U H, /ST f G I G /• D . Montag, l8.Zanuar 1957 187. Jahrgang Sie Organisation kein starres Gebilde der Der Gauleiter spricht. (Aufn.: Schwarz-NSG.) wir uns aufs neue verpflichten/ Blick auf die Galerie im Frankfurter Hippodrom. (Aufnahme: Schwarz-NSG.) war es ihm möglich, dann ein Reich aufzubauen, das allen Stürmen zu trotzen vermag. des gesamten auch ist die der Partei die Seele des der Kampf des diesem Gewinn jje an Ihnen nicht] leben dürfen! h 8.15 Uhr einst den Sieg erringen ließ, und ihn uns für aüe Zukunft sichert. Aus dieser Sicht allein spricht der Gauleiter über die Inangriffnahme des Vierjahresplanes im Gau, und deutlich empfindet auch der letzte Nationalsozialist, datz dieser Vierjahresplan des Führers seine Behandlung nicht vor allem von der Seite der Statistik und eines kühlen, sachlichen, wirtschaftlichen Denkens erfährt, wie es ehedem sicher geschehen wäre, sondern datz bestimmend für alte diese Notwendigkeiten d i e Eintritt 40 P{ ann willkommen! •d tanzt im Cafe Leib Unter dem jubelnden Beifall des versammelten Führerkorps spricht der Gauleiter. Seine Worte geben die Richtung an für den weiteren Vormarsch im Gau. Er selbst ist mit ganzem Sein dem Führer verantwortlich für die genaueste Ausführung der von ihm erhaltenen Befehle; zur Erreichung des gesteckten Zieles fordert er nun von den ihm unterstellten Führern in Hessen-Nassau d i e volle Berantwortlichkeit für den re st losen Einsatz und die s e l b st l o s e st e Hingabe auch des letzten Nebenmannes, der sich nur irgendwie zur Front des Nationalsozialismus rechnet. Nicht besser könnte dieses geschehen als mit der Blickwendung zu den alten und doch ewig neuen Fundamenten unserer Weltanschauung. Der 2Huf und die Tapferkeit, die Treue und Opferbereitschaft, kurz ein ganzer Charakter, dessen handeln nichts anderes kennt, ats Dien st für Deutschland, das war die nationalsozialistische Grundhaltung, die uns daran, daß die Organisation des Gaues Hessen- Nassau einmal in einem Notizbuch zusammengedrängt war, denken Sie daran, daß einmal eine Ortsgruppe nur einfach aus dem Gedächtnis eines einzelnen Menschen heraus geführt wurde. So wollen wir stets eingedenk sein, daß diese Organisation kein starres Gebilde werden darf und nur verwaltet werden kann. Wenn Ihr Ansätze findet, daß nur verwaltet wird, dann, Parteigenossen, greift zu, dann klopft drauf. Es mag richtig sein, wenn für die Industrie und für die Behörden und für die freie Wirtschaft im allgemeinen zu zehn- prozentiger Papierersparnis aufgerufen wird. Wir wollen uns zur Aufgabe machen, daß wir fünfzig Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 81 /.Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 50 Npf.,Platzvorschrist nach oorh.Vereinbg.250/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein- seelische Bereitschaft deutschen Volkes ist. Deshalb Führung dieser Aufgabe übertragen worden. Um deutschen Volkes ging immer Nationalsozialismus. Nur mit Prozent einsparen. Der Papierkrieg ist auf alten Fronten einzudämmen." Eingehend behandelte er dann die Gebiete NSG. Der Gauleiter gab am Sonntagvormittag in einer großen Rede vor den Politischen Leitern und vor den Führern der Gliederungen des Gaues Hessen-Nassau den Marschweg für das kommende Jahr, das ganz im Zeichen des Vierjahresplanes steht, bekannt. Die Gaupropagandaleitung, die vom Gauleiter mit der Geslfmtvorbereitung der Appelle beauftragt worden war, benutzte zum ersten Male ein vollkommen neuartiges Mittel zur Durchführung. Sämtliche Kreise der NSDAP, unseres Gaues hörten zur selben Stunde den Gauleiter, da die Rede in die 35 Einzelappelle in den Kreisstädten übertragen wurde. Das Hippodrom zu Frankfurt a. M., die alte Kampfstätte der Bewegung, war für den Appell des Kreises Groß- Fraukfurt festlich hergerichtet worden. Es war kein Prunk; mit ganz einfachen, aber umso wirkungs- Oer Gau Hessen-Nassau empfängt die Richtlinien für feine Mitarbeit am Vierjahresplan. Oer Gauleiter spricht auf einem Appell des gesamten Führerkorps. (Bcitcr(ils2liHci(ict für (Dbcrbclicn Z'KZZW richten: Anzeiger Sietzen V w I 4 ’ " gen,Bäder-,Unterrichts- u. Postscheckkonto: „ behördliche Anzeigen 6Rpf. Srantfurt am Main 11686 vruck und Verlag: vrühl'Iche Univrrfiiäl; Such- und Stcinörutferei R.Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7 Meng-nabschlüff-Staffel 3 Heime für die HF. Förderung der Heimbeschaffung durch Partei, Staat und Geue nden. Berlin, 16. Jan. (DNB.) In einem Appell an den nationalsozialistischen Gemeinschaftswillen ist das deutsche Volk zur Heimbeschaffung für die HI. aufgerufen worden. Der Führer s e l b st hat die Erwartung ausgesprochen, daß Bewegung und Staat die Aktion tatkräftig unterstützen. Zur Durchführung des Aufrufes des Führers und Reichskanzlers verfügen die im Ehrenausschuß für die Heimbeschaffung vereinigten Reichsstellen folgendes: 1. Die Reichsstellen ersuchen alle Parteistellen, Dienststellen des Reiches und der Länder und die Gemeinden und Gemeindeverbände, die Heimbeschaffung der HI. mit allen Kräften zu unterstütze n. 2. Alle Körperschaften des Reiches, der Länder, der Gemeinden und der Partei werden gebeten, i m Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten bei der Beschaffung des Grund und Bodens sowie beim Bau, Einrichtung und Unterhaltung der Heime mit» zuhelfen und bei der Haushaltsaufstellung kommender Jahre diese wichtige Aufgabe genügend zu berücksichtigen. 3. Die Reichsjugendführung hat einen Arbeitsausschuß für die Heimbeschaffung der HI. gestellt, dem Vertreter der zuständigen Reichsstellen angehören. Dieser Arbeitsausschuß begutachtet Anträge, die von Standortführern aus örtlichen oder anderen Stellen wegen der Förderung der Heimbeschaffung gerichtet worden sind, und berät in allen Fragen der Heimbeschaffung. 4. Dem Arbeitsausschuß für die Heimbeschaffung find alle geplanten Neubauten zu melden, vorhandene Plätze sind zur Prüfung einzureichen. Der Arbeitsausschuß ist bereit, in Zusammenarbeit mit der Reichskammer der Bildenden Künste für die Entwurfarbeiten Architekten des betreffenden Ortes oder der betreffenden Landschaft vorzuschlagen. Bauvorhaben dürfen nur mit feiner ausdrücklichen Genehmigung durchgeführt werden. Darüber hinaus wird d i e gesamte Bevölkerung aufgerufen, die Heim- Schulung, der Personalverwaltung, des Führernachwuchses, der NSV., der Presse, der Hitler-Jugend und ihre Heimbeschaffungsaktion und mit besonderer Ausführlichkeit den Ausbau des Reichsnährstandes. Auf seiner in den ersten vier Jahren erarbeiteten Grundlage würden dabei auch die neuen Aufgaben zu meistern fein. Baldigst würde man damit beginnen, die bisherigen Erfahrungen in Hessen auch auf den Westerwald zu übertragen und Brot zu schaffen. Nach einer knappen, dafür aber um so wirksameren Herausstellung der Judenfrage, wendet er sich der Konfessionsfrage zu und verweist hierbei die Konfessionen auf ihr eigentliches Gebiet der Seelsorge. Unter dem begeisterten Beifall der Versammelten stellte er dem Tun der verantwortungslosen Hetzer auf diesem Gebiet die positive Arbeit der Partei gegenüber — „denn wenn wir vielleicht auch nicht die .christliche Nächstenliebe^ üben, so doch die deutsche Nächstenliebe. Sie ist bereits Tat geworden im deutschen Volke. Das ist mehr als alle Worte!" Dem Verhältnis zwischen Partei und Staat stellt er dann das Führerwort voran: „Die Autorität der Partei ist als letzte überwachende, entscheidende Instanz und als letzte Richterin anzuer- I kennen!" Deshalb auch habe sich jeder Parteigenosse in Behördenämtern bewußt zu bleiben, daß er dort als Vertreter der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei tätig ist. In ganzer Deutlichkeit arbeitet der Gauleiter dann die beiden innersten Aufgaben des Vierjahresplanes heraus. Die 21 b» w e hr des Weltbolschewismus und die Ueberwindung der wirtschaftlichen Abschnürung vom Weltmarkt. Er erinnert an. Die Worte des Führers auf dem Parteitag der Ehre: „Ich möchte an das deutsche Volk den ernstesten Appell richten, angesichts der Gefahren des Weltbolschewismus nunmehr wieder jene Kampfstellung zu beziehen, die wir als Nationalsozialisten vor der Machtübernahme vierzehn Jahre eingenommen hatten!" und zeigte die Notwendigkeit der alten Frontstellung gegen den Bolschewismus auf. Nachdem er darauf besonders die Tatsache würdigt, datz Generaloberst Göring mit der Durchführung der neuen Aufgabe beauftragt worden ist und dieser die Durchführung der unerhört grotzen Aufgabe der Partei übertrug, behandelt ec bereits einige konkrete Pläne, die im Rahmen des Vierjahresplanes im Gau Hessen-Nassau zur Durchführung gelangen werden. 3m Kampf um die Brotfreiheit des deutschen Volkes wird unser Gau im Frühjahr dieses Jahres schon an vier bis fünf Stellen die Grundsteine legen für neue Erbhöfedörfer. Ein gewaltiges Projekt fei weiterhin die Bewässerung und Bodenverbesserung des R o d g a u e s vor den Toren Frankfurts durch die Zuleitung der Abwässer der Stabt. A n Lahn und Dill würden in Kürze weite re Hochöfen wieder in Betrieb sein und eine restlose Auswertung der Bodenschätze des Gaues erfolgen. Die Rohstoffgewinnung aus Holz, deren rNannigfaltigkeit der Gauleiter aufzeigt, spiele gerade in unserem Gau eine besondere Rolle. Zwei Verzuckerungsanlagen würden in Bälde errichtet werden. Nach kurzer Behandlung der Gewinnung von deutschen T r ei b st o f f e n aus Braunkohle und Steinkohle schlotz der Gauleiter diesen Ausblick auf die zu behandelnden Aufgabengebiete mit einer unmitzverständlichen Warnung an alle die, die den wirtschaftlichen Vormarsch des deutschen Volkes sabotieren würden. In einem Orkan des Jubels und der Begeisterung endeten die Schlußworte des Gauleiters: ,Der gesamten Parteigenossenschaft muß es klar sein, daß die Partei bereits vor der vom Führer gestellten Frist von vier Jahren Rechenschaft über die Erfüllung der Aufgabe ablegen muß. Es geht u m Sein oderNichtfein des deutfchenVol- k e s und um nichts Geringeres. So laßt uns erneut betonen, daß wir gewillt find, als Nativ- nalfozialiften zusammen zu stehen und Opfer zu bringen. Wir wollen fein und bleiben, was wir immer waren: Treue (Befolg* f chaftsmänner unseres Führers, dem volleren Mitteln war der Raum ausgeschmückt. Die Fahnen waren nicht steif an den Wänden aufgehängt, sondern zwischen den hohen Bogen der Emporen ragten die Kampffahnen der Partei in den Saal hinein. Der Hintergrund des Rednerpodiums war mit dunkelrotem Tuch ausgeschlagen, von dem sich als einziger Schmuck ein silberner Hoheitsadler abhob. Auf der Bühne standen die Standarten und Stander der SA., SS. und des NSKK. Der ganze Raum war von gedämpftem Licht, das durch die. für diesen Appell besonders mattierten Scheiben fiel, erfüllt, und rundete fo :das würdige äußere Bild dieses Großappells ab. An hervorragenden, politischen Führern des Gaues Hessen-Nassau nahmen teil: Gruppenführer Beckerie für die SA.-Gruppe Hessen. Brigadeführer G r ä n tz für die SA.-Gruppe Westmark, ein Vertreter des Gruppenführers der SA.-Gruppe Kurpfalz, der Führer der Motorgruppe Hessen, 'Brigadeführer Richard Prinz von Hessen, Gruppenführer Hildebrandt als Führer des 'SS.-Oberabschnittes Rhein, ein Vertreter des SS.- Oberabschnites Fulda-Werra, Oberbannführer Brandt als Führer des Gebietes 13 Heffen- 'Nassau der HI., BDM.-ObergAuführerin Else Miese u. a. m. Nach dem Standarteneinmarsch «erscheint der Gauleiter. Gaupropagandaleiter Mülle r - S ch e l d eröffnete die Übertragung des Appells. Der stellvertretende Gauleiter Reiner : meldete dem Gauleiter 49 127 Führer der Verneigung, davon 20 655 Politische Leiter, 4484 Führer iund Führerinnen der Bewegung und 23 988 Amts- iwalter der angeschlosfenen Verbände. 3n einer gewaltigen Heerschau waren alle Politischen Leiter, die Führer und Führerinnen der Gliederungen und Amtswalter zu gleicher Stunde vereint, um vom Gauleiter die Ausrichtung für das kommende Jahr zu erhalten. 3m hohen Westerwald, im Taunus, Vogelsberg und in Rheinhessen hörten die Führer des Gaues zur gleichen Zeil den Gauleiter. Sämtliche Gauamtsleiler und mehrere Gauhauptstellenleiter überwachten als Beauftragte der Gau- teitung in jedem Kreisappell den Verlauf der Veranstaltung Es war eine technische Glanzleistung, die die Durchführung der Appelle ermöglichte, und so den grotzen ausgedehnten Gau klein werden lietz. Hunderte von Kilometer lagen zwischen den 35 Orlen, in die der Appell übertragen wurde, aber sie waren sich nahe, unendlich nahe. Ein Kommando des (Baupropaganbaleiters hallt kann durch den weiten Raum: „Alle 36 Kreise Des Gaues! Achtung! Es spricht zu Ihnen Der Gauleiter! So erinnerte jetzt der Gauleiter, daß dieser Raum, in dem er nun spreche, im Jahre 1924 d i e e r st e große Begegnung der Nationalsozialisten Hessen-Nassaus mit dem Bolschewismus erlebt hätte. Sie endete damit, daß die Bolschewisten und ihr Anhang damals aus dem Saal hinausgehauen wurden. Er weist darauf hin, daß die Form dieses Führerappells, bei welchem man sich des Drahtfunks bediene, hier in Heffen-Naffau zum ersten Mal im ganzen Reich durchgeführt würde. Erstmalig sei es überhaupt, einen Führerappell des ganzen Gaues abzuhalten, ohne daß alle an einem Punkt zu- ammengekvmmen wären. Sein Gruß gilt dann dem Führer, unter dessen Augen auch dieser Appell abgehalten würde. Er erinnerte darauf an die unbedingte Einlösung des von Adolf Hitler vor vier Jahren gegebenen Versprechens, innerhalb dieser Zeit den Wiederaufbau des deutschen Volkes und der deutschen Einheit erreicht zu haben. Tosender Beifall wird den Worten des Gauleiters gezollt, als er dieser Tat des Führers mit den Worten gedenkt: „Wenn bas in btefer unerhört kurzen Zeit geleistet werben konnte, bann ist es b i e A r - beit b er Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei gewesen. Der Führer hat auf bem Parteitag in Nürnberg nicht gekargt mit seinem Dank an seine allen Kämpfer. Doch wir, bie wir in seinen Reihen von Anfang an stauben, wir wollen es mit Stolz bekennen, trohbem ber Führer uns ben Dank ausgesprochen hat: zu banken ist biese unerhörte Leistung allein unb ausschließlich unserem Führer Aböls Hiller!" Nach diesem Rückblick auf das bisher Erreichte wendet sich die Rede dann den neuen Aufgaben zu. Ausführlich behandelt sie hierbei den Zweck der Organisation. „Wir haben die Verpflichtung, wie in der Vergangenheit die gesamte Partei und ihre Organisationen immer wieder aufs neue zu überholen. Denken Sie an den Anfang, denken Sie Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Nr. 14 Erstes Watt Erscheine täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl« Qlonat$«Be$ugsprets: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen qyn einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt «Linden Januar. 19.« Ub' usiW den 17- , i Ihr ** große Programm mit ?falo feer Illusionist I lerryfieldi ster Revuestar ■ üichtiim omisdieMtel sens Nue-Balletl «e Beiprograu ingen wir mß cirirt** Öd*”* « W"1 IlcHA >’* »> "ke u)tet NL'L , Runter S*' Kn bie <■{ [ fot CT 1 nächsten?^' zen. 1 August NeM 01 Januar in Jen A^biirg 9S leben" , auch 4.15 Uhr I ilien- und ^Vorstellung Abendprogramm] filch K«leii™ f tägl- vonXT k Für die Nach-1 telLMittffOchsu- ab 11 UM Telefon Das Verbot -er Freiwilligen-Werbung im Die Ar! Berlin,: Technischen Weinreich schen Nothilfe lizei Aussühn „ Es bestehen über, daß die fahren der y uneigennü der Führer j hörten. Doch noch weitere Betätigungsfelder seines kriegerischen Könnens warteten auf den General. 1916 führte er die Heeresgruppe Below in Mazedonien, 1917 die 6., dann die 14. Armee gegen Italien Hier erwartete ihn die größte und schönste Aufgabe, die er im Weltkriege verrichten konnte. Er führte die große Offensive in Italien durch und schuf damit bei den Oesterreichern neues Vertrauen und bei den Italienern größte Verwirrung. Der Angriff vom 24. Oktober 1917 endete mit dem großen österreichischen Siege. Cadorna wurde zum Rückzug hinter den Piave gezwungen. Für diesen Sieg erhielt Otto von Below den hohen Orden vom Schwarzen Adler. Ein neues Kommando an der W e st f r on t wurde ihm anvertraut, mit der 17. Armee begann er die große Schlacht bei Arras-Cambrai am 21. März 1918. Es war nicht die Schuld Belows, wenn nach den großen Anfangserfolgen der völlige Sieg nicht errungen werden konnte. Die deutsche Offensive führte dazu, daß in letzter Stunde von den Entente- Mächten Fach zum Generalissimus ernannt wurde. Bis zum Ende des Krieges hat B^low an der Westfront gestanden. Ueberall hat er sich als glänzender Heerführer bewährt, womit er sich aber für immer in die Herzen der Soldaten tief eingegraben hat, war eine kriegerische Heldentat. Es war in den Rooembertagen des Jahres 1916, als im Brennpunkt der mazedonischen Front eine wichtige Höhenstellung an die Serben verloren gegangen war. Persönlich setzte der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe sich an die Spitze des Lauenburgischen Jägerbataillons und eroberte die Stellung im Stürm zurück. Die Tat war bezeichnend für den Mann, der so ganz als Soldat fühlte, auch errungene Erfolge immer in erster Linie den Truppen,' zuletzt sich selbst zuschrieb und der in allen Lagen mit echter Teilnahme für seine Soldaten sorgte. Die tiefe Bescheidenheit und gütige Menschlichkeit neben aller Entschiedenheit und Tatkraft waren stets die bezeichnendsten Eigenschaften d'eses Feldherrn, der auch nach dem Kriege es nie geliebt hat, in den Vordergrund zu treten. In der schweren Zeit nach dem Kriege blieb er dem Dienst am Vaterland und dem geliebten Soldatenberu treu, indem er im Grenzschutz Ost das Armeeoberkommando Nord führte Die französische Volksportei Doriots veranstaltete in Nizza eine Kundgebung, bei der ein neues Mitglied, das bisher der kommunistischen Partei angehört hatte, und soeben aus Spanien zurückgekehrt ist, wo es auf Seiten der Bolschewiken an der Madrider Front gekämpft hat, erklärte, er habe feststellen müssen, daß die spanischen Bolschewisten st e t s in den h i n t e r e n S t e l l u n - gen bleiben, während die ausländischen Söldner allein dem Angriff der Nationalisten ausgesetzt waren. Nach einer Verwundung habe er nach Frankreich zurückkehren wollen, aber man habe ihm die Erlaubnis verweigert. Schließlich habe er den französischen Kommunistenhäuptlinq Marty getroffen, der ihm als Entlohnung für seinen 36tägigen Aufenthalt m den roten Schützengräben ganze zehn französische Franken (Reichsmark 1,16!) ausge- bändiat habe. Mit anderen Franzosen habe er dann beschlossen zu fliehen. Dieser Beschluß habe aber erst zu Weihnachten in die Tat umgesetzt werden können, da jeder, der bei einem Fluchtversuch ertappt werde, sofort erschossen werde. Marbella in der Hand nationaler Truppen. Salamanca, 18. Ian. (DNB. - Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet von der Mittelmeerfront die Besetzung des Küstenortes Marbella. Den nationalsozialistischen Truppen fielen Kriegsmaterial und Warenlager in die Hände. Ueber 100 bolschewistische Söldner liefen zu den nationalen Truppen über. An der Madrider Front erfolgten bedeutungslose Angriffsversuche der Bolschewisten. aller Formen der indirekten Einmischung heranzugehen, in der Sowjetantwort überhaupt nicht eingegangen. VoWewistenetappe Perpignan. Paris, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.) „Journal" in Perpignan meldet, es sei ein offenes Geheimnis, daß man in zahlreichen Geschäften der südfranzösischen Grenzstadt Perpignan hochwertige Schmuckgegenstände billig erwerben könne, die ‘ fast ausschließlich aus spanischem Besitz stammten, wo sie von den Bolschewisten aus Kirchen und Privatbesitz gestoh- l e n wurden. Die spanischen Kommunisten und Anarchisten, die Perpignan als ihren „Erholungsaufenthalt" betrachteten, hätten aber auch ein ausgedehntes Spionagenetz angelegt. Aus Paris und anderen französischen Großstädten hätten sie die intelligentesten Halbweltmädchen nach Perpignan kommen lassen, die sich an nationale spanische Flüchtlinge heranmachen müssen, um sie über ihre in Spanien zurückgebliebenen Angehörigen und ihre Vermögensverhältnisse auszusragen und diese Informationen dann an die Bolschewisten weiterzugeben. ein zum militärischen Beruf bestimmt, wurde Kadettenkorps erzogen und trat 1875 als Leutnant in das Füsilierregiment Nr. 80 ein. Rasch ging es die militärische Stufenleiter hinauf: Unteroffizierschule in Marienwerder, Kriegsakademie, Großer Generalstab. Der Ausbruch des Krieges fand ihn als Kommandeur der 2. Infanteriedivision in Insterburg. Don hier wurde er an die Spitze des 1. Reservearmeekorps gestellt, dem monatelang die Verteidigung im Osten anoertraut war, bei der mehrfachen russischen Uebermacht eine schwere Aufgabe. An der Winterschlacht in Masuren, die endlich Ostpreußen vom Feinde befreite, hatte General von Below hervorragenden Anteil. Als Führer der 8. Armee hat er die von Generalfeldmarschall v. Hindenburg geleiteten Operationen glänzend durchgeführt und wesentlich zur Vernichtung der russischen Armee beigetragen. In Anerkennung seiner Verdienste wurde er vom Kaiser mit dem Pour le merite ausgezeichnet und im Mai an die Spitze der N j e m e n - A r m e e gestellt, zu der sämtliche Truppen in Kurland ge- beschaffung der HI. zu unterstützen. Hitler-Jugendheime bedeuten Glück und Lebensfreude für unsere junge Generation und sind die Voraussetzung für die kompromißlose Kameradschaft, die wir von der Jugend des Dritten Reiches fordern. Gez.: Frick, Reichs- und Preuß. Minister des Innern. Gez.: Dr. Goebbels, Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und Präsident der Reichskulturkammer. Gez.: Karl F i e h l e r, Reichsleiter des Hauptamtes für Kommunalpolitik der NSDAP., Vorsitzender des Deutschen Gemeindetages und Oberbürgermeister der „Hauptstadt der Bewegung". Gez.: Rust, Reichs- und Preußischer Minister für Wissenschaft, Erziehung u. Volksbildung. In einem besonderen Aufruf wendet sich der Reichsbauernführer an das deutsche Landvolk mit folgenden Worten: Der Mittelpunkt des kameradschaftlichen Lebens der Jugend muß auch möglichst in allen Dörfern und Orten ein HJ.