187. Jahrgang Gießener Anzeiger ttr.W Erstes Blatt 187. Jahrgang Montag, 19.April 1957 So^niaq.‘ un6 *siiertagi jJRBF M A • »»nahm« oon Anzeigen L°.mUienbkit"i 4 A A Ä 44^ /A AA W |A A AA tis^.UbröesBormittagl 6«matmBiIb v'-üchoA, ■ WHU ■ MM W MM MM MW MM IF 4t ST (SrunOpretfe für 1 mm monats.Bcmgsprets. ■ ■ ■ ■ HL< MM B/ ■ ■ ■/ ■ M WWW jA MW WWW W W für Anzeigen von 22 mm mitt 4 Benagen -RM 1.95 MM M W M M MM W W K W Z W W W M< WWW Hr W Brette 7 Rpf., für Text. Ohne Illustriert- 1.80 Jy |B W&r M H H. W*L..... BI 4ßkks >B1 ■ K VflL BI H MW anzeigen von 70mm Breite Zustellgebühr -25 V' W ■ ■ V ■ W W 1fr 50Rpf.,PIatzoorschrist nach Auch bei lllichterschemen B ■ ” '▼ vorh Dereinbg. 25"/^ mehr, von einzelnen Nummern WVJy ® M JF infolge höherer GewaV " V Lrmahtgle Grundpreise: MW General-Anzeiger für Oberhessen WZ SrannuSyma'n liess vni» unft Verlag: vrühl'lche UntverfitStrvuch- on» Stdnörntferei «.Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze r M-ng-n°bichÄsr°bff^s wistifchen Politik geworden. Von dort kämen alle diese sensationellen und gefährlichen Gerüchte. — Die öffentliche Meinung Europas hat also wirklich alle Ursache, allen Meldungen, mögen sie auch Eonv men, woher sie wollen, die von einer Aenderung der außenpolitischen Beziehungen Sowjetrußlands wissen wollen, mit schärfstem Mißtrauen zu begegnen. An der Einstellung des nationalsozialistischen Deutschlands zum Bolschewismus und damit auch zur Sowjetunion hat sich jedenfalls — das muß angesichts des Moskauer Schwindelfeldzuges in der internationalen Presse gesagt werden, obwohl es ja selbstverständlich ist —, nicht das geringste geändert. Zwischen beiden gibt es kein Kompromiß. Englischer GeiWcher verteidigt den Bolschewismus. Wachsende kommunistische Propaganda innerhalb der englischen .Hochkirche. London, 19. April. (DNB. Funkspruch.) Die Abordnung englischer Kirchenmitglieder, die die von Bolschewisten noch besetzten spanischen Gebiete besucht hat, ist wieder nach London zurückgekehrt. Ihr Führer, der Dekan von Canterbury, machte in seiner gestrigen Predigt in der Kathedrale zu Canterbury kein Hehl aus seinen bolschewistischen Neigungen. Er verteidigte das bolschewistische Regime mit den hohlen Phrasen, daß es in der „gemeinsamen Front für Freiheit und Gerechtigkeit und für eine neue soziale Ordnung" kämpfe. Dieser Kampf sei den Absichten Christus näher, als das frühere Kirchensystem in Spanien (!!). Dieselbe „religiöse Note" (!!), wie sie heute in Sowjetspanien angeschlagen werde, sei auch in Sowie truß land vorhanden. Es sei völlig unrichtig, wenn man behaupte, daß diese Leute (in Spanien und in Sowjetrußland) unreligiös seien, wenn sie Gott verneinten. (!) Es komme nicht darauf an, was sie mit ihren Lippen sagten, sondern, was sie in ihrem Herzen dächten. Die konservative „M o r n i n g Post" erklärt dazu: Hinter dem Spanien-Besuch der englischen Priester stehe eine revolutionäre Gruppe oon kirchlichen Extremisten. Die Gruppe habe einen Feldzug gegen die nationalspanische Regierung eingeleitet und verteile Flugblätter cknter den Kirchenbesuchern. Mittwoch werde sie sich an einer großen Versammlung beteiligen, auf der u. a. der Dekan von Canterbury, der Führer der La- bour-Opposition im Unterhaus, Attlee, und Professor Mc Murray sprechen würden. Die Gruppe übe auch bolschewistische Lieder und Schlagworte für die marxistische Kundgebung am 1. Mai ein. Oer Geburtstag des Führers. Die Feier der Wehrmacht. Fahnenübergabe,Parade undBorbeimarsch Berlin, 17. April. (DNB.) Am 19. April übergibt der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an Truppen der drei Wehrmachtsteile 90 Fahnen und Standarten. Die Feier beginnt um 18.30 Uhr auf dem Wilhelmplatz und endet nach dem Großen Zapfenstreich und Vorbeimarsch gegen 20 Uhr. Am 20. April findet um 11 Uhr große Parade statt. Den Vorbeimarsch nimmt der Führer gegenüber der Technischen Hochschule ab. Die Feier wird durch Rundfunk übertragen. Die Feier der Vereidigung in München. München, 17. April. (DNB.) Die Vereidigung der Politischen Leiter, Walter und Warte, die seit Jahresfrist $u einem Amt in der Bewegung berufen worden sind, wird auch in diesem Jahr dem Geburtstag des Führers den Ausklang geben. Auf dem Königlichen Platz werden 700 Politische Leiter und 1500 Frauen vereidigt werden. Kurz nach 20 Uhr werden Gauleiter Adolf Wagner und dann Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprechen. Um 21 Uhr wird der Stellvertreter des Führers Worte der Ermahnung an alle im ganzen Reich zur Eidesleistung gerufenen Volksgenossen richten und nach einigen Minuten allgemeiner innerer Einkehr, während deren das Deutschlandlied verhalten über den Platz klingt, selbst die Vereidigung vornehmen wird. Der Gesang der Nationalhymnen wird die Feier abschließen. Alle anderen Vereidig ungs- stätten im Reich werden durch Rundfunk mit dem Königlichen Platz verbunden sein. Heute abend spricht Or. Goebbels im Itunh^u^f. Berlin. 17. April. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels spricht am Dorabend des Geburtstages des Führers von 20 bis 20.10 Uhr über alle deutschen Sender. Ein Lautdenkmal deutscher Mundarten. Das Geburtstagsgeschenk der drnrfchen Beamtenschaft. Berlin, 18. April. (DNB.) Nachdem die deutsche Beamtenschaft dem Führer zu seinem 47. Geburtstag eine auf Hautpergament handgeschriebene Ausgabe des Werkes „M e i p Kampf" als Gabe dargebracht, wird das diesjährige Geburtstagsgeschenk des Reichsbundes deic deutschen Bcam- Roter Schwindel. Don unserer Berliner Schriftleitung. Seit Wochen tauchen in der Auslandspresse ^scheinbar aus gutunterrichteter Quelle stammende Mitteilungen darüber auf, daß ausgerechnet das mationalsozialistische Deutschland beabsichtige, Zu--Moskau in politische und wirtschaftliche Beziehungen zu treten. Es wird sogar von einer Neuauflage des Rapallo-Vertrages gesprochen, also jenes Vertrages, der tm Frühjahr 1922 Mährend der Tagung in Genua zwischen dem Lystemstaat und Räterußland abgeschlossen wurde, ; wobei es gerade die französischen und englischen i Staatsmänner waren, die unter einer Wolke von Beschimpfungen Moskaus und der bolschewistischen ‘ Politik Deutschland wegen dieses Vertragsschlusses Angriffen. Wer wissen will, wie niederträchtig und Hinterlistig die räterussische Politik war, der muß . »or allem die Aeußerungen der französischen Staats- , männer Poincare und Barthou nachlesen. Für wen l Aaben eigentlich die Zwecklügen über angebliche Verhandlungen zwischen Berlin und Moskau einen Reiz? Das Dritte Reich rechnet es sich zum Haupt- Verdienst an, den Kommunismus in seinen Gren- hen niedergerungen zu haben, ohne diesen Kampf Zum Geburtstag des Führers Flaggen heraus! Berlin, 19. April. (DBB. Junkspruch.) Der Leichsminister für Volksaufklärung und Propa- :>anda fordert die Bevölkerung auf, aus Anlaß des Geburtstages des Führers ihre f) ä u- !»er und W ohnungen am 20. April zu Neflaggen. und ohne diesen Sieg hätte der Bolschewismus ! L eutschland als Sprungbrett benutzt, um Westeuropa p unterwühlen. Aus der Handels- und Wirtfchafts- hatistik, soweit sie sich auf den Warenaustausch Mischen Deutschland und Räterußland bezieht, ist isutlich zu erkennen, daß das neue Deutschland bran ist, den Warenaustausch mit Räterußland | lmzuschränken. Trotzdem oder gerade deswegen melden heute ! o_!sländische Blätter, daß in der deutschen Reichs- lauptstadt eine starke Strömung für die Wiederauf- luhme der Beziehungen zu Moskau vorhanden sei. (>o meldete am 3. und 9 April der „Kurjer W a r s z a w s k i", die Annäherung zwischen dem siührer und General Ludendvrfs werde eine siwjetrussisch-deutsche-Annäherung zur Folge haben, iie General Ludendorff aus militärischen Gründen f. r notwendig halte. „Sunday Chronicl e", ins in erster Linie von erfundenen Sensationen lebt, l hauptet am 11. April, daß hohe deutsche Offiziere c Heime Verhandlungen über den Abschluß eines Mndnisses mit Generalen der sowjetrussischen Arme geführt hätten. Hitler habe diesen Verhand- hngen zugestimmt und werde den Presseangrisfen auf die Sowjetunion ein Ende machen und den l eg zu einer engen Zusammenarbeit zwischen dem IjMten Reich und der Sowjetunion vorbereiten. — 21_icf) das liberale Sensationsblatt „Star" weiß zu liBslben, daß kürzlich Sowjetgenerale an deutsche Esnerale herängetreten seien, um freundschaftliche W»ziehungen zu eröffnen. Allerdings heißt es dann, dcß Hitler die Angelegenheit sofort abgelehnt :|übe. , Das „Ioural de Geneve" untersucht die Möglichkeiten eines künftigen „Zusammenspiels" Mischen Hitler und Stalin. Um diese Behauptung gl-ubhafter zu machen, wird — was als völlig piwahr bewiesen ist — erklärt, daß Stalin zu diesen Zwecke bereits planmäßig alle jüdischen Sow- Pfführer aus der bolschewistischen Revolutionszeit te eilige. Die antikommunistische Verständigung S rlin—Rom—Tokio beunruhige Stalin stark, und mmer hoffen, die Religiofität unseres Volkes mißbrauchen zu können zu politischen Zwecken. Wir haben es nicht vergessen, daß Parteien mit christlichem Mäntelchen einst Hand in Hand gingen mit marxistischen Gottesleugnern und Schändern der deutschen Ehre, wir haben es nicht vergessen, daß sie mit an der Herrschaft waren, als Deutschland schier unaufhaltsam dem Bolschewismus zutrieb, wir haben es nicht vergessen, daß sie zu den haßerfülltesten Gegnern des Nationalsozialismus gehörten, wir haben es nicht vergessen, daß sie mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln die einzige Partei bekämpften, die ihrem ganzen Wesen nach am entschiedensten anti- bolschewistisch ist; sie waren die haßerfüllten Gegner der Partei, die schließlich den bolschewistischen Menschheitsfeind schlug, die jene schlug, die aus Prinzip Gott leugnen. Diejenigen aber, die selbst heute noch den Nationalsozialismus versteckt oder offen angreifen, die Pamphlete gegen ihn verlesen lassen, diejenigen fragen wir: habt ihr vergessen, daß der Bolschewismus, der Antipode des Nationalsozialismus, in Rußland und Spanien Kirchen in Kinos und Tanzbühnen verwandelt, Altäre besudelt, Gotteshäuser niederbrennt, Priester und Nonnen hinfoltert? habt ihr vergessen, daß es die größte Auszeichnung ist, die der Bolschewismus zu vergeben hat, wenn er jemanden zum „Ehren- Gottlosen" ernennt? Wollen die Kirchen bestreiten, daß sie machtlos diesem Treiben gegenüberstanden und gegenüberstehen? Sehen sie nicht, was Millionen sehen, daß der Nationalsozialismus zu einem ehernen Fels gegen diese Menschheilsgeißel geworden ist? Erkennen sie nicht, daß er allein es war, der in Deutschland vom jüdischen Bolschewismus verhehle Menschen wieder zu Menschen von anständiger Gesinnung und Gesittung gewandelt hat? Können sie leugnen, daß der National- söziaNsmus damit das Gute im Menschen wiedergeweckt hat, das Gute, aus dem der Glaube an Goll gedeiht? Alle, bie in ber Welt, so erklärte Rudolf Heß weiter, ben bolschewistischen Kulturzerstörer erkannt haben, blicken in letzter Hoffnung auf bie wenigen Staaten, bie zu einer Abwehrfront gegen bas Treiben ber Kommunistischen Internationale geworden sind. Einst, da bie roten Fahnen marxistischbolschewistischer Revolte in Deutschlanb wehten, tat ein hoher Offizier unseres westlichen Nachbarstaates in blinbem Haß ben Ausspruch: „Wir wünschen Deutschlanb soviel Marxisten unb Kommunisten wie möglich, weil wir Deutschlanb bie P e st w ü n ° s ch e n". — Wir finb ber P e st Herr geworden. Bei uns wird nicht gegeneinander demonstriert. Bei uns werden nicht Fabriken besetzt. Bei uns wird nicht jeden Tag von neuem der Produktionsprozeß durch Streiks unterbrochen. Bei uns schießen nicht Arbeiter unb Polizei aufeinanber. Bei uns schrauben nicht Lohne unb Preise enbtos ein- anber in bie Hohe. Bei uns wirb bas Gelb nicht entwertet. Bei uns feiern keine Jnslationsschieber Orgien. Bei uns werben bie Fahnen ber Nation nicht mit brei Pfeilen, mit Hammer unb Sichel ober bem Sowjetstern „verzier t". Wir wissen, baß bies alles heute anbersroo geschieht, aber wir finb nicht so kurzsichtig, uns besten zu freuen, nenn auch wir selbst gegen biefe Pest enbgültig gefeit finb. Anbere finb es nicht. Wir bebauern aufs tiefste bie Länber, bie von biefer Pest bebroht finb. Wir finb uns bewußt, welche unersetzlichen Kulturgüter biefe Länber bergen, Kulturgüter, beren Zerstörung Hanb in Hanb geht mit ber Pest. Wir sind uns auch bewußt, baß brave Menschen um die Fruchte ehrlicher Arbeit gebracht werben, baß rassisch beste Menschen zu Legionen hingemorbet werben unb daß Hunger unb Elenb schließlich um sich greifen. W i r wünschen anberen Völkern nicht bie Pest. Je mehr wir die Folgen bolschewistischer Herrschaft bei anderen sehen, desto froher blicken wir auf unser eigenes Volk, wie es einig „.nb zufrieden seiner Arbeit nachgeht. Dankbar blicken wir auf ben Mann, der uns befreit hat vom Bolschewismus unb aus Deutschlanb roieber eine ge- funbe unb stolze Nation machte Wir wissen, baß Gott mit uns Deutschen war, als er uns biesen Mann als er uns Abolf Hitler sanbte. mit Moskau in ein Verhältnis zu gelangen. Muß bas nicht bie Wirkung haben, bie öffentliche Meinung in biesen ßänbern zu beeinflussen? Das ist ber Zweck ber Uebunq, bas ist bie Ursache, weshalb und warum zur Zeit bie bümmften und niederträchtigsten Zeitungsenten von Moskau aus aufsteigen, um in Paris und London, vielleicht auch in Prag und anderswo gebracht zu werden. Wie gewissenlos unb gerissen bie bolschewistische Brunnenvergiftung ist, geht auch baraus hervor, daß am 2. April sich bie Außenpolitikerin bes „Oeuvre", Madame Tabouis, die ihr Gehalt von der Pariser Sowjetbotschaft erhält, in einem längeren Artikel mit einer angeblichen Besprechung zwischen dem Führer und führenden deutschen Industriellen beschäftigte, bie natürlich niemals ftattgefunben hat. Sie behauptet, daß in biefer Besprechung festgelegt worden fei, baß man unbedingt eine Rückkehr zu einer politischen Einigung mit Sowjetrußland erstreben müsse. Am gleichen Tage wärmt der „Figaro" die längst widerlegte Behauptung auf, daß General Luden- b o r f f aus seinen Sympathien für ein deutsch- sowjetrustisches Bündnis nie ein Hehl gemacht habe und bie Beseitigung der Verstimmung zwischen ihm und dem Führer nun als Beginn einer Wendung in dieser Richtung angesehen werden müsse. Der „Figaro" tut das, obwohl bekannt ist, wie scharf gerade General Ludenborfs sich zu allen Zeiten gegen den Bolschewismus gewandt hat. Auch der „Temps" tischt nach einer Meldung vom 8. April gleiche Märchen auf. Er begründet seine Kombinationen über eine angeblich beutsch-sowietrussische Annäherung nicht nur mit einem „Schwinden bes jüdischen Einflusses in Sowjetrußland", sondern auch noch obendrein mit ber Einstolluna L"den- dorffs, ber „gegen eine zum minbeften wirtschaftliche Annäherung mit Sowjetrußland nicht abgeneigt sei". An beiden Behauptungen ist natürlich kein wahres Wort. Selbst der „Daily Telegraph" wärmt