Nr.br Erstes Statt 187. Jahrgang Samstag, 20. Mar; 1937 LuchetM tttgltd), nutzer Sonntags und Feiertags veil gen: Vie Illustriert» (Bießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» Monatr-Vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM-1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Siesten PoftschecNonto: Frankfurt om Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Such- und Steindruckerei R. Lauge in Sieben. Schristleitung und Geichästsftelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8^/,Uhr des Vormittag» Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh Bereinbg 25" „ mehr. Ermätzigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Rpf »Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Prüfstein Belgien. Don Or. Hans von Malottk» Trotz der betonten Zurückhaltung, die man in amtlichen englischen und französischen Kreisen gegenüber hen Westpaktnoten Deutschlands und Italiens wahrt, ist die taktische Linie der beiden Westmächte nun klar erkennbar geworden. Sowhl in London wie in Paris sieht man es als das Dringlichste an, unter allen Umständen zunächst einmal mit Belgien ins Reine zu kommen. Denn unter allen Sorgen, in die die Wortführer der Militärpolitik und ungehemmten Beistandsmechanik angesichts der von Deutschland und Italien vertretenen Idee der Friedenssicherung durch Kriegsverzicht geraten sind, verursacht das belgische Problem die größten Beschwerden. Bei Beginn der Westpakt-Gespräche, also vor fast einem Iah):, war ja Belgien bekanntlich eine feste und sichere Größe in der englisch-französischen Rechnung. Das nach dem Erlöschen des Locarno-Vertrages übrig gebliebene und neu gefestigte gegenseitige Beistandssystem dieser drei Mächte war der äußere Ausdruck einer Einheitsfront, die vor allem in Frankreich den Kummer über das „rücksichtslose deutsche Vorgehen am 7. März" ziemlich schnell beseitigte. Sah man sich doch endlich der Erfüllung jener geheimen Wünsche nahe, um deren Verwirklichung man sich eigentlich von 1919 an in der verschiedensten Weise vergeblich bemüht hatte. Dies alles änderte sich mit einem Schlage, als Belgien mit der Königsrede vom Oktober vergangenen Jahres jene Schwenkung vollzog, die auf eine unabhängige und von Bindungen freie Stellung abzielte. Je mehr die Ernsthaftigkeit dieser Unabhängigkeitsbestrebungen zu Tage trat, desto größer wurde auch das Unbehagen in Paris und London. Denn es wurde immer deutlicher, daß der neue Kurs der belgischen Politik mit den französisch-englischen Absichten und Ansprüchen schwerlich zu vereinbaren war. Zu tiefer Unruhe aber steigerte sich dieses Mißvergnügen in dem Augenblick, wo die neue belgische Politik das volle Verständnis und die vorbehaltlose Zustimmung Deutschlands und Italiens fand. Die Erkenntnis, daß sich die deutsch-italienische Westpakt-Konzeption einerseits und der belgische Unabhängigkeits-Garantiewunsch organisch und reibungslos zufammenfüaen lassen, — diese völlig neue und bei Beginn der Westpakt-Gespräche nicht vorausgesehene Lage rief vor allem in Paris wahre Angstzustände hervor. Run versucht man zu retten, was zu retten ist. Der bereits begonnene und demnächst sicher noch gesteigerte Meinungsaustausch auf. der Linie Pa- ris-Brüssel-Lvndon wird in einer offiziösen französischen Agenturmeldung mit der Hoffnung begleitet, „daß von allen drei Regierungen schließlich doch eine gemeinsame Haltung eingenommen werden könne". Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Besorgnis vor einem Unheil, das „aus den eigenen Reihen" drohen könnte. Wird die französisch-englische Rechnung aufgehen? Eine wichtige und für die ganze Entwicklung der Westpakt-Problematik entscheidende Frage. Zugleich aber auch einer der aufschlußreichsten Vorgänge innerhalb der Westpaktauseinandersetzungen. Denn hier, wo England und Frankreich die Gefahr sehen, daß ihre diplomatische Stellung durch die Initiative des plötzlich aus der Reihe tanzenden belgischen Partners von innen her aufgerollt wird, muß Farbe bekannt werden. Was man sonst meist so gut verstand, nÄnlich die eigenen Interessen und Ansprüche hinter dem Rebel der „kollektiven Sicherheit" zu verbergen und unauffällig zur Geltung zu bringen, das ist in diesem Falle nicht mehr möglich. Heute muß auch die französische Presse zugeben, worum es sich im Grunde handelt: um die Sorge, daß die englisch-französischen und die französisch-belgischen Generalstabsabmachungen durch die etwaige Neutralisierung Belgiens in Frage gestellt werden können. Es ist sehr lehrreich, wie man diese egoistischen militärpolitischen Ansprüche noch immer nach außen zu tarnen versucht ist. Mit einem Eifer, der einer besseren Sache wert wäre, wird der belgische Un- abhängigkeits- und Garantiewunsch zwar bestätigt, zugleich aber — in der von Belgien gewünschten Form — als wenig zweckdienlich für die belgischen Interessen hingestellt. Es wiederholt sich hier, was schon so fort zu beobachten war. Gewisse Leute in Paris und London wissen über die Interessen eines fremden Landes stets besser Bescheid als die Betroffenen selber. So erteilt man denn hem auf Abwege geradenen belgischen „Schützling" in aller Öffentlichkeit die entsprechenden Lehren, wie er es machen und wie er es nicht machen dürfe — selbstverständlich nur aus idealen Motiven und nur aus echter Sorge um sein ferneres Wohlergehen! Im Endeffekt laufen all diese freundschaftlichen Ratschläge auf die Behauptung hinaus, daß eine Garantie der belgischen Unantastbarkeit keinen Sinn und Wert hätte, wenn sie nicht von vorbereitenden militärischen Abreden „für den Angriffsfall" be- aleitet wäre. Interessant ist dabei zunächst, daß dieser Wunsch nach Fortsetzung der Generalstabsgespräche selten direkt vorgetragen, sondern in der englischen Presse meist als eine Forderung Frankreichs, in den Pariser Blättern dagegen als Englands Ansicht dargestellt wird. Beiderseits stimmt man aber in schöner Eintracht darin überein, daß die Frage der belgischen Unab- hö lgigkeit am besten unter Ausschluß Deutschlands zu regeln wäre — selbstverständ- lcch nur im belgischen Interesse. Dies ist typisch für die geistige Einstellung der französischen und der englischen Politik. Man geht skrupellos einfach von der Annahme eines wahrscheinlichen deutschen Angriffs — ohne jede Neuorganisation des deutschen Rundfunks. Berlin, 19. März. (DNB.) Unter nationalsozialistischer Führung hat sich die Zahl der Rundfunkteilnehmer von 4 307 000 auf 8 483000 erhöht. Gleichzeitig erfolgte eine starke Steigerung aller Leistungen. Diese Aufwärtsentwicklung hat nun auch neue organisatorische Maßnahmen notwendig gemacht. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels hat die Stellung eines Reichsintendanten des deutschen Rundfunks geschaffen, der gleichzeitig Vorsitzender des Vorstandes der Reichsrundfunkgesellschaft ist. Mit i- z fc 7 Dr. Heinrich Glasmeier. — (Scherl-M.) der Wahrnehmung der Geschäfte hat Reichsminister Dr. Goebbels den Intendanten des Reichssenders Köln, Pg. Dr. Heinrich G l a s m e i e r, beauftragt. Die Neuorganisation wird eine wesentliche D e - Zentralisation in der Verwaltung und damit eine größere Selbständigkeit der einzelnen Reichssender unter erhöhter Verantwortung der Intendanten zur Folge haben. Auch die Arbeit der Rundfunkabteilung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda hat' so stark zugenommen, daß der Leiter nicht mehr in der Lage ist, gleichzeitig andere Aufgaben zu erfüllen. Aus diesem Grunde hat Reichsminister Dr. Goebbels angeordnet, daß eine Teilung der rundfunk-politischen und volkskulturellen Aufgaben innerhalb des Ministeriums vorgenommen und eine besondere Abteilung (XI) für volkskulturelle Arbeit geschaffen wird. Zum Leiter dieser Abteilung hat Dr. Goebbels den Ministerialrat Pg. Horst Dreßler - Andreß ernannt, der seine Stellung als Amtsleiter der NSG. „Kraft durch Freude" beibehält. Hierdurch soll die Zusammenarbeit zwischen dem Reichsministerium und der DAF. noch wirksamer als bisher gestaltet werden. Mit der Wahyehmung der Geschäfte des Leiters der Abteilung Rundfunk (III) im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda hat Dr. Goebbels den Intendanten des Reichssenders Breslau, Pg. Hans K r i e g l e r , beauftragt, der. gleichzeitig die Geschäfte des Präsidenten der Reichsrundfunkkammer führt und zum stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden der Reichsrundfunkgesellschaft ernannt wird. Vorsitzender des Verwaltungsrats bleibt Staatssekretär Funk. Der erste Reichsrundsunkintendant. Dr. Heinrich Glasmeier hat sich als Intendant des Reichssenders Köln einen Namen gemacht. 1892 in Dorsten geboren, studierte er Germanistik, Geschichte, Philosophie und Archivwissenschaften. 1913 arbeitete ^r am Meroeldtschen Archiv in Münster, machte dann als Reserveoffizier des Westfälischen Husarenregiments Nr. 8 (Paderborn) den Krieg von Beginn bis Ende mit, und wurde, nachdem er feit 1920 im Croyfchen Archiv in Dülmen gearbeitet hatte, 1922 Leiter des Landsbergschen Gesamtarchivs in Velen und 1924 Direktor der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive. Zugleich betreute er die Archivberatungsstelle der Provinz Westfalen. Seit 1921 ist Dr. Glasmeier Vorsitzender des Heimatbundes Münsterland. Seiner Anregung ist die anthropologische Untersuchung von münsterlän- dischen Dorf- und Bauernschaften sowie des westfälischen Adels zu danken. Aus Dr. Glasmeiers Fe- oer stammen wertvolle geschichtswissenschaftliche Quellenstudien. Dr. Glasmeier ist Beisitzer der Filmprüfstelle Berlin, Präsidialrat der Reichsrundfunkkammer und Mitglied des Reichskultursenat» Er war Gaugeschäftsführer des Gaues Weftmark- Nord, ist heute Gauhauptstellenleiter im Gau- schulungsamt Gau Köln-Aachen und Führer in der SS., um deren Aufbau in Westfalen er sich sehr verdient gemacht hat. Vo'.kskullurelle Ausgaben des Reichspropagandammtstenums. Pg. Horst Dreßler-Andreß erhielt mit seiner Berufung zum Leiter der Abteilung für volks- kulturelle Arbeit im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ein Arbeitsgebiet übertragen, auf dem er schon bisher neben seiner rundfunkpolitischen Tätigkeit große Leistungen aufzuweisen hatte. Als Amtsleiter der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", an deren Ausbau er hervorragend beteiligt war, gibt er die beste Gewähr für die einheitliche Gestaltung der volkskulturellen Aufgaben. Dreßler-Andreß, der im 38. Lebensjahr steht, hat in seinem künstlerischen Wirken als Musiker, Schauspieler und Regisseur von Anfang mitten im Volk gestunden. Sein Ringen um eine deutsche Kunstgestaltuna führte ihn schon frühzeitig in die Reihen der NSDAP., in der er sich uor allem auf kulturpolitischem Gebiet betätigte. So war er an der Gründung der nationalsozialistischen Rundfunkhörerorganisation und am Aufbau des rundfunkpolitischen Apparates der NSDAP, beteiligt. 1933 berief Reichsminister Dr. Goebbels ihn in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda als Leiter der Abteilung Rundfunk und später zum Präsidenten der Reichsrundfunkkammer. Seine künstlerische und organisatorische Befähigung fand dann ein weiteres Arbeitsfeld bei der Schaffung der Bewegung „Kraft durch Fr e u d e ". Aus einem Nichts entstand in kurzer Zeit eine kulturelle Macht, die in ihrem letzten Jahresbericht auf 18 000 Ortsdienststellen in 800 Kreisverbänden und 32 Gauen Hinweisen konnte. Wenn Horst Dreßler-Andreß nun aus seinem bisherigen Verhältnis zum Rundfunk scheidet, so werden seine Verdienste an dieser Stelle ebenso unvergessen sein wie die Erfolge, die unter seiner Leitung die NS.- Gemeinschaft „KdF." errungen hat. Die Schaffung der neuen Abteilung XI für volkskulturelleAufgaben bedeutet die Zusammenfassung der bereits schon im Rahmen der Partei in Angriff genommenen Arbeiten auf volkskulturellem Gebiet Wir sehen in der Personalunion von Ministerialrat Horst Dreßler-Andreß als Leiter der neuen Abteilung XI und als Amtsleiter der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ein Zeichen dafür, wie stark diese beiden Instanzen miteinander an die Lösung der Aufgaben Herangehen werden. Schon die gemeinsame Feier der „Kraft durch Freude"-Organisation mit der Reichskulturkammer im vergangenen Jahr war ein sichtbares Zeichen für diese Zusammenarbeit. Es beschäftigen sich heute sehr viele Stellen in Deutschland mit volkskultureller Arbeit. Das Propagandarnimsterium hat durch die Schaffung der Abteilung XI für all diese Bestrebungen die zentrale Lenkung geschaffen, die von sich aus den großen Apparat des Propagandaministeriums einerseits und auf der anderen Seite durch die Personalunion mit Kraft durch Freude die Tiefenwirkung durch die Erfassung der bereits organisierten breiten Massen einsetzen kann. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den neuen Aufgabenkreis, den die Kraft durch Freude- Organisation auf dem flachen Lande erhalten hat. Hier zeigen sich die Ansätze einer neuen Zielrichtung der KdF.-Arbeit, die immer den Ehrgeiz besaß, nicht nur zur Verschönerung des Lebens beizutragen, sondern auch zur Fundierung des Wissens um das Volk, seine kulturelle Vergangenheit und seinen Kunstbesitz. Rücksicht auf die deutschen Friedenserklärungen — aus, um auf diese Weise Belgien die Organisierung der „Abwehr gegen diese Gefahr" mit Hilfe Frankreichs und Englands plausibel zu machen. Wieder ein Beispiel für die üble Methode, durch moralische Diffamierung Deutschlands die eigenen egoistischen Ziele möglichst unverdächtig durchzusetzen, ja ihre Durchsetzung am Ende noch als selbstlose Friedenstat in Erscheinung treten zu lassen! Tatsächlich wird man hinter oiese stürmische Hilfsbereitschaft ein erhebliches Fragezeichen setzen können. Denn daraus spricht nur der Wunsch, Belgien im Widerspruch zu seinem Unabhängigkeitsstreben nach Möglichkeit auch weiterhin in einseitige Bindungen hineinzuzwängen. Eben weil die von Velgen im März vergangenen Jahres übernommenen Garantieverpflichtungen gegenüber Frankreich und England eine einseitige und je länger je mehr als gefährlich empfundene Bindung darstellen, ist im eigenen Lande d i e Kritik dagegen laut geworden. Durch die Vorschläge, die man jetzt den Belgiern schmackhaft zu machen versucht, und die auf eine einseitige französisch-englische Garantie hinauslaufen, würde sich aber an der Stellung Belgiens grundsätzlich nichts ändern. Es käme im Gegenteil in eine zweideutige Lage, durch die gerade das verhindert würde, worauf es Belgien selbst ankommt und was allein dem Gedanken der Neutralität entspricht: eine wahrhaft unabhängige Vertrauensstellung gegenüber allen seinen Nachbarn. Bei einer einseitigen Garantie, wie sie von Paris und London lanciert wird, könnte davon um so weniger die Rede sein, wenn noch dazu Generalstabsbesprechungen mit den daraus erwachsenden militärpolitischen Intimitäten zur Voraussetzung gemacht werden. Belgien bliebe Vorfeld und Verbindungsstück der französisch-englischen Militärpolitik, mit einem Wort Objekt fremder Interessen. Daß man überhaupt auf den absurden Gedanken kommt, so gegensätzliche Begriffe wie Unabhängigkeit und Generalstabsbesprechungen miteinander zu verbinden und gleichsam als zusammengehörig hinzustellen, ist schon seltsam genug. Es handelt sich dabei auch nicht um bahnbrechende neue Einsichten in das Wesen der Neutralität, sondern um das allerdings sehr durchsichtige Bestreben, ganz b e - stimmte eigene Wünsche und Interessen, die mit der strategischen Position Belgiens Zusammenhängen, durchzusetzen und sicherzustellen. Denn sonst müßte man, weizn schon vorbereitende Militärabreden für notwendig befunden werden, solche Gespräche auch zwischen Belgien und seinem östlichen Nachbarn mit dem gleichen Eifer befürworten. Darüber schweigt man sich allerdings aus. Desto klarer tritt der ausgesprochene Zweckcharakter der französisch-englischen Garantiegelüste zutage. Der „Paris Soir" hat mit seinem Geständnis: die Sage in Osteuropa würde sich völlig ändern, wenn Belgien die Generalstabsabmachungen nicht beibehalte, die Katze aus dem Sack gelassen. Man möchte eben auf keinen Fall auf die strategischen Möglichkeiten und Vorteile verzichten, die das belgische Gebiet in den Augen gewisser Jnter- ventionspolitiker besitzt, falls Frankreich „einmal gezwungen fein sollte, im Osten einzugreifen". Dies ist der &ern der Dinge, und das hat allerdings nicht das geringste mehr mit dem Schutz Belgiens zu tun. Alles was man aus Belgien hört, deutet darauf hin, daß man sich auch dort über die Hintergründe einer solchen Schutzpolitik im Klaren ist. Es wird nun abzuwarten sein, ob die belgische Politik gegenüber dem französisch-englischen Druck ihr Selbstbestimmungsrecht und damit ihre eigenen Interessen wird wahren können. Unabhängig von dem Aus- aang dieses diplomatischen Ringens verdient das Vorgehen der beiden Westmächte mit aller Deutlichkeit festgenagelt zu werden. Wieviel höher steht demgegenüber die deutsche Politik, die für sich selbst nicht mehr verlangt, als sie allen anderen zubilligt und deshalb auch in der Sage ist, konstruktive Friedenssicherungen, im Gegensatz zu anrüchigen Verschwörungen, zu schaffen! Erst wenn man in Paris und Sondon auf diesen Boden zurückfindet, wird sich jenes Einvernehmen Herstellen lassen, zu dem Deutschland jederzeit bereit ist und das durch eine echte Friedenssicherung im Westen um einen wichtigen Schritt weiter gebracht werden könnte. Der beHftöe KöRßsbesuch in London. Sondon, 19. März. (DNB.) Reuter bestätigt, daß sich König Seopold von Belgien am Montag nach Sondon begeben wird. Am Dienstag wird der Könia Golf spielen und am Mittwoch bei Könia Georg VI. zum Abendessen weilen. In der englischen Presse ist der Besuch mit den West- vaktverhandlunben in Zusammenhang gebracht worden. Es wird jedoch vorläufig nur mitgeteilt, daß in letzter Zeit mehrere Besprechungen zwischen Außenminister Eden und dem belgischen Botschafter Baron Cartier de Marchienne über diese Frage stattgefunden hätten. „Daily Telegraph" schreibt: Die nächste Phase der Verhandlungen werde wahrscheinlich die eines Versuches der Aushandlung eines belgischen Unabhängigkeitspaktes als erster Schritt zu größeren Plänen sein. Belgien habe erklärt, daß seine künftige Außenpolitik auf dem Versuch beruhen werde, sich selb st unabhängig und frei zwischen feinen Nachbarn zu erhalten. Man habe sich entschlossen, eigenes Gebiet nie wieder zu einem Schlachtfelde in einem Kriege machen zu lassen, der das Sand nicht direkt angeht. Da das die feste Absicht Belgiens sei, sei es wahrscheinlich, daß die übrigen Socarnomächte, wenn sie ein neues dicherheitsinstrument wünschten, dieses um diese neue Basis herum aufbauen müßten. Das werde nicht leicht fein. Belgien wolle auch die Nichtangriffsformulierungen in der jüngsten deutschen Note nicht annehmen. Das und vieles andere werde auf diplomatischem Wege erst erörtert werden müssen, ehe die britische Regierung in der Sage fei, einen Vertragsentwurf vorzulegen. Es werde jedoch energisch daran gearbeitet. pariser Wunschträume. P a ri s, 20. März. (DNB. Funkspruch.) „Oeuvre" findet, die englische Regierung habe absichtlich König Seopold allein eingeladen und nicht auch den belgischen Außenminister. Der englische Außenminister werde den König dazu zu bestimmen suchen, nicht mit dem Völkerbund zu brechen und ein Mindestmaß von „technischen Abkommen" beizubehalten. Man wolle Belgien, das der Neutralität zusteuere, auf andere Bahnen bringen. Der englische Außenminister werde das bekannte Thema entwickeln, wonach ohne vorheriges technisches Abkommen zwischen Sondon, Paris und Brüssel eine Verteidigung Belgiens im Falle eines plötzlichen Angriffs vollkommen unmöglich fei. Daher liege es im Interesse Belgiens, sich „nicht zu sehr auf die Versprechungen Deutschlands zu stützen" (!). Falls der König dennoch auf feinem Standpunkt beharren und erklären sollte, daß er den Wünschen der Mehrheit seines Volkes Rechnung tragen müsse, werde England als Zwischenlösung vorschlagen, daß Belgien beit augenblicklichen Stand der SanbesDerteibigung beibehalten und sie sogar noch in dem Umfange erw höhe, wie dies französischerseits oder englischerseits für angebracht erachtet werde. In Warschau sei man, behauptet das Blatt, sehr über die neue Politik Belgiens beunruhigt. Man befürchtet nämlich, daß Belgien, im Falle es sich für eine Politik allgemeiner Neutralität entscheide, sich sehr wahrscheinlich auch von dem Artikel 16 des Bölkerbundspaktes losmachen werde, nach dem es fremden Truppen, die einem ungerecht angegriffenen Lande zu Hilfe eilen, freien Durchmarsch zu gestatten hätte. Das französisch-polnische Militärbündnis könne sich ohne das Durchmarschieren aber nicht voll auswirken. Außenminister Delbos habe nach dieser Richtung hin sehr beruhigende Erklärungen abgegeben, aber in Polen sei man sehr viel beunruhigter als in Paris und London. Italiens Wampolttik. Rom, 19. März. (DNB.) „Tribuna" schreibt, die Treuekundgebungen der libyschen Mohammedaner in Tripolis hätten die politischen Kreise, in denen Neid und Mißgunst gegenüber dem faschistischen Italien eine alltägliche Erscheinung seien, in Aufregung versetzt, insbesondere in den Ländern, in deren Kolonien sich die Mohammedaner trotz der ^demokratischen Freiheit" derart unterdrückt fühlen, daß es oft zu Unruhen komme. Um so bemerkenswerter seien dagegen die gerechten Methoden, mit denen Italien in ganz Lybien regiere. Diese Tatsachen hätten naturgemäß auchdie außerhalb der libyschen Grenzen lebenden Mohammedaner zu Vergleichen veranlaßt. Italiens Beziehungen zu Aegypten, fernen und zum Arabien Ibn Sauds zeichnen sich seit einem halben Jahrhundert durch eine traditionelle freundschaftliche Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet aus. Jedoch liege es Italien fern, in diesen Ländern Eroberungen zu machen oder mit diesen Staaten Bündnisse abzuschließen, die als Kriegsinstrumente gegen andere Weltmächte dienen sollen, wie es eine gewisse ausländische Propaganda immer wieder behauptet. Mit dieser Propaganda wolle man nur die Mohammedaner gegen Italien aufhetzen und diese freundschaftliche Zusammenarbeit stören. Aber Italien habe auch das schwierige Problem zu lösen gewußt, das sich überall da auftue, wo eine christliche Großmacht mit dem Islam in Berührung komme, denn Italien achte den islamitischen Kult und unterstütze sein Schulen-, Kirchen- und Gerichtswesen. Die Mohammedaner könnten daher in dem italienischen Hoheitsgebiet unter Wahrung ihrer eigenen Sitten und Gebräuche gemeinsam mit den italienischen Kolonisten ihrer Arbeit nachgehen. Diese Zusammenarbeit verfolge aber nicht, wie in den Hauptstädten der beiden großen kolonialen Weltreiche behauptet werde, dunkle, kriegerische oder revolutionäre Absichten nach dem Vorbild einer Komintern, sondern sei aus der römischen Kultur erwachsen, die traditionsgemäß die menschlichen Rechte zu achten wisse. polens nationales Einigungswerk. Warschau, 20. März. (DNB. Funkspruch.) Am Namenstag Joses Pilsudski hielt Präsident Moscicki in Anwesenheit des Marschalls R y d z- Srnigly, des