Kr.167 Erstes Blatt 187. Zahrgang Mittwoch, 21. Juli 1937 Ohne Illustriert« ifgenomma folgendek nb‘ Si ^xv . des 1000' euen 10 ltral- 20 ,s tet: ie zur BeW HaushM eech- 'nst- 2100' 3000- 1.8C -26 i zur |5 im Uni* von einzelnen Nummern infolge höherer GewaV .«jernsprechanschlüffe anter Sammelnummer 225) Anschnfl für Drahtnach» richten Anzeiger Siesten Lord Plymouth sagte hierauf, es sei klar, daß keine Vereinbarungen über die von ihm gemachten Vorschläge für die Reihenfolge der Erörterungen erzielt werden könnte. Er schlug vor, daß unter diesen Umständen der Unterausschuß sich vertagen solle, um es ihm und den anderen Vertretern zu ermöglichen, mit ihren jeweiligen Regierungen über die Lage, die sich ergeben habe, Rücksprache zu nehmen. Diesem Verfahren wurde I zugestimmt. der Unterausschuß zuerst dieses Problem in Angriff nehmen solle. Er unterstützte die Vorschläge des Vorsitzenden. Der portugiesische Vertreter sagte, daß die Vorschläge des englischen Planes ein ausbalanciertes Ganzes darstellten und daß jeder Vorschlag erörtert werden müßte, bevor irgendein endgültiger Beschluß zu irgendeinem der Vorschläge erzielt werden könnte, also auch bevor irgendein Herantreten an die spanischen Streitparteien hinsichtlich der drei im Abschnitt 9 des englischen Planes angeführten Fragen erfolgen könnte. Das Einfachste wäre es, die im englischen Plan enthaltene Zeitordnung zu befolgen, obwohl das für ihn keine grundlegende Frage sei. Nach weiteren Besprechungen schlug Lord Plymouth vor, daß Abschnitt 2 des englischen Planes (Ueberwachung des auf dem Landwege in Spanien eintreffenden Handels) als Teil von Artikel 1 des Abschnittes 9 (Einsetzung von Beamten in spanischen Häfen) erörtert werden solle, vorausgesetzt, daß es klar sei, daß als nächster Erörterungspunkt Artikel 2 von 8 9 (Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen einschließlich der Einsetzung von Kommissionen in Spanien) an die Reihe komme. Der italienische Vertreter erklärte darauf noch einmal, daß er diesen Vorschlag nicht annehmen könne, da die italienische Regierung der Ansicht sei, daß die ursprüngliche Reihenfolge aufrechterhalten werden solle. aährleistum 'b derjenige, cheilichen! iner dienß e oder le! bis zu 15j im Lause aatsamvch ! des MoH I ijemeindeee AuffiM em 12.3^ (tr|(t)eim cflg lld). autzei Sonntags and Feiertag» Beilagen Vie JUu|tnerti Gießener F-amilienblätter Hemmt im Bild Die Scholl» monafs=Be$ugspret$; «Diti 4 Beilagen NM. 1.9t jchäftigt hat. Wir nehmen mit Genugtuung zur Kenntnis, daß der britische Außenminister eine „wirkliche Besserung der Beziehungen mit Deutschland" herbeizuführen wünscht und daß er auch Frankreich (als Sprecher der Pariser Regierung?) Annahme von Anzeige» für Oie 'Mittagsnummer bis8'/.Uhr Oes Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzeigen von 70mm 'Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh "«Ml ,b.en«taJ griffe 1 rb«. Sit|l 1 der 6, ?3e6 hch, bracht WsfiiN Un-rsch »heb,ich, Sknfmaj Londoner Verhandlungen auf dem loien punkt. Der Unterausschuß des Nichieinmischungsausschuffes vertagt sich nach ergebnisloser Arbeit. , S 86 < 20.3«'-* SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen kgenchj Pb.) Die 5. Jerftaatson hat als onbergerii ler^aus K vom Morde! Köppern 1 jer, Sinti; oben. gl am 31J den, einen Flottenkontrolle verknüpft fei. Nach feiner Ansicht fei es unmöglich, die Landkontrolle wiederherzustel- len, bevor ein neues System der Seekontrolle an Stelle der früheren Küstenpatrouillen getreten sei. Der Sowjetoertreter unterstützte diese Ansicht. Der deutsche Vertreter stimmte mit der von dem italienischen Vertreter ausgedrückten Ansicht überein und wies darauf hin, daß im Abschnitt 2 des englischen Vorschlages ausdrücklich erklärt werde, daß das System der Ueberwachung an den Landesgrenzen sofort wiederhergestellt werden solle. Wie könne dies getan werden, wenn die Erwägung dieser Frage in der vorgeschlagenen Weise verschoben werde? Der französische Vertreter erklärte, die logische Reihenfolge, in der man an den Plan Herangehen müsse, sei die von Lord Plymouth angeführte, da die drei im Abschnitt 9 des englischen Planes angeführten Fragen diejenigen seien, die ein Herantreten an die spanischen Parteien erforderten. Jeder Teil des englischen Planes müsse erörtert werden, aber das vernünftige Verfahren würde dahin gehen, eine Erwägung der anderen Teile des Planes aufzufchieben, bis eine Vereinbarung über diese drei Fragen erreicht sei Der italienische Vertreter antwortete darauf, daß, soviel er wisse, in der Vormittags- sihung keine Vereinbarung über eine solche Zeitordnung, wie sie der französische Vertreter erwähne, erzielt worden sei. Er fordere nur, daß der im englischen Plan vorgeschlagenen Zeitordnung gefolgt werde. Daß man im Foreign Office auch geschmeidig sein kann, falls der Druck der Tatsachen von dritter Seite zu stark wird, beweisen die Ausführungen Edens über den Völkerbund und das Mitte l m e e r. Es war immerhin bemerkenswert, daß nach Edens Ansicht die Genfer Liga nicht mehr ein Bündnis zur Aufrechterhaltung eines besonderen politischen Systems sei, daß sie auch größeren Wert auf versöhnende Methoden als auf die früher 0 beliebten Zwangsklauseln der Satzung (Sanktio- ten) legen solle. Die Erfahrungen mit der deutschen Wehrhaftmachung und mit dem abessinischen Krieg hat man in London offenbar doch beherzigt. Auffallend war auch der versöhnliche Ton der Eden-Rede gegenüber Italien. Die Feststellung, »aß Großbritannien an dem italienisch-englischen Mittelmeerabkommen unbedingt festhalte, hat denn auch in Rom sichtliche Befriedigung hervorgerufen. Aber ganz unfreiwillig dürften die Äußerungen föens über den modus vivendi im Mittelmeer dennoch nicht gewesen sein. Vielleicht ist man in Lon- >on von der kürzlichen Meldung sehr beeindruckt gewesen, daß am 25. Juli in Triest der Stapellauf »es italienischen Schlachtschiffes „Vittorio Veneto" tattfinöen soll. Dieses Kriegsschiff, das 35 000 Ton- len Wasser verdrängt und mit 38,1-Zentimeter-Ge- chützen bestückt ist, wird künftig einer der stärksten Nachtfaktoren im Mittelmeer fein. Außerdem geht auch sein Schwesterschiff „Littoria" der Vollendung entgegen. Da nebenher auch die beiden alten Li- üenschiffe „Cavour" und „Giulio Cesare" nach größeren Umbauarbeiten wieder in Dienst gestellt ourden, verfügt die italienische Kriegsmarine jetzt iber eine sehr moderne und sehr schlagkräftige Flotte, die selbst den Engländer zur Vorsicht zwingt. Oer Duce hat wiederholt betont, daß er nicht die lbsicht habe, die Verbindungswege des englischen Empire zu zerstören, daß er aber anderseits das Kittelmeer als notwendigen Lebensraum seiner Nation beanspruche. Die Erklärung Edens trägt liefern Umstand Rechnung. Die spanische Frage wurde vom englischen Außenminister zwar ausführlich besprochen, doch ohne Hinzufügen neuer Momente. Man konnte höchstens bedauern, daß der englische Kompromiß- Vorschlag, der von den»26 Nichteinmischungsmächten ausdrücklich als Diskussionsgrundlage angenommen vurde und jetzt zur Beratung steht, von Herrn Eben als ein Ganzes bezeichnet wurde, mit dem tUes fällt oder steht. Abänderungen dieses Planes oerben sich jedoch kaum vermeiden lassen, wenn überhaupt eine Losung der Nichteinmischungsknse möglich sein soll. ^v- »schwer, zwischen diesen beiden Bekundungen eine gedankliche Übereinstimmung zu finden. Logisches 'Deuten scheint nicht die stärkste Seite des Herrn Eden zu sein, denn sonst hätte er sich wohl klarmachen müssen, daß die von ihm gerühmte enge Zusammenarbeit mit Frankreich die Engländer auch an die Linie Paris-Prag-Moskau anschließt, deren antideutscher blockbildender Charakter nur von politischen Säuglingen nicht erkannt wird. Das alte britische Bestreben, den Bolschewismus und den Nationalsozialismus auf eine Stufe und möglichst dicht nebeneinander zu stellen, machte sich auch in einigen anderen Redewendungen Edens bemerkbar. Mit ehrlichem Maklertum hat diese f 3 i 88 12«5 rs 40,- 00,— 90,- o5, 77,16 14,74 07,50 82,25 Der sowjetrussische Vertreter erklärte, daß der ganze englische Plan von den Fragen abhänge, die sich auf die Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen bezogen. Er sei daher der Ansicht, daß • zugestimmt. wand dagegen erhoben, und es sei zu hoffen, daß Italien dem Vertrag beitreten werde, wenn er von den anderen Mächten ratifiziert sein werde. Hinsichllich Japans sei die Lage schwieriger. Aber es sei kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß Japan irgendwas tun werde, um den anderen Mächten die Einhaltung ihrer Verpflichtungen unmöglich zu machen. Gegenwärtig sei die Lage so, daß Japan lediglich erklärt habe, daß es sich durch die Verpflichtung, keine Schiffe mit 40-Zentimeter-Geschützen zu bauen, nicht als gebunden betrachten könne. Die Aussprache, an der sich für die ßabour Party der frühere Marineminister Alexander, der Oppositionsliberale Mander sowie die Konservativen A st 0 r und Churchill beteiligten, wurde vom Parlamentssekretär der Admiralität ^Shake- s p e a r e abgeschlossen. Er erklärte zunächst, daß die Frage des Kalibers für Schlachtschiffe zuerst von den englischen Marinesachverständigen genau geprüft werde. Shakespeare betonte dann hinsichtlich der Verhandlungen mit Deutschland, er wolle offiziell die verständige Haltung anerkennen. mit der Deutschland in diese Verhandlungen eingetrelen sei. Tatsächlich gebe es im gegenwärtigen Augenblick nur eine Art von Rüstungsbegrenzung in der ganzen Welt, nämlich das quantitative deutsch - englische F l 0 l t e n a b k 0 m - men von 1935, das auf beiden Seiten eingehalten worden fei und ein Vorbild darslelle. Wenn sich Schwierigkeiten ergeben hätten, dann seien diese stets durch einen freundschaftlichen Meinungsaustausch geregelt worden. Dieses deutsch-englische Abkommen sei der Angelpunkt gewesen, um den die nachfolgenden Verhandlungen sich gedreht haben. Nach Ansicht der englischen Regierung, so erklärte Shakespeare ferner, könnte der Londoner Flottenvertrag den Rahmen zu einem allgemeinen Vertrag abgeben. Es seien bereits Verhandlungen mit Norwegen, Schweden, Dänemark, Finnland, Polen und der Türkei eröffnet worden, und alle diese Mächte hätten die allgemeinen Grundsätze des Londoner Flottenver- träges mit einigen geringfügigen Aenderungen angenommen. Besprechungen würden auch mit Griechenland und Jugoslawien vorbereitet. Vor den parlamenfßfeilen in England. Keine Auslandsreisen von Kabinettsmitgliedern. London, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Das englische Parlament geht am Freitag nächster Woche bis zum Oktober in die Fer i e n Verschiedene Blätter wollen mitteilen können, daß Ministerpräsident Chamberlain die Regierungsmitglieder gebeten habe, ihre Ferien i n in diesen Wunsch einbezieht. Wir freuen uns auch über seine Versicherung, daß England einem internationalen Block gegen den „Faschismus" niemals beitreten werde. Aber es fällt uns einigermaßen ,n wirklichkeitsfremde Einstellung gegenüber der roten Weltgefahr nichts mehr zu tun, sondern sie dient wohl lediglich dazu, den hartumstrittenen und lelbftgefälligen Anspruch Englands auf eine internationale Schiedsrichterfunktion zu stützen. London, 21. Juli. (DNB.) lieber die Dienstag- itzung des Hauptunterausschusses des Nichteinmischungsausfchusses wurde eine längere Verlautbarung herausgegeben. Zunächst wird auf die zu 58ginn der Vormittagsitzung unterbreiteten Vorschläge des Vorsitzenden Lord Plymouth hingewiesen. Lord Plymouth wünschte, daß zunächst eine grundsätzliche Vereinbarung über die drei Hauptfragen erreicht werden solle, die ein Herantreten an d i e beiden Streitparteien erforderten. Mit diesem Ziel vor Augen solle der Unterausschuß zunächst die im Abschnitt 9 der britischen Vorschläge angeführten drei Probleme in folgender Reihen- olge in Angriff nehmen: 1. Einsatz von Beamten in den spanischen Häfen, 2. Zurückleitung der ausländischen Freiwilligen einschließlich des Ein- atzes von Kommissionen in Spanien, 3. Bedingungen, unter denen die Rechte der Kriegsführenöen zu gewähren sind. Der italienische Vertreter erklärte, er stimme darin überein, daß es dringlich sei, eine Formel zu finden, die als Gundlage für die Verhandlungen zwischen dem Ausschuß und den beiden Streitparteien dienen könne. Er schlug vor, daß der Unterausschuß eine Vereinbarung über die folgenden Punkte erzielen solle: 1. Feststellung, daß das Sy- tem der Flottenpartrouillen nicht mehr in Kraft ist, 2. die sofortige Wiederherstellung des Ueber- wachungssystems der spanischen Landgrenzen, 3. ein sofortiges Herantreten an die spanischen Parteien, um festzustellen, ob sie bereit sind, in ihren Häfen die Beobachter des Ausschusses zuzulassen. Der deutsche Vertreter erklärte, daß nach Ansicht der deutschen Regierung der Auftrag der Flo f- tenkontrolle, den der Ausschuß sowohl an England und Frankreich, als auch an Deutschland und Italien erteilt habe, mit der Zurückziehung der beiden lehlgennannten Wächte von der Kontrolle zu einem Ende gekommen fei. In der allgemeinen Frage der Reihenfolge, in der der Ausschuß an seine Aufgaben Herangehen solle, sei er bereit, alle im englischen Plan aufgeworfenen Punkte zu erörtern. Er könne aber nicht einem Verfahren zuslimmen, das die Wirkung haben würde, die Fragen der kriegführenden Rechte in derselben Weise zu ersticken, wie die Frage des Goldes der Bank von Spanien. Lord P l y m 0 u t erklärte, er habe nicht voraus- gesehen, daß die Frage der Zurückziehung des übrig gebliebenen Teiles der Flottenkontrolle, nämlich der noch von der englischen und der französischen Flotte durchgeführten Kontrolle, in der jetzigen Sitzung aufgeworfen werde, da seine Regierung der Ansicht sei, daß andere Fragen von größerer Dringlichkeit vorlägen. Er habe keine Anweisungen, zu den von dem deutschen und dem italienischen Vertreter aufgeworfenen Punkten Stellung zu nehmen, nehme aber Kenntnis von den von ihnen ausgedrückten Ansichten, die er seiner Regierung mitteilen wolle. Er werde um Anweisung zu diesen Fragen bitten. Nach einer weiteren allgemeinen Besprechung wandte sich der Unterausschuß dem ersten Teil des englischen Vorschlages zu, der sich auf die P 0 - stierung internationaler Beobachter in den spanischen Häfen bezieht. Die Vertreter des Unterausschusses stimmten im Grundsatz einstimmig dem Vorschläge zu, daß eine Maßnahme nach diesen Richtlinien in den allgemeinen Plan ausgenommen werden solle, der später den beiden Parteien in Spanien vorzulegen sei. Ferner einigte sich der Unterausschuß darüber, in dem technischen Ausschuß neu zu erwägen, welche Punkte hinsichtlich des obigen Vorschlages in die geplante allgemeine Aufforderung an die spanischen Parteien hinsichtlich des Gesamtplanes ausgenommen werden sollen. Zu Beginn der Nachmittagssitzuna schlug Lord Plymouth vor, daß der Unterausschuß ine Z u- rückziehung der Freiwilligen einschließlich der Einsetzung von Kommissionen in Spanien erörtern solle. Der italienische Vertceler sagte, daß er nicht in der Lage sei, diesem Punkte zuzustim- men. In der Vormittagssihung sei nur ein Punkt für die Wiederherstellung der Kontrolle angeschnitten worden, nämlich die Einsetzung internationaler Beobachter in den spanischen Häfen. Bevor der Unterausschuß eine andere Frage erwäge, sei es wichtig, daß andere TeilederenglischenVorschläge hinsichtlich des Konlrollplanes erörtert würden. Er wies besonders auf die Ueberwachung des auf dem Landwege in Spanien ankommenden Handels hin, eine Frage, die im Abschnitt 2 von Teil 1 behandelt werde. Gegenwärtig werde die Kontrolle nur gegen Gebiete ausgeübt, die unter der Rechtsprechung der spanischen nationalen Regierung stünden. Er fordere nur, daß der Unterausschuß die Zeilordnung befolge, in der die verschiedenen Vorschläge im englischen Plan angeführt werden. Der französische Vertreter erklärte, daß die Frage der Landkontrolle eng mit derjenigen der 60 50 121 1184 Englcr rrheb" Siedlungsraum und Rohstoffquellen '♦: ■ v. •v K Viedl DerB O zu verbringen. Mehrere Kabinettsmitglieder, in? bereits eine Reise ins Ausland geplant Unser Bild zeigt die Lage des gegenwärtigen Kampfgebietes. Rechts: Fengtai, links oben: Wangpinghfien. — (Scherl-Bilderdienst-M.) hätten, seien bereit, dem Wunsche des Ministerpräsidenten nachzukommen. Außenminister Eden begebe sich nach Südengland, unv in Verbindung mit dem Außenamt bleiben zu können. In Regierungskreisen sei man, wird allerdings betont, der Ansicht, daß sich die internationale Lage, mit Ausnahme der Situation im Fernen Offen, gebessert habe. Dennoch wünsche Chamberlain, nötigenfalls innerhalb weniger Stunden das britische Kabinett berufen zu können. Francos Truppen im Vormarsch Salamanca, 21. Juli. (DRV.) Der nationale Heeresbericht vom Dienstag meldet von der Front von Aragon: Im Abschnitt von Albarracin haben unsere Truppen den Vormarsch fortgesetzt und nach Ueberminbung des feindlichen Widerstandes neue Stellungen eingenommen. Der Feind hatte große Verluste. Front von Madrid: Der siegreiche Vormarsch unserer Truppen bei Srunete wurde fortgesetzt. Mehrere sehr wichtige Stellungen und Schützengräben wurden besetzt. Das gesamte Gebiet des Guadarrama-Flusses bei Aulestia wurde vom Gegner gesäubert. Die bolschewistischen Truppen hatten große Verluste. Wir erbeuteten eine große Menge Kriegsmaterial, darunter mehrere Maschinengewehre und sieben sowjetrussische Tanks. In der letzten Nacht versuchte der Feind zwischen Bar Anita und El Plantio anzugreifen. Er wurde zurückgeschlagen. Staatsches General Franco hat Juan 5) a g u e, Oberst der Fremdenlegion, der in den ersten Monaten der nationalen Erhebung mit seinen Truppenabteilungen über Andalusien und Estremadura siegreich gegen Toledo und Madrid vorgestoßen war, zum Chef des 1. Armeekorps an der Front von Madrid ernannt. Aach Nanking zurückgekehrt. Nanking, 20. Juli. (Oftafienbienft des DNB.) Marschall Tschiangkaischek traf am Dienstagmittag von seinem Sommeraufenthalt in Nanking ein. Sofort nach seiner Ankunst empfing der Marschall ben Außenmini st er, ben Kriegs- m i n i ft e r , ben Verkehrsminister, ben Eisenbahn- minifter, ben Kultusminister sowie höhere Offiziere zum Vortrage über die Lage in Nordchina unb über bie letzten Entwicklungen im chinesisch-japanischen Konflikt. Tschiangkaischek ließ bie Oeffentlichkeit wissen, baß er angesichts ber politischen Spannung seine Anwesenheit in Nanking für notwendig halte. Der japanische Geschäftsträger in Nanking Hibaca hatte am Dienstagvormittag eine weitere Unterredung mit dem chinesischen Außenminister Wangtschungshun, in ber er erneut bie japanischen Einwendungen gegen bie Entsendung chinesischer Regierungstruppen nach der Provinz Hopei und gegen das Mißtrauen ber Nankingregierung gegen bie örtlichen Abmachungen oorbrächte. Der chinesische Außenminister antwortete, daß die gegenwärtigen Zeitumstände es als z w e ck- l o s erkennen ließen, sich auf gegenseitige Anschuldigungen einzulassen. Viel besser sei es, sich über sofortige Maßnahmen zur Abwendung des drohenden bewaffneten Konfliktes zu einigen. Eine auffällige Reise. Nanking, 20. Juli. (Oftasiendienst des DNB.) Der Botschafter der Sowjetunion in China, Bogolomow, der seinen Amtssitz in der früheren chinesischen Hauptstadt Peiping hat, Hai seinen bevorstehenden Besuch in Nanking angefün- bigt. Dieser Besuch bes Sowjetbotschasters im augenblicklichen Zeitpunkt finbet starte Beachtung. berechtigt, wenn auch über bie Beenbigung ber Aktionen keinerlei Mitteilung gemacht werbe. Er habe seine Vermutung barüber ausgebrückt, ob man auf chinesischer Seite bie am 19. Juli in Tient- fing geschlossene Vereinbarung mit ber Norbchina- Garnison burchführe. Daher sei man in der letzten Kabinettsitzung zur Sanktionierung aller notmenbigen Schutzmaßnahmen für bie japanische Armee für ben Fall ber Nichtburchführung ber getroffenen Vereinbarungen geschritten. Die gestrige Unterrebung bes Botschaftsrates Hibaka mit Außenminister Wang- ff ch u n g h u i fei für Japan unbefriebigenb ausgefallen. Dieser Ausgang ber Unterrebung be- beute jeboch nicht ben Abbruch jeglicher Vereinbarungen mit Nanking, eine Wieberaufnahme ber Besprechungen sei jeberzeit möglich. Ausnahmezustand für Japaner in Schanghai. Schanghai, 20.Juli. (DNB.) Die japanischen Konsularbehörben in Schanghai orbneten an, baß für japanische Staatsangehörige ber Ausnahmezustanb bestehe. Sämtliche Japaner haben ab 19 Uhr zu Hause zu bleiben. Die japanischen Kabaretts schlossen baher kurz nach Dunkelheit. Die Polizei ber internationalen Nieber- lassung würbe von ben Japanern aufgeforbert, bei ber Durchführung bes Ausnahmezustands unter- stützenb mitzuwirken. Die japanischen Maßnahmen gehen auf bie gewaltige Aufregung zurück, bie bie Nachricht vom Bombarbement Wanpinghsiens aus- gelöst hatte. Sonberausgaben ber Zeitungen würben reißend verkauft. Ueberall bilbeten sich Gruppen erregter Chinesen, bie an ben Anfang bes Krieges mit Japan glaubten. Von ben Zeitungen wirb einheitlich bie Verantwortung ben Japanern zugeschoben. Paris, Bstellunk Holte §ra> Uie jun herunge I liegen von Li auf 21 Mamin Lsob G Fran L 2,05 a ätzend Ei M; i honten, Weinefli Ä143»- ft 31,10 komm Ka im 29 v. W auf filogramiT Lflo um 1 kl 2,35 ? Das ist hlum, b Urben ver llmn bie pi höhfer Japanische Artillerie der Armee kabawe eröffnete am Dienstag um 15 Uhr Ortszeit die Beschießung der Ortschaft Wanpingfhlen. Sie gab im Verlauf von anderthalb Stunden mehr als 100 Schuß ab. Am Dienstagvormittag hatte der Chef der militärischen Sondermission der