die alte Lüge auf, daß die deutsche Armee ein autes Verhältnis zur Sowjetarmee wünsche und in dieser Richtung beim Führer vorstellig geworden sei. Der „Kurjer Polski" trägt alle in ber ganzen Welt verbreiteten Lügen über eine deutsch-sow- jetrussische Annäherung zusammen, um daraus zu folgern, daß neben einer wirtschaftlichen auch eine politische Annäherung zwilchen beiden Staaten kommen werde. Auch dieses Blatt kann es sich nicht versagen, General Ludendorff sowietrussische Neigungen zu unterschieben und zu erklären, daß die Aussöhnung zwischen Hitler und Ludendorff ein überzeugender Beweis für den Wind fei, der immer deutlicher die Wege der deutschen Politik nach Osten zu treiben beginne. Die rechtsstehende französische Zeitung .Jour", die zunächst selbll von einer bevorstehenben beutsch- sowjetrussilchen Annäherung glaubte berichten zu können, ist bann beutlich von biesen Sensationsmeldungen abgerückt. Das Blatt schreibt u. a.: Die ganze Gerüchtemacherei sei so geschickt aufgezogen, baß man verpflichtet sei, seine Urheber zu nennen, nämlich Moskau und gewisse Kreise inderTschechoslowakei. Seit einigen Tagen fei Prag ein sehr eifriges Zentrum ber bolsche- ten der engen Verbundenheit des Beamtentums mit dem in Volkstum und Mundart sich wideripie- gelnden Gemeinschaftsleben der Nation Ausdruck verleihen. In vielmonatiger Arbeit ist in wissenschaftlicher Systematik das „Lautdenkmal rcichsdeutscher Mundarten zur Zeit Adolf Hitlers" geschaffen worden. In einer Sammlung von etwa 300 Schallplatten hält es die Mundarten aller deutschen Gaue und Stämme fest. Volksgenossen aus allen Gegenden unseres Vaterlandes, aus allen Ständen und Berufen haben ihrem in dem Geschehen unserer großen Zeit wurzelnden Fühlen und Denken in heimischer Mundart Ausdruck verliehen. Das Lautdenkmal, das unter Mitwirkung von Fachwrschern und Verwendung aller neuzeitlichen technischen Hilfsmittel zustandegekom- men ist, setzt, wie Reichsbeamtenführer Hermann Neef es in feiner Widmungsansprache zur lieber« gäbe des Geschenks zum Ausdruck bringt, dem Führer ein unzerstörbares Denkmal als „Künder des Volkes". Das Werk stellt gleichzeitig auch einen wetvollen Beitrag zur deutschen Volkskunde dar. Ein stolzes Äoiument. Adolf Hitlers Einreichung zum Eisernen Kreuz 1, Klasse. Berlin, 17. April. (DNB.) Das He eres- archiv Potsdam hatte anläßlich der Feier zur Errichtung der Heeresarchioe eine Schau von Dokumenten zusammengestellt. Man sah Originalkarten des Großen Hauptquartiers aus allen Phasen der Schlacht bei Tannenberg, Bilder aus den letzten Kriegen, Briefe und Aufzeichnungen Scharnhorsts, ein Parolebuch für das Schillsche Bataillon, Verordnungen Hindenburgs, ein Schreiben des Grafen Zeppelin an den Chef des Generalstabes mit der Bitte um Prüfung seines Luftschiffplanes, die Originale des Webrgesetzes und der Verordmma über die Einjährigendienstpflicht u. v. a. Größte Aufmerksamkeit fand das Originalschreiben mit dem Vorschlag zur Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse an den Weltkriegsgefreiten Adolf Hitler. Das am 31. Juli 1918 vom 3. lbayr.) Referve-Jnfanterie-Regiment 16 ausgefertigte Schriftstück hat folgenden Wortlaut: „Gefreiter ^Kriegsfreiwilliger) der 3. Komp. Hitler ist seit Ausmarsch beim Regiment und hat sich bei allen mitgemachten Gefechten glänzend bewährt. Als Meldegänger leistete er sowohl im Stellunaskrieg als auch im Bewegungskrieg Vorbildliches an Kaltblütigkeit u n.d Schneid und war st-ts freiwillig bereit, Meldungen in schwierigsten Lagern unter Lebensgefahr durchzubringen. Nach Abreißen aller Verbindunaen in schwierigen Gefechtslagen war es der unermüdlichen und opferbereiten Tätigkeit des Hiller zu verdanken, daß wichtige Meldungen trotz aller Schwieriaheiten durchdringen konnten. Hitler erhielt das E.K. II für tapferes Verhalten in der Schlacht bei Wytfchaete am 2. Dezember 1914. Ich halte Hiller für vollends würdig zur Auszeichnung mit dem E. K. I. Klaffe. I. V. (gez.): Freiherr von Godin." * Der „Sunday Difpatch" schreibt, daß die Oeffnung des deutschen Heeresarchivs vielen Verleumdungen über den persönlichen Mut Hitlers im Weltkriege, die in verschiedenen Linkszeitunzen Europas erschienen waren, ein Ende gesetzt habe. Hitler sei Bataillons-Meldegänger gewesen und habe somit den gefährlichsten Posten im Kriege gehabt. Die Anerkennung, die ihm vom Kommandierenden General gezollt worden sei, sei mehr als auszeichnend. Welche Ansicht seine Gegner auch volitisch von ihm haben mögen und von seinem Regime, sei es doch eine schuftige Gemeinheit, diesen Mann zu verdächtigen. Man müsse onnehmen, daß derartige Verleumdungen von roten Rallen ausgingen, die in Kellern säßen und persönlichen Mut wie Gift I)c.' 'm, weil sie ihn nicht selbst besäßen. — Das deutsche Volk dankt dem englischen Blatt für diese mutige Feststellung, durch die den jüdisch-marxistischen Verleumdungen im Sinne einer Solidarität aller Frontkämp- f e r ein Ende gemacht wird. 'Örtt Führer besichtigt Modelle für Hitlerjuoendbauten. Verl.in, 17. April. (DNB.) Der Führer besichtigte am Samstag die ihm vom Reichsiugendführer in der Reichskanzlei vorgeführten Modelle von Hitlerjugend Heimen sowie das Modell einer der ersten Adolf-Hitler-Schulen und der Akademie für Jugendführung in Braunschweig. Für einen großen Teil der Heimbauten der HI. im ganzen Reich erfolgt am 3. Mai die feierliche Grund st einlegung durch den Iugendführer des Deutschen Reiches. Der Führer sprach über die architektonische Gestaltung der neuen HJ.-Bauten seine Anerkennung aus und regte eine Ausstellung der Modelle in der Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" an. General der Artillerie von Gallwitz -f. . In einem Sanatorium in Neapel starb am Sonntag General der Artillerie a. D. Exz. Max von Gallwitz kurz vor Vollendung seines 85? Lebensjahres. Der General, der während des Krieges unter Hindenburg u. a. die 12. Armee in Ostpreußen, die 11. Armee in Serbien und später die Heeresgruppe Gallwitz an der Westfront befehligte, konnte vor zwei Jahren i(n Freiburg i. Br., wo er sich nach Beendigung des Weltkrieges zur Ruhe fetzte, sein 65. Militärjubiläum feiern. D'er Verstorbene war Ehrenbürger der Stadt Freiburg. Die Universität Freiburg hatte ihm die Würde eines philosophischen Ehrendoktors verliehen. Entgeltzahlung an Heimarbeiter am 1. Mai. Berlin, 17. April. (DNB.) Der Reichsarbeitsminister teilt mit: Auch der deutsche Heimarbeiter soll den 1. Mai, den Feiertag des deutschen Volkes, feiern können, ohne daß seine Festfreude durch Entgeltausfall getrübt wird. Es wird daher erwartet, daß alle Auftraggeber, Hausgewerbetreibenden und Zwischenmeister die von ihnen in Heimarbeit Beschäftigten (das sind die Heimarbeiter und die Hausgewerbetreibenden mit nicht mehr als zwei fremden Hilfskräften) so stellen, daß sie keinen Entgelt a u s f a l l erleiden. Im Interesse der einheitlichen^ Behandlung soll jeder in Heimarbeit Be- fchäftsHt^-ni er Prozent der im Monat April othr dienten Entgelte erhalten. Selbstverständllck darf das den in Heimarbeit Beschäftigten für 1- Mai zustehende Entgelt nicht etwa dadurch gesahmälert werden, daß die Ausgabe von Heimarbeit fijir den Rest des Monats April entgegen den geschäftlichen Erfordernissen unterlassen wird. Ein berartiifles Verfahren roütbe dem Gedanken der ArbeitAoerbundenheit, dem der 1. Mai Oie Gautagung Dem nationalsozialistischen des AS -Lehrerbundes in Mainz. Erzieher ist das höchste Gut unseres Volkes anvertraut. Millionen Menschen wurde. Wenn auch noch nicht alle unsere Idee mit der letzten Konsequenz erfaßt haben, so werden wir nicht ruhen, bis der Letzte innerlich zu uns geführt ist. Jedes politische Moment hat eine Außenseite, die eine weltanschauliche Haltung im Inneren verlangt. Politik ohne tiefere Bindungen gibt es nicht! 1918 waren allen alle Wege zur Rettung frei. Die Gelegenheit wurde aber verpaßt, und verpaßte Gelegenheiten kommen in der Weltgeschichte nie wieder. Und von einem Feldherrn, der eine Schlacht nicht wagt, sagt man, daß er sich nicht stark genug fühlt oder ihm der Glaube fehlt! Die vom Nationalsozialismus aufgestellte Diagnose hat sich immer wieder als richtig erwiesen, das sehen wir nicht nur in Sowjetrußland, sondern auch heute in Spanien und Amerika. Wir sehen im Bolschewismus niemals eine wirtschaftliche oder politische Angelegenheit, sondern für uns ist der Bolschewismus das Symbol für den Zusammenbruch der alten Welt. Der Nationalsozialismus erhebt den unbedingten Anspruch auf die Erziehung der Jugend, da nur die erziehen können, die Deutschland gerettet haben. Wenn andere Anschauungen die deutsche Jugend erziehen wollen, werden wir in Deutschland eine verschieden ausgerichtete Erziehung haben. Da aber jede Weltanschauung die Vergangenheit verschieden sieht und danach ihre Zukunft gestattet, wird sie eines Tages auch die politische Verwirklichung ihrer Zukunftsideen verlangen. Es würde sich dann, wenn wir nicht mehr leben, die gleiche Situation wie 19 18 ergeben. Aber niemand weih, ob Deutschland dann einen Adolf Hitler haben wird! Nach und nach wird unsere Ueberzeugungskraft sich ganz durchsetzen; dabei hoffen wir auf unsere Jugend. Denn in der Kampfzeit haben wir es oft genug erlebt, dah der Sohn den Vater und das TNädel die TNutter überzeugt hat. Wir werden von dem Grundsatz der Toleranz nicht abgehen, wir fordern dafür aber auch die Achtung vor dem, für das wir gekämpft haben. Weltpolitisch gesehen stehen wir «heute erst wahrhaft am Ende der Völkerwanderung, denn erst heute hat die geistige Völkerwanderung ihr Ende gefunden. Nachdem wir Jahrhunderte lang nach Rom, nach Paris, dann nach London und zu manchen Zeiten auch viel nach Moskau gesehen haben, hat das deutsche Volk zu sich selbst heimgefunden. Dem Erzieher wird nun die Aufgabe, dieses große geschichtliche Werden zu schildern und ein Bild des deutschen Kämpfens zu entwerfen. — In uns aber lebt das Bewußtsein, daß mit uns das Mittelalter zu Ende ist und ein neues Zeitalter begonnen hat. NSG. Im festlich beflaggten Mainz waren die Erzieher aus dem Gau Hessen-Nassau für zwei Tage zu einer Gautagung des NS.-Lehrerbundes vereinigt. In der Stadthalle sprach Gauwalter Ringshausen über den Leitgedanken der Tagung „Jugend undHeima t". Er umriß dabei, daß die an Blut und Heimat gebundenen Werte Inhalt, Weg und Ziel der gesamten Arbeit sind. Einmal hatte der Jude dem deutschen Volk den Glauben geraubt und es entwurzelt; in letzter Minute aber erstand uns der Führer, der das Volk wieder zu den Urquellen seiner Kraft zurückführte. Gauleiter Crpreimr forderte die Erzieher auf, nicht auf Anweisungen und Gesetze zu warten, sondern aus nationalsozialistischem Geist heraus s e 1 b st s ch ö p f e r i s ch an die Arbeit zu gehen. Wie heute von dem Richter die Entscheidungen nach dem Volksempfinden verlangt werden, so müssen auch die Erzieher im Gei st e des Führers aus dem Herzen heraus gestalten. An verschiedenen Beispielen zeigte der Gauleiter, was im Gau Hessen-Nassau möglich war: in Hessen bestehen z. B. keine jüdischen, staatlichen Schulen mehr. Auch konfessionelle, staatliche Schulen sind nicht mehr vorhanden. Für die Leyrer mußten besondere Bildungsanstalten geschaffen werden, das geschah zunächst in Friedberg und dann in Darmstadt. In die Berufsschulen wurde die Sportausbildung hineingetragen, in allen hessischen Schulen beginnt der Unterricht mit Sport, ein Lied wird gesungen und ein Tagesspruch begleitet die Jugend für den ganzen Tag. Der Beruf des Erziehers ist der wichtigste, denn er hat b i e ßenfung der Jugend in der Hand; und die Erziehung unserer Lehrer muß so eingestellt sein, daß der, der sich nicht dazu berufen fühlt, sein Amt niederlegt. Dem Erzieher ist das Höch st e Gut unseres Volkes, die Jugend, anvertraut. Die Charakterzüge des Nationalsozialismus liegen in jedem Deutschen, sie müssen nur geweckt und gelenkt werden. Wer vom Nationalsozialismus erfüllt ist, meistert diese Aufgabe, wer aber nicht restlos vom Nationalsozialismus ergriffen ist, kann kein Erzieher fein. Wenn unsere Erzieher begeisterte Nationalsozialisten sind, dann werden sie aus jedem Jungen und jedem Mädel einen Baustein für die tausendjährige Zukunft unseres Reiches schaffen! Reichsleiter Alfred Rosenberg zeigte an geschichtlichen Beispielen den Weg, der über den Zusammenbruch von 1918 zu dem modernen Nationalsozialismus Adolf Hitlers führte. Jahrhunderte hindurch war unser Denken vom Universalismus, dem Gedanken an eine Weltkirche und eine Weltmonarchie erfüllt. Immer schon stand das Volksempfinden im Kampf gegen diese Ideen! Und aus dem Zusammenbruch dieser Welt entwickelten sich die N a t i o n a I ft a a t e n und Nationalkulturen. Zum Teil ist dies heute schon erfüllt, zum Teil aber stehen mir noch in der Auseinandersetzung. Dabei müssen wir uns darüber klar fein, da^ die alten Mächte, die politisch niedergeschlagen sind, nicht abtreten. Sie werden erneut versuchen, ihren Kampf weiter zu tragen, und die Geister zu verwirren. Der Berliner Prozeß gegen katholische Geistliche zeigt mit erschreckender Deutlichkeit Zusammenarbeit mit den Kommunisten. Die Entscheidung des deutschen Volkes ist innerlich schon überall gefallen! Wenn mancher glaubt, die Entwicklung ginge nicht schnell genug, so soll er daran denken, daß Weltgeschichte nicht an Menschenleben gemessen werden kann. Das Christentum brauchte zum Beispiel 300 Jahre, um zu der heutigen Form zu kommen, die Reformation Luthers brauchte 150 und die Idee der französischen Revolution brauchte 40 Jahre, bis sie sich durchsetzte. Wir aber können mit Stolz sagen, daß noch nie in vier Jahren so schnell ein revolutionärer Gedanke zum Gemeingut von 50 3ugenb wird zur „Deutsche Heimatlehre." NSG. Im Rahmen der Gautagung des NS.