gesamten Kabinetts, der Marschälle des Sym und Senats eine Rundfunkansprache an das deutsche Volk. Pilsudskis gradlinige und klare Außenpolitik werde geschickt weiter geführt von dem Schüler des Marschalls, dem Minister Beck, der nicht einen Schritt von den Richtlinien Pilsudskis abweiche. Durch sein Testament habe Pilsudski den Marschall Rydz-Smigly zu seinem Nachfolger an der Spitze der Armee berufen, ganz Polen sehe in ihm gleichzeitig den Führer der Nation. Marschall Rydz-Smigly habe die Anregung zur Bildung der Volksgemeinschaft gegeben, und mit deren Verwirklichung den Obersten Koc betraut. Die Erklärung des Obersten sei das Glaubensbekenntnis des Marschalls Rydz-Smiglys. Der Aufruf habe starken Widerhall in der Öffentlichkeit gefunden. Selbstverständlich gebe es noch Leiter von Gruppierungen und Parteien, die ihre Anhänger irre zu machen versuchten. Wer die Größe des Einigungswerkes nitch verstehe, der könne es aber höchstens vorübergehend aufhalten, aber nicht das gesunde Empfinden in diesem für den Staat so bedeutsamen Augenblick ausschalten. Die deutsche Minderheiten- potitik in Oberschlesien. Völlige Verständnislosigkeit in der polnischen Presse. K a t t o w i tz, 19. März. (DNB.) Nachdem die Erklärung des Oberpräsidenten und Gauleiters Wagner zum bevorstehenden Ablauf des GenferAbkommens in der deutschen Minderheitenpresse lebhaften Widerhall gefunden hatte und mit besonderer Genugtuung die eindeutige Zusicherung der vollen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Freiheit für die polnische Minderheit in Deutsch-Oberschlesien auch für die Zukunft hervorgehoben wird, wurde mit Spannung der Haltung der in Ostober- s ck l e f i e n erscheinenden Zeitungen entgegenge- seyen. Die Begleitmusik, mit der die dem schlesischen Wojwoden nahestehende „P o l s k a Zachodnia" die Erklärung Wagners versteht, ist bedauerlicherweise nicht geeignet, die Hoffnung auf Aenderung der Haltung gewisser polnischer Kreise zu erfüllen, die die deutsche Minderheit an die Erklärung Wagners geknüpft hatte. Das Blatt bezeichnet die Erklärung als „sensationell" und „unerhört". In dem Kommentar, dessen Form beweist, daß die offenen und ehrlichen Worte Wagners bei dem Blatt und den ihm nahestehenden Kreisen nicht verstanden worden sind, heißt es wörtlich: „Diese unerhörte Erklärung wird unzweifelhaft ihren Widerhall in unseren maßgebenden Kreisen finden. Es sind in ihr derartige Drohungen enthalten, daß diese nicht ohne Antwort bleiben können. Die Kattowitzer Zeitung' hat die Erklärung mit einem solchen arroganten Kommentar versehen, daß dies selbst schon ein Beweis der geradezu beispiellosen Toleranz unserer Behörden und der unerhörten Freiheit ist, deren sich die deutsche Minderheit erfreut. Das Blatt des Deutschen Volksbundes droht uns. Wir werden auf diese Angelegenheit zurück- fommen." Sühne für einen Ilaggenzwischenfall in Holland. A m ft e r b a m , 19. ÜRän. (DNB.) Einer der Flaggenzwischenfälle, die sich seinerzeit im Haag ereignet haben, hat jetzt seine gerichtliche Sühne gefunden. Ein Kahnjchifter, der mit einem Bootshaken die deutsche R e i ch s f l a g g e, die ein Beschlüsse des Reichskabinetts. Die Versorgung der Kriegsbeschädigten weiter verbessert. Die Vereinheitlichung der Polizei. Berlin, 19. März. (DNB.) Die heutige K a binett s s i tz u n g beschäftigte sich in der Hauptsache mit dem vom Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk vorgelegten Gesetz über die Haushaltsführung im Reiche im Rechnungsjahr 1937 sowie mit einem Gesetz über die 29. Aenderung des Besoldungsgesetzes. Das letztere Gesetz hat die Einordnung der Polizeibeamten in die Reichsbesoldungsordnung und die Verbindlichkeitserklärung des Reichsrechts für die Beamten der allgemeinen Landesverwaltung und der inneren Verwaltung der Länder zum Gegenstand. Der Reich se tat wurde vorbehaltlich verschiedener, noch nicht endgültig feststehender Positionen g e - nehmigt; ebenso das Besoldungsgesetz Angenommen wurde ein Gesetz über Finanz- maßnahmen a u f dem Gebiet der Polizei. Dieses Gesetz bezweckt die haushaltsmäßige Uederführung der gesamten staatlichen Vollzugspolizei (Schutzpolizei, Gendarmerie, Kriminalpolizei und Politische Polizei) auf das Reich, während die staatlichen Polizeiverwaltungsbehörden (Polizeipräsidium und Polizeioirektoren auf den Haushaltsplänen der Länder verbleiben. So wird die notwendige einheitliche Organisation der Polizeiexekutive nicht wie bisher an der Verschiedenheit der in den einzelnen Ländern gehandhabten Finanzhoheit scheitern, und auf der anderen Seite ist durch das Verbleiben der Polizeiverwaltungen bei den Ländern ein Heraüsreißen des gesamten Polizeiapparates aus der allgemeinen und inneren Verwaltung der Länder vermieden worden. Die notwendige Einheitlichkeit wird so gewährleistet, und doch der künftigen Reichsreform in keiner Weise Dorgegriffen. Sämtliche Polizeibeamten aller deutschen Länder werden mit einheitlichen Besoldungsbezügen und einheitlichen Amtsbezeichnun- ge n in die Reichsbesoldungsordnung eingereiht. Bisher stand die Verschiedenartigkeit Der Amtsbezeichnungen und Besoldungssätze in den einzelnen deutschen Ländern einem einheitlichen Aufbau der Polizei entgegen. Auch in der Uniformierung der Polizeiexekutioe, die einen der größten und wichtigsten Bearntenkvrper des Staates mit annähernd 130 000 Köpfen umfaßt, werden die soeben beschlossenen gesetzlichen Maßnahmen sich in allernächster Zeit auswirken. Die Buntscheckigkeit der Polizeiuniformen wird bald endgültig der Vergangenheit angehören. Die einheitliche Ausrichtung mit der am 19. Juni 1936 vom Führer genehmigten Einheitsuniform ist nunmehr angeordnet. Schließlich wurde ein Gesetz über Änderungen auf dem Gebiet der Reichsversorgung beschlossen, das eine Neureglung der Frontzulage zum Gegenstand hat. Die Frontzulage in Höhe von 5 Mark monatlich, die durch Gesetz vom 3. Juli 1934 eingeführt worden ist, bezweckt, die Verdienste der kriegsbeschädigten Frontkämpfer besonders hervorzuheben. Bisher war jedoch der Kreis der Frontkämpfer, die die Frontzulage ohne Einschränkung erhalten können, auf diejenigen Frontkämpfer beschränkt, deren Erwerbsfähigkeit durch die Kriegsdienstbeschädigung um mindestens 50 v. H. gemindert ist, während Beschädigte mit einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 30 v. H. oder 40 v. H. sie e r ft nach Vollendung des 50. Lebensjahres erhielten. Diese Einschränkung wird beseitigt, so daß mit Wirkung vom 1. April 1937 alle Frontkämpfer, deren Erwerbsfähigkeit um mindestens 30 v. H. durch Kriegsdienstbeschädigung gemindert ist, die Frontzulage erhalten werden. Der Führer und die Reichsregierung beweisen damit erneut ihre Verbundenheit mit den Frontkämpfern. Gesunder Aufbau des preußischen Staatshaushalts. Berlin, 19. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Göring hat der Preußische Ministerrat entsprechend den Vorschlägen des Finanzministers Prof. Dr. P o p i tz den Staatshaushaltsplan für das am 1. Aptil beginnende Rechnungsjahr 1937 verabschiedet. Wie der Finanz- minister ausführte, entsprach der Verlauf des Rechnungsjahres 1936 den gehegten Erwartungen. Die Betriebsverwaltungen brachten durchweg die veranschlagten Ueberschüsse, in Domänen und Forsten noch geringe Verbesserungen. Entsprechend der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Steueraufkommen weiter befriedigend entwickelt. Die Ausgaben hielten sich etwa in der Gesamthöhe des Voranschlags. Durch die sparsame Wirtschaftsführung wird es wieder möglich sein, die erzielten Mehreinnahmen im Interesse einer gleichmäßigen Entwicklung der Finanzverhältnisse als Einnahme für den Ausgleich des Haushaltsplanes 1937 zu verwenden. Infolgedessen wird das Rechnungsjahr 1936 im Endergebnis voraussichtlich ohne Ueberfchuß, aber ebenso wie die Vorjahre 1933, 1934 und 1935 auch ohne einen Fehlbetrag abschließen. Der mit großer Sparsamkeit aufgestellte Staats- Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1 9 37 ist mit 1991 Millionen RM. in Einnahme und Ausgabe ausgeglichen. Die Steigerung der Einnahmen und Ausgaben im ordentlichen Haushalt auf 1944 Millionen Mark ist in erster Linie auf die Auswirkungen des Volksschulfinanzgesetzes zurückzuführen. Nach diesem hat das Land auf dem Gebiete der persönkichen Dolksschullasten erheblich weitergehende Ausgaben von den Gemeinden gegen eine entsprechende stärkere Beteiligung an den Reichssteuerüberweisungen übernommen. Daneben sind für 1937 auch größere Beträge zur Unterstützung leistungsschwacher Schulverbände bei Durchführung dringender Dolksschulbau- t e n vorgesehen. Es verbleibt noch eine Steigerung des Zuschußbedarfs der Staatshoheitsverwaltungen gegenüber dem Vorjahre um 9 Millionen RM. Es ist also wieder gelungen, die vermehrten Bedürfnisse der Hoheitsverwaltungen größtenteils durch Verbesserung ihrer Einnahmen und Ersparnisse an anderen Stellen auszugleichen. Besondere Erwähnung verdienen die Maßnahmen für den Ausbau der Universitäten und Technischen Hochschulen, der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten und der Hochschulen für Lehrerbildung, die vermehrten Bedürfnisse der Landeskultur- und der Kulturbauverwaltung, der weitere Ausbau der Gesundheitsämter. Die steuerlichen Einnahmen konnten um insgesamt 47 Millionen RM. höher veranschlagt werden. Der außerordentliche Haushalt enthält dringende produktive Maßnahmen hn landeskulturellen Interesse und für Zwecke des Ausbaues der Häfen. Besondere Berücksichtigung haben die Landgewinnungs- und Kultivierungsarbeiten in Schleswig-Holstein gefunden. Das politische Nachspiel von Clichy. Volksfrontregierung und Kommunisten. Paris, 20. März. (DNB. Funkspruch.) In politischen Kreisen erwartet man mit Spannung die für Dienstag festgesetzte Aussprache in der Kammer. Es scheint, daß die Volksfront-Regierung auch diesmal wieder mit einer großen Mehrheit aus der Debatte hervorgehen wird. Der Ministerpräsident scheint nicht den kommunistischen Forderungen auf Auflösung der angeblich umstürzlerischen nationalen Parteien nachgeben zu wollen. Die Radikalsozialen haben außerdem sehr unzweideutig zum Ausdruck gebracht, daß sie eine derart willkürliche Haltung nicht billigen könnten, sondern stets für die Versammlungsfreiheit aller Parteien einträten, die den bestehenden Gesetzen entsprechen. Blum Dürfte sich darauf beschränken, alle Parteien aufzufordern, während der internationalen Ausstellung ihre Kundgebungen einzuschränken. Der „Matin" meint, in der Kammer werde der Ministerpräsident nach wie vor seine Mehrheit behalten. Aber es müsse festgestellt werden, daß es der Regierung nicht möglich gewefen sei, einen Teil ihrer Anhänger auf dem äußersten linken Flügel zufrieden zu stellen, die in der Volksfront bisher ein Mittel gesehen hätten um dem Marxismus zum Siege zu verhelfen. Diese verbitterten und enttäuschten Elemente gerieten nun allmählich in einen individuellen Anarchismus nach dem Beispiel Kataloniens und versuchten, den Generalstab des marxistischen Gewerkschastsverban- des einfach zu überrennen. Das Vertrauen würde sehr rasch zurückkehren, wenn die Regierung eine ausgesprochen revolutionäre und anarchistische Bewegung, die versuche, die auf dem linken Flügel stehenden Parteien zu überrennen, energisch j m Keime ersticken würde. Man wisse nur zu genau, was diese Bewegung aus Spanien und Der spanischen Volksfront gemacht habe. im Haag ansässiger Reichsdeutscher anläßlich der Hochzeitsfeierlichkeiten der Kronprinzessin an seiner Wohnung gesetzt hatte, herunterge- rissen hatte, wurde vom Polizeirichter zu einer Gefängnisstrafe von drei Wochen verurteilt. Der Staatsanwalt hatte in einer scharfen Anklagerede eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen gefordert. Es fei verantwortungslos, die Ausländer in Holland daran zu hindern. Die Flagge ihres Heimatstaates zu zeigen. Durch ein derartiges Auftreten werde Holland ein schlechter Dienst erwiesen. Jede Flagge eines ausländischen Staates müsse in Holland geachtet werden und ungehindert gezeigt werden können. „Volksqasmasken der Fremdstaalen " Berlin, 11. März. (DNB.) Unter Der Ueber- fchrift „Dolksgasrnasken Der Fremdstaaten" bringt v" Zeitschrift „Gasschutz und Luftschutz" einen Ueberblick über Den Ausrüstungsstand der Zivilbevölkerung mit Gasmasken in Den europäischen Staaten. Sie bereits auf den internationalen Gasschutz- Konferenzen in Brüssel 1928 und Rom 1929 vor allem von deutscher Seite nachdrücklich vertretene Forderung, Die gesamte Zivilbevölkerung mit zuverlässigen Gasschutzgeräten auszustatten, findet in zunehmendem Maße Verwirklichung. Die Wege sind allerdings unterschiedlich. So beschränkt man sich in einigen Ländern darauf, lediglich Erzeugung und Vertrieb Der Gasmasken staatlich zu überwachen, um auf diese Weise für ausreichende Schutzleistung Der Geräte Gewähr zu leisten. Die Beschaffung Der Gasmasken selbst ist persönliche Angelegenheit jedes einzelnen, so z. B. in Belgien und Rumänien. Eine zweite Gruppe von Staaten gewährt zur Verbilligung Der Gasschutzgeräte Zuschüsse, so daß auch Den weniger Bemittelten Die Anschaffung von Gasmasken ermöglicht wird. Den Unbemittelten werden Gasmasken sogar auf Staatskosten zur Verfügung gestellt, so in Dänemark, Frankreich, Der Schweiz und der Tschechoslowakei. Den dritten Weg — Ausstattung der gesamten Zivilbevölkerung mit einer einheitlichen Volksmaske auf Staatskosten — geht bis jetzt nur England. Einheitliche Volksgasmasken, wie sie England schon herstellt, werden auch in Dänemark und in der Schweiz entwickelt. In Den übrigen Ländern sind zahlreiche, äußerst vielgestaltige Gasmaskenmodelle vorhanden. Dies steht vielfach Der Entwicklung eines einheitlichen, zuverlässigen und Dabei billigen Gasschutzgerätes hindernd im Wege. In vielen Ländern werden für Den Gasschutz Der Zivilbevölkerung Deutsche Gasmasken zugelassen bzw. Gasmasken nach deutschen Mustern und Patenten her- Der Marokko-Schacher. Je länger und genauer man Den neuen Fall Marokko unter Die kritische Lupe nimmt, um so stärker unD Deutlicher wird Der Verdacht, daß die Mitteilungen der Regierung Franco über das niederträchtige bolschewistische Schachermanöver mit der spanischen Marokkozone eine für London und erst recht für Paris außerordentlich peinliche Ent- Füllung darstellt. Bekanntlich haben sowohl Die Herren in Paris wie in London unmittelbar nach Der Aufdeckung jenes üblen Versuches mit einem Unterton der Entrüstung versichert, selbstverständlich sei ein derartiger Handel überhaupt keinen Augenblick in Frage gekommen. Diese Auskunft könnte befriedigen, wenn sie zu bedeuten gehabt hätte, daß die Angelegenheit für England und Frankreich Derart unöisfutierbar gewesen sei, daß man sie überhaupt keiner Antwort habe würdigen wollen. Nun stellt sich aber folgendes heraus: Erstens sehen sich Die beiden Regierungen jetzt — fünf Wochen später! — zu Der Erklärung gelungen, eine Antwort solle demnächst erfolgen; Daraus geht also hervor, Daß man Die Angelegenheit doch nicht für so völlig undiskutierbar gehalten hat, daß man sie mit dem Schweigen der Verachtung beantwortet hätte. Zweitens sind zwischen Paris und London über eine Frage, in der es nicht einen einzigen Augenblick etwas anderes als schärfste Ablehnung oder verächtliches Schweigen hätte geben dürfen, Verhandlungen geführt worden — und nicht einmal bei diesen Verhandlungen hat sich eine sofortige und entsprechende scharfe Abfuhr für das bolschewistisch Gesindel ergeben. Drittens: Paris hat sich damals im Februar nicht dazu entschließen können, einen gewissen Ausgleich für sein durch die dauernde Einmischung ohnehin schwerbelastetes Spanienkonto durch energisches Auftreten zu schassen, im Gegenteil, es hat diese bisher weitestgehende Form der Einmischung fast fünf Wochen lang als durchaus im Bereich des Möglichen liegend angesehen! Erst die Aufdeckung des bolschewistisch"»! Manövers hat dann die beiden Regierungen zu einer um vier Wochen verspäteten Stellungnahme gezwungen, wobei weiter festzustellen ist, daß der überwiegende Teil Der französischen Presse die Enthüllung der ganzen Affäre einfach totzuschweigen versucht. Man darf wohl annehmen, daß nach Aufdeckung Der Affäre englische Vorstellungen in Paris dazu geführt haben, daß man auch dort Die Finger aus einem Geschäft gezogen hat, Das zu einem der schmutzigsten in diesem an politischen Skandalen weiß Gott überreichen Sowjetkrieg in Spanien hätte werden können. Aber was das Allermerkwür» Digfte an der ganzen Angelegenheit bleibt. Das ist die Tatsache, Daß Paris und London sich selbst jetzt noch immer nicht zu einer angemessenen Ant- wort an Die Verbrechercligue von Valencia haben entschließen können — es müssen merkwürdige Ge- Danfengänge sein, Die auch jetzt noch Die ganze Angelegenheit für Die englische und für Die französische Regierung auch nur noch im kleinsten Punkt unklar erscheinen lassen können ... Das MM im Dienst der Motorisierung. Berlin, 19. März. (DNB.) Korpsführer Hühnlein unterrichtete eine Reihe von Schriftleitern über besondere Probleme, Die sich aus Dem Motorisierungsgedanken in Deutschland ergeben. In Die breiten Massen der deutschen Jugend Verständnis für Motor und Verkehr zu tragen, sei eine Aufgabe, die Dem NSKK. würdig sei. Auf Der einen Seite würde Dem Staat und Der Wehrmacht eine Auslese von Männern zur Verfügung gestellt, Die nicht nur Techniker, sondern vor allem Kämpfer seien, auf der anderen Seite führe das wachsende technische Interesse unserer Zeit die jungen Menschen aus eigenem Antrieb auch hin zur Erziehung Der Partei. Korpsführer Hühnlein gab einen Ueberblick über Die besonderen Erziehungsprinzipien des NSKK., von der Betreuung der Motorscharen und -gefolgschaften Der HI. bis zu Den sechswöchigen Lehrgängen in Den Motorsportschulen Des NSKK. Hier wurde vor allem auch das handwerkliche Können Der NSKK.-Männer — ohne Unterschied ihres Berufes — zu einer beachtenswerten Höhe entwickelt. Er erläuterte des weiteren den Derkehrser- Ziehung sdie nst des NSKK. und betonte, daß hier nicht etwa eine Hilfspolizei geschaffen worden sei, sondern vielmehr eine erzieherische Selbstverwaltung Der Verkehrsteilnehmer. Dom NSKK. ist bei Den zuständigen Stellen die Aufhebung des Triptyk- Z w a n g e 5 als einer unmodernen und verkehrshindernden Einrichtung beantragt worden. Des weiteren wurden Die Zwangshaftpflichtversicherung, Garagen- und Parkproblem, Die Aufgabe Des Automobilklubs und Die angeftrebte rechtliche Gleichstellung des Kraftfahrers mit Den übrigen Verkehrsteilnehmern behandelt. Hermann (Döring spricht zum Landvolk. NSG. Am Dienstag, 23. März, 20 Uhr, spricht Ministerpräsident Generaloberst Hermann Göring über alle deutschen Sender zum deutschen Landvolk. Wie Die große Rede Görings auf dem Reichsbauerntag in Goslar werden auch diese Ausführungen des Beauftragten Des Führers für den Vierjahresplan wegweisend für Die Aufgabe des deutschen Landvolkes in der nächsten Zukunft fein. Alle Volksgenossen in Stadt und Land stehen in Erwartung dieses Ereignisses. lieber 60000 Bilder zum Neichsphotowettbewerb. Der vom Reichsbund deutscher Amateurphotographen in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" unter Förderung Des Reichs- ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda veranstaltete Photowettbewerb „Vier Jahre Aufbau" hat bei den deutschen Amateurphotographen eine Anteilnahme gefunden, die alle Erwartungen weit übertrifft An Dem Wettbewerb haben sich mehr als 5000 Liebhaberphotographen mit über 6 0 0 0 0 BilDern beteiligt. Aus allen ©auen Deutschlands, aus Großstädten wie aus den kleinsten Dörfern liefen Einsendungen ein, ein Semeis dafür, welch großes Interesse die deutschen Amateurphotographen Dem durch Die Ausstellung ,,©ebt mir vier Jahre Zeit" angeregten Wettbewerb entgegenbrachten; ein Beweis aber auch für die außerordentlich großen Möglichkeiten, die das Wettbewerbsthema dem deutschen Photographen gibt. Es gibt kein Gebiet des deutschen Wiederaufbaues, das nicht von Den Einsendern mit Liebe und Sorgfalt im Bilde eingefangen wurde. Das Bildmaterial, das zur Zeit gesichtet wird, ist durchweg so hervorragend, daß dle Sonderschau der Amateurphotographen auf der kommenden Berliner Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" eine bemerkenswerte Bereicherung der großen Ausstellung bedeutet. Das Preisgericht, das Anfang Avril zur Verteilung der wertvollen Geld- und Eyrenpreife zu- fammentritt, wird bei der hohen Qualität der 60 000 Bilder keine leichte Arbeit haben. Die Preisträger werden am 29. April, dem Eröffnungstage der Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit, veröffentlicht. »LZ. 130" im Rohbau fertig. Der Rohbau des „LZ. 130" wurde vollendet. Aus diesem Anlaß wurde ein schlichtes Richt- fest gefeiert. Die Mannschaft der Abteilung „Hochgerüst" war unter dem Heck, dessen Spitze mit einem Richtbaum geziert war, angetreten. Als Montageleiter DipL-yng. Knud Eckener vor der Mannschaft erschien, überbrachte Werkobermeister Kugler dem Leiter des Werkbetriebes namens der gesamten Belegschaft die herzlichsten Glückwünsche zu seinem 35. Geburtstag und meldete die Fertigstellung des Schiffes im Rohbau. Gruppenführer S) e m e t e r sprach den von Prüfer L e i p p e verfaßten Richtspruch. Mit einem dreifachen Sieg- Heil auf den Führer zerschellte er sein Glas am Schiffskörper mit tausend Wünschen für „LZ. 130". Obermeister Kugler sprach den Arbeitern Dank aus. Das Richtfest sei nur eine Atempause beim Abschluß eines großen Arbeitsabschnittes, in der sich Betriebsleiter, Meister und Gefolgschaft im Geiste die Hand reichten in treuer Kameradschaft. Montageleiter Knud Eckener dankte den Arbeitskameraden und gab seiner Freude Ausdruck über die Fertigstellung des Rohbaues. Die Termine für das nächste Luftschiff „LZ. 131" lägen bereits fest. „LZ. 131" müsse zwölf Monate, nachdem „LZ. 130" die Halle verlassen habe, klar zum Füllen sein. Mit Treue und Kameradschaft werde auch dieses Ziel erreicht. Abends trafen sich die Montagearbeiter zu einem Kameradschaftsabend. Kleine politische Nachrichten Der Führer und Reichskanzler wohnte einer Aufführung der „Jungfrau von Orleans" im Deutschen Theater in Berlin bei, wobei die Hauptrolle Ullrich spielte. Mit dem Führer zusammen sah man in der Loge auch Reichs- Minister Dr. Goebbels. Der Führer und Reichskanzler empfing den Bürgermeister der Stadt Belgrad, Ilitsch, zu einer kurzen Unterredung. * Der Führer und Reichskanzler hat den Botschaftsrat Dr. B ö l ck e r s zum Gesandten in Havanna ernannt. Die Amtsdauer des Präsidenten des Reichsbankdirektoriums Dr. Schacht ist nach dem Reichsbankgesetz, wie die des Präsidenten des Rechnungshofes des Deutschen Reiches Staatsminister a. D. Dr. h. c. S a e m i s ch infolge Erreichung der Altersgrenze abgelaufen. Die Amtsdauer beider Präsidenten ist um ein Jahr verlängert worden. * Der Präsident der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, hat den Leiter der Abteilung Musik im Reichsministerium für Dolksauf- klärung und Propaganda, Generalintendanten Pg. Dr. Heinz D r e w e s zum Vizepräsidenten und Mitglied des Präsidialrats der Reichsmusikkammer ernannt und ihn gleichzeitig in den Reichskultursenat berufen. ♦ Die Aktienmajorität der Universum F i l m - A G. ist an eine unter Führung der Deutschen Bank stehende Gruppe übergegangen. Die sich hieraus ergebenden Veränderungen im Aufsichtsrat sollen auf einer außerordentlichen Generalversammlung der Gesellschaft etwa Anfang Mai beschlossen werden. ♦ Aus Anlaß des Bundestages des Nationalsozialistischen Deutschen Marinebundes in Düsseldorf am 17. und 18. Juli werden Boote der I. Schnellbootflottille und der I. Räum- b o o t f l o tt i ll e mit dem Räumbootbegleitschiff „Ziethen" zu einem Besuch rheinischer Städte auf den Rhein entsandt werden. ♦ In BuenosAires fand das zweite deutsch- englische Frontkämpfertreffen statt, an dem etwa 800 Kriegsteilnehmer der beiden Nationen teilnahmen. Stärksten Eindruck machte, daß der Reichskriegerbund der British Legion 127 englische Regimentsabzeichen aus dem Weltkrieg überreichte, die sich im Besik von Angehörigen des Reichskrie- gerbundes befunden hatten. * Die Besprechungen des österreichischen Bundeskanzlers Schuschnigg mit der ungarischen Regierung ergaben nach amtlicher Mitteilung eine vollkommen einheitliche Stellungnahme zu allen aktuellen Problemen. Die aufbauende Kraft, die der Verbundenheit der Römerprotokollstaaten innewohnt, ist nach ihrer Auffassung der beste Garant der fried- Das amerikanische Neutralitätsgesetz. Die Sonderstellung Englands und Lateinamerikas. Washington, 20. März. (DNB. Funkspruch.) Die Arbeiten an dem neuen amerikanischen Neutralitätsgesetz sind durch die Annahme des Entwurfs des Repräsentantenhauses einen wesentlichen Schritt weiter gekommen. In dem Entwurf wird es in das Ermessen des Präsidenten gestellt, wann amerikanischen Schiffen die Beförderung von kriegswichtiger Fracht zu verbieten ist und wann darauf bestanden werden muß, daß Waren in Amerika bar bezahlt werden, bevor sie ausgeführt werden dürfen. Ferner ist von einem evtl. Verschiffungsoerbot Kanada ausgenommen, so daß dorthin Waren nicht nur mit der Eisenbahn und mit Lastwagen, sondern auch Über die großen Seen versandt werben dürfen. Die Vollmacht zum Erlaß von Verschiffung- und Ausfuhrverboten soll auf zwei Jahre beschränkt sein. Von dem Finanzierungsverbot werden die Sammlung von Geldern für humanitäre Zwecke ausgenommen. Auch L a - tein-Amerika wird von allen Bestimmungen des Gesetzes ausgenommen, sofern nicht ein lateinamerikanischer Staat sich mit einem nichtamerikanischen Staat verbinde. In der Aussprache wurde erklärt, daß das neue Gesetz de facto .ein Bündnis mit England herstelle. Ein Abgeordneter begrüßte dies, denn das britische Weltreich stelle „die vorderste Verteidigungslinie Amerikas gegen Aspirationen anderer Länder" dar. Im übrigen sei England der beste Kunde Amerikas und habe daher auch im Kriegsfälle Anspruch auf alles, was es zur Kriegsführung benötige. Es wurden in der Aussprache ferner Bedenken laut, daß die Ausnahme Latein-Amerikas dazu führen könnte, daß diese Staaten zum Schauplatz eines schwunghaften Waffenhandels würden. Kritisiert wurde es weiterhin, daß die Ausfuhr kriegswichtiger Waren auf den Umfang vor dem Kriege beschränkt werde. Das bringe die Gefahr einer ungesunden Hausse in Kriegsgeschäften mit sich. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Anhänger einer strikten Jsolierungs- politik im Senat auf den Entwurf des Repräsentantenhauses eingehen werden. Es scheint aber, oaß die Bundesregierung diesem Entwurf sympathisch gegenüberstehe. 525 Tote, 125 Verletzte in New London. Eine der schwersten Katastrophen der Neuzeit. Ueuyork, 20. März. (DNV.) 3n New London wurden an der durch eine Naturgasexplosion zerstörten Schule die Bergungsarbeiten am Freitagnachmiltag eingestellt. Der Kommandeur der Nationalgarde erklärte, daß der Trümmerhaufen gründlich durchsucht worden sei. Die Zahl ber loten, die geborgen werden konnten, beträgt 525; die Zahl der Berichten 125. Unter den Toten OKLAHOMA ARKAM5 45 $ VON ME XI KO befinden sich 17 Lehrer und Lehrerinnen. Die mit äußerster Kraft betriebenen Bergungsarbeiten wurden durch starken Regen behindert. Das Aufräumen erfolgte mit Hilfe großer Kräne und Azethylen- Schneideapparale, da die großen Stahlträger des Schulgebäudes durch die Gewalt der Explosion wie Strohhalme zusammenknicklen und ineinander verschlungen find. Unter den Trümmern wurde eine Wandtafel gefunden, auf der geschrieben stand: „Oel und Naturgas sind der größte Mineralsegen von Ost-Texas. Ohne sie würde diese Schule nicht hier stehen, und keiner von uns würde hier sein, um zu lernen.“ * Auch ohne die grauenhaften Schilderungen des Jammers der unglücklichen Eltern, die binnen einer halben Minute ihre Kinder verloren haben, wären die Betroffenen des herzlichen Mitgefühles der ganzen Kulturwelt sicher. Das Unglück hat die noch ganz junge sogenannte Petroleumstadt getroffen, die mitten in den Oelfeldern von Texas liegt. Das Ausmaß der Katastrophe erklärt sich vor allem durch den unglücklichen Zufall, daß im Augenblick der Explosion 700 Schüler im Alter zwischen 8 und 14 Jahren, und 40 Lehrer in der Aula der Schule versammelt waren. 50 Mütter, die in unmittelbarer Nähe in der Turnhalle der Schule eine Besprechung abhielten, Haden den grauenhaften Vorgang mit ansehen müssen. Ob sich die wirkliche Ursache des Unglücks jemals feftfteUen läßt, wird sich erst sagen lassen, wenn das Trümmerfeld so weit aufgeräumt ist, daß man die Heizanlagen genau untersuchen kann — soweit es da noch etwas zu untersuchen gibt. Die Heizung erfolgte mit Benzingas, das durch Rohrleitungen von den Oelfeldern herangeführt wurde. Im allgemeinen sind bei solchen Heizmetoden überall bestimmte Sicherungsmaßnahmen eingeführt. Es scheint nach den bisherigen Berichten fast, als habe man diese Sicherungen infolge des ständigen Umgangs mit dem dort gewonnenen Erdöl allmählich außer acht gelassen. Die Katastrophe von New London gehört zu den folgenschwersten Explosionsunglücken der ganzen Neuzeit, vor allem was die Zahl an Todesopfern betrifft Zum Vergleich feien folgende Fälle herangezogen: Bei der Explosion einer Munitionsfabrik in Marseille am 1. Juli 1915 gab es 90 Tote, bei der Explosion einer ähnlichen Anlage der Skoda- Werke in Pilsen im Mai 1917 über 100 Tote. In schwerer Erinnerung ist noch eine der größten Katastrophen dieser Art, die unser eigenes Vaterland betroffen fyat, als am 21. September 1921 das Dorf Oppau durch die Explosion von Ammoniaksulfat zerstört wurde und das deutsche Volk 319 Tote und 519 Verwundete zu beklagen hatte. Am 3. August 1931 liefen die Meldungen von der Zerstörung einer Pulverfabrik bei Spezia durch die Welt, wo über 100 Tote dem Unglück zum Opfer fielen. Zeitlich am nächsten ist unserer Erinnerung die Explosion des Gasbehälters in Neunkirchen an der Saar; die Zahl der Opfer vom 10. Februar 1933 betrug 63 Tote und 160 Verletzte, während 400 Wohnungen zerstört wurden. Das Beileid des Führers. Der Führer und Reichskanzler hat an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika aus Anlaß der Zerstörung des Schulgebäudes in New London (Texas) durch eine Kesselexplosion folgendes Beileidstelegramm gerichtet: „Zu der furchtbaren Explosionskatastrophe in New London (Texas), die fo viele junge Menschenleben gefordert hat, spreche ich Eurer Exzellenz meine und des deutschen Volkes aufrichtige Anteilnahme aus Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler." lichen Entwicklung in Mitteleuropa und die sicherste Abwehr aller etwa versuchter Störungen. * Die britische Regierung ist nun von der italienischen Regierung dahingehend unterrichtet worden, daß sie bei den Krönung sfeierlichkei- ten durch den Botschafter in London, Graf Gr an di, vertreten sein^wird. Die englische Rüstungsfirma Vickers Ltd. hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von rund 1,6 Millionen (20 Millionen Reichsmark) Pfund Sterling erzielen können. Das sind rund 24 Millionen Pfund (ober rund drei Millionen RM.) mehr als im vorhergehenden Jahre. Der Gewinn von Vickers Armstrong beläuft sich auf rund 768 000 Pfund gegenüber 609 000 Pfund im Vorjahre. * Laut Beschluß des Zentralkomitees der bolschewistischen Partei der Ukraine ist Postyschew auch seines Amtes als Sekretär des ukrainischen Zentralkomitees enthoben. An Stelle Postyschews wurde der Jude Mendel Chatajewitsch (!) zum zweiten Sekretär der ukrainischen bolschewistischen Partei bestimmt. Gleichzeitig wurde Paul Borissowitsch Bilik und der Jude G r i g o r i j Abramowitsch Sinern (!) zu Stellvertretern des Volkskommissars für das Eisenbahnwesen, des Juden Kaganowitsch, ernannt. Aus aller Wett. Generaloberst Graf von Bolhmer f« Generaloberst Graf Felix von B o t h m er, ein bekannter Heerführer aus dem Weltkrieg, ist in München im 85. Lebensjahre gestorben. Er war in der bayerischen Friedensarmee zuletzt General der Infanterie. Nach Ausbruch des Weltkrieges übernahm er 1914 zunächst die Führung des 2. bayerischen Reservekorps. Seine Aufgabe im Weltkriege brachte ihm 1915 den Oberbefehl über die Südarmee in Galizien. Hier hat Graf Bothmer mit der damals nur zwei deutsche und vier österreichisch-ungarische Divisionen starken Südarmee 1916 der gewaltigen vom General Brussilow geführten russischen Offensive fast fünf Monate lang erfolgreich Widerstand geleistet. Generalfeldmarschall von Hindenburg hat diese Waffentat als einen unschätzbaren Dienst für die gesamte Lage gekennzeichnet. Am Schlüsse des Weltkrieges stand General von Bothmer, der inzwischen zum Generaloberst befördert worden war, an der Spitze der 19. Armee in Lochringen Fest der deutschen Volksmusik verlegt. Das ursprünglich für Pfingsten angesetzte Fest der deutschen Volksmusik in Karlsruhe wurde auf den 5. bis 7. Juni 1937 verlegt, um den Mitwirkenden günstigere Fahrpreisbedingungen zu ermöglichen. Die Reichsbahn wird zum neuen Termin Sonderzüge mit 75 v. H. Fahrpreisermäßigung zur Verfügung stellen Auf dem Fest werden u. a. auch neue Blasmusikwerke für Liebhaberkapellen aufgeführt werden, lieber 500 Misikkapellen haben sich bereits zur Teilnahme gemeldet. Graf Lnckners „Seeteufel“ rüstet zur neuen Weltreise. Der „Seeteufel" mit Graf ßurfner an Bord traf in Hamburg ein und machte am Dock fest, wo an dem Schiff noch einige technische Einrichtungen eingebaut werden sollen. Graf ßurfner äußerte sich sehr befriedigt über die Seetüchtigkeit des Schiffes. Am 5. oder 6. April wird ber „Seeteufel" von Hamburg aus feine Weltreise antreten, die über rund 16 000 Seemeilen führt. Die Fahrt geht durch den Panamakanal zunächst in die Südsee. Schweres Gasunglück in einem südafrikanischen Goldbergwerk. Im Goldbergwerk „©immer Jack" bei der Stadt Germiston unweit Johannesburg (Südafrika) hat sich eine Katastrovhe ereignet. Durch einen Gasausbruch wurden 40 Europäer und 250 Eingeborene schwer vergiftet. Bis jetzt sind 40 Eingeborene gestorben. Es soll für keinen Europäer Lebensgefahr bestehen. Man nimmt an, daß der Gasausbruch auf Feuer zurürfzuführen ist. 33 Eingeborene werden noch vermißt. Eisenbahnunglück in Honduras. In der Nähe der Ortschaft El Chile (Honduras) entgleiste ein Güterzug, der aus 20 Wagen und zwei Lokomotiven bestand. Da auf der Strecke Gleiserneuerungsarbeiten ausgeführt wurden, deren Arbeiter beim Herannahen des Zuges beiseite traten, wurden in erster Linie diese Arbeiter von dem Unglück betroffen. Mehrere Wagen stürzten auf eine Gruppe der Arbeiter. Vier von ihnen wurden getötet, zwölf schwer verletzt. Wetterbericht des Reichswetterdlenstes. Ansgobeort Frankfurt. Die Großwetterlage ist in einer Umgestaltung begriffen. Während sich das irische Tiefdruckgebiet langsam auffüllt, konnte sich über Ostftankreich eine schwache Hochdruckbrücke herausbilden. Sie wird ihren Einfluß auch nach uns hin ausdehnen und uns zunächst weitere Witterungsbesserung bringen. Aussichten für Sonntag: Zeitweise aufheiternd und im wesentlichen trocken, bei schwachen Winden weiterhin mild. Aussichten für Montag: Mildes, vorwiegend freundliches Wetter. Lufttemperaturen am 19. März: mittags 10,3 Grad Celsius, abends 7,8 Grad; am 20. März: morgens 2,8 Grad. Maximum 10,6 Grad, Minimum heute nacht 2,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. März: abends 7,8 Grad; am 20. März: morgens 5,1 Grad. — Niederschläge 0,8 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt'der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II 37: 10 933. Druck- und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samsiags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr $ur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Dergleichen Sie mit Ihrem Los! Nr. 271935 gewinnt 2 Millionen! Meder einmal Ht die Entscheidung gefallen: wer m der Staatslotterie mitspielte, kann jetzt prüfen, ob er zu den glücklichen Gewinnern des »Großen Loses" gehört— schon ein Achtellos brachte dann bare 100 000.—Reichsmark — oder ob ihm einer der anderen 342 998 Gewinne zusiel. An fast jedem zweiten Fall wird es nach dieser Prüfung ein frohes Gesicht geben — fast jedes zweite Los gewinnt! Ar« 23. April beginnt die Ziehung der L Klasse der 49. Preußisch-Süddeutschen (275. Preußischen) Klassen- lotterte. Wieder werden in 5 Klassen 343 000 Gewinne auf 800 000 Lose ausgespielt. Die Gesamtsumme aller Gewinne betragt 67 660 180.— Reichsmark. Die Gewinne sind einkommensteuerfrei. Und ein Achtellos kostet nur 3.—Reichsmark je Klasse! Den amtlichen Gewinnplan und — soweit verfügbar — Originallose erhalten Sie bei allen staatlichen Lotterie-Einnahmen. '(VXtvf". ZU ZU ZU 2 2 2 Gewinne Gewinne Gewinne 12 Gewinne zu je 50000.— RM Außerdem 342968weitereGewinne im Gesamtbetrag von 61910180.—RM je 1OOOOOO.— RM je 500000.— RM je 300000.— RM 2 Gewinne zu je 200000.— RM 10 Gewinne zu je 1OOOOO.— RM 2 Gewinne zu je 75000.— RM Der Präsident der PreußischHSüddeutschen Staatslotterie Die neue Lotterie beginnt? Wer kein Los hat, kann nicht gewinnen! (Auszug aus dem amtlichen Gewinnplans lcnw»ar w»d »fiere otme Gewähr für DrvdfoMe«. Ur . 5Q)q-( , >in Si> Ä>fe JXittn st9mWt ’°'ni9>taÄrOd x-nn °K Sb »°cht Sn Wellt LWl '^»dLwt ? »ich,z ÄI>» 1 Sobel W* fe A’ "Ndy ^Ae v SluriJ« schient *•«541 8,1 Ni/ «r 2® os §s' U^e der HA spiele tej» Ssr fes ti»*; O- L« ELwi-nm LV°2° s-L L iu mache"/ tii W21-W-* SÄ s“S «Sie I lammen hatte, s" i widerständen der ;ab der Geschlcht ! wen Männern Ije das planmatz reuen Regie« üujlösung des Rl ■to Reich unt Deutzen, der m itaortet wird, das •gtaun vor dem ,newalt über die !»der Dinge nid) । rrönung, welche Sueben Schwaz ^eichstagswahl lierung eine klo Das waren - Etappen auf Hein schönerer Pfunden werde. Inner Gotteshai vir letzten Ruht ctabt, welche d ragt, reichten sii lind die Hände.. (ort der Fronts lie den neuen gelb — in zarten und kühlen Farben ruft die Sonne die ersten ihrer Blumenkinder unter raschelndem Laub und dürrem Kraut hervor. Das brennende Rot entzündet sich noch nicht unter diesen Lockungen des Frühlings. Aber gerade diese schüchternen Tönungen sind es, die das Herz der Menschen rühren. Und sie gehen hinaus, um die kleinen Blüten in ihr Haus zu holen, sie pflanzen sie in den Garten, um sie dicht bei sich zu haben, um aus ihrem Erscheinen sich Hoffnungen für das neue Leben nach den eisigen Stürmen des Winters zu bauen. Das Schneeglöckchen, bas erste und mutigste unter den Zarten, ist ein wahrer Recke. Mit den grünen Speerspitzen hebt es die hartgefrorenen Erdbrocken hoch und wirft sie beiseite, es durchbohrt die feste Lage des alten Laubes und ringt sich so ans Licht empor, das oft noch durch eine Lage Schnee verdunkelt wird. Aber die Lebenskraft dieses Blümchens läßt sich auch dadurch nicht zurückhalten; eines. Februartages ist die Arbeit endlich getan — die silbernen Glöckchen schwingen im Luftzug, ducken sich unter dem Sturm, öffnen sich weit unter den mittäglichen Strahlen der Sonne. Dankbare Gäste kommen, Bienen, mutige kleine Fliegen, verschlafene Hummeln, die sich an Schneeglöckchens Tisch erfrischen wollen. Sie kennen es seit Jahrhunderten als Kind deutschen Landes. Die Wälder um Wien sind voll von ihm, in Schlesien und den Weichselniederungen ist es zu Hause, in Mitteldeutschland läutet es den Frühling ein. Die klugen Leute, die aus der Natur nur ihren Nutzen haben wollen, sehen es mit Verachtung an, denn keinerlei Arznei wohnt ihm inne — es sei denn, daß man es ihm als Heilkraft anrechne, die Menschen frohen Mutes zu machen, ihnen die trübe Winterstimmung zu vertreiben und der Seele zur Gesundung zu Helsen ... Der Krokus leuchtet gelb und blau aus den Gärten zu den Freunden jenseits des Zauns hinüber, eigentlich ein Fremdling im deutschen Garten, aber jahrhundertelange Bekanntschaft machte vergessen, daß er aus dem südlichen Europa, ja aus Kleinasien, einwanderte. Und nun scheint er auch dabei zu sein, seine wohlgepflegte Kinderstube aufzugeben und sich aus der Obhut des Menschen in die freie Natur zu flüchten. Mehrere deutsche Gaue haben ihn am Wald- und Wiesenabhang ganz als eigen ausgenommen und er fühlt sich mit seinen großen leuchtenden Becherblüten herzlich wohl unter den kleineren und zarteren Einheimischen. Gelb, lila, weiß schimmert das volle Blütenbüschel der Primel aus den flach auf den Boden gebreiteten grünen Laubblättern, die mit dichtem Flaum überzogen sind, ein kleiner Schutz gegen die nächtlichen Fröste. Sie sind nicht mehr ängstlich zu Nadeln zusammengerollt, diese weichen grünen Blätter, sie erinnern als Erste an das Laub, das nun überall kommen wird. Zahlreich ist die Verwandtschaft der Primeln. Die bescheidenen Basen mit ihrer hübschen Entstehungslegende, die Himmelsschlüssel, schmückten die Waldlichtung und die frisch begrünten Wiesen. Die wilden Aurikeln Tirols gehören ebenfalls zu der Sippe „Primula" und auch jenseits der Weltmeere, in Japan und Amerika gibt es ähnliche Arten. In deutschen Gärten finden sie sich schon im 16. Jahrhundert, und ihr buntes Blühen machte sie den Blumenfreunden lieb, die sich gern gegenseitig den Samen schenkten und dann neue Kreuzungen durchführten. Das Biedermeier liebte die Aurikel vor allem, faßte damit die gezirkelten Beete ein und wand Kränze aus ihr. Märzbecher, Tazetten, Narzissen, sie alle können ihre Verwandtschaft nicht leugnen, obwohl sie äußerlich zahlreiche Verschiedenheiten aufweisen. Aber die stolze Haltung der Häupter auf hohem schwankem Stiel, den Hals neugierig vorgestreckt und mit zartem Bast umwunden — man kann bei dem unberechenbaren Wetter nicht vorsichtig genug sein — und die zahlreichen schmalen langen Blätter, die sich über jedes andere Kraut erheben, die zeigen das gleiche Herkommen an. Weit erftrecft sich ihre Herrschaft von Europa bis nach Asien hinein, und Volksfeste werden in den Bergen zu ihren Ehren Hr.67 Zweites Blatt Der Tag von Potsdam. Es ist früher oft die Rede davon gewesen, daß in ter Geschichte der Völker Jahre und Jahrzehnte keine croße Rolle spielen, daß man um das große Weltgeschehen verstehen zu können, mit Jahrhunderten jinb Jahrtausenden rechnen müsse. Gewiß hat dieses Argument manches für sich, denn niemand wird be- itreiten können, daß wir das Auf und Ab in dem »eben eines Volkes, wie überhaupt die Entwicklung }er gesamten Geschichte nur richtig nach dem Ablauf langer Epochen beurteilen können. So viel dieses Geschichtsdenken auch für sich hat, fo dürfen wir es doch jetzt nicht mehr als allgemein- gültig anerkennen. Und auch die Vertreter dieser Auflassung müssen einsehen, daß ihre Lehre dann nicht mhr zutrifft, wenn ein Volk binnen kurzer Zeit eine derartige Wandlung durchmacht, daß sein Platz in der geschichte auf einmal ein gänzlich anderer geworden ist. Wir müssen uns stets vor Augen halten, faß die Entwicklung, welche Deutschland in den letzten Pier Jahren zu verzeichnen hatte, einmalig in der beschichte überhaupt dasteht. Seit Jahrhunderten hatten sich beste Deutsche darum bemüht, aus dem Durcheinander der deutschen Länder einen Einheitsstaat zu machen, ein Ziel, das erst Adolf Hitler verwirklichen konnte. Am 21. März jährt sich zum viertenmal der Tag, der einer der wichtigsten Marksteine auf dem Wege des Dritten Reiches war: der Tag von Potsdam, bei dem im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes in der Garnisonkirche der neue Reichstag eröffnet wurde. Knapp zwei Monate erst waren es der, daß Adolf Hitler die Führung des Staates übernommen hatte, fünfzig Tage erst, in denen — allen Äiderständen derer zum Trotz, die da glaubten, das Hab der Geschichte aufhalten zu können — von den reuen Männern eine Arbeit geleistet worden war, die das planmäßige und zielbewußte Vorgehen der reuen Regierung aller Welt klar vor Augen führte. Auflösung des Reichstages, Entscheidungskampf zwischen Reich und Ländern, letzter Widerstand in Vreußen, der mit Auslösung des Landtages beantwortet wird, das Satyrspiel der Klage des Kabinetts Braun vor dem Staatsgerichtshof, Sieg der Reichs- Iewalt über die Länder, welche sich der Neuordnung er Dinge nicht fügen wollen, die erste Flaggen- rbnung, welche die Hakenkreuzfahne gleichberechtigt eben Schwarzweißrot stellt, unb schließlich die leichstagswahl des 5. März, welche der neuen Re- lerung eine klare Mehrheit bringt. Das waren — in großen Zügen gesehen — b i e Etappen auf dem Wege zum Tag von Potsdam, kein schönerer Platz hätte für diesen Staatsakt cefunben werben können als biefes schlichte Potssamer Gotteshaus, in bem der große Preußenkönig ;ur letzten Ruhe bestattet ist. In Potsdam, dieser Stadt, welche bas Gesicht Friedrichs des Großen trägt, reichten sich bas alte unb bas junge Deutfch- lanb bie Hänbe. Hier ber greife Generalseldmarschall, dort ber Frontsolbat unb Führer ber Beweaung, iie ben neuen Staat erkämpft hatte. In bem festen hänbebruck biefer beiden Männer lag bas Gelöbnis, nun, nachdem bas neue Deutschland auferftanben mar, mit allen Kräften bas begonnene Werk fortzusetzen. „Die Vorsehung läßt Sie, Herr General- ieldmarschall, Schirmherr sein über bie neue Erhebung unseres Volkes." Diese Worte, bie ber Führer ian den Marschall richtete, waren Ausdruck ber Verbundenheit zwischen bem alten unb bem neuen Deutschland Wir wollen uns an biefer Stelle bie Regierungserklärung ins Gedächtnis zurückrufen, iie damals in der Garnisonkirche verlesen wurde, veil diese Erklärung ebenso wie bas Parteiprogramm mit aller Deutlichkeit zeigt, wie gradlinig unb kompromißlos bas Deutschland Adolf Hitlers stets seinen Weg gegangen ist. „Wir wollen wiederherstellen die Einheit des Geistes und des Willens der deutschen Nation! Wir wollen wahren die iroigen Fundamente unseres Lebens: unser Volkstum und die ihm gegebenen Kräfte und Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 20. Marz (937 Fund im Walde Ich satz schon halb im Kittchen! Die Polizei sagte bloß: Tja - hätten Sie Zeitung gelesen! Es stand doch ganz genau im Gießener Anzeiger, daß man Schlingen dem Förster anzeigen muß. Aber im letzten Augenblick wurde ein gewisser Kahlhose verhaftet; ber war's gewesen, und ich kam mit dem Schreck davon ... (Na, Glück hat auch ein Hase mal — aber selten!) UHL Seilersweg Nr. 67 adlO Telephon Nr. 3170 eparaturen ,897D abgehalten, wenn ihre leuchtenden Sterne sich öffnen und zu Tausenden auf einer Wiese erstrahlen. Sie fühlen sich sehr wohl unter gärtnerischer Pflege, aber sie stehen in unseren Gärten mit demselben Gleichmut wie auf ihren heimatlichen Wiesen. Sie haben es nicht nötig, sich „veredeln" zu lassen, ihre zarte Schönheit ist voller Stolz. Rund und rosig erhebt sich aus seiner zierlichen Blattrosette Tausendschönchen auf glattem Stengel. Maßliebchen nennt es der Volksmund auch und mißt an feinen vielen Blütenblättchen geduldig abzählend die Liebe. Seine Mutter hat keine so schonen Namen, es ist das Gänseblümchen, das vom frühen Lenz bis tief in ben Herbst hinein bie Grasflächen ber Natur schmückt. Tausendschön hat sich schnell im Garten gewandelt. Aus ben gelben Staubgefäßen machte es reihenweise zierliche Blütenblätter und verstärkte ben leisen, rosigen Anhauch zu kräftigerem Ausdruck. Sie können es sich leisten, diese Frühlingsgewächse, ihre Fruchtspender in Schönheit umzuwandeln. Haben sie doch die Möglichkeit der Vermehrung durch Teilung und sind nicht auf Samenkörner angewiesen. Eine junge Verwandte gesellt sich in den letzten Jahren gern zu ihnen; sie kommt aus dem Orient, hat mehr rundliche als zungenförmige Blütenblätter und zieht den etwas steinigen Grund einer allzuwarmen Muttererde vor. Sie hat eine Absonderlichkeit an sich, denn sie blüht blau. Unb bas ist unter Blumen etwas sehr seltenes, denn entweder entschließen sie sich zur blauen oder zur roten Farbe. Es gibt nur wenige Ausnahmen — Hyazinthen, Akelei, sie sind zu zählen. Gießener Gtadttheater. Shakespeare: „Biel Lärm um nichts." Dieses Lustspiel, 1599 entstanden und 1600 im Druck erschienen, gehört zu den romantischen Stücken Shakespeares. Man hat bie italienischen Vorbilder der Fabel ebenso nachgewiesen, wie man die Keime späterer Entwicklung in Shakespeares eigenem Werk erkannt fyat; auch Erinnerungen an Vorausgegangenes tauchen auf: bie Aehnlichkeit der spröden und angeblich männerfeindlichen Beatrice mit dem ungebärdigen Kätchen, ber gezähmten Widerspenstigen, ist kaum zu übersehen, über das mögen mehr ober minder unwesentliche Einzelheiten sein, unb wenn wir dieses Lustsviel romantisch nannten, so sollte damit gesagt sein, daß die Figuren und ihre Handlungen ganz überwiegend der Erfindung dichterischer Phantasie entsprangen, einer Laune, einer schnellen Eingebung, ber Freude am bewegten und farbigen Durcheinander des flüchttgen Spieles auf dem Theater. * Der Titel scheint schon anzudeuten, wie sehr hier olles auf Improvisation angelegt war, auf den lockeren StegreifiStil der italienischen Commedia dell’arte. Man hat auch — sicher nicht mit Unrecht — davon gesprochen, daß Shakespeare sich hier ein toenig ironisch über sich selbst luftig gemacht habe, toenn er den Knoten der Verwirrung fo mit Bedacht und vielfältigen Verflechtungen schürzte, um zuletzt alles mit einer gewissen großartigen Unverbindlichkeit sich schlichten und losen zu lassen — um nichts. Romantisch der Schauplatz, Die Umwelt, die Fabel, die Figuren, die eben nur in seinen eigenen Stücken Verwandtschaft zu finden vermochten; nichts von der Problematik oder der lief» finnigfeit &ie wir aus andern Shakespeare-Dramen kennen, welche wie dieses unter dem Namen der comedy erschienen: man benfe etwa an den .Sturm", an „Maß für Maß" ober an ben „Kaufmann von Venedig", wo freilich die Komödie schon nahe daran ist, in den tödlichen und unwiderruflichen Emst ber Tragödie umzuschlagen. * Zwar ist nicht zu übersehen, baß eines der Hauptmotive in „Viel Lärm um nichts", auf welchem sich 2ne ganze Szenenreihe aufbaut, ebenfalls bereits sehr nahe an einer, für das Lustspiel in unserem Sinne gefährlichen Grenze liegt. Das ist die Handlung, die sich um Hero, Claudio und Don Juan lammelt. Dieser Don Juan ist ein ausgemachter Schuft, ein Kerl. der. wenn ec sonst das Format dazu hätte, mit jenem dritten Richard verglichen werden konnte, dem eines von Shakespeares unheimlichsten und großartigsten Trauerspielen gilt: er handelt, ohne tiefere Begründung, aus Freude am Bosen schlechthin, aus der bitteren und trüben Lust, Unheil zu stiften — also eigentlich schon außerhalb der Lustspiel-Sphäre —, wenn er die dem Claudio verlobte, zarte und unschuldige Hero als Buhlerin verleumdet; vielleicht durste nur ein völlig selbstherrliches Genie wie Shakespeare es wagen, einen solchen Einfall mit Bedacht auf die Spitze zu treiben und zu Ende zu denken so, daß dem Zistchauer angst werden muß, ob dies noch alles lieber ins rechte Maß und in die alte Weltordnung werde zurückgeführt können. Claudio glaubt in der Tat den abscheulichen und völlig grundlosen Verdächttgungen und beschimpft die ihm Anverlobte vor dem Traualtar auf bas ärgste. Die Braut bricht, wehrlos und fassungslos, ohnmächtig zusammen, und es bleibt nur die gewagte letzte Möglichkeit, sie für tot auszugeben; erst als Claudio sein schweres Unrecht eingesehen hat und zu büßen bereit ist, darf sie wieder zum Leben erwachen und Claudio ihre Hand reichen. ♦ In wesentlich heller angelegten Farben entfaltet sich die zweite Handlungsreihe, die sich mit jener ersten, ganz lustspielhaft, verschlingt und kreuzt: sie wird getragen von dem Paar Beatrice und Benedikt, die aber zunächst durchaus nicht wie ein Liebespaar einander begegnen. Shakespeare hat es offenbar gereizt, das Motiv der „Widerspenstigen" nicht nur wiederaufzunehmen, sondern noch zu verschärfen und gleichsam zu verdoppeln. Wenn diese Peatrice nämlich, im Gegensatz zu Hero, mit einem erstaunlichen Mundwerk und einem äußerst stachligen Witz ausgerüstet, ihren Spaß daran hat, sich über die Männer im allgemeinen und den ehrlichen padua- nischen Edelmann Benedikt im besonderen lustig zu machen, als ob sie nie und nimmer daran dächte, eines Mannes Weib zu werden, am wenigsten Benedikts Gemahlin — so wird ber seinerseits als ein ausgemachter Weiberfeind und überzeugter Junggeselle eingeführt. Gerade auf diese beiden aber hat es Shakespeare abgesehen, diese „wider ihren Willen" dennoch zusammenzubringen, reizte ihn als ein anderes Hauptmotiv seiner Phantasie-Fabel; und ganz lustspielhaft ist das Intrigenspiel mit beiden auch verdoppelt dergestalt. Daß jedes vom andern (aus einem Gespräch, bas die übrigen sie in kupplerischer Absicht geflissentlich belauschen lassen) mit hohem Staunen vernehmen muß, ihm gelte bie heiße Liebe des vermeintlich spröden und spöttischen Partners: wiederum ein Einfall, den wohl nur Shakespeare mit so überlegener Selbstverständlichkeit zum erwünschten Ziel im letzten Akt zu führen vermochte. * Und völlig aus feiner Hand und seiner unendlich bevölkerten Lustspielwelt gingen auch die derbkomischen Figuren hervor, welche die höfische Sphäre, in der die Haupthandlung vor sich geht, volkstümlich durchdringen und narrenhaft würzen. Die einfältigen Gerichtspersonen Holzapfel und Schlehwein machen das Rüpelspiel, das wir aus andern Shakespeare-Stücken kennen, und der Dichter, der sich ihrer mit sichtlicher Liebe angenommen hat, tat ihnen sogar die Ehre an, sie nicht nur als Spaßmacher und luftige Personen über die Bühne stolpern zu lassen zum Gelächter der Zuschauer, sondern die beiden in ihrer Einfalt sind es eben, die — sie wissen selber nicht wie — die abgründige Schurkerei des Don Juan ans Licht bringen. — * Die Aufführung wurde von Dr. (Erich Schumacher vom Stadttheater Saarbrücken (a. G.) ae- leitet. Die Grundzüge für eine Inszenierung dieses Lustspieles lassen sich aus dem oben Gesagten unschwer ableiten: es kommt hier, rote uns scheint, vor allem darauf an, die beiden Haupthandlungsreihen mit möglichst leichter Hand ungezwungen zu verschmelzen... nicht nur im Sinne einer äußeren szenischen Einheit, sondern auch im Hinblick auf eine Synthese der echt lustspielhaften und der — sagen wir: — mehr als lustspielhaften Elemente des Stückes. Dr. Schumacher tat dies, indem er bem Ganzen die lockere, spielerische und durchbrochene Form gab, in der wir die überwiegende Mehrzahl ber comedies zu sehen gewohnt finb. Sie entwickelte sich aus einem leichtflüssigen Zusammenwirken des Ensembles, aus übersichtlicher Austeilung ber Handlungsträger in Spiel und Gegenspiel, im Ausschöpfen vornehmlich der Partien, auf denen die entlastende Wirkung des Vorganges immer beruhte und beruhen wird. Die mit vielfältigem Schauplatzwechsel verbundene Szenengliederung der fünf Akte legte bie Verwendung der Drehbühne nahe, die ohne Störung ber Illusion schnelle Verwandlungen bei offenem Vorhang gestattete. Herr Löffler hatte den so gegebenen Raum zweckmäßig auf geteilt und mit farbenfreudigen, spielerisch leichten und schnörkligen Aufbauten den Grundcharakter ber Inszenierung insgesamt sinnfällig unterstrichen. Herrn Bräuers Bühnenmusik schuf eine sttlgemäße lieber» brückung und teilweise auch untermalende Begleitung ber vierzehn Bilder. Das Maskenfest des zweiten Aktes wurde durch den Einsatz der Tanzgruppe rhythmisch belebt und in Fluh gehaltem Was den darstellerischen Umkreis des Stückes angeht, so wurde ebenfalls bereits angedeutet, wo bie im Sinne des echten Shakespeare-Lustspiels reinsten Entfattungsmöglichkeiten liegen. Fräulein Prinz war eine scharmante Beatrice, sah reizend aus, traf auch genau ben Ton, auf den die Figur gestimmt ist und wurde sichtlich von der kapriziösen Laune dieser andern, minder volkstümlichen Wider- spenstigen beschwingt. Herr von Gschmeidler war ein witziger und beweglicher Benedikt, dessen innere und äußere Verwandlung mit Vergnügen zu verfolgen war; in seinen Reden und Gebärden zwar überwiegend von barockem Humor, ließ er doch, als es ernst zu werden drohte, die noble Gesinnung des echten Edelmannes erkennen. * Fräulein Krause war eine zarte, bräutliche Hero, Herr Rosenthal tat für den Claudio (ber ja als Charakter schwierig zu erfassen ist) in jugendlicher Kavaliershaltung das Möglichste. Herr Geiß- l e r gab den Don Juan als einen bleichen, schwarzhaarigen, heimtückischen Schurken von gallig verdüstertem Temperament, Herr Neuhaus den Gouverneur mit weltmännischer Aufgeräumtheit, später mit starkem Ausbruch gerechten väterlichen Schmerzes unb Ingrimms. * Ein prächtiges Duett, ganz aus ber Lustspielsphäre und der Shakespeare-Welt, bildeten als bie grotesken Gerichtspersonen Schlehwein unb Holzapfel die Herren Lindt und Hub, ber hier recht eigentlich in seinem Element war und seinen Mann mit einem bombastischen Wortschwall blühenden Unsinns und mit treuherziger Biederkeit ausstattete. — Von den übrigen seien Frau Stirl und bie Herren Nieren, Frickhoeffer, Geiger und V o l ck genannt. ♦ Die Aufführung wurde mit Beifall unb Heiter« feit entgegengenommen. Hans Thyriot Die (^ifafoeitefur der Elefanten. Der Londoner Zoo hat eine neue Verbesserung erhalten, um bie Schönheitspflege ber Elefanten zu fördern. Zum ersten Male sind in ihren Gehegen Pfosten aufgestellt worden, an denen sie, wenn sie die Lust dazu verspüren, ihre dicken Häute reiben können. Bisher mußten sie dieses den Elefanten eigene Bedürfnis an ben Ecken ihrer Hauswände befriedigen. Die Elefanten befanden sich ganz wohl dabei, aber dem Haus bekam es schlecht. Durch das ständige Reiben ber großen Köpfe und Leiber waren die Ecken schon ganz abgerundet unb em Teil der BEm vollkommen abgenutzt. Mussolini in Tripolis ■* | Aktienma nur Buderus Spie Außdreieck c lTP!er Nn, Kstehtheiln W und M P- Allerdings- 6ln tonn. Ae £ Men &Tn?er 6ti k^runiD. KerÄ^nsie ?ti&ntbo «ih» K wird eni CT gem« Ätz MSI* Ä Ä h tn ?Qnni Nsnto? M i Ji**f'* |iir M." L 12 f & Wl । M W in ffrankful S-?Ä Sh tjir ei®05 J1 stfi- LE •nbeii die S>W' Sieferungen p> Migten M ? lin» f« «2 Am Her, Suberu! gen bereite er iorfdjlag «"!. übrigen $°P|! ftlber plus 1 Sicht 119.40 Daimler 127 (152.13), W deutsch« Kaus (107,50), 3toi Auch am . freundlicher lebt. Kommu i sitzanleihe 121 125 (124,90), ; 3m Berlo dem rasend treibenden Nebel, aus einer Wildnis von Regenwald und immergrünem Buschwerk emporkletternd mit hämmernden Motoren, hielten die drei Autos auf einer Art Grat an, der wenige Meter rechts von dem schmalen Feldweg ins Bodenlose-abzusinken schien. Und die elf Europäer eilten zum Absturz und starrten mit den Anzeichen höchster Neugier und allen verfügbaren Ferngläsern in die Tiefe. Ader zu sehen war, außer einigen unbestimmt hellgelben Flecken, gar nichts. Der Wind, von der Oldeani-Fläche heraufkommend, Der Duce In Tripolis während des Fackelzuges, der ihm zu Ehren daraedracht wurde. Dor ihm stehen zwei Wüstenreiter, die die Liktorenbündel tragen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Bummel durchs Suaheli-Land. Folge. Und umgekehrt: die Franzosen, die im Frieden mit größtem Eifer den Durchbruch gepflegt und als die bessere Kampfform betrachtet hatten, wagten gar keinen Versuch zu einem solchen, als die 50 Kilometer breite Lücke in der deutschen Front sie förmlich dazu einlud, hier einmal die Probe auf den Ernstfall zu machen — In einem zweiten Abschnitt berichtet Pötain ziemlich ausführlich darüber, in welcher Weise die wichtigsten Großmächte eine Lösung der Frage des einheitlichen Oberbefehls gefunden haben. Der Raum gestattet nicht, das hier im einzelnen aufzuführen. Unerwähnt Darf aber doch nicht bleiben, daß er vor allem diese einheitliche Regelung bet jenen Staaten als gegeben sieht, die aus wirtschaftlichen, bevölkerungspolitischen oder ideologischen Gründen einer Ausdehnungspolitik zuneigen und daher einen A n - g r i f f s f r i e g vorsehen: daß er dabei Deutsch- 3®. Farben dagegen Reich Herten Wettet Am Einheitsn Icn,laje55(6 I werke Rating 1 Wolff Taxe 1 | bank kamen r : Renten 1 1 ändert. Goldp dationspfandbi stieß immer neue und immer dickere Nebelschwaden über den Grat in bte Tiefe. Die Europäer waren leicht enttäuscht. Sie hatten eine Fahrt von gut 150 englischen Meilen, von über 200 Kilometer eigens gemacht, um dieses Naturwunder zu sehen: den Ngorongoro-Krater. — Und nun standen sie da, vom Nebel um- faucht und frierend in der Morgenkälte auf 2400 Meter Seehöhe, eingemummt bis an die Zähne und oben auf dem Kopf die weißen Korkhüte. Ostafrika ist, witterungsmäßig und kleidungmäßig, überhaupt eine eigentümliche Kombination von Wintermantel und Tropenhelm. Schließlich rief der, der das beste Fernglas hatte, aufgeregt: „Ich sehe was Schwarzes da unten, vielleicht Gnus!" „Oder gar Büffel", meinte ein anderer. Die Nebel waren für einen Augenblick zerrissen. Man ließ die Frage indes unentschieden. Frostzitternd, — eine der Damen mit leichter Uebelkeit infolge der großen Höhe, — kletterte man -wieder in die Autos. Man sagte sich, so wäre Afrika halt»bei schlechtem Wetter und war doch ganz zufrieden. Denn man hatte einen ersten Blick in den größten Zoo, das größte Freigehege der Welt getan, in den Vulkan voller Tiere. Der enthüllte sich dann gegen Mittag, als wir uns längst im Camp verstaut hatten, in aller wünschenswerten Vollständigkeit. Man denke sich den Krater eines erloschenen Vulkans, einen richtigen Krater mit flachem Boden und recht steilen, wenn auch nicht unersteiglichen Wänden, von einigen 20 Meilen Durchmesser und etwa 600 Meter Tiefe. Das heißt: Man kann sich ja weder 20 englische Meilen noch 600 Meter Tiefe auf Verlangen vorstellen, ein so exaktes Raumgefühl hat kein Mensch. Um es kurz zu sagen: Man steht vor einem gigantischen Gebilde, einem riesigen, an den Rändern stark ausgezackten Bottich, in dem einst die Urgewalten der Erde ihre Lava kochten, vor vielen, vielen Zeiten. Jetzt kocht die tropische Sonne eine friedliche, gelbbraune Steppe dort unten und den Salzsee mitten in ihr, der gut ein Viertel des gesamten Areals einnimmt. Drüben über den Zacken des Kraterrandes aber brauen blaugrau die Nebel, und es ist ein wunderschönes Bild in den gedämpften, leicht überhauchten Farben Afrikas. Aber was das Unfaßliche ist an der Sache, fo daß man nicht ganz wagt, feinen Augen zu trauen: Die ganze Steppe drunten ist wie gesprenkelt von den unzähligen Rücken riesiger Herden afrikanischen Wildes, von Antilopen jeder Größe, Springböcken, Kudus, Kvngonis, Jmpallas und wie sie alle heißen, von Zebras, Büffeln oder Gnus — niemand vermag zu sagen, wie sie ursprünglich da hineingekommen sind. Nur Giraffen schienen zu fehlen, jedenfalls konnten wir mit aller Mühe keine 1 mtdeck-m, die Raubtiere halten sich bei Tage ja Reichstreffen der ehemaligen Flakwaffe und des Lustschutzes. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generaloberst Göring hat das Reichstreffen der ehemaligen Flakwaffe und des Luftschutzes auf den 8. und 9. Mai 1937 in Frankfurt a. M. angefetzt. An dem Treffen sind folgende Verbände ve- teiligt: 1. Der Waffenring der Flugab- w e y r unter feinem Führer General der Arttllerie a. D. Grimme, dem Inspekteur der Flak im Weltkriege. 2. Der zivile Luftschutz unter Führung des Ministerialrates Dr.-Jng. e. h. K n i p- f e r, Ches des zivilen Luftschutzwesens, mit der Organisation des Reichsluftschutzbundes (RLB.) unter seinem Präsidenten Generalleutnant von Roques. Das Programm sieht einstweilen vor: Am Samstag Einzeltagungen, Empfang der Ehrengäste im Römer, 20.30 Uhr Generalappell in der 'Festhalle mit einer Ansprache des Ministerialrats Großkreuz über den Luftschutz. Sonntag 10 Uhr auf dem Flugplatz Rebstock Gedenkfeier für die Opfer feindlicher Luftangriffe; Vorführungen der aktiven Luftwaffe, auch Flak und Flieger. Durch diese Veranstaltung soll die Zusammenarbeit von Luftwaffe und zivilen Luftschutz, Selbstschutz und Luftschutz von Reichsbahn, Reichs« post und großen Werken in der Oeffentlichkeit her- ausgestellt werden. Frankfurt a. M. ist als Tagungsort deshalb gewählt worden, weil es als Dienstsitz des Kommandeurs des Heimatluftschutzes im Weltkriege gewissermaßen die Traditionsstätte für den Gesamtlustschutz ist. Kunst und Wissenschaft. 70. Geburtstag des deutschen Astronomen Philipp Fauth. Am 19. März vollendete ein berühmter deutscher Astronom, der bedeutendste lebende Mondforscher der Welt, Philipp Fauth, sein 70. Lebensjahr. Die Sternwarte Grünwald bei Münch n, die infolge einer hochherzigen Stiftung das (Eigentum Fauths ist, hat als Mondobservatorium M-lt« ruf. Die Ergebnisse seines 52jährigen Forschms sind in acht Sonderveröfentlichungen und in seinen beiden Werken „Mondesschicksal" und „Unser Mond" enthalten. Als Krönung seines Schaffens erscheint demnächst eine Riesenkarte des Mondes im Durchmesser von 3Vs Meter. Die „International Astronomical Union“ in London, die bedeutendste internationale astronomische Institution, hat in Würdigung der überragenden Verdienste Fauths um die Mondforschung als höchste internationale Auszeichnung einen Doppelkrater am Monde noch ihm benannt. Neben seiner Mondforschertätigkeit fand Fauth noch Zeit, ein weltbekanntes wissen« schafttiches Standardwerk herauszugeben: die auf« sehenerregende Hörbigersche Welteislehre. Mit dem vorbezeichneten Lebenswerk Philipp Fauths wird Deutschland nicht nur die unbestrittene Führung in der Mondforschung, sondern auch das Erstgeburtsrecht an einem der großartigsten wissen« schaftlichen Weltbilder der neueren Zeit gesichert. Der Kampf gegen die Tuberkulose. In ihrer Wiesbadener Schlußsitzung befaßte sich die Deutsche Tuberkulose-Gesellschaft mit der chemischen und spezifischen Therapie Der Tuberkulose. Wie von verschiedenen Rednern ausgeführt wurde, liegen Die größten Schwierigkeiten in Der Bekämpfung Der Tuberkulose wohl darin, daß bisher weder ein chemisches Mittel gefunden wurde, mit dem man den Tuberkel-Bazillus sicher abtöten kann, noch ein Serum, das wie das Diphtherie- Serum, dem Körper hilft, die tuberkulöse Ansteckung durch Bildung von körpereigenem Gegengift zu überwinden. Dennoch seien die Fortschritte im Kampf gegen die Volksseuche beachtlich. Hierüber sprachen Dr. Bacmeister (St. Blasien) und Dr. Schloß« berget (Berlin), die über die Anwendung von Goldpräparaten zur Stärkung der allgemeinen Ab« Wehrkräfte berichteten. Den letzten Teil der Verhandlungen bildeten die Maßnahmen der Tuberku« losen-Fürsorge. Dr. Hein (Tönsheide) betonte, daß Das zu erwartende Tuberkulose-Gesetz einen Asy« lierungszwang für Asoziale enthalten müsse. Eine erfolgreiche Bekämpfung der Krankheit verlange Den Schutz der Gesunden gegen Diejenigen Kran« fen, Die sich nicht in eine entsprechende Behandlung begeben wollen 9er einheitliche Oberbefehl im Kriege. Don (Generalleutnant a. O. Karl von Schoch I. Die Frage Des einheitlichen Oberbefehls im Krieg ist ungefähr so alt wie Der Krieg überhaupt; schon Der alte Homer schilDert in klassischer Form die Schwierigkeiten, die dem obersten Führer, Agamemnon, dauernd aus dem vielköpfigen Kriegsrat Der unbotmäßigen Fürsten erwachsen, mögen sie Achilles heißen oDer Thersites, und er hat Dafür das unsterbliche Wort geprägt: „Nicht gut ist Vielherrschaft, Einer sei Führer". Und Schil- l e r läßt seinen Wallenstein im Unmut über Die Bevormundung Durch Wien ganz ähnlich ausrufen: „Was machte Diesen Gustav unwiderstehlich, unbesiegt auf Erden? Dies, daß er König war in seinem H e e r!" Auch Durch die neuere Kriegsgeschichte zieht sich die Frage „Kriegsrat oder einheitlicher Oberbefehl" wie ein roter Faden hindurch; selbst ein Moltke und Bismarck stritten in Der Frage Der Beschießung von Paris. Der Weltkrieg vollenDs hat Die Frage keineswegs befrieDigenD gelost, vielmehr neue Rätsel aufgegeben; namhafte militärische wie politische Führer haben sich nach Dem Krieg Darum bemüht, sie zu klären. Zu ihnen ist auch Marschall Petain getreten, Der in Der „Revue Des Deux Mondes" sich eingehend mit Dem Problem Des einheitlichen Oberbefehls auseinandersetzt, wobei er allerdings die (besonders heikle) Frage Der gemeinsamen Führung in einem Koalitionskrieg außerhalb Des Bereichs seiner Betrachtungen läßt. Petain geht von Der unbestreitbaren Voraussetzung aus, Daß gleich Dem Weltkrieg auch Der Krieg Der Zukunft ein „Volkskrie g" fein und sich auf alle Gebiete des Landes erstrecken werde. Hieraus ergibt sich für ihn Die Kernfrage, ob es in einem solchen Kampf genüge, Daß Die Drei in Frankreich vorhandenen Befehlshaber der Land-, See- und Luftstreit- fräfte sich untereinander einigen oder ob eine Dienststelle geschaffen werden muß, die Der ganzen Wehrmacht Befehle erteilt; Die Unterfrage lautet Dahin, ob schon im Frieden ein Organ zu bilden fei, das die Kriegsvorbereitungen der Drei militärischen Ministerien gemeinsam regelt. Für den Frieden stellt Pötain zunächst fest, daß Die Regierung im Rahmen der allgemeinen Politik die Richtlinien für die militärischen Vorbereitungen und die Hohe Der erforderlichen Geldmittel zu bestimmen habe. Er fügt an, Daß ein Schiedsrichter nötig sei, Der über Die Ansichten Der verschiedenen Wehrmachts-Befehlshaber entscheiDet und eine einheitliche Auffassung herbeiführt, Daß Dieser Schiedsrichter aber auch Die Geldmittel auf Die verschieDenen Ministerien zu verteilen habe; dieses Schiedsrichteramt kann Der Regierungschef entweder selbst ausüben, wenn er über ein vorbereitendes