb spöttischen, halb gutmütigen Worten und sagte militärisch knapp: „Zwölfte Kubankosaken." „Division?" „Blegatschew." „Wieso sprichst du Deutsch?" „War Hauslehrer. Euer Gnaden." „Und weshalb gefällt es dir drüben nicht mehr?" Der Kosak besann sich ein paar Herzschläge lang, dann erwiderte er: „Wir greifen in einer Stunde an, Euer Gnaden!" „Was? Wie? Ist das wahr? Kerl, wenn du mich verkohlst?" „Kommandeur Semjonoff hat für sechs Uhr fünfzehn den Angriff befohlen", sagte der Kosak leise, aber eindringlich. Er war ein wenig weiß um die Nasenspitze herum und atmete rasch. „Du, wenn das Schwindel ist, haue ich dir alle Knochen kaputt, Rußki!" raunte Fogg drohend, und seine blauen Augen funkelten. „Es ist die volle Wahrheit, Euer Gnaden!" „Sag nicht immer ,Euer Gnaden*; das ist ja blöd. Ich bin nur Unteroffizier. Hast du sonst noch eine Aussage?" Der Gefangene schüttelte den Kopf. Fogg zog seine Nickeluhr zu Rate. Dann schickte er den Schützen Kern mit einer eilig hingekritzelten Meldung zurück zum Eskadronschef. Er selbst lief, was die Beine ^ergeben wollten, zu den beiden, etwas zurückgebogenen Anschlußgruppen und unterrichtete sie von der Neuigkeit. Sodann ließ er die Munition verteilen und die Stielhandgranaten scharf machen. So, nun mochten die Russen kommen. Wie es hinausgeht, weiß man nicht. Aber das weiß man, daß man den Brüdern einen warmen Empfang bereiten wird. Es sind zuwenig Leute bei den Deutschen, ein Schützenschleier nur, und leider fehlt die Hauptsache, ein Maschinengewehr. Um sechs Uhr fünf hat Fogg den inständigen Wunsch: Wenn sie nur schon kämen! Nichts Abscheulicheres als dieses nervenfressende Hinwarten auf ein Ereignis, das nicht abzuwenden ist. Der Uhrzeiger kriecht boshaft und tödlich langsam... Endlich! Irgendwo hinter dem Nebel klirrt ein Gewehrschloß, oder ift’s ein Spaten? Tritte tappen, ein unterdrückter Fluch knirscht... Kern, der den Rittmeister unterwegs getroffen hat, plumpst verhalten in den Graben und bringt einen Befehl. „An den Unteroffizier Fogg: Graden ist unter allen Umständen zu halten, Verstärkung kann nicht geschickt werden. Artillerie ist verständigt. Macht's gut!" Nun schälen sich dunkle Gestalten langsam aus dem Nebel, eine Schützenschlange, die viele Arme und Beine hat und vielleicht noch hundert Meter entfernt ist. Der Grabenführer Fogg braucht keinem seiner Leute zu sagen, was er zu tun hat. Es ist ja nicht das erstemal, daß sie in so einer Schweinerei stecken, und sie sind aufeinander eingespielt wie die Rädchen einer Maschine. Fogg überfliegt mißmutig das bißchen Drahtverhau vor der Stellung. Die paar Stempen und Stacheldrähte und spanischen Reiter sind lachhaft und kaum der Rede wert. Man hat eben keine Zeit gehabt, die Stellung gründlich wurde l a u die Reihenfolge der Tabelle dasteht. Dem Ämeiser, der die scharfen Handgram fen Handgrano« sich aufgestapelt i kann, steht ein ten sauber und ausgerichtet neben hat, damit er sie dem Fenzl zureichen & abgeben, doch bleibt unverändert. auszubauen.Er überfliegt mißtrauisch den Gesänge- nen. Aber der kauert am Boden, tut keinen Muckser und betrachtet stumpfsinnig die hintere Grabenwand, als ob es da Gott weiß was zu sehen gäbe. Zum Schluß überfliegt Fogg seine Leute. Der Fenzl hat sich mit den Stiefeln in den Dreck gekrallt, und fein Gesicht ist lauter Anspannung und Verbissenheit. Er erinnert Fogg an ein lauerndes Tier, das mit zusammengezogenen Muskeln und nach vorn geneigt \a * Hhirf unb ÜJhnt1 L Sodjen in M V unglücklichen Hu worben — H Zuschauer in st Italien er Hnen. Die Els köre (Ambro p, Donati (A' V (Ambrosiana' titna), Bonomi W an. kanksurts < ptaeifj); hü «(Union Niel >7.(Eintracht); 5 g), 'Lautz (B A.), Lindner (s ■ran t f u r t s i Hauptschwäche ner im Annens ijsmen Spiele nes Spiel uni anderen einj tner noch am c pich. Den 3nn pn, baß fie au m erfuhren und muß, denkt Fogg und läßt den angehaltenea Atem entweichen. Dann brüllt er mit einer wahren Jochgeierstimme: „Standvisier! Schützenfeuer!" Denn die Nachbargräben sollen es auch hören. Und pf oatim setzte er hinzu: „Männer — schießt, wo» 'rausgeht!" Die feindliche Schlange gerät einen Augenblick ira Stocken, als unerwartet diese fürchterliche Stimme ertönt und die ersten Schüsse' lospeitschen, dann brüll sie „Urra!" und beginnt zu stürmen. Fogg schicht seine Leuchtkugel ab, die sich in lauter kleine purpurrote Sternchen zerteilt, das Zeichen für die Artiller's, und nun geht der eigentliche Spektakel erst richtig los. Handgranaten platzen, Geschütze wummern, Men' schon schreien. Die vordersten Kosaken fallen, und Öi{ Hinteren drängen zurück, von dem Feuer der Nach« bargräben wie in eine Zange genommen. Sie lasst" dabei ein Maschinengewehr im Stich, noch ehe es " Tätigkeit getreten ist. Der verratene Angriff ist eine regelrechte Panik umgeschlagen, und die kops'' losen Russen wälzen sich als heulender, wogende/ Hause nach hinten oder in Einzelflucht und nsj tollen Sprüngen. Sie verschwinden im Nebel uns hinter der nächsten Bodenwelle. „Angriff abgeschlagen!" ruft Ameiser siegestrum fen und mit schiefem Mund und wischt sich mit den Rockärmel den Schweiß von der Stirn. „Deven es vergangen!" (Fortsetzung folgt) ;ite t: 5m St* öen et] 30 Mannschaften waren am Start. In der Haupt« klasse ging es um den Silbernen Schild der Stadt Marburg; hier siegte der TSV. Marburg vor dem Titelverteidiger Kurhessen Marburg. Auch bei den Jugend- und Frauen-Wettbewerben waren die Staffeln des TSV. erfolgreich. Jrn Lauf der Glie« derungen der Partei setzte sich die SA.