Donnerstag, IS.ßebruar 1957 187. Jahrgang und wertvollere Der Widerhall der Mungsdebatie Die Frontkämpfer beim Führer auf dem Berghof Ev. Der Führer der bald Sinclair < Gebirge vom heroischen Leben und Sterben Äscher Soldaten künden. Sie werden den Enkeln Urenkeln als immerwährendes Beispiel un- Vaterlandsliebe, als ewige Pflichtmah- •----vor Äugen stehen. leich schon viele Ehrenmale und Grabstätten i der deutschen Grenzen gebaut wurden, steht 15 Werk des Bundes Deutsche Kriegsgräber- Es ist deshalb eine große und heilige Aufgabe, die letzten Ruhestätten der Großen Armee so zu gestalten, daß sie auch äußerlich ein würdiges und hoheitsvolles Sinnbild des Heldenkampfes sind, den unsere Soldaten im Osten und Westen, im Süden und Norden, zur See und zu Lande, in Europa, Asien und Afrika, ja auf der ganzen Erde aus- gesochten haben. Es war der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der vor zehn Jahren begann, deutsche Ehrenmale und große Sammelfriedhöfe auf den einstigen Frontgebieten anzulegen. Er gab damit dem Geiste Gestalt, der die Feldgrauen im Sturmangriff, im Geschoßhagel des Trommelfeuers, im stürzenden Flugzeug oder im Toben der Seeschlacht beseelte. Er erfüllte da- Tages dieser Versuchung nicht mehr widerstehen würde. Jeder wisse, daß das Britische Reich für den Frieden sei, daß es niemals feine Streitkräfte zum Angriff verwenden werde. Je nach der Stärke, die England von Tag zu Tag und Woche zu Woche mehr und mehr gewinne, wachse sein Einfluß, was an sich schon ein zur Beständigkeit führender Faktor in der internationalen Lage und damit wahrscheinlich das größte Bollwerk für den Frieden sei, das es zur Zeit in der Welt gebe. „Der Frieden, die politische Beruhigung, die Abrüstung können nicht von einer Wacht allein erreicht werden", so schloß Ehamberlain. „Jederzeit und jederorts, so wir finden, daß andere unsere Ansichten teilen, werden wir uns mit ihnen darüber freuen und eine fruchtbringendere, gesündere London, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Teil der englischen Presse, der die Aufrüstungs- polittk der Regierung unterstützt, stellt zur Rede des Schatzkanzlers im Unterhaus vor allem die Tatsache in den Vordergrund, daß die englische Aufrüstung dem Frieden d i e n e n solle. Der „Daily Telegraph" sagt: Es liege keine Herausforderung irgendeiner Macht vor. Die Möglichkeiten,'den Rüstungsplan zu verringern, lägen außerhalb Englands. Aendere sich die Lage nicht, dann sei das gegenwärtige Programm e i n M i n d e st p r o g r a m m. Die „Morning Post" sagt: Das Rüstungsprogramm Englands beende einen Zeitabschnitt der Illusionen. England zeige allen, daß es in Zukunft grimmigen Ern st mache. Für die friedliebenden Nationen bringe das eine Beruhigung; denn sie sähen in einem starken England den mächtig st en Friedensgaranten. Für die, die Englands Freundschaft suchten, bedeute es eine neue Ermutigung. Wenn das Programm aber denjenigen, die den Frieden zu stören beabsichtigten, das Gefühl gebe, daß ihre Pläne vereitelt würden, so sei das um so besser für den Frieden. Der „Daily Herald", das führende Blatt der Opposition, bemängelt, daß die Aufrüstung nicht von einer starken Politik zur Verteidigung des Lösung herbeizuführen versuchen." Oppositionsliberalen Sir Archi- behauptete, Chamberlain habe internationalen Rechts begleitet werde. Die Regie» rung zeige keinerlei Interesse daran, den Völkerbund wieder aufzubauen und die internationalen Bedingungen herzustellen, auf Grund deren er wieder arbeiten könnte. Dem Lande werde nur eine nackte Rüstungspolitik angeboten, die sich in nichts von der vor 19 14 unterscheide und dem Empire doch keine Sicherheit bringen werde. England würde niemals in der Lage sein, alle drei Wehrmachtsteile — Heer, Flotte und Luftwaffe — so stark auszubauen, daß cs allein jeder nur möglichen Lage gewachsen sei. Auf irgendeinem militärischen Gebiet würde sich doch zwangsläufig eine Unterlegenheit ergeben, die England vor die Notwendigkeit der kollektiven Sicherheit stelle. Die Rüstungsanleihe werde den britischen Kredit schwer schädigen. Die Labomparty beschließt Ablehnung. London, 17. Febr. (DNB.) Die Fraktion der Labour Party beschloß, die geplanten Ausgaben der Negierung für die Aufrüstungszwecke abzulehnen, da ihrer Ansicht nach das gesamte Aufrüstungsprogramm durch direkte Steuern gedeckt werden müsse und von der Regierung ein bestimmter Friedensplan zu verlangen sei. Diesen besitze die Regierung aber nicht. unter den Staatsoberhäuptern der Welt ist, ihnen auf der anderen Seite gegenüber lag. Sie seien stolz und froh darüber, ihm jetzt die Hand geben zu können, in der inneren Gewißheit, daß sich die Jahre des Weltkrieges nicht wiederholen würden, wenn es nach seinem und ihrem Willen gehe. Mit dem ebenfalls kriegsblinden Führer der polnischen Abordnung, mit den Frontkämpfern aus Italien, England, Rumänien, Oesterreich, Ungarn, der Tschechoslowakei, Jugoslawien, Griechenland, und vielen anderen Nationen sprach der Führer ebenfalls längere Zeit. Gegen Schluß des Besuches bereiteten ihm die Frontkämpfer aus allen Nationen spontan eine herzliche Huldigung. TrauerbeflaggungamHeldengederikiag! Berlin, 17. Febr. (DNB.) Aus Anlaß des Heldengedenktages fordert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Bevölkerung auf, am Sonntag, dem 21. Februar, Trauer- beflaggung zu sehen. Besitz stirbt — Sippen sterben, Du selbst stirbst wie sie. Eines nur weiß ich, das ewig lebt: Der To.en Tatenruhm. Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8' '„Ubr Des Vormittags Srunüprette für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf.. für Text» „EnglandsSiärke das größteBottwerk für deriKrieden" Neville Ehamberlain begründet das Milliarden-Programm der britischen Aufrüstung. Hr.41 Erster Blatt LrjchelM täg lld), augei Sonntags and Feiertag» Beilagen: Die Illustriert. Gießener Familienblättei Hermat im Bild Die Scholl» monats=Be$ngspret$: Mahnmale deutscher Treue. In wenigen Tagen wird das deutsche Volk wiederum der gefallenen Helden gedenken, die auf den großen Schlachtfeldern des Weltkrieges oder in den Lazaretten ihr Leben für Deutschlands Freiheit und Größe Hingaben. Es wird aber auch der Millionen Kriegsoerletzter, der Waisen und Witwen gedenken, die heute noch unter uns leben, und es wird auch die Freiheitskämpfer der nationalsozialistischen Bewegung ehren, die durch das Opfer ihres Blutes das Dritte Reich mitbegründeten. An diesem Gedenktag tritt die deutsche Nation vor den heimischen Kriegsgräberstätten zur Erinne- rungsfeier zusammen, sie weilt aber auch im Geiste bei jenen Mahnmalen, die auf fremder Erde rings um unser Vaterland einen mächtigen Wall deutscher Treue und deutschen Heldentums bilden Um dieser inneren Verbundenheit mit den Heldengräbern da draußen einen sinnfälligen Ausdruck zu geben, wurden vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Abordnungen nach Polen, Italien Frankreich und der Schweiz entsandt, um dort die geheiligte Erde von den Gräbern der toten Kameraden in die Heimat zu bringen und am kom- I wenden Heldengedenksonntag zu sammeln. Diese j feierliche Handlung soll ein Symbol dafür sein, daß ; der Opfertod der Kameraden des Weltkrieges und । der Freiheitsbewegung das ewig unerschütterliche ll Fundament bildet, auf dem festgegründet das neue | Reich Adolf Hitlers steht. Denn die Gefallenen des Großen Krieges, unsere Söhne und Väter und Brüder, sollen unter uns leben, nicht nur am fünften Sonntaa vor Ostern, sondern stets und ständig in unserem Werke. Sie haben gekämpft für das kommende Reich. Sie haben eine neue Zeit, ein neues Deutschland gerufen, und wir müssen diesen Ruf aufnehmen und weitergeben an die folgenden Geschlechter. Nie wird Deutschland untergehen, wenn es den Geist derer von Langemarck und Verdun, von Flan- [ dem und der Somme in seiner Jugend wachhält. Konflikt katastrophale Folgen für alle Nationen haben würde. Auf ihrer Reise durch Deutschland hätten die ausländischen Frontkämpfer ein Volk vorgefunden, daß fleißig seiner täglichen Arbeit nachgehe und das in einer gemeinsamen großen Anstrengung die bestehenden Schwierigkeiten zu mei- st e r n suche. Die riesenhafte Änstrengung, die das deutsche Volk im Augenblick mache, sei nur dadurch möglich, daß in Deutschland absoluter Frieden herrsche. Wenn aber schon die Störung des i n n e r en Friedens die Aufbauarbeit in Deutschland gefährden würde, so würde eine Bedrohung des äußeren Friedens Deutschlands die gigantische Anstrengung der deutschen Nation um ihrer innere Wiedergesundung zuschanden machen. Das deutsche Volk habe nicht die geringste böse Erinnerung mehr an den Krieg. Es sei nichts übrig geblieben, als die große Achtung vor den ehemaligen Gegnern, die dasselbe Leid und dieselben Gefahren auf sich genommen hätten, wie die deutschen Soldaten. In einem Lande, dessen Regierung fast ausschließlich aus Frontkämpfern bestehe, sehe man den Krieg mit anderen Augen an, als es die Völker täten, die ihn nicht kennen. Frontkämpfer wüßten, daß der Krieg zwar ein großes, aber auch ein grauenhaft es Erlebnis fei. So hätten denn alle Frontkämpfer nur den einen Wunsch, daß nie wieder etwas Derartiges eintreten möge. Richt aus Schwäche oder Feigheit, sondern in dem alten Frontkämpfergei st träten sie für den Frieden ein. Wenn jemand den Begriff Frieden verstehe, so seien es diejenigen, die auch die Bedeutung des Begriffes Krieg bis ins Letzte an f i ch s elb ft erfahren hätten. Die etwa achtzig Teilnehmer an der Fahrt nach Berchtesgaden verweilten dann einige Stunden in angeregtem Gespräch auf dem Berghof. Immer wieder bildeten sich um den Führer herum Gruppen von Frontkämpfern aus aller Welt. Die Fontkämpfer aus Frankreich erinnerten an die Tage, da der Führer, der wohl einer der wenigen Frontkämpfer ' 8U Äl Berchtesgaden, 17. Febr. (DNB.) Der Führer hatte die Mitglieder der Ständigen Internationalen Fr o n t k ä mp f e r k o mm i ff i o n in den Berghof auf dem Obersalzberg geladen. In der großen Wandelhalle mit dem Blick auf die weiße Schneepracht des Untersberges fand die Begrüßung durch den Führer statt. Der Kriegsblinde und einarmige Führer der italienischen Kriegsopfer Carlo Delcroix, in der Uniform der faschistischen Miliz als Präsident der Ständigen Internationalen Frontkämpferkommission, erklärte u. a.: Die Frontsoldaten seien dieses Mal zur Verteidigung des Friedens zusammengekommen. Friede sei kein Geschenk, sondern eine Eroberung, zu deren Verteidigung man stark sein müsse. Der Friede (ei kein Privileg, sondern eine Verantwortung, deren man sich würdig erweisen müsse. Ein neuer Krieg würde mit absoluter Sicherheit die Zerstörung der gemeinsamen Kultur bedeuten und die Stellung derjenigen Volker bedrohen, die die Träger unserer Zivilisation seien. Gerade diejenigen Nationen, die am meisten zum Aufbau der gemeinsamen Kultur beigetragen hätten, hätten die größte Vervflichtung. diese Kultur zu verteidigen und die größte Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Es sei zu hoffen, daß d a s Beispiel, das viele Frontsoldaten gegeben hatten, indem sie sich über alles Trennende hinweg einigten, nicht vergeblich sein würde. Das Zusammentreffen der Frontkämpfer mit dem Führer in der Einsamkeit der Berge sei ein gutes Vorzeichen. Er, der selbst in seinem Volke den Gipfel erreicht habe, habe daher auch das Recht, von diesem Gipfel aus der Welt Friedensworte zuzurufen. Und in deutscher Sprache schloß Delcroir seine Ansprache: „Denn über allen Gipfeln ist Ruh!' öer Führer dankte dem Präsidenten Delcroix für seine wunderbaren Worte und seinen Kameraden dafür, daß sie den Weg in diesen abgelegenen Teil Deutschlands gefunden hätten, um ihn zu besuchen. Als Frontkämpfer sei er besonders glücklich, die Frontkämpfer anderer Nationen bei sich zu sehen. Die Gedanken, die in diesem Augenblick alle gemeinsam bewegten, habe bereits Präsident Delcroir in vollendeter Weise zum Ausdruck gebracht. Allen voran stehe die Erkenntnis, daß ein neuer kriegerischer Das amerikanische Marinedepariement für Floitengleickheit mit England. Washington, 18. Febr. (DNB. Funkspruch.) Zu den Meldungen über das englische Flottenneubauprogramm erklärte der amerikanische Marineoperationschef, Admiral William L e a h y, das Marinedepartement werde Präsident Roosevelt vorschlagen, die amerikanische Marine auf die gleiche Stufe wie England zu bringen. „Wenn eine fremde Macht", so erklärte Leahy, „Kriegsschiffe baut, sehen wir uns genötigt, die amerikanische Flotte in gleichem Maße aufgubauen." Sowjeirutzland tritt der Vereinbarung über U-Boot-Kriegsführung be'. London, 18. Febr. (DNB.) Wie Reuter meidet, überreichte Sowjetbotschafter M a i s k y am Mittwoch im Foreign Office eine Note, in der die sowjetrussische Regierung ihr« Absicht mitteilt, den a u s d e r F l o t - tenkonserenz im Jahre 1 936 angenommenen Bestimmungen über die U-Boot-Kriegsführung beizutreten. Es handelt sich um die in Teil IV des Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Mi 4 Beilagen NM. 1.9b WV BS W W8 jwri W 88 DH W W/i HA W anzeigen von 70mm Breite Ohne Illustrierte . 1.80 ö »8, M Eg? W JgSL. fei 50Rps.,Platzvorschrist nach Zustellgebühr .. , - 25 ES AW DA vorh Dereinbg.25"mehr. Auch bei Nichterscheinen W » A M jfeg-./V oon einzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise: infolge höherer (Bemalt < Stellen-, Vereins-, gemein- MWZ General-Anzeiger sm Vbecheffen -M-Z C votttibeckkonto- behördliche Anzeigen 6Rpf. Frankfurt am matn 11686 Oruck und Verlag: vrühl'sche Unwerfilatsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Gietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Mengenabschlüsse staffel» erklärt, nicht darüber „theoretisieren" zu können, wer Englands Feinde oder Verbündete sein würden. Chamberlain erwiderte hierauf, er habe nicht das Wort „theoretisieren" gebraucht, sondern er habe gesagt, daß er es nicht als im allgemeinen Interesse liegend erachte, England zu unterstellen, daß sich die Rüstungspläne gegen irgend jemand richteten, oder daß England in einen Krieg gegen ein anderes Land verwickelt werden oder ein Bündnis mit einem anderen Lande eingehen könnte. Sinclair betonte demgegenüber, daß man sich ein genaues Bild machen müsse, wer Englands Verbündete seien. Er stellte die Frage, ob die Politik der Regierung eine solche der kollektiven Sicherheit ober der militärischen Bündnisse sei, und im letztgenannten Falle, mit wem diese Bündnisse bestünden? Oder handle es sich um eine Politik der Isolierung? Chamberlain stellte fest, daß sich die Aufrüstung gegen kein b e - sonderes Land richte und daß England auch keine Bündnisse mit anderen Mächten oder Mächtegruppen habe, auf deren Hilfe es sich verlassen könne. > erst im Anfang. Es bedarf daher einer evt währenden Mitarbeit und Unterstützung bas gesamte deutsche Volk. Man muß beten, daß von den über zwei Millionen Gefalle- V des Weltkrieges nur etwa 200 000 ihre letzte chestätte in heimatlicher Erde gefunden haben, .nb es ist natürlich trotz freundschaftlicher Zufam-- menarbeit mit auslänbifchen Organisationen sehr schwierig, bas Bestattungswerk in bem gewünschten Umfange durchzuführen. Beispielsweise sind von den 209 Anlagen im ehemaligen französischen Frontgebiet mit insgesamt 947 000 Toten heute erst 93 fertiggestellt. Es ist also noch viel zu tun, um die in Erz und Stein gebildete Front der Ehrenmale oon der Küste Flanderns hinunter bis zu den Vogesen zu vollenden. Ader weit größere Aufgaben harren des Bundes in manchen anderen Ländern, da sich die Arbeit zunächst fast ganz auf die französischen Grabstätten konzentrierte. Bekannt ist die Totenburg in Bitolj, die im Sommer 1936 eingeweiht wurde und der nun weitere Ehrenstätten in Jugoslawien folgen sollen. Bekannt ist auch die deutsche Kriegsgräberstätte Nazareth in Palästina, die am 30. Ium 1935 eingeweiht wurde. Das sind sehr schöne Anfänge, die zur Weiterarbeit verpflichten. Neue Bauvorhaben sind geplant in Italien und in der Schweiz, in Palen und Rumänien, in Bulgarien, in der Türkei, in Syrien, Holland, Norwegen, Deutschostafrika, Kanada und England. Auf deutschem Boden selbst hat der Volksbund üsher vier große Bauten in Angriff genommen: Eine Ehrenstätte für die gefallenen Freikorpskämp- j?r auf dem Annaberg in Oberschlesien, ein Erinne-- Jungsmal in Waldenburg für die Toten des Welt- l'.äeges, die Ermordeten der Bewegung und die jspfer der Arbeit, ein anderes Ehrenmal für die S^Iutgeugen der Bewegung auf Rügen, und schließlich noch die Gedächtnisstätte an der Kieler Förde für die im Weltkriege gesunkenen U-Boote und ihrer Besatzungen. Das ist ein riesenhaftes Programm, aber wenn es einmal erfüllt ist, bann werden über bie ganze Erbe hinweg bie steinernen Male ein unvergängliches Zeugnis für bie Unsterblichkeit deutschen Soldatentums ablegen. i •- Qu bJLS I WqÄ I kn 6 " "'N I '»nnteni,1 I Ä’l rQud)t. 2 01 || G.Ph. 1 Neu. | ■ ftanben c I - und aj S I ! *<5 C i jÄniiber.11 s l 1 Ambern wu I « in I T. Turnhalle B :aheNd* ■ , 6»'*s J Äf* I gball-Toumei j im Toben der Seeschlacht beseelte. Er erfüllte da- > mit zu seinem Teile das Vermächtnis, das die zwei I Millionen deutschen Weltkriegstoten hinterlassen , haben. Noch nach Jahrhunderten werden diese 1 Eotenburgen in Belgien, in Frankreich, in den 'lpen, auf dem Balkan, in Vorderasien und Palä- na, in den Karpathen und in den Ostseestaaten, den Rändern der Weltmeere und auf den Höhen London, 17. Febr. (DNB.) Im Unterhaus erklärte Schatzkanzler Neville Chamberlain, er stimme dem Führer der Opposition zu, wenn dieser vor 1 Woche den Plan 400 000 000 Pfund für die Verteidigung aufzulegen, als einen beispiellosen Vorgang in Fried ensz eiten bezeichnet habe. Die Rechtfertigung liege in dem beispiellosen Umständen der Gegenwart, die Großbritannien diese ungeheuren Ausgaben aufgezwungen hätten. Nur die Sachverständigen wüßten, wie sehr viel kostspieliger die Aufrüstung für Kriegszwecke heutzutage sei, als bei Beendigung des großen Krieges. Für Großbritannien sei es aber absolut wesentlich, daß es in der Heimat und längs seiner Verbindungswege mit den neuesten Abwehrwaffen ausgerüstet fei. Obwohl das Weißbuch keine Einzelheiten enthalte, gebe es eine Schätzung an, was insgesamt für Verteidigungszwecke in den nächsten Jahren in Aussicht genommen werden müsse. Selbst bie Zahl von 1,5 Milliarden Pfund Sterling (etwa 18 Milliarden Mark) könne nicht als endgültig angesehen werden. Wenn die Umstände sich ändern sollten, so daß Großbritannien sein Programm vermindern könnte, so werde das um so besser sein. Auf der anderen Seite müsse man berücksichtigen, daß sich die Umstände geändert hätten, seitdem Großbritannien dieses Programm zum erstenmal erwogen hätte, und es könnte sehr wohl sein, daß es sich wiederum zu seinem Rachteil ändern könnte. Es könnte sein, daß die 1,5 Wil- liarden (rund 18 Milliarden Mark) schließlich nicht die Gesamtsumme darstellen, die das Land für diese Zwecke ausgeben müsse. Unsere Pläne sind nicht gegen eine be- sondereTNacht oder eine Gruppe von Mächten gerichtet. Aber es ist die Pflicht der Regierung, ein wohl erwogenes Programm vorzulegen, das für die Sicherheit und die Durchführung unserer Politik notwendig ist. Wenn bie Opposition bas Programm an greift, muß sie erklären, wo man es kürzen kann! Die nationale Regierung fei in der Lage, 400 Millionen Pfunb ohne Gefahr zu leihen, weil sie bie Btaats- finanzen georbnet habe. Wenn man aber jährlich 112 Millionen burch Steuern aufbrfrigen müßte, würbe man bem Lande eine Last auferle- gen, die seine wirtschaftlichen Hilfsquellen verkrüppeln würbe. x Wenn man Großbritannien mit seinem Reichtum, seinen Gebieten und seinem handel unbewaffnet und hilflos in einer von Kopf bis zum Fuß bewaffneten Welt lasse, so stelle das eine ständige Versuchung für jeden Angreifer dar, der möglicherweise eines l Lranz. n den ersten FM ix sprach sich W für körperliche I 5 anerkennend U orlaufs unb m meister im M s unb gab auch bem enste im SM fiuS lers-bE n in den am 4. y.^inenu ien MelsteMbrli nt Fußball di, kanntgabeder^ Bekanntlich ip'H in vier GE uppenfuger aus i bann M N ! Enbsp'el. V* von Jahrz a. n ber beuli^ ’ beL^ ;««, •* @au 8*1. Washingtoner Vertrages niedergelegten Bestimmungen, die inzwischen von Deutschland, England, Amerika, Frankreich, Italien und Japan angenommen worden sind. Wie Reuter weiter meldet, hatte Botschafter Mcüsky mit Unterstaatssekretär Sir Robert Vansittart einen allgemeinen Gedankenaustausch über die europäische Lage. Oie Lage an den spanischen Krönten. Bolschewistische Gegenangriffe zusammengebrochen. Salamanca, 18. Febr. (DRB. Funkspruch.) An der A st u r i e n f r o n t versuchte der Feind einen Angriff, der unter starken Verlusten a b g e - wiesen wurde. Die Madrider Division meldet, daß die in der Nähe des Ostparks versuchten vergeblichen Angriffe des Feindes auf die nationalen Stellungen viele Leute kosteten. Ebenso wurde ein Angriff der Internationalen Brigade auf die kürzlich eroberte Ortschaft La Maranosa (Jarama-Gebiet) abgewiesen. Zwei von sechs Tanks, die den Angriff unterstützt hallen, wurden erbeutet. Im Jarama-Gebiet setzten die nationalen Truppen langsam ihren Vormarsch fort und verbesserten ihre Stellungen. Drei bolschewistische Tanks wurden vernichtet. Zwei Lastwagen mit Angehörigen der Internationalen Brigade verloren den Weg und landeten inmitten der nationalen Reihen. Hierauf entstand eine Schießerei, der die Insassen zum Opfer fielen. Nationale Flieger bombardierten am Donnerstagfrüh die katalanische Stadt Lerida, die nun auch in den Bereich der Kampfhandlung gerückt ist. Im Jarama-Abschnitt konnten die nationalen Truppen in sechs Kilometer Breite und sechs Kilometer Tiefe weiter vorstoßen. Die Kämpfe in den Oelbaumwäldern sind sehr hart. Die Bolschewisten haben hier sogar in den Wipfeln der Bäume Verteidigungsnester eingerichtet. Der kommunistische Sender in Madrid teilt mit, daß unweit der Küste bei Taragona ein Gefecht zwischen drei bolschewistischen und zwei nationalen Kriegsschiffen stattgefunden hat. An- aesichts der Ueberlegenheit der nationalen Seestreit- kräfte mußten die Bolschewistenschiffe mit erheblicher Havarie flüchten. Bei dem Gefecht kam der französische kommunistische Abgeordnete Massell, der sich seit einiger Zeit bei den Bolschewisten in Spanien aufhielt, um. Oie Verhaftung Reichsdeutscher in Sowjetrußland. Moskau, 17. Febr. (DRV.) Der deutsche Bot- schafter in Moskau Graf von der Schulenburg hat am Mittwoch die Angelegenheit der ver- hafteten Reichsdeutschen persönlich erneut im Außenkommissariat zum Gegenstand e r n st e r Vorstellungen gemacht. Er hat insbesondere unter Hinweis auf die außergewöhnlich lange Dauer der Voruntersuchung die alsbaldige Erlaubnis zum Besuch der Verhafteten durch ein Botschaftsmitglied, und zwar ohne Rücksicht auf den Stand des Verfahrens, gefordert. Es ist zu hoffen, daß nach diesem Schritt das Verfahren gegen die verhafteten Reichsdeutschen nunmehr schnell zum Abschluß gebracht wird, um ihnen die lange Untersuchungshaft mit ihren körperlichen und seelischen Qualen nach Möglichkeit zu verkürzen. Bolschewistische Stteikhehe in ungarischen Bergwerken. Budapest, 17. Febr. (DNB.) Die Fünf- kirchenerKohlengruben, die größten Bergwerke Ungarns, wurden stillgelegt. Die Direktion des Bergwerks sperrte die Einfahrt in die Schächte für die gesamte Belegschaft von 4100 Mann. Vor zwei Wochen hatte die Belegschaft unter Hinweis auf die Steigerung der Lebenshaltungskosten eine Lohnerhöhung gefordert. Die Direktion hatte sich grundsätzlich zu einer allgemeinen Lohnerhöhung b e r e i t e r k l ä r t. In den letzten Tagen stellte die Direktion jedoch fest, daß fremde kommun i st i s ch e Agenten sich in die Schächte eingeschlichen hatten und versuchten, einen General- streik unter Tage durchzusetzen. Es bestand daher die Gefahr, daß die Opfer dieser gewissenlosen Pläne in den nächsten Tagen in die Schächte einfahren, aber nicht wieder ausfahren würden. Vor drei Jahren schon ist den bolschewistischen Streikhetzern ein solcher Anschlag geglückt. Die Verhetzten wurden, nachdem sie tagelang ohne Nahrung im Schacht geblieben waren, völlig erschöpft und halb tot zu Tage befördert. Aus diesem Grunde hat die Direktion die Einfahrt der gesamten Belegschaft in die Schächte vorläufig gesperrt. Deutsch-tschechoslowakischer Eisenbahnvertrag ratifiziert. Berlin, 17. Febr. fDNB.) Im Reichsgesetzblatt ist ein deutsch-tschechoslowakischer Vertrag veröffentlicht worden, der die Verhältnisse der über die deutsch-tschechischen Grenze führenden Eisenbahnlinien regell. Nach dem Versailler Vertrag waren alle Staatsoerträge, die seinerzeit des Deutsche Reich mit Oesterreich-Ungarn abgeschlossen hatte, ungültig geworden, mithin auch die Regelung der Bahnübergänge in den Grenzgebieten. Da es zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei nicht weniger als 34 Ueber- gänge gibt, deren wichtigste auf tschechischem Gebiet liegen — vor allem Eger, Bodenbach, Tetschen und Oderberg — und die Bahnhöfe, in die die deutschen Reichsbahnen einmünden, z. T. bis 20 bis 30 km von der deutschen Grenze entfernt liegen, waren die Verhandlungen ebenso schwierig wie politisch bedeutsam. Durch den jetzt abgeschlossenen Vertrag ist im wesentlichen die Regelung erhalten geblieben, die vor dem Kriege Gültigkeit hatte. Die deutschen Strecken, die in auf tschechischem Boden liegende Bahnhöfe einmünden, sind der Reichsbahn erhalten geblieben. Lediglich die verhältnismäßig unbedeutende eingleisige Strecke von Reichenberg bis zur deutschen Grenze soll der Tschechoslowakei übertragen werden. Auf dem Bahnhof Eger wird der Güterverkehr ebenso wie alle Sonderdienste von der Reichsbahn besorgt, während die tschechoslowakischen Bahnen den Personenverkehr wahrnehmen. Beim Berufswettkamps der Köche. 