He 11 inde antel ngold“ zv/sri Co ätte umd eistunde issen, )relle« zuletzt id alt derol- icoats । alles )isen Meute laben- i Maß 1153 A vorrätig gestellt i Mako- 'aschen 1 u$ \reint in rille von In der ersten Reihe von links die Relchsnnmster von Neurath, Dr. Goebbels, der Vertreter der österreichischen Armee General Krauß, Generalfeldmarschall v. M a ck e n s e n, der Führer, Generalfeldmarschall von Blomberg, Generaloberst Freiherr von Fritsch und Generaladmiral R a e d e r. — (Scherl-Bilderdienst-M.) DerFührerundReichskanzlerim Ehrenmal Unter den Linden. Links: Generalfeld. marscholl von Mackensen, rechts vom Führer Generaladmiral R a e d e r, Generalselo. Marschall von Blomberg, Generaloberst Freiherr von Fritsch. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) drückungen allen seinen Rachbarn die Hand zur Versöhnung und zum Ausgleich bot. TNan sollte endlich auch Verständnis dafür aufbringen, welche Bedeutung für die moralische Befriedigung der Welt darin liegt, daß Deutschland das Diktat von Versailles, jenes teuflische Werk des Haffes und der Verblendung aus seinem inneren Leben gelöscht hat. Als freies Volk flehen wir heute in der Mitte Europas; der Freiheit anderer Völker droht von uns keine Gefahr. Wer aber in der Freiheit, in der Gleichberechtigung und im Eigenleben der Rationen die Grundlage der internationalen Ordnung sieht, der wird auch die unerbittliche Kampfansage verstehen, die der Rationalsozialismus der Weltgefahr des Bolschewismus entgegengeschleuderl hat. Opfer, die der Weltkrieg von unserem Volke forderte; wieder erblicken wir die unendlichen Reihen von zwei Millionen deutscher Soldatengräber, die über alle Erdteile und alle Meere zerstreut sind; wieder fühlen wir die seelische Not, die unsere Mütter, Witwen und Waisen erduldeten und noch dulden. Auch das schwere Los der Kriegsbeschädigten mahnt uns mit eindringlicher Sprache. Im Sinne unserer Toten gedenken wir heute auch ehrfurchtsvoll der gefallenen Soldaten jener Nationen, die vor 20 Jahren mit uns und gegen uns kämpften. „Vergeßt den haß! — Zeigt euch unseres Opfers würdig! — Verhindert mit allen Kräften die Wiederkehr des Schreckens!" So deuten wir den Ruf, der uns aus den Gräbern des Weltkrieges entgegenklingt. Das neue Deutschland hat diesen Ruf ausgenommen. Wir haben zunächst im inneren Leben des Volkes alle Schranken weggeräumt, die Klassenkampf und Standesdünkel einst errichteten. Wir haben an ihre Stelle Kameradschaft, Gemeinschaftssinn und nationalsozialistische Disziplin gesetzt. Wahrlich, wir waren groß und kühn in den Taten friedlichen kulturellen Aufbaues, und wir waren gleichzeitig sorgsam darauf bedacht, die Lebensrechte anderer Völker zu achten. Man sollte jenseits unserer Grenzen die Tatsache nicht geringschähen, daß das deutsche Volk nach einem Leidensweg ohnegleichen in Kriegs- und Rachkriegszeiten nach einer fast endlosen Kette von Demütigungen und Be- .arno"*'1' 1193A Der Vorbeimarsch der Ehrenkompanien am Ehrenmal vor dem F ü h r e r und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) '«-7 Wi Oie Feier des Heldengedenkiages in Berlin. lAtdenkrede des Reichskriegsministers./Oie Wehrmacht wacht über den Frieden der Ration Ich weiß, daß die Wehrmacht das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen wird. Wenn mich etwas in dieser Ueberzeugung bestärken kann, dann ist es der Opferwille und die Einsatzbereitschaft, die unser Heer, die Kriegsmarine und die neue Luftwaffe beseelen. Auch von uns Soldaten hat der Aufbau der Wehrmacht schwere Opfer gefordert. Mehrere hundert Soldaten, vom hohen General bis zum jungen Rekruten, haben ihr Leben für uns gegeben. Wir beklagten im vergangenen Jahr den Fliegertod des Generalstabschefs der Luftwaffe, des Generalleutnants W e o e r. Viele sind ihm in den Tod vorangegangen und viele gefolgt. Vor wenigen Wochen erst haben wir einem großen Soldaten, dem Schöpfer des Reichsheeres, dem Generaloberst von Seeckt, die letzte Ehre möge sie die Runen fleischgewordener Pflichterfüllung zu deuten verstehen; denn größeres Heldentum weiß die Geschichte nicht zu berichten, als es jene unbekannten Männer bewiesen, die nach tausend Schlachten und Entbehrungen, vor sich den übermächtigen Feind, hinter sich die zusammenbrechende Heimat, ohne Aussicht auf Sieg still in den Tod gingen. Wir wissen aus dem Buche „Mein Kampf", daß jene Tragödie die Seele eines dieser unbekannten Infanteristen erschütterte, daß damals im Herzen eines Frontsoldaten das künftige Deutschland geboren wurde. Wir ehren unsere toten Soldaten, indem wir Adolf Hitler grü- zen und ihm dienen. So glauben wir den Willen der Gefallenen zu vollstrecken. So ist das neue Deutschland das stolzeste Ehrenmal, das wir ihnen errichten konnten. So ist auch die neue deutsche Wehrmacht Fleisch vom Fleische und Blut vom Blute der alten Armee und ihrer Treuhänderin in dunkler Notzeit, der Reichswehr. Gewiß hat der Aufbau unserer Wehrmacht vom deutschen Volke große Opfer gefordert und fordert sie noch. Aber dieses Opfer für unsere Rüstung trägt reiche Früchte. Geboren aus dem Geiste des Rationalsozialismus, ist die Wehrmacht Trägerin und künde- rin nationalsozialistischer Weltanschauung und Lebensgesialtung. Zusammen mit der Rational- sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, der sie sich unlösbar verbunden fühlt, bildet sie das Rückgrat und das Fundament des neuen Reiches. Sie gibt ihm die Kraft zu feiner Behauptung im außenpolitischen Spiel der Kräfte; sie wacht über den Frieden der Ration. Von ihr und ihrer Arbeit muh jenes Vertrauen ausgehen, das alle Ströme des völkischen Lebens durchpulst, und das seinen höchsten Wert in der Erziehungsaufgabe am deut» fchen 2Nen scheu findet. Denn damit und nicht mit Kanonen und Bombengeschwadern wollen wir in die Zukunft wirken.Wir wollen gute Soldat en und guteRational- fozialisten fein. Beides gehört zusammen und beides ist im Grunde das Gleiche. Wir müssen uns bereitmachen für die Stunde der Bewährung, deren Glockenschlag nicht von uns abhängt. Wir müssen aber auch im Alltag ein Beispiel geben. Das ist ost schwerer als die Probe eines großen Schicksals. In Hochzeiten nationaler Erneuerung, wie wir sie jetzt durchlaufen haben, ist es nicht schwer, seinen Mann zu stehen. Ein stürmischer Angriff reißt auch den Bedächtigen und Zaghaften mit vorwärts. Schwieriger als der Sturm ist das Halten und der Ausbau einer eroberten Stellung. Darauf aber kommt es jetzt an. Das ist auch der Sinn des zweiten Vierjahresplanes, an dessen Beginn wir stehen. Wir wissen nicht, was die Zukunft in ihrem Schoße birgt. Wohl aber wissen wir, daß ein fester Glaube und ein unbeirrbarer Wille das scheinbar Unmögliche möglich macht. Darin soll unser Dank an den Führer liegen, daß wir ihm versprechen, nicht nur in outen, sondern erst recht in schlechten Tagen hinter ihm zu stehen in einmütiger Geschlossenheit. Virlin, 21. Febr. (DNB.) Auch in diesem Ito vereinte sich am Sonntag Reminiszere das iiuijflje Volk in ernster Weihestunde voll Stolz und -tnbarfett in dem Gedenken an die zwei Millio- " ’,n Helden, die für ihr Vaterland, für Freiheit und Mre ihr Leben ließen. Von allen Gebäuden wehten Moiierfahnen, in allen Kirchen fanden Gottesdienste 2tl. Den Mittelpunkt der Feier bildete der itoitsaEt in der Staatsoper. Um D L Ihr war zwischen Staatsoper und Lustgarten W ide Ehrenkompanie der Wachtruppe, der Kriegs- flrine und der Luftwaffe, sowie Ehrenabordnun- ,n aller Parteigliederungen aufmarschiert. Die «Me Unter den Linden war trotz des unfreund- fllti Wetters von einer gewaltigen Menschen- irnxr angefüllt, die den Führer bei seiner Anfahrt Mfirchtsvoll grüßte. gjßrnfte und weihevoKe Stimmung lag über der Menschenmenge, die die Staatsoper bis auf den Wer Platz füllte. Im Parkett sah man fast aus- schßlich Offiziere. Im Ersten Rang hatten die \ steter der fremden Mächte, die Staatssekretäre nb Führer der Parteiorganisationen, sowie zahl- ijdji Offiziere der alten Wehrmacht und die Ver- der Soldatenbünde und Kriegerhinterbliebe- rmAatz genommen. Punkt 12 Uhr erschien der ^!ührer und Reichskanzler in seiner Loge, Mfn ellen Anwesenden mit dem deutschen Gruß be- ÄW. Mit dem Führer nahmen Platz der greise (jin^alfeldmarschall von Mackensen in der Kiffern der Totenkopfhusaren, Reichskriegsminister Knrralfeldmarschall von Blomberg, der Ober- Kehshaber des Heeres, Generaloberst Frhr. von Musch, der Oberbefehlshaber der Kriegs- Krine, Generaladmiral Dr. h. c. Raed er, in Mrtietung des Oberbefehlshabers der Chef des MMalftäbes der Luftwaffe, Generalleutnant SIHielring, als Vertreter der alten öfterreichi- slijen Armee General Krauß, die Reichsminister M. Goebbels, Frhr. von Neurath, Darrs, Rust, MW, Graf Schwerin-Krosigk und Schacht, die iMöleiter Bouhler, Bormann und Hierl. Stabs- Ml Lutze, der Oberbefehlshaber des Gruppen- !'manbo5 I, General der Infanterie v. Rundftedt, Her tommanbeur des HI. Armeekorps General von \ ßitieben, ferner die Adjutanten des Führers, der Äer der NSKOV. Gruppenführer O b e r l i n d - bi', sowie eine Reihe von Staatssekretären und ihrmden Persönlichkeiten aus Staat, Partei und ; schmacht. Ter Porhang der Bühne öffnete sich. Im Hinter- [ nii) aus goldfarbenem Tuch ein großes eisernes hi»] mit der Jahreszahl 1914, im Vordergrund in r etreren Gliedern gestaffelt 36 Fahnen der alten Srnie und drei Fahnen der alten Kriegsmarine, crtiagen von jungen Soldaten. Die Staatskapelle intei Leitung von Staatskapellmeister Professor leger spielte den Trauermarsch aus der 3. Sym- I orte (Eroica) von Beethoven und als die weihe- i illen Klänge verrauscht waren, hielt Reichskriegsminister Seneralfeldmarschall von Blomberg irr Ansprache, in der er u. a. ausführte: Mein Führer, Kameraden! Deutsche Männer und Frauen! Witten eines gewaltigen friedlichen Befreiungs- I irpres und eines stürmischen nationalen Aufbau- i Mit5 lenkt der heutige Heldengedenktag unsere 'Ilgen und unsere Herzen wieder rückwärts zu schwersten Schicksalsprobe, als welche der ■ Btifrieg in unserem und unserer Nachkommen ^Nichtsein leben wird. Wieder erschüttert uns bei I ® Erinnerung an die Jahre 1914 bis 1918 d i e U -e des Leides und die Größe der Deutschland ist zu den Quellen seiner Kraft zurückgekehrt. Und diese Kraftquellen sind die gleichen, die einst das Leben und Sterben unserer toten Soldaten bestimmten. Auch ihnen war das Leben der Güter Höchstes nicht. Sie gaben uns ein großes Beispiel der Selbstüberwindung. Möge im deutschen Volk stets die Erinnerung wach bleiben an die' heilige Glut jener Augusttage von 1914! Möge es nie vergessen, welche Tugenden die alte Armee und Marine in dem vierjährigen Weltbrand zu unerhörten Leistungev befähigten! Möge besonders unsere Jugend sich das Antlitz des Jn- fanteristen von 1918 vor Augen halten; erwiesen. Bald nach ihm ging der Mitbegründer i 44 Erstes Blatt 18?. Jahrgang Montag, 22. Zebrnar 193? feSS fl-XA€tA**A*4Aam «= Wiener ftamihenblättei M iHv mH akUt Grundpreise für I mm höhe ^atimBild Die Scholl« H MM B |Z B S 1 > F || T01 E IT A für Anzeigen von 22 mm > Konatr Bezugspreis: M W M W Ms WU Wr B B B B B B B B W B Breite 7 Rpf., für Text- M 4 Beilagen RM. 1.85 KÄ W M ■ W B B B JK B B B W B B anzeigen von 70 mm Brette ^«Illustrierte 1.80 ■ W W B HL BL B KL H BL* 50Rpf.,Platzvorschrist nach Wzsellgebühr .. , -.25 H B B B B vorh Dereinbg.25°/„ mehr. Kl V wt. ®tuw. Htolge höher-- Gewalt — - - e Me_ # — ** Stellen:, Vereins., gemein. SM- Seneral-Anzeiger für Sberhessen WM- ■H nflftfAerffonto- behördliche Anzeigen 6Rpf. irmtfurt am main liess vruck und Verlag: vrühl'sche UnioerfitSts-vuch- und Steindruckerei v. Lange in Siehen. Schristleitung und SeschSsirftelle: Schulftrahe 7 MengenabichlWe staffel 8 fius $*eg3 der früheren Reichsmarine, Admiral B e h n ck e, von uns. In stolzer Trauer gedenken wir heute dieser Kameraden. Sie legten mit die Grundsteine, auf denen unser Wehrgebäude heute ruht. Wir wollen ihnen Treue mit Treue vergelten, „lieber Gräber vorwärts." Laßt uns dem Gesetz folgen, das über ihrem Leben und Sterben stand, dem einfachen und ehernen Gesetz der Vaterlandsliebe und der Eingabe für das deutsche Volk. Mit diesem Gelöbnis grüßen wir unsere toten Soldaten und senken zu ihren Ehren die Symbole deutschen Soldatentums. Die Fahnen senkten sich, alle Anwesenden erhoben sich von den Plätzen und streckten die Hände zum deutschen Gruß empor. Den gefallenen Söhnen des Vaterlandes zum Gedächtnis erklang leise das Lied vom guten Kameraden. Das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die Feierstunde. Der Führer ehrt die toten Helden Auf dem weiten Raum zwischen Oper und Museum waren die Ehrenabordnungen der Parteigliederungen, NSKOV., Soldatenbund, Reichskriegerbund und Technische Nothilfe angetreten. Die Fah- nenkompanie setzte sich an Die Spitze der vor dem Zeughaus bis zum Lustgarten aufmarschierten drei Ehrenkompanien. Der Führer schritt unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front der Ehrenkompanien ab. Es folgte die feierliche Kranzniederle g u n g im Ehrenmal, vor dessen Eingang 80 Offiziere der Kriegsakademie mit gezogenem Degen das Ehrenspalier bildeten. Zwei Offiziere trugen den großen Kranz des Führers. Im stillen Gedenken weilte der Führer mit seinem Gefolge einige Minuten in dem heiligen Raum, der symbolisch die Gräber von zwei Millionen deutschen Soldaten umschließt. Nach dem Verlassen des Ehrenmals nahnt der Führer von einem erhöhten Podium aus den Vorbeimarsch der Fahnenkompanie und je einer Kompanie des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe ab. Bevor der Führer den Platz verließ, wandte er sich den Schwerkriegsbeschädigten und Hinterbliebenen zu und drückte jedem einzelnen von ihnen die Hand. Der Ausklang. Am Nachmittag setzte ein gewaltiger Äustrorn nach den Friedhöfen ein, auf denen die Kriegergräber reichen Kranzschmuck trugen. Das Ehrenmal Unter den Linden, wo neben dem prächtigen Kranz des Führers sich zahlreiche weitere Kranzspenden häuften, war gleichfalls das Ziel Taufender. Das öffentliche Leben war der Würde des Tages angepaßt. Die Theater- und Lichtspielhäuser hatten ihr Programm auf den Ernst des Tages abgestimmt. Ebenso war der Rundfunk von Darbietungen zum Heldengedenktag beherrscht. Kameradschaftliche Vereinigungen ehemaliger Soldaten hielten in allen Teilen der Stadt Gedenkfeiern ab. Auch die Gefolgschaften großer Betriebe, wie beispielsweise der Siemens-Werke, gedachten in besonderen Feiern ihrer gefallenen Arbeitskameraden. Mit einer Reihe ernster Konzerte am Abend klang der Heldengedenktag 1937 in der Reichshauptstadt aus. Aus Anlaß des Heldengedenktages legte der Bundesführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Dr. Eulen am Ehrenmal Unter den Linden, am Grabe Richthofens, am Grabe Horst Wessels und am SA.-Mal auf dem Fehrbelliner Platz sowie auf den englischen und italienischen Kriegerfriedhöfen in Stahnsdorf Kränze nieder. Aus dem gleichen Anlaß ließ der Bundesführer Kränze an Der Gruft Hindenburgs in Tannenberg, im Marineehrenmal zu Laboe, am Schlageter-Denkmal auf der Golzheimer Heide in Düsseldorf und in den beiden Ehrentempeln für die Gefallenen der Bewegung auf dem Königlichen Platz in München niederlegen. Während der Führer und Reichskanzler als Oberster Befehlshaber der Wehrmacht die Toten der Nation am Ehrenmal Unter den Linden in Berlin ehrte, legte in Kiel der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee Admiral Albrecht am Marineehrenmal in Laboe Japanische Hausfrau. Von Eva Leiser. Für die japanische Hausfrau beginnt der Tag nicht nur mit dem Aufgehen der Sonne, sondern vor allem vor dem Aufstehen des Mannes. Erhebt sich das Haupt der Familie, dann ist die Wohnung schon aufgeräumt und er hat zum Frühstück, das aus Gemüse, Fisch und Tee besteht, seine aufmerksame Gattin bedienend zur Seite. Das Reinigen des japanischen Hauses bringt nur einen Bruchteil von der Arbeit mit sich, die die europäische Frau als selbstverständlich zu verrichten hat. Da kein japanisches Haus mit Schuhen betreten wird, welche den Straßenschmutz auf sich tragen, sondern man entweder barfuß oder auf Strümpfen über die feingeflochtenen Matten des Fußbodens geht, kommt nur sehr wenig Staub in die Räume. Dieser wird mit weichen Besen abgefegt und zweimal jährlich — im Frühling und im Herbst — werden die Matten draußen auf der Straße gründlich geklopft, worauf dann allerdings sogar von Polizei roegen geachtet wird, denn dieses Zweimalige Großreinemachen ist allgemeines Gesetz. Da es in den Zimmern keine Möbel außer wenigen niedrigen Tischen gibt, Polster unbekannt sind und auch im kältesten Winter kein Ofen zu heizen und zu reinigen ist — man hat nur winzige Becken für glühende Holzkohlen, Wärmflaschen und die Möglichkeit, zwanzig wattierte Kimonos übereinander zu ziehen, um sich zu wärmen —, so ist das Aufräumen des Hauses schnell geschehen. Die Kopfstützen, auf denen das Haupt im Schlaf ruhte, werden fortgenommen, die gesteppten Decken zufammen- gerollt und in der Nische verborgen — damit ist aus dem Schlafzimmer ein Wohngemach geworden, und der Tag beginnt seinen Lauf. Die Kinder gehen den Vormittag über in die Schule, die Kleinsten, die zuhause bleiben, stehen unter Aufsicht der Dienstboten, was keine Nachlässigkeit der Mutter bedeutet, denn die japanischen Dienstboten gehören vollkommen zur Familie, und ein Wechsel Der Hausangestellten wird kaum vor- genommen. Meistens verheiraten sich die Mädchen aus der Häuslichkeit heraus und erhalten noch eine kleine Aussteuer. Finden sie keinen Mann, dann werden sie im gleichen Dienste alt und grau und erhalten, im arbeitsunfähigen Alter, das Gnadenbrot. Sie erziehen zum großen Teil die Kinder, die sie schon im Säuglingsalter den halben Tag auf dem Rücken bei der Arbeit mit sich schleppen. Das Mittagessen wird früh auf den Tisch ge- bracht, selten nach zwölf Uhr. Es besteht aus den vielen Sorten von Gemüse, die die japanische Frau sehr appetitreizend vergoren, säuerlich ober mit für die Kriegsmarine einen Kranz nieder. — Den Höhepunkt des Heldengedenktages in Essen bildete eine eindrucksvolle Feierstunde für die Gefallenen der in den Jahren 1918 bis 1920 in Westdeutschland eingesetzten Freikorps, der Reichswehr und Polizei in Horst bei Steele. Abordnungen aller Gliederungen der Partei, eine Ehrenhundertschaft der Essener Schutzpolizei, die Kriegerverbände und zahlreiche ehemalige Freikorpskämpfer aus dem ganzen Ruhrgebiet mit ihren Fahnen hatten sich eingefunden. Der ehemalige Führer der westdeutschen Freikorps, der greise Generalleutnant a. D. Freiherr von Matter, hielt die Gedenkrede. „Deutschland ruft zum Frieden." Starke Beachtung der Rede Blombergs in England. London, 22. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die englischen Blätter beachten besonders die Rede des Reichskriegsministers von Blomberg bei dem Staatsakt. Die konservative „Morning Post" veröffentlicht die Rede unter der Schlagzeile „Deutschland ruft zum Frieden. — Generalfeldmarschall von Blomberg über die Schrecken des Krieges." Blombergs Rede sei ein Aufruf der deutschen Nation, für den Frieden zu arbeiten. Auch die wenig deutschfreundliche „Daily Expreß" veröffentlicht die Rede unter der Überschrift „Nationalsozialistischer Rui: Verhindertden Krieg! Vergeßt den Haß!