-Leh- rerbundes Hessen-Nassau sprach der Freiburger Uni- oersitätsprofessor Conrad G u e n t h e r über die von ihm begründete „Deutsche Heimat- lehr e". Kaum ein Volk der Erde ist so- heimatverbunden und bodenverwurzelt wie unser deutsches Volk. Von der Vielgestaltigkeit der deutschen Landschaft und vor allem des deutschen Waldes hebt sich der deutsche Volkscharakter ab.. Der Heimatge- danke muß immer in Verbindung mit der Schöpfung bleiben, wenn er lebendig in der Zukunft wirken soll. Nach Albrecht Dürer ist die Natur der Maßstab für alle Schönheit. Deshalb wirken auch nur diejenigen Bauten schön, die sich der Landschaft anpassen. Was aus der Natur herausklingt ist deutsch, was nicht in ihr klingt, ist undeutsch. Das Echteste in der deutschen Kultur stammt aus der Naturverbundenheit unseres Volkes. Sie muß wieder zum Gemeingut aller Volksgenossen werden und zum Baustein in der neuen Jugenderziehung. Ein Deutschtum aus Blut und Boden will die deutsche Heimatlehre bilden helfen und so den Kampf des Führers für ein ewiges Deutschland dienen. — Zahlreiche, schöne Lichtbilder unterstützten den Vortrag des Gelehrten. Zwei wertvolle Ausstellungen. In der Vorhalle der Mainzer „Liedertafel" sprach Gauwalter Ringshausen zur Eröffnung der A u s ft e 11 u n g „Jugend und Heimat" und „Volksaemeinschaft — Wehrgemeinschaf t". Früher suchte man nicht das Einigende und Gemeinsame. In der Politik sprachen wir von Parteien, nicht von Volksgemeinschaft. Das Volk ging auseinander nicht zu einander. So wurde auch das Kind, wenn es zur Schule kam, aus der Familie herausgenommen. Der Lehrer war gefürchtet und ungern ging das Kind in die Schule. Heute aber tritt ein kameradschaftliches Verhältnis zwischen Erzieher und Jugend ein. Der Faden, den die eigene Mutter zu spinnen begann, darf nicht abreißen. Es ist unsere wichtigste Ausgabe, als Erzieher ihn weiterzuspin- Heimat geführt. nen unter Betonung des Ursprünglichen. Don innen her, vom Gemüt müssen wir die Jugend packen. Nur auf diesem Weg kann sie in die Zukunft geführt werden. So müssen wir die Fäden aus der Vergangenheit herausholen; wir beginnen dabei am Blut der Mutter, am Boden der Heimat. Wenn dann der Mensch sein ganzes Leben mit diesem „Urboden" feines Lebens verbunden bleibt, kann keine Macht der Erde ihn herausreihen. Er wird dann nie versagen, weder beim Opfern für das Vaterland, noch in seinem täglichen Dienst, noch dann, wenn es gilt, das Letzte für fein Vaterland zu geben, bas eigene Leben. Nur wer die Liebe zur Heimat kennt, wird für sie auch zu sterben wissen. So ist es auch kein Wunder, daß mit dieser Ausstellung noch die andere „Volksgemeinschaft — Wehrgemeinschaft" verbunden ist. Die Jugend des Gaues Hessen-Nassau hat bei dem Wett- bewerb der Schüler-Zeitschrift „Hilf mit" unter allen Gauen Deutschlands die höchste Zahl an Preisen, nämlich 38, erhalten. * lieber die kulturpolitische Aufgabe der deutschen Erzieherin sprach im großen Saal der Mainzer Stadthalle Frau Dr. Reber-Gruber, die Reichsreferentin für weibliche Erziehung im NSLB. In warmen Worten forderte die Referentin die auf Blut und Boden, Rasse und Volkstum gegründete neue Gesittung: „Wir brauchen stolze, verantwortungsbewußte, allem Fremden abholde Frauen und Mütter, die als „Hüterinnen des Unbewußten" mit dem heldischen Lebenswillen nordisch-germanischer Frauen der alten Zeit Heim und Haus nach einem neuen Stil formen, der dieser großen Epoche würdig imh entsprechend ist. Reinheit und innere Wahrhaftigkeit in Wesen und Tat, in Feier und Kampf, führen zum hohen Ziel,* kennzeichnen ihre Haltung und Leistung. Die Pflicht der Erzieherin ist es daher, all ihr Leben und Tun so auszurichten, daß Frauen und Mütter herangebildet werden, die mit Kraft und Willen und mit dem starken Glauben an den Gott, der uns den Führer gab, die neue deutsche Kultur und den Lebensstil schaffen helfen, der Ausdruck und Sinnbild des deutschen Volkes auf seinem Weg in die Ewigkeit ist!" gewidmet ist, völlig widersprechen. Da es für die Zwischenmeister und auch für die Hausgewerbetreibenden, die selbst wesentlich am Stück arbeiten, wirtschaftlich nicht erträglich ist, wenn ihnen der Arbeitsausfall zur Last fällt, ist es auch Pflicht aller Auftraggeber, den Zwischenmeistern und den genannten . Hausgewerbetreibenden die von ihnen an ihre Beschäftigten gezahlte Entgeltsumme zu ersetzen. Probleme des Einzelhandels. Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht spricht in München. München, 17. April. (DNB.) Auf einer Sitzung der Amtsträger des bayerischen Einzelhandels erklärte Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, es sei ihm lieb, der Tagung gerade eines Berufsstandes beiwohnen zu können, der vielfach als Angriffsobjekt angesehen werde, weil er vielleicht nicht genügend Widerstandskraft habe, um sich zu verteidigen. Der Handel sei nicht nur der „profitgierige Nutznießer" zwischen Erzeuger und Verbraucher. Ohne den Handel sei eine Belieferung des Verbrauchers überhaupt nicht möglich. Manche Marktordnung sei heute nur dadurch auszuführen, daß der Einzelhandel nicht aufgehört habe, seine Pflicht zu tun. Aus diesem Pflichtgefühl heraus habe sich der Einzelhandel in den großen Apparat der Volkswirtschaft eingeordnet. Kein Stand sei Selbstzweck. Alle seien Diener am Volk, und wenn alle ihre Aufgabe erfüllten, bann hätten sie auch 'Anspruch auf einen angemessenen Nutzen. In der Versammlung sei vielfach die Roh- ftofffrage behandelt worden. Es sei notwendig gewesen, zur Wehrhaftmachung unseres Volkes bestimmte Rohstosfe aus dem Konsum zurückzuziehen. Er könne aber mitteilen, daß die Rohstoffbe - schränkungen jetzt wohl ihren Höhepunkt überschritten hätten. Unsere e r - nährun Apolitische Lage zeige, daß wir uns auf absehbare Zeit hier nicht völlig vom Auslande freimachen können. Dies sei mit ein Grund, warum er immer wieder die Kolonialfrage anpacke. Kolonien unter eigener Verwaltung und mit eigener Währung wurden Deutschland eine außerordentliche Erleichterung bringen. Dr. Schacht schilderte, wie schwierig es sei, bei der Konsum- Vereins- und Genas senschaftsfrage langjährige Entwicklungen plötzlich abzuändern. Er sagte aber zu, die Besteuerung der Genossenschaften erneut überprüfen zu wollen. Genossenschaften müßten unbedingt auf den Zweig beschränkt bleiben, für den sie ihrem Zweck nach gedacht seien. Dr. Schacht sprach sich gegen eine übermäßige Verlängerung der Abzahlungsraten aus und ging auch auf Klagen über die häufig zu hohen Behördenrabatte ein. Hier müsse Abhilfe geschaffen werden. Er sagte ferner zu, daß er über die Richtsätze für die Besteuerung der Minderkaufleute mit dem Reichsfinanzministerium Fühlung nehmen werde. Fälle überhöhter Zinssätze der Banken müßten von dem Aufsichtsamt des Kreditwesens überprüft werden. Sehr schwierig sei die Frage der Handelsspanne zu beurteilen. Er sei der Auffassung, daß Marktregelungen beim Produzenten einzusetzen hätten. Denn es müsse zunächst dafür gesorgt werden, daß die Ware möglichst billig bis zum Handel gelange. Innerhalb der Warenöertei- lung selbst werde der Preis durch den scharfen Wettbewerb reguliert. Frankreichs Außenpolitik. Paris, 18. April. (DNB.) In Carcassonne betonte auf einer Tagung der radikalsozialen Jugend Außenminister D e l b o s nach einer deutlichen Warnung an die linksradikalen Kreise vor Ungesetzlichkeit oder Gewalt, die loyale Beteiligung der Radikalsozialisten an der Regierung der Volksfront. Wenn ich von der Außenpolitik spreche, so spreche ich im Namen Frankreichs, das den Frieden wünscht, nicht einen heiklen, mit Kanonen und Bajonetten gespickten Frieden, sondern einen wirklichen Frieden, der organisiert ist in der Zusammenarbeit der Völker, in der gegenseitigen Achtung ihrer 'Unabhängigkeit und ihrer Freiheit. Wir haben dieses Ideal sehr nahe vor uns geglaubt Ende 1918. Das war die Zeit, wo Wilson mit Leon Bourgeois zusammen den Traum vom Völkerbund verwirklichte. Der Friede sollte eine dauernde Einrichtung sein. Aber diese dauernde Einrichtung fordert das gegenseitige Verständnis und den guten Willen aller. Statt der erwarteten Versöhnung, so behauptete Delbos, habe sich aber der G e i st der Vergeltung bei den Besiegten (??), gefördert durch die Fehler der Sieger, entwickelt, deren Hauptfehler darin gelegen habe, in der Theorie zuviel abzulehnen, um in der Wirklichkeit zuviel nachzugeben. (!!) Den zum Teil übertriebenen Forderungen auf dem Gebiete der Reparationen oder der Rüstungen entsprangen Verfehlungen, die nicht zu rechtfertigen seien, und da zu der nicht eingetretenen Versöhnung mit den ehemaligen Feinden die Lockerung der Solidarität unter den ehemaligen Verbündeten hinzugekommen sei, sei der Völkerbund geschwächt. Von den einen verlassen, schlecht bedient von den anderen, herausgefordert von dem „Imperialismus" mußte er allzu oft Vergewaltigungen feiner Grundsätze hinnehmen sowie „gewaltsame Annektionen" und „einseitige Kündigungen" von Verträgen. Statt von allen gegen den Angreifer eine Unterstützung zu verlangen, die gegenwärtig ein Hirngespinst ist, muß der militärische Bei st and durch regionale Pakte organisiert werden zwischen den Ländern, die von einer gemeinsamen Gefahr bedroht sind. Frankreich sei stets bereit zu jeder Besprechung, zu jedem Versuch einer Entspannung unter der Voraussetzung, daß sie den französischen Verpflichtungen nicht widerspreche und niemand bedrohe. Frankreich wolle den spanischen Krieg so schnell wie möglich beendet wissen. Inzwischen müsse man über die Lehren des spanischen Bürgerkrieges nachdenken und sich dadurch warnen lassen vor den Aufwieglern, die sie ausnutzen könnten. Die französisch-englische Freundschaft habe sich in der spanischen Angelegenheit wie in allen anderen Fragen gezeigt. „Unsere Einigkeit, gestützt auf unsere Kraft, stellt die beste Bürgschaft für unsere beiden Länder wie für den allgemeinen Frieden dar." Die schwerste Gefahr sei die Bildung gegnerischer Blocks; aber Frankreich glaube an die Möglichkeit einer Verständigung zwischen den Völkern, die unter den verschiedensten Regimen leben. Allerdings träten beute zu den Verschiedenheiten der Regime noch Unterschiede in den Methoden der internatio* nameh Beziehungen hinzu: Völkerbund und allgemeine Abkommen, die allen geöffnet sind, einerseits und zweitige Abkommen anderseits. Aber wenn diese Meinungsverschiedenheiten sich nur auf die Methoden bezögen, so seien sie nicht unüberwindlich. An dem Tage, wo. man sich einige in einem gemeinsamen Friedenswillen, würden diese Hindernisse überwunden werden. Andere nicht weniger wichtige Hindernisse seien dasWettrüsten und die wirtschaftliche Autarkie. Die Kon- trolle und Veröffentlichung der Rüstungsziffern wird Frankreich vorschlagen. „Die wirtschaftliche Autarkie muß auch allmählich verschwinden. Die drei großen Demokratien haben mit ihrem Währungsabkommen ein Beispiel hierfür gegeben. Aber wie kürzlich Dr. Schacht in Brüssel sagte, setzt eine wirtschaftliche Verständigung eine allgemeine politische vorau s." DieLugen-in -er französischen Sozialdemokratie. Der linke Flügel unterwirft sich der Parteidisziplin. Paris, 19. April. (DNB. Funkspruch.) Der Landesrat der sozialdemokratischen Partei hat den vom gemischten Ausschuß geforderten Ausschluß von 2 2 Mitgliedern der scharf revolutionär eingestellten sozialdemokratischen Jugend a b g e l e h n t. Er hat dagegen diesem revolutionären Flügel die bisherige Selbständigkeit genommen und alle Mitglieder aufgefordert, diesem Beschluß Rechnung zu tragen und getrennte Kundgebungen in Zukunft zu unterlassen. Im Falle der Nichtbefolgung dieses Beschlusses sollen auf der nächsten Sitzung des Landesrates Maßnahmen beschlossen werden, um die P a r t e i d i s z i p l i n durchzusetzen. Der Führer des äußersten linken Flügels, Pivert, erklärte, daß er und seine politischen Freunde s i ch ihm beugten und sich verpflichteten, danach zu handeln, nachdem man ihnen das Recht zugestanden habe, vor dem Parteiausschuß ihre Auffassung darzulegen. Der vom Landesrat eingesetzte Sonderausschuß, der sich mit der Frage der Verschmelzung der sozialdemokratischen Partei mit der kommunistischen Partei zu beschäftigen hätte, hat in einer Entschließung daran erinnert, daß ausschließlich er befugt fei, Beschlüsse in dieser Frage zu fassen. Hilferuf französischer Kommunisten aus Valencia. Paris, 19. April. (DNB. Funkspruch.) Das „Echo de Paris" veröffentlicht Briefe französischer Kommunisten, die in den Reihen der internationalen Brigade in Spanien gekämpft haben und jetzt vergeblich darauf warten, daß ihnen die bolschewistischen Machthaber die Rückkehr nach Frankreich ermöglichen. Die Absender befinden sich mit 150 Franzosen unter dem Schutz des Französischen Konsuls in Valencia. Trotz aller seiner Bemühungen ist es bisher nicht gelungen, die Ausreisegenehmigung zu erhalten. Von 10 000 Mann einer internationalen Brigade seien 3000 getötet und 5000 verwundet worden. Der berüchtigte französische Kommunistenhäuptling Marty, der ein wahres Schreckensregiment ausübe, werfe jeden in den Kerker, der nach Hause wolle. Einer der Kommunisten behauptet, daß im Kerker von Albacete eine englische Journali st in in „Zelle Nr. 3" sitze, die von Marty auf unbeschränkte Zeit verurteilt worden sei. Zusammenfassung aller spanischen Freiwilligen -Verbände. Salamanca, 19. April. (DNB. Funkspruch.) General Franco verkündete in einer Rundfunk- reoe die Zusammenfassung aller nationalen Frei- willigen-Verbände des befreiten Spaniens zu einer großen Organisation. Diese solle die politische Schulung und Erziehung des spanischen Volkes im Sinne der großen spanischen Vergangenheit und als Verwirklichung des spanischen Nationalgedankens übernehmen. Hiermit habe die Zersplitterung der spanischen Freiwilligen-Be- wegung in Falange, Requetes und Monarchisten usw. bzw. Nationalsyndikalisten, Traditionalisten und Carlisten aufgehört. Es entstehe eine großspanische National-Bewegung. Ein polizeiehrenmal in Bochum. General Daluege warnt. Bochum, 17. April. (DNB.) Im Bochumer Polizeipräsidium wurde eine Ehrenhalle für die im Weltkriege und im Kampf gegen den Bolschewismus gefallenen Polizeibeamten und für die Ermordeten der Bewegung durch den General der Ordnungspolizei SS.-Obergruppenfüh- rer Daluege feierlich ihrer Bestimmung übergeben. In seiner Weiherede erinnerte General Daluege daran, daß gerade im Gebiet der Roten Erde der Karnpfgegen den Bolschewismus und gegen die ihm verwandten, zerstörenden W-ihesilwde -er SA-Stan-arte 116 im Gießener Gta-ttheater. Herbert Böhme und Erich Lauer: „Das Deutsche Gebet". vollkommenen Querschnitt durch das Wirtschaftsleben Italiens und die Tätigkeit der Partei gewinnen können. Der Duce, der die deutsche Sprache sehr gut beherrsche, habe ihn mit größter Herzlichkeit empfangen. Die Stimmung des Volkes sei glänzend. Ueberall habe er eine große Begeisterung für Adolf Hitler und Deutschland beobachten können. * Als Vorfeier zum Geburtstage des Führers veranstaltete die SA.-Standarte 116 am gestrigen Sonntagvormittag mit der Aufführung des „D e u t- s ch e n Gebetes" von Herbert Böhme, Musik von Erich Lauer, eine Wei he stunde der S A. im Gießener Stadttheater. Das Theater war mit den Farben des Dritten Reiches festlich und würdig geschmückt, der große Raum bis in die obersten Ränge hinauf dicht besetzt. Unter den Ehrengästen bemerkte man zahlreiche Vertreter der Wehrmacht, der Partei und der Behörden. „Das Deutsche Gebet" ist eines der ersten aus dem Kulturkreis der SA. hervorgegangenen Werke. Herbert Böhme, der vor Jahren mit einer Vorlesung aus eigenen Werken persönlich bei uns in Gießen zu Gast war, ist einer der markantesten Vertreter der jungen Dichtergeneration im neuen Deutschland. Sein Werk, das ein glühendes Bekenntnis zu Deutschland, zum Volke und seinem geliebten Führer darstellt, verwirklicht einen neuen symphonischen Stil heroischer Feiergestaltung unserer Zeit. Es ist Ausdruck oes politischen Glaubensbekenntnisses der SA.