§amtag,2l. August 1957 (87. Jahrgang Nr. 194 Erstes Blatt Die Rechtsaufgaben der Parteigliederungen liche Interessensphäre geschaffene Kaiserreich dschukuo in gefährlicher Zange umklammert h. iätt und gfe Geburt eind jarerjrcube befanr eb.3ürgen\t stehen, sondern auch es ihnen keineswegs gleich- gültig sein kann, wie weit Japan seine politische Einflußsphäre in China ausdehnen wird. Aber die Mächte haben aus ihren Erfahrungen mit dem Völkerbund im Mandschukuo-Fall wenigstens das eine gelernt, daß Japan nur mit Waffengewalt gehindert werden könnte, seine Lebensinteressen auf dem ostasiatischen Festland und sein Ziel, einen starken Widerstandsblock gegen das bolschewistische Rußland zu schaffen, mit aller Energ-ie weiter zu verfolgen. Und an einen Appell an die Waffen denken — wenigstens im Augenblick — weder Amerika noch England, von Frankreich ganz zu schweigen. Die Vereinigten Staaten haben sogar, um ihre Politik der Nichteinmischung zu unterstreichen, ihre Staatsangehörigen in ganz China angewiesen, das Land zu verlassen. Freilich zum Jnkraftseßen des eben erlassenen Neutralitätsgesetzes hat sich Präsident Roosevelt bis zur Stunde noch nicht entschlossen. Das würde voraussetzen, den tatsächlichen Kriegszustand auch formal als Krieg zu betrachten und hätte zur Folge, die Einstellung der Waffenlieferungen an die kriegführenden Parteien, denen es freilich freistehen würde, ihren Bedarf an Kriegsmaterial in Amerika gegen Barzahlung zu decken und selbst dort abzuholen. So weit ist es also im Augenblick noch nicht, das amerikanische Waffengeschäft will sich nicht vorzeitig vom ost- asiatischen Markt ausschließen. Machtpolitisch gesehen, deutet alles darauf hin, daß der ostasiatische Konflikt isoliert bleibt. Trotz der großen Flottenmanöver, die gleichsam als Antwort auf Japans Absage an eine Verlängerung des Londoner Flottenvertrags zur Begrenzung der Seerüstungen die beiden andern großen pazifischen Seemächte England um Singapore und Amerika westlich des Hawcn-Archipels abgehallen haben, haben beide im Augenblick kein Interesse an einer machtpolitischen Auseinandersetzung im Stillen Ozean. England steht erst am Beginn seiner Aufrüstung, zu der es namentlich auch die Dominions weit stärker als bisher heranzuziehen gedenkt. Die Meldung vom Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie in Australien bestätigt ja, wie nachdrücklich das britische Mutterland auf der letzten Reichskonferenz in London die Dominions auf die Notwendigkeit hingewiesen hat, stärker als bislang scheint die japanische Kaserne zu sein, während die Japaner den Nordbahnhof, der schon 1932 im Mittelpunkt der Kämpfe stand, in Trümmer gelegt haben. Da die Japaner innerhalb der Internationalen Niederlassung vorwiegend den nördlichen Teil um den Hongkewpark bewohnen, wird auch die Internationale Niederlassung selbst Gegenstand chinesischer Bombenangriffe, ebenso wie der Huangpu- Fluß, auf dem neben den japanischen Kriegsschiffen auch zahlreiche Kriegsschiffe anderer Nationen ankern. Dieser untragbare Zustand, daß ein Handelsplatz, der bislang vielen Tausenden von Ausländern Wohnsitz und Beschäftigung geboten hat und der unter dem Schutz besonderer internationaler Vereinbarungen steht, wiederum zum Kriegsschauplatz gemacht wird, hat England als die nächst Japan in Mittelchina bei weitem am meisten interessierte Großmacht dazu veranlaßt, den beiden kriegführenden Parteien gleichsam eine Neutralisierung der Internationalen Niederlassung in Schanghai vorzuschlagen. Es sollte eine neutrale Zone gebildet werden, die die Chinesen räumen sollten, während die Japaner ihre Streitkräfte ganz aus Schanghai zurückziehen und den Schutz von Leben und Eigentum ihrer Staatsangehörigen den andern Mächten überlassen sollten. Japan hat den Vorschlag als durch die Ereignisse überholt bezeichnet und sich den Schutz der japanischen Interessen „unter Einsatz aller Mittel" selbst Vorbehalten. Damit ist der britische Vorschlag erledigt, und es bleibt den ausländischen Mächten nichts anderes übrig, als für den beschleunigten Abtransport ihrer Staatsangehörigen, namentlich der vielen Frauen und Kinder, aus dem zum Kriegsschauplatz gewordenen Schanghai zu sorgen. Damit ist denn auch bereits in großem Umfang begonnen worden, wobei der Ausbruch einer Choleraepidemie in Hongkong, dem nächstgelegenen britischen Hafenplatz an der Slldküste Chinas, schwere Gefahren für die flüchtenden Ausländer bietet. Die in China politisch und wirtschaftlich in erster Linie interessierten Mächte England, die Vereinigten Staaten und Frankreich scheinen alle drei wenig Lust zu haben, sich die Finger in dem ostasiatischen Hexenkessel zu verbrennen, obwohl nicht nur für sie ungeheure wirtschaftliche Werte auf dem Spiele München, 20. Aug. (DNB.) Der Reichsleiter des Reichsrechtsamtes der NSDAP. Reichsminister Dr. Hans Frank hat sämtliche Rechtsstellen der Partei, der Gliederungen und angeschlossenen Verbände zu einer Tagung nach München zusammengerufen. Die Arbeitstagung, die getragen ist von der Erkenntnis der Notwendigkeit einer einheitlichen Rechtsarbeit der Bewegung, begann am Freitagvormittag im Münchener Rathaussaal. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Plahvorschrift nach vorh.Dereinbg.250/g mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige löelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Wer W M ulente •rschlanke bei Köhler Der Nachmittag war ausgefüllt mit fünf Vorträgen. Amtsleiter B e r k e n k a m p von der Kanzlei des Führers sprach über die Rechtsarbeit der Kanzlei des Führers. Das Gnadenrecht ist Sache der Reichsgewalt, aus dem verworrenen Leben und Durcheinander wurde wieder das klare Recht des Führers geschaffen. Der Führer hat sein staatliches Gnadenrecht bis auf einige Vorbehalte delegiert, das Parteignadenrecht aber bisher persönlich ausgeübt und nur, soweit ehemaligen Angehörigen von Logen die Fähigkeit zur Bekleidung eines Parteiamtes zugesprochen wird, dem Chef der Kanzlei des Führers übertragen. — Generalarbeitsführer Busse sprach dann über das Recht des Reichsarbeitsdienstes. Im öffentlichen Recht zeigt sich der Reichsarbeitsdienst verschiedentlich als Träger von Polizeigewalt, während eigentliche verwaltungsrechtliche Verwaltungsausgaben im Steuer-, Bekleidungs-, Unterkunfts-, Haushalts-, Arbeitsvertrags- und Gesundheitswesen zu lösen sind. Die Vorarbeiten für die Einführung einer eigenen Strafgerichtsbarkeit sind im Gange. Kommunaloerbände und Genossenschaften als Träger der Arbeit müssen durch rein staatliche Organe abgelöst werden. Amtsleiter Dr. Hellwig sprach bann Über die Rechtsberatung der Deutschen Arbeitsfront. 370 mit etwa 1300 Rechtsberatern besetzten Rechtsberatungsstellen betreuen die Mitglieder der Arbeitsfront in all den Rechtsfragen, die sich aus dem Arbeitsverhältnis zwischen Betriebsführer und auf dem Fuße folgen läßt, den Feind der chinesischen Einheit, der vom großen Reich der Mitte ein Stück nach dem andern loslöst und seinen eigenen politischen und wirtschaftlichen Zwecken dienstbar macht. Die Chinesen wollen nicht die Zwangsläufigkeit der japanischen Politik erkennen, die sich einen großen Kraftblock der drei ostasiatischen Mächte Japan, China und Mandschukuo unter Führung Tokios zum Ziel gesetzt hat, einen Block, der in sich stark genug wäre, einmal jede Einmischung fremder Mächte von der See her zu verhindern, also Japan vor einem stets befürchteten Angriff der beiden angelsächsischen Seemächte Amerika und England schützen und China vor der wirtschaftlichen Vormundschaft der gleichen Mächte befreien würde, zum andern aber, und dieses Ziel ist das näher gelegene und sein Erreichen geradezu eine Lebensfrage für Japan, dem Vormarsch des Bolschewismus nach Jnnerasien Einhalt zu bieten, der heute chon durch den Besitz Wladiwostoks und eines breiten Küstenstreifens am Japanischen Meer und durch die Beherrschung der Aeußeren Mongolei das von Japan als seine eigenste politische und wirtschaft- J •' * .......... ~ ,r -Man- lifik x b'äI ■ 0^P1ph' ik '• b«s Sw ’Sit|tlM W . es.-lt; n in Mita* terbrfH'S le imvwgmen 72,. 88? ffüi Wir haben uns darüber im klaren zu sein, daß die Verewigung von Machtzuständen allein vom Recht gewährleistet wird. Dieses Recht aber muß das Lebensrecht eines Volkes sein. Leben und Inhalt der Rechtsgestaltungen sind dabei entscheidend, nicht ihre Form. Das Reich Adolf Hitlers ist kein G e w a l t st a a t und kein Willkür- re giment, sondern nach dem Willen des Füh-,,------, .. . w , v .. ~ rers ein in einheitlicher rechtlicher Geschlossenheit' deutschen Rechtsordnung mißbrauchen zu können. r roirfenben ireiteStt** . 87.' 9i 1 ,ugn|sse Se"°' setzung nach Suijuan sie bereits in ihren Besitz gebracht hatten. Die Japaner parierten mit der Erstürmung des Nankau-Passes an der großen Straße von Peiping nach Kalgan. Weitere chinesische Truppen hatten von Süden aus längs der Bahnlinien Hankau—Peiping und Pukau—Tientsin den Vormarsch in die Provinzen Hopei und Schan- tung angetreten. Die japanische Hauptstellung befindet sich an der Bahn Peiping—Tientsin. Hier haben weitere militärische Ereignisse von Bedeutung bislang auf sich warten lassen. Der nordchinesische Kriegsschauplatz ist in den Hintergrund getreten vor den Ereignissen in Schanghai, dem großen Hafen- und Handelsplatz Mittelchinas, an der Mündung des Jangsekiang Einfallstor für den fremden Handel nach Jnnerchina, mit mehr als drei Millionen Einwohnern der drittgrößte Hafen der Welt und wichtigste Fremdenmederlaffung Ost- asiens. Hier, auf dem stets heißen Boden dieser Handelsmetropole, in der sich die vielfältigsten Interessen auf engstem Raum begegnen, hat em Zwischenfall, dem zwei japanische Soldaten zum Opfer fielen, ohne daß von den chinesischen Behörden die von Japan geforderte Sühne erfolgt wäre, den Schleier zerrissen, der bisher den tatsächlichen Kriegszustand zwischen den beiden ostasicttlschen Mächten verbüllt hatte. Man spricht zwar auch heute noch nicht von Krieg, und Kriegserklärungen sind natürlich von keiner Sette erfolgt, aber das ändert nichts daran, daß ähnlich wie zu Beginn 1932 Schanghai Mittelpunkt militärischer Operationen beider ostasiatischer Nationen geworden ist, „nd daß die übrigen Mächte, die dort fehr erheb liche wenn auch ausschließlich wirtschaftliche Interessen zu verlieren haben, sich genötigt sehen, daraus die Folgerungen zu ziehen. Das ist ihnen mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt worden, als Ende der vorigen Woche chinesische Flieger Bomben über Schanghai abwarfen, die innerhalb der Internationalen Niederlassung krepierten und mehr als tausend Todesopfer gefordert haben, darunter leider auch einen dort an- ässigen deutschen Landsmann. Inzwischen haben sich über der Stadt regelrechte schwere Luftkämpfe zwischen chinesischen und japanischen Fliegergeschwadern entwickelt, in die auch die javanischen Schisis- geschütze eingegriffen haben. Das Ziel der Chinesen krscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giessener Familienblätter Heimat >m Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zrontfurt am Main 11686 Ehre und Wehrgeist.« Es wird zu wenig beachtet, daß der Punkt 19 unseres Parteiprogramms eine völlige Wendung der deutschen Rechtsgeschichte bedeutet. Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte findet hier die Forderung nach einem deutschen G e m e i n r e ch t seine programmatische Formulierung. Bei der Verfolgung des Zieles, ein neues volksnahes deutsches Recht zu schaffen, gehen wir von dem Grundsatz aus, daß Recht ist, was dem Volke nützt und Unrecht, was ihm schadet. Wir müssen dabei zur Uebcrwindung des sachlichen Spezialistentums der Juristerei und zu einer volkstümlichen, aber doch geschulten Betreuung des Rechtslebens in Deutschland gelangen. Wir sind als Rechtswahrer die Repräsentanten der Rechtsnotwendigkeiten unseres Reiches und unserer Bewegung. Gefolgsmann ergeben, ferner auf dem Gebiet des Sozialversicherungs- und des Steuerrechts. Hauptstellenleiter Dr. Balkarin sprach schließlich über Rechtsaufgaben der NS. -Völkswohl- fahrt in Angelegenheiten des Wohlfahrt- und Fürsorgerechtes. Reformatorische Arbeit wird geleistet auf den Gebieten der Reichsfürsorgepflichtverordnung, des Reichsjugendwohlfahrtgesetzes, des unehelichen und Adoptiorechtes und des neu zu schaffenden Bewahrungsgesetzes. Als Letzter berich- richtete Gauamtsleiter K r a n e ck über die Rechtsstellung der Ausländsdeutschen. Die Teilnehmer an der Tagung wurden abends im Festsaal des Alten Rathauses empfangen. Mit ihnen auch zahlreiche Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht, an der Spitze als Vertreter des Reichsinnenministers Staatssekretär Stuck art, ferner Staatssekretär Säufer und Reichshauptamtsleiter Dr. D r e s I e r. Die Gäste wurden von Bürgermeister Dr. Tempel willkommen geheißen. Der Kraftquell der nationalsozialistischen Bewegung sei die Kameradschaft, die von dieser Stadt ausgegangen sei und die ebenso wie in alten Tagen auch heute und in Zukunft gehalten werden müsse. Reichsminister Dr. Frank erwiderte, wenn die Tagung des Reichsrechtsamtes auf einen so zahlreichen Besuch Hinweisen könne, so sei das grade dem Umstand zu danken, daß sie i n München stattfinde. Wie ein Zauberwort banne der Name der Stadt München alle, die einmal in ihren Mauern geweilt haben. Reichsleiter Walter Buch der oberste Parteirichter, ging zunächst auf das Wesen des Rechtes ein: Deutsches Recht ist, was dem deutschen Volke dient. Was seinem Leben abträglich erscheint, ist Unrecht. Leben heißt Keimen, Blühen, Früchte tragen, Jäten — im ewigen Kreislauf. Wer sich um das Recht innerhalb der NSDAP, kümmert, muß suchen nach dem Gesetz, nach dem diese Gemeinschaft ihr Leben angetreten hat und nach dem sie weiter leben muß. Dieses Gesetz, das Gesetz von Liebe und Treue, lebt der Führer uns stets vor. Der Führer hat die Ehre der Arbeit gepredigt und ihre Anerkennung durchgesetzt. Damit ist der Begriff der Ehre wieder dahin gebracht, wohin er nach deutschem Empfinden gehört. Die Parteigerichte sind Teil der Führungsgewalt der NSDAP., jener Führungsgewalt, die es ermöglicht, die Führerschaft des deutschen Volkes heranzubilden und zu erziehen, die, im Gedanken und nach dem Vorbild des Führers erzogen, das deutsche Volk endlich in die Lage versetzt, den seinen hohen Gaben und seinem Fleiß entsprechenden Einfluß auf den Erdteil durchzusetzen. Von dieser Grundhaltung muß der Richter ausgehen: Von der Liebe zu seinem Volk. Und auch dem einzelnen, der gestrauchelt ist, darf er nicht pharisäisch begegnen; er muß zunächst versuchen, ihn auch unter Umständen mit Strenge auf den rechten Weg zu bringen. Vor allem ist es Aufgabe des Rechtswahrers, innerhalb der NSDAP, das noch im weiten Umfang bestehende Mißtrauen aus- julöfchen. Deshalb muß er auch Vertrauen djenf en, wie auch der Führer dem deutschen Volke Vertrauen schenkt. Der Leiter des Beichsrechtsamtes ^eichsminister Dr. Frank sagte, das alte Recht stellte in den Mittelpunkt die Sicherheit eines über dem Volk sitzenden Staatsbaues. Wir haben in den Zeiten vor der Machtergreifung die Gefahren gesehen, die in einer Rechtsauffassung liegen, die nicht im Volke wurzelt und nicht mit dem Volke fühlt. Wir lchnen daher alle formalen Bedingungen justizmäßigen Rechtsdenkens der alten Schule ab. Nicht die Garantierung eines formal ausgeklügelten Paragraphensatzes ist die Aufgabe unseres Rechtsdienstes, sondern die Sicherung der lebensrechtlichen Notwendigkeiten unseres Volkes auf dem ewigen unzerstörbaren Untergründe der völkischen Substanzwerte Rasse, Boden, Arbeit, Mit aller Schärfe wenden wir uns gegen jene verleumderischen Behauptungen des Auslandes, daß es in Deutschland keine unabhängigen Richter gebe, weil sie ihre Entscheidungen treffen unter der Macht des Einflusses der Bewegung. Dem halten wir entgegen: Die Freiheit des einzelnen ist auf Grund der nationalsozialistischen Rechtsordnung sichergestellt, und noch nie war ein Richter freier und unabhängiger als der Richter im nationalsozialistischen Deutschland. Wir können uns allerdings nicht vorstellen, daß Entscheidungen getroffen werden, die gegen den Geist der Bewegung verstoßen; denn der Nattonalsozialismus ist nun einmal die große weltanschauliche Form unseres völkischen Lebens. Wenn wir dem einzelnen auf Grund unserer Rechtsordnung aber im Rahmen der Volksgemeinschaft seine Freiheit sicherstellen, dann sind wir gewillt, uns mit aller Entschlossenheit gegen Knechte zu wenden, die versuchen I sollten, diese Freiheitsgewährung auf Grund der ' . ferner Patz ? gehör, )er Foxtrott, uri lrd) die Pflicht l9 bilden die ft bewerbe. ' Meisterschaft | zu einer halft gesehen ist für wasiums. Doch er spöttischen ? diesen Behelf Noltkestraße ni sienheit die ei kämpfe gewäh Zuschauern ini )men darbietet. Dr. i' Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Giehen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 ien zahl- London stellt gute Aussichten für Verständigung lest s m e i st e r n kann. e Kübrermarke mit lleberdruck zum Reichsparieitag. B e r l in, 20. August. (DNB.) Zum diesjährigen Relchsparteitag läßt die Deutsche Reichspost die 6-Reichspfennig-Marken des Führerblocks in der Umrahmung mit einem U e b e r d r u ck in schwarzer Farbe „Reichsparteitag Nürnberg 1937" versehen. Der Block wird wieder so durchaeschlikt fern, daß die Marken auch einzeln zum Preise von 25 Rpf. abgegeben werden können- der Zuschlagserlös von 19 Rpf. soll wieder dem Fonds des Führers zur Erfüllung kultureller Aufgaben zufließen. Die Marken werden vom 6. September an von den Postanstalten abgegeben. Gefälligkeitsstempelungen des ganzen Blocks oder einzelner Marken find zulässig, doch dürfen mehrere verschiedene Stempel auf einem Markenblock nicht abgedruckt werden. ö reiaje nemere cylneplcye Abteilungen ein, die gegen die Japaner einen Kleinkrieg eröffnet hatten. Die Japaner meldeten nach mehrstündigem Kampfe, daß das Häuserviertel längs des Wangpu-Flusses gesäubert und die verkehrswichtiqe ÄangÜepu- Straße wieder sicher sei. Mittelmeerlcinder voraus: eine Forderung, der man englischerseils nicht zustimmen könne. Die rechtskonservative „M o r n i n g P o st" sagt, England befinde sich jetzt wieder einmal a u f d e m Scheideweg in seinen Beziehungen zu Italien. Es wäre tragisch, wenn England wieder einmal diese neue Gelegenheit verpassen würde. Abessinien liege als Hauptmißoerständnis zwischen den beiden Ländern. Diese Dinge zu bereinigen sei in der nächsten Woche Gelegenheit gegeben. Mussolini habe die ganze Angelegenheit für England um so leichter Paris, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Rede Mussolinis findet in der Pariser Presse einen günstigen Widerhall, wenn man die marxistischen Blätter ausnimmt. Die übrige Pariser Presse unterstreicht jedoch die Bemühungen Mussolinis, zu einer allgemeinen europäischen Entspannung zu gelangen und spricht die Hoffnung aus, daß die zukünftige Entwicklung der politischen Lage in Europa in ihren großen Zügen den von Mussolini geäußerten Wünschen entsprechen werde. Rom, 20. Aug. (DNB.) Als Abschluß seiner Sizilienreise hat Mussolini, mit stürmischem Beifall als Begründer des Imperiums begrüßt, i n Palermo vor einer nach Hunderttausenden zählenden Menschenmenge eine Rede gehalten, in deren ersten Teil er unter tosender Zustimmung erklärte, daß auf Sizilien niemals auch nur ein einziger fremder Soldat landen werde. Bon jetzt an sollten die Energien des Staates mit größter Intensität für Siz-ilien eingesetzt werden, da es der geographische Mittelpunkt des Imperiums fei. Den zweiten außenpolitischen Teil begann Mussolini mit der Erklärung „Alle müssen sich jetzt überzeugen, daß das faschistische Italien eine konkrete Politik des Friedens durchführen will. „Italien wolle feine Beziehungen zu allen Nationen, vor allem aber zu den Nachbar- staaten verbessern. Es könne kein Zweifel darüber bestehen, daßdieBeziehungenzuSüd- slawien sich gebessert hätten Die Beziehungen zu Oe st erreich und Ungarn hätten sich besonders auf der Höhe der wirtschaftlichen Krise als höchst wirksam erwiesen. Die Beziehungen Italiens zur Schweiz seien mehr als freundschaftlich. Die Beziehungen zu Frankreich wären sicher besser, wenn man in Frankreich in einigen ziemlich maßgebenden Kreisen nicht abgöttisch auf die Genfer Id oleeinge stellt wäre und wenn es in Frankreich nicht auch jene anderen Strömungen geben würde, die seit 15 Jahren mit einer Hartnäckigkeit, die einer besseren Sache wert wäre, von Tag zu Tag auf den Sturz des fasch i- stischen Regimes warten. Bon den Landgrenzen zu den See- und kolonialen Grenzen übergehend, fuhr Mussolini fort, treffen wir mit Großbritannien zusammen. Ich sage: Wir treffen zusammen; und ich bitte jene, die im Begriff stehen, meine Rede zu übersetzen oder zu verdrehen, die gebührende Unterscheidung zwischen Begegnung und Zusammenstoß zu machen. verdunkelt worden. Das faschistische und imperiale Italien sei eine starke und unantastbare Realität. Zu dieser Erkenntnis zurückzukehren, heiße auch die Atmosphäre klären, in der die Beziehungen mit den beiden großen Westmächten nach gemeinsamen Grundsätzen auf lange Sicht geregelt werden könnten. Das Einvernehmen, das zwischen Rom und London wiederhergestellt werde, werde von dem klaren Gefühl der neuen materiellen und geistigen Stärke Italiens bedingt werden. Die wirksamsten Verträge würden zwischen den Nationen abgeschlos- sen, die sich gegenseitig zu achten und auch zu fürchten wüßten. Solche Verträge kämen auf dem Boden der Vernunft und der Interessen zustande, und blieben nicht nur wertlose Sammlungsstücke. Japan landet Verstärkungen in Schanghai. Die „Epoque" stellt ebenfalls fest, daß der Duce sowohl gegenüber Frankreich wie auch gegenüber England liebenswürdige Worte gefunden habe, die von einem aufrichtigen Gei st der Versöhnung getragen gewesen seien. Es sei ge- gemacht, als er nicht einmal eine formale Aner- kennung des Imperiums verlange, sondern lediglich die Anerkennung fordere, daß'die frühere abessinische Regierung nicht mehr existiere. Das sei eine vernünftige Forderung, der England stattgeben solle. Wichtiger aber fei, daß man in beiden Landern in Schrift und Wort sich endlich eine gewisse Zurückhaltung auferlege, besonders in England. Gewisse englische Fanatiker schienen immer noch nicht zu verstehen, daß der Friede zum guten Teil von Imponderabilien abhänge. Es sei eine bedauerliche Angewohnheit gewisser Leute in England, andere Nationen von einer hohen moralischen Warte herab zu beurteilen, eine Angewohnheit, die die Engländer allseits zu hochnäsigen Nörglern geslempell habe. London, 21. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Rede Mussolinis findet in der englischen Presse große Beachtung. Der der Regierung nahestehende „Daily Telegraph" meint, wenn bewiesen werden könne, daß weder auf Seiten Englands noch auf Seiten Italiens irgend welche bedrohenden Absichten für die Interessen des anderen bestünden, könnten alle Fragen zwischen den beiden Ländern ohne große Schwierigkeit in Uebereinstimmung gebracht werden. Das sei die Ansicht des britischen Ministerpräsidenten, und in London habe man den Eindruck, daß die Rede Mussolinis ähnliche Gedankengänge aufweise. Gleichzeitig begrüße man die Erklärung, daß Italien den Wunsch hege, zur Aufrechterhaltung des Friedens beizutragen. Zu dem Hinweis aber, Italien werde nicht erlauben, daß der Bolschewismus sich im INittelmeer fe st seht, äußert das Blatt, nach englischer Ansicht müsse eine solche Angelegenheit von jedem Lande für sich selb st entschieden werden. Die kategorische Erklärung des Duce sehe das Recht einer politischen Kontrolle über Wenn man die Ausführungen Mussolinis aufmerksam prüfe, so schreibt der „Jour", so müsse man den Wunsch nach einer Zusammenarbeit feststellen. Der italienische Regierungschef habe von den französisch-italienischen Beziehungen in einer Form gesprochen, die keineswegs herausfordernd fei. Seit dem Abkommen vom Januar 1935 trenne die beiden Länder keine Streitfrage mehr. Es handele sich lediglich um eine Verbesserung der Atmosphäre. Mussolini habe die Wiederaufnahme der Fühlung erleichtert, indem er erklärte, vom Völkerbunde nicht die Anerkennung der Eroberung Abessiniens zu erwarten, sondern lediglich die Anerkennung einer gegebenen Tatsache, nämlich des Todes des abessinischen Kaiserreiches. Der Duce habe ferner mit Recht die Verwirrungen unterstrichen, die im Mittelmeer durch Sowjetrußland geschaffen wurden und man müsse vor allem feiner Erklärung Aufmerksamkeit schenken, daß er eine Festsetzung des Bolschewismus am Mittelmeer nicht dulden werde. allen anderen Völkern guten Willens die Hand hinhalte, habe er mit feinen Worten in überzeugender Weife nochmals den Beweis für die Unantastbarkeit der italienisch - deutschen Der st ä n b i g u n g gegeben. 3.- Die Klarheit und Sicherheit im Mittelmeer, über dem endgültig alles verschwinden müsse, was mit den Methoden des Umsturzes die ruhige Arbeit so vieler europäischer Kulturnationen und die Freiheit eines Seeweges bedrohe, der den großen Weltreichen für ihre Kultur- und Friedensaufgabe offen stehe. Die Beziehungen Italiens mit Frankreich und England seien nicht etwa durch Gegensätze, sondern durch unzulängliches Verständnis des Wesens und des Willens des faschistischen Italiens Mussolinis Friedensappell an alle Well. //Zwischen Italien und Deutschland besteht eine wirksame Solidarität." Wenn ich mir die beiden letzten Iahre unserer Beziehungen mit London überlege, so komme ich zu dem Schluß, daß im Grunde genommen ein großer Mangel an Verständnis vorliegt. Die englische öffentliche Meinung ist hängen geblieben an dem alten Begriff des pittoresken Italien, den ich haste. Man kennt noch nicht dieses junge sehr starke und entschlossene Italien. Mit der Vereinbarung vom Januar war eine Klärung der Lage eingetreten. Dann kamen neue bedauerliche Episoden, an die zu erinnern, nutzlos wäre, heute muh der Horizont geklärt werden. In Anbetracht der Gemeinsamkeit der Kolonialgren- z e n glaube ich, daß man zu einer dauernden und endgültigen Aussöhnung zwischen dem Weg und dem Leben kommen kann. So ist Italien bereit, seine Mitarbeit zu allen Problemen zu geben, die die europäische Politik angehen Man muß jedoch einige Realitäten in Rechnung stellen. Die erste dieser Realitäten ist das Imperium Man hat gesagt, daß wir eine Anerkennung des Völkerbundes München: Das ist falsch. Wir bitten die Standesbeamten von Genf nicht darum, die Geburt zu registrieren. Wir glauben jedoch, daß der Augenblick gekommen ist, um einen Todesfall zu registrieren Seit 16 Monaten liegt ein Toter da; wenn ihr ihn nicht aus Gründen politischer Ernsthaftigkeit begraben wollt, so begrabt ihn doch einfach aus Gründen der höheren Hygiene. Wenngleich mir nicht übermäßiger Milde gegenüber Genf verdächtigt werden können, o sagen wir doch, daß es überflüssig ist, zu den zahllosen Spaltungen, die jenen Organismus be- allen haben, eine weitere Spaltung zwischen denen eintreten zu lassen, die das Römische Imperium anerkannt haben und jenen, die es nicht anerkannt haben. Eine weitere Realität, die in Rechnung gestellt werden muß, erklärte der Duce, ist das, was man heute gemeinhin die Achse Berlin-Rom nennt. Man kommt nicht nach Rom, indem man Berlin ignoriert oder gegen Berlin ist, und man kommt nicht nach Berlin, indem man Rom ignoriert oder gegen Rom ist. Zwischen den beiden Regimen besteht eine wirksame Solidarität. Ihr versteht, wenn ich sage, daß eine wirksame Solidarität vorhanden ist. And wenn ich sage wirksam, so versteht ihr. was ich damit sagen will. Der Konflikt Lissabon-Prag. Scharfe Angriffe der Opposition gegen die Präger Regierung. .Ach habe in der kategorischen Weise erklärt, daß wir im Mittelmeer den Bolschewismus oder irgend etwas Aehnliches n i ch t d u l d e n werden. Wann wird im Mittelmeer diese Störung beseitigt werden, diese Störung, die den Krieg he'rauf- beschwört? Ich möchte meine Rede mit einem Friedensappell an alle Länder abschließen, an alle Länder, deren Küsten von diesem Meer bespült werden, wo drei Kontinente ihre Kultur zusammenkommen ließen. Wir hoffen, daß dieser Appell Gehör finde. Wenn dem nicht so wäre so sind wir vollkommen ruhig, da das faschistische Italien derartige geistige und materielle Kräfte besitzt, daß es jedem Schicksal entgegentreten und------ Freundlicher Widerhall in Paris. Mussolinis Rede hat zur internationalen Entspannung beigetragen. Sm 22. 1-rH it Seit fu ihrelang Di titel W; ils der sich Die Kreisobmcinnertagung der DA!? ®“r.9 Vogelsang, 20. Aug. (DNB.) Haupt- menstleiter Schmeer sprach auf der Ordensburg Vogelsang vor 800 Kreisobmännern der DAF. über Entwicklung und Aufgabengebiete der Deutschen Arbeitsfront. Da die Menschenführung Primat der Partei allein sei, müsse die Bewegung verlangen, daß ,ede Organisation, die Menschen fuhrt, nur von 52aWa^ten geleitet werde. Sozialpolitik und Wirtschaft seien zwei Dinge, die nicht getrennt roerben konnten. Währenb es bie Aufgabe der Wirt- schast fei, zu produzieren, fei es die der Sozialpolitik, über die Verteilung der Produktion zu wachen. Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront aber sei es, das Programm der Partei auf dem Sondergebiet der Sozialpolitik zu verwirk- *!