Mittwoch, 2l. April 1957 187. Zahrgang Rr.92 Erstes Blatt nützige Anzeigen sowie einspaltige töelegenheitsanzei- gen 5 Rpf. Familienanzei- e gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. vru» und Verlag: vrühl'sche Univerfitätrvuch und Steinüruckerei «.Lange in Gietzen. Schriftlettung unv Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 M-ng-nabichiuii-swff-i ö Annahme oon Anzeige» für die Mlttagsnummer bis 8* /.Uhr ves Vormittags Grundpretle für \ mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Plahvorschrif1 nach vorh Bereinbg. 25"^ mehr. Ermäßigte Grundpretle: Stellen-., Vereins-, gemein- Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Erschein« täglich, autzer Sonntags and feiertags Betlagen. Vie illustriert» Gieszener ^ewilienblättei Heimat im Bild Die Scholl» Monats Bezugspreis: Mit 4 'Beilagen 'R'JJt 1.9b Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bewati lsernsprechanschlüste unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger lagen müssen ;ur Vermeidung oon Verlusten aus Der Rückseite Jia, men und Änschrttr oesl Bewerbers tragen! 3-Zimm.-Wohnung NäheUniversität v. sof. ob. spater zu vermiet. Schr. Angeb. u. 02080 an ben Gß. Anz. Gebr., grüner Dairtiw (Dränier) billig abzugeben. 02093 Am Nahrungs- berg 59 I- 3g. SrniWn in gute Hande abzugeben. 02082 Kevlerstr. 7 HL Student erteilt Nachhilfestunden i. Latein, Griech. und evtl, auch in anderenFachern Näheres 02074 Löberstraße 1 v. Den Handschuh nie entgehen lassen! Da wäre man schön ungeschickt, wenn man sich zum Bodenwachs nichteinen fettdichten Handschuh geben ließe! 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Den besonderen Wünschen der Einsender auf Benutzung und Eigentumsvorbehalt werden die Heeresarchive stets Rechnung tragen In die Heeresarchive gehört alles für die deutsche Heeresgeschichte wichtige Material. Es sei deshalb besonders hervorgehoben, daß auch Privataufzeichnungen und Briefe aus der 3eit des Weltkrieges und namentlich aus d e n K ä m p f en n a ch 1 9 1 8 an der Grenze und im Innern Deutschlands für die Heeresarchive von großem Wert find. Gerade dieses Material bedarf noch drinaend der Vervollständigung Geburtenzahl und Wehrkraft. Durch die Aushebung der Jugendlichen zum allgemeinen Wehrdienst wird für die einzelnen Länder Europas ein Einblick in die Stärke gewisser Altersstufen des Volkes eröffnet, und in der bei I F Lehmann in München erscheinenden Monatsschrift „Volk und Rasse" wird auf einen Vergleich von Geburtenzahlen und voraussichtlicher Wehrkraft in den einzelnen europäischen Ländern von 1 930 bis 1 950, den W Donle im Archiv General der Artillerie MaxvonGallwitz starb, wie schon gemeldet, am Sonntag in einem (Sanatorium in Neapel kurz vor der Vollendung seines 85. Lebensjahres — (Scherl-Bilderdienst-M.) urlaubtenstandes sind, freigestellt, ob sie Offiziere d. B oder Heeresapotheker d. B. werden wollen. Die endgültigen Bestimmungen, die durch die Einführung der zweijährigen Dienstzeit eine Abänderung erfahren, sind noch nicht erlassen worden. Nach den vorliegenden Entwürfen wird der Dienstpflichtige bei Eignung nach einjähriger Dienstzeit zum Offizier-Anwärter d. B ernannt werden und nach anschließender Ableistung des zweiten Dienstjahres aus dem aktiven Dienst entlassen Nach der Approbation hat der Anwärter unter Ueberfüh- rung in eine Sanitätsabteilung eine vierwöchige Uebung als Unterapotheker bei einem Sanitätspark abzuleisten. Nach erfolgreich abgelegter Uebung erfolgt nach Verpflichtung zur Ableistung von zwei Pflichtübungen als Feldapotheker die Ernennung zum Feldapotheker d. R Nach Ableistung weiterer Uebungen können die Feldapotheker d. R. zu Ober- und Stabsapothekern d R.. nach besonderer Anweisung des Oberkommandos des Heeres in Ein- zelfällen noch zu Oberstabsapothekern d. R. befördert werden. Während der Unterapotheker als Soldat die Uniform feiner Sanitätsabteilung trägt, tragen die Feld-, Ober-, Stabs- und Oberstabsapotheker d. B. die Uniform der aktiven Heeresapothe- ker mit den entsprechenden Rangabzeichen und den Unterscheidungsmerkmalen der Offiziere des Beurlaubtenstandes. Zum Beurlaubtenstand des Reichs- Heeres können ferner nach einer vierwöchigen Annahmeübung die Ober- und Stabsapotheker und die Offiziere des alten Heeres übertreten; sie tragen während der Annahmeübung die Uniform der Heeresapotheker d. B. mit den ihnen zustehenden Rangabzeichen. Die Einberufung zu den Uebungen veranlaßt das Generalkommando Es können gleichzeitig nur eine beschränkte Zahl von Anwärtern üben, da ihre Ausbildung sichergestellt sein muß. als diensttauglich gewertet man die Zahl der 1910 Geborenen zu- so hatte Deutschland im Jahre 1930 Diensttaugliche Die Zahl sank bis 1934 auf Im Jahre 1933 tritt bereits der erste Jahrgang des Weltkrieges, der einen starken Geburtenrückgang aufwies, in das militärpflichtige Alter, und die Zahl der Rekruten fällt von 501 000 auf 390 000 Der Tiefpunkt wird im Jahre 1 9 3 7 mit 263 000 erreicht werden Da die Geburtenzahl des Jahres 1920 durch die Rückkehr zahlreicher Familienväter aus dem Kriege stark zugenommen hatte wird man im Jahre 1940 wieder 494 000 Rekruten zählen, aber von da an sinkt die Zahl über 396 000 im Jahre 1945 und 345 000 im Jahre 1950 voraussichtlich auf 288 000 im Jahre 1953. In den folgenden Jahren macht sich die Geburtenzunahme von 1934 und 1935 bemerkbar, so daß die Zahl der zu erwartenden Rekruten auf 362 000 im Jahre 1934 und 388 000 im Jahre 1955 zu errechnen ist, aber dieser Anstieg bleibt hinter der Zahl zurück, die bei gesunder Entwicklung unser Volk aufweisen müßte; denn um unsere zahlenmäßige Stärke von 60 Millionen zu erhalten, müßten die Rekrutenjahrgänge 400 — 420 000 zählen. Dafür reicht unsere jetzige Geburtenzahl aber nicht aus, während sie außerdem noch den Ausfall der vergangenen Jahrzehnte aufholen müßte. Für die übrigen Länder wird nur der allgemeine Entwicklungsgang angegeben. Italien zählte im Jahre 1930 rund 305 000 Wehrfähige, und die Zahl finkt verhältnismäßig wenig; 1954 wird sie voraussichtlich noch 264 000 betragen Frankreich geht von 324 000 im Jahre 1930 auf 105 000 im Jahre 1936 zurück und steigt in den nächsten Jahren schnell wieder auf 230 000; 1954 wird die Zahl der tauglichen Rekruten voraussichtlich 208 000 betragen. Die Niederlande halten ziemlich gleichmäßig ihren Stand von 50 000. Belgien sinkt in der ganzen Zeitspanne von 53 000 auf 40 000, Polen von 280000 auf 203000. Nur in Oefterreirf) gehen die Zahlen noch weiter zurück als im Deutschen Reich; 1930 aab es 40 000 diensttaugliche Rekruten denen im Jahre 1954 nur nur 26 WO gegenüberstehen. Wenn bei diesen Zahlen auch zu berücksichtigen ist, daß die Sterblichkeit in den verschiedenen Ländern ungleich ist, daß Verschiebungen auch durch Aus- und Einwanderungszahlen eintreten können, so gestatten sie doch einen aufschlußreichen Vergleich über den Bevölkerungsstand der einzelnen Länder, handelt es sich doch bei den Rekruten gerade um ften gesunden Nachwuchs von dem das weitere Schicksal des Volkes beftimnri wird Die Zahl der in das heiratsfähige Alter eintret"nden Mädchen geht den angeführten im entsvrechenden Zeitabstand parallel. Daß diese Verhältnisse in den allgemeinen B"völkerungszahlen nicht so kratz mm Ausdruck kommen rührt von dem allgemeinen Rückgang der Sterblichkeit und der daraus sich ergebenden Altersumschichtung und Ueberalterung unseres Volkes ber. In den Jahren 1910 bis 1935 mären bei normaler Entwicklung 40 2 Millionen Deutsche in das Sterbealter gerückt, infolge der verbesserten Lebenshaltung starben qedoch nur 23,5 Millionen. Die allgemeinen Bevölkerungszahlen geben daher kein Bild von der Lebensfähigkeit eines Volkes, die allein von der Stärke der jungen aufbauenden Jahrgänge bestimmt wird. C. K. Bei jedem Generalkommando befindet sich ein Lorpsapotheker, der den pharmazeutisch- hemischen Dienst im Wehrkreis zu organisieren und in leiten hat. Er ist Bearbeiter der Personalange- l-genheiten der Apotheker und soll neben feiner Terwaltungstätigkeit auch als Lebensmittetchemiker tätig sein. Für ihn sind in der Untersuchungsstelle tes Wehrkreises in Verbindung mit den Laboratorien des Hygienikers und des Pathologen Räume Mr die Ausführung chemischer Untersuchungen in lern Lazarett seines Standortes eingerichtet. Wenn cmch Grundsatz ist, daß der Korpsapotheker der lienftältefte Beamte im Wehrkreis »st, so sind doch non dieser Regel Ausnahmen gemacht worden, weil lie Tätigkeit der Chefapotheker großer Sanitäts- ;«rFe nicht minder wichtig und verantwortungs- Ü0ll ist. Jeder Wehrkreis besitzt einen Wehrkreis- |ba n i t ä t 5 p a r f, der unter Leitung eines H e e - 11 e s o p o t h e k e r s steht. Der Wehrkreissanitäts- parf versorgt die Standortlazarette und Kranken- «oiere mit Sanitätsmaterial und verwaltet die Sa- i r itätsausriistung Er beschafft die notwendigen Sa- 'itäksmittel und -geräte oder fertigt sie selbst an. |$.n der Untersuchungsstelle werden die anfallenden Gemischen Untersuchungen ausgeführt EinHa u pt- |ia n 11 d i 5 p a r f. der dem Heeres-Sanitätsinspek- l=m unterstellt ist, befindet sich unter der Leitung mies Oberfeldapothekers in Berlin Der Alil'^ä'-äritlichen Akademie ist neben einer hygie- i sich b i teriologifchen, pathologischen und gas-thera- pfpurrd)m Abteilung auch eine chemische Abteilung imgei h'ossen. m der neben einem Heeresapotheker als Leiter mehrere Heeresapotheker als Mitglieder Intig find Die Heeresapotheker ergänzen sich aus Bewerbern die neben der Approbation als Apotheker den Ülusm«'s als geprüfte Lebensmittelchemiker besitzen, lyrer Militärpflicht mit der Waffe genügt haben und als O fizier-Anwärter des Deurlaubtenstandes mtlossen morden sind. Bis jetzt werden die Anwär- »r zunächst einer Truppe zur militärischen Aus- I iiilbung zugeteilt und darauf ein halbes Jahr als Uegierungsapotheker auf Probe eingestellt Künftig hnb für die Dauer der Probedienstleistung die Äeichsgrundsätze über Einstellung, Anstellung und Beförderung der Reichs- und Landesbeamten vom .4. Oktober 1936 maßgeblich Die Probezeit ist grundsätzlich in einem Sanitätspark abzuleiften. Ipotheker des Beurlaubtenstandes der Luftwaffe i übt es nicht, bei Bedarf werden die Stellen mit yeeresapothekern d B besetzt Mit der Heranbil- I Hing der Heeresapotheker des Beurlaubtenstandes "t jetzt begonnen worden. Es ist den Apothekern iber Pharmazeuten, die Offizier-Anwärter des Be- für Bevölkerungswiffenschaft und Bevölkerungspolitik gezogen hat. nachdrücklich hingewiefen Dabei find die jeweils zwanzigjährigen Wehrpflichtigen berücksichtigt, die sich aus der Geburtenzahl'der betreffenden Jahrgänge, vermindert um die Sterblichkeit der durchlaufenden Altersstufen. errechnen lassen, 70 v H. von dieser Zahl werden Legt gründe, 530 000 501 000 Die Heeresarchive. Als eine Nachgeordnete Dienststelle des Oberkom- nandos des Heeres ist am 1 April 1937 die Dienst- Ir eller „Der Chef der H e e r e s a r ch i v e ge- Irhaffen Zum Chef der Heeresarchive wurde Generalleutnant Dr h.c. üoti fRabenau ernannt und I dem Chef des Generalstabes des Heeres unterstellt. Dem Chef der Heeresarchive in Potsdam unterstehen He Heeresarchive Dresden, München, Potsdam und - Stuttgart. Mit der Errichtung der Heeresarchive ist (Rn Wuysch aller Chefs der Generalstabe der alten Armee endlich in Erfüllung gegangen: Das Heer verfügt in eigenen Archiven über feine Archwallen. Clausewitz