Dsnnerrtag, 19. August 1037 187. Zahrgang Gießener Anzeiger t * fo ijll iller all Woche Den Vorschlag sieht vor, daß sowohl die chinesische hie japanische Regierung ihre Truppen aus Internationalen Riederlassung herauszie- Ein wie ere unst khoff storff ikels ppe lens Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von70rnm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/g mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B täglich, außer joir tags und Feiertags (eiligen: Die Illustrierte ’^rter Familienblätter jeinat im Bild • Die Scholle Mats-Vezugrpreis: wage^ heften e: :av idgens ner Renn er«lb der Internationalen Siedlung geschützt rdn. Der Vorschlag ist vom englischen Bot- iffc in Banking der chinesischen Regierung übereil und auch nach Tokio weilergeleitet worden. Zeitig hat sich die englische Regierung mit der arischen Regierung und der Regierung der Ver- iglin Staaten in Verbindung gesetzt. Verstattung der britischen Garnison. London, 19. Aug. (DNB. Funkspruch.) weiterer Teil der britischen Flüchtlinge wird. X": ste”; ,e*; .........5 hindern. Es sendet nicht nur Kriegsmaterial, sondern ganze Regimenter und Generalstäbe, denen sich die spanischen Bolschewisten unterzuordnen haben. Moskau befiehlt im bolschewistischen Spanien, und was tut England? Es gibt Anweisungen für seine Flotte, die in Wirklichkeit auf eine direkte Förderung der Ziele Moskaus hinauslaufen. Damit aber vergeht sich England gegen die Sicherung Europas vor dem Bolschewismus. B. R. Sowietrufsischer Waffenschmuggel unter britischer Flagge. London, 19. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Anweisung an die brittschen Kriegsschiffe im Mittelmeer, auf jeglichen Angreifer britischer Handelsschiffe das Feuer zu eröffnen, ist wie die „Times" schreibt, in Handels- und Schiffahrtskreisen Englands sehr begrüßt worden. England zeige sich entschlossen, feine gesamte Schiffahrt auf hoher See zu verteidigen, von wo auch immer ein Angriff auf sie unternommen werden sollte. „Daily Mail" bringt einen Bericht aus Algier, der schildert, wie die britische Flagge für den sowjetrussischen Waffenschmuggel nach den bolschewisttschen Häfen in Spanien mißbraucht wird. In der vergangenen Nacht hätten sich unbekannte Kreuzer und Zerstörer auf der Höhe von Algier befunden. Gleichzeittg habe man in diesen Gewässern einen Handelsdampfer mit britischer Flagge gesehen, der in voller Fahrt am Kap Mattfou vorbeigefahren sei. Als das Handelsschiff dann in Sicht der unbekannten Kriegsschiffe gekommen sei, habe es plötzlich seinen Kurs geändert, und sei eiligst in den Hafen von Kap Mattfou eingelaufen. Dort sei die britische Flagge heruntergeholt und die spanisch- bolschewistische Flagge aufgezogen worden. Bei dem Dampfer handele es sich um die „Aldecoa" aus Bilbao, die sich mit einer K r i e g s m a t e r i a l l a d u n g aus Sowjetrußland an Bord aus dem Schwarzen Meer kommend auf dem Wege nach dem bolschewistischen Teil Spaniens befunden habe. Admiral Carls traf an Bord des Panzerschiffes „Admiral Scheer" in Gibraltar ein. Er erstattete dem Gouverneur Sir Charles Haring- t o n einen Besuch ab und dankte ihm im Namen der Reichsregierung für die gute Behandlung, welche die durch den rotspanischen Bombenabwurf auf die „Deutschland" verwundeten Seeleute in Gibraltar erfahren haben. Admiral Carls war dann Gast des Gouverneurs bei einem Frühstück. Am Abend folgte Admiral Carls einer Einladung des kommandierenden Konteradmirals von Gibraltar. Englands Epanienpolitik. Der neue Erlaß zum Schuh der britischen Handelsschiffahrt. U!<>2 Erstes Blaff •S> teln zu verteidigen. Die „Information" meint, die heftige Erregung in London und Neu- york über den chinesisch-japanischen Konflikt sei nicht allein darauf zurückzusühren, daß die Bereinigten Staaten und England Milliardensummen in China investiert hätten oder einen in die Millionen gehenden Handel mit China trieben, sondern in erster Linie darauf, daß die beiden großen angelsächsischen Länder beabsichtigten, an den enormen Arbeiten der chinesischen Industrie und des Verkehrs Anteil zu nehmen. Das Blatt glaubt nicht, daß Amerika die Neutralitätsklausel anwenden werde. Die Transporte unter amerikanischer Flagge auch von Kriegsmaterial könnten unter diesen Umständen anhalten. Die Bezahlung dieser Waren einschließlich des Kriegsmaterials könnte durch eine Ausdehnung der Silberkäufe erfolgen, die bereits im Jahre 1936 100 Millionen überschritten hätten. Die AeulralMsklaufel. Amerika will keine Unterbrechung seines ostasiatischen Handels. Washington, 19. Aug. (DNB.) Die amerikanische Regierung ordnete eine allgemeine Räumung Chinas an. Alle amerikanischen Bürger sollen sowohl die Gefahrenzonen wie auch Jnnerchina verlassen. Staatssekretär Hüll erklärte, diese Anordnung erstrecke sich auf alle Frauen, Kinder und ältere Personen, auf alle Missionare, Lehrer, Touristen und Geschäftsleute, überhaupt auf jeden amerikanischen Bürger, dessen längeres Verbleiben in China nicht unbedingt erforderlich sei. Nach einer Schätzung des Staatsdepartements befinden sich 12 600 amerikanische Bürger in China. Am Mittwoch haben bereits 28 Amerikaner auf Anordnung des amerikanischen Konsulatsoertreters Nanking verlassen. Handelsminister Roper erklärte, daß die Lage der beiden Parteien im China-Konflikt s o ungleichmäßig sei, daß die Anwendung der Neutralitätsklausel durch Amerika den Anschein erwecken könnte, die Vereinigten Staaten wollten die eine Nation vor der anderen b e - g ü n st i g e n. Amerika wünsche diesen Anschein zu vermeiden. Im übrigen sei es auch noch eine un- ben, i jemals wieder zurückgewonnen öetkr könnten. — „M orning P o st" erklärt, Fnwib, Frankreich und die Vereinigten Staaten irbteii en zusammen, weil sie die einzigen Mächte eiety nie Streitkräfte im Fernen Osten zur Hand )ätitn Italien habe dort wohl beträchtliche Jnter- isses« -aber keine Truppen. Sollten die Pläne von )eb'N Parteien angenommen werden, so wäre mit oeÄcm Truppenverstärkungen für Schanghai zu ectzrii., damit der Schutz der Zivilbevölkerung idjxiqjitellt werden könne. — „Daily Expreß nem, Die britische Regierung habe ihren Plan den intoeien beteiligten Regierungen ohne Opti - nrsir us unterbreitet. 6s handele sich um einen le 5 n Versuch, die internationale Nieder- laffiirg von Schanghai davor zu bewahren, Schau- pfajj iDn Kriegshandlungen zu werden. Mmg Aussicht auf Annahme. Xitr bon, 18. August. (DNB.) Zu den britischen Bo L-feiligen einer Ausschaltung Schanghais aus den itai.mf; andlungen schreibt Reuter: Obwohl von den Reifer, ngen in Nanking und Tokio erwartet wird, wß, et die Vorschläge sorgfältig prüfen, ist es doch P ö chsi unwahrscheinlich, daß diese von ir- ger,b.ir$m praktischen Wert sind. Inzwischen hat pMQben seinen unterbrochenen Urlaub wieder Wgi mmen und Lord Halifax wieder die Ge- schW Des Außenamtes. Reuter will von zuverlässi- grn Hnesischen Kreisen erfahren haben, daß die Bo-rftiige von den Chinesen ab gelehnt ®üfflrt»r. Sie betrachteten sie als undurchführ- d a 'r demgegenüber werde angedeutet, daß China mötyirrroeife einer Wiederher st ellung der m t hltre 1932 festgelegten entmilitarisier- : e n e zustimmen würde, aber nur unter der 8ei:)igjng, daß sich die japanischen Streitkräfte □oll 'ft nnig aus dem Gebiet von Schanghai zurücktiefte- Auch Paris und Washington Mkn ihre Interessen wahren. Sizilianische Manöver. Italiens Wehrmacht hat in Gegenwart des Duce ihre diesjährigen Sommermanöver abgehalten. Ihr Schauplatz war in der Zeit vom 12. bis 19. August die Insel Sizilien. Die Wahl Siziliens zeigte eindeutig die Verlagerung des politischen Schwerpunktes des neuen Imperiums. Vor zwei Jahren fanden die Sommermanöver in Südtirol statt und das Wort von der Brennergrenze tauchte auf. In der Zwischenzeit hat fick die politische Atmosphäre gewandelt. Die Achse Berlin — Rom hat das Verhältnis Deutschlands und Italiens geklärt und die Eroberung Abessiniens hat Roms Mittelmeerinteressen in neuer Beleuchtung erscheinen lassen. Die Gründung des Imperiums hat den Schwerpunkt der italienischen Politik in den Mittelmeerraum verlagert. In einer Rede in Syrakus hat jedoch Mussolini das neue römische Imperium in Beziehung zu dem Zeitalter des Augustus gebracht, jenes römischen Kaisers, der das goldene Zeitalter des Friedens heraufführte. Der Duce wollte damit anbeuten, daß Italien nach der Eroberung Ostafrikas saturiert sei und in Frieden seinen Besitzstand wahren wolle. Man geht nicht fehl in der Annahme, daß diese Ausführungen Mussolinis sich an die englische Adresse wenden, um Londoner Befürchtungen über weitere Expansionsgelüste Italiens zu zerstreuen. Sollen also die Sizilienmanöver die neuen englisch- italienischen Annäherungsversuche nicht stören, so zeigen sie doch unmißverständlich — und das geht aus den Kommentaren der römischen Presse ebenso eindeutig hervor —, daß Italien nicht gewillt ist, freiwillig die neu gewonnenen Positionen zu räumen. Nach italienischer Auffassung muß sich auch London an die Tatsache gewöhnen, daß Italien heute die Schlüsselstellung im Mittelmeer besitzt. Die sizilianischen Manöver sollten — oder haben doch zumindest diesen Eindruck verstärkt. Ihnen lag folgende Annahme zugrunde: eine „rote" Armee ist an der Küste gelandet und versucht in das Innere des Landes vorzudringen. Den „blauen" Verteidigern erwuchs die Aufgabe, diesen Vormarsch aufzuhalten und die „Roten" zurückzuwerfen und zu vernichten. Weiter war angenommen, daß die Landungsmanöver gelingen müssen, da die Flottenstreitkräfte der „Blauen" geschwächt oder verzettelt sind, so daß nur die Küstenbatterien, die Garnisonen und herzugezogene Reserven die Abwehr des Angriffs übernehmen konnten. Drei Gedanken waren in der Anlage der Manöver vorherrschend. Einmal sollte das Zusammenwirken der drei Waffengattungen — heute eine immer stärker zutage tretende Ausgabe der großen Manöver — erprobt werben. Zum anberen sollte festgestellt werben, wie sich eine moberne Armee in einem verkehrstechnisch unzulänglichen Gebiet bewegt. Trotz ober gar wegen der Erfahrungen des Weltkrieges hat sich heute in fast allen Generalstäben der Gedanke des Bewegungskrieges durchgesetzt. Das kann nicht wunder nehmen, denn die ursprüngliche und gemäße Form des Krieges ist der Bewegungskrieg, der Stellungskrieg ist gleichsam eine Entartung. Trotzdem kann man natürlich nicht die Erfahrungen des Weltkrieges außer acht lassen. Panzerdivisionen und mobile Divisionen sollen die versteifte gegnerische Front wie ein Bohrer ausmeißeln und durchbrechen, um dann von der Einbruchsstelle aus die feindliche Front aufzurollen. Der Gedanke des Bewegungskrieges mit der schnellen militärischen Entscheidung entspricht zudem dem italienischen militärischen Denken in besonderer Weise. Kein Wunder, daß dieses Denken die Anlage der sizilianischen Manöver entscheidend beeinflußt hat. Weiterhin sind selbstverständlich die Erfahrungen des Abessinienfeldzuges weitgehend verwertet worden. Das zeigt sich in erster Linie in der Neu- formierung der italienischen Divisio- nen. Bestand die Division bisher aus drei Jn- fanterieregimentern, so verfügten die fünf Divisionen, die an den Manövern in Sizilien teilnah- men, nur über zwei Regimenter Infanterie. Marschall Badoglio hat in dem Schlußkapitel seiner Abessinien-Erinnerungen darauf hingewiesen, daß die aus drei Jnfanterieregimentern bestehende Division zu schwerfällig fei. Diese Erkenntnis hat man sich für die Sizilien-Manöver zu eigen gemacht, in» dem man nur Zwei Regimenter für den Divisions- verband aufstellte. Durch Verstärkung der Feuerkraft soll der Ausfall des dritten Regiments ausgeglichen werden, wobei nicht übersehen werden kann, daß die Schwere und Umständlichkeit der Bewaffnung abermals die Beweglichkeit der Truppe gefährden kann. Hier den Ausgleich zu schaffen, ist die besondere Schwierigkeit — nicht nur der italienischen Armee. Weiter hat an den Sornmermanövern in Sizilien eine „gepanzerte Brigade" teilgenommen, zusammengesetzt aus schnellen und schweren Kampfwagen und motorisierten Verbänden, die durch die feindliche Front durchstoßen soll, um den Weg freizumachen für den kriegs- ober doch wenigstens schlachtentscheidenden Durchbruch und die Vernichtung des Gegners. Das Zusammenwirken der Waffengattungen hat anscheinend gut funktioniert. Die angreifende Partei verstärkte sich von Tripolis aus durch Truppen und Flugzeuge, während die Verteidigungstruppen ihre Bomber bis aus Mailand und Rom heranholen konnten. Daraus ergab sich trotz der Anfangserfolge der gelandeten Truppen eine Stockung der . Offensive, ein Fall, der sich im Materialkriege immer wiederholt hat. Das offizielle Urteil über die Manöver lautet jedenfalls „u n e n t f ch i e d e n". Mussolini selbst hat durch einen „Rapport" den höheren Offizieren auf dem historischen Boden von Calata- fimi — hier warf 1860 Garibaldi die Bourbonen- Herrschaft über Sizilien nieder — den Schlußstrich !r FE^huunb sich künftig jeder Kampfhandlung in die- Sebiete enthalten sollen. Dagegen ist die bri- lus AtzlheRegierung zusammen mit der französischen und 'st die ^«Ekanischen Regierung, falls diese sich einverstan- lenburg. btto rflären, bereit, die Interessen samt- ^^■ltif)(r Mächte, d. h. also auch der Iapa- — —p ppi r, zu garantieren und dafür Sorge zu trtgec. daß Leben und Eigentum aller Interessenten geklärte Frage, wie weit die Anwendung der Neutralitätsklausel in diesem Falle der Aufrechterhaltung des Friedens diene. Die Der- einigten Staaten wünschten nicht die allgemeinen Handelsbeziehungen mit China und Japan zu opfern, da sich diese beiden Staaten zweifellos anderen Märkten zuwenden würden, falls Amerika ein Ausfuhrverbot erließe. Die englische Regierung hat ihren Kriegsschiffen im Mittelmeer Anweisung gegeben, sofort das Feuer für den Fall zu eröffnen, in dem englische Handelsschiffe angegriffen werden. Wenn also britische Handelsschiffe den Bolschewisten helfen wollen und nationalspanische Kriegsschiffe diese Hilfe zu verhindern suchen, dann — — schützt England gewissermaßen das gute britische Geschäft mit den spanischen Bolschewisten, denn anders ist diese Anweisung kaum zu verstehen. Statt nämlich zu unterscheiden, ob britische Handelsschiffe sich in den Dienst einer bestimmten spanischen Partei stellen und zu untersuchen, ob nicht die Abwehr gegen solche Unterstützung durchaus angebracht und gerechtfertigt sei, wird generell der Feuerbefehl erteilt! Man könnte darin eine Parteinahme der englischen Regierung gegen General Franco erblicken. Und diese Vermutung wird erhärtet durch eine Erklärung der „Times". Sie führt aus, die Erweiterung der Zone, in der britische Dampfer den Schutz der Kriegsschiffe Großbritanniens genössen, sei veranlaßt worden durch einen Angriff, der auf der H ö h e der Dardanellen, also im östlichsten Winkel des Mittelmeeres, auf einen Oeldampfer erfolgte. Dieser Oeldampfer — es handelt sich nicht um die „Ciudad de Cadiz", um einen roten Transporter, der bei der Insel Tenedos versenkt wurde — fuhr zwar unter britischer Flagge, aber er war nach Rotspanien beordert und wurde versenkt, eben weil er Kriegskonterbande an Bord führte. Denn die nationalen Spanier betrachten jede Unterstützung der spanischen Bolschewisten, und geschähe sie auch unter britischer Flagge, als einen direkten Angriff gegen ihre Lebensinteressen. Deshalb wollte General Franco als krieg führende Partei erklärt werden, um gegen solche Unterstützungen auch formal-rechtmaßig vorgehen zu können, aber die Anträge, die von Deutschland und Italien unterstützt wurden sind im Nichteinmischungsausschuß abgelehnt worden. Für die englische Regierung ist heute noch General Franco kein Staatschef, sondern der Rebell gegen eine „Regierung", von der man nicht weiß, we che Gruppe von Bolschewisten, Anarchisten oder sonstigen Radikalen sie verkörpert. Mit dieser Fiktion arbeitet das offiziöse England in Wirklichkeit ur den Bolschewismus und die neue und verschärfte Anweisung an die britische Mittelmeerflotte ist nicht gerade geeignet die Zufuhr von Kriegsmaterial für die Spanien-Bolschewisten zu hemmen. Gegenteil. Denn gerade jetzt macht, wie die französische Presse berichtete, und die englische zugibt, Sowietrußland die gewaltigsten Anstrengungen, um den drohenden Zusammenbruch der spanischen Bolschewisten zu ver- aus Schanghai berichtet wird, am Donnerstag die Stadt an Bord des Dampfers „Empreß of I n d i a" verlassen. Zur Verstärkung der in Schanghai stationierten britischen Truppen ist ein weiteres Bataillon des. Middlesex-Regiments am Mittwoch aus Singapore in See gegangen. Die Truppen werden nach einem kurzen Aufenthalt in Hongkong nach Schanghai weiter befördert. Mit diesem neuen Bataillon erhöht sich die Stärke der in Schanghai anwesenden Truppen auf insgesamt vier Bataillone. Außerdem befinden sich 120 Mann britische Marineinfanterie an Bord der „Cumberland" und der „Suffolk" in der Stadt. Die Zahl der britischen Truppen in Schanghai beträgt über 3000, in China überhaupt 10 900. 