187. Jahrgang Gietzener Anzeiger 5 5 Die in Pariser Totale Berufserziehung. Von Or. Karl Lapper, Chef des presse- und propagandanmtes der Reichsjugendführung. Idee und Gestalt der gesamten HJ.-Arbeit an der deutschen Jugend zeigen das leidenschaftliche Bestreben nach einer immer fortschreitenden Erhöhung sowohl des Einzel- wie auch des Gesamtleistungsstandes, ein Bestreben, das im Wort und Befriedigung in Paris. Paris, 16. Febr. (DNB. Funkspruch.) London erzielte Einigung wird von der London, 16. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Unterausschuß des Nichteinmischungsausschusses prüfte die Methoden, durch die am schnellsten eine Vereinbarung hinsichtlich des oorgeschlagenen Ueberwachungsplanes erreicht werden könnte. Die Vertreter Englands, Belgiens, der Tschechoslowakei, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Schwedens und der Sowjetunion einigten sich auf folgende Vereinbarung: Dom 21. Februar an soll das Nichteinmifchungs- abkommen auf die Anwerbung von Personen n i ch t s p a n 1 s ch e r Staatsangehörigkeit ausgedehnt werden, die beabsichtigen, sich nach Spanien oder den spanischen Besitzungen zu begeben, um in dem gegenwärtigen Krieg Dienste zu nehmen, sowie auf die Durchfahrt solcher Personen oder ihre Abreise. Ferner sollen dem internationalen Ausschuß sobald wie möglich Einzelheiten über die im obigen Sinne ergriffenen Maßnahmen geliefert werden und das von dem technischen Unterausschuß vorbereitete Ueberwachungssystem soll vorbehaltlich der endgültigen Bereinigung noch ausstehender Fragen am 7. März in Kraft gesetzt werden. Das Abkommen wird dem internationalen Ausschuß am Dienstagnachmittag zur Annahme eigener Kraft eine Erneuerung von innen an sich selbst vollziehen können. Dag Ausland hat oft in keineswegs ehrlich bemühter Weife die deutsche Kirchenfrage zum Gegenstand der Polemik gemacht. Der Führer hat nun auch aus diesem Gebiet ein großes Befriedungs» werk eingeleitet. Es handelt sich um einen neuen Beitrag zum Weltfrieden, und zwar aus einem Gebiet, dessen Bedeutung gar nicht hoch ge. nug eingeschätzt werden kann: Sowohl für den inneren Frieden des deutschen Volkes als für den Frieden der Welt. Die „Berliner B ö r f e n z e i tun g" erklärt: Der Führer als das Oberhaupt des Staates hat unmißverständlich zu erkennen gegeben, daß das Reich es auch weiterhin ablehnt, sich in die inneren Angelegenheiten der Kirchen einzumischen, und nach wie vor nicht daran denkt, an der bestehenden B e - kenntnisfreiheit zu rütteln. Möge die Welt in dieser Zurückhaltung nicht nur ein Zeichen für die Großzügigkeit der nationalsozialistischen Staatsführung, sondern auch einen Beweis ihrer Stärke erblicken! Das deutsche Volk aber ist Mols Hitler wiederum zu großem Dank verpflichtet. Den beiden vorangegangenen Großtaten, der außenpolitischen Sicherung des Reiches und seiner innenpolitischen Befriedung, hat der Führer jetzt auch auf dem kirchlichen Gebiet eine Tat folgen lassen, die wohl geeignet ist, dem deutschen evangelischen Volk den religiösen Frieden zu verschaffen. Das „Berliner Tageblatt" schließt seine Betrachtung: Viele Versuche sind gescheitert, der schwachen Kirche wenigstens im Bau ihres Hauses staatliche Hilfe zu geben. Nun entschließt sich der Führer, auch diese äußere Ordnung den kirchlichen Instanzen allein zu überlassen. Dies fügt diese Stunde den wichtigsten Tagen des Dritten Reiches würdig hinzu. Welches Maß von Freiheit, nach der immer wieder von kirchlichen Gruppen gerufen worden ist, bietet sich ihnen hier! Auch ein Zeichen für die ungeheure Stetigkeit und Sicherheit der Führung, wenn sie diesen heiß umstrittenen Bereich der kirchlichen Ordnung dem Kirchen- volk selbst überläßt. Dies ist in der Tat ein Fundament zu einem großen Friedenswerk. VA Das Vesnedmlgswerk des Mrers im Spiegel der Preise. Einigung im Nichteinmischungsausschuß Oer Ueberwachungsplan für das Abftoppen des Zustroms von Freiwilligen nach Spanien soll am 21. Februar in Krast treten. 5s ;? i g ß Jugend und überall sonst, wo in ihr an der Hebung der deutschen evangelischen Kirche heraus: des körperlichen, geistigen, charakterlichen und be- Nachdem es dem Reichskirchenausschuh mflichen LesitungsftanLes gearbeitet wird, scheu „ich, gelungen ist, eine Eignung der E die "eigene NaüonVit MM-ln und «1 = n ®r“" in friedlichem Leistungswettstreit an die Spitze der lischen Kirche herbeizufuhren. soll nunmehr d i e Völker setzen will. Kirche in voller Freiheit nach eigener Grundsatz und letztes Zielbild dieser totalen Bestimmung des Kirchenvolkes sich Jugenderziehung ist die totale Leistung. Das Iselbst die neue Verfassung und damit eine bedeutet die genaue Umkehrung einer bis jetzt ge- neue Ordnung geben. Ich ermächtige daher den schehenen Entwicklung, die auf allen Gebieten auf Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten, " ' zu diesem Zweck die Wahl einer Generalsynode vorzubereiten und die dazu erforderlichen 8% Je «PO : p a 3 s tätet w «(fl Großes Vesnedungswerk des Führers für die Evangelische Kirche Ein Erlaß an den Reichskirchenminister ordnet die Wahl einer verfastunggebenden Generalsynode an. erkannt werden. Die Wahl selbst wird unter kirchlicher Leitung und nur auf kirchlichem Boden stattfinden. Der Staat wird aus die Wahl keinerlei Einfluß nehmen und damit der Kirche die Freiheit geben, ihr Schicksal selbst zu bestimmen. .. Der Weg ist frei für die Gemeinschaft der Glau- bigen in der deutschen evangelischen Kirche. Sie alle sind nun unter eine große Verantwortung ge- stellt. Sie werden hinter der Großzügigkeit, mit der der Führer ihnen die Freiheit eingeräumt hat, die Zukunft der evangelischen Kirche selbst zu bestimmen, nicht zurückstehen in dem aufrichtigen Willen, sich mit allen denen zusammenzufinden, denen die religiöse Befriedung des evangelischen Kirchenvolkes unter dem Dach einer einigen evangelischen Kirche Deutschlands Herzenangelegenheit ist. L. durch die nicht in dem Unterausschuß vertretenen Regierungen v o r g e l e g t werden. Der portugiesische Vertreter behielt sich die Stellungnahme seiner Regierung vor. * Die Londoner Morgenzeitungen berichten, daß der französische Botschafter C o r b i n in der Sitzung vor einer weiteren Verschiebung des Freiwilligenverbotes gewarnt und eine Aenderung der fron« zöllschen Haltung in der Nichteinmischungsfrage angedroht habe, falls keine Einigung zustande käme. Die Morgenpresse stellt die Einigung des Unterausschusses in erster Linie als einen Erfolg Frankreichs hin. Dabei wird völlig übersehen, daß der Beschluß die st ä r k st e Unter st ützung Deutschlands gefunden hat, und daß es ja gerade Deutschland gewesen ist, das schon vor sehr langer Zeit eine Lösung dieses Problems für notwendig erachtet hat. Wenn man heute versucht, das Ganze als einen Erfolg der französischen Politik hinzustellen, so vergißt man dabei die Tatsache, daß Deutschland von jeher die Arbeit des Nichteinmischungsausschusses gefördert und in der Frage der Verhängung des Freiwilligenverbots stets eine außerordentlich klare Haltung eingenommen hat. 2- ers C § a 5 2 5 Sä Zs"-- • 2« s -r-i o s S-SFs-5 p ■c/fl | «.»t .... ——— । Berchtesgaden, 15. Febr. (DNB.) Der Begriff der „Ertüchtigung" seinen bezeichnend- ^lchsminister für die kirchlichen Angelegenheiten sten Ausdruck gesunden hat. In der körperlichen ~ ( M ifiontaa xem stirer Vor- Grundschule der Wehrerziehung, im Leistungssport. 1 am ÖCm “ ’”1 in den Aufgaben der Führung und Kameradschaft, lrag Uber die klrchenpoNtifche Lage, im weltanschaulichen Schulungswesen, in der Füh- Der Führer gab im Anschluß an den Vorlrag fol- rerauslese und -schulung, im Reichsberufswettkampf genden Erlaß über die Einberufung einer und in der zusätzlichen Berufsschulung der Hitler- verfaffungs geb enden Generalsynode » \H 81 t 2^5 -Sz (pt V, 0 ,1 SW? «9 os e«. . ” 5 rr * I Berlin, 16. Febr. (DNB.) Der Erlaß des Führers und Reichskanzlers über die Einberufung einer verfassunggebenden Generalsynode der Deutschen Evangelischen Kirche wird von den Berliner Morgenblättern als großes Befriedungswerk gewürdigt. Der „Völkische Beobachter" schreibt: Der bedeutsame neue Erlaß des Führers gibt der evangelischen Kirche in hochherziger Weise die Gelegenheit, vor aller Welt zu beweisen, inwieweit sie die Herzen des deutschen Volkes anzusprechen versteht. Es wird auch der Kirche nur recht sein, daß sie die ihr heute innewohnende Krast vor Augen führen kann. Der Staat aber tritt erneut den durch nichts wegzuleugnenden Beweis an, daß fein Reich von dieser Welt ist und er sich durch nichts davon abbringen läßt, die Glau- benssreiheit jedes einzelnen unangetastet zu lassen. Die Stunde der evangelischen Kirche ist da! Es liegt bei ihr, wie sie die große Gelegenheit zu nutzen versteht. Der Erlaß des Führers birgt alle Voraussetzungen, die es der evangelischen Kirche ermöglichen, nunmehr endgültig und allumfassend in ihren Reihen Frieden zu stiften. Das deutsche Volk wird die evangelische Kirche danach beurteilen, wie sie die Regelung der innerkirchlichen Fragen in Einklang zu bringen weiß mit dem Umbruch unserer Zeit. Im „Berliner L o k a l a n z e i g e r" heißt es: Nachdem sich ergeben hat, daß der Reichskirchen- ausschuß die ihm gestellte Aufgabe nicht erfüllen konnte, hat der Führer seinen großen Erfolgen um die innere Befriedung Deutschlands einen neuen Beitrag zugefügt. Die große Vollmacht, die dem Volk der evangelischen Kirche vom Führer gegeben wurde, legt selbstverständlich jedem Gläubigen die Pflicht auf, der Größe der Aufgabe gerecht zu werden. Das nationalsozialistische Deutschland wird an diese Entscheidung in dem Bewußtsein Herangehen, daß es der Welt einen neuen Beweis geben kann, wie stark die vom Führer geschaffene Einheit und Ordnung Deutschlands ist. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" führt aus: Der Führer hat mit seinem Erlaß der Deutschen Evangelischen Kirche eine ganz große Möglichkeit gegeben: Die evangelische Kirche wird eine neue Urwahl vornehmen und damit aus Vertrauens zu bestimmen, die nun der Kirche eine Verfassung geben und auf Grund dieser Verfassung die Art der Führung der Kirche bestimmen sollen. Das Reich lehnt es auch weiterhin ab, sich in die innere Angelegenheiten der Kirche einzumischen. Die Verordnung des Führers bringt zum Ausdruck, daß der Staat sich lediglich mit weltlichen Angelegenheiten zu beschäftigen wünscht und auch die Gestaltung der äußeren Form der evangelischen Kirche in die Hand der Kirche selbst legen will. Aufgabe des Reichskirchenministers wird es lediglich sein, eine Wahlordnung zu erlassen, Verfassung und künftige Kirchenleitung zu bestimmen bleibt der Generalsynode vorbehalten, die aus den Urwahlen des Kirchenoolkes hervorgehen wird. Bis dahin werden die bisherigen Kirchenleitungen, gleich welcher Richtung, vom Staate als legal an= ö i , o 5 «7 .. * S’Cpö , JkSSSH - Ls öl = 5 3 2h W Mtz JA 0:n«i2® ; n ~ 4.6-) hÄ — 9,2,o» ~ D „ to 'S" »' y3: 3 8 bD 31 schehenen Entwicklung, die auf allen Gebieten auf eine ganz einseitige Spezialisierung hinauslief. Das Ideal der humanistischen Erziehung' war die einseitige Züchtung eines Wissens- und Büchermenschen,. , h w (reffen das Ideal der dagegen eingesetzten Reaktion bas a^m 5 " des ebenso einseitigen Muskelprotzes, das Ideal der Berchtesgaden, den 15. Februar 1937. im Taylor-System und Fordismus zu Ende ent- Der Führer und Reichskanzler wickelten lrberalistrsch kapitalistisch en Berufsausbll- Adolf Killer düng oder besser -oerbildung war das des auf einen 1 , einzigen besonderen Handgriff allein eingearbeiteten ♦ ' Lohnsklaven, der allen übrigen Teilen des betreffen- DerFührer hat seinen vielen Bemühungen um \ ben Arbeitsvorganges und erst recht natürlich den $ Weltfrieden und den inneren Frieden des deut- i weiteren Zusammenhängen ^rJBtr^W Volkes einen neuen Beitrag hinzugefügt, der, ! nationalen Lebens beinahe blind gegenuberstand. Nachdem das deutsche Volk politisch und weltan- • Gegen diese ungesunde und trostlose Entwicklung schaulich geeint ist, nun auch a u s r eligiösem hat der Nationalsozialismus von Anfang an Front Gebiet eine Befriedung herbeiführen soll. Die gemacht. Da aber die Ergebnisse einer seit Jahr- Aufgabe, aus der in zahllose kleine Landeskirchen zehnten und Jahrhunderten angebahnten und voll- zerschlitterten evangelischen Kirche entsprechend der zogenen Entwicklung nicht im Handumdrehen be- politischen Einheit, die durch Aufhebung der Lan- seitiat werden können, hat er diese Frontwendung derhoheiten geschaffen wurde, nun auch eine einige am schärfsten dort durchgeführt, wo die Verbildung deutsche evangelische Kirche herzustellen, ist den bis- naturgemäß noch am wenigsten hatte Platz greifen her damit befaßten Instanzen nicht gelungen. Ely tonnen, das war eben in der Jugend, vor Gingriff in das Bekenntnis der Kirche war niemals allem in seiner, der Hitler-Jugend. Sehr bald nach beabsichtigt. Staat und Partei wollten lediglich die, seiner Machtergreifung und zum Teil schon vor ihr Sicherung des kirchlichen Friedens und die Herschuf er alle jene eingangs erwähnten Einrichtun- stellung einer kirchlichen Einheit, gen mit der Tendenz einer totalen Ertüchtigung So wurde, um der Kirche eine Spitze zu geben, und Leistung und ist gerade jetzt auf dem Gebiet bitteren deren Schutz sich vielleicht langsam eine- 6er Berufserziehung daran, diese grundsätzliche Einigung der Landeskirchen hätte vollziehen können, Wendung in großer Breite und Tiefe weiter vor- ^n Reichsbischof bestimmt. Als diese Maß- zutragen. nähme jedoch nicht zu -em gewünschten Ziel führte. Das Abkommen, das der Führer der Hitler- übernahm die Leitung der Kirche ein Reichs- Iugend, Baldur von Schirach, mit dem Leiter ki r ch e na u s f ch u ß , dessen Mitglieder den Derber Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, am Abend schiedenen Kirchenrichtungen nahestanden. An Die der Eröffnung des 4. Reichsberufswettkampfes im Spitze der Landeskirchen traten entsprechende tan-- Berliner Sportpalast bekanntgab und mit dem er deskirchenausschüsse. Ader auch die Bemühungen die künftige Berufsausbildung der gesamten deut- dieser neuen Instanzen, aus den Kräften der Kirche schen Jugend den Maßnahmen der DAF. unter- heraus zu einer Einigung zu kommen blieben erstellte, bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als folglos, weil sich die Fronten inzwischen immer baß der Grundsatz der totalen Berussaus- mehr verhärtet hatten und heute niemand mehr bilbun g und Leistung auf die berufliche weiß, in welchem Umfange das Ki r ch en do 1 k Erziehung der gesamten Jugend über- selbst sich zu den Bestrebungen der einzelnen tragen wird. Jener Aufschwung zur Leistungssteige- kirchlichen Richtungen stellt. rung, den sich die Jugend in einem stets wachsen- Da es Grundsatz des nationalsozialistischen Staa- ben Teile seit der Machtergreifung des National- tes ist, als Gesetz des Handelns den Willen des fozialismus Jahr für Jahr im Reichsberufswett- Volkes anzusehen, schafft die neue Verordnung kamps selber gab, er soll nun während d e s ^s Führers die Grundlage für eine Neuordnung ganzen Jahres festgehalten und mit aüenI^er eoangelischen Kirche aus eigener Kraft Planmäßigen Mitteln und Maßnahmen des gewal- h r a u s, indem sie dem Kirchenoolk Gelegenheit tigert Apparates, den die DAF. dafür geschaffen gibt, durch die Wahl einer verfassungge- hat, gefördert und ausgebaut werdens b end en Generalsynode seinem Willen Nicht nur in einer einmaligen Jahresaktion, son- Ausdruck zu geben und selbst die Manner seines bern beständig wird also in Zukunft die ganze deut- sche Jugend oom Jugendführer des Deutschen Reichs - M leistungssteigernder Berufserziehung angehalten. 3500 r0 ba& Qn0 ÜUcf) in tiefer Hinsicht die Möglich- Die Maßnahmen dieser Berufserzichung sind man- H einer totalen Durchführung einer solchen dau- nigfach und werden etwa durch die zahlreichen ernöen unt) umfassenden Berufsertüchtigung ge- bereits geschaffenen Einrichtungen des z u s a tz - ^^hrleistet ist. Mne" letzten Iahren°von de^Deut- Nun ist sowohl nach der Ausfassung des Leiters fch-n Arbeitsfront mit der jhitler-Jugend geschaffen der Deutschen Arb-ltssr°nt wie auchnach der des und in immer stärkerem Maße durchgeführi wurden. Jugendsuhrers des Deutschen R-ch)s die Beruss- Ein besonders sinnfälliges Beispiel hiersür das -rz.ehun->mcht non derweltan sch Meich auch den Begrisf der totalen Berus-aus. Kng und ^°rp^-ch b^et nur cinen%;ci[ ötlbung und Leistung m greifbarster Weise heroo G^esamtertüchtigunq, oon der eingangs die hreten läßt, bieten die fogenannten U e b u n g 5 d Knet ^eiamte^ 8 & Folgerung, daß auch firmen, von denen die Deutle als e i n T e il d e s biegen letzten Jahren ein ganzes Netz über d -Dien st es angesehen wird, dessen weltan- gesamte Reich hin errichtet hat. Diese Uebungs- ।ckarakter-körperliche Erziehungsarbeit mit ftanen unterscheiden sich von Firmen der Praxis !chAine einzig° nnd u7ir°nLar° innere Einheit bil- nur insofern, als die Werte, mit denen sie arbeiten, 0 ^egt hierin auch der tiefste Grund, wes- nreal und gedacht sind. Sonst aber unterscheid & Entwicklung, die ja auch dem Staat sie sich in nichts von Firmen der praktischen Wirt- h der Wirtschaft zum Besten gereicht, nicht schäft, und sie wickeln alle ^^^0^0^^ r^Kebenn u r von der Par- 0ange und Geschäftsstelle genau so ab, wie es. m > - > Organisation der schaffenden Arbeit Wirklichkett geschieht. Der Vorteil, den sie bieten t -i, ^von iyrer ^gehen konnte! Es ist besteht vor allem dann, daß der Lernend^ hier politisch bedeutungsvoll, daß die zusätzliche olles lernen kann, was es im weiten Bereich! erufsschulung, die Leistungssteigerung durch den seines Berufszweiges überhaupt Zu ^rnen gibt. Er ' t>ie künftige bleibt hier nicht nur in einem bestimmten Zeü- ^XTunb Xeme ne Berufserziehung von der gebiet stecken ohne die WM unb Mmit durch die Beiträge Ueberblicks, sondern er erfahrt die Ganzheit seines oesamten deutschen Arbelter- Verufes und darüber hinaus auch die Zusammen- L a f t f t n a n , i e r f wurden und werden. So- Hange mit dem übrigen Wirtschaftsleben, der 2Ir= freiwillige Bekenntnis der deutschen Ju- beit und dem Kampfe der Nation. . Arbeit und Leistung durch Reichsberufswett- Eine andere Einrichtung ist etwa diewirt- x^mpf und zusätzliche Berufsschulung wie auch die schastskundliche Fahrt, die ebenfalls dazu freiwillige Förderung und Vervollkommnung dieses dient, den Teilnehmern einen Gesamtüberblick zu übernehmens durch die Deutsche Arbeitsfront sind geben und sie dadurch erst eigentlich ihre eigene 2Ir« geboren au5 der Idee und für das Ziel der ge» beit richtig beherrschen zu lehren. Die Uebungsroirt= ra m f e n Volksgemeinschaft. schäft besitzt heute bereits derartige Firmen m allen *8 Reichsbetriebsgemeinschaften, im ganzen über I -r-rä Z PZ-P säs- 5 « 8 5 ^3.» 9^2:3 -3.« o- o 2 g g 'N sn %"O 5.5 1 \? s?= = 55. 