187. Jahrgang Gietzener Anzeiger 5 st e v 3 = 0 3 » <5 8 s> 3 'S 2 3 v» 3 s 2 0 ■3 kE 3 Spende der Polizei für das WHW. Berlin, 15. Ian. (DNB.) Der Kameradschaftsbund deutscher Polizeibeamten, der der Dienstaufsicht des Neichsführers SS. und Chefs der deutschen Polizei untersteht, hat innerhalb derdeutschenPo- lizeibeamtenschaft eine Sammlung veranstaltet, die den Betrag.von 100832,18 RM. ergab. Diese Summe wird am „Tag der deutschen Polizei" an das Winterhilfswerk abgeführt. Meerengenfreiheit und dem praktischen Verzicht auf eigenes Durchfahrtsrecht. Daß man die Sowjetunion damit hereinließ, lag nur im Zwange der Entwicklung, die mit Edens Besuch in Moskau 1935 einsetzte und eines Tages als schwerster Debetposten die englische Rechnung belasten wird. England kennt nur eine Politik: Die Sicherheit seines Weltreiches. Die Entente mit Moskau, heute nicht mehr verhüllt, sollte dieses Weltreich entlasten und den festländischen Degen gegen Sowjetrußlands beide große Nachbarn stellen, und alle drei gleichzeitig binden. Aber man übersah die durchdringende Freizügigkeit der kommunistischen Bewegung, die keine solche strategischen Bindungen kennt, oder man glaubte mit ihr fertig zu werden und läßt sie wohlwollend in Spanien gewähren, um es zu balkanisieren und aus der neuen Rechnung loszuwerden. Daß man hiermit seiner Linken entgegenkommen kann, vollendet die Aehnlichkeit mit den französischen Motiven. Moskaus Interesse an der Entwicklung zu skizzieren, die es seit vier Jahren geschürt hat, ist nicht notwendig. Die Größe der Gefahr aber, die sich um den neuen Wetterwinkel Europas auftürmt, wird in der Häufung und Ueber- einstimmung so vieler auf einen Punkt wirkenden Kraftlinien so recht sichtbar. zelnen Volksgenossen vor sich gehen soll, darüber wird der von mir angeordnete „Tag der deutschen Polizei" dem deutschen Volke Aufschluß geben. Alle Gutgesinnten an die Front im Kamps gegen die Schädlinge unserer Volksgemeinschaft, ganz gleich unter welcher Tarnung sie sich zeigen! Machipwbleme in Spanien. Von Konteradmiral a. D. Gadow. Die wilden „weltanschaulichen" Leidenschaften um bfc> Schicksal des Pyrenäenstaates können nicht b trüber täuschen, daß es sich hier um echte Macht frag en handelt, die ihren gemeinsamen Urprung in'den Veränderungen in der Kräftever- lcherung um ifas Mittelmeer haben. Daß sich diese Michtfragen mit jenen anderen, ideologischen Mv- tijrn begegnen, erhebt den Konflikt zu seiner gan- Berlin, 15. Jan. (DNB.) Die Rundfunkansprache, die Reichsminister Dr. Frick zum „Tag der deutschen Polizei" am Freitagabend hielt, hatte folgenden Wortlaut: Bei keinem Organ der nationalsozialistischen Staatsführung war der personelle und verwaltungsmäßige Umbau, den die Revolution Adolf Hitlers nach sich zog, so durchgreifend und so anfallend, wie bei der staatlichen Exekutive. Ist doch yie Polizei der sichtbarste Träger der Staatsgewalt. Von ihrem Auftreten nach außen und ihrer inneren Haltung schließt jedermann auf den Staat schlechthin. Das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Polizei ist einer der wertvollen Maßstäbe dafür, wie weit die Grundsätze nationalsozialistischer Staatsführung im Volke selbst verankert sind. Die Grundeinslellung des nationalsozialistischen Staates zur Polizei ist, wie unsere Slaatsauf- fastung überhaupt, klar, einfach und naturgegeben. Sie erscheint uns heule fo selbstverständlich, daß wir uns kaum noch denken können, daß es einmal anders war. Die volksfremden Elemente, die sich angemaßt hatten, die Geschicke Deutschlands in die Hand zu nehmen, hatten den Polizeibegriff fast in sein Gegenteil verdreht. Es ist kaum ein halbes Jahrzehnt her, daß leitende Stellen der preußischen Polizei mit dem im „Reichsbanner" organisierten Landesverrat in Verbindung standen, um die Polizei Thüringens, die ich als damaliger Innenminister dieses Landes nach dem Grundsatz der nationalen Gesinnung und Leistung neu aufbaute, in der lächerlichsten Weise zu bespitzeln und ihr den Prozeß beim Staatsgerichtshof festigen Angedenkens zu machen. Es klingt heute unglaublich, daß es im marxistischen Polizeiapparat Vorgesetzte gab, die sich die Anzahl der auf die Republik von Weimar ausgebrachten „Hochs" dienstlich melden ließen, um daraus auf die Stimmung ihrer Beamten zu schließen. Die Polizei war dazu da, um ihre eigenen ins Wanken geratenen Machtpositionen gegen den Ansturm der jungen Kräfte der Nation zu hüten. Dies erschien ihnen wichtiger, als die Polizei ihren eigentlichen Aufaaben gemäß im Kampf gegen Verbrecher und sonstige Schädlinge der Volksgemeinschaft einzusetzen. Es ist notwendig, sich an Hand solcher Erinnerungen den gewaltigen Unterschied zwischen der Polizeiarbeit von heute und der von gestern zu veranschaulichen. 3m nalionalsozialistfichen Staat sieht die Polizei voll und ganz im Dienste der Volksgemeinschaft. Der Volksstaat Adolf Hitlers hat es nicht nötig, bei jedem geringfügigen Anlaß durch den INasseneinsah von Polizeikordons seine Macht zu demonstrieren. Seine Macht liegt in den gläubigen Herzen seiner Staatsbürger verankert, die im Polizeibeamken den Schuh, den Helfer und Ratgeber jedes einzelnen sehen und nicht wie früher den Spitzel und Verfolger. Aus dieser Einstellung sind eine Reihe von polizeilichen Maßnahmen zu erklären, von denen die Oeffentlichkeit selten zu hören und zu sehen bekommt, die aber zum Schutze des deutschen Volkes vor asozialen Elementen nötig sind. Es sind dies Maßnahmen,, deren Erfolg letzten Endes jedem Volksgenossen, insbesondere dem kleinen Mann, zugute kommen, die deshalb die Mitarbeit aller Gutgesinnten notwendig machen. Die nationalsozialistische Polizei, volksverbunden und befreit von dem Ballast von Mißdeutungen und Vorurteilen der Systemzeit, widmet sich heute einer Arbeit, die von Anfang bis Ende auf Gemeinnutz abgestellt ist. Jeder soll mithelfen! Wie diese Mitarbeit jedes ein- Polizei bewußt zurückgegeben. Der Polizeioffizier durfte wieder den Degen tragen, der Wachtmeister das Seitengewehr. Die ehemaligen Zentren marxistischer Zersetzungspropaganda, die Beamtenaussuchung, wurden mit einem Federstrich beseitigt, der „Schrader-Derbano" mit seiner verderblichen Einflußnahme auf den Dienstbetrieb wurde durch den „Kameradschaftsbund deutscher Polizeibeamter" ersetzt. An Stelle des Ge- werkschaftsgeistes, der sich in den Reihen der Polizei breit zu machen drohte, trat das straffe Dienstverhältnis von Führer zu Mann. Die ehemalige Landjägerei, deren soldatischen Charakter das System von Weimar durch alle möglichen Schikanen zu zerstören gedachte, erhielt am ersten Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution die alte ruhmvolle Bezeichnung „Gendarmerie", die sie schon lange vor dem Weltkriege führte, wieder zurück. Damit wollte ich dieser Polizeitruppe, die sich fast völlig aus altgedienten Soldaten zusammensetzt, helfen, das ihr in der Schmachzeit zugefügte Unrecht zu vergessen. Innerhalb dieser auf der Grundlage von Ge- sinnung und Leistung neugeordneten Verhältnisse konnte manches nachgeholt werden, was ein um feine politische Existenz bangendes System vernachlässigen mußte. Die Ausbildung wurde in der neuen Polizei bewußt auf soldatischmännliche Grundlage gestellt. 3m Gegensatz zu früher wurde der Beamte zu straffer und disziplinierter Haltung erzogen. Jene Maßnahmen, die Ausbildung und Dienst der Polizei wieder auf soldatische Grundlage stellten, schufen die Voraussetzung für eine gründliche Schulung des deutschen Polizeibeamten im nationalsozialistischen Geist. Und wenn ich im ersten Jahre der nationalsozialistischen Revolution den Wunsch aussprach, daß die Polizei ein vom ganzen Volke vertrauensvoll anerkannter Faktor des nationalsozialistischen Staates werden möge, so kann ich heute freudigen Herzens der Polizeibeamtenschaft bestätigen, daß sie als Diener der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft anerkannt wird. Günstiger Rechnungsabschluß Hessens 1935. Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen. LPD. D a r m st a d t, 15. Jan. Der Jahresausweis über die Einnahmen und Ausgaben des Landes Hessen im Rechnungsjahr 1 9 35 entspricht, wie im „Anzeiger der Hessischen Landesregierung" unterstrichen wird, den Erwartungen, die auf Grund des Haushaltsplanes gestellt werden konnten. Wie im Haushaltsplan gleichen f i ch auch im Rechnungsergebnis Einnahmen und Ausgaben aus. Der Ordentliche Haushalt balanziert mit 100 629 Millionen Mark in Einnahmen und Ausgaben. Die Einnahmen verteilen sich u. a. auf Reichssteuern (nach Abzug der Einbehaltungen für den lieber» gang der Rechtspflege auf das Reich) mit 41,913 Mill. Mark, Landesfteuern (einschließlich der umgeschuldeten Rückstände der Gemeinden, die hier und bei den *) bezeichneten Posten zu verrechnen waren — zusammen rund 10,3 Mill. Mark —) 30,001 Mill. Mark, davon 17,958 Mill. Mark Ueberwei- fungen an Gemeinden und Gemeindeverbände, so daß an Steuern insgesamt 53,956 Mill Mark verbleiben. Ueberschüsse der Betriebe 8,099 Millionen Mark *), sonstige Einnahmen: aus der Rechtspflege — Mark, aus Schulwesen, Wissenschaft und Kunst, Kirche 9,060 Mill. Mark *) und aus der übrigen Landesverwaltung ausschließlich Landespolizei und einschließlich der Landesstempelsteuer, sowie *) insgesamt 29,514 Mill. Mark. Die Ausgaben im gleichen Betrag verteilen sich u. a.: Allgemeine innere Verwaltung ausschließlich Landespolizei 8,491 Mill. Mark, Rechtspflege — Mark, Verkehrswesen 0,019 Mill. Mark, Schulwesen, Wissenschaft, Kunst, Kirche 30,852 Mill. Mark, soziale Maßnahmen und Gesundheitswesen 9,121 Mill. Mark, Wohnungswesen 3.553 Mill. Mark, Schuldendienst *) 15,062 Mill.: Ruhegehälter 16,333 Mill. Mark und sonstige Ausgaben 17,198 Mill. Mark. Der Außerordentliche Haushalt schließt auf beiden Seiten mit 33,759 Mill. Mark ab, davon in Einnahmen und Ausgaben mit der Verrechnung von rund 26,7 Mill. Mark Vermögensmehrausgaben früherer. Jahre. 3,75 Millionen brachte die 3.3ieichsffraßensammlung. Berlin, 15. Jan. (DNB.) Das vorläufige Ergebnis der dritten Reichsstraßensammlung des Win- terhilfswerkes 1936/37 brachte 3 722135,10 RM. Geleitworte zum „Tage der deutschen Polizei" c 4 : 3 iS =& 3 o 3^ 3 - 1 3 3* «I s? D h Berlin, 15. Jan. (DNB.) Ministerpräsident Gkneraloberft Hermann Göring veröffentlicht zum „Tag der deutschen Polizei" folgenden Artikel: „Die Schmach ist gelöscht!" Dieses erlösende Wort konnte der Führer und Kanzler des Dritten Reiches auf dem Reichsparteitag der Macht im Jahre 1933 nach sieben Monaten nattonalsozia- listischer Regierungsarbeit freudigen Herzens aussprechen. Was durch die November-Revolte besudelt und an soldatischen Traditionen vernichtet war, wurde vom Sturmdienst der nationalsozialistischen Revolution geläutert und neu gestählt. Dieses Führerwort gilt in besonderem Maße auch für die Polizei. Für mich stand es in jenen Monaten fest, daß der größte Teil der deutschen Polizeibeamtenschaft mit Ausnahme der Verführer, der Mitläufer und übler Karrieremacher — soldatisch anständig dachte und handelte. Im Glauben an diesen deutschen Teil der Polizei habe ich die Polizei nach der erforderlichen Säuberung zu einem zuverlässigen Machtinstrument des nationalsozialistischen Staates umgeformt. Die notwendige Reinigung von unzuverlässigen Elementen, die sich zu Anhängern des marxistischen Systems herabwürdigen ließen, ging schnell und gründlich vor sich. Zum äußeren Zeichen des Vertrauens konnte ich der Preußischen Landespolizei schon ganz früh, am 16. September 1933, Feldzeichen und Fahnen verleihen, die zu dem alten ruhmgekrönten Symbol des preußischen Adlers das Zeichen der nationalsozialistischen Revolution, das Hakenkreuz trugen. Dies war eine symbolische Handlung, die die ganze Polizei mit unserer nationalsozialistischen Bewegung verband. Der Gummiknüppel, das sichtbare Zeichen der Schmachzeit, verschwand. Im Staate Adolf Hitlers bedurfte es nicht des Knüppels, um die Staatsautorität durchzusetzen. An seiner Stelle erhielt der Polizeibeamte wieder die selbstverständlichen Grundlagen dieser Autorität: Disziplin und Manneszucht. Alles, was das System beseitigt hatte, wurde der n 3 r« ® er; o «(f) 33 3- = 5-5 dafür, wieweit die Grundsätze nationalsozialistischer Staatsführung im Volke selbst verankert sind. Korpsführer Hühnlein: Die Polizei des nationalsozialistischen Deutschlands ist volksverbunden. Sie versieht in vorbildlicher Pflichttreue als Träger der Exekutive wie der Verantwortung ihren Dienst und ist darüber hinaus Helfer und Betreuer der Volksgenossen. Ihr . bei der Erfüllung ihrer schweren und verantwortungsvollen Aufgaben auf dem Gebiete der 23er» kehrsüberwachung und Verkehrserziehung jederzeit in tatkräftiger Mitarbeit zur Seite zu stehen, bedeutet dem Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps als dem Willensträger des Motorisierungsgedankens der Nation eine selbstverständliche und freudig übernommene kameradschaftliche Pflicht. 3^1 6)3 zz 2.3 23 w 2» 3 ‘ . 9 Reichsmimsler Dr. Goebbels: Durch ihren tatkräftigen Einsatz im Kampf gegen Hunger und Kälte, der im „Tag der deutschen Polizei" am 16. und 17. Januar seine Krönung erfährt, beweist unsere Polizei, daß sie heute wahrhaft volksverbunden ist und mit den Methoden der vergangenen Zeit nicht das geringste zu tun hat. Dr. Goebbels. Reichsminister Dr. Frick: Die Polizei ist der sichtbare Träger der Staatsgewalt. Von ihrem äußeren Auftreten und ihrer inneren Haltung schließt jedermann auf den Staat schlechthin. Das Verhältnis zwischen Bevölkerung und Polizei ist einer der wertvollsten Maßstäbe Der erste Schritt zur uattoualsoziattstischeu Polizei Lin Artikel des Ministerpräsidenten Göring. 2 2- ,15 2 % 9 5 "03 iS. &&Q n * 2 3 ’i'n 'S ; 2- 2 s o -- KZ - 3-2-S 5 5*25?« herben Protest gegen den endgültigen Verlust ihrer Ansprüche auf den Winkel von Alexandrette vvr- aieitete, und einer Neusvrderung über das Oelge- büt von Mossul nicht mehr fernsteht. Das Gleiche in benachbarten Iran, ähnliche Vorzeichen im enstischen Interessengebiet von Palästina über Ägypten bis Saud-Ärabien. I u g s l a w i e n und A i e ch e n l a n d , aüch Bulgarien sind autoritäre Siatsgebilde von nationalem Unabhängigkeits- btng, mit nur schwachen Resten demokratisch-parlamentarischer Ordnung. Italien nahm in jeder B-siehung die Spitze, drückte sein Kolonialreich brch und entwickelte Eigenschaften, die auf eine Fihrerrolle oder doch Vormacht im Mittelmeerbe- rech Hinweisen. Der Weg Franco-Spaniens w:.st klar in die gleiche Richtung. So wenig es it ig ist, diese mit „Faschismus" ober „National- so alismus" zu bezeichnen und damit modellartig llw-zuprägen, so deutlich wird aus dem Sozkalpro- g:mm Francos, daß es der Reaktion fernsteht und m Bodenreform, Arbeitsbeschaffung und -Ordnung Zurückdrängung des Kapitalismus zum Nutzen be: Gemeinschaft im Bannkreis gleicher Gedanken üb. Ein Spanien aber, das auf dem Wege über bii Lösung der sozialen Frage einer neuen Einheit emyegengeht und sogar hofft, den Separatismus buch den Ausgleich zwischen seinen drei wirtschaft- [iden Hauptsphären zu überwinden, ein solches Spnien bedeutet ein neues Machtgebilde, und um bei en Schicksal geht der Kampf. Die Halbdiktatur des Generals P r i m o de R i - Dur a hatte hiervon einen Vorgeschmack. In dieser Zca entstand jene pünktliche innere Ordnung, die an Verwaltung, Verkehr und Wehrmacht zu erkenne: war, wenn sie auch noch vor den feudalen und klerikalen Vorrechten Haltmache, daher auch den gerannten Ausgleich zwischen dem industriellen Herden, der altagrarischen Mitte und dem seefahrenden, fruchtbaren Ostküstengebiet nicht ernsthaft tn Angriff nehmen konnte. Das Ansehen Spaniens in bie er Zeit hob sich jedoch bereits beträchtlich, und haD kam es zur Fühlungnahme mit dem Italien Mussolinis, zum nicht geringen Unbehagen Frankreichs, das sich einen sicheren und bequemen Ncchbarn entgleiten fühlte. Mit der Republik von 19:1 änderte sich das vollständig. Das neue Regime rsfö erte sich der französischen „Mutterdemokratie", un' französischer Einfluß wußte den (Separatismus fioaloniens zur Reife zu bringen. Große strate- gifoe Vorteile schienen sich Frankreich zu eröffnen. Do war der Schienenweg von Nord nach Süd durch. Spanien, der die stete Sorge um sichere Verbindung mii Nordafrika in Kriegszeiten verbürgte; schon tuirben Pläne zu einem Gibraltartunnel laut, um bieie Sicherheit zu vollenden. Da waren ferner die statischen Küstengewässer und die Balearen, triftig als Verbindung und Stützpunkt zwischen Ioiilon und Algier, unschätzbar in freundlich-neu- tiorr Hand beim Konflikt mit einer Mittelmeer- miht wie das mächtig aufstrebende Italien. Da na: schließlich Spanisch-Marokko, in bester ndeten Händen kein Fremdkörper im immer nodx umfämpften Lande, sondern ein Hilfsposten. Sir Sieg der Nationalen unter Franco wird im ! biksfront-Frankreich als Rückschlag all dieser Hoff- niigen empfunden. Das nationale Frank- ch, verkörpert etwa in Offizierskorps, Unter« 1 Timern, konservativem Bürgertum, kann einen Er- stlc des Bolschewismus so nahe seinen Grenon unmöglich wünschen. Es blickt, wahrscheinlich M! Einschluß Blums und der intelligenteren Soria Demokratie, mit tiefer Sorge auf die von dor doyende Entwicklung, aber mit noch größerer au eia Franco-Spanien, das sich mit Italien die Hand Eicyt. So fanden sich die „beiden Frankreich" zu- fpimen in der Spanienpolitik. jl’iür England eröffnen sich, wenn auch wahr- sjdk nlich in übertriebener Sorge, ähnliche Aussich- th Der Ausgleich mit Italien in der Neujahrsver- stüDigung hat alle wesentlichen Machtfragen un- eihDigt gelassen und nur Italiens Zusage einge- bcff)t, keine Absichten auf die Balearen zu hegen, leine Abrede über Flotten- und Luftstärken, Stütz- jirftte u. ä. wurde versucht, die beiden Macht- Uttrne stehen sich unverändert gegenüber, nur daß dc beiderseitige unbedingte Anspruch auf den Sbitritt durch eine verbindliche Formel überbrückt ttiribe. Auch von England wird ein faschistischer ilüienisch-spanischer Block als eine ernste Belastung erfunben, Gedanken über das Schicksal Gibraltars tuiben schon mehrfach laut und gleichzeitig Vor- fohge, es mit Spanisch-Ceuta auf der anderen lei e auszutauschen, wo mehr Platz zur Entwick- foiij und zum Aufbau einer Luftmacht gegeben ist. Cillanb hat über ein Jahr lang versucht, die Mit- Ür eermächte gegen Italien zu mobilisieren. Als etiges Ergebnis verblieb davon die neue Freund- fa:t zur Türkei, ziemlich teuer bezahlt mit der 3-2 • - " L **• x A do Polizei — Träger der Staatsgewalt! Rundsunkansprache des Reichsinnenministers Dr. Frrck. J) 3- §3 Jü: MN 'So 61 5 — D D .U-O-Jö« n 3 “skej? pZ er* d 7 «2 _ c ° 12 - (Q “-J 1 fl5P»C o or»'* * "'^3 spfis’ 2S-- 3 * s * 3 J * zen Bedeutung. Zunächst drängt es sich auf, daß rund um das Dlttehneergebiet, einschließlich seiner nächsten Nchbarschaft, eine Welle nationalen A u f - si e g s brandet, die fast ohne Ausnahme im Zei- chn autoritärer Staatsführung steht. Ei starkes Beispiel bietet die Türkei, die als ecke die neuen Wege beschritt und sich über die Revision ihrer Friedensdiktate bis zur Souveränität an den Dardanellen und neuerdings zu einem drv- nr.’3 Grffes Blatt 187. Jahrgang Samstag, 16.3a«aat 1957 lkrscheim tü glich, autzer JHHTA M Annahme von Anzeige« Sonntags und Feiertags JNV ▼ W ■ V für die Mittagsnummer letlagtn: Dte -Jllmirtert. /"J. ▲ ▲ bkA ▲ A A. ▲ AA MW A A- A. A A A ▲ bi-8'/.UHrd«-VarmM°g, fUedener Jamilienblätt« « WM. M Hy jlW W B WV <5run6pretfefürImmtjötfe IHIPKPI1P1 zl IIpreife: infolge höherer Gewalt _ < < Stellen-, Vereins-, gemein- MM General-Anzetger für Sberhefsen WM- PAfttAprffftniti- behördliche Anzeigen 6Rpf. Srantfurt am main liess vruck ttttö Verlag: vrühl'sche Univerfiläts vuch- und Steindruckerei «.Lange in Stehen. Schristleitung und Sefchäffsftelle: Schulstrahe 1 M-ng-nabfchW-Staffels der eifere Blum-Franc-A-wertung? M. davon aufi)in wurde inn Frank-Entwertung. e n st ä n d e fing, Er- Paris spricht wieder einmal von einer neuen Frank-Abwertung, da die vom September 1936 nicht die erwarteten Erfolge hatte. Nicht einmal der Fehlbetrag des Staatshaushalts, der für 1937 auf mindestens 30 Milliarden Franks vfft- ziell geschätzt wird, ist ausgeglichen worden. Nun wird in den Blättern der Regierung ziemlich ra- buliftisch zwischen einer „Abwertung" und einer sich vielleicht notwendig machenden „Kursan- g l e i ch u n g" des Frank unterschieden. An und für sich schwankt der Blum-Frank etwas, aber diese Schwankungen bewegen sich doch immerhin in engen Grenzen, und in Wirklichkeit dürfte eine Kursangleichung, d. h. eine Anpassung an die Wellwährungen des Pfundes und des Dollars, doch nicht ohne eine weitere schmerzliche Abwertung erfolgen, da die ganze Lage dieses abermaligen Experiment unbedingt erforderlich macht. Schon als Ende September ohne eigentliche Notwendigkeit Frankreich die Abwertung feiner Währung vornahm, wiesen wir darauf hin, daß durch die Finanzpolitik der Regierung Blum die durch die Abwertung günstigstenfalls zu erreichenden Guthaben vorweggenommen worden seien, so daß also eigentlich die Abwertung den Verhältnifsen hinterher hinkte und nicht zuvorkam. Nur die Bank von Frankreich hatte den Nutzen, denn sie hatte einen Gewinn von 15 Milliarden Papierfranks infolge der neuesten Entwertung des Geldes zu verzeichnen. Von dem Gold frank, der über ein Jahrhundert lang Frankreich eine gesicherte Währung gab, ist fast nichts übrig geblieben. Der jetzige Papi er frank ist, gemessen am alten Goldfrank, nur 14 v. H. wert! barmungsvollen Zustand anderer Länder verwandeln zu können, werden wir ebenso oerfol- gen, wie unbelehrbare reaktionäre oder konfessionelle Meckerer, die aus kleinlichen Gründen — weil ihnen diese oder jene Einrichtung nicht paßt — meinen, Gegner dieses Staates Adolf Hitlers sein zu müssen oder zu können. Ich weiß, daß ich und meine Mitarbeiter durch die zur Erfüllung gerade dieser Aufgabe notwendige Härte uns manchen Feind zugezogen haben und zu. ziehen werden. Ich habe aber die Ueberzeugung, daß es besser ist, von Wenigen nicht verstanden, von einigen Gegnern gehaßt zu werden, dafür aber die für Deutschland notwendige Pflicht zu erfüllen. Ich habe Ihnen einige Aufgabengebiete vor Augen geführt, und darf nun zum Schluß kommen: Die deutsche nationalsozialistische Polizei ist nicht wie in früheren Jahrzehnten der Polizeidiener eines absoluten oder konstitutionellen Staates gegen das Dolf, sondern aus dem Dolke kommend die Polizei für dieses deutsche Dolk. Sie wird immer mehr mit der Schuh- ftaffel zusammenwachsen, sich immer mehr in Führern und Männern aus dieser Schuhstaffel ergänzen und wird an erster Stelle ein Beispiel des Zusammenwachsens von Partei und Staat fein. Diese Verankerung im Orden der SS., dieses Gehaltensein an die strengen Gesetze der SS. wird den Angehörigen der deutschen Polizei die Kraft geben, mit innerer Sauberkeit und Anständigkeit in jedem Fall gerecht zu fein, hart und unnach. giebig, wo es fein muß, verständnisvoll und groß- zügig, wo es fein kann und dabei trotz allem Schmutz und menschlicher Kleinheit, die gerade die Polizei zu sehen bekommt, bejahend für die Güte und den Wert des deutschen Menschen. Wir denken nicht daran, je einen Weg zu gehen, der uns, wie in anderen Ländern, dahin führen würde, daß die Polizei gerade von den guten und harmlosen Menschen ängstlich gefürchtet wird. Unser größtes Ziel ist es, vom Verbrecher ebensosehr gescheut wie vom deut- scheu Volksgenossen als vertrauensvoller Freund und Helfer angesehen zu werden. Diesem Ziel dient auch dieser „Tag der deutschen Polizei 1937", der um das Verständnis von ihnen allen wirbt, und für das vor uns liegende Jahr um die Mitarbeit von ihnen allen zum Wohle Deutschlands bittet. punkt 8. Die besondere Aufgabe der beteiligten Organisationen liegt in der Propaganda des Gedankens der Altmaterialverwertung im Einver- Leben zu rufenden Einrichtungen zur ehrenvollen Aufnahme jener werdenden deutschen unehelichen Mütter, als auch in unserem Eintreten gegen jede unberechtigte gesellschaftliche Aechtung dieser Mütter. Eine dritte Aufgabe, die ich herausgreife, ist die weitere radikale Bekämpfung der kriminellen Verbrechen. Wir werden uns hier nicht scheuen, gegen alle unverbesserlichen asozialen Elemente vorzugehen. Auch hier bei der Bekämpfung der Kriminalität brauchen wir die tätige und verständnisvolle Mithilfe jedes deutschen Volksgenossen. Es muß ein Ehrgeiz jedes Dorfes und jeder Stadt werden, so wenig wie möglich Krimi- nalfälle während eines Jahres zu.haben. Ich nenne ein weiteres Gebiet: Dir werden uns in den kommenden Monaten und Jahren mit aller Energie der Verfolgung aller die Allgemeinheit und die vom Führer zum Wohle des deutschen Volkes gestellten großen Aufgaben schädigenden Erscheinungen, wie Spionage, Devisenschiebungen, Bestechungen, Bestechlichkeiten, Uebervorteilung des Nächsten oder des Staates und unanständige Eigennuhung irgendwelcher Not des deutschen Volkes widmen. Wir wissen, daß wir uns damit manchen Feind zuziehen, wissen aber ebenso sehr, daß das deutsche Volk in seiner Gesamtheit uns mit vollem Herzen versteht und uns darin unterstützt. Ich greife ein letztes Gebiet heraus. Es ist die Tätigkeit der Geheimen Staatspolizei. Wie in der Vergangenheit, fo sehen wir auch in der Zukunft unsere vornehmste pflicht darin, alle böswilligen Gegner und Feinde des nationalfozialiftifchen Staates unschädlich zu machen. Es ist gleichgültig, wer hier Gegner ist, Kommunisten, politisierende Konfessionen oder Reaktionäre. Alle die, die glauben, als Jünger Moskaus durch illegale Tätigkeit dieses Deutschland des Friedens, der Arbeit und des Aufbaus in den ermatte usw. b) Alte ausgeschied ene Ge und Abfälle aus Kupfer, Me. . fen, Aluminium, Nickel, Blei, M ....., Zink, z. B. Messinghähne, alte Beleuchtungskörper, Beschläge aller Art, alte Petroleumlampen, alte Leitungsdrähte und Klingellitzen, alte Akkumulatoren, alte Aluminiumtöpfe, Flaschenkapfeln, alte Badewannen und Oesen, gebrauchte Tuben, Metall- folien (Silberpapier), sonstiges Verpackungsmaterial Die Aufgaben der nationalsozialistischen Polizei. Oer Reichsführer GG. und Chef der deutschen Polizei Himmler spricht zum deutschen Volke Bei Schwierigkeiten der Durstführung gibt Gauleiter die erforderlichen Anweisungen. aus Metallpapieren, Zinn, alte Kastenbatterien, Blei von Wasserleitungen, Glühbirnen usw. c) Alteisen und Stahl, z. B. unbrauchbare Werkzeuge und Maschinenteile, Herde, Oefen, Tür- beschläge, alte Nägel, Schrauben. Ketten, alte gußeiserne Bratpfannen und verbrauchtes Kochgeschirr, Ausgußbecken, alte Gaskocher, Gasleitungen, Plätteisen, alte Herdringe usw. d) Altpapier aller Art, wie Zeitungen, Bücher, Zeitschriften, Korbpapier (Inhalt der Papierkörbe), Aktendeckel, Büroakten (unter Garantte des Einstampfens) usw. e) Hasen-, Kaninchenfelle und sonsttge Felle und Häute. f) Flaschen jeder Art, mit Ausnahme von Medizinflaschen. g) Knochen (nur wenn kurzfristige Abgabe möglich ist und nur nach besonderer Anweisung). Die vorstehende Liste der zu sammelnden Altmaterialien kann von den in Punkt 9 und 10 genannten Ausschüssen den örtlichen Verhältnissen entsprechend ergänzt werden, jedoch nur im Benehmen mit dem Rohproduktenhandel. Folgende Gegenstände, aber nur diese, werden nach besonderer Anordnung des Reichsjugendführers von der Hitler-Jugend gesammelt: Tuben, Metallfolien (Silberpapier) und Flaschen- kapseln. Die Erfassung der Alt- und Abfallstosse in den Haushaltungen Die Gauleiiungen treffen die Einzelregelunqen für ihr Gaugebiet. Ich spreche nun von der Tätigkeit des zweiten Halbjahres 1936, die nach der Einrichtung der Reichspolizei vor allem darin bestand, aus den Länderpolizeien die Reichspolizei in der Tat zu bilden und sie den neuen Verhältnifsen entsprechend klar zu organisieren. Kriminalpolizei und Geheime Staatspolizei wurden zur Sicherheitspolizei zusammengefaßt, deren Chef ein alter bewährter Nationalsozialist und SS.-Führer, SS.-Gruppenführer Heyd- r i ch, ist. Gleiche Bezeichnungen der Dienststellen im ganzen Reich, die Einführung gleicher Kriminalausweise und Kriminalmarken sind äußere Zeichen einer innerlich ebenfalls aus dem gleichen Stand kommenden Organisation. , Schutzpolizei, Gendarmerie und Kommunalpottzel wurden in dem Hauptamt „Ordnungspolizei", dessen Chef General Daluege ist, zusammengefaßt. Auch hier begann die Arbeit der äußeren Angleichung mit der Einführung gleicher Dienststellenbezeichnungen und Diensträume und einer gleichen Uniform in ganz Deutschland. Die durch das Ausscheiden der Landespolizei gerissenen Lücken an Mannschaften und Offizieren wurden und werden allmählich größtenteils aus den Reihen der SS. und Partei aufgefüllt. Ich wende mich jetzt den Aufgaben der Zukunft zu. Wenn ich einzelne Aufgaben nenne, fo greife ich als erste die Regelung der Frage der Verkehrspolizei heraus. Die Verkehrspolizei lag bisher in den Händen des Verkehrsministeriums. Durch das Verständnis des Reichsministers von E1 h wurden mir als Lhef der deutschen Polizei die Befugnisse der Verkehrspolizei auf die Dauer von zwei Jahren übertragen. Wir haben uns zum Ziel gefetzt, durch eine bis ins kleinste gehende Organisation zur Warnung vor den gefährlichen Stellen auf den Straßen, durch die Einrichtung der motorisierten Straßenpolizei, die in rund 40 größeren und kleineren Bereitschaften Über das ganze Reich verteilt ist, ferner durch die Zusammenarbeit mit dem sich zur Verfügung stellenden N S k k. unter Führung von Korpsführer Hühnlein die völlig finnlose und durch nichts zu verantwortende hohe Zahl von Verkehrstodesfällen und Verletzungen wertvollster deutscher Menschen auf ein Minimum herabzudrücken. Ich darf hier zum ersten 2Ral erwähnen, daß diese Aufgabe nur gelöst werden kann, wenn jeder deutsche Wann und jede deutsche Frau — ob Kraftfahrer, Radfahrer ober Fußgänger — verständnisvoll unter Zurückstellung eigener beguemttcher Willkür und Berlin. 15. Jan. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler sprach am Freitag um 20.15 Uhr anläßlich des „Tages der deutschen Polizei 1937" im deutschen Rundfunk. Himmler führte aus: Der „Tag der deutschen Polizei 1937" wird zum ersten Mal von der deutschen Reichspolizei begangen. Am 17.Juni 1936 ernannte mich der Führer auf Vorschlag des Reichsinnenministers Pg. Dr. Frick zum Chef der deutschen Polizei mit der Amtsbezeichnung „Der Reichsführer-SS. und Chef der deutschen Polizei im Reichsmimsterium des Innern". Damit war die Zusammenfassung der bisher einzelnen Polizeien der deutschen Länder zu einer Reichspolizei staatsrechtlich vollzogen. Ich darf bei dieser Gelegenheit die vierJahre des Weges dieser deutschen Polizei Ihnen kurz vor Augen führen. Bei der Machtübernahme vor nunmehr vier Jahren, im Jahre 1933, fanden wir Nationalsozialisten die Ihnen allen bekannten jüdisch, zentrümlich, marxistisch und zum Teil sogar kommunistisch durchsetzten Länderpolizeien vor. In Preußen nahm Ministerpräsident Hermann Göring die Polizei in seine starke Hand: er schuf aus ihr in den Jahren 1933 und 1934 das Institut der Geheimen Staatspolizei und bildete aus den Reihen der uniformierten Polizei, die man in der Systemzeit mit dem Gummiknüppel versehen, zu Bütteln und Polizeidienern degradiert hatte, einen soldatischen Beamtenkörper, dessen Träger wieder stolz darauf wurden, die Uniform der Polizei zu tragen. . Zur gleichen Zeit wurde die KriMinalpouzei m Preußen genau wie die uniformierte Polizei von den marxistischen und unsauberen Elementen gereinigt und in einen für ihre Aufgaben fähigen Zustand versetzt. u. _, r. Einen ähnlichen Gang nahm die Schaffung nationalsozialistischer Polizeien in den anderen Landern Deutschlands. In Bayern war es meine Aufgabe, unterstützt durch das Verständnis -des alten Parteigenossen und Innenministers Adols Wagner, die Bayerische Politische Polizei ms Leben zu rufen und zu organisieren. Sehr bald wurde mir von den nationalsozialisttschen Gauleitern und Reichsstatthaltern die Leitung der politischen Polizeien aller deutschen Länder übertragen. Das Jahr 1934 brachte durch meine Einsetzung als stellvertretender Chef und Inspektor der Geheimen Staatspolizei durch den Ministerpräsident Pg. Göring die Zusammenfassung der politischen Polizeien aller Länder in einer Hand. Im Laufe des Jahres 1935 war die Organisation bet truppenmäßig aufgestellten Landespolizei im Reiche, deren Aufbau Ministerpräsident Göring dem altbewährten Nationalsozialisten SS.