ttr.163 Erstes Blatt 187. Jahrgang 5reltag.16.Iuli 1037 (fcr|d)eira täglich, außo Sonntags and Feiertag» Beilagen: Vie *JHu|tnert» ©tehencT Familienblattei Heimat im Bild Die Scholl» aionat$’Be$ngspret$: etne gleichberechtigte europäische Macht behandeln. sührenber an „Insurgenten" zugestehen bürfe. Der Einwanb der Opposition gegen diese Gewährung von Kriegsrechten an .Lnsurgenten" werde auch nicht an sich erhoben; es sei die Gewährung von Kriegsrechten an Leute, deren Weltanschauung man bekämpfe, gegen die sich die Opposition wende. (Laute Protestrufe der Labour Party.) Was die Zurückziehung von Ausländern betreffe, so könne man der Regierung vor- werfen, daß sie nicht aufgefordert worden sei, diese Angelegenheit zu behandeln. Sie habe aber der Anwesenheit van Ausländern in Spanien die größte Bedeutung beigelegt. Das sei der Grund, warum sie es für wesentlich gehalten habe, daß diese Frage in Rechnung gestellt und Schritte zu ihrer Lösung ergriffen wurden. Die britische Regierung müsse nicht nur bei dieser Arbeit die Mitarbeit der Regierungen erhalten; sie habe sogar noch eine weitere „Sicherung" in den Plan eingebaut: Kriegsrechte würden nicht in Kraft treten, bevor der Ausschuß feftgefteüt habe, daß die Zurückziehung der Ausländer wesentliche Fortschritte gemacht habe. Er gebe, so erklärte Eden weiter, dem Haus noch etwas Weiteres zu erwägen. Wenn diese Vorschläge irgendeinen Erfolg haben sollten, so werde das nur geschehen, wenn die Völker nach einiger Ueber- legung bereit seien, sie durchzuführen. Wenn die Völker mitarbeiten wollten, und zwar soweit, daß sie ein Organ für bie Zurückziehung ber Freiwilligen einsetzten, so bebeute bas, baß ein Geist ber Zusammenarbeit vorhanden sei, ber verschieben von bem sei, was es bis jetzt gegeben habe. Wörtlich erklärte Eben bann weiter: „Entweder schlagen diese Vorschläge insgesamt fehl, oder kriegsrechte werden gewährt und die Zu einzelnen Punkten der Kritik Attlees übergehend erklärte Eden: Wenn behauptet werde, daß sich die 2lnhängerschaft Francos nur auf wenige „revoltierende Offiziere beschränke, so sei das Un- .... ...o..<- finn Es sei ferner eine unhaltbare Behauptung, Spanien - Angelegenheit etwa folgendermaßen um- wenn man sage, daß man niemals Rechte Krieg- reiften: Paris, 15. Juli. (DNB.) Ueber den Kabinettsrat hat Havas folgende kurze Mitteilung ausgegeben: „Die Minister und Unterstaatssekretäre sind am Donnerstagnachmittag im Matignon-Haus unter dem Vorsitz von Ministerpräsident Chautemps zu einem Kabinettsrat zusammengetreten. Außenminister D e l b o s erstattete einen Bericht über die außenpolitische Lage. Der Kabinettsrat prüfte sodann die laufenden Angelegenheiten." Wie hierzu verlautet, war der Kabinettsrat ausdrücklich dem Vortrag des Außenministers D e l b o s über die englischen Kompromißvorschläge zur Reorganisierung der Nichteinmischungskontrolle in Spanien, sowie dem Meinungsaustausch der Minister hierüber gewidmet. Einen Beschluß werde die Regierung jedoch erst in dem am morgigen Freitag stattfindenden Minister- rat fassen. Die Auffassung des gestrigen Kabinettsrates. Maria Magdalena van Veethoven. Zum 150. Todestage von Beethovens Mutter. Sehr wenig wissen wir von ihr, die unserem Volke, die der Welt einen der Großen schenkte, wir haben uns kaum um sie gekümmert, obwohl sie dem jungen Beethoven nach dessen eigenen Worten „sehr viel gewesen" sein muß, wenn nicht in manchen Tagen alles. Ja, viele Jahrzehnte hindurch konnte sich die Legende erhalten, der Vater Beethovens habe unter seinem Stande geheiratet und die Mutter sei von geringerem Herkommen gewesen. Dieser Ansicht widersprechen die Tatsachen: Maria Magdalena Keverich wurde am 19. Dezember 1746 in Ehrenbreitstein (bei Koblenz) am Rhein als Tochter des kurtrierischen Hofkücheninspektors (Oberhofkoch) Heinrich Keverich und der Anna Klara Westorff geboren. Merkwürdig früh, kaum sechzehnjährig, heiratete sie am 30. Januar 1763 den Leibkammerdiener (cubicularius) des Kurfürsten Johann Philipp von Trier, namens Johannes Leym aus Ehrang im Moseltol; die Trauung fand in der alten Kapuzinerkirche in Ehrenbreitstein statt. Am 25. Oktober 1764 gebar sie einen Sohn Johann Peter Anton, so daß also Beethoven noch einen Stiefbruder besaß, was bis vor zwanzig Jahren nicht bekannt war. Die Vorfahren der Maria Magdalena stammen aus dem Moseltal, wie auch ihr Mädchenname dem Moselorte Keverich entlehnt ist. Im Jahre 1765 starb Johannes Leym im Alter von 30 Jahren, und die kaum 18jährige Witwe heiratete zwei Jahre darauf den 27jährigen Johann van Beethoven, Kurfürstlicher Sänger und Musikus in Bonn am Rhein. Aus dieser Ehe stammen sieben Kinder, fünf Söhne und zwei Töchter, von denen allerdings vier jung starben, so daß nur drei Söhne aufwuchsen. Das zweitgeborene Kind unter den sieben Geschwistern war Ludwig van Beethoven, der seiner Mutter in den schweren Jahren ihrer zweiten Ehe am meisten beigestanden hat. Wie oft mag Frau Maria Magdalena an ihren Schwiegervater, den Hofkapellmeister van Beethoven, gedacht haben, der, weil er seinen Sohn kannte, sie noch am Vorabend der Hochzeit, die am 12. September 1767 stattfand, gebeten hatte, „sich's genau zu überlegen". Beethovens „edle Mutter" — so nannte Beethovens Freund W e g e l e r sie — wird als eine schöne, schlanke Frau, mager, mit länglichem Gesicht und ernsten dunklen Augen geschildert. Von sanftem Charakter, gutmütig und wohlwollend, stand sie ihrem Sohne Ludwig besonders nahe. In den ersten Jahren ihrer Ehe, als die Familienverhältnisse noch ft immun g beider Parteien dafür zu erhalten, daß Beobachter auf die Flugplätze Spaniens gesetzt würden. Daher habe man das Letztere vorgeschlagen. Denn die englischen Vorschläge angenommen würden, so würden sie sich als ein Wittel erweisen, um die Richteinmischung wirksam zu geslallen, die Gefahr, daß dieser Konflikt sich ausbreite, zu begrenzen und den Krieg auf Spanien zu beschränken. Wenn sie fehlschlagen würden und infolgedessen die Vichleinmifchung zusammenbreche, dann werde, so meinte Eden, eine neue und gefährliche Lage eintreten. Die britische Regierung sei überzeugt, daß Europa dies nicht wünsche. Eden schloß: „Ich fordere das Haus auf, den Vorschlägen zuzustimmen, nicht weil es Einzelheiten von ihnen gerne mag — es gibt bei ihnen Vorschläge, die ich selbst nicht mag —, sondern weil ich glaube, daß sie ein Beitrag zur europäischen Zusammenarbeit und daher ein Beitrag zum Frieden sind." Sir Archibald Sinclair führte im Namen der Oppositionsliberalen aus, daß die liberale Partei mit einer gewissen Vorsicht Edens Plan betrachte. Sinclair stellte zur Begründung dieser Haltung der Liberalen die bezeichnende Behauptung auf, daß die Nichteinmischung sich dahin ausgewirkt hätte, daß sie die Valencia-Bolschewisten daran behindert hätte, die nötige Unterstützung im Kampfe gegen Franco zu erhalten. Das sei möglich, daß die Vorschläge in der Praxis nicht arbeiten würden. Doch wer habe einen besseren Plan? Man müsse also dem britischen Vorschlag eine Chance geben. Abschließend setzte sich Sinclair sehr für die englisch-französische Zusammenarbeit ein. Der konservative Abg. Churchill griff die Opposition scharf an. Statt die Regierung zu beglückwünschen, habe die Opposition, während ganz Europa seine Beittäge liefere, nichts besseres zu tun gehabt, als Zensuren zu erteilen. Warum wolle man sich denn weigern, so fragte Churchill im Hinblick auf das nationale Spanien, die Frage der Zugestehung der Rechte als Kriegführende an eine Partei in Erwägung zu ziehen, die über eine Armee von mehreren hunderttausend Wann verfüge, die den größten Teil der spanischen Halbinsel beherrsche, die eine verfassungsmäßige Regierung habe, führend zur See daslehe und auf deren Gebiet beachtenswerte Ordnung und selbst normales Leben herrsche. Englischerseits müsse man endlich zu gut nachbarlichen Beziehungen kommen. England solle versuchen, bei beiden spanischen Parteien an Einfluß zu gewinnen. Es sei für England von höchster Wichtigkeit, besonders bei der Seite Einfluß zu haben, die jetzt den Krieg gewinnen werde. Der oppositionelle Labour-Abg. Morrison wandte sich gegen Edens Plan. Er griff General Franco scharf an und setzte sich für die spanischen Bolschewisten nachdrücklichst ein. Die Labour-Partei könne nicht zugeben, daß der Plan der englischen Regierung ein Versuch sei, die Nicht- einmischung zu verstärken. Morrison verflieg sich zum Schluß zu der Behauptung, die britische Regierung sei „Freund der Tyrannen", und an beiden Seiten des Mittelmeeres habe sie alles getan, um die Seewege des britischen Weltteiches in Gefahr zu bringen. Merstaatssekretär Lord Cranborne: Man habe, so sagte der Regierungsoertreter, heute abend lediglich der Welt gezeigt, daß E n g - land nicht geschlossen hinter seiner Regierung stehe. Noch sei es zu früh, um sich eine endgültige Meinung über die Aufnahme des englischen Planes im Auslande zu bilden, doch wiesen gewisse Anzeichen darauf hin, daß er ziemliche Beachtung gefunden habe. Zu einer Bemerkung des Abg. Sinclair, der Befürchtungen wegen der englisch-französischen Beziehungen geäußert hatte, sagte Cranborne, er könne das Unterhaus beruhigen. Ls könne keine Rede davon fein, daß England irgend etwas unternehme, was die Freundschaft zwischen Frankreich und England schwächen könne. Sowohl die.Frage der spanische Häfen anlaufenden Schiffe, wie die Frage der Beobachter an Bord der Schiffe müßten von dem Nichteinmischungsausschuß im einzelnen bearbeitet werden. Was die Zurückziehung der ausländischen Freiwill i g en anbelange, so begünstige die englische Regierung grundsätzlich den Plan, daß die Zurückziehung proportionsmäßig vonstatten gehe. Das sei aber erst ein erster Schritt. Ausschüsse müßten sich auf bett>e Seiten in Spanien begeben, um die Anzahl der ausländischen Kämpfenden festzustellen. Dann könnten Empfehlungen an den Hauptausschuß gemacht werden. Die Wiederherstellung der Landkontrolle hinge selbstverständlich von der Annahme ab. Die Kontrollbeamten hätten dem Nichteinmischungsausschuß Bericht zu erstatten, wenn ie eine Unzufriedenheit feststellten. Man täusche ich, wenn man annehme, daß dies ohne Wirkung ei, denn die Erfahrung habe gelehrt, daß, wenn Beobachter an Bord der Schiffe seien, keine Verletzungen vorgekommen seien. Dem Nichteinmischungsausschuß falle die Aufgabe zu, die Beobachter zu wählen und festzustellen, ob sie wirklich neutrale Beobachter seien. Gegenüber der IHeinung, General Franco dürften die Rechte eines kriegführenden nicht zugestanden werden, unterstrich Cranborne, „die Aufständischen" (?!) hätten einen beträchtlichen Teil Spaniens in der Hand, sie hätten eine Regierung geschaffen, und sie führten die Verwaltung in regulärer Art und Weise durch. England sei der Ansicht, was das Schicksal Spaniens angehe, die Angelegenheit der Spanier selbst sei. Aus diesem Grunde habe man die Zugestehung der Rechte als kriegführende vorgeschlagen unter der Voraussetzung, daß die Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen wirkliche Fortschritte gemacht habe. Bis dahin könne von einer Zugestehung solcher Rechte keine Rede sein. Es sei praktisch unmöglich, heute schon zu tagen, wann jeder einzelne ausländische Mitkämpfer Spanien verlassen haben werde, doch sei es möglich, festzustellen, wann genügend von ihnen abgezogen seien, um dann zu sehen, daß das Schicksal Spaniens von den Spaniern selb st entschieden werden könne. Das sei der Gedanke, der hinter dem englischen Plan stehe. Der Nichteinmischungsausschuß werde sich mit der Frage der Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen zu befassen haben, und es bestehe kein Zweifel, daß der Plan späterhin greifbare Formen annehmen werde. Die britische Regierung habe geglaubt, so betonte der Unterstaatssekretär, recht daran zu tun, allgemeine Grundsätze zur Erwägung und Erörterung aufzustellen. Das Vorgehen der Opposition verstoße gegen d i e Grundsätze des Völkerbundes, und es werde nicht von der öffentlichen Meinung in England unterstützt. Der Krieg in Spanien sei ein ^Bürgerkrieg, und das spanische Volk sollte sein Schicksal allein bestimmen. Nur e i n Umstand habe diesen Krieg von einem gewöhnlichen Bürgerkrieg unterschieden, und das sei das „Ausmaß der Einmischung". Es habe immer Einmischung gegeben, doch diese Einmischung sei von anderer Art gewesen. Es habe sich um eine „organisierte" Einmischung gehandelt, und aus diesem Grunde seien Zweifel aufgekommen, ob das spanische Volk nun noch fein Schicksal in den eigenen Händen halte. Cranborne erntete von den Regierungsbänken großen Beifall. • Unterstützung der Regierung. London, 16. Juli. (DNB) Der auswärtige Ausschuß der Regierungsparteien trat am Donnerstagabend im Unterhaus zusammen und erörterte die Lage in Spanien. Wie verlautet, wurde einstimmig beschlossen, Außenminister Eden in seiner schwierigen Aufgabe zu unterstützen und die Politik der Regierung in dieser Frage zu billigen. Vertagung ans nächste Woche? Neue Sabotageabsichten Moskaus. London, 16. Juli. (DNB. Funkspruch.) Zu der heutigen Sitzung des Nichteinmischungsausschusses schreiben die diplomatischen Korrespondenten von „Daily Telegraph" und „M o r n i n g P o st", daß voraussichtlich die Hälfte oder wenigstens eine Anzahl der Hauptbeteiligten die englischen Vorschläge als Diskussionsgrundlage annehmen würden. In beiden Blättern wird angenommen, daß es noch zu keinen Entscheidungen kommen werde, sondern daß die Hauptmächte oie Vorschläge wahrscheinlich erst näher prüfen wollen. Besonders bemerkenswert find die Mitteilungen des diplomatischen Korrespondenten der „Daily M a i l". Dieser glaubt, daß Sowjetrußland den britischen Plan zu zerschlagen suche. Der Sowjekbolfchafter Waiski solle aus Moskau besondere Anweisungen erhallen haben, um den Plan von jeder nur möglichen Seite her anzugreifen, besonders über den Vorschlag der Zuerkennung von kriegsrechlen. Es fei im übrigen möglich, daß die Sitzung nach kurzer Debatte bis Anfang nächster Woche vertagt werde, um den Mächten die Möglichkeit einer genaueren Prüfung der Vorschläge zu geben. Der diplomatische Korrespondent des „Daily H e r a l ir hält es ebenfalls für unwahrschein- lich, daß auf der heutigen Sitzung des Nichtein- mifchungsausschusfes irgendeine Entscheidung über den „Eden-Plan" fallen könnte. Line Vertagung bis Montag oder Dienstag sei wahrscheinlich, und darauf folgend, die Ueber- weisung der ganzen Angelegenheit an einen Unterausschuß. Hier erst würden die Verhandlungen schwieriger werden. Die hinter der Regierung stehenden Londoner Morgenblätter greifen heute die Labour- Opposition wegen der von ihr heraufbeschwo- renen Debatte über den noch nicht spruchreifen englischen Vermittlungsvorschlag in der Nichtein- mifchungskrise außerordentlich scharf an. Die Tatsache, daß die Labour-Partei darauf verzichtet hat, eine Abstimmung herbeizuführen, ist dem parlamentarischen Korrespondenten der „Times" ein Anzeichen für die innere Uneinigkeit der Opposition. Das bestätigen auch in gewisser Beziehung die Gerüchte, wonach nicht einmal der Vollzugsausschuß der Labour-Frak- lion sich einig gewesen sei, ob man am Vortage der Sitzung des Richtelnmischungsausfchusses diese Debatte entfesseln sollte. Ungarn und die Minderheiten. Erklärung des Stellvertreters des Führers. Berlin, 15. Juli. (DNB.) Zu den Ausführungen des ungarischen Innenministers über U n • gar n s Einstellung zu der Minderheiten- frage gab der Stellvertreter des Führers, Ru- dolf Heß, folgende Erklärung ab: „Die Erklärungen, die Minister von Szell in der ungarischen Presse über den Standpunkt seiner Regierung in der Volksgruppenfrage abgegeben hat, sind in der deutschen Deffent- lichkeit mit Befriedigung ausgenommen worden. Wenn er sich zu dem Wunsche bekennt, daß die ungarischen Volksgruppen, die inmitten fremder Staaten leben, ,im Besitze ihrer vollkommenen politischen Freiheit ihre geistige und wirtschaftliche Kultur entwickeln und somit weiterhin bestehen können', so deckt sich diese gerechte Forderung durchaus mit unserer Auffassung hinsichtlich der deutschen Volksgruppe in Ungarn. Eine große Beruhigung enthalten für uns die Worte Herrn von Szells, mit denen er den festen Vorsatz der ungarischen Regierung an- kündigl, hinsichtlich der deutschen Volksgruppe »die bisher erlassenen Bestimmungen im praktischen Leben restlos zu verwirklichen', hierbei handelt es sich um Maßnahmen, die die freie geistige Entfaltung des deutschen Volkstums in Ungarn gewährleisten sollen. Wenn Herr von Szell darauf hinweist, daß er seine Erklärungen im Einvernehmen mit den zuständigen Ministern abgegeben hat, und daß Die ungarische Regierung entschlossen ist, von ihrer Autorität in jedem Falle Gebrauch zu machen, wenn die Durchführung der grundlegenden Leitsätze des Staates in der Minderheitenfrage gefährdet erscheine, so stellen wir dies mit a u f r i ch t i g e r Genugtuung fest. Wir können daher auch das vertrauen haben, daß die deutsche Volksgruppe in Ungarn neben der politischen Freiheit und wirtschaftlichen Gleichstellung auch die Möglichkeit zu einer ungehemmten kulturellen Entwicklung haben wird. Angesichts der Jahrhunderte alten Freundschaft zwischen dem deutschen und dem ungarischen Volke ist es — das möchte ich ausdrücklich erklären — unser Wunsch und unsere Hoffnung, daß die ungarländische deutsche Volksgruppe wie bisher so auch in Zukunft in Treue dem ungarischen Staat dienen und da« durch auch weiterhin eine Brücke zwischen beiden Völkern darftellen wird. „Keine Berechtigung für einen Krieg." Gegen Weiterungen im Nordchina-Konflikt London, 16. Juli. (DNB. Funkspruch.) Zu dem chinesisch-japanischen Konflikt schreibt der diplomatische Korrespondent der „M o r n i n g P o ft", daß England und Amerika unabhängig voneinander ihren Einfluß geltend irad)- tcn, um einen Krieg zu verhindern. Die britische Regierung sei der Meinung, daß der ursprüngliche Zwischenfall keine Berechtigung für einen Krieg gebe, und sie habe die japa- Nische Regierung hiervon in Kenntnis gesetzt. Die englische Regierung habe gleichzeitig auf beiden Seiten die Hoffnung ausgedrückt, daß der Zwischenfall nicht durch Prestigeerörterungen vergrößert werde. Von einer englischen Vermittlung zwischen den beiden Ländern könne keine Rede sein. Englands Bemühungen beschränkten sich gegenwärtig darauf, den Konflikt örtlich zu umgrenzen. Die Regierung Amerikas soll ähnliche Vorschläge erhoben haben. * Tokio, 15. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Wie das japanische Kriegsministerium offiziell bekanntgibt, habe sich die Verschickung größerer Trup- penmasfen aus Japan nach Nordchina als notwendig erwiesen, da die Lage dort sich nunmehr sehr zugespitzt habe. bessere waren, konnte der lebenslustige Johann van Beethoven alljährlich mit seinen Freunden von der Hofkapelle den Namenstag seiner Gattin fröhlich feiern; wochenlang vorher wurde im Hause fleißig musiziert, bis am Festtage die Mutter, beschirmt von einem unter dem Bilde des verehrten Großvaters bekränzten Baldachine, die Festtagsmusik be- alückt entgegennahm. „Unbeschreibliche Freud" erfüllt das Herz der Mutter, als der kaum siebenjährige Ludwig ihr feine erste „Namenstags-Komposition" vorspielt. Bald mußte Frau Maria Magdalena erkennen, daß Johann van Beethoven sehr wenig von der pflichteifrigen Art seines Vaters geerbt hatte, und wie recht dieser hatte, wenn er seinen „Sorgensohn" kurz „Johannes den Läufer" nannte, um das Unstete, Flüchtige feines Wesens zu bezeichnen. Zu ihrer körperlichen Zartheit kamen bald seelische Leiden, die sie noch ernster werden ließen; in zeitgenössischen Briefen heißt es, man habe sie so gut wie nie herzhaft lachen gesehen. Sorgen zermürbten sie immer mehr, da die Familenverhältnisse zusehends sich verschlechtern; als 1773 der Großvater starb, fiel die letzte wirkliche Stütze fort. Vater Johann suchte seine Sorgen im Wein zu ertränken; nicht selten mußte er von seiner Frau und dem kleinen Ludwig mit List aus der Wirtsstube gelockt werden. Trotzdem hatte der Knabe ein war- mes Gefühl für den Vater, den er einmal zornig aus den Händen eines Polizisten, der den Trunkenen abfuhren wollte, befreite und nach House brachte. Die Geldnot wuchs derart, daß Vater Johann kurz vor der letzten Erkrankung seiner Frau aus der wertvollen Hinterlassenschaft des Vaters, „den schonen Möbeln, dem Schrank mit silbernen Servicen, dem Schrank mit feinem, vergoldetem Porzellan und gläsernem Geschirr, dem Vorrat der schönsten Leinwand, die man durch einen Ring hätte Ziehen können", fast alles verpfändet hatte. Graf von W a l d st e i n , ein großer Musikfreund, hatte Beechoven 1787 nach Wien gesandt und ihm den Unterricht bei Mozart ermöglicht Plötzlich kam von Bonn die Nachricht von der ernsten Erkrankung der Mutter. Sofort reifte der Siebzehnjährige heim. Aus einem Brief an den Hofrat Schaden in Augsburg wird Beethovens Stellung zur Mutter deutlich: „Den 15. Oktob. 1787. Ich muß Ihnen bekennen, daß, seitdem ich von Augsburg weg bin, meine Freude und mit ihr meine Gesundheit begann aufzuhören; je näher ich meiner Vaterstadt kam, je mehr Briefe erhielt ich von meinem Vater, geschwinder zu reisen als gewöhnlich, | da meine Mutter nicht in günftigm Gesundheitsumständen wär ... Das Verlangen, meine kranke Mutter noch einmal sehen zu können, setzte alle Hindernisse bei) mir hinweg und half mir die größten beschwernisse zu überwinden, ich traf meine mutter noch an, aber in den elendesten gesundheitsumftän- den; sie hatte die Schwindsucht und starb endlich ... nach vielen überftanoenen schmertzen und leiden, sie war mir eine so gute liebenswürdige mutter, meine beste Freundin; o! wer war glücklicher als ich, da ich noch den süßen namen mutter aussprechen konnte, und er wurde gehört, und wem kann ich ihn jetzt sagen?" aus zweiter Hand erhält. Von den Erwachsenen sind Robert Young und Alice Faye als Hauptpersonen zu nennen. Regie: William A. Sei ter. Im Beiprogramm sieht man die Wochenschau und einen Kulturfilm. Auf der Bühne: „Der rote Me- phisto", der die Besucher mit einem Jllusionsakt unterhält und erheitert. Hans Thyriot. Tonfilmarchiv der Dogelstimmen in USA. Arn 17. Juli 1787 starb Frau Maria Magdalena, vierzig Jahre alt, im Glauben an Mozarts Wort über ihren Ludwig: „... der wird einmal in der Welt von sich reden machen!" Hans Sturm. Glona-Palast: „Gonnenscheinchen". Die Deutsche Fox-Film AG. bringt einen neuen tfilm mit dem auch in Europa schon berühmt gewordenen amerikanischen Filmkind Shirley Temple in deutscher Sprache. Diesmal spielt die Handlung im Fernen Osten, Shirley ist ein kleines Mädchen namens Ching Ching, dessen Eltern beim lieb er fall einer chinesischen Räuberbande ums Leben gekommen sind; sie irrt nun mit ihrem Hündchen mutterseelenallein in der großen Stadt Schanghai umher und besteht als blinder Passagier auf einem Ozeandampfer allerlei Abenteuer. Auf dem Schiff wendet sich aber dann das Schicksal der Kleinen zum Heile, sie findet einen guten Onkel, der sich ihrer annimmt, und der Onkel, im besten Heiratsalter, nnöet seinerseits eine junge Dame, die er heiraten rouröe, wenn sie nicht leider bereits verlobt wäre. -Oer Zuschauer ahnt schon, wie das endet, zumal thire und Xante sogleich an dem niedlichen Kinde Gefallen gefunden haben: die Verlobung geht auseinander, ^und Onkel und Tante werden ein Paar, um das Sonnenscheinchen adoptieren zu können. — u- K^rsta^ch' 5" sehen, mit welcher selbstverständlichen Sicherheit sich die kleine Amerikanerin hJL r $a™ra freroegt und ihre Rolle herunter- fprelt samt den Parade-Einlagen, die das Drehbuch aen--rlch-int [ie, fonft ungezwun- gen-schelmisch, wie eine Diva in Miniaturausgabe, zumal, wenn man sich deutsche Filmkinder wie Peter rn hm äh?“ Start ober den kleinen Eugens 1 stelle denkt. Die wirken alle kindlicher iTtfnlnÄVUr ellft ss.eilich zu bedenken, daß man, infolge der Synchronisierung, hier einen Eindruck An der Cornell-Universität in Ithaka in den Vereinigten Staaten hat man den Plan gefaßt, ein Tonsilmarchiv zusammenzubringen, das den Gesang aller nordamerikanischen Vögel festhalten soll. Die Schwierigkeiten, die Stimmen singender Vögel in einem Tonfilm aufzunehmen, sind nicht gering, wie aus einer Schilderung von Arthur A. Allen in „National Geographie Magazine“ hervorgeht. „Es ist etwas anderes", schreibt er, „einen Opernsänger aufzufordern, sich vor dem Mikrophon aufzustellen und seinen Gesang zu beginnen, als einem in der Freiheit lebenden Vogel denselben Auftrag zu geben. Fast zwei Wochen lang rangen zwei der besten Operateure für Tonfilm mit diesem Problem, aber gerade, als sie ihre Kameras und Mikrophone in Tätigkeit setzen wollten, flogen die Vögel fort. Schließlich war ihre Geduld erschöpft, und sie kamen zu unserem Laboratorium für Ornithologie an der Cornell-Universität und baten um Hilfe, da sie an» nahmen, daß unsere Kenntnis der Vögel ihrer Kenntnis der Tonfilmaufnahmen zugute kommen würde. Wir konnten tatsächlich auch helfen, und wir bekamen so großes Interesse an dem Problem, daß wir den Gedanken faßten, den Gesang aller Vögel in Nordamerika aufzunehmen. Bald waren wir am Werke, diesen Plan auszuführen, der ebenso reizvoll wie schwierig für uns war und ebensoviel . Zeit verschlang, wie seine Ergebnisse wertvoll waren. Wir mußten im Jahre 1935 mit unseren Apparaten 24 000 Kilometer zurücklegen, als es uns darauf an» Jam, die Stimmen gewisser Vögel aufzunehmen, die bei uns auszusterben drohen." Sochschulnachnchten. Von den amtlichen Verpflichtungen wurden entbunden die ordentlichen Professoren Dr. Schucht (Geologie) an der Universität Berlinund Dr. Ernst Diehl (Klassische Philologie) an der Universität Halle, beide auf eigenen Antrag. &>> 1 f. < !. Pylonen, Fahnen vnd Fackelreiier DNB. Berlin, 15. Juli. Auf Vorschlag des Reichs- und preußischen Ministers für Wissenschaft, likt ut da. jtn n. -n a- d. uh. chen daß hrer hen, sähe er. Zer als er auf ein am Kai liegendes Schiff 56 Kilogramm Rauschgift schmuggeln wollte. Bisher sind sieben Helfershelfer verhaftet worden. Die Bande schmuggelte in der Hauptsache Rauschgifte aus den Schwarzmeerhäfen nach Antwerpen. Der Prozeß gegen den jüdischen Schieber Vofel in Wien. Im Strafverfahren gegen den jüdischen Finanzschieber Basel stellte der Staatsanwalt den Strafantrag. Er erklärte, daß seiner Ansicht nach der Angeklagte des Meineides schuldig sei, der nach dem österreichischen Strafgesetz als Betrug gewertet wird. Der Staatsanwalt verlangte demnach eine Strafe von fünf bis zehn Jahren Kerker. Rach der Rede des Verteidigers Bösels, der den Schieber und Kriegsgewinnler sogar als einen „Wohltäter des Vaterlandes" hinzustellen suchte, brach das hauptsächlich aus Juden zusammengesetzte Auditorium in Bravorufe und Beifallsklatschen aus. Der Vorsitzende ließ daraufhin den Saal räumen. Ein mächtiger Triumphbogen spannt sich über den Eingang zur Maximilianstraße. In dieser Straße, der letzten, durch die der Festzug zieht, rauscht noch einmal ein gewaltiger Schluhakkord auf. Rotviolett und Gold schmücken Dächer und Sockel. Zahllose Fremde kommen in diesen Tagen nach München. Ihnen bietet die Kunststadt einen w ü r - Der ehemalige Reichsgerichkspräfidenl Dr. Simons gestorben. Am Mittwochnachmittag starb in Nowawes bei Berlin der ehemalige Reichsgerichtspräsident Dr. Walter Simons im Alter von 75 Jahren. (Transocean-M.) Kunst und Wissenschaft. Umbildung der preußischen Akademie der Künste deutschen Kun st im Kongreßsaal des Deutschen Museums am Freitag von 11 bis 12 Uhr wird vom Reichssender München und vom Deutschlandsender übertragen und am gleichen Tage, jedoch zu anderen Zeiten, von allen übrigen deutschen Sendern wiederholt. Von der Jahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste am Samstag bringen der Reichssender München und der Deutschlandsender von 15.30 bis 16.45 Uhr bemerkenswerte Ausschnitte. Am Sonntag von 10.30 bis 12 Uhr wird von allen deutschen Sendern einschließlich des deutschen Kurzwellensenders die feierliche Einweihung des „Hauses der deutschen Kunst" und damit zugleich die Eröffnung der Großen deutschen Kun st aus st el- l un g übertragen. Darüber hinaus sieht der Reichssender München als Sender der Hauptstadt der Bewegung zumeist gemeinsam mit dem Deutsch- landsender die Uebertragung der bedeutsamsten Ereignisse in der Zeit vom Freitag bis Sonntag vor. Dazu eine Reihe von Funkberichten. Das Pro- gramm des Reichssenders München wird von den übrigen Reichssendern wechselweise übernommen. Zum Tag der deutschen Kunst wird ein großer Teil des Diplomatischen Korps aus Berlin als Gast der Reichsregierung in die Hauptstadt der Bewegung kommen. Die Diplomaten treffen am Freitagmorgen unter Führung des Chefs des Protokolls, Gesandten von Bülow-Schwante, in München ein und werden am Hauptbahnhof von dem Dolmetschkommando der 7. Reiterstandarte Berlin unter Führung von SS.-Standartenführer Brantenaar empfangen. Der- , ein efanfi Dir el in , wie n in Ml tellen adrr [ebensten aber ne ’f fort amen aber e am ihrel nrnen b mir ,do ir $ < jopie* >--ren. ratm if« direktors Glum hat Geheimrat Bosch im Einvernehmen mit dem Reichserziehungsminister den Direktor der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Dr. Ernst Telschow zum Vorstand der Generalverwaltung und zum Generalsekretär der Kaiser-Wilhelm-Ge- ellschast berufen. Dr. Telschow ist Frontkämpfer und Parteigenosse, Schüler von Geheimrat Emil Fischer und bereits seit sieben Jahren in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft tätig. Aus aller Welt. Gedenktafel im Reichsehrenmal von Tannenberg. Mit Genehmigung des Reichs- und preußischen Ministers des Innern wird in einer Rische des Reichsehrenmales von Tannenberg eine Gedenktafel für die gefallenen Kameraden der im Bund der Waffenringe zusammengeschlossenen Waffenringe und Bünde angebracht werden. Die Tafel wird als Widmung die Worte tragen: „Seinen im Weltkrieg gefallenen Kameraden, der Bund der Waffenringe." Darunter werden die Namen der im Bund der Waffenringe zusammengeschlossenen Was- fenringe und Bünde stehen. Die Weihe der Ehrentafel wird voraussichtlich im Herbst erfolgen. Bericht der .,hindenburg".Unlersuchungskommission. Nach zweimonatiger Arbeit hat jetzt der Untersuch u n g s a u s f ch u ß des Wirtschaftsministeriums den Bericht über die U r s a ch e der Katastrophe des Luftschiffes „Hindenburg nahezu fertiggestellt. Der umfangreiche Bericht der m der nächsten Woche von Wirtschaftsmmlster Röper unterbreitet wird, läßt, wie verlautet, die eigentliche Ursache des Unglücks ungeklärt und beschrankt sich auf eine Aufzählung verschiedener Theorien als Ergebnis der Aussagen der Sachverständigen und der Ueberlebenden. Den Opfern des Jlanga Parbat geweiht. Als Auftakt zu der 63. Jahresversammlung des Deutschen und Oe sterreichisch en Alpenoereins ist im Münchener Alpinen Museum ein Saal zu Ehren der Leistungen deutscher Bergfteiger in außereuropäischen Gebirgen emgewecht und der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Die dort au gestellten Reliefs, Bilder und Karten geben dem Besucher einen Einblick in die großen Expeditionen, die deutsche Bergsteiger in den letzten Jahren unternommen haben. Die Mitte des Saales nimmt ein mit Trauerflor geschmücktes RelrefdesNan g a- P ar bat-Massivs im Maßstab 1:10 000 em, eine Ehrung für die Opfer, die der Berg erst vor wenigen Wochen wieder gefordert hat. An den Reichsfestspiele Heidelberg. Die R e i ch s f e st s p i e l e H e id e l b e r g 19 3 7 werden am 20. Juli mit Heinrich von Kleists „Amphytrion" im Schloßhof eröffnet werden. Vor der Vorstellung findet eine Eröffnungsfeier statt, die mit Fanfarenrufen eingeleitet wird. Die Begrüßungsansprache hält Oberbürgermeister Dr. Neinhaus. Umrahmt wird die Ansprache durch die Oberon-Ouvertüre und die Coriolan-Ouverture von Beethoven, gespielt vom Städtischen, Orchester unter Generalmusikdirektor Kurt O v e rh o ff. Bei Regenwetter wird statt „Amphytrion" im Komgs- saal des Schlosses „Pantalon und seine Sohne von Paul Ernst aufgeführt. München am Vorabend großer Ereignisse. Vor der Eröffnung des „Tages der deutschen Kunst". — Die Stadt im Iestschmuck München, 15. Juli. (DNB.) Am Freitagvormittag wird im Kongreßsaal des Deutschen Mu- eums der „Tag der deutschen Kun st" eierlichst eröffnet und damit eine Folge estlicher Veranstaltungen eingeleitet, die ohne Bei- piel sind. Sie werden eine großartige Hul- »igung für deutsche Kun st und Kultur ein, ein symbolhaftes Bekenntnis der deutschen Volksgemeinschaft zum Kunstwillen und zur Kul- turaestnnung des Dritten Reiches sein. Es ist ein Wesenszug dieses Festes, daß der Schmuck der Stadt ein lebendiger, künstlerisch bedeutsamer Teil des F e st e s s e l b st ist. So ist es kein Wunder, daß München, der Stadt der deutschen Kunst, der der Führer die Mission anoertraut hat, als erste unter den deutschen Städten Trägerin und Hüterin der heiligen Flamme der deutschen Kunst zu sein, ein Festkleid erstanden ist, wie es so schön noch niemals eine deutsche Stadt getragen. Eine Rundfahrt am Vorabend des Eröffnungsaktes vermittelt bereits einen überw älti- genden Eindruck. Die Straßen des Festzuges. Vier mächttge 14 Meter bohe Pylonen mit den in Gold ausgeführten Hoheitszeichen der Bewegen krönen den Eingang zur Prinzregentenstraße. Der weiße Stein des Ehrentempels der deutschen Kunst ist schmucklos geblieben. Die einzigartige Schönheit der Architektur spricht durch sich elbst. Zwei hohe Pylonen mit je einem golüschim- mernben Pegasus betonen den Eingang von-der- Tann-Straße. Ganz in Weiß ist sie gekleidet. Nur die roten Schilder der Kunst auf den lang herabwallenden weißenKun st sahnen bringen eine besondere Note in die lichte Helle des Straßenzuges. Vier je 12V2 Meter hohe Pylonen mit reitenden Fahnen- und Fackelträgern bilden eine mächtige Pforte zur Ludwigstraße. Lohrot lodert diese tausend Meter lange Via Triumphalis. Zu beiden Seiten der Straße bauen sich in ihrer ganzen Länge die Haupttribünen auf. Auck) die übrigen Plätze und Straßen der Feststadt haben ihr eigenes Gesicht. Auf dem Odeonsplatz, der ganz in das leuchtende Rot der Bewegung gekleidet ist, lodert vor der Feldherrnhalle auf mächtigem grauem Sockel eine Opferflamme. Der Platz ehrt die Opfer des 9. November 19 23. Zur Linken der Feldherrnhalle, über der Residenzstraße, weht die schwarze Novemberfahne, ihr zur Rechten über der ' Theatiner Straße die Flamme der Kun st. So begegnen sich im Sinnbild Opfer und Frucht. Die anschließenden Straßenzüge führen das sinnvolle Spiel der Farben fort. So wallt in der Theatiner Straße Orange und Gelb. Die Weinstraße leitet mit lichtem Grün zum Ma- rienplatz über. Vom Odeonsplatz aus bewegt sich der Festzug durch einen mächtigen Triumphbogen mit riesigen Hoheitsadlern in die Brien- ner Sttaße. In ein sattes Braun sind die Sockel der Häuser gehüllt. Der Wittelsbacher Platz prangt in tiefem Blau. Der Königliche Platz mit den steinernen Zeugen des neuen Bauwillens des Dritten Reiches ist ohne Schmuck geblieben. Auch die königlichen Bauwerke sind ohne künstlerische Zier. Das Forum wirkt allein durch seine steinerne Wucht. Durch das nördliche Tor der Propyläen verläßt der Festzug den Platz und wendet sich über die Luisenstraße und die Elisenstraße zum Lenbach- und Karlsplatz. 