1 *• infolge höherer Gewalt < < M Stellen-, Vereins., gemein- General-Anzeiger für Gberhesien -WZ- gtanifuri^Ä'in liess vruck und Verlag: vrühl'fche UniversttStr-vach- und Steindnickerel B.Lange In Sieben. Schristieitung nnd SeschSstrftelle: Schvlftraße 7 M°ng-nab,chiüsi-Staffel8 , Deutschlands Beiträge zum" XX Eine Unterredung mit dem Reichsaußenmmiste Presto mit Ausnahme der kommunistischen „Huma- nite" begrüßt. Der Alpdruck, der gerade in dieser Frage auf ganz Europa lastete, sei endlich gewichen. Es bleibe jetzt nur noch zu wünschen übrig, schreibt „Echo de Paris", daß sich das Abkommen auch zur festgesetzten Zeit voll auswirken könne. Der „Petit Parisien" betont, daß der kritischste Punkt nunmehr überwunden sei. Sollte die Kontrolle in der ersten Zeit noch auf Schwierigkeiten stoßen, so könnten immer noch gewisse Abänderungen oorgenommen werden. Kolomardebatte im englischen Unterhaus. Konservative „Besorgnisse". London, 15. Febr (DNB.) Im Unterhaus fragte der konservative Abgeordnete Adams, ob der Außenminister unmißverständlich zum Ausdruck bringen wolle, daß die britische Regierung die Abtretung von Gebieten, die sich unter britischer politischer Kontrolle befinden, an das nationalsozialistische Deutschland nicht ins Auge fassen könne. Unterstaatssekretär Lord Cranborne antwortete, die Regierung habe schon früher erklärt, daß sie eine solche Abtretung nicht erwäge. Besprechungen in diesen Angelegenheiten seien nicht im Gange. Die Be-, sprechung zwischen dem Lordsiegelbewahrer und dem deutschen Botschafter sei lediglich ein Austausch von Ansichten über eine Reihe von Gegenständen gewesen, die für die beiden Länder von Interesse seien. Ein derartiger Gedankenaustausch finde üblicherweise von Zeit zu Zeit statt. Der konservative Abg. Sandys fragte alsdann, ob der Außenminister sich bewußt sei, mit welcher Befriedigung die englische Oeffentlichkeit davon Kenntnis nehmen werde, daß die britische Regierung trotz der vielen „Deutschlanderklärungen" in der Kolonialfrage es bisher nicht einmal für nötig befunden habe, sich mit der Angelegenheit zu befassen. Der Abgeordnete stellte folgenden Antrag: „Das Unterhaus nimmt mit Befriedigung die Versicherung zur Kenntnis, daß die britische Negierung die Abtretung irgendeines Kolonial- oder Mandatsgebietes nicht erwägt". Mehrer Abgeordnete haben ihre Unterschrift dem Antrag beigefügt. Deutsch-englische Aottenbesprechungen London, 15. Febr. (DRV.) 3m englischen Außenaml fanden am Samstag zwischen den deutschen und britischen Vertretern Flottenbesprechungen über die Herbeiführung eines zweisei- igen Abkommens zwecks Begrenzung der Flottenrü st ungen nach dem Muster des Vertrages von 1936 statt. 3m Verlaufe der Besprechungen stellte sich heraus, daß in dieser Frage keine ernsten Meinungsverschiedenheiten bestehen. Ls wurde beschlossen, Schritte zu unternehmen, um einen entsprechenden Vertragsentwurf vorzubereiten. Wie englischerseits mitgeteilt wird, finden ähnliche Besprechungen zur Herbeiführung eines zweiseitigen Abkommens auch mit Sowjetruhland statt. Der neue Völkerbundskommiffar für Danzig. Der Schweizer Historiker Carl Burckhardt ausersehen. Rach einer Meldung aus Danzig ist der Genfer Universitätsprofessor Carl Burckhardt zum Völkerbundskommissar für die Freie Stadt Danzig ausersehen worden. Der Dreiev Ausschuß des Völkerbundsrats wird zur Ernennung des Kommissars in dieser Woche zusammentreken. * Carl Burckhardt ist ein entfernter Verwandter des berühmten Kultur- und Kunsthiftorikers Jakob Burckhardt. Er entstammt also der alten vor Jahrhunderten aus Deutschland eingewanderten Baseler Patrizierfamilie, die mit Deutschland, Frankreich und England enge geistig-kulturelle Verbindung hat. Er ist 1891 in Bafel geboren und hat dort, in München, Göttingen und Zürich studiert. Während des Krieges war er zeitweise Geschäftsträger der Schweiz in Wien, später gehörte er einer Sondermission des Roten Kreuzes für Anatolien an. Nach weiteren historischen Studien in Paris und Wien wurde er 1928 Professor an der Universität Zürich. 1932 wurde ihm das Ordinariat für neuere Geschichte am Institut für internationale Studien in Genf übertragen. Im Auftrage des Hamburg, 15. Febr. (DNB.) Einem Vertreter des „Hamburger Fremdenblatt" erklärte der Reichsaußenminister Freiher van Neurath u. a.: „Die Erklärungen, die wiederholt von den berufensten Stellen in Deutschland selbst und in anderen Ländern unserer europäischen Zivilisation ergangen sind, stimmen alle in der Ueberzeugung überein, daß nicht der gering st e Anlaß oorliegt, um irgendwelche Gefahren für den Frieden Europas innerhalb dieses Kul- turkreises anzunehmen. Gefährlich ist nicht die außenpolitische Konstellation, die man als weitgehend entspannt bezeichnen darf, sondern lediglich die Kriegspsychose, die systematisch von Leuten geschürt wird, bei denen ein Interesse an einer derartigen Tätigkeit oorliegt. Dieses Treiben, das sich für die breite Oeffentlichkeit nicht immer sichtbar in einem schattenhaften Halbdunkel vollzieht, stört freilich immer wieder das Aufbauwerk, dessen Förderung die vornehmste Pflicht aller verantwortlichen Staatsmänner ist. Selbst die hochherzigen Angebote, die der Führer mit dem ganzen Gewicht seiner Autorität zur Frage der Rüstungsbeschränkung machte, waren zum Scheitern verurteilt, weil die Politik des damaligen französischen Außenministers sich nicht entschließen konnte, darauf einzugehen. Aber auch abgesehen von dem unantastbaren Recht, das Deutschland aus den historischen Tatsachen herleiten darf, steht das Ausmaß der deutschen Ausrüstung in keinem Verhältnis zur po- tentiellenStärkeseinerNachbarn. Diese vergrößert sich bei ihnen um das Gewicht der m i l i - tärischen Bündnisse, auf die sie sich stützen können. Deutschland muß sich ausschließlich aus seine eigene Kraft verlassen. Wenn die britische Regierung jetzt beabsichtigt, sich vom Parlament eine Blankovollmacht für Rüstungs- Zwecke im Betrage von fünf Milliarden Mark ausstellen zu lassen, so denken wir nicht daran, ihr das Recht streitig zu machen, über den Umfang Roten Kreuzes ist er noch mehrfach im Ausland gewesen. So hat er auch 1934 am Kongreß des Roten Kreuzes in Tokio teilgenommen. In Deutschland ist er besonders bekannt geworden durch seine Monographie über Maria Theresia und sein großes Werk über Richelieu, von dem der erste Band im Verlag Callwey-München erschienen ist. Die Lebendigkeit der Sprache wie der Gedankenführung, die seine Werke auszeichnet, mag ihren Ursprung darin haben, daß der Verfasser vergangene Zeiten aus dem Spiegel einer bewegten Gegenwart sah und mit packender Anschaulichkeit beschrieb. Burckhardt gilt als ein Mann voll lebendigen Verständnisses und warmer Teilnahme für deutsches Wesen und deutsches Schicksal. Kallio zum finnischen Gtaats- präsidenten gewählt. Helsinki, 15. Febr. (DNB.) Die Präsidentenwahl wurde am Montag von den 300 Wahlmännern im Reichstag vorgenommen. Ministerpräsident Kallio leitete verfassungsmäßig selbst die Wähl. Die Spannung über den Ausgang war groß. Bis zuletzt hatten Die Parteien noch untereinander verhandelt, ohne daß im voraus Klarheit über den Wahlausgang zu gewinnen war. Im ersten W ah l g a n g erhielt Svinhufvud 94 Stimmen (18 Stimmen von der vaterländischen Volksbewegung, 68 von der Svinhufvud-Liste und 8 schwedische Stimmen), 12 Schweden waren also schon im ersten Wahlgang Svinhufvud untreu geworden. Kallio erhielt nur die 56 Stimmen feiner Partei, und der frühere Präsident S t a h l b e r g genau 150 Stimmen, also gerade eine Stimme weniger als zu seiner sofortigen Wahl mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang nötig gewesen wären. Für Stahlberg stimmten 95 Sozialdemokraten, die also, um eine Wahl Svinhufvuds zu hintertreiben, im ersten Wahlgang schon ihren eigenen Kandidaten fallen ließen. Ferner stimmten für Stahlberg 36 Fortschrittler und 19 Schweden. Im zweiten W a h l g a n g erhielt Ministerpräsident Kallio mit 177 Stimmen die absolute Mehrheit, da ihm nunmehr geschlossen die sozialdemokratischen Stimmen zufielen. Er wurde damit zum Präsidenten gewählt. S t a h l b e r g waren nur noch 19 Stimmen zugefallen und Svinhufvud 104 (68 Stimmen der Sammlungspartei, 18 der elisn'eden. r. ihrer Sicherheit nach Maßgabe ihrer eigenen militärischen Bedürfnisse zu entscheiden. Denselben Grad von Loyalität beanspruchen wir freilich auch für uns bei der Feststellung unserer Verteidigungsbedürfnisse." Der Korrespondent stellt dann fest, daß das beste praktische Beispiel für die Friedenspolitik des Dritten Reiches der Kurs ist, der i n d e r spanischen Krise eingeschlagen wurde. Der Reichsaußenminister erklärte: „Ich kann Ihnen bestätigen, daß die Vertreter der Reichsregierung im Londoner Nichteinmischungsausschuß Vollmacht besitzen, um jedem Plane zuzustimmen, der, von allen beteiligten Staaten angenommen, wahrhaft wirksame Maßnahmen enthält. Schon unmittelbar vor der Jahreswende bat ich den französischen Botschafter in Berlin, feiner Regierung die Erklärung zu übermitteln, daß Deutschland die Unverletzlichkeit des spanischen Gebietes respektiert. Dennoch wurde von unverantwortlichen Elementen jene Hetze begonnen, die von der Landung deutscher Truppen in Spanisch- Marokko sprach. Es war das klassische Beispiel eines auf Unwahrheiten aufgebauten, den Frieden gefährdenden Pressefeldzuges." Der Reichsaußenminister wird sich demnächst nach Wien begeben. Der Reichsaußenminister bemerkte dazu u. a.: „Wenn Deutschlands Haltung Oesterreich gegenüber in früheren Jahren in eine Störung des Friedens umgedeutet wurde, so vermisse ich seit dem 11. Juli auch nur eine einzige Stimme gerade von dieser Seite, die sich ehrlich dazu entschlösse, die Regelung des deutsch-österreichischen Verhältnisses als einen wesentlichen Beitrag zur Befriedung und Entspannung anzuerkennen. Das Merkmal meines Wiener Besuches besteht darin, daß gegen niemanden irgendwelche Abreden getroffen werden sollen, und daß er seinen einzigen Sinn in der Förderung der Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten findet." vaterländischen Volksbewegung und 18 Schweden). Der neue Präsident tritt sein Amt am 1. März an. Es ist zu erwarten, daß die Regierung dann sofort zurücktreten und sich nach links in heute noch unbekanntem Maße ergänzen wird. Folgende merkwürdige Lage tritt Dann ein: Kallio muß bann als vorläufiger Staatsminister sich s e I b ft als Den künftigen neuen Staatspräsidenten Die Demission seiner Regierung mitteilen. * Der neue Präsident FinnlanDs, KyöstiKallio, murDe 1873 in Dftbottnien als Sohn eines Bauern geboren. Seit 1895 ist er selbst Ackerbauer in Nivala in Dftbottnien. Er war Repräsentant Des BauernstanDes in Der StanDesvertretung in Den Jahren 1904 bis 1906. Im Landtag hat er feit 1907 ununterbrochen Die Agrarpartei vertreten, deren eigentliche Heimat Dftbottnien ist. Sie treibt eine zielbewußte Bauernpolitik Den stäDtifchen unD Beamteninteressen gegenüber und ist zugleich stark nationalistisch. Trotz Des heftigen WiDerstanDes Der schweDischen Partei wurde K. in Den Jahren 1920 und 1924 zum Reichstagspräsidenten erwählt, obgleich er die zweite offizielle Sprache des Landes, das Schwedische, nicht völlig beherrscht. Im Jahre 1917 wurde K. Senator und Chef des Landwirt- fchaftsministeriums. Er ist besonders bekannt geworden durch das -Agrarreformgesetz von 1922, das den Namen Lex Kallio trägt, und der landlosen Bevölkerung, soweit nicht ein freiwilliger Verkauf zustandegekommen ist, durch Expropriation gegen üblichen Preis Land verschaffen will. Die Expropriation betrifft nur die größten Landgüter von 200 Hektar aufwärts, und da der progressive Prozentsatz sehr gering ist, hat die Durchführung des Gesetzes keinen größeren Widerstand der Grundbesitzer erfahren. Im Jahre 1922 bildete er ein eigenes Kabinett. Eine der wichtigsten Maßnahmen seiner Regierung war die Auflösung der kommunistischen Partei im Herbst 1923, die kommunistische Parlamentsgruppe wurde verhaftet, die kommunistischen Vereine und Zeitungen wurden unterdrückt. Die antikommunistische Bewegung der L a p p o - Bauern unter Führung von Kosola führte 1930 zum Sturz der dritten Regierung Kallios, da deren ultimativ gestellte Forde^mg einer gänzlichen Unterdrückung des Kommunismus in Finnland im Reichstag nicht durchzusetzen war. Ihr folgte eine Regierung Svinhufvud, die Kallio im DFtober 1936 wiederum ablöfte. Irische Probleme. 43on Dr. Zohs. Stoyr. Die irische Insel ist durch eine verhängnisvoll! politische Entwicklung seit 1921 in zwei Teile gt, spalten: d i e sieben Grafschaften dezs Nordens mit B e l f a st, einem bedeutenden In- j dustrieort, als Hauptstadt, gehören mit Sd)ottlan) und England z u Großbritannien. Der größere Süden der Insel, der unter der politische Leitung des Ministerpräsidenten De Valero steht, bildet den Irischen F r e i st a a t, der genau wie Kanada oder Südafrika ein britisches Dominion darstellt. Eine für die Wirtschaft der ir = schen Insel sehr nachteilige Zollgrenze hindert eine > gedeihliche Entwicklung, denn Der Irische Freistaat und der Großbritannische Zollverband behandele sich gegenseitig als wirtschaftliches Ausland. Seit f 1932 tobt ein Wirtschaftskrieg, Der für De Valen immer günstiger wird und als „versteckter Segen* * bezeichnet worden ist, weil die bis dahin bestehende ungeheure Abhängigkeit Irlands vom englische» Markte gemildert wird. Die Unterwerfung durch England im 17. Jahrhundert führte zur beispiellosen Verarmung Irlands; Die Engländer vertrieben die reichen Grundbesitzer und ersetzten sie durch schottische ober englische Gutsherren. 1800 kam die völlige Vereinigung mit England, also auch der Verlust des irische» Parlaments. Ihres Bodens beraubt und unfähig, sich eine bodenständige Industrie aufzubauen, lebten die Iren in größter Armut Dahin. Der Uebergang EnglanDs zum FreihanDel vernichtete Die irisch? Landwirtschaft vollends, denn nun kam russischer und amerikanischer Weizen herein. 1845 wurde Die Hälfte der Kartoffelernte vernichtet, im Jahre ■ darauf versagte Die ganze Ernte und 500 000 Iren starben Hungers. Eine Million flüchtete nach Amerika. Von 1846 bis 1851 ging Die Bevölkerung Der Gesamtinsel von 8,5 auf 6,5 Millionen zurück, bis 1871 sank sie gar auf 4 Millionen und hat sich seitdem nicht vermehrt. Intensive Bewirtschaftung fehlt im Irischen Freistaat. Wer seine Erträgnisse erhöhen will, muh Land hinzukaufen. Der Boden hat in Irland mehr Gefühls- als Geldwert, denn sein Besitz ver- leiht Würde und Rang Große Güter wechseln schnell ihre Besitzer, weil sie des GeldverDienem wegen bewirtschaftet werden — aber einen kleinen Besitz zu veräußern, das ist Sache der Familie und geschieht nur im äußersten Notfälle. Wer auf Dem Lande geboren ist, bleibt dort und arbeitet gegen geringsten Lohn. Der Hof kommt immer an den ältesten Sohn, nachgeborene Söhne können nur durch Einheirat Bauern werden. Der älteste Sohn, der seinem jüngeren Bruder den Hof ab tritt und in die Stadt zieht, wird deswegen verachtet. Der Ackerbau tritt fast vollständig hinter bei Viehzucht zurück, man züchtet neben Rindern unD Schafen ganz vorzügliche Pferbe. Durch die politische Einigkeit mit England entwickelte sich eine Agrar-Monokultur, also eine verhängnisvolle Abhängigkeit vorn englischen Markte. Aber auch die Landwirtschaft war in sich schwach, denn Viehzucht braucht weniger Arbeitskräfte als Ackerbau und dadurch blieb Irland in vieler Hinsicht rückständig. Von 6,88 Millionen Hektar waren nur 725 000 Hektar Getreideland, noch nicht ein Neuntel. Die Weiden nahmen mehr als 5 Millionen Hektar ein. Es will viel heißen, daß Irland bei knapp 3 Millionen Einwohnern 4 Millionen Rinder t)at, wovon 1,25 Millionen Milchkühe sind; etwa 1 Million werden geschlachtet, und von diesen gehen 850000 ins Ausland. Die Zahl Der Schaft beträgt 3 Millionen, die der Schweine bis zu 1,25 Millionen. Wie ungesund früher die Verhältnisse waren, zeigt sich Daran, daß der Hafer unter Den Körnerfrüchten bei weitem überwiegt; man verwendet ihn fast ausschließlich als Pferdefutter, nur wenig wird davon ausgeführt. Dann folgt die Kartof- f e l als Nahrungsmittel und als Jndustrierohstoff (Sprit). G r ü n f u 11 e r wird in genügender Menge selbst angebaut. Weizen wird — ein Widersinn in diesem Agrarlande — nur zum kleinsten Teil selbst erzeugt, also teuer vom Auslande bezogen. Die Gerste Dient in Der Hauptsache der Bierbereitung. Der Flachsanbau geht immer mehr zurück; die Zuckerrübe findet weniger Verwendung als Futter, sie wird von Der Industrie verbraucht. De Valeras Streben geht nun dahin. Die Weigerung Englands, irisches Vieh und irische Molkereierzeugnisse abzunehmen (weil Die Iren die „Landannuitäten", die Entschädigungen für frühere Guts- verkäufe an englische Besitzer nicht mehr leisten wollen), zur Kräftigung der irischen Wirtschaft aus» zunützen. Der Ackerbau soll neben Der Vieh- Die Tür. Sine altbayerische Geschichte von Michael Kohchaaö. Das Begebnis, von Dem ich erzählen will, hat vor mehr als achtzig Jahren einmal in meiner Vaterstadt für eine ganze Woche einen luftigen Unterhaltungsstoff abgegeben, ja, sogar noch weit über den Burgfrieden hinaus einer Redensart, man kann fast sagen einem Sprichwort zum Dasein ver- holfen. Mehrmals habe ich selbst noch meinen Großvater die Geschichte erzählen hören, und somit wird sie wohl wahr gewesen sein. Die Sache nahm sogar einen Durchaus ordnungsgemäßen Anfang, wie er überall hätte Vorkommen können, indem sie mit Dem jeden Mittwoch im Sperlbräu stattfindenden Bürgerabend einfetzte, allwo Kaufleute und Handwerker, Gewerbetreibende und Oekonomen, Beamte und Salzachschiffer bunt durcheinander saßen, wie es dazumal noch schöner Brauch war, das ferne Weltgeschehen erläuterten oder den nahen Stadtklatsch entrollten und dazu dicke Kanasterwolken zu den zwei Oelfunzeln hin- aufbliefen. Um so ungewöhnlicher aber war das Ende. Und wenn auch in jener Frühzeit noch die löbliche Sitte herrschte, daß über zehn Uhr hinaus nur Ludriane, Radaubrüder und sonstige Nacht- schelme im Wirtshaus hockten, zu einem richtigen Haarbeutel ist trotzdem jeder Ordnungsliebende, den es danach verlangte, schon um deswillen gekommen, weil damals die winterliche Geselligkeit bereits um Sonnenuntergang herum an Den Wirtstischen sich mederzulassen pflegte und Die sommerliche, im Hin- blief auf Das unabweisbare Schattenbedürfnis, all- Dort nicht feiten sogar schon in den Nachmittaqs- stunden sich einfand. Des zum Beweise sei nur erwähnt, daß Der Landrichter Höpfl, als er an besagtem Abend gegen Zehn Die Sperlbräu-Gaststube verließ, Dies im Mantel des. Chorregenten und unter dem Hut des Kaufmanns Serdenbufch tat. Auch bereitete es ihm nicht geringe Schwierigkeiten, den Schlüsse! zum Haustvr Des LanDgerichts zunächst überhaupt in feiner Kleidung anzutreffen und Dann damit erst noch hineinzuzielen. Doch es gelang immerhin, und Herr Höpfl drehte auch den Schlüssel richttg zweimal um; aber das Gerichtstar tat sich trotzdem nicht auf. Auch nicht, als sich Gnaden Herr Landrichter mit dem ganzen Gewicht feiner Persönlichkeit — und das war nicht gering — Dagegen-- ftemmte: „Hm, sonderbar! Hat jemand an Dem Tor etwas geändert? Die Mali vielleicht? Sähe ihr ganz gleich!" Die Mali war nämlich feine Köchin. „Auf! Versuchen wir's in Gottes Namen noch einmal!" Und der Landrichter drückte mit Brust und Händen. Doch auch dieser Versuch mißlang. Da setzte sich Der Landrichter Höpfl keuchend auf die Steinstufen vor dem Gericht. Es war ein rechtes Glück, daß jetzt der Gerichts- physikus Doktor Nägeli von einem Krankenbesuch noch daherkam, der ausgezeichnete Arzt, ohne den im weitesten Umkreis um meine Vaterstadt schier niemand sterben konnte. „Ja, Herr Landrichter!" rief der Physikus, indem er in feiner Menschenfreundlichkeit sogleich an ein schweres Gemütsleiden dachte. „Was machen Denn Sie hier? In dieser Stunde und zu dieser Jahreszeit! Bedenken Sie doch die unbekömmliche Witterung!" und fuhr auf Die fachliche Erklärung des Richters hilfsbereit fort: „Das