-Heim sein. Das deutsche Landvolk wird der Jugend bei ihrer Arbeit an dieser Aufgabe des Heimbauens kameradschaftlich helfen. Gez. R. Walter Darre, Reichsbauernführer, Reichs- und Preuß. Minister für Ernährung u. Landwirtschaft. General Otto von Below. Zu seinem 8«. Geburtstag. In den Kreis der großen Soldaten und Feldherrn, die Deutschlands Heere im Weltkrieg geleitet baden, gehört der General der Infanterie Otto von B e l ow. Er entstammt einem jener preußischen Adelsgeschlechter, in denen die militärische Tradition Selbstverständlichkeit geworden ist. Der Vater des Generals hatte, wie schon zwei Generationen vor ihm sich im Kriege 1866 den Orden Pour le merite, vier Jahre später in Frankreich das Eiserne Kreuz 1. Klasse erworben und starb im Jahre 1905 als Generalleutnant z. D. Ass Oberleutnant in Danzig wurde ihm dort im Jahre 1857 sein Sohn Otto geboren. Dieser, von vornher- Man weiß nicht recht, was die französische Regierung hindern sollte, die ihr gegebenen Vollmachten sofort auszunutzen und ein Verbot des Freiwilligentransportes zu erlassen. Denn Frankreich besitzt in dieser Hinsicht durcb^ s ein „Vorfahrtsrecht". Franzosen und Sowjetrussen waren es zu allererst, die den Bolschewismus in Spanien mit Rat und Tat unterstützten. Sie sind auch verantwortlich dafür, daß aus dem Bürgerkrieg ein internationaler Konflikt geworden ist. Sie müßten also auch die Ersten sein, die den angerichteten Schaden wieder gut machen. Könnte es einen besseren Beweis für die Ehrlichkeit der ranzösischen Neutralität geben, als wenn Ministerpräsident Blum augenblicklich van seinen Vollmachten Gebrauch machen würde? Aber davon ist leider nicht die Rede. Man verschanzt sich hinter leeren Ausflüchten und sagt mit höflicher Verbeugung zu den anderen Mädchten: „Bitte, nach Ihnen Aber heißt das nicht, die Höflichkeit etwas zu weit treiben? Ist nicht England mit gutem Beispiel vorangegangen, indem es kurzerhand und ohne alsche Rücksichtnahme seinen Staatsangehörigen die Ausreise nach Spanien verbot? Man muß wohl die Weigerung Blums, das Ermächtigungsgesetz sofort zu verwirklichen, nicht außerhalb der französischen Grenzen, sondern vielmehr in Frankreich selbst suchen. Man muß sich fragen, ob die Regierung Blum trotz der Kommer- abstimmung überhaupt die Möglichkeit besitzt, um ihre gesetzliche Vollmacht wirksam werden zu lassen. Die Kommunisten und linksradikalen Elemente, die unmittelbar dem Einfluß Moskaus unterstehen, haben ja bereits sehr deutlich erkennen lassen, daß sie jede praktische Anwendung des Freiwilligen- Gesetzes verhindern würden. Blum aber ist auf die parlamentarische Unterstützung der Kommunisten angewiesen. Ohne sie würde seine Volksfront zusammenbrechen, ohne sie würde seine Regierung im luftleeren Raum schweben. Aus dieser Verfilzung der parteipolitischen und außenpolitischen Interessen gibt es in Frankreich augenblicklich noch keinen Ausweg. Blum ist, ob er will oder nicht, noch immer ein Gefangener der Komintern. Er ist nicht frei in seinen Entschlüssen und muß sich deshalb auch in der Freiwilligenfrage den Vorschriften Moskaus fügen. Solange aber die französische Reoi'e- rung sich von dem Einfluß des bolschewistischen Bundesgenossen nicht ganz frei machen kann, solange dürfen wir auch an eine ehrliche Durchführung der Pariser Nichteinmischungspolitik nicht glauben. Es ist überdies bezeichnend für die Situation der Regierung Blum, daß sie einen Antrag in der Kammer, man möge entsprechend dem deutschen Vorschlag auch die in Spanien schon kämpfenden französischen Freiwilligen z u r ü ck r u f e n , mit der Bemerkuna ablehnte, diese Frage sei noch „verfrüht". Warum, so fragen wir, sollte die Zurückberufung der Freiwilligen nicht schon svruchreis sein, zumal es sich bei dem französischen Gesetz doch erst um eine Vollmacht, nicht aber um eine sofort wirksame Regelung handelte? Man ist in Paris scheinbar ängstlich bemüht, jeder tatsächlichen Beschränkung der Freundschaftsdienste für Moskau aus dem Wege zu gehen. Wir bedauern es jedenfalls aufrichtig, daß Frankreich sich zu einem Bekenntnis der totalen Nichteinmischung, wie es Deutshland und Italien abgelegt haben, nicht aufraffen konnte. Die französche Politik des „Als ob" ist allo ein Faktum, mit dem auch in Zukunft zu rechnen fein wird. Ev. „Svanien für die Spanier " „Daily Mail" über die Ziele Francos. London, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die „Daily Mail" veröffentlicht als einzige Londoner Zeitung eine Unterredung mit General Franco, in der dieser darlegt, daß das nationale Spanien gegen den Kommunismus und ausschließlich für spanische Ziele kämpft. Die „Daily Mail' schreibt dazu, daß die Sowjc''"'gen über Deutschland und Italien im Zusammenhang mit Spanien eine Spannung in Europa hervorgerufen hätten. General Franco habe Moskau aber Lügen gestraft, in dem er erklärt habe, daß das nationale Spanien weder jetzt noch in Zukunft auch nur einen Fußbreit spanischen Bodens an irgend jemanden abtreten würde. Hitler Rom, 18. Jan. (DNB. Funkspruch.) Ministerpräsident Generaloberst Göring hat am Sonntagabend der deutschen Kolonie in Rom mit einem Besuch in ihrem neuen Heim eine große Freude bereitet. Landesgruppenleiter Ettel schilderte das lebendige Beispiel Görings und seine vorbildliche und heldische Einsatzbereitschaft als Fliegeroffizier im Weltkriege und später als treuster und stärkster Kämpfer für Führer und Reich. Tiefbewegt dankte der Ministerpräsident ur die Worte. In Rom habe er in diesen Taaen eine Herzlichkeit und Freundschaft für das deutsche Volk gefunden, die ihn tief beeindruckt habe. Es ei das Verdienst des Führers, in einer Zeit, als chier alles zu versinken schien, die Fackel entzündet und mit starker Hand die lodernde Flamme zum Himmel erhoben zu haben. Er habe neue Hoffnung, neues Vertrauen und damit neue Kraft gegeben, die die Heimat wie der Ausländsdeutsche brauchen. Immer deutlicher sehe man die große Frage, die Europa in zwei Lager scheide: Entweder Aufbau, Ordnung, Zucht und Glauben, oder Untergang und Vernichtung im Vlutrausch des Bolschewismus. Die Nationen werden sich scheiden müssen in solche, die jener Vlutfackel von Moskau folgen, und solche, die ihr Land vor dem Abgrund bewahren wollen. Man kann ein Land gegen Kanonen und Flugzeuge schützen, nicht aber gegen das unsichtbare Gift des Bolschewismus. Da nützen keine Festungen, keine Flugzeuge, keine Armeen, da nützt nur der Glaube an das eigene Volk, da nützt nur die st a r k e F ü h r u n g. Es ist ganz selbstverständlich, daß, wenn Notzeiten anbrechen, man sorgsam um sich blickt, wer Freund und wer Feind ist. Wir wissen, daß in Italien eine Bewegung von der gleichen Grundlage wie unsere bestehl, mit einem Mann, der unserem Führer so ähnlich ist an Kraft, an Einsatzbereitschaft und im Dienst an seinem Volk, daß hier zwei Völker sind, die sich beide zu gleichen Idealen bekennen, und darum auch die gleichen Feinde haben. Wenn man erst diese tiefere Wahrheit erkannt hat, dann werden sich Volk zu Volk finden in gemeinsamer Abwehr gegen die gemeinsame Gefahr." Das leuchtende Vorbild des Führers verpflichte auch den Ausländsdeutschen — und zwar vor allem in Italien — sich restlos für die Heimat und den Führer einzusetzen, aus Dankbarkeit dafür, daß Adolf Hitler den Deutschen das beste, was ein Mensch haben kann, die Ehre, wieder gegeben habe. Zagdgast des Königs. Generaloberst Göring hat am Samstag unter Führung des Staatssekretärs General Valle die Fliegerstadt Guidonia besichtigt. Der Ministerpräsident wurde vom Herzog von Aosta, dem Kommandeur der Fliegerdivision Udine, und zahlreichen hohen Fliegerosfizieren empfangen. Er be- Gemeinsame Abwehr gegen gemeinsame Gefahr Ministerpräsident Göring spricht zur deutschen Kolonie in Vom. pariser Politik des „Als ob". Wenn Talleyrand einmal gesagt hat, die Sprache ei dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen, so dient die heutige Gesetzgebung der Dritten Republik offenbar dazu, um die Absichten und Interessen der Regierung Blum zu verbergen. Das ist eine Feststellung, die nicht dem Spottbedürfnis des französischen Esprit, sondern der Welt der harten Tatsachen entstammt. Der Hang zur Selbstironie, der dem französischen Geiste eigen ist, kommt nicht von ungefähr, sondern hat stets einen ehr realen Hintergrund gehabt. Es ist daher auch kein Zufall, daß die Politik des „Als ob" gerade in unserem westlichen Nachbarlande ihre feinste und vollkommenste Ausprägung erfahren hat. Die Tradition dieser Politik läßt sich in ungebrochener Linie von Talleyrand bis auf den heutigen Tag verfolgen. Mit großem Stimmaufwand hat die Pariser Volksfront-Presse die einstimmige Annahme des Vollmacht-Gesetzes durch die Kammerabgeordneten als vorbildliche Friedenstat gefeiert. Denn dieses Gesetz soll ja die Regierung Blum ermächtigen, die Anwerbung und den Transport von Freiwilligen nach Spanien auf dem Gebiete der französischen Republik zu verbieten. Frankreich badet sich wieder einmal in der Sonne seines Ruhmes als Friedensengel der Welt. Wenn nun diese selbstgefällige Pose auf uns nicht so echt und lebenswahr wirkt, wie man es in Paris gern möchte, so möge man uns das nicht Übel nehmen. Denn die Erfahrungen, die wir mit der französischen Politik des „Als ob" bisher gemacht haben, zwingen uns zu einem vorsichtigen und kritischen Urteil. Man braucht ja auch die Behandlung der Freiwilligenfrage in Frankreich nur etwas näher unter die Lupe zu nehmen, man braucht nur die Kommentare der französischen Links- und Rechtsblätter genau zu lesen, um zu erkennen, daß auch der jüngste Gesetzesakt der Kammer zunächst nur eine bloße For mali- t ä t darstellt. Gerade in Frankreich ist nicht alles Gold, was glänzt. An der praktischen Handhabung der sogenannten Nichteinmischungs-Politik wird durch die Vollmachten Blums überhaupt nichts geändert. Die Belieferung der spanischen Bolschewisten mit französischen Hilfstruppen, Flugzeugen und sonstigen Waffen geht unentwegt weiter, und es ist ein recht merkwürdiger Anblick, wie Marianne mit der einen Hand den Oelzweig des Friedens durch die Luft schwenkt, während sie mit der anderen Hand dem bolschewistischen Busenfreund heimlich die Waffen zusteckt. sichtigte eingehend die Versuchs- und Prüfungsabteilungen der nach den neuesten technischen Errungenschaften eingerichteten experimentellen Anlagen. Am längsten verweilte Göring in der Abteilung der Versuchsmodelle für Ueberschall-Ge- schwindigkeiten (mehr als 330 Meter in der Sekunde), die für das Studium des Stratosphärenfluges eingerichtet wurde. Auf dem Flugfeld ließ sich Generaloberst Göring die neuesten Maschinen erklären und bestieg auch einige zu einer persönlichen Information. Anschließend führten Jaadflugzeugstaffeln und Bomberftaffeln glänzende Akrobatikslüge aus, während ein Strato- phärenflugzeug seine Steigegeschwindiakeit zeigte. Abends wurde in der Oper eine F e st v o r st e l - I u n g mit Glucks „Alceste" gegeben. Für Mitternacht hatten Graf und Gräfin C i a n o die deutschen Gäste zu einem Bankett mit anschließendem Ball geladen. Am Sonntagvormittag hat sich Göring in das königliche Jaadgehege von Castel Porziano begeben, wo nach der Jagd von König Viktor Emanuel III. zu Ehren des Ministerpräsidenten ein Frühstück veranstaltet wurde. Am Montagvormittag begibt sich der Ministerpräsident einer Einladung des italienischen Kronprinzen folgend im Sonderzug nach Neapel, wo im königlichen Schloß ein Frühstück abgehalten wird. Nachmittags ist eine Rundfahrt geplant. Am Montagabend begibt sich sodann Ministerpräsident Göring auf einem Torpedobootsjäger nach Capri, um etliche Tage der Erholung zu verbringen. Die Achse Verlin-Rom. Eine Unterredung mit Mussolini. Berlin, 17. Jan. (DNB.) Der Sonderberichterstatter des „Völkischen Beobachters" hatte Gelegenheit zu einer Unterhaltung mit Mussolini. Der italienische Regierungschef erklärte ihm u. a.: „Die Zukunft wendet sich ab von der Kollektivität, der im Unklaren reagierenden Masse. Das Zeitalter der starken Individualität, der überragenden Persönlichkeit bestätigt sich durch den Gang der Ereignisse. Demokratien, das ist wie Triebsand. Unser staatspolitisches Ideal ist Fels, granitener Gipfel! Das Mittelmeerabkommen wollte man stören, ich habe es nicht geduldet! Wir garantieren den Status quo im Mittelmeer! Wir haben einige Jahre der ruhigeren Entwicklung vor uns. Während dieser Zeit kann am Friedenswerk weiter gearbeitet werden. Die Gerüchte, das italienisch-englische Abkommen bedeute eine Lockerung der Beziehungen Rom—Berlin, sind ein Wunschtraum der Gegner unseres neugeschaffenen, aber unanta ft baren deutsch-italienischen Blocks. Das Mittelmeerabkommen mit England stärkt nur die Achse Berlin- Rom, es ist ein nötiger Ausbau unserer Bemühungen um den Frieden Europas! Wir haben keine wie immer geartete territorialen Absichten in Verbindung mit der durch den sowjetrussischen Eingriff in Spanien hervorgerufenen Lage." Auf die Frage, ob die Errichtung einer Sowjetrepublik in Spanien oder in Katalonien eine Gefährdung des Status quo bedeute, antwortete Mussolini: „Selbstverständlich!" Frankreichs Vorbehalte. „Nur provisorische Anwendung der Berbotsrnatznahrnen." Paris, 17. Jan. (DNB.) Das französische Außenministerium veröffentlicht den Wortlaut der am 13. Januar dem englischen Botschafter überreichten französischen Antwort auf die englischen Vorschläge vom 10. Januar über das Verbot d er Anwer bung und der Durchfahrt von Freiwilligen für Spanien. In der französischen Note heißt es u. a., die französische Regierung hat beschlossen, die Kammer um Vollmachten zu bitten, die es ihr gestatten würden, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Anwerbung für Spanien zu verhindern. Die Regierung wird dann bereit sein, diese Maßnahmen vhne'weitere Verhandlungen durch- z u f ü h r e n unter der Bedingung, daß die and e - r e n interessierten Regierungen ihrerseits die gleichen Verpflichtungen eingehen, die gleichzeitig angewendet werden müssen, ohne daß die Schaffung eines umfassenden K v n t r o l l - systems für die Sendung von Kriegsmaterial nach' Spanien abgewartet wird. Aber nach den bereits gemachten Erfahrungen ist es nur allzu klar, daß mangels eines solchen Systems die Gefahr besteht, daß die Verbotsmaßnahmen unwirksam sind, und daher kann unter diesen Umständen ihre Anwendung nur provisorisch vorgenommen werden. Wenn folglich innerhalb einer vernünftigen Frist f e ft g e ft e 111 wird, daß es unmög- I i ch ist, einen wirksamen Kontrollplan ins Werk zu setzen, so muß sich die Regierung ihre ganze Handlungsfreiheit Vorbehalten, sei es um die eingegangenen Verpflichtungen zu kündigen, sei es, um eine internationale Zusammenarbeit zu organisieren, die eine wirksame Kontrolle gestattet. Moskau sabotiert den enaMenVorschlag. Moskau, 17. Jan. (DNB.) Die Antwortnote der Sowjetregierung auf die letzten englischen Anregungen in der Freiwilligenfrage im spanischen Bürgerkrieg lehnt den Kernpunkt der englischen Vorschläge — nämlich das Verbot der Entsendung von Freiwilligen und Militärkontingenten nach Spanien — rundweg ab. Sie ist das Eingeständnis Moskaus, daß von sow- jetrussischer Seite schon bisher die Bolschewiken in Spanien mit Freiwilligen und Truppenkontingenten nach Kräften unterstützt worden sind. Die Sowjetregierung, so heißt es in der Note, betrachte eine solche Aktion als verfrüht, und halte es nicht für zweckmäßig, „sich auf den Weg einseitiger Maßnahmen zu begeben . Für die Begründung dieser Haltung werden in der Note die üblichen willkürlichen und unbegründeten Behauptungen über angebliche Verstoße anderer Mächte angeführt. Bezeichnenderweise wird auf die englische Anregung, an die Lösung des Gesamtproblems N..verpflicht Fite. Durch Machtmittel b Aeberu gelegt: JJMeitigu Öligen M die G J Mfüi Zivile *)UWen ?