-Brigade 48 vor dem NSFK. durch. Bei den Studenten belegte die Kameradschaft F. L. Jahn den ersten Platz. Hessen-Preußen siegten in Kassel. In Kassel wurde am Sonntag der traditionelle Staffellauf „K a s s e l - W i l h e l m s h ö h e" abge« wickelt. In der Hauptklasse über 4200 Meter siegte bei den Männern Hessen-Preußen Kassel mit 8:523 vor Kasseler Turngemeinde und der Aelteren Turngemeinde Kassel. Bei den Frauen (2400 Meter) blieben ebenfalls die Vertreterinnen von Hessen- Preußen in 5:28,6 erfolgreich. Aufstiegspiele im Gau Hessen. In Gruppe Nord des Gaues Hessen hatten der Tabellenführer FV. Breidenbach in dem FSV. Bebra einen sehr schwachen Gegner und sicherte sich durch einen hohen 8:0-Erfolg weiter die Spitze. Der bisher mit Breidenbach punktgleich stehende Verein Sport Kassel mußte einen Punkt an den VfL. Lauterbach ,L.Sch»' isy w fair K. DsB 1.F' A Solidi FMeufajen 9 Fffl gewertet auf der g Seit Hamann ai 7,Mter lang PN von 56:4; MH von U7alle errang st Kölner $ ß* legte die k Ttunbev VV? seinen S Äw Buller S*. auf tot M 'N be rW'.Soh $luge S.7 108,3 p (W) wenig Schweiß auf der Stirn. Er ist ein schüchterner Mensch und nicht gerade ein Held, aber man kann ihm nichts nachsagen; denn er nimmt sich eisern zusammen, um den schwachen Körper nicht über den Willen Herr werden zu lassen. Kern unb Gsodmair spähen ins Vorgelände und umpressen die Kolbenhälse ihrer Karabiner. Beide sind entschlossene und furchtlose Männer. Jeglicher steht, wie er soll Urb»«''*' MS letzten 6 ihr bester Sp> L Halbzeit en L er den zwei M ohne Noo Lfonn wirb m von Lramm/Henkel französische Tennismeister. Ausgezeichneter Besuch und prächtiges Wetter waren dem Sonntag der französischen Tennismeisterschaften beschert. Großer Beifall empfingen oon Gramm - Henkel und Farquharson - Kirby, als sie zum Endspiel im Männerdoppel antraten, um den ersten Titelträger für 1937 zu ermitteln. Unser Davispokal-Doppel hafte den schwersten Kampf gegen Hughes-Tuckey bereit in der Vorschlußrunde hinter sich gebracht und siegte gegen den Südafrika-, ner verhältnismäßig leicht 6:4, 7:5, 3:6, 6:1. veuts ö°t SV* ■%t6. Die ■S S k°. es Seumi Jk LQn j, Sier Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ')e zum zwölftenmal der Stadt staffel« f „Quer durch Marburg" durchgeführt. Sonderklasse für Formationen: Drei Kilometer (Einteilung wie bei Hauptklasse): 1. Arbeitdienst-Abteilung 5/222 Gießen, X-Mann- schäft, 7:03,3 Min.; 2. II. Bataillon J.-R. 116 7:12,6 Min.; 3. I. Bataillon J.-R. 116 7:14,4 Min.; 4. SA.-Sturmbann 1/116 7:21 Min. 5. SA.-Stan» barte 116 7:22 Min.; 6. Arbeitsdienst-Abteilung 5/222, B-Mannschaft, 7:24,6 Min.; 7. SA.-Sturmbann 11/116 -^-Mannschaft 7:41,7 Min. Der Lauf dieser Klasse wurde allseitig mit großem Interesse verfolgt. Im ersten Teil der Strecke sah es nach einem Sieg der Soldaten aus. Auf den 1000 Meter ging jedoch der Arbeitsdienst vorbei und lief schließlich einen sicheren Sieg heraus. Die SA.-Mannschasten waren auf den 400-Meterstrecken und über 1000 Meter nicht stark genug besetzt. Jugendklasse: Drei Kilometer (100, 100, 100, 100, 200, 200, 1000, 400, 200, 100, 100, 100, 100, 100, 100): 1. VfB-Reichsbahn 6:57,7 Min.; 2. Spielvereinigung 1900 7:04,4 Min.; 3. To. Heuchelheim 7:16,4 Min.; 4. Tv. 1846 7:24,8 Min.; 5. MTV. 7:30,9 Min. Nachdem anfänglich der Turnverein 1846 ganz gut im Bilde war, setzte doch bald der erwartete Zweikampf VfB. — 1900 ein. Den Kampf entschied auch hier der 1000-Meter-Mann, von dessen erlaufenem Vorsprung die DsB.-Mannschaft bis ins Ziel zehren konnte. Frauenklaffe: Ein Kilometer (10 mal 100 Meter): 1. Männer- turnverein Gießen 2:28 Min.; 2. VfB.-Reichsbahn 2:32,5 Min.; 3. Spielvereinigung 1900 2:34,2 Min.; 4. Universität 2:42 Min. Der MTV. hatte eine gut ausgeglichene Mannschaft zur Stelle, die vom Start aus in Führung ging und deren Sieg auch nie in Frage stand. Der Dorjahressieger, Spielvereinigung 1900, hatte einige schwache Läuferinnen und fiel etwa in der Mitte der Strecke hinter VfB.-Reichsbahn zurück. Die Studentinnen folgten in ziemlichem Abstand. ,Ouer durch Marburg/- Spiele Tore Punkte FD. Breidenbach 5 15:2 8:2 Sport Kassel 5 13:6 7:3 VfL. Lauterbach 5 4.9 5:5 FSD. Bebra 5 1:16 0:10 Mailand siegle mit 3:1 (2:0) Hesse«. mer noch am aktivsten, er übertra' fß. Lauterbach«! » halten, «daß sie aus de Atzung erfuhren und oftmals auch Pech mit PuM Frankfurts Elf konnte nicht überzeugen. h> Hauptschwäche lag im Sturm. Die drei Mittel- Alles klar zur Vorschlußrunde. 6®^., Gckalke, VfB. Stuttgart, 1. $(£. Nürnberg Schüssen und Kopfbällen hatten. Sch..