Studienorgan verfügt, oder aber er kann dieses Amt einem besonderen Landesverteidigungsminister übertragen, der Vorgesetzter Der Drei militärischen Ministerien sein muß. Für Den Krieg hält Pötain Die Einheit Des Oberbefehles für noch Dringlicher, Da getrenntes HanDeln zu einer untragbaren KräfteverschwenDung führen würDe, Der Sieg aber Das Zusammenfassen aller verfügbaren Machtmittel verlangt. Wenn Pötain aber fortfährt, daß Die Aufgaben Der Land- unD Seestreitkräfte einfach und klar sinD, weil sie sich „nebeneinanDer" — Das soll wohl heißen getrennt von einander — abspielen, so kann man dies nur insofern gelten lassen, als ein örtliches Zusammenarbeiten von Heer und Flotte immer auf seltene Ausnahmefälle beschränkt bleiben wird, wie etwa die Landung einer großen Armee unter Dem Schutz der Flotte, oder umgekehrt die gemeinsame Abwehr eines solchen Lan- Dungsversuches. Die zeitliche Zusammenfassung aber zu einem großen gemeinschaftlichen Schlag kann in einem künftigen Krieg unter Umständen von ausschlaggebender Bedeutung werden. Wäre es z. B. im März 1918 möglich gewesen, unsere Flotte gleichzeitig mit Der Landarmee zum Angriff vorbrechen zu lassen und den Engländern zur See eine Niederlage beizubringen, so wären Die Aussichten auf einen deutschen Endsieg gewaltig gestiegen. Man wird Pötain zustimmen, daß gerade die Ausgaben Der Luftwaffe recht mannigfacher Art sein können. Als solche zählt er auf: Angriffe auf Die lebenswichtigen Punkte des feindlichen Gebietes, Abwehr von Unternehmungen Der feindlichen Bomber auf unser eigenes Land und Mitwirken bei Den Operationen sowohl Der LanD- wie Der Seestreitkräfte. Aus Diesen Hauptaufgaben ergeben sich für Den Verfasser folgenbe schwierige Fragen: Sollen alle Kampfmittel Der Luftwaffe zusammengefaßt werden für weitreichende Unternehmungen gegen Das feindliche Hinterland, um Dadurch sowohl Die materielle wie moralische Widerstandskraft des gegnerischen Volkes zu brechen, oder aber muß man zuerst umgekehrt Dem Heer und Der Flotte Die nötigen ßuftftreitfräfte beigeben, um Die feinDliche LanD- unD Seemacht niederzukämpfen: im letzteren Fall wäre nach Pstains Meinung Die Luftwaffe Die Gehilfin der beiden anderen, andernfalls würde sie ganz selbständig auf treten. Der Verfasser ist weit davon entfernt, sich grundsätzlich für Die eine oder andere Lösung auszusprechen, begnügt sich vielmehr mit der Feststellung, man müsse die Luftwaffe, „weil sie in allen Elementen zum Erfolg beiträgt", für beide Möglichkeiten nach Bedarf bereithalten. Man wird Dieser Auffassung um so mehr beipflichten müssen, als wirkliche Kriegserfahrungen über Die Verwendung großer Luftheere gegen das feindliche Hinterland noch vollkommen fehlen; im Weltkrieg waren Die Flieger bis zum Schluß noch ausgesprochene Hilfswaffe. Aber ganz abgesehen davon: nichts scheint gefährlicher, als sich im Frieden auf eine gewisse Kampfmetbode allzu einseitig festzulegen. Die Marneschlacht liefert Dafür einen überzeugenden Beweis, Der nm so merkwürdiger anmutet, weil er für beide Gegner zutrifft. Im deutschen Heer war man zu einer Derartigen lieber« schätzung Der Umfassung als einzige aussichtsreiche Kamvfsorm für Den Sieg geraten, Daß das Wort „D u r ch b r u ch" im ganzen Ererzierregle- ment überhaupt nicht ermähnt rom-De. Al§ nun in Der Marneschlacht die 1. deutsche Armee sich genö- tigt sah, um Die feindliche Umfassung abzuwehren, zwei Armeekorps mitten aus Der Front herauszuziehen, da reckte sich plötzlich Das Gespenst eines englisch-französischen Durchbruchs zwischen Den Armeen von Kluck und von Bülow auf; Der vorzeitige R'">ck»'ig bis zur Aisne war Die verbänanisv^ll- ü Wirtschaft bot akwch DasLugen-herbergswerk in Oberhessen zugute kenntnisse zur Zeit. „Führerschaft' .Werk und über werk lung von denen ein Teil dem Wknterhitfswerk kommen soll. Die Wintermonate sind eine starke Belastungsprobe für die Gesundheit. Besonders Kinder befinden sich, ohne eigentlich krank zu sein, am Ende des Winters oft in einem Zustand der Erschöpfung und Schwäche, welcher demjenigen nach schwerer Krankheit ähnlich ist. Die Ursache ist eine leichte Störung bjes Stoffwechsels, die durch die winterliche Lebensund Ernährungsweise bedingt ist. Ein gutes Kräftigungsmittel dürfte in dieser Zeit besonders angebracht sein. Geben Sie Ihrem Kinde zur Appetitsteigerung und Kräftigung täglich einen Löffel Vioferrln, welches auf den Allgemeinzustand günstig einwirkt und das körperliche Wohlbefinden und frische Aussehen bald wiederherstellt. Bioferrin erhalten Sie in allen Apotheken und Drogerien. Es ist wohlschmeckend und für Magen und Darm unschädlich. ZbX ( A > BAYER I E ) \R.y haft ronomen Beschäftigung für die nächsten Monate. Bhein-Mainische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. einsetze. Im weiteren Verlauf der Versamm- sprach dann Studienrat Or. Floerke Der 20. und 21. März ist ein Ehrentag der Deutschen Arbeitsfront. Sie dient in der siebten Reichsstraßensammlung der größten Friedensrat der Welt. Die Trachtenfiguren, die von der Deutschen Arbeitsfront im Dienste des Dinler- httfswerkes angeboten werden, find Zeichen der deutschen Verbundenheit. die Zahlen der Uebernachtungen im Jahre 1936 noch nicht vorliegen, konnte aber mitteilen, daß die Uebernachtungen durchweg und zum Teil erheblich gestiegen feien. Die Jugendherberge Gießen an der Hardt-Terrasse habe 4000 Uebernachtungen im vergangenen Jähre gchäbt, sie sei aber geeignet, erheblich mehr Uebernachtungen zu ermöglichen. Festzustellen sei, daß das Wandern der Jugend auf dem Fahrrad erheblich zugenommen habe und dadurch die Frage nach Fahrradunter- Frankfurt a. M., 19. März. Die Börse auch heute ein nur wenig verändertes Bild. Der Auftragseingang blieb klein, und demzufolge hielt sich auch die Umsatztätigkeit in engen Grenzen. Die letzttägige Widerstandskraft konnte sich erhalten. Die Gesamttendenz am Aktienmarkt war von Kommunal-Obligationen Pfälz. Hyp. weiter abbröckelnd auf 96,50 (96,75). Stadtanleihen lagen uneinheitlich: 4,50 d. S). Darmstadt von 1926 95,25 (96), 4,50 v. S). Heidelberg 94,75 (95), dagegen 4,50 Mainz von 1926 und 1928 97,50 (96,40), 4,50 v. H. Baden-Baden 95,65 (94,25). Bon Industrie-Obligationen stiegen 5 v. H. Verein. Stahl auf 101 (100,75), do. 1951er 96,90 (96,65). Im Freiverkehr lagen einige Nebenwerte fest, Frankfurter Handelsbank 40 (35), Rastatter Waggon 25 (24); Adlerwerke Kleyer uno. 107, ebenso Wayß & Freytag mit 145,50 und Ufa Film mit 75,50. — Tagesgeld wurde auf 3 (3,25) v. H. ermäßigt. Glänzendes Mldeergebnis zum Gießener Hallen-HandbMurnier! Handball am Sonntag. Am morgigen Sonntag wird, wenn nichts dazwischen kommt, auch im Gau Hessen endlich die Entscheidung in der Gauklasse fallen. Bettenhausen, das nur noch zwei Punkte braucht, wird diesmal sicher etwas vorsichtiger sein. Denn der Altmeister CT. hat selbst bei unentschiedenem Spiel noch Aussichten. Die Spannung in der 1. Kreisklasse hat nach (Ermittlung des Meisters etwas nachgelassen. Trotzdem liegt kein Grund vor, sich über uninteressante Kämpfe zu beklagen. Gerade das Programm des Sonntags besagt das Gegenteil. So wird es zwischen Tv. Hörnsheim und Tufpo Gr.-Rechlenbach zu einem erbitterten Ringen kommen. Hörnsheim wird natürlich mit aller Macht versuchen, das Ergebnis des Vorspiels wesenttich zu verbessern, während die Gäste ihrerseits alles auf eine Karte setzen werden. Aussichten haben beide Gegner, die größeren ohne Zweifel Hörnsheim. Tv. kahenfurt — Tv. Herborn. Das Derby der Dill brachte im Vorspiel eine große Ueberraschung. Katzenfurt gewann eindeutig. Ob das auch diesmal gelingen wird? Das Spiel Holzheim — VfB.-R. mußte noch in letzter Minute abgesagt werden, weil die Gießener infolge dienstlicher Verhinderung keine Mannschaft zusammenbringen konnten. Das weitaus größte Interesse nimmt das Endspiel in der Staffel 1 der II. Kreisklasse in Anspruch. Hier stehen sich der Spitzenreiter Tv. Lang-Göns und Tv. hausen (der Tabellenzweite) gegenüber. Beide Mannschaften sollen, wie verlautet, mit Ersatz antreten, so daß man eigentlich recht wenig über die Aussichten sagen kann. Fest steht auf alle Fälle, daß die Gäste sowohl als auch die Einheimischen, die den Vorteil des eigenen Platzes für sich haben, kämpfen werden, um schließlich auffteigen zu können. Lang- Göns braucht nur einen Punkt, um auffteigen zu können, während Hausen schon gewinnen muß. Einen spannenden Kampf werden sich auch die Reserven des Mio. Gießen und des Tv. Wetz- la r in Gießen liefern. Gelingt es den Platzbesitzern endlich einmal eine spielstarke Mannschaft zusammenzubringen, dann braucht der Ausgang nicht zweifelhaft zu fern. eher etwas freundlicher. Die Kursveränderungen gingen nur in einigen Spezialfällen über 0,25 bis 0,50 v. H. hinaus. Don chemischen Aktien bröckelten IG. Farben auf 168,50 (169,13) und Deutsche Erdöl etwas stärker auf 143,50 (145) ab. Am Elektromarkt gaben die Mehrzahl der Papiere um Bruchteile nach, voll behauptet lagen AEG. mit 41, Elektrische Lieferungen plus 0,40 v. H. Von Bankaktien befestigten sich Reichsbank auf 197,75 (196,50), während Bank für Brauindustrie 1 v. H. verloren auf 132. Am Montanmarkt war die Haltung etwas fester, Buderus zogen auf den in den letzten Tagen bereits erwarteten 5(4)prozentigen Dividendenoorschlag auf 124,75 (124,25) an, ferner lagen die übrigen Papiere 0,25 bis 0,50 v. H. höher, Mans- felder plus 1 v. H. auf 154,50, dagegen Vereinigte Stahl 119,40 (119,50). Im einzelnen eröffneten: Daimler 127 (126,50), Deutscher Eisenhandel 153 (152,13), Aschaffenburger Zellstoff 136 (135,75), Westdeutsche Kaufhof 59 (59,25), Feinmech. Jetter 107,25 (107,50), Rordd. Lloyd uno. 17,65. Auch am Rentenmarkt war die Haltung freundlicher und das Geschäft teilweise leicht belebt. Kommunal-Umschuldung 91,35 (91,30), Altbesitzanleihe 120,40 (120,20), Reichsbahn-Vorzugsaktien 125 (124,90), Zinsvergütungsscheine 96 Geld. Im Verlaufe blieb die Umsatztätigkeit am Aktienmarkt sehr klein, etwas lebhafter waren nur Buderus Eisen mit 125,90 nach 124,75, auch IG. Farben etwas höher mit 168,75 nach 168,50, dagegen Reichsbank 197 nach 197,75. Von später notierten Werten zogen Bemberg auf 115 (114,13) an. Am Einheitsmarkt waren Gebr. Adt. weiter angeboten, Taxe 55 (62,75). Anderseits wurden gesucht: Dürr- werke Ratingen Taxe 93 (l. K. 87), Seilindustrie Wolff Taxe 110 bis 111 (l. K. 107,75), Eisenbahnbank kamen mit 4 (3) v. H. zur Notiz. Renten blieben überaus still und lagen unverändert. Goldpfandbriefe notierten behauptet, ßiqui- dattonspfandbriefe vorwiegend bis 0,40 v. H. höher, Aus den bis jetzt vorliegenden Meldungen geht eindeutig hervor, daß das Gießener Hallenhandballturnier eine Besetzung in diesem Jahre aufzuweisen hat, wie nie zuvor. 30 Mannschaften in der Gruppe II, 15 Mannschaften in der Gruppe I und schließlich, was für Gießen neu ist, 3 Damenmannschaften werden der Stärke der beteiligten Mannschaften nach zu urteilen, Kämpfe liefern, die an Spannung sicher nicht leiden. Wie groß das Interesse den Stand des Jugendherbergs- wertes in Oberhessen. Er bedauerte, daß gegen das Vorjahr erhöhten Umsatz brachten. Der vorliegende Auftragsbestand sichert eine ausreichende ~ ....." Am gestrigen Freitagabend fanden sich Mitglieder und stete treue Mitarbeiter an der Sache des Deutschen Jugendherbergswerkes zur Jahreshauptversammlung des Ortsverb andes Gießen des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen im Singsaal der Oberrealschule ein. Der Ortswart Or. Ouseberg hieß die Teilnehmer an dieser Versammlung willkommen und machte zunächst auf die Notwendigkeit aufmerksam, daß eine Erweiterung des Kreises der Mitarbeiter notwendig sei, daß es aber auch wünschenswert sei, recht viele Mitglieder zu gewinnen, die das edle Werk unterstützen helfen. In kurzen Zügen berichtete er dann über die Zusammenarbeit mit der Hitler-Jugend. Geschäftsführer Bausch §ab dann den Verwaltungsbericht bekannt. Der rtsverband zählt gegenwärtig 188 Vollmitglieder und 130 jugendliche Mitglieder. Bleibenausweis- Mitglieder wurden 575 gezählt gegen über 578 im Vorjahre. Führerausweise wurden 191 ausgegeben, gegenüber 177 im Vorjahre. Körperschaftliche Mitglieder zählt der Ortsverband insgesamt 69. In weiteren Ausführungen berichtete der Geschäftsführer über den Erfolg des DJH.-Opfertages, für den der Ortsverband Gießen erfolgreich die Werbetrommel rührte. Im Kreise Gießen bestehen gegenwärtig sieben Ausweis-Ausgabestellen und zwar folgende: Reisebüro MER., Selterstor, Institut für Leibesübungen, Ludwigstraße 34, Städtisches Jugendamt Gießen, Gartenstraße 1, Ober» realschule, Gymnasium, Lyzeum und Realgymnasium. In Klein-Linden besteht ebenfalls eine Ausgabestelle bei Lehrer Rau. Der Geschäftsführer agte den Leitern der Ausgabestellen für ihre Arbeit herzlichen Dank. Er hob dabei besonders hervor, daß die Sache des Jugendherbergswerkes in Klein-Linden für eine ländliche Gemeinde besonders günstig stehe, dank der Arbeit des Mitgliedes Lehrer Rau. Im weiteren Verlauf der Versammlung erstattete der Rechner Dr. Müller den Kassenbericht, der, nach einer Prüfung von zuständiger Seite, in bester Ordnung befunden worden war. Nachdem der Ortswart Dr. D u j e b e r g dem Ge- ckäftsführer und dem Rechner für ihre vielfältige Arbeit gedankt hatte, sprach er kurz über die Zukunftsaufgaben für das Jahr 1937. Er stellte be- onders die Notwendigkeit der Verschönerung der Jugendherberge an der Hardtterrasse heraus. Ferner wies er darauf hin, daß der Sache des Jugendherbergswerkes durch eifrige Werbung persönlicher Art noch weitere Mitglieder und Förderer zuge- ührt werden müßten. Gießen stehe zwar gegenüber mancher anderen Gruppe — dank der Arbeit von Dr. F l o e r k e — im Mitgliederstand günstig da. die weitere Werbearbeit dürfe aber deshalb nicht unterbleiben. Eine Werbeveranstaltung, mit der eine Filmvorführung verbunden werden solle, ei für den Beginn der Wanderzeit vorgesehen. Der Opfertag werde mutmaßlich auch in diesem Jahre durchgeführt. Ein Werbeumzug solle außerdem der Sache dienen. Erwünscht sei es ferner, wenn sich die Hitler-Jugend werbend für das Jugendherbergs- 1’7 II- n ? I i« JW* sw * fll*’ n)<, §!' ind 5 y iM A mpf(,np stotlD ter beu^ i fambforfdwr | Lebens» i Münch das .toriumW|| m §orid)rn5| | mb in (einenN und „Unheil es Schaans! ■ des Mond'-i» < Internation’11 j bedeutet I ion, hat sie FauthiI ntemationalK! Monde noc| nscherlatiakck mies wiM' >en: die aui-l re. „ I neck Philipp unbestnlleiEl -rn auch düsl jasten gesichert I alose. befaßte W s-IIfch- I herapre oeri mern ausge-i ( darin, Ml| inben w*l jeher aib" I , DiM' I se afoftMl gegengift O fk ibir IP' %1 )r. Schlei ienW JJI lemeinenj I d.- einen J' J im heimischen Kreis und darüber hinaus auch im gesamten II. Bezirk ist, beweist die Tatsache, daß eine ganze Reihe Nachmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden konnten. Die zur Verfügung stehende Zeit ist zudem noch so knapp, daß in der Klasse II eine Verringerung der Spielzeit unumgänglich war. Man darf jetzt gespannt sein, wie die am Samstagabend stattfindende Verlosung ausgehen wird, an die die Abteilungsleiter sämtlicher Mannschaften nochmals erinnert werden sollen. Buderus'sche Eisenwerke in Wetzlar. Dividenden-Erhöhung. — Weiterer llmsahanstieg. Fwd. Die Buderussche Eisenwerke in Wetzlar verzeichnen für ihr Geschäftsjahr 1936 einen Rohgewinn von 3 653 848 (3 081 117) Mark, von dem 1 953 950 (1 878 727) Mark für Abschreibungen auf Anlagen verwendet werden. Der genaue Reingewinn (i. V- 1 202 390 Mark) wird noch nicht mitgeteilt. Die Hauptversammlung am 29. April wird nunmehr eine Dividende von 5 (4) v. H., außerdem die Zuweisung für eine neue Rücklage für Aufgaben des Vierjahresplanes in Höhe von 500 000 Mark oorgeschlagen. lieber das laufende Jahr wird gesagt, daß die ersten Monate des neuen Jahres einen 9er MbaN-PMlamps 19W-M-R. Am morgigen Sonntag wird der Fußball-Pokal- kampf 1900 — VfB. die Gemüter aller wahrhaften Freunde des Fußballsportes lebhaft in Anspruch nehmen. Wenn beide Mannschaften sich zu einer besonderen Leistung aufraffen, dann dürfte auch ein Spiel zustande kommen, das die Zuschauer nicht enttäuschen wird. Daß der Kampf in schöner sportlicher Weise ausgetragen wird, sollte nicht zweifelhaft sein. Wie die Begegnung enden wird, läßt sich selbst bei der Meinung, daß es den Grünweißen gelingen könnte, Sieger zu werden, nicht sicher vorauszusagen. Vor dem Schlußpfiff wird das Spiel auch kaum entschieden sein. Es lohnt sich, einmal einen kritischen Blick auf die beiden Mannschaften zu werfen. Die Spielvereinigung stützt sich im Schlußdreieck auf ihre drei vielfach bewährten Kämpfer Rahn, Zeller und Lippert. In der Läuferreihe steht Heilmann auf seinem angestammten Platz. Erhard und Mank werden ihm zu assistieren wissen. Allerdings: es ist noch fraglich, ob Mank dabei sein kann. Die Spielvereinigung wird aber selbst für diesen Fall vollwertigen Ersatz einzustellen wissen. In der Stürmerreihe werden Sack und Löbsack den Ton angeben. Die Grünweißen haben den moralischen Vorzug des Soldatensieges vom Sonntag hinter sich. Auch hier scheint das Schlußdreieck (Meißner, Kramer und Leutheuser) recht zuverlässig. In der Läuferreihe wird entscheidend fein, ob Heß den Anforderungen gewachsen ist und Hauptfeld einen guten Tag hat. Im Sturm der Grünweißen (Szponik, Hofmann, Raddke, Bach, Wilhelm) stehen Leute, die der Hintermannschaft des Gegners schon zu schaffen machen werden. Inwieweit es allerdings gelingt, die blauweiße Verteidigung zu überrennen, bleibt abzuwarten. Schiedsrichter ist Hofmann, aus Dörmingheim bei Hanau. Sportverein 1920 Lollar. Lollar I — Wehlar I. Am morgigen Sonntag empfängt Lollar den Tabellenführer Wetzlar. Leider muß die Mannschaft immer noch mit Ersatz antreten. Die Wetzlarer stehen schon als Meister fest und werden natürlich alles daransetzen, ihren Ruf zu wahren. Dem Tabellenstand nach müßte Wetzlar zu einem klaren Sieg kommen, jedoch wird sie der Kampfgeist der Lollarer vor keine leichte Aufgabe stellen. Auch bei den Reserven ist mit einem spannenden Spiel zu rechnen, da hier die beiden Tabellenführer aufeinand ertr e ffen. , FETeutonia^Watzenborn-Gteinberg Pokalspiel Wahenborn Slelnberg — Raunheim. Nachdem die Teutonen ihr letztes Pokalspiel in Alsfeld gewannen, hatten sie sich die Weiterbeteiligung an den diesjährigen Pokalspielen erworben. Diesmal greifen sie schon in die Bezirksklasse ein Und der vorjährige Meister N a u n h e i m ist es, der mn kommenden Sonntag in Watzenborn-Steinberg sein Glück versuchen will. Daß die Gäste in spielerischer Hinsicht Könner sind, das beweist, daß sie im vergangenen Jahr Meister der Bezirksklasse wurden und auch in diesem Jahre sich in die Spitzengruppe derarbeiteten. Die Gäste haben in ihrer näheren Umgebung viele Anhänger, die auch als Schlachtenbummler mit auf auswärtige Plätze ziehen. Allein schon aus diesem Grunde hat diese Mannschaft einen Rückhalt. Sie alle werden gespannt sein, wie die zur Zeit in guter Form be» findlichen Teutonen in diesem Jahre ein Treffen Kircbe und Schule. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 18. März. Gestern nachmittag fand in der Stadthalle die Entlassungsfeier der Mädchen des dritten Berufsschuljahres in einer schlichten Feier statt. Schulleiter Allendörfer begrüßte zunächst die Eltern und die übrigen Gäste. Nach einem gemeinsam gefangenen Lied und einem Gedicht sprach die Haus- wirtschaftslehererin Frl. G i e s ch e über Sinn und Zweck dieses Unterrichts. Lieder, Gedichte und heitere Vorführungen (Schrubberreigen) wechselten dann in bunter Folge ab. Im Verlauf der Feier sprach dann Schulleiter Allendörfer über die Aufgaben des hauswirtschastlichen Unterrichts; er betonte, daß die Mädchen ihre erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vorerst bei der Mutter und später im eigenen Haushalte verwerten sollten. Anschließend verteilte er die Zeugnisse. Bei Kaffee und gutem Kuchen verlebten alle eine schöne Feierstunde. Eine Ausstellung von Säuglingswäsche zeigte noch schöne Handarbeiten der Schülerinnen, standsgelebenheiten in den Jugendherbergen immer dringender werde. Leider sei die Beschaffung von Fahrradhallen für größere Jugendherbergen sehr kostspielig. Die Jugend lege mit dem Fahrrad oft weite Strecken zurück und tue es nicht unter 100 Kilometer täglich. Leider bringe diese Erscheinung den Mangel mit sich, daß sich die Jugend nicht mehr so innig der Landschaft zuwende, wie es bei der Fußwanderung der Fall sei. Man hoffe jedoch, daß sich hier baß) eine neue Wandertechnik anbahnen möge, insofern, als das Fahrrad nur zur Anfahrt benutzt werden sollte. In feinen weiteren Darlegungen gab Studienrat Floerke ..och eine Uebersicht über den Stand und die Verfassung der Jugendherbergen, insbesondere in Oberhessen. Die Herberge Gießen sei geräumig, zweckentsprechend, auf Jahre hinaus ausreichend und gestatte jährlich bis 10 000 Uebernachtungen. Die Herberge Alsfeld fei zwar klein, aber gut, Lauterbach und Schlitz dürften als sehr gut bezeichnet werden. Die Herberge H e r • chenyainer Höhe fei als vollkommen, die Hoherodsko pf-Herberge als sehr gut, die Schott euer als ausreichend zu betrachten. Die Herberge im Schloßpark zu Laub ach fei nicht nur sehr schön, sondern geradezu ideal. Die Herberge Gedern genüge den Ansprüchen, Butzbach sei leider für die herrschenden Ansprüche zu klein und die Herberge Büdingen stelle das Schmerzenskind dar, weil noch eine Reihe unbedingt notwendiger Einrichtungen fehlten. Die Herberge Hohensolms bedürfe noch einiger Ausstattung. Die Ausführungen Dr. Floerkes wurden mit besonderer Aufmerksamkeit ausgenommen. Zum Abschluß der Versammlung gab Dr. D u s e- b e r g noch einen Ueberblicf über die Entwicklung des Jugendherbergswerks im Reich und konnte an eindrucksvollen Zahlen die große Bedeutung der Deutschen Jugendherbergen für die Jugend Nachweisen. Rundfunkprogramm. Sonntag, 21. März. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.40: Morgenmusik. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: Be» Adendbörse still. Die Abendbörse lag sehr ruhig. Da die Zurückhaltung anhielt, blieb auch der volle Zeichnungserfolg auf die neue Reichsanleihe ohne sichtbare Wirkung, verlieh jedoch dem Rentenmarkt eine etwas festere Haltung. Am Aktienmarkt war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich. Höher lagen Th. Goldschmidt mit 126 (125), anderseits gingen von Maschinenaktien Muag auf 141,25 (142) und Moenus auf 108 (108,50) zurück, ferner verloren Licht und Kraft 0,75 v. H. auf 147,50. Im übrigen blieben die Kurse gegen den Berliner Schluß unverändert, wobei Montan- und Chemiewerte voll behauptet wurden. Am Einheitsmarkt kamen Seil Wolff mit 110,50 (zuletzt 107,75) wieder zur Notiz. Von Renten hörte man Kommunal-Umschuldung mit 91,35 Geld, 4,5proz. Krupp- Obl. bröckelten auf 97,75 (98) ab. U. a. notierten: 5proz. Vereinigte Stahl 100,80, 4,75proz. do. 96,90, 4,75proz. do. plus Zus. 97,25, 4,5proz. do. 96, 6proz. IG.