*="■ wi- Dr Ley es non Mnfanq an festge- fteUt habe, tonne die Lösung der sozialen Fragen nur vom Betrieb aus kommen; aus dieser Einheit heraus aber habe die DAF. immer die Betriebsgemeinschaften in den Vordergrund gestellt. Betriebsführer und Gefolgschaft mußten eine unlösliche Einheit sein, um gemeinsam die Erfüllung des Vierjahresplans zu gewährleisten fe fe geführt habe. Sie beschränke sich vielmehr auf bie einfache Feststellung, daß man nicht habe liefern können. Hier stehe konkrete Behauptung gegen ko» trete Behauptung. Wie tiefgehend bereits bie Meinungsverschieben- ijeiten auf ber tschechischen Seite finb, erhellt auch daraus, baß z. B. bas „Prazsky List", ein vielgelesenes Prager Abenbblatt, ben Außenminister selbst in Schutz nimmt unb bie Schulb auf einen hohen Beamten bes Außenministeriums schiebt, ber ben auf Urlaub befindlichen Außenminister zur Zeit vertritt. Die tschechisch-nationale oppositionelle „Narobny Listy" verlangt vom Ministerpräsibenten strenge Untersuchung und ebenso strenge Bestrafung des Schuldigen. Der Chef der politischen Abteilung des Ministeriums habe sich wahrscheinlich die Sym- pathie Moskaus sichern wollen unb habe deshalb bie Interessen ber Republik nicht beachtet, bie baburch in eine sehr peinliche Lage geraten sei. Moskauer Winkelzüge. Moskau, 20. Aug. (DNB.) Den Abbruch ber Beziehungen zwischen Portugal und ber Tscheche- stowakei nimmt bie Sowjetpresse zum Anlaß, um heftige Angriffe gegen bie portugiesische Regierung du richten. Die „Jswestija" behauptet, ohne auch die eigenen Kräfte zur Verteibigung bes Empire einzusetzen, statt alles vom Mutterlanbe zu erwarten. England hat sich zudem als dringlichste Aufgabe gesetzt, seine Mittelmeerinteressen zu klären, wozu nach dem Abessinienkonflikt das Nächstliegende ist, bas Verhältnis zu Italien auf eine neue Grunb- lage zu stellen. Trotz verheißungsvoller Präliminarien ist hier alles noch im Fluß. Auch Spanien belastet bie englische Politik, so baß für bas britische Reich bie Frage einer Einmischung in bie ost- asiiatischen Wirren wohl verhältnismäßig schnell beantwortet worben ist. Unb bie Vereinigten Staaten haben, abgesehen von Roosevelts Kamps um bie innerpolitische Neuorientierung, außenpolitisch sich mit großer Entschiebenheit auf einen Kurs ber völligen Uninteressiertheit an nichtamerikani- schen Dingen festgelegt, aber um so nachbrücklicher ifyre Solidarität mit ben südamerikanischen Republiken dokumentiert. Amerika und England müssen sich auch die Frage oorlegen, ob es, auf längere Sicht gesehen, klug von ihnen wäre, ben Japanern auf bem asiatischen Festland eine Rohstoffbasis und einen Absatzmarkt zu versagen, die sie dann notgedrungen sich in anderen Gebieten des pazifischen Raumes sichern müßten. Heute schon geht ein breiter Strom japanischer Auswanderer nach Süden über die Inselwelt nach Australien und Südamerika. Eine Forcierung dieser Ausdehnung nach Süden müßte für England sowohl wie für die Vereinigten Staaten weit unbequemer sein. Das soll nun nicht heißen, als ob England und Amerika ihre großen politischen und wirtschaftlichen Inter- . essen in China ohne weiteres den Japanern überlassen würden. England hat bereits Entschädi- 1 gungsansprüche angemeldet für die Verluste, die ihm 1 aus dem Krieg in Schanghai erwachsen, und es ist 1 anzunehmen, daß beide Mächte, wenn auch ihr 1 Vermittlungsversuch im Augenblick gescheitert ist, l Zu gegebener Zeit ihn ähnlich wie 1932 wiederholen • werden. Vorerst aber scheint es nicht so, als ob 1 ber Kriegsgott in Ostasien sobald bas Feld räumen I werde. Dr. Fr. W. L. Schanghai, 20. Aug. (DNB.) Die Japaner landeten am Freitag an der Nangtsemün- d u n g zahlreiche Verstärkungen, Die auf fünf großen Transportschiffen angekommen waren. Die Verstärkungen griffen sofort in die Straßenkämpse ein unb säuberten mehrere Bezirke von den eingebrungenen chinesischen Truppen. Die Transportschiffe übernahmen nach ber Ausschiffung ber Truppen Flüchtlinge unb liefen sofort roieber aus. Auch die Aktionen ber beiberfeitigen Luftflotten würben am Freitag fortgesetzt. Die japanischen Kriegsschiffe auf bem Wangpu-Fluß griffen ebenfalls in die Kampfhandlungen ein. Gewaltige Feuersäulen geben davon Kunde, daß in der Stadt an verschiedenen Stellen riesige Brände entstanden sind. In ihrem Schein leiteten die Japaner Freitag abend eine große Säuberungsaktion gege reiche kleinere chinesische Abteilungen ein, bi Prag, 20. Aug. (DNB.) In bem biplomatischen Konflikt zwischen Portugal unb ber Tschechoslowakei will bie Presse lediglich einen Reflex ber weltpolitischen Gegensätze erblicken unb versucht, der im Auslanbe verbreiteten Ansicht entgegenzutreten, baß dieser Konflikt unter dem Einfluß einer dritten Macht erfolgt fei. Die „Narodny Politika" schreibt, daß die Prager Regierung auch weiterhin auf dem Grundsatz der strengen Nichteinmischung in Spanien beharre. Das „Cesko Slowo" meint, bie Behauptungen Portugals stellten einen Versuch bar, einem rein geschäftlichen Konflikt po- litischen Charakter zu verleihen. Das „Prager Tagblatt" sagt, ber jüngste Zwischenfall lasse von neuem erkennen, baß bie „um Neutralität bemühte Tschechoslowakei noch immer bas Ziel biplomatischer Attacken bilbe". Die oppositionelle Presse spricht ihr Erstaunen über die Methoden des Prager Außenministeriums gegenüber der eigenen „demokratischen Öffentlichkeit" aus. So weist ber acrra« rische „Venkow" barfluf hin, baß bie Nachricht in Prag zuletzt bekannt würbe. Zwischen ber tschechoslowakischen unb ber portugiesischen Erklärung be= stehe nach Meinung bes Blattes ein sachlicher Wi- berfprud). Die Prager Regierung reagiere nicht auf hie Behauptung Lissabons, baß bie Tschechoslowakei als Grunb für bie Lieferungsverweigerung bie Bestimmungen bes Nichteinmischungsausschusses an» wiß, baß nichts befonberes Frankreich von Italien trenne. Nur ber abessinische Krieg unb bie spanischen Ereignisse hätten beide ßänber voneinanber entfernt. Mussolini habe nicht unrecht, wenn er behaupte, baß es in Frankreich noch Leute gebe, bie ben Sturz bes faschistischen Regimes erhofften. Die Mehrheit bes französischen Volkes wünsche aber nichts sehnlicher als wahrhaft herzliche Beziehungen zwischen ben beiben Länbern. Der römische Sonberberichterstatter des „Matin" stellt fest, daß die Rede des Duce vom Anfang bis zum Ende von dem Wunsch zur Versöhnung beseelt gewesen sei. Dieser Wunsch ende mit einem klaren und allgemeinen Aufruf zum Frieden und nehme auf die militärische Stärke Italiens nur Bezug, um damit den Wert des Friedens und die Bedeutung des Wiederaufbauwerkes zu unterstreichen. Wenn Mussolini erklärt habe, daß zwischen Frankreich und Italien nichts bestehe, was zur Dramatisierung Anlaß geben könne, so sei bas schon sehr viel. Denn in Wirklichkeit sei eigentlich nichts eingetreten, was zur Verbesserung ber Lage zwischen ben beiden Ländern feit ber Rebe bes Duce vom 1. November in Mai- lanb beigetragen habe. Damals habe er noch erklärt, baß bie Beziehungen zu Frankreich solange kühl bleiben müßten, wie bie französische Regierung in ihren Ansichten beharre. Obgleich seither keine Aenberung eingetreten sei, habe sich Mussolini bemüht, sein Urteil zurückzuhalten, um alle Türen offen zu lassen. Das „Petit Journal" legt befonberen Nachbruck auf bie Warnung bie Mussolini hinsichtlich einer Festsetzung 'bes Bolschewismus am Mittelmeer erteilte. Es hanbele sich um eine Warnung an bie- innigen, bie große Kolonien besäßen, in benen bie Sowjets ihre Propaganbatätigkeit burchführten. Die Voraussetzungen einer Zusammenarbeit. Ro m, 21 Aug (DNB., Aus der gestrigen Rede Mussolinis hebt Giornale b'Jtalia besonders ben 6 rlebensappell an alle Völker bes 1 ttelmee r s hervor. Der feste Friebenswille Mussolinis entstamme nicht bem Dunstkreis eines kriegerischen Pazifismus, fonbern ber konkreten Erkenntnis ber Lebensnotwenbigkeiten ber Kulturvölker. Für bie politische, wirtschaftliche unb soziale Zusammenarbeit, bie Italien anbiete, müßten allerdings b r e i Punkte festgelegt werben: 1. Internationale Annahme bes italienischen Imperiums nicht nur als Tatsache, fonbern auch a l s Rechtsnorm. 2. Die Annahme ber Achse Rom — Berlin als Grunbelement für bie Verstänbi - gung unb Zusammenarbeit ber Völ- fer Europas. Schon oft sei barauf hingewiesen worben, baß biefe Achse keine Trennungs- wanb zwischen Italien unb ben übrigen Länbern aufrichte. Im gleichen Augenblick, in bem Mussolini. ß^Oflialisch e ^-hervor As1 tiüri «Sie« Kch ochdein a" H n'iimmMi * »»# ^willig!- Mn ermiefe. Ur System Der Fachmi ninifterium lanb in be lerauf anf ehren. Es iii nennen, letten, bie l'ntrumsmi rchstablick t^eroiefer htriiger get Dir t, ber Swninijti Mk unb i i'l mar von Ru gs Arzt in S tarn, un ^chte bes hi& ist rtnifter bes 'W mit ■qnen, ab< ?n, w e I Wlung n ien M 'M I Ungern, I > eine । I 5'601)1 ZS S»« Hl I Sn d Schaft q AU>az $ Traf ft w s Die „Daily Mail" Lorb Rotherrneres schreibt, es sei höchste Zeit, daß man in England endlich das neue Italien verstehe. Die italienischen Legionen auf der Seite von General Francos bewiesen, daß sie der besten Tradition einer kämpfenden Nation würdig seien. Gewisse englische Zeitungen hätten Gelegenheit, jetzt frühere Fehler wieder gutzumachen und müßten die Anständig- keit besitzen, alles zurückzunehmen, was sie im Zu- fammenhang mit dem unbedeutenden Fehlschlag an ber Guadalayara-Front gegen Italien gesagt hätten. Ihre Kommentare dazu hätten sich als ebenso leerer Wahn herausgestellt, wie die Greuelmärchen über Guernica. $ G e Ä e O * Utz ' / Utzr '-xy/ < I'' VD^W ■HV ■>■ > Mz^K^ ■ Die Bergung der Toten vom Aanga parbat aus aller Gelehrten der ärzt- -iben Ländern endlich eine mferlege, be- glische Zana- ju verslehen, von 3tnpon- bedauerliche in England, ner hohen ib ;u beut- ie Lngländn m geftempe« (Reumanns ^erz-Atlse unterstützt und regelt die kirdeitskrost Ohres Herzens. Heumanns Hecz-Hilfe ist unschädlich und aus rein pflanzlichen tzeilslossen zu- sammengeseht. * Au Haden in den klpotheken für RZR. 2.50 die Packung. Sie reicht ca. 1 Monat. Deutschland durch den Weltkrieg nahezu aller materiellen Güter verlustig gegangen ist, so daß die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der deutschen Menschen heute seinen einzigen Reichtum darstellt, erscheint die Bedeutung des Aerztestandes doppelt groß. Sei es, daß es sich um die Erhaltung und Hebung des Erbgutes und der Rasse des deutschen Volkes, um die Erhaltung seines Volksbestandes, um die Herabsetzung der Säuglingssterblichkeit oder um die Einführung richtiger Ernährung und die Anzeigen Theodor Kümmel D A VII 37 9076. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange. K -G. sämtlich in Gießen Monccksbezugs« preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf. mit der Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zett ist Preisliste Nr. 3 vom L Juni 1935 gültig. glück. Sechs Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten nach einem Feuerwerk auf einer kapelle ein. Der Küster verständigte die Polizei, doch der Einbrecher war ausgerückt. Am nächsten Tag besaß der Verbrecher die Frechheit, m dem nut der Kapelle verbundenen Priesterheim u m e i ne Tasse Kaffee zu bitten. Ein Pater hatte sich die Beschreibung des Einbrechers gemerkt und verständigte die Polizei. Es handelt sich um einen Mann im Alter von etwa 28 Jahren aus Essen. Er ist wegen Diebstahls und Raubs mehrmals vorbestraft und wird steckbrieflich verfolgt, weil er aus einer Strafanstalt ausgebrochen war peinlicher gtoitoenfall bei einer Schießübung in Lothringen. Oer Wehrsport der SA. Mannheim, 20. Aug. (DNB.) Stabschef Lutze äußerte sich in einer Unterredung mit dem Sport- shriftleiter des „Hakenkreuzbanners" über , die rauen Wege und Ziele zur körperlichen Ertuchtl- tmg des deutschen Volkes. Rach den Worten des Stabschefs wird die Auslese der Menschen, die ii Zukunft für die SA in Frage kommen, eine sshr strenge fein. Die Stürme werden sich rekrutieren aus den jungen Männern, die ben| Wehr- liienft absolviert haben. Es wird keiner gezwungen »erben, SA.-Mann zu sein. Rur dem frciroiUigen, tem charakterlich gefestigten und dem opferbereiten über seine Ermittelungen. Rach einer halben Stunde sprach der Gauner wieder bei dem Küster vor und erklärte, sein Ehef sei mit dem Bericht nicht zufrieden, er müsse nochmals die Untersuchung durchführen. Wieder suchte man die Kirche ab! Bei diesem Gang entwendete der Einbrecher in einem un- hewachten A'wonbsick aus her Wohnung des Ku- tfors 60 Mark In der Nacht von Somstaa auf Montag stieg der Einbrecher erneut in die Rochus- Wiese einen Kanonenschlag gefunden, der sich nicht entzündet hatte. Sie nahmen ihn mit nach Hause. Als sie ihn beim Spiel entzündeten, explodierte er mit furchtbarer Gewalt. Drei Kinder trugen außer schweren Brandwunden auch noch Verletzungen an Kopf und Bauch davon und mußten sofort ins Krankenhaus gebracht werden, wo inzwischen eins seinen Verletzungen er» l a g. Die drei anderen Jungen standen abseits. Sie । konnten nach Anlegen von Verbänden aus dem Krankenhaus entlassen werden. Drei Todesopfer beim Spielen mit Granaten in einem polnischen Dorf. Kinder aus einem Dorf bei Brzezany in Ostgalizien fanden beim Spiel a u f dem Felde eine Granate, die wahrscheinlich noch aus dem Weltkrieg stammte. Als die Kinder das Geschoß in' ein Feuer legten, explodierte es und tötete zwei Knaben im Alter von 9 und 10 Jahren und verletzte einen dritten Jungen so schwer, daß er auf dem Transport in das Krankenhaus starb. Schweres Explosionsunglück auf der Alfredhütte in Wissen. den müsse. Jeder deutsche Junge und jeder deutsche men und Atemtechnik. Mann müsse der Waffe sicher werden, die' Gäste herzlich. Die große Zahl der hier Welt zusammengekommenen Aerzte und zeigt, daß man in allen Kulturnationen lichen Fortbildung hohe Bedeutung beimißt. Der Wissensschatz, den die Aerzte in allen Ländern in staatlichen Prüfungen nachweisen müssen, hält leider nicht aus die Dauer vor. Einerseits wird manches Erlernte wieder vergessen, anderseits schreitet die Wissenschaft vorwärts. Wer ihre neuen Erkenntnisse sich nicht aneiqnet und zum Besten seiner Patienten verwendet, bleibt kein vollwertiger Arzt. Auch alle Staatsregierungen müssen größten Wert darauf legen, daß die Aerzte als die Betreuer der Volksgesundheit ihr Wissen und Können ständig erhalten und mehren. Angesichts der Tatsache, daß Mann öffnen sich die braunen Reihen Die großen Pflichten erfordern eine scharfe Auslese. Wer in Zukunft Träger des SA.-Sportabzeichens ist, ist gleichzeitig auch Träger eines alljährlich sich erneuernden Wehrwillens. Wer in der SA. Dienst tut, ist Wegbereiter einer sich stets steigernden Wehrkraft der Nation. Nie erste Reichsschießschule der HI Berlin, 20. Aug. (DNB.) Am Donnerstagnachmittag wurde die erste Reichsschießschule der Hitler- Jugend in Obermaßfeld in Thüringen eingeweiht. Obergebietsführer Dr. S t e l l r e ch t sprach bei der Einweihung der Schule über ihren Sinn, dem Schießsport der Hitler-Jugend eine Heimstätte zu geben. Auch das Kleinkaliberschießen fei ein ernster und verantwortungsvoller Dienst, der ebenso ernst und verantwortungsvoll geleitet wer- Gesundheitsführung, die Aufgabe des deutschen Arztes III. Internationaler Kongreß für ärztliche Fortbildung. IWffli formale W mbern 1eW frühere ckß e. Das W M der EnM Graf Schwerin von Krosigk. Am 22. August wird Reichsfinanzmini- fier Graf Schwerin von Krosigk 50 Jahre alt. Seit fünf Jahren steht er an der Spitze dieses wichtigen Ministeriums, nachdem er vorher schon jahrelang die Haushaltsabteilung verwaltet und geleitet hatte. Für einen Fachbeamten von Rang, als der sich der Reichsfinanzminister von Anfang jnstreB isidenle" i* n » li» * it w W" . y WÄ* irres schreibt, (5 mb endlich bar J )je italieniW < rat Francos be- on einer W ewiffe enM frühere Fe iet die Anständig' mas sieim & en Fehlschlag-" als ebenso leerer uelinärchen über mit beteiligt. „ £ . Das Hauptamt für Volksgesundheit der Partei, in dem etwa 25 000 Aerzte zusammengeschlossen find, führt nach einheitlichen Gesichtspunkten eine Untersuchung aller schaffenden Deutsch e n durch mit dem Zweck, eine Gesundheitsbilanz des deutschen Volkes zu ziehen, und etwa schon vorhandene Fehler und Frühschäden zu beseitigen, bevor der Krankheitsfall eingetreten ist. Nicht dasjenige Volk ist das gesündeste, das die meisten und schönsten Krankenhäuser hat, sondern dasjenige, das die wenigsten braucht. Jeder deutsche Mensch soll in Zukunft einen Gesundheitspaß bekommen, in dem alles für den Arzt Wichtige und Wissenswerte verzeichnet ist. Der deutsche Arzt soll in seinem ärztlichen Den- Fen und Handeln naturnaher werden. Er soll nicht nur auf das Dogma seines auf der Hochschule erworbenen schulmedizinischen Wissens fchworen, er soll auch die Methoden der Naturheilkunde der Homöopathie und der Volksmedizin beberrfmen. Wir werden die Methoden prüfen und das Gute und Nützliche in unseren Heilschatz einbauen gleich- gültig, ob es von einem Universitatsprofessor oder einem Kräuterweiblein kommt Wir denken dabei aber gar nicht daran, auf unsere wl senschaft ichen Erkenntnisse zu verzichten. Der deutsche Arzt soll Dolksführer sein! Deutsches Arzttum ist kein Gewerbe mehr, sondern eine durch das Gesetz geregelte öffentliche Aufgabe. Die Re.chsarzte am- mer regelt in Selbstverantwortung und Selbstver- waltung alle Belange des deutschen ArZttums. D,e ärztliche Fortbildung gehört zu den Pflichten eines ieden Arztes im neuen Deutschland. Heute nach viereinhalb Jahren nationalsozialistischer Gesundheits- Politik kann ich mit Stolz bekennen daß ein immer größerer Teil der deutschen Aerzteschast sich freudigen Herzens zu den neuen Grundsätzen nationalsozialistischen Arzttums bekennt und freudig an all den großen den deutschen Aerzten gestellten Aufgaben mitarbeitet, in dem Bewußtsein: Arzttum ist Dien st am deutschen Volk! Der Gruß der Äeichsreoieruua Staatssekretär Pfundtner begrüßte in Vertretung des Reichsinnenministers Dr. Frick namens ' her Reichsregierung alle Kongreßteilnehmer und ten unter einem riesigen Eisblock. Zu ihnen zu ge-1 langen war völlig a u s s i ck t s l o s So mußte man sich entschließen, die beiden am Ort ihres Todes zu lassen und die Suche einzustellen. Der Proviant war aufgezehrt, der Brennstoff reichte noch für eine Mahlzeit, alle waren zu Tode erschöpft. So gab Bauer die Weisung, den Abstieg noch am Abend zu beginnen. „Wir haben Pert und Carlo zu den anderen ins Grab gelegt. Dort schlummern sie alle fünf friedlich in ihren Schlafsäcken nebeneinander", schreibt Karl von Kraus, „dann haben wir Schnee und Eis daraufgehäuft und als Zierde zwei gekreuzte Eispickel und ein Seil darauf gestellt. Auf dem höchsten Punkt des Eisblockes über ihren Häuptern befestigte ich, indem ich die Lawinensonden als Fahnenstange bündelte, die Hakenkreuzfahne. Inzwischen war ein Gewitter herauf» gekommen, Blitze und krachender Donner gaben der Totenfeier einen über alles hinausragenden gigantischen Rahmen." Berlin, 21. Aug. (DNB.) Aus dem HI. Inter» nationalen Kongreß für ärztliche Fortbildung konnte dessen Präsident Dr. Blome die Vertreter von 33 Staaten begrüßen. Er wies darauf hin, daß der erste internationale Kongreß 1909 in Budapest und der zweite 1913 in London slaltge- unden habe. Dann fei die große Pause mit schmerzlichen Erinnerungen aller Völker eingetreten. Doch jetzt sei es ein erfreuliches Zeichen, daß dieser Zu- tanb überwunden fei. Michsärzteführer Or. Wagner ührte sodann u. a. aus: Der Nationalsozialismus hat aus der Geschichte gelernt, daß Staaten, Völker uni) Kulturen niemals zugrunde gegangen find infolge irgendwelcher kriegerischen ober wirtschaftlichen Katastrophen, sonbern immer erst bann, wenn i h r völkischer Lebenswille geschwun- b e n war. Es waren immer brei Ursachen, die zum Niedergang führten: 1. Der Rückgang der Bevölke- rungszahl, 2. die falsche Lenkung der Ausleseoor- qänge, 3. die Vermischung mit artfremdem Blute. Der nationalsozialistische Staat hat aus dieser Erkenntnis gesetzliche Maßnahmen getroffen. Der nordische Gedanke ist für unser Volk nichts Trennendes, sondern etwas Verbindendes, denn jeder von uns Deutschen, dessen Ahnen seit Jahrhunderten in Deutschland leben, ist an diesem nordischen Erbgut Auf der zu den Hüttenwerken Siegerland AG., einer Tochtergesellschaft der Vereinigten Stahlwerke, gehörenden Alfredhütte in Wissen ging plötzlich beim Legen einer neuen Gasleitung ein Gas - reinigungsbehälter in bie Luft. Eine gewaltige Stichflamme schlug aus dem Behälter heraus, durch die 18 Arbeiter schwere Verbrennungen erlitten. Ein Arbeiter, der sich etwas abseits von dem Gasreinigungsbehälter auf München, 20. Aug. (DNB.) Dr. Karl von Kraus berichtet im Völkischen Beobachter über die Bergung der Toten am Nanga Parbat. Dr. von Kraus schildert, daß am 17. Juli beim Aufbruch von Lager 3 Fritz Bechtold mit einem an Fieber erkrankten Träger umkehren mußte. Uli Luft und Karl von Kraus stiegen weiter und kamen mit drei Trägern und dem Koch am 17. Juli im Lager 4 an. Dort lagen Eisblöcke von der Größe eines kleinen Einfamilienhauses herum, dazwischen kleinere Blöcke und alle Zwischenräume mit Neuschnee ausgefüllt. Zudem brannte bie Sonne unbarmherzig hernieber unb erzeugte die bekannte Gletschermüdigkeit. Eineinhalb Tage wurde trotzdem unentwegt weitergegraben. Don größtem Nutzen waren zwei Lawinensonden, die man den Rettern in den Reparaturwerkstätten der kgl. bri- ti chen Luftwaffe in Lahore nach Bechtolds Angaben hergestellt hatte. Das erste, was schließlich ge- unben wurde, war ein Eispickel. In der Nähe lefanben sich zwei Zigarettenstummel und eine leere Konservenbüchse. Dann fand man einen der Träger, er blieb in feinem Schneegrab, denn der Sir- bar Nursang hatte ausbrücklich gewünscht, bie toten Träger dort zu lassen, wo bas Schicksal ihnen das Ende bestimmt hatte. In unmittelbarer Nähe eines riesigen Eisblocks fand man einige Stunden später dann Hans Hartman und Martin Pfeffer, am anderen Tage kam Paul Bauer an. Mit maßloser Energie hatte er, nachdem man ihn noch vor wenigen Sager von Lager 1 hatte hinunter- ,ur den Versuch zu machen, diese Behauptungen zu .«weisen, daß der Entschluß auiu Abbruch der Begehungen nicht in Lissabon, sondern in Berlin und ftom gefaßt sei. „Prawda" lobt die tschechoslowa- tsche Regierung, die verständig und vorsichtig gerändelt habe. Bemerkenswert ist, daß das Blatt ich nicht damit begnügt, feine üblichen Verdächti- mngen diesmal nur gegen Deutschland und Italien iii richten, sondern auch England mit in die Debatte zieht und für den portugiesischen Schritt verantwortlich machen will. England, heißt es, beherrsche Portugal nebst seinen Kolonien wirtschaftlich unb könne einen starken Einfluß auf bie portugiesische Politik ausüben. Lebhafte Zustimmung in Portugal. Lissabon, 20.Aug. (DNB.) Der Abbruch der Diplomatischen Beziehungen zur Tschechoslowakei hat bn Lande eine neue Sympathiewelle für die Regierung hervorgerufen. „Diario de Lisboa" schreibt, daß lie Haltung der Regierung bie tröstliche Gewißheit fll'be, daß Portugal auf plumpe Angriffe mit Würde und Klarheit zu antworten misse. Die Ausführungen des Außenministers ließen beutlid) erkennen, daß dieser erst gehandelt habe, nachdem alle Unterlagen aufs gewissenhafteste geprüft worden seien. Würde die Tschechoslowakei ebenso handeln, so würde sie zweifellos erkennen, daß die Annahme, die Waffen feien für Spanien bestimmt, ein Irrtum sei. Prag wolle augenscheinlich noch vorsichtiger sein als London, wo man keine Schwierigkeiten bei Waffenlieferungen machte. (Scherl-Bilderdienst-M.) ■ ort erwiesen hat, war es keine leichte Aufgabe, in her Systemzeit den Reichshaushalt zu überwachen. Der Fachmann hatte zu jener Zeit im Reichsfinanzministerium nicht viel zu sagen, denn an der Spitze stand in der Regel ein Parteipolitiker, für den es darauf ankam, im Sinne seiner Partei zu verfahren. Es genügt, nur einige dieser Parteipolitiker ju nennen, die in der Systemzeit den Auftrag hatten, die Reichsfinanzen zu — verwalten: Der Zentrumsmann E r z b e r g e r, der im März 1920 buchstäblich hinausgeworfen wurde, nachdem ihm mchgewiesen worden war, einer der ärgsten Steuerbetrüger gewesen zu fein; der Zentrumsmann Jofef Wirt, der sich vor seiner „Berufung" zum Reichsfinanzminister überhaupt noch nicht mit Finanz- I politik und Finanzwifsenfchaft beschäftigt hatte, denn er war von Beruf Mädchenschullehrer; der jüdische Narxist Rudolf Hilferding, der von Hause aas Arzt in Wien war, vor dem Kriege nach Berlin kam, um nach dem Kriege bie finanzpolitische Leuchte bes schwarzroten Parteiklüngels zu werden. Gewiß ist es nicht erfreulich, den ersten Finanz- minifter des Dritten Reiches Graf Schwerin von Krosigk mit diesen Parteileuten in eine Reihe zu nehmen, aber es ist nützlich, um anschaulich bar» zntun, welch ein Wechsel unb welch eine Sanblung nicht nur in ben Mitteln, sonbern a u ch in b e n Männern eingetreten ist. Die Aufgabe, lie Graf Schwerin von Krosigk übernehmen muhte, »ar ungemein schwer, benn es galt zunächst einmal, eine wirkliche Drbnung im Reichshaushalt hrrzustellen, vor allem baburch, baß ber Haushalt rechtzeitig fertig unb verabschiebet würbe. Seit der Machtergreifung gab es keine Nachttagshaushalte mehr, wohl aber eine straffe Einnahmen- unb Aus- gabenwirlfchaft, als Orunblage bafür, um mit Hilfe der öffentlichen Finanzen bie zufammengebrochene Wirtschaft roieber aufzurichten. Was hier geleistet norben ist, ist groß und gemaltig; groß schon bes» halb, weil bas Räberwerk ber öffentlichen Fmanz- virtschast genau stimmen unb ablaufen muhte nenn bas Werk ber Vorfinanzierung ber Wirlscha dir Wieberankurbelung gelingen sollte. Der Fachmann Graf Schwerin von Krosigk hat bei dieser gewaltigen Arbeit, mit Hilfe sachverständiger Mitarbeiter und gestützt vom Vertrauen des Führers unb Reichskanzlers, so außerorbentlich Wertvolles geleistet, daß selbst das Ausland der Ordnung m den deutschen Reichsfinanzen sowie ihrer Zielsicheren Entwicklung Bewunderung zollt. Graf Schwerin von Krosigk ist vorn Führer mit dem goldenen Parteiabzeichen ausgezeichnet worden, wie auch der !)eichsfinanzminister als Reichsbeamter und Reichsbürger vorbildlich ist in Leben und Haltung. Mit „ Ttolz zählt er sich zu den Kinderreichen, denn acht Sinber, vier Jungen unb vier Mäbchen sind es, die Innern Hause die Zukunft verbürgen'. d. K. man ihm in die Hand gegeben habe. Die Schule > liegt zwischen Suhl unb Meiningen in einem schloß- artigen Gebäube. Wie der Reichsjugendprefsebienst mitteilt, stehen fchon burchschnitllich 60 bis 70 v. H. aller Jungen in Kleinkaliberschießausbilbung. Es besteht barjer die dringende Notwendigkeit, den Nachwuchs an Schießwarten sicherzustellen. Die Jungen, die in die Reichsschießschule kommen, stammen aus allen Gebieten Jeweils zwei Mann aus jedem Gebiet werden zu einem achttägigen Lehrgang zusammengefaßt Da im Monat drei solcher Lehrgänge stattfinden, werden also monatlich etwa 150 HJ.-Schießwarte in der Schule ausgebildet. Wegen der Kürze ber Lehrgänge erfolgt eine i n fachliche Ausbilbung, bie jeden ber acht Tage morgens früh 5.50 Uhr bis abenbs 22 Uhr voll in Anspruch nimmt Im theoretischen Teil werben Waffenlehre, Waffenpflege unb Schieblehre mit allem, was bazugehört, gelehrt, im praktischen Zielübungen, Anschlagsarten, bas Umfassen des Kolbenhalses, Druckpunktnehmen, Durchkrüm- ,r<>9en. .8ia*e Hebe, di, 5 er »fiten, ü ihli,e ®eJiel)un. " 'Mn* °m Anfang bis )“>Jerfö ! S ®unW end- K'Ä erklärt 5 Ralfen nichts I Änlaß geben enn in Wirklich. . was zur Der« beiöcn Ländern oember in Mai. rbe er noch er- ankreich solange lniösische Regie- Obgleich seither de sich Mussolini en, um alle .Petit Journal" Warnung, die setzung der lmeer erteilte, ung an die« en besäßen, ipaganbatätigteit ung. j Die Bevölkerung ber kleinen lothringischen Ortschaft A 11 m e i l e r mürbe am Freitag von einem panikartigen Schrecken befallen, als plötzlich e i n ganzer Hagel von Granaten auf bas Dorf nieberging. Wie sich später herausstellte, ging dieser Beschuß von ber französischen Befestigung ber Maginot-Linie aus unb war auf eine falsche Einstellung ber französischen Artillerie zurückzuführen. Glücklicherweise würbe blind geschossen. Nichtsbestoweniger haben zahlreiche Gebäube ber Ortschaft stark gelitten. Insbesondre die Kirche wurde in Mitleidenschaft gezogen. Erst nachdem ber Bürgermeister von Alt- W äs säSÄÄlsxWÄ»;; anberen vervielfachte. Nachbem man Hartmann ge= emgeiteut. borgen hatte, stellte man fest, baß hinter ihm noch Sechs Rinder ( , # eine Leiche im Zelt lag: Günther Hepp. In der durch explodierenden Feuerwerkskorper verletzt. Zwischenzeit hatte Bauer mit feinem Kuli zusarn- In Düsseldorf ereignete sich in der Toreinfahrt men die Ausgrabung eines anderen Zeltes so weit zum Derendorfer Güterbahnhof ein schweres Un- geförbert, baß man bort Dr. Karl Wien und ~ ,Helm nge nun hierhergekommen um eine Durchsuchung ber ^eÜDe’Ltr^ter be- x?]. Kirche vorzunehmen roährenb meine Leute auf der Ochern ^antwortlich Politik und ^ur die ^'ider. Straße warten." Küster und Einbrecher gingen Fr WLange^ für Feuilleton. Vr Hans Thyrwt dann durch die Kirckie In der Sakristei schrieb ber (beurlaubt), i V Dr i^r W Lange, für den Rr"mSeamte“ einen Be"d)t an fe nl seftörbe übrigen Teil: Ernst Blumwein äln^eigenleiter: fjans ÄÄm Lr Z L einer L,den Stunde Beck (beurlaubt) Berantworttw für ben Malt ber l heil, „"'««t > Schöne, große Än WW 300 ccm Komm Möbel Stil erbaut, ir. Von der Reise zurück 4764 V Stellengesuche Aer Am .VI elfer. «92D trag [5471D Wir suchen Mechaniker u. F. 367 an 5406 V J Gi e ssen - Sch u I st r. 6 Halte wieder Sprechstunde . Ifltbldffe von z di« 20 v. s. erhalten etc >ie Aussim kgu Erfolg •ach wie wandert sich's auf Erden-- herrlich ohne Das Tagesgespräch von Gießen F abrikniederlaa1.: C. Seibel, Frankfurter Straße. O.Wlnte. hoff, Kreuzplatz 9/10. 'Herrn. Elges, Seltersweg 66. 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August 1937 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) „194 Zweites Blatt ittoria ;ise zurück wieder ^stunde der mit nur Sie einen Körperteil . zusammenbasteln. rkanden von den ’om Wattenmeer inung, dir alle 5!a® habrr mifBegeipmu: auen werben: Leistung und Erfolg. Or. Roderich von Llngern-Sternberg. Mer Arzt nhofstrafie 50 ___U30ö teinweg 21 ' ____M London, August 1937. Die Herren vom „FO." — wie oft müssen sie nicht in Leitaufsätzen aufmarschieren! Wie oft müssen sie nicht ihre Köpfe dafür Hinhalten, wenn dieser oder jener Staat mit der amtlichen Außenpolitik Großbritanniens unzufrieden ist und trotzdem das Londoner Kabinett nicht direkt verantwortlich machen will. Ein fast legendärer und mystischer Schimmer umhüllt ihre Arbeit und — wer wollte es leugnen — auch ihre Erfolge. Die Stätte ihres Wirkens, das F o r e i g n Office, in der Straße der britischen Ministerien, Whitehall, ist mehr als nur ein renaissancehaftes sandsteinernes Gebäude im Londoner Häusermeer, ist ein Begriff geworden, wie die Wilhelmstrahe in Berlin, der Quai d'Orsay in Paris, der Palazzo Venezia in Rom und der Ballhausplatz in Wien. Rücken wir aber diesem Begriff einmal auf den Leib, so werden wir entdecken, daß aus Legende und diplomatischem Mythos eine recht nüchterne, lebendige Wirklichkeit wird. Wir blättern in der Geschichte des Foreign Office, des britischen Auswärtigen Amtes, zurück und stellen mit einiger Überraschung fest, daß es ein gutes Stück jünger ist als unser deutsches, das ja über eine gute und direkte Tradition zum preußischen verfügt, dessen Geburt in das Jahr 1728 fällt. Erst 1782 begegnet uns der Name Foreign Office, und es ist fein geringerer als der sehr bürgerliche, mit seinem großen adligen Gegenspieler William Pitt ewig im Streit liegende Charles James F o x, der als erster Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten den Reigen berühmter britischer Außenminister eröffnet, unter denen hier nur Canning, Palmerstone und Salisbury genannt seien. Bis 1782 hatte es überhaupt nur zwei Staatssekretäre gegeben. Der eine verwaltete sämtliche inneren Angelegenheiten, und darüber hinaus mar ihm die Sorge für Irland, Amerika, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, die Türkei usw. aufgetragen. Der zweite Staatssekretär hatte sich um das übrige Europa zu bekümmern. Sein Amt wurde 1782 das Foreign Office, wahrend sich äug’ dem des ersteren das Innenministerium, das sogenannte Home Office, entwickelte. Erst 1868 zogen die Herren vom Foreign Office in das große Gebäude von Whitehall ein, bis dahin hatten, anfänglich nicht mehr als ein Staatssekretär, zwei Unterstaatssekretäre und 11 weitere Beamte, in kleinen, dunklen, fast barackenähnlichen Gebäuden gehaust und gearbeitet. Bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden von den Beamten des FO. keine besonderen Dorkenntnisse verlangt. Auch gab es keinen besonders durchgegliederten diplomatischen Dienst. Der König, der Ministerpräsident oder selbst irgendein anderer Minister ernannte seine Freunde zum Gesandten, diese wieder wählten ihren Stab aus ihren Freunden und Verwandten; mit Lord Clarendon wurde das anders. Examina wurden eingeführt und die Herren vom FO. den übrigen der Zivilverwaltung gleichgestellt. Eine Domäne des Das Backfischerl — es heißt, sagen wir einmal Else — knobelt an einem Rätsel herum. Wie halt Rätsel sind: man muß aus zwanzig Silben einen Philosophen, einen indischen Fluß, eine ilßüftens pflanze, ein Hausgerät, einen Dichter, eine Frucht, erhält. Im einzelnen hängt natürlich viel vom Temperament des betreffenden Volkes ab, aber es ist doch ganz ausgeschlossen, daß die Leistungsfähigkeit einer Nation unter einer fortschreitenden Vergreisung nicht leidet, denn trotz aller erhöhten Leistungsfähigkeit unserer alten Jahrgänge kann der alternde Mensch niemals eine so starke Beanspruchung seiner Kräfte ohne schädliche Folgen für seine Gesundheit ertragen, wie der jugendliche. Jung bleiben heißt, volksbiologisch gesehen, dafür sorgen, daß die Zahl der jungen Menschen, daß die Kinder anteilsmäßig nicht ab-, sondern zunehmen und das ist nur durch Aufrechterhaltung bzw. Wiedererlangung einer hohen Geburtenhäufigkeit zu erreichen. Adels blieb das FO. indessen lange Zeit darüber " ' ,u tun. tastisch. Dann aber klärte sich alles auf. Es gab eine sehr einfache und natürliche Erklärung. Sie werden sich vielleicht erinnern, meine Herren, daß es im Jahre achtundzwanzig einen Ausbruch des Aetna gab. Einen kurzen Ausbruch. Eigentlich nur ein Rumpeln. Es genügte jedoch, um ein Seebeben zu entfachen, das eine gewaltige Flutwelle bis hinüber bis Bengasi trieb. Dieser Flutwelle waren wir begegnet. Ihr war Mr. Sharp zum Opfer gefallen. Sie sehen, das alles hatte nichts mit Spuk oder übersinnlichen Kräften zu tun. Es ging alles ganz natürlich zu." Sir John schwieg. Hauptmann Gwsvno schwieg gleichfalls, und Mr. Cutwell betrachtete versonnen seinen Skarabäus. Plötzlich nahm er den Stein und warf ihn über die Brüstung weit in den dunklen Park. . „Hallo, was machen Sie da?!" rief Sir John erstaunt. _ , „Ich will sicher gehen", sagte Mr. Cutwell. „Ich will das Teufelszeug nicht haben. In acht Tagen fahre ich nach Hause — durch das Mittelmeer, durch die Biscaya und quer über den Atlantik. Es ist ein weiter Weg. Und ich möchte heil drüben ankommen." jungen Jahrgänge groß ist, das andere aber eine unverhältnismäßig starke Besetzung der älteren und alten Jahrgänge aufweist, das erstere einen natürlichen Vorzug und eine Überlegenheit besitzt. Eine „vorgreifende" Altersgliederung, zumal eine schnell fortschreitende Zunahme des Anteils der alten Leute und eine anteilsmäßige Schrumpfung der jugendlichen Jahrgänge führt notwendigerweise dazu, daß Vorsorglichst, Bedenklichkeit, Verzichtstimmung usw. zu sehr um sich greifen und sich auf Kosten des jugendlichen Wagemutes, der Opferwilligkeit und Begeifterungsfähigkeit und der körperlichen und geistigen Spannkraft ausbreiten und dadurch das ganze Leben einen übertrieben konoersatioen Zug । 