60 deutsche Flüchtlinge auf einem italienischen Schiff. Schanghai, 18. Aug. (DNB.) Der italienische Dampfer „Victoria" verließ am Mittwoch Schanghai mit 640 italienischen, deutschen, belgischen, französischen und englischen Flüchtlingen. Die Zahl der Deutschen betrug etwa 60. An Bord des Dampfers „Mackinley" wurden 6 0 0 ameri» kanifche Frauen und Kinder in Sicherheit gebracht. An den beiden letzten Tagen verließen an Bord japanischer Schiffe nicht weniger als 5 0 0 0 japanische Frauen und Kinder Schanghai. Das Marineamt in Washington hat ein amerikanisches Proviantschiff in Manila angewiesen, gelegentlich der Prooiantzufuhr für die amerikanischen Truppen in der internationalen Niederlassung auf dem Rückwege Flüchtlinge an Bord zu nehmen. ^hri s, 18. August. (DNB.) Das Journal des erklärt, daß es durchaus wahrscheinlich sei, ö Frankreich und die Vereinigten t m:ie n dem englischen Vermittlungsplan a n = ch -li! z« n würden, da alle drei Staaten entschlos- en ihre Interessen und Rechte, die ihnen auf Srviib Her Verträge zustünden, mit allenMit- Du Londoner Morgenpresse begrüßt den eng« 'if her Bermittlungsplan, zeigt sich aber wenig zu- i>erfid:lid) hinsichtlich seiner Verwirklichung. „T i - n i! 5' meint, man dürfe die Hoffnungen nicht zu Msitzen, doch sei es zu begrüßen, daß überhaupt Bdriifäge zur Sicherung der europäischen Nieder- WMimii- gemacht worden seien. Praktisch würde der UL dann so sein, daß nach einer Zurückziehung der iatiini d)en und der chinesischen Streitkräfte lediglich >iel.Erfahr vereinzelter chinesischer Fanatiker be- tüiiik die man leicht in Schach halten könnte. An- tefldjt der kritischen Lage sei es nicht erstaunlich, octin in britischen Geschäftskreisen jnpfM» Besorgnis herrsche. Englands Ge- chlst- ntereffen in China beliefen sich auf 250 Mil- ioiiren Pfund. Außerdem bestünden andere Werte, roll lie 50-Millionen-Pfund-Anleihe an China. Äck'ülls« diesen Werten befänden sich 18 0 Mil - II j in n Pfund in Schanghai, davon miedet dir größte Teil gerade in dem nördlichen Oe» bi di di r internationalen Niederlassung, das befände Is 'ark unter den Kämpfen zu leiden habe. Auf " solle könne von einer Politik, die britischen Jriteü {en ihrem Schicksal zu überlassen, nicht die Ri?de fein. Im Gegenteil, englischerseits sei man fest erschlossen, fy ab und G u t energisch zu v ein i o i g e n. Tiily Telegraph" schreibt u. a., das Ge- rüchi wonach alle englischen Staatsangehörigen aus Schlürhai abtransportiert werden sollten, sei un- rid:|t(] Man sei sich darüber im klaren, daß eine solch- Politik Englands Ansehen in China und 3(ijen in nicht wieder gut zu machender Weise sch'Äg-n würde, und daß die englischen Interest nivenn sie einmal aufgegeben wür- General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei «.Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschästrstelle: Schuistrahe 7 Wl fÖHu. 1 O'e beftu C nbon, 18. Aug. (DBB.) In London wird , w atgl, daß die englische Regierung am Mittwoch 'ne IBelotauT — ' — - öilr . w hinesischen und der japanischen Regierung r i n Vorschlag unterbreitet hat, der die Öaufen Äiafionole Siedlung in Schanghai aus den - z>shandlungen heraushalten soll. |jt4 Beilagen RM.1.95 .... ^ni.Illusttierte „ 1.80 1 -n einzelnen Nummern .Klei, ifo»e höherer Gewalt unb " z rnsprechanschlüffe erhäiS i Ate Sammelnummer 2251 schllstliL Inlirift für Drahtnach- Üem £ jchm: Anzeiger Gießen finb k Popschecktonto: lssehuM j sloilfiirt am main 11686 !n '^ost bujj ■ Englands Vermittlungsvorschlag zur Sicherung der Internationalen Zone in Schanghai. schließen wird sich wahrscheinlich zwischen Bordeaux Cap abspielen, wo ein Luftkampf stattf und ist Wer wo er vor den Generälen, den Korps- und Abteilungskommandanten sämtlicher Heeresoerbände, die an dem Manöver teilgenommen hatten, sowie vor einer Abordnung vorzustoßen, wo er vollkommen erschöpft zu Weihnachten ankam. Er gab die erste Schilderung dessen, was die Expedition bisher erlebt hatte, lieber Schröder-Strantz konnte er jedoch keine Auskunft geben. Er blieb verschollen. Erst 1921 wurde die Leiche eines Begleiters des Expeditionsführers gefunden. Und bei ihm ein Tagebuch mit erschütternden Aufzeichnungen. Jetzt ist nun ein Lager entdeckt worden, das vermutlich deutschen Ursprungs ist. Ob es die letzte Raststätte der Verschollenen war, das wird erst eine genauere Untersuchung klären können. Nachdruck verboten! Kanton, Sommer 1937. Nach Singapur ist Honkong an die Reihe gekommen, als ein Haupt st ützpunkt f ü r das britische Verteidigungssystem ausgebaut zu werden, wofür England ja erst nach Ablauf des Washintoner Vertrages Ende vorigen Jahres die Hände frei bekam. Der fieberhafte Betrieb im Hafen von Hongkong und die sie begleitenden Uebungen des brittschen Ostasiengeschwaders anden aufregenden Widerhall in den Tagesgesprächen der Kantoner Bevölkerung, deren neu geweck- ts Mißtrauen gegen den abendländischen „Beschützer" die patriotische Entrüstung über Japan zeitweilig in den Hintergrund drängte. Nie war die politische Lage Südchinas verworrener. Die Bes- erung der Beziehungen zur Zentralregierung hat darin seinen tieferen Grund. Nicht, daß das alte Mißtrauen gegen Tschiangkaischek geschwunden wäre. Aber schließlich traut man Japan doch immer noch eher zu als Nanking, südchinesische Belange als Einsatz im verwickelten fernöstlichen Kräftespi'el zu mißbrauchen. So schwach immer sich der Rückhalt erweisen möchte, den Nanking von Fall zu Fall bieten würde, man wird nie auf chn verzichten können, um möglichst zu verhindern, daß Japan und England mit südchinesischen Belangen Fußball spielen. Darin beruht das Unheimliche in der äußeren Lage Kantons, daß es sich bei friedlichen wie kriegerischen Lösungen schwebender ostasiatischer Streitfragen auf unfreiwillige Opfer gefaßt machen muß. Man muß ebensosehr damit rechnen, bei einer britisch-japanischen Verständigung auf längere Sicht, wie bei weiterer Verschärfung der Gegensätze Bewegungsfreiheit, wenn nicht Boden unter den eigenen Füßen zu verlieren Es kann nicht lange dauern, bis die weltpolitischen Erschütterungen die sich hier am West-Fluß oder Si-Kiang erdbebenartig äußern, im fernsten Europa und Amerika spürbar werden. Der in '2)ünnan ent- pringenbe Si-Kiang entwässert ein Gebiet, das von mindestens 60 Millionen Menschen bewohnt ist. Dieses Gebiet ist vom übrigen China durch eine Gebirgskette abgesondert, und diese Ab- onberung läßt Handel und Wandel längs des Flusses um so stärker zum Ausfalltor am Meer drängen. Am Kopf des Deltas, wo die Wasser des von Reserveoffizieren die a b - ritik hielt. konischen Bundesgesetze verletzt wurden. Diese Untersuchung entspricht durchaus den Wünschen des Amerika-Deutschen Volksbundes, der schon vor Wochen in einem Telegramm an den Sprecher des Abgeordnetenhauses eine gründliche Nachprüfung dieser Hetze verlangt hatte, damit die yon Dik- ftein und Konsorten angezettelten Verleumdungen ein für alle Mal gestoppt würden. ©te Betriebsuntersuchungen München, 18. Aug. (DNB.) Im Münchener Aerztehaus fand unter Vorsitz des Hauptdienstleiters Dr. Wagner eine Tagung des Reichsarbeitskreises zur Durchführung der Betriebsuntersuchungen an allen schaffenden Deutschen statt. An der Tagung nahmen Vertreter des Staates, der Partei, der Wehrmacht, der DAF. und der Industrie teil, ins- Eine Aufnahme aus dem Jahre 1912, die das Forscherschiff von Schröder-Strantz im Polargebiet bereits eingeschlossen von Eismassen zeigt. Das Schiff mußte nachher von der Expedition aufgegeben werden. — (Scherl-Archiv-M.) bei den chinesischen Seefahrern m die Schule gangen, z. B. den Kompaß von ihnen übernommen hatten, wagten sie sich in chinesische Gewässer bi- nach Kanton vor, das sie einmal, als Verläufe abendländischer Seefahrer, überfielen und ausraubt ten. Die Portugiesen, wie nach ihnen bi? Holländer und Engländer setzten zunächff in Kanton den Hebel an, ihren Handelsverkehr nij dem Reich der Mitte >n Gang zu bringen. Die Kanton-Kaufleute erhielten andererseits vo, ihrer Regierung ein Monopol für den Handel mi den Fremden. Kanton wurde die Mutter des gQril zen Geschäfts der Chinesen mit den Europäerin Das wirkte auch später, nachdem andere Häfen beir fremden Handel geöffnet worden waren, so ffarg nach, daß bis heute an der ganzen chinesischen Küsix Leute aus Kanton für die Dienste von Vermittler, und Kassierern im „fremden" Handel bevorzug werden. Einen um so schwereren Schlag bedeuten, es für Kanton, als die Engländer 1841 die 3nfel Honkong besetzten, ein Stück der Festlandsküsi, auf 99 Jahre „pachteten" und nach dem Musik, Singapurs einen Freihafen anlegten und eins Stadt bauten. In England selbst hatte man dafür, ähnlich mie im Falle Singapurs, lange Zeit wenig Verständnis Noch acht Jahre nach der Erwerbung konnte bea damalige englische Kolonialsekretär äußern: „Wen, man hätte voraussehen können, wie hoch sich bie Ausgaben für diesen Platz belaufen würden unfc 707985 Personen in der Ausstellung „Entartete Kunsts. München, 18. Aug. (DNB.) Statt nachzulas. sen, wächst die Besucherzahl in der Ausstellung „Entartete Kunst" von Tag zu Tag. Der vergangene Sonntag brachte den Höch st besuch« seit der Eröffnung mit 42 800 Besuchern. Auch ooi. Ausländern wird die Ausstellung in imme stärkerem INaße besucht. Insgesamt wurde die Au» stellung bisher von 707 985 Personen besichtigt. Cap abspielen, wo ein Luftkampf stattfinden soll. Es wird auch die sog. Luftinfanterie eingesetzt werden, d. h. die Truppen werden im Fallschirm hinter die Front nieder- g e h e n, um dort wichtige strategische Punkte zu zerstören. Diese Manöver sollen außerdem die Zivilbevölkerung an die Anweisungen gewöhnen, die sie im Ernstfall zu befolgen hat. Die Verdunkelung verschiedener wichtiger Industriezentren vorgesehen. por llijsabo Jbng Pol östag in 6 irbiplo schechosl tjinbie, D fien ab, r Lhe @e(an Ertiert, P Hie portu * Befanntc »n Entsc ui seines Inne eir Jpeijre 11 li und «jjabrit .toertrac Mete die iS-e (er u ! lichte ir a n i e1 G dieser rM*.uqal Mises se (Härte l ffi n f l u Konkurrenten in Südchina 23on unserem E. O-Berichterstatter. Nach 2S Jahren. tteberreste einer deutschen Polarexpedition auf Spitzbergen aufaefunden Dich, belain c^rohe Lustmanöver in Frankreich. Paris, 19. Aug. (DNB. Funksvruch.) An den französischen Luftrnanövern, die zwischen Bordeaux, Montpellier und Toulouse durchgeführt werden, nehmen 600 Apparate unter dem Oberbefehl des Chefs des Generalstabes des Luftheeres, General Feguant teil. Der Höhepunkt dieser Manöver *'erte j I®» ’n T °nj|ers | ,K|t mit 9r ss ff •. N ^(1917 Sh S, lÜo « ’=«lerT rnir N ’rfc i .;-'n n« Ä üriÄ - W ^Ib k*?e.l»35 ft« r< wie geringe Vorteile er unserem Handel zu biete« vermag, so wäre es nicht für der Mühe wert at- halten worden, davon Besitz zu ergreifen." y« einem Jahr hatte damals die Verwaltung Hom» kongs 250 000 Pfund Sterling verschlungen, wahrend die Einkünfte nur 12 000 Pfund betrugen. Mit der Zeit aber entwickelte sich Honkong zu einem: Umschlaghafen für einen sehr großen Teil der chine. fischen Einfuhr aus Europa, Amerika und Japan, sowie andern Gegenden der Erde, und ebenso für die chinesische Ausfuhr nach diesen Ländern, so datz, es schließlich doppelt so stark am chinesischen Handel beteiligt war, als England selbst. Es schnappte; Kanton sozusagen alle fetten Bissen im Außenhandel Südchinas vor der Nase weg, störte auch die; unmittelbaren geschäftlichen Beziehungen Kanton» zu seinem Hinterlande, da es der Mündung de» Si-Kiang näher lag als dieses. Nur dem Umstands daß dieses Hinterland zugleich die meisten Auswanderer für überseeische Länder stellt, verdankte es Kanton, daß es im Schatten Honkong» nicht gänzlich verkümmerte. Die Ersparnisse, die: die Auswanderer in die Heimat senden, haltern große Teile der Bevölkerung Kantons und des Ei- Kiang-Beckens über Wasser: für Kanton selbst spielt' außerdem eine große Rolle, daß seine Söhne im Auslande, besonders in den Malayenstaaten uni ! den Straits Settlements häufig zu Wohlstand um Reichtum gelangen, so daß sie der Vaterstadt ein: gewisses Monopol auf wertvolle Handelsbeziehungen sichern können, die für Hongkong unantastbar' sind. Sunyatsen gab den Engländern in Hongkong: einst die Gelegenheit, sich auf die von ihm entfachte nationale Revolution beizeiten einzustel- len, als er sie um Instrukteure für die von ihm. angeworbenen Truppen bat. Er fand kein Der- tänbnis und wandte sich nach Moskau. Das war' das Vorspiel zur kommunistischen Episode in der Geschichte der Kuomintang. Borodin kam nach Kanton und tonte unter anderem im Jahre 1924 jenen länger als ein Jahr währenden Boykott gegen Hongkong organisieren, der die Han- delsmacht Hongkong vorübergehend auf das schwerste erschütterte. Seitdem haben es die Engländer nicht an freundnachbarlichen Gesten fehlen lassen, aber es ist verständlich genug, daß die Kantonesen in den Briten Danaer sehen, die sie am meisten fürchten zu müssen glauben, wenn sie Geschenke bringen. Vor einem Jahre war Sir Leith-Roß, der Hauptwirtschaftsberater der britischen Regierung, in Kanton, angeblich nur, um über Währungsfragen zu unterhandeln, in Wirklichkeit! jedoch, um :ine Grundlage für eine Verständigung zwi- chen Kanton und Hongkong zu finden. Es handelte ich dabei auch um eine Verbindung zwischen der Hongkong-Kowloon-Bahn und der kürzlich vollendete! großen Eisenbahnverbindung zwischen Kanton uti Hankau. Die Kanton-Kaufleute sträubten sich dagegen mit Händen und Füßen. Sie sähen, meinten ie, nicht ein, weshalb Hongkong auf Kosten Kantons sich entwickeln solle. Auf diesem Standpunkt stehen sie noch heute. Jetzt herrscht in Kanton neue Erregung über Berichte. wonach die Engländer über ihr Pachtgebiet bei Kowloon hinaus Land erwerben, obwohl in einigen Jahren der ganze Pachtvertrag abläuft Und dann wird in der lokalen Presse in allen möglichen Abwandlungen das Gerücht hartnäckig aufrechterhalten, England habe im geheimen Einvernehmen mit Nanking auf der Insel Hainan einen Stützpunkt für seine Luftrüstungen geschaffen. Diese ziemlich große Insel liegt südwestlich von Hongkong am Golf von Tonking, wo es bezeichnenderweise vor einem Jahre im Hafen von Pakhoi einen jener chinesisch-japanischen Zwischenfälle gab, die die Beziehungen Japans zu Nanking fast bis zum Zerreißen spannten. Ä । knMs- da ? ieses ; R0? Suchend ]rl sta ifi h' MW lehelnal'! WarilllllS M daß |inb, a' glichen Mb'"' iitiange*)1 «nahmen Mserkla' erhärt J unter die diesjährigen Manöver gezogen, die insgesamt 50 000 Mann und gewaltiges Material in Bewegung gesetzt hatten. B. R. K' Maßnahmen gegen eine Hetzkampagne in !lGA. Washington, 18. Aug. (DNB.) Justizminister Cummings beauftragte die zuständige Abtei- lung seines Ministeriums die unter Anführung des berüchtigten Hetzapostels Samuel D i k st e i n erhobene Beschuldigung zu untersuchen, ob das Jugendlager des Amerika-Deutschen Volksbundes für .,nazimilitärische Ausbildungszwecke" mißbraucht und dadurch die ameri- Oie Palästina-Beratung des Mandatsausschustes. Genf, 18. Aug. (DNB.) Der Mandatsausschuß des Völkerbundes hat seine außerordentliche Tagung abgeschlossen Der Voroericht an den Völkerbundsrat über d e nenglischen Palästinaplan ist fertiggestellt. Er erörtert die verschiedenen Eventualitäten einer künftigen Gestaltung des Palästinastatuts, insbesondere bei Aufrechterhaltung des Mandats und bei Aufteilung des Gebietes in selbständige Staaten. Es wird ausgeführt, die Mandatskommission halte die Teilung für natürlich und berechtigt Die in dem Peel-Bericht erwähnte Kantonierung, d. h. die Einteilung d-es Landes in kleinere Bezirke mit rein jüdischer bzw. arabischer Bevölkerung, hält der Mandatsausschuß nicht für eine endgültige Lösung, wie das Gutachten überhaupt eine Vorliebe für Uebergangslöfungen erkennen läßt, wonach die beiden Teile Palästinas unter englischem Mandat bleib en sollten, bis sie sich selbst regieren könnten. Japanische Schwerter für Stabsführer Lauterbacher. Berlin, 18. Aug. (DNB.) 2lm Dienstagabend fand im Hotel Kaiserhof auf Einladung des Stabs- leiters der Reichsjugendführung, Lauterbacher, ein kameradschaftliches Beisammensein mit dem zu Besuch in Deutschland weilenden Führer der japanischen Jugendorganisationen statt. An der Veranstaltung nahmen Graf Fhutaara, der Führer der japanischen Jugendorganisationen, mit seinen Mitarbeitern, Stabsführer Lauterbacher, der Chef des Amtes für körperliche Ertüchtigung der RIF., Obergebietsführer Dr. Stellrecht, der Chef des Amtes für Leibesübungen, Gebietsführer Schlünder, und der Chef des Presse- und Propagandaamtes, Oberbannführer Dr. Lapper, teil. Im Namen der japanischen Jugendorganisationen überreichte Graf Fhutaara dem Stabsführer Lauterbacher als Gastgeschenk s a p a n i s ch e Schwerter, wie sie von den jungen Japanern bei den althergebrachten Schwertkämpfen benutzt werden. Die Sioaiszugebörigkeii führender Memelländer. Das Urteil im deutsch-litauischen Schiedsverfahren. Berlin, 18. Aug. (DNB.) Zwischen der beut- chen und der litauischen Regierung schweben feit Ende 1935 Verhandlungen über Die Frage bet Staatsangehörigkeit mehrerer m e - mellänbischer Beamter, Richter und A e r z t e, benen bet litauische Gouverneur des Memelgebietes im Laufe des Jahres 1935, z. T. unmittelbar vor den damaligen Wahlen zum Memel« ländifchen Landtag, die litauische Staatsangehörigkeit und damit die memelländischen Bürgerrechte entzogen hatte. Da diese Verhandlungen 'N besondere Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, die Reichsfrauenführerin Scboltz-Klink, die Letter der Reichsbetriebsgemeinschaften nebst führenden Männern der Sozialversicherung Es wurden alle Fragen geklärt, die im Zusammenhang mit den Betriebsurtter- suchungen aufgetaucht waren, besonders die Fragen der Jugend- und der Frauenarbeit der Erhöhung des Leistungsalters, der Umstellung in der Ernährung und andere. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach von der Größe und Bedeutung der Aufgabe, den deutschen Menschen gesund, stark und leistungsfähig zu erhalten, und betonte daß die hier begonnene Arbeit vielleicht einmal vieles andere, was begonnen worden ist, wie „Kraft durch Freude", „Schönheit der Arbeit" ufw. in den Schatten stellen werde. Lehungssahtt der britischen jnittelmeerflotte. Besuch des ersten Äreuzergeschwaders in Venedig London, 19. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die britische Mittelmeerflotte ist am Dienstag zu ihrer diesjährigen Herbftübungsfahrt ins Mittelmeer ausgelaufen. Der Oberkommandierende der Mittelmeerflotte, Admiral Sir Dudley Pound, hat sich auf das Schlachtschiff „B a r h a m" (31100 To.) eingeschifft, da der Maschinenschaden des neuen Flaggschiffes „Warspite" derselben Klasse noch nicht behoben ist. Während der Uebungsfahrten werden Einheiten und Verbände der britischen Mtttelmeerflott« verschiedene Mittelmeerhäfen anlaufen. So wird das erste Kreuzergeschwader vom 1. bis 8. September Venedig einen Besuch abftatten, während Einheiten dieses Geschwaders in den ersten Oktoberwochen ^verschiedene Häfen der Insel Cypern besuchen werden. Cypern ist verschiedentlich schon als zukünftiger britischer Flottenstützpunkt genannt worden. Auch die Häfen von Haifa. Betrat, Alexandrien und Saloniki sind für einen Besuch vorgesehen. Das Schlachtschiff „Hood" (42 100 Tonnen), das Flaggschiff des II. Befehlshabers der britischen Flotte, Vizeadmiral Geoffrey Blake, wird vom 26. bis 30. August im jugoslawischen Hafen von Split an der dalmatinischen Küste vor Anker gehen. An der Uebungsfahrt der britischn Mittelmeerflotte nimmt auch die erste Schnellbootflottille teil, die erst kürzlich aus England in Malta eingetroffen ist Sie besteht aus sechs Booten, die eine Fahrgeschwindigkeit bis zu 40 Knoten entwickeln können, und als einzige Armierung Torpedorohre führen. Diese Flottille unternimmt im Rahmen der Uebungen eine zweimonatige Reise nach den griechischen Inseln, nach Haifa und Alexandrien. Neue Bahnlinie in Sizilien. Rom, 18. Aug. (DNB.) Mussolini hat am Mittwochnachmittag die neue 48 Kilometer lange Bahnlinie Trapani-Alcamo eingeweiht. Bei einem Kostenaufwand von 130 Millionen Lire gewährleistet diese neue Linie, die an den Ruinen des alten Segeste oorbeiführt, im Gegensatz zur alten 123 Kilometer langen Strecke eine rasche und gute Verbindung Westsiziliens mit Palermo und damit auch mit dem übrigen Italien. Nack feiner Ankunft in Alcamo begab sich der italienische Regierungschef sofort nach dem nahen C a l a t a f i m i, Flusses um so stärker zum Ausfalltor am Meer drängen. Am Kopf des Deltas, wo die Wasser des Flusses sich mit denen des Ozeans zu mischen beginnen, erhebt sich die Großstadt Kanton, deren Bedeutung gerade darin beruht, daß sie das natürliche Bindeglied bildet zwischen dem mehr als 1500 Kilometer landeinwärts reichenden Flußverkehr und dem Ozean mit seinen Verbindungen mit China und fernen jenseitigen Ländern. Die Bewohner des überfüllten Kanton, rund 1,5 Millionen, wie der ganzen anschließenden Gegend, sind eine waagemutige, unternehmende Rasse, die Seemannsblut in den Adern hat, wodurch sie sich, ebenso wie durch ihre geschäftliche Betriebsamkeit, scharf von den Bewohnern des Jangtse-Beckens, noch mehr von denen der nördlicheren, an die Steppen und Wüsten der Mongolei grenzenden Provinzen unterscheidet. Dieses südchinesische Gebiet ist dem chinesischen Staatswesen seit Jahrhunderten einverleibt, trotzdem es seinen Hauptverkehr mit dem Norden des Reiches immer auf dem Meere abwickelte: es hat aber feine eigenen Triebkräfte und Lebensgewohnheiten. Es gibt chinesische Gelehrte, die behaupten, daß die wirkliche Urheimat ihres Volkes hier herum zu suchen sei, weil die südchinesischen Dialekte manche sonst längst außer Gebrauch gekommenen altertümlichen Formen bewahrt haben. Sicher scheint ßu sein, daß vor Jahrtausenden aus dem Stromgebiet des Si-Kiang Vorstöße nach Norden erfolgten, die den Gesamtcharakter des chinesischen Volkstums ebenso stark beeinflußten, wie die später vorwiegenden Eroberungszüge aus Hochasien. Bedeutungsvoller für die Gegenwart ist es, daß von der Mündung des Si-Kiang aus die ältesten Beziehungen zur Westwelt angeknüpft wurden. Schon die alten Römer sollen versucht haben, Danton einen unmittelbaren Handelsverkehr zu pflegen. Die Schiffe, die sie ausfanbten, scheinen ini en Bestimmungsort erreicht zu haben, kehrten aber nie zurück. Im frühen Mittelalter war die Insel Ceylon der Boden, auf dem sich West und Ost im Warenaustausch begegneten. Es waren südchinesische Seefahrer, die sich zuerst weiter vorwagten. Als die Araber im 7. Jahrhundert ihre Herrschaft bis zum Indus ausdehnten, lagen oft ganze Flotten chinesischer Dschunken vor Ormus ober im Persischen Golf. Erst nachdem die Araber Aus Tromsö wird gemeldet, daß ein Schifter in der Dove-Bai auf Spitzbergen ein altes Zelt- l a a e r gefunden hat, in dem sich Prismengläser, Reste eines Segeltuchbootes, ein wollgefütterter Schlafsack und Ruder befanden, ferner Munition deutscher Herkunft und Aluminium-Kochgeschirr. Ein Teil der Gegenstände, die geborgen werden konnten, wurde von einem Kutter nach Tromsö gebracht. Alle Anzeichen deuten darauf yin, daß diese Ueberbleibsel einer früheren Expeditton 20 bis 25 Jahre dort gelegen haben. Aufzeichnungen und Reste menschlicher Körper wurden nicht gefunden. Da ein Teil der Ausrüstungsgegenstände beut- che Firmenzeichen trägt, wird angenommen, daß es sich um die ersten Funde von der 1912 spurlos verschwundenen deutschen Polarexpeditton des Leutnants Schröder-Strantz handelt. Der norwegische Dozent Hoel, einer der besten Fachleute Norwegens auf diesem Gebiet, weist darauf hin, daß die gefundenen Ueberrefte möglicherweise auch von der ebenfalls verunglückten deutschen Hilfsexpedition Lerner stammen können. Schröder-Strantz, Offizier im Grenadier-Regiment 9, beseelt vom Drang, die unbekannten Weiten des Nordens zu erforschen, hatte sich im Herbst 1912 mit einigen Wissenschaftlern und wackeren Seeleuten nach Spitzbergen aufgemacht. Nur kurze Zeit wollte man dort oben bleiben, infolgedessen war darauf verzichtet worden, Ausrüstungen miriunehmen, die ein Uebermintern ober gar einen jahrelangen Aufenthalt in dieser Abgeschieben- heit erlaubt hätten. Diese Unterlassungssünbe würbe ber Expebition zum Verhängnis. Schröber-Strantz oerschwanb mit vier Begleitern, mit benen er sich von der Sorge-Bai aus aufgemacht hatte, bas Schiff geriet in schwerste Seenot, so baß bie Mannschaft an ßanb überwintern mußte. Kapitän Ritscher wagte es schließlich, allein nach ber Long-Pear-Bai SPITZBERGEN TROMS LONGyEAR-' L BIEN sstch H- E D Kunst und Wissenschaft Kolbenheyer ■ W 1. 21U(|); in Im de bkt Wgt stellt, or i $)ontoii Kirnifit, h den, tK I inb bei: 1 selbst | Söhne ; Men i i \)W iW ei itlsbtyehi" unantalii-: ' t nadjj; Aussig 9- Dee, el zu iv he wen reifen.*' tungh« mgen, t d betiL ifl zuee il der t und 3e ebenfc lern, (o. fischen n is fchnq Außen!: rte au*1 en Äantr ünbung k n Hanl iflin Nus W; Wn w b;:; fS * dl! \ >iiach emj und, ahnltz, Mir: könnt, r": 4 °ch ii< ’ürben Der Dichter Dr. Erwin Guido Kolbenheyer bekam den Goethe-Preis 1937. — (Scherl-M.) Kolbenheyer wurde 1878 in Budapest geboren, !vtf ammt jedoch einer alten deutschen Familie. Er tutr erte in Wien Naturwissenschaft und lebte seit Portugal bricht die diplomatischen Beziehungen zur Tschechoslowakei ab portugiesische Kritik an Prags Haltung bei Rüstungs-Lieferungen. ,l-1 A'; erE, ul* '-S W-. im Durchschnitt von 4,7 auf 5,1 v. 5) des dividendenberechtigten Aktienkapitals zugenommen; ihr Anteil am Reingewinn betrug 1936: 73 v. gegenüber 77 v. H. im Vorjahr. n fjongl" hm enPii n einjuits iie von t i kein & j. Dos:: fobe in n fam r- Jahre 5 ® oph’: >r die fr’ ins Ichnn- |[änber ö lassens nfoner- elften "■*’ nke W iSHE iM UI jung J® Fs Hand! vischen 1 vollend- Santon' en \A en. poften <• noch % na ?w trag n all<' rtnä^v men t n an; von % Öaf60'ti; Ile 9^ fastb'^ welchen daran gelegen ist, die portugiesische Aufrüstung zu stören." Die Tschechoslowakei hat sich in der Folge darauf beschränkt, eine hinhaltende Politik zu treiben. Es folgten sich widersprechende Erklärungen des Außenministers K r o f t a und des Staatspräsidenten B e n e s ch, die dann angaben, daß es sich um ein allgemeines Waffenausfuhrverbot handele. Schließlich wurde in einer dritten Begründung erklärt, daß die Ursache des Verbotes in den Erfordernissen der tschechischen Aufrüstung zu suchen sei. Wie in Lissabon erklärt wird, könne Portugal die Interessen seiner Landesverteidigung aber nicht zurückstellen mit Rücksicht auf die fernen Sorgen der Tschechoslowakei ober auf Grund eines von dritter Seite auf Prag ausgeübten Einflusses. Portugal habe alles getan, um mit der Tschechoslowakei freundschaftliche Beziehungen zu pflegen. Sein Nationalstolz, der Einflüsse von dritter Seite nicht kenne, könne aber nicht diese ausweichende, hinhaltende und widerspruchsvolle Politik dulden, die beleidigend sei und allen Gepflogenheiten diplomatischen Brauchs widerspreche. Zu ihrem tiefen Bedauern sehe sich Portugals Regierung daher gezwungen, die aus der tschechischen Haltung entstehende Konsequenzen zu ziehen. der Rechtssicherheit der In dem abgetrennten Me- melgebiet lebenden ehemaligen Reichsangehörigen ist diese Entscheidung des neutralen Schiedsrichters sehr zu begrüßen. Die in dem Urteil erwähnten Memelländer, denen teilweise seit beinahe zwei Jahren die Ausübung ihrer Aemter untersagt worden war, sind nunmehr wieder i n den vollen Besitz ihrer staatsbürgerlichen Rechte gelangt. Weitere Besserung der Rentabilität bei den deutschen Aktienaesellschasten Fwd. Das Statistische Reichsamt untersucht im neuen Heft von „Wirtschaft und Statistik" die Abschlüsse von rund 1500 Aktiengesellschaften, deren Bilanzstichtage im 4. Vierteljahr 1936 liegen Diese Aktiengesellschaften, deren Aktienkapital fast die Hälfte des Gesamtkapitals aller deutschen Aktiengesellschaften ausmacht, spiegeln die erhöhte Umsatztätigkeit und Kapazitätsausnutzung der Betriebe im Geschäftsjahr 1936 in einer weiteren Besserung der Rentabilität und einer wachsenden Konsolidierung der finanziellen Lage wider. Der Gewinnsaldo aus Jahresreingewinn und -vertust, der im Jahre 1935 488 Millionen Mark betrug, ist auf 600 Millionen Mark im Jahre 1936, d h. von 4,7 v. H. des Eigenkapitals auf 5,7 v. H gestiegen Die Dividenden im Jahre 1936 sind sehr vorsichtig bemessen. Trotzdem hat die Dividendensumme von 405 Millionen Mark auf 447 Millionen Mark oder Frohsinn und beglückender Aufbau vorherrschend waren Die eindrucksvollen Massenbilder, die gro- ;en Kampfszenen, Massenchöre und die Musik trugen in das monumentale Rund des Stadion einen jejonbers festlichen Glanz. Ausbeute der deutschen AmazonasJary-Expebilion. Die beutsche Amazonas-Jary-Expebition ber bei» ben Forscher Schulz-Kampfhenkel unb Gerb Ka 1 y sowie bes Expebitionsingenieurs Gerhard Krause, bie vor zwei Monaten in bie Heimat zurückkehrte, hat jetzt bie erste Sichtung ihrer Ergebnisse durchgeführt Die Prüfung bes wissenschaftlichen Materials ergab, baß bie zoologische Ausbeute bie größte Säugetiersammlung um* aßt, bie bisher aus einem bis bahm unerforschten Gebiet Sübamerikas in bas Zoologische Museum ber Berliner Universität gelangte, währenb bie völkerkunbliche Ausbeute bas erste wissenschaftliche Material überhaupt in Form lückenloser Kulturexemplare von ben fast unberührten Jndia- nerftämmen ber Aparai, Oayana unb Oayaki nach Deutschlanb brachte Der Expebitionsleiter ist mit bem Schnitt bes 2000 Meter umfaßenden Schmalfilmmaterials beschäftigt, das für einen Forfchungs- ilm bearbeitet wird. Dieser Film wird im Herbst in Berlin seine Urauffühung erleben. Einige Ausnahmen ließen erkennen, daß es sich bei diesem schlichten Bildbericht ohne Ausmachung und gestellte Szenen um ein Filmdokument handelt, das nicht nur einen guten Einblick in die mühevolle Arbeit der deutschen Forscher, sondern auch in die Geheimnisse der „Grünen Hölle" bringt. Obwohl er nichts als die wissenschaftliche Forscherarbeir aus dem bislang unerforschten und unberührten Urwald des besuchten Gebietes von der Quelle des Jary bis zu feiner Mündung in den Amazonas, das Tierleben, die Pflanzenwelt, das Leben der Waldindianer, die zum ersten Male mit Weißen in Berührung kamen, wiedergibt, ist er spannend und geheimnisvoll wie ein phantastischer Abenteuerfilm Wellflug Jstres — Damaskus — Paris. Der im Rahmen der Pariser Weltausstellung ausgeschriebene Wettflug über die 6000 Kilometer lange Strecke I st r e s — Damaskus — Paris beginnt am Freitagabend. Acht italienische, vier ranzösische und ein englischer Apparat werden ab 18 Uhr in Jstres, einem Flughafen im Rhonedelta, nicht weit von Marseille, starten. Da die Teilnehmer, unter denen sich auch der Sohn des Duce, Bruno Mussolini, befindet, keine Zwischenlandung oorzunehmen brauchen, rechnet man ab Samstag 14 Uhr mit dem Eintreffen der ersten Apparate auf dem Pariser Flughafen Le Bourget Sämtliche Teilnehmer sind am Mittwoch in Jstres eingetroffen. Die acht italienischen Apparate kamen im Geschwaderflug von Rom. Der französische Apparat des Rekordfliegers Codos entging nur mit knapper Not einer Bruchlandung. Beim Start in Paris war der Reifen eines der Räder geplatzt, und der Flugzeugführer wurde durch Funkspruch davon verständigt. Nur seiner Ge- chicklichkeit ist es zu verdanken, daß er den Apparat in Jstres sicher zur Erde brachte, indem er eine Landung auf einem Rade durchführte. Großfeuer bedroht eine französische Stadt. In Valence, einer Stadt von 34 000 Einwohnern an der mittleren Rhone (Südfrankreich), brach in einer großen Holzfabrik ein Feuer aus, das sehr bald gefährliche Ausmaße annahm. Ein ganzes Stadtviertel wurde bedroht und zahlreiche Häuser mußten geräumt werden. Das Großfeuer hat trotz der tatkräftigen Bekämpfung durch die Feuerwehr, die von der Garnison unterstützt wurde, auf zahlreiche Häuser übergegriffen deren Fassaden und Dachstühle zerstört wurden. Er nach Eintreffen der Feuerwehr aus Lyon getan es, die Flammen einzudämmen und den Brandherd nach und nach zu ersticken. Der Sachschaden, der auf mehrere Millionen Franken geschätzt wird, läßt sich noch nicht genau beziffern. Autounglück am ungeschützten Bahnübergang. Der Kommandant der jugoslawischen Gendarmerie General Jowwan Naumowitsch wurde mit seiner Familie das Opfer einer Autokatastrophe. An einem ungeschützten Bahnübergang bei dem Städtchen Uschitze erfaßte der Schnellzug Serajewo — Belgrad das Auto und schleifte es etwa 100 Meter weit bis zu einer Brücke, wo es am Geländer zerschellte. Der Lokomotivführer konnte wegen des abgleitenden Terrains den Zug nicht eher zum Stehen bringen. Im Auto befanden sich General Naumowitsch, seine Gattin, seine beiden Söhne, der Chef des öffentlichen Sicherheitsdienstes Oberst B o j i t s ch , ein Gendarmerieoffizier uyd der Chauffeur. Alle Insassen wurden verletzt. Die schwersten Verletzungen erlitten der General, seine Gattin und sein ältester Sohn. Ihr Zustand ist kritisch. Drei Todesopfer einer Brandkatastrophe in Polen. Bei einem Schadenfeuer in dem Dorfe Wolka Ularska im Kreise Radom kamen die beiden Söhne eines Bauern, dessen Wirtschaft in der Nacht niederbrannte, bei Löschver- suchen ums Leben. Die Tochter des Bauern erlitt so schwere Brandverletzungen, daß sie wenige Stunden später starb. Aus dem Zug gestürzt. Auf der Fahrt von Heidelberg nach Mannheim ist eine 33jährige Frau, die ein vier Jahre altes Kind auf dem Arm trug, vermutlich infolge Unvorsichtigkeit aus dem Zug gestürzt Die Frau erlitt einen Schädelbruch und sonstige Verletzungen, während das Kind einen Oberschenkelbruch davontrug. Opfer der Berge. An den S e e w ä n d e n im Oytal (Allgäu) ereignete sich erneut ein Bergunglück. Zwei junge Leute aus Wangen bei Göppingen wollten auf dem kürzesten Wege vom Nebelhorn ins Oytal gelangen. Mehrere Warnungen, nicht vom Wege abzuweichen, schlugen sie in den Wind und stiegen zum See ab. Als die Beiden merkten, daß sie in unwegsames Gelände gekommen waren, trennten sie sich, und jeder suchte einen Abstieg ins Tal. Der eine von ihnen kam durch, der andere, der 18jährige Mechaniker Robert Höfle, stürzte ab und blieb zerschmettert liegen Die 16 Jahre alte Maria Reinhardt aus Stuttgart, die mit einem Mädel und zwei Jungen einen Ausflug auf die Jocher-Alm am Iochbera bei Bad Tolz unternommen hatte, stürzte beim Abstieg : tödlich ab. Aus dem Rückweg von der Alm suchte sie den Weg nach Urfeld abzukürzen, kam aber dabei vom Wege ab und stürzte über den 1 Abhang am sogenannten Desseleck 50 Meter tie ab. Sie blieb mit einem schweren Schädelbruch und Knochenbrüchen tot liegen. Sie wurde von der Bergwacht geborgen. Neuschnee in den bayerischen Alpen. Die starken Niederschläge der letzten Tage haben ein rasches Steigen ber Jll?r verursacht. , Am Mittwochfrüh war der Hochstand mit 171 Zenti- M in Tübingen. Seelisches Grunderlebnis seines Lhiffens ist das bei ihm als Ausländsdeutschen Mcnbers starke Gefühl ber unlösbaren Verbunden- )tit mit Art unb Volk. In Geschicktsromanen von no^er Gestaltungskraft will er bie weltanschau- lid)tn Elemente ber beutschen Vergangenheit in Ge- unb Erlebnisnähe zurückrufen. So vor allem ir einem Hauptwerk ber Triologie „Para c e l- sur" (1917 bis 1925). Frühere Werke fmb ber 1908 etidi ienene Spinoza-Roman „Amor Dei, ber 1S1> erschienene „M e i st e r P a u s e w a n g die Äb^nsgeschichte eines schlesischen Schustermeisters, bk Welt bes Mystikers Jakob Böhme. In seinem 1927 erschienenen Roman „Das Lächelnder Renaten" gestaltet er das noch um feine Form rinjenbe Leben ber Gegenwart. Weltanschauung, ftnpf unb Durchbruch beherrschen ben Roman JId ntsalvasch" unb ben Nooellendanb „A h a- liboma". 