schreibt in feinem Buch „Born Kriege": Historische Beispiele machen alles lüar und haben nebenher 'n Erfahrungswis- enschaften die beste Beweiskraft. Mehr als rgendwo ist dies in der Kriegskunst der Fall." Von -entscheidender Bedeutung ist deshalb daß die Akten hierfür gesammelt, gepflegt und für die Forschung bereitgehalten werden die Zerreißung der ursprünglichen zusammengehörigen Akten und ihre räumliche Zersplitterung Das Versailler Diktat vernichtete die alte deutsche Armee. Es ist eins der großen Verdienste des verstorbenen Generalobersten von S e e ck t, daß sein Eingreifen die Bestände der militärischen Archive, vor allem die riesige Menge der Weltkriegs- akten vor der Zersplitterung bewahrt hat. Eine wissenschaftliche Erforschung des für Deutschlands Geschichte folgenschwersten Ereignisses wäre sonst unmöglich geworden. Die Akten fanden in der Hauptsache im Reichsarchiv und seinen Zweigstellen Aufnahme. Für die militärischen Bestände bedeutete die Bildung des Reichsarchws jedoch leider sehr bald eine neue Zersplitterung und sogar Abgabe wesentlicher Bestandteile an die Landerarchive. Ein Sonderdasein führte das Bayerische K r, e g s a r ch i v , dem allerdings das Versailler Diktat den militärischen Charakter genommen hatte. Erst die nationale Einigung und die Wiederherstellung der deutschen Wehrfreiheit durch den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler ließen die Forderungen und Wünsche aller Chefs der Generalstäbe der alten Armee Wirklichkeit werden. Das Heer verfügt jetzt in eigenen Archiven über feine Archivalien und damit über die Quellen feiner eige- Das Pieri) in der Landesverteidigung Bon Oberstleutnant a. O. Dr. Kurt Oähne. nen Sbeengeftaltung. Im 'Heeresarchiv Potsdam sind die Aktrn der alten preußischen Armee, im Heeresarchiv Mun- chen die Akten ber bayerischen Formationen bis in bas 17. Iahrhnnbert zurückreichenb. im cheeres- archiv Dresden die des sächsischen Kontingents, im Heeresarchiv Stuttgart die des wurttember- gischen Kontingents und des XIV. Korps, das m Baden lag, untergebracht In den Heeresarchwen werden die Akten 'des Re.chsheeres und des neuen deutschen Heeres Aufnahme fmden. Der Chef der Heeresarchive ist verantwortl'ch für die Sammlung, Erhaltung und Benutzung des Heeresarchiv- autes. Wie der Nationalsozialismus das ganze deutsche Volk als Einheit erfaßt, so ist durch ihn die Organisation der Heeresarchive ganz deutlich erkennbar, ein Schritt weiter aus dem Wege der geistigen Einheit unseres Volkes. Heute ist das Heeresarchiv München ober Stuttgart. Dresden oder Potsdam ein Teil der deutschen Heeresarchw-Orga- "'Mit"ihrer Errichtung wenden sich die Heeresarchive nun aber sofort an die Oeffentlich- feit um die Mitarbeit und Hilfe aller Schichten der Bevölkerung auszurufen Die Magazine enthaü ten riesige Mengen an Akten Und doch finden sich noch zahlreiche L Ü ck e n Aufgabe der Heeresarchive if( es daher auch Material zur Schließung dieser Lücken und zur Ergänzung der dienstlichen Akten Der Aufschwung der Kriegsgeschichte knüpft in Preußen an den Namen Scharnhorst an. Er ®ar zwar nicht der erste und einzige der Knegs- leschichte trieb, aber bei erste, ber ihre Bedeutung Hir die praktische Schulung des Offiziers erkannte. Kriegsgeschichte konnte nur getrieben werden, wenn man dazu die Voraussetzung hatte, wenn der Soldat ielbst andieQuellen herankonnte. Das erreichte man erst durch Schalung eines militärischen Ar- Livs Noch in einem Bericht an den Kriegsminister non Doyen, kurz r.äd) den Freiheitskriegen inöen wir die Sätze: .Alle unsere Nachbarn sind uns darin voraus Oesterreich hat ein sehr gutes, chon seit vielen Jahren eingerichtetes Kriegsarchim Da-; Ddpöt de la gnerre in Frankreich ist langst Xnt unb Rußland ist l°tz. im ‘Begriff, ein Rrieqsarcf)it> von lebt arofter Ausd-hnunq anju- on.M nnx scheut keine Kosten, um sich überall die beften Nachrichten zu verschaffen " Alle Chefs der reeneralftäbe der alten Armee der letzten 100 Jahre, ^nera F r b r von M ü f f l i n g, nor allem Ge- reraTfebmarttan Graf oon Molike unb Mr- f 6 »Neffen, haben immer mieber biefe ^nrberunaen erhoben Trott aller btefer ‘Bemubun- □en mürbe aber im mililänlchen Archwwefen. mie H* bann bis 3um Weltkriege entamtelte rocht □nn bernb ein brauchbarer Auftanb erreicht Das «emif, '»an enKtanbene. Mftenner. lüfte ließen sich nicht wieder gut machen, wohl aber wehrkompanie jedes Infanterie-Regiments motorisiert, die Maschinengewehr - und die Infanteriegeschütz-Kompanien dagegen sind, wie auch der Gefechtstroß sämtlicher Kompanien, pferbebefpannt. So ist es erklärlich, daß heute ein Infanterie-Regiment genau so viele Pferde besitzt, wie ein Kavallerie-Regiment der Vorkriegszeit. Aber auch die Pionier- und die Nachrichtenformationen der Einheiten bis zur Division find aus den gleichen Gründen z. T. pferdebespannt, z. T. motorisiert, und erst die der Korps und Armeen voll motorisiert. Die Gebirgstruppen gar sind ohne ihre Tragtiere, Pferde ober — in abnehmendem Maße — Maultiere, nicht zu denken. Naturgemäß mußten sich die Ansprüche an die Güte des Pferdematerials und damit an die Pferdezucht der einzelnen Länder unter dem Einfluß des Wettbewerbs des Motors ganz außerordentlich steigern. Deshalb wurden z. B. in Frankreich auf das Drängen gerade des Generals Weygand, der die Motorisierung des französischen Heeres vorwärtsgetrieben hat, alle Anstrengungen gemocht, die Pferdezucht zu heben. Erst jüngst find aus den Beständen der französischen Kavallerie- und Artil- lerie-Regimenter die 50 besten Stuten an Züchter abgegeben worden. Gleiche Anstrengungen machen Oesterreich, Polen und Schweden. Sowjetrußland aber hat vor wenigen Tagen in England für zwei Millionen Pfund Sterling 27 Vollbluthengste und -stuten gekauft, um seine mit der Vernichtung des Bauernstandes ruinierte Pferdezucht neu auszubauen. Die deutsche Pferdezucht ihrerseits setzt alles daran, den an sie gestellten Forderungen gerecht zu werden. Sie erstrebt ein Pferd, das für alle Zwecke der Landesverteidigung wie für die der Wirtschaft verwendbar ist, dessen Härte und blutmäßigen Eigenschaften allen Anstrengungen ge- wachsen sind. Die Truppenerfahrungen, wie die ßeiftungsprüfungen in den letzten Jahren aut den Turnieren, in denen sich unsere Pferde und Reiter so glänzend überlegen gezeigt haben, und nicht zuletzt die steigende Nachfrage nach deutschem Zucht- material aus dem Auslande — ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor — beweisen, daß wir auf dem rechten Wege sind. Zum deutschen Pferde, zum Dienst mit ihm im Heere aber gehören der deutsche Mann, der vom Blut her Lust und Liebe zum Pferde hat und mit dessen Wartung und Pflege von Jugend an Gebirgskrieg gegen Italien oder in den ungangbaren Vogesen und Argonnen gefochten haben. Entscheidend für das Problem — das anerkanntermaßen nicht mehr „Pferd oder Motor", sondern vielmehr „Pferd und Motor" lautet — sind in den Wehrstaaten Europas die Erfahrungen auf den ehemaligen und die Eigentümlichkeiten der vermutlich zukünftigen Kriegsschauplätze geworden. Es ist dabei bemerkenswert, daß, nach einem nur natürlichen Auftrieb der Motorisierung in allen hochgerüfteten Staaten nach dem Weltkriege, inzwischen in allen Ländern eine deutliche Reaktion in der Frage des Abbaues der Kavallerie eingetreten ist. Allerdings, die Zeit der „Attacken" ist bei der Entwicklung der modernen Feuerwaffen vorüber. Die Aufgabe neuzeitlicher Kavallerie ist, diese Waffen an den Feind zu tragen. Zu Pferde und so nahe heran, wie es nach Lage und Gelände nur angängig ist. Es sind die gleichen Waffen, mit denen auch die Infanterie, die aus ihren entscheidenden Aufgaben ebenfalls noch nicht durch die Panzerverbände verdrängt ist, den Sieg erkämpft. Sie spielen auch im Reiterkampf der Zukunft ihre Rolle. Im übrigen darf man die Reiter nicht mehr allein bei der Kavallerie oder Artillerie suchen. Jedes Infanterie-Regiment verfügt heutzutage u. a. über einen Reiterzug, der der Aufklärung und Sicherung seines Verbandes und der so wichtigen Meldetätigkeit zu dienen hat. Pferd und Reiter sind damit als ein vorläufig gar nicht zu entbehrendes Glied in die Zusammenarbeit der Organisation ber technischen und menschlichen Nachrichtenübermittlung — Meldereiter, Fernsprecher, Funkdienst — eingeschlossen, aus der der Heerführer die Unterlagen für seine (Entschlüsse und Handlungen gewinnt Aber auch darüber hinaus hat sich noch fern Staat zu einer völligen Motorisierung seines Heeres entschließen können. Das gilt selbst für die sogenannten „schnellen Divisione n", die überall neben den motorisierten und mechanisierten Verbänden mindestens zwei berittene Regimenter aufweisen, wie für die Artillerie, die in allen Heeren mit bespannten Regimentern vertreten ist, wie vor allem für die Infanterie. Die entscheidende Bedeutung von deren Unabhängigkeit vom Gelände, auch im Mitführen ihrer schweren Waffen und der Gefechtsfahrzeuge, ist überall anerkannt. Diese aber glaubt man bis auf weiteres sicherer mit Hilfe des Pferdes als des Motors zu erreichen. Auch in unserem Heere ist deshalb nur die Panzerab- „Weshalb noch reiten lernen, wo doch alles motorisiert wird?" So kann man es gelegentlich von jungen Leuten hören. Eine Aeußerung, die um so erstaunlicher klingt, wenn sie aus dem Munde von Söhnen alter begeisterter Kavalleristen kommt, die auf dem Lande aufgewachsen und mit Pferden von Jugend auf vertraut sind Dieser Zweifel, der schließlich zu der Annahme führt, die Reiterei sei durch den Motor und die Panzerwaffe überflüssig geworden und werde wohl bald ganz verschwinden, entbehrt nicht nur den tatsächlichen Verhältnissen gegenüber jeder Berechtigung, er kann auch eine Gefahr bedeuten. Denn keine Waffe verträgt es auf die Dauer, als veraltet oder als mehr oder weniger überflüssig hin- gestellt zu werden. Sicherlich: Motor und Panzerwaffe sind unentbehrlich; sie sind da und sie werden bleiben. Die Panzerwaffe hat aber keineswegs, ebensowenig wie der Flieger, die Daseinsberechtigung der Kavallerie aufgehoben. Alle drei werden sich vielmehr in ihren wechselseitigen Aufgaben ergänzen müssen Die Aufklärung über weite Räume, in den Rücken des Gegners, die auf der Erde heute nicht mehr möglich ist, wird Aufgabe der Luftwaffe sein. Die' Nahaufklärung aber bleibt neben der Panzerwaffe der Kavallerie, der auch bedeckter Himmel nicht die Augen trübt. Und die Horch- und Schleichpatrouille, die sich bei Tag und Nacht zu Pferde und zu Fuß an den Gegner heranpirscht, kann weder das Flugzeug, noch der Panzerwagen ersetzen Die letzte große Waffenentscheidung |eit Dem großen Völkerringen, der Krieg in Abessinien, hat die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit von Pferd und Motor eindringlich bewiesen. Auf schnell gebauten Straßen drangen die Italiener mit zahllosen Kraftwagen durch die Wüste Ostafrikas vor. Im Gewirr der Felsen aber versagte die Kraft der erprobten Modelle. An ihre Stelle traten die durch Jahrhunderte bewährten Waffenkameraden des Menschen, Pferde und Maultiere. Sie trugen Waffen und Munition, Gerät und Verpflegung über Schroffen und Abgründe. Sie legten damit die Grundlage zum Siege. Als er errungen, transportierte sie der Lastkraftwaaen über Hunderte von Kilometer an andere Stellen zur nächsten Offensive, wo sie dieselben Dienste leisteten. Auch in Europa gibt es noch weite Landstrecken, in denen selbst das gelänbegängifte Fahrzeug versagt. Das wissen diejenigen, die an der Ostfront, in Rußland und Polen und in den Karpathen, im Der Aufbau des Heeres und die EinfÜihrung allgemeinen Wehrpflicht haben auch die Heeres- apotheker vor erweiterte Aufgaben gestellt Jeder Pharmazeut kann wieder Apotheker des Beur- 'aubtenstandes werden. Als Spitzenftelle für öie- Heeresapotheker ist im Reichskriegsminifterium — Heeres-Sanitätsinspektion — eine Re- lerentenfteüe für pharmazeutische und chemische Angelegenheiten vorgesehen. Hier wird der gesamte Zharmazeutische Dienst des Reichsheeres organisiert, :s werden die persönlichen und Dienstverhältnisse kr Apotheker bearbeitet, die einschlägigen Dienstvorschriften ausgearbeitet Richtlinien und Anwei- imgen für die Beschaffung des Bedarfes heraus- ;;egeben und die zuständigen Verwaltungsstellen bei kr Verpflegung, Bekleidung und Unterkunft der Truppe sachverständig beraten, soweit die Fragen c:uf chemischem Gebiet liegen Ur. 02 Zweite? Blatt — vertraut ist. Es ist deshalb nur zu begrüßen, daß das „Nationalsozialiftstche Reiterkorps" die Aufgabe übernommen hat, die Liebe und das Verständnis für das edle deutsche Pferd im Volke und in seiner Äugend zu fördern und zu erhalten. Für die Wehrkraft unseres Vaterlandes ist es unentbehrlich, denn, wie ein italienischer General nach Beendigung des abessinischen Feldzuges ausgesprochen hat: „Wenn das Pferd noch nicht feit Jahrtausenden der Kampfgenosse des Menschen wäre, müßte es heute dazu werden!" 