^ Auf der größten Kundgebung, die jemals zur Verherrlichung der alten deutschen Armee veranstaltet wurde, seien Worte des Friedens gesprochen worden. Das britische Volk verstehe diesen Ton und werde ihn gern beantworten. Heldengedenken der deutschen Lugend. Berlin, 20. Febr. (DNB.) Der Jugend- führer des Deutschen Reiches hat nach eingehenden Besprechungen mit dem Reichsstudentenführer Dr. Scheel einen „Arbeitsausschuß Langemarck" in seiner Dienststelle ins Leben gerufen, dessen Vorsitz Generalmajor a. D. Freiherr Grote übernommen hat. Diesem Arbeitsausschuß hat Baldur von Schirach die Aufgabe gestellt, die junge Generation auf das Vermächtnis der im Weltkrieg gefallenen Deutschen hinzuweisen. Der Reichsstudentenführer übernimmt die Betreuung des einst von der Studentenschaft errichteten Heldenfriedhofes Langemarck. Zum Geschäftsführer hat der Reichsjugendführer den Oberbannführer Dr. M o k a berufen. Dem Arbeitsausschuß obliegt die Vorbereitung und Durchführung der jährlichen Langemarck-Feier, die von der HI. und der Studentenschaft gemeinsam gestaltet wird. An den Hochschulen werden außerdem Lange- marck-Feiern der Studenten stattfinden. Die Mitglieder des „Arbeitsausschusses Langemarck" werden vom Jugendführer des Deutschen Reiches ernannt. Die Frontkämpferversorgung wird verbessert. Berlin, 20. Febr. (DBB.) wie der für die Versorgung der Frontkämpfer zuständige Reichs- Minister S e l d t e kürzlich milleilen ließ, erhalten zur Zeil bereits drei Viertel aller durch eine Kriegsdienstbeschädigung versorgungs- berechtigt gewordenen Frontkämpfer die Frontzulage neben ihrer Rente. Rach einem Gesetzentwurf, der demnächst dem Reichs- kabinett zugehen wird, soll nunmehr der Kreis der Fronkzulagen-Empsänger aus alle Beschädigten ausgedehnt werden, deren Erwerbsfähigkeit infolge einer Kriegsdienstbeschädigung u m 30 o. h. oder mehr gemindert ist. Das Gesetz wird voraussichtlich ab 1. April in Kraft treten, hiermit zeigt die Reichsregierung, die heute ihre Helden ehrt, wie sie in Dankbarkeit besonders auch für die beschädigten Kämp- p f e r des großen Krieges sorgt. pikanter Soße anzurichten versteht, aus Fleisch, Eier- oder Fischgerichten; Suppe darf nicht vergessen werden, und Reis begleitet die Gänge — die alle gleichzeitig auf den Tisch gestellt werden — vorn Anfang bis zum Ende. Vor jedem Essenden steht ein kleines Tischchen, das aber von keinem Tuch bedeckt wird. Dieser Mangel an Wäsche — denn auch das Nachtlager kennt keine Leinenwäsche — erspart der japanischen Hausfrau sehr viel Arbeit. Nur die weißen Strümpfe werden täglich gewechselt und verlangen ebenso wie das seidene kurze Unterröckchen, das die Japanerin als einziges Stück Leibwäsche unter den Kimonos trägt, nach dem Waschtopf. Im Sommer werden allerdings auch die baumwollenen Kimonos oft gewaschen. Nie aber wird ein Stück gekocht. Auch das Bügeln kennt die japanische Hausfrau nicht. Sie spannt die gewaschene Wäsche glatt auf ein Brett und läßt sie so faltenlos austrocknen. Dadurch erhält der Stoss gleichzeitig eine Art von Steife. Wenn der Ehemann allerdings dazu übergegangen ist, sich europäisch zu tragen, dann müssen Oberhemden gewaschen und gebügelt werden. Aber auch hier hilft die Mode und bevorzugt Oberhemden aus gemusterter und gekreppter Seide. Ein Schläfchen nach dem Essen ist nicht üblich. Das zeigt schon die Sitte, Konzerte, Filmvorstellungen, Theatervorführungen ab zwei Uhr anfangen zu lassen. Aber nicht oft geht die Hausfrau zu solchen Vergnügungsstätten. Sie beschäftigt sich am Nachmittag mit Handarbeiten, empfängt wohl auch Besuche, bei denen Tee und kleine Küchen gereicht werden, oder macht Besorgungen, woran sie genau soviel Spaß hat, wie ihre europäischen Schwestern. Beim Einkäufen ist sie an keine Zeit gebunden, denn die Geschäfte schließen erst in der Nacht, wenn die letzten Käufer von der Straße verschwunden sind. Die letzte Mahlzeit, die etwas Umstände macht, wird um sechs Uhr abgehalten und ist ebenso reichhaltig wie das Mittagessen. Ist es Winter, so wird manches Gericht drinnen am Tisch zubereitet, wobei der Hausherr sich gern als geschickter Koch zeigt. Große Einladungen gibt es verhältnismäßig selten, meist nur bei festlichen Gelegenheiten. Dann aber ist es Ehrensache der Hausfrau und ihrer Ge- hilsinnen, daß die Zahl der Gerichte kaum abzusehen ist und immer neue, immer leckerere Genüsse aufmarschieren. Die Erziehung der Kinder wird mit viel Liebe aber auch sehr viel Vernunft gehandhabt. Schon dem Kleinkind wird genau erklärt, warum es dies und jenes nicht darf. Vor allem aber wirkt die Erziehung dahin, daß das Kind lernt, sich in allen Lagen zu beherrschen, keiner Laune nachgibt und nächst dem Staat den Eltern den äußersten Gehorsam schuldig ist. Der Vater ist das absolute Haupt r ü ft u n g erhalte ich die Nachricht von dem !l Ich gebe meiner Dizekönig Marschall ©radiant. — (Scherl-M.) chastlichen Volksmassen verbinden, auch nur um ein Geck «Mut Gianeti Paris, 22. Febr. (DNB. Funkspruch.) len etwas beka er die Koloratur mit starkem Affekt belebte. Mitarbeiter. ®:iben dem Fül «Wer unterhiel ziani in Anwesenheit zahlreicher Würdenträger am Freitagmittag eine Verteilung von Geschenken an die Armen von Addis Abeba sowie an Mitglieder der koptischen und muselmanischen Gemeinde vor. Die Ansammlung einer größeren Menschenmenge machten sich Eingeborene zunutze, um einige Handgranaten gegen den Vizekönig zu werfen, der aber zum Glück nur leicht verletzt wurde. Schwere Verwundungen trugen dagegen Fliegergeneral £ioHa sowie verschiedene eingeborene Würdenträger, darunter auch Abuna Cirillo, das Haupt der koptischen Kirche, davon. der Familie, ihm hat sich alles zu fügen. Stirbt er, so übernimmt der älteste Sohn die Führung, und die Mutter hat sich ihm zu unterordnen. Allerdings eine Führung, die stets unter allen Zeremonien der Höflichkeit geübt wird. Ist der Tag beendet und der Hausherr noch nicht heimgekehrt, so geht alles bis auf die Hausfrau schlafen. Sie erwartet wachend den Ehemann und empfängt ihn kniend an der Schwelle des Hauses. Rom, 20. Febr. (DRV.) 3n amtlichen italienischen Kreisen herrscht größte Erregung über einen Anschlag, der am Freitagmittag in Addis Abeba auf den Vizekönig, Marschall Gra- ziani, verübt worden ist. Line amtliche Verlautbarung besagt: Anläßlich der Geburt des italienischen Thronerben nahm Vizekönig Marschall Gra- roorben wäre. . Als Ausklang des Heldengedenktages ließ jw Aufführung mit dem Durchleben des HeldenW fals die Feierlichkeit des Tages würdig ausschwinF?' Dr. Hermann Hering Prof. Albert Fischer (Baß, Berlin) lieh )it Mischung von Menschlichkeit und Heldentum in lir Gestalt des Herakles glaubhaft werden, oenwigt seiner trefflichen gesanglichen Charakterisienis- kunst, die er ebenso mit der vollen Wucht .is tiker handele. Es wäre wohl völlig verfehlt,,.» diesem Vorfall etwa Rückschlüsse auf eine Auir,hi ftimmung in Aethiopien ziehen zu wollen, denn da Imperium sei f e st in italienischen H ä nfcei wenn auch noch in den entlegenen Gegenden do „j dort das Brigantenwesen noch nicht völlig auii rottet sei. Teoere sieht in dem Anschlag einen bedauern Besitzes ünb H es alles die U noch nicht bei ;oon Indus litnb. Weder i Kin Reichsinne in. Bezüglich Märung die gi der Grenze 1 Staates schädig Mfd)e Bevöl Willkürakte nii pktreben der po Mcher Selbstänö leine po(H In der seelischen Durchführung ihres Partes die Dejanira von Johanna Egli (Berlin, Alt) nichts nach. Sie behandelt ihre weiten ftimmtei Mittel, die von der Alttiefe bis in die hohen ’c* pranlagen führen, mit beherrschter Musikalität: Kl ben Ausbrüchen der Verzweiflungsszene legte sie allerdings stellenweise zu große Zurückhaltung ui Ueberaus sympathisch und ansprechend imStiimI klang und der Erfüllung der Gegebenheiten Xj Situation war Irmgard G e n z e l - R o e h lünlß (Leipzig, Sopran). Die Gegensätzlichkeit in ifH Totenklage ließ sie eindrucksvoll hervortreten; J|Jl besonders aber war die Arie „Banne Lieb' aus * * Brust" scharf bestimmt in der inneren Haltung überaus sorgfältig und klar in der Behandlung reichen Koloraturenwerkes. Ihr würdiger Partner Paulus Kuen (lerrd als Hyllos gab feinem leichtansprechenden Dn-'ß] das innerliche Mitgehen. Rezitativ und Arie flt'T11 tete er mit gründlicher Musikalität; in dem SM» öuett ließ er menschlich-warme Töne aufblMi Angesichts dieser Leistung kann man die Fn-t» nicht zurückhalten, weshalb man diesen Sänger her in der Oper nicht zu größeren Aufgaben gezogen hat. an den Ministerpräsidenten Mussolini folje des Telegramm gerichtet: „Mit tiefer (f. der Internationale." Das kommunistische Bolksfrontziel. te.5- Efprohuttott L Wehrhaftigkeit besonderer sMerfen. Mn L breiten , Lh sei polmsa bie Benven , Kontrolle vor 8 und allen Bei ‘non außen kc zu lockern. „Frankreich unter der Fahne Mißlungener Anschlag auf den Vizekönig von Aethiop'en. Marschall Sraziani nur leicht verleht./Zahlreiche Verhaftungen in Addi« AbH werten Zwischenfall, wie sie bei Völkern mit # . ringer Kultur und zügellosem Fanatismus inH wieder Vorkommen und mit denen im Anja,. n ftabium der Kolonisierung, wie die Erfahrne ' 21-v aller Kolonialstaaten lehren, stets gerechnet weL müsse. »i01 iriini^o Herzliche Teilnahme des Führern an Berlin, 20. Febr. (DNB.) Der Führers gerichteten^ /Koc stellte gastliche tf, und forderte imetf der Be w ÄK'"' Gustav Bley (Bariton) gestaltete die sagung des Priesters mit prophetischer Kraft, 't|c er die ursprünglich für eine Altstimme geboxt Trauerarie mit übernommen hatte, sei ihm ®w81f der Tiefe der Empfindung und der hohen bruef straft ber gesanglichen Linie befonbers gehör* Die Chöre (Akademischer Gesangverein und glieber bes Theaterchors) waren groß und bM tungsDoll in ben machtvollen, von sinnlichem Sliori klang gestützten Steigerungen; bie thematiioc«« Durchführungen im Eingangschor wie auch " der Eifersuchtsszene waren äußerst sorasam w': kalisch behandelt; die einzelnen Episoden des Traii1 chors hätten hinsichtlich des Einzeltempos noch ker individualisiert sein können. Der strahl'"' Schlußchor hätte noch an Auswirkungskraft geur’J nen, wenn dem Soloquartett, dem Vorschlag »J Chryscmder entsprechend, der Mittelsatz zueck-' das Bestreben, die Preise möglichst zu steix-rri Wenn man die Löhne noch weiter erhöhen mirbt; so würde das eine verderbliche Entw:s iung bedeuten, die die Gegner der VolksfrOs Politik nur erwarteten. Man müsse den 5ßelj| lauf zwischen den Preisen und bei Löhnen aufha 11en und gegen uncjererfjtferlgli Preissteigerungen ankämpfen. Die Regierung winü von dem beschrittenen Wege nicht abweichen, imifl aber eine Atempause einschieben, um Lande allzu schwere Lasten zu ersparen. Es iti keine Rede davon, die Bande, die ihn mit )«■ Generalsekretär der kommunistischen Partei Fkicii^. ... n .. reichs, Thorez, erklärte in Lens: Unsere P« ! N,!« Zeit hat zur Zusammenlegung der sozialistischen d ■ vV der kommunistischen Gewerkschaften zu enr?n IM zuständiger Gießener Konzeriverein. G.F. Händel: „Herakles". Die Aufführung von Händels „Herakles" zum Heldengedenktag folgte der Einrichtung dieses Werkes durch Chrysander, jenen Idealisten aus Bergedorf bei Hamburg, der ein Leben voller Entbehrung und Mühsal sich auferlegte, nur um die Drucklegung und Herausgabe ber Hänbelschen Werke in Deutschlanb zu ermöglichen. Durch bie Chrysanbersche Bearbeitung tritt ber straffe einheitliche Zug bes Herakles-Dramas scharf hervor. In seinen musikalischen Angaben folgt er als gründ- lichster Hänbel-Kenner bem historischen Urbilü. Die Frage nach dem historisch orientierten oder bem mehr allgemein musikalischen Erfassen von Hänbels Musik ist in ben einzelnen Zeitaltern ber Hänbelgeltung oft zugunsten bes jeweiligen Zeitgeschmackes entschieden worben. In ben letzten Jahrzehnten tritt man aber allgemein für eine Auf- führungspraxis ein, die der Barockzeit entspricht; sowohl in bem instrumentalen Gewanbe wie auch in ber Beachtung bes Grunbaffektes unb ber terras- senbynamischen Abstufung. Professor Dr. Stefan Temesvary stellte rein musikalische Gesichtspunkte mehr in den Vordergrund als historische Gebundenheit. Seine feinsinnige musikalische Durchdringung vermochte auch so dem Werk volles Recht zu geben, wenngleich eine starke An- Passung an den Händelschen Zeitstil manches hätte plastischer heraustreten lassen. Der Hörer, der des öfteren Händel-Aufführungen nach historischen Prinzipien hat erleben können, vermißte beispielsweise das Mitgehen eines Cellos als Baßträgers mit dem Cembalo bei den Rezitativszenen, die dadurch sicher an Intensität geronnen hätten. (Chrysander schreibt übrigens diese Maßnahme vor.) Das Orchester war klanglich ausgeglichen und abgerundet, und die musikalische Phrasierung war sorgfältig artikuliert; dabei sei besonders der beiden Oboen, der hohen Trompeten und der Solovioline gedacht. Am Cembalo waltete Ernst Bräuer mit Schlagfertigkeit und gutem Mitgehen. AFuHrer emp ■ «r^eife aus Be fein Cianel ir.'irbanbes vic ui tuciqu HIU UuL UUUl II ZDUiyi m n«. Breite stimmlicher Fülle in den Dienst stellte, N '•.Rioent bet! PT hip ewnrnhir mit Wnrfom fertUMd a. M. Kitz Mbenten Dr Blums Atempause. Der Wettlauf zwischen Löhnen und Prchtz in Frankreich. Paris, 21. Febr. (DNB.) Bei einer SiJ gebung in St. Nazaire betonte Ministerpräschl Blum, die Volksfrontregierung habe sich benik' getreu den Kontrakt durchzuführen, den sie mit Volk geschlossen habe; das mache die Stärke s« Volksfrontregierung aus. Blum erinnerte batj daß das Problem für ihn darin bestanden M die Kaufkraft zu steigern und die Einnahmen jutä höhen, anstatt die Ausgaben zu kürzen. Die fi| furbelung der Wirtschaft sei nicht zu leugnen. It5| dem sei eine Pause nötig, weil zwischen !ej| Preis, der an die Erzeuger bezahlt werde, unb m] Preis, den die Verbraucher bezahlen müssen, ti( z u großer Unterschied bestehe. Die LeliW, mürben bi. Zahlungso "W eines möq fj den beiden € Wkung bes Za r ^nternatii hi Berlin ha jRMng eines P5 Kreditabkor |.!“e ^kommen | ün9 der qi ^.°r"ar 193, aWujige Keni R-ä TJ^iHinien, j »CT nicht be Bä T* "teil B[ ein ffj-.ßiebp iS^er Deis r?"i“ J* T'ith? iv °chric unb feSMS Die Polizei hat sofort nach dem Attentat 2000 Personen verhaftet. Der Militärgerichtshof hat bereits ein Untersuchungsoerfahren zur Ermit- lung der Urheber des Anschlages eingeleitet, die auf Grund der von Rom erhaltenen Weisungen ohne Verzug hingerichtet werden sollen. Milizabteilungen haben die Durchsuchungs- und Säuberungsaktion einiger verdächtiger Stadtviertel unternommen. Die Stadt befindet sich unter dem Schutz von Militärtruppen, deren Zahl 30 000 Mann beträgt. Unter der Bevölkerung herrscht vollkommene Ruhe. Am Sonntagabend ist im Befinden des nur leicht verletzten Dizekö - n i g s eine schnelle Besserung zu verzeichnen, auch der Zustand des gleichfalls nur leicht verletzten Abuna sowie der übrigen Verwundeten hat sich gebessert. Dagegen mußte dem Flie^gergeneral Liotta ein Bein abgenommen werden, jedoch gibt auch sein Befinden zu keiner Besorgnis Anlaß. Die römischen Blätter heben hervor, daß dieses Attentat keineswegs als politische Kundgebung zu werten sei, sondern daß es sich vielmehr um die Tat einzelner verbrecherischer Fanafentes I Oiw?'?! Verteuerung sei auch zurückzuführen auf die netif , sozialen Gesetze, die gleichzeitig mit der Kgning der lai wertung des Franken erlassen wurden. Es Björnen gegen schwer, unter diesen Umständen die Selbftfof“ ....... preise festzustellen. Die Erzeuger hätten natü: p 9erX Ber W * schlag, der gestern gegen den Vizekönig von opien Marschall Graziani verübt worden itz DW. ; h c. Genug,Ur« darüber Ausdruck, daß das fluchwürdige Aller, ,-i'ei. mißlungen ist, und bitte Sie, dem Mari^ $°*enA meinen Glückwunsch zur Errettung und imi- Schlag herzlichsten Wünsche zur baldigen WiederherstellZ 'Mlehnt- zu übermitteln, gez. Adolf Hitler." $ef)d)a^eU ^echt vor, auf eine harmonische Entwicklung L Gesamtproduktion Einfluß zu nehmen und die A er Wehrhaftigkeit des Landes verbundene Jn- * bitrollen etwas bekannt. das * 1U1U5 Der Wächter Ihres Schlafs m M malt" otttzftontM . Funkspnich^ taktische Verwendung sinnvoll sein. So wurde „Schlachtenschi f f" geboren. Eine neue Hochwasserwelle des Mains erreichte Lohr und Aschaffenburg. Was geht in Ihrem Mund vor, während Sie schlafen? Bakterienheere tummeln sich darin und wollen Ihre Zähne zerstören. Man muß etwas dagegen tun: Vor dem Zubettgehen Chlorodont, das hilft gründlich. Chlorodont ist der Sturmtrupp, der die feindlichen Bakterien hinwegfegt. Chlorodont arbeitet für Sie, während Sie schlafen. iii oon zuständiger Seite erfahren, nicht zu- ressend. Weder dem Reichsarbeitsministerium od) dem Reichsinnenministerium ist von solchen nhaß sei polnischem Geiste fremd. Der Staat tiere die Verwendung des Kapitals, er behalte ie Kontrolle vor und stelle sich jeglicher Aus- g und allen Versuchen entgegen, das polnische von außen kommenden Verschiebungen zu Naß festi gleit." „So gesehen, ergänzen sich Technik und Hausrau unausgesetzt gegenseitig?" „Ganz richtig! Fast könnte man darüder streiten, wessen Phantasie und Optimismus hier größer waren. Ganz ähnlich übrigens verlief die Entwicklung der jüngeren Schwester der Kunstseide, der Z e l l w o l l e , der eine große Zukuttft im deutschen Haushalt versprochen werden kann." „Gibt es überhaupt noch einen Fall, wo ein neuer Rohstoff sich in solchem Umfang den Haus- halt erobert hat, wie den der Kunstfaserstoffe?" „Ich möchte beinah behaupten, daß in dem neuen Kunstharzpreßstoff ein solcher Fall gegeben ist. Sprechen Sie heute einer Frau oon diesem Rohstoff, dann wird sie noch nicht viel von chm wissen. Und doch hat er sich wahrscheinlich ohne ihr Wissen und Zutun bereits weitgehend Eingang in ihren Haushalt verschafft. Vielleicht waren Sie mal in einer Neubauwohnung und haben dort die besonders formschönen, zweckmäßigen Türgriffe be- wundert, die Sie wahrscheinlich für Edelholzgriffe hielten. Da haben Sie schon eine Derwendungs- Die erheblichen Niederschläge der letzten Zeit und die Schneeschmelze haben ein Ansteigen der Fulda bewirkt. Durch den 2,50 m über normal liegenden Wasserstand sind zahlreiche Wiesen überschwemmt worden, wobei insbesondere die Gemarkungen von Sondershausen und Wolfsanger bei Kassel in Mitleidenschaft gezogen wurden. $n der letzten Zeit brachte eine Reihe von Zei- m die Meldung, daß d i e P o l i z e i beauftragt im sei, in den Betrieben Arbeitsbuches n- e,*n mM bestehe. Die H uhren auf bi? ichzeitig mit n wurden, en die Sei ger hatten n "glichst zu f eiter erhöhen s bliche Ent- iner der AM müsse den 8. eisen und! legen ungerechts Die Regierung: ity abweichen,! inschieben, uit u ersparen. 6 bie fyn mt r um ein Oe liEiiear beiter. Die Mitglieder der Delegation wurden dem Führer von Dr. Ley vorgestellt. ri ei Führer unterhielt sich längere Zeit angeregt t iii Präsident Gianetti und seinen Begleitern. , .Mir Gemahlin des norwegischen Kronprinzen ■ M, die schwedische Prinzessin Märtha, ist von e besonderer Obhut und Kontrolle terroerfen. Man müsse vor allem den Wohl- der breiten Massen berücksichtigen. Der !aß, Berlins bi] mb heldentUi] ast werben, röf n CharakteM t vollen Ml len Dienst M n Affekt beckl 8i r a g u a t) hat bekanntgegeben, daß es nun ™ mgS dem Völkerbund ausge schiede n ist. Episo^.^W wcguaq hat bereits vor zwei Jahren seine Mit- !li-dchaft beim Völkerbund aufgekündigt, konnte >ör satzungsgemäß erst jetzt endgültig ausscheiden. * öener Marinen wird in Zukunft das ausgelöste Gefecht sehr schneller Schlachtschiffe, die eher eine Entwicklung zum früheren Schlacht- inn«n: -j ipaufe. knunbln ^«rkschaftsoerband geführt. Demnächst werden s eine einheitliche Partei für bie rieiter schaffen. Daß eines Tages bie Gru- öie Fabriken, bie Banken und bie Schwer- ‘' Tie in ben Besitz b er Arbeiter üb er- , u n werden, davon sind wir überzeugt. Auch V Zir überzeugt, daß wir bald die Führung ,§ Landes übernehmen werden. Wir ■n ben ein starkes Frankreich unter der _ jn e der Internationale. Thorez be- M sich dann darüber, daß aus der Armee ^ reaktionären Elemente" noch nicht ifiitigt seien. W polnische Konzentrationsprogramm. Mr den Kommunismus ist in Polen kein Platz." irschau, 21. Februar. (DNB.) Oberst Koc im Rundfunk die Richtlinien der neuen hm gegründeten politischen Richtung rnt. Er knüpfte an Reden des Marschalls gtz-Smigly an, der zur Bildung eines ein- Ilih gerichteten Willens aufgerufen habe, und Je5 auf bie Verfassung als die Grundlage krdnung. Der Begriff des Staates sei bie ein« x Form, bie ber Nation ihr Dasein unb ewige Wicklung gewährleiste. Der Kommunismus, stillte Oberst Koc fest, sei dem polnischen Geiste sr< nd, daß für ihnin berRepublik kein | at) s e i. Ein kommunistisches Polen wäre kein »lei' mehr. Polen habe ben Kommunismus schon Upen Schlachtfeldern von 1919 unb ig 20 abgelehnt. Dii Wehrhaftigkeit des Staates erfordere die Avisierung des wirtschaftlichen Wns. Erstes Prinzip fei bte Wahrung des oateigentums und der privaten iative. Der Staat behalte sich allerdings Oie neuen Rohstoffe in deinem Haushalt Technik und Hausfrau arbeiten sich in die Hand. nur der vornehmsten Eigenschaft des technischen Schiffes unseres Jahrzehntes Rechnung, nämlich hohe Geschwindigkeit zu entwickeln, die taktisch ausgenutzt werden muß, sondern paßt sich gleichzeitig ben Gefahren des Luftkrieges und ber schnellen Kleinkampfmittel an. Ein Bild wie in der Skagerrakschlacht, endlose Reihen dicht aufgeschlossener, in starrer Linie marschierender Linienschiffe, ist heute undenkbar, weil diese Linie bas beste Ziel für Massenangriffe aus der Luft bildet unb das einzelne Schiff in ber Beweglichkeit zum Ausweichen erheblich eingeschränkt ist. Schnelle, sporadische Unternehmungen einzelner oder in Gruppen auf» tretender Schiffe werben an den Brennpunkten des Seeverkehrs unb auf ben Weiten der Ozeane den Seekrieg kennzeichnen, um ben eigenen Handels- Kleine politische Nachrichten Führer empfing in ber Reichskanzlei vor Abreise aus Berlin die unter Führung des 'Mdenten Gianetti stehende Delegation i!t- Verbandes ber italienischen In- ,! Ai einer i lte Minister ]9 habe sich ren, den sie, °che die Stc nschen Partei r Lens: Unsen. M, er sozialistW j II _______________________________ rlchajteN-l teilen durchzuführen. Diese Meldung ist, wie Die Geburt des Schlachtschiffes Von Ernst Wilhelm Kruse, Hamburg. tt LBtz f ■ -m«|, Oie tcyweoitcye PClllZ'-ipit v « ' h« —" ' 'U. mSohn entbunden worden. Das Kron- iaede"^ ; fcnpaar hat bisher zwei Töchter, die 1930 ge- &n K1"8 Prinzessin Ragnhild und die 1932 ge- [DÜrÖiün ■ »en.e Prinzessin A st r i d. - Dir Präsident der Oesterreichischen Nationalbank, lliniiter a. M. Kienböck, stattete dem Reichs- irbräfibenten Dr. Schacht einen Besuch ab. iahend wurden bie Probleme des deutsch-öster- rihschen Zahlungsverkehrs durchgesprochen unb n Ginne eines möglichst regen Güteraustausches Wen ben beiben Staaten unb einer möglichsten iiWerung des Zahlungsausgleichs behandelt. Zum zweiten Male innerhalb ber kurz bemessenen Zeitspanne eines Menschenalters erlebt unser Volk, baß es weitgehend auf Eigenversorgung mit Rohstoffen angewiesen ist. Wenn nun bie Hausfrau, als oerftänbige Wegbereiterin der neuen Rohstoffe, ihnen Haus und Küche bereitwillig öffnet, bann brauchen wir nicht in Sorge zu sein. Warum es dabei gerade auch auf bte Hausfrau ankommt? Weil durch ihre Hand nahezu 80 v. H. des nationalen 6 intern m e n s gehen, weil sie bestimmt über bie Mehrzahl ber Neuanschaffungen im Haushalt. Wir haben uns einmal mit einem Fachmann für Rohstoff-Fragen im Haushalt, einem Referenten im Verein Deutscher Ingenieure, über bas interessante Thema ber neuen Rohstoffe im Haushalt unterhalten unb dabei ist allerlei Wissenswertes für bie Hausfrauen und solche bie es werden wollen, herausgekommen. „Welches sind überhaupt bie sogenannten ,neuen Rohstoffe' im Haushalt?", haben wir ihn gefragt. „Da ist in erster Linie bie deutsche Kunstseide zu nennen, in ihren verschiedenen Arten unb Güten, die schon längst in ben Augen unserer Frauen nicht »Kunst'-Probukt im wertmindernden Sinne, sondern ein »Kunstwerk' ber schaffenden deutschen Industrie geworden ist, ein deutscher Rohstoff, dem heute schon nachgesagt werden kann, daß er sich ganz bestimmte Verwendungszwecke restlos und vor seinen »echten' Vorgängern erobert hat, so daß jede Frau ihn dafür der Wolle ober Seide vorziehen wird. Er hat Eigenschaften, die ihn in der Brauchbarkeit sogar in mancher Hinsicht noch über das Naturprodukt gestellt haben. Ich nenne hier die Knitterfreiheit, den Mattglanz, bie Form- und Farbtreue, bas gute Anfärbvermögen unb bie Aus aller Wett. Oie Frontkämpfer an die Staatsoberhäupter. Berlin, 20. Febr. (DNB.) Der Präsibent bes Kongresses ber Permanenten Internationalen Frontkämpferkommission Herzog von Koburg unb ber Präsibent bes Ausschusses Garlo Delcroix haben an bie Staatsoberhäupter ber an biefem Kongreß beteiligten Länber folgendes Telegramm gerichtet: Wir haben die