dak?lje^en S.os $r. !"n'n ein n. Mit?c- e- L-K! BÄ ■ erbetnf; ^lam^ere,ns> ib 3 b lechz )cs Jiner J?es die- W te1" bli lie^*; ?nit«ltete9l'b'r mein^ gutbe- jo,genommen. ^en Sieger die |(^n oerlausene Qnb nr^e sprach Landesverein ^anstalts- ,u "^^anaenen- Winter. llöer gezeigt, die "und j&J ,| |d)en Strasan- Ortsverband der ^sprach im u'fs Geh. Rat "der „Island Redner gab einen über die große ?Wl deren Be- uhchristlichen Zeit )n Irland, Nord- folgte. Geh. Rat '"der wissenschch lenummobene Zs, 1 Edda anzusehen ie der Gießener ner nach Island Nichtigkeit seiner i die Feststellung, lchungen des Bor- bchandelte Land ine große Anzahl Ehrend der Reise >en einen sehr an« Wunderland der r beiden Quellen, er Weise auch die gen islänbiftyn t einem leisten hen Zuhörer, die i verstäMhrk \t 'vank- \\t mit W herz- äi,eren Dorträgen n Dortragsredmr lsing als Orts- rgemeinde Alsscld herzlichen Worten. 1AUS 381A minalfi|m untren ,n?ol",ner SSg' %SK Ls 1 v Greifer ...,.8jOUbr r. 18 Erstes Blatt 187. Jahrgang Aeitag, 22. Januar M7 lkr)d)etni täg ltd), außer Sonntags and Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Ülonat$=Bc3ugsprets: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüsfe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Siesten Postscheckkonto: fitantfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Universttats-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schristleilung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzergen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grnndpretfe für l mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25"/„ mehr. Ermüstigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Hjalmar Schacht. Zum 60. Geburtstag des Reichsbank- Präsidenten und Reichswirtschastsministers. Von Dr. Karl Wellthor. Als im Februar 1929 der Poung-Aus- sch u ß in Paris zusammentrat, war es fast eine ■ Sensation, daß die Vertreter Deutschlands qleich- ■ terechtigt zugelassen waren. Einer der beiden Haupt- »ertreter auf der damaligen Pariser Reparations- 'unferenz war der Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht, der heute seinen 60. Geburtstag begeht. C-5 erregte damals Aufsehen, daß der Vertreter des vchuldnerlandes nichts von jener Weichlichkeit und Übertriebenen Zurückhaltung zeigte, die einem auf Revision feiner Verpflichtungen plädierenden Schuldner so wohl gestanden hatte. Die Art, wie Dr. Schacht Deutschlands Interessen zu vertreten (Scherl-Bilderdienst-M.) x efonnen war, trat schon auf der ersten Sitzung im tzotel Georg V. zutage. Man erzählt sich darüber »lgende Einzelheit: Der Vorsitzende des Ausschusses, Ver Amerikaner Owen D. P o u n g, hatte seine Er- iiffnungs» und Begrüßungsansprache auf Englisch gehalten. Es erhob sich die Frage, ob eine Ueber- setzung in die anderen Konferenzsprachen Deutsch, französisch und Italienisch notwendig sei. Die Der- neter Italiens und Deutschlands verzichteten, der Hauptvertreter Frankreichs nicht. Da erhob sich Dr. schacht und übersetzte Poungs Rede aus dem Steg- reif sinngetreu vom Englischen ins Französische. — Line bloße Anekdote, — aber kennzeichnend für die Schnelligkeit, mit der Dr. Schacht Situationen er- ,aßt, das Gesetz des Handelns an sich reißt und »eine Fähigkeiten in den Dienst einer Sache stellt. — Vorher und nachher haben zahlreiche führende Männer des Auslandes die Erfahrung gemacht, »aß der damalige und heutige Reichsbankpräsident in kentnisreicher, schlagkräftiger und willensstarker Verhandlungspartner ist. Zweimal ist Schacht Reichsbankpräsident geworden: im Herbst 1923 und im Frühling 1933. Oie Inflation war im Jahr 1923 im Sturmschritt vorwärtsgerückt. Die Mark war fräs Papier nicht mehr wert, auf dem die 100 Millionen- und Mil- iiardenscheine gedruckt wurden. Der von der Reichs- : egierung eingesetzte Währungskommissar Dr. Hjal- ‘ nar Schacht hatte, wie Helffeöich die Renten- I nart proklamiert, eine Gold- und eine Dollar- ... »chatzanleihe liefen in kleinen Stücken als Zahlungs- j mittel um und behaupteten ihren Wert. Das Wunder der Rentenmark wurde Wirklichkeit. Strenge ' Steueroerordnungen auf Grund weitgehender Ermächtigungen schafften die sich auftürmenden Hindernisse aus dem Weg. Es waren die einzigen heroi- | ichen Monate seit Beendigung des Weltkrieges. Ein großer Teil der Ehrungen, die das deutsche Volk inb das Ausland der gelungenen Währungsstabili- * nerung erwies, fiel Dr. Schacht zu. Geliebt haben ’ »ie damaligen Machthaber in Deutschland den gra- »en, kantigen und energischen Mann an der Ecke ver Jager- und Oberwallstraße zu Berlin nicht. Aber sie haben ihn in erster Linie als Verhandlungs- V Partner benannt, als der erste Reparationsplan, »er Dawesplan, nach vierjähriger Dauer notleidend, wurde, und als sich die Glaubigermächte ent- chlossen, den auf zweieinhalb Generationen berech- ' Neten Zahlungsplan zu revidieren. Schacht hat nach monatelanger Verhandlung in Paris seinen Rück- tritt aus dem Poung-Ausschuß erklärt und alles Aufgeboten, den mit gefährlichen politischen Fußengeln versehenen, wie sein Vorgänger unmöglichen Zahlungsplan zu Fall zu bringen. Dabei ist Dr. Schacht selbst im April 1930 zu Fall gekommen rnd hat sich unfreiwillig drei Jahre lang der Be- virtschaftung seines märkischen Waldgutes ge- vidmet. Schachts felbstverleugnende Arbeitsenergie und int) sein Führerinstinkt paßten gut zu dem Geist, ler mit dem Umschwung vom 30. Januar 1933 in Deutschland zur Herrschaft gelangte. Bereits wenige Wochen nach der Machtergreifung durch den Na- tonalsoziatisrnus berief ihn der Führer und Reichs- lanzler aufs Neue an die Spitze der Reichsbank. Schacht hat diesen Posten seither inne und hat Ende ftuli 1934 dazu noch kommissarisch die Leitung des H e i ch s w i r t s ch a f t s rn i n i st e r i u rn s über- rommen. Er ist in diesen bald vier Jahren seiner Mitarbeit im neuen Deutschland derselbe entschie- lene Kämpe in Auseinandersetzungen mit Gegnern lraußen und drinnen gewesen wie in den Jahren Auflösung des Reichstags inIapan. Der Angriff der Seiyukai. Tokio, 21. Jan. (DNB.) Im Gegensatz zum Oberhaus, das die Erklärungen des Ministerpräsidenten, des Außenministers und des Finanzministers mit Ruhe aufnahm, unternahm im Abgeordnetenhaus die Seiyukai einen lärmenden Vorstoß und begleitete die Rechenschaftsberichte der Minister mit Zwischenrufen. Der Vertreter dieser Partei H a m a d a , griff besonders den Kriegsminister T e r a u ch i an und behauptete, daß die Reform der Wehrmacht entgegen der Ansicht des Kriegsministers noch lange nicht durchgeführt worden sei, da der Einfluß des Militärs auf die Politik gegenwärtig stärker denn je fei. Eine Entgegnung des Kriegsministers führte zu einem scharfen Zusammenstoß mit Ha- mada. Nach Abschluß der Debatten wurde -eine Kabinettssitzung abgehalten. Ministerpräsident Hirota hielt darauf dem Kaiser Vortrag. Kurz danach wurde bekanntgegeben, daß das Parlament auf Vorschlag des Kabinetts und mit Genehmigung des Kaisers auf drei Tage vertagt worden ist. Als Begründung hierfür wird der scharfe Zusammenstoß zwischen dem Kriegsminister und der Seiyukai genannt. Das Verlangen des Heeres. Tokio, 22. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Parlament ist am Freitag früh zu einer wichtigen Sitzung zufammengetreten, um eine Lösung der Krise zu finden, die aus dem Zusammenstoß zwischen den Parteien und dem Kriegsminister während der Reichstagssihung am Donnerstag entstanden ist. Der Sprecher bestätigte die Nachricht, daß die Wehrmacht in ultimativer Form d i e Auflösung des Reichstages verlangt, da ihr die weitere Zusammenarbeit mit den im Reichstag vertretenen Parteien unmöglich erscheint. Falls die Auflösung des Reichstages infolge des wider st andes der im Kabinett vertretenen Parteimini ft er nicht durchzusehen sein sollte, verlangt die Wehrmacht den Rücktritt dieser vier Ittimfter und ihre Ersetzung durch Wanner, die parteipolitisch nicht gebunden sind, um mit Hilfe eines solchen umgeformten Kabinetts die Reichstagsauflösung durchzusehen. Die Agentur Domei und Extrablätter der hiesigen Zeitungen melden bereits als Beschluß der Kabi- nettssihung die Auflösung des Reichstages. Die politischen kreise beurteilen die Auflösung als Sieg des Standpunktes der Wehrmacht, find aber der Auffassung, daß diese Auflösung den verschieden st en Entwicklungs- Möglichkeiten Raum gibt. Auch in dem modernen nach westlichen Vorbildern gestalteten japanischen Verfassungsstaat spielen der Reichstag und die parlamentarischen Parteien nur eine sehr untergeordnete Rolle, die durch den wachsenden Einfluß der Armee auf den politischen Kurs noch mehr beschränkt ist. Die Jahre 1931 bis 1936 waren durch ein stetiges Schwächerwerden der politischen Staatsführung gekennzeichnet. Eine Folge davon waren nutzlose Kämpfe mit den Parteien, gegenüber denen die Wehrmacht auf rasche außenpolitische Entscheidungen drängte. Die Spannungen entluden sich in dem bekannten Putsch der jungen Offiziere vom 26. Februar 1936, dem das K a - binett Hirota ein Ende machte. Der Kriegsminister T e r a u ch i griff energisch durch und vermied damit einen erneuten Zusammenstoß, der sich aus der Verschärfung der Gegensätze zwischen den aktivistischen stark sozialistisch eingestellten Kreisen der Armee, verstärkt durch zahlreiche rechtsradikale Verbände und dem liberalistisch-kapitalistischen System der politischen Parteien und des Bürokratismus zwangsläufig ergeben hätte. Der im Februar neu gewählte Reich strng, in dieSeiyukai mit 174 Sitzen nach derMinfeito (205 Sitze) die zweitstärkste Partei ist, stellte sich ursprünglich bedingungslos hinter das Kabinett Hirota. Aber die außerordentlich hohen finanziellen Anforderungen, die die Wehrmacht an den Rüstungshaushalt stellt, gaben bald wieder Anlaß zu scharfer Opposition gegen die Regierungspolitik. Das will an sich für die politische Lage Japans nicht sehr viel bedeuten, da der Reichstag nur einmal im Jahre für drei Monate Zusammentritt (vom 25. Dezember bis etwa zum 20. März) und von dieser Zeit noch etwa ein Drittel auf Feiertage entfällt. Eine Auflösung des Parlaments gehört in Japan durchaus nicht zu den Besonderheiten. Politische Entscheidungen von Bedeutung fallen außerhalb des Parlaments, das außerhalb des Rahmens der Haushaltsbewilligung und der Gesetzgebung keinerlei Rechte besitzt und namentlich keinen Anspruch hat, in militärischen oder außenpolitischen Dingen gehört zu werden. Und diese nehmen in der japanischen Politik i heute durchaus den Vorrang ein. L. nationale Erfolge vor Madrid und Malaga. Bolschewistisches Munitionslager in die Lust geflogen. Salamanca, 22. Jan. (DNB. Funkspruch.) Nationale Bombenflugzeuge wiederholten ihren bereits am Vortage erfolgreich durchgeführten Angriff auf die wichtigsten bolschewistischen Stellungen b e i Valdemorillo und Colmenarefe an der Madrider Front. Riesige Explosionen sowie ein großer Brandherd zeigten an, daß in Valdemorillo ein bolschewistisches Munitionslager als Folge der nationalen Bombenabwürfe in die Luft geflogen ist. Im Abschnitt Universitätsstadt erfolgte in den Morgenstunden des Donnerstag abermals ein heftiger Gegenangriff der Bolfche- w i ft e n. Legionäre und Marokkaner ließen die Banden bis an wenige Meter vor der vordersten Grabenlinie herankommen und verursachten ihnen durch Handgranaten und Maschinengewehre so schwere Verluste, daß sie nach kurzer Zeit zurück wichen. Auch die im Madrider West - park liegenden nationalen Streitkräfte wiesen einen bolschewistischen Gegenangriff erfolgreich zurück und verfolgten die Angreifer bis in ihre eigenen Grabenlinien. Der nationale Heeresbericht meldet die Festigung der nationalen Frontabschnitte in der Provinz Malaga und die Säuberung der in den Bergen van Ronda gelegenen Ortschaften von versprengten bolschewistischen Horden. Ferner wurde die Verbindung zwischen den einzelnen nationalen Vorhuten hergestellt. Die nationalen Truppen erbeuteten umfangreiches Material, darunter Lastkraftwagen, Lebensrnittel, Vieh und Sanitätsmaterial. Am Donnerstag gelang es Kavallerie, in einem kühnen Durchbruchsversuch bis zu den Schützengräben vorzudringen, die sich rings um Malaga ziehen. Das stete Pordringen der nationalen Truppen steigert die Nervosität der Bolschewisten. Der „Gouverneur" von Malaga rief in einer erregten Ansprache über den Sender in Malaga alle Bolschewisten zu den Waffen. Er mußte zugeben, daß die Stadtin Höch st er Gefahr sei und die Nationalen vor Malaga eine ähnliche Lage geschaffen hätten wie vor Madrid. Alle wehrfähigen Einwohner hätten da die Pflicht, zu verhindern, daß der Gegner auch nur einen Fuß in die Stadt setze. Die Bolschewisten bestreiten das Asylrecht. Senf, 21. Ian. (DNB.) Der V ö l k e r b u n d s- r a t begann seine 96. Tagung unter dem Vorsitz des chinesischen Vertreters Wellington Koo. Bei Festsetzung der Tagesordnung entwickelte sich eine längere Aussprache über den chilenischen Antrag, demzufolge der Völkerbundsrat sich mit dem Schicksal der Flüchtlinge in den Madrider Gesandtschaften beschäftigen solle. Der „Vertreter" der Valencia-Bolschewisten widersetzte sich der Aufnahme dieses Punktes in die Tagesordnung und wurde dabei, wie nicht anders zu erwarten war, von Litwinow-Finkel- ftein unterstützt. Litwinow-Finkelstein behauptete, daß ein Asylrecht in der von Chile und dem ganzen diplomatischen Korps in Madrid geltend gemachten Form niemals bestanden habe. Der chilenische Vertreter Edwards konnte demgegenüber nachweisen, daß die früheren spanischen Regierungen das Asylrecht i n der gleichen Weise ausgefaßt hätten, wie es Chile jetzt in Anspruch nehme. Das Ergebnis der Aussprache war, daß die Asylfrage nur als Nebenfrage der auf der Tagesordnung stehenden „h u - maniküren Angelegenheiten des spanischen Bürgerkrieges" (Bericht der Hygiene-Kommission) erörtert werden soll. 1929 und 1930. Unendlich oft hat eine geschäftige ausländische Gerüchtemacherei ihn totgesagt. Die (Ehrungen, die dem Sechzigjährigen zum 22. Januar 1937 entgegengebracht werden, sind ein wirkungsvolleres Dementi als irgendeine Presseberichtigung seines Rücktritts. Adolf Hitler und seine nächsten Mitarbeiter haben dem tüchtigen und tatenfrohen Mann ihr Vertrauen unverändert erhalten. Die letzten vier Jahre der Schachtschen Amtsführung find nicht minder segensreich gewesen als die ersten 6% Jahre. Schacht übernahm eine traurige Erbschaft. Eine Reihe großer deutscher Banken war notleidend geworden. Der Zustrom ausländischen Kapitals nach Deutschland war versiegt. Ein wilder Run der Gläubiger kurzfristiger Darlehn hatte nur durch einen Akkord — die „Stillegung" —, auf ein leidlich erträgliches Maß gemildert werden können. Die Gold- und Devisenreserven der Reichsbank waren bis auf einen Rest aufgezehrt. Schachts Warnung vor den Gefahren einer gedankenlosen Auslandverschuldung waren buchstäblich in Erfüllung gegangen. Mit nicht mehr zu überbietender Eindringlichkeit hatte Dr. Schacht seit seinem Wiedereinzug in die Reichsbank Deutschlands Gläubiger für langfristige Anleihen beschworen, nicht nur im deutschen Interesse, sondern auch im eigenen Interesse und zu Nutz und Frommen der Weltwirtschaft in eine Revision ihrer Zins- und Tilgungsansprüche zu willigen oder dafür zu sorgen, daß Deutschlands Warenausfuhr sich auf einen sehr viel höheren Stand hob. Die Verhandlungen schlugen fehl, da niemand mit Opfern und Verzichten - vor- angehen und nicht zuletzt auch, da mancher sich der Macht der unbefriedigten Gläubigers auf rein Mischern Gebiet bedienen wollte. Es hätte Schachts Natur widersprochen, wenn er sich damit abgefunden und der Auspowerung Deutschlands durch die Gläubiger ihren Lauf gelassen hätte. Mitte 1934 verkündete Schacht ein befristetes Ueberweisungs- moratorium. Seitdem spielt sich eine Auseinandersetzung ab, die es verhindert, daß alle internationalen Kräfte zur Ueberwindung der Weltkrise einheitlich verwendet werden. Die Länder, denen gegenüber Deutschland im Warenaustausch Ueberschüsse erzielt und die gleichzeitig seine Gläubiger sind, setzten gegenüber Deutschland Verrechnungsabkommen durch, durch die ein Teil der deutschen Ueberschüsse zur Einlösung von Gläubigerforderungen und zur Abtragung alter Warenschulden einbehalten wurde. Deutschland antwortete im September 1934 mit der Inkraftsetzung des „Neuen Plan s", durch den jede Einfuhr genehmigungspflichtig gemacht wurde. Gleichzeitig wurde die schon vorher wieder eingeführte Devisenbewirtschaftung verschärft. Eine weitere Konsequenz der gespannten außenwirtschaftlichen Lage ist zwei Jahre später die Verkündigung des zweiten Vierjahresplans durch den Führer und Reichskanzler gewesen. Schacht war unermüdlich tätig, die deutsche Ausfuhr anzuregen und Deutschlands Anteil am internationalen Warenaustausch nicht absinken zu lassen. Diese Bemühungen sind trotz der unvermindert gespannten Devisenlage erfolgreich gewesen. In den letzten Monaten hat der nunmehr Sechzig- jährige — der an Beweglichkeit und Unternehmungsfreudigkeit es mit Dreißigjährigen voll aufnimmt —, eine starke und eindrucksvolle Werbung für eine Wiederbeteiligung Deutschlands an kolonialer Wirtschaft eingeleitet. Er hat die Länder im Südosten unseres Erdteils und im nahen Orient auf Flugreisen besucht und sich aus eigenem Augenschein ein Bild von den dort für uns gegebenen Wirtschaftsmöglichkeiten zu> verschaffen versucht. Er hat sich um die Beseitigung des vertragslosen Zustandes zwischen Deutschland und Frankreich bemüht und seine persönlichen Beziehungen sowie sein Verhandlungsgeschick in den Dienst dieser wichtigen Aufgabe gestellt. Was Schacht im Dezember des vergangenen Jahres in einem Vortrag zu Frankfurt und in einer amerikanischen Zeitschrift zur Uebertragung kolonialer Erschließungsrechte an Deutschland sagte, hat jenseits unserer Grenzen durchaus nicht nur feindselige Ablehnung erfahren. Die Stimmen mehren sich, daß Dr. Schacht, der als betonter Wirtschaftler keinerlei politischer Nebenabsichten verdächtig ist, nicht nur eine billige Forderung erhebt, sondern damit auch im Interesse des Weltfriedens und der Weltwohlfahrt spricht. Schacht ist Sohn eines Geschäftsmannes aus der Nordmark. Er ist gelernter Kaufmann, Wirtschafts- Organisator und Bankier. Er hat wie jeder tüchtige Mann, an exponiertem Posten — warme Freunde, aber auch entschiedene Gegner. Er kann gewinnend liebenswürdig, aber auch zäh und unerbittlich sein. Er ist kein „bequemer" Mann. Er trägt persönliche Dinge nicht nach und gehört auch nicht zu jenen, die ihr Ohr vor ernsten Absichten anderer verschließen. Er ist der gegebene Eckart der deutschen Währung gewesen. In diesen Tagen kommen an den führenden Mann in der Reichsbank und im Wirtschaftsministerium zahlreiche aufrichtige Wünsche heran, daß er noch lange seine Aemter so tatkräftig verwalten möge, wie er es bald vierzehn Jahre zum Nutzen des deutschen Volkes und der deutschen Wirtschaft getan hat. * Hjalmar Horace Greely Schacht ist 1877 in Tinglest (Schleswig) als Sohn des Kaufmanns William Schacht und seiner Ehefrau Konstanze, geborene Freiin von (Eggers, geboren. Er besuchte von 1886 bis 1895 das Johanneum in Hamburg und studierte in Berlin, München, Leipzig, Paris und Kiel Germanistik und Nationalökonomie; 1899 promovierte er in Kiel zum Dr. phil. 1903 übernahm er die Leitung des volkswirtschaftlichen Büros der Dresdner Bank. 1908 wurde er stellvertretender Direktor. 1914 und 1915 war er finanz- und währungspolitischer Berater des Generalgouvernements Brüssel. 