1928 erschien sein „Lyrisches Bre- D 6T" unb ber Gebichtzyklus „Alpe n-S y m p h o- ili (". Ein Drama „Heroische Leiden- Ulf t", in dessen Mittelpunkt der italienische Re- wil cmce-Philosoph Giordano Bruno steht, wurde in Düsseldorf erfolgreich aufgeführt. Ein weiteres W-risches Schauspiel ist „Gregor und Hem- rid". Kolbenheyer ist Ehrendoktor von Tübingen Uib Inhaber ber Literatur-Preise bes Bremischen Toehe-Bunbes unb ber Stabt München. Neue volksdeutsche Preise. De 1935 von einem Deutsch-Amerikaner ins Lelm gerufene I o h a n n - W o l s g a n g - G o e t h e - Sl ftung, aus welcher jährlich fünf Preise für brtorragcnbe Leistungen auf dem Gebiete ber biil then Literatur unb Kunst verteilt würben, ist Ich um einen C o p p e r n i c u s - P r e i s unb lir.en Hermann-von-Salza-Prers erwei- Hauptschriftleiter: Dr Friebrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik unb für die Bilder: Dr Fr W Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot (beurlaubt), t. 23.: Dr Fr. W Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt) Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A. VH. 37: 9076. Druck und Verlag: Brühlsche Universitötsdruckerei R Lange. K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufs- preis 10 Pf unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Wallfahrer verunglückt. Bei Grenoble (Sübostfrankreich) versagten bei einem mit 30 Wallfahrern besetzten Reiseomnibus auf einer abschüssigen Strecke bie Bremsen, o baß er in einen tiefen Graben stürzte, 3 Personen würben getötet unb 15 verletzt. Zigeuner überfallen rumänische Dörfer. Eine Zigeunerbcmbe unternahm einen verwegenen Raububerfall auf bas Dorf Negreni in ber Nähe von Drabea. Die Zigeuner tarnen mit 25 Wagen nach Mitternacht nach Negreni unb fielen ofort in bie ersten Häuser bes Dorfes ein. Alle Dorfbewohner würben burch bie Schüsse unb bas Geschrei ber überfallenen Bauern wach unb organisierten ben Wiberstanb. Es kam zu einem regelrechten Kampf, bei bem vier Bauern g e - tötet unb viele anbere schwer verletzt würben. Schließlich mußten bie Zigeuner bas Felb räumen. Sie zogen nach bem Nachbarborf Buces, wo sie aber ebenso wenig Glück hatten, ba bie Bauern rechtzeitig benachrichttgt unb burch Glockenläuten zum Kampf aufgerufen worben waren. Die Genbarmerie forderte Verstärkung aus ben benachbarten ©cmeinben an unb ging gegen bie Zigeuner vor. Nach kurzem Wiberstanb mußten sich biefe gegen Morgen ergeben. Schweres Flugzeugunglück an der Küste von Florida. In Daytona-Beach in Florida stürzte em Passagierflugzeug der Castern Air Lines aus unbekannter Ursache kurz nach dem Aufstieg nach Miami in der Nähe des Flugplatzes ins Sunddickicht. Zwei Piloten und ein Fahrgast wurden getötet, ein anderer Fahrgast wurde schwer verletzt. Die übrigen vier Insassen kamen mit leichten Schürfungen davon. , , holländisches Militärflugzeug abgesturzt. Auf dem Flugplatz der Luftfahrt-Abteilung Soe- fterberg stürzte ein Militärflugzeug aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache ab. Die beiden Insassen, ein schweizerischer Sportlehrer und ein Bordmonteur, fanden dabei den Tod. Der flüchtige Raubmörder Link in Paris festgenommen. Die von der Berliner Mordkommission eingeleiteten internationalen Fahndungsmaßnahmen nach dem flüchtigen Mörder der Zimmervermieterin Rosa Dornbusch in der Budapester Straße 47 haben zu einem vollen Erfolge geführt. Der Täter, der 21jäh* rige Siegfried Link, wurde durch die Pariser Kn- mrnalpolizei festgenommen. Er hat die Bluttat bereits zugegeben. Das Auslieferungsverfahren ist in die Wege geleitet. Ein norwegisches Kraftwerk abgebrannt. Durch ein Großfeuer wurde das Kraftwerk von Svelgfoß bei Notodden (Telemarken) fast völlig zerstört. Das Feuer wütete zehn Stunden unb konnte, ba es zu spät bemerkt würbe, nicht mehr rechtzeitig eingebämmt werben. Außer einer Umformerstation für bie norwegische Staatsbahn konnte von ben wertvollen Maschinen nichts gerettet werben. Der Schaben soll sich auf vier bis fünf Millionen Mark belaufen. Das Kraftwerk Svelgfoß war 1907 von ber Norsk Hybro errichtet worben und gehört zu den ältesten Kraftwerken Norwegens. Brennendes Lazarettschiff im Hafen von Neapel. Der dem Lloyd Triestino gehörende Dampfer „Heluan", den die italienische Regierung in ein Lazarettschiff umbauen ließ, ist in Neapel i n Brand geraten. Das Feuer breitete sich so rasch aus, daß der 7200-Tonnen-Dampfer aus dem Hafen geschleppt und versenkt werden mußte, da es der Feuerwehr nicht gelang, den Brand zu löschen. Das ungewöhnliche Schauspiel hatte eine nach Zehntausenden zählende Menschenmenge zum Hafen gelockt, wo auch der italienische Kronprinz weilte. Die Ursache des Feuers, das glücklicherweise keine Menschenopfer gefordert hat, wird auf Kurzschluß zurückgeführt. Das Schiff ist außerhalb des Hafens , an einer 18 Meter tiefen Stelle versenkt worden, ; wo die Schiffahrt nicht behindert werden kann. Es . besteht die Absicht, das Wrack später zu heben. Abschluß ber Wellerzieherkonferenz in Tokio. Die Welterzieherkonferenz würbe geschlossen. Starke Beachtung fanb vor allem bie Beteiligung einer Vertretung bes beutschen Reichserziehungsmi- । nifteriums. Die Mitglieber ber beutschen Aborb- ; nung legten in Aussprachen mit ber auslänbischen i Erzieherschaft bie neuen beutschen Erziehungsgrunb- sätze unter besonberer Betonung ber Bereitschaft zur i Zusammenarbeit ber Völker bar. In ben einzelnen : Konferenzabteilungen behanbelten die beutschen Vertreter vor allem die ©onbergebiete ber beutschen Jugenderziehung, bes Hochschulwesens sowie ber erzieherischen Bebeutung bes Runbfunks. Stark be- ' achtet würbe ferner bie Vorführung beutscher Un- ■ terrichtsfilme im japanischen Kultusmini- ! fterium. Schwere Verwüstungen burch eine Windhose. Eine Winbhose suchte bas Gebiet zwischen Bella- ria unb Jgea Marina an ber abriatischen Küste nörblich Rimini (Italien) heim. Sechs Häu- : [er würben völlig zerstört unb über 50 schwer be- schäbigt. Bis jetzt werben vier Tote unb 60 23er- I rounbete gezählt, barunter acht Schwerverletzte. Die Behörben haben Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Lissabon, 19. Aug. (DNB. Funkspr.) Die Regung Portugals gab in ber Nacht 3um Don- leistag in einer amtlichen Note ben Abbruch ) er biplomatischen Beziehungen zur : chechoslowakei bekannt. Der portugiesische 3eanbte, D a C o st a Carneiro, reifte nach Iß en ab, wo er zugleich affrebitiert ist Der tsche- hiche Gesanbte in Lissabon Fiebler würbe aus- jefrrbert, Portugal z u verlassen. jie portugiesische Note erläutert eingehenb un- er Bekanntgabe aller Einzelheiten bie Grünbe, die liehn Entschluß verursachten. Portugal hatte im Jute seines Aufrüstungsprogramms für Heer und Mrine eine größere Zahl Maschinen- aewehre in der Tschechoslowakei beit eilt und zwar bei der als staatlich anzusprechen- )cn Fabrik Ceskoslowenska Zbrojovka Nachdem der Mifaertrag bereits nahezu abgeschlossen war, ver- ihbete die Prager Regierung plötzlich, daß die 3 i t f e r u n g unmöglich sei, infolge bes stich teinmischungsabkommens für 5pa n i e n. Portugal erklärte äußerst befrembet, l!aj bieser Grunb unmöglich in Frage komme, ba Portugal selbst Mitglieb bes Nichteinmischungsaus- Mifes fei. „Hinter ber tschechischen Ausrebe", so ijcjtrte bie amtliche Note, „bemerkt man den fluß und den Druck dritter Machte, metern erreicht. In ben Bergen sind bie Nieder- chläge bis auf 1800 Meter herab als Schnee gefallen Grohfeuer in einer Toulouser Garage. In Toulouse wurde eine Grohgarage ein Opfer der Flammen. Das Feuer, das wahrscheinlich durch die Unaufmerksamkeit eines Garagenangestellten ausgebrochen war, fand an den 40 untergestellten Kraftwagen reiche Nahrung Es folgte Explosion auf Explosion. Auch die Wohn ung des Garagenbesitzers, die dieser mit seiner Tante teilte, wurde rasch von den Flammen erfaßt. Erst nach stundenlangen Bemühungen gelang es der Feuerwehr, ein Uebergreifen des Feuers auf die benachbarten Häuser zu verhindern. Die 40 Kraftwagen sind vollständig verbrannt Von dem Garagenbesitzer und seiner Tante fehlt jede Spur. Man befürchtet, daß beide in ben Flammen umgekommen finb. [ec s Fällen, barunter in bem bes ehemaligen Prä- C Hbnten bes Memellänbischen Direktoriums Dr. W soreiber, zu keinem Ergebnis geführt hatten, &U5t mürbe auf Grunb bes beutsch-litauischen Options- Kittages von 1925 bie Schweizerische Bunbesregie- rutg um bie Ernennung eines neutralen Schiebs- Hüters zur Entscheibung bieser Streitfragen geieten. Sie ernannte hierzu ben Altbunbesrichter £r Viktor Merz in Bern. Nach längeren schrift- |i*>n Verhanblungen, bie im Juli b. I. burch Mbliche Vorträge bes beutschen Regierungsoer- trtisrs Professor Dr. Bruns unb bes litauischen jitfreters Manbelstam ihren Abschluß fanben, i[f nun bas Schiebsurteil erlassen worben. Kieses erkennt ben Stanbpunft ber sstichsregierung in vollem Umfange an unb |cg ber litauischen Regierung bie Verpflichtung auf, emprechenb ben beutschen Anträgen bie litau* ijge Staatsangehörigkeit aller in bem ^ozeß behanbelten Memellänber, nämlich ber pr ktischen Aerzte Häwert unb Lackner, ber Wtsgerichtsräte Schneider und Schwarze, ehemaligen Präsidenten des Memelländischen Diiektoriums Dr. Schreiber und des mernel» Wischen Verwaltungsgerichtsdirektors Dr. Treich- |e: anzuerkennen. Das Urteil stellt ausdrücklich fest, daß die Optionserklärungen r e ch t s g ü 1 - li[ finb, auf Grunb bereu bie Memellänber im Sssintlichen Dienst ber Autonomverwaltung bes Dlimelgebietes ftanben, im Jahre 1925 bie litauische vtcatsangehörigkeit erworben hatten unb baß ben M-ßnahmen bes litauischen Gouverneurs, ber biefe Dplionserflärungen nach zehn Jahren für ungül- (ig erklärt hatte, bie staatsrechtlichen unb völkerrechtlichen Voraussetzungen fehlen. Im Interesse tert worben. Nachbem im Vorjahre bereits ein Rembr anbt-Preis neu geschaffen worben war, stehen ber Stiftung somit jetzt folgenbe acht Preise zur Verfügung: Ein Herber-Preis für ben preußisch-baltischen Bereich, ein Görres- Preis für bie rhein-fränkische Landschaft, ein Erwin-von-Steinbach-Preis für das alemanifche Stammesgediet, ein Eichendorff- Preis für das Sudetendeutschtum, ein Mozart- Preis für das österreichische Deutschtum, ein Coppernicus-Preis für die deutsche Volksgruppe in Polen, ein Hermann-von-Salza- Preis für den deutschen Südosten und ein Rembrandt-Preis. Die Preise werden auch weiterhin von den deutschen Universitäten verteilt. (Eine Ehrung Paul Linckes. Aus Anregung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, ehrt die Stadt Berlin anläßlich ihrer 700-Jahrfeier den volkstümlichen Komponisten Paul Lincke, der Berlin durch seine Melodien berühmt gemacht hat, durch Auszeichnung mit der silbernen Pla kette der Stadt Berlin, die mit einem Ehrengeschenk verbunden ist. Aus aller Welt. Dom Jlanga parbat zurück. Paul Bauer unb Fritz Bechthold, bie sich Enbe Juni auf dem Luftwege nach Indien begeben hatten, sind im Flugzeug wieder in M u nich> e n eingetroffen. Es war ihnen unb ihren Begleitern an ber Unglücksstelle am Nanga Parbat gelungen, fünf von den verunglückten Bergsteigern forme wertvolle Tagebücher und wissenschaftliche Aufzeichnungen zu bergen. Dr. von Kraus, der ebenfalls mit der Bergungsexpeditton ausgereist war, so wie Dr. Luft, der einzige Ueberlebende der ums Leben gekommenen oeutschen oergfteiger, kehren auf dem Seewege heim, während Dr.Tr o i zur Ergänzung seiner wissenschaftlichen Arbeiten noch ben Sikkim-Himalaja aufsucht unb erst spater bie Heimreise antreten wirb. „Berlin in sieben Jahrhunderten deutscher Geschichte." Im Rahmen ber 700-Jahr-Feier ber Reichshaupt- stabt fand die Uraufführung des großen F^tspleles „Berlin in sieben Jahrhunderten deutscher Geschichte" im Olympia-Stadion vor 100 000 Zu- AnVi/rn nrofces Interesse. Neben dem Diploma- H*pn VrD5 tab man Oberbürgermeister und Äräüöent 4? Lippert, Reichsminister Dr. G o e b bels, Reichskriegsminister Generalseldmar- n Blomberg, Reichsftnanzmimster Gras oon Srofigt und R-lchs°°rk°hrs- minif“r Sorpmülter. Das F°st(p!°> nach Hhppn non Erich Streubel eine großartige Bil- bXqe aus dem Werden der R-ichshauptstadt. ,pi *. %erIin als Mittelpunkt bes bronbenburgifd)- : Ä Sulturtreifes unb als Hauptstabt bes • Dritten Reiches Das Spiel geht nicht Darüber an ben »aßen tragischen Einschnitten im Sehen unse- ; res Boltes, erweckte aber im befonberen alle jene , Epochen zu neuem Leben, in denen wahre Freude. n JranffnrL nen schon im Altertum begründete. 5)f?ute vermag Rückfall auszuholen, ungewöhnliche Abweichungen, der Arzt bereits vorher mit Sicherheit zu bestim- die ihm die Erkennung der L e u k ä m i e berffieifc wen, an welchen Patienten sich das Wunder der > blütigkeit, schon erlauben, wenn im Blute selbst noch Tanz- Unterricht! |stellengesuche| oder unabhang. ' I Ohne Gewähr Nachdruck Derbvint ichen On der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 10. Ziehungstag 18. August 1937 Ün der heutigen DormittagSziehung wurden gezogen 137315 178877 179183 138076 153632 5238 A Im Gewinnrade öbe G i essen - Schi uTstr* 6 287337 283831 212651 247712 340880 96371 287279 252906 366551 314237 238452 unb tid) 142698 162704 191488 230634 244234 266148 283808 371512 384809 138610 221517 251334 351041 144817 225220 260038 362089 147673 172680 196889 233517 253242 270089 312227 372337 391117 172378 227122 284639 374136 102257 193541 235505 307393 386142 141713 151071 179451 213457 237926 257444 273677 328467 379295 111432 198626 240812 329059 394375 147319 171264 202527 227468 249842 278288 311952 332871 352674 363710 151803 174655 207804 234795 252035 279613 314617 337450 355825 367305 155655 177514 217692 234886 255989 280742 315090 341278 356519 381232 138723 166947 188668 218083 236454 257122 290899 323918 343169 359517 385838 138933 168514 190096 221364 248311 257743 296371 324926 343990 362597 388276 120843 141022 168635 193674 222741 247779 270339 304176 325264 350719 363310 393030 Tage wahr vielleicht so- 146420 168556 194986 230726 247758 267902 305826 372198 390144 141481 148421 174799 207488 234706 256979 273431 323031 376754 392480 126007 141904 154676 181232 215139 241645 259321 282092 345469 381582 Unsere Winterkurse beginnen am 1. September Gefällige Anmeldungen erbeten W sch Te! nid W Ri ge bei bai hei 4> ' Es kommt auch vor, daß bei einer blassen, hin- sälligen Frau in mittleren Jahren die roten Scheiben ebenso schwächlich, kaum gefärbt, erscheinen. Sie sind nicht abnorm groß, eber ab und zu viel zu klein und mißgestaltet. Der Magensaft ist oft ebenso salzsäurefrei, wie bei der Perniziosa. Jüngste Forschungen erkannten diese abweichende Form als eine Art später Bleichsucht. Sie versuchten das dort unfehlbar helfende Eisen, und siehe, die auf Leber nicht heilende schwere Blutarmut war „eisenbegierig". Sie war es besonders, die den Ruf von der wunderbaren Wirkung der Eisen- und Stahlbrun- Auch das Studium der weißen Blutkörperchen, die trotz ihrer so geringen Zahl von 6000 im Kubikmillimeter ärztlich viel wichtiger sind, schreitet rasch fort. Junge Forscher, wie Rohr, Schulten und Henning haben die älteren Untersuchungen von mir und dem Schweizer Naegeli am Knochenmark fortgesetzt. Hier liegt die Wiege des Hauptanteiles der Weißen, der Rest' entspringt aus Milz und Drüsen hauptsächlich. Ein Fall mit Blässe, Milzgeschwulst, Drüsenpaketen erscheint nach dem einfachen Blutpräparat unerklärbar. Durch eine kleine Operation oder den Stich einer Hohlnadel nur eröffnet sich der Arzt Zugang zu den inneren Knochenhöhlen des Brustbeines. Er breitet das winzige Bröckchen entnommenen Markes sorfältig aus und nun sieht er ö i e „M ütter" selbst, die Ursprungszellen der Weißen. Er studiert ihre Zusammensetzung und Formen. Er erkennt die Zellen des Krebses zwischen ihnen, Malariaparasiten, die vielleicht schon seit dem Kriege in diesem Winkel schlummern, um einmal doch wieder unerwartet zu einem hitzigen Am 17. August 1937 starb der Leiter der Film-, abteilung des Reichsministeriums für VolksaiO klärung und Propaganda, Ministerialrat Dr. (£rnp Seeger, in Berlin. Reichsminister Dr. Goebbel- hat dem um die Entwicklung des deutschen Film- verdienten Beamten einen herzlichen Nachruf 07 widmet. Freitag, 20. 9(unuft verkaufe ich rm Laden Neuenweg 18 folgendes 1 Schlafzimm. (hell Eiche), einen Salon, 1 Vertiko, Kleiderschränle Wasch- und Nachttische, Soias, Tische u. Stühle, Betten, Nab' masch., Spiegel, Pferdegeschirre, 1 Sattel u.n.v.a., 1 Dolksemv' länger, neu. — Der Berkau^ raum ist jeden Tag geöffnet. L. Hartmetz, Neuen weg 18. ist Ion lchb bob Kof fiini vollk Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden _________ Abteilungen I und II ms wäre. Ich bitte daher, auf diesem Wege meä n e n Dank zum Ausdruck bringen zu dürfen. Das Wetter vom 19. bis 28. August, herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Dilterungsvorherfage des Reichswetterdienstn, in Bad Homburg am 18. August abends. Nach vorübergehender Witterungsbesserung, bi=: sich in Abnahme der Bewölkung und Nachlassen der Niederschläge äußert, wird etwa um das Wochen, ende erneut unbeständiges und meist kühlere; Wetter eintreten. In Süddeutschland und Nordwch deutschland wird dann überwiegend wechselnde;, zeitweise stark bewölktes Wetter mit ziemlich häuf, gen, im ganzen ergiebigen Niederschlägen herrschen.. Hier wird es in der nächsten Woche meiftenort; mindestens an der Hälfte aller Tage zu Regen, fällen kommen; etwas weniger nieberfchlagsrest wird es vielleicht im mittleren Norddeutschlan) sein. Auch in Schlesien und Ostpreußen wird da; Wetter nicht beständig und zeitweise regnerisch feirs sonst im großen und ganzen freundlicher als ir Westen des Reiches. Gewlnnauszug 5. Klasse 49. Preußisch-Süddeutsche (275. Preuß.) Klassen-Lotterie Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er« mäßigten Grundpreis von 5 Pf. fürdieMllimelrr» idle veröffentlicht alle lämg.Haare, Lebernecken Pickel, Sommes svrosi. ufro. entr. u. Gar. f. lwwsr irrau B. Gulden seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechst.!