japanischen ftroan- tung-Armee, Oberst Matsui, noch einen letzten Protest gegen die in den vergangenen Tagen immer wieder vorgekommenen Schießereien, für die von japanischer Seite die Soldaten der 37. chinesi- schen Division allein verantwortlich gemacht werden, eingelegt. Die Protestnote, die auf Dienstagmittag befristet war, wurde von chinesischer Seite unbeantwortet gelassen. Beginn größerer Unternehmungen. Tokio, 20. Juli. (DNB.) Die Einleitung einer Strafexpedition gegen bie chinesischen Truppen im Abschnitt von Wanpingshien wirb, laut Domei, als ber Beginn größerer militärischer Unternehmungen angesehen, nachbem bie japanische Armee alle Hoffnung auf eine friedliche Beilegung der Zwischenfälle aufgegeben hat. Trotzbem glauben bie militärischen Kreise immer noch, daß es möglich sein wirb, bie Feinbseligkeiten auf bas augenblickliche Kampfgebiet z u begrenzen. In politischen Kreisen sieht man allerbings in ber Haltung ber Nanking-Regierung eine Gefahr für eine Ausbehnung ber Auseinandersetzungen auf weitere Teile Nordchinas. Das japanische Außenamt zu den Kämpfen. Zu weiterenBerhandlungen mitChinabereit Tokio, 21. Juli. (DNB. Funkspruch. Ostasien- bienft bes DNB.) Der Sprecher bes Auswärtigen Amtes stellt bie gestrigen Kämpfe bei Wangping als lebiglich lokaler Natur hin, veranlaßt burch chinesische Feuerüberfälle auf japanische Stellungen unb bie Weigerung, entsprechenb ben Vereinbarungen, die chinesischen Stellungen bei Lukoutschiau aufzugeben. Er halte, so wirb weiter berichtet, bie Annahme, daß die Zusammenstöße zu Beginn einer allgemeinen japanischen „<51 r a f e j p e b i t i o n" seien, für u n- Frankreichs Rüstnngskredite von 6 auf 11 Milliarden erhöht. Wechsel in der Leitung der Bank von Frankreich. — Dem Finanzminister wird das Sparen schwer gemacht. T o k i o, 20. Juli. (Oslasiendiensl des D71B.) Aach einer offiziellen Mitteilung des Kriegsministeriums haben chinesische Truppen am Dienstagmorgen das Feuer auf japanische Truppen eröffnet und nachmittags die japanischen Stellungen bei Papaoshan und Lukoutschiau angegriffen. Die japanischen Truppen hätten, wie weiter berichtet wird, sofort den A b - wehrkampf ausgenommen. Reue Kämpfe in Norbchina. Japanische Artillerie beschießt chinesische Stadt. - Hoffnung auf Begrenzung der Kämpfe Stobt laa vor ! geführte 1 Unterlaß ausschrv Verbreit Oberen, worben i 3or be Verbrecher Jer Ange wurde bei Alexianeck Zuchthaus eMgelisch ^Iholischer hm er nai ins Kiostei Nerlassu Vertraute Segen M «Men, stc Unheil und dichteten, 'ernehmun^ -in. Unte Ren 'erf( pRuen, Wt, in t :Ren wu nicht *N)r A danc Rner (f p ?.nngeklao -,8°r i * be< ! N jjrteil Io : Mit > Fr & tz! d° >®e(ü ?? dem i tzder Röere i §?8-8 K? V1 Gebiet nur im beschränkten Maße für die japanische Sieblungstätigfeit geeignet war. Zudem glaubt man in Tokio, daß bie endgültige Sicherung dieses neuen Besitzes, zu dem auch Jehol zu rechnen ist, bie Lostrennung ber fünf norbchinesischen Provinzen von Zentralchina unbedingt erforderlich mache. Denn bekanntlich hat die Nankinger Regierung ihren Anspruch auf die alte Mandschurei offiziell niemals a u f gegeben. Die jungen nationalen Kreise in China yaben als Fernziel die Wiedereroberung der japa- nifierten Gebiete stets vor Augen und fordern sie mit allem Nachbruck. Diese antijapanifche Bewegung, ihre Dulbung ober Unterbrückung durch die Nanking-Regierung, bildet wiederum eine hauptsächliche Entstehunasursache für den gegenwärtigen Konflikt, und so nimmt hier alles einen verhängnisvollen Kreislauf. Die nordchinesiscken Provinzen haben auf 700 000 Quadratkilometer (ein Zehntel des ganzen Reiches) eine Bevölkerung von 83 Millionen (ein Fünftel bes ganzen Reiches). Schon biefe Zahlen spiegeln bie Prosperität bes umstrittenen Lanbes wider. Neben Ackerbau, Viehzucht unb Fischfang gibt es hier eine starke inbustrielle Probuktion, bie sich auf bie Verarbeitung ber riesigen Baumwollfelder, ber Kohle- unb Eisenvorkommen stützt. Daneben gibt es Zünbholz-, Tabak- unb Zementfabriken sowie eine gutentwickelte Jnbustrie für chemische Salze. An Ge- treibearten werben vor allem Weizen, Hirse, Mais unb Gerste angebaut. Bei allen biefen agrarischen ober inbustriellen Probukten überschreitet ber Erzeugungswert bei weitem bie entsprechenben Durchschnittswerte für ganz China. Kein Wunber baher auch, baß bie Verkehrstechnik hier im Verhältnis zum übrigen China sehr weit fortgeschritten ist. Fast bie Hälfte sämtlicher chinesischer Eisenbahngleise verlaufen in ben Norbprovinzen. Die Häfen bewältigen ein Fünftel bes gesamten chinesischen Ein- unb Ausfuhrhandels. Die ©taatsfteuern unb Zölle kommen ebenfalls zu einem Fünftel aus Norbchina. So ist Norbchina als Absatzmarkt, als Rohstoffquelle unb als Wohngebiet gleich wichtig für Zentralchina wie für bas ausbehnungsbebürftige Japan. Ev. Der deutsch-spanische Handelsvertrag. Die Pariser Presse interessiert sich. Paris, 20. Juli. (DNB.) Ein Teil der Pariser Presse verzeichnet ben Abschluß bes j) anbei s« abkommens zwischen Deutschland unb ber national spanischen Regierung. Man erfahre aus sicherer Quelle, so heißt es z. B. in einer Hcwasmelbunq, baß in bem neuen Hanbels- oertrag auch eine Abmachung über bie Lieferung von Eisenerz aus Bilbao enthalten fei. Man könne annehmen, baß beutscherseits Forberungen für bie Lieferung von Waren beftänben, bie in bas nationale Spanien geliefert worben seien. Zugleich wirb die politische Bedeutung bes Abkommens zwischen Deutschlanb unb General Franco unterstrichen. Die Reichsregierung bestätigte, inbem sie mit General Franco einen Vertrag schließe, erneut, baß sie ihn als denInhaber ber legitimen Macht in Spanien anerkenne. Dieses öffentliche Abkommen sei bas erste greifbare Ergebnis ber Einrichtung biplomatischer Beziehungen zwischen bem Reich unb bem nationalen Spanien. „Adolf-Hitler-Marsch" begonnen Künftig Landsberg am Lech das Endziel. Königsberg, 21. Juli. (DNB.) Am Diens- fagabenb würben als erste Marscheinheit bes Abolf - Hitler - Marsches 70 Jungen bes Gebietes © ftI an b 1 bei einer einbrucksvollen Kunbgebung auf bem Königsberger Schloßhof burch Stabsführer Hartmann Lauterbacher verab- fchiebet. Damit hat ber nun schon zur Tradition geworbene Sternmarsch ber Hitler - Iu - genb zum Reichsparteitag in Nürnberg begonnen. Stabsführer Hartmann Lauterbacher betonte in einer Ansprache, ber Abolf-Hitler-Marsch bedeute nicht etwa eine Art „Beförderung von Hitler-Jugend-Fahnen" zum Reichsparteitag, fonbern sei ein begeistertes und begeisterndes Bekenntnis zum Nationalsozialismus und zu seinem Führer. Doch mit bem Marsch nach Nürnberg — damit verkündete Stabsführer Lauterbacher eine Anordnung bes Reichsjugenbführers — sei künftig ber Adolf-Hitler- Marsch ber beutschen Jugenb nicht beenbet. Die 400 Bannfahnen würben von jetzt ab im Anschluß an ben Reichsparteitag nach ßanbsberg am Lech ZU einem Hause getragen, in bem Adolf Hitler sein Werk „Mein Kampf" schrieb, in bem bas Gesetz bes deutschen Volkes für viele Jahrtausende niebergelegt würbe. Dort werbe bie Hitler-Jugend nach dem großen Erlebnis bes Reichsparteitages ihrem Führer den Dank für bas durch ihn geschaffene Deutschlanb oblegen. Das Attentat gegen Koc. Im Auftrag einer politischen Gruppe? Warschau, 20. Juli. (DNB.) Heber bas Ergebnis ber Untersuchungen über das Attentat gegen Oberst Koc liegen noch keine amtlichen Verlautbarungen vor. Don halbamtlicher Seite wird aber ein Bericht eines Warschauer Blattes nicht bestritten, wonach es sich bei bem ums Leben gekommenen Attentäter um einen 2 9jährigen Mann hanbelt, ber nicht felbftänbig, sonbern gemeinsam ober im Auftrage einer politischen Gruppe gehanbelt habe. Wie verlautet, soll sich bie Herausgabe ber amtlichen Verlautbarung deswegen hinauszögern, weil bie Spuren des Verbrechens sich noch ftänbig erweitern. Neuer Schlag gegen die Kommune. Warschau, 20. Juli. (DNB.) Nach ihrem letzten großen Erfolg in Warschau gelang der politischen Polizei ein neuer Schlag gegen bie Kommunisten in Wilna. Plötzlich burchgeführte Haussuchungen bei verdächtigen Personen führten zur Beschlagnahme verbotenen kommunistischen Schriftenmaterials und zur Verhaftung von mehr als zehn Personen, unter benen sich bezeichnenberweise roieber Juden befanben, so ber „Bankier" Schloma Silberberg, ber Buchhalter Abraham Mußmann unb bie Stubentin Soya Goldfinger. Oer Wawel-Konflikt. Warschau, 20. Juli. (DNB.) Die außerordentliche Tagung des Sejms, die zwecks Stellungnahme zum Wawel-Konflikt einberufen worden war, fand Dienstag nachmittag in Anwesenheit Marschall Rydz-Smiglys und sämtlicher in Warschau anwesender Mitglieder der Regierung mit dem Ministerpräsidenten General Skladkowski unb Außenminister Beck vor überfüllten Tribünen statt. D8 A E Ä ä Vs K Lrt lyunl1? 5#’° K Segne W den sichten ASl'qlle. W Paris, 20. Juli. (DNB.) Am Dienstag fand unter dem Vorsitz bes Präfibenten ber Republik, Lebrun, ein Ministerrat statt, auf bem zunächst Finanzminister Bonnet über bie F i - n a n z l a g e berichtete. Er ließ burch den Ministerrat eine Gesetzesverorbnung prüfen, bie mit Einschränkungen unb unter strenger Kontrolle b i e Schatzamtsausgaben für 1938 festsetzt. Außerdem genehmigte ber Ministerrat die vom Finanzminister vorgeschlagenen Maßnahmen zur Stützung und Neuorbnung bes Rente n m a r E te s. Finanzminister Sonnet sprach bann über bie Maßnahmen, bie er ergriffen hat, um bie Finanzkontrolle ber außerordentlichen Haushaltsausgaben sicherzustellen. Ferner unterbreitete der Finanzminister bem Ministerrat eine Umbesetz u n g in ber Leitung ber Bank von Frankreich: ber bisherige Gouverneur ber Bank von Frankreich, Labeyrie, ist zum Gouverneur ehrenhalber ernannt roorb-m, währenb ber bisherige Erste Untergouverneur ber Bank von Frankreich, Fournier, sein Nachfolger als Gouverneur ber Bank von Frankreich würbe. Außenminister Delbos erstattete im Minister- rat über bie außenpolitische Lage Bericht. Der Han- beisminister ließ eine Verordnung prüfen, die bas nad) Frankreich eingeführte Zeitungspapierkontingent erhöht. Die für 1938 für die nationale Derlei- bigung bewilligten krebite in Höhe von sechs Milliarden Franken werben nunmehr trotz der Sparpolitik des Finanzministers Bonnet a u f elf Milliarden erhöht. Wie einige Blätter schon am Dienstag berichteten, hat es Kriegsminister Da lädier verstanden, den Ministerrat von der Notwendigkeit einer Erhöhung der Ausgaben, insbesondere für die Modernisierung der technischen Mittel der Armee, zu überzeugen und sich gegenüber Bonnet durchzusehen, der ursprünglich seine Einsparungspolitik auch auf dieses Gebiet erstreckt wissen wollte. Der Ministerrat hat ben Forberungen Dalabiers stattgegeben unb seine Vorschläge unterzeichnet. Volksfrontregierung beschleunigt Lustrüstung. Paris, 20. Juli. (DNB.) Bei ber Einweihung einer neuen Fabrik, bie eine verstaatlichte Flug- zeugbaugesellschaft in Bouguenais bei Nantes errichtet hat, ergriff Luftfahrtminister Pierre G o t bas Wort unb machte einige bemerkenswerte Mitteilungen über ben Stanb ber französischen Luftwaffe. Innerhalb bes einen Jahres ber Verstaatli- chungs politik, so erklärte ber Luftfahrtminister, fei bie Zahl ber mobernen Flugzeuge, bie bei ber Luftwaffe in Dienst gestellt würben, um 80 o. H. gestiegen. Frankreichs Sombarbierungs» Möglichkeiten seien um 500 v. H. gesteigert worben. Das inbustrielle Erzeugungsoermögen fei innerhalb eines Jahres verdoppelt worben. In biefem Jabr werbe Frankreich 30 v. H. mehr Militärflugzeuge herstellen, als in ben an unb für sich schon probuf* tionsftarfen Jahr 1935/36. Im Jahre 1938 werbe ber Prozentsatz auf 60 steigen. Dann werbe Frankreich ein Werkzeug in ber Hanb haben, das seinen Bedürfnissen entspreche. Die Kampfhandlungen in Norbchina haben wieder begonnen. Der Papierkrieg ultimativer Noten geht langsam in die bewaffnete Auseinandersetzung über. Es erhebt sich die Frage, was das Ziel der beiden asiatiscyen Mächte ist, was sie eigentlich verteidigen ober erobern wollen. Der Ernst, mit bem bie Kriegsvorbereitungen in Tokio und Nanking getroffen worden sind, läßt erkennen, daß es nicht mehr um bloße Meinungsverschiedenheiten, um Stimmungen und Gefühle gehk^ fonbern daß wirklich lebenswichtige Interessen für beide Länder auf dem Spiele stehen. Nordchina, um bas sich ber ganze Streit breht, ist sowohl militärisch als wirtschaftlich ber natürliche Angelpunkt der gesamten Fernost-Politik. Hier stoßen die Machtbereiche bes alten japanischen Kaiserreiches und des jungen chinesischen Nationalstaates zusammen, hier treffen sich auch bie Interessensphären dritter Mächte. Sowjetrußland sieht in Norbchina sein Aufmarschgebiet für bie Gewinnung ber Pa- zific-Küste, England und anbere europäische Staaten oerteibigen hier wichtige Wirtschaftspositionen. Norbchina, bas sich aus ben fünf Provinzen Hopei, Schantung, Schansi, Tschachar und Suijian zusammensetzt, ist ein reiches, fruchtbares, bichtbevölkertes Land, das schon heute der wirtschaftlich wichtigste Teil des Reiches der Mitte ist, aber in seiner Erde noch ungeheure Vorkommen an Eisen, Kohle und anderen Metallen birgt, die der Erschließung harren. Diese wirtschaftliche Zukunftsmöglichkeiten sind es auch vor allem, die Japan zu seinem energischen Vorgehen veranlaßt haben. Denn bas japanische Volk, das jährlich um eine Million Menschen wächst, müßte auf seinen felsigen Inseln verhungern, wenn es nicht seinen Bevölke- rungsüberschuß auswandern lassen kann. Das japanische Volk braucht Siedlungsraum und neue Rohstoffquellen, denn auch von dem Export seiner Jnbustrieerzeugnisse muß es seine Kinder ernähren. Als die Söhne Nippons vor einigen Jahren das Kaiserreich Mandschukuo errichteten, glaubte man, daß damit Japan einen ausreichenden Nahrungsraum gewonnen habe. Es stellte sich jedoch bald heraus, daß aus klimatischen Gründen dieses Der Sejmmarschall verlas den eingegangenen Gesetzesvvrschlag, ber bie Regierung ermächtigt, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um ähnliche Vorgänge wie bie eigenmächtige Ueberführung des Sarges Marschall Pilsudskis seitens des Krakauer Erzbischofs künftighin u n m ö g = li ch zu machen. Das Haus beschloß e i n ft i m m i g, ben Gesetzesvorschlag nicht, wie üblich, einem Ausschuß zu überweifen, sondern sofort zu ihm Stellung zu nehmen. Im Namen ber Antragsteller erklärte daraufhin Vizemarschall Minister a. D. Schätzel, er ziehe nach ber Erklärung der Regierung, daß der Wawel- Konilikt mit dem Entschuldigungsschreiben bes Krakauer Erzbischofs enbgültig erledigt sei, ben Ermächtigungsantrag zurück, obwohl durch dieses Schreiben zwar dem Staatspräsidenten, nicht aber ber Familie des Marschalls Pilsudski und den Gefühlen bes Volkes Genüge getan sei. Nach dieser Erklärung schloß der Sejmmarschall die außerordentliche Sejmtagung, die nur eine halbe Stunde gedauert hatte. Danziger Eisenbahner ohne deutschen Gruß. Danzig, 20. Juli. Wie die Danziger Zeitungen aus Eisenbahnerkreisen erfahren, ist den deutsch- stämmigen Eisenbahnern in Danzig soeben eine Anordnung der polnischen Staatsbahndirektion bekanntgegeben worden, in der die Anwenduna bes beutschen Grußes grundsätzlich untersagt wirb. Es bleibt habet gleich, ob sich ber Eisenbahnbebienstete innerhalb ober außerhalb des Dienstes, ob er sich in der Eisenbahneruniform ober in Zivilkleibung befinbet. Autounfall des Kronprinzen von Dänemark. Kronprinz Frederik von Dänemark erlitt auf der Fahrt von Kopenhagen nach Helsingoer einen Auto Unfall, der glücklicherweise ohne ernste Folgen blieb. Während der Fahrt löste sich ein Hinterrad des Wagens, den der Kronprinz selbst steuerte. Es gelang ihm, den Wagen auf ben brei Räbem im Gleichgewicht zu halten unb nach hundert Metern zum Stehen zu bringen. In einem anderen Auto setzte ber Kronprinz dann seine Reise nach Helsingoer fort :jT W ■ wS M - be. Yamenkow Fengtai •LUKOl/TSCHlA ing»inti( NACH HANKAU NACH 'IENT5IN MARCO-POLO* Kim liflerteiri Zuchthaus unter Ehrenrechte auf drei des DM.) in China, der frühe, hak seinen 9 angekün. öfters iin Beachtung. einer Lr- ilsbejonder : techni' whl er im großen und ganzen geständig ist. (Er ift 1933 geboren. 1924 fand er den Weg nach Wald- stntbach zum Mutterhaus der Franziskanerbrüder, hi^r fitl er zunächst dem Bruder Rufinus in die j ssnger, der heute nicht mehr aufzufinden ist. fyruber Emmeran, der bereits verurteilt ist, war °er nächste Versucher. Der nun verdorbene Bruder ttjoüfc ,en aus 700000 jen Reiche-! ein Fünfte! len spiegeli ides roiL7 ng gib ^ )ie fidj g. ifelder, bs i. den tzidt e-11 sowie eine ilze. An A' Hirse, Mir . agrarischen itet der Er- mben Durch- under daher i Derhältnir tten ist. Faft chngleise ver>! n bewältig , n- und Aus- alle kommen , ina. u ils Rohstoss'1 tig für Zen-1 rftige WM Ev. 1 die sapo- tr- Zudem ! Sicherung zu rechnen I'schen Pro. echrderlich enkinger die alte s aufge- ■ in China g der japa> fordern sie panische iterdrückung ederum eine den gegen- alles einen überzeuge'' useheu. it auch flU* W- r tlichte jk 'Hse. A Wzrere 1 und über Nh" "d'S W. in 'N der er gegen die £en nach "auen der Dachungen antwortete us Zweck, useitige bch- ]ei 'nwendung I“ einigen. Llexianerbrüder zu einem Jahr neun Monaten Zuchthaus verurteilt. Opitz war von Hause aus wangelisch, fühlte sich jedoch, wie er sagte, zum katholischen Klosterleben berufen. Mit 28 Jahren kam er nach Unterrichtung in der katholischen Lehre ins Kloster Waldbreitbach. Er war dann in der Niederlassung Waldniel tätig, wo er sich an ihm cnvertrauten minderjährigen Zöglingen vergriff. Degen zwei dieser Fälle, nachgewiesen und einge- ftanden, stand er vor Gericht. Das ungeheuerliche tnheil und das Herzeleid, daß diese Klosterbrüder i mrichteten, kam mit furchtbarer Deutlichkeit bei der Vernehmung des Zeugen Kr. aus Aachen zum Bor- Ihein. Unter Tränen spricht die mit dem hilflosen s jungen ^erschienene Mutter von dem grenzenlosen M Tertrauen, das sie als katholische Frau in die ! Klöster, in die Brüder hatte, und wie schmählich sie !' betrogen wurde. Opitz wurde, als sich seine Schändeten nicht mehr verheimlichen ließen, nach einem |f halben Jahr aus dem Kloster weggeschickt, doch fand ; e- kurz danach Aufnahme in der Genossenschaft der , Uexianer (I). Mit Recht bemerkte das Gericht, daß ' ier Angeklagte die meisten Verbrechen im Alexianer- liöfter gar nicht habe begehen können, wenn der Torsteher des Waldbreitbacher Klosters sich zu wirk- Irmeren Maßnahmen hätte durchringen können, las Urteil lautete aufzweiJahreZuchthaus inb Ausschluß aus der deutschen Volksgemeinschaft auf drei Jahre. Der zweite Angeklagte Theodor S t o l l w e r k, früherer Franziskanerbruder Silvanus, geboren 1)02, entpuppte sich als ein gerissener Lügner. Nachdem er vier Jahre lang in Waldbreitbach, Lugano (Schweiz) und Darmstadt als angestellter Krankenpfleger in den dortigen Klöstern tätig ge= liefen war, trat er als Mönch in Waldbreitbach ein. Dlnd) Ablegung der zeitlichen Gelübde kam er nach Lng. Die dort verübten Schandtaten des Bruders Baren im Orden bekannt, denn er wurde zu den eaigen Gelübden nicht zugelassen. Daraufhin trat ei aus dem Orden aus und wurde später verhaftet. wti>. Wieder drei aus Waldbreitbach. Der Bischof von Mainz hatte Kenntnis, schritt aber nicht ein. Koblenz, 20. Juli. (DRB.) Bei den am Dienstag vor der Dritten Großen Strafkammer durch- ßefübrten Verhandlung ergab sich klar die ungeheure Unterlassung der kirchlichen Behörden wegen der c usschweifenden Klosterangehörigen, die an weiteren Zerbrechen nicht gehindert wurden, obwohl bei dem Oberen, ja. sogar beim Bischof, Anzeige erstattet oorben war. Vor der Strafkammer standen drei Sittlichkeits- Verbrecher aus dem Kloster Waldbreitbach. 