1916 trat er als Vorstandsmitglied bei der Nationalbank für Deutschland ein; 1922 wurde er Geschäftsinhaber der Darmstädter und National- bank. Am 12. November 1923 wurde er Reichs- währungskommissar, am 22. Dezember 1923 Präsident des Reichsbankdirektoriums und führte als solcher die Stabilisierung der Mark durch. Bekannt ist sein Kampf gegen die ungesunde Ueberhohung der Auslandskredite und gegen den wirtschaftlichen Widersinn der Reparationszahlungen. Am 2. April 1930 legte er, da er mit der damaligen deutschen Reparationspolitik nicht einverstanden war, sein Amt als Reichsbank- 9er Führer will Eden antworten. Berlin, 21. Jan. (DNB.) Bekanntlich hat sich der englische Außenminister Eden in seiner Rede am 19. Janauar insbesondere mit Deutschland beschäftigt. Wie der „Völkische Beobachter" erfährt, hat sich der Führer und Reichskanzler die Beantwortung dieser Rede, soweit sie auf Deutschland Bezug hat, s e l b st vorbehalten. EhrengenOtsordnung der deuischen Wirtschaft Ser Untergang des Versuchsbootes „Welle" In g. Gegen ft o n f u • ichbera alles sauber, geschickt'und mit der «durch das bisherige Arbeitsgebiet der Tobis" eine itiaen Aufmachung — Mordkommission, Unter- wesentliche Erweiterung erfuhr, hat der Aufsichts- chungshaft, Verhör, dramatische Filmszene, Tanz- rat beschlossen, den Vorstand der ,^Tobrs durch zwei Ei suchsboot „Nautilus" gefunden. ♦ Zum drittenmal in kurzer Zeit hat unsere junge Kriegsmarine einen schweren Verlust zu tragen. Wir senken still mit ihr die Fahne vor den 25 Seeleuten des Versuchsbootes „Welle". Die besondere Tragik dieses Falles liegt darin, daß das Boot, mit seiner Besatzung in der Hilfeleistung schon viel bewährt, wieder einmal ausgelaufen war, um zwei Schiffen beizustehen, die in Seenot geraten waren. Die Besatzung der „Welle" hat sehr wohl gewußt, daß der furchtbare Schneesturm in der Unglücksnacht die Gefahren für ihr mutiges Unternehmen noch vervielfachte. Sie hat sich gleichwohl es nicht nehmen lassen, den bedrängten Kameraden beizuspringen. Die Geretteten vermochten den schützenden Hafen zu erreichen — die todesmutigen Helfer riß die See auf den Grund. Die Gewässer von Fehmarn haben für uns Deutsche schon eine schmerzvolle Erinnerung verursacht. Dort sank ja auch das Schulschiff „Niob e", Das Beiprogramm bringt neben der Fox-Ton- wöche einen interessanten Kulturfilm „Unbekannte Vogelwelt" und Eulenspiegel-Schwänke mit Lingen als Till. Hans Thyriot. Für Wettbewerbsstreitigkeiten bleibt die Zustan. dakeit der ordentlichen Gerichte, und zwar sowohl hinsichtlich der zivilrechtlichen Unterlassungsklage wie auch der strafrechtlichen Verfolgung des unlauteren Wettbewerbs, unangetastet. Dagegen fallen die bei den Industrie- und Handelskammern auf freiwilliger Grundlage eingerichteten Ehrengerichte. Wie in der Sozialpolitik durch Schaffung des „Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit" der Grundsatz der sozialen Ehre in den Mittelpunkt der Entwicklung gestellt worden tft, so soll auch für die Funktionen der Unternehmer sowie der Geschäftsführer der gewerblichen Organisation der Ehrenstandpunkt zu einem entscheidenden Maßstab gemacht werden. Es darf erwartet werden, daß die Ehrengerichtsordnung lautere Wirtschaftsgesinnung, wie sie das Dritte Reich von allen in der Wirtschaft tätigen Personen verlangt, fördern und eindeutige Ehrbe- griffe zu einem wesentlichen Bestandteil des Wirt, schaftslebens machen wird. „Diario de Noticias" schreibt zu den kommunistischen Gewaltakten, die Bombenattentate seien bezeichnend für die feige Kampfesweise ihrer Urheber, die in einem friedlichen Ordnungsstaat ihren Terror auszuüben versuchten. Die Attentate stellten lediglich den Versuch dar, das internationale Ansehen des neuen Staates Portugal zu erschüttern. Der Innenminister erklärte, die Vorkommnisse bestätigten klar und eindeutig, wie recht die portugiesische Regierung mit ihrer Behauptung gehabt habe, der spanische Bürgerkrieg ge- beten, an einem neugeborenen Sohne des Häup!-- lings die Zeremonie der Aufnahme in die Familien« gemeinfchaft zu vollziehen und sozusagen Patenstelle! zu vertreten. Die Forscher werden über Lampang' )ie Reise an die chinesische Grenze antreten. getroffen. Bolschewistische Bomben aiientaie in Portugal. Ausländer als Urheber. Gute Möbel bei Koos Giess en Schulstr 6 Gründgens, Zannings und Forst im Aufsichtsrat der Tobis. Die bei der „Tobis" beabsichtigten organijatori- schen Veränderungen sind in folgender Weise beschlossen worden: Es werden die Herren Staatsrat Gustav Gründgens, Staatsschauspieler und Reichskultursenator Emil I a n n i n g s und Willi Forst zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt werden. Sie werden einem Ausschuß angehören, der die Geschäftsleitung in Fragen der Produktionsplanung und der künstlerischen Gestaltung der Filme beraten wird. Die Bearbeitung der Filmproduktion und die Verantwortung hierfür wird, nachdem die „Tobis" die Gesamtkontrolle über ihre drei Verleihgesellschaften „Tobis- Europa-Film-AG.", „Tobis-Rota-Film-AG." und „Syndikats-Filmgesellschaft m. b. H." erworben hat, von den einzelnen Verleihgesellschaften auf die Muttergesellschaft verlegt. Dort werden verschiedene Herstellungsgruppen gebildet, ferner wird ein Dramaturgisches Büro und Besetzungsbüro für die gesamte Produktion der „Tobis" eingerichtet. Da hier- Das Beileid des Führers. Berlin, 21. 3an. (DRV.) Der Führer und Reichskanzler hat an den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral R a e d e r, nach, stehendes Telegramm gerichtet: „Mit tiefer Trauer erhalte ich die Nachricht vom Untergang des Der- fuchsbootes „Welle" und dem Tode feiner Bejahung. Ich spreche Ihnen und der Kriegsmarine meine herzlichste Teil nähme an dem schweren Verlust aus und bitte Sie, den Hinterbliebenen der bei ihrer tapferen Rettungstat ums Leben gekommenen Kameraden mein tiefempfundenes Beileit» zu übermitteln; ihr Opfer wird als Beispiel treuer Kameradschaft in der Geschichte der Seefahrt weiterleben, gez. Adolf Hitler." * Die vom Führer und Reichskanzler ins Leben gerufene Stiftung „Opfer der Arbeit auf S e e" hat für die Hinterbliebenen der bei dem Untergang des Versuchsbootes „Welle" umgekommene Besatzung einen Betrag von 10 000 RM. zur Verfügung gestellt. Es wird gebeten, etwaige s o n st i g e Spenden auf das Konto der „Stiftung für Opfer der Arbeit auf See" bei der Reichskreditgesellschaft, Berlin W 8, einzuzahlen. Tagesbefehl an die SA. Berlin, 21. Ian. (DNB.) Stabschef Lutze hat aus Anlaß des Unterganges des Versuchsbootes „Welle" einen Tagesbefehl an die SA. erlassen, in dem es u. a heißt: „SA.-Männer! 25 Angehörige der Deutschen Kriegsmarine haben in kameradschaftlicher Einsatzbereitschaft bei den Rettungsvorhaben den Seemannstod gefunden. Mit den Kameraden der Deutschen Kriegsmarine und den Angehörigen der Toten trauert die gesamte SA. um den schweren Verlust, und ich ordne deshalb an: Sämtliche Dienstgebäude der SA. setzen am Tage der Beisetzung die Flaggen Halbstock. Kiel, 21. Ian. (DNB.) Zu dem Untergang des Versuchsschiffes „Welle" erfahren war von zuständiger Stelle noch folgende Einzelheiten: Der Segelschoner „Duhnen" der SA.-Gruppe Nordmark war bei einer Ausbildungsreise bei normaler Wetterlage im Nordosten der Insel Fehmarn auf Grund geraten. Auf sein Notsignal wurde das Dersuchsschiff „W eile" zur Hilfeleistung eingesetzt. Am nächsten Tage traf d er Schlepper „Fairplay 10" an der Unsall- stelle ein, und beide Schiffe versuchten, die ge= strandete „Duhnen" abzuschleppen. Der Versuch mißlang, da das Wasser inzwischen gefallen war. Sonntag trat Wetterverschlechterung em, und der sehr hart aus Südost wehende Wind steigerte sich am Montag zum Sturm mit Schneetrei- b e n. Auf ,',Fairplay 10" brach die Ankerkette und, da gleichzeitig die Schlepptrosse in den Sog kam, strandete der manöverierunfähig gewordene Schlepper etwa 100 Meter neben der „Duhnen". Dem Rettungsboot von Puttgarden gelang es, Teile der Besatzung der „Duhnen" zu bergen. Es mußte aber wegen weiterer Wetterverschlechterung seine Rettungsversuche einstellen. . . Das Versuchsschiff „Welle" erhielt die Weisung, Schutz unter Land zu suchen. „Welle hat diesen Befehl funkentelegraphisch bestätigt. Am Dienstagvormittag wurde der Chef des Schulverbandes der Sperrschule, der mit drei Minensuchbooten im Heimathafen lag, in See geschickt, um „Welle" abzulösen. Als „Welle" nicht gefunden wurde, suchten die Boote die Westküste der Insel Fehmarn ab. Schneesturm und sehr geringe Sicht erschwerten die Sucharbeit. Am Mittwochmorgen begann bei Hellwerden die planmäßige Absuchung des Fehmarnbeltes, der Kieler Bucht und der Belt- eingänge durch alle verfügbaren Fahrzeuge der Flotte 'sowie durch Flugzeuge. Um 10.30 Uhr wurde das Wrack der „Welle", dessen Maste etwa vier Meter über Wasser ragten, durch das Der- Die deutsche Expedition Bernatzik in Hinterindien. Von Nan aus, im nordwestlichen Siam, hat das Ehepaar Bernatzik die Meau ausgesucht, eines der noch unerforschten Bergvölker Hinterindiens. Nach einer wochenlangen Fußwanderung wurden die über 1600 Meter hohen Gipfel der indochinesischen Grenzberge erreicht, auf welchen — zwei bis drei Tagereisen von einander entfernt — die Dörfer dieses tibeto^burmanischen Volkes liegen. Die Meau weisen in Körperbau, Kleidung und manchen Sitten auffallende Aehnlichkeit mit den Lappen des nördlichen Skandinaviens auf. Angesichts der Tatsache, daß die Meau ein überaus kräftiges, arbeitsames und^sich stark vermehrendes Volk sind, hat Dr. Ber- natzft für die siamesische Regierung Untersuchungen über die Möglichkeit einer Kolonisation angestellt. Während des Aufenthaltes in den Dörfern der Meau konnten die Forscher vor allem in den Schamanenkult, das Wesen der Tieropfer und den vielseitig ausgeprägten Geisterglauben Einblick gewinnen, die Sprache studieren und noch nie beobachtete Zeremonien photographisch festhalten. Ein Jagdausflug auf Büffel und Tiger ergab die beste Gelegenheit mit den überaus heiteren Meau in engste Verbindung zu treten. Dieser Ausflug war leider Anlaß eines Zwischenfalles, denn einer der Träger wurde nachts von einem Tiger überfallen und getötet. Aber auch durch dieses Unglück wurde das gute Einvernehmen zwischen den Meau und dem Forscherpaar nicht gestört. Dr. Bernatzik wurde sogar ge- stark sein. Die Bedeutung Zyperns fei in strategischer Hinsicht durch die Vollendung der Oel- l e i t u n g von den Oelfeldern des Iraks nach Haifa außerordentlich gewachsen. Große Manöver in Singapur London, 22. Jan. (DNB. Funkspruch.) Singapur, dem größten britischen Kriegshafen im Pazifik an der Malakkastraße, beginnen in den näch- sten Tagen große Manöver der britischen Flotte, der L u f t st r e i t k r ä f t e und der B e s a tz u n g s. truppe, um die Derteidigungsmöglichkeiten des Hafens für den Ernstfall zu prüfen. Das erste in Uebersee stationierte Luftgeschwader, die an diesen Manövern teilnehmen, ist bereits in Singapur ein« weitere Mitglieder zu ergänzen. Dem Vorstand der „Tobis" gehören nunmehr an? Dr. Ernst Scheff- l e r, der den Vorsitz übernimmt; das bisherige Aufsichtsratsmitglied und Mitglied des Reichskultursenats, Diplomkaufmann Sigmund Jung; dcr bi: herige Direktor der „Tobis-Kinoma-Film-AG.", Fritz Mainz. Sigmund Jung; der bis- „Tobis-Kinoma-Film-AG.", B e r I i n , 21. Jan. (DNB.) Bereits in dem Erlaß über die Reform der Organisation der gewerblichen Wirtschaft hatte der Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht angekündigt, daß eine Ehrengerichtsbarkeit eingeführt werden sollte. Em Ausschuß der Reichswirtschaftskammer, unter Leitung des Rechtsanwalt Graf von der Goltz wurde mit der Ausarbeitung beauftragt. Nun hat der Reichswirtschaftsminister die Reichswirtschaftskammer angewiesen, die von ihm gebilligte Ehrengerichtsordnung durch Aufnahme in die Satzung der Gliederungen der Organisation der gewerblichen Wirtschaft in Kraft zu setzen. Die neue Ehrengerichtsordnung der deutschen Wirtschaft geht davon aus, daß alle Unternehmen und gesetzlichen Vertreter von Unternehmungen die Pflicht haben, 21 n ft a nb und Sitte d e s ehrbaren Unternehmers zu wahren und sich durch ihr Verhalten der Achtung würdig zu zeigen, die der Beruf und die Zugehörigkeit zur Organisation der gewerblichen Wirtschaft erfordern Gröbliche Verletzungen dieser Pflichten sollen durch die Ehrengerichte geahndet werden. Dem Chrengerichtsoerfahren können sich auch sonstige, m verantwortlicher Stellung in gewerblichen Unternehmungen tätige Personen sowie Geschäftsführer von Kammern, (Gruppen und Verbanden, die nicht Beamte sind, unterwerfen. Als Gerichte in erster I n st a n z entscheiden die bei den 18 Bezirks- wirtschaftskammern eingerichteten Ehrengerichte, in der Besetzung von einem Vorsitzenden, der die Fähigkeit zum Richteramt und wirtschaftliche Kenntnisse haben muß, und mindestens zwei Beisitzern aus den Kreisen der gewerblichen Wirtschaft. Das Erfahren, für das im wesentlichen Die Bestimmungen der Strafprozeßordnung gelten sollen, endigt mit Freispruch, Einstellung oder Der- Oie Finanzierung der polnischen Aufrüstung. 1 Milliarde Zloty für den Berteidigungsfonds. Warschau, 22. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der polnische Ministerrat hat zwei Gesetze über die Ausstattung des nationalen Verteidigungsfonds und über staatliche Jnvestierungsarbeiten beschlossen. Dem nationalen Derteidigungsfonds soll danach in den vier Jahren 1937 bis 1940 insgesamt eine Milliarde Zlothy (rund 500 Millionen Mark) zugewiesen werden. Diese Summen werden in erster Linie aus der französischen Rüstungsanleihe und den französischen Krediten gedeckt. Abgesehen von dem Jahre 1937, dessen Gesamtbetrag aus der französischen Anleihe stammt, sind für die weiteren drei Jahre ergänzende Anleihen bis zur Höhe von 400 Millionen und ergänzende Kredite in Aussicht genommen. Das Gesetz über die staatlichen Investierungen sieht für das Jahr 1937 Anlagen in H o he von 264 Millionen Zlothy (rund 130 Millionen Mark) vor. Die Mittel dafür werden aus dem Arbeitsfonds und durch die staatlichen Finanzinstitute aufgebracht, so daß eine innere A n - leihe zur Finanzierung des Jnvestierungsplanes nicht vorgesehen ist. Der Plan der Investierungen wird hinter dem Gesichtspunkt der Wehrfähigkeit des Staates aufgestellt. Zypern Hauptstützpunkt der britischen Lufistreitkräfie im östlichen Mittelmeer. London, 22. Jan. (DNB. Funtspruch.) Die Insel Zypern wird, wie „Morning Post" berichtet, in kurzer Zeit ein strategischer Mittelpunkt der britischen Luftstreitkräfte im östlichen Mittelmeer werden. In der Nähe des Hauptortes der Insel, Nikosia, werden unterirdische Flugzeughallen für wenig st ens 50 Flugzeuge angelegt. Die Gesamtkosten dieser Anlage beliefen sich auf rund 250 000 Pfund (etwa 3 Millionen Mark). Die Garnison werde von einer Kompanie auf ein Bataillon erhöht werden. Die Besatzungstruppen würden dann mit Einschluß des Stabes der Luftstreitkräfte etwa 2000 Mann urteilunn. Es finb vier Ehrenstra e n vorge. leben, nämlich Warnung, Verweis, Geldbuße und zeitweise oder dauernde Aberkennung der Fähigkeit, Aemter in der Organisation der gewerblichen Wirt- schast oder des Verkehrs zu bekleiden Bet den Geld, busten sind sogenannte Togesbutzen sestgesetzt, deren geldliche Höhe unter Berücksichtigung der Person- sichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Taters ,u bemessen ist. Gegen die Entscheidung kann Be- rufung eingelegt werden. Sie geht an den Ehren. Gerichtshof der deutschen Wirt, schast bei der Reichswirtschastskammer, Er ent. scheidet in einer Besetzung von einem Vorsitzenden und vier Beisitzern. Zum Vorsitzenden wird der Rechtsanwalt Graf von der Goltz bestellt Lissabon, 21. Jan. (DNB.) Da den Bolschewisten in Spanien das Wasser bis an den Hals steht, versuchen sie ihrer verlorenen Sache in Spanien durch Terrorakte in Portugal auf die Beine zu helfen. So ereigneten sich in der vergangenen Nacht mehrere schwere Bombenatten« täte in Lissabon und Umgebung. Gegen 23 Uhr explodierten irn spanischen Konsu« I a t, im Erziehungsministerium, in den Funkstationen Emissora und Radioclub Portuges, in der Nähe des Kriegsmaterialdepots in Beirola und fn der Umgebung einer größeren Anzahl von Benzin« Waggons in Alcantara mehrere Sprengkörper. Infolge der Verwendung hochbrisanten Sprengstoffes wurde bei den Anschlägen erheblicher Materialschaden angerichtet. Glücklicherweise scheinen Menschen nicht zu Schaden gekommen zu sein. Die Polizei nahm zahlreiche Verhaftungen von verdächtigen kommunistischen Elementen vor. präftbent nieder. Bald darauf unternahm er, um die Welt über das wahre Wesen der Reparationen aufzuklären, Vortragsreisen nach Südosteuropa, Skandinavien und in die Vereinigten Staaten. Nach dem Umbruch wurde Schacht, der sich schon einige Jahre vor der Machtübernahme für Adolf Hitler und die nationalsozialistische Bewegung eingesetzt hatte, einer der engsten Mitarbeiter des Führers auf dem Gebiet von Wahrung und Wirtschaft. Seit dem 17. März 1933 hat er wieder das Amt des Reichsbankpräsidenten inne, und am 30. Juli 1934 wurde er gleichzeitig mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichs- und preußischen Wirtschaftsministers beauftragt. Der WttmnW des Wer«. Berlin, 22. 3an. (DRV.) Der Führer und Reichskanz 1 er hat an den Reichsbankpräsiden- ten Dr. Schacht nachfolgendes Gtückwunfch- schreiben gerichtet: „Sehr geehrter Herr Dr. Schacht! Zu 3hrem morgigen 60. Geburtstag spreche ich 3hnen meine herzlichsten Glückwünsche aus. 3ch gedenke dabei mit Anerkennung und Dank der großen Verdienste, die Sie sich in 3hrem langjährigen Wirken als Reichsbankpräsident um die Erhaltung der deutschen Währung und in den letzten 3ahren durch 3hre Arbeit als Leiter des Reichs- und Preu- hischen Wirtschaftsministeriums um die Ordnung und den Ausbau der deutschen Volkswirtschaft erworben haben. 3ch wünsche von Herzen, daß 3hnen nötigen —,_____v— suchungshaft, Verhör, dramatische Filmszene, Tanzkabarett, Barbetrieb, Erpressung, zuletzt wilde Flucht und Verfolgung, Zweikampf auf der Beleuchterbrücke — in Szene gesetzt. Es spielen mit: Earl Ludwig Diehl, gepflegt und verhalten, zuletzt ein wenig auf den Spuren von Hans Albers^ Kitty Jantz en, eine neue Entdeckung der Tobis; Lingen, den wir schon nannten; Dannemo n n , energischer und rühriger Kriminalmann; Alice Treff; Margit Symo; Anton Point- ner, — um nur die wichtigsten Figuren zu nennen. — (Tobis Europa.) auch fernerhin persönliches Wohlergehen und weitere erfolgreiche Arbeit im Dienste des deutschen Volkes beschieden seien. Wit deutschem Gruß! gez. 3hr Adolf Hitler." Drei Hjalmar-Schacht-Slistungen Berlin, 21. Jan. (DNB.) Aus Anlaß des 60. Geburtstages des Reichsbankpräsidenten und beauftragten Reichswirtschaftsministers Dr. ^schacht hat das Reichsbankdirektorium drei Stiftungen in der Gesamthohe von zwei Millionen Reichsmark begründet. Die Stiftungsurkunde hat folgenden Wortlaut: In dem Wunsche, der Verbundenheit von Führung und Gefolgschaft der Reichsbank sichtbaren Ausdruck zu geben, dem Manne zu danken, der als einer der Besten seines Volkes in schwerer Zeit seine ganze Kraft in den D . e n ft des Vaterlandes gestellt hat. und seinen Namen mit einem Werke zu verbinden, das im Sinne eines Schaffens und entsprechend der Tradition der Reichsbank dem Nutzen des Ganzen di e- n e n soll, hat das Reichsbankdirektorium beschlossen, zu Ehren des Reichsbankpräsidenten Dr. Hjalmar Schacht und zum bleibenden Gedächtnis seines Wirkens anläßlich seines 60. Geburtstages drei Stiftungen zu begründen, die den Namen Hialmar- Schacht - Sport st iftung, Hjalmar - Schacht- Ferienheimstiftung und Hfaflmar-Schacht- Auslandstipendium tragen sollen. mit zahlreichen jungen deutschen Seeleuten. Der zweite schwere Verlust, der unsere Kriegsmarine vor noch gar nicht langer Zeit traf, war der U n t e r g an g von „U 18" mit einem Teil feiner Besatzung. Was wissen wir Binnenländer schon von 'dem pflichttreuen und dabei ebenso schweren wie schönen Dienst in der Marine — ihre Manner pflegen kein Aufhebens von sich zu machen. Wir lesen gelegentlich von Manövern, zuweilen finden wir wohl eine Schilderung darüber, wie em Kreuzer draußen in fernen Ländern die deutsche Flagge zeigt und für das Ansehen unseres Vaterlandes wirbt. Aber das alles sind ja nur winzig kleine Teilausschnitte aus dem Dienst der Marine. Und wenn wir etwa Photos von fröhlichen Szenen aus dem Matrosenleben oder vom Besuch ferner Lander durch unsere Kriegsschiffe sehen, dann geht wohl den Wenigsten zugleich auch eine Ahnung von dem verantwortungsvollen Ernst ihres Dienstes aus — bis dann eines Tages plötzlich die See sich aufbäumt und wieder eine neue Reihe von Opfern fordert. Senken wir still die Flagge und gedenken wir auch herzlich der Angehörigen derer, die ihr Leben für ihre in Not geratenen Kameraden emsetzten! „Es geht um mein Leben." Lichtspielhaus. Dieser Film kehrt mit der letzten Szene zum Anfang zurück: der Ring hat sich geschlossen. Ein richtiger Kriminalfilm mit allem Zubehör. Ein Mann ist nachts in einer Autvdroschke von einem unbekannten Täter erschossen worden — gerade, als das Auto vor der Tür eines namhaften Strafverteidigers hielt, den der Mann im Auto kurz zuvor mit dringenden Worten — „Es geht um mein Leben!" — um eine nächtliche Unterredung gebeten hatte. Niemand hat den Schuß gehört, niemand weiß, wer geschossen hat, wann geschossen wurde; nur der Diener des Verteidigers war im Vorgarten, aber der Diener verweigert die Aussage ... und wird abgeführt. Dann stellt sich heraus, daß der erschossene Mann zur Frau des Verteidigers in gewissen Beziehungen gestanden hat. Ein Brief wird gefunden, der die Frau schwer belastet. Sie ist Filmschauspielerin und setzt sich gegen einen Erpresser zur Wehr. Höchst verdächtig, daß um dieselbe Zeit eine ihr gehörende kostbare Perlenkette verschwunden ist, während der Diener, wie sich bald herausstellt, zwar geschossen hat, aber nicht auf den Mann im Auto, sondern auf eine Katze im Garten, die ihm seinen Kanarienvogel gefressen hat. (Alle Welt atmet hörbar auf, denn Theo Lingen, der Komiker, der den ernsten Fall mt ein paar witzigen Pointen verziert und entlastet, der wird doch nicht ...) Die Braut des Ermordeten hat sich von der Filmschauspielerin ein Autogramm geben lassen und aus der Schrift festgestellt, daß sie den Brief geschrieben haben muß, den man in der Hinterlassenschaft des Toten fand. Auch dieser sehr belastende Brief verschwindet. Der Anwalt, von Eifersucht und Zweifeln an seiner Frau gequält, müht sich verbissen, ihr zu helfen, den Täter einzukreisen. Neue Spuren tauchen auf, der Kreis wird enger, die Polizei arbeitet schnell und korrekt, und nun ist es nicht mehr weit bis zu jener Szene, die an den Ausgangspunkt zurückführt, die Tat rekonstruiert und den Täter entlarvt. Das ist von Richard Sochfchulnachrichten. Geh. Rat Professor Dr. phil. David Hilbert, der hervorragende Mathematiker an der Universi» tät Göttingen, begeht am 23. Januar feinem 7 5. Geburtstag. Hilbert begann seine akademische Laufbahn 1886 als Privatdozent in seine« Vaterstadt Königsberg, wurde dort Extraordinarius und (1893) Ordinarius und siedelte 1895 nah Göttingen über. Berufungen, u. a. nach Berlin und Bern, hat der Gelehrte abgelehnt. Den Akademien der Wissenschaften in Berlin, München, Wien uni Budapest gehört Geheimrat Hilbert als Mitglied an. Er ist Ritter des Ordens pour le m^rite für Wissenschaften und Künste. Ferner ist Prof. Hilbert Ehrendoktor mehrerer Fakultäten, Inhaber der goi’ denen Cotheniusmedaille und des Bolyaipreises. Ritter des bayerischen Maximiliansordens usw. 1930 wurde Geheimrat Hilbert aus Anlaß der Er Öffnung der Naturforschertagung in Königsberg zum Ehrenbürger der Stadt Königsberg ernannt In der Ernennungsurkunde werden Hilberts bahn' brechende Forschungen auf dem Gebiete der Mathe' matif, der Physik und der Philosophie hervor gehoben. Ernannt wurden: Der ao. Professor Dr. Johav- nes Stelzenberger (Moraltheologie; kath' theol. Fakultät) an der Universität Breslau zum ordentlichen Professor daselbst; der ao. Professor Dr. F. Büchner (Pathologie) an der Universität Freiburg i. B., zum ordentlichen Professor du- selbst. Von den amtlichen Verpflichtungen wurden ernt' bunden die ordentlichen Professoren Dr. Narziß A ch (Psychologie) an der Universität Göttingen Dr. Johannes Hertel (Sanskrit) an der Univeo fität Leipzig, und Dr. Johannes Hie! schal (Philosophie) an der Universität Münster. c<»'" IS i»ntcr,J hT Heide a Mob auf der ) rufjrk durch n 601 AM **. Kleine pol't'j Iftl Ä s° natio M'e En Dori jfaS-w i Am Donnerstag ei ton Mannhafte H« ' jungen gegen den M' ^sprechen. Her Mrcri)*s, !»Ms bclD 01 3««- Men, haben ' iW SS-lx ;Der Kaiser non ; imanbanten her „Smbe. 