-Männer, und sinngemäß stellt die in sich gegliederte Gemeinschaft der braunen Kämpfer des Führers auch die Träger dieses Bekenntnisses. Während die Standartenkapelle 116 im Orchesterraum des Theaters ihren Platz gefunden hatte, hatten auf der weit geöffneten Bühne, die im Hintergründe von zwei flammentragenden Pylonen flankiert und abgeschlossen wurde, Männer der Standarte mit ihren Fahnen Aufftellung genommen, die sich in Chor und Einzelsprecher gue- derten, während Fanfarenbläser, Kesselpauker und Trommler die Stimmen der Sprecher und des Chorgesanges, vom Orchester verstärkt und getragenbegleiteten und rhythmisch akzentuierten. Feierlich weihevolle Klänge der Fanfaren, die dann vom männlich straffen Zusammenklang des Chores ausgenommen wurden, intonierten das Werk, in dem sich Wort und Musik zu einer organischen Einheit verschmolzen haben. Die Leitmotive der Dichtung werden alsbald machtvoll angeschlagen und verkündet; sie heißen: Führer, Fahne und Deutschland, Kampf für Ehre und Recht des unsterblichen Volkes. Die Einzelstimme des Fahnenträgers zwischen den flammenden Pylonen, der das Bekenntnis zum Führer und feiner Fahne spricht, wird ausgenommen und weitergetragen vom Chor der Sprecher, und während sich zugleich auch die Gemeinschaft der Hörer im Theater von den Plätzen erhebt, wird symbolisch der Ring um die Träger der Dichtung und um die Aufnehmenden und Empfangenden geschlossen; der gemeinschaftbildende Stil der Kultur im neuen Deutschland verwirklicht sich so auf eine eindringlich-sinnfällige Weise. Nachdem alle an der Feier Teilnehmenden in das Bekenntnis eingeschlossen worden, leiten neue Fanfarenklänge wieder zum Sprechchor über, der alsbald die Vision von Kampf und Auferstehung der Männer von Tannenberg, von Langemarck und an der Feldherrnhalle heraufbeschwört. Diese Vision steigert sich zu der machtvoll verkündeten Gewißheit: „Ihr, Kameraden, ihr lebt!", Fanfaren tragen das Thema mit schmetternden Klängen zu einem der strahlenden Höhepunkte des ganzen Werkes. Die Vision der ewigen Kämpfer für das Reich, der unsterblichen Gefallenen im Morgenrot einer neuen Zeit schließt eine heilige Verpflichtung zum Volke und zu der Tat in sich, „die einmal in dir ruht". 3n der hymnischen Sprache Böhmes und in den stark instrumentierten Akkorden Lauers erhebt sich dann ein Bild vom kraftvoll und siegreich neuerstandenen Reiche, das sich seinen Lebensraum und den Segen seiner Arbeit aus eisernem Willen und freudiger Kraft wiedergewonnen hat: im dröhnenden Rhythmus d?r Maschinen, in der wogenden Pracht' der reich bestellten, mit Brot gesegneten Felder, auf dem Boden der allenthalben in unseren Grenzen erschlossenen Siedlung blüht die beglückende Verkündung des ewigen Reiches. Das Bekenntnis zur „Gemeinschaft des deutschen Geschlechtes", dem der Führer voranschreitet, und zur heiligen Fahne, welche die Namen ihrer Träger und der unter ihr und mit ihr Gefallenen zur Unsterblichkeit trägt, versammelt sich noch einmal im vollen Einsatz und Zusammenklang der festlichen Stimmen in Chor und Orchester. Die wuchtigen Rhythmen eines Fanfarenmarsches nehmen das Thema auf und lassen das Werk in mächtiger Steigerung weihevoll ausklingen. So vereinigt sich im „Deutschen Gebet" das gläubige Empfinden, das machtvolle Bekenntnis eines ganzen Volkes, der geeinten Nation zum ewigen Reiche der Deutschen und zu seinem Führer, in dem sich das verpflichtende Vorbild auf dem Wege in die Zukunft jedem unter uns verkörpert und voranleuchtet. Der Schwur der Treue und der unverbrüchlichen Gefolgschaft konnte keinen würdigeren und festlicheren Ausdruck finden als im „Deutschen Gebet". Seine ungemein eindrucksvolle und einheitliche Ausgestaltung und Wiedergabe stellte der hingebenden Einsatzbereitschaft und dem kulturellen Ausdruckswillen jedes einzelnen der an der Feierstunde aktiv beteiligten SA.-Männer der Standarte das schönste Zeugnis aus. Hans Thyriot. und zersetzenden Elemente blutige Höhepunkte erreicht habe. „Wir wollen", so fuhr General Daluege fort, „angesichts dieses Mahnmals geloben, daß auch der kleinste Versuch bolschewistischer Söldlinge, in Deutschland noch einmal ihr Treiben aufzunehmen, mit brutaler Gewalt im Keime erstickt wird. Wir werden auch bei diesem Gelöbnis nicht jene neuen Tatsachen außer Acht lassen, die gerade in diesen Tagen wieder die Welt aufhorchen lassen. Ein Pfarrer steht auf und predigt im Rock eines Geistlichen im roten Madrid für den Bolschewismus. Und in Berlin stehen politisierende .Priester vor Gericht, west sie im Bolschewismus Glauben und Gesinnung ihrer Art zu finden glaubten! Erinnern wir uns auch daran, daß unseren Gefallenen oft ein kirchliches Begräbnis verweigert wurde, weil sie weiter nichts getan hatten, als verhindert, dcrß auch in Deutschland Kirchen und Klöster in Flammen aufgingen, weil sie nicht wollten, daß jene ermordet und gemartert werden sollen, die ihnen den letzten kirchlichen Segen verweigerten. Wir werden auch in richtiger Stunde daran denken, daß nicht der Ruf zum Kampf allein uns befriedigen kann, sondern daß mir Taten sehen wollen und daß nicht hinter einem solchen Ruf sich vepbergen kann die Sympathie für den Bolschewismus. So ehren wir am besten jene Helden, die hier auf der Roten Erde fielen." e Meine politische Nachrichten. Am 19. April werden auf der Ordensburg Crössinsee durch den Reichsorganisationsleiter und den Jugendführer des Deutschen Reiches die ersten Klassen des jüngsten Jahrgangs der Adolf- Hitler-Schulen feierlich eröffnet werden. Der Unterricht wird bis zur Fertigstellung der Adolf- Hitler-Schulbauten in der Ordensburg Crössinsee erfolgen * Der argentinische Botschafter Labougle hat dem Reichsminister des Auswärtigen Freiherrn von Neurath das aufrichtige Bedauern seiner Regierung über die' Ermordung des Pg. Riedle zum Ausdruck gebracht. ♦ Zwanzig Vertreter der italienischen Jn- d u ft r i e werden sich unter Führung des Grafen Volpi am 25. April von Mailand aus zu einer zehntägigen Besichtigungsreise nach Deutschland begeben, um den Besuch deutscher Industrieller vom Oktober vergangenen Jahres zu erwidern. * Reichsorganisationsleiter Dr. Ley traf am Sonntagabend aus Italien kommend auf dem Berliner Flughafen Tempelhof ein.^Er hob die außerordentliche Herzlichkeit hervor, mit der man ihm in Italien begegnet sei, und rühmte die großzügige Offenheit, mit der man ihn Einblick nehmen ließ in alle ihn interessierenden Einrichtungen. Er habe einen Nachdem König Georg II. von Griechenland von seiner Peloponnes-Reise zurückgekehrt ist, empfing er Reichsminister Rust in Privataudienz. Kulturminister Georgakopoulos erfreute Reichsminister Rust durch ein prachtvolles Geschenk, eine äußerst wertvolle Lekythos. (Als Lekythos bezeichnet man ein altgriechisches Tongefäß in Form einer Kanne mit Henkel und dünnem Hals, das zum Aufbewahren von Salböl, namentlich als Grabbeigabe für die Toten, diente.) * Anläßlich des Besuches des deutschen Kreuzers „L e i p z i g" in Algier stattete der auf der „Leipzig" eingeschiffte Befehlshaber der Aufklärungs- ftreitfräfte, Konteradmiral Boehm, in der Generalresidentschaft einen Besuch ab, der vom Generalsekretär Gregoire, von Admiral Mottet, von General Catroux und von General Denain erwidert wurde. Der Besuch dient der Fühlungnahme mit den französischen Behörden, die freundlicherweise den Hafen von Algier den deutschen Seestreitkräften, die an der internationalen Kontrolle im spanischen Bürgerkrieg beteiligt seien, als Stützpunkt zur Verfügung gestellt haben. * In Nordmähren und Schlesien waren am Sonntag 68 öffentliche Versammlungen der Sudetendeutschen Partei angemeldet. In diesen sollten über 20 Abgeordnete und Senatoren sprechen. Don den Versammlungen wurden bereits neun verboten. Die Plakate wurden entfernt. Die Abgeordneten Sandner und Böhm haben beim Innenminister gegen das unbegründete Verbot Verwahrung eingelegt. Aus aller Welt. Don Gronaus Afrikaflug. Der Präsident des Aeroklubs von Deutschland, Wolfgang von Gronau, landete von Wien kommend auf dem Flughafen München. Gronau war von Berlin nach Kairo zur Teilnahme am Internationalen Oasenflugwettbewerb gestartet, bei dem er den vierten Platz belegte. Im Anschluß an den Wettbewerb unternahm Gronau einen Flug quer durch Afrika bis nach Kapstadt und zurück nach Kairo, von wo aus er nach Deutschland flog. Somit hat von Gronau eine Strecke von 30 000 Kilometer zurückgelegt. Drei kommunistische Mordbuben zum Tode verurteilt. In dem Mordprozeß wegen des kommunistischen Feuerüberfalls auf das SA.-Lokal „Zur Linde" in Berlin-Lichtenberg im Mai 1932 verkündete das Berliner Schwurgericht das Urteil. Wegen gemeinschaftlichen Mordes und versuchten Mordes wurden der 26jährige Erich Krüger, der 35jährige Paul Grosch und der 25jährige Walter G a r b a n g zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt, während der 22jährige Erwin Leib ich, der zur Zeit der Tat noch jugendlich gewesen war, mit zehn Jahren Gefängnis davonkarn. Acht weitere Angeklagte wurden zu Zuchthaus- bzw. Gefängnisstrafen verurteilt. Zwei weitere Mitangeklagte wurden ftei- gesprochen. Das Verfahren bildete das zweite gerichtliche Nachspiel zu dem feigen Anschlag der kommunistischen Mordbuben. Zunächst war es nur gelungen, die beiden Mordschützen Pölz und Szczodry dingfest zu machen. Sie wurden 1933 wegen Mordes zum Tode verurteilt, später zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Erst nach der Machtübernahme konnten die übrigen Beteiligten ermittelt und ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Bei dem Feuerüberfall war der Werkzeugmacher Karl Bauer getötet und mehrere andere Personen erheblich verletzt worden. Dollstreckung von Todesurteilen. Am 17. April sind der Christian R i e ch m a n n und die Anna Biszbort, beide aus Contwig, h i n g e r i ch t et worden, die vom Schwurgericht in Zweibrücken wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden waren. — Riechmann und Biszbort haben im Oktober 1935 den Ehemann Biszbort ermordet, um das zwischen ihnen bestehende ehebrecherische Verhältnis ungestört fortsetzen zu können. WM MEKW WM -W W MAHD M W - v MW kb DEUTSCHE VACUUM OEL AKTIENGESELLSCHAFT HAMBURG Diese gewaltige Wegstrecke wurde seit dem letzten Sommer von etwa 250000 deutschen Kraftfahrern mit dem neuen Mobiloel zurückgelegt: die Feuertaufe ist bestanden 1 Das neue Mobiloel — in Deutschlands modernster Raffinerie nach dem weltberühmten Verfahren hergestellt—ist „reiner Schmierstoff“ mit überragenden Eigenschaften: frei von allen rückstandsbildenden Anteilen — verblüffend in Leistung und Schmierkraft —• sparsam im Verbrauch.—Wenn Sie sich die volle Leistung Ihres Motors erhalten und Ihrem Fahrzeug eine lange Lebensdauer sichern wollen, dann wählen Sie jetzt zum Oelwechsel: •Mobiloel Die Welt kennt nichts Besseres! Die Entdeckung der Pflanzennährstoffe Von Dr. Voigliander-Tehner, Heidelberg. Kunst und Wissenschaft Stallmist den Aeckern immer nur Bruchteile Nährstoffmengen, die ihnen durch die Ernten läßlich der Dramatikerwoche der HI. den Gebietsführer Dr. Rainer Schlösser zum Obergebietsführer und den Oberbannführer Eberhard Wolfgang Möller zum Gebietsführer befördert. Ferdi e W. der ent- daß Die Athener Universität beging das Fest ihres hundertjährigen Bestehens, an dem Vertreter fast der ganzen Welt teilnahmen. König und Kultusminister gedachten des Gründers der Universität, des Königs Otto, eines Wittelsbachers. Nach dem Vertreter Bulgariens sprach dann Professor D o e l- g e r, wobei er auch auf die Ausgrabungen in Olympia, die der Führer ermöglichte, einging. Wie hoch die deutsche Wissenschaft die Athener Universität schätze, habe Reichsminister Rust bekundet, wenn er einer Reihe Athener Gelehrter die Ernennung zu Ehrendoktoren der bedeutendsten deutschen Universitäten überbracht habe. Professor D o e l g e r überreichte Adressen der Preußischen und Heidelberger Akademien der Wissenschaft und als Zeichen alter Verbundenheit zwischen München und Athen eine Bücherspettde der Deutschen Akademie, die eine Auswahl der schönsten Bücher aus der Privatbibliothek des Gründers der Athener Universität, des Königs Otto, darstellt. Erfolg eines deutschen Vaukünstters im Ausland. Auf dem internationalen Wettbewerb für den Neubau des Empfangsgebäudes des Zentralbahnhofs Saloniki (Griechenland) hat der Hochbaudezer- Pflanze zunächst gar nicht vorhanden, sondern erst dann und insoweit es im Laufe der Verwitterung lösliche Form angenommen hat. Die Phosphorsäure in den Knochen toter Tiere ist, solange sie unlöslich ist, für die Pflanze nicht aufnehmbar. Der S t i ck st o f f im Eiweiß und dessen ersten Abbauprodukten, Stoffen, wie sie z. B. in den Stoppeln, im Mist und im Humus enthalten sind, ist ebenfalls von der Pflanze nicht ausnutzbar, weil er noch nicht in die mineralische und wasserlösliche Form übergegangen ist. Erst wenn die Pflanzennährstoffe in die mineralische und wasserlösliche Form — sei es durch Verwitterung, sei es durch Verwesung — gelangt sind, sind sie zu wirklich aufnehmbaren Nährstoffen geworden. Nun kommt aber der zündende und schöpferische Gedanke, die geniale Nutzanwendung dieser Erkenntnisse. Liebig folgerte sehr scharfsinnig und richtig weiter, daß die Nährstoffe im Stallmist — die darin zunächst als unlöslich und nicht aufnehmbar enthalten find und erst nach längerer Verrottung löslich werden — sich ohne weiteres e r - setzen lassen durch mineralische, wasserlösliche Stoffe, und zwar sind dies die gleichen Stoffe, wie sie bei der Zersetzung des Mistes im Boden allmählich von selbst entstehen. Es sind dies die reinen Pflanzennährstoffe in konzentrierter Form, wie wir sie heute in den Handelsdüngern den Pflanzen als sofort aufnehmbar zuführen können, ohne erst auf die langwierige Zersetzung des Stallmistes warten zu müssen. Damit war das Grundgesetz der mineralischen Düngung entdeckt und festgelegt. die Ernten entzogenen Nährstoffe die Stallmistdüngung allein für eine ausreichende Nährstoffver- sorgüng unzulänglich ist. Außerdem sah er als weitere Folge alleiniger Stallmistdüngung die unausbleibliche Verarmung des Bodens und damit fortschreitende Verringerung der landwirtschaftlichen Erträge. . Mit diesen Forschungsergebnissen war es aber noch nicht getan, auch über Form und Art, in der die notwendigen Nährstoffe im Boden zur Verfügung stehen müssen, machte Liebig neue, grundlegende Feststellungen. Er fand, daß das bloße Vorhandensein der Nährstoffe Stickstoff, Phosphorsäure und Kali im Boden, z. B. gebunden in der Form von Granit, Porphyr, Lehm, Pflanzenresten, Humus oder tierischen Kadavern für Ernährung und Gedeihen der Pflanzen ganz unerheblich ist. Er hatte dagegen festgestellt, daß nur solche Stoffe als Nährstoffe von den Pflanzen ausgenommen werden können, die sich in mineralischer Form befinden und in Wasser löslich sind. Das zwar mineralische Kali im Feldspat des Granits