Mittwoch,lS-vezemderi-sr vru» aat Verlag: vrühllch« BalwrUiaisöratferd ».Longe la Siegen. Schrlstlettaag Hat «rlchSIttsttg«: Schglarohe 7 Eine neue chinesische Regierung in Peking Japans politische Absichten in Wna der werden wird. mit der nötigen Kaltblütigkeit betrachten. Jedenfalls ist nach der Eroberung von Nanking und der Bildung der neuen Zentralregierung in Peking die Stellung Japans noch stärker geworden. Da es wiederholt erklärt hat, mit China Zusammenarbeiten zu wollen, unter der Voraussetzung, daß die antijapanische Bewegung aushört und sich eine zulegen, war die Ankündigung, daß Amerika nur den gutwilligen Schuldnern angemessene handelspolitische Vorteile gewähren werde. Schließlich erging ein besonderes Gesetz, die Johnson- Akte, die es den amerikanischen Banken verbot, solchen Ländern, die ihre Schuldverpflichtungen gegenüber der amerikanischen Union mißachteten, Darlehn oder Kredite zu gewähren. Diese Johnson- Akte hatte es bereits der französischen Regierung im vorigen Jahr nahegelegt, in Washington die Revision des Schuldenabkommens vom Jahr 1926 mit । dem Ziel der Wiederaufnahme der Zahlungen vorzuschlagen. Das amerikanische Schatzamt hatte die i wgenaniue .. -1 von Paris skizzierte Lösung als u n a n n e h m b a r geleistet die dartun bezeichnet, da es die französischen Leistungen a u s ■ ' -ein Achtel herabgedrückt hatte. Veranschlagt man Weitere Preissenkungen Für Markenartikel in der Lebensmittelindustrie. Regierung findet, die mit Tokio Zusammenwirken will, ist fetzt die Möglichkeit zu dieser Zusammenarbeit gegeben, um so mehr, als zwischen Nordchina und der Bevölkerung der Mandschurei enge verwandtschaftliche Beziehungen herrschen, weil aus Nordchina Millionen von Chinesen m den letzten Jahren die weiten Räume des Kaiserreichs Man- dschukuo besiedelten und zur Blüte gebracht ^aben. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/<» mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-. Vereins., gemein- nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenhettsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-.Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B k e n. Japan müsse jetzt seine Chinapolittk neu orientieren. Die militärischen Operationen würden bis zur völlige Zerschlagung aller an tij a panischen Bewegungen in China durchgefuhrt. Die japanische Regierung werde konkrete Maßnahmen bei der Errichtung eines neuen chinesischen Regimes ergreifen, das an die Stelle der „Schattenregierung" Tschianakaischeks trete. Der Ministerpräsident gab ferner seinem Bedauern Ausdruck darüber, daß auch Angehörige unbeteiligter Mächte bei den Kampfhandlungen Verluste an Leben und Eigentum erlitten hätten. Die fremden Staaten müßten Japan als die einzige Macht in Ostasien anerkennen, die eine Stabilisierung der Verhältnisse herbeizuführen in der Lage sei. Nur wenn Japan und China Zusammenarbeit ten, seien die Interessen der dritten Mächte im Fernen Osten gesichert. Der Fall Nankings bilde nur den Auftakt zu einer Bereinigung des gesamten China-Problems. f&e SefchießMg des britischen Dampfers „Wangpu". Die Dienststelle der deutschen Botschaft befand sich an Bord. H a n t a u, 14. Dez. (DNB.) Der britische Dampfer „Wangpu" mit der Dienststelle der deutschen Botschaft und dem britischen Militärattache sowie Flüchtlingen an Bord wurde amSamstagnach- mittag an seinem Ankerplatz bei Hsiakuan von japanischer Artillerie beschossen und nach Verlassen des Ankerplatzes stromaufwärts fahrend über eine Stunde lang mit Feuer verfolgt. Personen wurden dabei glücklicherweise nicht verletzt. Am Sonntagvormittag wurde der gleiche Dampfer, der sich in Begleitung eines englischen 'Kanonenbootes befand, zweimal, und zwar auch im Sturzfluge, durch