Hr.9I Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag, 20. April 1937 Erscheine lüg llch. autzei Sonntags und Feiertags Beilagen *Die illustriert» Gießenei Famiiienblälter Heimat ,m Bild Die Scholl» Monats-Vezugsprets. Mit 4 Beilagen RM. 1.05 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüfie anter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Siesten poftschecttonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Untversttatr Such- und Steindruckeret R. Lange in Gießen. Schriftlettuny und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Annahme oon Anzeigen für Oie Mittagsnummer bis8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen oon 70mm Breite 50Rpf.,PIatzvorschrift nach vorh. Vereinbg.25"/„ mehr. 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Es ist also zu unterscheiden zwischen dem angeblichen Volkswillen der parlamentarischen Demokratie, in dem sich nur der Widerstreit der sozialen Interessen widerspiegelt, und dem wahren Volkswillen des Führerreichs, in dem sich der Gesamtwille einer echt en politischen Einheit kundgibt. Das Volk ist eine objektive selbständige Erscheinung; es erschöpft sich nicht in den jeweils lebenden Gliedern. So ist auch der „Wille des Volks" eine objektive Gegebenheit, die von der subjektiven „V o l k s ü b e r z e u g u n g", d. h. den Meinungen, Bestrebungen und Befürchtungen der jeweils lebenden Volksangehörigen unterschieden werden muß. Es ist möglich, daß Volkswille und Volksüberzeugung sich decken, und es ist die Aufgabe der Führung, diesen Zustand herbeizuführen und zu erhalten. Aber es besteht keine ohne weiteres gegebene Identität zwischen dem objektiven Volkswillen und der subjektiven Volksmeinung. Deshalb kann der wahre Wille des Volkes niemals dadurch mit Sicherheit erkannt werden, daß man die lebenden V.olksangehörigen abstimmen läßt. Der wahre Volkswille kann in der Abstimmung hervortreten, braucht es aber nicht. Der Führer ist der Träger des völkischen Willens; er ist unabhängig von allen Gruppen, Verbänden und Interessenten, aber er ist gebunden an die Wesensgesetze des Volkes. In dieser Doppelung: Unabhängigkeit von aller Jnteressenbindung, aber unbedingte Gebundenheit an das Volk spiegelt sich das eigentliche Wesen des Führertums. So hat der Führer auf der einen Seite nichts mit dem Funktionär, dem Agenten oder Exponenten zu tun, die ein ihnen übertragenes Mandat ausüben und die an den Willen eines Auftraggebers gefesselt sind. Der Führer ist kein „Vertreter" einer bestimmten Gruppe, deren Aufträge er auszuführen hätte. Er ist auch kein „Organ" des Staates im Sinne eines bloß ausführenden Handlungsträgers. Er ist vielmehr selbst der Träger des völkischen Gemeinwillens; in seinem Willen tritt der Volkswille in die Erscheinung. Er wandelt das bloße Gefühl des Volkes in einen bewußten Willen; er schafft aus einem vielftrebigen Ganzen die einheitliche, einsatzbereite Gefolgschaft. Er bildet in sich den wahrhaften Willen des Volkes, der von den subjektiven Ueberzeugungen der jeweils lebenden Volksglieder zu unterscheiden ist. Er ist hingegeben an die objektive geschichtliche Einheit und Ganzheit des Volkes. Deshalb ist es ihm möglich, sich im Namen des wahrhaften Volkswillens, dem er dient, gegen die subjektiven Meinungen und Ueberzeugungen einzelner Volksglieder zu wenden, wenn diese sich von der objektiven Sendung des Volkes abkehren. Er verficht dann die objektive Idee der Nation gegen die subjektive Willkür einer irregelei-I teten Volksstimmung. In Zeiten der inneren Not kann der Führer ein Volk, das seine politische Sendung vergessen oder verraten hat, wieder zu sich selber leiten. Er bildet in sich den völkischen Gemeinwillen und verkörpert gegenüber allen Einzelwünschen die politische Einheit und Ganzheit des Volkes; er setzt gegenüber den Einzelinteressen die geschichtliche Sendung der ganzen Nation durch. Doch ist der Führer eben als Träger des völkischen Willens nicht selbstherrlich und jeder Bindung bar. Sein Wille ist nicht der subjektive individuelle Wille eines für sich stehenden Menschen, sondern in ihm verkörpert sich der Gesamtwille des Volkes als objektive geschichtliche Größe. Der im Führer gebildete Wille ist kein persönlicher Einzelwille, sondern der Gesamtwille einer Gemeinschaft. Ein solcher Gemeinwille ist keine Fiktion, wie der angebliche „Gemeinwille" der Demokratie. Sondern er ist eine politische Wirklichkeit, die im Führer ihren Ausdruck findet. Der völkische Ge° meinrville hat seine Grundlage in der p o l i t i - chen Idee, die einem Volke gegeben ist. Er ist im Volke selbst vorhanden; er wird durch den Führer zum Bewußtsein erhoben und offenbart. Der Volkswille wird durch den Führer nicht aus dem Nichts erschaffen, sondern er wird entwickelt aus den Anlagen, Kräften und Aufgaben, die dem Volke gegeben sind. Der Führer entfaltet zum bewußten Entschluß was als Willenskern in der Gemeinschaft des Volkes lebendig enthalten ist. In unzähligen Aeußerungen hat Adolf Hitler sich zu dieser Bindung an das Volk bekannt — am nachdrücklichsten in der Reichstagsrede vom 7. März 1936, in der es heißt: „Ich konnte dies alles nur tun, weil ich mich nie als Diktator meines Volkes, sondern stets nur al3 fein Führer und damit als fein Beauftragter gefühlt habe. Ich hatte um die innere Zustimmung des Deutschen Volkes zu meinen Idealen einst 14 Jahre gerungen und bin dann dank seines Vertrauens von dem ehrwürdigen Generalfeldmarschall berufen I worden. Ich habe aber auch seitdem alle meine Kraft nur aus dem glücklichen Bewußtsein geschöpft, mit meinem Volke unlösbar verbunden zu sein als Mann und Führer." Im Führer treten die Wesensgesetze des Volkes in die Erscheinung; er ist es, der sie zur leitenden Richtschnur aller völkischen Arbeit werden läßt. Er stellt, indem er diese Wesensgesetze hervortreten läßt, die gemeinsamen großen Ziele auf, die es zu verwirklichen gilt, und er entwirft den Plan, nach dem der Einsatz der völkischen Kräfte für die gemeinsamen Ziele vorgenommen wird. Er gibt durch dieses zielende und planende Handeln dem völkischen Leben erst Sinn und Wert. Insbesondere in der Gesetzgebung, die in der Hand des Führers liegt, äußert sich dieses zielsetzende, plangestaltende Wirken. Der große Bedeutungswandel, den das Gesetz erfahren hat, ist darin gegeben, daß es nicht Führung gegeben ist, nur in Verbindung mit absoluter Verantwortung bestehen kann. Jeder, der das „Führerprinzip" als ein Instrument für bequemes bürokratisches Denken mißbraucht, vergeht sich an dem obersten Gut der völkischen Ordnung. Es gibt keine stärkere Verantwortung als die, die durch das Führertum begründet wird. Denn hier gibt es nicht wie im parlamentarischen System die Entlastung durch ein Parlament, sondern nur die Bewährung an der geschichtlichen Aufgabe des Volkes. Mit der Verantwortung gepaart aber ist die Treue die der Führer seiner Gefolgschaft schuldet. Es ist ein alter Grundsatz des deutschen Rechts, daß Treue auf Gegenseitigkeit beruht; das gilt auch für die Treue als Grundlage der politischen Ordnung. Bismarck hat das in den „Gedanken und Erinnerungen" hervorgehoben: „Das germanische Lehnrecht gibt dem Vasallen außer dem Besitz des Scherl-Bilde rdienst-M. mehr wie in der liberalen Zeit Schranken des sozialen Lebens aufrichtet, sondern daß es Ziel und Plan des völkischen Handelns umreißt. Vom Gesetz des absoluten Staates aber unterscheidet sich das Führergesetz dadurch, daß es den Volksgenossen nicht bevormunden soll, sondern ihn zur tätigen Mitgestaltung auffordert. Es begründet die Verantwortung jedes einzelnen Volksgenossen für das Gelingen des gemeinsamen Werkes. Daher begnügt sich der Führer nicht mit einer allgemeinen Aufsicht und Kontrolle über das gesetzmäßige Verhalten der Bürger. Er stellt nicht Schranken auf für die private Willkür, sondern er ruft leben Volksgenossen zur verantwortlichen Mitarbeit an den gemeinsamen Aufgaben im Rahmen des allgemeinen Planes auf. So war die Arbeit des deutschen Volkes in den ersten Jahren der nationalen Wiedergeburt durch den Vierjahresplan bestimmt, den der Führer in dem Aufruf vom 1. Februar 1933 aufgestellt hatte. Die Arbeit der nächsten Jahre wird im Zeichen des Vier,ahresplanes stehen, den der Führer in seiner Proklamation auf dem Parteitag 1936 entworfen hat. Die Führung beruht auf unbedingter Autorität, aber nicht auf bloßem äußerem Zwang. Es ist oft gesagt worden, muß aber immer wieder betont werden, daß Führung nichts mit bürokratischer Willkür zu tun hat und kein brutales Zwangssystem bedeutet, sondern daß sie nur v o n gegensei t i - qer Treue getragen sein kann, daß sie in der freien Einordnung ihren Ausdruck finden muß Die Führungsordnung lebt von der Treue und der Verantwortung der Gefolgschaft, zugleich setzt sie aber auch Verantwortung und Treue des Führers gegenüber feiner Aufgabe und gegenüber seiner Gefolgschaft voraus. Immer wieder hat Adolf Hitler betont, daß die absolute Autorität, die in der Gegenstandes wenig Anspruch, aber doch den der Gegenseitigkeit der Treue zwischen ihm und dem Lehnsherrn; Verletzung derselben von der einen wie von der anderen Seite heißt Felonie. — Dieses Gefühl ist die wesentliche Basis der Anhänglichkeit des preußischen Volkes an feinen Monarchen, was psychologisch erklärlich ist, denn die Neigung, einseitig zu Heben, liegt nicht als dauernde Triebkraft in der menschlichen Seele." Das Führertum ist eine allgemeine G e - staltungssorm im öffentlichen Leben des völkischen Reiches. Es gilt nicht nur für bestimmte Einzelbereiche, sondern ergreift alle Organisationen, Einrichtungen und Verbände, die am Gemeinschaftsleben des Volkes teilhaben. Es ist insbesondere nicht beschränkt auf die politische Bewegung, wenn auch in ihr der Führergedanke zuerst sinnfällige Gestalt gefunden hat. Aber im gleichen Maße, in dem die Bewegung Volk und Reich durchdrungen hat, hat die ihr eigene politische Gestal- tungsform — die Führung — sich in den Bereichen des völkischen und staatlichen Lebens durchgesetzt. Die staatlichen Einrichtungen — vor allem Verwaltungsaufbau, Wehrmacht, Arbeitsdienst — werden ebenso wie die Ordnungen des ständischen Lebens — Wirtschafts- und Kulturstände, Arbeitsfront, Betriebsgemeinschaften — durch das Prinzip der Führung bestimmt. Eine politische Einheit kann nur dann bestehen, wenn ein einziger Grundsatz alle Bereiche des öffentlichen Lebens bestimmt, nur dann hat die politische Einheit eine einheitliche Verfassung. Dieses einheitliche und alldurchdringende Verfassungsprinzip des völkischen Reiches ist das Prinzip der Führung. 