z. B. ist also, weil wasserunlöslich, für die zogen werden, zurückgegeben werden können, ihm Hinblick auf den notwendigen Ersatz der durch Reichstheatertagung der HZ. Auf der Reichstheatertagung der HZ. hielt der Kölner Universitätsprofessor Dr. N i e ß e n einen Lichtbilderoortrag über das Wesen und die Ziele der Theaterwissenschaft. Obergebietsführer Cerff führte u. a. aus: Das Theater steht und fällt mit der- Frage, ob es uns gelingt, die Fugend für das Theater zu gewinnen. Obergebietsführer Cerff schloß seine Ausführungen mit einem Appell an die erzieherische Arbeit und formulierte als Ergebnis der Tagung folgende Punkte: In Zukunft soll jährlich eine Reichstheatertagung der HF. stattfinden. Auf dieser Tagung sollen junge Autoren zur Aufführung kommen. Eine Arbeitsgemeinschaft junger Autoren wird geschaffen, die alle im Theaterleben stehenden Mitglieder der HI. umfaßt. Ab sofort sollen überall wo sich Theater befinden, Verbindungsleute zur Neichstheaterkammer ernannt werden. Ab sofort rvird eine Arbeitsgemeinschaft für Nachwuchsschulung gesck ften mit einer Arbeitsstelle zunächst für ein Jahr. Ueberall soll eine starke Werbung für,das Theater einsetzen, jedoch ohne organisatorischen Zwang. Ein Aufruf soll an alle schöpferischen Kräfte in der HF. zur Schaffung von Lustspielen und Zeitsatiren ergehen. Es sollen Vorbereitungen getroffen werden für eine Reichswanderbühne der HI. Die Frage des „Theaters der Fugend" in Berlin soll überprüft werden, auch der Feierplatzgestaltung soll größte Fürsorge zugewandt werden. Der Führer hat auf Vorschlag des Reichs- jugeckdführers in Anerkennung ihrer Leistungen an- ner hat der Fugendführer des Deutschen Reiches jungen Dramatiker Heinz Schwitzte und S. H y m m e n zu Bannführern befördert. Hundertjahrfeier der Universität Athen. Am 18. April 1873 starb Justus von Liebig, dem wir die Entdeckung der Pflan- zennährstoffe und damit der Bedeutung der mineralischen Düngung für eine Ertragssteigerung der Landwirtschaft verdanken. Dem Wachstum der Pflanzen durch Düngen nach- zuhelfen, haben bereits die alten Kulturvölker, die um das Mittelmeer herum ihre Wohnsitze hatten, sowie auch in Asien die Chinesen und in Südamerika die Inkas verstanden. Die Aegypter düngten mit Nilschlamm, die Römer mit Holzasche, die Chinesen mit Knochenasche, die Inkas mit Guano — rein erfahrungsgemäß. Sie wußten noch gar nichts von den beiden Gründlagen der Düngung, von Humus und Pflanzennährstoffen Merkwürdigerweise sind aber nach der Völkerwanderung die Kenntnisse von der Düngung in der Nacht des Mittelalters fast ganz verlorengegangen, die neuzeitliche Düngerlehre mußte erst wieder völlig neu geschaffen werden. Zwischen einst und jetzt klafft also eine große Lücke, ein Dämmerzustand der Agrikultur- und Pflanzenchemie. Die Grundlage der heutigen Düngerlehre bildet die Lehre von den Pflanzennähr ft offen, wie sie durch die Forschungen des großen deutschen Chemikers Justus von Liebig zutage- gefördert wurde. Diesem Mann verdanken wir die dafür grundlegende Erkenntnis, die als eine der größten und segensreichsten Entdeckungen aller Zeiten bezeichnet werden muß; sie ist heute erst rund hundert Jahre alt und lautet: Das Ertragsvermögen auch des fruchtbarsten Bodens kann ohne Ersatz der durch die Pflanzen entzogenen Stoffe nicht aus die Dauer erhalten werden. Dies erscheint uns heute selbstverständlich, war aber in jener Zeit, in der man noch eine Selbstbereitung der mineralischen Stoffe durch die Pflanze für möglich hielt, etwas völlig Neues, Unerhörtes und geradezu Umwälzendes. Von da an begann in der Kultur der Menschheit eine neue Epoche des Fortschrittes. Der Begriff der Pflanzennährstoffe ist darin zum ersten Male erkannt und deutlich ausgesprochen, nachdem kurz vorher schon nachgewiesen war, daß die Pflanzen für ihr Wachstum Mineral st offe unbedingt brauchen und sie aus dem Boden aufnehmen. Gewiß, man düngte auch schon vorher, und zwar fast ausschließlich mit S t a l l m l st. Man gab sich aber noch keine Rechenschaft über den Nährftoff- bedarf der Pflanzen, den Nährstoffentzug aus dem Boden und den Nährstosfoorrat im Boden sowie über die gegenseitigen Beziehungen dieser heute jedem Bauern und Landwirt Geläufigen Begriffe zueinander. Man war sich infolgedessen auch noch gar nicht klar, ob die rein erfahrungs- und gewohnheitsmäßig durchgeführte Stallmistdüngung auch wirklich den Nährstoffbedürfnissen der Kulturpflanzen genügte, da dies eben ein ganz neuer Begriff war. Liebig bekämpfte darum auch als erster die seit Jahrhunderten betriebene alleinige Düngung mit Stallmist. Er wandte sich nicht etwa ganz gegen die Stalldüngung, sondern nur gegen die Auffassung, daß man mit ihr allein völlig auskommen könne. Er hatte nämlich erkannt, daß mit dem Ganz gleich - ob Hausfrau, Künstlerin, Berufstätige oder Sportlerin — eine Frau braucht in jeder Lebenslage das Gepflegtsein, um vorwärtszukommen im Beruf - für sich - für ihn! Elizabeth Arden’s Assistentin erteilt unverbindliche Beratung bei uns vom 21. April bis 23. April 1937 Spez.-Parfümerie R.Koch Seltersweg 63, Ruf 4026 2740 A Gkiklub Gießen imxf.c. Samstag, den 24. April 1937 in sämtlichen Räumen des Gesellschastsvereins (Klub) Sonnenstraße Allgäuer Skigaudi (Kehraus der oberhessischen Skiläufer) 2749 d Kartenvorverkauf in den Sportgeschäften Konditorei-Backofen Marke Roeder, Darmstadt für Kohlenfeuerung — und Damenreitsattel billig zu verkaufen. Leihgestern / Bahnhofstraße 114 2737D Hut öleöuolitöi ntenö! täglich alle Sorten Räucherwaren: Bücklinge...........250 g 25,5t Matjes-Filet eigene Herstellung, Stück 15 H Matjes-Salat eigene Herstellung, 125 g 30 „Appels" Hering in Gelee, o. G. Portion ca. 200 g......20 & „Appels" See-Aal in Gelee Portion ca. 200 g......25 H A.MothLla«hfoösev Mäusburg 15 2?4?a Televh. 3612 KMUW» der sich für Werkstätte eignet, im Südviertel zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 2746D an den Gießener Anzeiger. | Vermietungen] 531mm mit Küche und Baderaum,vart. Nähe der Bahn und Klinik, zum 1. Juni o. früher zu vermieten. Schr. Ana. unter 02051 anh.Gieß. Anzeiger erbet. 4-5-Zimmer- Wohnung m. Bad, Zubeh., evtl. in. Gartenanteil, i. ruhiger Lage, zum 1. 6. ob. spät, gesucht. Schr. Ang. mit Preis unt. 02026 an d. Gieß. Anz. 4-Zimmer- Wohnung Asterweg 12 neu hergerichtet, sof. zu verrn. 2744V E. Krumm Bahnhofstr. 40. 3-Zimmer- Wohnung mit Küche neu hergerichtet, sofort zu vermiet. Franks. Str. 29 (Mittelbau ).2742v 2 leere Zimmer mit sev. Eingang an ruhige Mieter zum 1. Mai abzugeben. 02043 Steinstraße 53 l. Geschäfts räume zu vermieten Diezstraße 14 bestehend aus Büro,Lagertet mehreren Lagerräumen m. Ber- laoerampe, Garage und großem Hof. 1216D Ehr. Jrrdertbal. Weingroßhandl Gießen Seltersivea 5. Mttges MW für Küche und Haus gesucht. 102023 Fräulein für Büfett und Haus (auch Anfängerin). Offerten mit Lichtbild und Zeugnisabschriften an Hotel Deutsches Saus, Inh.: Hermann Schwall, Alsfeld (Oberh.). 2735V Zwangsversteigerung । Dienstag, den 20. Alvril, nachm 2 Ubr, sollen im Bersteige-ungs- lokal NeNenweg 28, bezw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obig. LokaDzwangsweise geg.sofortigc Barzahlung versteigert werden: Gesucht 1 junger SßhiBieslegeselle oder -Lehrling Gustav Wald, 02022 Maulbach. Jüngerer MetgefeUe sofort gesucht. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gießen. An- zeigers. 0204s IMnlie für vormittags gesucht. 274gv Fischhaus „Cuxhaven“. Für frauenlosen Haushalt ein tüchtiges evangl. MAI oder Beiläuferin für Metzgerei u. Wirtschaft, klein. Betrieb,zum 1.5. od. früh, gesucht. Kr. Gieß. Alter 25—30 Jahre. Schr. Angeb. u. 2739V a.d.G.A. IHM 24 Jahre, sucht Stelle in Ge- schäftshausbalt (Lebensrnittel )b. Mithilfe im Geschäft z. 1. Juni. Vergütung nach Uebereinkunft. Schr. Angeb. u. 02050 a.d.G.A. I Verkäufe MW ZMüleLage (Aillsge) Groß.iiiodernes Elaptas zu verkaufen. 4 Stockwerke, gr. Boden-u Kellerräume usw. Passend für Behörden, Banken, Gesellschaft und ähnliche Büro- betriebe. - Vermittler ausgeschl. Schr. Ang. unter 02049 a.d.G.A. Kleiner, schwarz. Herd zu verkauf. 02044 Walltorstr. 4 vt. Haus-, Laden- u. Büromöbel all. Art, 6 Herde, 4 Oefen, 4 Nähmaschinen, 1 Schaufensterckus- stellungseinricht, 1 Schaufenster, 1 Vulkanisiermaschine, 1 Schreibmaschine, 1 Vervielfältigungsapparat, 1 Schreibtisch, Anzugsund Kleiderstoffe. 27330 Bestimmt wird versteigert: 1 grauer Anzug, Handtaschen. Scharmann Gerichtsvollzieher in Gießen, Wernerwall 33. Tel. 3108 Mmi-Wsd zu pachten oder zu kaufen gesucht. Inhaber kann evtl, mitbeschäftigt werden. Schriftliche Angebote unt. 2745 D an den Gießener Anzeiger. Junger MMinnd billig zu verkauf. 02045 Karl Dörr Marburg.Str.51 2 Betten, Sofa, kleinerGasherd ».Verschiedenes billig zu verkaufen. 02046 Berg. Landgraf-Phi- lipp-Platz 10 Gib der NSv Zreiplätze für ihr Hilfswerk: SM WIM --i anfangs Mai kalbend, zu verkauf. Hch. Fevh VII. Gontershausen bei Homberg Oberhessen. 27430 Mutter und Rind Rin-er-Lanüverjchickung HMer-Zreiplatzspen-e | Kaufgesuche | Holzschneide- Maschine für Brennholz, Selbstfahrer, ä. ält.Type, gesucht Met sch, Kassel, Sophienstr. 20. Empfehlungen Die gute Figur? Holen Sie sich Rat bei: Korse,imodeo „Rekord" Martha Bierans Seltersweg 59 Verschiedenes WO«! Gel. Köchin, für 1. Mai noch frei. Schr. Ang. unt. 02032 a.d.G.A. Rehjagd gut gepflegt. Revier, in der Näbe v. Gießen,wegen Gesundheitsrücksichten abzugeb. Schr. Anfrag. u. 02047 a.d.G.A. Hellgraue SttrlMiii entlaufen. Mitteilung erbet. Torfeld [ 27L0V Restauration „Karlsruhe". 20. April, 9.50 Uhr Antreten am » Hessisch. Hol" Siehe Anzeige d. Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkame- radschaften.Nach der militärischen Feierwerden die Waffenringabzeichen ausge- > geben. 8736D nent der Reichsbahndirektion Mainz, Oberbaurat Hans Kleinschmidt in Wiesbaden (Mitarbeiter Architekt Jordan) den ersten Preis in Höhe von 250 000 Drachmen errungen. Jleugruppierung in der TobisProduktion. Die Tobis-Tonbild-Syndikat-AG., bei deren Tochtergesellschaften mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Filmproduktion erscheint, hat eine grundlegende Neugruppierung ihrer Produktionsleitung durchgeführt. Das Schwergewicht ist von den Verleihgesellschaften in die Produktionszentrale verlegt worden, während sich die Verleihfirmen in Zukunft nur noch mit den materialen Fragen der Filmherstellung befassen. Die „Tobis-Magna-Film-Produktion-G.m.b.H." wird als einzige Eigenpröduktionsgesellschaft der Tobis wie bisher unter Leitung ihres Vorstandes K. I. Fritzsche sechs bis acht Spitzenfilme im Jahr Herstellen. Das gesamte übrige Programm wird nach wie vor an selbständige Produktionsfirmen in Auf- trag gegeben. Das „Dramaturgische Büro" steht unter der Leitung von Köppen. Für Sonderauf- gäben der Dramaturgie ist Willi Krause verpflichtet worden. Das „Besetzungsbüro" wird von Clif ford geleitet. Für Sonderausgaben steht der Dramaturgischen Abteilung Herbert I h e r i n g zur Verfügung. Die Gesamtleitung der Produktion liegt in Händen von Fritz Mainz, der auch die 23er* bindung zum Künstlerischen Beirat des Aufsichts- rates der Tobis pflegt. Mitglieder dieses Beirates sind Dr. h. c. Bausback , Willi Forst, Staatsrat Gustaf Gründgens, Dr. Hans Henkel und Staatsschauspieler Emil I a n n i n g s. Wetterbericht des Relchswetterdienskes. Ausgabeort Frankfurt. Die letzten Tage brachten mit verbreiteten und meist recht ergiebigen Niederschlägen auch einen erheblichen Temperaturrückgang. So hielt sich die Temperatur am gestrigen Sonntag etwa 3 Grad unter dem jahreszeitlichen Durchschnitt, im Gebirge ist vielfach wieder Frost und Schneefall eingetreten. Auch für die Folge ist noch keineswegs mit Beständigkeit zu rechnen, doch wird sich wieder häufiger als bisher für kurze Zeit freundliches Wetter einschieben. Aussichten für Dienstag: Nach recht frischer Nacht anfänglich noch vielfach aufheiternd, dann jedoch wieder Rückgang zu unbeständigem, aber auch milderem Wetter, nach Südwest drehende Winde. Aussichten für Mittwoch: Bei Luftzufuhr aus Süv bis West unbeständig und zu Niederschlägen geneigt, doch nicht durchweg unfreundlich. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig. Heute Montag 's PQLQ.ST Giessen MM W W H/v W WALLACE BEERY in seiner besten Rolle — als Liebhaber — als Bandit — als Retter einer Nation. — (Bürgerkrieg in Mexiko! Aufstand H gegen die fremden Machthaber 1 I Kampf um die Freiheit! Reichhalt.Beiprogramm. Ufa-Ton-Woche LICHTSPIELHAUS Ab heute Montag: Heiterkeit - Lachen - Frohsinn! @Hans Moser Theo Lingen H. v. Meyerinck W. Jansen Pani Beckers in dem neuen übermütig.Lustspiel: Alles für Veronika und 5 schöne Frauen: Hilde Hildebrand - Grete Weiser Gretel Theimer - Thekla Ahrens Ilse Fürstenberg. Ferner: Willy Eichberger Im Beiprogramm: Im Taumel des Schnees (Die Zeitlupe lehrt Skifahren). Täglich 4 Uhr, 6 Uhr und 8.30 Uhr. 2734A ■ sie ®kS' am KW' aus Wnuerdn halte *® Bescher aus d-° “ Ich-n-" U1 heW-n 31 SiB führte am geladener 0 und Forsts der „W Feier eröffne Obekfol den Namm Landesjägerm Mniftaöt), c Verwaltung, t tretern der $ Hörden herM dann die Be uni) in ethisch Der wirl Jagd wird a zeichnet, daß (die Zahlen Deutschland । Mark beziffe Mark für i Raubwildes 27,3 Millior Dieser Betrc kommen, wo machen fan: Volksernähri heute zu ein Volksschichtei Genuß durä | schränkt. Du 1 anlaßte Win ist im Verlar menge im W i Jägern gespi : Volksgenosser worden. Der damit noch n die Aufwend! den Jagdhunl die Treiberlöl In ethisi p.' zu erinnern, Deutschen von Jagd, sie ist schäft. Im dei Dichtungen trii Wp, und W das N । sicht. Archer \ auch keine an so unmittelbc wie die Jagi tur wirkt ar und veredeln! des Lebens 1 für die unfe: Der Zweck d derben für d schien Jäger g vielmehr a Gieß, Bioli , Wenn ein i'ä'äl ro , 3 uy Cps Co sW D-S S*“ teVn* v°hrt, ,7- i der beu t* |oI9 eit 'chen v Cln3iQor?9 ' dl tur- Uge Ct P«8en JQt 6er inJ tUl>ier rÄent ein r I Sftrai N lotScAi i'Sstz Nr. 90 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Montag, ly.April (937 Der Tag der oberhessischenJäger. Die Gautrophäenschau 1936/37 in Gießen. - Der Gaujägerappett. Die Gießener Volkshalle war am Samstag und am gestrigen Sonntag das Ziel vieler Volksgenossen aus Stadt und Land. Während am Samstag die Männer der grünen Farbe beim Besuch der Volkshalle überwogen, bestand die große Mehrheit der Besucher der Ausstellung am gestrigen Sonntag aus den übrigen Volksgenossen, die mit Recht der schönen und lehrreichen Ausstellung unserer oberhessischen Jäger ihre Aufmerksamkeit widmeten. DleEröffnung derTrophäenschau führte am Samstagoormittag eine große Anzahl geladener Gäste, in der Hauptsache natürlich Jäger und Forstmänner, in der Volkshalle zusammen. Mit der „Begrüßung" durch die Waldhörner wurde die Feier eröffnet. Dann entbot der Gaujägermeister, Oberforstmelster Nicolaus, Gießen, den Versammelten, insbesondere