• Hilfe JjÄei Nstruppc lI,ei*erun£ °lgt. Die es bei Zahl, ;e1d)nei Ab diesem 'N so fll ?m 1° grüß ur, Sr« K C' ^ttung ML.1 °°n Sc9 S 'M h Don 5 ii» . Gs 0er tatt ib-° 8«. unöf st' kW SÄ 3m W*' jungen M " Samstag w Den Zuge len mutenden P° Sen Adlch'u der reichen ur mchtpreuMe sikkapellen leit- eine hundert^ gefolgt von ein formen und et Polizei, Derb männer und Typen tyrer' neuer Zeit, si fimklonzert 1 I ten. Auf zwo i Einbruch der ‘ reiten fein' । l ber Schutz', § ■ ren mit ihren 1 Hilfe, der Fe die unter der ' Aber auch d einer wohlve und Derbreö wurde voll e ten und Au zahlreichen 8 und Reportai Aufklärung' ber non nach e auf DM. Her Reichslan Polizei" folg, an, baß b i e Polizei, du Sig'Rune uniform gestickt trage Oie Erinnerungsfeier in Lippe e m g o , wo em Oer Tag der deutschen Polizei. Rosenberg spricht in Detmold. dieses Erziehungsrecht verzichten auf Aus aller Welt funden. Kohlenoxydg durch einen schadhaften K< stärkste. Durch di- Reichsrichttinlen ist sie zu -in-m Machtmittel des Staates erklärt worden. Au,naben der ="8^ ^" Aufenthalt in Mü «unb Gliederung find darin folgendermatzen fest- Nch vegeil - ' belgischen Stadt B München a f e und Rauch waren darin in den Raum ge- und das ihre politische Kampfjahren zu erheben. Der Aalionalsozialismus fordert den ganzen Menschen bekennen. Gröhes sei in diesen vier Jahren geleistet worden, aber Gröheres bleibe noch zu tun. „Wir sind", so erklärte der Minister, „nicht schuld, dah die Weltwirtschaft ins Stocken geraten ist, wir sind auch nicht Freunde einer völligen Autarkie, aber das deutsche Volk muh leben. Wenn die anderen uns nicht geben, was zum Leben notwendig ist, so müssen wir uns das selbst schassen dank unserer Erfindungsgabe und dank dem, was im eigenen Land gewonnen werden kann, wir werden von der Welt nichts geschenkt bekommen, sondern müssen es uns durch eigene Kraft erringen. 7Nan kann auf die Dauer ein großes Volk wie das deutsche nicht von den Gütern dieser well ausschliehen. Ls liegt nicht im Hauptquartier der roten Truppen errichtet worden. Regierungsflugzeuge warfen Flugblätter ab, in denen die Bevölkerung und das Militär zur Unterstützung Nankings aufgefordert werden. Die wahre Lage wird durch eine Reuter- Meldung gekennzeichnet, nach der Nanking zu feinem Vertreter bei den Verhandlungen über den Nordwesten den General L i t i e n t s a i benannt hat. Den Vorsteher der geheimen Kanzlei Tfchang- hsueliangs, er war 1927 das ^>aupt ber illegalen Organisation der Kommunistischen Partei Chinas in Peking, nachdem der Begründer der Partei Litachao, der in den Räumen der Sowietbotschast in Peking verhaftet werden konnte, auf Befehl Tschangtsölins hingerichtet worden war. Jahr alles für Deutschland!" In weiteren großen Kundgebungen sprachen Reichsminister R u st m Blomberg, Reichsleiter Rosenberg m Lemgo und Reichsstatthalter Gauleiter Dr. M e y e r m Lage. Von den einzelnen Kundaebungsorten auS begaben sich die Redner nach Lemgo wo em Fackelzug und ein Vorbeimarsch du Lipper Kämpfer stattfand. immer ganze Menschen gefordert. Der Zusammenbruch von 1918 war nicht nur ein politischer und militärischer, sondern vor allem e i n charakterlicher Zusammenbruch. Alle, die es damals versäumten, in die Schranken zu treten, können nicht beanspruchen, dah wir sie heute in dem großen Kamps um Deutschlands Einigkeit ernst nehmen oder als unsere Führer anerkennen. Ein Kardinalpunkt, von dem die nationalsozialistische Bewegung niemals zurücktreten kann, ist die Forderung, dah die Erziehung des kommenden Geschlechts allein und Polizei" folgende Anordnung erlassen: „Ich ordne □n, daß die Angehörigen der Ordnungs- Polizei, die S S. - M ä n n e r sind, die beiden Interesse des Friedens, dah man solche Absichten hat. Das ganze Streben des Führers gilt nur dem Gedanken, wie er das deutsche Volk glücklich machen kann." Dr. Frick schloß mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Rufe: „Aufwärts und vorwärts, auch im neuen drungen. Alle vier Personen hatten im Schlaf schwere Vergiftungen erlitten. Aerztlicher Hilfe gelang es erst nach längerer Zeit die Vergifteten ins Leben zurückzurufen. Aufklärung einer schweren Bluttat. Wie berichtet, wurden vor einigen Tagen in Berlin in der Joachimstraße die Ehefrau Kalina, ein gewisser Schleebaum und ein gewisser Gleitze erschossen aufgefunden. Die Ermittlungen der Mordkommission führten zu der Feststellung, daß der Ehemann Kalina der Tat dringend verdächtig sei. Er wurde festgenommen, leugnete aber zunächst auf das hartnäckigste jede Beteiligung an der Tat und machte Angaben, die ihm nach und nach widerlegt werden konnten. Unter der Wucht des von der Mordkommission zusammengetragenen Beweismaterials mußte sich Kalina schließlich zu einem Geständnis bequemen. Als Motiv zur Tat sind schwere eheliche Streitigkeiten, Eifersucht und der von ihm angeblich nicht gebilligte Lebenswandel seiner Frau anzusehen. Die Millionenschiebungen des jüdischen Generaldirekkors der „Phönix". Die Untersuchung wegen des Zusammenbruchs der Lebensversicherungsgesellschaft „Phönix" in Wien hat ergeben, daß die von dem jüdischen Generaldirektor der „Phönix", Berliner, der von seinen Wiener Rassegenossen als „Finanzgenie" ausposaunt wurde, begangenen Betrügereien noch größer sind, als man angenommen hatte. Es wurde das einwandfreie Ergebnis geliefert, daß der ausgewiesene Prämienertrag von sieben Millionen Schilling gefälscht war, und daß bei der österreichischen Zentrale 200 bis 250 Millionen Schilling fehlten. Dieser Betrug war nur durch umfangreiche Fälschungen in den Büchern möglich. Es wird noch langer Arbeit bedürfen, bis die Sachverständigen das riesige Material bewältigt haben; der jüdische Millionenbetrüger hat sich seiner Verantwortung durch Selbstmord entzogen. Starker Frost behindert die Ostsee-Schiffahrt. Die am Sonntagnachmittag aus der Ostsee kommenden, in den Kieler Hafen und in den Kaiser- Wilhelm-Kanal einlaufenden Schiffe und Fahrzeuge zeigen st a r k e Vereisung. Die tief beladenen Schiffe, deren Deck mit einer dicken Eisschicht überzogen ist, lassen vor dem Einlaufen in den Kaiser-Wilhelm-Kanal Ankerspill und Winschen, die unbedingt betriebsklar sein müssen, durch Dampf auftauen. Die Schiffe in der Küstenfahrt, die nach Ostseehäfen bestimmt sind, haben an geschütz- ■ ten Stellen im Kieler Hafen Schutz gesucht. Eine : durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal von Holland kommende polnische Fischerei-Flottille von ' sieben Schiffen rburde durch starken Ostwmd ge- • zwungen, an geschützter Stelle im Holtenauer - Außenhafen vor Anker zu gehen, um besse- i res Wetter abzuwarten. meinften Lügen und Verleumdungen noch immer ein Hetzfeldzug gegen Deutschland geführt werde, so werde Deutschland die Nerven nicht ver- ~ "stand wünsche den Frieden en, daß es den Frieden in Ehren bewahren wollet Das deutsche Volk werde am 30. Januar 1937 dem Führer für seine geschichtlichen Leistungen danken und sich erneut begeistert zu ihm SS.-Männer lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Ein drittes Mitglied des Musikkorps tarn mit einem Knochenbruch davon, und ein SS.' Mann wurde an Ort und Stelle verbunden. Grohfeuer in einer süddeutschen Zuckerfabrik. In der Sackwäscherei der Zuckerfabrik Münster (Süddeutsche Zuckerwerke Stuttgart-Cannstatt) brach ein Brand aus, der schnell um sich griff. Dank dem tatkräftigen Eingreifen der Wehren, die von SA. und Arbeitsdienst energisch unterstützt wurden, gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. 3m Schlaf durch Kohlenoxydgas vergiftet. In einer Wohnung in Badenheim bei Bad Kreuznach wurden im Schlafzimmer zwei Frauen und zwei Kinder bewußtlos in den Betten aufge- deter Bauten und ähnliche bau- und piomertech- nische Arbeiten im Falle eines Luftangriffes. Die Technische Nothilfe weiß, daß sie den Aufgaben gerecht werden kann, weil em soldatisches ! . r i hör vl II Up- Wenn wir auf dieses Erziehungsrecht verzichten wollten, wäre die Folge, daß wir nach 30 bis 40 Jahren wieder Parteien wie Zentrum, Demokraten und andere mehr hätten, deren Machtzentrum nicht mehr in Deutschland liegt. Die nationalsozialistische Bewegung will das deutsche Volk vor einem zweiten Zusammenbruch wie im November 1918 be= ausschließlich von der nationalsozialistischen Bewegung und dem nationalsozialistischen Staat durchgeführt wird. Alle anderen Gruppen haben durch sonstige Haltung in den schweren Recht verwirkt, diesen Anspruch Deutschland für den Bau seines Pavillons zur Verfügung gestellt worden ist. Generalkommissar Labbe stellte fest, daß Deutschland mit Recht die Gelegenheit ergriffen habe, um der Welt die Eigenschaften seines nationalen Genies vorzuftellen. Er verstehe auch, daß es mit gerechtfertigtem Stolz der Welt den Einfluß zeigen wolle, den d i e T e ch n i k auf ein starkes Volk ausübe das sich durch eine gesunde Erziehung, eine erstaunliche Arbeitskraft, einen methodischen und gebändigten Geist und ein unvergleichliches Vertrauen in die Wissenschaft auszeichne. Der Generalkommissar ging noch auf die wohltuenden Auswirkungen internationaler Veranstaltungen em, die auch Deutschland bei den Olympischen Spielen fest- gestellt habe. Diese Besuche unter den Volkern könnten nur zu einer Annäherung beitragen. Er hoffe, daß die Weltausstellung 1937 ebenfalls Dem Frieden diesen Beitrag schenke. Der deutsche Geschäftsträger F o r ft e r nahm sodann die Grundsteinlegung vor. Nach der Grundsteinlegung hatte Reichskommifsar Dr. Ruppel im Hotel Ritz zu einem Frühstuck em- qelaben, auf dem der französische Handeisminister B a st i d sich in einem Trinkspruch als alter Freund deutscher Kultur und Zioilisgtion bekannte. Was ihm besonders am Herzen liege sei der Wunsch, daß das Deutsche Haus eine Brücke zum gegenseitigen Verständnis und zum Frieden sein möge zwischen den beiden Völkern, für die kein Anlaß unb keine Notwenbigkeit bestehe, in Gegensatz zu stehen. ßifenbafmunatütf in China fordert über 400 Tote und Verletzte. Ein schweres Eisenbahnunglück auf der Kantonbahn forderte über 100 Tote unb Schwerverletzte. Ein durch Selbstentzündung von Schwefelsäure entstandenes Feuer erfaßte drei vollbesetzte Personenwagen des fahrenden Zuges die in kurzer Zeit eingeäschert wurden. Die Panik unter den Fahrgästen vermehrte noch die Zahl der Opfer. Der Materialschaden sei mehrere hunderttausend Dollar hoch. Die Eisenbahnbehorden ; haben sofort eine Untersuchung eingeleitet. Unfall eines Mannschaftswagens der SS. äußerte, ein Vertreter der belgischen Stadt Binche, ein Karnevalist aus Aachen, einer aus Venedig und der bisherige Präsident des am Samstag aufgelösten alten Bundes deutscher Karnevalveretne, Am Sonntag stand Detmold im Mittelpunkt der Feier. Alle Lipper Kämpfer, die im Januar 1 1933 durch unermüdliche opferwillige Arbeit und । Hingabe den Wahlsieg erfechten halfen, marschierten l geschlossen durch die Stadt. Vor dem Landestheater nahm Reichsleiter Alfred Rosenberg mit dem Gauleiter Dr. Meyer den Vorbeimarsch ab. Unter den Ehrengästen sah man zahlreiche Offiziere des Heeres und der Luftwaffe, führende Männer aller Parteigliederungen. Im Flughafen Detmold fanden sich mehr als 10 000 Volksgenossen zu einer Kundgebung ein. Hier sah man unter den Ehrengästen auch den Kommandierenden General des VI. Armeekorps, General von Kluge, sowie den General der Luftwaffe Keller. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand eine Rede von Reichsleiter R o - fenberg. Er führte u. a. aus: Wir sind festen Willens, die Machtpositionen, die wir politisch errmgen konnten, nicht preiszugeben und die geistige Machtposition, die wir zu erringen gedenken, niemals auszuliefern. Wir dürfen nie vergessen, daß große Wandlungen in der Weltgeschichte Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte brauchen, um auch in Die herzen der Menschen Wirklichkeit zu werden. Viele Versuche sind gemacht worden, über Hintertreppen in unser Haus zu gelangen. Unsere ehemaligen Gegner sagen oft, der Nationalsozialismus ist eine große politisch-soziale Erscheinung, er hat uns politisch überwunden, wir erkennen den Sieg des ehemaligen Gegners an und stellen alle unsere Kräfte dem neuen Staat zur Verfügung. Aber wenn der Nationalsozialismus über fein politisch-soziales Wollen hinaus weltanschaulich den Menschen beansprucht, dann können sie nur auf ewige Rechte zurückgreifen und sich abseits stellen oder feindlich dem Nationalsozialismus gegenübertreten. Wir aber, fo fuhr Alfred Rosenberg fort, haben niemals nach halben Menschen gerufen, fondern P a r i 5, 16. Jan. (DNB.) Auf dem Ausstellungsgelände für die Weltausstellung ,1937 an der Seine gegenüber b e m E i f selturm fand bie feierliche ©runbfteinlegung für bas Deutsche Haus statt. Der beutsche Generalkommißar der Ausstellung, Ministerialrat Dr. Ruppel konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter den Handelsminister Bastid, den Generalkommissar Lab bä, Vertreter der Ministerien, der Stadt Paris, die ausländischen Ausstellungskommlssare, die deutsche Kolonie. Dr. Ruppel dankte der französischen Regierung und drückte seine Genugtuung über den schönen Platz mit dem herrlichen Blick auf das Marsfeld und die Ufer der Seme aus, der Im Mittelpunkt der Berliner Mittagsveranstal- lieren. Deutschi hingen zum „Tag der deutschen Polizei" stand am I un^ habe bewiese 'Samstag der große historische Umzug der Schutzpolizei unter Beteiligung der Feuerlöschpoli- ||2i. Den Zug eröffneten Fanfarenbläser. Dann folgen die vielgestaltigen, heute zum Teil grotesk anmutenden Polizeiuniformen vergangener Zeiten, den Abschluß bildeten ein Polizeioberst zu Pferd in ler reichen Uniform aus dem Jahre 1914 und 30 Wachtmeister in den verschiedenen Uniformen der lichtpreußischen Länder. Spielmannszug und Mu- skkapellen leiteten über zur „Neuen Zeit". Voran iine Hundertschaft in der neuen grünen Uniform, («folgt von einem berittenen Trupp in blauen Uni« brmen und einer Feldjägerformation. Wasserschutz- : olizei, Verkehrspolizeibeamte, 30 Schutzhundleit- nänner und Feuerlöschpolizei, mit zahlreichen typen ihrer Gerät- und Löschwagen aus alter und euer Zeit. 1000 bedürftige Kinder waren bei Rund- umkkonzert Mittagsgäste unserer Polizeibeam- sn. Auf zwölf verschiedenen Plätzen nahm bis zum Einbruch der Dunkelheit bas fröhliche Kinber- -eiten feinen Fortgang. Tausenbe von Sammlern Ier Schutz-, Kriminal- unb Verwaltungspolizei wa- :.en mit ihren Kameraden von der Technischen Not- s.ilfe, der Feuerwehr und der NSKK. unterwegs, He unter der Menge reiche Ernte halten konnten. Uber auch das zweite Ziel des Tages im Sinne iner wohlverstandenen Schadenverhütung, Unfall- -nd Verbrechensbekämpfung aufklärend zu wirken, wurde voll erreicht. Viele Taufende von Flugschrift I gaben gerecht roeroen rann »en unb Aufklärungsblättern wurden verteilt. In Herz, em hohes Verantwortungsgefühl der A g ablreidien Filmvorführungen, praktischen Hebungen meinheit gegenüber unb bas technische Können st vnb Reportagen von Lautsprecherwagen, wurde ein dazu instandsetzen. Im Wetteifer mit. der Partei un Aufklärungs- und Propagandafeldzug durchgefuhrt, der Polizei wird sie ihre letzte Kraft. für: EMt unb »er von nachhaltender Wirkung bleiben wird. Vaterland wie bisher, so auch m Zukunft, emsetzen. her (=5(3 Note Truppen in Siansu einmarschiert. S,a-1iunen ver Schanghai. 17. Januar. (WB.) Nach einer auf ber Polt$ClUtUjOrtt1. Meldung des Rundfunksenders Sianfu sind am — —v- iv- -r ssr.ÄÄ'w sS'”“; Reichskanzler hat zum „Tag der Deutschen \ Heidecker. „ . ... In Gegenwart von Vertretern aller deutschen Karneoalsgesellschaften wurde der „Bund deut- cher Karneval" gegründet. Unter den Glückwunschtelegrammen befand sich auch eines von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Oberregierungsrat butterer vom Reichspropagandamlnisterlum unterstrich die Notwendigkeit, dafür zu sorgen, daß der Karneval ein Volksfest werde wie er es in der Vergangenheit gewesen sei Nur Die Karnevalsvereine könnten bie Trager des Karne- valsgedankens sein.Der Karneval sei nicht nur für besonders begüterte Volkskreise da, weshalb es zu begrüßen sei, daß auch bie NS.-Gememschast „Kraft durch Freude" mitarbeite. Grundsteinlegung des Deutschen Hauses aus der pariser Weltausstellung. Das Musikkorps des SS.-Totenkopfsturmbanns Brandenburg" — Standort Oranienburg — das bei einem Aufmarsch in Bernau anläßlich Des ,Taqs der Deutschen Polizei" ein Konzert gegeben hatte, stieß mit seinem Mannschaftswagen auf der Wandlitzer Chaussee unweit des Liepnitzsees mit einem Berliner Privatkraftwagen zusammen. Der schwere Transportwagen geriet dabei an Die Chausseeböschung. Durch den heftigen Anprall, der einige Insassen auf das Pflaster schleuderte, wurde ein SS.-Mann getötet, während zwei weitere Belegt: 1. Beseitigung von Notständen in lebens-- avichtigen Betrieben, wofür der technische Dienst die Gliederung ist. 2. Durchführung bestimmter Aufgaben innerhalb toes zivilen Luftschutzes; hierfür ist Der iLuftschutzdienst die dazu bestimmte Gliederung, und 3. Hilfeleistung bei Katastrophen in- jfolge höherer Gewalt, die durch Einsatz von Bereit- i chaftstrupps ober der vorgenannten beiden Fach- salieberungen je nach Bedarf und Notwendigkeit er- jfolgt. Die praktischen Erfahrungen haben gezeigt, §dah cs bei der Technischen Nothilfe weniger auf jbie Zahl, als auf das fachliche Können und tbie schnelle Einsatzbereitschaft ankommt. :Aus diesem Grunde wird die Stärke der Nothelfer- jschaft so gering als möglich gehalten, dafür aber lum so größerer Wert auf die Bildung eines einsatzbereiten und leistungsfähigen Fachkörpers gelegt. 'Das Fachprinzip beherrscht die Organisation. Was man von der Technischen Nothilfe an besonderen Fachleistungen erwarten kann, ist, daß ihr «technischer Dienst in der Lage ist, im Notfälle zur 'Beseitigung von Notständen, bie burch irgendwelche Umstände in lebenswichtigen Betrieben selbst ober !Jnnen- ober Außenanlagen derselben, also insbe- !sondere bei den Leitungen, entstehen können, mit sfreien Fachzusatzkräften auszuhelfen. !Jm Luftschutzbienst ist sie imstande, mit ben für den -Instandsetzungsdienst aufgestellten Jnstandsetzungs- itrupps insbesondere folgende Facharbeiten auszuführen: (Einbringung in eingestürzte Hauser zur -Rettung Verschütteter, Fahrbarmachen wichtiger 'Verkehrswege, Brückenausbesserung ober Notdau von Brücken, Sprengung von Gebäuden zur Schaf- hmfl von Br°ni>g°s°n, Abstützung einfhir3gefat)r. schirmen. Reichsleiter Rosenberg geht weiter auf bie j ü - bische Welthetze gegen Deutschland, auf die Drohung des Weltbolschewismus und die gesamte außenpolitische Lage ein. Es sei, erklärte er, ganz natürlich, wenn Völker, die sich in den bolschewistischen Abgrund nicht hineinziehen lassen wollten, darüber nachdächten, wie sie eine Form fänden,' um der Gefahr entgegentreten zu können. Deutschland steht heute bei der Verteidigung der Ehre Europas an der Spitze. Nirgends wird Europa bewußter verteidigt als von Adolf Hitler. Sig.Runen der SS. auf i h r - r P ° l iz - i- -r„^^a^na(erKarneva<-Kongreß und gXXen ftBunddeutscherKarneval-inMünchen. Im Deutschen Museum in München tagte der Allzeit verett! erste internationale K a r N e v a l s k o n- Die Arbeit der Technischen Nothilfe. he?z^liche"^Worte'des Willkomms. Die Arbeit Berlin, 16. Jan. (DNB.) Der Reichsführer der des Kongresses sei der Freude gewidmet. Das Ge- 3j?dmikf)en Nothilfe, SA.-Gruppenführer Hans fühl gemeinsamer Freude werde über die Faschings Weinreich, macht über die Tätigkeit der Techni- zeit hinweg alle zusammensugen und Mitarbeiten ichen Nothilft als technische Hilfsformation der Po- an der Verständigung^der Dotter und an der Be- L Ausführung-n. in bTnen es u. a. heißt: friedung der Wett. D.e Gruße d» Re.chspropa- Es bestehen heute wohl kaum mehr 6“r= t e r@e r , ein Vertreter der Stadt über, daß die Technische Nochilfe w rucktt-g-nd-n gt-rungsrat Lainzer Karneoal. fahren der Volksgemeinschaft wertoolle unb @ti uni) Tatkraft der Karnevalisten aus uneigennützige Dienste g-l-.st°t hat Daß dttmmung und l bie in stattlicher LNL.1L 'M*. •" «™ Nothilfe mit berechtigtem Swlz auf ihre Leistun- ^s^ kamen zu^Wort' ein Vertreter Hollands, des egen, verpflichtet sie aber auch gleichzeitig auf bas -. , Karnevals der frühere Bürgermeister Wrkfte. Durch die Reichsrichttin en .st f.e zu EM Schweizer Karnevals,^der fruy^0Me . der bi» > ? ? 