187. Jahrgang n 3ungen 26111 o 125 g 35 richtsrat v ^afferfelb ) 125g 40 ) 125 g 50 2 125 g 33 ka spricht übei | ZalÄW lb§ 8.301161 i des VDÄ, das die deutsche Straße in Jahrhunderte und Jahrtausende hineinbaut und nimmermehr verläßt die Straße unseres Führers Adolf Hitler! Die Straße, die nur einen Namen führt: Deutschland! In diesem Sinne finden wir Erzieher des Gaues Hessen-Nassau uns auf der Gautagung in Mainz zusammen und gehen im gleichen Gedanken an unsere Arbeit und erfüllen das Dritte Reich, nicht mit dem, was wir tun, sondern mit dem, was wir find. Freuden find ein Lobgesang auf die Zukunft unserer Nation, sind ein Lobgesang auf die Ewigkeit. Wer wollte uns darum zürnen und verfluchen? Nur unsere Feinde! Wohlan, so sind wir auf dem rechten Weg. Wir folgen damit dem Befehl unseres Blutes; die freudige Tat zeigt deutsche Freiheit; niemals zu wanken, treu zu bleiben, ist deutsche Ehre. Das alles aber schließt ein Liebe und Verpflichtung zu dem aus dem ewigen Blutstrom werdenden neuen, jungen Leben und zu der Brot gebenden und damit Leben erhaltenden Scholle, das schließt ein schicksalhafte Verbundenheit mit Blut und Scholle, mit Jugend und Heimat. Und diese beiderlei Verbindung ist naturhaft im deutschen Menschen verankert. So unüberwindlich groß die Liebe einer Mutter ist zu ihrem werdenden Kind, ebenso stark zeitlich zurück geht die Sehnsucht des Alters zur Fugend und gleichermaßen stark ist das Heimweh in der Fremde. Glücklich der Mensch, der seine Heimat findet in sich selbst und seiner Art, groß und ewig unsere Nation, wenn sie mit solchen Menschen in Treue durchlebt schwere und frohe Zeiten; ihr innerer Reichtum stärkt das Wollen und vermehrt die äußere Kraft. So werden Zeiten und Generationen vergehen, ewig aber bleibt wirksam und gestaltend die aus der germanischen Volksseele sich offenbarende schöpferische Kraft, die emportreibt, die Sphäre des Geistes durchstoßend zur Kenntnis und Fertigkeit gelangt und damit den Sieg der heldenhaften Tat in Friedens- und. in Sturmeszeiten an die Fahne der Zukunft heftet. Auch wir Erzieher des Gaues Hessen- Nassau geloben in dieser Erkenntnis, eine deutsche Fugend erziehen zu helfen, die sich in Demut beugt vor der Ewigkeit, aber auch ebenso groß und heldenhaft ringt im Kampfe für Volk und Vaterland, die zeitlebens ringt um die Reinbeit des lebenserneuernden Blutes und um die Heiligkeit der brotgesegneten Scholle der Heimat. Aus dem Glauben heraus an Fugend und Heimat wollen wir Erzieher ein kraftvolles Volk gestalten und erhalten helfen, Der Arbeitsdienst für die weibliche Jugend. Berlin, 15. April. (DNB.) Der Reichsarbeitsführer hatte die Bezirksführerinnen des Arbeitsdienstes für die weibliche Fugend zu einer Tagung zusammengerufen, in deren Mittelpunkt der Arbeitseinsatz der Arbeitsmaiden stand. Auf Grund der erhöhten Anforderungen, die der Vierjahresplan stellt, wird der Einsatz des Arbeitsdienstes für weibliche Fugend auf dem Lande liegen. Die Hilfe für die deutsche Landfrau wird besonders unter diesem Gesichtspunkt notwendig werden. Aus diesen Grunde ordnete der Reichsarbeitsführer an, daß in Städten keine Lager mehr errichtet werden. Bei fortschreitender Vergrößerung des Arbeitsdienstes für die weibliche Fugend, der bis zum Ende des Fohres bereits eine Stärke von 25 000 Arbeitsmaiden haben wird, soll auch der Einsatz in den ländlichen Gegenden stattfinden können, in denen kein wirtschaftlicher Notstand, sondern unoers cyuldeter Land- arbeiterman^el herrscht. Der neue Dienstplan, der für alle Lager verbindlich fein wird, zeigt die Richtung, die der Arbeitsdienst in der Erziehung der Arbeitsmaiden gehen wird. Der Reichsarbeitsführer sprach auch über eine Verstärkung der Leibeserziehung, den systematischen staatspolitischen Unterricht und die sinnvolle aber niemals diktierte Gestaltung des Feierabends. I M Jugend und Heimat. Von Gauwalter $. Rrngshausen. Zur Gautagung des NS.-Lehrerbundes, Gau Hessen-Nassau, am 17. und 18. April 1937 in Mainz. NSG. Durch Jahrtausende deutscher Vergangenheit ziehen Sehnsucht und Kampf um die Volk- werdung wie ein roter Faden, begleitet von Blut und Tränen als Zeichen inneren Schmerzes, als Beweis für Opfer und Enttäuschungen. Aus kraftvollen edlen Werten heraus entwickelte sich das seelisch-geistige, grenzenlose, ewige Deutschland, das von Feindseite oft spöttisch bezeichnete „Deutschland der Dichter und Denke r", das man von dorther bewußt in Gegensatz stellte zur wirtschaftlichen und politischen Seite, die unsere Gegner, so auch nach 1918, von jeher sich anmaßten, selbst zu bearbeiten und zu bestimmen. Dagegen aber trug unser Volk von Anfang an in sich die Grundlagen mnü somit auch die Voraussetzungen zur heldischen .Ki*aft unb unvergleichlichen Größe, die nicht zu sulchen sind in geistigen und wirtschaftlichen Werten, "sich wohl aber auswirkten im Willen zum L e- len und im Drange zur eigenen freiheitlichen Gestaltung von Lebensinhalt und Lebensform. Nur ffelten war unserem Volk der Mann gegeben, der *s willensstark und zielklar hindurchführte durch idie Sphäre seiner Fehlanlagen und Schwächen zur Politischen Realisierung seiner so verheißungsvollen tErbmasse. Hier ist die Stelle, an der unsere Feinde ihre geschickten Angriffe ausführten, damit aus dem ewigen gewaltigen, inneren Reich nie werde ein entsprechend starkes äußeres, politisches Deutschland. Der Feind lenkte die seelischen Dolkswerte ab auf das Gebiet der rein geistigen Betätigung, oder er übergoß sie mit Spott und Hohn, ließ sie teils verkümmern und erfüllte unser Volk dazu durch jahr- chundertelange Erziehung mit Minderwertigkeits- smpfinden in Urteilen, Entschließungen, besonders aber in politischen Willensakten. Hier wurde still- ichweigend hingenommen die freche und entscheidende Einschaltung des jüdischen Elements. Und darum sind die Werte von Familie, Volk, Nation, von Heimat und Vaterland, von Mutter und Kind, von Liebe und Treue, von Arbeit, Pflicht, Opfer, Heldentum und Ehre zerfasert und ihres deutschen Anhaltes beraubt worden, ja sogar der Verachtung Kerfallen. Es wurde propagiert, gelehrt und geglaubt, das Leben und sein Sinn seien nur vdm Steifte her zu erfassen. Damit war alles Sein nur noch Form und ohne Tiefe; Wissen und Besitz wur- en betont und damit die äußeren Unterschiede; Einbildung, Eitelkeit, Ueberheblichkeit griffen Platz; Ueid, Haß, Klassenkampf, die Zerreißung und damit die Schwächung unseres Volkes waren die ffolge. Zwischen Parteien, Vereinen, ja Konfessionen mbte ein unfruchtbarer und volkszermürbender Kampf um Zahl und Form; und von keiner Seite her brachte man den Mut auf, in die Tiefe zu eigen und Fragen des Blutes, der Raffe, der Ehre, leer Erlösung und so fort zu erörtern. So drohte unser Volk in der oberflächlichen Zeit i laes vergangenen Jahrhunderts in feiner gesättigten wirtschaftlichen Wohlhabenheit und bei gedeckten wischen an lebendigem Leibe zu verfaulen. Man neigte sich abgöttisch vor den sog. „Köpfen" und ter en Formalbefitz und mißachtete die ewigen auf- lauenöen Werte der deutschen Seele und des deutschen Blutes und machte dazu den Anfang mit der iSerheblichen Ablehnung der Erscheinungsformen ran ererbtem, volkstümlichen Brauchtum und von klaubensformen unserer Väter an Zeit und Ewigkit, an Blut und Scholle, an Heimat und Leben, lier Bauer sogar begann Spinnrad und Leinen, 3ruhe und väterlichen Brauch zu leugnen; er benähte sich — auch heute noch — modern zu sein, siebte zum Intellektuellen, begrüßte den Aesthetiker und ließ sich imponieren von jüdischem Witz und jüdischen Schmarren. Der in der Großstadt gelan- d te Bauernsohn schämte sich seiner Herkunft, ooämte sich der väterlichen Gewohnheiten, Tracht und Sprache, und damit — das war nur ein tlei= K‘X Schritt — schämte er sich seiner Eltern selbst. Das aber war die stärkste und gefährlichste Er- oiütterung des Fundamentes unserer Nation, einer biutgebunbenen Lebensauffassung, das war die g-wße Blutsünde vor der Ewigkeit unserer Vergangenheit, die stets fortzeugend auch keine Zukunft bildet. Der deutsche Mensch war dem Ewiakeits- bffehl gegenüber disziplinlos geworden. Das Leben inr banal, langweilig, inhaltlos geworden, trotz n!chen und reichsten Wissens und rauschender Feste. fehlte der Glaube, es mangelte an Verpflichtung der Vergangenheit gegenüber, Ehre und Blut Owren billig geworden wie Brombeeren und konnten jederzeit bei niedrigstem Kursstand er- und ver- hcmdelt werden. Es mangelte somit am instinkt- inüißigen Erfühlen unseres wahren Wertes, u n - iure s inneren Seins, aus dem einzig und itein entströmt das Erkennen und Wollen des (ctren Weges zur höchsten und allseitigen Vollen- )rng unserer Nation. So konnte aus der Ver- gciaenbeit keine Zukunft werden! Wir Nationalsozialisten aber wollen b i e Z u - tun ft, wir wollen die Nation in Raum und feit! Darum bringen wir den Mut auf, die verrostete Decke des Intellekts, die Sphäre des Geistes u durchstoßen und hinabzusteigen in den tausendsten Reichtum der deutschen Seele. Aus Sitte und Zmuchtum, aus Sprache, Arbeit und Heldentum irtennen wir unseres Volkes Glauben, seine Kraft rio feine Größe und damit feine Zukunft. Wir len ein Volk vor uns, das sich einsetzt für das e ,en der Gesamtheit, für das Leben jedes Einzel- t-, und das mit diesem Einsatz für das Geschövf ili und preist den Schöpfer selbst; seine Arbeit, i. Opfer, sein Heldentum, seine Trauer und seine Dos IRilitärjubiläum General Lndenborffs Der Reichskriegsminister überbringt die Glückwünsche des Führers und der Wehrmacht. • ttr.88 Erster Blatt 187. Jahrgang zreitag, 16. April 1937 SonT.aq»' an6' f Ar .A, WT A "»nahm. °°" ®Ä j?amÄ£? 14a * A MH. MH A MH A AA .A Ä tzermai im Bild Dieücholl. ■ H M Ä E» ■ vB M I® MV (Brunöpreile für mm Dlonats-Besugsprets; M H H Hl ■ ■ H ffl ■ ■ H ■ für Anzeigen oon 22 mm Mil 4 ‘Beilagen NM. 1.9b MM MW HT W M 8BT W W BT W jF WWW ^W W< WWW Wf W Breite 7 Npf., für Text. Ohne Illustrierte . 1.80 W M WL. W W W W WM. W WL, » wSL W anzeigen von 70 mm Breite Zustellgebühr .. -.25 M ▼ ■ W W W W M W W Ä WÄ W & 50Rpf..Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ■ M ~ _ W MM vorh Derembg. 25",^ mehr. V ermäh.g« HML General-Anzeiger für Oberhessen ZWW Stann°rt am m"ln 11686 Orudi un» Verlag: vrühl'Iche Universtiäls Such- und Steinörudcret rr.Lange in Stehen. Schriftleitung und SeschSftsftelle: Schlllftrahe 1 Mengenabschlüsse Staffel B Tutzing, 15. April. (DNB.) General der Infanterie Erich Ludendorff feiert heute den 55. Jahrestag feines Eintritts in die Armee. Der Rtzichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generalfeldmarschall von Blomberg, in Begleitung des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fritsch, des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, des Generals der Flieger Kaupifch als Vertreter des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, übermittelte in Tutzing General Lu- dendorff die wärmsten Wünsche des Führers und Reichskanzlers und sprach die herzlichsten Glückwünscheder deutschen Wehrmacht aus. Oer Reichskriegsminister bedachte der Bedeutung des Tages in folgender Ansprache: „Als die Vertreter der deutschen Wehrmacht treten wir vor Euer Exzellenz, um Ihnen unsere herzlichsten Glückwünsche auszusprechen aur 55. Wiederkehr des Tages Ihres Eintritts in die Armee. Ich bin zugleich der Beauftragte des Führers und Reichskanzlers, der Ihnen seine wärmsten Wünsche ausspricht. Dieser Tag vor 55 Jahren war nicht nur für Euer Exzellenz, sondern für das deutsche Soldatentum und das deutsche Volk bedeutungsvoll. Damals trat ein Jüngling in die Waffenreihen, aus dem in stetigem Wachsen ein vorzüglicher General- stabsoffizier und Kommandeur, ein großer Soldat, ein Feldherr werden sollte. Der Weltkrieg war ein kriegerisches Ereignis von titanischem Ausmaß, dessen Bedeutung uyd Nachwirkung noch nicht abzusehen ist. Nun vor allen Führern, bei Freund und Feind, leuchtet Ihr kraft- voll-heroisches Soldatentum, Ihr tätiges Feldherrn- tum in einem strahlenden Glanz hervor. Wie weit von diesem Lebenskreis des Entschlusses und der Tat ist die Welt des geschriebenen Wortes, der Literatur entfernt! Wie zusammengestückt sind hier manchmal die Beweggründe, die zu einem Urteil, einer Kritik, einer* schiefen Darstellung führen. Wir Soldaten des Weltkrieges wissen besser als eine manchmal irrende Forschung, wie sehr General Ludendorff ein Beweger und Leiter, ein großer Verantwortlicher, kurzum ein Feldherr war. In Ihrem langen Leben, Euer Exzellenz, hat es wenig Muße und keine Schwäche gegeben. Der Kampf war und ist Ihr Element. Die Straft und die großen Visionen befähigen Sie dazu. Mögen Ihnen noch viele Jahre des vollen Wirkens gegeben fein!" General Ludendorff erwiderte: „Ich danke Ihnen, Herr Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, und Ihnen, meine Herren Oberbefehlshaber des Heeres, der Marine und der Luftstreitkräfte, daß Sie den weiten Flug nicht gescheut, um mir die Wünsche der Wehrmacht zum heutigen Tage auszusprechen. Ich danke Ihnen für die Wünsche und danke Ihnen, Herr Generalfeldmarschall, für die warmen Worte, mit denen Sie die Wünsche begleitet haben. Sagen Sie der Wehrmacht meinen Dank. Ich bitte Sie zugleich, dem Führer und Reichskanzler meine Wünsche zu übermitteln. in h " M er k |e,nen i öienst, !t MeMQj|c 15 3um i jjJ Klagen k i®nSta BeiteV’“* K b"‘itun. I" Mn Eh,, ÄL »Ä rh Q9en ech von Qf unb bei l Wie sieht es in der Wirtschaft aus. Eine gerüchtereiche Woche liegt hinter uns, aber die Meldungen über eine Stabilisierung des Papierdollar sind dementiert worden, wahrend die Anstrengungen der amerikanischen und englischen Regierung sich darauf richteten, die ungesunde ‘ Preishausse zum Einhalt zu bringen. Die verschiedenen Mittel dazu sind rücksichtslos angewandt worden, aber in dem großen Währunas- und Wirtschaftsdreieck USA., England und Frankreich spielt Frankreich insofern eine benachteiligte Rolle, als die Preiserhöhung in Frankreich infolge der verwirrten sozialen Verhältnisse, der Streiks, der Einführung der 40-Stunden-Woche weit über die letzte Franken-Abwertung von 30 v. H. hinweggeschritten ist. Der frühere Gouverneur der Bank von Frankreich, Moreau, hat jetzt Erinnerungen veröffentlicht, die für Frankreich eine bittere Lehre enthalten. In den Jahren 1926 bis 1927 hatte Frankreich ein absolutes Uebergewicht gegenüber der Bank van England und verpflichtete sich, das englische Pfund zu halten. Heute ist es umgekehrt, und mit dem Verschwinden der finanziellen Vormachtstellung Frankreichs ist auch gleichzeitig eine Einbuße des politischen Einflusses verbunden gewesen. Während in Frankreich die Preiserhöhungswelle nach weiter anfteigt, ist auf den Weltrohstoffmärkten ein Rückgang hauptsächlich der Metallpreise eingetrettn. So verlor Kupfer um über 15 v. H., in den USA. ist der Inlandspreis von 17 auf 15,5 Cents ermäßigt worden. Zinn lag ruhig, Blei und Zink gingen im Preise zurück, Kautschuk sank in London unter einen Schilling ,auch auf dem Baumwoll- markt trat eine Beruhigung ein, und auf den internationalen Getreidemärkten wurde die Hausse ebenfalls unterbrochen. Wenn auch der Preisstand der Jahre 1928 bis 1929 noch nicht voll erreicht wurde, so befürchtet man doch, daß wieder wie damals von einem sehr hohen Preisgebäude in die Tiefe einer Krise stürzen würde. ♦ Nachdem der amerikanische Staatssekretär Hüll ■ die bekannte Anregung zum Abbau der Handelsschranken gab, hat die englische Presse ziemlich ablehnend geantwortet, eine offizielle Stellungnahme des englischen Handelsministeriums zu dieser wichtigen Frage ist nicht erfolgt. Man hatte oan Zeeland, den belgischen Ministerpräsidenten, zwar beauftragt, eine Untersuchung über.die Handelshemmnisse einzuleiten, aber das war auch alles. Inzwischen hat bei seinem Besuch in Brüssel Reichsbankpräsident Dr. Schacht die Frage aufgegriffen und erläutert, worauf es ankommt. Wir müssen immer bedenken, daß für ein Land wie Deutschland mit feinen wirtschaftlichen Verflechtungen die Autarkie selbst unerreichbar ist. Wir versuchen nur, uns im Rahmen des Möglichen von der überflüssigen Rvhstvffeinfuhr zu befreien und Devisen zu sparen, wir verfolgen durch den Dier- jahresplan kein anderes Ziel als wie es in den großen Wirtschaftsräumen, im englischen Empire, im amerikanischen Wirtschaftsraum, im ftanzösischen Gebiet ebenfalls erstrebt wird. Aber wenn wir und auch die anderen Länder zunächst alle Quellen der einheimischen Produktion ausnutzen wollen, so bleibt doch immerhin genug übrig, um durch Befreiung des internationalen Warenaustausches von den jetzigen Hemmnissen der Weltwirtschaft wieder möglichst dem Gang der Vorkriegszeit anzupassen, der durch die Weltkriegsfolgen so verhängnisvoll und zur Klage Aller unterbrochen worden ist. Deutschland mit seiner stabilen Mark, seiner verhältnismäßig großen wirtschaftlichen Selbständigkeit will durchaus positiv mit den übrigen Weltwirtschaftsmächten Zusammenarbeiten, um ben freien Warenaustausch zu erreichen, und wenn auch, wie Dr. Schacht ganz richtig sagte, das wirtschaftliche Aufbauwerk durchaus abhängig ist von einer politischen Verständigung, so stehen dieser doch nicht mehr die großen Probleme entgegen, an denen sich alle Welt vergeblich die Zähne ausbiß. Aus diesem Grunde wird die Beauftragung van Zeelands mit der Untersuchung der Hemmnisse des gegenseitigen Warenaustausches von Deutschland lebhaft begrüßt. * Im Kalenderjahr 1936 stellte sich der Wert der Ausfuhr von Personenwagen auf 44,1 Millionen Mark, der von L a st k r a f t w a g e n auf 20,7 Millionen Mark und der von Motorrädern auf 4,7 Millionen Mark. Das ergibt einen Ausfuhrwert von insgesamt 70 Millionen Mark. Dazu kommt noch die Ausfuhr von Autoteilen und Zubehör. Gegenüber den Vorjahren bedeutet diese Ausfuhrsteigerung eine geradezu sprunghafte Besserung. Im Vergleich zum Jahre 1933 war die Aus- uhr von Personenwagen 1936 dem Werte rmch mehr als doppelt so hoch, die von Lastwagen fast dreimal so hoch und die von Motorrädern beinahe verfünffacht. Nach dem Verlauf des Ausfuhrge- chäfts in den ersten beiden Monaten dieses Jahres cheint sich die Steigerung des Auslandabsages fortzusetzen. Der Wert der Ausfuhr betrug in der genannten Zeit 6,9 Millionen Mark gegen 5,1 Mil- Honen Mark im Januar und Februar vergangenen Jahres. Auch die Ausfuhr von Lastkraftwagen unb Motorrädern war weiter erhöht. Die beste Craän- zung erfährt der deutsche Automobilmarkt durch" die hervorragende Jnlandkonjunktur. Deutsch-, land steht heute unter den zehn größten Kraftfahr-' nationen der Erde, wenn man den Personen- und Lastwagenbestand zusammenrechnet, an vierter Stelle hinter Großbritannien, Frankreich unb den Vereinigten Staaten von Amerika. Noch 1933 legen wir cutf dem 5. Platz. Deutschland konnte seinen Anteil an der Personenwagensumme der zehn Weltbesten von 2 v. H. im Jahre 1933' auf 3,3 v. H. im Jahre 1936 erhöhen. Noch stärker war die Erweite- 6 Sonntag. [ 181 April, 2620 D ? Univ.-Aula , Dose 32 nm 36 500 g 42 500 0 44 500 g 49 500 g 500g 20 500 g 26 500g 18 ^DosT^j -Dose 1'2 ,al-D°se ® N.-0°s6 ° ial-D°se nal-D°se^ ।