'tffregalenfüpifän Sieb tz e§ kaiserlichen Malte« i'lM bie beiden Offiz IpBenndet dem Kaiser sprach dem satanischen ftzhm überreichten Orde Biber Besatzung Dan! ji iJopan Ausdruck. li jSie Meistbeaünstigu "deutscher Ware unierun ist um weite llÄ.Aprif \ 3., d e r l i Aus, Heimbeschaffung f Bürgermeister Dr. ? 9?b bei einer ’Beratuni »SUgige Aktion der ■ SW»« »Mei« y HI. Die Stadt der R H l,a:a“5' habe der ft Weuuifcejn 0 Een vtadtbesestiauna Z Str jäh ItttSTsen no' iwrfw 7y# zweck VW 4 ,6 in •Sn.brach ein ii di« ©rurrb JJwnpfen. S?|lrf) vei auf KD M einttn ."""-in » * H en q . 6 Q^efPlofin Q^e üb'fc"’0» =h 9 der S. d! M ■''S ,.„S dien L-! fommer. '«•‘kl* lB bkstij Z'd>° Z»K Sti! * S^üridu 7°"»rbS! '“ii? fr _5r^n'|ation! e,benöen Moh^ f i e das Leben der portugiesischen Nation. Durch die geographische Lage sei der Mrmunismus heute innerer und äußerer Wirde sfeind Portugals. Der Umfang der $rji5rung bei den Anschlägen ergebe, daß hoch- ezJuive Sprengkörper VerwendOrg gefunden hätten, die nur ausländischen Ursprungs (am 'önnen. Das beweise, daß die Urheber dieser sütarllichen Verbrechen in Kreisen von Ausländern u irb portugiesischen Hochverrätern zu suchen seien. Ä« Zentrale der Kärtner Kommunisten ausgehoben. Wien, 21. Ian. (DNB.) Die Kärtner Sicher- Ms^ehörden haben die illegale Zentrale do^r Kärtner Kommuni st en in Klagenfurt aLso hoben. Zahlreiche Personen, darunter ein ehe- imlrer Beamter der Landesregierung und ein be- f-ohwr Klagenfurter Bäckermeister mit seinen Ge- h ßlfe- wurden verhaftet. Die Geheim- bjr uckere i, in der seit Jahren der „Kärntner Äolchewik" bergestellt wurde, war in einem umttr irdisch en Raum in der Ortschaft St. Mo» auf der Heide angelegt worden. Der Zugang frtfjrt- durch einen mehrere Meter tiefen Brun- nnrschacht. Von dort aus gelangte man wieder Mrd einen unterirdischen Stollen in einen betonieren Raum. In dieser künstlichen Höhle fanden bte Gendarmen eine 600 Kilo schwere Druck- pf über 200 Kilo Letternmaterial, ein Ma- fchiningewehr, zahlreiche Gewehre und Munition. b'tls»ahm Gelegenheit, Pros. Dr. Grimm seinen be- <->NgüpUs. safid^en Dank für seine erfolgreiche Arbeit und Jombenattel,' Mcherweije schein ♦ Txplosion in einem englischen Bergwerk. 2)c Kaiser von Japan empfing den Korn- monDanten der „Emden", Kapitän Lohmann, und Bomben- ortugal. rhcber. *?5 sei ,n (frei nfrung q(1 des Iraks w einem Kohlenbergwerk in der Nähe von ,£"*v ' " ~ ' Hon. Sie- v irrenbart worden zur Erörterung erzieherischer i$W°n. * Q-i 5. Februar 1937, 11.30 Uhr, findet in Mo dsbe ck-Ienfeld bei Hamburg die Traditions- üiberoabe der ehemaligen KaiserlichenSchutz- t "Ui'pe von Deutsch-Ostafrika durch Ge- Meine politische Nachrichten. Aijf Einladung des Reichskriegsministers hielt Midsminifter Dr. Goebbels in der Kriegsaka- biim; vor dem nationalpolitischen Lehrgang der MehHnacht einen Vortrag über das Thema „Das Wefm der nationalsozialistischen Propaganda". * 2lr Donnerstag erstattete Prof. Dr. Grimm dchp Reichsminister für Volksaufklärung und Pro- p^gcnda, Dr. Goebbels, über seine Tätigkeit im lhurer Mordprozeß Bericht. Dr. Gosb- i ^unfinni*, . nirr hafte Haltung anläßlich der Prozeßverhand- m / lrttgn gegen den Mörder Wilhelm Gustloffs aus- " ^riestshaftn > jutfpi-dien. S'nnen in den ch ÖWIF bntischen Flöt!, Eommen zu fein, t Meistbegünstigungsklausel für die Einfuhr stungen von oeriL EMscher Waren nach Togo und K a - tn vor. ui (nun ist um weitere drei Monate, d. h. bis zum t zu den kommnip 2{i.!bril I., verlängert worden, mattentate feien \\ .. ^«mpfeemeili 1 AUS aller Wttt. friedlichen Mnmx iTimbelchaksung für die £)3. In Nürnberg. SödT das inlr !Bürgermeister Dr. Eickemeyer (Nürnberg) i-t’uc, Nortuaal 9'sei einer Beratung einen Bericht über die gxoß- nilt/r erklärte, k SUS'- Aktion der Stadt Nürnberg zu- eindeutig,rAui^ten der Heimbeschaffung für die . ikr-r Bebau: 0. Die Stadt der Reichsparteitage, so führte er l9WirSrieq\:H; 3 aus, habe der HI. für Heimzwecke zahlreiche (^leba^be und Räume in der Stadt, zehn Türme der aiter Stadtbefeftigung, 44 Turnhallen und viele mich! historisch wertvolle Räumlichkeiten unentgelt- Itifcüberlaffen. Der jährliche Mietbetrag würde sich a| J ,'2 000 Mark belaufen. Es seien weitere erheb- ^^li-t! Nnstrengungen notwendig, wenn das Ziel er- i)l werden solle, daß jedes Stadtviertel über eine D. _ . mnrc von Lettow-Vorbeck an das II. Bataillon ö. Sa den Bolfche Ifj,fnnterie - Regiment 69 statt. Alle ehe- T bis an den P nwlnen Ostafrikaner mit ihren Angehörigen wer- enen Sache in 3;: dckr ousaefordert an der Traditionsübergabe auf ugal auf die dckn Kasernenhof des Bataillons teilzunehmen. in her oergang!-:: * ngebuna. Gegn 1 ji' Mkc.tenkapitän Liebe tanz in der Phönix-Halle 1 «„/!., ;^.r d«isi:.lserlichen Palastes. Botschafter v o n D i r k s e n die beiden Offiziere und den Marineattache n, Äenncker dem Kaiser vor. Kommandant Lohmann ÄLrtfRmer i fftati dem japanischen Kaiser seinen Dank für den i im iiiberreid)ten Orden aus und gab seinem und Men vpreng ' .i Besatzung Dank für die herzliche Aufnahme in eMidjer 3,ip(rn Ausdruck. < iiraffroagen von einem Güterzug erfaßt. Bahnhof Windschlaeg in der Nähe von Mickurg (Baden) durchbrach ein Personenkraft- die geschlossene und beleuchtete Schranke. .'p1 Kraftwagen wurde von der Lokomotive eines ersaßt und beiseite geschleudert, woraus er jiichtungev ty. ,v 3-anb geriet. Der Kraftwagenführer konnte flrOfefl0YßoHiJtc?rit Verletzungen und Brandwunden aus n t>cr faennenben Wagen retten, während eine mit- F11 ul°tli t)r Reichsamtsleiter des Nationalsozialistischen . 'Otzunz; W-HsBundes, Gauleiter Wüchtler, hatte mit dem MöglichkeitenUlg.ndführer des Deutschen Reiches, von S ch i - Dos erfik r \\i d., eine Unterredung. Für Ende Februar d.J. 'a0€r- bie an bif! jsjf eine gemeinsame Tagung sämtlicher Gebietsführer ls in Singapur.- d ir Hitler-Jugend und Gauamtsleiter des NSLB. n & :n hie Familie» Mienbe Anzahl zweckmäßig eingerichteter Heime t iidnaen Patenftk-os ifüye. Die Leitung ber Stabt ber Reichspartei- 2n über Lampes f sei entschlossen, an der Errichtung dieses Zieles ' ,ü antreten, mitzuarbeiten und die Stadtverwaltung :enze st. le daher für die Zwecke der Heimbeschaffungs- attß).- der Hitlerjugend einen Betrag von 100 000 riÄten 59 tr,.3ur Verfügung. schloß firaroarn im hultfchiner Ländchen üt David niebergebrannf. iker an ber Lu Schloß Krawarn im Hultfchiner Länd- m 23. uvn sprach ein Sranb aus, der das wertvolle Ge- t begann i 1.-01113: bis auf bie Grundmauern einäscherte. Ledig- ^rivatdozem ^.lu! ie Schloßkapelle blieb erhalten. Zehn Feuer- -de dort rrnepn bemühten sich vergeblich, das Feuer nieder- ustd fiex Karlin^1 b>en weitläufigen Schloßanlagen, die u. a. nach c^ginn des 18. Jahrhunderts unter dem Frei- -lehnt- ^en gnjen d*J11. ®eor9 Rudolf Eichendorff errichtet wor- . AuncheN' qnjhilf-r Md, waren zuletzt zwei staatliche Schulen un- ^ilbert als e^reeiiracht. $Bon der Einrichtung des Schlosses , pour nur ein Teil in Sicherheit gebracht werden. r.rner ist X.-MttöixSchaden wird auf über zwei Millionen tschecho- nt^n Ivhavsk, .j.llEaiische Kronen beziffert. Unter den zerstörten h des ^^lstchätzen sollen wertvolle Fresken und ein kost- ^..miliansvsb^ i'Gis Oelgemälde von Menzel, das Friedrich aVnU5 Änlaß v^'ktikiroßen darstellt, fein. Die Ursache des Brandes bt W L Skldkv ’ Kgr «Jlo? tureiii xogienDergroen in uei Gebiße ^trrfielb ereignete sich eine Explof ^PhilvfoM >en Arbeiter wurden getötet und eine Anzahl Dk verletzt. Es handelt sich anscheinend um eine । '^f^ -staubexplosion. Lat ®r; E ™n9, wie si- k, ^'ktschaft fötj' ^'ndeutige (Ffan Abteil besii fahrende Frau in den Flammen umkam. Auch entstand in einem Güterwagen ein Feuer, das durch das Zugpersonal gelöscht wurde. Die Lokomotive des Güterzuges wurde beschädigt. Doppelmorb in Jena. Auf einem Berggrundstück in ber Nähe von Jena würben zwei Leichen aufgefunben. Sie waren in Decken eingepackt unb verschnürt und wiesen schwere Kopfverletzungen unb Würgemerkmale auf. Die Festellungen ergaben, baß es sich um eine Frau Gaar unb ihren 81jährigen Vater handelte, die seit etwa drei Wochen vermißt wurden. Als dringend der Tat verdächtig wurden ein Mitbewohner des Gaar- schen Wohnhauses und dessen Frau verhaftet. Allem Anschein nach sind Mietstreitigkeiten das Motiv zur Tat gewesen. Finnischer Dampfer mit 26 TNann gescheitert. Der furchtbare Sturm an der Küste Norwegens hat ein weiteres Opfer gefordert. Der finnische Dampfer „Savonmaa" ist in der Nähe von Mandat gescheitert. Die 26 Mann starke Besatzung hat den Semannstod gefunden. — Die Bahn zwischen Bergen unb Oslo konnte infolge ber Schneeverwehungen den Betrieb noch nicht wieder aufnehmen. Die Stadt Stavanger ist durch Schnee unb Sturm oollstänbig von ber Umwelt abgeschnitten. Die Schiffahrt an der norwegischen Sud- und Westküste ist eingestellt worden. Deutsche Hilfsbereitschaft auf hoher See. Die Fahrgäste des Dampfers „Stuttgart" vom Norddeutschen Lloyd, der auf der Fahrt nach Manila in Colombo einlief, berichten über ein bemerkenswertes Beispiel internationaler Hilfsbereitschaft auf hoher See. Kurz nach Verlassen des Hafens von Suez erhielt der Kapitän der „Stuttgart" von dem holländischen Dampfer „Randfontein" einen Funkspruch, wonach der Erste Offizier an Blinddarmentzündung schwer erkrankt sei. Der Arzt der „Randfontein" sei jedoch nicht imstande, bie notroenbige Operation zu vollziehen. Die „Stuttgart" änberte hierauf ihren Kurs und sandte in einem Rettungsboot einen Arzt und eine geschulte Krankenschwester an Bord des holländischen Dampfers, wo die Operation mit Erfolg durchgeführt wurde. Vier Stunden später setzte die „Stuttgart" ihre Fahrt fort. Das „Urgewicht Nr. 22". Besuch in der Neichsanstalt für Maß und Gewichte. Don Adolf Neß. Am 1. April des vergangenen Jahres haben wir endgültigen Abschied vom Pfund genommen. Man muß wohl so sagen; denn im §8 des neuen Maß- und Gewichtsgesetzes vom 13. Dezember 1935, das am 1. April in Kraft trat, heißt es eindeutig und ausdrücklich: „Alle Leistungen nach Maß und Gewicht innerhalb des Deutschen Reiches dürfen nur nach den gesetzlichen Einheiten und den daraus abgeleiteten Einheiten angeboten, verkauft und berechnet werden." Als gesetzliche Einheit wird im folgenden dann das K i l o a r a m m mit feinen unteren Teilungen und Vielfachen beftimmt. Und das bedeutet nichts weniger als das Ende unserer Pfundrechnung. Warum Kilogramm und nicht mehr Pfund? Wir besuchten die Reichsanstalt für Maß unb Gewicht, bie in allen Fragen unseres Maß- unb Gewichtswesens entscheidet. Die Unterhaltung mit Professor Dr. K ö st e r s, dem Direktor ber Reichsanstalt, und Regierungsrat Dr. Lenk ergab eine Fülle interessanter Aufschlüsse. Viel Geschichte hört man über bie Entwicklung unseres Maß- und Gewichtswesens bis zur Einführung unseres heuttgen mettischen Systems, das sich auf dem Meter als Grundlage aufbaut. Man muß sie kennen, um Sinn und Bedeutung der neuen Bestimmungen verstehen zu können. Kopfschüttelnd vergegenwärtigt man sich die Zeiten, in denen das Pfund noch nicht einheitlich auf 500 Gramm festgesetzt war, in denen es in den einzelnen Landestellen des Reiches von verschiedener Größe war. Welcher Wirrwarr bei Kauf und Verkauf von Waren. Und man hört die eigenartig anmutenbe Feststellung, daß das Kilogramm als gesetzliche Gewichtseinheit keine Neuerung unserer Tage ist. Es ist als solche bereits in Gültigkeit, feit 1868 das metrische System — das auf Anwendung des Meters beruhende Dezimalsystem für Ausmessung und Bezeichnung aller Maßgrößen — also auch des Kilogramms —im Norddeutschen Bund eingeführt, und 1872 im geeinigten Deutschland gesetzlich durchgeführt wurde. „Grundlage des mettischen Systems", erklärt Professor Dr. Kösters, „war damals noch der Erdumfang, dessen vierzigmillionster Teil, das Meter, während der französischen Revolution von der sogenannten Meterkommission als „Naturmaß" ein- geführt wurde. Aber da man nicht immer wieder den Erdumfang nachmessen konnte, mußte man ein Normalmaß und Normalgewicht finden, die man immer zur Hand hatte, und bie für alle Zeiten ben höchsten Anforderungen an Genauigkeit unb Beständigkeit entsprachen. Sie mußten als gleichberechtigte künstliche Grundeinheiten des mettischen Systems Anerkennung finden." Diese Arbeit unternahm die 1875 zwischen 20 Staaten abgeschlossene Meterkonvention. Nach langen Vorarbeiten wurden 31 Meterstäbe als Strichmaße mit x-förmigem Querschnitt, und zunächst drei, später weitere 40 Kilogrammstücke aus Platiniridium hergestellt und unter die im Meterverttag zusammengeschlossenen Staaten verlost. Am 26.9.1889 erklärte bie Generalkonferenz für Maß und Gewicht das Meter Nr. 6 und das Kilogramm K III als internationale Normalmaße. Sie wurden im „Internationalen Maß- unb Gewichtsbüro" in Paris niedergelegt unb gelten als bie fehlerfreien Grundeinheiten des metrischen Systems. Deutschland erhielt bei der Verlosung bas „U r - gewicht N r. 22" zugesprochen. Es hat bie Form eines Kreiszylinders von 38 Millimeter Durchmesser und gleicher Höhe. Auf ber Zylinderfläche ist in Zweidrittelhöhe die Nummer 22 aufpoliert. Aufbewahrt wird bas Urkilogramm unter einer hoppelten Glasglocke auf einer Platte von Quarz, bie auf einem Untersatz ruht. Sie steht in einem befonbers gesicherten Raum ber Reichsanstalt, in bem bas ganze Jahr hinburch nahezu gleiche Temperatur unb burch aufgestellte Trockenmittel auch gleiche Luftfeuchttgkeit herrscht. Das ist das Ur- gewicht Nr. 22, von bem alle Hauptnormale der Eichungsaufsichtsbehörden abgeleitet unb in regelmäßigen Zeitabschnitten nachgeprüft werden. Noch sprachen wir nicht von ber eigentlichen Frage, bie immer noch gern von den Hausfrauen gestellt wird: Weshalb Kilogramm und nicht mehr Pfund? Professor Dr. Kösters und Regierungsrat Dr. Lenk geben auch darüber Auskunft. „Das Pfund mit seinen fortgesetzten Halbierungen, bem halben Pfund, Viertelpfund und Achtelpfund hat heute keine Berechtigung mehr, da es nicht in bas Dezimalsystem paßt. Die Einfachheit ber Halbierung soll nicht bestritten werden, Hinweisen muß man aber auf die Schwierigkeit des Rechnens. Und es muß auch gesagt werden, daß überall dort, wo es auf Genauigkeit ankommt unb wo gerechnet wird, das Kilogramm schon immer gebräuchlich war. Seifen, Tabak, Chemikalien, Parfümerien unb vieles anbere wurden stets im Groß- unb Kleinhandel nach Kilogramm, Hektogramm (100 Gramm) und Gramm abgegeben, unb auch Post und Reichsbcrhn kennen nur die Gewichtsangabe nach Kilogramm. Es darf auch nicht vergessen werden, daß in allen Ländern, bie um Deutschlanb liegen, schon überall bas Dezimalsystem in Geltung ist/und ber Gast, der etwa aus Skandinavien zu uns kommt, wirb nicht ein Viertelpfund (125 Gramm) sondern ein „Hekto" (100 Gramm) einer Ware verlangen." Die Vorteile ber einheitlichen Durchführung des Dezimalsystems, um die es sich hier handelt, liegen auf der Hand. Wenn wir heute statt ein Viertelpfund ein Hektogramm Wurst verlangen, wie es das neue Maß- unb Gewichtsgesetz vorschreibt, so haben wir eine einfache Beziehung zum Kildgramm, unb es ist für Verkäufer unb Käufer gewiß leichter, den Preis für ein Hektogramm als zehnten Teil bes Kilogramm- preifes zu bestimmen, als durch Bruchrechnung den für ein Viertelpfund. Unb mag die endgültige Trennung vom Pfund zunächst auch schwer fallen, — sie wird erfolgen müssen. Und hat sich dann das Kilogramm erst einmal durchgesetzt, bann wirb niemand mehr bie Vorteile verkennen können, bie es als Gewichtseinheit bietet: Einheitlichkeit und Einfachheit. •IV ie sieht es in der ” irtschast aus? c f Die amtliche Veröffentlichung über die Außenhandelsbilanz des Jahres 1936 macht einige Bemerkungen notwendig. So erfreulich der Aufuhrüberschuß von rund 550 Millionen Mark ist, während 1935 nur ein Aktivsaldo von 11 Millionen Mark zu verzeichnen war, so ist doch dieses Aktivsaldo ber Außenhanbelsbilanz in ber Devisen- b i I a n 3 leider nicht in die Erscheinung getreten. Wir haben im vergangenen Jahr nämlich alte Verpflichtungen abberfen müssen. Ferner sind große Ansprüche aus dem unbedingt notwendigen Reiseverkehr entstanden, die Auslandsverschuldung erfordert noch immer trotz der gesenkten Zinsen und des zurückgegangenen Gesamtbetrages einen Zinsendienst von etwas über eine halbe Milliarde Mark. Alles das lastet auf unserem Außenhandel. So ist es gekommen, daß trotz aller Ansttengungen unserer Exporteure bie Devisen bi la nz selbst sich nicht verbessert hat. Der Ausfuhrüberschuß hat sich etwa verfünffacht, unb bamit ist bie Grundlage gegeben, daß wir ganz allmählich wieder unser Devisenpolster aufzufüllen vermögen. Bei der Gliederung der Ziffern bes deutschen Außenhandels war erst ab ersten Januar 1936 eine neue Einteilung eingeführt worden, und zwar wurden die Ziffern für bie reine Ernährungswirtschaft getrennt von denen der gewerblichen Wirtschaft, die wieder in Rohstoffe unb Fertiaw ar en untergeteilt wurden. Wenn man diese (Einteilung auf bie letzten Jahre überträgt, bann ergibt sich, baß wir im Jahre 1933 i n ber Ernährungswirtschaft ein Passivsalbo von 1407,4, im Jahre 1936 von 1411,8 Millionen Mark hatten, dabei war im gleichen Zeitraum die Einfuhr für Zwecke der Ernährungswirtschaft von 1629,7 auf 1499,4, die Ausfuhr von 222,3 auf 87,6 Millionen Mark zurückgegangen. Daraus geht hervor, daß wir unsere Ernährung nicht aus Eigenem zu decken, aber wesentlich zu verbessern vermögen. Wir müssen bie Summen, die wir für die Einfuhr von Lebensmitteln usw. ausgeben, durch eine erh öhte Ausfuhr der gewerblichen Waren steigern. Das ist vollkommen gelungen, nur daraus ergibt sich bas große Aktivsaldo unserer Außenhandelsbilanz, und zwar stteg bei ben Hald- unb Fertigwaren bie Ausfuhr im letzten Jahr um 15 v. H., mengenmäßig sogar, da bie Preise rückgängig waren, während bie Preise für Ernährungszwecke im Auslcmb fliegen, um 17 v. H. Die Ausfuhr von Fertigwaren stieg von 3311,6 Millionen im Jahre 1935 auf 3802,3 Millionen Mark. * Die Maschineninbustrie darf für sich in Anspruch nehmen, nicht nur ein Jahr bes inner- beutschen Erfolges, fonbern auch ber ausfuhrmäßigen Fortschritte hinter sich gebracht zu haben. Dieses Ergebnis ist um so erfreulicher, als barin beutlich bie Tatsache zum Ausbruck kommt, baß bas Auslanb heute auf bie Qualitätserzeugnisse bes beutschen Marktes nicht mehr verzichten will unb kann. Eine ununterbrochene Aufwärtsentwicklung hatte bie beutsche Maschineninbustrie 1936 zu verzeichnen. Namentlich bie große Technische Messe in Leipzig, bie größte Maschinenschau aller Länber, gab bem beutschen Maschinenmarkt neue kräftige Impulse. Der Auftragseingang lag zum Schluß bes Jahres über bem Stanb bes Vorjahres auch im Auslanbsgeschäft, bas bereits 1935 ben Auftragseingang ber besten Konjunkturjahre erreicht hatte unb trotzbem 1936 noch eine weitere beachtliche Zunahme verzeichnete. Rein mengenmäßig kam man auf ben Umsatz von 1928, bem bisher besten Geschäftsjahr. Der Gesamtumsatz erreichte 1936 nahezu brei Milliarden Mark unb liegt bamit etwa ein Fünftel höher als im Jahre 1935. Daß eine berartig große Jnbustrie eine bebeutfame Arbeitgeberin ist, liegt auf ber Hanb. Gegenwärtig finb in ber beutschen Maschineninbustrie 600 (MX) Menschen beschäftigt. Seit ber Machtergreifung burch ben Nationalsozialismus hat ber Maschinenbau runb 350 000 Volksgenossen in Arbeit unb Brot gebracht. Der Ausfuhranteil ber beutschen Maschineninbustrie betrug 1936 21 v. H. Auffallenb ist weniger bie Höhe biefes Anteils als ber llmftanb, baß sich im abgelaufenen Jahre bie Maschinen ausfuhr um einen stärkeren Prozentsatz erhöht hat als der heimische Maschinenabsatz. Für den Jnlandabsatz ergibt sich eine Steigerung um 17 ü. Sy, für ben Auslanbsadsatz bagegen um volle 30 v. H. gegenüber 1935. Die Größe bie- ses Erfolges spiegelt sich weiter in ber Tatsache roiber, baß bie Ausfuhrzunahme ber übrigen Waren 1936 nur 10 v. H. betragen hat. Da weniger als ber zehnte Teil bes Devisenerlöses ber beutschen Maschineninbustrie aufgeroenbet zu werben braucht für bie Unterhaltung bes Verkaufsapparates ber beutschen Maschineninbustrie im Auslanb unb für bie Einfuhr ber Zulieferungen an Auslanbsmate- rialien wie Erze, Metall usw., stehen über 90 v. H. bes Devisenerlöses ber Maschinen- ausfuhr von 1936 ber deutschen Wirtschaft zum Ankauf von Roh st offen aus dem Ausland 3ur Verfügung. Damit aber wird bie beutsche Maschineninbustrie zu einer bedeutsamen Devisenbringerin. Auch für bie deutsche Kraftwageninbu« ft r i e war 1936 ein neues Jahr stolzen Erfolges. Schon 1935 hatte der Gesamtumsatz ber beutschen Krastwageninbustrie einschließlich bes Ersatzteil- und Reparaturgeschäftes bie Milliarbengrenze überschritten. 