werden wir gleich haben!" und lehnte mit dem Rücken sich an Das Tor und schob mit der ganzen Schwere seiner allerdings nicht sonderlich ausgiebigen Gestalt ebenfalls nach innen, und der Landrichter, schnell wieder durch den unerwarteten Beistand zu neuer Hoffnung aufgerichtet, schob mit. Alles vergebens. Nicht einen Finger breit wich das Dor. „Das Gerichtsgebäude" erläuterte Der Landrichter, „war nicht umsonst im Mittelalter eine Burg, Die sogar drei Belagerungen siegreich widerstanden hat." Da erschien auch noch, und zwar gleich dem Landrichter, aus der Sperlbräusitzung Der Oberförster Frühaus vor dem Gericht und verband sich sofort mit den zwei bereits beschäftigten Herren zu gemeinsamem Druck. Doktor Nägeli und Landrichter Höpfl waren bereits in Schweiß; Der Oberförster geriet, dank seiner hünenhaften Körperlichkeit, ebenfalls alsbald hinein. Und noch immer widerstand Das Tor. „Jetzt mal aussetzen und Kräfte sammeln!" kommandierte Der Oberförster, der offensichtlich von seinen Wald- und Wegarbeiten her Die Sache weit systematischer anzupacken wußte. „lief aus- und einatmen!" befahl er weiter. „Und jetzt auf mein Kommando: Drei! rumpeln wir alle Drei mit voller Kraft auf Das Malefiztor los! Eins, zwei, Drei!" Sie rumpelten los, alle Drei; aber das Tor blieb zu. Und wer weiß, wie lange Die Drei Herren in ihrem Schweiße sich noch abgemüht hätten, hätte ihnen Der Himmel in diesem Augenblick nicht Den alten Polizeidiener Hufnagel auf feiner Nachtpatrouille als rettenden Engel gesendet. Wieviel Krummes hat doch im Gang der Jahrzehnte Der gute Hufnagel in meiner Vaterstadt geraDegebogen, wieviel Verworrenes geordnet, wieviel Unsinniges zum besten gewendet! Auch jetzt überschaute und prüfte er Die Lage, sah Den guten Willen Der Drei Honoratioren sowie Die Unnachgiebigkeit Des Tores und sprach sodann bescheiden: „Meine hohen Herren, vielleicht is Dös gar a Tür, De w o nach außen a u f g e h 11" Sprach's, machte einen Versuch, unD ließ Die Drei hohen Herren vor Der offenen Tür zurück. In meiner Vaterstadt aber ging daraufhin für lange Zeit Das Wort um: „Vereinte Kraft es auch nicht immer schafft". Neues vom Rattenfänger von Hameln. Die berühmte Sage vom Rattenfänger von Hameln ist bereits vielfach literarisch behandelt worden, und man hat die ersten Aufzeichnungen dieser Erzählung bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgt. Diese gehen aber auf weit ältere Aufzeichnungen zurück, wie schon aus einer Mitteilung hervorgeht, daß Leibniz auf der reichen Rats- bücherei zu Lüneburg einen alten Bericht über Die Hamelner Sage gesehen habe, Der in einem Pergamentkodex enthalten war. Man hat den Lüneburger Kodex bisher nicht auffinben können, dagegen ist es jetzt dem Hamelner Literarhistoriker Heinrich S p a n u t h gelungen, auf dem Schlußblatt Der mittelalterlichen HanDschrift eines theologischen Werkes, Der „Catena aurea“ Des Heinrich von HerforD, mitten unter anderen geschichtlichen Notizen eine alte Erzählung vorn Auszug der Kinder von Hameln zu finden; er erstattet Darüber in Den „Forschungen und Fortschritten" einen Bericht. Der Inhalt dieser alten Darstellung bedeutet eine Ueberraschung, da er in manchen Zügen ganz abweichend ist von der späteren Ueberlieferung. Der Schreiber nennt die Geschichte ein Wunder. Im Jahre 1284, so wird da erzählt, tritt am Tage Johannis und Pauli durch das Wesertor von Hameln über die Brücke ein schöner Jüngling von ettva 30 Jahren, wegen feiner Gestalt und Kleidung von allen bewundert, in die Stadt ein. Mit einer silbernen Flöte von wunderbarer Form lockt er ungefähr 130 Kinder mit sich und führt sie zum östlichen Tore hinaus an die Kalvarienstätie, Den Dri Des Gerichts. Die betrübten Eltern, Deren Trauer Der theologische Verfasser in einem Prophetenwort Des Jeremias vorgebildet sieht, suchen von einer Stabt zur anberen, aber vergeblich. Seitdem, so wird hinzugefügt, zählen die „von Hamelen" ihre Jahre nach dem Ausgang und Verschwinden ihrer Kinber. Der Verfasser fügt hinzu, daß er bie Erzählung in einem alten Buche gefunden habe. Die Bedeutung dieses Fundes liegt in Der Tatsache, Daß er unzweifelhaft ins Mittelalter gehört. Die Schrift stammt aus Der Zeit von 1430 bis 1450, aber Die Quelle ist ja, wie betont roirD, ein altes Buch, Dessen Enfftehung schon in eine Zeit fallen muß, die von Dem Sagenereignis höchstens ein Jahrhundert entfernt ist. Auf Grund dieses Fundes steht fest, daß schon im 14. Jahrhundert eine als Wunder eingekleidete Erzählung von Der traurigen Entführung Der Kinder von Hameln umlief, die fast alle Einzelheiten der späteren Sage enthält, nur daß die Kinder noch nicht im Innern des Berges verschwinden und der Pfeifer kein Rattenfänger ist, überhaupt nicht die Dämonischen Züge aufweist, Die ihm später zugeschrieben weroen. Nach Diesem neu aufgefunbenen Bericht ist es klarer als zuvor, Daß in Der Stadt Hameln damals irgendein schweres Unglück wirklich geschehen ist, Dos sich freilich nicht so abgespielt haben kann, wie Der Be> richt es erzählt. B^^^WW«WD z Lk ' "'- < <" / " > » ’ ’ / :-:• Pf: inen und ht Jedem seinen Arbeitsplatz! 300 Meter Breite und begruben die acht aufsteigenden Skifahrer. Einige Zollwächter hatten den schrecklichen Vorfall beobachtet und eilten an die Unglücksstelle. Nach fieberhafter Arbeit konnten sie die Frau und einen ihrer Begleiter unverletzt bergen Wertvoller Fund bei Ausgrabungen in Pompeji. Im Pompeji wurde bei neuesten Ausgrabungen an dem bereits im Jahre 1799 entdeckten ,^ause von Championnet" der vorzüglich erhaltene Kopf einer Marmorstatue gefunden. Auf Grund der Porträtähnlichkeit glaubt man in der hervorragend schönen Arbeit das Bildnis des jugendlichen Marcellus, des Neffen von Kaiser Augustus, der. im Jahre 23 v. Ehr. im Alter von 20 Jahren in Bajä starb, erkennen zu können. Die Grabungen an der Fundstelle werden fortgesetzt, da man hofft, auch die Statue selbst oder Teile davon noch unter den Lavaschlacken zu finden. Neuer Intendant ans Mainzer Stadtthealer berufen. Intendant Hans T e ß m e r vom Deutschen Grenzlandtheater in Görlitz wurde für die kommende Spielzeit an das Stadttheater in Mainz berufen. Hans Teßmer kam 1935 nach Görlitz und wirkte zuvor als Chefdramaturg des Württemberglfchen Staatstheaters in Stuttgart. Während seiner zweijährigen Tätigkeit in Görlitz trat Intendant Teßmer auch mehrfach als Regisseur hervor. Bolschewistische Propaganda mit „Himmelsschreiber' über Wien. möge, die Grundlage eines wahrhaften Friedens der Ehre und der Gleichberechtigung für alle Teile zu finden. Sie, meine Kameraden, müssen die Wege dazu ebnen. Ich bin glücklich, daß der Kongreß in dem neuen Deutschland stattfindet, das sich ebenso heiß nachdem Frieden sehnt und ihn erhalten will wie die anderen Volker. Stellen Sie alles zurück, was einst die Völker und uns trennte! Schalten Sie die Sentiments aus, die aus falschen Voraussetzungen kamen und sich als Klüfte zwischen den Völkern auftun. Sprechen wir nicht von Prestige, nicht von Siegern und Besiegten, sondern nur von den Idealen des Frontkämpfers: Kameradschaft dialrat der Vereinigung deutscher Frontkampferver- bände mit NSKK.-Obergruppenführer Herzog von Koburg, eingefunden. Daneben war der Kommandeur der Leibstandarte SS.-Obergruppen- führer D i e tr i ch, erschienen. Eine vieltausendköpfige Menschenmenge wohnte dem packenden Schauspiel bei, das auf die ausländischen Frontkämpfer sichtlich starken Eindruck machte. Der Reichskriegerbund „Kyffhäuser" gab zu Ehren der Internationalen Frontkämpferkommisswn einen Empfang im Hotel „Kaiserhof". An Stelle des durch Krankheit verhinderten Führers des Reichskriegerbundes, Oberst a. D. Reinhard, richtete General a. D. v. K u h l w e i n an tue Anwesenden herzliche Worte der Kameradschaft in denen er seine besten Wünsche für den Verlauf des Kongresses aussprach. Ihm erwiderte im Namen aller Delegierten der Vertreter Oesterreichs, Felo- marschall-Leutnant Freiherr Czapp von Birken stett en, der sich den Wünschen des Generals v. Kuhlwein anschloß. M irischen dl Men »111, h | nhI •5 ®eIbüertB| ber einen fltJ| lle. Wer Qujd| ? arbeitet gJ| u immer an ; ■ 3J)ne können d| Der älteste 6o'J| 1 Hof abtritt uri I n verachtet, öndig hinter frll t "eben 9tinbd| Me. Durch b'| nlwickelte sich titi I eine verhänge I en Markte. Ur I sich schwach, benn I iskräste als M- ■ in vieler HinsiLc I Hektar waren nn ■ nicht ein Nm- I als 5 Million^ I H frlanb ba I ' Millionen Ri° I Mitytüfje fint. I unb von biefen g fahl der Strafe 1 ine bis zu 1,25 ’ Mmsie waren, : unter den Kör- , man verwend^ utter, nur wenig ,gt die Kariös- i Jndujtrierohstos genügender lenes - ein Mderjiin um kleinsten Iri lluslande bezöge: isache der $iert geht immer : weniger Der«-' der Industrie w | . dahin, die 98^' ib irische Malkes ie Iren die,N‘ 1 für frühere W' nicht mehr leist» hen Wirtschasl^ [ neben der M die Arbeit, für die er sich eignet und die seinen Wünschen am meisten entspricht. Natürlich gibt es auch immer wieder Berufssparten, in denen mehr Bewerber als Stellen auftreten. Da greifen wir jetzt häufig zu dem Mittel der Umschulung." „Fassen nun Ihre Schützlinge den Entschluß zur Umschulung freiwillig?" „Nicht immer gleich. Haben sie aber erst einige Kursusstunden hinter sich, dann erwacht das Interesse und damit der Eifer, und später sind sie dann für die neuen Möglichkeiten, die wir ihnen durch Umschulung oder Nachschulung erschließen, selbst sehr dankbar." „Sie sprechen da von Nachschulung aus welchem Grunde hat das Arbeitsamt daran ein Interesse?" „Heute kann es nicht mehr im alleinigen Belieben der Unterstützungsempfäger liegen, ob sie bei längerer Beschäftigungslosigkeit berufsfähig bleiben oder nicht. Das Arbeitsamt selbst kümmert sich um die Erhaltung der Berufsfähigkeit, weil es dann bei plötzlich einsetzender erhöhter Nachfrage mit einem entsprechenden Aufgebot von voll einsatzfähigen Kräften aufwarten kann. Aus dem gleichen Grunde sorgt das Arbeitsamt heute auch schon für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit, d. h. es setzt sich in Fällen, wo bei einem Arbeitsuchenden durch Erschöpfung oder Krankheitsfall die Arbeitsfähigkeit in Frage steht, mit der NSV., der Reichsversicherung oder dem Wohlfahrtsamt in Verbindung, um seinem Schützling eine Erholung oder Kur zu ermöglichen. Sie sehen auch daraus, daß es uns heute auf jede Arbeitskraft ankommt. Wir möchten allmählich erreichen, daß die Arbeitgeber sich entschließen, ihre Arbeitskräfte nur noch über die Arbeitsämter einzustellen, denn es ist unser Ziel, den Stellenwechsel ganz in die Hand zu bekomm en, um Stetigkeit in den Arbeitsmarkt zu bringen, Betrug oder Uebervorteilung von beiden Seiten aus- zuschalten, die Einhaltung der Arbeitsvorschriften zu gewährleisten und gerechten Lohn für gute Arbeit zu sichern. Dr. Burescn. Oie Friedensaufgabe der Frontkämpfer. Ein warmherziger Appell des Ministerpräsidenten Göring an die in Berlin tagende internationale Frontkämpferkommission. „Unsere Dermittlungsarbeit, die in den letzten Jahren ganz gewaltig angeschwollen ist, kann nur bewältigt werden mit Hilfe dieser Kartei. Wie Sie sehen, ist es eine Pendelkartei. Hier ist beispielsweise ein Metallarbeiter, der auch einmal eine Zeitlang Landarbeiter gewesen. Das kann zuweilen von Nutzen sein, wenn wir das hier gleich feststellen können. Seine Karte gibt auch über feine Lehre und seine bisherigen' Tätigkeiten genaueste Auskunft. Hier ist seine Wohnung, dort seine Herkunft, hier steht, ob er Kinder hat und ob er vollerwerbsfähig '^„Haben denn Ihre Vermittler bei den Hunderten von Karten immer gleich im Kopf, wer für eine angebotene Stelle geeignet ist und wen sie Vorschlägen könnten?" . . „Gerade dazu verhilft ihnen ia diese Kartei. Sie sehen hier am Kopfe der Karte eine Zahlenreihe. Jede dieser etwa 25 Ziffern bedeutet eine Eigenschaft beruflicher oder persönlicher Art des Arbeitsuchenden. Der Vermittler bekommt nun meinetwegen eine Anfrage für einen Dreher. Aus 800 Bewerbern findet er mit Leichtigkeit den Mann, der den Ansprüchen der anfordernden Stelle entspricht, wenn er sich nach den Anstrichen auf dieser Nummernreihe richtet Es gehört natürlich viel Geschick und Uebung dazu! Unsere Beamten versehen diese Arbeit zum Teil schon sehr lange sie kennen „ihre Pappenheimer", wie man so sagt, wissen um ihre menschlichen und beruflichen Note und richten lurea“ des deren geW'S m Auszug der U erftattet Hen" einen W- ellung bedeutet t* ; en 3“9™ 11*«* i ein ®u*r' s-sr 1 Öe W )or,enK DB inemJW M iw späte"" n^ern d-- I SKF iln fl., । vpi. mu R* 1 ititiAi '-rinhe I . ..^lanh ' j yys SS en9h|M Ministerpräsident Generaloberst Göring begrüßt den österreichischen Delegierten Feldmarschalleutnant Czapp v. B ir k e n st e t t e n. — (Scherl-Bilderdienst-M.) bis zum Aeußersten, Pflichterfüllung bis zum Letzten und Opferbereitschaft bis zum Tode! Denken Sie daran, daß viele Millionen toter Kameraden auf uns herabblicken. Sie wollen nicht gestorben sein, daß sich das alles wiederholt. Ihr Tod hat nur eine Berechtigung, wenn aus ihren Gräbern ein neues, glücklicheres Leben sprießt. Zapfenstreich znEhren der ausländischen Frontkämpfer Der erste Tag des Kongresses der Permanenten Internationalen Frontkämpferkommission fand seinen Abschluß mit einem Zapfenstreich. Gegen 22.30 Uhr rückte der von der Le ib sta nd art e SS. „Adolf Hitler" gestellte Zapfenstreich unter den Klängen flotter Marschmusik vor den „Kais er - h o f", in dein die ausländischen Gäste Quartier genommen haben. Auf dem Balkon, von dem die Fahnen aller Kongreßnationen flatterten, hatten sich sämtliche ausländischen Vertreter sowie der Prasi- Xiln Ä "®9c 3*3 Nt bes 5? J »Urte i : Senolterunj | sich danach. Die Karteikarte spiegelt ihnen das Berufsschicksal ihrer Schützlinge, oft sogar das Lebensschicksal, wenn sie schon lange und wiederholt mit einem Menschen zu tun haben." „Geht nun bei dem Andrang und der Vielzahl der Bewerber die Vermittlung nicht doch etwas nach dem Schema F?" „Heute kann man schon sagen, daß jeher Fall mit Sorgfalt vermittelt wird. Wir sind ja auf dem Arbeitsmarkt heute wieder so weit, daß gute Kräfte immer gebraucht werden und daß em Mensch, der sein Fach versteht und arbeiten kann, niemals in Verlegenheit kommen wird, eine ihm zusagende Arbeit zu finden. NichtmehrArbeit um jeden Preis vermitteln mir, sondern jedem Das roll Jhce Zahnbürste schaffen? Sie soll jeden winzigen und entlegenen Winkel Ihrer Zähne erreichen? Das wird sie nicht allein schaffen. Da muß schon Nivea-Zahnpasta helfen! Die sorgt dafür, daß jedes Eckchen gründlich und doch schonend gereinigt wird und daß Ihre Zähne weiß und gesund erhalten werden Oie moüerne rechn» »er Weitmermifflw - Oje SSeriei weih MM. ~| Siel: eteiWeit airte.tem.rWe«. ließ Montaffübend mit dem fahrplanmäßigen Zuge unserem Sonderberichterstatter. Berlin, um sich, der Einladung des polnischen Staatspräsidenten M o s c i ck i Folge leistend, z u B e r l i n, im Februar. Staats agd nach Bialowieze zu begeben. Zmn Präsidenten der Deutschen F o r - mittIung besuchen. Verblüfft steht man vor dem Am schunas gemein schäft ist von den deutschen brang ber Stellungsuchenden. Der Abteilungsleiter Hochschulen Akademien und wissenschaftlichen In- in bcr Vermittlungsabteilung für gewerbliche Ar- stitrüen, die der Forschungsg^nelnschaft als Mitglie- L -t beutet un5 die Fulle^ die uns erstaunte sehr der angehören, Professor Rudolf Mentzelge- leuchtend: „Die Menschen, d e. S e hier sehen wählt worden, der die Forschungsgemeinschaft fort [inb nicht etwa alle arbeitslo s. Es'find dem Rücktritt des früheren Präsidenten Professor H ber Mehrzahl heute ein »oII Stark bisher kommissarisch geleitet hat. in bie andere hinuberwechseln. D°ß heute em Voll- r arbeitsfähiger längere Zeit ganz ohne Ztroell iji, Nachdem Reichserziehungsminister Rust amI im eigentlichen Sinne des Wortes arbeitslo, 2. Februar das Bismarck-Gymnasium rn Berlin- ^mmt nur noch bedingt vor. Wilmersdorf besucht hatte, wohnte er ebenso unan- inen Porten sind wir durch eine der Glasgemeldet einigen anderen Reifeprüfungen den An I bßn gr0^en gemeinsamen Warteraum der O b e r r e a l s ch u l e in Ze h lend o r f nahm ben Schalterplätzen trennen, in seinen Amts- er an der Reifeprüfung m ben Fachern Latem, getreten. Eine lange Reihe von Tischen, die Biologie und Chemie teil. Der nächste Besuch galt Jjei dritteln von einer sinnreich e i n g e = der 'Helmholtz-Oberreals ch u e n ° , d t e t e n Ä a r t G i eingenommen werden bilden Schöneberg. Am Abend er bie IReife- hi^sQ^nHtHunt^gfteHe. Wir bestnben uns hier ge- prüfung am A b e n b - G Y m n a s i u m i n ber in ber Arbeitsvermittlung für bas Metallge- Wormser Strafe unb die Schilder über ben einzelnen Schaltern in Biologie, Englisch, Deutsch, taffen es erkennen. sophie teil. An biefer Schule bereiten sich Berufs? Abteilungsleiter greift in ein Schubfach ber fötige aller Schichten in ben ^enbstunben auf b.e D Abt 9^ z^ächstsitzenbe Dermittlungs- «SIS SÄ» ÄÄ tisiu; — M Wien, 15. Febr. (DNB.) Nachbem bereits am Freitag ein Flugzeug unbekannter Nationalität über einem Außenbezirk Wiens erschienen war, bas mit Rauch bie S o w j e t -1 . t ,^rückstehen. Bei allen Prüfungen griff ber zeichen „Sichel unb Hammer an den persönlich ein, stellte Aufgaben und gab Himmel zeichnete, erschien am Montag aber- ^tlinien. Die Besuche gaben dem Minister em mals ein unbekanntes Flugzeug über Wien unö ^bendiges Bild über die Leistungen der heutigen wiederholte die unverschämte bolsche- sowie über die Aufgaben, die noch zu lösen wistische Propaganda. Das Flugzeug 9ll}9 finb auf 2000 Meter herunter. Der Vorfall erregte m |l 1 • * ben Straßen Wiens ungeheueres Aufsehen. Obwohl ^nlaß bes Jahrestages der litauischen Un- auf dem Asperner Flugfeld z a h l r e l ch e P o t l - abbänaiafeit5ertlärung hat der Staatspräsident 49 zei- und Militärflugzeug e starteten, um m^sonen die vom Kriegsgericht verurteilt waren, das bolschewistische Flugzeug zum Niedergehen zu £ ' . . barunter aud) 8 3JI e m e H ä nb e r, zwingen, ist es nicht gelungen, das Flugzeug zu I bi« im . n Memelländer Prozeß im Frühjahr stellen. Der bolschewistische „Himmelsschreiber hatte verurteilt worden waren. Nach diesen Be- einen zu großen Vorsprung. Die Maschine konnte befinden sich noch 36 Verur- mit über 300 Kilometer Stundengeschwindigkelt i n « » « bem großen Memelländer Prozeß im Richtung der t s ch e ch o s l o w a k. s ch e n l e i l r e Grenze entkommen. Es wird erwogen, ^cyry durch das Bundesheer eine eigene Abwehr AU6 OHtF AlSClt. N-r-'-> ffg?m^rnst-7Lnßr^ Schwere. Lawinenunglück im Monle-Rcha-Gebiei. tion sollen bann ständig startbereit gehalten werden. Von der Spitze der Punta Grigia im Monte- Rosa- , _ , - -Ai I fflebiet aino eine gewaltige Lawine nieoer, oie acyi Kleine politische Nachrichten. Mailände? ©tifabrer v eriü ttet-. Nur zwei ., I formten gerettet werden. Von Gressoney aus machte Auch in diesem Jahr beging Reichsorganlsatlons- b-e QruppC darunter auch eine Frau, auf den leiter Dr. Ley seinen @eburt5ta9 in fernem alten Carla-Hütte. Plötzlich kamen die Schnee- Heimatgau K ö I n. Die alte Hansestadt ha"e diesen 9>d Berghängen in Bewegung. Sie ver- Tag zum Anlaß genommen, Dr. Ley m Wurdl- ' ,u einer ungeheuren Lawine von etwa gung seiner großen Verdienste für Partei unö 93oIE emigten nm z das Ehrenbürgerrecht zu verleihen. Damit ist Dr Ley seit der nationalen Revolution nach dem Führer und Reichskanzler, dem verstorbenen Generalfeldmarschall von Hindenburg und dem Ministerpräsidenten Göring der vierte Ehrenbürger. zucht^zu seinem Rechte kommen, aber der Irische Freistaat soll neben der Landwirtschaft auch eine Industrie haben. Sie soll die rassischen Kräfte und die aus ihnen gewachsene typisch irische Wirtschaftsgesinnung beachten, d. h. Großindustrie soll möglichst vermieden werden, und die Fabriken will De Valero so geschickt über den ganzen Freistaat verteilen, daß ein Jndustrieproletariot nicht entstehen kann. Der Arbeiter soll in der Freizeit oder B-rli n, 15. F-br. -rriebenslräaer gibt als die folgte Generaloberst Freiherr von Fritsch mit ben 1 5 9 ,. üb ( Herren seiner Begleitung in Anwesenheit bes kom- J1,e"5lon / »hi hak™ manbierenben Generals bes XII. Armee-Korps, daß fie vor allen anderen em Recht haben. General ber Kawallerie Kreß von Kressen- d e n F r i e d e n z u f o r d e r n und ihn zu ge- st e i n einer Einlabung des Reichsstatthalters zu flallen. Ich erkenne das Recht der Gestaltung einem M i t t a g s i m bi ß. Der Abend sah die Her- des Lebens der Völker in erster Linie den ren als Gäste der Offiziere des Stand- rnännern zu. die mit der Waffe in der Hand ortes Darm ft ab t. durch vier schwere Jahre in die Hölle des Welt- Die Akademie für deutsches liecht gegangen find, unb i« weih. d°h bie c Frontkämpfer auch am ehesten darauf bedacht fordert pfllchwerftcyerung sein werden, ihren Völkern die Segnungen des für Kraftfahrzeughalter. Friedens ZU erhallen. Wan sagt zu oft, es Berlin. 