>reitm; Gießen, Am B*1* gelpfad 32, 9 — ‘ Uhr durchgehen^ verschwinden durdt Frucht’« Schwanenweiß gar etwas über normal sein. Wetterbericht des Reilbsmekterdienstes. Ausgabeort Die Gesamtsonnenscheindauer des zehntägig« Zeitraumes wird in Süddeutschland und Nordwesi deutschland weniger als 60 Stunden, in Ostpreußen dagegen voraussichtlich mehr betragen. Die Tempi- raturen werden schwanken, im Durchschnitt aber zu niedrig sein. In der nächsten Woche wird e; tagsüber kaum weniger als 25 Grad werden, während die Tiefsttemperaturen nachts bis auf 10 bis 5 Grad absinken können. In Ostpreußen roirb die Durchschnittstemperatur der zehn scheinlich am wenigsten unter normal. lieber den Herd... Dort ist die Fliesenplatte ein guter Wandschutz. Sie läßt sich leicht reinigen und ist eine Zierde der Küche. Außer den Herdwandplatten gibt es auch Löffelhalter, Handtuchhalter und Herdleisten. Sie sind preiswert bei lein, Eeiß ein j ta Hee ler . Und einei ou • jnb da । Tanzschule Bäulke Wolfstraße 31, Ruf-Nummer 3835 __5388 D Der tschechoslowakische Ministerpräsident Hodzy wird am Samstag den rumänischen Ministerprast-, deuten Tatarescu in Sighet (Sighetul Marnix, tiei) besuchen. Beide Staatsmänner machen vvi, Sighet aus einen Ausflug in die Berge der Buko- wina. Noch immer liegen wir im äußersten Einflch bereich des im Norden vorüberziehenden Tiefdruckgebietes, so daß eine leichte Unbeständigkeit gegeben ist, die besonders nach Norden hin auch zu vereinzelten leichten Niederschlägen führt. Stärkerer Luftdruckanstteg über Westeuropa deutet auf dar Aufkommen einer West- bis Nordwestströmung unb auf Zufuhr kühlerer Luft hin. Aussichten für Freitag: Veränderlich, doch häufig aufheiternd und im allgemeinen trocken, bei lebhaften West- bis Nordwestwinden ziemlich frisch. Aussichten für Samstag: Leicht unbeständig, doch häufig aufheiternd und im allgemeinen trocken, tagsüber nur mäßig warm. Lufttemperaturen am 18. August: mittags 2U Grad Celsius, abends 14,7 Grad; am 19. AuM: morgens 14,5 Grad. Maximum 22,1 Grad, Minimum heute nacht 12,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. August: abends 18,6 Grad; am 19. August: morgens 16,2 Grad. — Sonnenschein- dauer 3,5 Stunden. 192 Füll! stolze rifa ' in? Presse es >n indn sollen nieder innig, löst. 1 durch, und ü J« «1 len ö'1 in Zei eisern kau, r graue Sorge: 1931 ser de Genoss Urteil Sie § des L „Trotz die Si die in' wirtsck Hossm plans „Schi und 2 kn. 3 der Ä ganisa ratter- Aus! und gehen! nung 3m höchst' angep allein den der mitte schmc jähri über dasei des den, tige russ her 1 bet Au (Sri unb 3ahr sahn dara Dorf); dessei und! jets getor noch gleich »Am prop habe, in n 2 Gewinne zu 10000 NM. 10 Gewinne zu 5000 RM. 392743 399166 8 Gewinne ,u 3000 RM. 340165 197985 203343 212538 224138 259439 264117 Ä 390828 M 3,78,1 360,99 370736 Haus; N öa n ött | ------ verblieben: 2 Gewinne au ie 2 iu tc 100000,% zu au IC 20000, 16 zu je 20000, 56 zu je ^0000' je 5000, 278 zu fe 3000, 630 ro e 2000, 1978 zu je 1000, 3298 zu je 500, 6608 zu je 300, 155984 zu je 150 Mark. 8 Garage zu vermiet, omo Nodheim.Str.41 Suche für meine Tochter n. Dortmund ein nicht zu junges Mädchen im Haushalt erf., perfekt i.Kochen, mit langj. Zeug- niss. 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Was sieht nun der Arzt in einem solchen „Blutaufstrich", nachdem er ihn in bestimmten Farblösungen mit einem zarten rosa Hauch versehen hat, in der vielhundertfachen Vergrößerung seines Mikroskopes? Der zarte rosa Hauch löst sich unter den scharfen Linsen des Mikroskopes in Hunderte von gleichgroßen, gleichrunden, gleichrosafar- beneu Blutscheiben auf, die man wegen ihres rotgelben Farbstoffes, den sie schon ohne Färbung besitzen, die roten Blutkörperchen des Menschen nennt. 5 000 000 von ihnen haben bequem in einem Kubikmillimeter Gesamtblut Platz; sie nehmen mit den etwas größeren 6000 weißen Blutkörperchen nicht mehr als etwa die Hälfte ein; der Rest ist klares Plasma. In dieser, auf der ganzen Welt ziemlich gleichhoch gefundenen Grundzahl liegt die Möglichkeit, aus einer genauen Zählung auf die Gesundheit des Blutes oder, bei niederer Zahl, auf die verschiedenen Arten von Blutarmut zu schließen, die jede ihrem Wesen nach verschiedener Entstehung sind und ganz verschiedener Behandlung bedürfen. Zahlen sind ein einförmiger Begriff; bunte Mannigfaltigkeit aber entsteht erst durch Mitbeachtung der Form, Größe und Farbe der winzigen Scheibchen. Hierauf also achtet der Arzt! Er sieht z. B. größere, mehr ovale, intensive rote Körperchen, und er weiß sogleich, daß die bösartigste Form aller Blutarmut oorliegt, die berüchtige „Perniziösa", die verderbliche Anämie. Damit aber weiß er bereits viel mehr; daß dieser Kranke keine Säure im Magensaft haben kann, daß ihm schwere Nervenerkrankungen drohen, daß er sofort zu der einzigen rettenden Behandlung greifen muß, der Zuführung von „Le b e r s u b st a n z e n". Leber? Warum? Dies zeigten die Amerikaner Whipple, Mi- not und Murphy. Gibt man den früher in wenigen Jahren rettungslos verlorenen Kranken regelmäßig täglich frische Leber oder bequemer einen^ Extrakt, wie ihn in einspritzbarer Form als „Campolon" der deutsche Professor Gaenßlen hergestellt hat, so sind nach einigen Wochen die Verlorenen genesen und bleiben es, wenn ihnen in rechter Dosis der Leberstoff zugeführt wird. Welch ein unerhörter Erfolg dieser jungen Wissenschaft vom Blute. Kleine politische Nachrichten. Reichsleiter Dr. Ley bittet um die Veröffentlichung der nachstehenden Zeilen: „Anläßlich meines Autounfalles find mir von Männern und grauen der Partei und des Staates, ferner aus allen Gliederungen der Partei und den angeschloffenen Verbänden und aus vielen Betrieben von Betriebsführern und Gefolgfchaftsmitgliedern aus allen Gauen Deutschlands so zahlreiche gute Wünsche übermittelt worden, daß ich mich außerstande sehe, jedem einzelnen so zu danken, wie es mir Bedürfalles in Ordnung erscheint. Aehnlich zieht er sich auch aus Leber, Milz, Drüsen Gewebsteile heran, die früher erst der Pathologe nach dem Tode untersuchen konnte, und vermag bei Lebzeiten schon Diagnosen, die über Leben ober Tod, Operation oder Bestrahlung, Unheilbarkeit oder belanglose entzündliche Schwellung unterscheiden, mit oft unfehlbarer Zuverlässigkeit zu stellen. Dadurch, daß heute der Arzt den Lebenslauf der weißen Blutzellen von ihrer eignen Wiege bis zu ihrem Untergange, ihren Wandel in allen Lebensaltern des Menschen, ihre Umschichtungen bei Krankheiten als gesetzmäßig erkannt hat, vermag er auch an ihnen, wie in einem Spiegel, die Stellung des ganzen Organismus zu bestimmten Krankheiten, besonders Infektionen, sehr sicher zu beurteilen. Arneth fand im Studium der Kerne der weißen Blutzellen den Ariadnefaden aus einem Wirrwarr schwer deutbarer Befunde und ich baute darauf die heute üblichste, über die ganze Welt verbreitete Blutuntersuchungsformel, das „H ä m o g r a m m" auf, mit dessen Hilfe sich alle Blutuntersucher leicht verständigen und ihre Befunde standardisieren können. Der Arzt sieht mit der noch so kleinen Abweichung vom Typus Gefahren erwachsen, die er sonst nicht erkennen kann. Er ermißt das Gelingen oder das Versagen seiner Behandlung, den Fortschritt zur „Heilphase" ober bas Verharren, bzw. ben Rückfall in bie bösartige „Kampfphase" bes Anfanges. So mürbe in ihrem letzten Ausbau bie Blutuntersuchung in ber Hanb bes Kunbigen zum wahren Helfer unb Berater bes Arztes in schwierigsten Entscheibungen. Sie lehrt ihn bie unerbittliche Gesetzmäßigkeit bes inneren Geschehens im Körper, bie unenbliche Feinheit der Regelung aller Beziehungen, die Wichtigkeit der Allgemeinreaktion, die lange fast vergessen war, wieder mit Ehrfurcht erfassen. Wegen ihrer hohen Empfindlichkeit hilft ihm der unbedeutende kleine Bluttropfen auch dann noch zu Urteilen, wenn alle anderen Untersuchungs- methoden der Praxis schon versagen. Der Krankheitsheuchler um eine Rente wird bald überführt der angebliche Neurastheniker als verbogener Kranker erkannt unb betreut. Der schaffende Arbeiter im chemisch-gefährlichen Betriebe wirb als gefährbet entbeckt, wenn er selbst sich noch voll rüstig glaubt. Der angeblich Kerngesunbe, ber eine hohe Lebensversicherung eingehen will, entpuppt sich als Tuberkulöser im aktiven Stabium unb wird zu seinem eigenen Besten zunächst in ein Sanatorium auf Monate geschickt. Das sind so einige der wichtigen Anwendungen, denen der Blutuntersucher bei seiner täglichen Arbeit begegnet. Sie zeigen die außerordentlich praktische Wichtigkeit dieser jüngsten Untersuchungsmethode des inneren Facharztes und machen das große internationale Interesse verständlich, das schon zur Gründung einer französischen, italienischen und beutschen Gesellschaft zur Blutforschung geführt hat und in diesem Jahre in Münster auf Einladung der Deutschen Hämatologischen Gesellschaft die Blutforscher und Aerzte aus fünfzehn Nationen zum erstenmal in einer internationalen Tagung zusammenführte. Wiederbelebung des Blutes und mancher weiblicher Funktionen durch Eisen vollziehen wird. Wieder ein anderer Fall. Bei einem totblaffen Manne liegt anscheinend auch die gleiche Blutarmut vor, aber — da ist noch etwas Besonderes! Es gibt in jedem Kubikmillimeter Blut außer weißen und roten noch^ winzigste Stäubchen, die „Blut- p l ä 11 ch e n". Sie scheinen spärlich, nein, sie fehlen auch bei längerem Suchen in einer besonderen Präparation nach dem Schweizer Fonio, so gut wie ganz. Frage an den Patienten: Hatten Sie Blutungen? — Ja, etwas Nasenbluten; beim Zähneputzen blutete das Zahnfleisch leicht! — Bekamen Sie leicht „blaue Flecken", wenn Sie sich nur gering stießen? — Das habe ich in letzter Zeit zu meiner Verwunderung mehrfach gesehen. — Der Arzt legt eine Gummibinde um den Arm, und nach wenigen Minuten treten mafernartige dunkelrote Blutfleckchen in der Haut auf, dichtgesät. Es handelt sich um „Purpur a", die Werlhoftsche Krankheit. Schuld daran sind jene winzigsten Plättchen! Wenn sie fehlen ober unter 30 000 im Kubikzentimeter sinken, so tritt bas Blut auf leise Schäbigungen schon aus ben feinen Gefäßen heraus unb kann fast unstillbar aus winzigen Wunben bluten. Erst geringfügige, später immer mehr anä- mifierenbe, schließlich löbliche Blutungen erfolgen oft verborgen in ben Darm, bie Körperhöhlen, bie Gelenke ober offen aus Munb unb Nase! Auch hier fanb bie Blutforschung eine Rettung, bie Herausnahme ber Milz! Was hat die Milz hiermit zu tun, ja, was bedeutet sie überhaupt? Man kann sie entfernen, unb ber Mensch lebt weiter? Also muß sie doch unwichtig, überflüssig sein! Eben diese Fragen beschäftigen die Blutforscher aller Länder seit Jahren unb sind noch lange nicht gelöst, wie in einer reizvollen Uebersicht ber Wiener Dozent Dr. L a u b a auf bem Münsterer Kongreß aus führte. Augenscheinlich fängt die Milz jene wichtigen Blutstäubchen, wenn sie krankhaft verändert sind, aus dem Blutstrom heraus und entzieht sie ihrer gefäßdichtenden Funktion. Und darum blutet es überall, fo lange die Milz noch im Körper ist. Fast im gleichen Augenblick aber, in dem der Chirurg mutig aus dem stark blutenden Bauchschnitt die Milz heraushebt, versiegen die blutenden Gefäße; bald verblassen die blauen Flecken, und der fast Verblutete ist wenigstens praktisch außer Gefahr, wenn auch nicht stets geheilt. ««L2v»ewlnne ,u^300 RM. 7240 19821 31840 31877 Ä ZM W Ä Ml » S ?2477y8S0|4976?03?357,1^-l^69 ’-1-^7 " 16 Gewinne zu 2000 RM. 138076 153631 251387 271334 290467 323172 399133 44 Gewinne zu 1000 RM --------- ‘ dn allen Haus- u‘ arbeiten ersah- n?AUo9nlm2foltVe renes älteres gegen hoh. Lohn rew* w*. , «fw-. om= MaOchen H°t°IPr.nzC°rl sE Stellung f. Erfolgreiche 5386 V dezieherwerber systematisch und einwandfrei arbeitend, die auch schwierigen Aufgaben gewachsen sind, von bedeutendem Unternehmen gesucht. Aussichtsreiche Stellung für Könner, gute Provisionssätze, Fahrtvergütung ufro. Angebote erbeten uni. 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Die Umwandlung ist seit langem im Gange — erst jetzt wurde aber festgestellt, daß die Zeichnungen hierzu nicht weniger als 1134 — wie die „Jswestija" sagt — „bemerkter" Ungenauigkeiten enthalten, die immer wieder nicht nur Korrekturen, sondern auch Kosten und eine Verzögerung des ganzen Umbaus erfordern. Es ist für die Art der sowjetischen Wirtschaftsführung bezeichnend, daß die einzelnen Abteilungen, gleichwohl schon zur Herstellung der erforderlichen Einzelteile des neuen Schleppers übergegangen find — mit dem Ergebnis, daß über 2000 solcher Einzelteile als altes Eisen auf biß Seite gewvr- f e n werben müssen. Die „Prawba" berichtet, baß im ersten Vierteljahr tagelang ganze Kombinate ber Leber- unb Schuhindustrie sti 11 stehen mußten, weil es an Schühzwecken mangelte. Dies sei insbesondere von den Fabriken in Kasan und Jaroslaw festzustellen. Da man aber erfuhr, daß zu gleicher Zeit im Kaukasus Überangebot in Schuhzwecken herrschte, entsandte man ganze Staffeln von Flugzeugen danach, was allein Transportkosten in Höhe von 100 000 Rubeln verursachte. — Der „Tscheljabinsk! Rabvt- schi" berichtet, daß im Sinarer Röhrenwerk bte Ausschußerzeugung 30 bis 40 v. H. b er Gesamtprobuktion ausmacht unb baß uie Arbeiterfluktuation ungeheuer groß ist, ba nur etwa 45 v. H. ber Arbeiter mit Wohnungen versorgt sind. , Die Prawba melbet, baß seit Beginn bes Jahres „ein außerorbentliches Mißverhältnis zwischen Angebot unb Nachfrage besteht". Die Prvbukttvn ist zurückgegangen: In Sommerstoffen um 6 v. H., in Kopftüchern um 19 v. H., in feinen herrscht ... 1928 bis 1937! Welch eine furchtbare Etappe m dem Leben eines Volkes, bas rettungslos feinen Ausbeutern preisgegeben ist! Welch eine Quelle ber Erkenntnisse aber auch für bie europäischen Volker unb ihre Regierungen, bie damals ungeachtet ihrer Jahrhunderte alten Tradition, ihrer reichen Erfahrungen unb ihrer Organisationsfahigkett nahe baran waren, bie Segel zu streichen und sich im vorhinein von einem Feinde geschlagen zu geben, dessen Hauptstärke die Beherrschung der Phrase und die Demagogie war. Heute hat man die Sowjets beinahe überall durchschaut. Man ist dahmter- qefommen, daß das bolschewistische Maulheldentum noch nicht im entferntesten mit positiver Leistung gleichzusetzen ist und daß die Sowjets von ber „Amerikanisierung bes Lebens", bie sie so eifrig propagieren, hauptsächlich bas eine haben: Das Lanb ber unbegrenzten Möglichkeiten in negativer Hinsicht zu sein! Wirtschaft DeoHenmarft Berlin — $ranfturt a M 0,722 5,694 62,32 48,95 11,26 63,93 57,14 16,98 8,651 2,489 0,724 5,706 62,49 49,05 11,29 64,11 57,26 17,02 8,669 2,493 Jugoslawien £81o ..... Wien....... Lissabon.... Stockholm .. Schweiz.... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neuyork.... 1150 23,50 mehl W19 R15 preise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation. Trockenschnitzel —, Heu alte Ernte 5,50, neue Ernte 4,60 bis 4,80, Heu drahtgepreßt alte Ernte 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt —. Tendenz: ruhig. R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfutter- 13,60. WeizenNeie W13 10,75, W16 10,90, 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9 95, 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfcst- 0,724 5,706 62,44 49,05 11,28 64,05 57,26 17,02 8,669 2,493 Buenos Aires . Brüssel....... Mo de Janeiro Solen........ Kopenhagen... Danzig....... London ...... Helsingfor».... Paris........ Holland...... Italien....... preise für a) Sorten mittelspäter bis später Reifezeit für anerkannte Saatware 2,70 bis 3,30 RM., für Hochzucht 3,90 bis 4,50 RM., b) für Sorten früher und mittelfrüher Reifezeit anerkannter Saatware 3,30 bis 3,90 RM. und Hochzucht 4,70 bis 5,30 RM., c) für gelbfleischige Sorten frühester Reifezeit sowie Delikateß-Kartoffeln anerkannter Saatware 4,60 bis 5,20 RM. und Hochzucht 6,30 bis 6,90 RM. Für Lieferungen nach dem 1. Januar 1938 gelten für die bisher genannten Sortengruppen a) 3,20 bis 3,80 RM. (Saatware) und 4,50 bis 5,00 RM. (Hochzucht), für b) 3,90 bis 4,50 RM. bzw. 5,30 bis 5,90 RM. und für c) 5,30 bis 5,90 RM. bzw. 7,00 bis 7,60 RM. Für Erstling und Früh- mölle dürfen zu den in c) festgesetzten Erzeuger- Höchstpreisen Zuschläge bis zu 0,50 RM. erhoben werden. Weiterhin wirb festgesetzt, was dem Verbraucher an Frachtkosten, an Sackkosten berechnet werden kann, ebenso die Verteilerspanne. Die Anordnung erfaßt alle Verkäufe aus der Ernte 1937 für das Anbaufahr 1938. Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M, 18. Aug. Da sich der Auftragseingang in sehr engen Grenzen hielt und auch die Kulisse nur wenig Unternehmungslust an den Tag legte, bewegte sich das Geschäft allgemein in kleinem Rahmen. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung bei freundlicher Grundtendenz unregelmäßig. Zu Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o H.. Lombardzinsfuß 5 o. H 0,722 5,694 62,37 48,95 11,27 63,99 57,14 16,98 8,651 2,489 I lein, das sechs reizvolle Erzählungen umfaßt. Sie enthalten alle jenes überraschende Moment, das Haul Heyse von der guten Novelle forderte. — Lilly Grckfin Rantzau: Kamerad Frau. Roman. Brosch. 3 Mark; Ganzleinen 4 Mk. Verlag Ullstein, Berlin. — (134.) — Die Verfasserin schreibt über ihren Roman: Kamerad Frau" habe ich in der Erinnerung an meine Schwesternzeit ye- scyrieben. Der äußere Anlaß war ein Erlebnis tm Film. Es fiel mir auf, daß die Schwestern darin so sehr verniedlicht waren, daß sie mit hohen Hacken und gebrannten Löckchen gespielt wurden, daß sie mehr Staffage schienen als ernst und hinaebungs- voll arbeitende Menschen. Dieses ganz falsche Bild wollte ich beseitigen. Der Beruf der Schwester — und vor allem der Kriegsschwester — ist ein Dienst von der Pike auf. Nur Frauen und Mädchen, die ihre körperlichen und seelischen Kräfte bedingungslos einsetzen, können ihn erfüllen. Ein Teil meines Romans hat Gremsmühlen in Holstein zum Schauplatz. Mit Schleswig-Holstein bin ich in Gefühl und Gedanken aufs engste verbunden. In Schleswig habe ich meine Kindheit verlebt. Ein holsteinisches Adelsgeschlecht sind die Rantzaus, die Familie meines Mannes. — Weil die Verfasserin selbst Krankenschwester war, kann sie dem Leser Beruf, Gedankenwelt und Gefühlsleben der Schwester, die uns hier als Kriegsschwester Magna entgegentritt, nahebringen. Der Roman schildert nicht nur Pflichterfüllung und Opferwilligkeit, er verweilt auch oft und gern in Scherz und Daseinsfreude auf der heiteren Seite des Lebens. — Wilhelm Fredemann: Der einsame Weg. Roman. 