5?afurur§unben rutschen *Rotb\«tä i)ut)nxad)er mit 92 VBaaf nahmen ^teHungtmxr.tU n. TtrlangenStot bilberte W* ihler Verlag chterselde die für sehr zahlungsfähige Touristen Mittelmeerreisen machen. Wir hatten eine Auswahl reicher Leute an Bord, darunter viele Landsleute von Ihnen Mr. Cutwell. Einer davon, ein Mr. Sharp — ich glaube, er hatte Spinnereien in St. Louis oder so etwas — machte sich ein bißchen unangenehm bemerkbar. Der Mann hatte offenbar ein übersteigertes Geltungsbedürfnis. Er war nicht glücklich, wenn er nicht ständig Mittelpunkt der Gesellschaft war. Er übertrieb in jeder Hinsicht — in feinem Auftreten und in seinem Aufwand. Nun wir haben alle unsere Fehler." Sir John lächelte. „Jeder an Bord wußte, daß Mr. Sharp eine Unzahl ägyptischer Altertümer zusammengekauft hatte. Er selbst sprach dauernd davon. und wir hatten bald Gelegenheit, einen Teil der von ihm gesammelten Schätze zu bewundern. Wie ich schon sagte, war die „Segovia" mehr em Vergnügungsschiff als ein Reisedampfer. Alles war darauf abgestellt, die Passagiere zu unterhalten. Zwei Tage nach der Abfahrt von Alexandrien hatten wir ein Maskenfest an Bord. Und dabei geschah es. Das Fest hatte begonnen. Die meisten Fahrgäste trieben sich mehr ober minder phantastisch kostümiert, auf dem Promenadendeck umher, als plötzlich ein seltsamer Zug erschien. Voran gingen zwei in ägyptischen Gewänder gehüllte Stewards. Dann kamen vier andere, die einen reich bemalten, prunkvollen Mumienschrein trugen. Es schien kein königlicher Sarg zu sein, aber aus einem vornehmen Grade stammte er sicher. Darm lag Mr Sharp. Er hatte sich als Mumie hergenchtet und trug eine Nachbildung der Krone Ober- und Unteragyptens auf dem Kopf. Eine verrückte Idee! Verrückt, wie der Mann selbst. Feierlich stellten die Stewards den Sarg auf das Deck nieder und traten beiseite. In diesem Augenblick stieß einer der Passagiere Das mutige Mädchen. Von Julius Kreis. Grad noch unterm Abfahren hupft sie aufs Trittbrett, schlängelt sich an dem schon wetterleuchtenden Schaffner mit demütig-verschmitztem Augenaufschlag vorbei in den Wagen. Ein Strähnchen aus dem dunklen Haar fällt über die Stirn und wird verächtlich mit einem Kvpfwerfen abgetan, dann rascheln die Hände in die Schulmappe und ziehen unter Heften und Büchern ein kleines Schriftchen heraus „Zeitvertreib". Nun sitzt das Mäderl, die Töchterschülerin, das nette Backfischerl, über den Blättern, und die Wangen glühen nach von Eile und Lauf, den Wagen zu erwischen. Jeder im Wagen gönnt dem Auge wohlgefällig ein Weilchen das zierliche, feingliebrige Figürchen, unb ber Schaffner verlangt schmunzelnb bie Schülerkarte. Denn im Eifer über bas Heftchen „Zeitvertreib" vergißt die Kleine alle Pflichten des ordentlichen Fahrgastes, dem Schaffner unaufgefordert und so weiter ... Cousine *er Cabriolet rer-Phaet0„ lrej:limou, "ü glauben also nicht an diesen Fluch ■P Boonen?" fragte Mr. Cutwell erleichtert evii!i Blick auf seinen Skarabäus. ...rxd habe nur einmal daran geglaubt und >r s_irze Zeit", sagte Sir John. „Wenn •Wx. erzähle ich Ihnen die Geschichte." „iie", sagte Hauptmann Giosono etwas steif. «D c, erzählen Sie!" bat Mr. Cutwell eifrig. -/'n Jahre achtundzwanzig", beaann Sir John »tu1: ich mit der „Segovia" von 9n»rnnhriPn nack ®Wb. Die Segovia ist eines Nettes, bloch Mädel, M 20er Jahre, A berufslat., g aufrichtig^ Herrn, vornen SS* bwö ('IUa.aII »Urquell 2'iähr. in... Die Herren vom Foreign Office Von unserem tbg.-Berichterstaiier. wun'U - od.obnfA bis oOt)-» lenneAÄ aig! kW« K-bZ- As (ennenjulen* ys 04123 gn Llidjfeit, infolge einer unbestreitbaren großen Mchkeit und dem außergewöhnlichen Aufwand n Fleiß unb Energie, bie sie erforbern, von । b e r sozialer Bebeutung finb unb ein Dienst barstellen. Alles, was als Verbienst be- trlet werben muß, ist aber unbebingt eine Lei- Lab en arbeiteten. Heute finb biefe Zeiten vorbei. In keinem britischen Ministerium wirb wohl intensiver gearbeitet als im „FO.". Für bie Zunahme ber Arbeit mag vielleicht bie Tatsache sprechen, baß im Jahre 1934 genau 155 081 Dokumente registriert würben, wäh- renb deren Zahl noch 30 Jahre vorher nur 49 556 betrug. Ob bie Gehälter ber Beamten bem Arbeits- aufwanb entsprechen, müssen biefe mit sich selbst abmachen. Im Durchschnitt beträgt bas Gehalt eines jungen Diplomaten 300 Pfunb Sterling in Lonbon unb 500 Pfunb Sterling im Auslanb. Das Höchstgehalt eines Geheimrats ist 1200 Pfund Sterling im Jahr. Sollte er mit 50 Jahren Minister sein oder gar Botschafter werden, dann allerdings ist er ein wohlhabender Mann. Die Tätigkeit selbst erstreckt sich bis tief in den Abend, ja ist dann be« sonders intensiv. Einige jüngere Beamten wohnen sogar im „FO.", um auch nachts erreichbar zu sein, was das Witzblatt „Punch" zu der boshaften Be- merfung veranlaßte, es gebe im „FO." immer, sogar nachts, einige Beamte, die in den Amtsräumen schliefen. Wie die Arbeit verläuft, hat der frühere Presse- chef des „FO., Sir Arthus W iUert, selbst einmal sehr anschaulich geschildert: „In den Abendstunden ist das Foreign Office am stärksten beschäftigt, wie eine Zeitung; denn bie Nachrichten, befonbers aus Europa, treffe in Lonbon meist spät ein. Man nehme z. B. an, es sei eine internationale Krise ausgebrochen. Das Kabinett faßt am Vormittag einen Beschluß — ber Staatssekretär eilt in bie Downing Street unb beruft seine engsten Mitarbeiter, um einen Aktionsplan zu entwerfen — Ferngespräche mit Rom und Paris — ber Botschafter in Rom wird beauftragt, Mussolini ober dessen Vertreter aufzusuchen — ber Botschafter in Also, unsere Else brütete über den Welträtseln ... Da verdunkelt sich mit einemmal der Wagen, und drohend wie eine Gewitterwolke erscheint der Kontrolleur im Türrahmen. Wie reißt es da das Herz des loyalen Untertanen und Staatsbürgers: Kontrolle! Straßenbahnfahrende Geheimräte unb Minister werben ängstlich, wenn sie ben Fahrschein nicht gleich finben. Au weh! Diesmal ift’s noch dazu ber Grimmige, ber Scharfe, ber von ber Linie X ... Bitet bie Fahrscheine ...!! Heut hat er noch bazu seinen schlechten Tag. Da grantelt er mit einem Herrn, weil ber zu lang nach bem Fahrschein sucht, eine Frau kriegt ihren Rüffel, weil sie ihren Fahrschein so „zusammengewutzelt" hat, ber Schaff- ner wirb angehaucht, weil er bie Zeit unbeutlid) angestrichen. Immer finsterer wirb bas Kontrolleurgesicht. Die Fahrgäste haben Herzklopfen. Der Geheimrat glättet heimlich feinem Fahrschein sauber bie Büge aus ... Nun steht er vor Else ... Dräuenb ... Vor Else mit bem Rätsel. Schon verlangt er streng nach ber Fahrkarte. Da hebt Else bas Köpfchen, die großen blauen Augen, das süße Kirschengoscheri, und sagt-- ja fällt denn da ber Himmel nicht ein — sagt: ,,Ach, bitte, leihen Sie mir boch ein bißl ben Bleistift, Herr Schaffner". Sie muß nämlich bie Silben anstreichen ... „Herr Schaffner!" ... Das auch noch!! So?---Wir sitzen alle mit gepreßtem Atem. — Eine (Sefunbe vor Weltuntergang.--Unb siehe, ber Gewaltige, Dräuenbe brummelt etwas in den Schnauzbart, über sein Gesicht geht's wie ein Apriltag, so zwischen Sturm unb Sonne hin unb her ... noch kämpft er, bann angelt bie Hanb in bie Tiefen ber Tasche, holt ein Bleistümvchen heraus unb reicht es bem mutigen Mäbchen. Fast mit einer knappen höflichen Verbeugung ... Fast?--Dann sagt er mit milber, amtlicher Freundlichkeit: „So, jetzt aber bie Fahrkarte, bitte". Unb Eischen kramt in ber Mappe, unb der Gewaltige wartet — wartet so lange, bis sie gefunden ist Dann fertigt er, gar nicht mehr brummeiig, die übrigen Fahrgäste ab. Unb als er sich roenbet, reicht ihm Eischen mit einem schönen artigen Knicks unb mit einem Lächeln — so ganz von unten her — aus den Augenwinkeln — den Bleistift. hR e'"l-Cabr. "•Cabriolet ■»ÄS ionH-G. hÜ a,Mal" e196 Tel. 73254 Erfolg sicherlich keinesfalls; im Gegenteil. Wir j müssen uns darüber klar sein, daß es sich hier um : eine der abstoßenden Eigentümlichkeiten des kapi- । talistischen Zeitalters handelt, die sich herausgebil- : bet hat im Gegensatz zu früheren „gebunbenen Zei- , ten, wo es bem Menschen allerbings nicht vergönnt war, „vorwärts zu kommen", unb auf ber sozialen Stufenleiter aufzusteigen, als noch, von wenigen Ausnahmen abgesehen, jeber fein Dasein im Rahmen eines bestimmten Stanbes unb wirtschaftlichen Lebenskreises vollenbete unb es kein Trachten nach Erfolg, im Sinne eines Beifalls, ber bie Möglichkeit ber Bereicherung unb bes Aufstieges eröffnet, ja zur Voraussetzung hat, gab. Erfolg ist gleich solchen Begriffen wie „Fortschritt", „Verkehr", „Tempo", usw. erst im Laufe bes 19. Jahrhunberts im Zuge ber kapitalistischen Entwicklung zu einem wesentlichen Bestaubtet! unserer täglichen Erwägungen unb Bestrebungen geworden. Für bas Wohl der Allgemeinheit kommt es jedoch nicht nur auf Höchstleistungen einzelner Personen an. Die durchschnittlich gute Leistuna, die, wie gesagt, ein Verdienst darstellen kann, ist für das allgemeine Wohlergehen von außerordentlicher Bedeutung. Daher spielen auch diejenigen Eigenschaften, die diese hohe Durchschnittsleistung sichern, eine sehr große Rolle. Es kommt vielmehr auf den Grad des Fleißes, der Ausdauer, des Pflichtbewußtseins, der fachlichen Bildung für die Befriedigung der täglichen Lebensbedürfnisse an, als auf die Spitzenleistungen in Kunst und Wissenschaft die zu erstreben nur wenigen vorbehalten bleiben muß, denn es ist sicherlich richtig, wenn Goethe sagt: „Daß sich das große Werk vollende, genügt ein Geist für tausend Hände". Die wertvolle Durchschnittsleistung ist aber zum Teil von Vorgängen abhängig, von deren Wesen und Wirksamkeit man gewöhnlich keine Vorstellung hat. So ist es für die Leistungsfähigkeit einer Gemeinschaft von großem Belang, daß das Lebensalter (15 bis 65 Jahre) von möglichst vielen Zugehörigen erreicht und auch durchlebt wird, d. h. ber Tod barf nicht allzu häufig Menschen, deren Heranbildung Kosten verursacht hat, Hinwegraffen, bevor ihre erworbene Arbeitsfähigkeit ausgewertet ist, mit anderen Worten, die durchschnittliche Lebensdauer muß ausreichend lang sein. In dieser Beziehung können die westeuropäischen Völker allerdings mit Befriedigung feftftellen, daß Bedeutendes erreicht worben ist, benh bie Lebensbauer beträgt bereits heute im Durchschnitt bei Männern säst 60 Jahre unb bei Frauen sogar 62 Jahre. Demgegenüber besteht aber innerhalb unseres Kulturkreises eine anbere Gefahr: bie Zahl ber im probuktiven Alter Stehenden ist zur Zeit wohl noch verhältnismäßig sehr groß, sie wirb aber infolge bes Geburtenrückganges ber letzten Jahre unb Jahrzehnte sehr halb anfangen, abzunehmen. Schon heute finb bie 18- bis 20jährigen erheblich geringer an Zahl als bas ehebem ber Fall war, was sich in einem Mangel an jungem Nachwuchs in sehr vielen Berufen bereits heute bemerkbar macht und auch in Zukunft geltend machen wird. Allerdings bietet die verlängerte Lebensdauer, die zugleich eine Erhöhung ber Leistungsfähigkeit ber älteren unb alten Jahrgänge, selbst der über 65jährigen, bedeutet, eine Reserve, auf die man zurückgreifen kann im Falle, daß Mangel an Arbeitskräften eintritt, denn die Zahl derjenigen älteren Menschen, die noch eine unverbrauchte Arbeitsfähigkeit aufweisen, hat natürlich infolge der Zunahme der Lebensdauer, die ja nur ein Ausdruck der allgemeinen gesundheitlichen Ertüchtigung ist, erheblich zugenommen. Trotzdem darf nicht verkannt werden, daß eine fortschreitende „Vergreisung", wie man die unverhältnismäßig starke Besetzung der hohen Altersklassen nennen kann, besonders auf geistigem Gebiet nachteilig wirken muß. Es ist doch unverkennbar, daß von zwei Volkern, von denen das eine ausgesprochen jugendliche Alterszusammensetzung hat, d. h. in dem anteilsmäßig die Besetzung der hinaus. Allzu viel war damals wohl nicht 31 Man verglich in den Tagen ber Königin 23i die Beamten des FO. mit bem Springbrunnen auf bem nicht weit entfernten Trafalgar Square, weil sie ebenfalls von 10 bis 4 Uhr „spielten". Damals gab es bas sogenannte „Kinderzimmer", in bem ben jungen Herren ein Klavier, Florette unb Box- hanbschuhe zur Verfügung standen. Damals mußte ber große Lord Palmer st one seinen Beamten seine Mißstimmung darüber ausbrücken, baß sie in ben Amtsstuben junge Damen „reflektierten". Es waren nämlich Beschwerden darüber eingelaufen, daß sich die jungen Herren ihre Zeit damit ver- trieben, Sonnenstrahlen auf bie Gesichter von Mo- biftinnen zu lenken, bie in einem gegenüberliegenden Mb eine ! . fr es nicht auch Leistungen, jrn ist, Erfolg zu haben? Unter Erfolg verstehen \x i>en Beifall, Den die Menge einer bestimmten liiilung ober Darbietung entgegenbringt. Sicher- t gibt es aber Leistungen, bie ihrem Wesen nach H ficht erfolgbebürftig finb, bie nicht geeignet er- tin?n, Erfolg zu zeitigen, währenb es andrerseits I Crbcltungsroeifen unb Hanblungen gibt, bie aus- Mlich auf Erfolg abgestellt finb. Um hierüber Klarheit zu schaffen, müssen wir -ts zuvor bas Wesen ber Leistung ver- ^enmärtigen. Unter Leistung ist nicht nur eine fiöietung zu verstehen, bie burch ihre Außer- Sahnlichkeit unseren Beifall unb unsere Bewun- hing auslöst, vielmehr finb unzählige Hanblungen |k deswillen Leistungen, weil sie, trotz ihrer Alling, wobei berjenige, ber sich oerbient gemacht I, deshalb noch längst nicht Erfolg zu haben md)t. Zum Beispiel: wirb man sicherlich nicht itreiten, baß eine 25jährige Tätigkeit als Loko- itivsührer ober Weichensteller eine größere Lei- ng (unb unter Umftänben auch ein Verbienst) rjiellt als eine sehr gewinnbringende und erreiche Lancierung eines Schuhputzmittels. Im Iperen Fall werden wir aber nicht von einem Er- Ijg sprechen, während im zweiten Fall ein Erfolg uz offensichtlich in einem mehr oder weniger gro- 1 Geldgewinn in Erscheinung tritt. Dies Beispiel zeigt, wie sehr wir geneigt sind, ie Tätigkeit nach dem Erfolg, den sie hat 0. nicht hat, und zwar in erster Linie nach dem glichen materiellen Erfolg, zu bewerten und ein- ichützen. Wir leben noch immer in der Dyrstel- 10, baß Größe unb Menge bes Absatzes, des ilaufes und des Gewinnes einzig maßgebend finb b sein sollen für bie Bewertung einer Tätigkeit, ^erfolge erlitten bzw. keinen Erfolg gehabt hat dieser Auffassung jemanb, der nicht nachweisen An, baß er mit seinem Unternehmen (im weitesten |(nne bes Wortes) ober in feiner beruflichen Srhatftii« Söigteit ein überdurchschnittliches Einkommen er- ^UlCllcrhü hat. Bei dieser Gesinnung ist es selbstverftänb- t daß sich ein befonbers erfolgstüchtiger Men- inh)p, eine Art, ber Erfolg alles, Leistung Ne- --- ist, ausbilben muß unb baß biejenigen, die WWWW Ausfindung von Mitteln und Wegen wie ■Ln zu Erfolg gelangt, besonders begabt sind, sich 1er unb schneller burchsetzen unb in ben Dorder- mb schieben als biejenigen, bie es nicht verstehen, in bas rechte Rampenlicht zu setzen. Erfolgstüchtigkeit unb Leistungstüchtigkeit sind ijrd) aus nicht wesensgleich. Beide Eigen- !l|u)nODlCri1fflift(n schließen sich sogar bis zu einem gewissen thmalben aus und finben sich in einer Person sehr fiten vereint. Besonbers leistungshohe Menschen ßiifen baher in ber Regel eines Förderers, der ßüt sorgt, daß ihre Leistungen bemerkt und ge- Krhqt werden, daß für sie, wenn notwendig, auch H Reklametrommel gerührt wird. Denn es wäre Der rote Zeigefinger geht höflich an Den Mützenschild, und was noch nie beim Kontrolleuer der Linie X geschah: Ein ganz kurzes Schmunzeln, geradezu ein Lächeln huscht um den Schnauzbart. „I fag’s halt, d' Weiberleut ... i sag's halt!" — — So konstatiert im Weiterfahren ein weiser Haid- rat einen Diajier. eine Hauser Bürger, auf ben Haklstock gestützt, unb be- aUe Scheußlichkeiten, bie’s gibt, trachtet mit nachbenklichem Wohlwollen bas hübsche Eischen. einen Schrei aus. Ich habe so etwas nie vorher unb nie nachher gesehen. Die See war ruhig, vollkommen ruhig, — ober war es bis bahin gewesen 3efet ftanb im Westen eine riesenhafte Woge, bläulich schimmernb, steil wie eine Mauer, unb wälzte sich, mit rasenber Geschwinbiqkeit heran. Sekunben spater Meß bie Segovia mit bem Bug in bie H°he unb die Woge brach braufenb über uns hinweg. Als bas Wasser sich verlaufen hatte, hingen bie Passagiere die sich nicht unter Deck hatten retten können, tropfnaß an ber Reling unb ber Platz, wo eben noch ber Sarg mit Mr. Sharp gestanben hatte, war leer. Er unb ber Sarg tarnen nicht mehr zum Vorschein. „Unmöglich!" stieß Hauptmann Giosono hervor. e„ann totr yonn, "ga, bas dachte tch auch", Jagte Sir John. Merarchrien nach „Zuerst glaubte ich wirküch an 1° etwas roie bte DonVn Schiffen, Rache der Pharaonen. Die Sache war zu phan- »«iirlich weltfremb, wollte man bie Ansicht vertre- I®, daß hohe Leistung sich stets unb rechtzeitig «setzt. Die Zahl ber leistungshohen Menschen, bi! «ahrenb ihres Lebens nicht zur Geltung unb Aüelkennung gelangen, weil sie nicht erfolgstüchtig iiiiiiiiiiiilllllllllllllM N>' ist zweifellos sehr groß unb in unserer IIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIW M der Massenhaftigkeit auf allen Gebieten ist ber Gclbgriim Mch unb nicht bie Leistung (ohne bie auf bie ffiflllnnfillllll freilich auch kein Erfolg zu erzielen ist) von Wcll!u|IIIIII auMagaebender Bedeutung. entflogen. («?« . Erfreulich unb begrüßenswert ist biefe Verlage- Abzugeben bei nimg Des Schwergewichts von ber Leistung auf ben Schmidt. w-ih Maskenfest der „Segovia". Kätzchen Von Peter Mattheus. «II tzerscheM stirchenvlatz l- Drei Herren faßen auf ber Terrasse bes Mena- heich Hotels in Giseh; angesichts ber Pyramiben, biii sch in ber beginnenben Dämmerung büster ge- Himmel abzeichneten: Sir John Bulkeley, ber E chrcher bes Weißen Nils, Hauptmann Giosono, ein italienischer Fliegeroffizier, unb Mr. Cutwell, eviueijenber Amerikaner. Vor Mr. Cutwell auf dem v'chn Tischtuch lag, aus Lapislazuli geschnitten, c nSlarabäus mit bem Zeichen Ramses bes Zwei- h n-einer jener Käfersteine, bie im alten Aegyp- t?n königlichen Toten mit ins Grab gegeben tmn. Mr. Cutwell hatte ihn am Nachmittag von eben Hänbler in Kairo erworben. Er war ber SChlcf des Gespräches. ,j8ir Flieger", bemerkte Hauptmann Giosone, J'iti abergläubisch. Ich für meinen Teil glaube an ^genannten Fluch der Pharaonen. Denken Sie nvrai die Entdeckung des Tut-anch-Amun-Grabes! ßcxrl Camarüon starb, Gould starb, der Aeavptologe fy'rte-t Lee starb. Kurzum, von zehn Männern, diiii qt der Entdeckung und Ausräumung des Gra- M mitgearbeitet hatten, waren nach knapp einem VW acht nicht mehr am Leben. Und —" Herzeihen Sie, ich muß Ihnen widersprechen , untrirach ihn Sir John. „Was Sie da sagen, sti'Mi nicht. Es ist seinerzeit viel gefabelt worden übsi bie Sache. Gerüchte tauchten auf und hielten sic'), obwohl sie mit ber Wirklichkeit nicht überein- fthnm^n. Es ist richtig, Lorb Carnarvon starb. Er stc'ri m einem Insektenstich unb einer Blutvergif- tiM wie sie jeber hier in Aegypten bekommen kcckn. Goulb war seiner Lunge wegen hier, er st cm m Tuberkulose. Lee war lange vorher schon nejr:T?ranf. Er nahm sich eines Tages bas Leben. D,? oidern aber leben zum Teil noch heute, zum Tl il forben sie an gewöhnlichen Krankheiten ober eichlb, weil sie alt waren. Es ist für einen 9^jinien Verstanb unmöglich, eine Verbinbung Miih n ihrem Tob unb ber Auffinbung jenes p Waonengrabes zu sehen. So jebenfaüs stellt es wt) r bar." gft eine Tat ober ein befhmmtes Verhalten schon "“■» Leistung, weil sie Erfolg hat — unb auch Leistungen, benen es nie ver- Die Milchwirtschastliche Ausstellung MM z '"V A.Ä FM i . > - Am Samstag wird in den Ausstellungshallen am Kaiserdamm in Berlin die erste Internationale Milchwirtschaftliche Ausstellung eröffnet, die einen Ueberblick über die gesamte Milcherzeugung und -Verwertung gibt. 5>ier ist einer der M u st e r st ä l l e, der sicher das Interesse aller Besucher finden wird. — (Presse-BUd-Zentrale-M.) Berliner Festwoche in Gtichworten. Oer alte Sechser-Omnibus. —Oer Tonfilm unserer Urgroßeltern. Wie einst bei Kroll. Paris soll sich sofort ins französische Außenministerium begeben — Weisungen gehen an den britischen Vertreter in Genf, sich mit seinen Kollegen 3u beraten. Am Nachmittag empfängt der Staatsekretär den französischen und den italienischen Bot- chafter in London; wenn das Parlament tagt, er- olgt dieser Empfang im Zimmer des Ministerprä- identen im Unterhaus. Etwa zwischen fünf und echs laufen dann Chiffredepeschen aus Rom, Puris und Genf über die Ergebnisse der Besprechungen ein! sie werden entziffert und in Abschriften dem Staatssekretär und den andern in Betracht kommenden Funktionären oorgelegt, die mit dem Minister nach seiner Rückkehr aus dem Parlament zur Beratung zusammentreten. Neue Beschlüsse, neue Telegramme, alles muß aufgearbeitet werden. Der Staatssekretär diktiert die Ergebnisse seiner Unterredungen mit den Botschaftern in London in Form von Depeschen an die britischen Botschafter im Ausland, damit sie stets über den letzten Stand der Dinge unterrichtet sind." An der Spitze des Amtes steht der Staatssekretär, der Außenminister, wie wir sagen würden. Er ist dem Parlament, der höchsten Regierungsgewalt also, verantwortlich. Ihm zur Seite steht der zweithöchste, fachlich wichtigste Mann und eigentliche Leiter des Amtes, der st ä n d i g e U n - terstaatssekretär, der eigentlich erst in letzter Zeit kraft seiner Persönlichkeit und auch infolge der politischen Entwicklung aus seiner beamtenmäßigen Anonymität hervorgetreten ist: Sir Robert Dansittart. Es folgen der parlamentarische Unter st aatssekretär — heute Lord Cranborne — der Beauftragte Unterstaatssekretär und fünf Hilf-Unterstaatssekretäre, von denen jeder für eine Abteilung verantwortlich ist. Ihr Titel entspricht dem deutschen Ministerialdirektor. Schließlich gibt es noch zehn „Councillors", zu deutsch „Geheime Räte". Die politischen Abteilungen sind vom geographischen Gesichtspunkt aus gegliedert. Zur mitteleuropäischen gehören außer Deutschland noch Italien, Oesterreich, die Tschechoslowakei, Ungarn, die Balkanstaaten und die Durchführung von — Friedensverträgen. Eine Handelsabteilung, wie diese das Auswärtige Amt in Berlin besitzt, hat das Foreign Office nicht. Diese wurde 1917 vom FO. abgezweigt und zu einem besonderen Amt für den Handel nach Uebersee ausgestaltet, das aber dem FO. engoerbunden bleibt. Fragen wir uns, was dem FO., seinen 321 Beamten und Angestellten, denen wir 249 weibliche Hilfskräfte, — sie fanden erst Ende des vorigen Jahrhunderts Eingang und erst 1906 wurden alle Kopierarbeiten ihre Arbeit — hinzurechnen müssen, den trügerischen Nimbus politischer uni) diplomatischer Unfehlbarkeit eingebracht hat, so müssen wir uns erst einmal von der Vorstellung frei machen, daß diese scheinbare Unfehlbarkeit ein Erzeugnis „made in England“ ist. Wir verfälschen die Geschichte nicht und mindern das Verdienst großer Staatsmänner, wie Canning, Palmerstone, Salisbury und bedeutender Unterstaatssekretäre wie Joseph Planta, Lord Hammond, Lord Sanderson und Sir Eyre Crowe nicht herab, wenn wir feststellen, daß sich in der Fülle der politischen Möglichkeiten, die ein Weltreich bietet, ein Mißgriff, ein Versäumnis, eine Unentschlossenheit niemals so stark und gefährlich auswirken können. Hinter den Männern vom FO. stand nicht ein auf einem Raum zusammengepferchtes, von Parteien zerrissenes Volk, bei dem selbst die beste Armee den Mangel an politischer Führung nicht ersetzen konnte. Hinter den Männern vom FO. standen und stehen ein Drittel der Welt mit allen Schätzen dieser Erde, die stärkste und größte Flotte und — die Londoner City^ Was vielmehr in Erstaunen setzen sollte als der Nirn" bus politischer und diplomatischer Unfehlbarkeit, ist die Tatsache, daß die britische Diplomatie aus den ihr zu Gebote stehenden Möglichkeiten keinen besseren, größeren und nützlicheren Gebrauch gemacht hat, und daß es selbst den Herren vom „FO." nicht gelingen konnte, die Welt vor dem „Hineinschliddern" in den Weltkrieg zu bewahren. Das ist Berlin. Von unserer Berliner Schriffieiiung. Langsam neigt sich die Festwoche des 700jähritzen Stadtjubiläums Berlins ihrem Ende zu. Unmöglich, die Fülle dessen zu beschreiben, was sie an Feiern und festlichen Veranstaltungen gebracht hat. Jeder einzelne Tag hatte es „in sich". Jeder Tag brachte neue Ueberraschungen. Jeder Tag war ein Höhepunkt. Selbst die Berliner Zeitungen hatten Mühe, ihrer täglichen Chronistenpflicht nachzukommen und mußten sich damit begnüaen, die Berliner Festwoche in Stichworten zu schildern. Wollte man eine Umfrage veranstalten, welches festliche Ereignis dieser Woche den Berlinern und den Gästen aus dem Reich, die noch immer täglich in Fahllosen Sonderzügen auf den Berliner Bahnhöfen eintreffen, am allerbesten gefallen hat, man würde vergeblich auf Antwort warten. Schon der erste Versuch einer solchen Umfrage scheiterte kläglich, erhielt man doch diese Antwort: „Na, wat denn, wat denn?! Meenen Se denn, ick kann mir in Stücke reißen, um überall mang zu sein? Und vonwejen Ueberblick! Js denn bet Fest schon zu Ende? Keene Spur nid)! Warten Se doch erstmal ab, bis am Sonntag die deutschen Stämme uff der Feststrahe Unter den Linden bei Spiel und Tanz und Gesang der Reichshauptstadt ihre Huldigung dargebracht haben! Vielleicht is jrade det bet schönste Ereignis, weil et doch zeigt, wie verbunben bie beutschen Stämme mit ihrer Reichshauptstabt sinb!" Bleibt einem also nichts anberes übrig, als biesen Sonntag noch abzuwarten, ber ben feierlichen Ausklang ber Berliner Festwoche bringen wirb. ♦ Eine ber vielen Ueberraschungen, bie bie Festwoche Berlins brachte, gab es gleich am ersten Tage, als bie große, am Funkturm gelegene F r e i» gelänbefchau „700 Jahre Berlin" eröffnet würbe. Ahnungslos verläßt man ben 0-Bahn- hof ,Kaiserdamm", um sich zum Messeaelänbe zu begeben, als man auch schon vor dieser lieber» raschung steht. Es ist einer jener alten Pferde» Omnibusse, mit benen einstmals ber Berliner Verkehr „bewältigt" würbe, unb die sich beshalb eines besonbers regen Zuspruches erfreuten, weil eine Teilstreckenfahrt auf ihnen nur einen „Sechser" (5 Pfennig) kostete. Gerührt betrachtet man biesen „Sechser-Omnibus" bes alten Berlins unb erfährt, baß man mit ihm bie wenige hunbert Meter lange Strecke bis zum „Halleschen Tor", bem Eingangstor ber Schau, zurücklegen kann. Kaum hat man es erfahren, ba springt man auch schon auf die Hintere „Plattform", bie gerabe Raum für vier Fahraäste bietet, unb nimmt seinen alten, ehemals gewohnten Stehplatz roieber ein unb läß sich mit einem lauten ,^HÜH!" burch bie Straße zuckeln. Dabei steigt eine Erinnerung nach ber anberen auf. Wie war sie boch schön bie gute, alte Zeit, in ber alles so hübsch langsam voran ging! Kein Hasten, kein Jagen, kein Rennen! Unb schon will uns die Wehmut packen, ba hören wir rings um uns lautes Gelächter. Der weißbärtige Kutscher hoch oben auf feinem Bock hat soeben, bevor er um bie Ecke in ben Messedarnrn einbiegt, bas verkehrspolizeilich vorgeschriebene Winkzeichen gegeben. Das aber sieht so putzig unb so brollig aus, weil in biefem Abwinkzeichen urplötzlich zwei Jahrhunberte Berliner Verkehr hart aneinanberstoßen, baß als- halb jebe Wehmut zerflattert, unb man laut unb fröhlich in bas Gelächter ringsum einstimmt. Auf bem Festplatz ber F r e i g e l ä n b e s ch a u, auf bem sich ein buntes Stück alt-berliner Jahrmarkttreiben abspielt, gibt’s abermals eine lieber» raschung. Denn unversehens steht man inmitten Gepränge der Pilze. Von Friedrich Schnack. Der Schönheit ber Pilze ist man sich nicht allgemein bewußt. Zahllose Menschen erfreuen sich in Feld unb Walb am Anblick ber Blumen, aus benen bas heitere Licht bes Himmels widerstrahlt Verhältnismäßig aber nur wenigen ist ber Blick geweckt für ben Reiz unb bie abseitige Pracht ber Pilze, beren Form, unb Farbenspiel ebensowohl wie das Blumenfeuer ein bezaubernber Ausdruck ber Pflanzenheit ist. Der Pilz wirb jeboch bem, ber ihn nur kochen unb essen will, als Ausbrucksform ber Natur nicht immer leicht verstänblich sein. Etwas Geheimnisvolles umwebt ben Pilz. Er ist gern versteckt, erscheint wie ein Spuk aus grauer Vorzeit er ist eine Märchenpflanze. Zubern ist ihm nicht immer zu trauen. Nicht wie bie Blüten ber Wiesenkräuter unb wie ber Halm ber Gräser vom Hauch ber Winbe gewiegt ragt er empor Er ist bewegungslos, fett unb seist, starr, oft knollig unb gleichsam gemästet Die tanzenbe Blume unb bas schwingende Gras sinb voller Musik — ber Pilz nicht. Er schweigt, brütet unb schmarotzt. Sein bevorzugtes Reich ist bas Schweigen bes Walbes, bie Dämerung ber Baumgrünbe, bas gebämpfte Scheinen ber Waldsonne, bie Stille unter Büschen unb Bäumen. Er liebt bie Feuchte, ben Schutz bes Grases, bie verlorenen Triften unb Viehweiden, einsame Wege, vergessene Pfade unb Wegränber, alte Gräben, yalblichte Walbsäume ober moosige Plätze — je nach Art verschiebener Orte, boch beinahe immer bas Abseitige, Einsame, Verschollene, Verborgene. Seine ungewöhnliche Gestalt, bie überraschenb mit Ungestüm, Heftigkeit unb Eile ber Erbe ent« taucht, gemahnt an bas Vergängliche Er verdirbt leicht, weil er nur fleischige Masse ist. Sein Körper besitzt kein wiberstanbsfähiges Gerüst. Ein leiser Schauder ist seinem Wesen beigemischt: viele Pilze sind wie Zauberer, die Gifte bereiten. Er wächst auf toten Pflanzen, modernden Baumleichen, verwesendem Gras. Von ihrem Fäulnisstoffen nährt er sich, ein Kind und Zeuge des Verfalls. Und er lebt ein rätselhaftes Dasein. Zudem ist er ein uralter Erdbewohner, ein Gewächs aus greisenhafter Zeit, den Schachtelhalmen gleich, deren zapfenähnliche Fruchtstände an Pilzknospen erinnern. Die Sage hat ihren heimlichen Schimmer über die Sippe der Pilze hingesponnen. In den Pilzringen, den Wuchsformen des unterirdisch sich strahlenförmig ausbreitenden Pilzgeflechtes, an dessen Ende die Schwämme hervortreiben den „Hexenringen" in Wald und Wasen, haben bie Hexen bes Aberglaubens ihre Tanzplätze zur Mitternacht Auch sind die Ringe die Zaubertanzfiguren der Feen Ist der Schwamm noch jung, hat er häufig die Form unb Farbe bes Vogeleies — dies ist das „Hexenei", das in Liebestränken gekocht wurde. In Wales, in England wächst ein Giftpilz mit sonderbarem Namen, den die Elfen als Leckerbissen verspeisen, wenn sie ihre Geisterfeste halten. Zwerghaft und gnomengleich steht das Männlein im Walde. Es hat einen dicken Bauch, einen plumpen Kopf oder einen schiefen Hut, unter dem es sich versteckt. Wichtelklein duckt es sich hinter den Schatten und den zitternden Zweigen des Niederwuchses, späht bleichen Gesichts aus dem Spalt faulender Baumstümpfe, verbirgt sich unter Laubund Nadelstreu wie ein sich tarnender kleiner Geist, zerstreut sich in fahlen und schweigenden Trupps durch das Unterholz, schwärmt gleich einem Fabelheer durch das Dickicht. Mit seinesgleichen rottet es ich zu leisen Versammlungen, gründet zu Füßen )er Bäume eine laubbraune, dächergelbe Pilzstadt, iedelt ein kleines Dorf von Schwämmen an, feiert ein Waldfest und verliert sich. Plötzlich steht unter Nadelholz ein Schirm da, von ' habichtbraunen Schindeln bedeckt, ober auf fanbigem Boben ein hoher Parasol mit schlankem Stiel, zerzaustem Halskragen — gleich einem liliputanischen fernöstlichen Tempel, errichtet für Walbeinsiebler, für Käfer unb Schnecken. Angetan mit Zauberfarben, gescheckt unb gefleckt, beringt unb gefranst, gefältelt unb gefurcht, behütet ber Pilzzwerg ben Mittagsschlummer ber Moose' unb Waldsteine, ben Schlaf ber Wurzeln, die schlangengleich ben Boben überkriechen, ben Tanz ber verstreuten Lichter unb bie Spiele ber Schatten. Die albische Gestalt, Schätze oerheißenb, köstliche Funbe unb reiche Beute, lockt ben Pilzsammler und Schwammsucher, dessen Blicke über den Boden hinirren und des Weges nicht achten, so daß er den Wald vor lauter Pilzen nicht sieht, in gespannter und erregender Jagd in die verschlungenen Dickichte und wirren Schluchten, in bas grüne unb golbflimmernbe Jrrsal bes Walbes. wo Häher ihn verspotten unb Spechte ihn verlachen unb bie träumerischen Wasser glucksen unb rieseln. Der Zuschnitt unb bie Farbe ber Hüte unb Klei- der sinb überaus abwechslungsreich unb bunt. Könnte man alle unsere Pilze unb Schwämme aus Walb unb Weibe auf einen einzigen Platz versam« mein, erlebte man ein farbenfreubiges Volksfest ber Trachten, wie sie von ben verschiebensten Stämmen unb in mannigfachen Gegenden getragen werden. Was für ein Vielerlei von Hutformen könnte man da sehen. Hüte aus Wald und Wiese, aus Hecken und Triften! Halbkugelige Hüte rote bie Melonenhüte, kegelförmige, bucklige unb höckerige, wie sie bie Zwerge bcr Kindergeschichten lieben' platte wie bie Inbianerhüte flache, gleich ben Kar- binalshüten. hohe, wie man sie zur Jagd aufsetzte, eingebrückte unb gehöhlte Schlapphüte. wellige unb frempige Künstlerhüte. merkwürdige Becherhüte, runde eckige und längliche Bnuernhiite K^vven und Kapuzen — Hüte in allen Formen. Unb unter den Hüten bie verschiebenartigsten Stielgestalten! Hagere unb stämmige Waldleute, kurze unb lange Wiesenpersonen, spinbeiförmige unb bauchige Gäste, fabenförmige wie bie Schneiber ber Märchen, kahle unb schuppige Buschmänner, mächtige Riesen, wulstige Schmerbäuche, faserige Knirpse, hohle Kobolbe, knollige, gestiefelte unb geschleierte Figuren. Unb bann bas Durcheinanber ber Farben, bas bunte Getümmel unb Gewimmel ber Flecke, Tupfen, Kleckse: bie spangrünen Täublinge, bie grünlichen Knollenblätterschwämme, bie braunen Habichtschwämme bie weißen Champignons unb Moos- linge, bie gelblichen Hahnenkämme, bie gelbbraunen Semmelpilze, bie violetten Veilchenblauer- unb Keulenschwämme, bie tiefgelben Pfifferlinge, bie dunkelroten Fliegenpilze, bie orangeroten Scywefel- köpfe, bie rötlichgelben Stoppelschwämme, ber bräunliche Steinpilz, ber gelbrote Reizker, bie schwärzlichen lotentrompeten — Helle, fdjmetternbe, grelle, bumpfe, sanfte, laute unb leise Töne mit allen möglichen Zwischenklängen: ein sattes Farbenorchester, bas auf seine geheime Weise einstimmt in bas Lob ber Welt. Das Jahr ber Pilze vom Frühjahr bis zum Spätherbst bauernb. ist bie schönste, gefünbefte und würzigste Zeit ber Wälber. Mit ber Lorchel mag es beginnen, mit ber lotentrompete etwa ober bem Schwefelkopf Mitte November zu Enbe sein. Dazwischen blitzen bie reinen, klingenben Walbtage, spielen bie Freuben ber Blätter unb geht bas Festgepränge ber Pilze, samt ihren gleißenden unb schim- mernben Aufzügen — in ber grünen Schattenschleppe ber Wälber ein rounberbarer Schmuck Getreidefunde aus der Steinzeit. Durch vorgeschichtliche Ausgrabungen ist erwiesen. baß bie Germanen gute Ackerbauer waren, unb baß ber Tisch bes inbogermanischen Steinzeitmenschen sogar schon gut unb reichhaltig mit Getreide- früditen gebeckt war. In einem Beitrag zur Urgeschichte bes Getreibebaus, ben Dr. Walter von S t o k a r in der bei K. (5. Koehler in Leipzig erscheinenben Monatsschrift „Germanien" veröffentlicht werben bie wichtigsten bieser Funde aus ber Steinzeit behanbelt. In ber rein norbischen Kultur ber jüngeren Mulchelhaufen fanb ber bänische Gelehrte Sarauw in ben ältesten bekannten Tonscherben Abdrücke von Getreidekörnern, von Weizen unb Gerste, die noch nicht bie Größe bes späteren neolithischen Getreides haben, aber keine Wildform mehr barstellen sondern bereits gezüchtet sind. Diese Muschelhausen sind in die Zeit zwischen 4000 unb 3500 v. Ehr. zu sehen, also in eine Periode, in ber sich auch in Aegypten unb Babylon ber Ackerbau erft langsam enlwi^elte und em Verkehr zu Land oder zu Wa^er zwischen dem Orient unb Sübland ausgeschlossen scheint. ■gi . -M. <■ k MA » >vK', 2ks - seitdem aus dem reichlich sandigen Exerzierplatz M> Tiergarten der — Königsplatz wurde und auf h am 2. September 1873 die Siegessäule eingemti Mch Zeige — nein! — nicht tanzte, sondern, noch mehr hnj nerk zu begle im glu alben Dl in als bas nimmt i jeden gef von Bac bie Sei Insellan leiben ui niedliche) *nben Lich! et leuchtet lichen Ausstellung in Berlin zu sehen sind. - (Scherl-Bilderdienst-M.) Fast zentnerschwer sind diese riesigen Käse, die :L: i tiefen Fa „Kostprobe" auf der Internationalen MilchwirtschB tonne, bie worden war. Was also lag näher, als in diesen t gen Alt-Berliner Erinnerungen auch einmal roiei zu Kroll zu gehen, um zu erfahren, ob es noch i| mer „w i e e i n st b e i K r o 11" ist, nämlich: frfl bewegt, heiter und so voll, daß die berühmte Sts nabel nicht zu Boden fallen kann. In der Tat! { gleichst Gärten, - unb Se was Eig ritt o ro m Mön ba, wo ißnih, V standen n Herbst! hlotz G' und «gi testen, t lebens!) ns Men 6'5 iii) , „ w so umworben und genau so besucht wie heute jQg| Kino! Doch fast scheint es, als ob diese MoritaiD auch heute noch nichts von ihrer Zugkraft eings büßt haben. Denn während die Moritaten-SärM rin, unter deren Maske sich eine bekannte BerliH Künstlerin verbirgt, mit rührender und herzbe^ genber Stimme Die „Moral von ber GeschjchA singt, fallen bie Umstehenden, ohne daß man |it dazu aufgefordert hätte, in den Kehrreim ein: Ja, so ist es! Ja, so war es! Ach, wie schlecht ist doch die Welt! Und wie trübe ist die Liebe, Wenn es fehlt an barem Geld! Als am 19. August 1842 Herr Josef Kr o|| aus Breslau dank einer Kabinettsorder des KöM Friedrich Wilhelm IV. am Westende des ExerM platzes im Tiergarten seinen „W i n t e r g a r ten? eröffnen konnte, strömte „ganz Berlin" vor Brandenburger Tor, um dieses neue unb „tu™ stäbtische Etablissement" gebührenb zu beftautfJ unb fortab zu „frequentieren". So wechselooll aiiS das Schicksal des Krollschen Unternehmens im LM feines fast 100jährigen Bestehens war, immer ist r, eine „Hauptattraktion" Berlins gewesen, besonbr« einer lachenden Menge alter unb junger Verli-» vor der bunt unb grell bemalten Leinewand ei^t „M o r i t a t e n" - Sä n g e r i n. Gerade ist sie bei, zu den Klängen eines etwas schwindsüchticen Leierkastens die traurige und schaurige Geschiß von dem „Tod auf den Schienen" vorzutragen, in, dem sie mit bem langen Zeigestock auf bie ein>e[, nen Schaubiiber weist. Ja — Da steht nun bas $ir, lin vom Jahre 1937 unb ergötzt sich an diesen Moritaten von ehemals unb weiß kaum, baß befe Moritaten-Schau ber — „Tonfil m" unse re r ftl w“ - .... J *«dp' Urgroßeltern war. Genau so beliebt, qerauP; ift r- _____vt,-- ,.