ütt baute noch recht gut auf, Lautz und Schuchardt gingen aber ebensowenig daraus ein, wie der Eintrachtler auf ihre Gedanken. Dietsch spielte konsequent dritter Verteidiger, Lindemann schien seine Verletzung nicht überwuiÄen zu haben und Pflug konnte sich nie mit der Ausgabe eines Läufers ab find en, was bei dem fehlenden Mobs sicher leichter gewesen wäre. In der Verteidigung war Hinkel schwach, Stubb in der ersten Halbzeit teilweise überraaend und sehr sicher, nach der Pause aber auch nachlassend. Rem- mert machte den Fehler, der das erste Tor kostete, war aber sonst ausgezeichnet auf dem Posten und verhütete eine höhere Niederlage. Mailand war eine ausgezeichnete Elf ohne Fehler. Borgioli im Tore wurde auf keine allzuschweren Proben gestellt. War dies aber der Fall, dann zeigte er seine Klasse. Vor ihm standen mit Monza und. Buonocore zwei sehr ballsichere und schlaAräftige Verteidiger. Donati spielte offensiven Mittelläufer mit bestem Erfolg und sorgte für dauernden Druck in den Frankfurter Strafraum, die „Außen" fuhren immer störend zwischen die Ansätze zu Frankfurter Angriffen. Im Sturm war Arcari der Mann, der dauernd die Hintermannschaft der Mainischen beunruhigte. Frossi kam erst nach Halbzeit, als Stubb nachließ, besser zum Zuge. Ferraris am linken Flügel war nächst Arcari der beste Stürmer. 200, ' - 1001' ÄS b,s «s U A®®1» 2:34,2 Bi,.-, 'Ne Km. Wil» 9e stand. Dir *- hatte einige ’n der Mitt; , zurück. Ue Ästand. 'M 2Im vorletzten Mai-Sonntag wurden die Spiele den vier Gaugruppen zur Deutschen Fußball- ^isterschaft beendet. Die Entscheidung war in drei "uppen bereits gefallen (bei Schalke bedurfte es der amtlichen Bestätigung); nur in Gruppe Hl ft -er Ausgang der Meisterschaft durch den Rück- ^lsieg des VfB. Stuttgart über Wormatia Worms glich. Nachdem es zu Beginn der Spiele ganz j einem Gruppensiea des Südwestmeisters aus- hatte zum Schluß schließlich doch der württem- ^-'gische Meister noch die Oberhand, und die Schwann machten diesmal einen ähnlichen Weg wie vor «i Jahren, als sie ebenfalls erst im Endspurt ,e Gegner überholten und sich bis zum Endspiel ^chspielten. Sicherlich wird man den VfB. Statt- H in der am 6. Juni stattfindenden Vorschluß« pöe sehr stark zu beachten haben. Folgende Mann- nfte werden zum vorletzten Gang um die Deutsche -jsterschaft aufmarschieren: Hamburger SV. FC. Schalke 04 VfB. Stuttgart 1. FC. Nürnberg. Der bisher jenes Spiel und verstand nicht, auf die Ideen herein Sport: M anderen einzugehen. An den ffen hatten her ..... m M. Bebre: rmer im Jnnensturm fanden sich nie zu einem ge- herte sich durch« offenen Spiele zusammen, jeder spielte sein ^evölkeruim Q^hffel. , ourchgeführt. der Haupt« hild der Stabt bürg vor den Auch bei dm 1 waren dir M der ®lic A -Lrigade ß identen belegte sten Platz. ' «Kassel. er traditionelle höhe" abgf >0 Meter fiept? asset mit 8:W Weiteren lurn- (2400 Meiert n von Hessen- SporkW anderen einzugehen. An den Flügeln war .^-.erbach«dvÄner noch am aktivsten, er übertraf Armbruster n laMe entlief). Den Innenstürmern ist allerdings zugute » halten, daß sie aus der Läuferreihe wenig Unter« Zum Rückspiel der Fußballmannschaften von fnntfurt und Mailand — der Vorkampf hatte vor gs Wochen in Mailand stattgefunden und war der unglücklichen Umständen von Frankfurt 2:4 rloren worden — hatten sich am Sonntag rund liOOO Zuschauer im Frankfurter Sportfeld einge- ftben. Die Italiener hatten den Kampf sehr ernst riommen. Die Elf trat mit Borgioli (Bergamo); tnonocore (Ambrosiana), Monza (Rom); Gallea (iurin), Donati (Ambrosiana) Morselli (Florenz); tojft (Ambrosiana), Baldi (Turin), Arcari (Am- Jsiana), Bonomi (Bergamo), Ferraris (Ambro- siina) an. Frankfurts Elf kam mit Remmert (Reichs- K,n-Rotweiß); Hinkel (FSV.), Stubb (Eintracht); ssug (Union Niederrod), Dietsch (FSV.), Linde- tnn (Eintracht); Armbruster (FSV), Schmitt (Ein- ncht), Lautz (Reichsbahn-Rotweiß), Schuchardt ?5V.), Lindner (Reichsbahn-Rotweiß). ider Nordmark-Meister und Sieger der Gruppe I, ß- Hamburger SV., ist die einzige Mannschaft, die cie Punktverlust durch die Gruppenspiele gegan- n ist. Im letzten Kampf wurde BC. Hartha mit *) (1:0) geschlagen, so daß sich das Torverhältnis j«SB. auf 27:4 stellt. Die Hamburaer können sich k-r dieses letzten Erfolges nicht besonders freuen, Bun ihr bester Spieler Paul Noack erlitt in der teilen Halbzeit einen Schlüsselbeinbruch, gerade kchdem er den zweiten Treffer erzielt hatte. Sollte V h. SD. ohne Noack die Vorschlußrunde bestreiten urffen, bann wird man ihm bei der starken Gegnerschaft — gleich, wer auch der Partner der Hamburger fein sollte — nicht allzuviel Chancen einräumen können, zumal man njcht richtig weiß, wie man den H. SV. einzuschätzen hat. Denn die Erfolgte über Hartha, Beuthen und Allenstein kann man nicht allzu hoch bewerten. In Gruppe II war an dem Endsieg Schalkes nicht zu zweifeln. Bremen hätte schon 7:0 gewinnen müssen, um den westfälischen Meister noch von der Spitze verdrängen zu können. Werder hielt sich aber mit dem 2:2 gegen die ohne Pörtgen und Szepan spielenden Knappen ausgezeichnet, die mit diesem Unentschieden ihren ersten Punkt einbüßten, aber ebenso wie der H. SD. und der Club ungeschlagen blieben. Viktoria Stolp kam mit dem 1:3 gegen Hertha zu ihrem ersten Tor in den sechs Gruppen« spielen. Die Entscheidung in Gruppe III ist erst am letzten Spielsonntag gefallen. Nicht viel hätte gefehlt und Wormatia und Stuttgart wären nicht nur nach Punkten, sondern auch im Torverhältnis gleich gewesen. PfB. Stuttgart schlug in Kassel den Hessen- meister mit 5:1, während Worms in Dessau 4:0 erfolgreich war, so daß bei je 9:3 Punkten der würt- tembergische Meister bei einem Torverhältnis von 12:3 gegen 11:3 der Wormser Gruppenmeister wurde. Damit ist auch das Wiederholungsspiel Kassel gegen Dessau illusorisch geworden. In der Gruppe IV gab es zum Schluß zwei unerwartet hohe Siege. Der ungeschlagene Meister 1. FC. Nürnberg legte den in der zweiten Halbzeit nur mit 10 Leuten spielenden SD. Waldhof 7:1 (3:1) herein, und Fortuna Düsseldorf holte in Köln über den Mittelrheinmeister einen 5:1- (2:1=) Sieg heraus und sicherte sich damit den allerdings wertlosen zweiten Platz. A A Ss*» ä.";- 150000 aus der Solitude Die Die Mannschaften. 