15. F-br. (DNB., In Oberhof fanben wärengerabebieSoidaiendie h°up'°er,reler unter Vorsitz von Generaldirektor Dr. Ullrich einer Sriegspar ei. Ich 8'°»»-. me'ne Same bie Beratungen bes Versicherungsrechtlichen Aus- raben, bah biejen>gen am meisten mit schusses der Akademie für deutsches Recht über die dem Säbel raffeln, die ihn niemals Einführung einer Pflichtversicherung für Kraftfahr- geführt haben. Die, die die Schrecken des zeughalter ihren Abschluß. Einmütig hat der Aus- Krieges nicht kennen, können von einem frifch- fchuß die Notwendigkeit bejaht, den Kraf^ fröhlichen Krieg sprechen. Wir aber wissen, daß fahrzeughaltern eine Haftpflichtversicherung durch e5 ein furchtbares Ding ist, um die letzte Aus- Gesetz zur Pflicht zu machen, nachdem er allen einanöerfetjung der Völker, beteiligten Stellen Gelegenheit zur Stellungnahme , gegeben und bie für unb gegen bie Pflichtverstche- Es ist mein heißer, von Herzen kommender rung sprechenden Grunde geprüft hatte. Der Aus- Wunsch, daß dieser Kongreß mit dazu beitragen schuß hält es für eine soziale Pflicht, ben burch'-^ ^nhrhnffen siedens ein Kraftfahrzeug verletzten Volksgenossen im Rahmen des Möglichen bazu zu verhelfen, baß sie ihre rechtlich begründeten Haftpflichtansprüche gegen den Kraftfahrzeughalter verwirklichen können. Deshalb droht der Gesetzentwurf dem Halter und dem Fahrer hohe Strafen an für den Fall, daß sie ein Kraftfahrzeug in den Verkehr bringen, für das fein Haftpflichtversicherungsschutz besteht. Oberhessen. Oberhessischer Gchäferiag. LPD. Hungen, 15. Febr. Die oberhessischen Schäfer treffen, wie jedes Jahr, am Sonntag, 28. Februar, wieder in Hungen zusammen. Den Vormittag des Schäfertreffens nimmt eine Tagung in Anspruch, die der Förderung der deutschen Schafzucht durch vielseitige Weiterbildung und Vertiefung der praktischen Kenntnisse dient. Am Nachmittag geht ein F e st z u g durch die Straßen von Hungen, der Schäferbrauchtum und Jahresarbeit zur Darstellung bringt. Landesbauernführer Dr. Wagner wird den Schäfertag besuchen. Alte Bauerngeschlechter in Harbach. □ 5) a r bad) (Kreis Gießen), 15. Febr. Eins der ortangesessenen alten Bauerngeschlechter ist das der Stark. Der Ahnherr der Har- bacher Stark ist Johann Heinrich Stark. Er stammt aus Saasen und ist schätzungsweise um das Jahr 1780 nach Harbach gekommen. 1809 wird der Nachlaß des Betreffenden unter seine Hinterbliebenen verteilt. Das Dokument, das den Erbvertrag enthält, gibt folgenden Aufschluß über die Erbregelung: Die Witwe bleibt auf dem Gute. Sie hat einen Einsitz auf Lebenszeit, kann sich überall im Hause frei bewegen und muß vom Hoferben verköstigt werden. Johann Georg Stark, der Sohn des Verstorbenen, erhält das Gut. Die beiden Töchter werden abgefunden und zwar „Jost Scholds Ehefrau" in Harbach durch Naturalien (etwa Frucht, Jungvieh, Kartoffeln u. dgl.), während der „ledigen Tochter", die später nach Merlau heiratet, eine Abfindungssumme zusteht. Bescheinigungen aus dem Jahre 1843 beweisen, daß der Hoferbe seinen Verpflichtungen voll und ganz nachgekommen ist. Inzwischen ist aus dieser ursprünglichen Familie Johann Heinrich Stark ein ganzes Geschlecht geworden, das in absehbarer Zeit einen beträchtlichen Teil der hiesigen Einwohnerschaft ausmachen wird. Noch älter als das Geschlecht der Harbacher Stark ist das der weit verzweigten Familie Münch. Landkreis Gießen. CO Klein-Linden, 14. Febr. Der Män - nergesangoerein „Arion" und der Posaunenchor boten am Samstag im Saale „Zur deutschen Eiche" einen genußreichen Abend. Die Veranstaltung wurde von dem Posaunenchor mit einem Händelschen Marsch eröffnet. Der Männergesangverein „Arion" brachte Chöre von Cornelius, Schubert, Walraut, Rein, Schreiber, Neumann und Zöllner zum Vortrag, die sämtlich, wie auch die Silcherschen Volkslieder, starken Beifall der Zuhörer fanden. Der Posaunenchor erfreute mit Vorträgen der Komponisten Masberg, Koschat und Kuhlo; die Vorträge, meist Volkslieder oder Lieder volkstümlicher Art, wurden ebenfalls dankbar ausgenommen. Den Dank und die Anerkennung, die beiden Chören und ihren Leitern, Konrad Nicolai (Großen-Buseck) und Johannes Germer von hier, gebührt, faßte Ortsgruppenleiter Dr. Crößmann in seinem Schlußwort zusammen. CO Klein-Linden, 15. Febr. Die Ortsgruppe Klein-Linden der Deutschen Arbeitsfront veranstaltete im Gasthaus „Zur deutschen Eiche" einen Vortragsabend, bei dem Kreishand- werkswalter Stein über den Aufbau der DAF. und deren bisheriges Wirken sprach. Der stellv. Ortsgruppenwalter der DAF., Schreinermeister Wilhelm Fey, sprech das Schlußwort s. Lang-Göns, 15. Febr. Am Sonntagabend fand in der Turnhalle eine Feier des hiesigen Kriegervereins statt, mit der die Ehrung der im Weltkrieg Gefallenen verbunden war. Da^u hatten sich zahlreiche Gemeindemitglieder eingefunden. Nach einem einleitenden Musikstück des hiesigen Posaunenchores, unter Leitung seines Dirigenten Karl Boller, wies Pfarrer Wahl daraufhin, daß wir immer wieder der gefallenen Brüder gedenken müßten und dieser Abend kein Fest sein solle, sondern eine ernste, besinnliche Stunde. Es folgten darauf zahlreiche Lichtbilder, die die letzten Ruhestätten der Soldaten in Feindesland, einzelne Schlachtszenen, die verschiedenen Waffengattungen usw. zeigten. Dazwischen wurden von den Versammelten passende Volks- und Soldatenlieder gesunken. Pfarrer Wahl sprach zu den Bildern die passenden Begleitworte. Die Namen der Langgönser Gefallenen wurden verlesen. Zum Schluß erinnerte der Vortragende daran, daß wir nun wieder in einem Reiche wohnen, das sich Ansehen und Freiheit zurückerobert habe unter der starken Regierung seines Führers Adolf Hitler. = Lich, 16. Febr. Der in Handwerkerkreisen bekannte und geschätzte Schlossermeister Heinrich Friedrich Schmidt kann mit seiner Ehefrau Wilhelmine, geb. Vater, morgen (Mittwoch) Silberhochzeit feiern. * Ettingshausen, 15. Febr. Am Mittwoch, 17. Februar, können der Landwirt Georg Heinrich Keil und seine Ehefrau Marie, geb. Jor, das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Das Jubelpaar erfreut sich guter Gesundheit und Rüstigkeit. Der Ehegatte, der im 87. Lebensjahre steht, war lange Jahre Beigeordneter unserer Gemeinde. Heute ist sein Sohn an dieser Stelle. Die Jubilarin steht im 74. Lebensjahre. Allseitig werden dem feiernden Paare die besten Wünsche zu seinem Ehrentage entgegengebracht. Wetterbericht des Relchswetkerdienstes. Ausaabeort .Tranffart Die Ueberflutung des europäischen Festlandes mit milder Meeresluft hat weitere Fortschritte gemacht. Dabei hat sich unter Regenfällen auch in unseren Gebirgen allgemein Tauwetter eingestellt. Die vom Atlantik ausgehende Störungstätigkeit setzt sich durch. Die Witterung wird daher bei uns unbeständig bleiben, aber nicht durchweg unfreundlich und regnerisch sein. Aussichten für Mittwoch: Wolkia bis bedeckt und zeitweise auch Regen, bei lebhaften südlichen bis westlichen Winden mild, späterhin Bewölkung, zeitweise Aufheiterung und leichte Abkühlung. Aussichten für Donnerstag: Bei Luftzufuhr aus West unbeständig und zu Niederschlägen geneigt, noch nicht durchweg unfreundlich. Lufttemperaturen am 15. Februar: mittags 1,8 Grad Celsius, abends 3,3 Grad; am 16. Februar: morgens 3,9 Grad. Maximum 3,8 Grad, Minimum heute nacht 3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Februar: abends 1,5 Grad; am 16. Februar: morgens 2,3 Grad Celsius. — Niederschläge 0,8 mm._________________ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G-, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Altersvereinigung 1873 — 1923 Unser lieber Alterskamerad Eduard Simmer ist sanft entschlafen. Wir teilen das unseren Mitgliedern schmei zerfällt mit und bitten um recht zahlreiche Be t eiligung bei der Beisetzung am Mittwoch, dem 17. Februar, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof. Der Vorstand Gießen, den 16. Februar 1937. 0789 Am 11. Februar ist unser herzensgutes einziges Kind, unsre liebe Nichte und Kusine Johanna Fischer nach jahrelangem schweren Leiden gottergeben heimgegangen. Gießen lStephanstraße 3 II.), Darmstadt, den 16. Februar 1937. Gießen (Liebigstraße 70), Köln, den 14. Februar 1937 0775 0782 ganz plötzlich und unerwartet in die Ewigkeit abgerufen worden. Karl Hildebrand im Namen aller Hinterbliebenen. Die Trauerfeier fand Mittwoch, den 10. Februar, in St Gallen statt. 1056 D Wieseck, Nürnberg, Großen-Linden, den 15. Februar 1937. 1067 D 1057 D Lollar, Gießen, den 14. Februar 1937 im Johannes!aal. 1O7OÖ Gießen (Kirchenplatz 21), den 16. Februar 1937. Gießen, den 16. Februar 1937. 1068 D Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. Februar, nachmittags 2 Uhr statt Seelenämter werden gehalten Mittwoch 7.15 Uhr und Donnerstag 6.30 Uhr Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Erich H. Volkmann, Gartenmeister. Am Sonntagabend ist in seinem 82. Lebensjahr unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Tieftrauernd für die Angehörigen: Heinrich Fischer, Posiinspektor i. 3t. und Frau Äerta, geb. Lott. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 1 Es spricht Herr Vikar Müller, Wiesbaden-Dotzheim über das dritte Sendschreiben aus der Offenbarung Zohs. Heute morgen 4 Uhr verschied plötzlich und unerwartet meine innigste geliebte Frau, die Mutter ihres heißersehnten Kindes, meine liebe Tochter, unsere gute Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Nichte Frau ChristineVolkmann, geb.Schmitt im 35. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie K. Schwabe Familie H. Kaietsch Die Trauerfeier findet Donnerstag, 18. Februar, nachm. 2% Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt 1062 D Die Einäscherung findet Mittwoch, 17. Febr., vorm. 11 Uhr in Gießen statt __ _______________________________________________1076 D St. Gallen (Schweiz), Friedrichshafen, Zürich (Schweiz), Heuchelheim bei Gießen, den 15. Februar 1937. Die Trauerseier und die Einäscherung fanden in der Stille statt. Von Veileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Heuchelheim, Gießen, Hattingen, Nürnberg, Siegsdorf (O.B.) Fritzlar, Frankfurt und Mainz, den 15. Februar 1937. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. Februar, nachmittags 4% Uhr. vom Trauerhause, Heuchelheim, Ernststraße 27, aus statt Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. Februar, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause, Alicestraße 26, aus statt. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Neidei, geb Rinn. Kameradschaft ehemaliger Hess. Garde-Dragoner (23) Hauptgrupe Gießen Unser lieber Kamerad Jakob Dittmar istheute ganz unerwartet für immer von uns gegangen. Wir werden sein Andenken als einer der Treuesten stets in Ehren halten. 10eiD Beerdigung am Mittwoch, 17. Februar, nachm. 3l/a Uhr. Führer und Gefolgschaft der Firma Jean Dern L Co. G.mb.H. In tiefem Schmerz: Margarethe Simmer, geb. Brod Luise Löhrer, geb. Simmer nebst allen Angehörigen Todes-Anzeige. Am Sonntag, dem 7. Februar, wurde mein Heber Gatte, unser treubesorgter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Philipp Neidei, Werkmeister i.R. kurz nach Vollendung seines 80. Lebensjahres in die Ewigkeit abgerufen. SekemlliisgeMillWsl (Siegen Herzliche Einladung zum Bibel- in Bekenntnisabend am Mittwoch, dem 17. Februar, abends 8'/« Uhr, Herr Wilhelm Hildebrand Werkmeister i. R. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, meinen treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Eduard Simmer nach kurzer schwerer Krankheit, gestärkt durch die Tröstung unserer heiligen Kirche, in ein besseres Jenseits abzurufen Am Montag, dem 15. Februar 1937, morgens, wurde unei wartet unsere Buchhalterin und Arbeitskameradin Frau Christine Volkmann geb. Schmitt aus unserer Mitte abgerufen. Wir verlieren in der Entschlafenen eine gewissenhafte und treue Mitarbeiterin und liebe Berufskollegin, die sich durch seltene Begabung und gute Kameradschaftlichkeit auszeichnete. Wir werden ihr Andenken stets in Ehren halten. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Bruder und Onkel Ludwig Wissemann nach langem schweren, mit Gelduld ertragenem Leiden, im 74. Lebensjahre zu sich abzurufen Für den Naturfreund ! Minetten Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des hei. mailichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Einführungstext von K.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. „Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen die bildgeword. Naturschönheiten in sicb aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes." Reclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Todes-Anzeige. b Am 15. Februar 1937 verschied nach kurzer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Karl Gutbub im Alter von nahezu 73 Jahren, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Lina Gutbub. Dienstag, W.Hebruar M? Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen) Hr.59 Zweiter Blatt Tagung der Gießener Soldatenkameradschasten Eiweiß Bo. V 151'280 enen. I Uhr ihrem Platz. 1067.D V1M PUTZT ALLES qduidtUU u Winterhilfswerk zukommen läßt, neuen Antrieb bekommen. Hunderte von Menschen finden für Wochen auskömmlichen Verdienst. Die Straßensammlung am 19. und 20. Februar stellt einen kleinen Abschnitt aus der großen Arbeit des Dierjahresplanes dar; Hilfe von Kreis zu Kreis ist ihr Merkmal. Die soziale Solidarität des Gaues soll sich bewähren. Die Not des einen Kreises fordert die soziale Tatkraft des anderen heraus. Unser Gau wird am nächsten Sonntag stolz darauf sein, durch die Tat beweisen zu dürfen, daß die soziale Selbstlosigkeit das schönste Zeichen der Gaugemeinschaft ist. Geschäftsjahr in Kraft gesetzt. Kamerad Müller gab noch die bevorstehenden größeren Veranstaltungen bekannt, an denen sich die Arbeitsgemeinschaft beteiligen wird. Insbesondere wies er auf die Heldengedenkfeier der Gießener Garnison am kommenden Sonntag, 21. Februar, hin, ferner auf das Artilleristen-Treffen in Gießen am 6. und 7. März und auf die Wiedersehensfeier der ehem. 116er Anfang Mai. Er forderte die Kameradschaften und Vereinigungen zu starker Beteiligung an diesen Veranstaltungen und zu weiterer treuer kameradschaftlicher Verbundenheit und Mit- Jahre die besten Erfolge. In ehrenden Worten gedachte er der Mitglieder, die im vergangenen Jahre vom Tode abberufen worden waren. Die Versammlung erhob sich zu ihrem Angedenken von den Sitzen. Sodann folgten geschäftliche Mitteilungen über die Anmeldung zum Landschulheim des Kreises Gießen in Kesselbach, über den Schulfilm für die Elternabende usw. (Zahlungen für die Sterbekasse, Feuerversicherung usw.). Darauf sprach Bürgermeister Michel, Großen- Linden, als Kreisschulungsleiter über die „Grundlagen der nationalsozialistischen Weltanschauung." Nach einleitenden Worten über die Entstehung von Weltanschauungen, die nicht einfach von heute auf Jugend Zusammenarbeiten und sich während des Jahres zusammenfinden. Aus diesem Anlaß findet am Mittwoch, 17. Februar, eine Elternoersammlung der Oeffentlichen Handelslehranstalt statt. Neben einem Vortrag dient der Abend in besonderer Weise der Aussprache. Wir verweisen auf die Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Bezirksverein Gießen-Land int NSL8. Die erste Versammlung des Bezirksvereins Gie- ßen-Land im Jahre 1937 wurde am Samstagnachmittag im „Burghof" abgehalten. Rektor Siegfried (Großen-Linden) begrüßte die Mitglieder und wünschte dem Fortgang der Arbeiten im neuen findet man Fran?oise Rosay wieder, die wir in den „Klugen Frauen" kennenlernten: zweifellos eine Vollblutschauspielerin von nationaler Eigenart und ausgeprägtem Spieltemperament, hier aber, in der Rolle der reichen, kinderlosen Frau, sehr beherrscht, mit klugem Takt die Konflikte und Kontraste andeutend, die sich unvermeidlich ergeben müssen. Auch die übrigen Darsteller, hier namentlich kaum bekannt, stehen alle gut und sicher an Am kommenden Sonntagvormittag veranstaltet die Wehrmacht die Heldengedenkfeier des Standortes Gießen auf dem Trieb vor der Volkshalle. An der Feier werden sich die Partei und ihre Gliederungen, sowie die Kameradschaften und Vereinigungen der alten Soldaten beteiligen. Die Feier beginnt pünktlich um 10 Uhr. Alle Teilnehmer müssen bis 9.50 Uhr ihre Plätze eingenommen haben. Zu Beginn der Feier wird der Standortälteste, Generalleutnant Oßwald, die Front der Truppen, der Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen, sowie der Kameradschaften der alten Soldaten in Begleitung des zuständigen Hoheitsträgers der Partei, des Pertreters des Staates und bei den alten Soldaten des höchsten inaktiven Soldaten abschreiten. Daran anschließend wird Generalleutnant Oßwald die Ansprache halten. Hierauf folgt der Vorbeimarsch der Truppen, sowie der Formationen der Partei und der alten Soldaten. Der Vorbeimarsch wird vor der Volkshalle stattfinden. Generalmusierung derMarine Kameradschast1892Gießen In ihrem Kameradschaftshaus hielt die hiesige Marine-Kameradschaft am Samstagabend ihre diesjährige Generalmusterung ab. Kameradschaftsführer L i cf) begrüßte neben den Kameraden besonders die Vertreter der Marine-SA. und der Marine-HI. Sodann gedachte er der verstorbenen beiden Kameraden H i l l g ä r t n e r (Köln) und Bender (Dutenhofen,die im vergangenen Jahre abberufen wurden. Ferner wurde in würdiger Weise aller Gefallenen gedacht, die im Dienste des Vaterlandes ihr Leben, gaben. Schriftführer Runge erstattete sodann den Jahresbericht, dem folgendes zu entnehmen war: Die Kameradschaft zählte zu Beginn des Jahres 104 Mitglieder, 3 schieden aus, 16 Mitglieder wurden neu gewonnen, so daß der Mitgliederbestand am Ende des Jahres 1936 117 betrug. Erfreulich fei es, feststellen zu können, daß es sich bei den Neuaufnahmen durchweg um junge Kameraden handle. Die Entwicklung des Mitgliederstandcs könne als befriedigend bezeichnet werden. Der Schriftführer erinnerte dann an einzelne kameradschaftliche Veranstaltungen, an