1936 fliegen bie Umsätze auf. 1,2 Milliarden RM. Weit stärker noch als dieser preismäßige Erfolg war ber mengenmäßige. Wenn bie günstige Entwicklung nicht in dem Maße im Gesamtumsatz in Erscheinung tritt, so deshalb, weil ber Durchschnittspreis ber einzelnen Fahrzeuge feit 1932 um ein Beträchtliches gesunken ist. Insgesamt würben 522 000 Kraftfahrzeuge umgesetzt. In dieser Summe sind 244 000 Personenkraftwagen, 51 000 Liefer- unb Lastwagen, 196 000 Krafträber, 14 000 Dreirabwagen und 13 000 Zugmaschinen enthalten. Mit diesen Ziffern liegen bie Umsätze für Personenwagen um 21 v. H., für Liefer- unb Lastwagen um 31 v. H., für Krafträder um 41 v. H., für Dreirabwagen um 14 v. H. und für Zugmaschinen um 61 v. H. über bem Ergebnis von 1935. Den größten Fortschritt haben mithin Zugmaschinen unb La st wagen zu verzeichnen. Das Ansteigen ber Kraftrabproduktion erklärt sich durch ben Sonderanstieg ber Hilfsmotorräber. Der Anteil der Kraftfahrzeugproduktion an ber gesamten deutschen Jnbustrieerzeugung, ber 1932 0,85 v. H. betrug, ist 1936 auf 1,96 v. H. gestiegen. * Die vor wenigen Jahren noch unbekannte Schwe- (ter der Kunstseide, d i e Zellwolle, hat 1936 ungewöhnlich starke Erfolge zu verzeichnen. Aus ben jetzt oorliegenben Schatzungen über bie Welterzeugung an Kunstseide unb Zellwolle 1936 geht hervor, baß bie Erzeugung an Zellwolle bebeutenb mehr gegenüber bem Vorjahr zugenommen hat als bie Erzeugung an Kunstseide. Heute beträgt bereits bie Zellwollerzeugung ein Drittel ber gesamten Kunstseibenerzeugung ber Welt. Die gesamte Ku n st- seibenproduktion ber Welt stellte sich auf runb 450 000 Tonnen 1936 gegenüber runb 420 000 Tonnen im oorangegangenen Jahre. Dabei hat Amerika feine Stellung als größter Produzent mit einer Produktionsmenge von 131 540 (i. B. 210 200 Tonnen) halten können. An zweiter Stelle liegt Japan mit einer Erzeugung von 115000 Tonnen gegen 99 660 Tonnen im Vorjahr. Deutschland hat sich in dieser Reihenfolge nunmehr ben dritten Platz auch vor England erobern können, nachdem im Vorjahr bereits Italien überflügelt werden konnte. Die deutsche Kunstseibenerzeugung wirb für 1936 auf 55 000 (46 600) Tonnen, bie englische auf 52 200 (51 640) und die italienische auf unverändert 40 000 Tonnen geschätzt. Bei den übrigen Ländern ist bie Steigerung ber Erzeugung unbedeutend, vereinzelt sind auch Rückgänge in ber Kunstseidenerzeugung eingetreten, so z. B. in Frankreich (22000 Tonnen nach 23 590 Tonnen), ferner in Belgien (5600 Tonnen nach 6470 Tonnen). Währenb die Kunstseidenerzeugung um knapp 9 v. H. gestiegen ist, zeigt sich in der Zellwo11 - geroinnung ber Welt gegenüber bem Vorjahre mehr als eine Verboppelung. Man schätzt bie Zell- wollerzeugung der Welt für 1936 auf rund 140 000 Tonnen gegen nur 67 000 Tonnen im vorangegangenen Jahr. Während im vergangenen Jahr bie Aufwärtsbewegung ber Kunstseide in der Hauptsache von Deutschland, Japan unb USA. getragen wird, hat bie Zellwollprobuktion namentlich in Deutschlanb, Italien, Japan und England zugenommen. Die italienische Erzeugung ist mit 52 500 (i. 23. 35 000) Tonnen bie höchste, bann folgt Deutschland, bas bereits ber italienischen Zellwollerzeugung recht nahe gerückt ist, mit 45 000 (15 600) Tonnen. Stark gestiegen ist auch bie englische Zellwollproduktton, bie mit 13 500 (4500) Tonnen angegeben wird. Japan hat nach ben vorliegenden Angaben in 1936 22 680 (5900) Tonnen Zellwolle hergestellt. * Im Gegensatz zum deutschen Außenhandel 1936, ber mit einem Ueberschuß von 550 Millionen Mark abschloß, weist bie englische Hanbelsbi- l a n z für bas Jahr 1936 einen erheblichen Fehl- betrag auf. Er betrug 350 Millionen Pfund Sterling unb liegt bamit um fast 35 v. H. über bem Vorjahresbefizit. Dieses Ergebnis mag auf ben ersten Blick vielleicht etwas alarmierenb wirken. Geht man ben Dingen nach, so zeigt sich, baß die Unterbilanz bestimmt wurde, einmal durch das Ansteigen wichtiger einzuführender Rohstoffe und ein damit verbundenes Anschwellen des Einfuhrwertes, zum anderen durch den stärkeren Rohstoffbedarf, den bie englische Aufrüstung mit sich bringt. In Wirklichkeit ist es jebenfalls so, daß Englanbs Wirtschaft dank ber blühenben Sinnen- konjunktur, bank ber starken Erhöhung seiner unsichtbaren Ausfuhren (Frembenverkehr, Schiffahrts- Frachten usw. unb ber möglichen Gold- unb Kapitalausfuhr) sich eine derartige Entwicklung im Außenhandel leisten kann, da ja die Fehlbeträge durch die Einnahmen aus den genannten Wirtschaftsgebieten mehr als ausgeglichen werden können. Die starke Aufrüstung brachte es mit sich, daß eine ganze Reihe Wirtschaftszweige ihre Lieferungen für das Ausland zugunsten der Inlandliefe- rungen beschränken mußten. Das gilt in erster Linie für die Maschinenausfuhr, bie sich im ganzen nur um 4,7 v. H. erhöhte, und noch mehr für die Eisen- unb Stahlausfuhr, bie gegenüber ben Vorjahren sogar um 4,3 v. H. zurückgegangen ist. Auch bie Chemieausfuhr unb bas Schmerzenskinb bes englischen Außenhan- bels, der Kohlenexport, haben weiter an Boden verloren. Die Elektroausfuhr stieg um 5,1 v. H., bie Ausfuhr von Wo11waren um 6,1 v. H., bie Ausfuhr von Baumwollwaren um 2,2 o. H. Die Steigerung ber Textilwarenausfuhr erklärt sich großenteils baraus, daß diese Waren ohnehin in kaufkräftigere Länder gehen. Auch in ber Einfuhr zeigt sich, jebenfalls so weit Eisenerze in Frage kommen, ber Einfluß der Rüstungen. Die Eisenerzeinfuhr stieg nämlich mengenmäßig um 41 v. H., wertmäßig sogar um 86 o. H. Bücheriisch. — Josef Strzygowski: Aufgang be4 Nordens. Lebensgang eines Kunstforschers uin ein deutsches Weltbild. 137 Seiten. Mit 20 Abbildungen aus Tafeln. Schwarzhäupter-Verlag, Leisi, zig CI. — (357) — Der Wiener Kunsthistoriker Strzygowski zieht in diesem Buche die Folgerung seiner Lebensarbeit und kommt dabei zu einem Ergebnis, das dem Begriff des Nordischen einen klaren Inhalt zu geben versucht, die Geschichte dez Abendlandes in neuem Lichte zeigt und deutlih macht, wie die großen schöpferischen Kräfte dec Jndogermanen, die in Iran, in Hellas und in btt- Gotik höchste Werte geschaffen haben, heute wiebt zur Gestaltung des Lebens drängen. — Der Herr aus Java. Roman von Fe, dor von Zobelti tz. Ganzleinen 3,80 Mail. Ritter-Verlag, Oldenburg i. O. — (491) — 2ec Herr aus Java ist Mynherr von Ziegler, ein gebürtiger Deutscher, der für kurze Zeit nach Europ, zurückkehrt, um seine ihm noch unbekannte Tocht streuten Zweigwerken als eine große Einheit bar.« zustellen, machen die Arbeit auch für die breite^ Öffentlichkeit interessant. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt Mit der Verstärkung der atlantischen Wirbeltäti?. keit gewinnt über Deutschland der Zustrom milfo Meeresluft die Oberhand. Wenn auch zur Zeit ii Ost- und Norddeutschland noch recht beachtliü« Fröste herrschen, so hat doch im Westen und Süden des Reiches die Meeresluft bereits stärkeren Temperaturanstieg und im Gebirge Verschlechterurr der Schneesportmöglichkeiten gebracht. Der 2BM- rungscharakter bleibt auch für die Folge leicht un, beständig, aber im ganzen genommen freundlich. Aussichten für Samstag: Wolkig, zeij-l weise aufheiternd und nur vereinzelte Niederschlägi- für die Jahreszeit zu mild, Wind um Süd. Aussichten für Sonntag: Fortdauer bin leicht unbeständigen, aber nicht durchweg unfreund lichen Witterung, tagsüber ziemlich mild, nachts nun vereinzelt leichter Frost. Lufttemperaturen am 21. Januar: mittags 2S Grad Celsius, abends 1,5 Grad; am 22. Januar morgens 2,2 Grad. Maximum 3 Grad, Minimum 0,1 Grad. Winlersporl-wetlerberichl. Vogelsberg, Hoherodskopf: Bewölkt, -VV; Grad, 20 cm Gesamtschneehöhe, Pappschnee, €$ und Rodeln mäßig. Herchenhainer Höhe: Bewölk — 1 Grad, 22 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodeln gut. Sauerland, Winterberg: Bewölkt, — 1 Grav 36 cm Gesamtschneehöhe, Pappschnee, Ski un'ri Rodeln mäßig. Alpen, Schneefernerhaus: Heiter, —3 Grow 380 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski uiK Rodeln gut. Oberheffen. Kinder- und HZ -Heim Großen-Buseck im Bau. wg. G r o ß e n - B u s e ck , 21. Jan. Unsere Gemeinde begann im Laufe dieses Winters mit der Erbsuung eines Kindergartens und eines H I. - H e i m e s. Im vergangenen Sommer hatten die Eltern von Kleinkindern die Annehmlichkeiten eines Erntekindergartens kennengelernt. Die Einrichtung im Garten und Saal des Gastwirts Brück war jedoch behelfsmäßig und konnte auf die Dauer nicht aufrechterhalten werden. Da auch für die HI. genügende Räumlichkeiten nicht zur Verfügung standen, beschloß die hiesige Gemeindeverwaltung die Erbauung eines Kindergartens und HJ.-Heimes. Barmittel für einen Neubau waren aber fast nicht vorhanden. Bürgermeister Reb- holz richtete daher an alle Gemeindeglieder in einem Rundschreiben einen Aufruf, sich zur Ueber- windung der Schwierigkeiten zu einer T a t gern e i n s ch a f t zusammenzuschließen. Der schon oft bewährte Gemeinsinn unserer Volksgenossen ermöglichte es denn auch, durch Zusage von Leistungen von Arbeit, Fuhren und Geldspenden, daß der Bau im Laufe des Winters in Angriff genommen werden konnte. So wurden sämtliche Erdarbeiten, Brechen der Steine, Graben des Sandes, Anfahren sämtlicher Baumaterialien und das bis jetzt fertig- gestellte Bruchsteinmauerwerk in uneigennütziger Weife von hiesigen Volksgenossen und Handwerkern geschafft. Außerdem konnte noch ein ansehnlicher Geldbetrag gebucht werden. Die Maurerarbeiten wurden dem Maurermeister Wilh. Harbach III. und die Zimmerarbeiten Zimmermeister Heinrich Zecher zugesprochen. Bei der Grundsteinlegung sprach Bürgermeister R e b h o l z in kurzen Worten die Hoffnung aus, daß dieses der Jugend geweihte Haus immer nur Menschen entlassen möge, die den Willen zu Kraft, Freiheit und Treue in sich tragen. Den Grundmauern wurde eine Urne mit Urkunde eingefügt. Kreis Friedberg. Lpd. Friedberg, 21.Jan. Der Gemeinde- nachtwächter Hermann Dörr in Oberroßbach war mit dem Reinigen seiner Dienst- Pistole beschäftigt, als sich ein Schuß löste. Die Kugel ging Dörr in die Schläfe, so daß der Tod nach wenigen Augenblicken eintrat. < Münzenberg, 20. Jan. Gestern abend wurde hier eine Verdunkelungsübung durchgesührt. Es konnte dabei festgestellt werden, daß die Einwohnerschaft den Wert und die Wichtigkeit dieser Veranstaltung erkannt hat. Die SA. war an den Ortsausgängen aufgestellt, um Autos und Fuhrwerke auf die Hebung aufmerksam zu machen. Die Blockwarte des RLB. kontrollierten die Häuser. Gemeindegruppenführer Lehrer L e i st dankte nach Beendigung der Hebung allen Blockwarten, sowie der SA. für die Hnterstützung bei der mit gutem Erfolg durchgeführten Hebung. Kreis Bübingen. D Nidda, 18. Jan. Der hiesige Zweigver - ein des Vogelsberger Höhen-Clubs übevreichte am vergangenen Samstag im Gasthaus „Zur Klone" die Auszeichnungen für Wanderungen im abgelaufenen Jahre. Der Vereinsführer, Reichsbahnobersekretär Becker, gab zunächst einen Rückblick auf das abgelaufene Wanderjahr; 14 Wanderungen wurden ausgeführt. Die Höchstteilnehmerzahl betrug 55, die geringste 8. Im Durchschnitt entfielen auf eine Wanderung rund 26 Teilnehmer. Ausgezeichnet wurden fünf Mitglieder über und acht unter 60 Jahren. Große Heiterkeit riefen die bei Heberreichung der Wanderauszeichnungen verlesenen launigen Verse, von Sanitätsrat Dr. Koch verfaßt, hervor. Am vergangenen Sonntag fand unter Führung des 82jährigen Rentners Louis Geiß die erste diesjährige planmäßige Wanderung durch einen Teil des Harbwaldes nach Hnter- Schmitten ststt. O Nidda, 21. Jan. Die Kriegerkamera d- fchaft Nidda verlor durch den Tod des im 91. Lebensjahr stehenden Altoeteranen, Eisenbahnrottenführer i. R. Ludwig Fey, ihr Ehrenmitglied und den letzten Kameraden, der im Kriege 1870/71 mitgekämpft hat. Er war eine Reihen von Jahren treues Mitglied der Kriegerkameradschaft. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er bei Angehörigen in Lißberg. Eine Abordnung der Kriegerkameradschaft beteiligte sich an seiner Bestattung in Lißberg und legte einen Kranz am Grabe nieder. Kreis Alsfeld. )( Kirtorf,^ 20. Jan. Die Freiwillige Feuerwehr hielt im Saale von Becker zusammen mit der zugeteilten Hilfsmannschaft einen Vortragsabend ab. Wehrführer Liehr sprach einleitend zu den Kameraden der Pflichtfeuerwehr und forderte sie auf, der Freiwilligen Feuerwehr beizutreten. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Wehrführer über die Feuerpolizeiordnung und über das Verhalten bei Bränden. Hauptwachtmeister Schröter hielt einen weiteren Vortrag über die Straßenverkehrsordnung. Auch er forderte die Kameraden der Pflichtfeuerwehr zum Eintritt in die Freiwillige Wehr auf. Der Aufforderung wurde Folge geleistet. — Gestern gegen 21 Hhr ereignete sich in der Nähe unseres Städtchens ein A u toll n f a l l. Ein Lieferwagen aus Nieder-Ofleiden, der mit Material für die Reichsautobahn unterwegs war, geriet in einem Schneegestöber von der Straße ab und fuhr eine Böschung hinunter. Glücklicherweise erlitten die drei Insassen keinerlei Verletzungen. Oie Miichleistungsprüfungen in Hessen-Nassau. Auch für Oberhessen gültig. LPD. Frankfurt a. M., 21. Jan. Die Beauftragten des Reichsnährstandes für die Milchleistungsprüfungen haben am 23. Dezember 1936 angeordnet, daß die Milchleistungsprüfun- gen auf den Gesamtbezirk der Landesbauernschaft Hessen-Nassau ausgedehnt werden. Den Prüfungen werden auch in den Provinzen Oberhessen und Starkenburg alle Bestände von drei und mehr Kühen unterstellt. Gebührenpflichtig sind die Molkereien und die Milchabsatzgenossenschaften. Die Gebühr wird nur nach denjenigen Milchmengen berechnet, welche die Genossenschaften nachweislich unmittelbar als Frischmilch im Ort in Verkehr bringen. Die Anordnung ist mit dem 23. Dezember 1936, als dem Tage ihrer Verkündung, in Kraft getreten. Das Biedenkopfer Schloß im Besitz des Kreises Biedenkopf. LPD. Biedenkopf, 21. Jan. Wie der „Hinterländer Anzeiger" meldet, ist das alte Biedenkopfer Landgrafenschloß in den Besitz des Kreises Biedenkopf übergegangen. Das wertvolle Heimatmuseum, das in den Räumen des Schlosses untergebracht ist, wird von dem Besitzwechsel nicht berührt. 450 Zentner schwerer Lahn-Marmorblock für den Flughafen Ahein-Main. LPD. Schupbach (Oberlahnkreis,) 21. Jan. Jn den Schupbacher Marmorbrüchen wird gegenwärtig ein 4 5 0 Zentner schwerer Block aus Lahnmarmor bearbeitet, der nach seiner Fertigstellung als Säule auf dem Flug - und Luftschiffhafen aufgestellt wird. Der riesige Block hat eine Länge von 8,50 Meter bei einer Grundfläche von einem Quadratmeter. Die Vorbe- reitungs- und Beförderungsarbeiten an dem Marmorblock erfordern besondere Vorkehrungen. Die Säule erhält nach der Formgebung in den hiesigen Marmorwerken in einer Münchener Bildhauerwerkstätte die abschließende Bildhauerarbeit, und zwar das Hoheitszeichen. Kreis Wetzlar □ Kinzenbach, 21. Jan. Die Gaufilmstelle der NSDAP, veranstaltete gestern abend im Saale der Wirtschaft von Peusch den ersten diesjährigen Filmabend, der einen guten Besuch, auch älterer Einwohner, hatte. Gezeigt wurde der Tonfilm „Der höhere Befehl" mit Beiprogramm. Der Stützpunktleiter schloß die Veranstaltung mit dem Sieg- Heil auf den Führer <£ Rodheim a. d. Bieber, 21. Jan. Die NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete gestern im Benderschen Saale einen T h e a- )( Ober-Gleen, 20. Jan. Auf Antrag der Gemeindeoerttetung fand eine Versammlung zwecks Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr statt. Neben der Pflichtfeuerwehr hatten sich zahlreiche Volksgenossen eingefunden. Kreisfeuer- wehrinspektor Knieriem gedachte des allzu früh verschiedenen Pflichtfeuerwehrhauptmanns Jakobi und gab der Hoffnung Ausdruck, daß in seinem Geiste weitergearbeitet werde. Regierungsrat K e s - s e l (Alsfeld) sprach anschließend über Ziele und Zwecke der Wehr. Verschiedene Mitglieder traten von der Pflichtfeuerwehr zur Freiwilligen Wehr über. Unter dem Vorantritt einer Kapelle wurde sodann zum Schulhof marschiert; dort erfolgte die Flaggenhissung und feierliche Vereidigung. Stunden kameradschaftlichen Beisammenseins beschlossen den Abend. ss. Grebenau, 19. Jan. Gestern fand im Saale der Gastwirtschaft Reidt die diesjährige Nutz-(Wert-) Holzversteigerung statt. Wieder hatte sich eine große Anzahl von Interessenten aus der näheren und weiteren Umgebung eingefunden. Es wurden nachstehende Preise für die einzelnen Klassen im" Durchschnitt erzielt: Kiefer: Kl. 2a 22,26 Mark je Festmeter, Kl 2b 30,16 Mark je Festmeter, Kl. 3a 36,23 Mark je Festmeter und Kl. 3b 42,28 Mark je Festmeter. terabend. Die Hessen-Nassauische Volksbühne Wiesbaden (Künstlerische Leitung Heinz Fischer) spielte das Lustspiel „Der Etappenhase" von Karl Bunge, das, wo immer es über die Bretter geht, stets die Lacher auf seiner Seite hat. Dem dankbaren Publikum wurden ein paar frohe und genußreiche Stunden bereitet. + Odenhausen (Lahn), 21. Jan. Der hiesige Turn- und Sportverein hielt mit der an- geschlossenen Gesangsabteilung „Liederkranz" seine Hauptversammlung ab. Vereinsführer Karber erstattete den Jahresbericht und wies auf 1936 als das Jahr der Erfolge und der Olympischen Ereignisse hin. Sodann gedachte er der Gefallenen, besonders aber auch des verstorbenen Mitglieds Karl Hirschhäuser. Nach den Berichten des Schriftführers, des Kassenwarts, der Zeugwarte, sowie des Oberturnwarts wurden die fleißigsten Turnftunden- und Gesangsstunden-Befucher mit dem Abzeichen des RfL. bzw. DSB. ausgezeichnet. Jn den Vorstand wurden neu berufen: Gottfried Heuser zum Kassenwart, H. Gilbert zu dessen Stellvertreter, Ph. Weber als 2. Schriftführer, Hch. Schleich als Beisitzer und O. Wagner- als Zeugwart. Dem stellvertretenden Dereinsführer Hch. S t ei ß wurde die Leitung der Gesangsabteilung übertragen. Ober- turnroart Fritz Färber ernannte Wilh. Fischer zum Männerturnwart, Adolf Henkel zum Schü- lerroart, Kamerad Zeller zum Sportwart und Leni Bastian zur Leiterin des Mädchenturnens. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) L. H. Arbeits- und Dienftlohn, sowie sonstige wiederkehrende zahlbare Vergütungen für geleistete Arbeiten find, wenn die zu vergütenden Leistungen die Erwerdstättgkeit des Schuldners vollständig oder zu einem wesentlichen Teil in Anspruch nehmen, bei Auszahlung für Monate oder Bruchteile von Monaten bis zum Betrage von 150 RM. monatlich, bei Auszahlung für Wochen bis zum Bettag von 35.— RM. wöchentlich, bei Auszahlung für Tage bis zum Betrage von 5,80 RM. täglich, und, soweit sie diese Beträge übersteigen, bis zu einem Drittel des Mehrbetrags der Pfändung nicht unterworfen. Zugrundezulegen ist jeweils der Brutto- verdienst. Hat der Schuldner seinem Ehegatten, einem früheren Ehegatten, einem Verwandten, oder einem unehelichen Kinde, Unterhalt zu gewähren, so erhöht sich der unpfändbare Teil des Mehrbetrags für jede Person, der Unterhalt gewährt wird/ um ein Sechstel, höchstens jedoch auf zwei Drittel des Mehrbetrags. Diese Bestimmung findet jedoch dann keine Anwendung, wenn die Vergütung die Summe von 500.— RM. für den Monat, von 115.— RM. für die Woche, von 19.— RM. für den Tag übersteigt. Soll bei dem Schuldner eine Lohnpfändung wegen eines gesetzlichen Unterhaltsanspruchs vorgenommen werden, so können die angeführten Pfändungsgrenzen überschritten werden. Aus den preußischen Nachbargebieten. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrioi;: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen» ieiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt du: Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11258 Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich ii: Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich, 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf.. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samslagr 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gülti- Speisezimmer echt Eiche mit Nußbaum, Büfett (1.60 m), Kredenz, Auszugtisch und 4 Stühle (auf Federn gepolstert und fertig bezogen) gzS.- Mk. Möbelhaus 6g. Koos Gießen, Schulstraße 6 404A In meinen Neubauten an der Fröbelftratze habe ich noch einige 3'ü.4'3hn.-lBolia. mit Mansardeverl.Febr., 1. März und 1. Avril 1937 zu vermieten. Interessenten wollen sich melden in meinem Baubüro, Fröbelstraße Telefon 4311. 4oaD AMkeie.MgeMsl, «en | Vermietungen | Nähe Ludwigs- platz schöne 5-gimmer- Wohnung rn.Bad,2.Etage, zurnl.März,evt. früher zu verrn. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß^Anz. 0312 | Mietgesuche~| Ml-Mmer zentrale Lage, fürsofortgesucht, mit Heizung und fließend. Wasser bevorzugt. Schr. Angeb. m. Preis u.0352a.d.G.A. 3-0.4 Mm.- Wohnung zu miet, gesucht. Schriftliche Angebote mit Preis und näh. Angab. unt.411Danden Gießen. Anzeig. Werten ca. 100 qm, mit großem Hof und eventl. 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Der auf die einzeln 28 525 M. (od 3ahrc 1935 aber 340 M>. Diese MW 3«m beborjt Wenn man i)en Woen will, so i Mchleil in bie ™ erst non dies w eigenartige E ” verstehen ur Mnö bei ihm wachsen. , nun 50jähria m «rtz/zx- ** ir li* 9„el Bf,’*?*"1 i.-Sr ‘Ä» ^'lchen^dwin yVrlS,erm< ^chtigun- °chrun Zrveck flh,1>or|un ^unst." < bewuc ^NMßiqke t'k’6 •neitof aen » M des'^Ne ( «U e5 e »rberidjt ’opf: Sewofti, - ie, tßappfänee, iner höhe: Bem: «höhe, fyäwty : Wollt,-161 ^appfdjnee, Ski i ?: heiter, -3 6 Pulverschnee, Ski i Sfe u habe?0 S 'M ieigf ■«£ S*i -.ä.j Mr vZrr ZM °K"L« laschend. *' /e Fertiast°x Darf das Der! Ksehen öi. /Mischen 2lut- V?!lOn As /nN Firmc ?ch m Inner Mch. Die Art SM, 1 m,t seinen We: LFr Mitl 'uch für die brei icht sqabeorf 5raG Machen Wirbel! der Zustrom m nn auch zur Ztz °ch recht beach m Westen und $ ?reits stärkeren; l,r9e verschlecht gebracht. Der £ r die Folge leicht kommen freund stag: Wolkig emzelte Nieder^ Lind um Süd. ' 'tag: Fortdauri lt durchweg unsn. mlid) mild, nacht; Januar: mittags rab; am 22. 3am n 3 Grad, Minir rich Wilhelm N- und für die B ton: vr.hans M, Blumschein. W tlich für den Jnhab' D.A. XII.36:11? je Unioersitätr-1 ie, K.-G, säM RM. 2,05 einWi r Illusttierten 15 ) Pf. und W"' rten5Pf.mehr. iml.^uni IW isTZnfflTÄ’ Irandgasse 8 \ , den 23. Januar! klttri ppcheoeü tt Metzeisupp^. r Druckt Stfsstf?' ute o-tfi ; A-ißer1'*1 Nr.l8 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Freitag, 2?.Zanuar 1937 Genossenschaften im Dienste des Volkes. den Mitgliedern zu jeder Stunde unter die Arme greifen zu können. Abteilungsleiter Cloon von der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft sprach dann über Bezirksbesprechung und E>chulunqsiagung des ländlichen Rhem-Mam-Reckar. Gestern fand im vollbesetzten Saale des Case Leib zu Gießen eine Versammlung statt, an der die Träger des ländlichen Genossenschaftswesens, hauptsächlich Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, sowie die Rechner vieler dörflicher Genossenschaften unseres Heimatbezirks teilnahmen. Bei der Versammlung handelte es sich um eine Bezirksbesprechung, zu der vom Ländlichen Genossenschaftsverband Rhein—Main—Neckar (Frankfurt a. M.) eingeladen worden war. Gleichzeitig galt die Besprechung als Schulungstagung. Der Geschäftsführer des Genossenschaftsverbandes, Fendt (Frankfurt am Main), begrüßte die Teilnehmer und sprach dann über das Thema: „Stellung und Bedeutung des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens im nationalsozialistischen Staat." Der Redner erweiterte das Thema, indem er gleichzeitig die Bedeutung des Genossenschaftsverbandes im Rahmen des Reichsnährstandes würdigte. Er betonte, daß den Genossenschaften die große Aufgabe gegeben sei, tatkräftig mitzuhelfen an der Sicherung der V o l k s e r n ä h r u n g aus eigener Scholle. So berichtete er zunächst über die Steigerung der Erzeugung in den vergangenen beiden Jahren und hob hervor, daß die erhöhten Leistungen nur durch die Zusammenfassung aller Kräfte im Reichsnährstand möglich wurden. Nachdem der Redner die Gliederungen des Reichsnährstandes und ihre Aufgabengebiete erläutert hatte, stellte er die Wichtigkeit der Genossenschaftsarbeit im Dienste der Volksgemeinschaft heraus, wie sie Reichsminister Dr. Schacht eindeutig darlegte. Anschließend gab Geschäftsführer Fendt einen Ueberblick über die Organisationsform und das Ausmaß der Genossenschaften in Deutschland und wies auf den großen Umfang und die Bedeutung der landwirtschaftlichen Genossenschaften innerhalb des gesamten deutschen Genossenschaftswesens hin. Sodann ließ er an* Hand vieler Zahlen das Ausmaß der Tätigkeit des Genossenschaftsoerbandes Rhein-Main- Neckar erkennen. Der Verband bestand am 31. Dezember 1935 aus 2932 Genossenschaften, zum gleichen Zeitpunkt des Jahres 1936 gehörten ihm 29 5 2 Genossenschaften an. Den Kreditgenossenschaften waren Ende 1931 113 643 und Ende 1935 117 199 Mitglieder angeschlossen. Die Bilanzsumme bei den Kreditgenossenschaften belief sich Ende 1931 auf 150 Millionen, Ende 1935 auf 163 Millionen Mark, hat sich also um 8,6 v. H. erhöht. Der Gesamtumsatz sämtlicher Kreditgenossenschaften betrug 1931 643 Millionen, 1935 97 Millionen Mark mehr, also 740 Millionen Mark. Die Spareinlagen erhöhten sich von rund 88 Millionen Mark im Jahre 1931 auf 102,5 Millionen Mark Ende 1935. Die ge- Die Bezungs- und Absatzgenossenschaften umfaßten Ende 1932 484 Genossenschaften mit 14 824 Mitgliedern und Ende 1935 513 Genossen- währOm Kredite stiegen von 1931 mit 123 570 600 Mark auf 137 100 000 Mark zu Ende 1935, also um 11 o H. schallen mit 49 783 Mitgliedern. Die Umsätze im Warenbezug stiegen von 1932 mit 14,7 Millionen am 16,9 Millionen RM. zu Ende 1935. Im Warenabsatz stieg der Umsatz von 5,9 Millionen RM zu Ende 1932 auf 11,8 Millionen RM Ende 1935. Der Warenbezug betrug umgerechnet auf hie einzelne Genossenschaft, durchschnittlich 28 575 RM. (oder pro Mitglied 292 RM.), im Jahre 1035 aber 32 970 RM. (oder pro Mitglied 340 RM ). Diese letzteren Zahlen lassen besonders die Anstrengungen erkennen, die die Bauern in der ersten Erzeugungsschlacht gemacht haben. Für das einzelne Mitglied war also eine Aufwands- steigerung von 16 v. H. zu verzeichnen. Außer den 513 Bezugs- und Absatzgenossenschaften befassen sich noch etwa 750 Kreditgenossenschaften mit dem Warenverkehr, sie haben im Jahre 1935 für 12,3 Millionen RM. landwirtschaftliche Bedarfsstoffe und für etwa 4,6 Millionen RM. landwirtschaftliche Erzeugnisse abgesetzt, so daß die Kreditgenossenschaften und die Bezugs- und Absatzgenossenschaften im Jahr 1935 für insgesamt 45,6 Millionen RM. Waren an ihre Mitglieder abgesetzt haben. Durchweg seien die Zahlen, die die Bilanz des Verbandes aufzeigt, erfreulich. — In grundsätzlichen Ausführungen sprach der Redner dann über die Ausgaben der Genossenschaften in den Dörfern und betonte, daß es notwendig sei, daß sich die Genossenschaften allenthalben in den ländlichen Geld- und Warenverkehr einschalten. Der Redner äußerte sich noch über die Kreditgewährungen bei den Kreditgenossenschaften und über die Arbeit in den Bezugs- und Absatzgenossenschaften. An zahlenmäßigen Gegenüberstellungen wurde den Zuhörern bewußt, in welch hohem Ausmaß die Genossenschaften im Rahmen der Erzeugungsschlacht dien st bar waren. Erfreulich war die Mitteilung, das sich aus den Uebersichten des Genossenschaftsverbandes klar erkennen lasse, daß die Marktordnungen den Bauern finanziell gestärkt haben. Schließlich gab der Redner noch einen Ueberblick über die Entwicklung der Winzergenossen- schasten, der Obst- und Gemüseabsatzgenossenschaften, der Molkereigenossenschaften und der Dreschgenossen- schaften. Die Viehverwertungsgenossenschaften bedürften noch tatkräftiger Förderung. Abschließend wies Geschäftsführer Fendt darauf hin, daß es den Genossenschaften, entsprechend nationalsozialistischem Geiste nicht darauf an- fommen könne zu verdienen sondern zu dienen. Das zweite Referat der Tagung hielt Oberrevisor Holzhey (Frankfurt a M ). indem er über „Genossenschaftliche Gegenwartsfragen" sprach. Er gab Ausschlüsse über Zinsberechnungen, über die Führung^von Sparkonten, über die Ausfüllung der Bilanzformulare, über die Form und das Ausmaß der Warenrückvergütung, er referierte über das Reichsgesetz für Kreditwesen, über die Voraussetzungen der Rückzahlung von Spareinlagen und gab zu alledem klare Ausdeutungen der gesetzlichen Bestimmungen. Er erinnerte ferner an die vorbildlichen Bestimmungen über die Höchstgrenze der Kreditgewährung an einzelne Mitglieder und machte darauf aufmerksam, daß diese Bestimmungen sehr scharf gehandhabt werden. Oberrevisor Hartmann (Gießen) sprach anschließend über Aufgaben und Pflichten der Vorstands- und Anfstchtsratsmitqlieder In sehr lebendiger Meise umriß er die praktische Arbeit in der Genossenschaft auf dem Dorfe und gab viele Anregungen für die reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten. Er stellte besonders die hohe Verantwortung heraus, die die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates für die Genossenschaft zu tragen haben Gr erläuterte ferner die Voraussetzungen, die gegeben sein müssen für die Mitarbeiter in der Genossenschaft und forderte zu genossenschaftlicher Treue auf Der Redner sprach dann davon, daß er Anlaß habe, auf den Kreis Genoftenschastsverbandes Gießen stolz zu fein. Abschließend betonte er, daß die Führung der Genossenschaft nur der wahrhaften Persönlichkeit, die im Dorfe alles Ansehen und Vertrauen genieße, übertragen sein könne. Genossenschaftsrevisor Grünewald (Frankfurt a. M.) berichtete bann über die Werbung für das Genossenschaftswesen und erinnerte vor allem an den schönen Erfolg, den der nationale Staat den Genossenschaften brachte. Vorbildlich für alle Genossenschaften im Verband sei in Beuern Sparwerbung betrieben worden. Abschließend gab der Redner noch Aufschluß über die Arbeit mit den Schulsparkassen. Nach der Mittagspause sprach zunächst Direktor F l e i n e r t von der Bäuerlichen Hauptgenossenschaft über das „Genossenschaftliche Warengeschäft" Er behandelte besonders die Getreide- und die Mehlbeschaffung, den Ankauf und die Verteilung von Futtermitteln, die Neuordnungen auf dem Gebiete des Umschlags der Düngemittel und die Finanzierung des Düngemittel-Ankaufs. Der Redner sprach von dem großen Umsatz an Schädlingsbekämpfungsmitteln, der sehr erfreulich sei. Großen Wert habe der Genossenschaftsverband auf die Einrichtung von Maschinen-Ersatzteil-Lager gelegt, um „Futterversorgung", insbesondere über die Versorgung mit Eiweißfutter- mitteln aus eigenen Quellen. Auch gab er die neuen Verordnungen über die Verteilung vorhandener Futtermittel bekannt Anschließend berichtete er über die Flachsrösterei Stockheim und gab davon Kenntnis, daß das Flachs-Anbau-Soll in unserer Landesbauernschaft von 1000 auf 1200 Morgen erhöht werden soll. Direktor E i d m a n n von der Landesbauernkasse sprach ausführlich über das „Genossenschaftliche Geldgeschäft", gab eine übersichtliche Auslegung gesetzlicher Bestimmungen und zeigte die vielfältigen Aufgaben, die den Genossenschaften hier gegeben sind und die sie in Zukunft zu erwarten haben. Er gab den Vertretern der Genossenschaften wertvolle praktische Anregungen für ihre Arbeit in den Dörfern. Er ermahnte vor allem zu großer Sorgfalt in der Kreditgewährung, da die Liquidität wichtiger sei als die Rentabilität Nachdem Abteilungsleiter I a j m e noch über Ent fchuldungs fragen gesprochen hatte, nachdem ferner Herr Zimmermann von der Lan- desbauernkasse noch über den Verkehr mit Wechseln und über Devisenanordnungen, sowie über die Zusammenarbeit her Genossenschaften mit der Landes- bauernkasse Aufschluß gegeben hatte, schloß Oberrevisor Hartmann (Gießen) die arbeitsreiche Tagung mit der verpflichtenden Ermahnung, es auch in Zukunft an einsatzbereiter Arbeit für Volk und Führer nicht fehlen zu lassen. Mit dem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler klang die Versammlung aus. Aus der proviuzialhaupistadi. Fasnacht oder Fastnacht? „F a st n a ch t" verrät der Kalender. Von den ersten Fastnachtsbräuchen und Veranstaltungen berichten in diesen Tagen alle Zeitungen. „Fastnacht" meint gemeinhin der Gebildete sagen und schreiben zu müssen; „Fastnacht" steht m Wörterbüchern und Nachschlagewerken, und der Setzerlehrling hält es vielleicht für einen Schreibfehler, wenn einmal im Aufsatz „Fasnacht" statt „Fastnacht" erscheint. Die für einschlägig geltenden wissenschaftlichen Werke berichten meist, daß „Fastnacht" eben „Fastennacht" wäre, bringen dafür mittelalterliche Belege, wie „vastnaht" und „Nebenformen" wie „Vasnaht". Aehnlich soll das spätmittelalterlich feststellbare va- schanc, aus dem sich unser ,Fasching" entwickelt haben dürfte, einen „Fastenumzug", ,,Fastgang" zum Ausdruck bringen. Unb doch gibt die Frage nach Herkunft und Bedeutung des Wortes einiges zu denken! Wie so oft — und es fei einmal ganz dahingestellt, unter welchen weltanschaulichen Einflüssen dies geschah — ist hier der schriftdeutsche Ausdruck als mangelhafte Uebertragunq aus der Volkssprache entstanden. Und die sog. mundartlichen „Nebenformen", die man im Volke für die „Fastnacht" kennt, die Ausdrücke wie Fasnet, Fasenacht, Faslabend usw. sind nicht etwa verstümmelte ober „abgesunkene" Abwandlungen fchriltdeutschen Wortes, sondern sie sind das Ursprüngliche und bringen den Ursinn des Wortes auch noch unverfälscht zum Ausdruck. Denn nichts in ihnen deutet — ebensowenig wie im alten Vasnaht und vaschanc — auf eine Beziehung zum (kirchlich verordneten) Fasten hin! Hat ja doch schließlich der ganze Inhalt und Brauch der heutigen Fasnacht auch nichts mit dem Fasten zu tun; vielmehr stammen diese Feste im Vorfrühling aus heidnischer Ueberlieferung, was nicht zuletzt daraus einwandfrei hervorgeht, daß sie von der frühen Kirche in Germanien verboten und mit hoher Strafe bedroht wurden. Auch die Bezeichnung macht" für das Fest (vgl. Weihnachten) weist auf den germanischen Ursprung hin. Was soll nun aber die „Fasnacht" bedeuten? Es gibt ein altes deutsches Wort „vaselen", das im Mittelhochdeutschen in der Bedeutung von „gedeihen", „fruchten" vorkommt, zusammenhängt mit mhd. vasen — gedeihen, sich fortpflanzen, Wurzelschlagen und heute noch in Zusammensetzungen roie- Faselvieh (Zuchtvieh), Faselschwein (Zuchtschwein), oder auch in volkstümlichen Ausdrücken wie „faf- seln" bzw. „faseln" für vermehren auftritt. („Unrecht Gut faselt nicht.") Die Grundbedeutung hängt also mit dem Begriff der Fruchtbarkeit zusammen. Die Zeit her Fasnächte, Fasenächte ober Faselnächte war ja auch von Anfang an bie Zeit im Jahre, in her alle Natur zu neuer Fruchtbarkeit erwacht, in der sich bas neue Leben entfaltet unb neue frühlinolmste Lebenskraft sich auszuwirken beginnt. Natürlich 'ft diese Zeit nicht auf einen einzigen Tag beschränkt, unb bas ganze Fasnachtsbrauchtum verteilt sich hoch auch heute noch auf mehrere Wochen. Auch bie kirchliche Einrichtung eines einzigen Fastenbeginntages vermochte bie Festzeit nicht zu beschränken' Die unserer volkseigenen Ueberlieferungswelt entsprungenen Fasnachtsbräuche bringen in ihren Sinnbildern unb Hanblungen bas Erlebnis bes neuen, erwachenden Lebens klar genug zum Ausdruck unb stellen auch ben Menschen unb feine Lebensgestaltung in eine klare Beziehung zu der ewig gültigen Ordnung der Natur, wobei seine Lebensfreude und Daseinsbejahung freilich in Geqrniatz zu den kirchlichen Vorschriften des Fastens unb b»r Enthaltung zu stehen kommen. Unter dieser Betrachtungsweise erhielte auch unser „Fasching", das alte „vaschanc", eine überzeugendere Erklärung: es entstand nicht aus einem Umzug zum „Fasten", Wn Merund sein Programm Zum bevorstehenden Klavier-Konzert. Menn man den Pianisten Edwin Fischer voll würdigen will, so kann man nicht umhin, seine Persönlichkeit in die Betrachtung mit einzubeziehen, denn erst von diesem Gesichtswinkel aus läßt sich seine eigenartige Erscheinung in der deutschen Musikwelt verstehen unb begreifen; Mensch unb Künstler linb bei ihm zu untrennbarer Einheit verwachsen. Der nun 50jährige entstammt väterlicherseits einer deutsch-böhmischen Instrumentenbauer familie, bie schon seit Generationen her Musik verhaftet war. Da der Vater früh verstarb, gewann die Mutter aus einem mufiffreubigen Schweizer Hause entscheiden- den Einfluß auf bie Entwicklung des jungen Edwin, der bereits mit vier Jahren am Klavier saß. Obwohl für ihn die Laufbahn des ausübenden Musikers vorgesehen mar, ließ die Mutter durch einen gründlichen Schulbesuch das Fundament zu einer notwendigen Allgemeinbildung legen; der Musik widmete er sich an her Musikschule Basel. In dem regen privaten Musikleben der Stadt versah er in Liebhabervereinigungen schon als 14jähriger den Generalbaßpart in den Merken des Barockzeitalters. Als 18jähriger siedelt er mit der Mutter nach Berlin über und bringt hier in langen Studienjahren mit nachhaltiger Förderung durch Martin Krause, Eugen d'Albert, Busoni und An sorge seine Ausbildung zum Abschluß, und nach 12jähriger strenger Schulung tritt er bann vor die Oeffentlichkeit. Man hat Edwin Fischer als einen spezifisch deutschen Klaviermeister bezeichnet, unb bas mit vollster Berechtigung; benn Musizieren ist ihm nicht Mittel zum Zweck, sondern notwendige Lebensäußerung. Er hat das Wort geprägt: „Wahrheit unb Leben soll in her Musik sein — helfen und stärken soll die Kunst." Stets ist er sich der hohen Verantwortung bewußt in der persönlichen Strenge und Gesetzmäßigkeit seiner Lebensführung. „Aber alles Studieren schafft es, alles Talent, aller Fleiß nicht allein, wenn nicht das ganze Leben danach eingestellt ist, ein Mittler großer Gedanken und Empfindungen zu werden. 3ebe Tat, ja, jeher Gedanke hinterläßt feine Spuren in her Persönlichkeit. Man lebe so, daß sich bie Reinheit bis auf ben Bissen erstreckt, ben man zum Munde führt. So vorbereitet, wird sich jenes Etwas einstellen, das unlehrbar ist, jene Gunst der stillen Stunde, da der Geist des Komponisten zu uns spricht, jener Moment des Unbewußten, des Sich-selbst-Entrucktseins. Nennen Sie es Intuition, Gnade — da losen sich alle Bindungen, alle Hemmungen schwinden. Sie fühlen sich schwebend. Man fühlt nicht mehr: i ch spiele, sondern e s spielt, und siehe, alles ist richtig; wie von göttlicher Hand gelenkt, entfließen die Melodien Ihren Fingern; es durchströmt Sie, und Sie lassen sich von diesen Strömen tragen, und Sie erleben in Demut das höchste Glück des nachschaffenden Künstlers: nur noch Medium, nur Mittler zu fein zwischen dem Göttlichen, dem Ewigen und ben Menschen." Bach unb Beethoven sinh ihm hie Angelpunkte seines Wirkens, bie ihm staubig neue Lebenskräfte zuführen unb ihn befähigen, seine Hörer innerlich haran Anteil nehmen zu lassen. Dabei sinh ihm bie geistige Welt unb bie persönliche Empfm- bungswelt bes Schaffenben beftimmenb. Die Zeit ist noch gar nicht lange her, wo man bie rein sachliche Betrachtung unb Darstellung bes Werkes als Ziel hinstellte unb in hem Begreifen her genialen Werkkonstruktion sich genügen ließ. Wie Ebwin Fischer Bach erfaßt wissen will, spricht er bezeichnend in her Vorrehe zur Neuausgabe von Bachs „Wohltemperiertem Klavier" aus, nämlich im schöpferischen Sinne bas wahre Wesen bes Stückes zu erraten, zu begreifen unb lebenbig dar- zustellen; eine Beschäftigung, bie bei her Erhaben- jheit bes Stoffes, her Größe bes Bachschen Geistes bie Seele bilbet unb oerebelt, bie mit her Zeit uns eine Weltanschauung vermittelt unb zu jenem inneren Friehen führt, her zu ben höchsten Gütern bes Erbenbaseins gehört." Es erscheint barum be- sonbers bezeichnenb für bie Auffassungsart Ebwin Fischers, baß er zwischen zwei Bachsche, ursprünglich für Cembalo gebachte Werke, bas Choralvor- spiel aus hem „Orgelbüchlein" von Joh. Seb. Bach einschaltet. „O Mensch, bewein bein Sünde groß", in dem Bach in so knapper und doch so zwingender Weise den tiefen Gehalt religiösen Erlebens ein- fängt durch eine ausdrucksstark koloriert abgewandelte Führung der Melodie und eine tiefgründige Durchgestaltung der Begleitstimmen. Von gleichen Grundsätzen bestimmt ist Fischers Stellungnahme zu Beethoven. „Ich spreche vielleicht vermessen; aber ich habe folgenden Eindruck: Wir sind zu fein geworden, zu gebildet. Wir wissen von Beethoven so viel, aber die Vulkane, die gebärend in ihm kreißten, die Sonnen, die ihm leuchteten, die Schreie, die ihm das Herz zerrissen — sie leuchten uns nicht. Und hier liegen die Quellen der Zukunft —: vergeßt Klavier,' Stil, Erziehung, Wissen, und erlebt Beethoven, orgelt, geigt, pfeift, paukt, singt wieder auf dem Klavier, holt die ganze Welt wieder aus dem Schattenreich der Notenzeichen ins lebendige Licht herauf!" Diesen Beethoven uns nahe zu bringen mit seiner vielseitigen Größe der Ausdruckswelt, scheint kaum ein Werk geeigneter als die Variationen über ben Walzer von Diabe 1 li op. 120. Der Verleger - Komponist Diabelli hatte für ein Sammelwerk österreichischer Komponisten Beethoven um einen Beitrag gebeten, unb einmal im Zuge, wuchs sich diese Variationenfolge zu gigantischer Größe aus. Das Werk fällt in die Zeit zwischen der Missa und der Neunten Symphonie. Es möchte scheinen, als habe hier Beethoven all die Möglichkeiten in der Ausschöpfung eines Themas in der Bindung an den instrumentalen Rahmen des Klaviers bis zum letzten sich dienstbar machen wollen unb hat in feiner Art uns ein ähnliches Werk gegeben, wie es seinerzeit her späte Bach in seiner „Kunst her Fuge" her Mit- unb Nachwelt als Problem Hinstellte. Hans von Bülow bezeichnet bie Variationen „als ben Mikrokosmos bes BeetHovenschen Genius überhaupt, als ein Abbilb her ganzen Tonwelt im Auszuge. „Alle Evolutionen bes musikalischen Denkens unb her Klangphantasie — vom erhabensten Tiefsinn bis zum verwegensten Humor — in unvergleichbar unerreichbarer