1'n‘er Glaube an den Führer. Der Lebensweg des Führers ist der Lebensweg des deutschen Volkes. Die Festtage des Führers sind unsere Festtage, sie sind auch Merkmale des nationalen Aufstieges. Als Adolf Hitler zum ersten Male nach dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution seinen Geburtstag beging, verteilte die Partei im ganzen Reich an die bedürftigen Volksgenossen eine Hitler-Geburtstagsspende, die von der Gesamtheit aufgebracht war. Während noch die dunklen Elendsschatten des Novembersy- stems schwer über dem Reiche lagerten, sollte wenigstens an diesem einen Tage, dem 20. April, kein Mensch in Deutschland hungern. So kündigte sich schon damals das größte soziale Gemeinschaftswerk der Welt an. Es begann der Endkampf gegen den Klassenstaat. Bürger und Arbeiter, Arme und Reiche fanden sich zum ersten Opfer zusammen. Ein Strahl der Freude verschönte das deutsche Antlitz. Ein Jahr später befand sich das Reich i n d e n Anfängen des inneren Neubaues. Alles war noch im Keimen, Wachsen und Planen, die Früchte mußten später kommen. Rastlos war die Arbeit. Der Führer feierte seinen Geburtstag bescheiden in einem kleinen Kreis engster Mitarbeiter auf einer Autofahrt nach München, wo man ihn dann erkannte und jubelnd begrüßte. Diesmal war es die Berliner SA., welche den Bedürftigen durch ein warmes Mittagessen und durch Musikvor- träge ihrer Kapellen erfreute. Inzwischen hatte das große Winterhilfswerk eingesetzt und Millionen Volksgenossen von den drückendsten materiellen Sorgen befreit. Inzwischen reifte aber auch die weltanschauliche und seelische Einigung der Nation ihrer Vollendung entgegen. Die gesetzlichen j Fundamente des deutschen Einheitsstaates waren bereits gelegt. Schon winkte ein größeres Ziel. Wiederum zwölf Monate später, am 20. April 1935, erscheint morgens in der Reichskanzlei der Stabschef Lutze, überbringt die Glückwünsche der SA. und gleichzeitig die Geschenkurkunde eines Jagdgeschwaders, das den Namen „Horst Wessel" erhält. Das Geschenk ist Sinnbild eines großen Geschehens: das durch den Nationalsozialismus geeinigte Volk hat sich nun auch seine äußere Freiheit zurückgewonnen. Die allgemeine Dienstpflicht ist wieder eingeführt. Die neuerstandene Wehrmacht bringt ihrem Obersten Befehlshaber um die Mittagsstunde des 20. April ihre Huldigung dar. Aber die Grundlage dieser Eühnen Machtentfaltung bleibt die Volksgemeinschaft. Ohne innere Kraft gibt es keinen äußeren Frieden. So spenden die deutschen Beamten eine Million Reichsmark zum Zwecke der Ertüchtigung des deutschen Volkes, so werden in vielen Städten des Reiches wieder Sonderspenden für die Bedürftigen verteilt. Schließlich der 20. April 1936. lieber die Charlottenburger Chaussee vor dem Brandenburger Tor in Berlin ziehen die Abteilungen der Wehr- m a ch t, in hervorragender Verfassung und mit allen modernen Waffen ausgerüstet. Parademarsch vor dem Führer. Ein glänzendes militärisches Schauspiel und ein sichtbares Zeichen für die schnelle Wiederaufrichtung des deutschen Soldatentums. Auf dem linken Rheinufer, von Aachen bis Saarbrücken, liegen unsere Truppen wieder in ihren Friedensgarnisonen, und kein Fremder wagte es, , ihnen dies Recht streitig zu machen. Erneut hat sich die Richtung des nationalen Aufbauwerkes geändert: der Stabschef der SA. überreichte diesmal als Geburtstagsgeschenk eine Urkunde über die Planung eines 'Opferwerkes, das alljährlich von der SA.'durchgeführt und jeweils dem Führer an feinem Geburtstag als Dankop f e r der Nation dargebracht werden soll. Die Einheit des Reiches ist nach innen und außen gesichert, die geistige, po- litische und militärische Freiheit zurückgewonnen, die Arbeitsschlacht geschlagen und die landwirtschast- liche Erzeugungsschlacht M vollem Gange. Nun tritt das Problem der wirtschaftlichen Unabhängigkeit als Ganzes in den Vordergrund. Da die Kolonien noch unter fremdem Mandat stehen, müssen die Schätze des Heimatbodens bis zum Letzten ausgenutzt werden. Die Dankopfer- Siedlung gibt den Ton an. Und wieder ist es Frühling geworden und wieder stehen wir am 20. April vor dem Führer, um ihm unseren Dank und unsere Wünsche zu sagen. Ein neues Kapitel in der Geschichte des Dritten Reiches hat begonnen. Das Programm der ersten vier Jahre ist vollbracht, und eine große Reichsausstellung wird den Leistungsbericht erstatten. Aber schon ist der zweite Vierjahresplan tatkräftig in Angriff genommen. Aus den Schornsteinen neuer Rohftoffabriken quillt Tag und Nacht der Rauch; Arbeiterwohnstätten wachsen aus der Landschaft; Erziehung, Bildung und Unterricht werden nach großen Gesichtspunkten umgestaltet. Der Rausch der produktiven Arbeit erfüllt das ganze Land, während das Schwungrad der Rüstungsmaschine langsam auf die normale Tourenzahl kommt. Deutschland hat sich wiedergefunden . Dies alles ersann, plante und schuf Adolf Hitler. So feiern wir in den Geburtstagen des Führers die Wiedergeburt der Nation. Was aber können wir ihm schenken der uns alles gab? Was heißt es, Glück zu wünschen einem Manne, der nie um sein persönliches Wohl, sondern immer nur uni das Glück seines Volkes besorgt ist? Was dürfen mir ihm versprechen, dessen einsame Größe, dessen Schlichtheit und Stärke ein ewig unerreichtes Vorbild unseres Strebens ist? Es bleibt nur dies: zu hoffen, daß die Allmacht weiterhin das Leben und Werk des Führers schützen möge. Es bleibt unser unbeugsamer Entschluß, seiner Führung zu vertrauen, an der Verwirklichung seiner hohen Ideale mitzuarbeiten und so durch eigenen Dienst die Treue zu vergelten, die er seinem Volke hält. Und es bleibt unser Glaube an die deutsche Zukunft. Denn dieser Glaube ist sein einziges Glück. Ev. Dank und Gelöbnis am Geburtstage des Führers. Reichspropagandammister Dr. Goebbels im Xunöfunf. men, dann hat er auch gehandelt und da- feinen 1 uns immer war und ist: Unser Hitler' von Kiel, von S ch r a Grundfähe, führt sie Zug um Zug in die Wirklichkeit über und tritt dabei den Beweis an, daß die große Politik nicht nur nicht den Charakter verdirbt, sondern ihn erst recht härtet und festigt. Vor jeder Aktion hat er alle Aussichten und Möglichkeiten in vielen sorgenvollen Tagen und ebenso vielen durchwachten Mächten bis ins Letzte durchforscht und geprüft. War aber einmal der Entschluß zum Handeln gekorn- bei wie jeder dämonische Mensch auf guten Stern vertraut. „Treue und Kameradschast." Oie $eicr der Aufnahme in die HI. auf der Marienburg. Nur seine nächsten Mitarbeiter wissen von den ununterbrochenen, manchmal unerträglich scheinenden Sorgen, die damit verbunden waren, wissen von den bangen und quälenden Stunden, da er mit der Zentnerlast seiner Veranwortung ganz auf sich allein gestellt war. Der Erfolg, der uns heute auf allen Gebieten unseres politischen Lebens fast wie eine Selbstverständlichkeit erscheint, ist die Frucht, die aus all den Dingen hervorgegangen ist Ein geeintes Volk, eine st a r k e Nation, die im Besitz von Waffen und Sicherheit ihren Lebensraum und ihre Eyre wieder verteidigen kann, sind die ragenden Denkmäler aus diesem Wege Wenn das Volk ihn im Alltag und bei den nationalen Festen mit seiner ganzen Liebe umgibt, so entspringt dies vielleicht vor allem dem Bedürfnis, ihm nahe zu sein, mit ihm zu leben und an seinen Sorgen teilzunehmen. Das ganze Volk begeht mit ihm zusammen seinen 4 8. Geburtstag, und aus der Nation strömt ihm dabei eine Welle von Liebe, Vertrauen, Hingabe und Dankbarkeit entgegen. Zn Bergen von Briefen und Telegrammen, in ungezählten Geschenken, die gerade aus dem Volke in der Reichskanzlei eintreffen, tritt diese Liebe an ihn heran. Und immer enthält sie ausgesprochen oder unausgesprochen nur einen Wunsch, man möchte fast sagen die Bitte der Nation an den Allmächtigen: Wöge der Führer uns noch viele Jahre erhalten bleiben in Kraft, Gesundheit und Stärke als der Fahnenträger des Volkes, als der Erste unter den lUiüionenmaffen der Arbeiter, Soldaten, Bauern und Bürger, als der Freund und Schutzpatron der Jugend, der Beschirmer der Künste, der Förderer von Kultur und Wissenschaft, der Baumeister der geeinten neuen Nation. Wir, seine engsten Mitarbeiter, stehen gerade an seinem Fest- und Ehrentage dicht um ihn geschärt, legen ihm unsere ganze Liebe und unser starkes Vertrauen zu Füßen, sind mit ihm und mit der ganzen Nation eines Herzens und eines Sinnes, erleben voll wunderbarer Freunde die Beglückung, einen Großen unserer Geschichte mitten unter uns zu wissen, ihm dienen und helfen zu dürfen an einem Werk, das die Zeiten überdauern soll. Wir alle empfinden aufs neue das beglückende Gefühl, an der Verwirklichung einer Idee Mitarbeiten zu dürfen, für die es sich zu leben verlohnt. Das Deutschland, das seinen Namen trägt, wird groß und stark sein, sein Volk wird wieder lernen, sich a I 5 Weltvok zu fühlen und demgemäß zu handeln, in ihm werden unsere Kinder und Kindeskinder ihre große, alle Deutschen in aller Welt umspannende Heimat finden, die starke Beschützerin unseres Lebens, unserer Art und unserer Arbeit. Aus dem ganzen Reich in seinen Grenzen, aus allen deutschen Herzen auf allen Kontinenten, in fremden Ländern und auf den weiten Weltmeeren steigen nun Dank und Gelöbnis für ihn millionenfach vereint empor. Möge er uns bleiben, was er Mandant der Befestigung der, Kommandant ber Befestigung von Wilhelmshaven. gelnde Hand des Führers. Es gibt keine Aufgabe des öffentlichen Lebens, die ihm verschlossen ober fremd wäre. Sein klarer Blick reicht weit, und seine Anteilnahme an allem, was geschieht, ist umfassend. Er ist der b e st e Sachkenner, den man sich denken kann. Es ist gänzlich unmöglich, ihm Potem- kinsche Dörfer vorzumachen. Das hat mancher erleben müssen, der ihn durch Ausstellungen führte oder ihm bei Konferenzen Vortrag über neue Pläne und Projekte zu halten hatte. Es ist ein Merkmal des Genies, von den Dingen, Situationen und Menschen das Wesen zu erfassen, im Grundsätzlichen zu denken und das Grundsätzliche gegen ein manchmal verwirrendes Spezialistentum durchzusetzen. Diese Eigenschaft zeichnet den Führer in ausgesprochenem Maße aus. Seine höchste Kunst .besteht darin, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Daher rührt wohl auch sein phänomenales Gedächtnis. Er kennt ebensogut die Daten der griechischen, wie der römischen, der englischen, wie der französischen, wie selbstverständlich der preußischen und deutschen Geschichte. Ihm sind die entlegensten Namen auf allen Gebieten menschlichen Schaffens geläufig, er kann, ohne einen Augenblick nachdenken zu müssen, aus dem Handgelenk den Grundriß etwa der Pariser Oper oder des Wiener Parlamentsgebäudes oder des Dresdner Zwingers zeichnerisch wiedergeben. Ihm ist keine moderne Waffe fremd, er weiß aus dem Stegreif den Tonnengehalt aller in Betracht kommenden Kriegsschiffe, selbstverständlich des eigenen, aber auch fremder Länder