K.26B Erstes Natt 187. Jahrgang Donnerstag, 18. November i<)37 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: SrSHIsche Univerfitätsdnickerei R. Lange in Sietzen. Schrifileitung und Seschäftrftelle: Schulftrahe 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach oorh. Dereinbg. 25°/„ mehr. Ermähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenKNpf. Mengenabschlüsse Staffel B Lscheint tag Itd), auher Linntags und Feiertags Allagen: Die Illustrierte Extzener Familienblätter Himat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreis: W 4 Beilagen RM. 1.95 Q ne Illustrierte . 1.80 Mellgebühr „ -.25 A. ch bei Nichterscheinen rn einzelnen Nummern inolge höherer GewaV Zernsprechanschlüffe mr er Sammelnummer 2251 Dißchrist für Drahtnach. rieten Anzeiger Siehe« Poftschecktonto: Kn-nfturt am Main 11686 Die Großherzogliche Familie das Opfer eines Flugzeug-Ltnglücks geworden. Ci eid' fliil miir »)»e r begonnen, da er wahrscheinlich den i a hi bitr rechte Flügel und der rechte Seitenmotor Liaschine abgerissen und stürzten in die Eine Mitteilung der Fluggesellschaft. em trr it hätte ausgezeichnet geklappt und das Flug- I iid)hg über den Flugplatz gebracht Man habe poö: lsemerkt batte In einer Entfernung von 1600 ptet i :iom Flugplatz muß eine Nebelwolke em islZgzeua die Sicht des hohen Fabrikschorn- tein's jer das tragische Unglück verursachte, un- möM gemocht haben." WhiiicheAnteiinahme in Belgien B^ri fei, 17. Nov (DNB) Die Flugzeugkata- topiify :iei Ostende hat in Belgien größte Anteil- iahnki und aufrichtiges Mitempfinden heroor- otnianr eine Rakete abgeschossen, zwei weitere hät- ent) oirfagt, so daß der Flugzeugführer Larn- B il[ll9e einer der tüchtigsten Flieger der belgischen ZiiMsstahrt, der bereits 1,1 Millionen Kilometer geriet) n hat, s i ch nicht hätte orientieren Sinnen Das Flugzeug sei daher erneut über dem Flugplatz hinausgeflogen und habe auf der lintier Seite einen F a b r i k s ch o r n st e i n ! Ie stixift der feinen Blicken verborgen geblieben oms Beorg f)an et erklärte, es sei unverantwort- , idm !nß man auf einem an sich schon sehr be- neiter Flugplatz nicht Vorrichtungen geschaffen afiae, tum die Raketen automatisch abschießen zu örrner ei dem Streifen des Fabrikschornsteines wur- je' Der Schornstein wurde von der Wucht des bilwaJe- umgenfsen, der Rest des Flugzeuges ütt i? 100 Meter weiter ebenfalls zu Boden In lief ei Mugenblicf erfolgte eine Explosion und asr- ujg^euq war ein einziges Flammen h eilt Die Belegschaft der benachbarten Fabrik türr|? eilends mit Löschgeräten an die Unglücks- ptn 'lonnte jedoch keine 5Hilfe mehr brm- ent. her abgerissene Flugzeugflügel ist auf dem )ach l»r Ziegelei mit der Spitze stecken geblieben Der- Himpf liegt zertrümmert am Bodens die Ka- innlif völlig verbrannt, dagegen ist der Schwanz lnwerschrt. Iir a n f f u r t a. M., 16. Nov. Ans Brüssel bnitf die Meldung, daß am Dienslagnachmittag lastet Nähe von Ostende das Verkehrsflug- lm'g der belgischen Luftverkehrsgesellschaft Sa- das die Strecke München—London befliegt, ne nun glückt ist, wobei die dreiköpfige Besatzung uch acht Fluggäste ums Leben gekommen l’N Unter den Toten befanden sich die ehemalige blrß Herzogin Eleonore von Hessen, dür Lrbgrohherzog Georg Donatus und f. jivi Gattin, dieErbgroßherzoginLäcilie, bfmi beiden ältesten Kinder, die Prinzen Lud- tiii c und Alexander, die Kinderschwester Lina hlaI n und der Adjutant Joachim Riedesel, 3Jctiif)err zu Eisenbach aus Sickendorf bei Vlivi-rbach. Ferner der bekannte Segelflieger Alfred Mottens. Die grohherzogliche Familie befand W auf der Fahrt nach London zu der für den 72vember vorgesehenen Trauung des prin- M l u d w i g von Hessen mit Miß Margret Ged- der Tochter von Sir Auckland Geddes. Me die Katastrophe geschah. llr er das Unglück melden belgische Blätter, daß kte Flugzeug wegen des in London herrschenden Metall 5 Anweisung erhalten hatte, bereits in Bifirn zu landen Da aber auch hier inzwischen iHOijh Rebel aufgetreten war, war die Sicht außer- rrcherlich schlecht so daß auf dem kleinen Militär- Flsn^Iatz Steene bei Ostende die Verständigung mit Leuchtraketen mißlang In der „Derniere fyjiur" schreibt der belgische Sportflieger George ifjwnBf, der kurz vor der Katastrophe selbst mit kickei Maschine auf dem Flugplatz von Steene ge= pnbei war und das Landungsmanöver des verün- lustm Verkehrsflugzeuges beobachtet hatte: die trftfpden der Katastrophe feien in dem Versagen eixlafeten zu suchen die man auf dem Flug- '|d | bei der Landung abgefeuert hätte Der Funk- D!st lielgische Luftfahrtgesellschaft S a b e n a teilte lut" ,(s wird bestätigt, daß das Flugzeug Mün- benMimbon die in Brüssel vorgesehene Zwi - Ich li 1 l.a n b u n g wegen des herrschenden Nebels Iiriy4 oorgenommen hatte, in Ostende, wo die Iiet-imllogischen Verhältnisse noch mittags ausge- |eid'T?i waren zwei weitere Passagiere an Bord lebiw wollte Gegen 14.30 Uhr änderte s' ch le rd die Wetterlage plötz'ich über dem slu.qllcK Ostende Von Brüssel wurde sofort nach pinrrf ?n dieser Nachricht Ostende aufgefordert, em'i Flugzeug Anweisung zu drahten, sofort a i'h London ohne Zwischenlandung peitierfijfliegen, falls der Nebel für eine Landung u t üd iein sollte Unglücklicherweise hatte der Pilot h d m iAugenblick, als diese Nachricht von Brüssel intr , bereits mit dem Landungs- -7 -f..... .X, „Z y, v.ito- v MWW Großherzogin Eleonore. — (Mater: K. Frahner, Darmstadt.) Dis erbgroßherzogUche Familie. — (Aufnahme: Brockmeyer, Darmstadt.) Nolirauung des Prinzen Ludwig. London, 17. Nov. (DNB.) Das furchtbare Flugzeugunglück in Ostende wird von der gesamten englischen Presse an hervorragender Stelle und mit großer Anteilnahme verzeichnet. Die Blätter sprechen dem Hauptleidtragenden, dem Prinzen Ludwig von Hessen, der als Attache an der deutschen Botschaft in London tätig ist, ihre besondere Anteilnahme aus. „Daily Telegraph" schreibt, dem Urenkel der Königin Vikto- r i a und beliebten Mitglied der deutschen Botschaft bezeugten seine Freunde in England tiefste Sympathie. Die Vermählung des Prinzen Ludwig mit Miß Margret Campbell-G e d d e s, die ursprünglich für Samstag angesetzt war, fand nun schon am Mittwoch um 17 Uhr in der Kirche von St. Peter in Eaton-Square als Nottrauung statt, an der nur die nächsten Angehörigen und engsten Freunde des Paares teilnahmen. Darunter der Herzog und die Herzogin von Kent, eine Kusine der soeben bei Ostende ums Leben gekommenen Erbgroßherzogin, der deutsche Botschafter von Ribbentrop, die Prinzessin Paul von Jugoslawien, die Gräfin Toerring, beides gerufen. Im belgischen Parlament wies Verkehrsminister Jasper am Dienstagabend auf das furchtbare Flugzeugunglück hin und sprach den Familienangehörigen der von dem Unglück Betroffenen das herzliche Beileid der belgischen Regierung aus. Die kurze Ansprache des Ministers wurde von den Abgeordneten und Senatoren stehend angehört. Verkehrsminister Jasper hat ferner dem Vertreter der Reichsregierung in Brüssel, dem deutschen Gesandten Freiherrn von Richthofen, persönlich sein Beileid ausgesprochen Aus allen Kreisen sind dem deutschen Gesandten überaus herzlich gehaltene Beileidskundgebungen zugegangen In Abwesenheit des Königs hat der Graf von Flandern seinen Adjutanten nach Ostende entsandt, um Kränze an den Särgen niederzulegen Die Königinmutter ließ durch ihren Oberhofmeister ihr Mitgefühl aus» sprechen. Derkehrsmimster Jasper hat sich in einem Sonderflugzeug an die Unglücksstelle begeben, um die Bergungsarbeiten persönlich zu leiten Die Ueberiührung der Leichen nach Deutschland wird voraussichtlich am Donnerstagnachmittag erfolgen. Bis dahin ruhen die Opfer in der Kapelle des Krankenhauses in Ostende Dem Transport der Särge in das Krankenhaus wohnte der deutsche Gesandte bei. der den ganzen Tag über in Ostende weilte. Die Kinderschwester Lina Hahn. (Aufnahme: Brockmeyer, Darmstadt.) gramm: „Zu dem schauerlichen Unglück, das Sie und Ihre Familienangehörigen betroffen hat, spreche ich Ihnen mein Beileid aus. Rat und Hilfe stelle ich Ihnen, soweit mein Können reicht zur Verfügung " Der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg depeschierte dem Prinzen Ludwig: „Tieferschüttert durch die Nachricht von dem Unglück, das Ihre Familie betroffen hat, spreche ich Ihnen mein herzlichstes Beileid aus." — Stabschef Lutze hat dem SA -Gruppenführer und Oberpräsidenten in Kassel Prinz Philipp von Hessen sein tiefempfundenes Beileid zum Ausdruck gebracht — Staatsrat Reiner sandte dem Prinzen Ludwig folgendes Telegramm: „Das tragische Geschick das o unerwartet und auf so entsetzliche Weise Mutter, Bruder, Schwägerin und zwei Neffen von Ihrer Seite gerissen hat, hat mich tief erschüttert Ich spreche Ihnen mein allerherzlichstes Beileid ausA — Der Kommandierende General des XII. Armeekorps, General der Kavallerie Freiherr Kreß von Kressen st ein telegraphierte: „Ew Kgl. Hoheit bitte ich, aufs tiefste ergriffen von dem tragischen, unsagbar schweren Verlust, der Sie betroffen hat mein von ganzem Herzen kommendes aufrichtiges Beileid entgegenzunehmen " Der Darmstädter Oberbürgermeister Warn- boldt telegraphierte: „Zu dem furchtbaren Un- glück, das Ihre Familie betroffen hat spricht Ihnen die Stadt Darmstadt ihr aufrichtigstes Beileid und herzlichstes Mitgefühl aus, dem ich tieferschüttert mein persönliches Beileid anschließe." - Frau W i nifred Wagner schrieb an den Prinzen: ^Fassungslos über Ihren neuerlichen furchtbaren ^chicksalsschlag, den Sie. verehrter Pnnz, erlitten, spreche ich Ihnen unsere innige Teilnahme aus. W Leben schließt nunmehr eine so verantwortungsvolle Aufgabe in sich daß wir Freunde durch verehrungsvollste Treue und Anhänglichkeit hosten, mit Ihnen das unaussprechliche Schwere tragen zu helfen." — Ein weiteres Beileidstelegramm ging ein von dem Kronprinzenpaar von Schweden. In Wien übermittelte der Ches des Kusinen der verstorbenen Erbgroßherzogin, die Gräfin Milford Haven und andere. Nach einem Frühstück im Hause von Lord Mountbatten (Battenberg) fuhr das junge Paar mit be.a Dampfer nach Ostende. Dort wurde es am Mittwochabend von dem Gouverneur der Provinz, dem deutschen Gesandten in Brüssel, Freiherrn von Richthofen, und dem Legationssekretär Freiherrn von Neurath, am Kai empfangen. Das Prinzenpaar begab sich sofort in das Krankenhaus Sie wurden in die Kapelle geführt, wo sie lange Zeit an den Särgen ihrer tödlich verunglückten Familienangehöngen weilten. Die Ueberführung wird vermutlich im Laufe des Donnerstag erfolgen. Die Teilnahme des Führers. Weitere Beileidsbezeugungen führender Persönlichkeiten. Berlin, 17. Nov. (DNB.) Der Führerund Reichskanzler hat dem Prinzen Ludwig von Hessen seine aufrichtige Anteilnahme an dem tragischen Unglück, das die großherzogliche Familie betroffen hat, zum Ausdruck gebracht. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sandte dem Prinzen Ludwig folgendes Tele- Lan- Jm Was bietet die Gau-Kulturaussteltung? Großzügige Neuregelung des Straßenverkehrs i f e inb", Fllm- bctt* die ab 1. 3u(l 1938 erstmalig in den Ber- Hauptdarstellers kehr kommen. Es wird jedoch erwartet, daß I auch die Besitzer der anderen Fahrräder sich Kultur ist für das ganze Volk, deshalb muß jeder die Gaukulturausstellung in der Frankfurter Zesthalle gesehen haben. BerwendungvongelbenRückskrah- lern an den Pedalen der Fahrräder wird für alle Fahrräder vorgeschrie- dieser Borrichlung bedienen, bevor eine allgemeine Ausrüstung mit den neuen Rückstrahlern angeordnet wird. Den praktischen Erfahrungen angepatzt sind auch die Bestimmungen über das Berhaltender Futzgänger. Bon einem ausdrücklichen Gebot des R e ch t s g e h e n s ist abgesehen, es ist vielmehr beabsichtigt, auf dem Wege der allgemeinen Berkehrserziehung bei Dunkelheit ober starkem Rebel auf den Fahrbahnen der Landstraßen das Linksgehen zu empfehlen. Der Sicherung von marschierenden Abteilungen bei Dunkelheit ober starkem Rebel bient eine befonbere Borschrift. Eine anbere bestimmt, bah spie- lenbe Kinder von ber Fahrbahn ber Ber- kehrsstrahen entfernt werben. Mäßige Geschwindigkeit muß eingehalten wenden, wenn in eine Hauptstraße eingebogen ober diese überquert werden soll, gleichgültig, ob andere Deutsche Musik und Musikerziehung. Rahmen der Gaukulturwoche hielt die desleitung Hessen-Nassau der Reichsmusik- kammer im Wiesbadener Kurhaus ihre Arbeitstagung ab. Landesleiter F i ch t m ü l l e r (Darmstadt) wies darauf hin, daß die diesjährige Tagung durch die Gaukulturwoche ein besonderes Gepräge erhalte, und daß der Landesverband Hessen-Nassau der Reichsmusikkammer den von dem Gauleiter und dem Landeskulturwalter bei der Eröffnungsfeier vorgezeichnetem Weg freudig beschreiten. Dringend empfahl der Landesleiter allen Teilnehmern der Tagung den Besuch der großen G a u - kulturausstellung, weil dort u.a. auch eine umfassende chronologische Uebersicht über die Entwicklung des geistigen Lebens im heimatlichen Gau der letzten Jahrhunderte bis zur Gegenwart geboten wird. Die Grüße und Glückwünsche der Stadt Wiesbaden überbrachte Stadtrat Pfeil, der eine Darlegung des hochentwickelten Musiklebens in Wiesbaden gab. Als Vertreter des Präsidenten der Reichsmusikkammer sprach A. W. Luka sch ik über da« Wesen der deutschen Musik und ihre Bedeutung für die Neuformung des deutschen Menschen. Die Musikerziehung sei nicht überflüssig, es komme darauf an, wie der Wert der Musik, die berufen sei, deutsches Wesen und deutsche Innerlichkeit zu künden, eingesetzt wird. Dementsvrechend habe der Führer der Musik eine große Aufgabe gestellt. Heute müsse der deutsche Künstler ein Kämpfer sein mit dem Mut zum Bekenntnis für das artgebundene Schaffen und der Ablehnung all dessen, was der deutschen Kultur artfremd ist. Der Redner gab einen aufschlußreichen Rückblick über die Fortschritte der Musikpflege seit der Machtübernahme durch den Führer, und wies gangbare Wege, durch die die Musik dem Volksganzen als Kraftquell erschlossen werden könne. Die Kulturmission des Theaters. In Frankfurt fand die erste Landestagung der Reichstheaterkammer