200 Freitage fürSA.-undSS -Männer,sowieZäaer Lpd. Marburg, 20. April. Aus Anlaß des Geburtstages unserers Führers hat das Marburger Jäaerheim je 100 Freitage für er« holungsbedürftlge SA.- und SS.-Männer, sowie Weidmänner der deutschen Jägerschaft (welche das Heim fördert) zur Verfügung gestellt. Im Verlaufe der letzten Jahre find damit von dem Heim insgesamt 500 Freitage gespendet worden. 445000 Mark-CrgebniS beim WHW.-Opferschießen. Der Reichsbeauftragte für das WHW. Hilgen- f e l d t hat, nachdem ihm das vorläusige Ergebnis des Opferschießens des Deutschen Schützen-Verbandes für das WHW. mitgeteilt worden ist, folgendes Schreiben an den Deutschen Schützen-Verband gerichtet: „Mit Freuden habe ich von dem vorläufigen Ergebnis Ihres Verbandes für das WHÄZ. 1936/37 in Höhe von 145 000 Mark Kenntnis genommen. Im Namen aller vom WHW. betreuten Volks- aenoffen möchte ich Ihnen sowie den Ihrem Verbände angehörenden Schützen für die vorbildliche Opferleistung meinen besonderen Dank aussprechen. Gez. Hilgenfeldt, Reichsbeaustragter für das WHW." Streckenführung der Oeutschlandfahrt 3000 Kilometer in zwölf Tagesetappen. Der Deutsche Radfahrer - Verband hat jetzt die Streckenführung für die 3. Deutschland- Rundfahrt festgelegt, die nach mehrjähriger Pause in der Zeit vom 6. bis 20. Juni unter Mitwirkung einer Reihe guter ausländischer Fahrer durchgeführt wird. Auf einer 3000 Kilometer langen Strecke durchfahren die Teilnehmer in zwölf Tagesetappen mit nur drei Ruhetagen in Schweinfurt, Frankfurt a. M. und Hannover die deutschen Gaue. Im Gegensatz zu früher entfällt die Mannschaftswertung, da die einzelnen Nationen nicht zahlenmäßig gleichstarke Mannschaften entsenden können. Das Rennen bleibt also ein reiner Einzelwettbe- werb. Der in der Gesamtwertung führende Fahrer wird wie bei der „Tour de France" durch gelbes Trikot gekennzeichnet fein. Die längste Tagesstrecke ist die 336 Kilometer lange Etappe Berlin—Breslau, die gleich zu Beginn gefahren wird, so daß möglicherweise das ganze Rennen schon hier entschieden wird. Die Bergfahrer haben später im Erzgebirge, Thüringer Wald, Schwarzwald und im Taunus Gelegenheit, ihr Können zu beweisen, und ebenso dürften einige Flachstrecken, wie u. a. Hamburg—Berlin (300 Kilometer), den Tempofahrern Vorteile bieten. Die Streckenführung lautet im einzelnen: 6. Juni: Berlin—Breslau (336 km), 7. Juni: Breslau—Dresden (258 km), 8. Juni: Dresden— Erfurt (272 km), 9. Juni: Erfurt—Schweinfurt (221 km), 10. Juni: Ruhetag in Schweinfurt, 11. Juni: Schweinfurt—München (292,4 km), 12. Juni: München — Stuttgart (270 km), 13. Juni: Stuttgart — Frankfurt a. M. (195 km), 14. Juni: Ruhetag in Frankfurt a. M., 15. Juni: Frankfurt a. M. — Köln (202 km), 16. Juni: Köln—Dortmund (252,7 km), 17. Juni: Dortmund—Hannover (275,2 km), 18. Juni: Ruhetag in Hannover, 19. Juni: Hannover— Bremen—Hamburg (227,6 km), 2 0. Juni: Hamburg—Berlin (300 km). Handballkampf Deutschland—Ungarn Vorher: Auswahlspiel Kassel — Gießen. Arn 30. Mai wird in Kassel der Handball-Länderkampf zwischen Deutschland und Ungarn ausgetragen, der in der Hessen-Kampfbahn durchgeführt wird. Das augenblickliche Fassungsvermögen der Hessen-Kampfbahn reicht aber nicht aus, den erwarteten Besuch zu fassen. Schon jetzt, sind über 8000 Karten vorbestellt und täglich laufen neue Bestellungen ein. In einer Besprechung zwischen Vertretern des Gaues Hessen und der Stadt Kassel wurde beschlossen, durch Ausführung von Behelfsbauten Platz für 18 000 bis 20 000 Zuschauer zu schaffen. Auch sonst ist man in Kassel bemüht, dem Spiele einen ausgezeichneten Rahmen zu verschaffen. Als Auftakt der Veranstaltung, die im Rahmen des Hessentages der NSDAP., Gau Kurhessen, stattfindet, soll ein Jugend-Handballspiel vorgeführt werden, das Kreismannschaften von Kassel und Werra bestreiten, und anschließend leitet ein Aus- wahlspiel Kassel —»Gießen zum Hauptereignis, dem Länderkampf Deutschland — Ungarn, über. Aenderungen im Fachamt Handball. Kreisschiedsrichterobmann D r o l s b a ch (Garbenteich) hat infolge anderweitiger starker Inanspruchnahme sein Amt zur Verfügung gestellt. An seine Stelle wird Heinrich Becker, Gießen, Werner- wall 24, treten. Ab sofort sind also alle Schiedsrichteranforderungen, Rückfragen in Schiedsrichterfragen an die neue Anschrift zu richten. Die Handballer des Kreises Gießen und darüber hinaus sehen den Kameraden Drolsbach nur ungern scheiden, weil er ein Fachmann war, der so leicht nicht ersetzt werden kann. Es wäre schade, wenn er nicht gerade deshalb auch in Zukunft feinen Kollegen mit Rat und Tat zur Seite stehen würde. Handball im Kreis Gießen. Auch diesmal machte das Wetetr den Handballern wieder einen dicken Strich durch die Rechnung. Die bestgemeinten Absichten, das Freundschaftsspielprogramm aufzunehmen und auszugestalten, fielen buchstäblich ins Wasser. Lediglich die Pflichtspiele machten hier eine Ausnahme. Es heißt hier eben, die verlorene Zeit nachholen, um so baw als möglich zu den! schon lange erwarteten Ergebnis zu kommen. Außerordentlich vielsagend ist das Abschneiden der Spieloereinigung 1900. Es gehört schon etwas dazu, eine Mannschaft, wie die des To. Kirch-Göns sicher mit 12:3 (8:1) zu schlagen. In der 1. Kreisklasse kam nur ein Treffen zum Austrag. Tuspo. Groß-Rechtenbach gelang es, den To. Katzenfurt nach einem weniger schönen Spiel knapp aber verdient mit 5:4 zu schlagen. Holzheim trat in Herborn nicht an und verschenkte so nutzlos zwei vielleicht wertvolle Punkte. Das einzige Aufstiegsspiel der 2. Kreisklasse, Tv. Lang-Göns — To. Beuern, fiel aus, weil Beuern Schwierigkeiten bei der Aufstellung der Mannschaft hatte. Die Punkte sind selbst unter den gegebenen Verhältnissen hin. Die Jugendklasse sah einige aufschlußreiche Kämpfe. So gelang es dem To. Münchholzhausen, Sieger der Staffel 4 zu werden. Sein schärfster Widersacher, der To. Wetzlar, wurde noch sicherer als das Ergebnis besagt, mit 5:1 (2:0) geschlagen. Eine deutliche Vorstellung gab der Favorit bei den Aufstiegspielen, die Jugendmannschaft des Mtv. Gießen. In einem, trotz der schlechten Bodenverhältnisse sehr schönen Spiel mußte Lützellinden mit 18:2 (9:1) die Ueberlegenheit der Gießener anerkennen. Diese Leistung berechtigt zu den besten Hoffnungen und beweist auch, daß, wenn die Gießener gewinnen — woran nicht zu zweifeln ist — eine Mannschaft Meister wird, die ihrem Namen alle Ehre macht. — Man merkt, das Lang-Göns Spieler abgeben mußte. Denn der Sieg auf heimischem Platz gegen die außerordentlich eifrigen Londorfer war keineswegs überzeugend. Endergebnis 6:4 (2:1). Aufstiegspiele der Jugendklasse am 25. April. To. Londorf — Mto. Gießen, Tv. Münchholzhausen — Tv. Lang-Göns. Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck. , Wieseck I — Rüddingshausen I 1:0. Am Sonntag hatte die erste Mannschaft der Fußball-Abteilung des Turnvereins Wieseck die gleiche des FC. Rüddingshausen zu einem Freundschaftsspiel zu Gast. Beide Mannschaften, die schon immer interessante Spiele zeigten, wobei Wieseck jeweils im Vorteil war, standen sich nun wieder gegenüber. In beiden Mannschaften standen je drei Ersatzleute, die sich bei den Wieseckern nicht gut einfügten. Mit dem Anstoß begann sofort ein lebhaftes Spiel, wobei aber die herausgearbeiteten Chancen nicht ausgenutzt wurden. Auf beiden Seiten mußten die Torwächter ihr Können unter Beweis stellen. Zu Ende der ersten Halbzeit gelang es jedoch Wieseck durch den Rechtsaußen, das einzige Tor dieses Spieles zu erzielen. In der zweiten Halbzeit verteidigten die Gäste mit 5 und 6 Mann, um das Spiel zu halten. Das interessante Spiel wurde von beiden Mannschaften mustergültig durchgeführt. Schiedsrichter Kreiling- Gießen hatte ein leichtes Amt. Wieseck Jgd. — Rüddingshausen Jgd. 4:2. Auf dem Wiesecker Waldsportplatz trafen sich am Sonntag beide Gruppenmeister zwecks Ermittlung des Kreismeisters. Die Gästemannschaft war komplett, während Wieseck nur mit zehn Mann antrat. Rüddingshausen übernahm bereits in der 14. Minute die Führung. Wieseck holte jedoch vier Minuten später durch eine retroas harte Elfmeterentscheidung wieder auf. Durch vollen Einsatz versuchte Wieseck das Resultat zu verbessern. Dies gelang der Platzmannschaft, indem sie ein drittes Tor erzielte. Den Gästen war es ihrerseits möglich, ein zweites Tor zu schießen. Der Halbrechte von Wieseck erreichte mit dem Anstoß sofort wieder ein Gegentor und stellte damit das Endergebnis auf 4:2. Fußballklub 1926 Großen-Buseck. Grohen-Vuseck I — Wetzlar 05 II 4:1. Die 1. Mannschaft konnte am letzten Sonntag wiederum einen schönen Erfolg erringen, indem sie über die 2. Mannschaft des Sportvereins 05 Wetzlar mit 4:1 siegreich blieb. Die Gäste waren jedoch keineswegs so schlecht als das Ergebnis vermuten läßt. Sie diktierten insbesondere in der ersten Halbzeit, als sie zum 1:1 ausgeglichen hatten, das Spielgeschehen. Nur der guten Abwehrarbeit der Einheimischen war es zu verdanken, daß zählbare Erfolge für Wetzlar ausblieben. Großen-Buseck konnte bis zur Pause noch ein zweites Tor vor- legen. .Nach Halbzeit fielen die Wetzlarer gegen ihre Leistungen vor der Pause stark ab. Die Einheimischen dagegen fanden sich nunmehr zu einheitlicheren Aktionen und konnten bis zum Schluß das 4:1-Ergebnis Herstellen. Fußball-Zugendgruppe Gießen. Spielanfehungen für Sonntag, den 25. April. Pflicht spiele : Watzenborn-Steinberg 1. — Spielvereinigung 1900 1.; Alten-Buseck —' Lollar; VfB.-Reichsbahn 4. — Spielvereinigung 1900 3.; Heuchelheim 2. — Lollar 2. Meisterschaftsspiele: Rüddingshaufen — Lollar; Krofdorf — Wieseck; VfB.-Reichsbahn 2. — Leihgestern. Zugendspiele der Ep.-Bg. 1900. 