8:2 1:3 5:5 0:10 16 Sei Erste Hälfte: Zwei gleichwertige Mannschaften. Leiter und Theilig überraschten die Oester- Echer muh den ersten Minuten mit zwei gelunge- „Silbernes" Handball-Länderspiel. Deutschlands Handballer schlagen Oesterreich 15:6 (6:3). . deutschen Handballer feierten — leider un- Hnerft — am Sonntag ein Jubiläum, da der im '$ner Stadion vor 40 000 Zuschauern ausgetra« =*e neunte Kampf zwischen Deutschland und Oester- [efl) zugleich der 25. Länderkampf überhaupt war, Deutschland bestritt. Mit dem großen Sieg in jten wurden von diesen 25 Kämpfen 23 siegreich fanden, die beiden einzigen Niederlagen auf dem *r~ito der deutschen Länderspiele wurden — auf äschern Boden — von Oesterreich hingenommen. ick >'"X' h M k- i; eister. öchtiges M n jenntsmeiF empfingen nf -Kirby, als l rtroten, w »; rmiiteln. W rften Kampf k L--E den Südafrika Auch das Solitude-Rennen, das als zweiter £nif der deutschen Motorradmeisterschaft für Solo- nr|d)inen gewertet wurde, brachte am gestrigen tnntag auf der ganzen Linie deutsche Erfolge. &i öen großen Seitenwagen fuhr der Nürnberger 3 mmermann auf seiner NSU. die etwas enge M Kilometer lange Dreieckstrecke in der bisher Men Zeit von 56:43,1 herunter und erreichte eine ^jchwindigkeit von 97,7 Stundenkilometer. In der Witertlaffe errang Mansfeld auf DKW., der Ssger des Kölner Stadtwaldrennens, einen neuen fcfolg. Er legte die 174 Kilometer lange Strecke J 1:31:30,1 Stunden zurück und ließ dabei Ley- cMW. und feinen Stallgefährten Bodmer hinter ['■ In der 250-Kubikzentimeter-Klasse mußte sich uulstied W in Her, der Sieger des ersten Mei- ^choftslaufes, auf Auto-Union-DKW. mit dem freiten Platz hinter dem Titelverteidiger Ewald " uge (DKW.) begnügen, dagegen kam Fleischen» (NSU.) in der 350er-Klasse wieder zu einem Erlegenen Siege. Bei den Seitenwagen teilten sich O. und DKW. in die Erfolge. Ergebnisse (114 km): 2izenzfahrer, Solomaschinen, bis 250 Kubikzenti- ^ter: 1. E. Kluge (Auto-Union-DKW.) 1:35:58.2 t’unben — 108,3 Stundenkilometer; 2. W. Wink- (Auto-Union-DKW.) 1:38:04,3, 3. S. Wünsche« l-ngebrürf (DKW.) 1:39:46,4; 31 gestartet, 18 am litt re SrabenM -hen gäbe. 3^ Der FeE etrallt E d Verbisses ach vor" i W -n V* lit «"“vy" nen Würfen, die eine 2:0-Führung für Deutschland ergaben. Der Rechtsaußen Bistrizky verbesserte für Oesterreich auf 2:1, und nun gab es einen sehr spannenden und fast gleichwertigen Kampf. Thei - l i g erhöhte nochmals auf 3:1, aber Mittelläufer Iuracka schoß einen zweiten Wiener Treffer und bei diesem Stande sah es nicht nach einem reichsdeutschen Siege aus. Die Oesterreicher kämpften mit aller Kraft, und lange Zeit sahen die Gäste nicht nach dem sicheren Sieger aus. Hier war es aber Tormann Lüdicke, der sich seine Sporen als Nationalspieler.verdiente und die Nerven nicht verlor, bis sich auch der Sturm wieder gefunden hatte. Bei gleichen Torgelegenheiten war der reichsdeutsche Sturm bis Halbzeit noch dreimal erfolgreich; Thei- lig (2) und Steininger warfen die Treffer und die Oesterreicher kamen durch Axmann zu einem Tore. Mit 6:3 für Deutschland ging es in die Pause. Nach Halbzeit: Deutschland beherrscht bas Feld. Hatten sich die österreichischen Zuschauer auf die Fortsetzung des Kampfes nach der Pause gefreut, so wurden sie enttäuscht. Denn nun spielte nur noch eine Mannschaft, und das war die reichs- deutsche. Der Sturm übertraf sich im Laufvermögen, im Fangen, im Zusammenspiel und in der Wurfkraft selbst und hinter chm stund eine in Ab-1 Ziel. Bis 350 Kubikzentimeter: 1. H. Fleischmann (NSU.) 1:34:11,1 Stunden — 110,4 Stundenkilometer, 2. W. Hamelehle-Sindelfingen (Norton) 1:35:06,2, 3. Hentze-Neuenkirchen (NSU.) 1:38:59,4, 4. Schaible-Wil im Dorf 1:40:05,2, eine Runde zurück: 5. Anderson-England (Delocette), 6. I. d. Elst-München-Gladbach (Norton); 23 gestartet 8 am Ziel. Bis 500 Kubikzentimeter: 1. Mansfeld (Auto-Union-DKW.) 1:31:30,1 Stunde» = 113,6 Stundenkilometer, 2. Ley (BMW. 1:31:46,2, 3. Bodmer (DKW.) 1:31:46,4, 4. Herz (DKW) 1:32:18,4, 5. Rührschneck-Nürnberg (Norton); 23 gestartet, 14 gewertet. Seitenwagen, (8 Runden = 92,8 Kilometer) bis 6000 Kubikzentimeter: 1. Braun (Auto-Union-DKW.) 55:20,3 — 100,2 Stundenkilometer, 2. Detert-Faust-Nürnberg (NSU.) 1:00:53,4, 3. Meinecke-Stendel (NSU.) 1:02:07,1, eine Runde zurück: 4. Petersohn-Limburg (Norton); bis 1000 Kubikzentimeter: 1. Zimmermann-Nürnberg (NSU.) 56:43,1 = 97,7 Stundenkilometer (neuer Klassenrekord), 2. Schumann (DKW') 57:39, 3. Kahrmann (Auto-Union-DKW.) 57:52,3, 4. Brinkmann-Münster (BMW.) 1:00:26,3; 8 gestartet, 5 gewertet. Ausweisfahrer, Solomaschinen, bis 250 Kubikzentimeter (58 Kilometer) 1. Gablen^-Karls- ruhe (DKW.) 35:15,4 — 98,5 Stundenkilometer; bis 350 Kubikzentimeter: 1. Bühler-Stuttgart (Norton) 35:12,4 = 98,4 Stundenkilometer; bis 500 Kubikzentimeter: 1. Schmid-Stuttgart (Rudge) 33:07,4 = 104,1 Stundenkilometer. Oesterreich