187. Jahrgang Kanonenbahnen in Asien London, 19. leutschland EIN >ere je»1' weiten oh- des Lan- mit dem beginnen. von St. Germain (1919) wege erweitert wird. itand 5>er das Seeknlebtt F'schel, Leiter dv ierung bedauere, ag Buxtons und mehmen. Sie ubewilligen,der für die kollektive Sicherheit innerhalb des Völkerbundes benötigt werde, bie fei auf das schärfste gegen jeden Versuch, das sand in eine eigensüchtige nationale Politik hinein- Zusarnmenhang mit der Schlagader des Weltreiches am Persischen Goll bringt. In diesen Tagen ist von der Regierung des Irak der Auftrag erteilt worden, Bau der 300 Kilometer langen Linie zu ^schlossen [mb, ■n wrpadt, Die hlband mit be- >en. Bahn und, Zu den Vertei- )5Dertäu{er, die liebgewordenen en sind, weit«-1 ~ Nieten und 1 ob- en. Die Lu. fr no*- "«geprüft die bis jetzt noch an der Vollendung der Baadad-Bahn fehlte. Es führt wohl eine direkte Linie von Basra am Persischen Golf über Bagdad bis nach dem wicktiaen Oelzen- trum Mosul, von dort aber fehlen 300 Kilometer bis nach Resibin, dem letzten türkischen Grenzort. Die Bahnlinie ist von den Engländern aus strategischen Gründen niemals ausgebaut worden. In wenigen Jahren wird man von Berlin bis nach dem Persischen Golf mit durchgehenden Zügen fahren können. Das deutsche Bagdadbahn-Projekt wird dann, wenn auch unter völlig veränderten Umständen seine Verwirklichung finden. Wir möchten schließlich neben den wichtigen Teilstrecken die Atatürk innerhalb der Türkei mit " d>- Statt* ""«beamte let"" di- 1Qn unter die Ein Antrag aus Ausdehnung des Mandatssystems im britischen Oberhaus vom Kabinett abgelehnt. ’. i ihnen eine Seth I ’gt nach den Ver- ] (____ Febr. (DNB.) Die Entschließung, iurch die der englischen Regierung Vollmacht I u r Auflegung von Rüstungsanleihen ni)öhe bis 4 0 0 Millionen Pfund (etwa ■ Milliarden Mark) erteilt wird, wurde vom Unter- .».sch*; WernerS“ *** damit ferner die Wirksamkeit der Konvention auf dem Revifions- "du Lose Z bei dem Ber. dle Berrillnnq» 2st diese be- !'e"nsHaltung des britischen Volkes für die *n- welche die )auer einer ganzen Generation herabsetzen. Die 3ur Vecschnij- iabour-Party sei bereit, jeden erforderlichen Betrag n langwieriger 1 ' " c “ “ 1' «. x. - *acht und über-- lnöglichkeit von lichen. Der großartige Bahnbau vorn Kaspischen Meer zum Persischen Golf, quer durch Iran, an dem deutsche Firmen maßgeblich beteiligt sind, ist in der deutschen Öffentlichkeit wohl am bekanntesten. Das Teilstück im Norden vom Meer nach der Landeshauptstadt Teheran ist bereits fertiggestellt. Es mußten Pässe bewältigt werden, die weit über der Höhe der höchsten Alpenüber- führung liegen. Beim iranischen Bahnbau ebenso wie beim sibirischen hat sich die Notwendigkeit herausgestellt, zunächst erst einmal längs der trassierten Eisenbahnstrecke eine Autostraße zu bauen, um in die völlig unwegsamen Wildnisse eine Transportstraße zur Heranschaffunq des Eisenbahn- baumaterials zu legen. So geht der Autostraßen- und Eisenbahnbau in vielen Fällen Hand in Hand. Diese transiranische Strecke wird einmal nach ihrer Vollendung zu den strategisch wichtigsten Bahnen der Welt gehören, weil sie den sowjetrussischen Machtbereich am Kaspischen Meer in einen direkten britischen Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen London, 18. Febr. (DNB.) Im Oberhaus fand line Aussprache über das Mandatssystem statt, der ‘ilgenber Antrag des Labour-Vertreters Lord Noel Buxton zugrunde lag: Angesichts der Gefahren einer Politik, die andere Staaten verhindert, unter gleichberechtigten Bedingungen der Vorteile der k o - tonialentwicklung und -wirtschaft teilhaftig zu werden, fordert das Oberhaus die Regierung auf, mit den Dominiens und anderen kolonialen Wachten Fühlung zu nehmen, damit das Wandatsfyftem in geeigneten Fällen auf britische und andere Kolonien angewandt wird und Das britische Ltnterhaus stimmt der Milliardenanleihe für Rüstungszwecke zu Baldwin begründet die englische Aufrüstung mit der Notwendigkeit, stark genug zu fein um seine Berpstichtungen in einem kollektiven Sicherheitssystem zu erfüllen. lichsle, was man sich vorstellen kann, wenn die Kräfte dabei ungefähr gleich sind, wird man eine Wiederholung von 1914 erleben, aber mit noch größerem Schrecken. Der Gedanke kollektiver Sicherheit war der, daß auf einer Seite eine soüberwältigeude Mehrheit sein sollte, daß kein Staat a n g r e i f e n könnte. Das wäre tatsächlich so gewesen, wenn der Völkerbund einig gewesen wäre. Wenn man aber seine Verpflichtungen auf dem Gebiet kollektiver Sicherheit erfüllen will, muß man stark genug sein, um sich selbst z u verteidigen. Unter jeder Form kollektiver Sicherheit würde England als erstes die Mitgefahr verspüren, vorausgesetzt, daß das Land, gegen das die kollektive Sicherheit mobilisiert wird, so nahe liegt, daß es England bombardieren könnte. Vielleicht erinnern sich die Abgeordneten noch daran, daß ich seinerzeit bei der letzten Wahl sagte, daß ich als Premierminister niemals mehr Sanktionen für England übernehmen will, ehe das Land nicht v i e l ft ä r k e r ist, als es damals war. Auch aus diesem Grunde sind dem Haus die Rüstungsvorschläge gemacht worden. Der ßabourabgeorbnete Attlee war etwas sarkastisch im Hinblick auf die Reden, die ich über „Demokratie" gehalten habe. Ich habe aber, solange ich Premierminister bin, versucht, das englische Volk in seinem Stolz auf sein System zu stärken und habe versucht, ihm die Empfindung beizubringen, daß das System nicht ohne Opfer erhalten werden kann. Die Zeit zum Opfern ist jetzt da." -- militärischen Wert besäße. Man kann heute quer durch Französisch-Jndochina von der wichtigen Stadt Saigon nach der Hauptstadt von Tonkin Hanoi fahren. Eine Linie, bie, sich, was Länge der Strecke und eisenbahntechnische Konstruktion anbelangt, durchaus mit den kühnsten Bauten der alten und neuen Welt messen kann. Sie bedeutet für die Stärkung der französischen Macht in Asien nicht wenig. Sicherlich war auch hier die Furcht vor der Sperrung der Seeverbindung im Falle eines Krieges mit der treibende Faktor zur Erbauung eines so gewaltigen, niemals rentablen Werkes. Das ist es ja, was die meisten dieser gro- ßen asiatischen Eisenbahnlinien von den amerikanischen und europäischen unterscheidet: sie verdanken ihre Erbauung in erster Linie militärischen und po- litischen Gründen, erst in zweiter Linie wirtschaft- Der Herzog und die Herzogin von Kent werden auf dem Luftwege nach München reisen, wo sie bie Gräfin Törring, bie Schwester ber Herzogin von Kent, eine geborene Prinzessin von Griechenlanb, besuchen werben. Sie beabsichtigen, sich etwa brei Wochen in München aufzuhalten. fien bei einer Reuregelung berücksichtigt werben könnten. Die Politik ber „offenen Tür" könnte burcf) Verträge unb Anleihen erweitert werben. 3n Afrika brauche man bie beutsche Industrie unb bie beutsche Wissenschaft. Veibe würben hier ein weites Vetäti- gungsfelb haben. Deutfchlanbs tatsächliche Be- bürfniffe würben burch eine Erweiterung bes Manbatssystems zum größten Teil befriebigt werben. Es würbe sich um eine Geste handeln, bie auch Englanbs Stellung stärken würbe. Der Oppositionsliberale Lord Crewe sagte, die völlige Beseitigung des deutschen Kolonialanspruchs durch den Versailler Vertrag sei e i n p o l i t l s ch e r Fehler gewesen, woraus sich allerdings nicht ergebe, daß es möglich sein würde, diese Besitzungen an Deutschland zurückzugeben. Vielleicht könne aus wirtschaftlichem Gebiet ein Fortschritt erzielt werden, wenn man Deutschland die gleichen Gelegenheiten zum Erwerb der von ihm benötigten Erzeugnisse gebe. Der konservative Lord Lloyd gab seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß die Regierung sehr bestimmte Versicherungen gegeben habe, wonach die Kolonialfrage oder irgendeine Aenderung des Mandatssystems weder erörtert worden sei noch erörtert werde. Im übrigen verhielt sich Lord Lloyd völlig ablehnend und bestritt die Berechtigung Deutschlands, auf Kolonien Anspruch zu erheben. Als Vertreter ber Regierung erklärte Unterstaatsfekreträr Lorb Plymouth, jeder Vorschlag, der die volle Souveränität zugunsten des Mandatsstatus aufgebe, müsse unoermei^ lich dort Schwierigkeiten Hervorrufen, wo es sich um britische' Gebiete handele deren Bewohner Untertanen Seiner Majestät feien. Die britische Regierung werde andere Regierungen nicht einmal zur Erwägung derartiger Vorschläge etnlaben können, solange sie selbst nicht überzeugt sei, daß die Vorschläge im Augenblick nützlich seien. Was Deutschland auf wirtschaftlichem Gebiet offenbar wolle, seien Maßnahmen, die den Einschluß von Kolonialgebieten i n b a s b eu t s ch e Währungsgebiet sowie die Einführung der deutschen Währungsbeschränkungen vorsaheni. Angesichts solcher Beschränkungen würde bie Politik der offenen Tür vollkommen bebeutungslos werden. Deshalb fei es auch schwierig, zu glauben, daß die Vorschläge Buxtons zu einer Losung der politischen Lage führen würden. Lord Plymouth behauptete, er könne Ziffern beibringen, aus denen sich ergebe, daß Deutschland keine Schwierigkeiten beim Absatz seiner Waren im Kolonialreich habe und daß es alle Ausfuhrgenehmigungen erhalten könnte, die es brauchte. England brauche sich feiner Handelspolitik gegenüber Deutschland nicht zu scha- „Durchaus nicht unvernünftig." EinekonservativeStimmezurKolonialfrage London, 18. Febr. (DNB.) Der konservative Unterhausabgeordnete Sir Arnold Wilson erklärte auf einer Versammlung der Konservativen Partei, daß man Deutschland auf die Dauer nicht aus der Reihe der Kolonialmächte ausschließen könne. Deutschlands Forderung auf Rückgabe zum mindesten einiger feiner früheren Kolonien sei durchaus nicht unvernünftig. Die Erklärungen des Außenministers und des Schatzkanzlers stellten keine Weigerung dar, die Frage zu erwägen. Jedes Volk, das ein Mandat habe, fei dagegen, dieses abzugeben. England habe nur immer bann etwas getan, wenn es von Afghanen, Persern, Arabern ober Juben, Aegyptern ober Inbern, Chinesen ober Iren gedrängt worden sei. Die Frage fei, ob Großbritannien bereit fei, auf Deutschlands Versuche hm men. Die unmittelbare Anwendung der Manbats- beftimmungen und einer Politik der offenen Tür in allen tropischen Kolonien würde nur dazu fuhren, daß der Handel in Länder mit einem niedrigen Lebensstandard gehe, abge- ehen davon, daß es Deutschland oder irgendeinem anderen Lande, das vielleicht einen höheren Lebensstandard hätte, nicht helfen würde. Besonders Japan würde auf allgemeine Kosten Europas hieraus Nutzen ziehen. Die nicht im Stande zu fein, den Ai den Abänderungsantrag Lugards anzunehmen, glaube, daß die wirtschaftlichen Schwierig^ besser in den Beratungen d e s R stoffausschusses behandelt werden konnten, der demnächst in Genf zusammentrete. Nachdem der Arbeiterparteiler Lord Strabolgi seine Enttäuschung über die Antwort ber Regierung ausgebrückt hatte, wurde bie Angelegenheit fallen gelassen und das Oberhaus vertagt. etwas auf bem Wege freunb Verhandlungen zu tun, was nur unter Druck getan habe. Die Mehrheit ber Leute über 40 Jahre sage: „Um keinen Preis." Diejenigen, bie in ben Krieg gehen mußten, hatten aber anbere Ansichten Kein europäisches Volk habe in ber Frage ber Kolonialverwaltung ein reines Gewissen. Die Behauptung, baß bie Deutschen ungeeignet seien, Kolonien zu verwalten, sei unbegrünbet. Jebe territoriale Aenberung müsse je- boch Gegenstanb einer allgemeinen Regelung werben. i Klagen. Ministerpräsident Baldwin latte vor ber Abstimmung u. a. erklärt, baß es ch bei ber Anleihe lebiglich um bie Behebung er englischen Rüstungsmängel hanbele. Irotz erhöhter Verpflichtung sei bie englische Armee lach ben neuen Vorschlägen kleiner als im ’ a t) r e 1914. Auch bie Flotte werde trotz der lorgeschlaaenen Verstärkungen weit entfernt fein, tue „große Flotte" in bem Sinne zu fein, wie es 914 gegolten habe. Eine tatsächliche Verstärkung oerbe bei ber Luftwaffe burchaeführt. Auch ie Verteibigung gegen Luftangriffe Derbe große Geldsummen verschlingen. England 5nne nicht seine eigene Sicherheit unb bie Sicheret bes Weltreiches gewährleisten, noch könne es lei ber Befriebung ber Welt eine Rolle spielen, »enn nicht bie englischen Streitkräfte auf den notwendigen Stand gebracht würben. aus mit 329 gegen 145 (Stimmen ange- : omm e n. In ber Aussprache hatte ber Labour- Ibgeorbnete 2lleranber bie Regierung scharf inbegriffen. Die Aufrüstungspolitik werbe bie L e -, ! e'nshaltung bes britischen Volkes für bie Dauer einer ganzen Generation herabsetzen. Die Die englischen Waffen würden niemals zu einem Angriff, sondern nur zur Verteidigung englischen Gebietes oder unter Umständen zur Verteidigung Frankreichs und Belgiens und wenn ein neuer Westpakt erzielt werden, zur Verteidigung Deutschlands benutzt werden. Das Ziel aller Parteien in England bleibt bie Aufrechterhaltung bes Friebens. wir haben versucht, eine internationale Konstruktion für biefen Zweck zu schaffen. Diese war bei bem ersten Versuch nicht in ber Lage, bem Gewicht stanb- zuhalten, bas man ihr auferlegte. Die Regierung bemühte sich, ben Frieben burch einen Pakt herbeizuführen, ber an Stelle bes alten Locarno- Paktes treten soll. Ich glaube, baß in ber nächsten Zukunft ber hoffnungsvollste Ausblick berjenige auf einen Regionalpakt ist. In bem Europa von heute ist es schon etwas wert, wenn man wenigstens in einem Teil bas Gefühl ber Sicherheit besitzt, von wo aus biefe einmal erreichte Sicherheit sich bann auf anbere Gebiete Europas ausbehnen könnte. Wir halten Regionalpakte für äußerst wichtig. Das Haus müsse aber erkennen, baß ber Völkerbund der Jetztzeit von dem ursprünglich beabsichtigten Völkerbund a b w e i ch t und daß die Schwierigkeiten für eine kollektive Sicherheit in einem Völkerbund, in dem einige ber mächtigsten unb höchstgerüsteten Nationen ber Welt fehlen, fast unüber- minbbar finb. Das Ziel ber kollektiven Sicherheit liegt barin, baß bie Kräfte ber Orbnung stärker fein sollen, als bie ber Unorbnung. wenn heute ein Krieg in Europa ausbricht, wird es kein lokalisierter Krieg sein, er wird ganz Europa erfassen — das Schreck- ßieft man bie überrafd)enben Erfolge ber großen ßuftverkehrs st recken in ber ganzen Welt unb die Veränderung des Verkehrswesens infolge des stetigen Vordringens der Kraftfahrzeuge, o könnte man den Eindruck gewinnen, die Zeit der großen Schienen st ränge fei längst vorüber. Das ist ein Trugschluß. Asien erlebt jetzt zum Teil in seinen wichtigsten Gebieten dieselbe große Periode durchgehenden Bahnstreckenbaues, wie ihn die Vereinigten Staaten von Amerika im vergangenen Jahrhundert erlebten. Eine ganze Reihe von äußerst wichtigen Strecken ist ertig ausgebaut worden oder befindet sich zur Zeit im Bau. Da immer noch in unerschlossenen Gebieten mehr als in hochindustrialisierten die Eisenbahn als Instrument der militärischen Strategie ungebrochen ihre Stellung behält, kommt diesen neuen Eisenbahnlinien auch politische Bedeutung zu. Gehen wir der Reihe nach die wichtigsten Bahnbauten durch, so stoßen wir im fernöstlichen Sibirien auf die in diesen Tagen fertiggestellte Teilstrecke längs des Amur von Chabarowsk nach Nikolajewsk. Wenn wir eine Karte zur Hand nehmen, entdecken wir, daß diese neue ßinie den Sowjets einen neuen Ausgang viele hundert Kilometer nördlich von Wladiwostok nach dem Stillen Ozean öffnen soll. Nicht weniger als 300 000 Strafgefangene der Tscheka sind in Sibirien für Eisenbahn- und Kanalbauten eingesetzt. Zehntausende von ihnen haben aus diesmal in den furchtbaren Sumpfdistrikten am Amur ihr ßeben lassen müssen, damit innerhalb von drei Jahren die erste Teilstrecke über 60 Kilometer bis nach Kosomolsk in rasender Hast hergerichtet werden konnte. In Kosomolsk ist eine Stadt von 30 000 Einwohnern aus rein strategischen Gründen aus dem Boden gestampft worden, um abseits von der See und doch am schiffbaren Amur gelegen eine geschützte Basis gegen die Japaner zu schaffen. Niemand glaubt, daß Wladiwostok rm Ernstfälle gegen die Japaner gehalten werden könnte. In wenigen Jahren wird sicherlich diese 700 bis 800 Kilometer lange neue Strecke fertiggestellt sein, durch die die transsibirische Eisenbahn ein neues Ende finden wird. Die europäische Oeffentlichkeit hat ferner die Be- 1 kndigung eines zweiten wichtigen, diesmal chmest. scheu Projektes wenig beachtet. Es gibt heute bereits durchgehende Züge von Nanking nach Kanton. Dieser dank der Energie des Marschalls Tschiangkaischek vollendeten Strecke verdankt die Zentralregierung nicht zuletzt die Stärkung ihres Einflusses in Südchina. Gerade diese ßinie wird m Zukunft bei allen strategischen Erwägungen der Chinesen eine beherrschende Rolle spielen, weil sie der Zentralregierung unabhängig vom Meere, das von den Japanern gesperrt werden kann, größere Bewegung im Innern des ßandes ermöglicht. Don einer anderen südasiatischen Durchgangslinie kann man kaum behaupten, daß sie ähnlichen $lr. 42 Trstez Blaff 187. Jahrgang Keitag, 19. Februar 1937 es? /IWWi s Mil 4 Beilagen NM. 1.9b WA Br B B B B B B B B BÄ B B anzeigen von 70 mm Breite Ohne Illustrierte . 