statt. Der Landesleiter konnte neben Gaukulturwalter Stöhr vor allem den Redner, den Geschäftsführer der Reichstheaterkammer Gauleiter Frauenfeld, begrüßen und die Grüße des Präsidenten der Reichstheaterkammer Dr. Schlösser überbringen. Wir haben die Freude, so führte der Landesleiter weiter aus, im Gau Hessen-Nassau einen Kranz hochwertiger Theater zu besitzen, die sich allgemeiner Wertschätzung erfreuen. Vor der Machtübernahme sei gerade unser Gau ein Mittelpunkt jener artfremden Theaterkunst gewesen, die wir überwunden haben. Damit sei es für immer vorbei. Kommt in die Gaukulturausstellung. Sie ist nur noch bis zum 21. geöffnet. Tausende haben schon ihr begeistertes Urteil abgegeben. Bei dieser einmaligen Schau darf keiner fehlen! Arbeitstagung der Iachschast Bühne. Aus Anlaß der Gaukulturwoche hielt die Reichs, theaterkammer, Fachschaft Bühne, eine Ar. beitstagung der Obmänner und Arbeitsausschüsse der Ortsverbände ab, auf der der Leiter der Fach, schäft Bühne in der Reichstheaterkammer, Bern. Hardt Herrmann (Berlin), Aufschlüsse über bie* Arbeit der Theaterkammer machte. Dabei behau.! belle er in erster Linie soziale Fragen der Bühnen, angehörigen. Er machte Mitteilungen über die Die, lerlei Bestrebungen, um die immer noch Verhältnis, mäßig große Zahl der Arbeitslosen unterzubringn. Die Sicherstellung im Alter durch eine Altersversi. cherung werde energisch weitergetrieben, und heute stehe es schon fest, daß eine Pensionskasse kommen werde. Der Redner stellte dann den Zuständen vor der Machtergreifung durch die Partei die heutigen Errungenschaften auf dem Gebiete der sozialen Betreuung der Bühnenangehörigen gegenüber. Was vor dem Kriege gewesen sei, könne und wolle man nicht wieder schäften. Das Ziel sei, das Theater aus dem Volke für das Volk, das Nationaltheater. — An die Ausführungen des Leiters der Fachschaft schloß sich eine lebhafte Aussprache über die Frage der Wanderbühnen, der Laienbühnen, der Agenten. Honorare usw., die sich als fruchtbringend erwies und für viele Fragen eine restlose Aufklärung braute. Frankfurt a. TI., 20.30 Uhr, rm Gloria- Palast, Kaiserstraße: „Ber Volksfeind", Film, auffuhrung in Anwesenheit des f " Heinrich George. Daß dem so ist, dafür sorge die Organisation der Reichstheaterkammer; sie sei die Hüterin eines unserer kostbarsten Kulturgüter, des deuftchen Theaters. Dann ergriff der Geschäftsführer der Reichstheaterkammer Gauleiter F r a u e n f e I d das Wort, um in einer von Begeisterung für die Kunst und Liebe für den Künstler getragenen Rede die Aufgaben des Künstlers und die Bedeutung der Kunst zu umreißen. Er sprach von der Ueberwachung der Berufsausbildung, von der Engagementsvermitt- lung, von der Altersversorgung, und wies darauf hin, daß wir in Deutschland das dichteste Theater- bespielungsnetz der Welt haben. Zu den 200 stehenden Theatern find 29 große Gauwanderbühnen getreten, die das Theater bis in die kleinsten Städte tragen. Der Künstler fei heute kein Einzelobjekt oder eine Sensationsangelegenheit mehr, die sich der kaufen könne, der die Mittel dazu besitze, sondern er sei hineingestellt in die Gemeinschaft seines NSG. Täglich finden mehrere Fernsehvorführungen im Fernsehsender „Paul Nipkow" und Uebertragungen aus dem Senderaum des Neichssenders Frankfurt in der Gaukulturausstellung, durch Glaswände sichtbar, statt. Bildtelegraphie und Drahtfunk, dazu die neuesten Nund- funtapparate in der großen Rhein-Mainischen- Rundfunkschau. Vom Volksempfänger bis zu den teuersten Mehrkreisempfängern find alle Modelle vertreten. Sie können auch eine Schallplatte besprechen und ihre Stimme auf der Platte mit nach Hause nehmen. Zarah Leanders Originalkostüme aus dem Film „Zu neuen Ufern" zeigt die Ufa- Lehrschau neben vielen anderen filmtechnischen Einzelheiten. Auch auf einer richtigen Bühne können Sie sich bewegen. Ein Szenenbild aus Kleists Hermannsschlacht ist naturgetreu aufgebaut. Daneben finden Sie zahlreiche Kostüme und Szenenentwürfe der Theater unseres Gaues. In der Presse-Schau liegen täglich die neuesten Zeitungen aus dem gesamten Gaugebiet auf. 113 Zeitungen wollen von Ihnen beurteilt sein! Sicher haben Sie noch keine Rotationsmaschinc gesehen. Kommen Sie deshalb zur Gaukulturausstellung! Auch wer Riedrode nicht kennt, muß die Gaukulturausstellung besuchen. Und erst die gemütliche Bauernecke! — Holzschnitzereien, bunte Tontöpfe und -schalen, Handweberei! Gemälde, Plastiken, Zeichnungen, Reklameentwürfe, Kunstgewerbe, Bucheinbände und auch alte Kunst, Notenmanuskripte, prachtvolle alte Instrumente und die große Schau des deuftchen politischen Werdens: „Das Politische Deutschland", runden die Schau ab. Verkehrsteilnehmer in der Nähe sind oder nicht. Wenn sich die Erwartung, daß die Zahl der schweren Verkehrsunfälle auf Straßenkreuzungen durch diese neue Bestimmung herab gemindert wird, nicht bestätigt, wird die Einrichtung sogenannter Stop- Straßen geprüft. Auf bestimmten Hauptstraßen wird dann vor jedem Einbiegen oder lieberqueren in jedem Falle das Fahrzeug völlig angehalten werden müssen. Laut Unfallstatistik ist das Nichtbeachten der Vorfahrt bei Kraftfahrzeugunfällen die überwiegende Unfallursache. Die neue Vorschrift sieht den Grundsatz vor, daß derjenige die Vorfahrt an nicht besonders geregelten Kreuzungen hat, der unter Beibehaltung der Geschwindigkeit beider Fahrzeuge bestimmt damit rechnen kann, den Schnittpunkt vor dem anderen erreicht zu haben. An die Forderung der verminderten Geschwindigkeit bei Ueberquerungen wird erinnert. Durch besondere Verkehrszeichen müssen alle Haupt- und Nebenstraßen mit Vorfahrtsrecht so gekennzeichnet werden, daß über das Bestehen der Vorfahrt keine Zweifel herrschen. Kraftfahrzeuge und Schienenfahrzeuge sind in bezug auf die Vorfahrt einander gleichgestellt. Die Polizei sieht ihre Aufgabe auch in der vorbeugenden Belehrung und Ermahnung. Deshalb enthält die Verordnung die Verpflichtung zur Teilnahme an einem ö f - fentlichen Verkehrsunterricht für alle Verkehrsteilnehmer, welche die Derkehrsvorschriften nicht beachtet haben. Um Arbeitsausfall zu vermeiden, wird dieser Unterricht in den Morgenstunden des Sonntags abgehalten. Weiter erhält der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei die Ermächtigung zu bestimmen, daß Verkehrsteil, nehmer, welche wiederholt die Derkehrsvor- schriften nicht beachteten, besonderen Maß- nahmen unterworfen werden. Die Eintragung von Geldstrafen über fünf Reichsmark und Frei- heitsstrafen in den Führerschein bleibt bestehen. Andere Maßnahmen, wie die Drosselung von Kraftfahrzeugen, werden geprüft.' Musik und Theater im Gau Hessen-Nassau Die Lgndesiagungen auf der Gau-Kuliurwoche. Gau-Kulturwoche Hessen-Nassau. Veranstaltungen am Donnerstag. Frankfurt a. TI., 20.15 Uhr, im großen Saal des Tiergartens: Deutsche Volksmusik, Konzert der Fachschaft Volksmusik in der Reichs- theaterkammer und der NS.-Gemeinschast .Kraft durch Freude". Darmstadt, 20.15 Uhr, im Schloßhof: Deutsche Männerchöre, gesungen von der Darmstädter „Liedertafel". Frankfurt a. M., 20.30 Uhr, im „Steinernen Haus", Braubachstrahe 35: Landestaguna der Reichsschrifttumskammer. Es fprid)t der Referent in der Reichsschrifttumskammer, Wenz. Im Senderaum der Gaukulturausftellung finden täglich Darbietungen des Reichssenders Frankfurt statt. Der Zutritt ist für die Besucher der Gaukulturausftellung frei. Veranstaltungen am Freitag. Frankfurt a. M., 11 Uhr, im Beethovensaal des Festhallengeländes: Arbeitstagung der Haupt- stellenleiter Film der NSDAP, des Gaues Hes- sen-Nassau. Es spricht der Organisationsleiter der Reichspropagandaleitung, Amtsleitung Film, Her- bert Bärwalü, über „Filmschaffen der NSDAP." Frankfurt a. TI., 15 Uhr, im Beethovensaal des Festhallengeländes: Arbeitstagung der Haupt- stellenleiter F u n k der NSDAP, des Gaues Hessen- Nassau und der Funksachbearbeiter der Gliederun- gen und angeschlossenen Verbände. Es sprechen der Präsident der Reichsrundfunkkammer, Reichsamts, lerter Krieg! er und der Intendant des Reichs- senders Frankfurt, Hanns-Otto Fricke. Frankfurt a. TL, 20 Uhr, im Beethovensaal des Festhallengelandes: Landestagung der R e i ch s- rundfunkkammer. Es sprechen der Präsident der Reichsrundfunkkammer, Reichsamtsleiter Krieg- ter und der Leiter der Abteilung III der Reichs- rundfunkkammer, Bruchmann. Berlin, 16.Nov. (DNB.) Die auf Befehl des Führers begonnene Ttotorifierung hat zu einer Vermehrung des Kraftfahrzeugbestandes von 1 499 724 Fahrzeugen des Jahres 1932 auf 2 474 581 im Jahre 1936 geführt; die 1937 anhaltende Steigerung läßt auf eine Verdoppelung innerhalb der letzten vierJahre schließen. Unter diesen Umständen erwuchs die Aufgabe einer grundlegenden Neuregelung des Straßenverkehrs. Die Grundsätze dieser neuen Ordnung erläuterte der Chef der Ordnungspolizei, ^-Obergruppenführer General der Poltzei D a I u e g e vor der Presse: Der größte Teil der Straßen ist für den langsamen Verkehr von Tierfuhrwerken geschaffen. Erst die Reichsautobahnen des Führers tragen in ihrer Anlage der technischen Entwicklung des Kraftfahrzeuges vorausschauend Rechnung. Für den nationalsozialistischen Staat ergab sich die Notwendigkeit, rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu treffen, um die nachteiligen Auswirkungen der verstärkten Motorisierung, die Verkehrsunfalle, auf ein tragbares Maß herabzudrücken. Infolgedessen ist trotz der Verdoppelung des Kraftfahrzeugbestandes die Zahl der Verkehrsopfer im Verhältnis dieselbe geblieben: im Jahre 1932 verloren 6575 'deutsche Menschen ihr Leben durch Verkehrsunfälle bei einem Kraftfahrzeugbestand, der etwa die Hälfte des jetzigen ausmachte; im Jahre 1936 verzeichnete die Reichsoerkehrsunfallstatistik 8388 Tote; in der ersten Hälfte des Jahres 1937 werden 3437 Tote verzeichnet. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist jedoch immer noch so hoch, daß sie für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft untragbar er» {rfjeint. Deshalb entschloß sich die Reichsregierung dazu, die Gesamtfragen der Verkehrsunfallbekämpfung, sowohl die Exekutive als auch die Gesetz- gebung, in einer Hand z u vereinigen. Der Reichsminister des Innern hat eine neue Verordnung über das Verhalten im Straßen- v er kehr erlassen, die am 1. Januar 1938 in Kraft tritt. Das Leitmotiv der neuen Verordnung heißt: Sicherung des deutschen Lebens bei ^.^.^örkter Motorisierung, also größte Freiheit für den Verkehr und größte Sicherheit für den Verkehrsteilnehmer! Die neue Verordnung enthält viele Vorschriften, deren Beachtung für den erfahrenen und rücksichtsvollen Kraftfahrer bisher eine Selbstverständlichkeit war. Es wird alles, was erfahrungsgemäß einem ruhigen Verkehr im Wege stand beseitigt. So fallen z. B. die bisher üblichen Kreis- polizeiverordnungen über Verkehrsbeschränkungen die, da örtlich verschieden, nur eine Verwirrung der Verkehrsteilnehmer verursachten, in Zukunft fort Eine Vorschrift, die weitgehend den Forderungen des Kraftfahrzeugverkehrs Rechnung trägt ist bas eindeutige Gebot des R e ch t s f a h r e n s. Im Verkehr ist künftig der Grundsatz offiziell: e langsamer das Fahrzeug, desto weiter rechts fahren!" Durch diese Anordnung wird eine ihrer maschinellen Antriebskraft entsprechende wirtschaftliche Ausnutzung der Kraftfahrzeuge gewährleistet. Für Personenbeförderung auf Lastkraftwagen ist besondere Erlaubnis der Verkehrspolizeibehörden vorgeschrieben. Weber die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Straßenverkehr sagt eine neue Verordnung des Reichsverkehrsministers: 1. Für die Entwicklung der Kraftfahrzeuge ist die Prüfung der Typen bedeutsam. Durch Gründung einer „Reichs st elle für Typenprüfung von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen" wird für die einheitliche, gleichmäßige und planmäßige Entwicklung der Typen gesorgt. Die neue Reichs- stelle soll eine Zusammenarbeit der Behörden und der Wirftchaft, der Praxis und der Wissenschaft fordern. Der Umfang der Typenprüfung wird über Fahrgestelle und Antriebsmaschinen hinaus auf alle oerkehrswichtigen Teile der Fahrzeuge ausgedehnt werden. 2. In das Zulassungsverfahren für Kraftfahrzeuge werden d i e Anhänger ein- bezogen. Damit wird für deren Betriebssicherheit und für ihre Erfassung zu Zwecken der Landesverteidigung die nötige Grundlage geschaffen. 3. Jeder Führer eines Kraftfahrzeuges — auch der bisher führerscheinfreien Kleinkrafträder u. a. — mutz künftig eine Prüfung über seine Kenntnisse der Berkehrsvorschrif ten machen. Diese Prüfung soll einfach sein. Wer die Prüfung besteht, erhält einen Führerschein Klasse 4. Er gilt für Kraftfahrzeuge mit einem Hubraum bis zu 250 ccm und solche mit nicht mehr als 20 Kilometer Stundenhöchstgeschwindigkeit. Born 1. Oktober 1938 an gib! es keine führerscheinfreien Kraftfahrzeuge mehr. 4. Für die Verkehrssicherheit der Kraftfahrzeug und Anhänger soll künftig dadurch noch besonder gesorgt werden, daß die Zulassungsstellen die Fahr», zeuge zu regelmäßigen Nachprüfungen auf ihren vorschriftsmäßigen Zustand vorlade'n können. 5. In den Bau- und Betriebsvorschriften finh zahlreiche Neuerungen enthalten. Es handelt si-h um Verschärfung der Bestimmungen über die Bremsen von Kraftfahrzeugen und besonders von Anhängern, aber auch von Fahrrädern. Das Gesamtgewicht von Anhängern wird begrenzt Das Mitführen von Anhängern muß bei Dunkel' heft durch ein gelbes Zeichen in Dreiecksform o"‘ gezeigt werden. Für Windschutzscheiben Scheiben im Innern der Kraftfahrzeuge quer Fahrtrichtung wird Sicherheitsglas dj?^ schrieben. Kraftwagen müssen zwei rote S ch l uh' lichter führen. Auch an Anhängern müssen die Schluß- und Bremslichter angebracht werden, die für die ziehenden Kraftfahrzeuge vorgeschrieben sind. Zusätzlich wird ein roter Rückstrahler gefordert. Größe und Anbringung der Fahr!' richtungsanzeiger und der Rückspiegel wird geregelt. Die amtlichen Kennzeichn an Kraftfahrzeugen sollen allmählich auf solche mit weißer Schrift auf schwarzem Grunde umgeN11 werden. Zugleich ist die erste für alle Straßenbahnen des Deuftchen Reiches gültige Straßenbahn-B a.