-Farben 134,75, 4,5proz. Krupp 97,75, Commerzbank 116,40, Buderus 125,25, Harpener 153,50, Mannesmann 118,75, Rheinstahl 157,50, Verein. Stahl 119,50, Olavi Minen 30,50, Bemberg 114,75, Conti-Gummi 192, Deutsche Erdöl 143,50, Scheideanstalt 262, Licht und Kraft 147,50, Faber & Schleicher 73,25, JG.-Farben 169 gegen Naunheim austragen. Die Einheimischen werden versuchen, über ihre Gäste Herr zu werden, wenn auch wohl nur knapp. Die zweite Mannschaft empfängt zum letzten Ver- bandsspiel die erste Mannschaft von Grüningen, die auch um die Meisterschaft gekämpft hat. Die Gäste, die zwei Punkte hinter den Einheimischen stehen, werden versuchen, diese beiden Punkte in Watzenborn-Steinberg zu holen und sich damit punktgleich mit den Teutonen an die Spitze zu setzen; allerdings werden dann die Teutonen mit einer größeren Torzahl aufwarten können und sich dadurch doch den Meistertitel erwerben. Aber erst mit dem morgigen Spiel ist dies zu entscheiden. AfB.-ReichSbahn Gießen. Spiele der Jugendableilung. Zu einem Freundschaftsspiel wurde die erste Jugendmannschaft des Sportvereins Heuchelheim verpflichtet. Die Gäste spielten in der letzten Serie in einer anderen Gruppe, verfügen aber über eine beachtliche Spielstärke. Die Grünweißen, die Meister ihrer Gruppe wurden, sollten aber doch stark genug sein, den Gästen das Nachsehen zu geben. Die zweite Mannschaft empfängt die gleiche von Großen-Linden. Beide Mannschaften standen sich in der Verbandsserie verschiedentlich gegenüber, das letzte Spiel sah die Grünweißen mit 2:1 siegreich. Man rechnet auch diesmal mit einem knappen Sieg. Lehrgang für Altersturner in Gießen. Am Sonntagvormittag findet in der Turnhalle des Turnvereins Gießen ein Lehrgang für Altersturner statt. Nachdem auf der Gauspartschule zu Marburg in zwei Lehrgängen eine ganze Reihe von Altersturnern als Vorturner und Leiter von Männerriegen ausgebildet wurden, werden diese im Verein mit Kreisoberturnwart Schüler und Kreismännerturnwart Reuter morgen Gelegenheit nehmen, das auf der Gausportschule Erworbene an die Lehrgangstellnehmer weiterzugeben. Der Lehrgang ist besonders wichtig deshalb, weil gerade in letzter Zett in sehr vielen Vereinen erst mit dem Turnen der Männerriege begonnen worden ist. Wille". 10: Reichssendung: Morgenfeier des Reichsarbeitsdienstes. Entlassung der Arbeitsdienftmänner des Winterhalbjahres 1936/37. Mit einer Ansprache des Reichsarbeitsführers Hierl. 10.45: Soldaten — Kameraden! 11.15: „Romantische Begegnung". Von Joseph v. Eichendorff. 11.30: „Der Tod und das Mädchen". Eine Hörfolge um Franz Schubert. 12: Musik am Mittag. 13: Der Sender spricht zum Hörer! 13.15: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. „Das Wunderhaus". Ein luftiges Kasperlstück von Annemarie Schäfer. 14.45: Sportliche Leistungen der Hitlerjugend. 15: Deutsche Scholle. 16: Länder» fußballspiel Deutschland — Frankreich, 2. Halbzeit. 16.45: Musik zur Unterhaltung. 18: Ringsendung Kassel—Frankfurt—Freiburg: „So treiben mir den Winter aus!" 18.30: Abendsingen. 19: „Heissa, bas Frühlingsfest feiern wir heut!" 19.45: Sportspiegel des Sonntags. 20: Ringsendung des Reichsenders Frankfurt: Die Wehrmacht spielt für das Volk. Wontag. 22. Würz: 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach« richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Früh, tückspause. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten — Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musikalische Rückantworten. Wunschkonzert. 15: Volk und Wirt» chaft. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Nachmittagskonzert. Albert Lortzing. 16.15: Das Mainschiff. Aus dem Schaffen südwestdeutscher Dichtung: Wilhelm Mi» chael/Perhobstler. 16.30 Nachmittagskonzert. 17.30* Aus einem Schieferbergwerk in der Eifel. Hörbericht. 18: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 19: Konzert. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Der 2en$ ist da." Deutscher Frühling in Dichtung und Musik. 22: Nachrichten, (Zvenzecho. General, eherne» ben 8. J?- ange, erbanbe be. Flugab. ir Artillerie 'r 8iak iin hutz unter h. Knip. 's, mit her öbundez eralleutnant sieht einst. M, Emp. lhr General' lsprache der n Luftschutz, stock Geben!» griffe; (Bor* h Kak und die 3ufam- t Luftschutz, ahn, Reich;. Weit her« ils Tagung;« als Dienjtsitz es im Welt- onsstättc £ «•» I’ltfames s 7 Zu oer. y 9ut e w ' ein» 7'ch und Munter. N?°r. Hauber, b Kraters nh 9,eirias OOV^ Blumen titex Stz ;ite ^^kbter Firmen!. 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Jungmädel und BDM. hatten sich eingefunden und viele Gäste bewiesen ihr Interesse an der Arbeit, die von den Mädchen geleistet wird. Für den Kreisleiter erschien Pg. Heß, für die NS.-Frauenschaft die Kreisfrauenschaftsleiterin Frau W r e d e , für die SS. nahm Standartenführer Müller teil, für die Hitler- Jugend Bannführer Heim und Jungbannführer T a e s l e r mit etlichen Kameraden, und für die Behörden waren sowohl Kreisdrrektor Dr. Lotz, wie auch Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s erschienen. Auch der Abteilungsführer des hiesigen Reichsarbeitsdienstes, Oberfeldmeister Lösch, nahm teil. Die Feier der Eröffnung der Ausstellung brachte zunächst einige Lieder, die von einer Jungmädelschar schön und sehr sicher gesungen wurden, ferner den Vortrag einiger geflügelter zukunftweisender Worte, die dem Charakter der Feier und der Ausstellung gut angepaßt waren. Dann hielt die Untergauführerin Käthe Pfeffer eine Ansprache, der sie ein Wort des Führers vor- Qusstellte, in dem er sagte, daß ein christliches Zeitalter eine christliche Kultur hervorbringen mußte, daß aber ein nationalsozialistisches Zeitalter eine nationalsozialistische Kultur heroorbringen werde. Dem deutschen Mädchen und der Frau seien für die Schaffung dieser nationalsozialistischen Kultur jene Aufgaben zugewiesen, die ihrem Leistungsvermögen entsprechen. Auch die kleinen Dinge müßten getan werden. Das Mädchen von heute, das die Frau von morgen sein werde, müsse sich seiner Art und seines Blutes bewußt sein und alles Handeln und Schaffen danach einrichten. Man habe im BDM nicht sofort mit der Werkarbeit beginnen können, da erst die äußere Form gewonnen werden mußte. Die Mädchen mußten erst ganz erfassen, daß ihre Arbeit für unser ganzes Volk zu sein habe. Im Anschluß daran sprach der Vertreter des Kreisleiters, pg. Hetz, der gebeten worden war, im Auftrag des Kreisleiters die Ausstellung zu eröffnen Er sprach eingangs davon, daß ein Volk nicht für kurze Zeit lebe, sondern daß es ewig sein solle. Der Einzelne habe sich nur als ein Glied in einer Kette zu betrachten. Der Sinn des Lebens sei nicht das ,roir selbst". Wir alle müßten Diener am Volksganzen sein. Im Geiste dieser Auffassung stehe auch jede Bemühung um die Erziehung der Jugend. Das neue Deutschland könne nicht von einer Generation vollendet werden. Die Jugend dürfe nicht in veralteten Begriffen leben, sie müsse sich dessen bewußt sein: wir sind die Kommenden! Die Jugend dürfe sich deshalb nicht im Spielerischen und im „Nur- jung-sein" erschöpfen, sondern müsse sich bereitfinden, Pflichten zu übernehmen. Diesen Pflichten diene auch diese Werkausstellung. Weltanschauung müsse innerer Gehalt sein und im Schöpferischen Ausdruck finden. Damit eröffnete der Redner die Werkschau des BDM.-Untergaues. Mit dem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und dem gemeinsam gesungenen Liede der Jugend fand die Feier der Eröffnung ihren Abschluß. 2Runögang durch die Werkschau. Die Gäste, die der Eröffnungsfeier beiwohnten, wandten nunmehr alle Aufmerksamkeit der Schau selbst zu, die wohl auf jedermann einen sehr guten Eindruck machte und noch auf viele Besucher ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Waren doch aus allen Gruppen des Untergaues, aus städtischen, wie auch aus ländlichen Mädelschaften und Gruppen die besten Arbeiten zusammengetragen worden, um einem breiteren Kreis von Volksgenossen vor n geführt zu werden. gab eine Fülle der schönsten Dinge zu sehen, die sowohl dem täglichen Gebrauch, wie auch dem Schmuck des Heimes dienten. Zunächst dürfte den Besuchern eine Schau von Handarbeiten auffallen, die mit aroßer handwerklicher Fertigkeit und viel Liebe geschaffen worden waren. Ganze Kleider in allen Formen und für jeglichen Zweck bewiesen ein ernstes Bemühen um wertvolle eigene Arbeit. Sehr interessant erscheint im Zusammenhang damit eine Reihe von großen Zeichnungen, die die Kleidung der Frau durch alle Zeiten hindurch in sehr charakteristischen Bildern veranschaulicht. Sehr gut gefällt dann wohl eine mit einfachen Mitteln geschmackvoll ausgestaltete H e i m e ck e. Angenehm berührt es ferner, daß man einer Reihe von handgewebten Arbeiten begegnet, die auf dem Handwebstuhl aus Stoff-, Strumpf- und Wollresten hergestellt worden sind. Auch einige handgewebte Kleidchen und Blusen sind zu sehen. Die ausgezeichneten Ba st arbeiten verdienen ebenfalls alle Aufmerksamkeit. Die Mädchen sind mit viel Geschick für farbige Gestaltung zu Werke ge gangen. Mancher Leuchter und manche Lampe entstand unter fleißigen Händen. Bettvorleger, Bastschuhe, Schreibmappen, Buchhüllen, Schreibzeuge, Handtaschen, Serviettenständern und vieles andere mehr, zeigt die Schau in reicher Abwechselung. Selbstverständlich war auch auf das Kinderspielzeug viel Liebe verwandt worden, und man findet ganze Puppenstuben, Schulzimmer, Puppenwagen usw. vor, die in einer fleißigen Kleinarbeit entstanden sind. Auch für den Jungen wurde manche Burg gebaut, gesägt, geklebt und bemalt. Eine besondere Abteilung war der Erinnerung an gemeinschaftliche Fahrten und Ausflüge gewidmet. Schöne photographische Vergrößerungen bilden eine stetige Erinnerung an Tage im Grenzland, und schließlich ist in der Schau auch ein Modell zu sehen, das in plastischer Form ostpreußische Landschaft zeigt und gleichzeitig auch den Reiseweg, den Gießener Mädchen vom BDM. durch die deutsche Ostmark hinter sich gebracht haben. Ferner ist eine Auswahl guter Jugend- h- rM tim 4 - - < Links: Eine gemütlich und geschmackvoll ausgestattete Heimecke. — Rechts: In den Bastelstunden entstanden viele schöne Gebrauchsgegenstände. — (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) s ch r i f t e n zu sehen, die zum Teil aus der Bücherei des Untergaues, von einzelnen Kameradinnen und zum Teil auch vom ortsansässigen Buchhandel beigesteuert wurden. Die Ausstellung in ihrer Gesamtheit läßt eine zielbewußte Arbeit erkennen, die darauf ausgerichtet ist, den Mädchen im BDM. und den Jung- möbeln immer neue Anlegungen für eigenes Schaffen zu geben und sie zu einer Handarbeit anzuhalten, die für jetzt und spätere Zeit unmittelbaren praktischen Wert hat. Gleichzeitig läßt die Ausstellung erkennen, daß hier eine Geschmacksschulung erstrebt wird, deren Auswirkungen im besten Sinne nicht ausbleiben können. Aus der provinzialhauptftadt. Palmsonntag. Von Hans Harimann. Ein Dreiklang von eigener Art, unwiderholbar und einmalig, durchklingt uns am 21. März. Palmsonntag, Frühlingsanfang und das Gedenken an die geschichtliche Stunde in der Potsdamer Garnisonkirche vor vier Jahren. Religion, Natur und Geschichte verbinden sich an diesem Tage. In den protestantischen Teilen unseres Vaterlandes ist der Palmsonntag wichtig durch die Konfirmation; Kinder erleben einen Lebensabschnitt, sie geloben in feierlicher Stunde Treue und Glauben und treten ein in die Uebergangs- jahre, die für sie Ausbildung und Reife bedeuten. Wie oft der Sinn unserer Gebräuche und Handlungen im Gegensatz liegt, so auch hier: an jenem ersten „Palmsonntag", als das verräterische Volk dem einziehenden Christus Palmen streute und Hosianna zurief, stand ein Einsamer vor den Tagen des Grauens und des Todes. Sein tiefstes Leid war der Verrat des Volkes, für das er fein Bestes gegeben. Wetterwendisch können Menschen und Völker sein, und jener Verrat hat sich in anderen Formen zu allen Zeiten wiederholt. Darum hat man, als Gegensatz, diesen Tag zum Gelöbnis von Treue und Glauben bestimmt. In den jungen Menschenherzen soll das Gefühl wach werden: wie das treulose Volk von Jerusalem darfst du dein Leben nicht gestalten! Du sollst Treue und echte Nachfolge auf deine Fahne schreiben. Dieser Klang des Glaubens wird heute begleitet von der zweiten Melodie, in der die Natur sich uns in ihrer ewigen und unwandelbaren Treue erschließt. Frühlingsanfang! Ist nicht das Wunder dieser Treue, die die Natur uns hält, ebenso tief wie das Wunder der menschlichen Anhänglichkeit an einen Führer? Wir sehen schon die ersten Anzeichen, daß der Frühling kommt und das Blühen und Sprießen beginnt. Wir wissen, daß unser Dasein mit dem Wechsel der Jahreszeiten unmittelbar verknüpft ist; Zerstörung, Tod, Vernichtung wären keine Worte für das, was eintreten würde, wenn uns die Natur die Treue nicht hielte. So wird dieser Tag zu einem Sinnbild der Treue, zu Mahnung, Vorbild und Dank zugleich. Noch in einem dritten Sinne steht dieser Tag vor Das Mädchen mit dem Gilberhaar. Roman von Anny von panhnys. 33 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „Ja, Berthe!, nur der Gedanke an den alten Mann bewegt mich. Grevenstein ist mir nichts mehr, Ich empfinde es nur noch als Schande, daß er mich einmal geküßt. Wir wollen aber lieber nicht mehr von dem reden, was wie eine schöne Erinnerung und wie eine Traumsehnsucht gewesen und nun häßlich und entstellt ist." Sie nahm seinen Kopf in beide Hände. „Vielleicht ist es jetzt nicht die richtige Stunde dafür, aber du wartest ja schon lange darauf, deshalb will ich es dir sagen: Ich liebe dich, Berthe!, ich liebe dich von ganzem Herzen. Ich weiß jetzt auch, daß das andere gar keine Liebe war, denn Liebe kann nicht eines so jämmerlichen Todes sterben, wie das, was ich dafür gehalten. Ich üebe dich, Berthe!, und wir beide wollen ebenso das Kindchen lieben, das wir haben werden, und bei ihm schwöre ich dir: Das Vergangene ist tot, und solange ich lebe, werde ich nur dich allein lieben!" Tief und voll wie der Ton einer Glocke hatte die junge Stimme geklungen, und wie Glockenton schwang sie sich in das Herz des glücklichen Mannes. Sein Gesicht war hell, als läge Sonnenglanz darüber; er zog Franziska fest in seine Arme und flüsterte: „Dem Himmel sei Dank, daß du das Wort gesprochen, das mich endlich erlöst, und daß du mir noch dazu eine so wundervolle Botschaft gabst!" Er küßte sie leidenschaftlich. „Liebste, Einzige, jetzt beginnt unser Leben von neuem, und herrlich soll es werden!" Er lachte. „Ich habe auf dein Liebesgeständnis gewartet wie ein Verdurstender auf einen Schluck Wasser, und ich wollte laut aufjauchzen vor Freude, wenn du es mir sagen würdest; aber nun kann ich nicht jauchzen, Fränze, kann es nicht, obwohl ich so übermenschlich glücklich bin. Mir ist's eher, als müßte ich meinen, Fränze, weinen vor Glück." Sie lächelte unter Tränen zu ihm auf. „Berthe!, lieber, liebster Mann du!" Er nahm sie auf feine Arme, sanft und behutsam wie eine kostbare Last, und bettete sie auf die Chaiselongue. „Ruhe jetzt aus, mein Lieb, damit dir die Aufregungen, die du durchgemachst hast, nicht schaden." Er küßte sie auf die Stirn. „Ich liebe dich, Franziska, und weiß vor Glück nicht ein noch aus, so unsagbar freue ich mich auf unser Kindchen." Sie ergriff seine Hand. „Auch ich bin glückselig, Berthe!. Und das Mitleid mit dem alten Mann werde ich überwinden. Er hat ja auch kein Mitleid mit meiner armen Mutter gehabt. Weder mit ihr, noch mit meinem Vater." Es standen schon wieder Tränen in ihren Augen. Er hätte viel darum gegeben, wenn er ihr all den Schmerz jetzt hätte ersparen können, und verwünschte die Reise nach Paris. Er küßte sie innig, gab ihr die zärtlichsten Kosenamen und erklärte: „Nur morgen werden wir noch bleiben, weil wir doch noch manches mit Decourt besprechen müssen, der von nun an unser Generalvertreter hier ist." Sie lächelte ihn unter Tränen an. „Uebermorgen früh aber fahren wir heim." Auch er lächelte und fügte ihren Worten hinzu: „Und bringen Mutter die wundervolle Neuigkeit mit, daß sie nun Großmutter wird." 25. Günther Grevenstein betrat die Straße, und da er nicht im eigenen Wagen hergekommen war, hielt er die erste freie Autotaxe an, die er sah, nannte als Ziel der Fahrt die Rue de Grenelle. Er war sich noch nicht darüber klar, was er nun beginnen sollte, außer dem einen, möglichst schnell nach Hause zu kommen und das, was er noch an Juwelen besaß, in Sicherheit zu bringen. Im Auto überlegte er, ob man den Grafen wohl von allem unterrichten würde. Dann standen seine Aussichten natürlich sehr schlecht; doch das Verhalten der blonden Frau ließ mit Wahrscheinlichkeit darauf schließen, daß sie zu schweigen gedachte. Ob ihr Mann, der doch heute in die Affäre mit hineingespielt, ebenfalls schwieg, war fraglicher. Es handelte sich um große Werte, und er würde vielleicht schon deshalb rücksichtslos fein. Vor zwei Uhr konnte der Graf kaum aus feinem Büro zurückkehren, und bis dahin mußte er sich entschieden haben, was er selbst zu tun gedachte. Wenn er sicher wäre, daß von feiten des Mannes keine Gefahr lauerte, wenn er sicher wäre, daß er dem Grafen gegenüber schwieg, wäre alles gut. Aber er konnte nicht damit rechnen Viele phantastische Pläne durchkreuzten seinen Kopf. Was tun, um alles geschickt zu machen? Das Palais Rethel war erreicht. Er zahlte und eilte ins Haus. In seinem Zimmer lief er dann umher, immer neue Pläne schmiedend und sich dazwischen wieder selbst beruhigend: Es war ja alles Unsinn, die Frau würde schon dafür sorgen, daß die Sache, die eigentlich nur sie anging, keine weiteren Kreise zog. Daß ihr sehr daran lag, hatte sie ja bewiesen. Für alle Fälle begann er den kleinen Handkoffer, in dessen Geheimfach das Diadem ruhte, zu packen, ebenso einen zweiten, nicht zu großen Koffer mit den wichtigsten Kleidungsstücken. Er stellte alles zurecht und dachte, daß in einer Stunde noch Zeit sei, das Haus zu verlassen, wenn er sich dazu entschließen würde. Klüger wäre es allerdings, ruhig die Rückkehr des Grafen abzuwarten, es darauf ankommen zu lassen, ob er etwas wußte. Grevenstein drückte die Handflächen fest gegen die Schläfen, in denen es ungestüm hämmerte. Er dachte an Mabel und überlegte, wie er sie wenigstens halten könnte. Er lachte plötzlich. Ein Dummkopf war er! Wer konnte ihm denn überhaupt beweisen, daß er das Diadem besaß? Niemand! Kein Mensch hatte es bei ihm gesehen. Er hatte sich in Bockshorn jagen lassen. Warum sollte er nicht Steine sein eigen nennen, die den Steinen des Diadems ähnelten? Er konnte sie ja früher auf feinen Konzertreisen gekauft haben. Es hieß jetzt dreist fein und abwarten, ob man von der feindlichen Seite einen Stoß gegen ihn führen würde. Er zündete sich eine Zigarette an, nahm auf einem Sessel Platz und spann sich in seine Gedanken ein, die sich immer günstiger gestalteten. Er kam zu dem Schluß, daß er von Dem Ehepaar Radix nichts zu befürchten hatte; sie wollten kein Aufsehen und keinen Skandal. Die blonde Frau, die sich, wenn auch vor ihrer Ehe, von ihm, dem völlig Fremden, hatte küssen lassen, suchte bestimmt zu verhüten, daß man ihm Unbequemlichkeiten bereitete. Der Gras würde nichts von dem heutigen Vormittag erfahren. Er schrak zusammen, als es jetzt an seine Tür klopfte. Wahrscheinlich war es der Diener, dachte er, und rief herein. Etwas erstaunt sah er sich gleich darauf dem Grafen gegenüber und fragte unsicher: „Du kommst ja heute ungewöhnlich früh aus dem Büro, Papa?" Er hatte sich erhoben und schielte nach seinen Koffern hinüber, die drüben im offenen Schlafzimmer standen. Der Graf nahm Haltung an. „Ich glaube, es ist für das, was wir uns beide zu sagen haben, vorteilhafter, wenn wir die vertrauliche Anrede streichen. Ich möchte für Sie nur noch Graf de Rethel sein, und ich werde Sie Herr Grevenstein nennen, wie früher." Günther Grevenstein fröstelte. Da lag seine Hoffnung also schon am Boden, der Graf wußte Bescheid! Aber was wußte er? Günther Grevenstein wiederholte sich, daß niemand behaupten konnte, er besäße das Diadem. Niemand hatte Beweise dafür. Er richtete sich auf. „Ich verstehe nicht —" Der Graf zog mißbilligend die Brauen hoch. „Lassen Sie doch das Ausweichen! Sie wissen ganz genau, auf welche Weise Sie das Juweliergeschäft von Mortier gerade noch unverhaftet verlassen konnten. Sie wissen auch, daß Ihnen nur die Lüge einer Dame dazu verhalf. Die Dame verhinderte alle Konsequenzen einer Verhaftung, obwohl Sie es um die Dame wirklich nicht verdient haben. Sie betörten das arglose Geschöpf und reiften dann mit einem kostbaren Diadem ab. Mit den Juwelen des Diadems bezahlten Sie natürlich die Miete des Palais Rethel und manchen anderen Luxus, den ich törichter Mann für durchaus nötig hielt. Sie ließen Juwelen aus dem Diadem irgendwo fassen, um sie dann in der neuen Form wieder an anderer Stelle zu verkaufen. Der Juwelier kam durch seine Verbindung mit einem hiesigen Kollegen und einem Londoner Juwelier auf Ihre Schliche. Er kannte die Steine noch von früherher, als sich das Diadem in Rethelschem Besitz befunden. Sie sahen es ja auf den Bildern der Gräfinnen Rechel. Mortier kannte den eigentümlichen alten und seltenen Schliff dieser Brillanten und Saphire genau und machte mich auf den Kunden aufmerksam, der ihm gerade diese Steine brachte. Ich, verstehen Sie, Herr Grevenstein, ich selbst befand mich auch im Büro des Juweliers, als Sie vorhin die gefaßten Steine abholten. Außer mir war noch Frau Radix und ihr Mann dort, der durchaus nicht gesonnen schien. Sie laufen zu lassen." „Und damit Sie noch besser Bescheid wissen: Mein Sohn hatte sich mit einem Fräulein Karsten, einer Deutschen, verheiratet, und sie, die letzte Gräfin Rethel, erhielt von meinem Sohn das Dia- dem; so kam es in den Besitz ihrer Tochter." Günther Grevenstein, der bisher wie betäubt von alledem, das wie Hagelschlag auf ihn niedergeprasselt war, dagestanden hatte, sagte jetzt voll Hohn: „Sonderbar, daß die Tochter der letzten Gräfin Rethel nur Karsten heißt!" „Das beruht auf einem verhängnisvollen Irrtum, der aber, wenn auch spät, berichtigt werden wird. Mein Sohn heiratete in London, starb dann ganz plötzlich und ich, der ich das Heiratsdokument in seinem Schreibtisch fand, diese Ehe aber nicht wollte, war schlecht genug, nicht nach der armen jungen Frau zu suchen, die inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt war. Wie ich jetzt erst von ihrer Tochter erfuhr, bewahrte sie leider über alles Schweigen, und als sie bei der Geburt ihres Mä- delchens starb, wußte man nichts von der Heirat und hielt das Diadem für unecht. So, jetzt sind Sie im Bilde, Herr Grevenstein, nun brauche ich Ihnen nur noch zu erklären, daß ich schon meinen Anwalt angerufen habe und ihn beauftragte, die ganze Adoptionsangelegenheit rückgängig zu machen, da ich noch rechtzeitig erkannt hättet daß Günther Grevenstein nicht der Mensch ist, der sich zu meinem Adoptivsohn eignet." Ein zorniger Laut lag dem Jüngeren auf den Lippen, aber er beherrschte sich. Er "überlegte, was nun zu tun sei, und kam zu dem Entschluß, daß nur Dreistigkeit ihm helfen könne. Er erwiderte scharf: „Das klingt alles höchst romantisch; wenn Sie die Adoption noch im letzten Augenblick rückgängig machen wollen, werde ich mich damit abzufinden wissen. Aber ich bestreite, auf dem Maskenball ein Diadem gefunden zu haben. Die Steine, die ich fassen ließ, und die ich verkaufte, habe ich schon vor Jahren erworben. Sie sind mein rechtmäßiges Eigentum, und es war eine Unverschämtheit von Ihnen, mich bei dem Juwelier so infam bloßzustellen." Der Graf sah ihn verächtlich an. „Sie sind ein Schwindler, führen eine Hoch- staplerexistenz und wollen nun notgedrungen wohl das Feld raumen, aber nur mit den Juwelen." Er schüttelte den Kopf. „Geben Sie sich keine Mühe! Sie dürfen dieses Haus nicht verlassen, ehe Sie herausgegeben haben, was Sie irgendwo gut versteckt halten. Frau Radix will keinen Skandal, ste ließe Sie mit den Steinen laufen, aber ich werde es verhindern, und, wenn es fein muß, mit Gewalt." (Fortsetzung folgt!) Der Gauobmann zur I.Reichsstraßenfammlung JISO. Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1936/37 ruft zur letzten Reichsflraßenfammlung. Noch einmal sammelt die Deutsche Arbeitsfront. Ich erwarte von allen unseren Mitgliedern, dah sie ihre Pflicht tun und als Geber und Sammler dem großen fozialistifchen Werk des nationalsozialistischen Staates noch einmal zu einem großen Erfolg verhelfen. heil Hitler! Willy Becker, Gauobmann der DAF. und Landesobmann der NSBO. Tagesausweise für Nichtmitglieder der Reichsmusikkammer abgeschafft. DNB. Von der Reichsmusikkammer sind die soge- nnannten „Tagesausweise" für Musiker, die der Kammer nicht angehören, abgeschaft worden. Durch diese Maßnahme wird der Schutz vor Erwerbslosigkeit der Berufsmusiker nicht beseitigt. Sie wird im Rahmen des allgemeinen Arbeitseinsatzes durch die dafür zuständigen Arbeitsämter bewirkt. Diese üben die Arbeitsvermittlung nach den Grundsätzen wirt- chaftlicher Zweckmäßigkeit und sozialer Gerechtigkeit bei besonderer Berücksichtigung des Leistungsgrundsatzes aus. Musikerzieher werden von der Neuordnung nicht betroffen. Im Gegenteil ist für diese kürzlich eine Prüfung, deren Abhaltung eine zeitlang suspendiert war, wieder zugelassen worden. Gießener Dochenmarktpreife. * G i e ß e n , 20. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1.60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11K, Klasse D 10^, ungezeichnete 10, Wirsing, Vi kg (gelb) 12, (grün) 16 bis 20, Weißkraut 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12 Pf., % kg 1 bis 1,20 Mk., Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,65 bis 3,80 Mk., Aepfel, kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 30, Zwetschenhonig 50, Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 Pf. bls 1 Mk Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 45, Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf. ** Zahlungsanmahnung. Die Allgemeine Ortskrankenkasse für den Kreis Gießen macht im heutigen Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß die Beitrage für den Monat Februar noch bis 25. Marz ohne Kosten bezahlt werden können. (Es sei besonders darauf hingewiesen.) ** Die zweite Aufnahmeprüfung für die Oeffentliche h a n d e l s l e h r a n st a l t findet am Montag, 22. März 10 Uhr, statt. Das letzte Schulzeugnis und ein Federhalter sind mit. zubringen. Die Prüfung dauert von 10 bis 12 Uhr und von 14 dis 16 Uhr. (Siehe heutige Anzeige.) an Gie- Bahnhof, Gießen Gießen Uhr, Uhr, 15.23 Uhr, 15.43 an Uhr. Gie> an Gießen Gie> an Gie- an iKqSil £ Gießen Gießen Gießen Gießen Gießen Gießen Uhr, ab Bahnhof, Bahnhof, Bahnhof, sich Gie- ab 4.21 Uhr. D: D Berlin, Potsd. Bhf.—Mannheim, ßen 4.29 Uhr, ab 4.30 Uhr. H: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, ßen 4.37 Uhr, ab 4.38 Uhr. V: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, ßen 7.44 Uhr, ab 7.47 Uhr. ab 15,21 Uhr. H: BPz Oberhausen—Frankfurt, an ab 15.30 Uhr. V: D Frankfurt—Kassel, an Gießen ab 15.46 Uhr. 5): O Frankfurt—Hamburg-Bremen, 15.50 Uhr, ab 15.53 Uhr. Gießen Gießen V: I) Berlin Potsd. Bhf.—Frankfurt, an 21.14 Uhr, ab 21.16 Uhr. H: v Hamburg-Bremen—Frankfurt, an 21.20 Uhr, ab 21.22 Uhr. ab 4.11 Uhr. H: D Hamburg—Basel, an Gießen 4.20 ab 19.42 Uhr. H: D Hamburg—Frankfurt, an Gießen 19.43 Uhr, ab 19.48 Uhr. V: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 21.14 Uhr, ab 21.16 Uhr. H: D Hamburg-Frankfurt, an Gießen 21.20 Uhr, N: D Frankfurt—Berlin, Schles. Bhf., an 23.52 Uhr, ab 0.02 Uhr. V: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an 1.12 Uhr, ab 1.13 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an 1.20 Uhr, ab 1.21 Uhr. V: D Freiburg—Hamburg-Bremen, an 1.29 Uhr, ab 1.30 Uhr. 11 40 Ufj HElmrg, an Gießen 1.39 H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr. Arbeitsdienst - Urlauberzüge. Trier—Koblenz—Gießen—Kassel, an Gießen 14.17 Uhr, ab 14.25 Uhr. Kassel—Gießen—Koblenz—Trier, an Gießen 14.50 Uhr, ab 15.01 Uhr. Militär - Urlauberzüge. Frankfurt-West—Gießen—Hamburg, an Gießen 8.10 Uhr, ab 8.14 Uhr. Wetzlar—Gießen—Frankfurt-Süd, an Gießen 9.30 Uhr, ab 9.45 Uhr. Siegen—Gießen—Frankfurt-Hptbhf., an Gießen 11.13 Uhr, ob 11.25 Uhr. Hann. - Münden — Gießen — Frankfurt - Hptbhf. — Saarbrücken, an Gießen 12.09 Uhr, ab 12.14 Uhr. Kassel—Gießen—Koblenz, an Gießen 12.22 Uhr, ab 12.30 Uhr. Dresden—Gießen—Koblenz, an Gießen 17.29 Uhr, ab 17.50 Uhr. Hamburg-Altona — Gießen — Frankfurt-West, an Gießen 19.06 Uhr, ab 19.10 Uhr. 25 März: Oeffentlicher Verkehr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr. 29. März: Oeffentlicher Verkehr. R: D Frankfurt—Berlin, Schles. Bhf., an Gießen 23.52 Uhr, ab 0.02 Uhr. B: v Berlin Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 7.44 Uhr, ab 7.47 Uhr. H: D Hamburg—Basel, an Gießen 7.51 Uhr, ab 7.55 Uhr. 93: BPz Frankfurt—Essen, an Gießen 15.10 Uhr, ab 15.17 Uhr. H: BPz Frankfurt—Oberhausen, an Gießen 15.18 Uhr, ab 15.25 Uhr. 93: BPzEssen—Frankfurt, an Gießen 15.13 Uhr, ab 15.21 Uhr. H: BPz Oberhausen—Frankfurt, an Gießen 15.23 93: D Freiburg — Frankfurt — Hamburg-Bremen, an Gießen 1.29 Uhr, ab 1.30 Uhr. H: D Basel — Frankfurt — Hamburg-Bremen, an Gießen 1.39 Uhr, ab 1.40 Uhr. 93: D Hamburg—--Freiburg, an Gießen 4.10 Uhr, ab 4.11 Uhr. H: D Hamburg—Basel, an Gießen 4.20 Uhr, ab 4.21 Uhr. 93: D Berlin, Potsdamer Bahnhof — Mannheim, an Gießen 4.29 Uhr, ab 4.30 Uhr. H: D Berlin, Potsdamer Bahnhof—Frankfurt, an Gießen 4.37 Uhr, ab 4.38 Uhr. 93: D Berlin, Potsdamer Bahnhof—Frankfurt, an Gießen 7.44 Uhr, ab 7.47 Uhr. H: D Hamburg—Bafel, an Gießen 7.51 Uhr, ab 7.55 Uhr. 93: BPz. Frankfurt—Essen, an Gießen 15.10 Uhr, ab 15.17 Uhr. H: BPz Frankfurt—Oberhausen, an Gießen 15.18 Uhr, ab 15.25 Uhr. 93: BPz Essen—Frankfurt, an Gießen 15.13 Uhr, ab 15.21 Uhr. H: BPz Oberhausen—Frankfurt, an Gießen 15.23 Uhr, ab 15.30 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsdamer Bahnhof, an Gießen 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr. 27. März: Oeffentlicher Verkehr. N: D Frankfurt—Berlin, Schlesischer Bahnhof, an Gießen 23.52 Uhr, ab 0.02 Uhr. 93: D Berlin, Potsd. Bhf—Frankfurt, an Gießen 7.44 Uhr, ab 7.47 Uhr. H: D Hamburg—Basel, an Gießen 7.51 Uhr, ab 7.55 Uhr. 93: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 9.10 Uhr, ab 9.12 Uhr. H: D Frankfurt—Hamburg, an Gießen 9.17 Uhr, ab 9.19 Uhr. 93: D Koblenz—Gießen—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 13.12 Uhr, ab 13.28 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 13.23 Uhr, ab 13.33 Uhr. 93: Pz Kassel—Gießen, an 14.05 Uhr. 93: D Kassel—Frankfurt, an Gießen 14.30 Uhr, ab 14.33 Uhr. H: D Hamburg—Frankfurt—Stuttgart, an Gießen 14.39 Uhr, ab 14.41 Uhr. 93: BPz Frankfurt—Essen, an Gießen 15.10 Uhr, ab 15.17 Uhr. H: BPz Frankfurt—Oberhausen, an Gießen 15.18 Uhr, ab 15.25 Uhr. Uhr, ab 15.25 Uhr. 93: BPz Essen—Frankfurt, an Gießen 15.13 Uhr, ab 15.30 Uhr. H: v Frankfurt—Berlin Potsd. Bhf., an 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr. 30. März: Oeffentlicher Verkehr. N: v Frankfurt—Berlin Schles. Bhf., an 23.52 Uhr, ab 0.02 Uhr. 93: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an 1.12 Uhr, ab 1.13 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an 1.20 Uhr, ab 1.21 Uhr. 93: D Freiburg—Hamburg, an Gießen 1.29 Uhr, ab 1.30 Uhr. H: D Basel—Hamburg, an Gießen 1.39 Uhr, ab 1.40 Uhr. 93: D Hamburg—Freiburg, an Gießen 4.10 Uhr, H: D Hamburg—Stuttgart—Basel, an Gießen 7.51 Uhr, ab 7.55 Uhr. 93: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 9.10 Uhr, ab 9.12 Uhr. H: D Frankfurt—Hamburg, an Gießen 9.17 Uhr, ab 9.19 Uhr. 93: E Frankfurt—Hamburg, an Gießen 11.05 Uhr, ab 11.10 Uhr. H: E Frankfurt—Hamburg, an Gießen 11.15 Uhr, ab 11.18 Uhr. 93: D Koblenz—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 13.12 Uhr, ab 13.28 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 13.23 Uhr, ab Gießen 13.33 Uhr. 93: D Kassel—Frankfurt, an Gießen 14.30 Uhr, ab 14.33 Uhr. H: D Hamburg—Stuttgart, an Gießen 14.39 Uhr, ab 14.41 Uhr. 93: BPz Frankfurt—Essen, an Gießen 15.10 Uhr, ab 15.11 Uhr. H: BPz Frankfurt—Oberhausen, an Gießen 15.18 Uhr, ab 15.25 Uhr. 93: BPz Essen—Frankfurt, an Gießen 15.13 Uhr, ab 15.21 Uhr. H: BPz Oberhausen—Frankfurt, an Gießen 15.23 Uhr, ab 15.30 Uhr. 93: D Frankfurt—Kassel, an Gießen 15.43 Uhr, ab 15.46 Uhr. H: D Stuttgart—Hamburg, an Gießen 15.50 Uhr, ab 15.53 Uhr. 93: D Berlin, Potsd. Bhf.—Koblenz, an Gießen 16.51 Uhr, ab 17.07 Uhr. H: D Berlin, Potsd. Bhf—Frankfurt, an Gießen 16.59 Uhr, ab 17.07 Uhr. ab 21.22 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Postdamer an Gießen 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr. 26. März: Oeffentlicher Verkehr. N: D Frankfurt—Berlin, Schlesischer an Gießen 23.52 Uhr, ab 0.02 Uhr. 93: D Frankfurt—Berlin, Potsdamer an Gießen 1.12 Uhr, ab 1.13 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsdamer an Gießen 1.20 Uhr, ab 1.21 Uhr. 93: BPz Essen—Frankfurt, an Gießen 15.13 Uhr, ab Gießen 15.21 Uhr. H: BPz Oberhausen—Frankfurt, an Gießen 15.23 Uhr, ab 15.30 Uhr. 93: D Frankfurt—Kassel, an Gießen 15.43 Uhr, ab 15.46 Uhr. H: D Stuttgart—Frankfurt—Hamburg, an Gießen 15.50 Uhr, ab 15.53 Uhr. 93: Pz Gießen—Kassel, ab Gießen 16.07. H: Pz folgt in Zugfolge-Abstand. 93: D Berlin, Potsd. Bhf.—Koblenz, an Gießen 16.51 Uhr, ab 17.07 Uhr. H: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 16.59 Uhr, ab 17.07 Uhr. 93: D Berlin, Potsd. Bhf—Frankfurt, an Gießen 21.14 Uhr, ab 21.16 Uhr. H: D Hamburg—Frankfurt, an Gießen 21.20 Uhr, ab 21.21 Uhr. „ H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr. 28. März: Oeffentlicher Verkehr. N: D Frankfurt—Berlin, Schles. Bhf., an Gießen 23.52 Uhr, ab 0.02 Uhr. 93: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 7.44 Uhr, ab 7.47 Uhr. H: D Hamburg—Frankfurt, an Gießen 7.51 Uhr, ab 7.55 Uhr. 93: D Hamburg-Bremen—Freiburg, an Gießen 4.10 Uhr, ab 4.11 Uhr. H: D Hamburg-Bremen—Basel, an Gießen 4.20 Uhr, ab 4.21 Uhr. 93: D Berlin, Potsd. Bhf.—Mannheim, an Gie- zen 4.29 Uhr, ab 4.30 Uhr. H: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 4.37 Uhr, ab 4.38 Uhr. 93: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 7.44 Uhr, ab 7.47 Uhr. H: D Hamburg—Basel, an Gießen 7.51 Uhr, ab 7.55 Uhr. 93: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 9.10 Uhr, ab 9.12 Uhr. H: D Frankfurt—Hamburg-Bremen, an Gießen 9.17 Uhr, ab 9.19 Uhr. 93: E Frankfurt—Hamburg, an Gießen 11.05 Uhr, ab 11.10 Uhr. H: E Frankfurt—Hamburg, an Gießen 11.15 Uhr, ab 11.18 Uhr. 93: D Koblenz—Gießen—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 13.12 Uhr, ab 13.28 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 13.23 Uhr, ab 13.33 Uhr. 93: Pz Kassel—Gießen, an Gießen 14.05 Uhr. 93: D Kassel—Frankfurt, an Gießen 14.30 Uhr, ab 14.33 Uhr. H: D Hamburg—Frankfurt, an Gießen 14.39 Uhr, ab 14.41 Uhr. 93: BPz Frankfurt—Essen, an Gießen 15.10 Uhr, ab 15.17 Uhr. H: BPz Frankfurt—Oberhausen, an Gießen 15.18 Uhr, ab 15.25 Uhr. 93: BPz Essen—Frankfurt, an Gießen 15.13 Uhr, ab 15.21 Uhr. H: BPz Oberhausen—Frankfurt, an Gießen 15.23 Uhr, ab 15.30 Uhr. 93: D Frankfurt—Kassel, an Gießen 15.43 Uhr, ab 15.46 Uhr. H: D Stuttgart—Frankfurt—Hamburg, an Gießen 15.50 Uhr, ab 15.53 Uhr. 93: Pz Gießen—Kassel, ab Gießen 16.07 Uhr. H: Pz folgt im Zugfolge-Abstand. 93: D Berlin, Potsd. Bhf.—Koblenz, an Gießen 16.51 Uhr, ab 17.07 Uhr. H: D Berlin, Potsd. Bhf.— Frankfurt, ßen 16.59 Uhr, ab 17.07 Uhr. 93: D Hamburg—Frankfurt, an Gießen 19.36 Uhr, Die bevorstehenden Osterfeiertage stellen an den Zugdienst der Reichsbahn wieder außerordentlich große Anforderungen. Die Fahrplanabteilung der Reichsbahndirektion Frankfurt hat sich von langer Hand her auf diese starke Mehrleistung des Zugdienstes gerüstet. Schon in diesen Tagen werden aus den Stationen die Wagenreserven für den verstärkten Zugdienst bereitgestellt, insbesondere werden damit die großen Ausgangsbahnhöfe der Züge und die bedeutenden Bahnknotenpunkte an den Strecken, wie z. B. Gießen, versorgt. Selbstverständlich int) auch die Fahrpläne für den Sonderzugdienst chon in den Händen der Bahnhofsleiter, die für die Organisation und die glatte Abwicklung des Zugdienstes verantwortlich sind. Neben der gewohnten pünktlichen Durchführung des fahrplanmäßigen Zugdienstes ist noch für einen umfangreichen Sonderzug- d i e n st für den Osterverkehr Sorge zu tragen, bei dem ein Bahnhof von der verkehrsgeographischen Lage und Bedeutung unseres Gießener Bahnhofs natürlich eine besonders hervorragende Rolle spielt. Wir haben uns bei der Leitung des Gießener Bahnhofs über die Ostervorbereitungen des Reichsbahndienstes erkundigt und dabei die Feststellung machen können, daß der Gießener Bahnhof als zusätzliche Verkehrsleistung eine große Reihe von Sonderzügen für den Fernverkehr nach allen Richtungen hin zu bewältigen haben wird. Diese_ Sonderleistung erstreckt sich nicht nur auf den öffentlichen Verkehr, sondern ist auch für die Reisebe- dürfnisse des Militärurlauberverkehrs und für die Reisepläne der Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes zu leisten. Hervorzuheben ist dabei besonders, daß neben den nachstehend im einzelnen ausgeführten Zügen des verstärkten Osterverkehrs noch die hier nicht erwähnten fahrplanmäßigen Schnell- und Personenzüge gefahren werden müssen. Die Mehrleistung des Bahnbetriebs wird an die Leistungskraft aller Angehörigen des Gießener Bahnhofs, vom Bahnhofsleiter bis zum letzten Mann, außerordentlich erhöhte Anforderungen stellen, denen unsere Gießener Eisenbahner mit der gewohnten Dienstfreudigkeit und Einsatzbereitschaft im Interesse der Allgemeinheit entsprechen werden. Der verstärkte Oster-Fernverkehrs- dien st der Reichsbahn über den Bahnhof Gießen wird sich in folgendem Plane abwickeln. Zur Erläuterung sei bemerkt, daß 93 = Vorzug, H = Hauptzug, N = Nachzug, E = Eilzug, BPz = Beschleunigter Personenzug, Pz = Personenzug ist. 24. März: Oeffentlicher Verkehr. N: v Frankfurt—Berlin Schles. Bhf., ab Gießen 0.02 Uhr. 93: v Berlin Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 7.44 Uhr, ab 7.47 Uhr. H: v Hamburg-Bremen — Frankfurt — Bafel, an Gießen 7.51 Uhr, ab 7.55 Uhr. 93: O Frankfurt—Berlin Potsd. Bhf., an Gießen 9.10 Uhr, ab 9.12 Uhr. H: v Frankfurt — Hamburg-Bremen, an Gießen 9.17 Uhr, ab 9.19 Uhr. 93: v Kassel—Frankfurt, an Gießen 14.30 Uhr, ab 14.33 Uhr. 93: BPz Frankfurt—Essen, an Gießen 15.10 Uhr, ab 15.17 Uhr. H: BPz Frankfurt—Oberhausen, an Gießen 15.18 Der Fremdenverkehrsverein Gießen wandte vor einigen Wochen an diejenigen Inhaber der ßener kaufmännischen und gewerblichen Unternehmen, die noch nicht Mitglied des Vereins sind, mit der Bitte, die Mitgliedschaft zu erwerben. Eine Anzahl der aufgeforderten Inhaber hat der Bitte entsprochen und die Anmeldung eingesandt. Die heute erscheinende Anzeige und diese Zeilen wenden sich an diejenigen Geschäftsinhaber, die der Bitte des Oie Reichsbahn für den Osterverkehr bereit. Neben den planmäßigen Zügen noch viele Gonderzüge im Dienstplan des Bahnhofs Gießen uns als Mahnung. Als vor vier Jahren deutsche Männer am Grabe Friedrichs des Großen gelobten, in Treue zu seinem Werk ein neues Reich aufzurichten, wußten sie, daß sie einen Weg voller Schwierigkeiten antreten würden. Ein großes Werk hat, kraft der Gesetze alles Seins, auch große Schwierigkeiten zu überwinden. Die Treue zur Sache erfordert auch hier unseren ganzen Menschen. So wie die Männer von Potsdam vor keiner Schwierigkeit versagen, so ist es unser aller Pflicht, dem Werke des Führers, das wir als den Sinn unserer Geschichte erkannt haben, die Treue zu halten! Lomotizen. Tageskalender für Samstag. Ortsgruppe Gießen-Ost: 20.30 Uhr Kameradschaftsabend im Cafe Leib. — BDM., Untergau: 10—20 Uhr Werkausstellung im Klub. — Stadttheater: 19.30 bis 22.45 Uhr „Carmen". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Liebe geht seltsame Wege". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Lumpaci Vagabundus". Männerbadeverein 1836: 20.30 Uhr: Generalversammlung im Restaurant „Zum Schipkapaß", Bahnhofstraße 7. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Frühlingsanfang"; 19 bis 21.30 Uhr „Die verkaufte Braut". — BDM. Untergau: 10 bis 20 Uhr Werkausstellung im Klub. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Liede geht seltsame Wege". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 14.15 Uhr: „Deutschland, mein Deutschland". „Lumpaci Dagabundus". — Der Deutsche Liedertag: 10.45 Uhr Singen des Großschen Männerchors vor der Universität; 11.15 Uhr Bauerscher Gesangverein vor dem Stadttheater; 11.15 Uhr Gesangverein „Heiterkeit" am Selterstor; 11.15 Uhr Gesangverein ,Liederkranz" Ecke Bahnhofstraße und Löwengasse. — Reichsfachgruppe Imker, Ortsfachgruppe Gießen: 14 Uhr Versammlung bei Hopfeld. — Gewerbeschule Gießen: 9 bis 13 Uhr Ausstellung von Schülerarbeiten (Liebigstraße 16). — 20 Uhr Vortrag von D. Wurm, Landesbischof von Württemberg, und Lic. Dr. Schlink, Bethel, in der Jo- hanneskirche und der Stadtkirche. Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die letzte Aufführung von „Carmen", Oper von G. Bizet, statt. Musikalische Leitung: Kapellmeister Paul Walter. Spielleitung: Der Intendant. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Tanzmeisterin Irmgard Zenner. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 11. Vorstellung für den Theaterring der NS.-Kulturgemeinde statt. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß die Vorstellung bereits um 19.30 Uhr beginnt, Ende 22.45 Uhr. Am Sonntag, 21. März, findet die 12. Morgenfeier unter dem Motto „Frühlingsanfang" statt. Der Intendant Hermann Schultze-Griesheim bringt Rezitationen aus Giono „Die Auferstehung des Brotes". Der Chor des Stadtcheaters bringt unter Leitung des Kapellmeisters Ernst Bräuer folgende Frühlingslieder: „Nun fanget an" von Hans Leo Haßler (1564 bis 1612); „Kommt ihr G'spielen" von Melchior Franck (1573 bis 1639); - „Nun strahlt der Mai" von Thomas Morley (1557 bis 1603). Ferner geht das luftige Spiel „Aepfel unter'm Hut" in Szene. Dieses Scherzspiel von Ritteroolk, Bauernjungens und einem braven Gaul stammt von Hans Sachs und ist für die Bühne von Friedrich Forster neubearbeitet worden. Spielleitung: Günter Winkel. Anfang der Morgenfeier pünktlich 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Am Sonntagabend findet eine Wiederholung der komischen Oper „Die verkaufte Braut" von Friedrich Smetana statt. Musikalische Leitung: Kapellmeister Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Tanzmeisterin Irmgard Zenner. Leitung und Einstudierung der Chöre: Ernst Bräuer. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Anfang der Vorstellung 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr. Dienstag, 23. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, „Diel Lärm um nichts", Lustspiel von W. Shakespeare. Spielleitung: Dr. Schumacher a. G. Dienstag-Miete. 24. Vorstellung. Mittwoch, 24. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr, „Der Opernball", Operette von Heuberger. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Karl-Ludwig Lindt. Mittwoch-Miete. 24. Vorstellung. Freitag, 26. März, Anfang 19 Uhr, Ende 21.15 Uhr, zum letztenmal „Gyges und sein Ring", Trauerspiel von Fr. Hebbel. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Freitag-Miete. 26. Vorstellung. Samstag, 27. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, Theaterrina der NS.-Kulturgemeinde, „Die vier Gesellen", Lustspiel von Jochen Huth. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Freier Kartenverkauf. Sonntag, 28. März, Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr, Erstaufführung „Zar und Zimmermann", Komische Oper von Lortzing. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. Außer Miete. Werdet Mitglied desFremdenverkehrsvereins! Vereins noch nicht entsprochen haben. Sie werden gebeten, das Versäumte nachzuholen und sich vor Augen zu führen, daß der aus der Fremdenverkehrswerbung entspringende Nutzen Handel und Gewerbe zugute kommt. Der Verein bittet die rückständigen Anmeldungen umgehend einzusenden. Das neue Geschäftsjahr beginnt am 1. April. Der Monatsbeitrag beträgt nur 50 Reichspfennig. D: E Hamburg—Frankfurt, an Gießen 19.36 Uhr, ab 19.42 Uhr. H: E Hamburg—Frankfurt, an Gießen 19.43 Uhr, ab 19.48 Uhr. V: D Berlin, Potsd. Bhf.—Frankfurt, an Gießen 21.14 Uhr, ab 21.16 Uhr. H: D Hamburg—Frankfurt, an Gießen 21.20 Uhr, ab 21.22 Uhr. H: D Frankfurt—Berlin, Potsd. Bhf., an Gießen 23.44 Uhr, ab 23.46 Uhr. Militärurlauber-Sonderzüge. Frankfurt-West—Hamburg, an Gießen 8.10 Uhr, ab 8.14 Uhr. Koblenz—Dresden, an Gießen 9.48 Uhr, ab 9.56 Uhr. Saarbrücken—Frankfurt Hptbhf.—Hann.-Münden, an Gießen 15.38 Uhr, ab 16.02 Uhr. Koblenz—Kassel, an Gießen 16.04 Uhr, ab 16.20 Uhr. Münster—Bamberg, an Gießen 16.24 Uhr, ab 16.32 Uhr. Hamburg—Frankfurt-West, an Gießen 19.06 Uhr, ab 19.10 Uhr. Frankfurt-Süd—Wetzlar, an Gießen 20.09 Uhr, ab 20.20 Uhr. Frankfurt-Hptbhf.