pahe! e ><5 ;.pak2*x Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen In meinem langen Soldatenleben vor dem Weltkriege und erst recht im Weltkrieg war ich mit allen Wehrmachtsteilen, denen auch Sie damals angehörten, auf das allerinnigste verbunden. Es ist für mich heute Herzenssache, zunächst in Dankbarkeit der alten deutschen Wehrmacht zu gedenken, die im Weltkriege in heldischem Ringen gegen eine ungeheure Uebermacht das deutsche Volk vor der ihm zugedachten Zermalmung behütet und Deutschlands Grenzen geschützt hat. Die Bedeutung und Nachwirkung dieses großen Geschehnisses sind in der Tat noch nicht zu übersehen. Unsere Leistungen werden von tapferen Gegnern voll eingeschätzt. Uns brachten sie Erwachen des völkischen und rassischen Lebenswillens. Sie bilden die Grundlage Ihres Wirkens und die der jungen Wehrmacht. Die Lage, in der wir leben, gleicht in mancher Hinsicht der Zeit vor dem Weltkriege. Wäre damals mein Streben, unsere Wehrmacht zu vervollständigen und die allgemeine Dienstpflicht durchzuführen, von Erfolg gekrönt gewesen, hätte die Regierung die erforderliche Einsicht für das Gebot der Stunde gehabt, wäre das Volk gegenüber der Wühlarbeit der damals noch nicht erkannten überstaatlichen Mächte geschloffen geblieben, diesen wäre es nicht gelungen, Staaten, Völker und Heere gegen uns aufzubieten. Heute ist Deutschland zufolge des scharfen Blickes des Führers und Reichskanzlers, dem alle Deutschen nicht genug dafür danken können, und Ihres schaffenden Wirkens wieder wehrhaft, in dem klaren Wissen, daß nur ein wehrhaftes, auf den totalen Krieg gefaßtes geschloffenes deutsches Volk gegenüber der Hetze der heute erkannten überstaatlichen Mächte Bürge des Friedens in Europa zu fein vermag. Sie haben es so nach vielen Richtungen hin leichter als ich damals. Anderseits haben Sie es in vielem auch schwerer. Ihre Leistungen, aus Wenigem eine starke Wehrmacht zu bilden, stehen einzig da. Ich beglückwünsche Sie zu dem Erreichten, und zugleich alle die, die Sie zur Mitarbeit an dem Aufbau der Wehrmacht beriefen. Meine wärmsten Wünsche begleiten weiter Ihr und Ihrer Gehilfen Wirken, begleiten die junge Wehrmacht und die einzelnen Kameraden in ihrem ernsten Streben, allen Aufgaben gewachsen zu fein. In oorforgenber Schau gilt es indessen, zu erkennen, daß die überstaatlichen Mächte und ihre Helfershelfer in allen Volkern und in unserem Volk selbst wühlen, wie einst vor und im Weltkriege, um dem Volke Geschlossenheit, der Wehrmacht im Volke Rückhalt und damit die Kraft, ihre schweren Aufgaben zu erfüllen, und schließlich dem Volke den eben wieder entfachten völkischen und rassischen Lebenswillen und Lebensmvglichkeiten zu nehmen. Sorgen Sie, daß hinter einer auch seelisch starken Wehrmacht ein die überstaatlichen Mächte klar erkennendes, seelisch starkes und seiner völkischen Eigenart bewußtes geschlossenes Volk steht. Sie sprachen, Herr Generalfeldmarschall, von meinem Wirken. Dahin geht es, glauben Sie mir, zum Besten des Staates, des Volkes und der Wehrmacht!" Am Nachmittag kehrte Generalfeldmarschall von Blomberg mit Begleitung wieder nach Berlin zurück. rung bei den Lastwagen. Hier stieg der Anteil im gleichen Zeitraum von 3,3 auf 5 o. H. Die prozentuale Zunahme der jährlichen Zulassungen war in Deutschland weitaus größer als in den drei Ländern mit dem höchsten Kraftwagenbestand. * Anfang dieser Woche ist der sogenannte Privat- Diskontsatz, also der Zinssatz für reichsbankfähige Wechsel von etwa 3Vs auf 27/s v. H. herabgesetzt worden. Der Wechsel-Zinssatz in Deutschland ist damit wieder unter die Markscheide von 3 v. H. gesunken, diese Erscheinung ist um so begrüßenswerter als das Geldangebot sehr^ reichlich ist. Allzu reichliches Geld ist nicht gut, weil von ihm preistreibende Tendenzen ausgehen. Der Reichsfinanzminister hat deshalb auch vor einigen Wochen durch die Ausgabe der letzten 700-Millionen-Anleihe einen Teil des schwimmenden Geldes abgeschöpft. Umgekehrt ist natürlich Handel und Industrie zufrieden, wenn flüssiges Geld zu leichten Zinssätzen zur Verfügung steht. Die Eindeckungen für das Frühjahrsgeschäft sind nun zu Ende gebracht und angesichts des guten Geschäftsganges beginnen die dafür aufgenommenen Kredite bereits zurückzufließen. Zum Vierteljahrsschluß waren zahlreiche Zinsverschreibungen fällig, außerdem fließen dem kurzfristigen Geldmarkt aus Dividendenzahlungen beständig neue Mittel zu. Außerdem hat sich die Vorrakshaltung vermindert, nicht zuletzt auch im Kohlenbergbau, wo endlich die früheren hohen Haldenbestände wesentlich abgebaut werden konnten. Die Folgen des billigen Geldes sind auch für die Reichskasse erfreulich, weil damit eine Senkung des Zinssatzes für Reichswechsel verbunden ist. Auf der anderen Seite zeigt ein Blick in den Kurszettel, daß die Kurse von Anleihen stark anziehen, ja daß Pfandbriefe häufig überhaupt nicht mehr zur Notiz gelangen, weil sie allmählich ausverkauft sind. * Von Mitte März bis Mitte April sank der Kurs der 3prozentigen französischen Staatsanleihe von 74,35 auf 67,75, der 4prozentigen von 1917 von 74 auf 67,40. Der Kurs der deutschen 4prozentigen GemeindeumschuldungsMnleihe ist in derselben Zeit von 91 auf 92,13 und der der deutschen Anleihe-Auslosungsschuld von 120,25 auf 123 gestiegen. In Paris sank der Kurs der Banque de Pays-Bas von 1636 auf 1348, der des Cr£dit Lyonnais von 1780 auf 1710; in derselben Zeit stellten sich die Kurse der Deutschen Bank und Dis- konto-Gesellschaft in Berlin auf 120 bzw. 117,75 und der Dresdner Bank auf 104,75 bzw. 106,50, wobei aber zu berücksichtigen ist, daß die Dividende in Höhe von 5 und 4 v. H. inzwischen „abgegangen" ist. Die Aktien des Kohlenbergwerks Lens sanken in Paris von 392 auf 329, der Allgemeinen französischen Elektrizitätsgesellschaft von 1625 auf 1531, des chemischen Werkes Pschiney von 2260 auf 1850 und der Automobilfabrik Citroen von 855 auf 738 Franken. Dagegen bewegten sich in Berlin die Kurse von Harpener von 154 auf 161, von der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft von 41 auf 43,5, von IG. Farben von 168 auf 168,13, von Daimler-Benz von 127 auf 137. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Ausgabe öffentlicher Schuldverschreibungen in Deutschland ein blindes Wüten der Spekulation abbremst und daß sich in der mäßigen, aber nach oben gerichteten Kursbewegung lediglich das steigende Vertrauen auf die wirtschaftliche Entwicklung und politische Führung ausspricht. ♦ Es ist ein alter Erfahrungssatz, daß zum Sparen nicht nur ein fester Sparwille, sondern auch eine Sparmöglichkeit erforderlich ist. Vergleicht man die Sparaufkommen in den einzelnen Ländern Europas im Jahre 1936 miteinander, so zeigt sich, daß Deutschland, Ungarn und Bulgarien im letzten Jahre ganz konsequent ihre Spargroschen gemehrt haben. Beträchtlick war der Abgang an Spareinlagen in Frankreich und Holland, die infolge ihrer Abwertung Ende 1935 ein gut Teil des Vertrauens ihrer Sparer vernichtet hatten. Am stärksten litt naturgemäß infolae der innenpolitischen Entwicklung die Sparfreudigkeit in Frankreich. Der wirtschaftliche Aufschwung Englands spiegelt sich in einer Rekordeinlagenzunahme der englischen Sparkassen wider. In den nordischen Ländern zeigt sich bei Schweden ein Anhalten der Spartätigkeit, während Dänemark und Norwegen Rückläufigkeit der Sparaufkommen ausweisen. Bei Dänemark erklärt sich der Rückgang aus der Not der Landwirtschaft, bei Norwegen aus anderen Wirtschaftsschwierigkeiten. Namentlich die Besteuerung der Späreinlagen bei den Kreditinstituten führte in Norwegen zu einer starken Abwanderung von Spareinlagen. — Es bestätigt sich mithin immer wieder die Tatsache, daß Spargroschen ungewöhnlich empfindlich sind. Nur wo festes Vertrauen in die Wirtschaftszukunst eines Landes besteht, wachsen auch die Sparquellen eines Volkes an. ♦ Die in den letzten Wochen erfolgten großen Pelzauktionen in London, Kanada und Leningrad standen im Zeichen stark ansteigender Preise. Namentlich in Leningrad haben England und Amerika geradezu ungeheure Mengen Pelzwaren angekauft, die englischen und amerikanischen Händler bezahlten jeden Preis. Sie kauften wie seit längerem ganze „Jahresernten" der Farmen. Für amerikanische Rechnung wurden Pelzwaren zu Preisen gekauft, die die des Vorjahres um 40 v. H. übertrafen. Skunks wurde mit 25 v. H., Persianer mit 40 v. H., Schwarzfuchs mit 30 v. H., Blaufuchs mit 45 v. H., Nerz mit 60 v. H., Wildkatze mit 70 v. H. und Seal-Elektric mit 35 v. H. teureren Preisen bezahlt. Auch in den weniger gefragten Artikeln war eine Preiserhöhung von 25 bis 30 v. H. zu verzeichnen. Die einzige billigere Pelzsorte war amerikanisches Opossum, das 10 v. H. billiger wurde. Der Hochverratsvrozeß Roffainl Die kommunistischen .Hugendführer" als Zeugen. Berlin, 15. April. (DNB.) Im Hochverratsprozeß gegen die katholischen Jugendführer vor dem Volksgerichtshof erklärte die Hauptzeugin, die 26 Jahre alte ehemalige kommunistische Funktionärin Bertha Karg, die bereits wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden war. Sie betrachtete es als ihre besondere Aufgabe, entsprechend den von der Leitung des ehemaligen kommunistischen Jugendverbandes erhaltenen Richtlinien die „Einheitsfront" mit den jungen Katholiken zum „gemeinsamen Kampf gegen den Nationalsozialismus herzustellen." Sie erforschte in ihren Gesprächen mit Rossaint äußerst behutsam dessen Einstellung zum neuen Staat, indem sie zunächst nur religiöse und kulturelle Fragen beehrte. Dan aber ließ sie, ihre Maske fallen und kam mit dem Vorschläge heraus, man solle sie doch einmal vor den Leitern der katholischen Jugendoereine Aus der Front der Parteiarbeit. Gauleiter Meyer vor Diplomatie und Auslandspreffe. Berlin, 15. April. (DNB.) Auf einem Empfangsabend des Außenpolitischen Amtes sprach im Hotel Adlon Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Alfred Meyer (Gau Westfalen-Nord) über das Thema: „Aus der Arbeit eines Gauleiters und Reichsstatthalters." Nach der Behandlung von Fragen allgemeiner Natur auf den vorhergehenden Empfangsabenden gab damit zum erstenmal e i n Gauleiter aus dem Reich den ausländischen Hörern einen Einblick in die Arbeit der Front der Partei. Sie wissen, so führte Dr. Meyer u. a. aus, daß im Staat von Weimar die Länder nur ganz lose an das Reich gebunden waren. Durch den Führer wurde das Verhältnis von Reich und Ländern auf eine neue verfassungsrechtliche Grundlage gestellt. Die Richtlinien der Politik, die der Reichskanzler bestimmt, sind im Reich und in sämtlichen Ländern einheitlich. Für die Beobachtung der vom Reichskanzler aufgestellten Richtlinien der Politik zu sorgen, hat der Reichsstatthalter. Die Länderhaushalte können nur mit Zustimmung des Reiches aufgestellt werden. Damit ist auch in finanzpolitischer Hinsicht Einheitlichkeit gewährleistet. Der Reichsstatthalter übt also auf den ihm übertragenen Verwaltungsgebieten nicht mehr Landesgewalt, sondern Reichsgewalt aus Parteipolitisch gesehen, ist der Gauleiter dem Führer dafür verantwortlich, daß die Partei als Garant der Volksgemeinschaft ein jederzeit schlagfertiges Instrument der Politik des Führers ist. Das ganze nationalsozialistische Deutschland ist mit einem engmaschigen Parteiorganisationsnetz überzogen, mit dessen Hilfe jeder Staatsgedanke in kürzester Zeit. Gedanke auch des letzten deutschen Volksgenossen werden kann. Bei dem Reichsminister Rudolf Heß oder bei den zuständigen Reichsministern oder in ganz dringenden Fällen beim Führer selbst findet der Gauleiter jederzeit Gehör, um seine Sorgen vorzutragen. Einen schwerfälligen Jnstanzenzug oder einen bürokratischen Schriftverkehr in schwierigen Lagen gibt es nicht. Die Partei sorgt dafür, daß die Staatspolitik im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung geführt wird. Es ist nun die wesentlichste Aufgabe der Partei, für alle großen Staatsaufgaben die Kräfte des deutschen Volkes zu mobilisieren und das Volk zum Träger der nationalsozialistischen Staatspolitik zu machen. Der Gauleiter als oberster Parteiführer hat in seinem Gau auch die wirtschaftspolitische Initiative und muß die Durchführung der großen wirtschaftspolitischen Aufgaben sicherstellen. Eine der größten und schönsten Aufgaben des Gauleiters ist es aber, den Sozialismus der Tat Wirklichkeit werden zu lassen. Die großartigen Organisationen des praktischen Sozialismus, die Deutsche Arbeitsfront, die NSV. und die NS.-Frauenschaft, erhalten ihre politischen Richtlinien durch den Gauleiter. Bei der Machtergreifung fand die Partei das größte soziale Elend vor. Wir mußten beweisen, daß wir die Verfechter des wahren Sozialismus seien, und es ist uns gelungen, die Arbeiter zu Deutschland zurückzuführen. Wir haben angefangen, die Arbeiter nach und nach aus ihren Löchern herauszuholen, um ihnen anständige Wohnungen und sehr schöne Siedlungen zu bauen. Schon jetzt wird angesangen, ganze Elendsviertel der Großstädte niederzulegen. Vor allem haben wir den deutschen Arbeiter dadurch wiedergewonnen, daß wir ihm seine soziale Ehre wiedergegeben haben. Der deutsche Arbeiter fühlt heute, daß er Träger deutschen Blutes ist und daß er so unentbehrlich für die Nation ist, wie jeder andere Stand. Die entscheidendste Aufgabe des Gauleiters ist die M e n s ch e n f ü h - rung. Der Gauleiter muß sich die Herzen, das Vertrauen und den Glauben der ihm vom Führer anvertrauten Volksgenossen täglich wiedererobern. Und so müssen wir immer wieder als Redner und Prediger der nationalsozialistischen Idee mitten ins 'Volk hineingehen, in das deutsche Volk, in dem wahrer Friedenswille fest verankert ist. Wir Deutsche wollen den Frieden leidenschaftlich, wir haben viele, viele Jahre des Friedens nötig, um das nationalsozialistische' Friedensprogramm, „Deutschland schöner und seine Menschen glücklicher zu machen", verwirklichen zu können. Die Spanienkontrolle tritt am Montag in Kraft. Oer Nichteinmischungsausschuß behandelt die Freiwilligen-Frage. London, 15. April. (DNB.) Der Unterausschuß des Nichteinmischungsausschusses hat beschlossen, daß das Kontrollschema an den spanischen Grenzen am Montag, 19. April, um Mitternacht i n Kraft treten soll. Für spanische Häfen bestimmte Handelsschiffe, die zu dieser Zeit den letzten Beobachtungshafen auf ihrem Wege nach Spanien schon passiert haben, sollen von der Verpflichtung enthoben sein, Ueberwachungsbeamte an Bord zu nehmen. Das gleiche gilt für Schiffe, die keine Funkeinrichtung an Bord haben und sich zu dem genannten Datum bereits auf See befinden. Der Vorsitzende appellierte an den Willen der Mitglieder zur Mitarbeit und ersuchte sie, an die Probleme, die der Ausschuß jetzt zu lösen habe, mit Wohlwollen heranzutreten. Auf diesen Appell erklärte der italienische Vertreter, daß er bereit sei, die Erörterung der Frage der Zurückziehung der Freiwillig en aus Spanien wieder aufzunehmen, vorausgesetzt, daß von anderen Vertretern des Ausschusses eine ähnliche Antwort auf den Appell des Vorsitzenden gegeben werde. Im gleichen Sinne betonte der Vertreter der Sowjetunion, er bestehe nicht darauf, daß der Unterausschuß in der Erörterung der Vorschläge fortfahre, die er auf der Vollsitzung des Ausschusses am 24. März gemacht habe. Man kam überein, einen technischen Beratunqsun- terausschuß zu ernennen, um einen Plan für die Zurückziehung aller der Personen aus Spanien vorzubereiten, die direkt oder indirekt an dem gegenwärtigen Konflikt in Spanien teilnehmen und nicht spanischer Nationalität sind oder erst ab 18. Juli 1936 sie erworben haben. Der Technische Unterausschuß soll weiter einen Plan für eine wirksame Ueberwachung der Zurückziehung von Freiwilligen ausarbeiten. Der italienische Vertreter regte an, Vorschläge'auszuarbeiten, um alle Personen nichtspanischer Nationalität, von deren Betätigung man erwarten könne, daß sie den gegenwärtigen spanischen Konflikt verlängere oder verschärfe, an der Einreise nach Spanien zu hindern. * Die englischen Morgenblätter sind über den Beschluß des Nichteinmischungsausschusses, den Kontrollplan für Spanien am nächsten Dienstag in Kraft zu setzen, sehr befriedigt. „Morning Post" spricht von einer allgemeinen Entspannung der spanischen Lage. Der Nichteinmischungsausschuß habe etwas erreicht, was der Völkerbund, in dem zwei der am meisten interessierten Nationen nicht vertreten seien, unmöglich gewesen wäre. Dieser Erfolg gebe zu der Hoffnung Anlaß, daß der Ausschuß später einmal eine Vermittlung im spanischen Bürgerkrieg übernehmen könne. Das Labour-Organ „Daily Herold" bezeichnet die Inkraftsetzung des Nichteinmischungsplanes als einen Erfolg für Europa. Die liberale „News Chronicle" schreibt, die Anwendung des Kontrollplanes zeige der Welt ein Beispiel der internationalen Zusammenarbeit, nachdem endlose Streitigkeiten und Verzögerungen die Hoffnung beinahe zerstört gehabt hättey. Freiwilligen-Werbung und Waffenschmuggel wie bisher! Paris, 16. April. (DNB. Funkspruch.) Die „Action Fran^aise" berichtet, daß die Freiwilligenwerbung für die spanischen Bolschewisten in Frankreich und insbesondere in Marseille in gleichem Maße wie bisher durchgeführt werde. Jeden Freitag abend versammelten sich die in der Woche angeheuerten. Freiwilligen in einer Bar und von dort würden sie in Autobussen bis an die Stelle gebracht, wo sie die; Grenze überschreiten sollen. Der Grenzüttertritt erfolge zu Fuß und i m Einverständnis mit einigen Zollbe- amten, die durch den kommunistischen Abgeordneten Christofol für den Menschenschmuggel gewonnen worden seien. Auch der Waffenschmug- g e l werde eifrig fortgesetzt. In Perpignan befinde sich ein Ausschuß des marxistischen Gewerkschaftsverbandes EGT., der die Aufgabe habe, für den unbehinderten Transport der Waffen nach Sowjetspanien Sorge zu tragen. Vergebliche Angriffe der Bolschewisten. Salamanca, 16. April. (DNB. Funkspruch.) (Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Nach amtlichen Nachrichten, die bis zum Donnerstagabend im nationalen Hauptquartier eingelaufen waren, konnte an der F r o n t v o n Madrid ein bolschewistischer Angriff bei Robledo de Chavela unter erheblichen Verlusten des Feindes zurückgewiesen werden. Ebenso wurde an der Front von Santander im Abschnitt Lorilla ein feindlicher Angriff blutig abgeschlagen. An der Front von Bilbao versuchte der Feind im Abschnitt Urquiola einen erfolglosen Handstreich auf einen Brückenkopf. Ein bolschewistisches Flugzeug wurde abgeschossen. sprechen lassen. Rossaint setzte sich darauf mit dem Angeklagten S t e b e r , dem damaligen „Reichsführer" der „Katholischen Sturmschar" in Verbindung und erlangte dessen Zustimmung, daß die Agentin am „Allerheiligentag 1933" in Düsseldorf vor den westdeutschen Sturmscharführern sprechen durfte. Rossaint erzählte der Zeugin, Steber interessiere sich für Sowjetrußland besonders, weil er sich mit der Absicht getragen habe, mit einigen Sturmschar-Kameraden an der Wolga zu siedeln. (!) Rossaint will sich erinnern, daß er die Kommunistin bei ihren politischen Ausführungen unterbrochen und aufgefordert habe, lieber von ihren Erinnerungen aus Sowjetrußland zu sprechen. Nach dem 1. November 1933 ist die Karg bis zu ihrer Verhaftung am 31. Januar 1934 noch fünf- oder sechsmal in der Wohnung R o s s a i n t s gewesen und hat mit ihm „diskutiert". Sie hat dem Kaplan die Anschrift einer kommuisti- schen „Anlaufsstelle" in Düsseldorf gegeben und ihm mitaeteilt, daß sie auf diesem Wege ständig zu erreichen sei. Welche Bedeutung die kommunistischen Funktionäre ihrer Bekanntschaft mit Rossaint beimaßen, geht aus der Reise hervor, die die Karg im Dezember 1934 eigens zu dem Zweck unternahm, um in Berlin dem für das ganze Reich zuständigen kommunistischen Jugendfunktionär Kaiser Bericht über ihre Zusammenarbeit mit Rossaint zu erstatten. Zur Verwirklichung der kommunistischkatholischen Einheitsfront regte die Karg die Einrichtung von Zirkelabenden an, bei denen in der Wohnung von Katholiken jeweils fünf bis sechs junge Katholiken mit einem jungen Kommunisten zusammenkommen sollten, um von diesem „politisch unterrichtet", d. h. im kommunistischen Sinne zersetzt zu werden. Bei dieser Gelegenheit sollten auch verbotene Hetzschriften verteilt werden. Das letzte Glied in der langen Kette des Um- ganges Rossaints mit kommunistischen Funktionären war sein Zusammentreffen mjt Ewald Kaiser, der an der Spitze des ehemaligen kommunistischen Jugendverbandes stand und inzwischen wegen Vorbereitung zum Hochverrat vom Volksgerichtshof zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist. Aus seiner Vernehmung ergab sich, daß er von Rossaint die Zustimmung zur Herausgabe eines gemeinsamen Aufrufes für die kommunistisch-katholische Jugendfront erhalten wollte. Der Kaplan habe eine Reihe von Vorbehalten gemacht, ehe er sich bereit erklären wollte, mit dem Kommunismus zu arbeiten. Offenbar habe er den Verhandlungspartnern nicht getraut. Zu bindenden Abmachungen hinsichtlich der Einheitsfront sei es daher nicht gekommen. 