-Ober- gruppenführer und General der Polizei Daluege übertragen hatte, abgeschlossen; sie konnte nunmehr in andere Aufgabengebiete üb er führt werden. Die Kriminalpolizei konnte zur selben Zeit auf die erfolgreiche Bekämpfung des Berufsverbrechertums zurückblicken. Die ungeheuer angeschwollenen Zahlen aller Verbrechen, Morde, Raubüberfälle, Einbrüche, Diebstähle usw. waren in knapp drei Jahren weit unter das Maß anderer europäischer Länder herabgedrückt. Die Geheime Staatspolizei und die Politischen Polizei der Länder durften für sich in Anspruch nehmen, die kommunistische Organisation zerschlagen und jeden von der Komintern durch neu geschulte Funktionäre mit viel Geld und Hilfe vom Ausland versuchten Aufbau einer illegalen Organisation Stück für Stück immer wieder zerstört zu haben. Dies war der Stand Anfang des Jahres 1936. des Staatshaushaltes drückt vor allem der „ betrag der französischen Eisenbahngesellschaften, der im Jahren 1935 auf knapp 4,5 Milliarden Framen sich belief, im laufenden Jahre auf mindestens acht Milliarden geschätzt wird. Wenn auch dieser Fehlbetrag wenigstens zu einem Teil in den des offen? liehen Haushaltes eingefchloffen ist, so gibt es doch dafür keinerlei steuerliche Deckung, und die Wirt' schäft, Fehlbeträge zu machen, um sie durch innere Anleihen bei den Sparern und Kapitalisten Frank« reiche zu decken, ist so ost in Gang gesetzt worden, daß sie schließlich sich lahmlaufen muß. Schon die letzte Anleihe war nur knapp ein Erfolg, vor allem deshalb, weil damals die Regierung Blum versichert hatte, an eine Abwertung des Franken sei kaum zu denken. Die Sparer zeichneten also 4,5 Milliarden. Kaum war das Ergebnis da, als die Abwertung dennoch kam. Die Sparer hatten das Nachsehen, denn wenn sie ihre Spargelder tu Ausländsanleihen angelegt hätten, hätten sie bis zu 40 v. H. mehr erhalten! Gegenwärttg läuft wieder eine innere Anleihe, über die die widersprechendsten Dinge verlauten. Es scheint aber, daß bas Vertrauen in die Finanzpolitik der Regierung Blum seit den Augusttagen, den Tagen der letzten Anleihe^ noch weiter gesunken ist, denn die Zeichnungsfnsc dieser Anleihe mußte verlängert werden. Banken würden einen ------- — — — Pfund zu 2'/- v. H. auf 9 bis 12 Monate zur fügung stellen. Nun ist es richtig, daß Frankreuy im Dezember den 40-Millionen-Pfund-Kredit von ! London wirklich zurückbezahlte, aber das war nM Neben dem" Riesenfehlbettag I möglich durch eine starke Beanspruchung der Go^ nehmen mit den zuständigen Propagandadienststellen der NSDAP. Punkt 9. Die Gauleiter bestimmen unter weitgehendster Berücksichtigung der jeweiligen örtlichen Ver- hältnisse für ihr Gaugebiet die Durchführung der Aktion im einzelnen, unter Einhaltung des Rahmens dieser Anordnung. Beim Gauleiter ist ein beratender Ausschuß zu bilden, in den geeignete Vertreter der- jenigen Organisationen zu berufen sind, welche der Gauleiter bei der Durchführung der Sammelaktion insbesondere heranzuziehen beabsichtigt. Unbedingt müssen in dem Ausschuß der Rohproduktenhandel und die NS. -Frauenschaft vertreten sein sowie der Gaupropagandalerter der NSDAP. Punkt 10. Die örtliche Durchführung der Sammlung durch die vom Gauleiter Beauftragten erfolgt immer entsprechend den örtlichen Verhältnissen. In jedem Fall ist ein örtlicher beratender Ausschuß zu bilden, in dem der Rohproduktenhandel und die NS.-Frauenschaft vertteten sind sowie der örtliche Propagandaleiter der NSDAP. Entsprechend der Wichttgkeit der aktiven Mitarbeit der Hausfrauen bei der Aktton sind je nach der Gesamtzahl der Mitglieder des Ausschusses mehrere Vertreterinnen der NS.-Frauenschaft zuzuziehen. Punkt 11. Soll die neue Abwertung etwa nach dem Dorbilde des vorgeschlagenen „A u s stellungsfranken" erfolgen? Um Gäste für die bevorstehende Weltausstellung anzulocken, wurde halbamtlich die Idee verbreitet, einen besonderen Aus- stellungsfrank zu schaffen, der 15 v. H. unter dem jetzigen Papierfranken läge. Diese Idee hat aber sehr wenig Liebhaber gefunden. Anderseits zwingen fast automatisch die Verhältnisse zu einer weiteren Und auch die Pläne, zur Behebung der Kassen- schwierigkeiten eine neue Ausländsanleihe aufzunehmen, haben sich nicht verwirklicht. Ur* fprünglich wollte Frankreich von Amerika eine Milliarde Dollar gepumpt erhalten — im gleiche" Augenblick übrigens, da es aus polittfchen Gründen Polen und der Tschechoslowakei seinerseits Anleihen gab und weitere Anleihen für Rumänien und Jugoslawien zur Wiedergewinnung seines Balkaneinflusses projeftiert! Aber Roosevelt winkte ab. Dar« 1 gesprochen, englisch* Kredit von 50 Millionen Nachlässigkeit zum Wohle des Ganzen mit- arbeite. Die Aufgabe der Polizei kann auf die Dauer auch auf diesem Gebiet nur fein, bedauerliche Ausnahmefälle eigensüchtiger, asozialer, dem Ganzen gegenüber verbrecherischer Elemente mit der Autorität des Staates zur Vernunft zu bringen. Den größeren Teil der Aufgabe sehen wir in der Einleitung der Selbsterziehung des deutschen Volkes zur Ritterlichkeit und Rücksichtnahme gegeneinander und in unserer niemals aufhörenden Werbung und Bitte um die Mitarbeit von ihnen allen. Ich darf Ihnen zwei weitere Gebiete aus der Fülle des Notwendigen vor Augen führen: die Bekämpfung der Vergehen und Verbrechen gegen den § 175 und die Bekämpfung der Abtreibung. Wir sind schon in den vergangenen Jahren mit tiefstem Ernst und in der bitteren Erkenntnis, daß ein Wachsen oder auch nur ein Fortleben dieser beiden Seuchen jedes Volk an den Abgrund bringen muß, unnachsichtlich an die Verfolgung dieser Scheußlichkeiten herangegangen. Ich sehe davon ab, Zahlen zu nennen, weise aber darauf hin, daß die Zahl der Verbrechen auf diesen Gebieten, obwohl ie in Deutschland niedriger liegt als in den meisten europäischen und außereuropäischen Ländern, dennoch erschreckend hoch ist. Hier auf diesen beiden Gebieten sehen wir unsere erste Pflicht in dem unnachsichtlichen und unbarmherzigen Vorgehen gegen die Verführer und Täter und in der Anregung und Mithilfe bei der Erziehungsarbeit der Organisationen der Partei zur Beseitigung aller der Umstände, die das deutsche Volk um feine Männer und Frauen bringen und um seine Kinder, seinen größten Reichtum, betrügen. Aus dem einen Gebiet sehen wir unsere Aufgabe in der manchmal durch harte Maßnahmen zu erfolgenden Erziehung verführter junger Burschen. Auf dem anderen Gebiet sehen wir unsere vornehmste Pflicht sowohl in der engsten und tätigen Zusammenarbeit mit den in Frage kommenden vorhandenen und noch ins Berlin, 15. Jan. (DNB.) Wie bereits in einer ' Pressenotiz vorn 30. November 1936 bekanntgegeben ’ wurde, hat der Leiter der Geschäftsgruppe Roh- toffverteilung des Beauftragten für den Vierjah- ’ resplan, Ministerpräsident Walter Köhler, die I Gauleitungen der NSDAP, mit der Erstellung einer . der jeweiligen örtlichen Bedürfnissen angepaßten ; Organisation zur Erfassung der in den Haushaltungen anfallenden Alt- und Abfallstoffe (Rohprodukte) beauftragt. Die entsprechende Anordnung vom 26. Nooem- berl936 wurde bisher nicht veröffentlicht, da in Anbetracht der Schwierigkeit der raschen Erfassung von insgesamt etwa 17 Millionen Haushaltungen in wenigen Wochen den Gauleitungen Zeit für die organisatorischen Vorbereitungen gelassen werden Nachdem jetzt die vorbereitenden Arbeiten im großen und ganzen abgeschlossen sind, werden die Gauleiter der NSDAP., bzw. ihre Beauftragten, soweit noch nicht geschehen, demnächst die für ihr Gaugebiet getroffenen Einzelregelungen bekanntgeben. Aus diesem Grunde wird hiermit der Wortlaut der mit Anordnung vom 26. November 1936 gegebenen Richtlinien oerö ff entließt. Punkt 1. Die Aktion muß unter allen Umständen in beständigem engsten Einvernehmen mit dem bereits bestehenden nichtjüdischen Rohproduktenhan- d e l durchgeführt werden. Punkt 2. Die Aktion muß dahin zielen, eine regelmäßige Sammeltätigkeit einzurichten. Einmalige oder von Zeit zu Zeit stoßweise einsetzende Sammelaktionen haben zu unterbleiben. Punkt 3. Keinesfalls dürfen für die Durchführung der Aktton neue Anschaffungen, insbesondere Materialneuaufwendungen, die über die normale Ausweitung des Rohproduktenhandels hinausgehen, gemacht werden. Punkt 4 Keinesfalls darf zur Durchführung der Aktton ein besonderer neuer Verwaltungsapparat geschaffen werden. Punkt 5. Soweit eine Tätigkeit für die verwaltungsmäßige Durchführung der Aktion von einzelnen Volksgenossen geleistet werden muß, erfolgt diese ehrenamtlich. Die Sammeltätigkeit des Rohproduktenhandels dagegen erfolgt auf gern er b- lidjer Grundlage. Der Rohproduktenhandel zahlt und erhält also Vergütungen wie üblich. Punkt 6. Die hier geregelte Sammelaktion bezieht sich nur auf Haushaltungen. In gewerblichen $etrie= ben wird im Rahmen dieser Aktion nur auf Wunsch des Betriebsführers gesammelt. Punkt 7. Gesammelt werden folgende Produkte: a) Lumpen aller Art, z. B. Hausschneiderei- abfälle, Stofsteste, alte Teppiche, Läufer, Vorhänge, Gardinen, verbrauchte Wäsche, verbrauchte Kleidungsstücke, Strümpfe, Socken und Stricksachen, Abfälle aus Wolle, Baumwolle, Kunstseide, Seinen, Sacklumpen, Jutesäcke und Juteverpackungsmaterial, Bindfadenreste, Scheuerlappen jeder Art, Putz- ^werben rin öe /nid)t W frtunfl $ni»e |te'® ’« w a hrf der £ In der «ü'Sx K't’S Der rechts' rn-ailb küHA »Snnte n>cnn &6 W 1 W Hohe( Dieses Mi nieberlegung «ein?*' *,Ä fetreta'W bei ^n^cci, Men dIx A "ÄS' 11m ’ nto* - u Nom, 15. 3a "Jugend bot d n nifierpräfföent 0 Hier Besichtigung i Mim Forum Musst W festliches S Schon lange v Mines deutschen ( i>ion5 bis auf dc Mche Jugend all Mmucken Unifor Wen Fanfaren, S Sportfeld eingefu £rtNfenen Haiti W dem nöri anMrei Me» Minister, ^l-enisch. [Floren angefün Mngen darzubrn Generaloberst G ^Hollnig ""der mit d jPjnn begannen &^ungen, die H ruf üqP tempe 1UtMrtun?n^ Staate??^ Ä** L'»> en hnu^^enbit Ä?}5 »WP S? W efer e.^hr in M eUe em Bei. °°° m u„; ÄSe*!! toijei x s SS‘ärt* >r°tz ZZ I nhbJ-9erabe bi MÄ?ie ®fc ?®eVMeta, ,öetn» dahin süh. Setab« öon ängstlich gt. 3lel ist es, üoh 1 wie vom beul, ^voller Jreunb in werben. -?Q{ der deutsch Uanonts von Üjng un„5 liegende 3* allen tum Wo>> Ag« Propaganbadich a unter weitM, ligen örtlichen 8tt> e Durchschnmg de inhallung des M atenbet 2(u«< iete Vertreter txi- -n [mb, welche ba her Sammelattior sichtigt. UnbäN otjpr obutten- iuen\6)aU.Dtl1 ^Q^anbaleit« i'fhing der Bank van Frankreich. Das hat sehr rftimmt. Aus der Ausländsanleihe scheint also Nchts zu werden und die Regierung Blum macht ms der Not jetzt eine Tugend und versichert, man hebe gar nicht an solche Anleihen gedacht! Die Gerüchte von einer neuen Franken- l ntwertung sind an der Pariser Börse und durch die ernsthaften Finanzblatter gerade in den letzten Tagen sehr stark verbreitet worden, wenn auch, wie gesagt, nur einer angeblichen Kursan- gleichung das Wort geredet wird. Aber das ist nichts anderes als der Versuch, die Frage zu lösen: Wie sagt man es einem Kinde, nämlich dem französischen Volke... Rückberufung der französischen Freiwilligen »noch verfrüht". Paris, 15. Jan. (DNB.) Die Kammer nahm am Freitagabend einstimmig mit 591 Stimmen i>? Regierungsvorlage über das Verbot für die Anwerbung und Entsendung von Freiwilligen nach Spanien an. In der der Annahme des Gesetzentwurfes vor- at {gegangenen Aussprache hatte der Berichterstatter dis Auswärtigen Ausschusses der Kammer, der jü- dich-morMische Abgeordnete Salomon Grum- bllch, nach Angriffen auf die deutsche Presse die Fechheit, der Kammer die Lüge aufzutischen, daß aif Befehl der Berliner Regierung beträchtliche S reitkräfte nach-Spanien geschickt worden seien. (!) Der rechtsgerichtete Abgeordnete Macel Sj 6 - r: ud kritisierte die Vorlage als ungenügend und frberte die Entziehung der französisischen Staats- orgehörigkeit als Bestrafung bei Uebertretungen i)(^ Verbots. Der Redner wies ferner auf die Ge- fdH hin, die für Frankreich dadurch entstehen firmte, wenn die französischen Freiwilligen wieder in die Heimat zurückkehrten und dann möglicherweise versuchten, ihre in Spanien angenommenen „Gewohnheiten" fortzusetzen. Bei der Abstimmung des Artikels II der Regierungsvorlage über das Freiwilligenoerbot bean- traate der Abg. D e s b o n s einen Zusatzartikel, der verlangt, daß die in Spanien kämpfenden französischen Freiwilligen zurückgerusen werden. Ministerpräsident Leon Blum, der bereits in der vorhergehenden Aussprache das Wort genommen hatte, forderte den Abgeordneten auf, seinen Antrag zurückzuziehen. Es sei sicher, sagte Blum, daß man, wenn die erste Etappe, die in dem Verbot der Freiwilligenanwerbung bestehe, erreicht worden sei, auch an die zweite Etappe herange- gehen werde, nämlich die in Spanien kämpfenden Freiwilligen zurückzuberufen. Diese Frage sei jedenfalls jetzt noch verfrüht. Abg. D e s b o n s zog hierauf seinen Antrag zurück, der jedoch sofort von dem rechtsstehenden Ab.g. Lavier V a l l at erneut aufgegriffen wurde. Die Kammer lehnte jedoch diesen Zusatzantrag mit 394 gegen 86 Stimmen ab. Jubelnde Huldigungen für Göring. Hohe Ehrung des Ministerpräsidenten durch die faschistische Miliz. Ministerpräsident Göring ehrl die italienischen Gefallenen. Dieses Bildtelegramm zeigt Ministerpräsident Generaloberst Göring während der Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten Soldaten in Rom. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 1 WO 4- i Ium? (teneralobcrft Göring erlebte an der Seile ZCuffo(inis ein überwältigendes Willkom- nen der faschistischen Jugend und des faschistischen Italiens, für das er sichtlich erfreut immer wieder mit dem deutschen Gruß dankte. feneraloberft Göring sprach feinem Gastgeber in volle Anerkennung über die bewunderungs- lirpigen Leistungen des jungen Italien aus. Führung der deutschen Gäste durch die grvtz- Mten Bauten und verschiedenen Anlagen der Audemie für Leibesübungen" übernahm Mus- fliini persönlich. Im Fechtsaal trat der Duce st einigen Fechtschülern und mit seinem persön- tung der Sam Beauftragten M «n Verhältnissen, ü ratenber Ausschuß? uktenhackel imHi üb sowie der ortii® ffi. Entsprechend -beit der hausM öer Gesamtzahl * efjrere VertreteriM «n. General der Miliz Russo dem General- «b'.rslen Hermann Göring in feierlicher strm den faschistischen Ehrendolch überreicht. iitral Russo brachte dabei die Verbundenheit 1 Faschismus und Nationalsozialismus bei der lirstfthrung # k Inweisungen. Jcann begannen die sportlichen und militärischen Lehrungen, die in ihrer genauen und vorbild- iqisi Ausführung die hervorragende Schulung er= teiiiven ließen, die das faschistische Italien in der Lludemie für Leibesübungen" feiner Jugend zuteil Mwen läßt. Als besonders wirkungsvollen Ab- Wß ihrer Darbietungen brachte die faschistische Ml-nd dem Ministerpräsidenten Göring und dem Lu« chren temperamentvollen Sport- und Kampfes Lar. tun« finite «'»Ä 5» ft tr1)« Sten st! , Ä ......° ...................... .ber W ^er, baB;; licjm Fechtlehrer zu einigen Gängen an. ?5 $emnLeninß5 I^i Abschluß der Besichtigung, die fast anderhald tit der w fen W (sy-iben dauerte, erneuerten sich die Huldigungen 3gen J.er 1W Mussolini und Goring, die sich überaus herzlicy en*1 6ie rben- 'm inander verabschiedeten. Generaloberst Gö- , W sprach bei dieser Gelegenheit auch Staats- Hebung rl4är Ricci, dem Organisator der faschistischen -it^indverbände, für die hervorragenden Darbie- AU' ^noirklE iiuncsn und damit für seine erfolgreiche Arbeit feine ii Ff Anerkennung aus. 3-r der Besichtigung des „Forum Mussolini", i Freitagvormittag, hatte Ministerpräsident Gene- a erst Göring dem neuen Hause der saschisti- t,*n Miliz einen Besuch abgestattet Bei dieser itom, 15. Jan. (DNB.) Die faschistische «lgend bot dem hohen Gast Mussolinis, Mi- riierpräfibent Generaloberst Göring, anläßlich bei Besichtigung der „Akademie für Leibesübungen" h Forum Mussolini am Freitagmittag ein wahr- ■ajt festliches Schauspiel. Schon lange vor Eintreffen Mussolinis und eines deutschen Gastes waren die Reihen des Sta= liois bis auf den letzten Platz besetzt. Die faschi- tishe Jugend aller Altersstufen hatte sich in ihren chwucken Uniformen, oder in Sportkleidung, mit jcn Fanfaren, Wimpeln und Standarten auf dem Efertfelb eingefunden. Aber auch Tausende von Ewachsenen hatten sich nicht gescheut, den zweiten Big zu dem nördlich der Stadt gelegenen Forum Bliffolint anzutreten, um gemeinsam mit der Ju° gern den Ministerpräsidenten Generaloberst Göring in! den italienischen Regierungschef bei ihrem von faren angekündigten Erscheinen jubelnde Hul- 'igj.ngen darzubringen. Bekämpfung des gemeinsamen Feindes zum Ausdruck und bat den Ministerpräsidenten, dem Führer feine ergebensten Grüße zu übermitteln. Generaloberst Göring dankte sichtlich bewegt für diese Ehrung durch das faschistische Italien. Zu Ehren des Ministerpräsidenten und Reichsministers der Luftfahrt Generaloberst Göring hat der italienische Regierungschef Mussolini am Donnerstagabend im großen Festsaal des Palazzo Venezia ein Essen gegeben und anschließend einen glänzend verlaufenen Empfang veranstaltet. Trinksprüche wurden nicht gewechselt. Es waren nur deutsche und italienische Gäste geladen. Nach dem Essen ließ es sich der Duce nicht nehmen, seine Gäste persönlich durch die vornehmen, mit Kunstwerken aller Art ausgestatteten Räumlichkeiten des Palazzo Venezia zu führen. Generaloberst Göring hat am Freitagnachmittag bas Haus der Flieger besichtigt, wo er vom Staatssekretär des Luftfahrtministeriums, Flieger- general Valle, und dem Kommandeur des Lust- freifes Rom, Porro, sowie allen leitenden Offizieren des Luftfahrtminifteriums empfangen wurde. Arn Abend fand zu Ehren der deutschen Gäste beim italienischen Außenminister und Gräfin C i a n o in den prunkvollen Räumen des Circolo degli Scachi, des vornehmsten Klubs in Rom, ein Fitesten statt. Das Urfeil gegen denZuden Frankfurter rechtskräftig. B a f e 1,15. Jan. (DNB.) Nach einer Meldung der schweizerischen Presse ist die Frist zur Einreichung der Kassationsbeschwerde gegen das Urteil im Prozeß gegen den Juden David Frankfurter ungenutzt abgelaufen, fo daß nunmehr das Urteil in Kraft tritt. 300 OOO-lTCarf-Spenbe der deutschen Beamtenschaft für die Spaniendeutfchen. Jrn Auftrage des Reichsbeamtenführers Neef überreichte Abteilungsleiter SA.-Oderführer Krauß dem Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP. Gauleiter Bohle eine Spende des Reichsbundes der deutschen Beamten von über 3 0 0 0 0 0 Mark für den Hilfsausschuß für die Spaniendeutschen. Glückwunschschreiben und Ehrengabe für die 104jährige älteste Berlinerin. Frau Helmine Haussen, geborene Andersen, in Berlin vollendete ihr 10 4. Lebensjahr. Sie ist damit die älteste Bewohnerin der Reichshauptstadt. Aus diesem seltenen und freudigen Anlaß gingen im Geburtstagshaus, Halsftraße 45 in Steglitz, zahlreiche schriftliche und mündliche Gratulationen ein. Mit besonderem Stolz empfing die greife Jubilarin ein Glückwunschschreiben des Führers, der ihr einen weiteren gesegneten Lebensabend wünschte und außerdem eine Ehrengabe von 100 Mark überweisen ließ. Der Lugend würdige Heime! Oer Reichsjugendführer appelliert an alle Volksgenossen. r - wl M -******* •> Der Führer und Reichskanzler hat in einem besonderen Aufruf die Notwendigkeit von Heimen für die HI. betont. Am Donnerstagnachmittag fand im Hause der deutschen Presse in Berlin ein Presseempfang statt, bei dem der Stabsführer der Reichsjugendführung, Lauterbacher, ausführte, daß erst ein Drittel der deutschen Jugend in Heimen untergebracht ist. Hier sieht man die Pressevertreter bei der Besichtigung der neuen Modelle. (Link-M.) Penzberg (Oberbayern), 15. Jan. (DNB.) Als Auftakt zur Heimbeschaffungsaktion der Hitlerjugend sprach am Freitagabend im Rahmen eines Hitler-Jugend-Heimabends in dem oberbayerifchen Bergwerkftädtchen Penzberg bei Bad Tölz der l^eichsjugendführer Baldur v. Schirach Einleitend wies er auf die besondere Eigenart dieses Heimabends hin, sei doch in diesem Ort durch die Gemeinschaftsarbeit der gesamten Bevölkerung ein neues Hitler-Jugendheim entstanden, das in feiner Einfachheit und Schönheit ein Wahrzeichen unserer Zeit und der nationalsozialistischen Baugesinnung darstelle. Darüber hinaus aber sei es in seiner Entstehungsgeschichte ein Symbol des Dritten Reiches. Durch die Mitarbeit aller sei es möglich geworden, dieses Heim, das ursprünglich auf 49 000 Reichsmark veranschlagt war, mit einem tatsächlichen Kostenaufwand von 9000 RM. zu bauen. Von diesem schönen Beispiel nationalsozialistischen Gemeinschaftswillens ausgehend, schilderte der Reichsjugendführer die wahrhaft sozialistische Volksgemeinschaft, wie sie heute -in der Hitlerjugend und im Jungvolk von klein auf für jeden Deutschen verwirklicht werde. Der Adel eines jeden fei die Zugehörigkeit zu der nationalfozialistifchen Bewegung und die treue Pflichterfüllung im Dienste des Führers. Sein Reichtum feien die herzen der Millionen nationalsozialistischer Kameraden, die das gleiche Ideal, dem auch er diene, verkörperten. „Die Heime derHitler-Jugen d", so fuhr Baldur v. Schirach fort, „stehen im Dienste dieser sozialistischen Idee. Sie sind das Elternhaus der Verwaisten und die Schulungsstätte der Volksgemeinschaft für die junge Generation. Viele Dörfer sind bereits dem Beispiel dieser Stadt gefolgt, aber immer noch reicht die Zahl der vorhandenen Heime bei weitem nicht aus, um den Bedürfnissen der Hitler-Jugend gerecht zu werden." Der Reichsjugendführer forderte die Gemeinden auf, sich an den Heimbeschaffungsausschuß der Reichsjugendführung zu wenden, wenn sie glaubten, daß ihre eigenen Mittel zur Schaffung von mustergültigen Heimen nicht aus- reichlen. Ml schärfstem Rachdruck wies Baldur von Schirach die Unterstellung zurück die Hitlerjugend wolle Paläste oder Billen errichten. Die Heime sollten aber anderseits auch nicht wie alte Baracken ober abgeschobene Eisenbahnwaggons aussehen. Aus gesundheitlichen Gründen kämen auch Wirtshäuser und Kellerwohnungen nicht in Frage. „Der Führer hat alle Stellen der Partei und des Staates aufgerufen, unsere Bestrebungen, der Jugend würdige Heime zu geben, zu unterstützen. Namhafte Parteiführer und Minister haben auch ihrerseits zur Heimbeschaffung ausgerufen. Ich selbst habe mir das Ziel gesteckt, in diesem Jahr zumindest so viel Heime zu errichten, als zur Sicherung der Durchführung eines ordnungsmäßigen Heimabends in der Hitlerjugend notwendig find. Ich bin glücklich darüber, daß dieser Appell bereits nach meinem kurzen Aufruf vom 1 Januar so aewaltigen Widerhall gefunden hat. Ich fordere diese Heime im Ramen der deutschen Jungen und Mädel und im Kamen ihrer Eltern. Eine kleine Stadt in Oberbayern hat Deutschland ein Beispiel gegeben." Der Reichsjugendführer schloß seine Ansprache mit dem Appell an die Hitlerjugend, für die Heim- beschaffung zu werben, und er bat alle Volksgenoffen, sie verständnisvoll zu unterstützen. Aufruf Görms Berlin, 15. Jan. (DNB.) Zur Heimbeschasfungs- aktion der HI. nimmt Mnisterpräsident Göring wie folgt Stellung: Die deutsche Jugend trägt mit Stolz und mit begeisterter Hingabe den Namen des Führers. Daraus erwächst für sie die heilige Verpflichtung, Führer, Bewegung und Staat mit allen Kräften zu dienen und sich vorzubereiten auf das Erbe, das sie einst antreten soll. Pflicht des Volksganzen ist es, an die Forderung des Wohles unserer Jugend und der körperlichen und geistigen Ertüchtigung zu denken. Deshalb ist es auch für Partei, Staat und Volk eine Selbstverständlichkeit, der Hitler-Jugend bet der Schaffung von Heimen, die Stätten der Pflege des Gemeinschaftsgeistes und der Kameradschaft sind, hilfreich zur Seite zu stehen. Göring. Guter Fortschritt der Operationen. Salamanca, 16. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Heeresbericht des Obersten Befehlshabers in Salamanca vom Freitag meldet einen weiteren bedeutenden E r f o lg der Truppen der nationalen ©übarmee in der Provinz Malaga. Es wurde der Ort San Pedro de Alcantara (etwa 15 Kilometer östlich von Estepona) von nationalen Linares Cordol «PorcMna^ Vcdetniela ®Jaßn AV ID) A\ U (11/ $ II IE AV Anhßueffi .dal 0^, c 41 Sevilla e Ronda Q ___ Estepona /^~Marbella Linea — 5s^3~uibra Itar— Granada o Almeria Streitkräften besetzt. Den Roten wurde viel Kriegsmaterial abgenommen. An der Madrider Front herrschte Infanterie- und Artillerie-Tätigkeit im Abschnitt von Las Nozas-Majahonda. Die Nationalen erbeuteten bei einem erfolgreichen Vorstoß, der den Kommunisten 50 Tote kostete, 50 Gewehre. Angriffsversuche des Feindes in der Universitätsstadt wurden glatt abgeschlagen. Am Freitagfrüh erschienen erneut n ationale Kriegsschiffe vor der roten Küste und d e - schossen das Hafengebiet von Malaga, wobei die roten Munitionsdepots der Besch! ßung besonders stark ausgesetzt waren. In dem am Vortage eroberten Gebiet um Estepona haben die Säuberungsarbeiten begonnen. Bolschewist Caballero bereitet feine zweite Flucht vor. Bon Valencia nach Barcelona. London, 15. Jan. (DNB.) Der „Evening Standard" berichtet, daß der ro'te Gewalthaber Largo Caballero und seine Unterhäuptlinge alle Maßnahmen getroffen haben, um aus Valencia n a ch Barcelona zu fliehen. Valencia werde immer u n s i ch e r e r, erst vor drei Tagen fei die Stadt von nationalistischen Kriegsschiffen b e s ch o f » s e n worden. Caballero habe daher Schritte unternommen, um festzustellen, unter welchen Bedingungen sein sogenanntes „Kabinett" sich nach Bar- c e l o n a begeben könne, ohne seine „Unabhängigkeit" (!) zu verlieren. Die dortigen bolschewistischen Machthaber würden gegen die Verlegung nichts einzuwenden haben, weil Barcelona so die „eigentliche Hauptstadt" der von den Roten besetzten Gebiete würde. Ferner würde sich Caballero auf diese Weise tatsächlich, wenn auch nicht dem Namen nach, der Herrschaft des Moskauer Dik- tators in Katalonien, des sogenannten Generalkonsuls Antonew Owsejenko, unterstellen, dem man als Hauptagenten der Komintern am meisten zutraue. Hauptschriftleiter Dr. Friedr. Wilh. Lange (erkrankt). Stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: i. V. Ernst Blumschein; für Feuilleton: vr. Hans Thyrwt: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buck- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich Tu Gießen Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. KON FI RMATION... schon jetzt heißt es daran denken! . । . । _R_,_ —। .I । Kleiderstoffe — inWolle, entzückende Neuheiten in Seidenstoff en,Lind- Für Jen Jungen FürdtoMadel „,„Slml= ln und brblg _ „hr w u„e «. ,,««* w Herren- und Knabenbekleidung Großes Stofflager Berufskleidung Uh'aessltaM I MH: WILHELM HORN UND SOHN GIESSEN • KREUZPLATZ 15 319 A Manufakturwaren Weißwaren - Wäsche Damen-Mäntel Fernsprecher 2058/59 Gießen, Gartenstraße 3 Schöne, Helle < jl a Schone, Helle SWeflen ex zentral Anfertigung und Umarbeitung. A Ang. unt. 0247 an d. Gieh. Ans. I ■Mota], . 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(Aufnahme: Birnbaum.) ^ge^aiarr^ -^ujwv^)üjerk£lt Zahlreiche Angehörige der deutschen Kolonie sind zur Begrüßung erschienen, u. a. auch eine reizende jiciujDyiui o y a n n o r i g von lk a j । u u = i ’JJCorjejprua) an oen ,,v) r a f Zeppelin , ver , Siegen dort landete, unter seiner Statthalterschaft1 uns, bereits von Bathurst zurückkehrend, am 23. No- „die goldene Zeit" Pernambucos. Noch heute kün- vember früh im Morgengrauen mit Kurs Rio pas- den holländische Grachten, von schattigen Bäumen sierte „Auf Wiedersehen in Pernambuco!" wird ihre schone Umgebung kennenlernen, umfaßt das ungeheure Gebiet von 128 OOO Quadratkilometer, geschichtlich bedeutend durch die Tatsache, daß er am frühesten besiedelt wurde. Von 1624 bis 1654 unter renden Schiffes aus kurzem Schlaf. Einen dicken Postsack führt er mit, dessen Briefe schon vier Tage später bei unseren Lieben freudige Ueberraschung auslösen werden. 27. 11. Auf meiner Wache am nächsten Tag ist viel Betrieb. Der Gouverneur machte seinen Gegenbesuch und erhält, internationalem Brauch gemäß, die vorgeschriebenen Ehrenbezeigungen durch Marschschlagen und Stellen einer Ehrenwache. Salut wird hier nicht geschossen, da wir im Jnnenhafen liegen. Auch beim Einlaufen schossen wir keinen Salut für das Gastland, da Pernambuco keine Salutstation zur Erwiderung besitzt. Die 21 Schuß, die in der Frühe des Einlauftages weit draußen vor der Einfahrt aus unseren Rohren krachten, galten den zwei schmucken amerikanischen Kreuzern „Jn- schaftszweig dar. In der Hafenstadt Recife pulst das Leben des Staates, nur drei kurze Eisenbahnlinien verbinden sie mit dem üandesinnern. Um so größer ist die verkehrstechnische Bedeutung der Stadt durch die Erschließung des Südatlantik für den Transozean-Luftverkehr, den die Lufthansa und die französische Air France mit ihren schnellen Postflugzeugen, und die Zeppelin-Gesellschaft im Sommer mit ihren Schiffen regelmäßig unterhält. Auf dem amerikanischen Festland hält die Pan - American Airways mit ihrem unerschöpflichen Kapitalrückhalt das Schwergewicht des Verkehrs. Ihr gegenüber hat der vorübergehenden Herrschaft der Niederländer erlebte das Land, als um 1637 der deutschblütige Reichsgraf Johann Moritz von Nassau- umsäumt, hohe schmale Häuser mit den typischen Ziegeldächern und das alte Fort Cinco pontas von einstiger Größe und germanischem Aufbauwillen. Im nächsten Jahr soll ein großes Fest das Gedächtnis des unvergessenen fremdstämmigen Nationalhelden verherrlichen. Wirtschaftlich ist der Staat in erster Linie als Hauptausfuhrland für Zucker neben Baumwolle, Kaffee, Kakao und Tabak von Bedeutung. Auch die Viehzucht im Innern stellt einen wichtigen Wirt- VL Brasilianisches. Park, Mitte Dezember 1936. Recife, Hauptstadt des Staates Pernambuco, der wiederum zu der nördlichen Gruppe der Vereinigten Staaten von Brasilien (Estados Unidos do Brazil) gehört. Als ums Jahr 1500 die brasilianische Küste von dem Portugiesen Pedro Alvaro Cabral entdeckt wurde, gründete man auch hier bereits eine der ältesten Siedlungen: Olinda. Heute S'tz einer ehrwürdigen Kathedrale, deren Bischof es vor einigen Jahren vorgezogen hat, nach dem modernen Boa Vista, dem Villenviertel der Hauptstadt, überzusiedeln. Malerisch liegt Olinda im Norden der Stadt auf einen steil zum Meere abfallenden Hügel gelehnt und erleichert mit markanten Punkten dem Seemann die Ansteuerung des Hafens Zu seinen Füßen breitet sich der zweitgrößte Badestrand der Stadt, breit und schimmernd zieht er sich kilometerweit hin bis zur Mündung des Rio Doze. Viele Leute aus der Stadt verbringen hier die heißesten Wochen des Jahres, die wir jetzt erleben, oder in Boa Viagem, dem südlich der Stadt gelegenen Badeort. Endlos dehnt sich entlang der Autostraße herrlichster Sandstrand, im Rücken flankiert von den Sommerwohungen und Villen der Wohlhabenden, von Klubgebäuden und hohen Palmenhainen. Die Stadt selbst, in ihrem Zentrum eine moderne Großstadt mit breiten Straßen, hohen Häusern und viel Verkehr, Regierungs- und Justizpalast dehnt sich weit ins flache Land. Ein großes Geschäftsund Bankenoiertel Antonio Vaz, das alte Recife, unmittelbar am Hafen, und das durch prachtvolle Gärten und prunkvolle Villen ausgezeichnete Boa Vista; alle Stadteile durch viele breite Brücken über die verschiedenen Arme des Capibaribe verbunden. Die Einwohnerzahl ist stark im Wachsen begriffen. Heute etwa 400 000 Menschen, die wiederum ein Zehntel der Gesamtbevölkerung des Staates darstellt, die sich aus bunten Rassebestandteilen zusammensetzt. Die Ureinwohner, Indianer, hat der portugiesische Eroberer seit der Entdeckerzeit rücksichtslos fast völlig ausgerottet oder aufgesogen. Es gibt im Innern noch einige rein erhaltene Stämme, doch hört der Brasilianer dies nicht gern. So leben im Amazonas-Gebiet, das wir wenig später kennen lernen sollen, noch an die 100 OOO Indianer. Neger wurden als Sklaven ins Land gebracht. Im Laufe der Zeit entstanden so die verschiedenen noch heute erkennbaren Rassenkreuzungen: Die Mestizen (Weiß und Indianer), Mulatten (Weiß und Neger) und zahlenmäßig am geringsten die Zam- b o 5 (Neger und Indianerin), (bezeichnend die Tatsache, daß der stolze männliche Indianer sich nie mit einer Negerin zusammengetan hat.) Die herrschende Schicht der Kreolen — im Lande geborene Angehörige der weißen Rasse (besonders Spanier, Portugiesen und Franzosen) besitzt einen ausgeprägten Rassestolz und hat einen bestimmten Typ des „Brasilianers" entwickelt, der heute im Wesentlichen die Intelligenz des Staates darstellt. Der Staat Pernambuco, von dem wir bis auf wenige Glückliche, die ein Drei-Tage-Ausflug weitere ins Innere bringt, nur die Hauptstadt und durch Morsespruch: „I appreciate you greatly your salute Roosevelt." Nach dem Gouverneur erscheinen noch weitere Persönlichkeiten, unter anderem auch der Polizeichef der Stadt, den ich nach seinem Besuch beim Kommandanten auf dessen Wunsch durch das Schiff führe. Mit meinen bescheidenen spanischen Sprachkenntnissen, mit denen man auch in den portugiesisch sprechenden Ländern sich einigermaßen verständlich machen kann, und einigen eingestreuten englischen Brocken komme ich gut durch. Zum Dank dafür erscheint am nächsten Tag sein Bruder, der mich in seinem Wagen 30 Kilometer ins Innere zur „Villa m i 1 i t a r“, einer militärischen Mustersiedlung bringt, wo wir von einem Offizier in liebenswürdiger Weise geführt werden. Ich erfahre bei dieser Gelegenheit, daß es mit der großzügig angelegten Anlage, die aus großen luftigen Kasernen und Verwaltungsgebäuden, sportlichen Anlagen und Schwimmbädern für Offiziere und Mannschaften, einem eigenen Kino, Leseräumen, Kantine usw. und gepflegten kleinen Häusern für die verheirateten Offiziere und Unteroffiziere besteht, eine besondere Bewandnis hatte. Sie war von dem Vorgänger des heutigen Distriktkommandeurs, einem ehrgeizigen General, der stark kommunistischen Tendenzen zuneigte, unter großem Kostenaufwand erst wenige Jahre zuvor errichtet worden. Isoliert gelegen, durch eine eigens angelegte vorzügliche Deutschlands hier draußen gestiegen seit unsere ; qeroiih(ten Präsidenten Roosevelt an Bord auf Lustsch'sse mit bewundernswerter Pünktlichkeit ben iber F»hrt nach Rio in rascher Fahrt auf 75 Kilo- verantwortungsvollen regelmäßigen Transozean- Meter Entfernung passierten. Der Präsident dankt- dienst versehen. Die bequeme, schnelle Ueberfahrt als , — y Passagier erfreut sich zunehmender Beliebtheit. die deutsche Condor-Verkehrsgesellschaft mit ihren I ältere Dame, Frau Gr.