1 m > übet • Te> lQum» '340; ndelz. worb, bnjen ijteni M onunö ): Ur- n der Hafts- nmien. en. - Hern. 37. _ Spinn- Unorb» m. US Erstes Blatt 187. Jahrgang 5reitag,21.Mai 1957 Lrjchelm tüg »ich. außer Sonntags and Feiertag» Beilagen: Die 3Uu|trterti Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Monats* Bezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. i.tiö Ohne 3Uuftrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe anter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Siesten Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfttatr Such- und Steindruckerei R. Lange in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme oon Anzetgen für die Mitlagsnummer 6is8l/.lU)r des Dormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rps., für Text» anzeigen oon 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach üorl). 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Viele von ihnen benutzten den Vormittag, um dem prächtigen Flaggschiff des Admirals Nelson, dem Dreimaster „Victory" einen Besuch abzustatten und in Andacht an der Stelle zu verweilen, wo der Begründer der englischen Seeherrschaft am 21. Oktober 1805 von einer Musketenkugel zu Boden gestreckt wurde. Ehrfürchtig stehen sie entblößten Hauptes unter Deck an dem Platze, wo Nelson den letzten Atemzug tat und ein meisterhaftes Bild in schwerem Goldrahmen die Todesstunde des großen Admirals festgehalten hat. Alle Schiffe auf der Reede von Spithead haben über die Toppen geflaggt, alle haben auch die befohlene Paradeaufstellung eingenommen, und selbst vom Lande aus sind die Linien, die fast die ganze Meeresstraße ausfüllen, deutlich zu erkennen. Es ist ein beträchtlicher Teil der englischen S e e st r e i t k r ä f t e , der sich zu der friedlichen Schau vereinigt hat. 9 Schlachtschiffe, 2 Schlachtkreuzer, 15 Kreuzer, 5 Flugzeugmutterschiffe, 56 Flottillenführerboote und Zerstörer, 22 U-Boote und endlich Hilfsschiffe, Vermessungsschiffe, Fischerboote, Begleitschiffe, Tankschiffe und Schulschiffe oer englischen Marine sind hier vor Anker gegangen; hinzu kommen zwei Zerstörer der kanadischen Marine, ein Kreuzer Neuseelands und eine Schaluppe der indischen Marine. Hinter ihnen liegen 16 Kriegsschiffe der ausländischen Seemächte und hinter diesen wieder die Schiffe der Handelsmarine, die Fischereifahrzeuge, die Jachten, die Werft- und Küstenboote. Empfang anVord derKönigsjachi Die Absperrung am Pier, wo die königliche Jacht „Victoria" und Albert" liegt, ist besonders stark. Das stolze Schiff, das 1899 vom Stapel lief, hat alle bisher in Spithead durchgeführten Flottenparaden mitgemacht Der schöne Dreimaster tritt bei der dritten Krönungsflottenschau zugleich auch seine letzte Fahrt an. Er wird abgewrackt und durch ein modernes Schiff ersetzt. Die Jacht, in ihrer äußeren Form von vollendeter Schönheit, hat sich infolge statischer Fehlberechnungen als wenig seetüchtig erwiesen. Kurz nach zehn Uhr laufen Barkassen mit den Admiralsstandern an Deck nach Portsmouth ein, um in der Nähe der königlichen Jacht anzulegen. Die Admiralität, die Oberbefehlshaber der Heimat- und Mittelmeerflotte, die Kommandanten der von den Dominien entsandten Kriegsschiffe und der ausländischen Kriegsschiffe werden von Georg VI. an Bord der Königsjacht empfangen. Bei dieser Gelegenheit überreichte er ihnen die Krönungsmedallle. Kurz nach 13 Uhr setzte ein lebhaftes Signalisieren auf allen Schiffen ein. Dem für die Flottenschau verantwortlichen Navigationsoffizier der Heimatflotte wird die Bereitschaft der Flotten- parade gemeldet. Die Erwartung der Massen ist auf das Höchste gestiegen, der Andrang zu den Begleitdampfern hat geradezu beängstigende Formen angenommen, aber mit ruhiger Disziplin warten dic Besucher des großen Schauspiels darauf an Bord zu kommen Endlich, kurz nach 15 Uhr. ist es so weit: Geleitet von dem Schiff „Patricia", der ältesten englischen Gesellschaft zur Förderung der See- fchiffahrt des zu Beginn des 17 Jahrhunderts gegründeten „Trinity - Hauses", legt die königliche Jacht ab und nähert sich, eskortiert von der Admiralitätsjacht „Enchantreß", den Linien der gewaltigen Flottenschau. In diesem Augenblick geht auf dem Flottenflaggschiff der heimatflotte „N e l s o n" ein Signal hoch, und fast ‘in derselben Sekunde brüllen die Salutbatterien aller Kriegsschiffe ihren ehernen Gruß, den Königssalut von 21 Schuß. Tosender Jubel begleitet die königliche Jacht, auf deren Kommandobrücke der König in Admiralsuniform mit den Oberbefehlshabern, dem Ersten Lord der Admiralität, der Königin und Mitgliedern der königlichen Familie steht. Die Parade beginnt Der königlichen Jacht folgen die Jacht der Admiralität die Begleitschiffe mit den Gästen des kgl. Hofes, der Regierung, der Admiralität, des Oberbefehlshabers des Flottenstützpunktes Portsmouth, des Admiralitätsstabes. Die Vertreter der ausländischen Staatsoberhäupter bei den Krönunqsfeierlichkeiten nehmen auf der „Strath- more" an der Vorbeifahrt teil, unter ihnen auch der Vertreter des Führers und Reichskanzlers, Reichs- kriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, mit der deutschen Abordnung. Nicht weniger als 14 Begleitschiffe folgen der „VictoNa und Al- Wwwj' /Z '«<• y <..-<>.. Ä Blick von einem Vergnügungsdampser auf einen Teil der Schiffe. Im Vordergrund das britische Panzerschiff „R a m i l l i e s. — (Scherl-Bilderdienst-M.) bert", die langsam an der Spitze der vier ersten Linien entlangfährt und dann zwischen die vierte und fünfte Reihe einbiegt. Erstes Schiff der vierten Linie ist das Flaggschiff „London" des Kommandeurs des Ersten Kreuzergeschwaders der Mittelmeerflotte, während das erste Schiff der fünften Linie, das Flaggschiff des Oberbefehlshabers der Mittelmeerflotte Schlachtschiff „Queen Elizabeth" ist. In dem Augenblick, als der Bug der Königsjacht auf gleicher Höhe mit dem Bug dieser Schiffe ist, präsentieren die Ehrenwachen und intonieren die Musikkapellen d i e Königshymne. Es folgen von den großen Schiffen auf der Backbordseite das Flaggschiff des Ersten Schlachtgeschwaders der Mittelmeerflotte Barham, das Schlachtschiff „R e v e n g e" und das jetzt als Schulschiff verwandte ehemalige Flaggschiff des Admirals Jellicoe, „I r o n D u k e", dem sich dann das größte Kriegsschiff der Welt, der 42 000 Tonner „H o o d", die „Repuls e", ein Schlachtkreuzer von 32 000 Tonnen und als erstes Flugzeugmutterschiff die „G l o r i o u s" mit 22 5uO Tonnen anschließen. Auf der Steuerbordfeite sind es die Kreuzer „Shropshire", „Devonshire", „Leander", „Frobisher" usw. in alphabetischer Reihenfolge. Die großen Zerstörer und die Flottillenführerboote schließen sich in endloser Reihe an. Die Königsjacht hat die Hälfte der ersten Linie passiert als erst das letzte der Begleitschiffe in die Linien einfährt. DerKönigbegrüßidieausiändischenKriegsschlffe. Dann schwenkt die „Victoria and Albert" zwischen die sechste und siebente Reihe, diesmal von Westen nach Osten, ein. Sie hat jetzt auf der Backbordseite die letzten der 56 großen Zerstörer, während auf der Steuerbordseite d i e Kriegsschiffe der ausländischen Seemächte vor Anker liegen. Das erste Schiff ist nun das estländische U-Boot „Kalev", ein bei Armstrong 8- Vickers gebautes ganz modernes Fahrzeug oon 600 Tonnen mit vier Torpedorohren. Ihm folgen der polnische Zerstörer „B u r z a" und der schnelle türkische Zerstörer „Kocatepe", der rumänische Zerstörer „Regina Maria", die vortugiesische Schaluppe „B a r t h o l o m e o D i a z , das finnische Küstenwachtschiff „V ä i n ä m ö i n e n" und das dänische Schiff „Niels Juel". Das schwedische Küsten- wachtschiff „Drottning Viktoria" und der japanische 10000-Tonnen-Kreuzer „Ashigara" schließen sich an. Holland hat den schnellen Heinen Kreuzer „I a o a", Griechenland sein größtes Kriegsschiff, den Kreuzer „G e o r g i o s A v e r o f f" entsandt. Aus dem deutschen Panzerschiff „Admiral Graf Spee" sind die Offiziere in Galauniform, die Mannschaften in Blau angelrelen. Auf dem Achterschiff präsentiert die Ehrenwache, während die Kapelle zunächst den Präfentiermarsch, dann die Lieder der deutschen Nation und anschließend die englische Hymne spielt. Mustergültig ausgerichtet steht die gesamte Besatzung an der Reeling, die Offiziere bei ihren Divisionen, die nichteingeteilten Offiziere in einer gemeinsamen Gruppe. Den Schluß der ausländischen Schiffe Hilden das argentinische Schlachtschiff „Moreno", das flrö^e aller ausländischen Kriegsschiffe, das französische Schlachtschiff „Dunkerque" und das amerika- Nische Schlachtschiss „NewY ° r f". Volle anderthalb Stunden hat die Vorbeifahrt an den größten und schönsten Kriegsschiffen der Welt gedauert. Wahrend die kgl Jacht'an der Spitze der fünften Linie vor der „Queen Elizabeth" ankert, brausen Marineflug z e u g e zu Staffeln geordnet über die Linien der stolzen Armada. Dann kündet em Kanonenschuß das Ende des prächtigen maritimen Schauspiels an, und wenig später wird die Absperrung aufgelockert, die Begleitdampfer können die Linien entlang fahren Kurz vor 22 Uhr kündete ein Kanonenschuß den festlichen Ausgang des großen Tages an. In dem Abenddunkel waren nur die Umrisse der nächstliegenden Schiffe als schwache Schatten erkennbar; nun erschien mit einem Schlage, wie von Geisterhand hervorgerufen, die stattliche Armada in ihren durch Lichterreihen markierten Umrissen. Zu gleicher Zeit schossen die Lichtergarben der riesigen Scheinwerfer empor. Von den britischen Schiffen zischten vielfarbige Raketen auf, es war ein fast unwirkliches Bild, an dem sich die Massen nicht satt sehen konnten. Zur gleichen Zeit strahlte auch Portsmouth im Flutlicht, und so chatten die Glücklichen, die einen Dampferplatz erwischen konnten, den doppelten Genuß. Mit dem ersten Glockenschlag der Mitternachtsstunde aber verschwand der romantische Zauber, die Reede lag wieder in tiefem Dunkel. Die Flottenschau und damit der zweite Höhepunkt der englischen Krönungsfeier hatte ihr *Ende gefunden. Während seines Aufenthaltes in Portsmouth stattete König Georg zusammen mit der Köni - g i n und der Prinzessin Elisabeth ganz überraschend dem alten Flaggschiff Nelsons, der „Victory" einen Besuch ab. Die königliche Familie besichtigte das ganze Schiff, wobei der kleinen Prinzessin die Stelle gezeigt wurde, an der Nelson gefallen ist. Die politische Seite der Fiottenschau. Ehemalige Feinde Seite an Seite. London, 21. Mai. (DNB. Funkspruch.) In einem Rückblick auf die Flottenparade schreibt „Daily Telegraph" u. a., die Parade sei nicht nur eine Kundgebung der gegenwärtigen Macht Englands gewesen, die Sicherheit des britischen Staatenverbandes und den Weltfrieden aufrechtzuerhalten, sondern habe auch zum Ausdruck gebracht, daß England seine Flotte derart verstärken werde, daß es fürjedeDrohung in Zukunft bereit sein werde. Die englische Seemacht werde zwar niemals als ein Angriffswerkzeug benutzt werden, denn England begehre nichts, und es gebe auch kein Unrecht, das es zu rächen wünsche, aber England wolle keine Schwä- chuna der Reichseinheit und keine Verletzung feiner überseeischen Besitzungen und Dominien dulden. Das Blatt spricht dann den Dank für die Höflichkeit und Freundschaft aus, die durch die Teilnahme ausländischer Kriegsschiffe an der Flottenparade zum Ausdruck gekommen sei. Dieser Geste sei vielleicht tiefere Bedeutung beizumessen. Wenig entfernt oon dem amerikanischen Schlachtschiff „N e u y o r k", das im Weltkriege der englischen Hochseeflotte zugeteilt gewesen sei, und dem neuen französischen Schlachtkreuzer „D u n k e r- q u e" habe das kleine, aber mächtige Panzerschiff „Admiral Gras Spee" vor Anker gelegen. Der Name dieses außerordentlich tapferen und heldenmütigen Seemannes fei in England stets in hohen Ehren gehalten worden, seit er seine Schlacht gegen die Engländer in Coronel gewonnen habe und bei den Falkland-Jnseln kämpfend untergegangen sei. Somit seien ehemalige Verbündete und ehemalige Feinde in Spithead vereinigt gewesen. Wie sieht es in der Wirtschaft aus. Sowohl der Halbjahresbericht des Instituts für Konjunkturforschung über die deutsche Wirtschaftslage im Frühjahr 1 9 3 7 wie der Außenhandelsbericht über das erste Vierteljahr 1937 zeigen, daß die deutsche Wirtschaft nach wie vor i m Zeichen des Aufstiegs steht. Der winterliche Rückgang ist in diesem Jahr sehr schnell überwunden worden und es scheint, daß der Höchststand, der in Erzeugung und Beschäftigung im vergangenen Herbst erreicht worden ist, schon bald überschritten sein wird. Ende März betrug die Zahl der b e - schäftigten Arbeiter und Ange st eilten, wie das Konjunkturinstitut feststellt, bereits wieder 17V- Millionen, d. h. 900 000 mehr als zu Beginn dieses Jahres und eine Million mehr als im März 1936. Bei nur annähernd normalem Saisonoerlauf wird die Beschäftigung 1937 höher fein als jemals. Freilich dürfte sich auch der Facharbeitermangel, der schon im Vorjahr allgemein zu beobachten war, noch fühlbarer machen. Dem hohen Beschäftigungsgrad entspricht im allgemeinen der Stand der G ü t e r e r 3 e u g u n g. Sie ist index- mäßig (1928 = 100) von 107 im Januar auf rund 114 im März gestiegen. Im Monatsdurchschnitt werden heute bei uns Jndustriewaren im Wert« von rund sechs Milliarden hergestellt, gegenüber 2,9 Milliarden im Monatsdurchschnitt 1932. Vielfach ist die Leistungsfähigkeit der Erzeugungsanlagen bereits voll ausgenutzt. Bei den Pröduktions- güterinbuftrien ist fast durchweg der Punkt erreicht, von dem ab die Betriebe eine Erweiterung ihrer Anlagen erwägen, um der gesteigerten Nachfrage nachkommen zu können. Erfreulicherweise ist es gelungen, durch die Preispolitik des Reiches, namentlich durch die Pxeisstopverordnung die von den ausländischen Märkten hereindringenden Tendenzen des Preisauftriebs zu mildern und teilweise völlig zu verhindern. Seit Oktober vorigen Jahres ist der deutsche Großhandelsindex um 1,3 gestiegen. Was die Entwicklung in den einzelnen Industriezweigen anlangt, so hat die Erzeugung von Investitionsgütern den Durchschnitt der Jahre 1927 bis 1929 bereits überschritten. In stärkerem Maße ist in den letzten Monaten auch die Verbrauchsgüter - Industrie vom Aufschwung erfaßt worden Die Steigerung der Einkommen dürfte die Hauptursache für diese dauerhafte Belebung des Verbrauchs bilden. Die Umsätze des Einzelhandels, die schon oon 1935 auf 36 um 10 bis 11 v. H. zugenommen hatten, haben sich während der letzten Monate etwa im bisherigen Tempo weiter erhöht. Die Kreditmärkte stehen im Zeichen großer Geldflüssigkeit. Auf dem Gebiet der öffentlichen Finanzen hat sich das Ansteigen des Steueraufkommens auch im Rechnungsjahr 36'37 kräftig fortgesetzt. Mit dem Fortgang des weltwirtschaftlichen Aufschwungs hat sich auch der deutsche Außenhandel, namentlich die deutsche Ausfuhr, weiter erhöht. 1936 war sie wertmäßig um 12 v. H. gegenüber 1935 gestiegen. Im ersten Vierteljahr 1937 lag sie um 13 v. H. der Vorjahrszeit. Ganz allmählich setzt sich neben der Steigerung des Mengenumsatzes auch eine leichte Besserung der Erlöse durch. Die Aufgliederung des deutschen Außenhandels im ersten Vierteljahr nach Ländern und Erdteilen läßt erkennen, daß die Umsatzzunahme im wesentlichen auf das Konto des deutschen Warenaustausches mit dem europäischen Südosten und mit Süd- und Mittelamerika geht. Auch der Handel mit Asien und Afrika hat neuerdings eine leichte Zunahme erfahren. Diese Veränderungen liegen in der Linie der seit 1934 nach Einführung des neuen Plans zu beobachtenden Entwicklung. ♦ Als nach der Machtübernahme die großen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einsetzten, war dis Frage noch nicht gelöst, wie dieses ungeheure Aufbauprogramm finanziert werden sollte. Trotzdem war das Vorhaben kein Experiment, weil man dem Kapitalismus den Rücken kehrte. Das Steueraufkommen war in den letzten Krisenjahren immer geringer geworden und reichte kaum zur Bestreitung der dringlichsten Ausgaben. Landwirtschaft und Industrie hatten in ihrer Gesamtheit statt Gewinne nur Verluste aufzuweisen und zehrten von ihrer Substanz. Die 'Volksgenossen, soweit sie überhaupt noch dazu in der Lage waren, zeigten infolge der politischen und wirtschaftlichen Zerrüttung wenig Neigung, zu sparen. Die Regierung hatte also nichts, worauf sie zur Finanzierung ihrer Aufträge zurückgreifen konnte. So blieb ihr nichts anderes übrig, als zunächst ihren eigenen Kredit einzusetzen und vorläufig durch Arbeitsbeschaffungswechsel zu zahlen. Sie war sich darüber im klaren, daß dieser Weg nicht beliebig fortgesetzt werden konnte und hat von vornherein betont, daß diese kurzfristige Verschuldung schrittweise, soweit das Steueraufkommen es gestattet, getilgt oder durch Ausgabe von Anleihen in eine langfriftige Form umgewandelt werden soll. Die Erwartung, daß Arbeit Kapital schafft, ist von Jahr zu Jahr neu bestätigt worden. Das Steueraufkommen ist seit dem Krisensteuerjahr 1932/33 von 6647 Millionen Mark auf 11 473 Millionen Mark im Steuerjahr 1936/37 gestiegen. Das bedeutet, daß von Jahr zu Jahr der Staat einen steigenden Anteil seiner Aufträge direkt durch die eingegangenen Steuermittel zahlen kann. Was darüber hinaus an Arbeitsbeschaffungswechseln umläuft, wird in die langfristige Form über» geführt. Je mehr durch Steuern getilgt wird und je mehr Mittel durch die Ausgabe von Reichsschatzanweisungen dem Staat zufließen, desto stärker kann er seine kurzfristige Wechselschuld vermindern. Die Kapitalbildung bei den Unternehmungen und dic Spartätigkeit der arbeitenden Volksgenossen ist seit 1933 in einem solchen Umfange gestiegen, daß seit dem Frühjahr 1935 bereits über 5 Mil- „Zugelaufene Pferde." Von Mols Reumeister. Der bayrische Hauptmann hätte uns nicht reizen sollen, denn wenn man Angehörigen eines berittenen Truppenteiles ins Gesicht sagt, daß man ihretwegen besonders scharf auf seine Pferde achtgeben wird, so zwingt man sie direkt, zu beweisen, daß das nichts hilft. Das wird mir jeder zugeben! Es gab im Kriege bekanntlich feine Unterschiede für die Zulässigkeit von „Enteignung". Futtermittel, Verpflegung, Baumaterial und — Pferde! Das waren die beliebtesten Objekte ehrenhafter Enteignung, und auf diesem Gebiete sind Taten zu verzeichnen, die eines Odysseus würdig gewesen wären. Ich erinnere mich noch mit stolzer Freude eines „requirierten" Dogcarts, den die Feldgendarmerie eifrig suchte und nicht fand, weil wir ihn in unserer großen Stall-Scheune mit einem Flaschenzug ganz hoch unter den Firstbalken gezogen hatten: oder der Virtuosität, -mit der unser Fahnenschmied „zugelaufene' Pferde umfrisierte, daß auf sie nach einer halben Stunde kein Signalement mehr paßte. Der Zwischenfall mit den Bayern passierte im Dezember 1918, als wir von Verdun aus im 800 Kilometer langen Landmarsch Franken erreicht hatten und in einem Schloß unweit Bamberg einen Rasttag einlegten. Die Gebäude der Meierei die Stallungen und Rebenflllgel des alten Renaissancebaues waren von einem bayrischen Infanterie- batalllon belegt, das dort aufgelöst wurde. Meine Batterie kam im Dorfe gut unter, und wir zwei Offiziere folgten der Einladung der Schloßherrin, bei ihr zu herbergen. — Wir verbrachten einen wohltuenden Ruhetag in schönen gepflegten Räumen an warmen Kaminfeuern und freuten uns über die schlichte Gastlichkeit an der Tafel des Hauses, die wir mit den drei Herren des bayrischen Stabes teilten. Der