^ und Betriebsordnung erlassen worden. den Straßenbenutzer ist wichtig, daß die ©traben* bahnen künftig schneller fahren und sich |0 dem allgemeinen Verkehrsfluß im Straßenraum besser einfügen. Die Straßenbahck-Bau- und M' frtebsorbnung beschränkt sich auf die Festlegung Der wichtigsten Normen. Die Verbreiterung dieser W men durch weitergehende Einzelvorschriften ist 'n die Hand der Reichsverkehrsgruppe Schienenbahnen gelegt worben. Protokolls dem deutschen Botschafter von Papen das herzliche Beileid des österreichischen Bundespräsidenten, des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg und des Staatssekretärs für die Auswärtigen Angelegenheiten Dr. Schmidt. Trauer im Heffenlaud. Mit größter Bestürzung und in tiefster Anteilnahme hat das ganze Hessenland die Kunde von dem entsetzlichen Schicksalsschlag vernommen, der die großherzogliche Familie betroffen hat. Erst vor wenigen Wochen waren wir beim Heimgang des letzten regierenden Großherzogs Ernst Ludwig Zeuge eindrucksvoller Kundgebungen der Anhänglichkeit des Hessenvolkes an sein ehemaliges Fürstenhaus und wieder steht nach ungeahnt kurzer Zeit ganz Hessen im Zeichen tiefster Trauer um die Großherzogin Eleonore, das erbgroßher- z o gliche junge Paar und die beiden jungen Prinzen, die auf eine so erschütternde Weise einem furchtbaren Unglücksfall zum Opfer gefallen sind. Großherzogin Eleonore war ein Kind Ober» Hessens, geboren in dem uns benachbarten Städtchen L i ch am 17. September 1871 als Tochter des Fürsten Herman zu Solms-Hohensolms-Lich und feiner Gemahlin Agnes geborene Gräfin zu Stolberg-Wernigerode. Nach dem Tode ihres Vaters 1899 siedelte sie mit ihrer Mutter nach dem Witwensitz des Licher Fürstenhauses Hohensolms über, von wo sie 1905 Großherzog Ernst Ludwig als Gattin heimführte. In Darmstadt und im ganzen Hessenlande gewann das „Lärchen aus Lich" in ihrem neuen Wirkungskreis als Landesmutter bald die Liebe und Verehrung und was noch wichtiger ist, das Zutrauen aller Bevölkerungsschichten. Ihre aufrechte Persönlichkeit, ihre schlichte und natürliche Art, ihr Herz, das für alle schlug, die in Not und Bedrängnis waren, machten es ihr leicht, der großen Aufgaben gerecht zu werden, die sie an der Spitze aller karitativen Organisationen des Landes, vor allem des Alice-Frauen-Vereins, der Bahnhofsmission und des Vereins der Freundinnen junger Mädchen auf sich genommen hatte. Sie nahm diese Aufgabe außerordentlich ernst und chre ausgesprochene organisatorische Begabung, ihre Herzensgüte und ihr feiner Takt ließen sie ganz aufgehen in der Arbeit für alle die, die der materiellen Fürsorge und des seelischen Halts bedurften. Dabei war die Großherzogin eine Frau, die durchaus auf dem Boden der Wirklichkeit stand und einen klaren Blick auch für die nüchternen Seiten des Lebens hatte. Eine große persönliche Unerschrockenheit bewies sie in Dresden, wo sie ein durchgehendes Gespann aufhielt und dadurch wertvolle Menschenleben rettete. Ihre mutige Tat wurde durch die Verleihung der sächsischen und preußischen Rettungsmedaille ausgezeichnet. Großherzogin Cleo- nore ist auch nach der politischen Umwälzung 1918 niemals müde geworden in ihrer karitativen Arbeit. Nach wie vör betreute sie die Arbeit der Vereine, an deren Spitze sie stand. Ganz Hessen und besonders wir Oberhessen betrauern mit dem so erschütternden Heimgang der letzten regierenden Großherzogin den Verlust einer seltenen Frau, die sich gleichermaßen durch schlichte Güte wie durch einsetzungsbereite Tatkraft einen Namen gemacht hat, der im Hessenland sobald nicht vergessen werden wird. Der ebenfalls bei dem furchtbaren Unglück ums Leben gekommene Erbgroßherzog Georg Donatus war am 8. November 1906 in Darmstadt geboren. Er hatte in Gießen Volkswirtschaft studiert und seinen philosophischen Doktor gemacht. Der Erbgroßherzog war ein passionierter Autofahrer und Flieger. Er hatte bei Opel in Rüsselsheim in der Werkstatt praktisch gearbeitet und war ein guter Kamerad im NS.-Fliegerkorps. Der neuen Wehrmacht gehörte er als Leutnant der Reserve der Luftwaffe an. Am 2. Februar 1931 hatte er die Prinzessin Cäcilie von Griechenland, eine Tochter des Prinzen Andreas von Griechenland und der Prinzessin Alice von Battenberg geheiratet. Die Erbgroßherzogin stand als Landesleiterin der weiblichen Hilfskräfte im Roten Kreuz ihrer Schwiegermutter tatkräftig zur Seite. Sie ist jetzt zusammen mit ihren beiden ältesten Söhnen, dem 1931 geborenen Prinzen Ludwig und dem zwei Jahre jüngeren Prinzen Alexander dem furchtbaren Unglück bei Ostende xum Opfer gefallen. Die einzig Ucberlebenbe der entsetzlichen Katastrophe ist die einjährige Prinzessin Johanna. Volkes und habe in dieser Gemeinschaft eine große, wunderbare Aufgabe. Das Theater habe allen andern Künsten voraus, daß es durch den Menschen zu den andern Menschen spricht. Der Künstler sei hineingestellt in sein Volk, kein Luxusgegenstand, sondern ein Kämpfer mit in erster Linie für sein Volk. Glücklich der Künstler, der in sich das Gefühl der Pflicht gegenüber der Gemeinschaft habe. Wec so seine Mission erlebt, der wisse, daß man di« Leistung des Künstlers nicht mit Geld bezahlen könne; mehr gelte für ihn das Gefühl, feine Pflicht getan zu haben. Kunst sei nichts anderes als ge. krallte Kraft des Volkes, die Form und Gestatt angenommen habe. — Die Ausführungen Frauen, elds fanden bei den andächtig lauschenden Zu. )örern herzlichen Beifall. Der Landesleiter banfte Gauleiter Frauenfeld für die Stunde der Er, bauung und schloß die Tagung mit einem drei, fachen Sieg-Heil auf den Führer. 'n uni) Fc neue L \W 'ch I I Gründe ixprüfii! gleiten" e i ptanmcr neue Bet)örttt: r WM' mg mit? maus r ge aus: runbe w k«ß"K Ä .3 fahren m§er e 'Betriebsfit i her Lan! schassen. Zeuges - nsreit' >uh tüniüi kenn! fchriji" ) jein. > Zührt' m und M funbenW [938 an g irzeuge KraftfO noch W. teilen die i jungt” jrlflben» lorschrlU fs HE >9« A und M’ chnS«» wird W [U6 bei Y. scheibe zeuge flüj sglas roU 6 * ein < chi ®eIj: oorR LAMPEN Erhältlich für 40,60,75 und 100 «Batt. Gin unentbehrliches Hilfsmittel ist gutes und reichliches Licht, das nicht blendet. Oie meisten Beleuchtungsanlagen sind veraltet und hindern den Arbeitenden an der vollen Ausnutzung seiner Arbeitskraft. Glektrisches Licht, durch Osram-D. Lampen erzeugt, ist billig, ff fann also reichlich angewendet werden. Ziehen Sie einen Glektro- ||f)CI)AM licht-Fachmann zu Rate, damit er Ihre Beleuchtungsanlage verbeffert. 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Dem Vorsitzenden wurde überlassen, wann er die nächste Sitzung einberufen soll Voraussichtlich wird dies nach Eingang der beiden Antworten aus Spanien der Fall sein Auf jeden Fall soll der Ausschuß Anfang nächster Woche zusammenberufen werden. entdeckte man im Zentrum von Paris eine Garage, die durch Betonmauern die Aufmerksamkeit der Polizeit auf sich gelenkt hatte. Sie gehörte einem Mitglied einer bekannten Rechtsorganisation namens de la Motte-Saint-Pierre. Die Polizei ist durch Briefe aus ein Haus im Zentrum von Paris gestoßen, das eine Damen- pension beherbergte und in dessen Kellern man ein großes Waffenlager der Organisation entdeckt hat. Die „Epoque" berichtet, daß sich in diesem Waffenlager 14 Maschinengewehre,, 100 000 Schuß Munition, 400 Handgranaten, 500 Maschinenpistolen und 378 Ladungspackchen Sched- dit im Gesamtgewicht von 50 Kilogramm gesunden hätten. Das Waffenarsenal habe ein Gewicht von über zwei Tonnen gehabt. In den Kellern stellten die Polizeibeamten zu ihrer Ueberraschung fest, daß die Wände beweglich und nach allen Seiten hin unterirdische Stollen getrieben waren. Allein der Sprengstoff solle ausreichen, um ein ganzes Stadtviertel in die Luft zu sprengen. Der sozialdemokratische Innenminister Dormoy erklärte Pressevertretern, daß er die „Indiskretionen" der Zeitungen in dieser Angelegenheit außerordentlich bedauere, da man bis zum Abschluß der Untersuchung strengstes Stillschweigen über den Fall habe bewahren wollen. Dormoy fügte hinzu, daß für die Ministerien bereits Schutzmaßnahmen getroffen worden seien.und daß sie stärker als sonst bewacht würden. Die Untersuchungen der Polizei in Paris und den umliegenden Departements werden eifrig fortgeführt. 3n Frankreich Pläne zu einem gewaltsamen Umsturz entdeckt Nie Polizei auf den Spuren einer weitverzweigten Geheimorganisation. Paris, 17. Nov. (DNB.) Die Pariser Presse berichtet, daß die Polizei eine Untersuchung in ganz Frankreich durchführe, die sich gegen eine geheime Rechtsorganisation richte, deren Ziel ein gewaltsamer U in ft u r 3 der r e - publikanischen Einrichtungen gewesen sei. Es handele sich um eine militärisch organisierte Organisation, der Zehntausende angehör-n sollen und die bereits seit 16 Monaten einen bewaffneten Handstreich gegen die Regierung vorbereitet habe. Nach Auflösung der nationalen Bünde hätten sich von diesen Splittergruppen abgelöst. Die stärkste bildeten frühere Anhänger der Action Fran^aise, die von einem angesehenen Aristokraten geführt werden. Diesem sei es gelungen, sämtliche nebeneinander bestehenden Gruppen zu einer militärähnlichen Organisation zusammenzuschließen, die sich „geheime revolutionäre Milizen" nannte. In drei Punkten seien sich sämtliche Gruppen einig geworden, und zwar: 1. Eine direkte Aktion zur Schaffung einer faschistischen Regierung auf völkischer Grundlage; 2. Kampf gegen den Kommunismus; 3 Kampf gegen das Judentum. Des weiteren habe sich diese Organisation gegen d e la Rocque und seine französische Sozialpartei zusammengefunden. Durch Zufall sei die Polizei in Dieppe einem früheren Feuerkreuzler auf Die Spur gekommen, der Waffenlieferungsaufträge für eine Rechtsorganisation ausgeführt habe. Es wurde dann in dem Pariser Vorort Rueil eine Villa entdeckt, die unterirdische Verstecke enthielt, sowie Waffen- und Munitionskammern. Weiter Der König Der Belgier in London. London, 18. Nov. (DNB.) Im Buckingham-Palast fand am Dienstagabend das feierliche Staats b ankett statt, das das englische Königspaar zu Ehren des Königs der Belgier, der gestern in London eintraj, veranstaltete. An dem Bankett nahmen 180 Gäste teil. König Georg und König Leopold tauschten Tnnk- sprüche aus, in denen die enge Verbundenheit und Freundschaft zwischen England und Belgien her- oorgehoben wurde. Zu Ehren des Königs der Belgier gab am Mittwochmittag der Lordmayor von London ein Frühstück in der Guild- Hall. Nach dem Empfang der am Hofe von St. James beglaubigten Vertreter fremder Mächte im Buckinghampalast fuhr .König Leopold in Begleitung des Herzogs von Kent, von den die Straßen umsäumenden Zuschauern herzlich begrüßt, im offenen Wagen zur Guildhall, Hier hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden, unter ihnen Außenminister Eden, Kriegsminister Höre Belisha und weitere Kabinettsmitglieder, ferner der Oberkom- mandierende der Flotte, Admiral Lord Chat- field, und Feldmarschall Sir Cyrill Deoerell. Nach der Begrüßung des Königs durch den Lordmayor wurde eine Adresse der Stadt verlesen, in öer es heißt: „Wir möchten heute unsere tiefen Gefühle der Bewunderung und Freundschaft für die Nation, über die Euere Majestät herrscht, zum Ausdruck bringen. Wir möchten Ihnen versichern, daß es die ernftete Hoffnung der Londoner Bürger ist, daß, ebenso wie die Völker Belgiens und Großbritanniens, Seite an Seite in Zeiten schwerer Bedrängnis und der Not zusammengestanden haben, wir auch weiterhin vereint durch Bande der Freundschaft und des guten Willens zusammenkämpfen mögen für die friedliche Lösung so vieler Probleme, denen sich die Nation der Welt heute gegenüber» sehen. Darauf wurde der Gast in feierlicher Prozession tn den Saal geführt. Hier richtete der Lordmayor abermals eine Ansprache an Den König, in der er auf die engen Beziehungen Belgiens und Englands hinwies. Er sagte, Großbritannien habe beson- dere Verantwortung besonders hinsichtlich der wirtschaftlichen Vorgänge; die die Wurzel der internationalen Probleme bildeten, Die heute die Welt bewegten. Politische Vorgänge bewegten nur gewisse Teile der Bevölkerung; nur bessere Ordnung des wirtschaftlichen Lebens sei aber für jeden von Interesse. Man stehe hier einem Weltproblem gegenüber, das wiederum mit verschiedenen nationalen Problemen zusammenhinge. Es sei wichtig, daß England die großen universellen Probleme verstehe, deshalb aber hoffe man auch, daß England eine führende Rolle in der Suche nach einer Lösung der hauptsächlichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten spielen dürfte. erkennen und bereit sind, der Regierung Zugeständnisse in dieser Hinsicht zu machen. Ich wünsche Ihnen, meine Lords, nur zu versichern, daß die Ziele der Regierung vollständig klar bleiben. Wir beabsichtigen, so hart als möglich dafür zu arbeiten, eine allgemeine Befriedung in ganz Europa und der Welt herbeizuführen. Hierbei hat der Premierminister uns die Methode gezeigt, mit der man an diese Frage am besten Herangehen kann." Besonders warm setzte sich dann Lord Glas- g 0 w für eine Verständigung mit Deutschland ein. Er betonte, daß England Frankreich wissen lassen müsse, daß es nicht mit Sowjetrußland in einer Linie stehen wolle. Er verwies auf Die Verpflichtungen, die Frankreich in Osteuropa übernommen habe, und sagte, daß England leicht i n einen Krieg verwickelt werden könne, wenn diese französischen Verbündeten angegeriffen würden. Warum könne die Regierung nicht ganz offen sagen, daß, wenn sie auch einem gemeinsamen Vertrage angehöre, soweit Frankreich in Frage komme, sie es doch ablehne, für Frankreichs diplomatische Grenzen verantwortlich zu sein. Lord Glasgow sagte, er sei sicher, daß der Führer und seine Regierung Freunde Englands und Frankreichs sein möchten. Wenn Frankreich sich weigere, diese ausgestreckte Hand zu ergreifen, so sehe er deshalb doch nicht, was England Daran hindern könnte, das zu tun. Lord Glasgow hielt den deutschen Kolonialanspruch schon allein aus wirtschaftlichen Gründen für berechtigt, wobei er sogar betonte, daß er sich freuen