96 Pylonen von je fünf Meter Höhe, fahnenumsäumt und mit goldenem Spitzendach gekrönt, stehen an diesem Teil des Weges. In hellem Blau leuchtet das weite Rondell des Karlsplatzes. Von den Türmen der Karlstores wallen breite goldgelbe Fahnentücher herab. Sie tragen das Hoheitszeichen der Bewegung über den Schildern der Kunst. Das Schwarzgelb der Münchener Stadtfarben weht von den hohen Giebeln um den Marienplatz. In dunkles Weinrot getaucht sind der Max-Joseph-Platz und die Residenzstrabe. Zum Besuch der Heidelberger Reichsfestspiele, die vom 20. Juli bis zum 22. August stattfinden, gibt die Reichsbahn auf allen Bahnhöfen im Umkreis von 200 Kilometern Sonntagsrückfahrkarten mit längerer Geltungsdauer nach Heidelberg aus. Die Karten gelten hin jeweils von Freitag 0 Uhr bis Montag 24 Uhr und nur, wenn sie auf der Rückseite den Stempel der Festspiele tragen. Furtwängler und Tietjen dirigieren in Bayreuth. Bei den diesjährigen Bayreuther Fest- spielen dirigiert Wilhelm Furtwängler die Neuinszenierung des „Parsifal" und die beiden Ring-Zyklen; Heinz Tietjen dirigiert die Aufführung des „Lohengrin". Im die Kammersängerinnen Maria M u l l e r und Kate Heidersbach von der Berliner Staatsoper abwechselnd die Elsa. Für den Monat August find noch Festspielkarten erhältlich. Geheimrat Bosch zum Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ernannt., DNB Berlin, 15. Juli. Reichsminister Rust hat auf Vorschlag des neuen Senats der Kaiser- Wilhelm-Gesellschaft zur Forderung der Wissenschaften Geheimrat Bo s ch 3" deren Präsidenten ernannt. In der Person des Prof B o f ch), des bekannten Erfinders der Sttckstoff-Verbmdun gen aus der Luft, die Deutschland die völlige Unabhängigkeit auf dem Gebiete der Düngemittel und Sprengstoffe einbrachte, hat der Reichswissenschafts- Minister eine Persönlichkeit berufen und der deutschen Forschung verpflichtet, die m besonderem Maße die Gewahr dafür bietet, daß die Kaiser Wilhelm-Gesellschaft ihren großen Forschungsa^ gaben in noch stärkerem Maße als bisher gerecht werden wird. Geheimrat Bosch hat sein Amt am 15. dieses Monats übernommen und im Emver nehmen mit Reichsminister- R.u st zum-Ersten Viz Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Staa Minister Dr. Wacker, den Chef des Amtes für .Wissenschaft im Reichserzlchungsmimsterlum, be rufen. An Stelle des ausgeschiedenen General Oie zweite Zahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste. München, 15. Juli. (DNB.) Die Beteiligung der deutschen Künstlerschaft an der 2. Jahres- tagung der Reichskammer der bildenden Künste im Rahmen des „Tages der deutschen Kunst" wird bedeutend stärker, als man erwartet hat. Die Leitung der Reichskammer der bildenden Künste hatte mit einer Beteiligung von etwa 2000 Personen gerechnet. Bis Mittwoch waren jedoch schon über 6000 Tagungskarten an Mitglieder der Kammer und geladene Gäste ausgegeben worden. 1200 Ehrengäste aus München und dem Reich nehmen an den Veranstaltungen teil. Das Ausland ist durch Vertreter der Museen und die Repräsentanten der Künstlerschaft verschiedener Länder d er treten. Die Münchener Jahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste wird das größte künstlerische Tagungsereignis der letzten vier Jahre sein. Da es nicht möglich ist, alle Teilnehmer im Kongreßsaal des Deutschen Museums unterzubringen, wird neben der Festsitzung im Kongreßsaal eine Parallelversammlung im Bürgerbräukeller abgehalten, wohin dieser Festakt übertragen wird. In den Fachgruppenversammlungen am Samstagvormittag sprechen Reichskulturwalter M 0 r a l l e r und andere Redner. ♦ Die bevorstehenden Münchener Ereignisse werden von allen deutschen Sendern und für die Deutschen in aller Welt vom deutschen Kurzwellensender übertragen. Die Eröffnung des Tages der di gen Empfang. Der Hauptbahnhof ist wie umgewandelt. Der große Platz vor dem Bahnhof und die angrenzenden Seitenstraßen haben sich in ein Meer von Fahnen verwandelt. 243 Masten säumen das weite Rund, und von jedem der über 11 Meter hohen Masten weht in buntem Wechsel eine Kunstfahne oder eine Fahne der Bewegung. __— Wänden hängen die Bildnisse und ein Abguß der Gedenktafel mit den Namen der tapferen Bergsteiger und ihrer Träger, die bei der Expedition 1934 den Tod fanden. Neben den Porträts bekannter deutscher Bergsteiger sieht man Bilder und Karten von allen europäischen Expeditionen, u. a. auch ein großes Diapositiv vom Smiolchu im Himalaja, dem schönsten Gletscherberg der Erde, dessen Erstbestei- gung den jetzt verunglückten deutschen Forschern G ö t t n e r und Dr. Wien im September 1936 gelang. Vorn Karussellgetriebe zermalmt. In Herdorf (Kreis Altenkirchen), ereignete sich ein tödlicher Unfall. Während der Fahrt auf einem Raupenkarussell fiel der achtjährige Junge des Hüttenarbeiters Trapp vom Sitz und geriet in das Getriebe des Karussells. Der bedauernswerte Junge wurde fürchterlich zugerichtet und konnte nur noch als Leiche geborgen werden. Die Angehörigen des verunglückten Jungen befanden sich zur gleichen Zeit ahnungslos in der Nähe des Karussells. Heber die Ursache des Unfalls wurden sofort eingehende Ermittelungen ausgenommen. hohe Zuchthausstrafen für jüdische Rassenschänder. Zwei Fälle von Rass en schände beschäftigte die Große Strafkammer Zweibrücken. Der Jude Max Kahn aus Pirmasens hatte die Ottilie Büttel 1933 kennengelernt, fing mit dem artvergessenen Mädchen ein intimes Verhältnis an und setzte den Verkehr auch nach dem Erlaß der Nürnberger Gesetze fort. Der Offizialverteidiger plädierte auf eine Gefängnisstrafe mit Rücksicht darauf, daß das artvergessene Mädchen dem Juden nachgelaufen sei. Diese Tatsache und das Geständnis Kahns berücksichtigte das Gericht als strafmildernd und erkannte auf zwei Jahre Zuchthaus unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft. — Der Jude Robert Strauß hatte sich in Kaiserslautern an ein junges Mädchen herangemacht, wobei er ihm absichtlich seine Rassezugehörigkeit verschwieg. Das Gericht erkannte gemäß dem Antrag des Staatsanwalts auf 4V2 Jahre Zuchthaus. Jüdische Rauschgiftschmuggler in Bulgarien verhaftet. Die Kriminalpolizei in Warna am Schwarzen Meer verfolgte bereits seit einiger Zett die Spuren einer internationalen Bande von Rauschgift- schmugglern, der hauptsächlich Juden angehören. Nun gelang es den Behörden, den Anführer der Bande, einen von der Insel Korfu stammenden Mann namens Skordiles, dingfest zu machen, Wetterbericht des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Im Laufe des Spätnachmittags am Donnerstag erreichte der erste Schwall kühlerer Luft Westdeutschland und löste auch bei uns wieder vielerorts Gewitter aus. Durch ein sich über Südengland erneut gebildetes Tief, das sich rasch entlang der deutschen Küste ostwärts verlagern wird, stößt auf der Rückseite noch kühlere Luft nach, so daß die Temperaturen einen weiteren Rückgang erfahren werden. Die Niederschlagstätigkeit wird aber hauptsächlich auf den nördlicheren Teil unseres Gebietes beschränkt bleiben und sich mehr in Schauern äußern. Aussichten für Samstag: Bei lebhaften westlichen bis nordwestlichen Winden vorübergehend stärker bewölkt mit Niederschlag, dann wieder erneute Besserung, Temperaturen um 20 Grad. Aussichten für Sonntag: Bewölkt bis heiter, abflauende westliche Winde, geringe Schauertätigkeit, Temperaturen um 20 Grao. Lufttemperaturen am 15. Juli: mittags 27,9 Grad Celsius, abends 19,6 Grad: am 16. Juli: morgens 19,7 Grad. Maximum 20,2 Grad, Minimum heute nacht 12,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Juli: abends 25,6 Grad; am 16. Juli: morgens 20,6 Grad. — Niederschläge 9,1 mm. — Sonnenscheindauer 11,2 Stunden. Die Straßen der Hauptstadt der Bewegung werden für den „Tag der Deutschen Kunsts vom 16. bis 18. Juli prächtig geschmückt. Unser Bild zeigt die Entwürfe für die Dekoration der Ludwig- und der von-der-Tann-Straße. (Scherl-Bilderdienst-M.) ineiajs» unu preufjuajeii Erziehung und Volksbildung als Kurator der Preußischen Akademie der Künste in Berlin hat Ministerpräsident Generaloberst Göring die Satzung der Preußischen Akademie der Künste mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Ministerpräsident beauftragte Reichsminister R ust, eine neue, nationalsozialistischen Grundsätzen entsprechende Satzung auszuarbeiten und sofortige Maßnahmen zur Umgestaltung und Neuorganisation der Akademie zu treffen. Wetter übernahm Ministerpräsident Generaloberst Göring das Amt eines Protektors der Akademie. Demgemäß hat Reichsminister R u st zunächst folgende Künstler als ordentliche Mitglieder in die Preußische Akademie der Künste ausgenommen: Architekten: Pros. Brinkmann, Bremen; Fick, München; Prof. Gall, München; Gies- I e r, Sonthofen; Prof. Klotz, Köln; Prof. March, Berlin; Prof. Sagebiel, Berlin; Prof. Dr. Schumacher, Hamburg; Prof. Speer, Berlin; Robert Tischler, München. Bildhauer: Prof. Sre ter, Berlin; Philipp Harth, Berlin; Prof. Richard Klein, München; Prof. Knecht, München; Gerhard Marcks, Berlin; Pros. Scheibe, Berlin; Schmid- Ehmen, München; Prof. Th 0 rack, München; Prof. W a l d s ch m i d t, Stuttgart. Maler: Prof. B urmann, Berlin; Georg E m i g , Berlin; Otto H e r b i g, Berlin; K a s p e r, München; Kowalski, Breslau; Prof. Lenk, Berlin; M a h l a u , Lübeck; Prof. Nobel, Kassel; Brof. Partikel, Königsberg; Prof. P e i n e r, Kronenburg (Eifel); Pros. Preetorius, München; Prof. Ferdinand Spiegel, Berlin. Kunsthandwerker: Prof. Douglas- Hill, Berlin; Prof, von E i f f, Stuttgart; Prof. G Her, Berlin; Emil ßettre, Berlin; Julius Schramm, Berlin; F. R. Wilm, Berlin. Musiker: Prof. Dr. Furtwängler, Berlin; Prof. Dr. Kn ab, Berlin; Heinrich Kaminski, Tiengen; Hermann Reuter, Frankfurt-M. Ausgeschieden ist bereits der größte Teil von Mitgliedern einer vergangenen Kunstepoche, die einer nationalsozialistischen Neubelebung der Akademie nicht im Wege stehen wollten. Die m der Akademie Verbleibenden werden, um jüngerem Nachwuchs Platz zu machen, zum Teil in eine inaktive Gruppe übergeführt werden. Streikenden auf verschiedenen Müssen angeleat worden waren, wieder abgebaut worden sind. r. 1 j)ber ! tot wie SB Spitze die Verschwörung gegen Stal perfekt gemacht hatte. Gegen den Verdacht ei einer 'i . H., ■ iüs qE Berta Körker. Hungen, den 16. Juli 1937. 4747 D 1744 D ? mit guten 3- nissen z.I.Au eug- /■i" r; 4736 A Haben Sie offene Füße? Gjessen-Schulstr.'6 Giessen- Sch u I stn"6 / Ober Jtrren > ier 6| 6ta[[ Geschmackvoll Vornehm Persönlich schritte ßntwi Dberb1 In deuts Nit die inne Speisezimmer Herrenzimmer Wohnzimmer Küchen -ie1 ne zBßl (aal in MW t ' Stadtbekannt sind die Leistungen, die ich Ihnen biete in Qualität und Preisen W.Hlnöer sowie erstklassig. 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Tuchat- schewski wuhte gewisse Einrichtungen in der Armee, die aus den Jahren desKriegskommunismus stammten, zu beseitigen, er sonderte das Führerkorps von der Mannschaft ab, er gab damit der Roten Armee langsam ein ganz anderes Gesicht. Dann wieder wußte er sich geschickt den politischen Zielen des Weltbolschewismus anzupassen und durch Befürwortung eines gegen das verhaßte nationalsozialistische Deutschland abzuschließenden Militärabkommens mit Frankreich die Sympathien Stalins erneut für sich zu gewinnen. So täuschte er die Bolschewisten, die meinten, die Rote Armee wäre ihr Schwert, aber gar nicht merkten, daß es tatsächlich schon sehr fest in den Händen des Marschalls Tuchatschewski lag. Wenn man sich nun aber ansieht, wer mit ihm zusammen erschossen wurde oder freiwillig aus dem Leben schied, soweit in der Sowjetunion „Selbstmorde" als freiwilliges Aus-dem-Leben-Scheiden anzurechnen sind, dann findet man neben ihm zwei Kommandeure, I a k i r und Kork, die die besten Militärbezirke unter sich hatten, also Bezirke mit stärkster Truppöh- macht und größtem Kriegsmaterial. Daneben taucht U b e r o w i t s ch auf, der als Kommandeur der Hauptkriegsakademie den gesamten Generalstab ausbildete, ferner E i d e m a n n, hinter dem 13 Mitglieder des Ossoaviachim stehen. Zusammengeballt ergibt sich eine recht stattliche Macht, immer vorausgesetzt, daß Tuchatschewski tatsächlich schon alle diese teilweise doch sehr linientreuen Kommu- Verschwörung läßt sich wiederum die für die sowjetrussischen Verhältnisse beinahe entscheidend ins Gewicht fallende Tatsache anführen, daß unter dem Szepter Stalins das Spitz eltum eine ungeahnte Blüte erreicht hat. Jeder wird von der GPU. beobachtet, jeder ist beinahe wieder in den Diensten dieser Einrichtung. Und einen Tuchatschewski dürfte die stets mißtrauische GPU. wohl nicht ausgelassen haben. Soviel Licht ist inzwischen in das geheimnisvolle Rotoeck-M hochträchtig, steht zum Verkauf. Staufenberg, Vorstadt 16. qmm Empfehlungen] Tuchatschewskis Leichnam ist verscharrt. Damit ist jedoch der „Fall Tuchatschewski" keineswegs erledigt. W^der für die große Oeffentlichkeit, noch für den Kreml selbst. Unentwegt wird in der Roten Armee weiter aufgeräumt. Sprach man vor Wochen davon, daß viele tausend Offiziere und Unteroffiziere festgenommen, ja sehr wahrscheinlich auch in aller Stille erschossen worden wären, so dürften bis heute die in das Führerkorps der Roten Armee gerissenen Lücken noch wesentlich breiter geworden sein. Zur Zeit tobt sich die GPU. mit besonderer Leidenschaft im Kommandobereich des Fernost generals Blücher aus. Noch läßt sich nicht genau erkennen, welche höheren Führer verhaftet und nach Moskau verfrachtet worden find. Es wird davon gesprochen, daß auch der Chef der Fern- o ft f I o 11 e nicht mehr frei herumgehe, sondern schon in einer GPU.-Zelle sitze, und daß auch unter den Schiffsbesatzungen zahlreiche Verhaftungen vorgenommen seien. Im Zusammenhang damit gewinnen die Nachrichten von Revolten fernöstlicher Truppenteile und von Matrosen in Wladiwostok an Bedeutung, wenn sich auch nicht feststellen läßt, ob aus irgendwelchen nichtigen Anlässen Zusammenstöße erfolgten, so daß nun erst die GPU. eingesetzt wurde, um die Ordnung wieder herzustellen, oder ob die GPU. zuerst in die Erscheinung trat, Verhaftungen vornahm und jetzt auf den Widerstand militärischer Kreise stieß. Man muß immer in Rechnung stellen, daß sich der russische Fernostsoldat seiner bevorzugten Stellung bewußt ist, daß man schon einmal, als Blücher vor einigen Jahren in Moskau festgesetzt wurde, die GPU. zur Nachgiebigkeit zwang und daß das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Soldaten doch nicht nisten an seine Seite gezogen und damit in der ----------en Stalin , Waayrn auf Mmatr pies i erinner bem® W bei lvu und alle Kinderpflege- Mittel $ kaufen Sie stets vorteilhaft und frisch in der Fachdrogerie Bornemann 6leßen,Bahnhofstr.l7 her r 'n ^en Nma: .kutsch etbli S i? ub % 7)n ir hano °n i Wi prti Dunkel der roten Militärverschwörung gefallen, daß man den jüdischen Verkehrskommissar Kagano witsch als die eigentliche Trieb, kraft der blutigen Säuberung der Ar- mee und der Verwaltung erkannt hat. Die. ser Jude erkannte offenbar mit dem feigen Menschen sehr oft angeborenen Scharfblick, daß der Clique um Stalin und damit auch ihm von Tuchatschewski her eines Tages irgendeine Gefahr drohen könnte. In feiner Angst lag er nun seit Jahr und Tag, vornehmlich seit dem Morde an Kirow, seinem hohen Herrn Stalin im Kreml dauernd in den Ohren, er solle die ihm von der Armee drohende Gefahr durch ein grausames Blutgericht beseitigen. Richtig ist, daß Stalin über den Mord an Kirow zu Tode erschrocken war. Man redete ihm ein, daß es sich um einen politischen Mord gehandelt habe, obwohl die tödlichen Schüsse lediglich der Ausfluß einer Eifersuchtsszene gewesen sein dürften. (Stimmt das, dann wird die Geschichte einmal eine bisher mit Namen niemals genannte Frau als die eigentliche Ursache der sich über die Sowjetunion ergießenden neuen Blutwelle ansprechen dürfen.) Damals erfolgten auch die ersten Eingriffe in die Reihen der Armee, aber auch der GPU. Warum später der jüdische GPU.-Herrscher Jagoda mit bisher unbekanntem Ziel verschwinden mußte, wissen nur die Eingeweihten. Kann sein, daß er sich im Vollgefühl seiner Macht über die Angst seines Glaubensgenossen Kaganowitsch lustig gemacht hatte und so in den Verdacht geriet, auch zu den Bundesgenossen des roten Marschalls zu gehören. Jedenfalls hat Kaganowitsch erreicht, daß die Armee ihrer Spitzen beraubt und alles, was irgendwie als stalinfeindlich angesprochen werden konnte, beseitigt wurde. War nun Tuchatschewski ein Verschwörer? War die Armee im Begriff zu meutern? Sicherlich wollte Tuchatschewski noch weiter an Einfluß gewinnen. Darum versammelte er Männer van Rang und Bedeutung um sich. Ob er eine weitere Stärkung seiner Macht benutzt hätte, um selbst, eines Tages an die Spitze zu treten, ist eine andere Frage. Vielleicht hat er im Angesicht der schon auf ihn gerichteten Gewehrläufe höhnisch ein derartiges Bekenntnis abgelegt, so daß die GPU.-Henker nun besonders flinke Beine bekamen und ihre Spürhunde bis in den letzten Winkel hineinhetzten. Eine andere sehr wichtige Frage ist aber die, was Tuchatschewski für uns bedeutete. Dieser Marschall war, das ist tausendfach in die Erscheinung getreten, ein glühender Deutschen feind. Er schuf die Armee, er rüstete sie mit allen zuvor unbekannten schweren Waffen aus, um sie eines Tages gegen Deutschland führen zu können. Er sorgte aus dieser deutschfeindlichen Einstellung heraus auch für den Abschluß des Militäroertrages mit Frankreich. Er träumte davon, eines Tages als „roter Napoleon" die Beresina in westlicher Richtung überschreiten, Polen und Deutschland rnitKrieg über- ziehen zu können. [0115, ter |t< ■ r, LEIKA Apparat f. 