1.80 M SBl Wbv'* B B EL B JHL- 50Rpf.,Platzvorschrift nach tffiW v M v w v T pon einzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise. infolge höherer Gewalt Stellen-, Vereins-, gemein- KM- General-Anzeiger für Gberhessen E behördliche Anzeigen 6Rpf. franffnd am Main'11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitatr Such- und Steindruckerei R. Lange in Gietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 MengenabschlüsieStaffeln eine volkstümliche ürfte. Dem Hund rigen ist der Inhalt he mit Tieren aller oologischen Gärten. ijNblungtrW hterseide Lord Noel Buxton erklärte, eine Erweiterung des Randatssysterns würde dazu beitragen, den Frie- iensficherungsverfuchen zum Erfolg zu verhelfen. England werde dem Krieg zusteuern, wenn es die Kolonien als eine „geschlossene Reservation" be= alte. Bilde man sich etwa ein, daß England m 50 :3er 100 Jahren seine Kolonien noch wie Gebiete ^handeln werde, in denen andere Staaten weder laufen noch verkaufen dürften? Dor Monaten habe Botschafter von Ribbentrop eine Erweite- ' ung der Märkte als eine vernünftige Lösung i«zeichnet. Der Schaden, der Deutschland und andren unbefriedigten Staaten durch das von den Kolonialmächten eingeführte System der Vorzugs- Behandlung zuzefügt werde, fei beträchtlich. Die Schließung der Märkte habe zur Folge gehabt, daß Deutschland und andere unbefriedigte Nationen 9ebiete verlangten. Anderen Nationen zu ^klären, daß sie keine Kolonien haben durften, und :uch kein Recht hätten zu einem freien Waren- :ustausch mit den Kolonien Englands, wider- freche der Politik der „noblesse obige“. Kolonien dürften nicht wie Privateigentum ^handelt werden. Er schlage nicht die Uebertra- ung irgendwelcher Gebietsteile an Deutschland vor. vielmehr erkläre er, daß sich bas M and a t s - Aftern bewährt habe und daher auch weiteren ausprobiert werden müßte. Die Anwendung bes Mandatssystems liege auch im Interesse der 'eingeborenen selbst. Deutschland sei in hohem Maße an dem han- del in weiteren Gebieten Afrikas vom Ril bis zum Zambesi und vom Atlantischen bis zum Indischen Ozean interessiert, hier biete die Zukunft ein Feld unbegrenzter Entwicklungen. Richt nur w e ft a f r i k a, das jetzt einem englisch-französischen Abkommen unterworfen fei, könnte eingeschlossen werden, sondern es fei sogar denkbar, daß durch gegenseitige verein- barmzgen auch der Sudan und Aves- rastloser Energie bauen ließ, nicht das Prosekt der Wiederinbetriebnahme der Hedschasbahn vergessen. Der Herrscher von Arabien Ibn Saud, der sich bisher allen technischen Errungenschaften gegenüber äußerst aufgeschlossen zeigte, hat wiederholt seine Absicht bekannt gegeben, zur Wiederbelebung der Pilgerfahrten nach dem von ihm beherrschten Mekka die bereits von der türkischen Regierung in ihren wesentlichsten Strecken fertigge- stellte Hedschasbahn wieder instand zu setzen bzw. zu vollenden. England wird mit einem weinenden und einem lachenden Auge diesen Plänen gegenüberstehen. Wirtschaftlichen Wert dürfte diese Strecke kaum jemals besitzen, wohl aber einen eminent politisch-strategischen. Danzigs neuer Völkerbundskommiffar ernannt. Genf, 18. Febr. (DNB.) Vom Dölkerbunds- fekretariat wurde folgende Mitteilung ausgegeben: Gemäß der Entschließung des Rates vom 27. Januar hat der amtierende Ratspräsident nach Bera- (Associated-Preß-M.) - l hing der Vertreter Englands, Frankreichs und Schwedens als Mitglieder des Dreierkomitees für die Danziger Frage, sowie Les polnischen Vertreters den Professor Carl Burckhardt, Mitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, für die Dauer von drei Jahren zum Kommissar des Völkerbundes in Danzig ernannt. Gleichzeitig wird die Ernennung von Wladimir Sokoline, Botschaftsrat der Sowjets in Paris, zum Untergeneralsekretär des Völkerbundes bekanntgegeben. Deutsch - italienische Sozialsront. Präsident Cianetti in den Maybach Werken. Friedrichshafen, 18. Febr (DNB.) Dr. Ley und die italienischen Gäste trafen im Flugzeug in Friedrichshafen ein. Nach kurzer Begrüßung ging es zu den Dornier-Metallbauten, wo die Lehrlingsausbildungsstätte besichtigt wurde. Dann zu der Maybach-Motorenbau AG. In der großen Werkshalle, in der die Gefolgschaft der Dornierwerke und der Maybach-Motorenbau G. m. b. 5). versammelt war, wies Reichsorganisationsleiter Dr. Ley darauf hin, daß es ihm vorauf angekommen sei, den italienischen Gästen die Stäk- ten zu zeigen, an denen sichtbar wird, wie der Nationalsozialismus die Volks- und Arbeits- g e m e i n s ch a f t gestaltet. Darum habe er die Gäste Einblick nehmen lassen in die Veranstaltungen des Berufswettkampfes und ihnen alle die Einrichtungen gezeigt, die das Arbeitsleben des deutschen Volkes bestimmten. Unter dem großen Beifall der Gefolgschaft der Werke überreichte Dr. Ley Direktor Dr. e. h. Maybach das Leistungs- a b z e i ch e n mit herzlichen Worten der Anerkennung für die geleistete vorbildliche Arbeit. Die gleiche Auszeichnung überreichte er dem Betriebs- führer der Dornier-Metallbau G. m. b. S)., Claudius Dornier. Präsident Cianetti dankte für den herzlichen Emvfang und führte dann u a. aus: Die italienischen Arbeiter haben in den drückenden Nachkriegsjahren mit aufrichtiger Anteilnahme die heroischen Anstrengungen verfolgt, die vom deutschen Volke vollbracht wurden, um sich von den Kräften der Zerstörung und des moralischen Umsturzes zu befreien. Diese Sympathien zwischen zwei aufbauenden, fruchtbaren und moralischen noch gesunden Völkern haben ihre Krönung in lener Achse Rom — Berlin gefunden, die. nicht ein vrotokollarisches Dokument der Staatskanzleien, sondern — wie alle Verträge Mussolinis und Hitlers — der offizielle Ausdruck geheiligter Gefühle und Empfindungen zweier Völker und eine tatsächliche Verwirklichung eines zähen Aufbauwillens ist. Sie wissen, mit welcher Freude das italienische Volk den Durchbruch der nationalsozialistischen Bewegung in Deutschland begrüßt hat. Sie müssen aber auch wissen, daß wir Faschisten auch aufmerksam die nationalsozialistische Sozialpolitik beobachten. Die italienischen faschistischen Syndikate haben der Deutschen Arbeitsfront stets, chr größtes Interesse entgegengebracht. Als Mitkämpfer und Diener einer gerechten Sache bedauern wir von ganzem Herzen das Los jener Millionen von Arbeitern, denen man das Versprechen und Die Illusion eines scheinbaren Wohlstandes gab dem dann immer wieder die furchtbarste Enttäuschung folgte. Auch Sie haben unsere Sympathie; den war arbeiten ja nicht nur für uns, deutsche Arbeiter, sondern wir kämpfen, um den Völkern eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft wiederzugeben. Und eben aus diesen Empfindungen heraus übermittle ich Ihnen den Greuß der faschistischen Arbeiter des neuen Italiens. Wiens soziale Hot v ^br. (DNB.) Heber die Notlage der Wiener Bevölkerung veröffentlicht die „Reichs- Angaben. Das Blatt errechnet, daß 416 860 Personen oder r u n d 2 2 o. H. der Wiener Bevölkerung von den Sozialeinrichtungen des Bun- des oder der Gemeinde betreut werden müssen Hierin durfte wohl auch der Grund liegen wenn das Blatt feststellen muß, daß die Hoffnung, das Jahr 1936 werde einen kleinen Geburtenauf chwung bringen, sich für Wien leider nicht erfüllt habe Die Geburtenzahl sei wieder niedriger als im Jahre vorher. Der Abschluß des Fronikämpferkongreffes. Eine Mahnung an die ausländische presse: Oer Befriedung der Welt muß die Entgiftung der Welt vorausgehen. 3 • t A h ........5 •: **** j ; * 4 Ä 3 •'‘■•T.-. "rvL 1 Unser Bild zeigt den F ü h r e r in Unterhaltung mit dem Präsidenten der Frontkämpfer-Kommission, dem blinden Italiener Carlo D e l c r o i x. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) Berlin, 18. Februar. (DNB.) Der Präsident der Vereinigung deutscher Frontkämpferverbände, NSKK.-Obergruppenfüh- rer Herzog von Co- bürg, hatte zu einem Abschiedsempfang des Internationalen Frontkämpferkongresses in den Kaiserhof geladen. Man sah den amerikanischen, den französischen, den italienischen und den türkischen Botschafter, den griechischen und den rumäni- schenGesandten, dieReichs- minister Gürtner, Rust u. Dorpmüller, Staatssekretär Pfundtner, SA.-Ober- gruppenführer v Jagow, Generalinspektor Dr. Todt, denPräsidentendesReichs- luftschutzbundes Generalleutnant a. D. v. Roques, Generalmajor a. D. von Kuhlwein vom Deutschen Reichskriegerbund (Kyff- häuser) und viele andere. Oer Herzog von Coburg führte u. a. aus: Die Soldaten des Weltkrieges haben die bittere Seite des Kriegserlebens abgeschüttelt, haben die hohe Verantwortung dieser harten Erziehungsschule erkannt und sind gewillt, die Schlußfolgerung hieraus zu ziehen. Die Soldaten des Weltkrieges gehen nunmehr an die Auswertung. Sie treten zum Angriff an. Die Marschrichtung dieses Angriffes ist die Zerstörung alles dessen, was dem Frieden hinderlich i m W e g e steht. Das Angriffsziel ist die Schaffung eines Friedens, der den kommenden Generationen eine Wiederholung solch furchtbaren Geschehens, das von 1914 bis 1918 die Welt erschütterte, erspart. Der Marschweg zu dieser Ziellinie ist für uns alte Krieger mit einem selbstverständlichen Grundsatz untermauert: Den Nationen und Völkern in Würde und Freiheit, in Stolz und Gleichberechtigung, aber auch in verantwortungsvoller gegenseitiger Achtung die Anerkennung des Rechtes eines jeden, seinen Platz an der Sonne beanspruchen zu können, unbeirrbar zuzugestehen. Der Staatspräsident Frankreichs, Exzellenz Lebrun, hat vor wenigen Wochen bei einem Empfang Worte höchsten veranlworlungs- gefühls über die Aufgaben der presse gegenüber der Oeffentlichkeit ausgesprochen. Diese Worte find bei uns in Deutschland auf dankbaren Boden gefallen, weil sie sich mit dem Gedanken unseres Führers decken. Und ich kann nichts besseres tun, als eindringlich zu wiederholen, daß haß, Mißgunst, Neid, Verdächtigungen, Tendenzbeeinflussung aus den Zeitungen ferngehalten werden müs. sen. Der Befriedung der Welt muh die Entgiftung der Welt vorausgehen! Was würde unsere ganze hier von dem neugeschafse- nen Zusammenschluß der Frontkämpfer der Welt zu leistende Arbeit nützen, was würden alle Bestrebungen verantwortungsbewußter Staatsführer, das Verstehen unserer Kationen und Völker untereinander zu fördern, nützen, wenn die presse der wett nicht in Wort und Bild mit diesen Staatsmännern und mit uns im gleichen Schritt marschiert? Wir Soldaten des Weltkrieges waren Soldaten, sind Soldaten, bleiben Soldaten! In dieser stolzen Erkenntnis wollen wir auch, daß das soldatische Element als die Grundlage unserer Nation, zum inneren Nutzen unserer Völker erhalten bleibt. Ebensowenig wie unser unerschütterlicher Wille, den. Frieden der Welt herbeizuführen, etwas mit Den j schwommen-oerlogener Weltverbrüderung zu tun hat, ebensowenig hat die soldatische Erziehung unserer Jugend etwas mit einem neuen Kriege zu tun. Wenn Sie, meine ausländischen Kameraden, in den letzten Tagen das neue Deutschland bei den » verschiedensten feierlichen Veranstaltungen Ihnen zu , Ehren haben marschieren sehen, wenn Sie hierbei ! den Stolz bemerkt haben, der den jungen Männern aus den Augen leuchtete, Waffenträger der Nation sein zu dürfen, so seien Sie überzeugt, daß alle diese jungen Männer — von Frontsoldo- ten darin hart erzogen — sich der hohen Der. antwortung bewußt sind, die mit dieser ? höchsten Ehre der Nation verbunden ist. In der einsamen Bergwelt unserer Alpen haben Sie den . Schöpfer des neuen Deutschland vernommen, jener Berghof auf dem Obersalzberg, in dem ungestörten Frieden einer erhabenen Natur, ist symbolisch für die Einstellung und den Willen des Schöpfers des neuen Deutschland zu den Problemen, die wir uns als Arbeit gestellt haben. Dem Herzog von Koburg antwortete der neue Präsident der Frontkämpferverbände, der italienische ! Delegierte D e l c r o i x : Ich bin stolz, zu Ihrem ersten Präsidenten gewählt zu sein. Als ich vor zwanzig Jahren mein Augenlicht verlor, glaubte ich bereits mein Leben beendet, jedoch hat sich das Opfer gelohnt, da es mir heute erlaubt ist, im Namen der Kriegsgeneration für den Frieden zu kämpfen. Delcroix schloß mit den i besten Wünschen für das Wohlergehen des deutschen ; Volkes und aller Völker, die am Weltkrieg beteiligt | waren und unter ihm schwer gelitten haben. Volkssront-ämmerung in Frankreich? Paris, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Ministerpräsident Blum hatte am Donnerstag eine längere Besprechung mit Finanzminister Vincent Auriol und Kriegsminister Daladier. Die Pariser Blätter sind der Ansicht, daß es sich um finanzpolitische Schwierigkeiten gehandelt habe. Aus verschiedenen Blättern geht hervor, daß sich in allen Bevölkerungsschichten steigende Unzufriede n h e i t bemerkbar macht. Der „Jour" erklärt, daß das Ziel Blums die Schaffung eines sozialdemokratisch-sozialistischen Blocks sei, in dem er die Führung Übernehme. Wenn eine Krise ausbrechen sollte, sei es durch den Austritt der Radikalsozialisten aus der Regierung, oder, durch einen Gesamtrücktritt des Kabinetts, so werde Blum sich sehr wahrscheinlich weigern, in eine neue Regierung einzutreten. Das „Journal" schreibt, daß sich der Ministerpräsident über den Mißerfolg seiner bisherigen Politik vollkommen klar sei und die Ueberzeugung gewonnen habe, daß er auf der augenblicklichen Grundlage nicht weiter arbeiten könne. Auch die vernünftigeren Parlamentarier der Volks- ront hätten eingesehen, daß sie sich in eine S a ckgasse verlaufen hätte. Der heikle Punkt ei der, daß die Wähler der Volksfront sich einbildeten, alles laufe wie am Schnürchen. Deshalb ei der Ministerpräsident gezwungen, ihnen die Wahrheit sehr vorsichtig beizubringen. Der marxistische „Populaire" weist lediglich auf das Dementi des Ministerpräsidenten hin,' wonach er nicht beabsichtigte, eine Umbildung des Kabinetts vorzunehmen. Der kommunistische „HumanitS" bleibt die Behauptung vorbehalten, daß die Volksfront fester Zusammenhalte denn je. Das Blatt nimmt aber gleichzeitig gegen die Absicht des Ministerpräsidenten Stellung, eine Pause in der Durchführung des Programmes eintreten zu lassen. Die Durchführung des Freiwilligenverbots. Paris, 18. Febr. (DNB.) Eine Verordnung verbietet jedem französischen Staatsangehörigen, bei den Streitkräften in Spanien oder den spanischen Besitzungen einschließlich der spanischen Einflußzone in Marokko Dienste zu nehmen. Untersagt sind der Betrieb von Werbebüros, die Anwerbung in öffentlichen Versammlungen oder durch Hausbesuch, Zeitungsanzeigen, Rundfunkwerbung und Rundschreiben, Stiftungen und Zahlungen, Versprechen und Drohungen zum Zweck der Anwerbung. Verboten ist es jeder Person französischer oder ausländischer Staatsangehörigkeit, die sich auf französischem Gebiet befindet, dieses Gebiet mit Bestimmung Spanien oder den spanischen Besitzungen zu verlassen. Auch ist die Durchreise durch französisches Gebiet untersagt. Verboten ist die A u s st e l l u n g von direkten Fahrkarten (Eisenbahn, Dampfer, Flugzeug) nach Spanien, es sei denn, daß der Paß des Antragstellers einen Genehmigungsvermerk enthält. Die Verordnung sieht auch ein Verbot des Ueberfliegens der französischen Pyrenäenzone in einer Breite von zehn Kilometer und das Ueberfliegen der französischen Hoheitsgewässer vor. Eine Verfügung setzt die Gültigkeit aller französischen Reisepapiere hinsichtlich Spaniens und der spanischen Besitzungen außer Kraft. Der Führer eröffnet auch die diesjährige Automobilausstellung. Cin Spalier von 1OOOO NSKK.-Männern. - Deutschlands beste Rennfahrer auf der Feststraße von der Reichskanzlei bis zum Kaiserdamm. Berlin. 18. Febr. (D71B.) Am Samstag wird derFührerundReichskanzlerdie Internationale Automobil- und Motorrad- Aus st ellung am kaiserdamm eröffnen. Mit über 10 000 Männern stellt die Motorbrigade Berlin des 71 S k k. vor der Reichskanzlei bis zum Kaiserdamm ein Ehrenspaller. Rund 2000 Kraftfahrzeuge aller Art werden für diesen Ehrendienst eingesetzt. Reihte man sie aneinander, fo ergeben sie eine Marschlänge von 15 Kilometer. 3u Beginn des feierlichen Staatsaktes ziehen fämf- liche Feldzeichen des NSKK. in die Ehrenhalle der Ausstellung ein. Vor der Abfahrt des Führers zu den Ausstellungshallen stehen in Paradeaufstellung vor der Reichskanzlei die erfolgreichsten deutschen Rennwagen und Rennmotorräder mit den deutschen Meisterfahrern Rudolf Earacciota, Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang auf Mercedes-Benz: Bernd Rosemeyer, Hans Stuck, Ernst von Delius auf Auto-Union: Ewald Kluge, h. p. Müller, Earl Braun, Hans Kahrmann auf Auto-Union-DKw.; Heiner Fleischmann auf NSU. und Ernst 3. Henne auf BMW. Sie starten von hier über die Feststraße zum Ausstellungsgelände, um symbolisch dem Wiederaufstieg des deutschen Rennsportes Ausdruck zu verleihen. Zur Eröffnung wird nach dem Präsidenten des Reichsverbandes der Automobilindustrie Geheimrat Allmers und Reichsminister Dr. Goebbels der Führer selbst sprechen. Nach der Rede wird der Führer mit der Reichsregierung und dem Diplomatischen Korps gemeinsam die Ausstellung besichtigen. Die Internationalen Automobil- und Motorrad- Ausstellungen in Berlin haben seit dem Jahre der Machterareifung den Sregeszug der Motorisierung in Deutschland glänzend oargestellt Damals hatte die deutsche Kraftfahrzeugindustrie trotz hoher tech- mscher Leistungen den Anschluß an die Entwicklung nut anderen Ländern fast verloren. Mit starker Hand lenkte der Führer eine neue Entwicklung ein. Schon das Jahr 1 934 zeigte die ersten großen Erfolge. Wichtig war, daß Die Verkehrshoheit ausschließlich in die Hände des Reiches gelegt wurde, daß bald darauf eine Reichs-Straßenverkehrsord- nung erlassen werden konnte. Straßenbau und Sttaßenoerwaltung wurden unter dem Generalinspektor für das Straßenwesen zusammengefaßt, der auch an der Spitze der Reichsautobahnen steht. Der Wettbewerb zwischen Schiene und Straße wurde durch die Gemeinschaftsarbeit mit der Reichsbahn auf gesunde Unterlagen gestellt. Der Kraftsport, dessen Bedeutung auch für die Wehrhaftig- feit erkannt wurde, fand nachhaltigste Unterstützung. Das NSKK.-wurde zur Verkörperung der Moto- rifierung nach dem Willen des Führers. Im Jahre 19 3 5 konnte festgestellt werden, daß fünfmal so viel Personen- und Lastkraftwagen hergestellt worden waren wie 1932, dem Jahr der tiefsten Krise. Der Gesamtwert der deutschen Erzeugung in diesem Wirtschaftszweige hatte sich mehr als verdreifacht und die Höhe von einer Milliarde erreicht. Im Auslande hatten die deutschen Personenwagen bei den großen Wettkämpfen einen Preis nach dem anderen daoon- getragen. Trotz aller Schwierigkeiten wurde auch der Kampf um die Ausfuhr fortgesetzt. Mittelbar und unmittelbar beschäftigte der Kraftfahrzeugbau mindestens 200 000 Menschen in den verschiedensten Zweigen der Wirtschaft. Im Jahre 1 936 ist die Summe des Umsatzes auf 1200 Millionen Mark aeftiegen. Im besten Jahre vor der Krise (1928) hatte sie nur 1088 Millionen erreicht. Den größten Wert hat die Regierung auf die Herstellung billiger Personenwagen gelegt. Die Ausstellung 1936 zeigte die ersten großen Erfolge. Das Statistische Reichsamt hat fest- gestellt, daß die Preise für die Personenkraftwagen eine ftänöig sinkende Tendenz aufroeifen. Setzt man den Preis vorn Jahre 1913 = 100, so ergibt sich folgende Kurve in den letzten Jahren: 1928 : 63,3, 1930 : 59,7, 1932 : 53,5, 1934 : 49,6, 1936: 45,1. Für die Lastkraftwagen ist die ähnliche Entwicklung zu verzeichnen, ihre Preise stellen jetzt 55,1 v. H. des Jahres 1913 dar. Die Erzeugung von Personenwagen betrug 1928 101 617, 1935 201 657, 1936 244 000. Bei den Liefer- und Lastwagen ist die Zunahme noch auffallender. Die Erzeugung stieg hier von 20 000 im Jahre 1928 auf 39 000 im Jahre 1935 und 51 000 im Jahre 1936. Bei der letzten Zählung am 1. Juli 1936 sind in Deutschland ermittelt worden: 1,2 Millionen Stück Krafträder, 945 000 Per- fonenfraftaagen, 270 000 Lastkraftwagen und Dreiradfahrzeuge, 47 000 Zugmaschinen und 15 300 Kraftomnibusse. Die Automobil- und Motorradausstellung 1937, die auch eine erfreuliche Beteiligung des Auslandes aufweisen wird, steht vor allem unter dem Zeichen des Einflusses der Autobahnen auf den Personenverkehr. Schon im Jahre 1936 sind 226 000 Reisende durch Autobusse auf der Reichsautobahn befördert worden. Es ist ferner das Bestreben kennzeichnend, durch die Formgebung der Karosserie die Wirtschaftlichkeit des Fahrbetri e- b e s zu erhöhen. Die große Zahl neuer Typen mit hohen Geschwindigkeiten zeigen die Bestrebungen, den Treib st offverbrauch so rationell wie möglich zu gestalten. Die Ausstellung wird von dem Ziele Zeugnis ablegen, die deutsche Kraftfahrzeug-Konstruktion auch in bezug auf unabhängig gefederte Räder und Höchstleistungsmotoren auf der Höhe des Fortschrittes zu halten. Der Führer hat bei der Ausstellung 1934 das prophetische Wort gesprochen: „Man prüfe und ermesse doch einmal die Bedeutung eines Bestandes von 2,5 bis 3 Millionen Kraftwagen in Deutschland für unsere gesamte Volkswirtschaft. Abgesehen von der enormen direkten Arbeitsbelebung durch den Bau von jährlich 200 000 bis 300 000 Kraftwagen würden auch die indirekten Folgen ganz außerordentlich fein!" Die Richtigkeit dieses Wortes ist bisher glänzend erwiesen worden zum Segen unserer deutschen , „ seit E,1 w a .lArii1 ö* i«9„ 6ie « utn 1 !>n £«ni Äjran» Hi.