Ehre, Euer Majestät (Exzellenz) mitzuteilen, daß bie in Berlin versammelten Dele - giertenoon 14Nationen einen ft ä n b i g e n internationalen Ausschuß gebilbet haben, um bie moralischen Kräfte ber Frontkämpfer in ben Dienst ber Sache des Friebens zu stellen, ber im gemeinsamen Interesse ber Völker liegt. Wir bitten Euer Majestät (Exzellenz) unseren achtungsvollen Gruß entgegenzunehmen. Hannings, Gründgens, Forst unb Sfruoe im Aufsichtsrat der Tobis. In der letzten außerordentlichen Generalversammlung der „Tobis Tonbild-Syndikat AG." wurden die Herren Staatsschauspieler Emil Hennings, Staatsrat Gustaf Gründgens, Regisseur Wlli Forst und Diplomingenieur A. E. Struve zu weiteren Aufsichtsratsmitgliedern gewählt. herrenschneider-Tagung in Weimar. Mit der Bezeichnung „Schlachtschiff" hat i ein neuer Gattungsbegriff für Kampfschiffe in unse- ' rer Kriegsmarine Eingang gefunden, nachdem er i schon als Bezeichnungsweise für ausländische Groß- I kampfschiffe im allgemeinen Sprachgebrauch aufge- ' nommen war. Das erste große Kampfschiff unserer । neuen Flotte ist auch zugleich das erste, das „Schlachtschiff" als amtliche Bezeichnung führt. Das 1 ist natürlich genau so wenig eine reine Äußerlichkeit wie die Prägung des „Panzerschiffes" für unsere im Rahmen des Versailler Vertrages erfolgten Kampfschiffbauten von 10 000 Tonnen, deren für Deutschland vollkommen neuartige Klassenbenennung sie zugleich als Vertreter eines Typs darstellt, der weder mit dem früheren Panzerkreuzer noch mit dem Linienschiff etwas gemein hat. Wenn die „Deutschland"°Schiffe auch hervorragend gelungene Konstruktionen find, so haften ihnen notgedrungen, denn sie sind das Erzeugnis eines Zwangsvertrages, gegenüber den Hauptkampfschiffen anderer Seemächte Mängel an, die sie als schlagkräftiges Rückgrat der Flotte minder geeignet erscheinen ließen. Mit der Gewinnung der Wehrhoheit zur See konnte die Panzerschiff-Baupolitik liquidiert und an die Schaffung eines unseren Bedürfnissen entsprechenden kampfkräftigen Kerns der Flotte durch den Bau der Panzerschiffe „D" und „E", wie man die ersten beiden 26 000-Tonnen-Neubauten bezeichnete, herangegangen werden. Beim Stapellauf der „Scharnhorst" tauchte dann zum erstenmal der Begriff Schlachtschiff auf. Ganz bewußt hat man hier für unsere Marine, genau wie bei den Panzerschiffen, eine neue Bezeichnung geprägt, denn auch die „Scharnhorst" und das Schwesterschiff verkörpern ja etwas Neues, bas weder dem Linienschiff noch dem Schlachtkreuzer entspricht. Der taktische Begriff Linienschiff taucht zum erstenmal auf, als man in der Zeit der holländisch- englischen Seekriege Ordnung in bie Regellosigkeit ber Segelschiffskämpfe zu bringen suchte, bei denen bis dahin ein wildes Schiffsgemenge an der Tagesordnung war. Die starre Linie der rangierten Schlachtflotten beherrschte vom 17. Jahrhundert bis in die Neuzeit das taktische Denken auf See und sah ihren Höhepunkt in der Skagerrakschlacht, wo sich auf beiden Seiten zweiundsechzig Schlachtschiffe gegenüberstanden. Daß das Gefecht der rangierten Linie dem modernen Schiff, das nicht mehr durch Segel an den Wind gebunden ist, nicht mehr entspräche, wurde bereits gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts von Jüngern der „Jeune ecole“ empfunden, so spricht ein französischer Seeoffizier schon damals von dem aufge» lösten Gefecht. Auch Großadmiral Tirpitz erkennt, daß dem Faktor Geschwindigkeit nicht genügend Rechnung getragen wird, wenn er in seinem Erinnerungswert schreibt, daß „bie starre Linie kein richtiger taktischer Grunbsatz mehr sei und bald überholt sein werde. Bereits 1894 sprach sich dieser große Taktiker schon einmal gegen die Starrheit der Linien aus. Die Verminderung ber Zahl ber Schlachtschiffe — heute gibt es auf der ganzen Erde soviel wie sich etwa in ber Seeschlacht am Skagerrak auf beiben Seiten gegenüberftanben — hat zusammen mit dem allgemeinen Streben nach höherer Geschwinbigkeit zu neuen taktischen Anschauungen geführt, nach denen die starre Linienschlacht als überholt zu gelten hat. Damit verkörpert das Linienschiff einen unzeitgemäßen taktischen Begriff, auf dessen Beibehaltung aus Traditionsgründen man glücklicherweise im Oberkommando ber Kriegsmarine verzichtet hat. Nach den Ansichten maßgebender Fachleute verschie- Weti. | ie bie 15 Müh Ätz Mt»» , ™enuni I d°m M Wetterbericht des Reichswekterbienstes. Ausgabeort 5ranffurL Der Witterungsablauf zeigt ungewöhnliche Lebhaftigkeit. Während wir uns gestern noch vollkommen im Bereich der instabilen Meeresluft befanden, die zu recht ergiebigen Schauern (meist Schnee und Graupeln) Anlaß gab, macht sich seit heute nacht aufgleitende Meeresluft geltend. Voraussichtlich wird schon am Dienstag wieder Schauerwetter einsetzen. Aussichten für Dienstag: Wieder lieber- gang zu Schauerwetter bei kräftigen, zeitweise böigen, über West nach Nordwest drehenden Winden, später neue Abkühlung. Lufttemperaturen am 22. Februar: mittags 3,3 Grad Gelfius, abends 1,1 Grad; am 23. Februar: morgens 2 Grad. Maximum 4,3 Grad, Minimum heute nacht 0,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. Februar: abends 1,7 Grad; am 23. Februar: morgens 1,1 Grad. — Sonnenscheindauer 2,5 Stunden. — Niederschläge 4,5 mm. Wintersporlmöglichkeiten. Vogelsberg. Herchenhainer Hohe: Schneefall, — 2 Grad, 25 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 20 Zentimeter Neuschnee, Pulverschne, Ski und Rodeln gut. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —2 Grad, 18 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Taunus. Kleiner Feldberg: Schneefall, minus 1 Grad, 27 cm Gesamtschneehöhe, 15 cm Neuschnee, Pappschnee, Ski gut, Rodel mäßig. Sauerland. Winterberg: Schneefall, minus 2 Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, 10 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Schwarzwald. Schauinsland: Nebel, minus 2 Grad, 45 cm Gesamtschneehöhe, verweht, keine Sportmöglichkeiten angegeben. schütz zu gewähren unb dem Gegner schnelle Schläge zu versetzen. Die Bezeichnung Linienschiff mürbe also weder für ben strategischen Einsatz noch für die kr euzer hin aufweisen, als das sie dem Linienschiff verwandt sind, bie Seetaktik beherrschen. Mit dieser taktischen Wandlung trägt man aber nicht form dieses neuen unb vielversprechenden- Kunst- ' (taffes. Oder das Gehäuse des Radioapparates bei Ihren Freunden hat ihren besonderen Beifall gefunden wegen ber schönen Maserung. Auch er ist im Zweifel nicht aus Holz, sondern aus , Harzpreßstoff gemacht. Allerdings, Pate hat bas Holz dabei doch gestanden, denn Harzpreßstoff ist ein Zelluloseprodukt, dessen Grundstoff Holz ist. Aber die Veredelung hat einen Werkstoff ganz hervorragender unb widerstandsfähiger Art aus ihm gemacht, aus dem man heute schlechterdings fast alles herstellt, angefangen von dem Ihnen sicher bekannten »fast unzerbrechlichen' Geschirr, das sich wegen seiner luftigen Farben die Herzen der Käuferinnen im Sturm erobert hat." „Unb welche auslänbischen Werkstoffe soll dieser neue Wunderstoff bei uns vertreten?" „Alle Arten oon Metallen, wie Türklinken, Lampenfassungen, Hahnfassungen, Behälter, Krane, sogar Leitungsrohre im Badezimmer usw. Die Hausfrau wirb ihrer Aufgabe als Helferin im Vierjahresplan gemäß in Zukunft bar» auf halten, baß Hanbwerker sich dieses neuen Werkstoffes bei Neuanlagen unb Reparaturen in ihrem Hause gewissenhaft bedienen. Um Ihnen einen Begriff oon der Verwendungsfähigkeit zu geben, kann ich mir eine Kostprobe nicht versagen, muß aber gleich sagen, daß die Aufzählung bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit macht. Da finden wir heute schon Kunstharzpreßstoff verwendet als: Eßgeschirr, Flaschenstöpsel, Untersetzer, Hülsen für Rasierpinsel, für Lippenstift, Bürstengriff, Schirmgriff, als Schuhlöffel, Tablett, Tafelaufsatz, als Nadelschale, Dosen, Plätteisen, Rasierapparat, Näh- kästen, Zigarettenetui, Uhrgehäuse, Kannendeckel, Koffergrift, Tubenverschluß, Broschen, Schnallen, Ketten usw. Auch als Vertreter der Oelfarbe beginnt Kunstharzpreßstoff in Form eines widerstandsfähigen Lackanstriches aufzutreten und gegenwärtig werden Versuche gemacht, Konservendosen innen anstatt mit Zink mit Kunstharzlack zu überziehen." „Urtb was haben Sie noch für Überraschungen?" „Wenn Sie wollen, so ist bas neue Hartporzellan ber deutschen Porzellanindustrie auch eine solche. Es stellt für Leitungsrohre in Küche unb Babezimmer einen unübertrefflichen unb schönen Werkstoff bar unb ist auch kochfest, so daß es unsere Kaffeemaschine aus Nickel unb die metallenen elektrischen Kochplatten wahrscheinlich verdrängen wirb. Von ben Holzstopfen anstelle der Korken haben Sie sicher auch gehört. All diesen Rohstoffen kann die Hausfrau vollstes Vertrauen entgegenbringen, denn sie haben vor ihrem Anttitt als »neuer deutscher Rohstoff eine lange Reihe von ' Gignungs- unb Qualitätsprüfungen . zu bestehen, bie sich sowohl auf Widerstandsfähia- i feit im Gebrauch als auf gesundheitliche Zuträglich- - kett richten." Dr. Buresch. men ber Generalsekretär im Reichsstand bes deut- chen Handwerks, Dr. Schüler, und Retchs- innungsmeister Schüller Stellung. Mit der Tagung verbunden waren eine Modellschau der im Reichen der Loslösung von fremdländischen Ein- fäffen stehenden Frühjahrsherrenmode und eine Modellvorfuhrung. Starker Schneesturm im Allgäu. Arn Sonntag tobte im Allgäu ein Schnee- ft u r m von einer Heftigkeit, wie er in diesem Winter dort noch nicht erlebt wurde. Der Sturm erreichte in den Mittagsstunden seine größte Starke. In kurzer Zeit war die ganze Landschaft mit einer 30 Zentimeter hohen Schneedecke überzogen. Der Kraftwagenoerkehr auf den Straßen erlitt eine Stockung, da es zu starken Verwehungen gekommen ist. Gefängnis für gemeingefährliche Wilderer. Die Große Strafkammer Tübingen verurteilte eine Wildererbande von fünf Mann zu Gefängnisstrafen oon zehn bis drei Monaten. Mit der Verurteilung dieser Schädlinge hat ein Verfahren feinen Abschluß gefunden, das einen Einblick in die in ben letzten Jahren im badisch-württembergischen Schwarzwald verübten Wildereien (Tinblicf gab. Anführer der Bande war ein Dr. Schrott aus Karlsruhe, der in der Untersuchungshaft Selbstmord beging. Schrott, ein Mann mit gesichertem Einkommen und großem Vermögen, hat mit Unterstützung ber jetzt Verurteilten Jahre hinburch auf das gewissenloseste unter dem Wildbestanb im badisch-württember- gischen Schwarzwald gehaust. Die Bande benutzte zu ihren Wildereien den Kraftwagen Schrotts, um im Scheinwerferlicht alles abzuschießen, was vor die Büchse kam. Wie groß der Schaden ist, ben die Wilderer anrichteten, wird sich nie einwandfrei feststellen lassen. Bewiesen konnte der Abschuß von etwa 60 Stück Rotwild unb Rehen werben. Daß bas verbrecherische Treiben so lange unentbeckt blieb, lag in der Hauptsache daran, daß der jetzt zu zehn Monaten Gefängnis verurteilte Stadtförstet Wilhelm Faid die Wildereien deckte. Furchtbare Bluttat In Riedeschingen bei Donaueschingen hat sich eine schwere Bluttat zugetragen. Der 44 Jahre alte Jakob Maus hat seine Frau, seine Schwiegermutter und seinen zwölfjährigen Sohn e r m o r • bet urtb sich bann selbst das Leben genommen. Das Anwesen der Familie Maus brannte im Dezember v. I. ab. Maus saß einige Zeit wegen Brandstiftungsverbacht in Untersuchungshaft, wurde aber bann wieder entlassen. Man nimmt an, baß er in einem Anfall von Schwermut die Tat begangen hat. In einem hinterlassenen Schreiben fjat er versichert, daß er den Brand nicht gelegt habe, sondern daß das Haus von einem Dritten angezündet worden fei. Vergünstigungen für Besucher der Pariser Weltausstellung. Die Eintrittskarten für bie Internationale Ausstellung sollen zum Preise von 20 Franken verkauft werden. Mit dieser Karte sind verschiedene Vergünstigungen verbunden. Sv werden den Besuchern der Ausstellung aus der Provinz 7 5 v. H. Fahrpreisermäßigung gewährt. In den M u - feen und allen Ausstellungen ber schönen Künste erhalten die Besucher eine Ermäßigung von 25 bis 30 v. H., in den hauptsächlichsten The ater n werden ihnen 10 v. H. gewährt, und in den Aus- stellungsgaststätten 10 bis 15 v. H. Auch die französischen L u f t s ch i f f ah r t g e s e 11 s ch a f - t e n gewährt ben Besuchern eine Preisermäßigung. Das Hochwasser in Rhein, Main unb Fulda. Das Hochwasser bes Rheins erreichte am Pegel Koblenz mit 5,30 m feinen Höchststanb. Am Pegel Trier ist die M o s e l in den letzten 24 Stunden um 18 cm zurückgegangen; die Strömung ist noch sehr reißend. rme t ln) erinnerte *rin bestanden le Einnahmen 3u kürzen. J,| 913U leugnen! werfen. Koc stellte bann fest, daß bie land - schaftliche Frage das wichtigste Pro- ' h sei, und forderte: Umbau der Agrarverfassung Zweck ber Vergrößerung bes lanb« > f chaftlichen Besitz st andes ohne Ver- ng der landwirtschaftlichen Produktion; ahmen gegen weitere Zersplitterung bäuer» Besitzes unb Hebung der bäuerlichen Bildung. i lies alles die tieberbeoölferung der Landwirt- fi noch nicht beseitige, müsse die Entwick- ira von Industrie und Städten erstrebt n. Bezüglich der Minderheiten stellte rklärung die Achtung ihrer Besonderheiten h der Grenze fest, in ber diese bie Interessen Staates schädigen könnten. In bezug auf die ssche Bevölkerung Polens betonte Koc, Willkürakte nicht geduldet würden, daß aber 5 Streben der polnischen Bevölkerung nach Wirt- Bicher Selbständigkeit natürlich fei. ung ihres M| rgli (Berlins] re weiten W| bis in die M Wer MufMI lunnsszene 6e WückhMf | Di? Internationale Stillhaltekon- mlnreckend imSl !">ch einmal in 1 In der heutigen NachmlttagSzlehung wurden gezogen Hühnlein, die 274681! 113971 Alande anzu N 24033 27827 fiern sind an Jn Kilometer lc Sn Reih und (5 tust Xavm r j 493 1553 2677 304 Gewinne zu 300 RM. Igmen. Kol- War hm ...A «Qnbarten und 2 Gewinne M Zm Gewuu-lude verblieben: 'n den C Tücht.,selbständ. Mädchen „ "Nr 1223D Gießen Tüchtiges die Militärbehörden, Kantine^ MW arükel, hergestellt von bedeutem der Fabrik, große Verdien^ C weit 65178 207170 19037 31934 60365 86127 129875 297811 25383 40432 73837 90033 31848 80980 113621 152886 186481 248983 295185 323613 353219 85197 131302 158726 187606 262392 310505 327975 355094 87620 131845 163717 191321 263122 311269 334058 366099 19656 39253 64980 87441 14443 30410 ; 57673 1 81021 l 98586 107206 117595 132887 150839 162078 179336 194122 204146 229597 244900 261946 268439 283617 302590 322702 334467 346957 370714 379500 11388 30179 64936 78476 96649 106943 117473 131510 149564 161765 169200 189635 201889 223538 244504 259541 265780 283587 300119 320821 332831 340402 370245 378243 108352 142537 176607 192627 278464 313716 336563 382729 102279 114209 117897 138208 157067 163160 184612 198634 212824 239591 252094 262394 277649 292708 307915 324873 338237 355115 371584 387723 22525 39677 65579 87600 111634 144840 181639 197089 279081 315154 338115 393567 106300 114423 123646 139276 157810 165663 186967 200964 216367 239858 253210 265258 280381 298314 316621 325346 338749 355517 372420 397071 141648 30528® 100668 113676 117656 134137 154043 162773 180875 196912 209566 230921 248480 262363 270569 289231 306093 323478 337903 353585 371413 387456 29193 6681= 11186E 1496441 1861 IS 22155S 2946IS 318220 3421IB 74036 248690 Gaumännerturnwart Dahms schloß die jt* begrüs I kn i der 1 l;Ä?'8 9erNi)6 ’ 6468 l 28805 1 41173 7555* 1 9597® 1067911 115820 1293511 14069« 169166 1672311 188263 2012617 21880B 24114a 263698 265553 28203® 3000(44 3198722 331203 339633 36420$ 37626® 39962® 114 Gewinne zu 500 RM. _____ _____ "" 37259 39174 40132 50508 59408 Kaiserallee 2 1. Stock. Wettkampfes den schlichten Tichenkranz. Mit einni Gedenken an Volk, Führer und Vaterland, dem hebende turnerische Veranstaltung mit Worten iis Dankes an die Turner für ihren Einsatz und fielt! Die A Minuten Ulenden, zum 1. März gesucht. für Küche u Haus zum 1.3. gesucht. ~ Vogt, i2i8D Goetheftraße 32. feNtott, 2 Gewinne zu 20000 RM. 15219 8 Gewinne zu 3000 RM. 61097 276000 22 Gewinne zu 2000 RM. 31990 169862 171521 230766 235786 317343 342983 26 Gewinne zu 1000 RM. 30275 125420 125937 183978 190956 261345 317846 358734 379599 Stte „ fiyj Ks* @0 Lrandenburgei und Spielman einem Ehrens er jiefjungs %or bem fjaiif. Reiter front bi weinen, ja all unser Einsatz gelte, fand die Veranstallmj ihren würdigen Abschluß. ,40000 NSW ® mit 1000 g S T nn V' d>° de S >d j * d-m Ichwarz , "nd aller f ^Ä.'ffiännen ' '"„ä'morben * li-ht Mule Mb ™otIP°tt[(f)are Wer von der Msminifter Geschäftskarten oei Brühl, Gießen Schon lange Mhelmsplatz Handels- Vertretern «int, um die iWten und die hn senkt sich ;in zu Ab sah nit wütendem l möglichkeilen. Angebote unter W. Z. 8686 an Ala Essen. iE W Ni Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließl- 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 ff. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Sanislo 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültii; Krankenanstalten,Gewerbe-B^ triebe etc. laufend besuche^ bietet ein täglicher BebariL sie den jugendlichen Turnern als Vorbild di Augen. Sodann überreicht^ er den Siegern i-:< je 1U00000, 2 zu ,e 8U0000, 2 zu je 75000, 4 M je 50000, 4 zu je 30000, 8 zu je 20000, 64 zu |« 10000, 132 zu je 5000, 228 zu je 3000, 572 zu jw 2000, 1810 zu je 1000, 2980 zu je 500, 12066 zu je 800 Mark. kanzlei haben barte, die die Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bildei Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriai; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeige leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 24L T~ —- Druck und Verlag: Brühl'sche Universiiäts- BuH .'er Badenwei M O U-- - ke Ld ■ .>§«0 AK z • Montag, 22. ZebruaNM Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) M.44 Zweiter Blatt richten. Ge- und Bosch. Diese deutschen Namen sind in die [jung wurden gt? Ber- Quer= Pferd 14,0 14,8 14,0 16,0 17,5 17,0 14,0 18,2 14,6 16,2 13,9 16,3 >219 I97 SO 786 275 W 599 Oben zeigt unser Bild einen Zugkraftwagen mit einem interessanten Raupenantrieb. Der Motor entwickelt eine Stärke von 100 PS. — Unten: Eine gläserne Karosserie, die jeglichen Einblick in das Innere eines Wagens erlaubt. — (Scherl-B Uderdienst-M^ 113971 t 129875 297811 V 65178 Jj 207170 rrs 315154 ' 338115 >• 393567 Führers mit der Konstruktion zu folgen. Ungeachtet der technischen Entwicklung gelang es, die Preise der Kraftfahrzeuge in den letzten drei Jahren zu senken, bei den leistungsfähigen Kleinwagen bis zu 40 v. 5). Die Auswirkung des technischen Fortschrittes wird ihren Höhepunkt finden in dem Volkswagen. Drei Versuchswagen nach der Konstruktion Porsche sind einer harten systemati- scheu Dauerprüfung unterzogen worden. Zweieinhalb Monate lang sind sie Tag für Tag und Nachl für Nacht durch die Berge des Schwarzwaldes und über die Reichsautobahn Heidelberg — Nauheim gefahren worden, bis am Tage vor Weihnachten dreimal 50 000 Kilometer erreicht waren und Schnee und Eis Einhalt geboten. Die gemachten Erfahrungen werden berücksichtigt bei einer bereits im Bau befindlichen Serie von 30 weiteren Wagen. Das Endprodukt wird ein Fahrzeug fein, das voll die Erwartungen des Führers und des Volkes erfüllt. stieg von 104 000 im Jahre 1932 auf 457 000 im . Jahre 1936. Die Produktion von Kraftwagen , stieg von 51000 im Jahre 1932 auf 293 000 im Jahre 1936. Die Zahl der in der Autoindustrie b e - schäftigten Volksgenossen von 33000 im Jahre 1932 auf 118 000 im Jahre 1936. In den Z u - behör- und Lieferindustrien stiegen die Zahlen mindestens im gleichen Maße. Im Jahre 1935 ging in 13 von 14 großen international l e n Rennen die Fahne des Dritten Reiches am Siegermaste hoch. Im Jahre 1936 zeigten sich deutsche Kraftwagen in zehn großen internationalen Rennen allen anderen überlegen. Auch die neuen deutschen Motorräder errangen herrliche internationale Siege. Der Geländesport mit Kraftfahrzeugen wurde vom NSKK. in Verbindung mit der Wehrmacht in stärkster Weise betrieben.' Die Förderung der Motorisierung bewirkte ein unaufhaltsames Ansteigen des Kraftfahrzeugexpor- t e s. Die Ausfuhr an Personenkraftwagen stieg von 3740 im Jahre 1930 auf 27 000 im Jahre 1936. Mitte 1932 befanden sich in Deutschland im Verkehr fast 400 000 Personenkraftwagen, Mitte 1936 961 000, eine Steigerung also um 14 0 v.H. 1932 traf in Deutschland ein Kraftwagen auf je 100 Einwohner, 1936 hatte schon jeder 54. Einwohner sein eigenes Automobil. Drei Jahre nach dem ersten Spatensttch des Führers am 23. September 1936 waren 10 0 0 Kilometer Reichsautobahnen fertiggestellt und dem Verkehr übergeben. Heute,- am 20. Februar 1937, sind 1 231 Kilometer Reichsautobahnen im Betrieb. Der Ausbau des allgemeinen Straßennetzes in Länge von 40 000 Kilometer wurde in die Verwaltung des Reiches übernommen. 130 000 Menschen sind auf den Baustellen der Autobahnen und rund 120 000 in ihren Lieferbetrieben beschäftigt, im allgemeinen Straßenbau dazu 115 000. Einige besonders wichtige Maßnahmen auf diesem Gebiet fallen noch in den neuen Dierjahresplan, so vor allem die Förderung der deutschen Treibstoff- erzeugung. In eineinhalb Jahren wird Deutschland unabhängig von fremben Treibstoff fein. Dies alles ist Ihr Werk, mein Führer. Es ist das Ergebnis einer mutigen und weitschauenden Initiative. Auch hier ist kein Wunder geschehen, es fei denn ein Wunder des Fleißes und der Kühnheit. Nicht nur die beteiligten Kreise, das ganze deutsche Volk dankt Ihnen dafür aus ganzem Herzen. Die Internationale Automobilausstellung 1937 ist nach Vollendung eines vierjährigen Aufbauwerkes, das auf diesem Gebiete besonders sichtbare Erfolge zeitigte, eine Huldigung vor Ihnen, mein Führer, eine wunderbare und ergreifende De- monftration deutscher Unternehmer und Arbeiter Dr. fjans Th« m[d)ein. 2Injtol für ben InM 1 A. 1.37: 112f ImvnMs« W K.-G., jämtlii । 