anzugeben. Er ist sozusagen Fachmann auf jedem Spezialgebiet, und das Wunderbare dabei ist, daß er nicht, wie der Spezialist meistens, über sein Wissen nicht hinauskommt, sondern das Wissen ihm nur Material und Rohstoff zur Erkenntnis und zum Handeln ist. Es ist nicht seine Art, sich mit kleinlichen und ordinären Problemen abzuraufen. Er nimmt sich Aufgaben vor, für die es sich lohnt, und löst sie dann auf eine immer wieder ebenfo einfache wie verblüffende Weife. Die Siege, die er dabei err' gt, haben wirkliches Format. Das gilt vor allem für feine außenpolitische Erfolge, die ihm nunmehr selbst der verbohrteste Kritiker des Auslandes nicht mehr absprechen kann. Es ist typisch für seine Arbeitsweise, direkt aufs Ganze loszugehen und dem Ganzen alles Kleine und Nebensächliche unlerzuordnen. Dabei ist ihm die Taktik immer nur Wittel zum Zweck. Seine politische Strategie aber ist ganz auf die Erfüllung der großen nationalen Ziele ausgerichkel, er verficht mit hartnäckiger Zähigkeit moralische len säßen die Söhne des Arbeiters und des Handwerkers. Was früher nur den Begüterten möglich war, das könnten sich jetzt die Söhne der Arbeiterschaft auf Grund des Vorrechtes der Leistung erringen. Oie Beschäftigung öftrer Angestellter. Berlin, 19. April. (DNB.) Aus einer Mitteilung der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung ergibt sich, daß die Zahl der Beschäftigten älteren Angestellten noch immer zu gering ist. Des- halb hat der Präsident folgendes angeordnet: Für öffentliche Betriebe und Verwaltungen bestimmt der Präsident des Landesarbeitsamtes, in welchem Umfange ältere Angestellte zu beschäftigen sind. Im übrigen ist diese Befugnis den Vorsitzenden der Arbeitsämter übertragen. Das Arbeitsamt nimmt mit dem Betrieb (Verwaltung) wegen der Beschäftigung einer angemessenen Zahl von älteren Angestellten unverzüglich Verhandlungen auf. Kommt hierbei eine Einigung nicht zustande, so greift das Zwangsverfahren Platz. Die Beschäftigung älterer Angestellter hat unter Berücksichtigung der organisatorischen und wirtschaftlichen Erfordernisse des Betriebes nach Maßgabe staatspolitischer Notwendigkeiten zu erfolgen. Vorher ist sorgfältig zu prüfen, ob der einzelne Angestellte eine ordnungsmäßige Dorbil - dun g aufzuweisen hat und einsatzfähig ist. Bei der Beurteilung der betrieblichen Erfordernisse ist in Marienburg, 19. April. (DNB.) Eine Million Junaen und Mädel des Jahrganges 1927 und 500 000 Angehörige älterer Jahrgänge waren am Nachmittag des 19. April vor ihren Einheitsführern angetreten, um Adolf Hitler durch diesen ersten Appell ihr Geburtstagsgeschenk darzubringen. Die durch Rundfunk übertragene feierliche Aufnahme wurde durch den Jugendführer des Deutschen Reiches im großen Remter der Marienburg Dorgenommen. Baldur von Schirach führte bei dieser Gelegenheit u. a. aus: Wenn unser Jungvolk Jahr für Jahr gerade von hier aus aufgerufen wird, so hat das seine besondere Bedeutung: Ritterliche Zucht und ritterlicher Gehorsam sollen in unserer Jugend im Geiste des Ordens von früh auf geübt werden. Ein neuer Jahrgang der deutschen Jugend ist angetreten. Es ist das erstemal in der Geschichte, daß sich alle Zehnjährigen eines Vol- f e s in solcher Art versammeln, um ein Gelöbnis abzulegen zu den Idealen ihrer Jugend. Deutscher Junge! Du trittst mit diesem Tage in ein neues Leben ein. Bisher warst du ein einzelner. Von heute ab gehörst du der größten Jugendgemeinschaft an, die die Welt kennt. Auch du wirst um dieser Gemeinschaft willen opfern müssen, aber du erhältst für dieses Opfer das Schönste, was Deutschland seiner Jugend zu schenken hat: Treue und Kameradschaft. Ob deine Eltern reich find oder arm, ist vor der Fahne, der du fortan bienen wirst, ganz gleichgültig. Alle Einrichtungen, Oer Gedurtstagsmorgen in der Reichst>aup»sta0(. Berlin, 20. April. (DNB.) Die Reichshauptstadt steht schon seit dem frühen Morgen ganz im pichen des festlichen Tages, der, wie überall im Neich, mit dem für sämtliche Standorte befohlenen Großen Wecken und den Appellen der verschiedenen Wehrmachtsteile begann. Fahnen flattern aus den Fenstern, von den Dächern und Türmen, Girlanden spannen sich von Haus zu Haus und in den Schaufenstern stehen, umrahmt von Grünschmuck und Frühlingsblumen Büsten und Bilder des Führers. Von der Reichskanzlei weht die Standarte des Führers. Tausende von Volksgenossen sind hier versammelt in dem Wunsche, an diesem Tage ihrem Führer nahe zu sein. Hunderte deutscher Mädels und Pimpfe, fast alle mit Blumensträußen, sind die ersten unter Tausenden von Gratulanten, die hoffnungsvoll darauf warten, vielleicht in die Reichskanzlei eingelassen zu werden, um sich in die Gratulationsbücher einzutragen. Nachdem bereits um Mitternacht die persönlichen Adjutanten und die Herren aus dem Stabe des Führers sowie u. a. Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsleiter Amann und Gauleiter S t r e ich e r in der Wohnung des Führers ihre Glückwünsche ausgesprochen hatten, erschien am Morgen im Ehrenhof der Reichskanzlei der Musikzug der Leib standarte Adolf Hitler, um bei herrlichstem Sonnenschein die Feier des Geburtstages mit einem Ständchen einzuleiten. Die ersten Gratulanten des Führers waren die Kinder feiner Adjutanten. Dann erschien der Reichsführer SS. Himmler mit zahlreichen höheren SS.-Führern in der Reichskanzlei, um dem Führer die Wünsche seiner Schutzstaffeln auszusprechen. Die Kinder der Mini st er und dem Führer nahestehender Persönlichkeiten waren die nächsten, die dem Führer ihre Glückwünsche übermittelten. Im Anschluß an das Ständchen nahm der Führer vor der Reichskanzlei die Parade der Leib- ft anbarte Adolf Hitler ab, die der SS.- Obergruppenführer Dietrich anführte. Drei Bataillone der Leibstandarte Adolf Hitler, der SS.- Nachrichtensturmbann Berlin - Adlershof und ein Sturmbann der SS.-Totenkopfoerbände zogen mit aufgepflanztem Seitengewehr in glänzender Haltung unter dem Jubel der vielen Tausende, die dem prächtigen Schauspiel beiwohnten, an dem Führer vorbei. Der Führer und Reichskanz- l e r nahm den Vorbeimarsch im Wagen stehend ab. Dor dem Wagen stand der Reichsführer SS. Himmler mit zahlreichen hohen SS.-Führern. Neben dem Führer sah man den österreichischen Gesandten in Berlin Tauschitz und den österreichischen Bundesminister von Glaise-Hor- ftenau sowie die Reichsminister Dr. Goebbels und Darre, die Reichsleiter Amann und Buch sowie die ständige Begleitung des Führers. (Souleifer (Sprenger zum Reichswerkscharführer ernannt Zweiefelsfällen die zuständige Wirtschaft-' Eammer gutachtlich zu hören. Oer Facharbeiternachwuchs in der Eisen- und Metallwirtschast. „Berlin, 19. April. Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung veröffentlicht neue Anweisungen zur Sicherstellung des Facharbeiternachwuchses m der Eisen- und Metallwirtschaft. Die Arbeitsämter haben unverzüglich alle Betriebe zu ermitteln, die mit ihrer v. H.-Zahl an Lehrlingen unter der v. H.-Zahl der Lehrlinge der Gewerbeart ihres Landesarbeitsamtsbezirkes erheblich Zurückbleiben, mit dem Ziel, daß sie sich zu einer a n - gemessenen Erhöhung der Lehrlingszahlen freiwillig verpflichten. Die Einstellung muß spätestens bis 1. Juli 1937 erfolgen. Sofern die Verhandlungen ergebnislos sind, ist der Präsident des Landesarbeitsamtes verpflichtet, Lehr- lingspflichtzahlen für den einzelnen Be- trieb festzusetzen. Vor der Bestimmung der Lehr- lingspflichtzahl ist die zuständige Wirtschastskam- mer zu hören. Ergibt die Prüfung, daß eine Einstellung von Lehrlingen nicht erfolgen kann, so wird der Betrieb zur Entrichtung einer Ablösung verpflichtet. Die Ablösung ist einheitlich für beide Gewerbegruppen auf 50 RM. je Lehrling und Monat festgesetzt. — Für die Wirtschaftsgruppe B a u i n b u ft r i e hat sich der Präsident damit Frankfurt a. M., 20. April. (Lpd.) Wie aus Berlin berichtet wird, meldet die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz, daß der Führer anläßlich seines (Geburtstages auf Vorschlag des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley folgende Verfügung erlassen hat: Auf Vorschlag des Reichsleiters der Deutschen Arbeitsftont verleihe ich dem Gauleiter S p r e n - ger in Frankfurt a. M. als Ausdruck der Anerkennung seiner Arbeit für die Deutsche Arbeitsfront ehrenhalber den Rang eines Reichswerkscharführers. Gez.: Adolf Hitler. Ehrungen deutscher Künstler. Berlin, 19. April. cr yas-JfiüMsdhrank kann in meinem Ausstellungsraum besichtigt und auf Wunsch in Betrieb gesetzt werden. Xeinridi jun. Sanitäre Einrichtungen. Sonnenstraße 11. Gas-Gemeinschaft ISh Ob ein Roheis-, Elektro- oder Gas-Kühlschrank für Ihre Zwecke der geeignete ist, darüber werden Sie gerne und unverbindlich beraten von I EDGAR | borrmanNg ssr von KuntzemüIIer 5: & ti « d)fd)Ulnacbrid)fen Der Herr Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat die Dozenten Dr. med. habil. Hermann Albrecht (innere Medizin), Dr. phil. nat. habil. Georg Hahn (organische Chemie), Dr. med. habil. Hans Schreiber (Anatomie und Entwicklungsgeschichte) zu nichtbeamteten außerordentlichen Professoren an der Universität Frankfurt ernannt Der Führer und Reichskanzler hat befördert: zu Generalarbeitsführern: die Oberstarbeitsführer Simon, Führer des Arbeitsgaues XIV, Roch, Führer des Arbeitsgaues X; zu Oberstarbeitsführern: die Oberarbeitsführer von Preffentin, Führer des Arbeitsgaues VIII, von Wenckftern, Führer des Arbeitsgaues IV, Hoppenrath (Arbeitsgau XXI), Stoll, Chef des Planungsamtes d. Reichsleitung, Pre u fch en, (Arbeitsgau XIII), Berck (Arbeitsgau XIX), Maß- mann (Arbeitsgau IX), L a m b e e k (Arbeitsg. I), Meißner (Arbeitsgau XIV), Dreyer (Arbeitsgau XXIII), Müller (Arbeitsgau XXX), Leuth- ner (Arbeitsgau V), Beelitz, Chef des Erzie- hungs- und Ausbildungsamtes der Reichsleitung. ♦ Der Führer hat am 20. April 1937 dem Reichs- poftmimfter Pg. Wilhelm Ohneforbe den Dienst- arad eines RSKK.