®.:* der Oechs ö a s ß"r h «m 1 SS- Sie 2-N M Aal Meinst " -erBalkan-n rechterhalt Alle Bemuhun der Balkanente bunde hat di terhin aktiv an damit her Bo Zeiten feine h der Balkanent zmischenGi begrüßt, hi' die Aufrechtes tus quo im mit Befriedig" pakt zwlf-t slawien Ker daß dieser Pak spricht, d. h. 1 auf dem Balkai September 193 0er,Sag Frankfur Mchsminister ganda hat he' für die Zeit r nehmigt. Die unter dem Lei Nach Kran mal Unter de und am Tar werkertag mi „Haus der ? Hallengelände besten Meiste scheu Meister Dr. Ley unb tyaul Sßalte Menb finbet ii W Der 28.1 tmg des De tieitsfront ei Irbeitstagung Mrblichen A «ine Festvorstel findet oormittc statt, bei der N andere Männei chen werden, gesellen auf de aus dem Dperr Festhalle befehl vor 20000 Zi von Lehrli Innung von Farm stattstndi Zug unter d Reich". Den A dem Festhalten, Kleine v Ministerpräsi! ei d°r Staate drei Wölfe d-r gl-ich, ""Mtei Luch, 8» y»e'' Potoek, in P 3n den Autl bei Man !"e Arbeit Cine ne Ue'ter t>Qben re Nlit d üW» tos b Qfl 3« unte HiJ ”tbi W'" Hör' >1,, ®Utben iO ÄSnrii. Was ist ein „Weißbuch"? Schon seit dem vergangenen Jahrhundert hat sich die Gepflogenheit herausgebildet, größere Denkschriften einer Regierung, die für das Parlament oder als Stellungnahme zu einer teils innenpolitischen, teils außenpolitischen Frage bestimmt sind, als Farbbücher zu bezeichnen. England begann seinerzeit mit den sog. Blaubüchern, die nach dem blauen Umschlagdeckel so bezeichnet wurden. In Deutsch! a n d erschien zum erstenmal 1884 ein Graubuch, später folgten Weißbücher. Im allgemeinen behielten die größeren Länder Jahrzehntelang dieselbe Farbe bei. So Frankreich den gelben, Italien den grünen, Oesterreich den roten Umschlag. Doch brachten Kriegs- und Nachkriegszeit in diese Gepflogenheit manchen Wechsel hinein. So sind besonders bekannt geworden das deutsche Weißbuch über die Schuld am Kriege, das russische Schwarzbuch über die Entwicklung der russisch-französischen Beziehungen vor dem Weltkrieg, die französischen Gelbbücher über Kriegsursachen und aus letzter Zeit das ominöse englische Weißbuch über die britische Aufrüstung vom März 1935. Oie Balkan-Entente. Athen, 18. Februar. (DNB.) Nach der letzten Sitzung der Konferenz des Ständigen Rates der Balkanentente wurde eine Mitteilung veröffentlicht, in der es u. a. heißt: Nach einer Prüfung der allgemeinen europäischen Lage und der Fragen, die die Balkanstaaten besonders berühren, drückte der Rat übereinstimmend seinen Willen aus, die Kräfte der Balkanentente in jeder Weise für die Aufrechterhaltung des Friedens einzusetzen. Alle Bemühungen werden die volle Unterstützung der Balkanentente finden. Treu dem Völkerbunde hat die Balkanentente beschlossen, sich weiterhin aktiv an den Arbeiten in Genf zu beteiligen, damit der Völkerbund in den jetzigen schwierigen Zeiten seine hohe Aufgabe erfüllen kann. Der Rat der Balkanentente hat besonders die Einigung zwischen Großbritannien und Italien begrüßt, die einen sehr bedeutenden Beitrag für die Aufrechterhaltung des Friedens und des Status quo im Mittelmeer darstellt. Der Rat hat mit Befriedigung von dem Freundschafts- iakt zwischen Bulgarien und Jugo- l a w i e n Kenntnis genommen. Er hat festgestellt, »aß dieser Pakt den Zielen der Balkanentente ent- pricht, d. h. der Aufrechterhaltung des Friedens auf dem Balkan dient. Die nächste Sitzung findet im September 1937 in Genf statt. Der „Tag des Deutschen Handwerks". Frankfurt a. M., 18. Febr. (LPD.) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat den „Tag des Deutschen Handwerks" für die Zeit vom 27. bis 30. Mai 1937 genehmigt. Die Veranstaltung findet in Frankfurt unter dem Leitspruch „Arbeit und Ehre" statt. Nach Kranzniederlegungen am Ehrenmal Unter den Linden, am Grabe Horst Wessels und am Tannenberg-Denkmal nimmt der Handwerkertag mit der Eröffnung der Meisterschau im „Haus der Moden" auf dem Frankfurter Festhallengelände seinen Anfang. Dabei werden die besten Meisterstücke aus dem Wettkampf der deutschen Meister ausgestellt. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der Leiter des Deutschen Handwerks Paul Walter werden Ansprachen halten. Am Abend findet im Rathaus der Empfang der Presse statt. Der 28. Mai wird durch eine große Arbeitstagung des Deutschen Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront eingeleitet. Der Nachmittag ist einer Arbeitstagung der Reichsgruppe Handwerk in der gewerblichen Wirtschaft vorbehalten. Am Abend ist eine Festvorstellung im Opernhaus. Am Samstag findet vormittags eine Tagung in der Festhalle statt, bei der Reichsoraanisationsleiter Dr. Ley und andere Männer der Partei und des Staates sprechen werden. Nachmittags werden die Wandergesellen auf dem Römerberg und die Sternfahrer auf dem Opernplatz begrüßt. Ein Festabend in der Festhalle beschließt den Tag. Am Sonntag wird vor 20 000 Zuschauern eine Freisprechung von Lehrlingen zu Gesellen und die Anerkennung von Gesellen zu Meistern in der neuen Form stattfinden. Am Nachmittag folgt ein Fest- z u g unter dem Motto „Handwerk im Dritten Reich". Den Abschluß bildet eine Kundgebung au dem Festhallengelände. Kleine volitische Nachrichten. Ministerpräsident Generaloberst Göring hatte bei der Staatsjagd reiches Jagdglück. Er brachte drei Wölfe und zwei Keiler zur Strecke. Bei der gleichen Jagd wurden noch zehn Keiler und^drei Luchse geschossen. Generaloberst Göring wird noch einer Jagdeinladung des Grafen P o t o ck i in Polesien Folge leisten. In den Automobilwerken von Peugnot in So- chaux bei Montbeliard haben rund 14 000 Mann die Arbeit niedergelegt. Die Streikenden fordern eine neue Lohnerhöhung von 15 v. H. Die Arbeiter haben die Werke besetzt und die rote Fahne mit den Buchstaben GGT (Marxistischer Gewerkschaftsbund) gehißt. In der Umgegend sind starke Abteilungen Gendarmerie zusammengezogen. Alle bisherigen Schlichtungsverhandlungen sind gescheitert. Der sowjetrussische Volkskommissar für die Schwerindustrie Ordschonikidse ist in Moskau plötzlich g e st o r b e n. Er var 51 Jahre alt und wie Stalin Georgier, der sich schon 1903 den Kommunisten angeschlossen hatte. Aegypten hat auf Grund von § 1 der Völkerbundssatzung Antrag aufAufnahme inden Völkerbund gestellt. Die ägyptische Regierung kann nach § 3 des englisch-ägyptischen Bündnisvertrages hierbei die britische Regierung um ihre Unterstützung ersuchen. Dementsprechend hat die britische Regierung eine Sondersitzung des Völkerbundes beantragt, die voraussichtlich Ende Mai stattfindet. Gleichzeitig ist die britische Regierung an eine Reihe von Mächten herangetreten mit der Bitte, den Antrag zu unterstützen. * Erneut sind britische Truppen in Wazi- r ist an (Nordindien) von eingeborenen Stämmen überfallen worden. Ein britischer und ein indischer Soldat wurden getötet. Die britische Kolonne war von einem Flugzeug begleitet, das den Stämmen schwere Verluste zufügte. * Die bulgarische Polizei verhaftete acht Anhänger der sogen. S w e n o - G r u p p e, die gemeinsam mit einem Teil des Heeres den Staatsstreich vom 19. Mai 1934 durchgeführt hatte, aber später wieder aus dem politischen Leben ausgeschaltet worden war. Unter den Verhafteten befinden sich sechs ehem. Offiziere. Alle Verhafteten werden in der Provinz interniert. Kunst und Wissenschaft Erste Arbeitstagung des Kulturkreises der $21 Am 22. und 23. Februar findet in Berlin eine Arbeitstagung des Kulturkreises der SA. statt. Der Kulturkreis wird durch Reichsmini- ter Dr. Goebbels empfangen werden. Der Stabschef der SA. wird über das Thema „SA. und Kultur" sprechen. Weiter sind Ausführungen von Obergruppenführer Herzog über die praktischen Ausgaben des Kulturkreises, des Chefs des Hauptamtes, Obergruppenführer Kasche, über die kultische Ausgestaltung der NSK.-Kampfspiele, des Reichskulturwalters Brigadeführer M o r a l l e r , des Vizepräsidenten der Reichsfilmkammer Weidmann über die filmische Arbeit in der SA. und des Oberführers S ch a u d i n n über das Rundfunkwesen innerhalb der SA. vorgesehen. Den Abschluß bildet die Teilnahme des Kulturkreises an der Reichssendung „Das deutsche Gebet" am Dienstag zum Todestage Horst Wessels. Der Stabschef wird eine Ansprache halten. „Das deutsche Gebet" ist eine Dichtung der beiden Mitglieder des SA.- Kulturkreifes Böhme und Lauer. Der deutsche Filmvolkstag 1937. Im Rahmen der Jahrestagung der Reichsfilmkammer wird im gesamten Reichsgebiet am Sonntag, 7. März, ein Filmvolkstag durchgeführt werden. Es werden an diesem Tage nahezu sämtliche täglich spielenden Lichtspieltheater Deutschlands — insgesamt rund 2000 — unentgeltliche Filmvorführungen für alle Volksgenossen veranstalten. Die Durchführung wird in der Weist erfolgen, daß in den Lichtspieltheatern eine ge» schmackvoll ausgestattete Schrift „Film und Volk" in einer Auflage von nicht weniger als einer Million Exemplaren an die Lichtspieltheaterbesucher zum Preise von 20 Pf. abgegeben wird. Der Besitz dieser Schrift berechtigt zum Eintritt in das Filmtheater, das am 7. März Filme neuester Produktion und guter Qualität zeigen wird. Der Sinn dieser Aktion ist es, die Verbundenheit von Film und Volk darzutun. Bücherfpende der Reichsregierung für die Dorpater Universität. In diesen Tagen stattete der deutsche Gesandte in Reval, Dr. F r o h w e i n, der Universitätsstadt Dorpat einen Besuch ab. Er wurde von dem Stadtoberhaupt General Tönnisson, dem Rektor der Universität Prof. Köpp und dem Divisionskommandeur General Kruus empfangen. Der Rektor der Universität und der Leiter der Universitätsbibliothek sprachen dem Gesandten ihren Dank für eine Bücherspende aus, die der Universität Dorpat von der Reichsregierung aus Anlaß des estnischen Buchjahres kürzlich überreicht worden ist. Zu Ehren des Gesandten veranstaltete die Stadt ein Festessen auf dem in freundschaftlichem Geiste gehaltene Ansprachen ausgetauscht wurden. In Erwiderung dieser Einladung gab der Gesandte am nächsten Tag ein Frühstück. Während seines Besuches legte der Gesandte am deutschen Soldatenehrenmal auf dem Johannisfriedhof einen Kranz nieder. Bruttoregistertonnen großem Schiffsraum sein 80jähriges Jubiläum feiern kann. Neben der Hakenkreuzflagae führt der Norddeut- che Lloyd den Bremer Schlüssel mit dem Schiffs- anker als Flagge. Mögen sie immer starker Deutschlands Seegeltung zum Ausdruck bringen. Aus aller Wett. Reiche Heringsfänge an der Schleswig - holsteinischen Westküste. Vor der Mittelhever an der schleswig-holsteinischen Westküste sind große H e r i n g s s ch w a r m e aufgetreten. An den Fangplätzen sind die Flscherei- ahrzeuge aus Husum, Toenning, Buesum, Winkenwerder und Cuxhaven versammelt. Der Hering steht hier stellenweise so dicht, daß die gefüllten Netze durchrissen, vereinzelt auch ganz verloren gegangen sind. Die Husumer Fischereifahrzeuge brachten Fänge von 7000 bis 10 000 Kilogramm heim. Es ist mit weiteren großen Fangergebnissen zu rechnen. Vom Sondergerichl zum Tode verurteilt Das Berliner Sondergericht verurteilte den Fritz Weyher, der am 26. Dezember v. I. einen 'Ausbruchsversuch aus dem Zuchthaus Sonnenburg verübt hatte, bei dem er zwei Strafanstaltsbeamte schwer verletzte, wegen Verbrechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtssriedens, in Tateinheit mit versuchtem Tot- chlag zum Tode und dauerndem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Der Vorsitzende betonte, daß der Angeklagte trotz der Entdeckung der Vorbereitungen seiner Flucht nicht davor zurückschreckte, unter Mißachtung des Lebens pflichtgetreuer Beamter seine Freiheit zu erlangen. Schwere Stauborkane über Amerika. Innerhalb von vier Tagen sind vier Staub- a r k a n e über weite Teile der Staaten Oklahoma, Texas, Kansas und Colorado hinweggebraust. Gleich einem dicken Nebel hing die aufgewirbelte Ackererde über dem Land. Die Sicht war im Staate Texas gleich Null, so daß jeder Verkehr stillgelegt war. In Bureto (Kansas) haben Influenza, Lungenentzündung, Nasen- und Ohrenbeschwerden einen olchen Umfang angenommen, daß die dortige Kirche in ein Krankenhaus umgewundelt wurde. Die Farmer fordern dringend Regierungshilfe, da sie die Vernichtung der Ernte befürchten. Schweres Explosionsunglück an Bord eines amerikanischen Schlachtschiffes. An Bord des amerikanischen Schlachtschiffes „Wyoming", das jetzt als Schulschiff dient, ereignete sich in einem Geschützturm eine Explosion, bei der Kapitän Trumble sowie fünf Mann der Besatzung getötet wurden. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß eine Granate beim Laden explodierte. Das Schlachtschiff ist in San Pedro eingelaufen. Sechs Schwerverwundete wurden an Bord des Lazarettschiffes „Relief" gebracht und dort operiert. Zwei von ihnen find bereits aufgegeben worden. — Das Unglück ereignete sich am letzten Tage der Manöver, die ein großer Teil der Pazifikflotte gemeinsam mit der Luftwaffe vor der Insel San Clemente durchführte, und die bis jetzt geheimgehalten worden waren. Ein wildgewordener Stier. In Trier kam es zu einem aufregenden Vorfall. Ein junger Stier, der zum Schlachthof gebracht werden sollte, wurde plötzlich wild und riß sich los. Das Tier rannte durch die Kulturen mehrere Gärtnereien und richtete einen Schaden von rund 1500 Mark an. Es blieb schließlich nichts anderes übrig, als den Stier durch Polizeibeamte erschießen zu lassen. Vulkanausbruch in ANtlelchile. Der Vulkan Llaima bei Temuco in Mittelchile befindet sich in starker Tätigkeit. In der näheren Umgebung wurden durch Lavaströme und Aus- bräche von heißen Quellen Zerstörungen auf den Feldern angerichtet. Das Anschwellen der Flüsse brachte zwei Brücken zum E i n st u r z. Bisher sind zwei Todesopfer zu verzeichnen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit und mit ihr die Lebhaftigkeit der Witterungsoorgänge bei uns hat sich weiter verstärkt. Da jetzt überwiegend milde Meeresluft zuströmt, werden die Niederschläge ergiebiger und auch im Gebirge weitaus als Regen fallen. Aussichten für Samstag: Bei kräftigen südwestlichen Winden mild. Aussichten für Sonntag: Bei Luftzufuhr aus Süd bis Südwest unbeständig und zu Niederschlägen geneigt, für die Jahreszeit zu mild. Lufttemperaturen am 18. Februar: mittags 4,7 Grad Celsius, abends 3,3 Grad; am 19. Februar: morgens 4 Grad. Maximum 5,6 Grad, Minimum heute nacht 1,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Februar: abends 3,1 Grad; am 19. Februar: morgens 2,4 Grad. — Niederschläge 1 mm. — Sonnenscheindauer 1,3 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Bedeckt, — 2 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sport gut. Hoherodskopf: Nebel, —3 Grad, 35 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sport sehr gut. Sauerland. Winterberg: Sprühregen, 0 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pappschnee, Sportmöglichkeiten mäßig. Rhön. Wasjerkuppe: Bewölkt, —4 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, Sportmöglichkeiten mäßig. Taunus. Kl. Feldberg: Nebel, —2 Grad, 9 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 2 Zentimeter Neu- schnee, Pappschnee, Sport gut. Schwarzwald. Feldberg: Leichter Schneefall, — 6 Grad, 110 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 8 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sport sehr gut. Alpen. Schneefernerhaus: Heiter, —9 Grad, 610 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 2 Zentimeter Neuschnee, Skimöglichkeiten gut, Rodeln mäßig. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.°G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstn6 Unter Schlüssel und Anker. 80 Zähre Norddeutscher Lloyd. AI Das obere Bild zeigt den ersten deutschen Lloyd-Dampfer „Bremen", der teilweise noch mit Segeln ausgerüstet war und für seine erste Fahrt nach Neuyork vierzehn Tage brauchte. Unten: Der neue Schnelldampfer „Bremen", der jahrelang mit etwa fünf Tagen Fahrzeit als schnellstes Schiff der Welt den Verkehr zwischen Europa und Amerika vermittelte und auch heute noch zu den beliebtesten Schiffen auf dieser Strecke zählt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Am 20. Februar 1857 würbe in Bremen der Norddeutsche Lloyd gegründet, der von zunehmender Bedeutung für den deutschen Uebersee- dienst wurde, Bremens Flagge mit dem Schlüssel in alle Ozeane trug und heute schlechthin Bremen verkörpert. Der Gründer des Norddeutschen Lloyd ist der alteingesessene Bremer Konsul Hermann Henrich Meier, der schon seit Jahren an der wirtschaftlichen Entwicklung seiner Vaterstadt arbeitete, auf dessen Veranlassung die vollkommen versandete Weser ausgebaggert, der erste Telegraph auf dem europäischen Festlande von Bremen nach Bremerhaven gelegt und die erste Eisenbahnverbindung zwischen den beiden Städten hergestellt wurde. In den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte Bremen so gut wie gar keinen Seeverkehr, erst etwa nach 1848 begann er sich langsam zu entwickeln, vor allem, da die Auswanderer nach den Vereinigten Staaten die Ueberfahrt von Bremerhaven aus vorzogen. Konsul Meier war Direktor zweier Dampfschiffahrtsgesellschaften, die die Unterweser und die Oberweser mit den neuen Dampfschiffen befuhren. Aus vier einzelnen Gesellschaften wurde nach manchen Schwierigkeiten endlich der Norddeutsche Lloyd gegründet, dessen erster Direktor Eduard Crüsemann war und den ersten Ueber- seedampfer, die 2500 Bruttoregister-Tonnen große „Bremen", im Juli 1858 nach Nordamerika schickte. Es war ein stolzer Tag, denn damit war die Weser einer in deutschen Händen befindlichen Dampfschifffahrtsgesellschaft erschlossen, während bis dahin hauptsächlich amerikanische Gesellschaften den Dienst versahen. Im Gründungsjahr 1857 wurde bereits mit drei kleineren Schiffen von zusammen 2892 Bruttoregistertonnen der England-Verkehr eröffnet, dann wurde vor allem der Amerikadienst gepflegt, aber das Unternehmen stieß zunächst auf große Schwierigkeiten. Gerade im Gründungsjahr wurde die Welt von einer Wirtschaftskrise erschüttert, die auch den Norddeutschen Lloyd — der Name ist nach dem für die Schiffsgeschichte so bedeutungsvollen Lloyds Cafehaus in London von Meier gewählt worden — schwer gefährdete. Der Amerikadienst litt unter Unfällen, so daß im Jahre 1858 bis 1859 drei von vier Auswandererdampfern wegen Seeuntüchtigkeit infolge Havarien abgewrackt werden mußten. Weiter kam hinzu, daß Bremen zunächst Stadtstaat war und des Hintergrundes eines großen und einigen Deutschen Reiches entbehrte. Von vornherein standen die Gründer des Norddeutschen Lloyd auf dem Standpunkt, daß die nationale Einheit auch schon deshalb geschaffen werden müsse, damit die deutsche Seegeltung die nötigen Kräfte in einem reichen Hinterlande findet. Als daher im Jahre 1871 in Versailles das Zweite Reich gegründet wurde, verschrieb sich der Norddeutsche Lloyd völlig und nur zu gern dem Dienst im nationalen Fahrwasser und unterstützte nicht nur weitgehend die Außenhandels- und Kolonialpolitik des eisernen Kanzlers, sondern baute über die Subventionen hinaus den Postdampferdienst nach Australien und Ostasien aus. Der Privatinitiative, dem Hanseatengeist, war es in einem günstigen Augenblick gelungen, das Werk zu wagen, eine unabhängige deutsche Schiffahrt zu schaffen, während die Kleinstaaterei in Deutschland einem solchen Projekt weltenfern war und auch nachher nur durch den Wagemut der Kaufleute und durch kaufmännische Ehrbarkeit sich das Unternehmen immer weiter entwickelte, bis es bei Ausbruch des Weltkrieges 982 951 Bruttoregistertonnen Schiffsraum umfaßte, darunter die größten Passagierdampfer der Welt. Es war daher ein schwerer Schlag nicht nur für die deutsche Schiffahrt, sondern besonders für den Lloyd, daß wir auch unsere Handelsflotte dem Feindbund ausliefern mußten. Die stolzen Schiffe des Norddeutschen Lloyd kamen in fremde Hände Was übrig blieb, war fo gut wie nichts, denn unter den rund 56 000 Brutto- regiftertonnen Schiffsraum war das größte Schiff nicht einmal 800 Bruttoregistertonnen groß, also etwa ein Viertel des Verdrängungsraumes des Dampfers „Bremen", mit dem im Jahre 1858 der Ueberseedienft nach den Vereinigten Staaten ausgenommen worden war! Aber hanseatischer Wagemut verzagte nicht. Die Flotte wurde trotz aller Schwierigkeiten wieder aufgebaut, die verödeten Häfen belebten sich allmählich, die Auslandsbeziehungen der deutschen Kaufleute und Reeder wurden wieder angeknüpft, und der Norddeutsche Lloyd konnte mit Stolz schon im Jahre 1929/30 die großen und auf das modernste ausgestatteten lieber« seedampfer „Breme n" und „Europa" von je 50 000 Bruttoregistertonnen in Dienst stellen. Wieder kam eine schwere Krise, die zunächst einzelne Teile der Weltwirtschaft, dann den ganzen Weltwirtschaftskörper erfaßte. Die Scheinblüten der Konjunktur waren verwelkt. Da kam mit dem Nationalsozialismus die Wende. Er erkannte, daß für Deutschlands Seeschiffahrt und Seegeltung das ganze Reich einzustehen habe, und neben dem Norddeutschen Lloyd wurde die größte Hamburger Dampfschiffahrtsgesellschaft, die Hapag, vom neuen Geiste erfaßt. Der Konzern der beiden Großreedereien wurde aufgelöst, die Sonderausgaben wurden einzelnen Privatreedereien überlassen und die Großreedereien selbst wurden ihrer eigentlichen Aufgabe, den großen Ueberseeverkehr zu pflegen, zurückge- geben. Vom 1. Januar 1933 bis 31. Dezember 1936 hat der Norddeutsche Lloyd elf Schiffe, darunter die großen Ostasienfahrer „Scharnhorst" und „Gneise- nau" in Dienst gestellt, und zu diesen rund 100 000 Bruttoregistertonnen neuen Schiffsraum hat der Norddeutsche Lloyd bereits wieder 25 000 Bruttoregistertonnen deutschen Werften in Auftrag gegeben, so daß er mit verjüngtem, rund 625 000 Oberhessen Ludwig Jung VIII im Alter von 76 Jahren Klein-Linden, den 18. Februar 1937 1141 D Handels ZrüEmEmS Fernsprecher 2096 und 4276 1125 A 3838 Jj 1134 bis» . 