~x Sa , riLL B" 11 war noch alles so wie einst! Unter ben hohen schWtlich 3eI9* tigen Bäumen bes Tiergartens schmetterte schnHD deoeu.e btge Militärmusik. Tisch an Tisch gebrängt saß m M Jru Alter bei Kaffee unb Kuchen, während die JugM die Gew — nein! — nicht tanzte, sondern, noch mehr um wurden. her N Les W Klien M [labt. Sn Len Kari 'liegende, - Mens [le Siralfu ier bildet- ben Sund jt unb fre ton Land' n ben SeP wenn dei schönsten . I entfalten. ime - igwnlich sp. Zeitschriften. In einer Höhle in Ariege, Mas d'Azil, gd Piette in einer liefen Schicht eine rein rnildv steinzeitliche Kultur aus, in der er neben HeiM unb kleinsten Gteinwerkzeugen und HomgerM über die ganze Schicht verstreut Haselnüffe, Wal«A schalen, Pflaumenkerne und Getreide fand. All'k die Getreidelörner unvorsichtigerweise an Die öDflrt legte, zersielen sie in einigen Stunden in 6laM. Gerade weil der Weizen zerfiel, muh man M Grund neuester Grkenntniffe annehmen, dah er Der mittleren Steinzeit stammt. Seit der jünger Steinzeit war dies ausgeschloffen; denn in M1* Zeit hochentwickelten Bauerntums, in Der W0 längst Dorratswirtschaft mit Feldfrüchten gettich's wurde hat man alles Korn geröstet, ehe es tw gelagert wurde, um es vor Austreiben und DumM? werden zu schützen. Es gibt große Getreidefund^n jüngeren Steinzeit, verschiedene Gersten unb TDeb&d RS * klini Wirten be: 3n Mittel- und Südfrankreich zeigen die Höhl:» ™in der Fi malerden der damaligen Menschen, die rassisch mil Reifen ! unseren Ureinwohnern verwandt sind, neben «kn ^hrenshoo Darstellung des Weibes und der Iagdtiere m^d Jasm würdige Kunstgebilde, die von Piette und Hoo:i * ßäm mit Recht als Getreideähren angesprochen tDorPii ■ find; es liegt auch nahe, dah der Mensch 8n * j8är sicl Altsteinzeit, der die Tiere, die ihm die Rahriirt kNünlick fni lieferten, in Tausenden von Skulpturen und Bilto hinterlassen hat, auch das Wildgras nachbilkm das ihm mit seinem Stärkegehalt eine wichl^ Zukost bot. Ein anderer Eiszeitfund in Frankrnit war eine kleine Schieferplatte, auf der eine re^ recht Gerstenähre eingeriht war. Es handelte ffi hier ebeftimmt um Wildgetreideähren, um DeiO und Gerste. W immer Men Ka: r Fülle, M das Der SN [sV fei, Midenkl Wm unb Mltigen S Trillei PjJ« Nat । .Hefter f?et von q *« ft». £t>hn. Mqu, P WAr, k‘s ü°n r fe „ M dem jüngeren Steinzeit, verschiedene GerstenunbWeiis-t। die lange in Sonne und im Regen an der SaJ* ® 9«budt h onerfläche liegen können, ohne zu vergehen, so ^terM. also die von Piette gesundenen älter sein müffel fc- fe K?,; S* — Dem deutschen Arbeitsdienst, insbefonds^ seiner kulturellen Bedeutung, widmet bie ,,311 |t r i r t e Zeitung Leipzig" einen reichbM berten Beitrag in ihrer Ausgabe vom 19. : Aussätze über beutsches Kunsthanbwerk und M" t? ^v\ deutsche Landschaft („Sttlles, sonniges Eifellan^. i 5 Gr schließen sich an Von höchstem politischen yntem Q ist der Artikel von Dr. Walter Pahl „Der DorrnA des Arabertums", ber in Bilb unb Wort die w geftaltigteit der Probleme um die Lösung Der fljj' bischen Frage zur Darstellung bringt. „Fahrt m ‘ Pußta" betitelt sich ein Bildbericht, der den reu? haltigen Unterhaltungsteil der vorliegen NuuM. eröffnet. Aus diesem nennen wir noch einen Artii-- über Wettervorhersage und die Bildseite „6rbh^- darf". Der sorgsälttg zusammengestellte aktu«> Bildbericht i'h-’r bie Ereignisse der letzten Woche fchließt das Heft. irt uns das - den menschenleeren Straßen I Hände in die offene Halle des Großlagers, um zum begangenen hübschen Waldpfadeni fu^.^ mis inderplatzes zuwendet. Der ein- Verkauf bereitzustehen, wenn sieben kurze Stunden Zeichen über Bollnbach> h nau zum W r^^. I, wo DO erli- deutsche Tcmz- er> überhaupt — braucht nicht oiel Platz zum H. D. andern und Reisen • Bäder und Gommersrischen Haupt- Empfangshalle des Stralsunder der I Hum finmachm ! schen Heimat. Klemsiadtfahkien im Wenaial Von Fritz Nottberg. riesigen KD, h I 5« tiefen Farben glühen die Wälder am Ufer onalen MhviBWk Jonne, die zwar an Kraft, an Hitze, aber mcht 6 grünlich spiegeln. Herbstliche Jnfeln. Von Otto K Gervais. auch den Platz zum Tanzen, den sie — ((nt! Hauptsache: man ist vergnügt, man ist man ist ausgelassen wie einst bei Kroll! Inb da, wo im glühenden Sommer am Strande Haßnitz, Binz und Sellin Tausende von Stranden standen, da stehen jetzt nur noch Hunderte den herbstlich lohenden Wäldern um Jagd- und chloß Granitz — Burgen wirklicher Ostsee- er und -genießer, die jetzt in der mildesten, ab- iittesten, heitersten Zeit der zweiten Jugend 5 lebenslustigen Sommers schwelgen. Es sind isUns Menschen, die den Häherruf verstehen und Tiaumnächten mit Nebelfrauen tanzen, denen halben Dinge genügen, weil sie mehr Erfüllung öei als das Ganze. Der Rhythmus der Jahres- i nimmt in der Zeit während und nach der e jeden gefangen, der auch den besiegten Lichtbewundert uni) gepeitschte Wolken auf großer ü zu begleiten vermag, wenn sie über weißen e(n im glutroten Vorwinterabend ihre Reise Ülirr Gischtkronen an Jnselküsten antreten. 6li Glanz verloren hat, übergießt das Laub mit ' Sünden Lichtern. Purpurrot, golden und bronze- n leuchtet es auf vor dem fast schwarzen men der Fichten und Kiefern. Bläuliche Nebel chschweifen die wassergeschmückten Landschaften Ahrenshoop bis zum Dornbusch Hiddensees dem Jasmunder Bodden, bis alles im sternen- emden Lämmergewölk verschwindet und Mond Gestirne — Kassiopeia und der Große und Bär sich im Plätschern der Dünung hell der Havel. Und nun sieht man auch, wie ein halbes Dutzend werktätiger Männer den bis oben vollgefüllten Wagen entleeren. Stapel über Stapel von Fruchtkörben mit frisch gepflückten Pflaumen man- Wenn du nicht lächelst, Freund der deutschen Heimat, über den geringen „Betrieb" in so einer mitteldeutschen Kleinstadt, wenn du nicht darauf wartest, daß da viel „los" sein soll, wenn du vielmehr Sinn hast für Freude an den Dingen, die noch immer zuhause sind in den kleinen Städtchen und Marktflecken: an einem verträumten Marktplatz, einem alten Stadttor, einem Stück efeubespannter Stadtmauer, einem stimmungsvollen alten Friedhof und verschiedenem anderem, dann darf ich dir wohl Reiseziele nennen, die bislang nicht weit gerühmt werden und bekannt sind. Es handelt sich da um ein paar Kleinstädtchen oder Marktflecken an der mittleren Werra. Vielleicht hast du sie schon gestreift, wenn dich dein Boot in leichter, leiser Fabrt über die Werra trug, nur versäumtest du vielleicht, die paar hundert Meter vom Ufer des Flusses bis in die Stadt hinein zu tun. So hol es nun im Geiste nach, was du unterlassen hast! — malerischer Hauswinkel. In der Kirche strahlt heute in neuem Glanze ein Werk mittelalterlich-thüringischer Schnitzkunst, ein dreiteiliger Flügelaltar, dessen Gestalten von besonderer Ausdruckskraft find. Berka a. d. Werra. Ich lade dich ein, erst ein Stündlein vor einem der alten Gasthöfe zu sitzen, die einst, in den Jahren des starken Fuhrwerkver- verkehrs auf der vorüberführenden „Kurzen Hessenstraße" viel Zustrom hatten. Heute ruhst du hier um so beschaulicher. Du schaust dem Ackerbürger zu, wie er anspannt und ausfährt, siehst den Handwerker schaffen, die Weiber den beliebten „nassen Kuchen" heimschaffen — 's ist doch nicht umsonst Beerenzeit! — und atmest den Frieden eines Idylls, wie es wohltuender nicht gedacht werden kann. Dann streichst du durch die Gäßchen mit den alten Namen: Weingasse, Schulgasse, Lappengasse ..., liest auf dem Friedhöfe in der steinernen Chronik des Ortes und findest nachher an den Handwerkerschildern noch Namen, die du unter denen der Verstorbenen bereits gefunden hast. Du stehst vor dem „Alten Stern", den einst Luther zum Absteigeauar- tier wählte, freust dich an dem kunstreichen Fachwerk der „Storchenbäckerei", einem alten hessischen Amtshause und bist schließlich am Abend bealückt und reich in deinem Innern — wie es ja der Zweck unsres besinnlichen Wanderns sein soll —, obgleich du „nur" in den engsten Räumen unsrer mitteldeutschen Heimat weiltest. 3uaenbtt)anhern am Bodensee. bv. Die Jugend mit ihrem begeisterungsfähigen Herzen, mit ihren klaren Augen und ihrem ursprünglichen und feinen Sinn für die Wunder der freien grünen Natur hat schon lange entdeckt, was für eine herrliche Wanderlandschaft das Seeland ist. Ueberall am See begegnet man in der warmen Jahreszeit den Wandergruppen: Am Ufer stehen ihre Zelte, am Strand rauchen die Lagerfeuer, in den Duchten der Reichenau toben sie sich beim nen Pfad hinab nach ........ ■ _ , straße weiter nach unserem Endziel Grunberg. Marschzeit Stunden. englischen Baustil des 11. und 12. Jahrhundert. Auch Stonehenge, das alte vorgeschichtliche Sonnenheiligtum, soll auf einem Ausflug nach Winchester und Salisbury besucht werden. Diese „Rund- um-England-Fahrt" der „Stuttgart" zieht auch Irland mit in den Kreis ihres Erlebens. Da ist die Hauptstadt Dublin, — da ist das bezaubernde Bild der Landschaft von G l e n d a - lough, in der sich schlanke Türme, Zeugen kelti- scher Zeit, in umwaldeten Seen widerspiegeln. Die Seenlandschaft Schottlands wird berührt, die liebliche Jsle of Wight, wie oben im Norden Kirkwall auf der Orkneyinsel Mainland. In ihrer Nähe breitet die Bucht von Scapa Flow ihr stilles Wasser aus. Den Abschluß der Fahrt wird London bilden. W I ’fo jküjtxoviit dcc Sfieide-u.Ein^nack' E/öäig. 40V-Jahrfeier in Schmalkalden. Die Stadt Schmalkalden begeht in Kürze die 400- Jahrfeier der Schmalkaldischen Artikel, in denen Luther auf Aufforderung des Kurfürsten von Sach- fen die Grundlehren der Reformation zusammenfaßte, um eine Derhandlungsgrundlage für die Tagung des Schmalkaldischen Bundes im Jahre 1537 zu schäften. Die Feier findet im Rahmen einer historischen Woche vom 21. bis 28. August statt und bringt neben religiösen Veranstaltungen einen histo- rischen Festzug, Freilichtaufführungen (Johsts „Pro- pheten"), eine Gewerbe-Ausstellung usw. Schmalkalden ist reich an Erinnerungen an jene Tage vor 400 Jahren, die den Namen der bis dahin unbekannten Stadt in alle Welt trugen. Im nördlichen Teil des Rathauses, der aus dem 15. Jahrhundert stammt, wird der Sitzungssaal mit seinen breiten gotischen Fenstern gezeigt, in dem die 20 zur Tagung erschienenen Bundesfürsten, an ihrer Spitze die beiden Bundeshauptleute Johann Friedrich von Sachsen und Philipp von Hessen mit ihrem Gefolge, die Gesandten von 6 weiteren Bundesiürsten und die Vertreter von 22 Reichs- und freien Landstädten damals zusammentraten. Im Hessenhof, einem Gebäude aus romanischer Zeit, das wohl der Amtssitz des landgräflichen Vogtes gewesen ist, hielten die 42 Theologen ihre Sitzungen ab. Im selben Hause soll übriaens Landgraf Ludwig von Thüringen beim Aufbruch 3um Kreuz3Uge 1227 von seiner Gemahlin, der heiligen Elisabeth. Abschied genommen haben. In der Stadtkirche St. Georg war während der Tagung des Bundes täalich Gottesdienst. Von den 42 auswärtigen Geistlichen haben 22 hier gepredigt. Luther selbst stand zweimal auf der Kanzel von St. Georg, eine dritte Predigt hielt er, durch seine Krankheit ans Zimmer gefesselt, im Hause seines Gastgebers, des hessischen Rentmeisters Balthasar Wilhelm, das jetzt als Lutherhaus gegeigt wird. Heidelberger Feierstätte. Bevor der Sommer zur Neige geht, ist für die Heidelberger Feierstätte noch einmal eine Veranstaltung vorgesehen. Am Sonntag, 19. September 1937, wird auf der Höhe des Heiligen B-rges das .Oratorium der Arbeit" von Böttcher zur Aufführung gelangen. Der neugegründete Heidelberger Volkschor, die Gesangvereine, Schulen, R^ichsarheitshi-nst und Werkicharen werden insgesamt 2000 Mitwirkende stellen. Als Solisten wurden Arno Schellenbera von der Dresdener Siaa^sover und Fräulein Role Huth vervflichtet. Die G"sam"-'ituna des aroRm Chorwerkes, das auf der freien Bergeshöhe der Feierstätte einen groß- nrfirrpn Cindr"ck hinterMfen dürfte, hat Univ.- Musikdirektor Prof. Dr. Poppen. Ein neues Museum in Weimar. RDV. Das Kirrns-Krackow-Haus in Weimar, ein altes Patrizierhaus mit schönem, malerischem Hof und einem Gärtchen aus dem 16. Jahrhundert, ist zu einem Museum ausgestaltet worden. Im ersten Stock befand sich bereits eine Gedenkstätte für die Patrizierfamilie Kirms, die u. a. zu Goethes Zeiten zwei Räte für das Ministerium stellte. Im Verlauf der Jahre haben sich hier so viele Erinnerungsstücke anaefammelt, daß nun auch > das zweite Stockwerk für Museumszwecke hergerichtet wird. Hier haben Erinnerungen an bedeutende ‘ Männ"r der klassischen Zeit wie Wieland, Herder, Falk, Bertuch u. a. Platz gefunden. Creuzburg, westlich von Eisenach! Welch reizvolles Stadtbild bietet sich bereits dar, wenn man zu Wasser oder auf der Kasseler Straße sich dem alten Orte nähert, der bereits 973 ermähnt ist: An einen flachen Hügel lehnt sich das Städtchen, überragt von dem breithin gelagerten Schlosse. Weiter wirkt das Stadtbild, bestimmt von einer mächtigen Kirche, deren älteste, romanische Teile aus dem Jahre 1215 stammen sollen. Im Chorinneren hat man vor wenigen Jahren wertvollste Baureste freigelegt, so daß der Kunstfreund hier staunend steht. Hier fand man auch das Grad der ersten Eisenacher Herzogin, Elisabeth (geft. 1592), und ihres Knäbleins mit wertvollen Schmuckbeigaben. Die Kirche hat dem Städtchen, das in seiner Lage an Jena erinnert, und das mit dieser Stadt einst in der Wahl gestanden hat, wer die neue Universität erhalten solle, früher sein Gevräge gegeben. Bonifatius habe, so berichtet die Sage, einst das K^uz auf dem Berge errichtet. Daß die Stadt kirchlichen Ursprungs ist, bekundet ihr Name. Thüringens Landgrafen haben die Stätte an der Werra geliebt. Ludwig der Vierte zog von hier in den Kreuzzug, um nicht wiederzukehren; seine Gemahlur die heilioe Elisabeth, gebar hier ihren ersten Sohn (1223). Aus mancherlei Resten spricht die alte Zeit, ob du nun auf dem stillen alten Friedhöfe braunen vor der Stadt stehst, ob du einen Rundgang machst um die Mauern der Creuzburg ober ob du am Markt sitzt in einem der alten Straßengasthofe aus der Zeit lebhaften Handelsverkehrs, immer spricht ein freundlicher, kluaer Sinn zu dir und kündet von deutscher Geschichte. Gerstungen, im westlichen thüringischen Winkel. uralter fränkischer Köniassitz. heute ein stilles Städtchen gewerbefleißiger Menschen und ein wichtiger Eisenbahnpunkt. Du nimmst dir den Marktflecken in Gemeinschaft mit dem etwa eine Fußstunde entfernten Berka a. b. Werra vor und lenkst dabei deinen Weg über einen allen das Dorf Herda. In Gerstungen fesselt deinen Bllck das alte Wasserschsoß. das spätere Amtsgericht, bann eines der Adelssitze im Fachwerkstil, bas Witzlebenssche Schloß, ein prächtiger Ausdruck ab ten Handwerkerkonnens. In ber „Lobergasse spricht nicht nur ber Name gleich eine eigene klangvolle Sprache, sonbern künben auch bie Bauwerke von fleißigen Handwerk-lleuten. Unb bas tut auch Die Kirche mit mancherlei Schnitzwerk, mit Grabmalen unter anderen Produkten herrlichen Könnens. Herda lockt d"n Freund guter Bauernhäuser zum Betrachten. Hier ein feingefornVes Fachwerk, dort eine gute Torfahrt, ein alter Brunnen, ein e entfalten. Deutlid) zeigen die farbigen Wegweiser den Pfad dm bebeutenbften Stätten ber schönen Ostsee- n, die früher einst oerbunben waren, aber ch bie Gewalt ber Eis- und Gletschekzeit ge° nt würben. Bergen ist ein Turm auf ber el, gleichsam ber Kern biefer schwimmenben inen Gärten, vom Meer zerrissen und zerkeitt, §ld- und Seelandschaften aufgeteilt, die jede für etwas Eigenartiges und Einmaliges tragen. SBittow stellt ber Arkona-Turm in bie Höhe, dem Mönch gut die Lotsenstation Thiessow, vübhövt, das Nordperd, Göhren, die rötliche i von Baabe, der weite Strand und immer tt die See, die allmächtige Göttin zwischen Jnselland, fetten Aeckern, grünen Wiesen eiben und bunten Dörfern aus Dachstroh- M, niedlichen Bauerngärten und kurvenreichen en. Die Ax? klingt schon durch den Wald. In den märten ber Prora, wo .demnächst Rügens ifks Bad, die Erholungsstätte der „Krast-durch- .Le"-Fahrer erstehen soll, zittert das Wollgras iri )en Serbenköpfchen. Die Eichelhäher schreien in “ 'jten und Schneisen, und die Kronen ber ____^fälligen Bäume, Sträucher und Kräuter „ . rchm immer mehr Farbe und Dust an. Da sind eae Ms d'A iit kdroten Kappen ber Pilze, ber letzte Grummet- M eine rein' Fülle, Reise unb lieberreife in Feld und ■ - •*efl,n* ■®l“ das verklärte Himmelsblau und ba» be- 1 her vz igen unb W ®i84,A® betreibe M- en Stu*1*. ■SÄ iW M duJr ffif> jenen n“ Ä X(i „von damals" gesagt, wenn sie biesem „Tan- \v nätten zuschauen können? Der Reihe nach wä- i Nus bie!httrfe in eine tiefe Ohnmacht gefallen! Aber & gvtzt ^n dnMManzjußenb von heuteunb de..''^,. * 'ni U^'l'2n.‘’ilnb bas ist eigentlich gut so, benn "woher i. ^'uhrBben Platz zum Tanzen nehmen? Jebe Zeit N 0 k.i. Ns. i ...4n Xnn SUfnk Olim Tzi n > o n kon (io — N zu sehen ft ienst'M.) -eich zeigen dietzi: enschen, die oanöt sind, nebr d der Jagdlieu: ,n Pietteundtz! i angesprochen dnb der w die ihm die Skulpturen unb v. Heute verschied unser früherer Werkmeister wei $ I ■*<* ■ ■ t ,?r. K t : 'W'Z Schlechte Veliistung fördert Verufskrankheiten. Der Verlust, den die deutsche Volkswirtschaft^ alljährlich durch Brandschäden erleidet, wird von den Sachverständigen auf rund 400 Millionen Mark beziffert. Wie können wir uns am besten von dieser gewaltigen Summe einen Begriff machen? Kun, die 400 Millionen Mk, sind nur um 80 000 Mark weniger, als der gesamte Brutto-Erzeugungswert der deutschen Kraftwagenindustrie beträgt. Also das, was wertmäßig von einer wichtigen Jndustriegruppe in Deutschland erzeugt wird, fällt insgesamt dem Werte nach Jahr für Jahr dem Brandschaden zum Opfer. Hütet das Jener! Zahlen, die zu denken geben. müffen alle Kräfte eingesetzt und so lange als möglich arbeitsfähig erhalten werden. Ein Buchhalter, der seine Berechnungen in verbrauchter Luft durchführen soll, ein Arbeiter, der seine Maschinen in der drückenden Schwüle des Sommers oder in der zu trockenen Staubluft eines Steinwerks oder einer Spinnerei, in dem undurchsichtigen Nebel einer Färberei und Wäscherei tagaus lagern bedienen muß, wird frühzeitig in seiner Spannkraft, seiner Aufmerksamkeit, seiner psychischen Kraft — kurz, in seiner Einsatzfähigkeit nachlassen. Staub, übelriechende und gesundheitsschädliche Gase, zu große Wärmeentwicklung, zu hohe Feuchtigkeit der Luft sind die wesentlichsten Erscheinungen der Luftoerschlechterung. Unsere Lüftungsindustrie hat in vielen Fällen unter Beweis gestellt, daß sie allen lüftungstechnischen Problemen gewachsen ist, und praktisch erfahrene Lüftungsfachleute können überall dort mit Erfolg eingreisen, wo der Wille besteht, „gesunde Luft" zu schaffen. Harimann Lauterbacher in Gießen. Arn morgigen Sonntag wird die Reichsjugend, führung beim Gebietssportfest des Gebietes 13 der HI. in Gießen anwesend sein. Der Stellvertreter des Reichsjugendführers Hartmann Lauterbacher wird den Wettbewerben beiwohnen und damit bekunden, daß die Reichsjugendführung mit allen ihren Gebieten enge Fühlung hält. Ich bitte dich, Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an!" Wir kennen alle diese Hausinschrift, die im Süden unseres Vaterlandes ab und zu als Abwehrspruch gegen den „Roten Hahn" zu finden ist. Aber wenn wir ehrlich sind, dieser Egoismus, dem Nachbarn das zu wünschen, wovor man selbst verschont sein will, gefällt uns nicht. Wir haben nämlich im neuen Deutschland gelernt, daß der Schaden, der den Nachbarn und Volksgenossen trifft, auch auf uns selbst wieder zurückfällt. Gerade der „Rote Hahn" verschlingt nicht nur das hab und Gut unseres Nebenmannes, sondern er schädigt das gesamte Volksvermögen, er zerstört und vernichtet, was wir gemeinsam in großer Mühe und schwerer Arbeit wieder aufgebaut haben. Oder einen anderen Vergleich: Der Wert des Landrnaschinenabsahes betrug 1935 200 Mil- (tonen Mark. Die Summe, die alljährlich dem Roten Hahn anheimfällt, würde ausreichen, dem deutschen Landvolk noch einmal so viel Landmaschinen wie bisher zu verschaffen. Oder wenn wir hören, daß der Verlust, der allein durch fahrlässige Brandstiftung im Jahre entsteht, ausreichen würde, um Jahr für Jahr 10 000 Siedlungshäuser erstehen zu lassen, so erkennen wir, welche gemeinnützigen und sozialen Aufgaben sich mit den Werten erfüllen ließen, die in Rauch und Asche aufgehen. Und zum Schluß: die Lebensrnittel, die alljährlich vom „Roten Hahn" verschlungen werden, würden genügen, um zwei Großstädte von 100 000 Einwohnern dauernd zu ernähren! Aus diesen wenigen Zahlenbeispielen und Dergleichen erkennen wir also ohne weiteres: Es ist stets die Gesamtheit, die den Schaden zu tragen hat! Denn auch das Kapital der Versicherungsgesell- schäften ist nur ein Teil unseres Volksoermögens. Die Summen, die durch gemeinschaftliche Brandverhütung erspart werden, können wichtigen Aufgaben unseres Lebens im Rahmen des Dierjahres- planes dienstbar gemacht werden. Es ist wohl nicht zu viel behauptet, wenn man feststellt, daß jeder Brandoerlust den Vierjahresplan hemmt! im Rahmen des wirtschaftlich und technisch Möglichen erfüllt werden muß. Neben der hygienischen Bedeutung der Forderung hat diese auch eine hervorragende wirtschaftliche und erzeugungstechnische Bedeutung. Erfahrungsgemäß sind in gut gelüfteten, im Verhältnis zu gleichartigen weniger gut gelüfteten Betrieben die Krankheitsziffern der Gefolgschaft sehr viel niedriger, die Arbeitslust und Schaffensfreude sehr viel größer und schließlich die Aufmerksamkeit bei der Arbeit eine dauernd lebhaftere, da gerade die Spannkraft der Nerven durch den Aufenthalt in verunreinigter oder zu warmer oder zu feuchter Luft am meisten in Mitleidenschaft gezogen wird. 21m den Vierjahresplan durchzuführen und seine Errungenschaften zu befestigen und zu erhalten. „Es ist für den Betriebsführer nicht nur ein ethisches Gebot, sondern auch ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft, die Arbeitsbedingungen zu verbessern und den Menscheneinsatz wirtschaftlicher zu gestalten", betonte unlängst der Reichsärzteführer Dr. Wagner. Das „ethische Gebot" ergibt sich aus unserer nationalsozialistischen Gesinnung heraus, die von uns verlangt, daß wir unseren für uns arbeitenden Volksgenossen nicht Arbeit und Aufenthalt in solchen Räumen oder an solchen Orten zumuten, deren Zustand ihre Gesundheit und ihre Arbeitskraft vorzeitig untergräbt. Das „Gebot der wirtschaftlichen Vernunft" verlangt von uns die pfleglichste Behandlung des besten und unersetzlichen Teiles unseres Volksvermögens: der Arbeitskraft des deutschen Menschen. Helle und saubere Arbeitsräume, gute Beleuchtung am Arbeitsplatz, aefunbe und freundliche Aufenthalts- und Gemeinschaftsräume, schöne Grünflächen sind in erfreulicher Zahl durch die Arbeit des Amtes „Schönheit der Arbeit" überall geschaffen worden. Gesunde Luft im Arbeitsraum ist die weitere Förderung zur Vollendung der im Begriff „Schönheit der Arbeit" verkörperten Harmonie. Nicht immer und überall ist es möglich, im Arbeitsraum Luftverhältnisse zu schaffen, wie man sie in einer gesunden Wohnung findet. Daß aber in allen Arbeitsräumen so gute Luft- verhältnisse geschaffen werden, als es der hohe Stand der Lüftungstechnik und der Betrieb als solcher zulassen, ist eine Forderung, die als unbedingt gelten und von jedem Betriebsführer ernstlich und gewissenhaft geprüft werden, und noch kenne man Mein Wi uns i Ipare Ab beite anger viel ( schnei Ach b Qa, r es w mir r wenn Dm ünmei Unb j tisch* Und e . ..Aü 'ff »o, sie we §hen! Schon leben .. lleb üchkeii für § Düch sneine habens , »dch l°lsch" 4e| schlug Nit Gießen (Weserstraße 23), Berlin, Nidda, Wetzlar, den 19. August 1937. Donnerstag nachmittag, um 5 Uhr, verschied infolge eines Schlaganfalles mein lieber, treusorgender Lebenskamerad, unser guter Sohn, Bruder, Schwager ‘und Onkel Herr Friedrich Klotz im 53. Lebensjahre. In tiefer Trauer: 5452 D Herr Ludwig Mandler, Klein-Linden Anna Klotz, geb. Böckner. Gießen (Ebelstraße 15), den 20 August 1937. Iminen^ AmMch abzugeb. Bestell, erb. wir v. Postk. od.nn d.Vierverlag Michel, Wall- torstr.71,T.2479 Dampfsägewerk Lollar B. Nuhn A. 6.,Lollar Postkarten bei Brühl 5454 D Die Beerdigung findet Montag, den 23. August, nachmittags um 8/t2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Die Beerdigung findet am Montag, dem 23 August, nachmittags um 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. 5444 D 04129 04126 Transmissionsteile Spannschlenen1 Biemenspanner Paul Lauter, Giefaen technische Bedarfsartikel Wagengasse, Nähe Marktplatz Pferdeversteigerung Am Mittwoch, dem 25. August 1937, 9 Uhr, werden in der Artilleriekaserne (Grünberger Straße), 6 für den Truppendienst ungeeignete Pferde meistbietend und gegen Barzahlung verkauft. Besichtigung der Pferde und Bekanntgabe der Verkaufsbedmgungen findet an Ort und Stelle statt. 642sD UI. Abteilung Artillerie-Regiment Nr. 9 Der Verstorbene, dessen Vater bereits bei unserer Firma sein goldenes Arbeitsjubiläum begehen konnte, hat über 40 Jahre in unseren Diensten gestanden und ist uns durch seine vorbildliche Pflichttreue und sein unermüdliches Schaffen stets ein besonders wertvoller und hochgeschätzter Mitarbeiter gewesen. Wir werden ihm für immer ein dankbares und ehrendes Gedenken bewahren. Gießen, den 20. August 1937. Georg Philipp Gail A.-G. Zigarrenfabriken. Am Donnerstagabend verschied plötzlich und unerwartet meine liebe Schwester, Schwägerin und Tante Die trauernden Hinterbliebenen. Am Freitag 6 Uhr früh verschied nach langem und schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgtnder Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Ludwig Mandler Lagermeister L R. im fast vollendeten 56. Lebensjahre. Ihr Heim wird verschönert Ernst Pein i Maler« und Weißbinbergeschäft Tel. 3680 Gegr. 1650 Asterweg 31 „Die sind ja entzückend!" „Sieh nur, wie weich, wie elegant sie fallen. Und wie zart und duftig das Gewebe. Das ganze Zimmer wird ja beherrscht von der ausgeglichenen Schönheit Deiner Gardinen. Wo hast Du die wohl her, Gerda?“ „Das will ich Dir gerne sagen. Du mußt zu einem Spezialisten gehen, der in Gardinen Erfahrung, Geschmack und..... große Auswahl hat. Und der sich auch die Mühe nimmt, sich in das Milieu Deiner Wohnung (Möbel,Tapeten,Teppich) einzufühlen. Solche Spezialisten, welchen ich auch diese schönen Gardinen verdanke, SiDd M33A tiebr. Seelbach Gießen/ Seltersweg 80 M toiiöe ob Bet Hohn out® BereOW-Btidierl Ich bin zum Vertrieb der Wteiweii» für die Kreise GIESSEN und ALSFELD zugelassen WM.WEvmMs GKW Inhaber.- Balzer Weingroßhandlung, Likörfabrik, GIESSEN Am 24. August 1937 ist unser Geschäft geschlossen wegen Betriebs-Ausflug zur Weinbau-Ausstellung in Heilbronn -- ---------------5443 D Frau Rosine Alker Wwe. Die Trauerfeier fand in der Stille statt In tiefer Trauer. Frau Minna Mandler, geb. Serth Familie Richard Mandler Familie Heinrich Morneweg. Klein-Linden, Frankfurt a. M., den 20. August 1937. Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. August, nachmittags' 2 Uhr, vom Sterbehause Kirchsi raße aus statt geb. Schmidt im Alter von 64 Jahren. Am Mittwoch, dem 18 d. M., ist nach langem Krankenlager unsere liebe treusorgende Mutter Minna Schneider, geb. Benner im Alter von 59 Jahren sanft entschlafen. Ihr Leben ist Mühe und Arbeit gewesen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schneider, Ingenieur. Gießen, den 21. August 1937. Entapllaim i. S. Sieger, Oberschlesien, holl. Geldria hat ab3itg.[54uD Erich Dörrie, Gärtner, Ruppertsburg, (Oberhessen). E R: Wir müssen im Herbst Blütenstauden, Ziersträucher und Obstbäume — und im September neue Koniferen bestellen — aber wo? SIE: Da machen wir einen kleinen Spaziergang und besichtigen einmal die Gießener Baumschulen u. Staudengärtnerei von Eberhard Schwarz, gegenüber dem Nizza-Caf6! Da bekommen wir alles gezeigt 1 BaustücM Bansactolk Edelpatzkalk Zement 1541 □ Flugsand »cinackensand H. Glatte 6 Sohn Frankfurt. Str. 19 Mühlstraße 18 Telef. 