186 Seiten. Ernte-Verlag, Potsdam 1937. — (143) — Der Held des Romans, Franz Holtgrawe, stammt von einem niedersächsischen Bauernhof, auf dem seine Vorfahren durch viele Generationen gesessen haben. Durch den Tod seines Bruders wird er vorzeitig aus dem Studium gerissen und vor die Frage gestellt, ob er den bisherigen Weg weitergehen oder den Hof erhalten will. Die Entscheidung beeinflußt sein ganzes weiteres Leben: der Hof läßt ihm keine Wahl; sein Leben ist fortan Gesetzen unterstellt, denen er nicht entfliehen kann. Die Geschichte dieses Ledens, so einfach erzählt, wie sie sich zugetragen hat, ist ge- Der deutsche Außenhandel im Juli. Fwd. Die Einfuhr betrug im Juli rund 500 Millionen Mark. Gegenüber dem Vormonat (505 Millionen Mark) ist sie damit leicht gesunken. Dieser Rückgang beruht ausschließlick auf einer Verminderung der Einfuhrmengen, da sich der Einfuhrdurchschnittswert im ganzen kaum verändert hat. Gegenüber dem Juli 1936 war die Einfuhr um 154 Millionen Mark erhöht. Von den beiden Hauptwarengruppen war lediglich die Ernährungswirtschaft an dem leichten Rückgang der Einfuhr von Juni zu Juli beteiligt. Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft war die Einfuhr mit 304 Millionen Mark gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Aus den europäischen Ländern ist die Einfuhr von Juni zu Juli im ganzen genommen gestiegen (+ 8 Millionen Mark). Die überseeischen Lieferungen haben im ganzen den Dormonatsbe- stand um 11 Millionen Mark unterschritten. Im Gegensatz zur Einfuhr ist die Ausfuhr im Juli beträchtlich gestiegen. Mit einem Betrag von 530 Millionen Mark lag sie um rund 10 v. H. über dem Vormonatsergebnis. Nach der Saisontendenz konnte zwar mit einer Steigerung der Ausfuhr im Juli gerechnet werden, da in diesem Monat regelmäßig der jahreszeitliche Herbstauftrieb in der Ausfuhr einzusetzen pflegt, jedoch wurde eine Steigerung von 10 o. H. in den Vorjahren nur selten erreicht. Im Vergleich zum Juli 1936 ergibt sich eine Erhöhung der Gesamtausfuhr um 135 Millionen Mark. An der Steigerung der Ausfuhr von Juni zu Juli waren fast ausschließlich Fertigwaren beteiligt. Insgesamt hat der Fertigwarenabsatz sich um 46 Millionen Mark erhöht. Hiervon entfallen 18 Millionen Mark auf Vorerzeugnisse und 28 Millionen Mark auf Enderzeug- niffe. Nach den europäischen Ländern hat sich die Ausfuhr von Juni zu Juli insgesamt um 23 Millionen Mark, nach Uebersee um 25 Millionen Mark erhöht. Die Handelsbilanz schließt im Juli mit einem Ausfuhrüberschuß von 30 Millionen Mark ab. Die im Juni zu verzeichnende Passivität (23 Millionen Mark) ist damit wieder durch eine Aktivität abgelöst worden. Für die ersten sieben Monate des laufenden Kalenderjahres ergibt sich ein Ausfuhrüberschuß von 219 Millionen Mark gegenüber 180 Millionen Mark in der gleichen Zeit des Vorjahres. Der Schafbestand Anfang Juni-1937- Fwd. Anfang Juni 1937 wurden, wie das Statistische Reichsamt im neuen Heft von „Wirtschaft und Statistik" mitteilt, insgesamt 5,4 Millionen Schafe im Deutschen Reich festgestellt, das sind 7,4 v. H. mehr als zu der gleichen Zeit des Vorjahres. Vom Gesamtschafbestand waren 39,4 v. H. Jungschafe und von diesen über die Hälfte weibliche Tiere. Mutterschafe und Zibben machten 51 v. H., Schafböcke und Hämmel 9,6 v. H. des Gesamtbestandes aus. Am stärksten hat die Zahl der Schafe gegenüber der Junizählung des Vorjahres in der Provinz Sachten (um 59 000 Tiere) und in Bayern (um 58 000 Tiere) zugenommen. Weitere erhebliche Mehrbestände weisen Hessen-Nassau, die Rheinprovinz und Schleswig-Holstein auf. Die Zahl der Schafhaltungen beträgt 16 000, 6,4 v. H. mehr als zur gleichen Zeit 1936. Schweinemarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen waren 108 Ferkel aufgetrieben. Für 5 bis 6 Wochen alte Tiere wurden 11 bis 14 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 14 bis 17 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 17 bis 20 Mark und für 10 bis 12 Wochen alte Tiere 20 bis 24 Mark bezahlt. Der Marktverlauf war ruhig; es verblieb Heber» stand. Die preise für anerkanntes Saatgut vonpflanzkartoffelnausderlkrnte^yZ? Fwd. Der Anordnung vom 17. August über die Preise für anerkanntes Saatgut von Pflanzkartoffeln, und zwar für Hochzucht und anerkannte Saatware, die nach dem Anbaugebiet und nach Sortengruppen sich richten, entnehmen wir die Preise, die für die Bezirke der Landesbauernschaften Hessen-Nassau, Kurhessen und Thüringen wie folgt festgesetzt sind: Für Lieferungen bis zum 31. Dezember 1937 gelten je 50 Kilogramm frei Vollbahnstation des Erzeugers als Erzeugermindest- und Erzeuger-Höchstschrieben als ein zum Nachdenken anregtnbes Beispiel für viele. — Pas: Zwei Deutsche im Urwald. Ein Buch ungebrochener Lebenskraft. 274 Seiten. Ernte-Verlag, Potsdam 1937. — (144) — Zwei junge Deutsche wandern in der Nachkriegszeit nach Argentinien aus, durchqueren das riesige Land zu Fuß, ohne seßhaft zu werden und ohne das große Glück zu finden, von dem sie geträumt haben. Auch in Brasilien versuchen sie sich ohne rechten Erfolg in mancherlei Berufen, geraten am Ende in die Wirren der Revolution, kämpfen mit den Regie- rungstruppen gegen die Roten und werden dafür mit einem Stück Land belohnt: sie werden Bauern und Siedler in einer neuen Kolonie am Rande des Urwaldes. Don all diesen Erlebnissen, Erfolgen, Mißerfolgen, Hoffnungen, Enttäuschungen und Abenteuern berichtet das Buch spannend und wahrheitsgetreu. — Georg Basner: De r Ritter. Ein Spiel vom starken Leben. Theaterverlag Langen- Müller, Berlin SW. 11. — (130.) — Dürers Kupfer- stich „Ritter, Tod und Teufel", wohl jedem von uns deutlich vor Augen wie kaum ein anderer deutscher Kupferstich, hat Basner zu seinem Spiel angeregt. In vier Abenteuern läßt der Dichter den tapferen jungen Deutschen feinen Lebenskampf gleichnishaft durchfechten. Diese Bilder umrahmt Basner mit Liedern der Gemeinschaft und schließt sie so zu einem Ganzen zusammen. Die Sprache ist knapp, frei von überflüssigem Wortgetön und daher überzeugend. — Annemarie Lange n-Ko fsler: Somme r w o l k e. Roman. Folgebändchen der Reihe „Aus neuer Saat". 152 Seiten. Brosch. 1,60 Mark, Halbleinen 2,50 Mark. Brunnen-Verlag Willi Bischoff, Berlin. — (159) — Eine Wolke zieht über den leuchtenden Sommerhimmel und wirft ihre Schatten auf das blühende Land, löst sich auf, und es ist, als ob sie niemals gewesen sei. — Einer Frau gelingt es, ihre bedrohte Ehe zu retten. Wie das geschieht, ist auf dem bunten Hintergrund eines bewegten Sommers aufgezeichnet. Das ist unterhaltend und manchmal auch erheiternd zu lesen; die rechte Lektüre für Ferien und Sommerfrische. und Tod" enthält. Auch die übrigen Beiträge, „Die Insel-Bücherei und der Bücherfreund" von Annemarie Meiner, „Aus der Werkstatt der farbigen Insel-Bände" von Richard Jütte, und „Die Insel- Bücherei für die Jugend" von Severin Rüttgers, huldigen aufs schönste dieser Vierteljahrhundertfeier, zu der viele aus dankbarem Herzen den Verlag beglückwünschen werden. Hans Thyriot. — Trübners Deutsches Wörterbuch. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft für deutsche Wortforschung herausgegeben von Alfred Götze. Vierte Lieferung: G bis Geier. Preis 1 Mark. Verlag Walter de ©runter & Co., Berlin und Leipzig 1937. — (214) — Wir konnten bisher drei Lieferungen des von dem Gießener Germanisten Alfred Götze herausgegebenen Trübnerschen Wörterbuches an dieser Stelle anzeigen; nun liegt die vierte vor, die einen schwierigen und umfangreichen Abschnitt der Abc-Folge in Angriff nimmt. Als Bearbeiter teilten sich diesmal Eduard Brodführer, Walther Gebhardt in Darmstadt, Max Gottschall, Willy Krog- mann, Alfred Schirmer, Wolfgang Stammler und Ernst Weißbrodt in den Stoff. Unter den Wortgeschichten der vierten Lieferung seien hervorgehoben die Artikel Gabel, galant, Galgen, Galopp (besonders ergiebig; die Belege reichen von Wolfram von Eschenbach bis zu Börries von Münchhausen), Gang, ganz, gar, Garaus, Gardinenpredigt, garstig, Gassenhauer, Gauch, Gauner, gegen, gehen und geheuer. Was schon bei der Ankündigung der ftüher erschienenen Lieferungen bemerkt wurde, gilt auch für die vorliegende und — der Gesamtanlage entsprechend — für das ganze Werk: es dient nicht nur dem Nachschlagen von Fall zu Fall, sondern kann und soll mit Nutzen und Genuß gelesen werden von jedermann, dem seine Muttersprache und ihre gxoße und reiche Geschichte am Herzen liegt. Es ist eine Fülle daraus zu lernen, und schon wer ein paar Bogen flüchtig durchblättert, wird mit stiller Bewunderung den Bienenfleiß und die Belesenheit, die Sachkenntnis und Werktreue der Bearbeiter erkennen. Hans Thyriot. — Rolf Brandt: Dreiunddreißig Jahre Weltgeschichte. 1900 bis 1933. Ein Geschichtsabriß. Broschiert 3,40 Mark, Leinen 4,80 Mark. BrunnenVerlag, Willi Bischoff, Berlin. — (155) — Das neue Geschichtswerk von Rolf Brandt ist ein Gegenstück zu dem Buch „Der Weg durch die Hölle". Brandt stellt die Weltgeschichte seit der Jahrhundertwende bis zum Jahre 1933, da der Führer die Macht gewann, in menschlich einfacher und klarer Weise dar. Es ist die Geschichte, die eine Generation erlebt hat, die nun fünfzig Jahre alt wurde. Es wird dargestellt, wie die Vorbereitungen der anderen zum Weltkrieg bereits um die Jahrhundertwende einsetzten. Die wirren Ereignisse der Dorkriegsjahre, Burenkvieg, japanisch - russischer Krieg, Marokkokrisen, Balkankrieg werden nach Ursache und Folge dargestellt, bis dann die Geschehnisse, die dem Weltkrieg vorausgehen, wie in einem spannenden Roman an dem Leser vorüberziehen. Der lebendige und eindringliche Stil und die Mischung zwischen Ueberschau und Tatsächlichem — Brandt vermittelt oft überraschende und unbekannte Einzelheiten — fesseln den Leser bis zur letzten Zeile. — Johannes Scherr: Menschliche Tragikomödie. Gesammelte Studien, Skizzen und Bilder. Neue Volksausgabe, herausgegeben von Karl Quenzel. Leipzig, Hesse & Becker Verlag. Zwei Bände. In Seinen gebunden je 2,85 Mark. — (138) — Die erste wohlfeile Ausgabe dieser berühmten Sammlung. Die „Menschliche Tragikomödie" besteht aus 50 geschichtlichen Bildern. Ungeheuer ist die Fülle des verarbeiteten Wissens. Scherr stellt seltsame Menschen und seltsame Begebenheiten dar, nicht aus Lust am Abenteuerlichen und Bunten, sondern um das Verständnis aufzuschließen für das Treiben der dunklen Mächte, die an der Zerstörung der Volksgemeinschaft arbeiten. Sein Herz gehört denen, die dem ganzen Volke dienen: Die ganze Schärfe seines Hasses trifft die Dolks- betrüger und diejenigen, die die Menschen ihrem Wahne opfern. — Ivan Solonewitsch: D i e Verlorenen, eine Chronik namenlosen Leidens. Preis in Seinen gebunden 5,80 Mk. Essener Verlagsanstalt in Essen. — (156) — Der erschütternde Einbruch einer Sintflut des Seidens über Rußland, der Beginn und die ersten Jahre der Revolution, die an Scheußlichkeit und Grausamkeit nichts Vergleichbares neben sich weiß, ist wieder und wieder behandelt worden. Solonewitsch schreibt die Chronik dieses namenlosen Seidens, die von Verlorenen handelt, irgendwo in Sibirien zusammengetrieben wie räudige Hunde, zur Zwangsarbeit in halbverhungertem, verlaustem Zustand in Karelien oder auf den Solowetzki-Jnseln verurteilt, weil sie das Verbrechen begingen, wie Menschen leben zu wollen, und von sich in Anspruch nahmen, keine Teufel zu sein. Solonewitsch schlug sich 18 Jahre lang schlecht und recht durch das Seben der Sowjetunion. Statt sich zu bessern, wurden die Zustände aber immer schlimmer. Als er schließlich eine Gelegenheit zu finden glaubte, mit seinem Sohn und Bruder, einem Arzt, diesem „sozialistischen Para-- dies" zu entfliehen, wurde er von der GPU. geschnappt und zur Zwangsarbeit verurteilt. Diese furchtbare Seidenszeit zu schildern, hat er in diesem Buch unternommen. Von Dingen und Geschehnissen muß er berichten, wie sie an dramatischer Wucht und Schrecklichkeit kein Menschenhirn erdichten kann. — Gerhard Schumann: W i r dürfen dienen. Gedichte. 92 Seiten. Seinen 3 Mark. Verlag Albert Sangen/Oeorg Müller, München, 1937. — (139). — Schumann, unter den jungen Dichtern der Bewegung eine der größten Hoffnungen, legt mit diesem neuen Gedichtband ein Werk vor, das erkennen läßt, wie der Schöpfer der „Sieder vom Reich" seine unter dem Gesetz des selbstlosen Dienstes begonnene Dahn unbeirrbar weitergeht. Wenn Schumann das Innigste des menschlichen Miteinanders Wort und Gestalt gewinnen läßt, dann leuchten darüber die gleichen Sterne, die über feinen politischen Gedichten malten, den anklägerischen „Sonetten des Hasses", die noch einmal schneidend den Ton der „Sieder vom Reich" aufklingen lassen. Es gibt in feinem Schaffen keine Trennung von Innen und Außen, von „privater" und „politischer" Sphäre. Hiyr in diesem neuen Gedichtband spürt man es, wie ein Gefühl alles ergreift: die glühende Hingabefähigkeit, die das Reich zum großen Gegenstand feiner Dichtung werden ließ, wird von der Wirklichkeit des DU. in der Siebe zur fraglosen Bereitschaft, sich ergreifen, verwandeln und der Bewährung zuführen zu lassen. Schumann ist an den Erfahrungen des Sehens gewachsen und hindurchgedrungen zu einer Haltung, die das Seben bejaht mit dem frohen Wort, „Wir dürfen dienen!" — Hans Bethge: Unter Stierkämpfern. Novellen. 91 Seiten. Gebunden 1,75 Mark. Seipzig, Hesse & Becker Berlag. — (142) — Daß Hans Bethge, den viele nur als feinsinnigen Sy» rifer kennen, auch ein vortrefflicher Novellist genannt werden darf, beweißt das vorliegende Büchden ersten Notierungen überwogen Abschwächungen um Prozentbruchteile, später ergaben sich wieder mäßige Besserungen. Etwas stärker ermäßigt lagen Rheinmetall mit 155,75 (157,50), Deutscher Eisen- handel mit 151 (153), Bemberg mit 156,25 (157,25) und Licht & Kraft mit 156 (157). Am Montan- markt lagen nur Verein. Stahl mit 122,13 (122) behauptet, während die übrigen Papiere 0,25 bis 0,50 v. H. abbröckelten. Don Elektroaktien fanden AEG. zu 131,90 (131,65) etwas Nachfrage, leicht erhöht waren ferner Metallgesellschaft mit 158,75 (158,25) und Reichsbank mit 216,25 (215,50). IG. Farben eröffneten mit unv. 167,65. Motorenwerte konnten sich behaupten, von Masckinenaktien Moenus 0,25 v. H. leichter mit 122,25, ferner gaben Jul. Berger auf 146,25 (147) nach. Am Rentenmarkt war die Haltung teilweise weiter etwas schwächer, für Pfandbriefe hielt aber die Nachfrage unverändert an. Altbesitzanleihe gingen auf 127,50 (127,90) zurück, auch Kommunal- Umschuldung blieben bei 94,65 im Angebot. Reichs- bahn-Dorzugsaktien weiterhin unv. 127,75. Die Umsatztätigkeit hatte auch im Verlaufe nur geringen Umfang, ebenso blieben die Kursveränderungen sehr klein. Im ganzen überwogen am Aktienmarkt gegenüber gestern leichte Abschwächungen. IG. Farben bröckelten auf 167,40 nach 167,65 ab. Die später notierten Werte wichen nach beiden Richtungen bis zu 1 v. H. ab. Auch in Renten war das Geschäft später überaus klein, die Kurse blieben jedoch behauptet, Kom- munal-Umschuldung 94,65. Goldpfandbriefe wurden z. T. noch repartiert, Liquidationspfandbriefe schwächten sich größtenteils weiter etwas ab, Stadtanleihen und Kommunal-Obligationen blieben behauptet. Industrie-Anleihen lagen ruhig. Dekosama Neubesitz notierten 0,50 v. H. höher mit 48,50. Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke Kleyer mit 117,50 bis 119,50, Wayß & Freytag mit 148,25 bis 150,25, Rastatter Waggon mit 43,50 bis 44,50, Geiling Sekt mit 74 und Ufa mit 71,75. Abendbörse still und behauplel. Der anhaltende Mangel an Kundschaftsaufträgen ließ auch die Abendbörse in ruhiger Haltung verkehren. Die Stimmung blieb unter dem Einfluß der günstigen Außenhandelsziffern gut behauptet, auch die meisten Kurse waren gegen den Mittagsoerkehr unverändert. Weiter etwas rückläufig waren Rheinmetall mit 154,75 (155,25), Licht & Kraft mit 155.50 (156), ferner gaben Goldschmidt auf 149 (149,50^ Scheideanstalt auf 267 (267,50) und AEG. auf 131,65 (131,90) nach. Voll behauptet lagen neben den notierten Montanaktien IG. Farben mit 167,25 (167,13), während BMW. und Conti Gummi je 0,50 v. H. gewannen auf 152,50 bzw. 191. Im Freiverkehr hatten Dingler Maschinen zu 92,25 einigen Umsatz, ebenso im Telepfonverkehr Rhein. Textil mit 72,50 bis 73 und Kramsta Leinen mit 127. Am Rentenmarkt herrscht Geschäftsstille. 4,50 v. H. Krupp notierten mit 99,65 (99,50), Farben-Bonds unv. 133 und im freien Verkehr stellten sich Kom- munal-Umschuldung auf 94,65. Sranffurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 18. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 204, W 16 207, W 19 211, W 20 213, Roggen R 12 187, R15 190, R 18 194, R19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 28,90, W 16 29,00, W 19 29,00, W 20 29,35, Roggenmehl Type Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin * Schluß- kurS Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittag börfe Schluß- kurs Schluß?. Abend börse Schluß- fürs Schluß!. Mittagbörse Datum 17 8 18 8 17-8 188 • Datum 17-8 18 8 17 8 18 8. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,75 101,8 101,8 101,75 Accumulatoren-Fabrik.......14 — 229 — 230 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 99 99 99 99 Aschaffenburg Zellstoff........6 — — 154 153,75 4x/i% Deutsche Neichsschatzanwei- Bemberg...................0 157,25 156,25 157 156 ■■■ ■w — 167.5 167 75 168 4 *yz% Deutsche RetchSschahanwei- BuderuS Eisen............... 