würde, wenn Deutschland das Tanganjika- Gebiet (Deutsch-Ostafrika) zurückbekäme. Erfreulicherweise wies Der Lord auch die in der englischen Oeffentlichkeit so oft erhobene Verleumdung zurück, daß Deutschland Verträge nicht achte, wobei er an die Erklärung des Führers erinnerte, daß von ihm abgeschlossene Verträge eingehalten würden. Lord Jddesleigh schloß die Aussprache mit der Feststellung, daß sie „im A u s l a n ö e viel B e - a ch t u n g finden" werde. Der Mleinmischungsausschliß tagte. Moskau nimmt den englischen Plan an. London, 17. Nov. (DNB.) Die Sitzung des Nichteinmischungsausschusses am Dienstag begann mit einer kurzen Erklärung des Vorsitzenden Lord Plymouth, der darauf hinwies, daß er gehofft habe, daß die Antworten der beide nspa- nischen Parteien vorliegen würden. Er schlage vor, daß der Ausschuß inzwischen seine Beratungen fortsetzen solle, um die aufgeworfenen Fragen zu klären, in der Hoffnung, daß'die beiden Parteien in Spanien inzwischen annehmen würden. Der Sowjetbotschafter M a i s k y sagte, daß die Sowjetregierung ohne jeden Vorbehalt und als Ganzes den Plan annehme, der von dem Ausschuß in der Sitzung vom 4. November angenommen und dann sofort den zwei Parteien in Spanien zugeleitet worden ist. Der Ausschuß beschloß, daß die Zurückziehung des Vorbehalts der Sowjetregierung bezüglich der Kriegsführendenrechte den beiden spanischen Parteien mit- geteilt werden soll. Der Sekretär des Ausschusses erstattete hieraus einen Bericht über den Stand der Arbeiten. In der Frage der Freiwilligen-Zurückziehung hatten Besprechungen stattgefunden, es seien hierbei wesentliche Fortschritte gemacht worden. Er hoffe, in Kürze in der Lage zu sein, dem Unterausschuß hierüber einen Entschließungsentwurf vor- legen zu können. Zur Behandlung der Frage der Kriegführendenrechte sei ein technischer Unterausschuß eingesetzt worden. Obwohl sich in diesem Meinungsverschiedenheiten ergeben hätten, seien hier ebenfalls soviel Fortschritte erzielt worden, daß er hoffe, demnächst dem Ausschuß ein Dokument vorlegen zu können. In der K 0 n t r 0 l l- frage, deren Behandlung am längsten dauern L»> N I man v b bM fane S Ml 5r1Ut. Renten 1 nbe her , e,nem d. Lord Halifax auf der Internationalen Iagdausstellung Er meister S ch e r p i n g und dem Leiter der Ausstellung, Jägermeister Löbenberg, im Auftrag des Reichsjägermeisters begrüßt. Bei seinem etwa zweistündigem Rundgang wurde LokD Halifax von den zahlreich erschienenen Besuchern herzlich begrüßt. Sein besonderes Interesse fanden die Rekordtrophäen in der Ehrenhalle, die prähistorische Sonderschau in der deutschen Abteilung, die Trophäen des Botschafters Henderson in der Abteilung Jugoslawien, sowie die internationale Jagdkunstaus- stellung. Deutschland und die Kolonialfrage . Interessante Debatte im englischen Oberhaus. Zession machen könne, und zu gleicher Zeit zu sagen, daß sie unwichtig für Deutschland seien. Wenn man beides zugleich behaupte, setze man sich dem Vorwurf der Heuchelei aus. Die Tatsache bleibe bestehen, daß Deutschland die einzige große europäische Macht sei, die keinen kolonialen Besitz habe. Es habe aber große Besitzungen gehabt, die die Frucht jahrelanger Anstrengungen gewesen seien. Es sei nicht überraschend, daß dies Anlaß zur Unruhe gebe Ferner regte Lord Samuel an, daß die Völkerbundssatzung vom Vertrag von Versailles getrennt werden solle. Lord R a n f e i 11 0 r (konservativ) wies Dar» Berlin, 17.Nov. (DNB.) Lordpräsident Hali- srx traf Mittwoch früh mit dem Nordexpreß um 843 Uhr in Berlin ein. Zu feiner Begrüßung h tten sich auf dem Bahnhof Friedrichstraße der epische Botschafter Sir Neville Henderson und dir Chef des Protokolls, Gesandter von Bülow- €d)roante, einaefunDen. Nachmittags stattete £rd Halifax der Internationalen Jagd- ai s fte 11 u n g seinen ersten Besuch in Begleitung von Botschafter Sir Neville Henderson ab. Dor der Ehrenhalle wurde der Gast von Oberstjäger- Lord Plymouth erklärte, die britische Regierung sei sich der Schwierigkeiten und Fragen bewußt, die gegenwärtig die Welt plagten; man wisse, daß nur sehr selten eine von diesen Fragen isoliert und von den übrigen gelöst werden könne. Man müsse sicherstel- len, daß alle Beteiligten einer in Aussicht genommenen Regelung auch bereit seien, den internationalen Beziehungen denselben grundsätzlichen Wert beizumessen. Z. B. scheine es, daß zweiseitige Erörterungen von einigen Ländern grundsätzlich Der MethoDe einer allgemeinen Erörterung unD Regelung allgemeinen Charakters vor- gezogen würden. Lord Plymouth versicherte, Daß Die auswärtige Politik Der Regierung auf Den Grundsätzen Der VölkerbunDssatzung beruhe und daß England alle Verpflichtungen eines Völkerbundsmitgliedes auf sich nehme. Die Trennung der Völkerbundssatzung von den Friedensverträgen sei geprüft worden. Es hätten sich aber rechtliche Fragen erhoben, die ein beträchtliches Studium erforderten Lord Plymouth verwies auf die letzte Rede des Premieministers, in der dieser völlig klargestellt habe, daß Großbritannien in freundschaftlichen Beziehungen mit Deutschland und Italien leben wollte. Er stimme Lord Samuel völlig zu, wenn dieser erkläre, daß das Regierungssystem eines Landes die guten Beziehungen zu einem anderen Lande, das nicht unter dem gleichen System lebe, nicht g e - f ä h r D e n dürfe Die Suche nach einem besseren Verstehen werde besser durch die Methode informeller Besprechungen als durch öffentliche Deklarationen verfolgt. Er sei der Auffassung, daß die Welt unter zu vielen Deklarationen dieser Art gelitten habe. Erklärungen dieser Art könnten sich als sehr verhängnisvoll Herausstellen. „Heute nachmittag ist eine ganze Menge über das gesagt worden, was man jetzt die Kolonialfrage nennt. Ich kann heute zu den amtlichen Erklärungen, die für die Regierung in der Vergangenheit abgegeben worden sind, nichts hinzufügen. Ich bin sicher', daß Sie, meine Lords, hie Delikatesse der Lage London, 17. Nov. (DNB.) Im Oberhaus fand ev-e Aussprache statt, Die sich mit Deutschland beschäftige. Lord Allen 0 f Hurtw 0 0 d erklärte, es ir sse die Frage aufgeworfen werden, ob nicht ein Trfahren entdeckt werden könne, Das zu einer allgemeinen Beruhigung, insbefonbere in »Europa, führe. Rom, Tokio unb Spanien hin - gin miteinanDer zusammen, es müßten dc er Anstrengungen gemacht werben, Die sich mit de BeschwerDen Der Nationen befaßen. Besuch von LorD Halifax in DeutschlanD ttrbe vom gesamten englischen» Volk willkommen gewißen. DeutschlanD liege geographisch im Herzen ßiropas, Daher liege es auch geographisch i m rzen D e r W e 11. Es gebe keine einzige Nativ. , Die mehr zur VerhinDerung eines Weltkrieges un.1 zur FörDerung Des Weltfriedens beitragen forme, als wenn man DeutschlanD in Diesem kriti- st-n Augenblick verstehe. Er wolle nicht Die Geich: en verkennen, Die sich angesichts Der gegenwärtige Stimmung von DeutschlanD her ergeben könnten Er sei gegenüber Der psychologischen Einstellung w Deutschland nicht blind. Trotzdem glaube er feft- tdlen zu können, daß, wenn man Deutschland jetzt pir ersten Male seit Versailles als einem zliichberechtigten Staat gegenübertrete, linqe dieser Schwierigkeiten s i ch beseitigen tef*n. Im Augenblick fei eine neue Hoffnung Vorlagen, eine neue Aussicht, daß das, was man vor sauren bereits hätte tun sollen, getan werde, ks ßei jedoch klar, daß man nur vorwärtskommen lene, wenn man ein „all-round-settlement" ins ttibc fasse Die kolonial frage werde künftig an hervorragender Stelle stehen. Möge Gott fffcen, Daß sie nicht zu einer eiternden Beute irn Körper Der europäischen Politik werde, wie dis bei den Reparationen der Fall gewesen |L Lord Allen wandte sich dagegen, daß man biliauptc, 1914 hatten in Paris mehr Deutsche gilcbt als in den Kolonien, und daß der rl-ßenminister erklärt habe, nur 3 0. h. der H*hf(offe kämen aus Kolonialgebieten. Das »1 he es, diese Argumente vorzubringen, die (beinbar bewiesen, daß die Kolonien keinen Harrt hätten, und wenn man den deutschen Jteuaöen sage: „Seht einmal, wie lächerlich titre Argumente sind, alle diese Gebiete sind 1» rtlos!“ — und dann doch das gesamte Kolonialreich behalte. Dan könne die Kolo- dnlfrage 4iur im Rahmen einer Gesamtrege- Imlg lösen, wobei auch die Frage der Rüstun- $ei erörtert werden müsse. tiid) Lord <5 n e 11, Der Führer Der Arbeiter- cppoltion im Oberhaus, verlangte, Daß man Die Ä^iwerden Der Völker prüfen müsse. Die Kolo- nielfrage sollte im Rahmen Des VölkerbunDes er- ö'ickcr roerDen. Er kritisierte ebenfalls, Daß man Z'ejt.d)lanD gegenüber behaupte, Kolonien nützen T^i-chland nichts. Wenn Das Der Fall wäre, vM? es nicht viel ausmachen, wenn man sie TWIchlanD zurückgäde. Die Frage sollte Daher ge- prirf roerDen. — Viscount Samuel, Der Darauf hsti"is, daß es ihm als IuDen nicht leicht falle, Thürchland Gerechtigkeit wiDerfahren zu lassen, er» f'ünie trotzdem Die grunDsätzliche BeDeutung Der SlhlD n i a l f r a g e für DeutschlanD an. Es fei mhfl ch unmoalich. zu sagen, Daß alle britischen Äü ien so lebenswichtig für EnglanD seien, Daß (Ster nD unter keinen UmftänDen iraenDeine Könaus hin, Daß es Die engen BinDungen Großbritanniens an Frankreich und Die enge Bindung Frankreichs an S 0 wjetruß - I a n D für Die englische Politik schwierig mache, sich Dem sowjetrussischen Einfluß zu entziehen. I. fürchte, Daß Dies unbewußt Der Fall gewesen sei unD sehe Diesen Einfluß z. B. in Der Haltung, Die Großbritannien in Der Frage Der Kriegsrechte im spanischen Streit eingenommen habe. Aus Den Verträgen von Versailles unD St. Germain ergäben sich reale SchäDen Wenn man Diese FrieDensregelun- gen ganz nüchtern betrachte, Dann feien sie unlogisch unD ungerecht. Der VölkerbunD sei zufammengebrochen unD habe nur Den Ruf, daß er ein Mechanismus zur Erhaltung Des status quo fei. r Amalie, t Buhl, die M v eine j Wsausldp' er der K [itner, Hy iffe über j >°bri beha d» W über bit, h verhU ieraubrin Alters» 1, und b ässe tont Händen 1 die heu» sozialen i eniiber. $ ib walle r Theater e laltheater. er Fachst er die Za der AgeiL ngend erv e Allstlm Unser Bild zeigt Lord Halifax (links) in Der Ehrenhalle. Weiter rechts Botschafter Sir Neville Henderson und Oberftjägermeister Scherping. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Nanking wird geräumt. Tschiangkaischek gibt die Präsidentschaft des Reichsvoltzugsamts ab. Schanghai, 16. Nov. (DNB.) Angesichts des unaufhaltsamen Vormarsches der Japaner bereitet die Nankingregierung die Verlegung zahlreicher Behörden aus der bedrohten Hauptstadt in entfernt gelegene Provinzstädte vor. So sollen fünf Reichsämter nach Sunking in der Provinz Szetfchuan verlegt werden, das Derkehrsminifterium nach T f ch a n g t f ch a in der Provinz Hunan und die Ministerien für Auswärtiges, Finanzen und Gesundheit nach H a n k a u. Dagegen sollen die Militärbehörden zunächst in Nanking verbleiben. Staatspräsident Lin» Sen ist bereits mit den Beamten der Reichsämter nach Tfchungkiang in der Provinz Szetfuan unterwegs. Ein Teil der Staatsakten ist bereits abtransportiert worden. Auch die deutsche Botschaft hat angesichts der Lage Vorsichtsmaßnahmen im Interesse der deutschen Kolonie getroffen. Die in Nanking lebenden 31 deutschen Frauen und Kinder sollen am Donnerstag an Bord des für diesen Zweck gecharterten Dampfers Tutwoh a b transportiert werden. Für die restlichen etwa 80 männlichen Staatsangehörigen Deutschlands und Oesterreichs sind ebenfalls Maßnahmen eingeleitet worden, um ihre Evakuierung im Falle der Gefahr sicherzustellen. Wie verlautet, hat Marschall Tschiangkaischek die Absicht geäußert, die Präsidentschaft des Reichsvollzugsamtes an Finanzmini ft er Kung obzugeben. Tschiangkaischek scheint sich einzig und allein der Leitung der chinesischen militärischen Operationen widmen zu wollen. Das Straßenbild Nankings wurde beherrscht von Lastkraftwagen, Autos, Pferdewagen und Rikschas, die bis zur Grenze der Tragfähigkeit mit dem Hab und Gut flüchtender Einwohner beladen in endloser Reihe die Stadt verlassen. Mit der Räu- lyung der Regierungsstellen setzte die große A b - Wanderung der chinesischen Zivilbevölkerung ein, deren Zahl in den letzten drei Monaten bereits von 1 000 000 auf etwa 350 000 zusammengeschrumpft ist. Tausende warten auf den Bahnhöfen und Dampferanlageplätzen auf Fahrgelegenheit. Gegen den Strom der Flüchtlinge marschieren Regimenter durch die Stadt in Richtung auf die Sntschau-Front. Inmitten der allgemeinen Flucht der chinesischen Bevölkerung bewahren die Ausländer vollkommene Ruhe. Die Mitglieder der deutschen Kolonie trafen Maßnahmen für den Fall einer notwendig werdenden Räumung zum Uebergang auf den auf dem Jangtse bereitliegenden Dampfer. Meine politische Nachrichten. Der Führer wohnte im Münchener Ostfriedhof der Beisetzung von Frau Ella Schindler, einer alten Parteigenossin, die lange Zeit a l s Betreuerin des Hauswesens im Berghof aufdemObersalzberg in treuer Pflichterfüllung wirkte, bei. Mit dem Führer erwiesen der im Alter von 57 Jahren mitten aus einem arbeitsreichen Leben Dahingerafften eine Reihe von Mitarbeitern des Führers, an der Spitze Rudolf Heß, die letzte Ehre. Am Dienstagvormittag stattete Reichskriegsmini- fter Generalfeldmarschall von Blomberg der Internationalen Jagdaus st ellung einen mehrstündigen Besuch ab, wobei vor allem die Trophäenschau und die Sonderschau der historischen Waffen das Interesse des Reichskriegsministers sanden. Am Nachmittag erschien Reichsminister Dr. Goebbels am Kaiserdamm und besichtigte die Ausstellung eingehend unter der sachkundigen Führung des Beauftragten des Reichsjägermeisters Oberstjägermeister Scherping. Der österreichische Unterrichtsminister Dr. P e r n - ter hat an Gerhart Hauptmann aus Anlaß seines 75. Geburtstages ein Glückwunschtelegramm gerichtet. Das Wiener Burgtheater ehrte den Dichter durch eine Wiedereinstudierung seines Märchenspiels „Die versunkene Glocke". Das am 8. Juni 1937 in London unterzeichnete Abkommen zur Regelung des Walfanges ist von Deutschland ratifiziert worden. Die deutsche Bestätigungsurkunde ist bei