1 öem > r9?iL Der (\/r N 'M|t 'Mt, 5 lst u e>^ .Üls > au ibt L H n Utigebrn* ’Xi'F les als litD)*eber Ä“»«, di, ° * ob" bis, ttnem Dorfo, ,b'°ucht ja 3 fe in 5r»« ' & en’ » V.uormaii, ^''chen j)Qnb, elMischungs-Poli. Auws über. . ^elicferimi ^Waffen recht merfmürbi- T emen Hand bei "E Luft schweb Hem bolschewP Dassen zusteckt. >e banzösische K 'gebenen Dollmch n Verbot bf5 e s Zu erlaffen ■ Hinsicht burd-"- - unb Eorvjelruft. Bolschewismus i: erstutzten. Sie firj aus dem Bürge:, litt geworben ist. st e n sein, bie ben ut machen, fiönnit bie Ehrlichkeit dn als wenn Miniks, n seinen Bollmch ^er davon ist leider sich hinter leeren er Verbeugung ju nad) Anen ..." ?it etwas 311 weil gutem fteifpiel Hand unb ohne taatsan^vv^n f it? Mms, bas Er- rwnll'ichen, ni# fM, sondern \ Man muh sichM' trotz der Kamm tzlichkeit besitzt m . rn werben zu laii?"- -lrabikalen (Slcmeme, Rosfaus unterfteben, ^kennen lassen, dntz 1 des FreiwM ?n. Blum aber ist tutzung bet ftonjfflii’ rbe seine Bolkssroni rbe seine Reck« Aus dieser Dem außenpolitischen > igenblicklich noch t^ will ober nicht, B mintem.6r d mu6 M,be* t franioWdje * des b-lsch-wW ei *onl,;l e -h'lich- ingspolüil mcht»» ML L-s- aber um J en^te e? iebenfflt!: -iwuetTiJsinnfn W.^DeutlN t sM' g*8. ßonötrnf- Ai jrÄ ff ll **’.•«*■ ” ho Mussolini hätten außerdem auf bas deutlichste tter Ansicht Ausdruck gegeben, bie Unantajt» arkeit Spaniens zu achten. Beide seien irner entschlossen, die Errichtung eines Sowjetstaates in Spanien nicht zu I Detmold, 16. Jan. (DNB.) Die ganze Be- u ID e n. Während Franco „ein Spanienfürl oölterung des Landes Lippe nimmt an dem Er- ii e Spanier" fordere, kämpften die spanischen innerungstreffen, mit Dem Der vierte Jahrestag Des >olschewisten für ein Spanien der S 0 w - denkwürdigen Wahlsieges vorn 15. Januar 1933 ge- cts. In Mord, Terrorismus und wilder Oeroalb feiert rnirb, Anteil. Städte und Dörfer haben in itigfeit habe Spanien schon von ben bitteren I her Ausschmückung von Straßen und Häusern srüchten roter Herrschaft gekostet. Es gebe in Eng- gewetteifert. Fast jedes Fenster ist illuminiert. Am and niemanden, mit etwas Gefühl für Anstand, I Samstagabend fanden an fünf Orten Großkund- er nicht mit Franco sympathisieren müsse. aebungen statt, in Denen führende Männer der Bewegung, Die selbst aktiv an Dem Wahlkampf vor vier Jahren teilnahmen, sprachen. Reichsminister Dr. Frick sprach an der gleichen Stelle, an der in «ttäniender Verlauf I Salzuflen Der Führer, Hermann Göring und Dr. Goebbels kurz vor der geschichtlichen Wahl ihren m der Rc,chSyaupl,taor. aufrüttelnden Appell an da- deutsche Volk richte- Verltn 16 Jan (DNB.) Den würdigen Auf- t-n Der Minister überbrachte die herz- iattrum Taa^ der deutschen Polizei" bildete am lichsten Gruße des Führers und Reichs- zum „T Q ^orlt-Wesiel-Vlatz eine Ikanzlers. Die Lipper Bevölkerung tue recht dar- Tollzeidenkm f treuer Pflichterfüllung an, die Erinnerung an diese Wahlkämpfe stets mr-lDi c n ft g-faUen-n 69 0 d-utschen wachzuhalten. Der Dahlerfolg von Lippe habe den So l i r e^tb e ° mte n durch den Reichsfllhrer SS. sReichspräsidenten van chmdenburg veranlaßt dem x1 fA!? houtfrfien Polizei Himmler der Führer die Verantwortung zu übertragen. Weiter i?D i^^^L ßb n StamtZ toral felberfe Dr. Frick die g?oße Aufräumungs- und und SS -Gruppenführer H e y d r i ch , Aufbauarbeit des Führers feit der Machtübernahme. ih^9 mPhä*t)^5 einenTrun3^ nieberlegte Auch Das ganze Volk werde ihm bestätigen, daß er mehr A. Aufftellung genommen. Zugegen waren s mehren suchen. end) zahlreiche höhere PolizewffiZlere und Die Htenben Beamten. der Das war natürlich etwas für Vern, wie für uns alle; aber er als echter Flieger dachte erst an die Maschine. Sie helfen uns sicher die Kiste auf den Strand ziehen, Vern, wenn Sie es ihnen sagen", riet ich. „Das ist nicht nötig", gab er zur Antwort. „Ich haue ab und setze die Kiste auf die Räder auf. Flacy genug ist es, und der Sand sieht ein ziemliches Stück hinan gut und fest aus." So flog er denn ab, um sein Vorhaben auszuführen, während wir übrigen bei unfern neuen Freunden blieben und uns fragten, was sie wohl tun würden, wenn die Motoren losbrummten und das Flugzeug in die Lüfte stieg. Aber unser Rätselraten war umsonst. Wir wären nie darauf gekommen, daß sie sich so gebärdeten, wie es tatsächlich der Fall war. Statt sich vom Motorengedröhn einschüchtern zu lassen — statt voll Verwunderung zu starren, als der große Vogel losrollte, oder offenen Mundes zu gaffen, als er sich schräg legte, herumschwenkte und in die Höhe raste, warfen sie kaum einen Blick auf die seltsame Erscheinung. Selbst als ich mit ihnen sprach und auf das Flugzeug über uns hinwies, lächelten sie nur, schauten mir' zuliebe höflich hinauf und wandten ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem ruhigen Geschnatter und uns Weißen zu. Als nun das Flugzeug herunterkam und schließlich ausgerollt war, beachteten sie nur eines daran, daß nämlich die Flügel einen breiten Schatten auf den Boden warfen — einen Schatten, der in jener sonnenversengten und zumeist baumlosen Gegeno selten und willkommen war. Als sie den Schatten erblickten, machten sie sich ihn auch sogleich zunutze, sie hockten oder laaen bald unter den breiten Tragflächen auf dem Boden, ohne dem großen Vogel, der die merkwürdigen weißen Menschen in ihr Land gebracht hatte, die mindeste Aufmerksamkeit zu schenken. . , Wir verlebten in den nächsten zwei Wochen die unangenehmste Zeit, die uns je auf afrikanischem Boden beschieden war. Schuld waren die Hitze unv der Wind, nicht etwa unsere nackten Freunde, und am ersten Tag meinte es sogar der Wind noch gur mit uns. Darum sind wir wohl auch überhaupt geblieben; denn als wir einen Tag erlebt hatten, an dem uns der Wind in seinen Staub- und Sand- wolken nicht halb erstickte, hegten wir die kühne Hoffnung, daß uns der nächste Sonnenaufgang wieder so einen Tag bescheren würde. Die Turka- nas der Gegend beschäftigten uns natürlich ganz besonders. Die Männer waren bei unserer Ankunft sämtlich splitternackt: die Frauen trugen verkürzte Röckchen aus gegerbten Häuten oder Baumrindentuch. Aber beim Volladen des Flugzeuges hatten wir schon an Eingeborene gedacht; so kam es denn, daß noch vor unserer Abreise fast jeder Angehörige des Stammes ein Kattunstück als persönlichen Besitz in Händen hatte. Die nackten Kerle stolzierten nun in Kostümen herum, die zwar noch immer rechr dürftig waren, aber gleichwohl für ihr Aussehen eine gewaltige Veränderung bedeuteten. Es war höchst seltsam, wie wenig Eindruck das Flugzeug auf sie machte. Sie starrten es an, als es ankam, und in der Folge weckte es anscheinend ihre Neugierde nicht mehr im mindesten. Vern nahm einen Schwarzen an Bord, zusammen mit einem unserer Boys, der den Dolmetscher spielte; als sie landeten, trat der Bursche heraus, als ob rein gar nichts vorgefallen wäre. Wie uns Vern erzählte, hatte er oben versucht, seinen Fluggast auf das aufmerksam zu machen, was es unter ihnen auf dem Boden zu sehen gab; der Mann schaute auch hinaus, bezeugte aber keinerlei Anteilnahme. Dann ließ Vern den Dolmetscher hinunterzeigen und „Baum" sagen, als sie einen knorrigen Baum überflogen, der einsam unten auf der Ebene stand. Aber der Turkana schüttelte den Kopf. „Nein", gab er zur Antwort, „das ist kein Baum. Du schaust hinauf, wenn du einen Baum ansiehst, und du kannst unter einem Baum her gehen, aber wir sind über dem Ding da unten." Er verhielt sich nicht anders, als man ihm eine Kuh aufzeigte. Er wollte nichts davon wissen, daß es eine Kuh sei; „denn eine Kuh hat Beine", und natürlich waren von der Luft aus keine Beine zu sehen.. Büchertisch. — E. G. Kolbenheyer: Klaas Y, der große Neutrale. Novellen. (Die Kleine Bücherei, Nr. 71.) Albert Langen / Georg Müller, München, 1936. — (535.) — In diesen sechs neuen Novellen erzählt Kolbenheyer von dem Zauber der Kindheit und der allzu früh entschwundenen Jugend, von der Güte und Einfalt des menschlichen Herzens und von der unstillbaren Sehnsucht der Menschheit nach dem Glück und der Erfüllung aller erträumten Wunder. — Nikolaus Sokoloff: So begann der Bolschewismus. Preis in Leinen gebunden 3,20 Mark. Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin SW. — (472) — Der von der Koltschak-Regie- rung zur Untersuchung der entsetzlichen Vorgänge um die Ermordung der Zarenfamilie eingesetzte Untersuchungsrichter schildert in diese Buche auf Grund sorgfältig vorgenommener Zeugenaussagen den Leidensweg der letzten Romanows. Ein furchtbarer Tatsachenbericht ist hier entstanden, der die Erinnerung an erschütternde Einzelheiten aus den Anfängen des Bolschewismus und an den Schrecken des Bürgerkrieges zwischen Weiß und Rot wachruft. — Luftfahrt-Fibel für die deutsche Jugend. Von Hayo Folkerts, Leiter der deutschen Luftfahrt-Werbeaktion, und Fischer von P o turzy n, Hauptmann a. D. 70 Seiten. (Dürrs Vaterländische Bücherei.) Verlag der Dürrschen Buchhandlung, Leipzig. — (441.) — — Wehrhaftes Deutschland. Herausgeber: Günther von Einem. Verlag: Dürrsche Buchhandlung, Leipzig C 1. — (434.) — Eine Lieferfolge, die zum Ziel hat, die „Innere Liebe zur Waffe" (Worte des Führers) zu wecken, zu erhalten und zu pflegen. Herausgeber und Verlag verfügen über eine Anzahl bewährter militärischer Mitarbeiter. Jedes Heft der Lieferfolge wird einer bestimmten Waffengattung oder einem Wehrmachtsteil gewidmet. So kommen nacheinander Infanterie, Artillerie, Marine, motorisierte Kräfte usw. zu Wort. Preis pro Heft: 1.— RM. — E. Linß: G e l ä n d e d i e n st. 228 Seiten mit vielen Abbildungen. Gebunden 4.— RM. Dürr- Lich, 17. Jan. Am Samstagabend veranstaltete ... Motor sturm 5 / M 147 des N. S. K. K. in der hiesigen Turnhalle ein großes Konzert zu Gunsten des W i n t e r h i l f s w e r k e s. Der geräumige Saal war bis zum letzten Platz besetzt. Unter den Gästen sah man u. a. den Gauamtsleiter der NSV., Bürgermeister Pg. Haug, die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, sowie einige höhere Führer des NSKK. Die Musik wurde aus- aeführt von dem Musikzug der Motorstandarte 147. Weiterhin wirkte mit die hiesige Sängeroereinigung „Cäcilia" und ein Schülerchor, die sich im Hinblick auf den guten Zweck der Veranstaltung gern und freudig zur Verfügung gestellt hatten. Nach einleitenden Bearüßungsworten des Sturmführers Pg. Rinker (Nonnenroth) sprach Gauamtsleiter Bürgermeister Pg. Haug (Darmstadt), ein Sohn unserer Stadt, Worte des Dankes an alle Beteiligten, die zum guten Gelingen des Konzertes beigetragen hatten, und betonte besonders, daß wichtiger als der materielle Gewinn der Gemeinschaftsgeist sei, der in Ein Baum ist kein Baum? Warum ein Flugzeug in afrikanischer Wildnis keinen Eindruck machte. Von Martin Johnson t» feiern. Dem hochbetagten Geburtstagskinde wurdeis aus allen Kreisen der Bevölkerung unserer Stadt zahlreiche Glückwünsche und Geschenke zuteil. Der hiesige Posaunenchor brachte dem alten Herrn am Abend ein Ständchen dar. Möge es ihm vergönnt sein, noch viele Jahre im Kreise der Seinen bei bester Gesundheit zu verleben. wq. G r o ß e n - B u s e ck , 17. Jan. Der Welchen, steiler i. R. Wilhelm Scheld I., wohnhaft Bahnhofstraße 1, feierte gestern in geistiger und körper, lieber Rüstigkeit im Kreise seiner Kinder, Enkel und Urenkel seinen 82. Geburtstag Der hochbe. tagte Mann nimmt noch regen Anteil an den Ge- schehnissen der heutigen Zeit und hilft noch bei sämtlichen Haus- und Feldarbeiten mit. Rundfunkprogramm. Dienstag, 19. Januar: 6 Uhr: Der Tag bricht an! — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7. Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Volksmusik. 10: Schulfunk. Deut, sche Volkslieder aus Lothringen. 11: Nachrichten. 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittags- konzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt Euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musica zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. Was sollen wir essen? (3) Ausländische oder inländische Le. bensmittel? 15.15: Die deutsche Frau. Die glückliche Ehe, wir Frauen gestalten sie. 16: Nachmittags- konzert. 17.30: Jolanthe — praktisch gesehen. 17.50: Zeitschriftenschau. „Das Volk", Kampfblatt für vol- hische Kultur und Politik (Nibelungen-Verlag, Ber. lin). 18: Konzert. 19: Kapelle Hauck spielt auf. 19.30: Kampf dem Verderb! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Um chaltpause. 20.15: Querschnitt durch den Reichs. Parteitag der Ehre 1936 (I). 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem .Sendebezirk. Sportbericht. Nachrichten der DAF. 22.30: Josef-Reiter-Stunde. 23: Zanfr und Volksmusik. 24 bis 2: „Fraulein Mandarin". Operette in drei Akten. Rückblick auf den „Reichsparleitag der Ehre" im Rundfunk. Vom 18. Bis 21. Januar wird der deutsche Rund- funk in zwei großen Sendungen einen Rückblick auf den „Reichsparteitag der Ehre" bringen. Spielleiter Albert Krämer hat im Auftrage der Reichssendeleitung aus den vom Par- teitag geschnittenen über 2000 Platten eine Sen- düng zusammengestellt, die die Höhepunkte der Er- eianisse bringt und von packender Wirkung ist. Die Aospieldauer einer Platte beträgt drei bis vier Mi- nuten. Es ist daraus ersichtlich, welche Mühe aufge- wendet werden mußte, um ein Geschehen, das rund acht Tage dauerte, in einer zweistündigen Sendung zusammenzufassen. Wetterbericht des Reich-Wetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. einer solchen Veranstaltung zum Ausdruck komme. Seine kurzen Ausführungen ließ er ausklingen mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Deutschlandliedes und des Horst-Wesiel-Liedes. Nachdem die Kapelle die Vortragsfolge mit einem schneidigen Marsch eingeleitet hatte, folgten in buntem Wechsel Konzertstücke und Potpourris, die verdienten Beifall fanden. Auch die Volkslieder, die die Sängervereinigung „Cäcilia" vortrug, fanden eine so begeisterte Aufnahme, daß sie sich noch zu einer Zugabe entschließen mußte. Ein kameradschaftliches Beisammensein mit Tanz beschloß den wohlgelungenen Abend, der auch in finanzieller Hinsicht ein Erfolg wurde. Stammtag des Stammes Burgund in Daubringen. $ Daubringen, 17. Jan. Arn Sonntag fand in Daubringen der erste diesjährige Stammtag des Stammes V Burgund statt, der von straffer Disziplin getragen wurde. Stammführer Schmul- b a ch (Lollar) eröffnete die Schulung, zu der etwa 60 Führer des Stammes Burgund angetreten waren, mit einem Vortrag über „Deutschen Sozialismus" und betonte besonders die sozalistische Haltung der Hitlerjugend, die ihren Ausdruck im Reichsberufswettkampf findet. Anschließend kündeten Lieder Geist und Ausrichtung der jungen Nation. Dann rückte die junge Mannschaft singend durch unsere Dorfstraßen hinaus auf den Sportplatz, wo Stammführer S ch m u l b a ch Ordnungsübungen und einen Uniformappell durchführte. Zu Mittag waren sie Gäste der Daubringer Bevölkerung. Der Nachmittag sah sie bei Sport und Spiel und im Freien mit Geländekunde eifrig beschäftigt. Inzwischen war auch Jungbannführer T a e s l e r eingetroffen. Er behandelte die wichtigsten fragen der Hitlerjugend und gab die Richtlinien für die Arbeit des Jungvolks in den nächsten Monaten. Mit dem Lied der Jugend und dem Gelöbnis der Treue zum Führer schloß der Stammführer den inhaltsreichen Stammtag. Landkreis Gieren. * Lich, 18. Jan. Am gestrigen Sonntag konnte Landwirt Reinhard Heller in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 9 0. Geburtstag sche Buchhandlung, Leipzig CI. — (442.) — Der „Geländedienst" ist eine Darstellung aus der Praxis für die Praxis. Der Verfasser hat in langjähriger Tätigkeit als Jugenderzieher Erfahrungen gesammelt. Er weist darauf hin, daß die gelände- dienstliche Jugendausbildung niemals ein Dorwegnehmen rein militärischer Ausbildungszweige fern kann. Besonderer Wert ist auf Kartenkunde, Zeltbau und Kleinkaliberschießen gelegt worden, im Anhang findet sich ein Führermerkblatt für das Abfassen von Befehlen, das zur Anlehnung dienen soll. Das Buch ist für die Hand des Jugendführers und Jugenderziehers geschrieben worden. — Alfred Petto: Das verborgene Leben. 153 Seiten. Leinen 3,80 Mark. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München. — (483) — „Das verborgene Leben" enthüllt uns die stille, zarte Geschichte der jungen Marie, die den schweren Weg der unehelichen Mutter gehen muh, schwer durch das Bewußtsein der eigenen Schuld und den Argwohn und den abweisenden Egoismus der Frau, in deren Hände die Verantwortung für sie und ihr Schicksal gelegt wurde. Es ist ein schlichtes Leben, in dessen Sorgen und Freuden während der langen Wartezeit im Wechsel der Jahreszeiten bis zur Geburt des Kindes wir hineinsehen. Oberbeff en. Konzert zugunsten des WHW. Bei dem Flugzeugunglück in der Nähe von San Fernando bei Los Angeles ist, wie gemeldet, auch der bekannte Forschungsreisende Martin Johnson, der sich mit seiner Frau Osa an Bord befand, so schwer verletzt worden, daß er später im Sanatorium starb. Johnson war selbst ein begeisterter Flieger, der mit seiner Frau zusammen große Forschungsreisen im Flugzeug, besonders in Afrika unternahm und darüber in einer Reihe von Büchern, die weite Verbreitung gefunden haben, sehr anschaulich berichtete. Sein letztes Buch, bei F. A. Brockhaus in Leipzig erschienen, hieß „B a b u n a". Aus der Fülle von Episoden, die er hier erzählt, geben wir ein Erlebnis am Rudolffee wieder, das die fesselnde Art seiner Darstellung Zeigt. Johnson war mit dem Flugzeug nahe am Ufer auf dem flachen Wasser niedergegangen, in einer Gegend so leer von Pflanzenwuchs, wie man sich wohl die Wüste Sahara vorstellt. Obwohl man kaum erwarten konnte, hier Eingeborene zu treffen, tauchte sehr bald eine Gruppe schwarzer Gestalten auf. „Und richtig, da waren sie", erzählt Johnson weiter, „zwanzig oder fünfundzwanzig splitternackte Turkanas. Sie kamen ohne die mindeste Scheu an uns heran; sie taten auch gar nicht weiter neugierig. Fast machte es den Eindruck, als fei ein an ihrem Gestade landendes Flugzeug eine alltägliche Erscheinung für sie, obwohl mir klar war, daß sie höchstwahrscheinlich noch nie eins in ihrem Leben gesehen und sogar vielleicht noch nie davon gehört hatten. Es waren offensichtlich Turkanas; einer der Boys, die wir hatten, konnte ihre Sprache reden. Als sie herbeigekommen waren, bat er sie daher, uns an Land zu tragen, worauf sie ohne Zögern ins Wasser wateten, uns auf die Schultern nahmen und uns ganz sanft hinter dem schlammigen Strand auf troefnem Grund absetzten. Noch immer weckte das Flugzeug ihre Neugierde nur wenig. Wir waren ihnen viel merkwürdiger; sie schwatzten lebhaft untereinander, betasteten unsere Kleider und lächelten oder deuteten auf unsere Gesichter und kicherten offensichtlich über die lächerliche Tatsache, daß mehrere Männer und eine Frau weiß waren. Noch immer liegen wir im Grenzgebiet zwischen kalten arktischen und milden vom Meere kommen- den Luftmassen, wobei seit Sonntag die ersteren stärkeren Einfluß nehmen konnten. Inzwischen sind mit einer neuen Atlantikstörung wieder feucht-milde ßuftmaffen hereingedrungen, die an der Kaltlust zum Aufgleiten kommen und bereits am Montag neue Niederschläge (meist Regen) herbeiführen werden. Auch für die Folge bleibt eine Grenzlage erhalten, die eine gewisse Unbeständigkeit bedingt. Aussichten für Dienstag: Zunächst bedeckt und zeitweise Niederschlag (meist Regen), dann wieder mehr veränderliche Bewölkung, bei lebhaften östlichen bis südlichen Winden nur wenig milder. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der unbeständigen und ziemlich kalten Witterung. Lufttemperaturen am 17. Januar: mittags 2,5 Grad Celsius, abends —0,7 Grad; am 18. Januar: morgens —2,0 Grad. Maximum 2,5 Grad, Minimum heute nacht —2,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. Januar: abends 0,1 Grad; am 18. Januar: morgens 0 Grad. — Sonnenscheindauer 2,2 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioersitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Rektor, Dozenten- und Studentenschaft |steiienangebote| der Ludwigs-Ltniversität Gießen GlllOF MEr laden hierünt olle Volksgenosien oufTwnstag,19 Jon., 20.30 Ubr, in die Neue Aula des VorlesungsgebaudA Ludwigstr. 23, zu einem Vortrogsobend ein. - Es spricht Ernst Schröder aus Flensburg der führende Grenzlandpolitiker Nord-Schleswigs über gesucht in der Sckuh- macherortikel- u. Lederbranche. Schriftliche Bewerbungen mit Zeugnissen unt. 0285 a. d. Gieß. Anzeiger erbet. Der Eintritt ist frei. 32?D i Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schutstr.7 | Vermietung^8] iniietab r*? U W Näheres lo28k Näheres [0286 Seltersweg GO l. Straße 190. 339D «träne 190. I Mietgesuche I ^ÜWtll Berufst Dame Hausarbmt zum Hausarbeit zum L.Allhoif Konkursverwalter sucht leer. 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Grdtemperaturen abends 0,1 Stob; . — Sonnenschein' ge Tage lta9 der Ehre' er deutsche Rund -'nenRückblij 8,der Ehre' ramer hat iB i5 den vom Pan Een eine Sen. )hepunkte der Wirkung ist. H drn bis vier Mi. eiche Mühe ausgn es.chehen, das run) Eningen Sendung ."Ä * L« 0. ÄN eil Qn ^achbt, HZ^Te. mit. bei Nltn. -°chr°N« te'ä ft 'em SenV°p' -leib bei Schaft. } ,VnW & ibu-Verlag, fPieliaS ir2jr ^'tsunt Wen. 2040: Aden Reich;, Achten. 2=> 15- ^portberi^ 21 "Traulein Wilhelm Lange. ) für die Nüber: Or.hansTHM imschein. Anzeigen- für den Inhalt bet 3. XII. 36: U» llnioerfttäts« $* A «G_, sämtlich IN 12,05 einschlieM illustrierten 15 XV zf. und Samstags 15 Pf. mehr. 1. Juni 1935 gültig- »ersteigert ■StiSÄ Sek°Ä'. M s䮣 Staubsauger' Mte' / Räbmasch^ Cq[eiöeritpffe- chMNg- löooo -Mst« fi0U'”* iteifi9un9Utltem» KS-^5 Hlontag, 18.3anuar 1957 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen) Kr.U Zweites Blatt Der Kämpfer von Düppel. Von Gertrud Papetidick Das Versorgungsamt ist eine Behörde, sachlich und unromantisch wie jede andere. Es waltet darin der Geist der Ordnung, der das Gefüge des Staates zusammenhält; es herrscht darin die eherne Gesetzmäßigkeit der Verordnungen, es herrscht das Recht und die unantastbare, unbestechliche Zahl. Es gehen keine Träume um in dem Versorgungsamt, es sprießen keine Blumen aus den Nähten seines Fußbodenbelags, es stehen keine Wunder aus. Und doch erschien es dem Kassenboten Born, als wäre an jenem regengrauen Wintertag, von dem hier die Rede sein soll, die klare, wohlgemäßigte Atmosphäre seines Dienstgebäudes seltsam verwandelt gewesen. Er kam um eine frühe Vormittagsstunde von einem dienstlichen Gange zurück und entdeckte in dem hallenweiten Flur des Erdgeschosses, zwischen den vielen rätselhaften Türen jemand, der sich allem Anschein nach verlaufen hatte oder doch wenigstens sich nicht zurechtsand. „Ach, lieber Herr, können Sie mir wohl sagen —?" Der Kassenbote Born sah vor sich einen alten Mann, einen ganz, ganz alten Mann. Es war nicht zu sagen, wie unendlich alt er sein mochte. Und dabei sah er gar nicht einmal so aus, als ob man nur vergessen hätte, ihn zur rechten Zeit zu begraben. Der braune Mantel, den er trug, so schäbig und so dünn, war ohne Zweifel kümmerlicher und im Verhältnis noch älter als er selbst. Denn dieser greife Gast hatte trotz allem die aufrechte Haltung eines ungebrochenen Mannes, und fein Gesicht im weißen Bart, das die Runenschrift eines langen, langen Lebens trug, zeigte eine zarte, beinahe rosige Frische. Er hatte unter den buschigen Brauen ein paar lebhafte Augen, hellblau und ganz klar, und sie sahen den Beamten mit eindringlicher Frage an. Der Kassenbote Born dachte im Augenblick: ein uralter Weihnachtsmann, der gekommen ist, das Versorgungsamt zu bescheren. Das haben wir hier noch nie erlebt. Seltsame Sachei ..Wohin wollen Sie denn, Großvater?" „Ja, sehen Sie", sagte der Alte, „Mutter hat gesagt, ich soll gehen. Ich war noch nie, ich hab' noch nie gebeten. Aber nu hat Mutter gesagt ... Sehen Sie, lieber Herr, Mutter is krank, sie liegt schon zwei Wochen. Sie braucht Medizin. Sie braucht was, daß sie wieder zu Kräften kommt. Sie ist 87 ... Und nu hat Mutter gesagt" . „Und wie alt sind Sie, Großvater?" „Ich, lieber Herr? Ich bin 93. Aber ich bin gesund. Ich bin noch nie gekommen wegen Unterstützung. Sehen Sie, wir haben sonst nie gebraucht. Ich hab' eine Rente, 58 Mk. und 36 Pf. im Monat. Die Rente von Düppel." „Was?" fragte der Kassenbote Born erstaunt, „Düppel?" „Jaja", sagte der alte Mann, und seine blauen Augen glänzten, „ich war mit dabei. Das war 64. Ich war ganz jung damals, einundzwanzig Jahr. Ich war 'mit bei 'dem Sturm auf die Düppeler Schanzen. Das war ein Tag, den vergess' ich nie. Wir bekamen alle das Eiserne Kreuz. Und dann bekamen wir die Rente. Die Rente von Düppel, das ist es. Aber nu, wo Mutter krank ist..." Der Kassenbote Born sah den Alten an: Mein Gott, ein Düppelstürmer. Ein Stück Geschichte, 93 Jahre, ein Mann von Erz. Gewiß war er der Letzte von ihnen. „Nu kam ich her", sagte der Alte wieder, „ich mußte doch nu. Wegen Mutter. Ich hab' gedacht: ein paar Mark. Vielleicht geben sie mir die... Sie können sie ja wieder abziehen, nachher... Wenn Sie mir möchten zeigen, lieber Herr..." Born faßte den alten Mann untern Arm: „Kommen Sie ich helfe Ihnen. Es ist Zimmer 7." Er ging mit ihm den Flur hinauf, öffnete eine Tür und trat an einen langen Tisch, an dem ein Beamter saß: „Hier, Herr Borowski, ich bringe einen Gast. Ist ein Düppelstürmer, 93 Jahre. Braucht eine Unterstützung. Die Frau ist krank." Der Beamte jenseits des Tisches sah den Alten prüfend an: „Haben Sie Ihre Papiere da? Sie können sich übrigens hinsetzen." Der alte Soldat holte umständlich aus der inneren Tasche des braunen Mantels einen zerknitterten Umschlag heraus. Er sah die fremde Macht da vor ihm in Erregung an: „Ich habe noch nie gebeten. Aber Mutter ist'krank. Mutter sagt, ich soll gehn." Der Beamte drüben durchflog die Papiere. Er ging an den Aktenschrank und holte einen blauen Deckel heraus, schlug ihn auf und blätterte. Der Alte saß und stand wieder auf und setzte sich wieder. Der Kassenbote Born wartete. Es war klar, daß es eine Weile dauerte, das war nun nicht anders. Aber was würde es werden? „Also", hieß es nach einer Weile, „Sie müssen eine schriftliche Eingabe machen." „Schriftliche Eingabe", wiederholte der alte Mann wie verloren. „Lieber Herr", sagte er dann voll Verzweiflung, „ich habe nie geschrieben. Dreißig Jahre nicht mehr..." In diesem Augenblick ging die Tür, es kam jemand herein. „Geben Sie mir mal die Akten Wunderlich, Herr Brorowski." Born stand in dienstlicher Haltung, Borowski suchte einen neuen Aktendeckel aus dem Schrank, er kam damit wieder. „Hier, Herr Regierungsrat." „Danke. Ist sonst noch etwas?" „Ja, Herr Regierungsrat. Ein besonderer Fall. Hier, der alte Mann — Düppelstürmer." Der Sekretär Borowski berichtete knapp und sachlich nur das Nötigstem Daten, Zahlen, und jene Tatsachen, die im Innern eines Aktendeckels von Bedeutung sind. Der junge Regierungsrat hörte sich das alles an, er betrachtete den Alten dabei, und die amtliche Miene wandelte sich zu einem Ausdruck von Ergriffenheit und Ehrfurcht. Dann sagte er wie nebenbei, — es war die einfachste Sache von der Welt, so etwas zu sagen: „Es ist in Ordnung, Borowski. Wir werden ihm eine Monatsrente geben. Fertigen Sie ihn nur gleich ab." Damit ging er hinaus. Der Kassenbote Born ging auch hinaus, er hatte zu tun. Aber dann faßte ihn die Unruhe: Was wird denn nun mit dem Alten? Er kommt ja nicht allein zurecht ... Er ging wieder hinunter ins Erdgeschoß und wartete im Flur. Endlich kam der alte Streiter heraus, er ging aufrecht, ein Papier in der Hand, aber er war doch nun sehr erregt, er ging mit unsicheren Schritten und sah sich um. „Ach, lieber Herr, da sind Sie ja. Gottseidank! Was muß ich nu machen? Der Herr da drin sagt ..." „Sie müssen jetzt auf die Kasse gehen und sich das Geld auszahlen lassen. Kommen Sie nur, ich zeige es Ihnen." „Wieviel ist es denn, Herr? Ich sehe nicht mehr gut. Ich hab' die Brille vergessen." „Soviel ich hörte", antwortete Born, während sie den Flur hinaufgingen, „wollte man Ihnen eine Monatsrente geben. Zeigen Sie her: Jawohl, eine Monatsrente." Der Alte blieb stehen. Er atmete schwer und sah dem andern mit weitaufgerissenen Augen starr ins Gesicht: „Eine — eine Monatsrente?" „Ja, hier steht es: eine Monatsrente: 58,36 RM." Da faßte der Düppelstürmer den Kassenboten Born bei der Schulter und schüttelte ihn. Er hatte Kraft, weiß Gott, es war in ihm noch etwas von dem Sieger von Düppel, heute 93 Jahre alt. „Mensch!" schrie er, und die brüchige Stimme gellte durch den Flur, „Mensch — geschenkt??" „Jaja, natürlich geschenkt." „Mensch", sagte der Alte, und er zitterte dabei, „geschenkt — eine ganze Rente? Das ist doch ... das ist doch gar nicht möglich. Was wird bloß Mutter sagen!" „Doch", sagte Born, „es ist wirklich wahr. Beruhigen Sie sich doch." Er brachte ihn zur Kasse, wo der Alte sein Geld bekam, er brachte ihn die Vortreppe hinunter, zur Tür hinaus und über die Straße. Er half ihm in die Straßenbahn und sah ihn davonfahren, den greisen Helden von 64, der in der Tasche den großen Reichtum trug und im alten Herzen das große Wunder, das unfaßbar und überwältigend war. Mensch — geschenkt! Ein Elefant gegen einen Eisenbahnzug. Die indische Eisenbahnoerwaltung sieht sich plötzlich vor eine neue Schwierigkeit gestellt: die Möglichkeit von Zusammenstößen zwischen Eisenbahnzügen und umherschweifenden Elefanten, deren Folgen, wie ein Ereignis der letzten Tage zeigte, verhängnisvoll sein können. Ein „gezähmter" Elefant, der von seinem Besitzer an eine große Eiche gebunden war, scheint plötzlich von der Sehnsucht nach dem Urwald ergriffen worden zu sein: er riß den Baum, der ihn gefangen hielt, aus dem Boden und stürzte mit ihm im Schlepptau davon. Auf seiner Flucht bemerkte der Elefant nicht, daß auf dem Eisenbahngleise, auf das er geraten war, ihm ein Zug entgegenkam, er setzte seinen Lauf fort und stieß mit der Lokomotive mit solcher Gewalt zusammen, daß er den Zug zur Entgleisung brachte. Obwohl der Elefant schwer verwundet war und furchtbar Blut vergoß, schleppte er sich, den Baum immer hinter sich ziehend, weiter und verschwand in dem nahen Walde. Von den Mitreisenden im Zuge sind eine ganze Anzahl bei dem Zusammenstoß verwundet worden. Zeitschriften. — Was Laienhelferinnen im Luftschutz lernen müssen, erzählt ein großer interessanter Bildbericht im neuen Heft der „S i r e n e", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes. Das gleiche Heft berichtet von „Fliegern, die nicht fliegen", von der Organisation der sowjetrussischen Flotte und von Bombenangriffen auf Bomber. Frontabschnitt Gießen des Gauappells. Eindrucksvoller Aufmarsch des Führerkorps der Partei im Kreise Wetterau. Im Rahmen des Gauappells, der auf Befehl des Gauleiters am gestrigen Sonntagmittag stattfand, vereinigten sich die Politischen Leiter und die Führer aller Gliederungen der Partei des Kreises Wetterau in der Volkshalle zu Gießen. Es war eine außerordentlich eindrucksvolle Kundgebung, die von schätzungsweise 4000 Männern und Frauen aus dem Kreise Wetterau besucht war und alle diejenigen Volksgenossen und Volksgenossinnen zu einer denkwürdigen Stunde zusammenführte, die in der Partei ober in ihren Gliederungen, von der SA. und SS. über die NSV. und HI. bis zur DAF. usw., als tätige Helfer des Führers zum Wohle der Volksgesamtheit arbeiten. Die vollbesetzte Volkshalle bot im Schmucke der Fahnen und bei dem hellen Sonnenschein ein fesselndes Bild, das zugleich die große Wucht der Geschlossenheit unserer Volksgemeinschaft in der Breiten- und Tiefenwirkung erneut offenbarte. Nach dem feierlichen Einmarsch der Fahnengruppen und einem flotten Marsch des Musikzuges der SA.-Standarte 116 richtete Kreisleiter Dr. Hildebrandt eine kurze Ansprache an das Führerkorps seines Kreises Wetterau, in der er in knappen, klaren Worten den Zweck der Kundgebung hervorhob. Er begrüßte alle die Männer und Frauen, die bei dieser Versammlung die Parole des Gauleiters für das neue Kampfjahr 1937 entgegenzunehmen bereit seien, und erklärte in voller Übereinstimmung mit den Versammelten, daß sie stets in Disziplin, unwandelbarer Treue, guter Kameradschaft und in unbedingtem Glauben an den Führer und seine Sendung für die Bewegung und damit für unser deutsches Volk auch im neuen Jahre tätig sein werden. Anschließend hörte die Versammlung nach dem gemeinsam gelungenen Liede „Volk ans Gewehr" mit offensichtlich großer Spannung die Ueber- tragung der Rede des Gauleiters. Das Echo, das der Gauleiter mit seinen Worten in der Gießener Versammlung fand, war stark und äußerte sich u. a. auch darin, daß oft während der Rede der durch den Drahtfunk hörbare lebhafte Beifall der Frankfurter Hörer durch die Zustimmung der Gießener Zuhörer verstärkt wurde. Freudig stimmte die Versammlung am Schluß der etwa anderthalbstündigen Rede des Gauleiters in den Gruß und in das damit verbundene Treugelöbnis für den Führer und fein Werk ein. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes und des Horst-Wesfel-Lipdes und dem Ausmarsch der Fahnengruppen fand der Appell seinen Abschluß. Eine Kundgebung war damit beendet, die noch lange im Gedächtnis der Teilnehmer fortwirken wird. Wie unsere Gießener Polizeibeamten in schöner Weise durch ihre — am Samstag von uns bereits gemeldete — Geldspende für das Winterhilfswerk und ihre Bewirtung von 150 Kindern am gestrigen Sonntag mit einem Mittagessen in den Familien der Beamten ihre Opferfreudigkeit und Volksverbundenheit bereits unter Beweis gestellt hatten, so gaben sie darüber hinaus noch ein weiteres gutes Zeugnis ihres Gemeinschaftssinnes durch die öffentliche Geldsammlung für das WHW., die sie in Gemeinschaft mit dem NSKK. der Feuerlöschpolizei und der Technischen Nothilfe durchführten. Dabei wurden sie am Samstagnachmittag durch Platzkonzerte des Musikkorps des Infanterie-Regiments Nr. 116 unter Leitung von Musikmeister Wohlfahrt am Kreuzplatz und des Musikzuges der Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers Herrmann am Selterstor, ferner am gestrigen Sonntagmittag durch den Musikzug der SA.-Marinestandarte 34 am Kreuzplatz wirksam unterstützt, die durch ihre guten musikalischen Darbietungen eine außerordentlich große Zahl von Zuhörern erfreuten und deren Spendebereitschaft förderten. Die Sammler für das Winterhilfswerk stellten sich Blick auf die Kundgebung in der Volkshalle beim Gruß an den Führer. (Aufnahme: Pfaff, Gießen.) Die Polizei Hilst dem WHW. Guter Ausklang des „Tages der deutschen Polizei-" in Gießen. Augenblicksbilder von der Sammlung für das WHW. am Samstagnachmittag. (Aufnahmen [4]: Pfaff, Gießen.) Aus der Provinzialhauptstadt. Das Fräulein vom Amt. Früher war sie uns verttauter. Damals, als es noch keinen automatischen Fernsprechbetrieb gab. Du nahmst den Hörer ab und schon meldete sich eine ruhige, sympathische Stimme: „Hier Amt!" Falls du ganz auf Sachlichkeit eingestellt warst, lautete deine Antwort: „Bitte elszwoundachtzig". Sie erwiderte darauf: „Moment...", woraus es knackte und sich bald darauf der Angerusene meldete. Lag dir jedoch mehr an einer freundlichen Höflichkeit, so sagtest du: „Ach bitte, Fräulein, verbinden Sie mich mit elszwoundachtzig". Ihre Entgegnung war entsprechend: „Einen Augenblick, ich verbinde sofort..." Es läßt sich nicht bestreiten, daß das Fräulein vorn Amt für die feinen Unterschiede in der Tonesart der Fernsprechteilnehmer empfänglich war und ebenso reagierte. Vielleicht wäre sie sogar imstande gewesen, interessante psychologische Aufschlüsse über die einzelnen Teilnehmer ihres Bezirks zu geben. Inzwischen ist es anders geworden. Das Fräulein vom Amt ist aus dem Ortsbetrieb ausgeschieden und hat sich gewissermaßen in jene höhere Sphäre zurückgezogen, wo das Ferngespräch vermittelt wird. Damit ist sie auch dem engeren Verhältnis entrückt, das sie in ihrem früheren Arbeitsbereich mit den einzelnen Teilnehmern verband, und mit den psychologischen Aufschlüssen wird es nichts mehr auf sich haben. Denn jetzt ist ihr Gebiet unendlich größer, es umfaßt die Provinz, dehnt sich aus auf das Reich und gilt eigentlich dem ganzen Erdball. Für uns, die wir in einem engeren Pflichtenkreis TheoborFontanes„Stechlin" ein Meisterwerk des Dichters, beginnt am Freitag, 22.Zanuar, als unser neuer vornan in den Familienblättern mit großem Eifer in den Dienst der guten Sache. Dabei wetteiferten die Polizeibeamten mit der Sammelbüchse unermüdlich mit ihren „Konkurrenten" vom NSKK., der Feuerlöschpolizei und der Technischen Nothilfe. Eine besondere Note erhielt das Straßenbild am Samstag durch drei berittene Polizeibeamte, die auf den von Reitlehrer S ch ö m b s in anerkennenswerter Weise kostenlos zur Verfügung gestellten Pferden durch die Hauptstraßen ritten uno unermüdlich vom Pferd herab die Sammelbüchsen herumreichten, gelegentlich aber auch ein forsches, kleines Kerlchen zu sich aufs Pferd nahmen zum Reiten und dadurch den Vater oder die Mutter zu einer besonderen Spende veranlaßten. Ein hübsches Bild des Sammeleifers gab ein Polizeibeamter auch dadurch, daß er feinem starken Hund Sammelbüchsen aufgeschnallt hatte, mit denen beide zusammen durch die Straßen pilgerten, um die Spenden der Volksgenossen für das WHW. zu kassieren. Zur Werbung für das Sammelwerk, zugleich aber auch zur Belehrung der Volksgenossen fand am Samstagnachmittag vom Gebäude der Polizeidirektion auch eine Rundfahrt derjenigen Fahrzeuge statt, die im öffentlichen Verkehr an den Straßenkreuzungen bei Dienstfahrten als geschlossene Mannschaftsfahrt das Vorfahrtsrecht haben; es handelt sich dabei um die Fahrzeuge der Polizei, der Wehrmacht, der Feuerwehr und — während ihres Betriebes — auch um die Fahrzeuge der Straßenreinigung. Der Aufzug dieser motorisierten Fahrzeuge fand allenthalben viel Beachtung und dürfte wohl seinen belehrenden Zweck voll erreicht haben. Die leitenden Männer der Polizeidirektion Gießen konnten sich am Samstagnachmittag bei einem Rundgang über die Hauptsammelplätze, insbesondere zu den Stätten der Konzerte, davon überzeugen, daß die selbstlose und volksverbundene Einsatzbereitschaft der Polizeibeamten, aber auch die dankenswerte eifrige Mitarbeit ihrer freiwilligen Helfer sowie die künstlerischen Beisteuern der Musikkapellen allenthalben großen Anklang fanden. Die Sammlung für das WHW., die einen Ertrag von rund 2600 RM. ergab, bildete auch in unserer Stadt einen schönen Abschluß des „Tages der deutschen Polizei". Hessisch Volk singt, spricht und tanzt Der Lan Bä| SBSg®- iSasSSs ungen des Wend ^tmattaiWatten n>oo i ^Or. meinen Anwendung eignen. meinen Anwendung eignen. 