-, deren deutsche Gastlichkeit dreimotorigen Junker^maschinen (Typ Ju 52) einen wir wenige Tage später in ihrem ideal schönen Heim schweren Stand, den sie jedoch durch den Ruf der genießen durften. Sie läßt es sich nie nehmen, bei unbedingten Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit mit der Landung persönlich zur Begrüßung zu erschel- Erfolg verteidigt. In Park sollen wir wenig später nen. Nach einem wundervollen „Geeisten Whisky Gelegenheit bekommen, einen interessanten Rund- mit dem Kommandanten und einem Rundgang flug in der vorzüglichen Verkehrsmaschine über das durch das Schiff führt uns der Wagen durch die ungeheure Urwaldgebiet bes Amazonas und die1 von Palmen umsäumten Lagunen und die Ginge* Stadt zu genießen. borenenftabt zurück an Bord. ar>. . «... „ .. .... . j Der Abend vereinigt die Besatzung des Luftschiffes Wie em F>im rollen die unvergeßlichen Ereig- mjt ( x-il unserer Freiwache und der Deutschen msse der zehn Tage in Pernambuco ab. Unser letzter | So(onie bei ben Klängen unserer Bordkapelle im | Morsespruch an _ben ..G r a s Z e p p e l i n ,^der c u t s ch e n K l u b. Sn aller Herrgottsfrühe weckt uns das donnernde Motorengeräusch des heimkeh- nun Wahrheit. Es ist mir vergönnt, mit dem 1. Offizier, einigen Offizieren und einer Abordnung der Besatzung am Tage nach dem Einlaufen früh um sechs Uhr das packende Erlebnis der fahrplanmäßigen Landung des Luftschiffes draußen auf dem Rollfeld zu erwarten. Begeisternd für uns Seeleute die selbstverständliche Sicherheit des Manövers, mit dem der Kommandant, Kapitän v. Schiller, ein Seeoffizir aus dem großen Kriege, sein Schiff an den Ankermast bringt. Ihm und seiner braven Besatzung dürfen wir als Erste die Hand schütteln, nachdem sie uns so oft über dem Ozean aus luftiger Höhe zugewinkt, und schmetternd spielt unsere Kapelle in der angenehmen Kühle des Morgens den Begrüßungsmarsch. Ungeheuer ist das Prestige vji Wenn sich Bizets „Carmen Daß der mit dramatischer Intensität geladene Carmen-Stoff seine Schaffenskräfte bis zum letzten frei machte, entsprach der geistigen Einstellung Bizets. Nach gelegentlichen philosophischen Studien bekennt er sich als „Verächter der Systeme". „Prüfe die bekannten Tatsachen, erkläre die wissenschaftlichen Forschungen und ignoriere völlig das, was sich nicht als exakt bewährt hat." Diesem Tatsachen- Gießener Giadttheater Georges Bizet: „Carmen". „Was mir aber mehr genügt als die Meinung aller dieser Herren, ist die unumstößliche Gewißheit, jetzt meinen Weg gefunden zu haben. Ich weih, was ich zu tun habe." Gleichzeitig erwähnt er hierbei, daß hat und noch nichts von ihrer Unmittelbarfeit ein- gcbüfjt hat, so dankt sie das dem Wesen der Titel- geftait und dem unvergleichlichen musikalischen Milieu. Das Urbild der „Carmen" hatte Prosper Merimee in seiner, namentlich in Westeuropa viel gelesenen Novelle „Carmen" vorgezeichnet. Hier erscheint Carmen ganz als Zigeunerin, als Inbegriff aller Verschlagenheit und Verworfenheit ihres Stam- Gegenstück des „Don Juan" gelten kann. Friedrich Nietzsche bewundert in „Carmen" die „in die Natur zurückversetzte Liebe", die sich „als Fatum, als Fatalität, zynisch, unschuldig, grausam und eben darin als Natur" gibt. Ihrer Macht über die Männer sich wohlbewußt, wird Carmen zum Weibsteufel, zum Dämon im Weibe, dem sich keiner entziehen kann, der einmal in ihre Nähe gerät. Das Bewußtsein dieser Kraft läßt in ihren Augen die Männer als ein willfähriges Werkzeug erscheinen. Innerlich bleibt sie zunächst völlig unberührt bei diesem koketten Spiel; nur dem unabänderlichen Fatum fühlt sie sich unterworfen. Der dramatische Kern des Operntextes läßt sie zur tragischen Gestalt werden: die ehrliche Zuneigung, die ihr Don Joss entgegenbringt, läßt sie innerlich in menschlichen Werten wachsen; und erst kurz vor ihrem Untergang bricht ein echtes, warmes Liebesgefühl durch, allerdings einem Partner gegenüber, der, an Jofä gemessen, diesem an Charakterwerten nicht gleichkommt. Denn Jose ist nur durch eine Verkettung von Umständen auf die abschüssige Bahn gebracht worden, noch in letzter Stunde findet er zur Mutter zurück. Den Glauben an Carmen, um mit ihr ein neues Leben in bürgerlicher Rechtschaffenheit zu beginnen, behält er bis zuletzt; erst als Carmen ihm den Ring, den er ihr als Pfand seiner Liebe einst gegeben hatte, entgegenschleudert, da verliert er die Beherrschung und vernichtet seine „angebetete" Carmen. Wenn die Textdichter die Gestalt der Micaela der Overnhcmdlung neu einfügten, so gaben sie damit einmal den wirksamen Kontrast zu Carmen selbst, bann aber verliehen sie den in Jose verbliebenen Kräften zum Guten den Halt; denn Micaela als Botin der Mutter läßt bei Josä immer wieder die Erinnerung an die Mutter wach werden. Da Josä anfänglich dieses schlichte Landkind ehrlich liebte, tritt der tragische Konflikt um so schärfer hervor. Bis zur „Carmen" hin hatte das Schaffen Bizets nicht die erhoffte Würdigung gefunden; immer suchte er noch den „Treffer", wie er einmal als n'n^r Mensch scherzhaft aus Italien an feinen Vater schreibt. Nach der Uraufführung seiner Oper „Dja- mileh" (22. Mai 1872) berichtet er einem Freund von den leidenschaftlichen Aeußerungen der Presse. W-nn sich Biz-ts „Carmen" nun sechs Jahr- Meichac und Halevy ihm einen Text für eine dreizehnte die Stellung auf allen vp-rnbühnen gehalten Es^Carm-n"°°^^ “ " $ Re1iis7ms°fandl7^em'^eLL''zu?vper'"!!e! Menschen war es gegeben, in Schlagfertigkeit, Treff- wesentliche Milderung, immerhin aber bleibt eine &in U^nmUteldar'ke^^daq Anstalt bestehen, die im Ausmaß des Weiblichen als J einzufangen. Im Gegensatz zum deutschen musikdramatischen Stil, der die Handlung symphonisch refleftiert im Orchester durchleben läßt, trifft er im gegebenen Augenblick mit sicherem Griff das gegebene Ausdrucksmittel in der dramatisch gespannten melodischen Linie, in dem zuckenden, temperamentdurch- glühten Rhythmus, in neuartigen harmonischen Wendungen, die nie der Natürlichkeit entbehren, in einer farbkräftigen charakteristischen Instrumentierung, immer in enger Bindung an das nationale Lokalkolorit. Dabei steht er durchaus noch in der hergebrachten Opernform mit ihrer Nummernabfolge; ja, auch der gesprochene Dialog hat bei ihm noch Platz. (Erst nach Bizets Tode fügte fein Studienfreund Ernest Giraud die heute gebräuchlichen Rezitative, allerdings in stilvoller Angleichung, nachträglich hinzu.) Und trotzdem gewinnt er eine überraschende Feinheit der Charakterisierung, die jeder Szene ihr Teil gibt und deutlich die innere Entwicklung der einzelnen Personen kennzeichnet. Es ist interessant zu verfolgen, wie die Carmen in ihren einzelnen Solostellen immer eine ganz bestimmt formulierte Gesinnung äußert. Kokettierend in der Habanera (die übrigens auf Veranlassung her ersten Carmen-Darstellerin Celestine Galli- Marie in Paris unter Anlehnung an ein spanisches Vorbild von Bizet eingefügt wurde), ironisch, frech bei der Vernehmung durch Zuniga, den Offizier; lockend in der Seguidilla; ungezügelt, schrankenlos in dem Zigeunerlied in der Schenke; nervenaufpeitschend der Kastagnettentanz; weiblich echte Töne in dem Duett mit Escamillo; rein menschlich aber zeigt sie sich in der schicksalvollen Kartenszene. Diese Vielseitigkeit der Einzelzüge gibt dem Gesamtbild der Carmen eine zwingende Abrundung. Ebenso aber erschließt die Musik das Innere des Jose, der mit der Zuspitzung der dramatischen Lage immer mehr entschlossenere, männlichere Töne findet. Esca- millos Lied bildet in der rhythmischen Kraft den Helden des Tages ab; Micaelas Szenen sind von naiver Innigkeit erfüllt. Ebenso stark wie bei den Einzelpersonen wirk: sich die darstellende musikalische Sicherheit Bizets in den Ensemblesätzen aus wie in dem Schmugglerquintett mit seiner Verschlagenheit und Gerissen- beit. Die Volksszenen bannt er in realer Nähe; die flanierenden Müßiggänger, das Aufziehen der Wache, der kanonisch gefügte Rauchchor der Ziga- rettenarbeiterinnen, die fchwüle Sphäre bei Lillas Pastia, der Schmugglerchor mit seiner klanglichen Bildhaftigkeit und dann der große Auszug vor dem Stierkampf in der Arena; alles Momente, die die Fähigkeit Bizets zu fchlaglichtartiger Naturnähe zeigen. Bizet hatte feine ganze Hoffnung auf die Uraufführung feiner Oper (3. März 1875) gesetzt; aber der gebührende Erfolg blieb aus; eine niederschmetternde Tatsache für das ernste Bemühen des Schaffenden. Da konnte sein Körper nicht mehr der heimtückischen Krankheit abwehrende Kraft entgegenstellen, und schon drei Monate später (3. Juni 1875) war er nicht mehr unter den Lebenden. Erst als das Ausland der Oper die ihr zukommende Stellung gesichert hatte, besann sich sein Vaterland wieder auf seinen unsterblichen Sohn. ♦ Die verschiedenen Zeitalter haben die Inszenierung der Oper „Carmen" in oft sehr gegensätzlicher Weise durchgeführt. Als beispielsweise die Oper nach langer Unterbrechung 1883 wieder in Paris erschien und nun Anklang fand, da hatte man die Zigeunersphäre in das Salonhafte verlegt. Ganz abgesehen von der Entgleisung, die wir hier in Gießen vor einigen Jahren von einer auswärtigen Bühne zu sehen bekamen, die nicht eine einzige Spur von den buntschillernden Lokalfarben bestehen ließ. Das Milieu, das M6rim6e vorgezeichnet hat, ist grundsätzlich der Ausgangspunkt für die Bühnenwirksamkeit der Oper. Die gegebenen Kontraste zwischen zigeunerhaften Andalusiern und den Navarresen Jose und Micaela prägen sich sowohl im Charakterlichen ab wie auch im äußeren Gewand. Dem folgte auch die vom Intendanten Schultze-Griesheim in Szene gesetzte hiesige Ausführung. Bühnenbild und 2lusftattung (Karl Löffler), Gewänder (Buchner und E n d r i ch) und darstellende Gebärden gaben die urtümliche Grundlage, auf der die Musik zu ihrer vollen Farbigkeit und Eindrucksstärke erblühen konnte. Kapellmeister Paul Walter weckte mit starkem nachschaffendem Impuls das in der Partitur gebannte Leben und traf mit Sicherheit und scharfer Pointierung ihren inneren Kern. Carmens Schick- salsmotiv begleitete so wie ein drohender Dämon den Gang der Handlung. Die Kräfte des Orchesters folgten mit letzter Bereitwilligkeit und fetzten sich mit bestem Können und Wollen und glücklichem Gelingen ein. Ganz besonders stimmungsvoll war das Zwischenspiel vor dem dritten Akt mit den solistisch geführten Holzbläsern und der Harfe. Die Chöre (Ernst Bräuer) erklangen gut abgetönt auf dem Boden eines gesunden Realismus, von ganz besonderer Note der keifende Anklagechor. Die Titelpartie ist eine der schwierigsten überhaupt; denn Gesang und Darstellung müssen der äußerst mannigfaltigen Charakterisierung Rechnung tragen. Darum wird man häutig eine Carmen finden, di-> das Uebergewicht nach der einen oder anderen Seite hin verlegt. Um fn freudiger wird man deshalb der überlegenen Leistung von Hildegard Jachnow zustimmen können. Sie beherrscht ihr prachtvoll durchgebildetes, trefflich postiertes Organ, das üppig strömend den Raum voluminös füllt und jeder wohlüberlegten Einzelschattierung fähig ist. Hohn, Ironie, Zynismus bis zum wilden Trotz konnten fo ursprünglich das Bewußtsein persönlicher Ueberlegenheit spiegeln; kokett, berechnend, wie eine schleichende Katze, raffiniert und zuletzt doch das Weib, das voll innerer Glut zur Verführerin wird. Und dann in dem Kartenlied durch- jchauert von dem Schicksalserahnen; sonst aber stets Beherrscherin der (Situation. Demgegenüber Ernst-August Waltz als Don Jos6, voll weichem Empfinden in dem Duett mit Micaela; zunächst ganz gegen seinen Willen der verlockenden braunen Hexe folgend, und dann den schweren Kampf zwischen Pflicht und Liebe durchringend. In der „Blumenarie" sich als leidenschafterfüllter Sänger erweisend, steigerte er im dramatischen Fortschreiten die stimmlichen Evolutionen zu durchschlagenden Akzenten, nicht immer ganz frei in den Uebergängen feines hell timbrierten Organs. Die Schlußszene wußte er so eindringlich darzustellen, daß ihm der menschliche Anteil der Hörer an seinem Schicksal sicher mar. Es war gewinnend, wie im ersten Akt Maria Perry als Micaela mit natürlichem Takt die Werbungen des Morales zurückwies. In ihrer fürsorglichen Hingabe zu Jose zeigte sie sich mit Schlichtheit und Herzlichkeit der Darstellung, die sich mit dem stimmlichen Können verband. Die große Arie in der Schmugglerschlucht war durchwärmt von Hoffen und Gläubigkeit. Dem Escamillo verlieh Gustav Bley Züge vornehmer Ritterlichkeit und Grandezza, frei von dem Großtuertum, von dem sich diese Bühnenfigur oft nicht ganz fernhält. Das Torerolied spiegelte mit stimmlichem Glanz und musikalischer Akzentuierung heldischen Willen ab; das kurze Duett im Schlußakt war voll von lyrischem Nachgeben. Dem Zuniga gab Alfons F o r st n e r Offizierswürde, und bei dem verunglückten Abenteuer im zweiten Akt wußte er sich mit feinem Takt aus der peinlichen Situation zu ziehen. Den Sergeanten Morales war Max Schneider-Oe st eine vortreffliche Verkörperung in Straffheit und Galanterie. Das Schmugglerquintett im zweiten Akt, an dem Paulus Kuen als Remendado, Wilhelm Greif als Dancairo, Friedel Forna11az als Fras- quita, Ilse Laskus als Mercedes gewichtigen Anteil trugen, war mit sorgfältiger Beachtung der Einzelzüge durchgestaltet; die beiden Zigeunerinnen gewannen durch stimmliche Frische und schmen Klang im Kartenterzett als Künderinnen von Glück und Liebe. Der Beginn des zweiten Aktes (in der Schenke bei Lillas Pastia) war tänzerisch gelöst (Irmgard Zenner); in lebhaften Schwünge der Temperamentsentladung; die Einlagen zu Beginn des vierten Aktes waren malerisch durchgestaltet und banden sich aufs innigste mit dem rhythmischen Impuls der Musik und füaten sich so in das bunte Bild des > Einzuges in hie Arena Solche" Eindrücken gegenüber wa- xer Bei'all her Zuhörer überaus spontan und herzlich, die Hervorrufe zahlreich. Dr. Hermann Hering. Anschein hat. Schüler zuBesuch in einerLustkriegsschule herrschend. •blutii die Herrensitze gebaut haben. Das Gebiet, in dem Pferde für Sportzwecke gezüchtet werden, ist nur verhältnismäßig klein, doch spielt auch im größeren Umkreis die Weidewirtschaft eine große Rolle. Man findet auf den verhältnismäßig aroßen Farmen zahlreiche Rinderherden der Fleischrasstn. Nachdem durch die Automobilisierung und Traktorisierung der Bedarf an Pferden zurückgegangen ist, blieb die Zucht von Maultieren, die als Arbeitstiere im Südosten der Vereinigten Staaten noch völlig das Feld be- Oie Gtreikbeweauna in LtE>A. Seit 1933 find die Streikbewegungen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika gewachsen-, die Entwertung des Dollars wurde zunächst durch eine Erhöhung der Erträgnisse der Binnenkonjunktur, durch die später zusammengebrochene Nira-Gesetz« gebung und durch eine Erhöhung des Durchschnitts« einkommens wettgemacht. Die eisenverarbeitende Industrie ging ferner dazu über, jede Preiserhöhung durch eine automatische Lohnanpassung auszugleichen. Aber trotzdem blieb die soziale Unruhe. In der letzten Zeit wurde sie noch geschürt durch die Kämpfe innerhalb der Gewerkschaften, wo die alte Organisation der Federation os L a b o u r unter der Präsidentschaft Greens, die etwa vier Millionen Arbeiter zählt, auf die neue und hauptsächlich politisch ausgerichtete Bewegung der sogenannten United Association stieß, die unter Führung von John L. Lewis die Zusammenfassung der Arbeiter in der Eisen-, Stahl- und Blechindustrie erstrebte und damit im Juli 1936 einen vollen Erfolg davontrug. Seit der Zeit ist der Mitgliederbestand der alten Gewerkschaften sehr zusammengeschmolzen. Die neue Art der Gewerkschaftsbewegung hat zwar Roosevelt bei den Wahlen unterstützt, ist aber insofern bedenklich, als zum ersten Male in der amerikanischen Gewerkschaftsgeschichte den neueingetretenen Mitgliedern dieser Organisation die Bei- । träge erlassen wurden, obgleich sie eine gewaltige Propaganda betreibt und die Geldmittel dieser Propaganda nicht aus den Mitgliederbeiträgen stammen können, sondern eine Quelle haben müssen, die I noch unbekannt ist. Lewis hat in allen Streikbewe- I gungen der letzten Jahre eine führende Rolle ge- I spielt, und auch der neue Riesen st reik bei General Motors, der größten Autofabrik Das Geheimnis unserer Kraft liegt im Willen zur Volksgemeinschaft. Täglich soll st Du diesen Willen durch Dein Opfer zum WHW. bekunden! VIII. Don der Dlaugraszone zum Atlantik! Der breite Gürtel der Avpalachischen Höhenzüge Kapitalkraft glaubt, das Prinzip des Wirtfchafts- wird wie wir auf der Westfahrt bereits feststellten, mhivihualismus mit Erfolg verteidigen zu können, immer mehr zu einem Ausflugs- und Fe- 9(uf der anderen Seite steht die Arbeiterschaft, deren riengebiet. Wer es liebt, in einsamer und I Forderungen immer mehr vom rein wirtschaftlichen romantischer Gebirgslandschaft auf Entdeckungs- Gebiet auf das politische hinüberspielen. Mos- fahrt zu gehen, hat hier reichlich Gelegenheit dazu, kau arbeitet mit großen Mitteln auch in den Ver- Daß der Fremdenverkehr eine Rolle spielt, erkennt einigten Staaten, und wenn die Kommunisten bei man auch an den zahlreichen „camps" den U e b e r- der letzten Präsidentschaftswahl auch nicht einmal nachtungshütten, die man übrigens in ganz eine Million Stimmen erhielten, so wird die kom- Amerika an den Automobilstraßen findet. In vie-1 munistische Richtung innerhalb der Gewerkschaften len Fällen haben die Tankstellenwärter sich eine doch durch das Verhalten der Trustmagnaten ge- Anzahl von Holzhütten gebaut, die sie an die vor- fördert! Roosevelt, der gegen den Widerstand der überkommenden Automobilisten vermieten. Trusthäupter im vorigen Jahre eine Sozialversiche- Bevor nach zweitägiger Fahrt die Bundeshaupt- rung und Altersversorgung durchdrückte, die in stadt Washington'erreicht wird, kommen wir Deutschland seit der Bismarckzett besteht, hat zwar nach Ueberwinduna der Hauptgebirgszüge, die uns einen erheblichen Teil des Programm der Gewerk- neben den Naturschönheiten auch die Armut dieses schäften erfüllt aber naturgemäß wartet die radckall- so reichen Landes vor Augen führen, noch einmal sierte Arbeite^aft dieses Programm nicht ab, son« in eine gepflegte und wohlhabende Landschaft. Vom hem stellt d a r ü b e r h i n a u s noch Forderungen, Hudson-Fluß verläuft in südlicher Richtung zwischen die nicht ohne schwere Beemtrachtigung der amerika- den Allaqhanen und dem östlichsten Gebirgsstrang, Nischen Bmnenpro perity erfüllt werden können, der Blue Ridoe-Kette eine Senke, die man als Denn es handelt sich nicht allein um einen Streik das Große Tal" bezeichnet Hier sind wir im Sied- in der Kraftwagenindustrie, sondern be, lanaerer lungsraum der Pennsylvania Du ich. der Dauer um eine allgemein-Stockung des °m-r'ka. Nachkommen jener bäuerlichen Auswanderer, die I Nischen Wirtschaftslebens. Und das ist die grotztg bereits im 18. Jahrhundert aus der Pfalz unbl Gefahr ... flehte Viertelstunde vor dem Ablegen dürfen wir unsere Freunde und Gastgeber, die sich bei uns so zu Hause fühlen wir wir bei ihnen, noch zu einem letzten Abschiedswort und -trunk an Bord haben und mit Mützenbändern und kleinen Schiffswappen als bescheidene Zeichen unserer Dankbarkeit immer wieder große Freude auslösen. Unter schneidiger Marschmusik und Mützenschwenken wenden wir unseren Bug der Hafeneinfahrt zu, um dem nächsten Schüler der oberen Klassen von Berliner höheren Lehranstalten hatten in diesen Tagen em besonderes Erlebnis. Sie wurden zur Besichtigung der Luftkriegsschule in Berlin-Gatow, wo der Offiziersnachwuchs ausgebildet wird, eingeladen. Selbstverstandllch erregte die Bewaffnung der Schulungsmaschinen die besondere Aufmerksamkeit der Schüler. — (Scherl-Bllderdienst-M.) Hat Amerika wieder Hoffnung? Von Dr. Friedrich Sohn. reichen Tag. . 29. November. Wieder ist es Sonntag, und in der Frische des frühen Morgens bringt der Wagen eines deutschen Herrn einige reitbegeisterte Offiziere und Fähnriche zu seinem idyllisch gelegenen Sommerhäuschen in Olinda. Mein lang gehegter Wunsch geht hier zum ersten Male in Erfüllung, als nach schnell im Stehen getrunkenem Kaffee Hufgeklapper und fröhliches Wiehern draußen ankündigt, daß die von der brigada militar (berittene Staatspolizei) uns zur Verfügung gestellten Pferde gesattelt sind. Und nun geht es in Reithose und Polohemd, den schattenspendenden Sombrero im Nacken, nach steilem Abstieg zum Meere in leichtem Trab am Strande nordwärts durch die leckende Brandungswelle bis zum Rio Doce, den wir, bis zum Pferdebauch im frischen Wasser, durchreiten, um nach einem schlanken Galopp auf schmalem Pfad weiter landeinwärts durch Dickicht und Urwald zuruckzu- reiten. Oft müssen wir, platt auf den Pferderücken gepreßt, unter üppig wuchernden Lianen und Schlinggewächsen druchbrechen, den gut zugerittenen klugen Tieren die Führung überlassend, bis sie auf dem breiteren Weg von selbst wieder in Trab fallen. Es ist eine Lust zu leben, und man denkt unwillkürlich, von leisem Neid gepackt, wie gut einer das hat, der sich das jeden Tag lösten könnte... abends beim kühlen Glas deutschen Lagerbiers auf der Schanz erzählt uns Herr Dr.... dann von dem täglichen Kampf, den das Leben hier draußen kostet, und wie schwer und aufreibend der Weg war, den seine Familie bis zu ihrem heutigen bescheidenen Wohlstand zurückgelegt hat, fern der Heimat. Alle drei bis vier Jahre ein längerer Urlaub nach „Drüben", nach der alten Heimat. Schwer der Abschied immer wieder und — leicht der Beutel! Als Gipfel der körperlichen Erholung wmkt em kühles Bad am Strand, wohin wir barfüßig durch den glühheißen Sand hinabsteigen. Gesunder Pferdeschweiß mit einer Prise Ledergeruch und Zigarettendust gemischt, dazu bie salzige Luft ttes in die Lunge gesogen — von jeher eine Atmosphäre erhöhter Lebensfreude für mich, hier besonders dankbar empfunden nach den langen Seetagen voll glühender Sonnenhitze, nur Wasser ringsum, das lockt, ohne zu halten, was es verspricht! Denn es ist und bleibt die immer wieder tragische Ironie im Seemannsleben, daß das ihn umgebende, tragende Element ihm ewig verschlossen bleibt und nur zu oft fetndsich entgegen tritt: daß durch Jahrhunderte Seeleute verdursteten, wenn auf wrackem Schiff das rettende Frischwasser verbraucht, daß Dampfmaschinen sich elend festfahren, wenn Salzwasser durch Undichtigkeit einer Zelle in die Kessel dringt und ihre fernen Rohre mit Salz verstopft — daß aus der Tiefe des Meeres ewig Gefahren dräuen, sei es, oatz Naturgewalten die See in einen brodelnden Hexenkessel verwandeln, oder sei es der gähnende Schlund des Tigers Hai, dessen pure Existenz genügt, um m ungeheuren Seeräumen dem von der Hitze ausge- dörrten Menschenleib die natürlichste Erfrischung vorzuenthalten. Kehren wir zurück zu den Ereignissen der folgenden Tage. Ein werterer Abend verbindet Teile der Besatzung im Deutschen Klub mit der Kolonie. Das Klubgebäude, m herrlicher Lage am Ufer des Flusses, ist mit seinen wohnlichen Räumen, seinem Garten mit Tennis und Kegelbahn längst ein ständiger Treffpunkt für unsere Soldaten mit den zahlreichen neu erworbenen Freunden geworden. . . . . Dienstag, 1. Dezember. Inzwischen wird in dem sehr guten, geschützten Hafen eifrig Ausbil- dungsdienst getrieben. Bootsfahrkunde, Rudern und Segeln, alle Dienstzweige der Theorie und Praxis werden wo irgend möglich an Oberdeck unter dem schattigen Sonnensegel abgehalten. In der Freizeit schwelgen wir im Fnschwasser, das die Hafenverwaltung uns an der Pier kostenlos zur Verfügung gestellt hat. So schwitzt leber von Herzen gern in dem Bewußtsein, du kannst nach dem Dienst ein erfrischendes Brausebad nehmen, ohne daß die Zuleitung „abgekniffen" ist, wie so oft in See, wo mit dem kostbaren Naß gespart werden muß, dessen Ergänzung m den meisten Hälen teure Devisen kostet. Heber Samstag-Sonntag strömen unsere Landsleute in hellen Scharen zur S ch i f f s b e s i ch t i - g u n g an Bord, wo ihnen außerdem em deutscher Kultur- und ein Marinefilm, letzterer zur besonderen Begeisterung der Jugend, vorgeführt wird. Zah - reich sind die Bande, die unser Besuch neu geknüpft hat Viele, die seither abseits standen, ja sich kaum dem Namen nach kannten, sind plötzlich überall nut Begeisterung dabei — der schönste Lohn für den unermüdlichen Amtswalter der Partei und den rührigen, jungen Vorsitzenden des Deutschen Klubs für all ihre große Mühewaltung bei der mustergültigen Vorbereitung unseres Besuches. Alle werden sie jetzt wieder eifriger zu den Gemernschafts- abenden und gelegentlichen Vorträgen kommen, und wenn wir längst in anderen Gewässern sind, werden sie in gemeinsamer Erinnerung an den Besuch des stolzen Sendboten der großen deutschen Heimat über die kleinen Sorgen und die Gegensätzlichkeiten des Alltags zueinander finden. Dies zu wissen, ist auch für uns immer wieder die schönste Befriediaung, wenn wir unter dem letzten Winken und Mützenschwen/en des Abschiedstages wieder hinausgehen, anders Aufgaben und neuem Die aus verwittertem Kalkstein entstandene frucht- bare Blauqraszone bildet aber nur einen kleinen der Stahlproduktton, 72 v. H. der Scheibenglas. Teil Kentuckys. Nach der Ostgrenze zu und in firz-ugung und 75. t> S). bet Westmrgina wird es immer ärmer. In fdjmieriger nesenhasten Werkstatt- der USA! Eine S'm ig Fuhrt muffen zahlreiche Gedirgsstränge überquert der Mutofobrita ton greift outomastsch auf alled'e Serben, die Landschaft wird wilder und schöner, Produktionszweige über, wozu noch yunder. und die Spätherbstsonne zaubert in den völlig un- taufende von Firmen und Angestellten kommen de gepsleaien Wäldern Farbtönungen hervor, wie wir sich mit der Weiterleitung dieser Erzeugnisse an die sie in gleicher Schönheit und Abwechslung aus der Kraftwagenerzeugung befassen. Heimat nicht kennen. Freilich mit den Farmern Die Forderungen der Streikenden sind denjenigen und den Bergleuten — hier gibt es viel Kohle — ähnlich, die durch die Blumsche Sozialrevolution i n ist es schlecht bestellt in dieser Gegend. Wir werden Frankreich verwirklicht worden sind, ähneln in Deutschland vergeblich nach einem Gebiet suchen, I aber in anderer Hinsicht wieder den Bestrebungen, das einen gleich ärmlichen und dabei so ungepfleg- die der sozial fortgeschrittene Teil der Bevölkerimg ten Eindruck macht. Kümmerliche Holzhütten, die I der 08-^. unter ihrem Präsidenten Roosevelt durch- von zwei starken Männern mit Hilfe eines Hebels I zusetzen wünscht. Die Forderungen erstrecken sich zu- von der an den vier Ecken befindlichen Steinunter- nächst auf die Anerkennung der Gewerkschaften auf läge heruntergeworfen werden könnten und in I die Wiedereinstellung Gemaßregelter, auf Alters- behen Pappe die Stelle des Glases in den Fenster., Versorgung, Dreißig-Stunden-Arbeitswoche, S"chs- oertreten muß, sind keine Seltenheit. Aber auch Stunden-Tag, Bezahlung von Ueberftunben usw. hier sind der Schaukelstuhl und die an der Kette Diese Forderungen waren im wesentlichen auch dis ausgehängte Schaukelbank zu finden, die zu den der letzten Riesenstreiks, die die Vereinigten Staaten notwendigsten Bestandteilen der „Veranden" der heimsuchten, z. B. des Textilarbeit^r- armen und reichen Holzhäuser Amerikas gehören, si r e i k s im Jahre 1934, in dem über eine Million In dem Gebirge, das den amerikanischen Osten von Arbeiter für ihre Forderungen kämpften, des H a - dem Mittelwesten trennt, gibt es abseits vom Ver- senarb eiter str ei ks in San Franzisko und kehr einsame Striche, in denen die Menschen noch New Orleans, wodurch 1934 die Gewerkschaften das so leben wie ihre Vorväter, als sie das Schicksal Recht auf Koalitionsfreiheit und Anerkennung her vor 150 Jahren hierhin verschlug. Freilich braucht Gewerkschaften grundsätzlich erreichten. Weiter kam man Zeit, wenn man diese von der Entwicklung es zu dem Streik der Elektrizitätsar« des 19. und 20. Jahrhunderts übergangenen Land- beiter, der zu erbitterten Kämpfen gegen die Na« striche besuchen und kennenlernen will. Volkstums- tionatgarbe führte. Da« Jahr 1935 war gekennzeich« forscher haben hier altschottische Balladen und Ge- net durch weiteres Aufflammen von Teilstreiks So sänge wiederentdeckt, die in den Bergen Schott- träten im Herbst eine halbe Million Braunlands längst vergessen waren. Diese Manschen muß- kohlen arbeite r in den Ausstand, im vorigen ten sich in die unzugänglichsten Winkel eines ameri Jahre traten die Fahrstuhlführer undHei « konischen Gebirges' verirren, dort in Armut und L e r in Neuyork in die Reihe der Streikenden dann Rückständigkeit erstarren, um etwas von ihrem folgten die Hafenarbeiter auf der Westküste alten Volkstum in die neue Zeit hinüberzuretten. Amerikas. Alle diese Streibewegungen hatten die Wenn der Amerikaner das Wort „peasant“ ge- Forderungen, die Lewis jetzt für den großen Streik braucht, das wörtlich übersetzt „Bauer" heißt, so m der Automobilindustrie ausgegeben hat, zum Ge« verbindet er damit den Gedanken an rückständige I genstand. und primitive Menschen, die den hier erwähnten I Erbitterung der Arbeiterschaft ist deshalb so „Hinterwäldlern" entsprechen. An diesem kleinen groß, weil die amerikanischen Trustmagnaten sich Beispiel kann man sich klarmachen, wie die Le- nur t>er Anerkennung der Gewerkschaften ge- griffe der Nationen voneinander abweichen und ^enüber ablehnend verhalten, sondern in Verbindung wie man sich aufeinander einstellen muß, wenn anderen Leitern der amerikanischen Produk- man sich wirklich verstehen will. I rl0n eine Macht im Staate bilden, die durch ihre Erleben entgegen! Noch ein morgendlicher Ausritt weiter ms Innere, wo es zahlreiche Flüsse und andere Hindernisse zu überqueren gilt, ein köstlich kühler Trunk ,m deutschen Heim und ein erfrischendes Bad. Endlich das bezaubernde Gartenfest bei der liebenswürdigen Frau Gr — das sind die Höhepunkte dieser letzten Tage. Nach dem großen Bordempfang für die deutsche Kolonie und zahlreiche geladene braftha- rrische Gäste bricht der Abschiedstag an. Bis Amerikas, ist von ihm inszeniert worden. Um sich einen Begriff von der riesenhaften Ausdehnung der General Motors Corporation zu , machen, muß man bedenken, daß dieses Untemeh- herrschen, eine wichtige Einnahmequelle. Nur ein men in 70 Betrieben rund 275 000 Personen beschäf- Heiner Teil des Landes wird nach jahrelanger I tigt, darüber hinaus aber — denn der Kraftwagen- Weidenutzung vorübergehend im Ackerbau verwen- bestand in USA. übersteigt die Ziffer von 25 Millio- det, um Tabak, Weizen und Mais hervor- nen — die Autoindustrie mit der beste Abnehmer zubringen. Der Tabakbau und überhaupt der Acker- aller eisenerzeugenden Zweige der amerikanischen bau erfolgt auf den größeren Farmen in der Volkswirtschaft ist. Sie verbraucht rund 28 v. H her Hauptsache durch kleine Teilpächter, die ein Nickelproduktion, 12 v. H. der Zinnproduktion, kümmerliches Dasein führen. Man kann hier, was 35 D H. der Bleiproduktion, 17 v. H. der Kiinler- im Mittleren Westen nicht möglich ist, auf dem prduktion, 15 v H. der Zinkproduktion, 22 v H. Lande soziale Unterschiede entdecken, die in Anlehnung an britische Vorbilder einen Trennungsstrich zwischen den Landeigentümern und den kleinen Teilpächtern ziehen. Während sich