2>er Angeklagte Mnx Alwin Opitz, geboren 1904, wurde bereits in Bonn in dem Prozeß gegen die Als die Volksfront, so erklärte C ö t ferner, die Regierung übernahm, sollte die Luftwaffe einen Plan für Indienststellung von 1023 Maschinen verwirklichen. Die noch nicht verstaatlichte Industrie habe damals in zwei Jahren mit großer Mühe 60 o. H. dieses Planes erfüllt. Die Volksfront habe dann an die Stelle dieses Planes der 1023 Flugzeuge den Plan von 1500 gesetzt, der die Stärke des französischen Luftheeres also verdoppeln würde. Mit Hilfe der Verstaatlichung der Industrie werde Frankreich diesen Plan in drei Jahren durchführen, und es werde bereits im Frühjahr 1939 über alles hierfür erforderliche Material verfügen. Frankreich habe die Industrie, die es brauche und -je in den Rahmen seiner Möglichkeiten passe, in der Hand. Noch mehr unternehmen hieße, für die Zukunft Arbeitslosigkeit und Verschwendung herauf- ^ubeschwören. Pierre C ö t wandte sich hier gegen !ie Gegner der Verstaatlichung der Flugzeugindu- strie und vertrat die Ansicht, daß ein Vergleich zwischen den verstaatlichten und den noch nicht verstaatlichten Werken eindeutig zugunsten der ersteren ousfalle. Das Volksfront-,,paradies" Vlums. Erhebliche Steigerung der Lebensmittelpreise. Paris, 19. Juli. (DNB.) Nach einer Zusammenstellung, dem Amtlichen Statistischen Mittellungs- blatte Frankreichs entnommen, ergeben sich eindeutig die zum Teil sehr erheblichen Preis st eigerungen im letzten Jahr. Nach dieser Statistik stiegen von August 1936 bis Juli 1937 in Franken gerechnet das Kilogramm Butter von 16,15 Franken auf 20,40 Franken, also um 26,3 v. H.; das Kilogramm Zucker von 3,50 auf 4,45 Franken, also um 50 v. H.; das Kilogramm Kaffee von 18.60 auf 20,65 Franken, also um 11 v. H.; 1. gern. Rotwein ' von 2,05 auf 2,78 Franken, also um 35,6 v. H.; das , Dutzend Eier von 7,95 auf 8,55 Franken, also um 7,5 v. H.; das Kilogramm Seife von 3,45 auf 5,32 Franken, also um 54,2 v. H.; das Kilogramm Schweinefleisch von 15,20 auf 17,45 Franken, also um 14,8 v. H.; das Kilogramm Rindfleisch von 23,75 auf 31,10 Franken, also um 31 v. H.; das Kilo- gramm Kalbfleisch von 22 auf 28,55 Franken, also um 29 v. H.; das Kilogramm Hammelfleisch von 21,90 auf 25,10 Franken, also um 14,6 v. H.; 50 Kilogramm Kohlen von 20,30 auf 23,35 Franken, also um 15 v. H.; das Kilogramm Brot von 1,80 Iauf 2,35 Franken, also um 30,5 v. H. Das ist das Ergebnis der Regierung Blum, die ihren Anhängern das Paradies auf Erden versprach. Das französische Volk kann nun die paradiesischen Früchte in Gestalt stark er» ; öhter Lebenshaltungskost en ernten. Lährend der Angeklagte in den ersten Vernehmun- 8m schwere sittliche Ausschweifungen mit vier Zöglingen zugegeben hat, leugnet er jetzt die schweren Alle. Er wird aber widerlegt durch die in der Ver- *)■ nbhmg vernommenen glaubwürdigen Zeugen. Ins Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Erbrechens gegen § 174 Absatz 1 und 3 in Tat- Aheit mit Vergehen gegen § 175 StGB, in zwei Allen zu zwei Jahren ? ---*-*«• Anerkennung der bürgerlichen Lv— , hre. In der Begründung wurde bemerkt, daß die 2-Taftammer nur die vollerwiesenen Fälle verur- leite. So habe sie auch diesmal zwei Fälle aus- 'detben müssen, in benen ber Angeklagte zwar stßerorbentlich stark belastet ist, ber volle Beweis Nvch nicht zu erbringen war. Auch ber dritte Angeklagte, der frühere Franzis- taierbruber Rupertus (Karl Lipp), versucht seine Lhandtaten zu beschönigen und aozufchwächen, ob- Flandern Sommer 1917. Die große Matenalschlacht im dritten Kriegsjahre. Don Hans Möller. II. Der deutsche Adwehrsieg von Ypern. Von Julirnitte ab steigert sich die feindliche Tätigkeit im künftigen Ängriffsraurn. Jrn letzten Juli- drittel wächst das „normale" Artilleriefeuer zu plan- mäßigem Zerstörungsfeuer an. Schon jetzt sind die Verluste der deutschen Seite bedeutend. Die Stellungen find zertrümmert, die Unterstände verschüttet, die Schützen kauern in den Trichtern, in denen das Grundwasser steht: feindliche Patrouillentätia- keit beschäftigt ununterbrochen die Verteidiger; die Gasschwaden der Granaten und Minen kriechen weit ins Land hinein, verzehren die Gefechtskraft gung und Munition. General Sixt von Arnim hat in Stellung acht, in Bereitschaft sieben Divisionen, General H a i g elf Divisionen in erster und neun in zweiter Linie. Die 1. französische Armee und belgische Truppenteile sollen an seiner Nordflanke den Angriff stützen. England setzt hier seine artilleristische Kraft ein, wie nie zuvor. 2 5 0 0 Geschütze werfen in zehn Tagen 65 000 Tonnen Munition auf die deutsche Verteidigung, aber auch diese geht mit einer Bereitschaft in die Abwehrschlacht, für die es bis dahin fein Beispiel gibt. An jedem Tag verfeuert der 25 Kilometer breite deutsche Frontabschnitt mehr Geschosse, als im ganzen 70er Krieg verbraucht worden sind. Kampfflugzeuge erfüllen, in Luftschlachten von nahezu 100 Maschinen, den Luftraum. Dazu stehen in Englands Front Hunderte von Kampfwagen, die neue Waffe, die Deutschland noch nicht besitzt, und die es auch bis Kriegsende kaum haben wird. Ein Jahr später werden Englands und Frankreichs Tankgeschwader die Sommerschlachten von 1918 entscheiden. Die deutsche Oberste Heeresleitung weiß, daß hier in Flandern die Entscheidungsschlacht des Kriegsjahres 1917 geschlagen werden wird. Der 31. Juli bringt die Bestätigung. Um 6 30 Uhr bricht über die deutsche Front ein Feuerorkan herein, wie ihn noch nie ein Erdenmensch erlebt hat. Um 6.30 steigt Der Feind aus den Gräben, die Engländer beiderseits Ppern, zwischen Wytschaete und Boesinghe, die Franzosen im Norden in Richtung auf Bixschoote. Das sind keine Orte mehr, sondern nur Trümmer, kaum erkennbar im Trichterfeld. Die Stellen, wo einmal Langemarck und Bixschoote standen, gehen dem Verteidiger verloren, am Abend werden sie zurückerobert, Bixschoote geht nochmals und endgültig verloren. An vielen Stellen ist der Feind in die deutsche Stellungszone eingebrochen, ein breiter Streifen von 1 bis 3 Kilometer liefe ift in seinen Händen. Aber die eingreifenden Deutschen Reserven haben ihm Halt geboten, die Wucht des Ansturms ist gebrochen, die Schlacht des 31. Juli endet mit einem „Adwehr- siea" der deutschen Verteidigung. Die nächsten Tage ändern die Lage nicht. Dann setzt Regenwetter ein und verwandelt den Boden in eine Flut von Schlamm und Brei. Die Artillerieschlacht wird durch das Wetter nicht behindert. Nächster Großkampftag ist der 16. An diesem Tage geht Langemarck verloren, wird wiederbesetzt und nochmals verloren. So geht die Schlacht Tag um Tag. Ihr erster Abschnitt endet am 25. August. Die Schilderung dieser Kämpfe in ihrer ganzen Größe und Furchtbarkeit füllt ganze Bände der Kriegsgeschichte. Die Flandernschlacht ist das ergreifend st e Heldenlied des deutschen Frontsoldaten. Der 20. und der 26 September sind weitere Großkampftage, ebenso der 4., der 9., der 12., 22., 26. und 30. Oktober. Im letzten Oktoberdrittel übersteigert sich die Materialjchlacht zur letzten Höhe. Der Schrecken des Trichterfeldes vor Verdun wurde noch übertroffen. „Das war kein Leben mehr, das war ein unsägliches Leiden", schreibt General Lude n d o r f f in feinem Kriegsbuch. So geht es in den November hinein. Am 12. fällt der Raum von Passchendaele an den Angreifer. Dann läuft die Schlacht der vier Monate sich tot. Sie hat keines ihrer Ziele erreicht. Ihr ganzer Gewinn ist ein Geländestreifen von acht Kilometer Tiefe in 20 Kilometer Breite, ein Trichterfeld, in dem Millionen Tonnen Stahl und 200 000 Menschenleben st ecken. Das strategische Ergebnis ist für den Angreifer gleich Null, auf dem Verlustkonto seiner Rechnung steht mehr als eine halbe Million Menschen aus seinem Kraftreservoir. Die gleiche Zahl an Verlusten an Menschen bucht der Verteidiger. Wenn es einen Sieger gibt, dann ist es nicht der englische Oberfeldherr, der die Stirn hat, das Ergebnis dieses vier- monatigen Abquälens um einen schmalen Geländestreifen als den größten Sieg der Entente seit den Marnetagen von 1914 xu plakatieren. Die dritte Oberste Heeresleitung Hindenburg-Ludendorff ihrerseits erkannte mit immer größerer Deutlichkeit, wie der deutsche Bestand an Kampfkraft zerschmolz, und während der Gegner für das nächste Jahr auf die Waffenhilfe rechnen konnte, die Wilson senden würde, ging Deutschland in das neue Jahr hinein ohne Aussicht auf neue Bundesgenossen, während die wenigen Verbündeten, die es besaß, schon jetzt den kommenden Zustand der Schwäche erkennen ließen .... (Schluß folgt.) Rupertus verging sich in der Niederlassung Darmstadt mit SniDer Dagobert und später mit Bruder Matthias. In einem letzten klaren Augenblick schrieb er an das Mutterhaus, man möge ihn von Darmstadt wegnehmen, weil „ihm dort Gefahr drohe". Die Ordensleitung hielt es jedoch nicht für nötig, auch einmal eine Untersuchung vorzunehmen. Eine besondere Rolle spielten hier die klösterlichen Exerzitien. Bruder Rupertus nahm daran im Kloster Ebe mach an der Mosel teil. Durch Schnaps und Wein aufgestachelt, gab sich der Angeklagte mit Bruder Ladislaus den widerlichsten Schweinereien hin. Als Krankenbruder, der seine durch gute Beziehungen zur Ordensleitung gefestigte Stellung ausnutzte, hat Bruder Rupertus in Darmstadt und Bingen zwei vom Orden angestellten Krankenwärtern nachgestellt und sie zu den gemeinsten Unzuchtshandlungen genötigt. Wie die beiden Zeugen B. und Schr. aussagen, befürchteten sie, entlassen zu werden, wenn sie sich den Wünschen des Ordensbruders nicht fügten. Daß diese Menschen hilflos waren, geht auch aus den sehr bemerkenswerten Aussagen des Paters Kolumban hervor, der bereits einmal in diesem Saale als aufrechter Mann von den skandalösen Zuständen in der Franziskaner-Genossenschaft Waldbreitbach Mitteilung gemacht hat. Oester war dieser Pater, dem die Zustände bekanntgeworden waren, beim Generaloberen Plazidus sowie bei der bischöflichen Behörde und beim Bischof von Mainz persönlich und hat genauestens Anzeige über die bei den gesamten Brüdern herrschende sittliche Verwilderung erstattet. Geschehen ist von diesen höchsten Stellen jedoch nichts, um das liebel abzustellen. Statt den Schweinestall auszumisten, hat man sich gegen den Kapuziner- pater Columban gewandt! Tatsache ist — das ergibt sich in dem hier vorliegenden Fall —, daß Bruder Rupertus sich an die beiden Angestellten gar nicht mehr hätte heranmachen können, wenn man den Mitteilungen des Paters Columban Gehör geschenkt hätte! Das Urteil erging hier wegen Vergehens gegen § 175 StGB, in fünf Fällen auf zwei Jahre sechs Monate Gefängnis bei Anrechnung von einem Jahr sechs Monaten der Untersuchung. Das Gericht betonte in der Begründung, daß es die Vergehen mit den Brüdern milder beurteilt hätte, weil sie ein Ausfluß der Klosteratmosphare waren. Schwerer dagegen wurden die Vergehen mit den Krankenwärtern bewertet, die als vom Orden Abhängige dem Angeklagten mehr oder minier ausgeliefert waren. Kunst und Wissenschaft. Die deutsche Lutturwoche in Paris. Auf Einladung des Organisationsausschusses der deutschen Kulturwoche in Paris, die vom 3. bis 12. September durchgeführt wird, fand bei der Pariser Vertretung der Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr ein Empfang statt, um die französische und die ausländische Presse mit dem Programm dieser Kulturwoche bekannt zu machen. Der Pariser Vertreter des Organisationsausschusses und Leiter der Reichsbahnzentrale für den deutschen Reiseverkehr ©treibet teilte mit, daß die deutsche Kulturwoche unter der Führung von Staatssekretär Funk stehe. Die Organisation sei Dberegierungsrat Dr. Mahlo, Oberregierungsrat Faber, dem Ortsgruppenleiter Paris der NSDAP, von Kir schien und ihm selbst übertragen. Oberregierungsrat Faber kennzeichnete den Sinn der Kulturwoche: Die französische Oefsentlichkeit über den Stand der freien deutschen Künste zu unterrichten. Zehn Galaabende seien vorgesehen. Damit diese Kundgebung erfolgreich der französischen Kritik standhalte, habe der Führer die Durchführung den besten deutschen Künstlern übertragen. Aus aller Welt. 46. Deutscher Wandertag. In diesem Jahre trafen sich die Wanderer aller deutschen Gaue in der Eifelstadt Mayen zum 4 6. Deutschen Wandertag. Mit Fachsitzungen der dem Reichsverband der deutschen Gebirgs- und Wandervereine angeschlossenen Verbände begann die Tagung. In der Sitzung der Wegemeister erstattete Oberwegemeister Emmerich Bericht über den ihm im vorigen Jahre übergebenen Auftrag zur Schaffung des Deutschen Wanderweges von West nach Ost. Dieses Werk, das jetzt vollendet ist, stellt eine bedeutsame Leistung nicht nur in der Geschichte des deutschen Wanderns, sondern auch in der Heimat- und Volkstumsge- schichte dar. Im äußersten Westen, in Saarbrücken, nimmt der „Deutsche Wanderweg Saar—Schlesien" seinen Anfang, strebt über den Rhein mitten durch Deutschlands Gaue bis zum Osten nach dem Anna- berg in Oberschlesien. Er ist 1200 Kilometer lang und durch ein blaues liegendes Kreuz in weißem Feld gekennzeichnet. An diesem Weg sollen nun Anschlüsse nach Norden und Süden gelegt werden. Auf Schloß Buerresheim bei Mayen trat der Führerrat des Reichsverdandes zusammen. Es wurden interne Angelegenheiten erledigt, unter anderem auch die Verleihung von 300 Ehrenbriefen an Wanderer, die feit 50 Jahren einem Verband angehören, beschlossen, sowie die Ehrung von 12 verdienten Wanderkameraden durch Verleihung der Silbernen Ehrennadel des Reichsverdandes vorge- nommen. Anschließend traten die Vertreter von über 40 Verbänden zu einer Sitzung zusammen, in der der Führer der deutschen Wanderer, Ministerpräsident a. D. Dr. Werner, Bericht über die Tätigkeit der Gebirgs- und Wandervereine erstattete. Ein Begrüßungs- und Heimatabend gab den Abschluß. Generalsuperintendeni D. Zoellner Im Alter von 77 Jahren ist in Düsseldorf Gene- ralfuperintenbent a. D. D. 30 elIn er nach schweren Leiden g e st 0 r b e n. Der Verstorbene war gebürtiger Westfale aus dem Ravensberger Lande. Er wurde zuerst Pfarrer in Wuppertal und kam dann als Vorsteher des Diakonisfen-Mutterhaufes nach Kaiserswerth. 1905 wurde er zum Generalsuperintendenten von Westfalen berufen, ein Amt, das er zwei Jahrzehnte bekleidete. Stark beschäftigte sich D. Zoellner mit der kirchlichen Auslandsarbeit, besonders mit der Evangelischen Frauenhilfe im Ausland und dem Evangelischen Kirchentum in Brasilien. Auch in der ökumenischen Bewegung wirkte er aktiv mit. Im Oktober 1935 übernahm er den Vorsitz des Reichskirchenausschusses, einen Posten, dem er bis zu dessen Rücktritt inne hatte. Feiern und Kundgebungen im Reichsehrenmal Tannenberg. Der Reichs- und preußische Minister des Innern Dr. Frick hat die für die Adhaltuna von Feiern und Kundgebungen auf dem Gelände Des Reichsehrenmals Tannenberg erlassenen Vorschriften zum Teil geändert. Im Ehrenhof dürfen fortan nur Feiern von überörtlicher Bedeutung mit einem größeren Teilnehmerkreis und alle militärischen Feiern stattfinden, die der Ehrung der Toten des Weltkrieges und des verewigten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschalls von Hindenburg gelten. Für kleinere Feiern dieser Art darf mit Genehmigung der örtlichen Denkmalsverwaltung der Fahnenturm auf die Dauer von höchstens einer Stunde in Anspruch genommen werden. Das Photographieren ist in Zukunft nicht nur innerhalb der Grufträume, sondern auch im Ehrenhof verboten. Von den Wehrgängen aus Dürfen unauffällige Aufnahmen mit Ausnahme von Gruppenaufnahmen gemacht werden. Die für das Photographieren durch Berufsphotographen geltenden besonderen Bestimmungen bleiben unverändert. Internationales Schachturnier in Bad-Rauheim. In Bad-Nauheim begann ein Internationa» les Schachturnier, das durch seine hervorragende Besetzung die Aufmerksamkeit der Schach- weit auf sich lenkt. Es handelt sich um einen Vierkampf, an dem Weltmeister Prof. Euwe, Ex- weltmeister Aljechin, sowie die beiden Großmeister Bogoljubow und S ä m i s ch teilnehmen. Den Auftakt bildeten acht Blindpartien, gespielt von Sä misch. Er gewann 7 und schlichtete eine Partie. In einer Simultanvorstellung trat Aljechin gegen 26 Gegner an; er gewann 25 Partien und verlor eine gegen den erst 17jährigen Schifferdecker- Mainz. Die ersten zwei Runden des Viererkampfes Aljechin—Euwe—Bogoljubow—Sämifch wurden durch Erledigung von vier Hängepartien zu Ende S. Die Partie Sämifch — Euwe gewann elfter Euwe in feinem Stil im 47. Zuge. Bog 0 ljub 0 w kam zu einem halben Punkte gegen Euwe. Die Partie Aljechin — Sämifch entschied Aljechin im 43. Zuge zu seinen Gunsten. Die Hängepartie Aljechin — Bogoljubow endete ebenfalls mit einem Siege Aljechins. Nach je zwei Partien ist der Stand folgender: Aljechin 2 Punkte, Dr. Euwe IV» Punkte. Bogoljubow V2 P., Sämifch 0 Punkte. Die dritte Runde beginnt in Stuttgart. Um die deutsche Schachmeisterschaft. Der Kampf um die Schachmeisterschaft von Deutschland hat in Bad Oeynhausen begonnen. In der ersten Runde verlor Engels-Düsseldorf gegen den Hamburger No- d a tz. Michel- Nürnberg und E r n st - Gelsenkirchen einigten sich nach dreistündigem Kampf auf unentschieden. Kieninger - Köln gewann gegen Heinri ch-Ludwigshafen, und K r a n k i - Hamburg gegen Reinhardt- Hamburg. Richter- Berlin, der Verteidiger des Titels, spielte gegen Zo l - lener- München unentschieden. Kohler- München und R e l l st a b - Berlin machten unentschieden. Schließlich gewann noch Schmitt- Breslau gegen Dr. Lacymann - Stettin. Am zweiten Tage führt Schmitt (Breslau) mit 2 Punkten vor Kieni n- ger, Michel, Reinhardt und Zöllner mit je IV2 Punkten. Hein Dittniar aewann den preis des ^üßrers. i «888 - 1. - M. I Mit einem herrlichen Tag hat der Erste Internationale Segelflugwettbewerb auf der Wasserkuppe in der Rhön, der vom Deutschen Aeroclub veranstaltet wurde, sein Ende gefunden. Den ersten Preis in der Gesamtwertung und damit den Preis des Führers hat Hein Dittmar gewonnen, der gleich vom ersten Tage an einen bedeutenden Punktevorspruna vor feinen Konkurrenten erzielte. — (Schirner-M.) Dänische Tabakfabrik durch Grohfeuer zerstört. Die in ganz Dänemark bekannte Tabakwarenfabrik von Peterson & Söhne in Hersens (Jütland) wurde durch ein Großfeuer zerstört. Das Feuer fand an vier Millionen Zigaretten und Zigarren und großen Beständen von Rohtabaken, die sämtlich in den Flammen aufgingen, reichliche Nahrung. Der Gesamtschaden wird auf fast fünf Millionen Kronen (etwa 3 Mill. RM.) geschätzt, da auch neue Maschinenanlagen zum Tabakschneiden und Zigarettenpapier im Werte von 200 000 Kronen zerstört wurden. Die Belegschaft von 450 Arbeitern, die am letzten Freitag in die Sommerferien gegangen war, wird voraussichtlich für längere Zeit zum Feiern gezwungen fein. Die Ursache des Feuers ist noch nicht bekannt. Grohfchieber Bosel zu 18 THonaten Kerker verurteilt. Im Prozeß gegen den jüdischen Finanzschieber Bosel wurde in Wien das Urteil verkündet. Bosel wurde aller Verbrechen, deretwegen Anklage erhoben worden war, für schuldig erkannt und zu 18 Monaten schweren Kerkers verurteilt. Der mitangeklagte Rechtsanwalt David erhielt ein Jahr, der Buchhalter der Bösel-Unternehmungen Rosenberg 10 Monate schweren Kerkers. Probeflug mit neuartigem Stratosphärenballon gescheitert. Der Schweizer Gelehrte Dr. Jean Piccard, der in Rochester (Minnesota) mit seinem neuartigen Stratosphärenballon zu einem Probeflug aufgestiegen war, mußte nach sechs Stunden wegen Feuerausbruches in der Gondel wieder landen, lieber die Ursache des Brandes, der in der Luft entstand und dem der Gelehrte unversehrt entkam, gab Dr. Piccard keine Erklärung ab. Während die Gondel schwer beschädigt wurde, sind sämtliche Meßinstrumente vernichtet worden. Amelia Earhart für tot erklärt. Die seit 18 Tagen verschollene Weltfliegerin Miß Earhart und ihr Begleiter wurden von den amerikanischen Marinebehörden für tot erklärt. Die Suche nach ihnen wurde von amtlicher Seite eingestellt und der Flugzeugträger „Lexington" sowie die drei Zerstörer, die zur Hilfeleistung mit herangezogen waren, nach ihrem Standort zurück- beordert. Lynchjustiz in Amerika. In Tallahassee (Florida) wurden zwei Neger nachts aus dem Gefängnis von Unbekannten entführt und e r m 0 r d et. Sie waren beschuldigt, einem Polizisten Stichverletzungen beigebracht zu haben und befanden sich dieserhalb in Untersuchungshaft. W mit Küche und Badezimmer, im 2. St., i. d. Nabe des Hindenburg- wall, z. 1. Aug. zu vermiet. Die Wohnung ist sehr geraum., sonnig u. neu hergericht. Schr. Ang. unt. 4771Pa.d.G.A. Geschäftskarten bei Brühl,Gießen 100 Jahre Borsig erke ein ge- dem preis Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Am 11. Juli verschied in Rostock Herr Wilhelm Hofmann im 82. Lebensjahre Dr. August Messer Universitäts-Professor em. Odenhausen (Lahn). Hennweiler, den 20. Juli 1937 4841 D Die tief trauern den Hinterbliebenen. 4832 D Soldatenbund Kameradschaft ehern. 116 er e. V. Unerwartet ist unser lieber Alterskamerad Gießen (Liebigstraße 91), den 21. Juli 1937. 4834 D verir eter junget Wann alkoholfreiem Trenhaneäfto Schöne geraum. *1 r,.... . .. 4-Zimmer- 2 Simin?! alkoholfreien Traubensäfte Plötzlich und unerwartet sind zwei treue Kameraden aus dem Leben geschieden, deren wir in Kameradschaft gedenken: Am 17. d. M. starb Kamerad Die Einäscherung erfolgte in aller Stille. Von Beileidsbezeugungen bittet man absehen zu wollen. f. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Heute entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater. Grohvater und Bruder Reichstrenbnnd ehemaliger Berufssoldaten. mit abgeschlossener faufmdnn. ^ehre (Spediteur bevorzugt!, jüm fofort. Gintritt gesW. Schriftliche Bewerbungen unt 4838D an den Gieß. Anzeiger. 6-Zimmer- wohnung m. Küchf. u. Bad m. reicht. Zubeh. ws.od v.alsbald zu vermieten. Neuen Baue 27 Auskunft Büro Seltersweg 55.- Die Altersvereinigung 1884 —1934. 03637 Straßenbahnzug und einem L a st a u t o wurden sieben F a h r g ä ste der Straßenbahn verletzt und der Wagen aus den Gleisen geho- den. Von zuständiger Stelle wird über den Unfall fol« genbes mitgeteilt: Als ein Straßenbahnzug der Linie 7 von der Stadt nach Eckenheim fuhr, kreuzte — aus der Nibelungenallee kommend — ein großer Lastzug mit Anhänger die Eckenheimer Landstraße. Trotzdem der Straßenbahnzug, der Vorfahrtsrecht hatte und mit dem Motorwagen bereits auf der Kreuzung war, sofort bremste, konnte ein Zusammenstoß nicht mehr vermieden werden. Der Motorwagen rammte den Anhänger des Lastzuges und wurde bei dem Anprall aus den Schienen gehoben, so daß er quer auf der Straße stand. Von den Fahrgästen des Straßenbahnzugs wurde ein 18jähriges Mädchen an der Hand schwer verletzt. Sechs weitere Personen trugen leichtere Verletzungen davon. Die Verunglückten wurden sofort in ein Krankenhaus gebracht, wo vier von ihnen nach der ersten Hilfeleistung wieder entlassen werden konnten. lang ungeschoren läßt, dürfte nicht allzuhäufig zu verzeichnen sein. In dem Kreisort Salz ist dieser Fall jetzt eingetreten, denn nach zweijähriger Pause, in welcher der Totengräber „arbeitslos" auf seinem Gebiet war, ist nun wieder einmal ein Todesfall, der Heimgang eines vier Jahre alten Kindes, eingetreten. Fürwahr Jung. Ehevaar sucht zum 1. Aug. Schr. Angeb. mit Preisangabe u. 03629 a. d. Gieß. Anzeiger erbet. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Hofmann Familie Schneider Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 22. Juli, nachmittags 2 Uhr, statt Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 22. Juli, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt - Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. aneinandergedrängt auf, die sich dort ihre Heimstätte eingerichtet hatten. Kreis Wehlar. * Dutenhofen, 18. Juli. In der Samstagnacht ereignete sich zwischen Dutenhofen und Wetzlar ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Kraftwagen, der von Bonn kam, fuhr im dichten Nebel über den Straßenrand und verunglückte. Die Insassen wurden verletzt. Der 26jährige Franz Mock erlitt einen Oberarmbruch und der 23jährige Fritz Volke- m a n n zog sich eine Halswirbelverletzung zu. Die beiden Verunglückten stammen aus dem Rheinland. Sie mußten zur Behandlung in die Chirurgii'che Klinik nach Gießen gebracht werden. * Lützellinden, 18. Juli. Der Schüler Fritz Benner von hier zog sich, als er einen Zaun über st eigen wollte und dabei den Halt verlor, eine schwere Unterleibsverletzung zu, die seine sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machte. □ Hörnsheim, 19. Juli. In diesen Tagen ereignete sich hier in der Hauptstraße ein Autounfall. Ein Auto, das in der Richtung Großen- Linden fuhr, rannte gegenüber der Wirtschaft „Zum Engel" gegen ein Hoftor. Das Auto wurde schwer beschädigt, das Hoftor zertrümmert. evtl, mit Wohnküche einschließl. Zentralheizung sofort zu vermiet. 03632 Mobelhandlung _ Schreier Bahnhofstr. 65v. Heinr.Thraum, Postinspektori.R. jÖl B Er ist auf Wunsch in der Stille bestattet worden. Ein ehrendes Gedenken werden wir ihm bewahren. Am 20. d. M. starb Kamerad Hermann Seibert, Postinspektor. Beerdigung: Donnerstag, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Die Kameraden werden um zahlreiche Beteiligung gebeten. sreBen ivo liiali bem keinen • Logiert" holles b Der f plötzlich zuliebe Beruf n onrd er sphäre 1 ihm vor denplan nur, dar ter dies' nicht zu er kann Sehr unaushÖ! und ihn Aus der engeren Heimat. Ein gesundes Dorf. 3n zwei Zähren kein Todesfall. Lauterbach, 18.Juli. (Lpd) Daß der Tod einen Ort viele Monate, ja sogar zwei Jahre Weiterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Im Laufe der Nacht von Dienstag auf Mittwoch erreichte ein Schwall kühlerer Luft unser Gebiet und löste mancherorts Gewitter aus. Die Luftzufuhr ist jetzt bereits schon wieder unterbunden durch das Vordringen der Warmluft von Südwest her. Dieses hat bereits die Ausbildung eines Ausgleichs des Regengebietes über England zur Folge. Mit seiner Verlagerung nach östlicher Richtung wird es auch bei uns nicht niederschlagsfrei bleiben. Aussichten für Donnerstag: Wolkig, warm, meist trocken, südliche bis südwestliche Winde. Aussichten für Freitag: Bei westlichen Winden stärkere Bewölkung, unbeständig und zeitweise auch Regen. Lufttemperaturen am 20. Juli: mittags 28,2 Grad Celsius, abends 20,6 Grad; am 21. Juli: morgens 17 Grad. Maximum 28,7 Grad. Minimum heute nacht 12,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefs am 20. Juli: abends 25,4 Grad; am 21. Juli: morgens 20,2 Grad. — Sonnenscheindauer 11,6 Stunden. Die Insassen des Wagens kamen mit dem Schrecken und einigen Hautabschürfungen davon. Lpd. F r a n k f u r t a. M., 19. Juli. Mit Schnelldampfer „Hansa" der Hamburg-Amerika- Linie trafen aus Neuyork Ueberreste des verunglückten Luftschiffes „Hindenburg" in Ham- Ueberreste des „Hindenburg" kommen nach Frankfurt a. M. MöblierteWohnung (2 Znnin., Küche usw.jrn.Zentral- heiz.,in sch Lage, ab 1.8. zu verrn. Schr.Angeb.unt. 0363«a.d.G.A. Wohnung mit Heizung in unser. Hause Franks. Str. 1II zu vermiet Heinrich Heitler Kond. uno Caf6. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein 2). A. VI. 37: 9104. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllujtrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- Hermann Seibert von uns gegangen. Wir verlieren in ihm einen prächtigen, lieben Kameraden, dessen Andenken unauslöschlich in uns wohnen wird. NiW.-MWg mit Küchentlg. mögt. a. Alleinst, zu vermiet. d3628 Alicenstraste 28. Keine Zennnisse in Orschrih wnvern nur Beuflntt» obicfirfften vew 6t» werbungsichr»'!t>kn oet» legen — Sttfitoliöer unD$9eroetbutv\mtei» lagen müllen zui Bei» Meldung oon itierlu tea auf der iHüdfette >sa ' 7 lKre! Am 20Juli entschlief nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann und treuer Lebensgefährte, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Hermann Seibert, Postinspektor im 53. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Seibert, geb. Gerlach. Junger Mann mit guter Handschrift, aus der Bau- oder Baumaterial.-Branchewon auswärt. Baugeschäft sofort gesucht. Schrift!. Angeb. unter 4842V an den Gieß. Anz. I Verschiedenes ।--------------------------- An-undVerkaiil von Lumven, Eisen, Pavier, Flaschen u. alle Metalle. Jede Bestellung wird | abgeholt. 020M H. Schneider Neuenweg 6 Telephon 3187.. 2 Kätzchen stubenrein losen zu verschenken. Hellenstraste 14. Dtündliü) können <5ie e§ nur wenlgei sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es alle» Mietgesuche | I Vermietungen £‘b ttr.167 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch, 21. Zuli (957 Wolkig llche Winde westliche öl9 und geil. 'ufMitt^ rT-bietS -uftZufuhr iii I durch by 1 ^r. Diele- ^gleichz ])(, Wit sein^ es qu$ S**w 'M Mi; ^^uges Unl nVef)'obe L18,Qf)ri9fi weiieki ?QD°n. Jj‘ ^Q.ntenl)oui „etf,en * Wir haben Logierbesuch... .. unO machen keine Umstande Jetzt zur Ferienzeit sagen sich öfter Freunde und Verwandte als Logierbesuch an, oder auch man selbst saßt den Plan, irgendeinen «leben Menlchen zu besuchen und bei ihm zu wohnen Seien mir als Hausfrauen einmal ganz ehrlich. Logierbesuch wird immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge begrüßt Jeder Gast stellt an den Haushalt Anforderungen, man muß Rücksicht nehmen und umorganisieren Nicht jedei hat ein Fremdenzimmer zur Verfügung, oft ist es nur die Chaiselongue, die den Gast aufnehmen kann Und io wird oft die Abreise für beide Teile mit einem Aufatmen begrüßt Muß das so fem? Ich glaube, mit ein bißchen gutem Willen von Gast und Gastgeber ließe sich hier vieles ändern Es ist ja unbequem, in einem fremden Bett zu schlafen, man weiß nicht recht, wo man mit seinen Sachen hm soll, und das .aus dem Koffer leben" muß gelernt lein' Aber auf keinLN Fall darf sich die Hausfrau durch chren Loglerbesuch aus der Regelmäßigkeit des Haushaltes bringen lassen. Der Hausherr liebt es nämlich gar nicht, wenn plötzlich die Zeiten für die Mahlzeiten dem Gast zuliebe geändert werden. Ein Mann, der feinem Beruf nachgeht, braucht seine Regelmäßigkeit, sonst wird er nervös — und das beeinflußt die Atmo- li 1935 gülli; erschien Ine Zenflnim in ürschrüi iern nur fast i rillen Der :> )unqsichl?i>>> i - Ltn leroetinix-;"'- müllen M*> infloonwtra; « WH»» unb ’iluidjrt; 4 nnetteti twfll gs 28,2 Qrol uli: morgens limum hem, 110 cm lieft 1- Juli: nm, r H/6 Stun elm Lange, Ernst Slum ir die Bilder freier: Eni Thyriat: u. Anzeigen, en Inhalt dr /1.37: 9101!-; sitätsdrucken. lanatsbezup 1 3uftellgebüU: inzelverkauf-- i-iDilieiiii M Lurnv^ ifcii, M' aslben ietalle. f efteW * | igeholt. , Tchncivtl W n rM" Wr ilünölitb^ - iiees^ «*,4n uhreren. W ineKlein^ 2. Juli. i» a«c". । che er»* alSleukA ’ftenfe' ttid r« litte'12^ : M W Sommersrüchte für den Winter Einmachrezepte von SriDo Aiich, Bad-Nauheim Was uns in der Sommerzeit reichlich zur Verfügung steht, ist im Winter teuer und selten: Früchte und Gemüse. Eine gut gefüllte Speisekammer gibt uns Hausfrauen Ruhe und Sicherheit im Hinblick auf die Wintermahlzeiten, die einen Tag wie den andern wieder auf dem Tisch stehen sollen. Darum wollen mir einheimsen, was in unseren Kräften steht, um den winterlichen Tisch so nett als möglich zu besetzen Laßt sehn was uns gerade im Garten. Feld und Flur zur Verfügung E Da ist zuerst das B e e r e n o b ft. Hoffentlich haben sich die lieben Leserinnen die Nummer des „Gießener Anzeigers" vom vorigen Jahr aufgehoben mit den Vorschriften für Saft und Gelee unter dem Titel: Dreierlei aus denselben Früchten Auch reife Stachelbeeren sind reichlich da zur Marmeladenbereitung. Wir entfernen Stiel und Blüte, wobei wir gleich zu Beginn der Arbeit eine kleine, krumme Nagelschere nehmen und uns nicht erst mit dem Küchenmesser langsam abqualen. Gewaschen kommen die Beeren mit wenig 215 al] er aufs Feuer, nachdem sie durch die Maschine gedreht sind. Wir lassen sie langsam etwas zerkochen Wir stibitzen uns zuerst etwas Saft, indem wir den Brei auf einem groben Tuch etwas ablaufen lassen. Diesen Saft wiegen wir, setzen dasselbe Gewicht Zucker zu kochen ein paar Minuten auf. Weil der Gelee von selber zu wenig steif ist, geben wir etwas Opekta ober Aehnliches zu. Er hat eine entzückende lachsrosa Farbe und ist für viele etwas Unbekanntes, Den Brei im Tuch, der natürlich nicht sehr stark ausgelaufen fein darf, kochen wir zu Marmelade. Auf 500 Gramm Brei 400 Gramm Äudter unb, um -die Schärfe etwas zu milbern, eine Taffe Himbeeren In gewärmte, geschwefelte Glaser bis zum-Rand füllen unb abkuhlen. Dann em mit Weinsptt ttus genäßtes, runbes Papier auflegen unb mit Glaspapier verschließen. Hier unb ba fangen schon bie H o 11 u n b e r - beeren an, sich zu färben. Wer also noch Kapern machen will, muß bies halb tun, so lange bie Beerchen noch grüi sind. Die entftengelten Beeren werben einfach in gutem Essig aufgekocht, nach- t>em sie eine Nacht leicht elngelataen P,standen ha- den. Dann füllt man sie in kleine Flaschen, der Essig muß sie bebecken Noch zehn Minuten sterilisieren Sie halten sich viele Jahre, auch >m Anbruch , Auch reife Hollunberbeeren heben wir mühelos für ben Winter auf. Die gewaschenen Beeren werben mit einem Tuch getrocknet und m trockene Flaschen so fest als möglich emgefuttt Sie sphäre bes Hauses. Jeber Gast hat es gern, wenn ihm von vornherein gesagt wirb wie ber etun= benplan bes Hauses ist: bann unb bann frühstücken wir, bann und dann wird zu Mittag gegessen Unter diesen Umständen braucht sich der Gast gar nicht zu genieren, einmal eine Mahlzeit abzusagen, er kann sich dann alles viel besser einrichten Sehr wichtig für beide Teile ist, daß man nicht unaufhörlich dem anderen am Schürzenband hängt und ihn keine Minute des Tages allein läßt. Es ist ja gar nicht notwendig, daß wir unseren Logierbesuch aus allen seinen Wegen begleiten, es ist gar nicht angebracht, wenn man sich unausgesetzt um ihn „kümmert", das belastet den anderen nur. Es ist selbstverständlich, daß eine vielbeschäftigte Hausfrau nicht immer Fremdenführer spielen kann, das muß der Lvgierbesuch einsehen und dann selbst einmal ben Weg finben. Auf ber anberen Seite ist es natürlich sehr nett, wenn man burch ben Besuch einmal Gelegenheit hat, bie Schönheit seiner Heimat kennenzulsrnen. bie man sich ja meist nur bann anschaut, wenn einen ber Logierbesuch bazu zwingt. Für ben Gast ist es selbstverstänblich, ben Gastgeber nicht zu übersteigerten Gelbausgaben zu verleiten. Es muß nicht (eben Tag etwas „unternommen" werben, es muß nicht jeben Tag etwas „los fein". Es ist ein bebrücfenbes Gefühl für einen Gast, wenn er benfen müßte, baß sich seine Gastgeber nun viele Wochen krumm legen müssen, um bie Kosten ihres Besuches roieber herauszubekommen. Man kann ja auch einmal bie Rollen tauschen unb die Gastgeber einlaben — zum Theater ober Kino, so etwas wirb immer sehr gern angenommen! Eine selbstverstänbliche Michl sollte es für jeben Gast sein, sich ben Lebensgewohnheiten seines Gastgebers anzupassen Es geht nicht, baß er bis in Den Mittag hinein schläft unb die Hausangestellte nicht weiß, wann sie das Logierzimmer aufräumen muß. Selbstverständlich ist es ebenso störend, wenn ber Gast zu früh aufsteht unb baburch bie Hausfrau — bie gern noch ein bißchen im tiefsten Negligee herumgewirtschaftet hätte, zwingt, sich ihm au mibmen unb „besuchsmäßig" angezogen zu erscheinen. B L junger Nun« t guter M 1 rift, aus/ « w- obe*, ■ rterial.-Bm || >,üonauR- |l rugefchäft w rt gesucht. |l firiftL Wit Glas rni Haushalt. In bem Bemühen, bie Verwenbung von Metallen zur Herstellung von Gegenstänben bes täglichen Gebrauchs nach' Möglichkeit einzuschranken unb sie burch anbere Werkstoffe zu ersetzen, hat gezeigt, baß babei bem Glas eine große Bebemung zukommt. Nicht nur, baß Wissenschaft unb Technik bie oerschiebensten Apparaturen aus Glas benutzen, baß sogar ganze Röhrenanlagen baraus hergestellt unb in Gebrauch genommen sind, auchimHaushalt läßt sich künftig noch mancherlei, von dem mir gewohnheitsmäßig annehmen, daß es aus Metall gefertigt sein müsse, aus Gios herst-llem Das og I e n a e r G i a s , dessen Beschassenheit e« erlaubt, in ihm zu kochen und dessen hübsches Aussehen es möglich macht, daß wir es mit dem fertigen Gericht zu Tisch bringen, Hal neben sonstigen Vorzügen den, daß es der ssaussrou ein gut Teil der übelsten Arbeit erspart, der Spularbeit Denn es ist schon eine große Zeit- und Arbeitsersparnis, wenn wir statt der Töpfe und Schusseln nur em Glasgefäß zu reinigen haben. Glas hat auch große hygienische Vorzüge: es nimmt feinen Geruch an es ist leicht zu säubern, unb feine Durchsichtigkeit läßt jeberzeit bie Beschaffenheit bes in ihm aufbewahrten Nahrungsautes erkennen Aber nicht nur Koch- unb Backfchuffeln aus feuerfestem Glas stehen ber Hausfrau zur Verfügung, auch so manches anbere Gerät läßt sich aus Glas Hersts- ist in seiner Anwenbung arbeite Aus dem Reiche der Krau. fallen jehr zujammen Ehe w r Die Flalchen ichlie- gen, geben wir auf jebe volle Flasche einen Finaer- hut voll Weinspiritus, Kognak ober Rum stöpseln mit Korken zu und binden sie lest bequemer finb bie mobernen Gummikapseln Man kann sie immer wieber gebrauchen. 45 Minuten bei 70 Grab erhitzt halten sie sich viele Ja'.re Kühl unb trocken aui- heben Die Flaschen müssen aufrecht stehn Der Hals bars >.cht gefüllt fein Wir dürfen also bas beim Kochen ’ntftanbene Loch nicht nachfüllen sonst knallen bie Flaschen in die Luft Sehr reife Hollunberbeeren geben Mus Der Saft wirb roh burch em Tuch gebrückt Ohne allen Zusatz steil eingekocht ist es em gutes Färbemittel für bleichsüchtige Bratentunken In meiner Kmber- zeit würbe es in winzigen Steintöpfchen auf bem Wochenmarkt verkauft Mit Aepfeln, Gelberüben, Pflaumen ober Kürbis, Gewicht auf Gewicht bereiten wir Marmelabe Die Hollunberbeeren werben zu Brei gekocht burchgefchlagen unb bann mit Den anberen Zutaten. Gewürzen unb Zucker, zur nötigen Steife gekocht Der Zuckerzusatz beträgt den dritten Teil des ganzen Gemenges Zimt und Nelken sind geeignete Gewürze Reich ist dies Jahr die Blaubeerernte ausgefallen Wir freuen uns sehr darüber, ist doch diese Waldbeere, die so bescheiden im Hintergrund bleibt eine unserer besten Haushaltfrüchte Immer ist sie da wo ihre prunkenden Gartenschwestern versagen. Die mühevolle Arbeit bei ihrer Ernte steht in keinem Verhältnis zu dem geringen Preis Mit allen andern Früchten haben wir Hausfrauen mehr Arbeit als mit ihr Darum wollen wir recht viel davon haltbar machen W-> brauchen nichts dazu, als beliebige Flaschen Wer fein Zuckergeld für andere Früchte, bie es nötiger gebrauchen, oerwenben will, kann Blaubeeren auch ohne Zucker aufheben Wir lassen bie gewaschenen Beeren auf bem Feuer zulammenfallen, füllen sie in saubere Flaschen, ber Hals bleibt ber Sicherheck wegen frei, verschließen unb entkeimen sie, wie bie Hollunberbeeren Auch im Schatten auf Pappbeckeln getrocknet geben sie gutes Backobst Noch zum Schluß einen kleinen Rat Wir würben gern mehr einkochen haben aber zu ungleiche Mengen bes Einkochgutes Auch bie Reste füllen nur ein halbes G>as Wir geben dies Wenige in die für die kleine Menge paffenden kleinen Gläser In den leeren Topf stellen wir probeweise das größte Glas das gekocht werden soll, daneben dies ganz kleine Jetzt bauen wir unter das kleine so viel Glasdeckel bis es gerade so hoch ist, wie bas große Glas unb befestigen es mit Der Klammer, wie bie anbern Gläser Dann füllen wir bas Wasser ein. bem großen Glas entsprechenb as sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS W - Im Hochsommer — weiß! ist bie Parole vor allem für bas einfache Lauf- unb Sportkleib Das Material ist Seibenleinen, Wolleinen, Leinen, Waschfeibe. Rohseibe. Baumwoll- ober Kunst- feibenpiföe Das Kleib links in M a n t e l f o r m mit ben großen Knöpfen unb ben breiten Steppnähten ist aus schwerem Wolleinen Schnittform: Vier Bahnen Aermel: Raglan. Die Knopflöcher finb eingefaßt, ber Gürtel ist aus Leinen Aus Baumwollpiköe in Waffelmuster ist bas Kleib in ber Mitte. Aus ber aparten Schnittform ergeben sich bie Taschen im Blusenteil und im kurz geschlitzten Rock. Das Kleid wird im Rük- ken durch drei Knöpfe geschlossen. Der Gürtel ist aus rotem und weißem Wildleder. Die Taschen, die Aermel und das Blusenteil des Rohseidenkleides rechts sind durch Reißverschlüsse aus rotem Galalith geschlossen. Das einfache Kleid in leichtglockiger Vierbahnenform erhält so seinen Reiz. Der Gürtel ist aus rotem Leder H. sparend und hygienisch. Da sind z. B. die F e n st e r- und Türdrücker, die heute fast stets aus Metall bestehen gegenüber gläsernen, wie sie jetzt gefertigt und besonders in Neubauten und Siedlungshäusern angebracht werden, recht unpraktisch, wie Denn überhaupt Metallgegenstände eine zeitraubende Pflege durch Putzmittel verlangen, während zur Reinigung von Glasgegenständen solcher Art ein Abwischen mit feuchtem Tuch genügt. Handtuchhalter, Schrankknöpfe, Drehknebel und gepreßte Glaseinlagen in Waschbrettern zeigten weitere Verwendungsmöglichkeiten von Glas im Haushalt. Gläserne Vorratsbüchsen sind den üblichen aus lackiertem Metall bei weitem vorzu- ziehen; sie sind schneller zu säubern und zeigen uns jederzeit den Stand unserer Vorräte an Zucker, Gewürzen und ähnlichem an. Eine Neuerung sind bruchsichere, mantellofe I s o l i e r f l a s ch e n aus Glas, die an die Stelle der heute üblichen Thermos- flaschen treten. Neben dem Praktischen fehlt auch das Anmutige nicht das der Heimaestaltung dient: zierliches Tee- und Kaffeegeschirr, Vasen und Schalen, zarte Figurinen aus den verschiedensten Glasarten: stabil und hauchdünn, weiß und farbig, überspannen ober geätzt - wahrlich, Glas ist ein Werkstoff von fast unbegrenzten Möglichkeiten. Die Hausfrau bie sich seiner bebient, hilft ber beutschen Wirtschaft in boppelter Weise: burch Einsparen von Metall unb burch Arbeitsbeschaffung für bie fleißigen Glashüttenmänner im Thüringer Walb. D. S. Die Geschäftsfrau. Ein verantwortungsvoller Beruf. V. A Die Hauptaufgaben ber Frau liegen zwar in ihrer Eigenschaft als Hausfrau unb Mutter begründet und füllen im allgemeinen ihre Zeit auch ganz aus Trotzdem ist die Frau nicht nur auf dem Lande, sondern auch im städtischen gewerblichen Leben in bie Berufsarbeit eingespannt. Von ben in Deutschlanb über 32 Millionen tätigen Erwerbspersonen sind 5,3 Millionen mithelfe n b e Familienmitglieber, bie befonbers zahlreich in ber Lanbwirtschaft, im Nahrungsmittelgewerbe, im Hanbel unb im Gaststättengewerbe zu finben finb Den Hauptanteil stellen bie Ehefrauen, bie hier also neben ihrem Hausfrauenberuf einen zweiten Beruf zu erfüllen haben. * Mit bem Eintritt tn bie Ehe, ben manches junge Mäbchen ebenso reizvoll empfinbet wie etwa ber Konsirmanb bie Beenbigung ber Schulzeit unb ben Eintritt ms Berufsleben, hört bie alte Einteilung in Achtstunbentag unb Freizeit auf. Es beginnt ein mit beruflichen und häuslichen Pflichten ausgefülltes Leben, das im allgemeinen für bas eigene I ch keine Zeit mehr übrig läßt. Es entsteht eine Häufung von Einzelfunktionen, bie bie Hausfrau je nach ber Größe bes Haus- unb Gefchftsbetriebes teils alle selbst, teils mit Hilfe von ein ober mehreren Gehilfinnen bewältigen muß. Im kleinen Betrieb finb ja bie einzelnen Arbeiten nicht so umfangreich, baß bie Anstellung frember Arbeitskräfte sich lohnt. So ist es natürlich, baß bie auf sich selbst angewiesene Nur-Hausfrau oft mehr zu tun hat als bie von vielen Hilfskräften unterstützte Geschäftsfrau. Dennoch zwingt schon ber vielseitige Arbeitsbereich ber Geschäftsfrau bazu, bie Aufgaben ber Hausfrau unb Mutter zurückzustellen. Denn wenn auch bie Tätigkeit im Geschäft oft nur Bereitschaftsbienst ist, weil ja auch geschäftsstille Stunben am Tage vorkommen, so bür- bet boch ber laufenbe Geschäftsbetrieb gerabe ber Frau so viel auf, baß sie ftänbig von einer Arbeit zur anberen wechseln muß, um bas Kunststück fertigzubringen, alles richtig unb zur rechten Zeit zu erlebigen. Schon vor ber Geschäftseröffnung wollen z u gleicher Zeit sowohl bie privaten Hausarbeiten, als auch bie geschäftlichen Angelegenheiten erlebigt sein. Währenb sie noch bie Kinber für ben Schulgang fertig macht, wollen schon bie ersten Kunben bebient werben, unb vorher soll auch ber Laben zum Kun- benempfang in Orbnung gebracht sein. Im Nahrungsmittelbetrieb z. B. verlangt nicht nur bas Gesetz, svnbern auch ber Kunbenbienst eine peinliche Sauberkeit unb Drbnung. Da müssen Fußböben unb Möbel gesäubert, Stangen unb Scheiben, Behältnisse unb Geräte geputzt sein, unb bie Ware selbst muß griffbereit bereitstehen. Selbst wenn eine Labenhilfe vvrhanben ist, so muß boch ftänbig bie Meisterin mit Rat unb Tat eingreifen unb kann nur für Sekunben abkommen. Im Lause bes Vormittags kollibieren bann bauernb bie hausfraulichen Arbeiten für bie Mittagsvorbereitungen mit ber Abfertigung von Kunben unb Lieferanten. In Betrieben, in benen bie Gefolgschaft mit im Haus wohnt, hat bie Meisterin gerabezu einen kleinen Hotelbetrieb zu unterhalten unb zu