'TEXTILHAUSj HAUS DER GUT£Nj Stadttheateri AKT€H- TASCHE Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Milllmeterzeile veröffentlicht 20—22.15 Uhr Heiler. Tanzabend Leitung: I. Zenner Hierauf Die schöne Galathee Operette von Fr. von up 6. Preise von 1.20-4.00 RM. Gießen (Neuen Bäue 9), den 19. Februar 1937. Die Beerdigung fand in der Stille statt Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Helene Fischer, geb. 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Zur Zeit finben in der Schottener Stadtkirche, von der Ortsgruppe des Evangelischen Bundes in Verbindung mit dem Kirchenvorstand veranstaltet, D o l k s m i s s i o n s- vorträge statt, die regstem Interesse der Bevölkerung begegnen. Die Vorträge werden von dem Gauwalter des Evangelischen Bundes, Pfarrer Petersen (Fürfeld), gehalten. Mit einem feierlichen Abendgottesdienst und anschließendem Abendmahl findet die Volkskommissionswoche am nächsten Sonntag ihren Abschluß. Arbeitsvergebung. Die im Rechnungsjahr 1937 (1. April 1937 bis 31. März 1938) herzustellenden Gas- und Wasserleitungsrohrgräben sollen auf Grund der RVO. öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Technischen Büro des Gas- und Wasserwerks (Gartenstraße 3 I, Zimmer Nr. 3) aus. Die Vordrucke sind dort erhältlich. 1109A Die Angebote sind verschlossen und postsrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Samstag, den 27. Februar 1937, 11 Uhr, an uns einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Anbieter. Zuschlags- und Bindefrist: 4 Wochen. Gießen, am 17. Februar 1937. Städtische Betriebe Gießen. ___________Abt. Gas- und Wasserwerk. Am 14. Februar 1937 verschied sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Schwager Philipp Fischer im Alter von 78 Jahren. % iNen stell Samstag,20.30ühr Hauptversammlung Hessischer Hof. Heldengedenktag Abmarsch 8.45 v. Hessisch. Hof zum Treffpunkt der Arbeitsgemeinschaft Montag, 20.15 Uhr Lichtbilder-Vortrag desKommandenrs III/Art. 9, Aula des Gymnasiums, UrP"* ff#**1' 1 LUe ? n Ich 1 fei ri> «p Em fes- UL-.iß- 7 »Z Ffatale Tv M. icbel Kh «liier noch K ILif beim ■ H ' Sorldjln«, Wv / nacht das gar fN nach lange Otter gespielt t '• ch freute mich sct ■üMnn ich ihr erz Weg Klicker gefpii ß ks sind so kleii 11 aflnen Kindern ‘mit fremden Bub itftin Kunststück, w 11 an den Schläfen Ml schön, wenn w Im in unser Herz / zu einem Vortragsabend in die Schule eingeladen. Fräulein Harter von der Bäuerlichen Werkschule sprach über Anlage, Düngung und Pflege des Gartens. Sie schilderte die besonderen Ausgaben der Frau, die ihr hier im Rahmen des Dierjahresplanes zugeteilt sind. nsf. Göbelnrod, 18. Februar. In unserer Frauenschaft fand ein Vortragsabend statt, bei dem Frau G ü n g e r i ch aus Gießen Gedichte vor- trug. In die Schönheit der deutschen Dichtung wurden die Frauen durch ernste Verse geführt, während manch lustiges Gedicht fröhliche Stimmung schuf. Lebhafter Beifall zeigte, wie die Hörerinnen dem Vortrag gefolgt waren. In nächster Zeit kommt die Bauernspielschar aus Alten-Buseck zu uns; das verspricht einen Abend voll Heiterkeit und volksverbundenem Humor. D L i ch , 18. Febr. Die ehemalige H e l l e r s ch e Villa in der Bahnhofstraße, neben der Katholischen Kirche, ging durch Verkauf in den Besitz des Wurst- und Fleischwarenfabrikanten Heinrich Dietz über. — Das Hochwasser, das die Große und Kleine Weide bedeckte, verläuft sich langsam. Dagegen hat die Wetter oberhalb unserer Stadt noch weite Wiesenflächen überschwemmt. Auch die Wiesen am Breuerberg stehen noch unter Wasser. cx> Langsdorf, 17. Febr. Heute fand die letzte Holzversteigerung im hiesigen Gemeindewald statt. Es wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Buchenscheitholz je 2 Raummeter 17 bis 18 Mark, Prügel 9 bis 14 Mark, Stockholz je 1 Raummeter 2 bis 3 Mark, Reiser je 1 Raummeter 0,50 bis 1 Mark, Eichenscheiter je 2 Raummeter 6 Mark, Prügel 4 bis 5 Mark, Fichtenreisstangen 15 bis 20 Pf. pro Stück, Bohnenstangen 50 Stück bis zu 3 Mark. Der Preis etlicher Eichenstämme hielt sich auf der Höhe der früheren Versteigerungen. Auch in diesem Jahre erhielt sich bei den Holzversteigerungen der alte Brauch, daß die Leute sich zu einem Mittagsimbiß um das lodernde Feuer sammeln, eine gut eingewickelte Bratwurst in der glühenden Asche braten lassen und dazu eine Tasse Kaffee oder ein anderes Getränk — Wasser pflegt nicht auf dem Programm zu stehen — zu sich nehmen. Für die Bewirtung sorgt ein Mann, der seit Jahrhunderten der „Forstwirt" genannt wird, aber in seinem übrigen Beruf durchaus nicht Wirt zu sein braucht. Seit vielen Jahren versieht dieses Amt der alte Waldfreund Adam Heckmann. nsf. Hungen, 18. Febr. Auf dem Kameradschaftsabend der NS.-Frauenschaft konnte die Leiterin an dreizehn ihrer langjährigen Mitglieder die Ehrennadel verleihen. Diese Frauen, die ersten der RS.-Frauenschaft in Hungen, haben allen Anfeindungen zum Trotz sich schon früh zur Bewegung und zum Führer bekannt. Sie werden Geilshausen, 18. Febr. In dem letzten Schulungsabend des von dem Reichsluftschutzbund in der hiesigen Gemeinde durchgeführten Luftschutz l e h r g a n g e s für die Selbstschutzkräfte hielt Lehrer Eberle aus Lollar einen Vortrag über das richtige Verhalten bei Luftangriffen, über die Tätigkeit der Frau im Luftschutz und über den Luftschutz auf dem Lande. Die außerordentlich lehrreichen Ausführungen des Redners würben von den zahlreich erschienenen Kursusteilnehmern mit großem Interesse und Beifall aufgenommen. Der Untergruppenführer, Lehrer Roth, dankte dem Redner und ermahnte zu ernster Mitarbeit im Luftschutz. wg. Großen-Buseck, 19. Febr. Am gestrigen Donnerstag konnten die Eheleute Landwirt Heinrich Dort und Frau Christine, geb. Enders, Zeilstraße, das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. Das gleiche Jubiläum begingen die Eheleute Landwirt Heinrich H o f und Frau Maria, aeb. Münch, wohnhaft in der Weidengasse. — Aus Antrag der Gemeindeverwaltung wird die Reichsbahn im hiesigen Güterbahnhof eine Verlade- rampe für Holz errichten lassen. Mit den Arbeiten wird bald begonnen werden. (D Saasen, 18. Febr. Die RS. -Frauenschaf t hatt^ die Frauen und Mädchen des Dorfes Landkreis Gießen. CO Klein-Linden 18. Febr. Die Evangelische Frauenhilfe unserer Gemeinde führte an mehreren Abenden dieser Woche einen Bibel- kurs durch. Leiterin war Frau Ohly (Alsbach an der Bergstraße) vom Hessischen Landesverband. Die Abende erfreuten sich eines guten Besuches. T Lollar, 18. Febr. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, hielt im Gasthaus „Zur Linde" eine Versammlung ab, an der sich sämtliche Gliederungen der Partei und die vaterländischen Verbände, Luftschutzbund, Luftsportoerband und die übrigen Vereine beteiligten. Nach dem feierlichen Einzug der Fahnen und den Einleitungsworten des Ortsgruppenleiters Petra sch hielt der Gauinspekteur David Müller einen Vortrag, in dem er zeigte, welche Leistungen der Führer und die Partei in den vier Jahren seit der Machtübernahme vollbrachte. In der üblichen Weise schloß sodann der Ortsgruppenleiter die Versammlung. — Nachdem von dem D. R. L. (Deutschen Reichsbund für Leibesübung) die Bildung von Einheitsvereinen angeregt worden ist, hat der hiesige Turnverein in seiner letzten Generalversammlung beschlossen, da in dem Verein nicht nur das Turnen, sondern auch alle Arten von Sport mit Ausnahme des Fußballspiels schon seit längerer Zeit gepflegt werden, seinen Namen in. „V e r e i n für Leibesübungen Lollar 18 8 3 e. V." zu ändern. Die Namensänderung ist bereits vom Gau XII des Deutschen Reichsbundes für Leibesübung in Kassel genehmigt und im Gauverordnungsblatt bekannt gemacht worden. # Daubringen, 18. Febr. Unser hiesiger Einwohner Karl A l b a ch I. konnte dieser Tage in körperlicher und geistiger Frische seinen 8 0. Geburtstag feiern. I Daubringen, 18. Febr. Die Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes veranstaltete bei der hiesigen NS.-Frauenschaft einen Werbeabend, bei dem der Gemeindegruppenführer und Werbeleiter Lehrer Eberle (Lollar) einen Vortrag über „Die Frau im Luftschutz" hielt. Die sehr interessanten Ausführungen des Redners wurden durch zahlreiche Lichtbilder auf das wirksamste unterstützt und fanden den ungeteilten Beifall der Zuhörer. Leider war wegen der in unserem Orte herrschenden zahlreichen Erkrankungen an Masern der Besuch nicht so stark, wie man ihn wegen der Wichtigkeit der zur Behandlung stehenden Fragen sich gewünscht hätte. Mehrstimmige Lieder (Leitung Lehrerin Schminke), die sehr schön zu Gehör gebracht wurden, umrahmten den Vortrag. Die Ä“nb $ie| öA ie' be I bt'n ? . - 5 Hin," ? 11%»Wne# IS» Vergebung derKuhrleistungen Die im Rechnungsjahr 1937 (1. April 1937 bis 31. März 1938) erforderlichen Fuhrleistungen des Gas- und Wasserwerks sowie des Volksbades und Biohumwerkes sollen auf Grund der RVD. öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Technischen Büro des Gas- und Wasserwerks (Gartenstraße 3 I, Zimmer Nr. 3) aus. Die Vordrucke sind dort erhältlich. 1129A Die Angebote sind verschlossen und postfrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis zum 27. Februar 1937, 12 Uhr an uns einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Anbieter. Zuschlags- und Bindefrist: 4 Wochen. Gießen, den 18. Februar 1937. Städtische Betriebe Gießen. Wissenschaft!» Werke Sondergebiet der BrühFschenDruckerei | Verschiedenes] Wer leiht RM.S00.- geg. gute Sicher- Helt. Schriftliche Angeb. unt.0831 an d. Gieß. Anz. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und geleien. Vereine "| Gießener !.^ Zeitspanne v ^handel mit Aen können, j lodete und, qele l5nIlW, zu , '*&■ Dieser T ;Entwicklung Äri । te* d>- Ai L b°"«°r -d “?*ii 8 JJ. ^freien. Da ÄS ! ;J?tor wurde i '*5rÄ f! ,'Wn k-Qtur | Verkäufe | Klavier Preis RM. 200.- unb weiß. Tisch l,10x0,70zuver- f auf en. Zu erfr. im Gietz.Anz.os3a j Kaufgesuche | Bauplatz zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. mit Lage, Grötze, Preis unt. 0837 an b. Gietz. Anz. □ Laubach, 18. Febr. Gestern nachmittag wurde mit großem Trauergefolge der Landwirt Konrad Salzmann im Alter von nahezu 88 Jahren zu Grabe getragen. Der Verstorbene war Altveteran des Krieges 1870/71, den er in der 4. Kompanie des damaligen 2. Hessischen Infanterie-Regiments (später 116) in Gießen mitgemacht hatte. An einer Reihe von Schlachten (Gravelotte, Orleans) hatte Salzmann teilgenommen. Er war Mitbegründer der hiesigen Kriegerkameradschaft und hat sich im Kriegeroereinswesen große Perdienste erworben. Für ihn, als alten Soldaten, war die Wiedereinführung der Wehrpflicht durch unseren Führer eine ganz besondere Freude. Der hiesige Kriegerverein sowie der vereinigte Männergesangverein, deren Ehrenmitglied er war, erwiesen ihm j die letzten Ehrungen. Von den hiesigen 32 Alt- oeteranen lebt jetzt nur noch der 90jährige Schreinermeister Heinrich Momberger, der kürzlich in seiner Scheune einen Beinbruch erlitten hat. aus Leder schon von RM. 3.— an bei 1123A Leder-Röhrig Gießen Neustadt 43 MlauU eineDoöermnnn- Ijflnö n mit Sref- lütöaisüanö. Kann auf der Bürgermeisterei Kinzenbach geg. Erstattung b.Un- kosten abgeholt werden. 1140d Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief heute morgen 6 Uhr unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet Sonntag, 21. Februar, nachmittags 3.45 Uhr, vom Trauerhause, Wetzlarer Straße 34, aus statt Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Schmidt Familie Volkmann Im Namen aller Hinterbliebenen: Karl Hildebrand. Wieseck, den 18. Februar 1937. Danksagung. Für die uns bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen in so reichem Maße erwiesene Teilnahme sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. 0828 Hreitag, 19. ZebruarMI Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zweites Blatt s;; Gau-Siraßensammlung am 19. und 20. Februar ln9 bei. M abgelehnt. Der kleine Weißmützige tat mir L frnben ht I Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung Kameradschaft Gietzen. und mo* 22.50 ndn|om in unser Herz ziehen lassen. H. ioffe S 1.98 on Aus Heute mödie >s per Provinzialhauptstadt. Sine Stunde Kinderfreude. iders gewonnen 21.50 (v&tiLbr, to Kleine mit der blauen Mütze schoß am zstet. Bald hatte er dem andern alles abgewon- tn. Der Vorschlag, ihm einige Klicker zu leihen, Erstaufführung „kupferne Hochzeit". dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: abend findet die Erstaufführung der Ko- „Kupferne Hochzeit" von Svend Rindom Am Heldengedenktag sammeln sich die Mitglieder pünktlich um 9.15 Uhr vor der Volkshalle zum Abmarsch nach dem Aufstellungsplatz zur Heldengedenkfeier. Anzug: Mantel, NSKOV.-Mütze und Verbandsabzeichen. Amt Reifen, Wandern und Urlaub. Automobilausstellung 1937 Berlin. Zu dieser Ausstellung fahren wir einen Sonderzug, und zwar vom 4. März, abends, bis 8. März, vor- uffions' der Levo!, k,Dk7 kleine Junge meines Nachbars, mit dem ich I .Animal ein freundliches Wort wechsle, hat mor- . [Jri Zeburtstag. Ich betrat also heute ein Spiel- eAtit U^lligeschäft und erstand ein dickes Säckchen mit Sr.'nben „Klickern". Ich dehnte meinen Nach- MFsspaziergang etwas aus, da die Sonne gar Bekanntlich findet am 19. und 20. Februar eine Gauftraßenfammlung statt. Zum Verkauf kommen die Wappen der fünf größten Städte des Gaues, und zwar Frankfurt a. 2IL, Offenbach, Wiesbaden, Wainz und Darmstadt. Jeder, der dieses Lederabzeichen erwirbt, hilft den Volksgenossen der Lederindustrie in Offenbach und trägt dazu bei, daß Tausende von Arbeitern für eine geraume Zeit wieder in Arbeit und Brot kommen. Die Durchführung der Sammlung liegt in den Händen d^r politischen Leitung, des Amtes für Beamte und der RSV.-Walter und WHW.-Helfer. Die Sammlung beginnt am Freitagvormittag durch eine Geldsammlung bei den Behörden, die durch den Fachschaftsleiter oder dessen Stellvertreter durchgeführt wird. Am Rachmittag ab 16 Uhr sammelt die Beamtenschaft, die abends durch die RSV.-Walter und WHW.-Helfer abgelöst wird. Samstag vormittag werden nochmals die Männer der RSV. sich für den Verkauf der Lederabzeichen einsehen. Samstag nachmittags ab 16 Uhr sammeln die politischen Leiter, die dann bis zum endgültigen Verkauf der Abzeichen eingesetzt werden. Jeder Volksgenosse trage dazu bei, daßdie Lederabzeichen re st los verkauft werden! Kreisführung des WHW. Oie kein WHW.-Abzeichen tragen ... Der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen-Nassau (NSG.) schreibt: Es hat seinen besonderen Reiz, an den Tagen, an denen die Straßensammlungen des Winterstatt. Svend Rindom ist ein bis jetzt in Deutschland wenig bekannter dänischer Dichter. Sein erster Start „Kupferne Hochzeit" konnte bereits auf vielen großen Bühnen des Reiches ausgezeichnete Erfolge erzielen. Per Schwenzen, der Ueberfetzere der Komödie, ist den Besuchern des Theaters kein Fremder mehr, jeder wird sich des Erfolges seines Segelfliegerstücks „Am Himmel Europas" erinnern. Rindom nennt seine „Kupferne Hochzeit" „Eine Komödie von der Liebe". — Die Spielleitung hat Hans Geißler. Es wirken mit: Inge Birkmann, Maria Gerhardt, Eharlotte Krause, Luise Schubert-Jüngling! Gerhardt Frickhoeffer, Hans Geißler, Victor von Gschmeidler, Paul Nieren, Peter Schorn. — Das Bühnenbild schuf Karl Löffler. — Die Vorstellung findet als 21. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Arlillerieverein Gießen. Im heutigen Anzeigenteil wird an die Hauptversammlung am morgigen Samstagabend im „Hessischen Hof" erinnert: zugleich wird auf das Antreten zur Heldengedenkfeier am Sonntag und auf den Lichtbildervortrag des Kommandeurs unserer Artillerie- Abteilung am kommenden Montagabend aufmerksam gemacht. (Siehe heutige Anzeige.) Sochschulnachnchten Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, R u st, hat den in das Reichserziehungsministerium berufenen Professor Dr. Wilhelm Groh mit Ende März 1937 von dem Amt des Rektors der Universität Heidelberg entbunden und ihm für seine verdienstvolle und mit großer Hingabe geleistete Mitarbeit beim Aufbau des neuen Staates seinen besonderen Dank ausgesprochen. Zum Rektor der Universität Heidelberg ernannte der Reichserziehungsminister den ordentlichen Professor der Philosophie Dr. h. c. Ernst Krieck. sprüngliche Entstehung der Oper, nämlich das antike Drama mit den Mitteln der Musik zu erleben, in einer Intensität fort, die stellenweise der kommenden Entwicklung in der Richtung nach dem Musikdrama hin bereits vorgreift: Die Musik als vornehmlicher Künder des dramatischen Geschehens. Händel ermöglicht das Verstehen der einzelnen menschlichen Charaktere dadurch, daß er ihre Gesinnungen durch den musikalischen Ausdruck greifbar Gestalt gewinnen läßt. Diese vielfältige Abwandlung der Ausdrucksmittel hat namentlich in den letzten Jahrzehnten, die bekanntlich zu einer Erweckung des Händelschen Opernwerkes geführt hatten, immer wieder das Augenmerk auf den „Herakles" gelenkt als das Werk, das im Verstehen und Begreifen menschlicher Leidenschaft am tiefsten schürft. Das mag uns umso erstaunlicher berühren, als Händel noch nicht über die instrumentalen Mittel unserer modernen Musikdramatiker verfügt, sonden nur das übliche Barockorchester verwertet. Gerade diese Sparsamkeit in der Auswahl charakterisierender Farben läßt um so klarer die pointierte Schärfe seiner melodischen Charakteristik hervortreten. Ein besonderer Anteil ist dem Chor von Händel Vorbehalten; jedesmal faßt er den Inhalt der einzelnen Szenengruppen, als idealer Zuschauer gedacht, zusammen und läßt dabei entweder die angeschlagene Stimmung sich breit ausschwingen oder mit scharfer Akzentuierung den dramatischen Gipfel sich herausprofilieren. Der erste Akt gibt der Klage von Herakles' Gattin Dejanira voll schmerzhafter Sehnsucht Raum. Die düstere Stimmung verstärkt sich, als Herakles' Sohn Hyllos von dem „grauenvollen" Orakel berichtet, dessen Verkündung das Orchester mit züngelnden Flammenfiguren untermalt. Der Herold Lychas berichtet von der bevorstehenden Heimkehr des Helden: dieser Umschlag der Stimmung, der die Arie des Lychas durchweht, findet seine Zusammenfassung in dem Chor: „Verzage nicht". — Ein Marsch, dem hohe Trompete und Pauke besondere Festlichkeit verleihen, begleitet die Rückkehr des Herakles. Die von Herakles mitgeführte Tochter Iole des besiegten Königs klagt um ihren gefallenen Vater und läßt die Trauer um das Vaterherz in dem folgenden Larghetto sich austönen. Herakles, von aller Kriegslast befreit, gibt sich jetzt wohlverdienter Ruhe hin (Arie), und ein glänzend instrumentierter Freudentanz des Chores schließt den ersten Akt. Der zweite Akt wendet sich zunächst dem Schicksal der Iole zu, die in einem Pastorale vom Glück träumt. Dann aber spitzt sich die Lage zwischen Dejanira und Iole zu; eine Rezitativszene zwischen Hilfswerkes stattfinden, den stillen Beobachter zu spielen. Das Leben und Treiben auf den Straßen und Plätzen spricht seine besondere Sprache: Männer aus allen Kreisen und Berufsgruppen schwingen ihre Sammelbüchsen, fordern mit Selbstverständlichkeit die Opfergabe für das große Werk des Führers. Und ebenso freudig und ebenso pflichtbewußt geben die Vorübergehenden ihr Scherflein, weil sie in ihrem Herzen Dankbarkeit und Gerechtigkeit tragen. Aber geht da nicht einer vorüber, der den Ruf des Sammlers nicht hört? Das Winterhilfswerk existiert aus diesem oder jenem Grunde für ihn nicht. Mit einem Wort: er hat nichts gelernt und nichts vergessen. Er ist und bleibt der ewig Gestrige, der zwangsläufig, zum Glück des deutschen Volkes, an seiner eigenen Nichtigkeit zugrunde gehen muß. Damit aber auch der Humor nicht fehle, spielt der „Vergeßliche" in den Straßensammlungen seine komische Rolle. Wenn der Sammler an ihn herantritt, so beteuert er steif und fest, daß er schon im unveräußerlichen Besitz eines WHW.-Abzeichens ist; nur habe er vergessen, so fügt er bedeutungsvoll hinzu, dieses Zeichen anzustecken. Der Sammler schmunzelt und überläßt auch diese Figur ihrer eigenen Lächerlichkeit. Wer den Sinn der Straßensammlung des WHW. nur einigermaßen erfaßt hat, wird sich sagen müssen, daß solche traurigen Gestalten in ihrem sozialen Unverstand im Dritten Reich keinen Platz haben. Aber der Nationalsozialismus verzichtet auf Gewaltkuren. Er rechnet mit dem Takt eines jeden Deutschen, der am nächsten Sonntag, wenn der Gau seine Straßensammlung durchführt, aus Ueber- zeugung selbstlos opfert. Denn das soziale Handeln eines jeden muß Richtschnur sein können für jene allgemeine soziale Haltung, der unser Vaterland die Rettung aus schwerster Not verdankt. i’S dge QuaL, S2.00 ^3.90 kysshäuserbund Gießen. Der Kreisführer des Kyffhäuferbundes macht in unserem gestrigen Anzeigenteil die Kameradschaften auf das Antreten zur Heldengedenkfeier am kommenden Sonntagvormittag aufmerksam. Die Angehörigen des Kyffhäuferbundes feien auf diese Anzeige besonders hingewiesen. Oberhessischer Geschichtsverein. Am kommenden Montagabend in der Aula des Gymnasiums Vortrag von Oberstleutnant Döring, Kommandeur III. Abt. A.-R. 9, über „Schicksalsjahre des Memellandes". Der Vortrag wird auf eigenen Erlebnissen als aktiver Offizier aufgebaut und durch Lichtbilder bereichert sein. Man beachte die heutige Anzeige. Leit< [■ r°°° Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Ortsgruppe Gießen-Süd: 20.30 Uhr Schulungsabend in der „Stadt Wetzlar", Riegelpfad. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Kupferne Hochzeit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das schöne Fräulein Schragg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ball im Metropol". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler". versetzen können, indem er ihre Gesetzmäßig- l' t gründete und, geleitet von der Kraft der eigene Persönlichkeit, zu vertiefender Durchdringung ^Handlung und Vermenschlichung der Bühnen- k kN vorstieß. Dieser Tribut an die Oper war für "'Ninnere Entwicklungsnotwendigkeit, noch dazu, a9)(r Kampf um die Anerkennung seine Kräfte j 5ium Aeußersten spannte. In diesem Bewußt- b'vdks eigenen Könnens empfand er das Gebun- "hjth an die Szene, an die traditionelle Form ""Nicht zuletzt die Abhängigkeit von dem Eigen- .. ®!™n der Sänger als Fesseln. Nur der Schritt ""'ie Welt des Oratoriums konnte ihn von diesen rWinissen befreien. Daß sich fast parallel mit die- t Vrtwicklung eine Umschichtung des Hörerkreises HS' die nicht mehr wie bisher einzelnen Stündlich bevorzugten Gesellschaftsklassen den Genuß |öT^er ermöglichte, sondern die dem musikfreudi- 9*1 Bürgertum mit seinen aufnahmefähigen Kräf- !ei'e>t die Aufführungen zugänglich machte, gab Je*t dem Oratorium die breiteste Auswirkungs- Ollfl- . Achr Faktor wurde für Händel bestimmend bei _„^ohl der Stoffe feiner Oratorien, um ihnen “ HAchendes Verständnis zu gewährleisten. Seine ml »Wlmschen-Kraftnatur fühlte sich zum Großen 2 «Erhabenen hingezogen und strebte dabei stets ^er Absicht dem Allgemein-Menschlichen zu. M1 ’ ter Größe und Tiefe der Durchdringung zeigt IS R Shakespeare verwandt; ebenso führt ihn A ische Tendenz, erwachsend im Kampfe mit ^'cksalsmächten, in die geistige Nähe der An- 1 ’ ^ifür zeugt ganz besonders sein „H e r a k l e s". 111 nger Anlehnung von Sophokles' „Trachinie- hatte der englische Geistliche Thomas 2?? 9h ton den Text geformt und in scharf BMwen Einzelszenen dem treibenden Moment 0r nblung, der Eifersucht der Dejanira, plasti- Ausdruck verliehen. Die tragische Schuld De- erscheint hier umso größer, als nach der A,°.iMo"schen Darstellung keinerlei Grund zur TiJW gegeben war. hier in diesem Werk ein ganz besonderer jJpjF-9 des Oratoriums vorliegt, gibt Händel in der „J.dTiung als „musikalisches Drama" zu erkennen. rT^rt hier den Ausgangsgedanken für die ur- Händels „Herakles". zur bevorstehenden Festaufführung des Gießener Konzertvereins. Ä der Zeitspanne von über drei Jahrzehnten b ä ich Händel mit der italienischen Oper aus- s. Me die Buben an. Die Einsätze wurden ver- frpptlt, verdreifacht. Immer gewannen die Klei- Ws n. Sie freuten sich diebisch, und am Ende war iii’in Säckchen halb leer. Da erklärten sie, sie K ifjtrn jetzt heimgehen. Scheinbar hatten sie Angst hi ihren Gewinn. Der Weißmützige fragte nur beiden läßt die Eifersucht Dejaniras eindringlich kund werden, und mit gigantischen Akzenten geißelt der Chor jetzt die Eifersucht mit stechenden aufsteigenden Tonfolgen („Folter der gequälten Brust") und dem schleichenden Verdächtigungsmoment („Schatten siehst du als Beweise an"). Hyllos wirbt um Joles Liebe, sie weist ihn in einer Arie mit seiner Ironie ab; Hyllos schwärmt von olympischem Liebesglück, und der Chor stimmt den Preis des Liebesgottes an in bezwingender Innigkeit. Jetzt stehen sich die Eheleute gegenüber; Dejanira voll Eifersucht tadelt den durch die Ruhe verwelkenden Lorbeer des Gatten. Diesen Einwand beschwichtigt Herakles mit seiner Arie, der zwei Solo-Oboen eine ganz bestimmte Richtung geben. Voll beißendem Spott und erniedrigendem Hohn geißelt jetzt Dejanira ihren Gatten; das spitzig Keifende bildet das melodische Thema ab, ebenso wie „Rocken und Spindel", die Dejanira ihrem Gatten anempfiehlt, melodisch greifbare Gestalt gewinnen. Dejanira weiß nur die eine Rettung, das Blut des Nesius soll helfen. Im Tempel des Zeus windet sich Herakles unter den Qualen des Nessusgewandes. Das kündet mit schaurigem Realismus ein symphonischer Satz des Streichorchesters; das spricht sich in der folgenden Soloszene des Herakles mit erschauernder unmittelbarer Nähe aus. Der Chor beklagt das Dahinsinken des „Rächers der Menschheit". Das menschlich Ergreifendste ist aber die Szene der Verzweiflung der Dejanira in ihrem Hin-und- Hergeworfen-Sein von Gewissensbissen. Hier entrollt Händel eine der stärksten musikdramatischen Szenen voll eindringlicher Erschütterung. Priesterliches Wort führt das Liebespaar Hyllos und Iole zusammen; der Schlußchor mit feinem kontrastierenden Mittelsatz des Soloquartetts gibt dem Werk hymnischen Ausklang. Dr. Hermann Hering. 54 _ .. L/yeitz iC)ön vom Himmel schien. Ganz draußen, wo onr 96*1- 11 Mhaltstraße aufhört, spielten überall die Mäd- un M F Jn mtt dem Ball und die Buben mit ihren (9,eine5 HMrn. Ich schaute hier und da zu und dachte ein ■ nein Säckchen, das meine Tasche so prall ische. Ueberall dasselbe Bild: Die Kinder liefen : Der Sonne, spielten und freuten sich des Lebens. nathmifi UM draußen an den letzten Häusern spielten Mei kleine Buben. Der eine hatte eine blaue, der Nahe-u 2 Wdere eine weiße Mütze auf. Bei ihnen blieb ich rben? m Zeit stehen, da sie so ernsthaft in ihr Spiel er ,n T*r Lkriiit waren, daß sie von meiner Anwesenheit ,en fr.öet Kifaupt keine Notiz nahmen. Sie schienen auch mitqS fe $ar 6U viele Klicker zu besitzen, denn sie spiel- Ek cußerst sparsam und vorsichtig. Zu meiner L (x °% IJeife konnte ich feststellen, daß es noch dasselbe llpiel war, das auch wir einst — lang ist's her! — W s , was sie gewonnen hatten. Ich sah hinter 1 ten her und nahm dann das Klickersäckchen vor. K , tu mußte ich halt noch einmal in den Spiel- p Mladen, denn der Rest war doch zu wenig für ■i i Eeburtstagsgefchenk. | Bbtr im innersten Herzen hatte mich das Spiel W cckischt und so erfreut, daß ich leicht beschwingt n 4b riMch pfeifend in die Stadt zurückging. Die Inqc d hatte mich wieder einmal berührt. Und tttnr ich auch einige Jahrzehnte auf dem Buckel W, so macht das gar nichts aus. Ich hatte wie- h r (nmal, nach langer, langer Zeit, mit rechten Sibr Klicker gespielt und war dabei fung gewor- li i. Fch freute mich schon auf das Gesicht meiner f’än, ) nn ich ihr erzählen würde, daß ich heute b dritteg Klicker gespielt hätte! — das sind so kleine Frühlingserlebnisse. Mit e ivn eignen Kindern kann jeder Klicker spielen. 1 ler mit fremden Buben auf der Straße spielen, bi 5 ! ein Kunststück, wenn man schon einige graue Hm an den Schläfen hat. Aber der Frühling ist btet schön, wenn wir ihn mit der Jugend ge- ib, md ich griff in die Verhandlung ein. „Ich Sbir fünf Klicker leihen", sagte ich, „aber nur, n ich auch mit spiel en darf." Mißtrauisch sahen «Hzwei Augenpaare einen Augenblick lang an. h'chien aber einen soliden Eindruck auf sie zu örtsoruDN ■ ich", denn sie nickten, und das Spiel begann, io 3 ' i) nb dem Kleinen fünf glänzende neue Klicker. m Boni begann ich. Beim ersten Spiel hatte ich 1 Ich gewann zwei. Dann schien sich das Glück i von he "lir 3U wenden. Die Kleinen gewannen mir 5 JJ /in ibwechselnd nach und nach etwa zehn Klicker dnem feier W^atte mir der Entleiher die fünf ge- bemfcb. It^n durückgeben können. am nächsten |Rr ich weiß es nicht, war es der schöne Früh- [ igslig oder sonst etwas, ich kam nun in Eifer iib DOÜte auch wieder einmal gewinnen und X \ . Die dcutfthe Rrbeitdfront 7 / n.5.=6cmcmfdiaft „ßraft öurdi freuöc-' mittags. Preis der Fahrt einschließlich Verpfleaung und Unterkunft sowie einer Eintrittskarte zur Ausstellung 25,50 RM. Anmeldungen müssen umgehend' auf der Kreisdienststelle erfolgen. Amt Feierabend. Aufführung der Oper „Carmen" int GießenerStadttheater. Diese Oper bringen' wir am 27. Februar, 1. und 4. März im Gießener Stadttheater. Die Aufführung am 27. Februar ist für die auswärtigen, die beiden anderen Vorstellungen sind für die Gießener Arbeitskameraden bestimmt. Preise der Plätze sind 60 Pf., 1,—, 1,20 Mk< Bestellungen werden auf der Kreisdienststelle en gegengenommen. Fachliche Schulung im Obstbau. In unserem heutigen Anzeigenteil wird eine Einladung zu einer fachlichen Schulung im Obstbau ant morgigen Samstagvormittag im Katholischen Ver- einshaus zu Gießen veröffentlicht. ^Am Samstagnachmittag schließt sich die Hauptversammlung des Bezirksobstbauverbandes Gießen im gleichen Lokal an. Auch in dieser Versammlung werden wichtige Angelegenheiten auf der Tagesordnung stehen. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen. Ehemalige hessische Knegsschwestern melden! NSG. Im Juni kann das Deutsche Rote Kreuz, Hessischer Alice-Frauenverein, auf eine 70jährige segensreiche Arbeit in Hessen zurückblicken. Die Jubiläumsfeier wird voraussichtlich am Sonntag, 30. Mai, in der Festhalle zu Darmstadt stattfinden. Die Landesvorsitzende hat den besonderen Wunsch, zu dem damit verbundenen Appell der weiblichen Hilfskräfte des Bereitfchaftsdienftes die hessischen Kriegsschwestern, Kriegshilfsschwestern und -Helferinnen vom Roten Kreuz, die im Weltkrieg neben den Berufsschwestern unvergeßliche Arbeit im Dienste der Nächstenliebe geleistet haben, als Ehrengäste einzuladen. Deshalb richtet das Deutsche Rote Kreuz, Hessischer Alice-Frauenverein, hierdurch an alle ehemaligen hessischen Kriegsschwestern, Kriegshilfs- schwestern und -Helferinnen die Bitte, umgehend Name und Anschrift sowie eine !.irze Angabe, in welchem Lazarett seinerzeit die Kriegshilfstätigkeit erfolgte, an die Geschäftsstelle feiner Landesverwaltung, Darmstadt, Schollweg 3, zu senden, damit ihnen die Einzelheiten des Jubiläums rechtzeitig mitgeteilt werden können. Gemeinschastserziehung für unsere Jugend. Elternabend der Pestalvzzischule. In der sehr ansprechenden Form eines Elternabends versuchte Rektor Storch von der Pesta- lozzischule eine Antwort für die sich den Eltern aufdrängenden Gegenwartsfragen der Schule zu geben. Zahlreiche Eltern waren der Einladung in die Turnhalle gefolgt. Kapellmeister Kren'gel mit einigen feiner Kameraden gab dem Abend eine beschwingte Einleitung. Der Leiter der Schule, Rektor Storch, knüpfte an seinen Willkommen- aruß den Hinweis auf die tiefere Bedeutung dieser Veranstaltung an. Nach der Gründung der Schulgemeinde, die den Zusammenschluß aller Schülereltern mit den Lehrern, dem BDM. und der HI. brachte, soll an dem Ziel der Gemeinschaftserziehung der Jugend gearbeitet werden. Dabei soll t die Iugendwalter die Bindeglieder zwischen Lehrern und Eltern darstellen. Die Schule trägt, so fuhr der Redner fort, mancherlei Verantwortung. Ihre Arbeit muß sich dem Rhythmus einstigen, der unser Volk erfaßt. Um die Arbeiten erfolgreich zum Ziele führen zu können, bedarf die Schule der Mitarbeit der Eltern. U. a. bat er die Eltern, als putzt Herdplatten Gloria-palast: „Das schöne Fräulein Schragg." Wir haben vor längerer Zeit den Roman „Das schöne Fräulein Schragg" von Fred Andreas an dieser Stelle besprochen; wir glauben, daß das Buch zu den reifsten und geglücktesten Arbeiten eines vielseitig begabten Schriftstellers gehört. Andreas hat auch (zusammen mit Josef Dalman) das Drehbuch für den Film geschrieben, und im Film finden wir die Ueberschneidung der beiden Hauptthemen wieder, welche die Fabel kulturhistorisch und menschlich anziehend und im epischen Sinne auch spannend macht. Das Thema der Kolonisation des großen Königs im Osten des Landes nach dem Siebenjährigen Kriege lohnt ohne Zwei- fel den Versuch einer Gestaltung, und sowohl die mancherlei persönlicher Konflikte als auch die zuletzt ganz in den Vordergrund rückende Liebeshandlung entwickeln sich folgerichtig oder mindestens glaubhaft^ aus dem ursprünglich überwiegend „männlichen" und geschichtlichen Siedlungsmotiv, das übrigens gerade heute ein mehr als nur historisches Interesse beanspruchen darf. Kein Zweifel, daß das Ganze ursprünglich breiter und eben romanhaft gedacht, angelegt und entwickelt war und sich im Roman reicher entfalten konnte. Aber der Film handelt nach seinen Gesetzen, von seiner Anschauung her und rückt die Dinge näher, enger, auch sprunghafter zusammen. Das Drehbuch folgt der Vorlage anfangs ziemlich genau, weicht zum Schluß aber ab. Der Regisseur Hans Deppe war, wie uns scheint, bemüht, dem Original wie der Neufassung ihr Recht werden zu lassen. In der Titelrolle sieht man Hansi Knoteck, zart und rührend, gut eingefühlt in Zeitstil und Kostüm, nicht ganz die Gestalt freilich, die das Buch verwirklichte. Den Krüll, den Paul Klinger gibt, stellt man sich nach dem Lesen genau so vor. Gut auch die übrigen Koloni- stentypen: Schle11ow, Trevor und Werner Stock vor allem. Gebühr als der König wirkt auch in dieser mehr episodischen Stellung überzeugend wie immer; im Ensemble sieht man weiterhin eine Reihe fein empfundener und charakteristisch ausgearbeiteter Gestalten: Paul Bildt als Geheimrat Schragg vor allen, W i n t e r st e i n Elsa Wagner, Carla Rust. Hilde Schneider, P l e d a t h und Hellmuth Bergmann. — (Ufa.) * Das Beiprogramm bringt schöne Aufnahmen aus dem Naturschutzgebiet Schorfheide und die Wochenschau mit Bildern vom 30. Januar in Berlin. Hans Thyriot. 10 Pfr, auch noch über des Samenbaues", ;uten Zweck eines den die Eltern sich von dem guten Zweck e Schullandheimlagers überzeugen konnten. Mit ei einem werden können. — lieber das Thema: Samst sam, daß in Zukunft Arbeiten an Nichtmitg! ' Är. Deutsche (Nachdruck verboten.) 8. Fortsetzung. 'n. 1 er sie. Husk Bratensoße Schlußwort des Schulrats N e b e l i n g schloß der Abend. Darum: Änorr Bratensotze! Dann schmeckt's nie zu trocken. Also: 1 Knorr Bratensotzwürfel fein zerdrücken, glattrühren, mit V4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Schon fertig! Auch zum Strecken, Verbessern und Binden anderer Soßen vorzüglich geeignet. Hauptsache dabei: die vom Reichsnährstand durch die Neuordnung der Sortenauswahl geklärt werden sollen. Es j jetzt schon eine Reichssortenliste, die noch erweir wird, aber jetzt schon für einwandfreies Saa> sorgt. Neben der erstrebten Sortenoereinheitlih^ mit dem Ziel weniger, aber bester DuaIitQtsfo.li ist der Neuheitenschutz eingeführt, der Anregung züchterischen Höchstleistungen geben soll. Blumen- und Zierpflanzenfchuh", dardsorten zu sehen. Bei .... -. Blumen muß auf peinliche Pflege, und Feinheit im Aussehen besonderer Wert gw werden. Durch die Einführung der Berufs^ sollen die „Schleuderet" ausgemerzt werden. des Reichsoerbandes der Gartenausführenden iit vergeben werden. Die Entwicklung der Reichst ten Pyjama legte . ... .. ______ sen zurecht, nachdem er sich noch vorher eine besprach der Geschäftsführer der Abteilung Gartenbau bei der Landesbauernschaft, Dernier, der ein= Nicht eher. Tilli vermutete ihn, wenn sie den Brief enjat natürlich schon in Afrika. Sie würde ein biffa meinen, der Alte dagegen würde fluchen, er M zusammenhing, hatten ihn wirklich etwas mH gemacht. .: Schade, daß er nichts zu lesen hatte! schlief er stets rascher ein. Die deutschen Zeitungen, die er 1 „ fielen ihm ein. Da drüben auf seinem Das Mädchen mit dem Silberhaar Roman von Anny von panhuys. Ein "«sachlichen ^ukommen. Günther fortan nicht mehr." Mr.:'bringt die $ I8PÜ 20: Nachriä K n und daraus |«nffienöatment pät.r ta1» fort alten Theo »>unehmen, j unteren Ort a । in der Nacht J eines yi Lene Tor hm B und verscheuch »btr Nacht ist, es t Sehöft hinemz jiqe heute gegen lifenb vorfa Mwähnten gefi Indier wurde beir Kiüjrung: Das D M Leitung: Paul «Haltung. 10.45: fort. 13: Nach: Bebejirt. 