weiter südlich der Teilpächterstand hauptsächlich aus Negern zusammensetzt, sind hier die weißen Pächter vor- Schon seit Tagen befinden wir uns in dem Ge- . biet, das die Agrargeographen als die „W inter- weizen- und Maiszone" bezeichnen. Unser Weg zum Atlantik führt durch das Land, das zwischen dem „Norden" und „Süden" gelegen ist. Wenn auch seit dem Bürgerkrieg — einem der asten Geschehen der Weltgeschichte —, der um Befreiung der Neger, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen von den Nordstaaten gegen die Südstaaten geführt wurde, mehr als 70 Jahre ins Land gegangen find, so sind doch die Gegensätze zwischen diesen beiden Teilen der Union noch lange nicht geschwunden. Der „Alte Süden" trägt aristokrattsche Züge, seine Baumwoll- k u l t u r e n sind ohne die Herrenschicht der Grundeigentümer und die kleinen Negerteilpächter kaum vorstellbar. Im Norden des inneren Kontinents, wo auf Grund des Heimstättengesetzes von 1862 das Land in Stücken von etwa 65 Hektar vergeben wurde, haben die Familienbetriebe der Landschaft das Gepräge gegeben, hier wurden die (Eigenarten entwickelt, die wir als typisch amerikanisch ansehen. In der Zone zwischen dem Norden und Süden auf dem Weg zum Atlantik sehen wir gutes und schlechtes Land in bunter Folge. Auf dieser Wegstrecke wird es uns so recht klar, wie groß die Unterschiede zwischen arm und reich auch in den ländlichen Bezirken Nordamerikas sind. Es fällt auf, daß im Vergleich zu den nördlichen Landstrecken die Diehwirtschaft — wenigstens bei Schweinen und Rindvieh — weniger entwickelt ist. An vielen Stellen züchtet man Pferde und vor allem Maultiere; die letzteren werden in großer Zahl in die Baumwollzone ausgeführt. Der Hauptunterschied gegenüber der Maiszone ist aber das ziemlich starke Hervortreten des W i n t e r w e i - zens neben dem Mais, der auch hier die wichtigste Grundlage für die Viehfütterung bildet. Die infolge der Trockenheit dürftigen Maishocken stehen noch auf den Feldern, während die Wintersaat ohne viel Vorbereitungen zwischen die Maisstoppeln eingedrillt wird. Dort, wo die Maishocken stehen, bleibt ein Streifen frei, oder man fährt auch mit her Drillmaschine im Bogen um sie herum. In Zentralkentucky sämt man den Weizen in die abgeernteten Tabakfelder: wir beobachteten, wie mitten zwischen der grünenden jungen Saat die alten Tabakstrünke bei dem schönen Herbstwetter noch einmal Blätter entwickeln, denen der erste Frost ein klägliches Ende bereiten wird. Auch hier wieder ist das Streben zu erkennen, möglich st wenig menschliche Arbeit aufzuwenden. Es kommt in Amerika nicht darauf an, viel von der Fläche zu gewinnen, sondern die Erzeugungskosten auf eine möglichst geringe Höhe herabzudrücken. . In Zentralkentticky — dem Land der schonen Frauen, rassigen Pferde und des scharfen Tabaks — wird noch einmal eine Pause eingelegt, ehe wir in zweitägiger Fahrt die Appalachischen Gebirgszüge durchstoßen. Um Lexington herum, in der berühmten Blaugraszone — das Blauaras entspricht unserem Wiesenrispengras —, hat die Zucht von Renn- und T r a b e r p f e r d e n ihre Heimstätte gefunden. Das Land mit seinen saftigen Weideflächen, wo unter schattigen Baum- gnippen die edelsten Pferde friedlich grasen, die gepflegten, weiß angestrichenen Umzäunungen und die vornehmen Herrensitze vermitteln den Eindruck einer schönen Parklandschaft. Die Zuchtbetriebe für Rennpferde, von denen wir einige besuchen, sind nicht Farmen im eigentlichen Sinn des Wortes, die Besitzer sind häufig Industrielle, für die Pferdezucht und Rennsport ein Steckenpferd ist und die in her schönen Landschaft Zentralkentuckys sich ihre Autostraße und eine Eisenbahn mit der Hauptstadt verbunden, sollte sie dazu dienen, die Truppe für die Umsturzpläne des Generals zu gewinnen. Hier brach dann auch die blutige Revolution des Jahres 19 34 aus, die aber schließlich in verhältnismäßig kurzer Zeit mit dem Sieg der regierungstreuen nationalen Truppen endete. Der Kapitän, der mich führte, durch und durch Soldat, eine energische sympathische Persönlichkeit, hat sick, wie ich später erfuhr, bei der Rückeroberung oes Geländes besonders ausgezeichnet und führt heute eine der drei Kompanien des dort garnifonierten Jägerbataillons. Er erwies sich, als ich ihn mit seiner Familie bei unserem Bordempfang begrüßen durfte, als ein ebenso überzeugter Freund und Verehrer des nattonulsozialistischen Deutschlands, wie sein Distriktskommandeur, der nach der Niederwerfung der Revolutton mit starker Hand den Staat Pernambuco von kommunisttschen Elementen gereinigt hat. Seine nach deutschem Vorbild ausgebildete Brigade heißt im Volksmund „brigada Alemanha“. Nach der beachtlichen Hitze hier draußen tut die rasche Fahrt im offenen Wagen herrlich wohl, und ein erfrischendes Bad am Strande von Boa Diagem beschließt den erlebnis- brasilianischen Hasen, gut 1000 Meilen nordwärts, t den angrenzenden Gebieteri nach' entgegen /u steuern, wo wir zwischen den unge- men und von hier aus ihre Wohchitze weiter nach beuten Urwaldusern des größten Stromes her «üben ausdehnten. Es ftanbelt f'd) J"” bl? Erde des Amazonas, ankern werden. Auch sch-n, di- wahrscheinlich neben d-n Franzosen Os hier erwartet uns die klein-, nur rund 50 Kopse kauadas sich auch IN der neuen Heimat a m st a r r zahlende Deutsche Kolonie freubigen Herzens unb Uten bäuerliche Aug° bewahrten E der Seemann träumt von Urwald, Krokodilen und wäre eine lohnende Ausgabe, den Einstichen von Indianeraeicki-hten Volk und Rasse im nordamerikanischen Raum noch. Indianergeschlchten. ________ .„spüren, die größer sind, als es bei der gleich- madjenhen amerikanischen Zivilisation zunächst Den ^.Steinhäger Urquell ■ Sdiei btnalas» lierMAiM her Sine »ng । auf alle bHe die fyirtit* n tommen die ^euMe an die L’nben^r. BZ DL KL e '°M nn, L« ■,ril*ion Of 1 ®.reens ie sbie ”'s bie gu. Ü'"-. Sich. Muli 193S '' Seit ift bet °f*tn khr zu. »uns bat ‘’M ch »der We m der , t6en neuem, latwn die Bei. ^'gewaltige ttel dieser Pro. »eiträgen ftam. ,en müssen, die en Streikbewe» mde Rolle ge, iesenstreik )ien Autofabrik orten. Mafien Aus- orporation zu 'ieses iinterneh. Personen beschas. >er Krastrvaaen' r non 25 Mio. beste Abnehmer amerikanischen md 28 ö. der Ainnproduktion, h. der Tupfer, uttion, 22 v h, - ter -rast t Volks, sollst $n Hb Lpser ben! i smd denseniqen siairevolution i n n sind, öhnUn en Bestreb'Wen, der Bevölkerung i Roosevelt durch- erstrecken sich W- ewerkschasten auf [fer, aus Alters- ntswockie, W' [ebcrftunben ujiv. entlichen euch dir reinigten Staaten :tilarbeil^’ Über eine Mi^on impft«' des m Zlwzis « « zewerkl»-«-" *' Snertennun» * (fiten. Beit« M ttrisit’t.50? ifen ->-««b,e 1 wert S"§" bann Mstküste *sS StKi" B ift »**i 5«S;« SO P tie5M ,u könne"- SSgtfi aB ,8e OL mm etaerung. mittags 9% Uhr, zu Merlau aus ter 1142 bis 1249 li> 10 von Num- ;trafce &iefyn- igert: 312D ittf. 1,68 im. )td. 3,18 im. Std.l,62;R1.3 1152 61(1. 3,05; ;b 59 6W. 33,93; 71 Stck. 79,46; 1.3a 1 Stck. 0,91; e A. 51 Stck. 1,48 hn. 3a 1 Stck. 0,851m. ,3b 6 Stck. 2,03; rung werben nur r zugelaßen. D i Zweck kann M >hr zur Verfügung her einzusehen, j gerung nicht M- istunft durch * u und d°s uS die ihn °ll' mber 1936 W* «nn h-bl- C erunj K ihren nissen leboch Wen Sachen gegen b° eien Personen der iigt r-Ohmen. >ngen ’tei Lich. . Btunneniwj ^a^^ßMel: ockhoil ,. AB 6< B*4)'8'* Ä ,2 wit*- V E i IU-H- E inE.s 8«* rdS'V * >• w AZS Nr. 13 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zamrtag, Ib.Zanuar 1931 Das neue Landschulheim Keffelbach. Das Landschulheim. — Die völkische Erziehungs- und Charakterschule. der Charakterbildung die Kräfte des Ein« zelnen stärke, jene Kräfte, mit denen er dereinst der Volksgemeinschaft dienen werde. Er forderte zu tat« kräftiger Mitarbeit in der Sache des Landschulheimes auf. Lchulrat Nebeling In Anwesenheit aller Schulvorstände aus dem Kreise Gießen wurde gestern das Landschulheim Kesselbach seiner Bestimmung übergeben. Dieses Landschulheim wurde vom Kreisschulamt Gießen aus eigener Initiative geschaffen. Die Schaffung des Heimes in Kesselbach wurde dadurch möglich, daß in diesem Orte eine Lehrerstelle gestrichen werden konnte, ein Schulsaal, sowie auch eine geräumige Lehrerwohnung frei wurde, Räume also, die für das Landschulheim zur Verfügung gestellt werden konnten. Das Heim, das den Kindern der Volksschulen des Kreises gewidmet sein soll, liegt landschaftlich überaus bevorzugt. Das Schulhaus liegt über dem Dorfe auf einem Höhenrücken und von allen Fenstern aus ist ein herrlicher Ausblick über die hügelige Umgebung möglich. Die Einrichtungen des Landschulheimes gestatten die Unterbringung von 60 Kindern. In der ehemaligen Lehrerwohnung wurden die Schlafräume eingerichtet, auch im Dachgeschoß konnten Betten untergebracht werden. Der große Tagesraum liegt zu ebener Erde. Die Waschräume und die Küche liegen im Keller. Amtstagung der Schulvorstände. Mit der Uebergabe des Landschulheimes in Kesselbach an seine Zweckbestimmung war gleichzeitig eine Amtstagung der Schulvorstände des Kreises Gießen verbunden. Diese Tagung stand ganz unter dem Landschulheim-Gedanken. Schulrat Nebeling gab einleitend Mitteilungen bekannt. Er sprach zunächst über die beschränkten Möglichkeiten einer Versetzung; von den Lehrern werde erwartet, daß sie der Sache des Luftschutzes alle Aufmerksamkeit zuwenden, und es wurde ferner darauf hin- geroiefen, daß sich in Zukunft auch die technischen Lehrerinnen stärker in den Dienst der Volksgemeinschaft stellen sollen. Sehr erwünscht sei die Schaffung von Schulgärten. Schulrat Nebeling machte ferner Ausführungen über die Berücksichtigung der Schule in den Haushaltsplänen der Gemeinden. Hingewiesen wurde außerdem darauf, daß sich die Lehrerschaft dafür einsetzen möge, daß schöne alte und mit der Ortsgeschichte verbundene Wege-, Platz- und Straßennamen erhalten bleiben. Nach einer kurzen Pause wandte sich die Versammlung dem eigentlichen Thema des Tages, dem Landschulheim-Gedanken, zu. Schulrat Nebeling erörterte zunächst die psychologischen Gesichtspunkte, die die Partei veranlaßten, dem deutschen Volke eine neue Lebensordnung zu geben. Klar sei die Erkenntnis, daß zwischen dem einzelnen und der Gemeinschaft des Volkes eine schicksalhafte Wechselbeziehung bestehe. Deshalb müsse der Mensch zum Gemeinschaftswillen erzogen werden. In der Schule könne man wohl von einer Gemeinschaft sprechen, aber sie sei noch nicht als vollkommen zu erachten. Das gelte hauptsächlich für die Schule in der Stadt. In jüngster Zeit seien ober auch hier erfreuliche Fortschritte gemacht worden. Das Schullandheim solle nun zur Vertiefung der Schulgemeinschaft führen. Deshalb habe im Kreis Gießen ein eigenes Schullandheim geschaffen werden müssen. Mit dem Landschulheim Kesselbach seien günstige Voraussetzungen gegeben. Ideal seien die landschaftlichen Verhältnisse, zwei Minuten Weg nur fei der Wald entfernt, nahe sei ein Schwimmbad anzutreffen, ein Turnplatz sei auch vorhanden. Wichtig sei, daß für kaum eine Schule unseres Kreises bedeutende Unkosten für Fahrgeld erwachsen könnten, da das Heim von vielen Orten aus in einem Tagesausflug zu erreichen sei. — Nach diesen einleitenden Be- imerkungen sprach Lehrer Stoll, Wieseck rüber die schulische Vorbereitung eines Äandschulaufenthaltes, durch die erreicht werden solle, daß die Erlebnisse auch zu Erkenntnissen tatsächlicher Art werden und nicht nur romantischer Eindruck bleiben. Den Kindern solle die Landschaft, die Bevölkerung, Sitte und Gebrauch, wirtschaftliche Bindung usw. nahe gebracht werden. Die Kinder sollten Anhaltspunkte eines Wissens bereits mitbringen, um dann an Ort und Stelle die Erscheinungen besstr verstehen zu können. — Heber die praktische Vorbereitung sprach Lehrer Gandenberger, Holzheim. Er gab zunächst eine Gegenüberstellung des Schulausfluges von einst und heute. Er wies darauf hin, daß ein Schulausflug, und mehr noch ein Schullandheim-Aufenthalt, auf das sorgfältigste vorbereitet sein müsse. Seine praktischen Anregungen bezogen sich insbesondere auf die Ausrüstung der Kinder, die Vorsorge für Verpflegung und Schlafen, die Reise mit der Bahn oder zu Fuß, die Organisation der Ausflüge und die gesundheitliche Betreuung der Kinder. Im dritten Referat sprach Rektor Kirab, Heuchelheim über feine bisherigen Erfahrungen aus Landschulheim-Aufenthalten. Er schilderte den Ablauf eines Aufenthaltes mit seinen Schulkindern in Rüdesheim und die vielen anregenden Ereignisse, die dieser Aufenthalt den Kindern vermittelte. Er schilderte, wie die Kinder bei langen Gesprächen und Führungen mit dem Winzer, dem Fischer, dem Schiffer usw. bekannt wurden und damit das eigene Wissen erweiterten. Der Redner schloß seinen Bericht mit dem Hinweis, daß ein Landschulheim-Aufenthalt nur unter der Voraussetzung der Disziplin und der herzlichen Bereitschaft des Lehrers zur schönen Sache möglich sei. Lehrer Henkel, Daubringen sprach kurz über die praktische Durchführung eines Landschulheim-Aufenthaltes. Er kennzeichnete' die Systematik des äußeren Tagesablaufes und schloß seine Betrachtungen mit dem Hinweis auf die Stärkung der Heimatliebe und der Vaterlandsliebe durch den Aufenthalt in anderer schöner deutscher Landschaft. Abschließend referierte Rektor Siegfried, Großen-Linden über einige grundsätzliche Erkenntnisse ausder Schullandheim - Bewegung und deren Auswirkung für die Zukunft. Er ging dabei von einem Worte 3)ans Schemms aus, der den Schullandheim-Aufenthalt als ein wahrhaft völkisches Erziehungsmittel bezeichnete. Der Schullandheim - Aufenthalt stelle eine Erziehungs- und Charakterschule dar. Das gesamte Schulleben werde durch diese neue Einrichtung neu durchpulst. Schule und Schullandheim treten in rege Wechselbeziehung von Geben und Nehmen. Das Schullandheim werde zum pädagogischen Bekenntnis. Es vermittle körperliche Bewegung, Stärkung der Widerstandskräfte, Naturoerbundenheit, Lebensnähe, Selbständigkeit und Gemeinfinn, es fördere das Interesse an anderen Kulturkreisen, schaffe Volksverbundenheit von Jugend auf, und führe zu inniger Kenntnis von Land und Leuten. Die Jugend werde kämpferischer, einsatzbereiter und richte sich in nationalem Sinne aus. Die Stadtjugend erlebe den Bauern und lerne seine Arbeit schätzen, das Stadtkind gewinne Sinn für Natur und Volkstum. Rektor Siegfried sprach noch kurz über die Gestaltung des Unterrichtes im Landheim und schloß seine Ausführungen mit dem Hinweis, daß das Schullandheim als eine Hochschule wies zum Abschluß der Vorträge darauf hin, daß recht viele Schulen Gelegenheit finden möchten, Landschulheim-Aufenthalte durchzuführen und sich dabei die bisher gemachten Erfahrungen zunutze zu machen. Insbesondere gab er noch einige Aufklärung über die praktische Durchführung eines Aufenthaltes, wie er im Landschulheim Kesselbach möglich ist. Schließlich gelangte zum Abschluß der Tagung ein Film zur Vorführung, der die Erlebnisse der Schulkinder von Großen-Linden bei einem Aufenthalt an der Bergstraße schilderte. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler schloß Schulrat Nebeling die außerordentlich anregende Tagung. Das Schullandheim Kesselbach, das unter der Initiative des Kreisschulamtes Gießen geschaffen wurde, um den Kindern der Volksschulen des Kreises die Möglichkeit zu achttägigen Aufenthalten in schöner Lagerkameradschaft zu geben. Das Heim wurde gestern seiner Bestimmung übergeben. (Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) W -i - - - Aus der Provinzialhauptstadt. Kinderspiele auf der Straße. Zu jeder Jahreszeit spielen die Kinder auf der Straße. Es gibt trotz des Verkehrs immer noch Nebengassen und Plätze, gleichsam Inseln genug, wo sie bis zu einem gewissen Grade ungestört sind. Viele Spiele fallen uns im Vorübergehen gar nicht als solche auf: Wir sehen und hören nur Lachen, schreiende anfeuernde Zurufe, glühende Gesichter, tolles Dahinjagen und keuchendes Einanderhetzen und Fangen. Es sind die uralten, einer plötzlichen Eingebung und Laune zu verdankenden „Nachlauf- und Versteckspiele", „Drittenabschlagen" und „Plätzewechseln" von Baum zu Baum oder quer über die Straße von Steig zu Steig. Die freien und meist nur kurz währenden, im Verlangen nach Abwechselung einander ablösenden Spiele behaupten sich, unabhängig vvm Kalenderablauf, das ganze Jahr hindurch. Die anderen, auffallenden Straßenspiele, die von einem Spielzeug abhängen und die Kinder mehr einzeln beschäftigen, haben dagegen ganz bestimmte Spielmonate: Solange man kalte Hände bekommt, werden keine Kreisel über den Asphalt gepeitscht, und keine bunten Gummibälle fliegen zwischen geschickt auffangenden Mädchenhänden her und hin. Dagegen ist in den ersten Frühlingswochen das Reifenschlagen beliebt, das rasch erwärmt und in späteren Monaten keine fröhliche Angelegenheit mehr wäre, sondern eher schon eine schweißkostende Anstrengung. Aber wenn die Knaben ihre Hosentaschen mit Marmeln füllen und mit kleinen Eisen- und Achatkugeln einen Teil oder das Ganze eines gemeinschaftlichen Einsatzes aus einem kleinen Kreis als Gewinn herausschietzen, muß es schon Juni und der Boden sonnenwarm geworden sein. Am meisten zeitgebunden aber sind die winterlichen Spiele, die teils mit, teils ohne Spielgeräte ergötzen. Der Himmel muß Schnee und Frost schenken, sollen die kleinen Schlitten vergnügt durch die Straßen bimmeln. Und wie wäre eine lustige Schneeballenschlacht der Knaben möglich ohne das himmlische Flockengewimmel! Es muß schon tüchtig schneien und dazu gefrieren, soll sich der Schnee zu Kugeln ballen oder gar zu mächtigen Blöcken zusammenwälzen lassen, aus denen riesige Schneemänner gefügt und geformt werden. Um die Jahreswende sah es diesmal schlecht aus Melmann hat einen freien Tag. Von Lldo Wolter. Nickelmann, Schupowachtmeister in Stettin, sieht durch das lange, hohe Kasernenfenster auf den Hof . hinab, hinüber zu dem Tor, durch das gerade zwei Stubenkameraden der Stadt zu verschwinden. Er . trommelt ein wenig unentschlossen gegen die Fen- ' sterscheiben. Ihm ist, was selten genug bei ihm öorfommt, ein wenig trübselig zumute. Der Teufel mag wissen, woher es kommt. Vielleicht das Wetter, dieser tröpfelnde Regen, vielleicht auch das Wissen, daß die beiden da vorne jetzt ihre Mädels abholen, irgend etwas ist nicht in Ordnung. Nickelmann, dessen Vater draußen in der Vor- 1 ? ptabt ein geruhiges Käptendasein in Pension führt, wendet steuerbord und haut sich in einen Stuhl. Tatsächlich, er ist allein im Zimmer. Die zwei sind gegangen, einer schiebt Wache, die anderen ... Er guckt mißmutig die Achseln. Jedenfalls hat jeder etroas vor, nur er nicht. Wird am besten sein, wenn er die Eltern draußen aufsucht. Nickelmann rückt ein wenig herum und starrt tauf die leeren Betten. Kaserne? Gut und schön, er iroar mit Eifer dabei diese ganzen Jahre, es hat «hm Spaß gemacht und alles war goldrichtig, er j hat sich nie den Kopf zerbrechen brauchen über das swas Pflicht ist und was nicht, weil es einfach selbstverständlich war. Aber jetzt — jetzt muckt er nuf. Ohne Drückebergerei vor sich selbst. — Er hat Sie Kaserne über, er will seine eigenen Wände um isich haben, so allein mit... na ja. Ein Anrecht hat er ja jetzt bereits darauf, nach den langen Dienst- gahren. Aber was nützt die schönste Bude ohne Frau! Siehst du, da sind wir wieder beim Anfang Nickelmann langt sich eine Zigarette aus dem Spind. Wird Zeit, daß man endlich geht, sich fertigmacht, anstatt hier herumzuhocken. Mit einem 's kurzen Ruck, so als ob er draußen auf dem Sport- j platz zum Kugelstoß ansetzen wollte, erhebt er sich, tritt vor den schmalen Schrank. Uniform? Zivil? Q£r überlegt einen Augenblick. Uniform natürlich, i Wozu hat er die Extra? * I Das Wetter draußen ist wirklich zum Jungehundekriegen. Tare zur Vorstadt runter? Ist heute schon spät geworden, sonst ist man erst abends bei ben Alten draußen. Wozu auch sparen, wenn man richt weiß, für wen... Nickelmann winkt einer Taxe. Fährt verdammt langsam der Kerl, wahr- icheinlich auf Greifen, aber immer noch schnell genug, daß man ihm nichts nachweisen kann. Soll ihm heute übrigens egal fein, steht ja nicht im Dienst. Verdutzt starrt Nickelmann auf den Fahrer, der gerade dabei ist, die Papiere herauszuholen. Weiß der Teufel, warum ihn das ärgert in diesem Augenblick, irgend etwas paßt ihm plötzlich nicht dabei. Hastig steigt er ein, schmeißt den Schlag hinter sich zu, bis der andere begriffen hat und grinsend mit ihm loszuckelt... Sie rutschen die Altstadt mit ihren verwinkelten Straßen hinunter. Der Kerl legt ein Tempo vor, ein geradezu unvorschriftsmäßiges Tempo sozusagen. Muß doch wissen, daß er hinten im Fond ... Natürlich hat er keinen Dienst und der andere glaubt vielleicht, daß er es eilig hat, weil irgendwo jemand auf ihn wartet. Und dann diese verfluchte Kurvenschneiderei, über die er sich jedesmal ärgern muß, wenn er im Dienst auf Streife ist. Wenn auch Sonntag ist und die Straßen leer. Aber einmal kann es doch... Nickelmann denkt nicht weiter. Er duckt sich nur ein wenig, er handelt instinktiv so, wie er es einmal gelernt hat bei einer Jnstruktionsstunde irgendwo . Er hört es scheppern und flirren vor sich, spürt wie der Wagen hm und her haut, verzeichnet so nebenbei das ekelhafte Quietschen der Bremsen, das Fluchen des Fahrers und richtet sich wieder auf, um den Schaden zu betrachten. Scheint schön wüst auszusehen da draußen! Nickelmann drückt und rüttelt an der Tür, die mit einem Male klemmt, stemmt noch einmal energisch und steht dann im Sprühregen dicht vor einem Schaufenster und neben der Taxe, aus der sich soeben fluchend der Fahrer freimacht. Nickelmann tritt vor. Erst mal Tatbestand, Scheinwerfer hin, Stoßstange verbeult, Kotflügel wie durch die Wurstmaschine gedreht. Bei dem anderen da drüben ähnlich ... Schade um den neuen Wagen. Nickelmann beobachtet, wie sich der Fahrer des anderen Autos langsam aus dem Sitz erhebt. Scheint ein wenig behämmert zu sein, der Junge, hat noch immer Haube und Brille auf und weiß anscheinend noch nicht, was los ist. Nickelmann sieht kurz zu dem Menschenschwarm hinüber, der sich im mer dichter um die Unglücksstätte zwängt. Das liebliche natürlich. Und kein Kamerad in der Nähe. Wenn er wenigstens Zivil ... Egal. Jetzt erst nochmals Tatbestand. Schuld liegt auf beiden Seiten. Beide Kurve geschnitten und sich nicht gesehen bei der winkligen Straßenkreuzung. Nickelmann geht langsam um die Taxe herum, drängt ein paar Neugierige zurück und betrachtet einen Augenblick stumm seinen Fahrer, der bereits vor dem anderen Wagen steht und auf den Fahrer einflucht wie acht Mann zusammen. Eine Schnauze hat der Kerl ... Na ja, gehört ja wohl dazu ... Nickelmann starrt auf die Hände des anderen, der jetzt endlich Kappe und Brille vom Kopf würgt. Verdimmich, das ist doch ... Sieht beinahe wie ein Junge aus, wie so ein junger Kerl, unter der Haube ... Aber tatsächlich, es ist ein Mädchen, ganz nette Puppe, aber ganz bleich im Gesicht, nachdem sie soeben noch ganz geschwollen vor Röte war. Nickelmann starrt noch immer. Richtig, er muß jetzt wohl im Dienst sein, trotz seines freien Tages, kann auch wirklich nur ihm passieren. Er sieht schon den Tränenstrom, sowas ist ihm immer peinlich, er wird ein wenig barsch. „Na, nun erst mal hoch, Freäulein! Raus aus dem Sitz. Scheint ein bißchen länger zu dauern, als wie Sie um die Ecke gekommen sind ..." Teufel! Das hätte er nicht sagen sollen. Heulen so leicht, diese Mädchen. Nickelmann schickt seinen wildgewordenen Fahrer fort, um einen Kollegen vom Dienst heranzubringen. Während der andere brummend abschiebt, bekümmert er sich erst einmal um die Menschenmenge. Weitergehen und so ... Der alte Schmus ... Als ob man damit auch nur einen Mann vom Fleck bekommt. Na, soll erst der Kollege da sein. Eine klägliche Stimme ruft ihn heran. Vor ihm in der Menge kichern einige. Nickelmann wirft einen amtlichen Blick in die Gegend und geht zu der Fahrerin hinüber. Irgendwo fühlt er ein menschliches Rühren. So'n junges Ding. Aber das mit der Heulerei, das muß ein Ende haben. Kann er nicht leiden ... „Herr Wachtmeister!" Kennt man schon, bloß kein Geschmuse! Nickelmann fühlt sich irgendwie ein wenig verlegen vor diesem Flehen. „Anfassen", raunzt er. „Erst mal die Wagen auseinanderbringen und runter damit vom Bürgersteig". Er schiebt die Fahrerin nach hinten an den Wagen, nur damit sie einen Platz hat, sieht in die Zuschauer. „Ein paar Mann ran. Bißchen dalli. Sonntagshandschuhe ab und los." Und damit stemmt er sich auch bereits gegen den Wagen und das Fräulein tut, als ob sie schiebt, und ein paar Kavaliere machen sich frei von der kichernden Begleitung und fassen wirklich mit an. Und wie Nickelmann aufsieht, entdeckt er in der Ferne auch schon einen Kollegen und den Fahrer, der herangewetzt kommt, um natürlich als erster Aussage machen zu können und dazwischenzumeckern ... * Es geht so langsam in die Dämmerung, als alles in Ordnung ist. Der Stau hat sich verlaufen, die Taxe ich abgehauen, der Kollege gegangen. Hätte eigentlich auch schon gehen können, aber das Möbel ... Nickelmann läuft nun auch schon zum dritten Mal um den Wagen herum, um an di* andere Motorseite zu gelangen. Hat natürlich feil» Ahnung, das Mädel. Ausgerechnet er muß helfen. Hat ihn so angesehen, ja, wie zu Anfang, und da hc^ er sich herangemacht an den Motor. Sieht schö» aus, die Extra-Uniform. Ist ja nun egal. Tut ihr» leid, das Mädel, ist gar feine „Feine", sonder» Tochter von einem Bäckermeister, der sich den Wa» gen erst vor einer Woche für Geschäftslieferungen zugelegt hat und gerade mit der Frau irgendwo ift der Stadt auf Stippvisite ist. Nickelmann weiß das alles aus dem Protofoll des Kollegen. Und da hat nun dieses Mädel mit dem neugebackenen Führerschein heimlich den Wagen aus der Garage ... Das Hinterteil müßte man ihr vergerben, müßte man ... Nickelmann sieht den betreffenden Körperteil, so wie er dasteht, über den Motor gebeugt, dicht vor sich, richtet sich ein wenig hoch. „Wird schöne Augen machen", sagt er, „ber Chef ..." Er will noch etwas meckern über Reparatur unb so, aber sie macht schon wieder solche Augen. Stumm rutscht er in den Sitz, brückt ben Starter, gibt Gas. Der Motor läuft. Sie steht dicht bei ihm. „Ich fahre nicht heim. Wenn sie fahren wollen, Herr Wachtmeister, ich kann jetzt nicht an’s Steuer" Sie stockt. „Sie müssen sagen, daß ich bloß die Hälfte Schuld, müssen Vater ..." „Vater?" knurrt Nickelmann. Aber irgendwie hat er plötzlich vergessen, daß er eigentlich im Dienst ist. Gefällt ihm immer mehr, die Kleine, und wie sie ihn immer ansieht ... „Und wenn Sie eine Tasse Kaffee mit uns trinken wollen, ich meine, daß man dann alles leichter ... und daß ..." Und dann ist es wieder still, und Nickelmann läßt den Motor zum zweiten Male anlaufen, und dann setzt sie sich wirklich neben ihn. „Herr Wachtmeister ..." „Sagen Sie nicht immer Wachtmeister", sagt Nickelmann und achtet auf die Straße. Er wird sich nachher vorstellen beim Aussteigen, wird die Tasse Kaifee nicht ausschlagen. Er fühlt sich plötzlich versucht, zu pfeifen, ihm ist ungeheuer froh und zufrieden zumute. Man wird sich wiedersehen, natürlich wird man sich wiedersehen, sie siebt ihn ja immer noch von der Seite an. Er blickt zu ihr hinüber unb wagt zum ersten Male ein kurzes Grinsen. Plötzlich unb jäh erinnert er sich, baß ja heute fein freier Tag ist, fährt ben Wagen in elegantem Bogen vor bem bezeichneten Hause vor. „Wirklich, Ihr freier Tag?" sagt bas Mädchen. „Soll einer noch sagen, daß die Polizei nicht hilfsbereit sei", brummt Nickelmann und streckt jäh den Arm aus, um ihr aus dem Wagen zu helfen. Die deutsche Rrbeitofront ? n.g.=bcmeinfdiaft „Kraft öurd) frruöc" Alle Teilnehmer sehen sich mit ihren Ortsgruppen in Verbindung, die Ortsgruppe mit den Linsteigebahnhöfen. Die anliegenden Ortsgruppen müssen diesen Sonderzug benutzen. Kreisleitung Wetterau der NSDAP. Hitler-Zugend Sann 116. Betr.: Kreisappell am 17. Januar. Am kommenden Sonntag, 17. Januar, pünktlich 9.40 Uhr, treten alle Unterbann- und Gefolgschaftsführer, sowie Stellenleiter und Mitarbeiter des Bannes in vorschriftsmäßiger Winterdienstuniform mit HJ.-Mantel an der Dienststelle des Bannes 116 an. Im Anschluß an den Kreisappell findet eine kleine Besprechung auf der Banndienststelle statt. Velr.: Vannführerschule. Alle für die Bannführerschule bestimmten Gegenstände werden am kommenden Sonntag in der Zeit von 16 bis 22 Uhr bei den Gefolgschaftsführern abgeholt. Belr.: Linkreffen der Lehrgangsteilnehmer. Alle Lehrgangsteilnehmer müssen am 17. Januar bis spätestens 15.30 Uhr eingetroffen sein. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaguach- mittag geschlossen. Leder hust dem WHW ! Opferspenden vom Lohn oder Gehalt sind an das Vinterhilfswerk des Deutschen Volkes, Kreisführung Wetterau in Gie^ ßen, Postscheckkonto Nr. 23633, oder auf dessen Bankkonto 6100 bei der Vezlrkssparkasse Gießen zu überweisen. Appell -es Kreises Wetterau am 17. Januar um 10.30 Uhr in der Volkshalle ju Gießen mit winterlichen Spielmöglichkeiten. Aber die Kinder wußten sich zu helfen. Sie holten die Roller und Rollschuhe herbei, von denen manche funkelnagelneu glänzten wie vom Gabentisch des Weihnachtsfestes. Manche Knaben hatten sich noch allerlei Knallkörper vom Silvester aufbewahrt, namentlich Zündplättchen für kleine Kinderpistolen, mir denen sie „Räuber und Gendarm" spielend, in der Dämmerung durch die Straßen lärmten. Jedenfalls werden die Kinder auch den weiteren Launen dieses Januar mit Gleichmut begegnen und auf seine außergewöhnlichen Witterungen mit außergewöhnlichen Spielen anttoorten, die ihre unerschöpfliche Phantasie schon zu finden und zu erfinden weiß. V. B. Vornotizen. Tageskalender für Samstag. lenskraft mit künstlerischer Empfänglichkeit, Geistiges und Vitales in einzigarttger Weise mischen, zuweilen überspielt von einer köstlich humorigen Schalkhaftigkeit, die aus den leuchtenden Augen blitzt." Der Künstler, der zugleich Dirigent eines Berliner Kammerorchesters ist, wurde im vergangenen Jahre als Lehrer an die Münchener Akademie der Tonkunst berufen. (Siehe heutige Anzeige.) Volksgemeinschaftsabend des Jungvolks. Am 18. Januar haben in Gießen die Pimpfe etwas besonderes vor. Schon die ganze Woche trommeln sie zu ihrem Volksgemeinschaftsabend im Cafs Leib. Aufrichten soll sich jeder im Gemeinschaftsabend von der Mühe des Alltags. Die Jungvolk- jungen kommen mit Eltern und Volksgenossen zusammen und singen, sprechen und spielen mit ihnen. Sie rufen jedes offene, frohe, lachende Herz auf. Es gibt keine Zuhörer mehr, sondern nur noch eine große begeisterte Gemeinschaft. Fähnlein 21 „Gorch Fock" trommelt zum Volksgemeinschaftsabend am 18. Januar um 20 Uhr im Cafö Leib. (Siehe heutige Anzeige.) Heimatabend des L.