überwachen. Schon allein bie Wäsche macht soviel Arbeit, baß sie fast eine Kraft allein in Anspruch nimmt. Die Pflege ber Wäsche, bie jeber Geschäftsfrau Herzenssache ist, füllt auch manche Abenbstunbe aus unb wirb selbst bei Uebermübung unb Erschöpfung noch bewältigt. t3m Geschäft selbst ist bie Geschäftsfrau, z. B. bie Frau bes Bäckermeisters, bes Schlächters, bes Lebensmittelkaufmanns, volkswirtschaftlich gesehen, bie entscheibenbe Beraterin in ber Verbrauchslenkung. Gerabe mit ihr will sich bie einfaufenbe Hausfrau über Verbrauchsfragen ein- gehenb unterhalten, will ihren Rat unb ihre Erfahrung heranziehen unb wirb babei oft in reichlich weitschweifiger Form persönliche Angelegenheiten Vorbringen. In allen Fällen soll bie Geschäftsfrau Bescheib wissen, soll mit einem freunblichen Lächeln zuhören unb erklären, im ganzen also einen persönlichen Kunbenbienst pflegen, ber materiell gar nicht abzuschätzen ist. Wer fragt schon ba- nach, ob biefer Geschäftsbetrieb vor unb hinter ben Kulissen bie physische Leistungsfähigkeit einer Frau nicht übersteigt, ganz abgesehen bavon, baß sie ja auch schließlich selbst noch eine Familie zu betreuen hat. Es gehört eine ungeheure Selbstbisziplin bazu, in biefer Vielseitigkeit bes täglichen Lebens immer bie Ruhe zu bewahren unb auch Vorbilb für bie jugenblichen Verkäuferinnen unb Lehrlinge zu fein. In ben Ansorberungen, bie an eine Geschäftsfrau gestellt werben, hat sich im großen unb ganzen nicht viel oeränbert. Die meisten Lebensmittelgeschäfte sinb Kleinfamilienbetriebe, in benen Mann unb Frau allein ober nur mit ein ober wenigen Gehilfen arbeiten. Es liegt eine unerbittliche Tragik bariri, baß gerabe ber gewerbliche Kleinbetrieb bie Hausfrau in einem Maße in Anspruch nimmt, ber nicht nur einen Verzicht auf bie kleinen Freuben bes Lebens in sich schließt, fonbern sogar Mutter- unb Familienpflichten ber Frau zurückbrängt. Währenb sich z. B. weibliche Angestellte unb Nur-Hausfrauen heute boch schon einen Erholungsurlaub leisten können, wird man nur selten eine Geschäftsfrau antreffen, bie einmal einen mehrwöchigen Erholungsurlaub genießen barf. Don jebem Geschäftsinhaber, ob Hanbwerker ober Kaufmann, wirb heute burch bas Gesetz Sachkunbe unb Meistereigenschaft verlangt. In Zusammenarbeit mit bem Mann muß sich bie Frau bie geschäftliche Erfahrung meist erst selbst erwerben unb muß bes- halb oft Lehrling unb Lehrmeisterin in einer Perfon fein. Es ist baher um so höher anzuerkennen, baß bie Mitarbeit ber Frau im Geschäftsleben trotz ihrer meist nicht staatlich geprüften Sachkunbe noch zu keinerlei Beanstanbungen geführt hat Die Geschäftsfrau erfüllt nicht nur ihre schwere Berufspflicht, sie erfüllt sie auch — wie bie Praxis zeigt — vorbilblich unb mustergültig Der Lero trifft 'Spott Galminen übertrumpf ^»rtm. des w der es der 1919/20- bis 16,8 Sek.; Jahrgang 1921 und mann für 'eter-Lauf, 10,8 bis | Nauheim. und im und und den sein Die Gruppe Sägewerke werde von sich aus auch alles aufbieten, um dem Werkstoff Holz sorgfältigste Behandlung angedeihen zu lassen. Zum Schluß beschäftigte sich der Redner noch mit Problemen der Holz-An- und -Abfuhr und forderte auf allen guten Willen aufzubieten, um auch hier glückliche Lösungen zu finden Schließlich sprach noch Gcrubelriebsgemeinschafts- walter Hofmann in grundsätzlichen Ausführungen über die Verhältnisse in der Wirtschaft nach der Machtergreifung durch den Führer. Er forderte auf, engste Zusammenarbeit auch in der Wirtschafts- Zum Siege berechtigen in den Vierkämpfen 48, in den Dreikämpfen 36 Punkte. Alle Meldungen gehen bis spätestens 19. August an den Kreisob- mann für Volksturnen A. Langsdorf in Badgruppe Holz zu pflegen, forderte ferner jeden einzelnen zum äußersten Einsatz und zum Beweis eigener Initiative auf Der Betrieb solle aber auch in der Holzwirtschaft allen sozialen Forderungen ent- sprechen. Der unsoziale Betrieb werde verschwinden müssen Es gelte weiter zu marschieren in jenem Geiste, der die Arbeit der vergangenen vier Jahre bestimmt habe. Die Vorträge wurden in ihrer richtungweisenden Bedeutung von der Versammlung mit aller Aufmerksamkeit entgegengenommen Den Schluß der Versammlung bildete eine rege Aussprache. Weltmeister Scherens. Toni Merkens siegte Vorgabefahren und zusammen belegten Richter Merkens im Zweisitzerfahren hinter Michard Chaillot den zweiten Platz. A u st r i a W ie n gewann das erste Spiel Vorschlußrunde zum Mitropa-Cup vor 32 000 zweiten Punkt und damit den Ausgleich für Land. (Tramm kurz vor dem Sieg gestrauchelt. Oav'.öpokalkampf Deutschland - llGA. 2:3. henkel besiegt Grant 7:5, 2:6, 6:3, 6:4. Schwerer als man annehmen konnte, hatte ß-n, VON. Mesle i t mschik Hinten oft Der gan, Wenn) tferffamtei ;ils im 31 iataiogue ier die c ich woh iner bota August er in M l-rid ipilga de -r die lolcb un er 190c inlersuchr eins lieg! mischen Die Theaterarbeit -er Hitler-Lugen- im Gau Hes,en-7lassau Bon JRuDolf Blaeh, Thearerreferent des Gebietes. Henkel am Dienstaynachrnittag im Davispokalkampf gegen USA. in Wimbleoon den Ausgleich durch einen Sieg über Grant zu erzwingen. Der Amerikaner war die typische „Gummiwand". Als der Deutsche nach Gewinn des ersten Satzes plötz- bei der Holzfällung im Walde sparsamste Arbeit garantierten. Ferner sei es wichtig, überspitzte Anforderungen an die Güte des Holzes abzubiegen und Maschinen so instand zu halten, daß ohne Materialverlust gearbeitet werden könne. Ebenso seien Verluste auf Lagerplätzen unbedingt zu vermeiden. Ferner stellte der Redner heraus, daß es notwendig sei, alles zu tun, um in Anbetracht des bereits bestehenden Arbeitermangels den vorhandenen Arbeitskräften Arbeitsenergie und Arbeitsfreude zu erhalten, und zwar durch „Schönheit am Arbeitsplatz" und richtige „Freizeitgestaltung". Die Arbeit am Holz, das auf dem Boden der Heimat wachse, sei Arbeit am deutschen Boden. Der Wald sei Volksgut, und wo der Wald grüne, blühe das Land, wo der Wald sterbe, veröde das Land. Das deutsche Volk werde dem deutschen Boden in der Zukunft viel abzuringen haben. Deshalb habe sich jeder Berufene im Dienste der deutschen Forst- und Holz- wirtschaft einzusetzen für die großen Aufgaben, die hier für die Volksgemeinschaft gelöst werden müssen. Der Geschäftsführer der Fachgruppe Holzhandel, Bezirksstelle 9, Prützel, sprach von der Abgrenzung der Aufgaben des Holzhandels gegenüber denen der Sägeindustrie. Ohne den Holzhandel würde em wichtiges Glied in der Kette der Ablaufstufen fehlen, und deshalb sei der Holzhandel nicht wegzudenken. Er sprach weiter von der Notwendigkeit, die Forst- und Holzwirtsckaft in richtiger Aufgabenverteilung der einzelnen Ablaufstufen als dienendes Glied des gesamten Volkes umzugestalten Wenn dies gelange, würde es Zeiten von 'plötzlichen Mas- senzusammenbrüchen und von zahllosen vernichteten Existenzen nicht mehr geben. Auch der letzte Volksgenosse am kleinsten Arbeitsplätze der Forst- und Holzwirtschast würde dann stets seine gesicherte Lebensgrundlage finden Der Geschäftsführer der Außenstelle 9, Dr. Pfuhl gab einen Ueberblick über die Gliederung der Marktvereinigung, erläuterte Satzungen und Beitragsordnung und besprach einaebenb die bisher auf dem Gebiete der deutschen Forst- und Holzwirtschaft ergangenen wichtigsten Verordnungen und Bestimmungen Er bezeichnete als das Ziel der Marktvereinigung die Regelung eines organischen Holzkreislaufes und gerechte Holzversorgung der gesamten deutschen Holzwirtschaft. Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach der Geschäftsführer der Wlrtschaftsgruvpe Sägeindustrie, Lotter, und stellte seinen Worten voraus, daß die Wirtschaftsgruppe die Ziele der Marktoereinigung in allen Teilen lebhaft begrüße und unterstütze Die Gruppe werde alles tun, um an der Erreichung der gesteckten Ziele mitzuarbeiten. Der Olympiasieger un 10 000-Meter-Lauf, der Finne Ilmari S a l m i n e n , stürzte soeben drei bisher unumstrittene Höchstleistungen seines Landsmannes Nurmi. In Kuvola lief Salminen die 10 000 Meter in 30:05,5, sechs englische Meilen in 29:08,3, und in einer halben Stunde erzielte er nicht weniger als 9966,3 Meter. — (Schirner-M.) 4000 Aktive bei den Gporttagen der Gruppe Hessen. Die Ausscheidungskämpfe der SA.-Standarte der Gruppe Hessen sind beendet. Viertausend Männer, die Besten, stehen bereit, um am Wochenende 'm Frankfurter Sportfeld ihren Einzug zu halten Zwei Tage steht Frankfurt am Main im Zeichen des Sportes der SA. Auf den Bahnen des herrlichen Waldstadions werden die Einzelkämpfer und Mannschaften ermittelt, die die Gruppe Hessen in Berlin und wenig später in Nürnberg bei den NS.-Kampfspielen vertreten sollen. Einige Hundert bewerben sich in der Leichtathletik Groß ist die Zahl der Schwimmer. Ein Boxturnier für fast alle Gewichtsklassen steht auf dem Programm, Gewichtsboxer und Fechter marschieren auf. Dazu kommen 1000 Männer, die im Rahmen der Reichswettkämpfe im Berliner Olympia-Stadion vor dem Führer und Reichskanzler die Freiübungen durchführen und in Frankfurt a. M. ihre Generalprobe bestreiten. Hunderte von Teilnehmern der Mehrkämpfe, je nach harten Proben der Bewährung, folgen. Einen weiteren Höhepunkt bilden die Zwifchenrundenspiele der Handballmannschaften von sechs Gruppen, die sich in den Vorrunden durchgefetzt haben und bei denen die Mannschaft der SA.-Gruppe Hessen nicht ohne Aussicht auf Sieg auftreten wird. Ein Riesenprogramm, wohlvorbereitet, wird im Frankfurter Sportfeld abgewickelt. Eine Reihe von lich unsicher wurde, sah es wenig rosig für uns aus, zumal es Henkel nicht gelang, dem Gegner fein Spiel aufzudrängen. Sein machtvoller Endspurt im vierten Satz jedoch rang den Amerikaner nieder. 7:5, 2:6, 6:3, 6:4 holte der Deutsche Wimbledon erlebte in dem letzten Einzelspiel Davispokalkampfes Deutschland — USA. zwischen Deutscher Wald - deutsche Wirtschaft Mitgliederversammlung der Marktvereiniaung der deutschen Horst- und Holzwirtschast in Gießen. Albert Richter gewann in Paris den Großen Fliegerpreis von Europa vor Gerardin Zum 5. Male Hoherodskops-Vergsest. DieWettkampsübungen sind ausgeschrieben. - Neu: Dreikampf der Spielerklaffe sportlichen Höchstleistungen Einzelner im Mehrkampf sind zu erwarten. In diesem Zeichen stehen die Sporttage der SA.-Gruppe Hessen, die Kampftage Viertausend am 24. und 25. Juli. LtinW dem deutschen Meister Gottfried von (Tramm und dem Wimbledonsieger Donald Budge einen Kamps, der in die Geschichte dieses Tennis-Mekka eingehen und unvergänglich darin bleiben wird. 9000 Zuschauer — darunter der Reichssportsührer — wurden Zeuge eines zweieinhalbstündigen Ringens, einer Nervenzerreißprobe von ungeheurem Ausmaß; beide Vertreter gaben das Letzte für ihr Land her und kämpften um den Sieg mit einer Verbissenheit, wie sie wirklich selten ist. Der Deutsche war so nahe am Siege wie wohl selten in einem Kampf. Nach je zwei gewonnenen Sätzen führte von Cramm im fünften Satz mit 4:1 und 5:4; etwas zu große Siegessicherheit nach dem 4:1 und ein Nachlassen der Nerven beim 5:4 kosteten ihm den Sieg, den größten, den er in feiner Tennislaufbahn hätte erringen können. Kurze Sportnotizen. Ausgezeichnet besetzt sind die Tennis- Meisterschaften der Wehrmacht, die am Mittwoch in Berlin beginnen. Im Einzel um den Wanderpreis des Oberbefehlshabers der Wehrmacht und Reichskriegsministers, den Dr. Tübben zu verteidigen hat, liegen 107 Meldungen vor. Um das Doppel um den Wanderpreis des Reichskriegsministers der Luftfahrt bewerben sich 54 Paare. Bei den Senioren gingen 51 Meldungen für das Einzel und 25 für das Doppel ein. Deutsche Olympia-Turner werden bei dem vom 14. bis 18. August in Paris ftattfinben- den internationalen Turnfest ein Schauturnen veranstalten. Mit Ausnahme des dienstlich verhinderten fit. Schwarzmann wird unsere gesamte Olym» piamannschaft mit Beckert, Stadel, Stangl, Frey, Steffens, Volz, Schmelcher und Winter nach Paris fahren. Einen neuen 800-Meter-Weltrekord erzielte der Amerikaner John Woodruff bei den panamerikanischen Spielen in Dallas mit 1:47,8 Minuten. Den alten Rekord hielt der Amerikaner Cunningham mit 1:49,7. Die drei deutschen Schwimmrekorde, die Werner Plath-Berlin mit 4:53,2 Minuten für 400 Meter Kraul und Heinz Arendt-Berlin nvt 10:26,7 für 800 und 19:50,7 für 1500 Meter Kraul im Rahmen des Schwimm-Länderkampfes gegen Ungarn am 12. Juli in Berlin aufstellten, sind bereits vom Reichsfachamt Schwimmen anerkannt worden. Die englischen Studenten von Orford und Cambridge gestalteten auch ihren zweiten Start in USA. siegreich. Sie gewannen gegen die Universitäten Princeton und Cornell mit 7:5 Punkten. Sie Rad-Weltmeisterschaften 1937 werden vom 21. bis 29. August in Kopenhagen ausgetragen. Die Entscheidungen fallen am 22. August (Amateur-Flieger), 23. August (Berufs- Straßenfahrer), 24. August (Amateur-Straßenfahrer), 26 August (Steher) un]) 29. August (Berufs- Flieger). -iii her § Endlich'1 K; ’S** irer.NI jrgejdjobj pirfen w Oiis bei ili sie. M ei' M bleib p zuruli Am 28. und 29. August wird vom DRL. auf dem Heimatberg der Oberhessen, dem Hoherodskopf, zum fünften Male das Hoherodskopfturnfeft veranstaltet, das feine Wiedereinführung vor zwei Jahren dem bekannten Turnerführer Kreisfachwart Dr. S i e g e r t (Stockheim) verdankt und seitdem gauoffen ist für alle DRL.-Vereine des Gaues XII Hessen, wie auch für die Formationen der Partei, ferner für Wehrmacht und Arbeitsdienst. Es handelt sich also um eine Veranstaltung auf breitester Grundlage, und es ist der ausdrückliche Wunsch des DRL.-Kreisführers Obersturmführer Otter- b e i n (Friedberg), der dem Fest seine ganz besondere Förderung angedeihen läßt, wie auch des Hoherodskop f- Festausschusses mit Dr. Siegert (Stockheim) an der Spitze, daß mit der Zeit über die Kreise der Turner hinaus auch alle anderen Sportler sich an dem Fest beteiligen. Die erstmalige Aufnahme eines Dreikampfes mit erleichterten Bedingungen für Fuß- und Handballspieler soll gerade den Sportvereinen die Möglichkeit bieten, in stärkerem Maße als bisher für die Wettkämpfe zu melden. Es sind folgende Wettkämpfe ausgeschrieben: Männer-Ober st ufe-Vierkampf: 100- Meter-fiauf, 12 bis 16 Sek.; Kugelstoßen (7lh kg) 6,50 bis 11,50 Meter; Weitsprung, 4.20 bis 6,20 Meter) Hochsprung, 1,20 bis 1,70 Meter. Männer-Unterstufe- und Fuß- und Handballspieler-Dreikampf: 100 - Meter-Lauf, 13 bis 17 Sek.; Kugelstoßen (7'/< kg), 5 bis 10 Meter; Weitsprung 3,50 bis 5,50 Meter. Durch die „Verordnung über den Zusammenschluß der Forst- und Holzwirtschaft" vom 20. Oktober 1936 wurde die Marktvereinigung der deutschen Forst- und Holzwirtschaft für das ganze Deutsche Reich mit 13 Bezirksstellen ins fieben gerufen. Unsere heimische Landschaft zählt zum Bezirk 9 Am gestrigen Dienstagvormittag fand unter dem Vorsitz von ßanbforftmeifter Dreyer (Kassel) bie erste Mitgliederversammlung der Bezirksstelle 9 in Gießen im Caf6 Leib für die Kreise Gießen. Alsfeld, Schotten, Lauterbach, Marburg, Frankenberg, Ziegenhain und Wetzlar statt An der Versammlung nahmen Vertreter vom Staat und Gemeinden. sowie private Waldbesitzer, außerdem Holzverteiler, Sägewerksbesitzer und Holzerarbeiter (Handwerker und Industrielle) teil. fiandforstmeister Dreyer aab eine Uebersicht über die Gage der Forstwirtschaft während des Iibe= ralistischen Zeitalters und in der Gegenüberstellung nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus. Er wies darauf bin, wie in den vier Jahren nationalsozialistischer Regierung ein Umschwung auch in der Forst- und Holzwirtschaft sich angebahnt habe, der an ein Wunder glauben lasse Gegenwärtig seien drei Millionen Menschen in der wirtschaftsgruppe hol; vollauf beschäftigt, und die Lage sei besser als se zuvor. In seinen weiteren Darlegungen umriß der Redner die Zusammensetzung der Marktoereinigung der deutschen Forst- und Holzwirtschaft, die Erzeuger, Händler und Bearbeiter kraft des Gesetzes in sich schließe. Die Marktvereinigung habe als vordringlichste Aufgabe die Verteilung und Lenkung des Holzaufkommens in geordneten Bahnen zu veranlassen. Die Sicherung der Bedarfsdeckung sei ebenfalls große Aufgabe. Es gebe dafür drei Wege: bie planmäßige Steuerung ber Einfuhr, bie Verteilung und Lenkung der Erzeugnisse des deutschen Waldes in geordnete Bahnen und eine sinnvolle Preisbildung. Es gelte, jegliche Vergeudung der Werte des Waldes zu vermeiden Die in jüngster Zeit durchgeführte Preisregelung für bestimmte Holzarten werde voraussichtlich auch für das nächste Jahr übernommen werden Ueber Aufgaben hinaus, die hier der Marktvereinigung zugewiesen seien, gelte es, noch manche Forderung zu erfüllen. Alle Aufmerksamkeit sei auf die Mitwirkung im Kampf gegen den Verderb zu richten. Hier müßten Erzeuger, Verteiler und Bearbeiter ihre äußerste Kraft einsetzen Hier f»hr man eine erste Möglichkeit in der Errichtung von Walbarbeiterfchulen, in denen Fachkräfte herangebildet würden, die schon NSG Wer nicht mehr an eine Zukunft Oes Theaters glaubte, ist in Bochum eines besseren belehrt worden: die Hitler-Jugend bekannte sich zum deutschen Theater, damit ist seine Zukunft gesichert. Zwei Aufgaben haben wir dabei zu lösen: die Jugend für den Theaterbesuch organisatorisch zusammen- zufassen und die Jugend, die sich der Bühne beruflich widmen will, zu erfassen und in unserem Geiste zu erziehen Die Zusammenfassung der Jugend für den Theaterbesuch wird sich vorläufig nach den örtlichen Theaterverhältnissen richten. Wir wollen im allgemeinen an den laufenden Abendvorstellungen teilnehmen. Sogenannte „Schülervorstellungen" gibt es nicht mehr. Die Jugend ist vollwertiges T h e a t e r p u b l i k u m. In den größeren Theaterstätten des Gebietes werden sich auch geschlossene Aufführungen ermöglichen: nachmittags, damit die Landjugeno ins Theater kommt, ober anläßlich großer Veranstaltungen. Unser Ziel ist, die Jugend wieder für das Theater zu begeistern. Liebe und Vertrauen zur Kunst läßt sich nicht von heute auf morgen erzwingen. Wir kommandieren die Jugend nicht ins Theater! Den Erfolg unserer Arbeit soll die Zukunft bringen. Es kommt uns vorläufig nicht darauf an, leere Häuser zu füllen. Langsam soll die Jugend das Theater als eine Stätte schätzen lernen, in der sie eine harmonische Formung — die zur charakterlichen Entwicklung und zum Ausgleich der körperlichen Ertüchtigung unbedingt notwendig ist — erfährt. Für uns ist das Theater als eine Statte der Zerstreuung überlebt. Es ist ein Irrtum, daß der im Laufe des Tages abgearbeitete Mensch am Abend für schwere geistige Kost empfänglich ist. Der Alltag läßt viele Kräfte ungenützt. Sie würden ab- stumpfen und verkümmern, wenn sie nicht durch die Kunst angeregt würden. Die Jugend soll nicht einroften, darum gewöhnen wir sie beizeiten an die — wenn auch manchmal schwere — Kost, die das künstlerische Theater bietet. Jegliches Theater, dessen Zweck Zerstreuung und nicht Sammlung ist, kommt vorderhand nicht in Frage. Auch wenn im Anfang nicht alle mitmachen. Die Jugend wird in unseren Einführungsabenden erlebnismäßig für den Theaterbesuch vorbereitet. Z. B.: Ibsens „Peer G y n t" bedarf einer Vorbereitung für den jugendlichen Besucher Wir veranstalten einen „Nordischen Abend": Norwegen im Lichtbild, in seinen Liedern und Märchen zieht an uns vorbei. Ibsens Gedichte und Briefstellen (umrahmt von der Griegschen Musik) geben ein Bild dieses zähen Kämpfers gegen eine verlogene Gesellschaftsmoral. Nordische Sagen von dem Dovre- alten und den Trollen erleichtern das Verständnis der Peer-Gynt-Handlung. Oder vor einem Werk Richard Wagners werden wir aus seinen Schriften lesen; Hebbel, der uns heute wieder besonders am Herzen liegt, wird uns nahegebracht durch seine Gedichte und durch Verlesen geeigneter Stellen aus den „Tagebüchern"; anläßlich eine Shakespeare-Aufführung läßt sich manches über die Entwicklung des Theaters und des Schauspielers sagen. Diese Einführungsabende geben unseren Bühnenkünstlern (Schauspieler, Sänger, Spielleiter und Kapellmeister) Gelegenheit, einmal mit der Hitler- Jugend zusammenzukommen Da kann manche Brücke geschlagen werden, die zum beiderseitigen Verständnis notwendig ist. Wir wissen, daß nicht alle Theater — aus den Gli Sirgrfi Rom, ; ®W5(ag if! Nelmo her; . uner Wn f grause pti Go . 'M der ' jN'rt uni J öute xp irr Ebn ßs? rW ,|A der iVh i 0Q5 h Ätli 'Vnele9t s 1^ Eiter’1? ab «n> 'Ä Wir treten auch nicht als Fordernde auf. Die Spielpläne unserer Gebietstheater (Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Mainz, Gießen und Hackau) bieten genug. Wir suchen uns das Passende aus. Die Klassiker werden wir besuchen. Sie verdienen, in erster Linie wieder von der Jugend erlebt zu werden. In ihnen ist Schicksal m reinste und gereifte Form geflossen. Neben ihnen werden die Dichter, die aus unserem Erleben heraus Schicksal dramatisch gestalten, unsere ganz besondere Zunei- gung haben. Die Jugend als Besucherschaft soll die Aufführungen ihrer Dichterkameraden immer mehr ermöglichen. Die Werke eines Mozart, Wagner, Weber, Lortzing, Pfitzner werden auch die Jugend begeistern, daneben auch Verdis gereifte aus des Boden feines Landes gewachsene Kunst. Und auch den Humor, der ein befreiendes Lachen hervorruft (nicht den der spöttelt und zersetzt), wollen wir auf der Bühne, denn Lachen bringt die Menschen zusammen. Die technische Durchführung des Kartenvertriebes liegt in den Händen unserer Vertrauensleute. Jede HI.- und BDM.