Mannigfaltigkeit, gelangen in biefem Werk zur berebteften Erscheinung. Unerschöpflich ist bas Stubium herseiben, unaufzehr- bar bie in seinem Inhalte hem musikalischen Hirne ganzer Generationen gebotene Nahrung." Unb in der Tat, Beethoven faßt hier noch einmal alle bie überkommenen Möglichkeiten her Variations>'unst zusammen unb weist anbererfeits mit her Kraft her Durchdringung bes Thematischen über feine eigene Zeit hinaus, unb zeichnet in genialer Schau bie Wege vor, für bie fommenben Meister her Klanier- öariationen bis zu Brahms unb Mar R e a e r. Ein epochales Werk, bas stellenweise an ben letzten Ausdrucksgrenzen bes Klaviers rüttelt, ja, in feinem geistigen Gehalt unb in feiner abstrahierenden TMe über bas rein Klangliche hinausstößt in eine qeist'g musikalische Sphäre, bie dem nachspürenden ausübenden Künstler immer wieder neue Probl'me stellt, die mit technisch-musikalischem Könn-m allein nie ganz gelöst werden können, sondern sich mir dem eröffnen, der die Kraft in sich fühlt, Beethovens Geist und Seele zu begreifen und nachzuerleben Während Beethoven in den Diabelli-Nariatio- nen alle Gebilde quasi aus einer Keimzelle, dem Thema heraus entwickelt, stellen die 24 Präl u - dien (op. 28) von Chopin eine Sammlung van Augenblickseingebungen dar, die vielleicht nicht einmal in einer Zeitperiode entstanden waren. Er mag sie in seiner Skizzenmappe als gelegentliche Entwürfe aufbewahrt haben, um sie später einmal verarbeiten zu können. Was ihm von ben vielen Erfindungsmomenten her bedeutungsvoll erschien, wurde in op. 28 zusammengefaßt, fei es. daß lich die erste Aufzeichnung nicht als Grundlage ein^r größeren Arbeit weiter auswerten ließ, fei es daß der Schaffende nicht wieder die Einaangsstimmung einfangen konnte, in der er das erstmalige Erlebnis hatte. Jedem der 24 einzelnen Stücke ist aber die unmittelbare Ursprünglichkeit des Urentwurfs eigen und dementsprechend ist auch jeder einzelne Teil individuell gepräot und durchleuchtet von dem Eigencharakter der 12 Dur- und 12 Moll-Tonarten. Die letzte Verarbeitung dieses Opus hat Chopin gelegentlich seines Erholungsaufenthaltes in Majorca (1839) vorgenommen Die romantische Umgebung des Karthäuser Klosters dort mag noch in manchen dieser äußerst stimmungsgebundenen musikalischen Einzelbilder widerhallen, und manches Legendenhafte hat man zur Erläuterung dazu heran- oetragen. Robert Schumann bezeichnete die Präludien als merkwürdig: „Gestehe ich, daß ich sie mir anders dachte und wie seine Etüden im größten Stil aeführt. Beinahe das Gegenteil; es sind Skizzen, Etüdenanfänge, oder will man, Ruinen, einzelne Adlerfittiche, alles bunt und wild durcheinander. Aber mit feiner Perlenschrift steht in jedem der Stücke: .Friedrich Chopin fdjrieb’s" — man erkennt ihn in den Pausen am heftigen Atmen. Er ist und bleibt her kühnste und stolzeste Dichtergeist der Zeit." Dr. Hermann Hering. wohl aber aus einem im Zeichen des „Gedeihens" stehenden Flurumgantz, dem altüberlieferten germanischen Bittgang über die Fluren, zum Gruß und zum Segen der Saat. Und, wieder in enger Verbindung zum menschlichen Lebensschicksal und Lebenssegen, leben die sinnbildlichen Züge solch alter Umgänge ja auch in den heutigen Fasnachts- züaen noch fort! Jedenfalls entspricht die Bezeichnung „Fastnacht" weder dem Sinn noch dem Inhalt des Festes, noch seiner volkssprachlichen Ueberlieferung. „Fastnacht ist ein fahrlässig oder absichtlich verfälschter Be- griff, und die Zeugnisse der Mundarten, der eigent- nchen Sprache des Volkes, verlangen geradezu nach einer Bereinigung, nach einer Wiedergut' machung zur unverfälschten Fasnacht! Dr. H. Strobel. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Hitler-Jugend, Unterbann Gießen: 20.30 Uhr Elternabend in der Turnhalle am Oswaldsgarten. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr: „Wasser für (Sani» toga". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Weiße Sklaven"; 23 Uhr: Nachtvorstellung „Kreuzweg einer Liebe". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Es geht um mein Leben". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung der Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Professor Otto Dill. Erstaufführung „Wasser für Lanltoga" im Sladttheater Gießen. Aus dem Stadtheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die Erstaufführung des fpan- nenden Schauspiels „Wasser für Canitoga" von Georg Turner statt. „Wasser für Canitoga" erlebte bei seiner Uraufführung und seinen weiteren Erstaufführungen einen so stürmischen Erfolg, daß fast alle Bühnen sich dieses Schauspiel sicherten. Der Intendant des Stadtheaters, Hermann Schultze- Griesheim, erwarb die Aufführung dieses Schauspiels sofort nach seiner erfolgreichen Uraufführung. Die Spielleitung führt Anton Neuhaus. Es wirken mit: Inge Birkmann, Rose Stirl; Gerhardt Frickhoeffer, Gert Geiger, Hans Geißler, Victor von Gschmeidler, Wolfgang Kühne, Karl-Ludwig Lindt, Paul Nierem Peter Schorn, Hans Seitz, Karl Volck, Fritz Walter. — Bühnenbild: Karl Löffler. — Die Vorstellung findet als 17. Vorstellung der Freitag-Miete statt und beginnt um 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. — BOM., Unfergau 116. Dlenflbefehl! Am Sonntag, 24. Januar, treten alle Mädel- und Jungmädelgruppen um 16.45 Uhr an den ihnen zugewiesenen Plätzen an: Mädel- und JM.-Gruppe Gießen-Süd: Selterstor „ „ „ „ Nord: Marktplatz „ „ „ „ Mitte: Kreuzplatz „ „ „ „ Ost: Stadttheater zur Werbeaktton für Heimbeschaffungen. den. Wir empfehlen den Besuch dieser hervorragenden Aufführung. Die Bestellungen der gewünschten Karten geben-die Gefolgschaftsführer bzw. Führer der Sondereinheiten direkt an die Theaterkasse. Die Veranstaltungen zur Heimbeschaffungsaktion. Der Unterbann Gießen tritt anläßlich der Heimbeschaffungsaktion mit einer großen Veranstaltung heute abend an die Oesfentlichkeit. Zu der Veranstaltung find nochmals die Eltern der Hitlerjungen, darüber hinaus alle an der Heim- beschaffung interessierten Volksgenossen herzlichst eingeladen. Der Elternabend findet in der Turnhalle am Oswaldsgarten, heute Freitag, um 20.30 Uhr, statt. * ** D i e Beiträge der Vieh besitzerund Viehhändler nach dem Reichsviehseuchengesetz betrifft eine Bekanntmachung der Stadtverwaltung in unserem heuttgen Anzeigenteil, auf die wir besonders Hinweisen. ** Straßenkanal -Bauarbeiten schreibt das städtische Hoch- und Tiefbauamt in einer Bekanntmachung in unserem heuttgen Blatte zur Vergebung aus. Interessenten mögen auf die Bekanntmachung achten. Schwurgericht Gießen. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Heid wurde am gestrigen Donnerstag die zweite Schwurgerichtsverhandlung der ersten diesjährigen Schwurgerichts Periode durchg^ührt. Als Beisitzer waren die Landgerichtsräte Schneider und S ch a e g tätig. Die Anklage vertrat Gerichtsassessor Maier, die Verteidigung führte Rechtsanwalt Krüger (Gießen). Der 36jährige Heinrich Matthes aus Lichen- roth (Kreis Gelnhausen) stand unter der Anklage der Verleitung zum Meineid sowie des Meineids. In einer Sitzung der letzten vorjährigen Schwurgerichtstagung, in der die damaligen Angeklagten wegen Meiyeiüs zu Freiheitsstrafen verurteilt worden waren, wurde der jetzige Angeklagte als Zeuge vernommen. Die Anklage warf ihm vor, daß er in dem damaligen Schwurgerichtstermin unter Eid eine unwahre Aussage gemacht habe. Weiterhin warf die Anklage dem Angeklagten vor, einen der seiner Zeit vor den Schranken des Schwurgerichts gestandenen Angeklagten zum Meineid verleitet zu haben. Nach eingehender Beweisaufnahme verkündete das Schwurgericht nach fast zweistündiger Beratung in den Abendstunden das Urteil, das auf Freisprechung lautete. In der Urteilsbegründung wurde von dem Vorsitzenden ausgefuhrt, daß zwar starke Verdachtsmomente gegen den Angeklagten bestehen, jedoch eine verurteilende Erkenntnis allein auf die Aussage des seiner Zeit wegen Meineids verurteilten Zeugen K., dem durch Schwurgerichtsurteil u. a. die Fähigkeit, als Zeuge oder Sachverständige vernommen zu werden, aberkannt worden ist, nicht gestützt werden könne. Aus diesen Gründen habe das Schwurgericht zu einem Freispruch kommen müssen. Pimpfe wollen gesunde Heime! Von Iungbannarzt Dr. von Düngern. bar; mit Heller elekritischer Beleuchtung. Minde- Noch immer haben viele Einheiten unseres Jung- bannes kein eigenes Heim: sie veranstalten ihre mehr zu brauchen waren: ein muffiger Keller etwa mit schimmelbewachsenen Wänden, ein alter, feuchter Stall, oder eine zugige, nicht heizbare Dachkammer. Kann das gesund sein: jode Woche ein-, zweimal abends in solchen Räumen zu sitzen? In feuchtkalten Kellern, bei deren Betreten einen schon fröstelt, mit dauernd kalten Füßen auf dem nicht untermauerten Boden, beim die Augen verderbenden Zwielicht einer Notbeleuchtung? Ein anderes von einer Gemeinde zur Verfügung gestelltes Heim war verwanzt! Die Heime, die unsere Pimpfe brauchen, sollen genügend große, hohe, helle, saubere Räume fein; im Sommer gut lüftbar und im Winter gut heiz- stens ein Hahn mit laufendem Leitungswasser zum Händewaschen und Kanalisation sollten heutzutage gerade für die Heranwachsenden Jungen selbstver- gerichtet sind. Gar keine schlechte Lösung dieses Wunsches nach dem vollkommen eigenen Bau, aber doch noch eine Notlösung, ist auch das Heim in Wieseck: ein alter Eisenbahnwagen, seiner Eisenbahnmöbel beraubt, dafür sauber ausgeweißt, mit Bänken, Ti- sehen, Bildern, einem wärmespendenden kleinen Eisenofen, von den Pimpfen gemütlich eingerichtet. Die Pimpfe wissen auch mit bescheidenen gebotenen Hilfen, wenn diese zweckmäßig sind, sich zu helfen. Am wünschenswertesten sind Heime, die die Pimpfe in eigenen Neubauten sich vollkommen zweckentsprechend einrichten können. Daß die Ausführung solcher Wünsche keine Unmöglichkeit ist, beweisen verschiedene in letzter Zeit fertig gewordene derartige Bauten: zum Beispiel im Kreise Büdingen ein Neubau, der die Geschäftsstellen der HI. und des BDM. beherbergt und dann noch große schöne Räume enthält, die als Heime der Einheiten ein» Heimabende im Freien, so daß bei Regen oder gerade für die Heranwachsenden Junge Kälte diese „Heimabende" überhaupt ausfallen stündliche hygienische Forderungen sein, müssen. Andere Einheiten haben zwar Räume als Heime zur Verfügung gestellt bekommen — aber manchmal Räume, die anscheinend sonst zu nichts Kreuz und quer durch Kleinasien. Vortragsabend in der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. kulkurslelle. Folgende Theatervorstellungen könnt ihr besuchen: Mittwoch, 27. Januar, Oper „Carmen"; Preis 1 Mark. Mittwoch, 3. Februar, Tanzabend und „Die schöne Galathe"; Preis 1 Mark. Mittwoch, 10. Februar, Schauspiel „Wasser für Canttota , Preis 0,50 Mark. Die Karten müssen immer bis spätestens Montag, 18 Uhr, bestellt werden. Vergeßt nicht das Geld mitzubringen. Die Führerin des Untergaues 116. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Belt. Theaterbesuch. Am Mittwoch, 27. Januar, kann die Oper „Carmen" zum Preise von 1 Mark von uns besucht wer- «en einem Vortrag über einen amerikani- ndschaftsteil und dem kommenden Vortrag über Grönland brachte die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde am gestrigen Donnerstagabend einen solchen über Kleinasien. Was der Vorsitzende, Univ.-Pros. Dr. Klute, in seinen Begrüßungsworten über dieses Land alter Kulturerscheinunaen und wechselvoller landschaftlicher und geologischer Eindrücke, in diesem Kernland des heutigen türkischen Staates andeutete, das wurde durch den Dorttag des Dr. P. Fickeler aus München bestätigt. Aus seinen vielseitigen Erlebnissen einer reit- gions- und kulturgeschichtlichen, geographischen und geologischen Studienreise im Jahre 1934, die der Vortragende mit dem jetzt in Königsberg (Pr.) befindlichen Dr. Leinbach unternommen hatte, schilderte er anschaulich dieses Land. Ausgezeichnete, zum Teil farbige Reifebilder boten den zahlreichen Zuhörern einen guten Einblick in die Verhältniffe dieses Landes. An Hand einiger Karten bekam man einen Eindruck von der Größe und geographischen Beschaffenheit dieses Hochlandes, dessen unterfchied- liche Niederschlagsmengen eine verschiedenartig» Pflanzendecke hervorzaubern. Die moderne Türket ist bemüht, einen Ausgleich zu schaffen und durch künstliche Bewässerung dem fruchtbaren Boden Ernteerträge abzugewinnen, die sie unabhängig von der Einfuhr macht. Bisher stand der Tabak an erster Stelle der türkischen Ausfuhr, von der er den vierten Teil ausmacht. Aber auch Haselnüsse, Baumwolle und Südfrüchte sind reichlich vorhanden. Der Vortragende erläuterte dann die Fortschritte Kemal Atatürks in der Erschließung des Landes durch ein ausgedehntes Eisenbahnnetz, das noch verdoppelt werden soll. Die Schilderungen seiner Reisen von Tschuruk über Erserum, Sivas und To- kas an das Schwarze Meer, nach Afiun-Karahisfar, in die Salzwüste und der Besuch der Hauptstadt Ankara, unterstützt von einer Fülle von Bildauf- nahmen, waren sehr aufschlußreich. Die Beschreibung der geologischen Beschaffenheit weiter Landstriche ließ die Naturschönheiten dieser Gebirge und Hochebenen erkennen, in die reizvoll eingebettet typisch orientalische Städte mit ihren Moscheen, Minaretts >-nd Flachdächern sind und die Talschluchten und Bergkegel und sogar Schneegipfel in reicher Fülle aufweifen. Diele Bilder aus dem Leben der Einwohner gaben Aufschluß über die Modernisierung der auf ihre Eigenart sich besinnenden Türken. Interessant war es zu hören, daß sie an Stelle des ihnen fremdländischen Fezes die europäische Schirmmütze, die sie zur besseren Verrichtung ihrer religiösen Bräuche mit dem Schild nach hinten auffetzen, tragen. Bilder von dem Markttreiben und Straßenleben ließen erkennen, wie orientalisches Wesen in neuen, von Europäern angenommenen Formen, unbehindert weiter strömt. So merkwürdig sich die Eisenbahnzüge mit den modernen Bahnhöfen, großzügigen Getreidespeichern und den Bauten in europäischer Architektur neben den orientalischen Städtebauten ausnehmen, so lassen sie doch den Aufbauwillen des um seine Freiheit ringenden Türken erkennen. Die Ernsthaftigkeit dieses Vorgehens spricht auch aus der Verdrängung des Kaffeeanbaues durch den Teeanbau und der Opiumerzeugung zugunsten der Zuckerrübe. Früher war die Türkei auf die Zuckereinfuhr angewiesen, jetzt versorgt sie sich selbst. Der Vortragende wußte auch sehr überzeugend von den guten Beziehungen des Dritten Reiches zur modernen Türkei zu erzählen, und mit Freude gedachte er des türkischen Entgegenkommens bei der Besichtigung der Stadt" Erserum, deren Betreten Engländern und Franzosen und selbst den Italienern nicht gestattet wird. Zum Schluß zeigte der Vortragende Aufnahmen aus der großzügig aufgebauten neuen Hauptstadt Ankara mit ihren im Stile europäischer Architektur erbauten Hochschulen für Musik und Landwirtschaft, für deren letztere Deutschland 40 000 Bände deutscher Literatur gestiftet hat. Durch die Bevorzugung deutscher Eisenbah- nen, deutscher Ingenieure und Wissenschaftler haben sich sowohl die kulturellen, wie die wirtschaftlichen Wechselbeziehungen zwischen der Türkei und Deutschland oertteft, und der Redner sprach die Hoffnung aus, daß es dem großen türkischen Führer Kemal Atatürk auch gelingen möge, im An» schluß an die alten Kulturen und die reiche Geschichte dieses Landes eine bodenständige, eigenwillig türkische Kultur erstehen zu lassen. 3n denFamilienbläiiem beginnt heute unser neuer Vornan: „Oer Giechlin"von Fontane Vas fremde Gesicht. Roman von Caren. 23. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Ich erklärte ihm immer und immer wieder, daß ich nichts mit ihnen zu tun haben wollte, ich weigerte mich aufs entschiedenste, dir auch nur ein Wort davon zu sagen. Ach, dieses stundenlange Hin- undherreden, diese furchtbare Nervenanspannung und dabei immer die Angst, ihn zum Zorn zu reizen, so daß er womöglich hingeht und die Polizei auf mich hetzt. Denn das ließ er natürlich immer so sanft durchblicken ... Ach, Liebster, ich war stets halbtot nach diesen Zusammenkünften!" „Armes Kind! Und dann ...?" „Dann kam eines Tages auch noch Monno, und dann nahmen sie mich zu zweien in die Arbeit, stundenlang. Das war an jenem Abend, weißt du, als ich so spät heimkam und sagte, ich sei in der Oper gewesen. Nie in meinem Leben werde ich diesen Abend vergessen! Monno mußte zum Glück am nächsten Tag wieder abreisen. Aber er bombardierte mich von Mailand aus mit poftlagernben Briefen, er drängte und drohte, stellte mir ein Ultimatum ..." „Ein Ultimatum? Bis wann?" „Bis Ende des Monats, schrieb er. Wenn ich bis dahin die Sache nicht eingeleitet hätte, würde er sich zu seinem Bedauern gezwungen sehen, den .direkten Weg' einzuschlagen. Ob er damit den Weg zu dir meint ober zur Polizei, weiß ich nicht. Das eine war mir fast so schrecklich wie das andere." Die junge Frau stand auf und strich sich vor dem Kaminspiegel eine hereinfallende Locke hinters Ohr zurück. Sie näherte ihr Gesicht dem Spiegelglas und betrachtete stumm und aufmerksam die feinen Kummerlinien um Mund und Nasenflügel. „Was nun, Frank?" fragte sie leise. Sie hörte hinter sich sein ruheloses Wandern, sah im Spiegel sein gesenktes Profil, dessen Linie jetzt noch schärfer und energischer gezeichnet schien. Ein stummer, verbissener Zorn spannte seine Wangenmuskeln. „Ich hätte Lust, diesen Bertrand heute abend noch an die Luft zu setzen", brach er plötzlich aus. „Der Kerl ist derselbe Halunke wie Monno — nur noch unsympathischer. Wenn ich ihn ..." Er verstummte vor der beschwörenden Gebärde, mit der Evelyn beide Arme hob, als ob sie ihn aufhalten, von einem unsinnigen und verderblichen Beginnen zurückreißen wollte. Sofort dämpfte er seinen Ton. „Ich werde es überschlafen, Liebling. Du hast recht, man muß sich das alles erst überlegen, haarscharf überlegen, bevor man einen Entschluß faßt. Man soll nichts übers Knie brechen." Er horchte auf. Es hatte geklopft. Paula, das Stubenmädchen, kam, um zu Tisch zu bitten. * „Bist bu es, Ina?" Der alte Lenk blieb keuchend auf dem letzten Treppenabsatz stehen und blinzelte nach oben, von wo ihm im Halbdunkel des Sttegenhauses eine weibliche Gestalt entgegenkam. Er hatte sich nicht getäuscht. Es war seine Tochter, die da in Hut und eberkleidem, mit einem umfangreichen Paket un- term Arm, die Treppe herunterftieg. „Gehst du noch fort bei dem Wetter?" Das Mädchen nickte. „Ich muß den Lampenschirm für Schellers liefern, er war schon für Samstag versprochen. Es ist ziemlich weit, in Der Moorgartenstraße. Kann sein, daß es spät wird. Der Kaffee steht in der Röhre." Der Alte warf ihr über seine Brillengläser einen unzufriedenen Blick zu. „Was du jetzt bloß immer zu rennen haft den ganzen Tag", brummte er verdrießlich.,, Immer den aufgewärmten Kaffee! Hast du noch mal nach dem Ofen gesehen, daß mir nicht wieder, wie gestern, das Feuer ausgeht?" Er stieg kurzatmig und hüstelnd höher. Von droben beugte er sich noch einmal übers Geländer. „Ina — hörst du, bring mir doch wieder mal ein paar Marken mit! Der Scheller, der ist doch Hotelier, der muß doch Marken kriegen von überall. Vielleicht hat er zufällig schon die neue Cuba. Frag ihn doch mal. Die Cuba — die neue, hörst du?" Ina warf eine karge Antwort über die Schulter. Als ob sie keine anderen Sorgen hätte als seine neue Gubji, mit der er ihr dauernd in den Ohren lag. Als ob sie den Kopf nicht mit Wichttgerem voll hätte, haha ...! Ina ertappte sich auf einem bitteren Auflachen. Sie ertappte sich jetzt öfters dabei, daß sie wie ein altes Weib mit sich selber schwatzte, auf offener Straße, daß sich die Leute nach ihr umdrehten. Kein Wunder! Wenn man immer so allein ist, wenn man keinen hat, mit dem man sich ausspre» chen kann, keine Menschenseele! Immer allein mit seinen Sorgen und seiner Angst. Kein Wunder, daß man darüber spinnig wird! Wenn sie nicht wenigstens Frau Schnäbeli gehabt hätte! Sie fühlt zwar im Grunde, wie nutzlos und unsinnig diese Besuche bei den Astrologinnen sind, die sie sich in letzter Zeit angewohnt hat, aber sie gibt sie nicht auf, weil sie sonst niemand hat, mit dem sie sich aussprechen kann, und ein wenig Hoffnung nimmt sie stets mit heim, um bann doch immer wieder enttäuscht zu werden. Sie ist zu verrannt in ihr Unglück, als daß sie merkte, wie sie von diesen Frauen ausgebeutet wird. Sie macht sich schnell auf den Weg, um Frau Schnäbeli, bte ihr empfohlen worden mar aufzusuchen. Aber erst den Lampenschirm abliefern. Das sind auch wieder fünfzehn Franken. Ob bte Schnäbeli sich viel zahlen läßt? Ach Gott! — Ina Lenk seufzt laut vor sich hin. — Diese Besuche laufen ins Gelb, ihr ganzes Erspartes ist schon braufgegangen. Puh, wie kalt es schon ist! Man hätte eigentlich einen neuen Mantel gebraucht, etwas, Warmes. Es tft ja schon Oktober. Bald ist ber Winter ba ... der Winter! Wo es schon um vier Uhr dunkel wird und man vor Schnee und Kälte oft nicht aus dem Haus kann. Dann wird es aus sein mit dem stundenlangen planlosen Umherstreifen. Dem Warten und Lauern an zugigen Straßenecken, an Trambahnhalteftellen und auf Den Bänken öffentlicher Anlagen, wo jeder Fremde einmal oorbeikommt, wo er einem doch schließlich einmal in die Hände laufen muß, wenn man es aushält! Wenn man dann nicht von selber schlapp macht und die Kälte einen heimtteibt. Es ist heute abend schon kalt genug. Der Wind geht einem durch und durch, Und es schneit wohl auch ein bißchen? 