kam mit Schnabel (WAC.); Kell- ? (WAC.), Tauscher (Altturm); Kraus (Sport- S>), Iuracka (Polizei), Wohlrab (Altturm); Bi- L3ky (Polizei), Schmalzer (Ferrowatt), Kreci cjorfelub), Volak (WAC.), Axmann (Donau). Deutschland hatte den linken Verteidiger Widholz I (Neumünster) durch Oepen (Düsseldorf) und trat an mit: Lüdicke (Dessau); Muller Wxvldhof), Oepen (Düsseldorf); Keiter (Berlin), ' ” nfmann (Düsseldorf), Stahl (Darmstadt); Stei- }.r8er (Berlin), Theilig (Hamburg), Ortmanns y eslau), Klingler (Weißenfels), Baumann (Ser« Uli.. wehr und Aufbau gleichgute Läuferreihe. „Hinten", wo auch Oepen mit der Zeit Sicherheit gefunden hatte, war ein Bollwerk, das Oesterreich nur noch dreimal durchbrechen konnte. Axmann schoß beim Stande von 8:3, den Baumann und (Steininger hergestellt hatten, das vierte Tor. Zwei Treffern von Klingler folgte durch Schmalzer Nr. 5 für Oesterreich und einem Freiwurf von Theilig folgte durch Axmann der sechste und letzte Treffer der Gastgeber. Theilig, Stahl und Klingler (2) stellten dann das Endergebnis her. Deutschland hat, auch in dieser Höhe, verdient gewonnen. So klar wurden die Oesterreicher noch nie distanziert, denn alle bisherigen Treffen hatten Torunterschiede von höchstens vier Treffern ergeben, auch das Olympia-Endspiel in Berlin (10:6). Oesterreich mußte erkennen, daß heute ein Sieg über Deutschland kaum mehr möglich fein wird, kann sich aber trösten, Deutschland die zwei Niederlagen beigebracht zu haben, die in 25 Länderspielen unsere Bilanz „belasten". Die deutsche Elf hatte, vom Tormann bis zu den Flügelstürmen, keinen schwachen Punkt und es erübrigt sich aus diesem Grunde eine Einzelkritik. Die deutsche Elf war technisch und taktisch klar überlegen. Oe st erreich war bis Halbzeit ein guter und gleichwertiger Gegner. Nur die bessere Taktik der Reichsdeutschen verhinderte in dieser Zeit ein Ergebnis, das die österreichischen Leistungen ausdrückt. Nach der Pause konnten die Oesterreicher nicht mehr mit. Die Läuferreihe stand vollkommen in der Abwehr, mußte stark verteidigen und dennoch war der Druck so stark, daß auch ein Tormann vom Format eines Schnabel nicht mehr helfen konnte. Der Sturm war nach Halbzeit ganz auf Einzelaktionen angewiesen, die aber bei der aufmerksamen Deckung der Reichsdeutschen nur selten erfolgreich waren. Wittschafi. [Nhein-Maimsche Börse. Freundlich. Frankfurt a. M., 22. Mai. Auch zum Wochen- schluß erfuhr das Geschäft keine Belebung. Dessen ungeachtet war die Tendenz sowohl am Aktien-, wie am Rentenmarkt weiter freundlich, und es überrooaen mäßige Erhöhungen. Am Aktienmarkt hatten Schiffahrtspapiere weiter einiges Interesse, Hapag 18,50 bis 18,75 (18,50), Nordd. Lloyd 18,75 (18,50). Gefragt wurden außerdem AG. für Verkehrswesen mit 126,25 bis 127 (126,13). Montanaktien zogen bei nicht sehr großen Umsätzen leicht an, Hoesch 123,50 (122,75), Buderus 127,75 (127,25), Verein. Stahl 120,90 (120,50), Klöckner und Mannesmann lagen mit 132,40 bzw. 128,75 voll behauptet, nur Rheinstahl 0,75 v. H. leichter mit 157. Rhein. Braunkohlen mehr erhöht mit 233,50 (230,25). Von chemischen Werten lagen IG.-Farben bei kleinem Angebot etwas schwächer mit 164,75 (165,40), dagegen Rüt- gerswerke in Nachwirkung der Bilanzziffern 152.25 (151,50), lebhafter Deutsche Erdöl mit 153,25 bis 154 (153,50). Im einzelnen kamen Felten mit 141,75 (142,50), Gesfürel mit 155,50 (155,25), Hanfwerke Füssen mit 116 (115,25), Aschaffenburger Zellstoff mit 146,25 (145,50), Eßlinger Maschinen mit 118.13 (117,50) und Daimler Motoren mit 141,50 (141,75) zur Notiz. Am Rentenmarkt zogen Altbesitzanleihe auf 126 (125,80) an, Kommunal-Umschuldung unv. 94,05, Reichsbahn-VA. unv. 124,50. Städte-Altbe- sitzanleihen waren mit 130 gefragt, einige Süddeutsche mit 131 v. H. Im Freiverkehr nannte man u. a.: Adlerwerke Kleyer 113,75 bis 115,75, Wayß & Freytag 149,50 bis 151,50, VDM. 163 bis 165, Raftatter Waggon 31 bis 33. Tagesgeld sehr leicht und 2,25 (2,50 v. H.). Deutscher Kulturstützpuukt im Fernen Osten. Das Jubiläum der Tung-Chi-!lniversität in Schanghai. Von Friedrich Glimpf, Schanghai. lieber der Tung-Chi-Unwersität in Schanghai- Woosung wehen in diesen Tagen die Jubiläums« flaggen. Es wird der Tag der dreißigjährigen Wiederkehr der Gründung dieser Anstalt gefeiert, die ein Denkmal verständnisvoller deutsch-chinesischer Zusammenarbeit auf kulturellem Gebiete ist. Seit zwanzig Jahren ist die Tung-Chi-Univeesität ein chinesisches Institut, das heute seine Einnahmen von der chinesischen Nationalregierung bezieht und unter der Leitung eines chinesischen Rektors steht. Sie ist die einzige Anstalt ihrer Art, die auf chinesischem Boden der Heranwachsenden akademischen Jugend Chinas deutsches Können und deutsche wissenschaftliche Methoden vermittelt. Das geschieht heute in der Weise, daß der Rektor deutsche Professoren beruft, die zum Teile vom chinesischen Staate, zum Teile von Deutschland her bezahlt werden. Auß dieser Universität gehen die Absolventen ins Innere Chinas, bis nach Puennan und Kansu hin und stehen dort auf Vorposten als Männer, die häufig im schweren Kampfe mit Gegenströmungen ihre auf deutscher Grundlage erworbenen wissenschaftlichen Kenntnisse durchsetzen und die Beziehungen zur deutschen Wissenschaft und Industrie weiterpflegen und ausbauen wollen