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Möglich, daß dieses Gefühl in einigen kleineren Garnisonen und auch auf einigen Schiffen zum Durchbruch kam, um eine plötzlich auftauchende Gefahr abzuwehren, nachdem man schon seit Monaten mit dieser Gefahr gerechnet hatte. Daß im Fernen Osten mehr vor sich geht, als die rote Landesverteidigung ertragen kann, können jedenfalls die Bolschewisten nicht bestreiten. In ihrer Presse findet man immer wieder Berichte von Prozessen gegen Saboteure, Spione und sonstige Schädlinge im Blücherschen Militärbezirk. Regelmäßig werden Todesurteile ausgesprochen und vollstreckt. Wenn Beamte und Zivilisten angeblich dort Verschwörungen anzetteln, wo der einzelne noch ein besseres wirtschaftliches Auskommen hat als in anderen Teilen Sowjetrußlands, dann kann eigentlich das Militär von dem Verschwörerbazillus nicht ganz verschont geblieben sein. So dürfte wohl die Ansicht der GPU. sein, die, nachdem Blücher in Moskau weilte und mithalf, Tuchatschewski und sieben andere hohe Kommandeure in den Tod zu schicken, im Fernen Osten völlig freie Hand erhalten hat. Blücher muß also insofern einen Stellungswechsel vorgenommen haben, als er, der auf die Erhaltung der Schlagkraft seiner Armee stets großen Wert legte, nun das duldet, was auf eine Schwächung seiner Armee hinausläuft. Nimmt man noch die verschiedenen Zwischenfälle an der mandschurischen Grenze hinzu, dann könnte es so aussehen, als ob Sowie t r u ß l a n d absichtlich den starken Mann spielt, um hinter den Grenzplänkeleien die tatsächliche Schwäche der Fernostarmee, wie überhaupt der gesamten Roten Armee zu verbergen. Die Akten des Kriegsgerichts, das Tuchatschewski und die übrigen Kommandeure zum führungsartsn schnell und zu müBIgsn Preisen Brühl'sche Druckerei, SchulstraOe 7, Anruf 2251 Gast wirtsgewerbe weiter an. Allerdings nimmt nur ein verhältnismäßig geringer Teil der Angestellten des Hotel- und Gastwirtsgewerbes an diesem Streik sichtbaren Anteil. Der Beschluß des Gewerkschaftsoerbandes, den Streik weiter fortzuführen, hat die Regierung doch veranlaßt, den öffentlichen Ordnungsdienst in Paris Stadttheater Gießen Heute 20.15—22.1'5 Uhr EINMALIGES GASTSPIEL Gustav Jacoby Deutschlands größter Humorist! Großer heiterer Abend Preise von 0.50—2.50 RM. [473uD zeitigen Machthaber im _ spielen. Man muß sich dabei folgendes vor Augen halten: Tuchatschewski gehörte als Offizier der Armee des Zaren an, er war außerdem ein leidenschaftlicher Nationalist. Wohl hatte er sich gehäutet, als er in das Lager Lenins hinüberwechselte und als Kommandeur roter Truppen seine Kameraden von gestern bekämpfte. Aber im Innern seines Herzens war er alles andere als ein überzeugter Kommunist. Eigenwillig, wie er war, wollte er seine Ziele erreichen und den Bolschewismus nur benutzen. So diente ihm die politische Macht des Bolschewismus dazu, eine Armee aufzu- ziehen, die in der Tat an Kampfkraft und Bedeutung nichts zu wünschen übrig ließ, mindestens nichts für weniger verwöhnte Gemüter. Er ging bei diesem Aufbau absolut systematisch vor. Zunächst legte er ein sehr scharfes Schwert in die Hände der Bol- ■ Wir kaufen laufend Schlachtkühe aller QualitätskL Angebote an Genossenschaft für Viehverrvertung Gießen. Telefon 2737. 4751V z u verstärken. Auch in anderen Berufen macht sich erneut eine gewisse Unruhe bemerkbar. Der Verband der Elektriker hat eine Reihe von Forderungen veröffentlicht und verlangt ihre möglichst baldige Prüfung und Erfüllung. Auch unter den Angestellten und Arbeitern der Theaterindnstrie sind neue Forderungen laut geworden. Das wichtigste Ereignis vom Donnerstag ist die Zusammenkunft des Vollzugsausschusses der Gewerkschaft der öffentlichen Angestellten am Sitze des marxistischen Gewerkschaftsoerbandes. Eine Niederlegung der Arbeit wurde ins Auge gefaßt und für die Verbandsangehörigen der „Alarmzustand" beschlossen. Der Ausschuß traf weiter Maßnahmen, um gewisse Zweige der Produktion als Warnungszeichen auf eine Anweisung hin st i l l e a e n zu können. Die Vorschläge des Vollzugsausschusses sind dem marxistischen Gewerkschaftsverband zur Unterzeichnung unterbreitet worden. Junges WA» für tagsüber in Haushalt sofort gesucht. 4738d Srantf. Strafe 521. | Verkäufe Gut erhaltene Metzgerei- Maschinen preiswert gegen Kasse abzugeben Schriftliche Anträgen u. 4726D an den Gießener Anzeiger erbet. Sonntag, den 18. Juli 1937: 6111b ■Mert Wichtige Neuerscheinungl SHüBoontarnen Liieren nach der Naturschutz Verordnung Dom 18. März 1936 (91® BI. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus- fübrlid) erläutert von Professor Dr. W Weber, o.ö. Prof, der Rechte und Referenl im Reichs- und Preutzischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen Ougo velnM.er Verlag. ömln-Mlerk. Stellenangebote Keine Zeugnisse in Urschrift londern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben bei- legen \ — Lichtbilder unvBewerbungsunter- lagen müssen zur Ber- meidung von Verlusten aus der Rückseite Warnen und Anschrift veS Bewerbers tragen! Jüngeres Mädchen f. kl. Gastwirtsch. und Kolonialw.- Geschäft für sofort gesucht. 03554 Edwin Plaum, Hattenrod Krs. Biedenkopf Zuverlässiges WleinmÄn ■ v. i *>■ mFW. ,(rsto£ ] $ Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Sarnstagnach- mittag geschlossen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 37: 9104. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioerfitäts-Buch- unb Steindruckerei R Lange, K°G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Ps und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1 Juni 1935 gültig. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinanzeigen in dieHei- matzeitung, den GießenerAnzeiger Vermietungen| 4-Zimfiierwohfiung im Hinterhaus (1. Stock) sofort ru vermiet. 03547 Louis Vetter Kaiserallee 19. Tode verurteilte, werden sicherlich eines Tages das Licht der Welt erblicken. Denn bei ihnen handelt es sich nicht mehr um ein paar geheftete Blätter, sondern um ganze Berge, die von Tag zu Tag mehr anschwellen und die ganze Etagen des GPU.-Der- waltungsbüros füllen dürften. Ist Tuchatschewski auch hingerichtet, so zieht sein Fall doch immer weitere Kreise. Und weil man täglich neue Verhaftungen vornimmt, drängt sich einem die Fraae auf, ob der erschossene Marschall nicht doch die Absicht hatte, die Armee gegen öie der - ~~ ' '' ' reml auszu- Pariser Boulevard, als um 1.30 Uhr 15 0 streikende Kellner auf ein gegebenes Zeichen hin alle freien Stühle ergriffen und sie auf das Publikum und in die Fensterschei- b e n schleuderten. Wie durch ein Wunder gab es keinerlei Verletzungen. Ein in der Nähe des Cafss befindlicher Polizist alarmierte die Mobil- Garde. Bei chrem Eintreffen hatten die Streikenden jedoch bereits das Weite gesucht. In Lyon ist das Personal eines großen Cafss in den Streik getreten. Dieser Arbeitsnieder, legung schloß sich alsbald ein Solidaritätsstreik eines zweiten großen Betriebes an. Das erste Lokal wurde lange Zeit von den Streikenden, die die „40-Stundenwoche", verteilt auf fünf Tage fordern, besetzt gehalten, bis die Polizei mit Gewalt zur Räumung schritt. Die Unternehmer haben beschlossen, ihre Betriebe am heutigen Freitag mit neu eingestellten arbeitswilligen Kräften wieder zu eröffnen. Streikstimmung auch in anderen Berufen. Paris, 16. Juli. (DNB. Funkspruch.) Während der S t r e i k der F l u ß s cki fs e r am Donnerstagabend ohne Zwischenfälle feinen Abschluß gefunden hat und die Schisfssperren, die von den auf dem Schiffenberg ausgeführt von der gesamten Kapelle des Infanterie-Rgts. 116 unter Leitung von Herrn Musikmeister Wohlfarth. Anfang 15.45 Uhr. Eintritt 30 Pf. Bekanntmachung. Im August bis September 1937 veranstaltet die Landesstelle für Pilz- und hausschwamrn-Beralung in Verbindung mit dem Mykologischen Institut der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt wiederum Lehrgänge zur Einführung in die praktische Pilzkunde, wie auch zur Fortbildung und ebenso über den Hausschwamm. Die Lehrgänge sind mit Exkursionen verbunden. Außerdem finden besondere Führungen durch die ständige Pilz- und hausschwamm-Ausstellung statt. 4741D Da zu den Exkursionen die beste Pilzwitterung ausgenutzt werden soll, ist schon jetzt die vorläufige Anmeldung erforderlich, zugleich mit der Angabe, in welcher Zeit sich der Betreffende die Teilnahme ermöglichen kann. Lehrwanderungen in anderen Teilen Deutschlands werden noch bekanntaegeben. Anmeldungen mit Angabe, ob Wohnung benötigt wird, sind an das kreis- bzw. Stadtschulamt bis spätestens 25. Juli 1937 au richten. Kreis- und Staotschulamt Gießen. _______________Nebeling, Schulrat.______________ Bekanntmachung. 3n unser Genossenschaftsregister ist am 13. Juli 1937 bei der Milchabfahgenossenschaft Odenhausen eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Odenhausen und Salzboden eingetragen worden: 4743D 1. Die Genossenschaft ist von Amts wegen durch Beschluß des Amtsgerichts in Fronhausen (Lahn) vom 23. März 1937 aufgelöst worden. 2. Zu Liquidatoren sind die bisherigen Vorstands- Mitglieder Landwirt Christian ' Schneider in Odenhausen und Landwirt Wilhelm Müller in Salzboden bestellt worden. Amtsgericht Fronhausen (Lahn). Mietgesuche | Zuml.Okt.1937 wird eine 7-8-3immet- Mliuiig in gut. Geschäftslage in Gießen gesucht. Schriftliche Angeb. unt. 4745D an den Gießen. Anzeig' 3-Mohmg möglichst Altbau sof. zumieten gesucht. Schr. Angebote u. 4737D an ü. Gieß. Anz. Paris, 16. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nicht we- L........—. —, ~ .. ~ , nig überrascht wurden in der Nacht zum Freitag worden waren, wieder a b g e b a u t worden sim die Gäste eines großen Caf 6 s auf einem hält die S t r e i k b e w e g u n g i rn H o t^e l - ^u n d Statt Karten! Herzlichen Dank für die vielen Beileidsbezeugungen sowie Blumenspenden und allen, die an der Trauerfeier ihrer Verbundenheit mit meinem lieben Mann Ausdruck gaben. Wz -3'’< ■" ^/UDKWi K.Wi zz ' . *Ä^Ä E §reitag,16.Zuli 1937 Hr.165 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Oberbürgermeister Ritter diese geschlossene Front, und er wünschte ihnen und Eine neue Etappe des Ausbaues Nicolaus r.arkt. Sehr erfreuliche Sieuerbilanz im Jahre und mit 1933 für 1934 „ 1935 „ 1936 „ 523 170,20 Mark 726 626,58 „ 614 717,75 „ 534 000,— „ nicht mitgerechnek, die lOÜhi Lot konnte, das Dezernat der gesamten triebe übertragen. Ehrenamtlicher Beigeordneter -nies zunächst auf den Zweck der Sitzung hin irinnerte an die Besprechung der Ratsherren ist geborener Oberhesse. Er wurde am 9. November 1873 in Herbstein geboren und besuchte bis zu seinem 10. Lebensjahre die Schule in Grebenhain. Als sein Vater als Lehrer nach Hausen bei Gießen versetzt wurde, besuchte er das Landgraf-Ludwigs- Gymnasium in Gießen, bestand dort das Abitur und studierte dann an unserer Universität die Forstwissenschaften. Nach beendetem Studium leistete er seine Dienstzeit bei den 116ern ab und war anschließend als Oberforstmeister in Londorf bei den Herren von Rabenau vier Fahre lang im Forstdienst tätig. Dann wurde er nach Darmstadt an das Ministerium berufen. Dort wirkte er acht Fahre lang. Fn diese Zeit fiel als besonders hervorragende Leistung die Neubearbeitung des „Handbuches für Die Bürger st euer war für 1936 veranschlagt mit 275 000 Mark, eingegangen sind 302 075,48 Mark, mithin ein Mehr von 27 075,48 Mark. Die Bürgersteuer für 1937 ist mit 360 000 Mark veranschlagt worden, und es ist damit zu rechnen, daß dieser Betrag auch eingehen wird. Die Uebersicht ist aufgestellt nach dem Stand vom 30. Funi 1937. Daher rührt auch die Differenz bei der Grund- und Gebäudesteuer mit rund 45 000 Mark her die in Ausständen besteht. Das gleiche gilt für die Gewerbesteuer mit 12 000 Mark rund. Insgesamt waren für das Rechnungsjahr 1936 an Reichssieuerüberweifungen und an anderen Steuern 2 165 780 Mack vorgesehen, es find (Aufnahmen aus Privatbesitz.) Für die Verkehrsinteressen unserer Stadt auf dem Gebiete der Stadtverschönerung und der Schaffung und Unterhaltung von guten Ausflugsmöglichkeiten nach der näheren Umgebung, insbesondere nach unserem schönen Stadtwald, hat er sich immer mit großer Tatkraft eingesetzt. Seine Förderung der Arbeit galt aber auch der Umgebung von Gießen, insbesondere dem Schiffenberg; so ist er denn auch seit einer Reihe von Fahren Vorsitzender der Heimatoereinigung Schiffenberg und warmherziger Betreuer dieser schönen Stätte auf unserem Berge im Stadtwald. Fn dankbarer Anerkennung des Wirkens des Oberforstmeisters Nicolaus wurde eine Quelle im Schiffenberger Wald nah bei Watzenborn-Steinberg „Nicolaus-Brunnen" benannt. Seit 1933 ist er Ratsherr, ferner Vorstandsmitglied der Bezirkssparkasse Gießen. Mit Beigeordneten Nicolaus erhält unser Stadtwald und städtischer Grundbesitz einen fachlichen Betreuer. Der Oberbürgermeister hat denn auch dem Beigeordneten Nicolaus das Dezernat des städtischen Forstes, der land- und forstwirtschaftlichen Verwaltung, als Arbeitsgebiet übertragen. einem Auftrieb von etwa 200 Schwei - n« n, 150 Kälbern und 100 Stück G r o ß- ri eh stattfinden soll. Das soll aber nur ein Anfang s'än, der Ausbau des Marktes wird folgen. Diese Einrichtung wird auch ein guter Erfolg sein für d n jetzigen Rückgang auf dem verjudeten Nutzoieh- roir alle mit Stolz auf die Entwicklung während dieser vier Jahre zurückblicken können. Wenn auch manche Projekte, die bisher besprochen und bearbeitet wurden, wegen finanzieller Schwierigkeiten noch nicht durchgeführt werden konnten, so war doch das, was gegenüber früheren Möglichkeiten nach 1933 geleistet werden konnte, so groß, daß es alle Erwartungen von 1933/34 weit übertraf. Mit diesem kurzen Hinweis auf die bisherigen Arbeitsergebnisse ging der Oberbürgermeister zur Einführung der beiden neuen Beigeordneten über. Er begrüßte es, daß der Gauleiter sich entschlossen hat, diese beiden verdienten Parteigenossen ihm (dem Oberbürgermeister) und dem Bürgermeister Dr. Hamm an die Seite zu geben. Beide sind bewährte Beamte und kennen die Verpflichtung und die Aufgaben, die sie dem Staat gegenüber zu erfüllen haben. Sie finden in Gießen einen geschlossenen Derwaltungskörper vor, der in Kameradschaft und Dienstfreudigkeit zusammenarbeitet und auf den sie sich als Mitarbeiter verlassen können. Diese Tatsache ist für jeden, der ein solches Amt übernimmt, eine Beruhigung. Die Beamten sind nicht mehr, wie vor der Machtübernahme, durch Parteiengeist und Zwietracht gespalten, sondern sie sind heute einheitlich ausgerichtet im Staate und kennen die Pflicht und den Weg, den sie nach den Weisungen des Führers gehen und der ihnen in der Gemeinde von dem Leiter des Gemeinwesens im Sinne und Geiste des Führers vorgezeichnet wird. So haben wir auch in der Gießener Stadtverwaltung ein Arbeitsfeld der kameradschaftlichen Gemeinschaft von oben bis zum letzten Arbeiter. Oberbürgermeister Ritter beglückwünschte die beiden neuen Beigeordneten zu ihrem Eintritt in Fn dieser Sitzung am Beginn eines neuen behutsamen Arbeitsabschnitts gab Oberbürgermeister Witter in großen Umrissen eine Uebersicht über Le Aufbaumaßnahmen der nächsten Zeit. Er er- tinerte dabei zunächst an die dringliche Aufgabe der heimbeschaffung für die Hitler-Jugend, bmit unsere Jungens und Mädels dort auch im Sinter und bei ungünstiger Witterung gut und irdnungsmäßig untergebracht find und in frucht- . inrer Weise arbeiten können. Für die Errichtung ieines HJ.-Heims sind im Haushaltsplan t« reits 10 000 Mark zur Verfügung gestellt. Nunmehr ist von einer besonderen Seite noch ein Zuschuß von 60000 Mark zu erwarten, so mß es möglich ist, das ausgearbeitete Projekt in lvllem Umfange durchzuführen. Das Heim soll an einem der schönsten Plätze ber Stadt, auf der (chönen Aussicht, wo die HJ.-Führung jetzt nur hhelfsmäßig untergebracht ist, errichtet werden. Das Ernährungs-Hilfswerk, hs allenthalben so ausgezeichnet von den Hausfrauen, aber auch von der Stadt selbst durch die Ergäbe der Fahrzeuge für das Einsammeln der .Wchenabfälle gefördert wird, soll nun von der (tadt eine weitere Förderung erfahren. Am Rande ter Stadt soll ein Gebäude mit schönen (tallungen für die Schweinemästerei inb einer Wohnung für den Betreuer dieser Tiere eirichtet werden. Die Kosten hierfür belaufen sich cuf 48000 Mark, die zur Verfügung stehen. Ein Schlachtvieh-rNitlelmarkl in Gießen. hauptamtlicher Beigeordneter Vogt stammt aus Offenbach a. M., wo er am 11. Dezember 1901 geboren wurde. Nach der Reifeprüfung an der Gießener Oberrealschule im Jahre 1920 widmete er sich an unserer Universität dem Studium der Rechtswissenschaft. Zu seiner weiteren Ausbildung arbeitete er bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Depositenkasse Schotten und Friedberg, im Jahre 1926 bestand er an der Universität Gießen die Referendar-Prüfung, 1930 die Staatsprüfung im Justiz- und Verwaltungsfach. Seit. Juli 1931 gehört er der Partei an. 1932 ließ er sich als Rechtsanwalt bei dem Amtsgericht in Alsfeld nieder. Dort wurde er 1933 Ortsgruppenleiter der NSDAP., ferner. Mitglied des Stadtrats und Führer der NS.