12,05 einschlich MMerten 15' Pf. unb te m 5 Ps. mehr. 11. Juni 1935 ir- in Nordamerika im Durchschnitt auf schon fünf Einwohner ein Auto kommt, dann muß uns aus b'eser Gegenüberstellung erst recht die Größe der -och vor uns liegenden Aufgabe klar werden. Es ifi dabei selbstverständlich, daß der Versuch einer Lösung dieser Ausgabe nur dann erfolgreich sein kann, wenn es uns gelingt, jenen Kraftwagen zu erzeugen, der unseren Bedürfnissen in verkehrstechnischer Hinsicht entspricht, wie er umgekehrt i n seiner Preisgestaltung angemessen sein muß der wirtschaftlichen Lage der in Deutschland dafür in Frage kommenden Millionenmasse der Käufer. idungskamps J der in Ich, Unser Bild zeigt von rechts nach links den Führer, Dr. Goebbels, Korpsführer Hühnlein, Reichsleiter B o u h l e r und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley bei der Besichtigung. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 52 537 507 527 464 716 563 729 897 1208 067 1160 512 1634 1824 1591 1094 1394 '649 •708 '915 ,873 5237 >1'5 584 7723 ben: Der Führer eröffnet die Internationale Automobil und Motorrad-Ausstellung. Oie letzten Voraussetzungen für die Produktion des neuen Volkswagens sicherzustellen, ist die nächste Ausgabe der deutschen Autoindustrie. Oberstufe, ald), 184,5 d 73,3 P- 4/fl lomburg) W rt, 160,7 I Wächters umer dieser 9 'klasse eiligeren usklang. as schloß 6iJ ng mit Wort-:! n Einsatz uni i als !Borbiß i den Siegern; Mkranz. Mil a ib Vaterland, b die VeranslL ,N Übun; 17,6 16,2 19,1 17.5 18,7 18,5 17.3 18,3 17J 16,1 17,2 1(5 Sie Erfolge 1. Es ist uns gelungen, zunächst das Verständnis des deutschen Volkes als solches für den Gedanken und die Notwendigkeit der Motorisierung aufzuschließen. Dies ist vielleicht der in der Folgewirkung bedeutsamste Gewinn, denn: solange in einem Volk die Auffassung besteht, daß bas Automobil ein Klassenmittel unb beshalb abzulehnen sei, kann von einer erfolgreichen Motorisierung keine Rebe sein. 2. Aus ber allmählichen Aenderung ber Einstellung bes beutschen Volkes bem Kraftwagen gegenüber entstand) ein fteigenbes Interesse an all bem, was mit bem Kraftwagen unb der Motorisierung zusammenhängt. Unsere Jugenb gibt sich heute mit einem wahren Feuereifer ben neuen technischen Aufgaben unb Erfindungen hin. 3. Aus dieser sich anbahnenden Neueinstellung resultiert die allgemeine Haltung unseres Volkes dem Kraftwagen gegenüber. Das deutsche Volk ist deshalb heute nicht nur in seiner Gesetzgebung, sondern auch in seiner Gesamteinstellung kraftwagenfreundlich geworden. Und dies hilft mehr als alle behördlichen Anordnungen es können! 4. Unsere Motorentechnik steht jetzt in ihren Leistungen mit in ber ersten Reihe ber Spitzenleistungen ber ganzen Welt. Unsere Konstruk- t i o n e n gehören zu den vorbildlichsten, die es gibt. Die deutsche Arbeit steht an Genauigkeit hinter keiner anderen Arbeit des Auslandes zurück, sondern darf — wie dies unsere großen Rennerfolge beweisen — wirklich als technische Höchst- l e i ft u n g angesehen werden. 5. Es ist gelungen, für eine beftimmte Käuferschicht in Deutschland heute eine große Zahl von Wagen und Motorrädern hervorzubringen, die den bestenähnlichenFabrikaten des Auslandes mindestens ebenbürtig sind. Wer sich als durchschnittlicher deutscher Kraftwagenbesitzer heute einen ausländischen Wagen kauft, kann nicht darauf Hinweisen, daß ihn dessen besondere Qualttät dazu bewogen hätte! Denn in vor Ihnen als ihrem Schutzherrn. Möge das deutsche Volk nie vergessen, was es der denkenden Stirne und der schaffenden Hand zu verdanken hat. Hier gibt es sich selbst ein Beispiel seines Fleißes und feines Könnens, das Bewunderung verdient. Nun warten alle motorbegeisterten Kreise unseres Volkes, daß Sie, mein Führer, Ihr Wort an sie Der Führer spricht. 2 ®en stSfä o zu I'w Der Weg ist lang, die Verantwortung riesengroß, noch nie gab es ein so schwieriges Problem. Aber es darf kein Zweifel sein, daß unsere Automobil- inbuftrie sich ihrer Pflicht gegenüber bem Führer, bem sie Unenbliches verbankt, burchaus bewußt ist unb baß sie unablässig bemüht sein muß unb keine noch so große Opfer scheuen darf, um die gestellte Aufgabe vollendet zu sehen. Reichsminister Dr. Goebbels führte bei der Eröffnung der internationalen Automobil-Ausstellung u. a. aus: Das 20. Jahrhundert wird das Jahrhundert der Technik genannt. In unaufhaltsamem Siegeszuge hat sie in seinem ersten Drittel die gesamte Menschheit erobert. Eine wahre Revolution hat damit nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch im politischen Leben der Völker ftattgefunben. Es kann keinem Zweifel unterliegen, baß, wenn eine Regierung mit ber mobernen Entwicklung Schritt halten will, sie auch hier bahnbrechend voranschreiten muß. Es ist das historische Verdienst des Führers, schon in den Zeiten der Opposition der Partei gegen die November-Republik mit seherischem Blick kommende große Möglichkeiten vorausgeahntj und in seinen Maßnahmen mitbestimmt zu haben. Ohne den Motor wäre der Sieg der nattonalsozialistischen Bewegung kaum möglich gewesen. Schon lange vor der Machtübernahme hat er die Pläne der Neu- gestaltung des deutschen Straßenwesens entworfen. Bei der Parole „Motorisierung" gingen Sie, mein Führer, von der Erkenntnis aus, daß in Deutschland, dem Geburtslande des Automobils die Entwicklungsmöglichkeiten für die Kraftfahrt besonders günstig sind und ein neuer Aufbau der Automobilindustrie sich für alle anderen Wirtschaftszweige günstig auswirken würde. Dazu kam die lieber« legung, daß Deutschland anderen Ländern gegenüber auf dem Gebiet ber Kraftfahrt sehr zurückgeblieben war. Am 10. April 1933 orbneten Sie bie Steuerfreiheit für fabrikneue Personenfahrzeuge an, am 31. Mai 1933 schufen Sie bie Steuererleichterung für ältere Kraftfahrzeuge, am 1. Juli 1933 gaben Sie Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen, Sie orb- E ■ >,M 'S,*] 'S« •" Nt rl W Sm ? y *Wis schichte der Kraftfahrt eingegangen. In ben letzten Jahren haben Genie unb Kunstfertigkeit beutscher Ingenieure es fertiggebracht, bie führenbe Stellung des deutschen Automobilbaues in der Welt zurückzuerobern. Wir schufen die Schwingachse, den Hochleistungsmotor mit geringem Treib - stossoerbrauch. Wir brachten den Zweitaktmotor zu hoher Entwicklung. Der Diesel- ßaftmagenmotor hat seinen Siegeszug über die ganze Welt angetreten. Für die Straßen des Führers entwickelten wir den leistungsfähigen Autobahnwagen. Die größte Ehre wird es für die deutsche Automobilindustrie sein, Schritt zu halten und den vorwärtsstürmenden Ideen unseres ,33 27827 v wwfiiS? ir! «5 ihrem weißen Sportdreß. Der Badenweiler Marsch erklingt, als der Führer in Begleitung von Korpsführer Hühnlein erscheint, um die Front der Ehrenformationen abzuschreiten und die angetretenen Fahrer zu begrüßen. Dann senkt sich die Startflagge und gibt bas Zeichen zu Abfahrt ber Rennmaschinen, bie mit roütenbem Geheul, an ber Spitze bie Motorräber, pfeilschnell bavonbrausen. Der Führer kehrt noch einmal in bie Reichskanzlei zurück, um wenig später von ber braufenben Menge, begleitet von Reichsminister Dr. Goebbels unb Korpsführer Hühnlein, bie Fahrt zum Ausstellungsgel a n b e anzutreten. Das Shrenspalier aus der Feststraße. 10 000 NSKK.-Männer ber Motorbrigabe lin mit 1000 Wagen unb ebenso vielen Motor- räbern finb an ber Sübseite ber breiten, etwa sieben Kilometer langen Anfahrtsstraße aufmarschiert. In Reih unb ©Heb stehen, inmitten ber Männer mit bem schwarzen Sturzhelm Fahrzeuge aller Arten unb aller Typen, Wagen unb Räber, bie ben NSKK.-Männern unentbehrliche Helfer im Berufsleben geworben finb. Auf ber Charlottenburger Chaussee sieht man Korpsführung unb Reicks- I motorschule Döberitz. Am linken Flügel haben bie Motorsportscharen ber Hitler-Jugenb Aufstellung genommen. Kolonne an Kolonne, teilweise mit Stanbarten unb Stanbern, Fahrzeug an Fahrzeug — ein einbrucksvoller Querschnitt burch bie reichs- hauptstäbtische Streitmacht bes Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps. Gegen 10.45 Uhr trafen am Ausstellungsgelänbe bie Rennwagen unb Krafträber ein, bie z. T. mit 100 Kilometer Stunbengeschwin- digkeit die Spalierfttecke abgefahren haben. neten bie Abzugsfähigkeit bes Kaufpreises neuer Last- unb Lieferwagen, bie als Ersatz für veraltete Mobelle angeschafft würben, von ber Einkommensteuer an. Sie schafften ben Fahrschulzwang ab, Sie senkten bie Gebühren bei Ausstellung von Kraftfahrausweisen, Sie förberten ben Kraftfahrsport burch Bilbung ber Obersten Nationalen Sportbehörbe für bie deutsche Kraftfahrt, Sie unterstützten in großzügigster Weise die Neukonstruktion deutscher Rennwagen, Sie beseitigten den Konkurrenzkampf zwischen Eisenbahn und Kraftwagen dadurch, daß Sie durch Beteiligung der Reichsbahn am Bau der Reichsautobahnen diese selbst in den Dienst der Motorisierung stellten. Sie schufen das Gesetz über die Errichtung eines Unternehmens „Reichsautobahnen", Sie setzten einen Generalinspektor als Oberste Reichsbehörde für das Stra- henwefen ein. Welch ein unermeßlicher Segen von Erfolgen ist aus diesen weitschauenden Maßnahmen entsprungen. Die Zulassung von Kraftfahrzeugen Z 1553 2677 • 22525 25383 J 09677 40432 * 65579 7383 £ U S s 200964 & 216367 ’ 2398-8 L 253210 & 265208 & 28038 29831 & 316621 - SI Aß 337071 S* Der Führer spricht Von stürmischen Heilrufen begrüßt nimmt der Führer das Wort. Er führt u. a. folgendes aus: Männer und Frauen! Einzigartig ist der Auf- stieg, ben Deutfchlanb feit bem Tage ber Macht- Übernahme burch ben Nationalsozialismus erlebt. In besonbers einbringlicher Weise können wir bies aber an bem Wachstum unserer allgemeinen Motorisierung feststellen. Ich spreche von „Motorisierung", weil bie Entwicklung bes Automotors nicht bem Kraftwagen allein zugute kommt, sondern darüber hinaus zu einer wahrhaft umwälzenden Bedeutung gelangte. Auch das Flugzeug wäre nicht denkbar ohne ben Motor, ber burch bas Automobil ber Welt gegeben unb immer mehr vervollkommnet würbe. Die Ersetzung ber animalischen Kraft burch diese neue Maschine führt zu einer der gewaltigsten technischen und damit wirtschaftlichen Veränderung, die die Welt je erlebt hat. Und ich glaube, daß wir uns er st am Beginn, keinesfalls aber am Höhepunkt dieser Entwicklung befinden. Vor unserer Machtübernahme kam ein Kraftwagen auf 100 Einwohner. Heute kommt ein Kraftwagen auf etwas über 50. Wenn wir aber bedenken, daß z B. Die Eröffnungsfeier Fünf Minuten vor 11 Uhr erscheint, umjubelt von ben Tausenben, ber Führer. Unter ben Klängen bes Präsentiermarsches schreitet er bie Ehrenkompanie ber ßeibftanbarte Abolf Hitler ab. Ein Mädel bes BDM. überreicht bem Führer einen Rosenstrauß. In ber Halle nimmt ber Führer in der ersten Reihe Platz. Fanfarenbläser der ßeibftanbarte eröffnen ben Staatsakt. Das Philharmonische Orchester folgt mit bem Krönungsmarsch aus ber Oper „Die Folkungen." Der Präsident der deutschen Automobilindustrie Geheimrat AllmerS führte u. a. folgendes aus: Bei der letzten Internationalen Automobilausstellung konnten wir die 50. Wiederkehr des Geburtstages des Automobils feiern. Vor 40 Jahren wurde die erste deutsche Automobilausstellung veranstaltet. Welch eine gewaltige Entwicklung hat in diesen fünf Jahrzehnten die Kraftfahrt in Deutschland und in der ganzen Welt genommen. Mit Stolz können wir Deutsche auf diese Entwicklung zurückblicken und uns an die Namen der Pioniere erinnern, die der Welt ben Kraftwagen schenkten: Benz unb Daimler, unb bie bie Wege bereiteten zum weiteren technischen Aufstieg. Ich nenne die Namen Maybach, Diesel, Opel, Büssing, Kleyer Schon lange vor 10 Uhr haben sich auf bem Wilhelmsplatz große Menschenmengen eingefunben, bie trotz bes naßkalten Wetters gebulbig ausharrten, um ben Führer zu begrüßen. Dor ber Reichskanzlei haben neben ben Männern ber ßeibftan» barte, bie bie Wilhelmsstraße entlang bis zum Branbenburger Tor Spalier bilden, ein Musik- unb Spielmannszug bes NSKK. zusammen mit l Wilhelm I einem Ehrensturm bes NSKK. -Verkehrs- b für bie erziehungsbienstes Aufstellung genommen. - - 11 Bor bem Haupteingang ber Reichskanzlei steht in breiter Front bie Kavalkabe ber schnittigen Rennmaschinen, vor ihnen bie Meisterfahrer in Der Führer begrüßt die Meisterfahrer ihr sind unsere deutschen Automobile zur Zeit von ausländischen nicht mehr zu schlagen! 6. Die deutschen Verkehrswege, Autostra-« ßen und allgemeinen Straßen sind zum Teil überhaupt unvergleichliche, zum anderen Teil dem Ausland gegenüber wenigstens nicht mehr zurückstehend. Wir werden aber schon in wenigen Jahren das modern st e Autostraßennetz der Welt besitzen. Vom Jahre 1937 ab erfolgt im übrigen die Finanzierung der deutschen Reichsautobahnen aus den Erträgnissen des deutschen Kraftverkehrs selbst. Sie ist sichergestellt und wird es uns ermöglichen, jährlich rund 10 0 0 Kilometer dieser hervorragenden Straßen dem Verkehr zu übergeben. 7. Unsere sportlichen Lei st ungen sind die besten der Welt. Die künftigen Aufgaben. Ich möchte diesen Erfolgen nun gegenüberstellen die Aufgaben für die Zukunft: 1. Es ist nunmehr notwendig, die letzten Voraussetzungen für die P roduktion des neuen Volkswagens sicherzustellen und mit dieser dann zu beginnen. 2. Es ist notwendig, zu diesem Zweck eine Ueberprufung all jener Bedingungen vorzunehmen, die eine Belastung oder Verteuerung der Produktion und Haltung dieses Kraftwagens mit sich bringen. Es ist z. B. auch ein unmöglicher Zustand, durch ein Gewirr bürokratischer Anordnung die Errichtung von Unter st ellräumen für das Automobil so zu verteuern, daß am Ende die Miete für ein möbliertes Zimmer im Monat billiger sein kann als die einer Autoboxe! 3. Es ist weiter notwendig, die deutsche Auto- mobitindustrie selbst zu einem klaren Verstehen der ihr obliegenden Aufgaben zu bringen, d. h. innerhalb dieser Wirtschaft jene Typenbegrenzung vorzunehmen, die die Rentabilität der Werke ermöglicht ohne sie zu zwingen, sich gegenseitig die einzelnen Typen abzujagen. Es ist ein kapitaler Irrtum zu glauben, daß die Produktion des billigsten Volkswagens den A b - nehmerkreis teuerer Wagen irgendwie beschränken könnte. Dies ist wie gesagt ein Unsinn. Die Menschen verzichten nicht auf den Kauf teurer und damit besserer Wagen, weil sie aus Grundsatz billige haben wollen, sondern weil sie nicht in der Lage sind, sich die teuren zu kaufen. Und in dem Maß, in dem die Gesamtziffer der Produktion wächst, muß zwangsläufig die Verbilligung eine progressive Steigerung erfahren. Dies entspricht der Lagerung unserer vermögens- und Einkommensverhältnisse! Es kann in Deutschland nur einen Volkswagen geben und nicht zehn. Wohl aber wird es zwischen dem kommenden Volkswagen und den höchsten Spihenwagen eine große Gruppe anderer Wagenklassen geben müssen, die dem wirtschaftlichen Emporsteigen der Käufer entsprechen. Der Zweck und das Ziel der Produktion dieser in der Mitte liegender Fabrikate kann es nicht sein, durch primitivere Gestaltung den Preis des Volkswagens zu erreichen, sondern durch eine fortgesetzte Verbesserung der Fabrikate jenen Teil der früheren Volkswagenkäufer auf sich zu lenken, der dank seinem eigenen wirtschaftlichen Emporsteigen Käufer der höheren Wagenklassen zu werden vermag. 4. Wenn ich aber die Motorisierung von einem so großen allgemeinen Gesichtspunkt aus betrachte und in ihrer Bedeutung werte, dann würde es ein wahrhaft verbrecherischer Leichtsinn sein, eine so gewaltige Industrie auf unsichere wirtschaftliche Grundlagen aufzubauen. Es ist daher unsere allerhöchste Aufgabe, Deutschland von der Einfuhr jener Stoffe unabhängig zu machen, die für die Erhaltung und den weiteren Ausbau gerade dieser Produktion erforderlich sind. Es ist dies nicht nur der Brennstoff, sondern es sind dies auch die notwendigen Metalle oder neuen Stoffe wie Kunstharz ufw. Ich habe diese Arbeit in dem Vierjahresplan mit einer Reihe weiterer Aufgaben zusammengefaßt und verbunden. Die Lösung wird erfolgen, weil sie erfolgen muh! Ich möchte mich nicht mit jenen auseinandersetzen, die zu allen großen Entschlüssen nur den Einwand: „Es geht nicht" besitzen. Die Phrase „Das geht nicht" ist nichts anderes als der Ausdruck jener allgemeinen menschlichen Trägheit, die sich gegen jede neue Idee, jede neue Vorstellung und jede neue Tat zur Wehr setzt. Und ich brauche Ihnen eines nicht zu versichern, daß ein Mann, der es fertig gebracht hat, vom unbekannten Soldaten des Weltkrieges zum Führer einer Nation emporzusteigen, es auch fertigbringen wird, die kommenden Probleme zu lösen. Möge niemand an meiner Entschlossenheit zweifeln, einmal vorgefaßte Pläne so oder so auch zu verwirklichen. Aufbau der deutschen Rationalwirlschast. Wenn ich dies oorausschicke, dann will ich aber doch ganz kurz auf die vermeintlichen sachlichen Gegengründe eingehen, die vielleicht gegen eine solche Aufgabenstellung sprechen könnten. Es sind im tiesiten Grunde fast stets nur kapitalistische Erwägungen, denn Folgendes ist nicht zu bestreiten: 1. Die Frage der Verwandlung von Kohle in Benzin ist gelöst. 2. Die Erzeugung des künstlichen Gummis ist ebenfalls gelungen und wird fabrikatorisch in einem großen Betrieb durchgeführt. 3- Die deutschen E i s e n l a g e r sind unbegrenzte. Außerdem: lieber tausend Jahre hat Deutschland kein Eisen eingeführt und trotzdem haben wir unseren Bedürfnissen genügen können. Endlich sind unsere deutschen Kohlenoorräte desgleichen nach menschlichem Ermessen auf längste Zeit ausreichende. Die deutsche Arbeitskraft ist in genügendem Ausmaß vorhanden, und sie wird es besonders dann sein, wenn durch das Ausklingen der nationalen Aufrüstung wieder Hunderttausende von Menschen für andere Zwecke frei werden. An der Fähigkeit und am Fleiß unseres Volkes aber kann niemand zweifeln. Der scheinbar sachliche Einwand gegen die Durchführung solcher Entschlüsse basiert also im allgemeinen nur auf zwei Momenten. 1. Es ist die Trägheit an sich, die sich zu Protest meldet bei allen umwälzenden Neuerungen, die Der Wrer im Kreise der Autonwbilarbeiier. Der Führer im Kreise der Arbeiter der Autoindustrie im ,Kaiserhof". Links von Hitler erkennt man den italienischen Arbeiterführer Exzellenz Cianetti. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) Ü thj •V> Die Arbeiter der Automobilindustrie, die zur Eröffnung der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung in Berlin weilen, wurden am Samstagnachmittag von Reichsminister Dr. G o e b- bels im Namen des Führers zu einem gemeinsamen Essen in das Hotel Kaiserhof aeladen. Im Zeichen der herzlichen Kameradschaft aller mit dem Motorisierungsaedanken besonders eng verbundenen Volksgenossen nähmen außer den Arbeitern der Automobil- und Zubehörindustrie auch ihre Arbeitskameraden von den Reichsautobahnen, dazu Angehörige der Panzertruppen und Männer des NSKK. an dem Empfang teil. Das Hausorchester sorgte für musikalische Unterhaltung. Im Kreise der Arbeiter und Soldaten saßen u. a. Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsleiter Dr. Ley mit seinem italienischen Gast Cianetti, Korpsführer Hühnlein, Generalinspektor SA.-Gruppensüh- rer Dr. Todt, Direktor Merlin und Geheimrat A l l m e r s. Nach dem Essen begrüßte Reichsminister Dr. Goebbels im Namen des Führers die Arbeiter und Soldaten. Staat und Bewegung sind auf das tiefste davon überzeugt, daß alle großen Nationalwerke nicht ohne das Volk durchgeführt werden können. Wenn daher die breiten Millionenmassen unseres Volkes die Lasten und die Sorgen, die Pflichten und die Arbeit eines großen Aufbauwerkes zu tragen haben, dann ist es nicht mehr als recht und billig, daß sie dann auch wenigstens in ihren Vertretungen Anteil haben an den Erfolgen und Lei st ungen der Nation. An dieser-einzigartigen Leistungsschau haben nicht nur die Unternehmer und Ingenieure ihren Anteil, sondern vornehmlich auch die Arbeiter. Sie sollen sich hier zusammenfinden mit den Soldaten der wiedererstandenen deutschen Armee und vor allem mit den Soldaten der Truppenkörper, die am engsten mit der deutschen Motorisierung in Verbindung stehen. Als wenige Minuten später der Führer den Saal betrat, grüßten ihn die Arbeiter mit erhobener Rechten. Die Ansprache des Führers wurde immer wieder von stürmischem Jubel unterbrochen. Es war, als ob der Führer mit jedem Satz immer das aussprach, was alle innerlich fühlten, dem Worte verlieh, was die deutsche Arbeiterschaft heute empfindet. Und es bewies sich während dieser Ansprache, daß gerade der Führer und seine Arbeiter durch nichts in der Welt zu trennen sind. Dos zeigte auch der minutenlange Jubel, als der Führer darauf yinwies, wie viele Männer des nationalsozialistischen Staates aus der Arbeiterschaft durch Leistung em- porge ft legen sind, daß er selbst vor dem Kriege als Arbeiter auf dem Bau gestanden habe und daß z. B. der Generolinspektor für das deutsche Straßenwesen Dr. Todt, der heute das größte Straßennetz der Welt baue, und der jetzt mitten unter den Arbeitern im Kaiserhof saß, vor 18 Jahren noch in verschlissenem Arbeitsanzug vor dem Teerkessel stand und sich durch L e i st u n g zu seiner heutigen Stellung emporarbeitete. Als der Führer dann den Saal verließ, schritt er durch zwei Mauern deutscher Arbeiter, die ihm auf Tod und Leben ergeben sind und die damit in diesem Geiste die Gesamtheit aller Schaffenden Deutschlands repräsentierten. neue Anstrengungen in geistiger, körperlicher und willensmäßiger Hinsicht erforoern, und 2. ist es meist der Einwand der zu hohen Preisbildung der E i ge n e r ze u g u n g solcher Produkte. Man wird einem zunächst stets entgegenhalten, daß, sagen wir der Benzinpreis einer eigenen Fabrikation teurer fei als der Preis des eingeführten, oder daß der Eisenpreis etwas höher sein würde als der des importierten Eisens. Meine Heren! Wollte man diesen Meinungen folgen, dann hätten wir überhaupt keine Nationalwirtschaft mehr. Jahrzehntelang hat vor dem Krieg der Marxismus unentwegt geforbert, daß man z. V. ausländisches Fleisch, das damals ohne Zweifel billiger war, nach Deutschland einführen sollte. Das Ergebnis wäre die Vernichtung des deutschen Bauernstandes gewesen. Ebenso forderte man die Einfuhr ausländischen Getreides. Dies hätte ebenso zum Ruin des deutschen Bauern geführt. Und wir haben unsere Schafzucht vernichtet, weil wir glaubten, billigere Wolle aus Australien beziehen zu können. Nach dieser Auffassung würde überhaupt eine Nationalwirtschaft ’ nicht aufzurichten sein, weil naturgemäß durch Weltkartelle jederzeit bestimmte Preissenkungen vorgenommen werden könnten, die vorübergehend die Preisgestaltung jeder Nationalproduktion zu unterbieten in der Lage sind. Vor allem: Nach dieser Theorie gäbe es heute feine Autoindustrie. Nein, meine Herren, so kann man eine nationale Wirtschaftspolitik nicht führen! Wie groß unser deutsches Kohlenvorkommen ist, wissen wir weniastens annähernd. Es genügt für viele hundert Jahre. Wie groß das Erdölvorkommen in der Welt ist, kann nicht abgeschätzt werden. Es ist ohne weiteres denkbar, daß in gewissen Rohstoffen die Anforderungen in kurzer Zeit so groß sein werden, daß eine Befriedigung aus internationalen Märkten entweder nur noch bedingt oder überhaupt nicht mehr stattfinden kann. Wehe der Wirtschaft, die auf f.o unsichere Faktoren angewiesen ist, statt sich wenigstens in den allerwesentlichsten Belangen aus den eigenen Lebensraum zu stützen. Ls ist daher mein unabänderlicher Entschluß, die deutsche kraftverkehrswirtschaft, die eine der größten Industrien unseres Volkes ist, von der Unsicherheit der internationalen Importe unabhängig zu machen und auf eine solide, sichere eigene Basis zu stellen. Wir werden in ein bis zwei Iahren vom Treibstoff- und Gummibedarf vom Auslande unabhängig sein und dabei unzähligen deutschen Volksgenossen eine sichere Lebensexlslenz geben, und ebenso wird die deutsche Erzförderung mit allen Mitteln vorwärtsgetrieben werden. Und es darf keinen Zweifel geben: Entweder die sogenannte freie Wirtschaft ist fähig, diese Probleme zu lösen, oder sie ist nicht fähig, als freie Wirtschaft weiterzubeslehen! Der nationalsozialistische Staat wird unter keinen Umständen weder vor der Bequemlichkeit oder Beschränktheit, noch vor dem bösen Willen des einzelnen Deutschen kapitulieren. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind beide Kontrahenten des deutschen Wirtschaftsprozesses, und keiner ist berechtigt, durch eigene Interessenwahrnehmungen den Interessen des Volksganzen Schaden zuzufügen. Indern wir die große Aufgabe der Sicherung unserer Rohstoffbasis übernehmen, handeln wir — möchten dies doch alle deutschen Unternehmer und Arbeiter begreifen! — gerade im Interesse der Unternehmer sowie der Millionen deutscher Arbeiter. Daß wir dabei nichts versäumen werden, um unsere internationalen Beziehungen auszubauen und den Handel zu vertiefen, ist ganz klar. Ich glaube, daß gerade die Entwicklung des deutschen Kraftwagenexports ein Beispiel dafür ist, wie wenig man in diesem Staat von einer wirtschaftlichen Isolierung träumt! Der neue Vier- jahresplan wird für die Kraftverkehrswirtschaft von ungeheurer Bedeutung werden. Er wird gerade dieser Wirtschaft, in der ich eine Schlüsselindustrie von größtem Ausmaß sehe, eine sichere, auf nationaler Grundlage fundierte Entwicklung garantieren. Wenn ich die Ergebnisse der hinter uns liegenden vier Jahre überdenke, dann drängt es mich, Ihnen allen, die Sie an der Entwicklung der Kraftverkehrswirtschaft Anteil genommen haben, aufrichtig Z u danken. Ihnen, meine Herren Unternehmer, Konstrukteure, Kaufleute, genau fo wie aber auch jenen Hunderttausenden deutscher Arbeiter, die ihre außerordentliche Geschicklichkeit, ihren Fleiß und ihre ganze Kraft in den Dienst dieser Arbeit gestellt haben. Und ich danke den todesmutigen Fahrern, die mit Einsatz des Lebens diese Leistung der deutschen Arbeit vertraten! Sie alle können durch nichts mehr belohnt werden, als durch die vor uns liegenden Erfolge und die Aussicht auf einen Fortschritt, der immer mehr deutschen Menschen zugutekommen muß. Wir erleben gerade In diesen Tagen Beispiele eines wirtschaftlichen Denkens, das wir deutsche Ratlonalsozialisten in seiner ganzen Unlogik erkannt und abgelehnt haben. Was hat es für einen Sinn, ein Vierteljahr lang zu streiken, um dann endlich eine Lohnaufbesserung zu erreichen, die nach zwei Jahren das wieder einbringt, was man erst durch den Streik verloren hat, dabei aber noch zu einer allgemeinen Erhöhung derPreise führt? Wenn ich die Wirtschaftspolitik unserer Umwelt mit der nationalsozialistischen vergleichen will, dann kann ich dies in einem Sah aussprechen: Der Marxismus wünscht mehr Lohn, und der Rationalsoztalismus mehr Produktion. Das eine bedeutet Papier und das andere Ware. In den nunmehr erreichten 61 Milliarden des heutigen deutschen Rationaleinkommens liegt eine unermeßliche Steigerung der deutschen Produktion begründet, wo Sie euch heute hinkom- men, überall rauchen wieder die Schornsteine und die menschliche Arbeitskraft schafft neue BJerfe, und sie werden konsumiert von der Millionenmasse unseres Volkes. Daß es uns gelingen möge, diese allgemeine Produktion immer mehr zu steigern und unser gesamtes Volk daran Anteil nehmen zu lassen, ist das höchste Ziel nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik. Vor allem aber, es ist nicht unsere Aufgabe, etwas zu zerstören, sondern wir wollen uns gemein- zur Eröffnung der Automobilausstellung. hunderte zu dem einigen und starken Volke wurde, mio in nUon 'iXoitow h n g rfi i r? f n f hör - englischen G j '.'Schritt des i :«it, durch eir he Cin trüber, g ter Front Heu trüben Höck ma (Befangene jin hüben ftel)t. Gin. H raus ins Nu shoralinusik bin folgte die nächste Kardan-Antrieb auch bei Zündapp. Zu unferm am Samstag erschienenen Bericht über die Internationale Automobilausstellung in Berlin teilt uns die Gießener Vertretung der Zündapp G. m. b. $)., Nürnberg, mit, daß nicht nur BMW. Kardan-Maschinen herstellt, sondern auch die Z ü n d a p p G. m. b. H., Nürnberg, ihre Modelle KK 200, KK 350, K500, KS500 und K800 bereits seit 1933 mit Kardan-Antrieb herstellt. Außerdem baut die Zündapp die einzige deutsche Vier-Zylinder- Maschine. Zlugsicherungsschiff^HansliolShoven^ vom Stapel gelaufen. idrahthinderni ’ Sprung in de Wen, der, oölli Hhig zur ©eg Acht Lärm. An Nttugeln gehe Wehre sangen i® Nu ist ein hc Ä die Patrouil ugmn Graben, •ii englische Kuge tG es den Füh - zusammen. Di 5 dienstlich vor unseres y-- Der Führer besichtigt die Ausstellung. Nach dem Fahnenausrnarsch öffnete sich der hinter dem Rednerpult befindliche Riefenvorhang, der die Ehrenhalle von der Ausstellung trennte. Die Riesenschau, die die gigantische Kraft und Schönheit der modernen Technik so wunderbar dokumentiert, wurde damit allen sichtbar. Der Führer betrat darauf als erster mit der Reichsregierung und dem Diplomatischen Korps die Ausstellung zur Besichtigung. In Begleitung seines Motorfachberaters SS.-Hauptsturmführer Direktor Merlin verweilte der Führer längere Zeit in sämtlichen Hallen der „Internationalen Automobil- und Motorradausstellung" und besichtigte eingehend fast alle Stände der ausgestellten Personenkraftwagen, der Motorräder und der Lastkraftwagen. Der Führer ließ sich dabei die technischen Neuerungen und die in dieser Schau erstmalig herausgekommenen Mo- delle vorführen. „70 Monen-ein Schlag." Die große Ausstattuugsrevue Automobil- und Motorradausstellung 1937 wurde abends in der Deutschlandhalle d i e große Aus- stattungsrevue „7 0 Millionen — ein Schlag" uraufgeführt. Das vollbesetzte Haus be- grüßte stürmisch den Reichsminister Goebbels. Die große Rwvue, deren Gesamtausstattung mit geschickter Hand Benno von Arendt meisterte und die sich unter der Spielleitung von Heinz Lin. gen flüssig und packend abwickelte, bringt in sieben abwechselungsreichen Bildern einen Ausschnitt aus deutscher Geschichte. Für die Kompositionen, die Einrichtung und die musikalische Oberleitung zeichnet Peter Kreuder verantwortlich. Die Bilder sollen zeigen, wie Deutschland im Laufe der Jahr- tato 1 Feier aW kn auch Ee befanden 1 Wndartältesten- Wucher hatte si Deutschen war. Die Handlung soll unterftrei« chen, daß sich nicht in der satten Zufriedenheit genießerischen Wohllebens der Charakter eines Volkes formt, sondern im läuternden und stählen- türzte er im Hafen von Zeebrügge vor den Augen einer Kameraden infolge eines Maschinenschadens tödlich ab. Sein Name werde dem Nachwuchs wie den alten Kriegsfliegern immer Symbol aller derer sein, die nicht zurückgekommen sind. Es fei daher der Wille des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Göring, daß das neue Schiff den Namen Hans Ralshoven tragen soll. Als nächste lebende Angehörige Rolshovens vollzog Frau Hanna Gaul, Berlin, die Taufe. fam aufbauen eine große und reiche Nationalwirt, schäft und sind dabei erfüllt von dem auftichtigen Willen, den Anteil des einzelnen Deutschen nicht nur als Produzenten, sondern damit auch als Kon- fumenten dauernd zu erhöhen. Wir wollen ein ftol. zes, in seiner Freiheit, seiner Arbeit und in feinem Leben glückliches Volk. In diesem Sinne begrüße ich auch die neue große Schau unserer nationalen deutschen Motoren- und Automobilproduktion im Rahmen dieser internationalen Ausstellung. Und ich erkläre damit die Internationale Automobil- und Motorradausstellung 1937 zu Berlin für eröffnet. Am Tage der ^Eröffnung der Internationalen M Paradeaufs In Hamburg lief das für das Luftkreiskommando VI in Kiel erbaute Flugsicherungs- schiff „Hans Ralshoven" glücklich vvm Stapel. Unter den Ehrengästen bemerkte man zahlreiche hohe Offiziere, Vertreter der Partei und des Staates. Der Kommandeur der Fliegerschulen, Generalmajor Christiansen, führte in seiner Taufrede u. a. aus, daß dieses neue Flugsicherungsschiss in der Nordsee und der Ostsee bereit liegen werde, um unseren Fliegern in Notfällen Hilfe leisten zu können. Das Schiff werde einen Namen erhalten, der im Weltkriege an Flanderns Küste einen hellen Klang hatte. Hans Ralshoven, ein geborener Koblenzer, hat mit 19 Jahren das Pilotenzeugnis erworben und kam 1914 als Seekadett zu den Marinefliegern. Unbesiegt fei Ralshoven, der als 20jäh- riger Leutnant eine Kampfjagdstaffel über Flandern üfjrte, auf dem Felde der Ehre geblieben. 1918 I -Ms schon eint | ^inpsgemeinschai I 'N liefe, im L- I den Gi I -Non vor der M L-d 11 Menen glücklicl Mn die drei c dem Kampf um die Ehre und das Dasein. Das erste Bild zeigt den harten Kampf der Turniere. Von der Not unter den Raubrittern wird Kunde gege« ben, bis sich dann schließlich das Preußen Fried- richs des Großen vor den Beschauern abrollt. An- gehörige der Schutzpolizei zeigen hier — zum ersten Male in historisch getreuer Aufführung — das Reglement der „Langen Kerls" unter dem Kommando des Hauptmanns der Schutzpolizei Podlesch. Im zweiten Teil turnen 120 Wacht- meister der Berliner Schutzpolizei am Langstab. Vom Auto bis zum Roller. Eine Tombola des WHW. Anläßlich der Internationalen Automobilausstellung veranstaltet die WHW. - Gauführung in Berlin zugunsten des Winterhilfswerkes eine große Tombola. Der 1. Preis ist eine Adler- Trumpf-Limousine im Werte von 4200 Mk. Als 2. Preis wird ein Persianer-Damen- p e 13 m a nt e l im Werte von 3200 Mark verlost. Als 3. Preis wird ein Motorrad mit Beiwagen im Werte von 1500 Mark, als 4. Preis ein Motorrad 350 ccm im Werte von.850 Mark, als 5. Preis ein Leichtmotorrad im Werte von 350 Mark verteilt. Der 6. Preis ist wiederum ein Damenpelzkragen. Als 7. bis 12. Preis werden sechs Markenfahrräder und als 13. bis 20. Preis a ch t Kinderwagen zur Ver- 11U uie fügung gestellt. Darüber hinaus gibt es noch achtzig Seiten herein Trostpreise — und zwar 8 0 Roller. Das Los die- ‘ n’ ser WHW.-Tombola ist durch einen numerierten Autoschlüssel gekennzeichnet. Es wird während der Ausstellung und auch während der Veranstaltung „70 Millionen — ein Schlag" verkauft und kostet 50 Pf. Die Ziehung findet am 7. März in den Ausstellungshallen am'Kaiserdamm statt. fcilli» M sich als der Mralmajor a.. k Meldung des Wdortältesten ' t orjches die Fro ... ,.r Mutnant 0 E wie zu allen Zeiten KarnpfdasSchicksalder : Dionen in mi ~ x r ...... r'ff “-!R| Krieg! L in,n Soldaten-Ko S. oberste Füh, Mer sein Leb> | Kameraden «her Soldat Msez. Sonst k'u ?e5 Regiments seinen 'ft «Hes. *>11 bod) e Sft ^Iben. W 05 Ach, 7» «infeSten, '« He Gadje, °n M 5* «nne, *n unb b, . »ertöt l rebue bestellt. Die Paradeaufstellung kommandierte an Stelle ses dienstlich von Gießen abwesenden Kommandeurs unseres J.-R. 116, Oberst Herr le in, der Kommandeur unserer III. Abteilung Art.-Regt. 9, Oberstleutnant Döring. Punkt 10 Uhr traf der Standortälteste, Generalleutnant Oßwald, mit lern Hoheitsträger der Partei, Kreisleiter Dr. Hildebrandt, dem Vertreter des Staates, treisdirektor Dr. Lotz, und dem Generalmajor V i l l i ch am rechten Flügel der Front ein. Hier chloß sich als der älteste anwesende inaktive Soldat Generalmajor a. D. Fritz den Herren an, die nach er Meldung des Oberstleutnants Döring an den Jtandortältesten unter den Klängen des Präsentier- larsches die Front abjchritten. Dabei begrüßte Ge- >eralleutnant Oßwald die Truppen und die Formationen in militärischer Weise, ferner galt sein Gebrauch geschaffen haben. Die Choralvereinigung der Stadtkirche, unter Leitung von Organist Lehrer H. Simon, hat sich als unverrückbares Ziel gesteckt, durch Pflege des Chorals Dienerin an der Verkündigung des Gotteswortes zu sein. Diese Aufgabe erfüllte auch ihre gestrige Mitwirkung in guter eigner Darbietung und sicherer Führung des Gemeindegesanges. Daß ein Choral auch dann seine tiefe Wirkung auf die Seele des Menschen auszuüben vermag, wenn er solistisch vorgetragen wird, haben wir in der Feierstunde erlebt. Freilich ist Voraussetzung, daß die Persönlichkeit des Sängers innerlich darauf gestimmt ist und es — wie der Solist Alfons Forftner — versteht, in abgeklärter, demütiger Weise sich unter die schlichte Echtheit des Chorals zu stellen. Auch die Verwendung des Oboe als kirchenmustkalisches Instrument fällt durchaus nicht aus dem Rahmen der gottesdienstlichen Kunst. Bach selbst hat dieses in die Seele sprechende Instrument sehr geliebt. Die in den Bachschen Kantaten vorkommenden Arien für Singstimme, ein Solo-Instrument und Orgel setzen freilich ein exaktes Zusammenspiel voraus. Die Wiedergabe der Arie „Endlich wird mein Joch" aus der Kreuzstab-Kantate durch Alfons Forft- n e r (Baß), Willi Weber (Oboe) und Heinz S t - mon (Orgel) bewegte sich auf durchaus künstlerischer Höhe, was in gleicher Weise gesagt werden muß von dem feinen Präludium für Oboe und Orgel von G. F. Händel. Würdigung des Opfers unserer , sten Ausdruck findet in unserer Bereitschaft, der Heimat zu dienen, für die unsere Feldgrauen ihr Leben ließen. Der Weg hierzu führte auch über ein beschauliches Nachspüren nach dem Werden die Dienste des Landschaftsbundes gestellt hatte, sagte der Ortsringleiter besonderen Dank. Mit dem von Carl Maria von Weber vertonten „Schwertlied" Theodor Körners und mit dem Chor der Lützower Jäger bereitete die „Heiterkeit" unter Leitung ihres Dirigenten Musiklehrer Schüttler eine würdige Ueberleitung von dem Heldengedenken zu dem Vortrag von Professor Erich M i n d n e r (Darmstadt) über „Denkmalspflege und Heimot- schutz". Zur Einführung besprach der Vortragende die Merkmale der Kultur, wie sie aus einer gefestigten Geisteshaltung wachsend für die Gemütstiefe und Seelengröße eines Volkes Zeugnis ablegen. Leider war dem deutschen Volke diese gereifte Haltung mit dem Anbruch des 19. Jahrhunderts verlorengegangen. Die Baukunst wurde zum Spielzeug intellektueller Kreise und für viele Menschen zur Mode. Die Baustoffe wurden zwar gut gemacht, aber sie waren nicht mehr handwerklich brauchbar. Erst mit dem Durchbruch des Nationalsozialismus ist die Ueberwindung jener Kräfte durch die neue Weltanschauung zugunsten einer im Werden begriffenen neuen Kultur möglich geworden. Die Reichsregierung hat diesem Reifeprozeß ihre volle Aufmerksamkeit zugewandt. Dadurch wird es möglich sein, die schon um 1900 eingeleiteten Bestrebungen zum Schutze der Heimat wirksam auf das ganze Reich auszudehnen und das neu zu Schaffende den Künstlerhänden zu übergeben. In erster Linie wird durch Aufklärung und Erziehung dem Heimatschutz eine praktische Wirkung beschafft werden. Mit dem wachsenden Verständnis für das handwerkliche Kunstgewerbe und für gediegene Arbeit wird auch jener entartete' Geist verschwinden, der unsere Dörfer und Städte verunzierte. Die schon jetzt eingeleitete Erziehung der Jugend zu handwerklicher Anschauung wird sie befähigen, Kunstwerke zu unterscheiden und selbst mitzuhelfen, unsere Häuser und Dörfer und Städte nach dem natürlichen und gesunden Volksempfinden auszugestalten. Daß das eine sehr langwierige und schwere Aufgabe ist, machte der Vortragende an einer Reihe von Lichtbildern verständlich, an gegenübergestellten Beispielen aus den Anlagen der Städte und Dörfer, an Häuserbauten und schließlich an Kriegerdenkmälern. Die Ausführungen des Redners gipfelten in einem Aufruf zur tätigen Mithilfe. Der Gesangverein „Heiterkeit" ließ den anregend verlaufenen Abend durch einige Volkslieder und die Hymne an das Vaterland festlich ausklingen. 3nternati0nflI '8 1937 großeAuä onen - ei. !Hte j)au$ l r Eoebbel- clusstattung i endt meiste °Lon Heinz Liß bringt in sch Ausschnitt H Positionen, ft Verleitung < Die Me der M m Volke M Schicksals soll unterste n Zufrieden^ Charakter ein;; en und stahlt Mein. 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In diesem Sinne war der Ausklang der Totenfeier gehalten, die in ihrer ganzen Gestaltung ja eine Botschaft des ewigen Lebens war. Vielleicht wird in keiner anderen von den vielen Todessehnsuchts-Arien Bachs dieser Ewigkeitsgedanke und die christliche Lebensgewißheit so"tief und wahr symbolisiert, wie in der Arie „Komm, süßer Tod". Dem Sänger (Alfons F o r st- n e r) wie dem Organisten (Heinz Simon) gebührt Dank für dies tiefe Erlebnis. Die Feier als Ganzes gesehen verlor in keiner Weise den Charakter als Gottesdienst und verlief sich nicht ins Konzertmäßige. Das Bibelwort in Lesung und Auslegung (Predigt) stand im Mittelpunkt.' Die Predigt, gehalten von Pfarrer Becker, ging aus von dem 'Paul-Gerhardt-Wort „Wer so stirbt, der stirbt wohl", das soeben von der Gemeinde gesungen war, und stellte ergänzend hinzu das Bibelwort „Ihre Namen sind in dem Buch des Lebens" (Phil. 4,3). I mRückblick auf die müde, oft verworrene Nachkriegszeit zeigte sie in dankbarem Bekenntnis zur nationalen Erhebung, wie wir als deutsches Volk heute keinen Volkstrauertag mehr feiern voll wehmütigen Fragens: „Wozu diese Opfer?", sondern einen Heldengedenktag voll neuer Zuversicht und starker Hoffnung für den Weg unseres Volkes aus der Tiefe zur Höhe. Persönliche Erlebnisse aus dem Felde gaben die Bilder zu der Tatsache, daß die Gefallenen, deren wir an diesem Tage gedenken, auf ihrem Opfergang immer wieder erfüllt und getragen waren von einem starken Glauben an das ewige Leben, wie es uns in unserem christlichen Glauben durch Jesus Christus errungen in seinem Tod und gewiß geworden ist in seiner Auferstehung. Nicht immer war es singende Begeisterung — wie bei den jungen Regimentern von Langemarck —, die sie erfüllte, aber allemal war es ernster Gehorsam zum Opfer, der sie in tapferer Treue in den Tod gehen hieß. Und damit rücken all die vielen Kreuze auf den Gräbern unserer Ge- । fallenen unter das Licht des sie alle überragenden und sie alle segnenden Christuskreuzes, wie es Nunmehr klang das Kommando „Still- gestanden!" über den Platz. Die Ehrenkompanie unter dem Kommando ihres Chefs, Hauptmann B e i g a n g, präsentierte das Gewehr, die Musik spielte das Lied vom guten Kameraden, die Fahnen senkten sich, es wurde der Gefallenen gedacht. Dann sprach nach dem Kommando „Rührt euch!" der Standortälteste weiter: Und so gedenken wir Soldaten in tiefer Wehmut, feierlich-ernstem Erinnern und in stolzer Trauer in dieser Stunde unserer Kameraden, denen ein hartes Geschick die Gesundheit des Leibes nahm gedenken besonders unserer toten Kameraden draußen und ihrer Hinterbliebenen daheim. Das Heldenbuch von Nonnenroth In diesen Tagen erscheint eine Ehrung gefallener Söhne unseres Volkes, wie sie in dieser Art unseres Wissens in Oberhessen noch nicht besteht. Der Verfasser Ernst Ploch, Lehrer in Nonnenroth (Kreis Gießen), erkannte bei seinem Dienst an der Gemeinde, daß das Bild der Gefallenen trotz des Ehrenmales auf dem Bergkirchhof der Gemeinde Nonnenroth und der alljährlichen Erinnerungsfeiern am Heldmgedenktag zu verblassen begann. Schon ist eine junge Generation erwachsen, die von den Opfern des großen Völkerringens nur noch die Namen kennt. Da der Verfasser es für eine Pietätlosigkeit hielt, wenn den kommenden Geschlechtern nur ein Steindenkmal der Gefallenen überliefert würde, so begab er sich im Einvernehmen mit der verständnisvollen Gemeindeführung daran, Lebensbild, Charakter und Kriegserlebnisse der N o n - nenröther Gefallenen der drohenden Vergessenheit zu entreißen. In sehr mühevoller und hingebender Kleinarbeit sammelte er seinen Stoff. Mündliche Schilderungen der Angehörigen und Dorfgenossen oder des früheren Lehrers bildeten die Grundlagen der Arbeit. Dazu wurde Einsicht genommen *in den gesamten brieflichen Nachlaß der Helden. Durch gründliches Studium der Regiments-Tagebücher und der einzelnen Regimentsgeschichten, soweit sie bereits im Druck vorliegen, wurden die großen militärischen Zusammenhänge aufgezeigt. So entstand ein Heldenbuch von vorbildlicher Eigenart, das allerdings nur geschaffen werden konnte von einem Autor, der einerseits die häuslichen Verhältnisse seines Dorfes und der Gefallenen genau kennt, der anderseits als Frontkämpfer die Fähigkeit besitzt, die einzelnen Kriegshandlungen so bildhaft darzustellen, daß jeder Leser einen deutlichen Begriff von den geschilderten Vorgängen bekommt. Besonders gut gelungen sind die Ereignisse vom westlichen Kriegsschauplatz, die der Verfasser in jahrelangem Erlebnis selbst durchgekostet hat. Nach einem erläuternden Vorwort folgen die Lebens- und Charakterbilder jedes durch das große Leuchtkreuz aus dem Kriegerfried- Hof am Hartmannsweilerkops symbolhaft dargestellt ist. So ist ihr tapferes Sterben und ihr gewisser Glaube an ewiges Leben für alle Zeit für unser deutsches Volk ernste Mahnung und große Werheißung: Millionen Kreuze klagen den Tod, den Männer starben, als Heimat in Not. Millionen Kreuze hoffen zu Gott, daß nicht sein wird ewiger