3144/3145 ■ das El des MC o I u m b u s rSfifcl Fern- u. Nahsicht vereint in der Doppelfokus-Brille von Optiker Magnus y i4A Kassenlieferant,Seltersweg33 Itr.m Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhelsen) Samstag. A. August Gießen grüßt die HL. von Hessen-Nassau Parteigenossen, Nationalsozialisten, Kameraden! Am 21. und 22. August findet in Gießen der Tag der hitler-Iugend statt. Allen Teilnehmern, die zu dem frohen Kampf um die Gebietsmeisterschaft der bannbesten Gefolgschaftsmannschaft antreten, herzlichste Willkommens- grühe. Mögen auch diese Tage wiederum dazu beitragen. Körper und Geist unserer HI. zu stählen und sie weiterhin zur Kampf- und Opferbereitschaft zu erziehen für unser deutsches Volk und Vaterland nach dem Dillen unseres Führers. heil Hitler! Kreisleitung Wetterau der NSDAP. I. V.: Holländer. Wieder treten wir hitlerjungen des Gebietes Hessen-Nassau mit dem „Tag der Hitler-Jugend" in Gießen vor die breite Oeffentlichkeit. Wir wollen Zeugnis davon ablegen, welche Fortschritte die körperliche Ertüchtigung der Hitler-Jugend feit dem vergangenen Sommer genommen hat. Kameraden! Stellt auch auf dem Gebietssportfest am 21. und 22. August in Gießen Eure restlose Einsahbereilschaft unter Beweis. Nur so wird der Sieg unser fein. Eure Parole sei: Durch Kampf zum Sieg! Deutschland ist alles, der Einzelne nichts! heil Hitler! Der Führer des Gebietes 13, Hessen-Nassau: Brandt. Gebietsführer. Aus der Stadt Gießen. Verkehrskameradschast So oft mir aus dem umhegten Bezirk unseres Wohngrundstückes heraustreten, werden wir aus Privatpersonen zu Teilnehmern des öffentlichen Verkehrs, gleichgültig, ob als Fußgänger oder irgendwie motorisiert. Wer dabei in fröhlicher Unbekümmertheit als ,,-nehrner" in den flutenden Verkehr auszieht, stößt unweigerlich aus die Erziehungsgewalten Verkehrsgemeinschaft und Polizei. „Se wär'n dich schunn noach seräächtzissele!" rief da eine Landfrau in mütterlicher Besorgnis ihrem motorisierten Sprößling nach. Und doch sind der mitunter harte Druck und Stoß der Verkehrsgemeinschaft und die allmählich, aber sicher auf- steigende Stufenleiter polizeilicher Gegenwirkungen auch reichlich durchsetzt von helfender Verkehrs- kameradschaft. Wer hat sie nicht schon genossen oder selbst geübt? Nicht als Amtspflicht, Werbedienst oder im engeren Kreise von Freunden und Bekannten, sondern als unbekannter Teilnehmer im Gemeinschaftsleben des öffentlichen Verkehrs schlechthin? hier lebt sie als die selbstverständlichste Sache von der Welt und ist doch wert, gewürdigt zu werden. Da hält plötzlich irgendwo in den Außenbezirken der Stadt am Bordstein neben dir ein Auto: „Nach Wetzlar??!" Ein junges Ehepaar stellt mich im Bahnhofsviertel: „Wir haben hier drei Stunden Aufenthalt; können Sie uns einen nahen Ausflugspunkt mit schöner Aussicht auf die Stadt empfehlen?" Auf einer Wochenendfahrt stehen wir mit dem Stadtplan suchend an einer Straßenkreuzung, eine ältere Dame deutet im Vorbeigehen freundlich lächelnd nach einer Richtung: „hier kommen Sie ins Domviertel!" Unseren Dank hört sie schon gar nicht mehr. „Das ist doch der Zug nach Frankfurt?" vergewissert sich ein Mitreisender trotz aller plakatierter Hinweise des Bahnhofs noch einmal beim Zusteigen. Eine junge Mutter ist im letzten Augenblick mit ihrem Kinderwagen in einen „Raucher" geraten; sie spricht vom Zigarrenrauch für ihr Kindchen, und schon rücken die Raucher zusammen und überlassen ihr die ganze andere Hälfte des Wagens. Ein Mann aus dem Vogels- bera kann den Weg über die Lahnbrücke nach Heuchelheim zu nicht finden; er will dort Verwandte aufsuchen, die kürzlich zugezogen sind. Vom Westerwald kommt eine yrau und sucht nach der Straße und Wirtschaft, in der die Tochter ihrer Schwester dient ... So gehen tausend Fragen und Antworten hin und her, halten den Verkehr in seinen letzten Verästelungen flüssig, im Vorbeigehen, ohne viel Förmlichkeiten, aber mit dem wohltuenden Gefühl der Derbundenheit in der Volksgemeinschaft. Und doch will dieser Verkehrskamerad in der Masse erkannt fein. Sein Erscheinungsbild muß uns irgendwie vertrauenswürdig und ortskundig ansprechen. Du bist in augenblicklicher Verkehrsnöt, Sekunden entscheiden oft über Stunden. Da freust du dich der Nähe menschlicher Hilfsbereitschaft. Als erlösender Lichtschein durchzieht sie dir deinen Gesamteindruck einer Stadt oder Landschaft, gibt ihnen Farbe und Erlebniskraft. Oft wird eine solche einfache Verkehrsfrage zum Ausgangspunkt einer Unterhaltung über weitere örtliche Auskünfte, und man bleibt dem freundlichen Verkehrskameraden, der zugleich zum „unbekannten Werber" für seine Heimat wird, dankbar, noch weit in die Erinnerung hinein. R. B. Dornotizen. Tageskatender für Samstag. Gebietssportfest der HI.; ab 14.30 Uhr Müllersche Badeanstalt und Sportplätze. — Stadttheater: Otto Gebühr-Gastspiel „Zwischen Abend und Morgen", 20 bis 22.15 Uhr. — Gloria-Palast (Seltersweg): „Kapriolen". — Zirkus Althoff: 20.30 Uhr: Eröffnungs-Vorstellung. — Gießener Radfahrverein von 1885: 20.30 Uhr, Karlsruhe, Sommernachtsfest. — Vereinigung für Begräbnisbeihilfe: 20 Uhr, Burghof, Mitgliederversammlung. Tageskalender für Sonntag. Gebietssportfest der HI.; 8 bis 10.45 Uhr und ab 14.30 Uhr Müllersche Badeanstalt bzw. Unioersitäts- sportplatz. — Stadttheater: 20 Uhr, Uraufführung „Bardowiek". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Ca- priolen". — Zirkus Althoff: 9 bis 19 Uhr Tierschau, 15.30 Uhr und 20.30 Uhr Vorstellungen. Einmaliges Gastspiel Otto Gebührs im Stadttheater Gießen. heute abend findet im Stadtcheater das einmalige Gastspiel des bekannten Bühnen- und Filmkünstlers Otto Gebühr statt. Man weiß, daß Otto Gebühr (vom Film her) als der „Alte Fritz" abgestempelt ist. Aber man soll darüber nicht vergessen, daß er ein imponierender Charakterspieler bleibt, auch wenn ihm diese Rolle besonders „liegt". Otto Gebühr spielt die Rolle des „Alten Fritz" in „Zwischen Abend und Morgen", eine Begebenheit in drei Akten von Zdenko von Kraft mit eigenem Berliner Ensemble. Spielleitung: Direktor Carl Heinz Klu- b e r t a n z , Berlin. KwveliWMMsml 71 SG. „Kraft durch Freude". Nachmittagsfahrt. (5435D Am 28. d. M. führen wir eine Nachmittagsfahrt nach dem Strandbad hillersbach durch. Der Fahrpreis mit Kaffee und Kuchen beträgt 4,20 RM. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle entgegen. (Bei Anmeldung muß der Fahrpreis entrichtet werden.) LM.-llntergau 116, Gießen. Diensibefehl! Für die Jungmädel aus Wieseck und Großen- Buseck, die in das Schulungslager nach Herbstein einberufen sind, gilt folgender Zug: Gießen ab: 10.15 Uhr (in Großen-Buseck steigen die andern zu), Lauterbach ab: 15.38 Uhr, Herbstein an: 16.12 Uhr (Fahrtkosten 3,80 Mark). Die Gießener Jungmädel, die nach Münzenberg einberufen sind, benutzen folgenden Zug: Gießen ab 12.39 Uhr, Butzbach an 13.05 Uhr, Butzbach ab 13.55 Uhr, Münzenberg an 14.21 Uhr (Fahrtkosten 1,45 Mark). Warum schon heute? Von G. Winkel, Dramaturg des Siadttheaiers. Vor Ihnen liegt ein hübsches Heftchen mit Photos. „Einladung" zur Winterspiel^eit 1937/38 des Stadttheaters Gießen. Mit Interesse lesen Sie den Spielplan für die kommende Spielzeit. Mit Interesse schauen Sie sich die Bilder der neuen Mitglieder an, die sich Ihnen nun bald in kurzer Zeit selbst vorstellen werden. Doch bann sagen Sie: Warum schon heute? Warum schon heute? — fragen Sie, obgleich Sie im vergangenen Jahr zum festen Besucherkreis des Stadttheaters gehört haben und auch in der kommenden Spielzeit bestimmt wieder dazu gehören wollen. Auch der Einwand, daß die neue Spielzeit ja erst Ende September beginnt und Sie noch so lange Zeit haben, ist nicht berechtigt, denn schließlich treffen wir doch, wenn sich die Möglichkeit bietet, alle lebenswichtigen Entscheidung auf lange Sicht; sichern uns vorsorglich Vorteile, die uns geboten werden, auch wenn wir erst in späterer Zeit davon Gebrauch machen können. Und gehört der Besuch des Theaters nicht zu den lebenswichtigen Entscheidungen? Die Umwälzung unseres Staatswesens hat auch das Theater vor neue Aufgaben gestellt. Das Theater hat sich dank der Stellung, die ihm der neue Staat im großen Aufbauprogramm zugewiesen hat, zu neuer Selbstbesinnung erhoben. Damit wird es zur seelischen Notwendigkeit für den einzelnen, und jeder, der am Aufbauwerk Deutschlands mithelfen will, muß an der Erneuerung deutscher Kunst teilhaben. Manch einer wird vielleicht sagen: Ich habe mein Radio zu Hause. Ein anderer behauptet, daß er lieber ins Kino ginge, und der dritte erklärt, daß der Sport ihn vollkommen ausfülle. Gewiß, es soll keineswegs die Berechtigung und Notwendigkeit dieser Zerstreuungen bestritten werden. Aber welche Erholung der einzelne auch suchen mag, es gibt keine Statte, die ihn von der Arbeit des Tages so entspannt, wie das Theater. hier geht der Strom des Erlebens direkt von Mensch zu Mensch, hier ist der Zuschauer mitschöpferischer, aktiver Mensch, dessen innere tätige Teilnahme den Darsteller auf der Bühne zu immer größeren Leistungen anfeuert. Die Gemeinschaft von Spieler und Zuschauer löst bei allen Beteiligten neue, ungeahnte Kräfte aus, die uns das große schöpferische Geheimnis der Gemeinschaft erschließen. Warum zögern Sie also noch mit der Entscheidung? Um seine künstlerischen Ziele verfolgen zu können, bedarf das Theater der Stetigkeit des Arbeitens. Und die Gemeinschaft des festen Besuchers ist die Grundlage, die Sicherheit, auf der ein künstlerischer und wirtschaftlicher Arbeitsplan aufgebaut werden kann. Dazu kommen die großen Vorteile und sonstigen günstigen Bedingungen, die Ihnen eine feste Platzmiete bietet. Vergleichen Sie die Tagespreise mit den Preisen der Platzmiete, und die Vorteile liegen klar auf der Hand. Ein reichhaltiger Spielplan in Schauspiel, Oper und Operette gibt Ihnen die Gewähr eines schönen Theaterwinters. Wenn Sie gern den Platz haben wollen, der Ihren Wünschen entspricht, so müssen Sie sich rasch entschließen. Also fragen Sie nicht mehr: „Warum schon heute?", sondern sagen Sie: „Morgen ist es zu spät!" Die Stammieter der vergangenen Spielzeit werden nochmals daraus aufmerksam gemacht, daß Aenderungswünsche nur noch dis zum 25. August berücksichtigt werden können. Meldepflicht aller ^remdlprachkundigen Lpd. Der NS.-Rechtswahrerbund wurde ermächtigt, nunmehr auch die Arbeitsvermittlung für Dolmetscher und Uebersetzer durchzuführen. Zu diesem Zweck hat der NS.-Rechtswahrerbund in seiner Hauptabteilung Berufsbetreuung eine besondere Abteilung „Dolmetschervermittlung" eingerichtet. Die technischen Arbeiten für die Dolmetschervermittlung Falmen heraus! Aufruf an dieBevölkerung derStadtGietzen Am Samstag und Sonntag werden aus Anlaß des Tages der Hitler-Jugend über 1500 Teilnehmer an den Gebletsmeisierschaften in unserer Stadt weilen. Die Einwohner Gießens werden gebeten, ihre Häuser zu beflaggen und so ihre Verbundenheit mit der Hitler-Jugend zum Ausdruck zu bringen. Kreisleitung Wetterau der NSDAP. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. sind der Reichsfachschaft für das Dolrnetfcherwefen in der Deutschen Rechtsfront, und zwar zentral für das ganze Reichsgebiet, übertragen worden. Dieser Auftrag ist eine Anerkennung der von der Reichsfachschaft bisher geleisteten Arbeit und gibt ihren Bestrebungen, die Dolmetscher und Uebersetzer beruflich zu betreuen, weitere Möglichkeiten. Die Reichsfachschaft wird dem neuen Arbeitsgebiet ihre ganze Aufmerksamkeit zuwenden, und ihre Verbindungen zu den Stellen, die .sprachkundige Fachkräfte brauchen, entsprechend ausbauen. Sie wird bemüht fein, Dolmetscher und Uebersetzer an diejenigen Arbeitskräfte zu bringen, die sie nach ihrer" körperlichen, geistigen und charakterlichen Eignung zum Wohle der Volksgemeinschaft am besten ausfüllen können, und wird dabei die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeitsuchenden berücksichtigen. Die Reichsfachschaft für das Dolrnetfcherwefen wird sich auch im besonderen aller Das \ \ 9chönheifsr&$epf Susannes Tochter. Roman von Hedda Westenberger. Copyright by Earl Duncker, Verlag, Berlin W 35 30 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Lyk wartet eine Weile, dann fährt er leise fort: „Es ist durchaus nicht mehr so, daß ich immer noch Susanne in ihr sehe. Wenn man Sabine naher kennenlernt, ist sie in vieler Hinsicht ganz anders, man kann sogar Susanne über Sabine vergessen. Mein Gefühl gilt wirklich Sabine." Wünsch versucht zu spotten: „Dann hätten wir uns die mühevolle Schenkungsurkunde wahrhaftig sparen können." Aber Lyk geht auf den Spott nicht ein. „Ich arbeite doch nun Tag für Tag mit Sabine", sagt er angeregt, „sie hat in verhältnismäßig kurzer Zett viel aus meinem Leben erfahren, ich bin ihr also schneller vertraut geworden als irgendein anderer. Ich bilde mir auch ein, daß ich ihr sehr vertraut bin. Ja, daß sie viel inniger zu mir steht, als sie selber es weiß, haben Sie sie einmal beobachtet, wie sie mir nachblickt, wenn ich weggehe, wie sie mich ruft, wenn irgend etwas los ist, wie sie sich überhaupt um mich kümmert? Frühmorgens schält sie mir jetzt immer das Obst — ganz aus sich selbst heraus. Und immer stellt sie mir Blumen auf den Schreib- t'^Das tut jede Sekretärin ..sagt Wünsch trocken und ein wenig verärgert. „Ach was, Sekretärin", fährt Lyk auf, „Sabine ist doch keine Sekretärin! Das weiß sie auch. Und sie weiß es, weil sie genau fühlt, daß viel wettergehende Bindungen zwischen ihr und mir da sind. Schon durch die Arbeit und durch das Zusammenleben in einem Haus und durch die gemeinsamen SuXr®en sie nicht harmlose kleine Freund- lichkeiten, die nur Sabines natürlichem Dankgefuhl für Sie entspringen?" „Was Sie so zusammenreden, mein lieber Wünsch? Erst behaupten Sie, sie suhlt sich hler als meine Sekretärin, dann soll sie plötzlich Dankgefuhle haben? Wo bleibt da die Logik!" „Ich sage ja nur meine Meinung. Sie kann falsch sein." „Bestimmt ist sie falsch! „ , „Das wird sich ia Herausstellen. Wenn 2hr Entschluß schon endgültig gefaßt ist werden Sie \a wohl bald mit Sabine reden, nicht wahr/ „Ein Gesicht machen Sie, Wünsch, als ob von wer weiß was für schwierigen und ängstlichen Akten die Rede wäre", stellt Lyk verwundert fest. Wünschs Gesicht überzieht sich mit leiser Rote: „Entschuldigen Sie, mir ist die Sache m gewisser Weise tatsächlich ängstlich. Wie soll denn zum Beispiel Sabine in ihrer abhängigen Stellung den Mut aufbringen, nein zu sagen?" „Das soll sie doch gar nicht! Ja soll sie sagen!" „Dann sagt sie eben unter dem Druck der Verhältnisse ja!" Lyk starrt seinen Anwalt sprachlos an. „Na, wissen Sie", sagt er empört, „was Sie heute für ein Querkopf sind! Sie wollen einfach die Möglichkeit nicht zugeben, daß Sabine aus ganz freiem Herzen zu meinem Antrag ja sagt. Und ich sag' Ihnen: sie wird ja sagen!" „Warum fragen Sie mich überhaupt, wenn Sie das so genau wissen, Herr Lyk?" Mit großen Schritten durchmißt Lyk das Zimmer und zieht hastig an seiner Zigarre. Wünsch sieht ihm zu; plötzlich, etwas Unverständliches murmelnd, verläßt er das Zimmer. Lyk starrt ihm entgeistert nach. Was soll das nun wieder? Ist denn in dem Haus hier keiner mehr normal? ..... Zur gleichen Zeit stellt Wünsch, ärgerlich über sich selbst und über Lyks Art und über das ganze dumme, peinliche Gespräch mißvergnügt fest, daß es Zeit ist, abzureifen. „Fräulein Sabine! Die neuen Fuchsgehege find fertig, hätten Sie Lust, sie anzufehen?" Nein. Sabine hat gar keine Luft, sie geht Michailow immer noch aus dem Weg, und di^ Ereignisse am Weiher sind immer noch unbesprochen und ungeklärt. Aber diesmal findet sie nicht sofort eine Ausrede, und außerdem--einmal muß ja zwischen ihnen ein deutliches und ernstes Wort gesprochen werden, so unangenehm es Sabine auch ist. So sagt sie denn ja und überhört mit Herzklopfen Michailows lautes und dankbares Aufatmen. Sie vermeidet auch, neben ihm her zur Farm hinüberzugehen. Auch in der Farm vermeidet sie ängstlich ein Nebeneinanderstehen, und wenn er sich bei irgendeinem Fuchspaar länger au.halt um etwas Neues ober Besonderes darüber zu erzählen, oder um die Tiere eine Weile zu beobachten, geht sie stets bis zum nächsten Gehege weiter und sieht von dort aus hinüber, als hätte sie es immer so gehalten. . . , , f., Aber die Erinnerung daran, wieviel herzlicher unb — zärtlicher es bisher gewesen ist, wenn sie mit Michailow in ber Fuchsfarm war, steht babei mit peinlicher Deutlichkeit vor ihr, so unverstanb- lich es ihr jetzt auch ist, baß es so war. heute, nach kaum vierzehn Tagen, erscheint ihr Michailows Munb brutal, seine heißen Worte haben ihr Feuer verloren unb kommen ihr unecht unb übertrieben vor, ohne baß sie ben geringsten Beweis bafür hat. Aber was nützt es, baß sie heute mit ihm ebenso gleichmütig umgehen könnte wie mit ben anberen Männern, bie um sie finb? Die Tatsache, baß sie sich von ihm küssen ließ, baß er sie fein kleines süßes Täubchen genannt hat unb baß sie ihm nicht widersprochen, fonbern im Gegenteil zugegeben hat, baß sie ihn gern hat — bleibt bestehen. Und auch bie Scham über all bas unb bie Angst... Sie finb ans Enbe ber langen Gehegereihe gekommen, borthin, wo bie neu eingebauten Gehege für bie Jungtiere stehen. Sabine betrachtet sie schweigenb. „Schön, nicht wahr?" fragt Michailow unb tritt zum erstenmal bichter neben sie. „Ja, ganz schön", nickt Sabine und stellt höflich ein paar fachliche Fragen. Michailow antwortet ebenso fachlich unb sehr ausführlich. Aber bann, als Sabine kehrtmacht unb roieber zum Ausgang zurück will, vertritt er ihr plötzlich ben Weg und faßt sie bei den Schultern: „halt, Sabine, du weißt so gut wie ich, daß wir noch miteinander zu reden haben", sagt er hastig. ..Was ist mit dir? Warum weichst du mir aus? Sieh nicht so trotzig zu Boden, gib mir Antwort!" Jetzt beginnt Sabines Herz doch zu klopfen. Antwort geben — oh, sie weiß sehr gut, wie unanständig es von ihr ist, ihm solange die Antwort schuldig geblieben zu sein. Aber sie findet auch jetzt keine Worte für ihr verändertes Gefühl. „Aber Sabine, warum antwortest du mir denn nicht?" „Ich weiß nichts davon, daß ich ... daß ich Ihnen ausweiche, Herr Michailow ...", rettet sie sich verlegen und ohne ihn anzufehen in eine Lüge. Michailow lacht höhnisch auf: „Daß du Herr Michailow sagst, ist eigentlich-.schon Antwort genug, Sabine. Es ist also nicht wahr, was du mir neulich am Weiher zugegeben hast?" „Nein, es war wohl nicht wahr ..." sagt sie dann. „Also, du liebst einen anderen?" „Ich hab' nie jemand geliebt, und ich werde nie jemanden lieben", behauptet Sabine trotzig. „Ich hab's Ihnen ja gleich zu Anfang gesagt, daß ich zur Liebe nicht tauge." Michailow steckt die Hände in die Taschen. Sieh an, denkt er zornig, wie man sich in so einem Geschöpf doch täuschen kann. Gut Theater gespielt, kleine Sabine, verdammt gut Theater gespielt... Wie aber, wenn sie nur jetzt plötzlich die Spröde und Kühle herauskehrte, weil man sie gegen ihn aufgehetzt hätte? Wenn sie einiges erfahren hätte, was sie kopfscheu gemacht hat? Eine große, bisher nie gekannte Unsicherheit fällt Michailow an. Renz' Andeutungen bei der nächtlichen Prügelei fallen ihm ein und ihre Abmachung. Renz ist fort — wer sagt ihm nun, daß Renz wirklich geschwiegen hat? Und auch Irinas versteckte Drohungen sind ihm jetzt wieder gegenwärtig, ihre haßerfüllten Augen, ihr böses Lächeln. Ja, und auch Lyk ist nicht mehr derselbe wie am Anfang. Er kommt neuerdings so oft ins Büro. Zum Teufel, ob man ihm auf der Spur ist? Was dann? Ob er Sabine ein wenig aushorcht? In dem Augenblick erschrickt Sabine ihn mit der Frage: „Worüber denken Sie so finster nach?" Michailow zwingt sich zu einem Lächeln: „Soll ich vielleicht vergnügt dreinsehen, wenn Sie mir in aller Ruhe erklären, daß Sie mich an der Nase herumgeführt haben?" „Das habe ich nicht getan. Auf einmal war's eben aus ..." sagt sie leise und beschämt. „Und warum?" Achselzucken. Michailow wartet eine Weile und forscht erregt in Sabines Gesicht. Dann legt er ihr fast heftig die Hand wieder auf die Schulter und schüttelt sie ein wenig: „Aber das kann doch nicht sein", sagt er rauh, „da machen Sie sich und mir etwas vor! Aber ich lasse mir nichts vormachen, verstehen Sie, ich werde schon dahinter kommen, wer sich zwischen Sie und mich gestellt hat..." Sabine macht eine abwehrende Bewegung mit dem Oberkörper: „Niemand! Ich ganz allein habe eingesehen, daß ich ..." Michailow läßt sie jäh los: „Sie ganz allein! So, so! Nun, ich dränge mich nicht auf. Aber vielleicht darf ich noch eine Frage stellen: „Ist es Lnk oder Renz, der Sie gegen mich aufgehetzt hat?" Sabine hebt empört den Blick: „Aber, was fällt Slhnen ein! Weder Herr Lyk noch Renz haben eine Ahnung davon, wie ich zu Ihnen stehe." „So. Na schön. Dann noch eine Frage. Haben Sie vielleicht zufällig in der letzten Zeit meine Kusine gesehen? Ich frage nur, weil sie sich neuerdings so unsichtbar macht und weil ich weiß, daß die beiden Damen sich inzwischen kennengelernt haben ..." Aber Sabines Gesicht bleibt ganz klar und offen. Nein, sie habe sie nicht gesehen, nur zufällig von Frau Neumann oehört, daß die alte Exzellenz Ca- selli ernstlich krank sei. Michailow atmet sichtlich beruhigt auf. Beinah gut gelaunt, geht er nun hinter Sabine her, den Weg zurück, den sie gekommen sind. Und während er Sabines hübsche Beine betrachtet, kommt ihn plötzlich die Lust an, Irina wiederzusehen. Wie ihre Augen aufstrahlen werden, wenn er plötzlich vor ihr steht! Wie sie ihm glühend danken wird, wenn er ihr berichtet, daß der kleine Flirt mit Sabine ihn nun langweilt und zu Ende ist? Gleich am Tor verabschiedet er sich von Sabine, gebt mit eiligem Schritt davon, und kurze Zeit später läutet er schon an der Villa Caselli. Lange Zeit meldet sich niemand, dann kommt endlich jemand. Es ist die Köchin Fortsetzung folgt. poflverbindung nach und von Gießen. Die Ankunfis- und die Abfahrtszeiten der Züge mit Postbeförderung auf dem Bahnhof Gießen. Ausschneiden und aufheben! Die Frage, welche schnellste Postoerbindung nach oder von Gießen für die Uebermittlung von Postsendungen nutzbar gemacht werden kann, ist für den Geschäftmann sowohl als für jeden anderen Volksgenoffen nicht selten von großer Bedeutung. Sehr viel wird insbesondere für die Geschäftswelt oft davon abhängen, daß sie eine Brief- oder sonstige Postsendung noch mit einem bestimmten Zuge in der Richtung der Zielstation absenden, oder von dort her empfangen kann. Anfragen nach dem Zeitpunkt der Abfahrt bzw. der Ankunft von Postsendungen auf dem Bahnhof Gießen find mehrfach an uns gerichtet worden. Wir haben uns nun, um allen Volksgenossen die Möglichkeit zur genauen Unterrichtung über die An- kunsts- und die Abfahrtzeiten der Postsendungen auf dem Bahnhof Gießen zu geben, an die Leitung des Postamts Gießen gewandt mit der Bitte, uns eine Uebersicht über die Ankunsts ° und die Abfahrtszeiten der Züge mit P o st- sendunaen auf dem Bahnhof Gießen zur Veröffentlichung an die Hand zu geben. Nachstehend bringen wir diese amtliche Aufklärung unseren Lesern zur Kenntnis: Ankunft aus Richtung Frankfurt a. 2IL: Pz 7.35, D 8.32***, D 9.10***, E 11.14, Pz 14.52, Pz 15.10, Pz 18.08**, Pz 19.42**, E 21.02***, D 22.07**, D 23.41, D 23.52, D 1.19***, D 1.29***. derjenigen annehmen können, die den Dolmetfcher- oder Ueberfetzerberuf ergreifen wollen. Darüber hinaus aber hat die Reichsfachschaft den Auftrag, alle Fremdsprachkundigen überhaupt zu erfassen, ganz gleich, ob sie ihre Kenntnisse beruflich auswerten oder nicht, ganz gleich, in welchen Spezialgebieten sie tätig sind. Jeder Sprachkundige muß sich bereit palten, je nach dem Umfang seiner Kenntnisse im gegebenen Fall herangezogen zu werden. Hierzu ist es aber unbedingt erforderlich, daß eine Zentralstelle über die dafür notwendigen Angaben verfügt. Es ist daher Ehrenpflicht jedes Fremdsprachkundigen, sich möglichst umgehend bei der Reichsfachschaft für das Dolmetscherwesen in der Deutschen Rechtsfront, zuständig für Hessen- Nassau: Organisationsleitung West, Darmstadt, Mathildenplatz 15 (soweit nicht die Meldung schon direkt nach Berlin erfolgt ist), zu melden. Dabei sind Name, Beruf, Anschrift, Umfang und Art der Sprachkenntnis, insbesondere ob im Ausland erworben, Vorbildung und etwaige Spezialgebiete anzugeben. Feuermelder jetzt in blau! DNB. Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei beabsichtigt die Herausgabe von Richtlinien für eine im ganzen Reich einheitliche Normung der Feuermelder. Als erste Maßnahme wird soeben in einem Runderlaß angeordnet, daß der Anstrich der Feuermelder, sowie ihre Beleuchtung in Zukunft einheitlich in blauer Farbe gehalten fein muß. Bis zum 31. Juli nächsten Jahres ist der einheitliche Anstrich der Feuermelder im ganzen Reiche durchzuführen. Zweck und Bedeutung der Hofkarte. NSG. Manche Bauern und Landwirte sind mit der Ausfüllung ihrer Hofkarte noch im Rückstand. Die Hofkarten müssen nunmehr umgehend ausgefüllt und dem Ortsbauernführer zur Weiterleitung an die zuständige Kreisbauernschaft übergeben werden. Die Hofkarte zeigt die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge und Wechselbeziehungen in ähnlicher Weise wie der ordnungsmäßige Buchabschluß auf, und zwar mit geringerem Geld- und Zeitaufwand als die Buchführung. Diesen Zweck erfüllt die Hofkarte aber nur dann, wenn sie richtig ausgefüllt ist. Vielfach wurde als durchschnittlicher Milchertrag je Kuh nur die zur Molkerei gelieferte Milch eingesetzt, ohne die Kälbermilch und den Eigenverbrauch an Milch, Butter und Käse zuzuzählen. Die eingetragenen Erntemengen liegen oft sehr niedrig. Derartige Angaben sind natürlich für die Wirtschaftsberatung unbrauchbar und gehen zur Richtigstellung an den betreffenden Betriebsleiter zurück. Jedes Ding muß sich erst einspielen, und die bestehenden Bedenken sind durch Aufklärung von Mund zu Mund au zerstreuen. Es ist im menschlichen Leben oft so, daß ein tüchtiger, aber kurzsichtiger Betriebsinhaber seine Erfahrungen und Er- kenntnisse für sich behält und ängstlich darüber wacht, daß die Nachbarn im Ort nichts davon gewahr werden. Die Hofkarten führen über den Wirtschaftsberater zu einem Meinungsaustausch aller Nachbarn und schulen das betriebswirtschaftliche Denken in der Dorfgemeinschaft zum Wohle jedes einzelnen Bauern, wie auch des Volksganzen. Gießener Dochenmorktpreiie * Gießen, 21. Aug. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Vi kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Gier, deutsche, Klasse S 13, Wirsing, % kg 9 bis 12, Weißkraut 8, Rotkraut 9 bis 12, gelbe Rüben 9, Karotten 8 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 15 bis 25, gelb 15 bis 22, Erbsen 20 bis 35, Tomaten 10 bis 22, Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 5 bis 7, Kartoffeln, neue, % kg 5 Pf., 5 kg 45 bis 50 Pf., 50 kg 4 bis 4,50 Mark, Frühäpfel, XA kg 15 bis 35 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfirsiche 30 bis 45, Brombeeren 30 bis 33, Preiselbeeren 35 bis 38, Birnen 18 bis 40, Zwetschen 12 bis 30, Mirabellen 35 bis 40, Renekloden 25 bis 30 Ps., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Enten 1,20 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 10 bis 45, (Salat 8 bis 9, Salatgurken 4 bis 20, Einmachgurken bis 2, Endivien 9 bis 12, Oberkohlrabi *5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf., Weißkraut, 50 kg 5 Mark, Rotkraut, 50 kg 8 Mark, Wirsing, 50 kg 6 Mark. ♦ ** Dien ft jubiläum. Am 12. August — so wird uns heute berichtet — waren es 25 Jahre, daß das Gefolgschaftsmitglied Pfleger Peter H a - bermehl bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen eingetreten ist. Der Betriebsführer Direktor Dr. Schneider beglückwünschte den Jubilar zu seinem Ehrentag namens der ganzen Gefolgschaft und sprach ihm Dank und Anerkennung für seine treue und tadellose Dienstzeit aus. Abgang in Richtung Frankfurt a. 211.: D 4.23***,, D 4.32***, Pz 5.35*, D 5.47***, Pz 6.48**, D 7.16, D 7.55, E 9.39****, Pz 9.57, D 12.33*, Pz 12.39, Pz 15.30, D 17.01**, Pz 17.25, E 19.42**, D 21.17, D 21.39**. Ankunft aus Richtung Kassel: D 4.21***, D 4.30***, D 5.35***, Pz 6.30**, D 7.12, D 7.51, Pz 8.57, E 9.33****, Pz 12.25, D 14.39*, D 16.51**, Pz 17.16, E 19.36**, D 21.14. Abgang in Richtung Kassel: D 1.21***, D 1.30***, Pz 8.37, D 9.12***, E 11.18, Pz 12.34***, D 13.33***, D 15.46***, Pz 15.59, Pz 18.26**, Pz 19.58**, D 22.11**, D 23.44, D 0.02**. Ankunft aus Richtung Koblenz: Pz 8.58, Pz 14.29*, Pz 15.38**, Pz 21.04**, E 23.26**. Abgang in Richtung Koblenz: Pz 5.41, E 6.03***, Pz 8.02*, Pz 10.54****, D 17.07*, Pz 18.15, Pz 22.21*. Ankunft aus Richtung Köln: Pz 12.02, Pz 19.26**, Pz 22.35**. Abgang in Richtung Köln: Pz 5.21, Pz 12.10**, Pz 15.48**, Pz 23.08*. Ankunft aus Richtung Hagen (Westf.): Pz 7.37**, D 12.27*. Pz 15.23, D 21.31 . Abgang in Richtung Hagen (Wests.): D 8.38***, Pz 15.17, E 21.20**. Ankunft aus Richtung Fulda: Pz 7.46, Pz 12.06*, Pz 19 33* , PZ 21.34 . Abgang in Richtung Fulda: Pz 5.48, Pz 8.38*, Pz 12 47*, PZ 20.07 . Ankunft aus Richtung Gelnhausen:^ Pz 6.17*, Pz 9.25, Pz 14.45*, Pz 19.36 . Abgang in Richtung Gelnhausen: Pz 5.38, Pz12.32*, Pz 13.40 , PZ 18 55 . Es bedeuten: Pz: Personenzug, v: V-Zug, E: Eilzug: *: Nur Beförderung geflossener Brief beutel im Packwagen des Zuges, v : aÄ”g ****. kehrt nur werktags, ***: außer Montags, außer Sonntags und Montags. Zu beachten ist noch folgendes: ^ie Dnefkasten auf den Bahn lt eigen werden eine Viertelstunde doJ Abgang des Zuges mit ^oftDerbinbunfl Q^rt. Postsendungen, die mit Beutelp ost Sur Besor derung kommen (also Züge ohne Poftw g , den Postbeutel im Packwagen des Zuges' Zufuhren) müssen spätestens eine Stunde vor der Abfahrt de.s Zuges auf dem Postamt I in der Bahnhofstraße aufgeliefert fein. ** Oef fentlicher Impftermin. Am 31. August, von 15 bis 16 Uhr, findet für alle Erstimpflinge, die in den letzten Jahren wegen Krankheit ober aus anderen Gründen nicht geimpft werden konnten, ein öffentlicher Impftermin statt. Am 7. September, ebenfalls zwischen 15 und 16 Uhr, sind die Kinder wiederum in der Turnhalle der Schillerschule zur Nachschau vorzustellen. ** Die Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen macht darauf aufmerksam, daß die ^Beiträge für Monat Juli noch bis zum 25. August ohne Kosten bezahlt werden können. Amtsgericht Gießen. Der K. Sch. aus Gießen hatte wegen Uebertre- tung der Reichsstraßenverkehrsordnung einen Strafbefehl über 20 Mark, evtl, vier Tage Haft, erhalten, weil er am 17. März als Fahrer eines städtischen Müllwagens etwa 10 Meter seitwärts in die Kirchstraße gefahren war und dabei einen dort parken- oen Personenkraftwagen angefahren und beschädigt hatte. In der gestrigen Hauptverhandluna auf feinen Einspruch hin stellte das Gericht wohl fest, daß der Angeklagte nicht ganz korrekt gefahren sei, doch konnte anderseits von ihm bei dem großen Wagen nicht noch mehr Vorsicht verlangt werden, Aumal der Angeklagte kein Blickfeld nach hinten hatte und sich einzig und allein auf die Pfeifsignale feiner Beifahrer verlassen mußte. Es ist daher sehr wohl möglich, daß der Angeklagte bei dem starken Motorengeräusch die Signale nicht richtig gehört hatte. Das Gericht sprach ihn daher frei. Der A. D. aus Gießen hatte wegen fahrlässiger Transportgefährdung einen Strafbefehl über 100 Mark, evtl. 20 Tage Gefängnis, erhalten, weil er am 13. März, morgens gegen 6.30 Uhr, mit feinem Personenkraftwagen mit Anhänger aus dem Neuenweg in den Seltersweg gefahren war, ohne der elektrischen Straßenbahn, obwohl diese bereits die Bedarfshaltestelle am Kreuzplatz passiert hatte, das Vorfayrtsrecht einzuräumen. Durch das unvorschriftsmäßige Verhalten des Angeklagten erfolgte ein Zusammenstoß zwischen der Straßenbahn und dem Anhänger des D. Gegen den Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt und dargelegt, daß er zuerst an der Kreuzung gewesen, er also berechtigt gewesen sei, vor der Straßenbahn in den Seltersweg zu fahren. Dem konnte das Gericht aber nicht folgen, zumal die Straßenbahn auch noch von rechts gekommen war. Nur mit Rücksicht auf die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten und die Tatsache, daß er sonst als ein sehr zuverlässiger Fahrer gilt, ermäßigte das Gericht die Strafe! auf 60 Mark, evtl. 12 Tage Gefängnis. Kleine Strafkammer Gießen. Der I. R. D. aus Hochweisel war vorn Amtsgericht Butzbach wegen Sachbeschädigung zu einer Gefängnissttafe von zwei Wochen verurteilt worden. Sein Bruder sollte über die Grenze seines Ackers gesät haben. Um ihm eine Lehre zu erteilen, nahm D. eine Hacke und zog längs der Grenze in die Saat eine Furche. In der Berufunasver- handlung stellte sich nun heraus, daß der Angeklagte die Furche nicht auf dem Eigentum feines Bruders, sondern auf einem Feldweg, also hinter der Grenze, gezogen hatte. Das Gericht sprach den Angeklagten daher frei. Die Kosten beider Instanzen wurden der Reichskaffe auferlegt. Der H. A. II. aus Gedern sollte einem anderen, der mit ihm gedroschen hatte, einen Sack Roggen unterschlagen haben. Das Amtsgericht Ortenberg hatte ihn deswegen zu einer Geldstrafe von 40 Mark, eventuell acht Tage Gefängnis, verurteilt. Seine Berufung gegen dieses Urteil hatte Erfolg. Es konnte der Beweis nicht erbracht werden, daß der Angeklagte einen Sack Roggen, der ihm nicht Gehörte, an sich genommen hatte. Das Urteil erster nstanz wurde daher auf gehoben und der Angeklagte auf Kosten der Reichskaffe freige- sprachen. Sodann hatte fick die Kleine Strafkammer mit dem Walter Vogler aus Graz zu befassen. Er hatte in einer Lagergemeinschaft in Friedberg feinen Kameraden mehrere Fahrräder weggenommen und diese an Leute aus der Umgebung von Friedberg verkauft. Aber auch Räder, einen Anzug, ein Akkordeon, ein Paar Halbschuhe und em Paar Handschuhe, die er sich von Kameraden geliehen, hatte er entweder verkauft oder an sich genommen und ist damit durchgegangen. Wegen dieser Fälle war er vom Amtsgericht Friedberg zu einer G e - famtgefängnisftrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Außerdem waren ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren aberkannt. Die gestrige Berufungsverhandlung ergab im wesentlichen das gleiche Bild, wie in Der ersten Verhandlung. Nur unter Berücksichtigung der Jugendlichkeit und der seitherigen Unvorbestraftheit des Angeklagten hob oie Kammer das Urteil des Amtsgerichts Friedberg auf und verurteilte ihn zu einer Gefamtge- fängnisftrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Da der Angeklagte im wesentlichen geständig war, wurden ihm sieben Monate der Untersuchungshaft auf die erkannte Strafe angerechnet. Von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte glaubte das Gericht noch einmal Abstand neymen zu können. Aus der engeren Heimat. Städte im Kreis Büdingen. * B ü d i ng en, 20. Aug. In der gestrigen Sitzung der Ratsherren der Stadt Büdingen wurde u. a. eine Mitteilung des Reichsstatthalters bekanntgegeben, nach der im Kreis Büdingen nur die Städte Büdingen und N i d d a die Bezeichnung „Stad t" führen dürfen. TT Zentner Himbeeren in einem Dogeisbergdorf. Lauterbach, 20. Aug. (Lpd.) Eine Rekord- Jrnle an Himbeeren konnten die Einwohner des Dorfes Bermutshain (Kreis Lauterbach) in den umliegenden, wenig besuchten Waldungen des Vogelsberges bergen. Es kamen an der ört- licgen Sammelstelle für die Himbeerernte insgesamt 7 7 Ze ntner Himbeeren zur Ablieferung, die zur Verwertung weitergeleitet wurden. Landkreis Gießen. Raufen, 21.Aug. Unser Mitbürger, der Koh- lenhändler Konrad W a l l b o 11 kann am Mittwoch, 25. August, bei bester Gesundheit und in aller geistigen Frische feinen 8 0. Geburtstag begehen Der hochbetagte Mann hatte einige Jahrzehnte die jetzt von seinem Schwiegersohn und seiner Tochter betriebene Wirtschaft „Zum Adler" inne. Der Jubilar nimmt noch regen Anteil an den Ereignissen unserer Zeit. xy Watzenborn-Steinberg, 21. August Morgen Sonntag, begeht unser Mitbürger Balthasar S ch m a n d t X., Schulstrahe, bei gutem Allgemeinbefinden seinen 8 5. Geburtstag. < Staufenberg, 19. Aug. Gestern abend fand hier bei Gastwirt Zecher eine Bauern- oerfammtung statt. Ortsbauernführer Heinrich Braun VI. gab die neuesten Richtlinien über die Ablieferung von Brotgetreide bekannt. Ferner wurde darauf hingewiesen, daß der Obstverkauf für die Folge, außer an Privatleute, nur noch durch die örtliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft getätigt werden dürfe; diese leite das Obst an die Händler weiter. — Durch die Gewitter der jüngsten Zeit und die anhaltenden Regenfälle wurden unsere Orts st raßen stark in Mitleidenschaft gezogen, so daß sie alle neu gedeckt werden mußten. # Staufenberg, 20. Aug. Als gestern das Langholzfuhrwerk von Wilh. Hofmann aus Lollar beladen aus dem hiesigen Walde kam und durch Staufenberg fuhr, versagte an einer abschüssigen Stelle die Bremse. Die Pferde rasten mit dem Wagen gegen den Holzschuppen der Witwe Becker. Die Pferde wurden dabei erheblich verletzt. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden. # Daubringen, 20. Aug. Am kommenden Montag, 23. August, kann der Maler- und Weißbindermeister, Gastwirt und langjährige Posthilfs- stellen-Jnhaber Johann Emil Schäfer seinen 7 2. Geburtstag begehen. <£ Saasen, 20. Aug. Zum zweiten Beigeordneten unserer Gemeinde wurde der Landwirt Heinrich Schmitt von hier ernannt. — Die Orts- bauernschaft hielt im Gasthaus „Zur Traube" eine Versammlung ab, in der der Ortsbauernführer Max Münch die Bestimmungen über die Brotgetreideablieferungen im Getreidewirtschaftsjahr 1937/38 bekanntgab, — Die Grummetgrasversteigerung brachte der Gemeinde in diesem Jahre keinen großen Erlös. Das Gras stand besonders auf bergigem Gelände sehr spärlich. — In diesem Jahre kann man hier von einer wahren Rekord-Brombeerenernte sprechen. Diele Volksgenossen finden dadurch einen lohnenden Nebenverdienst. > Ettingshausen, 20. August. Die G e - freibeernte ist in unserer Gemeinde abgeschlos- len. Dreschmaschinenbesitzer Reitz hatte angestrengt zu tun. Mit dem Körnerertrag sind die Bauern zufrieden. Der Strohertrag läßt etwas zu wünschen übrig. Kreis Büdingen. r. ? Nidda, 19. Aug. Infolge zahlreicher Dieb- Ii ahle auf den Feldern, insbesondere infolge des ü"^chtigten Auflesens von Falläpfeln sowohl auf jtaotlschen, als auch auf privaten Obstgrundstücken, hat die Bürgermeisterei eine Belohnung für diejenigen ausgesetzt, die 3) i e b e m 11 91 am en a n g e b e n können. Die Diebe sollen bestraft und ihre Namen am Rathaus bekanntgegeben werden. — Den im vorigen Jahre durch die Landesbauernschaft Hessen-Nassau angeregten Blumenschmuck an henftern, Haus- und Toreingängen zur Hebung des Straßen- und Stadtbildes hat sich m diesem Jahre wesentlich erhöht. Der zur Begutachtung bestimm- ten Kommission war es inso^e der Fülle des gebotenen Blumenmaterials nicht leicht, das entfpre- chende Werturteil nach Pflege Farbenwirkung, Reichhaltigkeit und Gefamtelndruck zu fallen. Zur Prämiierung mit Blumenstöcken und Blatt- pflanzen stehen wiederum ausreichende Mittel zur Verfügung. Französischer Freiballon im Vogelsberg gelandet Lpd. Schlüchtern, 19. Aug. Bei dem Vogels» bergdorf Hintersteinau ist im Laufe des Donnerstag ein französischer Freiballon ge=- landet. Der Ballon hatte an einem Wettbewerb tcilg?nommen und war am Mittwochmittag 12.30 Uhr in Lille in Nordfrankreich gestartet. Durch ungünstige Witterungsverhältnisse war er offenbar abgetrieben worden. Die Landung ging glatt von- ftatten. Der Ballon war mit zwei Einwohnern von Lille bemannt. Der Krofdorfer Haushalt für 1937. I Krofdorf, 20. Aug. lieber den Haushaltsplan unserer 2536 Einwohner zählenden Gemeinde für das Rechnungsjahr 1937 wisid uns folgendes berichtet: Als Geschenk der Gemeinde wird jedem Brautpaar bei der Eheschließung ein Buch des Führers „Mein Kampf" ausgehändigt. Die Ausgabe hierfür ist mit 200 Mark vorgesehen. Die Gemeinde hat einen hauptamtlichen Polizeibeamten (Polizeihauptwachtmeister Langsdorf, früher in Groß-Rechtenbach) angestellt; sie erhält zu den Polizeikosten einen staatlichen Zuschuß von 3000 Mark, muß aber andererseits zu dem staatlichen Polizeilastenausgleich eine Summe von 1100 Mark zahlen. Der Schulstellenbeitrag zur Landesschulklasse beläuft sich auf 7632 Mark. Für die Erteilung des Turnunterrichts für Mädchen sind 100 Mark im Haushaltsplan vorgesehen. Die gleiche Summe ist für den Flugmodellbau in der Volksschule bereitgestellt. Beleuchtung, Reinigung und Heizung der Schule Ruhl Seilersweg Nr. 67 ■ adiO Telephon Nr. 3170 I eparaturen ,89W Q erfordern einen Kostenaufwand von 2000 Mark. Für den Schulgarten stehen 50 Mark zur Verfügung, die Kosten der öffentlichen Fürsorge sind mit 11 200 Mark veranschlagt; sie betrugen noch im Rechnungsjahr 1935 über 19 000 Mark, sind also seit dieser Zeit um rund 8000 Mark zu-ückgegangen. Für den Erwerb eines HI.-Heimes durch die Gemeinde soll ein Betrag von 4000 Mark zurückgelegt werden. Für die Kleinkinderschule sind 400 Mark bereitgestellt. Die Kosten der Gemeindeschwesternstelle erscheinen mit 1340 Mark in Ausgabe. Bei dem Titel „Regelmäßige Unterhaltung der öffentlichen Wege, Brücken, Straßen und Plätze" ist ein Betrag von 5000 Mark eingesetzt. Die Kosten der Zuchttier- Haltung sind in Einnahme und Ausgabe mit 4200 Mark ausgeglichen, womit den Vorschriften des Gesetzes über die Förderung der Tierzucht Genüge getan ist. Die Gemeinde ist im Besitze einer Motorspritze, für deren Unterhaltung (Brennstofsbeschaf- funtz usw.) 200 Mark vorgesehen sind. Für ein Kriegerdenkmal sollen weitere 500 Mark als Rücklage angesammelt werden. Die gemeindliche Badeanstalt erfordert einen Kostenaufwand von 4500 Mark. Die Einnahmen an Badegebühren sind mit 1000 Mark veranschlagt. Aus Grundvermögen werden folgende Einnahmen erwartet: Miete aus Gemeindewohnhäusern 3100 Mark, Pacht aus Gemeindegrundstücken 700 Mark, Einnahmen aus der Forstnutzung 28 000 Mark, Verkauf von Obst und Gras 1800 Mark, Jagdpacht 1200 Mark, WilÄfchadenerfatzgeld 800 Mark. Den Einnahmen stehen folgende Ausgaben gegenüber: Abgaben und Lasten für Gemeindewohnhäuser 4000 Mark, lausende Gebäudeunterhaltung 2000 Mark, laufende Aufwendungen für die Gemeindewaldungen 16 000 Mark, Bewirtschaftung des Gemeindeeigentums 400 Mark u. a. Bei der Gruppe „S t e u e r d e r ro a 11 u n g" find folgende Einnahmen verzeichnet: Anteile an der Reichseinkommensteuer 5000 Mark, Reichskörperschaftssteuer 700 Mark, Reichsumsatzsteuer 4800 Mark, Aufkommen an gemeindlichen Zuschlägen zur Grundoermögensteuer I und II 39 000 Mark, zur Gewerbesteuer nach dem Ertrage und Kapital 4600 Mark, lieber- Weisungen von Betriebsgemeinden (Gewerbesteuer- ausgleich) 400 Mark, Bürgersteuer 10 000 Mark, Gemeindebiersteuer 3600 Mark, Vergnügungssteuer 400 Mark. Die von der Gemeinde an ötn Kreis zu zahlende Umlage ist in Ausgabe mit 21786 Mark vorgesehen. Der Haushaltsplan schließt in Einnahme und Ausgabe mit 156 000 Mark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögensteuer I und II je 360 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages, Gewerbesteuer nach dem Ertrage und Kapital 170 v. H. des Meßbetrages, Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. Für die Bildung von Rücklagen find insgesamt 1200 Mark eingestellt. Hierzu rft zu bemerken, daß die Gemeinde die einzelnen Rücklagen bereits früher mit namhaften Beträgen angesam- melt hat. Hingfampf mit einem Verbrecher. Wetzlar, 20. Aug. (Lpd.) Die Kriminalpolizei bittet die Bevölkerung um Mitfahndung nacy dem Sittlichkeitsverbrecher, der, wie gemeldet, am Dienstagnachmittag ein 6jähriges Mädchen von der Anlage fortgelockt hat, um es zu mißbrauchen. Daß der Verbrecher feine Tat nicht vollenden konnte, ist dem Einschreiten eines jungen Mannes Zu danken, der sich auf einer Bank in der Anlage ausruhte. Er sah den Mann mit dem Kind kommen und in den Wald gehen. Irgendwie schöpfte er Verdacht und schlich den beiden nach, die eine abgelegene Stelle abseits vom Wege aufgesucht hat- ten. Als sich der Mann beobachtet sah, ließ er von dem Kinde ab und stürzte sich auf den Verfolger. kam zu einem heftigen Ringkampf, bei dem der junge Mann den Kürzeren gezogen hatte, denn der Verbrecher war bedeutend größer und kräftiger. Das Kind lief während des Ringens schreiend davon, und nun schien es dem Verbrecher doch geraten, das Weite zu suchen. Die Kriminalpolizei legt großen Wert darauf, diesen Menschen, der offenbar vor nichts zurückfchreckt, zu ermitteln. Das Recht im täglichen Leben. Zeder soll Urlaub haben. Don Or. Erich Schmidt. Unsere Urlaubsregelung hat nicht in einer verwickelten und umständlichen Gesetzgebung ihre Rechtsgrundlage. Man hat vielmehr den nationalsozialistischer Sozialauffassung entsprechenden Grundsatz aufgestellt, daß jeder schaffende Deutsche seinen Urlaub haben soll. Für die Arbeiter und Angestellte bedeutet die Verwirklichung dieses Grundsatzes die Gewährung des Urlaubs unter Fortzahlung des Lohnes oder Gehaltes. Gerade darauf kommt es an. Denn wer von den in einem Arbeitsverhältnis Stehenden könnte sich eine Urlaubsreife, oder eine sonstige wirkliche Erholung leisten, wenn er nicht für die Urlaubszeit seine Bezüge weitererhielte! Im Sinne unserer Rechtsauffassung hat das Reichsarbeitsgericht in seinem Urteil vom 16. Januar d. I. festgestellt, daß der Urlaub nicht als Schenkung des Betriebsführers an feinen Gefolgsmann anzusehen ist, sondern als ein Teil „der vertraglichen Gegenleistung für die in der Vergangenheit geleistete Arbeit". Es ist die Aufgabe zunächst der von den Treuhändern zu erlassenden Tarifordnungen, die Urlaubsfrage für die von ihnen erfaßten Arbeitsverhältnisse zu regeln. Soweit Tarifordnungen nicht ergangen sind, bilden Betriebsordnung oder Einzelarbeitsvertrag, oder der durch die bisherige Handhabung in einem Betrieb entstandene Rechtsanspruch die Rechtsgrundlagen für den Urlaubsanspruch des Gefolgsmannes. Die ,Reichstreuhänder der Arbeit haben Richtsätze für die Urlaubsgewährung erlassen. Sie geben dem Betriebsführer einen Anhalt dafür, was als Mindestmaß für die Urlaubsregelung billigerweise erwartet werden darf. Die Berechnung der Urlaubsdauer kann verschieden erfolgen. Zunächst einmal wird allgemein heute anerkannt, daß der Urlaub für die Lehrlinge und die sonstigen Jugendlichen nach den bei ihnen aus gesundheitlichen Gründen gegebenen Notwendigkeiten abgestuft sein muß. Deshalb ist fast regelmäßig der Urlaub im ersten Lehrjahr länger als im letzten Jahr der Lehrzeit. Für die Erwachsenen kann der Urlaub nach dem Lebensalter, oder nach der Betriebszugehörigkeit abgestuft sein. Berufszugehörigkeit oder Lebensalter als Maßstab haben den Vorteil, daß der Gefolgsmann beim Wechsel seiner Arbeitsstelle mit seinem Urlaubsanspruch nicht wieder von vorne beginnen muß. Deshalb ist diese Regelung vorzuziehen. Auf der anderen Seite sehen viele Betriebsführer in der Abstufung der Urlaubsdauer nach den Jahren der Betriebszugehörigkeit eine gewisse Treueprämie und ein Zeichen der Betriebsverbundenheit. Auch dieser Gesichtspunkt hat durchaus seine Berechtigung. Manche Tarifordnungen haben deshalb beide Berechnungsweisen kombiniert etwa derart, daß der Urlaub in seiner Dauer zwar nach Lebensjahren bemessen wird, aber für bestimmte Jahre der Betriebszugehörigkeit gewisse Tage Mehrurlaub als Treueprämie zu gewähren sind. Wenn heute bei uns.die Urlaubsregelung in so vorbildlicher Weise durchgeführt ist, so hat die Rechtsprechung des Reichsarbeitsgerichts sehr vi^l dazu beigetragen. In seinem bereits erwähnten Urteil vom 16. Januar d. I. hatte sich das Reichsarbeitsgericht mit dem Fall zu befassen, daß einem Gefolgsmann, der durch eigene Kündigung ausgeschieden war, der Urlaub verweigert wurde. Das Gefolgschaftsmitglied hatte bei feinem Ausscheiden noch keinen Urlaub gehabt und deshalb feine Firma auf den Lohn für die ihm tariflich zuftehenden Urlaubstage verklagt. Nun war in der fraglichen Tarifordnung die Bestimmung getroffen, daß die von ihr erfaßten Gefolgschatfsmitglieder einen Urlaubsanspruch bei einem Ausscheiden aus dem Betriebe nur haben, wenn die Lösung des Arbeitsverhältnisses ohne eigenes Verschulden des Gefolgsmannes erfolgt. Hierauf hatte sich die beklagte Firma berufen und den Standpunkt vertreten, daß die Setbstkündigung des Gefolgsschaftsmitgliedes ein Verschulden im Sinne dieser Bestimmungen darstelle. Das Reichsarbeitsgericht hat diese Auffassung zu- rückgewiesen. Es hat die Firma zur Zahlung des geforderten Lohnbetrages verurteilt. In feiner Urteilsbegründung stellte es fest, daß nur ein Mißbrauch des Kündigungsrechtes eine Anwendung der genannten Tarisordnungsbestimmung rechtfertigen würde. Auch selbst wenn der Beschäftigte kündigt, weil sich ihm eine günstigere Arbeitsgelegenheit bietet, so sei darin weder ein Mißbrauch des Kundi- aungsrechtes noch ein sonstiges Verschulden des Gefolgsmannes zu sehen. . Eine weitere wichtige Frage ist immer die, welcher Lohn für die Urlaubszeit zu zahlen ist. Bel Festbesoldeten ist sie leicht zu beantworten. Wie aber steht es, wenn ein Arbeiter neben seinem Tariflohn Zuschläge erhalten hat etwa für regelmäßige Ueberftunbenarbeit oder für Nachtschicht oder für andere Sonderleistungen? Ist Dann sur die Urlaubszeit nur der Grundlohn zu zahlen? Oder hat der Beurlaubte Anspruch darauf, daß ihm auch die Zuschläge weitergezahlt werden? Auch diese Frage hat das Reichsarbeltsgericht und zwar durch fein Urteil vom 19. Dezember 1936 eindeutig entschieden. Das höchste arbettsrechtliche Gericht Deutschlands hat den Satz aufgestellt datz das Gefolgschaftsmitglied Anspruch auf Zahlung desjenigen Lohnes in der Urlaubszelt gsund, atz ch hat, den es ohne Beurlaubung verdient haben würde. Naturgemäß kann die Tarifordnung etwas anderes festlegen. Aber dann muß nach Dem Urteil des Reichsarbeitsgerichts dieser „Wille, von der erwähnten natürlichen Auffassung über das Wesen des Urlaubsrechts abzuweichen, klar 3UM Ausbruck kommen". Im Zweifelsfalle ist eine etwa für Nachtarbeit gemäß einer Tarif- oder ^/iriebsordnung zu zahlende Schichtzulage für die Urlaubsvergutung nicht als Aufwandsentschädigung, smidern als Lohn Zulage anzusehen. Damit aber rechnet sie zu den Bezügen, die während des Urlaubs an das G f g fchaftsmitglied weiterzuzahlen sind. ™ ; < In seinem genannten Urteil hat das Reichs, arbeitsgericht einige Beispiele hierfür ang f h ■ Kraftwagenführer, so sagt es, der ne Durchschnittslohn für eine Arbeitszeit wn 48 Stun den eine regelmäßig gezahlte Pouschalvergutu g für Überstunden erhalten hat kann diese Mehr oeraütuna auch für die Urlaubszelt beanspruchen, ferner: einem G-s°Iq!ch->s'smitglied. dem wahrend der Arbeitszeit eine Schmutzzulage gezahlt roirö i|t diele auch für die Urlaubstage neben dem eigenb liehen Tariflohn zu zahlen. „3ft em ®efoI9fÄT Mitglied" fagt das Reichsarbeltsgericht wörtlich, rea Imäfiia und ständig mit Arbeiten beschäftigt toorben, bei denen regelmäßig eine Lohnzulage (Ueberftundenzulage, Schmutzzulage, Nachtfchichtzu lagen und dergleichen) gezahlt wird, so besteht ein Anspruch auf Fortzahlung dieser Zulagen während der Urlaubszeit auch dann, wenn das Gefolgschaftsmitglied keinen Anspruch darauf hat, mit Arbeiten beschäftigt zu werden, für die die Zulage zu zah- Naturgemäß muß auch die andere Seite bei dem dargelegten Grundsatz der Lohndemessung für die Urlaubszeit beachtet werden. Enthält die Tarifordnung keine abweichenden Bestimmungen, so ist bei vorausgegangener regelmäßiger Kurzarbeit auch nur der Kurzarbeiterlohn für die Urlaubstage zu beanspruchen. Selbstverständlich darf aber nicht der Lohn für die Zeit der Beurlaubung einem Gefolgschaftsmitglied deshalb gekürzt werden, weil etwa nur rein zufällige Arbeitsstunden im Betrieb ausgefallen find. Manche Tarifordnungen sprechen davon, daß nach einer Beschäftigungsdauer von einem Jahr der Urlaubsanspruch des Gefolgschaftsmitgliedes entstanden ist. Wie ist das nun auszulegen? Soll das erste Jahr ein Sperrjahr sein oder ist nach seinem Ablauf der erste Urlaubsanspruch für das zurückliegende Jahr entstanden? In seinem Urteil vom 26. Februar hat das Arbeitsgericht Bremen den Grundsatz aufgestellt, daß das erste Jahr nur bann als Sperrjahr angesehen werben barf, wenn dies die Tarifordnung ausdrücklich und eindeutig bestimmt. Ebenso ist nach der arbeitsrechtlichen Rechtsprechung der Urlaubsanspruch entstanden, wenn ein Gefolgschaftsmitglied zunächst nur aushilfsweise beschäftigt, bann aber in ein orbentliches Arbeitsverhältnis übernommen würbe. Die Aushilfszeit rechnet in solchen Fällen für bie Entstehung des Urlaubsanspruches unbedingt mit. Noch manche Zweifelsfragen könnten angeführt werden. Sie alle find aus dem gesunden Volksempfinden heraus zu beantworten gemäß dem Grundsatz des nationalsozialistischen Deutschlands, daß jeder schaffende Volksgenosse Urlaub haben soll. Wo es notwendig wurde, sind deshalb auch Sonderregelungen geschaffen worden wie es die Urlaubs® Markenbestimmungen für das Baugewerbe mit seinem häufigen Wechsel des Arbeitsplatzes beweisen. Wir haben durch den erfolgreichen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit das Recht auf Arbeit verwirklicht. Aber wir haben auch Vorsorge dafür getroffen, daß durch Freizeit und Erholung Arbeitskraft und Arbeitsfreude erhalten bleiben. Schuldenregelung für Erbhöfe. NSG. Das Landgericht in Kiel hat am 21. April 1937 folgende interessante Frage in einer Weise entschieden, die dem Sinn des Gesetzes gerecht wird und die Entschuldung des Erbhofes auch unter erschwerenden Umständen noch möglich macht. Bekanntlich hat die achte Durchführungsverordnung die Frist zur Beantragung des Schuidenrege- lungsverfahrens bis zum 31. Dezember 1936 für Bauern neu eröffnet. In einzelnen Fällen lag die Sache so, daß jemand einen Betrieb, der Erdhof- eigenschaft hat, zwar seit längerer Zeit bewirtschaftete, aber noch nicht als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen war. Es bestand in diesen Fällen auch nicht die Möglichkeit, die Umschreibung im Grundbuch vor dem 31. Dezember 1936, dem Ablauf der Antragsfrist, zu bewirken. Trotz dieser Sachlage haben solche Betriebsinhaber den Entschul- bungsantrag gestellt, zum?l sie damit rechnen konnten, nach Schluß der Antragsfrist als Eigentümer eingetragen zu werden. Hierbei entstand die Rechtsfrage, ob der Antrag überhaupt zulässig war, da die neue Antragsfrist nur für Bauern eröffnet wurde, die betreffenden Betriebsinhaber aber noch keine Bauern waren. Nach dem Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen bestand keine Antragsmöglichkeit. Das Landgericht hat jedoch nicht allein den Wortlaut des Gesetzes, sondern seiner Entscheidung den Sinn und Zweck der achten Durchführungsverordnung zugrunde gelegt. Der Sinn dieser Vorschrift ist nämlich, eine möglichst umfassende Schuldenregeluna zu schaffen. Zwar war — so führt das Landgericht aus — der Besitz am letzten Anmeldetag, am 31. Dezember 1936, noch nicht Erbhof. Er wurde aber bereits von dem jetzigen Bauern bewirtschaftet (die Eintragung als Eigentümer erfolgte in diesem Fall am 12. April 1937). Die Umschreibung war, soweit sich ersehen läßt, aus Kostengründen nicht erfolgt. Würde man nun in diesem Falle die Entschuldung nicht zulassen, so wäre für den belasteten Erbhof die Schuldenregelung ausgeschlossen. Der Betriebsinhaber würde also im Augenblick der Umschreibung mit einer erheblichen Schuldenlast belastet sein, und zwar mit einer Schuldenlast, die er teilweise schon durch Verträge von 1932 mit übernommen hat. Der Erbhof würde also von Anfang an in Schwierigkeiten sein. Um ein solches unerwünschtes Ergebnis zu verhindern, läßt sich nach Auffassung des Landgerichts die Auslegung rechtfertigen, daß auch solche Landwirte die Schuldenregelung noch bis zum 31. Dezember 1936 beantragen konnten, die tatsächlich einen Erbhof bewirtschaften, die ferner schon einen Anspruch auf Umschreibung haben und bei denen lediglich aus Gründen, die nicht in ihrer Person oder in der Erbhofeigenschaft des Betriebes liegen, die Umschreibung bisher nicht erfolgt ist. Allerdings muß man verlangen, daß die Umschreibung, also die Eintragung als Eigentümer, unverzüglich erfolgt, da erst nach erfolgter Umschreibung das Entschuldungsverfahren eröffnet werden kann. Zwangsweise Bestellung von Grund und Boden. Mit dieser in der Zeit der Erzeugungsschlacht der deutschen Landwirtschaft und des neuen Dier- jahresplans besonders wichtigen Angelegenheit haben sich auch die ordentlichen Gerichte befaßt. Insbesondere ist ein Urteil des Landgerichts Lieg- nitz vom 1. Dezember 1936 (Juristische Wochenschrift, 66. Jahrgang, Heft 10, Seite 643, 644) von allgemeiner Bedeutung. Diesem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Beklagte hatte im Mai 1935 in der Zwangsversteigerung ein landwirtschaftliches Grundstück erworben, das er, ebenso wie sein Dorbesitzer, unbestellt liegen ließ. Der zuständige Kxeisbauernführer setzte ihm eine Frist zur Bestellung mit der Androhung, andernfalls die Bestellung auf seine Kosten durchführen zu lassen. Nach Ablauf der Frist ließ die Kreisbauernschaft die Aecker düngen und einsäen. Die Bestellung ist infolge vollständiger Mißernte vergeblich gewesen. Mit der Klage hat der Kreisbauernführer als Kläger den Ersatz seiner Aufwendungen verlangt, deren Zahlung der Beklagte verweigert hat mit der Begründung, daß für ihn keine Rechtspflicht zur Bestellung bestanden habe. Er wurde aber sowohl in erster als auch in zweiter Instanz zur Zahlung verurteilt. Die Klage wurde gestützt auf die Bestimmungen des BGB. über die Geschäftsführung ohne Auftrag (§§ 679, 683 BGB.). Das erkennende Gericht führt in der Urteilsbegründung aus, daß die Voraussetzungen der Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag erfüllt find, denn die Bestellung lag im öffentlichen Interesse. Das deutsche Volk hat einen schweren Kampf um seine Nahrungsfreiheit zu führen, um seine völlige politische Freiheit zu erringen, denn politische Freiheit ist ohne Nahrungsfreiheit nicht denkbar. Der Weltkrieg hat dies deutlich gezeigt. Die Erzeugungsschlacht ist in erster Linie von den deutschen Bauern und Landwirten zu führen. Sie sind hierzu berufen und auch verpflichtet, denn es ist die vornehmste Aufgabe jedes einzelnen Deutschen, die Interessen der Allgemeinheit nach Kräften zu fördern. Diese Pflicht ergibt sich aus den Grundsätzen der nationalsozialistischen Weltanschauung und braucht nicht, wie der Beklagte meint, gesetzlich bestimmt zu werden. Die Erfüllung der Pflichten, die der Kampf um die Nahrungsfreiheit mit sich bringt, liegt also im öffentlichen Interesse, denn die Erzeugungsschlacht kann nur dann den erwarteten Erfolg haben, wenn jeder Bauer und jeder Landwirt darauf bedacht ist, seinen Grund und Boden so.intensiv wie möglich auszunutzen. Es ist deshalb nicht zu billigen, wenn ein Grundstückseigentümer Ackerland brach liegen läßt. Die Staatsbehörden handeln nach dem Willen des Volkes und nur im Interesse der Gesamtheit, also der Oeffentlichkeit, wenn sie im Falle einer Weigerung die Bestellung von Ackerland selbst vornehmen. Das vorerwähnte Urteil ist sehr zu begrüßen. Mit Recht hebt das Urteil hervor, daß öffentliche Pflichten heute nicht mehr nur aus niedergeschriebenen Gesetzen erfolgen, sondern sich für jeden Deutschen auch aus den Grundsätzen der nationalsozialistischen Weltanschauung ergeben. Fahrer und Führerschein. Was viele noch nicht wissen. So ist z. B. vielfach nicht bekannt, daß auch beim Fahren von führerscheinfreien Fahrzeugen stets ein amtlicher Personalausweis mit Lichtbild mitgeführt werden muß. Es darf also niemand ein führerscheinfreies Kraftfahrzeug fahren, der nicht feinen amtlichen Personalausweis bei sich hat. Der Kraftfahrzeugschein ist aus dem Grunde fein Personalausweis, weil er ja nur auf Das Kraftfahrzeug und nicht auf die Person des Fahrers ausgestellt ist. Für Personenwagen wird im allgemeinen der Führerschein Klasse 3 benötigt. Dies trifft auch bann noch zu, wenn ein e i n ochsig^r Anhänger für Gepäck ober als Wohnwagen beim Wochenende mitgeführt wird. Wenn man einen Saft- oder Wochenendanhänger mit zwei Achsen anhangt, so sieht die Sache sofort anders aus. Es handelt sich jetzt um einen „L a st z u g mit m e h r al s b r et Achsen" unb natürlich auch mit mehr als 20 km Geschwinbigkeit. Hierfür ist aber ber Führerschein Klasse 2 erforberlrch, unb ber von Klasse 3 genügt hier nicht mehr. Fährt man trotzbemunb wirb kontrolliert, so gibt es eine empfmbliche Gelbstrafe. Gerabe biefe „Verkehrssunbe wirb bei ben Derkehrskontrollen häufig festgestellt. Man muß also in biesem Falle baran benfen, ben Führerschein der Klasse 3 auch auf Klasse 2 ausbehnen zu lassen. Es ist hierzu nur noch eine kleine Fahrprüfung nötig, bie nur geringe Unkosten verursacht. Aehnlich liegen bie Verhältnisse, wenn man ein Kraftfahrzeug einer anberen Fuhrerschemklasse fahrt. Mit bem Führerschein ber SU a ff e 2 (Kraftwagen über 3,5 Tonnen Eigengewicht unb Lastzügen über 3 Achsen) kann man ohne weiteres alle anberen Personen- unb ßaftroagen fahren, aber nicht umgekehrt. Ebenso genügt ber Führerschein Klasse 1 für schwere Motorräber nicht zum Fahren auf einem kleinen Kraftwagen. Hierbei ist übrigens noch etwas zu beachten, was früher zulässig war, aber burch bie neue Reichsstraßenoerkehrsorbnung geänbert mürbe. Der Führerschein Klasse 1 gilt nur noch für Motor-Zweiräber, bagegen nicht für Motorbreiräber. Bei biesem ist ein Führerschein Klasse 3 notmenbig. Ein Motor-Zweirab wirb aber burch einen Anhänger noch nicht zu einem Motor-Dreirab, für einen Beiwagen-Gespann genügt also noch ber Führerschein Klasse 1. Zusammenfassenb gelten bie Führerscheine heute also folgenberrnaßen: Klasse 1 für Kraftzweiräber mit einem Hubraum über 200 ccm, sowohl ohne als auch mit Beiwagen. Klasse 2a für Kraftwagen mit einem Eigengewicht (also ohne Labung) über 3,5 Tonnen gemäß ber Gewichtsangabe im Kraftfahrzeugschein. Klasse 2b für Lastkraftzüge mit mehr als brei Achsen unb einer Geschwinbigkeit von mehr als 20 km/st, wobei beide Voraussetzungen erfüllt fein müssen. Klasse 3 alle übrigen Kraftfahrzeuge, also Personenwagen, Kraftbreiräber, Lastwagen unter 3,5 Tonnen Eigengewicht. Zuwiberhanblungen werben als „Vergehe n" bestraft. Darin liegt bie Tatsache verborgen, baß ein Verstoß gegen bie Bestimmungen über bie Führerscheine nicht burch eine Polizeistrafe geahnbet werben kann, fonbern hierfür nur ber Richter zustänbig ist. Daburch erhöhen sich auch in leichten Fällen bie Kosten auf minbeftens etwa 30 bis 40 RM. M. D. Auch bann LnfallentschOigung. Von einem besonberen Mißgeschick würbe ein Fuhrmann betroffen, ber sich aufmachte, Futter für seine Pferbe zu holen. Auf einem Waldwege traf er eine Polizeistreife, die einem Verbrecher auf ben Fersen war. Der Fuhrmann legte feinen Futtersack zur Erde und beteiligte sich an ber Verbrechersuche. Durch einen tragischen Umstanb mürbe ber Fuhrmann im Gehölz von einem Polizeibeamten erschossen. Die Zahlung einer Unfallentschäbigung mürbe abgelehnt. Es fei zmar richtig, baß ber Fuhrmann einen Betriebsmeg angetreten habe, um Futter für feine Pferbe zu holen. Daburch ober, baß er sich an ber Suche nach bem Verbrechen beteiligt habe, habe er ben versicherten Betriebsweg unterbrochen. Daher könne biefer Unfall nicht als Betriebsunfall angesehen unb auch nicht entschä- bigt werben. Das Reichsversicherungsamt war als letzte Instanz anderer Meinung: „Es bleibe die Frage zu prüfen", so meinte das Versicherungsamt, „ob der verunglückte Fuhrmann burch Beteiligung an ber Verfolgung bes vor ber Polizei flüchtenben Verbrechers bie an sich versicherte Tätigkeit berart unterbrochen habe, baß barin eine Lösung vom Betriebe zu erblicken wäre." Diese Frage hat ber Senat verneint im Hinblick auf bie ftänbige Rechtsprechung bes Reichsversicherungsamtes, baß burch kurze Unterbrechungen ber Betriebstätigkeit eine Losung vom Betriebe nicht eintritt. Der Senat hat oorliegenben Fall gleich einem ähnlichen Fall beurteilt, wo ein Arbeiter auf bem Heimwege von ber Arbeitsstätte beim Versuch, seinen auf bas Bahngleis gelaufenen Hunb vor bem Ueberfahren- roerben zu retten, auf bas neben bem Weg entlang» führenbe Geleis ber Grubenbahn gesprungen unb hierbei löblich verunglückt war. Ebensowenig wie in biesem Falle burch kurze Unterbrechung bes Heimweges eine Lösung vom Betriebe angenommen worben ist, hat ber Senat im vorliegenden Falle eine solche Lösung für gegeben erachtet. Denn auch hier hat ber Verunalückte nur für verhältnismäßig kurze Zeit seinen Weg zum Futterholen unterbrochen, indem er, um bie Polizei bei ber Verfolgung eines flüchtenben Verbrechers zu unterstützen, eine kleine Strecke in ben Walb hineingelaufen ist, wobei er burch bas Versehen eines Polizeibeamten burch einen Schuß verletzt würbe. Dieser Unfall ist baher bem versicherten Betriebe zuzurechnen und bemgemäß auch zu entschäbigen. Sinn und Zweck des Gnadenerwe ses. NSG. Ein Lanbesarbeitsgericht hat über ben Zweck bes ©nabenerroetfes, ber Vorbestraften beschränkte Auskunftserteilung zuteil werben läßt, Ausführungen von grundsätz- licher Bebeutung gemacht. Wer staatsbürgerlich entgleist, muß bie Folgen tragen. Er finbet nicht nur feine gerichtliche Strafe, fonbern er muß sich auch damit abfinben, daß ihm manche Wege verbaut sind, die unbescholtenen Staatsbürgern offenstehen. Andererseits besteht auch ein öffentliches Interesse daran, daß diese Folgen der Bestrafung nicht übertrieben werden, denn ber Entgleiste soll — sofern er nur besserungsfähig ist — wieder ein nützliches Glieb ber Volksgemeinschaft werben. Aus biefer Erwägung heraus ist bie Begnabigung für verbüßte Strafen eingeführt worben. Es besteht bann bie sogenannte beschränkte Strafregisterauskunft, b.h. ber Segn ab igle kann bamit rechnen, baß diese Strafen amtlich nicht mehr mitgeteilt werden. Nun wird es freilich immer vorkommen, daß bei Anstellung eines solchen Vorbestraften die ^rage nach seiner Unbescholtenheit gestellt wird. Vor allem pflegen Behörden ihr Personal einen Revers ober begleichen unterzeichnen zu lassen, in bem versichert wirb, gerichtliche Strafen nicht erlitten zu haben. Wie soll sich nun ein Vorbestrafter, dem ber Gnabenerweis ber beschränkten Auskunftserteilung zuteil würbe, bemgegenüber verhalten? Darf er auf Grunb dieser Begnabigung bie davon erfaßten Strafen verschweigen, unb ist das nicht überhaupt ber ganze Sinn ber Maßnahme? Eine Ortskrankenkasse stellte einen Kanzlisten ein, ber im Anstellungsvertrage seine Unbescholtenheit versichern mußte. Er tat bas auch, obwohl er wegen Unterschlagung, Betrugs unb fahrlässigen Falscheids bestraft worden war, aber den besagten Gnaden- erweis erhalten hatte. Später machte er bann noch ehrlicherweise ben Zusatz, baß biesbezüglich beschränkte Auskunftserteilung beftünbe. Man wirb zugeben müssen, baß billigerweise nicht mehr von ihm verlangt werben konnte. Durch Versehen einer Behörbe erhielt bie Ortskrankenkasse nachttäglich Kenntnis bes vollen Sttafregisters, worauf sie ben Kanzlisten fristlos entließ unb zugleich den Anstellungsantrag wegen arglistiger Täuschung unb wegen Irrtums als nichtig erklärte. Versicherungsamt, Oberversicherungsamt und Arbeitsgericht hielten auch bie fristlose Entlassung für gerechtfertigt. Das Lcmbesarbeitsgericht nahm jeboch eine an» bere Haltung ein, bie grunbfätzlich bebeutunasvoll ist. Das Vorbringen ber arglistigen Täuschung wurde mit der Begründung zurückgewiesen, daß ber Kanzlist sich zur Verschweigung berechtigt halten konnte, ba bas ja Sinn unb Zweck bes ©naben» erweises war. Von Arglist könne also keine Rebe sein. Aber auch ber Einwanb bes Irrtums wurde nicht anerkannt. Zwar waren die in biesem Falle begangenen Straftaten so schwerwiegend, baß an sich ein tatsächlicher Irrtum über bie Charaktereigenschaften bes Anzustellenben vorlag. Zur Anfechtung berechtigt aber nur ein Irrtum über Eigen- schäften, „bie im Verkehr als wesentlich" angesehen werden, unb ba kommt es stets auf die Umftänbe bes Falles an. Die bloße Tatsache, baß ein Mensch wegen Vermögens- ober Eib es vergehen bestraft worben ist, genügen nicht, um ihn für bie Art ber Beschäftigung auch in einem öffentlichen Betrieb untauglich zu machen. Das sei schon im Interesse ber Gefangenenfürsorge nicht zuzulassen. Es komme vielmehr auf ben Arbeitsplatz an. Kann ber Vorbestrafte auf diesem nicht in Versuchung geraten, in seine früheren Fehler zurückzufallen, so kann die Tatsache ehemaliger Fehltritte nicht mehr als „verkehrswesentlich" gelten. Nun haben freilich öffentliche Betriebe auch darauf zu achten, daß das Ansehen des Betriebes unb ber Gefolgschaft nicht beeinträchtigt wirb. In feiner Kanzleistelle aber kam biefer Vorbestrafte für eine Vertretung nach außen hin nicht in Betracht. Zubern hatte er sich über ein Jahrzehnt einwandfrei geführt. Wenn dadurch auch der Flecken nicht völlig abgewaschen sei, so dürfe doch nicht verkannt werden, daß solche Flecken auf ber Ehre bei langjährigem tabeifreiem Verhalten verblassen. 