-Fraktion, später Beigeordneter der Stadt Alsfeld. Vom 1. Oktober 1933 ab stand er auch als Direktor an der Spitze der Bezirkssparkasse Alsfeld. Ende November 1933 kam er als kommissarischer Provinzialrat der Provinz Oberhessen zur Provinzialdirektion in Gießen, am 1. April 1934 erfolgte seine Ernennung zum Provinzialrat. Nach der Auflösung der Provinz Oberhessen ab 1. April d. I., deren Verwaltung sich gegenwärtig in der Abwicklung befindet, wurde er als Beigeordneter in die Gießener Stadtverwaltung berufen und in der Besprechung der Ratsherren mit dem Beauftragten der NSDAP, für die Stadt Gießen, dem Gauleiter, am 17. April d. I. für den hauptamtlichen Beigeordnetenposten vorgeschlagen. genszuwachjes der Stabt in diesen vier Jahren beziffert sich also auf 2398514,53 Mark. Der erhebliche Wert dieses Vermögenszuwachses der Stadt wird noch besonders dadurch aber 2 300 079,05 Mark eingegangen, so daß sich ein Mehrertrag dec Steuern von 134 299,05 Mark ergibt. Die Stadtverwaltung hat für das Haushaltsjahr 1937 nach diesen beiden Steuergruppen vorgesehen: an Reichs st euerüberweisungen 538 830 Mark, an Gemeinde st euern usw. 1 937 030 Mark, so daß zu erwarten sind rund 2 475 860 Mark. An Hand dieser schönen Steigerung der Steuererträgnisse stellte der Oberbürgermeister mit Recht fest, daß wir daran überzeugend die erfreuliche Entwicklung leicht erkennen können, die allgemein auf- wärtsweisend verläuft. icrtf auch schon weitere Sanierungsmaßnah- m e n überlegt, denn unsere Stadt ist ja im Innern außerordentlich verbaut, und die Verkehrsverhältnisse sind infolgedessen an mancherlei Stellen sehr schlimm. Wir müssen da mit besonderen Mitteln vorgehen. Die Vorentwürfe für zwei weitere Altstadt-Sanierungsprojekte sind bereits ausgearbeitet, es ist aber bis zur Entscheidung noch allerlei bar'an zu tun. Der Oberbürgermeister hofft, baß biese Vorprojekte im Laufe bieses Jahres noch enbgültige Form erhalten werben. Sportplatz- und Schwimmbadanlage. Ein Plan für diese Anlage sieht eine Zusammenfassung der Gießener Sporteinrichtungen auf drei großen Sportplätzen auf einem Platz in Verbindung mit einer Schwimmhalle vor, die so gelagert werden soll, daß die Schwimmhalle im Sommer auch als offenes Schwimmbad benutzt werden kann. Die Sporttreibenden können also dann sofort nach ihrem Sport auch baden. Das Stadtbauamt ist jetzt mit der genaueren Gestaltung des Planes beschäftigt, der dann erst mit den zuständigen Stellen und den interessierten Formationen bzw. Sportvereinen besprochen werden muß, bevor er endgültig festgelegt werden kann. Die Mittel für diese Anlage sind vorhanden, so daß bann sofort an bie Durchführung gegangen werben kann. Es soll bann etwas geschaffen werben, bas nach jeher Richtung hin gut unb für bie Zukunft von Dauer ist. Derbefferung der Feuerwehr-Alarmanlage. Um ben Erfordernissen gerecht zu werben, soll bie Alarmanlage ber Feuerwehr eine Ausgestaltung erfahren, bie es ermöglicht, {eben Berufsfeuerwehrmann sofort in seiner Wohnung zu alarmieren. Die Kosten biefer Verbesserung belaufen sich auf 8000 Mark. Neuer Müllwagen für die Straßenreinigung. Bei ber Straßenreinigung kommt ber Betrieb mit ben jetzt vorhanbenen Müllwagen nicht mehr aus. Deshalb hat ber Oberbürgermeister bie sofortige Anschaffung eines weiteren Müllwagens an- georbnet, ber etwa 14 000 Mark kostet. Die rvohnungsbautätigkeit entspricht trotz aller bisherigen Leistungen noch lange nicht ben Er'forbernissen. Seit 1933 sinb burch bie private Wohnungsbautätigkeit 6 25 neue Wo h - nungen mit einem gesamten Bauwert von Mark 3 125 000 lebiglich aus Privatmitteln geschaffen worben. Die Stabt hat bie Volkswohnungen an ber Krofborfer Straße errichtet. Neuerbmgs ist im Schwarzlachgebiet mit bem Bau von 4 0 Wohnungen begonnen worben, in Kurze wirb am Leimenkauterweg ein Bau von weiteren 46 Wohnungen folgen. Der Gesamtbauwert beläuft sich auf 207 000 Mark einschl. eines Reichs- barlehens von 46 000 Mark. Die Errichtung von Wohnungen burch bie private Bautätigkeit wirb bie Stabt auch weiterhin förbern, ohne Steuermittel ba- für zu oerwenben. BierZahre nationalsozialistische Aufbauarbeit in Gießen Oberbürgermeister Niiier gibt vor den Naisherren einen Bericht über die Kommunalarbeit von 1933 bis heute. — Weitere wichtige Aufbauarbeiten in Gicht. Gießen, 16. Juli 1937. Oberbürgermeister Ritter hatte bie R a t s - ! e r r n ber Stabt Gießen am gestrigen Don- rerstagnachmittag zu einer Sitzung in bas Stabt- laus Bergstraße eingelaben Auf ber Tagesorbnung fanb die Einführung der neuen Gießener Beigeordneten Vogt und Nicolaus in ihre Aemter. Ünläßlich bieses feierlichen Aktes war der Sitzungsstal in schöner Welse geschmückt. Mit Oberbürger- neifter Ritter waren Bürgermeister Prof. Dr. fromm, die Beigeordneten Vogt und Nico- iau.5, sowie JA Ratsherrn und die Amtsvorstände ter städtischen Dienststellen erschienen. Das Vermögen wächst Von 1933 bis Ende 1936 sind durch die Tätigkeit der Stadtverwaltung auf den verschiedensten Gebieten andauernd neue SBerte geschaffen worden, die dem Vermögen zugingen. Im einzelnen wurden durch Neubauten aller Art, Neueinrichtungen, Anschaffungen, Grundstückskäufe usw. an Vermögenswerten geschaffen ge- . Ium- Iber: killst : für gern bi r 04. * in . P logt igj*$ I auf. ' berg- hierbei sind die Beträge laufend in der Betriebsrechnung behalten werden. Die Gefamtfumme des vermö- IDberbürgermeifter Ritter gab dann einen Überblick über die Entwicklung der wichtigsten eilen er n im Verlause des verflossenen Jahres uib über die Hauptsteueransätze im jetzigen Haus- ^Danach waren für den städtischen Haushalt des »i>chnungsjahres 1936 die Re > chsste u - r u b e r - Heilungen mit 527 630 Mark veranschlagst e,n- iqangen sind aber 634961.17 Mark, also ein Mehr !in 107 331,17 Mark. Die Mehreinnahme von 1(7 331 17 Mark aus Reichssteuerüberweifungen ähr. ch der^auptsache her mm d-n Mehrüberwe.- üngen an Körperschaftssteuer der öffentlichen Ver ia-gungsbetriebe (Gaswerk, Wasserwerk unb Elek em Gauleiter am 17. April b. I. über bie Vvr- chläge zur Besetzung ber Beigeorbnetenstellen. Daei würben bem Gauleiter ber bisherige Prvvm- fralrat Vogt als hauptamtlicher unb ber Leiter bes Forstamts Schiffenberg Oberforstmeister Nicolaus als ehrenamtlicher Beige- : r b n e t e r vorgeschlagen. Durch Verfügung bes steichsstatthalters in Hessen ist bem Vorschlag bes Zeauftragten ber NSDAP, für bie Stabt Gießen, les Gauleiters selbst, stattgegebeü worben, so baß "er Oberbürgermeister nunmehr im Auftrag des Bauleiters unb Reichsstatthalters bie beiben neuen Seigeorbneten in ihre Aemter zu berufen unb ein- jkiführen hatte. , Oberbürgermeister Ritter erinnerte bie Rats- lerren an" bie verflossenen vier Jahre bes gemein« stmen Willens im Dienste ber Stabt unb an die lielfachen Schwierigkeiten, die bisher zu überwin- ten waren. Er wies auf die zunehmende kvrnmu- trizitätswerk), die im Voranschlag 1936 mit 118 000 Mark veranschlagt waren und in Wirklichkeit 207 800 Mark, also 89 800 Mark mehr, erbracht haben. Die Gemeindesteuern unb bie Lanbes - st euerüberweisungen haben zum Teil mehr, ober auch weniger gebracht. Bei ber Grunb- unb Gebaubesteuer waren im Vorjahre 449 300 Mark vorgesehen, es sinb aber nur 404 380,89 Mark eingegangen, also weniger 44919,11 Mark. An So nbergebäubefteuer waren vorgesehen 379 800 Mark, eingegangen sinb 416 091,91 Mark, mithin ein Mehr von 36 291,91 Mark. . - Sehr guter Stand. unterstrichen, daß die Stadtverwaltung für diese Investierungen Neukapital in höhe von nur 1 0 6 1 1 7 3 211 a r f aufgenommen, also den größten Teil der Gesamtsumme aus eigenen Mitteln geleistet hat. In der gleichen Zeit von vier Jahren hat die Stadt eine Schuldentilgung in höhe von 1 562 904 2Nark vorgenommen. Der Aufbau in den verflossenen vier Jahren hat also eine erhebliche Verbesserung der Vermögensanlagen der Stadt gebracht und darüber hinaus sind noch 5 0 1 7 3 1 Ma r k an Schulden mehr getilgt worden, als N e u k a p i t a l aufgenommen wurde. Bei bei: Schulbentilgung sinb die Beträge, bie hoch verzinsbar waren, abgeberft worben. Die Neukapitalaufnahme ist zu günstigen Sätzen erfolgt. Darüber hinaus war es aber auch noch möglich, die gesetzlich geforderten Rück- Für bie Viehversteigerungshalle Rhein-Main hat t e Stabt bisher schon erhebliche Aufwenbuügen ssmacht, bie sich aber tm Verhältnis zu ben Vor- i: ilen unb wirtschaftlichen Möglichkeiten biefer Halle ii mäßigen Grenzen hielten. Nunmehr soll hier Zorn Reichsnährstanb ein Schlachtvieh- M i1 - ie Im ar ft errichtet werben. Unser jetziger Nutz- c ehmarkt war lange Zeit ber zweitgrößte Markt Üieutschlanbs. Leiber ist er aber bis in bie jüngste ^eit hin verjubet geblieben, ein Zustanb, ber aus die Dauer nicht bleiben kann; hier muß unbebingt ÜSanbel geschaffen werben, benn bte 3 u b e n m ü s - Ihn von unserem Markt verschwinben. Die Stabtverwaltung hat baher bie Absicht bes Hieichsnährstanbes begrüßt, hier einen Schlachtvieh- Kittelmarkt zu errichten, ber vom 1. September o>er 1. Oktober b. I ab wöchentlich mit Forst- unb Karneralverwaltungen im Großherzogtum Hessen", bas 1913 erschien. Nach seinem Dienst beim Ministerium kam Oberforstmeister Nicolaus nach Romrob unb war bort 15 Jahre lang Amtsoorstand ber bortigen Oberförsterei. Für seine mannigfachen Derbienste um bie Gemeinbe Romrod würbe er zum Ehrenbürger ber dortigen Gemeinde ernannt. Kurz nach Ausbruch bes Krieges melbete sich Oberforstmeister Nicolaus freiwillig zum Heeres- bienft unb nahm am Felbzug vom Frühjahr 1915 bis Weihnachten 1918 teil. In ber Zeit vom Frühjahr 1916 bis zum Schluß bes Weltkrieges war er Regimentsabjutant beim Ref.-Jnf.-Regt. 94. Er ist Träger bes Eisernen Kreuzes 1. Klasse. — Seit November 1931 gehört ber neue ehrenamtliche Bei- georbnete ber Partei an. — Seit bem Frühjahr 1935 wirkt Oberforstmeister Nicolaus als Gau- und Kreisjägermeister für bie jagblichen Belange in unserer Heimat. Seit 1. Dezember 1927 steht Oberforstmeister Nicolaus an ber Spitze bes Forstamts Schiffenberg in Gießen. Schon feit Jahren hat er sich in unserer Stabt bem Dienst für bas Gemeinwohl gewibmet. Besonbers arbeitet er seit etwa zehn Fahren im Vorstanb bes früheren Verkehrs- und Verschönerungsvereins, des jetzigen Frembenver- kehrsvereins Gießen, mit, wo er bas Amt bes zweiten Dorsitzenben seit etwa acht Jahren betleibet. Weitere Projekte der Altsiadtfauierung. Die Arbeiten zur Altstabtsanierung sinb soweit 9 biefjen, baß in Kürze mt dem Abbruch ber hierfür in Betracht kommenben Oebäube begonnen Beerben kann. Die Stabtverwaltung hat sich aber pale Derschulbung vor ber Machtübernahme hin unb f eilte biefer Tatsache gegenüber, baß seit ber Macht- ibernahme burch ben Führer völlig neue Wege be- ... dritten unb bamit auch neue Aussichten für bie unserem Gemeinwesen, baß ihre Arbeit zum Segen kntwicklung ber Stabt Gießen eröffnet würben. Der ber Stabt Gießen unb unseres herrlichen Vater- iberbürgermeifter betonte, baß | lanbes fein möchte. Mit Beigeordneten Vogt erhält unsere Stabtverwaltung roieber einen Juristen. Das Tätigkeitsfeld) bes neuen Beigeorbneten ist ben juristischen Verwaltungsangelegenheiten gewibmet, ferner hat ihm ber Oberbürgermeister im Hinblick auf bie reichen Erfahrungen, bie Beigeorbneter Vogt als Provinzialrat bei ber Leitung ber wirtschaftlichen Betriebe ber Provinz Oberhessen sich erwerben stäbtischen Be- logen für die E r n e u e r u n g s st 5 ck e der städtischen Betriebe durchzuführen. Der GesamtschulOenstand der Hiadi belief sich am 1. April 1933 auf 14 981 296 Mark, dagegen am 1. April 1937 auf 14 479 565 Mark, davon sind aber 3 500 000 Mark Baudarlehen, die von der Stadt nur ausgenommen und an Wohnungsbauunternehmen weitergegeben wurden, noch abzusetzen, so daß sich der )7etlo - Schulden st and der Stadt Gießen am 1. April 1937 auf 10 979 565 217 a r f belief. Demgegenüber steht ein Vermögen der Stadt Gießen in höhe von etwas über 30 Millionen Mark. Oberbürgermeister Ritter bemerkte am Schlüsse seiner Darlegungen, daß die von ihm ongekün- diaten Projekte in den Ausschüssen noch gründlich besprochen werden würden, um nach jeder Richtung hin gute Aufbauarbeit zu schaffen. Der Ausklang der Sitzung. Beigeordneter Bogt dankte, zugleich auch im Auftrage des Beigeordneten N i c o l a u s , den Ratsherren und dem Oberbürgermeister für das bekundete Vertrauen und fügte in schlichter, sympathischer Weise hinzu, daß sie in gewohnter Art als Nationalsozialisten ihre Pflicht im Dienste der Stadt Gießen im Sinne und Geiste des Führers erfüllen würden. Oberbürgermeister Ritter wies in kurzen, packenden Worten, gut gestützt durch das Ergebnis der verflossenen vier Fahre, auf den großen Segen der Arbeit in einheitlich ausgerichteter Marschkolonne in der Gefolgschaft unseres Führers hin und ermahnte die Gießener Volksgenossen, auch weiterhin so gut und zielklar in der geschlossenen Front hinter dem Führer zu marschieren für ein neues, großes und herrliches deutsches Vaterland. Mit dem freudigen Gruß und Gelöbnis an den Führer fand die Sitzung ihren Abschluß. B. Das neue HI.-Heim am Wartweg. Das neue heim der Hitler-Jugend entsteht auf dem Gelände des bisherigen Hitler-Jugend-Heimes. Es wird in 0-Form gebaut und wird einen Aufmarschplatz von 36X18 Meter in sich schließen. Die gesamte Anlage besteht aus einem Haus für die Bannführung der Hitler-Jugend mit allen erforderlichen Geschäftsräumen. Im Dachgeschoß dieses Verwaltungsbaues wird eine Wohnung für den Hausund Heizmeister enthalten fein. Das Verwaltungsgebäude wird links und rechts von Heimbauten flankiert, die eingeschossig erstellt werden. Diese Heimbauten enthalten einen Fahnensaal und je drei Räume von je 40 Quadratmeter Größe für die HI. und den BDM. Die Räume sind so geplant, daß sie auch zu einem Raum vereinigt werden können, so daß es möglich ist, auch größere Zusammenkünfte im Hause abhalten zu können. Die äußere Gestaltung des Heimes der HI. wird stch der Umgebung des Wartweges anpasten und so gehalten, daß sie durchaus dem Rahmen der dortigen offenen Bauweise entspricht. Oie Stallungen für das EHW. Die Stallungen für das Ernährungshillswerk, die an der Hardt erstellt werden, sind vorgesehen für insgesamt zweihundert Schweine. Die Stallungen werden nach vorhandenen Standardplänen gebaut. Zu den Stallungen gehört eine Futterküche, ferner eine Silierungsanlage; das Dach wird zum Futterboden ausgebaut. Ferner soll über der Futterküche eine Wohnung für die Schweinemeister eingerichtet werden. Mit den Arbeiten zur Schaffung dieser Stallungen.wird sofort begonnen werden. Aus der Stadt Gießen. Lehrstunde im Freien! Die junge Frau seufzt und macht ein verzweifeltes Gesicht. Aber der Mann an ihrer Seite ist unerbittlich. „Immer wieder versuchen", bestimmt er kategorisch, dabei wischt er sich den Schweiß von der Stirn. Es ist ihm höllisch warm geworden, doch was nützt es. Aller Anfang in schwer. Er hält das Rad so, daß die junge Frau bequem aufsteigen kann. Sie kommt seiner Weisung nach, wenn auch mit einer Miene, die alles andere als Freude ausdrückt. „Los!" kommandiert er und schiebt das Rad vorwärts. Wieder beginnt eine schwankende Fahrt, sie geht von einer Straßenseite zur anderen und sieht keineswegs imponierend aus. Aber was hat das zu sagen. Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Auch in der Kunst des Radfahrens ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Oder will etwa jemand bestreiten, daß es sich dabei um eine Kunst handelt? Die junge' Frau würde ihm etwas anderes erzählen. Sie bemüht sich krampfhaft, die Lenkstange richtig zu halten, was wirklich nicht so einfach ist, denn die Lenkstange hat chre Mucken und wendet sich immer dorthin, wo gerade die Hindernisse auftauchen. Es scheint allerlei Bosheit in einer solchen Lenkstange zu stecken, wahrhaftig! Ab und zu bleibt ein Fußgänger in der sonst menschenleeren Straße stehen und schaut zu, wie der Mann keucht, und wie die junge Frau ihren Anstrengungen obliegt. Der Fußgänger schmunzelt über das komische Bild, natürlich, er hat gut lachen. Er weiß vielleicht gar nichts von der Schwierigkeit, ein Fahrrad richtig zu handhaben und amüsiert sich einfach darüber, der niederträchtige Mensch. „Treten! Treten! Treten!" ruft wieder der Lehrmeister seiner Frau zu und legt allerlei Nachdruck in seine Weisung. „Aber ich trete ja schon", erwidert sie kläglich und sucht mit den Füßen die Pedale zu erwischen, die offenbar nur das eine Bestreben haben, den zappelnden Füßen zu entgehen. Diesmal gelingt es ihnen nicht, denn die junge Frau spürt sie unter ihren Sohlen und macht rasch ein paar heftige Tretbewegungen. Das Rad schießt mit einem Ruck vorwärts, so daß der nebenher laufende Mann Mühe hat, an der Seite zu bleiben. So geht es die Straße hinauf und wieder hinunter. Es ist eine interessante, wenn auch mühsame Lehrstunde im Freien. Gelegentlich wird eine Pause eingeschoben und dann stehen beide aufatmend neben dem Stahlroß, das so schwer zu regieren ist. Aber aus dem anfänglichen Mißmut der jungen Frau wird allmählich ein immer stärker werdendes Interesse und plötzlich kommt der Augenblick, wo sie mit dem Rade das Gleichgewicht hält. Großer Augenblick: die Unsicherheit ist siegreich überwunden. Ein paarmal wird noch geübt, morgen und übermorgen noch, dann hat kein boshafter Fußgänger mehr Ursache, schmunzelnd stehenzubleiben. Dann ist der Kampf mit der Tücke des Objekts erfolgreich zu Ende geführt und die junge Frau ist nicht mehr darauf angewiesen, mit ihrem Rade und ihrem Mann in den Abendstunden eine fast menschenleere Straße aufzusuchen. H. W. Sch. . X Vie deutsche Arbeitsfront k n.9.-6emeinlch3ft „ifiraft durch freude ' * ■' _________________ Infolge der großen Nachfrage wegen Zügen nach Oberbayern uiib an die See haben wir utts entschlossen, zwei neue Züge einzulegen, und zwar: U.$. 93/37 vom 12.8.