als Vertreter des Landesjägermeisters dem Oberforstmeister Schlich (Darmstadt), dem Leiter der hessischen Staatsforstverwaltung, Landforstmeister Dr. Hesse, den Vertretern der Partei, der Wehrmacht und der Behörden herzlichen Willkommengruß. Er betonte sodann die Bedeutung der Jagd in wirtschaftlicher und in ethischer Hinsicht. Der wirtschaftliche Wert der deutschen Jagd wird allein schon durch die Tatsache gekennzeichnet, daß der Wert des im Jagdjahr 1935/36 (die Zahlen für 1936/37 liegen noch nicht vor) in Deutschlands erlegten Wildes sich auf 29,5 Millionen Mark beziffert. Rechnet man davon 2,2 Millionen Mark für den Wert der Bälge und Pelze des Raubwildes ab, so verbleibt noch ein Wert von 27,3 Millionen Mark für das genießbare Wild. Diefer Betrag ist der Volksernährung zugute gekommen, wobei man auch die erfreuliche Feststellung machen kann, daß das Wildbret jetzt zu einem Volksernährungsmittel geworden ist, denn es kommt heute zu einem erheblichen Teile auch den ärmeren Volksschichten zugute und ist nicht nur auf den Genuß durch die bessergestellten Volksgenossen beschränkt. Durch das vom Reichsjägermeister veranlaßte Winterhilfswerk der Deutschen Jägerschaft ist im Verlaufe des letzten Winters auch eine Wildmenge im Werte von 1,3 Millionen Mark von den Jägern gespendet und damit den hilfsbedürftigen Volksgenossen ein bedeutsamer Dienst erwiesen worden. Der wirtschaftliche Wert der Jagd ist aber damit noch nicht erschöpft, man muß vielmehr auch die Aufwendungen für die Waffen, die Jagdgläser, den Jagdhund und die Jagdkleidung, die Jagdpacht, die Treiberlöhne usw. hinzurechnen. In ethischer Hinsicht ist vor allem daran zu erinnern, daß das Interesse an der Jagd dem Deutschen von jeher im Blute liegt. Zuerst kam die Jagd, sie ist älter als die Land- und Forstwirtschaft. Im deutschen Märchenschatz und in vielen Dichtungen tritt sie dem Volke in vertrauter Weise entgegen, und zahlreiche Volkslieder beweisen, wie nahe das Weidwerk dem deutschen Gefühlsleben steht. Außer der Forst- und Landwirtschaft gibt es auch keine andere Betätigung, die den Menschen in so unmittelbare Berührung bringt mit der Natur, wie die Jagd. Dieser innige Verkehr mit der Natur wirkt auf jedes empfängliche Gemüt läuternd und veredelnd, es erhöht die Achtung vor dem Wert des Lebens und vertieft das Verantwortungsgefühl für die unserem Machtbereich anvertrauten Tiere. .Der Zweck der Jagd ist also nicht Tod und Verderben für die Tierwelt, sondern die Pflicht eines rechten Jägers ist es, das Wild nicht nur zu jagen, »es vielmehr auch zu hegen und zu pflegen. Der Redner schilderte sodann die Jagd auch als eine fruchtbare Schule zur Ausbildung des Menschen für den Kampf. Er erinnerte dabei an das Beispiel unserer Vorfahren, die als Jäger auch Kämpfer waren. Auch heute besteht noch der Kampf zwischen den Sinnen des Weidmanns und den viel schärferen urhaften Sinnen des Wildes, und noch heute erfordert die Jagd körperliche Leistungsfähigkeit, schnelle Entschlußkraft und scharfen Blick. <äo fördert die Jagd die Ausbildung eines frischen, kämpferischen Selbstgefühls, dessen wir zur Erhaltung einer gesunden Volkskraft bedürfen. Der Redner gab nunmehr in großer Linie einen Ueberblick über die Gautrophäenschau und ihre Zweckbestimmung. Er wies dabei auf die wichtigsten Abteilungen der Schau und die bedeutsamsten Grundsätze der Jägerei hin und betonte ganz besonders die durch den Vierjahresplan in den Vordergrund gestellte Verpflichtung der Jägerschaft, dafür zu sorgen, daß nicht ein Vernichtungsfeldzug gegen das Wild geführt wird, sein zahlenmäßiger Bestand aber doch einer Beschränkung unterliegt, die mit den berechtigten Belangen der Landwirtschaft in Einklang gebracht und im Hinblick auf die großen Ziele des Vierjahresplanes verantwortet werden kann. Er schloß seine Ansprache mit dem Zitat eines Wortes des Reichsjäqermeisters, das dieser auf der Jagdausstellung m Berlin gesprochen hat: „Es ist die Aufgabe der deutschen Jägerschaft, Wild und Jagd als wirtschaftliches und ethisches Gut von höchstem Wert für alle Zukunft dem deutschen Volke zu erhalten." Oberbürgermeister Ritter gab sodann seiner Freude darüber Ausdruck, daß es dem Gaujägermeister, Oberforstmeister Nicolaus, gelungen ist, diese Ausstellung in Gießen zu veranstalten und sie in so vortrefflicher Weise der Bevölkerung zu zeigen. Die Ausstellung werde, so betonte der Oberbürgermeister, sicherlich das Verständnis der Volksgenossen für die Jagd und die Ziele der deutschen Jägerschaft fördern. Er erinnerte sodann daran, daß in den Jahren vor der Machtübernahme, in denen sich das deutsche Volk selbst zerfleischte, viele Volksgenossen mit Mißachtung und Neid auf den Jäger blickten, gegen den sie das unberechtigte Vorurteil hatten, daß er die Jagd nur zu seinem Vergnügen und ohne das Bewußtsein der verpflichtenden Verbundenheit mit der Volksgemeinschaft benutze. Wie so viele Vorurteile seit der Machtübernahme durch den Führer ausgeräumt wurden, so wurde auch mit diesem unberechtigten Vorurteil Schluß gemacht, und heute weiß jeder Deutsche, daß das Werk der Jäger dem Hegen und Pflegen des Wildes und der wirtschaftlichen Nutzbarmachung der Jagd zum Wohle des ganzen Volkes gewidmet ist, daß der Jäger auch ein Hüter und Schützer unserer schönen deutschen Heimat sein will. Der Oberbürgermeister legte auch dar, daß es unrichtig ist, wenn jemand meint, durch das Wild und sein Leben in Feld und Wald werde die Ernährung des deutschen Volkes beeinträchtigt. Erforderlich ist nur immer, daß der Wildbestand durch den Jäger reguliert und im richtigen Verhältnis zu den Belangen unserer Nahrungsmittelerzeugung bei der Arbeit der Bauern und Landwirte gehalten wird. Zum Schluffe seiner Ansprache wünschte der Oberbürgermeister, daß die Ausstellung auch den Erfolg haben möchte, alle Volksgenossen über den hohen Wert der Jagd aufzuklären und insbesondere die Menschen in der Stadt in Verbindung zu bringen mit dem deutschen Jäger, dem deutschen Wald sind seinem Wild. In diesem Sinne solle und werde diese Ausstellung eine Freude aller Volksgenossen an dem Werk unserer Jäger sein. Gaujägermeister Nicolaus erklärte hierauf die Ausstellung für eröffnet und brachte den von der Versammlung freudig aufgenommenen Gruß an den Führer aus. Anschließend Der Landesjägermeister Gauleiter Sprenger bei seiner Ansprache an die Jäger. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) < 'V M / z kl M - W ijp ' x * ■ * ' % < < . V Wl-'v/w/ 3- M . - x'\ i WM > - M * W MM! ,< nahmen die Besucher die Ausstellung sehr interessiert in Augenschein. Der Gauiagerappell. Um 15 Uhr am Samstagnachmittag waren einige hundert Jäger und Forstmänner aus alle-i Kreisen des Jagdgaues Oberhessen in der Volkshalle zum Gaujägerappell versammelt. Waldhornbläser in Försteruniform begrüßten den Landesjägermeister Gauleiter Sprenger bei seinem Eintreffen in der Volkshalle mit dem „Willkommengruß" der Waldhörner. Nach einer musikalischen Darbietung des Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 sprach Gaujägermeister Nicolaus. Er begrüßte zunächst den Landesjägermeister Gauleiter Sprenger uni) betonte, daß die oberhessischen Jäger es als eine besondere Ehre ansähen, den Landesjägermeister in ihrer Mitte begrüßen zu können, weil sie wüßten, mit welchem Nachdruck und mit welcher inneren Anteilnahme der Landesjägermeister die Belange des Weidwerks vertrete. Der Redner begrüßte weiterhin den Chef der Landesforstverwaltung, die Vertreter der Partei, der Wehrmacht und der Behörden sowie alle Weidgenossen. Landesjägermeister GauleiterGprenger sprach hierauf zu den Jägern über die Bedeutung eines Jägerappells. Der Jägerappell soll nicht nur die kameradschaftliche Annäherung der Jäger bringen, sondern soll vielmehr eine innere Abrechnung jedes einzelnen sein, ob er seine Pflichten nach dem Reichsjagdgesetz und im Geist des Reichsjäger- meisters erfüllt hat. Zugleich müssen aber auch Vorsätze für das kommende Jahr gefaßt werden, besonders da das neue Jahr die Lösung der Aufgabe fordert, nach der der Stand des Wildes dem Stand des Bodens und der Waldkultur angepaßt werden muß. Eine gewissenhafte Prüfung durch Fachmänner läßt auch diesen Grundsatz zum Guten ausschlagen. Ein Jägerappell soll aber auch der Pflege der Kameradschaft dienen. Ohne Neid sollen die Jäger nach dem alten preußischen Grundsatz „Jedem das Seine" Zusammenhalten. Die Uniform ist das äußere Zeichen, das den Jäger kennzeichnet und ihm dadurch mancherlei Beschränkungen auferlegt. Mit der Uniform übernehmen sie die Verpflichtung, den Wildstand zu kennen und pflegen. Die Uniform ist Bestandteil des neuen Geistes, und die Oeffentlich- keit wird nur die zählen und anerkennen, die auch durch die Uniform gekennzeichnet sind. Die Appelle werden dann, wenn die gesamte Jägerschaft ein-, heitlich gekleidet ist, im Antreten in militärischer Art ihre neue Form erhalten — und jeder, der sich eine Jagd leisten kann, kann auch eine Uniform bezahlen. Im Jagdgau Oberheffen ist der Prozentsatz der Uniformträger bereits erfreulich hoch. Zum Schluß forderte der Gauleiter die Jäger zu größter Gewissenhaftigkeit auf, daß sie vor dem Gesetz und den Willen des Reichsjägermeisters bestehen können. Gaujägermeister Nicolaus gab sodann den Weidgenossen einen Ueberblick über die wichtigsten Abteilungen der Gautrophäenschau und behandelte weiter eine Reihe von Fragen der Wildhege und -pflege, sowie der Jagdausübung. In diesem Zusammenhänge wies er auch auf die'Verpflichtungen der Jägerschaft gegenüber den Belangen der Volksgemeinschaft hin und ermahnte zu einer Art der Jagdausübung, die allezeit mit dem Gebot der Weidmannsehre in Einklang gebracht werden kann. Professor Or. Krause, der Direktor des Veterinär-Pathologischen Instituts der Universität Gießen, behandelte hierauf unter Hinweis auf die Sonderschau über „Wildkrankheiten" eine Reihe von Fragen der Wilderkrankun- Gießener Konzertverein. Biotin-Abend Basa Prihoda. Wenn ein Virtuose vom Range Vasa Pri- jhodas in seiner 'Vortragsfolge sich nicht nur auf eine Stilperiode beschränkt, sondern markante Werke aus den verschiedenen Zeitaltern geigerischer Kunst darin aufnimmt, so stellt er damit unter Beweis, daß es ihm nicht nur um die Lösung instrumentaler Probleme zu tun ist, sondern daß er sich innerlich mit der geistigen Haltung der verschiedenen Perio-, i ilen auSemandergesetzt hat; das heißt, er gibt dem I zeitgemäßen Gewand, dem äußeren Stil, der zeit- ,eschlchtlichen Bindung und dem geistigen individuellen Niederschlag des Schaffenden in den Werken Verlebendigung. Bachs Sonate für Violin - Solo in C - d u r ist unter den Solosonaten des Meisters Diejenige, die wohl die größten Schwierigkeiten in l-ich birgt. Bei der Beschränkung auf die Wieder- k abemöglichkeit durch ein einziges Soloinstrument oar für Bach äußerste Konzentration und schärfste Ausprägung der Gedanken geboten, um der Tiefe i«er gebundenen Ausdruckswelt treffendste Kündung <11 geben. Wenn beispielsweise die geigerische Schule les italienischen Barock auch Ansätze des polyphonen Spiels zeigt und den Doppelgriffen Raum gewährt, so folgt Bach mehr der Entwicklungslinie ter deutschen Violinmeister, die die Hintergründig- feit ihrer Ausdruckswelt durch vornehmliche Ein- teziehung der Harmonie auf der Geige kundgibt. IVas Bach aber in der Ausnützung der Möglichtüten des Instrumentes für das polyphone Spiel sch abringt, das verleiht diesen Solosonaten eine einzigartige Stellung in der gesamten Violinlitera- iar; denn Bachs Geigenpolyphonie steht in ihrer g-iftigen Strenge und scharfen durchdringenden Id gif seinen kontrapunktischen Arbeiten für die fofteninftrumente nichts nach. Die Beschränktheit d-r instrumentalen Mittel der Geige verlangte schärfste Abstraktion in der klanglichen Fundierung, en Sich-Bescheiden auf das unbedingt Notwendige, unb so wird oft der unscheinbare einzelne Ton zum nichtigen Bestandteil des harmonischen und poly- pxonischen Gesamtbildes. In eine wesentlich verschiedene Sphäre weist teozarts Violinkonzert in G-dur (1775) frin, als der Widerschein der geistigen Welt des hoff- siimgs- und tatenfrohen Mozart. Noch beschweren hn keine Probleme; hier gibt er sich ganz in der Ungezwungenheit der Freude am musikalischen Er- e»en mit einem Schwelgen in Schönheit und un= ti ttelbarer Innigkeit mit empfindsamer Wärme, wie n Adagio des G-dur-Konzertes mit seiner verinnerlichten Gesanglichkeit. Den übrigen Sätzen wohnte etwas von dem eleganten Zeitgeist inne, ohne daß sich Züge reiner, nicht zweckgebundener Virtuosität darin finden, im Grundcharakter der Themen und ihrer Durchleuchtung bricht immer wieder Mozarts unverfälschtes naturyaftes Wesen durch. Während Mozart in einzelnen Zügen seiner Frühwerke dem Zeitgeist verhaftet erscheint, zeigt Beethovens erste Sonate (op. 12 Nr. I, D-dur) doch schon eine markantere persönliche Prägung, die einer intensiven Vertiefung der Ausdruckswelt und ausgiebiger Einbeziehung der Ausdrucksmittel zu- ftrebt, obgleich noch in einzelnen Momenten eine Abhängigkeit von Vorbildern nicht zu verkennen ist. Wenn Vasa Prihoda sich Paganini zuwendet, diesem genialen italienischen Geigenmeister, so bedeutet das nicht nur eine Neigung zum Virtuosen hin, denn bas wäre eine Verkennung bes tieferen Wesens bes Italieners, dessen Kapricen für Violine beispielsweise für ben jungen Franz Liszt die Abkehr vom reinen Virtuosentum als Selbstzweck und bas Werben seines neuen Klavierstils bewirkten, unb bie auch noch Brahms unb Schumann feffelnb anzuregen vermochten. Die Auseinanbersetzung mit diesem geigerischen Phänomen wirb sich immer als eine Bereicherung im persönlichen Fortschreiten erweisen. Von biefen Blickpunkten aus gesehen, gab sich Vasa Prihoda als eine geschlossene Geigerpersönlichkeit, die in dem Ausgleich der von Natur aus gegebenen Bedingungen und der geistigen Haltung höchster Vollendung zustrebt. Prihoda gehörten den Geigertypen, die durch glückliche Veranlagung für ihr Instrument prädestiniert erscheinen und mit dieser Spielfähigkeit ein starkes natürliches Musikempfinden verbinden. Immer wieder hatte man ben Einbruch baß ihn eine unwiberstehliche Berufung diesem Instrument zugeführt hat. Er geigt, weil ein inneres Müssen ihn dazu treibt und zwingt. Dafür spricht ein sinnlich schöner Ton, der in Unmittelbarkeit aufblühen kann und immer von innerem Leben zeugt, ohne die geringste Spur etwa des Gewollten zu verraten. Darum kann dieser Ton auch fähig sein, jeder inneren Regung bis zum letzten nachzukommen und ihr Abbildung zu verleihen. Und das nicht nur in der Differenzierung des Dynamischen, sondern auch in äußerst weitgehendem Maße in der Charakterisierung der jeweiligen Gefühlsbetonung. Auf dieser Basis gründet sich der Ausbau eines stets bereiten und nie versagenden technischen Könnens, das in der Art wie bei Prihoda sich niemals aufdringlich