1900 1. Jgd. — Union Riederrad 1. Jgd. 0:6. In diesem Spiel zeigten die Niederräder Jungens ihre große Ueberlegenheit. In bezug auf technisches und taktisches Können waren sie ihrem Gegner überlegen. Die Gießener konnten froh sein, daß das Spiel nur verkürzt ausgetragen wurde, denn sonst wäre die Niederlage vielleicht noch höher ausgefallen. Schottland schlägt England 3:1(0:1) Vor 150 000 Zuschauern wurde am Samstag im Glasgower Hompden-Park der zur britischen Ländermeisterschaft zählende Fußballänderkampf Schottland gegen England ausgetragen, was einen neuen britischen und europäischen Zuschauerrekord bedeutet. 156 Sonderzüge waren aus den verschiedensten Städten nach Glasgow gekommen, die rund 80 000 yejj°nen Zum Ort des großen Fußball-Ereignisses beförderten. Die Schotten blieben nach einem großartigen Spiel verdient mit 3:1 erfolgreich, obwohl die Engländer bei der Pause noch mit 1:0 in Führung gelegen hatten. Der Kampf wurde bei Regen- roetter ausgetragen, was aber der Begeisterung keinen Abbruch tun konnte. U 1 9 Vier „Mercedes-Benz" in Tripolis. Daimler-Benz haben für den „Großen Preis von Tripolis", der am 9. Mai gefahren wird, vier Wagen gemeldet. Rudolf C a r a c c i o l a , Manfred von Brauchitfch, Lang und der Engländer Seaman werden die Wagen des Untertürkheimer Werkes steuern. Wirtschaft. Preisregelung für Eojabohnen-Saatgut. Fwd. Durch Anordnung des Verwaltungsamts des Reichsbauernführers erfolgt eine Preisregelung für Sojabohnen-Saatgut zur Aussaatperiode 1937. Auf Grund dieser Anordnung wird der Erzeugermindestpreis für Hochzucht 0,55 Mark je Kilogramm betragen. Der Verbraucherhöchstpreis ist mengenmäßig gestaffelt. Für Hochzucht bewegt sich dieser Preis zwischen 0,70 Mark je Kilogramm oei Abnahme über 100 Kilogramm, bis zu 0,96 Mark je Kilogramm bei Mengen unter 5 Kilogramm. Die entsprechenden Preise für Handelssaak der Ernte 1936 liegen um 0,06 Mark niedriger als die Verbraucherhöchstpreise für Hochzucht.* Fwd. Braunkohlen-Schwelkraftwerk Hessen-Frankfurt AG. (Hefrag), Wölfersheim. Diese Tochtergesellschaft der Preußischen Elektrizitäts-AG. erhöhte im Geschäftsjahr 1936 den Bruttogewinn auf 5,40 (4,60), sonstige Kapitalerträge brachten wieder 40 000 Mark und außerordentliche Erträge 46 000 (135 000) Mark. Anderseits beanspruchten Personalaufwendungen 2,75 (2,66) und sonstige Aufwendungen 1,67 (1,55). Nach erhöhten Anlageabschreibungen von 768 744 (324126) Mark und 32 839 (9720) Mark anderen verbleiben einschließlich Vortrag 15986 (10511) Mark wieder vorzutragender Gewinn. Fwd. Adlerwerke norm. Heinr.. Kleyer A G., Frankfurt a. M. Die Adlerwerke norm. Heinrich Kleyer AG., Frankfurt a. M., machen Mitteilung davon, daß in ihrem Geschäftsjahre 1936 durch Verstärkung der Ausfuhr und Ermäßigung der Preise ihr Umsatz um 2,8 v. H. niedriger als im Vorjahre ist und 80,5 (83,3) Mill. RM. beträgt. Einstweilen werden an wichtigsten Ziffern bekannt- gegeben der Betriebsüberschuß mit 7,1 (7,2) Millionen Reichsmark, die Anlageabschreibungen mit 4,0 (4,0), andere Abschreibungen mit 0,2 (0,27), Rückstellungen für Wohlfahrtspflege 0,2 (0,2), Besitzsteuern 1,4 (1,2). Es verbleibt ein Reingewinn von 1,3 (1,5), woraus der Hauptversammlung am 22. Mai ein Dividende von 5 (4) o. H. vorgeschlagen wird. Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörse bei ruhigem Geschäft fest. Frankfurt a. M., 20. April. Die Kaufmeinung der Kundschaft hielt weiter an, so daß die Börse in weiterhin fester Haltung verkehrte. Indessen war das Geschäft merklich ruhiger. Am Aktienmarkt überwogen bei nicht ganz einheitlicher Entwicklung Steigerungen von durchschnittlich 1 v. H. Vermehrtes Interesse und Geschäft erhielt sich für Montanwerte, fest vor allem wieder Klöckner mit 133,25 (131,50), Verein. Stahlwerke mit 121,65 (120) und Buderus mit 134,25 (133). Hoesch zogen auf 124,65 (123,75), Harpener auf 164 (163) an, Mannesmann mit 125,90 fast unverändert, etwas niedriger Ilse Genuß mit 144,50 (145,25). Von Kaliaktien Westeregeln um 1,75 v. H. auf 127,25 erholt. Elektroaktien lagen bei meist gut behaupteten Kursen ruhig, Gesfürel 1 v. H. schwächer mit 150, etwas höher Lahmeyer und Siemens. Don chemischen Werten IG.-Farben etwas fester mit 170,50 (169,75), dagegen Goldschmidt weiter abbröckelnd auf 143,65 (144,40), Motoxenwerte blieben voll behauptet, schwach aber Adlerwerke Kleyer mit 116,25 bis 114 (117,50), wobei der Umsatzrückgang verstimmte. Von Einzelwerten fest lagen: Bemberg 119 (116,50), Zellstoff Waldhof 162 (160,50), Allgemein. Lokal und Kraft ex Dio. 152,75 (157), Westdeutsche Kaufhof 60,65 bis 61 (60,25). Etwas schwächer lagen Holzmann und Gebr. Jung» Hans. Der Rentenmarkt lag still. Kommunal-Um- schuldung wurden in kleinen Beträaen mit 93,15 umgesetzt und blieben so gefragt. Altbesitzanleihe uno. 124,50, Reichsbahn-VA. 0,25 v. H. fester mit 127,50. Im Verlaufe wurde das Geschäft noch ruhiger. Die Aktienkurse bröckelten infolge einiger Glattstellungen der Kulisse leicht ab. Lebhafter blieben AEG. mit 43,50 bis 43,40 nach 43,40, JG.- Farben erhöhten sich auf 170,75 nach 170,50, dagegen gingen die meisten Montanwerte etwas zurück, auch Maschinenaktien überwiegend abbröckelnd, etwas stärker Muag mit 152,75 (154) und Moenus mit 113,75 (114,75). Höher aber Eßlinger mit 120,75 (120). Am Einheitsmarkt notierten Dürr» werke Ratingen nach Pause 115 (110), Gebr. Fahr wurden stark gefragt bei etwa 153 bis 154 (150). Variable Renten waren später nahezu ohne Geschäft. Von Goldpfandbriefen, die meist unverändert blieben, aber z. T. weiter rationiert wurden, erhöhten sich Nass. Landesbank auf 99,75 (99,50). Liquidationspfandbriefe bei weiterer Nachfrage gut behauptet, ebenso Kommunal-Obligationen. Stadtanleihen lagen unregelmäßig bei Schwankungen von 0,13 bis 0,40 v. H. Dekosama Neubesitz nach Pause 33,50 (32), Serie III gestrichen, Taxe 99 bis 100 (98). Im Freiverkehr waren VDM. gesucht mit 168 (166,50), Adlerwerke Kleyer etwas erholt auf 114,50 nach zutiefst 113,75. Ufa Film 75,50 (75), Neue Wayß & Freytag unv. 152,50. Tagesgeld weiterhin 2,25 v. H. Die Abend börse vom 20. April fiel aus. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. April. Auftrieb: Kälber 925 (gegen 1097 am letzten Dienstagsmarkt), Häm« mel und Schafe 48 (63), Schweine 5455 (5463). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 60 bis 65 (am 13. 4 62 bis 65), b) 53 bis 59 (54 bis 59), c) 41 bis 50 (41 bis 50), d) 25 bis 40 (30 bis 40), Hämmel b2) 47 bis 50 (48 bis 50). Schafe nicht notiert a) (40 bis 45), b) (28 bis 38). Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 51,50 (51,50), d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50,50 (50,50). Marktoerlauf: Schweine wurden zugeteilt. Kälber langsam, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 276: Ausgabe der rumänischen Einfuhrbewilligungen für die Einfuhr aus Deutschland. — 277: Die rumänischen Zahlungen für die Einfuhr aus Deutschland, Befristung des Markhandels. — 278: Vorschriften für die Ein- und Ausfuhr von Noten im nationalen Spanien. — 279: lieber« wachungsstelle für unedle Metalle, Mindestgrenzen für Ausfuhrverbrauchsscheine gemäß Ziffer 16 der Bekanntmachung 6. Bestätigung über Ausfuhr-Klein- verbrauch. — 280: Zahlung von Versvrgungs- bezügen zugunsten von Personen, die ihren Wohn- sitz int Ausland haben. — 281: Ueberweisungen nach Chile. — 282: Aenderung der Gebührenordnung der Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl. — 283: Die Wirtschaftsentwicklung Italiens. — 284: Endgültige Festsetzung der rumänischen Einfuhrkontingente für die deutsche Einfuhr im 2. Vierteljahr 1937. — 285: Sehr lebhafte Sumatratabakversteigerung. — 286: 2. Verordnung über die Regelung der Verbraucherpreise und Handelsspannen im Geschäftsverkehr mit Ersatzteilen und Zubehör für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger. — 287: Anordnung 24 der Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl (Auftragserteilung). Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börje. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsdankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Datum 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6’/2% Young-Anleihe von 1930 .. 4%% Hesltsche Volksstaat von 1929 4/z% Deutsche Reichspostschay von 1934 I...................... 4%% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4¥i% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 5y$% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 41/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4'/2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4*4% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte I.............. 4’/2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4J4% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5 ¥2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5¥2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutkchein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4¥2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4*/2% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad 1........... 4% Türken Bagdad H.......... 2¥*% l. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Reichsbant................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Banl ... 4 Deutsche Diskonto........... 4 Dresdner Bank.............. 4 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schluß- kurs Schlußk Mittagbörse 19 4. 20.4. 19-4. 20 4. 102,18 102,13 102,13 102,13 98,9 98,9 98,9 98,9 104 104 104 104,5 99,75 99,75 99,75 99,75 100,7 100,7 100,9 100,9 98,75 99 98,75 99 124,5 124,5 124,25 124,65 133,75 133,75 — — 99 99 — — 101,65’ 101,65 — — 99 99 99 97,75 — 97,75 — 97,5 97,5 — — 131,5 — 131,5 131,65 99,5 99,5 — 99,25 97,75 97,75 — — 101,65 101,65 — 101,7 101,65 101,65 101,7 101,7 110,25 1.10,25 110,4 110,3 — — — — — — —- — —— — — — —— —— — — — — — — — — — — — — — _ — — — — — — — — — —— — —— — — —— — —— — — — 135,5 135 135,75 134,25 — —— 44,4 45 17,75 17,65 17,9 17,65 17,9 17,9 18 18 127,25 127,5 127,25 127,4 201,25 201,75 201,25 202 —— — 130 130 113,4 113,4 113,4 113,4 117,5 117,5 117,5 117,5 105 105 105 105 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Sckilußk. Abend börse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börfe Datum 19.4. 20-4. 19.4 20 4- Accumulatoren-Fabrik...... . 12 _ 214 216 215 AKU^unftfeibe........... .. 0 — — — — Aschaffenburg Zellstoff...... .. 3 142,5 142,75 142,5 143,65 Bemberg................. .. 0 116,5 118 115,75 118,25 Bekula................... .. 8 166 166 166,4 166 Buderus Eisen............. .. 4 133,25 134 133,25 134,9 Gement Heidelberg......... .. 7 169 169,4 — —— Gement Karlstadt.......... .. 6 175 175 —— —• Ghade A.-C................ .. 9 —— — — —• Gonti Gummi............. . 11 195,75 195,5 195,5 195,5 Daimler Motoren.......... .. 5 142 141,4 141,75 141,25 Dessauer Gas............. .. 4 —— — 121 119,9 Deutsche Erdöl............ .. 5 151,5 151,75 151,75 150,5 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 264,5 263,5 —— —< Deutjche Linoleum......... . 10 176 177 175,5 177 Elektrische Lieferungen...... .. 6 136 135,5 135,65 135,5 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 152,5 152,25 152,5 151,75 I. G. Farben-Jndusttie..... .. 7 169,75 170,75 179,9 170,75 Felten & Guilleaume....... .. 6 144,5 151,5 144,25 144,75 143,5 Gesfürel.................. .. 6 150 150,75 149,25 Th. Goldschmidt........... .. 5 144,4 143,65 144 143,25 Grihner Maschinen......... .. 0 46,25 46,5 46 46,25 Harpener................. 2Vt 163 164 163,5 163,5 Hoesch Eisen............... 3 ¥2 123,75 129,65 123,9 124,25 Philipp Holzmann......... .. 6 156 154,5 156,5 154 Ilse Bergbau.............. .. 