0r. Ley in Littona. Rom, 15. April. (DNB.) Den Abschluß der Besichtigungsreise Dr. Leys bildete ein Besuch in Lit- toria. 30 000 Bauern bereiteten Dr. Ley eine begeisterte Huldigung. Ein Festzug bot in buntem Wechsel Bilder aus dem Leben der italienischen Bauern, ihrer Arbeit und ihrem Brauchtum. Dr. Ley sprach vom Balkon des Rathauses zu den Bauern. Besondere Begeisterung löste der Satz Dr. Leys aus: „Ihr Italiener verwandelt einen Morast in einen Garten Gottes, Ihr erobert Euch Raum und Boden gegen eine ganze Welt von Feinden. Was sind E"^' Feinde, da Ihr einen Duce habt." Reichseinheitsdiensiplan für die Hitlerjugend. Berlin, 15. April. (DNB.) In Maadeburg gab der Stabsführer der Reichsfugendsuhrung Hartmann-Lauterbacher bekannt, daß in Kürze ein allgemeiner Dienst - und Arbeitsplan für die gesamte Hitler-Jugend herausgegeben werde. Er sei als Rahmen- dienstplan zu verstehen und gebe den Eltern in gleicher Weise wie den HJ.-Führern und den Hit- lerjungen Ueberblick über die Beanspruchung durch die HJ.-Arbeit. Angesichts des immer noch bestehenden Heim- und Sportplatzmangels ist es natürlich nicht mög- lich, jeden Dienst auf den Tag und die Stunde genau zu bestimmen. Der neue Arbeitsplan ist deshalb ein Rahmenplan, der die wöchentlichen Dienstanforderungen für alle Gliederungen enthält. Der immer umfangreicher werdende Dienst in der HI. macht eine solche Regelung notwendig, die sicher besonders von der Elternschaft freudig bearüßt wird. Der Dienstplan enthält die Höchstanfor- d e r u n g e n für den Hitler- oder Jungvolkjungen bzw. das BDM.- oder Jungmädel sowie für die Sonderformationen der HI. An Führer und Führerinnen werden je nach dem Arbeitsbereich größere Anforderungen gestellt werden müssen. Für die HI. und den BDM. sieht dieser Plan u. a. wöchentlich einen Heimabend vor sowie einen Abend für die Grundschule der Leibesübungen. Ein weiterer Abend ist für den freiwilligen Leistungssport steigehalten. Jungvolk und Jungmädelbund haben entsprechende Nachmittage belegt. Demnach gibt es insgesamt wöchentlich zwei Pflichtabende bzw. Pflichtnachmittage. Zwei Sonntage werden außerdem für den Dienst im Sommer, ein Sonntag für den Dienst im Winter bestimmt. Beim Sonntagsdienst wird entsprechend der nach der Verkündung des Gesetzes vom 1. Dezember 1936 erfolgten Erklärung des Reichsjugendführers Zeit zum Kirchgang frei gehalten. Für Führer und Führerinnen find außerdem Wochenendlehrgänge zur Schulung vorgesehen. Rudolf Heß rüst zum Werbetag des deutschen ZugendherbergswerkeS. Berlin, 15. April. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hat anläßlich des Reichswerbe- und Opfertages des deutschen Jugendherbergswerkes am 17. und 18. April nachstehenden Aufruf gegeben: „Deutsche Jugend! Du sollst die Schönheit deiner Heimat sehen! Du sollst die Zeugen der großen Vergangenheit deines Volkes sehen! Du sollst die Werke der stolzen Gegen- wart deiner Nation sehen! Du sollst dir bewußt werden deiner Verpflichtung an der Zukunft! Wir wollen dir Herbergen geben, daß du wandern kannst durch unser Deutschland! — Jugendburg Stahleck, den 12. April 1937." Die Reichsleiter haben nachstehenden Aufruf unterzeichnent: „Deutschland wurde frei durch den Nattonalsozialismus! Deutschland wird frei bleiben, wenn es gelingt, den Nationalsozialismus für alle Zeiten in der deutschen Jugend zu verwurzeln. Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen keine Arbett, keine Mühe, kein Opfer gescheut werden. Aus eigener Anschauung muß unsere Jugend zu der Erkenntnis gelangen, daß in der Verbundenheit unseres Blutes zum Heimatboden die stärksten Wurzeln unserer Volkskraft liegen. Mit eigenen Augen soll sie die Schönheit der Heimat sehen und Kraft schöpfen aus ihr, damit sie dereinst kcrmpf- und opferbereit für Volk und Heimat einzutreten versteht. Die Jugendherbergen ermöglichen dieses Erlebnis jedem jungen Deutschen. Sie werden dadurch zu wahren Heimstätten der Treue des jungen Volkes zum heiligen Vaterland. Unserer Jugend zu helfen, solche Heimstätten zu bauen, wird somit zur selbstverständlichen Pflicht eines jeden National- sozialisten." Keine Aenderung der HZ.-Beitröge. Berlin, 15. April. Das Gesetz über die Hitler- Jugend vom 1. Dezember 1936 hat hier und da die irrtümliche Meinung hervorgerufen, daß für die Mitglieder der nationalsozialistischen Jugendorganisationen keine Beitragspflicht mehr bestünde. Der Reichs-Jugend-Pressedienst erfährt jetzt von zuständiger Stelle, daß selbstverständlich der bisherige niedrige Beitragssatz a u fr e chterh al- t e n bleibt. Und zwar beträgt der Beitrag einschließlich Versicherungsgebühr 30 Pf. für Jungvolk und Jungmädelbund und 50 Pf. für Hitler-Jugend und Bund deutscher Mädel. Die Sonderformationen zahlen 60Pf. im Monat. Als Quittung für den Beitrag dienen die parteiamtlichen Beitrags- und Verficherungs- marken. Kommunistische Wühlerei behindert die enali'che Aufrüstung. London, 16. April. (DNB. Funkspruch.) Die Streikwelle, von der England heimgesucht wird, veranlaßt den der Regierung nahestehenden „Daily Telegraph" zu dem Hinweis, daß die Streiks in verschiedenen englischen Industrien zum großen Teil gegen die Anweisungen der Gewerkschaften ausgerufen wurden oder fortgesetzt werden. Eine Beilegung der Streiks sei um so wichtiger, als sie den Fortschritt der Aufrüstung behinderten. Die Streikgefahr komme von Kommunistenzellen innerhalb der Gewerkschaften. Die Regierung müsse eingreifen, um eine Stilllegung lebenswichtiger Betriebe zu verhindern. Neue Ueberfälle an der indischen Nordwestgrenze. London, 16. Apr!l. (DNB. FunkspruM Nach den letzten Berichten über die Lage in Wazi- r i st a n haben die Aufständischen erneut den britischen Außenposten von Spinwan überfallen, ferner mehrere Brücken zerstört und die Telephon- und Telegraphenwege unterbrochen. Der Fakir von I p i, dessen Hauptquartier sich in einer Höhle in der Nähe des Shaktu-Tales befindet, hat alle Der- mittlungsvorschläge anderer Stammesvorsitzenden und seiner eigenen Verwandtschaft abgelehN' und setzt seine englandfeindliche Propaganda fort- Die englischen Behörden haben scharfe Ueberwa- chungsmaßnahmen an der Grenze getroffen, um die Belieferung der Aufständischen mit Lebensmitteln und Munition zu verhindern. ’Mne R^udierJips ■Ritte rauchen Sie die MOKRI ^™?s0M^schen- ää ss ; allem daran, <^QS^, KaTi^der MOKRI steckt- Mas ^rxTTRT soll man PrTc^i 8 genleBen llgmädelbund S- Demnach ^sbchtabende ^tQ9t wer« Sommer, ein 'stimmt. Beim )er nach der Wer 1936 suhrers Zeit Für Führer ^chenenhlehr< erbetag rsewerfe«. Ttellvertreter lf Heß, hct 'pfertages de- m 17. uni geben: „Deut, leit deiner ieugen der > Volkes sehe»! en Segen, [ft irtr bewch in der Zu. geben, daß du Deutschland! - 1937." letzenden Aus- rbe frei durch ni wird frei nalsoMismus genb ju oer- bürfen feint fcut werben. Atzend tu Derbunden. i die ftartftei M eigener mat sehen uni meinst kMp nat einjutretes löglichen dies« 5ie werden i»1 * eue des junger erer 3ugenb P wikd somit zö eben AtiM *olfiungtn »" für Mt 'her unx Arbeitg- 9en gestellt „W $(«n °bend vor undschule weiterer .Äeiirigt, über die hier und da f x, daß sm Zugendorgak bestünde. » eßt von Wlr -rbisheM' trechtE ertrag einsM r 3ungö Pf-fur^' ntscherL n zahlens Beitrag । Bersiche^k' f & Man ArlOqP m r ;,-'ts. 31ft\u9en6 «nfe- 1110 den eaMpru. SÄ enthält. L : 'n der M HIerei 'ufrüfluni äS'i iUffl Ä ft?# ’WJg F„%? oerbi"1*"1 le ... Jo steht das deussche Ägendherbergswerk? Wir könnten uns aus der Besichtigung besonders markanten Beispielen von yi von drei munisten in die Reihen der Sozialdemokraten einrevolutionären Extremisten, würde 250 Vertreter Wien, im April. I In den Studentencafes ist der Kaffee meistens rc„ hiHinor 9fhoi- ntk k ' • , . 1 polnische Lhauvmiffen am Werk. Wie sich der Aufständischenverband die „Verständigung" denkt. Bräutigam mußte den Hochzeitsgästen ein Bad Herrichten, das oft 3 bis 4 Tage dauerte, er mußte sogar die kostbaren Badegewänder dazu stellen. Während der Baderei wurden Mahlzeiten serviert. Die Bäder selbst waren nicht nur durch „Fichtennadelextrakt" verfeinert, man bestreute den Boden der Wanne mit Rosen- oder Lilienblättern, man setzte außer Kräutern und Essenzen Wein und Milch dem Wasser zu. Der Mokka also, den man im Bade jetzt wieder servieren will, ist harmlos, er entspricht dem veränderten Geist der Zeit. wie Thorez die Oberhand behielten, um so mehr als Blum seine Partei nicht geschlossen hinter sich habe. Die neue Einheitspartei, bestehend aus gierunq Blum gestürzt werde. In radikalsozialistischen Kreisen sei man bereits sehr unruhig. Man erzähle, daß der St u r z Blums das Signal für eine marxistische Revolte sein werde. nistischen Partei eintreten wird. Der „Figaro" meint, in der Politik wiege immer derjenige, der die stärkste Dynamik besitze. Man müsse den Kommunisten zugestehen, daß sie methodisch mit Ausdauer und Geschicklichkeit ihr Ziel verfolgten, sich einen Platz an der Macht zu verschaffen. Ihre Taktik sei die bekannte Taktik des trojanischen Pferdes. Es stehe außer Zweifel, daß, wenn die Kom- dringen, etftere binnen kurzem die Mehrheit in der Hand hätten. Der „Jour" spricht bereits von einem Zusammenbruch der Volksfront. Es fei klar, daß, wenn die beiden Parteien sich vereinten, die Leute im französischen Parlament haben. Das „Echo de Paris" fragt, was geschehen würde, wenn die Re- Hunaerstreik im ostoberschlesischen Bergbau. der Behörden auf Beschwerden zu lenken, zu denen die Zuchthäusler berechtigt zu sein glaubten. Auch während der Arbeitszeit soll es zu Ausschreitungen gekommen sein. In Dartmoor werden nur geringfügige Zwischenfälle zugegeben. — Vor fünf Jahren war es dort zu einer Revolte gekommen, die in der Geschichte des englischen Zuchthaüswesens beispiellos dasteht. Zwischen den Zuchthäuslern unif dem Aufsichtspersonal kam es zu einer regelrechten Schlacht, in deren Verlauf einige Hauptgebäude des Zuchthauses in Brand gesetzt wurden. Polizei schlug die Meuterei nieder. Der Gesamtschaden belief sich auf 3200 Pfund. Die Untersuchung ergab, daß es möglich gewesen war, sich von außen mit den Zuchthausinsassen in Verbindung zu setzen und ihnen zur/Flucht zu verhelfen. Auch Beamte waren in dieses Komplott verwickelt. In Dartmoor ist die Zahl der Zuchthauswärter verdreifacht worden. Die Wärter sind mit Feuerwaffen oder Gummiknüppeln ausgerüstet worden. Die Londoner Blätter geben sogar Gerüchte wieder, daß die Zuchthäusler eine neue Meuterei für den Kronungstag am 12. Mai planten. Die Ursache da- ür sei die Weigerung der Regierung, aus Anlaß der Krönung Strafnachlässe zu gewähren. „Daily Telegraph meldet, daß diese Weigerung auch in anderen Gefängnissen zu Unzufriedenheit geführt habe. In mindestens drei Gefängnissen in der Nähe Londons, habe man Pläne aufgedeckt, während der Kronungsfeiertage Kundgebungen oder Revolten zu veranstalten. Amerikanisches Gesetz gegen die Lynchjustiz. Unter dem Eindruck des besonders grausamen Falles der Lynchjustiz im Staate Mississippi nahm das Repräsentantenhaus mit 276 gegen 119 Stimmen eine Antilynchvorlage an. Sie setzt für Polizei- beamte, die zulassen, daß ihnen ein Gefangener ent- riffen und verletzt oder getötet wird, Geldstrafen bis zu 5000 Dollar und Gefängnis bis zu fünf Jahren. Teilnehmer an der Lynchjustiz können mit Gefängnis von 5 bis zu 25 Jahren bestraft werden. Acht Todesopfer einer Vrandkakastrophe in einem rumänischen Dorf. In Co m rot bei Tigina sind über 300 Häuser pom Feuer zerstört worden. Das Vieh föhnte nur m sehr wenigen Fällen gerettet werden. Wieviele Menschen ums Leben gekommen sind, steht noch nicht fest. Bisher sind acht verkohlteLeichen geborgen worden, darunter die eines etwa acht« jährigen Mädchens. Höhenrekord eines italienischen Fliegers. Ein Fahrtenbericht von süddeutschen Jugendherbergen. Von Or Rudolf Vogel. n*. Technik und Architektur deutscher Jugendherbergen. Kattowitz, 15. April (DNB.) Die Max-Grube in Michalkowitz wird seit Dienstag von ihrer 800 Mann starken st reitenden Belegschaft besetzt gehalten. Die Untertagebelegschaft ist am Donnerstag in den Hungerstreik getreten Zunächst waren Lohnstreitigkeiten die Ursache des Ausstandes. Inzwischen sind die Forderungen der Belegschaft auf 65 Punkte erweitert worden, was anscheinend auf die Wühlarbeit k o m m u n i :t i« scher Hetzer zurückzuführen ist. Nachdem am Donnerstag 15 Bergleute wegen völliger Erschöpfung ins Krankenhaus gebracht worden waren, zogen etwa 3000 Angehörige der Streikenden, vor allem Frauen und Kinder, vor die Wohnungen leitender Persönlichkeiten der Grubenverwaltung. Dort warfen sie die Fenster ein. Die Polizei wurde mit Steinhagel empfangen. Am Abend war die Ruhe wieder hergestellt. Das Cafshaus ist beileibe kein Kaffeehaus. Es ist aber auch fein Cafe schlechthin. Vom Kaffeehaus unterscheidet es sich nicht nur durch die Schreibweise und Betonung. Unter einem Kaffeehaus stellt sich der Wiener etwas ganz anderes vor. Etwa ein Lagerhaus oder ein Verkaufhaus für Kaffee, jedenfalls ein Gebäude, das die Ware Kaffee beherbergt. Das Cafehaus aber ist fein zweites Heim, in dem auf wohligen Polstern in wohligen Nischen Kaffee getrunfen wird. wiener Casehä'user. Kein Vergnügungslokal, sondern die »zweite Wohnung^. Von unserem sm-Mitarbeiter. Der ttalienische Kriegsflieger Mario S t o p p a n i hat mit dem breimotorigen Militär-Wasserflugzeug „Gant. $. 508" mit einer Nutzlast von 10 Tonnen eine Höhe von 4863 Meter erreicht und einen neuen internationalen Klassenreford für Wasserflugzeuge mit Nutzlast aufgestellt. Damit überbot er zugleich den internationalen Klasienrekord der größten über 2000 Meter gebrachten Nutzlast, der bisher von Amerifa mit 7533 Kilogramm gehalten wurde. Familiendrama in Nürnberg. 3n Nürnberg sprang eine 41jährige.Frau aus de m Fenster ihrer im dritten Stack gelegenen Wohnung Sie wurde so schwer verletzt, daß sie auf der Fahrt ins Kranfenhaus starb. Es stellte sich heraus, daß die schwer nervenleidende Frau vorher ihren Mann mit Spiritus übergof. Jen und das Bett angezündet hatte. 'Der 38iahrlge Ehemann mußte in sehr bedenflichem Zustande dem Kranfenhaus zugeführt werden. Briefkasten der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) A. B. Das Verhalten Ihres Pächters stellt einen wichtigen Grund zur sofortigen Kündigung dar. Sie sind nicht berechtigt, sich eigenmächtig oder notfalls durch Gewalt in den Besitz des von Ihnen verpachteten Gartens zu setzen, sondern fönnen die Exmittierung des Pächters nur auf Grund gerichtlichen Vorgehens durchsetzen. Die Ausübung der Selbsthilfe im Fragefall ist strafbar. Süddeutschland allerdings geschaffen worden ist, steht in der Einfügung in die bodenständige Architektur und Bauweise ebenso einzigartig da wie z. B. die Renovation von Burgen am Rhein und der Bau von Jugendherbergen an der Ostsee. Einige Zahlen scheinen doch unvermeidlich. Von 4,3 Millionen Uebernachtungen 1933 stieg die Zahl auf nicht weniger als 7,5 Millionen 1936. Der deutsche Jugendherbergsoerband zählt 2 0 0 0 eigene Häuser mit 250 0 0 0 Betten. Nicht weniger als 339 neue Jugendherbergen mit 20 000 Betten wurden in den letzten vier Jahren neu erbaut. Das Jahr 1937, für das jetzt am 17. und 18. April zur Zeichnung aufgerufen wird, soll 14 9 neue Jugendherbergen mit einem Aufwand von 14 Millionen Mark erstehen sehen. Die größte deutsche Jugendherberge, das Se g e l s ch i f f „He i n G o d e n w i n d", beherbergte im Olympiajahr nicht weniger als 71 000 junge Leute. Nicht weniger als 200 000 Ausländer, die meisten darunter junge Engländer, waren unter den 7,5 Millionen, die 1936 einmal ein Bett belegten. Es wird hie und da bereits von Luxus gesprochen, der angeblich in den neuen Jugendherbergs- bauten zuhause märe. Wer einmal auf dem „Hein Godenwind", in Soltau, in Hohenstein, im Riesengebirge, in Urfeld am Walchensee in neuen Jugendherbergen geschlafen hat, wird kaum behaupten können, irgendwo auf Luxus aestoßen zu sein. Oder liegt hier nicht eine Begriffsverwechselung vor? Wenn heute Metallmatratzen und saubere Schlaf- äcke benutzt werden, statt den Strohsäcken der ver- jangenen Tage, so ist das längst kein Luxus, allein chon dann, wenn man die große Gefahr der lieber« tragung von Krankheiten und nicht zuletzt von Un- geziefer in Betracht zieht. Bei dieser Gelegenheit: In den Großstädten, nicht zuletzt in Berlin, kämpft das Jugendherbergswerk mit Hilfe eines sehr erprobten Verfahrens einen erbarmungslosen Kampf gegen die geringsten Anzeichen von Ungeziefer. Oder ist es Luxus, wenn die Waschraume mit Fliesen ausgelegt sind, gekachelt werden, wenn die Tagesräume Holztäfelung besitzen und die Küchen mit den modernsten Geräten ausgerüstet werden? Als alten Freunden des Jugendherbergswerkes lacht uns heute das Herz im Leibe, wenn wir immer wieder in tausend Kleinigkeiten die Fortschritte verfolgen können, die in der T e ch n i k d e r M a s - senübernachtung und Betreuung der Jugend von Jahr zu Jahr gemacht werden. Da muß der Hausbau so geplant fein, daß der Herbergsvater stets den Ein- und Ausgang im Auge behält. Er sitzt * Vgl. den ersten Fahrtenbericht in Nummer 86 Gießener Anzeigers. Kunst und Wissenschaft. Die „Kantate" des deutschen Buchhandels. Seit über 130 Jahren besitzt der deutsche Buchhandel in seinen Versammlungen am Sonntag Kantate eine Einrichtung, deren Bedeutung nicht nur in ihrem Alter, sondern auch in wichtigen Leistungen für die Förderung und Ausbreitung des deutschen Buches zu sehen ist. So verlangt die jähr- liche Zusammenkunft in Leipzig von jedem Buchhändler, daß er Zeugnis ablegt darüber, wie er in dem abgelaufenen Jahre seiner Aufgabe gerecht geworden ist. Die „Kantate"-Veranstaltungen bringen in diesem Jahre die gemeinsame Tagung der Gruppe Buchhandel in der Reichsschrifttumskammer und des Börsenoereins, in der Staatsrat Hanns I o h ft zum deutschen Buchhandel spricht, und eine große Kundgebung des deutschen Buchhandels, in deren Mittelpunkt eine richtungweijende Rede des Präsidenten der Reichskulturkammer Reichsminifter Dr. Goebbels steht. Aas aller Weli. Revolten im englischen Zuchthaus Dartmoor. In dem bekannten englischen Zuchthaus von Dartmoor (Grafschaft Devon) ist es zu Revolten unter den Gefangenen gekommen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit der großen Zuchthausrevolte vor fünf Jahren haben. Während der Mahlzeit sollen die Zuchthäusler die Aufseher tätlich angegriffen und mit Tellern und Suppenschüsseln beworfen haben, um, wie man an nimmt die Aufmerksamkeit Das Getränk ist schwarz, braun oder gold. Die Milch oder die Sahne, die hier und für diesen Zweck „Kaffeeober s" heißt, wobei der Kaffeeobers nicht mit Schlagsahne gleich Schlagobers verwechselt werden darf, bewirken dieses Wunder einer Farbenskala mit sehr feinen Unterschieden. Ihre Ärone ist der schneeweiße Schlagobers, der wie eine Alpenbergspitze über die Tasse ragt. 21m Vormittag beherrschen im Cafehaus die Herren das Feld. Ihr Gefolge sind die