-Gruppenführers verliehen. Befördert wurde zum Oberführer der Präsident des DDAC. Standartenführer Freiherr von Egloffsteln. Die Beförderungen in der SA. werden am 1. Mai, dem Nationalfeiertag des deutschen Volkes, bekanntgegeben. Die Regierungspressestelle in Düsseldorf teilt mit:' Der Dberfmrgermeifter der Stadt Düsseldorf, Dr. Wagenführ, ist vom preußischen Ministerpräsidenten Generaloberst Göring im Einvernehmen mit dem Reichs- und preußischen Minister des Innern Dr. Frick mit sofortiger Wirkung beurlaubt worden. Mit der einstweiligen Verwaltung der Geschäfte des Oberbürgermeisters ist der Generaldirektor der Rheinischen Bahngesellschaft Otto Liederley in Düsseldorf als Staatskommissar beauftragt worden. Kunst und Wissenschaft. Uraufführung des italienischen Films „Diorio"'. In Berlin fand die deutsche Uraufführung des italienischen Jugendfilms „Mario" statt. Die Anwesenheit des Führers, der mit fast allen führenden Männern des Staates und der Partei, sowie den Angehörigen des Diplomatischen Korps fein Interesse für die Jugend des befreundeten faschistischen Italien bekundete, gab der Aufführung besondere Bedeutung. Der Film kann als Dokument des Kampfes um Rom nirgends besseres Verständnis finden, als in Deutschland, das wie Italien die Gefahren des Bolschewismus kennengelernt hat. Er vermittelt einen erschütternden Eindruck von dem schweren Ringen um die Bildung des faschistischen Staates und verbindet das Schicksal eines Arztsohnes in einer italienischen Stadt mit dem großen Geschehen um die Erneuerung Italiens. Der junae Mario ließ sein Leben bereits 1922, als Mussolini zum Marsch auf Rom rüstete, bei einem Kampf mit den Bolschewisten. Vater und Bruder schließen sich dem Duce an. Der Film ist auf Veranlassung Mussolinis gedreht worden. Mil der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Der Führer und Reichskanzler hat die Goethemedaille für Kun ft und Wissenschaft dem Hoftat Prof. Dr. Oskar Senf- f e r t in Dresden-Neustadt, und dem Geheimen Hofrat Prof. Dr. Max Wien in Jena verliehen. — Hofrat Seyffert ist Maler und Professor an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Dresden, auch Leiter des Landesmuseums für sächsische Volkskunst; er hat sich auf dem Gebiet des Heimatschutzes und der Volkskunde große Verdienste erworben. — Geheimrat Wien, der seit 1911 als Ordinarius für Physik an der Universität Jena wirkt, hat sich vor allem durch seine Arbeiten auf dem Gebiete der Akustik, der Wechselströme und der elektrischen Schwingungen einen Namen gemacht. Fleischschiebungen im Frankfurter Schlacht- und Viehhof. Lpd. Frankfurt a. M., 19. April. Vor der Zweiten Strafkammer nahm am Montag eine sich gegen acht Angeklagte richtende Verhandlung ihren Anfang. Fünf der Beschuldigten hatten m der Zeit vom Oktober 1935 bis August 1936 im Auftrage der Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnis! e in Berlin und der Frankfurter Fleischerinnung frisches Rindfleisch, das in ganzen Vierteln aus dem Ausland zur Deckung zusätzlichen Bedarfs eingeführt wurde, zu verteilen. Diese Angeklagten haben nach der Anklage bei der Verteilung die ihnen oder ihren Verwandten gehörenden Betriebe in ungerechtfertigter Weise bevorzugt. Außerdem sollen sie verschiedenen Metzgern — darunter einem weiteren Mitangeklagten — gegen Zahlung von Schmiergeldern und P r e i s a u f s ch l ä g e n über das vorgeschriebene Kontingent hinaus Rinderviertel zugeschoben haben. Zwei mitangeklagten Metzgern wird zur Last gelegt, sich an dem Absatz der verschobenen Viertel beteiligt zu haben. Schließlich hat ein Teil der mit der Verteilung beauftragten Angeklagten die Klassifizierungsstempel der Reichsstelle für Tiere, die sich auf den einzelne^ Vierteln befanden, unbefugt abgeändert, um höhere Verkaufspreise zu erzielen. Die angeklagten Verteiler haben sich wegen erschwerter Untreue, Vergehen gegen das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, Betrugs, schwerer Urkundenfälschung und Ueberschreitung der vorgeschriebenen Höchstpreise zu verantworten. Den übrigen Angeklagten wird Hehlerei, zum Teil gewerbsmäßig, zur Last gelegt. Die Hauptverhandlung, in der außer zahlreichen Zeugen auch zwei Sachverständige vernommen werden sollen, wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen dauern. Ein neuer Bibelforscherprozeß. LPD. Frankfurt a. M., 19. April. Vor dem Sondergericht begann am Montag eine neue Verhandlung gegen Bibelforscher. Angeklagt sind 13 Personen, darunter elf Frauen, aus den Ortschaften Fellingshausen, Burgsolms und H a i g e r. Den Angeklagten wird zur Last gelegt, die verbotene Bibelforschertätigkeit fortgesetzt zu haben. Bei der von der Staatspolizei im November 1936 unternommenen großen Aktion gegen die Bibelforscher stellte sich heraus, daß in jenen Ortschaften eiye rege Tätigkeit herrschte und die Gruppen durch einen Kurier aus Zinhain regelmäßig mit illegalem Schriftmaterial versehen wurden, daß für einen Fonds „Gute Hoffnung" gesammelt, Bibelstunden und geheime Zusammenkünfte abgehalten und im Frühjahr ein sogenanntes Gedächtnismahl veranstaltet worden war. Unter den Angeklagten befindet sich auch der Bürgermeister von Fellings- h a u s e n, der Verfehlungen gegen § 346 des StrGB beschuldigt ist, weil er als Beamter zur Mitwirkung bei Strafverfahren berufen war und wissentlich ändere der im Gesetz vorgesehenen Strafe entzogen habe. Die Verhandlung wird mehrere Tage dauern. Jn her Reiherkolonie. Ein Dofurbilh aus her Uckermark. Niedriger waren Muag mit 154 nach 154,50 und Kaufhof mit 60,25 nach 60,50. Von später notierten Werten verloren Kali Salzdetfurth 2 v. H. auf 166, Dt. Linoleum 1,50 v. H. auf 176 und Rhein. Braunkohlen nach Pause 2,25 v. H. auf 229,75. Am Ein- lg 93,20 nach 93,25. Goldpfandbriefe wur- ißtenteils mit 99,50 nach 99,25 rat. notiert, schulduw oen grö1 geschont; in späteren Jahr- 'de er als gefährlicher Fisch- Wirtschaft Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU. heitsmarkt Faber & Schleicher 85 (83), Schriftgießerei Stempel nach Pause 104 zuletzt 98. Variable Renten lagen im Verlaufe etwas leichter, Altbesitz zirka 124,40 nach 124,75, Reichs- bahn-VA. 127,25 nach 127,40 und Kommunal-Um- Die Reiher sind wieder da! Für jeden, der in der Nähe einer Reiherkolonie lebt, eine in jedem Frühjahr lang erwartete Freude. Im Mittelalter galt die Jagd auf den Reiher in Form der „Reiherbeize" als eine der beliebtesten Jagdarten. Der flugstärkere und fluggewandtere Falke überholte, von der Faust des Jägers losgelassen, im Fluge den größeren Reiher und griff ihn von oben an. Durch seinen langen spitzen Schnabel, mH dem er besonders nach den Augen des Angreifers zu zielen liebte,' war aber der Reiher ein gefährlicher Gegner, so daß dem Falken oft nichts anderes übrig blieb, als durch lange Flüge den Reiher zu ermüden. Die Schwen- Buenos Aires . Brüssel....... Rio de Janeiro Polen........ Kopenhagen... Danzig....... London ...... Helsingfors.... Paris........ Holland ...... Italien....... Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Am Rentenmarkt blieb die Tendenz gleichfalls fest. Reichsbahn-DA. 127,40 (127), Altbesitz 124,75 (124,65). Kommunal-Umschuld ung, Wiederaufbauzuschläge und späte Schuldbuchforderungen lagen bei kleinem Geschäft behauptet. Goldpfand- brieft blieben stark gefragt, auch Liquidations- Pfandbriefe und Kommunal-Obligationen sanden lebhaftes Interesse. Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktienmarkt fest, das Geschäft war jedoch ruhiger und nur einzelne Spezialwerte verzeichneten regere Umsätze. So Mannesmann unter mehrfachen Schwankungen mit 125 bis 124,75 bis 125,25 nach 124,65, auch Klöckner lebhafter mit 130,50 nach 130,25, Verein. Stahl 119,25 bis 119,50 nach 119,50. Sehr fest weiterhin Junghans mit 136,75 Geld nach 135, auch sonst ergaben sich z. T. noch kleine Erhöhungen. rigem Leben. So dicht ist die Kolonie besiedelt, so nah schaut hier eine Reiherfamilie der anderen in den Horst, daß man fast versucht wäre, von einer Reiher-Großstadt zu sprechen, und diese Vorstellung wird verstärkt, wenn man mitten unter den Stämmen steht und auf den vielstimmig hin- und herwogenden Chor der heiseren und immer zornig klingenden Stimmen lauscht. So lebhaft der Reiher sich aber daheim äußert, um so stiller und'geduldiger geht er auf seinen einsamen Raubzügen vor. Er kann unglaubliche Mengen vertilgen, und wenn erst die junge Brut da ist, so haben die beiden Alten alle Mühe, die Gier der jungen Geschöpfe zu stillen, die sich über vier Wochen lang in dem Horst futtern lassen. Der Reiher stiegt viele Kilometer weit, um ungestört seiner Jagd nachgehen zu können. Hauptsächlich sind es Fische, denen er auflauert, aber er nimmt auch Schlangen, Frösche, kleine Vögel und Säugetiere. Stundenlang kann er auf seinen langen Beinen im stachen Wasser stehen, den Kopf eingezogen, regungslos, von weitem kaum von dem Uferschilf zu unterscheiden: Plötzlich aber schleudert er den Kopf vor, stößt den speerartigen Schnabel ins Wasser. und zieht ihn mit einem zappelnden Fisch heraus, den er meistens am Lande erst in die für ihn bequemste Lage bringt, um ihn, Kopf voraus, dann auf einmal herunterzuschlucken. Wer die Reiher bei der Jagd beobachten will, muß unter Umständen unendlich viel Geduld aufwenden, wird aber dann zuweilen durch aufregende Schauspiele belohnt. So wurde folgender Vorgang beobachtet: Ein Reiher hatte einen Fisch erbeutet und wollte ihn am Ufer stehend gerade herunterschlucken, als aus einem Schlupfwinkel plötzlich ein Wiesel auf ihn zuschoß und mit einem scharfen Biß nach einem von des Reihers Beinen schnappte. Dann sprang das Wiesel zurück und stand fauchend mit krummem Rücken da, augenscheinlich in der Erwartung, der Reiher würde seine Beute vor Schreck im Sttch lassen. Stattdessen fuhr der lange Reiherschnabel plötzlich auf das Wiesel zu, packte es und erhob sich mit ihm in die Lüfte. Dem Wiesel schien ein schreckliches Ende unter den Schnabelhieben der jungen Reiherbrut gewiß. Nach ein paar Metern aber wurde der Flug des Reihers aus einmal ungewiß, er begann hilfslos zu flattern, und ein paar Minuten später stürzte er kopfüber zu Boden, nachdem er das Wiesel kurz zuvor hatte fallen lassen. Das Wiesel war in der nächsten Sekunde verschwunden, der Reiher aber lag tot, einen messerscharfen Biß in der Hirnschale. A. v. P. räuber mit einer Rücksichtslosigkeit verfolgt, die ihn mit Vernichtung bedrohte. Heute stehen bei uns die Reiher endlich wieder unter Naturschutz, so daß wir wieder öfter die Freude haben, den großen edlen Vogel, dessen 8-förmig gebogener Hals ihm ein seltsam bizarres Aussehen verleiht, durch die Lüfte rudern zu sehen. Die verhältnismäßig wenigen, regelmäßig nach Deutschland zurückkehrenden Reiher horsten in größeren Kolonien zusammen, im Hochwald, doch in wasserreichen und sumpfigen Gegenden, am liebsten in unmittelbarer Nähe von ein oder mehreren Teichen, Flüssen und Seen. An der uckermärkisch-mecklenburgischen Grenze, im Herzen eines meilenweiten Kiefernwaldes, der von zahllosen größeren und kleineren Seen, Teichen, Tümpeln, Wasserlöchern unterbrochen ist, ist ein geradezu ideales Gelände für eine Reiherkolonie. Auf kleinstem Umkreis horsten hier Tausende der Vögel zusammen, von weitem schon durch ihr heiseres Geschrei kenntlich. Der ganze Boden ist weiß von Guano, als einziges Unterholz gedeiht hier der Wacholder, dieser aber oft in doppelter Mannshöhe. Jede der hohen alten Kiefern aber trägt nicht nur einen, sondern manchmal bis zu fünf und