6. sehen ... * Einweihung der Bannführerschule des Bannes 116. feit Vielleicht hast du gedacht, ich bin ein, exaltiertes Ding, das wegen einer Liebesgeschichte ms jasaper acht. Ich wußte natürlich, daß ich das nicht tun durste, aber ich glaubte, mir bliebe nichts anderes übrig. — Es war so wunderbar — diese Tage mit dir noch. Das Schönste, was ich je erlebt habe. Aber dabei doch immer die Angst, die Angst auch für dich. Denk doch nur, um Gottes willen, wenn man erfährt, daß du mit mir zusammen gewesen bist! ... Vorhin vor dem S)otel, als ich von weitem den Gendarmen kommen sah, da stand mir beinahe dos Herz still. Und dann, als ich seinen Schritt im Vorgarten hörte, habe ich mich nur noch mit äußerster Anstrengung zurückhalten können, mich nach ihm umzudrehen oder einfach blindlings davonzulaufen. Die paar Sekunden, als ich ihn in meinem Taschenspiegel direkt auf uns zukommen sah ...! Ach Frank", sie schluchzte plötzlich laut auf — „ich glaube, ich wäre auf der Stelle tot umgefallen, wenn er womöglich auch dich hätte festnehmen wollen! Nie und nimmer hätte ich dich m eine solche Gefahr bringen dürfen!" Sie konnte nicht weitersprechen. Alland hatte ihr mit einem langen Kuß den Mund geschlossen. Und dieser Kuh war tröstlicher und überzeugender als alles, was er ihr hätte sagen können ... Evelyn hatte dabei das Gefühl, als ob sie wie» der von der Schwelle des Todes zurückkehrte, genau wie damals in jener Mondnacht, als Alland ie hier unter das Schirmdach der Pime gebettet hatte, das sich auch jetzt wie schützend über sie beide breitete. Sie wußte heute so wenig wie damals, was aus alledem werden sollte, und sie dachte auch kaum, daß der Geliebte es wüßte. Aber m ihr war plötzlich ein Glaube, höher als alle Vernunft, ein unbesiegbarer Glaube an die Liebe, an das Leben. Sie fühlte und begriff nur das eine: Alles ist aut. Es kann mir nichts geschehen, wenn er mich in seinen Armen hält. Das ist stärker als der Tod und stärker als alle Teufel. Es gibt keinen Monno und keine Gendarmen mehr. Es gibt nichts auf der Welt als diesen einen geliebten Menschen — nur ihn. . , , . , , Und bann war es wirklich so gewesen, als ov die Liebe sie beide selbst und die ganze Welt verändert hätte. Es war alles neu. Die Berge von Schwierigkeiten, die sich vor und .Zwischen ihnen aufgetürmt hatten, waren plötzlich ins Nichts versetzt. Alland entwickelte auf einmal eine organisatorische Kühnheit, als wäre er bei Herrn Monno in die Schule gegangen, diesem höchst unheimlichen Herrn Monno, über den man jetzt sogar schon scherzen konnte, weil man übereingekommen war, sich durchaus nicht mehr vor ihm zu fürchten, sondern ihn ruhig da drüben in Brasilien seinen „internationalen Geschäften" nachgehen zu lassen. Inzwischen würden sie beide zunächst einmal rasch nach London fahren, wo man sich ohne lange Formalitäten trauen lassen konnte. Evelyns falscher Paß würde sich gewiß solange bewähren. Ein Mann wie Jean Monno lieferte keine Pfuscherarbeit. Und außerdem — wenn man erst einmal die französische Grenze hinter sich hatte, war die größte Gefahr ja vorüber. Das war in dieser Gegend sehr einfach. Man brauchte nur eines der großen Ausflugsautos zu benutzen, die mehrmals am Tage die Grenze past fierten ohne daß alle Insassen — lauter harmlos Touristen ohne Gepäck — sonderlich streng kontra^ liert wurden. Und dann würde Alland eben noch einmal allein zurückfahren, um fein und ihr E« päck abzuholen, was bestimmt nicht auffallen wuro» Man war hierzulande ja an manches gewohnt. (Fortsetzung folgt!) Heranziehung von Abiturienten zum Veichsarbeitsdienst. Der Reichsstatchatter in Hessen — Landesregierung — hat an die Direktionen der Knabenvoll- anftalten folgende Mitteilung gerichtet: Nach den seitherigen Bestimmungen hatten am 1. April 1937 eine große Anzahl der im Frühjahr ais Abiturienten ausscheidenden Unterprimaner nicht in den Reichsarbeitsdienst aufgenommen werden können, da sie zu diesem Zeitpunkt das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Nach Mitteilung des Reichsarbeitsdienftes, Meldeamt 268 zu Darmstadt, hat der Hrrr Reichsarbeitsführer nunmehr verfugt daß in solchen Fällen ausnahmsweise, und nur für diese Fälle, das Eintrittsalter auf 16% Jahre mit dem Stichtag für den 1. April 1937 für die Früh- jahrseinstellung und für den 1. Oktober 1937 für die Herbsteinftellung 1937 herabgesetzt wird. Gemeinschaftsarbeit „KdF." und Mainzer Karneval. NSG. Um jedem Volksgenossen zu ermöglichen, sich an dem Frohsinn des rheinischen Karnevals zu beteiligen und den goldenen Humor der Fastnachtv- wochen aus eigenem Erleben kennenzulernen hat die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude mit dem Mainzer Karnevalsverein als dem Trager der alten Mainzer karnevalistischen Tradition em Abkommen Heima t", der , genossen, die seiner Arbeit em c- r----. leihen, schon manchen gehaltvollen Abend vermittelt, hatte für gestern Abend wieder zu einer Veranstaltung eingeladen, die in schöner Form das Wesen der Arbeit kennzeichnete, die der Landschafts- bunb leisten will. Alle Darbietungen des Abends waren volkstümlich in bestem «Sinne. Die zwei Abendstunden vereinigten alle Teilnehmer in schöner Gemeinsamkeit. Der Saal des Gaf£ ßetb war bei weitem überfüllt, als die. Reihe der Darbietungen begonnen wurde. Drtsnngleiter Dr. Mi ch sprach herzliche Worte Der Begrüßung, hieß vor allem die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen und die Vertreter der Behörden willkommen Er gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß sich auch Kameraden im feldgrauen Tuch eingefunden hatten. Er sprach über den Sinn des Abends, der heimischen Formen volkstümlichen Wesens Ausdruck geben solle Der Abend solle im Geiste dahm fuhren, wo der Quell unseres Volkstums klar fließen könne: auf das Land! Dank gebühre vor allem den vier Mundartdichtern, die sich zur Verfügung gestellt hatten, dann dem Volkstanzkreis, dem Mad- chenchor Klein-Linden und allen übrigen Mitwir- In bunter Folge reihten sich dann die einzelnen i Darbietungen aneinander. Der Mad chenchor . von Klein-Linden sang unter ber Leitung Dnn Lehrer Rau in einfachem Volkston eine An- ■ zahl schöner Volkslieder („Ein Wörtchen nur von Büchse, „Wie's daheim war" von Cornelius, „Auf Wiedersehn" von Hermann Löns und „Feldemwarts flog ein Vögelein") Mit besonderer Freude horte man dann auch das „Deutsche Lied" und das stimmungsvolle Lied „Der Rotdorn blüht auf dem Schiffenberg", die beide in ihrer textlichen Fassung von1 g-rau Steiner und in der Melodie von Pfarrer Steiner- Hausen geschaffen wurden. Die Vorträge des Chores wurden sehr dankbar und nut lebhaftem Beifall aufgenommen. Der V o l k s t a n z- freie des L a n d s ch a f t s b u n d e s V o l k s- tum und Heimat, der am Anfang seiner Arbeit steht, brachte vier einfache Volkstänze zur Aufführung, die recht frisch von den Mädchen getanzt wurden. Auch ihnen wurde viel Beifall zuteil. Die Bauernkapelle Klein-Linden, die sich in blauen Bauernkitteln und mit roten Halsbinden zeigte, füllte einige Pausen mit guter Musik begleitete zum Teil die beschwingten Volkstänze und auch die gemeinsam gesungenen Lieder, die der Abend brachte. Diese gemeinsamen Lieder, („Am Holderftrauch" und „Die schöne Schafenn , em Volkslied aus der Odenwälder Spinnstube) wurden von jedermann gerne mitgesungen. Das Lied aus dem Odenwald wurde unter der Leitun» v°n Georg Heß gelernt, so daß die Zuhörer auch rasch sen? Untersuchungsgefängnis — Wochen, Monate vielleicht. Endlose Gerichtsverhandlungen ... Kem Mensch wird ihr glauben, daß sie von allem nichts gewußt hat. Damit hat Monno recht . Aber was sonst? Weder Monno noch Polizei -y gibt es ein Drittes ...? Doch, vielleicht gab es ein Drittes. Allein verschwinden. Aber dazu braucht man den neuen Paß, den Monno ihr erft auf dem Schiff aushändigen wird. Also von dem Schiff verschwinden. Wie, das muß sich finden. Man wird b Ich wartete nur bis zu irgendeiner recht kleinen Station, ich wußte nicht einmal, wo ich war, als ich ausstieg. Aber ich fühlte mich für den Augenblick doch einigermaßen geborgen in dem häßlich tapezierten Zimmer der kleinen, versteckten Pension, die mir der verschlafene Bahnbeamte empfohlen hatte. Ich schlief wie ein Stein. Aber als ich bann am andern Morgen die Zeitung aufschlug, fand ich darin mein Bild, und dann jeden Tag neue schreckliche Dinge über Ostrowski, über mich, über Monno, ja gerade auch über Monno. Es wurde mir klar, daß er für mich vielleicht noch gefährlicher war als die Polizei. Mein Geld wurde auch immer weniger, ich hatte in der Eile nur ein hundert Franken zu mir stecken können. Es schien mir alles so schrecklich aussichtslos — ich war so allein, so verzwei- Ottv Dill. , , , , Einmaliges Gastspiel von Amelia Helmholz von der Vroadcasting.Eompame Neuyork. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 19. Januar findet em emrna.- ges Gastspiel der Sängerin Amelia H e lrn h o l Z von der Broadcasting-Companie aus Neuyork! ftatt. Amelia Helmholz singt die Partie der „Micaela in „Carmen", Oper von G. Bizet. Die Sängerin befindet sich augenblicklich auf einer ©aftfpiel^eife in Deutschland und hat in Wlesbaden Baden- Baden, Kassel und in vielen anderen Städten große Triumphe gefeiert. Die Intendanz des Stadttheaters macht^ darauf aufmerksam, daß die Vorstellung als 17. Vorstellung der Dienstag-Miete ftatt- fmÖCt Dortrag in der Universität. Rektor, Dozenten- und Studentenschaft der Universität laden in unserem heutigen Anzeigenteil zu einem Vortrag ein, der am morgigen Dienstagabend in der Neuen Aula stattfmden wird In dem Vortrag wird „Der Nationalitatenkampf an der deutsch-dänischen Grenze" behandelt werden. (Siehe heutige Anzeige.) Abteil saß und die rasende Spannung nachUeß, kam plötzlich die Angst. Mit meinem falschen Pah über die Grenze, wo am Ende schon em Haftbefehl für mich lag? Je mehr der Zug sich der Grenze näherte desto unmöglicher schien es mir, fjeute noch einmal eine solche Nervenprobe -u bestehen. Lieber noch kurz vorher aussteigen, einfach aufs Geratewohl. Vielleicht kam man auch unauffälliger zu Fuß über 3 Tritt von rechts an den Schalter heran; mit Vorrang wirft du abgefertigt, wenn du ein Telegramm einlieferst, ein Gespräch anmeldest oder als Schwerbeschädigter in eigner Angelegenheit einlieferst und einen Ausweis der Fursorge- stelle vorzeigst. 4 Klebe die Marken vor der Einlieferung selbst auf die Sendungen: bei Briefen, Postanweisungen und Zahlkarten bist du dazu verpflichtet. 5. Bereite den Einlieferungsschein vor. Bei Postanweisungen und Zahlkarten hängt er am Formblatt an; für andere Fälle hangen fie tm Schalterraum aus. Benutze — auch bei geringem Postverkehr — ein Einlieferungsbuch. Der lose Schein geht leicht verloren. Halte dein Geld abgezählt und geordnet bereit, lege bei gleichzeitiger Ein- und Auszahlung von drei und mehr Poftanweisungs- ober Zahlkartenbeträgen sowie beim Einkauf von drei oder mehr verschiedenen Sorten von Wertzeichen eine aufgerechnete Zusammenstellung vor. Zum vorigen Freitagabend hatte die Akademische Auslandsstelle die an unserer Universität tudierenden Ausländer zu einem Vortragsabend in das Stube ntenhaus ein geloben. Auch die kultur- wissenschaftliche Fachschaft hatte sich ZU diesem Vortrag eingefunden, um mit den ausländischen Kommilitonen zusammen sein zu können. Prof. Dr. W. Fischer, der Vorsitzende der Auslandsstelle, begrüßte die Vertreter von Partei und HI. und die übrigen zahlreichen Zuhörer. 3nJemen Ausführungen kam er auf den Sinn dieser Abende zu sprechen. Dies unterstrich auch der Stubenten- führer Frank, der besonders hervorhob, daß es wichtig sei, wenn die ausländischen Studierenden das wahre Gesicht des neuen Deutschlands kennen- lernen würden, um dann in ihrer Heimat davon berichten zu können. Gerade die Pflege der Aus- lanbsftubierenben fei schon immer von der Studentenschaft betrieben worden und werde besonders heute betont. Der Geist des Nationalsozialismus werde Gelegenheit haben zu zeigen daß er groß und stark ist und daß er eine wirkliche Weltan- schaumig im wahrsten und besten Sinne des Wor- tes sei, denn er kämpfe nicht nur um die letzte Durchdringung der deutschen Menschen, sondern auch um Verständnis bei den anderen. Der Studentenleiter der Akademischen Auslands- stelle stuck, phil. Mahr hielt dann einen längeren leben, ist es ein aufregendes Ereignis, wenn wir zum Fernsprecher gerufen werden, wo uns das Fräulein vom Amt eröffnet: „Sie werden von Berlin verlangt. Bitte melden Sie sich. In ziemlicher Hast und mit spürbarem Herzklopfen geben mir unsere Antwort. Ein Ferngespräch ist ferne Kleinigkeit, denn immerhin muß es schon eine hocyft wichtige Sache sein, wenn jemand in Berlin es für notwendig hält, sich mit uns telephonisch zu unterhalten. Noch aufregender wurde es freilich sein, wenn wir zu einem Ferngespräch aus Pans oder Amsterdam gerufen würden. Aber für oas Fräulein vom Amt bedeutet selbst das feine Seusa- tton mehr. Ihr Feld ist die Welt und wo der Telephondraht die Landschaft durchquert sn es auch am Wüstenrand ober im zerklüfteten Berg- ihren Trägerinnen neue Aufgaben setzen. Bis da hin jedoch wird das Fraulem vom Amt noch jene wichtig-Tätigkeit zu verrichten haben, bie bn 6er heute umfassenden Inanspruchnahme des Fernsprechers unerlützlich ist, H.W.Sch. Vornotizen. Tageskalender für Nlonlag. Volksgemeinschaftsabend des Fähnlein 21416: 20 Uhr im Caf6 Leib. — Glona-Palaft, .Selters weg: „Fridericus". - Lichtspiechaus, Bahnhof- ftrafte: Susanne im Bade'. — Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein: 20 Uhr Lichtbllderoortrag von Professor Walter „Deutschland in der neuen ülula. — Oberhessischer Kunstverem, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung von Oelgemal- ben, Aquarellen und Zeichnungen von Professor Es ist noch Zeit genug, die Ccmnebiere entlangzu- ( gehen", fuhr Monno fort. „Sie können sich hser unbesorgt sehen lassen, die Polizei wird noch ruckst. nach uns fahnden, sonst wüßte ich schon Bescheids Dieser Apparat funktioniert ziemlich langsam langsamer jedenfalls als bei uns. Wenn wir jemanden suchen — er machte eine kleine Pause und lächelte Evelyn freundlich in die Augen — „mir swden ihn bestimmt, ganz gleich, in welchem Srh eil Das finb o die Vorteile einer wirklich gutgeleiteten internationalen Organisation. Die Polizei ist schließlich immer an die engen nationalen Grenzen gebunden. — Aber das scheint Sie nicht zu interessieren. Wie ist es also: Wollen Sie noch vorher in die Stadt/ 'Rein? Schade, Marseille ist sehr schön am Abend. Aber wie Sie wollen. Wir brauchen bann erst um halb neun hier abzufahren. Ich schicke Ihnen das Mädchen hinauf, wenn der Wagen da ist. Ruhen Sie sich noch ein wenig aus, das Mädchen wird Ihnen servieren, was Sie wünschen. Dmieren kann man noch auf dem Schiff. Auf Wiedersehen also — bis nachher!" Als Evelyn endlich wieder allein in ihrem kleinen Fremdenzimmer saß, begann sie allmählich, wie aus einer Betäubung erwachend, sich über alles klarzuwerden, was Monno ihr vorhin gesagt, cs waren eigentlich nichts als ganz exakte Anweisungen eines vorzüglichen Regisseurs, der solche Stucke mit geübter Sicherheit zu inszenieren verstand. Es grenzte an Zauberei, aber wie hatte er gesagt: „Die Vorteile einer wirklich gutgeleiteten internationalen Organisation." Filialen in Paris, Marseille m Rio be Janeiro und weiß ber Himmel wo noch. Aus- Wildschutz on den Autobahnen. Der Wechsel von Will) über die Reichsautobahnen bildet namentlich bei Nacht eine Gefahr sur den Kraftverkehr. Da und dort haben sich Unfälle von Kraftfahrern ereignet oder ist Wild zu Schaden | gekommen. Versuchsweise werden nun, wie der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen mitteilt, in nächster Zeit an ten Wildwechsels zur Warnung des Kraftfahrers Hä Ä °ns°bracht.^dt«h°uptl°chüch WU gezeichnet .. .1 Nur — Evelyn sprang plötzlich aus ihrem Sessel auf — nur daß es sich hier eben um eine Verbrecherorganisation handelte! War sie denn wirklich schon ganz und gar wahnsinnig, daß sie auch nur einen Augenblick ernsthaft daran gedacht hatte, auf biß Vorschläge, nein die Anweisungen dieses Monno einzugehen? Wahnsinn, Heller Wahnsinn! Also dann lieber zur Polizei, sich verhaften las- Zu Beginn der kurzen Eröffnungsfeier meldete zunächst der Leiter der Schule, Gefolgfchaftsfuhrer A l g e y e r , dem stellvertretenden Bannfuhrer, Bannadjutant D ö l z i n g, den Lehrgang. Ihr sollt brennen — Nicht wie Asketen, Die in Gebetekl Sich bekennen, Nein, wie Soldaten, Die tief in Gräben Gebete leben Durch ihre Taten. sprach der L a g e r l e i t e r. Nach der Flaggenhissung hielt ber stellvertretende Bannführer Bolzing eine kurze Ansprache. Er gab zunächst emm kurzen Rückblick auf die Führerschulen der Hitler-Jugend. Weiter sprach er über die Bedeutung der unteren Führerschaft für die HI. und die Haltung derselben. Sodann übergab ber stellvertretende Bannfuhrer dem Schulleiter die Schule und erklärte den ersten Lehrgang für eröffnet. Wieder ist eine Schulungsstätte der nationalsozialistischen Jugend geschaffen. Auch sie wird Zeugnis ablegen vorn Willen der Ausrichtung der deutschen Jugend im Sinne unseres Führers. Vortragsabend der akademischen Auslandsstelle. ders originell davon erzählte, wie in 9Jau-,«« ~ -bitber Am Schluß des geschäftlichen Teils wurde nach Erimerungsfeier an die Saarabstimmung Polizeiwachtmeister Thum Wiederoerheiratung 673 Wicke Len und Sprechstunden der Redaktion. 