Zeitun- g e n, die wie vielgeschwätzige Pagen hinüber- und — heruberwandern Immer ist es die Zeitung, die Z^t den Anstoß in die Tätigkeit gibt. Sie be- flugett zu Politik, Kultur und Geschäft. Aus ihr entstehen die Gespräche, die vielfältig wie die Zeitung sind. Man diskutiert und debattiert, man informiert und verhandelt. Man wechselt von dem Tisch zll jenem hinüber. Denn der eine genossene Äaffee gibt für die Stunden, die man im Cafehaus 3U tun hat, Heimatrecht, was immer wieder durch bas in kurzen Zeiträumen ausgewechselte Glas mit frischem Trinkwasser bestätigt wird. Zu tun hat man im Cass, man sitzt nicht nur Xo herum. Das Safe ist der Klub für jedermann. ©5 ergänzt das Büro und neutralisiert den Verkehr.. So ist das Cafehaus, wie der Klub, zugleich Lesezimmer, Empfangssalon und Derhandlungs- raum. Geschäftsleute, Literaten, Studenten arbeiten darin. Der Journalist kommt in Wien überhaupt nicht ohne das Caföhaus aus. Es muß natürlich ein Stammcafe fein Aber das bildet sich von selbst heraus. Der Stammplatz ergibt sich ebenfalls. Und damit die Obhut der Ober unter die man gestellt wird, wobei der Zahlober die Generalüberwachung ausübt. Der Zahlober ist schlechthin Herrscher in seinem Cafehaus. Es untersteht ihm alles, auch die Gäste unterstehen ihm Er kennt sie spätestens nach 14 Tagen mit Titel und Namen, er weiß, welche Zeitungen jedem vor- zulegen sind, er richtet Verabredungen und Bestellungen aus. Immer ist er diskret und von einer so liebenswürdigen Fürsorglichkeit, daß man sich gern seinen Dispositionen überläßt, weil man weiß, daß auch alle Wünsche, die man äußert, lautlos erfüllt werden. besonders markanten Beispielen von Jugendher- bergsbauten im vergangenen Jahr kaum ein geschlossenes Bild allem gestalten, wenn wir nicht bereits vorher viele andere Jugendherbergen im im Norden, Westen, Südosten und in Sachsen gesehen hätten. Uns ist ferner noch deutlich das Bild früherer Jugendherbergen gegenwärtig, um sichere Vergleichsmöglich- . feiten stets vor Augen zu haben. Das, was in Kattowitz, 15. April. (DNB.) Die ehrlichen Bemühungen der führenden staatlichen Stellen Polens und Deutschlands, die Verständigung in allen ftaatspolitischen Fragen der beiden Nationen auch zu freundnachbarlichen Beziehungen der beiden Völker auszubauen, werden immer wieder von den chauvinistischen polnischen Organisationen gestört, wie die Aktionen des Polnischen West Verbundes in Ostoberschlesien billiger. Ader oft reicht es' auch dazu"nicht^ aus'! "stb Posen-Pommerellen in der letzten Zeit ge- Dann geht man eben zu Zweien hinein und be= x^cn. stellt sich eine Schale Kaffee, deren Kosten eben k ffIeid)e Kerbe schlagt auch wieder einmal beide aufbringen, nur um sich da wie immer und kl, A u sst a nd i s ch e n v e r b a nd in Ostober- jeden Tag vom Mittag bis in den Abend hinein L?1 e V e n' dessen Ehrenvorsitzender der höchste aufhalten zu können. Während der laqesftunben ®taat5beamte dieses Gebiets, der Wojwode Dr. kommt es vor, daß sich plötzlich der Ober dem Tisch Grazynskl, ist. In diesen Tagen fand eine Vernäht und mit besorgter Miene sagt: Meine Herren lammIun9 von Vertretern zahlreicher polnischer Öres ist 11 Uhr, die Vorlesung beginnt!" Und am ?nN^ General Airnone-Cat gab einen umfassenden Ueber- räüme unte? ben fiamnen aüfaehä^at ^stn- blick über die Vorbereitungen und die besonderen Das eine wird nämlich meistens beim neuen Aufgaben die die italienische Luftwaffe im Feldzug gendherbergsdau übersehen? Sie dienen sti im all- m untm buß." besonderen klimatischen und gemeinen nur in einer begrenzten Zeit des ™ah? s SÄ" ?Erhaltnissen zu lösen hatte Die dem Wander- und ^ahrfpntriph mm»» nrnG«« Ausführungen des Generals fanden großes Inter- d 7Iahr"s^^aber^ ftS e SAirtunoÄb wS Stollf5letretär ®mcra( Milch dankt- dem Gast terrichtsstätt"n gesch^stenen^Grupp-n^mw G-m-jn- tzinen Bor-r°-l und druckte di- Hoffnung aus Schäften aur Vprffiminn Ri» Ji&Jn »ik fernem das Fortbestehen der freund chastlichen Beziehungen 6^efigm^un011°, Ä Smau5ber "ätschen -d d-r italienischen Lust- l Dor einer marxistischen S K’SÄ'aW: Einheitspartei in Frankreich. Markst-M-N d-r Wi-d-rb-1-bung d-ut- ErhältThorez dieOLerhand? scher Handwerkskunst zu .machen, können wir sie nur dazu beglückwünschen. Die Zeiten, da P?ri s , 16. April. (DNB. Funkspruch.) Die Op- disziplinlose Wandergruppen und Schulen keine Positionsblätter sind der Ueberzeugung, daß über Jugendherberge verließen, ohne irgendeine Beschä- kurz oder lang eine Verschmelzung der Öigung oder eine Rüpelei hinterlassen zu haben, sind sozialdemokratischen und der kommu- längst vorbei. Die Disziplin ist durchweg Vorbild- “1 r m "1 : ! - lieh, und es wird eisern auf die Schonung der Häuser geachtet. Kein Mensch aber wird den tiefgehenden Einfluß leugnen, den die wirklich solide und schöne Handwerkskunst, auf die wir überall trafen, auf die ältere Jugend ausüben muß. Wie könnte sie vorübergehen an einfach, aber kraftvoll gestalteten Gittern, Lampen und Beschlägen, wie könnte sie achtlos die kernigen Handschnitzereien im Dachgebälk, an der Hausfront, in öen Treppenaufgängen beiseite lassen! Eine Jugend, die von vornherein an ein Wohnen inmitten bester deutsche Wohnart gewöhnt wird, muß später auch einmal bei der Gründung eines eigenen Hausstandes auf diese Ideale zurückgreisen. Nein, wir sind nirgends auf Luxus gestoßen, wohl aber auf neue Zeugnisse eines Stils, der in der Nachkriegszeit sich langsam nicht nur im Jugendherbergs- wesen Bahn gebrochen hat, sondern durch die Erneuerung des Handwerks, der Wiederbesinnung auf die Materialechtheit und die Betonung des Persönlichen schlechthin bahnbrechend für eine neue deutsche Art zu wohnen geworden ist. Heute ist die gesamte deutsche Jugend organisiert. Aus 7,5 Millionen Uebernachtungen wird das Dop-1 pelte, vielleicht das Dreifache werden. Dieses in der ganzen Welt bahnbrechende und beispiellose Werk muß unsere Hilfe erhalten! ict etzue nvam.. OJ.-fpor/ Deutsche Fußball-Elf gegen Belgien. Am 25. April trägt die deutsche Nationalmannschaft ihr nächstes Länderspiel aus, und zwar ist in Hannover Belgien der Gegner. Mit Rücksicht auf die Gruppenspiele zur deutschen Meisterschaft, die nach Möglichkeit keine Unterbrechung erfahren sollen, konnten verschiedene Stammspieler der Nationalmannschaft diesmal nicht aufgestellt werden. So werden in Hannover u. a. auch Szepan und Janes nicht dabei sein. Die deutsche Mannschaft wurde nun wie folgt aufgestellt: Jakob (Jahn Regensburg); Häringen (Wacker München), Münzenberg (Alemannia Aachen); Kupfer (1. FC. Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (1. FC. Schweinfurt); Lehner (Schw. Augsburg), Hohmann (Benrath) oder Gau- chel (Neuendorf), Lenz (Bor. Dortmund), Roh- wedder (Eimsbüttel), Striebinger (VfR. Mannheim). Diese Mannschaft müßte in der Lage sein, die meteorenhaft aufgestiegenen Belgier zu schlagen, ohne damit das Können des westlichen Nachbarn zu unterschätzen. Erste Probefahrten in der überholten Avus-Aordkurve. Die neu überholte Nordkurve der Avus ist so weit fertiggestellt, daß am Donnerstagnachmittag die ersten Versuchsfahrten mit Rennwagen vor sich gehen konnten. Nachdem einige Runden von Bernd Rosemeyer und Ernst von Delius mit einem Zwei- Liter-Wanderer-Sportwagen vorangegangen waren, fuhr Rosemeyer siebenmal mit dem Auto-Union- Rennwagen durch die Nordkurve, wobei er Geschwindigkeiten zwischen 140 und 150 km/st erreichte. Zu diesen' Versuchsfahrten war auch Korpsführer Hühnlein erschienen, der mit von Delius die Nordkurve einmal durchfuhr. Vor ganz neue Aufgaben stellte die Nordkurve, die in der ganzen Welt kein Vorbild hat, unsere Rennwagen und Reifen. Aus diesem Grund sind die Versuchsfahrten zunächst noch vorsichtig aufzunehmen. Nach den gewonnenen Erfahrungen können langsame Steigerungen der Geschwindigkeit erst erreicht werden, wenn Fahrer und Fahrzeuge genügend darauf vorbereitet sind. Ausgerechnet begann es zu regnen, als Bernd Rosemeyer in den Rennwagen stieg. Er ging gleich mit Tempo durch die Nordschleife in halber Höhe, die er fast bis zur Mitte hielt. Dann steigerte der Europameister die Geschwindigkeit und kam schnell an den oberen Rand, zu schnell, so daß er mit dem Hinterrad den Wust streifte und dabei leicht ins Schleudern kam. Meisterhaft überwand er die Gefahr und stand schon Sekunden später wieder an der Box. Endlich' Lraddock-Prozeß hat begonnen. Entscheid aber erst in 14 Tagen. Die erste Verhandlung gegen Weltmeister Jimmy Braddock vor dem amerikanischen Bundesgericht in Neuyork brachte, wie nicht anders erwartet werden konnte, noch keine Klarheit in die reichhaltig verworrenen Pläne des amerikanischen Titelverteidigers. Der Vertreter des Madison Square Garden begründete ausführlich, weshalb Braddock von seinem geplanten Kampf mit dem Negerboxer Joe Louis am 22. Juni in Chikago ablassen und seinen vorher unterzeichneten Vertrag gegen den einzig anerkannten Herausforderer Max Schmeling am 3. Juni in Neuyork einhalten müsse. Die „Braddock- Partei" brachte ihre Gegengründe vor. Schließlich bat Bundesrichter Fake den Vertreter des Madison Square Garden, innerhalb einer Woche eine schriftliche Darlegung seines Standpunktes an das Bundesgericht zu schicken, Braddocks Vertreter solle dann in der darauffolgenden Woche seine Stellungnahme zu der Garden-Schrift brieflich einreichen. Vor den nächsten vierzehn Tagen ist also mit keiner Klärung der Urteilsverkündung zu rechnen. Große „Heffensahri 1937" des ASM. Das nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK.), Motorgruppe Hessen, bereitet gegenwärtig die Hessenfahrt 1937 vor, die am 8. und 9. Mai gestartet werden wird. In diesen Tagen ist bereits die Ausschreibung hinausgegangen und es ist auch diesmal damit zu rechnen, daß sich wieder eine starke Teilnehmerzahl melden wird. Die Fahrt wird als Zuverlässigkeitsfahrt von drei Standorten aus, von Darmstadt, Hersfeld und Gießen nach Bad Orb und als Zuoerlässigkeitsfahrt im Gelände auf festgelegter Strecke mit dem Start in Bad, Orb durchgeführt. Diese Hessenfahrt soll ein Beitrag zur weiteren Ertüchtigung der Fahrer und zur Erprobung der Betriebsbereitschaft der Fahrzeuge sein. Die Fahrt am 8. Mai wird über eine Länge von 120 Kilometer führen und muß, je nach Fahrzeuggröße in bestimmten Durchschnittszeiten zurückgelegt werden. Die Fahrt am 9. Mai wird über eine markierte Strecke auf Straßen aller Ordnungen und ins Gelände führen. Start und Ziel für diesen Teil der Fahrt befinden sich in Bad Orb und es wird ebenfalls die Bewältigung einer Strecke von 120 Kilometer in schwierigem Gelände verlangt. An der Fahrt können sich alle Angehörigen des NSKK., der SA., SS., der HI., der Wehrmacht, des DDAC. und aller Gliederungen der Partei und des Staates beteiligen. Es können sowohl Meldungen von Mannschaften wie auch von Einzelfahrern abgegeben werden. Die Einteilung der Fahrzeuge geschieht in neun Wertungsgruppen, und zwar in folgender Ordnung: Krafträder bis 125 ccm, bis 250 ccm, und über 250 ccm; Krafträder mit Seitenwagen ohne Begrenzung, Personenkraftwagen bis 1200 ccm, bis 1800 ccm und über 1800 ccm; Kübelsitz- und Dienstfahrzeuge bis 1500 und über 1500 ccm. Die Fahrzeuge werden beim Start in Abständen von je einer Minute auf die Strecke geschickt. Die Fahrer erhalten auch für diese Fahrt die Strecken- und die Kontrollkarte erst am Start. Start auch m Gießen Wie erwähnt, findet der Start für den ersten Teil dieser Fahrt am 8. Mai an drei verschiedenen Orten statt: in Darmstadt, in Hersfeld und in Gießen. In Gießen werden die Fahrzeuge von Oswalds- garten aus auf die Strecke geschickt. Ab 14 Uhr wird der Platz für die Fahrzeuge freigehalten. Der Start selbst beginnt um 17 Uhr. Wie wir hören, wird damit gerechnet, daß von Gießen aus etwa 100 Fahrzeuge starten werden, da man annimmt, daß ein Teil der Frankfurter Fahrer die Fahrt von Gießen aus bestreiten wird. Die Motorstandarte Gießen wird sich an dieser Fahrt voraussichtlich ebenfalls beteiligen, ob allerdings Standartenführer Nagel zusammen mit Oberscharführer Da uster an der Fahrt teilnehmen kann, steht noch nicht endgültig fest. Die Motorstandarte Gießen wird sich nach Maßgabe der Notwendigkeiten am Streckendienst beteiligen und zwei Durchgangsstellen und drei Kontrollstellen besetzen. Den erfolgreichen Teilnehmern an dieser neuen Prüfung des Motorsports in der Motorgruppe Hessen winken auch diesmal wieder goldene, bronzene und eiserne Plaketten als Ehrenpreise für ihre Leistungen. Fußballklub 1926 Großen-Buseck. 1. $(£. Grohen-Vuseck gegen Spö. Metzlar 05 Liga Reserve. Am Sonntag empfängt die 1. Mannschaft die spielstarke Liga Reserve des Spv. Wetzlar 05. Da den Gästen ein guter Ruf vorausgeht, dürfte man einen spannenden Kampf erwarten, der mit dem Schlußpfiff erst entschieden sein dürfte. Sporiamt „Kraft durch Freude". Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26, nur für Mitarbeiter der DAF., 18.15 bis 19.15 Uhr, offener Kursus 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen, Volksbad, Seltersweg — für Frauen und Männer gemeinsam — 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr. Kurze Sportnotizen. Piet van Kempen, der holländische Mannschafts- und Sechstagefahrer, hat sich trotz seines schon vorgeschrittenen Alters entschlossen, Steher zu werden. Tazio Nuvolari erlitt beim Training zum Turiner Stadtring-Rennen einen schweren Unfall. In hoher Geschwindigkeit wurde sein neuer Alfa Romeo aus der Bahn getragen und zertrümmert. Schwerverletzt wurde der italienische Meisterfahrer aus den Trümmern geborgen und ins Krankenhaus überführt. ________________________________ Gründungsfeier des Inf.-Aegts. 160 in Diez. Weihe einer Gefallenengedenktafel. LPD. Diez, 15. April. Am 1. April 1897 wurde Diez a. d. L. Garnison des I. Bataillons des da« mals neugegründeten 9. Rheinischen Infanterie-Regiments 160. Der 40. Wiederkehr der Gründung wurde dieser Tage mit einer Wiedersehensfeier der ehemaligen 160er gedacht. Höhepunkt der Feier war die Enthüllung einer Gedenktafel für die fast 3000 Gefallenen des Regiments in der Ehrenmalsanlage der Stadt. Die Weiherede hielt Generalmajor a. D. Gros (G i e - ß e n), ein Mitbegründer des Regiments, außerdem sprach der Kreisleiter des Unterlahnkreises Ohl. Bei den weiteren Veranstaltungen der Wiedersehensfeier erfolgte auch eine Ehrung der noch lebenden Mitbegründer. Die enge Verbundenheit der Jahrhunderte alten Garnisonstadt Diez mit dem letzten in ihren Mauern garnisonierenden Truppenteil kam während der Wiedersehenstage vielfältig und eindrucksvoll zum Ausdruck. Weiterbericht des Reickswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Der ungewöhnlich rasche Vorstoß eines kräftig entwickelten Atlantikwirbels über England hinaus hat unseren Bezirk bereits am Freitagmorgen in den Bereich eines ausgedehnten Regengebietes gebracht. Weitere Störungen folgen, so daß die Witterung auch für die Folge sehr unbeständig bleiben, ihr Ablauf aber größere Lebhaftigkeit als bisher zeigen wird. Die Temperaturen werden erheblich niedriger liegen. Aussichten für Samstag: Nach verbreiteten Regenfällen Übergang zu Schauerwetter, bei zeitweise kräftigen westlichen Winden kühler. Aussichten für Sonntag: Wechselhaftes Wetter mit wiederholten teilweise schauerartigen Niederschlägen, bei lebhaften westlichen Winden kühler. Lufttemperaturen am 15. April: mittags 13 Grad Celsius, abends 9,3 Grad; am 16. April: morgens 9,8 Grad. Maximum 13,1 Grad, Minimum heute nacht 8,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. April: abends 11,2 Grad; am 16. April: morgens 9,7 Grad. — Niederschläge 0,2 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. I Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig. fast in allen Größen vor- 66 RM. rätig ZOllMWW Herd. 26540 Mourant Boller. 1936/37 in der Volkshalle in Gießen vom 17. bis 19. April 1937. Neuenweg 46. Bleichstraße421. W 22 2664 D Gießen Schulstraße 6 ...und zum Bauen Blendend weiß mag Ihre Wäsche sein, und doch können noch Schmutzreste im Gewebe sitzen! Das Auge sieht sie nicht, aber Sie können die Reste riechen, besonders nachdem die Wäsche so 2-3 Wochen im Schrank lag. Merken Sie auch nur die Spur eines muffigen Geruches, dann war nicht genug Reinigungskraft in Ihrem Waschen. Es braucht noch eine Hilfe, und Sie können sie ihm geben, indem Sie. in der Nacht vor dem Waschtag den Schmuhlöser Buryus wirken lassen. Burnus zieht besonders den klebenden unsichtbaren Schmutz heraus. Sie werden glücklich sein, wie jetzt Ihre Wäsche vollkommen sauber wird, und wie frisch und rein sie duftet. Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl'sche Druckerei mit Sonderschauen „Jagdkunst". „Historische Jagdwaffen", „Jagdhundewesen", „Wildhege und lagdschutz". Wild - Krankheiten. Jagdliche Optik. 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April, nachm. 2'/r Uhr, vom Sterbehaus Eichenröderweg 6 aus statt. ___________________2668D Fehlt es Ihrem Waschen an Reinigungskraft? Die Nase karm's prüfen! Deutsche Jägerschaft Jagdgau Oberhessen Alles Vieh wird gut gedeihn, gibt Kellers Futterkalk(Mischung) man ein! V3 kg 36 Pfennig. [1727D Alleinverkauf: Viktoria-Drogerie, Lieven, Marktstr 5. Vorschriftsmäßige Jägerschafts- Uniformen 500 W fahrb., zu verkaufen. 01970 Schlafzimmer echt Eiche mit Nußbaum- Schrank,1,80 m, und Stühle nur RM. 395 Kücheneinrichtung Büfett, 1,60 m, Tisch und zwei Stühle mit Linoleum nur RM. 165 2658A Möbelhaus Georg Koos Simmentaler MM mit 2. Kalb (Ntutterkalb weil überzählig z.verkaufen bei 12668v Adolf Weber Inheiden (bei Hungen). Verkaufe gut erhaltenen 4/20 Svel steuerfrei günst.) fern. 1 Anlasser für 4/16 o. 4 20 Ovel/lAchseu.a. Wo, sagt die Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 26c?o l.Soldatenbnnd Inf.-Kamerad- schaft 1 und 2. 2.Neichötrenbd. 1. Am 20. 4. 37, 10.20 Uhr: Antreten a. 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Sonntagshoffnung ist wie eine zarte Blume, die am Wegrand eines jeden von uns ihre Knospen treibt und in immer wiederkehrenden Zwischenräumen ihr farbiges Blütenspiel treibt. Die Sonntagshoffnung ist schon am Montag da, wenn noch das Erlebnis des letzten Sonntags leise nachschwingt wie der Schlußakkord einer festlichen Musik. In den Pflichtenkreis dieses ersten Tages der Woche lugt die Sonntagshoffnung ganz sacht, aber nichtsdestoweniger fröhlich hinein, und wer etwa die Stirn kraus ziehen wollte angesichts dieses etwas leichtfertig erscheinenden Umstandes, der vergesse bitte nicht, daß erst die Hoffnung das Leben lebenswert und uns für die Pflichten empfänglicher macht. Am Dienstag braust und dröhnt der Werktag in voller Tourenzahl. Die Arbeit faßt den ganzen Mann und fordert seinen ungeschmälerten Einsatz. Aber das Blümlein Sonntagshoffnung ist über Nacht um ein Blättlern gewachsen, so daß es dem Alltag schon kräftiger gegenübersteht. In den Mittagsstunden, wenn die Sonne lacht, reckt es sich und ruft Gedanken wach von Spaziergängen und Entdeckungsfahrten in freier Natur. Der Mittwoch erscheint als freundlicher Mittler, der die Woche teilt und die Hoffnung auf den Sonntag sozusagen legal zur Anerkennung bringt Weshalb an diesem Tage in einigen wenigen Berufen der Nachmittag bereits einen Vorschuß auf das Sonntagsglück verheißt. Mit dem Abstieg der Woche am Donnerstag fetzt die Sonntagshoffnung zu ihren grünen Blättern schwellende Knospen. Was am Sonntag in den Stunden freier Selbstbestimmung geschehen soll, ist nunmehr ein Fragespiel, das sich unversehens in die pflichtgemäßen Erwägungen drängt, und wie ein leuchtender Schein den Alltag verschönt. Der Freitag kommt schon fast wie ein halber Samstag, an diesem Tage schießt das Blümlein Sonntagshoffnung jäh empor zu seiner vollen Größe. So harrt es voll Ungeduld des Tages, an Dem es seine Knospen öffnen kann. Der Samstag bringt dieses Wunder. Die Sonn- ckagshoffnung ist nun zur Gewißheit geworden. Sie Hibt dem Tage des Wochenendes strahlenden Glanz, -so daß er fast noch schöner erscheint als der eigentliche Sonntag, an dem die Erfüllung winkt. Denn mit dieser freudevollen Erfüllung tut sich auch bereits das Tor zur neuen Woche auf, durch das wir wieder zur Pflicht und zur neuen Sonntagshoffnung schreiten. H. W. Sch. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Ortsgruppe Gießen-Ost: 20.15 Uhr Versammlung im Cafe Leib, Vortrag von Kreisleiter Wilhelm Thiele (Biedenkopf). — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr: „Stille Gäste". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Herrscher". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraß-: „San Franzisko". — 16 und 20 Uhr: Frauen-Vorlrag im Hotel „Prinz Carl". Sladtlhealer Gießen. Heute abend findet die Erstaufführung der Komödie „Stille Gäste" von Richard Billinger statt. Diese Aufführung ist die westdeutsche Erstaufführung, damit kommt Billinger erstmalig am Stadttheater Gießen zu Worte. Die szenische Leitung hat Wolfgang Kühne. Die Bühnenbilder schuf Karl L ö f f- ' e r. Die Vorstellung findet als 29. Vorstellung der Freitag-Miete statt/Dauer von 20 bis 22.30 Uhr. Grundsteinlegung von 22 HI.-Heimen. NSG. Im Rahmen der einheitlich im ganzen Reich am 3. Mai stattfindenden Grundsteinlegung »on 1000 HJ.-Heirnen wird innerhatt) des Gebietes Hessen-Nassau der Grund st ein zu 22 Selten gewordenes Handwerk des Drechslers. I M ■ * N ’S. d ÄI' ir .1 r ■ ■ * Watzenborn- Steinberg, 16. April. In unserem Orte wird bei Schreinermeister Ruhl in der geräumigen Werkstatt am Dorfausgang von Watzenborn - Steinberg noch ein Zweig des Handwerks betrieben, der in unserer oberhessischen Heimat recht selten geworden ist: das D r e ch s- l e r h a n d w e r k! Es ist in den vergangenen Jahrzehnten erheblich zurückgegangen, nachdem sich die Generationen nacy 1900 immer mehr einer sachlicheren Gestaltung ihrer Wohnräume zuwandten und auf manches verzichteten, was früher dem Drechslermeister und seinen Gesellen Arbeit und Brot gab. Wir kennen heute nicht mehr die vielfältig gedrehten und gedrechselten Stuhl- und Tischbeine, die in vielen Absetzungen gestalteten Kleiderständer, Schirmablagen, nicht mehr die vielen Kugeln, Spitzen und Aufsätze auf Schränken, an Bettstellen usw., die ursprünglich für den Drechsler das Hauptarbeitsgebiet bildeten. Es wäre aber doch ein Irrtum, zu glauben, daß es heutzutage für den Drechsler gar nichts mehr zu tun gäbe. Wenn man Meister Ruhl einmal in seiner Werkstatt aufsucht, dann hört man von ihm, daß er auch heute noch zu tun hat. In seinem Betrieb sind drei Mann, die sich auf das Drechseln verstehen; demnächst macht auch ein Lehrling seiner Werkstatt die Gehilfenprüfung als Drechsler. Unter den geschickten und feinfühlenden Händen entstehen auf der Drechslerdrehbank die starken Naben für die Räder der Fuhrwerke, entstehen die Spitzen für Fahnenstangen, auch die Stiele für Spaten werden, wenn sie recht sauber ausfallen sollen, auf der Drehbank von der Hand des Drechslers hergestellt. Es ist eine Freude besonderer Art, dem Drechslermeister bei seiner Arbeit einmal zuzusehen. Mit großer Sorgfalt wird das Messer geführt, das vom raschroutierenden Werkstück nach dem' Willen des Meisters das Holz fortnimmt und dafür die zweck- bestimmte Form gewinnt. Hin und wieder werden Meßzirkel oder Maßstab angelegt, und immer wieder geprüft, daß die Arbeit entsprechend dem Muster ausfällt. Unser Bild zeigt den Schreiner- und Drechslermeister Ruhl von Watzenborn-Steinberg an seiner Drehbank. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Hitler-Jugend-Heimen gelegt. Bei dieser Zahl sind am stärksten beteiligt die Banne 87, Westerwald, 288, Niederwald, und 118, Worms. Die Feier der Grundsteinlegung wird von Leipzig aus, wo der Reichsjugendführer anläßlich der Grundsteinlegung des dortigen HJ.-Heimes sprechen wird, über alle deutschen Sender übertragen. Bund Deutscher Mädel, Untergau 116 Eiliger Dienslbefehll IM. -Untergau 116. Jede Jungmädel-Standortführerin meldet sofort auf Postkarte die genauen Zahlen der JM.-Auf- nahme und -Uebevweisung in den BDM. an den Untergau. Die Tauglichkeits- und Unbedenklichkeitsaufnahmen sofort über Gruppe an Untergau. Zugangsscheine über Gruppenverwaltungen. JM.rverbeabend. Im Rahmen der „Woche der Jungmädel" steigt am Sonntag, 18. d. M., ein Werbeabend im Cafe Leib. Die Obergaujungmädelführerin wird den Abend eröffnen. Unter dem Motto „Ein fröhlicher Nachmittag im Sommerlager" werden dann ernste und lustige Lieder, Mädeltänze und Spiele der Junamädel etliches aus ihrem Dienstbetrieb zeigen. Etliche Ziehharmonika - Stücke, ein Schattenspiel und ein Stück, gespielt von den JM.-Führerinnen, unter dem geheimnisvollen Namen „Knall Ramm!" werden außerdem gezeigt. Besonders die Eltern der JM.-Anwärterinnen und Jungmädels sind herzlich eingeladen. Hofkarte und Lehrerschaft. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung, Abteilung VII — hat an die Kreisschulämter eine Verfügung gerichtet, die sich mit der Mitarbeit der Lehrerschaft bei der Einrichtung der Hofkarten beschäftigt. In der Verfügung heißt es: Im Rahmen des Vierjahresplanes und der Erzeugungsschlacht der deutschen Landwirtschaft wird im Monat Mai 1937 in allen Ortsbauernschaften mit den Eintragungen in die „Hofkarte" begonnen. Die Hofkarte ist das Spiegelbild des Betriebes, das jetzt und später Aufschluß über die Leistungen und Erfolge gibt. Durch den Vierjahresplan gewinnt die Hofkarte noch zusätzlich an Bedeutung. Vollständige und unbedingt zuverlässige Angaben sind zwingende Voraussetzung für ein ordnungsmäßiges Arbeiten mit der Hofkarte. Um die Arbeiten restlos durchführen zu können, ist die Mithilfe der Lehrkräfte unerläßlich. Nicht allein, daß der einzelne Lehrer die Arbeiten des Ortsbauernführers unterstützt, ist die Einsichtnahme in die betriebswirtschaftlichen Unterlagen für den ländlichen Unterricht von großem Werte. Ich ersuche, die unterstellten Schulvorstände und Lehrer zur regen Mitarbeit aufzufordern. Weitere Mitteilung geht den einzelnen Lehrkräften durch den Ortsbauernführer zu. Turn- und Sportlehrerin im freien Beruf. Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat den Unter« richtsoerwaltungen der Länder eine Verfügung über die Zulassung besonders befähigter Sportlehrerinnen zur Ausbildung als Turn- und Sportlehrerin im freien Beruf zugehen lassen, in der u. a. gesagt wird: „Mit Rücksicht darauf, daß an der Reichsaka- I bemie für Leibesübungen nur männliche Sportler ausgebildet werden, habe ich auf Anregung des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers des Innern genehmigt, daß künftig sportlich besonders befähigte Frauen, die Turn- und Sportlehrerin im freien Beruf werden wollen, auch ohne den Nachweis höherer Schulbildung zur Teilnahme an der Lehrerinnenausbildung auf dem Gebiete der körperlichen Erziehung an den Hochschulinftituten für Leibesübungen zugelassen werden können. Die Zulassun^st nur in beschränkter Anzahl nach Maßgabe der pvrhandenen Plätze möglich und bedarf meiner Genehmigung. Voraussetzung ist dih Vollendung des 18. Lebensjahres. In erster Linie sind Bewerberinnen zu berücksichtigen, die sich erfolgreich im Dienste des Reichsbundes für Leibesübungen betätigt und an einem feiner Fortbildungslehrgänge erfolgreich teilgenommen haben. Im übrigen finden die Vorschriften des Abschnittes IV der Hochschulsportordnung und des Runderlasses vom 22. November 1935 über die Zulassung zur Immatrikulation auf vier Semester sinngemäße Anwendung. Durch die Teilnahme am Prüfungslager und die am Schluß der Ausbildung abzulegende Prüfung wird von den Bewerberinnen aber weder eine Lehrbefähigung für Schulen erworben, noch die Berechtigung zur Anstellung im Schuldienst ausgesprochen." Diesen Erlaß bringt der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — mit dem Bemerken zur Kenntnis, daß unter den gleichen Bedingungen ab 1. Oft. 1937 auch am Institut für Leibesübungen der Universität Gießen eine Möglichkeit zur Ausbildung als Turn- und Sportlehrerin im freien Beruf besteht. Bewerbungen find bis 15. August 1937 an die Landesregierung, Abteilung VII, zu richten. Auskunft über die Ausbildung, Kosten usw. erteilt das Institut für Leibesübungen in Gießen. Keine öffentliche Ratsherren - Sitzung. Nach einer neueren Mitteilung der Stadtverwaltung vorn gestrigen Tage wird die Sitzung der Ratsherren am morgigen Samstagnachmittag nicht öffentlich fein, da nach § 41 der Deutschen Gemeindeordnung die Beratung der Ratsherren mit dem Leiter der Stadtverwaltung bei einem Tagesordnungspunkt wie dem berichteten, nicht öffentlich fein muß. Es braucht sich also am morgigen Samstagnachmittag wegen der Ratsherren-Sitzung niemand, der nicht in amtlicher Eigenschaft dazu berufen ist, auf den Weg zum Stadthaus zu machen. Hohe Geldstrafe wegen unbefugten Einschlagens eines Feuermelders! Wegen groben Unfuges und wegen Sachbeschädigung hat das Amtsgericht Gießen gegen einen Volksgenossen durch Strafbefehl vom 31. März 1937 auf eine Geldstrafe von 150 Mark zuzüglich 7,50 Mark Kosten, eventuell 30 Tage Gefängnis, erkannt, weil er unbefugt einen Feuermelder einschlug und hierdurch die Feuerwache unnötigerweise alarmierte. Dies mögen sich alle zur Warnung dienen lassen, die glauben, eine derart wichtige, zürn Schutze der Allgemeinheit und von wertvollem Volksgut geschaffene Einrichtung zum Objekt ihres Uebermutes machen zu müssen. Wer unbefugt einen Feuermelder einschlägt, bringt dadurch, daß die ständige Feuerwache unnötig ausrückt und im Ernstfälle nicht rechtzeitig an einem Brandort eintreffen kann, andere Volksgenossen in Gefahr. Zukünftig wird jedes unbefugte Einschlagen von Feuermeldern unnachsichtlich verfolgt und bei der zuständigen Stelle nachdrücklichst auf strengste Bestrafung der Täter hingewirkt. Ferner wird die öffentliche Anprangerung der festgestellten Täter erfolgen. „(5an Franzisko." Lichtspielhaus. Dieser bemerkenswerte Film der Metro-Goldwyn- Dterjer, dessen deutsche Fassung seit Wochen und : Monaten mit durchaus ungewöhnlichem Erfolge durch Deutschland lauft, ist als echt amerikanische Sensation ersten Ranges angekündigt worden. Er schildert, ähnlich wie seinerzeit „Atlantik", eine der trofjwi Naturkatastrophen der neueren Zeit, die iber Jahrzehnte hinweg nicht völlig in Vergessenleit gerieten. Es ist in der Tat ein „Motiv" für len Film, das sensationell genannt werden kann, und vielleicht konnte, aus mehreren Gründen, nur (in Amerikaner darauf verfallen, den schrecklichen Intergang einer ganzen großen, reichen und blühenden Stadt in Erdbeben und Feuer auf die Leinwand bringen zu wollen. So weit sich dergleichen überhaupt annähernd rekonstruieren läßt — wieder tentt man an die „Titanic"-Katastrophe vor fünf= undzwanzig Jahren und auch an die zahlreichen Filme vom Weltkrieg —, ist es hier in der £at gelangen, auf eine schauerliche und schreckenerregende Weise die furchtbare Vision der kalifornischen Ka- tistrophe vom 6. April 1906 heraufzubeschwören: mitten in den fröhlichen Jubel eines Festes bricht fz mit Donnergetöse herein; die Erde bebt, und es ^zittert mit ihr die große Stadt, Wände stürzen jein, Balkons und Säulen, Häuser brechen zusammen, ganze Straßenzüge, ganze Stadtviertel, der $-oben tut sich auf, Menschen werden verschüttet, Iverstümmelt, erschlagen, eine rasende Panik ergreift Ö! e Bewohner von San Franzisko, und zu allem I-nglücf und Elend bricht auch noch Feuer aus, ein Miefenbrand frißt mit ungeheurer Gewalt um sich, zsmal es an Wasser mangelt, und legt in Asche, was das Erdbeben verschont hat, bis am Ende nur noch ein rauchender Trümmerhaufen übrig ist. Dies ist: im Film dargeftellt mit Mitteln, über die heute 4welleicht nur die Amerikaner verfügen. Aber nun nuß man auch zugeben, daß es den Herstellern augenscheinlich nicht um die pure Sensation an sich Z2 tun gewesen ist. Den Bearbeitern — Robert Hopkins schrieb das Manuskript, Anita Loos bas Drehbuch; W. S. v a n D y k e führte Regie; an br deutschen Fassung ist Theodor Haerten be- Migt — hat offenbar mit dem Untergang der Stadt lt etwas wie eine apokalyptische Vision vorge- icjiwebt, so etwas wie Sodom und Gomorrha, wenn bis Stadt San Franzisko, die nicht nur als die plSchste und blühendste, sondern auch als die oer« 4 ügungssüchtigste, lasterhafteste und gottloseste be= ;iichnet wird, mitten im Freudentaumel eines rau« ipienben Festes mit Tanz und Musik in Schutt und Asche gelegt wird. Die wilden und entfesselten Rhythmen der Lieder und Tänze im Vergnügungsviertel am Barbara-Strand kontrastieren — bewußt gegeneinandergestellt — mit dem Kirchenchor im kleinen Betraum und mit dem mächtig anschwellen- den Choral im Lager der Geretteten zuletzt — „Näher, mein Gott, zu dir ..." Ueberbies hat der Film eine Handlung, und der Inhalt dieser Handlung ist im Grunde nichts anderes als die Bekehrung eines Durchschnitts-Amerikaners zu Gott. Der eigentliche „Held" ist Blackie Norton, Besitzer des Dergnügungslokals „Paradies", ein sachlicher, entsetzlich nüchterner Mann, mit beiden Beinen fest auf der Erde, ungebildet, primitiv und unkompliziert; er glaubt an fein Geschäft, an sein Geld, an seinen Vertrag, an ein richtig gebratenes Hammelkotelett, und sein letztes Argument ist der Kinnhaken. Dabei ist er im Grunde gutmütig und kein schlechter Kerl, nur völlig diesseitig gerichtet, und Seele, Gott, Religion, Unsterblichkeit sind ihm keine Begriffe, geschweige denn Erlebnis. Dieser Mann nun wirb burch die Katastrophe im Innersten verwandelt: in den Schreckensszenen des Zusammenbruches verliert er den einzigen Menschen, der ihm mehr bedeutet als ein Geschäft oder eine Ware, — das Mädchen, das er liebt. Er irrt durch die Trümmer der zerstörten Stadt, bis er das Mädel unversehrt gefunden hat. Und siehe: auf diesem traurigen Wege hat er nicht nur einen geliebten Menschen gefunden, sondern auch sich selbst, sein wahres, besseres Ich, einen Glauben, der über die irdische Welt San Franziskos hinausreicht. Die Stadt wird wieder aufgebaut werden, wird neu und schöner erstehen als zuvor — das deutet die Vision der letzten Bilder an. Norton aber, am Ziel seines Weges angelangt, sinkt in die Knie: „Dank, mein Gott — ich meine cs wirklich". — Was zwischen dem Ausgangs- und Endpunkt dieses Weges liegt, ist nicht erheblich, dergleichen gibt es in andern amerikanischen Spielfilmen auch; die Entwicklung aber, die Wandlung und Verwandlung eines Menschen vor einem erschütternden Schicksal, die hier gezeigt wird, hebt den Film „San Franzisko" über das Niveau eines bloßen Senfationsstückes hinaus. Den Mann, dem dies widerfährt, spielt Clark Gable: er ist wohl gegenwärtig der beliebteste, der in Deutschland bekannteste und sicher der teuerste unter den amerikanischen Filmschauspielern. Man konnte ihn etwa mit unserm Albers vergleichen; er ist ein. ähnlicher Typ, er hat, wie mir früher sahen, auch Humor, aber er macht hier kaum Gebrauch davon, er gibt diesen Blackie Norton so sachlich, so nüchtern, so trocken und ungeiftig wie möglich ... und darum mit einer ganz unverdächtigen Echtheit; überzeugend und ohne alle Pose auch die Wandlung zuletzt, die man glaubt, weil hier ein einfacher, irdischer, im Grunde fast kindlicher Mensch gezeigt wird. Jeanette M a c Donald ist Gables Partnerin, sehr hübsch, sehr zart, mit einer hellen, hohen Gesangsstimme und so beseelt, daß man den Weg des Mannes zu ihr wie den Uebergang von einer alten, fragwürdigen in eine neue, größere und reinere Welt empfindet. Von den übrigen, hier kaum bekannten Darstellern feien Spencer Tracy (Pater Mullin) und Jeffy Ralph (Mrs. Burley) genannt. — * Im Vorprogramm sieht man die Fox-Wochenfchau und den Kulturfilm „Schmiedekunft". Hans Thyriot. Nie Heimat. ($in Bekenntnis von Hermann Stehr. Wenn sich in der nie nachlassenden Unruhe meines geistigen Lebens die Gedanken abgeschliffen haben, wenn ihr Glanz erblaßt durch eine dauernde Hingabe; wenn ich meiner müde bin, der Strom dieser inneren Leidenschaft entweder unfühlbar in seiner Selbstverständlichkeit geworden ist oder sich anschickt, in einer Art hektischen Uebertreibung, andere stille Gebiete meines Wesens zu vergewalti- tigen, auszuschließen oder nur zu verwirren: dann weiß ich, daß die Zeit unweigerlich gekommen ist, an jenen Fleck der Erde zu reifen, wo die Sinne erwachten und in den ersten Bildern der Umwelt in mir das erste Ahnen meines Daseins aufging, des tiefen Rätsels, das immer geheimnisvoller, unergründlicher wird, je länger ich mich bemühe, es zu ergründen. Hier, in der Heimat, wo meine Augen, das erstemal von dem Lichte erschlossen, mich in die Unendlichkeit des Raumes hoben; wo ich von dem Wunder der lautlos fallenden Schneeflocken in der stillen Luft entzückt wurde; wo die Laute des Windes mich wie himmlische Musik ergriffen, das wogende Kornfeld das feste Land in ein leichtes Spiel goldener Wellen verwandelte, Sträucher als Wälder und die fernen Wälder der Berge als blaue Wolken des Himmels erschienen, das Spiegelbild der Bäume und Sträucher im glatten Wasser mich mit Schauer und beglückter Unruhe belud, der nächtliche Mond mir seligen Schrecken einjagte: Hier in der Heimat, wo alle Wirklichkeit ein Wunder und alle Wunder greifbare Wirklichkeit waren, werde ich von aller Reflexion erlöst, von aller Geschichte, dem Parlament, den Kirchen, dem Kampf und Ringen meiner Lebensaufgabe und allem Streit der Systeme und Meinungen. Ich vergewaltige Erde und Himmel nicht mehr mit meinen Gedanken und verstehe jenseits und über meinen Verstand hinaus den himmlischen Sinn von Wald, Wiese, Fluß, Blume, Tier, Wasser und Mensch. Indem ich über mich hinausgehoben werde, werde ich meiner recht inne. Die tausendgliedrige Kette, die mich überall einschließt, gibt mir Freiheit, das ganze Dasein wird aus einem Kampf um eine Erzeugung und Behauptung zu einem göttlichen Geschenk, das ich genieße und dadurch beherrsche, daß ich mich einordne. Sogar mein Heimatstädtchen auf dem felsigen Steilhange an einer Flußmündung mit feinen alten Wehrtürmen, seinen stillen, immer durchsonnten Gassen und Plätzen, von der Atmosphäre seiner langen, wechselvollen alten Geschichte umwittert, seiner Kraft und Starrheit, feiner Inbrunst und Treulosigkeit, wirkt, seiner Zwecklebigkeit entrückt, wie naturnotwendig aus der Erde gewachsen, von der Ratsversammlung terrestrischer Kräfte und der Wirkung himmlischer Vernunft ersonnen, bestimmt und erhalten, genau ein solch kosmisches Gewächs wie die Dörfer im Typus ihrer Bauart und dem Plan ihrer Anlage in den breiten Tälern, den engen Schluchten, an den schwer hinausgedehnten Abhängen und auf den immer winbüberfauften Hochflächen. Natur und Menschensiedlung sind sich nicht feind, und blinken zur Nacht die Lichter aus den Häusern, so scheint es, als hätten sich die Sterne des Himmels brüderlich herbeigelafsen, den Menschen in der Finsternis als Lampen zu dienen. In diese Verzauberung der Wirklichkeit werde ich immer von meiner Heimat geführt, daß mir nach der Rückkehr in eine andere Gegend noch lange alles, wie von Paradieslicht umschimmert, tiefer in meine Seele, näher meinem Herzen gerückt wird, und mein Tagwerk in einer höheren, als der sichtbaren Sonne aedeiht. Und ein anderes weiß ich: daß jene Menschen, deren Leben in einer härteren Fron als das meine gebannt ist, durch ihre Heimat von der Halsstarrigkeit ihrer Streitfraaen, der Enge ihres Berufspferches, dem menschenfeindlichen Feuer ihres Egoismus erlöst, auch in