sechs Horste. Steht man am Fuß eines solchen Baumes und blickt den Stamm in die Höhe, so sieht man den ganzen Wipfel durchflochten mit einem Netz von den großen flachen Horsten, an denen jetzt mit Eifer und viel Geschrei gebaut und ausgebessert oder um die gekämpft wird. In ein paar Wochen werden die ganzen Wipfel durchwohnt sein von flügelschlagendem jungen hung- kungen und Manöver der beiden Vögel in der Lust, Steigen und Fallenlassen, Angriff und Abwehr war das, was diese Jagdart für den Jäger so fesselnd und reizvoll gestaltete. So lange die Reiherbeize in Deutschland gepflegt wurde, wurde auch der Reiher sorgfältig aehegt und ( Hunderten dagegen wur! Oer heutsche Außenhandel im März. DHD. Im deutschen Außenhandel wurden im März 1937 in Ein- und Ausfuhr erheblich höhere Wertumsätze erzielt, als im Vormonat. Die Einfuhr beläuft sich auf 408,5 Mill. Mark, die Ausfuhr auf 462,1 Millionen Mark. Danach ergibt sich ein Ausfuhrüberschuß von 53,5 Mill. Mark. Die Einfuhr liegt um 61,5 Mill. Mark oder 17,7 v. H. höher als im Vormonat. Diese Steigerung geht über etwaige jahreszeitliche Einflüsse hinaus. Zu einem kleinen Teil nur ist sie auf das Anziehen der Preise zurückzuführen; überwiegend hat die Erhöhung der Mengen das Einfuhrrnehr verursacht. Das Cinfuhrvolurnen ist gegenüber dem Vormonat um 14,8 v. H. gestiegen. Die Steigerung der Einfuhr entfällt zu fast gleichen Teilen auf Waren der Ernährungswirtfchaft, deren Einfuhr um 30,2 Mill. Mark oder 24,2 v. H. gestiegen ist. Vor 'allem haben die Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs zugenommen. Erhöht hat sich auch die Einfuhr von Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs und von Genußmitteln, während die Einfuhr von lebenden Tieren, nach der verhältnismäßig großen Zunahme im Vormonat, wieder zurückaegangen ist. Bei den Waren der gewerblichen Wirtschaft entfällt der größte Teil der Einfuhrsteigerung auf Rohstoffe; aber auch Halbwaren und Ferttgwaren sind in etwas größeren Mengen ein- geführt worden. Die A us s u h r ist, nach der leichten Minderung im Februar, wieder, und zwar um 56,3 Mill. Mk. oder 14 v. H. gestiegen. Preisoeränderungen spielen hierbei im ganzen keine große Rolle. Die Steigerung gegenüber dem Vormonat dürfte allerdings großenteils jahreszeitticher Natur sein. Doch liegt die Ausfuhr im Berichtsmonat sowohl wert- als auch volumenmäßig um-etwa ein Fünftel höher als im Vorjahr. An der Steigerung der Ausfuhr gegenüber dem Vormonat sind in erster Linie Fertigwaren, in geringem Maße auch Rohstoffe, Halbwaren und Lebensrnittel beteiligt. Der Ausfuhrüberschuß der Handelsbilanz (53,5 Mill. RM.) hat sich gegenüber den Vormonaten etwas verringert. Er belief sich im Februar auf 58,8 Mill. Mark und im Januar auf 79 Mill. Mark. Aber immerhin ist der Ueberschuß im Be- richtsmonat noch erheblich größer als im Vorjahr (23,3 Mill. Mark). Rhein'Mainifche Börse. INillagsbörfe: Fest und lebhaft. Frankfurt a. M., 19. April. Die Börse war auf allen Gebieten weiter fest, das Geschäft blieb lebhaft. Abschlußerwariungen ,unb andere günstige Nachrichten führten zu weiteren Käufen der Kundschaft, so daß an den Aktienmärkten durchschnittliche Erhöhungen von 1 bis 1,50 v. H. gegen den Wochenschluß eintraten. Infolge des teilweise herrschenden Materialmangels ergaben sich bei einigen Werten Steigerungen um mehrere Prozent. Im Vordergrund des Interesses blieben Montan- und Maschinenaktien, auch Motorenwerke waren z. T. weiter gesucht. Von Montanaktien ragten Klöckner mit 130,25 (127,50) und Buderus mit 133,25 (131) am stärksten hervor, Mannesmann mit 124,13 bis 124,65 (123), Hoefch mit 123 (121,50) und Verein. Stahl mit 119 bis 119,50 (118,50) Ratten größeres Geschäft. Schwächer lagen dagegen Harpener mit 163 (166). Von Maschinenwerten fliegen Junghans auf 134,50 bis 135 (132), Muag aber weiter rückläufig auf 154,50 (155,90). Daimler Motoren 141,25 (140). Elektroaktien zogen 0,50 bis 1 v. H., Schuckert um 1,50 v. H. auf 171,50 an Chemiewerte lagen still, JG.-Farben vom Geschäftsbericht kaum berührt und 169 (168,75), Th. Goldschmidt 144,90 (145,50), Scheideanstalt 264,50 (265), aber Rütgerswerke fest mit 149 (147). Weiter fest waren auch Neichsbank mit 201,25 (200). An dm Nebenmärkten betrugen die Erhöhungen bis 0,50 v. H. Schiffahrtswerte notierten unverändert, Westdeutsche Kaufhof 0,13 v. H. leichter. Kommunal-Obligationen und Stadtanleihen meist unverändert, Pfälz. Hyp.-KO. fest mit 98 (97,50). Abendbörse fest. An der Abendbörse war die Tendenz weiter fest, wenngleich Kurserhöhungen über den schon festen Berliner Schluß hinaus kaum mehr eintraten. Etwas lebhafter waren Kunstseide Bemberg mit 116,25 bis 116,50 (115,75). Sonst waren keine besonderen Vorgänge zu bemerken. Im Freiverkehr wurden Adlerwerke Kleyer mit 117 bis 117,50 und Neue Wayß & Freytag etwa 1 v. H. höher mit 151,50 bis 153,50 umgesetzt. Am Rentenmarkt wurden nennenswerte Umsätze nicht bekannt; Kommunal-Umschuldung infolge der Auslosung am 22.4. ohne Geschäft. U. a. notierten: 5 v. H. Verein. Stahl 101,75, 1951er do. 99,65, Commerzbank 113,40, Buderus 133, Mannesmann 125,75, Hoefch 123,75, Rheinstahl 161,25, Verein. Stahl 120, AEG. 43,25, BMW. 155,50, Bemberg 116,25 bis 116,50, Daimler 142, Dt. Erdöl 151,50, IG. Farben 169,75, Feldmühle 144, Gesfürel 151, Goldschmidt E 144,40, Junghans 136,75, Mainkraft 98,25, Muag 154, Moenus 114,75, Kaufhof 60,25, AG. für Verkehr 135,50, Hapag 17,75. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 19. April. Die Belieferung der Mühlen erfolgt fast ausschließlich aus den Beständen der Reichsstelle. Neben Jnlandsweizen wurde auch Auslandsweizen verschiedener Herkunft abgeladen. Roggen wurde bisher nur in kleinen Mengen abgegeben. In Gerste und Hafer bleibt das Geschäft beendigt. Mehl ist in allen Sorten lebhaft begehrt, um den laufenden Bedarf zu sichern. Die Anlieferung hat sich in den letzten Tagen auf Grund der Permahlung des zugewiesenen Mahlgutes gebessert. Offerten in ostdeutschem Roggenmehl liegen spärlich vor. In Futtermitteln werden Oelkuchen und ölhaltige Mischfutter zugeteilt. Vereinzelt sind Melassemischfutter und andere Sorten käuflich. Das Rauhfuttergeschäft verläuft stetig. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W16 214, W19 218, W 20 220; Roggen R 12 174, R 15 177, R 18 181, R19 183, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,70, W 16 29,80, W19 29,80, W 20 30,15; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Ekdnuß- kuchen —, Treber getr. 14,00, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu, lose 5,00 bis 5,50, do., drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. April. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Porauftrieb: 941 Kälber, 32 Hämmel, 16 Schafe, 5455 Schweine. Es kosteten: Kälber 28 bis 65 Mark, Hämmel 40 bis 50, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. — Marktverlauf.- Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig Schweine wurden zugeteilt. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurS Schluß?. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittag- börse Datum 17-4. 19.4- 174. 19.4. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,9 102,18 102,13 102,13 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,9 98,9 98,9 98,9 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. 4%% Hessische Volksstaat von 1929 4%% Deutsche Reichspostschatz von 104 104 104 104 99,75 99,75 — 99,75 1934 I...................... 4V2% Deutsche Reichsbahnschatz 100,65 100,7 100,9 100,9 von 1936 l.................. 98,9 98,75 98,75 98,75 Reichsgnlethe-Wtbesttz.......... Lberhessen Provinz-Anleihe mit 124,65 124,5 124,5 124,25 Auslos.-Rechten.............. 4y2% Hess. Landesbk. Darmstadt 133,75 133,75 — — Goldpfe. R. 12.............. &y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank 99 99 99 — Liqu. Goldpfe............... 4y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. 101,3 101,65 — — Goldpfe. R. 19.............. — 99 — 99 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Lan- — 97,75 — 97,75 desbankR. 6 ................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 97,25 97,5 — — Auslos.-Rechte 1.............. 131,25 131,5 131,25 131,5 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4y2% Franks. Hyp. Gold-Komm. — 99,5 99,25 Obl. 2 3.................... &y2% Franks. Hyp. Liquidation 97,75 97,75 — — Goldpfe..................... 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation 101,5 101,65 — — Goldpfe.............. 101,65 101,65 101,65 101,7 Steuergutschein-Berrechnungskurs 110,25 110,25 110,4 110,4 5% Goldmexikaner von 1899 .... — — — — 4% Oesterreichische Goldrente.... •— •— —— — 4,2% Oesterreichische Silberrente. —- — — — 4'/r Ungarn Staats von 1913 .... *— —— — 4% Ungarische Goldrente....... — — — 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — —— — —— 5% Rumänen von 1903......... —— — —— _ 4%% Rumänen Gold von 1913.. — <— —— _ 4% Einheits-Rumänen......... — — .— — 4% Türken Bagdad I........... — —— — — 4% Türken Bagdad II.......... —- —— — — »y4% I. Anatolier.............. — — — — A.G. für Verkehrswesen......6 135,25 135,5 135,25 135,75 Hamburg»Südam. Dampfschiff. 0 —— — 43,75 44,4 Hamburg-Amerika Paket......0 17,5 17,75 17,65 17,9 Norddeutscher Lloyd..........0 17,9 17,9 17,65 18 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 127 127,25 127,13 127,25 NeichsbaiU................. 12 200 201,25 200,9 201,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 130,4 — 129,9 130 Commerz- und Privat-Bank ... 4 113,65 113,4 113,65 113,4 Deutsche Diskonto............4 117,5 117,5 117,5 117,5 Dresdner Bank..............4 105 105 105 105 Frankfurt a. M. Berlin -Schluß- kurs Schluß?. Abendbörse Schluß- kurs Schlußk. Mittag- börse Datum 17.4. 19-4. 17.4- 19 4- Accumulatoren-Fabrik...... . 12 __ — — 216 ä KV-Kunstseide........... .. O — — — Aschaffenburg Zellstoff...... .. 3 141,5 142,5 141,25 142,5 Bemberg................. .. O 115 116,5 115 115,75 Bekula................... .. 8 166 166 166,25 166,4 Buderus Eisen............. .. 4 131 133,25 131,5 133,25 Gement Heidelberg......... .. 7 168,5 169 —— — Gement Karlstadt........... .. 6 173 175 — —- Chade A.-C................ .. 9 — — — — Gonti Gummi............. . 11 196 195,75 195,5 195,5 Daimler Motoren.......... .. 5 140 142 140 141,75 Dessauer Gas............. .. 4 —— 121 121 Deutsche Erdöl-............ .. 5 151 151,5 150,75 151,75 Deutsche Gold- und SUber . .. 9 265 264,5 — — Deutsche Linoleum......... . 10 177,5 176 177,25 175,5 Elektrische Lieferungen...... .. 6 135,75 136 136 135,65 Elektrische Licht und Kraft.. .. 7 152 152,5 151,25 152,5 g. K. Farben-Industrie..... .. 