13.15: [ 14.10: Stimme mt. Allerlei 9leui. ta.J Die gtfäfrb। litits/ Sjörfolge. h Lol 18: Deutle f Neuausrichtung im Gartenbauwesen Kreisgartenbautag in Gießen. Deinem Vater das viele Geld nicht roieberg—-p . > ■ kann. Ich hatte Unglück damit. Möge DiÄ»M^"6edenktag Film- und Lehrmittelgeld zur Beschaffung eines Filmapparates, der als Unterrichtsmittel unentbehr- lich ist, ihren Beitrag zuzusteuern. Darüber hinaus ist es notwendig, daß die Jugend sich am Jugendherbergswerk und am VDA. beteiligt. Ein Schülerchor leitete zu Darbietungen der Körperschule über. Das lustige Treiben der Mädchen unter Leitung von Frl. Mendel beim Bodenturnen und das forsche Hindernisturnen der Jungen unter Leitung von Lehrer Mohr zeigten den Eltern einen Ausschnitt aus dem fröhlichen Unterricht. Dann brachten Buben und Mädel zwei bekannte Volksweisen zu Gehör. Der Schulleiter hielt einen Vortrag über „Gemeinschaftserziehung", in dessen Mittelpunkt eine Beschreibung des Landschulheimes bei Kesselbach stand, für dessen Benutzung durch die Schüler der Rektor verständnisvolle Unterstützung auch in finanzieller Art erbat. Die Kapelle Krengel schuf mit einem Marsch-Potpourri die aufgeschlossene Stimmung für die Filmvorführung „Schullandheimlager der Volksschule Großen-Linden in Heppenheim", einen Film, durch paar Steine genügten ja dafür. Ach was, dumm wäre er, wenn er so mit dem schönen Geld umgehen würde, entschied er und lachte spöttisch. Er spazierte die Ramblas hinunter, von der Plaza Cataluna nach dem Hafen zu. Viele Zeitungsstände gab es rechts und links. Er blieb an einem davon stehen, kaufte einige deutschsprachige Blätter und betrat bann ein Cafü. Es war Anfang März unb die Luft wundervoll lind und lau. Draußen waren alle Tische besetzt, also ging er in den Jnnenraum, wählte einen Fensterplatz und schaute hinaus auf das lebhafte Treiben. Er fand, alles sah so vergnüglich aus, und die Sonne war schon so warm. Jähe, starke Lebensfreude überkam ihn. Die schönen dunkeläugigen Spanierinnen wippten auf hochhackigen Schuhen vorbei, den Kopf stolz im Nacken, rassige Männergesichter tauchten auf, und der Radioapparat des Cafes übermittelte laute, klare Musik von Schallplatten. Eben war eine Pause gewesen, da klang die Stimme des Ansagers auf. Günther Grevenstein hörte kaum hin, seine spanischen Kenntnisse waren nur schwach. Aber er verstand den Namen eines schon seit Jahren sehr berühmten Geigers, vielleicht war es zur Zeit der des berühmtesten. Dann begann leise, als Begleitung einsetzend, ein Orchester zu spielen, und nun fang die Geige. Sang und fang sinnverwirrend schön und melodisch, spann ihn ein in ein festes Netz von klingenden Tonfolgen, aus dem er sich nicht mehr hinausretten konnte vor Jammer und Verzweiflung, vor Sehnsucht nach den Tagen seiner Triumphe, seiner so glänzenden Erfolge, die ihn hoch, so hoch geführt, bis er dann, kaum auf dem Gipfel angekommen, tief, 0, so schmerzhaft tief hinunterstürzen mußte. Er zahlte, ohne seinen Kaffee zu trinken, doch draußen wurde er bald wieder fröhlich. Die vielen fremden Menschen um ihn herum, der sonnige Tag, die Sicherheit, durch das Diadem sehr lange vor Not geschützt zu sein, ließen ihn vergessen, was ihn noch eben wie ein starker innerer Sturm geschüttelt. Er ging an einigen Juwelieraeschäften vorbei, und in dem einen verkaufte er seine Ringe. Das fiel weniger auf als lose Steine. Am nächsten Tage gab er verschiedenen Juwelieren entfernter Stadtteile Auftrag, wieder ein paar Steine als Ringe zu fassen. Sein Geldvorrat schwoll an, und sein Schmuck konnte sich zeigen. Er war nun fest entschlossen, nach Buenos Aires zu reifen und schrieb dreist an Tilli Bergschlag: „Verzeih, Tilli, wenn ich Dir Kummer bereiten muß. Aber ich habe erkannt, wir passen doch nicht zueinander. Ich bin seit meinem Unglück ein übernervöser Mensch geworden, der sich nicht .Gartenausführende im Dienst am Volke' Chor, Mi zxm:.,c..s^ — «-«•*-! In' bei • ■ Rif. 8.30: De rK« ENÄbe,e' WÄ,u “i deinen Eine Idee wurde plötzlich in ihm geborar bürdete sich zugleich ganz laut und auftühc?» Ordentlich betäubt war er von der Iber. „Donnerwetter!" sagte er ganz laut, „das v ü ! der Weg, gleich mit einem Male aus allem W . und damit die Preisschwankungen zu beseitigen unb zu diesem Zweck durch Verbesserung her Anbaumethoden und der Saatzuchtauswahl für eine ausrette angezündet. Zuerst fiel ihm eine Wiener: tung in die Hände. In Wien war er geboren,,! halb interessierte sie ihn besonders. Er überslccz großgedruckten Überschriften der verschiedener titel. Aber keine fesselte ihn besonders. Schließlich lanbte er bei den Heiratsannri und den Versuchen, Freundschaften anzubahlr« Eine Annonce war besonders fett gebrudti fiel ihm bald ins Auge, und er las sie. w mehrmals. W M R», Xu ♦♦ D i e nächste Prüfung für den höheren F0rstdienst in Hessen. Die nächste schriftliche Staatsprüfung für den höheren Forst- dienst beginnt am 31. März in Darmstadt im Prüfungsjaal, Jagdhaus am Paradevlatz. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sind unter Verwendung der gesetzlichen Eingabegebühr bis spätestens 13. März bei der Prüfungskommission für das Forstfach, Darmstadt, Adolf-Hitler-Platz 2, einzureichen. **VergebungvonFuhrleistungen. Die Direktion der städtischen Betriebe schreibt in unserem heutigen Blatte die Vergebung von Fuhrleistungen für das Rechnungsjahr 1937 aus. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. ** 19. Musikalische Abendfeier in der Johanneskirche. Am Sonntag, 21. Februar, 6 Uhr abends, findet die 19. Musikalische Abendfeier statt. Johann Pachelbels Orgelchoral „O Mensch, bewein dein Sünde groß" wird den Abend einleiten. Von I. S. Bach werden wir zwei seiner größeren Orgelwerke hören: das mit wundervollen Verzierungen überdeckte k-moll-Präludium mit seiner majestätisch einherschreitenden Doppelfuge und die große omoll-Passacaglia mit Fuge. L. Krebs, ein Schüler 3. S. Bachs, ist mit einem feiner reizenden Triosätze vertreten. Der Besuch des Abends fei empfohlen. Schöffengericht Gießen. Dem 27jährigen O. F. aus Nidda war von zuständiger Seite aufgegeben worden, fein Schul- abgangszeugnis vorzulegen, da er einen Antrag auf Gewährung eines Ehestandsdarlehens gestellt hatte. Beim Empfang des Zeugnisses stellte er fest, daß es schlechtere Noten aufwies, als das Zeugnis feiner Ehefrau. Er machte sich nun der Urkundenfälschung dadurch schuldig, daß er das Zeugnis zu feinen Gunsten abänderte. Das Schöffengericht erkannte gegen den Angeklagten an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 10 Tagen auf Marktfähigkeit, die bei einigen Monate ausmacht, bei anderen wenige Stunden dauert, während wieder andere Erzeugnisse aufgehoben, eingekellert oder verarbeitet werden können, solche die gleich gebraucht werden können, andere die erst zur Verarbeitung vorbereitet werden müssen, ferner ist auf solche Ware Rücksicht zu nchmen, die eingeführt werden kann und alle zusammen sind nochmals in Güteklassen eingeteilt. All diese vielen Rücksichten bringen es mit sich, daß die Marktordnung nicht alle Erzeugnisse gleichmäßig bewerten kann und darum hat man verschiedene Wege gewählt. Diese sind ausgedrückt in den Festsetzungen der Preise, in Richtpreisen und den Festpreisen. Aber darüber hinaus ist es notwendig, daß durch organisatorische Maßnahmen die Erzeuger unter eine Führung kommen, damit sie zur Einhaltung der gesunden Preise angehalten und auf diese Weile selbst zur Herbeiführung geordneter Verhältnisse nach den gegebenen Anweisungen beitragen. Deshalb kann nicht jeder den Handel mit Gartenerzeugnissen anfangen. ..Die Aufgabe des Gemüsebaues für die Bedarfsdeckung" Der 31jährige L. K. aus Otterbach (Kreis Alsfeld) stand unter der Anklage der fahrläffigen Tötung. Im August 0. I. erwarb der Drefchmaschinen- besitzer W. F. in Bura-Gemünden eine neue Zugmaschine, um damit Lohnfahrten auszuführen. Er stellte den Angeklagten als Führer der führerschein- freien Zugmaschine (Bulldogg) ein. Am 10. 8. 36 befand sich der Besitzer der Maschine mit dem Angeklagten auf einer Fahrt zwischen Burg-—Nieder- Gemünden und Homberg. Der Besitzer stand freihändig auf dem nicht beladenen Anhänger. Auf freier Strecke fuhr der Angeklagte plötzlich, ahne daß ihm auch nur das geringste Hindernis im Wege war, über eine Grasnarbe in den Straßengraben, so daß der auf dem Anhänger stehende W. F. so unglücklich zu Fall kam, daß er schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte, wo er am nächsten Tage verstarb. In der Beweisaufnahme wurde feftgestellt, daß der Angeklagte grob fahrlässig gehandelt hat und die ihm anverttaute Maschine, die nach den Feststellungen in jeder Beziehung als betriebssicher an- zufprechen war, keinesfalls so bedient hat, wie man es von ihm verlangen mußte. Das Gericht ver- urteilte den Angeklagten zu einer Gefängnis- strafe von zwei Monaten und legte chm die Kosten des Verfahrens auf. eine Geldstrafe von 30.— RM., außerdem belastete es ihn mit den Kosten des Verfahrens. Inhaber einer selten großen Vorstrafenliste ist der Angeklagte Wilhelm Litzenberger aus Frankfutt a.M., der zuletzt in Fauerbach v. d. H. tätig gewesen war. Er hatte sich wegen schweren Diebstahls im Rückfall zu verantworten. Nach Verbüßung einer über 2 Jahre dauernden Freiheitsstrafe wurde er am 23. 4. 36 aus der Strafhaft entlassen. Nachdem er bei einem Landwirt in Fauerbach Arbeit und Brot gefunden hatte, hielt es der der Arbeit überdrüssige Angeklagte im Oktober 1936 nicht mehr aus. Er täuschte seinem Arbeitgeber vor, er sei krank und müsse einen Arzt aufsuchen, er könne nicht mit zur Feldarbeit kommen, so daß sein Arbeitgeber mit seinen Angehörigen zur Feldarbeit fuhr und ihn allein ließ. Der Angeklagte drang kurz darauf in das verschlossene Wohnhaus seines Arbeitgebers ein und entwendete hier einen Betrag von 550.— RM. Der Angeklagte war geständig, den gestohlenen Bettag in zweifelhafter Gesellschaft in Großstädten verpraßt zu haben. Das Schöftengericht erkannte gegen den unverbesserlichen Burschen auf eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren. Zwei Monate und drei Wochen Untersuchungshaft wurden ihm angerechnet. Nach einer Sitzung der gärtnerischen Lehrmeister, die sich mit den neuen Grundsätzen für die gärtnerische Berufsausbildung befaßten und eine Arbeitsgemeinschaft gründeten, fand im „Hotel Hindenburg" ein Kreisgartenbautag für die B e - zirks-Gartenbaugruppen Gießen, Friedberg, Alsfeld, Lauterbach, Dillenburg, Biedenkopf, Wetzlar, Büdingen und Schotten statt, der vom Kreisfachgruppenwart für Gartenbau, Fr. Weber, Gießen, eingeleitet wurde. In einem grundlegenden Vortrag behandelte der Geschäftsführer des Gartenbauwirtschaftlichen Verbandes, Dr. Lenhardt, Frankfurt a.M., die Eingliederung der Garlenbauerzeugniffe in die Marktordnung und Erzeugungsschlacht. Ausgehend von den Zielen der Erzeugungsschlacht, Erzeugerschutz und Verbraucherschutz in Einklang zu bringen und darüber hinaus Deutschland von der Einfuhr unabhängig zu machen, kennzeichnete er die Schwierigkeiten zur Schaffung einer nach einem Ziele ausgerichteten Gesamt- organisation für die verschiedeittten Zweige des Gartenbauwesens (Gemüse, Obst, Blumen-usw. Gärtner) und zur Erlangung einer Vereinheitlichung der Preisgestaltung. Gerade in den Erzeugnissen im Gartenbau herrscht eine Mannigfaltigkeit von Unterschieden, die bei einer Vereinheitlichung berücksichtigt werden muß. Es sind das einmal die verschiedenen Zeiten, zu denen die Erzeugnisse auf den Markt gebracht werden können, die Frist ihrer „Die Aufgaben des Obstbaues" besprach Bezirksfachgruppenwart Göbel (®& baden), der sich für größeres Interesse am Obsty einfetzte und sorgsamste Pflege der Bäume fort damit das zum Nahrungsmittel erhobene Obst j» wandfrei und formenschön in den Handel tonnt Leider fehlen die Fachleute, die einen orbentltyj. Baumschnitt vornehmen können, die mit Rat Sat bei der Schädlingsbekämpfung, der So!n>i bearbeitung, dem Baumabstand u. a. zur EfiH' stehen. Wir brauchen haltbares Obst. Gute 5in. erzielt auch gute Preise. „Die Bedeutung der Betriebsgemeinschast" | behandelte der Kreissachbearbeiter für die ©arten gefolgschaft Oßmann (Friedberg), der aus pitf: tischer Erfahrung über die Durchdringung ta Gartenbesitzer und ihrer Gefolgschaften mit Jen jungen, weichen Mund. Er dachte, er würde das kleine Abenteuer niemals verges en. Dieses Mädel, 0 dieses süße Mädel! Er hatte ich nun auf ihre Kosten bereichert, aber sie lebte da ür im Wohlstand, unb er war ein lieber Niemand, der noch nicht wußte, wo sein Zu- kunftsland lag. Er öffnete Die Augen. Weg mit den Gefühlsspielereien! Jetzt galt es zu überlegen, was er weiter tun sollte. Wenige Tage würden ihm in München genügen. Er wollte dort nur ein paar Steine fassen lassen und dann zunächst nach Spanien reifen. Danach von Barcelona vielleicht nach Argentinien fahren. Buenos Aires lockte ihn, wie es schon viele Abenteurer gelockt. Aber beim Uebergang über die Grenzen mußte das Diadem gut verborgen werden. So ein Schmuckstück konnte auffallen. In München wollte er das vorbereiten. In München verkaufte er amei Steine zu viertausend Mark, ließ zwei andere als Krawattennadel und Uhranhänger fassen. Immer ging er zu anderen Juwelieren. Vor seiner Abreise von München versteckte er das Diadem unter einem Gürtel, und fuhr so über die Grenzen, erreichte bann eines Abends Barcelona. Hier überfiel ihn plötzlich Angst, denn nun wartete Tilli Bergscklag längst auf feine Rückkehr. Er befürchtete Nachforschungen. Am klügsten wäre es vielleicht, ihr und ihrem Vater die etwas gemilberte Wahrheit zu schreiben. zum Direktor einer Musikschule eignet. Ich iM mit dem nächsten Dampfer nach Afrika hissL^ und beabsichtige, dort für immer zu vcrstzckf den. Du, das ist Strafe genug für einen,': ' Gedanken der Volksgemeinschaft sprach unb Mängel aufmerksam machte, Die in jedem Betmbr unterlaufen, aber durch Zusammenarbeit oermiititi JUlUviUI gehend die Entwickelung im Gartenbau besprach, versuchte Kirfch (Wiesbaden) an Beispielen Es gilt, so führte er u. q. aus, den Vorsprung des das gute Zusammenarbeiten mit Behörden Auslandes im Gartenbau einzuholen, die Einfuhr Privaten klarzumachen. Er machte darauf aufr em lutaie aus uucm */-. > $ ”Wvil ---—--- ? ' A Gerade bei Ulahl^ eiten ohne Heisch kommt es auf die Soße ani Der alte Herr mußte sich eben mit dem Verlust von zwanzigtausend Mark, die Tochter mit dem Verlust ihres Verlobten abfinden. Sollte er das Geld nicht lieber wiedergeben? Ein rung fein. I 4^ In Anlehnung an diese Fragen sprach der Red^ , auch noch über 19. „Die Aufgaben des Samenhandels und r ■V wollte ' El Micken L M«« »0“te' IW’ ( ■■■?« fllif die ■ flnrite au| . a reichende Versorgung des Volkes einzustehen. ',;e , dennoch z. B. durch die Witterung entftelieiLij' ^4 . Lücken in der Versorgung sind durch Ausgleich Z . sftfF1 anderen Gemüsesorten zu schließen, damit ein biger Gemüseanbau und dadurch eine sicherere ta] geftaltung erzielt werden kann. Die Reichsstelle M Obst und Gemüse regelt die Einfuhr und bewahr, or RaB., sieseri Ueberschwemmungen und den damit verbunbe--»^ Preisstürzen. Desgleichen ist durch das Verbot ies Kg sei- Gemüseanbaues für Bauern, die es bisher qJäein^ 21 nicht getan haben, eine Marktbeunruhiguna au^i.r, schaltet. Das weitere Ziel muß die EtoalUatsftaSr1* über die Landesfachwart Bösenbera haben) sprach, finb neben ber fieiftungsfteigerj. erle K in einem vermehrten Anbau von Schnittgut mXji in Verbrängung der Auslandsware, einer gröh^i«^torrao.u" Abwechslung in Blumen für die VerkaufsgesM^rine 9nlfl'l und die Märkte und der Beoorzuaung von dardsorten zu sehen. Bei der Anlieferung Vt :, VornehfftzI, ,.„a.Söns, Er wußte natürlich, das hätte sich alles gut und ruhig ordnen lassen, aber er suchte vor sich selbst Gründe, damit er behalten konnte, wozu er kein Recht befaß. Das alles ging blitzgefchwind, fast gleichzeitig durch feinen Kopf, und er fuhr fchon nach winzig kurzer Pause in seinem Satz fort: „Die alte Dienerin freute sich über die Brosche genau so sehr, als wenn ich den Brillanten dringelassen hätte." Der Sänger nickte. „Wirklich zum Verlieben ist der Stein und ich hoffe, Sie überlassen ihn mir." Am Nachmittag brach Günther Grevenstein einen zweiten Stein, der genau der Größe des anderen entsprach, aus dem Diadem und begab sich zu einem guten Juwelier: Er bat ihn, den Stein in Ringform zu fassen, den er von einem Freund, der in Zahlungsschwierigkeiten geraten, gekauft hätte, setzte fragend hinzu: „Hoffentlich bezahlte ich ihn nicht zu teuer. Zweitausend Mark gab ich dafür." Der Juwelier untersuchte den Stein mit ber Lupe, gab ein fachmännisches Urteil, das damit schloß: „Sie wären auch bei dreitausend nicht übervorteilt worden, mein Herr." Günther Grevenstein hatte Mühe, seine Freude zu verbergen. Er besprach mit dem Juwelier die Form des Ringes, der bereits in drei Tagen fertig sein sollte, und gab hier den Namen Walter von Frank und eine falsche Adresse an, denn er sagte sich, von jetzt an mußte er sehr vorsichtig sein in allen Dingen, die das Diadem betrafen. Er verließ das Geschäft in äußerst zufriedener Stimmung. Freute sich auch, weil er in wenigen Tagen wieder ein wertvolles Schmuckstück tragen konnte. Alles, was er an Schmuck besessen, hatte er ja längst verkaufen müssen. Am nächsten Tag überließ er den gewünschten ungefaßten Stein dem Sänger, er selbst aber reifte sofort ab, nachdem er noch den anderen, als Ring gefaßten Stein abgeholt. Kurz vorher schrieb er wieder an Tilli Bergschlag, tat sehr verliebt und teilte ihr mit, in einigen Tagen würde er nach Frankfutt zurückkehren. Die Verhandlungen hielten ihn leider etwas länger in Berlin auf. So, nun hatte er Vorsprung gewonnen. Als er im Zuge nach München saß, stellte er ganz kühl und sachlich fest, daß er sich jetzt in jeder Beziehung wie ein vollendeter Hochstapler benommen hatte. Er überlegte, wie moralisch tief ein Mensch inten konnte, wenn es mit dem gewohnten Leben plötzlich zu Ende war. Allerdings mußte man dazu wohl so leichtsinnig und rücksichtslos veranlagt fein wie er. Er machte sich nichts vor, beschönigte nichts vor ich, gar nichts, aber er bedauerte auch nichts. Er and, es war sein Glück gewesen, daß er auf der kleinen Station ausgeftiegen war, unb den primitiven Maskenball besucht hatte. Nun besaß er eine gutgefüllte Reisekasse, trug einen kostbaren Solitär am Goldfinger der Linken, und das Diadem hielt noch viele, auch größere Steine, ebenso Perlen, für ihn bereit. In München wollte er es einmal mit einem der blauen Steine versuchen, die sicher Saphire waren. Er drückte sich tiefer in die Abteilecke und schloß die Augen. Ein paar ihm uninteressante Mitreisende lasen, und bei dem gleichmäßigen Rhythmus der Räder war es ihm, als forme sich eine Melodie daraus, eine weiche, süße Walzermelodie, und er tanzte nach dem Tatte mit einem schlanken Mädel durch Reihen voll bunter Masken. Blondes Haar chimmerte dicht vor seinen Augen. Dann sah er ich mit der Silberblonden oben auf der nur trübeiig erhellten Galerie, und bei der jämmerlichen Beleuchtung schaute er entzückt in ein feines Gesicht mit den schönsten Grauaugen der Welt. Jetzt zog er die schmale Gestalt an sich und küßte den anderer glücklich machen, Liebste, ich darf nicht an mich fesseln. Lebe wohl, liebste Tilli, und vergib mir!' , Er las den Brief mehrmals durch, war 'yot frieden damit und wollte ihn dicht vor seiner ü reife nach Buenos Aires in den Postkasten seinen Einfall sehr gut. / aBl22.rebr.,201/ Er hatte den Bttef abends geschrieben. 