Dienstag, 17. August 1Q57 187. Jahrgang GietzenerAnzeiger Beilagen: Die Illustrierte Monats-Vezugspreir: von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanschlüfse neun verließen am Montag mehr als 3000 Frauen send Frauen und Kinder am Montag für die frei5 und Kinder die internationale Niederlassung. Die willige Räumung abgemeldet worden. Ob der rest- von Haus zu Haus trugen, Lngiand w ll sich heraushallen nm. Der „Daily Expreß" will berichten können, daß die britischen Minister auf dem Sprunge stünden, Tagen eine entsprechende Entscheidung Roosevelts. Francos Vorstoß auf Santander vor- 53 nia)t mehr striegsoienjie in uen uitiLumiycu'-vt-i Kunden der Internationalen Siedlung leisten können, zum Verlassen Schanghais aufgefordert wor- 75 ,25 1,5 25 63 Amerikaner beginnen ebenfalls mit der Räumung Schanghais. Der Räumungsbefehl wurde von Admiral Y a r n e l l, dem Oberbefehlshaber der Oftafienflotte, und von dem. Konsul der Vereinigten Staaten in Schanghai, Gauß, gegeben. Durch London, 17. Aug. (DRV. Funkspruch.) Die Londoner Zeitungen befassen sich wiederum in langen Berichten mit den Kämpfen in Oftasien. Aus der Darstellung geht hervor, daß man offenbar nur daran denkt, den britischen Staatsangehörigen in der Gefahrenzone Hilfe und Schutz zu gewähren, daß man aber auf alle Fälle vermeiden will, irgendwelchen Konflikt heraufzubeschwören. So schreibt „Times" im Zusammenhang mit den Vorstellungen, die die britischen Botschafter in Tokio und Nanking neuerlich unternommen haben, um wenigstens für die Zeit des Abtransportes der britischen Staatsangehörigen aus der Schanghaier Niederlassung einen Waffenstillstand herbeizuführen, zwischen England und den anderen betroffenen Regierungen habe eine ständige Fühlungnahme eingesetzt. Man sei sich einig, daß alles getan werden müsse, um eine Mäßigung der streitenden Parteien zu erreichen, zumal schwerwiegen de internationale Probleme auf dem Spiel stünden. unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: firanlfurt am Main 11686 Schanghai, 16. Aug. (DNB.) (Oftafiendienst des DNB.) Für die Einschiffung der Deut- chen in Schanghai wurde der Dampfer „Gnei- enau" zur Verfügung gestellt. Von den Iapa - Zweigstellen in Schanghai. In der e n g l i s ch en Kolonie sind zweitau- gen. Von Großbanken unterhalten die Chase National Bank und die National City Bank Neuyork m Sonnt i00 Zusihr geschlagu 152-5, 15?. 166 130,25 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/o mehr. (Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenöRpf. Mengenabschlüsse Staffel B inkten H knips t rnungsoperationen überwachen. Von Jndochina sind französische Truppen in Stärke eines Bataillons auf dem schnellsten Wege nach China abkommandiert worden, um den Schutz der französischen Konzession zu verstärken. Der französische Botschafter in China hat bei der Nanking-Regierung nachdrücklich gegen Bombenwürfe chinesischer Flugzeuge auf die französische Konzessionszone Einspruch eingelegt. Die französischen Abbeförderungsmaßnah- men berücksichtigen auch die in Schanghai ansässigen belgischen, schweizerischen und tschechoslowakischen Staatsangehörigen. In Abwesenheit des Außenministers Delbos hatte der Generalsekretär des Quai d'Orsay, Leger, bereits eine Besprechung mit dem japanischen Botschafter. Eine Besprechung mit dem chinesischen Botschafter, soll folgen. tt Ir? imnaftif. Militär : ben S ürthel. 1! der 3k Ml ili zwei bis bi im M sik bes tltö 5: Liebei i > dem & miet: Dtr unb M 8W widenbe I »reis. •abpreis :rfol9 (i ile murt ber 500, en Klche >eg buid) ’ler, ber t Hen M 'er-Klass, and The ätzten j tterter Z i Tn. H be Dorsp n Kluge : Galls zi ibenbrch 6,5 ,13 Der Vormarsch auf Santander hat bereits in wenigen Tagen zu Erfolgen der Nationalen geführt, die anscheinend die bolschewistischen Verteidiger auf das Tiefste erschüttert haben. Die 7. nationale Armee ist in breiter Front vorgegangen und versucht Santander zu umzingeln, um den Bolschewisten Fluchtversuche in das Bergland von Asturien unmöglich zu machen. Während der dreiwöchigen Schlacht von Brunete hatten die Bolschewisten von Santander aus versucht, Stöße auf die nationale Front in die Gegend von Huelva zu richten. Huelva war nach dem Fall von Bilbao von den Nationalen besetzt worden, damit sind die reichen Kupfergebiete dieser Gegend in ihrem Besitz. Die schwächlichen Vorstöße aus Santander scheiterten, und nach der Schlacht von Brun/te hatte General Franco genügend Kräfte zur Verfügung, um die Offensive gegen Santand.er aufzunehmen, die jetzt bereits den roten Wall an fünf Stellen durchbrochen hat und gut voranschreitet. Santander ist neben Bilbao der Hauptort der nordspanischen Eifenerz- und Kupfererzeugung. Ein Verlust Santanders würde die Roten sehr empfindlich treffen und sie noch mehr der Mittel berauben, mit denen sie mos- kowitisches und sonstiges Kriegsmaterial bezahlen. B. R. Die Einnahme von Reinofa. Die Stadt vor der Räumung von den Bolschewisten geplündert. Salamanca, 16. Aug. (DNB.) Das nationale Hauptquartier teilt mit, daß die nationalen Truppen die Stadt R e i n o s a an der Landstraße von Palencia nach Santander besetzt haben. Rei- nosa ist mit 10 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Provinz Santander und ein wichtiges Industriezentrum dieser Gegend, 70 Kilometer südlich von Santander. Die an der Landstraße Burgos—Santander operierenden Truppen haben nach wird weiterhin mitgeteilt, daß die chinesische Luftflotte infolge der schweren Beschädigung aller Flugplätze rund um Schanghai genötigt sei, weiter im Innern des Landes gelegene Flughäfen aufzusuchen. Aus der Gegend des Honkewparkes wurden kleinere Artilleriegefechte und Angriffe chinesischer Truppen auf die japanischen Stellungen gemeldet. Japan stellt dieKriegswffensicher Staatliche Wirtschaftskontrolle. Tokio, 17. August. (DNB. Funkspruch.) (Ost- afienbienft des DNB.) Der Beschluß des japanischen Kabinetts, für den 3. September eine außerordentliche Sitzung des Reichstages einzuberufen, wird der Entwicklung des japanifch- 3iu e V' lie link lar. g Mitt 'ere3 !5 ,5 15 15 30 ,5 75 67 5 36 ,5 65 ,5 55 48 53 190,5 141,65 "•ili 167,5 135,4 156,5 168,13 154,25 147,75 179,75 126,J: 153,« 172, 14U 120, J 137,- 16 li 131,25 125,2 't "1 fe' Ä 51 . m rok/Ks 'Ä 31,75' Schanghai, 16. Aug. (DNB.) Montag mittag warfen wiede. chinesische Flugzeuge auf die Internationale Niederlassung in Schanghai Bomben ab, wodurch zwei Mitglieder des japanischen Generalkonsulats im Büro des Konsulats sowie zwei Europäer, die sich in der Internationalen Niederlassung auf der Straße besam den, teils getötet, teils schwer verletzt wurden. Auch die chinesischen Truppenangriffe auf die Im ternationale Niederlassung haben sich erneuert. Nach einer Mitteilung des chinesischen Hauptquartiers besetzten chinesische Truppen den Park des Hvngkiu-Viertels in der Internationalen Niederlassung. Der Park liegt in unmittelbarer Nähe der japanischen Kaserne, die durch Flieger mit Bomben belegt wurde. Das Büro des japanischen Marineattaches wurde ebenfalls mit Bomben beworfen. Ferner teilt das chinesische Hauptquartier mit, daß ein japanischer Zerstörer auf dem Huangpu-Fluß durch Fliegerbomben versenkt und ein anderer beschädigt worden sei. Eine Bestätigung dieser Mitteilung liegt jedoch nicht vor. Das Flaggschiff „I d 3 ujn a des japanischen Geschwaders vor Schanghai ist anschei- nend ein besonders beliebtes Z.e der chinesischen Angriffe. Nachdem alle Luftangriffe bisher erfolglos geblieben waren, wurde auch ein Angriff durch ein Schnellboot -ersucht. Es gelang dem Boote jedoch nicht, in die Nahe bes iapant[cf)en Krieasjchisjes zu kommen. Durch das Abwehrfeuer ker °Jd1uma" wurde vielmehr das Boot felbst mit fetner Torpedoladung in die Luft gesprengt. Boten, die den Befehl von Haus zu Haus trugen, wurden die Amerikaner aufgefordert, rut das Allerden, welche internationale Verwicklungen in den Bereich der Möglichkeit rücken. In London ist die Aufregung über die Zu- pitzung der Gegensätze in Oftasien groß. Man gibt ich Rechenschaft, daß die Erfahrungen, die England jetzt macht, eine Frucht feiner unseligen Kriegspolitik sind, die den europäischen Kampf von 1914/1918 wissentlich und willentlich — trotz aller vorgetäuschten Humanitätserwägungen! — verlängerte und damit nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa und England selbst an anderen Punkten der Welt verhängnisvoll schwächte. Immerhin entsenden die Engländer weiter britische und indische Truppen nach Schanghai, die ihren bisherigen Standort teils in Hongkong, teils in Singa- pore hatten. Neue Vonibenangriffe auf Schanghai. um zu einem Kabinettsrat zusammenzutreten, falTs die Entwicklung im chinesisch-japanischen Konflikt es erfordere. Sowohl Ministerpräsident Chamberlain als auch Außenminister Eden und Lord Halifax hätten stundenlange fernmündliche Unterredungen mit dem Außenamt, um sich über die Entwicklung der Lage auf dem Laufenden zu halten. Man werde wohl alles tun, um die Ausländer in China zu schützen, aber eine bewaffnete Einmischung komme weder durch England noch durch irgendeine andere Nation in Frage. „News C h r o n i c l e" meint, wie weit der in China ausgebrochene Konflikt begrenzt werden könne, hänge von der Bereitschaft der Vereinigten Staaten ab, gemeinsam mit England vorzugehen. Bisher allerdings habe Washington sich nicht schlüssig geäußert. — Der Washingtoner Korrespondent der „Times" meldet, in Washington bestehe die Ansicht, daß die amerikanische Regierung die Anwendung des Neutralitätsgesetzes für Japan und China nicht länger hinausziehen könne. In Washington erwarte man in den nächsten Nach der Eroberung von Bilbao durch die nationalen Spanier hatte General F r a n c o den Vormarsch auf das noch im Besitz der Bolschewisten befindliche Santander befohlen. Die anfänglichen Vorstöße gerieten aber bald ins Stocken, da die Schlacht von Brunete vor Madrid von den Bolschewisten entfacht wurde, um Santander zu retten. Diese Schlacht von Brunete war überraschend durch eine bolschewistische Offensive von Madrid her eingeleitet worden. Sie hatte den Zweck, einmal den eisernen Ring der Nationalen um Madrid zu durchbrechen und dann nach und nach die Truppen zu zerreiben, die General Franco aus der Nordfront bei Santander herausziehen mußte, um sie in den Kessel von Brunete zu werfen. Der „General" der Madrider Bolschewisten, M i a j a, hatte die Niederlage an der Nordfront mit überraschender Ruhe aufgenommen; er hatte von Madrid aus alle Kräfte auf die Offensive von Brunete gerichtet, die zu der bisher schwersten Schlacht im spanischen Krieg geworden ist. Der Durchbruch war das strategische Ziel. Er ist nach 22tägigen Kämpfen mißglück^, die Front der Nationalen um Madrid schloß sich enger, die Truppen des Generals Franco gewannen bei Teruel rund 1500 Quadratkilometer und damit war auch das zweite Ziel des bolschewistischen „Generals", seinen Genossen in Santander eine Entlastung zu bringen, zerschellt. Innenpolitisch wirkte sich diese bolschewistische Niederlage in einem neuen Aufflammen der Kämpfe der Bolschewisten und Marxisten gegen die Arnachosyndikalisten aus. Der Sieg von Brunete aber war für die Nationalen um so einträglicher, als sie jetzt daran gehen konnten, den unterbrochenen Vormarsch auf Santander, neben Bilbao der Haupthafen des erzreichen Nordspaniens, aufzunehmen. In Madrid war „General" Miaja abgesetzt worden und damit der Mann des Bolschewismus verschwunden, der so etwas wie strateaische Ideen zu entwickeln und durchzusetzen vermocht hatte. Das Schicksal der Ausländer in Schanghai. Dampfer „Gneifenau" zur Abbeförderung der Deutschen bereit.— Auch Amerikaner Engländer und Franzoren verlassen die Stadt. Japan verstärkt seine Truppen in Schanghai. T o-k i o , 17. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der javanische Marineattache in Schanghai verbreitet durch die Agentur Domei eine Meldung vom E i n= treffen japanischer Verstärkung im Raum von Schanghai. Durch die Verstärkung werden die seit vielen Tagen im Kampfe stehenden Marinelandungstruppen entlastet. In der Meldung LS Nr. IW Erste? Blatt Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen jmb im schlechten Sinne alle Züge einer modernen Amerikanischen Stadt. Weil er unter internationalem Schutz steht, haben hier die Bodenpreise ine ungeheuerliche Höhe erreicht, so daß Milliar- :enroerte auf diesem verhältnismäßig kleinen Fleck Erbe auf dem Spiel stehen. Die reichen Chinesen aben hier ebenfalls ihre Wohnstätten, obwohl sie •id)t- als völlig gleichberechtigt mit den Euro- äern angesehen werden. Bis noch vor ganz kurzer j>eit war ihnen der Zugang zu den Parks verhorn. Aber sie suchten hier eben Schutz, besonders »ährend der chinesisch-japanischen Kämpfe um Schanghai im Spätwinter und Frühjahr 1932. Die Verwaltung ist alles andere als demokratisch, und er Einfluß der einzelnen Bevölkerungsgruppen ringt von ihrer Steuerleistung ab, was von den Japanern, die devölkerungsmäßig stark vertreten snd, aber eine geringe Gesamtsteuersumme zahlen, IZonders mißlich empfunden wird. Das Zusammenströmen so vieler Nationalitäten, l e besonderen chinesischen Verhältnisse, schließlich l»r Charakter der Stadt als Hafenstadt haben Reichtum und Ueppigkeit mit Verbrechertum und typi- cyem „Laster" in eine bemerkenswerte Verbindung Erbracht. Erwähnt sei, daß England, die Vereinig- tin Staaten und Frankreich auf dem Jangtse-Fluß tgene Flottillen von Kanonenbooten unterhalten. Sie Engländer hatten es verstanden, das ganze Jangtse-Tal praktisch zu ihrer wirtschaftlichen Ko- b nie zu machen. Es war ihre „Jnteressenzone . i ber es war das. Der Weltkrieg hat ihnen gröh- tn Abbruch getan. Es entwickelte sich eine eigene trinefifdje Industrie, außerdem gründeten die Ja- pner zahlreiche Fabriken und überschwemmten das ? iefengebiet mit ihren Waren. Auch der amen* livische Wettbewerb machte sich fühlbar. Selbstver- sandlich wird Schanghai von den deutschen Ostasien- iinien angelaufen; es besteht auch eine deutsche Sealschule, eine deutsche Handelskammer und ein deutsches Generalkonsulat. Schanghai ist also ein Schnittpunkt politischer Interessen, hinter denen slärkste wirtschaftliche Interessen stehen; noch immer o. hen 59 o. H. der chinesischen Gesamteinsuhr und 5» v.H. der Gesamtausfuhr über diesen Hafen. 2 05 gibt den jetzigen Kämpfen um Schanghai ÜTe weitreichende Bedeutung. Die wichtigste Meldung vom fernöstlichen „Kriegsschauplatz" ist die Ankündigung der R ä u m u n g L changhais durch die Amerikaner. Es iyeint eine Vollräumung zu sein, soweit es sich, wie I gZagt, um Amerikaner handelt. Wenn auch die euzelnen Nachrichten aus Oftasien angesichts der Ib.urtigen Aufregung nicht auf die Goldwage gelegt oerben können, so ergibt sich doch diese Schluß- sllgerung daraus, daß die entsprechende Meldung oZn 4000 in Schanghai lebenden Amerikanern ssiricht, was wohl tatsächlich eine Höchstziffer ist. Im 5,hr 1925 wurden in Schanghai, dessen chinesische Bevölkerung fast die Drei-Millicmen-Grenze er- riicht, 13 804 Japaner, 5879 Briten, 2766 Russen, 77 6 Deutsche und 282 Franzosen gezählt. Dagegen is die Nachricht über Räumung der Stadt durch bne Engländer viel weniger bestimmt. Aus dm Hinweis, daß auch die älteren Männer, die n.cht mehr Kriegsdienste in den Freiwilligen-Ver- krscheinl täglich, außer Sonntags und Feiertags liche Teil der britischen Bevölkerung, die sich auf rund 9000 Köpfe beläuft, aus der Niederlassung entfernt werden soll, wird von der Weiterentwicklung der Lage abhängig gemacht. Außer dem französischen Dampfer „Ä ramis" hat der französische Dampfer „S p h i n x" Befehl erhalten, Kurs auf Schanghai zu nehmen, um gegebenenfalls an der Abbeförderung der dort ansässigen Franzosen mitzuhelfen. Auch das f r a n z ö s i s ch e Geschwader im Fernen Osten wird die etwaigen Räu- notwendigste mitzunehmen. Die erste Flüchtlingsgruppe ist bereits auf dem Dampfer „Taft" einge- chifft, die zweite wird Dienstag mit dem Dampfer „President Mac Kinley" Schanghai verlassen. Den auswärts von Schanghai lebenden Amerikanern wurde die Weisung gegeben, sich aus Sicherheitsgründen möglichst weit in das Innere des Landes zu begeben und auf keinen Fall nach Schanghai zu kommen. Die Stärke der amerikanischen Truppen ist nach der Landung von Soldaten des Kreuzers „Augusta" auf 1150 Mann gebracht worden. Präsident Roosevelt, der sich über den Stand der Dinge in China ständig auf dem Laufenden halten läßt, hat jetzt die Frage zu entscheiden, ob das Neutralitätsgesetz auf den bisher nicht erklärten Krieg zwischen China und Japan zur Anwendung gebracht werden soll. Roosevelt Hütte am Montag eine längere Besprechung mit Staatssekretär Hüll. Anschließend empfing er den Generalstabschef General Craig, Konteradmiral Richardson als Vertreter des Chefs der Marineoperationen und den Chef der Fernost-Abteilung im Staatsdepartement, Horn- deck. Man nimmt an, daß er mit Hornbeck über die Abbeförderung der Amerikaner aus den bedrohten Gebieten Chinas gesprochen hat. Im Hinblick auf die Lage in China ermächtigte die Bun- desreseroebankbehörde in Washington, die Nationalbank der Vereinigten Staaten, ihre Zweig st eilen im Auslande im Fall von Störungen zu schließen. Es soll aber, wie erklärt wurde, jeder Versuch gemacht werden, die Einleger zu befriedi- er Beilagen, vic juu|ui«w f‘ Birkener Familienblätter t tög1 