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Man hat in übertriebener Sorge für Zufuhr von Salzen künstliche Nährsalzgemische hergestellt. die dem in der Milch nachaebildet waren und die von Nährsalzsekten angepriesen wurden, es hat sich aber diese besondere Zufuhr nicht als nötig kurz beschrieben — zuerst in einem Mahlgang gequetscht, dann in einem besonderen Behälter erhitzt (auf eine Temperatur von etwa 70 Grad Celsius) und hierauf unter das eigentliche Schlagwerk gebracht. Dieses Schlagwerk ist eine altväterliche Einrichtung, die zwar zweckmäßig ist, aber keine sehr hohe Leistung ermöglicht. Auf einer rotierenden Walze sind derbe Stangen angebracht, an deren Enden bewegliche Hämmer sitzen, die in gleichmäßigen Abständen auf die Frucht einschlagen und das Del austreiben. In mittleren Betrieben geschieht die Oelgewin- In der Oelmühle. Am Oelfruchterwärmer (im Bilde rechts) und an der hydraulischen Presse, deren Zylinder unmittelbar links neben dem Oelmüller zu sehen ist. Die von den Bauern sehr begehrten Oelkuchen, ein eiweißreiches Futtermittel für das Milchvieh. Unter dem schweren Kollergang wird die Oelfrucht für den Preßvorgang vorvereitet. (Aufnahmen söj: Neuner, Gießener Anzeiger.) Die Bedeutung des Oelfruchtanbaues im kleinen ländlichen Betrieb liegt auf der Hand. Was der Bauer für seinen eigenen Gebrauch an Speiseöl aus eigenem Boden gewinnt, braucht schon nicht aus ausländischen und daher devisengebundenen Oel- früchten gewonnen zu werden! Durch die staatliche Förderung wird mancher Bauer veranlaßt werden. Unser täglich Brot. Von Professor Or. Bürler, Direktor des physiologischen Instituts der Universität Gießen. eine verblüffend einfache, aber aus der Erfahrung heraus absolut sichere Weise festgestellt. Die Bäuerin wirft eine kleine Zwiebel in das Del, und wenn diese Zwiebel dun- feibraun geworden ist, dann ist das Del von seinem rauhen Geschmack befreit und für alle mög- lichenSpeisezwecke brauchbar Es steht den Speiseölen, die man beim Kaufmann in der Stadt erhält und die meist aus aus- ländischen Delfrüchten ge- Wonnen sind, an Güte und Reinheit nicht nach. Bleibt noch zu erwähnen, daß aus dem Flachssamen das vorzügliche Leinöl und aus Bucheckern ein sehr zartes Del geschlagen werden Fann. Auch für diese beiden Arten gibt der Staat hohe Ausgleichsteuersätze. Speiseöl aus bewährte Bauernart Raps und Rübsen auf dem Weg durch die Oetmühlen. Die meisten oberhessi- schen Delmühlen Aus sauberen Gefäßen wird das Del' in Kanister gefüllt. gleichmäßiger Menge zwischen große kreisrunde Stahlplatten gebracht wird (der Durchmesser dieser Platten entspricht der lichten Weite des Preßzylinders), vom Metall durch Roßhaardeckchen getrennt, so daß auch aus der Mitte des dabei entstehenden Kuchens das Del ungehindert abfließen kann. Zur besseren Ausnützung werden die Kuchen aus dem ersten Preßgang unter einem schweren Kollergang noch einmal bearbeitet, wiederum der Erhitzung und dem Preßvorgang unterzogen. Gelb und schwer fließt das Del in bereitgefteUte Eimer und Kannen. In der „Hintergässer Mühle" zu Nieder-Dhmen, in der auch die hier gezeigten Bilder ausgenommen wurden, wird das Del auf die hier beschriebene Weise gewonnen. Zn der Menge und im vollen Eimer erscheint das Del dunkel, Sinkstoffe setzen sich aber bald ab, und das hellgelbe, goldig glänzende Del kann abgeschüttet werden. Aber noch kann es so in der Küche nicht verwandt werden. Das Del, wie es aus der Presse kommt, enthält nämlich noch Senföle, die ihm einen bitteren, herben oder rauhen Geschmack geben. Dieser Geschmack muß beseitigt werden. Deshalb muß die Bäuerin das Del „kreischen". Sie bringt es zum Sieden! Dabei verdampfen die Senföle. Wenn dieser Berdampfungsprozeß beendet ist, wird auf und Duftstoffen, die in den Nahrungsmitteln selbst enthalten sind, oder durch Zusätze von Kräutern, Blüten, Früchten, Samen, Wurzeln und Rinde, die als wirksame Stoffe messt ätherische, die Magensaftsekretion anregende Dele enthalten. Die Kenntnis von der Bedeutung der Vitamine hat vielfach zu einer Ueberfütterung mit diesen geführt, was sich ungünstig ausgewirkt hat; bei richtiger Wahl der Nahrung ist für den Gesunden ein besonderer Zusatz von Vitaminen nicht erforderlich. Von Genußmitteln kommen besonders Kaffee, Tee, Kakao und Alkohol in geistigen Getränken in Betracht. Die ersteren enthalten das Alkaloid Koffein oder verwandte Stoffe, die anregend und die Ermüdung beseitigend wirken. Was ist nicht schon alles über das letztere, den Alkohol, geschrieben worden, aber man sieht heute klar in bezug auf seine Wertung. Er ist ein energiereicher Stoff — liefert doch ein Gramm 7,3 Kal., also mehr als Eiweiß und Kohlehydrate —, der im Stoffwechsel auch ausgenutzt wird, sparend in bezug auf die andern energiereichen Stoffe wirkt und auch das Gefühl von Wärme erzeugt, aber es ist em „Heizen bei geöffneten Türen", da die Blutgefäße der Haut erweitert werden und so die Wärme wieder abgegeben wird. Er regt viele Funktionen und besonders zu hohem Geistesflug an, er fördert die Geselligkeit und „erfreuet des Menschen Herz", Freude aber ist die Duelle vieler Tugenden. Aber er wird leicht zum Blender, indem er Kräfte, körperliche und geistige, oortäuscht, die nicht vorhanden sind. Vor allem aber beseitigt er schließlich die für den Menschen so notwendigen psychischen Hemmungen, wirkt narkotisch, lähmend und schwemmt auch wichtige Stoffe der Gehirnsubstanz aus. Alles in der Welt hat eben feine zwei Seiten. Da er in geringen Mengen schon im Blut nachgewiesen werden kann, muß jeder Autofahrer, der unter Alkoholeinfluß steht, bei Unglücken der Bezichtigung 3n den vergangenen Jahrzehnten war es in unserem Vaterland und damit auch in unserer oberhessischen Heimat um die Schlagmühlen, die Oel- mühlen, reichlich still geworden. Lange genug waren von den früheren Regierungen ohne Bedenken Del- früchte und Dele eingeführt worden. Dadurch kamen Die Delmühlen zum Stillstand, gerieten sie fast in Vergessenheit Zn Dberhessen waren bis 1933 nur noch wenige Delmühlen in Betrieb. Aber, wie auf so manchem Gebiet, auch hier hat der nationalsozialistische Staat Wandel zum Guten geschaffen. Zm Jahre 1934 erging die erste staatliche Maßnahme, die der Förderung des Delfaatenanbaues diente Dem Bauern, der sich bereit fand, Del- faaten, insbesondere Raps und Rübsen anzubauen, wurde ein fester Preis, ein Mindestpreis von 32 Mark für den Doppelzentner Oelfrucht garantiert, die ihm der Oelmüller für feine eigene Rechnung abnahm. Dem Oelmüller wurde für die gesetzliche Besteuerung eine Ausgleichsförderung bewilligt, die ihm zu einem Zeitpunkt bezahlt wird (von Staats wegen), der erheblick vor dem Fälligkeitstermin der Fettsteuer liegt. Diese Ausgleichsförderung liegt für das Zahr 1937 zum Teil höher, als die Fettsteuerbeträge. Der Staat fördert also den Delfaatenanbau in erheblichem Maße, und das Hauptzollamt in Gießen, das für Oberhesfen die Versteuerung der Dele und Fette vornimmt, auch die Ausgleichssteuerbeträge verteilt, ist also weniger Steuerheber, als vielmehr eine F^derungsstelle, die mehr Geld gibt, als sie einnimmt. Es gibt in Dberhessen 25 Delmühlen, die gegenwärtig in Betrieb sind Diese 25 Delmühlen unterstehen dem Hauptzollamt Gießen in drei Hebebezirken: Gießen Nidda und Lauterbach. Des allgemeinen Interesses halber seien die Orte hier aufgeführt, in denen Delmühlen in Betrieb find. Im Hebebezirk Nidda m dem sich die meisten Schlagmühlen befinden, find sie in folgenden Orten: Mittel-Seemen, Hitzkirchen, Büdingen, Gedern, Schotten, Eschenrod, Wohnfeld, Wingershausen, Sellnrod, Unter-Schmitten, Burkhards und Babenhausen. Zum Hebebezirk Gießen gehören Burgge- münden Nieder-Dhmen, Ehringshausen, Treis (Lumda), Londorf und Großen-Bnseck Der Hebebezirk L a u t e r ba ch erfaßt die Mühlen in Kirtorf, Eichenhain und Heisters. Merkwürdigerweise befinden sich im Kreis Friedberg gar keine Delmühlen im Betrieb, und es ist bei den Bauern der Wetterau, soweit sie Delfaaten anbauen, üblich, daß sie ihre Oelfrucht auf Lastkraftwagen sammeln und in die Mühlen von Büdingen, oder um Nidda schaffen. Die meisten dieser rein bäuerlichen Mühlen (es gibt auch eine modern-industrielle Verarbeitung und Extraktion) arbeiten im „Lohnschlag" Das heißt: die Bauern bringen ihre Oelfrucht zum Schlagmüller und erhalten von ihm sofort oder nach dem Schlag ein bestimmtes Quantum 0 e l (etwa 17 Liter für den Doppelzentner) und eine bestimmte Menge Oelkuchen. Diese sind den Bauern sehr wichtig! Oelkuchen (das sind feste Rückstände der ausgeschlagenen Frucht) sind ein wertvolles, eiweißreiches Futter für das Milchvieh. Nach einem alten Gewohnheitsrecht kann der Schlagmüller einen Teil des geschlagenen Oeles einbehalten, darüber hinaus bekommt er den üblichen Schlaglohn, der für den Doppelzentner Oelfrucht zwischen 6 und 7 Mark liegt. Die Bauern bauen meist und gegenwärtig nur so viel Raps oder Rübsen an, wie sie Del für den eigenen Gebrauch im Hause benötigen bzw. wieviel Oelkuchen sie haben wollen. Wieviel Del der Schlagmüller aus dem Doppelzentner angelieferter Frucht gewinnen kann, ist zum Teil abhängig von der Vollkommenheit feiner Einrichtungen. 2. Fortsetzung*). Von Nahrungsmitteln, die hauptsächlich Kohlehydrate, und zwar Stärke, als Nahrungsstoffe enthalten, sei die uns unentbehrliche Kartoffel genannt; die schon erwähnten Getreidekorner sind noch reicher an Stärke. Das weitere in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorkommende Kohlehydrat, die Zellulose, wird im menschlichen Magendarmkanal kaum verdaut, regt aber zu den so notwendigen Darmbewegungen an. Fett steht als tierisches und pflanzliches in Schmalz, Butter, Palmin, Margarine zur Verfügung, das Speiseöl stammt meist aus Pflanzensamen. Kohlehydrate und Fette wirken eiweißsparend, können aber, selbst in größter Menge dargereicht, das lebenswichtige Eiweiß nicht ersetzen. Das Sättigungsgefühl wird durch Fett eher hervorgerufen als durch Kohlehydrate. Der Organismus kann Fett aus Kohlehydraten bilden. Fett ist auch Träger fettlöslicher Vitamine Im großen Krieg hat es an Fett schließlich sehr gefehlt, auch jetzt bestehen noch Schwierigkeiten mit der Beschaffung von Fett. Der Mangel an den energiespendenden Stoffgruppen hat das „Kriegsödem", auch „Hungerödem" genannt, hervorgerufen. Günstig wirken auch Gemüse, Salate und Pilze,' weniger durch energiereiche als durch appetitreizende Stoffe und viel Vitamine und, mit Fett oder Del zubereitet, als Fetträger. Spinat enthält ziemlich viel Eisen, das für die Bildung des Blutfarbstoffs gebraucht wird. Die Ausnützung all dieser Nahrungsmittel ist aber nicht sehr groß. Mit Recht beliebt ist das O d st durch reichlich Zucker, Vitamine, angenehm schmeckende organische Säuren und aromatisch riechende Ester, durch die Abwechslung in der Ernährung, die es bietet, und die leicht abführende Wirkung. Es enthält auch die gelatinierende Substanz Pektin. Nüsse und Mandeln zeichnen sich durch einen hohen Eiweiß- und Fettgehalt aus. Die erfrischend und anregend wirkenden Fruchtsäfte enthalten fast alle wertvollen Bestandteile des Obstes. Die Nahrung ist richtig zusammengesetzt, wenn sie auch noch anorganische Salze und Wasser, Schmeck- und Duftstoffe und Vitamine enthält, von Vorteil sind auch, richtig angewandt, die Genuß- mittel. Es wurde im ersten Beitrag schon auf die Rolle der Salze hingewiesen, zugefügt sei hier noch, daß sie, und zwar besonders Natriumbikarbonat und Phosphate, zur Aufrechterhaltung des Säure- Bafen-Gleichgewichts dienen, indem sie als sogenannte Puffersubstanzen Säure- und Basenstöße aufzufangen und die nur ganz schwach alkalische Reaktion des Blutes aufrecht zu erhalten haben, was für das Leben offenbar von großer Bedeutung ist. Auch auf den Zustand der hochmolekularen energiereichen Stoffe sind die Salze von Einfluß. In größter Menge ist Kochsalz nötig, das auch die Muttersubstanz der Salzsäure im Magensaft darstellt. Die Salze sind meist schon in den Nahrungsmitteln enthalten, in tierischer Kost aber mehr als in gleichviel pflanzlicher. Vielfach werden die Speisen zu stark gesalzt, man spricht geradezu von einer landesüblichen Kochsalzvergiftung. Das Überschüssige Kochsalz wird gestapelt, was aber nur zusammen mit Wasser geschehen kann. Durch kochsalzarme Diät *) Teil I in Nr. 188 vom 14. August, Teil II in Nr. 191 vom 18. August. nung auf intensivere und nachhaltigere, also auch auf raschere Art. Die Frucht wird ebenfalls gequetscht und erhitzt, gelangt aber bann in bestimmten Mengen in eine hydrauliche Presse, die bis zu 300 Atmosphären Druck aufbringt. Der Zylinder, in dem die Frucht gepreßt wiro, hat an seiner Wandung eine große Anzahl von feinen Lochern, durch die das ausgepreßte Del abfließen kann. Um einen leichteren und gleichmäßigeren Abfluß des Oeles zu sichern, wird die Frucht, die in immer Die Zufuhr von Wasser, das auch schon in den Nahrungsmitteln enthalten ist, wird am besten durch das Durstgefühl geregelt, nicht sinnloses Trinken darf hier einreißen. Bei starker körperlicher Arbeit verläßt viel Wasser mit Salzen den Körper durch die Haut, die Schweißdrüsen funktionieren dann geradezu als Nieren der Haut, der Harn ist daher sehr konzentriert. Hier ist das Bedürfnis nach Wasser besonders groß, wobei der Durst aber besser gelöscht wird, wenn dem Wasser etwas Kochsalz zugesetzt wird. Günstig wirkt auch ein Zusatz von Phosphaten, da sie die weitere Muskelarbeit erleichtern. Stets muß die Nahrung gewürzt sein, entweder durch an sich geringe Mengen von Schmeckseine Aufmerksamkeit mehr und mehr dem Oel- fruchtanbau zu widmen Die Erfahrung hat außer- dem gelehrt, daß Oelfrüchte eine gute Vorfrucht für Weizen barfteUen. Blühenbe Raps- unb Rubsen- felber finb eine vorzügliche Bienenweibe. Sichtlich können also mit bem Oelfruchtanbau, wie man lanbläufig zu sagen pflegt, mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werben. N. anhaltend 'Sport Wirtschaft am setzte wie folgt lauten: Berlin kurs börie 19 8 20 8 19 8 20 8 Deoilenmartt Berlin — a. M ? 6 129 96 230 153,25 158 168,4 131 158 168 131 150 177 153,5 157 167,5 131 168,75 190,5 143,75 151 266,5 167,25 134,5 155 167,25 141 155,5 149,25 176,25 125,5 153 141 118,75 155.5 167 141 155 149 129 96 124,75 156 5 233,5 131,25 156,4 132 150 163 176,5 0,722 5,694 62,37 48,95 11,27 63,98 57,14 16,98 8,656 2,489 124,65 156,5 117,25 233,75 131,13 156,9 132 149,4 162,5 177 96,25 217,5 206,65 121,25 59,4 117,75 161,25 31,75 0,724 5,706 62,49 49,05 11,29 64,10 57,26 17,02 8,674 2,493 154 157 168,65 130,9 9 10 206 121,75 59,25 161,75 32 190,5 142,75 118,13 151,25 168 135,25 156,4 167,25 141 155,5 53 177,25 126,13 153,5 176,75 142,25 120 138,13 164,5 128,9 125 152,5 157,5 117,75 233,25 131,13 156,4 131,9 150 •64,9 177 95.9 218,5 207 121,9 59,4 118,75 162 32,25 Schluß- fürs Schluß?. Abend börie 190,5 144 118,25 151^ 168 134,5 155 167,25 140,5 155,5 149,13 53 176,75 125,5 152,5 174.25 ' 141,9 118,75 138,25 164,25 7 7 6 7 6 0 Damm 14 6 .......0 8 .....5 7 169,25 . 6 — 12 190,25 6>/t 142,75 . 4 — .. 5 151,5 .. 9 266,5 . 10 167,5 6 135,25 äccumulatoren.gabrit Aschaffenburg Zellstoff Bembetg........... Betula............. Buderus Eisen....... Tement Heidelberg ... Cement Karlstadt .... Tonti Gummi Daimler Motoren.... Dessauer Gas ....... Deutsche Erdöl Mansfeld (D K W.) erwies sich am ersten Trainingstag zum Schleizer Dreiecksrennen als schnellster Fahrer. Bei der einwandfreien Straßenbeschaffenheit fuhr er auf seiner 500-ccm-DKW. 3:41,2 Minuten und 126,2 km/st. Wenige Sekunden mehr benötigten die beiden BMW. von Ley und Gall. Ctcnftein & Kopvel * Rheinische Braunkohle ' Rheinische Elektro............ Rheinstahlwerke........... Rheinisch-Westfälische Elektro .. RütgerSwerke ............... Main und Darmstadt sind bereits erlassen. Rhein-Mainische Börse. Millagsbörse sehr still. Frankfurt a. M., 20. Aug. Die Börse Anbruch einer neuen Sportepoche Stabschef Lutze über die Leibesübung in der SA. Tätigkeit am 1. September 1937 aufnimmt, wurde die Gartenbauzentrale eGmbH. Frankfurt a. M. bestimmt. Der gleiche Erzeugergroßmarkt ist in D a r m st a d t schon eingerichtet, während für Mainz die Neugründung noch in Vorbereitung ist. Entsprechende Anordnungen für Frankfurt Salzdetfurth Kalt Schlickert L Co Schultheis Payenhofer. Siemens & Halske .... Süddeutsche Zucker.... Bereinigte Slahlioerke. Westdeutsche Kaufhof.. Westeregeln Alkali..... Zellstoff Waldhof ..... Olavi Minen ........ Qualitäten, die zwischen den vorgenannten Preisgruppen liegen, werden zu dem Preise bewertet, der im Mittel zwischen der nächsthöheren und nächstniedrigeren Preisstufe liegt. Sranffurt und Darmstadt werden Erzeugergrohmarkt. Fwd. Der Absatz der Gartenbauerzeugnisse in der Großmarkthalle zu Frankfurt a. M., die von Verteilern aus dem weiteren Reichsgebiet besucht wird, erfolgt künftig in der bei einem Erzeugergroßmarkt üblichen Form. Als Träger dieses neuen Frankfurter Erzeugergroßmarktes, der seine Preisbildung, sind für die Flachsernte 1937 Höchstpreise vereinbart worden, die für Strohflachs An der Abendbörse blieb die Haltung trotz des geringen Geschäfts behauptet. Es 206,5 *Vt 122,25 " 0 59,5 ’• < 118,25 6 162,5 °'6 32,13 bis 0,75 v. H. schwacher, insbesondere Elektrowerte. Kali Aschersleben verloren nach Pause 1,25 v. H. auf 118,75. Don Bankaktien bröckelten Eommerz- bank wieder 0,13 o. H. ab auf 118. Von Industrie- werten blieben Kahlgrund Eisenbahn stark gesucht, Taxe 20 bis 21 (zuletzt 17,50 notiert). Am Rentenmarkt gingen von Goldpfandbriefen Pfälz. Hyp. Bank um 0,13 v. H. zurück auf 100,65, die übrigen blieben bei voller Zuteilung behauptet. Liquidationspfandbriefe wichen geringfügig ab, Stadtanleihen und Kommunal-Obligationen lagen unverändert. Industrie-Anleihen notierten un- inheitlich' schwächer waren 5 v. H. Union Kraftstoff mit 101,50 (102). Der Freiverkehr lag ruhig. Adlerwerke Kleyer 117 bis 119, Verein. Großalmerode Thon 104,50 bis 106,50, Wayß & Freytag 148,25 bis 150,25, Ufa 72, Rastatter Waggon 45. — Tagesgeld unverändert 3 v. H. Abendbörse still. Retchsbankdiskont 4 o H. Lombardztnsfuß 5 o H Frankfurt a. M dem freiwilligen, dem charakterlich gefestigten und dem opferbreiten Mann öffnen sich die' braunen Rechen — Die großen Pflichten erfordern eine scharfe Auslese. Es ist nicht so, daß von heute auf morgen plötzlich etwas Neues dekretiert wird. Nein, organisch wachsend und langsam Wurzel fassend wird sich der Wehrsportgedanke üllmählich seinen Weg selbst bahnen, um nach Fahren des Werdens erst endgültige Formen anzunehmen. Es wird sich nicht umgehen lassen, heute schon bei Neuanlagen von Kampfbahnen dieser Entwick- lung Rechnung zu tragen, wie das beim „Deutschen Sportstadion" in Nürnberg bereits der Fall ist. Man muß auch bestrebt sein, in Ausübuna und Bewertung des bestehenden Sportes den Mannschaftsgedanken in den Vordergrund zu stellen und vornehmlich die Kritik auf den Grundsatz aufzu- bauen,^nachdem der Einzelne nichts, die Mannschaft Tlach den Auffassungen, die die SA. vom Mannschafksspork hak, gibt es zum Beispiel keine Entscheidung mehr, die durch Los herbeigeführt wird, sondern eine Entscheidung, die von der Mannschaft erzwungen wird, die soviel Kraft, Ausdauer und Siegeswillen bis zum letzten aufbringt, um den Endsiea aus eigener Kraft sicherzustellen. Der Spitzenkönner wird nicht mehr allein herausaestellt werden, sondern in seiner Mannschaft al» Schrittmacher zur Hebung des Leistunasdurchschnittes beitragen. Das Verhältnis zu den bestehenden Sportorganisationen hat keinerlei Aenderung erfahren. Durch die Person des Reichssportführers, der ja SA.- Gruppenlührer ist, ist eine freundschaftliche Zusam- menarbeit zwischen der SA. und dem Reichsbund für Leibesübungen gesichert. Vollkommen falsch wäre es, e(roa auftretende Überschneidungen als Anlaß zu irgendwelchen Komvetenz-Streitiakeiten nehmen zu wollen. Schließlich ist es ia nicht nur der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen der oon dieser Wandlung der Wertbedeutung der'deutschen Leibesübungen berührt wird. Der neuen Linie w'rd sich nach Fahren keine Organisation, wie sie auch heißen mam verschließen können. So wie die n“‘Ven’ 5?,“en Führers ihre urfprünq- Stellung einer unumqänalidben Schute der £?el emnimmt, roirb fie auch bestimmend in den V n ?"PerÄn Ertüchtigung einnreifen und ['$ U„6.e,Laa ble Durchdringung der Massen mit öen neuen Zielen einsetzen. TBer in Zukunft Träger des SA.-Sporkabzei- chens ist, ist gleichzeitig auch Träger eines all- jährlich sich erneuernden Wehrwillens. Wer in der SA. Dienst tut, ist Wegbereiter einer sich stets steigernden Wehrkraft der Nation. Wer Dänemarks Leichtathleten 104:76 geschlagen. Den Auftakt des Siebenfrontenkampfes der deutschen Leichtathleten am Wochenende bildete am Freitagabend die Begegnung zwischen einer deut- schen Auswahl und der dänischen Ländermannschaft in Kopenhagen. Das Reichsfachamt hatte für diesen Kampf fast ausschließlich norddeutsche Athleten ausgesucht, deren Stützen Müller-Gifhorn, der Hannoveraner Blazejezak und die Hamburger König, Scheele, Schein, Sievert und Körting waren. Von den 12 Wettbewerben gewannen die Deutschen allein neun, lediglich im Weitsprung, Hochsprung und Stabhochsprung kamen die Dänen zu Erfolgen. Mit 104:76 Punkten fiel der deutsche Sieg recht eindrucksvoll aus. Ueberaus spannend Verliesen die Lauf-Wettbewerbe über 800 Meter, 1500 Meter und 5000 Meter, bei denen nur Zehntelsekunden die Sieger von den Placierten trennten. Ruvo'an startet auf Auto-Union. Der Rennleiter der Auto-Union, Dr. Feuer- e l ß e n, gab am Donnerstag offiziell bekannt, daß nunmehr alle Schwierigkeiten, die bisher einem Start Tazio Nuvolaris mit einem Auto-Union- Rennwagen entgegenstanden, überwunden wurden, so daß Ftaliens Meisterfahrer bestimmt im 4. Großen Preis der Schweiz am kommenden Sonntag Den deutschen Wagen steuern wirb. Damit hat das Rennen stark an Reiz gewonnen, da Nuvolari auf dem alten Alfa Romeo bestimmt keine führende Rotte hätte spielen können. Fetzt aber ist dem Brem- gartenwakd ein neuer Favorit entstanden. Bernd Rosemeyer auf Auto-Union fuhr am zweiten Trainingstag zum Großen Preis der Schweiz am Sonntag in Bern mit 2:43,6 die schnellste Runde, ohne aber damit seinen Rundenrekord zu erreichen. zeigte sich weder Angebot, noch bestand besondere Nachfrage. In den schon im Mittagsschlußverkehr bevorzugten Papieren erhielt sich etwas Interesse. Rheinmetall wurden mit unv. 158,50 umgesetzt, Daimler gewannen 0,50 auf 143,75 und BMW. Das „Hakenkreuzbanner", Mannheim, verösfent- llcht in seiner Freitagsausgabe eine Unterredung, öie Stabschef Lutze dem Sportschristleiter des Blattes im Anschluß an die feierliche Siegerehrung der ersten Reichswettkämpfe der SA. gewährt hat. Der Stabschef machte richtungsweisende Ausführungen über die neuen Wege und Ziele zur körperlichen Ertüchtigung des deutschen Volkes. Er betonte u a.- „Die Revolution im deutschen Sport geht aus von dem nationalsozialistischen Grundsatz, daß alles was getan wird, für Volk und Vaterland letzten Endes oon entscheidender Wichtigkeit sein muß. Das der einzelne zu leisten vermag, steht für öle Nation nicht zur Debatte, sondern das, was der einzelne in der Mannschaft und die Mannschaft in ihrer Gesamtheit an Laufkraft, Durf- kraft und Stoßkraft aufbringt, ist das Entscheidende und allein wichtige. Danach wird sich zukünftig auch die Bewertung leglicher wettkampfmäßigen Leistungen auf allen Gebieten der Leibesertüchtigung richten. — Von diesen Gesichtspunkten wird auch hier der Wehr- wettkampf und Mannschaftssport in der SA ge- leitet und getragen. Es wird sich nun jedem die Frage aufdränqen, ob im Arbeitsdienst und der hohen Schule der Wehrmacht nicht all das schon bis zum höchsten Grade getan wird. Selbstverständlich, aber was sagt uns denn die Erfahrung, die wir aus der Vorkriegszeit besitzen? Und was beobachten wir denn heute bei einem großen Teil unserer Volksgeno - sen, die im besten Mannesalter stehen? Fst es nicht geradezu erschreckend, feststellen zu müssen, daß ein Mann oon 30 Jahren, belastet mit allen Anzeichen öes alternden Menschen, für den höchsten Kampf, den Kampf für das Vaterland, überhaupt nicht mehr oder nur in beschränktem Maße noch in Be- tracht kommt, weil seine körperliche Beschaffenheit als Auswirkung einer Untätigkeit an sich selbst auch die geringste Strapaze nicht mehr zuläßt! Der Sport allein, so wie er sich uns heute bar» ultcMQnn i?€n EHE der Wehrtüchtigkeit bis ips hohe Alter nicht mehr gewährleisten. Diese große Ausgabe Ist der SA. vom Wahrer gestellt worden, und mit dieser Aufgabe wird ganz allmählich eine Umwertung aller fporf- Werte vor sich gehen, die das gute Bestehende beläßt und an Stelle von überholtem und wertlosem Heues schafft. 9?Lorten des Stabschefs wird die Aus- 4ennber Menschen, die in Zukunft für die SA. in merhpn!fi*menp C1"C fef)r strenge sein. Die Stürme die hpn syn fc6*™ !.ercn aus den jungen Männern, • ? bcn Wehrdienst absolviert haben. — Es wird reiner gezwungen werden, SA.-Mann zu sein. Nur Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oefchlosfenen Dividende an. von Fahrlässigkeit gewärtig fein. Kaffee dämpft etwas die Wirkung des Alkohols. Zu 2: Die Nahrung soll aber nicht nur qualitativ richtig zusammengesetzt, sondern auch quantitativ ausreichend sein. Hier spielt eine besondere Rolle die geringste Menge des wichtigsten Nah- rungsjtoffes, des Eiweiß, das sogenannte Eiweißminimum. Das Eiweiß ist der Hauptbaustoff des Körpers, die Kohlehydrate und Fette sind mehr Betriebsstoffe. Die lebende Substanz nutzt sich bei ihrer Tätigkeit in bezug auf Eiweiß ab, die Menge des sich so täglich abnutzenden Eiweißes wird als Abnutzungsquote bezeichnet; sie muß vor allem durch Nahrungseiweiß ersetzt werden. Im Krieg standen schließlich nur 40 bis 50 Gramm pro Tag und Person zur Verfügung, man weiß aber auch, wie die Bevölkerung durch Hunger gelitten hat. Rund 100 Gramm können als ausreichend bezeichnet werden, ein Drittel davon muß aber biologisch hochwertiges Eiweiß sein. Ein dänischer Forscher fühlte sich mit 60 Gramm sehr wohl und leistungsfähig, aber er war von Kindheit an eine spartanische Kost gewöhnt und hat wohl feine Verdauungsorgane dieser dabei an Vegetabilien reichen Kost angepaßt; derartige Akrobaten der Ernährung darf man aber nicht als Beispiel für die Allgemeinheit heranziehen. Kohlehydrate und Fette sollen in einer Menge von 400 bzw. 60 Gramm zur Verfügung stehen. Daß das Kostmaß bei Schwerarbeit verdoppelt werden muß, wurde schon erwähnt. Im Winter und in kalten Gegenden auch zu anderen Jahreszeiten, wo der Stoffwechsel bzw. die Verbrennungen regulatorisch gesteigert werden, muß das wärmespendende und sättigende Fett noch mehr auf Kosten von Kohlehydraten zur Ernährung herangezogen und über» Mit Ausnahme von Blumenkohl, Weißkraut und Wirsing war das Angebot von Gemüse gut, besonders reichlich sind Tomaten am Markt. In diesen verblieben trotz weiterer Preisermäßigung lieber« stände, je 50 Kilogramm wurden 5 bis 8 gegen 7 bis 10 Mark bezahlt. Kohlgemüse hatte flotten (190), Hemberg mit 157 (157,50), Elektr. Lieferungen mit 134,50 (135), Schuckert mit 176,50 (176,75). Don Bankaktien bröckelten Commerzbank erneut 0,13 v. H. ab auf 117,90. Im Freioerkehr fanden Adlerwerke Kleyer bei 118,25 bis 118,50 (118) etwas Interesse. Der Rentenmarkt lag nahezu geschäftslos. 4,50 v. H. Krupp notierten unv. 99,90, Farben- Bonds unv. 133. Kommunal-Umschuldung wurden mit unv. 94,70 bewertet. frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 20. Aug. Das Gesamtangebot am Ob ft mar ft blieb sehr stark. Besonders die Anlieferungen von Frühäpfeln, Birnen und Zwetschen hielten sich hoch. In allen übrigen Obst- arten war das Angebot genügend, in Mirabellen zeigte es jedoch eine Abnahme. Lebhafte Nachfrage bestand nach genußreifen Birnen, auch Zwetschen und Mirabellen wurden gut gefragt, während -im übrigen das Geschäft einen schleppenden Verlauf nahm. Für Aepfel, Pfirsiche und Zwetschen ließen die Preise leicht nach. Aus dem Auslande trafen be« sonders reichliche Zufuhren von Trauben, hauptsächlich aus Italien, ein. Bei gutem Geschäft ließen die Preise nach. Scutidie Gold- und Silber Deutsche Linoleum....... Elektrische Lieferungen.... Elektrische Licht und Kraft. I. ffl. Farben-Jnbustrie ... Helten & Guilleaume..... Gessürel............... Th. Goldschmidt 3ugspitzflug 1937. 80 Maschinen zugelasfen — 140 hatten gemeldet. Bei der Gruppe 14 des NSFK. sind zum Zug- ipitzslug 1937 140 Nennungen eingegangen. Auf ©runö dieser hohen Zahl hat nun der Korpsführer Des NSFK. die Zahl der laut Ausschreibung zugelassenen 70 Maschinen auf 80 erhöht. Diese achtzig Maschinen werden im Laufe des Freitag in Mün- chen-Oberwiesenfeld eintreffen, um am Samstag, 21. August, morgens 8 Uhr, von Oberwiesenfeld aus zum Zugspitzenflug 1937 zu starten. Abschluß des Europa Wasserball-Turniers. Das erste Wasserball-Turnier um den Horthy- Pokal ist beendet. Es brachte keine Überraschung, wohl aber unterstrich es eindeutiger als von vielen erwartet, daß Ungarns Wasserballer zur Zeit unschlagbar sind. Ebenso klar belegte Deutschland den Zweiten Platz. Daran ändert auch das durch schlechte Tagesform begünstigte 1:1 gegen Holland nichts, hinter Ungarn, das ungeschlagen bei einem Torverhältnis von 31:3 Toren Turniersieger wurde und Deutschland mit 3 Verlustpunkten und 13:10 Toren belegten Belgien und Holland mit je 5 Punkten die nächsten Plätze, wobei das bessere Torverhältnis zugunsten der Belgier entschied und ihnen den dritten Platz einbrachte. Frankreich und Oesterreich folgten mit klarem Abstand. auf allen Gebieten mit unverändert ruhigem Geschäft ein, da die Kundschaftsbeteiligung nach wie vor sehr schwach blieb. Am Aktienmarkt lagen z. T. kleine Abgaben vor, so daß die Mehrzahl der Kurse Heine Rückgänge hinnehmen mußten. Etwas stärker gedrückt waren Metallgesellschaft mit 156 50 (148,50). IG. Farben ließen nach behauptetem Beginn 0,50 v. H. nach auf 166,50, ferner verloren Deutsche Erdöl 0,50 v. H. auf 151. Am Montanmarkt setzten Hoesch ihren Rückgang um 0,65 v. H. auf 125,50 fort, Verein. Stahl gaben 0,50 v. H. nach auf 121,75, Ilse Genuß um 0,75 v. H. auf 141,25, während Rheinstahl 0,40 v. H. gewannen. Von Kaliaktien notierten Salzdetfurth nach Pause mit 163 (162). Maschinenaktien waren durchweg leicht angeboten und gaben bis 0,50 v. H. nach, Daimler Motoren aber gut behauptet mit 143 (142,75). Elektropapiere lagen nahezu unverändert. Von Zellstoff- werten ermäßigten sich Waldhof auf 161,75 (162,50). Etwas Nachfrage fanden Reichsbank zu 215,75 (215). Am SRentenmarf t wurden Kommunal-Umschuldung mit 94,70 gefragt, Altbesitzanleihe unv. 127,25. Im übrigen war das Geschäft auch hier sehr klein. Auch in der zweiten Börsenstunde herrschte am Aktienmarkt weitestgehende Geschäftsstille, so daß Zweitnotierungen kaum erfolgten. IG. Farben ermäßigten sich bis auf 166.40 nach 166,50 und anfangs 167, wogegen von Maschinenaktien Rheinmetall auf 158,50 nach 156,25 erhöht waren. Die erst später notierten Werte lagen überwiegend 0,25 Haupt mehr Nahrung zugeführt werden. Natürlich richtet sich die Menge der Nahrung noch nach dem Körpergewicht bzw. der Körperober- fläche. Das Kind hat eine zwei- bis dreimal größere Oberfläche pro Kilogramm Körpergewicht als der Erwachsene und braucht daher auch bei Öer Körpertemperatur zwei- dis dreimal mehr ung für die Einheit des Gewichts. Mengenmäßig soll die dem Körper zuträgliche Nahrung aus Vs tierischen und V.3 pflanzlichen Nahrungsmitteln bestehen, die mit einem Sicherheitsfaktor versehen, 1400 Kal. pro Quadratmeter Kärperober- fläche liefern sollen. Der Bedarf der Frau an Nahrung ist etwas geringer als der des Mannes. Man hat geglaubt, die Menge der nötigen Nahrung durch besseres Kauen herabsetzen zu können: Fleischern. Es ist selbstverständlich, daß man die Nahrung durch den Kauakt möglichst zerkleinern und nicht ungekaut hinabschlingen soll, denn wozu sind sonst Zähne und Kaumuskeln da, aber das übertriebene Kauen hat sich als unnötig und zeitraubend, dagegen eine sorgfältige Pflege der Zähne als sehr notwendig erroiefen. Der im Hunger, also ohne Zufuhr von Nahrung sich fortsetzende Stoffwechsel wird als Grundumsatz bezeichnet, er beträgt etroa zwei Drittel des gewöhnlichen und beruht zunächst auf Vorratswirtwirtschaft; erst wenn die Vorräte aufgebraucht sind, werden die Organe selbst angegriffen, aber die lebenswichtigsten zuletzt. Es handelt sich nunmehr darum, die qualitativ richtig zusammengesetzte und quantitativ ausreichende Nahrung dem Menschen so zusammenzustellen und darzubieten, daß der Appetit angeregt und das Essen doch preiswert ist, daß es also eine Lust und nicht eine La st zu essen ist. waren 1 v. H. höher gesucht mit 155. IG. Farben lagen mit 167 bis 167,25 voll behauptet, ebenso kamen Montanwerte unoeräAert zur Notiz; Bu- . Vl3 AU |lulun m ' i^5nnemr-c.”n Poc^ 125/50, Absatz, im übrigen war das Geschäft normal und Rhelnstahl 156,40. Mäßige Schwankungen zeigten die Preise unverändert. Gesfurel mit 155,50 (155), Conti Gummi mit 190,50 Gritzner Maschinen ................. S'/r 176,75 Hoesch Eisen............... 