und sollen. Wir Deutschen haben keine Stützpunkte in China mehr, wie sie die anderen Nationen in ihren internationalen Niederlassungen oder in Kolonien nach der Art von Hongkong besitzen, 4n denen sie ihre Kulturinstitute aufbauen können. Wir sind auch nicht meyr am Voxer-Entschädigungsfonds beteiligt, aus denen Engländer und Amerikaner einen großen Teil ihrer Ausgaben für kulturelle Betätigung in China bestreiten. Die deutschen Sprachschulen, wie wir sie vor dem Kriege in den Proyinzen Schantung, Hupeh, Szechuan und Kwantung hatten, bestchen heute nicht mehr. Unter großen Schwierigkeiten sind zwei neue Anstalten dieser Art in Chekiang und Kiangsu entstanden, wo Zöglinge für das Studium auf der Tung-Chi-Universität sprachlich oorgebildet werden. Unter diesen Umständen muß es hoch anerkannt werden, wenn die deutschen Regierungsstellen, die deutsche Industrie und Wissenschaft Mittel und Wege fanden, um der Tung-Chi-Universität beim Festhalten an der deutschen wissenschaftlichen Grundlage beizustehen, wie in gleicher Weise den chinesischen Männern nicht genug gedankt werden kann, die trotz schwieriger Verhältnisse und widriger Umstände auf der Mitarbeit Deutschlands und seiner Wissenschaftler bestanden und deutsches technisches Können und Wissen hoch genug einschätzten, um ihnen eine Pflegestätte in der Entwicklung der geistigen und wissenschaftlichen Welt des neuen Chinas zu sichern. So kurz die Geschichte der Tung-Chi-Universität auch ist, so ereignisreich und wechselvoll war doch ihr Werdegang von der „Deutschen M e d i - zinschule für Chinesen" bis zur Staatlichen Universität. Wer heute die Schulanlagen durchschreitet und den Eindruck des Bildes friedlichen, fleißigen Lebens einer arbeitsfamen Gemeinde von Lehrern und Schülern genießt, vergißt allzuleicht die stürmische Geschichte der jungen Hochschule. Zehn Jahre waren seit der Gründung verflossen, als die elften Schulanlagen durch die Franzosen im Weltkriege enteignet wurden — der Tag des zwanzigjährigen Bestehens fiel in die unruhigste Hier abschneiden! o Pfändung 367 Pfandhaus nötigt. Unter diese Sachen fallen auchRadiogeräte. Man muß aber die Pfändung eines wertvollen Gerätes dulden, wenn man vom Gläubiger dafür einen Volksempfänger zur Verfügung gestellt bekommt. Unpfändbar stno ferner die für den Schuldner, feine Familie und Gesinde erforder- nchen Nahrungs-, Beheizunys- und Beleuchtungsmittel für Dter Wochen oder ein zur Beschaffung dieser Mittel für 14 Tage erforderlicher Geldbetrag; eine Milchkuh oder nach Wahl zwei Ziegen oder Schafe nebst den für vier Wochen erforderlichen Streu- und Futtermitteln oder Eeld^ur Beschaffung dieser Mittel für vierzehn Tage; oei Landwirten das zur Fortführung der Wirtschaft erforderliche Gerät und Vieh nebst den bis zur nächsten Ernte erforderlichen Betriebsmitteln (Futter, Dünger usw.); die zur Fortsetzung des Berufes erforderlichen Gegenstände (z. B. Bücher Geräte usw., auch Fahrrad, wenn man damit täglich zur entfernt gelegenen Arbeitsstätte fahren muß); Uniformen und angemessene Kleidung, Familienpapiere Trauringe, Orden und Ehrenzeichen, künstliche Gliedmaßen, Eebisie usw., ferner bei Personen, die einen Gehalt oder Lohn beziehen, dieses Einkommen, soweit es 150 RM. monatlich 35 RM wöchentlich oder 5,80 RM. täglich nicht übersteigt. Von dem Mehrbetrag sind bei Beamten, Ärzten, Geistlichen usw. V«, bei übrigen Lohnempfängern Vi nicht pfändbar. Dienstauswandsent- schädigungen, Kinderzulagen usw find nicht pfändbar. Bei Lohnempfängern, die für eine Familie zu sorgen haben, erhöht sich der unpfändbare Teil des Lohnes für jedes unterhaltsberechtigte Mitglied um */«, jedoch nicht um mehr als z/e. Sterbe- und Gnadenbezüge find überhaupt nicht pfändbar. S. Pension. — Das Recht der Verwaltung und Nutznießung des Mannes am eingebrachten Gut der Frau oder das Nutzungsrecht des Vaters am Kindesvermögen ist nicht pfändbar, wohl aber die gezogenen Nutzungen, soweit sie nicht zur Bestreitung des Unterhalts der Frau bzw. des Kindes und zur Erhaltung des Vermögens verwendet werden müssen. Pfahlmuschel, anderer Name der eßbaren Miesmuschel. Pfandhaus (Leihhaus) ist eine städtische oder private Anstalt (letztere unterliegen dem Konzessionszwang), die Darlehen gegen Verpfändung bestimmter beweglicher Sachen (Kleider, Betten, Möbel, Schmuck, Bücher usw.) geben. Das Pfand wird meist nur zu einem bestimmten Teil des Wertes belieben. Nach Rückzahlung des Darlehens und der latzungsmäßigen Gebühren und Aufschläge bekommt man das Pfand wieder zurück gegen Rückgabe des Pfandscheines. Löst man das Pfand nicht ein oder äßt man die Pfandleihe nicht >rd- nungsgemäß verlängern, ann wird der Gegenstand verstc jert. Bei einem etwa zu geringen Der- fteigerungserlös (Differenz zwischen Darlehen und Erlös) mufr Der richtige Besen für Haus und Hof ist der Piaffavabefen. Er hat eine ausgezeichnete Haltbarkeit. Sie können ihn mit Flach- oder mit Rundholz haben. Auch darin wie auch in allen anderen Besen und Bürsten, kaufen Sie bei Häuser immer gut und preiswert. 