diese allver- bindende Liebe, in dies Hinsinken in eine überirdische Sicherheit geführt werden, und wäre es nur auf Augenblicke, die aber doch so tief greifen, daß sie es noch lange wie den Segen eines Gottes spüren. . So schon, so wunderkräftig ist jede Heimat, mag sie um Perleberg, Heydeknig, Emmerich, in Sanddünen oder in den Bergen liegen. Sie ist nicht schon weil sie schon, sondern schon, weil sie unsere Heimat ist, ein Schatz, der Armen wie Reichen offensteht, ja jenen in einem umfassenderen Maße als diesen. Sie ist auf Erden der himmlische Freitstaat in der Brust des Menschen, das wahre Deutschland seiner Herzens. Oie Schulzahnpflege. Den Kreis- und Stadtschulämtern, den Direktionen der gewerblichen Unterrichtsanstalten und den Direktionen der Hähern Schulen ist vom Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — ein Erlaß über die Schulzahnpflege zugegangen, in dem gesagt wird: In seinem Erlaß vom 12.. März 1937 hat der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung erneut auf die Durchführung einer geordneten Schulzahnpflege als Teilaufgabe der Volksgesundheitsführung hingewiesen. Unter Bezugnahme auf die seitherigen Verfügungen erwarte ich, daß bei den in Hessen angeordne- ten Untersuchungen die Schule tatkräftig mitwirkt. Das Ziel der Schulzahnpflege ist, in der deutschen Jugend ein dauerndes Bedürfnis zur Zahnpflege zu entwickeln, sowie den Willen zu einfacher, gesunder Ernährung und Lebensführung nachhaltig zu stärken. Praktisch muß erreicht werden, daß künftig keine deutsche Frau Dauernden Schaden leidet, weil diese erzieherische Pflicht vernachlässigt wurde und kein deutscher Mann vom Wehrdienst zurückgestellt zu werden braucht, weil seine Wehrfähigkeit durch schadhafte Zähne und damit zusammenhängende körperliche Schäden herabgesetzt ist. Die Mitteilung des Zahnarztes an die Eltern und sonstigen Erziehungsberechtigten soll für jeden Lehrer und Klassenleiter ein willkommener Anlaß zur Aufklärung sein und dazu beitragen, auf die Befolgung des schriftlich erteilten Rates in angemessener Weise hinzuwirken. Soll jedoch eine geordnete Schulzahnpflege auf erzieherischer Grundlage erreicht werden, so wird die Mitwirkung der Schule wesentlich weiter gehen müssen. Der Unterricht in Naturkunde, Biologie, Chemie und Gesundheitslehre soll, je nach Charakter der Schule und Alter der Schüler, bei gegebener Gelegenheit auf den Bau der Zähne und ihre Bedeutung für den menschlichen Organismus näher eingehen. Dabei soll er vertieft — in der Oberstufe der weiterführenden Schulen auch wissenschaftlich — begründen, warum die Pflege der Zähne und des Mundes für den einzelnen, wie für das Volksganze lebensnotwendig ist. Tafeln, Präparate, Modelle, Lichtbilder und Filme find zur Unterstützung heranzuziehen. Gute Lehrmittel dieser Art sind bei Ergänzungen der Lehrmittelbestände zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist auf die Schüler aller Altersstufen durch Gewöhnung an die Zahnbürste, an tägliche Zahn- und Mundreinigung sowie an Körperpflege überhaupt fortdauernd erzieherisch einzuwirken. Erst links, dann rechts! In unserem Bericht über die Fahrt des Lautsprecherautos der Gießener Polizei (Gießener Anzeiger vom Dienstag, 13. April) ist bei der auszugsweisen Wiedergabe einiger grundlegender Verkehrsregeln leider ein Druckfehler unterlaufen. Es muß natürlich richtig heißen: „Beim Ueberqueren der Straßen erst links, dann rechts sehen!" Diese wichtige Grundregel des Straßenverkehrs mögen sich unsere Leser genau einprägen. Das wird ja auch leicht gehen, wenn man auf dem Wege von der Wohnungstür zur Haustür rasch ein halbes dutzendmal die Worte vor sich hinflüstert: „Erst links, dann rechts!" Bauerscher Gesangverein. Im Aquarium fand anschließend an die Sing' stunde am Mittwochabend die diesjährige Generalversammlung des Bauerschen Gesangvereins statt. Der 1. Schriftführer, Sangesbruder Hch. Schneider, gab einen eingehenden Bericht über die Veranstaltungen und Arbeiten des abgelaufenen Vereinsjahres. Besonders heroorgehoben sei hier die Ernennung des Vereins als korporatives Ehrenmitglied der Blindenvereinigung in Anbetracht feiner Verdienste um die Kriegsblinden. Beim Verlesen des Jahresberichtes gedachte der Dereinsführer Hch. Ley auch der 6 Sangesbrüder, die im vergangenen Jahre verstorben sind. Rechnungsablage und Verwaltung der Georg- Todt-^Stiftung zeigten beide einen guten Stand. Wenn auch die Mitgliederbewegung durch Ab- und Anmeldungen eine sehr rege war, so hat der Verein doch wieder einen Zuwachs zu verzeichnen. Die Vorstands-Berufung hat insofern eine Aen- derung erfahren, daß Sangesbruder Fritz H e d d e - r i ch an Stelle des seitherigen 2. Schriftführers Karl Seiffert getreten ist und die Sangesbrüder Menges, Geldmacher, Reichel und Dun- Ein packender Abend beim VOA. Schicksal deutscher Geschlechter im Baltikum. Auf Einladung der Gießener Ortsgruppe des VDA. sprach am gestrigen Donnerstagabend in der Aula des Gymnasiums die deutsch-baltische Dichterin Mia Munier-Wroblewska. Ihr ist es gegeben, zu sagen, was deutsche Herzen in einer fremden und haßerfüllten Welt erleiden und ertragen können. Man muß hohe Achtung gewinnen vor jenen Pionieren des Deutschtums, die allen feindlichen Gewalten tum Trotz Licht und Kultur dorthin tragen, wo Die Menschen in Dumpfheit vegi- tierten. Einleitend betonte die Vortragende, daß die Volkszugehörigkeit eine Frage des Blutes und der Rasse sei und daß viele ihrer Landsleute, trotz der politischen Zugehörigkeit zu Rußland, selbst in der schwersten Zeit deutsch gefühlt und gehandelt hätten. Sie schilderte dann ihre Erlebnisse bei der Ausweisung aus Rußland, ihre Tätigkeit in Deutschland beim Roten Kreuz und ihre Eindrücke beim Zusammenbruch 1918. Dann brachte sie einige Ausschnitte aus ihrem Werk „Unter dem wechselnden Mond", schilderte die Einwanderung ihrer Urahnen, die aus Meißen in Sachsen stammen und 1710 nach Kurland ausgewandert sind. Unter Beschreibung von Land und Leuten in Kurland, erzählte sie von dem 1800 erfolgten freiwilligen Anschluß an Rußland, der zunächst jahrzehntelange ideale Lebensbedingungen gebracht hätte. Erst unter Alexander III. sei das Deutschtum unterdrückt und seien alle deutschen Einrichtungen aufgehoben worden. Viel Leid sei s. Zt. über dieses Volk gekommen, verursacht auch durch den Umstand, daß die dortigen Deutschen keine Bauern waren und sich daher fremdländische Bauern ansiedelten. Trotzdem hätten ihre Landsleute jede Vermischung mit fremdem Blut ab gelehnt. Die Vortragende sprach dann von der nach dem russisch-japanischen Krieg eingetretenen Revolution, die auch auf Kurland Übergriff, schilderte in anschaulicher Weise die damaligen Zustände und Niederwerfung der Revolution durch das Militär. Sie zeigte dann, wie ihre Landsleute nach Beendigung der Revolution bemüht waren, dem Deutschtum durch Errichtung von deutschen Schulen usw. wieder Geltung zu verschaffen. Sie kam dann auf den Welt- frieg zu sprechen und betonte dabei, es sei für die baltischen Männer sehr schwer gewesen, in russischen Uniformen gegen deutsche Brüder zu kämpfen, aber Eid sei Eid. Sie schilderte dann in erhebender Weise den Einzug unserer Feldgrauen in Lettland, deren Erscheinen, obwohl sie Feinde waren, mit Freuden begrüßt worden sei. Ihre baltischen Landsleute hätten jahrzehntelang auf die Befreiung gewartet, die deutsche Revolution von 1918 habe aber alle Hoffnungen zuschanden gemacht. Sie erzählte dann in spannender Weise von dem Einbruch der Roten Armee, der nur eine kleine, aber tapfere weiße Armee gegenübergestanden habe, schilderte das grauenhafte Elend und die furchtbaren Greuel, die ihre Landsleute erdulden mußten und betonte, daß diese am besten beurteilen könnten, was unser Führer durch die Fernhaltung des Bolschewismus aus Deutschland für das deutsche Volk geleistet habe. Die Vortragende brachte dann noch eine Reihe angenehmer Erlebnisse zur Kenntnis. Sie betonte dabei, daß ihre Landsleute auch heute noch treu an ihrem deutschen Volkstum festhalten und den Wiederaufstieg Deutschlands mit wachsender Freude verfolgen. Zum Schluß trug Mia Munier noch ein Gedicht vor, das beginnt mit den Worten: „Immer in den großen Stunden Deutschlands müssen wir abseits stehen" und schließt unter Hinweis auf das deutsche Volk: „Wir dürfen nur Gottes Segen für dich erstehn." Der anhaltende Beifall war der Ausdruck starken Mitgefühls für diese Frau, der das Lachen erstorben ist und die darum um so packender die Herzen aufzurütteln verstand. Der Vorsitzende der Gießener Ortsgruppe des VDA., Kreisdirektor Dr. Lotz, machte sich zum Dolmetsch dieser Gefühle und warb um die Mithilfe aller Volksgenossen durch den Beitritt zum VDA. Es mar, ein erhebender Abend, der dem VDA. sicher viele neue Freunde zugeführt hat. k e l als weitere Beisitzer und^als Sachwalter Sangesbruder Gg. Joch um (Stellvertreter Wehn) bestimmt wurden. In den Ausschuß der Georg- Todt-Stiftung wurden die Sangesbrüder A u f d e r- mauer, Wallbo11, Zöller und D e 11 r e berufen. Das Amt der Rechnungsprüfer werden 1937/38 die Sangesbrüder Bocher und I u d t versehen. Ferner hat die Versammlung bestimmt, daß künftighin auch die passiven Mitglieder, die dem Verein 25 Jahre ununterbrochen angehören, durch Ueberreichung eines Diploms geehrt werden sollen. Zum Punkt „Verschiedenes" folgte eine rege Aussprache über das bevorstehende Deutsche Sängerfest in Breslau, das zugleich ein Treuebekenntnis des deutschen Volkes zu den Grenzlanden darstelle. Nachdem der Vereinsführer noch besonders auf die Werbung für die edle Sängersache hingewiesen hatte, wurde die Generalversammlung 1937 mit einem erneuten Treuegelöbnis zu Führer und Reich geschlossen. Ortsbauernabend in Gießen. Im Eisenbahnhotel Hopseld hielt die hiesige Orts- bauernschaft ihren alljährlichen Ortsbauerntag ab. Als Gäste waren Oberrevisor Hartmann von der Kreisstelle Oberhessen-West im ländlichen Genossenschaftsverband und Diplom-Landwirt W e b e r vom Milchwirtschaftsverband anwesend. Zuerst tagte die Milchabsatzgenossenschaft. Aus dem von Geschäftsführer Schmidt oorgetragenen Jahresbericht war zu entnehmen, daß sich die verrechnete Milchmenge gegenüber dem Vorjahre bedeutend erhöht hat und rund 1 Million Liter betrug. Der Gesamtumsatz auf einer Hauptbuchseite war 327 214,44 Mk., gegenüber 142 297,44 Mark des Vorjahres. Das Rechnungsjahr schloß mit einem Ueberschuß von 63,93 Mark ab. Die Bilanz wurde von der Generalversammlung genehmigt und Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Die ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes und Aussichtsrates wurden einstimmig wiedergewählt. Dem Vorstand gehören nunmehr an: Franz Henne k e n, Hans Höchst und Bopp (Hardthof), dem Aufsichtsrat: Dr. P f a f f (Hardthof), Wilh. Höchst und Karl U h l jun. Nach kurzer Erledigung von weiteren geschäftlichen Angelegenheiten tagte die Bäuerliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft. Jakob Welter erstattete Den Jahresgeschäftsbericht. Hier hat sich der Warenumsatz erheblich erhöht. Der Reinaewinn wurde auf Vorschlag des Vorstandes und Aufsichtsrates dem Reservefonds und der Betriebsrücklage überwiesen. Das ausscheidende Vorstandsmitglied L i ch und das Aufsichtsratsmitglied Höchst sen. wurden wiedergewählt. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles folgte eine gemütliche Nachsitzung. Manches prächtige Wort wurde dabei gesprochen. * ** Personalie. Die in unserem Bericht über die Versammlung des Obst- und Gartenbauvereins Gießen mitgeteilte Ernennung des ehemaligen Leiters der Hauptstelle für Pflanzenschutz ist Gießen Dr. Tempel zum außerordentlichen Professor an der Universität Heidelberg beruht auf einem Irrtum des Berichterstatters. Jedoch können wir die Tatsache mitteilen, daß Herr Dr. Tempel zum korrespondierenden Mitglied bei dem Deutsch-Brasilianischen Institut für kulturellen Austausch in Porto Alegre (Brasilien) ernannt wurde. ** Arbeitsvergebung. Das städtische Hoch- und Tiefbauamt schreibt die Vergebung von Arbeiten für den Neubau einer Umspannstelle an der Licher Straße — Nahrungsberg aus. ** Dom Wohnungsbau imEichgärtenge b i e t. Nach dem Beginn günstigerer Witterung macht sich auch im Eichgärtengebiet wieder eine stärkere Belebung der Wohnungsbautätigkeit bemerkbar. Am Tannenweg wurde mit dem Neubau eines weiteren Einfamilienhauses begonnen, während an der Schlageterstraße ein im vergangenen Herbst und Winter im Rohbau erstelltes Wohnhaus nunmehr innen ausgebaut wird. Die von der Baugenossenschaft 1894 entlang der Jahnstraße errichteten acht Einfamilienhäuser sind seit Anfang dieses Monats bezogen, jetzt werden die Häuser im Aeußern verputzt und die Vor- und Hausgärten angelegt. Auch die von einer Baufirma in der Fröbel- straße errichtete Wohnhausgruppe ist jetzt zum Bezug fertiggestellt. Die Schlageterstraße in der Richtung nad) dem Philosophenwald wurde vom Wiesenweg nordwärts durch Anschüttung verbreitert und soll dann befestigt werden. ** Vogelsberger Höhen-Club, Zweig- oerein Gießen. Man berichtet uns: Wider Erwarten folgte der regendurchrauschten Nacht ein durchweg sonniger Tag. Von Kirch-Göns ging es nach Niederkleen. Unterwegs der entzückende Anblick der ersten Frühlingsboten, der anmutigen Küchenschelle. In Niederkleen fesselte das Ohlysche Haus, neu hergerichtet in fein abgestimmter Farbenpracht, die Blicke der 70 Wanderer. Auch das Hirschwirtshaus und Herzenhaus in Oberkleen zeigten die Liebe und Freude der Bauern an schön geschnitzten Fachwerkbauten, lieber den Schalsberg führte der Weg nach dem Napoleonsstock und dann über Tal und Berg nach dem herrlich gelegenen Kleeberg, überragt von seiner Burg, einem alten Herrensitz. Eine längere Rast erquickte die Wanderer für den Weitermarsch. Noch einen Blick auf das gerade nach Osten hin schön wirkende Kleeberg, dann nahm der Wald die Wanderer auf. Am Forsthaus Butzbach vorbei ging es nach dem Schrenzer zur Besichtigung des Römerturms. Ein herrlicher Blick auf die sonnenbestrahlte weite Wetterau belohnte die Wanderer. Aus der Ferne grüßten der Lollarer Kopf, der Schiffenberg, Vogelsberg und die Höhen des Spessarts. Nach längerer Schlußrast in Butzbach führte die Bahn die Wanderschar nach dem heimatlichen Gießen zurück. ** Preußisch- Süddeutsche Sta ats- lotterie. Die Ziehung der 1. Klasse der neuen Lotterie (49./27S.) findet am 23. und 24. April statt. ** Die Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt nimmt an Stelle ihres bis jetzt gültigen Osterfahrplans vorn nächsten Sonntag ab den ersten Frühjahrsfahrplan von Mainz nach Köln auf. Schöffengericht Gießen. Das Schöffengericht verhandelte gestern gegen den 40 Jahre alten Wilhelm Müller aus Asch (Tschechoslowakei) der sich wegen Betrugs, Urkundenfälschung und unbefugten Ordentragens zu verantworten hatte. Der Angeklagte, der sich als junger Mensch im Weltkrieg freiwillig gemeldet hatte, war schon während dieser Zeit mehrmals von Militärgerichten bestraft worden. Bis heute ist er im ganzen, meistens wegen Eigentumvergehens, 14mal int Inland und einmal im Ausland bestraft worden. Die Bestrafung in der Tschechoslowakei hatte seine Ausweisung zur Folge: Dem Angeklagten war zur Last gelegt, einen Rückwanderungsschein entweder selbst angefertigt oder aber mit Wissen, daß es sich um einen fälschlich angefertigten Schein handelte, benutzt zu haben, um sich bei deutschen Behörden Vorteile zu verschaffen. Allen in Frage kommenden Behörden usw. legte er diesen Schein vor, und er erhielt auf diese Weise das nötige Geld zum Leben. In dieser Handlungsweise ist gleichzeitig Betrug zu erblicken. Aber nicht genug damit, hat er, um seinem Geltungsbedürfnis zu genügen, sich einen Ausweis selbst angefertigt, in welchem er sich als „Oberleutnant zur See" bezeichnete. Weiterhin fertigte er sich einen sogenannten Aequator-Taufschein an, um ihn bei geeigneten Gelegenheiten, hauptsächlich aber bei Heiratsoermittlungen benutzen und damit seine Weit- gereistheit dokumentieren zu können. Aber auch das genügte ihm noch nicht. Er ging in seiner Dreistigkeit soweit, daß er, ein vielfach vorbestrafter Soldat, sich Orden der verschiedenster Art verschaffte, die er bei geeigneten Anlässen trug. Da er seit seiner frühen Jugend noch nie einem richtigen Erwerb nachgegangen ist und es in keiner Arbeitsstelle lang aushielt, wäre für ihn die Anordnung der Sicherungsverwahrung das einzige Mittel gewesen, um die Oesfentlichkeit vor einem Menschen solcher Art zu schützen. Nur mit Rücksicht auf die Tatsache, daß er bei seinen Bestrafungen noch keine ausreichende Bekanntschaft mit dem Zuchthaus gemacht hat und daß das eingeholte medizinische Gutachten ihn als einen haltlosen Psychopathen bezeichnet, sah das Gericht ein letztes Mal von der Anordnung der Sicherungsverwahrung ab. Mildernde Umstände, die dem Angeklagten seither immer noch zugebilligt worden waren, um ihm die Möglichkeit der Besserung zu geben, konnten ihm aber nunmehr nicht mehr zugute kommen. Er hat Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstr 6 Skandal um Dr.Vandergruen Roman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ich hatte damals lange keine Arbeit bekommen und lernte Herrn Knack eines Vormittags kennen, als ich wieder einmal irgendwo in einem Cafä wegen einer Anstellung Vorgesprächen hatte. Es war im Winter, ich war durchgefroren und hatte Hunger. Als ich unverrichteter Dinge das Lokal verlassen wollte, winkte mich einer der wenigen Gäste zu sich heran. Ich ging auf die Tür zu, und da eilte er mir nach. ,Sie sehen schlecht aus, Fräuleins sprach er mich an. .Kommen Sie, ein kleines Frühstück wird Ihnen sicher nicht schaden/ Er brachte mich an seinen Tisch, und eine Viertelstunde später wußte er, wo mich der Schuh drückte. Kurz, Herr Knack half mir, daß ich wieder Arbeit bekam, und kümmerte sich auch sonst um mich. Ich — verdanke ihm viel." „Aber außer dieser Dankbarkeit fühlen Sie nichts für den Mann?" „N—ein, nichts!" „Hm! Da Sie aber sehen, daß er in' Sie verschossen ist, so glauben Sie, ihm aus Dankbarkeit ein solches Gefühl vorheucheln zu müssen?" Gisch schweigt, und eine Zeitlang ist nur das singende Geräusch des Motors zu Horen. „Das dürfen Sie nicht tun, Kleines! Auch seinetwegen nicht!" „Ich kann es ja auch nicht mehr!" Der Mann am Steuer hebt flüchtig den Kopf. „Ist ein — anderer Mann —?" Gisch weiß kaum, warum sie auf einmal rot wird. Ein Glück, daß es dunkel ist. Ein anderer Mann! Das ist es. Noch hat das Herz dies neue Geschehen dem Verstand nicht weitergegeben. Aber schon sind die Kräfte aufge- rufen und beginnen zu wirken. Der gefällige Schein, der Herrn Emil bislang umgeben hat, ist am Entschwinden. „Jetzt müssen Sie schlafen!" mahnt nach einer Weile die Stimme des Fremden. Und Gisch schließt die Augen und gleitet langsam hinein in dje Umarmung der Träume. Als der Wagen mit knirschenden Bremsen in der Olbersstraße in Charlottenburg hält, ist schon der neue Tag angebrochen. „Hallo, Endstation, alles aussteigen!" Aber Gisch rührt sich nicht, sie schläft wie ein Murmeltier. Da beugt sich der Mann zu ihr nieder, faßt ihren Kops mit beiden Händen und preßt seinen Mund auf ihre Lippen. Gisch, aufschreckend, will schreien, aber das hat seine Schwierigkeiten, denn des Mannes Mund, läßt nicht von ihr. Ihre Arme bäumen sich in wilder Abwehr, doch was vermag sie gegen die stählerne Kraft dieses Mannes auszurichten? Ihre Augen irren angstvoll umher, nehmen das Deckenlicht in sich auf, ein Stück des Wagenfensters, das Licht des Tages: ihre Arme heben sich, von einer Kraft emporgetrieben, der sie bedingungslos gehorchen muß, und schließen sich um den Hals des Mannes. Ihr Mund erwidert den Kuß. Nun endlich löst sich der Mann von ihr, fährt ihr lachend durchs Haar und öffnet dann den Wagen. „Du bist zu Hause, Mädel! Hast du einen Schlüssel oder müssen wir Lärm schlagen?" Gisch scheint die Frage nicht gehört zu haben. Sie schaut immer nur den Mann an, als sei er ihr ein unfaßliches Wunder. Sie erforscht seine Augen und dann blickt sie auf seinen Mund, eine lange Zeit. Es ist, als ob sie jede Einzelheit dieses Mundes ergründen wollte, der solch ungeahnte Wirkungen auszuüben vermag. Dabei laufen ihr, ohne daß sie meint, die Tränen aus den Augen, rinnen ihr langsam die Wangen hinab. Der Mann fängt eine mit dem Finger auf und netzt sich die Zunge damit. „Sie sind nicht bitter, will mir scheinen." In des Mädchens Gesicht formt sich zaghaft ein Lächeln. „Was — was haben Sie getan?