1 tr < t '' ,y W. "z- Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der italienische Arbeiterführer Präsident Cianetti besichtigten in Frankfurt a. M. die Arbeiten der Reichsberufswettkampfgruppe „Gaststätte". — (Scherl-Bilderdienst-M.) Realsteuerresorm und Finanzausgleich. Berlin, 17. Febr. (DNB.) Vor der Jndustrie- und Handelskammer Berlin sprach der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhardt über Realsteuerreform und Finanzausgleich. Durch die Realsteuerreform vom 1. Dezember 1936 sind die 16 Landesgesetze abgelöst worden durch ein Reichsgesetz. Die 16 Grundsteuergesetze sind abgelöst worden durch ein Grundsteuer- aesetz und die 16 Gewerbesteuergesetze durch ein Gewerbesteuergesetz. Diese Vereinheitlichung ist zu- gleicb eine sehr bedeutende Vereinfachung des deutschen Steuerwesens. Eine weitere Vereinfachung ist die Tatsache, daß zur Erhebung der Grund- und Gewerbesteuer im gesamten Reichsgebiet nur noch die Gemeinden berechtigt sind. Die Steuern sind nach Inkrafttreten der neuen Gesetze nicht mehr staatliche Steuern, sondern Gemeindesteuern. In den Haushalten der Gemeinden steigen die Realsteuereinnahmen um die Posten, die in den Haushalten der Länder an Realsteuereinnähmen verschwinden. Die Gesamteinnahmen der Gemeinden steigen und die Gesamteinnahmen der Länder sinken. Diese Umlagerung bedingt eine entsprechende N e u g e st a l - tungder La st en - und Aufgabenverteilung zwischen Ländern und Gemeinden. Die Reichsminister der Finanzen und des Innern werden Grundsätze aufstellen für die Neugestaltung, die darauf abgestellt sein werden, den Gemeinden einheitlich für das ganze Reich diejenigen Aufgaben zuzuteilen, die sie nach ihrem neuen erhöhten Steueraufkommen tragen können, und die auch ihrer Art gemäß in den Aufgabenbereich der Gemeinden gehören. Außerdem ist eine Neugestaltung des Finanzausgleichs zwischen Ländern und Gemeinden erforderlich, die bis zum 1. April 1938 durchgeführt fein muß. Die Länder werden über eigene Realsteuerquellen nicht mehr verfügen. Das Ziel für die Zukunft ist, daß es nur noch Reichs steuern und Gemeindesteuern gibt. Die Haupteinnahmequellen der Gemeinden werden die Grundsteuer und die Gewerbesteuer sein — durch die sie die wirtschaftliche Grundlage, deren sie zur Erfüllung der ihnen gestellten und noch zu stellenden bedeutungsvollen Aufgaben bedürfen, erhalten. Aus der Realsteuerreform ergibt sich weder eine Belastungsverschiebung zugunsten oder zu Lasten von Gebietskör- perschasten, noch eine allgemeine Erhöhung der Realsteuern einzelner Gebietskörperschaften. Die Vereinheitlichung des Realsteuerrechts führt jedoch zu Belastungsverschiebung innerhalb der ein- z ei n e n Gemeinde, die weder eine allgemeine Steuererhöhung noch eine Steuersenkung, sondern nichts anderes als Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichmäßigkeit der Besteuerung darstellen. Im Gewerbe st euergesetz sind als Besteuerungsgrundlagen nebeneinander Gewerbeertrag, Gewerbekapital und Lohnsumme vorgesehen. Es müssen in jedem Fall Gewerbeertrag und Gewerbekapital als Grundlage dienen. — Die- Festsetzung des einheitlichen Steuermeßbetrages ist Sache des Finanzamtes, die Festsetzung des Hebesatzes Sache der Gemeinde. Die Gebäudeentschuldungssteuer bleibt weiterhin zunächst eine Steuer der Länder. Die Verschiedenheit der Höhe der Steuersätze und der Staffelung zwischen einzelnen Ländern bleibt bestehen. Die Steuer ist mit Wirkung ab 1. April 1935 um 25 v.H. gesenkt worden. Ab 1. April Oie Nashorn-Geschichte. Von Erich paetmiann. Als die Geschichte bekannt wurde, war man sich in der Gegend darüber einig, daß es sich um eine ausgemachte Niggerstory aus Schnaps und nächtlichen Traumgesichten handle. Um so mehr, als sie sich ausgerechnet in der Nacht nach der Lohnzahlung ereignete. Aber Ephraim beteuerte, daß er sich für seine Schillings verhältnismäßig wenig „Supi" gekauft hätte und war auch im übrigen gern bereit, die Wahrheit seiner Worte beim Grabe Kamahereros zu beschwören. Ephraim war mit mehreren seines Stammes beim Bau eines Ausweichgleises an der Bahn Zesfon- tein—Usakos beschäftigt, nahe dem Ugab-Rioier. Die Pontoks der Herero lagen etwa hundert Schritt landeinwärts neben der Strecke. Ringsum dehnt sich die Steppe mit Sand, Gras und Busch und einzelnen Kameldornbäumen dazwischen. Ephraim war kurz nach Mitternacht von seiner Matte heruntergekrochen, hatte draußen eine Weile in der letzten Glut des Kochfeuers herumgestochert und trockene Aeste aufgelegt Dann hatte er sich ein Stück außerhalb der Werft unter einer Giraffenakazie niedergelassen und angefangen, in die Sterne Ast träumen. Es war Vollmond, über den hellen Himmel strich das Rufen der Kiebitze, und in der Ferne heulte ein Schakal seinen einsamen Nachtgesang. Sonst war alles in die atemlose Stille der Sternennacht getaucht. Da wurde plötzlich im Feld ein dumpfes Stomp» fen hörbar, leise noch und von draußen durch den Nachtwind hergetragen. Ephraim kannte alle Geräusche der Steppe, kannte den starken Tritt der Elenantilope und das scheue Klopfen der Oryx- gazellen. Aber mit diesen tiefen dumpfen Lauten konnte er nichts anfangen. Jetzt war es still. Nur ein trockenes Schnaufen wehte vor dem Wind herüber. Dann wurden die Laute wieder wach, kamen näher, immer näher, immer in dem gleichen schweren Trab, hart und fallend und mit nichts, auch nicht dem Tritt des Elefanten vergleichbar. Ephraim stand unbeweglich vor der Akazie, lauschte und starrte und hielt vor Aufregung die dicken Lippen über dem Gebiß weit offen. Da sah er plötzlich, zweihundert Meter vor sich, das Mondlicht über eine breite, bräunlich-graue Masse schimmern, die durch das Steppengras heranzog, sah ein Horn, flog herum und flüchtete Hals über Kopf und mit vielen wilden Schreien zu den Pontoks zurück: „Rheaster! Baas Donell! Mistera! Ekozu! Ekozu!" Aus allen Eingängen und Löchern reckten sich, von dem Lärm aufgeschreckt, die schwarzen Wollschöpfe heraus, aber bei dem Ruf Ekozu (Nashorn) waren sie ebenso schnell wieder verschwunden. Ephraim stolperte im Laufen über eine Wurzel, rollte sich wie ein Ball noch ein Stück weiter bis an die erste Hütte und kauerte sich dahinter auf den Boden. Da brauste das Ungeheuer heran, schnaufend wie ein Dampfpflug, den Schädel im Angriff tief gesenkt, daß der Boden unter dem Anprall seiner Wucht erdröhnte. Ephraim schloß die Augen. Als er sie wieder öffnete, stoben die Funken der Feuerstelle durch die Luft, Kessel und Dreifuß und Geräte klirrten wüst durcheinander, und der Holzstaub der Asche wirbelte wie eine Kielwolke hinter dem Koloß her. Dann wurde es allmählich wieder so still, daß man das Locken eines Perlhuhnes in der Ferne hören konnte. ♦ In der Umgegend war man, wie gesagt, bereit, die Geschichte von dem Nashorn, das durch das Lager einer Bahnarbeitergruppe hindurchrast, mit einem Lächeln abzutun. Zunächst, wandten die Zweifler ein, hätte sich ein wütendes Nashorn kaum mit einigen eingebeulten Kesseln begnügt, und außerdem war in langen Jahren kein Fall mehr bekannt geworden, daß sich ein Stück dieses gefährlichsten afrikanischen Wildes aus seinen letzten Schlupfwinkeln hinausgetraut hätte in die Region des weißen Mannes und feinen Siedlungen. Aber da kam die Nachricht, daß die Bambusen einer Farm fünfzig Kilometer nördlich schon ein paar Tage vorher bas Tier gesichtet hätten. Genaueres konnten sie zwar nicht erzählen, weil sie augenblicklich die Flucht ergriffen hatten, aber soviel stand nach ihren Schilderungen fest, daß es sich um einen alten, riesigen und bösartigen Einzelgänger handelte, „von weit über zwei Meter Schulterhöhe". Einen Tag später erschien in der Windhuker Zeitung die Notiz, das schwarze Begleitpersonal eines Güterzuges habe in dem Gebiet zwischen Ugab und Omarurufluß ebenfalls das Tier durch den Busch trotten sehen, etwa achthundert Meter von der Strecke entfernt. Darunter stand eine Warnung an alle Weißen des Bezirks, das offene Feld nicht ohne Waffe zu passieren. Nun ließ das Jagdfieber einige Farmer nicht mehr ruhen, sie machten sich zu Pferde und im Kraftwagen auf die Suche nach dem Eindringling, der in dieser ©egenbj)on Rechts wegen ausgestorben zu sein hatte. Sie suchten zwei, brei Tage, und fanben nichts. Man begann sich bereits wieder anderen Gesprächen zuzuwenden, nur auf den Werften der Eingeborenen wurde allabendlich noch mit unvermindertem Geschnatter von „Ekozu" ober „Kehib" geredet, je nachdem, ob es Herero oder Hottentotten waren, und die Sandveteranen unter ihnen wurden nicht müde, erregende Abenteuer und Begegnungen mit diesem Untier auszugraben und mit großer Theatralik vorzuführen. Da kam plötzlich die Nachricht, daß ein alter Burenfarmer auf das Tier gestoßen fei. Aber als er davon erzählte, war er sehr kurz und wortkarg, ohne die geringste Spur der sonstigen weidmännischen Gesprächigkeit. Er war morgens in aller Frühe am Nordrande der Namib, dem wasserlosen Wüstenstreifen zwischen Steppe und Atlantik, entlanggeritten, als er draußen zwischen Sand und Schotter ein graues, rund- geschliffenes Stück Fels liegen sah. Beim Näherkommen erkannte er, daß es noch ein sehr junges Nashorn war. Es maß nicht viel mehr als einen Meter, vom Widerrist bis zu den Zehen. Aus irgendeinem Grunde mußte es in das Durst- felb ber Namib hinausgeirrt fein, vielleicht auf ber Flucht vor den vielen erschreckenben und unerklärlichen Geräuschen der Technik, denen es auf seiner Seltsames Rauchgerät der Araber. er gut. ständige Ziehen an der Pfeife wird dieses 5RH] > allerdings sehr rasch abgenutzt und unbraudf’ar, und ein großer Vorrat von neuen Rohren ist im ml nötig. Streichhölzer gelten als westlicher LuM den man sich nur verschaffen kann, wenn man die Wohltätigkeit irgendeines weißgesichtigen Fremde zu erwecken versteht. Für gewöhnlich gewinnen bit| Beduinen ihr Feuer, indem sie die Feuersteine Itfj Wüste an Streifen von altem Baumwollzeug r«* I den. Dieser Zunder wird dadurch zubereitet, ein Stück Baumwolle zuerst zwischen zwei rauhm Steinen gemahlen wird. Noch primitiver sind tiu Tabaksbeutel, aus ber Haut eines Zickleins ; schnitten. In biesen haarigen Beutel stopft ber Ä' 1 buine genügen!) Tabak für bie längste ^amelreije-1 i Immerhin kann ber Europäer, wenn er nur mn • dem Bebuinen in bie Geheimnisse seines Rach ! gerätes einigermaßen eingeweiht wirb, zu einem genußreichen Rauchen kommen, solange er feinen arabischen Tabak zu rauchen braucht. Dieser wcösl irgenbroo roilb in ber Wüste unb stinkt schon r.m weitem gen Himmel; aber bem Beduinen schmckt Der neue zweiten W stimmen g ßow i Die zahl' die miütäi dem nörbl [amteit in Sowsetrutz Seebasis dem, Käst bas frityi jfunft ber •der bem Äirgt. Dc Aille, son ü, geht e tzadmiral An Hnellboote chrdem d ierffielt Dinensehm sichte Seest iH der Kam, dtln in ihre, Wridigkeit Die Besch streitkräste n ß daraus Wichst sch Meer in d mit hilse de ^Nutzung ®ei^n Äe Nfabter Wcht der «"tausende Wen Lech «"e Nutztie! fiteres die 65 versteht \ Jf) für ! Mit ist. x iS A# N „ B» l«Ä ! & JMes Nr nurj Wandert •ft 5$- ’Wmen. Men Me< j Men für Ms »urd M unb n R‘iru||iid I «n. allen fer L Serr fe Kr. Senten J ftrLvlk un 1938 tritt eine weitere unmittelbare Senhttf ein, die sich jedoch nur auf die höchsten Steuerstusen erstreckt. Es ist beabsichtigt, die Gebäudeentsä^. dungssteuer auch weiterhin durch Abbau der Spitzen stufen im Rahmen des Möglichen zu senken. Ein« weitere Senkung würde erstmals für das Ich 1939 in Betracht kommen. Die A u f g a b e n v e r t e i l u n g der öffentlichen Verwaltung vollzieht sich in zwei Richtungen: Luj der einen Seite werden Aufgaben, die bisher di« i Länder wahrgenommen haben, auf das R e 1 ch übernommen, auf der anderen Seite werden Auf gaben von den Ländern auf die Gewe nden übertragen. Durch das Gesetz über den Neuaufbau des Reiches vorn 30. Januar 1934 sind bereits verschiedene Ueberleitungen von den Ländnn auf das Reich erfolgt. Die bisher wichtigste ist di« Ueberleitung der gesamten Rechtspflege aujH das Reich, die zwangsläufig auch zu einer entsprechenden Verlagerung d e r Lasten geführt hat, indem vom Rechnungsjahr 1935 an den UM Ländern von den Reichssteuerüberweisungen runM 320 Millionen Mark gekürzt werden I Die Grundgedanken einer Verlagerung von Aus- gaben und Lasten auf die Gemeinden sind I in der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januars 1 1935 verankert. Die Gemeinden sollen Ieiftungs= | fähige, eigenverantwortliche Selbstverwaltung^ ] körper werden, hierbei wird eine Ausgleichsfunktion j den Gemeindeverbänden zufallen müssen. 1 Eine besondere Bedeutung ist auch dem Schul-s 1 wesen zuzumessen. Es bedarf eines einheitlichen, I Schullastenausgleichs. Unterschiede in ber Organi I sation unb ber Lastenoerteilung bestehen auch aus».« bem Gebiete ber öffentlichen Fürs orgrs ß nicht nur hinsichtlich ber Träger ber Fürsorgever- I bänbe, fonbern auch ber Lastenverteilung. Es gibt!« Lanbesfürsorgeverbänbe unb Bezirksfürsorgever j bänbe. Weitere Vereinheitlichungen sind auch auiW bem Gebiete des Besoldungs- und Ver- svrgungsrechtes, auf dem Gebiet des Hau 5^ | haltsrechts unb auf allen sonstigen fmanj-JF| wirtschaftlichen Gebieten erforderlich. Wir erstreben, 1 so schloß Staatssekretär Reinharbt, ein einheitliches- 1 Reich, einheitliche Verwaltung unb ein einheitliche- Steuerrecht unb einheitliches Finanzrecht. Ein Stötf 1 biefes Weges ist bie Realsteuerreform als wesent-t 1 liehe Voraussetzung zur Gestaltung eines leiftungs», j starken Deutschen Reiches unb zur Sicherung der | Lebensrechte ber Nation. Fahnenweihe beim ÄSD.-Sludenienbnnd. Der Reichsstubentenführer hat zwölf Hoch« und Fachschulen des Gaues Hessen. 1 Nassau in Anerkennung ihrer seitherigen Tätig, feit Studentenbundsfahnen verliehen, die in dem großen Saal des Frankfurter Saalbaues durch den Gauleiter geweiht wurden. Gaustudentenbundführer Konrad gab einen» Aufriß über das heutige Stubentenleben, dessen 1 Leitmotiv in erster Linie die Kameradschaft ist. Ami 1 gestrebt wird für die nahe Zukunft die Verpflich hing jedes Studenten, die ersten drei Semester ans 1 einer und derselben Hochschule zu studieren, um da- j durch den Gedanken ber Stammhochschuh i Wirklichkeit zu verleihen. Dann müsse angeftrebl werben, daß jeber Student wieder in die Lage Der- a setzt werde, seine Ehre mit ber Waffe zu oerteibigen. Unb schließlich müsse sich der Stubent seiner Verpflichtung gegenüber ber Nation bewußt sein, b. h. er habe sich mit seiner Arbeit vertraut zu machen, um schließlich als brauchbares Mitglieb bes Volkes für basfelbe tätig zu fein. Gauleiter Sprenger betonte, baß es ausschließlich Sache ber Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei ist, die weltanschauliche Schulung burchzuführm. Es sei roeber Sache ber Volksschulen ber Jugend nationalsozialistische Weltanschauung zu prebigen, noch ber höheren Schulen ober ber Hochschulen. Dafür sei für bie einen bie HI. ba unb für bie Stu- benten ber NS. -Stubentenbunb, ber mit dieser Aufgabe betraut worben sei, bies entsprecht auch bem Grunbsatz, baß bie Jugenb von der Jugenb geführt werben müsse. Auf bie Weisheit unb bie Erfahrung bes Alters solle babei nicht verzichtet werben. Jeber Hochschullehrer, ber dozieren will, muß erst von bem Geiste der Bem- gung durchdrungen sein. Der Führer allein hat den Kommentar zu ber Größe bes Drillen Reiches geschrieben. Er enthält bie Taten ber ver- gangenen vier Aufbaujahre. Aus biefem Kommentar muß unb wirb ber NSD.-Stubentenbunb feine Wanberung begegnet war. Es war nicht weit gekommen. Die Namib hatte es mit ihrer mörderischen Waffe erschlagen, mit bem Durst. Der Triebsanb war bereits babei, ben Kadaver in sein silberweißes Bahrtuch einzuhüllen. Nur der Schöbel ragte hoch unb frei heraus, als stände er ' noch vom Tobeskampf emporgereckt; bie Lichters I starrten aufgerissen, wie zu letzter Klage, in 61t Sonne. Die Bebuinen bes nörblichen Arabien unb der ■ Sinai-Halbinsel haben ein fonberbares unb primi- UlC tioes Rauchgerät. Ihre Pfeifen, Beeba genannt zeigen bie Geschicklichkeit bes Rauchers ober | < Gegenteil davon, denn sie schnitzen sich ihre tueiltnj j ßOnx zylindrischen Pfeifenköpfe selbst, und zwar ans, S 6^ Stein, aus dem weichen Teimastein. Das lange trau* Pfeifenrohn gewinnen sie, indem sie einen glühen-* | I h;.rt' ben Spieß burch ben Zweig eines roilben Feigen- I baumes ober eines Dleanbers brehen. Durch bis Der Winter als Wirtschastssaktor Volk und Führer einsetzen werden. für Der im Einladung Folge rssv ' der Waffe ich muffe sich Anläßlich der Ministerpräsident egenüber der N sich mit fein!,tL um schließlich sV > sür dasstlbe tit Sie Rassenfrage in Südafrika Pretoria, 17. Febr. (DNB.) Zwischen den Ministern P i r o w und H o f m e y e r kam es zu einem Streit in der Frage, ob Europäer bei Angehörigen von Völkern Asiens beschäftigt werden können. Hofmeyer erklärte im Paria- ment, die Regierung halte ein Verbot in dieser Hinsicht nicht für erforderlich. Pirow erklärte dagegen, daß noch dieses Parlament ein Gesetz schaffen werde, wonach bei Angehörigen der obenerronf-nton Völker nicht länger europäische Mä chen beschäftigt werden dürften. Das Parlament lehnte es vor kurzem ab, Heiraten mit Nichteuropäern zu verbieten. Dabei zeigte sich der erste Konflikt, als die Minister Grobler und General Kemp mit der Opposition gegen die Regierung stimmten. Kleine politische Nachrichten L o n 0 o n , 17. Febr. (DRV.) Wie wenig von den Siedlungsmöglichkeiten im britischen Weltreich Gebrauch gemacht wird, zeigen die letzten Ziffern über die Einwanderung i n Kanada. Danach sind in dieses weite und wenig besiedelte Land im letzten Jahr nur insgesamt 11643 Personen eingewandert. Von diesen kamen 4876 aus den -o e r - einigten Staaten von Amerika, oder nur 2197 aus dem britischen Weltreich. Die Gesamtauswanderung nach Kanada hat im letzten Jahr gegenüber dem Vorjahr um 3,2 v. H. (!) Angenommen. Reichsminister Dr. Frank und seiner Frau wurde ein Sohn geboren. Er ist das vierte Kind und wird den Namen Hans Michael erhalten. Staatsjagd in Bialowieze hat Generaloberst Göring als Gastpolnischen Staatspräsidenten d e n Schweißhund Vertreter der Weberzunft aus Chichibu, nordwestlich von Tokio, erschienen in der Deutschen Botschaft und überreichten als Geschenk für den Führer ein vollständiges japanisches Gewand, das mit dem Hakenkreuz und dem Zunftwappen bestickt ist. Botschaftsrat Dr. Nobel sprach der Abordnung der Weber den herzlichsten Dank des Führers aus. Der Leiter des deutschen Handwerks, Pg. Paul Walter, hat den aus Meistern und Gesellen gebildeten Beiratdes deutschen Handwerks zur konstituierenden Sitzung nach Frankfurt a. M., der Stadt des deutschen Handwerks, einberufen. Aus diesem Anlaß findet am 26. Februar ein feierlicher Empfang im historischen Römer statt. Der Beirat wird sich mit grundlegenden handwerklichen Fragen befassen. In der W i l n a e r Universität ist von den Unioersitätsbehörden eine Absonderung der jüdischen Studenten im Sinne der von der polnischen Studentenschaft erhobenen Forderung an- geordnet worden. Zunächst wurde für einige Laboden großen frühlingsmäßigen Tauwetterabschnitten bis zum Rande mit Schmelzwasser füllen. Welche verhängnisvollen Folgen durch schneearme Winter entstehen können, bewiesen die trockenen Sommer 1932 und 1933, die große Ausfälle in der Ernährungswirtschaft brachten, da die Regenarmut der Hauptsommermonate und die Dürre des Bodens nicht durch ausreichenden Grundwasserstand abgemildert werden konnte. Andernteils gewährt ein milder Winter große Vorteile für den Augenblick. Wenn in den letzten Wochen der Kältewelle 374 000 Volksgenossen weniger in Arbeit und Brot standen und wenn man für den täglichen Lebensunterhalt einer dreiköpfigen Familie nur 3 Mark festsetzt, so waren für jeden Tag 1% Millionen Reichsmark aufzubringen. Da die Kältewelle im Durchschnitt 14 Tage gedauert hat, so ergibt sich unter Hinzurechnung mancher Sonderaufwendungen eine runde Summe von 20 Millionen Mark Ünterstützungsgeldern, die die an sich kleine Laune des Winters im vergangenen Monat gekostet hat. Dennoch haben wir keinen Anlaß zur Klage, denn eine vierzehntägige Kältewelle ist auch unter Zugrundelegung unserer milden Winter noch unbedeutend. Durchweg kann man in Deutschland, abgesehen vom äußersten Westen und Nordwesten, in den 12 Winterwochen Dezember bis Februarende 5bis6Wochenso starkenFrost erwarten, daß A r b c i t s e i n st e l l u n g e n notwendig werden. Demgegenüber sind die diesjährigen 14 Tage strenger Frost noch als ein Glücksfall Streben nach Gleichberechtigung war in dieser Hinsicht erst im Jahre 1926 von Erfolg gekrönt. Während nun allerdings die Siegerstaaten ihre Handelsflugzeuge ausschließlich nach den Gesichtspunkten ihrer militärischen Brauchbarkeit konstruierten, ging Deutschland hier völlig neue Wege, die, wie die Zukunft zeigen sollte, dem Reich einen außerordentlichen Vorsprung vor den anderen Staaten sicherstellten. Beim Aufbau der deutschen Handelsluftfahrt war es eine Selbstverständlichkeit, daß bei der starken Verflechtung des deutschen Handels mit dem Ausland bald der Blick über die Grenzen hinweggehen mußte. Der Aufbau erfolgte ausschließlich nach kaufmännischen Gesichtspunkten und aus der richtigen Erkenntnis heraus, daß die Handelsluftfahrt materiell und ideell der gesamten Nation zugute kommen mußte. Als der Kampf um die Eroberung der Lüfte begann, war es ein Ringen um großes und erschlossenes Neuland. Bei den anderen Staaten stand in diesem Kampf das Streben im Vordergrund, schnelle und sichere Verbindungen vom Mutterland in d i e Kolonie n zu schaffen. Im Gegensatz dazu war Deutschland von Beginn an darauf verwiesen, Neuland zu erobern. Der Einsatz der deutschen Handelsluftfahrt erfolgte besonders dort, wo die Flieger als Künder des friedlichen deutschen Willens einen starken und freundschaftlich abgestimmten Wirtschaftsaustausch als Grundlage der Arbeit und des