heroorhebt, sondern ganz aus dem natürlichen Fließen der musikalischen'Situationen sich ergibt. Das alles findet aber feine letzte Grundlage durch die Fundierung in einer Musikernatur, die nicht durch Reflexion, sondern aus sich selbst heraus den Weg zum Werke findet und sich an ihm zu restlosen inneren Aufschließen entzündet; dann verbindet sich ein eindringendes Geistiges, das in taktvollem Nachgehen stets das Wesentliche trifft. Was Prihoda als Geiger zu geben hat, das ließen bie beiben Solosätze von Joh. Seb. Bach „Abagio unb Fuge C-dur" erkennen. Das Abagio wuchs unter ber treibenben Kraft ber Doppelgriffthematik mit starker steigerungsfähiger Spannung heraus, voll schwingenb im Durchtönen bes Klanges sich bis zur Klangekstase erhebend. Hier sowohl wie in ber nachfolgenben Fuge war jeber einzelne Ton in bas Gesamtgeschehen mit organischer Wichtigkeit einbezogen. Die Fuge selbst war äußerst klar in ihrer mehrstimmigen Thematik durchgestaltet; schon ber erste Einsatz war von fast bämonischer Energie erfüllt. Ebenso wahrten bie thematischen Zwischengruppen ihr eigenes Gepräge mit scharfer, plastischer Artikulierung. Für Beethovens D-dur=<5onate würben ber hinreißende Schwung des ersten Satzes, die mächtig treibenden Kreszenbi unb bie natürliche Herausstellung ber Einhaltepunkte beftimmenb. Die Variationenfolge würbe ein feinsinniges Duettieren zwischen Geige unb Klavier, jebem je nach thematischer Bedingtheit ben Vortritt gewährenb. Die Unmittelbarfeit bes Mozart-Konzertes lag Pri- hoba besonbers nahe. Die Feinheit in derDurchbildung der Vortragsmanieren, bie mannigfache Abschattierung ber Kantilenen und nicht zuletzt die in allen drei Sätzen eingefügten Kadenzen, die allerdings in ihrer Ausgedehntheit fast den Rahmen des Werkes überschritten, ließen letzte Hingabe und völliges Aufgehen in der Aufgabe erkennen. Der letzte Programmteil bot die vielseitigsten Einblicke in Können und Gestaltungsfähigkeit des Solisten: bei Tschaikowsky schwermutsvolle Kanti- lene, bei Paganini die überaus temperamentsvolle Durchblutung im Verein mit höchster Virtuosität in Doppelgriffen, Bogenkünsten und sprühendem Pizzicato. B a z z i n i s „Gnomenreigen" faßte noch einmal künstlerische und technische Potenz in letzter Vollendung zusammen; bei dem Hörer wahrhaften Jubel damit auslösend. In jeder musikalischen Situation mitgehend und dennoch im feinsinnigen Musizieren seine Selbständigkeit wahrend, wurde Otto A. G r a e f (am Flügel) berechtigter Anteilhaber an dem spontanen Dank der Hörer, der die Vortragenden zu verschiedenen Zugaben herausbat. Dr. Hermann Hering. Einer, der's nicht glauben wollte. Vor Jahren gab es einen Gewinner des Großen Loses, der zweifelte nicht nur, der glaubte es einfach nicht. Komisch genug war schon die Geschichte mit dem Glückslos. Das war ein ganzes Los, das ein guter Kunde eines Einnehmers der Preußisch- Süddeutschen Staatslotterie vier Jahre lang spielte. Vier Jahre — und nicht eine einzige Mark hatte bas Los in dieser Zeit gebracht, nicht ein einziges Mal ist es mit dem Einsatz herausgekommen. Da riß dem Spieler die Geduld — mitten in der Lotterie hörte er auf; vier Klaffen waren schon erledigt, wieder ohne Erfolg, da brachte er das Los zurück und bezahlte für die fünfte Klasse nicht mehr. Der Einnehmer schob es unter die Glasplatte des Ladentisches, und da ganze Lose nicht jeden Tag verkauft werden, blieb es dort einstweilen. Schon sah es so aus, als sollte es als unverkauft zum Ausstellungsobjekt werden, da erschien am letzten Verkaufstage, einen Taa vor der Ziehung des Großen Loses, ein Herr Wortkarg, kaufte' eben dieses Los und verschwand sehr eilig. Kaum daß er seine Anschrift hinterließ. Am nächsten Tage Ziehung — das Große Los fällt auf diese Nummer! Der Lotterie-Einnehmer greift das Telephonbuch: Meier (nennen wir ihn einmal so), Inhaber des TP.-Restaurants im Berliner Westen. Aber Herr Meier war telephonisch nicht zu erreichen, am Vormittag nicht, und am Nachmittag auch nicht. Am Abend endlich glückt's. Unser Lotterie-Einnehmer, froh und arglos,' spricht seine Glücksbotschaft durch und erschrickt: „Herr, was erlauben Sie sich, mit mir so bösartige Scherze 3.U treiben; ich verbitte mir das!" Mit einem kräftigen Fluch hängt die Gegenseite ab. Unser Lotterie-Einnehmer wundert sich, obwohl er schon viel erlebt hat. und macht sich am nächsten Morgen persönlich auf den Weg. Er braucht nicht zu suchen, das Restaurant des Herrn Meier ist über Berlin hinaus bekannt. Er trifft den Inhaber, wie er gerade sagt: „Das Auto ist nun auch verkauft!" Den Lotterie-Einnehmer empfängt er stirnrunzelnd und sorgenvoll. Was mag der nun wieder wollen? Aber dann begreift er doch sehr schnell, was ihm gesagt wird. Und die Erklärung: Herr Meier hatte nicht daran gedacht, daß Ziehungstag mar, und hatte auch nichts in der Zeitung gelesen Sein Kops war voll von Sorgen und Gedanken — ein paar Tage noch, dann war die Pleite da. Nichts gehörte ihm mehr von seinem Geschäft, und das Auto war nun auch verkauft. Und in diese Pleite platzte das Große Losk — Mehr braucht nicht erzählt zu werden. Das Schönste an dieser Geschichte ist, daß sie buchstäblich wahr ist. v Verkehrsregelung anläßlich der Parade auf dem Trieb barte 116 „Das deutsche Villa". ,Viva für .Alles in Gie- (Nachdruck verboten.) 20. Fortsetzung. ner die erworben Gute ge* Bei her Lebens- scher Wichs und im „Dirndl" die Illusion zu vervollständigen. Die Skigaudi soll zu einem bayerischen Volksfest ausgestaltet werden, nachdem unsere heimischen Skiläufer schon viel Gelegenheit hatten, durch ihre Fahrten in das Walsertal, nach Garmisch usw. bayerisches Volksleben zu studieren. Marsch der 6>A. durch die Stadt. Zur Werbung für das Dankopfer der Nation unternahm unsere Gießener SA. unter dem Kommando des Standartenführers Lutter am geftri- Einheiten zur Ueberweisung des Jungvolks Hitler-Jugend auf dem Brandplatz an. Dienstag keine Vorstellung im Stadttheater. Die Truppen des Standortes Gießen unserer Wehrmacht werden am morgigen Dienstag, 20. April, dem Geburtstag des Führers und Reichskanzlers, p u n k t 11 U h r auf dem Trieb in Paradeauf- ft e l l u n g stehen. Die berittenen Wehrmachtsteile wird man dabei zu Pferde mit ihren Geschützen, MG.-Fahrzeugen usw. sehen, die motorisierten Truppen mit ihren Kraftfahrzeugen. Punkt 11 Uhr wird der Standortälteste, Generalleutnant O ß w a l d , die Front der Paradeauf- ftellung abschreiten. Anschließend nimmt der Standortälteste den P a r a d e m a r s ch der Truppen ab. Der Vorbeimarsch wird diesmal nicht, wie seinerzeit am Heldengedenktag, auf der Grünberger Straße stattfinden, sondern wird auf dem Trieb in der Richtung von der Volkshalle nach der Artilleriekaserne, entlang der Grünberyer Straße, vor sich gehen. Die Truppen werden in vier Blocks marschieren, und zwar 1. Block die Fußtruppen, 2. Block die fahrenden Truppen, 3. Block die Artillerie, 1. Block die motorisierten Truppen. Die Infanterie marschiert in Zugbreiten, die Artillerie in Batteriefront. Die Ehrengäste, die Gliederungen der Partei, die Organisationen der alten Soldaten und die übrigen Besucher müssen ihre Plätze bis 10.50 Uhr b) Straße Am Kugelberg ab Verbindungsstraße zwischen Friedensstraße und Straße Am Kugelberg. Fahrräder dürfen in den unter Ziffer 2 aufgeführten Straßen nicht mitgenommen werden. Umleitung über Georg-Philipp-Gail-Straße —Licher Straße und über Rödgen und Annerod. 3. Freie Durchfahrt haben die Fahrzeuge der Wehrmacht, Reichs- und Staatsbehörden und der Führer der politischen Verbände. 4. Parkplatz f ü r Kraftfahrzeuge und Fahrräder befindet sich in der verlängerten Fröbelstraße an der Nordspitze der Volkshalle. Die Anfahrt zu diesem Parkplatz erfolgt nur von der Fröbelstraße aus. Es roirb von der Bevölkerung erwartet, daß bie im Interesse der Verkehrssicherheit und einer guten Abwicklung der Parade angeordneten Maßnahmen genauestens beachtet werden. über hinaus auch die aller Volksgenossen hat. Für seine Zukunft wird ihm alles wünscht. ** Silbernes Ehrenzeichen. Landesverbands-Tagung der Deutschen Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Um allen Volksgenossen die Möglichkeit zu geben, an den Feiern zum Geburtstag des Führers teil- nehmen zu können, wird die Vorstellung „Stille Gäste" auf einen späteren Termin verschoben. paradeaufstellmg und Parade der Gießener Truppen am Geburtstag des Führers Herr Kerstens lacht gezwungen. „Schon gut, lieber Doktor! Nur — das hilft uns jetzt nicht mehr Diel. Also — hoffen wir, daß die Angelegenheit damit erledigt ist." 14. Seit diesem Morgen, da ein fremder Mann sie küßte, ist Gisch Amelung ein ganz anderer Mensch geworden. Sie ist wissend geworden. Eine Sehnsucht ist in ihr, die Erwartung von etwas Großem und Herrlichem, das ihr geschehen wird, eine Bereitschaft, zu leiden, sich zu opfern. Sie verbringt den Tag wie alle anderen an ihrem Arbeitsplatz, sie tut ihr Werk wie immer, und doch ist alles anders geworden. Sie kann jetzt manchmal für einen Augenblick die Augen schließen^ und auf ihr Inneres horchen, auf die seltsamen Stimmen, die da unversehens lebendig geworben sind. Am Nachmittag wartet Mary vor dem Tor. Während der Mittagspause hat Gisch bie Freundin angerufen und sie gebeten, herzukommen. „Mary!" sagt sie jetzt, nichts weiter, und nimmt ihre Hand. Mary Hauck merkt sofort, daß irgend etwas geschehen ist. Diese Stimme ist keine Jungmädchenstimme mehr, in den Augen hat Gisch einen weichen Schimmer, der vorher nicht da war. „Du gefällst mir!" lacht sie. „Ich denke, du fährst mit beinern Süßen irgendwo in der Welt herum, hab' dich schon ordentlich beneidet — und derweil — —! Hast du Emil wirklich allein fahren lassen? Der Arme, was soll er ohne dich?" „Oh, Herr Knack wird sich daran gewöhnen müssen, ohne mich durchs Leben zu kommen." „Himmel, was für Neuigkeiten! Du hast ihm den Laufpaß gegeben? Erzähle doch schon!" Mary bibbert vor Neugierde. Sie hängt sich an Gischs Arm und ist ganz Ohr. „Komm, Mary, trinken wir irgendwo eine Tasse Kaffee. Mir ist so festlich zumute. Ich möchte große Mengen Apfelkuchen mit Schlagsahne essen. Aber — meine Devisen sind sehr knapp. Kann man bei dir einen Pump anlegen?" „Man kann!" erklärt Mary großzügig, dabei hat sie selber nicht mehr viel. Nun, man wird morgen Vorschuß nehmen. Denn Gisch darf nicht im Stich gelassen werden. Die beiden finden in einer Konditorei eine dämmrige Hinterstube mit rührend altmodischen Plüsch- Am kommenden Samstag veranstaltet der ßener Skiklub in den Räumen des Gesellschaftsvereins wieder seine Skigaudi, die bereits im vergangenen Jahre zu einem großen Erfolg für den Verein wurde. Schon werden alle Vorbereitungen getroffen, um die Räume für diese Veranstaltung so auszustatten, daß man sich in die Alpenwelt versetzt fühlen wird. Die Sportler und Sportlerinnen werden dazu beitragen, durch ihren Auftritt in bayeri- SM Veronika". Skiklub Gießen: Sfigaubi im Allgäu! Skandal um Dr.Vandergmen Vornan von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau t. S. Deutsche Jägerschaft, Jagdgau Oberhessen: 10 bis 18 Uhr Jagdtrophäenschau 1936/37 in der Volks- Halle. — Gloria-Palast, Seltersweg: mi * — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Oie Dierermarkenblocks mit dem Bild oes Führers. Arn 20. April, dem Geburtstag des Führers, wird beim Postamt Gießen (Bahnhofstraße) von 0 bis 24 Uhr eine Schalterstelle eingerichtet, die sich mit dem Verkauf von Dierermarkenblocks mit dem Bilde des Führers befaßt und auf Wunsch die Blocks mit Gefälligkeitsstempel versieht. NSKOV. Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen, daß unsere Anschriften heute folgendermaßen sind: 1. Statt Nebenstelle heißt es jetzt: Nat.-Soz. Kriegsopferversorgung, Gau Hessen-Nassau, Be« treuungs]telle Gießen, Bahnhofstraße 38. 2. Statt Ortsgruppe heißt es jetzt: Nat.-Soz. Kriegsopferversorgung, Gau Hessen-Nassau, Kameradschaft Gießen, Bahnhofstraße 38. Bon der Universität. Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat Professor Dr. Merker beauftragt, auch im S.-S. 1937 den hauptamtlichen Lehrauftrag für Forstzoologie und Schädlingsbekämpfung in der Philosophischen Fakultät, II. Abtl., der Universität Gießen uertretungs« weise wahrzunehmen. Dozent Dr. Eduard W i l l e k e von der Universität Münster erhielt den Auftrag, vom 1. April 1937 ab bis auf weiteres in der Philosophischen Fakultät der Universität Gießen die praktische Volkswirtschaftslehre zu vertreten. Oienstjubiläum bei der Polizei. Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mit* geteilt: Am 20. April kann Herr Kriminalassistent Georg H e i l m a n n auf eine 25jährige Pokizeidienstzeit zurückblicken. Nach einer über 6jährigen tadellosen Militärdienstzeit trat Herr Heilmann am 20. April 1912 als Schutzmann bei der Polizeidirektion Gießen ein. Diele Jahre versah er seinen oft nicht leichten Straßendienst, um alsdann in verschiedenen anderen Dienstzweigen mit bestem Erfolg Verwendung zu finden. Nach erfolgreich abgelegter Probedienstzeit bei der Kriminalpolizei wurde er am 1. Februar 1929 unter Ernennung zum Kriminal-Hauptwachtmeister zur Kriminalabteilung versetzt. Während seiner langen Polizeidienstzeit hat sich Herr Kriminalassistent H e i I m a n n stets als ein Sreuer, gewissenhafter und stets hilfsbereiter er erwiesen, der sich nicht nur die Achtung seiner Vorgesetzten und Kameraden, sondern dar- sesseln und mit kleinen Tischen, deren Marmor- platten vielfache Sprünge aufweisen. In der Ecke krächzt ein Lautsprecher, dem man es anmerkt, daß er schon zur Zeit Karls des Großen in Tätigkeit gewesen ist. Gisch bestellt zwei Portionen Kuchen mit Schlagsahne, zwei Kannen Kaffee und eine Schachtel Zigaretten. Mary kriegt einen Schreck und überschlägt ihre Barschaft. Wenn die Herrlichkeit mehr als zwei Mark fünfzig kostet, sitzen sie schön in der Tinte. Na, wird schon klappen! Dann beginnt Gisch zu erzählen, alles schön der Reihe nach. Mary unterbricht sie mit feinem Wort, aber als der fremde Herr auftaucht, rückt sie noch ein bißchen näher an Gisch heran, um sich ja kein Wort entgehen zu lassen. Die Erzählung gerät etwas ins Stocken. „Wie er dann mit mir getanzt hat, Mary, ich kann dir das nicht sagen. Ich habe mich gefürchtet vor ihm und habe mich doch zu gleicher Zeit bei ihm geborgen gefühlt. Jedenfalls war ich furchtbar aufgeregt, wie ein heftiger körperlicher Schmerz war es. Und auf einmal wurde mir ganz gemein schlecht, da brachte er mich sofort an den Tisch, besorgte mir Kognak, ad), Mary, er war der merkwürdigste Mensch, der mir je begegnet ist." Mary sagt nichts, aber sie begreift, daß es für Gisch eine ganz große Sache gewesen sein muß. Dann kommt die Flucht. „Einfach toll!" staunt Mary. „Ich hätte Emil sehen mögen, als du nicht mehr zurückkamst. Der wird Augen gemacht haben. So!" Sie zeigt Gisch, was Emil für Augen gemacht hat. Nun wird die Geschichte immer aufregender. Diese nächtliche Fahrt nach Berlin, die seltsamen Worte des Fremden und bann -- „Was? Dann bist du eingeschlafen? Nee, das hätte ich um keinen Preis der Welt getan. So was passiert einem nämlich alle hundert Jahre bloß ein einziges Mal." „Ja? Kann schon sein. In Berlin bin ich dann aufgewacht, von seinem Kuß, Mary!" „Oooh!" Gisch spricht ganz leise, mit gesenktem Blick. „Schau, Mary, auch Emil hat mich manchmal geküßt, wenn es ihm grabe besagte. Aber das — heute früh — das war etwas ganz anderes. So — weh, daß man — daß man immer hätte meinen Dem Spiel kW war bas der Wetterberi p riefelte , ^und, weshc S °m e5 ] iM toar. m5 ”‘Mn, bis £ * Stufe f^ : ersten 2 ä'te* btt I wuchtig fit?? W ta ft der « | qIe‘d) 'L?00 "We u j WifterÄ0« ltcinbjQen % I JÄßtf H Bat! !?