Bataillonskommandeur, ein aktiver Hauptmann, war ein lieber, etwas lärmender Herr, der seinen inneren Schmerz über das bittere Ende mit ironischem Witz zu maskieren suchte. Der Arzt war ein gemütlicher Bierbayer, nur der Adjutant mißfiel uns, ein spitziger, spitzfindiger Jurist, der uns durch anzügliche Bemerkungen ärgerte. Er brachte auch das Thema von den „Pferdedieben" auf, das fein Kommandeur in seiner gutmütiglärmenden Art aufnahm, indem er uns „Bundesbrüdern aus der Nachbarrepublik" riet, die Finger von seinen Pferden zu lassen. Bei den Bayern Wohnraum, als in allen zivilisierten Staaten der Welt einem Zuchthäusler zuerkannt wird! In Moskau ist man froh, wenn man einer Familie eine „Wohnecke" verschaffen kann, von einem ganzen Zimmer ganz zu schweigen! Eine sinnlose Desorganisation in der gesamten Wohnwirtschaft! Versagen der Zementindustrie, völlig unverständliche Standortwahl der übrigen Bauindustrien, Transporte von Hunderten von Kilometer für die primitivsten Baumaterialien usw. usw., das ist die sowjetrussische Bauwirtschaft! Man fahre heute durch die deutschen Gaue! Trotzdem wir in den letzten vier Jahren in der Rüstung und in der Sicherung unserer Rohstoffbasis dringendere Aufgaben zu lösen hatten als den Wohnungsbau, so ist doch alle Energie darauf verwandt worden, auch auf diesem Gebiet aufzuholen, was vor dem 30. Januar 1933 versäumt worden ist. Zwar haben auch die Systemregierungen gebaut, zweifellos, nur was, wie und wo wurde von ihnen gebaut? Wer will bestreiten, daß in recht erheblichem Umfange „am Bedarf oorbeigebaut" wurde, fei es, daß die Mieten unerschwinglich für die Bevölkerung waren, fei es, daß an Orten gebaut wurde, wo es überflüssig war. Hier wird schon deutlich, welche großen wirtschafts- bau- und bevölkerungspolitischen Aufgaben eine Vertretung der deutschen Mieterschaft hat. Es ist Gemeinschaftsarbeit im schönsten Sinne, die hier geleistet werden kann, nämlich Mittlerin und Verbindungsstelle des deutschen Volkes in allen bau- und wohnpolitischen Fragen mit allen am Wohnungsbau interessierten Kreisen zu fein. Und das sind ja heute nicht nur die privaten Hausbesitzer. Man würde die Aufgaben und das Verhältnis der Mieterschaft und seiner Vertretung im deutschen Hausbesitz absolut falsch sehen, wenn man im „Bund deutscher Mietervereine" etwa eine Beschwerdestelle für ärgerliche Zwischenfälle in der Hausgemeinschaft sehen wollte. Gewiß ist es auch seine Aufgabe, soweit es sich um typische, immer wiederkehrende Fälle handelt, diesen feine Aufmerksamkeit zu widmen und wenn nötig, sich mit der Vertretung der Hauseigentümer zusammenzusetzen, um die Dinge für die Zukunft so zu regeln, daß der „Aerger" aus der Welt kommt. Wir denken hier nur an die Schaffung des Einheitsmietsvertrages, der sich schon segensreich ausgewirkt hat und beiden Parteien viel Geld, das früher in Prozessen verpulvert wurde, erspart und besseren Aufgaben dienstbar gemacht hat. Aber diese Tätigkeit liegt heute eigentlich am Rande. Die Vorträge der Tagung — wir erwähnen hier nur Landgerichtsdirektor Dr. Römer-Berlin: „Preisstop-Verordnung und Mietpreisbildung" und Geheimrat Dr. Syrup: „Baumarkt im Vierjahresplan" — zeigen sehr deutlich, daß es sich weit mehr um eine z u - kunftsgestaltende, dem zukünftigen deutschen Wohnraum geltende Tätigkeit handelt. Deshalb geht diese Tagung auch jeden deutschen Mieter an, selbst wenn seine persönlichen Wünsche an den von ihm benötigten Wohnraum erfüllt sein sollten, — es geht ihn an, weil die kommenden Generationen ihn genau so verantwortlich für den Wohnraum des deutschen Volkes machen werden, wie wir die Generation unserer Väter und Großväter für die nach 1870 entstandenen Mietskasernen und Steinfried- höfe verantwortlich machten. * Mussolini hat auf der dritten Nationalversammlung der italienischen Korporationen genau wie in feiner Rede vom 10. November 1934 Italiens Stellung in der Wirtschaft selbst Umrissen, und was er damals ankündigte, ist heute der Erfüllung nahe. Mussolini teilte mit, im zweiten Vierteljahr 1938 werde Italien vollständig unabhängig in Treibstoffen, Benzin und Schmieröl sein, und zwar werden diese Stoffe wohl aus den italienischen Braunkohlenfeldern und aus den albanischen Petroleumquellen gedeckt. Roheisen soll bis zu einer Million Tonnen jährlich erzeugt werden, neue Man- ganeisenerze wurden an der sardinischen Westküste entdeckt, und man hofft, aus den nationalen Kohlenvorkommen in Istrien und aus Sardinien rund 4 Millionen Tonnen Kohle au fördern, was etwa einem Viertel des Bedarfs entspricht. Die Fortschritte auf dem Gebiete der Textilindustrie und der Landwirtschaft sind bekannt. Das Ziel des Duce bleibt, die Korporationen in dem Ringen um die Autarkie so zu gestalten, daß sie immer besser die höchste soziale Gerechtigkeit verwirklichen und die Arbeiter immer enger mit dem Produktionsprozeß in Verbindung bringen. Dabei ist interessant, daß die industrielle Struktur Italiens vornehmlich auf der Kleinindustrie ruht. Die Schwerindustrie zählt nur 700 Betriebe, die mehr als 500 Arbeiter, im ganzen 700 000 Menschen, beschäftigen. Das Hauptgewicht liegt in der mittleren und Kleinindustrie. Es ist klar, daß in absehbarer Zeit dieser Ausfall von Italien auf dem Mineralölmarkt zu einem Rückgang der Preise führt, zumal auch wir in wenigen Monaten unseren Bedarf an Treibstoff aus eigener Erzeugung decken können. Der Index für Erdöl betrug im Jahre 1932 = 100, am 18. Mai 1936 = 75, am 3. Mai 1937 = 83 und ist bann mit 84 gleichgeblieben. Da aber die Erzeugung von synthetischem Benzin auch in England in größerem Maße versucht wurde, wobei sich herausstellte, daß das Verfahren noch nicht ganz einwandfrei ist, ist voraussichtlich mit einer weiteren Steigerung der Erdölpreise nicht zu rechnen. Ganz besonders wird aber der Gummimarkt in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Ankündigung, daß der deutsche synthetische Kautschuk in genügenden Mengen und verbilligt hergestellt werde, hat bereits in der letzten Woche den Gummipreis auf den Stand von Anfang Mai gedrückt. Die Kautschuk-Produzenten sind dadurch in gewisse Verlegenheiten gekommen, da ein Ausfall von Deutschland für sie eine erhöhte Schwierigkeit, ihre Vorräte abzusetzen, bedeuten würde, und auch die übrigen Länder versuchen, durch synthetischen Kautschuk, der allerdings noch lange nicht die Güte des deutschen hat, da andere Verfahren eingeschlagen wurden, sich von dem Gummitrust unabhängig zu machen. NSG. Worms — eine der ältesten Siedlungen Europas (5000 Jahre Geschichte nachweisbar) — ist nicht nur reich an großen historischen Erinnerungen, sondern auch der Schauplatz der Entstehung der bedeutendsten deutschen Sage, des Nibelungenliedes. Da vor elwa 1500 Jahren das für das Nibelungengeschlecht schickfalentfcheidende Ereignis eintrat, hat der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, das Jahr 1937 bestimmt, die Bedeutung dieser Stadt in einer Festwoche herauszustellen. Seinen unablässigen und zähen Bemühungen ist es gelungen, hierfür die Unterstützung höchster Stellen zu erhalten. Er hat bestimmt, daß diese Festwoche nicht in dem üblichen Rahmen mit Festzügen, äußerlichen Maskeraden usw. ausslafsiert wird, sondern daß sie zu einem Erlebnis von tiefster kultureller Bedeutung gestaltet wird. Infolgedessen wird am Sonnlag, dem 20. Juni, im Festspielhaus der Stadt Worms die geniale hebbelsche Dramatisierung Weimar, 20. Mai. (DNB.) Unter freudiger Anteilnahme der Bevölkerung sind 1300 Bann- und Jungbannführer aus dem ganzen Reich zumZ weiten Reichsführerlager der HI. in Weimar eingetroffen. Auf der Glockenwiese sind 45 Hauszelte und etwa 150 Schlafzelte errichtet worden. Ein 12 Meter hoher Ehrenturm kündet die Namen der 21 jugendlichen Kämpfer Adolf Hitlers, die für Deutschlands Erneuerung ihr Leben Hingaben. Im Deutschen Nationaltheater fand am Vormittag die erste große Kundgebung statt. Gauleiter Reichsstatthalter Sauckel gab seiner Freude Ausdruck, in diesem Hause, in dem einst Volksverräter und Verbrecher den Begriff deutscher Kunst und deutscher Kultur und die Namen deutscher Geistesheroen für sich in Anspruch nahmen, den Reichsjugendführer begrüßen zu dürfen. Der Name der Stadt Weimar und ihr großes Erbe fei einmal verraten und geschändet worden, aber der Führer selbst habe die Die englische Königskrönung war für den sehr nüchtern rechnenden britischen Kaufmann ein ausgezeichnetes Geschäft, wenn auch durch den Rück- tritt König Eduard VIII. einige Geschäftszweige, z. B. die Fahnen- und Andenken-Industrie, die das Bild des Königs benutzte, plötzlich große Verluste erlitten. Das englische Schatzamt hatte zur wirtschaftlichen Hebung des Königsreichs infolge der Köniaskrönung einen Schutzzoll von 100 v. H. auf alle Andenken, Flaggen und Abzeichen angeordnet, der vom 15. Dezember 1936 bis zum 31. Juli 1937 läuft. Dadurch wurde vor allem die Gablonzer Industrie erheblich getroffen, denn der Wert dieser Industrie wird auf 150 000 englische Pfund geschätzt, hinzu kommen die Umsätze der Steingutindustrie mit 100 000 Pfund, die niedrigste Schätzung der Verluste beim Königsrücktritt lautet auf ungefähr zwei Millionen Pfund. Inzwischen ist der neue König und seine Gemahlin gekrönt worden, die Kosten der Krönung allein werden schätzungsweise auf 6 Millionen Pfund angegeben, hinzu kommen die Trachten der Würdenträger und ihrer Gemahlinnen, die nur handgewebten Samt und Hermelin trugen und deren Robe sich pro Stück auf mindestens 2000 Mark berechnen ließ. Man hat ferner ausgerechnet, daß mehr als 12 Millionen Mark allein der Krönungszug den Vermietern von Plätzen einbrachte; das Zusammenströmen von Menschen aus allen Nationen in London hat den Hotels, da I keine Preistaxen festgesetzt waren, geradezu eine Hochkonjunktur gebracht. Man kann ruhig annehmen, daß allein der Krönungstag der englischen Nation rund 10 Millionen Pfund brachte. des Nibelungenliedes zur Aufführung kommen. Diese große Trilogie wird an einem Tage gegeben werden. Wit dieser überaus schwierigen Ausgabe hat der Gauleiter das hessische Landestheater beauftragt, dessen Generalintendant Evert die gesamte künstlerische Leitung übernommen hat. Obwohl das hessische Landesthealer über ein vorzüglich geschultes Ensemble verfügt, hat der Generalintendant zur Auffüllung eine Reihe der bekanntesten deutschen Schauspieler, deren Namen noch bekanntgegeben werden, verpflichtet. Für die Spielleitung hat er Richard Weichert, Berlin, gewonnen. Welche Bedeutung diesem Unternehmen in Berlin beigelegt wird, geht daraus hervor, daß diese Aufführung von Hebbels Nibelungen in Worms der machtvolle Abschluß der Reichslheater- w o ch e sein wird. Schande getilgt, als er auf dem ersten Parteitag nach der Neugründung der Partei in Weimar die ersten stolzen Standarten an die Gaue verlieh. Der Gauleiter gab feiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die deutsche Jugend für alle Zeiten nicht nur mannhaft und wehrhaft sei, sondern daß sie auch die große kulturelle Schaffensfreudigkeit zum Grundstein deutschen Lebens machen werde. Der Reichsjugendführer wandte sich gegen die Ueberhandnahme der Papierarbeit, die die eigentlichen Führungsaufgaben nicht überwuchern dürfe. Wenn man sich ein Beispiel an den großen Soldaten unseres Volkes, an Clausewitz, Moltke und Schliessen nimmt, so lernt man, wie man Zeit spart und sich kurz faßt. Der Kampf gegen die Papierarbeit bedeute aber nicht etwa Mißachtung der Literatur und Dichtung. Ein gutes Buch und eine gute Dich- Ribeiungenfestwoche 1937 in Worms. Oer Gauletter und Reichsstatthalter ehrt die großeTradition der Nibelungenstadt Nationale Erziehung im Geiste Goethes. Eröffnung des 2. Reichsführerlagers der Hitlerjugend in Weimar. liardenMarkReich sanleihen und Reichs- schatzanrseisunaen untergebracht werden konnten. Dieser Konsolidierungsbedarf des Reiches wird noch längere Zeit fortbestehen; darum wird von den maßgebenden Stellen der Kapitalmarkt sorgsam überwacht, damit die kostbaren Ersparnisse nur den nützlich sten Zwecken zugeführt werden. Sobald sich neues Geldkapital gebildet hat und neue Anlage sucht, ist der Zeitpunkt für die Ausgabe neuer Schatzanweisungen gekommen. Die Kapitalbildung war in den letzten Wochen so groß, daß jetzt vom 13. bis 29. Mai wieder eine Emission des Reiches in Höhe von 600 Millionen Mark zur Zeichnung aufgelegt werden konnte. 100 Millionen Mark sind davon bereits untergebracht. Es ist bezeichnend für das Vertrauen auch der kleinen Sparer in die Maßnahmen unserer Regierung, daß sie zunehmend Reichsschatzanwei- fungen erwerben und dadurch tatkräftig die Finanzierungsaufgaben unterstützen. So sind diese Emissionen zu einer Volksanleihe im wahren Sinne des Wortes geworden. Das Reich bietet den Zeichnern aber auch — wie schon bei den früheren Ausgaben — bemerkenswert günstige Bedingungen. Der Zinssatz beträgt wieder 4% v. H. Da die Papiere zu einem'Kurs oop 98% ausgegeben werden, erhält der Anleihebesitzer^ umgerechnet auf 100 Mark, sogar 4,63 Mark Zinsen. Demgegenüber ist die Vergütung bei Aktien, von der größeren Sicherheit der Reichsschatzanweisungen ganz abgesehen, noch nicht einmal so hoch! Und wie bequem ist der Erwerb gemacht worden! In vier Raten kann der Zeichner die Anleihen zahlen, 40 v. H. sind bis zum 3. Juni zu zahlen, je 20 v. H. erst am 21. Juni, 5. und 20. Juli. Wer also heute noch nicht so viel Ersparnisse zur Verfügung hat, kann trotzdem bei seinem Kreditinstitut einen größeren Betrag zeichnen und zu den angegebenen Daten die Beträge dafür zahlen. Wenn nötig, können die Reichsschatzanweisungen jederzeit auch wieder verkauft werden. Hierbei ist wertvoll zu wissen, daß dank der Pflege des Kapitalmarktes die Kurse der früheren Reichsschatzanweisungen an keinem Tage unter ihren Ausgabekurs gesunken, sondern im Gegenteil sogar gestiegen sind. Kennzeichnend für die Aufwärtsentwicklung des Kapitalmarktes ist auch die Tatsache, daß die Laufzeit der Reichsschahanweisungen von 9 auf 12 und jetzt auf 15 Jahre verlängert werden konnte. Die günstigen Bedingungen der neuen Emission werden sicher neben den alten weiter neue Sparerkreise zur Zeichnung veranlassen. Die Anleihezeichner werden die Effekten in den meisten Fällen ihrem Kreditinstitut zur Aufbewahrung übergeben. Durch das Inkrafttreten des neuen Depotgesetzes am 1. Mai ist der Schutz für den Sparer beträchtlich erweitert worden. Der Staat hat also auch von dieser Seite gesorgt, daß allen der Erwerb der Reichsschatzanweisungen erleichtert wird. Eine f e ft e Wäh- rungs» und Preispolitik garantiert schließlich für den Schutz der Ersparnisse. So hat das Reich nach seinen Kräften alles für den Sparer getan. Er wird, wie schon bei früheren Zeichnungen, auf die ihm gewährte Forderung durch sein Vertrauen antworten. * In München findet vom 21. bis 22. Mai der 29. DeutscheMietertag statt. Am 7. März 1935 erkannte die nationalsozialistische Regierung durch Reichsgesetz eine Vertretung der deutschen Mieterschaft an, und zwar als alleinige Vertretung der gesamten deutschen Mieterschaft den „Bund deutscher Mietervereine e. D." mit dem Sitz in Dresden. Damit hat eine neue Epoche in dem Verhältnis zwischen Haus besitz und Mieterschaft in Deutschland begonnen. Das bis dahin bestehende Verhältnis war nicht verschont geblieben von dem Niedergang der Zeiten sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Krieg und Inflation hatten den einst wohlgeordneten deutschen Hausbesitz ruiniert, große Teile waren für ein Butterbrot in Auslandsbesitz, vor allem aber in jüdische Hände geraten, — war es also zu verwundern, daß der Kommunismus gerade hier seine Chance erkannte und Hausbesitz und Mieterschaft gegeneinander hetzte? Was wäre geworden, wenn der deutsche Hausbesitz den Todesstoß bekommen hätte? Ein Blick nach Moskau belehrt uns darüber. Zwanzig Jahre Sowjetherrschaft und dann für die russische Bevölkerung pro Kopf weniger werde in solchem Fall scharf geschossen; — das taten sie auch, das wußten wir. Immerhin, solch eine Drohung kann man doch nicht ungestraft hingehen lassen! Ich schlug dem Bayern freundlich einen Vergleich vor: sie sollten mir fteiwillig als Konttibution zwei gute Pferde abgeben, deren wir zum Marsch über das vereiste Erzgebirge dringend bedurften — dann seien die übrigen „tabu". — Der Hauptmann lehnte hohn- lachend ab und befahl feinem Adjutanten verschärfte Wachmaßnahmen. — Ich grinste, die Dame des Hauses lächelte arglos, und unter luftigem Lachen trennten wir uns am Abend. Aber inzwischen hatte ich Gelegenheit genommen, noch einige kurze Worte mit meinem Wachtmeister zu wechseln, und ich wußte, daß ich mich auf den verlassen konnte. Um 7 Uhr in der Frühe sollten wir zum Weitermarsch aufbrechen. Aus der stockdunklen Dorfstraße wurde die Batterie angespannt. Die Leiber der Pferde dampften in der beißenden Kälte, während die Fahrer letzte Hand an das Geschirrzeug legten. Da bewegte sich eine Gruppe Männer mit Laternen unsere Kolonnen entlang und beleuchtete prüfend jedes Gespann, jedes Reitpferd —: Der Herr Hauptmann persönlich, mit ihm fein Futtermeister und Zwei, drei Pferdefachverständige feines Bataillons. Ich wechselte einen Blick mit meinem Wachtmeister, den der eisern aushielt, dann fragte ich den Bayern freundlich, ob ich abmarschieren dürfe? Der machte mißtrauisch noch eine Bemerkung: diesmal seien wir an die falschen gekommen, aber dann klopfte er mir die Schulter — dem „Bundesbruder aus der Nachbarrepublik" — wie er zu sagen liebte. Als wir in die Nacht hinausfuhren, leuchteten die prüfenden Laternen noch einmal unsere Pferde ab. Am Dorfausgang stand eine ganze Gruppe Bayern mit Gewehren. Eine Stunde nach dem Abmarsch kamen mir im ersten Dämmerlicht durch ein Gehölz. Dort trabten aus einer Schneise drei meiner Unteroffiziere mit acht Pferden und meldeten sich grinsend zur Stelle. Die Wackeren hatten die Zeit benutzt, in der Futter- meister und Pferdepfleger unseren Abmarsch überwachten, die Ställe der Infanterie ebenfalls zu „revidieren". Ich musterte erfreut den willkommenen Zuwachs, nur a ch t fand ich ein bißchen viel — mein Wachtmeister fand das nicht. — Ganz besonders stach mir ein famoser, schlanker Fuchs- wallach in die Augen, dann ein prächtiger gedrungener Grauschimmel galizianischer Rasse und zwei gute schwere Zugpferde, die vorsorglich mit iprem vollen Geschirr „zugelaufen waren". Im Handumdrehen waren die Pferde verteilt und beritten oder vorgespannt, und ich aß mit Genuß das Butterbrot, das man mir als Wegzehrung freundlich eingepackt hatte. Gegen neun Uhr klangen hinter mir rasche Hufschläge, und im nächsten Augenblick parierte neben mir ein Infanterie-Sergeant seinen dampfenden Gaul — der Futtermeister der Bayern! — Hochrot vor Entrüstung meldete er ziemlich ruppig, er habe acht gestohlene Pferde in meiner Batterie festgestellt und habe Befehl von seinem Kommandeur, die Feldgendarmerie zu alarmieren usw. — Darüber konnte ich wieder nur mitleidig lächeln, denn ich kannte meinen Wachtmeister. Ich sprach dem Manne gut zu, aber er blieb gereizt. Jedoch plötzlich standen an der Straße zwei Feldgendarmen und forderten mich auf, die Batterie halten zu lassen. Sie zeigten die telegraphische Anzeige des Bataillons vor und machten sich unter Führung des grinsenden Bayern daran, die gestohlenen Gäule herauszuholen. — Aber, o Wunder! sie fanden keine! Der Bayer tobte, er