6 — 171 Ilse Genüsse.............. Kali Aschersleben.......... .. 6 145,25 144,5 144,75 143 .. 5 127 128 127,25 127,5 Klöcknerwerke ............. 4¥2 131,5 133,25 131,9 133 Kokswerke und Ehemische Fabrik 6 — — 149,5 149,75 Laymeyer................ .. 6 128,25 129 128,5 128 Mainkraft................. .. 4 98,25 98 Mannesmann............. .. 3 125,75 125,5 125,9 125,65 Mansfelder Bergbau....... 6¥? 166 165,5 165,5 162,25 Metallgesellschaft........... Orenstein & Koppel........ .. 5 .. 0 154 153,25 152,65 98,13 153 97 Rheinische Braunkohle...... 12, 229,75 _ 230,75 229,25 Rheinische Elektro.......... .. 6 98,25 135,75 135,65 135,75 Rheinstahlwerke............ .. 6 161,25 160,75 161,5 161 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 129,5 129,5 129,4 129 Rütgerswerke ............. . 6 149 148,5 149,25 148,75 Salzdetfurth Kali.......... 7¥2, 166 167 166,5 167,25 Schildert & Go......... . 6 172,5 172,5 173 171 Schultheis Patzenhofer...... . 4i 99,5 190,4 Siemens & Halske......... . 8 201 201,75 201,75 202 Süddeutsche Zucker......... 10 200 200 200,5 bereinigte Stahlwerke...... sy2 120 121 * 120 121 Westdeutsche Kaufhof....... . 0 60,25 60,5 60,4 61 Westeregeln Alkali.......... Zellstoff Waldhof.......... Otavi Minen.............. . 5 . 6 0,6 125,5 160,5 31,8 127,25 162 31,9 127 162,25 32 126,5 161,5 32 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 19. April 20. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Brief Buenos Aires............. 0,756 0,760 0,755 0,759 Lrüsfel................... 41,93 42,01 41 94 Jifo de Janeiro............ 0,157 0,159 Polen.................... 47,04 47 14 Kopenhagen............... 54'64 54 ',74 54,68 54,78 Danzig............... ... 47,04 47,14 47,04 47,14 London .................. HelsingforS................ 5^405 5'415 5,415 5,425 Paris.................... Holland.................. 136,20 136,48 136,21 136,49 Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 19 April 20. April Amtliche Notierung Am ltche Notierung Gelb Brie: Geld iörtei_ Japan.................... Jugoslawien .............. Oslo.................... Wien..................... 0,712 5,694 61,49 43,95 11,105 63,08 56,79 16.98 8,646 0,714 5,706 61,61 49,05 11,125 63,20 56,91 17,02 8,664 0,713 5,694 61,54 48,95 11,11 63,13. 56,80 16,98 8,646 0,715 5,706 61,66 49,05 11,135 63,25 56,92 17,02 8,664 Lissabon.................. Stockholm................ Schweiz.................. Spanien.................. Prag..................... Budapest................. Neu York.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 Hr.92 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 2l. April (937 Zöch. ijbenbe an. el aus. rfl rieb: Kälbü w»), W. > (5463). 3b «gewicht h 62 bis U (41 bis 5O'i !) 47 bis A (40 bis 45t 0). bl) SU 50), d) 48,8 >0,50 (50,501 teilt. M «ßig. r (Bleien mischen Sirn Deutsch!^ für bie Ein. DlarfI)aiM Ausfuhr ms 279: Heber, inbeftgrenja Ziffer 16 dtl ^sfuhr-Klein. Versorgung ihren Sohn, jungen nnh wrbnunjta ahl. - M: - 284: Eiö nfuhrkontin' Meckeljch abatoer[tii> i 'Reglung \en \m Qh JjUbeYjör y rger. - S le für (Th"- *1 2 % Ä % ? in 5^4 nb >H3 N W SjL. °bezu vhn Mt ui Ä vurdin, l7Dm (99,5öi bbgationtn vchvankun, la,9leiM ri^n, ti Sckcht R '»holt au! ^0 (75) Sesgelb mti. Die Gießener Truppenparade am Geburtstag des Führers. Ein Nachklang in Wort und Bild. r** 4 - '-^v^ Nebenstehend: Berittene Truppen beim Vorbeimarsch vor dem Standortältesten. Unten links: Generalleutnant Ostwald reitet die Front ab. Neben ihm (im Vordergrund) der Paradeführer Oberstleutnant Döring. Unten rechts: Motorisierte Truppen in Parade vor Generalleutnant Ostwald. (Aufnahmen (3): Neuner, Gießener Anzeiger). Die Parade der Gießener Truppen am gestrigen Geburtstag des Führers und Reichskanzlers, über teren Verlauf wir in unserer gestrigen Ausgabe bereits berichteten, war eines der bedeutendsten Ereignisse, das einen so gewaltigen Widerhall bei ter Bevölkerung von Stadt und Land ausgelöst teit, wie wir es in diesem Ausmaße seit langer oieit bei Aufmärschen in Gießen nicht mehr erlebt leben. Das schöne Frühlingswetter am Vormittag — lie Parade hatte gewissermaßen zwischen zwei gro- |ien Regenfronten, deren eine am Montagabend ^schloß, während die andere am Dienstagnachmit- :ng begann, einige Stunden schönen Wetters als Begleiterin — hatte Tausende von Männern und rrauen und die Jugend aller Altersklassen nach tem Trieb in Bewegung gesetzt, die sich dieses präch- bge militärische Ereignis ansehen wollten. Eine v»ahre Völkerwanderung zu Fuß, mit der Straßen- loahn, mit Kraftfahrzeugen usw. ging von allen Seiten her vor sich, und gewaltig groß war das bedränge am Schluß der Parade, als die Menschenmassen zur Stadt bzw. zu den Nebenstraßen ii Richtung der Nachbarorte abströmten. Von der Volkshalle bis zur Artilleriekaserne standen aus dem Gelände entlang der Grünberger Straße die Menschenmassen in vielfacher Tiefengliederung wie eine Mauer, um von hier aus den militärischen Vorgängen auf dem Paradefeld zuzuschauen. Viele junge Leute, denen ihr Beobachtungsstand inmitten des riesigen Menschengewühls nicht behagte, zogen es vor, auf die hohen Straßenbäume zu klettern, zum Teil bis hoch hinauf in die Spitzen, von wo aus sie allerdings als „Luftikusse" einen weit besseren Ueberblicf hatten denn viele, die sich dafür entschieden hatten, mit beiden Beinen auf der Erde zu bleiben. Es war manchmal geradezu gruselig anzuschauen, wenn man sah, welche Kletterkunststücke da angewandt wurden, um möglichst hoch hinauf zu kommen. Leider ereignete sich bei dieser Kletterei auch ein Unglücksfall, der zum Glück aber noch glimpflich abging. Ein Bub stürzte, infolge Abbrechens des Astes, einige Meter hoch von einem Baume ab, so daß die Sanitätsmannschaften zur Hilfe herbeigerufen werden mußten: glücklicherweise stellte sich bald heraus, daß der Junge mit einer leichten Verletzung am Knie davongekommen war. Im übrigen wurden die Männer der Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz noch fünfmal zur Hilfeleistung in Anspruch genommen, u. a. bei einigen Ohnmachtsanfällen: erfreulicherweise handelte es sich aber immer nur um harmlose Vorgänge. Unsere Polizei hatte bei ihren Absperrmäßnähmen alle Hände voll zu tun, um die riesige Menschenmenge rasch und reibungslos zu den Zuschauerplätzen zu bringen bzw. beim Abmarsch |o zu bewegen, daß alles gut und glatt abgehen konnte. Diese Anforderungen stellten die Polizeibeamten vor manche schwierige Aufgabe, die aber samt und sonders in vorbildlicher Weise mit Takt, Entgegenkommen und zum Teil auch einem trefflichen humoristischen Wort ausgezeichnet erfüllt wurden. Der Massenbesuch und die riesige Begeisterung von jung und alt für alle Vorgänge auf dem Paradefeld, die mit lebhaftestem Interesse verfolgt wurden, waren erneut eindrucksvolle Beweise dafür, wie stark unsere Gießener Garnison mit der Bevölkerung unserer Stadt und der Umgegend verbunden ist und wie aufrichtig die Sympathien aller Volksgenossen sind, die den Männern unserer prächtigen Wehrmacht allenthalben dargebracht werden. Aus der Stadt Gießen. „Unsere Amsel!" Mit dem ersten Dämmerschein ist sie da. Ob der letzte rosige Flaum des Abendrots lenzlich den Himmel verklärt, ober ob ein Aprilschauer die Stadt in graues Einerlei taucht: immer sitzt die Amsel wie ein Dachreiter auf dem First des Nachbarhauses und singt ihr weithin tönendes Lied. Das Lied klingt feierlich. Beinahe wie ein Choral, und doch auch wieder beschwingter, wie ein jubelndes Rufen und Jauchzen. Es ist viel Freude in diesem Gesang, der den Abendfrieden der Stadt merkwürdig spürbar macht und die Vorstellung weckt von stillen Feldern und dörflicher Geruhsamkeit. Und doch brandet nur wenige Schritte weiter der nimmermüde Verkehr, dessen Schall an den Häuserreihen der Straße verebbt Es ist eine Straße wie so viele andere. Nüchtern recken sich die Häuser mit ihren gleichmäßigen Fensterzeilen. Der fteinere Boden der Straße läßt keinen Krumen der Erde sichtbar werden, und nur der schmale Ausschnitt des Himmels gibt eine Ahnung von der lichten Weite einer baumbestandenen Landschaft, in der sich jetzt m tausend Wundern die lenzliche Wiederkehr erfüllt. Aber gerade deshalb hat das Lied der Amsel in dieser Straße einen so unbeschreiblich süßen Klang, und es ist, als ob sich alle Sehnsucht des Stadtbewohners nach grünen Auen und sonnigen Hängen darin verströmte. Weshalb es auch nicht weiter verwunderlich ist, daß der Amsel die Liebe aller Straßenbewohner gehört, die im Umkreis der Gesangsdarbietung ihre Behausung haben. Ist der Abend freundlich mild, so sind alle Fenster der Nachbarschaft geöffnet, und kein Bühnenstar kann sich rühmen, eine solch innerlich dankbare und gleichmäßig frohgestimmte Zuhörerschaft zu haben, wie „unsere Amsel". Denn daß es sich um „unsere Amsel" handelt, darüber herrscht bei allen Anwohnern vollkommenes Einvernehmen. Sie alle betrachten den singenden schwarzrockigen Vogel als zu ihrer Gemeinschaft gehörend, und wenn sie einen Besucher auf den schönen Gesang aufmerksam machen, so geschieht es mit jenem Stolz, mit dem etwa von der besonderen Leistung eines Familienangehörigen gesprochen wird. Die Amsel weiß indessen nichts von diesen Gefühlen herzlicher Zuneigung, die ihr entgegengebracht werden. Sie sitzt im Dämmerschein des Abends auf dem Dachfirst, und sie fitzt dort, wenn der Tag zu grauen beginnt. Und immer klingt ihr feierliches Lied, das sie singt, weil die geheimnisvolle Kraft der Natur ihr diesen Jubelruf gebietet. Aber daß ihr Gesang soviel Freude in jeder Straße entfacht, das ist ein stilles Glück, wie es im Alltagsleben dann und wann Einkehr hält. H. W. Sch. ■ . ’’’ ' OI V hin 9 Oer Forsythienstrauch Von Ilse Schmidt-Wissendorff. 216 142.5 115,75 166,4 133,25 1551 14b 1151 fli 1341 D-rrounbert den Kopf, hob Ranken auf und band ii- fest, stutzte überflüssige Aeste zu geordneter <4 61-X 12- 165- 152- - 98- 230-75 135-65 16b 129- 149,2 5 166- Um das Haus dehnt sich nach allen Seiten . eim alter Garten. Ein wenig verwildert freilich ist er., denn der greife, aber noch rüstige Herr, der bis Haus bewohnt, kümmert sich nur um die paar ° tz>emüse- und Blumenbeete die in unmittelbarer Mhe des Hauses an der Mauer liegen und läßt in übrigen Teil alles wuchern und ranken, wie es neig. Das hat für die, die aus dem Nachbarhaus Iii den Garten fchauen, auch seinen Reiz. Pappeln stehen in der einen Ecke, die sind vom K etterefeu ganz umsponnen. Die eine hat sich unter b r Last schon stark geneigt, jeder Sturm kann sie e.twurzeln ... und es fegen viele Stürme über boe Ebene daher. Die unteren Zweige des Baumes sind schon abgestorben, nur noch der Wipfel be= -Nun kam er auch zu dem Forsythienstrauch. Er- ihunt ging er um das unentwirrbare Gebilde IjTum, blickte fast hilfesuchend umher, schob die D Ütze ins Genick und begann vorerst mal zu p eilen Es war ersichtlich, daß er überlegte. Dann aber ewriff er die Schere und packte zu. Neben ihm d uften sich die abgeschnittenen Zweige hoher und immer höher. Vor ihm aber entstand aus dem Ge° kl* A 56- iJj to* | MA "iMpjj* A iv. ii! mi 99-51 201-? 01 ' 12]' 'n 1: i 195,5 141,75 1211 151,75 "Öl W 179,9, 1|[lj 144,75 f Sil 171 ](] w« 149,5 . 