das Labskausessen, die Osterfeier, eine (Maja Lex mit Gruppe.) — Die Kostüme, leicht stilisiert, wirken in ihrer feinfühligen Farbenzusammenstellung vortrefflich. * Der Beifall der nicht sehr zahlreichen, aber offenbar lebhaft gefesselten Zuschauergemeinde war laut und herzlich. Hans Thyriot. Aus Oer provinzialyauptstadl. Die Kartoffel ein Hauptnahrungsmittel. Wil 61* »S-umBKL Gießener Gtadttheater. Gastspiel der Tanzgruppe Günther. Die Tanzgruppe Günther, München, Festspielgruppe der Deutschen Tanzfestspiele Berlin 1934/35, gab gestern ein Gastspiel im Stadttheater. Die Gruppe (auf der Tanz-Olympiade Berlin 1936 mit der höchsten Anerkennung ausgezeichnet) präsentiert sich als künstlerische Arbeitsgemeinschaft. Die Rollen sind folgendermaßen verteilt: Tanzgestaltung und Solotanz: Maja Lex; Musik- und Tanzorchestergestaltuna: Gunild K e e t m a n ; Gesamtregie und Kostüme: Dorothee Günther; Tanzorchesterführung: Gisela Reiners. Charakteristisch scheint uns hier das Zusammenwirken von Orchester und Gruppe, die sehr genau aufeinander abgestimmt sind; ferner die Betonung des Gruppentanzes, d.h. die symphonische Verschmelzung der tänzerischen Individualitäten; ferner die Hebung des Tanz spieles — einer Ausdrucksform etwa auf der Mitte zwischen Pantomime und absolutem Tanz; schließlich das choreographische Element: in den ausgeprägtesten Tänzen des Programms meint man den Grundriß nachzeichnen zu können oder durchscheinen zu sehen, auf dem die Figurenfolge sich aufbaut. (Wohl auf Laban zurückzuführen.) * Das Programm wird vom Orchester eingeleitet: Olympischer Märchenreigen (Musik von C. Orff) aus dem Eröffnungsfestspiel der Olympiade. Die bestirn- menden Instrumente sind Blockflöten und Schlagzeug; wenig Saiteninstrumente, dazu Tylophon und Metallophon. Alle Begleitung ist sinngemäß stark rhythmisiert. — Dann erscheint die Gruppe mit einem „Paukentanz": sechs Mädchen, zwei Kesselpauken; ein fast militärisches Thema, dessen Strenge durch Heiterkeit gemildert erscheint: sehr bewegtes, lebhaft akzentuiertes Bild; interessant ist hier (und morgen da sind, sondern sich erst im Laufe einer langen Zeit von Jahrzehnten und Jahrhunderten entwickeln, ging er auf die Grundlagen der nationalsozialistischen Weltanschauung näher em. In packenden Worten zeigte er die Grundsteine, aus denen sich die neue Weltanschauung ausbaut. Volk und Rasse, Blut und Boden, Ehre und Freiheit sind die Grundpfeiler des Nationalsozialismus. Diese Weltanschauung erfordert den höchsten Einsatz fedes einzelnen für das Vaterland. Fest gegründet muß diese Weltanschauung im Herzen jedes echten Deutschen sein, dann ist er allen Widerständen gewachsen. Die Rede wurde mit großem Beifall aufgenom- Rektor Siegfried sprach noch em zündendes Schlußwort und schloß dann die Versammlung m üblicher Weise. Heldengedenkfeier des Standorts ließen. Im Beiprogramm: Bilder aus Japan; die neue Fox-Tonwoche; ein Vorspann zum „Ball im Metropol" mit Heinrich George. Hans Thyriot. Hochschnlnacbrichten Professor Dr. Walther Merk, Ordinarius für deutsche Rechtsgeschichte an der Universität Freiburg, ist im Alter von 54 Jahren g e st o r b e n. Prof. Merk war zunächst im badischen Staatsdienst tätig. Er erwirkte 1915 seine Zulassung als Privatdozent in Freiburg i. Br. und folgte drei Jahre später einem Rufe als Extraordinarius nach Straßburg. Von dort kam er nach Freiburg, später als Ordinarius nach Rostock und 1920 nach Marburg, wo er 1932/33 das Rektoramt bekleidete. Altes Stammbuch. Da blättere ich in einem alten, stockfleckigen Stammbuch. Es ist wie eine gemütvolle Reise in der Postkutsche, langsam, umständlich und empsind- sam. Jedesmal, wenn auf den Stammbuchblättern sorgfältig gemalte Blumen oder sinnig gezeichnete Verzierungen erscheinen, dann ist mir's, als ob ein Postillon sein Lied bläst und schmettert. Die Gegenwart lauscht betroffen und ungläubig. Fast unsichtbar rieselt die seine Asche der Vergangenheit. Dieses Buch gehörte einem Arzt. Es fand sich vergessen und verstaubt im Nachlaß seines Sohnes. Dieser Arzt, der Eigentümer und Vater des Stammbuches, hatte eine Rechtssache und übergab sie einem Juristen, der mit ihm befreundet war. Im Laufe der Rechtssache wurde nun der Advokat krank. Der Arzt, sein Freund, mußte ihn behandeln. Der Jurist schreibt nun auf dem Krankenbett, an einem Wintertaq des Jahres 1820, folgenden Vers in des Arztes Stammbuch: „Er ist mit Fug und Recht des Arztes Patient, Weil feine kranke Sach' ihm gehet durch die Händ'." Ja, nun sehe ich durch die grauen Wolken der Vergangenheit, den Juristen lächelnd diesen Vers niederschreiben. Und den Arzt sehe ich breit und verständnisvoll lachen, als er den Vers entziffert. Ach Gott, auf den Gräbern dieser beiden liegt lange schon der Winterschnee. Nur das Stammbuch des einen rührt mich an wie mit einer Geisterhand und bewegt für einige Augenblicke mein Herz. Max Jungnickel. Oie Not des einen ist die Not des anderen! Gau-Straßensammlung am 19. und 20. Februar. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Lehrling gesucht". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Blinde Passagiere". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mutterschaft". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Forscher als Künstler". Stadthealer Gießen. Heute abend findet eine Wiederholung der neuen Schwank-Operette „Lehrling gesucht" von Karl- Ludwig Lindt und Karl Diergardt statt. Die musikalische Leitung des Abends liegt in den Händen des Kapellmeisters Hans H. Hampel. Wolfgang Kühne führt die Spielleitung. Die Titelrolle spielt Hansi Prinz. Die Vorstellung findet als 19. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Elternversammlung der Oeffentlichen Handels- lehranslall. Man schreibt uns: Der nationalsozialistische Staat hat festgelegt, daß Schule, Elternhaus und Hitler- t ehemaliger iragoner (»J e Gießen Kamerad Urtmar nerwartetfur * gegangen. >in Andenken reuestenst^ •s* Arn Samstagabend hielt die Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkameradschaften unter der Leitung des 1. Kameradschaftsführers Kam. Müller ihre sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung im Gasthaus Bepler ab. Kam. Müller betonte in seiner Eröffnungsansprache, daß das große Geschehen in unserem Vaterlande besonders die alten Soldaten zu Dank und treuer Gefolgschaft für den Schöpfer des neuen Deutschlands, den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, verpflichte. Aus dem vom Schriftführer Kam. Petri erstatteten Jahresbericht, der die Ereignisse im verflossenen Geschäftsjahre der Arbeitsgemeinschaft verzeichnete, ging u. a. hervor, daß nach dem Austritt zweier Kyffhäuser-Kameradschaften und dem Neueintritt der Ortsgruppe Gießen der Vereinigung ehern. Kriegsgefangener der Arbeitsgemeinschaft 22 Kameradschaften und Vereinigungen alter Soldaten angeheren. Der Jahresbericht wurde genehmigt und dem Schriftführer in gebührender Weise Dank ausgesprochen. Da die Kameradschaft ehern, hessischer Leibgardisten aus der Arbeitsgemeinschaft ausgetreten ist, wurde auch das Ausscheiden des Schriftführers Petri aus feinem lange Jahre innegehabten Amte erforderlich. Für feine jahrelange verdienstvolle Mitarbeit im Führerrat der Arbeitsgemeinschaft wurde ihm, zugleich mit dem Bedauern über sein Ausscheiden, herzlicher Dank abgestattet. Der vom Rechnungsprüfer Kam. Reitz, in Vertretung des dienstlich verhinderten Kassenführers Kam. B u r k h o l z, erstattete Kassenbericht zeigte sämtlich in '^schließlich ^rten 15 Z ?b Samstag f. mehr. y ^935 gültig. Kameradschaften und Vereinigungen bereiteten durch ihre Vertreter in der Arbeitsgemeinschaft dem Kameraden Müller eine starke Vertrauenskundgebung, indem sie ihn einstimmig wieder in das Amt des Führers der Arbeitsgemeinschaft beriefen. Kamerad Müller nahm das Amt erneut an und betonte, daß er es führen werde im Geiste des Dienens für Führer, Volk und Vaterland. Der bisherige stellvertretende Führer der Arbeitsgemeinschaft, Kamerad Trümpert, legte, da die von ihm in der Arbeitsgemeinschaft vertretene Krieger- kameradschaft Gießen des Kysfhäuferbundes ebenfalls aus der Arbeitsgemeinschaft ausgeschieden ist, das Amt des stellvertretenden Führers der Arbeitsgemeinschaft nieder. Kamerad Müller betonte im Anschluß daran das uneigennützige und kameradschaftliche, langjährige Wirken des Kameraden Trümpert in der Arbeitsgemeinschaft, dankte ihm für feine bisherige wertvolle Mitarbeit und bat ihn, dem Führerstab der Arbeitsgemeinschaft weiterhin als Vertreter der Offiziers-Vereinigung 1914 Gießen anzugehören. Diesem Ruf leistete Kamerad Trümpert Folge. Zum neuen stellvertretenden Führer der Arbeitsgemeinschaft berief Kamerad Müller sodann den Führer der Kameradschaft ehern. 116er, Kamerad Bill, zum Schriftführer den Führer der Kameradschaft ehern. 80er Kamerad Röhr. Zur Weiterführung der Kassengeschäfte wurde Kamerad B u r k h o l z berufen. Auf Anregung des Kameraden Reitz wurden die vorjährigen Beitragssätze auch für das neue später) die Einbeziehung von Instrumenten und musikalischer Funktion in den Figurenablauf, während üblicherweise Tänzer und Begleiter getrennt agieren. Aehnliches ist vom „Tanz mit Flöten" (Rose D a i b e r, Sieglinde Müller, Ruth Opitz, Heidi Heyne) zu sagen: heiter bewegt, die Einzelstimmen der zugleich Spielenden und Tanzenden werden vom Orchester aufgefangen und unterbaut. Das Ganze wirkt wie eine mittelalterlich-höfische Szene. Der „Tanz mit Schellen" (Maja Lex mit Gruppe) erscheint als Ton-Tanz, d. h. die Bewegung ist ganz aus der Begleitung entwickelt: fröhliche Illusion einer Schlittenfahrt. * Maja Lex tanzt allein eine „Alte Tanzweise" und zwei Tänze nach altenglischen Melodien. Hier ist ausfallend die starke Betonung der oberen Körperhälfte, die Einbeziehung von Hand- und Armgeste in das Gesamtbild. Aus der Gehaltenheit des alten Schreit-Tanzes entwickelt sich allmählich eine schwingende, raumsüllende, im Tempo belebte Figur. Auch hier wird, wie uns scheint, der choreographisch-konstruktive Unterbau des Tanzes erkennbar. * Nach der Pause sahen wir eine Tanzsvlge zu sechs Teilen: „Tänze zu Ehren van Tag und Nacht." Man sieht, die Thematik ist hier viel umschriebener und gegenständlicher als etwa im absoluten Einzeltanz, der in seinen glücklichsten Eingebungen noch aus einem völlig abstrakten Begriff („Leicht", „Fern") eine tänzerisch bezwingende Gestaltung gewinnt. — „Dem Margen" ist ein Terzett (Rose Daiber, Heide L u e d e r, Sieglinde Müller) — ein romantisches Thema, man könnte an Runge denken, aber der Stil der Figuren im einfachen Rhythmus vor und zurück erinnert eher an die Präraffaeliten, die gesammelte, getragene Haltung im fließendem Kostüm an die Gestalten der Verkündigungsengel in der altdeutschen Malerei. „Dem Tag der Sonne" — Maja Lex mit Gruppe —: figurenreich, sehr geschlossen, dabei auf das rhythmische Gegeneinander von Vortänzerin und Gruppe hin komponiert, fast mathematisch im Verhältnis 1 : 6. Der einzige Solotanz (Maja Lex) heißt „Der Dämmerung", in fließendem Nachtblau, sehr gedämpft. „Der Stunde der Auflehnung": bacchantisch gestampfter Gruppentanz von gebändigtem Temperament, wuchtig akzentuiert vom Schlagzeug. In dem Tanz „Der Nacht der schwebenden Gedanken" interessiert die Einbeziehung von leise gesummtem, gedämpftem Gesang in das tänzerische Bild. Ein heller, schneller, scharfer Abgesang: „Dem kämpferischen Tag" mit wirksamer Auflösung des Fechtermotivs, ein ritterliches Tanz-Spiel, das zuletzt wiederholt werden mußte. ZdR. Wir Deutsche essen im allgemeinen viel Kartoffeln. Etwa 12 v. H. unseres gesamten Nah- rungsoerzehrs entfallen auf dieses Nahrungsmittel. Als der große Preußenkönig seine Bauern mit Gewalt zwang, Kartoffeln anzubauen, ahnte außer ihm wohl kaum jemand, welche Rolle diese neue Frucht einstmals in unserer Volksernährung spielen würde. Heute haben wir eine jährliche Durchschnittsernte von mehr als 45 Millionen Tonnen, pon denen etwa 13 Millionen Tonnen auf Speife- fartoffeln entfallen. Die Kartoffel ist somit, neben Brot, heute das Hauptnahrungsmittel. Einmal ist ihre Bevorzugung auf den niedrigen Preis zurückzuführen, dann aber auch auf den hohen Nährwert der Kartoffeln, die ja nicht nur eiweiß- unb stärkehaltig find, sondern auch Nährsalze und Vitamine enthalten. Dabei ist die Kartoffel außerordentlich gut ausnutzbar in ihren Nährstoffen, sie sättigt und ist mit Recht der Grundstoff unserer täglichen Nahrung geworden. Wir können uns glücklich schätzen, daß wir in Deutschland dieses Nahrungsmittel in so reichen Mengen vorrätig haben, daß ein gelegentlicher Ausfall an anderen Nahrungsgütern kaum ins Gewicht fällt. Für die geschickte Hausfrau bietet die Kartoffel ungeahnte Möglichkeiten für immer neue Gerichte. Dabei darf jedoch eines nicht vergessen werden: Beim Schälen der Kartoffeln gehen große Mengen an wertvollem Eiweiß und Nährwerten verloren, die beim Kochen in der Schale erhalten werden und dem Körper zugute kommen. Auch das Kochwasser von geschälten Kartoffeln wird die geschulte Hausfrau niemals fortgießen, da es die aufgelösten Nährfalze enthält. Dieses Wasser wird zu Suppen oder Soßen verwendet. Auf Grund des reichlichen Vorkommens und ausgezeichneten Nährwertes stehen die Kartoffeln unter den Lebensmitteln an erster Stelle, die den Verbrauch anderer, weniger reichlich vorhandener Nahrungsgüter ersetzen können. Der verstärkte Verbrauch an Kartoffeln ist angesichts unserer Versorgungslage volkswirtschaftlich erwünscht. Der Mensch mit gesundem Empfinden für eine zweckmäßige Ernährung räumt der Kartoffel in seiner Ernährung den Platz ein, der ihr zukommt. Besonders in den Wintermonaten, wenn frisches Obst und frische Gemüse selten sind, ist die Kartoffel mit ihrem hohen Gehalt an Vitamin C unentbehrlich. Dieser Vitamingehalt wird auch durch längeres Lagern nicht geschmälert. Alle diese Vorzüge müssen für die tüchtige Hausfrau Grund genug sein, die Kartoffel bei ihrer Preiswürdigke'it imd ihrem hohen Gehalt an Vitaminen, Nährfalzen, Kohlehydraten und zu bevorzugen. Dornolizen. „Mutterschaft." Lichtspielhaus. Ein französischer Film — von Jean C houx nach einer Novelle von Laurent V i n e u i l — in deutscher Sprache. Ganz einfache Handlung: eine junge Bauernmagd wird vom Vater ihres Kindes, den sie kaum kennt, verlassen, will sich das Leben nehmen, wird im letzten Augenblick durch eine weinende Kinderstimme in ihrem wahren und guten Gefühl getroffen und weiß fortan, daß sie das Schicksal tragen muß, das ihr bestimmt ist. Sie erlebt das Glück und das Leid der Mutterschaft; das Kind wird groß, wird am Ende von einem kinderlosen Ehepaar, bei dem das Mädchen im Dienst steht, adaptiert. Nach schweren Seelenkämpfen opfert die Mutter ihr Glück der sorglosen und unbeschwerten Zukunft ihres Kindes und schweigt auch in großer Selbstverleugnung bei einem letzten, schmerzlichen Wiedersehen mit dem Zum Mann herangereiften Sohne, um ihm Kon- flifte zu ersparen, die er vielleicht nie überwinden könnte. Dies ist der Umriß der Fadel, die mit unverstellter Einfachheit und Natürlichkeit in eine fließende Kette von Bildern umgesetzt wird. Regie führt Jean Chvux, und es ist interessant zu beobachten, wie ein Franzose auf den Stoff reagiert und ihn vor der Kamera verwirklicht: es ist, besonders im ersten Teil des Films, bemerkens- w'7t, wie das optische Element herausgearbeitet ist, wie sparsam er mit dem Wort umgeht, wie er den Dialog auf ein äußerstes Maß beschränkt und bemüht ist, alles, was zu sagen und auszudrücken ist, im Bild zu geben, allenfalls das Bild durch ein paar Takte Musik in seiner Wirkung zu betonen und zu untermalen. Später muß — der Entwicklung der Fabel entsprechend — etwas mehr Dialog gebracht werden; das war um der Verständlichkeit des Vorganges willen nicht zu vermeiden. Die stärksten Wirkungen gehen, für unser Empfinden, von den ersten und den mittleren Partien des Films aus, die stellenweife von einer volksliedhaften Schlichtheit und Selbstverständlichkeit sind. Die Sinnlichkeit und Anschaulichkeit des Bildvorganges sind vielleicht typisch französisch ... ebenso wie auch die gelegentlich eingeführten theatralisch-komödiantischen Bestandteile, die wir heute wohl — in dieser naiven Form — nicht mehr bringen würden, national begründet sind. In der Hauptrolle sieht man Hella ^Muller als Marthe, eine schöne, schlanke und stattliche Person mit ruhigen Bewegungen und einem selbstverständlich einleuchtenden, klaren Gefüblsausdruck, sehr geeignet, wie uns lch'int, ein solches Schicksal zu gestalten. Dann NSG. Der Vorzug einer jeden Gau-Straßen- fammlung ist es, daß sie' ihr eigenes Gefickt hat. Diesmal will der Gau Hessen-Nassau, der auf manchen Gebieten nationalsozialistischer Dolkswohlfahrt eine führende Rolle im Reich spielt, aus eigener Kraft eine Straßensammlung durchführen. Neben der allgemeinen Betreuung der Hilfsbedürftigen ist der Gau Hesfen-Nassau gewillt, der Lederstadt Offenbach zu helfen. Gerade die Lederindustrie, die vorzugsweise Luxusartikel herftellt, ist durch den erschwerten Export in Mitleidenschaft gezogen und bedarf der Unterstützung. Handwerkliche Betriebe, die im Kreis Offenbach so zahlreich sind, haben durch den Auftrag, den ihnen das einen guten Stand der Kaffe und der Vermögenslage der Arbeitsgemeinschaft. Dem Kaffenführer wurde Entlastung erteilt und ihm, sowie den Rechnungsprüfern für ihre Mühewaltung gedankt. Sodann folgte die Wahl des Führers der Arbeitsgemeinschaft. Kamerad Müller stellte zu diesem Zwecke fein Amt zur Verfügung und übertrug für diesen Punkt der Tagesordnung die Geschäftsführung dem Kameraden Bill. Dieser würdigte eingehend die verdienstvolle Arbeit des Kameraden Muller als Führer der Arbeitsgemeinschaft unb । treuer ram empfahl feine Wiederberufung in diefes Amt. Die | arbeit auf. Filmveranstaltung, die feierliche Uebergabe der Musikinstrumente an die Marine-Hitler-Jugend und das Bezirkstreffen der Marinekameradschaften in Gießen, währenddem einigen Kameraden der Vereinigung Schießpreise übermittelt werden konnten. Die Gruppe Runge errang den zweiten Preis im Gauwettbewerb: für die besten Einzelschießleistungen erhielten die Kameraden Frey und R. K 0 ch den dritten bzw. vierten Preis. Erinnert wurde auch noch an den erfreulichen Besuch der Wanderstreife des Kreuzers „Leipzig". In weiteren Ausführungen berichtete der Schriftführer noch über die Voraussetzungen für die Erhaltung und Pflege des Hauses der Kameradschaft. Im vergangenen Jahre konnte den Kameraden Wilhelm Müller, Heinrich Walther und Emil Koch für 40jährige Treue und dem Kameraden Wilhelm A l b o h n für 25jährige Zugehörigkeit das Vundesehrenzeichen überreicht werden. Im Laufe des Abends konnte dem Kameraden Phil. Bauer das Bundesehrenzeichen für 40jährige Mitgliedschaft übergeben werden. Ferner wurde des Kameraden S ch m a h l gedacht, der das goldene Marinejubiläum feiern kann. Kamerad Seibert erstattete dann den Kassenbericht, der gute Kassenoerhältnisse und eine ordentliche Führung der Rechnung erkennen ließ. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Kameradschaftsführer Lich berief sodann den Vorstand in folgender Ordnung: Stellvertretender Kameradschaftsfüh- rer Wilhelm Schmidt, 1. Kassenführer Johann Seibert, 2. Kassenführer Wilhelm Krämer, Schriftführer Heinrich Runge; Beirat: Dr. H. Mettenheimer, Karl Gräfingholt, Karl Heß; Rechnungs-Ausschuß: K. H e rb ert, Ernst Borger und Kam. M e h l e r. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 16. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter, 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 10 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12 Pf., % kg 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 25, Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. * ** Silberne Hochzeit. Der Werkmeister Heinrich Runge und Frau Hedwig, geb. Dapper, Steinstraße 50 wohnhaft, begehen am morgigen 17. Februar, das Fest der silbernen Hochzeit. ** D i e Stadttheater-Miete, 6. Abschnitt, betrifft eine Zahlungsaufforderung der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien auf die Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** Lieferungsvergebung. Die Verwaltung der Kliniken schreibt in einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte die Lieferung von Lebensmitteln usw. zur Vergebung aus. Interessierte Geschäftsleute mögen die Bekanntmachung beachten. ** Straßensperrung. Wegen Vornahme von Kanalbauarbeiten wird die Straße „A m R a h - rungsberg" zwischen Licher Straße und Bergstraße von Mittwoch, 17. Februar, bis einschließlich 24. Februar, für jeglichen Fährverkehr gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder sind zu beachten. ** Freie Lehrer st elle. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Friedberg. Eine geeignete Mietwohnung wird zu erlangn sein. Bewerber müssen seit mindestens acht Jahren die Prüfung abgelegt und eine Anwärterdienstzeit von mindestens fünf Jahren zurückgelegt haben. Oie Arbeit des Gparerbundes Oer Reichsverbandsführer bei der Ortsgruppe Gießen. Am Samstagnachmittag hielt die Gießener Ortsgruppe des Sparerbundes ihre außerordentliche Mitgliederversammlung ab, die vom stellvertretenden Ortsgruppenleiter Postassistent a. D. Franz Rorth eröffnet wurde. Anschließend sprach Gerichtsassessor Dr. Danner über drei wichtige Neuregelungen für die Sparer und Rentner, die mit der zugleich erfolgten Ueber- führung von Reichsbahn und Reichsbank in den Besitz des Reiches ein neuer Beweis für die fürsorgliche und weitschauende Führung des Dritten Reiches sind. Der Redner ging auf die bisherigen Verhältnisse bei der Reichsbahn ein, deren Ueber- schüsse bisher den Gläubigerstaaten zuflossen und nun wieder dem Volke gehören, und schilderte dann die Arbeit bei der Reichsbank, die bisher Prjvat- unternehmen war. Durch die Förderung des wirtschaftlichen Lebens und die damit stetig zunehmende Steigerung des Nutzens durch Zinsen usw. sei weiterhin eine Aussicht auf bessere Einnahmen des Sparers und Rentners gegeben. Nun habe die Reichsregierung auch durch die Neuregelung der Vorzugsrente gezeigt, wie sehr sie bestrebt sei, die durch die Inflation entstandenen Schäden auszugleichen. Stellvertr. Ortsgruppenleiter North erinnerte an die großen Opfer, die die Sparer durch den Verlust der vielfach in einem arbeitsreichen Leben aufgesparten Vermögenswerte brachten und stellte sie in ihrer Opferbereitschaft zum WHW. der Jugend als Vorbild vor. Weiterhin erstattete er den Kassenbericht, der geordnete Verhältnisse auswies. Damit verband Herr North den Dank für die rege Tätigkeit des Ortsgruppenleiters Lorenz, der sich aufopfernd der Sparer und Rentner angenommen hat. Der inzwischen mit dem Reichsverbandsführer eingetroffene Ortsgruppenleiter Lorenz erstattete den Geschäftsbericht für das erfolgreich abgelaufene Jahr. Trotz der großen Zahl der verstorbenen Mitglieder, der in ehrender Weise gedacht wurde, konnte die Ortsgruppe einen Mitgliederzuwachs erzielen. gen bemerkenswert, durch die die Ortsgruppe bemüht war, den Mitgliedern Abwechslung zu bieten. Mit Worten des Dankes und der Anerkennung an die Vorstandsmitglieder erteilte der Ortsgruppenleiter dem Rechner Entlastung und übergab dann die Führung der Ortsgruppe in die Hände des Reichsbundesführers, den Herr Lorenz gleichzeitig herzlich willkommen hieß. Der Reichsoerbandsführer Freiherr Wolff von Todenwarth (Berlin) schilderte die Entwicklung der aus vielen Einzelverbänden entstandenen Sparerbewegung. Mit der strafferen Führung haben auch Ziele und Aufgaben der Bewegung eine wesentliche Aenderueng erfahren. Aus der früheren Absicht der Wiedererlangung der durch die Inflation verloren gegangenen Vermögenswerte sind nun dem Bund ganz andere Aufgaben entstanden, die durch den Vierjahresplan eine große Förderung erfahren haben. Die Maßnahmen der nationalsozialistischen Regierung haben dem Sparer nicht nur neuen Mut gebracht, sondern auch durch die Wirtschaftsbelebung neue Möglichkeiten für einen größeren Nutzen geschaffen. Die wieder zu Ehren gekommene Vertragstreue wird ausgleichend und mildernd bei der Wiedergutmachung der Jnfla- tionsschäden wirken. An Hand zahlreicher Beispiele zeigte nun der Reichsbundesfuhrer den erfolgreichen Einsatz des Sparerbundes und kennzeichnete zugleich die neuen Ziele, die in der Erhaltung des noch geretteten Vermögensanteils, Beratung und Anhaltung säumiger Schuldnergesellschaften zur Pflichterfüllung bestehen. Reichsoerbandsführer Freiherr v. Todenwarth würdigte die Verdienste des Ortsgruppenleiters Lorenz und bestätigte ihn erneut in seinem Amte. Der Ortsgruppenleiter dankte dem Redner für seine Ausführungen und für das ihm bewiesene Vertrauen. Er bestätigte seinerseits die bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Aemtern und berief die Mitglieder S t e h l i n g und Dr. Danner Außer aufklärenden Vorträgen waren im letzten I für ihre Verdienste um die Gießener Ortsgruppe Jahr eine Reihe allgemein bildender Deranftaltun-1 in die Führerschaft. Gondergericht in Gießen. Wieder einmal hatten sich verschiedene sogenannte „Ernste Bibelforscher" vor dem Sondergericht, das gegen alle Angeklagten unter Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelte, zu verantworten. Im ersten Falle hatte der 44 Jahre alte Wilhelm Haßler aus Gießen die Frage eines Arbeitskameraden, ob er für diesen etwas zu lesen habe, bejaht und ihm verbotene Schriften mitgebracht. Das Gericht belegte den Angeklagten mit 6 Monaten Gefängnis. Sechs Wochen Untersuchungshaft wurden angerechnet. Während es sich bei dem Angeklagten Haßler um einen unbelehrbaren Menschen handelt, der exemplarisch bestraft werden mußte, handelte es sich bei den Angeklagten Christ (Butzbach), Mandler (Nieder-Weisel) und Frau Reu hl (Griedel) um Menschen, die das wahre Gesicht der sog. „Ernsten Bibelforscher" nicht gekannt haben. Diese Angeklagten hatten es versäumt, Schriften, die man ihnen zustecken wollte, sofort der Polizei abzuliefern. Das Gericht sprach die Angeklagten von Strafe und Kosten frei. Der Georg Lutz aus Butzbach will ebenfalls eines Tages verbotene „Aufklärungsschriften" „in seinem Briefkasten gefunden haben. Er bewahrte sie in seiner Wohnung auf. Das Gericht verurteilte diesen fanatischen Anhänger der „Ernsten Bibelforscher zu einer Gefängnis st rafe von zehn Monaten. Wegen Beleidigung der Reichsregierung und anderer Personen in stark angetrunkenem Zustande wurde der G. D. aus Lollar wegen Volltrunken-^ heit an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Wochen zu 60 Mark Geld- st r a s e verurteilt. Schwerer Rodelunfall im Taunus. Line Tale und zwei Schwerverletzte. Lpd. Königstein, 15. Febr. Am Sonntag- nachmittag kam ein mit vier Personen — einem Mädchen und drei jungen Männern — besetzter Bobschli11en in sausender Fahrt die Straße vom Roten Kreuz herunter. An der letzten Kurve vor dem sogenannten Eseleck stand ein Auto. Der Lenker des Schlittens muß die Kurve nicht richtig bekommen haben und sauste mit voller Wucht gegen den Wagen, der durch den Anprall umgeworfen wurde. Während der auf dem letzten Platz des Bob sitzende Bremser anscheinend mit einem Nervenschock davongekommen ist, mußten die drei anderen mit schweren Verletzungen ins Königsteiner Krankenhaus gebracht werden. Dort ist das Mädchen, Erna Wenzel aus Frankfurt, das einen Schädelbruch und innere Verletzungen erlitten hatte, heute vormittag gestorben. In Lebensgefahr schwebt noch der Lenker des Schlittens, Christian Wille aus Frankfurt-Griesheim, der schwere innere Verletzungen, eine Gehirnerschütterung und einen Armbruch erlitten hat. Einen Schädelbruch und eine Gehirnerschütterung erlitt auch der auf dem dritten Platz mitgefahrene Willi Fischer aus Frankfurt^Griesheim: feine Verletzungen sind aber nicht lebensgefährlich. Warnung vor einem Betrüger. LPD. Mainz, 15. Febr. Die Mainzer Polizeidirektion warnt vor einem Betrüger, der feinen. Trick vermutlich auch an anderen Plätzen versuchen, wird. Der Betreffende erscheint in Lebens, mittelgeschäften als angeblicher Beauftrag, ter eines Hilfswerks. Die bestellten Waren läßt er sich auf ein zu diesem Zweck gemietetes Zimmer bringen und schickt dann den Ueberbringer mit einem neuen Auftrag ins Geschäft zurück. Erscheint der Bote mit der nachbestellten Ware, so ist der Vogel bereits ausgeflogen und der Verkäufer hat das Nachsehen. Kircke und Schule. Landkreis Gießen. )( Lich, 15. Februar. Der evangelische Kirchenvorstand nahm in seiner letzten Sitzung die Rechnung des E v g l. M a r i e n st i f t s und der E v g I. Kirche für 1935 und den Voranschlag derselben Körperschaften für 1937 durch. Die Rechnung schloß im ersten Teil mit einem Rest von 1536 Mark, im zweiten Teil in Einnahmen und Ausgaben mit 4353 Mark ab. Der neue Voranschlag weist in Einnahme und Ausgabe im ersten Teil (Kirchengemeinde) 12 275,12 Mark aus. Der Fehlbetrag von 7053 Mark muß durch örtliche Kir. chensteuern gedeckt werden. Diese werden in derselben Höhe wie in den vergangenen Jahren erhoben, nachdem sie bereits vor einigen Jahren um 2 v. H. gesenkt waren. Auf die Reichseinkommen, steuer erfolgt ein Ausschlag von 5 v. H., für 100 Mark Steuerwert des unbebauten Grundbesitzes werden je 3,5 Pf. und für 100 Mark Gewerbekapi- tal je 7 Pf. erhoben. An größeren Ausgaben isk neben den laufenden Ausgaben für Steuern unb sonstige Abgaben eine größere Summe für die (Erneuerung eines Teiles des sehr schadhaften Kirchendaches vorgesehen. Der zweite Teil (Pfarrbesol. bungsfonbs) schließt in Einnahme und Ausgabe mit 4254,86 Mark ab. Der Kirchenerneuerungsfonds betrug am 1. Januar d. I. 4024,60 Mark. Üunbfunfprogramm Mittwoch, 17. Februar. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7.00: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunach. richten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, anschließend auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten (IV), Will Glahs — Hedwig Jungkurth (Sopran). 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: I. Die Freiheits- schlacht von Arzfeld. Der Aufstand der Eifelbauern von 1798. II. O Moselland. Eine Hörfolge. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Von Freiburg: Klavier- musik. 17.30: Sportvortrag der Woche: Training, das Geheimnis des Erfolges. 17.50: Ein unbekannter Arbeiterdichter: Emil Heymer. 18: Unser firn gendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. 20.45: Regiment sein Straßen zieht. Musik von deutscher Wehrhaftigkeit in vier Jahrhunderten. 22: Nachrichten, anschließend auch aus dem Sendebezirk; Sportbericht. 22.20: Chamonix — London. Funkberichte von dem Korn- binationsfprunglauf der Skiweltmeisterschaften in Chamonix und den Eishockey-Weltmeisterschaften in London. 22.35: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 17. Februar. Gießen. Stabtkirche. 20 Uhr: Abendandacht. - Zohanneskirche. 18: Passionsandacht; Pfr. Ausfeld. Donnerstag, den 18. Februar. Gießen. Zohannessaal. 20 Uhr: Bibelstunde; Pfr. Ausfeld. Das Mädchen mit dem Silberhaar. JRoman von Anny von panhnys. 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Aber sie suchte das Geld vergebens an der Stelle, wo es Großmutter bisher aufbewahrt und die sie ihr gezeigt, sie suchte auch im ganzen Schreibtisch nach, ohne eine Spur des Geldes zu entdecken. Nähkathrin beteiligte sich am Suchen, doch nir- fiends fand sich auch nur ein einziger Hunderrnark- chein. Franziska Karsten war schon ganz wirr, und schließlich entschied sie: „Es hat keinen Zweck, jetzt weiter zu suchen, das werde ich später tun, ich muß ins Büro und melden, daß ich in den nächsten Tagen nicht kommen kann. Ich habe Geld auf der Fabriksparkasse, ich will es abheben und vorläufig für das Begräbnis verwenden." Sie zog ihren schwarzen Krimmermantel an und setzte den schwarzen Hut auf, den ihr Nähkathrin schon zurechtgemacht. Uebermübet, verweint kam sie im Büro an. Prokurist Wüst schnurrte sie an: „Zwei Stunden Verspätung, solche Bummelei wollen wir hier aber doch nicht einführen. Unsere Angestellten haben die Pflicht, pünktlich zu sein. Er kam niemals pünktlich, erschien immer als Vorletzter. Der letzte war der Chef selbst. Franziska erwiderte mit zitternder Stimme: „Meine Großmutter ist gestern spät abends gestorben, ich wollte bitten, mich ein paar Tage bis nach dem Begräbnis zu beurlauben, und dann möchte ich sehr bitten, mir zu gestatten, meine mir gutgeschriebenen Ersparnisse heute abheben zu dürfen." In der Eingangstür zeigte sich eben der Chef der Radiowerke, Direktor Berthold Radix, von seiner Mutter und seinen Freunden Bertel genannt. Die beiden drehten der Tür den Rücken und hatten den Eintritt des Chefs überhört. Der Prokurist, der einmal dreist zu Franziska gewesen und ihr die Abfuhr nie verziehen hatte, antwortete sehr kühl: „Spargeld muß eine Woche vorher gekündigt werden, Fräulein Karsten, diese Bestimmung müßten Sie ja kennen. Ich wüßte nicht, weshalb zu Ihren Gunsten eine Ausnahme gemacht werden sollte." Franziskas Augen füllten Tränen, als sie zurückgab: „Ich sagte doch schon, meine Großmutter ist gestorben. Sie hat etwas Geld gehabt, aber ich kann es nicht finden, und ich brauche doch Geld für das Begräbnis und alles, was damit zusammenhängt. Da kann ich doch nicht acht Tage warten. In solchem Fall darf die Sparkasse wohl einmal eine Ausnahme machen. Ich bitte Sie recht sehr darum." Das verkniffene Gesicht des ungefähr fünfzigjährigen Prokuristen verzog sich spöttisch. „Na, wo das Geld Ihrer Großmutter hingekommen ist, Fräulein Karsten, dürften Sie wahrscheinlich am besten wissen. Für Ihr Gehalt haben Sie sich das elegante Kleid, mit dem Sie gestern auf dem Maskenball im Einhorn geprotzt haben, sicher nicht kaufen können. Auch der Kopfschmuck hat bestimmt allerlei gekostet. Sogenannter Maskentrödel war weder das eine noch das andere." „Die Sachen stammen noch von meiner Mutter", erwiderte sie, „aber darüber wollen wir doch jetzt nicht reden. Ich muß wieder nach Hause. Bitte, Herr Wüst, geben Sie mir ein paar Worte an die Sparkasse mit, um mein Geld abzuheben." Berthold Radix verharrte noch immer lautlos an der Tür Die Unterhaltung zwischen seinem Prokuristen und der Karsten interessierte ihn sehr. Das Mädel war ihm schon oft aufgefallen, seit er vor einem Jahre hier der Chef geworden, aber der Prokurist hatte einmal geäußert: „Ich bin überzeugt, ob man als Vorgesetzter, als Freund oder sogar als Verehrer zu ihr kommt, sie ist eine unangenehme Person. In der Arbeit sehr zuverlässig, aber sonst ein kaltes schnippisches Ding, um das man am klügsten einen weiten Bogen beschreibt." Eben sagte Prokurist Wüst: „Ich bebaure, Ihretwegen keine Ausnahme machen zu können, Fräulein Karsten, man wird Ihnen sicher die Unkosten für das Begräbnis eine Woche stunden. Oder borgen Sie sich doch das Geld von dem Kavalier im braunen Domino, mit dem Sie im Einhorn tanzten, Sekt tranken und später so neckisch verschwanden. Ich habe Sie erst für die Komtesse Mönchsgut gehalten, der Haarfarbe wegen, aber schließlich sagte ich mir, so wie Sie sich gestern abend benommen haben, benimmt sich keine Dame." (Einen Augenblick senkte Franziska Karsten tief den Kopf, einen Augenblick empfand sie den Vorwurf fast als berechtigt, aber schon im nächsten Moment war sie sich darüber einig, sie hatte nichts getan, dessen sie sich zu schämen brauchte. Das kleine Erlebnis, das sie bis ins Herz empfand, ging niemand etwas an. Sie warf den Kopf zurück, erwiderte scharf: „Ich verbitte mir derartige Bemerkungen, Herr Wüst. Ich habe nichts Unrechtes getan, nichts, was ich nicht vor meinem Gewissen verantworten könnte, Sie dürfen etwas an mir aussetzen, wenn ich hier schlecht arbeite, aber in mein Privatleben dürfen Sie sich nicht einmischen. Es war gestern der erste Ball, der erste Maskenball meines Lebens, es waren die ersten lustigen St"nden, die ich kennengelernt, und wenn ich ein Unrecht beging dadurch, daß ich auch einmal tanzen und lachen wollte, so bin ich böse genug herausgerissen worden durch meiner Großmutter jähen Tod." Der Prokurist sagte eisig: „Ich gebe Ihnen drei Tage Urlaub, und das Geld können Sie heute kündigen, in einer Woche steht es dann zu Ihrer Verfügung. Jetzt aber halten Sie mich nicht länger auf. Ihre Maskenballabenteuer interessieren mich nicht." Franziska war empört, und die Empörung blitzte ihr aus den Augen, als sie auffuhr: „Sie sollten sich schämen, wie Sie mich behandeln, Sie Leuteschinder. Denn dafür sind Sie bekannt, und schämen sollten Sie sich auch, weil Sie mir das Geld zurückhalten. Pfui Teufel, aus was für einer Masse sind Sie eigentlich geformt, und was tragen Sie an Stelle eines Herzens mit sich herum?" Sie zitterte am ganzen Leibe, und der Prokurist war fahlgrau geworden, als der Zorn der sonst so ruhigen Franziska Karsten auf ihn nieöerpraffelte wie große, grobe Hagelkörner. (Er machte eine unwillkürliche. Bewegung zur Seite, und dabei sah er Berthold Radix an der Tür stehen. Ob er wohl schon lange dastand und zuhörte? Das war sein erster Gedanke. Er grüßte durch eine Verneigung, und nun wandte sich auch Franziska um. Sie machte ein paar Schritte auf Berthold Radix zu, blieb dann stehen, bat: „Wenn Sie gehört haben, um was es ging, Herr Direktor, dann, bitte erlauben Sie, daß ich mein Sparkaffenguthaben noch heute erhalte. Ich muß doch meine arme Großmutter anständig unter die Erde bringen." „Kommen Sie mit in mein Büro", gab Berthold Radix zurück. Sie folgte stumm. Verstimmt knetete Prokurist Wüst an seinem spitzen Kinn herum. Er wäre vorhin am liebsten auf die Dreiste losgefahren. Den Ton, wie sie, hatte sich noch kein Untergebener gegen ihn erlaubt. Gut, daß er den Chef noch rechtzeitig gesehen, die blonde Furie wäre imstande gewesen, ihm noch ganz andere Dinge ins Gesicht zu schreien. Schließlich hätte sie auch davon angefangen, daß er ihr einmal nahegelegt, er wäre einer kleinen Liebschaft mit ihr nicht abgeneigt. Um das nicht herauszufordern, mußte er den Aerger von eben wohl ungestraft einfterfen. Wenns aber so weit käme, daß sie redete, würde er sie Lügnerin nennen, das dumme Mädel, das so zimperlich tat und auf einem öffentlichen Ball mit einem anscheinend fremden Herrn Sekt trank und sich dann mit ihm irgendwohin seitwärts in die Büsche schlug. Er murmelte etwas vor sich hin, was nicht gerade wie ein Segenswunsch für Franziska klang, und setzte sich sehr verstimmt an seine Arbeit. Gar zu gern hätte er gewußt, was der Chef mit dem aufsässigen Mädel reden würde. 