Heimat im Bild Die Scholle iW; ............. ton ir»! Schanghai. China hat wenige gute und große Häfen. Sein größter und bester Hafen ist Schanghai, dessen chinesischer Name eigentlich bedeutet: „Am M e e r". Die außerordentliche Gunst feiner Lage ist bestimmt )urch den Jangtse-Fluß, der von hier 2700 Kilometer lang bis ins Innere Chinas schiffbar ft und noch heute eine entscheidende Rolle im Waren- und sogar Personenverkehr spielt, obwohl das hinesische Eisenbahnnetz und neuerdings auch Flug- iniennetz einen kräftigen Aufschwung genommen )at. Schanghai m seiner heutigen Bedeutung ist !aum 100 Jahre alt. Es wurde am 19. Juni 1842 Während des berüchtigten ersten „Opiumkrieges" ?on England erobert und nach Friedensschluß zum Zertragshafen bestimmt, in dem sich auch llusländer nach eigenem Ermessen niederlassen ionnten, denen sonst das „Reich der Mitte" mindestens für einen Daueraufenthalt verboten war. Aus dieser Zeit stammt der 22 Quadratkilometer Lmsassende internationale Stad11eil, um len herum sich einmal die chinesischen Quar- iere gruppieren, aber auch die gesonderte französische „Niederlassung". Die er internationale Stadtteil trägt im guten chinesischen Konfliktes zugeschrieben, dessen Be schränkung auf das Gebiet von Peiping und Tientsin auf Grund der Ereignisse in Schanghai für unmöglich erklärt wird. Infolgedessen verlangt die japanische Regierung über den Reichstag die Zustimmung der gesamten Nation für die Ausschüttung weiterer großer Geldmittel zur Bestreitung der Kosten, die aus dem Konflikt mit China erwachsen werden. Ferner ist beabsichtigt, finanzielle und wirtschaftliche Vorlagen einzubringen, die auf eine ftraffe Kontrolle der materiellen Mittel der Nation abzielt. Eine derartige Kontrolle wird unabwendbar, da man mit einer längeren Dauer des japanisch-chinesischen Konfliktes rechnet. In japanischen Wirtschaftskreisen erkennt man durchaus an, daß scharfe staatliche Maßnahmen unvermeidlich seien. General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Univerfilälsdruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftle^ung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 dm'sind, läßt sich schließen, daß die kampf- fühigen Engländer an Ort und Stelle blei= b n. Die politische Bedeutung dieser verschiedenen Inspektionen springt in die Augen: Die ^Bereinig* t'ii Staaten ziehen sich tatsächlich aus der Affäre, irbem sie den beiden Streitparteien die Austra- ging des Konfliktes überlassen; die Engländer be- hulten, wenigstens zunächst noch, „ihre Hand in d r Angelegenheit". .. Eine ganz andere Bedeutung hat die Rau- it u n g chinesischen Gebietes durch die Japaner. Hier deuten die Räumungsmaßnah- ni2n im allgemeinen an, wie weit Japan gehen m ll. In diesem Sinne haben wir schon vor einiger Zit die Räumung des Jangtse-Tales durch japa- ni che Staatsbürger und sogar durch die Angehö- rijen der Konsulatsbehörden gedeutet und die indischen eingetretenen Ereignisse haben diese Deu- img bestätigt. Die Japaner ziehen jetzt auch ihre Saatsangehörigen aus der Halbinsel Schöning zurück. Umgekehrt erwägen die Chinesen üie ' zeitweilige Verlegung der Regierung aus Umfing nach dem weiter landeinwärts gelegenen hanka u. In großen Zügen läuft die militärische itb politische Strategie der Chinesen darauf hinaus, ^glichst viel japanische Kräfte an verschiedenen Schauplätzen zu binden, und zwar unter Umstän- |. 816 SMl " furi |i " iVT lebhafter Artillerie- und Fliegeroorbereitung den hohen Gebirgspaß Puerto del Escudo eingenommen und somit den höchstgelegenen Punkt in diesem Frontabschnitt erreicht. Auf der nach Santander stark abfallenden Landstraße sind die Truppen noch sechs Kilometer über diesen Paß hinaus oorgedrungen und haben die Ortschaft San Andres eingenommen. Es wurden 6 sowjetrussische Panzerwagen und eine große Menge anderes Kriegsmaterial erbeutet. Der Feind verlor 675 Gefangene. Andere Truppenabteilungen haben über 800 Gefangene gemacht und ihm eine große Menge Kriegsmaterial abgenommen, darunter 19 Batterien verschiedenen Kalibers und neun Tanks. Die Niederlage des Feindes war sehr groß. Bei der Abschnürung des sackförmigen Abschnittes wurden fast 20 Bataillone getötet, verwundet oder gefangen genommen. Heber 20 Ortschaften wurden eingenommen. Die Zivilbevölkerung hat unsere Truppen mit außerordentlich großer Freude begrüßt, besonders in Reinosa, wo die einmarschierenden Streitkräfte mit Jubel empfangen wurden. Die Arbeiter der Munitionsfabrik Constructora N a- v a l werden die Arbeit in der Fabrik sofort wieder aufnehmen. Es sind dort 40 Kanonen im Bau begriffen, die bald in Betrieb genommen werden können. Reinosa war bereits in der Nacht zum Montag von den Bolschewisten geräumt worden. Kurze Zeit nach dem Einzug der Nationalen explodierten mehrere von den Bolschewisten zurück- gelassene mit einem Uhrwerk versehene Bomben, wodurch ein Kind von 10 Jahren getötet wurde. Die Stadt bietet einen traurigen Anblick, da der größte Teil der Geschäfte und eine große Anzahl von Häusern und Wohnungen von den abziehenden Bolschewisten geplündert worden ist. Moskau macht erneute Anstrengung. Weitere Instrukteure und Waffen nach Sowjetspanien unterwegs. Paris, 17. August. (DNB. Funkspruch.) Der „Matin" hat in Erfahrung gebracht, daß zwischen Valencia und Moskau neue Vereinbarungen getroffen worden sind, um Sowjetspanien zu unterstützen. Die wiederholten militärischen Mißerfolge der Va- lencia-Bolschewisten hätten im Kreml starke Enttäuschungen ausgelöst. Stalin habe deshalb dem Moskauer Valencia-Vertreter erklärt, daß die Moskauer Diplomaten Anweisung erhalten hätten, unter allen Umständen die Anerkennung General Francos als kriegführende Partei zu verhindern und jedes internationale Abkommen unmöglich zu machen, das den Valencia-Bolschewisten hinderlich sein könne. Als Gegenleistung dafür habe sich der spanische Bolschewisten-Häupt'ling N e g r i n verpflichten müssen, die Kontrolle eines neuen sowjetrussischen Militärattaches anzuerkennen; der — unterstützt von einem ganzen Stab sowjet- russischer Offiziere und Techniker — sämtliche militärischen Operationen überwache. Der sowjetrussische Brigadegeneral Loguinow habe zusammen mit dem sowjetrussischen Kapitän zur See Tschernossekow Valencia und Barcelona eine Kriegstaktik aufgezwungen, die von 15 sowjetrussischen Beobachtern ausgearbeitet worden sei. Die drei sowjetrussischen Frachtdampfer „Er- mak", „Terek" und „Rudznta" seien mit einer bedeutenden Ladung an Kriegsmaterial von Baku ausgelaufen. Ein ganzer Stab von sowjetrussischen Flieger-, Infanterie- und Artillerieoffizieren befinde sich auf dem Wege nach Sowjetspanien, neue Agenten seien dem Büro der GPU. in Barcelona zugeteilt worden. Viele Zehntausende verfolgten am Sonntag im Olympia-Stadion die Entscheidungen der SA.- Reichswettkämpfe. Auch zahlreicke Ehrengäste wohnten den Kämpfen bei, u. a. (von links): Reichsminister Dr. Goebbels, Chef des Stabes der SA. Lutze und General der Artillerie Dollmann, Kommandierender General des IX. AK. (Kassel). — (Scherl-Bilderdienst-M.) Das MliiarjubUäum Generals von Epp. München, 16. Aug. (DNB.) Dem Reichsstatthalter von Bayern, General Ritter von Epp, der sein 50jähriges Militärjubiläum feiert, wurden zahlreiche Ehrungen dargebracht. Um 8 Uhr morgens zog vor der Reichsstatthalterei in der Prinz- regentenstraße ein Doppelposten des Jnfanterie-Re- aiments 61, der Traditionstruppe des Jnfanterie- Leibregiment, auf Das Stabsmusikkorps des Luftkreiskommandos V brachte ein Ständchen, dem der Reichsstatthalter in Generalsuniform vom Balkon des Hauses aus zuhörte. Die Mitarbeiter des Reichsstatthalters waren unter der Führung von Staatssekretär General Hofmann sowie seine Mitarbeit vom Kolonialpolitischen Amt, von der Landesjägermeisterei und von der Landesplanungsbehörde zur Beglückwünschung erschienen. Generalleutnant Boehla überbrachte die Glückwünsche des vom Standort abwesenden Kommandierenden Generals, sowie des Oberbefehlshabers des Heeres. Die Glückwünsche des Oberbefehlshabers der Luftwaffe übermittelte Generalmajor Wolff. Fregattenkapi- Der Führer in Nürnberg. W Nürnberg, 16. Aug. (DNB.) Der Führer, der sich zur Zeit in Nürnberg aufhält, hatte am Samstag mit einer Reihe führender Männer der Partei, unter anderem mit dem Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und den Reichsleitern Dr. Goebbels, Rosenberg, Dr. Frank, Bormann, Biehler, Amann und Dr. D i e t r i ch Besprechungen über die D ur ch- führung des Reichsparteitages 193 7. Am Sonntag besichtigte der Führer das Reichsparteitagsgelände. Am Montag empfing der Führer Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg und Reichsaußenminister Frei- Herrn von Neu r ß t h. — Unser Bild zeigt den Führer auf dem Märzfelde. Von links: Hauptdienstleiter Schmeer, Oberbürgermeister Liebel, der Führer und (im Hellen Anzug) Architekt Professor Albert Speer. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Haus unferm Fluch. „Von Jugend an ein Kriegsmann ...", „... liebte das Eisen mehr als das Gold und Waffenübungen mehr als Festgelage ...", „hatte eine riesenhafte Stärke, seine Augen waren majestätisch und leuchteten wie die Sterne ...", so schildern die Chronisten den deutschen König Ludwig den Deutschen, Kaiser Karls Enkel, und selbst, wenn wir einiges abziehen, was Schmeichelei der Mönche für diesen ersten Herrscher des deutschen Volksgebietes gewesen sein mag, so bleibt das Bild einer kriegerischen imponierenden Persönlichkeit. Er war in Bayern daheim, und als er die Herrschaft über das Ostfränkische, das Deutsche Reich übernommen hatte, fühlten sich die Bayern als Träger des Reiches. Der machtvolle Herrscher hatte seine Jugendliebe, eine schöne Frau namens I m m a geheiratet — und vielleicht hatte er ein wenig zu kurz sich mit der Vergangenheit ihrer Familie beschäftigt. Zum ersten Male winkte das Schicksal, als er in Streit mit seinen beiden jüngeren Söhnen geriet, mit Kor l und Ludwig. Bei diesem Streit stürzte plötzlich Karl, Schaum vor dem Munde, nieder, der Kopf war geschwollen, er redete irre. Als Kaiser Ludwig starb, übernahmen seine drei Söhne, Karlmann, Karl und Ludwig, die Herrschaft, der eine nahm Bayern, der eine nahm Schwaben, und der dritte nahm den Norden des Reiches. Aber Ludwig der Jüngere war die stärkste Persönlichkeit von ihnen, jagte normannische Heerhaufen aus dem Lande, nahm seinem Onkel, dem Herrscher von Westfranken, vier lothringische Bistümer ab — da, auf einem Heerzug schwoll ihm das Haupt, mit gurgelnden Lauten sank er vom Pferde. Man brachte den gelähmten Mann in einen seiner Höfe, wo er starb. Sein Bruder Karlmann erlebte dos gleiche Schicksal — mitten aus dem Leben riß ihn der Griff der unheimlichen Krankheit heraus, warf ihn auf langes, sinnloses Siechbett. Der dritte Bruder Karl blieb übrig, ein feister, tatenloser Mensch. Es lag ein schwerer Druck auf seinem Denken, wie eine bleierne Last auf seiner Willenskraft. Was half es ihm, daß er durch Erbgang das ganze Reich des großen Karl noch einmal in seine Hand bekam? Normannische Seekönige plünderten bis Aachen und Paris, slawische Heerhaufen ritten bis Passau und bis Lüneburg — trüg und mühselig schleppte der kranke Mann sich an Regierungsgeschäfte und Feldzüge. Er war von unerträglichem Kopfschmerz gepeinigt, die Mönche in ihrer damaligen armseligen Kenntnis der Arzneiwissenschaft hingen den kranken Mann zur Linderung an den Beinen» auf und machten ihm Einschnitte in den Kopf, damit der Blutdruck aufhören sollte. Aber wenn sie den blauangelaufenen, dicken Mann herunternahmen, war nichts gebessert. Und das Reich verfiel immer mehr. Der böse Kanzler, der Bischof Liutward von Dercelli, verschob an seine Günstlinge, was an Reichsbesitz noch da war. Das Reich wankte in allen Fugen. Da geschah es, daß die Großen des krankenden Reiches in Tribur im Jahre 887, am gleichen Ort, wo später so oft Reichstage und Fürstenversammlungen über das deutsche Geschick abgehalten wurden, den kranken König in aller Form absetzten. Sie beriefen feinen Neffen, den Markgrafen Arnulf von Kärnten, einen stolzen, kriegerischen Mann, und noch einmal schien des Reiches Stern zu strahlen. Arnulf schlug die Normannen in zwei Vernichtungsschlachten am Geulenbach und an der Dyle am Niederrhein, er schlug die Macht der mährischen Slawen nieder, er zog siegreich nach Italien und ließ sich in Rom krönen — da kam hinterrücks überraschend auch bei ihm der Griff aus dem Dunkel. Auch er noch hatte das Blut der Königin Jmma in sich, und plötzlich, in Spoleto, als er vom Pferd springen wollte, versagten die Knie; der waffengewaltige Mann lief blau an, stammelte wirr, wochenlang trug man ihn zwischen zwei Saumtieren nach Norden, heim in die bayerischen Berge, wo er Gesundheit zu finden hoffte. In zwei Jahren lag er an jedem Tag, da die Sonne schien, draußen und atmete die Frische der Kräuter und die Kraft des Bergwindes ein; aber so bald er sich wohler fühlte, sobald er wieder zu Pferd steigen wollte, dann ging das Zucken wieder durch den Körper, und schwer mit geschwollenem Kops, mit quälend zitternden Krämpfen sank er um. Auch die Berge brachten keine Heilung mehr. In diesen letzten Jahren in der Stunde, ehe Tag und Nacht sich trennten, hielt der erste Ungarhaufen, Tausende von Reitern, den Hornbogen schußbereit, die runden Lederschilder auf dem Rücken, die spitzen Eisenkappen durch Fellwerk verblendet, einbruchsbereit an der deutschen Grenze. Der Anführer wies mit dem Bogen hinüber: „Reiche Dörfer, noch reichere Klöster und' seit fünfzig Jahren nur kranke Könige! Von kranken Pferden kommen kranke Fohlen — und die kranken Fohlen werden von den Falken der Steppe abgeledert und gefressen!" Er warf den Bogen hoch und fing ihn im Reiten wieder auf — polternd trabte der Reiterhaufen in das führungslose Land hinein, das erbliche Krankheit im Herrscherhaus gelähmt hatte. Im Rahmen des großen „Hilf mit!"- Wett- bewerbs „Volksgemeinschaft — Blutsgemeinschaft" befassen sich die deutschen Schulen und Hunderttausende deutscher Jungen und Mädchen mit den Problemen Rasse und Vererbung. Die Bedeutung eines gesunden Erbgutes für unser Volk wird durch diese geschichtliche Darstellung beleuchtet. v. Le. tön Schneider sprach die Glückwünsche des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine aus. Weitere Glückwünsche überbrachten Geheimrat Krafft von D e I m e n f i n g e n für die Bayerische Landesregierung und den Ministerpräsidenten, SS.-Grup- pensührer Wolf für den Reichsführer SS., NSKK.-Brigadeführer Jäger für den Korpsführer Hühnlein. Am Mittag brachte eine Hundertschaft des Reichsarbeitsdienstes mit Musik- und Spielmannszug dem Reichsstatthalter ein Ständchen. Der Stellvertreter des Führers sandte ein Telegramm, in dem es heißt: „Lieber Parteigenosse Reichsstatthalter von Epp! An dem Tage, da Sie auf einen 50jährigen Einsatz für Deutschen!) zurückblicken können, gedenke ich Ihrer und beglückwünsche Sie herzlich. Heil Hitler! Ihr Rudolf Heß. Der Reichskriegsminister, Generalfeldmarschall von Blomberg, hat folgendes Telegramm gesandt: „Zu Ihrem 50jährigen Militärdienstjubiläum spreche ich Ihnen meine herzlichen Glückwünsche aus. Mit mir gedenkt an diesem Tage die Wehrmacht Ihrer Verdienste als in Krieg und Frieden besonders bewährter Offizier und als Vorkämpfer des neuen Deutschland. Möge es Ihnen vergönnt sein, noch viele Jahre zum Segen von Volk und Reich wirken zu können. Gez. v. Blomberg." Die Formationen der Bewegung brachten dem Reichsstatthalter einen Zapfenstreich mit Fackelzug. Gegen 21 Uhr marschierte mit klingendem Spiel unter dem Geleit der Fackelträger eine Kompanie der SS.