der Regierung des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland niedergelegt worden. Das Abkommen wurde außer von Deutschland bisher von England, Norwegen und den Vereinigten Staaten von Amerika ratifiziert. Die Hauptversammlung der U l l st e i n Aktien-Ge- sellschaft hat beschlossen, die Firmenbezeichnung in „Deutscher Verlag, Aktiengesellschaft" umzuändern. Kunst und Wissenschaft. Hauskonzert bei 8eichSminNer Dr. Krick. Der Tag der deutschen Hausmusik hat nicht die Aufgabe, große Menschenmassen zu musikalischen Darbietungen zu vereinen, er will die edle Kunst der Musik im besinnlichen Kreise des Hauses, der Familie, zur Geltung bringen. In diesem Geiste veranstaltete Reichsminister Dr. Frick und Frau Frick in ihrem gastlichen Heim nun schon seit mehreren Jahren Hauskonzerte, die jeweils am Tage der deutschen Hausmusik stattfinden und seine künstlerische und gesellschaftliche Krönung in Berlin bedeuten. Auch diesmal hatten der Reichsinnenminister und seine Gattin Männer von Partei und Staat, Künstler und Gelehrte, Freunde und Bekannte in ihr Haus eingeladen. Frau Prof. Elly Ney spielte klassische und romantische Klavier- kompositionen, Kammersängerin Emmi Leisner und die Kammersänger Rudolf Bockelmann von der Berliner Staatsoper und Walter Lud- w i g vom Deutschen Opernhaus sangen, von Prof. Michael Raucheisen am Flügel begleitet, Lieder von Brahms, Schubert und Liszt. Unter den zahlreichen Gästen des Ministers sah man Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg und Tochter, Reichsjustizminister Dr. Gärtner und Frau, Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller und Schwester, Reichsminister Dr. Frank und Frau, Frau Reichsbankpräsident Dr. Schacht, Reichsminister Dr. Ohnesorge, Reichsleiter Reichsarbeitsführer H i e r l und Frau, Staatsminister Gauleiter Wagner (München), Reichsstatthalter Murr, die Staatssekretäre Dr. Lammers, Dr. Pfund t n e r , Funk, Zschintsch, Koenigs, Körner, o. Mackensen, Dr. S t u ck a r t und Frauen, General D a - luege und den Chef des Protokolls v. Bülow- Sch w a n t e. Ferner bemerkte man die Botschafter von Italien, Frankreich und Amerika und die Gesandten von Ungarn, Oesterreich, Argentinien, Belgien, Dänemark, Griechenland, Rumänien, Schweden, der Schweiz und Aegypten. BilSielegraphie auf der Gau-Kutturausstellung. Auf der Gaukulturausstellung in Frankfurt hat die Deutsche Reichspost im Hause der Moden (Bachsaal) eine Sonderbildtelegraphen st elle eingerichtet. Diese Bildstelle übermittelt mitgebrachte Bilder jeder Art auf telegraphischem Wege nach allen Orten des Deutschen Reichs. Freunde und Bekannte werden ein derartiges Lichtbildtelegramm, das von den großen Fortschritten auf dem Gebiete der Nachrichtenübermittlung Zeugnis ablegt, als besondere Aufmerksamkeit empfinden und als Andenken aufbewahren. Den Bildern kann auch ein verbindender Text beigefügt werden, der ebenfalls bildtelegraphisch übermittelt wird. Das Personal der Sonderbildtelegraphenstelle gibt jederzeit bereitwillig Auskunft und gewährt gern einen Einblick in den lehrreichen technischen Ablauf der Bildübermittlung. Die Gaukulturausstellung ist täglich bis 2 2 Uhr geöffnet. Die eindrucksvolle Kul- turschau unseres Gaues sollte jeder Volksgenosse besuchen, zumal er nach Feierabend noch genügend Zeit hat, ohne Ueberstürzung die einzelnen Abteilungen der Ausstellung in Augenschein zu nehmen. Der Besuch der Ausstellung in den Abendstunden hat durch die Darbietungen des Reichssenders Frankfurt einen besonderen Reiz. Aus aller Well. Neuschnee in den bayerischen Bergen. Der Mittwoch hat den bayerischen Bergen teilweise eine kräftige Steigerung der Schneehöhe gebracht. In den Tälern setzte der Schneefall stellenweise erst in den' späten Nachmittagsstunden ein. Auch in München hat sich eine leichte Schneedecke gebildet. Aus Füssen (Allgäu) wird gemeldet, daß auf der Höhe die Neuschneedecke am Mittwochabend etwa 10 Zentimeter betrug. Heftigen Schneefall meldet Garmisch-Partenkirchen. Hier bildete sich in den Abendstunden eine geschlossene Schneedecke. Ergiebig waren die Schneefälle auf den dortigen Bergen. Auf dem Kreuzeck herrschte den ganzen Tag über ein reger Wintersportbetrieb. Der Neuschnee ermöglichte Skiabfahrten bis ins Tal. Aljechin — Euwe 10:8. Die 18. Partie im Schachweltmeisterkampf Euwe gegen Aljechin, die abgebrochen worden war, endete nach dem 51. Zuge mit Remis. Der Stand lautet jetzt: Aljechin 10, Euwe 8 Punkte. Filchner vor der Rückkehr in die Heimat. Ein Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros besuchte in Dehradun (Britisch-Jndien) den deutschen Forscher F i l ch n e r , der gerade seine Messungen abgeschlossen und damit sein gesamtes Programm lückenlos durchgeführt hat. Filchner betonte, daß er weit mehr erreicht habe, als erwartet wurde. Der deutsche Forscher rechnet mit seiner Heimreise im Lause des Dezember. Wegen eines auf feiner Expedition erlittenen Doppelbruches und einer damit verbundenen Operation wird er vorläufig an die Durchführung größerer Expeditonen nicht denken können. Außerdem werden die Berechnungen und die wissenschaftliche Ausarbeitung der kartographischen Ergebnisse der Expedition mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ku-Klux-Klan in einem Kabarett in Miami. In Miami im Staate Florida drangen über 100 maskierte Männer in weißen Ku- Klux-Klan-Kutten gegen Mitternacht in ein Kabarett ein. Sie zerschlugen das Mobiliar, durchsuchten alle Gäste und Kellner nach Waffen, würgten drei Kabarettistinnen und verprügelten zwei Kellner. Alle Gäste wurden gezwungen, das Lokal sofort zu verlassen. Der Uebersall auf das Kabarett, vor dem ein großes Holzkreuz aufgepflanzt und angezündet wurde, erfolgte kurz nachdem der Ku-Klux-Klan auf einem öffentlichen Spielplatz etwa 150 neue Mitglieder aufgenommen hatte. Beim Waschen mit Benzin ums Leben gekommen. Eine 28jährige Frau aus Trier beging die* Unvorsichtigkeit, ihre Kleider in einem geschlossenen Raum mit BenzinLU waschen. Plötzlich entstand eine Explosion, durch die die Frau so schwere Brandwunden erlitt, daß sie bald daraus st a r b. Schwere Explosion in einem Londoner Wohnhaur. In London ereignete sich in einem Hause Stadtteil Fulharn eine folgenschwere Explosion, durch die ein Einwohner getötet und acht weitere verletzt wurden. Die Gewalt der Explosion roa'r so stark, daß die Vorderfront des Hauses völlig weggerissen und das Innere des Hauses bloßgelegt wurde. Man nimmt an, daß es sich um eine Gasexplosion gehandelt hat. Wetterbericht des Reichswetterdiensies. Ausgabeork Frankfurt. Von Südwest aufgleitende Warmluft, in Süd. deutschland Schneefälle, die aber in Regen über« gehen. Der in den Hohen bereits seit Tagen vorhandene Warmluftzustrom wird sich nur langsam zum Boden durchsetzen, so daß die augenblickliche Wetterlage noch anhalten wird. Aussichten für Freitag: Wolkig bis be> deckt, einzelne Regenfälle, dunstig. Temperaturen um 5 Grad, Wind aus Süd. Aussichten für Samstag: Etwas milder und Fortdauer der unbeständigen Witterung. Lufttemperaturen am 17. November: mittags 1,6 Grad Celsius, abends —1,5 Grad; am 18. November: morgens 1,9 Grad. Maximum 1,7 Grad, Minimum heute nacht —2,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. November: abends 1 Grads am 18. November: morgens 1 Grad. — Sonnen- fcheindauer 1,1 Stunden. Haupttchriftlelter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyrioh für den übriaen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A X. 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühlfche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1931 gültig flm Totensonntag f jur ehre eurer Toten | , 7573 D__M Blumengeblnflc vom fachmannl [ Mietgesuche~| I Suche schöne Tagesmädchen ehrlich, sauber, mit etro. Kocht. (evtl, nur vorm ) für 1. Dezbr. in ruhigen 3-Pers.- Haushlt. gesucht. ;3u erfragen i. d. Geschäftsst.G.A. 30m. Wohn. Schr.Angeb.mit Preis unt. 05671 an d. Gieß. Anz. 4-5-3immer- BJ otinung mit Bad möglichst Südviertel, sofort, svätest. 1. Jan. 1938 zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 05667 an den Gießen. Anzeig. Stellenangebote! Keine Zeugnisse in Urschrift lonoern nur ^eugntfr abschristen dem Be- werbungSschreiben bet. legen. — Lichtbilder unoBewerbunqsunter. tgen müssen zur stier» metvung oon Verlusten aus der Rückseite tarnen und Anschriit oeS Bewerbers tragen l JungesEbevaar sucht zum 15.12. abgeschlossene 2-Zimmerwohnung IN. 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Es war vor einem Jahre in Öen Manövern am Eüdharz Bevor die Artilleristen ihre Geichütze bespannten, strichen sie einen Tag auf ihrem Kalender cus. der bis zu ihrer Entlassung nur noch wenige Lage zählte Dann konnten sie den Wasfenrock in Irr Kammer abgeben und den Bürgerrock wieder cnziehen. Es kam aber anders Die damalige ernste politische Lage hatte den Führer und Reichskanzler fii dem Entschluß gezwungen, die zweijährige Si e n st z e i t einzuführen. Das hatte der Führer gewiß nicht leichten Herzens getan aber die Staats- wtwendigkeit war zwingend Bevor sich nun unsere Kanoniere auf den Marsch begaben, trat der Haupt- nann zu ihnen und erklärte ihnen, was geschehen var und was geschehen mußte Selbstverständlich war das für den ersten Augen- tlick eine große Enttäuschung, viele hatten sich schon Mch einer Stellung umgesehen, andere hatten ent- hrechende geschäftliche Dispositionen getroffen, jäher aber als das Wohl des Einzelnen stand das Wohl der Gesamtheit, und es ist ein Zeichen für die ^gezeichnete politische Schulung, daß nach der rften persönlichen Enttäuschung wohl von jedem koldaten die Notwendigkeit der zweijährigen Dienst- z-it eingesehen wurde Gewiß, es war ein Opfer, teer gerade in der Tatsache, wie dieses Opfer gemacht wurde, offenbarte sich am besten der Geist :r neuen Wehrmacht. Was damals am Südharz -schal), war in Deutschland überall geschehen, in ! stpreußen, in Bayern und überall, wo Truppen Af dem Marsch oder in den Garnisonen waren Nun ist auch dieses zweite Jahr vor« k s i. Aus den Straßen sahen wir wieder die ge» drnten Soldaten, die ihre Reservistenlieder sangen, uö niemand hat ihnen ihre Freude am Tag der (itlaffung mißgönnt In den zwei Jahren ihrer ! ienstzeit ist mancher Schweißtropfen geflossen, er er ist nicht unnütz geflossen denn aus diesen ngen Männern sind tüchtige Soldaten geworden, :s haben die Mnöver in allen Gebieten Deutsch- mds gezeigt: das bewiesen aber vor allem die lehrmacht-Manöoer, die in Mecklenburg und Pom- ’rn unter den Augen des Führers und Reichs- mzlers stattgefunden haben. Die Marschleistungen, >' hier erzielt wurden, sind geradezu erstaunlich, 'd es ist ein wertvolles Zeichen auch für die kärgliche Kräftigung dieser Soldaten, daß der Aus- ti an Kranken ungewöhnlich gering war. Auch die militärischen Bilder, die wir in diesem Dcinöver gesehen haben, waren vollgültiger Beweis Nur, daß die zweijährige Dienstzeit gute Früchte gc ragen hat Ein entscheidender Grundsatz war ja auch mit die Tatsache, daß bei einer modernen D-Hrmacht ein Jahr eben nicht genügen kann, um einem jungen Menschen einen vollgültigen Sollen zu machen. Was heute körperlich und geistig Zeernt werden muß, das kann in zwölf Monaten ri'ht erworben werden dazu braucht es eben die zireijährige Dienstzeit Nun aber wird ein großer Tal der jetzt zur Entlassung kommenden Soldaten flrf) fähig und in der Lage fein, bei kommenden Hebungen als Unterführer Dienst zu tun. und wer fid voll bewährt hat, der wird auch später als Offizier des Beurlaubtenstandes feinem Vaterland in Liren dienen können 3n den Schreibstuben der Kafernen herrschte kein Mingel an Arbeit Die Entlassungspapiere und was dazu gehört, mußten vorbereitet werden A.fzerdem ist in den letzten Wochen Sorge getragen Mrden, daß auch jeder Soldat der jetzt zur Ent- (trung kommt, einen Arbeitsplatz erhält. Beton monatelang vorher hat das Reichsknegs- mnifterium die entsprechenden Anordnungen getreten, und in Verbindung mit der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung ift alles getan, was getan werden konnte Die zur Gntlaffung kommenden Soldaten werden ihre Dienst- Zeil sicherlich in schönster Erinnerung behalten und du Geist der Kameradschaft, den sie jetzt Fennen« gebrnt haben, auch im Soldatenbund weiter pflegen in dem sie stets echte Kameraden antreffen werden. $.n den ersten Novembertagen werden alsdann lie jungen Rekruten in die Kasernen ein« gieren. Der Tag der Einberufung ist diesmal so fjöt gelegt, damit alle Kräfte zur Ernte bereitstehen. kommende Jahrgang wird deshalb nur 23 Mcmate zu dienen haben Auch der neue Jahrgang gehört zu den geburtenschwachen Jahrgängen, mit bwen wir bis 1940 zu rechnen haben Die Tat- secke, daß der neue Jahrgang nicht einmal die Hälfte eines Dorkriegsjahrganges beträgt, muß auch in Gr« m,ung gezogen werden im Hinblick auf die Einfügung der zweijährigen Dienstzeit Von diesem Mrgang ist zudem ja nur ein Teil, wie wir frei» lid) hoffen dürfen ein recht großer Teil, als militär- ^rfttauglid) ernannt worden Wenn nun in den nächsten Wochen diese jungen Danner ihren Soldateneid schwören, so geschieht Itos in Anwesenheit der den Truppenteilen vom Füirer verliehenen neuen Regimentsfah- nta. die die Tradition der ruhmreichen Fahnen btr alten Armee fortfetzen Die jungen Rekruten MiLen dann auch wissen daß der Soldateneid den fi eilten, nicht mehr einem Dokument gilt, sondern einer neuen Jdeenform, die die persönliche Bindung an den höchsten Befehlshaber vollzog, bi? von den Zeiten des Großen Kurfürsten bis zum Submmenbrud) am Ende des Weltkrieges bestanden Nl3 und die jetzt wieder hergestellt ist Der Deut« Wehr und Waffen. sche braucht eine Verkörperung der Idee der er seine Dienste weihen soll, und der auf die Perfon geleistete Eid bindet fester als der Eid auf einen bloßen Begriff Mit diesem Eid, der jedem Vorbehalt ausschließt, verschreibt sich der Soldat mit Leib und Leben dem Führer und gibt das feierliche Versprechen, die soldatischen Pflichten in unbedingtem Gehorsam zu erfüllen. Die Kraft des persönlichen