-V. Volkstum und Heimat. Am morgigen Sonntagabend veranstaltet der L. V. H. im Cafe Leib einen großen Heimatabend unter dem Leitwort: „Hessisch Volk spricht, singt und tanzt". Vier bekannte Mundartdichter unseres Gaues aus dem Hüttenberg, Schlitzerland, Nassauerland und Odenwald kommen persönlich zu Wort, der Mädchen- und Frauenchor Klein-Linden unter Leitung von Lehrer Rau singt Volks- und Heimatlieder, und eine Mädchentanzgruppe zeigt unter Begleitung einer Bauernkapelle aus Leihgettern unsere heimischen Volkstänze. Allgemeiner Volkstanz schließt sich an. Alle Volksgenossen sind willkommen. Auf das Werbefenster der Ferberschen Buchhandlung im Seltersweg, sowie auf die heutige Anzeige sei yingewiesen. Der Goethe-Bund und kaufmännische Verein haben, wie man uns mitteilt, zu ihrem nächsten Vortragsabend den in unserer Stadt von seinen früheren Heimatvorträgen bestens bekannten Professor Walter aus Lund in Schweden gewonnen. Der Vortragende wird an Hand prachtvoller Lichtbilder über das Thema sprechen: „Deutschland. Vom deutschen Land, dem deutschen Menschen und dem deutschen Wesen." (Siehe heutige Anzeige.) Heimatausstellung im Schaufenster. Im Zusammenhang mit dem großen Heimatabend des Landschaftsbundes „Volkstum und Heimat" am morgigen Sonntag wurde in einem Schaufenster der Ferberschen Buchhandlung (Seltersweg) eine kleine Heimatschau zusammengestellt, die sicherlich allgemeines Interesse finden dürfte. Das Fenster zeigt je eine Trachtengruppe aus den Heimatgebieten der Heimatdichter, die an diesem Abend sprechen werden, sowie eine stattliche Anzahl handgearbeiteter Trachtenstücke eines jeden Gebietes; ferner aber auch Erzeugnisse heimischer Handwerkskultur (Töpfereisachen, Elfenbeinschnitzereien usw.). Neben den Bildern der vier Heimatdichter sind auch deren erschienene Werke ausgelegt. Es nehmen teil: Alle politischen Leiter, alle Amtswalter der an- geschlosienen Verbände des Kreises Wetterau, die Gliederungen, soweit sie von ihren Führern Anweisungen erhalten. Der Sonderzug Vilbel (Nord)—Gießen und zurück ährt mit folgendem plan: Oie Bürgersteuer in Gießen für 1937. Unter Bezugnahme auf die heuttge Bekanntmachung betr. die Bürgersteuer der Lohn- und Gehaltsempfänger, weist die Stadtverwaltung noch darauf hin, daß der Arbeitgeber für die Einhaltung und Abführung der Bürgersteuer seiner Arbeitnehmer haftet und, falls er seiner Verpflichtung nicht nachkommt, die Steuer von ihm durch Haftungsbescheid angefordert und nötigenfalls im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben wird. Don der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt: Die erste große Verdunkelungsübung im gesamten Stadtgebiet Gießen liegt hinter uns. Umfangreiche Klein- und Vorarbeit war zu leisten. Vielen Volksgenossen stellten sich bei den Vorbereitunasarbeiten ür eine sachgemäße Abblendung ihrer Wohnung, Werkstätte, Ladengeschäfte, Schaufenster, Hotels Industriebetriebe usw. technische Schwierigkeiten entgegen. Auch finanzielle Opfer mutzten gebracht werden. Aber die fleißige, rege, verständnisvolle und willige Mitarbeit aller Gießener war die Voraus- etzung für die durchaus erfolgreiche Durchführung der Verdunkelungsübung am 13. Januar 1937. Die Bevölkerung Gießens hat für die Bedeutung einer solchen Uebung großes Verständnis gezeigt. Sie ist bereit, ihre Pflicht im Luftschutz zu erfüllen und hat sich damit in den Dienst der großen Sache gestellt. Ausgezeichnet war besonders das disziplinierte Verhalten der Bevölkerung während der Verdunkelungsübung. Alle Anordnungen wurden genauestens befolgt. Gerade die Frauen werden sich im gegebenen Augenblick selbst helfen müssen. Die verantwortliche Luftschutzleitung ist überzeugt, daß die in großem Umfange stattgefundene Ausbildung der Gießener Frauen im Luftschutz durch den Reichslustschutzbund, Ortsgruppe Gießen, mit zu dem Gelingen der Der- dunkelungsübung beigetragen hat. Die örtliche Luftschutzleitung der Polizeidirektion Gießen erkennt die von allen Seiten der Bevölkerung getätigte Mitarbeit mit Befriedigung an und dankt hierfür. Ferner dankt die Polizei den einzelnen Gliederungen der Partei für ihre Mithilfe, insbesondere der SA., NSKK. und SS. für die kameradschaftliche Unterstützung im gesamten Aufsichtsüienst. Auch der Presse muß an dieser Stelle Dank und Anerkennung für die ausgezeichnete Propaganda für die Verdunkelungsübung gezollt werden. Gießener Polizeibeamte helfen. Anläßlich des „Tages der deutschen Polizei" geben unsere Gießener Polizeibeamten wiederum ein schönes Beispiel ihrer Hilfsbereitschaft und Volksverbundenheit. Sie haben sich etwa 150 Kinder am morgigen Sonntag zum Mittagessen eingeladen, die in den Wohnungen der Polizeibeamten zu Gast sein werden. Ferner haben die Beamten unserer Polizeidirektion unter sich noch eine Geldsammlung veranstaltet, deren Ertrag in Höhe von 110 RM. dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt wird. Dieser Opferbereitschaft gebührt alle Anerkennung. Drei plahkonzerte^zurn Tag derpolizei" Arks Anlaß des Tages der Polizei finden heute und morgen drei Platzkonzerte statt. Heute Samstag nachmittag, in der Zeit von 16 bis 17 Uhr, musiziert das Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 unter der Leitung von Musikmeister Wohlfahrt aus dem Kreuzplatz. Für dieses Konzert ist folgendes Programm vorgesehen: „Alte Kameraden", Marsch (Teike); Germania-Marsch (Keil); Ouvertüre „Flamme empor" (Zimmer); Fantasie über vier deutsche Lieder (Schmidt); „Hochzeit der Winde" Walzer (Hall); Amorettenständchen (Kockert); Marinelieder-Potpourri (Prager); Florentiner-Marsch (Fucik). In der gleichen Zett, also ebenfalls heute nachmittag zwischen 16 und 17 Uhr, wird der Musikzug der SA.-Sandarte 116 am Selterstor ein Konzert geben. Das dritte Konzert findet morgen Sonntag, zwischen 11 und 12 Uhr, statt und wird vom Musikzug der SA.-Marinestandarte 34 ausgeführt. Im Zusammenhang mit diesen Konzerten werden Sammlungen zum Besten des Winterhilfswerks durchgeführt, und zwar durch die Kameraden vom NSKK., von der Feuerlöschpolizei, der Technischen Nothilfe und von einigen berittenen Polizeibeamten. Auch die Verkehrsposten werden sammeln. Amt: Deutsches Volksbildungswerk. Lichtbildervortrag „Deutschland". Am Montag, 18. Januar, 20 Uhr, hält Prof. Walter, Austauschprofessor in Schweden, einen Lichtbildervortrag: Deutschland. (Vom deutschen Land, dem deutschen Menschen und dem deutschen Wesen.) Zu diesem Vortrag hat uns der Goethe- bund einige verbilligte Karten zur Verfügung gestellt, die zum Preise von 50*Pf. auf der Kreisdienststelle erhältlich sind. Der Vortrag findet in der Neuen Aula der Universität statt. Pioniere des Friedens in der Heimat. Von der Ortsgruppe Gießen der Technischen Not- hiffe wird uns geschrieben: Unser Leben wirb von Jahr zu Jahr immer mehr von der Technik besttmmt, und die Zukunft des deutschen Volkes wird haupfiächlich von der Aufwärtsentwicklung der Technik beeinflußt werden. Daraus ergibt fick ohne weiteres, daß jeder deutsche Volksgenosse oer Technik verpflichtet ist und sie fördern muß, soweit es in seinen Kräften steht. Streiks, marxistische Hetzer und sture Kapitalsknechte gehören in Deutschland der Vergangenheit an und werden sich nicht wiederholen. Trotzdem werden die technischen Nothelfer noch mehr gebraucht, als damals. Wir brauchen eine Truppe, die durch technisches Können und stete Einsatzbereitschaft auch unsere technischen Werke bei Natur- und Feindgewalten schützen und verteidigen kann. Die technischen Nothelfer sollen Pioniere des Friedens in der Heimat sein. Der Einsatz dieser Pionier- Truppe, die auf allen technischen Gebieten geeignete Kräfte zur Verfügung stellt, dient dem Schutz des Eigentums der Volksgenossen und der Allgemeinheit. Die „Technische Nothilfe" ist eine technische Truppe, die durch disziplinvollen Einsatz in kurzer Zeit Aufgaben bewältigt, die sonst nicht gemeistert werden könnten. Mit diesen Aufgaben stellt sie eine Ergänzung der Polizei und der Feuerwehr dar. Dem öffentlichen Schutz des deutschen Menschen als Aufgabe der Polizei, dem öffentlicken Schug gegen Brand und Feuersgefahr durch Die Feuerwehr wird der öffentliche technische Schutz als Aufgabe der „Technischen Nothilfe" zur Seite gestellt. Der Idealismus der Partei, die Einsatzbereit- Mit der Meldung sind vom Lehrherrn folgende Unterlagen einzureichen: 1. Ein vom Lehrlina selbst- verfaßter und eigenhändig geschriebener Lebenslauf. 2. Alle Schulzeugnisse vom Äesuch der Volks-, Fach-, Gewerbe- und Berufsschulen oder Lehrwerkstätten und etwaige Bescheinigungen über den Be- such zusätzlicher Berufsschulkurse. 3. Der Lehrvertrag. 4. Ein Vordruck, in dem die Dauer der Lehrzeit bescheinigt und ein kurzer Bericht über Ausbildungsgang und Leistungen des Lehrlings gegeben wird. 5. Das Werkstattarbeitsbuch. Die unter 2. und 3. genannten Unterlagen sind in Urschrift oder in beglaubigter Abschrift einzureichen. Gleichzeittg mit der Anmeldung ist vom Lehrherrn für jeden Lehrling eine Prüfungsgebühr von 6 Mark zu entrichten bzw. auf Postscheckkonto 61599 zu überweisen. Der Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen umfaßt die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n, 16. Jan. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, ungezeichnete 10, bulgarische, Klasse B 11, chinesische 10, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,35 bis 3,55 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 20 Pf., Tafeläpfel 25 bis 30, Birnen 10 bis 25, Nüsse 40 bis 55 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stuck 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat, 3 Stück 20, Endivien 5 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. ** Silberhochzeit. Der Friseur Paul Sauer und seine Ehefrau Sophie, geb. Berg, Wetzsteingasse 15, können am morgigen Sonntag das Fest der silbernen Hochzeit feiern. ** Eine Achtzigjährige. Am Montaa, 18. Januar, begeht Frau Wwe. Ve lte, wohnhaft Bahnhofstraße 8, in körperlicher und geistiger Frische ihren 80. Geburtstag. ** Sterbefälle in Gießen. Es verstürben in Gießen: am 9. Jan.: Kath. Schlagmann, 38 I., Licher Straße 74; 9.: Martha Weinnch, geb. Mägdefrau, 59 Jahre, Tiefenweg 4; Karl Ludwig Reitz, Reichsbahnarbeiter, 51 Jahre, Wetzlarer Weg 59; Hannelore Weiß, 6 Jahre, Bleichstraße 15; 10.: Caroline Weber, geb. Carle, 63 Jahre, Friedrichstraße 3; Emma Böhling, geb. Gerberding, 65 Jahre, Alicenstraße 34; 11.: Johannes Karl Merkel, Förster i. R., 83 Jahre, Asterweg 60; Maria Hofmann, geb. Schreiner, 77 Jahre, Großer Steinweg 10; 13.: August Wilhelm Damm, Kaufmannsgehilfe, 27 I., Anneröder Weg 26; 14.: Susanne Sophie Schäfer, geb. Müller, 63 Jahre, Wartweg 98; 15.: Anna Elise Stinn, geb. Dührkop, 49 Jahre, Liebigstr. 64; Berta Liebmann, geb. Heß, 54 Jahre, Gutenberg- straße 16. ** Neue Prüfungsordnung für Lehrer der Kurzschrift. Die seitherige Ordnung für die staatliche Stenographielehrerprüfung in Hessen vom 1. März 1930 ist durch Bekanntmachung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — mit sofortiger Wirkung außer Kraft gesetzt worden. An ihre Stelle tritt die Prüfungsordnung für Lehrer der Kurzschrift, herausgegeben von dem Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung. ** Mansardeneinbruch. Im Hause eines hiesigen Metzgermeisters wurde dieser Tage in das Mansardenzimmpr, das von einem Metzgerjungen bewohnt war, eingebrochen. Der Dieb ließ eine Armbanduhr und einen Füllfederhalter mitgehen. Die Polizei ist mit den Ermittlungen beschäftigt. ** Viehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindermarkt statt, am Mittwoch folgt Schweinemarkt. (Siehe heuttge Bekanntmachung.) schaff für Volk und Staat, fft auch die Grundlage der „Technischen Nothilfe". Deuffche Männer, die die Liebe zur Technik in sich tragen, die handwerklich und technisch tätig sind und ihre Einsatzbereitschaft in den Gliederungen der Bewegung noch nicht zum Ausdruck bringen tonnten, werden heute technische Nothelfer, weil auch sie ihren Beitrag, über den Beruf hinaus, in dem gigantischen Ringen unseres Volkes für feine Zukunft leisten wollen. Wie die Gliederungen der Bewegung, fetzt sich auch die Technische Nothilfe für das Winterhilfs- werk des deutschen Volkes ein. Am „Tag der deutschen Polizei" werden die Nothelfer gemeinsam mit den Männern der Feuerwehr und des NSKK. ihre Tatbereitschaft auch für die persönliche Not deutscher Volksgenossen beweisen und dich, deutscher Mann und deutsche Frau, um dein Opfer bitten. Hilf, da- mit auch dir geholfen werden kann! Gesellenprüfungen. Die Industrie- und Handelskammer Gießen teilt uns mit: Die nächsten Facharbeiter- bzw. Gesellenprüfung, der sich alle industriellen Lehrlinge, deren Lehrzeit bis zum 30. Juni 1937 abläuft, zu unterziehen haben, findet Anfang März statt. Durch sie werden alle industriellen Lehrlinge erfaßt, die in die von der Industrie- und Handelskammer Gießen geführte Lehrlingsrolle einttagungspftichttg sind. Der Kreis umfaßt also alle gewerblichen Lehrlinge, die bei solchen Firmen ausgebildet werden, die in das Handelsregister eingetragen und im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Gießen ansässig sind. Die Lehrherren sind verpflichtet, alle Lehrlinge, für welche die vorgenannten Voraussetzungen zu- treffen, auf den bei der Industrie- und Handelskammer Gießen erhältlichen Anmeldebogen zu melden. Die Anmeldung hat bis spätestens 31. Januar bei der Industrie- und Handelskammer Gießen zu erfolgen. Die Polizei dankt. Oer Gießener Bevölkerung gebührt Anerkennung. Stadttheater: 22 bis 22.30 Uhr „Charleys Tante" (NS.-Kulturgemeinde). — Gloria-Palast, Selters- roeg: „Fridericus." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Hund von Baskerville." — NSLB., Kreis Gießen, Mädchenerziehung, technische Fächer: 15 Uhr zwei Vorträge „Einfluß der Vitaminnahrung", „Der Handarbeitsunterricht im 8. Schuljahr" in der Mädchenberufsschule. — Saarabstimmungsfeier: 20.15 Uhr im Katholischen Vereinshaus. — Deutsche Stenographenschaft, Ortsgruppe Gießen: 20.30 Uhr Jahreshauptversammlung in der „Stadt Lich". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung der Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Professor Otto Dill. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Die weiße Fürstin", 19 bis 22 Uhr „Prinzessin Nofretete." — Gloria-Palast, Seltersweg: „Fridericus." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Hund von Baskerville." — Landschaftsbund Volkstum und Heimat" i 20 Uhr Heimatabend „Hessisch Volk spacht, singt und tanzt" im Cafe Leib. — 3. Vorttaa über Nahrung und Ernährung von Professor Dr. Bürker: > 11.30 Uhr im Physiologischen Institut. — Oberhessischer Kunstverein,, Turmhaus am Brand: 11 bis 13 Uhr Ausstellunader Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Professor Otto Dill. Stadttheater Gießen. Heute abend findet die 7. Vorstellung für den ' Theaterring der NS.-Kulturgemeinde statt. Es findet eine Wiederholung des großen Erfolges der Silvester-Aufführung, mit den tänzerischen und kaberettisttschen Einlagen von „Charleys Tante", Schwank von Br. Thomas, statt. Die Spielleitung führt der I n t e n d a n t, der auch die neue Bearbeitung und die Gesangstexte geschaffen hat. Die Musik schrieb Richard Röhrl. Kapellmeister Paul Walter hat die musikalische Gesamtleitung. Die Rolle der „Tante" spielt Heinrich Hub. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Irmgard Zenner. Anfang der Vorstellung 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen. Die 9. Morgenveranstaltung des Stadttheaters am 17. Januar bringt eine Wiederholung der Gedenkfeier zum 10. Todestag des Dichters Rainer Maria Rilke. Es gelangt das Frühwerk Rainer Maria Rilkes „Die weiße Fürstin" zur Aufführung. Das Werk wurde am 3. Januar im Stadttheater uraufgeführt. Der Intendant des Stadttheaters, Hermann Schultze-Griesheim, hatte sich dieses Werk, bei der Eröffnung des Nachlasses, sofort zur alleinigen Uraufführung gesichert. Die Uraufführung der „Weißen Fürstin" erregte nicht nur in Gießen, sondern im ganzen Reich bei der Presse und in den Fachkreisen sehr großes Aufsehen. Davon zeugen die vielen Vesprechungen, die in allen größeren Zeitungen des Reiches erschienen sind. Rilke gibt diesem literarisch wertvollen Werk den Untertitel „Eine Szene am Meer". Es enthält schon den Keim zu wesentlichen Elementen seiner späteren Werke. Es wirken mit: Die weiße Fürstin: Inge Birkmann; Donna Lara, ihre Schwester: Charlotte Krause; Amadeo, der Haushofmeister: Hans Geißler; Der Bote: Peter Schorn; Zwei Männer mit der Maske: Fritz Koch, Rüdiger Schuster. Die Spielleitung führt der Intendant. Das Bühnenbild schuf Karl Löffler. Kostüme: Willi Endlich. Die Feier wird umrahmt durch Rezitationen des Intendanten. Wir bitten unsere Besucher, dse Feier nicht durch zu spätes Kommen zu stören. In Anbetracht der besonderen Bedeutung des Tages wurden die Eintrittspreise um ein Geringes erhöht. Für unsere Platzmieter ist der Eintritt, wie üblich, frei. Anfang der Morgenveranstaltung 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. — Am Abend geht die große Ausstattungsoperette „Prinzessin Nofretete" von Nico Dostal in Szene. Die musikalische Leitung führt Kapellmeister Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Irmgard Zenner. Anfang der Vorstellung 19 Uhr. Ende 22.15 Uhr. Dienstag, 19. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. Einmaliges Gastspiel von Amelia Helmholz von der Broadcasting-Companie aus Neuyork als Micaela in „Carmen", Oper von G. Bizet. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Der Intendant. Dienstag-Miete. 17. Vorstellung. Mitwoch, 20. Januar, Anfang 19 Uhr, Ende 22.15 Uhr. „Prinzessin Nofretete , Operette von Nico Dostal. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W re d e. Mittwoch-Miete. 16. Vorstellung. Freitag, 22. Januar, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Erstaufführung „Wasser für Canitoga", Schauspiel von G. Turner. Spielleitung: Anton Neuhaus. Freitag-Miete. 17. Vorstellung. Sonntag, 24. Januar, Anfang 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr. „Der Zarewitsch", Operette von Franz Lehär. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Außer Miete. Gastspiel von Amelia helmholz von der Broadcasting-Companie ans Neuyork. Der Intendanz des Stadttheaters ist es gelungen, die bekannte Sängerin Amelia H e l m h o l z von der Broadcasting-Companie aus Neuyork zu einem einmaligen Gastspiel am Dienstag, 19. Januar, in „Carmen", Oper von G. Bizet, als „Micaela" zu verpflichten. Die deutsche Sängerin, die in Neuyork auf der Bühne und im Rundfunk große Erfolge erzielte, befindet sich augenblicklich auf einer Gastspielreise in Deutschland. Gießener konzerlverein. Für sein nächstes Solistenkonzert hat der Konzertverein den Meister-Pianisten Edwin Fischer gewonnen, lieber diesen genialen Deuter hoher Cunft — fo teilt uns der Konzertverein mit — schrieb am 6. Oktober vorigen Jahres die Kreuz- Zeitung: „Der Erste unter unseren Pianisten, Professor Edwin Fischer, begeht heute seinen 50. Geburtstag. Im Geiste sehen wir uor uns die gedrungene, elastisch gespannte Gestalt dieses begnadeten Künstlers, die vertrauten Züge, in denen sich Wil- Vilbel ab 7.18 an 14.31 Dortelweil ff 7.23 1426 Groh-Karben ff 7.29 14.20 Okarben ff 7.34 ft 14.15 Nieder-Völlstadt ff 7.41 M 14.09 Bruchenbrücken ff 7.47 f> 14.05 Friedberg an 7.54 tt 13.54 Friedberg ab 8.06 Bad-Nauheim 8.14 ft 13.46 Ostheim M 8.26 ft 13.38 Butzbach 8.31 13.31 Kirch-Göns 8.41 ff 13.23 Lang-Göns ,, 8.46 tt 13.16 Grohen-Llnden 8.51 tt 13.09 Gießen an 8.59 ab 13.00 SS « ÄmN *wn#S* ^n. n. “L®M»n teilt L^L ftntt Un^r> ' °tt-Durch rle ,5* die h JSE®*» £M g SAi 6cn onfäffig E« Lehrknz,, »Sttt Wr ^ehen zu rM! ^halt sind an bas "tschen Val. rav in Sie. oder auf dessen lkasse Gießen zu -hlherrn folgende m Lehrling selbst, riebener Lebens, ^uch der Volks-, n ober Lehrwerk, en über den Be- 3. Der Lehrver. Dauer der Lehr- «richt über Au- s Lehrlings ge- tsbuch. Die unter sind in Urschrift .zureichen. g ist vom Lehr, irungsgebüfyr von uf Postscheckkonto HaM-kamner tn, L-Äö unb »reift. iiiiigen Wochen- % kg 1,51 M, t 1,55 bis 1,60, 25 P-. Me, das ieS14, WA unaezeichnete 10, 10, Wirsing, / kg iottraut 8 bis 10, 18 bis 10, Spinat Irünkohl 12 bis 15, ) bis 90, Tomaten -eltich 30 bis 60, iffeln, Vi kg 5 W Mk., Aepfel, Sjg 30, Birnen ION . i bis 1,10 8Wi :auben, das StJJ Salat, 3 6tüd 20. Sellerie 10 bis 30, Der gnftur ?» ■opljie, S°d. 5 morgigen S°«E W°z I,r und ge* a”Yw R-itz. »tei-J«' Ü W' SÄ OsL für Leh' rSs 'SESL Oissenschs ter P1 . . . gm iVJLjtt ff?11, K »** Polizei und Gerichtsbehörden. XSon Oberstaatsanwalt Knauß, Gießen, Am 16. und 17. Januar wird im ganzen Reich der „Tag der deutschen Polizei" veranstaltet. Dies ist Anlaß, in wenigen Worten der Zusammenarbeit zu gedenken, die die Polizei mit den Gerichtsbehörden, unter diesen vorwiegend mit der Staatsanwaltschaft, zum Wohle des Dolksganzen täglich vollbringt. Für mich als Vertreter der Strafverfolgungs- behörde unserer Provinz liegt es nahe, dabei einen Zweig der Gesamt-Polizei besonders herauszuheben, die Kriminalpolizei (Kripo). Rur wenige Menschen wissen etwas davon, welche außerordentliche Arbeitslast und Verantwortung auf den Schultern jedes einzelnen Kriminal-Polizeibeamten täglich, ja stündlich ruhen. Wie so viele Dinge unserer Zeit, haben sich auch die Verbrechertypen und Verbrechermethoden im Zuge des technischen Fortschritts geändert. Man kommt demgegenüber heutzutage mit den zum Teil primitiven Untersuchungs- und Hilfsmitteln vergangener Jahre nicht mehr aus. Ganz andere Arten der Verbrechens-Bewegung mit ihren vielen Möglichkeiten, durch das weitmaschige Netz der Paragraphen zu schlüpfen, dazu eine erhebliche Erweiterung der Gebiete, auf denen Rechtsbrüche begangen werden können (ich nenne nur das große Gebiet der Strafrechtsverschuldung bei Verkehrsunfällen), erfordern die Entwicklung der geistigen und technisch-praktischen Fähigkeiten der untersuchenden Polizeibehörde bis zur höchstmöglichen Vollkommenheit. Nur eine Kriminalpolizei, die mit den besten Beamten besetzt, mit den modernsten Hilfsmitteln ausgerüstet und auch kriminologisch vorgebildet ist, vermag Seite an Seite und Hand in Hand mit Gericht und Staatsanwaltschaft ihrer schweren Aufgabe gerecht zu werden. Die Kriminalpolizei der Provinz Oberhessen, insbesondere der Stadt Gießen, darf für sich in Anspruch nehmen, diesen Anforderungen vollauf zu genügen. Zwei Beispiele sollen diese Behauptung erläutern: 1. Um 7 Uhr morgens telephoniert die Gendarmerie eines Dorfes in der Süd-Ost-Ecke unserer Provinz, daß ein Mann mit schweren, durch ein Beil verursachten Schädelverletzungen in seiner Scheune tot aufgefunden worden sei; Verdacht auf Mord! Nach einer Verständigung zwischen dem Staatsanwalt und der Kriminalpolizei rast in der nächsten Viertelstunde der große Mercedes-Polizeiwagen mit dem Staatsanwalt und der erforderlichen Zahl von Kriminalpolizei-Beamten an den Tatort. Nach einer ersten Besichtigung der Oertlichkeit verteilen sich unter der Leitung und dem Beistände des Staatsanwalts die verschiedenen Beamten, jeder weiß ohne vorherige eingehende Besprechung und Verabredung, was er zu tun und herauszufinden hat. Der eine macht sich an die photographischen Aufnahmen, ein zweiter sucht nach Fingerabdrücken und Tatortspuren, der dritte nimmt eine Haussuchung vor, wieder ein anderer vernimmt derweilen Zeugen, alles mit Unterstützung der örtlichen Gendarmerie-Beamten. So geht es ohne Unterbrechung und ohne sich Zeit zum Essen zu gönnen bis in die späten Abendstunden. Den Schluß bildet eine Beratung des Staatsanwalts mit den Polizeibeamten. Ergebnis: Kein Mord, sondern Selbstmord. 2. Aus einem südoberhessischen Dorf kommt die Nachricht, daß sich an einer verrufenen Kurve, die schon manche Opfer gefordert hat, ein neuer Verkehrsunfall ereignet habe; zwei Kraftfahrzeuge sind zusammengestoßen, zwei Tote, ein Schwerverletzter! In der nächsten halben Stunde ist die Kriminalpolizei zur Stelle, sie sperrt ab, photographiert, nimmt Blutproben von den Getöteten und Verletzten (wegen Alkoholgenusses), mißt die Entfernungen ab. stellt Verkehrsspuren fest und vernimmt Zeugen, alles dies in fieberhafter Tätigkeit zur raschesten Klärung der Schuldfrage. Am Ende der Maßnahme läßt sich diese schon meist übersehen. Dieser Ausschnitt aus der vielseitigen Tätigkeit der Kriminalpolizei sollte zeigen, daß sie die an sie zu stellenden Anforderungen zu erfüllen in der Lage ist; ähnlich verhält es sich bei den Dezernaten für Brandstiftung, Diebstahl, Betrug, Urkundenfälschung u. a. m. „Hätte ich doch! ..." Wie oft hört die Feuerwehr auf der Brandstelle dies Wort; leider ist es dann immer zu spät. Deshalb wollen wir uns einmal klar machen, woran man denken soll, wenn man ein Feuer bemerkt. Ruhig überlegen und nicht vor Aufregung den Kopf verlieren, das ist die Hauptsache, vor allem ist zunächst die Feuerwehr zu alarmieren, auch wenn das Feuer noch so unbedeutend erscheint. Die Feuerwehr kommt lieber einmal zu einem unbedeutenden oder schon gelöschtem Feuer, als zu einem Brand, der sich schon zu einem Großfeuer entwickelt hat, und es ist besser, wenn sie das Feuer im Keime ersticken kann, als wenn sie sich nur aus den Schutz der Nachbarschaft beschränken muß. Die Tätigkeit der Feuerwehr ist unentgeltlich, auch in den Fällen, wo ein Feuer nur vermutet wird. Anders allerdings bei böswilligen Alarmierungen, und das mit Recht. Die alarmiert man die Feuerwehr? Einmal durch Feuermelder, die in der Mehrzahl durch besondere Beleuchtung weithin auffallen. Hat man den Melder betätigt, so laufe man nicht fort, sondern erwarte die Feuerwehr, denn sonst geht kostbare Zeit durch das Suchen der Brandstelle verloren.. Glaubt man nicht warten zu können, weil man selbst der Brandbetroffene ist, so muß man die Brandstelle aufschreiben und den Zettel am Melder befestigen, oder einen der Dabeistehenden beauftra- geen, der Feuerwehr Bescheid zu geben. Sicherer ist es, selbst die Feuerwehr zu erwarten. Weißt du übrigens, lieber Leser, wo der nächste Feuermelder steht? Liegt eine Feuer- oder Polizeiwache in der Nähe, so kann man auch dort das Feuer melden. Ist ein Telephon erreichbar, so wähle man 02 und sage nicht: „Hier brennt's", und hängt wieder an — das ist nämlich schon oft vorgekommen —, sondern man gebe recht deutlich den Stadtteil, die Straße und die Hausnummer an, wenn möglich auch die Art des Brandes. Will man selbst versuchen, das Feuer im Keime zu ersticken, so beauftrage man eine zuverlässige Person mit der Benachrichtigung der Feuerwehr. Wie verhält man sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr? Jedes Feuer fängt klein an und wächst mehr oder weniger schnell. Sind leicht brennbare Stosse in der Nähe, so entferne man diese. Türen und Fenster halte man geschlossen; im geschlossenen Raum wird das Feuer, wenn keine Luft hinzutritt, Die Kriminalpolizei wird auf dem Lande von den Gendarmeriebeamten wertvoll unterstützt. Diese, die zeitweise Gefahr liefen, reine Wach- und Schutzbeamte zu werden, nehmen in neuester Zeit mit erheblichem Eifer und mit Geschick an größeren Untersuchungshandlungen teil. Was hier über die Kriminalpolizei im besonderen gesagt wurde, gilt auch für die Polizei im allgemeinen: ich hebe nur die wichtigen Abteilungen der Staatspolizeistelle, die Gewerbe-, Verkehrs- und Nahrungsmittelpolizei hervor. Mit Genugtuung kann man feststellen, daß unsere oberhessische Polizei ein sicherer Hort zur Wahrung der Rechtsordnung, der Rechtssicherheit und des Rechtsfriedens ist. Es ist mir daher eine besondere Freude, sie tm Namen des Gerichts und der Statasanwaltschaft an ihrem Ehrentag, dem „Tag der deutschen Polizei", zu begrüßen und zu beglückwünschen. langsam weiter brennen und schwelen. Jede Flamme, der die Luftzufuhr abgeschnitten wird, muß „ersticken". Zum Löschen verwende man Wasser oder Handfeuerlöscher, auch nasse Tücher oder Decken tun gute Dienste. Wichtiger als die Art des Löschmittels ist das schnelle Handeln. Ist Fett oder Oel in Pfannen oder Töpfen in Brand geraten, so darf man keinesfalls Wasser hineingießen. Man ersticke die Flammen, indem man das Gefäß durch einen Deckel oder ähnliches fest abdeckt. Ist schon starker Rauch im Raum, wenn man das Feuer bemerkt, so halte man ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase uno bewege sich gebückt oder kriechend. Da Rauch nacy oben steigt, ist über dem Fußboden fast immer noch gute, atembare Lust. Sieht man kein Feuer, so hat auch weiteres Wassergeben keinen Zweck. Man schließe die Türen zum Brandraum und warte, bi«, die Feuerwehr kommt. Diese ist vor dem Hause zu erwarten und zur Brandstelle zu führen. Wichtig ist es, die Feuerwehr gleich Über etwa gefährdete Menschen, Lagerungen, feuergefährliche Stoffe, Zugänge, Lage der Hauptgashähne und elektrischen Hauptschalter zu unterrichten. Ist eine schnelle Ausbreitung des Feuers zu befürchten, so versuche man nicht, kopflos irgendwelche wertlosen Gegenstände fortzuschaffen, sondern beschränkte sich auf Wertsachen und wichtige Dokumente. Ist die Feuerwehr bereits eingetroffen, so überlasse man dieser das Bergen der betreffenden Gegenstände. Liegt die Brandstelle in einem unteren Geschoß oder in der Nähe der Treppe, so besteht die Gefahr, daß die Treppe durch Rauch unpassierbar werden kann. Deshalb sind sofort alle in den höherliegenden Geschossen befindlichen Personen von dem Brand in Kenntnis zu setzen, damit sie das Gebäude rechtzeitig verlassen. Sind Personen durch Feuer oder Rauch abgeschnitten, so sollen sie sich in den Raum begeben, der von dem Brandherd am weitesten entfernt ist. und möglichst an der Straßenfront liegt. Dabei dürfen sie nicht vergessen, sämtliche Türen zwischen sich und dem Feuer zu schließen. Danach ist es in der Regel zweckmäßig, das Fenster zu öffnen und das Gesicht dicht über das Fensterbrett zu halten, weil man so am wenigsten vom Rauch belästigt wird. Man mache sich der anrückenden Feuerwehr bemerkbar, die dann für Rettung sorgt. Niemals darf man auf behelfsmäßig hingehaltene Tücher springen, weil diese der Wucht des Aufpralls nicht standhalten; hierfür ist nur das Sprungtuch der Feuerwehr geeignet. Wan lasse sich nicht durch gutgemeinte Ratschläge beeinflussen, sondern warte auf das Eintreffen der Feuerwehr und befolge deren Anordnungen. Ist die Kleidung einer Person in Brand geraten, so darf diese nicht fortlaufen, da hierdurch das Feuer noch mehr angefacht wird. Man werfe sich auf den Boden, wickele sich in einen Teppich, in eine Decke, oder werfe sich in ein Bett! Dabeistehende müssen helfen, die Flammen zu ersticken; auch Kleidungsstücke können dazu verwendet werden. Sind die Flammen erstickt, so ist die glimmende Kleidung mit Wasser abzulöschen und schnell zu entfernen, da sonst noch weitere Brandwunden ent- stehen. Aber die Kleidung nicht abreißen, sondern aufschneiden; andernfalls kann man den Verunglückten schwer verletzen. Wie kann man sich als Unbeteiligter bei einem Brande nützlich machen? Als Fußgänger trete man nicht zu dicht an den Bürgersteig, wenn das Feuerwehrsignal ertönt. Als Fahrer führt man scharf rechts heran und halte, aber bitte nicht mitten auf der Kreuzung! Auf Brand- und Unfallstellen hindere man nicht durch Uebereifer ober Neugier die Feuerwehr in ihrer Tätigkeit. Je mehr Platz der Feuerwehr zur Verfügung steht, um so reibungsloser und schneller erfolgt auch die Hilfe. Auch sachverständige Fragen oder 'Ratschläge der Zuschauer hindern mehr, als sie nützen. Unnützes Herumstehen in den Treppenhäusern zeigt mangelnde Selbstdisziplin und kann unter Umständen sogar gefährlich sein, z. B. bei Stichflammen. Wenn die Feuerwehr die Hilfe der Zuschauer braucht, wird sie sie schon auffordern, aber sonst ist größte Zurückhaltung die beste Hilfe! Rundfunkprogramm. Sonntag, 17. Januar. 6.00 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9.OO: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10.00: Im starken Volke dienen still die Frauen. 1O.3O: Chorgesang. 11.15: Der siebenbürgische Dichter Erwin Wittstock liest aus eigenen Werken. 11.30: „Der Schibazillus", eine humoristisch-satirische Funkfolge. 12.00: Musik am Mittag. 14.00: Kinderstunde. 14.45: Der Bauer und der Handelsherr; ein altes Spiel. 15.00: Deutsche Scholle. 16.00: Fastnacht 1937 in Mainz: Damensitzung. 18.00: Tanzmusik. 18.30: Sonntagabend — vergnügt und froh — dafür sorgt: Fidel & Co. 19.50: Sportbericht. 20.00: „Annerl", Singspiel, bearbeitet von Hermann Hanschmann. 22.00: Nachrichten, anschließend auch aus dem Sendebezirk. 22.15: Sportspiegel des Sonntags. 22.35: Funkbericht von den deutschen Eislaufmeisterschaften in Hamburg. 22.45: Wir bitten zum Tanz. 24.00 bis 2.00: „Darf ich bitten?" Wontag, 18. Januar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13. Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „Ihnen zuliebe." 15: Volk und Wirtschaft. Rohstoffe aus eigener Kraft (10): Flaschengas für den Motor. 15.15: Kinderfunk: „Jetzt basteln wir wieder". 15.45: Unterhaltungskonzert. 16.45: Erzähler unserer Zeit. Heiteres von Karl Hans Strobl. 17: Unterhaltungskonzert. 17.30: Fridericus Rex. Die Gestalt des großen Preußenkönigs. Funkfolge. 18: Bunte Musik. 19: Das winterliche Dorf! Ein Funkmärchen aus der Wirklichkeit. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Klänge der Heimat." Ein bunter Reigen um schlichte Weifen. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk), Sportbericht. 22.30: Tanzmusik der Kapelle Burkart. 24 bis 2: Nachtkonzert. Das Verhalten bei Feuer. Zum „Tag der deutschen Polizei".-Ausschneiden und aufheben! AdrehbuchderStadtund des Kreises Gießen 1937 Die Sausliften werden jetzt bei den Hausbefitzern abgegeben, gut (Erlangung einer einwandfreien Einwohnerausnahme ist es erforderlich, dah jeder felbstLndige Hausbewohner feinen (Eintrag eigenhändig vornimmt. Nach einigen Tagen werden die Listen wieder eingefordert. — (Es wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorgfältige (Einträge und pünktliche Bereitstellung der Listen freundlichst zu unterstützen. Nur so kann die dem Dorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit des wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Der Geschäftswelt zur Benachrichtigung, baß neben der Hausliste eine Firmenliste abgegeben wirb, bie ben geschäftlichen Notwenbigkeiten für bie neue Abretzbuchausgabe eingehenb Rechnung tragt. Der eigene Vorteil aller Geschäftsleute ist es, baß sie biese Sonberliste sofort unb oollstanbig ausfüllen; fie wirb gleichfalls nach einigen Tagen wieber abgeholt werben. Vereins- unb Kaffen - Vorftanbe sowie anbere am Vereinswesen Beteiligte wahren bie Belange ihrer Vereine burch entsprechenbe Einträge in bie basür vorgesehene Abteilung ber Hausliste. m?d Oberhessischer Adretzbuchverlag Schulstratze 7 Bietzen Fernsprecher 2251 Windpocken Wildschwein 575 5> Hier abschneiden! haben Sie eine Waage? Natürlich eine Waage, die zuverlässig wiegt, bis aufs Gramm genau. Sehr praktisch sind die neuen Haushaltswaagen mit Schiebegewicht. Lose Gewichte gibt es dabei nicht. Auch Personenwaagen, Dezimalwaagen und andere bekommen Sie sehr preiswert bei j. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. gutes Farbenbild und bereichern so den Blumengarten durch blaue Blumen, die sonst wenig im Garten anzutreffen sind. Windeln für Säuglinge sind aus einem saugfähigen Stoff, wie z. Beisp. Mull, hergestellt. Windeln darf man nie zu knapp haben, da das Kind ja am Tage mehrmals gewickelt wird. Windeln werden eingeweicht und in Seifenwasier gekocht, ohne stärken nachher gebügelt oder nur gerollt. Siehe auch unter Erstlingswäsche. Windfang, Vorbau an Haustüren oder Glaswand auf offenen Veranden zum Abhalten des Luftzuges. Windjacke, Bekleidungsstück aus wasserundurchlässigem Stoff, den man mit warmem Seifenwasier waschen kann. Die Windjacke wird halbfeucht mit warmem Bügeleisen gebügelt. Zweckmäßiger ist aber, fie chemisch reinigen zu lasien. Windpocken, Schafblattern, Varicellen sind eine äußerst ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem Kinder befällt, da ein einmaliges Ueberstehen meist vor Wiederholung schützt (Immunität). Gewöhnlich gehen die Windpocken ohne besondere Krankheitserscheinungen vorüber. Es treten am ganzen Körper kleine, mit Heller Flüssigkeit gefüllte Bläschen auf, die stark jucken. Bald trocknen sie ein und bilden dann eine Kruste, die allmählich abfällt. Charakteristisch ist, daß die Bläschen nach und nach auftreten. Auch auf der Mundschleimhaut entstehen solche Bläschen kräftig gebraucht werden darf. Flecke können mit Benzin ent* fernt werden. Hinterher werden die Schuhe mit Puder derselben Farbe überstrichen, der mit einer Eummibürste verrieben wird. Wildschwein, Schwarzwild, dem Hausschwein verwandtes Borstentier, das in Rudeln in Wäldern lebt. Wildschweinbraten von jungen Tieren ist sehr schmackhaft, muß aber mit Speck gut gespickt werden. Zu kaltem Wildschweinbraten wird Cumberlandtunke gereicht. Wilfriede, weibl. Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „die Friedliebende". Wilhelm, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „der bereitwillige Schützer", Abkürzung Willi, weibl. Form Wilhelmine. Willibald, männl. Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „der mit dem kühnen Willen". Wimpern sind die zum Schutz des Auges an den Lidern befindlichen Haare. Bei Erkrankungen des Lidrandes können sie ausfallen. Wenn sie morgens immer verklebt sind, so besteht gewöhnlich eine Bindehautentzündung des Auges. Winde (Ackerwinde), als Unkrautpflanze überall oorkom- mend. Besitzt tiefe Wurzeln; die windenden Zweige ersticken oft die Nachbarpflanze. Als Zierblumen werden Windensamen im April zur Berankung von Gittern und Zäunen gestreut. Die blauen Zierwinden schaffen ein Geschichten aus aller Welt. (Nachdruck verboten, auch mit Quellenangabe.) Die langwierige Schachpartie. (at) Johannisburg. Vor genau 11 Jahren fuhren ein südafrikanischer Farmer und ein südamerikanischer Viehzüchter zulammen mit einem Dampfer nach Neuyork. Sie hatten nur eine gemeinsame Eigenschaft — sie waren leidenschaftliche Schachspieler. Sie spielten nicht schnell, aber mindestens so vorsichtig, wie sie auch in ihren Geschäften waren. Die Folge war, daß bei der Ankunft des Dampfers in Neuyork jene Schachpartie noch nicht zu Ende war. So einigte man sich denn auf folgenden Modus: Der augenblickliche Stand des Spiels wurde von beiden Teilen notiert. Seitdem tauschen die beiden Schachfreunde — so schnell die Post die Briefe zwischen Südamerika und Südafrika hin und her befördert — ihre Pl-atzveränderungen auf dem Schachfeld brieflich aus. Durchschnittlich erfolgt also auf jeder Seite alle 12 Wochen ein Zug, da man schließlich für den neuen Zug immer abwarten muß, was der Partner inzwischen tat. Wann dieses Schachspiel zu Ende geht, das weiß kein Mensch. Fragen mutz man wenigstens... (th) Philadelphia. In einer Bank erschien ein kleiner Junge, der einen schweren Koffer schleppte und dringend den Direktor zu sprechen wünschte. Er kam auch wirklich bis in das „Heiligtun". Hier öffnete er den Koffer und holte all feine Spielsachen heraus, die er vor dem Direktor aufbaute. Er äußerte den Wunsch, eine Anleihe auf diese Spielsachen aufzunehmen. Sein Plan sei, Maschinenbaumeister zu werden. Aber seine Eltern seien verarmt. Er könne sich nicht einmal Bücher mit seinem Lieblingsthema, dem Maschinenbau, kaufen. Bis dahin hatte die Bank noch nie Spielsachen beliehen. Aber in der nächsten Aufsichtsratssitzung jenes Bankhauses wurde der Beschluß gefaßt, dem unternehmungsmutigen Knaben ein 20jähriges Darlehen mit etappenweise Auszahlung und ohne Zinsen zu gewähren. Er wird vielleicht seinen Weg machen — weil er den Mut gehabt hatte, zu fragen. Die Sache mit dem Bart. (th) Hollywood. Im Mittelpunkt lebhafter Auseinanderfetzungen, die sogar etwas Grundsätzliches an sich haben, steht im Filmparadies Hollywood der Filmstarsteller Clark Gable, den die ganze Welt kennt. Er hat nämlich in einem neuen Film, der gerade gedreht wird, die Rolle des irischen Politikers und Staats- manes Charles Stewart Parnell zugewiesen bekommen, der zur Zeit Gladstones, obwohl geborener Engländer, Führer der irischen Nationalisten und ungekrönter „König von Irland" gewesen ist. Und nun weigert sich Clark Gable, wie der geschichtliche Parnell — einen Bart zu tragen. „Frauen lieben heute keine Bärte mehr!", damit verteidigt er sein Verhalten und will sich durch nichts bereden lassen, auf der Leinwand „den Weihnachtsmann zu machen". Die Filmgesellschaft, die diesen Film dreht, hat sich deswegen sogar in unvorhergesehene Unkosten gestürzt und dem Darsteller durch einen namhaften Geschichtsforscher nachweisen lassen, daß berühmte Helden, die weit erfolgreichere Liebhaber als Herr Clark Gable gewesen seien, einen mächtigen Bart getragen haben, wie Samson, Don Juan, Heinrich VIII. und Sir Walther Raleigh — aber Clark mag nun einfach nicht. Die verzweifelte Direktion hielt daraufhin eine Umfrage unter den „zuständigen" Filmdarstellerinnen in Hollymood, und als erste Befragte gab Joan Crawford ihrem Kollegen durchaus Recht. Ein Mann mt einem Barte sei für jede empfindsame Frau eine abstoßende Angelegenheit. Entgegengesetzter Meinung waren jedoch Eleanor Powell, Mary Carlisle und Jeanntte Macdonald. Aber Clark Gable bleibt eigensinnig wie eine Primadonna ... Das „Gehirn auf Aktien". (nn) Los Angeles. Fünf Jahre ist das „Gehirn auf Aktien" inzwischen alt geworden. Ein junger Chinese in Los Angeles, der das Zeug in sich spürte, ein guter Maschineningenieur au werden, wußte nicht, wie er die Studiengelder zusammenbekommen sollte. Er schrieb also auf Pergamentpapier fein säuberlich Anteilscheine auf seine Person und auf die Gehälter aus, die er nach Vollendung seines Studiums verdienen würde. Er hatte mit seinem Unterfangen einen unerwartet guten Erfolg. Ein paar reiche Leute waren neugierig, was aus jenem „Gehirn auf Aktien" werden würde und trennten sich leicht von den 100 Dollar, die jeder Anteilschein kostete. Der Chinese hatte Erfolg. Seit zwei Jahren hat er eine sehr gute Stellung in einer Maschinenfabrik. Schon hat er 50 v. H. der Aktien auf sein Gehirn zurück- gctauft. Bald wird ihm sein Geist wieder ganz und gar selbst gehören. Kopfjäger sammeln Filmbilder. (—) London. Der Zivilisation kann nichts widerstehen! Selbst nicht die wilden Kopfjäger im Innern Britisch- Nord-Borneos und Sarawaks, die berüchtigten Da- jaks, in deren Hütten im Urwald man bisher als Trophäen nur die Köpfe erschlagener Feinde vorfand. Das hat sich aber, wie glaubwürdige Reifende versichern, geändert, seitdem englische und amerikanische Filmgesellschaften hier im Lande Filmaufnahmen gemacht haben; neben den Köpfen der Erschlagenen findet man jetzt an den Hüttenwänden der Eingeborenen eine Fülle von Postkarten mit Porträts berühmter Filmdarsteller und -darstelle- rinnen. Das Gesicht Douglas Fairbanks ist diesen Wilden heute ebenso vertraut geworden wie das der Lilian Harvey, und innerhalb der Stämme und Dörfer ist eine wahre Sammelleidenschaft für diese Bilder entstanden, die zu richtigen Wettkämpfen um den reicheren Bilderbesitz ausgeartet ist. Hoffentlich führt dieser Sammelwettkampf nicht zu neuen Kopfjägereien. „Nachbarin, Euer Fläschchen!" (kr) Kopenhagen. Die Braut war groß und breitschultrig. Der Bräutigam war zart und schmächtig. So erschienen sie vor dem Standesamt von Skoering. Der Standesbeamte faßte erst die Braut ins Auge und nahm ihr das Jawort ab. Dann wandte er sich an den Bräutigam. Als dieser das Jawort sagen sollte, fiel er stattdessen in Ohnmacht. Die Braut aber verlor keine Sekunde die Fassung. Sie zog aus ihrer Handtasche ein Riechfläschchen hervor, hielt es ihm unter die Nase und erreichte, daß er bald aus seiner Ohnmacht erwachte und mit schwacher Stimme das entscheidende „Ja" flüstern konnte. Dann aber verstaute die Braut das Riechfläschchen in ihrer Handtasche — für den nächsten Umfall des „schwachen Geschlechts". Der arme Papagei. (z) Paris. In der französischen Hafenstadt Dieppe gab es eines Abends für die Polizei alle Hände voll zu tun. Mehr als ein Dutzend Seeleute nämlich hatten sich daran gemacht, die Hafenkneipe des Herrn Leon F. kurz und klein zu schlagen, während sie den Besitzer über die Theke festgebunden und jämmerlich verprügelt batten. Hatte der mörderisch um Hilfe brüllende Wirt die braven Seeleute übervorteilt? Hatte er ihnen für teures Geld — sowas soll in Hafenkneipen Vorkommen! — minderwertigen Stoff verabfolgt? Wollte er keinen Kredit mehr geben? Hatte er zuviel angekreidet? Nichts von alledem. Der Schuldige war ein Papagei. Sonst lieft man immer und hört auch Scherze über Papageien, die ihre Besitzer plötzlich durch barbarische Flüche und sprachliche Häßlichkeiten in Schrecken und tödliche Verlegenheit bringen, — bei biejem Papagei jedoch war es umgekehrt. Der Wirt hatte ihn gerade den Tag zuvor von einem fremden Manne für ein paar Franken erhandelt und in der Gaststube aufgehängt. Am ersten Tag, in der fremden Umgebung, verhielt sich das Tier völlig stumm, als aber am nächsten Tage „Hochbetrieb" in der Kneipe war, legte er plötzlich los (und selbst der Wirt traute seinen Ohren nicht): „Denkt an euer Ende, ihr alten Sünder!" — „An Gottes Segen ist alles gelegen!" (Es gibt einen ähnlichen französischen Spruch.) — „Fahrt nur so fort, die Hölle ist euch sicher!" usw. Zuerst waren die Gäste perplex, — dann aber brach der Sturm über den unschuldigen Gastwirt los. Sein Mobiliar wurde restlos zertrümmert, ihn selbst und zwei Matrosen las die Polizei als Verletzte auf, acht Mann mußten mit zur Wache, und dem armen Papagei hatte jemand während des Kampfes den Hals umgedreht. Das Roman-Ungetüm. (eu) Gibraltar. In Europa konkurrenzlos dürfte jenes Roman- Ungetüm fein, das der spanische Landbriefträger Ziprian Abad schrieb. Dieser Briefträger ist heute 82 Jahre alt und feit 50 Jahren im Dienst. Auf seinen langen Wegen hat er sich irgendeine Romanhandlung ausgedacht. Mit Hilfe einer Handdruckmaschine schrieb er diese Romane schwarz auf weiß und zog sie auch ab. Als er genügend Abonnenten für seinen Roman gefunden hatte, wollte er 'hnen eines Tages mitteilen, daß nun bald seine sämtlichen Romanhelden verstorben seien. Angesichts der drohenden Haltung, die die Abonnenten einnahmen, entschloß er sich jedoch, weitere 200 Fortsetzungen zuzubilligen. Allmählich sind nun viele Jahre tunb viele Hunderte Fortsetzungen daraus geworden. Mitunter hat Abad auch Reklamen für besonders gute Romankunden einflechten müssen. Er mußte z. B. erzählen, daß irgendein Rindvieh, das bei einer Hochzeit verzehrt wurde, von dem Metzger Soundso geliefert worden war. Selbst als er eines Tages in feiner Romanhandlung die Pest ausbrechen ließ, um nun endgültig Schluß zu machen, fand er so wenig Gegenliebe, daß er einen Arzt auftauchen lassen mußte, der ein Pestheilmittel entdeckt hatte. Jetzt dürfte der spanische Bürgerkrieg diesen Roman endgültig zu einem Ende gebracht haben. Der „fliegende Händler". (ep) Rom. Der 35jährige Straßenhändler Alfia Caruso wurde dieser Tage im wahren Sinne des Wortes zum „fliegenden Händler". Und das kam so: Vor einiger Zeit hatte er von einem Bekannten, dem ehrenwerten Signor Rossi, die Summe von 50 Lire geliehen, die er nicht zurückzahlen konnte. Dieser Tage stürzte nun seine Frau ins Zimmer mit der Schreckensnachricht, Signor Rossi keuche soeben die Treppe zum vierten Stock hinauf, wo Carusos wohnten. Was nun? Rossi wollte sicher fein Geld. Entrinnen war unmöglich, da man schon das Schnaufen Rossis vor der Wohnungstür hörte. Da blieb nur noch eine Möglichkeit: Alfia kroch auf ein wackliges Gestell, auf dem Frau Carusos Koffer und ähnliche Habseligkeiten, die nicht alltäglich benutzt werden, zur Aufbewahrung standen. Und schon trat Rossi ein. „Mein Mann ist nicht zuhause!" erklärte Frau Caruso liebenswürdig. Dies störte Signor Rossi absolut nicht, der behauptete, unendlich viel Zeit zu besitzen, worauf er eine Zeitung hervorzog und zu lesen begann. Eine halbe Stunde verging, und noch eine halbe Stunde. Rossi läßt sich durch nichts von seinem geduldigen Warten abbringen. Caruso wird die Zeit allmählich lang, denn er darf sich doch nicht rühren, da ihn sonst das Geräusch verraten hätte. Plötzlich ein Aufschrei, ein furchtbares Gepolter, und das baufällige Gestell brach unter der Last Alsias zusammen, der mit Koffern, zerbrochenen Stühlen und alten Flaschen dem geduldigen Gläuber ausgerechnet vor die Füße fiel, wo er sogleich sein Klagelied über die schlechten Zeiten anstimmen und um neue Wartezeit bitten konnte. Klub der Optimisten. U. Pr. Budgpe st. In der ungarischen Hauptstadt haben sich ein paar Dutzend Männer zu einem „Klub der Optimisten" zusammengeschlosien. Rechtsanwälte, Aerzte, Offiziere und Beamten bilden die Mitglieder des Klubs, der sich die Bekämpfung des Pessimismus zur Aufgabe gemacht hat, und dessen Angehörige der Ansicht sind, daß sich mit genügend Optimismus auch die schwierigsten Probleme meistern lassn. Der Klub veranstaltet von Zeit zu Zeit öffentliche Versammlungen, in denen Mitglieder des Klubs opitimistische Vorträge über alle mög« lichen Fragen halten. Daneben haben bte Optimisten es sich auch zur Pflicht gemacht, arme Familien zu unterstützen. Die gute Natur. (ky) Budapest. In einer Budapester Klinik meldete sich dieser Tage ein junger Bauer und erklärte, er habe offenbar ein Geschwür oberhalb der Nasenwurzel. Er bäte, ihm dieses Geschwür aufzufthneiden, da es ihn sehr schmerze. Schon am nächsten Tage nahmen die Aerzte der Klinik die nach ihrer Meinung belanglose Operation vor. Zu ihrem großen Erstaunen aber fanden sie bei der Operation, daß das Geschwür von einer mehrere Zentimeter langen Messerklinge herrührte, die dem Patienten ii| den Kopf eingedrungen sein mußte, wobei, wie durch ein Wunder, keine lebenswichtigen Teile verletzt worden waren. So wurde denn die Messerklinge aus dem Kopfe entfernt und die Wunde zugenäht. Als später dem jungen Bauern diese eigenartige Feststellung mitgeteilt wurde, zeigte er sich keineswegs überrascht, sondern nur erfreut. Er antwortete nämlich auf die Eröffnung des Arztes mit dem freudigen Ausruf: „Jetzt habe ich endlich das Messer von meinem Freunde wieder!" Schließlich berichtete er, daß er vor zwei Jahren bei einem Kirchweihfest in eine Rauferei verwickelt worden sei. Dabei habe er einen Messerstich in den Kopf erhalten, er habe dies aber nicht so sehr beachtet, da die Wunde ziemlich schnell verheilt sei. Erst vor c^-ger Zeit habe er wieder Schmerzen an dieser Stelle verspürt und deshalb habe er jetzt den Arzt aufgesucht. Zum Schluß erbat er sich die aus der Wunde entfernte Klinge wieder zurück, da er sie seinem Freunde, mit dem er damals gerauft hatte, wieder bringen wolle... Schöffengericht Gießen. Wegen Unterschlagung von Holzgeldern, die ihnen von Käufern zur Abführung an die zuständige Kaffe in ihrer Eigenschaft als Angestellte des Forstamtes Eichelsdorf bei Nidda anoertraut worden waren, hatten sich die Angeklagten R. F. und W. M. von Eichelsdorf zu verantworten. Während der Angeklagte M. reuevoll gestand, in den Jahren 1934 big 1936 Beträge bis 2000.— RM. unterschlagen und für sich verbraucht zu haben, bedurfte es bezüglich des Angeklagten F. einer eingehenden Beweisaufnahme, diesen hartnäckig leugnenden Angeklagten seiner Schuld durch beeidigte glaubhafte Zeugenaussagen zu überführen. Der Angeklagte F. wurde in eine Gefängnisstrafe von 1 Vs Monaten genommen, sowie zur Zahlung einer Geldstrafe von 20.— RM. verurteilt. Gegen den Angeklagten M. erkannte das Gericht auf eine Gefängnis st rase von 2 Vs Monaten und 100.— RM. Geldstrafe. Die Kosten des Verfahrens wurden den Angeklagten auf- erlegt. Windrose 576 Winterhilfswerk Wichtig ist, daß man die Kinder abhält, die Bläschen aufzukrat- zen, damit es keine Eiterung gibt. Eine besondere Behandlung ist im allgemeinen nicht nötig Ein paar Tage Bettruhe ist an- gezeigt. Gegen das lästige Jucken rann man am besten Puder verwenden. Vaden der Kinder erst, wenn die Bläschen alle eingetrocknet sind. Man laste die Kinder erst dann wieder die Schule oder den Kindergarten besuchen, wenn die Krusten abgefallen sind. Windrose, Vorrichtung zur genauen Feststellung der Windrrch- tung auf einer Scheibe, die durch 32 Striche eingeteilt ist. Windspiel, kleiner, sehr zierlicher glatthaariger Windhund. Winkelmaß, zwei rechtwinklig zusammengefügte Lineale, die als Hilfsmittel bei geometrischen Zeichnungen verwendet werden Winnibald, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „der kühne Freund". Winterbekleidung muß warm aber zweckmäßig sein. Die besten Dienste tut Wolle, die man als Unterwäsche. Weste, Pullover usw. tragen kann. Im geheizten Raum legt man allzu warme Kleidungsstücke ab, damit beim Verlassen des Hauses der Gegensatz nicht groß ist. Das beste Schutzmittel gegen Erkältungen sind trockene, warme Füße. Deshalb soll man auf wasserdichtes Schuhzeug achten und notfalls Ueberschuhe tragen. Winterfütterung der Vögel ist für den Eartenliebhaber eine Selbstverständlichkeit. Man gebe geeignetes Trockenfutter, ölhaltige Samen (Sonnenblumenkerne, Nüsse, Mohn, Hanf, Hirse usw.), getrocknete Beeren (Holunder, Ebereschen), Speck und Fett. Futter in geeigneten Futtergeräten reichen, vor verderblicher Nässe und unerwünschten Fressern schützen (Spatzen). Für Meisen Fleischknochen öd. Speckschwarten aufhängen. Futterringe, -glocken, -balken u. „Antispatzgeräte" zurechtzimmern oder käuflich erwerben, die, auch am Fenster befestigt, ein freudebringendes Veobachtungsbild geben. Kinder sollen Futterbäume errichten: über eine Pflanze (z. V. unnütz gewordener Weihnachtsbaum) erwärmtes und mit Samenkörnern vermischtes Fett gießen und aufstellen. Die W. soll möglichst tagfrüh erfolgen, da dieses nach der langen, kalten Nacht sehr nötig ist. Vögel und Futter gegen Katzen durch Anbringen des „Katzenschrecks" schützen. Unsere Eartenvögel danken unsere Sorgen für sie durch fröhlichen Sommergesang und Pertilgung der Gartenschädlinge. Wintergarten, Aufbewahrort für kälteempfindliche Pflanzen. Deshalb Doppelfenster und Warmwasserheizung. Wenn zentralgeheizt: Wasserverdunster aufstellen. Gegen zu pralle Sonne Schutz der Pflanzen durch Rollläden. Strohmatten besser als Teppiche, da letztere durch feuchte Luft leiden. Winterhilfswerk, das Opferwerk des deutschen Volkes im Kampf CAR DY Feinseife Rasierseife Hautcreme Parfüm C A R D Y- Erzeugnisse: — — Güte und Preiswürdigkeit! Hildegard Mobs Or. Oswald Breuer Verlobte Gießen, Januar 1937 0232 Die Brille nach Maß! Beller Brillen Lieferant aller Krankenkassen' 6038A Ein tönendes Dogelbestiininungsbuch! Hugo Bermühler Verlag • Berlin - Lichterfelde Haben Sie offene Füße? Die „Papierprobe“ Fabrikniederlaa1.: C. Seibel, Frankfurter Straße. O.WinterhofL Kreuzplatz 9/10. Grünberg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Lanbach: Solms-LaubacherDrog.Karl Klein. Bei gesunden Nerven bewegt sich das Papierstück auf der oberen ausgestreckten Handfläche kaum — ist das nicht der Fall, dann ist es Zeit, etwas für die Gesundheit zu tun und mit der berühmten, bluterneuernden Doppelherzkur zu beginnen!^ für alle,.,die sich matt und elend fühlen, für alle; die gesund u. kräftig .bleiben wollen! Am Bahnhof Gießen Gewissenhafte Anpassung durch erfahrene Fachoptiker! Schmerzen? Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte schmerzstillende Heilsalbe Erhält!, in allen ,fUüiHäi III ■ Apotheken 1593V Gefiederte Meistersänger Das erste tönende Lehr- und Hilfsbuch zur Beobachtung und zur Bestimmung der heimischen Dogelwelt Mit Unterstützung des Bundes für Vogelschutz (E. D., Stuttgart. Herausgegeben von Dr. Oskar Heinroth. Dav Werk besteht aus: 1. einem handlichen Textband in Taschenbuchgröße, der in einer klaren Übersicht alle wichtigen biologischen Angaben und viele Bilder im Text und auf 24 farbigen Kunstdrucktafeln enthalt. 2. drei Schallplatte» von 25 cm Durchmesser, hergestellt von der (Earl Lindström A.-lö., mit den Rufen und (Befangen der 24 wichtigsten Vertreter der heimischen Dogelwelt nach Aufnahmen aus freier Natur. Jede Dogelstimme ist einzeln und ohne störende Nebengeräusche klar wiedergegeben. 3. einem praktischen Schutzkasten (40 X 26 cm), in dem Textbuch und Schall- platten sicher vor Beschädigung aufbewahrt werden können. Preise und Bezugsbedingungen: Das Werk ist nur geschlossen verkäuflich, Schallplatten werden einzeln nicht abgegeben. Preis des Werkes: RM. 19.—. Verlangen Sie kostenlos unser ausführliches Werbeblatt. Iu beziehen durch fede Buchhandlung! Men, die sich anläßlich unserer goldenen Hochzeit an uns erinnerten, sei auf diesem Wege herzlicher Dank gesagt. Konrad Hausraih und Frau Gießen, den 16. Januar 1937. 0252 Tannen- Anmachholz gibt laufend ab: 7107V Dampfsägewerk Abendstern Ludwig Kröck Telefon 3580 Geller Lichts Ziehen. igefbern, die ihnen >e zuständige Kch te des Forstamtes t worden waren, ■ unb W. M. von rhrend der Ange- i Jahren 1934 bis unterlagen und irfte es bezüglich iben Seweisau/' >en Mngetlagten ityafte faigen- TesängniS' -nommen, 20 — RM. Der- 31. ertannte dar raje Don 2‘ft ildstrase. Die Ko- Angeklagten auf- 'De Fachoptiker! 6038* a ____ ® bii Ä en. •Jtlub tz "> -i, rjyöttv»» ? ieffit An2-^ "bleme " Seit ,**? '"'n ®iLN «er V'>-d„ ’b-n b™L?°!' * -te SM KZ ;;?-Ä «te Mr ?5äs » M P ksnesweg, ■ « antwortete mit dein Alichdas fKejjer ^'kßlich berichtet« ^mKlrchiveihsest Dabei hch erhalten, er hch ' da die Wundr vor c^er Zes, ^eier Stelle ver. n ausgesucht. 9 der Wunde ent- "er sie seinen, aust hatte, wieder länger \ tttr löeobach' L"«'» s.®., S““9”1 iroth- "1t0‘ W‘*' 7 „dtblaU- W Samstag, lö.Zanuar 1957 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr.15 viertes Blatt wohl — zu stolz! Aber Sie werden eines Tages anders für mich empfinden, das weiß ich bestimmt. Ich werde darauf warten. Sie find so ziemlich der einzige Mensch, der keine Angst vor mir zu haben braucht, sicher nicht, so wahr man mich in einer gewissen Schicht von Leuten, zu denen ich mal gehörte, „jo la Terreur" genannt hat. Aber für sie, kleine Evelyn — für Sie will ich gewiß kein Schrecken sein." Er versuchte sich in einem ermutigenden Lächeln, das — ungewohnt genug — seinen brutalen Zügen einen fast grotesken Ausdruck gab. Evelyn richtete sich unwillkürlich sehr gerade auf. Wer sprach da von Angst — von Schrecken? Sie war kein Kind mehr, das man mit der Drohung vom schwarzen Mann zur Folgsamkeit anhielt. Sie würde Monno schon zeigen ... Sehr ruhig, mit einer fast hochfahrenden Sicherheit, als ob sie die Vorschläge eines.Angestellten zu billigen hätte, sagte sie: „Gut, ich bin einverstanden. Verschwinden ist wahrscheinlich im Augenblick wirklich das Klügste, was man tun kann. Ich habe keine Angst, weder vor Ihnen, noch vor der Polizei. Schließlich bin ich ja völlig unschuldig ..." „Ja, aber bis Sie das bewiesen haben, können Sie im Gefängnis sterben", warf Monno mit einem freundlich-zustimmenden Kopfnicken dazwischen, das ihre falsche Sicherheit etwas ins Wanken brachte. Er schien das zu spüren und den taktischen Vorteil sofort ausnützen zu wollen, denn sein Ton war wieder genau so überlegen wie im Anfang. „Das Schiff geht um 10 Uhr. Es wird gut sein, um kein Aufsehen zu erregen, schon zeitig an Bord zu gehen, mindestens gegen neun. Aber wir können auch gleich in die Stadt fahren, wenn Sie vorher vielleicht noch ein paar Einkäufe machen wollen. Bis halb acht sind die Geschäfte noch offen. Ein Schrankkoffer mit dem Notwendigsten, was Sie für die Ueberfahrt an Kleidern brauchen, steht allerdings bereits in Ihrer Kabine. Natürlich! Wir können doch nicht ganz ohne Gepäck angerückt kommen, mit einem einzigen Anzug am Leibe. Das wäre doch sofort aufgefallen." Er warf einen Blick auf seine Uhr. I (Fortsetzung folgt!) I -> « I ■ 4 Br" ||L -4 * ■ / T, KM && i M 'pT’fyG»' -> z'3£^> ■ . . z .. Iteichsautobahn Bau bei Steinbach Hier entsteht die Autobahnbrücke über die Straße Gießen—Lich. Auf dem Gelände der Autobahn. Im Hintergrund Steinbach. Heimat erschließt. Bagger und Feldbahn, das Charakteristikum großzügiger Erdarbeit. Der wuchtige Stampfer befestigt das weiche Erdreich. An den Steuerhebeln des Stampfers. (Aufnahmen [5]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Es ist noch nicht so lange her, da konnte der 1000. Kilometer der Reichsautobahn seiner Bestimmung übergeben werden. Damals wurde auch die Teilstrecke Frankfurt—Bad-Nauheim eingeweiht. Und damit gewann unsere Heimatprovinz Oberhessen den Anschluß an das großartige Verkehrsnetz der Reichsautobahnen, die dereinst ganz Deutschland durchziehen werden. Die Teilstrecke, die einst durch Oberhessen in seiner längsten Ausdehnung führen wird, war aber in ihren ersten Stadien der Entwicklung längst über Bad-Nauheim hinaus weitergewachsen, der Unterbau auf der Strecke bis Butzbach harrte schon der Betondecke und in den großen Sandbrüchen bei Gambach und Nieder- Weise! wurden ungeheure Mengen Sand gelöst und zum Bahnkörper aufgeschüttet. Und schon seit Monaten wird in der nächsten Nähe unserer Stadt Gießen am Werk der Reichsautobahn gearbeitet, und zwar in langer täglicher Arbeitszeit von morgens 4 Uhr bis um 21 Uhr. So hat sich denn, von unserer Stadt aus gesehen, das Landschaftsbild unmittelbar hinter Steinbach schon sehr verändert. Die breite Trasse der Reichsautobahn ist klar erkenntlich, der edle Schwung, in dem sich die Autobahn besonders in unserer Gegend entfernt, stampfte die wuchtige Maschine mit dem Gewicht ihres viele Zentner chweren eisernen Stempels das Erdreich der An- ahrtstraße fest. Unermüdlich hebt die Kraft des Rohöl-Motors das Gewicht des Stempels hoch und ein Hebeldruck des Führers dieser Maschine löst die Eisenmasse aus, die schwer auf die Erde nieder- chlägt. Nach allen Richtungen kann der auf breiten nen Steine bereits angefahren. Die großzügige Planung, der Brückenbau, die Ausmaße, die schaffende Hand des Menschen und das Aussehen der gigantischen Baustelle sind aber nicht das allein Imponierende. Auch wenn man sich Einzelheiten zuwendet, dann gibt es noch manches Interessante zu sehen. Da wird man zunächst den unscheinbaren Feldbahnen einige Aufmerksamkeit schenken, zu jeder Stunde flattern ihre Fahnen weißen Rauchs über der Baustelle. Aufgeregt rattern sie über hie provisorisch gelegten Schienen und zerren viele schwerbeladene Wagen hinter sich her. Hinauf und hinab geht die Fahrt und manchmal schnaubt die Lokomotive bedenklich. Aber immer wird es geschafft! Die kurzatmigen Warnungspfiffe gellen weit in das Land und schon bei Annerod, günstigen Wind vorausgesetzt, kann man das wilde Pfeifen und Pusten hören. Weniger alltäglich, wie es vielleicht die Feldbahn ist, erscheinen die kraftvollen Stampfer, deren einer wahrhaftig in dieser Woche schier mitten im Dorfe stand. Im nächsten Hausgarten flatterte die Wäsche in der Sonne eines klaren Tages und kaum zehn Meter davon beherrschenden Initiative menschlichen Geistes über die Materie. Ungern trennt sich der Besucher von dieserStätte der Arbeit und ihrer vielfältigen Erscheinungen. Noch manche Woche wird darüber vergehen, bis sich das weißglänzende Betonband, gerahmt von freundlich grünem Rasen, umstanden von Busch und Baum, in seiner Vollendung zeigen wird. Aber wir können den Zeitpunkt der Einweihung auch dieser Strecke der Reichs» autobahn erwarten indem sicheren Bewußtsein dessen, daß im Dritten Reiche Adolf Hitlers eine Halbheit keinen Platz hat. massiven Gestänge ist der eigentliche Löffel befestigt, Erdreich angreift und sich während der ungemein kraftvollen Bewegung nach oben, rundvoll mit Erde füllt. Elegant schwingt dann der Baggerarm nach den Seiten aus und bewegt sich über den Lorenzug. lieber einem der Wagen angelangt, öffnet sich plötzlich die Bodenklappe und in Sekundenbruch- über Berge und die Täler ziehen wird, ist schon jetzt spürbar, obwohl die Erde, vielfach aufgerissen, das hellglänzende Band des Betons nur ahnen läßt. Der Abschnitt Steinbach der Reichsautobahn darf mit Recht unsere besondere Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Entstehen doch unmittelbar von der Straße Gießen—Lich aus Auffahrtsbahnen, die heute schon in ihrer Linienführung zu erkennen find. Steinbach wird also der „Reichsautobahn- Bahnhof" für die Kraftfahrer unserer Heimat sein, ganz abgesehen von der Bedeutung der Reichsautobahn für unser Gebiet, wie sie sich ergeben wird, wenn eine weitere geplante Autobahnoerbindung in unmittelbarer Nähe unserer Stadt vorbeiführt! Aber dieser Bericht soll weniger den Zweck haben, die Bedeutung der Reichsautobahn für unsere engere Heimat darzutun (sie wird von kaum einem heimischen Kraftfahrer verkannt), sondern es soll vielmehr ein Blick auf die Strecke geworfen werden, wie sie sich jetzt darbietet als eine Stätte angestrengtester, fleißigster und großzügigster Arbeit. Raupenbändern fahrende und drehbar gelagerte Stampfer fahren und ausschwingen. Der Mann, der die Maschine bedient, sitzt in seinem Hause vor vielen Steuerköpfen. So recht kommt hier die vollendete Herrschaft des Menschen über die Maschine zum Ausdruck. Noch eine andere Maschine reißt alle Aufmerksamkeit an sich: der grotze Löffelbagger! Gegenwärtig steht er in einem tiefen Loch, das er selbst in die Erde gebissen hat. Die schweren Raupenbänder, auf denen sich der Bagger fortbewegt, liegen im Wasser, in dem sich das technische Ungetüm spiegelt. An einem der von unten her das Mensch, Maschine und Material sind es, die hier in bewußter und unbewußter Einheit am großen Werke schaffen. Aus den kleinen und unscheinbaren Baubuden wirkt die veranlassende Energie hinaus, die Straßenbautechniker und die Beauftragten der Unternehmer behalten dirigierend das Ganze im Auge und sind immer auch an den Arbeitsstellen zu sehen. Die A r b e i t e r, die ausführenden Kräfte, die täglich in Omnibussen, zu Rad und zu Fuß nach Steinbach kommen, stehen mit Schaufeln und Hacke im aufgewühlten weichen Erdreich, werfen Dämme auf, rücken die Gleise der Feldbahnen, stürzen die Wagen und gehen ihren sonstigen vielfachen Verpflichtungen nach, die ihnen der Tag und die Arbeit an dieser Stelle bringt. Die Arbeit ist hart und erfordert viel Widerstandskraft. Der Wochen währende Regen der letzten Zeit hat das aufgeworfene Erdreich weich und zäh gemacht, Tage des Frostes zu Anfang dieser Woche ließen es für kurze Zeit erstarren, Regen und Wind jagten über die Felder und Höhen. Üeberall bildeten sich Wassertümpel, in die dann der Frost lustige, vielfältige Ornamente zeichnete. Dessen allem aber ungeachtet geht die Arbeit weiter, wächst der Bahnkörper zu immer klarerer Form. Und eine Brücke wird bei Steinbach gebaut! Wochenlang wurde für die Fundamente ausge- schachtet. So entstand zunächst unmittelbar am Dorfausgang und zwischen den letzten Häusern (kaum zwanzig Schritt entfernt) eine tiefe Grube (zum Teil stieß man dabei auf Moor gründ), die fast immer voll Grundwasser stand. Stets waren Pumpen an der Arbeit. In der Grube rechts der Straße (die mit vielen Balken abgesteift ist) wurde bereits mit der Betonierung des Fundaments begonnen. Die Baugrube wird hoch