Verkehrs vorfanden. So stand bald der südamerikanische Kontinent, der von jeher mit dem Reich wirtschaftlich in starkem Aus- tauschverkehr zusammenarbeitete, im Mittelpunkt des deutschen fliegerischen Einsatzes. Schon 1919 erfolgte eine erste deutsche Betätigung in Columbien, später dann in Bolivien, darauf wurde die Junkermission in Argentinien und Brasilien unternommen, weitere Antriebe waren zu verzeichnen, als der ehemalige Reichskanzler Luther im Jahre 1926 nach Südamerika kam und weite Strecken an der Ostküste im Domierwal zurücklegte, 1927 wurde dann die erste Fluglinie zwischen Porte Alegre und Rio Grande eröffnet, Professor Georgis Segel- flugerpedition nach Südamerika und die ersten Zeppelinfahrten 1930/31 taten dann das übrige, um in Südamerika rechtzeitig den Boden für die deutsche Handelsluftfahrt zu bereiten. Für all diese Bemühungen schuf das C o n d o r - : syndikat mit Rio de Janeiro als Zentrale die , gewaltige, den ganzen Kontinent umspannende Or- Staatssekretär Backe vom Reichsernährungs- ministerium spricht am heutigen Donnerstag von 19.50 bis 20 Uhr im Deutschlandsender über das für die Landbevölkerung wichtige Thema „Umtauschaktion: Futtergetreide — Roggen. * Am 15. und 17. Februar haben der Reichs- minister des Auswärtigen und Freifrau von Neurath zwei Abendempfänge im Haufe des Reichspräsidenten veranstaltet. Die in Berlin akkreditierten Botschafter und (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Santiago de Chile, Januar. Chilenische Zeitungen veröffentlichten kürzlich einen Bries, den einige Fluggäste des Condorsyndikates von Bord des Luftschiffes „Hindenburg" an die Zentrale dieses deutschen Luftdienstes in Südamerika nach Rio de Janeiro gesandt hatten. Es war ein Dankbrief, der auf die außergewöhnlichen Leistungen deutscher Maschinen und deutscher Piloten verwies. Diese außergewöhnlichen Leistungen im Luftverkehr find bereits zur alltäglichen Selbstverständlichkeit geworden. Das Condorsyndikat stellt in Südamerika den Anschluß an den deutschen Atlantikverkehr her. Anschluß- v er kehr — das klingt fast danach, als ob W nach langem Flug noch ein Anhängsel erfolgte, gleichsam, als ob nach langer Eisenbahnfahrt von München nach Berlin nun die Berliner Verkehrs- aesellschast noch den Fahrgast in eisten der Vororte zu befördern hätte . . Aber dieser Anschlußverkehr in Südamerika hat ein anderes Gesicht. Eine Zahl nur sei angeführt, um den Maßstab für diese deutsche Leistung in Südamerika zu finden. Von Kontinent zu Kontinent, von Europa nach Südamerika hat die Deutsche Lufthansa 6000 Kilometer zuruck- zulegen. Aber mehr als doppelt so groß sind die Entfernungen, die das Condorsyndikat, eine Tochtergesellschaft der Lufthansa, im Anschlußverkehr über dem riesigen südamerikanischen Kontinent zu bewältigen hat. Und unter welchen Verhältnissen erschließen hier deutsche Leistungen den Erdteil Südamerika! Gebiete, die um Jahrzehnte der modernen Verkehrsentwicklung gegenüber zurücklagen, wurden mit einem Schlag an das Netz neuzeitl ich e n Handels angeschlossen. Denn die Luftfahrt ist in erster Linie Handelsluftfahrt, entspringt sie doch den Bedürfnissen der Wirtschaft, die sie nun in vollem Umfang erfüllen kann. Der Pressechef des Condorsyndikats in Rio de Janeiro, der in Chile weilte, konnte uns einige intereHonte Angaben über diese deutsche Handelsluftfahrt nach Südamerika und vor allem über die Stellung der deutschen Handelsluft^hrt in Südamerika machen. Ausgangspunkt aller Betrachtungen, so wurde uns hier erklärt, .st der Versailler Vertrag, der uns verbot, Kriegsmaschinen zu bauen, uns jedoch die Möglichkeiten für die Handelsluftfahrt fürs erste offen ließ. Spater dehnte die Entente die einschränkenden Bestimmungen auch aus die deutsche Handelsluftfahrt aus. Deutschlands geschenk für den , beften Hannoverschen aus Deutschland mitgebracht. zu bezeichnen. Im allgemeinen ist der Winter um Mitte Februar insofern als abgeschlossen zu betrachten, als es danach zu strengeren Frösten von längerer Dauer, mit Ausnahme im äußersten Osten und Südvften, in Deutschland nicht mehr kommt. Es mag sein, daß die zweite Februarhälfte und auch der März noch einige schärfere Fröste bringt. Fast immer aber ist dieser Frost in seiner wirklichen Strenge nur auf d i e Nacht st unden beschränkt, während tagsüber die Sonnenstrahlung zur Geltung kommt und eine Tagesmitteltemperatur schafft, die umfangreiche Arbeitsstörungen auf jeden Fall verhindert. Besonders für den Hoch- und Tiefbau sind Fröste, die zur Arbeitseinstellung zwingen, nach Februarmitte nur ganz selten. Andernteils macht man oft die Beobachtung, daß der Spätwinter im Februar und März noch recht rauh sich anläßt und insbesondere in den Bergen liegenbleibenden Schnee bringt. Diese Spätwinter haben den Vorteil, daß sie manche Saisonausfälle wieder wettmachen und auf diese Weise der Konfektion, dem Kohlenhandel und den Reisegebieten noch unerwartete Verdienste bringen. Trotz des letzten Anschwellens der Arbeitslosenziffer, die im nächsten Bericht schon wieder ausgeglichen sein wird, kann man vom vergangenen Winter sagen, daß er glimpflich mit uns umgegangen ist. Ob im Einzelfalle nun ein milder oder kalter Winter vor- zuziehen ist, läßt sich nicht eindeutig errechnen, da die verschiedenen Auswirkungen ineinandergreifen. Man möchte annehmen, daß auch auf diesem Gebiet der goldene Mittelweg für alle Wirt- Der neue finnische Präsident Kallio, der zweiten Wahlgang mit 117 von 300 Wahlmännerstimmen gewählt wurde. — (Associated-Preß-M.) Mtztt Zache der Nation* üierpariei ist, l- ung durchzuM. sschulen der N'5 iuung zu prebigz der Hochschulen H da und sür biec-T enbund, ber it i sei, dies entfria Jugend d o n Ist müsse. Auf die Ä» lters solle dabei W hschullehrer, ber» m Geiste ber 8» • Führer all- Größe bes Dick t die Taten ber * lus diesem KoM -Studentcnbunb h Reichsinspekteur für die Erzeugungsschlacht Landhauptabteilungsleiter Hermann Schneider- Eckersdorf. — (Reichsnährstand. — Scherl-M.) Gesandten sowie die Angehörigen der hiesigen fremden Missionen, Mitglieder der Reichsregierung, führende Persönlichkeiten von Partei und Staat, Vertreter der Wehrmacht und die Mitglieder des Auswärtigen Amtes mit ihren Damen hatten der geleistet. OeutscheHandelslustfahrtinSüdameri^ Von unserem W. Sz.-Berichterstaiter. Fragen allein lösen können. Vorbild für die Arbeit eines Studenten muß der erfahrungsreiche Lehrer und Dozent sein. Auf sie muß er vertrauensvoll bliden können, um dann im NSD.-Studentenbund als dem Organ der Partei das nationalsozialistische Fundament zu bekommen, das ihn zum würdigen Kämpfer Adolf Hitlers an der Hochschule macht. Unter Opfern ist dieser Studentenbund einst entstanden und heute ist er zur Parole der Hochschule geworden. Wir brauchen nicht den Arbeiter der Stirn, der sich materielle Güter erwerben will, sondern den Typ, der seine gewonnenen Erkenntnisse dem gesamten Volke dienstbar macht. Zum Abschluß seiner mit großem Beifall aufgenommenen Rede richtete der Gauleiter einen eindringlichen Appell an das Altherrentum. Es solle nicht verbittert an die traditionsreichen vielfach guten alten studentischen Verbände zurückdenken, deren Fahnen in Ehren eingerollt wurden, sondern es solle sich nun hinter die neue deutsche Jugend stellen, deren Wille es ist, unter dem ruhmreichen Banner der Bewegung zu marschieren. Diese Fahnen des Dritten Reiches legen jedem Studenten höchste Verpflichtungen auf. Sie bedeuten Kampf mit sich selbst, Freiheit und Gefolgschaftstreue. — Hiernach übergab der Gauleiter die Fahnen und reichte jedem Bannerträger unserer Hoch- und Fachschulen verpflichtend die Hand. Gaustudentenführer Conrad gelobte dem Gauleiter, daß alle Studenten des Gaues sich in unwandelbarer Treue Gowjetrußlands Geebasis im Weißen Meer. Die zahlreichen Enthüllungen der letzten Zeit über die militärische Aktivität der Sowjets gegenüber dem nördlichen Skandinavien lenkt die Aufmerksamkeit in verstärktem Maß auf die Tatsache, daß Sowjetrußland in Poljarn oje eine hochmoderne Seebasis mit großen Hafenanlagen, Fluggeschwadern, Küstenbefestigungen usw. besitzt. Diese Basis, das frühere Alexandrowsk, ist der Stützpunkt der sowjetrussischen Eismeerflotte, die sich unter dem irreführenden Namen einer Nordflottille verbirgt. Daß es sich längst nicht mehr um eine Flottille, sondern um eine ausgewachsene Flotte handelt, geht erstens daraus hervor, daß sie einem Vizeadmiral unterstellt ist und zweitens aus einer großen Anzahl von Hochseezerstörern, Ubooten, Schnellbooten, Hilfsschiffen usw. besteht, denen außerdem die stärkste Eisbrecherflottille ber ® eit zugeteilt ist. Es handelt sich bei der Zusammensetzung dieser Weißmeerflotte zwar um sog. leichte Seestreitkrafte; ihre Stärke liegt aber nicht in der Kampfkraft der einzelnen Schiffseinheit, sondern in ihrer großen Zahl und ihrer hohen Geschwindigkeit. Die Beschränkung dieser Flotte auf leichte Seestreitkräfte mit verhältnismäßig geringem Tiefgang ist darauf zurückzuführen, daß man sie jederzeit möglichst schnell, je nach Bedarf aus dem Weißen Meer in d i e O st s e e oder umgekehrt werfen will mit Hilfe des Weißmeer-Kanals, der unter Ausnutzung des Onega- und des Ladoga-Sees vom Weißen Meer in 200 Kilometer Länge nach dem Kronstadter Busen führt; er ist unter Leitung und Aufsicht der GPU. gebaut worden, wobei viele Hunderttausende von Zwangsarbeitern unter den elendesten Verhältnissen verreckt sind. Der Kanal hat eine Nutztiefe von sechs Meter, gestattet also ohne weiteres die Durchfahrt selbst großer Zerstörertypen. Es versteht sich am Rande, daß diese Weißmeerflotte auch für den Minenkrieg vorzugsweise geschult ist. Diese Tatsache und die Möglichkeit der beiderseitigen Verwendung jener Flotte sowohl im Weißen Meer als auch in der Ostsee lassen die Gefahren für Skandinavien begreiflich erscheinen, die bereits durch das wiederholte Auftauchen sow- jetrus fisch er U boote in finnischen, schwedischen und norwegischen Gewässern sowie durch die sowjetrussische F l i e g e r tätigfeit angedeutet wurden. Oie Siedlungsmöglichkeit in Kanada wird nicht ausgenützt. umfangreiche Klagen laut, die Ernteausfälle namentlich in Kleingärten infolge Ueberhandnahme des Ungeziefers feststellten. Namentlich aber ist d e r Schnee ein Bestandteil unseres Winterklimas, den wir nicht missen können. Mag man auch sagen, daß häufiger Regen im Winter die gleiche Funktion erfüllen könne wie der im Frühling tauende Schnee, so schafft doch in Wirklichkeit eine tiefe winterliche Schneedecke eine weit beständigere Feuchtigkeitsreserve durch die wiederholten Schmelzperioden als es der Regen vermag, der zu sehr an der Oberfläche abfließt. Um gegen alle Launen des Wetters geschützt zu sein, und unter ihnen ist Feuchtigkeitsmangel im Frühling und Vorsommer während der Degetationsentwicklung eine der nachteiligsten, ist es immer zu begrüßen, wenn im Winter durch ausreichenden Schnee der Flachlandboden mit ....... - .2- Feuchtigkeit und genügender Grundwasserreserve schaftsgruppen der vorteilhafteste ist. versorgt wird und 'die Gebirge die Flußsysteme in gamsaUon. Das Condorsyndikat, das in engster Zu* fammenarbeit mit der Deutschen Lufthansa wirkt und deutsche Maschinen mit deutschem Personal fliegt, war die erste Fluggesellschaft, ber Brasilien die Konzession erteilte Aus kleinsten Anfängen entwickelt Hebt beute das Riesenwerk vor uns. Das Condorsyndikat beförderte 1935 insgesamt 10000 Passagiere und 215 Tonnen Post und Fracht. Die Zahl ber Briefe, die ihren Weg über den Ozean nehmen, geht in die Millionen. Das Netz der Gesell- chaf't spannt sich über Tausende und aber Tausende non Meilen hinweg über Gegenden, die bisher einen modernen Verkehr nicht kannten. Der Ausbau der deutschen Handelsluftfahrt hat heute die beste Grundlage in der Tatsache, daß Deutschland das Verdienst gebührt, das erfte Land zu sein, das den regelmäßigen Transatlantikdie n |t Wirklichkeit werden ließ. Dieser Erfolg wurde m engster Zusammenarbeit zwischen Flugzeug und Luftschiff erzielt. Allein „Graf Zeppelin" hat heute mehr als 120 erfolgreiche ©übatlantifÜberquerungen hinter sich, während die deutschen Flugzeuge mehr als 200 Flüge nach Südamerika vollsührt haben. Diese regelmäßige deutsche Verbindung besteht seit 1934 und ist kürzlich bis nach Santiago De Chile ausgebaut worden. In gut vier Tagen befördern heute deutsche Maschinen Post und Fracht von Deutschland bis nach Chile einen der fernsten Winkel her Welt •äf her Aro^ Arabien W»1 «mA #» I“? Lr 1 Ast. u«» C * wilde» 56'* eint», murffi r-r s ife unbraiM M kann, ®ei W1- (ie d-° A « ”1» GitL IG 14 Gesicherte Zukunft für Deine Frau, wenn Du nicht mehr bist, für Deine Kinder, wenn Du nicht mehr helfen kannst, für Dein Alter, wenn Du ausruhen möchtest, alles durch Lebeusversicherung! Der Bericht vom Arbeitseinsatz im Monat Ja- i nuar zeigte eine Zunahme der Arbeitslosigkeit, die restlos auf Auswirkungen ber Kältewelle zurückzuführen ist, die um Mitte Januar in Ostdeutschland begann und zum Schluß, wenn auch nur für einige Tage, auch den Westen des Reiches beherrschte. Dieses Beispiel der Arbeitseinsatzbeeinflussung durch die Witterungsvorgänge ist um so interessanter, als der Winter bis in die Januarmitte hinein nicht die geringsten Wirkungen auf den Arbeitseinsatz gegeitigt hatte, weil der Vor- und Mittwinter ganz ungewöhnlich mild und größtenteils frostfrei verlaufen waren. Es erhebt sich die Frage: Was ist für unsere Wirtschaftsgestaltung im Winter vorzuziehen — ein milder, regenreicher Winter oder kaltes Wetter von solchem Ausmaß, daß Arbeitseinstellungen erforderlich werden? Unter dem ersten Eindruck möchte man von vornherein dem milden Winter den Vorrang in jeder Beziehung geben, man denkt an den geringeren Kohlenverbauch, an verminderte Ausgaben in ber Kleidung, die geringeren körperlichen Unannehmlichkeiten, namentlich aber an den ungestörten Fortgang der Arbeit in allen Saisonwirtschaften. Betrachtet man aber die Verhältnisse auch von der anderen Seite, so ist das Lob des milden Winters nicht so uneingeschränkt zu formen. Die warmen Temperaturen bedingen manchen indirekten Saisonausfall wie zum Beispiel in den Winterreifen und im Wintersport, wodurch die Bewohner der bevorzugten Gegenden, die mit dem Verdienst in dieser Hinsicht rechnen, erheblich geschädigt werden. Die Konfektion verzeichnet in ausgesprochen milden Wintern einen beachtlichen Ausfall an Umsatz, und wenn man von einigen kleineren Wirtschaftszweigen ab sieht, die um ihr „Eis- und Schneegeschäft" kommen, so bleibt als wesentlicher Faktor gegen einen milden Winter die so wichtige bäuerliche Wirtschaft übrig. Der Bauer wendet sich weniger gegen den milden und feuchten Winter im Einzelfall, sondern gegen die lange Reihe von Regenwintern, wie sie seit 1930 an der Tagesordnung sind. Der deutsche Acker muß von Fall zu Fall gründlich durchfrieren, und es ist durchaus nicht schädlich, wenn ein harter, eisiger Nordost das Ungeziefer ausrottet. Wurden doch schon im letzten Sommer iße intenbunii. Jt 3n>ö[f Sj0l Janes Jje||ei r seitherigen lat nen verlieh« 5 Frankfurt! Wer geweiht mt lonrad gab ein identenleben, dess lweradschaft ist. 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Die Internationale Kartoffelkäfer- Konferenz, zu der zahlreiche Wissenschaftler aus den vom Kartoffelkäfer befallenen oder bedrohten Ländern in Berlin zusammengekommen sind, wurde im Reichsernährungsministerium eröffnet. In Vertretung des Reichs- und preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft konnte Staatssekretär Backe in Anwesenheit maßgeblicher Vertreter des Reichsernährungsministeriums und des Reichsnährstandes die Wissenschaftler Frankreichs, Hollands, Belgiens und der Schweiz und Luxemburgs begrüßen. Professor Dr. F e y t a u d (Frankreich) sprach im Namen der übrigen Konferenzteilnehmer den Dank für die Einberufung der Konferenz nach Berlin und für die herzliche Aufnahme aus. Auf Vorschlag von Professor Dr. F e y t a u d wurde der deutsche Vertreter, Oberregierungsrat Schwarz von der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Präsident der Tagung. Die Goelhemedaille für Wilhelm Rode. Der Führer und Reichskanzler hat dem Generalintendanten des Deutschen Opernhauses, Kammersänger Wilhelm Rode, zu seinem 50. Geburtstage die G o e t h e m e d a i l l e für Kunst und Wissenschaft verliehen und in einem besonders herzlich gehaltenen persönlichen Schreiben seine Glückwünsche zum Ausdruck gebracht. Reichsminister Dr. Goebbels hat Generalintendant Rode sein in Silber gerahmtes Bild als „Zeichen des Vertrauens und des herzlichen Dankes für besonders große Verdienste um die deutsche Opernkunst" sowie ein persönliches Geschenk überreichen lassen. Aus Anlaß einer Feier, die auf der Bühne des Deutschen Opernhauses vom gesamten künstlerischen und technischen Personal veranstaltet wurde, übermittelte Staatssekretär Funk dem Generalintendanten Wilhelm Rode die Glückwünsche -des Führers und des Reichsministers Dr. Goebbels. Wilhelm Rode, 1887 in Hannover geboren, der vor seiner Berliner Tätigkeit in Erfurt, Bremerhaven, Breslau, Stuttgart, München und Wien wirkte, ist einer der ersten Vertreter des Helden- baritonfachs und vor allem als Wagner-Sänger von Format und Eigenart heroorgetreten. Zu feinem Repertoire gehören Rollen wie Hans Sachs, Wotan, Holländer, Telramund, Wanderer, Amfortas, Ri- goletto, Jago und Sebastiano. Rode betätigte sich auch mit großem Erfolge als Konzertsänger (Balladen, Arien und Lieder) und gab zahlreiche Gastspiele im In- und Auslande. Ein Wildschwein mit der Axt erlegt. In Freilaubersheim bei Bad Kreuznach wollten der Sohn des Landwirts Lahr und der Tagelöhner Steeg in einem Weinberg einen Baum aushauen. Kaum waren sie an der Arbeitsstätte angelangt, als sie ein Wildschwein durch die Weinberge herankommen sahen. Das Tier ging an einen Graben, um zu saufen, ohne sich um die Männer zu kümmern. Beide gingen nun mit Axt und Hacke auf das Tier los. Als sie herankamen, griff die Wildsau den einen Mann an, der flüchtete, der andere nahm die Axt und versetzte dem Wildschwein einen so wuchtigen Hieb auf den Kopf, daß es taumelte und umfiel. Durch einige weitere Schläge konnte das Wildschwein getötet werden. Aeberschwemmung in Riederösterreich. Das niederösterreichische Kremstal, eine bekannte Wander- und Ausflugsgegend, war in einer der vergangenen Nächte von gewaltigen lieber« fchwemmungen bedroht. Unterhalb der Ortschaft Senftenberg stauten sich infolge des Tauwetters zu rasch zu Tal gegangene Eismassen der Krems. Schnell war das' ganze, einen Kilometer breite Tal überschwemmt. In den Dörfern läutete man die Kirchenglocken. Von überallher eilten freiwillige Helfer und aus Krems die Pioniere zur Hilfeleistung. Nach längeren Bemühungen konnte den geflauten Waffermaffen Abzug verschafft werden, womit die Gefahr gebannt war. Immerhin wurde beträchtlicher Sachschaden angerichtet. Verheerende Aeberschwemmungen in Porlugiesisch'Oslafrika. Infolge der Heberschwemmungen der Flüsse Jn- comati und Hmbeluzi in Mozambique sind in Portugiesisch-Ostafrika große Verheerungen zu verzeichnen. Beide Flüsse sind in großem Umfange über die Ufer getreten und haben Laurenzo Mar- quez, die Hauptstadt von Portugiesisch-Ostafrika, von jeder Eisenbahn- und Telegraphenoerbindung abgeschnitten. Der Verkehr zwischen Laurenzo Mar- guez und dem übrigen Afrika wird notdürftig durch Flugzeuge aufrecht erhalten. Die Katastrophe hat unter den Eingeborenen viele Opfer gefordert. Nach den bisherigen Feststellungen wird mit 2 000 To - ten gerechnet. Schweres Einsturzunglück in San Francisco. Am Neubau der Brücke über das Goldene Tor in San Francisco, der längsten Hängebrücke der Welt, ereignete sich ein schweres Unglück. Das Baugerüst der ihrer Vollendung entgegengehenden Brücke stürzte ein, durchschlug das Sicherheitsnetz und stürzte etwa 70 Meter tief in das Wasser des Hafens ab. Eine größere Anzahl von Arbeitern, die sich auf dem Grüst befanden, wurde von der starken Strömung ins offene Meer hinausgetrieben. Man befürchtet, daß mindestens zehn Mann ertrunken sind. Gerüsleinsturz aus dem Pariser Ausslellungsgelände. Das eiserne Baugerüst des Reklamepavillons auf dem Pariser Ausstellungsgelände stürzte aus bisher unbekannter Ursache ein. Der Pavillon hat eine Länge von 35 Metern bei einer Breite von 12 und eine Höhe von 10 Metern. Glücklicherweise ereignete sich der Einsturz während der Frühstückspause der Arbeiter, so daß Opfer nicht zu beklag en sind. Dieder eine Dynamitexplosion in Chile. Innerhalb einer Woche hat sich nun d i e zweite Dynamitexplosion in Chile ereignet. Bei Calama explodierten in einer Sprengstoffabrik Dynamitvorräte, wobei ein Fabrikschuppen zerstört und sechs Arbeiter getötet wurden. Zeitschriften. — Alexander Puschkin verkörpert klassisch die russische Welt. Zu seinem 100. Geburtstag würdigt ihn Sigismund von Radecki in einem Essay im Februar/März-Heft der „Deutschen Zeitschrift" (50. Jahrgang des „Kunstwort", Verlag G. D. W. Callwey, München). Die Genialität Alexander Puschkins spricht aus dem fast unbekannten Fragment „Aegyptische Nächte", das Radecki glänzend übersetzt und mit einem Nachwort versehen hat. Hans von Gumppenberg ist fast nur durch sein großartiges Parodienbuch „Das teutsche Dichterroß" bekannt, niemand aber weiß, daß er auch ein hervorragender Hebersetzer war. Das Heft bringt zu seinem Gedächtnis Hebertragungen von Gedichten Axel Karlfeldts, die zur schönsten schwedischen Lyrik gehören. Den Dichter des bekannten „Verdun"-Buches, Edgar Maaß, stellt es mit Zwei Erzählungen aus dem alten China vor, die ein überraschendes Einfühlungsvermögen in die hohe Kultur dieses Landes zeigen. Das Thema des deutschen Siedlungsraums im Südosten greifen zwei Beiträge auf: I. Kallbrunner und Heinrich Ritter von Srbik; an Hand eines Buches von Richard Bahr in großen zusammenfassenden Zügen; jener, indem er der Verdienste des Prinzen Eugen um die deutsche Siedlung im Karpathenraum gedenkt und seine weitschauende Politik würdigt. Aus dem übrigen Inhalt des Heftes heben wir hervor: eine Würdigung des Lyrikers Paul Appel durch den verstorbenen E. G. Winkler, sowie Bemerkungen über den deutschen Humor, die durch eine Reihe von Bildern illustriert werden. Wetterbericht des Relchswetkerdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Mit der ununterbrochenen Zufuhr kalter Meeres« lüft aus den südpolaren Gebieten hat die Abküh« lung in Deutschland weitere Fortschritte gemacht. Der Witterungscharakter blieb dabei bestehen, der Durchzug einer Störungsfront mit der in der Höhe aufgleitenden feucht-milden Meeresluft brachte in der Nacht zum Donnerstag weitere Niederschläge (im Gebirge Schnee). Heber England macht sich ein neues Störungsgebiet durch Luftdruckfall und Niederschläge bemerkbar, so daß der unbeständige, aber nicht durchweg unfreundliche Witterungscharakter erhalten bleibt. Aussichten für Freitag: Veränderlich, doch vorwiegend bewölkt, zeitweise Niederschläge, bei lebhaften südwestlichen Winden Tagestemperaturen wieder etwas höher als seither. Aussichten für Samstag: Unbeftänbi« ges, aber nicht durchweg unfreundliches Wetter. Lufttemperaturen am 17. Februar: mittags 5,1 Grad ; abends 3,9 Grad; am 18. Februar: morgens 2,1 Grad. Maximum 7,3 Grad, Minimum heute nacht 1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Februar: abends 3,5 Grad; am 18. Februar: morgens 2,1 Grad. — Niederschläge 1,9 mm. — Sonnenscheindauer 1,2 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Bewölkt, — 4 Grad, 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe im Wald und 10 Zentimeter auf der Heide, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sport gut; Hohe« rodskopf: Bewölkt, —3 Grad, 32 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sport sehr gut. Sauerland. Winterberg: Bewölkt, —2 Grad, 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 5 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sport gut. Schwarzwald. Feldberg: Schneefall, —4 Grad, 90 cm Gesamtschneehöhe, 18 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sport sehr gut. Alpen. Schneefernerhaus: Leichter Schneefall, —14 Grad, 620 cm Gesamtschneehöhe, 3 cm Neuschnee, Sport sehr gut. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Hniverfitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Heute morgen 4 Uhr verschied nach langen, schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden meine liebe Frau und Mutter, unsere gute Tochter, Schwester und Schwägerin Emma Weber, geb. Gondrum im 49. Lebensjahr. MINERALÖL- IMPORTFIRMA sucht bei allen Abnehmerkreisen bestens eingeführten Vertreter Kundenkreis vorhanden. Zuschriften unter Darlegung aller Einzelheiten erb. unter 1U5D an den Gieß. Anzeiger. Große Mengen aparter Neuheiten in Steppdecken sind eingetroffen Eier-Wellen................ Eier-Bruchmakkaroni.. Eier-Spätzle............... Eier-Gemüsehörnchen 250g-Beutel 36 .......500 g 42 .......500 g 49 .......500 g 49 Mischobst 500 g 95, 75 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gustav Weber. Ober-Hörgern, den 17. 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Gerade diese Brotwett- nach (Entfernung von 20 i>i>er 30!Be lamefdfilöcrn, bewerbe sind lehr wichtig denn durch sie wird un- die um die Tur und das Fechter je n merklich für den Broteffer die allgemeine Brat- ladens in buntester Mmtm^a llgkeit ^umhmgen, Qualität laufend Derbeffert, werden Fehler nicht der ihm genau so austen w e ruher und dah dach Handwerk Hal goldenen Boden r?n Bedarf cn Welt begleitet. ;utel 36 i00g42 jOOg 49 500 g 49 den Do- der Uni- das Be- 00 g 44 00 g 48 50 g 38 •Pak. 33 .pak.eS f^runh yrhrrf-' hc ’M er mr ft Meisi" feFto'ihe- ’’' tud) in eii" kaltlusteinbruÄ vom Norden oder warmes Regenwetter vom Süden? Wie es kommt, jeder Schädigung Ihrer Haut beugen Sie vor durch Einreiben mit der euzerithaltigen Nivea-Creme. Eine kleine Mühe, die Ihnen großen Nutzen bringt __ des Hcmd- muk jeder '"">ftig die ii fUNg >md muß Innung seltsame Hochzeiten Von Hermann Eckerle Öocbfdbu’narhrKbten Der Führer und Reichskanzler hat zenten Dr. Hellfried Dahlmann von versität Marburg unter Berufung in Regie führt Frank W y s b a r , was schon um ^swillen hervorzuheben ist, weil dieser ausgespro- und eigenwillig begabte Regisseur hier sehr Örtlich von dem Wege abweicht, den er von den »Sieben Aufrechten" über den „Fährmann Maria" Dorfverschonerungsaktion! Mancher Bauer wird sich fragen, was ist darunter zu verstehen, und ist denn das notwendig? Die Antwort darauf lautet: Es gibt viele Dörfer in Deutschland, die immer schön waren und auch schön geblieben sind. Aber nicht alle Dörfer sind es Diele Dörfer haben ihr schönes altes und doch ewig junges Gesicht verloren. Sie sind krank geworden! Die Zeit des Liberalismus und Marxismus, die Zeit des Materialismus und der Verstädterung hat auch ihnen den Stempel aufgedrückt. Sehr viele Dörfer haben so ihre Schönheit verloren und bieten ein kaltes, allzu nüchternes, lebensunfrohes und sogar verwahrlostes Bild. In vielen deutschen Dörfern ist heute noch die Not der vergangenen Jahrzehnte zu sehen. Viele deutsche schaffende Menschen auf dem Lande, denen sowohl ihre Arbeit wie auch ihr Dorf nicht mehr gefielen, sind in die Stadt geflüchtet. Wieder andere sehnen sich nach der Stadt. Das darf nicht mehr sein. Seit der Machtübernahme durch unseren Führer hat sich schon unendlich viel zum Besseren gewandelt. Die Menschen sind wieder froh und zufriedener geworden und vieles Unschöne wurde schon beseitigt. Der Bauer kann wieder ruhig in die Zukunft schauen, und der deutsche Land- bis zur „Unbekannten" hin eingeschlagen hat: hier findet man nichts von der dort gepflegten Symbol- Einkleidung, sondern einen klaren, in guten und scharfen Bildern sich äußernden Realismus, der dem Stoff und den Vorgängen völlig angemessen ist; Wysbar unterstreicht auch die natürlich gegebene Spannung, ohne ins Sensationelle abzugleiten, und erfaßt die hier noch einmal und eindringlich zum Leben erweckte Welt weit vor dem Kriege owohl im großen Ensemble wie in liebevoll ausgearbeiteten Einzelszenen mit plastischer Schärfe. Die Musik von Walter Kollo betont die Absichten der Spielführung nicht nur mit damals sehr bekannten, heute ganz und gar verschollenen Schlagern, sondern auch mit einer zarten und zeitlich nicht gebundenen Melodie, welche die entscheidenden Stationen der Liebesgeschichte leitmotimsch Qualität laufend verbessert, werden Fehler nicht nur festgestellt, sondern auch beseitigt. Wenn wir schließlich noch erfahren, daß seitens des Reichsinnungsverbandes alle zwei Jahre eine große Fachausstellung durchgeführt wird, die jedesmal in einem anderen Teil des Deutschen Reiches stattfindet und auf der den einzelnen Bäckermeistern die neuesten technischen Verbesserungen vorgeführt werden, dann erhalten wir erst ein Bild von'der Leistung dieses Handwerkszweiges, der schon am frühen Morgen für uns zur Verfügung steht und der sich alle Mühe gibt, uns nicht nur zufriedenzustellen, sondern uns das Leben auch „schmackhaft" zu machen. Daran werden wir denken, wenn wir das nächste Mal unsere Bäckerrechnung gleich bezahlen, statt den Meister warten zu lassen, denn auch er braucht sein Geld — vielleicht kann er dadurch eine neue Maschine anschaffen, besseres Mehl kaufen oder dergleichen. Gerade der Bäckermeister klagt nämlich darüber, daß die Hausfrauen ihn oftmals erst nach langer Wartezeit bezahlen, trotzdem er die paar Groschen doch so dringend braucht. Ein mutiges Mädchen fand ein englischer Kanonier, der schon seit Jahren auf der einsamen im Indischen Ozean gelegenen Insel Mauritius stationiert war und das Alleinsein satt hatte. Er richtete an den Bürgermeister seines Heimatortes in England die Bitte, für ihn eine Heiratsanzeige in den Zeitungen aufzugeben. Dieses Mittel hatte einen unerwarteten Erfolg, denn nicht weniger als 400 Mädchen meldeten sich auf das Inserat und erklärten sich bereit, die Einsamkeit des Soldaten zu teilen. Aus den 400 schriftlichen „Angeboten" wählte der Kanonier seine Zukünftige und heiratete sie gleich nach ihrer Ankunft auf Mauritius. als Verkäufer usw. arbeiten. Diese 107 400 Bäckereien verbrauchen zusammen jährlich rund 1,25 Milliarden Reichsmark Rohstoffe, d. h. 100 Millionen Zentner Mehl, wovon etwa 60 Millionen Zentner Roggen- und 40 Millionen Zentner Weizenmehl sind. Der Milchoerbrauch kann mit rund 225 Millionen Liter angesetzt werden, Fett und Zucker werden zusammen wohl 4 Millionen Zentner verbraucht. Darüber hinaus benötigt das gesamte Bäckerhandwerk jährlich etwa 600 Millionen Eier und zur Heizung der Backöfen rund 50 Millionen Zentner Kohlen. Nun soll aber schließlich das Brot nicht nur gebacken fein, sondern es soll uns auch schmecken. Zu diesem Zweck hat das Bäckerhandwerk zusammen mit allen an der Brotherstellung interessierten Kreisen ein „Institut für Bäckerei" geschaffen, welches ständig mit wissenschaftlicher Genauigkeit die Zusammensetzung der einzelnen Brot- und Gebäcksorten prüft, Gutachten erstattet und neue Backmethoden ausarbeitet und prüft. Es prüft ebenfalls die Proben, die bei den zahlreichen Brotwett- Seltfam darf man wohl auch eine Hochzeitsfeier nennen, die in Ankara in der Türkei stattfand. Es ist schon eine Seltenheit, wenn in einer Familie neun Söhne oder neun Töchter vorhanden sind. Daß aber die neun (söhne einer Familie die neun Töchter einer anderen Familie heiraten, wie es in diesem Falle geschah, und zwar alle am gleichen Tage — das dürfte wohl noch nie dagewesen fein und sich auch so schnell kaum wiederholen. Eine dreifache Heirat am gleichen Tage, die auch bemerkenswert ist, gab es in Warschau. Es heiratete dort vor etwa zwei Jahren die 19jährige Nähe- rin Maria Plodzinsky gleichzeitig aber auch zum troeit-m Mole ihre oeschiedene Mutter und, um .das Werk" zu krönen, außerdem noch die 64jährige Großmutter des Mädchens, die seit fünf Jahren Witwe war. In die Reihe dieser seltsamen Hochzeiten gehört auch die Ehe die kürzlich in der kleinen Stadt Wise in USA. zwischen dem 78iährigen George Blakley und der 76 Jahre alten Isabella Stallard geschlossen wurde; beide Ehepartner waren vorher schon fünfmal verheiratet gewesen. arbeitet weiß, daß feine Kinder im Dritten Reich es besser haben werden als er es gehabt hat. Die NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" hat im Frühjahr vergangenen Jahres mit der Dorfverschönerungsaktion begonnen und in beispielloser Zusammenarbeit der gesamten Dorsgemeinschaft, der Gliederungen der Partei, des Staates und des Reichsnährstandes viele Dörfer so schön gestaltet, wie es vorher nicht für möglich gehalten wurde. Zuerst wurde gesäubert und aufgeräumt. Und dann sahen die Dorfbewohner mit anderen Augen als sonst sich ihr Dorf, ihre Häuser, Scheunen und Ställe, ihren Hof, ihre Straßen und Plätze an und stellten selber fest, was daran besser werden müßte. Da wurde festgestellt, daß bei dem einen d e r Zaun schon Jahr und Tag kaputt war und erneuert werden mußte. Beim anderen klebten an den Haus- und Scheunenwänden so viele Reklameschllder und Plakate, daß von der Schönheit der Häuser nicht sehr viel übrig blieb Bei einem anderen wieder wuchsen die Hecken wohl oben in die Höhe, aber unten bekamen sie immer größere Löcher: er hatte zur rechten Zeit das Schneiden vergessen. Daß an vielen Stellen der Wände oder im Fachwerk der Verputz fehlte und abgefallen war, ist jahrzehntelang nicht aufgefallen. Man sah plötzlich, daß die Straße an vielen Stellen ausbesserungsbedürs- tig war, daß die Straßengräben, die Dorfteiche und -bäche auch einmal eine Säuberung nötig hatten, daß viele Ortsschilder nach aus kaiserlichköniglicher Zeit stammten und nicht mehr lesbar waren. Aehnlich war es mit den Wegweisern. Im G a st h v f hat man plötzlich entdeckt, daß eine Beleuchtungsanlage zu den Aborten eigentlich kein Luxus ist, und man erinnerte sich auf einmal, daß es schon öfters passierte, daß jemand beim Gang über den dunklen Hof sich plötzlich in der Düngergrube befand. Mancher Gastwirt hat eingesehen, daß sich die Gäste in seiner Gaststube Wähler fühlten und Fremde gern bei ihm Einkehr hielten, wenn das Gasthaus außen und innen einen freundlichen und sauberen Eindruck machte. Mancher Ortsbauernführer hat mit Schrecken festgestellt, daß nicht nur bei manchem benachbarten Bauern, sondern auch bei ihm selbst d i e Jauche über die Straße lief und er also schleunigst dafür sorgen mußte, daß er mit gutem Beispiel ooranging. Viele Düngerstätten und Jauchegruben wurden neu angelegt und damit der Wirtschaft viel Geld erspart. Mancher D o r f k a u f l a d e n hat die Feststellung V VI l ly I I l y vii v* I I ' ' . - . doch der Laden auf einmal einen besseren und würdigeren Eindruck machte als vordem. Die Dorfjugend hat es verstanden, zusammen mit dem Bauern sich in den arbeitsstillen Zeiten einen chänen Dorfanger, einen Sportplatz und ein Schwimmbad anzulegen. In denjenigen Gegenden Deutschlands, m denen der Fachwerkbau üblich ist, hat es sich manches Bauernhaus in der vergangenen Zeit gefallen lassen müssen, daß em schönes, oft kunstvolles Fachwerk total überputzt ober übertüncht wurde und seine Schönheit so nicht mehr zum Ausdruck kam. Jetzt sind sie wieder frei» gelegt, dunkel oder farbig gestrichen und zeugen wieder von dem Geschmack und Kunstsinn unserer Väter. Ueberall dort, wo der Großgrundbesitz vorherrscht und wo der Landarbeiter oft in ärmlichen Katen wohnte, haben einsichtsvolle Betriebsführer neue Landarbeiterhäuser und -Wohnungen gebaut, die in ihrer Art vorbildlich sind. Anderswo hat der BDM. zusammen mit der NS.-Frauenschast und HI. viele Landarbeiterwohnungen sauber, schön und behaglich hergerichtet. Es wurden Wände und Decken geweißt, Tür und Fenster gestrichen, gute bäuerliche Fenstervorhänge genäht und Kissen für Stühle und Bänke kerade".) Sehr gut endlich Franz Schafheit - (in. Der sowohl den korrekten preußischen Beamten als auch den korrekten, mißtrauischen und eifersüchtigen Ehemann mit Schärfe, aber ohne karikierende Uebertreibung zu verkörpern versteht. — (Terra.) ' Hans Thyriot. amtenverhältnis zum außerordentlichen Professor im preußischen Landesdienst ernannt. Der Reichsund Preußische Minister für Wissenschaft. Erziehung und Volksbildung hat dem Dozenten Dahlmann in der Philosophischen Fakultät der Universität Marburg eine planmäßige außerordentliche Professur verliehen, mit der Verpflichtung, die klassische Philologie in Vorlesungen und Hebungen zu vertreten. Gleichzeitig wurde er zum Direktor des Philologischen Seminars und Proseminars ernannt. Durch Hunger und durch Liebe erhält die ihr Getriebe, wie bei Schiller zu lesen ist. Und um diese Liebe und ihre Erfüllung in der Ehe rankten und ranken sich von jeher die seltsamsten Geschichten, wie sie keines Dichters Phantasie spannender und ausgefallener erfinden könnte. Wie Menschen zum Ehebund zusammenkamen — ein schier unerschöpfliches Thema, lieber einige der merkwürdigsten Hochzeitsfeiern und Eheschließungen der jüngsten Gegenwart soll hier berichtet werden ?,Htt te /bM). ,bÄ 61S gearbeitet. Selbst Reichspost, Reichsbahn und Elektrizitätswerke haben sich von der Aktion nicht ausgeschlossen. So mancher kleine Bahnhof bietet heute ein freundliches Bild. Telephon- und Telegraphenleitungen wurden verlegt oder in die Erde verkabelt', Transformatorenhäuser, die vorher den Dorfplatz verschandelten, haben einen anderen Platz bekommen. In manchen Dörfern gibt es fein Fenster mehr, das nicht das ganze Jahr hindurch herrlichen Blumenschmuck aufzuweisen hat. Handwerker haben dafür gesorgt, daß genügend Blumenkästen angefertigt wurden. Sehr oft wurde das hierfür notwendige Holz kostenlos von der Gemeinde ober von Privatwaldbesitzern gestiftet. Es hat sich auch gezeigt, daß die Dörfer bei der äußeren Verschönerung nicht stehenblieben, sondern versuchten, die Schönheit auch in das Innere der Häuser zu bringen. Erfreulich war es zu hören, daß Dörfer, die über besonders gute Organisatoren verfügten, einen außerordentlich stark ausgeprägten Gemeinschaftsgeist zeigten, auch das kulturelle Leben des Dorfes fördern wollten durch vorbildliche Dorfgemeinschaftsabende und Dorffeste, in denen heimatliches Brauchtum gezeigt wurde. Diele haben sich nicht nur vorbildliche Dorfgemeinschafts-, Sport- und Schwimmplätze geschaffen, sondern darüber hinaus damit begonnen, Dorfgemeinschaftshäuser zu bauen. Andere Dörfer sind dabei, Jugendheime, NSV.-Kindergärten, NS.- Schwesternstationen und Warmbadeeinrichtungen zu schaffen. Diese Dörfer streben mit allen Mitteln darauf hin, daß sich die darin lebenden Menschen wohlfühlen, und man kann wohl sagen, daß sie dieses Ziel auf diesem Wege bestimmt erreichen werden. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" will mit den Dienststellen des Reichsnährstandes, der Partei mit ihren Gliederungen sowie des Staates dafür sorgen, daß das deutsche Dorf zu einem wahren Kraftquell der Nation wird, daß der schaffende Mensch auf dem Lande an sich selber Kraft durch Freude erlebt und das deutsche Dorf das schön st e der Welt wird. \w eidjbebilöcrten, iwerftändl. Mn. und in verschiede- Preislagen iieltn reSerlagserjeug. Sie vermittel!! tiefen einblick e Geheimnisse iturgcfd)ei)ens antit durch en les Wissen er» frreuötanben lügen Schon- i bet Statut. ngenSie^roi teunb^tobe- e ter ZeWrist iNllüitjotscher Berioq [lin-miPtieiöt ir durch sein eigenes hnen einmal einen Po- k Mehl oder Dgl. bil- Itr einfaitfen kann. Daß h, kein Brot verdirbt, U er seine Kunden und ~ ‘ ' gut kennt "eehiihe " 3-5 M: Ne. Ulmeter @e, lee' Mer. "2 Grad "Meter Neu. eefall, n Neuschnee, ' Schneefall, 10 cm Neu. jen, do i Den n es im qnzen D> M'ch n Reich iligibt.hici" D< m Neichs- imunp5Dei banh des Bcik- k:l)anhmcrl’5 ’ ihre Spitze md Führung haben. Jns- )ecmt gibt es in Deutsch- 'trb 107 401) Bäckermei- (tr, in Deren Betrieben Herdern noch runD 160 k 170 000 Volksgenossen * Lehrlinge, Gesellen, Eine schweDische Streichholzpackerin gab einem schon verschiedentlich unternommenen Versuch, Durch einen Heiratsantrag an einen „Unbekannten" einen Ehepartner zu bekommen, eine neue Variation. Eines Tages legte sie in eine Der Packungen einen Zettel mit foIgenDem Seufzer: „Ich bin 19 Jahre alt unD von angenehmem Aeußeren. Ich fühle mich einsam unD möchte gerne hinaus in Die große Welt. Wer erlöst mich aus meinem armseligen Packraum, in Dem ich mein Leben vertrauern muß? Else FreDericksen, HoetlanDe, Schweben." Was nun folgte, klingt sehr nach Roman unD ist Dennoch wahr: Die Schachtel gelangte in Die HänDe eines Kopenhagener Fabrikanten, Der mit Der Packerin einen Briefwechsel anspann, aus Dem schließlich ein EhebunD mürbe. Auf ganz ähnliche Weise fanb bie junge Laborantin eines technischen Institutes in Warschau einen Mann. Sie hatte ben Auftrag, einen Versuchsballon steigen zu lassen, an bem in üblicher Weise eine Karte befestigt war, bie bem Finber bes Ballons eine Belohnung versprach. Das Mädchen aber kam auf ben Gebauten, bem Ballon noch eine zweite Karte anzufügen, bie ein Heiratsgesuch enthielt. Unb siehe ba — nach einiger Zeit melbete sich ein Weingutsbesitzer aus bem Tokaier Weingebiet, der sich bald mit der erfinderischen Laborantin verlobte. ♦ Endlich ist der Film „Ball im Metropol" um einiger darstellerischen Leistungen willen bemerkenswert und anziehend. Da ist vor allem Staatsschauspieler Heinrich George zu nennen, der hier einen sehr konservativen preußischen Kammerherrn und Landebelmann zu spielen hat: kein Zweifel, daß er mit wenigen, festen Strichen und dabei mit einem wohltuend verhaltenen und trockenen Humor einen Typus zu gestalten vermag, der uns geläufig ist; die Einführung eines berühmt gewordenen geflügelten Wortes weist überdies geradezu auf einen Mann, der noch in letzter Zeit wieder m der Oeffentlichkeit von sich reden machte. Aber George gibt mehr als den Typus: er gibt — aus dem Vollen seiner eigenen Persönlichkeit heraus— einen ganzen, prachtvollen Menschen, der sehr über Den Durchschnitt seiner Kaste hinauswächst; Das kommt in zwei großen Szenen, in Denen sich Darstellerisch Das ganze Schwergewicht Des tfilms versammelt, auf eine überzeugenDe unD erroärmenDe Weise zum Ausbruck. Viktoria von B alias ko, Die wir zuletzt im „KinDerarzt Dr. Engel" sahen, gibt hier eine wundervoll klare unb beseelte Darstellung, bie bei aller behutsamen Zurückhaltung ben ganzen Gefuhls- reichtum bieses starken, tapferen unb opferbereiten Menschen empfinben läßt, ber hier gezeigt werben sollte. Heinz von Cleve (wir kennen ihn aus ber „Insel") ist ihr Gegenspieler: einfach, natürlich, jugendlich-männlich, sympathisch. Hübe Meißner, sehr geschickt, elegant, abgestuft unb geschmelbig in ber Ausbeutung bes, Frauentyps, ber hier gemeint war. (Hübe v. Stolz spielte Aehnliches in „Mas- IV. Der Bäckermeister. x. A. Manche Hausfrau meint, bem Bäcker könne .< doch eigentlich nie schlecht gehen, benn Brot lrDe immer gebraucht, auf Brötchen verzichte auch nur im schlimmsten Falle. Der Bäcker Ag also sehr viel zu tun haben, bei ihm ist es . auch immer voll, "er wirb baher auch wohl gut „'dienen. Daß es sich aber gerabe beim Bäcker — (tider als bei allen anberen Hanbwerkern — um L reines Pfenniggeschäft hanbelt, baß sehr viele «nben dagewesen sein müssen, ehe er eine Mark urbient hat, gerade das wissen die wenigsten Haus- iiiuen und Mütter, die ihren Sohn gern Bäcker [prben lassen möchten. Auch hier ist wie überall Mit nötig, um Geld zu verdienen. Zehen wir uns die Zusammensetzung Des Brot- ises etwas genauer an. Angenommen — ein Lt kostetet 0,50 RM., Dann muß Der Bäcker hier- um 30 Pfennige (60 v. H.) für Mehl, Hefe, Milch i also für Die benötigten Rohstoffe ausgeben; 8^ Pfennige, D. h. 17 v. H., ist Der Anteil Der bdne unD Gehälter, Die Der Bäckermeister seinen ß feilen unD Angestellten zahlen muß. Dabei ist sei eigener Lohn unD Der Lohn, Den er eigentlich g seine Frau oDer Tochter, Die im ßaDen Das jet verkaufen, zahlen müßte, natürlich mitgerech- B-, 3 Pfennige oDer 6 v. H. Des Brotpreises muß c für Miete einkalkulieren, 2 Pfennige oDer 4 v. H. jgen für Die Heizung Des Backofens weg, eben- Kiel muß er für Steuern unD Abgaben rechnen; Mich muß er noch 3 v. H., Das wären in un- , cm Falle IV2 Pfennige, anfetzen, Die ihm für {3 Altwerben unD Verberben nicht verkaufter s-ote verlorengehen Es bleiben also von Dem frotgetreiDe noch 6 0. H. — Das wären also 3 Pfen- m *— übrig, von Denen er jeDoch noch sein Ein- rfelpapier, Licht, Werbungskosten usw. bestreiten ! rH. ßir sehen schon, Daß Dem Bäckermeister außer incm selbst oerDienten Lohn nicht allzuviel übrig Übt, so Daß man von einem großen VerDienst cht sprechen kann. Allerdings handelt es sich hier- ir um Durchschnittszahlen für Das ge- nte Reichsgebiet unD auch nur um Die Zusam- insetzung Des Brotpreises, währenD am Kuchen an Den Brötchen mehr oerDient roirD — Dafür . aber auch geraDe bei Diesen Waren Das Risiko te Altwerbens wesentlich größer. Es wirD natür- 5 immer von Dem hanDwerklichen unD Dem kauf- nnnischen Können Des einzelnen Bäckermeisters Rängen, wie er seinen Reingewinn steigern kann, es Daß er Durch seine Einkaufsgenossenschaften Im Lange. die Silber: ans Thyriot; 1 Anzeigen- n Lnhalt ber 37: 11 250. Ns- Sudj- ßmtlich in einschließlich erten 15 Ps. d Eamstagz , mehr. i 1935 gültig. Was will die „Sorlverschönerungsaklivn"? Bon $. Gutsmiedl, Beauftragtem für Landwirtschaft bei der IIS -Gemeinschaft „Kraft durch Freude". „Ball im Metropol." Lichtspielhaus. Dieser Film entrollt vor unfern Augen Bilber 1 einer Dorkriegswelt, welche wir heute bereits k völlig historisch zu betrachten gewohnt find, ob- i Ml manche unter uns jene Zeit noch bewußt als \ 8 genmart miterlebt haben. Einzelheiten Der HanD- 1 ingsführung unD Der Motivwahl erinnern an Lilly Forsts „MaskeraDe", aber alles, was Dort 7 etwa um Die gleiche Zeit fpielenb — typisch Nreichisch unD wienerisch wirkte, ist hier ebenso tsgeprägt preußisch unD berlinerisch. Man könnte tr die Welt unD auch an einzelne Motive in Den ^-manen Fontanes Denken, womit natürlich beiDer- ids fein Werturteil ausgesprochen werben soll unD kinn — schon Deshalb nicht, weil Spielregeln unD 2isdrucksmöglichkeiten im Roman unD im Film ssundsätzlich von einanDer verschieDen sinD. * 3s hanDelt sich hier um einen kleinen SkanDal, ui eine Ehe- und Eifersuchtsgeschichte, bei welcher bi? Vertauschung eines kostbaren Damenmantels eine ähnliche Rolle spielt wie in „MaskeraDe" jener dinöse Muff, an Den sich jeDer erinnern wirD, den Film gesehen hat. Das Motiv ist gut und 3' chickt, weil es die Vertauschung von Personen ii r Trägerinnen des Kleidungsstücks nämlich) auf ein-e filmisch überzeugende, übrigens große Span- Ang vermittelnde Art einführt. Der Skandal selbst 7 ob er nun, wie in „Maskerade", auf einen tat» IHlichen Vorfall zurückgeht oder nicht — ist heute Erlich belanglos, und zwar sowohl als Vorfall : a sich wie auch um deswillen, weil dieser Skan- auf eine ganz einleuchtende Weise zu einer ^besgeschichte führt, die recht eigentlich Den schönen uib bemegenDen Mittelpunkt Des Geschehens aus- Mt. UnD eben hierbei muß man, ohne Daß über |?tn Motioanklang hinaus Vergleiche gezogen werben tilen, bie ungerecht unb untragbar wären, an Fon- ,£ie denken: diese Liebe zwischen zwei jungen Mengen, welche für einander bestimmt sind, od- lDhl sie durch mehr als eine soziale Welt von- tiianber geschieden scheinen, gibt dem Geschehen leinen eigentlichen Inhalt und hebt es auch aus i£mer Zeltgebundenheit heraus fetter 1'?.ltla9s 5,1 . ; "I-tSens mor, " Tonnen. SJL-'Spovt Wmlersponwoche oer Gliederungen der ASDAP. 1937. 