Eides liegt ferner in der Betonung der Volkstreue, die bei der deutschen Natur stets eine hervorragende Rolle in der Soldatenmoral gespielt hat und auch weiterhin spielen wird. Deutschlands junge Rekruten dürfen davon überzeugt sein, daß sie in den Kasernen gute Kameraden finden werden Die Unteroffiziere und Offiziere werden ihnen Führer, aber sie werden ihnen ebenfalls gute Kameraden sein Neben dem Gedanken der Kameradschaft wird in unserer jungen Wehrmacht, und zwar in allen ihren Teilen, auch der soziale Gedanke in idealer Form verkörpert Wer Hilfe braucht, dem wird Hilfe zuteil, jetzt und in Zukunft. Junge Soldaten dürfen und sollen mit ihren Sorgen zu ihrem Korporalschaftsführer, ihrem Oberfeldwebel und ihrem Kompanieführer kommen Sie werden jederzeit ein offenes Ohr finden, und sie dürfen überzeugt sein, daß in den zwei Jahren in bester Weise für sie gesorgt wird, und daß auch am Tage ihrer Entlassung wieder für ihr Fortkommen Sorge getragen wird. Die zwei Jahre, die die gedienten Soldaten hinter sich haben, und die die jungen Rekruten jetzt ab- bienen müssen, sind keine verlorene Zeit: sie sind für das Leben des einzelnen ebenso wichtig, wie sie für das Vaterland im ganzen wichtig sind. Wir alle sind stolz auf unsere gedienten Soldaten, die jetzt entlassen wurden, und wir wissen auch, daß wir stolz sein dürfen auf unsere jungen Rekruten, die jetzt zur Fahne kommen Wir denken dabei an das, was die Väter dieser Soldaten im Frieden und im Kriege geleistet haben und mir wissen, daß die Söhne ihnen getreu in der Erfüllung ihrer soldatischen Pflicht nacheifern werden Aus der Geschichte des alten Regiments 116. Das Gefecht bei Bevern am 13.3uni 1794. Don Generalmaj or a.D. RudolsMohr, Gießen Bevern? Wo liegt das und was war da los?! Es wird nur sehr nienig Kundige, selbst aus den Reihen des alten Regiments geben, die diese Fragen ohne weiteres beantworten können. Deshalb sei es gleich vornweg gesagt- Bevern liegt nordöstlich Ypern, in Flanderns Sumps und Blut, in dem unser altes Regiment im Weltkrieg vom 21. September bis 12. Oktober 1917, vom 7. November bis 3. Dezember 1917 und vom 4. Dezember 1917 bis 12. Februar 1918 kämpfte, litt und blutete. Die Namen Gheluvelt, Zandvoorde, Paschendaele, Becelaere, sie haben alle schon einmal in der Geschichte unseres Regiments eine Rolle gespielt, wenn auch in kleinem Maßstabe und unter Verhältnissen, die im Vergleich zum Weltkrieg und seinem furchtbaren Ringen gerade in Flandern heute fast wie Thielt Maßstab t soeoce * «=8 Pascheudatik? pMenrn Cöurtray __iS ein militärischer Spaziergang anmuten. Ader auch damals, vor 143 Jahren, kämpften dort Hessensöhne und fielen ihrem Eide getreu. Ader wie und aus welchem Grunde kamen sie dahin? Das wird die nächste Frage sein Die Beantwortung liegt zum Teil schon in der Jahreszahl 1794. Es war die Zeit der Französischen Revolution, die durch ihren furchtbaren Verlaus alle Nachbarstaaten bedrohte und sie zum Zusammenschluß gegen die von Frankreich immer lauter verkündigten Grundsätze des Umsturzes zwang Auch Landgraf Ludewig X von Hessen-Darmstadt (er schrieb sich selbst „Ludewig") wurde durch die feinem Lande drohende Gefahr bewogen, der preußisch - österreichischen Koalition beizutreten, die schließlich das ganze damalige Deutsche Reich umfaßte 1792 rückte ein preußisches Heer unter dem Herzog von Braunschweig in Frankreich ein und mußte nach der erfolglosen Kanonade von Val my infolge großer Verpflegungsschwierigkeiten und Krankheiten nach dem Rhein zurück. Nicht besser erging es einem österreichischen Korps in Belgien, das bei I e - mappes geschlagen, gleichfalls zurückflutete. Die Franzosen drängten nach und nahmen im raschen Anlauf Speyer, Worms, Mainz Frankfurt und Koblenz. Das heffen-darmstädtifche Truppenkorps, bei dem sich auch das „leichte Infanterie- Bataillon" das am 15. September 1790 in Gießen aus dem „Kreis-Regiment" gebildet worden war (späteres 1/116), bestand, zog sich vor den vorrückenden Franzosen auf die Festung Gießen zurück und vereinigte sich (3500 Mann und 12 Geschütze stark) am 29. November 1792 mit der preußischen Armee bei Bad Homburg v d. H. Am 2. Dezember erstürmten preußische und hessen- kasselsche Regimenter Frankfurt und zwangen die Franzosen zum Rückzug auf Mainz Gs kam zur Belagerung von Mainz vom 5 Mai bis 22. Juli 1793, an der auch das leichte Infanterie-Bataillon lebhaften Anteil nahm. Die sehr interessante Zeit der Ginschließung der Festung zu schildern, würde heute zu weit führen sie soll einem späteren Aufsatz Vorbehalten bleiben Mainz kapitulierte am 22. Juli 1793 unter ehrenvollen Bedingungen. Die französische Besatzung, noch 12 000 bis 14 000 Mann stark, durfte frei nach Frankreich abziehen. Nach dem Fall von Mainz zog Landgraf Ludewig seine Truppen von der Koalitions-Armee zurück und legte sie, 5660 Mann stark, in Darmstadt und Umgegend ins Quartier. Gs geschah dies hauptsächlich der hohen Kriegskosten halber, die das kleine Land auf die Dauer ungeheuer belasteten. Dieses Hindernis wurde aber bald darauf dadurch beseitigt, daß der Kaiser Franz II. einen Teil der hessischen Truppen für den Krieg im Glsaß und den anderen Teil der König von Gnglanö für den Krieg in den Niederlanden „in Subsidien" übernahm, d. h. beide verpflichteten sich, die Unterhaltungskosten zum größten Teil zu tragen. Zu der „niederländischen Brigad e", die aus dem I. Leib-Grenadier- Bataillon, dem I. Bataillon Landgraf, dem Jägerkorps, dem Eheoaulegers-Regiment und 8 Geschützen (die Infanterie führte außerdem noch ihre Bataillons-Geschütze mit sich) bestand, gehörte auch das leichte Infanterie-Bataillon (1/116). Die etwa 3200 Mann starke Brigade stand unter dem Befehl des Generalmajors von Düring, unser leichtes Infanterie-Bataillon zählte 20 Offiziere, 40 Unteroffiziere, 40 Schützen (Gefreite), 12 Spielleute und 551 Gemeine. Oberbefehlshaber der Armee in Flandern war der Herzog von York. Am 24. Oktober 1793 erfolgte der Abmarsch von Darmstadt, am 21. November wurde über Aachen, Lüttich, Löwen, Brüssel die Gegend von Tour- nag erreicht, wo sich das englische Hauptquartier befand. (Wird man auch hier nicht direkt an den Vormarsch von 1914 erinnert?) Gs stand nun fast das ganze westliche Guropa in Waffen gegen die Franzosen, denn neben Gnglanö war auch Holland ö (Ein kecker Stubenbursche — Kammermädchen wak Christ! B a 1 ck e. Fritz B ö h 1 i g gab dem Haushofmeister wohl eigene Züge; doch könnte er noch deutlicher seine Umwelt widerspiegeln. Das Ganze spielte sich in einem szenischen Rahmen ab, im 1. Akt heimatlich verwurzelt, im letzten Akt auf die freudige Geburtstagssphäre abgestimmt (Karl Löffler). Die (h)öre wurden zum lebendigen Ausdruck mit strahlender Frische für das Grundel em ent der Szene (Heinz Markwardt). Ueberaus fein durchgearbeitete Ensembles und klare Klangwirkung im Orchester zeugten für den temperamentvoll am Dirigentenpult wirkenden Paul Walter. Allen dankte ein überaus angeregtes und darum um so beifallsfreudigeres Haus. Dr. Hermann Hering. einzelnen die wissenschaftlichen Grundlagen geschaffen, die beim gegenwärtigen Seuchenzug bereits ihre Feuerprobe bestanden haben, indem es gelang, nicht zuletzt mit Hilfe Les auf der Insel Riems bei Greiswald hergestellten Schutzserums, die Maul- und Klauenseuche bisher auf die Westgrenze des Reiches zu beschränken. Abgesehen von diesen praktischen Ergebnissen der Maul- und Klauenseucheforschung wurden hierbei erkenntnistheoretische Fortschritte über die Natur der unter der Sichtbar- keitsgrenze liegenden Krankheitserreger allgemein gewonnen, die Deutschland eine Vormachtstellung auf diesem Wissensgebiet verschafft haben. 3m zweiten Vortrag behandelte der Vorsitzende der Gesellschaft, Prof. Dr. C. K r a u s e, die „Pathologischen Veränderungen bei der Maul- und Klauenseuche". Krankheitserreger (Virus) und Organismus befinden sich innerhalb ihrer Umwelt in stetem Wechselspiel und schaffen so die Grundlage aller Krankheitsvorgänge. Bei der Maul- und Klauenseuche bilden Viru- lenzunterschiede des Erregers und Faktoren wie Tierart, Rasse, Alter, Konstitution u. a. die Ursache für eine Vielheit möglicher sichtbarer Erscheirrungs- formen; dazu treten unter Umständen Komplikationen durch nachträgliche Infektion der vorhandenen Wundflächen. In der Hauptsache sind drei charakteristische Erscheinungsformen bei der Maul- und Klauenseuche zu unterscheiden: die einfach- dermalaphtheuse, die septische oder toxischaphttheuse und die myopathische Form. An Hand zahlreicher Lichtbilder und Präparate führte der Vortragende die Entstehung und den Ablauf der Krankheitserscheinungen bei den verschiedenen Tierarten, sowie beim Menschen vor, wobei er die wechselseitige Bedeutung der drei bekannten Erregertypen und den Wert des Meerschweinchens als Versuchstier auf Grund eigener Forschungsergebnisse besonders hervorhob. Den Abschluß bildete ein Vortrag des Kreistierarztes, Oberveterinärrat Dr. Monnard (Gießen) über die „vekerinärpolizeiliche Bekämpfung der INaul- unb Klauenseuche". Der Staat verfolgt seine Interessen mit Hilfe gesetzlicher Bestimmungen über die Tierseuchenbekämpfung im allgemeinen und die der Maul- und Klauenseuche im besonderen. Die veterinärpolizeiliche Ueberwachung des Diehverkehrs ist unumgänglich und wirkt sich in harten Zeiten desto sicherer aus, je schärfer sie durchgeführt wird. Vorbeugende Maßnahmen sollen beim Ausbruch der Maul- und Klauenseuche einer hemmungslosen Verbreitung Einhalt gebieten, indem einerseits strenge Verbote die Verschleppung des Ansteckungsstoffes durch krankes Vieh, durch Personen, durch tierische Erzeunisse, oder tote Gegenstände unterbinden, anderseits gefährdeten Tieren durch eine Serumimpfung, wie sie auf dem Gießener Viehmarkt schon seit 1928 durchgeführt wird, wenigstens für die Tage des Transportes ein wirksamer Schutz gegen die Ansteckung verliehen wird. Im übrigen ist für alle Beteiligten unbedingte Disziplin geboten, wenn anders die deutsche Volkswirtschaft nicht großen Schaden erleiden soll. Gegen 22 Uhr schloß die Sitzung. Die Teilnehmer blieben anschließend im Bahnhofsrestaurant noch einige Stunden kameradschaftlich beisammen. Wirtschaft. Oer deutsche Außenhandel im Oktober. Fwd. Im Oktober sind die Außenhandelsumsätze sowohl in der Einfuhr, als auch in der Ausfuhr gestiegen. Die Einfuhr war mit 485 Mill. RM. um rund 5 v. H. höher, als im September. Die Zunahme, die im wesentlichen auf einer Erhöhung des (Ein» ffuhrvolumens beruht, entspricht im großen und ganzen der jahreszeitlichen Tendenz. Die Ausfuhr betrug im Oktober 544 Mill. RM. Gegenüber dem Vormonat hat sie um 50 Mill. RM. zugenommen. Auch hier hat die Steigerung, die ausschließlich durch eine Zunahme des Mengenobsatzes hervorgerufen ist, vorwiegend jahreszeit- Siche Gründe. Mit 10 v. H. war die Steigerung we- ßentlicff stärker als im Durchschnitt der Vorjahre. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß die Ausfuhr im Vormonat entgegen der üblichen Saisontendenz »uriickgegang'en war. Gegenüber dem Oktober 1936 ergibt sich eine Erhöhung der Ausfuhr um mehr ols ein Viertel. Die Handelsbilanz schließt im Oktober mit Einem Ausfuhrüberschuß von 59 Mill. RM., gegenüber 32 Mill. RM. im September ab. Für die etsten zehn Monate d. I. ergibt sich eine Aktivität □on 370 Mill. RM. Rhein-Mainifche Börse. Mittagsbörse im Verlaufe fester. F r a n k f u r a. M., 16. Nov. Da es der Börse jiiir Zeit an stärkeren Anregungen mangelt und auch die Kundschaft wieder zurückhaltender gewor- «en ist, bewegte sich das Geschäft auch heute in überaus engen Grenzen. Der Grundton am A k- I i e n m a r k t war überwiegend freundlich, indessen war die Kursentwicklung uneinheitlich. Bei der Enge der Märkte ergaben sich teilweise Abweichun- en, die nicht im Einklang mit dem Umsatz stan- i en. Für Anleihestockwerte zeigte sich auf die bevor- Gehende Bekanntgabe der Regelung vermehrtes Interesse, vorerst zumeist seitens der Kulisse, wovon später auch die Übrigen MarttHebiete etwas Anregung erfuhren. Reichsbank notierten mit 210 bis 211,50 (209,75). Montanaktien lagen unverändert, Verein. Stahl 115, Mannesmann 118,50, Hoesch 0,25 v. H. leichter mit 125. Von Maschinenwerten konnten sich Demag wieder gut erholen auf 147 (145,75), Rheinmetall bröckelten 0,50 v. H. ab auf 146, Daimler blieben mit 137,50 behauptet. IG. Farben erhöhten sich um 1 v. H. auf 158,50, ferner zogen Bemberg 0,75 v. H., Westdeutsche Kaufhof 0,50 v. H. und Lechwerke Augsburg 1 v. H. an. Andererseits verloren Zellstoff Waldhof und Verein. Deutsche Metall bei kleinstem Angebot je 1,50 v. H. auf 148,75 bzw. 168. Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr ruhig. Reichsaltbesitz nach der letzttägigen Befestigung weiter abbröckelnd auf 131 (131,40). Gut behauptet lagen die Freiverkehrswerte, wie Kommunal-Um- schuldung mit 94,85, Städte-Altbesitz mit 133,50 bis 134 und 4proz. Rentenbank-Ablösungsscheine mit 93,65 bis 93,75. Am Pfandbriefmarkt hielt die starke Nachfrage an, auch für Liquidationswerte zeigte sich wieder Kaufinteresse bei leicht erhöhten Kursen. Stadtanleihen notierten unverändert, auch Staatspapiere wiesen kaum Abweichungen aus. Von Pro- vinzanleihen erhöhten sich Oberhessen upi 0,50 auf 138,50. Der Freiverkehr war still. Ufa 75,50 (75), Rastatter Waggon 53,50 (54), die übrigen Werte lagen unverändert. Tagesgeld weiterhin 2,50 v. H. Abendbörse still und behauptet. An der Abendbörse herrschte weitgehende Geschäftsstille. Mit Rücksicht auf den Buß- und Bettag war die Unternehmungslust gering. Einige Umsätze fanden auf der Basis der Berliner Schlußnotierungen statt, überwiegend hatten die Notierungen jedoch nominellen Eharakter. Die kleinen Abweichungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. betrafen beide Seiten. Nach Pause etwas stärker verändert waren Rhein. Elektro mit 127 (129). Don Kaliaktien konnten sich Westeregeln weiter erhöhen auf 120 (119,25), Besserungen von 0,25 bis 0,50 v. H. hatten außerdem Licht & Kraft mit 151,50, Elektr. Lieferungen mit 131,50, Gesfürel mit 148,50, Goldschmidt mit 141,50, Iunghans mit 125,75. Dagegen ermäßigten sich IG. Farben auf 159 (159,50), Moenus auf 122 (122,25), Conti Gummi auf 191 (191,50), Bemberg auf 142,50 (143), Holzmann auf 153,25 (153,50), und von Montanpapieren Mannesmann auf 118,25 (118,50) und Deutsche Erdöl auf 145 (145,25). Unverändert blieben u. a. Buderus mit 123, Harpener mit 175, Rheinftahl mit 148, Verein. Stahl mit 115,25, Demag mit 147, Scheideanstalt mit 258, Schuckert mit 172, AG. für Verkehr mit 131, Hapag mit 80 und Rheinmetall mit 146,50. Am Einheitsmarkt befestigten sich Grün & Bilfinger auf 261,50 (260). Banken lagen unverändert. Von Renten waren Dekosama Neubesitz stark gesucht mit 50 (47), mangels Angebot kam aber kein Umsatz zustande. Im übrigen blieben die Kurse behauptet, Kommunal-Umschuldung 94,90, Städte-Altbesitz 133,50 bis 134, 4 v. H. Rentenbank- Ablösungsscheine 93,65, 6 v. H. IG. Farben 130,50, 4,50 v. H. Krupp 99,65. 