^ „Ich hab' dich aufwecken wollen, Mädchen! Es wurde Zeit, daß du erwachtest!" Gisch greift verlegen nach ihrer Handtasche, holt das Taschentuch heraus, wischt sich die Tränen ab und putzt sich die Nase. „Ich muß jetzt gehen!" sagt sie leise. Der Mann schüttelt ihre Hand. „Leb wohl, Kind! Ich glaube, das war der erste anständige Kuß, den du bekommen hast. Denn dein kleiner Zuckerbäcker sah mir nicht danach aus, als ob er in dieser Hinsicht etwas Rechtes zustande brächte." „Ja!" sagt Gisch und steigt aus. An der Haustür bleibt sie stehen und sieht dem davanfahrenden Auto nach. Dann schließt sie auf und eilt hinauf. In ihr Zimmer gelangt fieA ohne daß Frau Bürklein etwas merkt. Sie hat noch fast zwei Stunden Zeit. Rasch zieht sie sich aus, dann tritt sie an den Spiegel und schaut sich an, lächelnd und nicht ohne Freude. Mit dem Finger streicht sie langsam an den Lippen entlang. Als dann zur gewohnten Stunde der Wecker surrt, ist Gisch sofort auf den Beinen. Es ist ihr seltsam frvh und beschwingt ums Herz, so, als wenn mit diesem Tag ein neuer Abschnitt ihres Lebens seinen Anfang nähme. Frau Bürklein hat den Waschkrug nicht gefüllt, Gisch muß sich aus der Küche Wasser holen. Wie sie so unversehens die Tür öffnet, fällt Frau Bürklein vor Schreck fast in Ohnmacht. „Fräulein Amelung? Sie? — Gott, haben Sie mich erschreckt! Sie sind wirklich hier? Ich denke, Sie sind mit Ihrem Bräutigam verreist?" „War ich auch, Frau Bürklein, bloß — die Reise ist eben schon wieder zu Ende." „Nein, so was! Ihr Bräutigam hat also--" „Herr Knack? — Sie werden sich wundern, der ist mir nämlich unterwegs abhanden gekommen." „Abha--!?" „Jawoll!" sagt Gisch, schlenkert mächtig mit dem Waschkrug und kehrt in ihr Zimmer zurück. 13. Das „Echo de Paris" bringt die Veröffentlichung in riesigen Schlagzeilen. „Deutsche Industrie gewinnt Einfluß in Japan!" — „Ein Geheimvertrag von internationaler Bedeutung." Es folgt der wörtliche Abdruck des vollständigen Vertragstextes. Der Leitartikel des handelspolitischen Mitarbeiters ergeht sich in sinnlosen Schlußfolgerungen. Ein führender deutscher Jndustriekonzern schließt einen Vertrag mit der „Nippon Steel Corporation" ab, der ihm einen maßgebenden Einfluß in Japan sichert. Dieser Vertrag, hinter verschlossenen Türen abgemacht, bedeute den Beginn eines deutsch-japanischen Wirtschaftsdumpings von ausgesprochen antieuropäischer Tendenz. Und welche Gewähr habe man denn, daß diesem ersten Vertrag nicht eines Tages ähnliche folgen werden? Etwas zurückhaltender äußerst sich der „Temps"^ Er gesteht der deutschen Industrie großzügig das Recht zu, ihre Beziehungen zu anderen Länoern zu verbessern, aber warum spiele man mit verdeckten Karten? Auch hier fehlt es nicht an unfreundlichen Randbemerkungen. Wesentlich nüchterner und sachlicher ist die Beurteilung in der englischen Presse. Die „Times" überschreibt ihren Bericht mit: „Monopol des britischen Welthandels in Gefahr!" und gibt unumwunden zu, daß die deutsche Qualitätsarbeit einen entscheidenden Sieg in Ostasien davongetragen habe. Immerhin wirke es aber befremdend, daß man es in Tokio nicht' für nötig gehalten habe, zunächst mit seinen englischen Freunden zu verhandeln. „Daily News" lenkt die Aufmerksamkeit ihrer Leser auf die Tatsache, datz England ein ähnlich vorteilhaftes Abkommen mit Japan nicht aufzuweisen habe. Sei es wirklich schon so weit gekommen, daß England sich mit der zweiten Stelle zufrieden geben müsse? Man tue gut, wachsam zu sein und keine Schmälerung alter Vorrechte zu dulden. In der Direktion der „Maschinenbau A.-G." hat die Veröffentlichung des Vertrages wie eine Bombe eingeschlagen. Direktor Kerstens kommt vom Fernsprecher nicht mehr los. Eben hat ihn Generaldirektor Schütte angerufen, der seit vierzehn Tagen im.Schwarzwald'seinen Urlaub verbringt. „Nein, gewiß nicht, Herr Generaldirektor, wir sind ja hier selber wie vor den Kopf geschlagen. Keine Ahnung, woher die Presse ihre Informationen hat! So lachhaft und übertrieben die ganze Aufregung ist — sie wäre zu vermeiden gewesen. Eine unverantwortliche Indiskretion, deren Urheber wir natürlich zur Verantwortung ziehen werden! Der Vertrag ist durch diesen Zwischenfall ernstlich in Frage gestellt. Japan fühlt sich düpiert. Es ist eine Schweinerei sondersgleichen! Ich habe Mister Otsuki bereits zu mir gebeten. — Was wir machen werden? Vor allem muß eine beruhigende Erklärung in die Presse. Im übrigen kommt es darauf an, wie sich die „Nippon Steel Corporation" verhält. Hoffen wir das Beste! — Ja, natürsich, Herr Generaldirektor, wir werden Sie laufend infok« mieren!" (Fortsetzung folgt) Burd) sew Bertel)men unb durch seine Handlungsweise gezeigt, daß er eine ganz niedrige Gesinnung hat. Unter Berücksichtigung aller dieser Umstände wurde er zu einer Gesamtzuchthaus st rase von drei Jahren und, gesetzlicher Vorschrift gemäß, zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt. Weiterhin wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die hochstzulässige Dauer von zehn Jähren aberkannt. Da er sich, wenn auch erst in der Haupt- verhandlung, in den weitaus meisten Fällen zu einem Geständnis bequemte, rechnete ihm das Gericht die Untersuchungshaft mit 7V2 Monaten an. Im Falle der Uneinbringlichkeit tritt an Stelle von je 5 Mark ein Tag Zuchthaus. Der Angeklagte wurde darauf hingewiesen, daß dies seine letzte Chance sei, um ein anderes, ordnungsgemäßes und anständiges Leben zu beginnen. Nach Arbeitsschluß war der H. Sch. aus Bad- Nauheim am 19. Dezember 1936 von seiner Arbeitsstelle aus in mehrere Wirtschaften gegangen und hatte dort sehr große Mengen Alkohol genossen. Bel einem Wirt, der ihm kein Bier mehr geben wollte, hatte er sich ungehörig benommen und dreimal versucht, mit Gewalt Bier zu erhalten. Dem herbeigerufenen Polizeibeamten gegenüber hat er sich in ber unverschämtesten Weise zur Wehr gesetzt und auch nach seiner Verbringung auf das Wachlokal mit Wort und Tat sich vergangen. Da er schon zweimal wegen gleicher Delikte vorbestraft ist, wurde er, da das Gericht Volltrunkenheit zu seinen Gunsten annähm, unter Kostenbelastung zu einer G e - fängnisstrafe von vier Monaten verurteilt. * Weiterhin hatte sich der K. G. aus Friedberg wegen fahrlässiger Gefangenenbefreiung zu verantworten. Als Gefangenenaufseher hatte er bei der Beaufsichtigung der Gefangenen nicht die nötige Sorgfalt walten lassen. So hatte er u. a. zwei Gefangenen ziemlich große Freiheit gelassen. Weiter ließ er eine Leiter im Hofe des Gefängnisses frei Herumliegen. Wenn er seiner Dienstpflicht als Pförtner nachkommen mußte, hätte er die Gefangenen auf dem Hofe sich nicht selbst überlassen dürfen. Durch diese Handlungsweise ist es einem Gefangenen unter Zuhilfenahme der Leiter gelungen, aus der Anstalt zu entweichen. In Anbetracht der sonst guten Führung des Angeklagten wurde er zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt, außerdem wurden ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt. lieuer Erfolg der oberhessischen Schafzucht. Restloser Absatz bei der Lährlings-Gchafbockversteigerung in Gießen. Gute Durchschnittspreise.-Starkes Interesse. Die Versteigerung von Jährlingsböcken des deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes 1937 in der Rhein-Main-Dersteigerungshalle auf dem Gießener Viehmarktplatz durch den Landesverband der Schafzüchter in Hessen-Nassau sand sehr reges Interesse. Nach der Prämiierung und Einteilung der Böcke nach Wertklassen am Vortage fand im „Hotel Hopfeld" ein Züchterabend unter dem Landesverbandsoorsitzenden Schuster- Heuserhof (Odenwald) statt, bei dem eine Reihe technischer und züchterischer Fragen behandelt wurden. Es wurden die neuen Richtlinien für eine allgemeine Schafschur festgesetzt, um durch eine bestimmte Scherkolonne in der Zeit vom 1. bis 10. Oktober eine gleichzeitige Schafschur durchzuführen. Der Zweck dieser Aktion ist die Erreichung einer einheitlichen Wollbehandlung, die sich sowohl für die Verwertung, als für den Erlös günstiger aus- wirken wird. Gleichzeitig wurden die Einzelheiten für die Benutzung der Bockweide in Thiergarten bei Büdingen besprochen. Bei der Prämiierung erhielten zwei Böcke, Abkömmlinge des bekannten Vererbers 62 Hilwartshausen aus der Zucht von Heinrich Wicke, Rudlos, Auszeichnungen, und zwar einer die Silberne Medaille des Reichsverbandes der Schafzüchter, der andere den ersten Wollpreis der Reichswollverwer- tung. Die Bronzene Medaille erhielt ein Tier der Fürstlichen Gutsverwaltung Lich. Aus den mit weiteren Preisen ausgezeichneten Stammherden der Züchter Ludwig S ch u d t, Mittel-Gründau, und der Freiherrlich Riedeselschen Gutsoerwaltung Eisenbach wurde je ein Jährlingsbock für die Reichsnährstandsausstellung in München ausgewählt. In der von Interessenten aus Oberhessen, Nassau, Kurhessen, dem Taunus, Oberlahngebiet und dem Westerwald zahlreich besuchten Versteigerungshalle Rhein-Main eröffnete der Landesverbandsvorsitzende Schuster-Heuserhof am gestrigen Donnerstag die ZährlingsSchafbockversteigerungil937 Er verwies darauf, daß zum ersten Male Jährlingsböcke zur Auktion kommen und daß die Züchter ein Tiermaterial hervorgebracht haben, das in älteren Zuchtgebieten als dem hessen-nassauischen nicht besser sein kann. Gleichzeitig empfahl er die Beschickung der Bockweide des Landesverbandes in Thiergarten bei Büdingen. Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner, Gießen, machte auf die Kaufbedingungen aufmerksam und gab bekannt, daß der Landesverband zur Förderung der Schafzucht auch diesmal wieder einen 30prozentigen Zuschuß zu den Ankaufskosten für die im Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau bleibenden Tiere bewilligt habe. Zur Versteigerung waren 106 Jährlingsböcke, zum großen Teil Nachzucht der Herden Brachstadt und Hilwartshausen, darunter etwa 20 Söhne des bekannten Vererbers 62 Hilwartshausen, der jetzt beim Züchter Heinrich Wicke, Rudlos, steht, aufgetrieben. Das durchweg hervorragende Tiermaterial fand lebhaften Zuspruch. Die Angebote blieben bis Zum letzten Tier sehr rege. Spitzenpreise blieben aus, dafür wurden gute Durchschnittspreise erzielt, die für Züchter und Käufer gleich günstig waren. Außer dem mit der Silber-Medaille prämiierten Bock von Hch. Wicke, Rudlos, wurden sämtliche 105 Tiere abgesetzt, die nach Kurhessen, Nassau, dem Oberlahngebiet, dem Westerwald und dem Taunus gingen. Den höchsten Preis von 680 Mark erzielte der mit dem Wollpreis ausgestattete Bock des Züchters Wicke, Rudlos, der vom Lehr- und Versuchsgut Selgenhof angekauft wurde. Die Tiere der Wertklasse I erzielten einen Durchschnittspreis von etwa 530 Mark, die der Wertklasse II einen solchen von etwa 397 Mark; der Gesamtdurchschnittspreis betrug etwa 295 Mark. An dem Gesamtumsatz von rund 31 000 Mark wird der volle Erfolg dieser diesjährigen Schafbockversteigerung ersichtlich, der sich Aum Vorteil der heimischen Schafzucht auswirken dürfte. Wertklasseneinteilung: Klasse I: Ludwig Schudt, Mittel-Gründau (zwei Tiere); Fürst!. Gutsverwaltung Lich (zwei Tiere); Heinrich Wicke, Rudlos (zwei Tiere). Klasse II: Heinrich Wicke, Rudlos ( zwölf Tiere) Otto Rinn, Utphe (vier Tiere); Ludwig Schudt, Mittel-Gründau (zwei Tiere), Freiherr!. Riedeselsche Gutsverwaltung, Eisenbach; Heinrich Schäfer, Lützellinden; Fürst!. Gutsoerwaltung Lich. Aus her engeren Heimat. Landkreis Gießen. "Y Watzenborn-Steinberg, 16. April. Am morgigen Samstag begehen unser Mitbürger Jakob Burger II. und seine Ehefrau Marie, geborene Fett, das Fest der goldenen Hochzeit. Beide Jubilare stehen im 74. Lebensjahr. Ihre Nachkommen zählen 4 Kinder, 10 Enkel und 3 Urenkel. Herr Burger war 45 Jahre im Gießener Braunsteinberg beschäftigt, beide sind ihrem Alter entsprechend noch rüstig. )( Garbenteich, 15.April. Die Jahresvei^ sammlung der Spar - und Darlehenskasse fand am Samstagabend statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Aufsichtsratsoorsitzenden wurde die weitere Leitung der Versammlung dem Vorstandsmitglied Jak. Stumpf VII. übertragen. Vereinsdirektor Kissel erstattete den Geschäftsbericht. Die Spareinlagen haben sich im letzten Jahr um rund 20 000 Mark erhöht, auch die Einlagen der Schulsparkasse erbrachten weitere 1719 Mark Spareinlagen. Der Sollzinsfuß, der schon ab 1. Januar 1935 auf 43/4 0. H. gesenkt worden war, blieb unverändert. Die Mitgliederzahl ist noch etwas gestiegen. Aus dem Geschäftsüberschuß können wiederum 4 v. H. als Dividende an die Mitglieder verteilt werden, auch wurden Reservefonds und Bes triebsrücklage wie früher bedacht. Sämtliche beantragten Kredite konnten bewilligt werden. Die Kasse verfügt heute über eine gute Liquidationsreserve. Die statutengemäß ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrats uYib des Vorstandes, Heinrich Land und Jakob Stumpf VII., wurden einstimmig wiedergewählt. Direktor Kissel sprach dann noch kurz über die Warengeschäfte, Rechner Lang wies auf die Wichtigkeit der Kontoanerkenntnisse hin, worauf das Vorstandsmitglied Stumpf die Mitglieder darauf hinwies, daß der heutige günstige Stand ihrer Kasse der verständnisvollen Mitarbeit und der wieder ganz regelmäßig gewordenen, allgemeinen Benutzung der Dorfkasse zu verdanken sei. Er dankte den Mitgliedern und auch den Kartenausträgern von Garbenteich und Hausen für ihre Bemühungen und schloß dann in üblicher Weise durch Gedenken des Führers die Versammlung. A Utphe, 15. April. Der älteste männ»- liche Einwohner unseres Dorfes und auch der ganzen Umgegend, der Landwirt und Drechsler Georg Friedrich Beltz er, konnte dieser Tage seinen 9 6. Geburtstag begehen. Er hat sich bis in sein hohes Greisenalter Gesundheit und Frische erhalten, obwohl er schon von schweren Schicksalsschlägen betroffen wurde und mehrere erwachsene Enkelkinder ins Grab sinken sah. Er ist auch in der weiteren Umgebung bekannt geworden, als in der Nachkriegszeit die Spinnräder wieder zu Ehren kamen und man sie ihm zur Instandsetzung brachte; gibt es doch nicht mehr viele Drechsler, die davon noch etwas verstehen. Kreis Wehlar. ch Wißmar, 13. April. Am Montag konnte der Werkmeister Wilhelm Rupp von hier auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Firma B. Nuhn-Lollar zurückblicken. Der Jubilar ist in- und außerhalb seines Betriebes sehr beliebt. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen. Gebr« Imheuser AM MARKT 2650 A Das Fachgeschäft für Damen- und Mädchen-Bekleidung Gießen Blatt 18: Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Oer erste Krühjahrsfahrplan beginnt Sonntag, 18. April Ab Mainz täglich 9.15 Uhr Schnellfahrt nach Rüdesheim, Bingen, Koblenz, Köln Sonntags außerdem 11.00 Uhr Personenfahrt bis nach Köln und 14.30 Uhr bis nach Aßmannshausen Günstige Rückfahrtgelegenheiten mit Schnelldampfer von allen Schnellfahrtstationen bis Koblenz, mit Personendampfer von allen Stationen bis Bacharach Verbilligte Rückfahrscheine Kinder v.6-14 Jahren halbe Fahrpreise Arbeiisvergebung. Für den Neubau einer Umspannstelle an der Licher Straße/Nahrungsberg sollen vergeben werden. a) Erd- und Maurerarbeiten, b) Zimmerarbeiten. Angebote auf Vordruck sind bis zum Verdingungs- itermin am 2663V Mittwoch, dem 21. b. 2H.» vormittags 10 Uhr, Lei uns einzureichen. Gießen, den 15. April 1937. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt: G r a v e r t. Gummi-Mäntel Satin, Leinen, Lederol, in vielen Farben und Formen 12.50 14— 15.- 16.— Gummi-Mäntel in elegant. Ausführung, sehr flotte Formen und wirklich hübsch besetzt 17.- 18.- 20.- 22.- Imprägnierte Mäntel aus naturfarbigem Popeline, Gürtel oder Sliponform 23.— 23.50 25.— Gabardine-Mäntel Gürtel oder Sliponform, in sehr schönen Qualität., beige, grün, marine und schwarz 28.— 32— 34.— 36.— Gabardine-Mäntel schwere Ware, beste Verarb., in vielen Ausführ. u. Farben 42.— 44- 48.— 51.— Köln-Oüsseldorser Fahrpläne - Auskunft - Fahrscheine Agentur 6. L. Kayser, Mainz Ruf 31959 2661 V Zwangsversteigerung. Am Montag, dem 26. April 1937, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, das dem 2652V 27 000 RM. 30 400 RM. 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April 1937 Homberg/Oberhessen Appen rod/Oberhessen Frankfurter Hof __________________________2669 D Mehr Freude an der Natur durch Bermühler-Bücher! Grolle Der Frühling meldet sich. Alle organischen Kräfte streben nach Erneuerung. Jetzt ist es Zeit, eine gründliche Haarhur mit BIRKENWASSER zu machen.Schon für 1.50 überall vorrätig. 2653 V Hier abschneiden! Safran 425 Salm die sehr üble Erscheinungen Hervorrufen kann. Safran, aus den Blütennarben einer in Spanien gezüchteten Krokusart gewonnener, gelber Farbstoff, der zum Färben von Kuchenteig verwendet wird, früher auch als Gewürz diente. Saft, f. Fruchtsast. Saftbraten, mit Gewürzen, Zwiebeln evtl, auch Lorbeerblatt gedünstetes Rindfleisch. Sago, das Mark verschiedener Palmarten, das in Körnerform bei Suppeneinlage oder bei roter Grütze verwendet wird. Aus Kartoffelstärke wird künstlicher Sago hergestellt. Sahne, soviel wie Rahm, die fette Oberschicht der Milch. Saison, franz^, entbehr!. Fremdwort für Jahreszeit. Hauptbetriebszeit. Kurzeit, Badezeit, Reisezeit. Sakko, ital.. Bezeichnung färben einreihigen oder zweireihigen am Tage getragenen Herrenrock. Salamander, Molchart. Der Feuersalamander ist schwarz mit gelben Flecken. Salamander lassen sich im Aquaterrarium halten. Salat, auch Kopfsalat, in verschiedenen Sorten den ganzen Sommer hindurch. Zum Gedeihen ist nährreicher, lockerer Boden nötig. Rupf-Schntttsalat bildet keine Köpfe die einzelnen Blätter ergeben den ersten Früh- lrngssalat. Pflücksalat hat gekrauste Blätter, die abgepflückt werden und wieder nachwachsen. Alle Salate sind gesund, das Anmachen soll für Bleichsüchtige nicht mit Essig, sondern mit Zitronensaft oder Sahne erfolgen. Siehe Endivien. Feldsalat. Salatbestecke wählt man zweckmäßig aus Bein. Horn. Galalith oder Holz, da sie dann vom Essig nicht angegriffen werden. Salatbestecke aus Metall müssen sofort gesäubert werden. Salate, kalte Gerichte verschiedenartiger Zusammensetzung, die, richtig zubereitet, immer sehr schmackhaft sind. Die meisten Salate aus Salatpflanzen, Gemüsen. Kartoffeln. Wurzeln, Fleisch und Fisch werden mit Essig, öl und Gewürzen ober Zitronensaft, Sahne oder Mayonnaise zubereitet. Salbei, ausdauernde Heil- und Gewürzpflanze, durch Aussaat im April gezogen Gebraucht werden die Blätter Absud dient als Gurgelwasser bei Halsentzündungen, pulverisierte Blätter als Zahn- putzmittel. Abreiben der Zähne mit frischen Salbeiblättern wird empfohlen. Saline, lat., Salzwerk, auch künstliche Hürden von Reisern, auf die Salzsole zum natürlichen Eindampfen geleitet wird. Salizylsäure. Konservierungsmittel. das bei Eingemachtem Gärung und Fäulnis verhindert. Statt Salizylsäure wird aber bester Benzoesäure verwendet, die harmloser ist. aber die gleiche Wirkuna hat. Salm, andere Bezeichnung für Lachs. ßinc Qllfc Xüjfß SüffCC ©eltcremg 14, Ruf 3268 foöie feine Torfen unb (Sebä'rf zt* f* /*L < / /* im Haus der guten Torten <£<)[ß S^Uü^V/ GleßkN Äestellungen, auch nach auswärts, werden bestens und pünkillch ausgeführt Wirtschaft 1 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211. ■■Mi Salmiak 426 0.88 1.00 1.70 Mauersalpeter. 