4. Berthold Radix war neunundzwanzig Jahre alt und war, wie man Leute seiner Art zu nennen pflegt, ein fideles Huhn. (Er war groß, ein wenig breit, und hatte ein regelmäßiges, aber etwas grob geschnittenes Ge- stuft, blaue helle Augen und dunkelblondes Haar. Auf feine Kleidung gab er viel. Dor einem Jahr war fern Vater gestorben, der mit Fleiß und Tüchtigkeit die Glühlampenfabrik Radix auf Radio um- gestellt hatte. Die vorzüglichen Apparate, die ständig verbessert wurden, erlangten bald internatio- nalen Ruf. Den Sohn schickte Werner Radix nach London und Paris, auch drüben in Neuyork war er gewesen, hatte sich überall umgeschaut und die Filialen in Paris, London und Madrid eingerichtet. Als sein Vater starb, war er gerade in Paris. Ein eleganter Herr war der nunmehrige Chef der Radio- Radix draußen geworden, aber Franziska fand, wenn er etwas weniger neu aussähe, wäre das nur zu feinem Vorteil. Berthold Radix öffnete vor Franziska die Tür seines Prwatbüros, das dem des Prokuristen schräg gegenüber lag. Nachdem Franziska eingetreten, legte er Hut und Mantel ab und setzte sich an seinen Schreibtisch. (Er begann sehr ernst: „Ich darf Ihnen, wenn ich Ihre Erregung auch begreife, Fräulein Karsten, doch den Vorwurf nicht ersparen, daß Sie sich Herrn Wust gegenüber stark im Ton vergriffen haben. Herr Wüst ist Ihr Vorgesetzter, unb ich fordere von Ihnen, genau wie von einem anderen Angestellten, Höflichkeit im Umgang mit den Vorgesetzten. Ich rate Ihnen, Herr Wüst um Verzeihung zu bitten, dann werde ich dafür sorgen, daß Ihnen das von Ihnen gewünschte Geld sofort ausgezahlt wird." Er hatte eigenttich das Gefühl, er verlangte zu viel von Franziska Karsten, fein Gerechtigkeitssinn neigte nach der Seite des Mädchens, aber es ging doch nicht, daß er feinem Prokuristen unrecht gab. Franziska überkam ein seltsames Gefühl, für das sie nicht die richtigen Wort hätte finden können. Wut war es nicht, aber vielleicht Verzweiflung, weil man sie hier unnütz zurückhielt, nur um sie zu kränken und zu demütigen. Sie antwortete mit mühsam behaupteter Ruhe: „Dann muß ich auf das Geld verzichten, so furchtbar das auch für mich ist, denn ich kann doch diesen abscheulichen Menschen nicht um Verzeihung bitten. Er dürfte mich also beleidigen, wie es ihm gefällt, und weil ich mich natürlicherweise gewehrt, sollte ich ihn um Verzeihung bitten? Nein, Herr Direktor, das tue ich nicht! Meinen Stolz habe üf) auch. Zwar verdiene ich durch die Radiowerke mein Brot, doch mochte ich deshalb nicht zur kleinen Angstkreatur werden vor dem großmächtigen Herrn Prokuristen." „Still!" fuhr Berthold Radix auf. Sie sah ihn groß an, und ihm war es, als läge etwas Zwingendes in dem Blick der wunderschönen grauen Augen, deren Lider noch vom Weinen gerötet waren. (Fortsetzung folgtI) schuldung, Zinsvergütungsscheine, späte Schuldbuch-1 b) 25 bis 33 Schweine 2) 52,50 (52,50) M) forderungen, und Wiederaufbauzuschlage nannte 52,50 (52,50) b2 52,S0 (S2M ) l 1L0 (. 1,N). Frankfurt a. M. Berlin hird 13-2. | 15.2. Datum 13-2. 195 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 8,6 Roggen- Tendenz: heutigen Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 130,75 6 OJL-tfpont Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. DL stärkere Ab- tanwerten waren Verein. Stahl auf Tropfen 623 Trocknen Billig! Billig! <2? I M'retgesuche 2—3" ZL'WohlllinQ . m.Kücheu.mögl. 3-Zimimohiwiii 0,753 42,00 0,153 47,14 54,42 47,14 12,195 5,38 11 ,595 135,52 13,11 0,753 42,02 0,153 47,14 54,44 47,14 12,20 5,38 11,60 135,66 13,11 112,25 168,25 119 158 142,5 162 198 199 118 56 136 155 23,4 126,75 16,4 17,5 123,75 185 114,5 117,5 106,5 0,749 41,94 0,151 47,04 54,34 47,04 12,17 5,37 11,58 135,38 13,09 126,75 42.13 16,5 17,13 123,9 184,5 131,25 114,5 117,5 106,5 172,75 126 143 265 169 135,75 148 167,5 138 142 127,25 42,9 151 117 142,5 143 138,75 125,5 124,75 93,75 118 159,5 153,5 221,25 150,5 126,75 42 16,13 17,25 124 185 131 114,5 117,5 106,25 . 6 . 1 . B 614 . 5 . 0 , 12 .. 6 .. 6 Lahmeyer.......... Mainkraft........... Mannesmann....... ManSfelder Bergbau . Metallgesellschaft..... Lrenstein & Koppel .. Rheinische Braunkohle Rheinische Elektro.... Rheinstahlwerke...... 12 0 3 0 8 . 1 . 7 . 6 . 9 11 . 5 . 4 . 5 714 . 6 . 4 . 8 10 3% .. 0 .. 5 .. 6 . 0,6 en. n. tot. Abendandacht. - t; Pfr. Ausseid. miar. Bibelstunde', M 10 . 6 . 7 . 7 . 6 . 6 . 3 . 0 214 314 . 6 .. 6 6 .. 5 414 Accunnrlatoren-Fabrik AKU-ftunftfetbe..... Aschaffenburg Zellstoff Bemberg........... Bekula............. Buderus Eisen....... Cement Heidelberg ... Cement Karlstadt .... Chade A.-C.......... Conti Gummi....... Daimler Motoren.... Dessauer Gas....... Deutsche Erdöl...... Rütgerswerke ........ Salzdetfurth Kalt..... Schuckert L Co........ Schultheis Patzenhofer. Siemens & Halske ... Süddeutsche Zucker.... Vereinigte Stahlwerke. Westdeutsche Kaufhof. Westeregeln Alkali.... Zellstoff Waldhof .... Otavi Minen........ Mittwoch, den 17. Februar 1937, 14 Uhr, versteigere ick dahier, Neuenweg 28 (Versteigerungs- Lokal) bzw. an Ort und -stelle, zwangsweise gegen Barzahlung: Haus-, Büro- und Ladenmöbel, Schreib- u. Nähmaschinen, Schuhmacher-Nähmaschinen, Registrierkassen, Kassenschränke, Kraftverstärker, Radiogeräte, Staubsauger, Warenregale, Vorhang- u. Möbelstoffe, Körbe, Kordel, Hanfstricke, Kragen,Krawatten,Hemden,Hüte, Mützen, Handschuhe, verschiedene komvl. Schlafzimmer, Büfetts, Küchenschränke, Kleiderschränke, iMavve „Denkmäler d.Theaters", 3 Bände „Wir Kämpfer im Weltkrieg" u. bestimmt ISchreibmasch. Bittorf, Gerichtsvollzieher, Gießen Steinstraffe 42 [iotiD] Tel. 3660. steckt man einen Wattepfropfen in das Ohr. Bei allen Erkrankungen des Ohres zieht man am besten aufbewahrt, gut einige Monate, wobei das Pulver von Magermilch sich als haltbarer erweist, als das von Vollmilch. Trocknen von Wäsche geschieht durch Aufhängen auf Leinen. Wollsachen legt man zwischen Tücher und läßt sie im Schatten trocknen, im Winter nie in der Nähe einer Dampfheizung, da Wolle sonst leicht filzt. Seidenstoffe trocknet man durch wiederholtes Rollen in Handtüchern und bügelt sie noch halbfeucht trocken. 0,749 41,92 0,151 47,04 54,32 47,04 12,165 5,37 11,575 135,24 13,09 5,15 6,13 5,05 6,4 9,4 5,3 Deutfche Linoleum...... Elektrische Lieferungen... Elektrische Licht und Kraft I. G. Farben-Jndustrie .. Felten & Guilleaume.... GeSfürel............... Th. Goldschmidt........ Grihner Maschinen...... Harpener.............. Boesch Eisen............ hilipp Holzmann...... Ilse Bergbau........... Ilse Genüsse........... Kalt Aschersleben....... Klöcknerwerke .......... 15,3 1,3 5,25 6,13 5,2 6,4 9,4 5,4 man unverändert. Im weiteren Verlaufe blieb die Tendenz freundlich, das Geschäft konnte sich aber kaum beleben. Die Aktienkurse zogen überwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. an. IG.-Farben lebhafter mit 168,50 bis 167 nach 168, Bemberg notierten 114,25 nach 112,75, Verein. Stahl 118,25 nach 117,75, Deutsche Erdöl 143 nach 142,75. Von erst später notierten Werten gewannen Bekula 1,25 v. H. auf 169,50, Gesfürel 1 o. H. auf 143, dagegen Kali Salzdetfurth nach Pause 178 (181). Am Kassamarkt blieben Motoren Darmstadt gesucht, Taxe 97 bis 98. Abendbörse uneinheitlich. Die Abendbörse hatte keine einheitliche Haltung und nur sehr kleines Geschäft. Die Veränderungen betrugen etwa 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Richtungen und hielten sich ziemlich die Waage. Schwächer lagen jedoch Rheinstahl mit 149,50 (151), hingegen konnten sich Bemberg im Zusammenhang mit der festen Haltung für AKU. in Amsterdam auf 114,75 (114,13) befestigen, auch Ilse Bergbau Genuß erhöhten sich auf 144,25 (143,25). JG.-Farben bröckelten auf 167 (167,13) ab. Höher notierten noch Süddeutsche Zucker mit 200 (198,50). Am Rentenmarkt waren Reichsaltbesitz gefragt und 0,13 v. H. fester mit 120,90. Rhein. Goldpfandbriefe blieben mit 98,25 unverändert. Frankfurter Sdiladitoiehmarft Frankfurt a. M., 15. Febr. Auftrieb: Rinder 1136 (1097), darunter 236 (196) Ochsen, 166 (156) Bullen, 589 (590) Kühe, 145 (155) Färsen. Kalber 632 (591), Hämmel und Schafe 90 (244), Schweine 4093 (4085). Notiert wurden je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 42 bis 45 (am 8. Febr. 42 bis 45), b) 39 bis 41 (39 bis 41), c) 36 (36); Bullen a) 41 bis 43 (40 bis 43), b) 39 (38 bis 39), c) 34 (34); Kühe a) 40 bis 43 (41 bis 43), b) 36 bis 39 (36 bis 39), c) 26 bis 33 (26 bis 33), d) 19 bis 25 (19 bis 25); Färsen a) 44 (42 bis 44), b) 40 (36 bis 40), c) 35 (35). Kälber a) 56 bis 65 (60 bis 65), b) 44 bis 55 (45 bis 55), c) 40 (40), d) 25 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 44 bis 47 (45 bis 48), c) 41 bis 43 (38 bis 44); Schafe a) 36 bis 40 (34 bis 40), 126,5 16,13 17,25 123,75 185 114,5 117,5 106,25 15,3 5,25 6,2 6,3 5,4 1,2 5,2 6,2 6,35 9,45 5,3 Kleine 3-Ziminerwohnung in gutem Hause an ruhige Mieter alsbald zu vermieten. Schriftliche Angeb. unt. 0784 a. d. G. A. Für den Vertrieb einer bekannten erstklassigen, echten Fleischbrühe in konkurrenzloser Spitzenqualität suchen wir per sofort noch einigeWerber(innen). Schriftl. Angeb. unter 8. 2852 an Anzeigengesellschaft m. b. H., Frankfurt am Main. iogbV Junges Ehepaar l Reichsbeamter) sucht bis spätest. IS.April sonnige 3-Zimmer-Wohng. Schriftliche Angebote mit Preis U.1066O an den Metz. Anzeiger. d) 48,50 (48,40); Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50 bis 50,50 (50,50). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hammel und Schafe ruhig, ausverkauft. Frankfurter Getreidebörse. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Bad z. 15.4. od. 1.5. v.iung.Ehe- paar (Beamter) gesucht. Schriftl. Ang. m. Preis u. 0791 an d. G.A. Auch Mitwochs ►—►»Fisch« auf den Tisch! Buenos Aires . Brülle!....... Rio de Janeiro Polen........ Kopenhagen... Danzig....... London....... Helsingfors.... Paris........ Holland ...... Italien....... Frankfurt a. M., 15. Febr. Der Marktver- kehr beschränkte sich auf kleinste Partien Brotgetreide. Die Großmühlen sind teilweise durch Zuweisungen versorgt worden, während die Provinz- betriebe hin und wieder die kleinen Landzufuhren aufnehmen können. In Braugerste und Hafer kamen keine Umsätze mehr zustande. Weizenmehl ist sehr lebhaft gefragt, besonders die Typen 812 und 502. Roqqenmehl wird aus den laufenden Bestanden geliefert, vereinzelt lag auch Offertenmaterial vor. In Futtermitteln können die Zuteilungen von Oel- kuchen und Schnitzeln weitergegeben werden; Biertreber und Malzkeime sind kaum käuflich. In Rauhfutter ist das Angebot klein. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R 15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste—, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,15, W 16 29,25, W 19 29,25, W 20 29,60, Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R19 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnuß- tuchen —, Treber 14,00 Höchstpreise ab Erzeuger- station, Trockenschnitzel —, Heu 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und ro--*ÄA**- stroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Ist das möglich? Es brennt ohne Feueranmaohen? Diese tägliche Arbeit gibt es nicht mehr, wenn ein Dauerbrand- Herd in Ihrer Küche steht Tag und Nacht Ist Feuer im Herd. Trotzdem brauchen Sie weniger Kohlen als bisher. Es lohnt sich, diesen Herd anzusehen. Gehen Sie mal zu J. B. Häuser Gießen S31A am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 * Alsfeld, 15. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 447 Ferkel aufgetrieben, davon 308 Händlerschweine. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Ferkel 18 bis 22 RM., acht bis zehn Wochen alte Tiere 22 bis 26 RM. Das Geschäft verlief flott, es verblieb geringer Ueberstand. Hier abschneiden l I Christi Cranz wieder erfolgreich. Die Torläufe bei den Ski-Weltmeisterschaften. Auf einem Steilhang bei Argentiere in der Nähe von Chamonix wurden am Montag bei den ersten Ski-Weltmeisterschaften der FIS die Torläufe der Frauen und Männer ausgetragen. Die Strecke bot bei stumpfem Schnee keine allzu großen Schwierigkeiten, zumal der Höhenunterschied nur etwa 250 Meter betrug. 37 Tore hatten die Teilnehmer zu passieren. Die Sonne strahlte sehr stark und beschien ein bezauberndes Landschaftsbild. Unsere Frauen landeten wieder einen ausgezeichneten Erfolg. Unsere Olympiasiegerin Christ! Cranz holte sich zur Weltmeisterschaft im Abfahrtslauf noch den gleichen Titel im Torlauf und damit auch die Weltmeisterschaft in der Kombination Abfahrt-Torlauf. Hinter ihr belegten Käthe Grasegger und Lisa Resch die Plätze, während die vierte deutsche Teilnehmerin, Liesl Schwarz, auf Grund einer schlechten ersten Fahrt nur auf den neunten Platz kam. Christ! Cranz tief im ersten Durchgang 87,3 und im zweiten 70,3 Sekunden und belegte mit zusammen 148,6 den ersten Platz vor Käthe Grasegger (156,1) und Lisa Resch (159,3). Bei den Männern setzte sich ebenfalls wieder der Olympiadritte, der Franzose Emile Allais, erfolgreich durch, der auch am Samstag den Abfahrtslauf gewonnen hatte. Diesmal schnitten aber unsere Troddeln, andere Bezeichnung L», «««, für kleine Quasten an Stoffrän- Waschen und Baden. Am besten dern. Gardinen usw. ®-—«— •- gaben auf 117,75 (118,25), bann 118 gedrückt, auch Rheinstahl mit 150,25 (150,50) nur knapp gehalten, dagegen Harpener 1, Ilse Genuß 0,50 v. H. höher und Hoesch mit 117 behauptet. Mansfelder gingen auf 158 (159,50) zurück. Chemische Papiere lagen gut behauptet, JG.-Farben 167,50 bis 168 (167,50). Elektroaktien setzten zumeist um Bruchteile eines Prozentes freundlicher ein, Siemens 199 (198). Im einzelnen eröffneten Daimler und Bank für Brau- inbuftrie je 0,50 v. H., Hapag 0,25 v. H. freundlicher, Reichsbank und Muag behauptet, West- beutfche Kaufhof, Hanfwerke Füssen und Zellstoff Aschaffenburg je 0,25 v. H. niedriger. Am Rentenmarkt lagen Altbesitzanleihe etwas fester mit 120,75 (120,40), auch Städte-Alt- besitz 0,50 v. H. höher mit 122,50. Kommunal-Um- Jüngerer Metzgergeselle gesucht. 1072D Karl Kru« Marktplatz 23. t, und hatte ei- geschnittenes & nkelblondes hea Dor einem R t Fleiß und Tüö ix auf Radio i» pparate, die sm : bald inter* ierner Radix iuü in Neuyork N ngeschaut und ladrid eingenG ade in Paris. Eu ie Chef der R-v Franziska M ussähe, wäre w Prokuristen W a eingetreten, ßte sich °n se'"' «ihnen, wenn i- Sein 8» daß Sie ß-h W „ergriffen i* nd ich Wti? rv-'S «Ä Ä s- - behack stck ich kann HM it um ® es W idigeN'A elDef)rt litten? habe - w n W°r £ nB > Heizbar. Zinne gut möbliert, an berufstätigen Herrn f.RM.15.- monatlich zu vermieten. Telefon u.Unterstellmög- lichkeit für Motorrad. 0792 Aulweg 102. Trödler, in Süddeutschland soviel wie Althändler, auch Antiquar. Trolly, Bezeichnung für englische Kl-öppelspitzen. Trombe, Wind- oder Wasierhose bei einem Wirbelsturm. Trommelfell ist das feine Häutchen zwischen äußerem Ohr (Ohrmuschel und Eehörgang) und Mittelohr. Die Schallwellen treffen das Trommelfell und setzen es in Schwingung. Diese Schwin- aunaen werden auf die Gehörknöchelchen des inneren Ohres übertragen und damit die feinsten Endigungen des Hörapparates erregt. Zerreißungen des Trommelfelles kommen ziemlich häufig vor. schon durch eine gewöhnliche Ohrfeige kann es dazu kommen. Daher Vorsicht mit Ohrfeigen! Auch bei Explosionen usw. kommen Trommelfellzerreißungen häufig vor. Schutz dagegen : Mund öffnen, damit der keinen Tropfen aufs Tischtuch. Der praktische Kannen-Untersetzer fängt alles auf. Die häßlichen Kaffeeflecke auf dem Tischtuch gibt es bann nicht mehr. Außerdem wird auch gleich der Deckel der Kaffeekanne gehalten. Auch für Milchkännchen gibt es diese praktischen Untersetzer bei j. V. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. deutschen Teilnehmer wesentlich besser ab, denn hinter dem in 113,4 für zwei Fahrten siegenden Franzosen und dem Oesterreicher Walch (131,2) belegten Roman Wörndle in 134,2 und Rudi Cranz in 135,1 den dritten und vierten Platz. ilebungsleiter-Lehrgang des FachamtS Fußball. Am Sonntag fand auf dem Waldsportplatz der erste Uebungsleitcrlehrgang statt. Die Leitung des Lehrganges lag in den Händen des stellvertretenden Gaufachamts-Iugendwarts Hildebrandt (Kassel) und des Kreisfachamts-Jugendwarts Anschütz (Biskirchen). Der Zweck dieses Lehrganges war, die von den Vereinen entsandten Uebungsleiter auszubilden. Der Kursus wurde vormittags mit der Flaggen- hissung eröffnet. Kreisfachamts-Jugendwart Hildebrandt und Kreisfachamts-Jugendwart Anschütz wie- sen zunächst die Kursisten auf ihre Arbeit für die Zukunft hin, die sie bei den Jungvolkpimpfen zu erledigen haben. Da man am Vormittag wegen den ungünstigen Witterungsverhältnissen nicht auf dem Sportplatz bleiben konnte, so benutzte man die Turnhalle des DfB.-R. für den Uebungsbetrieb. Unter der Führung von Gruppenleiter Kirchner (Gießen) marschierten die Lehrgangsteilnehmer mit fröhlichem Gesang nach der Turnhalle. Hier erhielten sie den ersten „Schliff" in Körperschule und d'-x ® d» UA ss SS )uie. börse 15-2. 13. Februar Amtliche Notierung Geld | Brief | Vermietungen | Schöne 4-Zimm.-Wohn. mit großer Diele, 2 Mansarden, mod.einger.Ba- dezimm.,Warm' wasser f d.Küche, gr. Balkon n. d. Garten z. 1.5.37 zu vermiet. 0779 Wilhelmstr. 5 1. Bes. 14-16 Uhr. Postkarten bei Brühl, Gießen Stellenangebote] Ein tüchtiges MW für Haus u. Geschäft z. 1. März gesucht. 1069D HeinrichWeimar Bäckerei, Kondit. und (£af6 Franks. 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Es empfiehlt sich aber nicht, Trommeln als Geschenk für fremde Kinder zu wählen, da man nie weiß, ob ihre Eltern davon entzückt sind. Trompete. Blechblasinstrument mit drei Klappen. Von Kindertrompeten gilt das gleiche, wie von Kindertrommeln. Tropaeolum f. Kapuzinerkresse. Tropfen, kleine Flüssigkeitsmengen von annähernd kugelförmiger Bildung. Tropfen bilden sich z. B. am undichten Wasierhahn, bei dem in diesem Falle eine neue Dichtungsscheibe aufgelegt werden muß. Um bei Kaffee- ob Teekannen das Tropfen zu ver- 15. Februar Amtliche Notierung Geld | Brief ruhig. Schweinemarkt in Alsfeld. SleMuMtzeZ 1. Stock 0776 4-Zimmer- wohnung mit Küche, Bad, Veranda u. Gartenanteil f.75M. zum 1. April oder päterz.vermiet. Besichtigung: zwischen 11 u. 13 Uhr. - Bewerb. anDr.Heckmann Sortrnnnö-Sdiönau Helgoland 18 Fernspr. 24739. Hhein-Mainische Börse. Mittagsbörse wenig verändert. Frankfurt a. M., 15. Febr. Die Börse hatte zum Wochenanfang eine freundlichere Grundtendenz und behauptete im allgemeinen die im Sam- tagschlußverkehr eingetretenen Befestigungen. Das Geschäft war weiterhin sehr klein, da keine nennenswerten Kundschaftsaufträge eingegangen waren und somit auch die Kulisse keinen Anreiz zu Eigenge- schästen sah An den Aktienmärkten lagen die ersten Notierungen uneinheitlich, im Verlaufe stellten sich mäßige Befestigungen ein. Eine Sonderbewegung vollzog sich in Bemberg-Aktten mit 112,75 (112,25), bann 114,50 bis 115 offenbar auf die weiter feste Haltung der Kunstseidewerte draußen. Don Mon- Kabeljau, kopflos in ganzen Fischen 500 Gramm 25 Pfennig Preis ab Laden! Weitere Sorten billigst! Die Fischhändler: Fischhaus Cuxhaven, Marktstr. 23 Audnst Wallenfels. Marktplatz 17 LG.Kleinhenn.Bahnhotstrahe61 Richard Grünewald,Bahnhofstr.27 0. Avemann, Walltorstrahe 2 W Haas, Schuhertstrahe 2 H. Banti. Friedensstrahe 2 K. Rodenhansen, Bismarckstr. 30 J. 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Abend- börse Schluß- kurs Schlußk Mittag- börse Datum 13.2. 15-2. 13.2. 15.2. g^Deutfche ReichsaMethe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,13 98,13 98,25 98,13 514% Young-Anleihe von 1930 .. 4V,% Hesiische Volksstaat von 1929 103 99,5 103 99,5 103,1 99,5 103,4 93,13 4y*% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... — — 100,3 100,4 41/,% Deutsche Reichsbahnschatz 98,5 98,5 98,5 98,5 Retchsanleihe-Wtbesitz.......... 