7 168,75 169,75 169 179,9 Felten & Guilleaume....... .. 6 144,25 144,5 145 144,75 Gesfürel.................. .. 6 150,5 151,5 151 150,75 Th. Goldschmidt........... .. 5 145,5 144,4 145,75 144 Gritzner Maschinen......... .. O 45,65 46,25 45,4 46 Harpener................. 2% 166 163 164 163,5 Hoefch Eisen............... sy2 121,5 123,75 122 123,9 Philipp Holzmann......... .. 6 156,75 156 157 156,5 Ilse Bergbau.............. .. 6 — —— 169 171 Ilse Genüsse.............. .. 6 143 145,25 143 144,75 Kali Aschersleben.......... .. 5 127 127 127 127,25 Kkölknerwerke............. 4y2 127,5 131,5 127,65 131,9 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 149 149,5 Lahmeyer................ .. 6 127,25 128,25 127,75 128,5 Mainkraft................. .. 4 97,25 98,25 Mannesmann............. .. 3 123 125,75 123,4 125,9 Mansfelder Bergbau....... 6«/T 166 166 165,5 165,5 Metallgesellschaft........... .. 5 153 154 153 152,65 Orenstein & Koppel........ .. O — 97,25 98,13 Rheinische Braunkohle...... . 12 — 229,75 230,5 230,75 Rheinische Elektro.......... .. 6 —— 98,25 136,25 135,65 Rheinstahlwerke............ .. 6 160 161,25 160,75 161,5 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 129,5 129,5 129,25 129,4 Rütgerswerke ............. .. 6 147 149 147,65 149,25 Salzdetfurth Kali.......... iy2 168 166 167 166,5 Schuckert & Go............. .. 6 170 172,5 170,5 173 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 99,75 99,5 Siemens & Halske......... .. 8 200,5 201 201 201,75 Süddeutsche Zucker......... . 10 200 200 200 bereinigte Stahlwerke...... 3y2 118,5 120 118,4 120 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 60,65 60,25 60,4 60,4 Westeregeln Alkali.......... .. 5 126,5 125,5 127,25 127 Zellstoff Waldhof.......... .. 6 158,5 160,5 158 162,25 Otavi Minen.............. . 0,6 31,8 31,8 32 32 17. April 19.April 17.April. 19. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Briw Am liche Notierung (yeld Bne, Geld Brief Geld Örtei _ 0,756 0,760 0,756 0,760 gapan.................... 0,712 0,714 0,712 0,714 41,94 42,02 41,93 42,01 0,159 Jugoslawien .............. 5,694 5,706 5,694 5,706 0,157 0,159 0,157 Oslo ................... 61,49 61,61 61,49 61-61 47,04 47,14 47,04 47,14 Wien..................... 48,95 49,05 43,95 49,05 54,64 54,74 54,64 54,74 Lissabon.................. 11,105 11,125 11,105 11,125 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm............... 63,08 63,20 63,08 63,20 12,235 12,265 12,235 12,265 Schweiz.................. 56,77 56,89 56,79 56,91 5,405 5,415 5,405 5,415 Spanien.................. 16,98 17 02 16.98 17,02. 11,12 11,14 11,125 11,145 Prag..................... 8,646 8,664 8,646 8,664 136,18 136,46 136,20 136,48 Budapest................. 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 M 'i w® h-»ti I l«'.1 Um 6 Uhr fj । pes?» I öen f«« L, Ä* ! Kompanie, i mufif yr j Manien Ks E jM/Sal'chov. 6 Mn Welkm d rien Straßen ab.i preut Euch des Bflanqen hierbei du Wndete die Devo Mesen militarw Verbundenheit r Mksgenossen ha Weckens an der Leiteten auf ihn nein Stück des Ä üieginn die Schrü Appe! In den Vorm! rnen feierliche 21| u marschierten Tri k Befehlshabers de ff sprachen hielten Wer Bataillonskc ML Ml. Inf.-Re! Major Maack, AStelle des erfrai njjor Kaumanr ifiier Abteilungska itbei der Luftwaff Generalmajor M feiten die unlöslich limit dem Führer Miller, dem ^Truppe am Schi Parabeat I; Den Höhepunkt Mi,e Paraöeau/M dielie des Stanbor, Milchen der Volt L ? tQnn'Ä^er W Nt ®il^ ömaren bie Trupp itubrr, entlang der »Abordnungen der l-die Angehörigen I «laten, eine Anzah P$enmenge, unter Mr großen Teil - Punkt 11 Uhrk Mulnant Vßrva Eung des erkrank M. Oberst her itder III. Abtlg A ^ina, das Komi »e Truppen unt Md-t-der E .?enero«ratn Mnichn >2". herauf riM K? °on Obe ^^aradeaufstelli m Or.; vornan vo Mhtbyi« Ä?» 'M Marn Z P -- Men. wtattu Fet,müfblrote Fl ^4* K Les ,1 Mir. • notier «Ich 8 M, ?nlt«ten, ’b."9 mit .'«ne be. '“'"ertih, k V8 Untl wta mit ttutl 1 İmmu. «m 22.4. ?*"■ Statt 13.40, 1 123Ä K 43,251 AD°im. £75, geld, f 144,40, luQ9 '154, r Verkehr Belieferung 5 den Le, udsrveizen e Herkunft w kleinen bleibt das len lebhaft ichern. Die auf Grund >lgutes ge> nehl liegen Oelkuchen 'nzelt find uflich. Das letten fGe. gramm) in W19 218, R18 181, m der ge- ihckerhafer N6 29,80, Type 1150 23,50 plus nehl 13,60. 719 11,10, 10,15, R18 ) Mühlen. ■, Erdnuß, eis ab Elfe 5,00 bis leizen- und ü 2,40. I richt.) Ilm trieb: 941 Deine. E; 40 b\s M, ütoertau! »afe ruhii w >ende an. Beriir — . 'igSiS ^UB* ÜÜtMt kw | böde julji -I !li — - 141,25 Mf 14115 115.1 166.25 K 131,5 133,0 'Ä r? ?S'S 'in ä 16# I* Ferner liegt ein Telegramm auf dem Tisch. Von Emil. „Erbitte dringend Nachricht, ob in Berlin. Sehr beunruhigt. Finde Verhalten unbegreiflich. Briefliche Aufklärung hauptpostlagernd München. Emil." Gisch zählt die Wörter ab und rechnet sich aus, was das Telegramm gekostet hat. Dann setzt sie sich hin und schreibt: „Herrn Emil Knack, München, hauptpost- lagernü. Ich liebe einen anderen und bitte Dich, mit der Aufhebung unserer Verlobung einverstanden zu sein. Karoline Amelung." Den Brief macht sie sofort fertig, trägt ihn hinunter und wirft ihn in den Kasten. „Ich liebe einen anderen!" Das ist schließlich die einfachste Ausrede, und man erspart sich lange Erklärungen. Fertig, Strich darunter. Liebst du wirklich einen andern? „Unsinn!" sagt Gisch laut, während sie wieder die Treppe hinaufsteigt. „Ich wüßte nicht, wen ich lieben sollte." Beim Betreten der Wohnungstür stellt sich ihr Frau Bürklein in den Weg. „Na, sagen Sie bloß, Fräulein Amelung, die schönen Rosen! Die haben ja ein hübsches Stück Geld gekostet. Darf man nicht erfahren, wer der edle Spender ist? Etwa -Herr Knack?" Gisch schüttelt den Kopf und sucht Frau Bürklein loszuwerden. „Nein, Herr Knack würde sich wohl kaum zu einer solchen Anstrengung aufgerafft haben. — Ich weiß es eigentlich selber nicht. Ein Herr, dem ich flüchtig begegnet bin." Wie komme ich eigentlich dazu, der Frau Auskunft zu geben. Geht es sie vielleicht etwas an, wenn mir jemand Rosen schenkt? „Ach, was Sie nicht sagen!" entgegnet die Bürklein, und ihre Stimme wird plötzlich widerlich. „Flüchtig begegnet! Den Mann möchte ich wohl sehen, der da gleich mit roten Rosen gelaufen kommt." „Aber Frau Bürklein, das geht Sie doch schließlich nichts an. Ich kümmere mich ja auch nicht um Ihre Privatangelegenheiten." „Privatangelegenheiten solcher Art gibt es bei mir Gott sei Dank nicht. Ich würde mich was schämen, Fräulein Amelung! Verlobt sein, mit einem so netten Herrn wie Herrn Knack noch dazu — und kaum ist er weg, lassen Sie sich von einem anderen küssen. Das hätte ich nicht von Ihnen geglaubt." Gisch wird glühend rot. „Ah, ich verstehe, ich habe wohl den Brief auf dem Tisch liegen lassen. Haben Sie mir sonst noch was zu sagen?" „Ich meine es ja bloß gut mit Ihnen. Tausend andere wären froh, wenn sie einen so tüchtigen Mann bekommen würden wie Herrn Knack. Sie sind noch jung und unerfahren. Glauben Sie mir, es ist schon was wert, wenn man sich so ins Volle setzen kann. Eine gesicherte Existenz, ein großes Vermögen! Und Herr Knack ist doch--" „Ich will von Herrn Knack nichts mehr hören. Ich sagte Ihnen doch, daß er mir abhanden gekommen ist. Und ich wünsche nachdrücklich, daß er abhanden bleibt!" Frau Bürklein ist nahe daran, Krämpfe zu kriegen. „Daß man sich so leichtsinnig sein Glück verscherzen kann! Sie werden schon noch an meine Worte denken — wenn es zu spät ist! — Ich bin eine erfahrene Frau, ich weiß Bescheid! So fängt es immer an, mit Küssen, und Blumen und so. Aber womit es dann aufhört, na, das werden Sie ja sehen!" Gisch geht in ihr Zimmer und schließt die Tür hinter sich zu. Sie greift nach den Rosen, streicht mit den Fingern liebkosend drüber hin. Nein, sie wird sich nichts besudeln lassen von dem, was das Leben ihr an Schönem schenken will. Und sie will vor allem nicht, daß dieser Tag, der mit einem Wunder begann, mit einem Mißklang endet. So kratzt sie ihre letzten Kreuzer zusammen und geht ins Kino, und dort füllt sich ihr alles wieder mit Licht und Farbe an. Als sie sich an diesem Abend anzieht, kommt ihr unvermittelt ein komischer Gedanke. Wie wohl dieser Dr. Vandergruen mit seinem Vornamen heißt? ... 15. Im Gärtchen sind unversehens die Silbertulpen aufgeblüht. Stefan Vandergruen steht lange vor den hoch- stengeligen Blüten. Die Hände hat er in den Hosentaschen vergraben. Maria sieht ihn vom Fenster und kommt zu ihm heraus. Hr.OI Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen) Die militärischen Feiern zum Geburtstag des Führers Paradeausstellung und Parade der Truppen auf dem Trieb. Bei schönem Wetter, das nach den regenreichen T^gen bis gestern eine besonders erfreuliche Zugige zum heuttgen Geburtstag des Führers ist, mirbe auch in Gießen der Geburtstag des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler in wür- fer Weife begangen. Im Mittelpunkt des ganzen festlichen Gedenkens an den Führer standen die Dranstaltungen der Wehrmacht. Flaggenparade. Um 6 Uhr fand in der Bergkaserne feierliche Flaggenparade statt, bei der unter präsentiertem «mehr einer von einem Offizier befehligten Abteilung in gewohnter Feierlichkeit die Flagge gehißt rv.rde, wahrend das Musikkorps des Jnf.-Regt. 116 dli feierlichen Akt mit Marschmusik begleitete und Johann die kurze Feier mit dem Deutschland- und bau Horst-Wessel-Lied beschloß. Das Große Wecken. Anschließend marschierte eine Abteilung der 6. Kinpanie, mit den Spielleuten und der Regiments- m sik an der Spitze, unter dem Kommando des Sljutanten des II. Batl. Jnf.-Rgts. 116, Oberleut- nent Dalich 0 w, von der Bergkaserne aus zum E^ßen Wecken durch die gestern von uns genannte' Straßen ab. Die bekannten Weisen des Liedes „?-eut Euch des Lebens" und Militärmärsche er- klcngen hierbei durch die Straßen. Allenthalben be- Eu bete die Bevölkerung ihr starkes Interesse für bit en militärischen Vorgang und zugleich ihre enge V^bundenheit mit unserer Wehrmacht. Viele D^ksgenossen hatten sich zu Beginn des Großen W-ckens an der Kaserne eingefunden, andere be- gj teten auf ihrem Wege zur Arbeit die Soldaten eir Stück des Wegs, bis die Pflicht zum Arbeits- beiiinn die Schritte den Bettieben zulenken ließ. militärischer Weise begrüßte und den mit kräftiger Stimme erwiderten Gruß der Soldaten entgegennahm. Nach dem Abreiten der Paradeaufstellung formierten sich die Truppen auf dem Gelände an der Volkshalle zum Parademarsch Generalleutnant Oß- w a l d hatte auf dem Trieb etwa Halbwegs zwischen Volkshalle und Arttllerie-Kaserne, an der Seite der Grünberger Straße, Aufstellung genommen. Hier verweilte als Beauftragter des dienstlich auswärts weilenden Hoheitsträgers der Partei, Kreisleiter Dr. Hildebrandt, der Kreisamtsleiter, SA.