1.05 wäre p. m 1.10 2651 A l Stadttheater Haben Sie offene Füße? Scheidewasser, ätzende, gefähr- 0.75 0.88 0.95 kämpfung s. u. Mauersratz. Salpetersäure, rauchende und Preise von 1.20-4.00 RM. Japan...... Jugoslawien Oslo..... Wien..... Lissabon. Stockholm Schweiz. Spanien. Prag.... Budapest Neuyork. 20—22.30 Erstaufführung Frankfurt a. M. | Berlin L C <3 134-17 -4 C an. un- Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk) — offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das fidele Wochenende. 15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.15: Wir bemerken dazu ...! Aerztliche Betreuung. 15.36: Vom Tonkrug zur Keramikschale. Ein Funkbericht aus der Keramikschule Höhr bei Grenzhausen. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Sportschau. 18.30: Blaskonzert. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend! 20: Nachrichten. 20.10: An den Ecken der Welt. Eine bunte Reise hin und her — und kreuz und quer. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtsendung: Wir haben noch nicht genug ...! Franks. Hyp. Liquid zogen auf 101,45 (101,40) Im übrigen lagen die wenigen notierten Werte verändert. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Schmerzen? Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heilsalbe fipntai'inu Erhalt!, in allen „uenidnn . Apotheken. 1860v C Hochelegantes Renaissance- Herrenzimmer mit reicher Bildhauerarbeit weit unter Preis abzugeben Möbelhaus Georg Koos Gießen 2667a Schulstraße 6 Preise von 0.65-3.30 RM. 2573D -2 ; § 3 19.30—22.30 Zar und Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M., 15. April. Auftrieb: Großvieh 1129 (gegen 942 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 201 (135) Ochsen, 177 (159) Bullen, 579 (509) Kühe, 172 (139) Färsen. Kälber 497 (576), Hammel und Schafe 59 (64), Schweine 446 (355). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (am 8. April 42 bis 45), b) 38 bis 41 (37 bis 41). Bullen a) 41 bis 43 (43), b) 39 (38 bis 39), c) 34 (29 bis 34). Kühe a) 41 bis 43 (40 bis 43), b) 36 bis 39 (34 bis 39), c) 28 bis 33 (27 bis 33), d) 18 bis 25 (21 bis 25). Färsen a) 40 (42 bis 44), b) 40 (38 bis 40), c) 35 (34 bis 35). Kälber a) 60 bis 65 (60 bis 65), b) 53 bis 59 (53 bis 59), c) 41 bis 50 (41 bis 50), d) 28 bis 40 (25 bis 40). Hammel b2) 46 bis 50 (48 bis 50), c) 40 bis 45 (40 bis 47). Schafe nicht notiert (a) 42 bis 44, b) 30 bis 35). Schweine a) 52,50 (52,50), Salmiak, Chlorammoniumsalz, das bei galvanischen Elementen (Klingel) und zur Erzeugung von Kältemischungen verwendet wird. Salmiakgeist, in Wasser gelöftes Ammoniakgas^farblose, stechend riechende Flüssigkeit, die in gut verschlossenen und gekennzeichneten Flaschen aufbewahrt werden mutz. Salmiakgeist ist ein fettlösendes Reinigungsmittel, oas aber Farben angreift. Salmiakgeist mutz daher stark verdünnt (2 Eßlöffel auf 1 Liter Wasser) und auch dann noch mit Vorsicht angewandt werden. Zum Reinigen verwendet man Salmiakgeist bei Fensterrahmen. Kacheln. Kämmen. Korbmöbeln usw. Salmiakpastillen, Hustenmittel aus Lakritze und Salmiak. Salon, franz., entbehr! Fremdwort für Gesellschaftszimmer. Besuchszimmer, gute Stube. Salpeter, salpetersaures Salz, das an frischen Wänden den Mauerfratz verursacht, auch Salpeterblumen genannt Die Ve- Maschinenwerte, Rheinmetall 154,75 (153,50), Eß- linger unverändert 117,75. Von Montanwerten setzten Mannesmann 0,75, Verein. Stahl 0,25 v. H. höher, dagegen Buderus 0,75 v. H. und Hoefch 0,50 v. H. niedriger ein. Elektrowerte lagen unregelmäßig, schwächer auf die Verwaltungserklärung Felten mit 143 (145), auch Licht & Kraft 1,?5 v. H. schwächer mit 152, im übrigen betrugen die Rückgänge 0,25 bis 0,50 v. H., nur Lahmeyer höher mit 126,90 (126). Im einzelnen eröffneten Bemberg mit 115,50 (114,50), Reichsbank mit 196,75 (196,50), Cement Heidelberg mit 166,25 (167) und Zellstoff Waldhof mit 158,65 (159), sowie Daimler mit 137 (136,75) und Scheideanstalt mit 261 (260). Nachdem nach den ersten Notierungen am Aktienmarkt vielfach noch kleine Erhöhungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. eingetreten waren, lag die Börse mit Beginn der zweiten Börsenstunde ruhiger und die höchsten Kurse wurden nicht überall voll behauptet, doch blieb die Gesamthaltung fest. Weiter erhöht waren BMW. auf 155 nach 154 (insgesamt plus 4 v. H.) und Muag auf 154,25 nach 152,25 (insgesamt plus 4 v. H.), Th. Goldschmidt auf 141 nach 140. Am Einheitsmarkt stiegen Faber & Schleicher auf 79 (76) rat. Von Renten erholten sich Kommunal-Umschul- duna auf 93,30 nach 93,20, Wiederaufbauzuschläge mürben mit 80,25 (80) gehandelt. Goldpfandbriefe stark gesucht und vielfach gestrichen oder scharf rationiert, Rheinische 99,40 (99,25). Von Kommunal- Obligationen Frankfurter 97,75 (97,50). Liquidationspfandbriefe teilweise etwas höher. Stadtanleihen blieben zumeist unverändert, etwas niedriger 4,50 v. H. Hanau 97 (97,50). Von Industrie-Obligationen sehr fest 5 v. H. Eisenbahn-Bank mit 89,75 (88,25), dagegen 5 v. H. Eisenbahn-Rentenbank 99,75 (100). Der Freiverkehr lag ruhig und brachte kaum Veränderungen. — Tagesgeld etwas gefragt mit 2,50 (2,25) v. H. Abendbörse behauplel. An der Abendbörse erhielt sich die feste Tendenz, das Geschäft war aber nicht groß. Auch die Kursveränderungen hatten nur kleines Ausmaß, und überwiegend wurden die Berliner Schlußnotierungen behauptet, vereinzelt auch ein wenig überschritten. Für Motoren- und Maschinenaktien bestand weiteres Interesse, BMW. 155 (154,50), Daimler 138 bis 138,50 (138), im Freiverkehr Adlerwerke 116,75 (116,25); Muag 154,50 (154,25), MAN. 127 (126,50). Gritzner waren auf die Verwaltungsmitteilung etwas unter dem Mittagskurs von 47,40 angeboten. IG. Farben 0,25 v. H. höher mit 169,25, Goldschmidt nicht ganz behauptet mit 141 (141,75). Von Montanwerten Verein. Stahl 0,25 v. H. höher mit 118. Am Rentenmarkt bewegten sich Kommu- nal-Umschuldung bei unverändert 93,25. 5,50 v. H. Modernes Wohnzimmer Schreibschrank, echt Eiche mit Nußbaum, Auszugtisch, 4 Stühle (Federpolster und fertig bezogen) dazu eine passende Kautsch nur RM. 325 2656a Möbelhaus Georg Koos Gießen Schulstraße 6 Sfloilortolfelfl die bewährtesten anerkanntenSor- ten von norddeutschen Saatbau- staüonen eingetroffen 26/OD O» Tvechslev Steinstratze 73 Telephon 3581 liche Flüssigkeit, löst Kesselstein,, sollte aber im Haushalt nicht verwendet werden. Salpetersäurevergiftung, gekennzeichnet vor allem durch starke Verätzung. Vergleich Säurevergiftungen. Salta, lat., Bedeutung: spring! Brettspiel für zwei Spieler mit Salal-Beslecke rosten nicht ... Auch dann, wenn Sie aus Metall sind. Denn es gibt doch Salat- Bestecke aus rostfreiem Metall. Speisesäuren können diesen Bestecken nichts anhaben. Außerdem sehen Sie bei Häuser auch Salat-Bestecke aus dem farbenfrohen Preßstoff. J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Bernard&Sohn Gießen, Plockstraße 14-16 Leinen-Imitat, 80 cm breit, einfarb., in allen l Indanthrenfarben p. m I Schweiz.-Voll-Voile 110 cm breit, für Dirndl- Blusen u.-Schürzen p.m Organdy, 95 cm br., entzück., neue Muster, p. m................ Dirndl-Kretonne 80 cm breit, durchweg echtfarb., neue Muster, | in verschied.Arten, p. m I Dirndlleinen-Imitat, 80 cm breit, | in aparten neuen Druckmustern.. .p. m I Niedersächs. Trachten, 80 cm breit, | auf grobem, leinenartig. Gewebe, p. m I Dirndl-Renforc6, 80 cm breit, die beliebten Rosenmuster auf weicher Grund- bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 51,50 (51,50), d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50). Marktoerlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber ruhig, Hämmel und Schafe langsam. Schwememarkt in Grünberg. + Grünberg, 15. April. Aufgetrieben waren 446 Ferkel. Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis 6 Wochen alt 18 bis 22 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 22 bis 26 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 26 bis 30 Mark. Marktverlauf: schleppend, geringer Ueber- stand. Rundfunkprogramm. Samstag, 17. April. 6 Uhr: Erde schafft das Neue — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Dirndl - Kretonne, 80 cm breit, herrliche, bunte Druckmuster, auf ganz erstklassiger Grundware............p. m Stoffspezialhaus a = t £ c 5 Keine Preisunterschreitungen bei Pflanzkartoffeln. Fwd. Wie der Sonderbeauftragte für die Saat- outoersorgung mitteilt, werden in letzter Zeit vielfach Pflanzkartoffeln, besonders mittelfrüher Reifezeit, unter den in der Preisanordnung für die betreffenden Sorten und Anbaugebiete festgesetzten Erzeugermindestpreisen angeboten und verkauft. Hierin liegt ein Verstoß gegen die auf Grund der ^Verordnung über Saatgut durchgeführte Marktordnung auf dem Gebiete des Saatgutwesens. Der Verstoß wiegt um so schwerer, als er zu einer Abwehr spekulativer Risiken zu Lasten weiter Kreise der Erzeugung führt. Der Sonderbeauftragte wird daher in allen Fällen, in denen der für die betreffende Sorte und das Anbaugebiet festgesetzte Erzeugermindestpreis sowohl seitens des Erzeugers, als auch seitens der Verteilerschaft unterschritten wird, mit scharfen Ordnungsstrafen vorgehen. Kredite zur Vermehrung der Schafhaltung und Wollerzeugung. Fwd. Die im Jahre 1935 zur Steigerung der deutschen Wollerzeugung von der Reichsregierung eingeleitete Kreditaktion wird bis zum 31. März 1938 verlängert. Die Kredite bewilligt der Reichsverband Deutscher Schafzüchter e. V. nach Richtlinien, die der Reichs- und Preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft genehmigt hat, auf Grund eines zwischen dem Reichsverband und dem Antragsteller abgeschlossenen Kaufvertrages. Für Schafe im Alter bis zu sechs Monaten kann im Höchstfälle ein Kredit bis zu 30 RM. je Stück, für Schafe im Alter von über sechs Monaten bis zu fünf Jahren ein Kredit bis zu 35 RM. je Stück gewährt werden. Den Rest der Kaufsumme muß jeweils der Käufer selbst aufbringen. Für den Ankauf von weniger als 15 Schafen im Einzelfall können Kredite nicht gewährt werden, für den Ankauf männlicher Tiere (Lämmer, Hämmel), sowie für Wanderschaftsherden nur ausnahmsweise. Infolge einer vom Reichs- und Preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft durchgeführten Zinsverbilligung beträgt der Zinssatz einschließlich aller Derwaltungskosten nur 2,7 v. H. Die Kredite werden in Form der Stundung der entsprechenden Kaufpreisbeträge gegeben. Die Schafzahl, für die der Kaufpreis gestundet wird, ist vom Tage des Erwerbs der Tiere an mindestens sechs Jahre lang zu halten. Sämtliche von diesen Tieren anfallende Wolle ist an die Reichswollverwertung G. m. b. H. abzuliefern. Die Kredite sind in sechs gleichen Jahresraten aus dem Wollerlös zu tilgen. Anträge auf Gewährung von derartigen Beschaffungskrediten für Schafe find durch die Ortsbauernführer den Landesschafzuchtverbänden bei den Landesbauernschaften zuzuleiten. Rhein-Mainische Börse. INittagsbörse: Spezialwerte fest. Frankfurt a. M., 15. April. Das Börsengeschäft beschränkte sich bei Eröffnung am Aktienmarkt auf einige Spezialwerte, während die meisten Märkte etwas vernachlässigt wurden und keine einheitliche Linie aufwiesen. Anfangs erfolgten noch vorwiegend Glattstellungen aus der Börse heraus, während später leichte Befestigungen eintraten. Insgesamt überwogen bei kleinen Umsätzen Erhöhungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Lebhafte Nachfrage fanden BMW. mit 151,75 bis 154 (151), die somit den gestrigen Rückgang mehr als ausglichen, stärker gesucht waren ferner Muag mit 152 bis 153,50 (150,25) und Th. Goldschmidt mit 138,90 bis 140 (139). Auch IG. Farben nach etwas schwächerem Beginn von 167,90 auf 169 (168,13) erhöht, wobei die bekanntgegebenen Ziffern offenbar anregten. Gefragt 'wurden außerdem die meisten - *■* a 11 i q C-Q tt 3 g B u o C -Q Ua — Ö) C s »S1? S E n :Q Z> o S E« «2 g Ä* c ir. e>2 L ■ •“•»öS ( e-*S < - HZ = £ ° 5 ° e'^o g E'g'X® «• - £ ■p' 5 » , £ 3 U. be3$| jaftCS« £ 6 3 3^ > Salze Steinen, die Sonnen, Monde und Sterne darstellen. Saloarsan, ein zuerst von Ehrlich hergestelltes Präparat einer Arsenverbindung, ist ein gelbliches Pulver, das sich leicht zersetzt, kann vor allem in Lösung nicht lange aufbewahrt werden. Ist das derzeit beste Mittel gegen * Syphilis in allen Stadien. Es wird in die Blutader eingespritzt. Findet auch Verwendung bei einer besonderen Art von Angina, auch bei bestimmten Tro- penkrankheiten. Wann Saloarsan anzuwenden ist, entscheidet allein der Arzt, er allein wendet das Salvarian auch an. Salve, lat., Bedeutung: sei gegrüßt, vielfach als Inschrift über Hauseingängen oder in Fußmatten zu finden. Salz, Kochsalz, Chlornatrium als Würze der menschlichen Nahrung unentbehrlich. Stark gesalzene Kost ist nicht gesund, namentlich nicht für Menschern die zum Starkwerden neigen. Man kann auch leichter Speisen nachsalzen als versalzene Speisen aenietzoar machen. Salz in größeren Mengen muß im Steintopf aufbewahrt werden. Besser als Salzfässer für den Tisch sind Salzstreuer mit verchromter oder Ealalithkappe. Damit das Salz nicht feucht wird, fügt mein einige Reiskörner hinzu. Leichte Kochsalzlösung mit lauwarmem Wasser als Gurgelmittel hilft bei leichten Halsentzündungen. Salze, chemische Verbindungen aus Basen und Säuren, die als Mineralsalze und als Kochsalz Miln ßä/2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... — — 100,9 100,9 4y2% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 I.................. 98,75 98,75 98,75 98,75 Reichsanleihe-Altbesitz.......... 123 123,4 123 123,5 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 133,65 133,75 — — 4*/z% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 99 99 — — 5&% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 101,15 101,13 — — 4y.% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. — 99 — 99 4/t% Preuß. Gold-Komm. R. 20 — 97,75 — 97,75 4y2% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................ 97,25 97,25 _ _ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 129,25 129,75 130 131 4-/r°/o Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 99,25 99,25 99,25 99,25 4/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 97,5 97,75 — _ W/o Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 101,25 101,45 _ — 5’/2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 101.4 101,5 101,25 101,4 Steuergutschein-Verrechnungskurs 110,25 110,25 110,3 110,3 5% Goldmexikaner von 1899 .... — — — — 4% Oesterreichische Goldrente.... — — — — 4,2% Oesterreichische Silberrente. — — —— — 4y2 Ungarn Staats von 1913 .... — — — — 4% Ungarische Goldrente....... — — —— — 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — — — 5% Rumänen von 1903......... — —— — — 4'/r% Rumänen Gold von 1913.. —— —— — —— 4% Einheits-Rumänen......... — — — — 4% Türken Bagdad I........... —— — — — 4% Türken Bagdad II.......... —— — — — 2 y4% I. Anatolier.............. — — — — A.G. für Verkehrswesen......6 133 134 133,25 134,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O — — 43,75 43,75 Hamburg-Amerika Paket......O 17 17.25 17 17,5 Norddeutscher Lloyd..........O 17,4 17,4 17 17,4 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 126,9 126,9 126,9 126,9 Reichsbanl................. 12 196,5 197 196,9 197,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 — — 129,5 129,75 Commerz- und Privat-Bank... 4 113,5 113,5 113,5 113,5 Deutsche Diskonto............4 117,75 117.5 117,75 117,5 Dresdner Bank.............. 4 104,75 105 104,75 105 Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag- börse Datum 14.4. 15.4. 14.4. 15-4. Accumulatoren-Fabrik...... 12 211 — 210 211 A KU-Kunstseide........... . O — —— — —• Aschaffenburg Zellstoff...... . 3 141 141,25 140,25 141,75 Bemberg................. . 0 114,75 115 114,5 114,75 Bekula................... . 8 166 166 165,4 166,13 Buderus Eisen............. .. 4 129 128,75 129 128,5 Cement Heidelberg......... .. 7 — 166,25 167 — Cement Karlstadt.......... .. 6 —— —— — —— Chade A.-C................ .. 9 — — —— — Conti Gummi............. 11 195,5 195 195,5 195 Daimler Motoren.......... .. 5 136,75 138,5 136,75 138,4 Dessauer Gas ............. .. 4 115,75 — — 117,4 Deutsche Erdöl............ .. 5 149,9 150,25 150 150,13 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 — 261 260 —— Deutsche Linoleum......... 10 178,25 178 178 178 Elektrische Lieferungen...... .. 6 135,65 135,5 135,65 135 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 152,75 152,5 153,25 152 I. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 168,13 169,25 168,13 169.25 Felten & Guilleaume....... .. 6 143,9 143 145 143,25 Gesfürel.................. .. 6 149,25 150 149 149,65 Th. Goldschmidt........... .. 5 137,75 141 139 141,25 Gritzner Maschinen......... .. O 47 47,4 46,75 47 Harpener................. 2 y2 161 161 160,5 161 Hoesch Eisen............... 3'/- 119,25 119,9 120 119,5 Philipp Holzmann......... .. 6 150 151,25 150 150,5 Ilse Bergbau.............. .. 6 170 — — —— Ilse Genüsse.............. .. 6 143,65 143 144 143 Kali Aschersleben.......... .. 5 125,25 126 125,75 125,75 Klöckuerwerke............. 4 y2 124,75 126,25 126,25 126 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 149,25 — — 149 Lahmeyer................ .. 6 126,25 126,9 126 127,4 Mainkraft................. .. 4 95,5 96 —— Mannesmann............. .. 3 121,13 121,75 120,75 121,9 Mansfelder Bergbau....... 6% 158,5 — 158,5 158,5 Metallgesellschaft........... .. 5 154 154,5 154 —— Orensteiu & Koppel........ .. O 93,65 —— — 94,65 Rheinische Braunkohle...... . 12 231 — 232 231,75 Rheinische Elektro.......... .. 6 138 137,5 137,25 137,75 Rheinstahlwerke............ .. 6 160,5 160,25 160,5 160,25 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 129 129 129,4 129,25 Rütgerswerke ............. .. 6 147,75 147 147,5 147 Salzdetfurth Kali.......... •lV/2 168,13 — 168 165 Schlickert & (So............. .. 6 166 166 166 166 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 - 99,9 100,13 Siemens & Halske......... .. 8 199,25 199,75 200 200,5 Süddeutsche Zucker......... . 10 200 200 200 200 Vereinigte Stahlwerke...... 117,4 118 117,25 117,9 Westdeutsche Kaufhof....... .. O 59,25 60,25 59,25 60,25 Metteregeln Alkali.......... .. 5 125 125,5 125,5 125,75 Zellstoff Waldhof.......... .. 6 159,25 159,5 159 159,25 Ltavi Minen.............. . 0.6 32,5 31,75 31,75 31,9 14. April 15. April Amtliche Notierung Amiliche Notierung Geld Bnet Geld Bries 0,711 0,713 0,711 0,713 5,694 5,706 5,694 5,706 61 .39 61,51 61,39 61,51 43,95 49,05 48,95 49,05 11,08 11,10 11,09 11,11 63,10 62,98 63,10 62,98 56,73 56,85 56,73 56,85 16.98 17,02 16,98 17,02 8,646 8,664 8,646 8,664 2,489 2,493 2,489 2,493 14. April 15. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brie, Geld Bries Buenos Aires............. 0,755 0,759 0,756 0,760 Brüssel................... 41,94 42,02 41,96 42,04 Rio de Janeiro............ 0,154 0,156 0,157 0,159 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Kopenhagen............... 54,55 54,65 54,55 54,65 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 47,14 London .................. 12,215 12,245 12,215 5,395 12,245 Helsingfors................ 5,395 5,405 5,405 Paris.................... 11,105 11,125 11,105 136,30 11,125 Holland.................. 136,26 136,54 136,58 Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11