-Standarte Deutschland auf. Der Ritter-von-Epp-Marsch leitet über zum Großen Zapfenstreich, dessen feierliche Klänge durch die Nacht hallen. Nach dem Zapfenstreich wurde General Ritter von Epp, in dessen Begleitung sich Gauleiter Wagner befand, durch einen Fackelzug geehrt, der sich aus je 300 Mann der einzelnen Formationen der Bewegung zusammensetzte. Zehntausende von Zuschauern wohnten der Ehrung bei und jubelten dem Jubilar immer wieder zu. Don der Einweihung des neuen Siedlerdorfs Hierls- h.agen im Sprottsbruch (Schlesien): Reichsarbeitsführer Hier! gibt der neben ihm sitzenden Siedlerfrau fein Autogramm — (Scherl-Bilderdienst-M.) Volksgruppen als Wirischastsfakior. Bei der 20-Jahrfeier des Deutschen Auslands. Instituts in Stuttgart sprach Reichsminister Dr. Frick die Hoffnung aus, daß auch in den Staa. ten, die deutsche Minderheiten beherber- gen, das Zutrauen und die Ueberzeugung sich immer mehr durchsetzen, daß mit Assimilierung deutscher Menschen in Zukunft nichts mehr, mit ihrem positiven Einsatz in dem Kultur- und Wirtschaftsaufbau im Sinne friedlicher, nützlicher Beziehungen mit Deutschland aber alles gewonnen werden könne. Dieser Hinweis auf die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Minderhei- ten in fremden Staaten beleuchtet eins der wichtigsten Probleme im Zusammenleben der völker- bunten Staatenwelt Mittel- und Osteuropas. Wenn von der friedenserhaltenden Aufgabe der deutschen Volksgruppen zwischen Ostsee, Adria und Schwarzem Meer die Rede ist, dann sollte man nicht nur an ihren Kampf um politische und kulturelle Gleichberechtigung, sondern auch an ihre Wirtschaftskraft denken, die sowohl für den inneren Aufbau des jeweiligen Gastlandes als auch für den Güteraus- tausch mit dem Deutschen Reich eine so hervorra- gende Rolle gespielt hat. Es läßt sich nicht befreiten, daß für die wirtschaftliche Existenz vieler Ost- floaten deutscher Gewerbesleiß und deutscher Unter* nehmungsgeist erst die Grundlagen geschaffen haben. Um so bedauerlicher ist es, wenn einige Länder heute glauben, die wirtschaftliche Betätigung der deutschen Volksgruppen in jeder Weise unterbinden zu müssen. Es kann nicht ausbleiben, daß diese aus irgendwelchen Minderwertigkeitskomplexen vielleicht begreifliche Unterdrückungspolitik sich einmal schwer rächen wird. Die Lahmlegung deutscher Arbeitskraft muß sich nicht nur bei unseren Volksgruppen, sondern auch bei ihren Herbergsstaaten schädigend auswirken. Vor kurzem hat die rumänische Regierung ein „Gesetz zum Schutze der nationalen Arbeit" eingeführt, das die Vorherrschaft der Rumänen im Wirtschaftsleben aus Kosten der völkischen Minderheiten und der Ausländer sichern soll. Viele tausend Minderheitsbetriebe sind durch dieses Gesetz schwer belastet worden, aber schon heute wendet sich die Bukarester Regierungspresse in plötzlicher Sorge gegen die übertriebene Anwendung der Bestimmungen und betont, daß fruchtbare wirtschaftliche Arbeit nur im vollen Einklang mit den völkischen Minderheiten geleistet werden könne. Eine etwas verspätete Erkenntnis! Spürt man schon das Unheil, das man heraufbeschworen hat? Die 800 000 deutschblütigen Bewohner Rumäniens haben in großen Teilen des Landes, besonders in Siebenbürgen, auf Grund ihrer Tüchtigkeit und Fähigkeit ein blühendes Wirtschaftsleben hervorgerufen, sie bilden daher eine wesentliche Stütze des rumänischen Staates. Beispielsweife sind 25 v. H. aller Handwerksbetriebe in Rumänien in deutschen Händen. Die Steuerleistung der deutschen Volksgruppen hot in manchen Landesteilen einen Anteil von 75 v. H. an dem gesamten Steueraufkommen. Nicht weniger günstig hat sich die volksdeutsche Mitarbeit am inbuftri eilen Aufbau Rumäniens ausge- wirkt. Als man die deukschblütiaen Arbeitskräfte aus der rumänischen Erdölindustrie ausschaltete, machte sich sofort ein starker Rückgang der Produktion bemerkbar. Aehnlich kurzsichtig verfuhren auch Polen und die Tschechoslowakei in ihrer Wirtschasts- Politik gegenüber den Minderheiten. Die öreiemWb Millionen Sudetendeutschen waren einst die besten Steuerzahler im tschechoslowakischen Staatswesen. Auf ihrem gewerblichen und industriellen Fleiß beruht auch heute noch zum großen Teil die Exportfähigkeit der Tschechoslowakei. Für 439 Millionen Kronen Devisen bringt die subetendeuftche Wirtschaft ihrem Gaststaate ein, und trotz aller Ent» eignungsmaßnabmen bilden die Klein- und Mittelbetriebe des Sudetenlandes noch immer Grundlage und Vorbild für die tschechische Wirtschaft. Indem Prag seine Entrechtungsmaßnahmen gegen die sudetendeutschen Volksteile fortsetzt, gefährdet es nicht nur den inneren Frieden des Staates, sondern auch seine ganze wirtschaftliche Zukunft. Denn im tschechischen Außenhandel, der für die Erhaltung des Staates so überaus wichtig ist, wird Deutschland immer die erste Stelle einnehnvn. Von der Anerkennung dieser naturgegebenen Bindungen ist aber eine entsvrechende Minderheitenvolitik nicht zu trennen. Je eher die Prager Regierung dieses be* herzigt, desto besser für die Tschechoslowakei Auch Polen bietet ein Beispiel dafür, wie zweischneidig die Waffe der wirtschaftlichen Entrechtung von deutschen Volksgruvven ist. Wenn im Jahre 1936 im deutschen Oberschlesien 21 Millionen Tonnen Kohlen gefördert wurden, während im polnischen Ostoberschlesien nur 20,89 Millionen Tonnen gewonnen wurden, so ist das nur darauf zurück,u- fübren, daß man auf polnischer Seite auf die Mitwirkung volksdeutscher Arbeitskräfte in zunehmendem Maße verzichtet Hat. Denn das Heute deutsche Kohlengebiet umfaßt nur b en vierten Teil des gesamten oberlchlestschen Kohlenreviers Die gleiche schlechte Erfahrung machten die Dolen in Dolen, das ebenfalls erst nach der Austreibung der Deutschen ein armes Land geworden ist. Von weiteren Ländern Osteuropas, die deutsche Minderheiten in größerem Maße beherbergen, wären noch Ungarn und Jugoslawien zu nennen. Beide Staaten haben in kluger Erkenntnis der wirtschaftlichen Pioniertätigkeit, die allenthalben von deutschen Volksgruppen geleistet worden ist, einen größeren Spielraum für die deutsche Aktivität offen gelassen. Sie haben sich damit wesentliche Kräfte für den Aufbau der eigenen Wirtschaft wie für die Ausgestaltung ihrer Handelsbeziehungen gesichert. Es bleibt nur zu hoffen, daß dies Beispiel allmählich auch in anderen Ländern Schule macht. Der allgemeine Wohlstand und Friede unter den Völkern könnte dadurch nur gefördert werben. Ev. 2Ba6 Ji'l D i r laufen sei 3m ersten und letzten Dnt° ", habe gutes Flugwetter geherrscht, im zweiten Drittel ber Reise bageoen fei bas Wetter recht toledit gewesen Obwohl ber ganze Flug bei ziem- S starkem Gegenwinb burchgesuhrt würbe konnte bie Flugstrecke in ber vorgesehenen Zeit zuruckgelegt werben Drei Stunben oor ber Ankunst m Neuyork machten sich lediglich infolge bes Sonnenaufganges unb baburd) oerurfachter statischer S orungen ge> miste Schwierigkeiten bei ber Funkpeilung bemerk- bar die jedoch bald überwunden werden konnten. Mit diesem Flug wurde die diesjährige Reihe der Der Reichsminister des Innern Dr. Frick unternahm in Begleitung des Staatssekretärs S t u ck a r t, des Ministerialdirektors Suren und der Ministerialräte Schattenfroh, Dr. Loschelder und Dr Dankwerth eine Besichtung oon Einrichtungen der staatlichen und vor allem gemeindlichen Verwaltungsstätten in Württemberg und Ba- den. Der 11. Internationale Kongreß für Psychologie hat seinen Abschluß in der Sorbonne gefunden Die deutsche Delegation führte Professor Klei m- Leipzig. Professor von A11esch hielt einen Licht- bilderoortrag über die autonomen Faktoren des Handelns, Professor Menzerath befaßte sich mit der Struktur der Sprachartikulation, Professor Moede behandelte die heutigen angewandte Psychologie in Deutschland, Professor Skramlik sprach über den „haptischen Raum", Professor Thurnwald über den kulturellen Hintergrund des Denkens. Mitglieder der deutschen Abordnung waren außerdem an zahlreichen Aussprachen beteiligt Im Internationalen Komitee zur Vorbereitung der Psychologenkongresse ist Deutschland vertreten durch die Professoren Kleimm, Kretschmer und Thurnwald. Der nächste Kongreß wird 1940 : “ Erkundungsflüge über den Nordatlantik von Deutschen Lufthansa eingeleitet, nachdem vergangenen Jahre acht Flüge planmäßig durchgeführt wurden. Die weiteren Flüge werden demnächst stattsinden, sobald die beiden schwimmenden Flugzeugstützpunkte „Schwabenland" und „Friesenland" ihre endgültigen Standorte erreicht haben. Das Motorschiff „Schwabenland" wird im Hafen oon Neuyork liegen, während die neu in oen Dienst gestellte Die Ibero-Amerikanischen Aerzte in Dad-Nauheim. NSG. Für die 400 Aerzte der Jbero-Amerika- nisch-Deutschen Aerzte-Akademie, die sich auf einer Studienreise durch Deutschland befinden, gab Bad- Nauheim einen festlichen Empfang. Bereits am Vormittag hatten die Aerzte der Akademie, die aus 22 südamerikanischen Staaten kommen, die Einrichtungen von Bad-Nauheim tennengelernt. Im Auftrag des Reichsstatthalters und Gauleiters hieß Obermedizinalrat Schmidt, der Leiter der hessischen Gesundheitsbehörde, die Aerzte willkommen. Nach ihm ergriffen der Ehrenpräsident der Akademie, Professor Prado-Tagle, Santiago de Chile, das Wort und für die Universitäten Frankfurt, Gießen und Marburg Professor Dr. Holfelder, der in spanischer Sprache über die Freiheit der Wissenschaft im neuen Deutschland sprach, in dem der Wissenschaftler nicht in eine Uniform gezwungen worden sei, sondern die Uniform gern angezogen habe, weil durch sie die Klassenunterschiede überbrückt worden seien. Erst dadurch. daß der Wissenschaftler mit dem Arbeiter Hand in Hand gehe, sei eine volksnahe Forschung und Wissenschaft möglich geworden Nach Professor Romano, Buenos Aires, sprach noch Dr. T o - reg. Mexiko, mit begeisterten Worten oon Deutschland und seiner hervorragenden Wissenschaft, der die gesamte Medizin so unendlich viel verdankt. Der Pariser Kongreß für Psychologie. „Friesenland" nach Horta kommt USA. siegt im Stockholmer Schachländerturnier. Das Internationale Schachländerturnier in Stockholm endete mit dem Siege der Vereinigten Staaten mit 54,5 Punkten vor Ungarn mit 48,5 sowie Argentinien und Polen mit je 47 Punkten. Die weiteren Ergebnisse lauten: Tschechoslowakei 45, Holland 44, Estland 41,5, Litauen 41,5, Jugoslawien 40, Schweden 38,5, Lettland 34,5, England 34, Finnland 34, Italien 26,5, Dänemark 25,5, Island 23, Belgien 22,5, Norwegen 19,5 und Schottland 14 Punkte. Zweimal 200 000 Mark gezogen. Bei der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie fielen zwei Gewinne zu je 200 000 Mark, die neben den bisherigen Hauptgewinnen diesmal erstmalig in den Gewinnplan eingefügt wurden, auf die Nummer 365 676. Das Los wird in der ersten Abteilung in Achteln in einer bayerischen Lotterieeinnahme, in der zweiten Abteilung ebenfalls in Achteln in einer Berliner Lotterieeinnahme ge- In Koblenz fand bie Mordtat ihre Sühne, der am 28. Mai d. I. der Erbhofbauer Strecker zum Opfer fiel Der jugendliche Mörder, der 16jähriae Hermann Steinbächer aus Wollendorf, rouroe zu 8V2 Jahren Gefängnis verurteilt. An dem bewußten Abend war Steinbächer von der Arbeit heimgekommen und horte im Nebenzimmer feinen Vater und seinen Bruder mit dem Erbhofbauer Strecker sprechen, der eine Rechnung bezahlte Als Strecker gegangen war. bemerkte der Bruder des Steinbächer^ „Donnerwetter, der hat aber noch Geld bei sich." Daraufhin hat Steinbächer eine Pistole zu sich gesteckt und ist dem Bauer nachgeeilt in der Absicht, ihn zu berauben. An einer Hecke ließ er den Bauern bis auf drei Meter herankommen und gab dann einen Schuß auf den Ahnungslosen ab. Als der Bauer mit erhobenem Stock auf bas Gebüsch zueilte, schoß Steinbacher bünblings barauf los, bis bas Magazin leer war. Auf Umwegen kehrte ber Morber nach Wollenborf zurück unb gewahrte bort eine große Menschenansammlung. Kaltblütig unterhielt er sich mit ben Leuten über ben Morb Am folgenben Morgen las er seinen Eltern bie Schilberung ber Mordtat sogar aus ber Zeitung vor. Ein ihm bekanntes Mabchen suchte er zu veranlassen, bah es burch seine Aus- Ministerpräsibent Generaloberst Goring wirb am 2. September, 18 Uhr, in ber Schwabenhalle in Stuttgart anläßlich ber 5. Re 1 chsta - gung ber Auslandsbeutschen sprechen. Am 5. September, um 20.30 Uhr, wirb Gauleiter Bohle ben Schlußappell ber Reichstagung abhalten. Reichsminister Dr. Goebbels wirb vom Führer unb seinem Reich sprechen. Der Schlußappell finbet vor bem Neuen Schloß tn Stuttgart tatt zweiten Diätenbienstjahr bie Diäten ber dritten Dienstaltersstufe, vom Beginn des dritten Diäten- dienstjahres an Diäten in Hohe der Grundgehälter . der ersten Dienstaltersstufe der planmäßigen Beamten ihrer Eingangsgruppe. In dieser Dienstalters- ; stufe verbleiben Versorgungsanwärter vier Jahre, ; Zivilanwärter fünf Jahre. Dann rücken sie im i Grundgehalt in gleicher Weife weiter auf, wie wenn i sie als planmäßige Beamte angestellt worden wä- ; ren. Das bedeutet für Beamte, die im ersten oder zweiten Jahr nach der Jnfpektorprüfung heiraten, eine Verbesserung ihrer Bezüge gegenüber Unverheirateten um 53,59 Mark monatlich. Bei Assessoren beträgt die Verbesserung im ersten und zweiten Jahr 85,06 Mark und bei Anwärtern für ben einfachen ; mittleren Dienst 36,99 Mark monatlich. Oie Ordnung im Straßenverkehr. Berlin, 16. Aug. (DNB.) Um bem Reichsführer SS. unb Chef ber Deutschen Polizei eine stärkere Einwirkung auf ben Straßenverkehr zu ermöglichen, sollen bie ben Verkehr regclnben Vorschriften vom Reichsmini st er bes Inne - 1 ren erlassen werben. Der R e i ch s 0 e r - kehrsminister erläßt bie Anorbnungen über Zulassung von Fahrzeugen (insbefonbere Bau unb Betrieb oon Kraftfahrzeugen) unb von Fahrzeugführern, ferner über bie Anforberungen an Fahrlehrer unb Sachverständige im Kraftfahrzeugverkehr, über den zwischenstaatlichen Kraftfahrzeugverkehr und über Gebühren für gewerbliche Maßnahmen im Kraftfahrzeugverkehr. Der Reichsminister des Innern erläßt die sonstigen Anordnungen zur Erhaltung der Ordnung und Sicherheit des Straßenverkehrs, ferner Anordnungen zur Senn» Zeichnung gefährlicher Stellen, über Signaleinrichtungen optischer und akustischer Art für nicht maschinell angetriebene Fahrzeuge und über bereu Kennzeichnung, Beleuchtung unb Beschaffenheit (ausgenommen über bie Beleuchtung ber Fahrräber). Der Generalinspektor für bas deutsche Straßenwesen erläßt die Anordnungen über die Ortstafeln unb Wegweiser. Oer Adolf-Hitler-Marsch des Gebiets Selten-Ttassau. NSG. Am 22. August, bem Tage bes Gebietssportfestes ber Hitler-Jugenb des Gaues Hessen- Nassau wird die Einheit des Adolf-Hitler-Marsches verabschiedet, die die Bannfahnen der Hitler-Jugend nach Nürnberg trägt. Das Gebiet Hessen-Nassau entsendet 60 Hitler-Jungen, die 14 Tage auf dem Marsch sind und dabei 258 Kilometer zurucklegen. Drei Ruhetage sorgen dafür, daß die Anstrengungen des Marsches nicht zu groß werden. Der Marschweg führt von G i e ß e n nach Pfungstadt, wo bie Morschteilnehmer am Grabe ihres Kameraben Christian Croßmann bie Fahnen senken, über Roßborf, Markt- heibenfelb, Höchberg, Emskirchen nach Fürth und von ba nach Nürnberg. Drei Tage vor Antritt des Marsches werden die Marschteilnehmer schon zusammengezogen. um auf ihren Weg vorbereitet zu werden, damit sie als geschloffener Marschblock überall bestehen können. Die Teilnehmer müssen ein Mindestalter von 16 Jahren und eine Mindestgröße von 1,68 Meter haben. Ein HI.-Arzt befindet über ihre Teilnahme. An bem Marsch nehmen für jede Marschkolonne zwei Felbschere teil, bie vorschriftsmäßig ausgerüstet sind. Die Einheiten übernachten in Privatquartieren, Jugendherbergen ober auch in Zelten. Jede Kolonne wird von einem Bagagewagen mit einer Feldküche begleitet. An den Ruhetagen wird Sport getrieben, dessen Ziel ist, diejenigen, bie noch nicht im Besitze des Leistungsobzei- chens sind, die Prüfungen für bas Leistungsabzeichen ablegen zu lassen. Deshalb gehören zur Mannschaft auch mmbeftens zwei Abnahmeberechtigte für das HJ.-Leistungsabzeichen. Tagung der Kreisobmänner der 0315 Ordensburg Vogelfang, 16. August (DNB) Die Kreisobmännertagung der DAF., die vom 15. bis 21 August unter Leitung von Hauptamtsleiter Pg Claus Selzner auf der Ordensburg Vogelfang durchgefuhrt wird und an ber 800 Kreisobmänner aus bem ganzen Reiche teilnehmen, würbe vom Kommanbanten ber Or- bensburg, Hauptamtsleiter Pg Manb e rb a ch , eröffnet Nachdem Pg Selzner zu Anfang bekanntgegeben hatte, daß die nächste Zusammenkunft der Kreisobmänner auf ber Orbensburg Sonthofen unb bie große Reichstagung ber DAF trn September in Leipzig ftattfinben w'.rb, fprad) er über ben Kampf ber DAF. um eine nationalsozialistische Arbeitsführung. Die Grundlage zur ®er{’J?’rfJ’$ung einer nationalsozialistischen Sozial- und ^.