128J: tiin Ende. Abseits dieser Wildnis auf dem Rasen einer kleinen L chtung steht ein sehr alter Forsythienstrauch. Ich wsiß nicht, seit wieviel Jahren er dort schon wuchert, in Winter sieht er aus wie ein riesiger Reisig- huufen, den irgend jemand zusammengetragen, so bcht haben sich die Schichten der Zweige über- einanbergelegt, haben Ranken getrieben und ersticken ales, was unter ihnen lag, wehren Licht und Luft b n Zutritt. Ein paar kümmerliche Blüten wagten siih alljährlich an wenigen Stellen hervor und lie- 3 n durch ihre Armseligkeit den Strauch noch ver- imhrloster erscheinen. Nur im Sommer überzog bos Grün der feinen Blätter das Gewirr der unbe- jdjmittenen Aeste und versöhnte mit dem sonst trost- kifen Anblick. Es war an einem Tage dieses Winters, als das ^gewohnte Klippklapp einer Baumschere durch den Earten klang. Wahrhaftig, ein Gärtner hatte hier je nen Einzug gehalten, ging über die vergrasten ü-eqe und hielt Umschau, schüttelte hie und da ___________s.s«« önnf hnh Wnnfpn auf iinh band »X 18 g ünt sich leise im ersten Frühling. Unten am Bo- b n flammt krauses Gewirr des Seidelbastes, zün- bi n die Trollblumen ihre Leuchtkugeln an, breiten Lurikeln einen Samtteppich. Es ist des Blühens wirr etwas, was immer mehr Gestalt und Form gewann. Nun sah es schon aus, wie eine Trauerweide. Am Stamm riefelten die feinen Aeste herab wie Schleier und wehten befreit im Winde. Noch eine Reihe von Griffen, und auf dem alten Platz stand ein wundervoller breitausladender Strauch. Jetzt fuhr die Schere ein letztes Mal hinein, kürzte die Zweige alle zu gleicher Länge, wie ein Pagenköpfchen ... bie Arbeit des Gärtners war getan. Der erlöste Strauch aber begann die feine. Ein zarter rötlicher Hauch schimmerte unter der Rinde ... das Blut des Baumes stieg. Und nun nach den ersten warmen Winden, die von Süden kommen, steyt er in Blust. Wie ein goldgeflammtes Ballettröckchen bauscht sich der Behang um den Stamm, von dem nichts mehr zu sehen ist. Und der Wind ergreift die lichte Pracht und spielt mit ihr. Das wippt und wogt und ist übersät mit den lichtgoldenen Sternen, ist zierlich und kokett, voller Grazie und Schelmerei, wie eine kleine Primadonna. Die Vögel aber huschen durchs Gezweig, und blitzartig taucht ein Sonnenstrahl das ganze Bild für Minuten in flutendes Gold. Ganz jung ist der alte Forfytienstrauch wieder geworden, der es schon so lange vergessen hatte, was Mühen ist. Bühne und Film in Tokio. Don Rudolf Weise. Je länger man sich in Japan aufhält, um so schwieriger scheint es, viele Wesenszüge des japanischen Volkes zu verstehen. Besonders in den Großstädten begegnen dem Ausländer so viele Gegensätze zwischen Heute und Früher, daß es nicht leicht ist unter den Uebermalungen die ursprünglichen echten Farben alter Kultur zu entdecken Das Bild ändert sich jedoch, wenn man auf dem Lande den Bauern bei seiner Arbeit beobachtet. Oder wir versuchen, Bühne und Film zu studieren, wo sich die Seele des Volkes am ehesten offenbart. Freilich muß man Schwierigkeiten überwinden, um folgen zu können. Hauptsächlich sind es Sprache und Schrift. Statt des toten Buchstaben müssen wir bildhaft denken. Jedes Wort findet Ausdruck in einem gemalten Zeichen, dem „Charakter". Diese Schwierigkeiten haben auch die Uebersetzung wertvoller Werke über Theater und Theaterkunst verhindert, nur wenige gute Bücher sind übersetzt worden. Wir finden auch auf modernen Bühnen neben der Revue amerikanischer Herkunft düstere Szenen aus klassischen Dramen, Schmuckstücke darstellerischer Kunst, die weit mehr bewegen, als eine auf japanischem Boden nur mühsam gedeihende Revuespielerei. Aus der anderen Seite steht die Kunst des Erzählens. Neben leichtem Humor wächst die bissige Satire, die Selbstverspottung. In früheren Zeiten traten die Geschichtenerzähler in der „Dose" auf, kleinen Bühnen für Schauspieler, Liedersänger, Musiker und Redner. Diese Kleinbühnen waren schon am Absterben, als sie durch den Rundfunk zu neuem Leben erwachten, und die heiteren Erzähler sind heute so volkstümlich wie je. Der Rundfunk scheint für diese Unterhaltung wie geschaffen, denn der „ha- nashi-ka" (der Erzähler) ist kein Schauspieler, sondern nur ein Sprechender. Es ist eine seltsame Erscheinung, daß, je härter das Schicksal zupackt, um so mehr leichteste Vergnügungen volkstümlich werden. In Japan war es früher die „Dose", in denen man fein Leid zu vergessen und sich Glück vorzutäuschen suchte. Nach dem großen Erdbeben, das Dokohama buchstäblich zerstörte und furchtbares Leid über Tokio brachte, schossen Tanzhallen, Bars und Dielen aus dem Boden. Hier äußert sich noch ein weiterer Charakterzug des Japaners: nicht feine wahren Gefühle der Oef- fentlichkeit zeigen. Das mag auch eine Erklärung dafür fein, daß sich das „Kabuki-Theater" unverminderten Zuspruchs erfreut. Hier kann der Japaner feinen Gefühlen und Träumen freien Lauf lasten, die zurückzuhalten Sitte und Anstand erfordern. Das berühmteste Drama sind die „Siebenundvierzig Ronins" oder „Chufhingura". Um den Tod ihres Herrn zu rächen, opfern siebenundvierzig feiner Gefolgsleute Hab und Gut und warten jahrelang, um den Feind ihres Herrn zu strafen. Die Japaner sagen, daß nach europäischer Vorstellung mit der Ermordung des Feindes das Stück zu' Ende geführt fei. Aber in Japan wartet alles auf das Selbstopfer, auf das „Harakiri" der treuen Gefolgsleute, den Abschluß des Dramas. Das ist der leitende Gedanke des japanischen Dramas von altersher, er ist es noch heute. In den letzten Wochen zeigten Bühne und Film in Tokio zwei bemerkenswerte Beispiele dieses das Selbstopfer verherrlichenden Themas. Fräulein Mi- zutani Uaeko, die bekannteste Schauspielerin in Japan, spielt die Rolle der Tochter eines reichen Kaufmanns, der von dem Masao I n o u y e, einem älteren Künstler der neuen Schule, dargestellt wird. Der Kaufmann hält sich eine Geisha als Hausfrau. Später, als sie alt wird, nimmt er sich ihre Tochter zur Nebenfrau. Plötzlich verliert er bei einem Bankkrach sein Vermögen. Seine einzige Rettung sind 50 OOO Pen, die seine Frau heimlich gespart hat. Sie schlägt aber seine Bitte auf Herausgabe des Geldes ab, denn sie hat zu bittere Erfahrungen mit ihrem Mann gemacht, der sie besonders dadurch demütigte, daß er ihre eigene Tochter zur Nebenfrau nahm. So muß der Kaufmann Bankerott erklären und wird schwermütig. Als nun die Tochter von der Weigerung der Mutter härt, versucht sie, ihre Mutter zur Nachgiebigkeit zu bewegen. Aber diese weigert sich harnäckig und beschwort die Tochter, zu ihr zu halten gegen den Vater, der ihr Leben zerstört habe. Aber die Tochter, im Kampf zwischen Vater, Freund und Mutter, entscheidet sich für den kranken Vater, eilt zu ihm, schließt ihn in die Arme und weint. Hier fällt der Vorhang. Dem Europäer scheint der Schluß unverständlich, das Verhalten der Tochter unbegreiflich, während er Mitleid für die Mutter fühlt und ihre Haltung als richtig empfindet. Die japanischen Zuschauer sehen in dem Verhalten der Tochter, die ihre Mutter verläßt, um den kranken Vater zu schützen, den richtigen, für die Japanerin vorgeschriebenen Weg. Sie muß ihrem Gatten alles, auch das Leben zum Opfer bringen. * In einem Film, der gegenwärtig im Nippon Ge- kijo, dem größten Kino in Fernost, läuft, wird die Uneigennützigkeit. eines Bruders verherrlicht, der aus Liebe zur Schwester sich opfert. Die Schwester begeht einen Fehltritt; sie fühlt sich Mutter, aber der Vater des Kindes verschwindet. Nun zeigt der Film Uneigennützigkeit und Selbstopferung des Bruders und der Schwester. Da die Schwester wegen ihres Fehltritts von ihren Eltern beschimpft wird, versucht er durch schlechtes Benehmen den Zorn der Eltern von der Schwester auf sich selbst zu lenken. Er behandelt seine Schwester noch schlechter als die Eltern es tun. Er erreicht seinen Zweck, denn die Eltern kommen zu der Ueberzeugung, daß sie die Tochter vor dem Bruder schützen müssen, der noch viel schlechter erscheint als die Tochter. In einer dramatischen Szene erkennt der Zuschauer jedoch die wahre Geschwifterliebe. Als nämlich der Bruder ' eines Tages den Geliebten seiner Schwester trifft, stürzt er sich auf ihn und würgt ihn fast zu Tode. Die Zuschauer meinen, sie erkennen, daß der Bruder sich für seine Schwester opferte. Aber die Handlung geht weiter. Ihr Geliebter kehrt zurück und bietet ihr die Heirat an. Da sie aber inzwischen Geisha geworden ist und nicht will, daß der von ihr geliebte Mann eine gesunkene Frau heiratet, beschimpft sie ihn und behauptet, ihn zu hassen. So opfert sie sich für das Glück ihres Geliebten. Alo kein „happy end“, wenigstens für Europäer oder Amerikaner nicht. Aber es ist der einzig denkbare Abschluß für den Japaner, der Opfer und Selbstlosigkeit fordert. Ein Ausgang „.. .und sie lebten glücklich und friedlich" eignet sich nach japanischer Vorstellung nur für Kindermärchen. Vornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Das Schloß im Wind". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die gläserne Kugel". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alles für Veronika". Stadttheater Gießen. Der Uraufführungserfola „Das Schloß im Wind" geht heute Abend als 28. Vorstellung der Mittwoch- Miete in Szene. Spielleitung der Intendant. Die Aufführung läuft in der Besetzung der Uraufführung und dauert von 19.30 bis 22 Uhr. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Betr.: Theaterbesuch. Die Operette „Die Dorothee" kann am Sonntag, 2. Mai, von uns zum Preis von 1 Mark besucht werden. Karten können gegen Vorzeigen des Ausweises an der Theaterkasse abgeholt werden. Bann 116, Unterbann 1/116. Am Donnerstag, 22. April, um 20.30 Uhr, treten alle Geff., Scharf., Kamf. des Unterbannes I zur Schulung am Heim, Walltorstraße 38, an. Winterdienstanzug. Die deutsche Arbeitsfront U.9.=Gcmcinf(haft,, straft durch frriiöe' Amt Reisen, Wandern und Urlaub. Sonntagsfahrt mit dem Omnibus an den Rhein. Am Sonntag, 2. Mai, führen wir eine Tagesomnibusfahrt an den Rhein durch. Die Fahrt geht von Gießen über Montabaur durch den Westerwald nach Ehrenbreitstein, von dort geht es nach Braubach. Hier ist Gelegenheit gegeben, die herrliche Marksburg zu besichtigen. Don Braubach führt uns der Weg nach Bad Ems. Von diesem schönen Bad fährt der Omnibus durch das reizvolle Lahntal nach Gießen. Preis der Fahrt: 5,50 Mark. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle entgegen. Amt Feierabend. Letzte Sondervorstellung der Oper „Zar und Zimmermann". Am Samstag, 24. dieses Monats, bringen wir als letzte Opernaufführung dieser Spielzeit die komische Oper von Lortzing „Zar und Zimmermann". Beginn 19.30 Uhr. Die Eintrittspreise sind 1,00 und 1,20 Mark. Karten sind auf der Kreisdienststelle zu haben. Anschrift und Sprechstunden beachten. NSG. Es besteht Veranlassung, erneut auf folgendes hinzuweisen: Die Anschrift der Gauleitung lautet: Gauleitung Hessen-Nassau der NSDAP., Frankfurt a, M., Postfach 1636. Bei allen Anfragen ist stets die betoeffende Abteilung und das Aktenzeichen anzugeben, da sonst eine ordnungsgemäße Bearbeitung nicht erfolgen kann. Die Sprechstunden der Gauleitung sind:. Vormittags: Dienstag bis Freitag von 10.' bis 12 Uhr. Nachmittags: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 17 Uhr. Verbesserung derfchulturnenschenArbeitsverhältnisse in den höheren Schulen Hessens. LPD. Die körperliche Ertüchtigung der gesamten »?n Jugend ist vom Führer als eine wesent- ufgabe neben der HI. und dem BDM. insbesondere der Schule gestellt worden, und hier sind ja auch in den letzten Jahren ganz bedeutende Erfolge erzielt worden, die sich in den alljährlichen Schulmeisterschaften auf den verschiedensten Sportgebieten der Jungen und Mädels dartun. Um die schulturnerischen Arbeitsoerhältnisse zu verbessern, wurden soeben vom Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — alle höheren Schulen Hessens aufgefordert, einen Ueberblick über die ungefähren Gesamtkosten für den An- bzw. Ausbau von Umkleide-, Wasch- und Geräteräumen, sowie für Erstellung besonderer Boxräume und zur Instandsetzung und Erweiterung von Spiel- und Sportplätzen an den höheren Lehranstalten bis 1. Mai einzureichen. In einem auf drei Jahre berechneten Bauprogramm sind alle erforderlichen Bauvorhaben, nach Dringlichkeit geordnet und mit Angabe der von der zuständigen Baubehörde geschützten Kosten, aufzuführen, wobei von technischen Bauentwürfen und Kostenüberschlägen abgesehen wer- Vereidigung von 1OOO Amtswaltern und Amtswalterinnen. Das Eafä Leib war am gestrigen Dienstagabend, am Geburtstag des Führers, überfüllt von den Amtswaltern und Amtswalterinnen, die mit ihren Ortsgruppenleitern aus der näheren und weiteren Umgebung von Gießen hierhergekommen waren, um auf den Führer vereidigt zu werden. Mit dem Einmarsch der Fahne begann die Feierstunde, der als Beauftragter des Gauleiters für die Vereidigung der Gauobmann der DAF. Becker, Frankfurt a. M., beiwohnte. Nach der Meldung der etwa 1000 Amtswalter und Amtswalterinnen durch den Kreisausbilder Dr. Kopp leitete eine kurze Übertragung aus München zu der Ansprache des Kreisgeschcistsführers Holländer über, der mit zündenden Worten zu den Zuhörern sprach. Er erinnerte daran, daß überall in Deutschland, in Stadt und Land dem Führer die herzlichsten Wünsche der deutschen Volksgenossen dargebracht werden, daß sich in vielfältiger Weise die Liebe, Dankbarkeit und Treue offenbaren, die aus den Herzen aller Volksgenossen dem Manne gelten, der der Führer aller Deutschen wurde. Er betonte weiter die starke Glaubenskraft der Seele, die von allen deutschen Menschen dem Führer als schönste Geburtstagsgabe für feine schwere Aufgabe im hingebungsvollen Dienste des deutschen Volkes zur Stärkung und Stutze bekundet wird. Der Redner ließ dann in kurzen Worten die Erinnerung an die schwere Zeit des Kampfes des Führers bis zur Gewinnung feines ganzen deutschen Volkes lebendig werden, er erwähnte die großen Opfer und die unermüdliche Einsatzbereitschaft der Kampfgefährten des Führers, die aber immer wieder übertroffen wurden von dem großen Opfer und dem nie zu Überbietenden Willenseinsatz eines einzigen Mannes, den eine gütige Vorsehung dem deutschen Volke in der Nacht der tiefsten Erniedrigung gab, unseres Führers Adolf Hitler. Mit stolzer Freude hob der Redner weiter hervor, daß unsere Generation einst von den Nachfahren beneidet werden wird, weil wir das große Glück haben, mit Adolf Hitler als Führer zusammen zu arbeiten, kämpfen und opfern zu dürfen für unser deutsches Volk und weil wir vom Schicksal die Auszeichnung erhielten, von dem Führer lernen zu können, wie großzügig zu denken und zu handeln und die Sache der Nation über das Interesse der einzelnen Persönlichkeit zu stellen ist. Der Redner stellte bann mit eindringlichen Worten allen Volksgenossen unseren Führer Adolf Hitler als das Gewissen der Nation vor die Seele, als den unermüdlichen Kämpfer für die Wiederaufrichtung der Nation, als den ersten Arbeiter, der unser Volk zu einem geschlossenen Block zusammenfügte. Daran knüpfte der Redner die ernste Ermahnung, allezeit dieser Größe des Lebens und Wirkens des Führers uns würdig zu erweisen, indem wir voll unerschütterlichem Glauben und Vertrauen an den Führer mit ihm kämpfen und arbeiten für unser Volk und das Glück unserer Kinder. Mit der Aufforderung an die zur Vereidigung angetretenen Amtswalter und Amtswalterinnen, darüber hinaus aber auch an alle deutschen Volksgenossen, stets und überall so zu handeln, daß wir vor dem Führer in Ehren bestehen können, 'schloß der Redner seine Ansprache, die er in die Worte ausklingen ließ: Adolf Hitler wurde für Deutschland geboren. Handelt so, daß sein Geilt immer wieder neu erstehe in euren Taten! Nur so kann unser Führer ewig sein, denn er wird leben im deutschen Herzen und der Geist der Nation wird Geist von seinem Geiste sein. In ihm werden dann leben die kommenden Geschlechter, durch ihn werden sie überwinden Not und Gefahr! Seinen Namen im Herzen mögen sie ziehen in die Ewigkeit! Im Kampf und Streit entscheide bis in die ferne Zukunft der Name Adolf Hitler den Sieg. Denn dieser Name ist der Garant, daß es der Sieg des deutschen Volkes ist. Erfüllt die Ausgabe, die der Führer euch stellt! Seid treu, bann seid ihr ihm nahe! Unb wenn bu ehrlich sagen kanst, ich habe getan, was ich tun konnte, so seib sicher, daß ihr dem Führer zu seinem Geburtstage nichts Besseres geben konntet, bann gabt ihr euch ihm selber! Große Stille herrschte nach dieser Ansprache im Saal. Dann wurde die Ansprache des Reichsministers Rudolf Heß übertragen, unb gemeinsam ^schwuren bie Tausend dem Führer die Treue. Kreisgeschäftsführer Holländer brachte hierauf bas Sieg-Heil auf ben Führer aus, unb mit dem Gesang der Nationallieder klang die Feierstunde aus. den kann, die nur in besonders dringlichen Fällen unter Begründung anzufügen sind. Auch die wesentliche Frage, ob unb in welchem Umfange der nicht- staatliche Unterhaltungsträger sich zur Uebernahme der entstehenden Kosten bereit erklärt hat, muß beantwortet werden. Wie groß der Fortschritt gegenüber früheren Jahren, da man dem Schulturnen unb -spiel kaum Lebensrecht zugestanb, heute ist, $eigt bie Anleitung, baß bei Berechnung der gekennzeichneten Bedürfnisse der Schulen vier Turn- und zwei Spielstunden wöchentlich zugrunde zu legen sind, womit jedoch der endgültigen Festsetzung der künftigen Stundenzahlen für die körperliche Erziehung in der Schule nicht vorgegriffen wird. Baldur von Echirach kommt nach Frankfurt. Große HJ.-Führer-Tagung am 7. Mal. NSG. Wie in den Vorjahren, ist auch die diesjährige Sommerarbeit der nationalsozialistischen Jugend durch große Führertagungen eingeleitet worden, bie im Laufe ber Monate April unb Mai alle 25 Gebiete bes Reiches erfassen. Der Jugenbführer bes Deutschen Reiches unb Stabsführer Lauterbacher werden auf diesen Appellen den Führern der HI. unb des Deutschen Jungvolkes sowie ben Führerinnen bes BDM. unb des Jungmädelbundes bie Ziele unb bie großen Linien ber Schulungs- unb Ertüchtigungsarbeit einbringlich klarlegen, barüber hinaus ber Elternschaft unb ber weiten Öffentlichkeit Aufschluß über bie Aufgaben geben, bie ber Reichs- jugenbführer ber Jugenb für bie fommenben Monate stellt. Im Gau Heffen-Nasfau eröffnete in ben Jahren 1934 bis 1936 jeweils Stabsführer Hartmann Lauterbacher einen neuen Abschnitt. Am 7. Mai wirb nun, ber Reichsjugendführer selbst zur Jugend unseres Gaues sprechen und zu neuem Einsatz begeistern. Schuht die Weidenkätzchen! Alljährlich kann man es im Frühjahr immer wieder beobachten, in welch seltsamer Weise sich die Naturliebe mancher Menschen offenbart. Anstatt sich während ber Wanderung durch Wald unb Feld an all dem jungen, frischen Grün zu erfreuen, fühlen sie sich von dem Drang beseelt, alle nur erreichbaren Zweige, deren Grün sich schon besonders schön entwickelt hat, abzubrechen unb mit nach Hause zu nehmen. Besondere Vorliebe genießen in dieser Beziehung die Weidenkätzchen. Gedankenlos werden an Wegen unb Feldrainen die Sträucher ihres ersten Schmuckes beraubt, unb bie meisten Menschen denken gar nicht daran, wie abstoßend ber Anblick eines solchen geplünderten Baumes auf den Naturfreund wirkt und daß sie anderen Volksgenossen durch ihre Handlungsweise empfindlichen Schaden zu gefügt haben. Gewiß entspringt dieses Tun niemals einer Böswilligkeit; ja, es ist auch zu verstehen, daß man nach ben langen Wintermonaten seine besondere Freude an dem hübschen, silbergrauen und in der Sonne hellglänzenden Pelzkleide ber Weidenkätzchen hat und sicy auch gern noch in den nächsten Tagen zu Hause an ihnen erfreuen möchte. Doch ist dies noch kein Grund, einen blühenden Strauch seines Schmuckes zu berauben. Doch abgesehen von ben ideellen Werten, die alle diese ersten Wunder der Natur in sich bergen, sollte jeder Mensch sich darüber klar sein, daß die blühenden Sträucher nicht ausschließlich zur Zierde bes Weges dienen, sondern innerhalb ihrer Lebensgemeinschaft in Feld, Wald aber Garten eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen haben. Gerade die Weidenkätzchen sind für unsere Bienenzucht von großer Bedeutung. Den Bienen bieten sie im Frühling bei ihren ersten Ausflügen die notwendige Nahrung, indem sie ihnen Nektar und Blütenstaub spenden. Nimmt ihnen ber einzelne Spaziergänger diese Möglichkeit, so schadet er einmal der Volksgemeinschaft, da er den Bienen im zeitigen Frühjahr die einzige Nahrung für den Bau ihrer Waben entzieht, zum anderen fügt er dem Imker erheblichen Schaden zu, ber ganz besonderen Wert auf die Pflege unb ben Schutz feiner frühen Bienenweibe legt. Jeder, der bie Natur liebt, sollte durch Aufklärung unb persönlichen Einsatz mit dazu beitragen, daß derartige Uebergriffe verständnisloser Mitmenschen in Zukunft immer seltener werden — zum Wohle des fleißigen Bienenvolkes und auch zum Wohle der Allgemeinheit. Gefechtsschießen bei Langd. Am morgigen Donnerstag, 22. April, findet von 7 bis 18 Uhr ein Gefechtsschießen im Raume von Langd — Rodheim — Rabertshausen — Ulfa — Stornfels statt. Das gefährdete Gelände innerhalb dieses Raumes wird während des Schießens von ber Truppe abgesperrt. Den Weisungen ber Ab- sperrposten ist unbebingt Folge zu leisten. Das Betreten bes gefährdeten Gebietes ist für bie Dauer des Gefechtsschießens verboten. Während der Schießübungen werden folgenve Straßen, soweit sie im Kreise Gießen liegen, ge- sperrt: 1. Straße Langd — Ulfa, 2. Straße Ra- RUHL Seltersweg Nr. 67 I adl'O Telephon Nr. 3170 I eparaturen 1897D | bertshausen — Ulfa, 3. Gemeindeweg Langd — Schotten. Umleitung innerhalb bes Kreises Gießen erfolgt über Rabertshausen — Ulfaer Kreuz — Ulfa. * ** Zur Bekämpfung ber Schweine, rotlaufseuche müssen die Besitzer von Schwei, neu bie ersorberlichen Angaben für bie Anlage einer Jmpsliste in ber Zeit vom 22. bis 24. April bei ber Bürgermeisterei machen. Große Strafkammer Gießen. Der wegen ähnlicher Delikte schon vorbestrafte Adolf Volzel aus Wieseck Hatte sich gestern vor der Großen Strafkammer wegen Rassenschande zu verantworten. Vor und auch noch nach dem In- trafttreten des Blutschutzgesetzes hatte er ein intimes Verhältnis mit einer Jüdin unterhalten. Das Gericht verurteilte ihn wegen Verbrechens gegen das Blutschutzgesetz zu einer Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten. 1 Monat und 3 Wochen ber Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Aus der engeren Heimat. Karl Linck 75 Jahre alt. 6. Schotten, 19. April. Welcher Beliebtheit sich ber hier im Ruhestand lebende Lehrer und DHC.-Bruder Karl Linck erfreut, erwies sich bei seiner gestrigen 75. Geburtstagsfeier. Frühmorgens erfreute ihn der Mufikverein durch ein Morgenständchen, mittags fang ihm der Gesangverein Rudingshain, dessen Ehrendirigent er ist. Abends versammelten sich seine Freunde im „Hessischen Haus". Apotheker S c r i b a begrüßte die zahlreiche Runde unb pries gebührend das Geburtstagskind. Der erste Vorsitzende des Gesamtvereins vom VHC., Dr. Bruchhäuser (Ulrichstein), überbrachte bie Glückwünsche und Grüße des Deutschen Gebirgs- und Wandervereins unb des Reichswanderführers Prof. Dr. Werner. Zu Ehren von Karl Linck wirb ein Zimmer im Klubhaus auf bem Hoherods- kopf ben Namen „Karl-Linck-Zimmer" führen. Namens ber engeren Schottener Freunbe überreichte Bürgermeister Menge! in launigen Worten dem Jubilar ein Heimatbild und VHC.