japanische Bombenflugzeuge angegriffen, jedoch nicht getroffen. Die an Bord befindlichen drei Mitglieder der deutschen Bot- i schäft sind daraufhin aufeinenglischesKa- nonenboot übergestiegen. Gegen die Be- ■ schießung des englischen Dampfers ist seitens des । englischen Militärattaches unverzüglich P r o t e st bei Berlin, 14. Dez. (DNB.) Führende Firmen Lebensmittelindustrie haben im Benehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung für eine Anzahl von Markenartikeln Preissenkungen durchgeführt. Die Preissenkungen treten im Kleinhandel am 15. Dezember in Kraft. Bei den im Preise gesenkten 140 verschiedenen Markenartikeln, die auf 3 OHer st ellerfirm en entfallen, handelt es sich insbesondere um bekannte Malz- und Kornkaffee-Fabrikate mit oder ohne Bohnenkaffee-Beimischung, Backpulver, Puddingpulver, Fleischbrühwürfel, Stärkeerzeugnisse u. a. Die Preissenkungen führet um 3 bis 11 v. H., z. T. sogar bis zu 20 v. £). herabgesetzte Verbraucherpreise herbei und bedeuten für die Verbraucher eine fühlbare Entlastung. DaMehrwMschast-Führerkorps Mitarbeit an den Aufgaben der Landesverteidigung. Berlin, 14. Dez. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat 1936 die Bildung eines Wehrwirtschaft-Führerkorps angeordnet. Der Reichskriegsminister und die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile können deutsche Staatsbürger, die sich um den materiellen Aufbau der Wehrmacht besondere Verdienste erwerben, zu Wehrwirtschafts-Führern ernennen. In dieser Ernennung kommt gleichzeitig die freiwillige Mitarbeit der Wirtschaft an allen Aufgaben der Landesverteidigung zum Ausdruck. Mit der Ernennung verpflichten sich diese Persönlichkeiten im besonderen Maße zu einem Tr.eueverhältnis zum Staat und zur Wehrmacht. Auch im Ausland sind derartige Bindungen zwischen Wehr und Wirtschaft Üblich geworden. In erster Linie ist diese Ehrung und Verpflichtung für Führer der deutschen Wirtschaft vorgesehen, die durch hervorragende Leistungen die materielle Bereitschaft der Wehrmacht fördern. 1937 sind durch den Reichskriegsminister und durch den Oberbefehls- baber der Kriegsmarine bereits eine Anzahl von Wirtschaftsführern zum Wehrwirtfcho' s-Führer ernannt worden. Der Reichsminister der Luftfahrt fast gleich ist: an Großbritannien und Frankreich. Großbritannien hätte im Jahre 1936 an Zinsen jährlich über 150 Millionen Dollar zu zahlen gehabt, Frankreich dagegen nur knapp 40 ’Dallionen. Amerika hat sich die Nichtachtung der Schuldenverträge natürlich nicht ohne weiteres gefallen lassen. Es hat Einspruch erhoben und mit Zwangsmaßnahmen gedroht. Es war bisher rein platonisch, wenn beispielsweise England der regelmäßigen Absage am 15. Juni und 15. Dezember den Satz hinzufügte, die Regierung Seiner britischen Ma;e- stäk sei bereit, mit der amerikanischen Regierung m Verhandlungen einzutreten, sobald dies mit Aussicht auf Erfolg geschehen könne. Die Erörterung der Frage der interalliierten Schulden auf und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat für seinen Bereich am 10. Dezember 1937 die ersten Ernennungen feierlich ausgesprochen. In Kürze wird der Oberbefehlshaber des Heeres ebenfalls eine größere Anzahl von Betriebssichrer»! als Wehrwirtschafts- Führer verpflichten. Großer Erfolg der Wehrmachts-Sammlung am „Tag der nationalen Solidarität^. Berlin, 14. Dez. (DNB.) Am „Tag der nationalen Solidarität" wurden auch von der Wehrmacht in allen Standorten, in den Kasernen und militärischen Liegenschaften Sonöerfammlungen zugunsten des Winter- Hilfswerkes durchgeführt. Als Ergebnis dieser Sammlungen irt der Wehrmacht sind dem Winter- Hilfswerk 248 278,76 B2U. überwiesen worden. Feierliche Amtseinführung des Oberfinanzpräsidenten in Kassel. Kosses, 14. Dez. (DNB.) Im