30 cm Neuschnee in Nottach-Egern. — 700 Kämpfer am Start. Die Wintersportkämpfe der Gliederungen der NSDAP., die zweiten ihrer Art, nehmen am Freitagvormittag ihren Anfang. Inzwischen haben sich die Schneeverhältnisse am Austragungsort Rottach-Cgern am Tegernsee noch wesentlich gebessert, brachte doch die letzte Nacht in den höheren Lagen eine Neuschneedecke von 30 Zentimeter. Die Temperaturen bewegen sich um 0 Grad. Die Strecken sind alle vorzüglich ausgelegt, auch die Sprungschanzen befinden sich in ausgezeichneter Verfassung. Insgesamt haben von den vielen Gliederungen der SA., SS., des NSKK. und der HI. 680 ihre Meldungen abgegeben, davon entfallen auf die SA. 280, SS. 220, das NSKK. 100 und HI. 180. Im Mittelpunkt der vielen Konkurrenten steht natürlich der Patrouillenlauf für die verschiedenen Gruppen. Für die Mittelgebirgsgruppe liegen 56 Mannschaftsmeldungen vor, davon 32 der SA., 18 der SS. und 6 des NSKK. Von den Hochgebirgsgruppen haben 19 gemeldet, darunter neun der SA., sieben der SS. und drei des NSKK. Die Wettkämpfe beginnen am Freitag 11 Uhr, mit dem Abfahrtslauf der HI., der über eine Strecke von 3 Kilometer geht bei 500 Meter Höhenunterschied zum Fuße des Wallberges. Der Samstag bringt dann den Abfahrtslauf für die SA., SS. und das NSKK., ebenfalls über 3000 Meter mit 800 Meter Höhenunterschied. Der Nachmittag bringt den Torlauf für die HI. über 500 bis 600 Meter in zwei Läufen mit 15 Toren. Dabei gibt es Einzel- und Kombinations-Wertung. Nur 50 vom H. der Teilnehmer am Abfahrtslauf werden zum Torlauf zugelassen. Hauptkampftag ist schließlich der Sonntag, der mit dem Geländelauf der HI. über 6 Kilometer mit eingelegtem Kleinkaliberschießen für 2 Klassen seinen Anfang nimmt. Um 9.30 Uhr werden dann die Mittelgebirgsgruppen zum 12-Kilometer-Geländelauf auf die Reise geschickt und etwas später starten die Pattouillen der Hochgebirasgruppen zum Lauf über 18 Kilometer um den Waittrerpreis des Führers. Den Abschluß bildet der um 13.30 Uhr durchgeführte Sprunglauf. Turnvereine halten Rückschau. Turnverein 1889 fUetn-£inben. Der Turnverein Klein-Linden 1889 hielt am Sonntag im Turnerheim seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Karl Weiß hieß die Besucher herzlich willkommen. Er begrüßte auch den Vertreter der Ortgruppenleitung. Aus dem Jahresbericht des Vereinsführers war ersichtlich, daß der Verein im letzten Jahr einen sehr beachtlichen Aufschwung genommen hat. Die durchgeführte Werbeaktion, verbunden mit einer Senkung der Mitgliederbeiträge, brachte eine erfreuliche Steigerung der Mitgliederzahl. Besonders hat sich der Spielbetrieb gehoben. Dem Bericht des Oberturnwarts Wilhelm Harnisch war zu entnehmen, daß auf den Turnfesten recht schöne Erfolge erzielt werden konnten. An Turnstunden wurden gehalten für die Turner 92 Uebungsabende mit einem Durchschnittsbesuch von 16 Turnern, für die Turnerinnen 68 mit 8, für die Schüler 104 mit 35 und für die Schülerinnen 32 Abende mit durchschnittlich 15 Besuchern. Aus dem Bericht des Spielwartes Erwin Watz war zu ersehen, daß im Berichtsjahr 30 Spiele ausgetragen wurden. Der Kassenbericht, von dem Vereinsrechner Karl Klein erstattet, zeigt in Gesamteinnahme 5165,09 Mark und in Ausgabe 5147,16 Mark, so daß ein Ueberschuß von 17,93 Mark verbleibt. Als Dereinsführer wurde Karl Weiß einstimmig wieder gewählt. Er bestimmte zu seinen Mitarbeitern: Karl E y r i n g als Dietwart und stellvertretenden Vereinsführer, als Schriftwart Erwin Watz, als Kassenwart Wilhelm Ufer jun., Wilhelm Harnisch als Oberturnwart, Fritz W e l - I e r als Spielleiter, Hermann S t r o e h r als Zeugwart und als Wanderwart Ernst Weigel. Zu Rechnungsprüfern ernannte der Vereinsführer die Mitglieder Wilhelm Fey und Ludwig Volk. Der Oberturnwart berief als 1. Turnwart Rudolf Jung, als 2. Turnwart Fritz Weller, als Leiterin der Turnerinnen Tilli Hahn und als Ju- gendturnwart Walter Weber. Als Diethelfer wurden durch den Dietwart Rudolf Jung für die Turner, Marta Rinn für die Turnerinnen und । Hermann Stein für die Fußballspieler berufen. | „M"-Spori- Vom © p o r t a m t der NSG. „Kraft durch F r e u d e" werden wir um die Aufnahme sagender Zeilen gebeten: Die Behauptung, daß der „K. d. F."-Sport ein Konkurrenzunternehmen zu den Turn- und Sportvereinen und nur au dem Zwecke geschaffen sei, den Vereinen „das Wasser abzugraben", ihnen „die Mitglieder wegzunehmen" und sie damit an den Ruin zu bringen, ist ebenso alt wie töricht. Schon bei der Gründung der Sportämter der NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" im Laufe des Jahres 1934 wurden von ängstlichen Gemütern allerlei Bedenken laut, die zwar sofort widerlegt wurden, trotzdem aber immer wieder auftauchen und die Geister in Verwirrung und unbegründete Aufregung bringen. Diesen Vermutungen und Verdächtigungen muß mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden, da sie geeignet sind, die Arbeit der Sportämter der NSG. „Kraft durch Freude" zu diskriminieren und Unfrieden zu stiften auf einem Gebiet, wo kameradschaftliches Zusammenarbeiten aller, die sich die körperliche Ertüchtigung des deutschen, Volkes angelegen sein lassen, not tut. Zunächst muß festgestellt werden, daß die Einrichtung von „KdF."-Sportkursen durch die ungeheuren Erfolge, die diese junge Organisation zu verzeichnen hat, nicht nur in jeder Hinsicht gerechtfertigt ist, sondern eine dringende Notwendigkeit war. Das wird kein Einsichtiger bestreiten. Die Volksgenossen aber, die heute bei „Kraft durch Freude" Leibesübungen treiben, sind weder aus den Vereinen „herübergezogen" worden, noch stellen sie eine Gefahr für die Vereine selbst dar. Im Gegenteil! Sie sind — der besonderen Zielsetzung der „KdF."-Sportämter gemäß — nahezu ausschließlich aus der Masse der sportlich U nt ä ti g e n geworben und für eine regelmäßige körpererziehliche Betätigung gewonnen worden. Das geht einmal aus der Statistik, die die Sportämter über die „sportliche Vergangenheit" der „KdF."-Kursusteilnehmer aufgestellt haben, hervor, zum anderen wird es erhärtet durch die Tatsache, daß ein großer Teil der „KdF."-Kursusteil- nehmer — vor allem aus den Spezialkursen, wie Fechten, Boxen, Jiu-Jitsu, Rudern usw. — nachweisbar in die entsprechenden Vereine hinübergewechselt ist. Diese Tatsache leuchtet um so mehr em, als ja der „KdF."-Teilnehmer keine Möglichkeit hat, in den „KdF."-Kursen an Wettkämpfen teilzunehmen. Da dieser Wunsch ober normalerweise bei jedem, der eine bestimmte Sportart kennen und lieben gelernt hat, auftaucht, so bleibt ihm gar keine andere Wahl, als sich eben einem entsprechenden Verein anzuschließen. Und die Erfahrungen bestätigen das tausendfach. Dem Aeltestenrat gehören als Mitglieder an die beiden Ehrenvorsitzenden Albert Brandenburger und Wilhelm Ufer sen., ferner die Ehrenmitglieder Jakob Frey, Friedrich Knapp, Wilhelm Weigel sen. und Wilhelm Fey. Turnverein „Gut heil" Wißmar. In seinem Vereinslokal hielt der Turnverein „Gut Heil" seine Generalversammlung ab. Vereinsführer Hermann begrüßte die Kameraden und nach einem gemeinsam gesungenen Turnerlied erstattete er den Jahresbericht. Dem Bericht war zu entnehmen, daß im vergangenen Jahre viel Arbeit geleistet wurde, wenn auch in sportlicher Hinsicht noch manches energischer vorwärts getrieben werden muß. Er ermahnte besonders die Jugend, sich restlos in den Dienst der Leibesübung zu stellen. Rechner Mander gab den Kassenbericht, der geprüft und in Ordnung befunden wurde, dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vereinsführer wurde einstimmig wiedergewählt. Er berief feine Mitarbeiter wie folgt: Stellv. Vereinsführer H. Todt, Rechner Zotzmann, 1. Schriftführer Rupp, 2. Schriftführer A. Kraft, Dietwart W. Todt, 1. Turnwart Will, 2. Turnwart Rols- hausen, Sportwart C. S p e i e r, Vergnügungs- wart Klinke!, Fußballfachwart E. Scharf, Handballfachwart K. Reinhardt, Beisitzer: C. Kraft, K. Todt; Gerätewart K. Bittendorf. Der Vereinsführer dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre bisher geleistete Arbett Zum Abschluß der Versammlung hielt der Dietwart einen Vortrag. TNännerlurnverein Daubringen. In der Wirtschaft Erb hielt der Männerturnverein Daubringen seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Michel erstattete den Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß der Mitgliederstand im vergangenen Jahre unverändert geblieben ist. Die von den einheimischen Turnern erzielten Ergebnisse bei den besuchten Turnfesten konnten als gute Erfolge betrachtet werden. Der Kassenbericht, erstattet von Rechner K. Walther, schloß mit einem kleinen Ueberschuß ab. Vereins-Sport? Wenn trotzdem hie und da in Vereinen ein Rückgang der Mitgliederzahlen festgestellt wurde, so ist dafür in sehr vielen Fällen die starke Beanspruchung vor allem der männlichen Volksgenossen durch politischen und soldatischen Dienst verantwortlich zu machen. Die auf diese Weise ausscheidenden Ver- einsmitglieder gehen aber — und das ist das Entscheidende und Tröstliche — dem Sport nicht nur nicht verloren, sondern werden in ihren Formationen und soldatischen Verbänden vielfach in eine noch weitaus intensivere Körperschulung genommen. Diese Tatsache aber sollte jeden beruhigen, der um die Zukunft des deutschen Sportes besorgt ist. Dennoch sollte nicht bestritten werden, daß hie und da auch Fälle Vorkommen, wo Vereinsmitglieder in die „KdF."-Kurse hinüberwechseln. Diese Erscheinung aber wird man vereinzelt überall finden, wo selbständige und verschiedenartige Individuen Wahlfreiheit besitzen. Eine Parallele hierzu ist im Hinüberwechseln von Vereinsmitgliedern in einen anderen Verein gegeben. Wenn aber das Hinüberwechseln von Vereinsmitgliedern in die „KdF."-Sportkurse auf einen Niveauunterschied in der Güte der turnerisch-sportlichen Arbeit zurückzuführen sein sollte, so mögen die Verantwortlichen die entsprechenden Lehren daraus ziehen. Dem Mitglied kann man, wenn es sich lediglich in einer ihm besser zusagenden Form körperlich ertüchttgen will, kaum einen Vorwurf daraus machen, und dem „KdF."-Sport die Verantwortung dafür in die Schuhe zu schieben, ist doch wohl ebenfalls fehl am Platze. Nochmals: Wem die Zukunft des deutschen Sportes so am Herzen liegt, daß er sich — im großen gesehen — über jeden zahlenmäßigen und propagandistischen Fortschritt der deutschen Leibesübungen freut und nicht von engen Vereins- oder verbandspolitischen Rücksichten beherrschen läßt, der wird die Arbeit und Erfolge der „KdF."-Sportämter als einen wertvollen, dem gleichen Ziele zustrebenden Bundesgenossen nur begrüßen können. Und darum ist der gute Wille zu ehrlicher Zusammenarbeit eine Forderung, auf deren Verwirklichung um der Zukunft der deutschen Leibesübungen und der Erstarkung von Volk und Reich willen unter keinen Umständen verzichtet werden kann. Gportamt „Kraft durch Sreube'. Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele — nur für Frauen — Lyzeum, Dammstraße. 18.30 bis 19.30 Uhr, 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr. — Studentenheim, Leihgesternerweg, 9.30 bis 10.30 Uhr. Reiten — für Männer und Frauen gemeinsam — Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr. Wirtschaft Devisenmarkl o/d 5./W f 9 4*0) ii « 62 t 56* 1TS Japan...... Jugoslawien £910...... Wien....... Lissabon.... Stockholm .. Schweiz.... Spanien.... Prag....... Budapest... Neuyork.... Berlin — Frankfurt a. 21L lat W.-Fraue gnippenabent 0,706 5,694 61,21 48,95 11,06 62,80 56,74 | Buenos Aires . Brüssel....... Rio de Janeiro Polen........ Kopenhagen... Danzig....... London....... HelsingforS.... Paris........ Holland...... Italien....^. Kurszettel der Berliner und Franksurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Keine Konvertierung der Zleichsbahn- vorzugsaktien. Fwd. Der Preffedienst des Reichsverkehrsministe- riums gibt bekannt: In der Oeffentlichkeit und an der Börse sind Gerüchte im Umlauf, daß die Dorzugsaktten der Deutschen Reichsbahn konvertiert würden. Demgegenüber kann festgestellt werden, daß weder eine Umwandlung in Schuldverschreibungen, noch eine Zins- herabsetzung in Frage kommt.. Hierzu besteht keinerlei Anlaß, da die Rechte und Verbindlichkeiten der Deutschen Reichsbahngesellschaft nach dem Gesetz zur Neuregelung der Verhältnisse der Reichsbank und der Deutschen Reichsbahn vom 10. Feb. 1937 unverändert solche der Deutschen Reichsbahn geworden sind. Im übrigen bleiben die Rechte der Inhaber von Vorzugsaktien in Zukunft auch dadurch gewahrt, daß in Artikel 2 Ziffer 4 des Gesetzes vom 10. Februar 1937 ausdrücklich bestätigt ist, daß die Vertreter der Vorzugsukttonäre dem Beirat der Deutschen Reichsbahn, der an die Stelle des Verwaltungsrates tritt, angehören. ßlls W Jfinit'1' S-5 Hon» s-A *s- > •? Äx tat jir nn , ir »richtens > jwnfl SM m m °b Wachse & Hetzen oder a> den Wechsel i -u Boden m größeren Ra fe W beständen setz daß ihnen m und alle nut Opfer fallen, ja selbst Ang leiten beobaä Zur Bekäi die in manche Hand genomr Jäger ein w Danach kanr Einwirkung und ebenso bewohnten 5 Ausnahmen täts- und BI verboten, ' einem Jagd der anderen geholfen n)i Hund und nachts oder oft ist ein von dessen überzeugt n Aufsicht uni meljrung be. Werminberun Werminberi H und W hren ffiiib1 xgderträgnis Iß deutschen UM Rotnar 7-Fortsetzun , Sie grübelt 106 geworden !un9seinrid)ti Querte, bjz °süers sah je Js gestern a !** Sr< JWmmer S horcht gebroch Jn 'hrein! fern. Wie 1 N°t blitzte *. Sie ^en, aber J’e fiel err ^erlicht S«|> an i $ 7" lu ®ÖQ v Stritt l-putt." dritten Kgebraet pW, Tr Stellen 2 j .e am «ne $ O- ■W N d konnten sich auf dem erreichten Stand zumeist 6t haupten. Teilweise ergaben sich noch kleine £•, Höhungen. Schwächer lagen dagegen Scheideanitait mit 265 bis 264 (265,50). Von erst später notter. ten Papieren gewannen Harpener 1,50, denen kenswert fest waren weiterhin Betula mit 170,5} (169,75), Gebr. Junghans gingen auf 127,S (128,75) zurück, sonst traten meist Erhöhungen oo, 0,50 bis 0,75 v H. ein. Am Kassamarkt erhähh sich die Taxe für Motoren Darmstadt auf 104 bi, 105, auf dieser Basis soll morgen eine Notiz öei, sucht werden (l. K. 90,50). Abendbörse zurückhaltend. An der Abendbörse führte eine Meldung üb, eine neue Durchführungsverordnung, die den W werb ausländischer Wertpapiere zum Gegensio hatte, zu äußerster Zurückhaltung, da man e weitere Bestimmungen abwarten wollte. Jnsolg dessen war von einer Geschäftstätigkeit kaum dj Rede, die Stimmung war aber nicht unfreundli Die zur Notiz gekommenen Papiere lagen f überwiegend gegen den Berliner Schluß gut hauptet oder wichen nur um Prozentbruchteile hatten allerdings zumeist nominellen Charakte Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr still, etwas II fatz hatten Kommunal-Umfchuldung mit 91,95, Ä besitz lagen mit 120,80 unverändert, ebenso notierten Auslandsrenten. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 17. Febr. Das Angebot ro, Brotgetreide war weiter gering, die Nachfrage Mühlen blieb lebhaft. Für Gerste und Hafer stand ebenfalls starkes Interesse, doch fehlte es entsprechendem Angebot. Jn Futtermitteln i schränkte sich die Umsatztätigkeit auf die Zutei gen von Oelkuchen, Kleie und Schnitzeln. Wei mehl, besonders in den besseren Typen, blieb gefragt, Roggenmehl war ausreichend erhältlich. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übri je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 21 W 16 214, W19 218, W 20 220, Roggen R 12 17 R15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspiei der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futte gerfte —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 8 W13 29,15, W16 29,25, W 19 29,25, W 20 29, Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,1 R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausglki Weizenfuttermchl 13,60, Weizenkleie W13 10,71 W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkle R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 lenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot—, P kucyen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Hö preis ab Erzeugerstatton, Trockenschnitzel —, 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, zen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebü 2,40. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 18. Febr. (Vorbericht.) U 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: Rinder (3 Bullen, 34 Kühe, 8 Färsen), 832 Kalb 123 Schafe, 680 Schweine. Es kosteten: Rinde Bullen 39 bis 43 Mk., Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 25 bis 65, Hämmel bis 47, Schafe 25 bis 40, Schweine 48,50 bis 52 Mk. — Marktoerlauf: Rinder und Schweine roui zugeteilt, Kälber lebhaft, Hämmel und Schafe ruh! Echweinemarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gikß standen 152 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 5 6 Wochen alte Ferkel 16 bis 19 Mark, 6 bis Wochen alte Tiere 19 bis 22 Mark, 8 bis 10 - chen alte 22 bis 26 Mark, 10 bis 12 Wochen alte 26 bis 31 Mark. Tendenz: Gut. * Antragszugang bei den öffentli- chen Lebensoersicherungensanstalten. Im Januar 1937 wurden bei den im Verband öffentlicher Lebensversicherungsanftalten in Deutschland zusammengeschlossenen Anstalten 14 094 Anträge mit 24,84 Millionen Versicherungssumme gestellt. (Im Januar 1936 waren es 17105 Anträge mit 26,80 Millionen Mark Versicherungssumme.) Die durchschnittliche Versicherungssumme beträgt 3650 Mark in der Großlebensversicherung und 322 in der Sterbegeldversicherung. Rhein-Mainische Börse. Mllagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 17. Febr. Die Börse blieb freundlich gestimmt, das Geschäft bewegte sich aber auf allen Marktgebieten in weiterhin sehr engen Grenzen. Nach den ersten Notierungen, die am Aktienmarkt meist 0,25 bis 0,75 v. H. höher lagen, fanden einzelne Spezialwerte erhöhtes Interesse und bei größerem größerem Umsatz stellten sich weitere Besserungen ein. Lebhafter waren besonders Verein. Stahlwerke mit 118,75 bis 119,50 (118,40), die übrigen Bergwerkspapiere zogen 0,50 bis 0,75 v. H. an, nur Klöckner lagen mit 125,50 (126,25) etwas niedriger. Die Färben-Aktie eröffneten mit umx 168 und zog dann auf 168,25 an, auch Deutsche Erdöl wurden gefragt. Am Elektromarkt kamen Siemens 1,75 v. H. schwächer mit 198,25 zur Notiz, während Lahmeyer 1,25 v. H. gewannen auf 126,25. AEG. und Licht und Kraft lagen behauptet. Von Maschinen- und Mo- torenaktien notierten Daimler 128,50 bis 129 (128,75), BMW. unv. 141,25, Muag 142,50 (142), Moenus 108 (108,50). Schiffahrtsaktien lagen bei kleinem Geschäft etwas höher, Hapag 16,65 (16,25), Nordd. Lloyd 17,40 (17,13). Sonst eröffneten Westdeutsche Kaufhof mit unv. 55,75. Bank für Brauindustrie mit 131,50 (131,75), fest lagen Reichsbank mit 187 (184,50). Der Rentenmarkt lag nahezu geschäftslos. Altbesitz kamen mit unv. 120,80 zur Notiz. Reichs- bahn-BA. mit unv. 124,13, Kommunal-Umfchul- dung nannte man mit 91,80 und Städte-Altbesitz mit 122,25 bis 122,50. Jn Liqiuidationspfandbrie- fen lag auf die Erörterungen über eine Zinskonversion eher Angebot vor, obschon kaum mit einer solchen Maßnahme gerechnet wird. Zu Beginn der zweiten Börsenstunde herrschte am Aktienmarkt wieder starke Geschäftsstille, die Stimmung blieb aber freundlich und die Kurse 17.5ebru < bcbörje. voyaschrot-,W Treber 14,00 lkenschnitzel - i 5,40 bis 5,90,1 'ießt ober gebüi ' JQS Angebot *Mr AL° C? .?? Äuk BN'heln. Sßfj ;j9Pen, blieb $ *0 erhältljj ®ne' °lles L ®"w W»; ™Men R12 Moßhanbe!sr-i 'reisgebiete. lZenmehl Inne ö 29,25,Wjj M R15 j dl- Frachtauz^, Eie W13 i iUO RoW viehmarkl. br. (Borberichts Dl ge: Vorauftrieb Färsen), 832 W s kosteten: M bis 43, Färsen Ai bis 65, hämm: i eine 48,50 bis U ib Schweine wu* unb Schaft H Gießen, martf in ®ie$P Es kosteten 581V. 9 Marl, tz bis. '-; arl, 8 bis 10 W ns 12 Wochen oh 8r Schluß!. 16-2.1 > 17.2. 5 15 9 5 195 137,5 115,75 170,5 119 156,5 194,5 1 137,65 114,75 ft 17017. 119' 5 5 15 ■9 18 18 5 rrM nen Divibeck n. 172,5 129 144,25 264 170,5 135,25 150 167,75 137,7 144. 128 43,65 152 L 146 138, 125-5 126,25 118,5 155, I52j 221-5 151-5 132 141-5 178- 163-5 199-5 200 11? 55,75 156.5 24 25 25 75 ,9 56 ,5 22 50 32 41 63 25 00 1,4 75 36 ,5 24 «M 0,706 ■ 5,71 6h A 48.z |ll "'S \ 62'? A 56' 4 t'M 1724 2 128-5! 5 'S '"Z!j 149 | ,6,iH 43,41 "t 125,75 J 152,4 4 91J5 1 m 1 •M 163-Z J 95,g! J * 1 55'66 1 'Ä ie6tu» | 5,7j 61.5? 1 49,03 1,08 1 66, g I (7,52 2-452 vw-ul- Schlich? Wend. p börje L Kr.41 Drittes Blatt Donnerstag, 18.$ebruar 1937 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus der Provinzialhauptstadt. Wildernde Hunde und Katzen. Don der deutschen Jägerfchaft sind in Zusammenhang mit der statistischen Erfassung der jährlichen Jagdstrecke im ganzen deutschen Reichsgebiet nach Umfang und Wert auch erstmalig Zahlen veröffentlicht worden über den Abschuß von wildernden Hunden und Katzen durch Jäger und Jagdschutzbeamte. Danach sind im Jagdjahr 1935/36 52 835 wildernde Hunde und 235 182 wildernde Katzen dem wohlverdienten Blei zum Opfer gefallen. Aus dieser erstaunlich hohen Ziffer läßt sich leicht ersehen, daß der durch diese Schädlinge unserer Jagdbezirke verursachte Schaden in die Hunderttausende von Mark gehen muß, unterstellt man nur, daß jeder wildernde Hund nur ein einziges Reh gerissen und jede Katze nur ein einziges Fasanen- oder Hühnergelege vernichtet hat. Leider muß man sich auch darüber klar fein, daß infolge der Gerissenheit dieser verwilderten Haustiere nicht jeden Schädling das gerechte Schicksal ereilt oder wenigstens nicht sogleich, so daß mancher Hund und manche Katze jahrelang ihr Unwesen treiben kann. Hunden liegt der Trieb zum Jagen von Urzeiten her im Blute. Die innere Veranlagung, deren sich der Mensch beim Jagdhund durch Erziehung und Abrichtung sowie durch straffe Führung bei Ausübung der Jagd bedient, schlägt bei den unbeaufsichtigten, freiumherstreifenden Hunden ins Gegenteil um. Wie instinktsicher und schlau diese Tiere oft vorgehen, erkennt man daraus, daß sie sich nicht selten zu gemeinsamen Jagen zusammengesellen und entweder abwechselnd bis zur Erschöpfung das schwächere Stück Rotwild oder das flüchtende Reh hetzen oder auch zu zweit jagen, während der Dritte den Wechsel abstellt und das bedauernswerte Opfer zu Boden reißt. Richt minder schädlich sind die den größeren Raubtieren ja nahe verwandten Katzen, die sehr rusch verwildern und unseren Riederwildbeständen sehr gefährlich werden. Es ist bekannt, daß ihnen nicht nur Fasanen, Hühner, Junghasen und alle nützlichen Vögel in Feld und Flur zum Opfer fallen, sondern auch ausgewachsene Hasen, ja selbst Angriffe auf schwache Rehkitzen sind nicht selten beobachtet worden. Zur Bekämpfung der Hunde- und Katzenplage, die in manchen Revieren in den letzten Jahren überhand genommen hat, gibt das Reichsjagdgesetz dem Jäger ein weitgehendes Abschußrecht in die Hand. Danach kann jeder Hund, der sich außerhalb der Einwirkung seines Herrn im Jagdbezirk herumtreibt, und ebenso jede Katze 200 Meter vom nächsten bewohnten Haus entfernt getötet werden — gewisse Ausnahmen gelten für Polizei-, Wehrmacht-/Sani- täts- und Blindenhunde —, anderseits ist bei Strafe verboten, Hunde oder Katzen unbeaufsichtigt in einem Jagdbezirk laufen zu lassen. Aber auch von der anderen Seite muß unbedingt dieser Plage ab- geholfen werden Achte jeder Besitzer auf seinen Hund und vergewissere er sich, daß dieser sich nicht nachts oder zeitweise unerlaubt entfernt, denn schon oft ist ein Hund beim Wildern geschossen worden, von dessen völliger Harmlosigkeit sein Besitzer fest überzeugt war. Und auch bei den Katzen kann durch Aufsicht und Verhinderung her hemmungslosen Vermehrung besonders in ländlichen Bezirken viel zur Verminderung dieses Hebels beigetragen werden. Verminderung der Hunde- und Katzenplage in Feld und Wald bedingt größeren und bodenstän- bigeren Wildstand, größerer Wildstand aber höhere Iagderträgnisse und somit auch bessere Versorgung des deutschen Wild- und Geflügelmarktes. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. RS.-Frauenschaft, Gießen-Rord, 20 Uhr, Ortsgruppenabend im Cafe Edel. — Gloria-Palast- Sel- Die Herstellung der neuen WHW.-Mzeichen. Am Sreifog und Samstag Gausammlung für das WHW. Am Freitag, 19., und Samstag, 20. Febr., werden die Politischen Leiter und die Walter der NSV. im Gau Hessen-Nassau eine Sammlung zugunsten des WHW. veranstalten. Zum Verkauf gelangen diesmal Plaketten, die von Offenbacher Lederarbeitern hergestellt wurden und die Wappen der fünf größten Städte des Gaues: Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt tragen. Die Walter des Amtes für Beamte werden die Lederplaketten in ihren Aemtern vertreiben. NSG. Schon einmal hat das WHW. bei feinen Sammlungen Lederabzeichen verkauft, die zum großen Teil in Offenbach, dessen Lederindustrie ja Weltruf besitzt, angefertigt wurden. Was lag also näher, als auch für die diesjährige Gaustraßen- sammlung wieder Lederabzeichen zu verwenden, konnte doch damit doppelt Gutes getan werden. Einmal gab der Auftrag für die 650 000 Abzeichen der Lederindustrie Offenbachs, die noch unter mannigfachen Schwierigkeiten zu leiden hat, Arbeit, zum andern wird der Verkauf der geschmackvollen Abzeichen mit dem Wappen der Städte Frankfurt, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Offenbach dem WHW. neue Mittel zuführen. Es war eine große Freude für die vielen kleinen Betriebe, als ihnen ein Poften der Abzeichen, die vollkommen in Handarbeit hergestellt werden, übertragen wurde. Zur Herstellung der Abzeichen wurden Lederabfälle, die sonst nicht mehr verwertbar sind, verwendet. An einem Stück gemessen würden sie wohl 11 OOO Fuß ausmachen. Die Abfälle dieser Abzeichenherstellung werden wieder noch weiteren Fabriken zur Verfügung gestellt, so daß hier die Parole „Kampf dem Verderb" bis zum letzten erfüllt wird. Ein Gang durch die vielen kleinen Betriebe, die mit der Anfertigung der Abzeichen beschäftigt find, zeigt, welche Arbeit, wieviel einzelne Handgriffe geleistet werden müssen, bis ein freundlicher Sammler die Abzeichen verkaufen kann. Zunächst werden aus den verschiedensten Lederstücken, die irgendwo abgefallen sind, mit einem Stanzeisen die Formen der Abzeichen ausgestanzt. Nachdem die Abzeichen so ihre äußere Form erhalten haben, werden sie aussortiert, um von vornherein unbrauchbare Stücke auszuscheiden. Im nächsten Arbeitsgang, der wieder in einem anderen Betrieb erledigt wird, werden die Abzeichen, die dieses Mal die Form eines Wappenschildes haben, mit Schablonen bedruckt, um jedem Abzeichen den richtigen Untergrund zu geben. Schon hier also sieht man den blauen Grund zu dem Wiesbadner und den roten Grund zu dem Frankfurter Wappen. Wenn die Wappen dann noch geprägt sind, haben die Abzeichen ihr endgültiges Gesicht erhalten. Nun fehlen aber noch die Anstecknadeln, die von nimmermüden Mädchenhänden angeklebt werden. Drei Mädchen können in einer Stunde etwa 1OOO Stück mit den Anstecknadeln versehen. Eine Hand greift in die andere und läßt in wochenlanger Arbeit 650 000 Abzeichen entstehen. Weit über 1OO Menschen fanden wochenlang ihren Broterwerb, um der Gaustraßensammlung ein künstlerisch gut durchgearbeitetes und handwerklich sauber durchgeführtes Abzeichen zu schaffen. Aufgabe der Bevölkerung ist es nun, durch den Kauf dieser Abzeichen der Gaustraßensammlung auch den gewünschten Erfolg zu geben. tersweg: „Das schöne Fräulein Schragg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ball im Metropol". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler". Spielplanänberung im Stadttheater Gießen. Infolge anhaltender Erkrankungen im Personal findet die für Sonntag, 21. Februar, auf 11 Uhr angesetzte Aufführung von „Gyges und fein Ring", Trauerspiel von Friedrich Hebbel, nicht statt. Ortsgruppe Gießen-Güd. Die Zellen 3 und 5 der Ortsgruppe Gießen- Süd veranstalten am Samstag, 20. Februar, 20.30 Uhr, im Studentenheim einen Gemeinschaftsabend mit Vorführung von Lichtbildern. Es spricht der alte Kolonialkämpfer Pg. H e ß über „Kolonien und' Dierjahresplan". Das Erscheinen der Parteigenossen ist Pflicht. Alle Volksgenossen sind herzlich eingeladen. Deutsche Arbeitsfront. Ortsgruppe Giehen-Ost. Am Samstag, 20. Februar, 20.30 Uhr, findet im Saale des Schützenhauses eine Mitgliederversammlung statt, zu der wir hiermit alle Mitglieder der Ortsgruppe auffordern. Die Betriebs- roalter find für das restlose Erscheinen ihrer Betriebsgemeinschaften verantwortlich. BDM.-Untergau 116, Gießen. sichtigung durch den Gauleiter und unsere Obergauführerin freigegeben: 1/116 Gießen-Süd 11/116 Inheiden 12/116 Lich 17/116 Klein-Linden. kutturstelle. Am 22., 23., 24. Februar könnt ihr den Film „Berge in Flammen" besuchen. Eintrittskarten zu 30 Pfennig sind bei den Gruppenführerinnen zu haben. Turnhallen und Sportplätze für den Reichsberufswettkampf. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung, Abteilung VII — teilt in einer Verfügung an die Kreis- und Stadtfchulämter mit, daß gegen die Hergabe von Turnhallen und Sportplätzen, sowie die leihweise Ueberlaffung der Turngeräte zur Durchführung des beim 4. Reichsberufswettkampf eingeschalteten Sportwettkampfes keine Bedenken bestehen. Auffinden von Balions mit wissenschaftlichen Apparaten. Registrierinstrumenten oder Anhängekarten (also auch Kinderluftballone mit Anhängekarten), die im Reichsgebiet gefunden werden, sind umgehend an die Ortspolizeibehörden abzuliefern. Die Ballons und Drachen find somit nicht mehr, wie früher, den auf den Registrierinftrumenten oder Anhängekar» ten angeführten Instituten unmittelbar einzusen- den. Diese Anordnung ist getroffen worden, um eine einheitliche Behandlung und Rücksendung aller Ballone und Drachen sicherzustellen. Beim Aufftn- den von Ballonen und Drachen mit Registrierin- ftrumenten ober Anhängekarten wird dem Finder die Erstattung der Unkosten und die Belohnung für die richtige Behandlung etwa vorhandener Instrumente auch weiterhin gewährt. Die Ballone, Drachen sowie die mitgeführten Apparate und dergleichen find Staatseigentum. Böswillige Beschädigung oder Entwendung 'wird strafrechtlich verfolgt. Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes. Anläßlich des Jahrestages der nationalsozialistischen Erhebung ist dem Regierungsrat Grein als stellv. Vorsitzenden des Kreismännervereins Gießen vom Deutschen Roten Kreuz und dem stellv. Führer der Sanitätskolonne Gießen, Wilhelm Luch, von feiten des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes, dem Herzog von Sachfen-Coburg und Gotha, mit Zustimmung des Führers und Reichskanzlers in Anerkennung ihrer verdienstvollen Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz das Ehrenzeichen 2. Klaffe des Deutschen Roten Kreuzes verliehen worben. Unüberwindlich? Der Wandel in den Ernährungsgewohnheiten. Der Nationalsozialistische Gaüdienst (NSG.) Hessen-Nassau schreibt: NSG. Fordert heute die Ernährungslage eine Umstellung in den Ernährungsgewohnheiten, so melden sich natürlich auch hier und da Zweifler, die von „unüberwindlichen" Gewohnheiten ihres täglichen Lebens reden. Ihnen allen fei einmal der Verbrauchswandel entgegengehalten, der sich über Jahrhunderte hin in der deutschen Bevölkerung vollzogen hat. Es ist festgestellt, daß der Deutsche noch im 14. Jahrhundert etwa 125 kg Fleisch pro Jahr verzehrte, das war zweieinhalb mal soviel wie heute. Ein plötzlicher Umschwung trat im 15. und 16. Jahrhundert ein, in dem Schwarzbrot, Haferbrei und Hülsenfrüchte die normale Nahrung bildeten. Noch um 1800 herum war in norddeutschen Städten der Fleischverbrauch pro Kopf nur noch etwa 8 v. H. des Verbrauchs um 1300. Seitdem ist der Fleischverbrauch wieder gestiegen. Aehnliche Wandlungen machte auch der Fettverbrauch durch, der sich hauptsächlich in den letzten drei Jahrzehnten außerordentlich stark verschoben hat. Dies zeigt, daß Ernährungsgewohnheiten noch nie unüberwindbar waren; die Ernährungsweise ist außerordentlich stark einem Wandel unterworfen. Nicht immer wissen wir heute die Ursachen, die die Schnellkur bei Mallung, Grippe! Man rühre je einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker in einer Tasse gut um, gieße kochendes Wasser hinzu und trinke möglichst heiß zwei Portionen dieses wohlschmeckenden Gesundheits-Grogs (Kinder die Halste) vor dem Schlafengehen. Darauf schläft man gut und fühlt sich am anderen Morgen meist merklich gebessert. Wer dieses ausgezeichnete Mittel erprobte, fürchtet Erkältungskrankheiten nicht mehr. Lassen Sie sich deshalb nicht von einem Anfall überraschen, sondern verlangen Sie heute noch eine Flasche Klosterfrau- Melissengeist bei Ihrem Apotheker oder Drogisten zu RM. 2.95, 1.75 oder 0.95. Nur echt in der blauen Packung mit den drei Nonnen! i9?v (auch Kinderballone) und Drachen mit Anhänge- Wir weisen nochmals darauf hin, daß die BDM.- Mädels, die den Reichsberufswettkampf mitmachen, während der Wettkampftage selbstverständlich Kluft LPD. Zur Sicherung der Luftfahrt und zu wissenschaftlichen Zwecken werden von verschiedenen meteorologischen Instituten im Deutschen Reiche und im Ausland mittels Ballonen und Drachen Instrumente aufgelassen, die die Temperaturen und andere Wetterelemente selbständig aufzeichnen. Auch werden zu gleichen und ähnlichen Zwecken Ballone tragen. (auch Kinderballone) und Drachen mit Anhänge- Folgende BDM.- und JM.-Heime sind zur Be-' karten aufgelassen. Alle Ballone und Drachen mit Das Mädchen mit dem Gitberhaar. Roman von Anny von panhnys. 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie grübelte gequält nach. Nun war Fränze brotlos geworden und besaß gar nichts als die Wohnungseinrichtung, und wer weiß, wie lange es dauerte, bis sie eine neue Stellung fand. Ganz anders sah jetzt bei nüchternem Tageslicht alles aus als gestern abend. Kathrin Hofer schämte sich, und sie redete Franziska zu, sich ein Weilchen in ihrem Schlafzimmer hinzulegen und auszuruhen. Franziska gehorchte, sie fühlte sich seelisch und körperlich völlig gebrochen. In ihrem Schlafzimmer lag noch das Kleid von gestern. Wie hell das Silber in dem leuchtendblauen Brokat blitzte. Flüchtig dachte Franziska an das Diadem. Sie wollte nächstens im „Einhorn" nachfragen, aber es war ja nicht so wichtig. Sie fiel ermattet auf das Bett nieder, und Näh- kathrin kam, zog die Vorhänge zu. Nun herrschte Dämmerlicht. Franziska dachte noch einmal verworren an den Fremden, sah zugleich das starre stille Gesicht der Großmutter und die verärgerten Züge von Berthold Radix, dann schlief sie ein. Als Eva Zoll kam, verwehrte ihr Kathrin Hofer den Eintritt. „Fränze muß ausruhen, sie ist ganz kaputt." Am dritten Tage wurde Sofie Karsten zur letzten Ruhe gebracht. Der Weg zum Friedhof war nicht allzuweit, Trauerkutschen waren nicht bestellt worden, um das Begräbnis zu verbilligen. Franziska ging hinter dem Sarg, leicht wehten ihre schwarzen Schleier um das bleiche Gesicht. Ein silbergraues kleines Auto kam dem Leichenzug entgegen. Ein Windstoß riß Franziskas Gesichtsschleier hoch, ihre verweinten Augen trafen sich mit denen des jungen Chefs der Radixwerke. Aber sie sah nicht, wie er plötzlich sein Auto um= lenkte und langsam dem Zuge nachfuhr. Sie meinte zu träumen, als sie ihn plötzlich mitten unter denen sah, die am Grabe standen, und sie begriff nicht, daß feine Hand wie die Hände der anderen, sich ihr entgegenschob. Sie fühlte, wie seine Finger die ihren eng umspannten, und seine Augen hatten einen gütigen Ausdruck, als er sie dabei ansah. Nähkattin drängte sich heran und Eva Zoll; Zwischen beiden ging sie dem Friedhofstor zu. Draußen wartete das silbergraue Auto, und am Schlag stand Berthold Radix, sagte sehr höflich: „Darf ich die Damen nach Hause bringen? Und zugleich möchte ich Sie, Fräulein Karsten, bitten, wieder bei der Radio-Radix einzutreten. Es wäre mir lieb; ich glaube, ich brauche Leute wie Sie." Mechanisch und verwirrt stieg Franziska in das Auto, sie war noch zu sehr durcheinander von dem Begräbnis. Eva Zoll und Nähkathrin folgten. Unterwegs sprach niemand. Die drei im Wagen waren befangen, standen auch noch völlig unter dem Druck der Trauerzeremvnie. Aber der am Steuer saß, dachte zufrieden: Wie gut, daß er einer schnellen impulsiven Eingebung gefolgt und getan hatte, wozu ihn sein Gewissen getrieben. Die zufällige Begegnung vorhin hatte seinen Entschluß schneller reifen lassen. 5. Günther Grevenstein hatte in Berlin in einer Privatpension, die er schon von früher her kannte, Wohnung genommen. Er überlegte nun: Wohin sollte er von hier aus reifen? Für alle Fälle schrieb er noch einen verliebten Brief an Titti Bergschlag, versprach baldige Rückkehr nach Frankfurt und ließ durchblicken, daß sich seine Pläne bezüglich der namhaften Lehrer für die zukünftige Musikschule gut zu verwirklichen schienen. Verderben durste er es noch nicht mit dem Mädchen, kein Mißtrauen ihres Vaters durfte er erwecken, ehe er sich in Sicherheit gebracht. Es hieß Zeit gewinnen. Der alte derbe Bergschlag wäre fähig, ihn verhaften zu lassen, wenn er erführe, er hatte die ihm gegebenen zwanzigtausend Mark nicht in eine zukünftige Musikschule gesteckt. Was hatte er ihm auch schon alles vorgeschwindelt von Instrumenten und Noten, die er gekauft! Er befand sich am zweiten Tage in Berlin und stand vor dem Spiegel seines Zimmers, um sich zum Ausgang zurechtzumachen. Einen anderen Selbstbinder mußte er anlegen, das scharfe Blau in Grau gemischt gefiel ihm nicht, es erinnerte ihn an das blaue filberdurchwirkte Kleid der schmalen Komtesse Mönchsgut auf dem Maskenball. Komisch! Wenn er an das Abenteuer dachte, wurde ihm immer so seltsam ums Herz. Ein Gefühl empfand er dann, das er bisher noch niemals gekannt. Er betrachtete sich nachdenklich im Spiegel, lachte spöttisch: Bist verliebt und warst noch nie verliebt. Er pfiff ein paar Takte und riß den Binder ab, sann, wenn er noch der so schnell berühmt gewordene Geiger wäre, ließe sich schon eine Brücke bauen, die zu dem blonden Komteßlein hinüberführte! Er ging an seinen Koffer, zog einen braunen Binder heraus, und sein Blick blieb plötzlich an einem Stück des Diadems hängen, das sich unter Wäsche hervordrängte, wo er es aufgehoben. Ein Sonnenstrahl kam durch das Fenster und weckte zauberische Lichter aus den weißen und blauen Steinen. Er zog das Diadem hervor, betrachtete es nachdenklich, grübelte, wenn er den Schmuckgegenstand hier in einem vornehmen Juwelengeschäft im Schaufenster sähe, würde er ihn, wie wahrscheinlich die meisten Leute, für echt halten. Bist Talmi wie ich! spöttelte er das funkelnde Diadem an. Er strich leicht über die gleißende Pracht, und dabei entdeckte er, daß ein Stein fehlte und sich ein anderer auch schon beinahe aus seiner Fassung gelöst hatte. Er betrachtete den Schaden näher, und nach ein wenig Hin- und Herbiegen lag einer der kleineren weißen Steine in seiner Hand. Die Fassung ist jedenfalls echt, stellte er fest, und eigentlich hatte er dadurch, daß er sich den Fund angeeignet, nun die Verliererin geschädigt. Das Gold mochte eine ziemliche Summe wert fein. Aber die Verliererin hatte so obenhin getan, ihr schien der Verlust nicht wichtig, ein Beweis dafür, wie wenig ihr Geld und Geldeswert ausmachten. Er nahm den Stein und legte ihn auf einen leeren Aschenbecher. Auf einen Stein mehr oder weniger kam es ja bei dem Geblitze nicht an. Er schob das Diadem wieder an feinen Platz zurück und verschloß den Koffer. Es klopfte. Er rief herein und empfing mit lebhaftem Händeschütteln den Eintretenden, einen jungen, sehr eleganten Herrn. Der lachte vergnügt: „Bin vor einer halben Stunde geradenwegs aus Budapest angekommen, wo ich zwei Liederabende hatte. Bombenerfolg! Hörte hier gleich, Günther Grevenstein ist da, und da zog ich mich rasch um, Sie gleich zu begrüßen." Sein Gesicht wurde ernst. „Ich las von Ihrem Pech, Grevenstein, und Sie tun mir bitter leid, aber ich will nicht weiter davon reden, sonst verderbe ich Ihnen die Stimmung." Er blickte fragend: „Oder besteht Aussicht, die Steifheit der Finger wieder zu beseitigen? Heutzutage ist man ja in solchen Dingen ziemlich weit voran." Günther Grevenstein schüttelte den Kopf. „Leider gibt es für mich keine Hoffnung, lieber Scheffer, und ich muß mich, so gut es geht, damit abfinden, daß der Geiger Günther Grevenstein der Vergangenheit angehört und versuchen, irgendwo anders einen Platz auszufüllen. Aber wollen wir zusammen speisen? Ich machte mich eben zum Ausgang fertig." Der Sänger, der sich eines guten künstlerischen Rufes erfreute, war sofort dazu bereit. Während Grevenstein ein Taschentuch in der linken äußeren Rocktasche drapierte, sah Scheffer den Stein im Aschenbecher. Er hob ihn mit spitzen Fingern. „Donnerwetter, was für ein schönes Stück. Der Brillant hat Feuer und allerhand Karat. Warum ist der ungefaßt?" „Weil er falsch ist", lächelte Günther Grevenstein, aber es war plötzlich eine prickelnde Spannung in ihm. „Falsch? Der Stein? Nee, mein lieber Freund, darauf falle ich nicht rein. Sie wollen wohl nur meine Gelüste dämpfen. Wundervolles Feuer hat der Stein, ich beneide Sie ehrlich darum." Günther Grevenstein wußte, der Sänger galt als Juwelenkenner, und so lachte er denn: „Ich wollte Sie irreführen, lieber Scheffer, unb mich überzeugen, ob Ihre Kennerschaft auf dem Gebiet wirklich so groß ist, wie man behauptet. Der Stein stammt von einer alten Tante, er war das einzige, was sie mir hinterließ. Ich fjabe die Absicht, ihn als Ring fassen zu lassen und wollte ihn gerade jetzt mitnehmen zu einem Juwelier, deshalb habe ich ihn bereitgelegt." Der andere ließ den Stein in der Sonne aufblitzen. „Wollen Sie ihn mir nicht verkaufen, Grevenstein? Ich bin nämlich ganz begeistert davon, ich zahle Ihnen zweitausend Mark." Günther Grevenstein gab es innerlich einen starken Ruck. Du lieber Himmel, wenn der eine Stein, der zu den kleineren gehörte, schon so viel wert war, wieviel war dann das ganze Diadem wert? Er dachte, jetzt mußte er das Diadem zurückgeben, nachdem er wußte, es war echt, aber zugleich grübelte er, zweitausend Mark für den einen Stein war viel Geld, er selbst besaß nicht einmal mehr ganz so viel als Gesamtbarschaft, und das gehörte ihm von Rechts wegen ebensowenig wie der Stein. Er begriff nur nicht, daß jemand ein solches Wertstück so nachlässig behandeln konnte, wie es die blonde Komtesse getan. Er erwiderte: „Ich möchte mir das mit dem Verkauf noch überlegen, wenigstens einen halben oder einen ganzen Tag, und dann will ich den Stein auch taxieren lassen, was ich bisher nicht tat. Meine alte Tante trug ihn früher in einer Brosche, die erbte ich und ließ den Stein herausnehmen, schenkte die Brosche mit einem Halbedelstein versehen ihrer alten treuen Dienerin." Er wunderte sich, während er sprach, wie glatt er barauflos log. Er war sich inzwischen auch schon so gut wie einig darüber, das Diadem nicht zurückzugeben. Die Komtesse Mönchsgut war mit dem Wertstück umgegangen wie mit einem Kopfputz aus der Maskengarderobe, da brauchte er sich wirklich nicht allzusehr mit feiner Ehrlichkeit anzustrengen. Wenn das „Geld wie Heu" auch übertrieben fein mochte, stimmte es doch, daß die Komtesse gar keinen Wert darauf gelegt hatte, sich um das Suchen nach dem Verlorenen auch nur im geringsten zu bemühen. Wenn er das Diadem liegengelaffen hätte, und es wäre später beim Ausfegen gefunden worden, wer wußte denn, ob der Finder ehrlich gewesen* Und wer weiß, ob er der Komtesse Mönchsgut überhaupt einen Gefallen tat, wenn er bei ihr mit dem Diadem auf tauchte? Sie fand sich wahrscheitt» lich lieber mit dem Verlust ab, als daß ihr Besuch auf dem Maskenball und ihr Abenteuer mit ihm herauskamen. (Fortsetzung folgt!) 2. Artilleristen -Treffen in Gießen. Abend der hat. Wille aus Frankfurt-Griesheim, der schwere i Verletzung! Armbruch Di [en, eine Gehirnerschütterung und lavongetragen hatte, gesto r b e n. e an innere einen ’ kampf zu gewähren. Sie bedeutet somit nicht eine wirtschaftliche Maßnahme. Indem sie Weinbauernkum durch die Weinpatenschaften allen Gauen des Reiches verbindet und so 6.30: 8.10 für den Kaufmannsberuf entscheidet und der nötige Eignung mitbringt, der richtige Mann dem rechten Fleck sein wird. 5)at er sich aber die auf erst teilt mit: Mit Rei nur das mit Bereiche Anregungen mitnehmen. Der Gesangverein „Heiterkeit" wird den durch Kriegs- und Heimatlieder bereichern. Gießener Wochenmarktpreise. bad). Durch die zu hohe Ladung des Anhängers konnte der von rechts kommende Zug nicht gesehen werden, auch Pfeif- und Läutesignale des Zuges Patenweinwoche wird noch volkstümlicher gestaltet. Frankfurt a. ®t, 17. gebt. (SPD.) In letz- ter Zeit sind von nicht berufener Seite Äußerungen in die Presse gelangt, die den Anschein erwecken konnten, als ob die Patenweinschaften nicht mehr wiederholt werden sollten. Demgegenüber muß betont werden, daß die Patenweinwoche in erster Linie den Zweck verfolgt, dem deutschen Winzer in der Westmark des Reiches eine Unterstützung in seinem harten Lebens- Die Elternoersammlung der Oeffentlichen Han- delslehranftalt am Mittwochabend im „Burghof", die gut besucht war, diente der Aussprache zwischen Eltern und Lehrern. Der Leiter der Handelslehranstalt, Dr. Kruse, der als Gast auch den stellv. Bannführer der HI., V ö l z i n g, willkommen hieß, verwies auf die guten Beziehungen zwischen Elternhaus, HI. und BDM. und Schule und begründete den so anders gearteten Charakter dieser Anstalt, die auf enge Bindung an die Wirtschaft angewiesen ist. Ihre vornehmste Aufgabe muß es sein, den Schülern gründliche Voraussetzungen für ihren Lebensberuf zu schaffen und damit der Wirtschaft brauchbare Kräfte zuzuführen. Wir haben, so fuhr der Redner fort, die Jugend immer rasch in der Wirtschaft unterbringen können und in diesem Jahre ist der Stand außerordentlich erfreulich. Wir tragen eine größere Verantwortung und darum dürfen wir in unserer Arbeit und den Ansprüchen nicht nachsichtig sein. Hinter uns steht sofort der Beruf, steht die Praxis, die uns kontrolliert, und die sich sofort meldet, wenn einer der Jungen versagt. Deshalb müssen wir die Roten immer unter der Kontrolle der Praxis festsetzen. Es ist dabei immer zu beachten, daß wir die Jugend nicht für eine ein- ober zweijährige Tätigkeit vorbilden, sondern ihr eine gediegene Grundlage für ihr ganzes Leben schaffen wollen. Der als Sachbearbeiter bei der Kaufmannsgehilfenprüfung an der Handelskammer mitwirkende Dr. Müller machte dann die Voraussetzungen für die Ergeifung des Kaufmannsberufes verständlich. Er sagte, daß nur der, der sich mit Lust und Liebe auch bereits ein Geständnis abgelegt Ein zweites Todesopfer des Rodelunglücks im Taunus. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) 0. Sd). in h. Dor Errichtung einer Einzelhandelsverkaufsstelle müssen Sie die Genehmigung des Kreisamts nachsuchen. Rach Erteiligung der Genehmigung beantragen Sie bei der Ortspvlizeibe- Hörde die Ausstellung des Gewerbescheins. Ihre Anträge stellen Sie am besten schriftlich. * Gießen, 23. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, Vi kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter, 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11K, Klasse D 10^, Wirsing, kg 10 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bj^ 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30, Unterkahlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, kg 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Birnen, ^4 kg 15 bis 45 Pf., Dörrobst 15bis25, Hähne 90Pf. bis l,10Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf. Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. * ** Gendarmerie- und Polizeiperfo- n a I i e n. Ernannt wurde unter Berufung in das Beamtenverhältnis: Der Gendarmeriehauptwachtmeister auf Probe Ernst D ö l l in Darmstadt aum Gendarmeriehauptwachtmeister im hessischen Lanaes- dienst. Die Hauptwachtmeister der Schutzpolizei auf Probe Jakob Gerstenschläger in Darmstadt und Karl S ch ü tz in Gießen zu Hauptwachtmeistern der Schutzpolizei im hessischen Landesdienst. ** Gin Siebzigjähriger. In körperlicher und geistiger Frische kann am morgigen Freitag, 19. Februar, der Rentner H e i n r i ch Oßwald, Lahnstraße 3 wahnhaft, seinen 70. Geburtstag feiern. ** Arbeitsvergebung. Die Direktion der städtischen Betriebe schreibt in unserem heutigen Anzeigenteil die Herstellung von Gas- und Wasser- leitungsrohrgräben im Rechnungsjahr 1937 zur Vergebung aus. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. Große Strafkammer Gießen. Die Große Strafkammer hatte sich am Dienstag in Friedberg mit den Eheleuten Wilhelm S ch r e i tz aus Friedberg, die wegen Kuppelei unter Anklage standen, zu befassen. In der unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführten Hauptverhandlung wurde die Sck)uld der Angeklagten festgestellt und die Ehefrau Sch. zu einer Gefängnisstrafe von zehn Monaten und der Ehemann zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die Kosten wurden den Angeklagten auferlegt. Schöffengericht Gießen. Mord in Mainz. Die geschiedene Frau durch 13 Stiche getötet. LPD. Mainz, 17. Febr. Die 41jährige Frau Katharina Eckert wurde in der Nacht zum Mittwoch im Treppenhaus ihrer Wohnung in der Josefftraße in einer großen Blutlache liegend t o t aufgefunden. Die Leiche wies 13 Stichverletzungen auf. Als Täter wurde ihr geschiedener Mann Wilhelm Eckert fe st genommen, LPD. K ö n i g ft e i n, 17. Febr. Das Rodel- Unglück, das sich, wie gemeldet, am Sonntagnachmittag am Eselseck, unweit des Roten Kreuzes, ereignete, hat jetzt ein zweites Todesopfer gefordert. Außer dem verunglückten Mädchen, das mit einem Schädelbruch ins hiesige Krankenhaus eingeliefert wurde und dort starb, ist nunmehr auch der Lenker des Schlittens, der 22jährige Christian Rundfunkprogramm Freitag, 19. Februar. einmal dazu entschieden, dann wird er die Schule auch im vollen Ernst und mit dem Ziel des hinter ihr harrenden Berufes durchlaufen. Aufgabe für Lehrer und Schüler ist es, der Praxis gerecht zu werden. Für die Mädchen ist die Sache nicht so bedeutungsvoll, weil sie nur ein einwandfreies Deutsch schreiben und sprechen und sehr oft wohl nur die Maschine schreiben können müssen, da sie größtenteils nach kurzer Betätigung in ihren eigentlichen Beruf der Hausfrau zurückgehen. Der Junge aber muß sich anstrengen, damit er über die Aneignung der technischen Fertigkeiten sich eine Grundlage schafft, die ihm den Beruf wertvoll macht. Zu der Frage der Ausbildung der Mädchen sagte Dr. Kruse noch, daß zur Zeit ein großer Mangel an Stenotypistinnen, sowohl im Reich, wie auch in Gießen, herrscht. Es sollten sich darum junge Mädchen diesem Berufe zuwenden und auch dann, wenn sie ihn als Uebergang betrachten, sich wenigstens einiges Geld für die später Aussteuer verdienen. Auch die Mädchen müssen und sollen am Aufbauwerk des Führers mitarbeiten und dazu haben sie durch diesen Beruf zur Zeit eine sehr günstige Gelegenheit. Sie werden dazu aber nicht ausreichend genug durch den Kursbetrieb vorbereitet, sondern sie müssen eine Gesamtschau erhalten, aus der heraus ihre Arbeit wertvoll wird. An diese einführenden Vorträge schloß sich eine Aussprache an. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten; Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. Szenen aus Wagners „Ring des Nibelungen". Die Wallküre. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Aus der Heimat. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: An sich Kleinigkeiten... lieber Sparsamkeit im Großen und im Kleinen. 17.50: „Nephrit, ein deutscher Schmuckstein". 18: Musik aus Dresden. 19: Unterhaltungskonzert. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Margherita Perras singt. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.25: Wintersportkämpfe der NSDAP, in Rottach-Egern. 22.30: Neugriechische Volks- und Kunstlieder, gesungen von Margherita Perras. 23: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Die Ausgaben der Öffentlichen Handelslehranstalt Gießen Vorträge bei einer Elternversammlung. rf)t wird in letzter Zeit über zu hohe Preise für Apfelsinen und Mandarinen geklagt. Die hohen Verkaufspreise würden durch den Wegfall spanischer Lieferungen begünftigt. Zur Zeit kann nur ein Bruchteil der früheren Warenmengen aus dem Auslande eingeführt werden. Im Einverständnis mit den beteiligten Stellen sind daher die Preisspannen im Handel mit Apfelsinen und Mandarinen festgelegt und unnötige Zwischenglieder im Handel, die sehr zur Verteuerung beitrugen, aus- geschaltet worden. Dadurch wird der Apfelsinenpreis um etwa die Hälfte seines derzeitigen Betrages auf 8 bis 10 Pfennig für das Stück mittlerer Größe gesenkt werden können. Es ist allen Stufen des Handels verboten, den Verkauf von Südfrüchten von der Abnahme anderer Waren (Koppelungs- Uhr werden auf dem großen Kasernenhofe militärische Vorführungen der Batterien folgen. Um 12 Uhr wird gemeinsames Mittagessen (Eintopf) stattfinden. Anschließend werden die Teilnehmer die Kasernen besichtigen können. Sodann wird geschlossen von der Kaserne zu dem Hauptstandquartier im Cafe Leib bzw. zu den Standquartieren der einzelnen Regimenter in der Stadt abmarschiert. In den Standquartieren werden sich die Kameraden bei froher Geselligkeit bis zur Abfahrt ihrer Züge noch unterhalten können. Die Anmeldung der Teilnehmer muß baldmöglichst, spätestens bis zum 2 8. Februar, bei dem Artillerie-Verein Gießen, z. H. des Kameraden Wilhelm Stephan, Gießen, Bahnhofstr. 24 (Telephon 3729) erfolgen. Dabei ist anzugeben, ob Unterbringung im Hotel, im Bürgerquartier ober im Freiquartier gewünscht wirb, ferner bei welchem Regiment bie Kameraben gebient haben, bamit sie den jeweiligen ©tanbquartieren zugewiesen werben können. Der Festbeitrag, einschließlich Mittagessen in ber Kaserne, beträgt 1.50 Mark unb ist bei ber Anmelbung einzuschicken. 2lls Kennzeichen wirb ben Teilnehmern ein Festabzeichen ausgehändigt werden. Der Artillerie-Verein Gießen erwartet die Beteiligung aller ehemaligen Artilleristen aus ben oberhessischen unb ben angrenzenden preußischen Kreisen, um dadurch in eindrucksvoller Weise die enge kameradschaftliche Verbundenheit ber alten Soldaten mit ben aktiven Artilleristen befunben zu können. Verschiebungen hervorgerufen haben. Mögen sie nun auf ärztliche Meinungen ober auf Modeerschei- nungen zurückzuführen sein. Tatsache ist, baß eine Wandlung möglich ist. Und da fast alles, was ber einzelne Mensch seit 1918 tut, irgenbroie eine wirtschaftspolitische Handlung ist, weil es auf dem Felde ber Enge geschieht, von dem wir ja gerade durch gemeinsame Anstrengung des ganzen Volkes herunterkommen wollen, kann eine Wandlung in den Ernährungsgewohnheiten auch einmal auf wirtschaftspolitische Notwendigkeiten zurückgehen, vor allem, da das durchschnittliche menschliche Existenzminimum davon völlig unberührt bleibt. Denn die Parole „weniger Fett — mehr Fisch" ändert durchaus nichts an dem Ernährungsniveau, das heute mengenmäßig ebenso hoch, auf Teilgebieten aber erheblich höher ist als vor dem Kriege. Die Apfelsinen werden billiger. DNB. Der Reichskommissar für die Preisbildung Beim vorjährigen 1. Artilleristen-Treffen in Gießen wurde nach dem glänzenden Verlaufe des Tages von vielen Teilnehmern der Wunsch ausge- prochen, ein derartiges Treffen der alten Artilleristen in Gemeinschaft mit den aktiven Jüngern der heiligen Barbara mochte doch alljährlich in Gießen veranstaltet werden. Diesem Wunsche, aber auch dem eigenen Wollen entsprechend veranstalten nunmehr die III. Abteilung Artillerie-ReHi- ment 9 und der Artillerie-Verein Gießen am 6. und 7. März in Gießen das 2. A r - ti l le risten-Tr essen. Die aktiven Soldaten werden sich dabei in vorbildlicher Waffenkameradschaft mit den ehemaligen Artilleristen zu einigen schönen Stunden im Geiste echt deutschen Soldatentums vereinigen. Am 6. März (Samstaa) wird ein Fest- und Kameradschaftsabend in der Volkshalle zu Gießen die aktiven und die alten Artilleristen, darüber hinaus aber auch alle übrigen alten Soldaten und Volksgenossen aus Stadt unb ßanb zusammenführen. Das Musikkorps ber Artillerie-Abteilung wirb ben Abenb durch ein Konzert bereichern, ferner werben bie Besucher allerlei sportliche unb unterhaltenbe Darbietungen von Angehörigen ber Gießener Artillerie-Abteilung zu sehen bekommen. Am 7. März (Sonntag) werben die alten Artilleristen aus Stadt und Land auf einem großen Platze in Gießen antreten unb von bort mit Marschmusik bes Musikkorps ber Artillerie-Abteilung Gießen zur Artilleriekaserne marschieren. Von 10.30 bis 12 konnten burch bie starken Geräusche des Bullboggs nicht wahrgenommen werden. Der Angeklagte G., der einmal seine Maschine und zum andern den von ihm befahrenen Weg genau kannte, mußte wissen, daß er bie Signale der Eisenbahn nicht hören konnte unb hätte demzufolge Vorkehrungen treffen müssen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Der Angeklagte St. hatte bie für biefe Bahnstrecke festgesetzte Geschwindigkeit erheblich überschritten. Es ist erwiesen, daß er mit einer Stundengeschwin- bigfeit von 35 bis 40 Kilometer gefahren ist. Der Zug erfaßte ben Lastzug am Hinteren Enbe ber Ladung und warf diese samt dem links neben der Ladung hergehenden Verletzten zur Seite. M. trug durch den Unfall einen Schulterblatt- und einen Beckenbruch davon, außerdem noch eine Kiefernverletzung, so daß eine mehrwöchige Krankenhausbehandlung in Gießen erforderlich war. Seine volle Arbeitskraft ist heute noch nicht wieder hergestellt. Mit Rücksicht darauf, daß die Angeklagten einen wahrheitsliebenden Eindruck machten und es sich hier um einen bedauerlichen Unglücksfall handelt, bei dem die örtlichen Veryältnisse eine maßgebliche Rolle spielten, erkannte das Gericht auf die zulässige Mindeststrafe und verurteilte die Angeklagten zu einer Geldstrafe von je 90 Mark an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von je einem Monat. Verkäufe) abhängig zu machen. Die Preisüberwachungsstellen sind angewiesen, gegen Zuwiderhandlungen mit aller Schärfe vorzugehen und erforderlichenfalls auch zu Geschäftsschließungen zu schreiten. Ein Heimatabend. Der Leiter des Ortsrings Gießen des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat schreibt uns: Am kommenden Sonntag, dem Vorabend des Heldengedenktages, veranstaltet der Ortsring Gießen des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat einen Heimatabend, bei dem die Frage der sinnvollen Ehrung unserer Toten im Vordergrund steht. Gerade die Form und Ausführung unserer Kriegerdenkmäler stört leider gar zu oft den rechten Gleich- und Wohlklang unseres Kultur- und Heimatbildes, die Grabsteine, besonders ber börslichen Friebhöfe, entbehren oft jeder persönlichen Rote. Dieselben Mißstänbe zeigen sich im Hausbau, im Städtebau unb in ber Werbekunst. Professor Erich Minbner (Darmstabt) wird burch Gegenüberstellung vieler lehrreicher Lichtbilber aus unserer Heimat zeigen, wie schlecht bie hinter uns liegende Zeit solche Aufgaben erfüllt, und wie sie ganz leicht auch gut gelöst werden können. Jeder Heimatfreund, jeder Künstler und Handwerker wird aus diesem Vortrag Das Schöffengericht Gießen hatte sich am Dienstag nach Homberg begeben, um dort gegen bie Angeklagten W. G. aus Deckenbach und F. St. aus Gießen wegen fahrlässiger Körperverletzung und Transportgefährdung zu verhandeln. . Gegenstand der Verhandlung war der Unfall, der sich am 13. August 1936 um die Mittagsstundi. einem sehr unübersichtlichen, schrankenlosen Bahnübergang zwischen Neuhaus und Homberg (Strecke Burg-Gemunden—Kirchhain) zugetragen hatte. Ein in Richtung Homberg fahrender Personenzug war am zweiten Bahnübergang (Hermannsberg) mit einer Zugmaschine (Bulldogg), deren Anhänger mit Langholz beladen war, zusammengestoßen. Der Lastzug gehörte einer Firma in Homberg und war mit ca. 200 Zentner Langholz beladen. Die Bremsen des Anhängers, die von links bedient werden mußten, bediente der in der Hauptverhandlung als Zeuge oernomene Verletzte L. K. M. aus Äecken- 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. _____ Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Nachrichten und Sportvorschau. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. Ziehungen anknüpft, deren viele bereits auf bie Dauer gestaltet finb, erfüllt sie zugleich eine nationalpolitische Ausgabe von hoher Bedeutung. Die Patenweinwochen haben sowohl ihre wirtschaftliche Ausgabe, als auch diese größere Ziel- jetzung durchaus erfüllt. Es besteht deshalb kein Anlaß, diese vom Gemeinschaftsgeist getragene Aktion zu mindern, oder gar abzustellen. Im Gegenteil wird der Gedanke der Patenweinwoche in Zukunft noch weiter ausgebaut und noch intensiver in alle Volkskreise getragen werben, bamit er auch bei bem letzten Volksgenossen ben Widerhall findet, den er hinsichtlich feiner wirtschaftlichen und völkischen Tragweite verdient. Betrachtet man bie Patenweinwoche von ber rein werbemäßigen Seite, so muß festgestellt werben, baß burch sie allein eine gerechte Verteilung ber Weinwerbung auf alle beutschen Weinbaugebiete gewährleistet ist. Oberhessen. Raisherrensihung in Lauterbach. ß, Lauterbach, 17. Febr. Dieser Tage sand im Rathaussaal eine R a t s h e r r n s i tz u n g statt, in ber Bürgermeister Thiele zunächst ein Bild über ben Stanb ber Felbbereinigung gab. Die Stadt Lauterbach erfährt durch die Feldbereinigung eine Belastung von 75 000 Mark, lieber die Deckung dieses Betrages gab der Bürgermeister ebenfalls Aufschluß. Dann sprach er über den Bau von Siedlungshäusern, die in diesem Jahre fertiggestellt werden sollen. Ferner wurden die Ratsherren über die neue Realsteuerreform, sowie über die beabsichtigte Vereinfachung des Kassenwesens aufgeklärt. Der Bürgermeister verlas bann bie Rechnung über den Lauterbacher Prämiierungsmarkt, der zum ersten Male seit Jahren mit einem Ueberschuß abschloß. Ferner wurde ber Voranschlag ber Realschule für 1937, der einen Zuschuß der Stadt von rund 11600 Mark vorsieht, zur Kenntnis gegeben unb genehmigt. Kreisjägerappell in Alsfeld. > Alsfeld, 16. Febr. Am Sonntag fanb im „Deutschen Haus" unter bem Vorsitz von Kreisjägermeister Richtberg ein Appell ber Jägerschäft bes Kreises Alsf elb statt, der sehr gut besucht war. Mit bem Appell war eine Gehörnausstellung aus der Jagb bes ab- gelaufenen Jahres verbunben, bie sehr reich beschickt war und die allgemein großes Interesse fanb. Kreisjägermeister Richtberg begrüßte zu Beginn bes Appells die Teilnehmer, darunter den Gaujägermeister, Oberforstmeister Nicolaus (Gießen), den Vertreter der Stadt unb die anderen Gäste und gab einen Rückblick über bie Jagbergeb- nisse im vergangenen Jahre. Zum Abschuß waren herrliches Haar! ALKALIFREI 30 PFG. KAM ILLOFLOR FÜR BLONDES HAAR BRUNETAFLORI-a im Kreis Alsfelb für 1936 freigegeben: 1747 Stück Rehwild, unb zwar 194 gute Bocke, 449 geringe Bocke und 1104 Geißen und Kitze. Davon wurden erlegt 104 gute, 535 geringe Böcke und 1094 Geißen und Kitze, ein Ergebnis, bas ber Kreisjägermeister als verständnisvoll und günstig bezeichnete. Im Jahre 1935 waren 1646 Stück freigegeben, von benen je 40,97 abgeschossen würben. In 1936 würben 353 Stück Rehwild mehr erlegt als im Vorjahre. Sauen kamen bis zum 5. Februar 37 Stück zur Strecke. Bis zu dem angegebenen Zeitpunkt waren gemeldet: 13 Keiler, 8 Bachen, 13 lieber» läufer und 3 Frischlinge. Der Gaujägermeister überbrachte bie Grüße bes Landesjägermeisters und seines Stabsleiters, ferner gab er seiner Freude über das gute Abschußergebnis Ausdruck; daß mir 50 v. H. gute, dagegen 119 v. H. schlechte Böcke erlegt wurden, beweise den guten Willen und das weidgerechte Handeln der Jägerschaft des Kreises Alsfeld. Anschließend hielt Fabrikant Karl Erich Grünewald (Alsfeld) einen interessanten Vortrag über das Gebrauchshundewesen. Er gab einen Ueberblick über die Entstehung und die Entwicklung der Züchtung auf Leistung und über die Organisation des Jagdhundewesens. Jeder weidgerechte Jäger müsse wieder seinen Hund haben. Der Kreisjägermeister besprach sodann eingehend bie ausgestellten Jagbtrophäen, von denen die besten auf ber Internationalen Schau in Berlin zur Ausstellung kommen werben. Nach Schluß des Appells blieb man noch einige Stunben in echter Kameradschaft zusammen. Voran in der genossenschaftlichen Aiehverwertung. = Butzbach, 17. Febr. Unter Leitung des Auf- sichtsratsvorsitzenben, Bezirksbauernführer Scbnei- ber (Ostheim), hielt bie Bezirksgenossenschaft für Viehverwertung ihre Hauptver- fammlung ab. Der Vorsitzenbe Bopp (Griebel) betonte, daß bas abgelaufene Geschäftsjahr einen gesteigerten Umsatz gebracht habe unb ber Handel des Bauern mit Juden stark zurückgebrängt worden sei. Der Jahresumsatz belaufe sich auf über 474 284 Mark einschließlich des Nutzviehes. Seit der Gründung ber Genossenschaft im Jahre 1930 konnten 2,5 Millionen Mark umgesetzt werben. Geschäftsführer Morr erstattete ben Geschäftsbericht, ber in Einnahme unb Ausgabe mit 16 368 Mark ab« schließt. Ein kleiner Reingewinn von 60,80 Mark wirb bem Winterhilfswerk unb bem Reservefonds überwiesen. Die Bilanz wurde genehmigt. Im Geschäftsjahr 1936 betrug die Zahl der Mitglieder 1264; Abgänge wurden 147 und 55 Zugänge verzeichnet. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wieder- gewählt. Der Geschäftsführer bat alle Mitglieder, in verständnisvoller Art mitzuarbeiten, damit die noch bestehenden Schwierigkeiten überwunden werden können. Nach kurzen Ergänzungen des Aufsichtsratsvorsitzenden Schneider schloß dieser bie am regenbe Versammlung. Landkreis Gießen. * Klein-Linben, 18. Febr. Der Konzert- abenb, ben ber Männergesangverein „21 r i o n" unb ber Pvsaunenchor am vorigen Samstag veranstalteten, würbe — wie wir bem Bericht vom Dienstag nachtragen möchten — zum Besten ber Winterhilfe unb hiesiger gemeinnütziger Einrichtungen gegeben. * Klein - Linbe n , 17. Febr. Der Männer- gefangoerein „E i n t r a ch t", ber älteste am Platze, versammelte am Sonntagnachmittag in ber Wirtschaft „Zum beutschen Hof" seine Mitglieder zur 73. Generalversammlung unter Leitung des 23er« einsführers Wilhelm Weigel. Der zweite Der- einsführer erstattete den Geschäftsbericht, bem folgendes entnommen sei: Die Mitgliederzahl beträgt !rS »feiö. “8 fonH di $rt™ PP'H b , l5lelb ltaü L7-L W des ai, Hr reich bEi ^eresse fQnb. [ere £u 8e9hm e,r °en ©au, U°us (®ißl die anderen L^bergeb: ^'chuß waren •en: 1747 Stück e, 449 geringe Davon wurden id 1094 Geißen reis/ägermeifter 'jeiifriete. 3m gegeben, von jn 1936 rour= als im Vor- uar 37 AüS neu Zeitpunkt 13 lieber- Jaujäqetmeilkr jermeijters und feiner Freude -druck', daß nur hechte Böcke en Willen und belast des Kreile- :ant Karl W tereffanten & n. Er gab eir die Entwickln« iber die Organ■ )er weidgerck oben. Der Sw gehend die an? n die besten fl rlin zur M luh des App^- in echter M Mlichen fl. #« Sch" -ugenoil*" - ihtt ftp* Bopp (®n* und d-- 6* .Seit bet®* 'schastsberiA JJ Tjß« Mark ° , 16 3 fiO 80 N Ä’ÄtfÄ 55 3#*{ **> ’ 5%S cheiten.d-7^, übers""°" 0 ?11. ..,t' ■ J« ’Aitfi' gelanJL Doris8" wie juin ür® gegenwärtig 166. Der Chor zählt tunt) 50 aktive Sanger. Unter der Stabführung von Chormeister Georg Harnisch (Watzenborn-Steinberg) ist ein beachtenswerter Aufstieg des Vereins eingetreten. Die Vereinsrechnung, über die Kassenwart Wilhelm Jung Bericht erstattete, schließt mit einem beträchtlichen Ueberschuß ab; die Rechnung wurde genehmigt. Für den freiwillig zurückgetretenen ersten 'Vereinsführer wurdtz auf dessen Vorschlag der seitherige zweite Dereinsführer Wilhelm Rinn einstimmig zum ersten Vereinsführer gewählt. Das Amt des zweiten Vereinsführers übernahm Wilhelm Weigel, der seitherige erste Vereinsführer. Der übrige Vorstand bleibt in seiner Zusammensetzung bestehen wie seither. Ortsgruppenleiter Dr. Cröß- mann sprach über die Arbeit der Gesangvereine und forderte die Sänger auf, sich ganz in den Dienst des Dritten Reiches zu stellen. Es wurde noch beschlossen, sich bei dem am 30. Mai stattfindenden Wertungssingen in Heuchelheim zu beteiligen. Folgende Sangesbrüder wurden noch zu Ehrenmit- Reiskirchen, 17. Febr. Die hiesige Milch-Absatzgenossenschaft hielt im Gasthaus von Gundrum ihre Generalversammlung ab. Direktor Fritzel erstattete den Jahresbericht. Es wurden im Laufe des Jahres 1936 rund 500 000 Liter Milch zur Ablieferung gebracht. Die Bilanz für das Jahr 1936 wurde genehmigt. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die' ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsrats- mitglieder Heinrich Jünger und Karl Damm V. wurden wiedergewählt. Nachdem noch eine kurze Aussprache über die allgemeine Geschäftslage stattgefunden hatte, dankte Herr Grieb von der Molkerei Gießen den Mitgliedern der Genossenschaft für ihre Arbeit. < Holzheim, 17. Febr. Der Gesangverein „Harmonie" hielt im Saale des Gastwirts und Dirigenten Sarnes einen Familienabend ab. Vereinsführer Heinrich Jung forderte die Mitglieder auf, dem Verein die Treue zu halten. Der Verlauf des Abend brachte Gesangsvorträge, If)ea= teraufführungen und musikalische Darbietungen in bunter Reihe. Die drei besten Singstundenbesuchek» Karl Buß, Wilhelm Jung und Heinrich Klotz, wurden mit Ehrennadeln ausgezeichnet. oo Eberstadt, 17. Febr. Jrn großen Saal des Deutschen Hauses fand eine Kundgebung dec Gemeindegruppen Eberstadt, Dorfgill und Müschen« heim des Reichsluftschutz bundes, Ortsgruppe Lich, statt. Ortsgruppenleiter Meckel sprach zunächst über den Sinn und die Bedeutung des Luftschutzes. Weiter gelangte dann durch Lehrer H i l d (Lich) der Film „Volk in Gefahr" zur Ausführung. Rektor Sam es (Lich) gab im Schlußwort der Hoffnung Ausdruck, daß sich bald noch alle Fernstehenden der Sache des Reichsluftschutzbundes anschließen möchten. — Im Saal der alten Schule fand unter dem Vorsitz des Ortsgruppen-» leiters G ö r l a ch eine Versammlung statt. Kreis« organisationsleiter Reitz von der Kreisleitung! Wetterau sprach über die Gründung der Deutschen Arbeitsfront, und legte deren Ziele und Aufgaben ausführlich dar. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. — Bei der hier durchgeführten Pfundsammlung wurden 10 Kilogramm Mehl, 7 Kilogramm Bohnen und zwei Kilogramm Grieß gespendet 5 Nieder-Bessingen, 17. Febr. Im Anschluß an seine Chorstunde hielt der Gemischte Chor im Schulsaal seine Hauptversammlung ab. Rechner Ernst Pein II. erstattete den Rechenschaftsbericht, der autgeheißen wurde. Der Verein hat leider einen Rückgang der Mitgliederzahl zu verzeichnen. Nach längerer Aussprache wurde eine Erhöhung des Beitrags beschlossen. — Bei der jüngst im Gemeindewald abgehaltenen Holzver- fteigerung wurden folgende Preise je Raummeter erzielt: Buchenscheite 10 Mk., Buchenknüppel 8 Mk., Buchenstöcke 4 bis 5 Mk. Kreis Ariedberg. A Butzbach, 17. Februar. Bisher war die städtische Müllabfuhr mangelhaft. Aus diesem Grunde entschloß sich nun die Stadtverwaltung, die staubfreie Müllabfuhr einzuführen. In' dieser Woche wird der neuzeitliche Müllabfuhrwagen in Benutzung genommen. — Der O b st - und Gartenbauverein hielt seine Hauptversammlung ab. Der Vereinsführer erstattete den Geschäftsbericht. Die Mitgliederzahl beträgt 93. Für das verstorbene Vorstandsmitglied Ruppe! wurde das Vereinsmitglied Bender gewählt Die Jahresrechnung schloß mit einem Ueberschuß ab. Sodann hielt Lehrer B e p l e r einen aufschlußreichen Dor- neue/i jeden Morgen L J 1102 V Tüissia -Sprudel H ass ia> Sprudel schafft frohe Laune, gibt gesundes Blut und neue Lebensfrische. 