4,50 v. H. Verein. Stahl gewannen 0,25 v. H. auf 98,75. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M. 16. Nov. Auftrieb: Kälber 858 (gegen 725 am letzten Dienstagsmarkt), Häm» mel und Schafe 350 (409), Schweine .3841 (3090). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 63 bis 65 (63 bis 65), b) 53 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hümmel b2) 43 bis 49 (43 bis 47), c) 37 bis 42 (37 bis 42). Schafe a) 34 bis 44 (30 bis 44), b) 22 bis 32 (22 bis 26), c) 15 bis 18 (15 bis 20). Schweine a) 54 (54), bl) 54 (54), b2) 54 (54), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 54 (54), g2) — (52). Marktverlauf. Kälber und Schweine zugeteilt. Hümmel und Schafe mittelmüßig. Der nächste Diehmarkt findet am Freitag, 19. November, statt. Aus der engeren Heimat. Mitgliederversammlung der Bezirkssparkaffe Schotten. 5 Schotten, 14. Nov. Im Rathaussaal fand die ordentliche Jahresversammlung der Mitglieds- gemeinden der B e z i r k s sp a r k a s f e Schot- t e n statt. Der Direktor der Kasse, Bürgermeister M e n g e l (Schotten), erstattete einen eingehenden Geschäftsbericht über die Rechnung des abgelaufenen Jahres, über die Bilanz und den Stand der Kaffe. Die Spartättgkeit hat auch im letzten Jahre angehalten; die Spareinlagen und Giroguthaben haben zwei Millionen RM. überschritten. Die Bankanleihen, die die Kasse in früheren Jahren aufnehmen mußte, sind inzwischen restlos getilgt. Die Gelder der Kasse sind mit etwa eine Million in Hypotheken und Grund schuld en angelegt, mit über 400 000 RM. in Kontkorrentkrediten, 186 000 Reichsmark in Schuldscheinen und Personalkredit, 140 000 RM. in Gemeindedarlehen. Die Kasse hat einen eigenen Wertpapierbestand von rund einer halben Million RM. Das in den Schülsparkassen angesammelte Kapital hat einen erfreulichen Zuwachs erfahren, desgleichen die in den Heimsparbüchsen angesammelten Beträge. Die Konten, die von der Kasse auf den verschiedensten Geschäftsgebieten verwaltet werden, belaufen sich auf über 7250 Stück. Der Verbandsoorsitzende, Oberbürgermeister i. R. Rahn, sprach der Kasse, die in der wirtschasttich schwachen Gegend des Vogelsberg keinen leichten Stand habe, feine Anerkennung aus, der sich auch Regierungsrat Schwan für das Kreisamt Schotten anschloß. Direktor Seipp von der Hess. Landeskommunal- bank, Girozentrale, Darmstadt, hielt dann einen Vortrag über den wirtschaftlichen Aufschwung, den unsere Reichsfinanzverwaltung in den letzten Jahren genommen habe. Bezirksbauernführer Straub knüpfte an diesen Dorttag an und wies besonders darauf hin, daß die Polittk die Wirtschaft und das Schicksal des Volkes bestimme und daß das ganze deutsche Volk hinter dem Führer und seiner Politik stehe. Als Vertreter in den Verwaltungsrat der Kasse wurde Bürgermeister Hofmann (Ulfa) gewählt. Landkreis Gießen * Klein-Linden, 18. November. Am Freitag, 19. November, sind vierzig Jahre vergangen, seitdem Friedrich Morneweg in den Eisenbahndienst im Rangierbahnhof Gießen eintrat. Möge es dem Arbeitsjubilar vergönnt fein, feine Kraft noch lange in den Dienst der Bahn zu stellen. Großen-Linden, 15. Nov. Seit einigen Tagen ist eine Kartoffeldämpfkolonne in unserem Ort in Tätigkeit. Eine ganze Reihe von Landwirten ist durch Anlaae von Silos zu dieser Art der Haltbarmachung des wichtigsten Futtermittels übergegangen. $ Alten-Buseck, 15. Nov. Beim Dachsgraben im „Weiten Tal", Gemarkung Großen- Buseck, wurden gestern durch Jagdaufseher Bonke in einem alten Etagenbau vier Dächse erbeutet. Die Zahl der in diesem Jahre im hiesigen Jagdbezirk erbeuteten Düchse hat sich damit auf 2 7 erhöht, dabei 18 männliche und 9 weibliche Tiere. Bemerkenswert ist, daß die vier Dächse durch einen Drahthaar-Foxterrier des Herrn Otto Kutscher aus Lollar über drei Stunden festgehalten wurden, was als eine ganz außerordentliche Leistung des Hundes bezeichnet werden muß. > Oppenrod, 15. Nov. In unserer Gemeinde fand in den letzten Wochen ein Ausbil- dungslehrgang des Reichsluftschutzbundes statt. Mit einer Hebung und einem Kameradschaftsabend fand dieser heute sein Ende. Erstere gab ein befriedigendes Bild von dem Stand der Ausbildung der Selbstschutzkräfte. Bei dem Kameradschaftsabend war der Gemeindegruppenführer Eberle aus Lollar anwesend. Er richtete beherzigenswerte Worte an die Versammlung. Er zeigte, daß Mitarbeit im Luftschutzbund höchste Pflicht eines Jeden ist und warb eindringlich dafür. Der Erfolg blieb nicht aus. Ausbildungsleiter Dr. Mi11ermaier richtete Worte des Dankes für die treue Mitarbeit an die Kursteilnehmer. Untergruppenführer Bitsch wies ebenfalls auf die hohe Bedeutung des Luftschutzes hin. Der Abend war weiter ausgefüllt mit Gedichtvorträgen, Schattenspiel und heiteren Vorführungen und nahm einen sehr schönen Verlauf. A Burkhardsfelden, 15. Nov. Der durch die Gemeindegruppe Lollar dahier veranstaltete Luftschutzlehrgang ist nunmehr beendet. Am Samstag fand zum Abschluß zunächst eine Hausübung statt, bei der die ausgebildeten Selbft- schutzkräfte zeigten, daß sie befähigt sind, einen aus- brechenden Brand sachgemäß und erfolgreich zu bekämpfen. Am Abend versammelten sich die Lehrgangsteilnehmer und ihre Angehörigen in der Gastwirtschaft von Kauß, wo auch die Vorträge gehalten worden waren, zu einem Kameradschaftsabend, bei dem der Führer der Gemeindegruppe Lollar, zu der die Untergruppe Burkhardsfelden zählt, Eberle, sprach und die noch Fernstehenden in warmen Worten zum Eintritt in den Reichslnft- schutzbund aufrief. Eine ganze Reihe Volksgenossen erklärte daraufhin ihren Beitritt und erfüllte so eine vaterländische Pflicht. Der Ausbildungsleiter, Dr. Mittermaier, dankte den Teilnehmern. Der Untergruppenführer, Lehrer ©ernannt, machte in launiger Weise Glossen üb'er den Lehr- Gebäck Nürnberger Mischung 125 g 16 Lebkuchen-Mischung 125 g 18 Spekulatius 125 g 19 Hagener Mischung 125 g 19 Kringel-Mischung 125 g 23 Brezel-Mischung 125 g 23 Spitzkuchen 125 g 28 S&F-Kaffee stets frisch aus eigener Rösterei S & F-Kaffee 125 g 50 S & F-Spezial-Kaffee 125 g 55 S & F-Haushalt-Mischung 125 g 60 S & F-Rekord-Kaffee 125 g 65 kr-iee die beliebten arom. Mischungen S & F-Tee, Broken-Mischung 50 g 55 S & F-Tee, China-Mischung 50 g 55 S & F-Tee, India-Mischung 50 g 65 S & F-Tee, Ceylon-Mischung 50 g 80 StWFüOBE 1 7574 A GIESSEN Seliersweg 52 Elche zwischen Meer und Memel von Marlin Äafttes Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Verfaffers auf 56 Kunstdrucktafeln. In Leinen gebunden NM. 3,60. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag Berltn-Lichterfelde Es wird gebastelt! Jeder in der Familie bekomm! ein hübsches Weihnachts- Geschenk. Das macht Freude, Laubsägen, Werkzeuge, Holz dazu gibt es billig bei J. 8. Häuser Gießen, a. Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 »03 A ydtwoteii nur im „ Spezialgeschäft k“ Dittman KOnstliche Augen fertiget) wir natargetree für unsere Patienten F.Ad.MöllerSöhne 55 WIESBADENS n Gießen: Univ.-Augenklinik, Friedrichstraße 18, am 24. u. 25. Nov. 1937. Zugelassen bei Kassen u. Behörden. 7665v Hier ab schneiden! I Bovteille Brandflecke Fett, Salz und Gewürze. Zubereitung nach Vorschrift. Bouteille, aus dem Französischen stammendes entbehr!. Fremdwort für Flasche, davon abgeleitet Buttel. Bowle, engl. Wort, bezeichnet eine Schale im übertragenen Sinn, Gesäß zur Zubereitung von Bowlen und das Getränk selbst, das aus leichten Weinen, wenig Zucker und Maikräutern oder Früchten, Erdbeeren, Ananas, Pfirsich ufro. zubereitet wird. Die Früchte werden vorher mit Wein und Zucker angesetzt; der fertigen Bowle kann man Mineralwasser oder Schaumwein zusiigtzn. Die Bowle muß gut gekühlt sein. Die Früchte selbst sind nur mit Vorsicht zu genießen, da sie stark mit Alkohol durchsetzt sind und sehr berauschend wirken. Boxcalf, chromgares Leder, das sich durch Festigkeit auszeichnet, wird für Schuhe als Oberleder verwendet. Boxer, eine Art Bulldogge, mitteldeutsche große Hunderasse, die sehr lebhaft und beweglich ist. Brächet, Brachmonat, deutsche Bezeichnung für den Juni. Bracken, Dachsbracken, dackelartige, leichtgebaute Jagdhunde. Braune, alter Ausdruck für Diphtherie und andere Halsentzündungen. Brake, Vorrichtung, mit der Flachs gebrochen wird. Brand, Ausbruch eines Feuers. Kleiner Brand ist durch Wasier oder durch Darüberwerfen von Decken zu bekämpfen. Wasser nicht bei brennendem Fett Schmalz, Benzin. Spiritus, Petroleum. Bei Brand von elektrischen Apparaten sofort Strom ausschalten. Bei größerem Brand sofort die Feuerwehr telefonisch oder durch Feuermelder rufen. Inzwischen jede Zuglust verhindern. Bei Verqualmung nasies Tuch vor Mund und Nase halten. Zur Verhütung von Bränden Vorsicht mit feuergefährlichen Flüssigkeiten! Niemals Petroleum in den Ofen gießen! Eashähne immer schließen, elektrische Geräte nach Benutzung ausschalten, Sicherungen und Drähte nicht selbst flirten. Niemals im Bett rauchen. Feuerzeug vor Kindern sorgfältig bewahren. Brand, trockener (Nekrose) oder feuchter Eewebstod (Gangrän), entsteht infolge Versagens der Blutversorgung eines Körpergebietes. Ursachen: sehr schwere Verletzungen, Arterienverkalkung, Zuckerkrankheit. Immer ärztliche Hilfe nötig. Anzeichen: Verfärben der erkrankten Stelle durch Zersetzung des Blutfarbstoffes, Empfindungslosigkeit. Vgl. Aufliegen. Brandbinde. Mit einem Wismutpräparat imprägnierte Mullbinde. Lindert die Schmerzen nach Verbrennungen, saugt auf und heilt. Auch in der Hand des Laien gutes Mittel zur ersten Hilfeleistung bei Verbrennungen. Brandflecke in Stoffen behandelt man mit Borwasier, das wieder gut ausgespült werden muß, in Holz durch Abschmirgeln und Nachbeizen oder Nachstreichen. Stehen Sie beim Bügeln? Das ist zwar die altbekannte Arbeitsweise, aber Sitzen ist besser und weit weniger anstrengend. Natürlich kommt es auf die richtige Höhe des Bügelbrettes dabei an. Auch hier hat Häuser das richtige Bügelbrett für Sie. Lassen Sie es sich mal zeigen. J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. gang. Der Abend stellte einen schönen Abschluß des -Lehrganges dar. gfs. Grüningen, 15. Nov. In unserer Gemeinde fand ein Lehrgang in Gesundheitsfürsorge und häuslicher Krankenpflege, den ber Reichs- m ü t t e r d i e n st durchführte, mit einem festlichen Abend seinen Abschluß. Schwester Josephine Englert, die den Lehrgang leitete, hatte es gut verstanden, alle Teilnehmerinnen für die Arbeit zu interessieren. Sie faßte in einer kurzen Ansprache noch einmal das Wesentliche zusammen und gab •an die Teilnehmerinnen die Diplome aus. Lustige Unterhaltung und gemeinsamer Gesang sowie kleine Aufführungen schufen eine festliche Stimmung und vereinten die Frauenschaft und alle Gäste in kameradschaftlicher Gemeinschaft * Bellersheim, 15. Roo. Ein Festtag von besonderer Art war für unsere evangelische Gemeinde der vergangene Sonntag. Die Gemeinde konnte ihren neuerrichteten Gemeindesaal einweihen. Der Einweihung ging ein Festgottesdienst voraus, in dem Dekan Vogel von Bruchenbrücken und Pfarrer König von Klein-Linden, beide Söhne her Gemeinde, zu der außerordentlich zahlreich versammelten Gemeinde sprachen. Der Männergesangoerein „Germania" verschönte die Feier mit einem Chor. Nach dem Gottesdienst begab man sich zur Weihe des Saales in den Pfarrhof. Der Saal konnte nur einen Teil — immerhin eine Schar von über hundert Personen — der zur Feier Zusammengekommenen fassen. Die übrige Gemeinde hörte vom Pfarrhof aus die Weiheansprache des Ortsgeistlichen. Jeder, der den Saal zum erstenmal sah, war entzückt über den prachtvollen Raum, der unter Leitung des Hochbauamtes in Gießen aus einem alten Stalle hergerichtet wurde. Kreis Wetzlar. (D Krofdorf-Gleiberg, 15. Nov. Zur Zeit führt unsere Gemeinde ein umfangreiches Kanalisierungsprojekt durch, indem sie den Wasserabfluß der Verbindungsstraße zwischen Krofdorf und Gleiberg regelt. Damit wird dem bislang straßenzerstörenden Einfluß des aus Gleiberg talwärts fließenden Wassers Einhalt geboten. Die Kanalanlage zieht sich vom Dorf Gleiberg bis zum südlichen Ausgang von Krofdorf, biegt von da am Fuße des Berges entlang durchs Feld und mündet schließlich im Fohnbach. Diese Arbeit bildet die Voraussetzung für die in absehbarer Zeit vorzunehmende gründliche Instandsetzung der in schlechtem Zustand befindlichen Straße Krofdorf—Gleiberg. Mit der Durchführung der Kanalisierung, die eine Reihe von Wochen in Anspruch nimmt und sich zum Teil durch den felsigen Boden umständlich darstellt, ist die Firma Karl Drescher von hier betreut. — Dieser Tage wurden im Ort an wichtigen Straßenkreuzungen in übersichtlicher Weise wegweisende Schilder mit Angabe der Kilometerent^nung zum nächsten größeren Ort angebracht. ©Jt.