überragt von dem eigentlichen Bahnkörper, der dort zu stattlicher Höhe aufgeworfen wurde. Die Straße Gießen—Lich wird also unter der Reichsautobahn hindurchgeführt. Für den eigentlichen Brückenbau sind die fertig zubehaue- Der große Plan, der jetzt auch in unserem Gebiet seiner Verwirklichung entgegengeht, bestätigt die Kraft unseres deutschen Volkes und seiner Führung. Noch in diesem Jahre werden mir es vermutlich erleben können, daß die große Verkehrsader der Reichsautobahn vielen Volksgenossen aus dem Reiche, die feinen Schönheiten unserer oberhessischen ■....... N. teilen rutscht das ganze Erdreich aus dem Löffel m den Wagen. Wagen um Wagen füllt sich. Geräuschvoll dampft der Zug ab, rattert zu Tal, wird ausgeladen und kehrt wieder. Große Erdmengen werden auf diese Weise bewegt und damit eine Arbeit geleistet, für die kaum genug menschliche Hände eingesetzt werden könnten. Die Arbeit des Baggers ist ein faszinierendes Spiel der Kraft, der Bewegung und ein Zeugnis der Oder war es fer fabulierende Reporter es Ostrowski im Verwirrung riß: Eine reine Verrücktheit von Ostrowski, sich umzubringen. Statt sich ruhig verhaften unb bann die ganze Maschinerie spielen zu lassen. Jetzt ist der Skanbal natürlich unabsehbar. Sie werden verstehen, daß es unter diesen Umständen zu gefährlich wäre, in Marseille zu bleiben. Unser Freund, der Herr Notar und Stadtrat Lejeune, in dessen manen denken mußte. Aber Monno fuhr schon wieder fort: „Trotzdem ist es für uns, für Sie wie für mich, entschieden weitaus sicherer, ein Weilchen überhaupt aus Frankreich zu verschwinden. Glücklicherweise fährt zufällig heute abend noch von hier ein Dampfer nach Rio — Rio de Janeiro, Brasilien, wie Sie vermutlich wissen. Ein sehr angenehmes Land, unter anderem auch deshalb, weil wir drüben so eine Art Filiale haben." Er ließ Evelyn gar feine Zeit, Erstaunen oder Widerspruch zu äußern. Als ob er eine von ihr gestellte Zwischenfrage beantwortete fuhr er fort. „Jawohl, die Fahrkarten sind schon besorgt — zwei Kabinen erster Klasse — die Pässe sind ebenfalls in Ordnung. Sie heißen von jetzt ab Madame Jeanne Duclos. Sie werden guttun, sich diesen Namen fest einzuprägen und den anderen nach Möglichkeit zu vergessen. Ein Namenswechsel ist ja für' Frauen nichts Ungewöhnliches. Ob Sie jetzt Madame Ostrowski geheißen hätten oder Madame Duclos, ist schließlich egal. Nicht? Selbst wegen des Paßphotos brauchte ich Sie nicht zu bemühen. Ich habe Sie nämlich einmal, ohne daß Sie es merkten, zu meinem Privatvergnügen aufgenommen, damals auf dem Ausflug nach Fontainebleau, sogar zufällig auch ganz vorschriftsmäßig von vorn und ohne Kopfbedeckung. Ich brauchte den Abzug nur auf Paßformat zurechtzuschneiden. Sie sehen, ich bin wirklich ein guter Reisemarschall. Während Sie schliefen, habe ich alle diese kleinen Formalitäten erledigt. Ich hoffe, Sie werden auch weiter mit mir zufrieden fein, Madame." Plötzlich, ganz ohne Uebergang, fiel das spöttischüberlegene Wesen wie eine Maske von ihm ab. Sein Gesicht wurde fast finster vor innerer Anspannung. Er beugte sich über den Tisch zu Evelyn hinüber,' die ihn noch immer mit weitgeöffneten, ungläubig-erstaunten Augen ansah, als hätte er ihr ein Märchen erzählt. „Hören Sie", sagte er, seine Stimme klang em wenig heiser, aber dabei um so eindringlicher, „hören Sie, ich weiß, daß Sie mich nicht mögen. Aber ganz gleich, ich habe Ihnen schon einmal gesagt, daß ich Sie liebe. Ich sage so etwas nicht ms Blaue. Und auch nicht aus purer Galanterie, das können Sie mir glauben. Nicht als ob ich Sie zu irgend etwas zwingen oder die günstige Gelegenheit ausnützen wollte. Dazu bin ich zu stolz. Ja- Händen von stärkeren, unbedenklicheren Verbrechern gewesen sei, die sich geschickt im Hintergrund zu halten wußten in der Rolle von „Privatsekretären" etwa, um dann im Moment der Katastrophe spurlos zu verschwinden? Ja, hier sprach man sogar ganz unzweideutig von Monno als dem Haupt einer internationalen Bande von Fälschern und Rauschgifthändlern; ihn nicht schon längst ober mindestens gleichzeitig mit Ostrowski verhaftet zu haben, sei ein unverzeihliches und geradezu schuldhaftes Versehen der Polizei — wenn nicht gar Schlimmeres! Oder wie wäre es zu erklären, daß man auch die sogenannte Verlobte Ostrowskis habe entwischen lassen, diese angebliche russische Tänzerin, die in Wahrheit vermutlich als Agentin einer fremden Großmacht Ostrowskis weitreichende Verbindungen für ihre finsteren Zwecke ausgenutzt habe ... Wie gelähmt starrte Evelyn auf dieses wirre Durcheinander von Wahrem und Falschem, von Tatsachen und kolportagehaften Phantasien. Sie begriff überhaupt nichts mehr. Wenn man sie jetzt gefragt hätte, sie würde kaum mehr gewußt haben, ob sie nicht am Ende wirklich — wenn auch ohne es zu wissen — einer fremden Macht gedient hatte. War nicht die Tanzkunst sozusagen eine fremde Macht. Vielleicht verriet man durch Tanzfiguren Staatsgeheimnisse? Wer konnte es wissen ...? Ihr 'schwindelte der Kopf. „Wenn ich mich je^t nicht mit aller Gewalt zusammennehme, werde ich verrückt" — bas war bas einzige, was sie plötzlich mit aller Deutlichkeit fühlte ... Es war fast wie eine Erlösung, als Monnos kalte Stimme sie aus diesem Zustand taumelnder im Moment seiner Verhaftung." Wieder unb diesmal viel stärker als vor dreißig Stunden in ihrer Pariser Wohnung hatte Evelyn das Gefühl des Erdbebens, unter dessen plötzlicher, gewaltsamer Erschütterung der ganze Bau ihres Lebens in sich zusammenstürzte. Sie konnte vor Tränen kaum die Berichte lesen. Gewiß hatte sie für diesen Mann keine große Leidenschaft empfunden, aber doch eine warme, geschwisterliche Zuneigung wie für einen sehr fürsorglichen, sehr aufmerk-, samen großen Bruder, der sich bedingungslos, mit einer reizenden Ritterlichkeit jedem ihrer Wünsche fügte und keinen anderen Ehrgeiz zu haben schien, als ihr zukünftiges Leben so heiter, harmonisch und glücklich zu gestalten wie irgendmöglich. Und nun verlor sie ihn doppelt, denn mochten die Angriffe unb Anschulbigungen gegen Ostrowski auch zum Teil wirklich, wie er behauptet hatte, von persönlichen Feinden herrühren, bie roütenb darüber waren, daß man sie nicht in die Schar der gutbezahlten Freunde ausgenommen hatte — diese nüchtern- offiziellen Slngaöcn über die jetzt plötzlich zutage getretenen Ungesetzlichkeiten mußten offenbar stimmen. Ein Fälscher also, ein Betrüger, ein hoch- Das fremde GeW. Vornan von Caren. 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Er hatte Nachrichten genug, einen ganzen Stoß Zeitungen, die er nach einer wortlosen Begrüßung Evelyn mit beinahe gebieterischer Gebärde über den Tisch reichte. Beim ersten Blick auf die fetten Schlagzeilen, die von der Titelseite des „Petit Marseillais" ihr entgegenschrien, ging ein Zittern durch ihren ganzen Körper. Sie tastete blind nach einem Stuhl, um nicht zu fallen. „Ostrowski, als Betrüger entlarvt, erschießt sich stavelnder Verbrecher und erst recht ein Spieß- der Herr Notar und Stadtrat Lejeune, in Denen geselle von allen möglichen Verbrechern — das war gastlichem Hause wir uns augenblicklich befinden, die Wirklichkeit dieses Mannes, dem sie sich und ist zwar durchaus zuverlässig, wie es sich für ben ihr aanie^ Leben hatte anvertrauen wollen. Wie geheimen Syndikus eines weitverzweigten Unter- hatte n" fid) nur fo täufd>en fönnen ...? nehmens gehört." Monno °°rz°g höhnisch die Oder war es am Ende wirklich so, wie hier die- Mundwinkel zu einer Art von Lächeln, bei dem nbe Reporter es andeutete, daß Evelyn unwillkürlich an das „teuflische Grinsen Grunde nur das Werkzeug in den professioneller Schurken in populären Schauerro- Oberheffen Conbhrte Gießen wieder flott zu machen. OJl.-Spont Lokaltressen Handball Der Kamps im Handball geht weiter In preise ausgesetzt sind. 2. Preisklasse. zwar To. Tv. To. To. To. ganz dies- kommen, dessen Ausgang im voraus nicht bestimmt werden kann. — Die Heuchelheimer gehen nach den Leistungen der letzten Zeit nicht ganz ohne Aussichten nach Marburg. — Hochelheim kann, weun es Glück hat, sein erstes Spiel gewinnen. innerhalb einer Gruppe gibt den Ausschlag für deren Abschneiden. Als Bewerber sind nur zugelassen Landesgruppen, Ortsgruppen und Fliegerschulen des DLB. und einzelne Segelfluggruppen, die jede Maschine gesondert melden müssen. Die Punktwertung jedes Fluges ist in fünf Wertungsgruppen unterteilt und zwar 1. StreckenfAige, 2. Zielstreckenflüge, 3. Gemeinschaftsflüge, 4. Höhenflüge und 5. Flüge mit Rückkehr zur Startstelle. Außerdem erfolgt als Ansporn für jeden einzelnen eine Sonderwertung für die fliegeriscbenBest- leistungen auf Strecke, Höhe und Gesamtflug' strecke wie auch für technische Leistungen Sonder- Der Mil. - SB. Darmstadt gewann das Darmstädter Hallen-Handballturnier. Im Endspiel standen die Soldaten dem badischen Gaumeistek Waldhof gegenüber, der in der Verlängerung mit 6:5 geschlagen wurde und nach der Niederlage im Mannheimer Turnier (gegen Eintracht Frankfurt) in kurzem Zeitraum zwei Hallenturniers verlor. Es wird Katzenfurt kaum gelingen, in Hörnsheim zu einem Erfolg zu kommen. — Zwei gleichstarke Gegner und zwei ausgeglichene Mannschaften stoßen in Holzheim aufeinander. Wer Sieger werden wird, ist nicht abzuschätzen. — Die Dorlarer haben in VfB.-R. einen Gegner, der ihnen zu raten aufgeben wird. Es ist kaum anzunehmen, daß die Spielstärke der Einheimischen langen wird. Tv. Lützellinden — Tv. Münchholzhausen, Tuspo Marburg — To. Heuchelheim, Spog. 1900 Gießen — Mto. Gießen, To. Hochelheim — Tuspo. Niedergirmes. Lützellinden sollte es zu einem ha izn Kampf 1. kreisklafse. Hörnsheim — Tv. Katzenfurt, Holzheim — Tv. Dutenhofen, Dorlar — VfB.-R. Gießen, Grüningen — Tv. Herborn, Groß-Rechtenbach — To. Garbenheim. Leihgestern spielt in Watzenborn-Steinberg. Niederlage erleiden. LfB.-Reicksbahn (Netzen. Lollar auf dem Waldsportplah. Wenn auch die Lollarer Mannschaft gegenüber der Vorrunde an Spielstärke eingebüßt hat, so hat doch das Spiel gegen 1900 gezeigt, daß die Lollarer Mannschaft immer noch ein sehr ernst zu nehmender Gegner ist. Daran ändert auch nichts die Niederlage in Dillenburg. Gerade die Lollarer spielen einen sehr guten Fußball. Sie haben in Gabriel einen Verteidiger, der dem Gießener Sturm zu schaffen machen sollte. Im übrigen sind die Spieler der Hintermannschaft sehr zuverlässig. Wenn der Lollarer Sturm sich findet, so sollte er den Gießenern öfter schwer zu sch 'f?n machen. Diesem Gegner gegenüber müssen die VsB.er sehr auf der Hut sein. Sie müssen sich aber auch darüber im klaren jein, daß ein Spielverlust für sie vielleicht schon die Klärung der Abstiegfrage bedeutet. In Anbetracht träge, abgesehen von einigen Spezialarbeiten, wurden an das heimische Gewerbe abgegeben. Kreis Schotten. *!* Ruppertenrod, 15.Ian. Die Grippe hat auch in unserem Dorfe viele Einwohner auf das Krankenlager gestreckt. Von unseren 690 Einwohnern waren bis jetzt 253 Leute grippekrank. Davon waren 82 Männer, 83 Frauen und 88 Kinder, 42 Knaben und 46 Mädchen. Im allgemeinen war die Krankheit harmlos, doch find auch einige schwerere Fälle vorgekommen. Kreis Alsfeld -er. Homberg, 15. Ian. In diesen Tagen fand hier ein Webkursus statt, veranstaltet von der Bäuerlichen Werkschule Alsfeld. Als Leiterin hatte diese Fräulein Thilde Bender entsandt, die die Teilnehmerinnen gut anzuleiten verstand. Es wur- Epieliurnen—Geschicklichkeitsturnen Kampfsport. Neuorientierung des Schul-Turnunterrichts. Die körperliche Erziehung der deutschen Jugend hat in den letzten vier Jahren einen grundlegenden und tiefgreifenden Wandel erfahren, denn die körperliche Ertüchtigung des deutschen Volkes ist eine der ersten öffentlichen Aufgaben und persönlichen Pflichten. Zur Neuorientierung des Turnens in der Schule, das aus seinen alten Schranken genommen wird, hat der Reichserziehungsminister Richtlinien erlassen, in denen — nach dem „Anzeiger der Hessischen Landesregierung" — zwischen drei Altersgruppen unterschieden wird; von 6 bis 10, von 10 bis 14 und von 14 bis 19 Jahren. Während für die jüngste Altersklasse nur die Grundschule in Frage kommt, treten in den späteren Jahren auf dem Gebiet der Körperschu- um den Gästen den Sieg streitig zu machen. — Man geht nicht fehl, wenn man Herborn als Sieger des Spieles in Grüningen bezeichnet. — Groß-Rechtenbach hat in Garbenheim nur knapp verloren. Aus dem Grunde dürfte es mal sicher zu einem Sieg reichen. resp. Bezirkskasse. Auf wiederholten Antrag wurde dann die Gründung beschlossen und zum Direktor Landrichter Ebel gewählt. Die ersten Geschäftsräume befanden sich in der Langgasse im Hause des verdiente Ehrungen zuteil. * Li ch, 16. Jan. Die H o l z ve r siei g e ru n gen in den Waldungen der Umgegend nehmen in diesen Wochen ihren Anfang. Don den Forstverwaltungen sind Preisberichte zur Orientierung der Oeffentlich- keit zugesagt. Auf die Dersteigerungsanzetge im heutigen Gießener Anzeiger sei hingewiesen. * Lauter, 16.Jan. Auf der Straße Lauter— Grünberg geriet gestern ein Personenwagen durch das Glatteis ins Rutschen und fuhr heftig gegen einen Baum. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Der Fahrer erlitt glücklicherweise keinerlei Verletzungen. # Ettingshausen, 15. Jan. Bei der P f u n d s a m m l u n g für das diesjährige Winterhilfswerk wurden innerhalb der Ortszelle Ettingshausen folgende Mengen gesammelt: 4 Pfund Gerste, 1 Pfund Grieß, 13 Pfund Hülsenfrüchte, 13 Pfund Reis, 20 Pfund Mehl, 1 Pfund Zwetschen, 1 Pfund Aepfel, insgesamt 53 Pfund. Das diesjährige Ergebnis übersteigt das vorjährige um 20 Pfund. * Röthges, 16. Jan. Dieser Tage ereignete sich hier ein nicht alltäglicher Vorfall. Ein Lastkraftwagen, der in einer Seitenstraße Waren av- lud, wurde nach Erledigung der Arbeit vom Kraftwagenführer rückwärts gefahren. Der Lastkraftwagen geriet aber dabei auf dem Glatteis ins Rutschen und stieß gegen das Backhaus. Durch den Anprall wurde eine Mauer des Backhauses völlig eingedrückt. Menschenleben kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Kreis Friedberg. Pb. Butzbach, 16. Jan. Das Mathildenftift Bezirkssparkasse Butzbach erwarb im Januar 1936 das dem Volksstaat Hessen gehörige frühere Finanzamtsgebäude, da die bisherigen Geschäftsräume unzulänglich waren. Bei dieser Gelegenheit ist es wohl angebracht, auf die Geschichte der Bezirkssparkasse Bubach etwas näher einzugehen. Am 22. Februar 1847 richtete der Bürgermeister S e i p p e l von Butzbach etwas näher einzugehen. Am 22. Februar Ostheim, Kirch-Göns, Rockenberg, Oppershofen, Pohl-Göns, Hochweisel, Münster, Bodenrod, Maibach, Fauerbach v. d. H., Nieder-Mörlen, Ober- Mörlen und Rieder-Weisel an den Kreisrat des Kreises Friedberg, als dem Präsidenten des Mathil- denstifts, ein Gesuch um Gründung einer Filial-, wurden die Geschäftsräume in das Haus des Rechners Küchel, Ecke Weiseler- und Bahnhofstraße, verlegt. Der zunehmende Geschäftsverkehr machte aber die Errichtung eines größeren Geschäftsgebäudes notwendig, das die Kasse im Jahre 1903/04 in der Bismarckstraße errichten ließ. Mit dem 1. Januar 1904 wurde dann die Kasse, die bislang der Kasse Friedberg zugeteilt war und als Filialkasse galt, selbständig. Gleichzeitig wurde sie als öffentliche Sparkasse staatlich anerkannt, sie führte seit dieser Zeit den Namen „Mathildenftift Butzbach, Bezirkssparkasse". Zwanzig Garantiegemeinden sind ihr zugeteilt. Die Kasse entwickelte sich in den darauffolgenden Jahrzehnten günstig weiter, der Geschäftsverkehr nahm immer mehr zu, so daß die bisherigen Räume zur Bewältigung der Kundschaft zu klein waren. So entschloß man sich zum Ankauf des Finanzamtsgebäudes und zum Um- und Anbau. Man begann Mitte Mai 1936 damit, und nunmehr ist derselbe vollendet und wird seiner Bestimmung übergeben. Helle angenehme Geschäftsräume, ebensolche Arbeitsplätze für die Gefolgschaft, sind vorhanden. Neuzeitliche Panzerschränke wurden beschafft, deren Sicherheitseinrichtungen allen technischen Fortschritten auf diesem Gebiet entsprechen. Ebenso sind Schließfächer für den Kundenkreis vorhanden, um Wertgegenstände aller Art in Verwahrung zu nehmen. Ueber 50 Firmen wurden bei dem Um- und Neubau beschäftigt. Sämtliche Auf- § Heuchelheim, 15. Jan. In einer Mitgliederversammlung des hiesigen D H C. - Z w e i g- vereins wurde der Wanderplan für 1937 fest- gelegt. Um eine Gegend der weiteren Heimat ken- . nenzulernen, ist eine Autofahrt durch das Hinterland zur Lahnquelle vorgesehen. Da der seitherige , Vereinsführer O. W o l f s ch m i d t sein Amt nieder- • legte, wurde der seitherige Rechner des Vereins, ■ Ernst Benner, zum Vereinsführer bestimmt, der ! vorderhand das Rechneramt weiterführen wird. \ Zum Wanderwart bestimmte er Franz Sack. I ©ar b en leid), 12. Jan. Nach denKirchen. b ü ch e r n wurden in der Gemeinde Garbenteich im Jahre 1936 getauft 14 Kinder, konfirmiert?4 Kinder. Es fanden 10 Trauungen statt. Beerdigt wurden nur 4 Personen, eine auffallend geringe Anzahl im Vergleich zu früheren Jahren. Die Gottesdienste waren besucht von 5353 Männern, 6351 Frauen und 2313 Kindern, das ist ein durchschnittlicher Besuch von 226,11 Erwachsenen und 44,21 Kindern für jeden Sonntag. Zum Abendmahl gingen 1322 Gemeinde glieder, und zwar 622 Männer und 700 Frauen. Im vergangenen Jahre wurde ein Frauenchor gegründet, der mit den beiden am Orte bestehenden Gesangvereinen bet den Festgottesdiensten in der Kirche singt. Zum ersten Male trat er im Sommer gelegentlich des Kreistreffens der Evangelischen Frauenhilfen in Garbenteich in der Oef- fentlichkeit auf. Selbstverständlich stellt er sich auch in den Dienst der Familienabende der Frauenhilfe und kann wesentlich zur Ausgestaltung der Abende beitragen. Im vergangenen Jahre brach sich die Ueberzeugung mehr und mehr Bahn, daß die Kirche wiederhergestellt werden muh. Sie ist im Aeuheren und Innern nicht mehr eines Gotteshauses würdig. Hinzu kommt, daß der Dachreiter, der zugleich Glockenturm ist, mit der Dach- konstruktion der ganzen Kirche verbunden ist. Die Erschütterungen beim Läuten führen immer mehr zu einer Verschiebung und Lockerung des Dachstockes. Es soll nun ein Baukapital gesammelt werden, damit mit der Wiederherstellung der Kirche auch em Turm errichtet werden kann. Das Fehlen eines Kirchturmes, der sonst das Wahrzeichen eines Dorfes ist, wird mit Recht als großer Mangel empfunden, zumal bei dem weit ausgedehnten Dorf das Läuten von dem niedrigen Dachreiter in weiterer Entfernung kaum oder gar nicht zu hören ist. So ist es der sehnliche Wunsch der Gemeinde, daß es ihr bald möglich sein möge, mit der Wiederherstellung der Kirche und der Errichtung eines das Dorf überragenden Kirchturms zu beginnen. )( Lich, 15. Jan. Im Anschluß an seine gestrige Singstunde hielt der Evangelische Kirchenchor im Gemeindesaal seine diesjährige Generalversammlung ab. Nach Begrüßung der Mitglieder durch den Vorsitzenden gab die Schriftführerin, Frl. Elisabeth Berk, einen ausführlichen Jahresbericht über die Tätigkeit des Vereins. Der Rechner, Kaufmann H i l l e m a n n, erstattete den Kassenbericht, der ein günstiges Ergebnis hatte. Es wurde beschlossen, auch in diesem Winter am Sonntag, 7. Februar, einen frohen Abend für die Mitglieder des Vereins zu veranstalten. Im Laufe des Sommers soll ein Ausflug nach Schlitz unternommen werden. Der Chor wird sich an dem Jahresfeft der evangelischen Kirchenchöre des Dekanats Gießen, das am Sonntag vor Pfingsten in Watzenborn- Steinberg stattfinden wird, beteiligen. Sobald wie möglich will der Verein ein größeres Werk in der Kirche zur Aufführung bringen. Nach Dankeswor- ten an Lehrer i. R. Stein, der in selbstloser Weise schon seit vielen Jahren den Chor leitet, wuroe die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. — Frau Elisabeth Uhrhan, geb. Groß, kann am nächsten Maytag in voller körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. — Unsere Stadtschwester Anna machte im Jahre 1936 6288 Kranken- und 162 Jnteressenbesuche. Sie hielt 20 Nachtwachen und 330 Pflegetage ab. — Kaufmann Heinrich Schmidt, der Inhaber der Firma Johann Hermann Schmidt, vollendete heute in bester Gesundheit sein 70.Lebe n s j a h r. In rastloser Arbeit hat er das Geschäft zu seiner jetzigen Größe entwickelt. Zu seinem Ehrentag wurden dem Seniorchef des Hauses von allen Seiten, besonders von der Belegschaft, wohl- Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung Leihaestern muß zum Verbandsrückspiel nach Watzenborn-Steinberg. Obwohl das Vorspiel mit 3:0 von .den Teutonen gewonnen wurde, so ist diese Mann- lung neben die Schule noch bas Jungvolk und die schast nicht zu unterschätzen, denn seit 1928 kreuzen $3. Sie Uebungsgebiete, die den drei Altersklassen sich diese Mannschaften die Klingen und immer zugewiesen werben, werben mit ben Worten wollte ber beim letzten Spiele Unterleg ne „Spie [turn en", „Geschicklichkeitstur- aller Gewalt da- nächste ^Ml gewinnen. Aber leit nen" unb Kampfsport" bezeichnet. zw-i Jahren schalte sch doch der Bösere au- den Kämpfen heraus, und das war die Mannschaft der Ordnungsübungen sollen im Turnunterricht ber Teutonen, die immer wieder, auch wenn nur knapp, neuen Schule nur den geringsten Platz haben. £)rb= auc beiden Plätzen den Sieger stellen konnte, nung könne nicht gedrillt werden, sondern sei das foun wird wieder ein solcher Kampf gezeigt, in Ergebnis einer inneren Einstellung. Auch eine Kör- bem öie ©äfte nichts zu verlieren haben, aber um perschule mit falscher Sinngebung habe in der bedeutender ist es für die Teutonen, wenn wie- Schule keinen Platz mehr. Es gebe keine rhythmr- kcr 3mei Punkte gehamstert werden können. Es fche Gymnastik und kein rhythmisches Gerätetur- wird mit einem Siege der Teutonen gerechnet. Vor nen. Die Körperschule habe lediglich eine Aufgabe aUem hofft man auf einen ritterlichen Kampf, als Helfer zu erfüllen. In der Altersklasse von 10 Die zweite Mannschaft fährt zum Verbandsspiel bis 14 Jahren ist das Schwimmen in den Mittel- Gießen und dort ist es auch die zweite Mann- punkt gestellt worden. Das Einüben von Schau- chaft von 1846, die ihr im Kampfe gegenübersteht, nummern, die an Lehrer und Kinder größte 2In= kQ5 5ßOr piel endete 10:1 für die Teutonen, forderungen stellen, ist verboten. Als Kampfsport . sind der Schule Fußball und Boxen zugewiesen. Kegler tm O enste der AZnnermlse. ben Basttaschen aller Art, Gürtel, Sofakissen, Schals Iber Wichtigkeit des Spieles bri^en die Swß-N«r und Läufer angefertigt. Die zum Weben nötigen die stärkste Mannschaft auf den Plan und zwa . Rahmen wurden den Kursusteilnehmerinnen für die r . Dauer des Kursus kostenlos zur Verfügung gestellt, Leutheuser Stephan auch war der Besuch dieses Kursus unentgeltlich. Kramer Knauß $™ptfelö Gewiß ist eine solche Anregung sehr zu begrüßen, Fehling Kramer Heß ^imann SjZp wird doch dadurch das Weben ftüherer Zeit der Man hat Vertrauen zu ^eser Besetzung jungen Generation, wenn auch in anderer Art, über- wartet von ihr, daß siesich ihrer Ausgabe bew tz mittelt. — Im Laufe dieser Woche wurde hier ein ist. Leiter des Spieles ist Kaletsch (Wetzlar). Kursus im Luftschutz durchgeführt, der in VfV.R. II — Lollar II. erster Linie der Ausbildung der Block- und Haus- ^rem Sieg gegen 1900 haben die Lollarer warte gelten sollte. Diese wurden sowohl theoretisch, Ln Dillenburg verloren. Eine Tatsache, die beweist, als auch praktisch in die Materie eingeführt. Lollarer Formschwankungen unterworfen sind. Es wird also darauf ankommen in welcher PreilBetL Verfassung sie sich am Sonntag befinden. Die Mannschaft der Platzbesitzer ist stark gestellt und An derArbelisstätte tödlich verunglückt, sollte den Gästen den Sieg schwer machen. VfV.-R. 1. Jgd. — 1900 1. Igd. Beide Gegner haben noch die Möglichkeit, den 'n ihrer Klasse zu machen. Hierdurch ge- ' 5 Spiel an Bedeutung. Das Vorspiel Den Gießener Handballanhängern steht seit langer Pause wieder einmal etwas Besonderes bevor: Auf dem 1900-Sportplatz stehen sich im Verbandsrückspiel die ersten Mannschaften des Männerturnvereins und der Spielvereinigung 1900 gegenüber. Das Treffen ist eines der wichtigsten der Bezirksklasse der Gruppe Gießen-Wetzlar. Aber darüber hinaus geht es auch um die Frage der Vorherrschaft im Gießener Handball. Werden sich die 1900er wie in den Vorjahren (zur Zeit ihrer Zugehörigkeit zur Gauklasse) behaupten können ober werden die Männerturner triumphieren? Das Vorspiel mit seinem unentschiedenen Ausgang (4:4) ließ die Frage offen. Es standen sich damals bessere Hintermannschaften als Stürmerreihen gegenüber. LPD. Wetzlar, 15. Jan. Im Walzwerk des StahlwerksRö chlin g-Bud erus wurde gestern v nachmittag der Arbeiter Mergel! aus Wetzlar, Meister in ihrer Klaffe zu machen. Hierdurch ge- als er einem Arbeitskameraden half, einen unter winnt dieses Spiel an Bedeutung. Das Z5or|piei eine Maschine gefallenen Schlüssel hervorzuholen, auf dem Trieb haben die VfB.er knapp gewonnen, von der im Gang befindlichen Maschine so schwer Es wäre verkehrt, aus diesem Grunde ohne weiteres aetroffen daß der Tod auf der Stelle eintrat, den Leuten vom Waldsportplatz auf eigenem Ge- getrogen, o ' länbe einen Sieg zuzulprechen. Es wiÄ melmchr v m erft bas Spiel Ausschluß darüber geben, welch- 4 R 0 bhetm a. d, Bieber, 15. Jan. Zu bem Mannschaft bie zur Zeit bessere ist. Unglücksfall bet der Amtmannsmuhle ist noch zu . . . nnn berichten, daß die Freigabe der Leiche des verun- SpleWerelMgUNg 1900 ©ICUen. glückten Wilhelm Weber aus Fellingshausen erst $ __ igoo frage noch mehrere photographische Aufnahmen der leichter Gang ist, E lnzwlsch h 9 Unfallstelle gemacht worden waren, wurde die zur Tat a^ ?^.n ück in tüneüer W Straße Rodheim—Gießen, die während des ganzen Jahre aufgefhegen stnd, ^°den sich m k z s o Tages für Großverkehrsmittel gesperrt geu^en mar, wieder freigegeben. - Heute nacht wäre es achlich tf 1bie her $aü, wenn am Nordausgange unseres Dorfes auf der stark an- leck für sich hat. 'Vts letzt sm! s h steigenden Straße nach Fellingshausen um ein ^äar Aenia Aussicht, zu einem neuen Autounfall gekommen. Ein F e rn - Auch für die B auweißen besteht wenig /tusya)r lastzug, der in der Nacht unseren Ort passierte einigermaßen günstig °bzuschne^en da ya) Die und bei der herrschenden Glätte die Steigung nicht Hoftnnngen auf die Beendung v°n Sack unv zu nehmen vermochte, rutschte rechtsseitig Lobsack nur zum Teil erfüllten. Zu der ab und fuhr an der Straßenböschung fest. Da ge- Rahn, Zeiler, Lippert, Erha , _ . ’ Heuser rade an dieser Stelle eine mehrere Meter tiefe Schellhaas, Vanft, Lobs , H , , Treppe die Böschung hinabführt, hätten die übelsten konnte man äw°r D^rauen h ch Nolaen entstehen können wäre der ßafhua nicht stände m Burg verlangen eine Leistung, zu per ycy im letzten Augenblick abgefangen worden. Bis heute d^ Dla^eißen nicht iEer aufschwmgen onnen. mittag war es noch nicht gelungen, das Fahrzeug Die Leitung liegt bei Küster (B gh 1 )• Der Verein der Kegler des Lahn-Bufeckertals hat fein diesjähriges Winterhilfskegeln auf den 16. und 17. Januar 1937 feftgelegt. Die Austragung des .Kegelns erfolgt auf drei Bahnen (Bundesbahnen), Wir glauben, daß auch in dem morgigen Treffen zwei Asphalt- und einer Scherenbahn. Alle Kegler die Stürmerleistungen den ausschlaggebenden Fak- des Kre>ises Gießen, ob Sport- oder Gesellscha,ts- tor darstellen werden. Die zwischenzeitliche/ Entwick- kegker, werden daher erneut aufgerufen, an diesem lung läßt darauf schließen, daß beide Parteien ihr Winterhilfskegeln teilzunehmen. Der Deutsche Keg- Mannschaftsgefüge zu festigen gewußt haben. Die lerbund (DKB.) hat eigens für diese Wettkämpfe seitherige schwankende Form der MTV.-Elf war wiederum Ehrenurkunden geschaften, die gleichzeitig mehr auf die Ersatzeinstellungen zurückzuführen. Die für die Erringer ein Dokument des Sieges, aber Aufstellung der Turner-Mannschaft ist noch nicht auch der Opferbereitschaft bedeuten. bekannt. 1900 will folgende Els in's Feld stellen: nff„n für alle deutschen Enders; Birkenstock, Schmittdiel; Reist, Berg, Rich- Wettkampft ter; Vock. Hoing, Färber, SSinben, Schäler. SÄ m S S« Sem Spiel ber ersten Mann,choften geht ein Xn aettennt gewertet unb zwar für ®arn Uren DOraUS unb 3mar bie We“ Ne Vm DKB. angehören imb für die als Gesellschaftsspiel. I Nichtorganisierten Kegler. Der Wettbewerb begannt am Samstag, 16. Januar, ab 20 Uhr, und wird am Sonntag, 17. Januar, ab 13 Uhr, im Kegler- Heim zu Wieseck fortgesetzt. Die Bezirksklasse ist mit ihren Spielen gut vorwärts gekommen. Auch die 2. Kreisklasse und vor allem die Jugendklasse sind bis auf einige wenige Stressen am Ende. Die Endspiele um die Kreismeisterschaft können also beginnen. Anders ist es in der 1. Kreisklasse, die noch bis Ende März spielen muß. Vezlrksklafse. Tv. Hausen — Tv. Nauborn. Hausen hat ~ _______ _______ ..._______ ,......____die Punkte bereits kampflos erhalten, so daß das Sparkaffenrechners Kollektor Kuhl. Späterhin I Spiel an sich weniger von Bedeutung ist. Jmmer- Die .18. Wnz/. hin darf man nach dem guten Ab schneiden der I Vom 25. 3uli bis 7. August. Gäste am letzten Sonntag auf den Spielausgang , . . , qespannt sein Wie in jedem Jahre, wird auch 1937 roteber ber Jugendklasse: Tv. Nauborn — Tv. Wetz- traditionelle Segelflug-Wettbewerb für die deutschen lar; Tv. Garbenheim — Tv. Atzbach; Tv. Nieder- Segelflieger national ausgeschrieben und in der girmes — To. Burgsolms; Tv. Lollar — To. 1846 Rhön zur Durchführung kommen. Im Voriahre be- Gießen (Freundschaftsspiel). dingten die Olympischen Spiele^emeJßer. legung des sonst tm Juli durchgefuhrten Treffens Die Bezirksklasie am Sonntag. unb auch 1937 mußten mit Rücksicht auf bas inter- r _ „ nationale Segelflieger-Lager bie Tage vorn 25. Juli VfB. Gießen — Lollar, bis 7. August gewählt werden. Das Ziel des Wett' Dillenburg — Bissenberg, bewerbs liegt auch diesmal in einer Förderung der Burg — 1900 Gießen, fliegerischen und technischen Ent- _. ö , Wicklung des Segelflugsports, weiterhin Sinn Frohnhausen. foy er ber Kameradschaft unter den Fliegern Die VfB.er werben sich gewaltig strecken müssen, dienen und den technischen Leistungsstand des Segelwenn sie gegen Lollar nicht Punkte einbüßen fluggeräts aufzeigen. wollen. — Da die Bissenberger in Dillenburg mit Dem Wesen des Luftsports entsprechend wird wie- zwei Mann Ersatz antreten müssen, kann es sehr b(>r ber Mannschaftsgedanke in den Vordergrund leicht sein, daß sie eine Niederlage erleiden. — Da qerteIIt unb die Wertung ber Flüge eines einzelnen Burg zur Zeit sehr gut ist, sollten bie 1900er einem1 • - " •' ■ *■ sehr schweren Gegner gegenüberfteben. — In Sinn besteht die Möglichkeit, daß die Frohnhäuser eine Berlin Frankfurt a. M. Schlußk. 117,4 Bauprogramm 95 93,9 Wirtschaft Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL Kirchliche Nachrichten I Vaptislengemeinde. Gartenstraße 13. Sonntag, den 17. Januar. 11 Uhr: Kindergottesdienst: 16: Predigt. STßUlmnA hrtri 9A Innimr 9A 1 R Uhr- SRtflofftlinh» — Mittwoch, den 20. Januar. 20.15 Uhr: Bibelstunde. Gießen. Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. Mäd- gleicher Zeil durchführen 123,4 97,25 21,5 124,5 16,5 16,25 126,25 189 111 114 107,75 21,5 127 16,5 16,65 126,4 189,25 126 111 114 108 21,5 126,75 41,75 16,25 16,25 126 188,75 0,709 5,654 61,42 48,95 11,10 63,00 57,12 17,73 8,656 2,488 0,711 5,666 61,54 49,05 11,12 63,12 57,24 17,77 8,674 2,492 21,5 124,9 41,4 16,5 16,5 126,4 188,5 126,25 111 107^5 97,25 95 101,25 101,5 110,15 Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 17. Januar. ständen auch zwei Luftschiffe zu Lande- und Aufstiegsmanöver können. Freitag, den 22. Januar. Trais-Alünzenberg. 20 Uhr: Frauen- und chenabend. 1,4 5,4 6,4 5,2 6,15 9,6 5,4 katholische Gemeinden. Samstag, den 16. Januar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 17. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe: Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit Predigt. — Lau- bach. 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Vortrag und Andacht. — Lich. 10: Hochamt mit Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Tlidda. 8.15: Hochamt mit Pre- digt. — Schotten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Mittwoch, den 20. Januar. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Oeffentllcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Gchließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: A e r z t e: Frl. Dr. Gürtler, Dr. Geyer. Zahnarzt: Dr. Geyer. Apotheke: Hirsch-Apotheke. 110,2 17,13 1,5 5,55 6,5 5,4 6,25 9,5 5,3 10 17 1,5 5,4 6,25 5,2 6,25 9,65 5,4 Japan... Jugoslawien Oslo.... Wien.... Lissabon. Stockholm Schweiz . Spanien. Prag.... Budapest Neuyork. 