3n M a. Tagen sollte er die Steine abholen, die er his: ij UD6rStl6l Ringform fassen ließ, so lange mußte er also R K bleiben. Dann wollte er einen Dampfer befMM mmanaeur Aber einen nach Argentinien unb nicht nach $ ■ Günther Grevenstein wohnte in einem mitamPHIglr( Hotel der Innenstadt, an dem eine schmale, E l|VfV ungemein belebte Straße vorbeiführte. Die Ec:? L ■ ■ San Pablo. Er aß diesen Abend unten im SprlEH II/]Ai saal des Hotels und begab sich früh in sein js mer, um zur Ruhe zu gehen. Gestern war en r ibi eigenen Erleb sehr spät heimgekommen. Er fühlte sich mübe. J liebte er es, ab und zu besonders zeitig das w^ichtblideri aufzusuchen. Tiefer, langer Schlaf stärkt die V oen, und er brauchte jetzt seine Nerven. Die Irrfahrten bis hierher, und alles was 6® sie. ; MtderVorsia Er holte sie sich und entkleidete sich. Im lE^bauernsch, n Pyjama legte er sich dann bequem in di«" ile eignet U ach Wka h Mer jju w ug für eine nicht miede it Mvtze Di bfie, ich trorf L vergib mir!' durch, mar ft dicht vor feine n Postkastens rgz u n ehmen, der auf der Walze war und i unseren Ort ausgesucht hatte. Der Mann in der Nacht zum Donnerstag versucht, in | Gehöft eines hiesigen Landwirts über das ' "ene Tor hinweg einzudringen, war aber und verscheucht worden. Im weiteren 93er» ils Täter den wegen Diebstahls vorbestraften ahre alten Theodor Z i ck aus Gelsenkirchen der Nacht ist es ihm dann doch gelungen, in i, wo ihn die Gen» ährt. Rundfunkprogramm. Samstag, 20. Februar. 6 Uhr: Chor, Morgenspruch, Gymnastik. j ■ hfl der Nacht ist es ihm dan •DBgemein^grL Gehöft hineinzukommen, ter für die H r * ' ’ ----- >erg), der öS Durchdring » ift sprach e in jedem M uenarbeit v Thema: iensi am B an Beispiel« mit Behördn chte daraus g i an Nichtm maussühreck: ung der Ne' 6.30: 8.10: Mmer)e heute gegen Mittag in der Scheune chiafend vorfand, neben sich niedergelegt Morerwähnten gestohlenen Nahrungsmittel. Der recher wurde dem Gerichtsgefängnis in Gießen ihkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. Bnaftit 8.30: Von Gießen: Musik am Morgen, "rung: Das Orchester des Stadttheaters Gie» eitung: Paul Walter. 10: Schulfunk. 10.40: altung. 10.45: Reichssendung. 12.30: Mittags- rt. 13: Nachrichten; Nachrichten aus dem ebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrich- 14.10: Stimmungs-Pillen! 15: Volk und Wirt- . Allerlei Neuigkeiten. 15.15: Wir bemerken ...! Die gefährdete Osterzenfur 15.30: Die Tat les! Hörfolge. 16: Froher Funk für alt und 18: Deutsche Helden jenseits der Grenzen. Men und die dcckurch bedingte Ausweitung des Älußnetzes, aber auch die Aktionen „Schönheit igr alrbeir werden reichliche Arbeiten bringen. „Die Stufgaben der Baumschulen" lati? sich Falk (Friedberg) zum Gegenstand seiner Führungen gemacht und trat dabei für eine Zer inigung der Baumschulen ein, die nur bestes zgnzmaterial liefern sollten, weil dieses gerade B genug sei. Dch einer Aussprache schloß die anregende Ging- Derkehrsunfall in Lollar. ♦ ß o 11 a r, 19. Febr. An der Ecke Adolf-Hitler» Leo-Schlageter-Straße ereignete sich am estrigen Donnerstagmittag ein Verkehrun- :a(L Dort wollte ein aus Richtung Marburg inendes Gießener Personenauto nach in die Schlageter-Straße einbiegen, als im Sitzen Augenblick der Motorradfahrer Konrad »skffer von hier auf seiner Maschine das Auto Erholen wollte. Der Motorradler, der an» h inend die Absicht des Autofahrers zum Abbie- ;en übersehen hatte, rannte mit seiner Maschine eien das linke Vorderrad des Autos stürzte auf die Straße. Mit schweren fverletzungen mußte der bedauernswerte n in ärztliche Behandlung gebracht werden. Motorrad wurde stark beschädigt, das Auto seine Insassen blieb unversehrt. Ein Einbrecher schnell gefaßt. *Lang»Göns, 18. Febr. In der Nacht zum bnigen Donnerstag wurde bei der Witwe Spieß licchlbst in die Fleischkammer einge- ,r ch e n und daraus mehrere Büchsen eingekochtes Wch, vier Würste, ein Laib Brot und eingemachte Men gestohlen. Der heute früh sofort benach» wgten Gendarmerie von Großen-Linden gelang Hewengedenktag des deutschen Volkes am Februar. Deutsche Marschmusik. 19.30: Der foirunf bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Wnb! 20: Nachrichten. 20.10: Ski-Hasen. Ein lumer Abend im Hotel Schneeberg. 22: Nachrich» k 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Mtschau. 22.20: Wintersportkämpfe der NSDAP. «äI NtJ JKiiJ * H ,6l‘ Ho» •roettim,, ltft Qual ' der >en soll." '^schvh-, ^nbei ^eiftunq 7 einer 2 e Derka r8ugunq f Wei flege, i "derer l9 der Z ner3t Werbtt Obstbaues' rt TobelI Jtafe aid )er Bäume 3 echobene U den handel! ' einen orhn l. die mit Pfung, der d u. a. W 5 Obst. Euli Wirtschast. d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50), g2 50,50 (_). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hammel und Schafe langsam, ausverkauft. Rhein-Mainische Börse. rNittagsbörse zurückhaltend. Frankfurt a. M., 18. Febr. Die Börse hatte wieder nur stilles Geschäft, da der Auftragseingang klein war und nur einige Spezialpapiere betraf. Die Kulisse verharrte in ihrer Zurückhaltung und besprach weiterhin lebhaft die Achte Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Devisenbewirt- chaftung. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung Schweine 680 (598). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kühe a) 43 (am 11. Febr. 41 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 26 bis 33 (29 bis 33), d) 21 bis 25 (20 bis 25). Färsen a) 42 bis 44 (43 bis 44), b) 40 (40). Kälber a) 56 bis 65 (57 bis 65), b) 42 bis 55 (42 bis 55), c) 40 (40), d) 25 bis 40 (35 bis 40). Hammel b2) 43 bis 47 (45 bis 47), c) 37 bis 41 (40 bis 44). Schafe a) 36 bis 40 (33 bis 40), b) 25 bis 33 (25 bis 32). Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50) c) 51,50 Briefkasten der Redaktion. G 2U Wenden Sie sich an die Kreisamtsleitung i der NSV., Gießen, Löberftraße 9. Dort werden Sw die gewünschte Auskunft erhalten. O. Z. in V. Nach Ihren Angaben dürfte es dem Lehrherrn nicht möglich gewesen sein, Sie und Ihren Sohn rechtzeitig abzubestellen. Eine Pflicht zum Er-> I satz des entgangenen Arbeitsverdienstes und veraus- 1 gabten Fahrgeldes trifft ihn somit nicht. ungleichmäßig, es überwogen jedoch kleine Erhöhungen. Nachfrage fanden einige sogenannte chwere Werte, darunter Reichsbank mit 186,13 bis 187 (186,50), Siemens mit 200,25 (199,50) und JG.-Farben, die allerdings unverändert 167,75 notierten. Von Zellstoffaktien lagen Waldhof fest mit 158,50 (156,50), dagegen büßten Aschaffenburger 1 v. H. und Feldmüyle Papier 1,50 v. H. ein. Schwächer lagen ferner Maschinenaktien, Junghans 126,75 (128), Moenus 107,25 (107,75) und Rhein- metall 151 (151,50). Am Montanmarkt zeigte die Haltung nach oben bei Besserungen von 0,50 bis 0,75 v. H., Ilse Genuß plus 1 v. H., nur Hoesch mit 117,75 (118) nicht ganz behauptet. Elektroaktien setzten überwiegend um Prozentbruchteile fester ein, aber AEG. weiter abbröckelnd auf 38,40 (38,50). Hapag kamen mit 16,90 (16,65) und Deutsche Erdöl mit um). 144,25 zur Notiz. Am Rentenmarkt hatten Reichsbahn-VA. mit 124,75 bis 125 (124,13) lebhaftes Geschäft auf die amtliche Erklärung, daß keine Konversion in Frage kommt. Reichsaltbesitz lagen mit 120,90 (120,80) voll behauptet, ebenso Städte-Altbesitz mit 122,50 und die Gemeinde-Umschuldungsanleihe mit 91,95. Im Verlause schrumpfte das an sich schon geringe Geschäft am Aktienmarkt noch mehr zusammen und teilweise bröckelten die Kurse ein wenig ab, so u. a. am Montanmarkt um 0,25 bis 0,50 v. H., auch JG.-Farben etwas leichter mit 167,50 nach 167,75. Noch etwas höher waren Reichsbank mit 187,50 nach 187. Von später notierten Papieren lagen Bemberg schwächer mit 114,25 (115,75), anderseits Rhein. Braunkohlen 1,25 v. H. höher mit 222,75, sonst wichen die Kurse nur geringfügig ab. Am Kassamarkt kamen Motoren- Darmstadt der gestrigen Schätzung entsprechend mit 105,50 (zuletzt 90,50) wieder zur Notiz. Der Schluß der Börse brachte teilweise Befestigungen. Aschaffenburger Zellstoff 137,75 nach 136,50, Muag 144 nach 142,50, Stahlverein 119,50 nach 119, Rheinstahl 152,50 nach 151,50, Siemens 201 nach 200,25, Gesfürel 145,25 nach 144,75. Abendbörse gut behauptet. Die Abendbörse lag still, die Kurse erwiesen sich gegenüber der Geschäftslosigkeit als gut behauptet und die freundlichere Tendenz des Mittags konnte sich eher noch verstärken. Weiter etwas fester lagen Reichsbank mit 188 (187,25), Aschaffenburger Zellstoff mit 138,40 (137,75) und Ilse Genuß erholten sich gegen den Berliner Schluß um 1 v. H. auf 147. Laurahütte noch etwas höher mit 16,50 (16,25), Bemberg um 0,75 o. H. erholt auf 115. IG. Farben notierten unverändert 167,50. Die Rentenmärkte waren nahezu ohne Umsatz, 4,50 v. H. Stadt Mainz von 1926 96 (95,75). Kommunal - Umschuldung nannte man mit 91,95 und Städte-Altbesitz mit 122 bis 123. Die zur Notiz gekommenen Ausländsanleihen zeigten keine Veränderung. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. TO., 18. Febr. Auftrieb: Rinder 48 (gegen 36 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 4 (4) Bullen, 35 (27) Kühe, 9 (5) Färsen. Kälber 892 (849), Hammel und Schafe 122 (212), Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlutz- kurs Schlutzk. Abend- börse Schlutz- kurs Schlutzk Mittag börse Schlutz- fürs schlutzk. Abend> börse Schluß, kurs Lwlutzk. Mittag. börse Datum 17.2. 18.2. 17-2. 18.2 Datum 17.2. | 18.2- 17.2- 18-2. 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,25 196,5 195 197,5 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 98,13 98,13 98,13 98,13 Acrumulatoren.Fabrik....... 2 195 6V2% Nouna°Anleihe von 1930 103 103 103,9 103,9 äKll-Kunstseide............. 0 — — 138,4 115 170,75 4y2% Hessische Volksstaat von 1929 4*/2% Deutsche Retchspostschatz von 1934 1...................... 99,5 100,2 99,5 110,2 99,5 100,4 99,5 110,2 Aichafsenburg Zellstoff........ Bemberg................... Bekula..................... 3 0 8 137,5 115,75 170,5 138,4 115 170 137,5 115,25 170,13 4V,% Deutsche Reichsbahnschatz 98,5 98,5 98,5 Buderus Eisen............... 4 119 119 119 119,25 von 1936 I................ 98,5 dement Heidelberg........... 7 158,5 158,5 — Reichsanleihe-Altbesitz........ 120,8 120,9 121 120,9 Cement Karlstadt............ 6 — — 235 Oberhessen Provinz-Anlethe mit Chade A.-C.................. 9 235 — Auslos.-Rechten............ 133,5 133,5 — — Conti Gummi.............. 11 172,5 173,75 172,25 174 4Vi% Hess. Lan desbk. Darmstadt Daimler Motoren............ 5 129 128,75 129,25 128,75 Goldpfe. R. 12.............. 5Vi% Hess. Landes-Hvp.-Bank 98 98 98 98 Dessauer Gas............... Deutsche Erdöl.............. 4 5 144,25 144,5 116,65 144,75 116,25 145 Liau. Goldpfe............. 101.25 101,65 — — Deutsche Gold- und Silber .... 9 264 263 — — 4V,% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Deutsche Linoleum.......... LO 170,5 170,5 170,5 170,5 Goldpfe. R. 19............ 98 98 98 — Elektrische Lieferungen........ 6 135,25 133,65 134 133 4*/2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 96 96 — Elektrische Licht und Kraft..... 7 15 149,5 150,25 149,4 4V2% Darmstädter Komm.-Lan- I. G. Farben-Jndustrie....... 7 167,75 167,5 167,5 167,5 desbankR. 6.............. 95,25 95,25 — — Felten & Guilleaume......... 6 137,75 137,75 137,5 137,5 Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Gesfürel.................... 6 144.5 145.5 144,75 145,9 Auslos.-Rechte I............ 127,65 128,13 127,9 128 Th. Goldschmidt............. 6 128 128 128 127,75 4Vi% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 98 98 98 98,25 Gritzner Maschinen........... O 43,65 43,5 43,25 43.13 4Yi% Franks. Hvp. Gold-Komm. Harpener................. 2y2 152 152,5 152,25 151,5 Obl. 2 3.................. 95,75 95,75 — — Hoesch Eisen...............3/2 118 117,75 117,9 118 5%% Franks. Hyp. Liquidation Philipp Holzmann........... 6 143 143 143,5 142,75 Goldpfe................... 101,13 101,1 — — Ilse Bergbau................ 6 — 178 178,5 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Ilse Genüsse................ Kalt Aschersleben............ 6 146 147 146,25 146 Goldpfe................... 101,5 101,25 101,4 101,13 5 138,5 137,5 138,25 138,25 Steuergutschein-Verrechnungskurs 110,4 110,4 110,5 110,5 Klöcknerwerke .............4% 125,5 126,25 125,75 126,5 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterretchische Goldrente.... 4,2% Oesterretchische Silberrente. 4y2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4/2% Rumänen Gold von 1918.. 4% Et 'beits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad II.......... 2’/*% I. Anatolier.............. 1111”1«22111 8,75 1,3 5,05 6,1 9,3 5,3 20,13 15 6,13 5,05 6,4 9,4 5,3 8,6 14,9 1,3 5,05 6,1 5 9,4 5,4 20,13 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer..................6 Mainkraft...................4 Mannesmann............... 3 Mansselder Bergbau....... 6*/2 Metallgesellschaft.............5 Orenstein & Koppel..........O Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............ 6 Rheinstahlwerke..............6 Rbeintsch-Westsältsche Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 6 Salzdetfurth Kali..........71/» 126,25 118,5 155,5 152,5 ’ 221,5 151,5 132 141,5 178,5 127 94,25 118,75 155,5 152,75 222,75 152,5 132,25 140,75 179 142 126,25 118,5 155,5 152,5 92 221,75 137 151,5 131,9 141,5 178,65 141,9 127,4 118,75 155,5 152,25 91,75 222,75 137 152,5 132,4 141 179 A.G. für Verkehrswesen...... 6 126,75 126,5 126,9 126,4 Schuckert & Co............... 6 163.5 163,75 164 163,75 Hamburg-Südam. Dampfschiff 0 — 43,5 44 Schultheis Patzenhofer........ 2 96,5 96,5 Hamburg-Amerika Paket...... 0 16,65 17,13 16,5 17,25 Siemens & Halske........... 8 199,5 201 199,5 202 Norddeutscher Lloyd.......... 0 17,4 17,5 17,13 17,5 Süddeutsche Zucker.......... 1( 200 199 198 200 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 124,13 124,75 124,13 124,75 Vereinigte Stahlwerke...... Vi 1 119 119,5 119,25 119,25 Reichsbanl................. 12 186,5 188 186,5 187,75 Westdeutsche Kaufhof........ O, 55,75 56 55,75 55,9 Berliner Handelsgesellschaft .. 6 131,75 131,25 131,25 Westeregeln Alkali........... 5 — —— 135 Commerz, und Privat-Bank... 4 114,65 114,5 114,65 114,5 Zellstoff Waldhof........... e 156,5 158,5 157 158,25 Deutsche Diskonto............ 4 117,5 117,5 117,5 117,5 Otavi Minen............... o.e . 24 24 24,13 24,13 Dresdner Bank.............. 4 106,5 106 106,5 106 1 Devi »nmarkl Berlin — Frankfurt O.DL 17.Februar 18. Februar 17.Februar 18.Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Geld Brief Geld Bries Geld Bries Buenos Aires............. 0,749 0,753 42,03 0,748 0,752 Japan.................... 0,706 0,708 0,707 0,709 Brüssel................... 41,95 41,94 42,02 Jugoslawien.............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio de Janeiro............ 0,151 0,153 0,151 0,153 Oslo..................... 61,21 61,33 61,18 61,30 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen............... 54,39 54,49 54,36 54,46 Lissabon.................. 11,06 11,08 11,055 11,075 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm................ 62,80 62,92 62,77 62,89 London................... 12,18 12,21 12,175 12,205 Schweiz.................. 56,/4 56,86 56,73 56,85 Helsingfors................ 5,375 5,385 5,375 5,385 Spanien.................. 17,48 17,52 17,48 17,52 Paris.................... 11,59 11,61 11,585 11,605 Prag..................... 8,656 8,674 8,656 8,674 Holland.................. 135,89 136,17 135,99 136,27 Budapest................. — — — — Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 Fachamt Turnen - Gau XII (Hessen) GaußerätemeistersMen am Sonntag, 21. Febr, 1937, in Gießen, Turnhalle des Turnvereins von 1846, Steinstraße 1. 1130D Ab 10 Uhr vormittags: Turnen der Pflichtübungen Ab 14 30 Uhr nachm.: Turnen der Kürübungen Tageskarte (einschließlich Sportgroschen) RH. 0 50 Einst war das Korsett ein Panzer Das moderne Korselett dagegen ist die vernünftige und notwendige Erzielung einer guten Figur. Sehen Sie sich im Hause B ETTE nur einmal an, was es heute auf diesem Gebiete gibt und wie preiswert dort alles zu haben ist! Sportgürtel besonders preiswert.... Mk 0.75 Hüfthalter die beliebte halbhohe Form 1.75 Hüfthalter aus kräftigem Drell.....Mk. 2.90 Korselett, Felina gutsitzende Form.......Mk. 5.95 Büstenhalter elegante Ausführung... .Mk 0.95 Büstenhalter aus gutem Trikot.......Mk. J..50 Auch Damen-Wäsche aller Art in prachtvoller Auswahl OJESSEN'MÄUSB UR GIG 1132 A Tagesordnung: ' b'krsheim, den 12. Februar 1937. Der 1. Vorsitzende: Bovv 1 M jh Mnung im Gartenbau (Obstbaus 6»rschiedenes. 57» > tamlllen-Drucksachen veriobunoeanieigen l Vermählungeanzelgen Brühlj Schulstraße 7 6eburteenxelgeo Einladung ittmer fachlichen Schulung im Einladung ordentlichen Hauptversamml Bezirts-Obstbauverbandes Gi Mess. Geschichtsverein Wontag,22.Febr.,20%Uhr,Aula des Gymnasiums Oberstleutnant Döring Kommandeur des III. Art-Regts. 9: Schicksalsjahre des Memellandes kh eigenen Erlebnissen als aktiver Offizier) Lichtbildern. nssD Gäste willkommen I i) in 'D Jjj laut 7 er von "7 te ■ leidste mn beque^ noch vorher^ *«- efe Schulungen sind nur einmalig im Jahr unt ijfen nur Leute vom Fach, die geschäftlich, oe- h und ehrenamtlich im Obstbau tätig sind. Sn it eine besondere Möglichkeit, in allen einichlä- i Fragen sich zu unterrichten und müssen dabei ihlich besucht werden. Die Tagung ist für dic von 9.45 bis 11.45 Uhr vorgesehen, weshall iches Erscheinen Pflicht ist. sie den to r e würde einS irde fluchen,'' geschrieben.! M iholen, die ;e mußte er en Dampfer» und nicht not- te in einem t M eine M. rbeisührte. 2«! ,end unten in - sich früh tut i. Gestern fühlte sich's anders # Schlaf stärkt d» ie Nerven. ■ und alles wirklich i lesen hatte!« ar Lamstag, dem 20. Februar, norm. 9.45 Uhr, im ätholischen Vereinshaus zu Gießen, Liebigstraßk Einern spricht der Vorstand der Unterabteilung Garten aU* ’ Landesbauernschast Hessen-Nassau, Landwirt- tskammerrat Pfeiffer über: „Die Ausgaber Obstbaues in der Erzeugungsschlacht und iui ahresvlan". flll1 , ]• §?6rüfeung durch den Vorsitzenden HP** *r örrlage des Geschäftsberichtes durch Divl.»Garten jeutnfpeftot Rentsch, Friedberg ..firiiF '' Erläge der Rechnung von 1936 fein r' Erläge des Voranschlags für 1937 M «>. Ertrag eines Sachbearbeiters vom Gartenbau vrischaftsverband Frankfurt a.M.tiber: „Markt !DenKin |W Lamstag, dem 20. Februar, nachm. 