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Februar 1937 Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den Abteilungen I und II beiden On der heutigen DormittagSziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 335496 2 Gewinne zu 5000 RM. 130244 2 Gewinne zu 3000 RM. 255700 18 Gewinne zu 2000 RM. 18995 44364 50748 236053 249435 251110 285262 317187 370018 68 Gewinne zu 1000 RM. 7355 19483 31535 33934 41103 44563 53523 83583 120051 131248 131683 136627 148822 153385 153654 166073 193539 195258 203781 224055 235418 241505 247902 284129 291114 298040 298160 309609 315777 326191 350452 370034 382077 387581 108 Gewinne zu 500 RM. 3534 17857 20812 29675 34439 40175 40967 57762 69772 81241 101281 116249 126750 135006 136288 150709 151614' 156614 157364 158856 166119 166865 167696 171943 174099 182610 185746 194886 203542 206336 220654 221583 246601 264072 266629 267846 276418 277959 279890 282329 288952 294641 300667 319103 327129 328397 332536 341029 353821 354425 363799 366850 370743 397824 394 Gewinne zu 300 RM. 2234 2695 7626 7734 8875 11105 12362 12940 13518 14957 15505 16090 16562 16895 18054 19844 20079 20331 21846 23678 25560 26919 26960 29901 31160 32018 33208 33465 34135 34453 35119 38504 41373 46238 47795 48257 50215 51944 58036 58138 64476 70157 71438 74970 75239 77008 77227 82971 84157 93361 95309 95861 96750 96841 97596 99482 100936 105981 108989 109388 111261 112551 114957 119914 121967 128201 129537 130428 131392 135722 138359 145109 145404 154484 154637 161773 167825 168997 172172 173244 173548 176470 179774 180077 181648 183234 183515 187793 189144 190323 191181 191244 196995 198451 199185 201157 205113 205798 206908 207437 209612 212479 212728 213125 219570 220039 221255 222241 224096 225662 229514 230311 232710 235222 237905 238404 238823 238954 239975 245076 249500 250627 250817 253375 253924 254841 255247 255787 256052 258954 263628 263709 263970 265245 267629 268118 271029 272769 273388 279250 279573 280076 281754 281821 281934 284021 291913 293988 297189 297806 301187 301855 302072 302442 303576 306771 307995 317957 320157 321323 321339 326144 327632 330175 330277 332679 333692 333903 334318 335550 336366 338623 340295 340314 341942 344821 348416 349257 352214 352227 352537 352779 353784 362344 362460 369894 375393 378157 381139 382135 382203 390600 396622 397204 398614 399113 399643 On der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 100000 RM. 326905 6 Gewinne zu 3000 NM. 131300 134223 357109 12 Gewinne zu 2000 RM. 106764 204888 223312 287863 298497 349340 60 Gewinne zu 1000 RM. 79 27474 52812 62530 63664 82402 99369 99570 116781 122555 162369 164669 165978 208408 229562 234544 239652 244097 259670 265735 266714 282421 284900 291243 304006 308173 323799 375457 382234 388612 74 Gewinne zu 500 RM. 4282 10203 18084 29417 38713 94627 96501 144640 163781 163946 168920 169531 177426 188414 204431 207469 222903 229518 249787 253630 260132 269092 269292 272294 275940 308045 327379 334652 351348 357491 367273 375811 377357 384266 386474 386551 395993 234 Gewinne zu 300 RM. 2976 9040 12650 15421 17265 25975 28827 37453 41530 46918 46966 52217 64434 65034 67775 68050 71325 73122 74398 76854 78549 79947 84421 85838 89164 93032 97289 98289 107073 112847 118676 119633 119954 122465 125152 129087 132546 135577 136364 138796 141160 147553 148054 151756 153895 154834 155523 161433 161670 162771 163498 166502 174442 174979 176780 179800 181017 184940 187385 190543 193448 194989 197280 198450 199569 202045 214013 215633 217409 220055 220260 236383 236424 241679 244802 248020 248137 249711 253659 254509 274570 275107 277990 281403 281579 288656 289992 291512 296377 301802 302345 306816 307605 307824 313422 313820 316168 317972 322118 323179 323739 326774 329342 333826 340929 358821 359374 360922 363893 376521 381784 388080 388650 395279 396401 398309 399070 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 800000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 6 zu je 30000, 12 zu je 20000, 68 zu je 10000, 148 zu je 5000, 272 zu je 3000, 728 zu je 2000, 2216 zu je 1000, 3714 zu je 500, 14964 zu je 800 Mark. s Einspaltige | Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Mllllmeterzelle veröffentlicht! Bitte besuchen Sie uns auf der Berliner Automobil-Ausstellung Unser Programm 1937: TRUMPF-JUNIOR TRUMPF DER NEUE 2,5 LITER ADLER DIPLOMAT PRIMUS AWLEKWEKKE VORM. HEINRICH KLE YE R AG. • FRANKFURT AM MAIN Auf der Ausstellung: Halle I, Stand Nr. 31 Generalvertretung: H.Wagener Gießen, Frankfurter Straße 45, Fernsprecher 4120 Familien-Drucksachen veriobungaanzeigen Vermähl ungaanzelgen bei Brühl,Schulstraße 7 Geburtsanzeigen Kuhnerts Tee Seit 50 Johren bewährtes Hoiisgetrönk. regelt Stoffwechsel,erhält Körper fchlank und jugendfrischlVo.llk.unschodlich Ei h.in Apotheken U.Drogerien zu M.o6ö’t2o In Gießen: Löwen-Drog., Seltersweg 69. Viktoria-Drog., Marktstr.5 Ein Buch für den Naturfreund! Waldweben Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Linführungstext von K. Gerhard u. G.Wolff. Preis RM.4,80. „(Eß lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die btldgewordenen Naturfchönheiten in sich aufzunehmen, dem singen und klingen die Tafeln tausend (Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter! gu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Hier abschneiden! Trafik 519 Transpiration sie verdickt. Beseitigung durch Behebung der Grundursache oder bei örtlicher Erkrankung durch Operation. Trafik, ital., in Österreich Bezeichnung für ein Geschäft, in dem Tabakwaren und Postwertzeichen verkauft werden Tragant, getrockneter Pflanzenschleim einer Legumimosenart vom östlichen Mittelmeer, der geruchlos. in den besten Sorten von gelblich-weißer Farbe ist und in Wasser ausquillt Man benutzt Tragant in Stoffdruckereien, bei der Tabakherstellung und in Konditoreien. Mit ihm wird Schaumgebäck gefertigt, das beim Trocknen fest wird. In Tragant werden manchmal künstlerische Zuckerbäckereien ausgefübrl. Tragikomödie, griech. Trauerspiel mit scherzhaftem Einschlag. Tragödie, griech., Trauerspiel. Trainieren, franz., Bedeutung — einüben stählen ertüchtigen, ursprünglich beim Pferdesport gebraucht, jetzt bei jeder Soort- art. Richtiges Training (Üben) erzielt Bestleistungen, beispielsweise die Erwerbung eines Sportabzeichens, stellt also höhere Anforderungen als wenn man, lediglich um den Körper zu ertüchtigen turnt ober eine Sportart betreibt. Wer em regelrechtes Training mitmachen will, soll sich vorher von einem Sportarzt untersuchen lassen, ob Herz und Lungen völlig gesund sind. Trainingsanzug, ein praktisches Bekleidungsstück aus Hose und Ltberziehblufe aus wollartigem Stoss, das nach Sportübunge« angezogen wird, um sich vor Erkältung zu schützen. Traiteur, entbehr, franz. Fremdwort für Kunstkoch, Stadtkoch. Trajekt, lat., entbehrt. Fremdwort für Fähre. Überfahrt. Traktieren, entbehrt lat. Fremdwort für bewirten, auftischen, freihalten Tramafeide, mittlere Seidensorte. wird in der Hauptsache zu Strümpfen verwandt. Tran, flüssiges Fett aus dem Speck verschiedener Fischarten, das als Schmiermittel dient Zu diesen Fetten gehört auch der Lebertran. Tranchieren, entbehrt französ. Fremdwort für Braten oder Geflügel zerlegen, zerschneiden. Man bedient stch dazu eines besonderen Bestecks Transformator, lat. Bedeutung: Umformer wird in elektrischen Anlagen zur Vergrößerung oder Verringerung der Stromspannung gebraucht. Im Haushalt wird oft ein Klingeltransformator verwandt um den Strom zur elektrischen Glocke aus bem Stromnetz entnehmen zu können. Transparent, lat., Bedeutung: Leuchtbild od durchsichtig, durchscheinend. Meist ein Bild od eine Schrift auf durchscheinendem Stoff, der von rückwärts beleuchtet wird. Transpiration, lateinisch, Bedeutung: Ausdünstung, Schwitzen. Schweiß. Statt zu sagen, ich transpiriere kann man genau so gut sagen: Mir ist sehr heiß. Fest muh sie stehen. Denn es ist doch sehr gefährlich, auf einer wackligen Trittleiter Fenster zu putzen. Bei Häuser gibt es solche sicheren Trittleitern, auf die Sie unbesorgt steigen können. Sie sind verschieden hoch und sehr preiswert. 3- D. Häuser, Gießen, am Oswalbsgarken, Fernsprecher 2145/2146. trag über „Neuzeitliche Fragen im Vogelschutz und Gartenbau". Eine rege Aussprache schloß sich an. Die Gratisverlosung von Blumenstöcken, Beerenobststräuchern und Gartengeräten brachte jedem Mit- gliede einen Gewinn Kreis Schotten. x Schotten, 17. Febr. Zur Zeit finden die Holzversteigerungen statt, die dem Staat und den Gemeinden gute Erlöse bringen. Für Buchenscheiter wurden im Durchschnitt 7 bis 8 Mark erlöst, für Knüppel etwa 5 Mark Die Nachfrage war überall stark. * Helpershain, 18. Febr. Hier begeht am Freitag, 19. Februar, bei geistiger und körperlicher Gesundheit Frau Annemarie M o mb e r g e r Wwe. ihren 7 5. Geburtstag. Sie ist Mutter von acht Kindern und sitzt trotz ihres hohen Alters noch täglich am Spinnrad Kreis Alsfeld. A Alsfeld, 16. Febr Ein großes Trauer- geiolge begleitete die sterbliche Hülle des Forstrats Heinrich K r e u d e l in Alsfeld zur letzten Ruhe. Am Grabe erfolgten Kranzniederlegungen von den Vertretern der Ministerialforstabteilung, der Bezirks- forftqruppe Alsfeld, des Forstamts Alsfeld, der Gefolgschaft des Forstamts Alsfeld, der Kreisjäger- schä't, der Stadt Lauterbach, woselbst der Verstorbene früher tätig gewesen war, der studentischen Verbindung des Sohnes des Verstorbenen, der Alterskameraden und der Kriegerkameradschaft Alsfeld. Die Ehrensalven der Kriegerkameradschaft und das Lied vom guten Kameraden bildeten den Ausklang der Trauerfeier, nachdem der Kreisjägermeister mit dem jagdlichen Scheidegruß, der von Angehörigen der Bezirksforstgruppe geblasen wurde, Abschied genommen hatte. Forstrat Keudel, der bis zum Jahre 1921 das Forstamt in Lauterbach verwaltete, kam in diesem Jahre nach Alsfeld, wo er bis zu seinem Tode wirkte. Er ist durch seine Tätigkeit als Landamtmann besonders bekannt geworden und vertrat im Arbeitsausschuß der Arbeitsgemeinschaft der Träger der Arbeit für das Arbeitsdienstlager Alsfeld die Interessen des hessischen Forstfiskus. Sein aufrichtiger Charakter hatte ihm viele Sympathien erworben. ch Kirtorf, 17. Febr. Der Gesangverein „Liede r k r a n z" veranstaltete im Saal „Zur Krone" seine Generalversammlung. Der Vereinsführer gab der Bitte Ausdruck, durch fleißigen Besuch der Singstunden dem Verein auch weiterhin vorwärts zu helfen. Nachdem man in ehrender Weise der Toten des vergangenen Jahres gedacht hatte, wurde der Kassenbericht erstattet, der in Ordnung war. Die Kasse wies erfreulicherweise einen erheblichen Ueber- schuß aus. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. An Stelle des verstorbenen Sangesbruders Wilhelm Sommer wurde Wilhelm Köhler in den Vorstand berufen. Für den ausscheidenden Rechner Heinrich Köhler II. wurde L. Wolf zum Rechner bestimmt. Der Vereinsführer dankte dem ausscheidenden Rechner für seine langjährigen treuen i Me entsteht der Losbries der Winterhilfe? und die damit verbundenen Maßnahmen der Behörde und des Reichsluftschutzbundes anerkennt und befolgt, bewies hier die er sie Verdunkelungsübung am Dienstagabend. Der große Ort mit 2500 Einwohnern lag nach den ersten Alarmsignalen vollständig in Dunkel gehüllt. Die Verhüllung der Fensterfronten war durchweg so sorgfältig getätigt, daß der Kontrolldienst kaum Beanstandungen zu machen hatte. Erfreulicherweise führte eine ganze Reihe den Ort durchfahrender und von der Polizei und der SA. an den Dorf- eingängen auf die Verdunkelung aufmerksam gemachter Kraftfahrer die Abblendungshauben für die Scheinwerfer mit sich. — Die in einer Anzahl von Parallellehrgängen seit einiger Zeit in unserer Gemeinde stattfindenden Schulungskurse der Ortsgruppe Launsbach des RLB. gehen in den nächsten Tagen zu Ende. Damit dürfte aus jedem Haushalt eine Person die Grundschulung des Luftschutzes erhalten haben. Die Plombe garanfierf die Ordnungs- mäfjigkeif der Losbriefe im Kasten Losbriefe sind Wertpapiere, auch wenn auf manchen steht: „Dieses Originallos hat nicht gewonnen". Denn auch die nichtgewinnenden müssen dieselbe Erscheinung haben wie die Gewinnlose, und diese Dienste. — Dieser Tage fand im Rathaussaal eine Bauernversammlung statt. Ortsbauernfüh- rer L i e h r sprach zunächst über den Flachsanbau und ermahnte die Bauern, sich auch in diesem Jahre wieder an diesem Anbau zu beteiligen. Ferner gab er Aufschluß über zweckmäßigen Rapsanbau. Hauptwachtmeister Schröter sprach anschließend über Unfalloerhütungsoorschriften, insbesondere über Leitern und beim Treppenbau. Er ermahnte alle Bauern und Landwirte, diese Vorschriften genau einzuhalten. — Am morgigen Donnerstag kann Frau Luise Haustein bei bestem Wohlbefinden ihren 7 3. Geburtstag feiern. Die Jubilarin versieht trotz ihres hohen Alters noch allein die bekannte Stadtwirtschaft „Zum offenen Helm". Der einzige Sohn der Hochbetagten fiel im Weltkrieg. Kreis Wehlar. Q Krofdorf-Gleiberg, 17. Febr. Wie sehr die Bevölkerung bereits von der Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes überzeugt ist sind vor jeder Fälschungsmöglichkeit zu schützende Wertscheine. Die Reichswinterhilfe-Lotterie hat mit der Herstellung der Lose zwei Firmen in verschiedenen deutschen Städten beauftragt, die mit etwa 1000 Personen starker Belegschaft in monatelanger Arbeit die 30 Millionen Losbriefe schaffen. Voraussetzung ist die Anfertigung eines besonderen Wasserzeichenpapieres. Dieses ist der erste Schutz gegen Fälschung. Um ein Durchleuchten der Lose unmöglich zu machen, erhalten die Losbriefe beim ersten Arbeitsgang auf der Rückseite einen schwarzen Schutzdruck. Es folgt dann der Vorderseitendruck, das Numerieren der Lose und Ausstan- zen. Erst wenn festgestellt ist, daß sämtliche Lose einwandfrei gedruckt sind, kommen sie zur Falzung. Spezialmaschinen erreichen eine Faltung, die wesentlich zur Sicherung des Loses beiträgt. Eine weitere Schutzmaßnahme bildet der Verschluß mit der Siegelmarke. Es folgt dann nochmalige Zählung, das Einstecken der«. Lose in die Hüllen, das Verkleben der Hüllen und als Schlußarbeit die Schutzprägung, Rillung genannt, am Kopf des Losbriefes. Um die Unmöglichkeit eines Mißbrauches im Betrieb selbst klar zu machen, ist eine Schilderung der gesamten Vorgänge angebracht. Das Papier muß, um den regelmäßigen Druck zu gewährleisten, auf die Temperatur des Verarbeitungsraumes gebracht werden. Erst dann kann der Druck beginnen. Die fortlaufenden Nummern der Lose, die sich automatisch beim Druck einschalten, ergeben die erste Zählung der Lose. Eine Aufsichtsperson verfolgt genau die richtige Arbeit der Maschinen. Ueberdies setzt nun die Loskontrolle erstmals ein, und trotz Millionenauflage wird jedes ausgestanzte Los einzeln auf Druck und Numerierung geprüft. Die Nieten gehen in die Falzmaschine getrennt von den Gewinnlosen; die letzteren gelan- Die fertiggestellten Losbriefe werden nochmals in einer genauen Zählkontrolle geprüft gen dann in ihrer Gesamtheit sofort in die Verwahrung des ständig anwesenden Kriminalbeamten, unter dessen Aufsicht auch „hinter Gittern" die Gewinnlose entsprechend dem Gewinnplan unter die Nieten eingemischt werden. Hierauf werden je 200 Losbriefe — Nieten und Gewinne — in Schachteln gereiht, die sorgfältig abgezählt die Verschlußmarke empfangen. Die Zählkontrolle setzt wieder beim Einstecken der Lose in die Hüllen ein und findet nochmals bei dem Verkleben der Loshüllen statt. Nun folgt die Verrillung, der die Schlußkontrolle sich anschließt. Ist diese beendet, so gehen die Originalschachteln, welche die Glücksmänner ausgehändigt erhalten, zur Verschnürung und Plombierung. All dies ist ein langwieriger Vorgang, der aber, weil wohl durchdacht und überprüft, die volle Gewähr für die Unmöglichkeit von Irrtum und Mißbrauch bietet Wenn alle diese Arbeitsgänge abgeschlossen sind, werden die Schachteln rasch in Kisten verpackt, die zur Sicherheit noch mit einem Stahlband mit besonderem Verschluß umspannt werden. Bahn und Lastwagen bringen die Kisten dann zu den Dertei- lungsstellen, in welchen sie an die Losoerkäufer, die grauen Glücksmänner, die allen zur liebgewordenen Erscheinung im Straßenbild geworden sind, weiter- | gegeben werden. Arbeiisvergebung. Die im Rechnungsjahr 1937 (1. April 1937 bis 31. März 1938) herzustellenden Gas- und Wasserleitungsrohrgräben sollen auf Grund der RVO. öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Technischen Büro des Gas- und Wasserwerks (Gartenstraße 3 I, Zimmer Nr. 3) aus. Die Vordrucke sind dort erhältlich. 1109A Die Angebote sind verschlossen und postsrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Samstag, den 27. Februar 1937, 11 Uhr, an uns einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Anbieter. Zuschlags- und Bindefrist: 4 Wochen. Gießen, am 17. Februar 1937. Städtische Betriebe Gießen. Abt. Gas- und Wasserwerk.__ tionkläooö von3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder* HdulllduuU holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Verkäufe Verkaufe, da genügend Nachzucht vorhanden, einen 3 jährigen Belgier Fuchs-Wallach ein. 3 jähr, braun. Oldenburger Wallach langschrvf.. schnittiges Pferd mit viel Gang, oder 4jähr.brauneOl' denburgerStute, langschwf. 0822 E. Brttckmann Birklar. Jungem, ftrebs. WWW oderBuchbinder m. Meistervrüf. am liebsten vom Land, wird Gelegenheit gebot., sich ein seit über 50 Jabren bestehend.Geschäft (Pavierhandlg.) zu erwerben. — ZurUebernahme desWarcnlagers und Inventars sind etwa 5000 RM. in bar nötig. Schriftliche Anfrag. u. 0811 an den Gießener Anzeiger erbet. Zu verkaufen: 14,5m Eisenzaun mit Steinsockel, 1 Haustür mit Rahmen, 4Tür., Schaufenster, Glasabschluß m. Türen, 1 Ladentheke (4 m lang), 1 Glasschrank m. Fächer 1,60x0,90 1 Wandregal 4X 2,25,1 Füllofen, alles sehr gut erb. ziaiserallee 10. Neuer weinrot emaillierter Ofen umzugshalber zu verkaufen, osio Kaiserallee 651. Transport Trench coat 520 Transport, lat., entbehrlich für Versand. Beförderung, Fracht, Ladung, Sendung, Fuhre. Trapez, griech., rechtwinkeliges Viereck mit je zwei gleichlangen Seiten, ferner Bezeichnung für ein Schwebereck. Traubcnkernöl, fettes Speiseöl aus Traubenkernen. Traubenzucker, Blockzucker, kalorienreicher Obst- od. Stärkezucker, der sich u. a. in süßen Früchten und Honig findet und als Stärkungsmittel beispielsweise beim Sporttraining sowie zur Bereitung von Bonbons, Likören usw. verwendet wird. Trauerkleidung, für das erste halbe Jahr der Trauer tiefschwarze Kleidung, ebenso Schuhe und Strümpfe. Witwen tragen kleinen Krepphut mit Krepvnak- kenschleier und Eesichtsschleier, außerdem ist ihnen ein kleiner weißer Rand am Hut oder Kleiderärmel gestattet. Das zweite halbe Jahr trägt man Halbtrauer. d h. schwarzweiße Kleider. Der Herr trägt am linken Rock- oder Mantelärmel und um den Hut einen Florstreifen und eine schwarze Krawatte. — Geht man zu einer Beerdigung, trägt man nach Möglichkeit schwarze Kleider, wenn nicht zum mindesten ganz dunkle. Gesichtsschleier sind nicht notwendig. Der Herr schwarzen oder dunklen Anzug, weißes Hemd, schwarze Krawatte und Zylinder. Trauring, Ehering, das symbolische Zeichen der ehelichen Verbindung. Trauringe sind au^ Gold und meist glatt man^mal auch ziseliert, nicht aber mit Steinen besetzt. Innen ist gewöhnlich der Vorname des Ehepartners mit dem Datum des Hochzeitstages eingetragen. Es ist üblich, den Verlobungsring am vierten Finger der linken Hand, den Ehering am vierten Finger der rechten Hand zu tragen. In manchen Gegenden ist es umgekehrt der Brauch. Verwitwete Ehegatten pflegen beide Ringe zu tragen. Neuere Verordnungen schranken die Verwendung von Gold bei Trauringen stark ein. Treibarbeit, Art der Metallbearbeitung, bei der in der Hauptsache Edelmetallbleche durch Hamnzerschläge zu Gefäßen ge- formt^werden. Die fertige Arbeit nennt man „getrieben" oder „gehämmert". Treiben von Pflanzen ist die Verlegung der natürlichen Blütezeit. Zwiebelblumen kommen durch Zimmerwärme früh zum Blühen. Es können auch abge- schnittene Zweige von Sträuchern und Bäumen, die Blutenknospen oorgebildet haben, im geheizten Raum in warmem Wasser getrieben werden. Beliebt ist der „Varbarastrauß", der vornehmlich aus Kirschbaumzweigen besteht und zu Weihnachten blüht, wenn er, in Wasser gestellt, im warmen Zimmer vorgetrieben wird. S. auch Forsythie. Trench coat, engl., Sportmantel für Damen und Herren aus wasserdichtem Stoff. Die Mäntel laßt man zweckmäßig in einer Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 Meinen verehrten Gästen,"Freunden und Bekannten zur Kenntnis, daß ich die von meinem verstorbenen Manne geführte Gastwirtschaft »Zur Stadt Kassel« nach wie vor weiterführe. Ich bitte, das demselben entgegengebrachte Vertrauen auf mich weiterhin übertragen zu wollen Frau Anna Weinharde Gießen, Kaplaneigasse 2 (lltoD Billige Fische M (Eine Offenbarung für jeden Tierfreund! Tiere mit Gefühl und Verstand (Eine allgemeinverständliche Darstellung der Forschungsergebnisse über das Seelenleben der Tiere mit prabtiskten Dersuchsanleitringen von Dr. Werner Fischel, Leiter der Forschungssielle für Tierseelenbunde am Westfälischen Zoologischen (Barten zu Münster Jeder, der mit Tieren zusammenlebt, seien es Hunde, Katzen, Pferde und sonstige Haustiere, die Bewohner eines Aquariums, Stubenvögel oder Tiere in freier Wildbahn, jeder Naturfreund überhaupt hat wohl schon Beobachtungen gemacht, die ihn zu der Frage anregten, ob man bet Tieren Gefühl und Verstand, ob man bei ihnen eine Seele voraussetzen darf. Die tiersceienkunaliche Forschung ist dieser Frage nach den Verstandesleistungen und Gefühlsregungen, nach dem Seelenleben der Tiere nachgegangen und dabei zu beachtlichen Ergebnissen gelangt. Der Verfasser dieses Buchesf ein Vertreter dieses jungen Zweiges der Wissenschaft, bietet hier in lebendiger, für jedermann verständlicher Darstellung anhand zahlreicher anschaulicher Bilder eine volkstümliche kleine Tier Seelenkunde, wie sie jedem Tierfreund willkommen sein dürfte. Dem Hund und seiner Abrichtung ist ein besonderer Abschnitt gewidmet. Im übrigen ist der Inhalt des Buches sehr vielseitig. Die Berichte erstrecken sich auf Versuche mit Tieren aller Artin allen Regionen der freien Natur wie im Haus und Hof und in zoologischen Gärten. 140 5.mit 100 Abb.in Leinen geb. RM.3.60. — 3n jeder Gießener Buchhandlung erhältlich ff. Filets von Kabeljau Seelachs,Barsch,Schellfisch ff. Kochfische: Seelachs, Kabeljau, Goldbarsch, Heilbutt, Schellfisch, Silberlachs 1121 a ysc-tmAus1 JJX-tiAVB Marktstraße 23, Telefon 2417 Freitag, den 19. Februar 1937, ab 10 Uhr, versteigere ich Neuenweg 18 im Laden zwangsweise bestimmt gegen Barzahlung: Bett-, Tischund Leibwäsche, neu und gebraucht sowie andere Gegenstände. .1122V ttjffnff Gerichtsvollzieher,Gießen OlUUll Steinstr. 42 - Telef. 3660 Kaufgesuche Wiener NIMM für d.Aufbewahrung v.Geschäfts- büchern m.einem nutzbaren inner. Raum o.ca.70cm Breit?,50crnTiefe sowie 140crnHöh. zu kaufen gesucht. Schriftl.Ang. m. Angabe d. Preis, u. Fabrikates unt. 1116D an den Gie ßenerAnzeig. kmpseklungenj Künstliche Zähne Brücken Plomben zu billig. Preisen Frau K einiger Dentistin osio j Izt Plockstr. 10. |Verschiedenes| Suche für abends Laden oderBiirv zu putzen. Angeb. unt. 0813 an denGieß.Anz. 9on3 bie 20 v. S. erhalten Sie bei wiederholten Auf- । nahmen einer Ameise Antel!., selbständiger Landwirt l ev.) gute Erscheinung. 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Spielleitung: Hans Deppe Au> << ej_BÜ h n e : YOTgO UlOCt) ■ Europas jüngster Musical - Clown auf dem Kunstrad uoeA Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Täglich 4. 6 und 8.30 Uhr. Sonntags T 5 30 und 8.30 Uhr PQLPST Giessen' W um 5» r ,üg' un* ' 5^'!! k>$ K die der eng Mzuflegun GiöhebisiO Wiarden Mark Enit32W Unie n. In dc Mdnete Ale Wen. Die A Mhaltung |ldf einer ganz^ Mr-Party sei • : f willigen, der f Ri, innerhalb d K lei auf das sc L in eine eigen WW. | Misteri Pje vor der AI |: bei der Anlei Menglische erhöhter De K den neuen ' lijre 1914. I Rkgeschlagenen \ | „große Flöt ®