5 131 131 131 131 sungen von 1935, II. Holge ... 99,5 99,4 99,5 99,4 Gement Heidelberg........... 7 170 169,25 4%% Deutsche Reichsichatzanwei- Gement Karlstadt "............ 6 — — jungen von 1936, III. Folge .. 99 99 99 99 Conti Gummi.............. 12 191 191 190,4 191,5 5y2% Doung Anleihe von 1930 .. 105,13 105,13 105 105 Daimler Motoren.......... 6yt 143,25 143 143,25 143 V/i% Hessische Bolksstaat von 1929 100,25 100,25 — 100,25 Dessauer Gas ............... 4 118,4 118 4*/2% Deutsche Reichspostschatz von Deutsche Erdöl ..............5 151,25 151,5 151,25 151,5 1934 L..................... 100,5 100,5 — 100,75 Deutsche Gold- und Silber .... 9 266,5 267 AmuicheRoi-etunq «eir | Bnei Nr. 192 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Donnerstag, !9. August (957 lösen und die Lederabfälle in einen brauchbaren Dünger zu verwandeln, der für unsere Volkswirtschaft dadurch besonders von Bedeutung ist, daß er nach dem Ausland verkauft werden kann und die so nötigen Devisen hereinbringt. An dieser Aufgabe kann jeder dadurch niithelfen, daß er die Schuhe in den Müll wirst. Von dort aus gelangen sie auf die städtischen Müllabfallplätze, wo der Müll von vielen fleißigen Händen ausgelesen und das Lederschuhwerk besonders gesammelt wird. Licht wird zum Feuer. In unserem Zeitalter, in dem die Elektrizität als eines der wichtigsten licht-, kraft- und wärmespendenden Mittel der Welt gilt, müßte man annehmen, daß allen Kreisen der Bevölkerung neben den ungeheuren Vorteilen, die der elektrische Strom uns bietet, auch dessen Gefahren ausreichend bekannt sind. Allein, wir stoßen in der Statistik der Brände immer wieder auf Fälle, wo eine Lichtleitung als Brandursache angesehen werden muß. Der nachgewiesene jährliche Schaden vernichteter Erntevorräte gibt Anlaß, auf Uebelstände hinzuweifen, die hundert-, ja tausendfach heute noch in landwirtschaftlichen Betrieben nachzuweisen sind. Oft sind Ursachen von Scheunenbränden bis auf den heutigen Tag unaufgeklärt geblieben. Warum? Weil das Feuer auch die Beweismittel mit zerstört hat und so nicht einmal ein Anhaltspunkt für die Nachforschung blieb. Man wird fragen, wieso denn der elektrische Strom beim heutigen Stand der Technik Brandursache darstellen kann. Wären alle elektrischen Leitungen nach modernsten Vorschriften gelegt, dann gäbe es diese Fruge nicht. Da jedoch Lichtleitungen seit einem halben Menschenalter bestehen können und solche weder überholt, noch verändert sich auf dem Lande befinden, liegen Beschädigungen der Anlagen durchaus im Bereich der Möglichkeit. Ein einziger durchgescheuerter Draht, ein beschädigter Schalter, eine offene Abzweigdose können durch die geringste und stets wahrscheinliche Funkenbildung einen Brand entfachen. Jeder Kurzschluß und jeder geringste Erdschluß bedeutet eine Gefahrenquelle. Ein besonderes Kapitel von Brandursache bilden die elektrischen Sicherungen, denn nur zu gern werden solche mit Dräht, Haarnadeln oder Stanniol beim Durchbrennen ausgebessert. Die Folge derart leichtfertigen Handelns ist nicht selten ein Brand, und gerade in landwirtschaftlichen Betrieben entsteht hierdurch oftmals Schaden von beträchtlicher Höhe. Gerade jetzt, zur Erntezeit, sollten die elektrischen Anlagen der Bauernhöfe auf Güte und Zuverlässigkeit von Fachleuten überprüft werden. Die Ausgaben bedeuten ein Nichts gegenüber einer Brandkatastrophe, die unersetzliche Werte vernichten kann. Der Pantherpilz, ein gefährlicher Giftpilz. Der Pantherpilz (Amanitha pantherina) gehört mit dem grünen Knollenblätterpilz, unserem gefährlichsten Giftpilz, und mit dem Fliegenpilz zu den Knollenblätterpilzen. Am Stielgrund finden wir einen Knollen, der wie beim Knollenblätterpilz mit einer mehr oder weniger dicken Haut umgeben, in den Stiel also sozusagen eingepfropft ist. In feinem oberen Teil trägt der Stiel genau wie beim grünen Knollenblätterpilz und beim Fliegenpilz eine herabhängende Ringhaut, eine „Manschette", die beim Pantherpilz manchmal ziemlich vergänglich ist und infolgedessen undeutlich oder ganz verschwunden sein kann. Diese Manschette ist der Rest eines Schleiers, der in der Jugend die weißen Blättchen auf der Hutunterseite schützend verdeckt. Der Name „Knollenblätterpilz" wird also durch den Knollen des Stielgrundes und durch die weißen Blättchen auf der Hutunterseite genügend verständlich. Der Hut selbst ist beim Pantherpilz von mehr oder weniger graubräunlicher Färbung, kann heller oder dunkler sein, sogar ganz weiß, und ist am Rand fein strahliggerieft. Der im Knollen eingepfropfte Stiel ist das beste Kennzeichen des Pantherpilzes. Der Hut ist wie beim Fliegenpilz mit weißen Hautflöckchen bedeckt, den Resten der Gesamthülle, die im Jugendzustand von der weißen Haut des Knollens aus den gesamten Pilz umhüllt. Die weißen Huttüpfelchen werden ebenfalls genau wie beim Fliegenpilz leicht vom Regen abgewaschen. Der Geruch ist meist etwas unangenehm. Der Pantherschwamm wächst im Laub- und Nadelwald. Sehr oft wird der Pantherschwamm mit dem sehr ähnlichen, aber eßbaren Perlpilz verwechselt, der Dos soll Jhre Zahnbürste schossen? Sie soll jeden winzigen und entlegenen Winkel Ihrer Zähne erreichen? Das wird sie nicht allein schaffen. Da muß schon Nivea-Zahnpasta helfen! Die sorgt dafür, daß jedes Eckchen gründlich und doch schonend gereinigt wird und daß Ihre Zähne weiß und gesund erhalten werden Aus -er Stadt Gießen. Drei Tage nach Urlaubs Ende. . Wie sag ich's meinem Kinde? Wie bringe ich diesen Vergleich auf schickliche Weise an? Also, ich meine, was in Theaterschwänken und Filmlustspielen gelegentlich angehen mag und sogar jedesmal heftige Heiterkeit erregt, das könnte auch hier einmal ... Heraus damit! Ich meine das Aufstoßen. Nicht den Schluckauf. Der ist was anderes. Der Schluckauf hat mit dem Essen nichts zu tun. Das Aufstoßen (und damit ist das unziemliche Wort zum vorletzten gesagt) aber sehr wohl. Uns heimgekehrten Urlaubern und Ferienreisenden geht es jetzt wie den Leuten, denen eine gute Mahlzeit — aufstößt. Zuerst haben wir es gar nicht so gemerkt. Da war das Wiedersehen mit denen daheim. Das Erzählen mit den Kollegen, die man ablöste und die vor lauter Freude auf den eigenen Urlaub gar keine Gelegenheit hatten, neidisch zu sein. Der erste, kleine Aerger über liegengebliebene Arbeit, von der man heimlich gehofft hatte, der liebe Nebenmann würde sie aufarbeiten. Die erste Freude über einen befriedigend erledigten Austraa. Drei Tage verfliegen so schnell. Und mit einemmal stößt ... nein, das wollt ich ja nicht mehr sagen, mit einemmal kommt der Urlaubstraum zurück. Mit einmal träumst du davon, wieder aufzuwachen und zu wissen, du könntest jetzt weiter schlafen. Du drehst dich gemächlich auf die Seite. Du schaust durch die Fenster hinaus (dazu brauchst du nicht aufzustehen, denn die Fenster gehen bis zur Erde) — du siehst den Himmel und das Meer. Nun hörst du es aucy. Es rauscht leise herauf. Die Sonne ist schon hochgestiegen, viel zu hoch, denkst du und springst mit beiden Beinen aus dem Bett und ... Und bist wach. Denn der Wecker hat dich wachgerappelt und alles vorher war nur ein Traum. Der Traum, der vor vier Tagen noch Wirklichkeit war. r. k. Vornofizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Capriolen". Otto Gebühr im Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Samstag, 21. August, findet ein einmaliges Gastspiel des bekannten Bühnen- und Filmkünstlers Otto Gebühr im Stadttheater Gießen statt. Otto Gebühr spielt die Rolle des „Alten Fritz" in „Zwischen Abend und Morgen", eine Begebenheit in drei Akten von Zdenko von Kraft mit eigenem Berliner Ensemble. Spielleitung: Direktor Carl- Heinz Klubertanz, Berlin. Anfang der Vorstellung 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Lebensmittel -Opferring der Ortsgruppe Gießen-Oft. Die Sammlung wird Donnerstag, 19., und Freitag, 20. August, von der NS.-Frauenfchaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen c-ereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung oorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar inzugeben. BOM.-Unfergau 116. Dienstbefehl. Am 19. August um 20.30 Uhr tritt der Standort Langsdorf zu einem Appell durch die Unter« ;auführerin am Heim an. Verbrennt keine alten Schube! NSG. Die meisten Menschen sind der Auffassung, las altes Lederschuhwerk nichts mehr wert ist, und !a sie es nicht mehr in den Ecken Herumstehen lassen Dollen, werfen sie es kurzerhand in den Ofen. Das ist grundfalsch! • ... Ebenso wie alle übrigen Altmaterialien, msbe= bnbere das Altpapier und die Metalle, gesammelt □erben sollen, müssen auch die alten Lederschuhe noieber nutzbar gemacht werden. Natürlich sind croße Mengen nötig, um eine lohnende Verwerfung durchzuführen. Eine Mannheimer Firma ist in der Lage, durch ein besonderes Verfahren die Holz- und Eisenbestandteile aus den Schuhen zu Körperliche Ertüchtigung—ein hohes Ziel der HI. Oie Auslese der sportlichen Breitenarbeit der HI. trifft sich beim Gebietssportfest in Gießen. Das große Gebietssportfest der HI., bas am fommenben Samstag unb Sonntag in Gießen stattfinbet, gab Veranlassung, dem Führer des Bannes 116 einige Fragen über die Ertüchtigungsarbeit der Hitler-Jugend, sowie über die Organisation und Durchführung dieser Kundgebung vorzulegen. Bannführer Rohrbach hat uns folgende Angaben zur Verfügung gestellt: Schon während der Kampfzeit, lange vor 1933, haben wir Hitlerjungen allergrößten Wert darauf gelegt, daß unsere Junggenossen eine gute körperliche Ausbildung erfuhren. Den Terror der Straße, den die linksradikalen Elemente damals als Mittel des Klassenhasses und der Weltrevolution durchführten, konnten wir als jüngste Kampforganisation des Führers nur dadurch brechen, daß unseren Ggnern mit unerbittlicher Strenge die Einsatzbereitschaft jedes einzelnen Junggenossen entgegengesetzt wurde. So zogen wir damals, verfolgt von einer systemtreuen Polizei und verraten von Jungen, die unsere Kameraden hätten sein müssen, hinaus auf die Landstraßen und in dunkle Wälder und bildeten hier heimlich unsere Jungen aus. Menn wir Zeltlager oder Fahrten durchführten, träumten wir nicht vom siebenten Himmel oder romantischen Schwärmereien, sondern wirkten auch bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß unsere Kameraden zäh und furchtlos wurden, um dem Ringen um die Macht gewachsen zu sein. Nur so konnten wir unsere Einsatzbereitschaft erhalten, nur so konnten wir dazu beitragen, daß der Führer die Macht erlangte. Jahre sind seitdem vergangen! Der Kampf wurde ein anderer! Es geht nicht mehr darum, dem Terror auf der Straße zu begegnen, sondern der deutschen Jugend eine neue geistige Haltung zu geben und damit das deutsche Volk einer neuen und schöneren Zukunft entgegenzuführen. So sind die Z i e l e andere geworden, die Ausbildung blieb die gleiche. Nur eine sportbegeisterte, leistungsfähige Jugend kann der Kulturträger für die deutsche Zukunft werden. Deshalb haben wir die sportliche Ausbildung verfeinert, auf alle Disziplinen ausgedehnt und uns noch mehr der Breitenarbeit zugewandt. Heute gibt es keinen Hitlerjungen mehr, der nicht seine sportliche Ausbildung in seiner Einheit erfährt. Seitdem der Reichssportführer von Tscham- mer und Osten als Obergebietsführer der Reichs- jugendführung angehört, hat die Hitler-Jugend ein noch größeres Arbeitsgebiet bekommen. Sie pflegt heute bereits alle die Sportarten, die früher zersplittert durchgeführt werden. In ihren Sportabenden werden die Jungen eingehend überwacht und überprüft. Oesters finden Wettkämpfe statt, die den Jungen zwingen, seine ganze Kraft und Energie zusammen^unehmen und um den Sieg zu kämpfen. Aus unserer gesunden Breitenarbeit heraus treiben wir bewußt Auslese. Befähigte Sportler werden zu besonderen Anlässen herausgezogen und im Wettstreit mit kampfstarken Junggenossen aus anderen Einheiten zu noch größerer Leistung veranlaßt, lieber die Ausscheidungen innerhalb der Gefolgschaften und Banne kommen wir so zum Gebietssportfest. Hier trifft die Auslese aus Tausenden von Einheiten zusammen. Diese Zahl allein beweist, welche Unmasse von Arbeit und Organisation zu leisten ist, bis aus Zehntausenden von Einzelstarts im loo-rNeter-Lauf, Zehntausenden von Kugelstoßen oder Zehntausenden von Weit- sprüngen die 50 oder 100 besten Leistungen her- auskrisiatlisiert sind. Einzel- und Mannschafts- kämpfe müssen noch gesondert berechnet werden. Zu einer solch ungeheuren Breitenarbeit gehört aber auch die ärztliche Ueberwachung der Junggenossen, die von der Hitler-Jugend geleistet wird. Fest steht jetzt, daß am Samstag 1500 Sportler aus alten Teilen des Gaugebietes hier eintreffen und um die Gebietsmeisterschaft kämpfen. Rur ein Außenstehender kann glauben, dafür sei feine große Organisation notwendig. Aber wenn 1500 Sportler kommen, dann erscheinen noch drei-, vier- und fünfmal so viel Hitlerjungen und Zuschauer. Schon bei der Auswahl des Sportplatzes muß darauf Rücksicht genommen werden. Wenn 1500 Sportler zum Kampf antreten, müssen ausreichende UmkleibegelegeuhMeu sowohl auf den Sportplätzen, wie in der Schwimmanstalt vorhanden sein. Ausreichende Waschgelegenheit muß zur Verfügung gestellt werden. Aber 1500 Hitlerjungen wollen auch essen und schlafen. Aus diesen kurzen, bei weitem nicht vollzähligen Angaben ist ohne weiteres zu erkennen, welch gewaltige Vorbereitungen nötig sind, um ein so großes Sportfest zum Klappen zu bringen. Die Zeitenfolge war ein besonderes Schmerzenskind für unsere Veranstaltung, denn verschiedene Banne haben stundenlange Fahrzeiten bis Gießen zu überwinden. Beginn und Ende der Veranstaltung mußten deshalb so gelegt, werden, daß auch die entferntest liegenden Junggenossen noch bequem hier in Gießen starten können. Wochenlange Vorbereitungen zum Gebietssportfest stehen vor ihrem Abschluß. Die Hitler-Jugend des Bannes 116 ist gerüstet für den Empfang ihrer Kameraden. Hoffen wir nur, daß der Wettergott ein Einsehen fjat und den Zuschauern ein sonniges, warmes Wetter beschert. Uns Hitlerjungen ist die Witterung gleich, wir führen unsere Veranstaltung durch, auch wenn es Bindfaden regnet. Zum Schluß möchte ich noch bemerken, daß die sportlichen Leistungen auf beachtlicher Stufe stehen werden. Die Kameraden aus Frankfurt a. M., Offenbach, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Worms sorgen dafür, daß gute Ergebnisse erzielt werden. Aber auch die hilterjungen des Bannes 116 werden in den Entscheidungen e i n Wort Mitzureben haben. Nach den bisher vorliegenden Trainingsmeldungen haben wir sogar die Aussicht, die eine oder andere Gebietsmeisterschaft in Gießen zu behalten. Karnpfesstoh und einsatzbereit steht die Hitlev Jugend! Mutig voran und nimmer verzagen! Hk. Capriolen. Lin Gusiav-Gründgens Film der Deutschen Forst- Film Prod.-Ges. im Gießener Gloria-Palast. {Eine Fliegerin und ein Journalist, zwei so typische Exponenten der modernen Zeit, mühten sich t nden können, so sollte man meinen, zumal wenn l!ije Obstbäumschädlinge zurückzuführen, denn man brüte die Feststellung machen, daß die Bäume, Üe rechtzeitig gespritzt wurden, wesentlich besser tagen. Mag dies eine Lehre für die kommenden re sein. D Weickartshain, 18. Aug. Dem seitherigen trabiener Emil Theiß würbe bie Stelle bes Reichs st raßenwartes übertragen, nachbem h bisherige Straßenwarl Konrad Schmidt aus stidenbach in den Ruhestand versetzt worden war. fouab Schmidt hatte das Amt 37 Jahre lang Der» lii) n. — Der Dreschmaschinenbesitzer August Z ö ck - br aus Höckersdorf hat in unserem Orte mit der 21 e f arbeit begonnen Nach einer alten Sitte Jfiann er zuerst da zu dreschen, wo er im vorigen Wxe mit der Drescharbeit aufgehört hatte. — Die jeTreibefelber in unserer Gemeinde sind fast voll- firibig geräumt. * 93 Kling en, 19. Aug. Bei einem Auto- Mall erlitt der Heinrich Strack von hier ttm Schädelbruch, der feine Ueberführung Jci der Chirurgischen Klinik in Gießen erforber« »h machte. kreis Alsfeld. £ Windhausen, 17. Aug. Eine hier neu- gegründete Drusch-Genossenschaft kaufte einen Roholschlepper, der zum ersten Mal in der Ernte eingesetzt wurde. Das war ein Staunen für alt und jung, als in der Heuernte in einer Stunde bis zu 4 Morgen Wiese bei günstigem Gelände gemäht werden konnten. Nun kann es nicht mehr Vorkommen, daß aus Mangel an Arbeitskräften das Heu verkommen muß. Die Begeisterung der Bauern flieg noch, als die Getreideernte gemäht wurde. Nun wurde ein Selbstbinder angehängt, und die Garden mußten nur noch aufgestellt werden. Die Alten hatten noch m ihrer Jugend erlebt, daß man alles mit der Sichel abgemacht hat, nun leistet ein solcher Schlepper m einer Stunde bis zu o Morsen, so daß also bet günstiger Witterung innerhalb weniger Tage die Ernte eingebracht werden kann. Bis tief in bie Nacht hinein wurde daher an den günstigen Tagen gearbeitet, und so wurde z. B. an einem Tag 18 verschiedenen Bauern Getreide gemäht. Dabei sind die Unkosten für Wiesen 4 Mark, für die Aecker 5,50 Mark die Stunde, ein Betrag also, der nur ein Bruchteil dessen ist, was Taglöhner kosten würden. Außerdem kann die Ernte zur günftigften Zeit eingebracht werden, was bei bem Mangel an land» wirtschaftlichen Arbeitskräften wichtig ist und auch einen Beitrag zum Kapitel „Kampf dem Verderb" bedeutet. Da noch 12 Arbeitsdienstmänner eingesetzt waren, ist die Ernte denkbar glücklich eingebracht worden. Um die Anschaffung des Schleppers noch rentabler zu gestalten, dient er noch zum Antrieb der Dreschmaschine. Im Herbst wird das Land gepflügt, kurz er besitzt vielseitige Verwendungsmöglichkeiten. Uebeehaupt macht sich auch in unseren Dörfern bie zunehmende Motorisierung der Landwirtschaft bemerkbar, kaum ein größerer Bauernhof ist ohne den elektrischen Ablader, Schrotmühle u. a. m. Ein geführt cker Kinderfreund. LPD. Wetzlar, 18. Aug. Nach einer Mitteilung der Kriminalpolizei hat am Dimstagnachmit- tag ein etwa 30 Jahre alter Mann in den städtischen Anlagen ein sechs Jahre altes Mädchen mit Süßigkeiten an sich gelockt, es auf seinem Fahrrad mitgenommen und dann an einer anderen einsamen Stelle der Anlagen unzüchtige Handlungen an dem Kinde oorgenommen. Nach dem Verbrecher wird gefahndet. Sünenaräber im 613er Wald werden erschlossen Lpd. Limburg, 18. Aug. Nach der enbgülHgen Feststellung der Linienführung der Reichsautabahn durch die Elzer Gemarkung werden auch eine An- zahl Hünengräber im Elzer Wald von der Bahn berührt. Ehe mit den Arbeiten begonnen wird sotten die Gräber unter Leitung des Bezirks- konse'roators Dr. Kutsch (Wiesbaden) freigelegt werden. Es handelt sich hierbei um ein schwieriges und zeitraubendes Unternehmen, zumal dabei möglichst genaue Feststellungen über Bestattungszeit, sowie Art und Inhalt der Graber getroffen werden sollen. Oft stehen hohe, alte Baume über den Gräbern, die vorher vorsichtig entfernt werden müssen. Das Gräberfeld stammt aus der Keltenzeit, etwa aus der Zeit zwischen 200 und 1000 v. Ehr., und dürfte das größte und schönste des ganzen Bezirks, wenn nicht ganz Deutschlands sein. Dom 3ug überfahren und gelötet. Lpd. Bingen, 18. Aug. In den heutigen Morgenstunden ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof ein gräßlicher Unglücksfall, bei dem ein Menschenleben vernichtet wurde. Der in den 50er Jahren stehende Baynarbeiter Karl Storck aus Bingen war auf dem Bahnkörper zwischen den Gleisen mit P a p i e r a u f l e f e n beschäf - t i g t. Durch das Herannahen eines Zuges aus der Richtung Mainz überhörte er bas Kommen bes um bie gleiche Zeit von Bingerbrück ncchenben O-Zuges. Der Unglückliche würbe von ber Lokomotive erfaßt, überfahren und ein Stück mitgeschleift. Storck war auf der Stelle t o t. Lpd. Montab aur, 18. Aug Ein 20jähriger Mann aus dem benachbarten Großholbach wurde auf der Eisenbahnstrecke Montabaur—Limburg in der Nähe von Nieder-Erbach von einem Zug erfaßt und an der Wirbelsäule so schwer verletzt, daß der Tod bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus eintrat. 