Tod. Heldengedenlen undHermaNiebe Vortragsabend des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat. Eine kleine Gemeinde von Volksgenossen vereinigte sich am Samstagabend in der Aula des Gymnasiums mit den Sängern der „Heiterkeit" zu einer stimmungsvollen Gedenkstunde für unsere Gefallenen. Ortsringführer Dr. Michel vom Landschaftsbund Volkstum und Heimat erinnerte in seiner Und noch anderer deutscher Männer gedenken wir heute, deren Opfertod für die Idee eines Frontsoldaten, ihres Führers, heute unseres Führers, es erst ermöglichte, daß wir wieder ein großes, freies, mächtiges, starkes, stolzes Volk wurden, ein Volk, das seine Ehre über alles stellt kraft seines fanatischen Glaubens an den, der uns führt. Auch dieser Helden, deren Opfertod wir es verdanken, daß wir eine starke, achtunggebietende Wehrmacht auch ihrer gedenken wir heute in Stolz und 3ruß den Kriegsopfern und den alten Soldaten in en Soldaten-Kameradschaften. Nach anschließender '.horalmusik durch das Musikkorps des JR. 116 lolgte die nachstehende Gedenkrede des StandorMesten Generalleutnant Oßwald: Helden-Gedenktag! Ein trüber, grauer, nebeloerhangener Abend. An ter Front herrscht Ruhe. Im englischen Graben trüben hört man zuweilen Lärmen, Husten. Gefangene sind fällig. Man muß wissen, wer trüben steht. Eine Patrouille unter einem Gefreiten zeht raus ins Niemandsland, liegt stundenlang vor bem englischen Graben auf dem Bauch, belauscht Den Schritt des englischen Postens. Endlich ist es io weit, durch ein von einer Mine gerissenes Loch im Drahthindernis kriechen sie wie die Katzen, jetzt ein Sprung in den feindlichen Graben, ran an den posten, der, völlig überrascht, in tödlichem Schreck unfähig zur Gegenwehr ist. Raus mit ihm. Das macht Lärm. Andere Posten werden aufmerksam, Leuchtkugeln gehen hoch, es wird hell, Maschinengewehre fangen zu bellen an, andere fallen ein, im Nu ist ein Höllenlärm. In jagenden Sprüngen eilt die Patrouille mit dem Gefangenen in den eigenen Graben zurück. Gleich ist's geschafft. Doch die englische Kugel ist schneller. Am eigenen Graben hascht es den Führer, er bricht — tödlich verwundet zusammen. Die Patrouille gelangt mit dem Ge- iangenen glücklich in den Graben. Spät nachts holen die drei anderen ihren toten Führer, den Gefreiten, herein, denn diese Patrouille war auch damals schon eine auf Leben und Tod verschworene Kampfgemeinschaft, in der keiner den anderen im Stich ließ, im Leben nicht und nicht im Sterben. Durch den Gefangenen ist eine neue Feinddivision vor der Front festgestellt. Für diesen für die oberste Führung wichtigen Erfolg ließ der Führer sein Leben. Er blieb in der Erinnerung feiner Kameraden als tapferer, unerschrockener, vorbildlicher Soldat, er steht auf der Ehrentafel seines i Dorfes. Sonst kündet vielleicht noch die Geschichte ■ seines Regiments von seiner Tat und ein schlichtes ; Kreuz von seinem Tode. Brüder zu den 2 Millionen toter Helden gehören, die draußen auf den unermeßlichen Gottesäckern in Ost und West und Süd ruhen, gefallen sind, damit die Heimat vom Feinde frei bleibe, damit Deutschland lebe. Wir Männer, die wir vier lange Jahre draußen standen, wir kennen sie, die Hunderttausende der Helden, deren Namen in das Buch der Geschichte eingetragen sind, und die andern Hunderttausende namenloser Helden. Das Opfer all dieser Toten und dieser Lebenden, als Zeugen unerhörtesten Heldentums, legt uns die heilige Verpflichtung auf, ihnen nachzueifern im Leben wie im Sterben. te ßch ber t ntt<* & ‘l* 11» &? ^°d°S Der ftn c* SfcS rr JnS«n unb K tommenen K Ehrfurcht. Auch sie fielen für die große Sache, auf i daß Deutschland lebe. Und dieses ganz große, dieses heldenhafte Opfer der Millionen des großen Krieges und der Zehntausende aus der Zeit des Aufbruchs der Nation zum neuen Reich foLI euch, ihr jungen Soldaten, in dieser feierlichen Stunde eine ernste Mahnung sein, ein Ansporn, es ihnen gleich zu tun, wenn der Tag kommt, wenn die Zeit erfüllt ist, wenn der Führer uns ruft. Wieder erklang das Kommando „Stillgestanden!", wieder präsentierte die Ehrenkompanie das Gewehr, während der General seine Rede mit den Worten schloß: Dieses- Gelöbnis unserer Bereitschaft zum Opfer, zum Einsatz unseres Leben, diesen unseren Glauben an Deutschlands Größe und unsere Treue zu Eid und Pflicht bekräftigen mir durch den Ruf: Unser Führer, der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht, und unser Volk und Vaterland: „Sieg- Heil!" Brausend erklangen die dreimaligen Rufe über den Platz, gefolgt von dem Gesang der Nationallieder. Damit war dieser Teil der Feier beendet. Der Vorbeimarsch. Nunmehr rückten die Truppen und die Formationen zum Vorbeimarsch nach der Grünberger Straße vor. Generalleutnant Oßwald, begleitet von den Herren, mit denen er die Front abge- schrittten hatte, nahm den Vorbeimarsch vor der Volkshalle ab. Eine große Menschenmenge folgte mit starkem Interesse dem fesselnden Ereignis. Es marschierten vorbei: die Infanterie, die Artillerie, ferner die SA., Politische Leiter, HI., Jungvolk, Arbeitsdienst mit geschultertem Spaten, SS., die alten Soldaten, Werkscharen, Sanitätskolonnen vom Deutschen Roten Kreuz, die Abteilung Heeresange- stellte der DAF. Es war ein prächtiger Anblick, alle diese Kolonnen in guter Haltung vorbeimarschieren zu sehen, die auch dadurch ihr Bekenntnis zum Führer und seinem Werk dokumentieren wollten. Kranzmederlegunsen Als äußere Zeichen des Dankes an die Gefallenen hatten an den Denkmälern bzw. auf dem Friedhof Kränze niedergelegt: die Partei, die Wehrmacht, die NSKOV., die Kreisgruppe Gießen der Kriegs- gräberfürforge, die Kameradschaften der alten Soldaten und der Kameradschaftsbund deutscher Polizeibeamter. Hs Pt»Ä> le wjti Das ist alles. Und ist doch einer der Hundertausende von namenlosen Helden, für die Treue und Erfüllung der Pflicht das Höchste waren und die hundertfach ihr Leben einsetzten, um es einmal — draußen — für die große Sache, für das Vaterland dahinzugeben. Heute, an diesem feierlich-ernsten Gedenktage, sind viele Männer unter uns, die ihr Leben draußen einfetzten und dabei ihre Gesundheit — oft für immer — verloren. Hier stehen sie und sitzen sie, die Helden, in unserer Mitte, unter den Tausenden junger Soldaten, der Waffenträger unseres Volkes. Und daneben die Mütter, die Frauen und Schwestern, deren Söhne, deren Männer und starke Besuch der Feierstunde am gestrigen ______ in der Stadtkirche war auch nach außen hin ein Zeichen, daß das Opfer unserer gefallenen Brüder nicht vergessen ist und daß viele Menschen gern auch durch solche ernste Feier an heiliger Stätte ihrem dankbaren Gedenken Ausdruck geben. Die Gedenkstunde stand als Ganzes unter dem Paul-Gerhardt-Wort „Wer so stirbt, der stirbt wohl." Die Sinngebung der Feier war, wie der Opfergang unserer Gefallenen in dem Kreuzestod des Heilandes fein Vorbild, feine Kraftquelle und Weihe hat. In mosaikartiger Aufeinderfolge dienten diesem Ziel die kirchenmusikalischen Ausdrucksmittel, wie Choralgesang der Gemeinde, Chor und Solostimme, sowie gottesdienstliche Instrumentalmusik in der Form, wie sie I. S. Bach, G. Fr. Händel und deren Vorläufer für den kirchenmusikalischen Auf dem Trieb vor dem 1900er-Platz standen die Sruppen des Standorts Gießen in offenem Viereck jur Heldengedenkfeier aufmarfchiert. Ferner waren Sie Formationen der Partei und ihrer Gliederungen hroie die Kameradschaften der alten Soldaten zu tiefer Feier angetreten; diese Einheiten schlossen mrallel zur Grünberger Straße das Viereck. Hier batten auch die in der NSKOV. vereinigten Kriegs- tpfer sowie die Ehrengäste ihre Plätze gefunden; Heide befanden sich in unmittelbarer Nähe des Standortältesten. Die große Masse der übrigen Zesucher hatte sich rund um dieses Viereck auf- Führers in feinem Kampf um Deutschlands Befreiung wehten in allen Straßen viele Fahnen als Trauerbeflaggung. Wenn auch das Wetter mit Schnee und Regen, kaltem Wind und viel Schmutz in den Straßen und vor der Stadt den gestrigen Sonntag sehr ungünstig beeinflußte, so machten sich doch große Massen von Volksgenossen auf zur Beteiligung an den Feiern, um sich dabei mit unseren auf dem Felde der Ehre gefallenen Brüdern in pietätvollem Gedenken zu vereinen. Der gestrige Heldengedenktag vereinte viele Gie- jener Volksgenossen mit den Truppen des Standorts Gießen am Vormittag auf dem Trieb in der stähe der Volkshalle zur militärischen Heldengedenk- ;>ier, ferner bei Kranzniederlegungen an den Ge- □Üenenöenfmälern und am Spätnachmittag noch iu einer Feierstunde in der Stadtkirche. Als sichtbares Zeichen des unvergänglichen Dankes und des treuen Gedenkens an unsere Gefallenen des großen Krieges und an die ermordeten Gefolgsmänner des Gießen ehrt die gefallenen Helden der Nation Oie militärische Feier. — Kränze an den Denkmälern. — Feier in der Giadtkirche. Zündapp. chienenen Len? SfS ÄAj berg, lhr-M mb «800 W* ■rfteOt. W* jrfje Bi-rU"* ufen. «Ä yO ZS LÄS kW ’t. Lii einzelnen Gefallenen. Den besonderen Wert dieser Bilder sehen wir vornehmlich in zwei bedeutsamen Umständen. Erstens werden der Nachwelt in feiner und eindringlich liebevoller Psychologie die Gestalten dieser Männer vor Augen gestellt. In einprägsamen Einzelzügen wird nachgewiesen, wie gerade diese oberhessischen Dorfsöhne den Krieg erlebten: herb und verschlossen, der pflichterfüllten Tat hingegeben, von keuscher Zurückhaltung in ihrem innersten Denken und Fühlen, von stolzer deutscher Kraft und treu bis zum Tod, dabei zuweilen kindhaft weich und kindhaft fromm. Einige dieser Lebensbilder sind ergreifend, aufrüttelnde Meisterstücke der Darstellungskunst. Der zweite Vorzug des Merkchens besteht darin, daß in plastischer Anschaulichkeit das kleine hessische Dorf in die gewaltigen Kriegszusammenhänge hineingestellt wird. Nun erst werden dem dörflichen Leser die einzelnen Kampfhandlungen klar. Hier wird dem Vater deutlich, in welchen militärischen, zweckerfüllten Zusammenhang er den Opfertod seines Sohnes stellen kann. Wo er bisher vielleicht nur ein grauenhaftes, sinnloses Sterben sah, sieht er nun Plan und Zweck des kleinen Kampfgeschehens, in dem das Opfer seines Hauses gebracht werden mußte. Uns scheint einer der großen Vorzüge des Nonnenröther Heldenbuches gerate darin zu liegen, daß mit der den Dorfleuten bisher unbekannt gebliebenen Aufhellung der militärischen Zusammenhänge die quälenden Schicksalsfragen: „Warum? Wozu? Vergeblich?" wenigstens zu einem kleinen Teil eine Lösung erfahren. Es sei noch darauf hingewiesen, daß das Buch ausgestattet ist mit Lichtbildern aller Gefallenen, des Ehrenmales und des Dorfes selbst. Nach menschlichem Ermessen ist damit das Gedächtnis der Gefallenen von Nonnenroth für alle Zeiten gesichert. Der Verfasser hat ein Werk geschaffen, für das ihm die Gemeinte viel Dank schuldig ist. — Hn. — Heldenehrung durch die Arbeilskomeraden. Am Samstag, dem Vortag des Helden-Gedenk- tages, wurde auch bei der Commerz- und Prioat- Bank in Gießen — wie man uns berichtet — in einer schlichten Feier der Gefallenen gedacht. Der Betriebsführer, Bankdirektor Ludwig Grieß- bauer, als alter Feldsoldat, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Opfer des großen Krieges hin, aus deren Gräbern das neue Reich erst entstehen konnte, und richtete eindrucksvolle Mahnworte an die heutige Generation, es den gefallenen Helden in Aufopferung und Treue zum Vaterland und zum Führer gleich zu tun. Zum Schluß wurde unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden eine würdige Gedenktafel für die auf dem Felde ter Ehre gebliebenen Angehörigen der Bank enthüllt, die das Gedenken an sie ständig wachhalten soll. Aus der Provinzialhauptstadt. Musterung von Freiwilligen für die Leibstandarte SS. Adolf Hitler. LPD. Für die am 1. April 1937 stattfindenden Einstellungen von Freiwilligen in die Leibstandarte SS. Adolf Hitler finden Musterungen an folgenden Tagen statt: Am 3. März, 12 Uhr, in Kassel, Kölnische Straße 97, Dienststelle des SS.-Abschnitts XXX. Am 3. März, 16 Uhr, in Fulda, Adolf-Hitler- Platz, Dienststelle des SS.-Sturmbanns 11/83. Bewerber, die sich bisher noch nicht wegen ihrer Einstellung an die Leibstandarte SS. Adolf Hitler unmittelbar gewandt haben, können sich an den genannten Tagen und Orten der Kommission zur Musterung vorstellen. Die Bewerber müssen völlig gesund sein, eine Mindestgröße von 1,75 Meter aufweisen und dürfen nicht älter als 23 Jahre sein. Oie Gießener alten Artilleristen halten Rückblick und Ausblick. Eine denkwürdige Jahresversammlung. Die Arti lle ri st en-Ka m e r ad s ch a ft 1895 Gießen — so heißt künftig ter bisherige Artillerie-Verein Gießen — hielt am Samstagabend unter Leitung ihres Kameradschaftsführers Mülle r im Kameradschaftsheim „Hessischer Hof" ihre Jahreshauptversammlung ab. Der glänzende Kameradschaftsgeist in dieser Vereinigung alter Soldaten kam zum Ausdruck in dem überaus starken Besuch der Versammlung, er fand auch seine wohlverdiente Würdigung durch die Anwesenheit vieler aktiver Kameraden der Unteroffizier-Vereinigung unserer III. Abteilung Art. Rgt. 9 mit ihrem Leiter, Wachtmeister Niedenthal, an der Spitze. Die enge waffenkameradschaftliche Verbundenheit zwischen den aktiven und den ehemaligen Artilleristen in Gießen erfuhr bei dieser Gelegenheit eine weitere Vertiefung zur Fördrung der gemeinsamen Aufgabe des selbstlvsen Dienstes für Führer, Volk und Vaterland. Kameradschaftsführer Müller entbot in seiner Eröffnungsansprache den vielen aktiven Kameraden und zahlreichen neu eingetretenen alten Artilleristen den besonderen Willkommensaruß der Kameradschaft, die sich am Schlüsse der Ansprache begeistert vereinigte in dem Gruß und soldatischen Treugelöbnis für den Führer und das ewige deutsche Vaterland. Der Schriftführer, Kamerad Siebert, an Lebens- und Dienftjahren der älteste ter Kameraden, erstattete sodann den Jahresbericht. Er konnte darin den Kameraden ein vielseitiges, fruchtbares und oorwärtsstrebendes Wirken schildern, die für die Kameradschaft erfreuliche enge Verbundenheit mit der aktiven Artillerie des Standorts Gießen betonen, ferner auf gute Beziehungen zur Partei und zu den Behörden Hinweisen. Die Kameradschaft zählte zu Anfang 1936 insgesamt 152 Mitglieder, trotz mehrerer Todesfälle und einer Anzahl Versetzungen am Ende des Berichtsjahres 161 alte Artilleristen in der Mitgliederliste. Der Bericht fand die einstimmige Billigung der Kameraden, deren Anerkennung der Kameradschaftsführer dem Schriftführer in herzlichen Worten aussprach. Der Rechnungs- und Kassenbericht, den der Revisor, Kamerad T r e u s ch, erstattete, stellte die vortreffliche und sorgsame Amtsführung des Rechners, Kam. Wilhelm Stephan, unter Beweis. Dank der vorantwortungsbewußten und weitblickenden Zusammenarbeit des Kameradschaftsführers mit dem Rechner und der gesamten Führerschaft konnten die Finanzmittel der Kameradschaft auch in diesem Berichtsjahr aut und zweckdienlich für deren Ziele verwandt und weiterhin ein schöner Abschluß erzielt werden. Die Kameraden stimmten dem Bericht einstimmig zu, der Kameraüschaftsführer konnte dem Rechner mit herzlichen Danke^worten für seine gute Kassenführung Entlastung erteilen. Bei der anschließenden Neuwahl des Kameradschaftsführers, bei der Kam. T r e u f ch den Vorsitz führte, wurde der seitherige Kameradschaftsführer Kam. Müller einstimmig, ohne Aussprache, durch Zuruf wiederum mit der Führung der Kameradschaft betraut und ihm zugleich mit dankbarer Anerkennung die weitere vertrauensvolle Gefolgschaft der Kameraden zur Verfügung gestellt. Gestützt auf diese gute Grundlage und erfüllt von soldatischem Pflichtbewußtsein übernahm Kam. Müller erneut die Kameradschaftsführung, gleichzeitig bestätigte und verpflichtete er die bisherigen Angehörigen der Führerschaft in ihren Aemtern. Im Namen der Unteroffizier - Vereinigung III./AR. 9 brachte Wachtmeister Niedenthal dem Kameradschaftsführer und seinen Mitarbeitern die Glückwünsche der aktiven Kameraden und die Zusage zu weiterer guter Zusammenarbeit dar. Hierauf verpflichtete der Kameradschaftsführer eine An,zahl neu eingetretener Kameraden in feierlicher Weise auf ihre in den Zielen der Kameradschaft begründeten Pflichten, deren vornehmste die treue Bewahrung des Erbes der Weltkriegsfront, die Wahrung guter Kameradschaft und die soldatische Gefolgschaftstreue für Führer, Volk und Vaterland sind. Weiter stimmten die Kameraden geschlossen der vorerwähnten Aenderung des Namens der Kameradschaft zu. Einige interne dienstliche Mitteilungen, die sich u. a. auf den Heldengedenktag, das von uns bereits angekündigte Artilleri ft entref- f e n am 6. und 7. März in Gießen und das in Kürze stattfindende neue Artillerieschießen bei Münzenberg bezogen, wurden am Schluß des geschäftlichen Teils des Abends noch bekannt- gegeben. Lange verblieben dann die alten und die aktiven Kameraden noch in frohgestimmter, herzlichster Geselligkeit beisammen. Am 4. März, 20.30 Uhr, findet der Appell der Gefolgschaft 3/116 statt. Appellplatz wird noch bekanntgegeben. Am 5. März, 20.30 Uhr, findet der Appell der Motor-, Nachrichten- und Flieger-HI. statt. Der Appellplatz wird noch bekanntgegeben. Am 9. März, 20.30 Uhr, findet der Appell der Gefolgschaft 1/116 statt. Der Appellplatz wird ebenfalls noch bekanntgegeben. Bett.: Reichsberufswettkampf. Alle Teilnehmer vom Reichsberufswettkampf haben selbstverständlich an den Wettkampftagen die HJ.-Uniform zu tragen. Kreisversammlung des NSLB. Der NS.-Lehrerbund, Kreis Gießen, hält am kommenden Mittwoch, 24. Februar, um 15.30 Uhr, in der Neuen Pestalozzischule eine Kreisversammlung ab, in der Studienrat Hölzel über das Thema „Reichsnaturschutzgesetz und Schule" sprechen wird. Die Beteiligung aller Mitglieder an dieser Versammlung wird erwartet. Um 15 Uhr geht eine Besprechung der Obleute voraus. Alle Mitglieder des NSLB, die Parteigenossen sind, müssen bis zum 1. März über ihre Obleute je zwei Paßbilder, Von den Bewerbern sind mitzubringen: polizeiliches Führungszeugnis, ein von einer Parteidienststelle ausgestelltes politisches Zuverlässigkeitszeugnis und einen von der polizeilichen Meldebehörde ausgestellten Freiwilligenschein für akttve Wehrpflicht. Die zur Zeit im Arbeitsdienst befindlichen Bewerber erhalten an Stelle des Freiwilligenscheins von der Meldebehörde einen Auszug aus dem Wehrpaß. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Am 16. März weilt die Siebenbürger-Trachtengruppe bei uns in Gießen. Unter dem Motto „Siebenbürgen singt, spielt und tanzt", wird eine volksdeutsche Kundgebung durchgeführt. Die Einheiten haben diesen Tag jetzt schon freizuhalten. Karten hierfür zum Preise von 30 Pf. haben sämtliche Gießener Einheiten schon jetzt auf dem Bann zu holen. Bett.: Arbeitsbesprechung des Bannstabes. Der gesamte Bannstab tritt am Donnerstag, 25. Februar, 20.15 Uhr zu einer Arbeitsbesprechung an. Bett.: Gefolgschaftsappelle. Am 2. März, 20.30 Uhr, findet der Appell der Marine-HI. statt. Appellplatz wird noch bekanntgegeben. die auf der Rückseite mit Name und Wohnort vsr, sehen sind, an die Kreisamtsleitung abgeben. Dornoiizen. Tageskalender für INontag. Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP. 20.30 Uhr Schulungsabend im „Aquarium". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Die Botschaft an Gracia". — Lichtspielhaus (Bahnhofstr.): „Berge in Flammen". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 17 bis 18 Ausstellung „Forscher als Künstler." — Oberhessischer Geschichtsoerein (Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkameradschaften) 20.15 Uhr in der Aula des Gymnasiums Vortrag von Oberstleutnant Döring, Kommandeur der III/AR. 9, „Schicksalsjahre des Memellandes." Goethe-Vund und kaufmännischer Verein. Der Dichter Karl Heinrich Waggerl liest auf Einladung des Goethebundes am Freitag, 26. Februar, 20 Uhr, in der Neuen Aula aus eigenen Werken. Wie er die Menschen seiner heimatlichen Tiroler Berge in ihrer Urkraft zu schildern versteht, so hat er auch mit liebevoller Hand die Gestalt von Blumen und Gräsern nachgeschnitten. (Siehe heutige Anzeige.) Ortsfrauenschast Gießen-Nord. Am Donnerstagabend vereinte eine besondere Feierstunde die Mitglieder der Frauenschaft und des Frauenwerkes der Ortsgruppe Gießen-Nord im Caf6 Ebel. An festlich gedeckten Tischen versammelte man sich um die Frauen, die durch die Ehrennadel des Führers ausgezeichnet werden sollten. Die Kreisleiterin Frau W r e d e war in Anhänglichkeit an ihre frühere Ortsgruppe selbst gekommen, die Abzeichen zu überreichen. In einer Ansprache schil- derte sie den Anfang der Gruppe mit 20 Frauen in einem kleinen Zimmer vom Soldan, die sich im Glauben an die Mission des Führers dort in b er Arbeit zusammenfanden, die das Gebot der damaligen Zett war: die SA. zu verpflegen, für deren Familien zu sorgen, Braunhemden und Fahnen zu nähen und zu werben. Nach der Machtergreifung glaubten diese Frauen ihre Arbeit beendet, und als der Führer sie nun mit der Leitung der ganzen Frauenarbeit betraute, da war dieses Amt für die junge Frauenschaft, die noch wenig Erfahrung hatte, nicht leicht sich durchzusetzen. Aber mit ihrer gläubigen Kraft ist es ihr gelungen, alle Schwierigkeiten zu überwinden und nun im deutschen Frauenwerk die heranzuziehen, die zuerst noch abwartend bei Seite standen. Die Aufgabe, die es jetzt noch zu erfüllen gilt, ist, eine große Kameradschaft in gemeinsamer Arbeit am Aufbau zu bilden. Zwei Lieder von Wolf und Vaterlandshymne von Händel, von Frau Kasten gelungen und von Frau L u l e y begleitet, waren der Abschluß der schönen Feier. Eine hauswirtschaftliche Filmvorführung füllte den zweiten Teil des Abends. Wildspende des Zagdgaues Oberhessen. Von den Mitgliedern der Deutschen Jägerschaft im Jagdgau Oberhessen wurde dem Winterhilfswerk folgende Wildspende übergeben: 4 Stücke Rotwild, 4 Stück Damwild, 304 Rehe, 934 Hasen, 7 Kaninchen und 1 Fasan, dazu 130,50 Mark in bar aus Revieren, in denen in diesem Jahre aus hegerischen Gründen nur mit Einschränkung gejagt wurde. Im vorigen Jahre belief sich diese Wildspende der Jägerschaft im Jagdgau Oberhessen auf 5 Stück Rotwild, 283 Rehe und 856 Hasen. Die diesjährige Spende sowohl wie auch die ansehnliche Steigerung gegenüber dem Vorjahre stellt der verständnisvollen Opferfreudigkeit unserer ober- hessischen Jäger für das WHW. das beste Zeugnis aus, das sicherlich allenthalben mit Anerkennung vermerkt werden wird. * ** Reifeprüfung an der Frauenschule Gießen. Am 17. und 18. Februar fand an der dreijährigen Frauenschule Gießen die erste Reise- * Hildes M WTl °ö' ffSSÜ In »»ff b VS»* fC fiir « M kjt »s ' „ s 116 üftabi ixr ■ 8* /jie »°rt jjLfle der ehe Ä kämm der S r *(tt| MR nötiger Mr m Der ceckr der He MitteilüN! gen des frühe' jetzt in Gießen majors neuen Regime' das große 116 W bereits g' kWeradschaftsfi liessen vollstan in den Fuh lidjen Tre Lerke stehen canzem Herzen - fml), insbesonde Harken deutsche, J , diesem Rahmen giments 116 mi Eine gründlii auf die bisheri das vorjährige 1 ! schauenden Bet, i Erfahrungen II ziehen, frühere ! starken positive alledem werten des biesjäfjrigei iproche erwies fi fiteres Stuck «kommende 1 i helheiten des | q nicht bestin irtig noch zu 1 pffen sind. Ab Das Mädchen mit dem Gilberhaar. JRomon von Anny von panhuys. 