-Einheit, jede Schule und Betriebsgemeinschaft hat ihren Vertreter im „Theaterring". Wir sind, da die Theaterarbeit noch Neuland für uns ist, auf eine gute Zusammenarbeit mit den Bühnen angewiesen" Das uns allerorts entgegengebrachte Vertrauen und Verständnis läßt uns einen Erfolg voraussagen — Zusammengefaßt: Das Tempo unserer Theaterarbeit wird kein übereiltes fein, aber langsam werden die bei künstlerisch hochstehenden Aufführungen leeren Häuser verschwinden. Auch unser zweites Arbeitsziel ist für uns neu: die Nachwuchsfrage. Die Erziehung der deutschen Jugend hat eine so grundlegende Aenderung erfahren, daß in ein ober zwei Jahrzehnten ein anderes Schauspielergeschlecht auf unserer Bühne stehen wird. Wir wollen keinesfalls, wie das überempfindliche Persönlichkeitsfanatiker auf den Brettern (oder in den Schauspielschulen) befürchten, alle Schauspieler in die Uniform stecken. Das würde in vielen Fällen auf eine Kostümierung hinauslaufen. Jedes mittelmäßige künstlerische Können scheidet von vornherein aus. Der Mensch ist Mittelpunkt des Theaters und wir brauchen nur stärkste Begabung. Dazu kommt, daß wir von Bühnenkünstlern wieder Persönlichkeit verlangen. Persönlichkeit ist nicht, wer sich auffallend anzieht ober anmalt. Persönlichkeit ist, wer aufnimmt, wer mit offenen Augen unb Herzen in feiner Zeit steht, sie erfühlt unb bas Sehnen aller schöpferisch roiebergibt in seiner künstlerischen Arbeit. Wir wissen, baß der Künstler Einsamkeit braucht um au reifen Aber bie Einsamkeit barf nicht zur Flucht vor ber Gemeinschaft ausarten. Wir zwingen keinen mitzumarschieren. Wer seine Freizeit mit uns verleben will, ist herzlich willkommen. Für bie HI. ist bas Lager bas Gemeinschaftserlebnis. Wir nehmen auf bie Befon- berheit bes Darstellerberufes Rücksicht unb veranstalten in biesem Jahre zum ersten Male ein „L a - ger junger Bühnenkünstler" vom 1. bis 15. August in Weilburg. In bem Lager wirb bas Spiel „Bardowiek" von Hans G e i so w erarbeitet unb am 22. August in Gießen anläßlich unserer Gebietstheatertagung uraufgeführt. In dem Lager werden alle weltanschaulichen, künstlerischen und be- ruvichen Fragen durchgesprochen. Wir ziehen in ber zweiten Lagerwoche bie Vertrauensleute ber Örtlichen Theaterringe yinzu, bamit sie Fühlung zu ber Künstlerschaft bekommen In Gießen treten wir mit unserer Arbeit bann vor bie breite Oesfent- 14,8 Sek.; Kugelstoßen (4 kg a. K.), 5 bis 11 Meter; Weitsprung, 3 bis 5 Meter. Altersklasse A (30 bis 40 Jahre) -Drei« Dampf: 75-Meter-Lauf, 11 bis 15 Sek.; Kugel« stoßen (7V4 kg), 5 bis 10 Meter; Weitsprung m. ß., 3,20 bis 5,20 Meter. Altersklasse B (40 bis 50 Jahre) -Drei« Dampf: 75-Meter-Lauf, 11,4 bis 15,4 Sek.; Weit« fprung a. b. Stanb, 1,50 bis 2,50 Meter; Steinstoßen mit Anlauf (Naturstein (ca. 25 Pfd.), 3 bis 8 Meter. Altersklasse C (über 50 Jahre) -Drei« Dampf: 75-Meter-Lauf, 12 bis 16 Sek.; Stein« stoßen aus dem Stand, 2,50 bis 6,50 Meter; Weitsprung a. d. Stand, 1 bis 2 Meter Frauen (über 18 Jahre)-Vierkampf: 100- Meter-Lauf, 13,4 bis 17,4 Sek.; Kugelstoßen (4 kg), 5 bis 9 Meter; Weitsprung, 2,50 bis 4,50 Meter; Hochsprung, 0,80 bis 1,30 Meter. , ®eibDid)e Jugend-Oberstufe (Iahra. 1919/20)-Dr ei Dampf: 75-Meter-Lauf, 10,8 bis 14,8 Sek.; Kugelstoßen (4 kg) a. d. K). 3 bis 9 Meter; Weitsprung, 2,50 bis 4,50 Meter. Weibliche Jugend-Unter st use (1921 unb jünger)-Dreikampf: 75-Meter-Lauf, 11 bis 15 Sek.; Hochsprung, 0,70 bis 1,20 Meter; Vollballwurf, 10 bis 20 Meter An Sonderkämpfen find ausgeschrieben: 4 X 100-Meter-Pendelstassel für Männer; 4 X 100« Meter-Pendelstaffel für Frauen: 4X100-Meter°Pen« delstaffel für männliche Jugend; Mannschaftssteinstoßen und Mannschaftstauziehen (Altersklasse). Jugend-Ober st use-, Jahrgang ^'erkämpf: 100-Meter-Laus, 12,8 bis AU,v ^., Kugelstoßen (5 kg), 5 bis 10 Meter; Weitsprung, 3,80 bis 5,80 Meter; Hochsprung. 1 bis 1,50 Meter „Jugend-Unterstufe-, junger«D r e i k a m p f: 75-Meter- nun einmal unvermeidlichen geschäftlichen Inter- lichkeit und werden über unser zukünftiges Arbeitsessen — unseren Forderungen nachkommen können. | Programm berichten. . . - . Zu« schauern in Wien über Ferenczoaros Budapest überraschend glatt und sicher mit 4:1 (2:0). InoeZ: iw 4 Mittwoch ic Wanderpreis t und Reichs, rrteidigen half oppel um dink rs der Luft, den Senioren l und 25 für Reichsfestspiele Heidelberg 1931. Die Reichsfestspiele Heidelberg wurden am Dienstagabend eröffnet. Unter den Ehrengästen, die sich im Schloßhof einfanden, befanden sich Gauleiter und Reichsstatthalter Wagner, Reichskulturwalter Mora Her und der Präsident der Reichstheaterkammer Rainer - Schlösse^ Fanfarenruf von den Zinnen der Schloßruine und die Ouvertüre zu „Oberon" von Carl Maria von Weber leiteten die Feierstunde ein. Dann nahm Oberbürgermeister R e i n h a u s (Heidelberg) das Wort. Er wies auf den Zusammenhang zwischen den eben vergangenen Tagen der deutschen Kunst Aato rscfju tts gleichzeitig radiotelephonisch ausgeführten Gespräche zwischen der Jacht Marconis und Sidney bestätigten das Aufflammen der elektrischen Beleuchtungskörper im Ausstellungspalast. Marconis letzte weittragende Entdeckung, die er 1932 der Öffentlichkeit mitteilte, sind radiotelegraphische und radiotelephonische Verbindungen mit kleinen Ultra-Kurzwellen, die sich nicht kreisförmig verbreiten, sondern auf bestimmte Empfänger zugestrahlt werden, was eine Geheimhaltung derartig gegebener Meldungen ermöglicht. 1927 war Marconi vom Vorsitz der Londoner Marconi-Gesellschaft zurückgetreten, um sich ganz seiner wissenschaftlichen Arbeit zu widmen. Mannigfach und zahlreich sind die Ehrungen, die dem Verstorbenen in seinem arbeitsreichen Leben zuteil wurden. So erhielt Marconi, der teils in London, teils in Pontecchio lebte, 1909 den Nobelpreis für Physik; er war Mitglied des Römischen Senats und Ehrenpräsident der Römischen Akademie. Vom König von Italien erhielt er den erblichen Titel eines Marquis. Das Beileid des Führers. n von Odor! zweiten Sion ^gen die Du? 17:5 Punkte iften 19M n KopenlM fallen am 8 lauft ur-SttaßeH ufluft (Senn? aris den A ©erarbin u® ens siegte « en Richter uj Michard mö Das Naturschutzgebiet Hangelstein in seinen Abgrenzungen, lieber das geschlossene Gebiet hinaus sind die Teufelskanzel und die Gnauih- eiche einbezogen. (Wiedergabe nach einer Zeichnungdes Verfassers.) (Scherl-Bilderdienst-M.) telegraphieren, wobei er unter dem Eindruck der Theorien von Hertz und Maxwell stand 1895 gelang sein erster Versuch, allerdings nur auf kurze Strecken. 1896 konnte er m England ein erstes Patent auf ein „praktisch verwendbares System der Telegraphie ohne Draht" erwerben und im Jahre darauf in London eine Gesellschaft gründen 1899 gelang die erste drahtlose Verbindung über den Kanal, 1901 über ben Atlantik. Aufsehenerregend wirkte em Erfolg, den er 1930 zu verzeichnen hatte, als es ihm gelang, von seiner Jackt im Hafen von Genua aus die Beleuchtung im Gebäude der Elektrizitäts-Ausstellung in Sidney während der Eröffnungsfeier einzuschalten. Die Berchtesgaden, 20. Juli. (DNB.) Führer und Reichskanzler hat aus Anlaß des Todes von Marconi an den italienischen Regierungschef Mussolini folgendes Beileidstelegramm gerichtet: „Mit tiefem Bedauern erfahre ich die Nachricht vom Tode Marconis, des großen Sohnes Italiens, der sich durch seine Erfindungen um die ganze Menschheit unvergängliche Verdienste erworben hat. Ich spreche Ihnen und der italienischen Nation mein aufrichtiges Beileid zu diesem schweren Verlust aus." „ Ferner hat der Führer und Reichskanzler der Witwe Marconis telegraphisch seine Teilnahme zum Ausdruck gebracht. s Das Naturschutzgebiet Hangelstein Von Ernst Holzel. Maikraut und Ausdauerndes Bingelkraut treten in Massen auf. Vielerlei Farne und Moose, darunter solche von mehr als alltäglicher Bedeutung gesellen sich dazu. Insgesamt dürften weit über 200 verschiedene Pflanzenarten den Hangelstein bewohnen, darunter eine ganze Anzahl von solchen, die durch das Reichsnaturschutzgesetz ganz oder teilweise geschützt sind. Mögen viele von ihnen nur für den Botaniker ein Begriff sein, so kann sich niemand, der überhaupt noch einen Blick für die Schönheiten der Natur besitzt, der Wirkung entziehen, die das Blütenmeer vor allem der Frühjahrsblüher auf den Beschauer ausübt. Verständlich mag der Wunsch gewesen sein, etwas von dieser Schönheit mit heimzunehmen, es in den Garten zu übertragen oder sich im Zimmer noch ein paar Tage daran erfreuen. Und doch bedeutete die Verwirklichung dieses Wunsches eine ungeheure Gefahr für den Pflanzen- beftanb und damit für die Eigenart des Berges. Bei der Aufzählung des Märzbechers, des großen Schneeglöckchens, habe ich es schon angedeutet. Diese früher in Mengen vorkommende Pflanze steht heute im Hangelstein dicht vor dem Aussterben, der Türkenbund, der noch am Lollarer Kopf wächst, diese schöne Lilie, ist bereits verschwunden, der Seidelbast schwer bedroht usw. Diese Schönheiten der Natur aber sind für alle da, nicht für einzelne allein. Drum müssen sie gegen diese geschützt werden. So dient die Inschutznahme des Hangelsteins vor allem dem Schutze seiner Pflanzenwelt. Es ist dabei nicht notwendig, daß der Besucher des Gebietes diese Pflanzen auch kennt. Denn es entspricht der Art eines Naturschutzgebietes, daß innerhalb seiner Grenzen jedes Ausgraben, Abbrechen oder sonstiges Beschädigen von Pflanzen, ganz gleich welcher Art, verboten ist. Es wird also der ganze Lebensraum geschützt. Wie die auf der beigefügten Skizze erkennbare Grenzführung zeigt, bleibt zum Pflücken von Maiblumen oder Maikraut noch genügend Raum frei. Innerhalb des Schutzgebietes, dessen Grenzen in nächster Zeit an allen Zugangswegen durch Schilder gekennzeichnet werden, ist jedenfalls grundsätzlich jede Pflanze geschützt und ihre Schädigung strafbar. Die forstliche Nutzung, die der Stadt Gießen zusteht, wird dadurch nicht berührt. Es wird nur notwendig sein, bei der Art' der Bewirtschaftung auf die Lebensbedingungen der Kräuter und Sträucher Rücksicht zu nehmen. Ebensowenig berührt davon wird gemäß allgemeiner Bestimmungen des Gesetzes die Jagdausübung. Dagegen sind auch sämtliche nichtjagdbaren Tiere im Schutzgebiet geschützt! Wenn es auch grundsätzlich verboten ist, in ein solches Gebiet Pflanzen hineinzubringen und etwa Die Natur zu verfälschen, so sind doch bereits Vorkehrungen getroffen, die dem Aussterben nahen oder bereits verschwundenen Arten wieder zu ersetzen. Denn damit wird ja nur wieder gut gemacht, was der Mensch verdorben hat. Und nun wollen wir noch einen Grenzgang machen, der dem Kenner des Hangelsteins den Umfang des Schutzgebietes leicht klarmachen wird. Wir befinden uns auf der Straße Gießen—Daubringen, da wo die Waldschneise zum großen Steinbruch abzweigt. Ihr folgen wir, lassen den Steinbruch links liegen und kommen zur „Gnautheiche", die im nächsten Winter etwas freier gestellt werden wird, da sie dem Besucher infolge des hohen Unterholzes oft gar nicht mehr auffällt. Von der Gnautheiche an folgen wir dem chauffierten Waldweg, der bergan zu den Pflanzgärten führt, an denen die Schutzhütte steht. Gärten und Hütte liegen außerhalb, bleiben rechts liegen, während wir, die „Teufelspfütze" zur Rechten, weitergehen bis an die Nordostseite des Berges, wo wir den schönen Blick auf das Lumdatal und den Todtenberg haben. Wir befinden uns wieder auf einer chausier- ten Schneise, die uns auf halber Höhe des Nordhanges hinunterführt zur Daubringer Straße. Ehe wir sie jedoch erreichen, biegen wir auf der letzten Schneise, von oben gezählt, links ab, kommen an der „Unionslinde" (im Schutzgebiet) vorbei unter der steilen Felswand her, sehen zur Rechten die eben- ausländische Botaniker wiederholt den Hangelstein gemeinsam aufsuchten, um seine einzigartige Planzenwelt kennenzulernen. Ich folge den Angaben des Herrn Professors Dr. Funk, der sich von jeher für den Schutz des Hangelsteins mit Wort und Tat eingesetzt hat, wenn ich in großen Zügen versuche, einen lieber» blick über die Zusammensetzung seiner Pflanzenwelt zu geben. Betrachten mir zunächst den Wald, so herrscht der Laubholzmischwald vor, der wohl die ursprüngliche Waldform darstellt. Kiefern, Fichten, Lärchen, Schwarzkiefern, Douglasien als Vertreter der Nadelhölzer sind erst durch die forstliche Bewirtschaftung hineingebracht worden Buche und Eiche sind die Hauptholzarten, neben denen sich eingesprengt Hainbuche, Aspe, Birke, Schwarzerle, Feldulme, Bergulme, Winterlinde, Bergahorn, Spitzahorn, Elsbeere, Vogelbeere, Vogelkirsche und Esche finden. Unter den großen Waldsträuchern sind zu nennen: Haselnuß, Salweide, Ohrweide, Weißdorn, Rosen, Kreuzdorn, Roter Hartriegel. Gemeine Heckenkirsche, Schlingendes Geißblatt, Gemeiner Schneeball, Bergholunder, Liguster u. a., unter den kleineren vor allem der Seidelbast. Auf dem kalkhaltigen, verhältnismäßig fruchtbaren Basaltboden dieses Bergwaldes blüht eine Menge schöner und zum Teil auch botanisch bemerkenswerter Pflanzen. Den Reigen eröffnet im zeitigen Frühjahr der betäubend duftende Seidelbast. Ganz vereinzelt zeigt der Märzbecher noch seine weißen Glocken, der bezeichnenderweise in Gießen früher das „Hanget st einer Schneeglöckchen" hieß. Vor allem der Höhenweg, der vom Turm zum großen Steinbruch führt, verwandelt sich im Frühjahr in die reinste Blütenwiese, bestehend aus Lerchensporn, weißen und gelben Anemonen, Lungenkraut und Goldnessel, aus Schlüsselblume und Frühlingsplatterbse. Zahn- und Haselwurz-, Wald- und Wunderveilchen, Waldvergißmeinnicht und später der blaue Steinsame gesellen sich hinzu. Gemswurz, Gelber Sturmhut und Ausdauerndes Silberblatt sind seltenere Gäste. Maiblumen wachsen dagegen in Menge hier, daneben der seltsame Aronstab, die Einbeere, Knabenkräuter, die Waldhyazinthe; auch die Nestwurz findet sich nicht selten. Gegen den Sommer hin blühen Tollkirsche, Pfirsichblättrige Glockenblume, Wollkraut, Pechnelke, Färberginster und Schwalbenwurz und viele andere mehr. Erfindungen zuerst immer auch der italienischen Wehrmacht zur Verfügung stellte, daß er persönlich an dem Handstreich d'Annunzios in Fiume teilnahm. Die italienische Nation, die in ihm einen ihrer Größten verloren hat, darf unseres tiefen Mitgefühls sicher sein. _ Marconi, am 25. April 1874 in Gnffone bei Bologna geboren, beschäftigte sich schon während seiner Studienzeit mit Versuchen, drahtlos zu Catalogus plantarum cirea Gissam nascentium" iber die auffallende Flora des Hangelsteins, wo- urch wohl Johann Christian Senckenberg zu iner botanischen Exkursion in den Hangelstein am 0. August 1732 veranlaßt wurde, über die L Spil- er in „Heimat im Bild" in Nr. 39 vom Jahre 935 berichtet hat. Des botanischen Kleinods, wie jpilget den Hangelstein dort nennt, haben sich fer- er die Floristen Heyer-Roßmann 1860, > osch und Scriba 1873 und 1888 und Spil - e r 1903 besonders angenommen. Eingehende intersuchungen über die Waldflora des Hangeleins liegen vor von dem Direktor des Berliner Bo- tmifchen Gartens, L. Diels, während in- und 1 5*8 für un! ?em Mer I fttmeriton« i c,d) hir (ein audjeit Ulspiel bt; ^°nirn uni- ftamps,: • ’S5 'nr-L ■n Ringens, eurem Aus>i "ihr ßanD! t emer «Ber,! S«r Mij, Le" in einem ■* führte w und 5:1 d/m 4:1 uni kosteten ihm uner Tennis. Daß der Tod Marconis schon wenige Stunden bonad) auf der ganzen bewohnten Erde bekannt Dir, das hat er sich selbst zu verdanken: Er war btr eigentliche Schöpfer der drahtlosen Telephome ur-b Telegraphie, wie sie sich in knapp vierzig 3d)ren von den ersten zaghaften Versuchen dis zu ihrer heutigen Vollkommenheit entwickelt hat. too trauert nicht nur Italien um diesen Mann, den Itan als den König des Aethers bezeichnen konnte, l’oribern auch wir Deutsche und alle anderen Kulturvölker, die sich des modernsten technischen Nach- nt)tenmittel5 bedienen. Marconi war em Gerne für alle, und man könnte ihn, der stets unterwegs ötr und mit seiner Jacht „Elektra den Atlantik 87mal überquert hat, einen Weltbürger nennen. Sb er er würde einen solchen Titel abgelehnt haben, berm er war nicht nur ein Wohltäter der Menschheit, sondern vor allem auch em italienischer $itriot. Er hat stets für sein Vaterland gekämpft, er schloß sich der faschistischen Bewegung an und vZrde ein Freund Mussolinis. Man erzählt von ifyti, daß er \" 1 "7 ' K-- -*—«*•*•*a®« wrienes. «tö im Alter" von 61 Jahren, ben Waffen gemeldet habe. Man weiß, Guglielmo Marcom f • Der Erfinder der drahtlosen Telegraphie. Rom, 20. Juli. (DNB.) In der Nacht zum Dienstag ist der Erfinder der drahtlosen Telegraphie Guglielmo M a r c o n i im Alter von 63 Jahren an einem Herzschlag gestorben. Der unerwartete Tod Marconis hat in der italienischen Hauptstadt tiefe Trauer ausgelöst. In Sonderausgaben widmet die römische Presse dem großen Sohn Italiens ausführliche Nachrufe, in dlnen der Werdegang des genialen 'Erfinders geschildert und seine bedeutenden Verdienste um die Dissenschaft und Technik des 20. Jahrhunderts gewürdigt werden. — Am Dienstag erschien der Duce im Trauerhaus, um dem Entschlafenen in größter Ergriffenheit die letzte Ehre zu erweisen Md seinen Angehörigen sein Beileid auszusprechen. Eie Leiche ist nach der Farnesina, dem Sitz der Königlich-Italienischen Akademie, übergefuhrt war- btn, wo Marconi in der Uniform des Präsidenten btr Akademie öffentlich aufgebahrt wurde. Die Tatenwache halten Mitglieder der Akademie und Schwarzhemden. Mit.einem feierlichen Staatsbegräbnis wird Italien am Mittwoch von fernem großen Sohn letzten Abschied.nehmen. Auf Anordnung Mussolinis wird Marcom m Bologna bügesetzt. Der Reichsstatthalter in Hessen hat am 29. Mai äiie Verordnung erlassen, die bestimmte Teile des ,Hangelsteins" als zukünftiges „Naturschutz- gebiet" im Sinne des Reichsnaturschutzgesetzes ,e j n st w e i l i g s i ch e r st e l l t, also bereits Schutzmaßnahmen anordnet, die denen entsprechen, welche bei der endgültigen Erklärung zum „Naturschutzgebiet" durch Eintragung in das Reichsnaturschutzbuch in Kraft treten werden. Praktisch ist da- mit der „Hangelstein" bereits Naturschutzgebiet geworben und hat damit in einem großen, 43,2 Hektar umfassenden Teil den wirksamsten Schutz er» sahren, der ihm zuteil werden konnte. Es ist ver- siändlich, wenn sich an diese Verordnung sehr viele fragen nach den Gründen und dem Ausmaße des Schutzes knüpfen. Ich will daher versuchen, darauf siachstechend die Antwort zu geben. Der „Hangelstein" und sein Nachbar, der „Lol- hrer Kopf", stellen die am weitesten nach Westen vorgeschobenen Ausläufer des Vogelsberges dar und wirken auf den Beschauer am meisten, wenn dieser jenseits der Lahn seinen Standort hat, deren Tal- hild sie weiter beeinflussen. Der Hangelstein erreicht eine Höhe von 304 Meter, der Lollarer topf bleibt mit 280 Meter nicht sehr viel hinter )M zurück. Die Nordwest- und Nordostseite des )angelsteins zeigen vielfach eigenartige Felsbildun- en, von denen die sog. „Teufelskanzel" die be- anntefte ist. In den alten Steinbrüchen, die man n verschiedenen Stellen findet, treten die Basaltsäulen oft noch deutlich hervor. 