3a, wahrhaftig — das, was sich da auf ihrem Paket gesammelt hat, bq$ ist Schnee. Ganz dünner, nasser Schnee ... Sie wischt ihn mit dem Aermel fort, damit die Feuchtigkeit nicht auf den Lampenschirm durchdringt. Unschlüssig bleibt sie stehen. Ob sie trotzdem den kleinen Umweg über die Rathausbrücke macht? Da schlägt es gerade etwas von der Kirche. Halb ... halb sechs. An jenem Abend, als sie dem Mann auf der Rathausbrücke begegnete, war es auch um die Zeit gewesen. Bloß noch nicht so dunkel. Aber es ist ja auch einen Monat später. Damals-- halt! Ina drängt sich plötzlich blindlings zwischen den Passanten durch. Der da vorn — der dunkle Ulster — ist er das nicht ..." Nein — nicht. Wieder nicht. Jeder dritte Mensch hat jetzt auf einmal einen blaugrauen Ulster an und einen Svazierstock in der Hand. Jeder dritte Mensch sieht jetzt plötzlich von hinten Richard Stu» benjanb ähnlich. Als ob einen Gespenster narrten ...! Erschöpft und durchfroren landete Ina Lenk eine Stunde später vor dem Haus Nummer 27 in ber Steinsttaße, wo diese Frau Schnäbeli wohnen sollte. Vorsichtig tastete sie sich eine halbdunkle, knarrende Stiege hinauf. Aus jeder Wohnung roch es anders, nach angebrannter Milch, nach Malzkaffee und schlechtem Speisefett. Ina mußte sich bücken, um bei ber elenden Beleuchtung die Türschilder zu ent» Ziffern. Endlich: Schnäbeli. Angelika Schnäbeli, Charak« terologin. Ina drückte auf den Klingelknopf. Es war Frau Schnäbeli selbst, die öffnete, eine wohlgenährte Person mittleren Alters, der man den häufigen Aufenthalt in höheren geistigen Sphären nicht ansah. Sie musterte die neue Kundin mit jenem mißtrauisch-sichernden Blick, den alle Leute haben, deren Gewerbe nicht staatlich konzessioniert ist, und führte sie dann in die Wohnstube. Man war offenbar gerade beim Abendessen. Dom Tisch er» hob sich ein junger Mensch, offenbar der Sohn der Schnäbeli, der die Eintretende neugierig anstarrte und dann mit seinem noch halbvollen Teller ins Nebenzimmer verschwand. Frau Schnäbeli zog die Hängelampe tiefer und betrachtete die neue Kundin mit einem langen, ab» schätzenden Blick, der langsam von dem schneebe» tauten blauen Baskenmützchen abwärts glitt bis zu der vom Handschuh entblößten Linken, an ber ein kleiner, bescheibener Amethystring glänzte. „Sie find verlobt gewesen, Fräulein", begann sie mit dem vorsichtig tastenden Tonfall aller Sy» bitten. Sie haben viel Schweres durchgemacht ..." „Das weiß Gott!" kam es dumpf von den Lip» pen der Kundin. (Fortsetzung folgt.) n5oße lOPfg. 3n 3 Minuten ohne Tett % fiter oorjüg liehe Bratensoße für 10 Pfennig! ist Zubereitung kinderleicht. Sie brauchen nur 1 Knorr -Bratensoßwürfel fein zerdrücken, glattrühren fifLXn ^mute" unter Umrühren kochen. Schon fertig! Diese Soße wirb allein ober zum Strecken, Verbessern und Vlnben anderer Soßen verwendet. Hauptsache dabei: "KhtiVv Bratensoße xW ^tbaren b Ai) ’ M Kne6. bas r$!DQ5 llHJeiher la. bet j'al)'liat, »onT'N i*9ebeltettn^ L^«n, !w:^p'sch ^'schluck ^^tts in tei*!en und Ä|“< ! Moders Cln’ 'den n® «■ 3n! teS" rsH «'ch-- ® ft "°»°N Lix J"3“?, mit bf» I* S„efreiMpei" tx $'« Ern^l .Qu6 der Per. $ ?en Teeanbau " ber Zuckerrübe, ^"emfuhr angei ^^-Überzeugend Dritten Reiches , und mit Freude kommens bei der deren Betreten M den Ftalie» -chluh zeigte der großzügig ausge, .mtt ihren im * Hochschulen >ur deren letztere r Literatur gestij. Ötscher Eisenbah. "enschastler haben "e wirtschaftlichen er Türkei und iedner sprach die 'n türkischen Füh. n möge, im An« sld die reiche Ge« ändige, eigenwillig dffern >: Montane als sie dem Mann , war es auch um jt so dunkel. Aber er. Damals — iings zwischen den . der dunkle Ulster eher dritte Mensch igrauen Ulster an )and. 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Neben der eingehenden Aufklärungsarbeit ö>er örtlichen Stellen des Reichslustschuhbundes unö den gewissenhaften Vorbereitungsarbeiten aller in Frage kommenden Dienststellen, insbesondere der Bürgermeister als Ortspolizeibehörden und der diesen zugeteilten Verdunkelungsstäbe sowie der eingesetzten Hilfskräfte der SA. und des ASKK. ist der Erfolg der Hebung uor allem auf die tadellose Disziplin der ganzen Bevölkerung des Kreises Gießen zurückzusühren, die die große Bedeutung der Lustschuhmaßnahmen erkannt und diese restlos befolgt hat. Ich nehme daher gerne Veranlassung, allen meinen aufrichtigen Dank und vollste Anerkennung auszusprechen. heil Hitler! Dr. Loh, Kreisdirektor. Gefechtsschießen bei Großen-L.nden. Das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 80 in Wetzlar hält vom 25. bis 28. Januar einschließlich und weiter am 10., 11. und 12. Februar sowie nm 17., 18. und 19. Februar dieses Jahres jeweils in der Zeit von 8 bis 16 Uhr ein Gefechtsschießen mit Gewehr und Maschinengewehr südlich Grotz e n - Li nd e n ab. Das gefährdete Gebiet wird begrenzt durch die Ortschaften Großen-Linden — Lang-Göns — Kirch-Göns —Niederkleen — Dornholzhausen — Hochelheim und Hörnsheim. Das Betreten dieses Gebietes ist während der Zeit des Gefechtsschießens verboten. Die Straßen Lang-Göns—Hochelheim und Lang- Göns—Niederkleen werden, soweit sie auf hessischem Gebiet liegen, an den genannten Tagen für die Zeit von 7 bis 16 Uhr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Großen-Linden bzw. Kirch-Göns. Den Weisungen der Absperrposten ist unbedingt Folge zu leisten. Ein Ladenkaffendieb. * Heuchelt; eim, 21. Jan. Am gestrigen Mittwoch abend erschien in einem hiesigen Geschäft ein unbekannter Mann. Der Geschäftsinhaber betrat einige Augenblicke später den Laden, so daß der Unbekannte kurze Zeit allein war Der Besucher bot dem Geschätsinhaber einen alten Herd zum Kauf an, wurde jedoch damit abschlägig beschieden und verließ sogleich das Geschäft. Kurze Zeit darauf beim Ladenschluß machte der Geschäftsinhaber die unliebsame Entdeckung, daß die Ladenkasse geplündert war. Der Verdacht lenkte sich natürlich auf den unbekannter Herdverkäufer, der von einigen Radfahrern, die sich sofort auf die Verfolgung gemacht hatten, kurz vor Gießen eingeholt wurde. Hier gelang es den Radlern, dem Unbekannten das gestohlene Geld abzunehmen, sie konnten jedoch nicht verhindern, daß er sich in einem günstigen Augenblick von seinen Verfolgern losriß und imDunkelderNachtver- schwand. Man hofft auf Grund bestimmter Merkmale dennoch, daß es gelingen wird, die Personalien des Ladenkassendiebes festzustellen. Landkreis Giessen £ Leihgestern. 21. Jan. Ihre Goldene Hochzeit können am Samstag, 23. Januar, der Schlossermeister Karl O t t und Frau Katharine, geb. Philipp, Hindenburgstraße 31 dahier, begehen. Beide Eheleute sind noch recht rüstig; der Mann befindet sich im 75., die Frau im 73. Lebensjahre. = Steinbach, 21. Jan. Der Gesangver- e i n „Eintracht" hielt am Samstag im Saale des „Einhorn" sein diesjähriges Wintervergnügen ab. Das Programm war, wie jedes Jahr, abwechselungsreich, die Veranstaltung war sehr gut besucht. Nach einem Musikstück der Kapelle hielt der Vereinsleiter Friedrich Wald eine Begrüßungsansprache, der Verein fang dann „Wach auf du deutsches Land". Es folgte ein Prolog über das deutsche Lied, gesprochen von Frl. Marie Wald. Anschließend folgten Ehrungen einiger verdienter Sangesbrüder, und 50 Jahre Mitglied: Wilhelm P i tz II., Heinrich Krämer II. und Philipp Melchior Haas; 40 Jahre Sänger: Ludwig Walb und Ludwig Gerhard L; diese erhielten die Ehrennadel vom Hessischen Sängerbund durch das Kreis- vorstandsmitglied Stein-Garbenteich überreicht; 25 Jahre Mitglied: Friedrich Walb und Jakob Sehrt, welch letzterer wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht anwesend war, für 50jährige Mitgliedschaft und 25jährige Mitgliedschaft wurden Diplome überreicht. Die noch folgenden Chöre des Vereins, der unter Stabführung des Finanzsekretärs Sommer (Watzenborn-Steinberg) steht, fanden großen Beifall, ebenso die sonstigen Vorträge und Ausführungen. Erwähnt sei ein lustiger Einakter, dessen Darstellung verdienten Beifall fand. Das Schlußwort des Vereinsleiters gedachte in üblicher Weise des Führers. Damit war der offizielle Teil des harmonisch verlaufenen Abends beendet. Der inoffizielle Teil gewährte der Jugend ihr Recht. Der Verein, der im nächsten Jahr fein 75jähriges Bestehen feiern kann, kann auf einen wohlgelungenen Abend zurückfchauen. Z Reiskirchen, 22. Jan. In unserer Gemarkung fand gestern die erste diesjährige H o l z - Versteigerung statt. Die Preise lagen gegenüber den vorjährigen sehr hoch. Für Buchenstöcke wurden bezahlt: für zwei Raummeter 10 bis 12 Reichsmark, für Buchenreiser ein Raummeter 2 bis 3 RM., für Buchenknüppel 20 bis 23 RM. für zwei Raummeter, für Buchenfchelt zwei Raummeter 26 Reichsmark. )-( Ullendorf a. d. L d a., 21.Jan. Bei der gestern in den hiesigen Stadtwaldungen abgehaltenen diesjährigen ersten Holzversteigerung, zu der viele auswärtige Steigliebhaber erschienen waren, wurden folgende Preise erzielt: Buchen- Scheitholz 18 bis 19 Mark, Eichen-Scheitholz 10 bis 12 Mark, Kiefenri-Scheitholz 8 bis 9 Mark, Fichten-Scheitholz 8 bis 9 Mark je zwei Raummeter, Buchen-Knüppelholz 13 bis 14 Mark, Eichen- Knüppelholz 6 bis 8 Mark, Kiefern-Knüppelholz 7 bis 8 Mark, Fichten-Knüppelholz 5 bis 7 Mark je zwei Raummeter, Buchen-Reisholz 4 bis 6 Mark je fünf Raummeter. nsf. Lauter, 21. Jan. Der Reichsnährstand veranstaltete hier einen Vortragsabend, bei dem Fräulein Harter von der bäuerlichen Werkschule sprach. Das Thema war der Gartenbau. Die Wichtigkeit der ersten Anlage und Einteilung des Gartens, die Eignung zu Obst, und Gemüsebau, die Behandlung des Bodens, das alles wußte die Rednerin anschaulich zu erklären. Die Frauen- schäft und die Ortsbäuerinnen waren zahlreich anwesend und folgten den Ausführungen mit lebhafter Anteilnahme. c» Ettingshausen, 21.Jan. Am Mittwoch fand unter der Leitung von Dr. D i e n ft (Bäuerliche Werkschule Grünberg) ein Ho f- und Stallruno- gang statt, an dem zahlreiche Bauern teilnahmen. LDer Leiter des Rundgangs gab viele praktische Anregung für Beleuchtung und Durchlüftung der Stallungen und zweckmäßige Stallmistpflege. c\p Langsdorf, 20. Jan. Heute fand in unserem GemeiNdewald oie erste öffentliche Holzner- fteigerung dieses Winters statt. Sie erstreckte sich auf die von der Nieder-Bessinger Kreisstraße aus zugänglichen Forstorte Alter Hegwald, oberes Rudels, Stockereiherkopf, Rasenstück und Liebfrauen- berg. Es wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: In Buchenholz: Scheiter je 2 Raummeter 18.— Mk., Knüppel je 2 Raummeter 10.— Mk., Wurzelholz je 1 Raummeter 3,50 Mk., Reiser je 1 Raummeter 0,50 Mark. In Eichenholz: Scheiter je 2 Raummeter 6.— Mk., Knüppel 4.— bis 5.— Mark. In Kiefernholz: Scheiter je 1 Raummeter 6.— Mk., Knüppel je 1 Raummeter 3.— Mark. In Tannenholz: Rundscheit je 1 Raummeter 6.— Mk.. Knüppel je 1 Raummeter 3.— Mark. Das Samm- holz bewegte sich in folgenden Preislagen: Kiefern Klasse 3b je Festmeter 35.— Mk., Tannen Klasse 5 je Festmeter 30— Mark. Kreis Schotten. # Groß - Eichen, 20. Jan. In unserem Orte fand dieser Tage die erste Verdunkelungsübung statt. Die Hebung konnte als vollständig gelungen bezeichnet werden. Auch die außerhalb des Ortes liegenden Mühlen hatten verdunkelt. Zum Abschluß sprach Bürgermeister Greif den Helfern Dank und Anerkennung über das Gelingen der Hebung aus. — Der Dolksbund für das Deutschtum im Ausland veranstaltete im Jungvolkheim einen Vortragsabend. Als Redner war ein Teilnehmer am Freiheitsmarsch zur Feldherrnhalle 1923, Bundesredner P. E. Petz old, erschienen, der über deutsches Volkstum und deutsches Heldentum jenseits unserer Grenzen sprach. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit ausgenommen. yJtxfpont Fußball der (Sauliga Hessen. Im Gau Hessen greift der führende Sportverein Kassel diesmal nicht in die Ereignisse ein. Der zweite Favorit, Hessen Bad Hersfeld, wird in Kassel vom SC. 03 erwartet und sollte sich dort als die bessere Mannschaft erweisen. Germania Fulda ist über Niederzwehren in Front zu erwarten, VfB. Friedberg müßte Kurhessen Marburg das Nachsehen geben, während Hanau 93 in seiner augenblicklich schwachen Form mit einem Hnentschieden in Wachenbuchen zufrieden fein dürfte. Turn- und Gporlgemeinde Rodheim a. d. Bieber. Rodhelm I — Daubringen I 5:1 (3:1). Rodheim gewann dieses Spiel leichter als erwartet wurde. Die Gäste kamen während des ganzen Spieles nicht zu einer einheitlichen Leistung und muhten sich in der Hauptsache auf die Abwehr beschränken. Die Einheimischen waren während der ganzen Spielhandlung tonangebend und ließen die Gäste kaum aus der eigenen Spielhälfte kommen. Kurze Sportnotizen. Für die Vorrunde um den Handball- Pokal der Gaumannschaften wurden jetzt die Austragungsorte festgelegt. Hessen hat in Kassel Niederrhein zu Gast, Südwest muß nach Stettin gegen Pommern, Baden spielt in Kiel gegen Nordmark, Württemberg in Geislingen gegen Westfalen und Bayern in Bamberg gegen Brandenburg. Um d i e Hochschul-Mei st erscha ft im Hockey stehen sich im Endspiel der Gruppe Südwestdeutschland am Samstag in Frankfurt a. M. die Mannschaften der Universitäten Frankfurt und Heidelberg gegenüber E i n neuer Fachamtsleiter wurde im Fechtsport berufen. An Stelle von Altmeister Erwin Casmir (Frankfurt), der dem neuen Führerstab für Sonderausgaben zur Verfügung steht, wurde SS.-Standartenführer Dr. Behrends zum Fachamtsleiter ernannt. 22Nationen werden sich an den VII. Studen- ten-Wettspielen beteiligen, die vom 21. bis 29. August in Paris stattfinden. Bereits 10 0 Meldungen liegen für die zusammen mit den Deutschen Skimeisterschaften in Altenberg stattfindenden Deutschen Heeres- Meisterschaften vor, davon allein 67 aus Bayern. Einen neuen Weltrekord im Eisschnellläufen der Frauen stellte die Norwegerin Synöve L i e über die wenig gebräuchliche Strecke von 5000 Meter auf. Sie gewann in 9.58 Minuten vor Laila Schou-Nielsen (9:58.6) und unterbot die alte Höchstleistung um 14 Sekunden. Skisport hat Hochsaison. Die Skisportsaison nähert sich ihrem Höhepunkt. Mit der Internationalen Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen beginnen die Spitzenveranstaltungen und mit den Holmenkol-Rennen in Oslo Ende Februar finden sie ihr Ende. Zwar weist auch der März noch einige internationale Wettkämpfe von Ruf auf, so vor allem die jeweils international ausgeschriebenen Skiwettläufe in Lahti (Finnland), Solleftea (Schweden) und in Qunasvaara (Finnland). Aber diese Rennen sind in der Hauptsache eine Angelegenheit der nordischen Skinationen. Das immer wieder mit Spannung erwartete Zusammentreffen der NoA länber mit den Mitteleuropäern hat zu bieffih Zeitpunkt schon stattgefunden, und zwar bei den Weltmeisterschaften in Chamonix. Zwischen Beginn und Ende der internationalen Termine, also im Februar, liegen die großen und wichtigsten Veranstaltungen der Skisaison 1937. In der ersten Februarhälfte liegen vor allem auch die verschiedenen nationalen Meisterschaften, die eine ernste und letzte Prüfung für die Weltmeisterschaften in Chamonix bilden und für die Aufstellung der Ländermannschaften für die ?15.-Rennen mit ausschlaggebend sein werden. Polen, die Tschechoslowakei, die Schweiz und Deutschland, also die stärksten mitteleuropäischen Skinationen, halten vor den Fisrennen ihre Meisterschaften ab. Deutschland ist in Chamonix nur durch seine Abfahrt-Mannschaft vertreten. Ende Februar werden die großen Schlachten im internationalen Skisport geschlagen sein. Wir erwarten keine Heberraschungen und keine Wunder, wenn auch von verschiedenen Plätzen Rennergeb- nisse und Trainingsberichte kommen, die aufhorchen lassen. So hörte man von dem verbissenen Training Allen Bekannten teilen wir hierdurch mit, daß unsere liebe Frieda Drüge gestern nach langem Leiden entschlafen ist. Sie folgte ihrer vor Monatsfrist verstorbenen Mutter zur ewigen Ruhe, auch mit Vater wieder vereint Die trauernden Hinterbliebenen: Gießen, 21. Januar 1937. Die Beerdigung findet Freitag, den 22. Januar, 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. __________________________________0343 •lafchen hell u. dunkel Stück A RM. 1,25 Leder-Röhrig, Geben Neustadt 43 269a MllWlyWslMlllMlUNg bringe morgen auf den Wochen- tnarft einen großen Posten schnee- " ' Blumenkohl per Stück v. 30 Pf. an; Rosenkohl 1 Kilo 45 Pf.; Zitronen 10 Stück 45 Pf. 412D Eckstand vor der neuen IflW* Markthalle, unt. der Uhr und Ladengeschäft Franks. Str. 36 Telephon 2103. Modernes Schlafzimmer Eiche mit Nußbaum, 3teiliger Schrank (i.80 ml mit Innenspiegel, Frisier-Kommode mit dreiteiligem Spiegel, 2 Betten, 2 Nachtschränke. 2 Stühle nur 395.-Mk. Möbelhaus 6g. Koos Gießen, Schulstraße 6 «eA .. .und zum Bauen übermann Wichtig für Lehrer und Schüler! Wichtige Neuerscheinung! SdjuB oon unanaen n. Xieren nach Der Naturschutzverordnung vom 18. Mürz 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weder, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Waltder Schoenlchen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 6ugovelmüüierverlog.Mijn-cWers. Wenn Gäste kommen... Dann zeigt es sich, wie praktisch doch so ein schöner Servierwagen Ist Alles kommt auf einmal an den Tisch. Später dient er als Abstellplatte. Sehen Sie sich die preiswerten Servierwagen in schönen Schielflackfarben an bei W J. B. Häuser Gießen 127 a am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 HAUTJUCKEN FLECHTE?^ ßaoiooslflloo - Wunöleln? usw.Selt Ober 20 Jahren bewähren sich die vorzügl, Hautpflegemittel Laupin Creme und Seife Löwen-Drog.W.KllbingerNchl., Seltersweg 69; Drog. Winter- hoH.KreniplatilO; Drop.Borne- mann, Bahnhofstraße 17; Red.- Drog. H. Eines, Seltersweg 66; Germania • Drogerie 0. Seibel, Franklnrt.8tr.39. InLanbaoh: Solms- anbaoher-Drog.B.Kleln Kreuzplatz 10 Drogerie Werbe-Drucksachen liefert Brtihl'sche Druckerei In den herben Blüten,Stengeln. Wurzeln und Blättern meiner Kräuter verbergen sich Heilkräfte der Natur, die in Form von Kräutertees Ihrer Gesundheit dienen. Als langjährigerKräutertee-F ach- mann habe ich im letzten Jahr die „ Winterhoffs“ Kräutertees aus ganzen Kräutern zusammengestellt und empfehle Ihnen - auch für Ihren „Fall“ - die geeigneten Spezialsorten: Abführtee................~-90 Arterienverkalkungstee .... 1,— Astbmatee... ............1— Blasenerkältungstee.......1.— Blutreinigungstee.........1 — Bru't- und Lungentee......1.— Deutscher Familientee.....-.75 Frühstückstee (Schlankh.-Tee 125 Ind, Nieren- und Blasentee.. 1.— Leber- und Gallentee....... 125 Magenstärkungstee........1.25 Mate.....................-.70 Nervenberuhigungstee.....1.— Rheumatee...............1.— Schlaftee................. 1-— Tee tür Zuckerkranke.....1 — Tee zum Schwitzen........-.90 Ueber die Wirkung werden Sie hocherfreut sein. «ooA Wasserkessel 565 sich am Wasser aufhält und dessen Larven im Wasser leben. Wasserkessel sollen zur besseren Brennstoffausnützung nicht hoch, aber am Boden möglichst breit sein. Als zweckmäßig haben sich Wasserkessel mit Signalpfeife erwiesen. Nichtisolierte Griffe bewickelt man mit Asbestschnur. Wassermannsche Reaktion Wasserkissen, mit Wasser gefülltes Eummikissei? oder wasserge- füllter Gummiring, der Kranken das Liegen erleichert. Wasserkissen dürfen nicht zu prall gefüllt sein, damit sie nicht platzen können. Sie werden vor dem Unterlegen in ein Tuch eingehüllt. Wasserkopf. Der Schädel wird vergrößert durch abnorme Ansammlung von Rückenmarksflüssigkeit und Hirnflüssigkeit in den Eehirnkammern. Der Wasserkopf kann angeboren sein infolge Verwachsungen, die schon vor der Geburt entstanden sind. Infolge des Flüssigkeitsdruckes bleibt dem Gehirn fast kein Raum mehr, ein sehr großer Wasserkopf besteht aus einem pavierdünnen Schädel einer ebenso dünnen Schicht von Eehirnsubstanz und einer Riesenmenge Flüssigkeit. Solche Kinder sind natürlich nicht lange lebensfähig. Wasserkopf kann auch in der ersten Seit des Lebens entstehen durch eine Gehirnhautentzündung. Ein erworbener Wasserkopf kann aber niemals so groteske Formen annehmen wie ein angeborener. Wenn der Schädel vollkommen verknöchert ist, kann es keine Wasserkopfoildung mehr geben, weil er sich dann nicht mehr ausdehnen kann. Durch Ableitung der Gehirnflüssigkeit kann der Arzt unter sehr schwierigen Umständen vielleicht einen Wasserkopf behandeln. Aus jeden Fall ist ärztlicher Rat nötig. Wasserkur. Anwendung des Wassers in Form von Abreibungen, Packungen. Übergießungen. Wassertreten usw. zu Heilzwecken. Vgl. Kneippkur. Wasserleitung, die Zuleitung des Wassers in Rohrleitungen. Bei einem Rohrbruch muß sofort der Hauptzuleitungshahn abgestellt und ein Installateur gerufen werden. Bei großer Kälte, die das Einfrieren der Wasserleitung befürchten läßt, wird die Hauptzuleitung ebenfalls abgestellt und die Leitung entleert. Bei leichtem Frostwetter genügt es, die Wohnungs- und Keller- fenster zu schließen. Eingefrorene Leitungen läßt man vom Fachmann auftauen. Wassermannsche Reaktion hat die größte Bedeutung für die Erkennung frischer und latenter Syphilis. Die Wassermannsche Reaktion beruht auf einer Eigenschaft des Blutserums, bei Anwesenheit von Syvhiliserregern in einer ganz bestimmten Weise zu reagieren. Diese Art der Reaktion ist typisch für Syphilis und kommt nur bei Syphilis vor. Besonders wichtig ist die Wassermannsche Reaktion auch deshalb, weil man durch sie imstande ist, manche sonst unklare Erkrankung auch bei dem Fehlen aller anderen syphilitischen Erscheinungen, bei dem Leugnen einer Infektion einwandfrei als syphilitische zu erkennen und dann als solche zu behandeln. Wird bei einer In- CAR DY Feinseife Rasierseife Hautcreme Parfüm CA R DY-Erzeugnisse. — — Güte und Preiswürdißkeltl Hier abschneiden! der Finnen, die die Vorherrschaft in der langen Strecke gegen ihre starken Rivalen aus Norwegen und Schweden zurückerobern wollen. Man hörte von den großen Fortschritten der italienischen Abfahrt- und Slalomspezialisten und man denkt auch an die von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossen gewesenen österreichischen und Schweizer Abfahrtsläufer von hoher Klasse, die darauf brennen, in Chamonix den Siegern von Garmisch den Rang streitig zu machen. Die deutsche Vertretung wird also in Chamonix vor keiner leichten Aufgabe stehen. Das gilt insbesondere für die Männer-Wett- bewerbe. Bei den Frauen stellt sich die Lage für uns günstiger, weil hier Christel Cranz, die erst unlängst bei dem Frauen-Skirennen in Grindelwald gegen erste internationale Klasse und vor allem gegen ihre schärfste Gegnerin, die Schweizerin Erna S t e u r i, überlegene Siegerin wurde, große Aussichten hat. Aus den einzelnen Wintersportquartieren kommen recht interessante Meldungen. Da vernimmt man wieder einmal bewegte Klagen über die immer schwieriger werdenden Abfahrtsstrecken und das trotz aller Mahnungen, die bereits im vergangenen Winter an die Veranstalter von Abfahrtsrennen gerichtet worden find. Die österreichischen und italienischen Abfahrer sind dabei, sich mit der FIS= Abfahrtstrecke in Chamonix anzufreunden. Sie sollen sehr erstaunt über die Schwierigkeiten der Abfahrt gewesen sein. In Schweden wird eifrig für die rI8-Langstreckenläufe trainiert. Den olympischen Erfolg gilt es zu verteidigen. Der deutsche Skisport meldet weitere Gaumeister. Bayerischer Meister wurde am vergangenen Sonntag Hechenberger, nachdem Willi Bogner, der Langlaufsieger, sich durch Stürze beim Sprunglauf die Aussichten auf den Titel verscherzt hatte. Hechenberger war bereits bei den vorjährigen deutschen Skimeisterschaften mit Bogner im engsten Wettbewerb um den Goldenen Ski. Vielleicht ergibt sich bei den diesjährigen deutschen Meisterschafter das gleiche Bild. Wie dem aber auch sei — der Goldene Ski bleibt diesmal in Deutschland, da die deutsche Skimeisterschaft nur noch reichsoffen ausgeschrieben wird. (Sporfamf „Kraft durch Kreude". Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26. Nur für Mitarbeiter der DAF. 18.15 bis 19.15 Uhr. Offener Kursus — für Männer und Frauen gemeinsam — 20.30 bis 21.45 Uhr. Reiten — für Männer und Frauen gemeinsam — Unioersitäts-Reitinstitut. Brandplatz, 20 bis 21 Uhr und 21 und 22 Uhr. Schwimmen — für Männer und Frauen gemeinsam — Volksbad, Seltersweg, 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr. Wirtschaft. Fwd. Berliner Börse am 3 0. Januar geschlossen. Am Samstag, 30. Januar, bleibt die Berliner Börse für jeden Verkehr geschlossen. Gemäß Paragraph 5 der Bedingungen für die Geschäfte an der Berliner Wertpapierbörse findet an diesem Tage eine Lieferung nicht statt. Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörfe still und wenig verändert. Frankfurt a. M., 21. Jan. Infolge wieder nur schwacher Beteiligung der Kundschaft hatte die Börse heute sehr geringes Geschäft, zumal die Kulisse Zurückhaltung bewahrte. Indessen gaben die letzten günstigen Nachrichten aus der Wirtschaft der Tendenz eine Stütze, so daß die Widerstandskraft der letzten Tage gegenüber der starken Geschäftsstille fortbestand. Regeres Interesse finden nach wie vor die neuen 5prozentigen Jndustrie-Emmissionen, während sonst die Nachfrage am Rentenmarkt ebenfalls schwächer geworden ist. Die Aktienmärkte eröffneten im großen und ganzen mit wenig veränderten Kursen, auch später ergab sich kaum eine Aenderung. Die Warnungen einiger Gesellschaften vor übertriebenen Abschlußerwartungen blieben nicht ohne Einfluß auf die geringe Unternehmungslust. Etwas regeres Geschäft verzeichneten wieder Schiffahrtsaktien, Hapag 17,50 bis 17,75 (17,40), Nordd. Lloyd 17,75 (17,25). Gefragt blieben ferner Gebr. Junghans zu 121,50 (121), auch Rheinmetall-Borfig zogen 1 v. H. an, dagegen gingen Muag um 1,25 v. H. auf 139,50 zurück, Daimler waren auf den gestrigen Mittags- itanb von 125 (124,40) erholt. Montanwerte lagen bei leicht abbröckelnden Kursen nahezu geschäftslos. Von chemischen Werten notierten IG. Farben mit 167,50 bis 168 (167,50) und Scheideanstalt mit unverändert 265. Arn Elektromarkt lagen Licht und Kraft 1 v. H. höher, dagegen Siemens 0,65 v. H., AEG. 0,25 v. H., Lahmeyer 0,25 v. H. und Gesfürel 1 v. H. schwächer. Don Einzelwerten notierten Reichsbank mit 188,50 (188,75), AG. für Verkehr mit 126,40 (126,25) und Deutsch-Atlanten-Telegraf mit 118,50 (118). Am variablen Renten markt blieben Städte- Altbesitzanleihen mit 117,25 gefragt, Kölner - und Düsseldorfer je 118. Kommunal-Umschuldung bewegten sich zwischen 90,80 bis 90,90. Späte Schuldbuchforderungen bröckelten 0,13 v. H. ab auf 98,40, Wiederaufbauzuschläge 74,75 (74,65). Abgesehen von Schiffahrtsaktien, die bei lebhafteren Umsätzen beide auf 18 nach 17,75 anzogen, hielt sich das Geschäft am Aktienmarkt weiter in engsten Grenzen, und nennenswerte Veränderungen traten kaum ein. Etwas schwächer Scheideanstalt mit 264,25 mit 265. Die später notierten Werte wiesen ebenfalls nur geringprozentige Abweichungen auf. Am Kassamarkt waren Mainzer Aktien Brauerei gesucht mit 68,50 (66), ferner Aschaffenburger Buntpapier zu zirka 75,50 (l. K. 73,50). Don Bankaktien DD.-Bank 114,50 (114), dagegen Dresdner Bank 107,25 (107,75), Commerzbank unverändert 110,75, später zu 111 gefragt. Am Rentenmarkt waren Altbesitzanleihe zu 118,15 (118,25) eher angeboten, sonst ergaben sich keine Veränderungen. Goldpfandbriefe bei noch kleiner Nachfrage unverändert, Liquidativnspfand- briefe meist 0,13 v. H. nachgebend, dagegen Kvm- munal-Obligationen 0,13 bis 0,25 v. H. fester. Höher lagen ferner Dekvsama I mit 125 (124,25). Stadtanleihen erfuhren kaum Veränderungen von Belang. Auslandsrenten lagen still. Im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer fester mit 101,25 bis 103,25, Wayß & Freytag 129,50 bis 131,50, DDM. 154 bis 156, Pokorny 125,75 bis 127,75, Ufa 64,75. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Abendbärfe behauptet Die Abendbörse konnte die mittags eingetretenen leichten Erhöhungen am Aktienmarkt voll behaupten. Bei kleiner Nachfrage ergaben sich verschiedentlich leichte Erhöhungen am Mvntanmarkt, ferner für Metallgesellschaft, Holzmann, Muag Licht und Kraft und Bemberg, die je 0,75 v. H. gewannen. Schiffahrtswerte lagen ruhiger, aber auf dem Berliner Stand voll gehalten. Von Bankaktien zogen Commerzbank 0,25 v. H. an auf 111, DD-Bank 0,50 v. H. auf 115; Frankfurter Bank kamen nach Pause mit unverändert 108 zur Notiz. Das Rente n g e s ch ä f t bewegte sich in engen Grenzen, Alt- hhsitz erholten sich auf 118,25 (118,15), Kommunal- Umschulduna wurden in kleineren Beträgen mit 90,85 umgesetzt. Für Städte-Altbesitz hielt die Nachfrage zu Mittagskursen an, Rheinische 118,25, Hessische 117,75, Duisburger 117,25. Don Stadtanleihen wurden 4,5proz. (7proz.) Frankfurter nach Pause mit 96 (95,65) wieder notiert, Farben-Bonds lagen 0,25 v. H. höher mit 133,13. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 21. Jan. Auftrieb: Rinder 100 (gegen — am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 11 Ochsen, 2 Bullen, 66 Kühe, 21 Färsen. Kälber 858 (725), Hämmel und Schafe 163 (223), Schweine 578 (377). Notiert wurden pro 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 42 bis 45 (am 14.1. —), b) 41 (—). Bullen a) 43 (—). Kühe a) 41 bis 43 (—), b) 35 bis 39 (—), c) 28 bis 33 (—), d) 17 bis 25 (—). Färsen a) 43 bis 44 (—), b) 40 (—), c) 35 (—). Kälber a) 58 bis 65 (56 bis 65), b) 45 bis 55 (41 bis 55), c) 40 (35 bis 40), d) 32 bis 40 (27 bis 34). Hümmel b2) 46 bis 48 (46 bis 48), c) 41 bis 45 (41 bis 45), d) 32 bis 40 (36 bis 40). Schafe a) 35 bis 40 (32 bis 38). Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 51,50 (51,50), d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50,50 (50,50). Marktoerlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft, ausoerkauft. Fleischgroßmarkt. Angebot: 528 Viertel Rindfleisch, 406 halbe Schweine, 107 ganze Kälber, 33 ganze Hämmel, 6 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 kg in RM.: Ochsenfleisch a) 80, b) 69. Bullenfleisch a) 77. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenflei ch a) 80, b) 69. Kalbfleisch a) 88 bis 100 (am 18.1. 80 bis 95), b) 78 bis 87 (70 bis 79), c) 68 bis 77 (60 bis 69). Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) 73. Fettwaren. Roher Speck unter 7 cm 78, Flomen 80. Marktverlauf: lebhaft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Perlin Schlußkurs Schluß'. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittag börfe Schluß- kurs Schluß?. Abend- börfe Schlußkurs ScklußL Mitrag. börie Dalum 20 1 21 1 20 1 21.1 Damm 20.1 21 1 20.1 21 I 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Retchsanl. von 1934 5*4% Dvung-Anleihe von 1930 .. 41/z% Hessische Volksstaat von 1929 4%% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4*/2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Lberhessen Provinz-Anlethe mir Auslos.-Rechten.............. 4>/2% Hess. Landesbk. Darmstadl Goldpfe. R. 12.............. 5%% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 4%% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4'/2% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 41/2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5%% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5’/2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4% Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen yon 1903......... 4'/r% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad l........... 4% Türken Bagdad II.......... 2y4% I. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen...... 6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd.......... 0 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 RetchsbayL................ 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............ 4 Dresdner Bank.............. 4 101,25 98,5 102,75 99,25 100 98,5 118,25 130,75 97,5 101 95 94,25 124,25 97,5 95 101,5 101,9 110,2 1,325 5,4 6,2 5 6,45 5,4 20,25 126,25 17,4 17,25 125,5 188,75 110,75 114 107,75 101 98,4 102,75 99,25 100 98,5 118,25 130,75 97,5 101 95 94,25 125 97,5 95,25 101,4 101,75 110,25 5,3 6,3 5,05 9,5 5,4 20 126 17,9 17,75 125,75 188,5 111 115 Devise 101,25 98,5 99,25 100,13 98,25 118,2 97,5 97,5 95 124,75 97,5 101 .65 110,3 9,25 15 1,4 5,45 6,35 5,13 6,55 9.65 5,4 20,25 126,25 41,65 17,25 17,13 125,5 188,75 126,4 110,75 114 107,75 nmarft 101 68,4 102,75 99,25 100,13 98,5 118,3 97,5 97,5 95 125 97,5 101,65 110,3 9,05 15,13 1,4 5,4 6,45 5,2 6,55 9,6 5,4 20 126 41,65 17,75 17,65 125,75 188,5 126,75 110,75 114,5 107,25 Berlin Accumulatoren-Fabrik.......12 AKU=Sunftfeibe.............0 Aschaffenburg Zellstoff........3 Bemberg...................0 Bekula.....................8 Buderus Eisen...............4 Cement Heidelberg........... 7 (Zement Karlstadt............ 6 Chade A.-C.................. 9 Conti Gummi.............. 11 Daimler Motoren............ 5 Dessauer Gas............... 4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........ 6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume......... 6 Gesfürel.................... 6 Th. Goldschmidt............. 5 Gritzner Maschinen........... O Harpener.................2 /2 Hoesch Eisen............... 3% Philipp Holzmann........... 6 Ilse Bergbau................ 6 Ilse Genüsse................6 Kali Aschersleben............ 5 Klöcknerwerke ......... ... 4’z2 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer.................. 6 Mainkraft................... 4 Mannesmann............... 3 Mansfelder Bergbau.......6’/2 Metallgesellschaft.............5 Lrenstein & Koppel.......... O Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............ 6 Rheinstahlwerke.............. 6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 6 Salzdetfurth Kali.......... ?y2 Schuckert & (£0............... 6 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske........... 8 Süddeutsche Zucker.......... 10 Vereinigte Stahlwerke...... 3% Westdeutsche Kaufhof......... O Westeregeln Alkali............5 Zellstoff Waldhof............ 6 Otavi Minen...............0,6 — Frankfurt a. M. 202 52,75 137 110,25 165,25 120 160,5 227 171 124,4 148 265 170 136,5 153,5 167,5 140 147 128,5 36 150,5 119 140 149 132,5 127 125,25 93,5 119,13 153,5 223,5 150 129 139,75 176 161,5 199 203 118,75 57 132,75 156 25,65 203 52,75 137 110,75 166,5 120 161 227 170 125 147,75 264,5 169,5 136,5 154,25 168,13 139 146 128,5 35 150 118,25 140 149,25 132 127 124,75 93,75 118,9 154 220 150,75 123,4 139 161,5 198 203 119 57 132,5 158 26 203 52,75 136,5 110,75 166,4 120,5 227 125 114,75 148,25 170 136,65 153,5 167,5 139,75 147 129 36 150,25 118,5 140 149,5 133,5 127 144,13 126,25 119 153,5 91,25 222,5 149,5 129 140 175,75 161,75 97,9 198 204 118,9 56,9 133 158 25,5 203 52,75 137,5 110,5 166,5 120 227 170,5 125 114,5 148 168,65 136 153,5 168,13 139 146 128,5 35,4 150 118 139,25 180 149,5 132 5 127 144 124,75 118,65 153,25 92 220,25 134 151 128,75 139 174,75 162 98 199 203 118,75 57,13 132,25 159,4 26 20- Januar 21. Januar 20. Januar 21. Januar Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld I Brief Amtliche Notierung Geld ; Bries Buenos Aires............. Brüssel................... Rio de Janeiro............ Sofia.................... Kopenhagen............... Danzig................... London................... Helsingfors................ Paris.................... Holland .................. Italien................... 0,755 41,93 0,151 3,047 54,50 47,04 12,205 5,385 11,61 136,13 13,09 0,759 42,01 0,153 3,053 54,60 47,14 12,235 5,395 11,63 136,41 13,11 0,754 41,89 0,151 3,047 54,48 47,04 12,20 5,385 11,605 136,18 13,09 0,758 41,97 0,153 3,053 54,58 47,14 12,23 5,395 11,625 136,46 13,11 Japan.................... Jugoslawien .............. Oslo..................... Wien..................... Lissabon.................. Stockholm ................ Schweiz.................. Spanien.................. Prag..................... Budapest................. Neuyork.................. 0,711 5,654 61,34 48,95 11,09 62,93 57,08 17,73 8,656 2,488 0,713 5,666 61,46 49,05 11,11 63,05 57,20 17,77 8,674 2,492 0,710 5.654 61,32 1 48,95 11,085 ! 62,90 57,06 ; 17,78 8,656 2,488 i 0,712 5,666 61,44 49,05 11,105 63,02 57,18 17,52 8,674 2,429 Wasserpflanzen 566 Wassersucht feftion mit Syphilis sofort mit einer Kur begonnen, so kann die Wassermannsche Reaktion wieder negativ werden, d. h. also so, wie sie ohne syphilitische Infektion ausfällt. Je später nach der Ansteckung eine Kur gemacht wurde, desto schwerer ist es die Wassermannsche Reaktion negativ zu bekommen. Sie kann auch einige Zeit negativ sein und dann wieder positiv werden. Es ist gut, wenn man sich bei einmal stattgefundener Infektion immer wieher von Zeit zu Zeit sein Blut untersuchen läßt und. wenn nötig, eine Kur macht, damit man vor den üblen Krankheiten des 3. Stadiums der Syphilis möglichst verschont bleibt. Wasserpflanzen, Pflanzenarten, die im Wasser leben und entweder im Boden oder freihängende Wurzeln besitzen. Wasserpflanzen müssen in Aquarien gesetzt werden, um das Wasser zu durchlüften. Wasserscheue Kinder können nicht durch Strenge mit Wasser befreundet werden. Am besten gewöhnen sie sich, wenn sie mit anderen Kindern zusammen im Wasser plantschen können. Beim Waschen versuche man es zuerll mit angewärmten Wasser und allerlei Scherzen, die das Waschen zu einer spaßigen Angelegenheit werden lassen. Wasserschossen finden wir an älteren Obstbäumen, sie wachsen senkrecht in die Krone hinein und nehmen Kraft und Licht. Triebe sind sehr wasserhaltig, schießen deshalbschnellhoch. Entstehen ost durch Rindenverletzung bei der Ernte. W. beim Winterschnitt entfernen oder kurz zuriickschnei- den, damit sie sich verzweigen können. Wasierspeier, vorspringende Ablaufrohre von Dachrinnen, die mit Tier- oder Menschenköpsen geschmückt sind. Wassersportkleidung soll den üblichen BekleiÜungsregeln angepaßt sein. 2m allgemeinen werden als Farben nur weiß und blau gewählt. Herren tragen beim Segeln weiße Hose und weißen Pullover oder blaues Jackett. Damen weißes Leinenkleid oder ebenfalls weiße Leinenhose mit weißem Pullover oder Sweater. Bei Regen wird Ölzeug übergezogen. Än Bord trägt man nur weiße Segeltuchschuhe mit Gummisohlen ohne Absätze. Wasierstosssuperoxyd, farblose Flüssigkeit, mit Wasserstoff verbundener Sauerstoff, der sich allmählich zersetzt und daher in dunklen Flaschen verkauft wird. Wasserstoffsuperoxyd wird u. a. als Desinfektions- und Bleichmittel zum Hellblondtönen von Haaren verwendet. Als Zusatz zum Mundwasser das auf den Schleimhäuten keimtötend wirkt und die Zähne bleicht, muß Wasserstoffsuperoxyd stark verdünnt werden, ebenso beim Ausziehen von Flecken, da durch eine starke Lösung das Gewebe angegriffen wird. Wasserstrauch, s. Hortensie. Wassersucht. Ansammlung von Flüssigkeit in den großen Körperhöhlen. der Brust- und der Der „pfiffige“ Wasserkessel. Wenn das Wasser kocht, pfeift er so laut, daß Sie es noch im nächsten Zimmer hören. Dadurch ersparen Sie auf jeden Fall Gas, weil unnötiger Gasverbrauch vermieden wird. Verschiedene Großen gibt es in solchen Wasserkesseln in Aluminium und verchromtem Metall bei 3- V. Hauser. Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. Bekanntmachung. Betr.: Die Ausführung des Reichsviehseuchengesetzes; hier: die Ausschläge der Beiträge auf Viehbesitzer und Viehhändler. Die in Gemäßheit des Reichsviehseuchengesetzes ausgestellte Liste der beitragspflichtigen Pferde- und Rindviehbesitzer der Stadt Gießen und der Gemarkung Schiffenberg liegt während einer Woche, vom Tage der Veröffentlichung dieser Bekannmachung an gerechnet, auf dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 1 (Vermessungs- und Grundstücksamt) zur Einsicht der Beteiligten offen. 401C Einwendungen gegen die Einträge können nur während dieser Offenlegungsfrist unS nur von den beteiligten Viehbesitzern vorgebracht werden. Gießen, den 18. Januar 1937. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. Bekanntmachung. Die Bauarbeiten für einen Straßenkanal in der Straße „Am Alten Friedhof" sollen auf Grund der Reichsoerdingungsordnung für Bauleistungen öffentlich vergeben werden. 402D Die Verdingungsunterlagen und Angebotsvordrucke find ab TNonlag, den 25. Januar 1937, bei uns erhältlich. Die Angebote sind spätestens zum Eröffnungstermin am Samstag, dem 30. Januar 1937, vorm. 10 Uhr, an das Städtische Hoch- und Tiefbauamt, Asterweg Nr. 9, abzugeben, wo die Oefsnung der Angebote er- folat. Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen. Gießen, den 21. Januar 1937. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt: Gravert. Elche zwischen Meer und Memel von Marlin Kakies insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Verfasser» auf 56 Kunstdrucktafeln. □n Leinen gebunden RM. 3,60. Aus dem Inhalt: Parade im Frühling-Ein Elchkalb torkelt ins Leben-Sm Sommerglühen-Elk, der Schaufler vom Meer — Die 'hohe Zeit — Der Kapitalschaufler von Helenawerder — Der Starke und der Dolchendige-Aus der Hochdune-Elche im Schnee. Der Verfasser ist in seiner Heimat bekannt al» ein ausgezeichneter Elchkenner. Sein Leben lang hat er dieses urwüchsige Tier der heimischen Landschaft auf der Kurischen Nehrung und im nördlichen Teil der Memelniederung beobachtet und bietet nun aus seiner umfangreichen Lichtbildsammlung die schönsten Ergebnisse feiner jahrzehntelangen Kamerajagd in einer überraschenden Fülle und Vielseitigkeit. Daß er aber nicht nur einer unserer besten Naturlichtbildner, sondern auch ein außergewöhnlich begabter Schriftsteller ist, der seine Erlebnisie spannend und unterhaltsam zu berichten weiß, wird die Freude am Besitz dieses schönen Buches verdoppeln. Alle Iüger und Freunde der Natur müssen dieses schöne Elchbuch besitzen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-W" WIIIESIECIK Sänger-Vereinigung 1925 Samstag, den 23. Januar 1937, abends 7 Uhr 59 Min.: Wer Maskenhall in sämtlichen Räumen „Znm kühlen Grund“ bei Adi Schepers. 367d Prämiierung der schönsten Masken 2 Kapellen! Eintritt 50 Pf. Nur die beste Drucksache wir beraten sie neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Wir entwerfen Werbung wirksam unterstützen. Gering- wertige Drucksachen schaden mehr als Wir drucken gut sie nützen. Deshalb sparen Sie bei Herausgabe der besten Drucksache i sie Ist di® billigst® I Brühl'sche Druckerei, SchulstraBe 7, Anruf 2251 GLORIA-PALAST Nur Freitag, den 22.. und Samstag, den 23. Januar, abends 11 Uhr 2 gr. Nacht-Vorstellungen Der mit größtem Interesse überall aufgenommene, durch seine Lebensnähe erschütternde Großfilm: Kreuzweg einer Liebe Ein unerhörter Film, der eines der ernstesten Probleme zn lebensvoller Darstellung bringt.