120,4 120,9 120,5 120,75 Lberhesscn Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 133,5 133,5 — — 4V-% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 6%% Hess. Landes-Hhp.-Bank ßiqu. Goldpfe............... 98 98 — 98 101,25 101,25 — — 4%% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. — 98 98 98 4Vi% Preuß. Gold-Komm. R. 20 96 96 — — 4yt% Darmstädter Komm.-Lcm- deSbank R. 6................ 95,25 95 — — Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 127,25 127,25 127,5 127,9 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 41/,% Franks. Hyp. Gold-Komm. £bL2 3.................... 98 98 98 98 95,75 95,75 — _ &y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 101,5 101,25 — _ by2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 101,65 101,65 101,9 101,9 Steuergutlchein-Verrechnungskurs 110,3 110,3 110,4 110,4 195 195,25 195 138,25 137 137 114,75 112,65 114.13 169,5 169,25 169,9 118,5 119,25 119,13 158,5 — — 235 — 235 172,75 172,5 172,13 127,75 126,13 127 — 116,75 116,75 142,5 143,5 143 265 — — 169 168,9 168,5 135 135 135 149 147,75 149 167 167,4 167,13 138,5 138 139 143 143 143 128 128 128 42,9 43,13 43,13 151 152 151 117,5 117,25 116,9 143 142 143,5 — — 176,75 144,13 143,5 143,25 139,25 138,5 138,75 125,75 126 126 142 141,75 125 125 125 93,75 — —— 117,75 118 117,5 158 158,25 157 152,75 152,75 152.5 89 91 222 221,25 221,25 149,5 151 151 131,5 130,9 131,4 141,5 142,5 141,13 178 179,5 178 162 162,25 162,5 — 95,5 96,25 199 199 199 200 199 198,5 118 118,5 118,13 56 56 55,75 136 135,75 136 157 155,25 156,25 24 23,65 24 1Z. Februar 15.Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Bries Japan.................... 0,707 0,709 0,707 0,709 Jugoslawien .............. Oslo.................... 5,694 5,706 5,694 5,706 61,13 61,25 61,16 61,28 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.................. 11,05 11,07 11,05 11,07 Stockholm ................ 62,72 62,84 62,75 62,87 Schweiz.................. 56,70 56,82 56,72 56,84 Spanien.................. 17,48 17,52 17,48 17,52 Prag..................... 8,656 8,674 8,656 8,674 Budapest................. — — — — Neuyork.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 Ballschule. Die Ausbildung übernahm Kreisfach- amtS'Jugendwart Hildebrandt. Mancher Teilnehmer wird sich einen „Muskelkater" mit nach Hause genommen haben. Nach kurzer Mittagspause wurde die Ballschule praktisch auf dem Sportplatz geübt. Man konnte seststellen. daß alle Teilnehmer mit großem Ernst bei der Sache waren und freudig alle Hebungen ausführten. Kreisfachamts-Iugendwart Anschütz ermahnte zum Schluß alle zu tatkräftiger Mitarbeit an der großen Aufgabe, die das Fachamt Fußball zu bewältigen hat. Mit der Flaggeneinholung und einem dreifachen Sieg-Heil auf unseren Führer wurde der Lahrgang abgeschlossen. Tisch-Tennis der Sp.-Dg. 1900. Wie bereits gestern berichtet, konnte die Tischtennis-Mannschaft der Spielvereinigung 1900 in den Pflichtturmeren gegen Tischtennis-Club „Rot Weiß" Bad-Nauheim und Turnverein Lich zwei eindrucksvolle Siege erringen. Nachstehend die Einzelergebnisse (G = Gießen, N = Bad-Nauheim, L = Lich). 1900 — Bad-Nauheim: Meier (N) / Beil (G) 15:21, 22:20, 8:21, 14:21; Heßler (N) / Reichel (©) 7:21, 9:21, 9:21; Reitz (N) / Jung (G) 7:21, 9:21, 8:21; Graff (N) / Günther (G) 17:21, 8:21, 13:21; Heß (N) / Schmittdiehl (®) 19:21, 20:22, 18:21; Grießer (N) I Schüler (G) 16:21, 21:17, 13:21, 12:21. Doppel: Meier-Graff (N) / Beil-Reichel (G) 16:21, 14:21, 21:14, 14:21; Heßler-Heß (N) / Gün- ther-Jung (G) 11:21, 21:12, 21:17, 16:21, 14:21; Grießer-Reitz (N) / Schüler-Schmittdiehl (G) 15:21, 13'21 23'21 9:21 1 9 0 0—To. Lich: Pamler (L) / Beil (G) 12:21, 6:21, 21:19, 7:21; Reichel (G) infolge Nichtantretens des Gegners kampflos Sieger; Erb (L) / Günther (®) 16:21, 14:21, 17:21; Weppler (L) / Jung (®) 19:21, 21:16. 18:21, 14:21; Baumann (L) / Schmittdiehl (G) 5:21, 8:21, 15:21; Wissig (L) / Schüler (®) 12:21, 19:21, 25:27 Doppel: Pamler-Erb (L) / Beil-Reichel (®) 20:22, 10:21, 10:21; Wissig-Arnold (L) I Günther- Jung (G) 11:21, 16:21, 12:21; Weppler-Baumann (L) I Schüler-Schmittdiehl (G) 12:21, 19:21, 15:21. Handball im Kreis Gießen. Die Rundenspiele nahmen ihren Fortgang. Auch dieser Sonntag zeigte wieder, daß die beteiligten Mannschaften, die keine Aussichten mehr haben, in das Spielgeschehen einzugMfen, allmählich eine gewisse Müdigkeit überkommt. Zwei Spielverzichte besagen das mehr als genug. Die Bezirksklasse wies nur ein Spiel auf: Spog. 1900 Gießen gegen Tuspo Niedergirmes 9:5. Sicherer als erwartet konnte 1900 gewinnen. Wir berichteten darüber. 1. Kreisklasse. Durch Punktverzichte wurden Tv. Hörnsheim über Herborn und Tv. Garbenheim über Grüningen Sieger. Ausgetragen wurden lediglich die Spiele Tuspo Groß-Rechtenbach — To. Dutenhofen 5:5 (1:2), Tv. Katzenfurt — BfB.-R. Gießen 3:5 (1:4). Man hatte in Groß-Rechtenbach die Gäste sehr stark unterschätzt. Diese Tatsache machte sich während des ganzen Spieles bemerkbar. Zwar war Groß- Rechtenbach stets etwas im Vorteil, konnte aber nie verhindern, wenn Dutenhofen wieder aufholte und schließlich sogar noch einen Punkt mit nach Hause nahm. — In Katzenfurt waren die Platzverhältnisse nicht gerade einwandfrei, so daß sich die Gießener nie richtig entwickeln konnten. Lediglich diesem Umstand ist der knappe Sieg zuzuschreiben, der verdient war. 2. Kreisklasse. Mtv. Gießen II — To. Nauborn 9:4. Es war klar, daß die Nauborner gegen die verstärkt antretenden Gießener keine Chance hatten. Trotz alledem muß man sich über ihr Durchhalten bis zum Schluß wundern, das ihnen schließlich noch ein achtbares Ergebnis einbrachte. Jugendklasse. Tv. Lützellinden — Tv. Hochelheim 9:7 (5:4), Garbenheim — Münchholzhausen 5:6 (3:6). Das Entscheidungsspiel um die Staffelmeisterschaft zwischen den Jugendmannschaften von Lützellinden und Hochelheim auf dem Platz des Tv. Allendorf (Lahn) befriedigte sehr. Beide Mannschaften spielten ausgezeichnet zusammen und lieferten sich bis zum letzten Augenblick einen überaus spannenden Kampf. Der Geräte-WeUkamps in Großen-Änden. Oer Kampfverlauf. Die Teilnehmer-Mannschaften am Gerätewettkampf in Großen-Linden und das Kampfgericht. Links die Mannschaft von Sinn; in der Mitte die Siegermannschaft von Großen-Linden; rechts die Turner von Wetzlar. — (Aufnahme: Volk, Großen-Linden.) Die Großen-Lindener Mannschaft blieb auch bei den weiteren Hebungen in Front, so daß sie nach Schluß des Kampfes als verdienter und überlegener Sieger feststand. Die Mannschaft errang vor allem durch die Gleichmäßigkeit der Leistungen an allen Geräten den Sieg. Die Siegermannschaft bestand aus den Turnern: Otto Weiß, Hch. Jung, Albert Leun, Karl Seipp, Rich. Seth. Der To. Sinn kam an zweiter Stelle, während To. Wetzlar, der für einen Turner infolge Verletzung einen Ersatzmann einstellte, mit dem letzten Platz vorlieb nehmen mußte. Allen Mannschaften ist jedoch das Lob auszusprechen, daß sie ihr Bestes gaben und ihren Verein in Ehren vertreten haben. Kreisvberturnwart Schüler nahm die Siegerehrung durch Heberreichung eines schlichten Eichenkranzes vor und ermahnte alle Mannschaften zu unermüdlicher Weiterarbeit. Das Endergebnis lautete: 1. Tv. Großen- Linden 1508,5 P., 2. Tv. Sinn 1422,5 P., 3. Tv. Wetzlar 1371,5 Punkte. Die besten Einzelturner waren: 1. Rich. Seth, Großen-Linden, mit 347 Punkten; 2. Adolf Lenz, Sinn, 322; 3. Karl Seipp, Großen-Linden, 306; 4. Karl Swoboda, Sinn, 304 ; 5. Hch. Jung, Großen-Linden, mit 294 Punkten. Das 5. Gießener Hallen-Handball- Turnier. Am 4. April in der Volkshalle. Das Gaufachamt hat nunmehr das 5. Gießener Hallen-Handball-Turnier genehmigt und den beiden Gießener Turnvereinen, To. 1846 und Mtv. übertragen. Es wird am 4. April d. I. in der Gießener Volkshalle steigen. Es dürfte wohl allseitig begrüßt werden, daß auch wieder in diesem Jahre eine derartige Groß-Veranstaltung zustande kommt. Die Leitung des Turniers liegt wieder in Händen der beiden Spielwarte Strack und Becker. Mit dem Schiedsgericht sind Bezirksfachwart Seibert (Wetzlar) und Kreisfachwart L u h (Allendorf) beauftragt. Die Ausschreibungen sind dieser Tage den Vereinen zugegangen und es wird um genaue Einhaltung des Meldetermins, 5. März, gebeten. Da auch in diesem Jahre wieder mit einer großen Teilnehmerzahl gerechnet wird, bitten wir um rechtzeitige Abgabe der Meldungen, da nach dem 5. März eingehende Wünsche nicht mehr berücksichtigt werden können. Alle Anfragen sowie Meldun- gen sind an H. Becker, Gießen, Wernerwall, zu richten. In der Turnhalle in Großen-Linden wickelte sich am Sonntag (wir berichteten bereits kurz darüber) der Gerätewettkampf der obigen Mannschaften ab. Nach der ersten Hebung am Barren führte der Turnv. Sinn mit geringem Vorsprung vor Großen- Linden und Wetzlar. Jedoch bei der nächsten Hebung (Seitpferd) setzte sich Großen-Linden an die Spitze und vergrößerte dann ständig, insbesondere bei den Sprüngen am Längspferd, seinen Vorsprung. Nach dem Turnen am Vormittag, das sämtliche Pflichtübungen und einen Teil der Kürübungen umfaßte, ergab sich folgendes Bild: Großen-Linden 859,5 P., Sportamt „Kraft durch Freude". Freunde der Turnfache wurden denn auch nicht enttäuscht. Man konnte viele schwierige und meisterhaft geturnte Hebungen verfolgen. Richard Seth, Turnv. Großen-Linden, erzielte viermal die Höchstpunktzahl von 30 Punkten, die auch der Turner W. W ö r n (Wetzlar) erhielt. Sinn 795,5 P., Wetzlar 781,5 Punkte. Am Nachmittag nahm der Kampf mit dem Turnen der restlichen Kürübungen seinen Fortgang. Es nur für Frauen 21 bis 22 Hhr. Reiten — für Männer und Frauen gemeinsam'— Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Hhr^ ..... ucl ...u....... ........ Allgemeine Körperschule Schill-rlchul-, hatte sich inzwischen von nah und fern eine große L)chillerstraße, nur für Angehörige der Sv., 20.15 Zuschauermenge in der Turnhalle eingefunden, die bis 21.45 Hhr. Zeuge der bedeutsamen Begegnung fein wollte. Die Fröhliche Gymnastik und Sp teie, - ' ' - ' - ” ‘ ......Lyzeum, Dammstr., 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Schwimmen, Volksbad, Seltersweg, für Männer und Frauen gemeinsam — 20 bis 21 Uhr, öefientl. yMelslWMIl der Industrie- unb Handelskammer Gießen MMOMIM am Mittwoch, dem 17. Fe.'ruar 1937, abends 8 llhr, im Saale des Restaurant Äurghof, Burggraben 9. Es spricht Oipl.-Hdl. Or. Muller über „Die Berufsausbildung in der Praxis und die Kaufmannsgehilfenprüfung" Oer Direktor. iossd Achtung 1 Für ober dergleichen geeignete Räume in Stadtteil/ wo gleicher Betrieb noch nicht vorhanden, zu vermieten Näheres Aulweg 102 0793 Ihre Geschäftsdrucksachen stellen die Verbindung her zu Ihren Erzeugnissen. Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor. wie man Briefbogen. Briefumschläge. Postkarten, Rechnungen.Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen l Wir bieten sie Ihnen Brühl'sche Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2251 IIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH Gardinen 073 A billig bei Ludwig Haas Gießen Plockstr. 7 Gießen - LM-erHkW mit und ohne Hof (Stadtmitte) zu verpachten. Schriftliche Angebote unter 10640 an den Gieß. Anzeig. \M CDDC DRUCKSACHEN V V C H D C Brühl. Gießen Trottel meiden, gibt es praktische Tropfenfänger. Arzneien, die in Tropfen genommen werden müssen, haben gewöhnlich einen besonderen Glaspfropfen mit einer Rinne, der das Abzählen erleichtert. Ohne eine solchen Pfropfen kann man sich das Abzählen von Tropfen erleichtern, wenn man einen schmalen Papierstreifen in den Flaschenhals klebt. Trottel, unfreundliche Bezeichnung für einen minderbegabten oder geistesschwachen Menschen Trotteurkleid, entbehr!, französ. Fremdwort für Laufkleid, Straßenkleid. Ebenso bei Trotteurhul d. h. Laufhut. Straßenhut. Trottoir, entbehrt, franz. Fremdwort für Bürgersteig, Fußweg, den erhöhten Straßenrand. Trotz, Widersätzlichkeit des Kindes, um den eigenen Willen durchzusetzen, tritt meist in den Jahren vor Beginn des ersten Schulunterrichts auf. Verkehrt ist die Ansicht, daß Trotz durch Strafe gebrochen werden müsse, da auf diese Weise vielfach das Gegenteil erreicht wird. Durch liebevolle Behandlung und verständnisvolles Eingehen auf die Wünsche des Kindes, was keinesfalls ein bedingungsloses Nachgeben bedeuten soll, kann man den Anlgß zu trotzigem Verhalten vermeiden. Hilft auch das nichts, gebe man sich den Anschein daß man den Trotz überhaupt nicht bemerkt. Trüb wird Speiseöl, wenn es kalt steht. Die Trübung verliert sich wieder, sobald man das Del leicht erwärmt Bleibt die Trü- 524 Trunksucht bung dennoch, so ist das Del verfälscht. Trüffel, Pilzart mit unterirdischem knollenartigen Fruchtkörper, die in Deutschland nur im südwestlichen Teil unter Eichen. Buchen, Weiden und Pappeln wächst. Trüffel läßt man durch . Schweine suchen. Trüffel sind ge- .schätzte Speisepilze. Ihnen ähnlich sieht der giftige Kartoffel- bovist. Trüffel kauft man zweckmäßig als Konserven. Truhe, Lade, meist reichgeschnitztes Möbelstück mit Deckel, manchmal mit Füßen, das zum Aufbewahren von Wäsche und auch als Sitzbank dient. Truhen sind heute nur noch auf dem Lande Gebrauchsmöbel. Kunstvoll geschnitzte oder bemalte Truhen sind aber immer als Schaustücke einer Wohnung sehr geschätzt. Trumeau, entbehr!, französisches Fremdwort für Pfeilerspiege!, Fensterspiegel. Trunkenheit siehe Alkoholismus, Rausch. Trunksucht. Fortgesetzter übermäßiger Alkoholgenuß wirkt schädlich auf den Eesamtkörper ein. Die hauptsächlichsten Folgen sind Magen- und Darmkatarrh, Leberschrumpfung, Herzerweiterung, Nervenleiden. Geisteskrankheiten. Es kommt zu einer vollkommenen körperlichen, sittlichen u. moralischen Entartung. Der Trinker ist vollkommen hemmungslos, bringt sich und feine Familie in das größte Elend. Ein eigentliches Mittel gegen die Trunksucht kennen wir nicht Bei schwerem geistigem Verfall Haar-Arbeiten Anfertigung von Zöpfen und Perücken nach Maß Kostenlose Beratung Seltersweg 63 Fernsprecher 4026 Spezial-ParfUmerie Richard Koch • Gießen Herren- und Dam en-Frise urmeister Giadttheater-Miete. Ztammiele. Die Einlösung des sechsten Abschnitts der Stammmiete für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 1054C Donnerstag, den 18. Februar, von 10 bis 13 Uhr, für die Freitag-Mieter, Freitag, den 19. Februar, von 10 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr für die Dienstag-Mieter, Samstag, den 20. Februar, von 10 bis 13 Uhr für die Mittwoch-Mieter. Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210 Kasse des Stadttheaters Gießen erfolgt Heberfendung der Mietkarten. Die zu zahlende sechste Rate beträgt für Dienstag für u. Mittwoch: Freitag: Familienlogen mit 5 Plätzen Familienlogen mit 4 Plätzen Sperrsitz Reihe 1—7, 1. Rang Reihe 1 und 2 und Logenvorderplätze Sperrsitz Reihe 8—11, 1. Rang Reihe 3—6 und Logenrückplätze Sperrsitz Reihe 12—15, 2.Rang Reihe 1 Mitte Sperrsitz Reihe 16—18,2. Rang Reihe 2 und 3 30 RM. 30 RM. 20 „ 20 „ 8 „ 8' „ 7 „ 7 „ 5 „ 5 „ 3 „ 3 „ 2. Rang Reihe 4 und 5 und vordere Seitenreihe 3 „ 3 „ Die Einlösung muß vor der 21. Vorstellung erfolgt sein. Gießen, den 12. Februar 1937. Der Oberbürgermeister: Ritter. Lieferungsvergebung. Die Lieferung des Bedarfs an Butter, Milch, Fleisch-, Wurst- und Backwaren für das Rj. 1937 sowie des Bedarfs an sonstigen Verzehrungsgegen- ständen und an Reinigungsmitteln für die Zeit vom 1. 4.1937 bis 30.6.1937 (Verlängerung des Vertrags von Vierteljahr zu Vierteljahr bis zum 31. März 1938 ist bei im Wettbewerb feftgefteüter preiswerter Lieferung nicht ausgeschlossen) soll unter Zugrundelegung der Verdingungsordnung für Leistungen (VOL.) für die Universitätskliniken in Gießen vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen für Verzehrungsgegen- ftänbe können an Werktagen von 10 bis 12 Hhr (außer Samstags) bei der Verwaltung der Kliniken der Ludwigs-Hnioerfität Gießen, Klinikstraße 32, 1. Stock, Zimmer 5/7, diejenigen für Reinigungsmittel Zimmer Nr. 10 eingesehen, die Bedarfslisten gegen Erstattung der Selbstkosten daselbst bezogen werden. 1055D Angebote und Warenproben sind getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an die obiae Verwaltung bis Samstag, den 6. März 1937, 10 Uhr, einzureichen. Angebote sind nur durch die Post (Brief) einzureichen. In den Angeboten find auch die Lieferungsbedingungen anzuerkennen; andernfalls kann das Angebot keine Berücksichtigung finden. Zum gleichen Termin sind die Angebote über das anfallende Gefpül cinzureichen, auch hierfür können die Bedingungen in vorgenannter Zeit eingesehen werden. Die Eröffnung der Angebote findet gemäß den Bestimmungen der VOL. in nichtöffentlichem Termin statt. Wenn Bewerber bis zum 23. Mürz 1937 nicht benachrichtigt worden sind, mußten die Angebote unberücksichtigt bleiben. Gießen, den 14. Februar 1937. Verwaltung der Kliniken der Ludwigs-Universität Gießen. I LedensiMel-pp-Verdingung. Die Lieferung des Bedarfs an 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren, 2. Backwaren, 3. Milch, Butter, Käse, Eier, 4. an sonstigen Verzehrungsgegenständen (Del, Essig, Zucker, Erbsen, Linsen, Bohnen, Margarine, Malzkaffee usw.), 5. an Verbrauchsgegenständen (Reinigungsmaterial wie Kernseife, Seisenschnitzel, Soda, Putzmittel, Bohnerwachs usw.) 6. Rauchwaren soll unter Zugrundelegung der Verdingunysordnung für Leistungen (VOL.) im Wege der öffentlichen Ausschreibung für die Zeit vom 1. April 1937 bis 30. September 1937 vergeben werden (Verlängerung des Vertrages vom 1.10. 37 bis 31.3.38 bei im Wettbewerb feftgefteüter preiswerter Leistung und einwandfreier Lieferung nicht ausgeschlossen). Die Lieferungsbedingungen liegen vom 16. bis 20.2.37, vormittags von 9 bis 11 Uhr, auf unserer Verwaltung aus. Sie find nebst den Angebotsformularen daselbst gegen Zahlung einer Gebühr von 0,50 RM. erhältlich. Angebote und Warenproben sind getrennt, verschlossen und mit der Aufschrift „Angebot zu der am 10. 2. 37 ausgeschriebenen Lieferung" zu versehen und bis Dienstag, den 2. März 1937, vormittags 10 Uhr, an die Verwaltung der hiesigen Anstalt einzureichen. In den Angeboten find auch die Lieferungsbedingungen anzuerkennen, andernfalls das Angebot unberücksichtigt bleiben muß. Bieter sind nach der Verdingungsordnung bei der Oeffnung der Angebote nicht zugelassen. Wenn Bewerber bis zum 15. Mär; 1937 nicht benachrichtigt worden sind, mußten die Angebote unberücksichtigt bleiben. Weiter bleibt eine etwaige Teilung der Mengen in Lose und Vergebung der Lose an verschiedene Bieter vorbehalten. 942D Gießen, den 10. Februar 1937. Direktion der Landes-Heil- und Pflegeanstatt. Empfehlungen Gestoch. scharfe Schrift, unverwüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die ton-iWi) mit Segmentumschaltung. Nur RM. 186.-. Schonf.8.30mtl. Niederhansen Bahnhofstraße49 Gießen. 000A Kohlen Koks 700b Briketts Eiform Happel&Co. Kl.Mühlgasse 4u.6 Ruf 3925 Briefumschläge bei Brühl, Gießen Mittwoch, den 17. Februar, und folgende Tage verkaufe ich im Laden, Neuenweg 18, folgendes: Schreibtische, ein- und zweitürige Kleiderschränke, Waschtische, Nähmaschinen, Betten, Roßhaarkeile, Federdecken und Kissen, Küchen- schränke,Tische,Kommoden,Bilder, Obstpressen und vieles andere. Der Verkauf findet bestimmt statt. £. Harimeh Neuenweg 18 I io?« Stadttheater I DM Heute | Mittwoch | 20-22.30 Uhr 19.30-22 Uhr 19. Mittwoch- I I !■ Miete Lelirlmj “ npQ|iph| «ä yudllulll unVd°Dierga?dt Preise von 1.20-4.00 RM. 1.20-4.00 RM. .1059 D