—20.8. nach Oberbayern (Unterbrinaungsorte: Bad Tölz, Wackersberg, Gaissach, Lenggries, Jachenau und Fleck.) Teilnehmerpreis 33,50 RM. U. $. 86/37 vom 20.8.—1.9. nach der Ostsee. (Unterbringungsorte: Bad Rügenwalde und Stolp- münde.) Teilnehmerpreis 51,50 RM. Anmeldungen müssen umgehend auf der Kreis- dienststelle, Schanzenstraße 18, erfolgen. Omnibusfahrl zum Autorennen um den „Großen Preis von Deutschland" am 25. Juli 1937 auf dem Nürburgring. Am Sonntag, dem 5. Juli 1937, führen wir vorgenannte Tagesfahrt durch. Der Teilnehmerpreis einschließlich Eintritt zum Rennen beträgt 8,— RM. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle entgegen. Sonderzug an den Rhein. Am Sonntag, 15. August, führen wir unsere dies- jährige Rheinfahrt durch. Der Zug fährt in Gießen gegen 7 Uhr ab, um nach Aufenthalt in Koblenz die Teilnehmer nach St. Goar zu bringen. Von dort geht es mit einem Rheindampfer nach Rüdesheim. Hier haben die Teilnehmer Gelegenheit, das Niederwalddenkmal zu besichtigen und nach Aßmanns- haufen zu gehen, da die Abfahrt mit dem Dampfer von Rüdesheim und Aßmannshausen erfolgt. Von St. Goar bringt der Sonderzug die Teilnehmer wieder nach Gießen. Teilnehmerpreis einschließlich Mittagessen an Bord 6,20 RM. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle entgegen. 4740D Rundfunkausstellung. Vom 5. bis 9. August fahren wir mit einem Son- Verzug zur Rundfunkausstellung nach Berlin (drei Tage Aufenthalt in Berlin). Der Fahrpreis einschließlich Uebernachtungen und Eintritt für die Ausstellung beträgt 19,50 RM. Anmeldungen umgehend auf der Kreisoienststelle. Dornotizen. Tageskalender für Freilag. Stadttheater: 20.15 Uhr bis 22.15 Uhr, Gastspiel Gustav Jacobi. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Sonnenscheinchen", Gustav Jacoby im Gießener Sladktheaker. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet das einmalige Gastspiel von Gustav Jacoby im Stadttheater Gießen statt. — Gustav Jacoby, den man von vielen Uebertragun- gen im Rundfunk her kennt, wird auch hier in Gießen wieder zwei Stunden lang das Publikum unterhalten. Das Gastspiel beginnt um 20.15 Uhr und endet um 22.15 Uhr. Mililärkonzerl auf dem Schiffenberg. Am kommenden Sonntag, 18. Juli, findet auf dem Schiffenberg, ausgeführt von der gesamten Musikkapelle des JR. 116 (Leitung Musikmeister Wohlfart h), ein großes Militärkonzert statt. Schwere Gewitter über Oberheffen. Nach der großen Hitze und der lastenden Schwüle des ganzen gestrigen Tages waren Gewitter über unserer Landschaft wohl von jedermann erwartet und eine Erfrischung auch herbeigesehnt worden. Gegen 19.30 Uhr zog denn auch über unserer Stadt und unserer Heimat ein Gewitter auf, das in einer mächtigen Wolkenfront anrückte. Nach den ersten Blitzschlägen setzten Sturm und Regen ein, die lange Zeit anhielten. In allen Himmelsrichtungen fuhren Blitze zur Erde, ohne jedoch (nach den bisherigen Meldungen) erheblichen Schaden anzurichten. Lediglich in der Grünberger Straße, gegenüber der Artilleriekaserne, traf der Blitz einen Baum, der auf die Straße geschleudert wurde und von der städtischen Feuerwehr entfernt werden mußte. Der starke Sturmwind riß manchen Ast von beit Bäumen. Das heftige Gewitter zog in südöstlicher Richtung weiter und brachte allenthalben starke Regenfälle. Lange hielt sich das Unwetter über den Waldern des Boaelsberges, wo es stundenlang tobte. Mächtige schwarze Wolken umlagerten bis spät in die Nacht hinein den Himmel. Einstellung von Kriminalassistentenanwärtern bei der Geheimen Staatspolizei — Slaalspolizeistelle Darmstadt. Bei der Geheimen Staatspolizei — Staatspoli» zeistelle Datmstadt können eine Anzahl Stellen der unteren Kriminalbeamtenlaufbahn (Kriminalassistenten, Kriminaloberassistenten) besetzt werden. Bewerber aus freien Berufen haben vorbehaltlich endgül- tiger Regelung einen Vorbereitungsdienst van zwei Jahren abzuleisten und führen während dieser Zeit die Amtsbezeichnung .Kriminalassistentenanwärter im Vorbereitungsdienst". Sie erhalten Unterhaltszuschüsse nach den Reichsbestimmungen. Dem Bewerbungsgesuch sind beizufügen: 1. ein vom Bewerber selbst verfaßter und handschriftlich gefertigter Lebenslauf mit Lichtbild, 2. das Schulabgangszeugnis, 3. amtliche Führungszeugnisse seit der Schulentlassung, 4. etwaige Zeugnisse über die seitherige Ausbildung und Beschäftigung, 5. ein amtsärztliches Zeugnis über die Polizeidienstfähigkeit und Erbgefunoheit des Bewerbers, 6. eine Schuldenfreiheitserklärung; dabei ist zum Ausdruck zu bringen, ob und gegebenenfalls welche Unterhaltszahlungen der Gesuchsteller zu leisten hat, 7. der Nachweis der arischen Abstammung durch Vorlage ,0er Geburtsurkunde des Bewerbers und der Heiratsurkunde feiner Eltern; bei Verheirateten ist außerdem Vorlage der Geburtsurkunde feiner Ehefrau und der Heiratsurkunde ihrer Eltern erforderlich, 8. Nachweis über etwaige Zugehörigkeit zur NSDAP, und ihren Gliederungen durch Dor« läge entsprechender Bescheinigungen, 9. Nachweis daß der Bewerber die Reichskurzschrift (120 Silben in der Minute beherrsckst) und Fertigkeiten im Maschinenschreiben (120 Anschläge in der Minute) besitzt. Nicht vorgemerkt werden Personen, die wegen unehrenhafter Gesinnung mit Freiheitsstrafen belegt wurden oder wegen eigener Schuld in Fürsorgeerziehung waren. Bewerbungsgesuche sind zu richten: an Geheim^ Staatspolizei — Staatspolizeistelle Darmstadt. * ** Herrenlose Fahrräder. Bei der Polizeidirektion Gießen (Kriminalpolizei) ist eine An- zahl Fahrräder sichergestellt, die herrenlos aufge« sunden wurden. Unter diesen befindet sich ein gut» erhaltenes Rad, Marke „Badenia". Am 13. Juni wurde am Nordrand des Philosophenwaldes, in der Nähe des Arbeitsdienstlagers, eine Nolle Dachpappe aufgefunden und fichergestellt. Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, wollen sich bei der Kriminalabteilung Zimmer 72 melden. Von der Fahrt in den Spessart zurück... Nach achttägiger Abwesenheit kehrten gestern nachmittag die tausend Hitler-Jungen und Jungvolkpimpfe des Bannes und Jungbannes 116 von ihrer großen Speffartfahrt zurück, lieber taufend Menschen, Eltern und Freunde der Heimkehrenden, hatten sich auf dem weiten Bahnhofsgelände eingefunden, als der Sonderzug einlief. Braungebrannte Gestalten, mit leuchtenden Augen kamen durch die Sperre und formierten sich nach Fahrtengruppen. Große Begeisterung herrscht über dem weiten Platz. Hie und da hört man schnell hingeworfene Worte, die davon Zeugnis ablegen,' daß es auf der Hessen-Nassau-Fahrt ganz großartig gewesen ist. Besonders stolz waren die Wiesecker Jungvölker auf ihre Abzeichen von der Wasserkuppe. Sie waren auf der Fahrt so oft eingeladen worden, daß die Fahrtenkasse mit dem besten Willen nicht klein zu bekommen war. Zu diesem Zwecke mußte eine Omnibusfahrt zu der internationalen Segelfliegerwoche eingeschaltet werden, die den Jungen sehr viel Neues und Interessantes brachte. Andere Fahrtengruppen haben ebenso gespart und sind deshalb in der Lage, in nächster Zeit nochmals auf Fahrt zu gehen. Ein Kommandoruf läßt die leise geführten Un- terrebungen beenden. Die Formationen setzen sich, in Bewegung zum Marsch durch die Stadt. In gerader Haltung, mit frischen Liedern geht es durch die Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Kreuzplatz, Sonnenstraße zum Brandplatz. Hier wird in offenem Viereck angetreten. Bannführer Rohrbach begrüßt die angetretenen Jungen und dankt ihnen für ihren restlosen Einsatz, den sie auf der Hessen- Nassau-Fahrt bewiesen haben. Kameradschaft, Ordnung und Disziplin seien die Leitsterne gewesen, unter denen die Fahrt gestanden habe. Mit der glücklichen Durchführung dieser großen Fahrt in den Spessart haben der Bann und Jungbann 116 bewiesen, daß sie berechtigt und befähigt feien, das große ©ebi etsfportfeft zu veranstalten, das am 21. und 22. August 1937 in Gießen stattfindet. Jungbannführer Taesler wandte sich sodann an seine Pimpfe und dankte auch ihnen für ihre restlose Hingabe während der Fahrt. Die großen Gedanken von Kameradschaft und Ordnung yiögen MWWMWU Vornan von Walther Kloepffer Copyright 1936 by August Scherl G. m. b. H., Berlin. (Schluß.) (Nachdruck verboten.) „Anna — Anna!" schrie in diesem Augenblick der Kern in den Garten. Er trug einen Marktkorb in der Hand. „Anna, komm mal her! So, das trägst du zu den Ameisers hinüber! Ist ein bissel was vom Mittag drin. Auch zwei Flaschen Wein. Gib aber acht, daß sie nicht so scheppern. Meine Alte braucht es nicht zu wissen. Sagst einen schönen Gruß an deinen Vater, und sie sollen's sich schmecken lassen, und das Schweinerne hab' ich extra mager genommen." Fogg war wieder allein. Wie hat die Anna gesagt? Heiraten soll er? Ja, eine Frau wäre schon recht, so ein Kamerad für gute und schlechte lagt. Ader er kennt nur eine, die er zeitlebens neben sich wissen möchte — Viktoria. * Mit einer schlaflosen Nacht sing es an, dann folgte diese überstürzte Abfahrt in aller Herrgottsfrühe, und dann saß Fogg auch schon im'Zug, Richtung München. Er hatte es auf einmal furchtbar eilig, in die Hauptstadt zu kommen. Sind die beiden nun wirklich in Scheidung begriffen, oder ist das nur ein Gerücht? Wie geht es Viktoria, was treibt sie? Ist sie gesund? Kann ich ihr helfen? Das waren so die Fragen, die Fogg eine Nacht lang bedrängt hatten. Annas knapper Bericht, der von der Engafser-Köchin stammte, hatte beträchtlichen Unfug in seinem Innern angerichtet Alles, was er überwunden geglaubt hatte, war mit einem Schlag wieder da, und brennender als zuvor Denn jetzt war ja, wenn Annas Botschaft nicht trog, eine Aussicht da und eine Hoffnung. Ich muß Viktoria sehen, ich muß sie sprechen! war das Ergebnis dieser letzten Nacht. Fogg kleidete sich mit Sorgfalt an, umschnupperte „Schorschi" und pochte dann an Annas Kammertür. «Mir ist Plötzlich eingefallen, ich muß mit dem Frühzug nach München. Es ist heute zum Glück nicht viel los mit der Praxis. Kaffee? Nein, danke, bleibe nur liegen. Auf Wiedersehen!" „Schorschi" benahm sich unterwegs hochanständig, als db er ahnte, wieviel auf dem Spiele stand. Die Panne, die fällig war, ereignete sich erst dicht bei der Station, so ein verfluchter Nagel int Vorder- reifen, und hatte nichts mehr zu sagen. Die Bahnfahrt verlief ohne Auftegung zwischen Eierkörben und den Musterkoffern eines redseligen Vertreters. Als Fogg gegen Mittag anlangte, ging er sogleich in die Schönfeldstraße, wo Viktoria ein möbliertes Zimmer innehatte, wie er durch die Köchin Emerenz auf Umwegen erfahren hatte. Viktoria war leider nicht anwesend, aber die Vermieterin meinte, die Dame wäre wahrscheinlich im Hofgarten anzu- tresfen, wo sie Samstag nachmittags Kaffee zu trinken pflege. Fogg wollte ein Kino besuchen, aber die Kinos waren um diese Zeit nicht offen. So vertrödelte er denn die zwei Stunden auf andere Weise, besah Auslagen, fütterte Tauben und hockte auf Anlagenbanken herum. Um 3 Uhr machte er sich auf in den Hofgarten. Es war ein warmer Sommertag mit Diel Eiskonsum, mit dünnen Damenkleidchen und barhäuptigen Herren. Die beiden Cafös waren gedrückt voll. Fogg hatte Glück und erblickte nach längerem Suchen Viktoria an einem der weiß-blau gedeckten Tischchen. Neben ihr saß ein junger Herr wie Fogg mißvergnügt feststellte. Viktoria sah gut aus, braungebrannt und blankäugig und feines- falls gramgebeugt, wie er zuweilen gefürchtet hatte. Ihr Anblick schuf ihm eine verrückte Schwäche in öen Knien, und er kam sich wie ein Pennäler vor öer m die Schlußprüfung steigt. Er schüttelte dieses dumme Gefühl nach Möglichkett ab, bohrte sich zwischen den Tischen und vielen weißen Terriern durch und stand dann plötzlich vor Viktoria. „Ach, Sie, Herr Doktor! Ach, wie nett!" freute fie sich und gab ihm die Hand. „Ist das nun Zufall, ober haben Sie mich gesucht?" „Zufall", schwindelte er; denn der junge Mann an^ Viktorias Seite warf ihm sein ganzes Konzept „Wollen Sie nicht Platz nehmen? Darf ich bekannt machen: Mein Bruder Franz — Herr Doktor erinnerst dich, Franz? Ich habe ihm nämlich hin und wieder von Schellenberg erzählt" Jie Jid) entschuldigend an Fogg, der hin» sichtlich des jungen Mannes nun beruhigt war Natürlich erinnerte sich Franz. Viktoria hatte ihm oft genug von diesem Fogg erzählt. Er war ge- pannt auf den Herrn, der in den Mahnpredigten ferner Schwester eine fo erhebliche Rolle gezielt Ihnen, H»r Doktor? Mel Arbeit? Sie sind schmaler im Gesicht geworden." „Ja, da haben Sie recht. Viel Arbeit. Aber jetzt habe ich das Schlimmste hinter mir. Die Praxis und das Gravhittverk sind in Schwung. Wir hatten bisher eine Ausbeute von 260 Doppelzentnern. Das ist für den Anfang ganz schön." „Darf man fragen, wo Sie das Geld endlich aufgetrieben haben?" Sie weiß von nichts? dachte Fogg und zögerte. Dann erwiderte er: „Herr Professor Engasier hat die Geschichte finanziert." „Ich finde das reizend von ihm", sagte sie unbefangen. „Du doch sicher auch, Franz? Ich weiß nicht, Doktor Fogg, ob Ihnen bekannt ist, daß wir uns getrennt haben? In aller Güte. Wir haben nämlich herausgefunden, daß wir nicht zusammenpassen. Ich bin jetzt Modezeichnerin in einem bekannten Geschäft." Viktoria brachte dies sachlich und ohne Verlegenheit vor, als wollte sie ein für allemal etwas Wichtiges feststellen. „Fogg rührte stumm und beglückt in feiner Tasse. Viktoria war frei! „Modezeichnerin?" pieinte er versonnen. „Liegt Ihnen das besonders?" „Ich kann ein wenig zeichnen und malen; auch an Phantasie ist bei mir kein Mangel. So habe ich eben nach dieser Möglichkeit gegriffen. Wolltest du mäst etwas besorgen, Franz?^ „Ich wüßte nicht, was, Vicki?" entgegnete ihr ©ruber erstaunt. Ein gelinder Stoß gegen fein Schienbein belehrte ihn, daß seine Gegenwart hier störte. „Ach ja, jetzt fällt mir ein! Kohlepapier wollte ich kaufen. Sie entschuldigen mich, Herr Dok- tor. Darf ich mich verabschieden? Servus, Vicki!" Als der junge Mensch verschwunden war, hätte Qm liebsten gesagt: So, nun wollen wir aber enölid) ms reine kommen. Wollen Sie nicht meine pau werden, Viktoria ...? Das märe das ein- \a$te gewesen. Aber schließlich mar bas Hofgarten- caje nicht gerade der geeignete Platz für eine Sie, beserf arung, unt> bann — Fogg mußte ja nicht inmal, ob sein Gefühl auf eine Erwiderung stieße. ClrnTx gewissen Alter nehmen Körbe Gs galt also, erst zu sondieren, hinm.«r^?ei9Sn9 über bloße Freundschaft mar durchaus unsicher, ob ihr bebeutete en nur Wiedersehensfreude ober mehr toÖre " mit einem kleinen Spaziergang?" schlug er vor. „Hier ist es so voll." „©lnDerftanben. Vielleicht Englischer Garten?" einmmPnh»n .^Wn Garten nichts emzuwenden. Wenn ihn im Gehen ihr Kleid oder ihr Ellbogen streifte, verspürte er jedesmal einen heftigen und durchdringenden Genuß. Sie plauderten von gemeinsamen Erinnerungen. Zuweilen kreuzten Fremde ihren Weg, die hilfesuchend im Baede- ker blätterten, ober Hochzeitspaare, bie sich strah- lenb in die Augen sahen. Fogg und Viktoria schlenderten nach dem Monopteros. Er berichtete, baß Anna ben Bürgermeisterssohn heiraten werbe. „Und Sie? Sie sind bann boch ganz allein im Haus? Geht benn das mit der Praxis?'" unterbrach sie ihn. „Ich muß mich halt mit dem Fenzlmädchen behelfen. Eine Fretterei wird es schon." „Dort ist eine leere Bank. Wollen wir?" fragte Viktoria. „Gern." Gegen die Bank war nichts zu sagen. Sie hatte einen schattenspendenden Baum hinter sich, ben Viktoria für eine Buche hielt; sie stand ein Stück- chen rückwärts, vom Weg zwischen dichten Büschen, und sie hatte Aussicht auf eine smaragdhelle weite Wiese, die zum Ausruhen der Blicke einlud. An der Bank fehlte es bestimmt nicht. Es lag schon an den zwei Menschen, wenn die Unterhaltung ins Stocken geriet. Nachdem sie die Wiese ein bißchen gelobt hatten, ging es plötzlich nicht mehr recht weiter. Fogg und Viktoria schlugen sich mit dem annähernd gleichen Gefühl herum, aber da war nirgends ein Tor, um es herauszulassen Bis es Viktoria zu dumm wurde, und sie dachte: Ach was, benehmen wir uns einmal unfein, Vicki! Und sie legte ihre Hand einladend neben sich auf die Bank, was nach Aufforderung aussah. Und nicht viel später dachte Fogg: Ach was, was kann da schon passieren; ich trau’ mich einfach und probier' es! Und er legte seine große, breite Tatze darüber. Nun war die kleine Hand in der großen gefangen, und sie YE mucksmauschenstill. Fogg räusperte sich. „Ich habe vorhin geschwindelt. Es war gar kein Zufall, daß ich Sie getroffen habe", bekannte er. „©onbern?" fragte Viktoria, vor sich hinblickend. ÜÄ nur Ihretwegen in bie Stadt gekommen." „Ja? Wenn ich ganz ehrlich fein soll, habe ich sogar ein bißchen damit gerechnet", beichtete sie und hob ben Kopf. „Wirklich?" „Ja, Josi." Gebüsch zur rechten Hand wippte eine Meise und fchmite voll Interesse zu. Na, endlich! dachte sie erleichtert und flog zartfühlend davon. Ende. $.Jf.4port , . re i t." — Gesamturteil: „Wertvoll". — Begrün- ?eiJf ma: Die Fragestellung ist politisch und wisfen- gastlich sehr gut. Die Bearbeitung ist wissenschaft- ch exakt und politisch einwandfrei. 1 listischen Hochschulen marschieren muß. Wirtschaft !Nslh ichs!« zug au1 275 Leber um 6.30: 8.30: Poli. n un, belegt Ni w zvii jtil arter iahe, r d i fit Se. i\ird) 5ofo oss!