habe sie doch eben noch eingespannt gesehen, seine Stabspackwagenpferde, vor diesem Wagen da, und den Schimmel des Stabsarztes und den Fuchswallach des Hauptmanns! Ich fragte freundlich: „Wo sind Sie? Sie wissen selbst, daß wir keinen Augenblick gehalten haben!" Meine Leute blickten treuherzig, als wüßten sie von nichts. Die Gendarmen ritten mit Entschuldigungen davon, sie stammten anscheinend nicht von der Arttllerie, sonst hätten sie gewußt, daß man auf den oft verlustreichen Märschen eines Bewegungskrieges virtuos gelernt hatte, gefallene ober verwundete Pferde aus dem Gespann zu holen, ohne daß in der Marschbewegung eine merkbaxe Stockung eintrat. Die „herausgezogenen" Gäule trabten längst auf Schleichwegen uns munter voraus. — Ja, mein Wachtmeister! Der Bayer kam fast heulend zu mir, er dürfe nicht ohne die Gäule heimkommen. Dann erzählte er mir, den Fuchs habe der Hauptmann drei Jahre lang im Felde geritten, wollte ihn jetzt vom Staat kaufen — und der Stabsarzt feinen Schimmel auch, für seine Landpraxis... — Das war ja nun etwas anderes! Das rührte natürlich ein Reiterherz. Ich sandte den spurlos verschwundenen Gäulen heimlich einen Reiter nach und sagte dem Bayern trocfen, im guten ließe sich so manches erreichen. Das mit den Gendarmen habe er dumm gemacht, aber er könne ja noch ein Stück mit uns reiten. Und nach einer Stunde geschah das zweite Wunder an diesem Tage: Wir passierten wieder einen riesigen, hochstämmigen Wald, und in diesem Wald an einen Baum an der Straße angebunden standen einsam zwei Pferde: ein Fuchswallach und ein Grauschimmel! — Der Bayer stürzte sich voll Freude auf die Wiedergefundenen; seine Frage nach den übrigen sechs Gäulen wurde diskret überhört, und es wurde ihm der Rat gegeben, so rasch wie möglich mit seinen Tieren zu verduften. Das war eben der feine Unterschied, den der Soldat machte! Die anderen Pferde wären ja doch nur an die Bauern verkauft worden ober an die Pferdehändler. Die brauchten wir besser für unseren Gebirgsmarsch! Aber ihre. Kriegskameraden mußten die beiden doch wiederbekommen; der Hauptmann seinen Fuchs und der gute Doktor seinen dicken Schimmel! — Und wir schickten den Herren eine freundliche Postkarte mit einem Gruß „von den Bundesbrüdern aus der Nachbarrepublik"! Aber erst, als wir die bayrische Grenze passiert hatten! Eine fränkische Madonna in Amerika. Eine wichtige Neuerwerbung hat das Germania Museum in Cambridge, USA., mit einer Holzskulp- tur der Madonna, einer fränkischen Arbeit aus dem frühen 15. Jahrhundert, gemacht. Die Madonna, die in der bei F. Bruckmann in München erscheinenden Monatsschrift „Pantheon" abgebildet ist, ist 61 Zentimeter hoch. Sie ist auf einer Bank sitzend dargestellt; das Jesukind, das nach den Spuren am Holz auf dem rechten Knie gesessen haben muß, ist nicht mehr erhalten. Die Hande sind ergänzt; die rechte hat wahrscheinlich das Jesuskind gestützt, während die linke einen hellen Gegenstand hielt, der die Aufmerksamkeit erregen sollte. Die Farbe des Gesichts ist die ursprüngliche und in gutem Zustand, während das Haar und der Ueberrourf neu bemalt sind und das Gold des Mantels erneuert ist. Das Gesicht mit hoher breiter Stirn und mandelförmigen Augen hat einen träumerischen, verhaltenen Ausdruck. Stilistische Vergleiche führen dazu, das Werk der fränkischen Skulptur zuzuweisen; das Datum ist um etwa 1420 anzusetzen. Oodifcbulnochricbfcn Dem Studiendirektor Dr. Walter Eberhardt in Dresden ist unter Ernennung zum ordentlichen Profesior der Lehrstuhl für Klassische Philo- logie an der Universität Münster übertragen worden. Dem Professor Dr. Friedrich P l a 11 n e r an der Universität Innsbruck wurde unter Ernennung zum Ordinarius der Lehrstuhl für Physiologie an der Universität Königsberg übertragen. / Stück 324 3Stück 904 ieiuhu um ' . ; , . , v auern ausgesprochen und sofort alle erforder- n in Berlin s diese Aus- IDortns bet Idealer- ibe Hai bet slhealer er! die ge- n hat. Ob« ein vorziig« er General« ?t bekannte« en noch be« die Spiel« rf, Berlin, Ginn>"J Parteitag leimar bie rlieh. Der Kurt, dch mr mann» * auch die ,m Gründer ndnahme tlichen Füh» . Wenn man aten unseres t> Schliesse" iart und s«h Verarbeit be- ,er Literatur «gute Dich' iflenflabl hrung kam« inetn Tage II' L E DM" rtra«'1*' St«**? Än»,1? aff qilu®rinb öas 3e nf|flnh 'N « > >n jn qU’ )er ue , (p ter Aschen, V"1* ft?" Ä Steingut, "Schatz^ » ? Un® J? 5er neu? toben, die uungsweise ?u koininril ^Gewühl 0 vermelin °us minbe, Vat ferner )nen °°nPlähen 1 >*1 Hotels, du '°dezu «ine ruh'g an. J englischen le. sw°ll°ch ® rate sch e Stage tet überhon, so rasch ®16 ick d-n d« löten I» d« -der £3« S ?** ig zu lesen, gehöre gerade für die Jugendführer den Notwendigkeiten des Lebens. Sie sollten tun; Italiens außenpolitische Linie Rom, 20. Mai. (DNB.) Im Senat sprach Das größte Interesse beanspruchten die Abschluß' Staatssekretär Basti an ini zum Haushalt des Ziffern der Kosten des o st a fr r k a n r s ch e n r., . m t rc•____ l _ r.. .. -t___ .i___- c?: a t x , » r -TXrtv. Arti murhön rin- htö (’Frnnorimn n selige HaMung gegen andere Lander ausgelegt sehen. Wenn in den Beziehungen zu Deutschland im einzelnen Schwierigkeiten aufgetreten seien, so deshalb, weil seit dem 11. Juli vorher nicht vorhanden gewesene Probleme auftauchten, denn Deutschland und Oesterreich seien ja drei Jahre lang voneinander abgeschlossen gewesen. Die Tatsache, daß es jetzt einige Meinungsverschiedenheiten gebe, bedeute also nicht, daß die Beziehungen schlechter geworden seien. Man müsse gerade auf das Gegenteil schließen, sie seien aktiver geworden, und man versuche sich zu verständigen, indem man die Streitigkeiten aus allen Gebieten auszumerzen sich bemühe. Außenministeriums. Graf Ciano habe neben einer weiteren Festigung der herzlichen Beziehungen zu Oesterreich, Ungarn und Albanien besonders auf die Klärung der Beziehungen Italiens zu Deutschland hingearbeitet, das während der Sanktionszeit die Unterstützung Italiens für die Geichberechtigung des Reiches und seine volle territoriale Oberhoheit mit dem spontanen Verständnis für die italienische Sache in Ostafrika beantwortet habe. So habe die Achse Rom —Berlin Gestalt gewonnen, die auch heute schwerlich anders als eine gemeinsame Anstrengung der beiden Länder angesprochen werden könne, die von dem Wunsch beseelt seien, ihre eigenen Hilfsquellen auszubauen und ihre eigene Arbeitsmöglichkeit zu erweitern, wobei jede Gefährdung des europäischen Friedens vermieden werden solle. Die wahrhafte Zusammenarbeit zwischen den Völkern sei die einzige Form einer wirksamen Kollektivsicherheit, und von diesem Gesichtspunkt aus erfülle die Achse Rom—Berlin eine Funktion, deren Bedeutung an dem delikaten geschichtlichen Zeitpunkt gemessen werden könne, in dem Europa zur Zeit lebe. Oft sei versucht worden, Europa in zwei getrennte und feindliche Lager zu spalten. Diese Manöver hätten weder die Grundlage, noch die Grundsätze eines weitgehenden Verständnisses verändern können, die Rom und Berlin ins Ange faßten, als sie mit ihrer Verständigung die Errichtung einer Scheidewand vermieden sehen wollten. Im Donaugebiet habe Italien mit den Proto- Foüen vom Rom im Sinne der Gerechtigkeit und der Gleichberechtigung der Kulturvölker ein weites Gebiet für jene' wünschenswerte Versöhnung erschlossen, die teil fast 20 Jahren leider immer nur ein Wunsch sei. Die italienische Mittelmeerpolitik stütze sich auf die von Italien vor bald neun Jahren mit der Türkei und Griechenland abgeschlossenen Verträge. Bei der Mailänder Begegnung zwischen den Außenministern Italiens und der Türkei habe Graf Ciano von neuem erklärt, daß Rom keine andere Absicht im Mittelmeer habe, als seine Interessen sicherzustellen und den Frieden zu erhalten. Was den Völkerbund anlange, so sei das italienische Volk zu der Ansicht gekommen, daß man der Genfer Einrichtung viel zu große Aufgaben zu gewiesen, und daß man versucht habe, allzu schreiende Gegensätze in ihm nebeneinander zu stellen. So sei es unvermeidlich geworden, daß er schließlich die Ideologie des Bolschewismus fast zu seinem eigenen Symbol gemacht habe, jene Ideologie, die der Feind der europäischen Ordnung sei. Im übrigen seien alle, die an die Wirksamkeit des Völkerbundes zu glauben behaupteten, in der Praxis schon von Anfang an darauf bedacht gewesen, in Garantiepakten, Bündnissen usw. jenes Sicherheitsmoment zu finden, das sie im Völkerbund selbst nicht erlangen könnten. Feldzuges. Danach wurden für die Eroberung des Imperiums im Rechnungsjahr 1934/35 975 Millionen, im Rechnungsjahr 1935/36 11 136 Millionen, insgesamt also bis zum 30. Juli 1936 12 111 Millionen Lire (zirka 1,6 Milliarden RM.) aufgewandt, lieber den voraussichtlichen Fehlbetrag des laufenden Rechnungsjahres machte der Finanzminister noch keine Angaben, wies jedoch darauf hin, daß der ordentliche Haushaltsplan, der nach dem Voranschlag bei Einnahmen von 20311 Millionen und Ausgaben von 20 291 Millionen Lire einen Ueberfchuß von 20 Millionen vorsah, miteinemgeringen Fehlbetrag abschließen werde, zu dem jedoch noch die außerordentlichen Ausgaben für die Erschließung d e s Imperiums und für Rüstungszwecke hinzukommen würden. — Im Haushaltsplan 1937/38 werden auch die außerordentlichen Ausgaben bereits einbezogen fein. Der Vor- anschlag sieht Einnahmen in Höhe von 20 597 Millionen und Ausgaben von 23 770 Millionen Lire vor, so daß sich ein Fehlbetrag von 3173 Millionen Lire (zirka 415 Millionen RM.) ergebe, wovon 1201 Millionen Lire durch Ausgaben für Jtalienisch-O st afrika bedingt seien. Was hat Abessinien gekostet? R o m , 20. Mai. (DNB.) In der italienischen Kammer machte Finanzminister Thaon di Revel Ausführungen über die finanzielle Lage Italiens. zu den ytorroenoigreiien oes ^eoens. juuim Träger der nationalsozialistischen Weltanschauung sein. Sie sollten erziehen zum Gefühl der Ehrfurcht, das Goethe als die Grundlage der menschlichen Erziehung bezeichnete. Das liberale Bürgertum beanspruche zu Unrecht Goethe für sich als Kronzeugen. Goethe habe einmal gesagt: „Eine Idee darf niemals liberal sein!" Er habe auch das Programm einer deutschen nationalen Erziehung niedergelegt mit den Worten: „Männer sollten von Jugend auf Uniform tragen, weil sie sich gewöhnen müssen, zusammen zu handeln, sich unter ihresgleichen zu verlieren und für das Ganze zu arbeiten". Mit Goethes Worten ließe sich das ganze Erziehungsproblem aussprechen: „Man erziehe die Knaben zu Dienern am Staate, die Mädchen zu Müttern; so wird es überall wohlstehen". Kein pädagogisches Bekenntnis könnte schlagender die Ziele der nationalsozialisti- schen Bewegung wiedergeben. Der Reichsjugendführer forderte letzte Disziplin und letzte Unterordnung, nicht Kadavergehorsam, sondern selbstloses Dienen an dem Glauben, der alle deutschen Volks- Um eine Befriedung in Ostasien China und die britisch-japanische Annäherung. Der jlasienische Königsbesuch in Budapest. Budapest, 20. Mai. (DNB.) Zu Ehren des italienischen Herrscherpaares fand bei strahlendem Sonnenschein eine große Königsparade statt. Dor den überfüllten Tribünen erfolgte zunächst der Em- zug des italienischen Königspaares. Voran fuhren der Reichsverweser und der italienische König in dem offenen Mercedes-Wagen, den der Führer dem ungarischen Staatsoberhaupt vor einiger Zeit zum Geschenk gemacht hatte. In der Königsloge sah man auch die Erzherzöge in großer Uniform, die Regierung, die Spitzen der Behörden und den deutschen Gesandten von Erdmannsdorff. Die Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als nach Abschluß der Parade der König und der Reichsverweser unter den Klängen des Königsmarsches, der Giovinezza und der ungarischen Nationalhymne langsam durch die reich mit italienischen und ungarischen Fahnen geschmückten Straßen zur Hofburg zurückfuhren Nach der Parade fand nachmittags auf Schloß Gödöllö, dem Sommersitz des Reichsverwesers, zu Ehren des italienischen Herrscherpaares in althergebrachter Form eine Falkenjagd statt. Anläßlich der Anwesenheit des Herrscherpaares gab ferner am Donnerstag Feldmarschall Erzherzog Joseph ein Essen m engstem Kreise. Die ersten politischen Besprechungen zwischen dem Ministerpräsidenten Daranyi, dem Außenminister Kanya und dem italienischen Außenminister Graf Ciano bewegten sich im Rahmen der römischen Protokolle, die laufende außenpolitische Aussprachen zwischen den Unterzeichnerstaaten vorsehen. Zu Ehren des Herrscherpaares fand am Abend in der Hofburg ein Galaeffen und sodann ein Ball statt, zu dem das gesamte Diplomatische Korps eingeladen war. Es sei eine natürliche Folge, daß Japan an den wirtschaftlichen Entwicklungen in diesem Gebiet stark interessiert sei. Die Behauptung, die japanische Flotte habe irgendwelche aggressive Absichten in der Südsee, sei jedoch unrichtig. Regierung und Parteien in Man Tokio, 20. Mai. (DNB.) Die beiden größten japanischen Parteien haben den sofortigen Rücktritt des Kabinetts Hayafhi gefordert. Dies veranlaßte den Ministerpräsidenten zu der Erklärung, daß die politischen Parteien in Japan nicht wie die Parteien in anderen Staaten über das Schicksal einer Regierung zu entscheiden hätten und daß ein ständiger Regierungswechsel nicht der Eigenart japanischer Staatsau f s a s- jung entspreche. Wenn das Kabinett auch gegen d en W illen d e r Parteien im Amt bleiben werde, so bedeute dies keineswegs, daß die Regierung eine Diktatur anftreben oder die Verfassung verletzen wolle. Andererseits könne die Regierung aber nicht eine Parteipoliti kn a ch ausländischem Vorbild dulden, da Partei- Politik eine geordnete Staatsführung in diesen schweren Zeiten unmöglich mache. Es sei zu bezweifeln, daß den großen Worten der Parteien die Taten folgen werden, da diese Parteien untereinander keineswegs einig seien. — Die beiden Mehrheitsparteien Seiyukai und Minseito, die jetzt den Rücktritt der Regierung gefordert haben, streben ein reines P a r t c i P a b i n e 11 an, während Die kleinen Parteien und die nationalistischen Gruppen ein noch stärkeres Kabinett fordern. „$rei von dem traurigen Vermächtnis der Vergangenheit.- London, 19. Mai. (DNB.) In der Londoner Westrninfter-Abtei hatten sich 5000 Vertreter aller Jugendoerbände des englischen M o f t r o t Hi t» c oinaesunden. Der Erzbischof Deutschland betont. Verurteilung des Verräters Gteamann N ü r n b € r g, 19. Mai. (DNB.) Die Erste Große Strafkammer in Nürnberg verurteilte den ehemaligen SA. - Gruppenführer Stegmann, der in den ereignisschweren Tagen des Januar 1933 meuterte, und darauf vom Führer degradiert und aus der Partei ausgestoßen wurde, wegen Anstiftung zur Nötigung und zum schweren Hausfriedensbruch zu 10 Monaten Gefängnis. Damit hat ein Verräter aus den schwersten Kampftagen, als über das Schicksal des deutschen Volkes entschieden wurde, nach Maßgabe der damals gültigen strafrechtlichen Bestimmungen, die keine höhere Verurteilung zulassen, die gerichtliche Strafe für die schwere Schuld, die er vor der Geschichte und seinem Volk auf sich geloben hat, bekommen. Der Flaggenzwischenfall von Pinkafeld Wien, 20. Mai. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: „Am 30. April fand in Pinkafeld (Bu^ genlanö) ein militärischer Z a p f e n st r eich der Garnison zu Ehren des Vorabends des Staatsfeiertages statt. Der Ort hatte Flaggenschmuck angelegt. In dem Augenblick, da die Militärmusik mit ihrer Begleitmannschaft auf dem Platz Posto faßte, entrollte sich aus der Dachlucke eines Hauses e ine Hakenkreuzflagge. Der die Truppen befehligende Offizier erteilte in der Meinung, es fände eine gegen seine Truppe gerichtete Demonstration statt, den Befehl, die Flagge e[n3u^ies h e n, was durch eine Patrouille von drei Mann durchgeführt wurde. Als sich herausstellte daß die Flagge von dem im betreffenden Haufe wohnhaften Reichsdeutschen Max Thiem e r l a u 6 ter ro e t f e gehißt worden war und dieser der Vorschrift entsprechend auch die österreichische Flagge gesetzt hatte, wurde ihm die Flagge zuruck gegeben und deren neuerliche Hissung am l. Mai gestattet. Wegen dieses Zwischenfalles hat die österreichische Bundesregierung der deutschen Reic^re- morvnfi nrn 8 Mai ihr lebhaftes Be- genossen verbindet. Mit dem strengen und unerbittlichen Dienst sei echte und tiefe Lebensfreude wohl vereinbar. Die Jugend soll verhindern, daß je wieder Standesdünkel und Klassenhaß heranwachsen, sie soll Jahrhunderte um Jahrhunderte eine sozia- listische Gemeinschaft erziehen, aus der große Geister auffteigen, würdig des Vermächtnisses, das in Weimar gestaltet wurde. Die Kinder sollen, ungeachtet ihrer Herkunft, als kämpfende Menschen aufsteigen in eine Gemeinschaft, in der nur die Leistung gewinnt. DerFührer im Kreise der Arbeiter aus dem Obersalzberg. D b e r f a 13 b e r g, 20. Mai. (DNB.) Für die am Obersalzberg im Berchtesgadener Land tätigen Arbeiter wurde auf Anordnung des Führers eine Gemeinschaftshalle für Kino und Theatervorführungen errichtet. Anläßlich der Eröffnung dieser Halle sprach der Führer am Donnerstagabend zu den versammelten Arbeitern. Als der Führer in der Halle, die in schlichter Holzausstattung gehalten ist und den Arbeitern nach ihrem schweren Tagewerk Freude und Unterhaltung geben soll, erschien, wurde er von der Arbeiterschaft mit nicht endenwollendem Jubel begrüßt. In fast zweistündigen Ausführungen erläuterte der Führer in einer auch dem letzten Arbeiter verständlichen Sprache das Wesen der nationalsozial i- stischen Wirtschaftsführung, deren praktische Ergebnisse auf allen Gebieten nach vier Jahren nationalsozialistischer Aufbauarbeit so klar vor aller Augen liegen. Er zeigte in überzeugender Weise den Sinn und die lebenswichtige Bedeutung des Vier jahresplanes, dessen Idee und Planung im vorigen Jahr auf dem Obersalzberg entstanden sind. Die Rede des Führers, der die Arbeiter mit innerster Teilnahme und begeisterter Zustimmung folgten, klang aus in einer einzigartigen Kundgebung der Verbundenheit des Führers mit feinen Arbeitern. Grundsteinlegung des Bio-7legro-Krastwerkes „Terra-. Montevideo, 20. Mai. (DNB.) Am Dienstag fand die feierliche Grundsteinlegung des Rio-Negro-Kraftwerkes statt, das den Namen des Staatspräsidenten von Uruguay, Gabriel Terra, tragen wird. Vertreter der Behörden, der Wissenschaft und Kunst nahmen daran teil. Präsident Terra, der Minister für öffentliche Arbeiten, der Präsident der staatlichen Elektrizitätswerke, der deutsche Geschäftsträger und Generaldirektor Stob aus Buenos Aires unterstrichen die Bedeutung des in Angriff genommenen Werkes und hoben dabei die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Uruguay hervor, die in dieser Gemeinschaftsarbeit -ihren sichtbaren Ausdruck fänden. Der Führer und Reichskanzler hat dem Präsidenten telegraphisch seinen Glückwunsch übermittelt. Präsident Terra hat dem Führer in einem herzlichen Telegramm gedankt, indem er die freundschaftliche Verbundenheit Uruguays mit bezogen würden. Beschlagnahme der Bolschewistenflugzeuge? Oberst Lunn greift ein. Paris, 21. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die bolschewistisch-spanischen Militärflugzeuge, die vor einigen Tagen auf dem Militärflugplatz bei Pau landeten, sind noch nicht wieder nach Spanienzurückgekehrt. Der Leiter der internationalen Kontrolle an der französisch-spanischen Grenze, Oberst Lunn, soll sich der Freigabe der Apparate energisch widersetzt haben, und dabei vom internationalen Kontrollausschuß in London unterstützt worden fein. Er z w e i f e 11 an den Aussagen des Befehlshabers des bolfchewisch-fpanifchen Geschwaders, der erklärt hatte, sich auf dem Fluge von Santander nach Bilbao verirrt zu haben. „Echo de Paris" berichtet, daß es mit dem Befehlshaber des bolschewistischen Geschwaders zu einer Auseinandersetzung gekommen sei, als dieser aufgefordert wurde, auf der Karte seine Flugstrecke aufzuzeichnen. Oberst Lunn soll dem spanischen Bolschewisten ins Gesicht gejagt haben, daß er ihnbe 1 üge. Man hält nicht für ausgeschlossen, daß der 33köpfigen Besatzung die Rückkehr nach Spanien gestattet wird, die Apparate aber der Beschlagnahme verfallen. Delbos in Brüssel. Belgiens europäische Aufgabe. Brüssel, 20. Mai. (DNB.) Der französische Außenminister Delbos ist in Brüssel eingetroffen. Außenminister Spaak gab ein Essen, bei dem er erklärte, Belgien liebe das Frankreich von gestern. Es verfolge aber auch mit einem leidenschaftlichen Interesse das „große und kühne Experiment", das Frankreich heute vollziehe. Belgien bleibe mit Frankreich treu den großen Grundsätzen der Freiheit, der Gleichheit und Brüderlichkeit. Belgien sei auch für Frankreich, weil es wisse, daß Frankreich „aufs tiefste friedlich gesinnt sei". Er begrüße es auch, daß Delbos in kritischen Augenblicken trotz allem seine Hoffnungen auf den Völkerbund, in die kollektive Sicherheit und die Abrüstung gesetzt habe. Der Unab - hängigkeitsWille Belgiens habe in keiner Weise die Freundschaft mit Frankreich berühren können. Dieser Wille ergebe sich daraus, daß Bel- gien eine Mission in Westeuropa zu erfüllen habe, indem es der Sache des Friedens diene. Jahrhundertelang fei Belgien das Schlachtfeld Europas gewesen. Heute habe Belgien den Ehrgeiz, ein Element der Beruhigung und morgen vielleicht ein Bindeglied zu werden. Belgien werde durch seine Verwandtschaften und seine Tradition zu den Nationen hingezogen, die der „Demokratie" treugeblieben seien,' weise aber die Jde.e einer Spaltung Europas in politisch - ideologische Blocks zurück. Außenminister Delbos erwiderte, Frankreich bedrohe niemanden. Dem Völkerbund genau so wie Belgien treu bemühe sich Frankreich, die Mittel zu suchen, um die Völker einander zu nähern und ihnen Vertrauen in die Zukunft zu geben durch die Organisierung der Sicherheit. Nicht weniger als die Hoffnung auf Sicherheit sei für sie die europäische Ordnung. Mit vollem Vertrauen in die Autorität des Ministerpräsidenten van Zeeland sehe Frankreich den Ergebnissen der Unter- | suchung entgegen, die dieser unternommen habe, um London, 21. Mai (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter melden, daß der chinesische Finanz- minifter Kung in einer Unterredung mit Eden die Besorgnis zum Ausdruck gebracht habe, daß eine neue englisch-japanische Annahe - rung auf Kosten chinesischer 3n ter elfen vor sich gehen könnte. Eden habe dem Minister versichert,' daß diese Befürchtungen grundlos eien, daß vielmehr die britische Regierung bet jeder Bemühung zur Verbesserung der Lage im Fernen Osten die chinesischen Interessen voll berücksichtigen werde. Die beiden Minister seren im übrigen darüber einig gewesen, daß die Lage im Fernen Osten neuerlich eine aussichts r e i ch e Wendung genommen habe. Die Verbesserung der Lage sei hauptsächlich auf die versöhnlichere Haltung Japans zurückzuführen das sich jetzt um 3 u f a mm e n a r bet t mit England für die wirtschaftliche Entwicklung und politische Befriedung des Fernen Ostens bemühe. Japans Floltenpolitik. Der Marineminister dementiert aggressive Absichten in der Südsee. L o n d o n, 21. Mai. (DNB. Funkspruch.) Dem Korrespondent der „Times" erklärte der ;apani che Marineminister Admiral Yonat, die spanische Flotte plane keinerlei Rustungs Programm, durch das andere Lander be- droht werden könnten. Er b em en 11 e r t e ferner Gerüchte, wonach Japan beschlossen habe, beim Bau neuer Schlachtschiffe über die im Londoner Vertrag festgelegte T o n n a ge g r enz e von 35 000 Tonnen und über SeschutzkaNber von 16 Zoll (40 cm) hinauszugehen. Auf eine Frage hinsichtlich der Berichte nach denen Japan eine südwärts geriet et e P o 1111 k Erfolgen wolle, erklärte Admiral Yonai daß das Gebiet der Südsee g e o g r a pi fjf)i unb w iri£cha f t - von Canterbury hielt dabei eine Predigt, bie über den englischen Rundfunk auf das ganze Reich übertragen wurde. Der Erzbischof rief die Jugend des Weltreiches auf, sich in den Dien st der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens zu stellen. Abschließend erklärte der Erzbischof, daß der Frieden das höchste Gut der Welt sei. Ein neuer Krieg würde die europäische Zivilisation vernichten. Solange die Menschen in ihren Herzen die alten Verdächtigungen, den Neid, die Eigensucht beibehielten, bestehe Kriegsgefahr. Die kommende Jugend müsse von diesem traurigen Vermächtnis der Vergangenheit frei- gemacht werden. Die Dominien und Englands europäische Verpflichtungen. Edens Rede auf der Reichskonferenz. London, 20. Mai. (DNB.) „Morning Post" meldet, Eden habe auf der Reichskonferenz darauf hingewiesen, daß das Ideal der kollektiven Sicherheit, wenn es auch gegenwärtig nicht allgemein annehmbar sei, eine lebenswichtige Notwendigkeit für das Britische Weltreich darstelle. Dieser Hinweis sei insofern bedeutsam, als über die Stellungnahme der Dominien im Falle der Verwicklung Englands in einen europäischen Krieg keine völlige Gewißheit bestehe. Dies treffe besonders auf Kanada zu, das sich infolge feiner ausgezeichneten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten völlig gesichert fühle. Eden habe auch auf die weltanschaulichen Segen» sätze, die Hemmungen der Wirtschaft und die sich daraus ergebende Ansammlung der explosiven Kräfte hingewiesen, die sich u. U. g e ■ waltsam entladen konnten. Andererseits habe er die allgemeine Abgeneigtheit der europäischen Staaten, einen Konflikt hervorzurufen, her- vorgehoben. Zu Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Reichskonferenz werde, schreibt das Blatt, wahrscheinlich die Stellungnahme zu der Lage i n Mittel- und Osteuropa führen. Die englische Regierung habe wiederholt erklärt, daß sie eine Verpflichtung in diesen Gebieten außer den Völkerbundsverpflichtungen nicht habe. Eden sei jedoch nicht in d e r Lage gewesen, der Konferenz mitzuteilen, daß England unter keinen Umständen an einem Kriege in einem Teil Europas, in dem es keine direkten Verpflichtungen habe, teilnehmen werde. Er habe erklärt, daß eine etwaige englische Intervention der Verteidigung eines lebenswichtigen Interesses Großbritanniens und damit des ganzen Britischen Reiches dienen würde. Das bedeute, daß eine Beteiligung Englands an einem europäischen Kriege eine Maßnahme der Selb st erhalt ung wäre, in die bie Dominien automatisch ein - lichen Maßnahmen getroffen, um einer Wiederholung solcher Vorkommnisse auch in Hinkunft vorzubeugen. „Oie deutsch-österreichischen Beziehungen aktiver geworden.- Paris, 20. Mai. (DNB.) „Paris Soir" Der» öffentlich! eine Erklärung des österreichischen Staatssekretärs Dr. Schmidt vor feiner Abreise aus Paris. Oesterreich versuche zu erreichen, daß seine Beziehungen zu den Mächten sich nicht gegenseitig widersprächen und es mochte seine freundschaftliche Geste gegen gewisse Länder nicht als eine feind- PALMOLIVE - SEIFE — h&i gestellt mit älmen und torf-erhälf die Haut rein und zart 6 'Nl 1936 bt) -Adi- h«„d Bä AK -^en9Ser c *•> ?!Ai M W\ lallen ^Itun^lten S"C>! .:"i Ohr^elk ( Sriä toyNnl W fJ'Uo d «»y * b,r M' hl rf* NSO. » ihre Tore tehrsausste ;S'I -Ai |linhnnS fMstakadeMl oor dem Kon! ■4 Fremdenoer Hilden für Pden Mzieh" Eben, durch g Sebietsausstel ;n deutschen Lc wn des Run ij bei der Aus gegebenes Fahrt durch jM , . t »I! RH-'N' d Fremdenverke! 'üßung ein. Di i'-m-Main hat J Äer des Rund öl emdrucksvol ^bs-haft und i :jjon von weite si sich durch die * ^m-Gebietes, bi iÄschastlichen ! girlen und dem ßö Main gibt. £ ? ch große Photc j He Aufnahme! ' int a. M, D a Hen Bäder W Bib Ems zeige , Ä von weiten Aein-Gebietes A Frankfurter Ma iraht gemalt, i lolive von Bi Wangenbad, B Lahn), Bab Wi üii(en in Dbi salb, Giehei Königstein i. T- Die Aquarelle Zhotos und der leiten des Land bei der Betrac eines der schönst lonbes ßuft oer, wi> im Einern Ä stch für eine tber nid)t nur Gebietes ha , Fremdei '"'Wi Vergabe ""itn des A N die Aufstelt ^,!r Raum gege M-Cebietes ha! "Uskunst 21 l Ür°6e, handge 7 ""d Silber W ist mit । ■Wen, eine wu l-^ 2ltmei|ter @| |?01! dem hob M-*alber Elfen W'«W»b-ch »N-r Seiler Sch»» I.» nb bie bit «Bürgerbriefes Für den Vertrieb unserer be kannten Weinbrände, Liköre, Num- nnd Arrac-Verschnitte für den Bezirk Gießen suchen wir einen befähigten, möglichst branchekundigen Vertreter Ausführl. Bewerbungen, möglichst mit Lichtbild unter Angabe von Referenzen an I3543D Egon Scann A G. Hamburg-Rahlstedt lPostfach) Drogerie Bornemann Gießen, Bahnhofstraße 17 hat stets Lager in frisch. 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Schr.Angeb.unt. 02571 and.G.A. opetcn louetenhaus Mittel Goetbenr.7 ' Hinter der ^lwebanU Lakehurst erklärte der Luftschiffveteran Kapitän Wittemann, der die letzte Fahrt des „Hindenburg" als Beobachter machte, daß sich in der Führergondel im ersten Augenblick niemand eine rechte Vorstellung von der Katastrophe machen konnte. Wittemann schilderte dann, wie sofort nach dem Aufprall die Kapitäne Lehmann und Pruß und der Erste Offizier Sammt die Führergondel steuerbordseits verließen und buchstäblich in den Flammen verschwanden. Er hingegen wählte den entgegengesetzten Ausgang und wurde kaum behelligt. Im übrigen war das Landungsmanöver vollkommen normal. Aus den Heckzellen wurde das Wasserstoffgas 15 Minuten vor der Explosion zum letzten Mal abgelassen, aus den Bugzellen 6 Minuten vor der Katastrophe. 15. Tagung für wirtschaftliches Bauen in Wien. In Wien wurde die von der Deutschen Akademie für Bauforschung gemeinsam mit den österreichischen Fachorganisationen vorbereitete 15. Tagung für wirtschaftlichesBauen eröffnet. Von reichsdeutscher Seite nahmen über 200 Vertreter teil. Der Präsident der Akademie Prof. Stegemann entwickelte die Ziele, die sich die Deutsche Akademie für Bauforschung gesteckt habe. Die Akademie sei Fröhliches Wochenend mit Tanz ■ ■ und Hautunreinigkeifen rest/oS "Z-r beseitig/. '• 0 Für Mk.225. aber nur m Apotheken Best.: Univ.-Apoth. z. gold. Engel, Kaufgesuche"] Jeden Posten gebrauchte Kartons laufend zu kaufen gesucht. 02568 Magnus- & (So. Diezstrasie 6 Telefon 3532. Der Wiesbadener Regierungspräsident von Pfeffer feierte am Mittwoch seinen 45. G e - burtstag. Der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß, und Stabschef Viktor Lutze übermittelten telegraphisch ihre Glückwünsche. Der Betriebsführer der Leitz-Werke in Wetzlar, Dr. Ernst Leitz, wurde von dem Gauobmann m den Gauorganisationsausschuß für den internationalen Kongreß „Freude und Arbeit" berufen. Eine gemeinsame Tagung des deutschen unb polnischen Regierungsausschusses für die Durchführung des deutsch-polnischen Wirtschaftsvertrages ergab eine erfreuliche Entwicklung des Warenumsatzes zwischen beiden Ländern. Es war infolgedessen möglich, eine Erweiterung der polnischen Ausfuhr nach Deutschland über das Ausmaß des letzten Vierteljahres hinaus m Aussicht zu nehmen. Bohnen Ständen Erhsenreiser Banmniähle Rosenpl&hle 6. Treehsler Steinstr.73j0l.3581 Warum hat Ihre Wäsche „Haar-Ausfall?" AlleMitglied. der Oeimaioereinigung „Staufenberg“ werden zu der Samstag, 22. Mai, abends 8 Uhr, auf Burg Staufenberg ftattsind. ord.Mitgliederversammlung hiermit herzlich eingeladen. 3552D T.ö.il.Wahlen, 2.Beschlutzfass. ü.d. Sommerfest Der Vorstand. 4/20 Opellim. zügel, und verst. verk. billig 02580 Wilh. Höß NeuenBäuelOp. L Dr Druckrey-S * Drula Bleichwachs heißt das Mittel das auch Ihre hortnädriqen Zuverlässiger sauberer tastete gesucht. Alter 18 bis20Jahre.356iv Heb. Hettler Konditorei und Caf6 NS.-Gemeinscliait „Krall durch Freude“ MM zum 1. Juni ge- Suche r. 1. Juni ober 1. Juli 2-3-Zim.-Wohnung auch näh. Umg. < Heuchelh., Wie- seck). Schr. Ang. mit Preis unter 02555 a.d.G.A. NG.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" Sonntag, 23. Mat, um 16 Uhr aus der Burg Staufenberg Großes Militärkonzert der Regiments-Musik des Fnsanterie- Regtrnents 116 Gießen unter Teilung von Musikmeister Wohlsarth. 3544 d Eintritt 40 pf. Zugverbindung ab Gießen: 15,17 Uf)r Kunst und Wissenschaff. Germanenkundliche lieichstagung in Gelsenkirchen In Gelsenkirchen fand die 10. germanen. kundliche bteichstagung der Vereinigung der Freunde germanischer Vorgeschichte im Rahmen der Gemeinschaft „Das deutsche Ahnenerbe" statt. „Das deutsche Ahnenerbe" steht unter der Schirmherrschaft des Reichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei Himmler. SS.-Obersturmführer Sievers, der Hauptgeschäftsführer des „Deutschen Ahnenerbes", übermittelte die Grüße des Reichsführers Himmler. Prof. Wilhelm Teudt, Leiter der Detmolder Pflegestätte für Germanenkunde, wies in einem Vortrage u. a. darauf hin, daß bie Vereinigung die Verpflichtung erfülle, unermüdlich die Ursachen zu erforschen, warum so auffallend wenig Zeugnisse germanischer Kultur sich bis auf die Gegenwart erhalten hätten. Man könne dies dadurch erklären, daß der Werkstoff germanischer Baukunst, germanischer Bildhauerei und germanischen Schrifttums das Holz war. Holzerzeugnisse aus alter Zeit seien jedoch nahezu restlos in Moder und Asche zerfallen, während die Denkmäler der antiken Steinkultur in den Museen prangten. Trotzdem sei in Detmold noch unschätzbares Anschauungsmaterial zur Erkundung germanischer Kultur erhalten. An den Externsteinen seien die Beweise für germanische Steinbauarbeit zutage gefördert. Direktor Dr. Beyer gab einen Rückblick über die zehnjährige Arbeit ber Detmolder Pflegestätte und sprach Prof. Teudt für seine segensreiche Führung den Dank aller Anhänger der Ger» manenkunbe aus. Die Vereinigung der Freunde germanischer Vorgeschichte wolle ihre Aufgabe nicht nur wissenschaftlich, sondern auch volkstümlich betrachtet Oie Beisetzung von fünf Toten des „Hindenburg" in Frankfurt a. M. NSG. Die sterblichen Ueberreste der Opfer des „Hindenburg"-Unglücks werden nach der Trauerfeier in Cuxhaven zur Beisetzung in ihre Heimatorte über- geführt. Von den Besatzungsangehörigen werden in Frankfurt Kapitän Lehmann, Franz Eichelmann, Fritz Flackus, Ernst Schlapp und Willy Speck beigesetzt. Die Ueberreste der fünf Opfer treffen am Samstagmorgen um 4.51 Uhr auf dem Eilgüterbahnhof in Frankfurt a. M. ein, wo sie von der Hitler-Jugend abgeholt und zum Hauptfried- h 0 f geleitet werden. Während der Aufbarung in der Kapelle des Hauptfriedhofs stellt die Zeppelinreederei die Ehrenwache. Die Beisetzungsfeier, auf der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger spricht, findet am Sonntagvormittag um 11 Uhr auf dem Hauptfriedhof, der ab 10.30 Uhr für die Bevölkerung geöffnet ist, statt. KapitänDittemann vor dem Lakehurst- Llniersuchungsauöschuß. dem Schrecken davon. Der Blitz schlägt in ein Kinderbett. Bei einem schweren Gewitter über dem Hochwald schlug der Blitz in dem Ort Höfchen (Rh ein - provinz) in ein Kinderbett und versengte Kissen und Decken. Das im Bettchen liegende vier Wochen alte Kind kam unversehrt davon. Weite Reife eines Rotkehlchens. Am 16. Juni 1936 wurde in Bad Ems ein Rotkehlchen beringt. Das Tierchen hat in der Zwischenzeit eine weite Reise zurückgelegt; es wurde am 18. Februar 1937 in der Gemeinde Noriana (Provinz Huelva) in Südspanien aufgefunden und seine Anwesenheit jetzt nach Bad Ems zurückgemeldet. Zur Erkundung des Vogelzuges ist damit ein nicht unwesentlicher Beitrag geleistet worden. Flugunfall bei Böblingen. Am Donnerstag gegen 13 Uhr wurde ein Verkehrsflugzeug der Strecke Stuttgart—Friedrichshafen kurz nach dem Abflug in Böblingen infolge unfreiwilliger Bodenberührung stark beschädigt. Hierbei kamen der Maschinenfunker Ieude und der Fluggast Filigister ums Leben. Der Flugzeugführer wurde schwer, drei Fluggäste wurden leichter verletzt. Schwere Explosion in einer Wiener Eisengießerei. In einer Eisen- und Metallgießerei in Wiener- Neustadt ereignete sich ein schweres Explosionsunglück. Aus unbekannter Ursache flog der Deckel einer Gießhaube in die Luft und die glühende Metallmasse ergoß sich nach allen Seiten. Sechs Arbeiter wurden schwer verletzt. Mehrere von ihnen dürften kaum mit dem Leben davonkommen. Vier französische Steinbrucharbeiter verschüttet. In Donzenat bei Bordeaux wurden vier Arbeiter, die in einem Steinbruch beschäftigt waren, von niederbrechenden Gesteinsmassen verschüttet. Drei der Verschütteten konnten mit schweren Verletzungen von den sofort herbeigeeilten Hilfsmannschaften geborgen werden. Der Vierte war unter den Gesteinsmassen völlig begraben. Die Rettungsarbeiten mußten wegen der Gefahr weiterer Gesteinsniederbrüche eingestellt werden. Es besteht keine Hoffnung, den verschütteten Arbeiter lebend zu bergen. Schwere Ueberschwemmungen in wesifyrien. Starke Regenfälle, die in den letzten Tagen niedergingen, verursachten in der Bika-Ebene zwischen Libanon und Anti-Libanon große Ueber- schwernrnungen, wodurch mehrere Dörfer bedroht sind. Zahlreiche Häuser sind eingestürzt. 5000 Personen aus dem überschwemmten Gebiet sind obdachlos. Die Zahl der Ertrunkenen ist noch nicht festgestellt. Eine Stadt auf den Philippinen in Flammen. Nach Zeitungsmeldungen aus Manila (Philippinen) steht die Stadt Paracale (10 000 Einwohner) auf der Insel Luzon vollständig in Flammen. Tausende sind durch den Brand obdachlos geworden. Die Zahl der Verletzten ist groß, viele Bewohner sind in den Flammen umgekommen. die Mittel zu einer Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit zu suchen. Belgiens und Frankreichs Zusammenarbeit werde noch enger gestaltet durch ihre gemeinsame Hingabe an „die Idee der Demokratie". Die Verschiedenheit der politischen Systeme werde die beiden Länder gewiß nicht hindern, sich mit anderen Nationen zu verständigen. Man habe auch den aufrichtigen Willen, die Bildung feindlicher ideologischer Blocks zu vermeiden. In den politischen Systemien, die Belgien und Frankreich gemeinsam hätten, sei ein Element der Freundschaft und des gegenseitigen Verständnisses. Kleine politische Nachrichten Die deutsche Botschaft in Washington hat wegen der törichten und geschmacklosen Beleidigungen des Führers und Reichskanzlers durch den Lhikagoer kardinal Wundelein beim Staatsdepartement in Washington energische Vorstellungen erhoben. Di*. Gerster Franks. Str. 6II. Erfahren., sleitz. MW« für halbe Tage gesucht. 02569 Vübcritr. 11 vt. Zuverlässig.sleih. Mädchen für halbe Tage gesucht. 02574 EonOgrah-nftr. 31. | Verkäufe | Mod gebraucht. KNeiWgkN für RM. 25.