“ ^be>die 'M einen Werbemarsch durch die Stadt. Mit dem Spielmannszug und dem Musikzug an der Spitze marschierten die Stürme mit ihren Fahnen von der Johannesstraße durch die Neuen Baue, Sonnenstraße, Seltersweg, Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Kreuzplatz, Sonnenstrahe zum Hof des Standartengebäudes, wo der Werbemarsch mit dem feierlichen Einbringen der Sturmfahnen in das Standartengebäude feinen Abschluß fand. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. llnterbann I. Am 19. April, um 19.45 Uhr treten alle Gieße- mögen — ach, und doch so — das kann man nicht erzählen, Mary! Ich habe plötzlich gefühlt, wie das mit der Liebe eigentlich ist, daß man davon selig werden und daß man davon sterben kann." Mary würgt es in der Kehle. „Wie du das sagst, Gisch! — Hast du dich denn so arg in diesen Mann verliebt?" Gisch blickt erstaunt auf. „Wie meinst du? Ver« liebt? In den Fremden? Wie kommst du auf Liest Idee?" „Nu schlag einer lang hin! Erst erzählst du mit stundenlang von diesem Mann, daß ich schon an* fange, über ein passendes Verlobungsgeschenk nach* zudenken — und dann — du, Gisch, id) glaube gar, du hast alles bloß geträumt!" „Vielleicht! Aber dann war es ein sehr schöner Traum." Mary macht noch ein paar dumme Witze, aber dann wird sie ernst. „Nun werde ich um dich in Sorge sein müssen. Bisher war dein Herz wie in einer gläsernen Kugel eingeschlossen, behütet vor allem Schlimmen. Aber von jetzt ab wirst du wehrlos einem jeden Angriff ausgeliefert fein. Ich habe Angst, Gisch, denn ich glaube, daß du eine von denen bist, die an einer Liebe verbluten können. Gisch blickt ihrer Freundin in die Augen. „Diel' leicht. Muß es aber nicht schön sein, solches zu er* leiden? Einen Menschen lieben dürfen, das muh doch eine Gnade sein. Nicht lieben können, nicht bie Sehnsucht verspüren, sich einem geliebten Manne mit ganzem Herzen zu schenken — das müssen doch armselige Geschöpfe sein, Ausgestoßene! Mary, lieber will ich dran zugrunde gehen, als zu einem Leben ohne Liebe verurteilt sein. Lieber will ich blühen und Früchte tragen — und sterben, als nie bas wirkliche Leben gespürt zu haben. Du, Mary, bu weinst ja!" t(SA „Ach, Quatsch!" sagt Mary. „Wenn du so bloo daherredest! Kannst einen ja reineweg konfus machen. Ich will jetzt nichts mehr davon hören, oer* siehst du!" „Mary!" Es klingt wie in hellem Jubel. „DU bist ja gar nicht so, wie du immer tust. Jetzt du dich verraten." I „Ach, was du alles merkst. Komm, gehen^wirl Ich hab' die Nase voll von deinem Geschwätz. (Fortsetzung folgtI) „Tja, eine äußerst unangenehme Geschichte! Ich kann Ihnen den Vorwurf nicht ersparen, daß Sie es leider an der nötigen Gewissenhaftigkeit haben fehlen lassen. Man läßt solche Dokumente, von denen man weiß, daß sie geheim bleiben sollen, nicht offen im Schreibtisch liegen." „Ich konnte aber doch wirklich nicht vermuten, daß sich jemand für eine japanische Urkunde interessiert. Einbrecher pflegen diese Sprache im allgemeinen nicht zu herrschen." „Welche naive Vorstellungen! Im Zeitalter der Amateurphotographie ist jeder halbwegs routinierte Einbrecher imstande, mit einer lichtstarken Kleinkamera irgendwelche Dokumente zu photograpieren, was eine Arbeit von wenigen Dfnuten bedeutet." „Ja, aber wer kann denn um Himmels willen ein Interesse an dem Inhalt dieses Dokumentes haben? Und wer konnte wissen, daß es dieses Dokument überhaupt gibt, und daß es in meinem Besitze ist?" „Eine unachtsame Aeußerung hat schon manches Geheimnis verraten. Und was das Interesse betrifft — die Agentur Havas hat den Bericht sicher sehr anständig honoriert." „Das ist anzunehmen." „Na also! — Tja, mein lieber Doktor, eine fatale Sache! Ich werde selbstverständlich mein Möglichstes tun, damit Ihnen keine weiteren Unannehmlichkeiten erwachsen, aber — ich muß Ihnen gestehen, daß ich mich verpflichtet fühle, den Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen. Und der Schuldige — ich bedauere, es sagen zu müssen — sind zunächst Sie." Stefan Vandergruen erhebt sich. „Ich muß Ihnen recht geben. Daß es mir außerordentlich peinlich ist, diesen Zwischenfall verschuldet zu haben, brauche ich Ihnen kaum zu versichern." Die Polizeidirektion Gießen teilt uns folgendes mit: Am 20. April, 11 Uhr, findet anläßlich des Geburtstages des Führers eine Parade der Wehrmacht auf dem Trieb statt. Zur V e r k e h r s r e g e- lung sind durch die Polizeidirektton Gießen folgende Anordnungen getroffen: 1. Das Betreten des Triebes einschließlich der Straße vor der Dolkshalle und der Straße vor dem Restaurant „Philosophen-Hohe" und hinter dem Sportplatz 1900 ist von 10 Uhr ab bis zum Schluß der Parade verboten. 2. Ab 10 Uhr bis Schluß der Parade sind folgende Straßen und Plätze für den Krastfahrzeug- und sonstigen Fahr-Verkehr gesperrt: a) Kaiserallee von Georg-Philipp-Gail-Straße ab und Grünberger Straße bis zur Straßengabelung nach Rödgen und Grünberg. gen Sonntagvormittag, im Anschluß an die festliche Aufführung bei der Morgenfeier der SA.-Stan- ' ~ 1 Gebet" im Stadttheater, WlM Sie Sieger nalfüchehn, am Sonntag sich als trüg' die sranzösisk fett), nachden einen harter In der Prinz herzlichst die gekündigten die Menge 1 Gleich nac mit überall! der Deutsche zu legen, wa gelegt. Nach Versuch. Del jedoch ohne verwandeln wertig später Ecke Die Heb« mähig aus, halbzeitspfifs auch erhöhen rung von 11: der Spielzeit heil der ssrai Verzweifelt c ihre Kräfte in halbe Stunbe in der deutsch Tchlch wurde erhöhten Vers' Frankreichs fer höhe verd bot eine fabel reife Spiettt wieder einma Spieler taten Kampfgeist w vielen hundert kleinen scharfen Stahlzähnen besetzt ist. Immer nur wenige Wochen halten diese Zähne. An den Lumpen, die das Transportband Ununterbrochen in ihren Rachen wandern läßt, beißen sie sich stumpf. Und schließlich sind es nur noch kleine, kurze Stummel. Die Absaugvorrichtung auf der anderen Seite nimmt nur noch weiche, flockige Fasern auf, die sich nun leicht verspinnen lassen. Da hängen auch die Füllsäcke an dicken Seilen von der Decke herab. Frauen stopfen sie voll mit Fasern und treten die locker hervorquellenden Massen mit Füssen fest. Lang ist die Reihe der Säcke: Wolle, Baumwolle, Seide und andere Stoffe; weiß, rot, schwarz und grau ist ihr Inhalt. Schnell werden die Säcke vernäht und jeder bekommt sein besttmm- tes Zeichen. ~ , Auf dem Hofe warten schon die Lastwagen. Fort geht es zur Spinnerei, weiter zur Weberei und schließlich zur Konfektion. Beim Lumpenhändler ist der Kreislauf wieder geschlossen. Ho. Dornoiizen. Tageskalender für Montag. spätestens eingenommen haben. Die Verbände der Bewegung und die Organisationen der alten Soldaten haben ihre Plätze an der Grünberger Straße, gegenüber der Paradeaufstellung der Truppen. Nach dem Vorbeimarsch vor dem Standortältesten rücken die Truppen sofort nach ihren Kasernen ab. Dort werden am Vormittag bereits feierliche Appelle für die Bataillone bzw. Abteilungen statt- ftnden, bei denen die Kommandeure Ansprachen über die Bedeutung des Tages halten werden. Großes Wecken am Geburtstag des Führers. Aus Anlaß des Geburtstages des Führers veranstaltet die Wehrmacht unseres Standortes morgen früh ein großes Wecken. Die Spielleute und das Musikkorps des Jnf.-Rgts. 116 werden um 6 Ufjr mit klingendem Spiel von der Bergkaserne abrücken und folgende Straßen passieren: Licher Straße, Kaiserallee, Ludwigsplatz, Gartenstraße, Hinden- burgwall, Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Kreuzplatz, Mäusbura, Marktplatz, Kirchenplatz, Lindenplatz, Walltorstraße, Hitlerwall, Moltkestraße zurück zur Bergkaserne. 4Ulä‘ dochDt *&’ Ä? i*6t Denn es H Dankbarkeit iu bringen- Manne, dem> sollen eine chen Jeden ohne• a barfeit genügt Aus -er Stadt Gießen. Kreislauf der Lumpen. Es handelt sich hier um die Reste von Mutters Nähtisch, aus den Werkstätten der Schneider und Len abgetragenen tausend Dingen des täglichen Lebens. Sorgsam werden sie heute überall gesammelt und dem Altwarenhandel zur Verfügung gestellt. Diele Kleinigkeiten geben ein Großes: so sind 25 000 fleißige Menschen in 600 Lumpensortierbetrieben dabei, Großvaters zerrissene Hausjacke von Emils zerlöcherten (Strümpfen zu trennen. Und wenn man den Jahresumsatz der Fachgruppe Rohproduktengewerbe betrachtet, stellt man mit Erstaunen fest, daß er immerhin 100 Millionen Mark beträgt. Vom Sammler, der über die Straßen der Städte zieht, kommen die verschiedensten Fetzen zum Großhändler. Hoch stapeln sich in den weiten Räumen die prallen Säcke, aus denen das bunte Gewimmel hervorquillt. Gleich daneben werden die Lumpen sortiert. Zwischen Baumwolle, Leinen und Seide wird besonders die Wolle, die „Aristokratie" der Lumpen, herausgesucht. 100 verschiedene Sorten kennt der Großhandel, die nach Qualität und sogar nach der Farbe von sachkundigen Händen ausgeschieden und dementsprechend sorttert werden. Von hier aus geht es weiter, der Wiedergeburt entgegen. Für immer verabschiedet sich das Leinen von den anderen Textilien. Leinen verwendet die Papierfabrik, aus ihm werden die hochwertigsten Papiere hergestellt. Auch unsere gesamten Banknoten waren einst unansehnliche, graue Leinenlappen. Einen anderen Weg wandern die übrigen sortierten Lumpen. In der Kunstwollfabrik werden sie zur Begrüßung erst einmal ordentlich gewaschen. In wirbelndem Tanz, von Schaufelrechen gestuckt, drehen sie sich im immer dunkler werdenden Wasser toll im Kreise umher. Sauber, wie nach der großen Wäsche bei Muttern, sehen wir sie wieder. Die aristokrattsche Wolle muß natürlich eine Extra- behandlung erfahren. Mit Salzdämpfen, im Karbo- nisierungsverfahren wird jede Spur von Baumwolle, Seide und Garn vernichtet, denn erst so läßt sie sich später einwandfrei färben. Weiter geht die Wanderung. Unmassen der nun sauberen und getrockneten Lumpen vermag eine Zerreißmaschine zu verschlingen. In ihrem Leibe drehen sich in rasendem Tempo große Trommeln, deren Oberfläche mit gen und der Bekämpfung dieser Krankheiten. Der Redner fand mit seinen aufschlußreichen Darlegungen das starke Interesse der Zuhörer, denen er mancherlei wertvolle Aufklärungen und bedeutsame Hinweise für die praktische Arbeit gab. Gaujägermeister Nicolaus schloß hierauf den Appell mit dem Gruß an den Führer. Der Landesjägermeister und die übrigen Besucher besichtigten anschließend eingehend die Trophäenschau. Kameradschastsabend. Im Anschluß an den Appell in der Volkshalle begaben sich die Jäger mit ihren Gästen in die Stadt zurück, um in den Räumen des Gesellschaftsvereins in der Sonnenstraße einige unterhaltsame Stunden in kameradschaftlichem Geiste zu verbringen. Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger, der Landesjägermeister, ließ es sich nicht nehmen, einige Stunden im Kreise der Jäger zu verweilen. Ferner nahmen zahlreiche Gäste aus dem Kreise der Partei, der hiesigen Wehrmacht und der Behörden teil, die damit ihre Verbundepheit mit der heimischen Jägerschaft kundtaten. Als der Landesjägermeister den Saal betrat und das Musikkorps unseres Standortes einen schneidigen Marsch intonierte, herrschte bereits eine angeregte Stimmung, die noch gesteigert wurde durch weitere ausgezeichnete musikalische Darbietungen. Zur allgemeinen Freude sang ein Jägerchor, gebildet von Angehörigen der Forstäknter Gießen und Schiffenberg, mehrere schöne Lieder, die in Text und Melodie der besonderen Verbundenheit des Försters und Jägers mit Heimatnatur und Vaterland gewidmet waren. Einen weiteren schönen Beitrag zur Ausgestaltung des Abends gab unser Heimatdichter Georg Heß, der mit seinen Gedichten in Hüttenberger Mundart stürmischen Beifall erntete. Schließlich wurden noch einige Lieder gemeinsam gesungen. In angeregter kameradschaftlicher Unterhaltung vergingen die Stunden wie im Fluge. Rettungs-Gesellschaft am Samstag in Darmstadt wurde dem Stadt-Vermessungs - Inspektor Karl Lang, Gießen, Gnauthstraße 6, das silberne Ehrenzeichen für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit überreicht. ** Eine Achtzigjährige. Frau Elisabeth Keil W w e., Lindenplatz 7 wohnhaft, begeht am Dienstag, 20. April, ihren 80. (Geburtstag. Sie ist geistig und körperlich noch sehr rüstig und kann jeden Tag noch ihrer Beschäftigung nachgehen. ** Unfall auf der Landstraße. Auf der Straße zwischen Gießen und Lollar, unweit dem Badenburger Wäldchen, ereignete sich gestern gegen 23 Uhr ein Verkehrsunfall. Zwei Kraftwagen stießen zusammen und wurden schwer befchäbigt. Die Insassen erlitten glücklicherweise keinerlei ernstere Verletzungen._____________________________________ Kritische Tage der Frauen werden durch Klosterfrau-Melissengeist viel leichter überwunden: man braucht sie nicht mehr so sebr zu fürchten. So berichtet Herr Alfred Groffott, Bankbeamter, Köln-Braunsfeld, Aachener Str. 282, am 25. 8. 34: „Seit längerer Zeit litt meine F-rau an starken Herzbeschwerden und sehr oft auftretendem Unwohlsein. Medizin, die sie verschrieben bekam, half nicht immer. Bei einem sehr starken Schwäche* anfall verwandte ich Ihren Melissengeist. Die Wirkung war großartig. Seit dieser Zeit verwende ich nur Ihren Klosterfrau-Melissengeist." So kann Klosterfrau-Melissengeist vielleicht auch Ihnen helfen! Verlangen Sie ihn bei Ihrem Apotheker oder Drogisten! Nur echt in der blauen Packung mit den drei Nonnen zum Preise von Mk. 2.95, 1.75 und 95 Pf. ls. 'ch tnit be» 19 «t b’6 >°>K ÄS V** 2pri'1® Wn galu, « SottSBto * uns Ich latent Teo» 'kzeidienstzej Jen MG. April 191? lion Oie^r nicht leicht ebenen an^ Verwenduni Probedietzi ■r.am l.F„ minal-jjüupii chht. tzeit hat fit stets als tt hilssbereue die Achtuiu sondern bcii sen erworta les Tute n. Bei ds hen Lebens- in DarmM ipektor N das Dem 'iche Tätigkeil ■au Elisabch l, begeht am tag. Sie ijl g unb kam chgehen. ! e. Huf btt inweit dvm W taaatn sii ichäd^i. 1 irlet ernsten arm i* 'S in W “ !anne «hu<61« n triden Mdu'» ls, du-ul' in 1*1** zAk 'n 6 Du L id!"; könne"' »Ä < r krauen ist viel IM mehr folffi SroffottHm -gtr.28iU icine i auftreten,d» rieben bG , fenMwg seilt. St«®' . verwende u vielleicht^ an bei M in der.M m Preise 'XV ir rufen Alle!