3- B. Häuser, Gießen, am Osroalbsgarfen, Fernsprecher 2145/2146. Zeit der nationalen Einigung Chinas — und als die Anstalt auf ein Viertel Jahrhundert zurückblickte, sagen die Anlagen in Woosung nach der japanischen Beschießung 1932 in Trümmern Die Tung-Chi-Universität verdankt ihr Entstehen dem gemeinsamen Bestreben weitblickender deutscher und chinesischer Männer, die erkannt hatten, daß China die Errungenschaften der Westländer übernehmen müßte, wenn es seine Weltstellung wiedererlangen wollte. Gleichzeitig schwebte diesen Männern der Wunsch einer vertieften kulturellen Zusammenarbeit der beiden befreundeten Nationen vor. Die Aufgabe wurde dort begonnen, wo sich das Bedürfnis als am dringendsten erwies und wo Deutschland andererseits führend in der Welt dastand, nämlich auf den Gebieten der Medizin und Technik. Die Medizinschule dankt ihre Entstellung dem als Arzt und Philanthrop berühmten Dr. P a u l u n , der schon 1899 in Gemeinschaft mit Dr von S ch a b in Schanghai ein kleines Krankenhaus für arme Chinesen, das Tung-Chi- Hofpital errichtet hatte. Dies anfangs in zwei Wellblechbaracken untergebrachte Krankenhaus mußte bald erweitert werden. Das chinesische Publikum gewöhnte sich an die Methoden der modernen Medizin, als es sah, daß damit manche Leiden geheilt wurden, das den alten chinesischen Aerzten bisher als unheilbar gegolten hatte. 1907 wurde der Unterricht mit sieben 'chinesischen Studenten ausgenommen, und zwei Jahre später erschienen die ersten sieben klinischen Studenten. Die günstige Entwicklung der Medizinschule erweckte in deutschen Kreisen den Wunsch, auch die deutsche Technik dem chinesischen Volke zugänglich zu machen. Im Jahre 1611 entstand aus diesen Bestrebungen die „Ingenieurschule", wie die Bezeichnung in ihrer Bescheidenheit lautete, obgleich sie schon damals einen Vergleich mit den gleichzeitig gegründeten Universitäten nicht zu scheuen brauchte. Medizin- und .Ingenieurschule hatten eine gemeinsame Sprachschule, in der die Schüler die nötige Vorbildung zum Studium erhielten. Es soll dabei nicht vergessen werden, daß vor dem Kriege auch in Tsingtau, Tsinanfu, Tientsin, Hankau, Chengtu und Canton deutsche Sprachschulen bestanden, aus denen sich die Studenten für die beiden Anstalten rekrutierten. Als 1914 die Verbindung mit Deutschland unterbrochen wurde und durch das Ausbleiben der finanziellen Unterstützung das Bestehen der Medizin- und Ingenieurschule in Frage gestellt wurde, waren es wohlhabende Chinesen, die einen Hilfs- und Arbeitsausschuß bildeten und die nötigen Mittel für den weiteren Betrieb beschafften. Am 17. März 1917 brachen die französischen Behörden ihr früher einaegangenes Versprechen und schlossen die Ingenieurschule' in der französischen Niederlassung. Zwei Wochen später bereits erfolgte die Uebersiedlung in das neue Heim, die in Woosung gelegene Rechts- und Handelsschule, wo die Schule, getragen von der verstärkten Sympathie des chinesischen Volkes, Mitte April den regelmäßigen Unterricht wiederaufnahm. Welches Ansehen die deutschen Lehranstalten damals bereits genossen, geht aus dem Kabinettsbericht über die chinesische Kriegserklärung an Deutschland hervor. Es heißt darin: „Betreffend der Beibehaltung von deutschen Professoren in chinesischen Schulen muß zum Ausdruck gebracht werden, daß die Deutschen ausgezeichnete Lehrer und Erzieher sind und daß, solange sie nicht den Versuch machen, deutsche Propaganda in der Schule zu verbreiten, kein Grund vorhanden ist, der gegen ihr Verbleiben in China spricht." Als die Chinesen Zite deutschen Lehrer bei Friedensschluß von der gewaltsamen Verschickung in die Heimat ausschließen wollten, erklärte der englische Gesandte im chinesischen Auswärtigen Amt, daß die China für die Friedenskonferenz zugesagte Unterstützung zurückgezogen würde, wenn die deutschen Aerzte und Lehrer in China verbleiben würden. China Entente konnte der besseren Erkenntnis der Chine- ren Lehrmitteln zu übernehmen. Mit dem noch jetzt an der.Spitze der Ansicgj stehenden Rektor Professor Dr. med. Ong Tsi. lung erhielt diese einen Leiter, der sich die Lei, terenwicklung der Universität zu einer Höhe, mit sie den mit der fortschreitenden Gesundung China; wachsenden Anforderungen entspricht, zum Zel, gesetzt hat. So soll jetzt eine dritte, n aturwis. senschaftliche Fakultät angegliedert oer- den. Der Lehrplan der technischen Fakultät ist unter Mitwirkung der deutschen Professoren Reu. leaux und seines Nachfolgers Prof. Berier so umgestaltet worden, daß er heute etwa de, Anforderungen einer deutschen technischen Hochschul, entspricht. Zu den bestehenden Abteilungen ertie[| die technische Fakultät eine dritte, die Vermefsurys, abteilung, für die ein großzügig angelegtes Gebäude entsteht und eine reichhaltige, den neueiten Anforderungen gerecht werdende Ausstattung an Geräten und Lehrmitteln, im wesentlichen banl deutscher Stiftungen, zur Verfügung steht. Nrn, Lehrstühle wurden geschaffen. Dem kürzlich gegründeten Lehrstuhl für Schiffbau wird sich bald ei» weiterer für Flugzeugbau anschließen, dj, medizinische Fakultät hat durch Angliederung de; neuen Krankenhauses von Groß-Schanghai uni durch Berufung weiterer Professoren für die klinischen Fächer, die an diesem Krankenhaus wirke, sollen, in diesem Jahre eine bedeutungsvolle $r- Weiterung erfahren. sen jedoch auf die Dauer nicht standhalten, und als der damalige Direktor einen Aufruf zur Erhaltung des letzten deutschen Kultur-Stützpunktes in China erließ, waren die im Lehrkörper entstandenen Lücken schnell mit deutschen Lehrern wieder