-Bruder Prof. W e i ß b a r t (Büdingen) namens der Schriftleitung ber VHC.-Zeitschrift „Der Vogelsberg", ein sinniges Geschenk. Viele auswärtige Zweigvereine des VHC. hatten Vertreter zu ber Feier gesandt bzw. telegraphisch ihre Glückwünsche übermittelt. Der Schottener Männerchor erschien, trug passende Chore vor unb ließ Karl Linck durch seinen Sprecher Grandhomme zum Ehrenmitglied ernennen. Schon 53 Jahre weilt Karl Linck in seinem geliebten Vogelsberg, und er hat sich durch sein vorbildliches, gemeinnütziges, völkisches Wirken (Gründung der Molkerei Hoherodskopf, ber Vogelsberger Volksbank, vieler Zweigvereine bes VHC. unb Gesang« Skandal um Dr. Vandergruen Roman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werbau i. S. 22. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Na, hoffen wir's. — Komm, wir wollen hineingehen!" Unter ber Tür kommt ihnen das Mädchen Else entgegen. „Herr Doktor, Da sind zwei Herren, bie Sie sprechen wollen." Stefan zuckt die Schultern unb begibt sich nach vorne. In ber Diele stehen zwei Herren in schwarzen Gummimänteln, bie mit großer Aufmerksamkeit einen an ber Wand hängenden japanischen Holzschnitt betrachten. In ben Händen tragen sie Aktenmappen. Als ber Doktor hereinkommt, brehen sie sich beibe um unb gehen ihm langsam entgegen. „Herr Doktor Vandergruen?" „Gewiß! — Was führt bie Herren zu mir?" „Kriminalpolizei! — Wir haben einen Durch- suckungsbefehl. Dürfen wir Sie bitten, uns keine Schwierigkeiten zu machen!" Dr. Vandergruen vermag nicht gleich bie Antwort zu geben. Er starrt die beiden an, als seien sie Gespenster. Dann reißt er sich zusammen. „Bitte!" sagt er kurz. „Ich vermute, daß Sie sich zunächst für mein Arbeitszimmer interessieren werden." „Allerdings!" Er geht voraus, die Herren folgen. In feinem Innern brennt die Scham. Er kann sich nicht vorstellen, was diese Maßnahme zu bedeuten hat. Er weiß nur, daß er irgendwie in Das Räderwerk eines irrsinnigen Verhängnisses geraten ist. Er mochte schreien, sich wehren, mochte mit einer gewaltigen Kraftanstrengung das Netz zerreißen. Aber wie kann man das, wenn man im finstern tappt? Die Beamten betreten das Studierzimmer, gehen geradewegs auf den Schreibtisch zu, öffnen bie Schublade und holen nach kurzem Suchen ben japanischen Geheimtext heraus. Der eine von beiden öffnet seine Mappe unb entnimmt ihr eine Photographie, auf ber eine japanische Handschrift abgebildet ist. Die Beamten vergleichen aufmerksam und stellen fest, daß die beiden Texte völlig übereinstimmen. Auch die Anordnung der Schriftzeichen ist dieselbe. Offensichtlich ist das Bild eine Kopie von Dr. Vander- gruens Dokument. „Sie machen einem die Arbeit wahrhaftig leicht, Herr Doktor! Sehr unvorsichtig, daß Sie so gefährliche Dokumente derart oberflächlich aufbewahren!" „Um Himmels willen, meine Herren, was soll das heißen? Wieso ein gefährliches Dokument? Ich habe keine Ahnung, wie die Ueberfetzung lautet, obwohl ich mir feit Tagen darüber den Kopf zerbreche!" Der eine Beamte lächelt nachsichtig. „Erzählen Sie uns doch keine Ammenmärchen, Herr Doktor Vandergruen! Außerdem find wir nicht die zuständige Stelle zur Entgegennahme Ihrer Einwendungen. Das können Sie alles zur gegebenen Zeit dem Herrn Untersuchungsrichter erzählen." Stefan hat ein Gefühl, als wollte ihm ber Herzschlag aussetzen. „Sie wollen -v damit doch nicht sagen, daß ich--?" „Leider ja! Wir müssen Sie bitten, uns zu folgen. Hier der Haftbefehl!" „Das ist ja heller Wahnsinn!" Stefan schreit es. Er muß seine ganze Willenskraft zusammennehmen, um nicht wie ein Tobsüchtiger um sich zu schlagen. „Das Dokument ist gar nicht mein Eigentum. Es ist mir hur überlassen worden, damit ich versuchen sollte, es zu übersetzen." „Unb von wem ist es Ihnen überlassen worden?" „Keine Ahnung, wie ber Mann heißt! Er wollte es in den nächsten Tagen wieder abholen." „Aha, also wieder einmal ber große Unbekannte! Finden Sie nicht selbst, daß diese Ausrede allmählich abgegriffen wirkt? — Also bitte, unser Wagen wartet draußen!" Stefan preßt verzweifelt bie Hände ineinander. „Mein Gott, das — das kann doch nur ein Mißverständnis sein! Ich protestiere dagegen, daß man — lediglich auf vage Verdachtsmomente hin — Maßnahmen ergreift, die in ihren Folgen unabsehbar sind." „Das zu beurteilen ist nicht unsere Sache. — Wie ist es, wünschen Sie etwas mitzunehmen?" „Kann ich denn nicht wenigstens erfahren, wessen man mich beschuldigt?" Die Beamten sehen einander an. „Warum schließlich nicht? — Schmuggel unb Handel mit Rauschgiften!" Vandergruen starrt auf ben Sprechenben, als sei er verhext. „Unb Diesen Irrsinn glaubt jemanb?" „Vermutlich liegen ausreichende Beweise vor, denn sonst hätten mir keinen Haftbefehl!" Vandergruen beginnt unbändig zu lachen. Ein wahrer Krampf schüttelt ihn. Als es ihm endlich gelungen ist, sich zu beruhigen, hat auch die unerträgliche Anspannung feiner Nerven nachgelassen. Er vermag sich mit einiger Fassung ben wartenden Beamten zur Verfügung zu stellen. „Ist mochte noch meine Schwester informieren und meine Zahnbürste mit ein paar anderen Kleinigkeiten aus dem Schlafzimmer holen." Die Beamten lächeln. Sie haben Verständnis für Galgenhumor, die einzige Art von Humor, bie ihnen in ihrem Beruf begegnet. Maria braucht eine Weile, bis sie das Furchtbare in seiner ganzen Tragweite begriffen hat. Als sie aber erfährt, wessen man ihren Bruder beschuldigt, ba gewinnt sie ihre Haltung zurück. „Das kann nicht lange anstehen, und außerdem kommst bu nun endlich einmal zu den Ferien, für bie bu immer keine Zeit hattest." Stefan preßt ihre Hand, bankbar, baß sie ihm so mutig über den schweren Augenblick des Abschieds hinweghilft. „Also mach's gut, Mariandl!" „Keine Sorge, Steff! Laß auch bu dich nicht unterkriegen Wir sind schon mit Schlimmerem fertig geworden." — Noch am gleichen Tag wird Stefan Vandergruen dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Dr. Michaels ist eine ungewöhnliche Erscheinung. Dieser hohe, schmale Schädel mit den durchgeistigten Zügen zwingt jeden in feinen Bann, Der mit dem Mann zu tun hat. „Ich skizziere bie Sachlage, Herr Doktor. Je genauer wir alle vorliegenden Einzelheiten durchleuchten, desto eher werden wir die Hintergründe und die Drahtzieher dieses Falles aufdecken können. — Sie find Dozent an der hiesigen Universität?" „Jawohl!" „Wohl überflüssig, zu fragen, daß Sie das Japanische in Wort unb Schrift beherrschen?" „So ist es!" „Können Sie mir an Hanb bes vorliegenben Textes einige informatorische Belehrungen über bas Wesen ber japanischen Schrift geben? Ich habe mich von jeher für Sprachen interessiert. Jedes Zeichen ist ein Wort, nicht wahr?" „Ja, soweit es die chinesischen Schriftzeichen betrifft. Das Japanische verwendet daneben noch eine Silbenschrift." Und nun beginnt eine Vernehmung, wie sie in ben Gerichtsakten wohl kaum jemals verzeichnet wurde. Dr. Michaels war ber eifrigste Schüler, ben sich Dr. Vandergruen wünschen konnte. Der Protokollführer, ein neugebackener Referen« bar, bemüht sich zuerst reblich, mit seinem Stenogramm zurechtzukommen. Aber schließlich gibt er es auf unb benützt bie Gelegenheit, feinen versäumten Mittagsschlaf nachzuholen. Allmählich wirb aber Stefan Vanbergruen ungeduldig. Das Interesse des Herrn Untersuchungsrichters für die sinologische Wissenschaft ist ja sehr schön, aber schließlich steht er doch vor dem Mann, um feine Freilassung zu erwirken. Als er sich gerade in diesem Sinne äußern will, beendet der Untersuchungsrichter den Sprachkursus. „Sie behaupten also, zu diesem Schriftstück in keinerlei innerer Beziehung zu stehen?" „Es ist mir lediglich mit der Bitte ausgehändigt worden, eine Ueberfetzung zu versuchen, bie mir aber bis heute nicht gelungen ist." „Am besten ist es, wenn Sie mir einen kurzen Umriß alles besten geben, was mit biefer Sache zusammenhängt." Und Dr. Vandergruen beginnt zu erzählen. „Vor etwa zehn Tagen kam ein Mann zu mir, angeblich ein Händler mit chinesischen und japanischen Altertümern, und brachte mir das Dokument. Er sagte mir, daß er es in einer seiner letzten Warenlieferungen gefunden habe, ohne sich erklären zu können, was das Schriftstück zu bedeuten habe. Ob ich es ihm nicht übersetzen könne. Es scheine sich um einen Geheimtext zu handeln. — Da ich mich für solche Sachen sehr interessiere, sagte ich ihm meine Hilfe zu." (Fortsetzung folgt!) Nr. 67 3170 1897D 'chweivr, D.Dn SkhUj, die Anla« 113 24. V hgb. lÖj ;& Hn,; » d» L T < Sb«6«"t 5 h & o Eberstadt, 20. April. Im Saal der alten Schule sand dieser Tage ein Missionsabend statt, bei dem nach herzlicher Begrüßung durch Pfarrer K ö d d i n g und nach einem gemeinsamen Sieb Fräulein F a u st (Wiesbaden) über bie Arbeit in ber Mohammedaner-Mission sprach. Die Rednerin gab vor allem einen Einblick in das Leben und das Schicksal der islamischen Frau. Pfarrer K ö d - ding dankte ber Rednerin und schloß ben Abend mit Gebet und Lied. — Arn heutigen Mittwoch, 21 April, können ber Schrniedernetster Wilhelm Schäfer und seine Ehefrau Marie, geb. Alles, bas Fest ber silbernen Hochzeit feiern. Wilhelm Schäfer hat sich durch seine Tüchtigkeit und seinen Fleiß eine zahlreiche Kundschaft erworben, die treu zu dem Meister steht. Der Jubilar erfreut sich auch innerhalb des Dorfgemeinschasts- und des Vereinslebens allgemeinen Ansehens. Er ist ein eifriger Förderer der Kriegerkameradschaft, mar 24 Jahre lang aktiver Sänger und ist einer ber Mitbegründer des Turnvereins. 4- Birklar, 20. April. Im gutbesetzten Düring- schen Saal fand am Sonntag ein V o l k sa e m e i n- schaftsabend des Fähnleins 15 (Langsdorf) unb ber Schar 3 (Birklar) statt. Scharführer Wolf eröffnete ben Abenb. Der Führer des Fähnleins 15, Schäfer, sprach bann über das Wollen ber Jugend und über ben Sinn ber von ihr gepflegten Volksgemeinschaftsabende. Im Verlaufe bes Abends gelangten einige luftige Theaterstücke zur Aufführung, außerbem wurden Mundartgedichte vorgetragen, die reichen Beifall fanden. Der hiestae Gesangverein trug durch einige Lieder zur Verschönerung des Abeicks bei. T Nied er-B essingen, 19. April. Dieser Tage fand hier im Saale von Wilhelm Lotz III. eine Kundgebung ber Deutschen A r - beits front statt. Pa. Jung (Gießen) von ber Kreiswaltung ber Deutschen Arbeitsfront sprach in längeren Ausführungen über das Thema „Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront". Kreis Friedberg. gfs. Butzbach, 19. April. In diesen Tagen beginnt hier ber Reichsmütterdienst einen Lehrgang in Säuglingspflege. Die Leitung übernimmt Schwester Hildegard Pfannkuche. Eine große Anzahl Teilnehmerinnen haben sich gemeldet. pb. Butzbach, 20. April. Der Alice- F r a u e n n e r e i n , Ortsgruppe Butzbach, veranstaltete im „Hessischen Hof" einen Werbe- und Unterhaltungsabend, der gut besucht war. Nach einem einleitenden Musikstück und einem Dorspruch Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstr6 5*3 nimml ihn weg/ GLORIA Roßkastanie Rotwein 417 Die Schaufenster saßen Ihnen mehr! 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