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ach, Eva, gewiß habe ich ihm auf dem Maskenball gefallen, weil ich am elegantesten angezogen war. Er hat sich eben gelangweilt, und mich'wählte er als Zeitvertreib. Der Himmel mag wissen, warum er überhaupt hier ausgestiegen ist in unserem Nest!" Sie zuckte die Achseln: „Was gel)t es uns schließlich an! Aber sage, hast du deinen Vetter gefragt, ob mein Diadem gefunden wurde?" Die hübsche Braunhaarige schüttelte den Kopf. „Nein, dein Diadem ist nicht unter den gefundenen Sachen, mein Vetter hat sich sogar sehr darum gekümmert. Schade, es war so wunderschön. Ich habe es jedenfalls noch an dir gesehen, als der Fremde mit dir den Gang hinuntertanzte. Ihr seid danach auf die Galerie gegangen. Auf der Galerie ist auch sehr gründlich danach gesucht worden. Wahrscheinlich aber hat es jemand gefunden, dem es gut gefallen hat." Franziska faßte auch: „Schade!" und nach einem Weilchen: „Besonders leid tut es mir um das hübsche Diadem, weil es doch ein Andenken an meine Mutter war." Eva Zoll nickte: „Natürlich, und es war auch sehr schön gearbeitet! Wie echt sah es aus, es ist auf dem Maskenball direkt aufaefallen. Man hat dich mehrmals für die Komtesse Mönchsgut gehalten und geglaubt, das Diadem wäre echt und sehr wertvoll. Ich habe heimlich lachen müssen." Sie wandte den Kopf ein wenig seitlich. „Guck mal, Fränze, was für ein Zufall! Da drüben kommt die Komtesse Mönchsgut eben aus dem Geschäft von Winkler. Sie ähnelt dir fabelhaft in der Figur und dem Haar. Don weitem seht ihr euch zum Verwechseln ähnlich. Don nahe allerdings nicht mehr. Sieh bloß das hochmütige Gesicht und die dreisten dunklen Augen! Sie soll ja auch alles tun, was ihr durch den eigenwilligen Kopf geht." Die Komtesse Hella Mönchsgut kam schräg über den Fahrweg, es machte fast den Eindruck, als wollte sie Franziska ansprechen. Beide Mädchen stutzten. $m nächsten Moment stand die junge Dame, im grauen pelzbesetzten Flauschmantel wirklich dicht vor Franziska, versperrte ihr den Weg, sagte mit zu heller und zu scharfer Stimme: „Sie sind Fräulein Karsten, nicht wahr? Da nur Sie hier im Orte noch meine Haarfarbe haben, wie ich hörte, brauche ich eigentlich nicht mehr zu fragen. Ich bin die Komtesse Mönchsgut, falls Sie es nicht wissen. Es laufen Gerüchte um, ich sei neulich auf dem Maskenball im Einhorn gewesen, und ich habe deshalb schon allerlei ärgerliche Familienanrempeleien gehabt. Dor allem Merger mit meinem guten Freunde, dem Grafen Stein, mit dem ich mich verloben werde. Ich fordere von Ihnen, daß Sie, um Irrtümern zu begegnen, in ter Zeitung erklären, Sie seien die Maske in dem blauen Kleid gewesen. Damit ist allem Aerger die Spitze abgebrochen." Sie krarnte in ihrer Manteltasche herum, brachte einen Geldschein daraus hervor, hielt ihn Franziska entgegen: „Da haben Sie das Geld für die Annonce, den Rest dürfen Sie für Handschuhe oder Pralinen behalten." Franziskas Wangen brannten. „ Wenn Sie Ihrer Familie, Ihrem zukünftigen Verlobten und Ihren sonstigen Freunden erklären. Sie waren nicht auf dem Maskenball, so müßte das allen vollkommen genügen, meine ich. Es wäre ja ein beschämendes Zeugnis für Sie, wenn man Ihre Versicherung anzuzweifeln wagte. Ich habe auf dem Maskenball nichts dazu getan, um den Glauben zu erwecken, es stecke unter meiner Maske die Komtesse Mönchsgut, und ich sehe deshalb auch keinen Grund dazu, eine derartige alberne Annonce in unseren guten Generalanzeiger einrüden zu lassen. Beschweren Sie sich nicht bei mir, sondern bei der Natur, die mir dieselbe Haarfarbe wie Ihnen gab, und schenken Sie das Geld, das Sie in der Hand halten, armen Arbeitslosen." Sie wandte sich schroff ab, legte ihren Arm in den Eva Zolls und ging weiter. Die Straße war fast leer. Nach flüchtigem Rundblick eilte die Komtesse Franziska nach, schob sich dicht an ihre Seite. „So leichten Kaufs lasse ich Sie nicht entwischen. Wenn Sie nämlich nicht tun, was ich von Ihnen fordere, werde ich mich an Ihren Chef, Herrn Radix, wenden, den ich gut kenne. Ihre Weigerung könnte Ihre Stellung in schwere Gefahr bringen. Wie zornig die dunkelbraunen Augen Franziska anfunf eiten! Franziska blieb möglichst ruhig, erwiderte halblaut: „Tun Sie, was Sie für richtig halten, mich lassen Sie jetzt nach Hause gehen. Es kommen uns Leute entgegen, und es könnte auftallen, wenn Sie mit mir Zusammengehen. Man könnte uns, unserer gleichen Haarfarbe wegen, für Verwandte halten und das wäre Ihnen sicher genau so unangenehm, wie die Verwechslung auf dem Maskenball? ©ie zog Eva Zoll hasttg mit sich fort. Hinter sich hörte sie die scharfe helle Stimme rufen: „Sie fallen Ihre Unverschämtheit noch bitter bereuen!" Eva Zoll blickte sich nach einem Weilchen flüchtig um. „Sie hat kehrtgemacht, Fränze. Ach, du lieber Himmel, ist das eine eingebildete Pute!" „Nein, eine schlechte und verlogene Person muß sie sein, wenn man ihr in ihrer nächsten Umgebung nichts glaubt", erwiderte Franziska. Sie gab sich jetzt gar keine Mühe mehr, ihren Aerger zu verbergen. „Ob fie wirklich zu unserem Direktor geht deswegen?^ fragte Eva Zoll. Franziska antwortete mit schwachem Lächeln: „Davor fürchte ich mich am wenigsten. Ich weiß ja jetzt, er ist sehr gerecht." Sie waren nun vor dem Hause, in dem Franziska wohnte, angelangt, und wollten sich gerate verabschieden, als Eva Zoll plötzlich noch etwas einfiel. „Du, mein Vetter erzählte mir noch, der Fremde, ich meine dieser Herr von Frank, hat an der linken Hand drei steife Finger gehabt. Hast du das überhaupt bemerkt?" Franziska nickte. „Ja, aber ich wußte nicht, ob es sich um steife Finger handelte. Mir fiel nur auf, seine Linke lag seltsam starr auf dem Tisch, so, als wenn kein Leben darin wäre, so müde, so ausruhend. Als ich vielleicht zu auffallend auf die Hand schaute, zog er sie fort und später fiel mir eigentlich nichts mehr auf. Nun muß ich aber hinauf, Eva, Nähkathrin besorgt mir doch das Essen, und ich möchte sie nicht warten lassen." Eva Zoll hatte noch etwas weiter zu gehen. Sie dachte unterwegs, es war vielleicht nicht recht von ihr gewesen, so viel zu Franziska von dem Fremden zu reden, ihr schien es zuletzt, als quäle sie die Freundin damit. Und das, nein, das wollte sie nicht. Sie hing ja so sehr an Fränze. Vielleicht hatte sich Fränze in den Fremden verliebt und er sich auch in sie, spann ihre Phantasie ein Stückchen Roman zusammen, aber der Fremde mochte längst verheiratet fein und durfte deshalb nicht bleiben, war schweren Herzens weitergereist. Sie ahnte aber nicht, daß ihre schöne und bewunderte Fränze jetzt mit Tränen in den Augen die Treppe hinaufstieg und die Erinnerung an den Maskenball sie quälte. Sie hatte geglaubt, sich vom Leben ein paar Glücksminuten zu stehlen, um später immer und immer daran denken zu können, und nun tat das Denken an jene Augenblicke schmerzhaft weh. Franziska blieb aufatmend auf der Treppe stehen. Wie eigen das war, nun sie seinen Namen wußte, Walter! sagte sie ganz leise vor sich hin, und sie zuckte zusammen, ihr war es, als hätte sie den Namen ganz laut gerufen. Die Nähkathrin führte ihr, weil sie viel Zeit hatte, jetzt die Wirtschaft und aß dafür umsonst mit. Nähkathrin bemutterte sie förmlich, wußte kaum, was sie ihr Liebes antun sollte. Sie öffnete ihr, sagte erschreckt: „Du siehst ja ganz grau aus, Fränze. Hast du Aerger gehabt?" Franziska trat ein und verneinte. Sie legte dann ab, setzte sich still zum Essen nieder. Die Anrempe- lung zitterte noch in ihr nach. Nähkathrin nahm ihr gegenüber Platz, setzte ihr die Speisen vor. Ihr schlechtes Gewissen konnte sich gar nicht genug tun, es Franziska so bequem wie möglich zu machen. Sie hatte das entwendete Geld gezählt, und es lag wohlverwahrt in ihrer Kommode, ganz tief unter Wäsche und Flicklappen versteckt. Hätte Franziska nicht ihre Stellung wiederbekommen, würde sie das Geld an irgendeinen versteckten Platz der Wohnung zurückgelegt und dann getan haben, als hätte sie es plötzlich gefunden. Das hatte sie sich vorgenommen. Jetzt aber hatte sie den Gedanken aufgegeben. Franziska stand sich so gut, daß sie nicht einmal ihre Wohnung zu verkleinern brauchte, außerdem war sie jung und schön, und das Glück wartete an jeder Straßenecke auf junge und schöne Mädchen, war Nähkathrins Ansicht. Sie ließ es sich schmecken und begann: „Damit du ein bißchen lachen kannst, will ich dir etwas Drolliges erzählen. Höre nur gut zu, Fränze. Es geht nämlich im Städtchen ein Klatsch um, die Komtesse Mönchsgut sei auf dem Maskenball gewesen und hätte sich dort mit einem fremden Herrn getroffen, ter im ,Einhorn^ gewohnt haben soll. Er wäre erst am späten Abend angenommen und morgens früh schon wieder abgereift. Ihr halb und halb Verlobter, Graf Stein von Rittergut Steinhof, soll schon großen Krach mit ihr gehabt haben? Franziska Karsten machte eine unwillige Bewegung. „Ich mag nichts von dem Unsinn hören!" Sie fprang auf. „Einer erzählt dir dies, der andere das, ich möchte nichts mehr wissen von dem Maskenball und allem, was damit zusammenhängt!" Ihre Nerven streikten, sie schlug die Hände vor das Gesicht. „Wäre ich nicht zu dem Maskenball gegangen, hätte ich mir viel Aerger erspart, und Großmutter wäre nicht so einsam gestorben." Sie begann zu meinen, leise und haltlos. Kathrin Hofer war bestürzt. Sie hatte Franziska aufheitern wollen, aber nicht aufregen. Sie schmeichelte: „Sei doch sttll, Fränze, ich meine es ja gut mit dir. Laß, wollen nicht mehr davon reden." Sie fühlte den Gedanken an die dreitausend Mark wie einen Alpdruck auf ihrem Herzen, aber die Furcht vor dem Alter stand vor ihr und verscheuchte den Gedanken an ein Gutmachen. Fränze trocknete die Augen. „Schon recht, Kathrin, ich bin überreizt, Großmutters Tod geht mir nah." In Gedanken setzte sie hinzu: Und die Liebe zu einem Manne läuft mir auch nach, zu einem, von dem ich nur ganz wenig weiß, dessen Küsse mich aber in Erinnerung glücklich machen. (Fortsetzung folgt!) für i X Ser Sei ^gung her bew ?gsorbnung er M die Seitraqs Ren Bestimm Wartung zu geänbert £ für jebes 6 Wem - 0,30 ' w ein Stück R ? K'lo bis 125 LDC,n U5 Kilo Wem mit Leb * mit dir K*n, ift i S’i Die t R'l 1937 in irnch hi b* »orten Ahei J'intiurt Cm ?QF °U •töt (X von ' 'Mer er ö« srii* Mäifin Qtlni fon L^ege ö.R Zarten ( Kr.! I ifce88 Das 116er«$reffen 1937 in Gießen zur Wirtschaft . Die Anrem Tip 543 Tiere L> sind. Nicht trocknet ein Essigwasser Tintenflecke verschlossene Tinte man kann sie mit wieder verdünnen, in Stoffen betrau- :auenschult ir sand an K Die erste M Tingel-Tangel, Bezeichnung für eine niedere Singspielhalle oder Kleinbühne. Tinktur, lat.. Auszug von Pflanzenteilen. der zu Arzneimitteln, Likören oder Parfüms verwendet wird. Tinte, Flüssigkeit zum Schreiben mit Schreibfedern. Schwarze und farbige Tinten werden heute auf mannigfaltige Art hergestellt. Die meisten Tinten sind Aliza- rin- oder Anilintinten, während Gallustinten, aus Galläpfeln bereitet, nur noch selten im Handel 108,25 (107,75), ober Rheinmetall-Borsig weiter abbröckelnd aus 150,50 (151). Am Rentenmarkt war lebhaftes Geschäft in der Kommunal-Umschuldungsanleihe mit 92,30 bis 92,35 (92,15), Altbesitz zogen auf 121,13 (120,95) an, späte Schuldbuchforderungen uno. 98,75. Nach den ersten Kursen ergaben sich am Aktienmarkt z. T. noch leichte Erhöhungen, so für Reichsbank auf 189,50 nach 188,75, für Schuckert auf 164,75 nach 164,25 und für Daimler auf 130 nach 129,90. Im Verlaufe wurde das Geschäft allgemein sehr still und die höchsten Kurse blieben nicht immer ganz behauptet, insbesondere Montanwerte lagen eine Nuance leichter. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen überwiegend 0,50 bis 1 v. H. höher, Goldschmidt mehr erhöht auf 129,25 (127,50), dagegen lagen Zellstoff- und Kaliaktien schwächer, Aschaffenburger 137,25 (138,25), Waldhof 158,50 (159,25), Salzdetfurth 177 (179), Aschersleben 137,50 (138,65). Am Kassamarkt stiegen Mez Söhne auf 120 (116). Frankfurter Schlachtvlehmarkt. Frankfurt a. M., 22. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1203 Rinder (darunter 221 Ochsen, 166 Bullen, 695 Kühe, 121 Färsen); 553Kälber; 89 Schafe; 4155 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mk., Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44; Kälber 30 bis 65; Hämmel 38 bis 47, Schafe 25 bis 40; Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zu- getsilt, Kälber lebhaft, Hämmel und Schafe ruhig. Mein Name ist Hase, ich weih noch was zu erzählen! Nämlich die Geschichte vom großen Frost, die mir damals zugestoßen ist. Also: Alle mal herhören! Uebermorgen geht's los! Färberei Braubach & Fischer Seltersweg 63 Haben Sie schon an die Instandsetzung Ihrer Frühjahrsgarderobe gedacht? Jetzt ist es Zeit, unseren Rat einzuholenl zu der starken Beteiligung und der glücklichen Abwicklung sandte uns der Wettergott das richtige Wetter", sagte in seiner Ansprache auf der Sreger- verkündung Gruppenführer Richard Prinz von Hessen, und fürwahr — diesmal war wirklich „alles drinn". m&- Sie Ergebnisse. Krafträder bis 125 ccm. Mannschaften. Goldene Plakette: Gundling, NSKK.-Mann, 1/M. 49 Frankfurt a. M.; Dorr, NSKK.-Mann 1/M. 49 Frankfurt a. M.; Weise, Landkreis Gießen. * Steinbach, 22. Febr. Am morgigen Dienstag, 23. Februar, kann der Zimmermann und Drechsler Philipp Haas V. hier feinen 79. Geburtstag feiern. In der Umgegend bekannt unter dem Namen „Dreher-Philipp", hat er fick hauptsächlich mit dem Unfertigen von Stühlen besaßt. Hier abschneiden! ..........„4............ feit man mit Zitronensaft und wäscht ste mit Milch oder heißem Salzwasser aus. In manchen Fällen hilft auch Spiritus mit Essigessenz gemischt oder Eau de Javelle. Tintenstiftflecke entfernt man wie Tintenflecke oder mit Spiritus. Tintenstift, Stift mit einer Mine, die tintenähnliche Schrift hervor- bringt. Die Zusammensetzung der Mine ist giftig und kann, wenn sie beim unvorsichtigen Anspitzen ins Auge gerät, Erblindung herbeiführen. Tinten- stifte sind daher auf keinen Fall ein Kinderspielzeug. Tip, engl., Wink bei Rennen, welches Pferd besonders Aussichten hat Entbehr!. Fremdwort für Tip ist Rat, Fingerzeig, Mutmaßung. -j (0 ME' wK Alkoholische Thymianlösung vertreibt Mücken und lindert Mük- kenstiche, ist aber giftig. Tiere dürfen in der Wohnung auch ohne die Zustimmung des Vermieters gehalten werden, wenn nicht im Mietvertrag ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Durch die Tiere dürfen aber andere Bewohner des Hauses nicht belästigt oder gefährdet werden (z. B. durch bissige oder großen Lärm verursachende Hunde, übelriechende Katzen usw.) Tiere müssen gut beaufsichtigt werden; der Tierhalter haftet für jeden Schaden, den die Tiere anrichten. Ein Schaden, der durch Tiere angerichtet wird, die dem Halter zu seiner Ve- rufsausübunq dienen (zum Beispiel: Pferd eines Metzgers), braucht nur ersetzt werden wenn die Tiere nicht richtig beaufsichtigt worden sind. Tierfabel, lehrhafte Tiermärchen, in denen die Tiere menschliche Eigenschaften besitzen. Tierquälerei Wer Tiere unnötig quält oder roh mißhandelt wird mit Geldstrafe ober Ee- ängnis bestraft. Eltern oder onstige aufsichtspflichtige Per- onen oder die Dienstherrschaft werden bestraft, wenn sie die ihrer Aufsicht unterstehenden Personen oder die Hausangestellten nicht an der Tierquälerei verhindern. S. a. Fische. Tilbury, engl., Eabelwagen mit zwei Rädern. Timotheus, männl. Vorname griech. Herkunft mit der Bedeutung „Fürchtegott" gji.-^poTt Hervorragende Leistungen bei der zweiten Rächt Suchschrt der Motorgruppe Heffen. Oberstaffelführer Nagel-Gießen Tagesbester. NSG. „Wer da nicht rangeht, kann nichts gewinnen!" sagte uns nach der Fahrt Oberstaffelführer Nagel, Gießen, der Führer der Motorstanbarte 147, ber Beste des Tages. Und daß das so war — davon zu überzeugen, hatten wir selbst Geleyen- heit; denn bei unserer nächtlichen Anfahrt einiger ber so um Alsfeld in Oberhessen sinnvoll verteilten Kontrollpunkte haben wir eine Kostprobe dieser teilweise schier unglaublichen Witterung erlebt. Regen — Hagel — Schnee — Schlamm — Glatteis, heftiger Sturm und Nässe bei empfindlicher Kälte stellten an den Mut und die Ausdauer der Fahrer Anforderungen, wie sie wohl kaum je bei irgendeinem anderen Sport gestellt werden. Dabei sind natürlich die Motorradfahrer und davon wiederum die Solofahrer die unbestrittenen Helden. Man stelle sich nun einmal vor, was so ein fanatischer Motorsportler in diesen zehn Stunden leisten muß: am Start wird ihm seine Aufgabe in die Hand gedrückt. Irgend wo außerhalb der Stadt- arenze, vielleicht in einem kleinen Cafs oder Gasthaus, öffnet er seinen Umschlag. Nun folgt eine halbe Stunde oder noch länger Kopfarbeit, denn auf seiner Karte muß der Fahrer die Kontrollpunkte suchen und nach eigenem Entschluß die Reihenfolge und die Anzahl der anzufahrenden Punkte festlegen. „Je mehr — desto lieber." Selbstverständlich wird ein mittelstarker, geländegängiger Wagen in den zehn Stunden eine längere Strecke fahren, als etwa ein Kleinstmotorrad. Die Wagen mit Beifahrer haben es nun verhältnismäßia gut, die Leitung verteilt sich auf zwei: den Fahrer mit Mut, Geschicklichkeit und Draufgängertum und den Beifahrer mit der dauernden Orientierung und Kontrolle der Strecke. Eine restlose gegenseitige Ergänzung ist hier Voraussetzung zum Erfolg. Aber nun denke man sich in die Lage des S o l o - motorradfahrers! Allen Unbilden der Witterung ausaejetzt, mit steifgefrorenen Fingern und vollständig durchnäßt schiebt und stößt er seine Maschine durch tiefe Schlammlöcher oder hohen Schnee, braust er gegen furchtbaren Gegenwind über lange glatte Straßen ober sucht er in dunkler Nacht, ganz allein auf sich angewiesen, nach Wegweisern und Schildern, um nicht unnötige Umwege zu fahren. Es ist ein herrlicher Beweis für den Idealismus und die Begeisterung für diesen wahrhaft männlichen Sport, daß die Beteiligung erfreulich stark war; starteten doch am Samstagabend von Frankfurt, Dillenburg und Kassel fast 3 0 0 Fahrzeuge mit Angehörigen von NSKK., Wehrmacht, SS., HI. und DDAC. Ein Beweis aber für das Können und die Erfahrung der Teilnehmer ist der hohe Prozentsatz der Fahrer, die am Ziel in Alsfeld eingetroffen sind. Wohl sahen die Fahrzeuge oft mitgenommen aus, denn besonders die Motorradfahrer hatten unter zahlreichen Stürzen zu leiden, aber trotzdem ereigneten sich keine ernsten Unfälle. ; Besonders ist die große Beteiligung des Nach- . wuchfes, der Motor-HI., hervorzuheben. Es ist : unfaßlich, wie diese begeisterten Jungen auf ihren : Kleinstkrafträdern wie summende Bienen alle die I Hindernisse überwinden konnten. Unter großem • Jubel aller Fahrer konnten bei der Siegerehrung - drei goldene Plaketten an Mannschaften und fünf „Goldene" an Einzelfahrer der HI. verteilt werden. Insgesamt wurden 39 Goldplaketten verteilt. „Zu einer ausgezeichnet klappenden Organisation, Rundfunkprogramm. Dienstag, 23. Februar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt Euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musica zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Von Kufstein bis Salurn ... Musikalische Funkfolge um das Tiroler Land. 18: Konzert. 19: Froh zu sein, bedarf es wenig! Vorbereitungen zu einem Gemeinschaftsabend. 19.30: Kampf dem Verderb. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 19.50: Leipziger Frühjahrsmesse 1937. Neue alte Werkstoffe. 20: Nachrichten. 20.10: Unterhaltungskonzert. 21.30: Richard Strauß — sein symphonisches Schaffen. Tod und Verklärung Tondichtung, Werk 24. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht, Nachrichten der DAF. 22.30: Tanz- und Volksmusik. 23.55: Horst- Wessel-Lied. 24 bis 2: Nachtmusik. »essen. M JiigeW n Winterhils-, leben: 4 SA Rebe, 934 lp u 130,50 M°l! zfem Jahre aus ränfung gejagt Wfpenbe dn auf 5 StÄ auch bie an> Vorjahre stellt unserer ober-1 beste Zeugnis Anerkennung Prüfung statt. Der Prüfung unterzogen sich zwölf Dberprunanerinnen, die alle die Prüfuna mit gutem Erfolg bestanden. Die Namen der Abiturientinnen sind: Uta Becker, Elisabeth Brückmann, Emilie Buß, Mechthild Clarius, Else Eich, Hilde Kratz, Hedwig Peter, Gustel Reusch, Marianne Schaaf, Hildegard! Schaefer, Marie Schlaudraff, Liselotte Seibert. NSKK.,Mann 1/M. 49 Frankfurt a. M.; Mand, ^atn. F., HI. 1/83; Schmedes, Rottens., WJ. 1/83; Fuß, Jgg., HI. 1/83; Horch, Oberscharf.; Riechet, Jgg., HI. 1/83; Koch, Rottenf., HI. 1/83 (sämtlich Kassel), je 35 Punkte. Einzelfahrer. Goldene Plakette: Dinges, SS.-U.-Scharf., 2/SS. Frankfurt a. M., Bücker, 46 P. — Silberne Plakette: Aubel, Jgg., HI. 1/83 Kassel, NSU., 35 P.; Luther, Jgg., HI. 1/83 Kassel, Phänomen, 35 P.; Spiegel, Rottenf., 6/M. 49 Kal- bach, F. & S., 30 P. Krafträder bis 350 ccm. Mannschaften. Goldene Plakette: Samrner- hoff, Sturmm., 4/M. 49 Frankfurt a. M., Puch, 35 P.; Harn, Rottenf., 4/M. 49 Frankfurt a. M., NSU., 35 P.; Bingemer, Trupps., 4/M. 49, Frankfurt, NSU., 35 P. — Elnzelfahrer. Goldene Plakette: Bingemer, O.