^'wafts- führung fei vor allem ein unerschütterlicher Glaube, dazu ein hohes Maß von Wissen und Erfahrung. Die dynamische Kraft der na= tionalsozialistischen Wirtschaftsführung werde sich immer mehr durchsetzen so wie überhaupt die Partei als treibender Motor dem Gesamtleben der Nation immer neue Impulse gebe. Der Leistungskamps — wie z. B. der Wettkampf der Betriebe — solle alle Kräfte mobilisieren, um durch seine alljährliche Wiederholung die ständige Leistungssteigerung herbeizuführen, mit dem festen Willen der DAF die Widerstandskraft des deutschen Volkes immer mehr zu stärken. hing der Stimmen ergab sich aber die erstaunliche Tatsache, daß 9600 rumänische Stimmzettel gezählt wurden, obwohl nur 6800 rumänische Wähler ihrer Wahlpflicht genügt haben. Die Stimmzettel haben sich also in den Wahlurnen auf ganz geheimnisvolle Art vermehrt Es ist jedenfalls bisher nicht bekannt geworden, wo die 2800 Zettel hergekommen find, die beim Leeren der Wahlurnen oorgefunben würben. Des Rätsels Losung bürste aber ganz einfach sein: man hatte zuvor einer größeren Anzahl zuverlässiger Rumänen mehrere Stimmzettel in bie Hayb gebrückt, um auf jeben Fall eine rumänische Mehrheit sicherzustellen, bann aber noch bie Nichtrumänen bavon- aejagt, so baß völlig programmroibng bieses er- sckreckenbe Mißverhältnis zwischen Wählern unb angegebenen Stimmen tn bie Erscheinung trat. Derartige Wunber stellen sich oft bort ein, wo Deutsche bas Dasein einer nationalen Mmberheit führen müssen. Sie werben mit allen Mitteln bekämpft, ja, yewisse Gaststaaten schrecken nicht einmal bavor zurück, sich burch derartige Manipulationen, wie sie jetzt in Kronstabt burchgesührt würben, ber Lächerlichkeit preiszugeben. Nos Gesetz zur Förderung der Frühehe. Berlin, 16. Aug. (DNB.) Das erste Gesetz zur Forderung der Frühehe bei Beamten ist als 30. Aenderung des Besoldungsgesetzes verkündet worden. Ab 1. April 1937 bis auf weiteres erhalten die verheirateten außerplanmäßigen Beamten im ersten und Die Besatzung der im Hafen von Livorno zu Besuch weilenden deutschen Kriegsschiffe, des Kreuzers „K ö l n" und der beiden Zerstörer „A l - b atro 5" und „See 0 öl er", besichtigten Florenz. Sie wurde von der deutschen Kolonie unter Führung des deutschen Konsuls herzlich begrüßt und fand auch bei ber italienischen Bevölkerung begeisterte Aufnahme. In Campos im Staate Rio be Janeiro kam es bei einem Umzug zwischen Integral! st en (Brasilianisch-Nationalistische Bewegung) unb ber Polizei zu blutigen Zusammenstößen. Die Polizei ging mit Maschinengewehren vor. Zwölf Tote unb zahlreiche Verletzte werben gemelbet Zur Wieberherstellung ber Ruhe würbe Militär nach Campos in Bewegung gesetzt. Die Ursache ber Zusammenstöße soll in einer Auseinanbersetzung zwischen ben Jntegralisten unb den Kommunisten zu suchen sein. Staaten Unser Vierjahre^plan ist keine Ausgeburt ber Bosheit, fonbern eine wirtschaftliche Notwenbigkeit um uns von ben Rohstoffquellen ber „besitzenben" Nationen unabhängig zu machen. Das beutsche System der Wirtschaftspolitik will keinen Staatskapitalismus, sondern gibt ber Entfaltung ber privaten Initiative reichen Raum. Man sollte meinen, baß biese klare Beweisführung bes Staatssekretärs Funk überall verstauben werbe Er hat bei dieser Gelegenheit noch einige andere Offenheiten an die Adresse böswilliger ober leichtfertiger Elemente im Auslande gerichtet, als er das .verruchte System" anprangerte, es so barzustellen, al3 wollten wir burch unsere wirtschaftliche Selbsthilfe Hexenkunststücke hervorbringen, bie bie ganze Menschheit bebrohen. Königsberg ist einer ber Vorposten ber deutschen Wirtschaft unb ber beutschen Kultur nach bem Narben unb Osten. Darin besteht auch bie Anziehungskraft seiner 0 ft m e ff e. Dort treffen sich bie Besucher und Gäste aus vielen Ländern, darunter viele Deutsche aus Polen und aus den baltischen Ländern. Zur gleichen Zeit war in Stuttgart die Jahrestagung des deutschen Aus- Ian d s i n st i t u t e s, der großen Forschungsstelle aller deutschen Volksgruppen im Auslande. Hier hat Reichsminister Dr. Frick warme Worte für die Verständigung im Sinne einer Befriedung Europas gesprochen und hat die volksdeutschen Gruppen Europas als Pfeiler ber Verstänbigung zwischen ben Nationen gewürdigt In aller Offenheit aber betonte der Reichsinnenminister als »ine ber größten Zukunftsaufgaben bes Dritten Reiches: Es muß bie Frage bes beutschen Volkstums in ber Weise geregelt werben, baß kein beutscher Volksgenosse mehr wegen seines Volkstums Verfolgunaen, Schikanen unb Quälereien zu erbulben hat. — Der Sinn biefer Worte ist klar, er ist leicht zu erfüllen gegenüber ben beutschen Minberheiten, bie in keinem Staate ber Welt jemals irrebentistische Bestrebungen betrieben haben. Es gibt sicherlich Leute in ber Welt, bie ber Meinung finb, in Deutschlanb würben bie Feste gefeiert, wie sie gerade fallen. Bei näherem Nachdenken dürfte sich das als großer Irrtum Herausstellen. Gewiß: Ein jedes großes Volk will sich feiner Leistungen und an feiner Geschichte freuen. Wir in Deutschland haben in Jahrzehnten genug Trübes erlebt, baß man uns biese Freude doppelt gönnen sollte Darüber hinaus aber zeigen bie beutschen Aufmärsche, Volksfeste unb Ausstellungen eine klare Linie. Das Sänaerbunbesfest in Breslau ebenso wie bas Stadtjubiläum Berlins waren Kundgebun- gen machtvoller kultureller Bewegungen unb Leistungen. In Breslau wie in Stuttgart würbe offenbar, baß bas Deutschtum sich nicht auf die Grenzen bes Reiches beschränkt, fonbern auch Millionen ber Volksgenossen im Auslanb umfaßt Die großen Ausstellungen in München. Berlin, Düfselborf. die Messen in Königsberg und Leipzig fegen Zeuanis davon ab, daß in unterem Lande in fleißiger Arbeit nach höchsten Leistungen gestrebt wird Der Reichsparteitag in Nürnberg wird die Zusammen- fassuna aller nationalen Kräfte fein Mag man im Auslände diese kämpfende Beweauna heoraroöhnen, — so trifft doch bas Wort zu, bas Dr Goebbels heim Appell an bie SA am Sonntag sprach- ..Ein Volk lebt nicht von seinen Bürokraten, fonbern non Ein Mord nach zwölf Jahren aufgeklärt. Am 28. Dezember 1925 wurde die damals 18 Jahre alte Tilla Metting aus Herford als Leiche aus der Werra geborgen. 12 Jahre lang wußte man nicht, ob es sich bei dem Tode des Mädchens um ein Verbrechen, um Selbstmord oder um einen Unglücksfall handelte. Erst jetzt ist einwandfrei festgestellt, daß das Mädchen beim Ableben schwanger war und daß es vor ihrem Ableben mit dem jetzt in Untersuchungshaft genommenen Fritz Deiner in einem Herforder Tanzlokal eine Auseinandersetzung gehabt hat. Don hier ist Deiner mit der Tilla Metting in Begleitung eines Freundes fortgegangen. Der inzwischen verstorbene Freund hat auf dem Sterbebett bekannt, daß Deiner die Metting, der er die Ehe versprochen hatte, und die ihm offenbar lästig geworden war, in dieser Nacht beseitigt hat. Wasser auf Obst getrunken und gestorben. Nach dem Genuß von unreifen Aepfeln starb das fünfjährige Töchterchen der Familie Willig in H e i n e b a ch. Das Kind hatte in einem unbewachten Augenblick Wasser nach dem Obstgenuß getrunken. Obwohl sofort ärztliche Hilfe zur Stelle war und man das Kind in das Krankenhaus brachte, konnte es nicht am Leben erhalten werden. Ein neues Opfer der Paffeierspihe. Die Passeierspitze in den Lechtaler Alpen hat schon wieder ein Menschenleben gefordert. Der 18- jährige Heinrich Ruez aus Landeck ist bei dem Versuch, die Spitze zu besteigen, tödlich abgestürzt. Explosion einer Pulverfabrik in Japan. Im Dorfe Uji bei Kyoto explodierte eine Pulverfabrik. Bisher sind 22 Verwundete geborgen worden. 800 Häuser in Uji wurden zerstört. Weitere Angaben fehlen noch. Slreikunruhen in Kanada. Streikunruhen schädigen wieder einmal die kanadische Volkswirtschaft. In Sorrel (Provinz Que- beck) kam es zwischen Streikenden und Arbeitswilligen einer Schiffswerft zu wilden Tumulten, in deren Verlauf die Streikenden drei Gebäude i n Brand setzten, einen Gewerksschaftsführer tätlich angriffen und sein Auto anzündeten. In Montreal griffen Streikende auf der Dominion-T e x t l l m ü h l e zwei Lastkraftwagen mit Arbeitswilligen an. Schließlich ist noch ein Lohnstreik in einer Lederfabrik in Huntsville (Ontario), den größten Lederwerken Kanadas, ausgebrochen. Im Flugzeug zum Nordpol. Die Sowjetrussen haben mit viel künstlicher Begeisterung einen Flugdienst von Moskau über den Nordpol nach Nordamerika einzurichten versucht. Der erste Flug hat bis in die Nähe von Vancouver, der zweite hat bis nach Kalifornien geführt. Der dritte Flug ist von einem Flieger namens Lewanewski versucht worden, der mit einem viermotorigen Flugzeug auf« gestiegen ist. Dieser Flieger ist seit einigen Tagen v er s ch o l l e n , man hat nur noch die Hoffnung, daß ihm eine Notlandung auf dem Polareis gelungen sei. Ob nach diesem Mißerfolg ein regelmäßiger Luftpostverkehr von Moskau in die Vereinigten Staaten eingerichtet wird, dürfte fraglich sein. Die Sowjetregierung hat mit dem Einsatz aller vorhandenen Hilfsmittel eine Rettungsaktion einleiten lassen. Grohfeuer im Eingeborenenvierlel von Batavia. Im Eingeborenen-Viertel Batavias (Holländ.-Ostindien), das inmitten der Stadt liegt, brach ein Feuer aus, das sich infolge starken Windes auf eine Fläche von einem Kilometer und 100 Meter Breite ausdehnte. Innerhalb kurzer Zeit brannten etwa 300 Wohnungen nieder. Schwere Folgen eines Wolkenbruches in USA. In New Brighton im Staate Neuyork stürzten anscheinend infolge eines Wolkenbruches zwei Wohnhäuser ein. Bis jetzt wurden 2 0 Leichen aus den Trümmern geborgen. Es wird angenommen, daß das Regenwasser in die Keller der Wohnhäuser eingedrungen ist, die Grundmauern unterhöhlte und den Einsturz auf diese Weise herbeiführte. Dieses Unglück wie auch zahlreiche andere Häusereinstürze und Brände der letzten Zeit ist auf die entsetzlichen Wohnungsverhältnisse zurückzuführen, hinter denen ein großer Teil der Neuyorker Armenbeoölkerung zu leiden hat. In Der menschliche Körper ist zweifellos die meisterhafteste Schöpfung der gesamten Natur. Zusammengesetzt aus weichen, rasch veränderlichen Stoffen, die an sich keineswegs besonders „haltbar" ind, besteht er doch weitaus länger, als wenn es ich um eine stählerne Maschine handeln würde. Ununterbrochen ist der Mensch den verschiedensten Beanspruchungen ausgesetzt, Hitze und Kälte, Wind und Sonne wirken auf ihn ein — und weit besser als alle übrigen Lebewesen paßt sich unser Körper allen Schwierigkeiten und Gefahren des Lebens an. Die Wissenschaft hat sich mit diesen außerordentlich interessanten Zusammenhängen in letzter Zeit sehr eingehend beschäftigt — über einige besonders wichtige Ergebnisse dieser Arbeit wollen wir hier berichten. Menschen leben überall auf der Erde, sie leben in den eisigen Wüsten des Nordens ebenso wie in der Gluthitze der Tropen, sie sind dazu in der Lage, weil alle unsere Organe über Hilfsmittel und „Sicherungen" verfügen, mit deren Hilfe sie jeder neuen Lage begegnen können. Da ist beispielsweise die sog. „Wärmeregulation", das heißt die Fähigkeit unseres Körpers, mit einem Minimum von Energie unter allen Umständen dafür zu sorgen, daß die Körpertemperatur st e t s gleich bleibt. Wenn die äußere Wärme zu stark wird, dann setzt ein komplizierter „Abkühlungsmechanismus" ein: wir schwitzen und durch das Verdampfen der Flüssigkeit wird dem Körper Wärme entzogen, er kühlt sich also ab. Die wirksamste und in dieser Vollendung nur beim Menschen vorhandene „Temperatur-Sicherung" stellt aber unsere Haut dar. Bei zu großer Wärme erweitern sich die Hautadern, gleichzeitig wird mit Hilfe einer anderen „Sicherung" des Zentralnervensystems das Tempo der Herzschläge beschleunigt — nun strömt das Blut an die Oberfläche des Körpers und kühlt sich dadurch ab. Umgekehrt ziehen sich die feinen Aederchen der Haut bei Kälte zusammen: das Blut fließt stärker in die inneren Organe, deren Tätigkeit dadurch beschleunigt wird und wärmeproduzierend wirkt. Zahlreiche weitere „Sicherungen" des Körpers wirken bei dieser Temperatur-Regulierung mit: wir bekommen bei Hitze Durst, weil der Körper für seinen „Verdunstungskühler" Wasser braucht, bei starker Kälte treten die Muskeln in Aktion (Schüttelfrost), um Wärme zu produzieren, unsere Nahrungsbedürfnisse sind je nach der Außentemperatur verschieden usw. All diese „Temperatur-Sicherungen" zusammen bewirken, daß sich der Mensch weit besser als alle Tiere fast jedem Klima anpassen kann und damit haben wir eine jener physiologischen Eigenschaften vor uns, die dem Menschen zu seinem Siegeszug über die Erde verhalfen haben. * Täglich lesen wir in den Zeitungen von Autounfällen, bei denen es Verletzte oder gar Tote gab, aber wir werden uns wohl selten darüber klar, daß die Schwere dieser Unfälle häufig nichts anderes als e i n Versagen der „Sicherungen" unseres Körpers darstellt. Der „Siegeszug der Technik" hat nämlich die Einrichtungen unseres Körpers sozusagen über- diesem Falle war eine verlassene, bereits baufällige Fabrik für ein Mietshaus umgewandelt worden. Die völlig unzureichenden Fundamente hielten den schweren Wolkenbrüchen natürlich nicht stand. Als ein zu Hilfe eilender Polizist eine Leiter an die Außenwand legte, um die Bewohner aus dem überschwemmten Gebäude zu retten, stürzte dieses wie ein Kartenhaus ein. holt. Wenn wir auf der Straße über irgendein kleines Hindernis stolpern, wenn wir beim sportlichen Wettlauf zu stürzen drohen, dann fallen wir in weitaus den meisten Fällen eben nicht hin, sondern kommen doch wieder richtig auf die Füße. In solchen Situationen greift nämlich eine „Sturzsicherung" unseres Körpers ein: es sind die sog. Stellreflexe, die beim Menschen wegen seines aufrechten Ganges besonders gut entwickelt sind und völlig unwillkürlich ablaufen. Im Labyrinth des inneren Ohres und im Mittelhirn liegen bestimmte Zentren, die dafür sorgen, daß wir bei einem drohenden Fall durch eine Fülle ungeheuer rasch ablaufender Bewegungen das gestörte Gleichgewicht wiedererlangen. Diese Stellreflexe haben mit dem Großhirn nichts zu tun, sie verlaufen völlig ohne unser bewußtes Eingreifen — versuchen wir, derartige Bewegungen willkürlich durchzuführen, dann stören wir nur ihren Ablauf. Ein guter Skiläufer beispielsweise läßt sich bei einem unvermeidlichen Sturz einfach fallen und überläßt sich damit eben den „von selbst" ablaufenden Stellreflexen. Der Anfänger aber, der Angst vor dem Fallen hat, versucht den Sturz durch' willkürliche Bewegungen aufzuhalten — und so kommt es, daß ernsthaftere Verletzungen beim Skilauf und ähnlichen Sportarten in der Hauptsache Anfänger betreffen, die sich nicht auf die „3u erfrag, in ber Geschäftsstelle b. Gieß. Anz. 04034 KleineAnzeigen 'M Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und geleien. Halbiags- Mädchen für sofort gesucht Fehl f Mo36 Marburg.Str.il | Verkäufe | Mittelgroßer Allesbrenner fast neu, zu verkaufen. 5370V Amfllten FriedhotlO Mündlich können Sieesnurvenise» sagen, schrifllich mehreren, burch eine Kleinanzeige sagen Sie es alles | Kaufgesuche | Alt-Gold auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier Bahnlwfstraßel Tel. 4041. 104038 Spezial. Ulmarbeitungen von alt. Trauringen. Wichtig für Naturfreunde! SelMWuMmmuMreli nach der Naturschuhverordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium lür Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Reichsnaturschutzgeseh haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Naturschuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Er- gänzunqsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten aussührlia, erläutert und geben damit jedem eine gründliche Auf. Klärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wisienschaftler, Lehrende und Lernende, Tter- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, icmdern auch botanische Vereine, Naturalien- und Her- borien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte. Prapa- «at21rcn' 2lusstopfer. Pflanzensammler, Schmuckrei- sig-Derkäuser, Aranzbindereien und die mit der Uber- wachung der Mär le beauftragten Beamten, Feldhüter. Polizeistellen usw. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. SW öemüM verleg. Bln.-£imtet|elöe Kochen und waschen in einern~Kessell Wenn die Wäsche gekocht Ist,, dann Ist sie auch gewaschen.! Das macht den Waschtag lelch-J ter. Lassen Sie sich den neuen Waschkessel-Ofen mit der Wascheinrichtung er* klären be* MI I Bl jhJ J. B. Häuser Gießen, a. 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Sc» faßen denn am Sonntagnachmittag die beiden grauen und die jugendfrischen Mädchen im Schrot- yaus um den gedeckten Eichentisch und aus aller Augen leuchtete das Glück heimatstarker Verbundenheit. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionstisch. Trotzdem. Der Großherzog Paul Friedrich von Mecklenburg-Schwerin begegnete eines Tages auf einem Spaziergang in der Umgegend der Residenz einem Bäuerlein, das ihn augenscheinlich nicht kannte. Dec Großherzog hielt ihn an und bat um Feuer für seine Zigarre. Der Bauer, dem auch die Bekanntschaft mit den „neumodischen Streichhölzern" ab» ging, holte Feuerstein und Zünder hervor und be» gann umständlich Feuer zu schlagen. „Hei kennt mi woll nid)?" fragte der Großherzog. „Nee", war die kurze Antwort. „Ich bin fin Großherzog." „So?" meinte der Bauer, indem er weiter Feuer schlug, „Füer soll'n Sei trotzdem hebben." Und damit reichte er ihm den glimmenden Zunder. Der sparsame Herr. Auf meiner Sommerreise wurde ich in einem kleinen Caf6 in Stolp in Pommern Zeuge folgenden Zwiegespräches. In dem sonst einsamen Lokal saß am Nebentisch ein Mann vom Lande, der mit dem einzigen Kellner feine Ansichten über diesen und jenen der Gegend tauschte. Plötzlich hörte ich ihn sagen: „Was der alte Graf war, der Kammerherr, der kam nach Berlin in seinem ganz alten unmodernen Anzug. Da sagte sein Enkel zu ihm: „Aber, Großpapa, du kannst doch hier in Berlin nicht so Herumlaufen!" — „Warum denn nicht?" fragt der alte Herr. „Hier kennt mich ja keiner." —. „Was ziehst du denn bei dir zu Hause an", fragt der Enkel, „und wenn du nach Stolp fährst?" — „Na", sagt der alte Herr, „da ziehe ich dasselbe an, da wissen ja die Leute, wer ich bin." Die Exzellenz. Kuno Fischer, der Heidelberger Philosoph, hatte einen berechtigten Stolz auf seine Erfolge, der aber auch Formen annahm, die man bei einem gewöhn* lichen Sterblichen als Eitelkeit bezeichnen würde. So war er besonders stolz auf den ihm verliehenen Titel „Exzellenz", und er konnte ungemütlich werden, wenn man ihm diesen Titel nicht gab. Das wußten die Studenten, und so glaubte einer von ihnen dem Herrn Professor ganz besonders zu gefallen, wenn er diesen Titel in jedem Satz wiederholte. Schließlich meinte Fischer aber doch freundlich lächelnd: „Nicht immerfort Exzellenz — nur fo hin und wieder!" HrJ90 Zweites Blatt Dienstag,17. August (937 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus -er Stadt Gießen. Der Abendspaziergang. 