gefüllt. Schon im September 1919 konnte das neue Wintersemester in Woosung eröffnet werden. Als es 1920 galt, für die Tung-Chi-Hochschule neue Räumlichkeiten zu beschaffen, stellte die chinesische Regierung 250 000 Dollar für Neubauten zur Verfügung, während der „Verband für den Fernen Osten" in Berlin durch Werbung bei der deutschen Industrie die erforderlichen Werkstätten-, Laboratorien- und Lehreinrichtungen beschaffte. Im Februar 1922 wurde das neue Heim in Woosung bezogen, und im Mai 1923 wurde der früheren Medizin- und Ingenieurschule durch die Verleihung des Ranges einer Staatlichen Universität die höchste Anerkennung der chinesischen Regierung zuteil. Auch das letzte Jahrzehnt blieb nicht ohne schwere Bedrängnis. Bei der Belagerung der chinesischen Distrikte Schanghais durch die Japaner im Februar 1932 kam die Schulanlage, die unweit des damals heißumstrittenen Forts von Woosung liegt, in die Kampflinien. Abgeschnitten von Schanghai hielten die deutschen Professoren und Lehrer mit Frauen und Kindern in der Universität aus, um die Riesenwerte vor der Plünderung zu schützen. Die deutschen Lehrer standen Tag und Nacht Posten — für Frauen und Kinder wurden Unterstände gebaut. Als sich die Einschläge im Universitätsgelände mehrten, als eine japanische Fliegerbombe in die Maschinenhalle einschlug, so daß es kein Licht und kein Wasser mehr gab, da erst entschloß man sich schweren Herzens zur Flucht. Nach der Besetzung Woosungs durch die Japaner Anfang März gelang es drei Deutschen, durch die japanischen Absper- mußte sich dem Zwang fügen. Der Zwang derrungslinien hindurchzukommen, die Unioerfitat ..... v erreichen und ihren Schutz wieder zu übernehm Auch von diesem Schlage erholte sich die Uniim fität in erstaunlich kurzer Zeit. In erster Linie vcn dies dem damaligen Kultusminister Dr. C h u C h j h u a zu verdanken, der — selbst aus der Tung-Chi- Universität hervorgegangen — sich kräftig für )E11 Wiederaufbau einsetzte. Zum dritten Male sand sich die deutsche Industrie bereit, die Ausstattung der Hochschule mit Maschinen, Geräten und arbe- GLORIri Die große Premiere Heute Montag Musik: Dr. Ralph Benatzky Buch: Erwin Heß Ab heute im Sonderdienst: Auf der Bühne: Täglich 4. 6, 8.30, Sonntag 3, 5.30, 8.30 Uhr. - Kartenvorbestellungen unter Fernruf Nr. 4077/78 erbeten j RQLAST Giessen EIN FILM VON CARL FROELICH mit PAULA WESSELY/RUDOLF FORSTER Ein Ereignis in der Geschichte des Films Ein Werk von einmaliger Bedeutung 5)ie ganz großen TORHEITEN Ufa-Ton-Woche 3626 a u. a. die Krönungsfeierlichkeiten Georgs VI. Im Vorprogramm läuft ein interessanter Film von Kriegsmarine „Klar Schiff zum Gefecht“ Zeppelin-Luftschifl es j, HINDENBURG“ 2 BRANDINIS bei der Landung in Lakehurst MO Was ist wichtig bei Ihrer Küchen-Aussteuer? Nicht? darf fehlen I Schon am ersten Tage in Ihrer eigenen Küche soll alles da sein, was Sie an praktischen Geräten brauchen. Lassen Sie sich also bei Ihrer Küchen-Aus- steuersorgfältig beraten. Gehen Sie ebenfalls, wie schon so viele Brautpaare, auch zu J. B. Häuser । Gießen, a. Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145 - 2146 Wichtig für Lehrer und Schüler! Wichtige Neuerscheinung! SffiuBoon Wien nieten nach der Nalurschutzverordnung vom 18. Marz 1936 (RD'Ll. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Bolkrbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen öUQOBermflher Leciog.Beciin-Elöitert C sind die Kinder zur Nachschau ebenfalls wieder i, der Turnhalle der Schillerschule vorzustellen. Die Kinder müssen mit rein gewaschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung und Naschsho, gebracht werden. Kinder aus Häusern, in bin« übertragbare Krankheiten herrschen, sind nicht zu- gelassen. Gießen, den 20. Mai 1937. Der Oberbürgermeister. Zwangsversteigerung. Am Montag, dem 7. Zuni 1937, vormittags 9 W. wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimm« 204, das dem 36280 Georg Euler des Dritten in Gießen zugeschriebene Grundstück versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 59, Blatt 3344: Flur XXXVIII, Nr. 233, Hofreite am Hamm ao Neustadter Tor (Hammstrahe Nr. 1), 537 qm Betrag der Schätzung 17 000,— ’H® Einheitswert (1.1. 35) 21 200,— M Das Anwesen umfaßt außer dem Wohnhaus eint zur Ausübung des Schlosserhandwerks geeignet Werkstatt, eine Lagerhalle und zwei Autogaragen. Gießen, den 6. April 1937. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: - Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadl- und Landkreis Gieß» An die Herren Detriebsführer! Ab 1. Mai 1937 ist für Versicherte, die ihrer Arbeitsunfähigkeit Arbeitsentgelt erhalten, irr Beitrag ermäßigt, und zwar: 36iiiD für mindest. 2 Wochen Fortzahlung d. Gehalts 5,75’li „ „ 4 „ „ „ „ 5,25'/, „ „ 6 „ „ „ „ 4,75'/,I „ „ 13 „ „ ,, „ . 4,25» „ „ 26 „ „ „ „ 3,75'H „ über 26 „ „ „ „ 3M Ich bitte für die in Betracht kommenden W stellten die Höhe der Bezüge sowie die Zeit xt Fortzahlung des Gehalts der Kasse umgehend ul' zuteilen, damit die Beiträge entsprechend bereM werden können. (Beiger, Kassenleiter. ZWWMslelMW. Dienstag, den 25* d. M., naw 2 Uhr, sollen im BersteigeraM lokal, Neuenweg 28, btto, nn-.fi und Stelle (Bekanntgabe inif Jl Lokal! zwangsweise gegen Barzahlung versteigert wert*- Haus- Laden- u. 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