—^Siegen, an Gießen 22.02 Uhr, ab 22.15 Uhr. Die Sonderzugfolge für den 31. März, 1., 2., 10. und 12. April werden wir am Montag mitteilen. Oie Gau-Ausstellung in Gießen. Au der bevorstehenden Eröffnung der Gau-Ausstellung der Reichskammer der bildenden Künste in der Volkshalle zu Gießen wird uns von dem Oberhessischen Kunstoerein zu Gießen geschrieben: Die Ausstellung der Reichskammer bedeutet für das Kunstleben in der Stadt Gießen einen starken Wendepunkt. Zum ersten Male seit Jahrzehnten wird in Gießen eine Uebersicht über das künstlerische Schaffen hessischer Maler gegeben. Damit wird zum ersten Male der Bevölkerung der Stadt Gießen und der Umgebung in großem Ausmaße die Leistungsfähigkeit und das künstlerische Können hessischer Maler gezeigt. Deshalb wurde besonderer Wert daraus gelegt, diesem Ereignis auch den entsprechenden Rahmen zu geben. Der einzige geeignete Raum war die Volkshalle, in der allerdings umfangreiche Arbeiten vorgenommen werden mußten, um den äußeren Rahmen für die Ausstellung zu schaffen. Die oberhessischen Künsller werden neben den Künstlern aus den anderen Teilen des Gaues in besonderen Rischen geschlossen gezeigt werden, und vor allem wird der Leiter der Bezirksgruppe Oberhessen, Herr Maler Fries, Ortenberg, in einer Sonderausstellung aus Anlaß seines 60. Geburtstages eine Uebersicht seiner Arbeiten der letzten Jahre geben. Auch werden Keramikarbeiten in größerem Ausmaße gezeigt werden, so daß dieser Zweig der künstlerischen Betätigung hier besonders erscheinen wird. Am Dienstag, 23. März, 16 Uhr, wird der Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger die unter seiner Schirmherrschaft stehende Gau-Ausstellung feierlich eröffnen. Außerdem werden sprechen: der Landes- kulturwalter Pg. Müller-Scheld und der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Pg. Ritter. Die Ausstellung kann mit Rücksicht auf die in der Volkshalle vorgesehenen weiteren Veranstaltungen nur bis zum Donnerstag, 1. April, laufen. Es ift deshalb allen Freunden der Kunst dringend zu empfehlen, diese wenigen Tage der Besicytigungsmög- lichkeit vorzumerken, um nicht den Besuch der Ausstellung, die in ausgezeichneter Weise das hohe Niveau der hessischen Künstlerschaft beweist, versäumt zu haben. Oberhessen. Dolkshallen-Weihe Watzenborn-Steinberg am 11. April. * Watzenborn - Steinberg, 20. März. Unsere neue Volkshalle ist nun soweit fertiggestellt, daß der endgültige Termin für die Feier der Einweihung genannt werden kann. Die Einweihung findet am 11. April statt. Mit dem Bau der Volkshalle war gleichzeitig der Erweiterungsbau der Schule verbunden worden, der in Anbetracht der steigenden Schülerzahlen unbedingt notwendig geworden war. Selbstverständlich wird die neue Halle auch dem Turnunterricht der Schule dienen, da dafür bisher nur beschränkte Möglichkeiten für die Abhaltung des Turnunterrichts vorhanden waren. Die Einweihung wird verschönt werden durch Darbietungen der einzelnen Gesangvereine, ferner durch Massenchöre sämtlicher hiesiger Gesangvereine. Musikalische Darbietungen, wie auch turnerische Vorführungen werden zur weiteren Ausgestaltung der Feier beitragen. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 19. März. Der Ob st - und Garten bauverein hatte zu einem Vortragsabend eingeladen, der sehr gut besucht war. Es sprach der Diplom-Landwirt Meinem (Frankfurt a. M.) über das Thema: „Wie erreiche ich mit selbsther- aestelltem Dünger durch Hinzunahme von Torf die höchsten Ernten?" Anhand von zahlreichen Ächtbildern und Erklärungen gab der Redner den Anwesenden zweckdienliche Anweisungen über Bodenvorbereitungen bzw. Düngungen zur Gartenbestellung, und er wies dabei ganz besonders auf die richtige Behandlung bzw. Verarbeitung des Torfes hin. Lehrer B e p p l e r als Vorsitzender des Obstund Gartenbauvereins dankte dem Redner für seine interessanten Ausführungen. Dann folgten nock einige Anfragen, die beantwortet wurden und noch manche Aufklärung brachten. In der nachfolgenden letzten Winteroersammlung des Obst- und Gartenbauvereins wurden noch einige Vereinsangelegenheiten geregelt. Der Verein zählt mit den heute abend aufgenommenen sechs neuen Mitgliedern 195 Mitglieder, ein Beweis für das große Interesse, das man dem heimischen Obst- und Gartenbau ent- gegenbringt. Eine Verlosung von Beerensträuchern, Ziersträuchern und Blumen brachte noch manchem Mitgliede eine Freude. = Daubringen, 19. März. Dieser Tage fand hier die Jahreshauptversammlung der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossen- schäft statt. Direktor Deines gab zunächst einige grundsätzliche Ausführungen über das Genossenschaftswesen. Der Geschäftsbericht wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates Heinrich Weimer V. gegeben. Rechner Grölz erstattete den Kassenbericht. An Waren wurden für 15 522 Mark umgesetzt. Die Einnahmen betrugen 14 515 Mark, die'Ausgaben 14 426 Mark. 200 Mark wurden dem Reservefonds überwiesen, 98 Mark der Betriebsrücklage gutgeschrieben. Direktor Deines und die Aufsichtsrats-Mitglieder Johann Will und Karl Grölz II. wurden wisdergewählt. ch Lauter, 19. März. Nachdem am vorigen Sonntag die Dorstelluna der diesjährigen Konfirmanden erfolgt ist, findet am nächsten Sonntag die Konfirmation statt. Die Zahl der diesjährigen Konfirmanden ist im Veraleich zu anderen Jahren verhältnismäßig klein. Dieses Jahr werden nur vier Kinder (zwei Knaben und zwei Mädchen) konfirmiert. — Die von dem BDM. zugunsten des WHW. durchgeführte Eiersammlung ergab in unserm Ort 221 Stück. Else Krämer Walter Leib geben ihre Verlobung bekannt Wetzlar Gießen Turmstr. 17 Kirchstr. 2 20. März 1937 1885 D Statt Karten! Wilhelm Dolle und Frau Dorothea, geb. Borchers geben ihre Vermählung bekannt Hombressen bei Hofgeismar Gießen, Großer Steinweg 22 p. den 20. März 1937 01368 Statt KartenI Ihre Vermählung geben bekannt Dr. med. Erich Haas Liselotte Haas, geb. Hamm Gießen, Hindenburgwall 10 St. Georgen, Schwarzwald 20. März 1937 Da HUNDERTE wegen Ueberfüllung unseres Theaters keinen Einlaß fanden, wiederhol, wir letztmalig Sonntag, den 21. März, nachmittags 2.15 Uhr das gewaltige geschichtliche Film werk Deutschland mein Deutschland Frieden im Lande Die große Kaiserparade 1912 Handel undSchiffahrt blühen 1914 iilWMM Einbruch der Russen in Ostpreußen Hindenburgs GENIALE KRIEGSFÜHRUNG Schlacht heiTatmenbei^ Das große Ringen an der Westfront Ihre Vermählung geben bekannt Willy Vogel Friedel Vogel, geb. Seng Gießen (RodheimerStr.341),den 20. März 1937 Trauung: 2l/a llhr Stadtkirche 01413 Verlobte! kaufen ihre Kap okma tra tzen, Feder- Decken, Teppiche, Polstermöbel und vor allem handwerklich hergestellte MÖBEL jeder Art sehr preiswert bei Somtnerlad Rudolf Sommeriad, Beuern Möbelwerkstätte / Telephon 53 Großen-Buseck 1875 D Auf- und Ab“Hupfen des Wagens, das gibt es bei der Segment-Umschaltung der formschönen Klein-Torpedo nicht. Jede Erschütterung wird vermieden — und dadurch ständige Zeilen- gradheit Trotzdem nur RM. 186 - und schon in Raten von RM. 8 30 zu haben Nur bei Niederhausen & Co. GIESSEN — Bahnhofstraße 49 952 A 1872 D Hartbrennholz ä Wagen 5 Mk. Anmachholz,, ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachholz 1 Mk. frei Keller. 692O J. Wellhöf er, Telephon 2313, Marb. Str. 24. Für Starke! Mäh- AnlertiW erstkl. 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Lüftsieg Seeschlachten des Weltkrieges U-Boot-Krieg Blockade —U-Boot-Falle — Kreuzer werden versenkt — Der Schmachfrieden — Hindenburg als Reichspräsident Der Kamp! ums Dritte Reich Die drohe nationale Erhebung PREISE: Erwachsene 0.60,0.80 u. 1.— Kinder 30,50 und 70 Pfennig 1873 A Bei Rheuma, Ischias, Nervenschmerzen und ähnlichen Beschwerden ist Klosterfrau-Melissengeist als Einreibemittel ausgezeichnet. Warum? Klostersrau-Melissengeist ist ein reines Heilpslanzen-Destillat, deshalb wirksamer als geringwertige, wasserhaltige Mischungen und Lösungen. Schmerzen werden rasch gelindert und beseitigt So schreibt -. B. am 7. 10. 34 Frau Wwe. Emma Gier, Köln, Siegfriedstr. 11, wie folgt: „Ich brauche Klosterfrau-Melisiengeist schon über 30 Fahre und hat er mir immer sehr gute Dienste geleistet bei innern und äußern Schmerzen. Bei rheumatischen Schmerzen und Quetschungen nehme ich einige Tropfen auf Watte und reibe ein. 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Es find stets neue Sicherungen zu nehmen, da ausgebesierte Sicherungen keinen Schutz gewähren. Man halte daher stets einige Reservepatronen vorrätig. Sicherung. Für eine Forderung kann man sich auf mannigfache Art eine Sicherung verschaffen, z. V. durch Annahme eines Psan- oes. Das Pfand muß der Pfandnehmer in seinen Besitz nehmen. Eine wirkliche Sicherheit gibt ein Pfand nur, wenn es einen zum mindesten gleichen Wert hat, wie die Forderung. Weiter ist hier die Sicherungsübereignung zu nennen. Die übereignete Sache kann bei dem Schuldner bleiben, man muß aber ausdrücklich vereinbaren, daß ihm die Sache geliehen oder ihm zur Verwahrung gegeben ist. Man kann sich zur S. seiner Forderung auch eine Hypothek oder Grundschuld auf dem Grundstück des Schuldners eintragen lasien oder eine diesem zustehende Hypothek oder Erundschuld sich abtreten lasien Hier achte man vor allem auf den Wert des Grundstücks und den Rang, den die Hypothek einnimmt. (Anwalt oder Notar fragen.) Eine Forderung kann ferner noch dadurch gesichert werden, daß man sich Bürgschaft von einem zahlungskräftigen Dritten verschafft. Für eine rechtskräftig festgesetzte Forderung kann man sich auch gegen den Willen des Schuldners eine S. verschaffen, und zwar durch Vornahme einer Pfändung oder Eintragung einer Zwan-gshypothek. (Bei Zwangshypothek Mindestbetrag 300 <,«.) Sieden, das Wallen einer Flüssigkeit, die bis zum Siedepunkt erhitzt ist. Der Siedepunkt hängt vom äußeren atmosphärischen Druck ab. Siedsalz, Kochsalz, das durch Verdampfen des Wasiers von Solequellen gewonnen wird. Siegel, lat., Abdruck eines Stempels in Wachs oder Siegellack. Siegel sind bei Wertbriefen und Wertpapieren erforderlich. Ein Wertbrief muß auf der Rückseite mindestens fünf mal gesiegelt sein. Siegellack, Schmelzmasie aus Schellack, Terpentin u. Farbstoffen, die man anbrennt und abtropfen läßt, um in die noch heiße Masie einen Stempel (Petschaft) zu drücken. Siegellackflecke lasien sich mit Spiritus oder Terpentinöl entfernen. Das Gewebe wird aber sehr angegriffen. Siegelring, Fingerring mit Stein, in den das Monogramm oder das Familienwappen zum Siegeln eingeschnitten sind. Als Stein in Siegelringen wird vielfach der Heliotrov. ein dunkelgrünes, rotgeflecktes Mineral, verwandt. Siesta, span., Mittagsruhe. Wie reinigen Sie Ihr Küchensieb? Mit einer gewöhnlichen Bürste? Das ist sehr umständlich. Viel schneller und leichter geht es mit der Siebbürste. Sie hat einen drehbaren Burstenkopf. Das ist wirklich wieder mal etwas Praktisches. Eine solche Siebbürste kostet nicht viel bei B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. zu putzen 8^WV Aluminium ifts von Nutzen mit ATA trocken hil.Vifc TAHLWÄREN für den. Haushalt' 1 I Siegfried Singvögel Siegfried, männlicher Borname, germ. Herkunft, mit der Bedeutung: „der durch den Sieg Frieden bringt". Sieglinde, weibl. Vorname, ger- man. Herkunft, mit der Bedeutung: „die Siegesschlange". Sigismund, männl. Vorname, germ. Herkunft, mit der Bedeutung: „der Siegesschutz". Sigrune, weibl. Vorname, germ. Herkunft, mit der Bedeutung: „die Siegzauberin". Sigurd, männl. Vorname, germ. Herkunft, gleiche Bedeutung wie Siegfried. Sikkatio, lat., Mittel, die Ölfarben schneller trocknen zu lassen. Man kann Sikkatio fertig kaufen. Silber, weißes Metall, das sehr dehnbar, aber härter als Gold ist und zu Münzen, Schmuckwaren und Eebrauchsgegenständen verarbeitet wird. Der Wert des Silbers ist sehr schwankend. Auch als „Echt Silber" bezeichnetes Eebrauchssilber enthält Kupfer. Der Stempel 800 bedeutet daß 80 v. H. der Masse Feinsilber sind. Auch geringfügige Silberanteile, beispielsweise 90, werden bei versilberten und mit aufgewalztem Silber silberplattierten Gegenstände angezeigt. Silber läuft schwarz an, umso mehr, je schwefelhaltiger die Luft ist. Lacküberzug schützt nicht unbedingt vor dem Anlaufen. Silber wird mit Silberputzwatte und Silberseife gereinigt. Beim Putzen geht immer Silber verloren. Verpackt wird Silber, das selten benutzt wird, in schwarze Watte oder Seidenpapier. Silberfischchen, Zuckergast, Ungeziefer, silbrig schimmernde, 1 cm lange Insekten mit langen Borsten am Hinterleib, die sich in Häusern aufkalten und Papier, Tapeten, Photos, Leder und Wolle benagen. Man vertreibe sie durch Insektenpulver. Silberlachs, andere Bezeichnung für Forelle. Silberfeife, Metallputzmittel aus Kernseife mit Schlämmkreide und Salmiakgeist. Man reinigt Metalle mit Silberseife und heißem Master. worauf man sie warm nachspült und sofort mit wollenem Lappen trocken reibt. Sild, eingelegte, sehr salzige, appetitanregende Finnfische. Silo, Getreide- oder Futterspeicher. Simon, männl. Vorname hebr. Herkunft mit der Bedeutung „die Erhöhung". Simulant ist ein Mensch, der eine Krankheit heuchelt, ein Scheinkranker. Geschieht meist, um eine Rente zu erringen. Simultanschule, Grundschule, in der Kinder beider Konfesiionen gemeinsam unterrichtet werden, während der Religionsunterricht getrennt erteilt wird. Singular, lat., Bedeutung: Einzahl, gegenüber Plural, lat., Bedeutung: Mehrzahl. Singvögel, meist Arten der Sperlingsvögel, die gewöhnlich nur in der Paarungszeit durch melodischen Gesang erfreuen. Der Gesang wird bei verschiedenen AlINlMOlZ abzugeb.Bestell, erb wir v. Vostt ob.an d.Bierver- iag Michel,Wall toritr 71, T.247'-! öamplsäuewerk Lollar B.NuhnA.6.,Lollar illlllllllllllllllllilll!!!1 Kleine Anzeigen richten sieb an Die Bevölkerung der engeren Heimat! Earam: Kleinanzeigen in die Hei- maneitung, ben GieflenerAnzeiger illlllllllllllllllllllllllllll 1901 A § £ • BUCHACKER m Neuen Bäue 11 Ettingshausen, 17. März. Wie in jedem Jahre, so wurde jetzt wieder eine E i e r s a m m - l u n g durchaeführt. Sie ergab in den einzelnen Zellen folgende Spenden: Ettingshausen 223 Stück, Oueckborn 324 Stück, insgesamt also 547 Stück. nsf. Hungen, 17. März. Am Montag fand in der hiesigen Schule ein sehr gut besuchter Heimabend der NS. - Frauenschaft, Ortsgruppe Hungen, gemeinschaftlich mit dem Frauenwerk statt. Die Vertrauensfrau der Abt. für Hauswirtschaft, Frau M. P a b st, sprach in anschaulicher Weise über Eintopf- und Quarkgerichte. Sie hob besonders den großen Nährwert dieser Speisen hervor, die gerade in der Jetztzeit mehr Beachtung finden sollten, stehen uns doch die zur Herstellung erforderlichen Lebensmittel in ausreichender Menge durch deutsche Erzeugung zur Verfügung. Etwa 10 Speisen waren durch Unterstützung freiwilliger Helferinnen zubereitet worden. Durch Kostproben konnten sich die Teilnehmerinnen von der Güte derselben überzeugen. Die am Schlüsse verteilten Kochrezepte regen sicher zu vielseitiger Verwendung an. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Samstag, den 20. März. Gießen, Stadtkirche. 18 Uhr: Beichte für die Konfirmanden der Matthäusgemeinde und Angehörigen; Pfarrverwalter Damerau. — Iohanneskirche. 14: Beichte für die Konfirmanden der Lukasaemeinde und Angehörigen; Pfr. Bechtolsheimer. — Petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 14: Beichte für die Konfirmanden der Petrusgemeinde und Angehörigen; Pfr. Trapp. — Wiefeck. 15.30: Beichte zum Konfirmationsabendmahl; Kollekte. — Lich. 14: Beichtgottesdienst; Stiftspfarrer Naumann. Sonntag, den 21. März. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Matthäusgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; Pfarrverwalter Damerau; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Markusgemeinde; Pfr. Becker; 18: Pfarrassistent Bangert. — Iohanneskirche. 9.30: Konfirmation der Kinder aus der Lukasgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; Pfr. Bechtolsheimer; 18: Pfr. Ausfeld. — Petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Konfirmation der Kinder aus der Petrusgemeinde; Feier des hl. Abendmahls; Pfr. Trapp. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrvikar Weckerling; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfarrvikar Weckerling; 17: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Luthergemeinde; Pfarrvikar Weckerling. — Diefeck. 9.30: Feier der Konfirmation; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte; 15: Bibelstunde. — Alten-Buseck. 9.30: Konfirmation; Beichte und hl. Abendmahl; Kollekte. — Steinbach. 9.30: Konfirmationsgottesdienst; Abendmahl; Kollekte. — Albach. 12.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte. — Rödgen. 9: Konfirmation; Feier des hl. Abendmahls. — Annerod. 13: Konfirmation; Feier des hl. Abendmahls. — Heuchelheim. 9.30: Konfirmation; anschließend Beichte und hl. Abendmahl; Kollekte. — Kirchberg. 9.30: Konfirmation; anschließend hl. Abendmahl. — Klein-Linden. 9: Konfirmation; Kollekte. — Watzenborn-Steinberg. 10: Gottesdienst; Konfirmation; anschließend hl. Abendmahl. — Garbenteich. 11: Konfirmation. — Hausen. 9: Konfirmation. — Lich. 9: Beichte für auswärtige Gäste; 9.30: Konfirmation; hl. Abendmahl; Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Konfirmationsfeier; Kollekte. — Bettenhausen. 9: Konfirmationsfeier; Kollekte. — Wufchenheim. 10: Konfirmation; Feier des hl. Abendmahls; Pfr. Laun- härdt (Holzheim). — TNünzenberg. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte. — Trais- Wünzenberg. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden in Münzenberg; Kollekte; 14: Passionsgottesdienst; Kollekte. — Hungen. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; 19.30: Gottesdienst. — Wirberg. 9.45: Beichte; 10: Konfirmation und hl. Abendmahl; Kollekte. — Veitsberg. 10: Lesegottesdienst. Evangelische Stadtmission (Ehristliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Löberstraße 14. Sonntag, den 21. März. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 16: Soldaten-Bibelstunde. — Mittwoch, den 24. März. 20.30: Bibelstunde. — Freitag, 26. März. 20.15: Passionsandacht. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 21. März. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. —- Freitag, den 26. März. 20: Feierstunde. Christliche Gemeinschaft, Zu den Mühlen 2. Sonntag, den 21. März. 9.30 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisation. — Dienstag, den 23. März. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. -- Freitag, den 26. März. 20.30: Predigt. Baptistengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, den 21. März. 11 Uhr: Kinderaottesdienst; 16: Gottesdienst mit Abendmahl. — Mittwoch, den 24. März. 20.15: Bibelstunde. Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, den 21. März. 9.30 Uhr: Konfirmation (nur Händelstraße); 16: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, den 20. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Ein fremder Priester wird Beichte hören. Sonntag, den 21. März. Palmsonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Weihe der Palmen; 9.15: Hochamt; 11.15: Messe; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grimberg. 9.45: Hochamt. —< Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10t Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. —, Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. veffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende« Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf XelN fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer f bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: A e r z t e : Frau Dr. Marx, Dr. Wolf. Zahnarzt: Dr. Schott. Apotheke: Neue Apotheke, Kaiserallee. Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. t"lMusik,orChallier Gegr. 18 57* G! 6SS6H • NeuenwegW Beerdigung: Sonntag,21.März,nachmittags 4Uhr. in Dietesheim a.M (Kr. Offenbach) 1929 D im 76. Lebensjahre. Gießen (Schützenstraße 7), Duisburg, Heuchelheim, den 20. März 1937. 1905 D Nach schwerer Krankheit ging in die Ewigkeit Pg. Franz Soldan ein alter Kämpfer unseres Führers, Träger des goldenen Parteiabzeichens. Wir werden ihn nie vergessen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 20. März 1937. 1882 D Am 18. März 13.30 Uhr entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit unser lieber treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Nach Gottes heiligem Willen wurde heute mein lieber Mann, mein guter, treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel wohlvorbereitet durch die hl. Sakramente, von schwerem Leiden im Alter von fast 58 Jahren durch den Tod erlöst Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Hahn und Frau Betty, geb Bach Meline Hahn Friedrich Hahn Doris Hahn, Enkelin |Verschiedenes| Suche zum Unterrichten in Geigen- und Akkordzithern ein. Lehrer bzw. Lehrerin. Gleichzeitig werd, noch einige Reisende gesucht. Sckr. Ang. unt. 01401 a. d.G.A. Die Beerdigung findet Montag, den 22. März, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt Die Beerdigung findet am Montag, dem 22. März, nachmittags 2.45 Uhr. von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Wilhelm Hahn Postassistent i. R. Herr Josef Klein Zeichen ob er lehr er 2300 qm MrlM am Aulweg,Flur VII 183-184 ge- legen, billig zu verpacht., od.als MflOÖ zu verkauf. Schr. Ang. unt. 1734D a. d. Gieß. Anz. In tiefer Trauer: Johanna Klein, geb. Rebell Alfons Klein und Angehörige Gießen (Bismarckstraße 6), den 19 März 1937 Am 19. März 1937 verschied unser Amtsgenosse 1898 D Heuchelheim, den 20. März 1937. 1913 D Familie Friedr. Volkmann III. Familie Ferd. Kröck II. Familie Friedr. Wilh. Kröck. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei BrUhl, Schulstr. 7 Nahezu 23 Jahre wirkte er als Erzieher an unserer Anstalt Er war stets bestrebt, sein künstlerisches Können der Jugend zu übermitteln und sie zu eigenem Schaffen anzuregen. Die Oberrealschule verliert in ihm einen treuen Mitarbeiter und guten Erzieher. Sein Name bleibt mit der Geschichte der Oberrealschule unauslöschlich verbunden. Josef Klein Zeichen Oberlehrer Aelt.Herr,Anfg. 70, möchte gerne m. ein. Dame od. Wwe. ohne Anh. gemeinschaftL Haushalt führ. Schr. Ang. unt. 01444 a. d.G.A, Landwirtstochter 30Jahre,evang., schlank, dunkelblond, gute 93er» gangenheit, mit Wäsche-u.Möbel- aussteuer wünscht tüchtig. Arbeiter od. Beamten zw. Heirat kennen z. lernen. Witwer mit ein. Kind nicht ausgeschlossen. Nur ernstgem.schriftL Ang. m. Bild u. 01423a. d.G.A, Selbständiger Schlosser, Hand» roeifer der Fahrradbranche,Ende der Zwanziger, wünscht zwecks heirat tüchtiges Mäd- chen, mögl. vom Lande, rennen-- zulernen. Schrift!. Angeb. unter 1869 D an den Gieß. Anz. Die Oberrealschule zu Gießen Leonhardt Aliendorf an der Lahn, den 20. März 1937. 1865 D 1920 D Ludwig Volk XVII. und Kinder Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. DANKSAGUNG. Für die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen in so reichem Maße erwiesene Teilnahme, für die vielen Sachspenden seitens der Ortsbürger sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Müller. Leihgestern, im März 1937. ASCHE-URNEN L. Schmidt, Grabmäler Neuer Friedhof Kaisera!lee12 Telefon 3736 1305 D Mit Ihrem Edelweiß- Ballonrade fuhr ich voriges Jahr nach Spanien und in diesem Sommer durch ganz Italien, Sizilien und etwa 1000 Kilometer durch Nordafrika bis 100 Kilometer in die Wüste Sahara, dann zurück durch Frankreich wieder nach Hause. 16. 12. 1935. Unterprimaner Emst Henkelmann, Schwab. - Hall, Gottwollhauserstr. 14. Uber Vs Million Edelweißräder haben wir schon seit 40 Jahren überallhin versandt. Katalog kostenlos. Edelweiß - Decker Deutsch-Wartenberg 7osa Neues vom Edelweiß Statt Karten Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Mutter Bertha Werner, geb. Weith sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen Gießen, den 20 März 1937 _______________________________________________01454 lAf E D R C DRUCKSACHEN ■ V Ei TV 10 EßrUhl'sche Druckerei AUTO UNION Filiale Fkft./M., Franken-Allee 81, Ruf 78 254 DieFahrzeuge können jederzeit, auch Sonntag, 21. 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