- zu verkaufen. Zu erfragen in derGe- schäftSft. d. G. A. gegründet worden, um der Reichsregierung und der Bauwirtschaft ein Gremium von Sachverständigen 3U schaffen, das feine Erfahrungen in ihren Dienst stelle und in planmäßiger Gemeinschaftsarbeit aus- werte. Ministerialdirektor Dr. Knoll vom Reichs- arbeitsminifterium sprach über das Thema: „Das Wohnungsproblem als soziale Aufgabe". Im Mittelpunkt der amtlichen Wohnungspolitik des Reiches stehe die Kleinsiedlung, die dem Siedler auch etwas Land zur Verfügung stelle. So könne der Siedler einen Teil feiner Nahrung auf eigenem Boden ziehen. Im Reich wolle die Kleinsiedlung, die auch in Oesterreich schon Boden gewonnen habe, sich zur wahren Volkssiedlung entwickeln und einen erheblichen Teil des jährlichen Wohnungszuganges stellen. Bei der Finanzierung leiste das Reich Hilfestellung. Da vor allem Mangel an Arbeiterwohnstätten bestehe, habe man alle Förderungsmaßnahmen auf den Bau von Arbeiterwohnstätten konzentriert. Zwei kirchliche Tagungen in Frankfurt. Der Evangelisch - Soziale Kongreß, dessen Ehrenpräsident der ehern. Reichsgerichtspräsident und Reichsaußenminister Prof. D. Dr. S i - m o n s ist, hält seine Jahresversammlung in Frankfurt a. M. ab. Die Tagung wird am Samstag, dem 22. Mai, 18.15 Uhr, durch eine Vesper in der St. Katharinenkirche eröffnet. — Nach einem Festgottesdienst in der St. Katharinenkirche am Sonntagvormittag schließen sich nachmittags Vorstands- und Ausschußsitzung, Mitgliederversammlung und um 20 Uhr die erste Hauptversammlung im Gemeindehaus der reformierten Gemeinde an, auf der Oberstudiendirektorin D. Carola Barth (Frankfurts sprechen wird. Am Montagvormittag findet die zweite Hauptversammlung statt, bei der Professor D. vonSoden (Marburg) über das Thema: „Der Dienst der Kirche und des Staates an der Volksgemeinschaft", sprechen wird. — Vom 2. bis 6. September d. I. findet die Jahresversammlung des Evangelischen Bundes (50 Jahre nach der ersten Versammlung) wieder in Frankfurt a. M. statt. Zur gleichen Zeit ist eine Ausstellung, in der die Geschichte des Evangelischen Bundes gezeigt wird, der eine besondere Abteilung „Luthe r" angegliedert ist. Unfall an einem Bahnübergang. An der Bahnüberführung in Bad Neuenahr ereignete sich ein schwerer Unfall. Der Anhänger eines mit Schwemmsteinen beladenen Lastzuges wurde von HLeupin-Creme u. Seife seit 25 Jahren bewährt bei Pickel autiuGken-flechte Ausschlag, Ekzeme. Wundsein usw. Löwen-Drog. W. Kilbingei1 Nchf.. Selters weg 69; Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10; Drog. Bornemann. Bahnhofstraße 17; Med.-Drogerie H. Elges, Seltersw. 66; Germania- Drogerie C. Seibel, Frankfurter Straße 39. In Lanbach: Sqlms-Lau- bacher-Drogerie K. Klein. 62oV des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Erwärmung des europäischen Festlandes erreichte am Donnerstag mit Höchstwerten zwischen 25 und 30 Grad im Schatten ihren Höhepunkt. Der gleiche Wirbel, der für die Ueberflutung Ost- und Mitteleuropas mit Warmluft verantwortlich war und sich inzwischen vom westlichen Mittelmeer zur Nordsee verlagert hat, führt van seiner Westseite her kühlere Meeresluft über Frankreich hin. Ihr Einbringen wird bei uns noch Unbeständigkeit und Abkühlung bringen, die vorerst auch erhalten bleiben. Aussichten für Samstag: Veränderlich, doch meist bewölkt, stellenweise auch Regen, bei lebhaften westlichen Winden kühler. Aussichten für Sonntag: Zeitweise auf- heiternd, doch zu einzelnen Niederschlagen geneigt, Mittagstemperaturen zwischen 15 und 20 Grad. Lufttemperaturen am 20. Mai: mittags 27,9 Grad Celsius, abends 19,3 Grad; am 21. Mai: morgens 20,1 Grad. Maximum 28,1 Grad, Minimum heute nacht 13,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Mai: abends 21,3 Grad; am 21. Mai: morgens 16,9 Grad. — Sonnenscheindauer 9,3 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 37: 9657. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch» und Steindruckerei R. Lange, K.-G-, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Brucheinklemmung kann zur Todesursache werden. Fragen Sie Ihren Arzt. Durch Anwendung meiner Spezial-Bandagen nach Maß wird Ihr Bruch vollkommen und beschwerdefrei zurückgehalten. Viele Bruchleidende haben sich sogar geheilt. U. a. schreibt Herr Mendler: „Möchte Ihnen mitteilen, daß ich durch die von Ihnen verordnete Bandage trotz meinem Alter von 67 Jahren von meinem Leistenbruch vollständig geheilt bin. Ich werde nicht verfehlen, Ihre werte Firma in meinem Bekanntenkreise sehr zu empfehlen und habe auch nichts gegen die Veröffentlichung des Briefes. Rudolf Mendler, Lagerverwalter, Berlin, Skalitzerstraße 29a, den 18. Juni 32.“ Kostenlos zu sprechen in: Alsfeld, 23. Mai, von 11 bis lUhr, im Hotel Deutsches Haus. Grttnberg, Montag, 24. Mai, von 9 bis 11 Uhr, im Hotel Hirsch. Wetzlar, Montag, 24. Mai. von 1 bis 3 Uhr, im Hotel Kalt wasser. Gießen, Dienstag, 25. Mai, von 8 bis 11 Uhr, der Lokomotive des nach Ahrweiler fahrenden Personenzuges erfaßt und zur Seite geschleudert. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, daßdie Schranken des Bahnüberganges nicht geschlossen waren. Der Schrankenwärter versuchte, im letzten Augenblick die Schranken noch zu schließen; jedoch war es bereits zu spät. Er wurde von den Schwemmsteinen überschüttet und in schwerverletztem Zustand Ahrweiler Krankenhaus gebracht. Der Fahrer Lastwagens und seine beiden Beifahrer kamen $ Prof. Koob° I Verlobungs-Anzeigen Bismarckstr. 36. bei Brühl, Schulstr.7 Bade- Anzüge Hosen Mäntel Hauben Schuhe Frottier- Tücher preiswert von Schulze Kreuzplatz 356c 0 iiiimiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiii Nachlässe vonztm 20 v. 6. erhallen Sie del wiederhollen Ausnahmen einer Anzeige miiHiiiiiiHiiiiiiiiniiin Stellenangebote Keine Zeugnisse in Urschrift lonoern nur Zeugnis- obichriften oem Br° werdungsichreiben bet. legen — Lichtbilder unoBewerbungsunter- lagen müsien zur Vermeidung oon Verlusten aus der Rückseite Va- meu unb Anschrift des Bewerbers tragen I Zuverlässiges selbständiges Mdchen das kochen kann, für alle Hausarbeit zu alleinstehendem Herrn Wegen Betriebsausflug ist unser Ladengeschäft am Samstag geschlossen W. & G. Schuchard Herrenhüte und Mützen Seltersweg 44 3547D Eintrittskarten- Vorverkauf für das Reit- und Fahrturnier im Hapag.Reisebüro Seltersweg 89. 3s68d ommersprossen oben öie fich für morgen fchon einen ^uten^ilm beforgß Hr.115 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheßen) 5reitag,2l.Mai (957 Aus der Stadt Gießen t und Finken. N ^-öemeiyschßKMaft dmck freübe' im Auftrag Rhein-Main binden. Das Rhein-Main-Gebiet nimmt bei dieser Fremdenoerkehrsausstellung eine hervorragende Stellung ein. Der Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main hat für unser Gebiet ein ganzes Schaufenster des Rundbaues sichern können, in dem er eine eindrucksvolle Schau der rhein-mainifchen Landschaft und ihrer Erzeugnisse aufgebaut hat. Schon von weitem zieht dieses Fenster den Blick auf sich durch die große gemalte Karte des Rhein- Main-Gebietes, die ein übersichtliches Bild von der Gold- lind Silberschmiedehondwerks. Das Kanne- oäckerland ist mit einem kunstvoll gearbeiteten Krug vertreten, eine wundervoll geschnitzte Elfenbeinfigur von Altmeister G l e n z - Erbach i. D. legt Zeugnis nb von dem hohen handwerklichen Können der Odenwälder Elfenbeinschnitzer. Die Kunstgewerbe- chule in Offenbach hat hervorragende Arbeiten der Offenbacher Lederwaren-Jndustrie für die Rhein- Mainische Schau bL»'eitgestellt. Zwei Taschen, em Jürtel und die hervorragend gearbeitete Hülle eines Shrenbürgerbriefes zeugen von der Leistungsfähigkeit unserer Lederwarenindustrie. Eine interessante Auswahl alter Sektpokale und alter Weingläser sind Zeugnis dafür, daß das Rhein-Main-Gebiet die Heimat des deutschen Schaumweines und Land des deutschen Weines ist. Wer, angeregt durch diese Rhein-Mainische Ausstellung, noch mehr von diesem herrlichen Land um Rhein und Main wissen möchte, dem ist Gelegenheit geboten, durch das lebende Bild das Land der Bäder und des Weines kennenzulernen. dend, führt er durch das Rhein-Main-Gebiet, wirkungsvoll umrahmt von einer eigens für diesen Film zusammengestellten Musik. Die ausgezeichneten Aufnahmen geben so recht das Charakteristische der Landschaft und ihrer Bewohner wieder. Einerlei, ob der Film an die blühende Bergstraße führt oder in die fruchtbare W e t t e r a u, oder ob er die landschaftlichen Schönheiten des Westerwaldes vor Augen führt. Das Lahntal findet eine ebenso getreue Wiedergabe wie die Wälder und die Dörfer des Taunus. Ein Streifzug durch die Bäder wechselt ab mit einer Fahrt durch die reizvollen Städte mit ihren Domen und Türmen. Den Höhepunkt aber bildet das Verweilen in der weingesegneten burgenreichen Landschaft des Rheingaues, wenn an den Hängen der Wein reift und die Winzer und Winzerinnen zur Weinlese hinausziehen. Gar zu schnell scheinen die Bilder vorbeizufliegen, und wer möchte wohl nicht weiter blättern in diesem Bilderbuch einer gesegneten deutschen Landschaft. flcmbmibuhc, Spiegel und Nivea? Eine seltsame Ausrüstung, die Lott eben da ins Strandbad mitnimmt! Sie hat sich vorgenommen, sehr schnell braun zu werden. Uhr und Spiegel sollen bestätigen, was Sonne und Nivea in kurzer Zeit schaffen können! Es sah auch bei diesen nicht immer so paradiesisch aus, und die Fenster mit den schmucken Gardinen blinkten nicht von Anfang an so hell und zukunftsfroh in die Sonne. Ich habe die ersten Fundamente wachsen gesehen und bin zwischen aufgeschütteten Erdhaufen, herumliegendem Bauholz und Steinen herumgestolpert. Da gab es noch keinen „Ich kann soweit nicht klagen. Daß du mich gleich erkannt hast?" Sie lachte. „Das macht mein Gedächtnis. Du haft dich aber auch gar nicht verändert, kein bißchen. Willst du mir nicht dein Rezept verraten? Hast du eine Zigarette für mich? Huch, und dieser feine Stoff!" Sie streichelte den Aermel seines hellgrauen Anzugs. „Wie bist du durch den Krieg gekommen?" „Soso, lala. Ein paar Streifschüsse, ein paar Granatsplitter, einmal verschüttet, einmal Gas; der Rest sitzt neben dir." „Und wie kommst du hierher? Wohnst du in Hamburg?" „Rur vorübergehend. Ich wollte hier den Regen abwarten." „Also Zufall." Die Zigarette reizte sie zum Husten. Auf ihren Backen erschienen kleine rote Flecken, und das Taschentuch zeigte eine zarte Spur von Blut. Obgleich sie dies vor Fogg zu verbergen trachtete, hatten seine wachen Augen es erspäht. „Du mußt mir alles erzählen, ja", bettelte sie munter und zog vor ihrem Taschenspiegelchen das Lippenrot nach. Dann rückte sie näher und sah zutraulich zu Fogg empor, der berichtete: „Wie der Krieg aus war, habe ich Medizin studiert. Rach dem Examen bin ich ins Ausland. Es hat da mit meinem Vater so Geschichten gegeben; na ja, du weißt ja, wie es ist, wenn eine junge Stiefmutter ins Haus kommt. Erst war ich Schiffsarzt »auf einem Dampfer der Ostindischen Kompanie, später am Tropeninstitut in Colombo. Dann habe ich erfahren, daß ein Trupp Landsleute aus meinem Dorf nach Peru auswandern wollte, und habe mich ihm angeschlossen. Wir haben zusammen eine kleine deutsche Siedlung am Ucayali gegründet: das ist ein Nebenfluß des Amazonen- sttomes. Santa Agatha heißt sie. Das war vor neun Jahren. Und seither nichts als Indianer, Urwald, Moskitos und Arbeit. Kannst du dir das vorstellen? Für den Arzt gab es drüben zwar nur mäßig zu tun, aber desto mehr für den Jäger' und Landwirt. Na, und dann kam vor einem halben Jahr dieser Brief aus Schellenberg. Der Bürgermeister — er heißt Gsodmair, und du kennst ihn auch — schrieb, mein Vater sei gestorben, und ich sollte wegen der Erbschaft herüber. Wenn möglich, sollte ich gleich dableiben; denn die Gemeinde brauchte dringend einen Arzt, und meine Vorgänger seien nach einigen Heimatvereinigung Staufenberg. Am morgigen Samstagabend findet auf der Burg Sonderzug nach Frankfurt a. 217. zum „Tag des Deutschen Handwerks". Am Sonntag, 30. Mai, fahren wir einen Sonderzug zum Tag des Deutschen Handwerks nach Frankfurt a. M. Abfahrt gegen 8 Uhr in Gießen. Teil- nehmerpreis 1,55 RM.35480 NSG. In Düsseldorf hat die große Schau deutscher Leistung, „Schaffendes Volk" ihre Tore geöffnet. Bei der Fremdenverkehrsausstellung ist das RheirnMain-Gebiet mit heimischen Bildern und Erzeugnissen hervorragend vertreten. Das Rhein-Main-Gebiet auf der Ausstellung „Schaffendes Volk". landschaftlichen Vielgestaltigkeit, den kulturellen Werken und dem Schaffen des Landes um Rhein und Main gibt. Zu beiden Seiten der Karte haben sechs große Photos Platz gefunden, die charakteristische'Aufnahmen der drei Großstädte Frankfurt a. M., Darmstadt, Mainz und der drei großen Bäder Wiesbaden, Bad-Nauheim, Bad Ems zeigen. Auf dem Sockel haben Aquarelle von weiteren vierzehn Städten des Rhein- Main-Gebietes Aufstellung gefunden, die von den Frankfurter Malern Luckhardt und Fauldraht gemalt, markante Landschafts- und Städtemotive von Bad Homburg, Bad Schmalbach, Schlangenbad, Bad Soden, Felkebad Diez (a. d. Lahn), Bad Wimpfen am Neckar, Bad Salz- Ha u f e n in Oberhessen, Stahlbad König im Odenwald, Gießen, Rüdesheim, St. Goarshausen, Königstein i. Ts., Eltville und Limburg festhalten. Die Aquarelle geben zusammen mit den großen Photos und der Karte einen Querschnitt der Schönheiten des Landes der Bäder und des Weines. Wer bei der Betrachtung dieser bildlichen Darstellung ?ines der schönsten Gebiete unseres deutschen Vater- I iondes Lust verspürt, dieses Land kennenzulernen, ivird im Innern des Rundbaues Gelegenheit finden, sich für eine solche Reise beraten zu lassen. Aber nicht nur das Landschaftsbild des Rhein- Main-Gebietes hat in diesem großen Rahmen der deutschen Fremdenverkehrswerbung eine repräsen- tatioe Wi Vergabe gefunden. Auch den Erzeugnissen des Rhein-Main-Gebietes ist ii durch die Aufstellung charakteristischer Ststcke ein weiter Raum gegeben. Im Schaufenster des Rhein- Main-Gebietes haben Stücke h e i m i f ch e r H a n d- Während der gesamten Dauer der Ausstellung wird in der Kunstakademie der Tonfilm „Rhein-Main, schönes gastliches Land" laufen, der von der Ufa ' des Landesfremdenverkehrsverbandes hergestellt worden ist. Niemals errnü- Monaten immer wieder ausgerückt. Kann mich übrigens ausgezeichnet hineindenken. Weißt du, Schellenberg liegt ganz dahinten im Bayerischen Wald, an der böhmischen Grenze, kleines Kaff, keine Bahn, nicht einmal Postauto. Malefizwege für einen armen Doktor und kein Kino und kein Kaffeekränzchen für die Frau, kurz eine Gegend, wo sich Hasen und Füchse gute Nacht sagen. Für so eine Praxis gehört schon ein besonderer Magen her oder eine besondere Liebe. Gott, mir macht das weniger aus; ich habe die Welt vorn und hinten gesehen, mag den Wald gern, und schließlich ist es meine Heimat. Ich habe also zugesagt, habe mein Haus bestellt, wie es in der Bibel so schön heißt, Koffer gepackt und nichts wie 'rüber. So ein Stück Heimweh hat man ja immer, auch wenn man ein alter Globustreter ist wie ich. Na, und jetzt bin ich halt wieder in dem guten alten Deutschland, und, wenn ich in Hamburg ein paar Tage verschnauft habe, geht's heim. So, nun weißt du Bescheid!" sagte Fogg und drückte die Zigarette im Aschenbecher aus. „Weiß ich Bescheid? Wirklich?" fragte sie spitzbübisch und sah ihn mit ihren dunklen, brennenden Augen von der Seite an. „Du hast mir doch gar nicht gesagt, ob du verheiratet bist, Fogg?" „Ach so!" Er schüttelte energisch den Kopf. „Hat nie recht gelangt. Ich meine bei mir, mit der Liebe. Und dann, mein Leben bisher war so gar nicht auf Ehefrau abgestimmt. Dieses Herumzigeunern, diese Koloniegeschichte wären nichts für eine Frau von Kultur gewesen. Aber was nicht ist, kann noch werden. Gelübde habe ich jedenfalls keines abgelegt", lachte er jungenhaft. „Wie alt bist du eigentlich?" „Muß ich das sagen, du Naseweis? Ist dir mit achtunddreißig gedient?" „Du kannst dich getrost für dreißig ausgeben. Wenn ich ein junges Mädel wäre, würde ich mich auf der Stelle in dich verlieben. Entsinnst du dich noch, Fogg, wie du mich damals in der Nacht mit deinem Mantel zugedeckt hast? Es war so fürchterlich kalt in eurem Graben, und bann diese Nebel von der Pina her... Du warst schon immer ein guter Mensch", sagt sie leise und strich mit den Fingern über seine große harte Hand. „Es müßte mehr solche wie dich geben, dann wäre es leichter auf der Welt." Fortsetzung' folgt. Unser neuer Vornan. Nachdem wir in der gestrigen Ausgabe des Gießener Anzeigers den Abdruck des Romans „Skandal um Dr. Dandergruen" von Hans Hirt- hammer beendet haben, beginnen wir in der heute erscheinenden Nummer unseres Blattes mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerkes, von dem mir uns einen außergewöhnlichen Erfolg in allen Kreisen unserer Leserschaft versprechen dürfen. Wir bringen diesmal das Werk eines Autors, der bisher in unseren Spalten noch nicht zu Worte gekommen ist, dessen bisherige Veröffentlichungen aber allenthalben den größten Beifall gefunden und dem Verfasser schnell einen stattlichen Kreis begeisterter und anhänglicher Leser geschaffen haben. Unser neuer Roman heißt: „Jogg bringt ein Mädchen mit" von Walther Moepffer. Dies ist ein Poman aus unserer Zeit, frisch und unterhaltsam, überaus spannend, mit echtem Gefühl und nicht ohne Humor geschrieben; wenn man ihn seiner Gattung nach bezeichnen oder einordnen wollte, würde man in Verlegenheit geraten, denn er ist ebensogut eine Liebesgeschichte wie ein Kriminal- und Äbenteuer-Roman; hier haben wir die Geschichte eines Mannes und eines jungen Mädchens, die Geschichte einer großen Entdeckung und der im Kriege geborenen, unverbrüchlichen Kameradschaft, die noch viele Jahre später die schönsten Früchte trägt. Vor allem aber ist dies ein Roman, der ungemein reich ist an Handlung und an dramatischen Konflikten, und wenn man erst einmal zu lesen angefangen hat, kann man nicht eher auf« hören, bis im letzten Kapitel alles glücklich ins Reine gebracht ist. So dürfen wir gewiß sein, mit dem neuen Roman allen Leserinnen und Lesern in Stadt und Land eine besondere genußreiche, von Tag zu Tag erwartungsvoll begrüßte Lektüre zu bieten. Von der Universität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Präsident des Deutschen Auslandsinstituts und Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart hat den ordentlichen Professor für Psychologie und Pädagogik Dr. Gerhard Pfähler in den Wissenschaftlichen Rat des Deutschen Auslandsinstituts berufen. Der Reichserziehungsminister hat mit Wirkung vom 1. April 1937 ab den Uebertritt des Dozenten Dr. Willy Zschietzfchmann von der Universität Berlin zur Philosophischen Fakultät der Universität Gießen angeordnet und dem Genannten vom gleichen Tage ab einen hauptamtlichen Lehrauftrag für Klassische Archäologie in dieser Fakultät erteilt.' Dr. phil. habil. Siegfried Koller in Bad-Nauheim wurde durch Erlaß des Reichserziehungsministers beauftragt, in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen die Medizinische Statistik in Vorlesungen und Hebungen zu vertreten. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Die geschlossene Vorstellung für HI., „Der Etappenhase", beginnt am 21. Mai um 20 Uhr. Wir besuchen die Vorstellung in Uniform. Es ist selbstverständlich, daß im Rahmen einer solch eindrucksvollen Schau der Fremdenverkehr nicht fehlen darf. Sv hat sich der Reichsfrem- denoerkehrsverband die Aufgabe gestellt, in einem eigenen Haus den Besuchern der Düsseldorfer Anstellung die Vielgestaltigkeit der deutschen Land- chaft eindringlich vor Äugen zu führen. Zwischen >er Kunstakademie und dem Hauptfestplatz erhebt ich vor dem Kongreß-Haus der Rundbau des deut- chen Fremdenverkehrs. Seine acht großen Schau- enster bilden für die Besucher einen nicht zu über« ehenden Anziehungspunkt. Hier ist Gelegenheit Um Dolores zu vergessen, Hollahe, hollahv, Die fein Sweetheart war gewesen, Hollahe, hollaho —" Die Gäste grölten diesen Song, der sich als ungemein strophenreich entpuppte, begeistert mit und verlangten eine Dreingabe. Danach ging ^o^Hosen- mädchen sammeln. Als es an Foggs Tisch kam, beugte er sich aus dem Schatten vor, um ferne Münze zu den anderen auf den Teller zu legen. Da begab sich etwas Seltsames. Die Sängerin schrie halblaut auf, starrte Fogg an, und der Teller in ihrer Hand begann zu zit-ern. „Fogg?!" Wie? Sie kennen mich?" fragte er verwundert in das bestürzt aufgerissene Gesicht hinein Er grub in seinem Gedächtnis, aber es kam nichts zutage. Nun, da die Unbekannte dicht vor ihm stand, nahm er wahr, daß er kein junges Mädchen vor !'ch hatte, sondern ein Frau mit Sorgenfalten um Öen ■uiunö, in denen billiger Puder nistete. Sie war mittelgroß, eher klein, und ihre rötlichbraunen kurzen Haare waren glatt an den Kopf gebürstet, was ihr im Bund mit dem koketten Mattosenmutzchen em bubenhaftes Aussehen gab. Ja, ich kenne dich! Rate einmal! Denke an den Krieg, an Pinsk! Nun?" sagte sie lächelnd. „Donka! Daß ich nicht früher darauf gekommen bin! Na, so eine Uebei^aschung!" rief er aufgeregt Un,%in°^Wnes Wunder, nicht wahr?" Ich freue mich sehr, Fogg. Darf ich mich em bißchen zu dir setzen „Aber natürlich. Donka. Willst du einen Stuhl, oder ist dir das Sofa lieber?" Er war voller Ester und Betriebsamkeit, fegte Brösel vorn Ti Ich, nahm ihr den Teller ab und vergaß völlig, daß all dies für eine arme, verblühte Kneipensängerm geschah, die in einer üblen Spelunke eindeutige Lieder zum besten gab. „ . , ., .. , „Sitzt du ordentlich? Ja? Was darf ich dir bestellen'?" r . _ „Danke! Nichts. Wie famos du aussiehst! So braungebrannt, so gesund. Es geht dir gut, ja?" Sie betrachtete angestrengt sein kantige^ wie aus Wurzelholz geschnittenes Gesicht. Die Wildschutzen und Holzfäller in den Wäldern ihrer Heimat hatten manchmal solche Gesichter gehabt. iooiwowiiiin Vornan von Walther Kloepffer Topyright 1936 by August Scherl G. m. b. H., Berlin. Nachdruck verboten. 1. Fogg, die Hand unschlüssig auf dem Türgriff, befrachtete ärgerlich den Himmel. Eine schiefergraue 2lprilwolke hing dick und tief über dem nächtlichen St. Pauli und jagte nasse Menschen in Hausflure lunb Lokale. Das sah nicht aus, als ob es bald aup Jören wollte. n Als Fogg zaudernd und unbehaglich die Bar „Zu foen sieben Todsünden" betrat, empfingen ihn hitzig rufflatternde Stteitworte und das Quieken einer Ziehharmonika. .. ... „Was soll's denn fein?" fragte em mürrischer Tellner. „Etwas Heißes soll es sein, wenn Sie nichts dagegen haben. Sagen wir Grog. Dorthin m Die Etfe", befahl Fogg, dem unhöfliche Kellner em Greuel waren. Während er feinen tropfenden lleberzieher auszog, dachte er: Na, den hat es ja ti)ön erwischt! So geht es, wenn ein, leichtsinniger 31ann sein Hotel ohne Schirm verläßt und bum- neln geht. Dann ließ er sich auf das schmierige Landsofa fallen, knipste eine Zigarette an und nusterte den Raum. Wilde Gestalten bevölkerten dieses Nebelheim. Angetrunkene Matrosen, verdächttge Burschen, farbige und Damen leichtester Sorte. Hinter der Theke lümmelte ein fetter Mann und bearbeitete Mn Ohr mit einem Zahnstocher. Fogg kam sich m Hnem gutsitzenden Anzug wie ein verschleppter Krinz in einer Räuberhöhle vor. Auch eine Stim- niungssänqerm war da. Sie stak m dunkelblauen Äemannshosen und hatte ein flottes Lächeln um ite grellgeschminkten Lippen. Ar schiefes Teller- mützchen trug die Aufschrift "S-M-S Sie sand keß und breitbeinig zwischen den Tischen, stielte Bandoneon und sang mit schraggerollten Tugen: tyv. „In der Hafenbar von Rio, Hollahe, hollaho, Soff ein Maat bis fünfe früh, oh, Hollahe, hollaho. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Ortsgruppe Gießen-Mitte der NSDAP.: 20.30 Uhr Ortsgruppenversammlung im Cafe Leib. — Stadttheater: 20 Uhr „Der Etappenhase" (geschlossene Vorstellung der HI.). — Gloria-Palast, Seltersweg: „So weit geht die Liebe nicht." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Man spricht über Jacqueline." Abschiedsvorstellung für Paul Nieren und Heinz Rosenthal. Morgen, Samstag abend, findet eine Abschiedsvorstellung für Paul Nieren und Heinz Rosenthal statt. Es geht zum letztenmal der große Erfolg „Der Etappenhase", Lustspiel aus der Kriegszeit, von Karl Bunje, in Szene. Dieses Lustspiel erlebte an vielen Bühnen Serienerfolge. Spielleitung: Heinrich Hub. Paul Nieren spielt die Rolle des Gerd Feldmann, Heinz Rosenthal die Rolle des Dierk Hansen. Hansi Prinz, die die Rolle der Marie spielt, tritt in dieser Vorstellung zum letztenmal auf. Diese Vorstellung findet als 16. Vorstellung für öen The ater ring der NS.-Kulturgemeinde statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Deutsche Glaubensbewegung. Morgen, Samstag, im Studentenheim Vortragsabend mit Professor Otto Speer, Baden-Baden, als Redner. wir soweit", sagte mir stolz lächelnd einer der Siedler, „nun brauchen wir die Stadt nicht mehr oder kaum noch. Nun sind wir ein Dorf geworden und sind glücklich." Er zeigte mir die Feldpfade durch die Landschaft, in der die ersten Lerchen zwitschernd aufstiegen und die nun seine Sonntagsspaziergänge geworden sind. Aus all seinen Worten klang die Freude an der fortschreitenden Verwurzelung mit der ländlichen Erde wider. Er spürte ihre Kraft in seinen Adern und hatte Aug und Ohr offen für ihre herbe Schönheit und ihre urtümliche Sprache. Wir waren die einzigen Menschen, unter dem weiten Bogen des Himmels, aufragend wie die vereinzelt stehenden Bäume, und ergriffen von dem Erlebnis der Weite und Einsamkeit in der Felderebene. Auf der fernen Straße rollten in fliegender Hast die Autos, wir verweilten wie die Bäume und atmeten uns stark. Das Gegacker der Hühner von der Siedlung her tönte lieblich gedämpft herüber und störte die Stille nicht, als ob es immer schon zu dieser Landschaft gehört hätte, wie die holden Lock- und Liebesweisen der Lerchen, Ammern sunder Optimismus hinweghalf. Bis die Gemeinschaft wuchs, die Bedürfnisse sich steigerten und es schließlich der Kolonialwarenhändler, der Metzger, der Bäcker, der Wirt wagen konnten, auf diesen Voraussetzungen ihre eigenen beruflichen Existenzen in der Mitte der Siedler aufzubauen. „Nun sind gegeben, durch die mit Sorgfalt zusammengestellten Gebietsausstellungen das Wesen der verschiedenen deutschen Landschaften kennenzulernen. Im Innern des Rundbaues findet jeder Gelegenheit, sich bei der Auskunftsstelle weiter zu unterrichten, um gegebenenfalls die Reife nach Düsseldorf mit einer Fahrt durch das schöne deutsche Land zu ver- w-'rkIUnst Ausstellung gesunden. Du sicht mun sesten Weg vor dem Hau- keinen Gurten nur eine grotz-, hundgetrieben- Silber,chule des hunuuer br°un- Ackererde um stdes M.g° un un-rstge Die Siedlung. Hinter der Stadt läuft die Straße breit in die Landschaft hinaus, und man freut sich, dort der Enge und dem Getümmel entkommen zu sein und in der freien Weite der Fluren mit tiefen Atemzügen reinere Luft zu trinken. Blühende Obstbäume in Weiß und Rosa grüßen über zartgrünen Feldern, und man geht beglückt von soviel prangender Schönheit wie ein anderer Mensch durch Gottes herrliche Frühlingswelt, die ein duftender Garten ohne Ende ist. Mitten in ihn hinein, abseits der Straße, haben die Siedler ihre Häuschen gebaut, eines wie das andere, eine stattliche Herde. Reizvolle Unterschiede machen sich erst in nächster Nähe bemerkbar. Manche Vorgärtchen sind entzückende Augenweiden an vielfältiger Blumenpracht und Farbenbuntheit. Sie atmen'den köstlichen Duft üppiger Bauerngärten, in denen alles Raum hat, was schön ist und verschwenderisch, mit süßem ober herbem Ruch die Lust würzt. Da stehen Goldlackbüsche in Feuer- gelb, Samtbraun und Weinrot, Primeln und ihre dunkeläugigen Schwestern, die Aurikeln, leuchten m allen Farben, Stiefmütterchen säumen die Rabatten, oft bunt beieinander von Weiß bis ins Nacht- schwarze in phantastischsten Tönen und Schattierungen, dicke Vergißmeinnichtkissen liegen wie ein Stückchen Himmelblau an den Wegen und gefüllte Gänseblümchen, Tausendschönchen, glühen bald zart, bald dunkler errötet. Es gibt aber auch Gärtchen, in denen das Städtische mit dem Ländlichen noch auf Kriegsfuß steht. Da liegen, anstatt Schlackeneinschlag oder grobkörniger Kies, Steinplatten in den Wegen, als gelte es einen Hausflur zu plätten. Da sind tellerförmige Beete wie mit dem Zirkel abgestochen, von Tulpen besetzt und mit einer gipsernen Figur gekrönt. Vielleicht werden sie immer so bleiben, vielleicht aber auch wie viele andere, die noch die Liebe und Hingabe vermissen lassen, sich mit der Zeit ihren wundervollen Vorbildern anpassen. Haus herum, Ackererde an den Schuhen und in den Stuben. Es wollte nicht sauber werden, soviel auch geputzt wurde, und nur langsam begann sich das Erdreich Stück um Stück zu fügen und die gewünschten Formen anzunehmen. Die Stadt war so entfernt, und nur von dort war alles Notwendige zu beschaffen. Wieviel Wege zu Fuß und zu Rad mußten gemacht werden und wie oft war man zu (Saufe und hatte doch wieder etwas vergessen. Man, -tun niui-yiyc.i -----J half sich zwar bereitwillig gegenseitig aus, aber Staufenberg die diesjährige ordentliche Mitglieder- es gab doch manchen Verdruß, über den nur ge-l Versammlung statt. I Was die Hausfrau wissen muß! Wenn die Hausfrau jetzt in ihren Einmach schrank greift, dann sieht sie oft mit Schrecken, daß die Vorräte immer weniger werden. Die Zahl der Marmeladegläser jst schon bedenklich klein geworden. Deshalb zu sparen oder statt der Marmelade Butter zum Brotaufstrich zu verwenden, wäre falsch, denn wir alle wissen, daß wir unseren Fettverbrauch einschränken müssen. Eine kleine Hilfe bei der Einschränkung des Fettverbrauchs ist der erhöhte Verbrauch von Marmelade. Es braucht sich auch keine Hausfrau Sorgen zu machen, wenn sie sieht, daß der eigene Vorrat immer kleiner wird. Sie sollte einmaL einen Versuch machen mit der „verbilligten Marmelade", die so preiswert ist, daß sie wirklich für jeden Haushalt erschwinglich bleibt. Durch ihre hervorragende Qualität und vielseitige Verwendungsmöglichkeit hat sie schon im vergangenen Jahre großen Anklang gefunden. Eine Steigerung des Verbrauchs der „verbilligten Marmelade" ist deshalb sehr leicht möglich, da sie nicht nur als Aufstrichmittel zu verwenden ist. Sehr gut schmeckt den Kindern z. B. eine heiße Fruchtmussuppe mit Grießklößchen oder Magerquark, der sorgfältig mit Marmelade zu einer feinen Creme gerührt wird. Auch kalte und heiße Tunken zu Pudding und Süßspeisen lassen sich Herstellen. Es gibt ungeahnte Möglichkeiten, Frucht- mus im Speisezettel zu verwenden und durch das verschiedenartige Aroma eine willkommene Geschmacksabwechslung zu bringen. Sehr schnell und einfach läßt sich z. B. mit Hilfe der Marmelade eine kleine Torte Herstellen. Die Marmeladefüllung schmeckt stets erfrischend. Folgende Sorten „verbilligte Marmelade" sind in den einschlägigen Geschäften erhältlich: Pflaumenmus zu 28 Pf., Rübenkraut zu 18 Pf., Vierfrucht- und gemischte Marmelade, Apfelnachpreß- gelee und Apfelkraut zu 32 Pf. je V2 Kilogramm. Da vorauszusehen war, daß unter dem Preisabbau der Konsumsorten der Verbrauch von Ein- und Zweifruchtmarmelade leiden würde, sind nun auch von den Einfruchtmarmeladen Erdbeer- und Pflaumenmarmelade in den Kreis der Verbilligung einbezogen. Der Verkaufspreis beträgt 45 Pf. je V2 Kilogramm. Da die Marmelade wirklich für jeden Geschmack zu erschwinglichen Preisen erhältlich ist und darüber hinaus durch ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und ihren gesundheitlichen Wert eine Bereicherung des Küchenzettels bilden kann, sollte sie bei unseren Hausfrauen viel mehr Beachtung finden. Jedenfalls ist es nicht notwendig, daß bei den geringer werdenden eigenen Marmeladevorräten Sparmaßnahmen ergriffen werden, da genügend Marmelade zur Verfügung stcht. Opernabend in Dad-Nauheim. Em bedeutendes künstlerisches Ereignis steht Bad-Nauheim am Montag, 24. Mai, bevor. Mit dem Solisten der Berliner Staatsoper wird das Preußische Staatstheater Kassel mit Puccims Oper „Madame Butterfly" im großen Bühnensaal des Kurhauses gastieren. Die Titelpartie singt die Kammersängerin Maria C e b 0 t a r i (Staatsoper Berlin). Kammersänger Helge R 0 s - w a e n g e hat die Partie des Linkerton. Else T e - geth 0 ff (Staatsoper Berlin) und Kammersänger Alfred Borchardt fingen die Suzuki bzw. den Sharp^eß. Alle anderen Partien sind mit Solisten der Staatsoper Kassel besetzt. Das gesamte Orchester des Preußischen Staatstheaters ist eingesetzt. Musikalische Leitung Staatskapellmeister Heinz B 0 n - gartz. Hackfleisch immer frisch herstellen. LPD. Auf Grund einer Polizeiverordnung darf von den Metzgern in Hessen Hackfleisch während der warmen Jahreszeit nicht vorrätig gehalten, sondern es muß bei Bedarf stets frisch hergestellt werden. Die Polizeibehörden sind angewiesen, Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmung zu verfolgen. Es liegt im Interesse der Metzger und Hausfrauen, sich stets an diese Vorschrift zu erinnern, die der allgemeinen Hygiene dient. * ** Sie Oeffentliche H a nd elslehr a n- stalt der Industrie- und Handelskammer Gießen erstattet jetzt ihren Jahresbericht über das Schuljahr 1936/37. In dem Bericht wird betont, daß der in den beiden vorhergehenden Jahren angezeigte Aufschwung der Öffentlichen Handelslehranstalt weiterhin 'anhält. Die Schülerzahl belief sich nach dem Stande am 7. Mai 1936 auf insgesamt 269 (171 Knaben und 98 Mädchen), nach dem Stande vom 10. Mai 1937 auf 306 (158 Knaben und 148 Mädchen). Der Bericht erwähnt weiterhin mit Worten des Dankes an die zuständigen Stellen und der Genugtuung die Schaffung eines neuen, voll und ganz für Schulzwecke dienenden Hauses durch den Kauf und die Herrichtung des Gebäudes Werner- Wall 11. In dem neuen Schulhaus sind neben neun Klassenzimmern ein Maschinenschreibsaal, Lehrerzimmer, Direktorzimmer, Sekretariat, Wartezimmer, Laboratorium, Küche und Lebensmittelräume enthalten; ferner -verfügt die Schule über eine Turnhalle, die erforderlichen sanitären Einrichtungen und weitere für den Betrieb notwendige Räume. Die Schulleitung rechnet als Normalstand mit einer Schülerzahl von etwa 300, und sie betont, daß in dem neuen Schulhause dafür geeignete Unterkunst geschaffen ist. Die Räume sind lustig und hell; besonders begrüßt wird, daß der haus- wirtschaftliche Unterricht, Turnen und Sport in den Räumen der eigenen Anstalt durchgeführt werden können. Im übrigen enthält der Jahresbericht noch zahlreiche Angaben über das erfolgreiche Wirken der Schule und ihrer Schüler und Schülerinnen auf den verschiedensten Gebieten der Ausbildung. Besonders hervorgehoben wird ferner, daß die Zusammenarbeit zwischen der Schule und der HI. stets sehr gut war, ferner die Beziehungen zur Deutschen Arbeitsfront für beide Teile immer erfreulich und fruchtbar gewesen sind. ** Unfall bei der Arbeit. Der Zimmermann Josef Sauer aus Weinbach (Oberlahnkreis) erlitt gestern an feiner Arbeitsstätte in Gießen einen schweren Unfall. Der bedauernswerte Mann mußte mit mehreren Rippenbrüchen der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. Das Ernährungshilfswerk inGießen laust Verstärkter Einsatz von Sammelfahrzeugen. lieber Erwarten gut haben die Gießener Hausfrauen dem Aufruf der Kreisamtsleitung der NSD. zur Sammlung von Haushaltsabfällen, die für das Ernährungshilfswerk in Frage kommen, Folge geleistet. Der erste Sammeltag brachte schon ein Ergebnis von mehr als 13 Zentnern, der zweite Sammeltag mehr als 20 Zentner Abfälle, und der dritte Sammeltag brachte ein weiteres erhöhtes Aufkommen von Abfällen, die damit dem Verlust und Verderb entrissen und der Ernährung des deutschen Volkes aus dem Umweg über die Schweinemästung wieder zugeführt worden sind. Während die NSV. bisher über eiaene Schweine- ställe noch nicht verfügt und die gesammelten Abfälle daher noch an fremde Höfe ab führt, mit denen besondere Vereinbarungen getroffen sind, werden wir Ende dieses Jahres, nachdem nun auch die finanziellen Schwierigkeiten überwunden sind, in Gießen mit einer modernen Schweinemästerei am Unteren Hardthof rechnen können, die allen Anforderungen Genüge leisten wird und in der bis zu 250 Säue eingelegt werden können. Vorerst läuft also das Ernährungshilfswerk für Gießen mit der oben angegebenen Zwischenlösung, wonach die Schweine auf fremden Höfen für Rechnung der NSV. gemästet werden. Um dem immer mehr steigenden Anfall von Haushaltsabfällen Rechnung zu tragen, wird ab Montag, 24. dieses Monats, täglich in Gießen gesammelt, und zwar laufen die Wagen des Ernährungshilfswerkes (EHW.) genau so wie die städtische Müllabfuhr. Jede Hausfrau stellt also an diesen Tagen neben den Eimer der städtischen Müllabfuhr die vorläufig noch provisorischen Kisten, Kasten und Eimer des Ernährungshilfswerkes (EHW.) bereit. Es ist also so, daß die Wagen der städtischen Müllabfuhr und die Wagen des Ernährungshilfswerkes (EHW.) in den einzelnen Bezirken der Stadt an denselben Tagen fahren und auch zeitlich ungefähr übereinstimmen. Die bisherigen Erfahrungen haben gelehrt, daß die zum Sammeln benutzten Gefäße nicht immer allen Anforderungen (Tragfähigkeit usw.) entsprechen. Bis zur Einführuna der für diese Abfälle vorgesehenen Sammeleimer behelfe man sich daher mit stabilen Kasten und Eimern, in denen die Abfälle möglichst ohne Verwendung von Papier zur Abholung bereitgestellt werden mögen. Es ist selbstverständlich, daß bei der Einführung einer derartigen umfassenden, regelmäßigen Sammeltätigkeit hier und da, bei dem zunächst beschränkten Einsatz von Sammlern und Fahrzeugen, die Abfälle nicht überall pünktlich abgeholt worden sind. Diese Schwierigkeiten werden aber mit der Zeit verschwinden. Sollte trotzdem keine Besserung in den einzelnen Straßenzügen oder Hausgrundstücken ein- treten, so genügt eine Mitteilung an den zuständigen Blockwalter der NSV. oder eine Postkarte an die Kreisamtsleitung der NSV., um hier Abhilfe zu schaffen. Sie Ergebnisse sind für den Anfang außerordentlich ermutigend. Die Kreisamtsleitung der NSV. erwartet daher von den Gießener Hausfrauen, daß sie auch weiterhin mit demselben Eifer wenn möglich noch mehr an Abfällen sammeln und daß sich für den Fall, daß es hier und da einmal nicht gleich klappt, niemand verärgern läßt und auch weiterhin seine Pflicht tut. Kreisamtsleitung der NSV. Wetterau. Die MeuttW der Rett- und Fahriurniere. Am 22. und 23. Mai findet in Gießen, veranstaltet vom Fremdenverkehrsverein Gießen, ein großes Reit- und Fahrturnier unter Mitwirkung der Wehrmacht, SA., SS., HI. und der Rett- und Fahrvereine statt. Der Turniersport ist nicht eine neue, sondern eine uralte Sportart. Seitdem der Mensch das Pferd in seinen Dienst gestellt hat, gibt es einen Reitsport, der insbesondere jagdlichen und militärischen Zwecken diente. Schon die Geschichte des Altertums gibt uns Berichte über Turniere, die, besonders von den Heerführern gefördert, als Waffenspiele abgehalten wurden. Erinnert sei hierbei auch an die großen römischen Wagenrennen. Das Mittelalter brachte einen großen Aufschwung des Turniersports. Die Ritter zeigten bei den Turnieren ihre Geschicklichkeit und ihren kämpferischen Mut zu Pferde. Viele Reiterspiele, die heute noch überall sich großer Beliebtheit erfreuen, stammen aus der Ritterzeit. Hauptsächlich durch die Kreuzzüge wurde das edle Warmblutpferd, der Araber, in' Deutschland bekannt. Die Turniere gewannen dadurch an Lebhaftigkeit und Leistungsfähigkeit. Die großen Reiterführer der späteren Zeit, insbesondere Seydlitz, erkannten den Wert des sogenannten Figurenreitens. Die Reiter wurden dabei in der Wendigkeit und Beherrschaung ihrer Pferde geschult, wie es im Ernstfall der Reiterkampf erfordert. Die großen Turniere der letzten Jahre haben der Pferdezucht trotz Motorisierung eine beachtenswerten Aufschwung gegeben, den Züchtern neue Wege gezeigt, um den gesteckten Zielen näherzukommen. Dabei haben die Wehrmacht, sowie SA.