- bach ihnen )efien- DrD> n* it bei in te 16 bf n, bas n,bu tfinbet [obdtf ir ihn grofee: nwgeä h«r Ur 0 ihnen wachbleiben, besonders wenn ein Teil von j'nen anschließend auf Großfahrt gehe. So wurde te Hessen-Nassau-Fahrt gleichzeitig eine gewaltige Verpflichtung, die den Jungen zwingt, in seinem Standort, in seiner Formation ebenso zu handeln, Die er auf der Fahrt gehandelt hat. Unterbannführer Rühl schloß die kurze Feiersunde auf dem Brandplatz mit einem Sieg-Heil auf kn Führer, an das sich das Lied der Jugend erschloß. Nach kurzer Führerbesprechung wurden de Jungen von ihren Fahrtengruppenführern ent- । Hssen und von den Eltern, die sich in überaus gro- h>r Zahl eingefunden hatten, empfangen. Ein weißer Rabe scheint die Boxkommission des Bundesdistrikts Columbia der Hauptstadt Wahing- ton zu sein. Die Kommission geißelt nämlich in be- Duliöh! Frohe Feriengrüße aus den Bergen. In der Pause (21 bis 21.15): Nachrichten. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert. bahren der Neuyorker Boxveranstalter und verlang! die Annullierung sämtlicher zwischen Mike Jacobs und Braddock-Louis einerseits und Madison Square Garden und Max Schmeling andererseits abgeschlossenen Verträge. Die Kommission bezeichnet dabei allein Max Schmelina als logischen Herausforderer des „Weltmeisters^ Joe Louis' und schlägt vor, innerhalb von dreißig Tagen Louis zu zwingen, mit Schmeling einen Kampf abzuschließen. Im Weigerungsfälle solle der Weltmeistertitel für frei erklärt werden. Ueberhaupt müsse der gesamte Boxbetrieb Amerikas auf eine andere, gesündere Grundlage gestellt werden. In letzter Zeit habe man den Eindruck gewonnen, als seien Verträge nur dazu da, um sogenannten Boxveranstaltern die Taschen zu füllen, während Meistertitel doch eigentlich nur in Anerkennung überlegener Boxleistungen und nicht ausschließlich für Zwecke des Geldverdienens verliehen werden sollten. Bemerkenswert, daß damit zum erstenmal eine der amerikanischen Boxkommissionen den Mut aufgebracht hat, das Kind beim Namen zu nennen. Gespannt darf man sein, wie sich Amerikas Sportführung, an die sich diese Adresse wendet, verhalten wird. Internationales Reitturnier begonnen. Das internationale Berliner Reitturnier nahm 1. Thema: „D a s Amt für Volksgesund leit und die Auswertung seiner Ar -11« CQ n tn ! 1 • STO A11" _ fttnOVItM Richt tragen — sondern fahren! Im Haushalt und erst recht im Garten tut ein kleiner Handleiterwagen gute Dienste. Da ist dies und jenes zu transportieren — mit einem Leiterwagen eine Kleinigkeit. Neben Leiterwagen gibt es auch Kastenwagen bei 3. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Kurszettel der Berliner und Zranksurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt veschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. \ ein Ach I ’M \ ■ feit fl r bi( ..ei«» ahiz-W eine -, ►brui ■ intet l|i .hat. I durch. uii üeten - feiner \: n en m 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. Morgenmusik. 9.30: Hausfrau hör zu. 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Es gibt so Sachen, die Freude machen! 15.15: Volk und Wirtschaft. 16: Froher Funk für alt und jung. Modesalon Chronos. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: „Hurra, die Artillerie kommt." Ein Militärkonzert der Artillerie. 20: iebe Behandlung zurück. Auf leben Fall hüte man sich, yaran herumzukratzen ober zu schneiden, weil sonst aus ihnen bösartige Geschwülste entstehen können. Wenn sie sehr störend sind, kann man sie vom Arzt entfernen lasten. Vergleiche Muttermal. imeis, Silben' Ms. e) bei Rundfunkprogramm Samstag, 17. Juli. [ eine« ) Liberte . freu? I Bardi- । stich te, H :be. lein i' | terbw hen ' fraP i Oas Ergebnis des 2. Reichsberufswett ampfes der Gießener Giudenienfchast Hier abschneiden! I M 1 i ! Afo ! tufge. 1 1 . 5u«i | !S, ir | Dach- In diesem Reichsberufswettkampf hat die Gieße- rr Studentenschaft gezeigt, daß sie in der vorderen Reihe der nationalsozialistischen deutschen Hoch- Yulen marschiert. Sie hat damit ihre Daseins- ^rechtigung als nationalsozialistische Hochschule belesen. Nicht eine Einzelarbeit wurde bewertet, andern das Durchschnittsergebnis fand die allgemeine besondere Anerkennung aller nationalsozia- Istischen Stellen. Das Ziel der Arbeiten war, diese m Rahmen des Vierfahresplanes durchzuführen. Hes ist vollauf gelungen. — Als Ergebnisse sind plgenbe Bewertungen bekanntzugeben: „Skatspielen" zu verdienen. In der Hauptverhandlung bequemte sich der Angeklagte zu einem Teil- geftänbnis. Mit Rücksicht darauf, daß er aus einer gewissen Notlage die Betrügereien begangen und den von ihm angerichteten Schaden zwischenzeitlich ersetzt hat, erkannte das Gericht auf obige Geld- Leberkrankheiten. Zu Anschwellung der Leber kommt es bei Herzfehlern und Lungenkrankheiten infolge von Stauung m den Lebergefäßen. Schrumpfung und Verhärtung der Leber kommt vor bei Trunksucht. Leberkrebs kommt meistens als Tochtergeschwulst eines Magenkrebses vor, seltener als primäre Geschwulst. Bei Leberkrankheiten ist eine fahle, gelbliche Gesichtsfarbe, Appetitlosigkeit, allgemeine Mattigkeit charakteristisch. Bei Leberstauung sind Blutungen aus der Speiseröhre und den Hämorrhoiden häufig. Auf jeden Fall muß ein Arzt befragt werden. Siehe Leberverhärtung! Lebertran, gelbliches nach Fisch schmeckendes Öl, das aus Dorsch-, Schellfisch- und Kabeljauleber gewonnen wird. Lebertran enthält 60 Flugzeuge bei der „Nationalen Das Nennungsergebnis des vom Korpsführer des | NSFK. in der Zeit vom 25. Juli bis 7. August veranstalteten 18. Nationalen Segelflug-Wettbewerbs auf der Wasserkuppe weist 60 Segelflugzeuge auf. Die Ausschreibung sieht wiederum Streckenflüge, Zielstreckenflüge, Gemeinschastsflüge, Höhenflüge und Flüge mit Rückkehr zum Startort vor. Neben den Gruppen des NSFK. haben auch die Luftwaffe und die Lufthansa Wettbewerbsteilnehmer gemeldet. Weiter wurden Meldungen für acht Doppel- itzer-Segelflugzeuge abgegeben, für deren Leistungen eine 50prozentige Steigerung vorgeschrieben ist. Im Rahmen des Rhön-Segelflug-Wettbewerbes ist auch ein großer Zielstreckenflug von der Wasserkuppe über Meiningen, Erfurt, Laucha, Halle, Wittenberg, Berlin, Magdeburg, Wernigerode, Göttingen, Kassel zurück zur Wasserkuppe ausgeschrieben. Die Gesamtstrecke beträgt 730 Kilometer, und jeder der angegebenen Orte muß angeflogen werden, ohne daß jedoch eine Landung erforderlich ist. Zu diesem Zielstreckenflug sind 20 Meldungen eingegangen. Der Flug beginnt am Tage vor der Eröffnung der „Nationalen Rhön" und schließt am vorletzten Tage dieser Veranstaltung. keine Segelflüge am Donnerstag. Am 13. Tag der internationalen Rhön auf der Wasserkuppe unterbanden die Windverhältnisse jeglichen Wettbewerbsbetrieb. Bei hochsommerlichem Wetter wehte ein starker Südostwind, der keinerlei Thermik aufkommen ließ, die zu Segelflügen hätte ausgenützt werden können. > Kampf Schmeling-Loms verlangt. hing im allgemeinen politisch und wissenschaftlich gut. 3. Thema: „Abfallprodukte als Rohstoffquelle n." — Gesamturteil: „Wertvoll". — Begründung: Die Arbeit ist besonders für die Ernährungspolitik von wesentlicher Bedeutung. Sie zeigt eine einheitliche Ausrichtung aller Teilnehmer in der politischen Auffassung und ist wissenschaftlich mann mit 149,25 (150,50). Zellstoffwerte waren un- ] verändert. Von Elektrowerten setzten Lahrneyer ihre Erholung um weitere 0,25 v. H. fort. Arn Rentenmarkt war das Geschäft auch im Verlauf nicht wesentlich verändert. Kornrnunal-Urnschuldung mit 94,20 bis 94,25 weiter etwas befestigt, Zinsvergütungsscheine 95,13 bis 95,25. Von Liquidations- Pfandbriefen lagen Frankfurter Hyp. mit 101,25 (101,40) und Frankfurter Pfdbk. mit 101,25 (101,40) ewas leichter, dagegen Nassauer 101,75 (101,65); Pfälzer 101,35 (101,40). Reichsaltbesitz wurden mit 126,15 (126,25) notiert. Weiter mit Plus-Zeichen erschienen Dekosama-Neubesitz. Von Industrie-Obligationen Krupp 99,40 (100), Sadtanleihen waren meist unverändert. Abgeschwächt Heidelberger mit 96,75 (97,13) und Wiesbadener mit 97,75 (98). Im Freiverkehr steigerten sich Adlerwerke Kleyer auf 116,50 nach 116,13; Wayß & Freytag 150 (149,50), Dingler 88,50 (88), Ufa Film 73 (74). Tagesgeld 2,50 (2,25) v. H. übenöbörfe behauptet. Am Aktienmarkt lagen die Kurse an der Abendbörse leicht über dem Berliner Schluß. Die Erhöhungen betrugen 0,13 bis 0,25 v. H. IG. Farben stiegen auf 167,50 (167,25), Conti Gummi auf 190.40 (190) Schuckert auf 180,50 (180). Leichte Rückgänge hatte Mannesmann mit minus 0,25 und Rheinstahl mit minus 0,40 v. H. Der Rentenmarkt lag ruhig. Kommunal-Umschuldung unv. 94,20 bis 94,25. 5 v. H. Jndustrieobligationen waren leicht befeftigt. Weiteres Interesse bestand für auf Schweizer Franken lautende zertif. Bonds, u. a. 6 v. H. Schluchsee 91 bis 93, 6 v. H. Badenwerk 87 bis 87,50. Sonst waren noch Dekosama-Neubesitz zu 43 gesucht. Im Freiverkehr fanden Umsätze in Dingler zu 88,50 dis 89 und in Beck und Henkel zu 79 bis 79,50 statt. exakt. 4. Thema: „Landwirtschaftliche Untersuchungen im Dorf Reinhardshain bei G r u n b e r g-H e s s e n." — Gesamturteil: „Brauchbar". _ Begründung: Die Fragestellung ist politisch und wissenschaftlich gut; denn sie ist für unsere heutige völkische Wirklichkeit eine wesentliche Frage. Die Bearbeitung ist politisch einwandftei und die Lösung im Prinzip gelungen. Eine geistige und politische Durchdringung des Stoffes hegt vor. Die Gießener Studenten haben hier in echter Kameradschaft der Arbeit mit ihren Meistern das Fundament zu weiterer nationalsozialistischer Arbeit gelegt. Dieses Ergebnis ist der große Ansporn zu dem Willen, daß unsere Gießener Alma mater Rhein-Mainische Börse. Miltagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 15. Juli. Die Börse wahrte bi etwas kleinerem Geschäft als in den Vortagen iire freundliche Grundstimmuna. Der Aktienmarkt hatte fast durchweg weitere Kurserhöhungen zu v rzsichnen, die durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. b trugen. Stärkeres Interesse bestand für AEG., bis zu 134 (133) gesucht waren. Don den übrigen IE ektrowerten konnten sich Lahrneyer um 1,25 v. H-, Frlten um 3,75 v. H. erhöhen, während Gesfürel irit 154,13 ,(154,75) etwas schwächer lagen. Mon- tmaktien waren gut behauptet. Der. Stahlwerke K4,50 (124). Ruhiger tendierten Maschinenwerte, Singh ans unv. 142,25, Muag 0,25 v. H. leichter. Si der chemischen Gruppe befestigten sich JG.-Far- t> n auf 167,50 (167), dagegen Deutsche Erdöl ■1)3,25 (153,50). Eine stärkere Kurserhöhung hatten am Donnerstag auf dem Reichssportfeld einen vielversprechenden Anfang. Unter den zahlreich erschienenen Zuschauern bemerkte man auch den Reichs- sportführer von Tschammer und Osten. Das Al- Jagdspringen für jüngere Pferde, an dem Vertreter aus Holland, Ungarn und Deutschland teilnahmen, gewann in der Abteilung A SS.-Stuvmhauptführer Temme auf Tasso in der Bestzeit von 77,2 Sekunden, während in der Abteilung B Oblt. Brinkmann auf Baron in 79,1 erfolgreich war. In den beiden Abteilungen der Al-Dressurprüfung siegten Falksein. Die Kommission geißelt nämlich in be- ner II (Rittrn. v. Scheliha) bzw. Draufgänger (A. f die Schmeling-Kontroverse die Finanzge-1 Staeck). Cement Heidelberg mit 162,50 (161,50) zu verzeichnen. Verkehrswerte waren durchweg befestigt, AG. für Verkehr 130,50 (129,75), Novdd. Lloyd 21 (20,75). Von sonstigen Papieren schwächten sich Reichsbank um 0,50 v. H. auf 213 ab, Westdeutsche Kaufhof notierten mit 61,40 bis 61,50 (61,50). Der Rentenmark lag anfangs noch ruhig bei wenig veränderten Kursen. Späte Schuldbücher waren mit 99,25 (99,40) knapp behauptet, Kvmmu- nal-Umschuldung mit 94,20 (94,15) leicht befestigt. Im Freiverkehr zeigte sich Interesse für Adlerwerke Kleyer zu 116 (115,50), bis 1’16,13. Der Verlauf der Börse war etwas ruhiger, nur JG.-Farben hatten lebhaftere Umsätze zu 167,13 bis 167,25 (167,50) zu verzeichnen. AEG. konnten sich um weitere 0,25 v. H. befestigen. Von den später zur Notiz gekommenen Papieren lagen Ilse Genuß 0,25 v. H. höher, dagegen Daimler 0,25, Rheinstahl 0,13, Moe- nus 1 v. H. abgeschwächt, stärker rückgängig Holz- ie W ich, E le niic Md-! ing l hr Z D d- ba Lis6 l-hH uy je W. !-h- ,, V Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. Juli. Auftrieb: Rindes 978 (gegen 970 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter Ochsen 125 (135), Bullen 171 (193), Kühe 476 (477), Färsen 206 (175). Kälber 975 (943), Schafe 72 (59), Schweine 142 (136). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 44 bis 45 (43 bis 45), b) 38 bis 41 (unv.), c) 36 (—). Bullen a) 41 bis 43 (unv.), b) 38 bis 39 (37 bis 39)4 c) 32 bis 34 (34). Kühe a) 42 bis 43 (40 bis 43), b) 35 bis 39 (unv.), c) 26 bis 33 (28 bis 33), d) 20 bis 25 (19 bis 25). Färsen a) 44 (42 bis 44), b) 38 bis 40 (37 bis 40), c) 35 (—). Kälber a) 60 bis 65 (unv.), b) 54 bis 59 ((55 bis 59), c) 45 bis 5Q (45 bis 50), d) 30 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2> 47 bis 50 (48 bis 52), c) 40 bis 46 (42 bis 47^. Schafe a) 38 bis 44 (40 bis 47). Schweine a) 55,50^ (55,50), bl) 55,50 (55,50), b2) 55,50 (55,50), c) 54,5^ (54,50), d) 51,50 (51,50). Sauen gl) 55,50 (55,50)^ Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zuge-. teilt, Schafe mittelmäßig. Schweinemarkt in Butzbach. * B u tz b a ch , 15. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 381 Ferkel aufgetrie« ben. Bei flottem Handel wurde der Markt geräumt Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 10 bis 12 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 12 bis 16 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 16 bis 22 Mark. Schweinemarkt in Hamberg. —.— Homberg a.d.O., 14. Juli. Zum heutigen Schweinemarkt waren 162 Stück Ferkel auf- getrieben. Es wurden für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 12 bis 15 Mark, für acht bis zehn Wochen alte 15 bis 18 Mark und für zehn bis zwölf Wochen, alte 18 bis 30 Mark pro Stück gezahlt. * Laufzeit der Versicherung richtet und bekommt bann nach Ablauf einer bestimmten Zeit (20, 25, 30 Jahren) die Versicherungssumme ausbezahlt. Stirbt der Versicherte vorher, so bekommen die Erben oder derjenige, der in der Versicherungspolice als Empfänger bezeichnet ist, die Summe sogleich ausbezahlt. Zur Auszahlung ist meist der Nachweis des Todes (Totenschein) des Versicherten und der Nachweis der Empfangsberechtigung (Erbschein) notwendig, außerdem noch bte letzte Pra- mienquittuna. Man kann die Lebensversicherung auch so abschließen, daß die Versicherungssumme nur tm Falle des Todes des Versicherten fällig wird; diese Art der Lebensversicherung hat den Vorteil, daß meist geringere Prämien zu zahlen sind, aber den Nachteil, daß der Versicherte selbst nichts von der Versicherung hat. Leber. Das wichtigste Organ in der rechten oberen Vauchgegend, die größte Drüse des menschlichen Körpers. In der Leber wird die Galle gebildet, eingedrungene Gifte werden dort unschädlich gemacht, Eisen zur Blutbildung aufgespeichert und überhaupt die meisten wichtigen Stoffwechselvorgänge ausgeführt. Siehe auch Leberkrankheiten. — Leber von Schlachttieren wird in Scheiben gebacken und zu mancherlei Gerichten, wie Leberknödel, Leberwurst verwendet. Sie läßt sich leicht häuten, wenn sie mit warmem Wasser abgewaschen wird. Leberdiät, Ernährung mit großen Mengen Leber, am besten ; Lebertran roh. zur Heilung schwerer Blutkrankheiten. Nur auf ärztliche Anordnung! Leberflecken sind bräunliche Hautverfärbungen, die mit der Leber nicht das geringste zu tun haben. Es handelt sich Pigmentanhäufungen unter der Haut, die während des Lebens durch irgendwelche Störungen entstehen können. Häufig werden sie während der Schwangerschaft beobachtet. Meist gehen sie ohne 'Behandlung zurück. Auf all hüte man sich, yS% Deutscl jungen von 1 Geir | Brie Geld 0 717 Brie 0.719 öienoa Atu RrTtrtor 0,750 41,89 0,165 47,10 55,16 47,10 12,355 5,465 9,655 137,07 13,09 0,754 41,97 0,167 47,20 55.28 47,20 12,385 5,475 9,675 137,35 13,11 0,750 41,87 0,165 47,10 55,13 47,10 12,35 5,465 4,65 136,99 13,03 0,754 41,95 0,167 47,20 55,25 47,20 12,38 5,475 9,67 137,27 13,11 Japan.................... 5?694 62,10 48,95 11,22 63,69 57,03 16,98 8,656 2,489 5J06 62.22 5,694 62,07 48.95 11,215 63,66 57,01 16,98 8,651 2,488 5,706 62,19 49,05 11,235 63,78 67,13 17,02 8,669 2,492 Oslo. ................... Wien..................... Rl> de Janeiro............ 