Rahmen eines im Blauen Saal der Stadthalle abgehaltenen Betriebsappells fand die Amtseinführung des neuen Oberfinanzpräsidenten Voß durch den Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk statt. Unter den Ehrengästen befanden sich Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, Oberpräsident Prinz Philipp von Hessen und Gauleiter Staatsrat W e i n r i ch. Der Reichsfinanzminister dankte dem bisherigen Oberfinanzpräsidenten Dr. Lotholz herzlich für seine Amtsführung und betonte, daß es eine besonders dankbare Aufgabe fei, an leitender Stelle der Reichsfinanzverwaltung zu stehen. Der Reichsfinanzverwaltung seien neue Pflichten erwachsen, die für die Erfüllung der staatlichen Aufgaben notwendig sind. Nachdem der Minister noch die Bedeutung der neuen Finanzschulen gestreift hatte, betonte er die Einheit von Partei und Staat und schloß mit den besten Wünschen für den vollen Erfolg der Tätigkeit des neuen Oberfinanzpräsidenten. Nach Begrüßungsworten des Gauleiters Staatsrat W e i n r i ch und des Reichsstatthalters Gauleiter Sprenger, die die gute Zusammenarbeit zwischen Partei und Finanzbehörden herausstellten, gelobte Oberfinanzpräsident Voß dem Reichsminister der Finanzen, mit allen Kräften an die ihm gestellten Aufgaben heranzu- . gehen. SchMennmal der Miellen Don Dr. Earl Wellthor. „Vorläufige Regierung der Republik Wm." Für eine japanisch-chinesischeBerständigung Tokio, 14. Nov. (DNB.) Nach einer Meldung der Agentur Domei ist in Petin g, wie schon an- gekündigt, die „vorläufige Regierung der Republik China" in der Tschujentang-Halle in der „Verbotenen Stadt" vollzogen worden, über der die fünffarbige ursprüngliche Flagge der chinesischen Republik wehte, die von der Nankingregie- rung durch die Kuomintangflagge ersetzt worden war. Nach dem Staatsakt nahmen die Ausschüsse für Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung sofort ihre Arbeiten auf. Der Vorsitzende des Gesetzgebungsausschusses, T a n g e r h o , erklärte chinesischen und japanischen Pressevertretern, daß die vorläufige Regierung zunächst für Ruhe und Ordnung im Lande sorgen und dann umfangreiche Maßnahmen zur Herstellung e-i n e r vollen Verständigung zwischen dem chinesischen und demjapanischenVolk ergreifen wolle. Der Sprecher des japanischen Hauptquartiers in Tientsin beglückwünschte die vorläufige Regierung und sprach die Hoffnung aus, daß die neue Verwaltung, die rechtmäßig die Traditionen Chinas übernehme, eine gesunde Weiterentwicklung zeigen werde. Eine Erklärung Fürst Konoyes. Völlige Zerschlagung aller antijapanischen Bewegungen. Tokio, 14. Dez. (DNB.) Ministerpräsident Für st Konoye erklärte zum Fall von Nanking, Japan sei stets auf Lokalisierung und Milderung der Feindseligkeiten bedacht gewesen. T s ch i a n g k a i - s ch e k habe dagegen mehrfach ernste Warnungen Japans ausgeschlagen und durch seine antijapanische Politik in Verbindung mit dem militärischen Vorgehen Japan zu militärischen Aktionen in großem ; Maßstabe gezwungen. Durch den Fall von Nanking sei die chinesische Zentralregierung zu einer bloßen Lokalregierung herabgesun - Um die Mitte Juni und um die Mitte Dezember, $ TÄäSÄmZ Ä w’™« °uch bie Wo. , ennat mteber!1” Chinas militärisch fest in ihren chanben Hal- | Sb: le^nLeke-°hat^Lr^'-"wenigen hunderttausend Dollar, die es zu den beiden Fällig-1 ö„b geselle her ^nicht mehr zu- *«S;**e SiESttWs Muh eines Wirsichafisabtomm-ns erwiesen ^"^/unktwn ert. «enn l 0 0 ben. Aber. Mr Nacheiferung angespannt hat dies Menschen^zur g tng^ 13^ ^Die°ft7h^e^egner Deutschlands haben immer Pen Tiangkaischeks sind in d^sast mehrmonatigen WMiMMD-D'ES »bjektiv falsch. Die europäischen^Verbündetender reglerung Men^ Z e n t r a l r - g i e - Egen"wl7t Putten Schuwoerpslichtungen r u n 8 C h . n ° s ^N'h7nd7°Gewai?'