- und SS.-Reiterei sich große Verdienste erworben. Heute gliedern sich die Turniere in Material-, Eig- nungs- und Leistungsprüfungen. In den Materialprüfungen wird das Pferdematerial in Bezug auf Gelände, Gang und Temperament geprüft. Eignungsprüfungen haben den Zweck, Pferde als Reit- oder Jagdpferde im Alter von vier bis acht Jahren für den sofortigen Reitgebrauch zu prüfen. Die Leistungsprüfungen gliedern sich in Dressurprüfungen, Springen, Gelände- und Dauerritte. Durch alle diese Prüfungen hat sich mit der Zeit herausgestellt, welche Zuchtlinien der einzelnen Perderassen besonders leistungsfähig sind. Der deutschen Pferdezucht ist damit ein großer Dienst erwiesen worden, und wenn heute die deutsche Pferdezucht auf so glänzender Höhe steht, so ist es letzten Endes mit ein Verdienst des Turniersports. Besonders günstig wirkt sich die Beteiligung am Turniersport in der Truppe aus. Die Teilnahme an Turnieren spornt Reiter und Pferd zu immer besseren Leistungen an. In den Dressurprüfungen wird eine gute Rittigkeit vom Pferd und ein feines Reitergefühl vom Reiter verlangt. Die Springprüfung und Geländeritte erfordern Mut, Entschlossenheit und frisches Vorwärtsreiten, Eigenschaften, die der Reiter in seinem militärischen Dienst immer braucht. Zugleistungen kommen der Truppe und ganz besonders der deutschen Wirtschaft zu gute. Interesse am Turniersport bedeutet Förderung der deutschen Pferdezucht und somit Förderung der deutschen Volkswirtschaft! Borschau aus das Neiiersportsest. Die Vorbereitungen für das Reit- und Fahr- turnier am Samstag und Sonntag auf dem Waldsportplatz des VfB.-Reichsbahn stehen vor dem Abschluß. Schirmherr dieses Reitturniers ist der Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, der auch einen wertvollen Ehrenpreis gestiftet hat. Weitere Ehrenpreise wutden vom Landesbauernführer und vom Oberbürgermeister zur Verfügung gestellt. Die Turnierleitung haben Bürgermeister Professor Dr. Hamm, Rittmeister a. D. Lei- p 0 l d , Derwaltungsoberinspektor Müller, Major N 0 a ck und Universitätsreitlehrer S ch ö m b s. Dem Ehrenausschuß gehören an: der Rektor der Universität Professor Dr. Baader, SA.- Gruppensührer B e ck e r l e Oberst und Regimentskommandeur von Berg, Oberstleutnant F e l m y, Oberst uNd Regimentskommandeur H e r r l e i n, Kreisleiter Dr. Hildebrandt, Major der Schutzpolizei Koch, Kreisdirektor Dr. Lotz, SA.-Standartenführer Lutter, SS. - Standartenführer Müller, Oberstaffelführer Nagel, Generalleutnant und Divisionskommandeur O ß w a l d , Oberbürgermeister Ritter, HI. - Bannführer Rohrbach, Oberst und Regimentskommandeur Sanne, SA.-Brigadeführer Schmidt, Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s , Landgerichtspräsident T h ü r e, SS.-Oberabschnittssührer Prinz von Waldeck und Bankdirektor Zeltmann. Das Schiedsgericht besteht aus den Herren Generalleutnant und Divisionskommandeur Oß- w a l d , Fabrikant Dr. Pauly, Standartenführer Wehner. Das Preisgericht setzt sich zusammen aus: Hauptmann Dr. B r e ch t e l, Hauptmann Dr. Brandts, Landstallmeister Dr. Dender, Oberst- leutnant und Abteilungskommandeur Döring, Major K a u m a n n , Major Freiherr von Kitt- litz und Ottendorf, Rittmeister a. D. Lei- p 0 l d , •ßeutnannt Senn, Polizeioberleutnant a. D. Rettig, Major Freiherr Roeder von Diers- b u rg, Landwirt Heinrich S ch u d t, Obersturmbannführer Di erhaus, Standartenführer Wehner, Major a. D. W e d e l i n und Bankdirektor Zeltmann. An Voranmeldungen liegen vor: 37 für den Geländeritt der Klaffe A und 18 für den der Klasse L, die beide am Samstagnachmittag ausgetragen werden. Für die Eignungsprüfung sind 15 Meldungen, für die Dressurprüfung der Klasse A 32, für die der Klasse L 15 und die der Klasse M 4 erfolgt. Das Jagdspringen der Klasse A hat mit 63 Anmeldungen die größte Beteiligung aufzuweisen. In der zweiten, der Klasse L, dieses Wettbewerbs reiten 30 Mann. Für die schwierige Klasse M dieses Jagdspringens sind nur 4 Voranmeldungen eingegangen. Sehr interessant dürfte das Glücksjaqdspringen der Klasse A werden, bei dem 15 Hindernisse zu nehmen sind und an dem 34 Reiter beteiligt sein werden. Den Gespannprüfungen im Kutschwagen mit Ein-, Zwei- und Mehrspännern werden sich 20 Gespanne unterziehen, so daß auch diese Programmnummer ein schönes Bild der reitersportlichen Geschicklichkeit bieten dürfte. Durch die Beteiligung der Wehrmacht und der Reiter-SA. verspricht die Veranstaltung ein sehr abwechslungsreiches Schauspiel zu werden. Der karlenvorverkaus. Wegen der außerordentlich starken Nachfrage nach Eintrittskarten zu dieser reitsportlichen Veranstaltung hat der Fremdenverkehrsverein Gießen jetzt noch eine Kartenvorverkaufsstelle in dem Hapag- Büro im Torhaus am Seltersweg eingerichtet. Ein Kind vom Pflug überfahren. * Steinheim (Kreis Gießen), 20. Mai. Bei der Heimkehr vom Felde fetzte der hiesige Landwirt Adolf Hofmann seinen 6 Jahre alten Sohn, um ihm eine Freude zu bereiten, auf das vor einem Pflug gespannte Pferd. Unversehens fiel der Junge, bevor der Vater hinzuspringen konnte, von dem Pferd herab und kam dabei vor den Pflug zu liegen, der über ihn hinwegging. Das bedauernswerte Kind erlitt einen Schädel- bruch und einen Oberschenkelbruch. Es wurde nach der Chirurgischen Klinik in Gießen verbracht, wo es in ernstem Zustand darniederliegt. Konserven nicht vergessen! ZdR. Wir wollen unserem Grundsatz treu bleiben und nach Möglichkeit oft und reichlich Gemüie ;um Mittagessen verzehre». Wir wissen zwar, daß gerade im Frühjahr noch nicht allzu viel frisches inländisches Gemüse auf den Markt kommt, aber wir brauchen deshalb doch nicht auf das Gemüse zu verzichten! Das erscheint manchen Hausfrauen schwer durchführbar, jedoch zu Unrecht: viel zu viele Hausfrauen vergessen nämlich leider, daß wir ja nicht nur auf unsere ersten Frühgemüse angr. wiesen sind, sondern daß es noch viele gute Gemüse in reicher Auswahl in Konserven gibt. Diese haben den Vorzug, in einer Zeit, die noch verhältnismäßig wenig Abwechselung an frischen Erzeugnissen bietet, den Küchenzettel vielseitiger zu geftal. ten. Die Gemüsekonserven sind in den verschieden- sten Preislagen erhältlich und alle so preiswert, daß ihr Verzehr keine Wirtschaftskasse überbeansprucht. Auch an frischem Obst findet die Hausfrau noch nicht allzu viel vor. Sie sollte deshalb vor allein ihren Kindern ein Sonntagskompott oder eine Dbfb beilage zu Milchspeisen nicht vorenthalten: die Obi't- konserven, die auch den verschiedensten Ansprüchen und Geschmacksrichtungen entsprechen, enthalten durch ihre sorgfältige Zubereitung den Vitamin- gehalt des Frischobstes und sind also eine unbedingt notwendige Ergänzung im Rahmen der sonstigen Ernährung. Vergessen wir also nicht, die reichen Bestände an Gemüse- und Obstkonserven zu verwerten, bis uns Sommer und Herbst wieder ihren frischen Erntereichtum bescheren. Amtsgericht Gießen. Der Jude Js fried Wetzlar aus Gießen hatte sich vor dem Amtsgericht wegen Untreue und Unter« schlagung zu verantworten. Im Herbst 1936, in einer Zeit, in der er sehr viel im Biertunnel in Gießen verkehrte und in der di'e Fleisch- und Wurstwaren knapp waren, hatte er sich dem Wirt erboten, Fleisch- und Wurstwaren zu besorgen. Zu diesem Zwecke hat er Geldbeträge von dem Wirt bekommen und auch in gewissen Abständen Wurstwaren geliefert. Die gelieferten Waren machte» aber niemals den Betrag aus, den er von den Wirt erhalten hatte. Der Wirt wußte bis heule noch nicht, daß er es mit einem Juden zu tun hatte, da sich der Angeklagte ihm gegenüber sogar als „Oberleutnant" ausgegeben hatte. Schließlich schöpfte er aber doch Verdacht und forderte den Angeklagten auf, einen Differenzbetrag von 15 Mk. zu zahlen. Der Angeklagte hat sich auch bereit- erklärt, den Bettag umgehend zurückzuzahlen, <5 aber bis heute noch nicht getan. Da er schon einschlägig vorbestraft ist, wurde er wegen Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung zu einer Gefäng- nisftrafe von vier Wochen und zu einer Geldstrafe von 20 Mk. verurteilt. Im Uneinbring- lichkeitsfalle sind je 5 Mk. der Geldstrafe mit einem Tag Gefängnis zu verbüßen. Schöffengericht Gießen. DH Immer reichlich Soße- was Sie auch kochen und braten! Den Würfel zerdrücken, mit J/4 Liter Wasser gut verrühren, aufkochen und 3 Minuten ziehen lassen W MAGGI Der F. R. aus Butzbach hatte sich vor dem Schöffengericht wegen Untreue und schwerer Urkunden, fälschung zu verantworten. Als bestellter Vertreter von vier Brüdern hatte er in einer Unfallsache 0:1« der der Versicherungsgesellschaft eingenommen, di I dem Gefängnis herauskomme. Der Staat mirb |i allen Machtmitteln gegen solche Leute einschreilel, W die sich Beamten gegenüber, die in ordnungsgernc' I ßer Ausübung ihres Dienstes handeln, derart fr^1 und unverschämt benehmen. jM geftim011" ÄS -.1 1 D. VL ss& Betr« .tatllnM h,r Reicht i-to Der AesMupk WMiisident «. au trage oes J Aolksbildun ir Anstalt zu i( wie die untt iüi starkes San S-iMt werden, jiroor, die ll( lotter durch st Mltennun ’jjer Präsident Neintierzüchter, ot den Gruße Bhrungsmmij jom Reichsoerbi W für die 1 Mi M Frankfurt uig hielt sich ch einheitlich. Knaben gegeni Lchtzen war i imkt unregel Soon durchst ten. Die Gr lich und fteundl rang auf die 9 Whig sehr leb! Verein. Ctahlw! (120,75); Mam iet, hoeich 0,51 sclder Bergbai bröckelten IG 0,40 v.h, ob, Moerswerke werten gemanr 0,75 o.f). auf md MA 0,40 ^inenaftien A freundliche; je Eit 141,40. Wsrvesen n in der Noff & Np behauptet Kursze hinter den ss- W ÄJwa Ui/Wien.. KW Mn-' iSS tess iteÄ' M Lehr- u. Versuchsanstalt siirdieneWcht W Marburg e r s u ch s a n er übergab darauf die Leitung der Anstalt an Dr. F r e u d e n st e i n. Wirtschaft Berlin Frankfurt a. M. ML- ^IX börse börse 371 Pflegschaft 19 5 | 20.5 19 5 | 20-5. 99,25 99 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL 132,13 99,5 101,65 110,9 101,75 110,9 Schluß- kurs 133,25 17,5 17,9 124,5 210,25 113 118 105 101,65 99,13 105 100,75 99,13 126 134 46,5 17,5 17,9 124,25 210 131,13 112,75 117,5 105 99 98,25 132,25 99,5 132 17,5 18 124,5 210 113 118,25 105 132,5 47 17,75 18,13 124,4 210,5 131,25 113 118,25 105 101,65 99 104,5 99,75 100,75 99,13 126 138 99,25 101,3 99 98 97,9 131,9 99,5 98,25 101,5 101,75 110,75 101,65 99 104,75 99,75 100,5 99,13 125,9 101,75 99 105,13 99,75 100,75 99,13 125,9 99,25 101,35 99 98 97,9 132,5 99,5 98,25 101,5 101,65 110,85 Handwerksbetriebe in Warenhäusern. Fwd. Zur Frage der verpachteten Handwerksbetriebe in Warenhäusern liegt eine wichtige Stellung» nähme des Reichswirtschaftsministeriums vor. Auf ein Schreiben der Zweckvereinigung Warenhäuser und Einheitspreisgeschäfte, Berlin, hat der Reichsund preußische Wirtschaftsminister mitgeteilt, die Auffassung, daß es Handwerksbetriebe erster und zweiter Klasse gebe, je nachdem, ob sich der Handwerksbetrieb innerhalb o-der außerhalb eines Wa- renhauses befindet, fei unrichtig. Die Handwerksgesetzgebung kenne eine solche Unterscheidung nicht. Nachdem durch Verordnung vom 11. Juli 1933 selbständige Handwerksbetriebe aus den Warenhäusern herausgenommen worden sind, aber die Verpachtung von Handwerksbetrieben an selbständige Handwerker in Warenhäusern möglich geblieben ist, sei auch vom Standpunkte der Einzelhandelsgefetz- gebung damit eine erschöpfende Regelung für die Behandl-ung der bisher von den Warenhäusern geführten Handwerksunternehmungen getroffen worden. Es gehe deshalb nicht an, daß Handwerker, die Handwerksbetriebe in Warenhäusern gepachtet haben, ungünstiger gestellt werden, als die übrigen Handwerksbetriebe. Diese Auffassung gelte sowohl gegenüber den Innungen und Jnnungsverbänden, als auch gegenüber den Lieferfirmen solcher Handwerker in Warenhäusern und gegenüber Krankenkassenverbänden. gen unverändert. Weitere starke Nachfrage blieb für Dekosama Neubesitz 48,50 (46,75). Im Freiverkehr zogen Wayß & Freytag 1 v. H. an auf 149,50 bis 151,50, Adlerwerke uno. 113,75 bis 115,75, Ufa 74,50 (74), aber Rastatter Waggon auf den Abschluß 34 (36). Tagesgeld wieder leicht mit 2,75 (3) v. H. Abendbörfe: Gut behauptet. An der Abendbörse war d.as Geschäft nicht besonders lebhaft, nur auf Teilgebieten war der Umsatz etwas größer. Die allgemeine Tendenz war gut behauptet. Die Mehrzahl der zur Notiz gekommenen Papiere lagen gegen den Mittagsschluh unverändert. Etwas fester notierten Moenus Maschinen mit 120,75 (120), MAN mit 128,50 (128), dagegen bröckelten Eßlinger auf 118 (119,40) ob. Montanwerte nahezu unverändert, Verein. Stahl 0,25 o. H. höher mit 121, Mannesmann 129, Buderus 126,50, Rheinstahl 157,13. Chemische Werte ebenfalls behauptet, IG.-Farben 164,25, Scheideanstalt 265, Goldschmidt 137, Deutsche Erdöl 152,50. Am Einheitsmarkt zogen Stempel weiter an auf 111,50 (110,50), Effektenbank auf 81 (80,50). Von Renten waren Dekosama Neubesitz wieder stark gefragt, mangels Angebots aber ohne Notiz; Taxe 50 (48,50). Kommunal-Umfchuldung bei einigen Umsätzen 94,05 (94). Don Stadtanleihen 4,5proz. Mainz v. 26 nach Pause 97,25 (97,50). Schutzgebietsanleihen notierten uno. 11,35. Die Bezirksklaffe am kommenden Sonntag. SB. 05 wehlar — 1900 sichen. Burg — Bissenberg. 1900 Gießen fährt am kommenden Sonntag zu ihrem letzten Verbandsspiel nach Wetzlar und wird auf dortigem Platze wohl kaum gewinnen können. Bissenberg bestreitet ihr vorletztes Spiel in Burg und wird dort keine Punkte erringen. Der Ausgang des Spieles ist auch ohne Bedeutung für die Plazierung. Aufstiegspiele zur Bezirksklasse. Wahenborn-Steinberg — Heuchelheim. Niedergirmes — Sleinborf. Die Teutonen werden sich in diesem Spiele auf ihre bewährte Tatik besinnen und den Heuchelhei- mern das Nachsehen geben. Diesmal wird Steindorf keine Punkte erringen, denn die Niedergirmeser werden die knappe Nieder- läge vom Vorspiel, besonders auf eigenem Platze, wieder wettmachen. Deutsche Handball-Elf gegen Ungarn. Nach dem Länderspiel gegen Oesterreich hat der deutsche Handballsport die nächste Kraftprobe gegen Ungarn zu bestehen. Für die Begegnung am 30. Mai in Kassel auf der Hessen-Kampfbahn ist Kurszettel der Berliner und Iranksurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Hier abschneiden! fett! I H htll I “M bgemüle I * wt * L Art?* qeik, ?re>swert, U «'S “?et «ne “tat: bie Otj, len ■n- enthalt den NaZ e'ne unbebi^ T' d'e reih wZ |t wieder ihi« Anschließend wurde der erste Kurzlehrgang über „Zeitgemäße Bienenzucht" eröffnet, zugleich eine Schulungstagung für die aus allen Teilen des Hessenlandes erschienenen Bienenzüchter. Es sprachen: Landesfachgruppenvorsitzender A ß m a n n (Voll- marshausen) über Organisationsfragen, Kaufmann Grote (Kassessl) über Geschäftsführung, Schriftleiter R u n k (Nidda) über die Zeitschrift, Professor Rupp (Worms) über Wanderung mit Bienen, Ortsfachgruppenvorsitzender Bodenbender (Gießen) über schwarmlose Völkervermehrung und der Obmann für Zuchtwesen in Kurhessen, Hupfeld (Altenritte) über Königinzucht. Ein Kameradschaftsabend im schaftshaus beschloß die Tagung. Nach Besichtigung des prächtig an einem Berghang gelegenen Hauses, worin nicht nur die Lehr- unü Geschäftsräume, sondern auch Wohn- und Der- pflegungsräume für die Teilnehmer an den Lehrgängen vorhanden sind, wurde gemeinsam ein Eintopfgericht eingenommen. Am Nachmittag gab Dr. Freuden st ein in dem bis auf den letzten Platz gefüllten großen Hörsaal des Zoologischen Instituts einen Ueberblick über die Geschichte der Anstalt, zeigte, was seither geleistet wurde und was in Zukunft gearbeitet werden soll. Präsident Vetter forderte, als Bedingung zur Erfüllung des Dierjahresplanes, in allen Zweigen der Kleintierzucht höhere Leistungen, nicht nur von denen, die seither schon Vorbildliches leisten, sondern Leistungssteigerungen in allen Betrieben, deren Erträgnisse noch unter dem Durchschnitt liegen. Neue Mannschaft für Stuttgart. Letztes Spiel gegen Manchester City. Die deutsche Auswahlmannschaft zum letzten Spiel gegen Manchester City am Samstag, 22. Mai, in Stuttgart, wurde auf einigen Posten geändert und wird nun in folgender Aufstellung antreten: Jürissen (Rot-Weiß Oberhausen); Janes (Fortuna Düsseldorf), Jansen (SC. Stuttgart); Vernarb (VfR. Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), Schädler (FV. Ulm 94); Malecki (Hannover 96), Heimchen (Pol. Chemnitz), Hänel (BC. Hartha), Rohwedder (Eimsbüttel), Simetsreiter (Bayern München). Ersatz: Sonnrein (Hanau 93), Bolz (Karlsruher FV.), Förschler (Stuttgarter Kickers). Frankfurt gegen Mailand. Nach langer Zeit ist Frankfurt wieder einmal der Schauplatz eines großen internationalen Fußball- ereignifses. Als vor einigen Wochen die Frank- urter Stadtmannschaft in Italien weilte und gegen eine starke Mailänder Vertretung nach großem Spiel 2:4 unterlag, da war es von beiden Seiten der Wunsch, diese Begegnungen zu einer ständigen Einrichtung^ werden zu lassen und sich abwechselnd einmal in Frankfurt, einmal in Mailand zu treffen. Die Italiener werden mit einer starken Mannschaft den Rückkampf bestreiten, die mehr einer italienischen 8-Vertretung als einer Mailänder Stadtelf gleicht. Voraussichtlich wird man mit folgender Aufstellung zu rechnen haben: Tor: Degani (Ambrosiana Mailand); Verteidiger: Buonocore (Ambrosiana), Monza (Lazio Rom); L-'-nfer: Gallen (FC. Turin), Olmi (Brescia), Morselli (Florenz); Stürmer: Frossi (Ambrosiana), Baldi (FC. Turin), Arcari (Livorno), Bonomi (Atlanta), Ferraris (Ambrosiana). Von dieser Mannschaft haben bereits Degani, Olmi, Frossi, Arcari und Ferraris das Vorspiel in Mailand bestritten. Möglich, daß auf dem einen oder anderen Posten noch eine Aenderung vorgenommen wird. Der bekannte Stürmer Meazza steht nicht zur Verfügung, da er in der Nationalmannschaft gegen die Tschechoslowakei in Prag zu spielen hat. ßen. Gießen fa tue und Umt erbst 1936. v JBicrtunnel j ich' und dem Wirt e. 1 besorgen. von dem Lrü ständen Wur>u Waren mahn n er von h >ußte bis hi« Juden zu t gegenüber foj atte. Schließ ib forderte V rag von 15 S ich auch bera rückzuzahlen, t )a er schon r- egen Untrem1 iner Gefitt' 1 und zu an P Im Uneinfe | strafe mit M i und Volksbildung, Universitätskurator Oberpräsident z. D. Dr. h. c. v. Hülsen, den Generalinspekteur des Reichsnährstandes und Präsidenten des Reichsoerbandes der deutschen Kleintierzüchter, Vetter, MdR., Vertreter der Reichsfachgruppe Imker und der Landesfachgruppen Kurhessen und Hessen-Nassau. Landesbauernführer S e i d l e r warf dann einen Rückblick auf den langen, schwierigen Weg, der aber durch die kraftvolle Unterstützung der beiden in Betracht kommenden Ministerien, der Leitung der Universität, von Stadt und Kreis Marburg, der Reichsfachgruppe Imker und der beiden Landessachgruppen zu einem guten Ende geführt geschriebene Erlaubnis Pflegekinder annimmt, wird bestraft. Pflegschaft. Für volljährige Abwesende oder solche volljährige Personen, die infolge eines körperlichen oder geistigen Gebrechens (z. B. Taubstumme, Geistesschwache) ihre Angelegenheiten selbst nicht zu besorgen vermögen, kann vom Amtsgericht ein Pfleger bestellt werden. Dieser hat in dem ihm übertragenen Geschäftsbereich die Stelle eines Vormundes (s. dort). Ein Ee- brechlichkeitspfleger darf nur mit Zustimmung des Gebrechlichen aufgestellt werden, außer es ist eine Verständigung mit diesem nicht möglich. Auf Verlangen des Gebrechlichen muß die Pflegschaft wieder aufgehoben werden. Ein Pfleger wird ferner bestellt für minderjährige oder unter Vormundschaft stehende Perso- nonen hinsichtlich solcher Angelegenheiten, an deren Besorgung der Inhaber der elterlichen Gewalt oder der Vormund verhindert ist; z. V. bei Unterhaltsprozessen eines ehelichen Kindes gegen den Vater, bei Rechtsgeschäften zwischen dem Mündel und dem Vormund. Für ein bereits erzeugtes, aber noch nicht geborenes Kind (Leibesfrucht) kann in besonderen Angelegenheiten ein Pfleger bestellt werden, z. B. wegen einer Erbschaft, bei Klage gegen den unehelichen Vater auf Sicherstellung des Unterhalts für die ersten Drei Monate nach der Geburt. Bei Angelegenheiten, bei denen die Beteiligten unbekannt sind, kann ihrer Bestimmung übergeben. , . „ der Landesbauernschaft unterstellt. Landesbauernführer S e i d l e r begrüßte als Ver- freier des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft die Erschienenen, insbesondere den Vertreter des Reichsministers für Wissenschaft, Kunst “ ......ing, Universitätskurator Oberpräsi- h. c. v. Hülsen, den General- ließen. vor dem Derer Urfunto« telltcr AerlrcM llnsallsache 041 'enommen, W feine Muftray; galten. ® eiter >r bas non bett •r zu MerM WW E en M, mit ichen. Das H aupt keine > aqte wurde v>": tgesang^ und einer $-■- Die Geldsici - einem Dag p' habe. Oberpräsident z. D. v. Hülsen beglückwünschte im Auftrage des Ministers für Wissenschaft, Kunst und VolksbiDung und als Kurator der Universität die Anstalt au ihrem eigenen Heim und hofft, daß sie, wie die Universität, aus der sie hervorgegangen, ein starkes Band zwischen Wissenschaft, Volk und Heimat werden möge. Er hob die großen Verdienste hervor, die sich Dr. Freud en stein erworben hat, der durch sein unermüdliches Ringen und zähes Festhalten nun sein gestecktes Ziel erreicht habe. Der Präsident des Reichsverbandes der deutschen Kleintierzüchter, Staatsrat Detter, überbrachte mit den Grüßen und Glückwünschen des Reichsernährungsministers ein ansehnliches Geldgeschenk vom Reichsoerband und von der Reichsfachgruppe Imker für die Ausgestaltung des Heimes. In kur- Rhein-Mainifche Börse. ZNUlagsbürse: Uneinheltttch. Frankfurt a. M., 20. Mai. Der Aufttagsein- gang hielt sich in bescheidenen Grenzen und war nicht einheitlich. Kleinen Käufen standen auch einige Abgaben gegenüber. Bei nicht sehr bedeutenden Umsätzen war die Kursenttvialung am Aktienmarkt unregelmäßig, wobei sich die Deränderun- gen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. die Waage hielten. Die Grundtendenz war indessen zuversichtlich und fteundlich. Der lebhafte Fortgang der Zeichnung auf die Reichsanleihe befriedigte. Verhältnismäßig sehr lebhaft waren am Montanmarkt wieder Verein. Stahlwerke mit 121,40 bis 121,50 bis 121,25 (120,75); Mannesmann mit 129,40 (129,25) behauptet, Hoesch 0,50 v. H. niedriger mit 123,50. Marisfelder Bergbau 159,13 (157,50). Am Chemiemarkt bröckelten JG.-Farben 0,25 v. H., Deutsche Erdöl 0,40 v. H. ab, Scheideanstalt, Metallgesellschaft und Rütaerswerke zogen je 0,50 v. H. an. Von Elektro- werten gewannen Bekula 1 o. H. auf 168, Gesfürel 0,75 o. H. auf 153,75, während RWE. 0,90 v. H. und AEG. 0,40 v. H. verloren, Schuckert uno. 172. Maschinenaktien waren leicht gefragt und bis 0,50 v. H. freundlicher, aber Daimler 0,65 v. H. schwächer mit 141,40. Schwächer lagen ferner AG. für Verkehrswesen mit 131,75 (133,25) auf den Verlauf der HD., in der keine näheren Angaben wegen der Dyckerhoff & Widmann - Transaktion erfolgten. Knapp behauptet notierten auch Bemberg und West- Wieviel wiegen Sie? Hat Ihr Körpergewicht zu- oder abgenommen? Das ist sehr wichtig für Ihre Gesundheit. Durch eine Personenwaage können Sie jederzeit Ihr Gewicht kontrollieren. Bei Häuser sehen Sie solche Waagen. Sie sind klein und nehmen kaum Platz weg. 3- B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. deutsche Kaufhof, Deutscher Eisenhandel 0,75 v. H. niedriger. Deutsche Linoleum und Schifsahrtsaktien lagen behauptet. Am Rentenmarkt blieb das Geschäft klein. Kommunal-Umschulduna anfangs uno. 94,13, dann auf den Berliner Stand von 93,90 nachgebend. Altbesitzanleihe 125,90 (126), Reichsbahn - DA. unv. 124,50, Städte-Altbesitz unv. 129,75 bis 130, jedoch Badische Städte 131. Auch in der zweiten Börsenstunde blieb das Geschäft klein. Die Kursgestaltung am Aktienmarkt war weiterhin uneinheitlich bei allerdings nur kleinen Abweichungen gegen den Anfang. Verein. Stahl schwankten zwischen 121 bis 120,75, JG.-Farben zwischen 164 bis 164,50, etwas erholt waren AG. für Verkehr mit 132 nach 131,75 und Daimler mit 141,65 nach 141,40. Die erst später notierten Papiere wiesen nur wenig Veränderung auf. Arn Einyeitsrnarkt war die Tendenz eher fester, Zement Karlstadt 180 (178), Gebr. Adt 61 (60). Für Hartmann & Braun erhöhte sich die Taxe auf 127 bis 128 nach 125 (l. K. 120), Dürrwerke Ratingen wurden zwischen 135 bis 140 geschätzt (am 11. 5. 130). Für Bankaktien zeigte sich verstärktes Interesse bei vielfach leicht erhöhten Kursen. Renten blieben ebenfalls ruhig, Kommunal- Umschuldung etwas höher mit 94 nach 93,90. Pfandbriefe zeigten bei ruhigem Geschäft keine Veränderungen. Don Stadtanleihen Frankfurter fester, dagegen 4,5proz. Darmstadt v. 26 97 (97,50). die übri- Frankfurts Elf wurde nach einem Uebungs- spiel am Mittwoch wie folgt aufgestellt: Tor: Rern- mert (Reichsbahn-Rotweiß): Verteidiger: Hinkel (FSV.), Stubb (Einttacht); Läufer: Mäbs (Eintracht), Dietsch (FSV.), Lindemann (Eintracht); Stürmer: Armbruster (FSV.), A. Schmitt (Einttacht), Lautz (Reichsbahn-Rotweiß), Schuchardt (FSV.), Lindner (Reichsbahn-Rotweiß). Die Hintermannschaft ist die gleiche wie in Mailand, in der Läuferreihe muß Dietsch den erkrankten Fürbeth ersetzen, ber Sturm blieb, wie im Uebungsspiel, unverändert, so daß der in Mailand Stürmer spielende Möbs diesmal in der Läuferreihe Verwendung findet. Unter starker Beteiligung der Bienenzüchter aus I zen Zügen umriß er die Forderungen, die der Vierden beiden Landesfachgruppen Kurhessen und Hes- jahresplan auch an die Kleintierzüchter stellt, deren len-Nassau wurde in Marburg die neue Lehr- Erzeugnisse ein Zehntel unserer gesamten landwirt- und Versuchsanstalt für Bienenzucht^ schaftlichen Erzeugung ausmacht. ---- "1 ergeben. Die Anstalt ist jetzt Landesbauernführer Seid le en. sich d-r 5. batte S».. nfreut, um ; -M . Md -h« 5 ibig entfta* oorben nmr5," chnell hemU i nicht, tg an « * Ä*A niÄ" rzehn x , eldsttaft^ । «indrmE ©efängnm r5.8-.ti! itanbs, in 1;u üerant»0 sich ? r»htf. «öl -n >T„V;U Dotl Dem andel"' II SS.-Kamerab- . R. _____________________Pfropfen diesen ein Pfleger bestellt werben. S. Nachlaß. Pflichten der Ehegatten, s. Ehe, Ehemann, Ehefrau, Ehegatten. Pflichtteil. Abkömmlinge, Eltern und ber Ehegatte des Erblassers haben gegen den Erben einen Anspruch auf Den Pflichtteil. Der Pflichtteil betragt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteiles. Würde z. V. ein Kind nach der gesetzlichen Erbfolge ein Viertel Des Nachlasses bekommen, und beträgt der Reinnachlaß 8 000 RM., so bekommt das Kind als Pflichtteil 1000 RM. Das Pflichtteilsrecht ist nur bann gegeben, wenn der dem Berechtigten nicht die Hälfte des gesetzlichen Erbteils hinterlassen ist. Der Pflichtteil kann bei schweren Verfehlungen entzogen werden. Pflichtbewußtsein muß jedem Menschen selbstverständlich sein, der als verläßlich gelten will. Das Pflichtbewußtsein muß sich nicht allein in der Ausübung des Berufes zeigen, sondern in allen Lagen des alltäglichen Lebens, besonders ber Familie gegenüber. Pfortader ist das große Ein- aeweidegefäß, das der Leber das Blut aus der Bauchhöhle zuführt. Das Blut aus Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und Milz, welches alles über die Portader zur Leber gelangt, enthält Eiweiß, Zucker, Salze und Wasser. Pfriem, Ahle, Handwerkszeug des Schuhmachers, mit dem Leder durchbohrt wird. Pfropfen, wichtige Veredlungsart, die bei Oostbäumen und Datum 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6^4% Doung-Anleihe vou 1930 .. 4Vi% Hessische Bollsstaat von 1929 <%% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... V/i% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. ReichSanlethe-Wtbesttz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. ^=3 x —* - JjpeHrttF FreLMtre vom Reichssachamtsleiter SS.-Bngadeführer S) e r =' tn a n n die deutsche Ländermannschaft wie folgt bestimmt worden: Böckel (Kassel); B a n d h o l z II (Gießen), Dietz (Kassel); Horn (Mülheim), Rheinberg (Aachen), Giese (Kassel): Roß I (Minden), Keller (Magdeburg), Kritzokat (Hannover), Fengler (Hannover), Roß II (Minden). Als Ersatzleute wurden aufgeboten: Günther-Kassel (Tor), Deist-Kassel (Läufer) und Stumm-Wetz- lar (Stürmer). Das Länderspiel wird der Berliner Schiedsrichter Wilhelm Rogge leiten. Sportverein 1920 Lollar. Lollar Liga gegen Ium- u. Sporlgemeinde 1846 Darmstadt Liga. Lollar Liga-Res. — Fronhausen 1. INannschaft. Lollar 1. Jugend — VfV.-R. Gießen 1. Jugend. Lollar 2. Jugend — VfV.-R. Gießen 3. Jugend. Aus dem Lollarer Waldsportplatz herrscht am kommenden Sonntag Hochbetrieb. Den Anfang macht die 2. Jugend gegen die 3. Jugend des BfB.-R. Gießen. Es handelt sich hierbei um ein Meisterschaftsspiel. Anschließend folgt das Spiel der Jugendmannschaften beider Vereine. Hierbei handelt es sich um ein Spiel um die Kreismeisterschaft, bei dem wohl VfB.-R. die besseren Aussichten hat. Beide Spiele finden am Sonntagoormittag statt. Nachmittags spielt die Reserve gegen die 1. Mannschaft von Fronhausen an der Lahn. Fronhausen ist Meister der I. Kreisklasse, Gruppe Marburg, und dürfte einen beachtlichen Gegner für die Lollarer Reserve darstellen. Anschließend steigt das Hauptspiel des Tages, das Lollar I. und die I. der Turn- und Sportgemeinde 1846 Darmstadt bestreiten. Der Gast spielt in der Gruppe Südhessen der Bezirksklasse und hat in dieser Gruppe einen achtbaren 5. Platz belegt. Die beiden Ersten dieser Gruppe sind die bekannten Vereine MSV. Darmstadt und Egelsbach. Wenn Lollar mit dem nötigen Eifer bei der Sache ist, wird man hier ein schönes Spiel zu sehen bekommen. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern 1. Jgd. — Io. Wieseck 1. Jgd. Am nächsten Sonntag muß die Jugend der Spielvereinigung 1926 gegen Wieseck ein schweres Spiel bestreiten. Beide Mannschaften sind ernste Anwärter auf die Meisterschaft, der sonntägliche Kampf wird schon ein Vorentscheidungskampf sein.^ Die Einheimischen werden wissen, was auf dem Spiele steht, und werden dafür sorgen, daß Sieg und Punkte zu Hause bleiben. Man erwartet einen knappen Sieg der Einheimischen. Kurze Sportnotizen. 17 Rennwagen gehen beim internationalen Avusrennen am 30. Mai an den Start. Zu den vier Auto-Union und fünf Mercedes-Benz kommen noch Nuvolari, Trossi und Tadini für die Scuderia Ferrari und die Privatfahrer Balestrero, Bianco, Chol- mondeley-Tapper, Hartmann und Sofietti. Anerkannt wurden vom Fachamt Schwimmen die von Heinz Schlauch (Gera) mit 1:08,3 für 100 Meter Rücken und von Anni Stolte (Düsseldorf) mit 6:21,4 für 400 Meter Rücken aufgestellten neuen deutschen Schwimmrekorde. Rund 27 2 Nennungen wurden zu den Deutschen Fecht-Meisterschaften abgegeben, die vom 28. bis 30. Mai in Hamburg stattfinden. Am stärksten besetzt sind die Degenkämpfe mit 79 Meldungen. Es folgen Säbel (74), Florett (67) und Frauen- Florett (52). Die Titelverteidiger sind bis auf Frl. Haß (Offenbach) alle gemeldet. Achtung! Achtung! Ein Geständnis stochenen 3562V Hausfrauen bringe morgen auf den Wochenmarkt 1 große Ladung frisch ge- Spargel 1., 2.U.3. Sorte zum Tagespreis. **X**16 Eckstand an der neuen PlOb Marktballeunt.d.Ubr. Vermählungs-Anzeigen Iiefert Brühl’sche Druckerei 8 ••c „ K <0-0 ■es £ £.5 3 a £ E 3 e 2b; 9ä8 = S S2-1*- 3 < o(j)11 5 o < Co^ ___ 'Ox: giiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Kurtheater iiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiij W Bad-Nauheim W W Montag, den 24. Mai 1937 W = abends 7.45 Uhr im großen Bühnensaal W Madame W | BUTTERFLY | = Oper in drei Akten von Giacomo Puccini = == mit den Solisten der Staatsoper Berlin W | Maria Cebotari W = (Butterfly) Helge Roswaenge * ■ = (Linkerton) W Else Tegethoff Alfred Borchardt |g = (Suzuki) (Sharpleß) = = Chor u. Orchester der Staatsoper Kassel = Spielleitung: K. Eggert • Musikalische Leitung: g = Heinz Bongartz • Bühnenbilder: Willi Salzmann = = Ende etwa gegen 10.45 Uhr = == Karten zu 2.50, 3.50, 4.50, 6.— und 7.50 RM. == an der Theaterkasse des Kurhauses = M 3553 d = Aus der engeren Heimat. Verhaftung vonZigeunern bei Laubach. * L a u b a ch , 21. Mai. In den letzten Tagen kamen aus dem Kreise Lauterbach große Scharen von Zigeunerbanden in die hiesige Gegend, die sich aus einem geschlossenen Zuge von etwa 60 Personen zerstreuten und nunmehr bettelnd und stehlend durch die Gegend zogen. Dem sofortigen energischen Vorgehen der Gendarmerie Laubach gelang es, neun Zigeuner, darunter auch einige Frauen, wegen Landstreicherei, Diebstahls und Bettelns festzuneh - men und dem Amtsgericht in Laudach vorzuführen. Hier wurden, hüt Ausnahme einer Person, alle Festgenommenen wegen Landstreicherei, Diebstahls und Bettelns in Untersuchungshaft gebracht. Das übrige Zigeunergesindel konnte aus unserem Heimatgebiet nach anderen Gegenden abgeschoben werden. Die gerichtliche Untersuchung gegen die Verhafteten ist im Gange. Landkreis Gießen. * Klein-Linden, 21. Mai. Am gestrigen Donnerstag, kurz nach 19 Uhr, ereignete sich hier an der Gabelung der Straße Gießen—Frankfurt bzw. Wetzlar, in der sog. „Todesfälle", ein Zusammenstoß zweier Automobile. Das eine Auto wollte ein Pferdefuhrwerk Überholen und bemerkte dabei das ihm entgegenkommende andere Auto nicht. Bei dem Zusammenstoß der beiden Kraftwagen gab es allerlei Sachschaden, glücklicherweise wurden aber Personen nicht verletzt. * Watzen byrn^-Stein berg, 20. Mai. Am kommenden Sonntag findet das diesjährige Wer- tungssingen der Gruppe 1 im Sängerkreis Gießen in unserer Gemeinde statt. Bei einer Beteiligung von 22 Vereinen wird man mit besonderem Interesse den gesanglichen Leistungen der Vereine entgegensehen. Sehr zustatten kommt unserer sangesfrohen Bevölkerung die neuerbaute Turnhalle, die auch für jeden Auswärtigen ein Gegenstand näherer Betrachtung sein dürfte. Mit frohem Volksfest wird der Tag ausklingen. * Lang-Göns, 20. Mai. Das Fest der silbernen Hochzeit konnten gestern unser Mit- bürger Karl Wenzel und seine Ehefrau Lina, geborene Dochtermann, begehen. Der Gesangverein „Germania" ehrte das Jubelpaar durch ein Ständchen. * Langsdorf, 20. Mai. Zwischen Bettenhausen und unserem Orte fuhr das Lastauto eines Einwohners von Bettenhausen infolge Versagens de.r Steuerung gegen einen Baum. Bei dem Unfall kamen Personen glücklicherweise nicht zu Schaden. Dagegen wurde das Lastauto so schwer beschädigt, daß es abgeschleppt werden mußte. ~y~ Nonnenroth, 20. Mai. Schon seit Monaten haben die Wildschweine in den verschiedensten Teilen der Gemarkung erheblichen Schaden auf Wiesen und Aeckern angerichtet. Mehrere Treibjagden blieben ohne Erfolg. Nachdem nun erneut Wühlspuren festgestellt worden waren, wurde gestern in der Waldung zwischen Nonnenroth und Langsdorf ein Kesseltreiben veranstaltet. Vier Sauen wurden von den Treibern aufgestöbert. Förster B u t t e r o n (Röthges) und Landwirt Stärk (Bettenhausen) hatten das seltene Jagdglück, je einen zweijährigen Keiler zur Strecke zu bringen. Die Jagdbeute wurde auf einem Wagen nach Nonnenroth gebracht, wo sie von alt un- jung besichtigt wurde. Die Landwirte, die besondere Schäden auf den Kartoffeläckern befürchteten, hoffen nun endlich von dieser Plage befreit zu sein. 32 34 74 32 68 42 48 27-50 24 9.75 12.50 14.75 19.50 GIESSEN Seite rsweg 17 Es freut sich der Dicke, Es freut sich der Schlanke Und wenn es gießt.... dann sind die absolut regendichten Lederol- und federleichten Gummi- Mäntel am Platze. Viele neuen Formen: Der famose Uebergangs-Mantel Darin bringt die Frühjahrsmode vielerlei Neuheiten in frisch gemusterten Cheviotstoffen, durchgeknöpft od. mit verdeckter Leiste: Slipons, Raglans oder fesche Paletots. Natürl. auch wieder die beliebten Gabardine-Mäntel: Der elegante Sakko-Anzug Einreihig herrscht vor, etwas tailliert, m. flott wirkenden Revers, fallend od. steil. Die Mode bevorzugt schmale u. breitere Streifen. Kleine Muster u. dez. Karos vervollständig, das Bild. Modefarbe ist Grau in allen Tönen: Der farbenfrohe Sport-Anzug So viele schöne Farben gab’s bislang noch nicht beim Sportanzug. Kräftige strapaziert. 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Ein Philatelist ist ein Briefmarkensammler. Vrief- markensammeln auch schon in der Jugend eine nützliche und bildende Beschäftigung. Kann die Unterstützung der Eltern finden. Philipp, männl. Vorname griech. Herkunft mit der Bedeutung „Der Pferdefreund". Phlox, Flammenblume. Stauden: im Frühjahr niedrige Teppichphloxe, vorwiegend für Steingärten, ergeben dort herrliche Farbenbilder. Später die Sommerphloxe, höhere Stauden, sehr geeignet für Schnitt. Will öfters nach der Blüte geteilt und verpflanzt werden. — Einjahrs- phlox wird im März aus Samen im Frühbeet herangezogen, Mitte Mai gepflanzt, wegen der schönen Farben für Sträuße geeignet. Phönixpalme. Siehe Datteln, s. Palme. Phosphor, griech. Bedeutung = Lichtträger. Gelbliches, sehr gif- Färberei Braubach & Fischer Seitersweg sz Gardinen werden gereinigt und „Auf Neu“ appretiert und genadelt ! Physiologie tiges Element, das im Dunkeln leuchtet. In seinen chemischen Verbindungen ist es am Aufbau der Knochen, Zähne, Nerven, ebenso am Aufbau von Pflanzen und an der Bildung von Eiern beteiligt. Phosphormangel führt zu Rachitis und Knochenerweichungen, doch dürfen Phosphorpräparate nur vom Arzt verordnet werden. Phosphorhölzer. Streichhölzer dürfen in Deutschland keinen giftigen weißen Phosphor mehr enthalten, ebensowenig die Reibflächen. Der dabei verwendete rote Phosphor ist nicht giftig. Phorphoroergiftung: der sehr giftige weiße Phosphor kann eine schwere Vergiftung Hervorrufen, bei der Erbrechen und Betäubung auftritt. Charakteristisch ist, daß das Erbrochene im Dunkeln aufleuchtet und nach Knoblauch riecht. Durch Einatmung von Phosphordämpfen kommt es zu einer Knochenoereiterung hauptsächlich im Kiefer. Entstehen können Phosphorvergiftungen durch Verwechslung von Rattengift. Erste Hilfe: Brechreiz erzeugen durch Kitzeln im Rachen. Sofort Arzt holen. Einatmen von Phosphordämpfen bei Arbeitern in Zündholzfabriken. Phrase, griech., leere Redensart, die einen tieferen Gedanken vortäuschen soll. Physiologie im Gegensatz zu Pathologie (s. d.) die Lehre von den normalen Lebensoorgängen. Dr.Thompsons 5U1-J5» , Ich!.' Meine Mutter nimmt für alle Wäsche immer das rote Paket NSV-K INDER LAND VERSCHICKUNG- % -