1 Der Abendspaziergang ist in jeder Beziehung das beste Schlafmittel, das man sich vorstellen kann. Viele Menschen klagen über Schlaflosigkeit. Oft schläft man nur unruhig oder man träumt lebhaft. Alle diese Zeichen, wie auch häufige Unterbrechungen des Schlafes, deuten darauf hin, daß die Entspannung der Nerven nicht vollständig erfolgt ist. Fast möchte man sagen, daß es gar nicht darauf ankommt, wie lange man schläft, sondern w i e man schläft. Der Wert des Schlafes liegt in der absoluten Nervenruhe. Die Entspannung der Nerven ist von einer ganzen Menge von Faktoren abhängig, unter denen die Arbeit der Verdauungsorgane sowie der Genuß von Tabak, Kaffee, Alkohol eine wichtige Rolle spielen. Der Abendspaziergang erfüllt u. a. die wichtige Aufgabe, der Nervenruhe der Verdauungsorgane vorzuarbeiten. Der Abendspaziergang soll von der Tagesarbeit ganz allmählich zur Neroen- ruhe während der Nacht überleiten. Jeder von uns kann erleben, daß man oft keinen Schlaf finden kann, obwohl man vollkommen ermüdet ist. Wie kommt das? Die Antwort lautet kurz: die Nerven sind nicht entspannt worden. Der Abendspaziergang stellt den Uebergang dar von angestrengter Nerventätigkeit zu möglichster Nervenuntätigkeit. Je größer die Nervenanspannunng tagsüber ist, um so schwieriger und um fo wichtiger wird die Entspannung, um wirklich stärkeren Schlaf finden zu können. Wie erreicht man die völlige Entspannung und den Ruhezustand der Nerven? Nicht jeder Abend- spaziergang leitet zur erwünschten Nachtruhe über. Alle lebhaften Eindrücke müssen auf dem Spaziergang gemieden werden, z. B. Geräusche, Musik, lebhafte Unterhaltung usw. Man geht am besten ganz allein durch eine ruhige Gegend spazieren, wenn man mit dem Abendspaziergang die Entspannung der Nerven bezweckt. Nur so kann man erreichen, daß der Gedankenapparat zur Ruhe kommt. Zuerst wird es lange dauern, bis Man mit den Abendspaziergängen das gesteckte Ziel innerer Ruhe vollkommen erreicht, aber bald erzieht man seine Nerven, sich binnen einer Stunde zu vollkommener Ruhe zu entspannen. Diese Entspannung der Nerven ist ein Mittel Les Lebenskünstlers, mit all seinen geistigen und körperlichen Kräften wirtschaftlich umzugehen. Der regelmäßige Abendspaziergang ist ein sicherer Weg zu innerer Lebensharmonie. Wenn man dann nach Hause kommt, ist alle Vorarbeit zum Einschlafen geleistet, denn die Nerven befinden sich bereits in vollkommener Ruhe, und es dauert nur wenige Augenblicke, bis uns stärkender, kräftigender und aufbauender Schlaf befchieden ist. G.-H. Vornoiizen. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Unschuld vom Lande". Spotfamf Kraft durch Freude. Heute beginnen wieder die Schwimmkurse im Volksbad, Seltersweg. 20 bis 21 Uhr für Männer und Frauen gemeinsam, 21 bis 22 Uhr nur für Frauen. 5361D Lebensmittel-Opferring der Ortsgruppe Gießen-Ost. Die Sammlung wird Donnerstag, 19., und Freitag, 20. August, von der NS.-Frauenschaft durchge- An die Bevölkerung der Stadt Gießen. Parteigenossen! Nationalsozialisten! Sie haben inzwischen mehrfach gehört, daß am 21. und 22. August die Hitler-Jugend des Bannes 116 die Ehre hat, das Gebietssportfest des Gebietes Hessen-Nassau durchzuführen. Wir haben damit eine große Verantwortung übernommen. Der Blick, die Erwartung der Jugend des ganzen Gaugebieles ist auf Gießen gerichtet. Wir sind für eine würdige Durchführung der Veranstaltungen und gute Unterkunft der jungen Sportler verantwortlich! Ungefähr 15 0 0 Hitler- jungen haben wir in diesen Tagen unterzubringen. Dank Ihrer Opferfreudigkeit sind uns bereits eine große Zahl von Quartieren zur Verfügung gestellt worden. Aber sie reichen noch nicht aus. Wir bitten deshalb: Wenn in den nächsten Tagen ein hitlerjunge an Ihre Wohnungstür klopft und um Quartier für feine Kameraden fragt, weisen sie ihn bitte nicht ab! Tragen auch Sie dazu bei, unsere Großveranstaltung gelingen zu lassen! Sie wissen ja, ein Hitlerjunge ist nicht verwöhnt, ein einfaches Essen und eine einfache Lagerstatt genügen ihm, um für die Sportleistungen wieder gerüstet zu sein! Und denken Sie auch daran, wie gastfreundlich Ihr Junge im Spessart und Kinzigtal ausgenommen wurde! Im Voraus herzlichen Dank! Bannführung 116 der Hitler-Jugend. von der Wehrmacht nicht für den zweijährigen Dienst, sondern nur zu kurzfristiger Ausbildung ein» gezogen sind. Auch diese Leute wären an sich grundsätzlich wehrsteuerpflichtig. Wenn nun diese Männer im Anschluß an die kurzfristige Ausbildung ein Jahr als Reserveoffizieranwärter aktiv dienen, dann sind sie auf Grund des nuen Erlasses nach Ablauf dieses Dienstjahres wehrsteuerfrei. Wechsel im Forstoml Echiffenberg. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 wurde der Forstmeister Hugo S u ß n e r beim Forstamt Nie- der-Ohmen in Grünberg in gleicher Diensteigenschas^ an das Forstamt Schiffenberg in Gießen versetzt. Der jetzige Leiter des Forstamtes Schiffenberg, Oberforstmeister Nicolaus, tritt am 1. Oktober als Forstmann in den Ruhestand und wird von da ab in ehrenamtlicher Tätigkeit als Beigeordneter der Stadt Gießen noch im Dienste unserer Volksgemeinschaft wirken. Glühende Asche nicht auf den Misthaufen schüfen! Kleine Sünder—großer Schaden. Stündlich ein Erntebrand durch Kinderhand. „Klack", machte das Streichholz und entzündete sich mit bläulicher Flamme. Peterchen mußte husten von dem beizenden Qualm, aber er hielt es fest und starrte mit weit aufgerissenen Kinderauyen auf das lockende Feuer. Erst als es ihm fast die Fingerspitzen versengte, öffnete er das Händchen und ließ den glimmenden Rest fallen. Ein herrliches Spiel! Nur gut, daß noch viele Hölzer in der Schachtel waren. „Klack", machte das nächste; und „klack", ging es noch eine ganze Weile. Sieh mal an, da tanzten ja auch auf der Erde lauter kleine Flammen. Peterchen sah ihnen mit vor Aufregung tropfender Nase zu. Aber wie sie immer größer und größer wurden, packte ihn plötzlich die Angst. „Mutter!" schrie er, „Mutter!" und rannte aus dem Stall. Ja, wenn die Mutter nur da gewesen wäre! Leider war sie mit allen anderen auf dem Feld. So stand denn am nächsten Tag in der Zeitung: „Auf dem Gehöft des Bauern P. in D. wurden gestern Stall und Scheune eingeäschert. Das Feuer kam im Kuhstall aus und ist durch den vierjährigen Sohn des Besitzers verursacht worden. Sechs Kühe, fast die ganze Getreideernte, sowie eine Menge Heu und Rübensamen fielen dem Brand zum Opfer. Durch den Funkenflug schwebten auch die Nachbarhäuser lange in Gefahr." Es wird niemand glauben wollen, daß so etwas — freilich nicht immer in dieser verhängnisvollen Ausdehnung — in den Sommermonaten in Deutschland jede Stunde einmal vorkommt. Und doch ist das der Fall. Wir verzeichnen jährlich 5 000 Brände durch Kinderhand, also dreizehn im Tagesdurchschnitt. Sie ereignen sich zum größten Ttil auf dem Land, und zwar in den Monaten Juni bis Oktober; betroffen werden in der Hauptsache Vieh und Erntefrüchte. Fügt man hinzu, daß von den Jahr für Jahr verbrennenden Vorräten laufend 200 000 Menschen ernährt wer- führt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarten zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Erleichterungen bei der Wehrsteuer. DNB. Der Reichsfinanzminister hat für die Durchführung der Wehrsteuer einen Runderlaß herausgegeben, der weittragende Bedeutung hat. Bekanntlich ist es nach dem Gesetz über die Wehrsteuer gleichgültig, aus welchem Grunde der betreffende männliche deutsche Staatsangehörige nicht zur Ab- den könnten, so wird es wohl jedem einleuchten, daß es so nicht weiter gehen darf. Die Einzigen, die hier wirklich durchgreifen können, sind die Eltern. Sie müssen den Kindern — insbesondere in dem für Brandstiftung gefährlichsten Alter zwischen zwei und acht Jahren — grundsätzlich jede Möglichkeit verschließen, in den Besitz von Streichhölzern, Feuerzangen oder an ein offenes Feuer zu gelangen. Im Hinblick auf den Vierjahresplan darf man erwarten, daß sie diese Pflicht von jetzt ab bitter ernst nehmen werden. Schützt die deutsche Ernte vor Brandgefahr: DRV. Anläßlich einer Aktion der Reichsarbelts- gemeinschafl Schadenverhütung zum Schuhe der deutschen Ernte vor Brandgefahr hat der Chef der deutschen Polizei und Reichsführer SS. himm - l e r nachstehendes Geleitwort veröffentlicht. Der deutschen Volkswirtschaft entsteht jährlich unermeßlicher Schaden durch Erntebrande, die zum großen Teil durch Fahrlässigkeit und Brandstiftung verursacht werden. Schon die Erhaltung der vernichteten Werte als solche für das Volksvermögen ist jeder Bemühung zur Verhütung von Ernte- b r ä nden wert. Weit mehr erforderlich werden jedoch diese Bemühungen mit Rücksicht auf die Sicher st ellung der Ernährung unseres Volkes — eine Aufgabe, die der Führer im Rahmen des Vierjahresplanes gestellt hat. t). Himmler. leiftung der zweijährigen Dienstpflicht einberufen wird. Er wird zur Wehrsteuer herangezogen, wenn er nach dem 31. Dezember 1913 geboren ist. Es sind also auch solche Männer grundsätzlich wehr- steuerpflichtig, die schon vor Einführung der allgemeinen Wehrpflicht (16. März 1935) freiwillig aktiven Wehrdienst geleistet haben. Aus Billigkeitsgründen verfügt der Erlaß des Reichsfinanzmini- fters, daß solche Männer nicht wehrsteuerpflichtig sind, wenn sie mindestens neun Monate aktiven Wehrdienst geleistet haben. Eine weitere Erleichterung ist geschaffen worden für diejenigen Leute, die an sich tauglich sind, aber Eine große Gefahr zur Entstehung von Bränden, besonders auf dem Lande, ist das Entleeren von Aschekasten mit glühender Asche in die Mist- ober Düngergruben. Wenn hierbei auch manchmal angenommen wird, die Asche sei bereits falt, oder der Mist sei Naß und es könne kein Brand entstehen, so ist dies doch ein großer Irrtum. Verschiedene Vorkommnisse verpflichten erneut, auf diese große Gefahr der Entstehung von Bränden hinzuweisen. Die Asche gehört nicht auf den Misthaufen, sondern in den Mülleimer, oder in ein feuersicheres Gefäß! Auch dürfen keine Holzkisten, Pappkartons oder brennbare Gefäße zur Aufbewahrung glühender Asche benutzt werden. Glimmende Asche ist ein heimtückischer Brandstifter, denn gewöhnlich denkt niemand mehr an die Entleerung des Aschekastens, und bei der Abwesenheit von Haus und Hof, oder meist nachts, macht sich der Brand breit. Der Mist' und Düngerhaufen, der sich in den meisten Fällen in der Nähe von gefüllten Scheunen, Holzschobern usw. befindet, ist die erste Nahrung der Brände. Hiedurch sind schon große Werte an Volksgut verlorengegangen. Also merke dir, Volksgenosse: keine Asche auf ben M i st - ober Düngerhaufen! Gießener Wochenmarktpreife. * Gießen, 17. Aug. Auf bem heutigen Wochen» markt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Lanbbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier, beutsche, Klasse B 12, Wirsing, kg 9 bis 12, Weißkraut 8, Rotkraut 9 bis 12, gelbe Rüben 9, Karotten 8 bis 12, rote Rüben 9 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 15 bis 25, gelb 15 bis 22, Erbsen 20 bis 35, Tomaten 12 bis 22, Zwiebeln 10 bis 12, Kürbis 5 bis 7, Kartoffeln, neue, H kg 5 Pf., 5 kg 45 bis 50 Pf., 50 kg 4,20 bis 4,50 Mark, Frühäpfel, % kg 15 bis 35 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfirsiche 25 bis 35, Brombeeren 30 bis 35, Preiselbeeren 35 bis 38, Birnen 18 bis 40, Pflaumen 15 bis 20, Zwetschen 12 bis 15, Mirabellen 30 bis 35, Renekloden 20 bis 30 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Blumenkohl 10 bis 45, Salat 8 bis 9, Salatgurken 4 bis 20, Einmachgurken 1% bis 2, Endivien 4 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 6 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10, Radieschen 8 bis 10 Pf. ** Silberne Hochzeit. Am heutigen Dienstag, 17. August, begehen der Monteur Philipp S ch m a l l und Ehefrau Christine, geb. Neeb, Schulstraße 2 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit. ♦* Straßensperre. Seit gestern ist die Landstraße Steinbach — Oppenrod wegen Ausführung von Reichsautobahnarbeiten für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung des Perkehrs erfolgt über Albach—Burkhardsfelden und umgekehrt. Iungniädel helfen. Von Ernst Eimer, Groß-Eichen. Bachpitters Anneliese im Erlenhain sprang in der Frühe eines Sommermorgens ins Nachbarhaus. ,Karline", fragte sie zur Küchentür hinein, .kann ich denn einmal euren Schubkarren kriegen?" ,Za freilich", erlaubte die Schrot-Bäuerin, „er ' steht im Holzschuppen, was willst du denn darauf ffahren?" „Ei wir wollen am Blaukopf unser Raingras I* holen", eiferte die Pitterin, „mein Mann ist schon Dorausgelaufen und mäht es ab. Und weil es nicht ■; viel ist, wollen wir nicht gern mit dem Kuhwagen dort hinaufkraxeln." „Ach ja, Anneliese", seufzte die Karline und wusch :j die Milchkanne blank, „bein Friedrich ist doch immer auf dem Damm, aber mein Peter hat sich vorige Woche im Buckel weh getan, und da kann er sich nun nicht bücken und keinerlei schwere Arbeit schas- ;en. Aber unser Hafer im Eulenloch und am Fauste- iierg ist überreif und unser Flachs auf dem Blau- 'opf hätte auch schon längst gerupft werden müs- en — doch ich kann's nicht ändern, denn wenn man allein auf den Aeckern umherstolpert, da gibt -s kein großes Stück." ,Das glaube ich dir gern Karline", sagte teil» nehmend die Pitterin, „aber dein Mann soll sich doch den Buckel mit Franzbranntwein einreiben, dann werden seine verrenkten Glieder schon wieder - • i ns rechte Geleise kommen." „Du liebe Zeit, Nachbarin, wir reiben ja schon l eit Dienstag, doch kein Riebelchen will's besser werden. Aber wenn es nicht bald anders wird, muß Der Dokter her." „Gott ja, Karline", meinte die Pitterin, „wer zesund ist, hat das große Los gewonnen, und wenn s auch sonst einmal kratzig zu geht. Und ich will's Hnridjten, daß ich euch am Montag einmal beim Haferschneiden helfe." ,Za Anneliese", fragte froh überrascht die Schrot-Bäuerin, „wird denn das möglich sein? Du weißt doch selbst nicht ein noch aus vor lauter Urbeit." „Ich mache es einfach möglich", versprach die Anneliese, „und was man will, das kann man Luch." Und eilig sprang nun die Bäuerin in den Schuppen, langte dort den Schubkarren und schob ihn dem Blaukopf zu. Als die Pitterin aus der Heckengasse in die Landstraße bog, traf sie mit einer Schar Erlenhainer Sungmäbel zusammen. Die rotwangigen Bräunend Blondköpfe zogen singend des Wegs und Die lebenherlaufende Anneliese konnte sich gar Nicht satthören an dem schönen, wohlklingenden Morgenlied. ' „Ei Kinder", lobte sie, „ihr könnt es ja so gut wie die Lerchen, aber wo wollt ihr denn in aller Frühe schon hin?" „Zu den Jungmädeln nach Merlerod", verriet Böchers Gretel, die Führerin der fröhlichen Schar, „dort sind wir schon lange einen Besuch schuldig." „So, so, nach Merlerod. No ja, das ist recht, daß ihr Freundschaft zusammen haltet, aber ließe es sich wohl einrichten, daß ihr euren Ausflug bis zum nächsten Samstag verschiebt?" „Warum?" fragte voller Staunen die Gretel, „sollen wir denn heute nicht hingehen?" „Weil es etwas anderes für euch zu tun gibt, und nun hört einmal zu. Der Schrot-Peter hat sich im Buckel weh getan und kann deshalb an der Ernte gar nichts schaffen. Da steht nun die Karline überall allein und will fast verzwazzeln vor lauter Arbeit: Sie hat noch eine Menge Hafer auf dem Halmen stehen, und ihr Flachs auf dem Blaukopf ist überreif. Ihr Mädchen wollt ihr mit mir gehen, damit wir den Flachs jetzt rupfen?" . „ „Ja", riefen die Jungmädel im Chor, „wir hellen . „Und Flachs rupfen", verriet die blonde Pau- line, „tue ich überhaupt gar zu gern. Ich habe vorige Woche meinen Eltern dabei geholfen und auch meiner Tante Jule." . „Und eine schwere Arbeit ist es nicht, meinte ote Gretel, „wenn wir jetzt alle dahinter gehen, sind wir schnell damit fertig." „Gewiß Kinder, so ist es auch", schmunze te; bte Anneliese, „und ich bin ja so froh, daß chr solchen Eifer habt. Ach und es gibt überhaupt nichts Besseres als Leinenstoff aus selbstgesponnenem Flachs — der hält eine ganze Ewigkeit. Aber es ist auch nötig, daß die Ernte gut unter Dach kommt und nichts davon verloren geht." Das sagt auch öfters mein Vater", plapperte die' dralle, braunzopfige Muller-Trude, „aber ich sehe nun schon dort oben vor der großen Hecke ^^Ei^du?"