56 mal vorbestraft und zum Schluß in die Trinkerheilanstalt! LPD. Frankfurt a. M., 18.Aug. Wegen Be» amtenbeleibigung hatte sich vor dem Schöffengericht der 59 Jahre alte Jude Heinrich Mayer zu verantworten, ein chronischer Alkoholiker, der Polizei und Gericht schon viel zu schaffen machte. Seine 23 o r ft r a f e n l i ft e weist 56 Nummern, darunter Zuchthausstrafen, auf. Anfangs dieses Jahres wurde er wegen Beleidigung eines Hauptwachtmeisters au drei Monaten Gefängnis verurteilt. Den gleichen Beamten beleidigte er im Mai nochmals, was dem Juden nunmehr vier Monate Gefängnis eintrug. Der Beamte hatte sich auf einer Streife befunden und sah den Angeklagten mit einer Frauensperson aus einer Wirtschaft kommen. Der Beamte hörte, wie der Angeklagte zu seiner Begleiterin eine abfällige Bemerkung machte. Mayer wurde unter dem Verdacht der Rassenschande fe st genommen und benahm sich auf dem Revier erneut ausfällig gegen den Beamten. Das Gericht ordnete die Einweisung des Angeklagten in eine Trinkerheilanstalt an. ISjätwwr Zunge von einem Traktor getötet. Lpd. Frankfurt a. M., 18. Aug. Im Stadtteil B o ck e n h e i m, Ecke Appels- und Friesengasse, geriet auf der durch den Regen glatt gewordenen Straße ein Traktor auf den Bürgersteig. Dabei wurde ein 13jähriger Junge, der gerade die Stelle passierte, von dem Traktor an die Wand gedrückt und schwer verletzt. Der Junge erlitt mehrere Knochenbrüche, Quetschungen und innere Verletzungen. Er ft ar b wenige Stunden nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Großer Schmuckdiebstahl. Lpd. Hanau, 17. Aug. Einbrecher stahlen hier eine echte Perlenschnur mit 173 auffallend weißen Perlen und Diamantverschluß. Es handelt sich um vorne große, nach hinten kleiner werdende Perlen. Den Dieben fielen außerdem ein goldenes Armband, mehrere Brillantringe, Halsketten, Broschen usw. in die Hände. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 635: Verzeichnis der als Tarifordnungen im Neichstreuhänderbezirk Hessen weitergeltenden Tarifverträge der privaten Wirtschaft. — 636: Vex- zeichnis der als Tarifordnungen weitergeltenden Reichstarifverträge der privaten Wirtschaft (Anlage). — 637: Umsatzsteuerumrechnungssätze für Juli 1937. — 638: Starke Zunahme der Tabakerzeugung in den Vereinigten Staaten, Möglichkeiten der Preissen» hing der einzelnen Typen. — 639: Derkehrserleich» terungen zur Deutschen Ostmesse. — 640: Derord« nung über Preisbildung für ausländische Waren. (Auslandwarenpreisverordnung.) — 641: Erste Ausführungsverordnung (I. ADO.) zur Ausland- Warenpreisverordnung. Vom 10. August 1937. — 643: Expreßgut nach dem Fernen Osten. — 644: Frachtermäßigungen für den deutschen Ein- und Ausfuhrverkehr, betr. u. a. Papier und Pappe, Pa- pierroaren. — 645: Milderung ber französischen Bestimmungen über bie zollfreie Einfuhr von Umzugs- gut. — 646: Ergänzung der Gebührenordnung der Ueberwachungsstelle für Lederwirtschaft. — 647: Befreiung verschiedener Waren von der Vorlage einer polnischen Einfuhrbewilligung. — 648: Allgemeine Anordnung über die Knochensammlung, den Knochenhandel und die Knochenverarbeitung vom 13. August 1937. — 649: Anordnung 31 der Ueberwachungsstelle für Bastfasern (Aenderung der Anordnung 29 der UeSt. für Bastfasern). — 650: Groß- uni» Einzelhandelspreise für Hafernährmittel (Haferflocken, Hafergrütze, Hafermehl) und Gerstennährmittel (Graupen, Grütze, Flocken und Gerstenmehl). — 651: Begleitpapiere zu Postsendungen mit Waren nach der Türkei. — 652: Allgemeine Frachtsendung der Reichsbahn für Papier. — 653: Bezahlung der vor dem 1.8.1937 nach Frankreich eingeführten Waren.—654: Ursprungsbezeichnungszwang in Frankreich für Gegenstände für elektrische Zwecke aus Steingut, Porzellan Steinzeug, Ton, Glas, Kristall, Steatit und ähnlichen Stoffen. — 655: Anordnung zur Durchführung des Dierjahres- plans über die Erfassung und Verwertung ber Alt- und Abfallstoffe aus bem Müll vom 11. August 1937. — 656: 1. Anweisung zur Durchführung der Anordnung des Beauftragten für den DierjahresMn über Erfassung und Verwertung ber Alt- und Abfallstoffe aus dem Müll vom 14. August 1937. — 657: Gesetz zur Aenderung des Mineralölsteuergesetzes. — 658: Gesetz über die Eintragung von Handelsniederlassungen und das Verfahren in Handelsregistersachen. — 659: Anordnung 8 4 der Ueberwachungsstelle für Seide, Kunstseide und Zellwolle über die Verwendung von Naturseide in der Kabelindustrie. — 660: Gebührenordnung der Ueberwachungsstelle für Kaffee. — 661: Altmetalle und Richtpreise. Ein Entscheid des Reichsbeauftragten für unedle Metalle. Frankfurter Schlachtvjehmarkt. Frankfurt a. M., 19. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1073 Rinder, darunter 178 Ochsen, 154 Bullen, 501 Kühe, 246 Färsen; 701 Kälber, 107 Schafe und Hämmel, 126 Schweine. Es kosteten: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43 Mark, Kühe, 20 bis 43 Mark, Färsen 35 bis 44 Mark, Kälber 35 bis 65 Mark, Lämmer 44 bis 51 Mark, Schafe 38 bis 47 Mark, Schweine 53 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Kälber, Rinder und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe lebhaft. Frankfurter Pferdemarkt. Fra-nk f ur t a. M., 18.Aug. Zum Frankfurter Pferdemarkt waren insgesamt 278 Tiere aller Gattungen zugetrieben, darunter befanden sich einige Transporte junge Ermländer- und Hunsrücker Pferde, sowie leichte Ackerpferbe. Die Qualität war burchweg gut. Im Durchschnitt wurden 950 bis 1150 Mark je Stück bezahlt, ältere ßaufpferbe gingen au billigeren Preisen ab. Schlachttiere waren gesucht, fette Qualität erzielte bis zu 38 Mark je 50 Kilogramm Schlachtgewicht. Der nächste Pferdemarkt findet am 5. Oktober statt. Hier obschneiden! Impfung 217 Initialen Ueberstehen einer Krankheit durch Bildung von Gegengiften im Körper, künstlicherweise durch einimpfen von Gegengiften, die von Tieren gewonnen sind. S. Impfung und Gegengifte. Impfung, Einführung eines gewöhnlich von Bakterien stam« menben Stoffes durch eine Hautwunde in den Körper zur Vorbeugung von Krankheiten Durch das Impfgesetz ist im Deutschen Reich seit dem Jahre 1874 jedermann verpflichtet, seine Kinder gegen Pocken schutzimp- fen zu lasien. Die erste Impfung erfolgt innerhalb des ersten. die Wiederimpfung innerhalb des 12. Lebensjahres. Die Impfung ist so gut wie immer ungefährlich, geringes Fieber geht bald wieder zurück Kranke Kinder, insbesondere solche mit Hautausschlägen werden zurück- gestellt. S. Pocken. Lymphe, Gegengifte. Imponieren, entbehrliches lat Fremdwort für Eindruck machen Import, von franz. Einfuhr, daher Importwaren und die Bezeichnung Importe für eine Havannazigarre. Imprägnieren, das Durchtränken von Geweben mit Flüssigkeiten, die sie wallerdicht ober unbrennbar machen. Inklusive, entbehrliches latein. Fremdwort für einschließlich. Indanthren, ursprünglich Name bestimmter echter blauer Farbstoffe. heute durch Warenzeichen geschützte Bezeichnung für licht-. weiter» und waschechte Garne und Stoffe, ganz gleich welchen Gewebes, die mit echten Farben eingefärbt sind. Indigo, aus Pflanzen gewonnener echter blauer Farbstoff, der jetzt auch chemisch hergestellt wird. Indiskret, latein., Bedeutung: rücksichtslos. Kennzeichnung für jemand, der nicht verschwiegen oder der neugierig ist. Infektionskrankheiten, anstek- kende Krankheiten, die durch Eindringen eines selbständig vermehrungsfähigen pflanzlichen ober tierischen Krankheitserregers in ben Körper entstehen. S. ansteckenbe Krankheiten unb bie einzelnen Krankheiten, ebenso Gegengifte unb Immunität. Influenza, Grippe, s. b. Jngeborg, weibl. Vorname ger- man. Herkunft mit ber Bedeutung ..von Gott Beschützte". Ingrid, weibl. Vorname germ. Herkunft mit ber Bebeuiung „Reiterin" Ingwer, scharfes Gewürz, Teil bes Wurzelstocks ber ostasiatischen Ingwerpflanze. Ingwer wirb als Gewürz bei Backwerk verwenbet unb auch in Zucker tanbiert. Außerbem wirb Ingwer zu Likör verwenbet, der als magenstär» kenb gilt. Inhalieren, eiiratmen, s. d. Initialen, große Anfangsbuchstaben bei Druckschriften, auch bie Anfangsbuchstaben bes eigenen Vor- unb Zunamens bei Gravierungen unb bei Kennzeichnung von Wäschestücken. Was ber Bauer bem beusschen Loben abringt pflegt unb erhält ber Kaufmann für bie beutsche Familie. S.Jl.-ifporf Deutscher baut japanische Olympia- Bobbahn. Die Japaner scheinen hinsichtlich der Vergebung der Olympischen Winterspiele sehr zuversichtlich zu sein. Das beweist die Tatsache, daß schon am Mittwoch der bekannte Berliner Ingenieur St. M. Zentzitzki die Reise nach dem Fernen Osten antrat, um im Wintersportgelände der Insel Sapporo im Auftrage Japans eine moderne Bobbahn zu errichten. Die neue Anlage soll sich in ihrer Konstruktion eng an die Bahnen von Lake Placid und Garmisch-Partenkirchen halten. Das Japanische Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 1940 hat außerdem den Deutschen Werner Klingenberg, Dr Diens rechte Hand der Olympischen Spiele in Berlin, als technischen Berater gewonnen. Klingenberg trat am Dienstag die Reise nach Tofio'an, das er'über Reuyork erreichen wird. Er wird in Japan gleichzeitig seine Tätigkeit als ständiger Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees aufnehmen. Achtfrontenkampf der deutschen Leichtathleten. In der Leichtathletik steht dem deutschen Fachamt eine Kraftprobe erster Ordnung bevor, eine Kraftprobe, die den Beweis für den hohen Stand unserer Leichtathletik schlagend erbringen wird. Roch dem Länderkampf gegen Dänemark am Freitag in Kopenhagen gibt es folgende Begegnungen: gegen die Schweiz in Karlsruhe, gegen Oesterreich in Nürnberg, gegen Belgien in Wuppertal, gegen Holland (Frauen) in Wuppertal, gegen die Tschechei in Dresden, gegen Polen in Warschau. Ueberall erwartet man Siege der Deutschen. Tv. 1846 erfolgreich beim Iahn- wetturnen in Freyburg-Unstrut. Oberturnwart Karl Müller konnte in Freyburg bei den „Reichswettkämpfen der Aelteren" im Siebenkampf (Geräte- und Volksturnen) Klasse IIIB (45 bis 50 Jahre) mit 102 Punkten den 35. Sieg bei 110 Teilnehmern erringen. Rollschuhlaus-Gaumeiflerschast in Gießen. Der Gau Hessen führt am kommenden Sonntag in Gießen seine Kunst- laufmeisterschaften durch. Die Vorarbeiten hat der Gießener Eisverein bereits seit einiger Zeit in Angriff genommen. Es ist zu erwarten, daß den Kunstläufern des Gaues, in Frage kommen Sportler aus Kassel, Limburg und Hanau, die Bahn sich in einwandfreiem Zustand darbietet. Denn gerade für den Kunstlauf sind, besonders was die schwierigeren Figuren anlangt, gute Bahnverhältnisse eine Grundbedingung. (Aufnahme: Brandt, Gießen.) W Dlelkämpse der Tümer in Greiz. Greiz, die schöne Stadt in Thüringen, beherbergt am Samstag und Sonntag 120 deutsche Turner und Turnerinnen, Auserwählte aus allen deutschen Gauen, die sich bewerben um den Titel eines Meisters im gemischten Zwölfkampf und einer Meisterin im gemischten Achtkampf. 34 Namen wurden aus Süddeutschland genannt; davon ist Bayern am stärksten vertreten mit 10 Meldungen, dann folgen Südwest mit 8, Württemberg mit 7, Baden mit 6 und Nordhessen mit 3 Nennungen. Die stärkste Vertretung überhaupt schickt der Gau Sachsen mit 18 Turnern und Turnerinnen nach Greiz, während Ostpreußen mit nur zwei Meldungen zahlenmäßig am schwächsten vertreten ist. Wer siegt bei den Männern? Die Meisterschaften der Gaue haben bereits die letzte Auslese für die Titelkämpfe in Greiz gebracht. Nur die Besten werden also zur Entscheidung im gemischten Zwölfkampf antreten. Neben neun Geräteübungen stehen drei leichtathletische Prüfungen auf dem Programm. Der reine Geräte-Wettkampf tritt also zurück zu Gunsten der Vielseitigkeit auf turnerischem und leichtathletischem Gebiet. Einer der stärksten Bewerber ist zweifellos wieder der Leunaer Kurt K r ö tz s ch , der 1933 auf dem deutschen Turnfest in Stuttgart Zwölfkampf-Meister wurde. Aber auch der Konstanzer Stadel, Beckert- Neustadt und Schreyer-München gehen aussichtsreich in den Kampf. Der Schwerpunkt bei dem Titelkampf dürfte auf den leichtathletischen Prüfungen ruhen. Und bei den Frauen? Aus acht Prüfungen besteht der Meisterschaftskampf der Frauen. Die Geräteübungen umfassen Pflicht- und Kürübung am Barren, eine Pflichtübung an den Ringen und auf dem Schwebebalken und die Riesengrätsche über das Langpferd. Dazu müssen die Turnerinnen ihr Können im 75-Meter- Lauf, Hochsprung und Schleuderballwurf beweisen. Auch bei den Frauen wird also größter Wert auf Vielseitigkeit gelegt. Wird es der Deutschen Gerätemeisterin und Olympiasiegerin Käte SohneSntrcfe Snlrcte, s. Hormone. Inkubation, bei Infektionskrankheiten die Zeit vom Moment der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, ist bei den einzelnen Krankheiten verschieden, z. B. Masern 8 bis 14 Tage, Scharlach 2 bis 8 läge, Diphtherie 2 bis 5 Tage. Windpocken 14 bis 21 läge. Inlett, eng!.. Bedeutung: Einlatz. Bezeichnung für die Hülle aus Baumwollstoff, in die Bettfedern eingefüllt werden. Innere Sekretion, Sekretion von Drüsen, die entweder überhaupt keinen Ausführungsgang besitzen oder neben Stoffen, die durch den Ausführungsgang abgeleitet werden, noch Stoffe bereiten, welche direkt an das Blut abgegeben werden. Solche Drüsen sind Schilddrüse, Hirnanhangsdrüse, Nebenniere. Erkranken diese Drüsen und gelangt dann zu viel oder zu wenig von den in ihnen gebildeten Stoffen in das Blut, so entstehen schwere Allgemeinerkrankungen, z. V. Basedow. Kretinismus, Fettsucht, Riesenwuchs usw. Insektenpulver, Vlütenstaub in Dalmatien wachsender Chrysan- themumarten. Insektenpulver mutz in Flaschen gut verschloßen aufbewahrt werden, da es sonst wirkungslos wird. • Insektenstiche verursachen oft eine starke Schwellung und Rötung. Am besten hilft ein feuchter Umschlag mit 70prozentigem Alkohol. Bei Bienen-, Wespen- und Hornissenstichen zuerst den Sta- Jnsulin chel ausziehen. Hat man im Mo- ment des Stechens Salmiakgeist zur Hand und betupft damit die gestochene Stelle, so kann dadurch die Wirkung des Stiches wesentlich herabgemindert werden. Stiche an der Oberlippe und an der Zunge sind sehr gefährlich und bedürfen ärztlicher Behandlung. Bei Zeckenstichen hüte man sich, den „Holzbock" herauszuziehen, da der Kopf leicht abreitzt. Hier zuerst mit Olivenöl betupfen, dann die Zecke entfernen. Inserat, lat., Bedeutung: Einsendung, Anzeige in der Tageszeitung, das wirkungsvollste Werbemittel. Familienänzeigen finden durch die Tageszeitung weite Verbreitung. Besonders günstig im Preis sind die erfolgreichen Kleinanzeigen bet Käufen, Verkäufen, Stellungsgesuchen usw. Installateur, lat., Bedeutung: Einrichter, Handwerker, der die Anlage von Gas- und Wasser- leitungen besorgt und instand- setzt. Instrument, Werkzeug zur Hervorbringung von Tönen. Man unterscheidet u. a. Saiteninstrumente, Holzinstrumente, Blechinstrumente und Schlagzeug. Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildete Hormon, bei dessen Fehlen Zuckerkrankheit entsteht. Das Insulin wird aus der Bauchspeicheldrüse von Tieren hergestellt und ist das wichtigste Mittel zur Behandlung der Zuckerkrankheit. Mutzvom Arzt in genau bestimmter Menge eingespritzt werden. 218 Man nehme... So fängt das Kuchenrezept an: Man nehme soundsoviel Gramm ... Sehr oft hängt von dem richtigen Quantum das Gelingen des Kuchens ab. Auch dazu — wie so oft im Haushalt — ist eine Küchenwaage notwendig. Eine reiche Auswahl in Küchenwaagen finden Sie bei J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. mann-Schmidt gelingen, den Titel im gemischten Achtkampf zu erringen? Fußballabteilung des Turnvereins Alten-Äuseck. Sleinbach I — 2I»en-Bufe