97,25 95 101,4 101,65 110,13 17,5 5,75 6,6 5,5 9,45 Die Fleischgroßmärkte waren durchweg mit allen Tiergattungen ausreichend beschickt. Der Marktoerlauf war ruhig. In Darmstadt wurden Rind- und Schweinefleisch zugeteilt. Rhein-Mainische Börse. Mllagsbörse still. Frankfurt n. M., 15. Jan. Die heutige Börse bot bei Eröffnung das gleiche Bild wie gestern; sehr stilles Geschäft und am Aktienmarkt keine einheitliche Kursentwicklung. Kundenaufträge fehlten wieder fast ganz, auch der berufsmäßige Handel übte stärkste Zurückhaltung, offenbar im Zusammenhang damit, daß, wie gerüchtweise verlautet, demnächst mit Maßnahmen hinsichtlich der Notierungen der Auslandswerte zu rechnen sein wird. Die Veränderungen betrugen nur Bruchteile eines Prozentes. Nach den ersten Kursen ergaben sich vereinzelt leichte Besserungen. Am Montanmarkt notierten Verein. Stahl mit 119,25 bis 119,75 (120,25), Hoesch schwächer mit 117,75 (119), Mannesmann und Klöckner bröckelten je 0,25 v. H. ab, Buderus waren 0,25 v. H. höher. IG. Farben gelangten mit 168,13 bis 168,50 (168,75), Deutsche Erdöl mit 149 (150), Metallgesellschaft mit 155,65 (155,25) zur Notiz. Elektroaktien gaben vorwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. nach, Siemens verloren 2,25 v. H. au 196,75. Maschinen- und Motorenaktien blieben bei kleiner Nachfrage voll behauptet, Rheinmetall-Bor- sig gewannen 1,50 v. H. auf 154,25. Im einzelnen eröffneten Holzmann 0,75 v. H., Nordd. Lloyd 0,40 v. H., Reichsbank 0,25 v. H. höher, Zellstoff Aschaffenburg 0,50 v. H. niedriger. Der Rentenmarkt blieb freundlich. Altbesitzanleihe 117,50 (117,40); im Freiverkehr lagen Kom- munal-Umschuldung auf dem erhöhten Stand der Abendbörse mit 91,05 behauptet, ebenso Zinsvergütungsscheine mit 95. Zertif. Dollar-Bonds bröckelten leicht ab, 6 v. H. Preußen 69. In der zweiten Börsenstunde war die Haltung am Aktienmarkt etwas fester, die Umsatztätigkeit blieb aber im ganzen klein. Von Elektroaktien zogen Schuckert auf 161 nach 159,50, Siemens auf 198 nach 196,75, AEG. auf 38,65 nach 38,50, Felten auf 140 (139) an. IG. Farben leicht schwankend mit 168,25 bis 168 nach 168,13 bis 168.50. Von Montanwerten Mannesmann 120 nach 119,65. Büchertisch. — „Neue bulgarische Erzähler." Berechtigte Uebersetzung aus dem Bulgarischen von Dr. Ziwka Dragnewa. Mit einem Nachwort von Professor Dr. Gerhard Gesemann. Bücherei Südosteuropa. 174 Seiten. Leinen 4.— Mark. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München. 1936. — (556.) — Eine Entdeckung, ein Gewinn ist die in der „Bücherei Südosteuropa" erschienene Sammlung „Neue bulgarische Erzähler", die zum ersten Male seit zwanzig Jahren wieder Dichtungen des uns einst verbündeten und noch heute befreundeten bulgarischen Volkes in unserem Vaterlande heimisch macht. Aus alten Sagen, seit Jahrhunderten von Geschlecht zu Geschlecht weitererzählt, aus heiteren und schwermütigen Volksliedern, zu allen Zeiten von Frauen und Mädchen gesungen, aus frommen Legenden, bewahrt in seltenen Büchern, doch auch aus den jüngsten Erlebnissen der Kriegs- und Nachkriegszeit, schaffen die Dichter dieses Volkes ihre noch in ursprünglichstem Sinne volkhaften Werke. Da ist die elementare Größe der Natur. Da sind die großen und starken Leidenschaften, aus denen die Menschen leben, Tod oder Leben bringende Liebe und zerstörender Haß gegen alle Feinde. Und da sind, nicht zu vergessen, die geheiligten Bräuche und Gesetze dieses Volkstums, die bestimmend sind bei den frohen Festen, bei ber~ Trauer um die Toten, und bei den heldischen Kämpfen der Man« ner, denen der reichste Bauer nicht minder unterworfen ist wie der einsamste Räuber im Gebirge. Es ist die bunte, abenteuerliche Welt des Balkans, die sich in diesem Buche vor uns auftut. Im Zusammenhang mit diesem . v gibt die Deutsche Zeppelinreederei weiter bekannt, daß auf dem Luftschiffhafen in diesem Jahr ein Verwaltungsgebäude erstehen soll, in dem alle Abteilungen der Reederei untergebracht werden, die sich zum Teil noch in Friedrichshafen und in dem Stadtbüro in Frankfurt a. M. befinden. 1937, das dritte Betriebsjahr der Deutschen Zeppelinreederei, wird den Weltluftschiffverkehr '::der ein gutes Stück vorwärts bringen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchtoffenen Dividende an. Reichsbankdiskant 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. $). _________ la5 "°ch 8urg, ebr“6 b/,S t(i" V. und mehr ; b'e 'n tiefem 'fester 3eit ’ b(n Vchvn. ,°°niP Sann. 9 zuruckqekehrt wemg Aussicht' n. da sich die von Sack unb . Aufstellunu ant' Lehmund- Imonn, Heuser, doch die Um, tuH zu der sich gingen können, rerghausen). eiterer Ausbau -es Lustschiffverkehrs im Lahre 1937. Neuer Lustschiffhallenbau in Frankfurt.-I>2.130 wird im Herbst in Dienst gestellt. pfarrer Naumann. Montag, den 18. Januar. Lollar. 20 Uhr: Bibelstunde. — Wünzenberg. 20: Mädchenabend. Mittwoch, den 20. Januar. Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht. — TNünzenberg. 20: Frauenabend. Donnerstag, den 21. Januar. Gießen. Zohanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde: Pfr. Ausfeld. — Hungen. 20.15: Frauenhilfe. irn'tl- 0^1. jj Weinberg. reimgung Leih, lel nach Watzen. Piel mit 3:0 von 1 ist diese Mann- seit 1928 kreuzen Jen, und immer Unterlegene mit oinnen. Aber seit Bessere aus den i Mannschaft der wenn nur knapp, eilen konnte, lampf gezeigt, m haben, aber um onen, wenn wie« den können. n gerechnet. Dor chen Kam/'/, i Serbanitfpiel e weite Mann- geyenübnM. ,eutonen. l-Duseckeüals hat auf den 16. und AustragW te (Bundesbckkij, bahn. Alle Ner oder TesellMp linden, an dim Der Deutsche diese Wettlmff fen, die gleicht des Sieges, M n. ür alle deutschen alle Kegler, ohne zum DM- ,t uni i*? K jören und fu.» üttbewirb W 10 Uhr,,wd M 3 Uhr, nn KM Die neue Halle für den LZ 130 wird 3 0 0 Meter südlich und mit ihrer Längsachse senkrecht zu der jetzt schon stehenden Halle errichtet werden. Die Ausmaße werden genau dem ersten Bau entsprechen, also eine Länge von 275 Meter, eine Höhe von 51 Meter und eine Breite von 52 Meter. Die technischen Einrichtungen werden von vornherein so beschaffen sein, daß unter Um- ' Ä« hgabe U? et* Hiot)b€lDubt ; 8onQter en, j^°Nen ä • 3gb. 2 °^^hr 9cben- welche ®ic6en. Ziemlich fest waren wieder Muag mit 139 bis 140 (137,75), Moenus 103 nach 103,25, Eßlinger Maschinen 107 (106). Fest waren ferner AG. für Verkehrswesen mit 125 bis 126,50 (124,50). Am Rentenmarkt ergaben sich kaum Veränderungen, Kommunal-Umschuldung 91 nach 91,05. Goldpfandbriefe blieben gesucht bei unveränderten Kursen, Preuß. Landespfandbrief-Anstalt weiter gestrichen. Liquidattonspfandbriefe bröckelten durchgehend 0,13 v. H. ab. Von Kommunal-Obligationen Meininger 95,25 (95). Stadtanleihen und Industrie- Obligationen notierten teils etwas fester, größtenteils aber unverändert. Von Auslandsrenten notierten 4 o. H. Ungarn Gold mit 6,40 (6,60), 4,5 v. H. Irrigations-Mexikaner mit 7,40 (7,15). Jrn Freiverkehr Adlerwerke Kleyer fester mit 99 bis 102, ferner VDM. mit 153 bis 155, dagegen Wayß & Freytag weiter abbröckelnd auf 127,50 bis 129,50, Pokorny uno. 126 bis 128, ebenso Growag 92 bis 93. — Tagesgeld weiter 2,50 v. H. Abendbörse freundlich. Bei freundlicher Tendenz nahm die Abendbörse einen ruhigen Verlauf. Auf Basis der Berliner Schlußnotierungen bestand seitens der Kulisse kleine Nachfrage, in Spezialwerten lagen auch kleine Kundenausträge vor. Die Kurse lagen am Aktten- markt überwiegend voll behauptet. Etwas Geschäft erhielt sich in Maschinenaktten, Muag 140,50, MAN 116, Moenus 103,25, ferner stiegen AG. für Verkehr weiter an auf 127, Daimler auf 125, JG.-Far- ben auf 169, AEG. auf 38,75, Gesfürel auf 147,50, Licht und Kraft auf 153,50. Bergwerksaktien lagen bei gut behaupteten Kursen sehr ruhig. Das Rentengeschäft war gering. Von Stadtanleihen gewannen 4,5proz. Darmstadt v. 26 0,50 v. H. auf 93. Im Freiverkehr galten Kommunal-Umschuldung 90,95 bis 91, 5prozentige Industrie-Obligationen waren vorwiegend angeboten: von Aktien erhöhten sich Adler- werke Kleyer bis auf 102,75 nach 101,50. Am Kassa- markt zogen Schramm Lack weiter an auf 114 (1U?a. notierten: 6proz. Krupp 102, 6proz. JG.- Farben 134,50, 4,5proz. Darmstadt v. 26 93, 2,25- prozentige Anatolier I und II 21,50, Berliner Handelsgesellschaft 126, Commerzbank 111, DD-Bank 114, Deutsche Ueberseebank 134,75, Dresdner Bank 108, Harpener 151,50, Mannesmann 119,75, Rheinstahl 151,25, Verein. Stahlwerke 120, Aku 52,75, AEG. 38,75, MAN 116, JG.-Chemie leere 126, Daimler 125, Deutsche Erdöl 149,50, Scheideanstatt 262, Licht und Kraft 153,50, JG -Farben 169, Gesfürel 147,50, Holzmann 139,50, Muag 140,50, Moenus 103,75, Schuckert 161, AG. für Verkehr 127, Hapag E 16,50. eignet sind. Wenn auf einem Wechsel ausgedrückt werden soll, !daß auf seine Vorlage durch die Post besonderer Wert gelegt wird, so wird es zweckmäßig und in jedem Falle ungefährlich fein, schlicht und einfach .zu schreiben: „Vorlage durch Postauftrag" oder .„Vorlage mit Postprotestauftrag." MhigeMem-Main Schlachtviehmärkie Die Geschäftstätigkeit an den Schlachtviehmärkten •im Rhein-Main-Gebiet ist noch nicht wieder lebhafter geworden, zumal da um Mitte des Monats die Nachfrage des Verbrauchers ruhiger zu werden [beginnt, um gegen Monatsende meist weiter leicht nachzulassen. Die zugeführten Mengen an Vieh und Fleisch waren daher weiter mehr als ausreichend, vielfach wurden auf Anweisung der Hauptvereim- San andere Märkte im Reich Tiere umgeleitet. lrch wurden die Auftriebe bei wenig veränder- iten Preisen auch durchweg ausverkauft. Die insgesamt zugeführten 1548 (1366) Stück 'Großvieh verteilten sich auf Frankfurt mit 1010 '(898), auf Mainz mit 301 (234) und auf Wiesbaden imit 237 (234) Stück. Die Gesamtdurchschnittsquali- i tat war mittelmäßig, in Wiesbaden war sie teil- iweise gut. Bei unveränderten Preisen wurden die !Tiere den Metzgern zugeteilt. 33 Stück Großviey : wurden an den Markt in Köln überwiesen. Der Aufttieb an Schweinen mit 6512 (6440) 'Stück entsprach ebenso wie der etwas schwächere 'Ausmästungsgrad der Tiere den Erwartungen. In 'Frankfurt standen 4093 (4162), in Mainz 940 (888), 'in Wiesbaden 830 (860) und in Darmstadt 649 i(530) Tiere zum Verkauf. Aus den Markt Zwickau imürben umgeleitet: von Frankfurt 103, von Mainz •49 und von Darmstadt 43 Tiere. Zu den seit Jahresbeginn neu festgesetzten Preisen wurden die Tiere ,anteilmäßig verteilt. Der Kälbermarkt nahm auf allen Märkten ।einen ruhigen bis langsamen Verlauf, jedoch wurde idas Gesamtangebot von 1950 (1653) Tieren geträumt. Die Preise gaben leicht nach. Auf Frank- Ifurt entfielen 1239 (970), auf Mainz 362 (252), aus 'Wiesbaden 215 (328) und auf Darmstadt 134 (103) ‘Tiere. Die Beschaffenheit der Kälber war mittel, in Wiesbaden vorwiegend gut. Am Schafmarkt war die Zufuhr auch naaj Dem Eintopf-Sonntag mit insgesamt 370 (403) Herren noch recht hoch. Indessen gestaltete sich der Ab- ffatz angesichts der kalten Witterung verhältnismäßig igut, allerdings konnten die höchsten Preise der Vor-- iwoche nur für beste Hämmel behauptet werden, iwährend sonst, besonders in den mittleren und geringen Qualitäten, Rückgänge eintraten. Die Dualität mar mittel bis gut. In Frankfurt waren 336 K339), in Wiesbaden 12 (52) und in Darmstadt 22 K12) Tiere angeboten. Schluß! Mittag börse 15 1 Evangelische Sfabfmiffion (Christliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Löberstraße 14. Sonntag, den 17. Januar. 8.30 Uhr: Morgenandacht: 13.30: Sonntagsschule: 16: Bibelstunde für Soldaten; 20.15: Evangelisationsvortrag. — Mittwoch, den 20. Januar. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntaa, den 17. Januar. 20.30 Uhr: Evangelisationsabend. — Mittwoch, den 20. Januar. 20.30 Uhr: Bibelstunde. — Donnerstag, den 21. Januar. 20.30 Uhr: Jugend- bundstunde. Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, den 17. Januar. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, den 20. Januar. 20.30 Uhr: Gottesdienst. 14-1 101,13 98,25 102,75 99 100 98,5 117,4 130,75 97,25 101,2 97,5 95 93,9 in'. August- eine 3el 'fcifens ineriLn Eli!' )nl 1weitet Ks rStfS* '« 1' tpunfW1'' fcflt und - 66«' h Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Studienrat Dr. Unverzagt. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Militärgottesdienst; Pfr. Ausfeld; 14: Kinderkirche für die Johannesgerneinde; Pfr. Ausfeld; 17: Pfarrafsiftent Bangert; 20: Bibel- befprechstunde im Johannesfaal; Pfr. Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrvikar Wecker- üng; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfarrvikar Weckerling. — pelruskapelle (Wetzlarer Weg Nr. 59). 9.30: Kandidat Schatz. — Wiefeck. 9.45: Pfarrassistent Bangert; 11: Kinderkirche. — Alten- Vuseck. 10: Gottesdienst; 13: Kinderkirche. — Annerod. 13: Gottesdienst. — Rödgen. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: 11: Kindergottesdienst (1. Abt.); 13: Kindergottesdienst (2. Abt.) — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Lollar. 13.30: Gottesdienst. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11.15: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 13.30: Gottesdienst; Pfr. Baunhard (Holzheim). — Garben- teich. 10: Gottesdienst. — hausen. 13: Gottesdienst.— Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Dettenhausen 9.30: Hauptgottesdienst. — INuschenheim. 10.30: Gottesdienst. — Virklar. 13.30: Gottesdienst. — Manzenberg. 11: Gottesdienst; Kollekte; 14: Trauungsgottesdienst; Kollekte. — Trais- Münzenberg. 9: Gottesdienst; Kollekte. —.Hungen. 13.30: Kindergottesdienst. — Reinhardshain. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Veitsberg. 13: Gottesdienst; Kollekte. — kirlorf. 10: Hauptgottesdienst; anschließend Kindergottesdienst. — Ober-Gleen. 13: Hauptgottesdienst: anschließend Kindergottesdienst: 19.30: Frauenabend in der Schule. — Steinbach. 9.15: Jugendgottesdienst anläßlich der Kirchenvisitation: 10: Gottesdienst unter Mitwirkung des Kirchenchors: Kollekte. — Albach. 13: Gottesdienst: anschließend Jugendgottesdienst; Kollekte. — Lich. 10: Stifts- dechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst: 14: Stiftspfarrer Naumann. — Rieder-Bessingen. 10: Sttfts- börse 15 I 101,13 98,4 103 69 100 98,5 117,5 130,75 97,25 101,25 Schluß- kurs 14-1 101,13 98,25 102,7 99 100 98,5 117,4 Achtung beim Ausstellen von Wechseln! Es kommt noch immer verhältnismäßig oft vor, daß auf Wechseln, besonders auf solchen, die einen Vordruck für den Domizilvermerk tragen, Vermerke wie „Zahlbar bei der Postanstalt „Zahlbar bei der Post" o. ä. zu finden sind. Derartige 23er- merfe haben, was leider noch viel zu wenig bekannt ist, eine Wirkung, an die weder Aussteller, noch Abnehmer an der Niederschrift gedacht haben. Sie be- ■ftimmen nämlich mit dem Vermerk die betreffende Postanstalt zum Zahlungsleiter, der am Zahlungstage des Wechsels an Stelle des Bezogenen selbst die Zahlung leisten soll. Das kann natürlich nickt in Frage kommen, denn die Postanstalten in Deutschland führen, wie allgemein bekannt sein dürste, keine bankähnlichen Konten, aus deren Guthaben ibie Bezahlung einer Wechselsumme möglich wäre. Auch bis Postscheckkonten machen hiervon keine Ausnahme, weil über sie nur in der gesetzlich vorgeschriebenen Form verfügt werden kann. Zahlstellenwechsel sind, wie bas Wechselgesetz vor- 'schreibt, am Fälligkeitstage nicht beim Bezogenen, sonbern bei ber Zahlstelle zur Einlösung vorzulegen. Da bie Deutsche Reichspost ber ihr burch ben Zahl- ftellenvermerk zugewiesenen Aufgabe, für ben Bezogenen Zahlung zu leisten, in ber Regel nicht nach- , zukommen vermag, müssen solche Wechsel mit Post- .zahlstellenvermerk mangels Zahlung zu Protest gehen. Daß berjenige, ber ben Postzahlstellenvermerk auf ben Wechsel setzte, gemeinhin nur ben Wunsch zum Ausbruck bringen wollte, ber Wechsel möge bei Fälligkeit durch Vermittlung ber Bost beim Bezogenen zur Zahlung vorgelegt werden, kann .zwar angenommen werben, vermag an ber burch Das Wechselaesetz vorgeschriebenen Behanblung bes unbezahlt bleibenben Wechsels aber nichts zu ändern. Die Tatsache, baß Wechsel mit Postzahlstellenvermerk ohne Vorlage beim Wechselschuldner zu Protest gehen müssen, ist für ben Bezogenen, ber auf bie Vorlegung bes Wechsels u. 11. vergeblich wartet, wie für ben Aussteller, ber mit bem Vermerk etwas ganz anberes hatte ausbrücfen wollen, in gleicher Weije unerfreulich. Es wäre beshalb zu wünschen, baß alle, bie mit Wechseln zu tun haben, sich stets die Folgen eines Vermerks wie „Zahlbar bei der Postanstalt" o. ä. vor Augen hielten und sich ^hüteten, Behandlungsvermerke auf den Wechsel zu setzen, bie als Zahlstellenoermerk zu wirken ge- LPD. Frankfurt a. M., 14. Jan. Der fahr- vlanmäßige Luftschiffoerkehr ber Deutschen Zeppe- rinreeberei wirb im Jahre 1937 weiter ausgebaut. Geplant sind 18 bis 20 Rundfahrten von Frankfurt a. M. nach Lakehurst und ebensoviele Rundreisen im Südamerikabienst nach Rio. Im Herbst des Jahres wird ferner der neue LZ 130 in Dienst gestellt werden als Ersatz für ben jetzt bereits acht Jahre im Verkehr befindlichen „Graf Zeppelin". Alle diese Maßnahmen und Pläne bedingen einen Ausbau des Wettflughafens bei Frankfurt a. 21L Vor allem mutz für das neue Luftschiff eine Halle gebaut werden, damit die einzige grotze Bauhalle in Friedrichshafen möglichst fchnell für den genanten Bau des LZ 131 frei wird. Die gesamte Anlage und Planung des Flug- und Luftschiffhafens Rhein-Main läßt einen Ausbau und eine Vergrößerung ohne weiteres zu. Es wird nun möglich fein, daß an der Südseite des Hafens ein Waldstück von fast einem Quadratkilometer für ben Hallenbau und die erforderlichen Rundgleise für die Landung und den Ankermast abgeholzt werden. 15.Januar Amttiche Notierung Geld | Bries Damm 6% Deutsche Retchscmleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 61/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 4'/2% Hessische Volksstaat von 1929 4yz% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4yz% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 l.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4Vi% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpse. R. 13.............. 5y2% Hess. Landes-Hyp.-Banl Ligu. Goldpse............... 4yz% Preuß. Landespsdbr.-Anst. Goldpse. R. 19.............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4/2% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4j/2% Franks. HYP. Goldpse. R. 15 4’2% Franks. Hhp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5yz% Franks. HYP. Liquidation Goldpse..................... 5yz% Rheinische Hhp. Liquidation Goldpse..................... Steuergutlchein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4’/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4/2% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad 11.......... 2 y4% I. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hamburg-Amerika Paket......O Norddeutscher Llohd..........O Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Reichsban!................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank..............4 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß'. Abend börie Schluß- kurs Schluß!. Mittag» börie Dalum 14.1 15 1 14 1 15 ' Accumulatoren-Fabrik....... 12 . 0 202 •53 52.75 202 52,75 203 52,75 Aschaffenburg Zellstoff....... . 3 . O 137 108 137,5 107,5 136,5 107,75 136,5 107,5 Betula ................ . 8 165 165 165,25 165,13 Buderus Eisen.............. . 4 121,25 122 122 122,5 . 7 162 162 — Cement Karlstadt........... . 6 — — — Chade A.^L................. . 9 227 227 227 227 Contt Gummi.............. 11 172,5 172,75 172,5 172,75 Daimler Motoren........... . 5 123,5 125 123,9 125 Dessauer Gas.............. . 4 — — 112 112 Deutsche Erdöl............. . 5 150 149,5 149,5 149,5 Deutsche Gold- und Silber .. . 9 261 262 — —-• Deutsche Linoleum.......... 10 166,5 166,5 166,4 166,5 Elektrische Lieferungen....... . 6 138,25 138,25 138,25 137,5 Elektrische Licht und Kraft.... . 7 152,75 153,5 152,75 153,5 I. G. Farben-Jndustrie...... . 7 168,75 169 169 169,75 Felten & GuUleaume........ . 6 139 140 139 139,4 Gesfürel................... . 6 146 147,5 146 147,65 Th. Goldschmidt........... . 5 131 130 131 129,4 Gritzner Maschinen.......... . O 32,5 32,5 32,65 32,75 Harpener................. 2 yz 151,5 151,5 151,75 151 Hoesch Eisen............... 3-/7 119 118,5 119 118,5 Philipp Holzmann......... . 6 139,25 139,5 139,9 139,9 Ilse Bergbau.............. . 6 — — 177 178,5 Ilse Genüsse.............. . 6 149 149 148,25 149,75 Kali Aschersleben.......... . 5 136 135,5 135,75 134,5 Klöcknerwerke............. 4% 126,5 126,25 126,75 126 Koküwerke und Chemische Fabrik 6 — — 143,65 144 Lahmeyer................ . 6 124 124,25 124 124,5 Mainkrast................. . 4 95 94,75 — — Mannesmann............. . r 119,75 119,75 119,75 119,5 Mansfelder Bergbau....... 6 y?. 155,5 155,25 155,5 155,25 Metallgesellschaft........... . 5 155,25 155,5 155,5 154,75 Orenstein & Koppel........ . 0 — 88,75 90,5 Rheinische Braunkohle...... 12 224,25 224 224,5 224 Rheinische Elektro.......... . 6 134,25 135 134 135 Rhetnstahlwerke............ . 6 151,25 151,25 151 151 Rheinisch-Westfälische Elektro . 6 , 129,65 129,25 129'5 129,4 Rütgerswerke ............. . 6 139,5 139,75 139,5 140 Salzdetfurth Kalt.......... 7Vz 177 175 177,5 176 Schuckert L Co............. . b 160 161 160,25 160,75 Schultheis Patzenhofer...... . 4 — 101,65 101,9 Siemens & fiatete......... . 8 199 198 199 199,5 Süddeutsche Zucker......... 10 203 203 — 205 Vereinigte Stahlwerke...... 3 yz 120,25 120 120 119,75 Westdeutsche Kaufhof....... .. (j 56,5 57 56,75 57 Westeregeln Alkali.......... .. 134 133,5 134 133,5 Zellstoff Waldhof.......... .. 158,5 157,5 157 157 Otavt Minen.............. o.e 25,25 25,5 25,25 25,25 14. Januar Amtliche Geld Notierung Bries 0,708 0,710 5,654 5,666 61,37 61,49 48,95 49 05 11,095 11,115 62,95 63,07 57,09 57,21 17,73 17,77 8,661 8,679 — ■ ■ — 2,488 2,492 14. Januar 15. Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Bries Geld Bries Buenos Atre- 0,757 0,761 0,756 0,760 Brüssel..... 41,97 42,05 41,98 42,06 Rio de Jan. . 0,151 0,153 0,151 0,153 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,52 54,62 54,57 54,67 Danzig..... 47.04 47,14 47,04 47,14 London..... 12,21 12,24 12,22 12,25 HelsingforS.. 5,395 5,405 5,395 5,405 Paris...... 11,615 11,635 11,62 11,64 Holland..... 136,14 136,42 136,24 136,52 Italien..... 13,09 13,11 13,09 13,11 Aus alter Welt 4 heimische Mundartdichter 02/3 I wir 311V bis einscbl. 24. Januar von Gießen. CARL1\|qwäC!K 0244 LaihseschStt «S-bmidt Besitzer: Erich Berndt. 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Nach der Meldung der Rennmannschaft der Auto- Union für die Wagenrennen des neuen Jahres hat das Werk nun auch die DKW.-Motorradmannschaft genannt. Die Auto-Union tritt wieder in den Solo- klassen 250 bis 500 ccm sowie in den beiden Seitenwagenklassen an, also in den vier Klassen, in denen ihre Fahrer 1936 die Deutschen Motorrad-Meisterschaften erringen konnten. In der 250-ccm-Klasse wird das sieggewohnte Kleeblatt Geiß-Winkler-Kluge wieder die DKW.-Farben vertreten. In der 500er- Klasse besteht die Mannschaft aus Oskar Steinbach, der 1937 ausschließlich für die Auto-Union starten wird, Mansfeld (Breslau), Bodmer (Ebingen) und dem aus den Reihen der Privatfahrer neu verpflichteten Herz (Lampertheim). In Oeffentliche Handelslehranstalt Gießen Wernerwall Nrd1 (am Oswaldsgarten) Fernruf Nr. 2480 Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf tagt von 11—1 u. ab 4 Uhr - Für die N ach- mitt.-Vorstell. Mittwochs u. Sonntags ab 11 Uhr durchgehend. Telefon 33654 55. 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Allenthalben ist festzustellen, daß die Singvögel, besonders Meisen und Rotkehlchen, schon jetzt in großen Mengen zurückgekehrt sind. — Während Süd - Kalifornien unter schweren Blizzards (Schneestürmen) leidet, sind die höchsten Gipfel des Alleghanis-Gebirges — Hauptgebirge im Osten der Vereinigten Staaten — und der Neuengland-Berge völlig ohne Schnee. Die Aufnahmeprüfungen für die Abteilung Handelsschule finden statt Winterkur für Nerv ös-Erschöpfte Sanatorium Hofhelm im Taunus hei Frankfurt a. M. Kath. Vereinshaus Gießen Sonntag, den 17. Januar, ab 20 Uhr Familienabend mit Tanz Kapelle Daubertshäuser _____________269 D Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit Sjähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reife(früherEinjähr.-Examen genannt). Für Mädchen auch Kochen u. Nähen. Schulgeld RM.17.-, keine Nebengebühren Ein-u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19.- keine Nebengebühren. Abendkurse für Berufstätige in Maschinenschreiben, Stenographie und allen Handels- fächern. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte, in Gießen jederzeit im Schulgebäude Goethestraße Nr. 32, Goethe-Bund und KaufmännischerVerein Gießen Montag, den 18. Januar 1937 abends 8.00 Uhr, in der „Neuen Aula“ Lichtbildervortrag von PROFESSOR WALTER: Am Montag, 18. Januar 1937. um 19.15 Uhr, beginnen in der Alten Pestalozzi-Schule, Wernerwall 18 die Kurzschriftlehrgänge für Anfänger,Fortgeschrittene. Diktat, Eilschrift usw. Pianos in reicher Auswahl R. Schönau Bahnhofstr. 76 TANZ Anfang 4 Uhr Kessiscft Dol& spricht, singt und tanzt am Sonntag, 17. Januar, um 20 Uhr, im Caf6 Leib Es wirken mit-___________________________________________ Das große Januar - Programm mit Chefalo Italiens größter Illusionist Mathea Merryfield Amerikas schönster Revuestar Cläre Schlichting die Jüngste* komische Alte Jansens Wiener Revue-Ballett und das große Beiprogramm verlängern Klein-Linden Samstag, 16. Januar, 19.61 Uhr KappensM Sonntag, den 17. Januar Geselischalt iür Erd- und Völkerkunde Donnerstag, den 21. Januar abends 815 Uhr, Neue Aula Dichtbildervortrag: 28»v Dr. Fickeler, München Grönland unddieSpitzbergen (Auf Grund eigener Reisen.) U°!r NanhlöocQ von3bis20v-H>erhaltenSi0beiwied8r* NdClllaSSü holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Ca. 280 RBR Milchkühe M W und Rinder, hochtragend oder frischmelk., auf der 1OO. Milchviehversteigerung in 27iV «lünftev i.w., Halle Mümterland am Dienstag, dem ly.Nanuar 1937, Norm. 12 Uhr. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos) durch die MstfälWe Vrovlnzlol - vlelrverwertuugs -Genossenschaft e.G. m. b.H., Münster i.W., Windthorststratze 20, Ruf 26644/45. - Ständige Verrnittl. von Vieh aller Art (Fett- u.Weidevieh, Ferkel,Läufer,Pferde usw.) der Mädchenchor Klein-Linden 29oD eine Dorfkapelle aus Leihgestern eine Mädchen - Tanzgruppe aus Gießen Schuhmachermeister Richard Heinz • Lindenplatz 7 WINTERHILFSWERK DES DEUTSCHEN VOLKES Anschließend Volkstanz für alle! Eintritt 40 Pf. einschließlich Programm und Tanzgeld. Jedermann willkommen! Wir trommeln! UMMMM des Fähnleins 21/116 am 18. Januar, abends 8 Uhr, tm Caf6 Leib Vorverkauf durch unsere Pimpfe und bei: Sann, Bismarckstraße - Sonntag, Setters weg Huch, Seltersweg - Holderer, Seltersweg Challier, Neuenweg - Fischer, Ludwigstraße Schomber, Ludwigstraße 304D Heute abend bis Ohr pM Es ladet ein: sisv Gastwirtschaft u. Metzgerei Heinrich Bönsel. Hotel-Restaurant Bergschenke Neu eröffnet! Bestes und schönstes Ausflugs-Lokal Löberftraße 19 31M den beiden Seitenwagenklassen stützt sich die Auto-Union wieder auf ihre deutschen Meister von 1936, Braun, Karlsruhe (600 ccm) und Kahrmann, Fulda (1000 ccm). Kahrmann ist wieder von seinen Sturzverletzungen, die er sich beim Training zum Feldbergrennen zuzog, hergestellt. Die Auto-Union hat die Absicht, sich mit ihrer DKW.-Motorrad-Mannschaft im Jahre 1937 außer an den zur deutschen Meisterschaft gehörenden Straßen- und Bergrennen auch an einer Reihe wichtiger ausländischer Motorradrennen zu beteiligen. Mercedes schuld Nachwuchs in Monza. Unter der Leitung von Rennleiter Neubauer haben auf der berühmten Monza-Bahn die Schulungsfahrten der Nachwuchsfahrer Bäumer, Brendel, Hartmann und Kautz begonnen. Es wurde bisher nur langsam und ohne Zeitnahme gefahren, um die Fahrer restlos mit allen Eigenarten des Rennwagens vertraut zu machen. Wurde bisher auf der Schikanenstrecke trainiert, so wurden die Fahrten am Donnerstag aus der 10 Kilometer langen Rennstrecke fortgesetzt, um die Fahrer auch an die „schnellen" Kurven zu gewöhnen. In den nächsten Tagen werden dann auch offizielle Zeitnahmen erfolgen. Kurze Sportnotizen. Die Fußball-Sommersperre wird auch in diesem Jahre wieder vom 1. Juli bis 14. August durchgeführt. D i e Endspiele zur deutschen Wasserballmeisterschaft werden am 30. und 31 Januar in Hannover ausgetragen. Die vier Bewerber, Weißensee 96 (Titelverteidiger), München 99, Duisburg 98 und Wasserfreunde Hannover spielen in einfacher Runde nach Punkten jeder gegen jeden. Berüchtigter Heiratsschwindler wegen Mordes auf der Anklagebank. Der berüchtigte Heiratsschwindler Paul Polte aus Berlin, der nicht nur in der Reichshauptstadt, sondern auch in anderen Teilen Deutschlands zahlreiche Frauen schwer geschädigt hat, steht jetzt wegen Mordes vor dem Berliner Schwurgericht. Bei den Verhandlungen, die etwa drei Monate in Anspruch nehmen dürften, wird es sich vor allem um die Aufklärung des Mordes an der 32jährigen Hausangestellten Alma Garbe drehen, die am 4. Februar 1935 morgens von einem Schüler an einer einsamen Stelle in Spandau-Hakenfelde tot aufgefunden worden war. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der 26 Jahre alte Paul Polte, der sich seit dem 15. Februar 1935 in Untersuchungshaft befindet, trotz seines hartnäckigen Leugnens während der Voruntersuchung, der Mörder des Mädchens. Außer Polte sitzen vier weitere Angeklagte, darunter eine Frau, auf der Anklagebank, die von den Verbrechen Poltes gewußt und sie unterstützt habe. Diese Angeschuldigten, der 35jährige Reinhard Benner, der 53jährige schweizerische Staatsangehörige Harald D u e r st , die 30jährige Elfriede Twell- meyer und der 47 Jahre alte Walter Hermann gehörten zusammen mit Polte einer Bande von Verbrechern und Heiratsschwindlern an, die ihr schmutziges Gewerbe schon jahrelang betreiben. Der tragische Tod der Alma Garbe führte endlich auf die Spur der Verbrecher. Es konnte fest- Absätze zu A 1.- RM. —.50 bis —.80 -.50 bis -.80 gestellt werden, daß das Mädchen den Heiratsschwindler Polte seit Mitte 1933 kannte und ihn als seinen Verlobten betrachtete. Polte hat das ahnungslose Mädchen auf raffinierte Weise um seine Ersparnisse in Höhe von 1200 Mark gebracht und hat es kurz vor der Mordtat zum Abschluß einer Lebensversicherung über 3000 Mark veranlaßt, deren Prämien er aus eigener Tasche bezahlte. Die 3000 Mark sind ihm dann auch nach dem Tode des Mädchens ausbezahlt worden. Die Obduktion der Leiche ergab, daß sie durch große Mengen eines an sich harmlosen Medikaments, das in Wein aufgelöst war, ums Leben gebracht worden war. Für den Prozeß find vier Sachverständige und nicht weniger als 228 Zeugen geladen worden. Verleumdungen von Geistesgestörten bringen einen Pfleger auf die Anklagebank. Ein zum Glück nur sehr selten vorkommendes Bild entrollte sich in einer Verhandlung vor der Koblenzer Großen Strafkammer. Angeklagt war ein Pfleger der Heil- und Pflegeanstalt Andernach, der beschuldigt wurde, sich an schwachsinnigen Personen, die in der Anstalt untergebracht waren, vergangen zu haben. Die Verhandlung ergab, daß es sich um haltlose Verleumdungen von schwachsinnigen Insassen der Anstalt handelte, die von einem besonders gefährlichen geistesgestörten Burschen aus Rache gegen den Pfleger aufgeputscht worden waren. Lediglich Geistesgestörte traten in der Verhandlung als Belastungszeugen auf, während alle übrigen Zeugen dem Angeklagten das beste Zeugnis ausstellten. Das Gericht er- —Achtung! 1 Neuzeitlicher Betrieb, beste fachliche, schnellste, billigste Schuh-Besohlung Ereignisse, die an Ihnen nicht vorübergehen dürfen! Täglich 8.15 Uhr Sonntags auch 4.15 Uhr Familien- und Fremden-Vorstellung mit vollem Abendprogramm Tin Quell d. Freud« für den Naturfreund | mmwes Cento Kleine Kreatur in Waffer, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der nie- deren Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensan. gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profess. Dr. Deegener, Universität Berlin. 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Studenten karten bei Herrn Sekretär Ritter und im Studentenheim. Stenografenschaft Ortsgruppe Gießen Anmeldungu.Aus- kunft bei PfelHer'- sehe Bnchhandlg.. Walltorstraße, bei Ortsgr.-Führ.Graf, Friedensstraße 30 oder zu Beginn d. Unterrichts. saoD Rheingold Heute Samstag sosD Verlängerte Polizeistunde! Jur Nacheichung geeichte Waagen und Gewichte aller Art von QUAUTÄTS