^ftagte Böchers Gretel, „woher kennst bU Da? stt" doch keine Hexerei", lachte die Trude, „unser Kleeacker liegt daneben und fast jeben Tag helfe ich dort Futter holen." Eine kleine Weile später buckelten bereits die Mädel und Anneliese, emsig schaffend, über dem Tausend aber auch", schmunzelte die Pit- ter'in, „das geht ja bei euch wie am Schnürchen Und saubere Arbeit macht ihr, es ist all der Staat. Ach ja", eiferte die Gretel, „wir sind ja auch gerade ein Dutzend Mädchen, und da schafft man Diel lieber, als wenn eins allein am Rupfen märe." Drüben aus dem Feldbuckel hantierte der Bach- pitter-Friedrich am Raingras herum und äugelte immer wieder neugierig nach dem Flachsland hin, denn das zahlreiche Mädchengekrabbel wußte er sich nicht zu erklären. Als aber dann die Anneliese den Schubkarren brachte und ihm von dem fleißigen Völkchen erzählte, da war seine Freude so groß wie die seiner Frau. „Aneliese", lachte er schallend hinaus, „das hast du fein gemacht. Und wie wird die Karline gucken und glücklich sein, wenn sie ihren Flachs rupfen will und er liegt schon am Boden. Aber geh nur gleich wieder zu den Mädchen hin, ich besorge das Raingras schon allein nach Haus." „Gewiß, das will ich auch tun", eiferte die Anneliese und eilte wieder dem Flachsfeld zu. Um die Mittagsstunde war die Arbeit bereits geschafft. Singend zogen die braven Mädel wieder dorfwärts und die Bachpitterin lief schmunzelnd hintendrein. Gegen Abend wankte die Schrot-Karline mit Sense, Sichel und Kafeekännchen totmüde über das Stoppelfeld dem Blaukopf zu. Sie hatte im Eulengraben Hafer geschnitten und wollte nun auf dem Heimweg ihren überreifen Flachs noch einmal begucken. „Morgen", sann die Bäuerin vor sich hin, „sehe ich mich nach Leuten um, und am Montag in aller Frühe muß der Flachs aus dem Boden, sonst fällt ja noch aller Samen aus. Ach und unsere Kühe fressen ihn doch so gern. Eijeijeiü" krisch aber die Frau nun schon hinaus und ließ vor Ueberraschung ihr Kännchen fallen, „ja, sehe ich denn recht? Er ist ja wahrhaftig schon gerupft!" Rasch hob sie eine Hand voll auf, warf ihn wieder hin und sprang trotz aller Müdigkeit flink wie in ihren Jungmädchenjahren den ganzen Acker entlang. Dann hastete die Bäuerin innerlich beglückt und doch wieder kopfschüttelnd ins Dorf zur Bachpitterin. „Gelt Anneliese", sprudelte sie heraus, „bu weißt über meinen Flachs Bescheid? Wer hat ihn denn gerupft?" „Ach so, ja, ja", lachte die Pitterin, „bas haben die Heinzelmännchen getan ober man kann sie auch Jungmädel nennen. Die haben heute morgen fleißig mitgeholfen und gegen Mittag waren wir mit dem Rupfen schon fertig." „O Anneliese, ich bin ja so froh darüber und was bin ich euch denn nun schuldig?" „Nichts, Karline, nichts, es ist gern „geschehen, und du hast ja immer noch Arbeit genug." Da lief die Schrot-Bäuerin nach vielen Dankes- roorten heim an ihr Gewerksei. Und trotz dem Kochen, Putzen und Füttern des Viehes fand sie noch Zeit, in ihrem Garten die golbgelben Frühäpfel zu schütteln und zur mitternächtlichen Stunde noch einige knusperige Apfelkuchen zu backen. | Am folgenden Tag lud Karline die hilfsbereiten Schöffengericht Gießen. Am 10. März 1937 gegen 19.30 Uhr ereignete sich im Bahnhof Echzell auf der Strecke Friedberg- Nidda ein Zusammenstoß zwischen einem Güterzug Miib einem Personenzug, wobei neben erheblichem Sachschaden 21 Personen Verletzungen daoontru- gen. Wegen dieses Unglücks hatten sich die an dem fraglichen Abend im Bahnhof Echzell diensttuenden Beamten wegen fahrlässiger Elsenbahntransport- gefährdung und fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten. Es sind dies der 59 Jahre alte Eisenbahnschaffner K K. aus Bruchenbrücken, der 36 Jahre alte Fahrdienstleiter O D., Gettenau, und der 44 Jahre alte 5). K. (Zugführer) aus Nidda. An dem fraglichen Abend sollten sich an der Station Echzell ein aus Friedberg kommender Personenzug und ein aus der entgegengesetzten Richtung kommender Güterzub kreuzen. Der Güterzug, der schon vorher in der Station eingelaufen war, mußte zunächst auseinandergezogen und umrangiert werden. Zur Durchfahrt des Personenzuges wurde dann das Rangieren eine Weile unterbrochen. Bei dem Rangieren wurden unter anderem fünf Wagen abgestoßen, die auf Gleis 1 zur Waage kamen, wo bereits drei andere Güterwagen standen. Die beiden Wagengruppen stießen aufeinander, wodurch wunschgemäß die drei Wagen ein Stück weitergestoßen wurden, während die anderen fünf ganz allmählich hielten. Der Angeklagte K. hatte dabei zu sorgen, daß die Gleissperre, die das Gleis 2 sichert, auf dem der Personenzug erwartet wurde, freiblieb. Er hatte sich auch davon überzeugt, daß die Wagen vor der Gleissperre zum Halten gekommen waren. Dies bestätigte auch ein weiterer, als Zeuge vernommener Bahnbeamter, der nichts mit dem Rangieren zu tun hatte. Daraufhin gab der Angeklagte D>. das Gleis 2 zur Einfahrt des Personenzuges frei. In dieser Zeitspanne hatten sich nun die fünf Güterwagen aus irgendwelchem Grunde in Bewegung gesetzt und die Sperre überfahren, so daß ein Zusammenstoß unvermeidlich war. Die Anklagebehörde, die im wesentlichen auf einem Gutachten der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. fußt, erblickt ein Verschulden des Angeklagten K. darin, daß er die fünf Güterwagen nicht gesichert habe und sich nicht genügend davon überzeugt habe, ob die Gleissperre frei war. Die Fahrlässigkeit des Zugführers K. wird darin gesehen, daß er seine Ueberwachungspflicht des Rangierdienstes vernachlässigt habe, da er im Zeitpunkt des Unglücks, allerdings ebenfalls in einer dienstlichen Angelegenheit abwesend war. Dem Fahrdienstleiter D. wird zum Vorwurf gemacht, daß er die Einfahrt für den Personenzug freigegeben habe, ohne sich vorher zu überzeugen, ob das Gleis frei war Die sehr umfangreiche Beweisaufnahme ergab mit Bestimmtheit, daß die Güterwagen einige Minuten vor der Einfahrt des Personenzuges vollkommen still standen, und zwar vor der Gleissperre. Trotz Hinzuziehung zweier Sachverständiger konnte nicht einwandfrei geklärt werden, durch welche Ursache sich die Wagen wieder in Bewegung gesetzt hatten. Wahrscheinlich sind die Güterwagen, die sämtlich mit Federpuffern versehen sind, durch die Entspannung der Federn wieder ins Rollen gekommen und über die Sperre hinaus- geraten. Es mag auch der Umstand mitgespielt haben, daß das Gleis an dieser Stelle 1 Zentimeter Gefälle hat. Aus den ebenfalls vorliegenden Dienstvorschriften der Reichsbahn ging hervor, daß der Angeklagte K. sich nicht nur vorrübergehend von dem Rangieren entfernen durste, sondern dies sogar mußte, um wie im vorliegenden Falle andere dienstliche Obliegenheiten zu erfüllen. Weiterhin war der Angeklagte L. nicht verpflichtet, die Wagen zu sichern, da das Rangieren noch nicht abgeschlossen war, denn der Güterzug sollte nach der Durchfahrt des Personenzuges wieder zusammengesetzt werden. Der Angeklagte D. konnte bei feiner umfangreichen Tätigkeit nichts zur Vermeidung des Unglückes tun, insbesondere, wenn man berücksichtigt, daß es schon anfing zu dunkeln und ihm von dem Beamten die Strecke als „Frei" gemeldet wurde. Auf Grund des Ergebnisses, zu dem auch der Sachverständige der Reichsbahndirektion Frankfurt kam, beantragte der Vertreter der Anklaaebehörde Freispruch. Das Gericht erkannte demgemäß. Zwei (Sonntage Lnbilänmswettkämp e in Wieseck. Nachdem am 8. August Turner, Leichtathleten und Schwimmer ihre Wettkämpfe ausgetragen hatten, führte der Turnverein Wieseck am letzten Sonntag Fußballpokalspiele durch. Dazu waren die Vereine der Umgegend eingeladen. Von 12 Mannschaften, die sich gemeldet hatten, traten 8 an. Zu Beginn der Spiele begrüßte Kreisfachwart Henkel die erschienenen Mannschaften und wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf. Die Wettkämpfe, die von den beiden Schiedsrichtern Kreiling (Gießen) und Grote (Lollar) geleitet wurden, verliefen planmäßig. Mit Interesse folgten die Zuschauer, da die Mannschaften der einzelnen Klassen fast gleichwertig waren. Der Nachmittag brachte ein Werbespiel der besten Gästespieler gegen die Dereinsrnannschaft. Bei der Siegerehrung im Vereinslokal, die umrahmt war von Chören der Gesangsabteilung, Ballübungen, sowie Tänzen der Turnerinnen und Barrenturnen der Turner, begrüßte der Vereinsführer Dau- p e r t die Sportkameraden und Gäste, sprach über die Bedeutung des Tages für den Verein und über die Bedeutung der Leibesübungen und des Gemeinschaftsgeistes, der besonders in den Fußballmannschaften gepflegt werden muß. Anschließend nahm Oberturnwart Heller die Siegerehrung für die beiden Wettkämpfe vor. An die ersten Sieger der A=, B= und Jugendklasse wurden wertvolle Ehrenpreise ausgegeben. Alle Sieger erhielten eine Ehrenurkunde. In der A - Klasse wurde 1. Sieger die. Fußballelf des To. Wieseck; 2. Sieger die Spielabteilung des Tv. Klein-Linden; 3. Sieger Fußballabteilung des To. Rodheim a. d. B. In der B-Klasse stellte Spielvereinigung 1900 Gießen den 1. und Fußballabteilung des Tv. Launsbach den 2. Sieger. 1. Sieger in der Jugendk lasse wurde Spielvereinigung 1900 Gießen; 2. Sieger VfR. Krofdorf; 3. Sieger Fußballabteilung des Tv. Wieseck. An alle Sieger der Wettkämpfe in Turnen, Leichtathletik und Schwimmen wurden ebenfalls Urkunden ausgegeben, im ganzen 103. Die drei ersten Sieger in den einzelnen Kämpfen sind: Dreikampf, Turner, Oberstufe: 1. Willi Werner; 2. Rudolf Andermann; 3. Ernst Schöffmann. Dreikampf, Altersturner: 1. Gustav Weller; 2. Karl Bierau. — Siebenkampf, Turner: 1. Ewald Jmmel; 2. Kurt Lepper; 3. Karl Schäfer. — Geräte Dier- kampf, Turner: 1. Kurt Lepper und Willi Frey; 2. Karl Schäfer; 3. Ewald Jmmel. — Dreikampf, Turner: 1. Ewald Jmmel; 2. Kurt Lepper; 3. Karl Schäfer. — Siebenkampf, Turnerjugend: 1. Rudi Velten; 2. Ernst Kling; 3. Robert Sparr. — Geräte-Vier- kampf, Turnerjugend: 1. Rudi Velten; 2. Ernst Kling; 3. Willi Keil. — Dreikampf, Jugendturner: 1. Robert Sparr; 2. Rudi Velten; 3. Ernst Kling. Turnerinnen, Achtkampf: 1. Irma Braun; 2. Milli Lungershausen und Irmgard Schäfer; 3. Anneliese Döbus. — Turnerinnen, Geräte-Vierkampf: 1. Anneliese Döbus; 2. Milli Lungershausen; 3. Lotte Kling. — Turnerinnen, oolfst. Vierkampf: 1. Irma Braun; 2. Irmgard Schäfer; 3. Anni Deck). Brustschwimmen, Turner: 1. Kurt Lepper; 2. Willi Frey; 3. Erwin Schreiner. — Brust- schwimmen, Turnerinnen: 1 Milli Lungershausen; 2. Anneliese Heller; 3. Anni Dech. — Rückenschwimmen, Turner: 1 Kurt Lepper; 2. Karl Schäfer. — Rückenschwimmen, Turnerinnen: 1. Anneliese Heller; 2. Anni Dech; 3. Lotte Kling. Heimische Leichtathleten bei den Oranienkampfspielen in Diez. Spieloereinigung 1900. Die X. Dranientampffpiele erfreuten sich wieder einer ausgezeichneten Besetzung. So waren mit starken Kampfmannschaften erschienen der Deutsche Sport-Club Düsseldorf, Bonner Fußballverein, Darmstadt 1898 u. a. m. Für die 1900er-Vertreter hingen daher die Erfolge sehr hoch. Arthur Kilo war im Diskuswerfen wie gewohnt, zuverlässig und sicherte sich mit einer Weite von 40,30 Metern den Sieg. Peters startete im 800-Meter-Lauf. Der 1900er war nicht in bester körperlicher Verfassung und konnte sich nicht placieren. Im Hochsprung der Frauen hielt sich Elly Richtberg verhältnismäßig gut und wurde nut 1,25 Metern Dritte. Auch im Weitsprung für Frauen gab es gute Ergebnisse. Margret Lösch (1900) konnte sich trotz 4,40 Meter nicht für die Entscheidung qualifizieren. Die 4X100= Meter-Frauenstaffel der Blauweißen mußte hinter Bonner Fußballverein und Sportverein Stollwerk Köln mit dem dritten Platz vorlieb nehmen. DfV.-Reichsbahn. Der VfB.-Reichsbahn, der nur mit einer kleinen Schar am Start mar, schlug sich auch tapfer. So mußte die 4X100-Meter-Staffel ohne Luh und Klenk laufend nur um Handbreite im Vorlauf ausscheiden. Auch Pfaff lief über 3000 Meter ein gutes Rennen, mußte sich aber in der letzten Runde mit dem 5. Platz zufrieden geben. Heinz Herrmann dagegen wartete mit erstklassigen Leistungen auf. Im Diskuswerfen belegte er hinter Kilo (1900) den zweiten Platz. Weitsprung: 1. Herrmann, VfB.-R., 6,74 Meter; 2. Stahlhut, Tv Heuchelheim, 6,71 Meter. Der Weitsprung entwickelte sich zu einem Duell zwischen Stahlhut und Herrmann. Herrmann behielt zum Schluß das bessere Ende für sich. Kugel st oßen: 1. Herrmann, VfB.-R., 13,56 Meter; 2. Rätters, DSC. Düsseldorf, 13,47 Meter; 3 Maus, Bonn, 12,84 Meter. Wieder eine feine Leistung von Herrmann Diskuswerfen: 1. Kilo, 1900 Gießen, 40,30 Meter; 2. Herrmann, VfB.-R., 38,20 Meter; 3. Maus, Bonn. Für Herrmann eine überragende Weite. Tv. Heuchelheim. Die vom Tv. Heuchelheim nach Diez entsandte kleine Mannschaft kam zu schönen Erfolgen. Erwin Reidel konnte sich im 1500-Meter-Lauf der Klasse I gut behaupten, er wurde 2. mit 4:22,7 Min. hinter Blind (Darmstadt) 4:20,8 Min. Blind steht in der Bestenliste des Reiches an 9. Stelle. Ganz überlegen siegte K. Stahlhut im 110-Meter-Hürdenlauf. Mit 16,5 Sek. ließ er seine Mitbewerber fast zehn Meter zurück. Zu einem 2. Sieg kam er im Hochsprung. Mit 1,80 Meter kam er fast auf feine Bestleistung und bewies damit, daß er zu den besten deutschen Hochspringern gehört. Den schönsten „ZC.Teutonia"Wahenborn-E>teinbera Teutonia Watzenborn-Steinberg—Spo. Steindors I * 2:1 (0:1). Durch diesen letzten Sieg in den Aufstiegspielen wurden die Teutonen Gruppenmeister. Sie haben sich nun an die Spitze der Tabelle gesetzt, und zwar mit einem Punkt Vorsprung vor ihrem sonntäglichen Gegner Steindorf. Das Resultat ist wohl etwas knapp, aber wer die Gäste spielen sah, bekam ein ganz anderes Bild, als es sich nach dem Ergebnis vermuten läßt. Vor allem war die körperliche Ueberlegenheit so groß, daß kaum ein Spieler der Teutonen mit den langen Gestalten der Gäste im Zweikampf Sieger bleiben konnte. Trotzdem wurde das Spiel äußerst fair durchgeführt. Die Teutonen spielten mit: Happel; Fett, Jung; O. Burger, Schmandt, E. Burger; Haas, Fischer, Haas, Lang, K. Buß. Das Spiel selbst litt unter dem schweren Wind, der von Anfang bis zu Ende die Kombinationen beider Mannschaften störte. Es wurde meist hoch gespielt und dadurch hatten auch die Gäste den Vorteil ihrer Größe. Zuerst spielten sie mit dem Wind, waren auch zum größten Teil Kampf gab es im Weitsprung, wo zwei Mann des To. Heuchelheim bei einem 20 Mann starken Feld in die Entscheidung kamen. Mit großer Spannung sah man dem Endkampf zwischen Hermann (VfB.-R. Gießen), K. Stahlhut und Erich Rinn (beide Tv. Heuchelheim) entgegen. Von Sprung zu Sprung wurden die Leistungen gesteigert, und als Sieger ging Hermann mit 6:74 Meter vor Stahlhut — 6,71 Meter (Vereinsbestleistung) und E. Rinn — 6,55 Meter hervor. Die Leistung des B-Jugend« lichen E. Rinn ist besonders zu beachten. H. Krämer mußte leider in einem schweren Vdr- lauf über 100 Meter ausscheiden Die Staffel mußte durch die ungünstige Zeiteinteilung für die Heuchelheimer ausfallen. In der Gesamtwertung stand die kleine Mannschaft des Tv. Heuchelheim weit vor den größeren Städtevereinen. Oer schnellste SA.-Mann erhält seinen preis. Bei den SA.-Reichswettkämpfen im Olympiastadion siegte Gillmeister (Pommern) im 100-m-Lauf mit 10,8 Sekunden. Hier überreicht Obergruppenführer Herzog dem schnellsten Mann der SA. seinen wohlverdienten Preis. — (Scherl-M.) | ii M M -»■& M - JA . " "T'Xooijz-x- ’W.:; /' der ersten Halbzeit überlegen. Es gelang ihnen aber nur kurz vor Halbzeit, durch ihren Mittelstürmer mit 1:0 in Führung zu gehen. Nach der Halbzeit zeigte sich der Spielverlauf anders. Die Teutonen, nun mit dem Wind im Rücken, stürmten jetzt dauernd das Tor der Gäste, und die zahlreiche Verteidigung der Gäste konnte es nicht verhindern, daß H. Schmandt kurz entschlossen zum Ausgleichstor einsandte. Kurz darauf gelang es auch Fischer für feine Mannschaft den Führungstreffer zu erzielen, der dann auch ausschlaggebend für die Gruppenmeisterschaft war. Schiedsrichter K a l e t s ch (Wetz- lar) leitete gut. Die 2. Mannschaft wollte ihre Saison auch beginnen, wartete aber auf die 1. Mannschaft von Staufenberg vergebens. VsB.-Reichsbahn Gießen. Sp.D. 1920 Obermörlen — VfV.-Reichsbahn 1:1 (1:1). Die Grünweißen mußten anfangs das Spiel mit neun Mann bestreiten, da Kramer und Feufter ausgeblieben waren. Ein Spieler der dritten Mannschaft, der als Zuschauer mitgefahren war, sprang Susannes Tochter. Vornan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin W 35 26 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Wenig später hat Sabine sich schon auf dem altmodischen Sofa im Wohnzimmer wie ein junger Hund zusammengerollt, und Wünsch sitzt am Klavier. Er präludiert leise die k-Moll von Brahms, dann unterbricht er sich wieder. „Wissen Sie, was darüber steht? Ein kleines Gedicht. Vielleicht bring' ich's zusammen." Und er liest: „Der Abend dämmert, der Mond — nein, das Mondlicht scheint, da sind zwei Herzen in Liebe vereint--und-- ja: da sind zwei Herzen in Liebe vereint und halten sich selig umschlungen. Hübsch, nicht?" Sabines Stimme klingt ganz dünn und hoch: „3a, sehr hübsch. Also spielen Sie." Und Conrad Wünsch spielt so schon wie nie zuvor. Sabine hält die Augen geschlossen und lauscht in einer Art seelischer Erschöpfung, auf die die Musik wie wohltuender Balsam wirkt. Aber schon schreckt sie wieder auf. Nein, nicht um sich beruhigen zu lassen, ist sie ohne Widerstreben Wünsch gefolgt, sondern um nachdenken zu können, um sich in größter Ruhe darüber klar zu werden, was nun geschehen soll, denn es muß etwas geschehen! Sie kann Michailow nicht wieder, als sei gar nichts gewesen, gegenübertreten! Und hat er nicht auch gesagt, daß er Antwort haben will? Das schlimmste ist — sie ist selbst schuld daran, daß es heute so gekommen ist! Sie hat die ganze letzte Zeit hindurch seine versteckten Andeutungen, daß er sie liebe, stillschweigend hingenommen. Es hat ihr sogar gefallen, wenn er so etwas sagte, wenn er ihre Hand länger als nötig in der feinen behielt und wenn er sie so merkwürdig ansah, daß ihr das Herz bis in den Hals hinauf klopfte. Das muß er ja gemerkt haben, und was Wunder, wenn er da die erste beste Gelegenheit wahrnimmt, sie zu küssen? Und sie hat es geduldet, auf Minuten ist ihr gewesen, als habe sie keinen eigenen Willen und keinen klaren Perstand mehr. Als er dann anfing, so wild und heiß auf sie einzureden, von seiner Liebe und von seiner bloßen Sehnsucht nach ihr, da hat sie sogar ganz still in seinem Arm gestanden und feine Worte fast gierig in sich ausgenommen. Ja, als er sie bann gefragt hat, ob sie ibn liebe, hat sie sogar mit dem Kopf genickt, obwohl sie im gleichen Augenblick vor sich selbst tief erschrocken ist. Als sie sich wie benommen küssen ließ, ist zugleich eine wilde Angst in ihr gewesen, ein Gefühl, als müsse sie weglaufen und diesen Menschen nie, nie wiedersehen ... „Wunderbar, nicht wahr?" fragt Wünsch vom Klavier her. „Ja", sagt Sabine gehorsam und schüttelt für Sekunden ihre Gedanken ab. „Noch mehr von Brahms, Fräulein Sabine?" „Ach ja, bitte ..." Wünsch nickt zufrieden, und Sabine verfällt wieder in Nachdenken. Ach, wenn sie doch jemand fragen könnte, ob es das gibt in der Liebe, daß man sich zu einem Menschen hingezogen fühlt und trotzdem weit weg von ihm fein möchte? Sie sieht sich wieder am Weiher unter dem