5 bis 11 Ä-‘ gS; «Dieter; 25*)'3 !6 Le-.M ,0 «Dieter. » rkaxpM ZA K- MMwoch.ri.ZuIi 195? falls einbezogene „Teufels- oder Felfenkanzel" im Wiefecker Gemeindewald und gelangen schließlich dem Wege folgend zum Ausgangspunkte zurück. Die Skizze soll das Bild noch vervollständigen. Ein lang gehegter Wunsch, für den sich Wissenschaftler, Natur- und Heimatfreunde schon lange eingesetzt haben, geht in Erfüllung! Es ist nun einmal so, daß leider alle derartigen Maßnahmen mit Strafen bedroht werden müssen, weil es immer wieder Menschen gibt, denen nur ihr Ich gilt. Schö- nur ist es, wenn aus einem Gefühl der Einordnung in das Ganze heraus der einzelne sich zur Selbstzucht zwingt, schöner noch, wenn er die Eigenart und Schönheit mitempfinden lernt und bann aus biesem Gefühl heraus, bas als eigenes Gesetz empfinbet, was zunächst Derorbnung war, und wenn er jeben Verstoß gegen bieses eigene Gesetz aus eigenem Antriebe heraus ablehnt. Denn bann hat er bas roieber, was so viele naturentwöhnte Menschen vorloren haben, Achtung unb Liebe zur Natur unb ihren Geschöpfen! Kaum einen schöneren Platz in ber Umgebung von Gießen kenne ich, um zu solchem Denken unb Fühlen zu kommen als bie Bank über bem Steinbruch im Naturschutzgebiet. Wer hier einmal am frühen Sommermorgen ge- . sessen hat, wenn bie Sonne in seinem Rücken aufsteigt unb ihre Stahlen ausgießt über Wald und Feld, über die grünen Wiesen und den silberglänzenden Strom, wenn ihn Dünsberg unb Stoppelberg grüßen unb fern Braunfels austaucht im Morgenlicht, wenn ber Ringeltauber unter ihm über ben Wipfeln ber Kiefern unb Fichten aufsteigt zum Balzflug, wenn ber Turmfalke seinen Weibruf hären läßt, wenn ber Gabelweihe, bie hier horstet, herrliches Flugbilb über ihm schwebt unb ber Graureiher mit rauhem Ruf zur Lahn streicht, wer bafür offene Augen unb ein offenes Herz hat, ber lernt sie empfinden unb lieben in ihrer ganzen Schönheit: bie beutsche Heimat." Aus der Stadt Gießen. Das kleine Wunder. Schön ist es in ber Anlage. Ich habe mick für ein Weilchen auf ber Bank niebergelaffen unb genieße gemächlich bas Fleckchen Naturfrische, bas sich inmitten ber Stabt auftut wie ein kleines Paradies. Hohe Staudengewächse blühen seitwärts von den Bänken, in dem Blattgrün der Bäume irrlichtert die Sonne und über die Rasenflächen stolzieren unbekümmert gelbschnäblige Amseln. Es ist ein Bild des Friedens und der wohltätigen Ruhe. Da spüre ich ein leises Krabbeln auf ber linken Hand. Eben will ich mit ber Rechten instinktiv herüber hinfahren, als ich bie Ursache sehe und die bereits erhobene Hand sinken lasse. Sonderbares Ereignis: ein Falter, ein kleiner bunter Schmetterling sitzt auf meiner linken Hand, als ob das selbstverständlich wäre. Ich halte die Hand so still, wie ich es nur vermag, und betrachte den kleinen leichtbeschwingten Burschen. Er hat zarte lichtblaue Flügel, bie mit bräunlichen Tupfen gezeichnet finb. Die Spannweite ber Flügel beträgt vielleicht zwei Zentimeter, er ist also wirklich nur ein winzig kleiner Schmetterling. Was er wohl auf meiner Hand suchen mag? Schmetterlinge lieben doch für gewöhnlich nicht die Nähe der Menschen. Aber er scheint zu wissen, daß ihm nichts geschieht. Er bewegt ein wenig die Fühler und betastet meine Haut dann eingehend mit seinem Säugrüssel. Es ist ein zierliches Ding, dieser Säugrüssel, kaum vorstellbar, daß er zur Nahrungsaufnahme dient. Und wenn schon: auf meiner Hand läßt sich sicher keine Nahrung entdecken, die einem Schmetterling angemessen ist. Deshalb hebe ich die Hand ein wenig, um ihn zum Hochklettern zu ermuntern. Richtig, er geht daraus ein und steigt langsam erst auf dem Handrücken, dann auf dem Mittelfinger empor. Oben breitet er bie Flügel, es sieht ganz nach einem Start aus, aber plötzlich scheint er sich zu besinnen unb klettert ohne Hast roieber zum Handrücken her- unb ben Reichsfestspielen in Heibelberg hin, ben einzigen vom Reiche getragenen Freilichtspielen. Hier entspringe auch bie Forderung, Dichtung, Darstellung unb Teilnahme breitester Schichten bes Volkes in einer Gemeinschaft großen Erlebens zusam- menzuschroeißen. Dr. Ne in haus teilte mit, baß er sich im Einvernehmen mit ber Reichsschrifttums- fammer entschlossen habe, ben im vorigen Jahr geschaffenen Dichterpreis ber Stabt Heidelberg in eine Stiftung mit einem Jahresbetrag von 4000 RM. umzuroandeln. Dieser Betrag solle dem Verfasser solcher dramatischen Dichtungen zufließen, die sich für die Aufführung in den Reichsfestspielen eigneten. An den Schirmherrn der Reichsfestspiele, Reichsminister Dr. Goebbels, sei am Tage der Eröffnung ein Grußtelegramm gesandt worden. Die Ouvertüre zu „Coriolan" von Beethoven leitete über zu Heinrich von Kleists Lustspiel „A m p h i t r y o n", das unter der Spielleitung von Hans Schweikart, München (Künstlerischer Beirat Traugott Müller, Musik Leo Spieß) in Szene ging. Die Aufführung — erstmals in der deutschen Theatergeschichte unter freiem Himmel — wurde mit großem Beifall ausgenommen. L. „Suchet, so werdet ihr finden .. Dor genau 125 Jahren erschien in einem Leipziger Blatt die erste Heiratsanzeige. Sie hatte folgenden Wortlaut: „Vier honette, sehr schöne 18- bis 24jährige Mädchen guter Erziehung vom Lande, wovon jede sogleich 3000 Gulden Heiratsgut erhält, wünschen in einer größeren Stadt durch Heirat bald eine Versorgung zu finden. Sie schmeicheln sich, gute Hauswirtinnen zu werden, jeder Wirtschaft gewachsen und nur wegen Abgelegenheit ihres Vaterorts von anständigen Heiratslustigen ungesucht zu sein, denn sie sehen mehr auf Rechtschaffenheit und Geschicklichkeit als auf Vermögen. Um das Nähere können nicht nur 40 Jahre alte und mit keinem leiblichen Gebrechen behaftete Subjekte sich schriftlich erkundigen mit der Aufschrift „Suchet, so werdet ihr finden". Abzugeben im Derlagskontor. Daß habet strengstes Stillschweigen gewahrt wird, versteht sich von selbsten." Diese Anzeige erregte großes Aufsehen unter den «Bürgern, und die Mehrzahl der Leser verurteilte derartige Anzeigen als „unschicklich". Jedoch liefen beim Verlag ber Zeitung zwanzig Briefe ein, in benen sich „Die Heiratslustigen zehnmal sorgfältiger unb eingehenber beschrieben als bie Spitzbuben im Steckbrief." Leiber sagt bie Ueberlieferung nichts barüber, ob bie vier wagemutigen Jungfrauen diej paffenben „Subjekte" gefunben haben... Die Ocutfche Arbeitsfront 0,9.=Gememf(hafL,fir , i HL einer, dem plötzlich — kaum einige Schritte weg erkehr — wieder einmal das vom brandenden Verkehr Polizei warnt Verkehrssünder! schreiten g< nur den Z< leie Due en, daß er ein vorder 3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) und- Klienten £ Wie ‘flgen voi dimimn ti)üler ur ,®gnis i 1 öer N ®en ibeai wo es nottut, energisch gegen Verkehrssünder ein* zuschreiten. Vom Kommando der Schutzpolizei liegt uns nun eine Statistik über das polizeiliche Einsegen Verkehrssünder vor. Sie umfaßt eigentlichen Urheber des Streits waren, wurden sie in der Hauptoerhandlung nur zu Geldstrafen verurteilt. Die Angeklagte S. wurde zu einer Gelüstrafe non 20.— R M. und der Angeklagte R. zu einer solchen von 3 5.— R M. verurteilt. Den beleidigten Wehrmachtsangehörigen wurde die Publikationsbefugnis des Urteils zugesprochen. Die Angeklagte R. mußte freigesprochen werden. Nachdem die Verkehrserziehungs- und Lärmbekämpfungswoche, die eine Woche der freundlichen Ermahnungen war, vorüber ist, muß sich nunmehr die Polizei dazu entschließen, hin und wieder und Geschichte aussehen, muß doch auch viel liujer 5>c> per zwc Ijiig übe IW ges Ifaner, it Mswiese rintid ^.tsteiger Wald ii | QDer Zd. Mergele Susannes Tochter. Roman von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin 35. UHL Seltersweg Nr. 67 adiO Telephon Nr. 3170 eparaturen l897D Wünsch weiß es, und Lyk leugnet es nicht ab. «o sind sie, über das Geschäftliche hinweg, mensch- hd) einander langsam nähergekommen, und wenn ei.*V ‘9Pw männliche Scham und Keuschheit sie md)! davon abhielte, würden sie wahrscheinlich von- emanber sagen, daß sie Freunde sind. too aber sind sie nur „Bekannte". W, öer äldtere, denkt gerade über diesen Punkt nadj, darüber, ob es angezeigt sei, einem Bekann- en gegenüber Dinge zu erwähnen, die so weit zuruckliegen und ihm — hol's der Teufel, aber es ift so — so nahegehen. Zeitraum von vier Tagen, und zwar die Zeit vom 12. bis zum 15. Juli. Aus dieser Statistik geht hervor, daß gegen Führer von Fuhrwerken 11 Belehrungen und Verwarnungen ausgesprochen werden mußten. Von Anzeigen konnte abgesehen werden. Das undisziplinierte Verhalten vieler Radfahrer kommt in 189 Verwarnungen und Belehrungen zum Ausdruck. Hier ging es nicht ohne Anzeigen ab. Drei Radfahrer wurden zur Anzeige gebracht. Gegen Führer von Kraftfahrzeugen wurde in 192 Fällen verwarnend und belehrend eingeschritten. In 21 Fällen mußte dabei zur Anzeige geschritten werden. Daß auch die Polizei für die Gegenwart und für die Zukunft ein Auge auf das Verhalten des Fußgängers auf Straßen uno Plätzen hat, beweist die Tatsache, daß in 563 Fällen Verwarnungen und Belehrungen erteilt werden mußten. Von Anzeigen tonnte abgesehen werden. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, erneut darauf hinzuweisen, daß geschlossene Verbände • V°lkst( Mehbebll Sind In v !U Huyo Ber vorbildliche Arbeiterlager an derReichsanlobahv MoliöreS „Tartüff^ im Arbeitslager Winnerod. Amtsgericht Gießen Die Angeklagten R., S. und R., sämtlich aus Gießen, hatten sich wegen Beleidigung und wegen groben Unfugs vor dem Amtsrichter zu verantworten. Sie hatten sich in der Nacht vom 28. auf 29. März 1937 an einer Schlägerei vor einer Wirtschaft auf dem Kreuzplatz beteiligt und dabei beleidigende Aeußerungen gegen Wehrmachtsangehörige gebraucht. Da die Angeklagten nicht die Mehr und mehr hat es sich erwiesen, daß es nicht im Interesse der Reichsautobahn und nicht im Interesse der an der Autobahn beschäftigten Volksgenossen liegt, wenn diese auf langen Anfahrten em, zwei oder mehr Stunden unterwegs jein müssen, bis sie überhaupt erst einmal zur Arbeitsstätte gelangen. Man entschloß sich deshalb schon vor langer Zeit dazu, Arbeiterlager zu schaffen, die diesem Uebelstand gründlich und in glücklicher Weise abhelfen. Alle Probleme, die mit solchen Arbeiter- logern verbunden sein konnten und verbunden waren, sind gelöst. Ueberall in den Lagern sieht man zufriedene Gesichter! M aU6j as dein ! ftrien an. fcDrbß MM »eite Kind Dien, ber Eigen 501 n]ub im tSibern au ckgenv der I 't- Daul L üufgal L Jeoölk L der i Kiienau, ffijjaabe zu gi biejem m übei jx-n Ausll vd - r 8-inpslasle |H.Toen iir IW die Ote dem im. Es Iwmigi Ml wird uufjr noi NSG. Die Dorstudienausbildung, die auf Wunsch des Reichsstudentenführers Dr. Scheel weitergeführt wenden soll, verfolgt den Zweck, geeigneten Arbeiter- und Bauernsöhnen die akademische Ausbildung zu verschaffen. Diese Vorstudienausbildung soll in Zukunft „Horst-Wessel-Studium" heißen. Die Personalämter der Partei und der DAF., der Reichsjugendführung und des Reichsarbeitsdienstes benennen der Reichsstudentenführung geeignete Bewerber im Alter von 17 bis 22 Jahren. Jrn Annahmefalle werden sie in einem eineinhalbjährigen Kursus für das Studium an einer Hochschule bereitet. .''Ze Troßstadtkind. " sagt der Ar§t, und dann ■3 voll Mitleid: „Wie alt sind Sie eigentlich. Mit zweiundzwanzig kann man doch noch gar keine Bedenken habens" Sabine lächelt ernst. ♦ ©ie sitzen sich gegenüber, und der Rauch ihrer 3igQrren vereinigt sich über ihren Köpfen zu einer öunnen graublauen Wolke. m's ’Tj Sachlagen. Draußen cor dem Fenster steht dunkel und nachtstill das Geäst öer Tlergartenbaume. Manchmal gleitet mit leisem Surren em Auto vorbei. 1 Aus dem Teppich neben Lyks Sessel sieben schon brei geleerte Rotweinflaschen, und jetzt stellt Lyk die vierte daneben. J Rechtsanwalt Wünsch verfolgt aufmerksam Lyks Bewegungen wie er die vierte Flasche neben die anberen baut, und wie er nun schnell aufsteht um eine neue zu holen und au öffnen & bat wieder einmal feinen schlimmen Tag, stellt Wunsch fest und lächelt verstohlen. Er kann wieder einmal nicht ins Bett finden. Inzwischen hat Lyk eingeschenkt und sich wieder in seinen Sessel fallen lassen: er greift das Gespräch mieöer auf, das sie vor einer Weile abgebrochen haben: ,Furz und gut, heute hat sie unterschrieben llnö Wünsch wagt die Grenzen, die einem jüngeren Bekannten gezogen sind, nicht zu überschreiten; denn sonst würde er jetzt die Frage stellen, auf die Lyk wartet, die Frage nach jener Vorgeschichte, und nach dieser Frau, die Susanne heißt. Conrad Wünsch fragt nicht. Aber Lnk fühlt bereits, daß er auch ohne Frage reden wird. Er muß. Seine Zeit ist wieder einmal da. Er wartet eine Weile und dreht sein Rotwein- glas zwischen den Fingern. Auch Wünsch wartet und macht sich indes zu schaffen, indem er einen kräftigen Schluck Wein nimmt und ihn so bedächtig durch die Kehle rinnen läßt, als sei es der erste an diesem Abend. Umgebungen seien unzulässig. Deshalb sind die zuständigen Behörden zu veranlassen, daß in diesem Jahre in ber Zeit vom 28. November bis zum 25. Dezember nur der 12. und 19. Dezember als Verkaufssonntage freigegeben werden, die Freigabe weiterer Sonntage in diesem Zeitraum bleibt der Zustimmung des Reichsarbeitsministers Vorbehalten. Ferner wird empfohlen, die Dauer und Lage der Verkaufsstunden in benachbarten Orten und Bezirken, in denen eine Abwanderung der Käufer eintreten kann, möglichst einheitlich zu regeln, um einer unerwünschten ^Verschiebung der Wettbewerbsverhältnisse oorzubeugen. ♦ NSG. Aufnahmeanträge nur an den Ortsgrupvenleiter. Don einzelnen Volksgenossen werben immer wieder Anfragen betreffs Aufnahme in die Partei direkt bei Der Reichsleitung ober bet ber Gauleitung gestellt. Es wird Wegen verkehrswidrigem Verhalten waren die Angeklagten D. aus Caldern und F. aus Kinzenbach durch Strafbefehl in eine Geldstrafe von je 10.— RM. genommen worden. Auf ihren Einspruch hin, wurde in ber Hauptverhanblung festgestellt, daß sie als Fußgänger beim Ueberqueren ber Fahrbahn nicht bie notroenbige und erforderliche Sorgfalt anwanden und dadurch einen die Fahrbahn benutzenden Radfahrer zu Fall brachten. Das Gericht hob den gegen die Angeklagten erlassenen Strafbefehl auf und verurteilte sie zu einer Geldstrafe von je 15.— RM. Außerdem haben die An- geklagten die Kosten des Verfahrens zu tragen. der Wehrmacht, der Polizei, der NSDAP, sowie der Untergliederungen, Leichenzüge und Prozessionen nur durch Fahrzeuge im Feuerwehrdienst unterbrochen oder sonst in ihrer Bewegung gehemmt werden dürfen. Zu erwähnen ist ferner, daß den Fahrzeugen der Feuerwehr unbedingt ber Weg frei gemacht werben muß unb nicht, wie es am vergangenen Samstag zum Beispiel ber Fall war, Langholzfuhrwerke und viele parkende Wagen in einer Straße (Neuenweg) die Fahrzeuge der Feuerwehr aufhalten. Bier Tote, 52 Verletzte... Wie sehr notwendig es ist, daß jedermann in den Straßen unserer Stadt äußerste Verkehrs- disziplin hält, beweist erneut die Zusammenstellung der Polizei über Unfälle, die sich im zweiten Kalendervierteljahr 1937, in der Zeit vom 1. April bis Zum 30. Juni, ereigneten. Es waren nicht weniger denn 76 Verkehrsunfälle zu verzeichnen. Zusammenstöße von Fahrzeugen ereigneten sich 59, an anderen Unfällen waren 17 zu zählen. Insgesamt gab es dabei das traurige Ergebnis festzustel- len, daß diesen Unfällen v i er Menschenleben 3u m Opfer fielen unb 52 Personen verletzt wurden. Diese Zahlen reden eine deutliche Sprache unb es wirb niemand sagen dürfen, daß er diese Sprache nicht verstünde. Große Strafkammer Gießen. . Dor der Großen Strafkammer hatte sich gestern die G. B. aus Münzenberg und die E. B aus Frankfurt a. M. wegen Abtreibung und Beihilfe 3ur Abtreibung zu verantworten. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Die Angeklagte G. B. wurde zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten und die Angeklagte E. B. zu einer solchen von 6 Monaten verurteilt. Auf die erkannte Strafe wurden der Angeklagten G. B. drei Monate unb der Angeklagten E. B. 2 Monate der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet. Außerdem wurde der Angeklagten G. B., mit Rücksicht auf ihre Jugend, ein bedingter Strafaufschub von Oie Ausnahmesonntage vor Weihnachten 1937. Fwd. Der Reichs- und Preußische Arbeitsminister hat in einem Erlaß vorn 6. Juli 1937 die Zahl ber in biesern Jahr frehugebenben Ausnahmesonn- tage vor Weihnachten für bas ganze Reich einheitlich festgelegt. Entsprechend der schon seit mehreren Jahren burchgesührten Regelung werben auch diesmal bie zwischen dem 8. und 24. Dezember liegen- den Sonntage, also der 12. unb 19. Dezember frei- gegeben. Der Reichsarbeitsminister weist barouf hin, daß im vergangenen Jahr in einzelnen Fällen als Ersatz für den ersten Sonntag im Dezember der letzte Sonntag im November freigegeben wurde. Derartige daher nochmals barauf aufmerksam gemacht, daß für bie Aufnahme in bie Partei einzig und allein Die im Wohnbereich liegende Ortsgruppe ber NSDAP, zustänbig ist, bie auch über bie einschlägigen Bestimmungen Auskunft gibt. Gesuche, die an Die Reichs- ober Gauleitung übermittelt werden, sind daher vollkommen zwecklos. ** Goldene Hochzeit. Der Schneidermeister i. R. Heinrich Sjjos und seine Ehefrau Elisabeth, geb. Sippel, Sicher Straße 31 p., feiern am morgigen Donnerstag, 22. Juli, in körperlicher unb geistiger Frische im Alter von 74 Jahren bas Fest ber goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar zählt seit 50 Jahren zu den freuen Lesern des Gießener Anzeigers. ** Schweinerotlauf. In dem Schweinebestand des Agrikulturchemischen Instituts in Gießen, Braugasse 7, ist Schweineratlauf festgestellt worden. Gehöftsperre ift angeordnet. Sodann hafte sich der F. L. aus Marburg wegen Betrugs zu verantworten. In ganz unverschämter Weise hatte er durch Vorspiegelung falscher Tatsachen verschiedene Personen veranlaßt, ihm u. a. eine Dammuhr und 23.— RM zu geben. Weiter- hin erreichte er durch falsche Angabe * " Darlehen von 5.— RM. erhielt, da Wunder des Lebens aufgegangen ist... H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast (Seltersweg): „Land der Liebe". — Bekenntnisgemeinde Gießen: 20.15 Uhr, Johan- nessaal. Darlehen von 5.— RM. erhielt, das er aber nur teilweise zurückzahlte. Wegen dieser Betrügereien verurteilte ihn das Gericht unter Kostenbelastung zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 4 Monaten und 2 Wochen. Dann rutscht Lyk tiefer in den Sessel hinein und greift nach ber Gardinenschnur, die dicht neben ihm hängt und beren Knopf er nun währenb bes Sprechens langsam auf unb ab gleiten läßt. „Das war nämlich so", setzt er halblaut an, ,Haß ich — ich sagte Ihnen ja schon: bie Mutter bieser Sabine Lorenz, Susanne Schönherr, war meine Jugendliebe. Aber was heißt schon Jugendliebe — manche haben mehr als ein gutes Dutzend von der Sorte gehabt. Ich hafte aber nur diese eine, unb Zwar von meinem vierzehnten Jahr an bis zu meinem fünfunbAwanzigsfen. Das will etwas heißen, ni der Singe« • NM. oen Moorigen Irteils zuge« reigesprochen Büruaereiri ijtenbelaftuns . rase oon sche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten: 14.10: Dem Opernfreund. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Für unsere Kinder. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Valentiniade. Zwerchfellgymnastik bei Münchens größtem Uroiech. 20: Tausend Notenköpfchen tanzen. 21: Nachrichten. 21.15: Es scheinen die Sterne so hell ... Romantische Musik. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Volksund Unterhaltungsmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert. Brieflasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) L. Fr. in Gießen. Der „Maximilian-Taler" dürfte einen Wert von 5 Mark haben. e E. I. aus und löeihilsi Verhandle eit statt. Ne Landkreis Gießen. £ Wiefeck, 21. Juli. Bei den in den letzten Tagen vor den Ferien durchgeführten Frei- f» wimmerprüfungen erwarben sich 16 Syüler und 9 Schülerinnen das Freischrmmmer- zeLgnis über 30 Minuten ununterbrochenes illlllllllllllllllllllllllllll ZweSSBekümpMngoei Schwarzarbeit rönnen Arbeits-Ang«, bote von Hondwerlern nur mit Namensnen nung n. unter Borlage desGewerbenachwelj« ausgenommen werden Verlag »e-StebenerÄnzetgerk UUIIIIIIIIIIIIIIHHIIIIIIII 2 Monaten verurteilt. ÜunOfunfprogramm. Donnerstag, 22. Juli. Hier abschneiden! 4 Versteigerung. Freitag, den 23.Juli 1937, ISUhr, werden auf dem Lagerplatz Stem- straße 9 bestimmt versteigert: 1 Schreibtisch (Sekretär) 1 Flurgarderobe 2 Zweispänner-Kastenwagen. fr Ne. ■SS ÄS g-ff«! * Ä SH Beifall | J Theater, Kruiveia d °h« iieter etr* M d-m °r?L n |o dei-chd es her «# [ei hinein wj 4t neben » -Äde-SM laut HL nj ■ • ’ 3a * , Ä* tri«“'! :4s d°- ir en. "Mich M, unh wegtn zu Detail ?°m 28. aus \ Dot einer 1 und dabei ^nuchtsanae- !n nicht die ren bemessen ist. Die Kündigung kann während des ganzen Tages erfolgen und ist, wenn nichts anderes vereinbart ist, an keine Form gebunden i es kann also mündlich und schriftlich gekündigt werden. Ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist (fristlose Entlassung) kann gekündigt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, stehe Entlastung,Dienstvertrag, Krankheit. — Für die Kündigung von Mietverträgen gelten in Ermangelung von besonderen Vereinbarungen die gleichen Kündigungsfristen wie beim Dienstvertrag. Der Mieter kann ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn die Wohnung in einem die Gesundheit erheblich gefährdenden Zustand sich befindet (feucht, mit Ungeziefer behaftet ist), auch wenn der Mieter diese Beschaffenheit beim Abschluß des Mietvertrages kannte (s. a. Fehler). Beamte, die versetzt werden, können unter Einhaltung der gesetzlichen Frist auch dann kündigen, wenn eine längere Kündigungsfrist vereinbart ist (s. a. Untermieter). Dasselbe gilt, wenn der Mieter gestorben ist. für die Erben. Kündigen muß regelmäßig der Ehemann. Der Vermieter kann fristlos kündigen wenn der Mieter oder seine Hausgenosten einen vertragswidrigen Gebrauch von der Wohnung machen, insbesondere die Wohnung vertragswidrig untervermieten oder ste derart vernachlässigen, daß erhebliche Schäden entstehen können. Die fristlose Kündigung waren bii aus Kinzen« träfe von je en Einbruch 3 sestgesteL, en der Fahr« erliche Sorgte Fahrbahn en. Das ®e- n erlassenen einer M- iben die Aull tragen, irbura rnegen inverschäick' falscher fr igm v- en. Ws . BORRMÄNN5: Gießen, Neustadt 5 Ruf 4105 Kunstharz — bas neue Geschirr. Es hat eine überaus hohe Festigkeit. Nickt nur für das Wochenende und Wandern eignet sich dieses neue Geschirr, sondern auch für den Haushalt. Teller, Tassen, Brotkörbe, Untersetzer, Eierbecher, Löffel und vieles andere gibt es davon in prachtvollen Farben. 3. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. Volkstümliche Naturwissenschaft In rdchbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlaes- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfaltt- gen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte and auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher Hugo BermQhler Verlag • Berlin-Lichterfelde Lastwagen 2,5 Tonnen i. allerbestem Zustande, so- sofort z. Taxwert abzugeben. 03626 A. Kircher Bleichftr. 15. iran.-Dauerbrandofen sehr preiswert zu verkaufen. o3«35 Franft. Str. 13 (Kindergarten). Schwimmen. Weitere 12 Schüler und 4 Schülerinnen schwammen 15 Minuten. Im ganzen find jetzt 57 Freischwimmer, darunter 14 Mädchen, an unserer Schule. Seit Beginn des Schwimmunterrichts im Jahre 1931 konnten bis jetzt 13 9 F r e i - schwimme rzeugnisse ausgegeben werden. * Klein-Linden, 19. Juli. Don strahlendem Sonnenschein begünstigt, unternahm die Evangelische Frauenhilfe in zwei Autobussen einen Ausflug in den Vogelsberg. Die Fahrt führte zunächst über Lich zum schönen Laubach. Unter sachkundiger Führung wurde den schönsten Punkten der Stadt und ihrer reizvollen Umgebung ein Besuch abgestattet. Der Aufstieg auf den nahe der Stadt gelegenen Ramsberg lohnte ein wunder- barer Ausblick. Geschloffen wohnten dann sämtliche Teilnehmer dem Gottesdienst in der Stadtkirche bei. lieber Schotten, dessen alte Kirche besichtigt wurde, führte die Fahrt zur Rennstrecke hinauf zum Hohe- rodskopf. Eine machtvolle Fernsicht bot sich den Besuchern dar. Am Nachmittag wurde Ulrichstein und sein trotziger .Schloßberg aufgesucht. Gegen Abend kehrten die Teilnehmer noch in Groß-Eichen, dem früheren Wirkungsort des derzeitigen Vereinsführers, Pfarrer König, ein. In der kleinen, schönen Dorfkirche fand noch eine kurze Andacht statt, dann wurde die Heimreise angetreten. Den Teilnehmern wird die schön verlaufene Fahrt unvergeßlich bleiben. □ Allendorf (Lah n), 19. Juli. Bei der Familie Dönges wurde dieser Tage in deren Abwesenheit ein Einbruch verübt. Am Abend nach der Heimkehr bemerkte man an dem Sachschaden, den die Diebe in Hof und Stallungen angerichtet hatten, den unliebsamen Besuch. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf. ! Großen-Linden, 18.Juli. Nachdem vor einigen Wochen eine außerordentliche Wanderung des Zweigvereins „Hüttenberg" des D H C. die Mitglieder rund um den Dünsberg geführt hatte, wurden in dem heutigen Taqesausflug die Wälder westlich von Rodheim a. d. Bieber besucht. Vom Biebertal aus ging es über das Frauen- kreuz, die Schwedenschanze, den Himberg und die Grube Morgenstern zur „Dicken Eiche". An einer Quelle in einem Seitental wurde längere Rast gemacht. Der Rückweg führte über den Hof Bubenrod durch ein schönes, romantisches Seitentälcken zum Sckwalbenbachtal, von da über Atzbach nach Dutenhofen. Trotz des heißen Wetters verlief die Wanderung zur größten Zufriedenheit aller Teilnehmer, da fast alle Wege durch herrliche, Schatten spendende Wälder führten. □ Großen-Linden, 19. Juli. Der Spar» und Vorschußverein Großen-Linden hielt feine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, H. Feller, gab den Geschäftsbericht bekannt, dem folgendes zu entnehmen ist. Die Geschäftsentwicklung der Kasse sei in allen Tei- Kindertransport nach Bad Orb. Heute vormittag, gegen 8.30 Uhr, ging der zweite Andertransport des Städtischen Jugendamtes nach jib Orb ab. 20 Kinder aus der Stadt Gießen, bi> durch den Schularzt im Auftrag des 3ugenb= antes ausgesucht würben, unb weitere 10 Kmber ans bem Kreise Gießen, traten die Reise in ihre sterien an. In einem sechswöchigen Aufenthalt in Bauer, Spieren. 6 H Q Die Edelweiß- ■ Nähmaschine ist tadellos an- gekommen. Es ist kaum glaubbar, für diesen niedrigen Preis eine solche gute und schone Nähmaschine zu erhalten. Hauptwachtmstr. Breier. 5. 10. 1935. Hindenburg. Ober '/, Million Edelweißräder haben wir schon seit 40 Jahren überallhin versandt Katalog kostenlos. EdelweifpDecker ?mb Deutsch • Wartenberg Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Zcühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Uberkonzert. 9.30: Hausfrau, hör zu! 11.45: Deut» Jahren gewährt: der gegen sie erlassene Hast- l-fehl wurde aufgehoben. Sodann hatte sich ebenfalls unter Ausschluß ber tsffentlichkeit, ber bereits wegen begleichen Delikte js Strafhaft befinbliche R. B. und ber F. E., beide Lis Gießen, wegen widernatürlicher Unzucht zu verantworten. Die beiden Angeklagten wurden we- g-n fortgesetzten Vergehens gegen § 175 StrGB. Gefängnisstrafen, und zwar R. B. zu 1 I a h r J»b 2 Monaten und Fr. E. zu einer solchen fen durchweg befriedigend gewesen. Die Spareinlagen haben sich um 12,50 v. H. von 160 000 Mark Ende 1935 auf 180 000 Mark Ende 1936 erhöht. Don den ausgeliehenen Geldern einschließlich der Aufwertungsaußenstände sind größere Beträge zurückgezahlt worben. Soweit bie Gelber aus Darlehensüberschüssen unb aus bem Zuwachs oon Spareinlagen nicht roieber ausgeliehen werden konnten, wurden sie bem Reich burch Zeichnung von Schatzanweisungen zur Verfügung gestellt. Der Wertpapierumsatz hat sich um 20 000 Mark erhöht. Es ist bie Beobachtung gemacht worben, daß ein Teil der Schuldner, deren Verpflichtungen durch Entschuldungsoerfahren geregelt worden sind, ihren erleichterten Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Zinsückstände sind in erfreulicher Weise im Absinken begriffen. I Leihgestern, 18. Juli. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt bei Kamerad Karl Dem eine Versammlung ab in der Organisa- tions. unb Ausbaufragen ber Wehr besprochen würben. Den neften Richtlinien entsprechet würben bie Kameraben Otto B e n b e r, Georg Krick, Wilhelm Volk unb Wilhelm Will zu Löschmeistern ernannt. Ferner wurden zu Oberfeuerwehrmännern ernannt: Richard Arnold, Georg Dietz, Karl Faber, August L u h, Wilhelm Martini, Karl Schäfer, Wilhelm W a l d- s ch m i b t unb Karl W i s s i g. Die weitere Aussprache galt ber Entwicklung ber Wehr. Es soll eine tatkräftige Werbung zum Beitritt unter ben noch fernstehenben jungen Leuten erfolgen. Die Wehr wirb sich in stattlicher Anzahl am Verbanbsfest in Nieder-Bessingen beteiligen. Nach Erlebigung ber Tagesorbnung würbe die Versammlung in ber üblichen Weise geschlossen — Beim Turnen stürzte ber 17jäbrige Walter Schäfer so unglücklich, baß er ein Bein brach. Der bebauernsroerte junge Mann mußte in bie Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werben. s. Lang-Gons, 20. Juli. Am 22. Juli kann unsere älteste Einwohnerin, Frau Anna Müller, Wwe., Amthausstraße, ihren 86. Geburtstag in körperlicher unb geistiger Rüstigkeit feiern. Der älteste männliche Einwohner, Heinrich Kiefer, vollendete am 4. Februar d. I. fein 92. Lebensjahr. — Unser diesjähriges M i f f i o n s- fest wird am nächsten Sonntag, 25.Juli, gefeiert werden. Missionar Ruff und Pfarrer Veidt (Frankfurt a. M.) werden sprechen. T Heuchelheim, 20. Juli. Am Sonntag führte der VHC. Heuchelheim eine Autofahrt durchs Hinterland zum Ederkopf durch. Sehr früh, bei dichtem Nebel, ber balb herrlichem Sonnenschein weichen mußte, ging die Fahrt im Postauto, am Dünsberg vorbei, zum ersten Ziele nach ©laben» bad) im Salzböbetal, um bie romantische Glaben» bacher Schweiz kennen zu lernen. Die Fahrt ping bann über bie Wasserscheide hinweg nach Biedenkopf im Lahntal. Dem immer enger werdenden Tale aufwärts folgend, wurde in Feudingen halt gemacht. Von hier aus erfolgte eine lohnende Wanderung durch das Jlsetal, dessen Weg für Kraftfahrzeuge gesperrt ist, über Heiligenborn, einem Dorfe aus drei Häusern bestehend, nach der Lahnguelle. Daß die außerhalb des Försterhauses nunmehr ber Lahn zugewiesene Quelle kein Wasser hatte, muß an ber heißen Witterung gelegen sein, ober — baß bie Natur sich nichts aufzwingen läßt. Vom Eberkopf aus würbe roieber bas Auto benutzt, bas, nach einem längeren Aufenthalt in Dillenburg, bie Teil- nehrner über Herborn, Wetzlar zum Heimatorte brachte. > Beuern, 20. Juli. Die hiesige Milch genas s e n s ch a f t hielt ihre Generalversammlung ab. Der Vorsihenbe bes Aufsichtsrates, Lubwig Stein, gebachte zunächst der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder und erstattete bann ben Geschäftsbericht, ber eine außerordentlich günstige Entwicklung verzeichnete. Die Genossenschaft zählt gegenwärtig 120 Mitglieder. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden insgesamt 295 208 Liter Milch kann aber nur nach erfolgloser vorheriger Abmahnung erfolgen. Ein fristloses Kündigungsrecht steht dem Vermieter auch zu, wenn der Mieter mit zwei aufeinanderfolgenden Mietzinszahlungen ganz oder teilweise im Rückstand ist (sieheMietvertrag). Wegen der Kündigung oon Darlehen siehe dort. Künstliche Atmung. Wiederbelebungsversuche an Scheintoten. Die Methode besteht darin, daß bei entblößtem Oberkörper der Brustkorb in regelmäßigem Rhythmus den natürlichen Atembewegungen entsprechend zusammengedrückt und ausgedehnt wird. Man geht am besten so vor, daß man zu Häupten des flach gelagerten Patienten kniet, seine beiden Arme 16- bis 20mal in der Minute über ben Kopf hebt und rasch und kräftig herab, drückt, so daß beide Ellenbogen gegen den unteren Rippenrand des Vewußlosen gepreßt werben. Oder man legt die Arme bes Patienten verschränkt unter seinen Kopf, drückt mit aller Kraft den Brustkorb zusammen und läßt ihn plötzlich losschnellen. Man laste sich durch einen anfänglichen Mißerfolg nicht entmutigen, da oft erst sehr lange fortgesetzte künstliche Atmung zum Ziele führen kann. Dauer bis 2 Stunden. Künstliche Ernährung. Wird bet Leuten durchgeführt, die nicht imstande sind durch den Mund und weiter Magen, Darm, Nahrung aufzunehmen. Die Nah- rungsstosse werden unter Um- MeineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von laufenben beachtet und aelei-u | Kaufgesuche - Gebrauchter ?Zersonenwagen (eine b. mittlere Größe zu kaufen gesucht. Schrift!. Eilangebote mit Preis unt. 03634 an d. Gieß. Anz. ■teilt. Aus dien G. 2. drei ! Monate d-k mit RuckD einem W übe#* eilen, auf W g-jchicht-. angeliefert. Jrn Dorfe verblieben 18 690 Liter Milch. Gegenüber dem Vorjahre wurde eine Steigerung ber Milcherzeugung um 70 000 Liter festge- stellt. Der burchschnittliche Fettgehalt betrug 3,7 v. H., an Magermilch würben von der Molkerei 192 500 Liter zurückgeliefert. An Butter gehen monatlich etwa 5 Zentner ins Dorf zurück. Der Gelbbetrag für bie angelieferte Milch betrug 36 604 Mark: bas bedeutet 12 000 Mark mehr als im Vorjahre. Der Gewinn wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach der Rechner Schwalb über ben Fettgehalt ber Milch unb über bie Ursache ber häufig zu Reklamationen führenben Schwankungen. Aus ver- schiebene Fragen aus ber Versammlung gab ber Direktor aufklärenbe Antwort. gfs. Saasen, 18. Juli. Am Mittwoch fanb hier ein Kurzlehrgang über Beerenentsaftung und Süß- moftbereitung statt. Trotz des Unwetters kamen Fräulein Harter unb Fräulein Richter aus Gießen, um ben Kursus durchzuführen, ber in ber Wohnung ber Frauenschaftsleiterin Frau Döring stattfand. Nach ber praktischen Vorführung, der alle Frauen mit reger Aufmerksamkeit folgten, wurden noch eine Reihe von Fragen über Einkochen gestellt, die gern und ausführlich beantwortet wurden. I Ettingshausen, 20. Juli. Heute fanden auf dem Ettingshäuser Sportplatz bei yeißem Wetter die diesjährigen Sommerkampfspiele ber Schulen Ettingshausen, Queckborn unb Hattenrod statt. Die Kampfergebnisse waren fol- genbe: Die Knaben von Queckborn siegten über bie von Hattenrob mit 10:1, während Ettingshausen im Kampf mit Queckborn 15:1 und gegen Hattenrod mit 20:0 Punkten erfolgreich war. Somit hat sich bie Ettingshäuser Schülermannschaft für bie am 21. Juli ftattfinbenben Bezirksmeisterschaftskämpfe in Grünberg qualifiziert. Auch bie Ettingshäuser Mädchen siegten im Spiel gegen bie Hattenrober 13:1 unb nehmen an den Bezirksmeisterschaftskämpfen teil. ch Lauter, 18. Juli. Gegenwärtig wird in den hiesigen Waldungen, bie zur Försterei Weickartshain gehören, Grassamen geschnitten. Käufer ist ein auswärtiger Hänbler. Durch bas Grassamen- schneiben ist einer Anzahl hiesiger Mäbchen eine gute Verbienstmöglichkeit gegeben. — Gestern morgen zog bie hiesige Volksschulklasse hinaus in ben Walb, um Himbeeren zu sammeln. Gegen Mittag kehrten sie roieber zurück. Ihre Mühe war reichlich belohnt worben. Als man bie gesammelten Beeren auf bie Waage stellte, konnte man feststellen, daß man einen halben Zentner Himbeeren gesammelt hatte. Die Beeren würben der N S. - F r a u e n s ch a f t übergeben, bie sie zu Gelee verarbeitest wirb. Durch bas Sammeln haben bie Schulkinber mit bazu beigetragen, daß die Beeren nicht im Walde hängenblieben unb bort verdarben. Sie können vielmehr jetzt einem edlen Zwecke zugeführt werben. - Lich, 19. Juli. Im Gemeindesaal fand die diesjährige Hauptversammlung des Alicefrauen- Vereins statt. Aus besonderen Gründen mußte sie später als sonst im Jahr gehalten werden. Die Vorsitzende, Fürstin Reinhard zu Solms- Hohensolms-Li ch, eröffnete die Versammlung und begrüßte die Erschienenen herzlich. Der Geschäftsführer des Vereins, Stiftsdechant Kahn, gab dann einen Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr. Ein am 6. März 1936 begonnener Kursus zur Ausbildung von Samariterinnen wurde unter der Leitung von Dr. Neunhöffer zu Ende geführt. Bei der Prüfung am 16. Mai verpflichteten sich 14 Frauen und Mädchen dem Roten Kreuz, so daß ber Verein heute über 29 Samariterinnen unb 2 Helferinnen verfügt. Die Hilfskräfte des Vereins wurden bei den beiden Roten-Kreuz» Tagen, bei der Ausbildung von Laienhelferinnen für den Luftschutz, sowie ben Luftschutzsanitätsdienst mit eingesetzt unb in regelmäßigen Uebungsabenben weiter ausgebildet. Für ben Sanitätsdienst in den großen Herbstmanövern wurde eine Samariterin '4- Daubringen, 18. Juli. Durch die wachsende Aufgaben, die aus ber ftänbigen Steigerung bir Bevölkerungszahl, aber auch durch die Lage ar ber Hauptverkehrsstraße von Gießen zur Shbenau, hat unsere Gemeinbe manche wichtige Aufgabe zu erfüllen. So wird zunächst unb noch in diesem Jahre die Orts zufahrt grünb- lich überholt. Das Arbeitsvorhaben erforbert einen Aufwanb von etwa 46 000 Mark: Die Straße «rd — mit Unterstützung bes Staates — mit Asinpflaster versehen. Es ist vorgesehen, die vielen Airven im Dorfe übersichtlicher zu gestalten. — Durch die Zuwanderung von Arbeitskameraden iwi-fte demnächst eine rege Bautätigkeit ein- tzen. Es sind bereits Bauanträge gestellt, die der ineijmigung harren. Der Anstieg der Einwohner- Dl wird ferner eine Steigerung der Trinkwasser- zlljuhr notwendig machen. Die Gemeinde plant, bie neue Quelle am Hirsch-Born nahe bem Heiberts- Puser Hof auszunutzen. Das Kulturbauamt gab von einer zweiten Möglichkeit Kenntnis. Die Entfchei- bung über bie zu treffenben Maßnahmen ist noch niht gefallen. Die Gemeinbe Daubringen plant ferner, in Gemeinschaft mit Mainzlar, an ben Fis- fusroiefen nahe ber Lumbabrücke eine Babe« einridjtung zu schaffen. Der zu erroartenben geiteigerten Bautätigkeit wegen hat bie Gemeinbe Salb in ben Ortsbebauungsplan aufgenommen. 5)ir Teil bes Walbes hinter ber Schule wurde fihbergelegt. Für die Schaffung des neuen -Z. - Heimes hat man auf der Hohe des Berges daß er er t in ber Nähe bes Sportplatzes unb des Waldes >r aber nm 1 einen idealen Platz gefunden. Und zum Einmachen... /2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 101,25 101,25 Mansfelder Bergbau....... .. 7 152 150,25 152 152,5 — — Metallgesellschast........... .. 6 158 157 158 157,5 5’/2% Rheinische Hyp. Liquidation Oren stein & Koppel........ .. O 114,75 114,5 Goldpfe..................... 101,5 101,5 101,5 101,5 Rheinische Braunkohle...... . 12 - - . 234,5 Steuergutschein-Verrechnungskurs 110,75 110,75 110,9 110,9 Rheinische Elektro.......... .. 6 132 132 • Rheinstahlwerke............ .. 6 157 157 157 156,65 A.G. für Verkehrswesen .... 6yt 129,5 129 129,9 129 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 135,9 135 135 134,5 Hamburg-Siidam. Dampfschiff. 0 Rütgerswerke ............. Salzdetfurth Kali.......... .. 7 152,25 — 152,65 152,5 Hamburg-Amerika Palet......0 18,9 18,75 19 18 9 .. 6 — 167 — 167 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 20,25 127.13 20 4 127,13 20,13 127,4 20 127,5 Schuckert & Go............. Schultheis Patzenhoser...... Siemens & Halske......... .. 7 .. 4 .. S 180 179 180 102,4 225,75 179,5 102,5 226,29 Reichsbank................. 12 Süddeutsche Zucker......... . 10 210 _ 215 215 214,75 215 Vereinigte Stahlwerke...... *7i 124,4 124,5 124,4 124.4 Berliner Handelsgesellschaft . 6% — — 133,5 133,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 61,4 60,25 60.9 6(L9 1?1,4 Commerz, und Prival-Ban! ... 5 114,9 115 114,9 115 Westeregeln Alkali.......... .. 4 123 122,75 123 Deutsche Diskonto............6 121,75 121,75 121,75 121,75 Zellstoff Waldhos.......... .. 6 163,4 163 162,75 163.5 Dresdner Bank..............4 105 105 105 105 Olavi Minen.............. 0,6 32,9 32,5 32,75 32,75 Devisenmarkt Berlin — 3ranffurl a. ZIL 19 Juli 20 Juli 19 Jul' 20 Juli Amtliche i Geir iotierunp ’-Bripi Amtliche Geld Notierung Brie Amtliche Gelt Notierung Brie AmUtche Gele 'Dotierung Wrie Buenos Aires............. 0,751 0,755 0,751 0,755 Japan.................... 0,718 0,720 0,718 0,120 Brüssel................... 41,89 41,97 41,87 41,95 Jugoslawien .............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio de Janeiro............ 0,166 0,168 0,166 0,168 Oslo.................... 62,17 62,29 62.24 62,36 Polen.................... 47,10 47,20 47,10 47,20 Wien..................... 48,95 49,05 48-95 49.05 Kopenhagen............... 55,23 55,35 55.29 55,41 Lissabon.................. 11,24 11 26 Danzig................... 47,10 47,20 47,10 47,20 Stockholm................ 63.76 London .................. 12,37 12,40 12,385 12,415 Schweiz.................. 56,99 57J1 56 99 57'n Helsingfors................ 5,475 5.485 5,48 5,49 Spanien.................. 16,98 17,02 16,98 17,02 Paris.................... 9,426 9,444 9,321 9,339 Prag..................... 8.65ß Holland.................. 137,10 137,38 137,23 137,51 Budapest................. Italien................... 13.09 13,11 13.09 13,11 Neuyork.................. 2,489 2.493 2.488 2.492 Mehr Freude au der Natur durch Bermühler-Bücher Kürbis______________________268 Supptlei gehung des natürlichen Aufnahmeweges durch Fisteln, durch den After und durch die Blutadern in geeigneter Zubereitung zugeführt. Kürbis, zu Speisezwecken angebaut, in der Behandlung gleich wie Gurke (siehe dort). Früchte dienen auch als Material bei Marmeladenbereitung. Zierkürbisse werden möglichst ausgereift abgenommen, bilden in Schalen hübschen Zimmerschmuck. Kürschner, Handwerker, derPelz- werk verarbeitet. Kunstbutter, deutsches Wort für Margarine. Kunsthonig, Honigersatz, der auf mancherlei Art hergestellt wird, meist unter Verwendung von Rübensirup. Der Geschmack wird durch aromatische Stoffe erzielt. Obwohl Kunsthonig nicht alle Eigenschaften des Honigs besitzt, hat er doch hohen Nährwert. Kunstleder, aus Lederabfällen oder Pflanzenfasern gepreßter Lederersatz, der für Eebrauchs- gegenstände nicht vorteilhaft ist. Kunstseide, meist aus gelöster Zellulose (Holzstoff) hergestellte Fäden, die einen guten Seidenersatz herstellen und zu allen seidenähnlichen Geweben verarbeitet werden können. Kunstseide knittert leichter als Seide. Kunststopfen, eine Art des Stopfens, die man meist bei besseren Geweben anwendet. Das Loch wird zunächst viereckig geschnitten, dann werden die Fäden (die verwendet werden sollen und die man vorher aus den Nähten oder aus einem Reservestück herausgezogen hat) gespannt. Zunächst werden dieLängsfäden und dann die Querfäden durchgezogen. Man schneidet den Faden aber jedesmal ab,führt ihn nicht weiter als beim Strümpfestopfen. Man läßt aber diese Arbeit am besten von einer Kunststopferin ausführen. Kupfer, weiches, rotes Metall, das bei Feuchtigkeit Grünspan ansetzt, wird zu Kochgeschirren verarbeitet und dann meist innen verzinnt. Kupfergeräte werden mit heißem Essig gereinigt und mit Leder poliert, oder mit einer Metallputzpomade. Gut reinigt auch Zuckersäure, die nur auf Eiftschein abgegeben wird. Speisen dürfen in Kupferkesseln nicht stehen bleiben. Kupferne Hochzeit, wird seltener gefeiert nach 12V21 ädriger Ehedauer. Kupseroergiftung (bei Konserven und ungewaschenen Weintrauben) zeigt sich heftiges Erbrechen grünlichen Wassers, starke Leibschmerzen blutige Entleerungen. ängstliches Atmen. Gegenmittel: Holzkohlenpuloer und Eiweißwasser, Arzt! Kupieren (von französisch couper — schneiden): eine Krankheit schon im Beginne unterdrücken oder durch geeignete Maßnahmen für abgekürzten Verlauf sorgen. Kuppelei. Wer gewohnheitsmäßig oder aus Eigennutz durch seine Vermittlung oder durch Nähe,sticke, stopfe mit der bestens bekannten Pfaff-Nähmaschjne IUI. IKIRA\IF1TS.„„ Aähe elektrisch, ee ist bequem - benutze die kleine sparsame Nählampe C,ILOIRIIA\IPA\ILA\ST Heute Mittwoch: Land der Liebe Regie: Reinhold Schänzel liehe Heiterkeit: Das ist ein Film, der Freude zu bereiten versteht 4837 A 4684 A Blendender Witz und blendende Ausstattung, eine blendende Besetzung und eine blendend gemeisterte Technik, und über all dem eine unbeschwerte und doch herz- Erstaufführung! Die köstliche Filmoperette Wird Ihr Brot schnell trocken? Gerade im Sommer vertrocknet das Brot rasch und setzt oft Schimmel an In einem gut schließenden Brotkasten kann das nicht passieren. Ein solcher Brotkasten und auch die praktische Brotschneidemaschine dazu gibt es billig bei Kohlen Koks 1541 D Briketts Holz, Torf Dungkalk Gartenkies H. Glattbaar & Sohn Frankfurt.Str 19 Mühlstraße 18 Tel. 3144/3145. Vergebung. 2luf Grund der Reichsoerdingungsordnung sollen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden: Für Verlegung der Reichsstrahe Nr. 254 bei Alsfeld die Lieferung von 1000 t Kleinpflastersteinen und 1400 m Randsteinen. Angebotsvordrucke sind, solange der Vorrat reicht, auf unserem Amt in Gießen, Hitlerwall 371, Zimmer 6, ab Mittwoch, den 21. d. M.» erhältlich. Daselbst liegen die „Besonderen Bedingungen" und die Pläne zur Einsichtnahme offen. Die Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Submission Straßenverlegung bei Alsfeld R. 254" bis Montag. den 26. d. 2IL, vormittags 10 Uhr, bei uns portofrei einzureichen. 4831D Die Oeffnung erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bewerber. Hessisches Straßenbauamt Gießen. Jeder einmal ins Land der Liebe! ----der Bühne. KleiU-MailSCheH Deutschi, jüngste Sängerin u.Tänzerin 2Labora sensationeller Luftakt Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche. Tägl. 4, 6, 8.30, Sonntags 3, 5.30, 8.30 I "SßhlBicr • modehaus »raum • I WWWWWWWWWM,ÄlWjilö • SCHULSTR4 Fuhr- leishinüen mit Lastwagen u.Pferden übernimmt 4409D Ernst Valentin, Giesien, Hinter denSchießgärten Nr. 19. Tel. 2830 Gusti Huber, Valerie v. Martens Albert Matterstock &