-Sturmbannführer Heß, ferner Oberbürgermeister Ritter als Vertreter der Garnisonstadt. Und rasch begann nun der Vorbeimarsch der Truppen. Unter den Klängen der Spielleute und des Musikkorps des Jnf.-Rgts. Nr. 116 führte der Paradeführer, Oberstleutnant Döring, die Truppen an dem Standortältesten vorbei. Im 1. Block des Vorbeimarsches marschierten die Fußtruppen, im 2. Block folgten die reitenden und fahrenden Truppen zu Pferde mit ihren fahrbaren Waffen, im 3. Block die Artillerie, ebenfalls beritten mit ihren Geschützen, im 4. Block die motorisierten Truppen. Die Infanterie marschierte in Zugbreiten, die Artillerie in Batteriefront vorbei. Nach dem Vorbeimarsch rückten die Truppen sofort in ihre Kasernen ein. Der Rest des Tages war für die Soldaten dienstfrei. Die Paradeaufstellung und die Parade war für die große Menge der Zuschauer wiederum ein besonderes Erlebnis, das noch lange in ihrer Erinnerung und in ihren Herzen fortleben wird. DieGeburtstagsfeier in derStadi Zum Gruß an den Führer waren die Sttaßen unserer Stadt von den Volksgenossen in reichem Maße mit Flaggen geschmückt. In den Schulen fanden Feiern statt. Bei den Behörden war, entsprechend der Anordnung des Reichsinnenministers Samstagdienst angesetzt, d. h. der heutige Nachmittag ist dienstfrei. Heute Abend Vereidigungsfeier im (Safe Leib heule um 20 Uhr findet Im Cafe Leib die feierliche Vereidigung der bisher noch nicht vereidigten Politischen Leiter des ehemaligen politischen Kreises Gießen statt. Bei dieser Feier wird der Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Giehen-Süd, Pg. Holländer, als Beauftragter des dienstlich auswärts weilenden Kreisleiters die Feier leiten. Von 21 Uhr ab werden sich die Mitglieder der Kreisleitung mit den Kameraden der Ortsgruppe Gießen-Süd zu einer gemeinschaftlichen Feier im Gießener NG.Frauenschast zeichnet „Dankopfer der Nation." Appelle in den Kasernen. Jn den Vormittagsstunden fanden in den Kafer- iu feierliche Appelle statt, um hier vor den auf- 1 mschierten Truppen des Führers und Obersten ehlshabers der Wehrmacht zu gedenken. Die An- Ipuchen hielten dabei beim I. Batl. Jnf.-Regt. 116 Bataillonskommandeur Major Wiese, beim l Batl. Jnf.-Regt. 116 der Bataillonskommandeur 3 c jor Maack , beim E.-Batl. Inf. Rgt. 116 an Stille des erkrankten Bataillonskommandeurs Ma- joi Baumann, bei der III. Abtlg. Art.-Regt. 9 bei Abteilungskommandeur Oberstleutnant Döring, bei der Luftwaffe der Kommandeur im Luftgau 11 Seieralmajor W i l l i ch. Die Ansprachen be'kunde- ter die unlösliche Verbundenheit unserer Soldaten mi dem Führer und Obersten Befehlshaber Adolf Eitler, dem der kräftige Sieg-Heil-Gruß der Tr ppe am Schluß der Ansprachen galt. Paradeaufstellung und Parade. ' len Höhepunkt der militärischen Feiern stellte bie Paradeaufstellung und Parade aller Truppen- icil des Standorts Gießen dar. Auf dsm Trieb jwi chen der Volkshalle und der Artilleriekaserne ®(r en die Truppen aufmarschiert. Ihnen gegen- abr, entlang der Grünberger Straße, standen die pb. rtmungen d^r Partei und ihrer Gliederungen, ^Angehörigen der Organisationen der alten Soldatin, eine Anzahl Ehrengäste und eine große Men- Idjmmenge, unter der besonders die Jugend einen leb' großen Teil ausmachte. ^unkt 11 Uhr betrat der Standortälteste, General- eiriant Oßwald, das Paradefeld. In Vertte- urm des erkrankten Kommandeurs des Jnf.-Regts. 16 Oberst H e r r I e i n , führte der Kommandeur er III. Abtlg Art.-Regt. 9, Oberstleutnant D ö - u g, das Kommando über die Parade. Während lis Truppen unter präsentiertem Gewehr standen, nebiete der Paradeführer, Oberstleutnant Döring, i leir Generalleutnant Oßwald die Truppen der 1 Sanni[on Gießen zur Paradeaufstellung angette- i:en. Hierauf ritt Generalleutnant Oßwald in Be- iBinmg von Oberstleutnant Döring die Front iXl Paradeaufstellung ab, wobei er die Truppen in Skandal mm Dr. Vandergruen Roman von Hans Hirthammer. CCcpmght by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Mch ist glücklich. Nun, da sie weiß, daß auch die Kundin ihr Herz behüten und bewaffnen muß, i ji Klart) ihr noch lieber geworden. Da geht man tiebmeinantier her, und keiner weiß was vom M MveWt feiert den Geburtstag des Führers Der Geburtstag des Führers wurde heute früh in eindrucksvoller Weife von der Universität in der Neuen Aula gefeiert. Nachdem das collegium rfiusicum die Ouvertüre zu Herakles von Händel gespielt hatte, trug Kameradschaftsführer Schloß- hardt das folgende Gedicht vor: Nur einer tat's. Der zwang das Leid, Der ließ den Glauben nicht. Nur einer war zum Kampf bereit, Nur einer sah den Sinn der Zeit Und gab ihr fein Gesicht. Nur einer trotzte, einer fand Den Weg durch deutsche Nacht. Nur einer brach den Widerstand, Nur einer rettete das Land Und hat das Werk vollbracht. Hierauf ergriff her Hektor, Prof. Dr. Baader, das Wort: Nationalsozialisten! Die Politik ist das Schicksal Adolf Hitlers geworden, und fein Geschick ist das deutsche Geschick. Schon der Heranwachsende Knabe bekennt zu einer Zeit, in der die Altersgenossen noch in einer Welt jugendlicher Harmlosigkeit lebten: „Ich wurde Nationalsozialist", und weiter: „Ich lernte Geschichte ihrem Sinn nach verstehen und begreifen." Die Leidenszeit der Wiener Jahre läßt ihn heranreifen zum politischen Seher und öffnet ihm die Augen für Krankheiten am deutschen Volkskörper, für die die anderen blind waren. Als der Dreiundzwanzigjährige im Frühjahr 1912 München betrat, da wurde er von der Vorsehung näher an die Aufgaben herangeführt, die sie ihm zugedacht hatte. Es kam dann alles, wie es kommen mußte. In den Jahren, des Krieges sieht er mit Zorn und Empörung, daß nichts geschieht, um auch die Herzen stark zu machen, und er fühlte schon damals in sich die Kraft, dieses Feuer zu entfachen. „Allein ich war ein Namenloser, einer unter acht Millionen! So war es besser, den Mund zu halten und so gut als möglich seine Pflicht an dieser Stelle zu Lun." Halberblindet verbringt Adolf Hitler die Herbst- tage 1918 im Lazarett zu Pasewalk in Pommern und erlebt hier die Revolution. In diesen Tagen wurde er sich seiner Sendung bewußt, Gott selbst legte die deutsche Not in seine starken Hände. Fünfzehn Jahre mußte er um die Seele seines Volkes ringen. Der 30. Januar 1933, an dem er das bestätigte Führeramt der Nation antrat, stellte ihn vor neue unerhörte Aufgaben. Mit einer nicht vorstellbaren Willensstärke hat er die Hakenkreuzfahne zum Siege geführt und Ketten, die für die Jahrhunderte geschmiedet schienen, zerbrochen. Das Wort der Edda wurde zur Wahrheit: „Kühnen Mann sah den Kampf ich gewinnen mit stumpfer Schwertklinge", denn die Machtmittel in den Ausgangsstellungen 1919 und 1933, von denen der Angriff vorgetragen wurde, waren bescheiden. Wir wissen es und dürfen es aussprechen, was wir dem Führer danken. Fünfzehn Jahre gingen wir in Fesseln, wir tragen wieder ein Schwert. Fünfzehn Jahre Zerklüftung und Klassenhaß trennten das deutsche Volk, der Strom des Blutes eint alle Volksgenossen zu einer starten Volksgemeinschaft. Fün f z e h n Jahre litten über sechs Millionen deutsche Menschen körperlich und seelisch unter dem Fluch der Arbeitslosigkeit, heute brennen die Essen und dröhnen die Hämmer. Zehn Millionen fleißige Hände werken mehr für Deutschland. Fünfzehn Jahre herrschte das Geschwätz, heute regiert die Tat. F ün fze h n Jahre zerfraßen uns der Unglaube und der Zweifel, der Führer aber hat die Flamme des Glaubens entfacht. Glaube aber ist nur eine andere Form des Willens. Wenn wir heute in Deutschland den Hitlergruß aussprechen, so bitten wir alle, Mann und Frau, die Vorsehung möge den Führer schützen und fein Werk segnen. Und in diesem Sinne sage ich: Heil Hitler! Und nun bitte ich Sie, mit mir zu rufen: Der Führer: Sieg Heil! In das auf den Führer ausgebrachte Sieg-Heil stimmte die Geamtgefolgschaft der Universität begeistert ein. Deutschland- und Horst-Wessel-Lied schlossen die eindrucksvolle Feier. Verpflichtung der Lugend. LungmLdeljahrgang 1927 angetreten. Viele Helle Kinderstimmen füllten gestern nachmittag den Saal im Caf6 Leib, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Auf den ersten Stuhlreihen saßen die kleinen Mädchen vom Jahrgang 1927, zum Teil schon in weißen Blusen, in blauen Rocken oder in Kletterwesten und harrten ihrer feierlichen Aufnahme in die Jugend des Führers. Den übrigen Teil des Saales füllten die Jungmädel, die schon länger die Gleichtracht tragen. Als die Mädelgruppenführerin Käthe Pfeffer und die Jungmädel-Untergauführerin Liefe! Göbel den Saal betraten und mit kurzem Zuruf die Ruhe hergestellt war, wurden feierlich die Wimpel eingebracht, die dem äußeren Bild das würdige Gepräge gaben. Mehr und mehr gerieten die Kinder in den Bann des Ernstes der Stunde, die sie in feierlichem Gelöbnis an die Gemeinschaft und an den Führer binden sollte. Die Untergaumädelführerin Liesel Göhel verlas dann das feierliche Versprechen: „Ich verspreche, in der Hitler-Jugend allezeit meine Pflicht zu tun, in Liebe und Treue zu unserem Führer und unserer Fahne!" Und dieses Versprechen bekräftigten die Kleinsten der deutschen Jugend mif dem Worte: „So wahr mir Gott helfe!" Gleichsam als Sprecherin ihrer kleinen Kameradinnen sagte eines der Mädchen ein Gedicht auf, das die freudige Bereitschaft.zur Tat in der neuen Gemeinschaft ausdrückte. „Wo wir stehen, steht die Treue", fangen dann die Mädchen, und wie ein Gelöbnis war es dann, als sie fangen: „Wir marschieren nach der Fahne!" Die Jungmädel-Untergauführerin Liesel Göbel hielt bann noch eine kurze Ansprache und sagte u. a.: „Der Reichsjugendführer hat euch nun in die Gemeinschaft ausgenommen und ihr habt versprochen, zu Führer und Fahne zu stehen. Ihr tragt als äußeres Zeichen die Kluft. Damit gehört ihr zu uns! Ihr sollt in die Arbeit hineinwachsen, in eine Arbeit, die auch ein Jungmädel schon leisten kann für den Führer!" Mit dem Liede der Jugend und mit der Ausbringung der Wimpel fand die Verpflichtungsfeier ihren Abschluß. Aufnahme der jüngsten Pimpfe. Vom Jungvolk zur HL. Hitler-Jugend und Jungvolk traten gestern abend zu einer würdigen Feier auf dem Brandplatz an. Mit Fahnen und Wimpeln rückten die Formationen singend an. Im offenen Rechteck nahm zunächst die Hitler-Ingens vor dem Schlosse Aufstellung. Dann traten auch die Scharen des Jungvolks und der Jahrgang 1927 auf den Plan und schlossen das Viereck. Dem Bannführer Rohrbach wurde die Meldung der angetretenen Jugend erstattet und hell klang sein Ruf an die Mannschaften über den Platz. Der Spielmannszug des Jungvolks, eröffnete die Feierstunde. Dann wurde die Botschaft des Gebietsführers verlesen, die