-Truppf., 1/M. 49 Frankfurt a. M., NSU., 80 P. — Silberne Plakette: Dinges, DDAC. Die alte Soldatenstadt Gießen, die Stadt der 116er, die durch dieses Regiment mit vielen tausenden Volksgenossen in Oberhessen und in den angrenzenden preußischen Kreisen, aber auch weit darüber hinaus eng verbunden ist, wird am 2 9. und 30. M a i wiederum die Stätte eines Treffens der alten 116er und der Angehörigen der aus diesem Regiment hervorgegangenen Kriegsformationen sein. Ein 116er-Treffen bedeutete von jeher für unsere Stadt ein großes Ereignis. Dies ist jetzt nach der Wiedererstehung des neuen Regiments 116 in noch viel stärkerem Maße der Fall, als in der ganzen Zeit nach dem Kriege überhaupt. Die Vorbereitungen zu diesem Treffen der alten Soldaten nehmen denn auch nicht nur das Interesse der ehemaligen 116er und der mit ihnen in engster kameradschaftlicher Gemeinschaft stehenden Angehörigen der einstigen Kriegsformationen des Regiments in Anspruch, sondern sie werden von den alten Soldaten aller Truppenteile und Waffengattungen überhaupt, vor allem aber auch von den aktiven Angehörige des neuen Regiments 116 mit größer Aufmerksamkeit beobachtet und mit voller Bereitschaft zu kameradschaftlicher Förderung begleitet. Auf diese gute Grundlage konnte sich eine Besprechung der Kameradschaftsführer und der Leiter von Vereinigungen aller Kriegs- und Ersatzformationen des Regiments stützen, die am gestrigen Sonntagnachmittag unter der Leitung des Kameradschaftsführers Bill, von der Vereinigung ehemaliger 116er in Gießen im Gasthaus „Zum Auerhahn" stattfand. Der Leiter der Besprechung konnte die erfreuliche Mitteilung machen, daß durch Besprechungen des früheren Hauptmanns der 116er, des jetzt in Gießen im Ruhestand lebenden Generalmajors Mohr, mit dem Kommandeur des neuen Regiments 116, Oberst h errtein, für das große 116er-Treffeu 1937 am 29. und 30. Mai bereits gute Vorarbeit geleistet worden ist. Kameradschaftsführer Bill betonte, daß dies neue Treffen vollständig im Zeichen des Dankes an den Führer und der unverbrüchlichen Treue zu ihm und seinem Werke stehen wird, da die ehemaligen 116er mit ganzem Herzen bei dem Aufbauwerk Adolf Hitlers ind, insbesondere auch die Wiederaufrichtung eines tarken deutschen Heeres durch den Führer und in liefern Rahmen die Wiedererstehung des neuen Regiments 116 mit höchster Freude enwfunben haben. Eine gründliche Aussprache war einer Rückschau auf die bisherigen 116er Treffen, insbesondere au das vorjährige, gewidmet. Der Zweck dieser rückschauenden Betrachtung war der, aus den bisherigen Erfahrungen neue Lehren und Erkenntnisse zu ziehen, frühere Schwächen zu erkennen und sich der starken positiven Seiten bewußt zu werden, um aus alledem wertvolle Anregungen für die Gestaltung des diesjährigen Treffens zu erlangen. Die Aussprache erwies sich als sehr fruchtbar und ist als ein weiteres Stück guter, aufbauender Vorarbeit für das kommende 116er Fest anzusehen. Abschließende Einzelheiten des Festverlaufes konnten natürlich noch nicht bestimmt werden, da die Dinge gegenwärtig noch zu sehr im Fluß und im Werden begriffen sind. Wer in großen Zügen läßt sich doch Platz, seht« ? ässen konnte ft jo bequem ® mtmenbete W in ihrer Km und FlicklW iUung wiederk irgendeinen W gelegt und y h gefunden.^ ber hatte siet« tand sich so q zu verkleM uni >ch°»> enrfe auf 1N nn- AM I begann: II ich du ju, Fra» Slatfd) * J n ti hab« K >MN-nui»Ä Ihr it gMt H-Ä ie untnW dies. Der K * n * schon heute der Verlauf der beiden Wiedersehenstage erkennen. Am Samstag, 2 9. Mai, wird ein Bearü- , zungsabend mit mancherlei Ausführungen von An- < zehörigen des Regiments 116 in der Volkshalle tattfinden, nachdem am Nachmittag eine Verbands- j besprechung in engerem Kreise der 116er vorange- 1 gangen sein wird. Die Ehrung der gefallenen Ka- i meraben des Regiments und seiner Kriegsforma- i Honen, wie auch der im innerdeutschen Freiheits- i kampf ermordeten Volksgenossen wird ein weiterer ' Hauptpunkt des Treffens sein. Am Sonntag, 3 0. Mai, vormittags, wird , die Besichtigung der Kasernen das besondere Interesse aller Tagungsteilnehmer erwecken. Um die Mittagszeit wird gemeinschaftliches Eintopfessen aus den Feldküchen des Regiments die Volksgenossen in der Volkshalle und in Festzelten auf dem Trieb vereinigen. Der Sonntagnachmittag wird als Höhe- vunkt und zugleich Abschluß ein großes Sportfest des Regiments 116 bringen, das zu einem ggnz besonderem Ereignis ausgestaltet werden wird. Die Veranstaltung in ihrer Gesamtheit soll ganz bewußt den Charakter eines Volksfestes erhalten, das nicht nur für die alten 116er und die übrigen alten Soldaten da fein wird, sondern der Gesamtheit der Volksgenossen aus Stadt und Land zugänglich gemacht werden soll. Durch diese breite Grundlage der Veranstaltung soll die tiefe Verwurzelung unserer 116er mit der Gesamtheit aller Volksgenossen in Gießen, Oberhessen und der preußischen Rachbarschaft bekundet werden. Bisher zeigte sich schon starkes Interesse für diese Veranstaltung. Es ist aber dringend erforderlich, die Anmeldungen der beteiligten alten Soldaten mit möglichster Beschleunigung an die zuständigen Sammelstellen einzusenden, damit recht bald ein möglichst umfassender Ueberblick für die Weiterarbeit der Ausschüsse erreicht wird, insbesondere auch für die Dispositionen über den Verkehr von Sonderzügen. Weiterhin wird von den alten 116ern im Verband und in den Vereinen die Erwartung gehegt, daß alle den kameradschaftlichen Vereinigungen der einstigen 116er und der Sriegsformationen des Regiments noch fernstehenden Kameraden sich nunmehr diesen Kameradschaften anschliehen, um an ihrem Teile in diesem Rahmen an der pflege des alten 1 Iber-Geistes und der reichen Tradition der Truppe mitzuhelfen. Arn Schluß der Besprechung gab Kameradschasts- führer Bill die Zusammensetzung der Arbeitsausschüsse für das diesjährige 116er-Treffen bekannt. Ferner wurden noch einige Fragen über die beste Art des Zusammenschlusses der alten Kameraden näher besprochen. Die ganze Besprechung, die mit dem Treugruß an den Führer schloß, stand im Zeichen der herzlichen Gemeinschaft und der besten Kameradschaft zwischen den alten 116ern und dem neuen Regiment, das durch zwei Vertreter an der Besprechung mitwirkte und auch weiterhin durch diese Vertreter in den Ausschüssen gute Mitarbeit zum vollen Gelingen der Veranstaltung leisten wird. )7leue Beitragsordnung , fü. die Biehwirtschast. " I ZdR. Der Reichsnährstand hat für die Hauptver- j einigung der deutschen Viehwirtschaft eine neue Beitragsordnung erlassen, deren Inhalt sich in bezug auf die Beitragssätze im wesentlichen mit den bisherigen Bestimmungen deckt. Die neuen, für jede Schlachtung zu leistenden Beträge sind folgendermaßen geändert worden. Betrugen die Beträge bisher für jedes Stück Rindvieh, ein Kalb oder ein Schwein = 0,30 RM., so sind sie ab 1. März 1937 für ein Stück Rindvieh mit Lebendgewicht a) von 40 Kilo bis 125 Kilo (ausschließlich) auf RM. 0,30, b) von 125 Kilo und mehr auf RM. 0,50, für ein Schwein mit Lebendgewicht von 40 Kilo und mehr auf RM. 0,50 festgesetzt worden. Die Berechtigung des Beitragsschuldners, den Verkäufer des Schlachtviehes mit der Hälfte des zu zahlenden Betrages zu belasten, ist in eine Mußoorschrift umgewandelt worden. Die neue Beitragsordnung tritt am 1. März 1937 in Kraft. Hausschlachtungen von Kälbern und Schweinen, wenn für sie die Schlachtsteuer nach § 5 der Schlachtsteuerordnung auf 2 RM. ermäßigt worden ist, bleiben nach wie vor beitrags- frei. Rhein-Mainische Börse. Weiter freundlich. Frankfurt a. M., 20. Febr. Die Börse war auch zum Wochenschluß freundlich gestimmt, das Geschäft war auf Teilgebieten etwas lebhafter. Es lagen weiterhin kleine Publikumsaufträge vor, während Abgaben nicht erfolgten. Die Aktienmärkte erfuhren durchschnittliche Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. gegen die Abendbörse, später ergaben sich teilweise weitere leichte Besserungen. Etwas Anregung boten einige Meldungen aus der Jndusttie. Von Montanaktien waren Rheinstahl stärker erhöht mit 153,50 bis 154 (152,50), Mannesmann auf den Bericht über den Beschäftigungsgrad 119,25 bis 119,50 (118,65), Klöckner 127,75 (127,13), Vereinigte Stahl 120 (119,65), dagegen Hoesch 118 (118,50). Don chemischen Werten gewannen Metallgesellschaft ex. 5,4 v. H. Nettodividende 1,65 v. H. auf 148,25 (152), Deutsche Erdöl 0,90 v. H., JG.-Farben lagen mit 168 voll behauptet. Im Hinblick auf die Automobil- Ausstellung wurden Motorenwerte gefragt, Daimler 129,90 (129), BMW. 141 (140,50), lebhaft im Frei- verkehr Adlerwerke Kleyer mit 109,50 bis 110,50 bei etwa 40 Mill. Umsatz, Brennabor 111 (110). Elektroaktien zogen meist 0,25 bis 0,50 v. H., Ges- fürel 1 v. H. an. Im einzelnen notierten u. a.: Reichsbank 188,75 (188,50), Holzmann 143,50 bis 144 (143), Bemberg 116,75 (116,25), Conti Gummi 173,65 < 172,50), Westdeutsche Kaufhof 56 bis 56,13 (56), Hapag 17,25 (17,13), Moenus Maschinen | Wl »PKl Don ihl ,ir 1 h 1 I QD1 Frei? I 'n CH I "Ä?.* 1 «■Ä Sä Ä fe» "i^che stz, sich ii, d°rt m dn bot der domo, 5-für beZ Mergreifunj ■e,M unb ofü ’9?er. (Rti 5. Amt für di, Arunghch E ihrer g^, Schwierigkeit ln Frauenwi «broartenb di 1 jetzt noch » Schaft in gt, den. iterlMshymiü Wen und w- ’ Abschluß ds he FilinvoG ldends. Frankfurt a. M., Bucker, 55 P.; S)unb, Rottens., 2,M. 49 Frankfurt a. M., AIS., 53 P.; Weihner, Rottens., 11/M. 148 Ahlbach, BMW. 53 P. — Krafträder über 350 ccm. Mannschaften: Goldene Plakette: Schmitt, Sturmm., 15/M 49, Homburg, Horex, 45 Punkte ; Repp, Sturmm., 15/M 49, Homburg, Horex, 45 P.; Siegfahrt, Sturmm., 15/M 49, Homburg, Horex, 45 Punkte. — Einzelfahrer: Goldene Plakette: Feick, DDAC., Frankfurt a M., Ariel, 50 Punkte; Albrecht, Obergefr., Pi./B. 9, Hanau, Zündapp, 45 Punkte. — Silberne Plakette: Wahl, SS.-H. Scharf. 2/SS., Frankfurt a. M., Standard, 35 Punkte. Krafträder mit Seitenwagen. Mannschaften: Goldene Plakette: Schmidt, Trupps., 5/M 49, Frankfurt a. M., KW., 50 Punkte ;! Schäfer, Rottens, 5/M 49, Franks., RSU., 50 P.; - Meyerhofer, Rottens., 5/M 49, Franks., DKW., 50 Punkte. — Einzelfahrer: Goldene Plakette: Zeller, Gefr. 2. M. B. 3, Büdingen, Zündapp, 75 P.; öink, SS.-Scharf. 2/SS., Frankfurt a. M., RSU., 65 P.; Spahn, SS.-Scharf. 2/SS., Franks., RSU., 65 P.; Brückmann, O.-Scharf., NSKK., Ilbenstadt, BMW., 60 P.; Dannhosf, Rottens., M/148, Mensfelden, Zündapp, 60 Punkte. — Silberne Plakette: Scheel, O.-Scharf., 4/M 49, Offenbach, RSU., 55 P.; Behlau, Scharf., 1/M 49, Frankfurt, RSU., 55 P.; Kempfel, Scharf., 7/M 49, Franks., Triumph, 50 P. Personenkraftwagen bis 1200 ccm. Einzelfahrer: Goldene Plakette: Jourdan, Rottens., 32/M 49, Frankfurt a. M., RSU.-F., 80 Punkte; Pistorius, DDAC., Franks., Fiat, 80 P.; Blust, Tuppf., 35/M50, Lorsch, Opel, 75 P.; Jopp, Scharf., 23/M147, Herborn, DKW., 75 P.; Lind, Schars., 22/M 147, Wetzlar, Ford, 75 P. — Silberne Plakette: Wolfo. Prinz von Hessen, DDAC., Ffm., Adler, 70 P.; Preuß, Scharf., 1/M 148, Wiesbaden, Hanomag, 70 P.; Hammerschmidt, Rottens., 11/M 48, Siegen, RSU.-F., 70 Punkte. Kübel- und Dienstwagen bis 1500 ccm. Mannschaften: Goldene Plakette: Grittner, Hoff. 1/Ra 29 Gotha, BMW.; Tschauner, Uoff. 1/Ra 29 Gotha, Hnmg.; Mörgel, O. Schirm. 1/Ra 29 Gotha, BMW., je 60 Punkte. — Silberne Plakette: Oldhaber, Uoff. 1/Ra 15 Frankfurt a. M., Hnmg.; Mittereder, Uoff. 1/Ra 15 Frankfurt a. M., Hnmg.; Hahn, O.-Wachtm. 1/Ra 15 Frankfurt a. M., Hnmg., je 48 Punkte. Einzelfahrer: Goldene Plakette: Götz, SS.- H.-Stuf. SSM./ll Frankfurt a. M., DKW., 70 P.; Göbel, SS.-Uschaf. SSM./ll Frankfurt a. M., DKW-, 70 Punkte. — Silberne Plakette: Kemme- rer, SS.-Ostuf. SS./l Erfurt, DKW., 50 Punkte. Personenkraftwagen bis 2000 ccm. Mannschaften: Goldene Plakette: Gutberlet, Trupps., M/47, Kassel, Opel; Krohner, Trupps., M/47, Kassel, Opel; Bischoff, Trupps., M/47, Kassel, Opel, je 66 P. — Einzelfahrer: Goldene Plakette: Schwarz, Scharf., 1/M 147, Kassel, BMW., 80 P.; Lehder, Scharf., 33/M 49, Ffm., Opel, 80 P.; Kassel, Trupps., 1/M 47, Kassel, BMW., 75 P. Silberne Plakette: Kipka, Scharf., 1/M 148, Wiesbaden, BMW., 70 P.; Braun, Rottens., 33/M 49, Ffm., Opel, 70 P.; Liese, Oberlt., PAA 36, Hanau, Mercedes, 65 P. Sportwagen. Goldene Plakette: Nagel, O.-Staf., M/147, Gießen, Hanomag, 110 P. Personenkraftwagen über 2000 ccm. Einzelfahrer: Goldene Plakette: Langer, O.- Scharf., 32/M 49 Ffm., Adler, 63 P. — Silberne Plakette: Kolb, Sturmm., 3/M 147, Gießen, Hanomag, 55 P. Sportwagen. Goldene Plakette: Löbering, SS.-O.-Scharf., SSM/11, Ffm., Hanomag, 70 P.; Mehl, Rottenf., 32/M 49, Ffm., Mercedes, 70 P. Kübel oder Dienstwagen. Mannschaften: Braun, O.Leutn. PAA. 15, Borenzmann, O. Leutn. PAA. 15, Holzrichter, Reg. Brt. PAA. 15, alle Würzburg, auf Horch, je 75 Punkte. Einzelfahrer: Goldene Plakette: Blumschein, Ltn., 1. MG. 3 Büdingen, Horch, 84 P.; Appel, Gefr., 3. MG. 3 Büdingen, Mercedes, 80 P.; Semich, Ltn. 3. P.-Z.-Abw. Würzburg, Horch, 80 Punkte. — Silberne Plakette: Schubert, Ltn., Nchr. 36 Neustadt, Steuver, 65 P.; Riemer, Hptm., 1. Nchr. Abt. 29 Gotha, Horch, 63 Punkte. Handball der Gauliga Hessen. In Hessen vergab der Gaumeister Kurhessen Kassel die Chance, auf den ersten Platz vorzurücken, da er sich von dem Letzten, Tuspo. 86/09, mit 8:7 (4:3) schlagen ließ. Bettenhausen, das spielfrei war, führt mit 16:4 Punkten vor Kurhessen mit 15:7 und Turngemeinde Kassel mit 13:7. Jahn Gensungen unterlag der Kasseler Turngemeinde mit 3:11 (3:5). Fußball-Ergebnisse der Gauliqa-Mannschasten. Gau Hessen: SC. 03 Kassel — VfB. Friedberg 6:1; 1. FC. Hanau 1893 — Borussia Fulda 3:2; Germania Fulda — SpV. Kassel 1:2; Hessen Hersseld — Kurhessen Marburg ausgefallen. Gau Südwest: Eintracht Frankfurt — Union Niederrad 4:1; SV. Wiesbaden — Borussia Neunkirchen 0:7; FV. Saarbrücken — FK. 03 Pirmasens 1:0. Gau Bayern: 1. FC. Nürnberg — Wacker München 1:0; Bayern München — SpVg. Fürth 6:1; FC. 05 Schweinfurt — ASV. Nürnberg 2:1; VfB. Koburg — VfB. Jngolstadt-Ringsee verlegt. Wintersportkämpfe der Gliederungen der NSDAP. In Rottach-Egern wurden die Wintersportkämpfe der NSDAP, am Samstag fortgesetzt. Den Abfahrtslauf für SA., SS. und NSKK. gewann H. Lantschner in 3:41,2, der Bestzeit des Tages, vor Roman Wörndle. Am Sonntag wurden dann die Kämpfe der NSDAP, beendet. SS. Süd gewann den Patrouillenlauf der SA., SS. und NSKK. in der Klasse A und damit den Wanderpreis des Führers. In der Klasse B siegte SA. Hochland, den Geländelauf der HI. gewann das Gebiet Franken; in Klasse B siegte das Gebiet Baden, den Spruglaüf holte sich Hase l w a n t e r vom SA.-Hilfswerkslager Nordwest. Wir berichten noch ausführlich darüber. Kurze Sportnotizen. Geschwister Cranz nahmen an einem Nie- scntorlauf in Seefeld teil und belegten die ersten Plätze. „Christi" gewann bei den Frauen vor Praxauf und Frau Seelos! „Rudi" holte sich den Sieg bei den Männern von Kneißl und Johann Seelos. Deutschlands Hock:yfrauen trugen in Frankfurt a. M. ihren vierten Länderkampf gegen Holland aus und wurden nach drei Siegen zum ersten Male geschlagen. Die Holländerinnen gewannen mit 3:1 (1:0). 537 Meldungen sind für die großen Skirennen in Holmenkollen abgegeben worden. 160 Teilnehmer haben zum Sprunglauf, 150 zum Langlauf, 127 zum Dauerlauf und 100 zur Kombination gemeldet. Deutschlands Eishockeyspieler trafen im ersten Kampf der Zwischenrunde auf Frankreich und gewannen 5:0 (1:0, 3:0, 1:0). Die weiteren Zwischenrundenspiele des ersten Tages brachten folgende Ergebnisse: England — Schweiz 3:0, Kanada — Tschechoslowakei 3:0, Polen — Ungarn 4:0. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule, Gymnasium, Bismarckstraße, nur für PL. der NSDAP., Ortsgruppe Süd, 20.15 bis 21.45 Uhr. Fröhliche Gymnastik und Spiele, Kantine der Fa. Buderus, Lollar, 20.30 bis 21.45 Uhr. Boxen, Schulsaal der Schillerschule, Schiller- straße, 20.30 bis 21.45 Uhr. Reiten, Reitinstitut, Brandplatz: 20 bis 21 Uhr. Goetbe-Bonit / Kaufmänniscber Verein FREITAG, den 26. Februar, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula 3. DICHTER-ABEND Kart H«innd,WAGGERL liest aus eigenen Werken Mitglieder erhalten bis zu 3 Plätzen freien Eintritt Goethe- Bund: Gutschein Nr. 5 (rosa); Kaufmännischer Verein: Gutschein Nr. 9. NSDAP., Frauenschaft, Volkstum und Heimat 60 Pf., Nichtmitgl. Mk. 1.25, Studenden, Militär, Schüler 40 Pf. VORANZEIGE I Sonntag, den 7. März 1937, abends 8 Uhr Josefa Berens-Totenohl 1207 D Das Geschirr hält lange! Denn es ist gutes Aluminium - Geschirr: starkwandig mit kaltbleibenden Griffen. Das sind die richtigen Töpfe, Pfannen usw., mit denen Sie auch noch nach fünf Jahren zufrieden sind. Es Ist so gut und doch sehr preiswert bei J. B. Häuser Gießen 931A am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 WFDRF DRUCKSACHEN W QnDC Brühl. Gießen Schwerhörige! Kommen Sie bitte in Ihrem Interesse am Mittwoch, 24. Februar, in Gießen ins Hotel Viktoria, von 10—1 und 3—5 Uhr. Unser Spezialist zeigt Ihnen kostenlos einen neuen Weg, der oft sofortiges Wiederhören bringt. Niedrige Preise. Zahlungserleichterung. Gratisprospekt B. H. durch 1209V Deutsche Akustik-Gesellschaft Berlin-Reinickendorf. Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher Toast 514 Warum rostfreie Bestecke? Der besondere Vorteil ist, daß rostfreie Messerklingen von den Säuren nicht angegriffen werden. Sie lassen sich leicht reinigen und sehen immer schon aus. Solche Tischbestecke gibt es in vielen Ausführungen preiswert bei 1 * a J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. meinen Messerbänke für die Bestecke und hat für die einzelnen Familienmitglieder gekennzeichnete Ringe oder Taschen für die Mundtücher. Tischlerleim, in kaltem Wasser aufgeweichte und im Wasseroad erhitzte Leimtafeln. Tischreden bei Familienfeiern sollen nur einem guten, einfallreichen und witzigen Sprecher übertragen werden, da das An- hören einer mühsam gehaltenen Rede für alle Beteiligten qualvoll ist. Besonders für Tischreden gilt der Satz, daß in der Kürze die Würze liegt. Tischröcken, rein mechanische Bewegungen, die ein geeigneter Tisch ausführt, wenn um ihn herumsitzende Menschen die Fingerspitzen auf seinen Rand stellen. Übernatürliche Kräfte find dabei nicht im Spiele. Es ist auch nur eine spiritistische Behauptung, daß man damit in Beziehung zu Geister treten kann. Titel, lat., Aufschrift eines Buches. Überschrift eines Aufsatzes, aber auch Rangs- und Amtsbezeichnung, die bei der Anrede gebraucht wird. Tituskopf, nach dem römischen Kaiser Titus benannte Haartracht der Frauen, ähnlich einer in Locken gelegten Vubikopf- frisur. Toast, enal Bedeutung — geröstete Weißorotschnitte, Röstbrot ist sehr bekömmlich auch bei schwachem Magen. Es gibt Brotröster für Kohlen und Gasherde und elektrische Brotröster. Tipptopp k Tipptopp, engl., Bedeutung: das Allerbeste, dafür fein, vollendet, wie geleckt, wie aus oem Ei gepellt. Tisch. Die Höhe des Tisches soll so sein, daß man bequem daran essen und arbeiten kann. Polierte Eßtische belegt man vor dem Tischdecken mit einem Moltontuch, damit die Politur nicht durch heiße Schüsseln leidet. Tisch decken. Jede Hausfrau setzt wohl ihren Ehrgeiz daran, ihren Tisch, besonders zu kleinen Festlichkeiten so nett wie möglich zu decken. Zunächst deckt man das Tafeltuch auf, zu dem man in der Regel die passenden Mundtücher besitzt. Man deckt so. daß jeder East genügend Bewegungsfreiheit zum Essen hat. Der Teller steht so daß er mit dem Rande des Tisches abschließt. Zwischen die einzelnen Teller legt man ein sogenanntes Klapoerdeckchen. das aus Seide. Filetarbeit oder Klöppelarbeit ist. Die Bestecke werden so gelegt, daß das Messer rechts vom Teller mit der Schneide nach innen liegt, die Gabel links, Suppenlöffel liegt neben dem Messer, Dessertlöffel oberhalb des Tellers. Reben der Gabel steht ein Tellerchen für Salat usw. Das Mundtuch wird gefaltet und liegt mit dem Monogramm nach oben auf dem Teller. Als Tafelschmuck stellt man eine flache Schale mit Blumen auf den Tisch. Vor das fertige Gedeck stellt man die verschiedenen Weingläser, und zwar werden ste schräg zur Mitte des Tisches geordnet. — Für den Hausgebrauch benutzt man im allge- IgLORIaI PALAST Giessen | Ab heute Montag: MW , BEERY'M BO-ftS I Wzü STANWYCK Ein spannendes, fast abenteuerliches Kapitel aus der Zeit des spanischamerikanischen Krieges um die Insel Kuba — In deutscher Sprache — Im Beiprogramm: Hongkong und Tiere - unsere Freunde Ufa-Ton-Woche 1208A Swangsvevftelsevung Dienstag, 23.Febr., nachm. 2 Uhr, sollen im Versteigerungslokal, Neuenweg 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in ob. Lokal) zwangsweise gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 4 Oefen, 2 Vervielfältigungs-Apparate, 3 Schreibmaschinen, 1 Schaufenstereinrichtung, 1 Fahrrad, 1 Radio, 1 Nähmaschine, 1 Spiegel, 1 Rollschreibtisch, ein Klavier, Kleiderstoffe, 1 Vervielfältigungs-Apparat. Bestimmt werden versteigert: 1 Ladeneinrichtung, mehrere Damenschuhe. 1213V Scharmann, Gerichtsvollzieher in Gießen, Wernerwall 33, Tel. 3108 Mur geringe ll/2 kg 0,55 RM. empfiehlt 1220A «achf. Mäusburg 15 Ruf 3612 Verlobungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei Mündlich können Sieesnurvuniguo sagen, schrifllich mehreren, durch eine Kleinanzeige iagen Sie es allen Verkäufe | Einen Posten Matralzeo und Mrahmeii Peddig- u. Weidensessel, Truh. und einig eFlur- garderoben günst. z. verkauf. W. Schreier. Gießen, Bahnhofstr. 66 neb.Caf6Amend Anzuseh.3-6Uhr Kaufgesuche Bauplätze zu kauf, gesucht. Schr. Ang. über Lage und Preis unter 0884 an den Gieß. Anz. u- brauchen, erhalten Sie ba BORRmANNc. Giehen, Neustadt 5, Ruf 4165 Nur 3 Tage! Uchtspielhaus GIESSEN Der herrliche Dolomiten-Film mit 1210 A | Jugendliche sind zugelassen | Von Montag, 22., bis Mittwoch, 24. Februar täglich 4 Uhr, 6 Uhr u. 8.30 Uhr Große Sonderveranstaltungen Der Schicksalskampf umTirol Die Kaiserjäger am Coll’alto Die gigantische Sprengung mit 1OOOO Kilo Ekrasit der Coll'alto-Stellung Der unerhörte Kampf d.besten BergtruppenOesterreichsund Italiens um den Monte Cl- mone. — Noch niemals konnte ein solch episches Heldenlied auf der Leinwand gezeigt werden, wie Berge inFlammen