11.30 vis 12.30 Uhr. 16 vis 17 Uhr Somstognach. mittag gefchlosien. Jahreshauptversammlung der alten 116er Hundertsechzehner-Treffen der neuen und alten 116er in Aussicht. zahlreich Erschienenen den Willkommensgruß _____ gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß als Vertreter des Kreisleiters der NSDAP, der saar- **< SS? J di' hi pr irfd)u(e "*"116 |ein, «'Liick-g, 7»" »ar. VQn»rab. J5ann- und e;num einmal ff Qnbern us^ug ihrer r lhres Aus. umsonst ?.e Schulung Wn Kursen L Anzahl Ettlh dreißig 'leier meldete Skchaftsführer ^annsührer °ng. Hier abschneiden! Kohhn von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 wieder die Grüße seiner Heimattreuen, die dadurch bezeugen wollen, daß die Brücke vom Westen zum Osten eine sichere ist. Gerade durch die vorangegangenen Abstimmungen in West- und Ostpreußen und Oberschlesien haben sie die Schicksalsverbundenheit in den tiefsten Tiefen erlebt und wollen Vorbild sein in Treue und Opferbereitschaft für das ganze deutsche Volk. Er erinnerte auch an jene Brüder und Schwestern, die vor den Grenzen des Vaterlandes bleiben mußten, und machte sich zum Dolmetsch ihrer Gefühle, indem er in ihrem Namen forderte, daß jeder Volksgenosse bis in die tiefste Seele deutsch und treu sein und handeln müsse, damit die Macht der Gedanken die letzten Fesseln sprenge für das große, ewige Deutschland. In der Erinnerung an gemeinsame Zusammenarbeit für die Saarabstimmung überbrachte der Leiter des Sparerbundes, Bankbeamter Lorenz, die Grüße seines Bundes und drückte durch ein stimmungsvolles Gedicht einer Sparerin die Gefühle aus, die den deutschen Sparer die erhebenden Stunden jener Tage vor zwei Jahren erfüllte. Der Leiter der Ortsgruppe Gießen des Neichs- kolonialbundes, Kriminalhauptwachtmeister Schnei- d e r, lenkte die Gedanken der Versammelten auf die Ziele dieses Bundes und sagte, daß, wenn einmal in unseren Kolonien eine Abstimmung stattfinden würde, auch diese ein großartiges Abstimmungsbekenntnis zur deutschen Kolonisationsfahigkeit und zur großen deutschen Nation werden würde. Mit dem Bekenntnis zur deutschen Saar und dem Treugelöbnis zu Führer und Volk wurde der offizielle Teil in üblicher Weise geschlossen. Ein geselliges Beisammensein beschloß die harmonisch verlaufene Feier. Flaagenhissung er Dölzing st einen kurzen WerHugend. ng der unteren llung dechlben. Sannfuhrer dem >en ersten Lehr- r nationalsozia. e wird Zeugnis >g der deutschen Die gut besuchte Jahresversammlung wurde durch den Kameradschaftsführer Bill mit Begrüßung der Besucher, besonders der beiden ältesten Kameraden Weidig und Todt, und der zahlreich aus Wieseck Anwesenden eröffnet. Nach dem Jahres- und Rechenschaftsbericht wurde auf Vorschlag des Rechnungsprüfers, Kamerad Reitz, dem bisherigen Rechner, Kamerad Volz, Entlastung erteilt und besonderer Dank für seine 26jährige Tätigkeit als Rechner ausgesprochen. Der neue Rechner, Kamerad K o r e l l, wurde gleichzeitig in sein Amt eingeführt. Den im Laufe des letzten Jahres verstorbenen Kameraden, sowie den Gefallenen des Weltkrieges und den Opfern der nationalen Erhebung wurde ein stilles Gedenken gewidmet. In seinen weiteren Ausführungen betonte der Kameradschaftsführer, daß der 15. Oktober 1936, der Tag der Neugründung des Regiments Nr. 116, wohl der schönste Tage im Leben eines jeden alten 116ers gewesen ist. gütungsscheine waren mit 95, Wiederaufbauzuschläge mit 74,65, Späte Schuldbuchforderungen mit 98,50 und Städte-Altbesitzanleihen mit 117,25 gesucht. Gefragt waren außerdem die neuen 5prozen- tigen Schuldverschreibungen von Hoesch. Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein. Auch die Kursoeränderungen am Aktienmarkt hielten sich mit 0,25 bis 0,50 v. H. nach b-eiben Seiten in engen Grenzen. Höher gesucht waren AG. für Verkehr mit 127,50 nach 127, von Montanwerten Klöckner 127 nach 126,75, dagegen bröckelten IG. Farben auf 168,25 nach 169 ab. Die erst später notierten Papiere lagen ebenfalls wenig verändert; BMW. 140,75 (140,50), Eonti Gummi 173 (172,75), Gesfürel 147,25 (147,50), Reichsbank 189 (189,25). Im Freioer kehr lagen Wayß & und Frey- tag fester mit 129 bis 131, Adlerwerke Kleyer auf dem erhöhten Stand der Abendbörfe mit 101,50 ** Militärpersoaalie. Der Kommandeur des Inf. Regts. 116, Oberstleutnant H e r r l e i n, ist am heutigen Tage mit Wirkung vom 1. Januar 1937 ab zum Oberst befördert worden. ** Arbeitsjubiläen in der Firma Poppe & C o., Gießen. Am 3. bzw. 10. Januar konnten der Arbeitskamerad Heinrich Lather aus Gießen und die Arbeitskameradin Dorothea B e l l o f aus Rödgen ihr 25jähriges Arbeitsjubiläum feiern. Anläßlich eines Betriebsappells wurde beiden von feiten der Firma und der Belegschaft je ein Ehrengeschenk überreicht. bis 103,50 behauptet, die übrigen Werte waren ohne Geschäft und unverändert. Tagesgeld weiterhin 2,5 v. H. Frankfurter Schlachtviehmorkt. Frankfurt a. M., 18. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 11 000 Rinder, 514 Kälber, 112 Schafe, 3676 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mk., Bullen 38 bis 43; Kühe 20 bis 43; Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44; Kälber (Sonderklasse) 25 bis 65; Lämmer und Hämmel 34 bis 47; Schweine 48,5 bis 52,5 Mk. __ Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Die Saardeutschen in unserer Stadt feierten am Samstag im „Katholischen Vereinshaus"^zusammen mit den Pfälzern, den Ostdeutschen, den Mitgliedern des Sparerbundes und des Reichskolonialbundes die Wiederkehr des Jahrestages der Saarabstimmung. Nach musikalischer Einleitung des Abends entbot der Wicke (Latbyrus odoratus) wird als Emjayrsblume im Garten gezogen. Aussaat an Ort und Stelle im April, Vorkulturen in Töpfen zur Maienzeit pflanzen. Als Rankpflanze braucht die Wicke an Drähten, Schnüren oder Reisern Halt. — Ausgezeichnete Schnittblume; reicher Blütenschnitt ist gut, da Samenansatz ein spärliches Weiterblü- ben bewirkt. Dunggaben empfohlen. Wicken sollen in Farbenmischungen gezogen werden; besonders schön find Spencer- mischungen. Wicke kommt als Staudenblume vor, ist aber nicht so wohlriechend wie Einjahrswicke. Wickel, fiehe Packung, Umschlag. Wickeln des Säuglings soll auf keinen Fall zu fest und besonders nicht mit Gummieinlagen erfolgen. Die Kinder brauchen Bewegungsfreiheit, von Zeit zu Zeit soll man sie überhaupt frei strampeln lasten, daß sich die Glieder ungehindert bewegen können. Vergleiche Säuglingsschwäche. Widder, Bezeichnung für ein männliches Zuchtschaf. Widerspruch. Gegen Zahlungsbefehle ist der Widerspruch zulässig. der binnen der im Zahlungsbefehl angegebenen Frist beim Amtsgericht eingelegt werden muß, andernfalls wird der Zahlungsbefehl rechtskräftig und der Gläubiger kann siH dadurch einen Vollstreckungstitel verschaffen. Gegen Arreste und einstweilige Verfügungen kann man jederzeit Widerspruch einlegen Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Wirtschaft. Voller Erfolg der preußischen Anleihe. DNB. Die Zeichnung auf die Preußische Anleihe von 1937 über 200 Millionen Reichsmark, die am 15. dieses Monats geschlossen worden ist, hatte einen vollen Erfolg. Es sind insgesamt etwa 235 Millionen Reichsmark gezeichnet worden. Von dem Betrag entfallen 134 Millionen Reichsmark auf Anmeldungen zum Umtausch für die am 1. Februar dieses Jahres fällig werdende 4,5prozentlge Preußische Schatzanweisungen von 1934. Der Rest von 101 Millionen Reichsmark ist gegen Barzahlung gezeichnet worden. Da den Umtauschzeichnern m Vor- aus volle Zuteilung zugesagt worden ist, ergibt sich die Notwendigkeit, die Zuteilung auf Barzahlungen zu repartieren, und zwar wird sich eine Zuteilungsquote von etwa 65 v. H. ergeben. Buttererzeugung 1936 um 22,3 Prozent gestiegen. Fwd. Nach den bei der Hauptvereinigung der deutschen Milchwirtschaft vorliegenden vorläufigen Ergebnissen wurden von den deutschen Molkereien im Jahre 1936 insgesamt 385 064 Tonnen Butter hergestellt. Dagegen betrug das endgültige Ergebnis im Jahre 1935 nur 314 750 Tonnen. Die Buttererzeugung der deutschen Molkereien ist demnach gegenüber dem Vorjahre um 22,3 v. H. gesteigert worden. Jihein-Mainische Börse. INillagsbörse ruhig. Frankfurt a. M., 16. Jan. Das schon während der ganzen Woche sehr geringe Geschäft erfuhr auch an der Wochenschlüßbörse keine Ausdehnung. Der Mangel an Kundenaufträgen hemmte die Unternehmungslust. Bei nicht unfreundlicher Grundstimmung wies der Aktienmarkt nur ganz geringe Veränderungen gegen den Vortag auf. Größere Abweichungen zeigten nur Siemens mit 200 (198), Hanfwerke Füssen mit 92,25 (91), andererseits Bank für Brauindustrie mit 130,25 (131,75). Montanaktien kamen voll behauptet, teilweise 0,25 bis 0,50 v. H. höher zur Notiz. IG, Farben blieben mit 168,90 bis 169 unverändert, Deutsche Erdöl 0,25 v. H. leichter. Schiffahrtsaktien lagen bei voll behaupteten Kursen ruhiger. Von Maschinenaktien bröckelten Muag 0,50 d. Sy ab, Moenus zogen 0,13 v.H. an und blieben gefragt; Daimler Motoren 124,75 (125). Am Elektromarkt eröffneten RWE. und Lechwerke Augsburg unverändert. Sonst kamen noch AG. für Verkehr mit unverändert 127 und Westdeutsche Kaufhof mit unverändert 57 zur Erstnotiz. Am Rentenmarkt hielt einige Nachfrage an. Altbesitzanleihe 117,65 bis 117,90 (117,50), Korn- munal-Umschuldung etwa 91,05 bis 91,10, Zinsver- (Angabe des Aktenzeichens und des Betreffs); man sollte es aber nur tun, wenn er begründet ist, sonst macht man sich nur unnötige Kosten. Am besten zieht man einen Anwalt zu Rate (bei Widerspruchsklagen vor dem Landgericht ist Anwalt vorge- schrieven). — Hat ein Gläubiger eine Sache pfänden lasten, die nicht dem Schuldner gehört, hum Beispiel einem anderen übereignet, Eigentum der Ehefrau ist usw.) so kann der Eigentümer Widerspruchsklage erheben; ebenso der Ehemann, wenn ein Gläubiger der Frau Sachen, die zum eingebrachten Gut gehören, hat pfänden lassen und der Mann nicht zur Duldung der Zwangsvollstreckung verurteilt ist. (Siehe eingebrachtes Gut.) Wiederbelebungsversuche; dazu gehören die verschiedenen Arten von künstlicher Atmung, das Einatmen von Sauerstoff, kalte Duschen. Wechselbäder bei kleinen Kindern, Hautreize wie Reiben und Bürsten der Glieder, Einspritzungen in die Vene u. dgl. Wiederverheiratung. Der Mann kann nach Auflösung seiner Ehe gleich wieder heiraten. Für die Frau dagegen besteht eine Wartezeit von 10 Monaten, außer, wenn sie inzwischen geboren hat (s. Ehehinderniste). — Der Vater eines minderjährigen Kindes darf sich erst wieder verheiraten, wenn eine Vermögensauseinandersetzung zwischen ihm und dem seiner elterlichen Gewalt unterliegenden Kind erfolgt ist (Zeug- breisachem Sieg-Heil auf ben Führer und Reichskanzler Adolf Hitler bas Deutschlanblieb und bas Horft-Wessel-Lieb gesungen. Im weiteren Verlause bes Abends wurde zur Ueberraschung aller Anwesenden noch mitgeteilt, daß Anregungen bestehen zu einem Treffen der ehemaligen 116er und der Kriegsformationen mit den Angehörigen des neuen Regiments Nr. 116, möglicherweise schon Ende Mai oder Anfang Juni dieses Jahres. Die Vorbereitungen find im Einvernehmen mit dem neuen Regiment durch die Gießener 116er-Kameradschaften, nach vorheriger Feststellung des Zeitpunktes, in Verbindung mit den zuständigen Dienststellen beabsichtigt. Besonders wurde noch darauf hingewiefen, daß die Söhne des Hessenlandes, insbesondere der ehemaligen 116er, wie in den Vorkriegszeiten freiwillig ihrer Militärpflicht im Gießener 116er-Regiment genügen können. In freudiger Stimmung blieben die Kameraden noch lange bei fröhlichem Gesang alter Solbatenlieber gemütlich beisammen. Vortrag über seine Eindrücke und Erlebnisse als Austauschstubent in Amerika. Zuerst schilderte er bas Leven an einer amerikanischen Universität — er war an der Susquehanna-Universität in Penn- fylvanien —, bann behandelte er ausführlich bas deutsche Element in USA. sowie die allgemeine Einstellung des Amerikaners Deutschland gegenüber. Weiter erzählte er noch von Fahrten durch Amerika und nach Florida. Mit vielen Eindrücken seien die Austauschstudenten dankbar nach Deutschland wieder zurückgekehrt. Lebhafter Beifall be- lohnte die Ausführungen. ndsstelle. tit die Akade- •rer Universität Vortragsabend such ine fulhir« su biefem Vor- ndh'chen Som- nde der Aus- n Partei uxto rer. Irr dieser Merrde lex Stubenten- vorhvb, datz 6 n öiutritr* Mands kennen- r Heimat davon Pflege der Aus- von der StiSen' weiw besonders itiomlsoMrmr en, daß er pH wirkliche M°i" Sinne des M' ur um die letzte tenfoen, fo*”1 leren. , , . wichen Auslands- ^langem überzeugendes Taü'ob sie ber Pinie gebetifc L über k 2 5 wie damals. Ai-Ä säg 2Iber m V %&■*« MS f« )ie g^e merge von tu. D'E ih^a un» < t» ll'Ss au "Et llBp ML - Miahr pi Csfej w deutsche Landsmann Bürgermeister Rebholz aus Grotzen-Buseck erschienen sei, und Studienrat Prof. Dr. König sich bereitwilligst in den Dienst der guten Sache gestellt habe. In einem Rückblick auf die Abstimmung vor zwei Jahren rief er die Erinnerung an die große Freude wach, die über das Vaterland hinaus die Deutschen in allen Erbteilen in ber zuversichtlichen Hoffnung auf eine neue gute Zukunft vereinte. Ihnen allen wurde wieder die Stimme des Herzens bewußt, die sie im berechtigten Stolz auf ihr Deutschtum ermahnte, treue Gefolgschaft dem großen deutschen Führer Adolf Hitler zu leisten. Nach dem gemeinsam gesungenen Saarlied sprach SS.-Oberscharführer Bürgermeister liebholz, ber in jenen Tagen die Treuefahne ber Saar, die nach Berlin getragen wurde, durch unseren Kreis Gießen geführt hatte, die Grüße des dienstlich verhinderten Kreisleiters Dr. Hildebrandt aus. Dabei verwies er auf den großartigen Abschluß, den dieser jahrhundertealte Kampf gegen den deutschen Staat und das deutsche Volk gesunden hatte. Es erwies sich, daß das Saaroolk und das deutsche Volk eine Einheit waren, die siegen mußte. So wurde der Sieg an ber Saar ein Markstein für bie Entwickelung des deutschen Volkes zur Einheit. Der Geist des Volkes hatte sich durchgerungen. Und noch eins hatte sich erwiesen, daß die Idee unseres Führers so machtvoll ist, daß sie alle Welt bewegt. Wir sind stolz daraus, daß alle Welt, bevor sie etwas tut, erst fragend nach Berlin schaut. Im Mittelpunkt des Denkens aus der Idee heraus steht der neue Mensch, um ben allein ber Kamps geht. Der Sieg an der Saar war ein auter Fortschritt auf diesem Wege, und die Geschichte wird einmal diesen Sieg besser beurteilen können, als wir. Darum soll das Saaroolk uns Mahner sein. Der deutsche Sieg an der Saar hat bewiesen, daß die den ursprünglichen Lebensgesetzen abgelauschten Grundgedanken von Rasse, Blut und Boden in der nationalsozialistischen Idee die größten Lebenskräfte in sich bergen und so gewaltig sind, daß sie die Ziele erreichen müssen, die der Führer dem deutschen Volke gesteckt hat. profeffor Dr. König lenkte dann erneut die Gedanken seiner Zuhörer auf die Größe dieses Sieges an der Saar für das ganze deutsche-Volkstum. Er zeigte den Unterschied von Staat und Volk auf. Das Volk blieb als sicherer Bestand immer wieder, und auch in ben Zeiten des Zusammenbruchs hat es sich wundervoll bewährt. Die Gegner dachten den Rhein zur deutschen Grenze gegen Frankreich machen zu können. Sie glaubten eine so feste Klammer zu schließen, daß das Deutsche Reich wieder in seine frühere Vielstaaterei zerfalle. Daß ein neuer Wille das Volk zusammenschweihen könnte, daran haben sie nicht gedacht. Und an der Saar wurde ihnen bewiesen, daß der Deutsche in ber Seele deutsch geblieben ist. Die Nachbarn im Westen Haden erkennen müssen, daß die deutschen Menschen gerade durch die großen Geschehnisse des 19. Jahrhunderts volklich gereift sind uno sich nicht unterkriegen liehen. Alle Forderungen der Gegner sind abgeprallt an der Verantwortung der Volksgenossen in Schleswig, Kärnten, West- und Ostpreußen und Oberschlesien, die in den Zeiten des Zusammenbruches sich den völkischen Gedanken nicht aus ben Herzen reißen ließen. Auch durch den Kampf an der Saar fand das ganze deutsche Volk in aller Welt sich wieder, und es läßt sich nicht mehr von ber Verpflichtung abbringen, überall ein Vorbild deutscher Zusammengehörigkeit zu geben. So ist bas Ergebnis ber Saarabstimmung ein großer Fortschritt, und es liegt eine Verheißung darin, daß der Mann, dem dies Unerhörte gelungen ist, selbst von der Grenze hertommt, von Deutsch-Oesterreich, das als Schmelztiegel der Deutschen mit uns verbunden ist. Dieser Abstimmung heute und immer zu gedenken, ist darum nicht nur eine Freude, sondern auch eine Pflicht und soll es bleiben. Grüße an die Saardeutschen. Der Leiter der Gießener Ostdeutschen, Schrift- leitet K o sta-rz, überbrachte auch in diesem Jahre Frankfurt o. M. Berlin Frankfurt a. M. Berl in Schluß'. Abend börie sdilufet Rittag- börie Schluß- kurS Schlußk. Abend- börie Schluß» kurs Schluß! Mittag börie Schluß- ttirS Schluß- turS Damm 15.1 16 1 15-1 16 1 Darum 15.1 16 ' 15 1 16 1 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 t>/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 4%% Hessische Volksstaat von 1929 4Vi% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4Yi% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Retchsanleihe-Altbesttz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4%% Hess. Lan desbk. Darmstadt Goldpse. R. 12.............. 57i% Hess. LandeS-HyP.-Bank Liqu. Goldpse............... 4%% Preuß. LandeSpsdbr.-Anst. Goldpse. R. 19.............. 47i% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte I.............. 47i% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 47i% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 571% Franks. Hyp. Liquidation Goldpse.................i... 57i% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Stlberrente. 47i Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 47i% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad 1........... 4% Türken Bagdad 11.......... 2*4% L Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........C Deutsche Reichsbahn Vorz.-Mt. Reichsbanj.................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Prtvat-Bank... - Deutsche Diskonto............ ■ Dresdner Bank.............. 101,13 98,4 103 69 100 98,5 117,5 130,75 97,25 101,25 93,9 97,25 95 101,25 101,5 110,15 1,4 5,4 6,4 5,2 6,15 9,6 5,4 21,5 127 16,5 16,65 126,4 189,25 126 111 114 108 101,5 98,4 103 99 98,5 117,9 130,75 97,25 101,13 95 93,9 123,25 97,25 95 101,3 101,65 110,2 10,13 5,4 6,4 6,5 9,75 5,65 21 127,5 16,65 16,65 126,13 189 126,5 111 114 108 Devlfi 117,4 10 17 1,5 5,4 6,25 5,2 6,25 9,65 5,4 21,5 126,75 41,75 16,25 16,25 126 188,75 nmart 101,25 98,4 102,75 99 100 98,5 118 97,5 95 123,65 97,25 101,5 110,3 10 15,75 1,5 5,35 6,45 5,15 6,4 9,65 5,5 21 127,13 41,75 16,75 16,75 125,9 188,75 126 111 114 108 Betüi Accumulatoren-Fabrik.......12 AKU-Runftfelbe.............0 Aschaffenburg Zellstoff........ 3 Bemberg...................0 Bekula..................... 8 Buderus Eisen...............4 Gement Heidelberg........... 7 Gement Karlstadt............6 Chade A.-C.................. 9 Gonrt Gummi.............. 11 Daimler Motoren............5 Dessauer Gas ............... 4 Deutsche Erdöl..............6 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........ 6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume......... 6 Gesfürel.................... 6 Th. Goldschmidt.............5 Gritzner Maschinen........... 0 Harpener.................2*4 Hoesch Eisen...............3*4 Philipp Holzmann........... 6 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................ 6 Kali Aschersleben............ 5 Klöcknerwerke............. 4*4 Kokswcrke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer..................6 Mainkraft................... i Mannesmann............... 3 Mansfelder Bergbau.......67i Metallgesellschaft.............6 Orenstein & Koppel.......... 0 Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............ Rheinstahlwerke.............. Rveinisch-Westfälische Elektro .. < Rütgeröwerke ............... Salzdetfurth Kali.......... 171 Schuckert & Co............... Schultheis Patzenhofer........ Siemens & Halske........... Süddeutsche Zucker.......... IC Vereinigte Stahlwerke...... 37i Westdeutsche Kaufhof......... Westeregeln Alkali............ Zellstoff Waldhof............ Otavi Minen...............O,( i — Frankfurt a. BL 202 53 137 108 165 121,25 162 227 172,5 123,5 150 261 166,5 138,25 152,75 168,75 139 146 131 32,5 151,5 119 139,25 149 136 126,5 124 95 119,75 155,5 155,25 224,25 134,25 ] 151,25 , 129,65 139,5 177 160 — 199 I 203 120,25 56,5 134 158,5 25,25 202 52,75 138,25 109 165 122 161,5 227 173 124,75 149,25 262,5 166 137,9 153 168,25 140 147,25 130 32,5 152 118,75 140,5 149 127,13 124 94,5 120 156,75 155 151 129,25 139,5 176 161 200 203 119,75 57 133,75 157,5 25,25 203 52,75 136,5 107,5 165,13 122,5 227 172,75 125 112 149,5 166,5 137,5 153,5 169,75 139,4 147,65 129,4 32,75 151 118,5 139,9 178,5 149,75 134,5 126 144 124,5 119,5 155,25 154,75 90,5 224 135 151 129,4 140 176 160,75 101,9 199,5 205 119,75 57 133,5 157 25,25 202,5 52,75 137 109,25 165,4 122 227 171,5 125,13 112,5 149,25 167 137,4 153,25 168,4 139,9 147 128,65 152 119,25 141,4 180 149 133,5 128 144.4 124,75 119.75 156,5 156 90,13 223,5 151 129,25 140 176 160,25 97,9 198,5 205 119,5 57 134 157,5 25,25 IS. Januar 16.Januar 15. Januar 16.Januar Amtliche Geld Kotierung Bries Amtliche Geld Kotierung Brief Amtliche Geld Notierung Brief Amtliche Geld Notierung Brief Buenos Aires Brüssel..... Rio de Jan. . 0,756 41,98 0,151 3,047 0,760 42,06 0,153 3,053 0,755 41,97 0,151 3,047 0,759 42,05 0,153 3,053 Japan ...... Jugoslawien. Oslo....... 0,709 5,654 61,42 48,95 0,711 5,666 61,54 0,710 5,654 61,39 0,712 5,666 61,51 Wien....... 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen. Danzig..... London ..... 54,57 47,04 54,67 47,14 54,54 47,04 54,64 47,14 e Lissabon.... Stockholm... 11,10 63,00 11,12 63,12 11,10 62,98 11,12 63,10 12,22 12,25 12,215 12,245 Schweiz .... 57,12 57,24 57,11 57,23 Helsingfor».. 5,395 11,62 5,405 11,64 5,395 11,62 5,405 11,64 Spanien.... 17,73 8,656 17,77 8,674 17,73 8,656 17,77 8,674 Paris...... Budapest ... Neuhork.... Holland..... Italien..... 136,24 13,09 136,52 13,11 136,21 13,09 136,49 13,11 2,488 2,492 2,488 2,492 S.Oport M./L - Lollar 2:1 Mit I Siadttheater Gießen Wiegen Lichtspielhaus Ab heute Montag GLORlR machen. 331 a jatt 3n ber fiebten ®iinute4uru>crl)offten Rückhänder zrmachst fiel her erste Treffer für 1900. Einen unverhofften i machtlos war. Es hieße jedoch das Spielgeschehen Schrägwurf von Höing ließ Scheuermann passieren.! unvollständig wiedergeben, wenn nicht zur Ehre Die Begegnung der Handballmannschaften der Svieloereinigung 1900 und des Männerturnvereins zum Derbandsrückspiel der Bezirksklasse nahm einen Verlauf, wie er wohl von keiner Seite erwartet x wurde. Insbesondere nicht, als beide Parteien m derzeit stärkster Aufstellung einliefen, und zwar 1900 mit Anders; Birkenstock, Schmtttdiel; Reist, Berg, Richter; Volk. Färber, Höing, Winden, Schuler; der M t v. mit Scheuermann; Zehner, Brenner; Winter II., Lüpke, Drohneberg; Winter L, Fehren- bach, Lohrum, Weigand, Krauper. Die Platzverhält- nisse waren denkbar ungünstig und stellten an die Spieler außerordentlich hohe Anforderungen. Aber schließlich waren alle Akteure davon betroffen, und es dürfte daher müßig sein zu untersuchen was bei guten Bodenverhältnissen geworden wäre. Der Sieg der Blauweißen war verdient. Ihr Spiel war gereifter, produktiver und auch der persönliche Einsatz stärker. Die Leistung der Elf kam zweifellos der einer Gauligamannschaft gleich. Die Männerturner konnten sich nur hin und wieder zu emheit- Gukes Werkzeug — halbe Arbeit. Wer schon mal mit „billigem" Werkzeug gearbeitet hat, kennt den Aerger. Darum ist es besser, gleich von vornherein nur gutes Werkzeug zu kaufen. Sie bekommen bei mir für den Haushalt und Beruf jedes Werkzeug in guter Qualität und doch sehr preiswert. j. D. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. Sofort nach Wiederbeginn wurde das Spiel noch schärfer Bei einem Vorstoß des Sturmes führte Szponick den Ball, konnte sich an der Verteidigung vorbeiarbeiten, gab zu Fehling, der zum 1:0 einschoh. Jetzt drängten die Lollarer, begünstigt durch das Zurückziehen der Halbstürmer auf feiten der VfB.er, stark, ohne jedoch einen Erfolg zu erreichen. Als der Lollarer Verteidiger im Strafraum Hand machte, schoß Szponick den Elfmeter zur 2:O-Führung em. Wer jetzt geglaubt hätte, daß damit die Lollarer geschlagen 'seien, wurde eines besseren belehrt. Mit einer unglaublichen Zähigkeit gingen sie jetzt zum Angriff über und konnten durch einen Eckball, der eingeköpft wurde, zu 2:1 aufholen Noch einmal hatten die VfB.er eine große Torgelegenheit. Noch 6 Minuten war zu spielen, als der zurückgelaufene Kramer im Strafraum Hand machte. Den flach geschossenen Elfmeterball hielt jedoch Meißner und rettete damit seiner Mannschaft einen Punkt. DfB./R.r-Lollar 2 6:0. Die II. Mannschaft knüpfte an die gute vorsonntägliche Leistung an und schlug jetzt auch Lollar eindeutig. Allerdings waren die Lollarer nur mit neun Mann erschienen.__ lichen Aktionen aufraffen. , Nun zum Spielverlauf: Zunächst entwickelte sich verteiltes Spiel. Dann bekamen die Platzbesitzer etwas Oberwasser. Zwei ihnen zugesprochene Strafwürfe wurden jedoch durch Mtv.-Hüter bzw. den — ' r r. • f 1 1-L CI— STD 1 KM 11 Hinter den beiden Deutschen ging als Dritter der Engländer Earl Howe auf Bugatti m 2:41:51,0 Stunden durchs Ziel, gefolgt von feinem auf ERA gestarteten Landsmann Pat Fairfield, dem Sieger des Großen Preises von Südafrika. Bier von den 16 auf die Strecke gegangenen Fahrern mußten unterwegs aufgeben, unter ihnen auch Taruffi. Ernst Baier siegt in der pflicht. Bei tadellosem Winterwetter und glänzenden Eisverhältnissen begannen am Samstagvormittag um 9 Uhr die Deutschen Eislauf-Meisterschaften nut den Pflichtübungen der Männer und Junioren. Das Interesse wandte sich natürlich in erster Lime den Meisteranwärtern zu, die Schlag auf Schlag ihre zum Teil recht schwierigen Figuren auf das Eis legten. Den größten Beifall erzielte Ernst Baier, der seinen Mitbewerbern doch ein beträchtliches Stück voraus ist, wenn auch der Nachwuchs ausgezeichnete Leistungen zeigte. Die Pflichtübungen der Männer wurden gegen Mittag abgeschlossen. Wie erwartet, lag Ernst Baier weit vor allen seinen Konkurrenten. An zweiter Stelle stand der Münchener Faber, der mit ständig zunehmender Sicherheit den Berliner Lorenz auf den dritten Platz verweisen konnte. Das anschließend durchgeführte Eisschießen der Männer endete mit einem Siege von Kraus (Gotteszell), der damit Deutscher Meister wurde. Die nächsten Plätze belegten Blach (Spiegelau), Jacob Eisch (Zwiesel), Witsch (Oberstdorf). Bei dem gleichen Wettbewerb der Frauen siegte die Titelverteidigerin Frau Herb old (Altona) vor der Frankfurterin Frau Neubronner, Frl Knaack (Altona) und Frl. Strobel (Zwiesel). Beim Mannschaftsschießen der Frauen wurde der Eisstock-Club Zwiesel nut der Note 1,257 Deutscher Meister; der Frankfurter Tennis- Klub von 1914 landete mit Note 1,194 auf dem zweiten Platz. Nach dem Wechsel dauerte die Ueberlegenheit der 1900er an. Trotz des errungenen Vorsprungs setzten sich alle Mannschaftsteile weiterhin restlos em. Besonders hervor tat sich jetzt ihr Halbrechter Färber, aegen dessen kraftvolle Würfe sowohl als auch die 3 3 < rr CTX". .6L fr.-- S. „ Wenig später mißglückte Enders im 1900er Tor eine Fußabwehr und der Ausgleich für Mtv. war da. Auf beiden Seiten wurden nun Anstrengungen gemacht, die Führung zu erzwingen. Wenn auch an den Wurfkreisen nichts Zählbares erreicht wurde, so konnte man doch feststellen, daß die Blauweißen immer mehr dazu übergingen, das Spielgeschehen zu diktieren. Wieder war es Höing, der in der siebzehnten Minute den Führungstreffer einschoß. Kurz darauf erhöhte der Rechtsaußen Volk aus lange Vorlage von Berg auf 3:1. Die 1900er waren nun in bester Fahrt. Die Hintermannschaft arbeitete äußerst zuverlässig und der Sturm begeisterte durch schöne Kombinationszüge. Winden erzielte das vierte Tor, dem Schüler wenige Minuten spater Nummer 5 folgen ließ. Als Scheuermann alsdann bei einem Strafwurf keinerlei Anstrengungen machte, stand die Partie 6:1 für die Spielvereinigungsleute. Kurz vor Halbzeit sandte dann Berg zum siebten Tor ein. beugen. (Spielvereinigung 1900 Gießen. dtu^6*enDo!te»19^6/57 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH ZweckSBekampsuvgoe, Schwarzarbeit können Arbeits-Angebote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Vorlage deöSewerbenachweii« auigeaommea werden. Verlag »esGtebeuerAazetgers llllllllllllllinillllllllllll Lleberlegener Mver-Siegim Handball-Lokalspiel 19001-Mti). 14:3 (7:1). Einmal. Gastspiel! Dienstag. 19. Januar 20.00 bis 23.15 Uhr Preise: 1.20 bis 4.00 Mk. als Micaela in „CARMEN“ Oper von Bizet 323 d Berichtigung Gesellschaft für Erd-und Völkerkunde Donnerstag, den 21. Januar abends 8.15 Uhr, Neue Aula Lichtbildervortrag: 335D Dr. Fickeler, München Kreuz und quer durch Kleinasien Nur noch heute bis Morgen Dienstag: Otto Gebühr in dem neuen Syndikat-Film nach dem gleichnamigen Roman von vv alter v. Molo Fridericus Die VfB.er hatten sich sofort gefunden und trugen gute Angriffe vor, die aber immer wieder von der Lollarer Verteidigung abgestoppt werden konnten aber auch die Lollarer konnten durch den Einsatz ihrer Flügel, die mit weiten Vorlagen bedacht wurden Angriffe einleiten, ohne jedoch klare Torchancen herausarbeiten zu können. Hofmann schoy Zweimal hintereinander knapp neben das ^or. Als der Lollarer Halbrechte einen scharfen Schuß hoch m Die linke Ecke zog, konnte Meißner den Ball nur noch zur Ecke wehren, diese wurde abgewehrt. Das gleiche Schicksal hatte auch eine Ecke der Gießener, die Gabriel mit Kopfstoß ins Feld zurückbeforderte Das Spiel lief sehr schnell, aber durch die Bodenverhältnisse bedingt, sehr -zerrissen. Einmal drängten die VfB.er, einmal die Lollarer. Bei einem plötzlichen Vorstoß der Gießener fing der Lollarer Tormann den Ball ab, und der zur Deckung herbeispurtende Verteidiger berührte mit der Hand. Den fälligen Elfmeter schoß Kämer an der Latte vorbei. Dieses Spiel mußte der Vorschau recht geben, denn nur durch restlosen Einsatz ließen sich die Lollarer nach einer großen Leistung schlagem Vor den zahlreichen Zuschauern rollte em Spiel ab bei dem bis zur letzten Minute der Sieger nicht feststand Wenn auch der knappe Sieg der VfB.er verdient ist, so haben doch die Lollarer gezeigt, daß auch sie wußten, daß eine Niederlage für sie den Verlust wichtiger Punkte bedeutete. Leider befand sich das Spielfeld in einer schlechten Verfassung. Um so hoher ist die Leistung beider Mannschaften zu werten. Bei den Lollarern überragte der linke Verteidiger Gabriel der Mittelläufer, der Halbrechte und der Linksaußen Die VfB.er traten ohne Heß m der angekündigten Aufstellung an. Meißner im Tor und die Verteidigung waren in erster Linie für den knappen Sieg verantwortlich. Die Läuferreihe hatte es besonders schwer, um die Verbindung mit den Stürmern aufrechtzuerhaten. Der Sturm spielte uneinheitlich. Sinn — Frohnhausen 3:1. Mit dem knappen Resultat konnten sich die VfB.er gegen Lollar behaupten. — Die 1900er mußten Den sehr wuchtig spielenden Burgern den Sieg überlassen. — Ueberraschend ist der hohe Sieg der Dillenburger über Die ersatzgeschwächten Bitzen- berqer. — Die Frohnhäuser muhten sich den besser spielenden Sinnern mit obigem Resultat oerDient 1/WlO)ü% ist schuld an aufgelösten Verlobungen, Ehekrachs,zerbrochenen Freundschaften fürs Leben, „Susanne im Bade“ ist der Anlaß eines Riesen- Gesellschaftsskandals, die Ursache von ungezählten anonymen Briefen, hämischen Verdächtigungen — und dabei ist „Susanne im Bade“ nur ein schönes Frauenbild auf einer Kunstausstellung. Dieses Bild ist der Anlaß einer tollen Lustpielhandlung, in der Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung die starken Wirkungselemente sind, die alle hemmungslos lachen Handball wie kn den Vorjahren wieder an sich W* rissen hat, sollte man nun auch erwarten, daß sie nun auch alles daransetzt, die Verbandsserie mit Der Erringung der Meisterschaft abzuschliehen. 1900 II - Utto. >I 1:4 (1:2). In dem Gesellschast-spiel der II. mannhaften behielten die Gäste die Oberhand. Aus beiden Seiten vermißte man ein rationelles Zusammenarbeiten. Bei besserer Ballausnahme im Sturm hatten Die 1900er noch das eine oder andere Gegentor erzielen müssen. Iußball-Ergebnisse der Bezirkskiaffe. VfB.-Reichsbahn Gießen — Lollar 2:1. Burg — 1900 Gießen 3:1. Dillenburg — Bissenberg 3:0. v. Delius siegte vor Bernd Hosemeyer. Großer Grosvenor-Preis bei Kapstadt. Auf einer noch nicht lange fertiggestellten Rundstrecke bei Kapstadt wurde am Samstag der Große Grosvenor-Preis über 335 Kilometer ausaejahren. Die Straße, Die sich als furchtbarer Reifenfresser erwies, mußte 45mal gerunDet werben. Bier Parallelstrecken waren verbunden Durch HaarnaDel- unD anDere waghalsige Kurven. Unter den 16 Teilnehmern, Die Das Rennen ausnahmen, befanDen sich auch Die beiDen Deutschen Fahrer BernD Rosemeyer unD Ernst von De ius. Rosemeyer war eben erst von einer ManDelent- zünDung genesen, kletterte aber trotzdem in seinen Auto-Union-Wagen und fuhr ein großartiges Rennen. Trotz der vom Großen Preis von Südafrika her noch bekannten Vorgaben, die auch Diesmal wieDer eingesetzt wurDen unD Die kleineren Wagen bevorzugten, konnten sich von Delius unD Rose- mener erfolgreich Durchsetzen. Zum erstenmal gluckte Ernst von Delius Der große Wurf, als Erster Durchs ^Jn^De^n^uen Rekordzeit von 2:31:14,2 StunDen belegte er mit 132,912 km/st Den 1. Platz vor Dem Europameister BernD Rosemeyer, Der ihm 2:06 Minuten vorgeben mußte und mit 142,480 km/st = 2:31:39,4 StunDen auf Den zweiten Platz kam. Damit war Ernst von Delius noch schneller als sein Markengefährte gewesen. Der prächtige Deutsche Erfolg ist nicht zuletzt Den deutschen Conti-Reifen zu verdanken, Die auf Dem schwer zu fahrenDen BoDen weit besser Durchhielten als Die Der anDeren Fahrer. Die beiDen Deutschen mußten viele Male Die früher Gestarteten überholen, um an Die Spitze zu gelangen. Unter Dem Toben Der Zuschauer führten Die Auto-Umon-Wagen auch Die schwierige Aufgabe mit Der Regelmäßigkeit eines Uhrwerks Durch. Vorgaben bis zu 40 Minuten mußten aufgeholt werden und wurden auch ausgeholt. nis des Vormundschaftsgerich- tes). — Ist Die Ehe wegen Ehebruchs geschieden, so kann Der für schuldig erklärte Ehegatte nicht Die Person heiraten, mit der er den Ehebruch begangen hat, wenn diese im Urteil festgestellt ist. — Die Mutter verliert mit der Wiederverheiratung die ihr etwa zustehende elterliche Gewalt über ihr minderjähriges Kind aus der früheren Ehe, nicht dagegen das Personensorgerecht. Sie kann aber in diesem Falle als Vormund für das Kind bestellt werden. Wiegen der Kinder kann jetzt schon geschehen bei der Säuglingsberatung. Für jedes Kind wird ein eigener Bogen angelegt der neben Gewichtsangabe noch kurze Vermerke über etwaige Krankheiten und über die Art der Ernährung enthält. Es ist den jungen Müttern dringend anzuraten, regelmäßig diese Beratungsstunden zu besuchen, damit ste immer wieder erfahren, ob ihr Kind richtig zunimmt und hören, welches die zweckmäßigste Säuglingsernährung ist. Bei größeren Kindern wird man in entsprechend großen Abständen das Gewicht prüfen und es mit dem Längenwachstum vergleichen. Wiener Kalk, fein gemahlener weißer Kalk, der als Putzmittel für Aluminium, Kupfer und Silber verwendet wird. Wiesel, kleines, marderähnliches Raubtier, dessen Fell zu Pelzwerk verarbeitet wird. Ein etwa doppelt so großer Verwandter des Hauptrollen: Manja Behrens, Hans Schlenk, Max Gülstorff, Erika v.Tellmann, Ursula Herking Beiprogramm:,,lm Fluge durch Ostpreußen“. - Fox-Ton-Woche H-r Männerturner vermerkt würde, daß sie in der Mitte Der zweiten Halbzeit nochmals gut aufkamen unD Durch ihren Halbrechten Winter unD Den Mittelstürmer Lohrum zwei wohlverdiente Tore erzielten. Danach mußten sie allerDings Das Kommando une= der an Die Platzbesitzer abtreten. Nachdem sich Scheuermann nach einem wuchtigen Wurf Färbers vergebens gestreckt hatte, mußte er sich auch noch kurz vor Dem Schlußpfiff Durch Winden zum vier- zehntenmal geschlagen bekennen. Bon der Spielvereinigungsmannschast, Die Durch das gestrige Spiel Die Vorherrschaft im Gießener Burg — 1900 3:1. Die Blauweißen vermochten sich in Burg nicht durchzusetzen, Da sie es nicht verstanDen, ihr Spiel Den Platzverhältnissen, besonDers aber Dem Des Gegners anzupassen. In teils überflüssiger Kornbma- tion wurde immer wieDer versucht, sich Sur Geltung zu bringen, was Durch Den mit einigen Pfützen versehenen BoDen mißlang unD zum Teil von Der überaus eifrigen, mit allzu reichlichem Körpereinsatz tätigen Hintermannschaft Der Platzbesitzer ve^ hindert wurde. Das Spiel der Gastgeber war durch Die weiten Schläge, Die aus allen Lagen hervorgebracht würben, weit erfolgreicher und gefährlicher Der Spielverlauf: Die Burger kommen sofort mächtig zum Zug. Die Blauweißen werden ganz in ihre Hälfte zurückgedrängt. Schüsse von rechts und links hagelten auf Das Tor. Doch erst in Der 15. Minute stellte sich Der erste Erfolg ein. Eine hohe Flanke, Die aufs Tor ging, konnte Rahn m der Bedrängnis nur abklatschen, wodurch der Halblinke aus nächster Nähe zum Schuß kam. Der zweite Erfolg Der Platzbesitzer resultierte aus einem Elfmeter, Den Herf verschulDete. Vermehrte Anstrengungen der Blauweißen ließen das Spiel etwas ausgeglichener gestalten. In Der 30. Minute gelang es, das Ergebnis zu verbessern. Eine Vorlage von Heuser kam zu Hers, Der aus nächster Nähe einschießen konnte. Wenig später sah es nach Dem Ausgleich aus, Doch rourDe Heuser unfair gelegt. Hier blieb Die gerechte Strafe allerDings aus. Dasselbe war der Fall, als Herf eine Vorlage Löbfacks aufnahm und Dabei Derart angegangen rourDe, Daß er einige Meter weit Durch Den Strafraum rutschte unD hierbei erheblich verletzt rourDe. Nach Der Pause floß das Spiel meist im Mittelfeld hin und her. Das starke Anfangstempo machte sich erheblich bemerkbar. Nur ab und zu, wenn der Fall in Tornahe kam sah man nochmals erhöhtes Bemühen. In der 75. Minute kamen die Burger zum Dritten Treffen. Blecher, Der sich wie verzweifelt in eine Abwehr Lipperts stürzte, konnte an Dem ihm entgegen eilen- Den Rahn vorbei einschießen. Burg zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ungeheurer Eifer unD restloser Körpereinsatz (Der manchmal etwas zu hart war) zeichnete sie besonDers aus. Die Blauweißen konnten nicht immer Den nötigen Kontakt finDen, besonDers Der Sturm, m dem nur Löbsack genügte, konnte sich nicht Durch- * setzen. ___________ ___ A^hol* Wildlederschuhe Wiesels ist das Hermelin, das einen kostoaren weißen Pelz liefert. Wigand, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „der Kämpfer". Wild, Sammelbegriff für freilebende Iagdtiere, sowohl für Haarwild, wie Rehe, Wildschweine und Hasen, wie für sogenanntes Federwild, wie Auerhahn und Rebhuhn. Wildbret muß, bevor es aogezogen oder gerupft wird, abhängen oder abliegen. Wildbraten muß mit Speck gespickt werden, am besten schmeckt er mit Sahnentunke. Aus älteren Tieren bereitet man Ragout oder Pasteten. Wildes Fleisch ist ein körnelig aussehendes Gewebe (Eranula- tionsgewebe) in Wunden. Es entsteht besonders in solchen Wunden, die längere Zeit geeitert haben. Aerztliche Behandlung ist nötig, da sonst die Gefahr der Verunreinigung mit nachfolgender Blutvergiftung besteht. Die Entfernung geschieht meist durch Wegätzen oder Wegbrennen. Wildleder, aus der Haut von Wild, wie Reh, Hirsch, Gemse, Gazelle usw. gegerbtes Leder, das meist zu waschbaren Handschuhen verarbeitet wird. Die Güte des Leders ist von der Güte des verarbeiteten Leders abhängig. Wildlederschuhe reinigt man durch Abreiben mit Sandpapier, wenn einzelne Stellen blank sind, oder mit einer Gummi- oder Stahlbürste, die aber nicht zu - 3 = '3 ■2.x 2 = LHD 0 3 2 3 <3 < ~ C , 4 > -i e 2 i o ® = c. &Sfr -A o o < * c i L. r 'tf.-c => " SS®! o — 2 0" Pfunöfpenöe PALAST