2 Uhr, • lotlolischen Vereinsbaus zu Gießen, Liebigstri Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher Hier abschneiden! Topfen 517 Totalisator Topfen, süddeutsche Bezeichnung für Quark die festen Teile geronnener Milch. Topfpflanzen sind Zimmerblumen. Eigenschaften und Behandlung der Topfpflanzen: siehe einzelne Arten. Topfunterfatz, meist mit Blech eingefaßte Asbestplatte, die das Anbrennen von Speisen verhindert. Toque, französ., ursprünglich Samtbarett, neuerdings Bezeichnung für einen randlosen Hut in Topfform. Torf, braune Masie aus zersetzten Pflanzenteilen, die bis 60 v. H. Kohlenstoff enthält und einen brauchbaren Brennstoff darftellt. Außerdem wird Torf zu Torfwolle und Zellulose verarbeitet und dient als Warme- schutzmittel. Durch chemische Verfahren werden aus Torf Leuchtgas, Ole und schwefelsaures Ammoniak gewonnen. Man unterscheidet Stichtorf, Streichtorf und Preßtorf. Torfbett, Bett für Säuglinge, das diese vor Feuchtigkeit schützt. Das Bett enthält eine Schicht Torfmull über die durchlässiger Stoff gespannt ist, auf dem bet Säugling ohne Gummiunterlage liegt. Der Torfmull muß regelmäßig erneuert werden. Torfmull, gemahlener Torf aus jüngeren Schichten, wird als Wärmeschutz bei Wänden benutzt, als Stallstreu, namentlich in Hühnerställen und als Düngemittel für Gartenpflanzen. — Torfmull ist für Gartenzwecke besonders entsäuert und dient zur Lockerung schwerer Böden, gibt dem Boden Humus und tritt an Stelle des oft fehlenden und nicht immer leicht zu erlangenden Stalldüngers. Leichte Böden, mit Torf durchsetzt, halten lange die Feuchtigkeit. T. unentbehrlich bei Aussaaterde und Topfkulturen. Tornister, auf den Rücken geschallte, mit Kalbfell bezogene Eepäcktasche des Soldaten, die heute auch von den politischen Formationen getragen wird. Das vorschriftsmäßige Packen des Tornisters muß gelernt sein. Torte, kleiner Kuchen, der in einer Springform als dicke runde Scheibe gebacken, gefüllt, mit Schokoladenkrem. Butterkrem usw. bestrichen und kunstvoll ver. ziert wird Die Torte wird sternförmig aufgeteilt und in dreieckige Stücke geschnitten. Frische Torten lasten sich schlecht teilen. Beim Tortenschneiden benützt man überhaupt zweckmäßig ein angefeuchtetes Mester. Die einzelnen Stücke reicht man mit dem Tortenheber. Totenfest, kirchliche Feier zum Gedenken der Toten, in der protestantischen Kirche am 22. November, in der katholischen Kirche Allerheiligen, Allerseelen am 1. und 2. November. Totalisator, lat., amtlich beaufsichtigte Wetteinrichtung bei Pferderennen. Man wettet auf Sieg oder Platz, d. h. daß ein bestimmtes Pferd siegt oder den ersten bis Dritten Platz erringt. Die Quote, d. h. die Gewinnauszahlung. ist am höchsten beim Oie kluge Hausfrau ergänzt ihren Vorrat mit -Kolonialwaren und »Lebensmitteln ttSgpgga -^-8=5 = ’Sfi '>ci:z .5 C Ö.4> § Loo ??-8 3‘w ' li ll ©Jlxfpoit Am kommenden Sonntag treffen in Gießen die Turner unseres Gaues zusammen, um im wieder die Kraftradfahrer, sie sind allein auf sich angewiesen und allen Unbilden des Wetters ausgesetzt. Sie müssen jedesmal anhalten, um die Karte mit klammen Fingern herauszuklauben und verlieren so kostbare Zeit. Und durch Nacht und Wetter zehn Stunden allein zu fahren, erfordert für- wahr körperliche Kraft und Ausdauer. Aber das Ziel in Alsfeld werden sie erreichen! Sie wollen es erreichen! Gerätturner und wird uns den Gaugerätmeister 1 936/37 melden. Wenn man einen Rückblick wirft auf Arbeit und Leistung eines verflossenen Jahres, dann ist man zu oft leicht geneigt, nur die Leistungen der Spitzenkönner herauszustellen und an ihren Leistungen Dergleichsmaßstäbe aufzubauen. Das ist durchaus wertvoll und in bestimmter Linie auch richtig. Der Sieg des Ersten bedeutet aber nichts, wenn hinter ihm nicht eine breite Front von Turnern steht, in deren Reihen er lebt und in deren Reihen er wachsen kann zu Leistungen besonderer Höhe. Und daß dieses große Fundament auch in unserem Gaue vorhanden ist, das hat uns das Jahr 1936/37 gezeigt. Auf dieser breiten und grundlegenden Arbeit, besonders gepflegt in der Gemeinschaft des Vereins, sind die großen Erfolge unserer Spitzenmannschaften gewachsen. Wir denken an den Erfolg der Kasseler Turngemeinde im Oktober, als sie nach hartem und spannendem Kampfe die bekannten und leistungsstarken Vereine von Hannover und Berlin schlagen konnte. Im Januar war es dann die Ael- tere Kasseler Turngemeinde, die große Gegner aus Hamburg, Kreuznach und München zu Gast hatte und die Leistungshohe des hessischen Gerätturnens bewies. Im Februar weilte zum ersten Male eine am Donnerstag beendet. Zum Abschluß wurde die 50-Kilometer-Dieisterschaft entschieden, die ein prächtiges Rennen war und nach einem großen Kamps von dem Finnen Pekka Niemi in 3:36:58 Std. vor seinem Landsmann A. Karppinnen (3:43:59) und dem Italiener V. D e m e tz (3:46:39) Die Dorkämpfe der Gaumeisterschaften beginnen, um 10 Uhr morgens in der Turnhalle des Tv. 1846 Die Hauptkämpfe werden am Nachmittag aU5ä getragen. Am Vorabend des Wettkampfes findet in, „Bayrischen Hof" unter Leitung von Gauoberturnwart Hauffs (Kassel) eine Arbeitstagung der Kreisfachamtsoberturnwarte statt. — Auf die heutige Anzeige sei hingewiesen. Abschluß in Chamonix. Die Ski-Weltmeisterschaften in Chamonix wurden besten friedlichen Kampfe an den Geräten ihre Kräfte zu messen. Diese Gießener Veranstaltung bedeutet für dieses Winterhalbjahr in unserem engeren Gaugebiet den Abschluß einer überaus erfolgreichen Wettkampftätigkeit der hessischen Gerätimner im Gaumeisterschastskamps Turnerisches Ereignis in Gießen. hessische Gerätmannschaft (Kasseler Turngemeinde) in Berlin. Ihr erfolgreicher Kampf gegen die Berliner Turnerschaft bedeutete eine große Werbung für unseren Gau. Und nicht zuletzt verdient unsere Gaumannschaft Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen im Kampf mit der Westfalenmannschaft. Besonders der Sieg über den Gau Westfalen hat andere Gaue aufhorchen lassen und ihnen gezeigt, daß auch der Hesse turnen kann. In Gießen soll die Auslese für diese Kämpfe getroffen und gleichzeitig die Frage beantwortet werden: Wer ist Gaugerätmeister 1 936/37 ? Wir sind stolz darauf, daß unser Gau eine ganze Anzahl vorzüglicher Gerätturner hat, die einen Vergleich mit der deutschen Spitzenklasse durchaus aushalten und alle würdig sind des Meistertitels. Mit den bekannten und in vielen Kämpfen erprobten Turnern aus Kassel (Fink, Wedekind, Schmeis- sing, Beyer, Gergs, Kehrer, Schiebeler) treffen die Besten aus dem Südbezirk (H. und L. Herbert sGießens, Eberspächer, Sieger, Busch, Seth sGro- ßen-Lindens usw.) zusammen, die sich einen spannenden und mitreißenden Kampf liefern werden. Dazu treten noch viele Turner unseres Gaues an, die in der Oberstufe ihr Können zeigen werden. Wir wollen wünschen und hoffen, daß unsere Gießener Kameraden vom DRL. und alle Turnfreunde ihr Interesse an dieser Veranstaltung durch regen Besuch zeigen, so wie es die Limburger vor einigen Sonntagen beim Kampf gegen Westfalen in so schöner Weise bewiesen haben. Das wird für die Gerätturner der schönste Dank und die beste Anerkennung sein. Die ersten Fahrer werden dort am 21. Februar gegen 7 Uhr eintreffen. Die Fahrtleitung hat dafür gesorgt, daß jeder sofort einen f r ästigen Schlag warmes Essen erhält, für Strohlager ist gesorgt. Das S t a d t b a d ist gerüstet, um die ersten Krusten abzuwaschen und sich wieder menschlich herzurichten. Gegen Mittag wird die Siegerverkündung sein. Entsprechend der Bedeutung der Fahrt sind eine Reihe wertvoller Ehrenpreise zur Verfügung gestellt worden. Jeder der Fahrer wird sein Bestes hergeben. Das oberste Ziel ist aber Kraftfahrsport auf breitester Grundlage und die Motorisierung Deutschlands. Kg. Um die Eishockey-Welimeisterschafi. Deutschland traf in seinem ersten Spiel zur Eis- Hockey-Weltmeisterschaft in London mit England zusammen. Die Briten siegten mit 6:0 (1:0, 1:0, 4:0), Kanada war über Frankreich mit 12:0 erfolgreich, die Tschechoslowakei gab Norwegen mit 7:0 dog Nachsehen, das auch von der Schweiz mit 13:2 geschlagen wurde, und Polen zeigte sich den Schweden mit 3:0 überlegen. Rumänien 4:2 geschlagen. In der Londoner Harringay-Arena trug Deutschland am Donnerstagabend in der Gruppe I das ! zweite Spiel im Turnier zur Eishockey-Weltmeister- | schäft aus. Gegner war Rumänien, das am Vor- tag, genau wie Deutschland, geschlagen worden war und unserer Mannschaft, die immer noch auf Gustav Jänecke verzichten mußte, großen Widerstand lei- stete und erst nach hartem Kampf mit 4:2 (0:0, 1:0, 3:2) bezwungen werden konnte. Sportamt „Krast durch Freude^. Allgemeine Körperschule, Lyzeum., Dammstraße — nur für Mitarbeiter der DAF.: 18.18 bis 19.15, offener Kursus 20.30 bis 21.45 Uhr. Fröhliche Gymnastik und Spiele, Lollar, Kantine der Fa. Buderus — nur für Frauen: 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen, Volksbad, Seltersweg —«für Männer und Frauen gemeinsam: 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr. OieNacht-Suchfahrt1S37 desASKK. Winlerprüfungsfahrt der INolorgruppe Hessen. NSG. Am Samstag, 20. Februar, steht Oberhessen im Zeichen der Nacht-Suchfahrt 1937. Die Motorgruppe Hessen führt diese Winterprüfungsfahrt durch, deren großes Nennungsergebnis guten Motorsport verspricht. Die Durchführung und der Verlaus und die erzielten Leistungen der Fahrt sind von der Witterung abhängig. In den niederen Lagen werden die Fahrer mit verschmierten Straßen oder auch hart gefrorenem Boden zu rechnen haben, auf den Höhen mit Schnee und Glatteis. Es ist also „alles drin". Als Standorte sind Frankfurt, Kassel und Dillenburg ausersehen/um allen Fahrern des großen Gruppenbereiches die Möglichkeit zu geben, sich zu beteiligen. An allen Startorten wird gleichzeitig um 21 Uhr gestartet. In Frankfurt werden am 20. Februar um 21 Uhr am Fahrtor rund 200 Fahrzeuge auf die Reise geschickt, in Kassel auf dem Friedrichsplatz etwa 60 und in Dillenburg 30. Alle streben dem Ziel in Alsfeld zu, wo sie nach zehnstündiger Fahrzeit eintreffen müssen. Der Start erfolgt in Abständen von je einer Minute, so daß also jeder Fahrer auf sich selbst angewiesen sein wird. Die Aufgabe erhält der Fahrer erst am Start, und dann wird erst einmal das große Raten beginnen. Zwanzig Kontrollen liegen im weiten Umkreis zwischen den Startorten und dem Ziel. Es sollen so viele als nur möglich erreicht werden. Die Kontrollorte liegen aber nicht etwa an den Hauptverkehrsstraßen, sondern in Winkeln und Ecken, in die sonst ein normaler Kraftfahrer nicht kommt. Der Fahrer muß also erst einmal Kopfarbeit leisten, die Aufgabe lautet bann auf eine einfache Formel gebracht: wieviel Kilometer ergibt die Strecke, auf der ich die meisten Kontrollen erreiche? Sehr einfach fürwahr und doch so schwierig. Denn die Kilometerzahl und die schnelle Maschine allein machen es nicht. Bei Nacht sehen alle Straßen grau aus. Vielleicht kommt man aber auch da und dort in Nebel, es sind Steigungen da und scharfe Kurven, es gibt sogar noch Wegegabeln ohne Wegweiser, und welche' von den fünf Straßen ist wohl die richtige? Und mitten in der Nacht ist auch kein Mensch auf der Straße, den man fragen könnte? Die schwierigste Aufgabe haben ohne Zweifel gewonnen wurde. Bei der am Abend im Casino Montblanc abgehaltenen feierlichen Abschlußfeier erhielt besonders die Deutsche Ehristl Cranz fü< ihre drei Weltmeisterschaften reichen Beifall. Totgeburt (>18 Tränensäcke Sieg eines Außenseiters, d. h. eines Pferdes, auf das seiner geringen Siegesaussichten wenig gewettet wurde. Totgeburt, Geburt eines toten Kindes. Der Tod kann erst in der Zeit der Geburt erfolgt sein, das Kind kann aber schön längere Zeit abgestorben gewesen sein. Es ist dann „totfaul". Tot verbellen, besondere Laute des abgerichteten Jagdhundes, wenn er das erlegte Wild aufgefunden hat. Toupet, franz^, altertümliche Perückenfrisur, bei der das Haar über der Stirn hochgetürmt wurde. Stirntolle. Tour, franz., entbehr!. Fremdwort für Ausflug, Wanderung, Geschäftsreise, Strecke, Reiseweg, Umdrehung, Tanzschritt. Tourist, ebenso entbehr!. Fremdwort wie Tour. Dafür Ausflügler, Wanderer, Reisender, Durchreisender, Fremder. Tournedo, Bezeichnung für Lendenstücke. oie englisch gebraten, d. 6. innen halb roh sind, und mit Pommes frites gereicht werden. Tournee, franz, entbehr!. Fremdwort für Vortragsreise. Kunstreise, Rundreise. Tornüre, franz.. Bedeutung = gesellschaftliche Gewandtheit, aber auch Bezeichnung für den früher getragenen Cul de Paris, die bei Frauen betonte Kehrseite Tracht, überlieferte bodenständige Bekleidungsform Der verschiedenen deutschen Stämme und Gaue oder Berufe. Die Tracht ist im neuen Deutschland wieder zu Ehren gekommen, wird sorgsam gepflegt und nicht allein bei festlichen Anlässen als Ehrenkleid getragen. Tradeskantie, bekannt auch unter dem Namen „Wasserhexe" und „Hängepflanze". Es gibt klein- und großblättrige Arten, mit grünem oder gestreiftem Blattwerk; letzteres auch mit metallenem Glänz. Blüten klein, weiß und lila. Wird durch Stecklinge vermehrt, die, unter einem Blattknoten geschnitten, zu vielen in einen Topf mit leichter Erde gesteckt werden. Wurzeln leicht, selbst im Wasier, eignen sich deshalb auch für Wandvasen. Buntfarbige Sorten lieben nicht zu dunklen Standort, da sie sonst vergrünen. S. Ampelpflanzen. Tradition, lat., Bedeutung = Überlieferung, Erinnerungen an unsere Vorfahren sowie deren Bräuche und Sitten, die von uns hochgehalten werden. Trächtigkeit, das Tragen der Leibesfrucht bei Tieren. Die Trächtigkeitsdauer ist bei den einzelnen Tierarten außerordentlich verschieden. Tränensäcke liegen unter den Augen neben der Nasenwurzel. Manchmal sind sie durch irgendeine Veränderung des Gewebes vergrößert, z. B. bei Entzündung der Lider, bei Gesichtsfurunkek. Oft auch infolge einer Wasseransammlung im Unterhautzellge- webe bei Nierenentzündung. Auch durch Fettablagerung erscheinen Endlich ein Tunkensieb. Es hat bcn besonderen Vorteil, daß es auf jede Sauciere paßt. Das Tunkensieb verhütet das Mitgehen von Fleischfasern, Zwiebeln usw Alle Rückstände bleiben im Sieb. Lassen Sie es sich mal zeigen bei 3- v. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. UfCDRE DRUCKSACHEN VV Un DC Brühl, Gießen KnoblaudyBeeren „Immer jünger" । extia stark, enthalten \ den seit über 1000 Jahren | bekannten echten bulgar. I Knoblauch in konzentr., I leicht verdaulicher Form. I Bewährt bei: hohem Blutdruck, Magen-, Darmstörungen, Alterserscheinungen, Stollwechselbeschwerden, Geschmack- u. geruchlos. Monatspackung 1.- M. Zu haben: Drog. Winterhoff, Kreuzpl. 10 Drog. C. 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Februar 1937 On der heutigen NachmittagSziehung wurden gejogtn 3n der heutigen DormittagSziehung wurden gezogen 122222 123927 934 1163 5360 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu 57445 202398 12211 30936 40156 53534 74378 81507 94729 371608 98165 204917 5588 12843 34817 43087 138824 250886 277903 331470 182376 256606 279031 371112 219512 294178 324530 371064 153899 275247 298553 344432 389975 109404 192902 260174 280406 384446 115974 129298 154989 172603 185850 199248 213377 226432 238989 259383 274096 284752 296107 306717 321564 330091 342688 362320 362378 375653 388259 394281 35030 116480 182876 250058 355315 146401 260565 297905 335243 383362 115145 126155 151542 165048 179106 197596 212617 226401 238984 259011 273469 283260 296394 305000 319043 328928 342560 350126 360753 369798 387518 393218 18260 36177 50302 64521 77811 84150 146123 254052 296313 332519 374167 21081 37713 51342 65242 78387 85141 15956 112990 157497 245357 318337 397162 32225 I 89535 199023 275274 316190 348729 398003 66033 75382 81928 99953 126596 146992 159333 168610 176577 184991 190684 197451 213740 226253 233974 246567 258626 275214 285494 293335 299069 306765 325632 338193 354102 360480 378134 390635 116754 209115 265043 287206 37079 112427 204966 278040 320971 359749 27184 52970 68347 81262 111354 120697 134173 160238 175501 190802 201582 222076 233069 261711 261568 275378 290297 299066 310328 326969 336577 343080 352917 366785 382898 390482 397947 114772 125897 143627 160902 178521 195204 212497 226142 238315 262702 273193 277992 295133 304078 318432 328876 341849 346161 366610 369295 386953 393065 10723 22176 38475 53070 68112 79133 90945 10728 24588 38987 53450 72679 79211 93493 122729 140154 160530 178300 191640 210018 223283 236788 262698 263442 276900 293442 302766 316699 327142 338359 345879 354801 369035 384376 392752 399169 96676 304447 67932 110391 141781 190502 335991 240162 244166 269575 270666 293797 306114 Woll-CloquS, 93 cm br., a in in mod. Farbtönen.. .p. m u.4U 100522 118725 131319 159677 174992 187148 200756 219848 229546 251425 261089 274282 287032 296402 309871 324673 332788 342824 352398 366496 378409 388793 396416 346 Gewinne zu 300 NM. 1198 1329 5629 9238 13410 14724 15840 21178 21833 22635 25177 9068 ! 14872 36137 46576 58126 77134 82507 111666 132478 149378 161551 170612 178998 186881 191980 197703 217093 227137 234067 246761 268787 276562 290422 295367 302801 310192 327157 343511 354536 380616 379699 399573 5. Klaffe 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preutz.) Klaffen-Lotterie 396 Gewinne zu 300 RM. 9783 10566 in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick In die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch 14724 16840 21178 21833 22635 25177 29548 30268 36242 37661 52633 62913 54393 61162 62911 65018 65193 66049 68907 72872 74202 75206 76042 79813 86047 87610 89129 94260 97671 112174 ------ ------ ------ 4 (gewinne zu 3000 RM. 50801 162025 18 Gewinne zu 2000 RM. 53710 73466 179860 199071 199960 275849 288822 62 Gewinne zu 1000 RM. 11681 44569 60750 68932 73082 82335 93765 97251 114973 124867 129996 132089 136963 145031 162108 164996 177355 181584 252956 260388 262353 267095 298110 343370 354279 379660 Jaquard-Reversible 95 cm breit, modisches, in sich gemustertes Gewebe, in n -we schwarz und farbig _p.m AI3 Aus jede gezogene Rümmer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Rümmer in den beiden Abteilungen I und II Flamisette, 95 cm breit, gute solide Kleider wäre in a aa schwarz und farbig, .p. m Z.ZU 2 Gewinne zu 20000 RM. 113707 2 Gewinne zu 6000 RM. 246360 6 Gewinne zu 3000 RM. 181114 319086 Flamenga, 95 cm breit, schöne , geschloss/Ware i. schwarz «g nn und farbig.........p. m 1.00 Faille-Satln, 95 cm breit, eleg. Kleiderware in schwarz u. n qa groß. Farbsortiment, p. m 76 Gewinne zu 600 RM. 4502 6435 9825 22748 31230 39732 47018 68049 68803 73604 85455 92966 100130 ............ ...... ...... Konturenkrepp, 95 cm breit, in sehr schönen Kleider- n Ölfarben.............p. m Z. 10 je 1000000, 2 zu je 800000, 2 zu je 75000, 4 zu je 60000, 6 zu je 30000, 10 zu je 20000, 68 zu je 10000, 146 zu je 5000, 262 zu je 3000, 684 zu je 2000, 2088 zu je 1000, 3560 zu je 500, 14222 zu je 8G0 Mark. 26 Gewinne zu 2000 RM. 3250 122519 137131 165986 181652 211180 286394 313267 332195 66 Gewinne zu 1000 RM. 6706 53479 56940 69612 84636 89721 128679 140023 142168 156110 193635 208040 220303 220824 269831 289725 302818 305867 : 363416 368021 380658 386041 „ 78 Gewinne zu 600 RM. 27620 38900 57321 61428 71818 78818 138588 ------ ------ ------ Krepp Faille, 95 cm br., eleg. Gewebe in schwarz und a qj- sämtl. Modefarben.. .p.m Z,uU Wollkrepp,75 cm br.,sehr schön. woll.Geweoe, i. schwarz u. a j-q mod. Kleiderfarben. _p. m Luu 115326 122628 124248 126489 134022 138965 141335 143060 149480 161670 152224 165946 163555 164548 166560 167130 172804 175602 175915 176490 180323 182956 183009 184574 186964 187823 189600 190695 192617 193720 194633 194922 201642 204896 206746 213226 218230 219732 221084 223667 227694 228299 231543 233626 235123 237066 238611 242778 247358 261682 251769 258446 269587 270663 272699 275131 276761 278412 280070 285457 290990 291277 292866 293111 295901 295942 297863 296113 303192 303392 305621 306664 313191 315079 319684 321979 330860 332672 333396 334492 344595 345632 351948 353498 354999 355024 356127 357061 369831 370011 373182 376412 385579 385951 386401 386908 rterien- ' Verkalkung HAUT11KKEN FLECHTE?