3% 126,13 Philivv Holzmann........... 8 153,25 Ilse Bergbau................ ” - Ulfe Genüsse................ 6 142 Kali Aschersleben ............ 4 _ Klöcknerwerie ............ 41/ 138 25 Kurswerte und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer.................. q Mainkraft ' 4 Mannesmann........... " ior or Mansselder Bergbau......... 7 2 _ Metallgelellschast............. g 153,5 O — 12 234,25 6 — 6 156,13 6 132,65 Oie Höchstpreise für Stroh in Hesten. Fwd. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — macht bekannt, daß die Anordnung über die Festsetzung von Höchstpreisen für Rauh- futter vom 9. 4. 37 hinsichtlich der dort geregelten Preise für Roggen-, Weizenstroh und Gerste-, Haferstroh für den Monat August 1937 in Kraft gesetzt ist. Diese Anordnung tritt mit Wirkung vom 18. 8. 37 in Kraft. preise der Flachsernte 1937. Fwd. Auf Grund eines Abkommens zwischen dem Sonderbeauftragten für die Erzeugung, den Absatz und die Verwertung von Gespinstflanzen und dem Leiter der Fachuntergruppe Bastfaseraufbereitung, mit Genehmigung des Reichskommissars für die 20 August 'amiidii'.Voiierunr | Brie, Sdilui'i/ Stblubk ®-G) UU" Mittag, ohne Samen mit Samen Qualität I 7,50 RM. 6,75 RM. II 7,— „ 6,25 „ III 6,50 „ 5,75 „ IV 6,— „ 5,25 „ V 5- ,, 4,25 „ et VI 3,50 ,, 2,75 „ Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlutzk. Abend börie Schluß- turs Schluß! Mittag börie Darum 19 8 20 8 19 8 20 8 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 101,75 101,75 101,75 101,65 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 *Vi% Deutsche Relchsschatzanwei. jungen Don 1935 99 99 99 99 99,4 — — — *Vi% Deulsche Reichsschahanwei- hingen Don 1935, II. Holge ... 99,4 99,4 99,4 *¥1% Deutsche Reichsichatzanwet- jungen Don 1936, III. Folge .. 6Vi% Donna Anleihe Don 1980 .. <¥i% Höllische Volksstaat Don 1929 4¥i% Deutsche Reichspostschatz Don 99 99 99 99 105 105 105 105 100,25 100,25 100,25 1931 I.............. 100,5 100,5 100,6 <¥i% Deutsche ReichSbahnschay Don 1936 I.............. 99,75 127,25 99,75 127,25 99,75 127,5 99,75 127,5 ReichSanIeihe-Altbesitz.......... Oberhessen ProDinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten............. 136,75 136,75 99,5 *Vt% Hess. LandeSbk. Darmstadl Goldpse. R. 12............ 99,5 6y«% Hess. LandeS-Hyp.-Bank Liyu. Goldpfc. ............ 101,5 101 25 *Vi% Preub. LandeSpfdbr.-Anst. Goldpfc. R. 19.............. — 99,5 99,5 98,75 4Vt% Vreutz. Gold-Komm. R. 20 Darmstädter Komm.-Lan- deSbaukR. 6 ............... — 98,75 98,5 98,5 Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte 1.............. 134,4 99,75 134.4 99,75 134,25 99,75 *Vi% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 *¥i% Franks. Hyp. Gold-Komm. 99,75 Obi. 2 3............. 98,75 98,75 6'/i% Franks. Hyp. Liauidatton Goldpse.............. 101,65 101,6 6H% Rheinische Hyp. Liauidatton Goldpse................... 102 111,1 101,75 111,1 101,75 101,75 Steuergutschein-BerrechnungSkurs 8L@. für Verkehrswesen .... 6 y, Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hamburg-Amerika Paket...... 0 128 127,25 127,9 127,9 — 46,25 46 89,5 89,5 89,5 88,5 Norddeutscher Lloyd..........O 94,5 94,25 94,5 93 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Wt. 7 127 65 127,65 127-65 127,65 Retchkbank................. 12 215 215,75 215 215 Berliner Handelsgesellschaft . 6% 135,5 118,5 135,25 Commerz- und Prioat-Bank ... 5 118,13 117,9 118 Deutsche Diskonto............ 5 125 125,25 125 125,25 Dresdner Bank..............4 105 105 105 105 >9 August 20 August Hiniiidii' tviierun. Br-> Am 11 di’ ste" Aviieruna Bnei Buenos Aires............. Brüssel................... Rio de Janeiro............ Polen.................... Kopenhagen............... Danzig................. London ............. .... HelsingforS................ Part«.................... Holland.................. Italien................... 0,750 41,94 0,161 47,00 55,45 47,00 12.42 5,495 9,341 137,30 13,09 0,754 42,02 1,163 47,10 55 57 47,10 12,45 5,505 9,359 137,58 13,11 0,749 41,92 0,160 47,00 55,41 47,00 12,41 5.49 9,341 137.26 13,09 0,753 42,00 0,162 47,10 55,53 47,10 12,44 5,50 9,359 137,54 13,11 19 August Amtlich/- ’j/utieruiio iMpr Bni" Japan................. 0,722 0,724 Jugoslawien ............. -,.694 Oslo .............. 62,42 62,54 Wien.................... 48.95 Lissabon.................. 11.28 Stockholm ............... 64.04 Schweiz............. 57 J 2 57^24 Spanien................. Prag ................... Budapest................. Neuyork.................. 2,489 2,493 den Weg in die Reihen der SA. findet, weiß, daß er dort nichts werden und auch nichts gewinnen kann, als einzig und allein die große Genugtuung, in der Gemeinschaft für die Gemeinschaft das Beste zu wollen und zu geben. Ein neues Leistungsprinzip wird von der SA. anstelle des alten ges.'tzt, das Prinzip der Höchstleistung an Gemeinschaftsgeist und Opferbereitschaft, die eine eiserne Prüfung auf den neuen Kampfbahnen der SA. erfahren." Um die Aufstellung der Handbatt-Kreiswahlelf. Spiele in Allendorf (Lahn). Zu Beginn der neuen Spielserie soll eine neue Kreisauswahlmannschast aufgestellt werden. Aus diesem Grunde sind am kommenden Samstagnachmittag vier Mannschaften, aus den besten Spielern des Kreises nach Allendorf (Lahn) bestellt. Aus diesen vier Mannschaften, die je zu einander spielen, sollen die besten Kräfte, die künftig in der Kreisauswahlmannschaft spielen sollen, festgestellt werden. Die Leitung liegt in den Händen des Kreisfachamtsleiters Luh. Sportverein 1920 Lollar. Die erste Elf des Sportvereins Lollar empfängt am heutigen Samstagnachmittag die erste Elf des Sportvereins Heuchelheim zu einem Freundschaftsspiel. Ein weiteres Gesellschaftsspiel findet am Sonntagnachmittag statt. Man erwartet die erste Elf von „Germania" Marburg und damit einen Gegner, der die einheimische Mannschaft zu einer besonderen Leistung herausfordern sollte. Beide Spiele müssen mit Ersaß bestritten werden, da einige Spieler am Sonntag nach Frankfurt fahren, um die Mannschaft von Schalke spielen zu sehen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Die 1. Mannschaft tritt am Samstagnachmittag zum ersten Spiel nach der Sperre in Lollar an, um eine alte Rückspielverpflichtung zu erledigen. Ersatzgeschwächt geht die Mannschaft in den Kampf. Trotzdem ist ein schönes und spannendes Spiel zu erwarten, wenn das in der Mannschaft vorhandene Können nur richtig zur Entfaltung gebracht wird. Der letzte Einsatz eines jeden Spielers, der bei den meisten noch so schön für die Zuschauer vorgetragenen Spielen bisher fehlte, wird allein ausschlaggebend sein für einen Sieg. Zum mindesten aber wird Heuchelheim der Lollarer Liga ein gleichwertiges Spiel liefern und ein ehrenvolles Abschneiden sichern. Für den Sonntag sind wegen dem Schalke- Spiel in Frankfurt keine Spiele für die 1 und 2. Mannschaft vorgesehen. Die Jugendelf fährt nach Watzenborn-Steinberg. VfB.-Reichöbahn Gießen. Die 1. Jugendmannschaft des VfB.-R. tritt am morgigen Sonntag zu einem Spiele in Frankfurt am Main an. Gegner ist die 1. Jugendmannschaft von „Rotweiß" Frankfurt. Schon im vergangenen Jahre standen sich beide Mannschaften im Vor- und Rückspiel gegenüber. Die erste Begegnung, die tn Gießen stattfand, endete mit einer Ueberraschung. Die Gießener gewannen in großer Form mit 6:0 Toren. Das Rück Piel allerdings gewannen die Frankfurter und zwar mit 4:6 Toren. Die Grün- weißen rechnen für diesmal mit einem günstigen Abschneiden, da sie in bester Besetzung den Kampf bestreiten können. Fußballklub 1936 Saasen. Die hiesige 1. Jugendmannschaft unternimmt am morgigen Sontag eine Fahrt nach Frankfurt a. M., um dort gegen die 1. Jugendelf der „Eintracht" Frankfurt zu einem Freundschaftsspiel anzutreten. Die Elf von Saasen wird bestrebt sein, so ehrenvoll wie möglich abzuschneiden. Ein Unentschieden wäre schon ein großer Erfolg. Kurze Sportnotizen. Das internationale AachenerReit- turnier wurde am Donnerstag mit dem schweren Springen um den „Großen Preis von Aachen" abgeschlossen. Erle unter Oberlt. Brinkmann ging auch im Stichkampf über erhöhte Hindernisse fehlerlos und verwies Salmon Leap (Kapt. Heffernan) und Ronco (Lt. Campello, Italien) auf die * D i e Ostpreußenfahrt 1937 ist vom Führer des deutschen Kraftfahrsports, Korpssührer Hühnlein, abgesagt worden. * D i e Weltmeisterschaften imGewicht- heben vom 10. bis 12. September in Paris bestreiten für Deutschland: Federgewicht: Liebsch, Düsseldorf und Walter, Saarbrücken; Leichtgewicht: Jansen, Essen und Schwitalle, Breslau; Mittelgewicht: Jsmayr, München, Wagner, Esten; Halbschwergewicht: Gietl, München; Schwergewicht: Manger, Freising und Schattner, München. * Das Reichsfachamt Boxen hat 30 seiner Besten in Bad Blankenburg zusammengezogen, um sie auf die schweren internationalen Aufgaben vor- Zubereiten. Rundfunkprogramm. des Tages der Erhebung des RSKK. zur selbständigen Gliederung. 15: Volk und Wirtschaft: Brauchen wir den Straßenhändler? Nachrichten. 15.15: Für unsere Kinder. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Stuttgart spielt auf. 20: Nachrichten. 20.10: Stuttgart spielt auf. 21.15: Zur schönen Sommerzeit. Lieoer und Klavierstücke von Armin Knab. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 1: Nachtkonzert: Ein Lied der vieltausend Sänger. Dienstag, 24. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.30: Nachrichten. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 10.45: Sportfunk für die Jugend. Sport in den Betrieben. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Edward Grieg. 15: Volk und Wirtschaft: Der deutsch-französische Handelsvertrag. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Auf lustiger Fahrt. 20: Nachrichten. 20.10: Auf lustiger Fahrt. 21.15: Wolken und Türme. Sommerfahrt zwischen Vogelsberg und Rhön. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1.15: Nachtmusik. Sonnlag, 22. August. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Deutsche Scholle. 8.45: Orgelmusik. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: „Neue Zeit." 10: „Was wir sind, sind wir durch uns selbst. 10.30: Chorgesang. 11.15: Die soldatische Tradition. Hörfolge von Dr. Raymund Schmidt. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder. 14.30: Musikalische Plaudereien. 15: Deutsche Scholle. 15.30: „Das Ekel" oder „Der Querulant im Seebad". Heitere Szene. 16: Nachmittagskonzert. 16.50 bis 17: Sportereignisse des Sonntags. 18: »Mensch, ärgere dich nicht!" Kleine Ursachen — große Aufregung. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 20: Die Trommel gerühret — das Pfeifchen gespielt. Goethe und Schiller in der Musik. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Fantasien auf der Wurlitzer Orgel. 23: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. Montag, 23. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.30: Nachrichten. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör *zu! 11: Anläßlich der 700-Jahr-Feier der Stadt Miltenberg: Festkonzert. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: NSKK. musiziert aus Anlaß der Wiederkehr die amtlich anerkannten Saatbeizmittel für alle Getreidearten Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als eie nützen. Deshalb sparen 6 Io bei Herausgabe der besten Drucksache t sie Wir beraten Sie Wir entwerfen Wir drucken gut Ist die billigste I Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Gewinnauszug Nachdruck verboten Ohne Gewähr 20. August 1937 12. Ziehungstag Vn der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 384886 315859 32683 31128 245746 2002 247624 296614 168200 148755 121927 87619 213998 221477 206994 194177 188460 392485 386776 372234 377116 374053 4483 5112 8844 14478 254864 287316 320540 340098 357394 61337 134968 335913 49584 121234 114432 127575 144732 163009 190489 199700 243191 266263 291010 332481 349700 373423 129344 153441 183098 119072 128917 149905 179156 191821 213379 250556 277945 309018 338866 352985 392060 125428 143479 156734 184406 196153 220001 257601 287519 325271 341776 369420 117073 128490 144995 164407 191787 206400 248802 268474 305358 338590 352026 383842 363190 383391 104185 301531 89323 121199 5. Klasse 49. Preußisch-Süddeutsche (275. Preuß.) Klassen-Lotterie 344153 354789 396740 397182 80 Gewinne zu 500 RM 2230 10388 10458 39698 46416 50546 51775 62800 65111 67709 86169 33679 107943 10 Gewinne zu 2000 RM. 384740 386382 38 Gewinne zu 1000 RM. 89265 96777 104199 142090 187557 211641 2 Gewinne zu 20000 RM. 2 Gewinne zu 10000 RM. 4 Gewinne zu 6000 RM. 10 Gewinne zu 3000 RM. 870461 384808 109527 125794 143789 168329 184551 197626 227681 267989 188460 190019 ------- ------ -- 222167 222253 224956 249241 268443 260301 261962 267947 287296 292338 294614 340081 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer leicher Nummer in den beiden teilungen I und II _____ 327005 348389 870967 190 Gewinne zu 300 RM. 16523 18889 20157 20267 23287 27620 32176 46433 49408 63587 57732 62548 63056 69032 70894 76453 78432 80175 81936 90871 107101 ------ ---- ------ ------ 124216 Ca. 150 □JUkWuÜxiL - und Rinder auf der 39. Milchviehversteigerung in Paderborn Viehversteigei ungshalle Donnerst., 26. Aug.1937,12 Uhr, n.auf der 3. Milchviehversteigerung in Ahaus i. W. in der Halle der Westf. Jutespinnerei Freitag, den 27. August 1937, 12 Uhr Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos)» wesWische prooin}ior-Diehoßtibßrtungsgenonen|(hnft e.G.m.b.H., Münsteri.W., Windthorststr. 20, Ruf 26644-45 Ständige Vermittlung von Vieh aller Art« iFett- und Weidevieh / Ferkel z Läufer z Pferde usv Bekanntmachung. Am 31. August 1937, nachmittags von 3 bis 4 Uhr, findet in der Turnhalle der Schillerfchule, Schillerstraße, ein öffentlicher Impftermin für alle die Erstimpflinge statt, die in den letzten Jahren wegen Krankheit oder aus anderen Gründen nicht geimpft werden konnten. 5424C Am 7. September 1937, nachmittags von 3 bis 4 Uhr, sind die Kinder zur Nachschau ebenfalls wieder in der Turnhalle der Schillerschule vorzustellen. Die Kinder müssen mit rein aewaschenem Körper und reinen Kleidern zur Impfung und Nachschau gebracht werden. Kinder aus Häusern, in denen übertragbare Krankheiten herrschen, sind nicht zugelassen. Gießen, den 20. August 1937. Der Oberbürgermeister. Mahnung. Die Beiträge für den Monat Juli 1937 derjenigen Arbeitgeber, die von der Kasse Rechnung erhielten, sowie der freiwilligen Mitglieder können noch bis zum 25. August 1937 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. 5421D Für die Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, gilt die gesetzte Frist bis 25. d. M. nicht. Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt und Landkreis Gießen. Geiger, Kassenleiter. Ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 298215 24166 22028 10206 376939 378668 392036 8627 99728 298519 44396 144818 228799 326484 375122 181024 191196 71772 171490 78653 155666 230765 340516 399583 140656 12606 143826 220456 88068 103226 17984 6482 109375 211022 10 Gewinne zu 3000 RM. 307263 360746 6 Gewinne zu 2000 RM. 56 Gewinne zu 1000 RM 157898 178060 ------ 261791 297728 300877 318500 350407 353908 369964 371591 2 Gewinne zu 30000 RM. 2 Gewinne zu 10000 RM. 4 Gewinne zu 6000 RM. 39872 $45788 *68624^ 63827 64227 85432 86734 89223 91827 94106 107905 111656 114360 14383 126061 139742 147314 167307 171076 '74483 81406 85518 86603 197897 204062 209647 223582 224400 231056 269487 304910 306529 310474 313682 328217 328676 332283 366177 364979 367516 373071 37S035 378652 392036 1360 10786 20709 22221 118608 113591 89469 131914 178412 203585 228333 278206 319042 336809 347431 377515 143984 186490 208284 260670 290301 321952 337629 356178 387205 163376 191090 208739 270480 290883 330424 339023 362877 60662 88595 126989 155860 196787 218400 277259 318373 331842 340832 372266 125445 165704 194468 209111 277201 314261 331602 340063 365888 108019 137039 186644 204841 260209 279079 319301 336959 361457 380766 37761 38816 43013 44699 44786 46217 49346 50888 54180 65484 82611 82884 84136 224763 $25224 "25605^?6825 ’ 32369'36068 36296 zicoi 7 aoczs. Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 500000 2 zu je 100000 2 zu je 50000. 6 zu je 30000. 14 zu je 20000 52 zu je 10000. 116 zu je 5000 244 zu je 3000 580 zu je 2000. 1796 zu je 1000. 2928 zu je 500 5912 zu je 300, 139344 zu je 150 NM. Die Zeit rückt immer näher, wo wir heiraten wollen. Jetzt heißt es sich nach dem 53i->d KwbEarZS umzuseh Vergess.Sie nicht, auch bei MetzsevL'Schlecht Münzenberg anzufragen. Sie bekommen dort nach jedem Wunsch sowie Holzart ihre Möbel handwerksmäßig und trotzdem preiswert angeiertigt. Gute Referenzen auf Wunsch. Die Kartoffel- Ernte ist da! Sie brauchen also jetzt Kartoffelhacken, Gabeln, Draht- köibe, Waagen. Billig kaufenSie das bei J. B. Häuser Gießen, a. Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145 — 2146 5238 A Nachlässe von 3 bis 20 V. M. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige > 100 laljüe alt ist die Kenntnis von der Wirkung der Pflanzen- Nährstoffe. Justus von Liebig wies damals zuerst nach, daß die Pflanzen sttzts 10 bestimmte Nährstoffe zu ihrem Gedeihen benötigen und daß keiner durch einen anderen ersetzt werden kann. Auf seiner Erkenntnis fußen alle Düngungsmaß- nahmen und deren Erfolge. Fast allen Böden fehlen Stick st off. Phosph o r s ä u r e, K a l i, K a l k, mit denen in zueinander postendem Verhältnis gedüngt werden muß. Nie darf zum Schaden von Ertragshöhe und Sicherheit au- Unkenntnis oder aus falscher Sparsamkeit die Phosphorsäure vernachlästigt werden. Don ihr hängen Bestockung, Lagerfestigkeit, Aehrenansatz und Kornschwere wesentlich ab. Bei der Phosphorsäurearmut der Böden und bei den Ansprüchen, die wir heute an die Ern- ten stellen, braucht dos Wintergetreide schon im Herbst reichlich Phosphorsäure in schnellwirkender Form, wie sie das wasterlösliche SuperphoSphat enthält. Schon Liebig hatte den hohen Wert des Superphosphats erkannt. Auf seine Anregung wurde vor 100 Jahren dieser älteste aller Handelsdünger, der sich die ganze Welt erobert hat, hergestellt. Da Superphosphat den Boden nicht versauert und seine sehr schnell, aber doch nachhaltig wirkende Phosphorsäure auch auf leichtesten Roggenböden nie verlorengeht, ist es für die Winterung ein bewährter Dünger. Er sorgt dafür, daß verarmte Böden gesunden und die Pflanzen kräftig in den Winter gehen. Sachgemäße Düngung ist heute unbedingtes Erfordernis. Auskunft über Düngung der Wintersaaten mit Superphosphat sowie den arbeitsparenden Ammoniak-Superphosphat, Kali- Superphosphat und Am-Sup-Ka-Volld ungern erteilt die „Deutsche Superphosphat-Jndustrie", Berlin W 15. Jujtus von Liebig W Hungerkuren 213 Hydrant werden. Von Zeit zu Zeit ohne Übertreibung durchgefüyrtes Fa, sten ist dem Körper dienlich. Hungerkuren, ein sehr gewagtes Mittel, um Gewichtsabnahme zu erzielen, dürfen nur unter der Leitung eines Arztes voryenom- men werden. Durch die plötzliche Verminderung des Fettpolsters besteht die große Gefahr des „Altaussehens", der Runzel- und Faltenbildung, weil nach plötzlicher Abmagerung die Haut zu weit ist für den verkleinerten Inhalt. Das Herz wird sehr in Mitleidenschaft gezogen, daher genaueste Überwachung. Siehe Hängebrust, Runzeln. Obstkur. Husten, Begleiterscheinung mannigfacher Erkrankungen der Brustoraane. Rauher, bellender, oberflächlicher Husten ohne Auswurf ist meist ein Zeichen von Rachenkatarrh. Tiefsitzender Husten mit schleimigem Auswurf deutet im allgemeinen auf einen Vronchialkatarrh. Ist der Auswurf blutig gefärbt, besteht gleichzeitig Stechen in der Brust und ständiges Fieber, so suche man schleunigst den Arzt auf, denn dann besteht immerhin der Verdacht, daß die Lunge angegriffen ist. Bei leichterem Hu- sten helfen feuchtwarme Vrust- wickel. Emser Master. Brusttee, Hustensirup, heiße Milch und dgl. Man vermeide rauchige Lokale (starke Raucher leiden häufig an chronischem Husten). Siehe Auswurf. Hut. Kopfbedeckung aus verschiedenartigen Stoffen und der Mode unterworfenen Formen. Veraltete Hutformen lasten sich umpresten. Herrenhüte aufdämpfen und aufbügeln. Der Hut soll wie jedes Kleidungsstück mit der Eesamtkleidung harmonieren. Man laste sich im Geschäft beraten ! Hutleder, reinigt man mit Sal- miakwasser. Gegen das Durchschwitzen legt man Zeitungsoder Löschpapier zwischen Hut und Leder. Hyazinth, gelbroter Edelstein, der als Monatsstein für den Januar gilt. Hyazinthe, Eartenblume, die zu den Zwiebelgewächsen gehört, kann zur Winterzeit tm Zimmer getrieben werden. Rur starke einjährige Zwiebeln dazu verwenden. Im Oktober in Töpfe pflanzen, diese etwa drei Monate im Keller oder im Gartenreich vergraben, damit Wurzelbildung Ät. Zur Blatt- und Blüten- cklung den Topf ins warme Zimmer stellen; Zwiebel dunkel halten, bis der Trieb 10 cm hoch ist, dann hell stellen. Rur mit lauwarmem Wasser spritzen und gießen. Treiben ist auch in Spezialgläsern möglich, die ebenfalls anfangs dunkel und kühl stehen müsten. Die abgetriebenen Zwiebeln können nicht wieder zur Zimmerkultur gebraucht werden. Im Herbst, in den Garten gesetzt, können ste noch viele Jahre blühen. Hydrant, griechisch, Feuerhahn. Vorrichtung an Wasterleitungen, an die bei Bränden Master- Färberei Braubach & Fischer Seltersweg 63 Die chemische Reinigung verlängert das Leben Ihrer Kleider Hier abschneiden! ».Schönen Gruß zuhause Wir hören es jeden Tag, an allen Enden: „Schönen Gruß daheim!" „Grüß mir den Max!" „Vergiß es nicht, Käthi zu grüßen — und Elli auch, weißt du!" „Sag allen einen schönen Gruß von mir!" Richten wir die freundlichen Bestellungen aus? Wir vergessen es, zu unserer Schande gesagt, immer wieder. Woher kommt das? * Es ist gar kein Wunder. Es kommt daher, daß man die Phrasen im täglichen Umgang mit Menschen satt ist und daß der herzlichste Wunsch sogar, das freundlichste Wort an die Daheimgebliebenen einfach vergessen wird, weil man es nicht ernst nimmt...? Das ist eine sehr einfache Erklärung. Sie stimmt in hundert Fällen, sie stimmt aber nicht immer. ♦ Ich denke an den Mann, der am Zaun eines Krankenhauses steht, im gestreiften Kittel, und der den Besuchern immer noch einmal sehnsüchtig nachwinkt und nachruft: „Grüß auch die daheim!" Dann geht er langsam, schleppend zurück. Ueber den heißen Hof, der Tür zu, der schattige Flur nimmt ihn auf, das Zimmer mit den zwei, drei weißen Betten. Er ist wieder allein. „Grüß mir die zu- haus!" Es war so echt und gut gemeint. Ein Mann fährt durch seine Heimat. Er hat einem Freund geschrieben, daß er eine Stunde Aufenthalt habe, mitten in der Nacht. Er solle doch, wenn es gehe, an den Bahnhof kommen, ja? Der Freund ist gekommen. (Denn er ist ein Freund.) Ein Händeschütteln, Fragen, Bestürmen. Die dicken, schwarzen Zeiger der Uhr rücken weiter. „Ja", sagt der Freund, „ich soll dich natürlich noch grüßen. Von Franz, weißt du, und von Hannchen (sie ist verheiratet) und von Ernst, Mensch, der hat sich wieder mächtig hochgerappelt, weißt du noch, rote wir damals als Buben ..." * Ja — in solchen Augenblicken bekommt das Grüßen nach Hause, das Grüßen von Daheim Klang, schweres Gewicht, Duft und Inhalt. r. k. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 22. August. 13. nach Trinitatis. Gießen. Sladlkirche. 8 Uhr: Pfr. Schmidt; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Mat- thäusgemeinde; 9.30: Pfr. Becker; Eröffnung des Konfirmandenunterrichts der Markusgemeinde; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker.— Zohanneskirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Lukas- gemeinde; 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes- und Militärgemeinde; Pfr. Ausfeld; 20: Bibelbefprechuna im Johannessaal; Pfr. Aus- fcld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Professor D. Cordier; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Vikar Lorenz. — petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Trapp. — Albach. 9: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst zur Eröffnung der Konfirmandenstunde; anschließend Christenlehre. — Reiskirchen. 10.30: Kandidat Döll. — Burkhardsfelden. 13: Pfr. Döll. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Christenlehre. — Lollar. 9: Kindergottesdienst. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; i 11: Christenlehre für die weibliche Jugend; 13.30: Kinderaottesdienst. — Daubringen. 20: Gottesdienst. — Klein-Linden. 10: Festgottesdienst anläßlich des 60jährigen Bestehens des Kirchenchores unter Mitwirkung des Posaunen- und Kirchenchores; Missionar Bender (Marburg); 14.30: Missionsfest im Hofe der Kinderschule. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Kindergottesdienst; 13: Hauptgottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die männliche Jugend; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Rieder-Bes- singen. 9.30: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Bettenhausen. 8.45: Jugendgottesdienst; 9.30: Hauptgottesdienst. — 2Nün;enberg. 10.30: Gottesdienst; 13: Christenlehre. — Trais-Wünzenberg. 8.30: Gottesdienst; Christenlehre. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Christenlehre; 13.30: Gottesdienst zur Eröffnung der Konfirmandenstunden. — Göbelnrod. 9.30: Gottesdienst; Christenlehre. — Harbach. 12.30: Gottesdienst; Christenlehre. — Bellershain. 14.15: Gottesdienst; Christenlehre. — Veilsberg. 10: Lesegottesdienst. — Wieseck. 9.30: Gottesdienst; 15: Bibelstunde. — Allen-Bufeck. 10: Gottesdienst. — Trohe. 13: Gottesdienst. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 22. August. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, den 25. August. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, den 26. August. 20.30: Jugendbundstunde. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, den 22. August. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisationsstunde. — Dienstag, 24. August. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. Reuapoftolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, den 22. August. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 25. August. 20.30: Gottesdienst. Baplislengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, den 22. August. 11 Uhr: Kindergottesdienst: 16: Predigt und Abendmahl. — Donnerstag, 26. August. 20.15: Bibe'lstunde. katholische Gemeinden. Samstag, den 21. August. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 22. August. 14. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Messe mit Predigt; 14.30: Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 9.30: Messe mitPredigt-Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. veffentticher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele- fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Staotpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: Arzt: Dr. Mehl. Zahnarzt: Dr. Schmitt. Apotheke: Pelikan-Apotheke. Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. Verlobte 03864 Tanz- Unterricht! Stoffspezialhaus Tennis-Cafe Bernard & Sohn WIIIES1ECIK Bad-Nauheim Gießen, Plockstraße 14-16 Sonntag, 22. August 1937 X'S«“ TATM Z 5439 A abends 5456 D MIsM-Tidi Anfang: 19 Uhr 5434D bei W. Dorleid. Inh.: Karl Baldnff WO GEHEN WIR AM SONNTAG HIN? mit der Kapelle Maxim Beniers Äadenburg Zur Kirmes auf die Der Wirt Die Burschen 5438 D Den schönen Garten durch Eberhard Schwarz Hedi Lanz Hans Liebelt Unsere Winterkurse beginnen am 1. September Gefällige Anmeldungen erbeten Nachkirmes m Alten-Buseck am Sonntag, dem 22. August bei Hans Oppermann Es laden freundlichst ein 516;D Tanzschule Bäulke Wolfstraße 31, Ruf-Nummer 3835 5388 D ‘Siemaidftoffe immer gut — immer preiswert I Heute 20 — 2215 Uhr w Einmaliges Gastspiel Otto Gebühr als „Alter Fritz“ in „Zwischen Abend und Morgen“ mit Berliner Ensemble Preise 0.50-2.50 RM. Gaumeisterschast im Rollschuhlauf Rollschuhbahn (bei Regen Turnhalle des Gymnasiums) an der am Sonntag, dem 22. August 1937, Moltkestrafee vormittags 8.30, nachmittags 14.30 Uhr 5446 D Auf zur^FÄ IFWICS nach Xaunsbatfi am 22. u. 23. August 1937 bei Wirt Neul Für Speisen u. Getränke ist bestens gesorgt Es ladet ein 0410S Die Burschenschaft. Der Wirt. WIESECK Sonntag, 22. August 1937 TA N Z 5432D Zum kühlen Grund Inhaber: Adolf Schepers Schneldemühl Gießen Große Tanzflächen im Freien. — Für la Speisen und Getränke ist gesorgt. — Gute Bedienung ohne Aufschlag Es ladet freundlichst ein Karl Sommeriad Wwe. Slaflllhealer Gießen WalMausRainmühle“'d die Idyll, u. gute Sommerfrische. Dir. a.Wald, Wasser, Angelsp., 4 Mahlz., M. 3. , Prosp. SMWMöelBopuaci Pension Wirth Volle Pension 3,00 bis 3,25 Mark. Rhetnterrasse— Liegewiese WC. im Haufe. misD Äad Homburg v.d.H. (Luisenstr.133) Lauterbach i. H. August 1937 Hydrotherapie 214 Hysterie schlauche angeschraubt werden; auf den Straßen unter den mit einem H versehenen eisernen Deckelkappen zu finden. Hydrotherapie. Wasserheilkunde: man versteht darunter die systematische Anwendung des Wassers in verschiedenen Temperaturen, auch als Wasserdampf, zu vorbeugenden Maßnahmen (s. Abhärtung) und zu Heilzweaen. Hygiene, Eesundheitslehre. Es wird darunter die Lehre und das Studium von der Erhaltung und Erhöhung der Gesundheit des einzelnen und der ganzen Volksgemeinschaft verstanden. Hypnose, „Zwangsschlaf", es handelt sich dabei um einen eigentümlichen schlafähnlichen Zustand. der durch Suggestion bzw. durch gewisse gleichförmige Sin- neseinorücke hervorgerufen werden kann. Es ist eines der wichtigsten Heilverfahren in der Nervenheilkunde, Nichtärzte sollen damit sich nicht befassen. Hypochondrie, ein Zustand, bei dem der Pat. seine Aufmerksamkeit ständig auf seinen eigenen Körper richtet, alles aufs genaueste an sich beobachtet und bei der geringsten Wirklichen oder auch nur eingebildeten Störung ernstlich krank zu sein glaubt, sich für unheilbar und dem Tode verfallen hält. Es ist eine rein nervöse Krankheit ohne irgendwelche körperliche Grundlage, hervorgerufen durch körperliche oder geistige Überempfindlichkeit, meist Teilerscheinung bei Neurasthenie (s. d.), aber auch bei Hysterie, Melancholie, progressiver Paralyse. (Siehe die einzelnen Stichwörter.) Hypothek ist ein Pfandrecht an einem Grundstück. Auf Grund der Hyvothek kann der Inhaber derselben vom Eigentümer des Grundstückes die Zahlung einer Geldsumme verlangen und wenn der Schuldner nicht zahlt, die Versteigerung oder Zwangsver- steigeruna des Grundstücks betreiben. (Voraussetzung hiezu ist das Vorliegen eines Vollstrek- kungstitels). Die H. muß im Grundbuch eingetragen sein. Man unterscheidet die sogenannte Si- cherungshypothek und die Ver- kehrshyp. Erstere ist in ihrem Bestand und ihrer Höhe besonders eng verknüpft mit der zugrunde liegenden Eeldforderung. Der Inhaber der H. bekommt regelmäßig einen Hypothekenbrief. Die H. kann abgetreten und gepfändet werden. Bei Pfändung einer H. Anwalt zu Rate ziehen. Hysterie (eigentlich „Mutter- weh". da man früher irrtümlich annahm, das Erundübel sei ein Leiden der Gebärmutter oder der anderen weiblichen Geschlechtsorgane). eine Krankheit, die bei beiden Geschlechtern vorkommt und ohne nachweisbare Eehirn- oder Organerkrankungen auftritt. Äußerungen sind ungewöhnliche Eemütserscheinungen. Bewegungs- und Eefühlsstörun- aen, Lähmungen und Krämpfe, Störungen der Eefäßinnervation und der Drüsentätigkeit, erhöhte Suggestibilität. Die Hysterischen „schwindeln" nicht einfach eine Holzgeräte für Ihre Küche sind leicht zu reinigen. Besonders haltbare sind aus trocknem, astfreiem Holz hergestellt. Und solche Quirle, Kochlöffel, Schneidebretter, Besteckkasten und anderes bekommen Sie bei Häuser zu niederen Preisen. 3- 23. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Aufführung von Shakespeares »Macbeth« d»s llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll 5422 D Es enthält alle Pläne und Vergünstigungen für die neue Spielzeit Die Theaterkasse, Johannesstraße 3, gibt Ihnen gern Auskunft in englischer Sprache durch Lehrer und Schüler der Chiswick County School, London. Ort: Caf6 Leib. Zeit: Montag, den 23. August 20 Uhr pünktlich. Eintritt: 1 RM.. für Schüler und Studenten 40 Pf., Eintrittskarten an der Abendkasse. [susD Dr. Heinrich Roese Klavier Elisabeth Roese Gesang Anmeldungen zum Unterricht Wart weg 50 - 5416 D Sonntag, den 22. August Heuchelheimer Nadikirmes in den bekannten Lokalen »Zum Treppdien«/ »Zum Sdiwanen« und _______»Fr» Volkmann II « 5451 d HilPhlücCO von3 bis 20 v.H. erhalten Sie bei wieder» IldLIIIdüOU holten Veröffentlichungen einer Anzeige! / MÖBELFABRIK UND EINRICHTUNGSHAUS Frankfurt a. M., Gr. Friedberger Str. 33 jl|n l e r j e d e s Dach freute unü Behaglichkeit Durch Wobei von Ireßger