Schutz der tief herunterhängenden Aeste stehen und fühlt mit jeder Fiber ihres Körpers noch einmal, wie Michailow sie an sich gepreßt und ihr mit feiner weichen Stimme Liebesworte ins Ohr geflüstert hat. Niemand würde begreifen, warum sie sich plötzlich von ihm losgeriffen hat, und daß sie ihn in die $cmt> gebissen hat, als er sie nicht loslassen wollte. Sie hat sich nicht anders zu helfen gewußt, es ist ein so merkwürdiges Flackern in seinen Augen gewesen, und sein Mund war so sonderbar verändert, aufgeworfen, fast böse ... Und dann hat er ihr 3ugeflüftert, _ bafj sie heut abenb bie Zimmertür auflassen möge, er habe doch feiner süßen Braut noch so unenblich viel zu sagen, unb keinen Tag unb keine Nacht könne er länger ohne sie fein ... Da ist sie plötzlich zur Besinnung gekommen. Ist sie benn wahnsinnig gewesen, baß sie ihm ihre Liebe zugestanben hat, so baß er sich nun als verlobt betrachtet? Nein, sie liebt ihn boch gar nicht! Aber wenn er es nun Herrn Lyk erzählt, unb Herr Lyk, wie er ist, gleich eine großartige Feier arrangieren wirb — gibt es bann kein Zurück mehr? „Paffen Sie auf, Fräulein Sabine, jetzt kommt etwas anberes, bie .Aufforberung zum Tanz', bie mögen Sie doch auch?" „Ja, die mag ich auch .. ." Sabine wirft einen verzweifelten Blick zu Wünsch bin, bann gräbt sie bie Zähne in bie Unterlippe: Was nun? Was nun? Ob sie Michailow einen Brief schreibt, unb ihm gesteht, baß sie Angst hat, sich zu verloben? Ober baß sie es nur tun mürbe, wenn es zunächst noch heimlich bliebe? Und bann? Eine tiefe Mübigkeit befällt Sabine. Müßte man nicht glücklich fein, wenn man verlobt ist? Ach, unb sie ist so unglücklich! Müßte man sich nicht wünschen, nun jeoe Minute bes Tages mit dem Verlobten zusammen zu sein? Ach, und sie weiß schon jetzt, daß sie sich morgen den ganzen Tag nicht vor ihm sehen lassen wird, morgen nicht — vielleicht auch übermorgen nicht ... Und wenn sie nun schreibt: gehen Sie, ich will Sie nie wiedersehen? Aber wen hat sie bann noch, wenn Michailow weg ist? Lyk — ihren Chef unb väterlichen Freunb. Den Knecht Renz. Den Knecht Joseph. Die Haushälterin. „Das As unb bas B in ber Hohe finb entsetzlich verstimmt", murmelt Wünsch. Aber Sabine hört es nicht Sie hält bas Taschentuch vor bie Augen unb weint bitterlich, weil sie erkannt hat, baß sie allein ist, ganz auf sich selbst angewiesen. Wünsch hört es wohl, aber er spielt noch leise weiter. Dämmerung liegt schon über bem Zimmer. Als er bann aufhört, merkt Sabine es kaum. Sie meint noch immer lautlos unb heftig in ihr Taschentuch hinein. Unb nach einer Weile nimmt er sich ein Herz unb rebet sie an. „Fräulein Sabine" sagt er schüchtern, „ich bin zwar ein ganz frember Mensch für Sie unb es ist nur ein Zufall, baß ich Ihren Kummer miterlebe. Aber ba es schon einmal so ist, mochte ich Ihnen boch gern helfen." Sabine schüttelt ben Kopf. „Spielen Sie boch weiter ..." schlucht sie Aber Wünsch tut es nicht. „Wenn ich Trauriges spiele", sagt er treuherzig, „würben Sie nur noch mehr meinen. Wenn ich Lustiges spiele, würbe es Sie verletzen. Nein, ich schlage Ihnen ganz etwas anberes vor: baß wir jetzt einen tüchtigen Marsch machen." Sabine nimmt bas Taschentuch von ben Augen: „Jetzt? Wo es schon bunkel ist?" „Wir haben Vollmonb. Nie finb bie Berge schon- ner als in feiner Vergolbung." Sabine zerknüllt ihr nasses Taschentuch zwischen den Fingern. „Es muß boch halb Abenbbrotszeit sein." „Na, bann essen bie anberen eben einmal ohne uns. Herrn Lyk legen wir einfach einen Zettel hin, daß wir nicht kommen. Fertig! Also, wie wär' bas?" Sabines Tränen fließen schon roieber: ,Zch weiß nicht, ich glaube — ich---" „Weinen Sie sich nur ruhig aus", begütigt yßünfd). „Ich werbe ganz still neben Ihnen her- gepen unb Sie nicht stören. Unb wenn mir bann Heimkommen, roirb alles roieber gut fein. Ober boch: faft alles. Nicht wahr, Fräulein Sabine?" , „Aber was haben Sie bavon, wenn Sie mit einem heulenben Mäbchen im Walb umherlaufen?" „Oh, ich — auf mich kommt es boch heute gar nicht an." Ein verlorenes Lächeln liegt auf seinem Gesicht. Dann sitzen sie eine Weile schweigend unb geborgen in ber Stille bes Zimmers. Bis Wünsch schließlich aufsteht, kamerabschaftlich eine Hanb auf Sabines Schulter legt unb erklärt, er werbe jetzt also ben Zettel schreiben unb für Lyk auf ben Schreibtisch legen, bamit er ihn bei seiner Rückkehr von Brunsbichel finbe. Dann werbe er noch etwas Eßbares aus ber Küche holen, unb in zehn Minuten erwarte er Sabine an ber Haustür. „3a, ja. Und vielen Dank ..." schluchzt Sabine. Eine Viertelstunde später gehen sie durch die lautlose Stille bes Abenbs. Zwischen ben Bergen hängt runb unb unheimlich groß ber Monb. „Gerabe zur rechten Zeit", nickt Wünsch, nimmt Sabine bei ber Hanb unb führt sie wie ein Kind in ben Walb. ♦ Am nächsten Morgen streicht Renz um ben Garten ber Pilla Caselli herum. Da er aber 3rina nirgenbroo entbeden kann unb ba auch fein Freunb, ber Gärtner, unauffinbbar bleibt, nimmt er sich schließlich ein Herz unb klingelt. Dem Stubenmäbchen, bas ihm öffnet, erklärt er, er habe bem gnäbigen Fräulein etwas von Herrn Michailow auszurichten. Er braucht nicht lange zu warten — 3rina Kontschakowna kommt voller Spannung auf ihn zu. „Nun?" fragt sie brängenb unb legt unwillkürlich bie Hanb vor bie Brust, als fürchte sie, baß bas was Renz ihr zu melben hat, ihr irgenbroie nahegehen müsse. Renz sieht sich unbehaglich in ber stillen Halle mit ben vielen Türen um unb klopft nur vielsagend auf seine Rocktasche: er habe einen Brief, ben 3rina lesen müsse, sagt er leise, einen russischen Brief. Aber hier sei wohl nicht ber Ort bazu. 3rina roirb blaß: „Einen russischen Brief? Woher benn?" „Können wir nicht braußen ungestörter mitein- anber reben?" 3rina überlegt einen Augenblick „Gehen Sie allein", sagt sie bann, „unb warten Sie am Lykschen Wasserreservoir. Ich komme nach." Eine halbe Stunbe später steht 3rina Renz an ber vereinbarten Stelle gegenüber. „Also, was gibt's, was ist mit bem Brief?" fragt sie voller Ungebulb. Fortsetzung folgt L Aus der engeren Heimat Wirtschaft DerRentenmar isbaijn Jodoform 221 Japanlack Bleichmit Paket 15 Pfennig Hersteller: P. Jos. Möbe, Seifenfabriken, Gießen a 2H Devisenmarkt Berlin iftabion m-Lauf nippen« er SA. Dl.) en aber sturmer )albzeit utonen, i jetzt eBer- n, daß Ä6)stor Ölen, iud) bellst von Bleich- und Spülmittel für weiße Wäsche. Kein Reiben - keine Mühe und doch blendend weiße Wäsche ftinn W K 2ud)el. nb die it Dor ipiel mit Feuster t Mann- , sprang Sie mit laufen?' eute gal if (einem unb flt’ DÜM )anti an erbe W auf den Aückkehl ich etwas Minuten Hier abjchneiden! I D.ij). ab auf 151,25. Etwas Nachfrage fanden Auto- Di-te, BMW. 150,90 (150), Daimler 141,90 (litt,50). Von Montanaktien hatten Verein. Stahl gl 121,75 (121,50) und Hoesch $u 127,75 (127,50) ®i der etwas Geschäft, die übrigen Werte lagen fiat vernachlässigt. IG. Farben eröffneten bei klei- rer Umsätzen mit 167,90 (167,65), Deutsche Erdöl m 151,50 (151,75). Etwas niedriger lagen Reichs- Ir. k mit 215 (216), Zellstoff Aschaffenburg mit :15.v5O (153) und Westdeutsche Kaufhof mit 60,13 M 25). Auf den übrigen Marktgebieten lagen Erst- Tcierungen nicht vor. Im Freioerkehr lagen Elsäß. Mische Wolle weiter fest mit 84 (82), Verein. S,uh Berneis wurden mit 65 (64,50) umgesetzt, A^erwerke Kleyer mit unv. 118,65. Ufa Film er» hinten sich auf 73,25 (71,50). d«n ft* >er 3r>’ ivi jrflärt^ on M langes it ddI1 brängen eloen */ [len ffi Juni ■ Io. Rhein-Mainische Börse. Mittagsbörfe behauptet. Frankfurt a. M., 16. Aug. Bei nur sehr kleine Kundschaftsbeteiligung zeigte die Börse zum Dchenbeginn keine Geschäftsbelebung. Es herrschte olt nthalben ziemliche Zurückhaltung. Der Aktienmarkt eröffnete überwiegend mit leigten Erhöhungen. Sehr fest lagen Rheinmetall- Stufig mit 154,75 bis 155 (152), jedoch ohne größerer Umsatz. Von anderen Maschinenwerten blieben M enus mit 122 behauptet, Demag bröckelten 0,13 i (Sabine, bie laut' jen haM 6, nimm* ein «int ifür ein. Unter diesen Umständen war es klar, kein Sieg errungen werden konnte das Unent- eben ist für den Gastgeber schmeichelhaft, denn L Grünweißen konnten durch besseres Zusammen- ip-1 gefallen. Gießen spielte bergab, hatte aber eine jhuigperiobe der Gastgeber zu überstehen. Die sintermannschaft arbeitete aber einwandfrei und liß keine Erfolge zu. Doch bald änderte sich das jjJ. Die Gäste legten Angriff auf Angriff vor des Aqners Tor. Aber die Schüsse waren zu ungenau, stand hier eine Hintermannschaft, die sich sehen la en konnte. Nack einer Spielzeit von 30 Minuten fainte Godglück das Führungstor schießen. Die Fsude sollte nicht lange dauern, denn der Halbrechte buchte einen durchaus haltbaren Ball ins Tor. ftn danach ging es in die Pause. Das Tempo jo.roe jetzt schärfer, beide Hintermannschaften waren tzis der Hut. Beide Parteien bekamen je einen Elf- jy ter zugesprochen, die aber verschossen wurden. In bn letzten 20 Minuten sah man ein gleich verteiltes Hijel. Der beste Mann auf dem Felde war Thron. L hatte aber in feinem Gegenüber einen großen Avalen, der ihm kaum nachstand. Leihgestern — VfB.-R. II 3:0. Heuchelheim 1. Jgb. — DfP.-R. 1. Jgb. 1:7. !?utzbatt in Staufenberg. ßum Wiederbeginn der Fußballspielzeit trat am S nntag die erste Elf von Opvenrod zu einem Fsundschaftsspiel auf dem Platz der (Staufenberger (r Die Gäste erwiesen sich den Einheimischen als sttlich überlegen und siegten mit 6:2 Toren. deutsche Rude«siege in Amsterdam. Bei den Europameisterschaften im Rudern auf Je Boschbahn in Amsterdam siegte Deutschland in dt von den sieben ausgeschriebenen Rennen. Dutschland wurde als bester Rudernation Europas de seit dem Jahre 1909 gestiftete „Coupe Glandaz" tut fünf Punkten zugesprochen. Die Titel eines L ropameisters wurden oyn Deutschland im Die - r: r mit (Steuermann durch die Renngemein- scillst Wicking-TiB Berlin, im Vierer ohne (Steuermann durch die Ruderriege des Essener Tzrn» und Fechtklubs, im Zweier mit Steuern an n durch die Olympiasieger Gustmann- ^amfti vom Ruderverein Friesen (Berlin) und im ^vppelzweier von der Renngemeinschaft Herrn über Krieg und Frieden, der mit zwei Gesichtern bärge» stellt wurde und dessen Tempel nur während eines Feldzuges geöffnet war. Die alten deutschen Namen für den Monat sind Eismonat oder Hartung. Japanlack, Überzug auf Holz, aus dem Saft japanischer Bäume ist sehr haltbar. Man reibt ihn mit Vaseline ab und poliert mit einem weichen Lappen nach. Jardiniere, franz., Bedeutung: Gärtnerei, entbehrliches Fremdwort für Blumentisch oder Blumenständer, ebenso entbehrlich auf Speisekarten der Zusatz: ä la Jardiniere statt: Gemüsebeilagen. Jaspis, gelber, roter und grüner Halbedelstein der in der Hauptsache zu (Siegelftemen, aber auch zu Tischplatten verwendet wird. Als Monatsstein gilt er für den März. Jause, österreichische Bezeichnung für Nachmittagskaffee oder Vesper. Einkehrorte tragen vielfach die Bezeichnung Jausenstation. Jeanne, Jeanette weibl. Vorname franz. Herkunft, abgeleitet von Johanna. Jenner, engl. Arzt, war der erste, der die Schutzpockenimpfung 1796 wissenschaftlich begründete während sie schon zwei Jahre früher praktisch ausgeführt wurde. Jerezwein, spanischer Weißwein. Jet, schwarzer Bernstein, Pechkohle, die sich polieren läßt und zu Schmuck verwendet wird. Aus Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 204, W 16 207, W 19 211, W 20 213, Rogaen R 12 187, R15 190, R18 194, R19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —, Weizenmehl Type 812 W 13 28,90, W 16 29,00, W 19 29,00, W 20 29,35, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Müh- lenfeftpreife ab Mühlenftatton, Soyaschrot —, Palmkucken —, Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trocken- schnitzel —, Heu alte Ernte 5,50, neue Ernte 4,60 bis 4,80, Heu drahtgepreßt alte Ernte 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt —. Jranffurler Schlachtviehmarkt. Frankfurt a.M., 17. August. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 616 Kälber, 111 Hämmel, 34 Schafe, 2900 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 40 bis 52, Schafe 35 bis 45, Schweine 53 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Häm- I mel und Schafe mittelmäßig. Jet werden auch kleine, schwarze Plättchen hergeftellt, die auf Abendkleider aufgenäht werden. Jet wird auch aus Hartgummi nachgeahmt. Joachim, männl. Vorname hebr. Herkunft mit der Bedeutung „der von Gott Auf gestellte". Abkür- zung: Jochen. Jod, chemisches Element, das sich im Meerwasser und in Mineral- quellen befindet, in der Hauptsache aber aus (Seetang gewonnen wird. Völliger Jodmangel im Wasser von Gebirgsgegenden führt zu Kropfbildung, der durch die Verwendung jodhaltiger Speisesalze oorgebeugt wird. Jodtinktur wird bei Entzündungen aufgepinselt Bei Beginn eines Schnupfens nimmt man 2—5 Tropfen Jodkalilösung (Lugolsche Lösung) abends und morgens zwei Stunden nach dem Esten ein. (Bier'sche Tropfen.) Jodbäder, jodhaltige Quellen, hauptsächlich zu Trinkkuren, aber auch zu Bädern verwandt, bef. bei Ateriosklerose. Muskel- und Gelenkrheumatismus usw. Jodflecke entfernt man mit Salmiakgeist. Hartnäckige Jodflecke bestreicht man mit übermangansaurem Kali, hierauf mit verdünnter Schwefelsäure und wäscht mit Salmiakwaster nach. Jodoform, aus Jodlösung gewonnen, stark riechendes Desinfektionsmittel dessen Anwendung dem Arzt Vorbehalten ist. Jodoformgaze wird zu Wund- verbänden bei Eiterungen benützt. sche Erdöl mit 151,50 (151,90), Verein. Stahl zum Einheitskurs mit 121,75 (122) und Holzmann mit 153,50 (153,75). Don Maschinenaktien gewannen MAN. 0,25 v. H. auf 137, Rheinmetall-Borsig blieben zu 157,50 voll behauptet. Am Renten- markt war das Geschäft unbedeutend, ebenso lagen die Kurse unverändert. Reichsbahn-Vorzugsaktien bröckelten 0,13 v. H. ab auf 127,75, 4,50 v. H. Krupp unv. 99,50. Kommunal-Umfchuldung wie mittags 94,80. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a M., 16. Aug. Die befriedigenden (Eingänge von Weizen aus der Provinz dienen der laufenden Versorgung der Mühlen. Angebot aus anderen Gebieten lag nicht vor. Mit Roggen werden hauptsächlich die Landmühlen beliefert. Für Braugerste besteht große Nachfrage, so daß die guten Partien flott unterkommen. Weizenmehl ist gut gefragt, besonders auch nach Süddeutschland, so daß der Augustanfall meist vergeben ist. Roa- genmehl hat ruhiges Geschäft. Die ostdeutschen Offerten finben daher wenig Interesse. Die Futtermittelversorgung stützt sich auf die laufenden Zuteilungen, während das freie Angebot Mischfuttermittel, vereinzelt auch Biertreber, umfaßt. Das Rauhfuttergeschäft ist stetig. Nach der leichten Belebung des Mittagsverkehrs war das Geschäft an der Abendbörse wieder sehr klein. Bei freundlicher Grundtendenz kam am Aktienmarkt die Mehrzahl der Kurse gut behauptet zur Notiz. Soweit Abweichungen eintraten, gingen sie nicht über 0,50 v. H. hinaus. Von Autowerten fliegen BMW. auf 151,50 (150,90), je 0,50 v. H. höher lagen ferner Deutscher Eisenhandel mit 153, Conti Gummi mit 191,25 und Gebr. Jung- hans mit 140,75. IG. Farben erhöhten sich auf 168 (167,75), lagen aber 0,40 o. H. unter Berlin. (71 so). Etwas niedriger notierten Bemberg mit 157,50 k t hatte ebenfalls kleines Ge-1 (157,75), Licht & Kraft mit 156,50 (156,90), Deut- Schweinfurter RK. Franken - Berliner RD. Alemannia mit Kaifel-Kirsch erobert. »preis der Jiationcn" von Aachen. Irland gewinnt den Pokal des Führers. Das 13. Internationale Reitturnier in Aachen erreichte am Montagnachmittag mit der Entscheidung des Preises der Nationen um den neu gestifteten Pokal des Führers und Reichskanzlers feinen sportlichen Höhepunkt. Bei gutem Wetter war der Turnierplatz in der Soers restlos ausverkauft, zahlreiche Ehrengäste und Vertreter der beteiligten Nationen hatten sich eingefunden. Die zum ersten Male in diesem Wettbewerb in Aachen startenden Iren siegten mit 24 Fehlerpunkten vor Deutschland (32), USA. (36%), Rumänien (44), Italien (52), Ungarn (68^/-) und Belgien (84). Bundeswanderpreiskeqeln der Keglervereine im Lahn-Buseckerta-. Am Sonntag waren die Vereine zum Austrag des neuen Wanderpreises im Bundeskeglerheim in Wieseck bei Gastwirt Heinrich Braun angetreten. Der vorjährige Wanderpreis, eine wertvolle Wanderkette — mit den Siegerplaketten der jeweils siegenden Vereine — wurde von dem vorjährigen Sieger „Gut Holz" Reiskirchen, an den Vorstand zurückgegeben, damit er unter Glas und Rahmen einen ehrenden Platz im Bundesheim in Wieseck findet. Der vom Bund neu angeschaffte Wanderpreis ist den heutigen Verhältnissen angepaht, konnte aber leider dem siegenden Verein „Bahn frei" Lollar noch nicht ausgehändigt werden, da er noch nicht endgültig fertiggestellt ist. Infolge kleinerer Anstände an den Bahnen war das Ergebnis der Leistungen nicht auf der gewohnten Höhe, immerhin mußte ja jeder kämpfende Verein diese Schwierigkeiten überwinden. Zu dem Kampfe hatten 13 Vereine ie eine Mannschaft gestellt, die auf zwei Bahnen (Asphalt und Schere) je Mann 20 Kugeln zu werfen hatten. Eine große Anzahl schaulustiger Keglersportler verfolgten den spannenden Kampf bis zum Ende. 1. Sieger: „Bahn frei" Lollar auf Asphalt = 224 Holz auf Schere, 273 Holz, zusammen 497 Holz: 2. „Gut Holz" Krofdorf (Asphalt 219, Schere 260), zusammen 479 Holz: 3. „Alle Neun" Wieseck (Asphalt 242, Schere 229), zusammen 471 Holz. Pickart die Festpredigt, in der er das Neugeschaffene gebührend hervorhob. Besonders wurde hingewiesen auf eine wertvolle, massiv getriebene Schale, zum Taufstein passend. Letzterer ist ca. 12 0 0 entstanden. Die Stiftung ist getätigt von der Patronatsherrschaft Leonhardt in Heldenbergen, die auch zum Einweihungsgottesdienst vollzählig erschienen war. Der Gottesdienst wurde bereichert durch die Chöre des evang.