-tfport Fußball zugunsten des Winlerhilfswerkes. Nationalelf schlägt Reichsauswahl 2:0 (1:0). Das bedeutendste Fußball-Winterhilfsspiel führte im Frankfurter Sportfeld die sieggewohnte deutsche Nationalelf mit einer Reichsauswahl zusammen, die sich in der Hauptsache aus talentierten Nachwuchskräften zusammensetzte. Die 30 000 Zuschauer, die sich bei kaltem, trockenem Wetter eingefunden hatten, sahen ein schönes Spiel, vor allem von feiten unserer Nationalmannschaft, aber es wäre übertrieben, zu behaupten, daß man einen großen, mitreißenden Kampf gesehen hätte. Etwas enttäuscht hat die Reichsauswahl, obwohl sie ergebnismäßig gegen die Nationalelf recht gut abschnitt. Das gute Ergebnis kommt aber in erster Linie auf das Konto der ausgezeichneten Abwehr, in der sich Welsch, Sold und Billmann sowie (vor der Pause) der Torhüter Jürissen besonders auszeichneten. Daden/Würlkemberg — Südweft/Hesien 8:2 (4:2). Heftiges Schneetreiben und ein sehr glatter Boden waren die wenig günstigen äußeren Voraussetzungen für das Stuttgarter WHW.-Spiel zwischen den Mannschaften von Baden/Württemberg und Süd- west/Hessen. Immerhin waren doch noch 5000 Zuschauer nach der Stuttgarter Adolf-Hitler-Kampf- bahn gekommen; sie erlebten einen unerwartet hohen Sieg der badisch/württembergischen Elf, deren •erster Vorzug das bessere Zusammenspiel war. Die hohe Niederlage der Gäste überrascht. Sie wird aber einigermaßen verständlich, wenn man bedenkt, daß zwei so hervorragende Kräfte wie Adam Schmitt und der Hanauer Torhüter Sonnrein ersetzt werden mußten und zudem das Glück meist auf Seiten der Baden/Württemberger war. Stadlelf Marburg — Sladtelf Gießen 3:5 (2:2). Die Gießener gewannen die Begegnung vor 1000 Zuschauern dank ihrer besseren Stürmerarbeit und sichereren Verteidigung verdient. Zeitweise wurde der Kampf unnötig hart, zwei Herausstellungen (Borsutzki bei Marburg und Heilmann bei Gießen) waren die Folge. Für Gießen schossen Heilmann (2), Heß, Szponick und Kramer die Tore, während Borsutzki und Scherer für die Unterlegenen einschossen. Schiedsrichter Pfeil (Marburg). Weitere WhW.-Fußball-Ergebnisfe. Hanau — Aschaffenburg 3:3 VfB. Groß-Auheim — SV. Klein-Steinheim 1:3 Kewa Wachenbuchen — Dörnigheim-Hochstadt 3:0 SC. 03 - SpV. Kassel — Bezirksklasse Kassel 0:2 SV. 09 Korbach — BC. Sport Kassel 2:1 Hessen Bad Hersfeld — MSV. Hersfeld 3:11 Germania Fulda — Bezirksklasse Fulda 3:0 Marburg — Gießen 3:5. DfB. R. — Spietveremigung 1900 3:0. Die Begegnung zwischen den beiden Lokalvereinen stand unter einem unglücklichen Stern. Durch die Abstellung der besten Spieler zu dem Kampf der Kreismannschaften in Marburg verlor das Spiel auf dem Waldsportplatz an Spannung. So blieb es nicht aus, daß nur eine kleine Zuschauerzahl dem Spiele beiwohnte. Das war im Interesse der guten Sache zu bedauern. Leider aber wurden auch diese wenigen Unentwegten noch enttäuscht, denn das Spiel brachte nicht das, was man von einem Kampf der Lokalgegner erwartet. Zudem gab es einige Herausstellungen. Es kam zu einem vorzeitigen Abschluß des Spieles, da sich der Schiedsrichter dem Kampf nicht gewachsen zu fühlen schien. Das Spiel endete mit 3:0 Toren für die Platzbesitzer, die in technischer Hinsicht den Gästen einiges voraus hatten und so nicht unverdient siegten. Großen-Linden I — Watzenborn-Steinberg I und II kombiniert 0:6. Der Bezirksliga-Derein FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg stellte zu einem Winterhilfsspiel eine kombinierte Elf seiner ersten und zweiten Mannschaft zusammen, die gegen die erste Mannschaft von Großen-Linden antrat. Den Watzenborn-Steinbergern gelang ein eindeutiger Sieg von 6:0 Toren. Das Ergebnis ist um so höher zu bewerten, als das Spiel auf des Gegners Platz stattfand. — Vorher trafen sich eine kombinierte Jugendmannschaft von Watzenborn-Steinberg-Leihgestern mit der ersten Jugend von Großen-Linden. Auch hier blieb die Kombination siegreich, und zwar mit 4:3 Toren. Wißmar — Lollar 1:6. In Wißmar war die Bezirksliga-Mannschaft von Lollar zum WHW.-Spiel zu Gast. Den Gästen gelang ein Sieg von 1:6 Toren. Garbenteich-Sleinbach — Lich-Leihgestern 4:2 (3:1). Das angesetzte Winterhilfsspiel nahm einen sehr schönen und fairen Verlauf. Die kombinierte Platzmannschaft konnte einen sicheren Sieg erringen. Schiedsrichter Nesseldreher (Heuchelheim) leitete sehr korrekt. Vor diesem Spiel trug die Jugend von Garbenteich ein Spiel gegen eine kombinierte Jugendelf von Steinbach und Lich aus und siegte mit 4:3 Toren. । Großen-Linden I — VfR. Lich I 3:2 (2:2). Die 1. Mannschaft von Lich weilte zum fälligen Pflichtspiel in Großen-Linden. Es ging um den zweiten Tabellenplatz. Die 2:0-Führung der Platzelf wurde von den Gästen bis zur Pause wieder aUf- geholt. In der zweiten Halbzeit gelang es Heil durch einen fabelhaften Strafstoß das Siegestor zu erzielen. Vorher spielte die 2. Jugend von Großen-Linden gegen die 3. Jugend des VfB.-A. Gießen und mußte sich nach tapferer Gegenwehr mit 1:2 Toren geschlagen bekennen. — Die 1. Jugend fuhr nach Gar- benttich und hat durch ihren 5:3-Sieg die Gruppenmeisterschaft fast schon sichergestellt. Wieseck I — Klein-Linden I 3:1. Die 1. Mannschaft der Fußballabteilung des Turnvereins Wieseck empfing die gleiche Mannschaft von Klein-Linden zum Pflichtspiel. Wieseck trat wieder einmal vollständig auf den Plan. Die Gäste konnten an die Spielweise der Einheimischen nicht herankommen, waren aber sehr eifrig. Bis Halbzeit führten die Einheimischen nach überlegenem Spiel 2:0. Nach der Pause hielt die Ueberlegenheit der Einheimischen weiter an, und sie konnten auf 3:0 erhöhen. Im Endspurt gelang es den Gästen, das längst verdiente Ehrentor zu erzielen. Vorher spielten die 1. Jugend Wiesecks gegen die gleiche von Saasen. Die Einheimischen gewannen überlegen mit 5:1 Toren. SV. Heuchelheim I — Rüddingshausen I 5:1 (2:1). Die Heuchelheimer haben sich von ihrer Schwäche vom Vorsonntag etwas erholt. Man merkte fast nicht, daß die Mannschaft mit vier Mann Ersatz spielte. Alle Spieler zeigten größten Einsatz und konnten darum den tapfer kämpfenden Gegner verdient schlagen. Den Torchancen nach hätte das Resultat leicht um zwei bis drei Tore höher ausfallen können. Die Einheimischen spielten mit: Müller, Volkmann, Kreiling, Bach, Mandler, Wämser, Rinn, Arnold, Christ, Schmidt Henkelmann. Die Gäste boten eine flinke, eifrige Mannschaft, die namentlich in der ersten Spielhälfte den Heuchelhei- mcrn fast gleichwertig war. Sie mußten sich aber dann dem besseren technischen Können der Einheimischen ergeben. Heuchelheim II — Daubringen I 0.4. Die 2. Reserve der Heuchelheimer mußte sich den besseren Daubringern ergeben. FC. 1926 Grohen-Buseck — Spv. Rodheim 6:2. Endlich brachten es die Großen-Busecker wieder einmal fertig, ihren Anhängern ein schönes Spiel zu zeigen, Die Busecker, die mit Koch: Brück, Damb- mann; Eisenacher, Harbach II, Belloff; Hofmann, Henß, Harbach I, Balser und Wagner antraten, sah man in bester Form. In der ersten Halbzeit konnten die Großen-Busecker eine deutliche Ueberlegenheit beweisen, denn bei Halbzeit führten sie mit 6:1 Toren. Nach der Pause spielten die Rod- heimer besser zusammen und konnten weitere Erfolge verhindern. — Vor diesem Spiel trafen sich die Jugendmannschaften von Großen-Buseck und Alten-Buseck, das die körperlich stärkeren Alten- Busecker mit 2:0 gewinnen konnten. Watzenborn-Steinberg I — Fronhausen I 6:0. Die 1. Mannschaft von Fronhausen weilte am vergangenen Sonntag in Watzenborn-Steinberg, um ihr fälliges Verbandsspiel auszutragen. Wer an einen Sieg der Gäste glaubte, der täuschte sich in diesem Falle schwer. Wenn die Gäste nach dem 6:0-Sieg der ©inner in Watzenborn-Steinberg auch einen sicheren Sieg zu erringen gedachten, dann wurden sie eines anderen belehrt. Sie stießen auf eine Mannschaft, die wieder einmal seit langem einen Siegeswillen aufbrachte, der mithalf, die große Ueberlegenheit über die Gäste zu schaffen. Der Sieg war selbst in der errungenen Höhe verdient. Die Mannschaft der Teutonen, die mit Happel, Jung, Fett, Schmandt, Hedrich, Burger, Buß, Haas, O. Lang und K. Haas antrat, setzte sich bis zum Aeußer- sten ein. Die Jugend fuhr wieder mit nur neun Mann nach Rodheim und verlor dort 5:1. t Zahres-Hauptversammlung des GießenerRadfahrer-Vrreins i SSS Dieser Tage hielt der Gießener Radfahrer-Verein von 1885 e. V. in feinem Vereinslokal „Hessischer Hof" seine Jahreshauptversammlung ab. Nach der Begrüßung der Mitglieder gab Vereinssührer Hauck einen umfassenden Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Große Erfolge sowohl im Straßen- und Bahnrennsport als auch im Saalsport waren im abgelaufenen Jahre wieder zu verzeichnen. Im Rennsport war es insbesondere der aktive Fahrer Willy Neumann, der neben dem Bezirks- und Gaumeiftertitel schöne Erfolge in vielen größeren Straßenrennen zu verzeichnen hatte. Im Saalfport war es die Mannschaft Stommel- Baum, die die Farben des Vereins würdig vertreten konnte. Durch den Zugang von drei jungen Mitgliedern wird im kommenden Sportjahr der Rennfport sicherlich einen weiteren Aufstieg erleben. Im Saalsport soll die Uebungsstunde wieder in Gießen abgehalten werden. Sodann kam der Vereinsführer auf die großen Sportveranstaltungen zu sprechen, die der Verein in diesem Jahre abgehalten hat. Mit drei Bahnradrennen, einem reichsoffenen Straßenrennen sowie einem Sommernacht- fest trat der Verein an die Öffentlichkeit. Daß der Verein mit diesen Großveranstaltungen dem Radsport wieder eine große Anzahl Sportbegeisterter zugeführt hat, das bewiesen die Zuschauermassen, die wohl kaum bei einer anderen Sportveranstaltung zu verzeichnen waren. Aber auch der Name unserer Vaterstadt wurde durch diese Veranstaltungen im ganzen Reiche bekannt. Auch konnte der Verein die startenden Fahrer stets mit guten Preisen auszeichnen. Der Vereinsführer dankte der Stadtverwaltung, dem Verkehrsverein sowie der Industrie für ihre Unterstützung. Zum Schluffe sprach der Vereinsführer allen aktiven Kameraden den Dank des Vereins aus für ihren Einsatz. Den Kameraden, die durch ihr« tatkräftige Unterstützung zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen hatten, galt sein besonderer Dank. Sodann gab der Rennsahrwart August Deibel seinen Sportbericht und zählte nochmals alle Erfolge in der diesjährigen Rennsaison auf. Der Kassenbericht des Kassierers W. Müller zeigte, daß die Kassenverhältnisse des Vereins geordnet sind. In der anschließenden Vereinsführerwahl wurde der seitherige Vereinsführer Erwin Hauck einstimmig wieoergewählt. Zu seinen Mitarbeitern berief er die Kameraden A. Deichert, W. Müller, A. Deibel, E. Heß, K. Keßler, W. Stammel, E. Alt- Hofs. Abschließend kamen der Vereinsführer Hauck sowie Kamerad Deibel auf die neue Sportplatzanlagen der Stadt Gießen zu sprechen. Sie gaben der Hoffnung Ausdruck, daß auch dem Gießener Radsport durch die Anlage einer geeigneten Bahn ein besseres Betätigungsfeld gegeben werden möge. Brandmauer Breeches Brandmauer, starke Mauer, die zwei Gebäude trennt, um das Ubergreifen von Bränden zu verhüten. Die Brandmauer wird meist als Brandgiebel über das Dach hinaus weitergeführt. Die Errichtung von Brandmauern unterliegt bestimmten polizeilichen Vorschriften. Brandsohle, die innere Sohle im Schuhzeug, besteht meist aus dünnem Leder. Schuhe nie so lange auftragen, daß die Brandsohle frei liegt. Brandwunden entstehen durch Verbrühungen und Verbrennungen. 4 Grade: 1. Grad: Rötung der Haut; 2. Grad: Blasenbildung, 3. Grad: Eewebsverschor- fung, Nekrose, 4. Grad: Verkohlung. Nur in leichten Fällen Selbstbehandlung. Erste Hilfe mittels Brandbinde, Öl od. milder Salbe. Keine Blase aufstechen! Bei ausgedehnter Verbrennung große Gefahr wegen Zerstörung der lebenswichtigen Funktion der Haut und wegen Dergistungserscheinunc>en. Branntwein, stark alkoholisches Getränk, das durch Vergärung und Destillation alkoholischer Flüssigkeiten gewonnen wird. Im Gegensatz zum Likör enthält Branntwein wenig Zucker. Als Edelbranntweine gelten Kognak, Arrak, Rum sowie Korn-, Kirsch-, Zwetschgen- und Enzian-Branntwein. Bratrost, vielfach mit dem entbehrlichen englischen Wort Grill bezeichnet. Vorrichtung, um Fleisch oder Fisch über offenem Holzkohlenfeuer oder Gasflamme zu braten. Brauerpech, dient zum inneren Dichten der Bierfässer (Aus- pichen). Es kann Vorkommen,daß solche Pechteilchen sich lösen und ins Bier gelangen. Brause, Dusche, an die Wasserleitung angeschlossener Metallkopf, durch dessen Sieb das Master in feine Strahlen zerteilt wird. Das Brausebad ist besonders erfrischend, da es die Haut leicht reizt. Kalte Duschen mit nachfolgendem Frottieren dienen der Abhärtung. Brausepulver, aus einem Gemisch von kohlensaurem Natron und Weingeist zu je einem Teil sowie Zucker zu zwei Teilen gibt* in Master gelöst, ein stark schäumendes, erfrischendes Getränk, das aber schnell schal wird. Brechdurchfall, Durchfall mit Erbrechen, beruht meist auf einem Ernährungsfehler. Hauptsächlich bei Säuglingen und Kleinkindern, vor allem in den Sommermonaten. Bei längerer Dauer Zeichen für gefährliche Ernährungsstörung. Ärztliche Hilfe holen! Andauernder Brechdurchfall auch bei Erwachsenen Zeichen ernster Erkrankung (meist Paratyphus). Maßnahme in leichten akuten Fällen: vollkommenes Enthalten von jeglicher Nahrungsaufnahme. Abführmittel. Brechen f. Erbrechen. Breeches, gesprochen britisches, englisches Mort für Reithosen, die bis zum Knie eng anliegen, am Oberschenkel aber sehr weit sind. Kaust deutsche Waren im deutschen - Geschäft Lichtspielhaus! | Ab heute ein reizendes Film’uslspiel | mit Gusti Huber Gusti Wolf Anton Edthofer Hans Moser, Theo Lingen Herrlich ist Gusti Huber in der Rolle eines jungen Mädchens, das als verheiratete Frau heimlich die Schule besucht, um das Abitur zu machen. Wie sie dadurch in allerhand Verwicklungen gerät und sich immer tiefer in ein Lügengewebe verstrickt, ist von einer köstlichen Komik. Der bekannte Regisseur Emo hat aus dem originellen Motiv einen Film gestaltet, der alle Freunde der Jugend und des Humors begeistern wird! 757]A Beiprogramm und Fox-Ton-Woche Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlaes- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde Damen - Schlüpfer Wolle 2.35 3.75 4.90 Kinü.-Hemdhosen ■ ■ Bloss nichr erkälten'} >Juvena« 1.10 1.35 1.95 Damen - Schlüpfer b'wollgewebt 075 0.95 1,25 Hat man auch gar nicht nötig — trotz Herbstwind, Regen und Nebel. 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