49,05 H.24 ! hoenhagen 63,81 57,15 17,02 8,674 2,439 i bi jingforS. »wia ......................... Neuyork•••••••••••<••♦*•• Sporl der Studenten. Der Wettkampfbeirieb an der Llniversität Gießen. Das vergangene Semester brachte nicht die Erfolge, die erhofft worden waren. Die Zahl der Studierenden ließ eine günstige Auslese kaum zu, ferner war auch leistungsmäßig ein Rückgang zu verzeichnen. Für die kommenden Jahre jedoch ist wieder mit gutem Nachwuchs zu rechnen. Zn der Grund- ausbilduncs stehen jetzt Leute zur Verfügung, die bestimmt die Universität Gießen zu Siegen führen werden. Hinsichtlich der Breitenarbeit ist Zufriedenstellendes zu berichten, für die vor allem das Institut für Leibesübungen der Universität Gießen verantwortlich zeichnet. • In der Leichtathletik war am krassesten ein Rückgang in den Leistungen festzustellen. Beim Stadt- Staffellauf konnte die Universität nicht an die Erfolge im vorigen Jahre anschließen und mußte sich mit dem vierten Platz bei den Frauen und mit dem 6. Sieg bei den Männern zufrieden geben. Auch der Hochschulwettkampf gegen die Universität Marburg sah unsere Vertreter im Hintertreffen. Marburg siegte mit 9341,2 Punkten. Die bei den Universitätsmeisterschaften ausgetragenen Fachschastswetttämpfe brachten ein erbittertes Ringen um, die wertvollen Wanderpreise. Es siegte die Medizinische Fachschaft vor der Naturwissenschaftlichen Fachschaft. Die Deut- ichen Hochschulmeisterschaften in Göttingen ergaben; ür Gießen im Mannschaftskampf den 18. Platz in •er Gesamtwertung. Luh wurde im Kugelstoßen nur Vierter. Im Schießen dagegen hielt sich unsere Vertretung hervorragend. Bei dem Fernschießwettkampf belegte unsere Universität unter 29 Mannschaften bei den Studenten den 13. Platz mit 944 Ringen, bei den Studentinnen unter 20 Mannschaften den 11. Sieg mit 384 Ringen. Das Faustballspiel, das von jeher gern an unserer Hochschule gespielt wurde, erlebte in diesem Semester wieder seinen Aufstieg. Bei dem Uni- versitätssportfest zeigten sich die Dozenten in einem gut durchgeführten Spiel, das die Studenten nur knapp gewannen. Am Tage darauf in Herborn verlor unsere Mannschaft gegen die kampfftärkeren Einheiten von Sinn und Herborn. Erfreulicherweise ist die Fußballmannschaft der Universität besser geworden. Nach einem 2:2 in Herborn gelang es ihr in Ehringshausen 5:4 zu gewinnen. Die Mannschaft ist zur Zeit äußerst spielstark und wird bestimmt in den kommenden Rundenspielen um die Deutsche Hochschulmeisterschaft nicht mehr nur Punktlieferant fein. Für das Wintersemester ist eine Fahrt nach Luxemburg geplant. Im Handball konnte sich die Mannschaft erst nach einigen Spielen Geltung verschaffen. Nach einem 4:4 in Herborn, worbei im übrigen die Gießener gut gefallen haben, verlor die Handballmannschaft gegen die Universität Marburg mit 7:5 Toren. Einen großen Erfolg brachte die Saarlandfahrt. Nur knapp 11:8 gegen den Gauligaverein St. Ingbert zu verlieren, hätten sich die kühnsten Optimisten nicht träumen lassen. Auch bei dem folgenden Spiel gegen den ungeschlagenen Saar- bezirksmeifter Tv. Hassel zeigte sich unsere Mannschaft von der besten Seite. In beiden Spielen bot Gießen Leistungen, wie sie wohl kaum eine andere deutsche Universität von der Größe Gießens auf- weisen kann. vom Glaspalast zum Haus Der Deutschen Kunst. Zum Tage der Deutschen Kunst. Von Johannes Jacobi. München, die Hauptstadt der Bewegung, ist vorn Führer auch zur Haupt st adtderdeut- s ch e n K u n st erhöht worden. Die hohe Auszeichnung, die München dadurch vor vielen anderen Städten erfuhr, und die tiefe Verpflichtung, die es gegenüber der gesamtdeutschen Kultur übernahm, geben dem Tag der Deutschen Kunst eine Bedeutung von grundsätzlicher Art. Was sich vom 16. bis 18. Juli in der schönen Jsarstadt abspielt, reicht weit über die Mauern Münchens und Bayerns hinaus, es ist eine gemeindeutsche Angelegenheit. Im Mittelpunkt der großen Feiern steht die Einweihung des Hauses der Deutschen St u n ft und der Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellung 1 9 3 7. Ausstellungshäuser für Werke der bildenden Kunst gibt es an vielen Stellen im'Reiche. Große und angesehene find darunter, die ihre geschichtliche Bedeutung auch in der Gegenwart erweisen Was aber das „Haus der Deutschen Kunst" vor ihnen auszeichnet, ist ein Doppeltes. Einmal übernimmt es die Tradition des G l a s p a l a st e s, der in der Nacht zum 6. Juni 1931 in Flammen aufging. So unwirtlich dieses Gebäude als Heim der Kunst erscheinen mochte, die Ausstellungen, die es in regelmäßigen Abständen beherbergte, waren oft Marksteine der deutschen Kunstgeschichte. Hier wurden Entscheidungen erfochten und Namen nut Ruhm gekrönt. Die Werke der bildenden Kunst, die sich an dieser Stelle der Betrachtung und dem Urteil der Oeffentlichkeit stellten, waren zum großen Teil dem fruchtbaren Boden der Kunststadt München entsprossen, ragten in ihrer Bedeutung und Problematik aber weit über Bayern hinaus. Diese Ueberlieferung soll mit besonderer Betonung der gesamtdeutschen Repräsentation der Münchener Kunstausstellungen das neue Haus der Deutschen Kunst übernehmen. Die erste Ausstellung, die am Tage der Einweihung eröffnet wird, ist deshalb bereits aus dem ganzen Reiche beschickt, sie soll ein umfassendes Bild vom gegenwärtigen Stande der bildenden Kunst in Deutschland geben, und der Führer selbst hat an der Sichtung der eingesandten Arbeiten persönlichen Anteil genommen. Neben seiner Funktion als Herberge wechselnder Ausstellungen ist das neue Haus selbst ein Zeugnis, ja ein Bekenntnis des künstlerischen Gestaltungswillens und seiner grundsätzlichen Richtung im neuen Deutschland. Als der Führer am 15. Oktober 1933 den Grundstein legte, stellte er die Aufgabe: „Ein Haus der deutschen Kunst soll entstehen, der alte Glaspalast, durch viele Jahrzehnte ein Merkmal dieser Stadt, sich verwandeln in ein Denkmal unserer Zeit." Was in vierjähriger Arbe.it geschaffen wurde, und jetzt seiner Bestimmung übergeben wird, ist eine Erfüllung, ein Mal des deutschen Baustils, der einst als die architektonische Leistung der nationalsozialistischen Epoche in die Geschichte eingehen soll. Man hat das 20. Jahrhundert das Zeitalter der Technik genannt und gemeint, daß die neuen Baustoffe, Glas und Eisen, und eine nüchterne Konstruktion auch das künstlerische Gesicht der Zeit bestimmen müßten. Der Vergleich zwischen dem alten Glaspalast und seinem Nachfolger, dem Haus der Deutschen Kunst, lehrt jedoch, daß die Periode vorbei ist, in der man das Neue um des Neuen willen pries und in einem Bau, der unverhüllt seine technischen Bestandteile zeigte, einen Gipfel der Lebertranflecke 276 Lehrvertrag neben Jod und Phosphor die Vitamine A und D, ist also sehr wirksam gegen Rachitis und andere Kinderkrankheiten. Bei neueren Lebertranpräparaten ist der unangenehme Geschmack beseitigt. Lcbcrtranslecke lassen sich mit warmem Seifenwasser entfernen. Leberverhärtung. Eine chronische Leberentzündung, die man auch alsLeberschrumpfung oderLeber- zirrhose bezeichnet oft die Folge von chronischem Alkoholismus (Schnaps), man spricht deshalb auch von einer Säuferleber. Die Leber schwillt dabei zuerst an und beginnt dann zu schrumpfen, wodurch die Pfortader (s. d.) ihr Blut nur mehr erschwert in die Leber führen kann, es entsteht dann oft Bauchwassersucht. Behandlung sehr schwierig, Trink- verbot. Zuckergaben usw. Arzt! Lebkuchen, gewürztes haltbares Gebäck aus Mehl und Honig oder Sirup Es gibt verschiedene Lebkuchenspezialitäten wie Baseler Leckerli, Nürnberger Lebkuchen und Thorner Katharinchen. Leder, enthaarte und gegerbte Tierhaut, wird zweckmäßig mit Lederöl wieder aufgefrischt, wobei man das öl mit einem Läppchen kreisförmig einreibt. Man kann jedoch auch Vaseline oder Rhizinusöl verwenden. Leberflecke entfernt man mit lauwarmem Wasser und einer schwachen Beigabe von Salmiakgeist. Schimmel läßt sich mit einer Formalmlojung entfernen. Schwärzen läßt sich Leder mit Schuhwichse. Leder, auch Lederschuhe werden wasserdicht, wenn man das Oberleder mit Glyzerin oder Rizinusöl und das Schuh- ledcr mit warmem Leinöl einreibt. Lackieren kann man Leder mit fertig käuflichem Lederlack. Ledertaschen reinigt man, indem man sie mit Terpentinöl abreibt. Legen von Wäsche Man feuchtet die Wäsche erst gut an, zieht Ränder und Spitzen glatt und zieht die Wäsche erst quer, dann längs. Je nach Größe des Wäschestücks legt man es 2, 3 oder 4mal zusammen Wäsche, die nur gebügelt und nicht gerollt wird, rollt man und schlägt sie in ein Tuch. Legierung. Mischung von mehreren Metallen, wie Messing aus Kupfer und Zink, oder Bronze aus Kupfer und Zinn. Legitimation, siehe Ausweis. Legitimität, siehe eheliche Abstammung, Ehelichkeit. Leguminosen sind Hülsenfrüchte. Sic bilden inbezug auf ihre Ernährung eine Ausnahme im Pflanzenreich: sie sammeln mit Hilfe von Wurzelbakterien Stickstoff aus der Luft Daher dienen sie auch als Gründünger. Stark eiweißhaltig. S. Hülsenfrüchte und Wechselwirtscha^t. Lehm, gelbliche Erde, wird zu Ziegelsteinen gebrannt, zu Fußböden in Scheunen gestampft und zum Ausschmieren von Öfen verwendet. Lehrvertrag. Den Lehrvertrag mutz für den Minderjährigen „Bieich m iSEES B Bleich- und Spülmittel für weiße Wäsche Kein Reiben - keine Mühe und doch blendend weiße Wäsche Hersteller: P. Jos. Möbs, Seifenfabriken, Gießen Paket 15 Pfennig W \ ■ «R SIS Auch die Innenausstattung ist nunmehr fertiggestellt. Unsere Aufnahme zeigt einen der Ausstellungsräume. — (Scherl-Bilderdienst-M.) modernen Zivilisation sah. Das war neunzehntes Jahrhundert mit seiner blinden Verehrung für die „Fortschritte" der Technik. Zu dieser Baugesinnung paßte gut eine Weltanschauung, die in dem Widmungsspruch des Londoner Kristalfpalastes ihren bezeichnenden Niederschlag gefunden hat: „Zur Erhebung und Erbauung im Sinne aller Menschheitsideale und zur Beförderung der allgemeinen Bruderschaft und Glückseligkeit." Das ironische Lächeln, das bei diesen Worten um den Mund des heutigen Menschen spielt, wird von der Ironie des Schicksals bestätigt: denn ein merkwürdiger „Zufall" fügte es, daß der Londoner Kristallpalast, der als erstes kühnes Gebäude aus Stahl und Glas für die Weltausstellung von 1851 drei Jahre vor dem Münchener Glaspalast errichtet worden war, einige Jahre nach seinem jüngeren Bruder gleichfalls ein Raub der Flammen wurde. Zwei Repräsentanten des .Zeitalters aus Glück und Glas" verbrannten und zer- fpitterten. '• Was das neue Deutschland an ihre Stelle zu setzen hat, ist ein Sieg der Kun st über d i e Technik. Nicht als ob die moderne Technik ignoriert worden wäre! Wer einen Blick in das — unsichtbare — Innere des Hauses der Deutschen Kunst tun konnte, in die Wände, Decken, Keller und Fundamente, der findet dort die neuesten Hilfsmittel vollzählig vereinigt, die von Ingenieuren, Physikern und Chemikern ersonnen wurden, um ein großes Gebäude auf ungünstigem Gelände zu errichten und ein Ausstellungshaus zu ermöglichen, das den empfindlichen Werken der bildenden Kunst Schutz vor Zerstörung und Beschädigung und den Besuchern den angenehmsten Aufenthalt sichert. Aber all dies ist verborgen, ist zurückgedrängt in die dienende Rolle, die aller Technik zukommt. Im Vordergrund stehen die künstlerischen Kräfte, die in Stein einen Ausdruck heutigen Empfindens geschaffen haben. Mnachcr, der vor den langen Säulenhallen dieses Hauses stehen wird, seine klassische Linienführung mit dem Auge abwägt und aus Grundriß und Ausbau den Stilwitten zu erfassen bemüht ist, wird sagen: Das ist nicht neu, das lehnt sich an die Antike an. Diese Erkenntnis ist richtig, aber nur zum Teil. Der Führer und seine Mitarbeiter, wie Rust und Rosenberg haben wiederholt darauf hillgewiesen, daß die baukünstlerische Genialität der alten Griechen uns einen Formenschatz übermittelt bat, der in seiner Reinheit und Natürlichkeit der Maßverhältnisse eine einmalige und verpflichtende Leistung arischen Geistes darstellt. Auf diesem Fundament kann jede Zeit ihr eigenes Haus errichten. Entscheidend ist, was sie daraus macht. Ueberblicfen wir nur die beiden großen Rezeptionen antiken Formengutes in der europäischen Kunstgeschichte, die Renaissance und den Klassizismus, so wird jedem Einsichtigen der Unterschied dieser beiden Stilgattungen voneinander und ihr gemeinsamer Abstand von der historischen Antike in die Augen springen. So wie die Baukünftiel der Re..uissance und vor hundert Jahren die des Klassizismus aus dem künstlerischen Vokabelschatz des Griechentums ihre eigene Sprache formten, so hat auch das neue Deutschland den Ehrgeiz, den lebensträchtigen Strom artge« mäßer Ueberlieferung einzuleiten in den pulsieren, den Organismus des heutigen Gestaltungswillens. Nur Schwächlinge kopieren, starke Geister entfalten ihre Eigenart, indem sie sich mit einem gesunden Erbteil bildend auseinandersetzen. In dieser Fähigkeit beruht die besondere Berufung Münchens zum Wegbereiter einer neuen deutschen Kunst. Wohl haben viele Epochen sich an der Isar ihre unvergänglichen Denkmäler .gesetzt, aber so verschiedenartig im einzelnen sie waren, es geschah mit planender Weisheit und mit dem Blick auf das Ganze, mit einer „Weiträumigkeit und Großartigkeit der Baugesinnung, die den Betrachter tiefer Atem holen läßt, und dabei von jedem göttlichen Maßstab und immer durchwaltet von einer kontrapunktischen Verteilung weiser maßstäblicher Steigerungen, von Blickpunkten und reichen op» tischen Bindungen. Ernste Straßen- und Platzbilder, (bie ganz auf die Würde feierlicher Architektur und ^großmenschlicher Plastik gestellt sind, wechseln mit rauschenden Brunnen und der blühenden Pracht grünender Anlagen". In dieses Bild hat das neue Deutschland bereits seine unauslöslichen Züge gezeichnet. Die Umgestaltung des Königlichen Platzes zu einem städtebaulichen Juwel, das neue Verwaltungsgebäude der NSDAP, und m symmetrischer Entsprechung das Führerhaus, die Ehrentempel für die Gefallenen der Bewegung und das Braune Haus, sie erstanden schon vor dem Haus der Deutschen Kunst als beispielgebende Schöpfungen eines deutschen B a u st i l s, der das Üeberlieferte mit dem Modernen, das Schlichte mit dem Erhabenen, die Zweck» aebundenheit mit der Schönheit ausdrucksvoll und harmonisch verschmilzt. Dem Weitblick und der Menschenkenntnis des Führers ist es zu danken, daß für diese Aufgaben der Mann gefunden wurde, der sie zu lösen vermochte: Paul Ludwig Troost. Er, der auch in den Jahren der allgemeinen Zersetzung sich nicht von dem zerstörenden Geist ab stecken ließ, hat den ewigen Sinn der Architektur neiuentbunben: Das Sichtbarmachen bes organischen Gefüges im eblen Ausgleich von Lasten unb Trauen. Sein letztes Werk bas Haus ber Deutschen Kunst, vereinigt in vollenbeter Weise bie Elemente ber künstlerischen Klassizität unb ber sachlichen Funktion mit ber Stellung bes Gebäubes in Raum unb Landschaft. Die Erinnerung an den zu früh verschiedenen ersten Baumeister des Dritten Reiches wird über» strahlt von der Gewißheit, daß Paul Ludwig T r o o st das Seine beigetragen hat, um jenes Wort mit neuem Inhalt zu erfüllen, das König Ludwig I. von Bayern als Kronpinz aussprach und an das ber Führer unb Reichskanzler bei ber Grundsteinlegung zum Hause ber Kunst roieber erinnerte: „Ich will aus München eine Stabt machen, bie Deutschlanb so zur Zierbe gereichen soll, baß keiner Deutschlanb kennt, wenn er nicht München gesehen hat." Aus der engeren Heimat. Sitzung der Uatsherren in Grimberg. + (9 r ü n b e r g, 14. Juli. Da ein neuer Bürgermeister noch nicht ernannt ist, leitete ber erste Bei- qeorbnete Albach bie Sitzung. Von befonberer Bebeutung war ber Punkt ber Tagesordnung, ber bie Kosten ber Faselviehhaltüng betraf.' Die Kosten hierfür belaufen sich auf ungefähr 3000 Mk. jährlich. Laut gesetzlicher Vorschrift finb Oememben, bie im Urnschulbungsverbanb finb, berechtigt unb verpflichtet, bie Kosten für bie Faselviehhaltung, soweit sie nicht burch Deckgelb aufgebracht werben, durch Umlage auf bie Viehhalter zu erheben. Den m Betracht fommenben Gerneinben ist auf ber letzten Versammlung ber Bürgermeister bes Kreises mifqegeben worben, schon für biefes Jahr in dieser Weise zu verfahren. Die Beratung sollte sich ledig- lich barum brehen, ob Sprunggelb ober Umlage w wählen sei. Die Meinung ber Ratsherren war hierüber geteilt. Eine Mitteilung des Beigeordneten betraf die (Bebäuöe ft euer. Danach hat die Landesregie- rung angeordnet, daß diese Steuer für Grünberg, bas dem Umschuldungsverband angehört, auf den Landesdurchschnittssatz von 50,7 Pfennig festzusetzen ,ft. aegenüber dem seitherigen Satz von 42,8 Pf Die sich hieraus ergebende Mehreinnahme beträgt rund 2000 Mark. Das Baugesuch £er Frau Kappes, die beim Umbau ihres Geschäftshauses eine Erweiterung nach ber Höfetränke hin vornehmen will, wird befürwortet. Auch das Gesuch des Friedel Hofmann, der pine zweite Tankanlaqe vor seinem Hause errichten will, findet Befürwortung. Abgelehnt wird das Gesuch ber Schäferei- aenossenschaft wegen Ueberlaffung einer alten Schäferhütte Der Ortsbauernführer, Ratsherr Großhaus, weist auf bie Svatzenplaqe hin unb regt an, für ben Flurschützen bie Schießerlaubnis zu beantragen um weiteren Schaben zu verhüten. Kin 17 fahriger Einbrecher Cpb. Butzbach, 15 Juli In der letzten Zeit gab Hier ein Einbrecher wiederholt ein wenig beliebtes Gastspiel. Der Dieb hatte es hauptsäch- luf) auf Geld abgesehen Nunmehr wurde der Täter von einem Wohnungsinhaber bei einer „In» spektion" des Schreibtisches überrascht Der Dieb konnte zwar noch durch ein Fenster flüchten, er rourbe aber erkannt, fo baß er später feftgenom» ™ e ” narben konnte. Es handelt sich um einen erst 17 Jahre alten Burschen, ber seine bUltimen Streiche bereits eingeftanben hat. Landkreis Gießen. Watzenborn-Steinberg, 15. IuU. Am vergangenen Sonntag unternahm der hiesige Gesangverein „S ä n g e r k r a n z" eine Sän- ? V» k r nach Bvd Homburg. Unter der fachkundigen Führung eines Mitgliedes des Ver» kehrsvereins wurden die Sehenswürdigkeiten ber ■oabeftabt besichtigt. Der Chor unter Leitung seines -Dirigenten Sport) trug auf dem Marktplatz einige Lqore vor bie von ben zahlreichen Zuhörern mit Beifall ausgenommen würben. s 8 Watzenborn.Steinbera, 16. Juli. Bei ber biesjahrigen Meisterprüfung konnten aus unserer Gemeinde von 14 Handwerkern 13 Teil- nehmer »hre Meisterprüfung mit Erfolg ablegen. Es ra 'Ä- Schreinermeister: Karl Man bl er L, ®esor5 P'.tz- Karl Manbler II., Otto Hauser und Ludwig Burk: vier Weißbindermeister: Georg aJ * r VNl' Karl Pitz, Robert R ö h m i g und Heinrich Haas. Ferner Glasermeister Karl mr-n 9er.l Autofchlossermeister Karl Häuser, Mullerm°'ster Sari Römer unb Maurermeister Ernst Burger / Eberstadt, 14. Juli. Die Ernte ar bei- t e n haben hier bereits begonnen. Wintergerste Ihn Teil auf Haufen unb wirb sogar Aon gebroschen Heute begann bie hiesige Genossen- '!?'?^chmnschme roieber mit ihrer Melobie. r£ge ^wegen sich in biefem Jahr nach ben hia 9in F^bmssen bei Wintergerste zwischen 14 r ,5 S^ntner pro Morgen. Hier unb ba wurde ?? geschnitten. Die abgeernteten Schice finb schon zum. größten Teil gestürzt und mit hiof ®,(fen bestellt. Besonders stark hat in gefeöt $a$VC ,e^ f$on bie Frühkartoffelernte ein«