-kirchlichen Frauenchors und Einzel-Gesänge der Konzertsängerin Fräulein Stoll (Äilbel). Die Familie stammt aus Kaichen. Letztgenannte wirkte auch in der Nachoersammlung mit, die um 16 Uhr im großen Saale von Wirt Fink stattfand, ebenso der Frauenchok aus Petterweil und ein Kinderchor auch Nieder-Erlenbach (Waisenhaus). Der Ortsgeistliche und der Probst grüßten, Pfarrer R e u s ch (Büdesheim) grüßte in ernsten Worten im Namen des Dekanats, der frühere Orisgeistticke, Pfarrer Schad, jetzt Kirch-Göns, hielt den Festvortrag, in dem auf die Geschichte der Kirchengemeinde aus der katholischen Zeit bis zur Erbauung der Kirche vor 200 Jahren eing-ing. Der Ortsgeistliche verlas die zahlreich eingegangenen Glückwünsche, Dekan i.R. Gußmann (Gießen) grüßte als Dor- fitzender des Oberhessischen Missionsoereins die Gemeinde. Mit dem Gesang von „Ach bleib mit deiner Gnade" wurde die Versammlung vom Ortsgeistlichen dankend geschlossen. Die 18 „Alten" von Lang göns. 8. Lang-Göns, 17. Aug. In unserem rund 2000 Seelen zählenden Dorfe leben zur Zeit achtzehn Volksgenossen, die das achtzigste Lebensjahr überschritten haben, ober es in den nächsten Monaten überschreiten werden. Die Geburtstage dieser Mitbürger und Mitbürgerinnen verteilen sich ziemlich gleichmäßig über das ganze Jahr. Nur die Monate Mai und September gehen leer aus. Dagegen können im August fünf Volksgenossen mit einem Alter von 80 und mehr Jahren ihr Wiegenfest feiern. Am gestrigen Montag, vollendete Anton Karl Keppler, Sattlermeister und Kirchenvorstand, Breitgasse, das 80. Lebensjahr. Am 18. wird Frau Marie Kromp Wwe., Enggasie, bereits 84 Jahre alt. Am 23. feiert Frau Helene Hofmann Wwe., Holzheimer Straße, ihren 83. Geburtstag, eine Woche später, am 30., feiert Frau Anna Elisabeth Euler Wwe., Hundstaatenstraße, ebenfalls ihren 83. Geburtstag, und am letzten August wird die Zweitälteste Einwohnerin unserer Gemeinde, Frau Elisabeth Müller Gewitterschäden auf dem Lande. Bei dem Gewitter, das gestern nachmittag über unsere Landschaft zog, entstand durch Blitz- und Hagelschlag in verschiedenen Orten Sachschaden. In A Ikendorf (Lumda) traf der Blitz einen Ständer auf einem Wohngebäude des Bahnhofs und zertrümmerte einen Hfolierkopf. Dabei rissen einige Drähte und fielen zur (Erbe. Glücklicherweise tarnen Personen nicht zu Schaben. Heber der Gemarkung Deckenbach entlud sich das Gewitter in einem heftigen Hagelschlag. Die Hagelkörner bedeckten noch eine halbe Stunde danach in großer Menge die Felder. Auch in Wißmar brachte das Unwetter starken Hagelschlag. Außerdem schlug der Blitz in eine Lichtleitung der Zigarrenfabrik Rinn & Cloos, sowie in einen Nußbaum auf dem Hofe des Hüttenarbeiters Feld- mann. Goldenes Doktor-Jubiläum. * Nidda, 17. Aug. Sanitätsrat Dr. Reinhard Koch von hier, der von 1890 bis 1931 als praktischer Arzt hier wirkte und jetzt seinen Ruhestand hier verlebt, kann am 18. August sein Goldenes Doktorjubiläum begehen. Sanitätsrat Dr. Koch ist durch seine umfangreiche Praxis in Nidda unb in ber Umgegenb, aber auch durch feine Tätigkeit im ehrenamtlichen Dienste im öffentlichen Leben weithin bekannt geworden. Seine „Oberhessische Dialektgedicktercher" haben feine Volkstümlichkeit in weiten Kreisen noch erhöht. Als Arzt und als Mensch, wie auch als echt deutscher Mann, der sich stets tatfroh und opferbereit für alle hohen Ziele der deutschen Sache einsetzte, wird ihm in unserer Stadt und weit darüber hinaus größte Wertschätzung dargebracht. Einweihung der Kirche zu Kaichen. * Kaichen, 16. Aug. Gestern, am 15. August, fand die feierliche Neueinweihung der wiederherae st eilten hiesigen Kirche statt. Diele Gäste hatten sich eingefunden, so daß, als die Glocken um 13 Hhr.zum Weihegottesdienst riefen, unter Führung des oberhessischen Propstes Knodt (Gießen) unb bes Ortsgeistlichen Pickart (Kaichen) minbestens acht Nachbargeistliche im Ornat folgten, ebenso bie schön geschmückte Schuljugenb, ber Bürgermeister, der Kirchenvorstand usw. Probst Knodt hielt Attarliturgie und Weiherede (über das alte Sonntagsevangelium), der Ortsgeistliche schäft. Kommunal-Hmschuldung nannte man mit 94,80 (94,75). Im Verlaufe blieb die Haltung am Aktienmarkt freundlich, das Geschäft vermochte sich aber kaum zu beleben. Weiter fest lagen Rheinmetall mit 157,50 nach 154,75, auch Demag gewannen 1 v. H. auf 152,25, Reichsbank erholten sich auf 216,50 nach 215. Die später notierten Werte lagen überwiegend um Prozentbruchteile höher, darüber hinaus gewannen Goldschmidt 2 v. H. auf 150. Am Einheitsmarkt wurden Commerzbank weiter gefragt mit 118,25 (118), dagegen waren Deutsch-Afiaten- bank angeboten mit ca. 840 nach zuletzt 890. Tagesgeld unv. 3 v. H. Abendbörse behauptet. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt oefchlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskoni 4 v H. Lombardzinsfuß 5 v H_____ Frankturt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurS Schluß'. Abenv> börie Schluß- fürs Schluß! Mittag dürfe Schlußkurs Schluß'. Abend börie Schiun- kurS Schluß! Mittag börie Dorum 14 8 | 16 8 14 8 16 8 Da um 14 8 16 8 14 8 16 8 treuliche Reichsanlethe v. 192'# . Deutsche Reichsanl. von 1934 W.'!'o Deutsche Reichsschatzanwet- i nigen von 1935 •. W/o Deutsche Reichsschatzanwet- Gingen von 1935, II. ftolge ... Deutsche ReichSichahanwei- fingen von 1936, III. Folge .. Pouny Anleihe von 1930 101,75 99 99,65 99 105,13 100,25 100,5 99,75 128,5 136 99,5 101,25 98,75 98,5 134 99,75 98,75 101,65 102,13 111,1 129,25 87,75 93,5 127,65 118 125 105 101,8 99 99,65 99 105,13 100,25 100,5 99,75 128,6 136 101,25 98,5 134,13 99,75 96,75 101,7 102,13 | 111,1 129 88 127,75 216,5 118,25 125 105 101,8 99 99,65 99 105 100,25 100,65 99,75 128,65 98,75 134,4 99,75 102,13 111,2 128,75 88 94 127,75 215,25 136 118 125 105 101,75 99 99,65 99 Accumuiatoren-Fabrik....... 14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg...................0 Bekula.....................8 Buderus Ellen............... 5 Eernent Heidelberg...........7 dement Karlstadt ............ 6 Conti Gummi.............. 12 Daimler Motoren.......... 6% Desiaue: Gas ............... 4 Deutsche Erdöl ..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.........10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Färben-Industrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Geöfnrel.................... 7 Th. Goldschmidt............. 6 G eigner Maschinen...........0 Harpener................. 8'/r Hoesch Ellen...............3% Philipp Holzmann........... 8 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse ................ 6 Kali Aschersleben............ 4 Kläcknerwerke ............ 4¥t Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer .................. C Mainkrast................... 4 Mannesmann.............i'A Mansselder Bergbau......... ' Metallgeiellschaft............. ( Crenfletn & Koppel..........c Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro .......... 6 Rheinstahlwerke..............® Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Salzdetfurth Kalt............ • Schurken & do.............. 1 Schultheis Payenhofer........ Siemens L Halske ........... Süddeutsche Zucker.......... « Bereinigte Stahlwerke...... ..lfd)c Diskonto............5 Widner Bank..............4 100,6 99,75 128,4 99,5 134,5 99,75 128,75 45,5 88,9 93,75 127,75 216 136 118,13 125 105 151,75 267 168 5 136 156,5 167,65 141,5 155 148 53 179,5 127,5 153 141.4 137.5 95,75 125,5 158,5 156,5 134,13 150,5 176,5 217,5 205,25 121,5 60,25 — 163 151,5 267 168 135,75 156,5 168 141,5 155 150 179 128 153J> 141^5 138 96 125,5 158,65 232 132 156,75 133,75 150 176,75 218 205,5 121,75 60,13 120 163 32,13 151,75 168,5 135,4 156,25 168 141,5 154,75 148^5 .79,5 127,75 152,25 142,75 137,9 167,25 125,9 149,9 158,13 118,25 233 156,4 134 150 163,65 176,5 98 218,5 121,13 60 162,25 31,9 151 169,25 136 156,25 168,4 141,5 155,25 149,75 53 179 127,65 153,65 141,5 120 138,5 166,5 129,4 125,75 150,13 158,13 118 232 156,5 133,75 149,75 164,75 176.5 97,25 219 121,75 60,5 120 163 32 14 August 16 August Amllich>"Avilerun.> A muich,' Aouerun '«eit Br,." «pir ihrif Jovan.................... Jugoslawien ............. 0,722 0,724 0,722 0,724 5,694 62-32 5,706 62,44 5,694 62,27 5,706 62,39 Wien................. ■ Lissabon.......-.......... 48,95 49,05 48,95 49,05 11,26 63,93 11,28 64,05 11,25 63,88 11,27 64,00 57,13 57,25 57,11 57,23 16,98 17,02 16,98 17,02 8,651 8,669 8,651 8,669 Budapest................. 2,489 2,493 2,489 2,493 14 August 16 August Amtliche Avlierun, Ainu ch« Avlieruno '«en- Br"-i «eir Bnel ni hob Aires............. 0,752 0,756 0,751 0,755 & < Hel................... 41,89 41,97 41,87 41,95 'ic ie Janeiro............ 0,164 0,166 0,164 0,166 '»IN.................... 47,00 47,10 47,00 47,10 bimhagen............... 55,36 55,48 55,32 55 44 '.tnR,g.............. ... 47,00 47,10 47,00 47,10 urnon .................. 12,40 12,43 12,39 12,42 (ilmgfotl................ 5,485 5,495 5,48 5,49 .1:3.................... 9,336 9,354 9,331 9,349 iilienb.................. 137,16 137,44 137,12 137,40 mea................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Mahre evangelischer Kirchenchor Klein-Linden. char (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) 222 Jucken Ohne Gewähr Nachdruck Verbote« Vn der heutigen Nachmittagsziehung wurden 8. Ziehungstag gezogen 16. August 193'/ Bn der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen '76468 209828 246022 267094 312508 33370? 344579 363810 366957 369806 371343 372997 »u 600 RM 4336 12363 17998 34267 ^i?9»B3105 57340 63299 116360 117356 121047 127558 128124 130939 135122 136277 1.37MR 128124 130939 135122 136277 137698 206 Gewinne ,u 300 RM Im Gewinnrade Gewinne zu je 148664 164069 244216 328186 365779 156350 194064 296474 333652 141870 156729 201574 317202 339649 136945 155470 202428 221567 233795 241883 268115 286226 331480 349504 374856 124519 142127 155516 207618 227121 234931 249374 268972 287355 332100 352474 374862 150705 165395 281965 329175 396387 129004 148281 174936 215411 228720 236077 256341 278204 319466 338791 364070 393266 153903 187693 292035 331556 398501 i 10126 47442 56558 85332 109925 134945 150618 179054 215860 229151 236162 259459 28024k 326874 344446 368033 135253 155315 179251 195175 231069 251677 324063 336248 377722 142994 156197 181216 195730 232081 276558 324398 339398 378457 144644 171876 183902 207023 238018 296625 331710 342680 378555 131808 147873 171913 185566 210466 239587 301448 332352 346194 395362 132191 154759 177152 188702 212765 245152 304329 332451 371549 134737 69755 227416 279022 329364 134956 150718 196074 219556 231385 238900 262075 281519 328600 348771 369330 145706 163143 224124 320333 340561 127598 145860 171338 208880 227665 235961 252843 274863 315671 332850 360461 378489 100616 134258 155095 177682 188825 227833 249728 304557 333218 372188 lisch in Minkenh |ttnn h er mi a Klein-Linden, 16. Aug. Am kommenden Sonntag, 2 2. August, feiert der hiesige Kirchenchor sein 60jähriges Bestehen. Der Chor zählt zu den ältsten gemischten Chören der näheren und weiteren Umgebung. Im Festgottesdienst wird Missionar Bender von der Hermannsburger Mission predigen. Das eigentliche Jubiläum soll am Nachmittag in Verbindung mit einem M i s s i o n s f e st im Hof der Kleinkinderschule gefeiert werden. Missionar Bender und der Ortspfarrer werden Ansprachen halten. Neben dem Jubiläumschor wirken noch der Posaunenchor von Lmig-Göns und Klein-Linden und der Frauen- und Mädchenchor unserer Kirchengemeinde bei der Feier mit. Der evangelische Kirchenchor Klein-Linden wurde am 8. Juli 1877 ins Leben gerufen. Er entstand aus dem im Jahre 1854 gegründeten „Kreuzer- d e r e i n", einem Verein, der sich namentlich auf dem Gebiet der Missionspflege betätigte, und dem ebenfalls im Jahre 1854 gegründeten Posaunen- chor, dem ältesten in Hessen. Das Glied der Gemeinde, das sich um die Gründung des neuen Chors die größten Verdienste erworben'hat, war Philipp Weigel, wohnhaft in der Kirchgasse. Er war es auch, der in dem Hause des Kaspar Lenz, Wetzlarer Straße 44, im sog. „Hannpeterschhaus" (heute Wirtschaft von Fritz Weller), die ersten Singstunden abhielt. Die Anregung zur Gründung des Kirchenchors war durch den Kirchenchor von Groß-Rechtenbach erfolgt, der bei den Klein-Lindenern Posaunenbläsern zu Besuch geweilt hatte. Starke Unterstützung fand der neue Chor noch in Johann Philipp Jung, geboren 23. Mai 1825, dem Gründer des Missionsvereins und Posaunenchors. Dieser beschäftigte sich viel mit Musik und hatte sogar zwei Orgeln umgebaut. Die eine der beiden Orgeln, die ehemalige Kirchenorgel der im Jahre 1866' als baufällig abgerissenen Kirche, die er beim Abbruch für sieben Gulden käuflich erworben hatte, ist heute noch im Museum in Gießen zu sehen. In seinem Hause, Wetzlarer Straße 27, (heute das Wohnhaus des Wilhelm Holler), fanden später die Uebungsstunden des Chores statt. bach und Darmstadt an die Bergstraße führte. Außerdem konnten die Mädchen noch das Erbhofdorf R i e d r o d e und die Nibelungenstadt Worms besichtigen. * Groß en-Buseck, 16. Aug. Bei der Arbeit an der Dreschmaschine stürzte heute nachmittag der 35 Jahre alte Arbeiter Karl Schild aus Grünberg hier so unglücklich von der Dreschma- s ch l n e ab, daß er mit schweren Schädel- verletzungen und Hals - und Brustquet- schungen von der Gießener Sanitäts-Kolonne nach der Chirurgischen Klinik gebracht werden mußte e 10000, 150 zu je 5000, 300 zu je 3000, 698 tu je 2000, 2176 zu je 1000, 3602 zu je 500, 7294 zu je 300, 172680 zu je 150 Mark. verblieben: 4 ft* ft"! Ml) ftll Johannisbeere kommt lieteiMeMlunöMM 140 ©eiten mit 100 Abbildungen, m Leinen geb. RM 3.60. — ftn leber Gießener Buchhandlung erhältlich önoo BennöMer Verlag, Berlin WerWe - . ----- —....... als Strauch und Hochstamm vor, ersterer ist ertragreicher. Es gibt rote, weiße und schwarze I. Weiße sind süßer und bester zum Rohessen als rote. Verwendung zu Gelee, Saft und Wein. Schwarze I. ausgezeichnet für Likör. Pflanzung erfolgt in einer Weite von 1,50 m. 'Winterschnitt soll altes Holz entfernen, junge Triebe etwas einkürzen. |reM ätraji Wen' gliche Manz ftftun TCr e »b* ’ - ^iüd)£ p« ff CMI( Wina Boni Feuer auf den Tisch! Ohne umzufüllen bringen Sie die Speisen im Jenaer 6Mnn- »folg* kreis Büdingen. A Berstadt, 16. Aug. Der Landwirt Georg Groth konnte dieser Tage in geistiger und körper, licher Frische seinen 8 2. Geburtstag feiern. Beim Durchgehen seiner Pferde tödlich verunglückt. * Griedelbach (Kreis Wetzlar), 16. Aug. Als der 65 Jahre alte Landwirt Karl Georg von hier heute nachmittag mit feinem Pferdewagen oom Acker heimkehrte, wurden die Pferde scheu und gingen durch. Dabei stürzte der alir Mann oom Wagen und wurde in diesem Augen, blick von der Vorderachse an der linken Wagenseite, von der bei der rasenden Fahrt das Rad abge^ flogen war, schwer am Kopfe getroffen, außerdem noch von den Pferden eine Strecke weit mitgeschleift. Mit fast völlig zerschmetter. tem Schädel mußte der bedauernswerte Mann nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden, wo er bald nach feiner Ankunft an feinen schweren Verletzungen gestorben ist. Wertvolle alte Akten sichergeffellt. ED Au s dem Kreise Wetzlar 16. August. Zur Zeit finden in allen Orten des Kreises Wetzlar Sichtungen unter dem vorhandenen Aktenmate- rial der Bürgermeisterämter statt. Es gilt, die wertvollen Schrift st ücke auszu> wählen und in ihrem Bestand der Zukunft zu sichern. Sie werden in das zuständige Staatsarchiv nach Wiesbaden überführt und dem bereits vorhandenen heimatlichem Aktenmaterial beigefügt. Bei der Sortierung muß leider mancherorts die Fest, stellung gemacht werden, daß aufschlußreiche Pa. piere im Laufe der Zeit vernichtet worden sind, wo- durch manches wissenswerte Geschehnis einer dörf. lichen Vergangenheit in Dunkel gehüllt bleibt, eine Tatsache, die vor allem der Heimatforscher bedauert. Immerhin dürfte die Auswahl noch so ergiebig sein, das große Transporte dem Staatsarchiv ein- verleibt werden, die dort, genau durchgesehen und geprüft, in übersichtliche Anordnung registriert wer- den, um bei Bedarf jederzeit greifbar zu sein. Früher lagerte das bereits sichergestellte Akten- material des Kreises im Staatsarchiv zu Koblenz. Es kam nach dem Uebergang des Kreises Wetzlar von der Rheinprovinz zur Provinz Hessen-Nassau in vollem Umfange von dort in das Staatsarchiv Wiesbaden. Mit dem Motorrad gegen einen Lastzug gerannt. Der Fahrer gelötet Cpb. Marburg, 16. Aug. In der Nacht zum Montag ereignete sich bei Sichertshausen ein t ö b« kicher Unfall. Der von einer Festlichkeit heim- kehrende 19 Jahre alte Ernst Jung aus Belln- hausen rannte mit seinem Motorrad auf einen stehenden Lastzug und erlitt so schwere Verletzun- gen, daß er kurz daraus starb. jflUffl 01 jdjaben m. Oft Schisssge! phmen i ■em. Si «'gegen sanden i sie verse! »ug lvUl kW cn Tsehi 1 Meiches lüt. Sl mjapai Erüm m Meng kgeichoss MM Jf.pano 1 Die Bc h