sich besonders an jene wandte, oie jetzt neu in die Hitler-Jugend eintreten und sich damit endgültig für lange Zeit der Gemeinschaft einfügen, mit dem Ziel, tapfere und unwandelbare Gefolgsmänner des Führers zu werden. Das Lied der Jugend leitete dann über zu einer Ansprache des Jungbannführers Taesler, der dem jüngsten Jahrgang noch einmal die Worte des Gebietsführers in das Gedächtnis rief und sie aufforderte, im Sinne dessen ihre Pflicht zu tun. Dann verabschiedete er den Jahrgang 1923, der nun in die Gemeinschaft der HI. aufgenommen wird. Er forderte sie auf, in die neue Gemeinschaft mit hin- überzunehmen, was sie im Jungvolk gelernt haben, vor allem die Treue zum Führer. Bannführer Rohrbach wies die neuen Kameraden der Hitler-Jugend darauf hin, daß sie erneut den Schwur der Treue zum Führer abzulegen haben, und indem er sie in die HI. aufnahm, gab er dem Wunsche Ausdruck, daß sie genau so, wie in den vier Jahren des Jungvolkdienstes, in der HI. ihre Pflicht treu erfüllen möchten. Er. nahm den Neuaufgenommenen das Gelöbnis der Treue zum Reichsjugendführer und das Gelöbnis eifrigsten Bemühens, sich allezeit der heiligen Fahne würdig zu erweisen, ab. Mit abschließenden Worten des Bannführers, mit der Aufforderung zur gemeinsamen Arbeit, gehorsam dem Befehl des Führers, fand die Kundgebung ihren Abschluß. Sieg über Vie Not des Winters. Der Gau Hessen-Nassau meldet: NSG. Am 15. April hat Reichsminister Dr. Goebbels dem Führer und dem ganzen deut- scheu Volke den Rechenschaftsbericht über Auskommen und Leistungen des WHW. 193 6/3 7 vorgelegt. Mit Stolz und Bewunderung Hetzen wir auf dieses deutsche Hilfs- und Liebeswerk zur Bekämpfung der Not unserer bedürftigen Volksgenossen. Wie das gesamte Reich, so hat auch der Gau Hessen-Nassau freudig an der Erreichung des großen Zieles mitgearbeitet. 470 000 Volksgenossen unseres Gaues wurden durchschnittlich durch das WHW. im Winter 1936/37 zusätzlich betreut. 34 000 ständige ehrenamtliche Leiter der Partei, NSV.-Walter und WHW.-Helfer stellten sich unermüdlich in den Dienst des Hilfswerkes. Die Zahlen der nachstehend angeführten Zuwendungen von Lebensmitteln und Gebrauchsartikeln sprechen ihre eigene Sprache. Ls gelangten zur Verkeilung: 280 000 Zentner Kartoffeln, 20 000 Zentner Mehl, 12 500 Zentner Brot, 35 000 Zentner Gemüse und 120 000 Dosen Gemüse-Konserven, 4500 Zentner Hülfen- srüchte, 11 500 Zentner Fischfilet, 400 000 Dosen Fisch-Konserven, 250 000 Dosen Fleischkonserven, 700 000 Liter Vollmilch, Wurst, Speck, Fett, Nudeln, Haferflocken, Margarine, Marmelade, Kaffee, Malzkassee, Grieß, Zucker, Käse ufro. usw. Dazu kommen 500 000 Schulspeisungen, 600 000 WHW.-Speisungen, 457 164 Werl- gutscheine. An Sachspenden wurden außerdem zugeleitel fast eine Million Pfund an Pfund- spenden, 143 288 Weihnachtspakeke, 60 000 Freitische ita. m. Die Ausgabe von 1 427 500 Zentner Kohlen im Gau Hessen-Nassau ist Beweis für einen erfolgreich geführten Kampf gegen die Wintersnot. Eine wertvolle Ergänzung dazu ist die Zuwendung von 11 000 Herren - Anzügen und Mänteln, 15 000 Hosen und 4000 Jacken, 12 000 Damenkleidern und Mänteln, 60 000 Meter Kleider- und Anzugsstoffen, 50 000 Paar Strümpfen, 110 000 Babywäschestücken und säst 100 000 Paar Schuhe. 5000 Weihnachtsbäume wurden zu Weihnachten und 200 000 Lier zu Ostern ausgegeben. Auch gegen die geistige und seelische Not wurde der Kampf geführt. 155 000 Freikarten für Theater und Konzerte, 200 000 Einladungen zum kostenlosen Kinobesuch, WHW.-Veranstal- lungen, Volksgemeinschaflsabende, Vorträge und Vorlesungen, Unlerhallungsabende bereiteten unzählige Stunden der Freude und der geizigen Fortbildung. Eine große Schlacht ist wieder geschlagen und erweckt in jedem deutschen Herzen tief empfunde- nen Dank an den Mann, der uns stark machte zu solchen Leistungen. pk. Geburtstagsgeschenk unserer Frauen an den Führer. NSG. In den Heimabenden des Deutschen Frauenwerkes wurde im Gau Hessen-Nassau schon seit vielen Wochen emsig gearbeitet. Viele Hände strickten unermüdlich Strümpfe, nähten Wäsche und statteten Babykörbe aus. Diesmal wurde ganz besonders viel Liebe in die Arbeit hineingelegt, denn es handelt sich um das G e b urts- tagsgeschenk für den Führer, .das die Frauen Hessen-Nassaus am 20. April bringen wollen. Schlesien ist der Patengau unserer Abteilung Grenz- und Ausland im Deutschen Frauenwerk, und die Frauen unseres Gaues benutzen gern die Gelegenheit, ihren Schwestern an der Grenze, die oft in schwerem Kampf stehen, zu helfen. Zu Beginn dieses Jahres schlug die Reichsfrauenführerin vor, dem Führer eine gemeinsames Geschenk aller deutschen Frauen zum 20. April zu bringen, das der deutschen Frau an der Grenze zugute kommen soll. Unsere Frauen haben nun eine stattliche Anzahl von Gaben zusammengetragen. Es wurden gearbeitet: 2611 Paar Strümpfe, 8 Paar Damenstrümpfe, 173 Paar Kinderstrümpse, 40 Lot Wolle, 8 Paar Handschuye, 143 Stück Taschen- tücher, 119 Stück Herrenwäsche, 43 Stück Herren- Kleidung,' 369 Stück Damenwäsche, 115 Stück Damenkleidung, 62 Stück Haushaltswäsche, 4149 Kin- derwäsche und -kleidungsstücke, 4 Babykörbe, Pulswärmer, Schuhe, Pantoffel, Hüte, Bücher und Seife. Ganitätskotonne Gießen vom Deutschen Noten Kreuz. Am Samstagabend fand in den oberen Räumen des Gasthauses „Zum Andres" die Jahreshauptversammlung der Sanitätskolonne Gießen statt. Kolonnenführer Kratz gab in seinem Bericht Hinweise auf die Neuordnung und besonderen Aufgaben der Rotkreuz-Formattonen. Er erinnerte an die im Lause des Jahres vorgenommene feierliche Verpflichtung der Rotkreuzmänner auf den Führer Adolf Hitler und die Pflichterfüllung des Deutschen Roten Kreuzes. Die Durchführung aller gestellten Aufgaben fetze die Erziehung des einzelnen Rotkreuzmannes zum Soldatischen voraus. Darunter sei zu verstehen: einfach, bescheiden, klar im Denken, sachlich in der Tat, sauber in Worten und Werken, standhaft und ehrlich, bereit und fähig zum Dienst und Opfer, willige Einordnung in ein großes Ganzes. Eine der schönsten Aufgaben des vergangenen Jahres sei die Tätigkeit einer Anzahl Kolonnenmänner (unterstützt durch Samariterinnen des Roten Kreuzes) anläßlich der großen Herbstmanöver gewesen. Zur Hebung und Erhaltung der Volksgesundheit habe die Kolonne durch Abhaltung einer Anzahl von Kursen in der ersten Hilfeleistung bei Unglücks fällen beigetragen. Die Inanspruchnahme ber Kolonne bei Kranken- und Derletztentransporten sei wiederum gestiegen und habe die Zahl von 1855 erreicht. Die Gesamthilfeleistungen der Kolonnen- männer betrugen im abgelaufenen Jahre 5366. Leider sei die Zahl der unterstützenden (fordernden) Mitglieder zurückgegangen. Der Vortragende dankte der Verwaltung der Stadt und des Kreises Gießen, dem Kreis- und Ortsmännernerein vom Roten Kreuz, den fördernden Mitgliedern sowie allen Mitarbeitern und Helfern in der Kolonne. Das Treuebekenntnis der Versammlung zu dem Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes, dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, schloß die Ausführungen. Der stellvertretende Kolonnenführer Luch gab Bericht über die Tätigkeit der Kolonne im einzelnen, die auch im abgelaufenen Jahre sehr umfangreich war. Kolonnenverwalter Pfeiffer gab den Rechnungsbericht bekannt. Bürgermeister Professor Dr. Hamm übermittelte der Kolonne den Dank und die Anerkennung der Stadt Gießen für die gemeinnützige Tätigkeit der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. Einbruch in ein Baugeschüst. In der Nacht zum Sonntag, 18. April, wurde in die Büroräume einer hiesigen Baufirma eingebrochen. Unter Benutzung einer Leiter, die fick der Täter aus einem Nacbbargrundstück verschaffte, stieg er durch ein offensteyendes Oberlichtfenster ein. In den einzelnen Büros wurden zum größten Teil offenstehende Schubfächer durchwühlt und mit einem Brechwerkzeug versucht, Behältnisse zu erbrechen. Dem Täter fielen nur für etwa 4 bis 5 Mark Postwertzeichen in die Hände. Wo hat eine Person Briefmarken in Zahlung gegeben? Angaben, die vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei. Gießener Wochenmarktpreife. * Gießen, 20. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, V» kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsch^ Klasse S 11, Klasse A 10^, Klasse B 10, Klasse L 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Wirsing, Vi kg (gelb) 12, (grün) 20 bis 22, Weißkraut 10, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat, 50 g 10 bis 12 Pf., % kg 90 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 25 bis 30 Pf., Pilze 1,50 Mark, Kartoffeln, 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,65 bis 3,80 Mark, vMAGGI P* " Xä . Ml z, oorhc ■ „ Der 3rei ,r\e8'w* M» gönnt K Leiten^ Begrüß t-i d-r Ar« st-nj/7" n» EJ?«fW ■ :KS» »Sä , gt Schild-»««' 1 bk ; । fit ipn schwer .n 1 inten. Eine wur ifm des MltlM oaiL 3m Mten l Zuteilung beM Üdem Deutschland- »mit dem breifad jjanb die Deranst «Große 6 Nach viettägi -Große Strafkain iOtto Vorbach 6 Susanna, gehöre 1 wegen betrügens ; Mer 1 und 2 l mit einem Verg 1 einer Gesang : naten verurte 1 ongeklagten Soh I öera wurde auf 1 Währung von < 1 eingestellt. Die angeklagti i tine Farben- un i in starken Verm f fie ihre Zahlur 1 wurde das Kon 1 es verstanden, d i den Jahren 193 ' stücke und foi ' Nutzungen aus gunften ihres Si • Zugriff ber M nam Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied und iri dem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer fnb die Veranstaltung ihren Abschluß. Große Strafkammer Gießen. Nach viertägiger Verhandläng verkündete die Eoße Strafkammer gestern das Urteil gegen den £io Vorbach aus Friedberg und seine Ehefrau Hrsanna, geborene Nickel. Die Angeklagten wurden N gen betrügerischen Bankrotts im Sinne des § 239 Srjer 1 und 2 der Konkursordnung in Tateinheit Trit einem Vergehen der Gläubigerbegünstigung zu euer Gefängnisstrafe von je zehn M o - Unten verurteilt. Das Verfahren gegen den mit- «Keklagten Sohn Otto August Vorbach in Fried- tiug wurde auf Grund des Gesetzes über die Ge- Vihrung von Straffreiheit vom 23. April 1936 Die angeklagten Eheleute betrieben in Friedberg 'tr.e Farben- und Lackfabrik. Seit 1930 gerieten sie in starken Vermögensverfall, im April 1930 mußten fn ihre Zahlungen einstellen. Im Januar 1931 wbe das Konkursverfahren eröffnet. Sie haben /,of. rur Mk.2.20, aber nur in Apotheken Best: Univ.-Apoth. z. gold. En^e!. 1 Schöne Gardinen-Sfoffe in großer Auswahl besonders billig bei 2762 a Ludwig Haas Gießen Plockstr.7 Gießen Bäckergeselle der auch m.Fuhr- werk Kundschaft bedienen kann, sofort gesucht. Angeb. an [02053 Bäckerei Tönges Wißmar bei Gießen. Braver, ordentl. 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