Ünd° Recht- entoeber wahrend des Sneges ffia ff en unb P 9 oüber ganz China zu besitzen, einschliehlich ^Ensiche 5 Z J Ä W °°n ^^ch^r^erl^en Mischen den deutschen Tributen und den Derpflich- 4 bamit^jen Frieden zwischen den beiden Natio- tungen der europäischen Schuldnerlander irgendeine ! roieber Herstellen. Bedeutsam ist nicht nur die Verbindung anzuerkennen. Wabl der alten Kaiserstadt Peking, sondern auch Ausdrücklich und ,n Vertragsform Ö^Cl? her I a q q e n m e ch f e l. Nanking war erst im Schuldenabkommen hat Am^lka mit Großbritan- Tschianqkaischek zur Hauptstadt er- nien, . Frankreich Italien Belgienroorben nachdem jahrhundertelang Peking ^i^anien unö Griechenland abgeschlagen. D s f Reiches der Mitte gewesen war. größte Schuldnerland Amerikas, Großbritan. neue Zentralreqierunq in Peking hat auch die n i e n , hatte es mit der Regelung seiner Verpfl ch^ I (f p s § g § Chinas, die fünffarbige Flagge, tungen gege.mber der an?£rtJ^i^ angenommen, während unter Tschianqkaischek die neten ^L^^bLeÄ^chaftekinÄa,^^: ton, Sir Auckland Gedd es und der amerikanische Wieweit die neue Pekinger Regierung in der Schatzsekretar M e l l o n em Abkommen d e I China wird beherrschen können, läßt Anerkennung einer brittschen Schuld t>on 4,6 Uhl- -o Reaieruna selbst nur beinHan^einbe®a^n^p^ ÄÄ mebriger festgesetzt als die brtt chen Schuioen . amerikanische Kanonenboot „Pa- nämlich auf 4,025 Milliarden aoüar Ser Unter-„ morben unb gesunken. Englische schied liegt m der Verzinsung. England mußte sch 9 9 japanischen Luftflotte du einer Verzinsung m Hohe von 3 m H ab 1932 M^^^wechselt. Der britische Dampfer sogar von 3V2 v.f). b^uemen, wahrend ^H^angPu", auf dem sich das Personal der deut- reich ferne Schuld bis 1940 nur zu 1 v. H. zu ver Botschaft in Nanking befand, wurde eben- zmsen braucht. I falls beschossen. Dieser Zwischenfall wird von einem In die Abwicklung dieses Schuldenprogramms ber amerikanischen und englischen Presse be- hat die Verkündigung des Hooverschen Schulden-um in ber üblichen Weise zu hetzen, obgleich fe ie rta g es (1. Juli 1931 bis 30. Ium kie spanische Regierung sofort wegen dieser bei Bresche gelegt. Der amerikanische Präsident antwor- k Unübersichtlichkeit der Verhältnisse verständ- tete mit dieser Proklamation auf eine Anregung ____________ des Reichspräsidenten von Hindenburg, der | Staats^ d°s wPfchaftlich st°rkst-n Lanb-s^ - j„,„nationalen Konferenz ist von 2Ime= re tiLT Jnf bem ber rita bisher beharrlich abgelehnt worden. entgegenwirken. DieIWashington ist nur zu Verhandlungen zu weit Anikas haben"^d^ie^Gelegenheit benutzt, um die Ein weiterer Akt, um den europäischen Schuldner- weitere Durchführung der Schuldenverträge einzu- ländern die Rückkehr zur Schuldnerehrlichkelt nahe- stellen ©ie beriefen sich hierbei darauf, daß zulegen, war die Ankündigung, daß Amerika nur Deutschland von seinen Reparationsverpflichtungen > (=;*uihn»rn nnnemeffene bandels- befreit worden fei. Als dann Mitte 1932 auf der Konferenz von Laufanne unter das un- lelige Tributkapitel ein endgültiger und galliger Schlußstrich gezogen wurde, bedienten sich die Schuldner Amerikas doch der von Washington stets mit Entschiedenheit zurückgewiesenen Formel: Deutschlands Befreiung von den Zahlungen nehme ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Verpflichtungen gegen ihren amerikanischen Gläubiger zu krschetrtt täglich, außer Sonntags unb Feiertags Btilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr.Sezugspreir: Mtt 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Siehev postschecktonto: fitantfurt am Main llbss Nr. 292 Erstes Blatt 187. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen erfüllen. Einige der amerikanischen Schuldnerländer haben •u den ersten Fälligkeitsterminen sogenannte „A n - e r k e n n u n g s z a h l u n g e n" o-l-'st-'t dr-dartu sollten bie betrefienben Regierungen b.- °-r-.- -■ K^ia'lwÄ be?'amerikanifchen Krebite "au bk tragen Rerpf -chN-ng n als zu re^t toru uepeno P Alliierten in Europa mit 12 Milliarben flnertannten aber |o roüräe das die Preisgabe non 9,6 Mil- zeitweilig emMel^n. Dezember^l932 dafür ein, liarden Dollar allerdings recht zweifelhafter Forde- Herriot setz J । an Amerika zahlen! rungen bedeuten. Es ist denn auch nach dem Ruck- J5'sPeTäHe bamals® etwa 20 Millionen Dollar tritt der französischen Regierung Bium von Schul- möge. Sie 9 für Frankreich ohne weiteres denverhandlungen mit Amerika recht still geworden, ausgemach^ wäre also s 6« ü^erPfeincr 5or; Die neuen Finanz- und Währungsnote Frankreichs erschwinglich gewe en. H , (un Q'n A^^rika haben bewiesen, wie wenig wirksam das Wahrungs- to. fit». ss &ääs ÄÄÄiX den ^cken S^^u[b>urIanbcrn, beren^JSaplta^^^l^o | unmifte[bar Qn bie britifch-amerikomfch-n Wirt- schaftsverhandlungen, die in der ersten Januar- Hälfte beginnen sollen, S ch u l d e n v e r Handlungen anschließen sollen, daß sich das Weiße Haus mit einer Kapitalrückzahlung zufriedengeben und daß die Rückzahlung auf 50 Jahre erstreckt werden solle. Dadurch würde die wenig günstige Behandlung, die Großbritannien in seiner Schuldenabmachung mit der amerikanischen Union erfahren mußte, ausgeglichen werden. Es hat also doch den Anschein, daß nun wenigstens der Anfang einer internationalen Schuldenbereinigung — nämlich mit einem britisch-amerikanischen Abkommen — gemacht Oie Wandergewerbesteuer neu geregelt beiden Völker der Erfolg beschieden sein möge. Trachtenvereine in die NG.-G. Kraft durch Freude" einge^siedert. Sinnvolle Berufsgestattung für die schaffende Frau. Der NeichSberufsweittampf als Wegbereiter. Der Schnellzug von Edinburg nach London erlitt in der letzten Nacht durch den ungewöhnlich starken Schneefall in Schottland eine fast siebeneinhalbstündige Verspätung und mußte später die Fahrt überhaupt einstellen. Ein eingeschneiter Güterzug blockierte den Weg, und der Schnellzug blieb infolgedessen mehrere Stunden auf der Strecke liegen. 200 Passagiere verbrachten eine ungemütliche Nacht, die noch dadurch verschlimmert wurde, daß plötzlich das Licht ausgina. Die Eisenbahnbeamten waren gezwungen, erst Kerzen aus dem nächsten Am Pardoi-Joch in den Dolomiten ist eine Lawine außergewöhnlichen Umfangs niedergegangen und hat 21 junge Skllehrer und Bergführer aus dem Fafse-Tal, die an einem Uebungskurse teilnahmen, verschüttet. Auf die Hilferufe der Ueberlebenden eilten Soldaten der Hochgebirgsschule von Aosta herbei. Nach fieberhaften Anstrengungen gelang es/ zwölf der Verschütteten noch lebend zu bergen. Acht Verschüttete konnten nur als Leichen aufgefunden werden. Einer wird noch vermißt. Nachtfchnellzug Edinburg—London im Schnee stecken geblieben. Ausbruch des Vulkans Stromboli. Der Vulkan Stromboli (Liparische Inseln, an der Nordküste Siziliens) ist am Dienstagvormittag plötzlich in eine heftige Eruptionsphase eingetreten. Der Ausbruch setzte geradezu explosionsartig ein und war mit gewaltigen Detonationen verbunden. In dem bewohnten Teil der Insel wurden vielfach die Fensterscheiben zertrümmert. Weite' rer Schaden wird bisher nicht gemeldet. Die Bevölkerung beobachtet das gewaltige Naturschauspiel mit Ruhe. Flandin in Berlin. Ein Empfang zu Ehren des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten. Ausbau der sowjetrussischen Festungswerke von Wladiwostok. h an kau, 15.Dez. (DJTB. Funkspruch.) lieber bk militärischen Vorbereitungen Sowjetrußlands im Fernen Osten schreibt die Hankau Pao auf Grund eines Augenzeugenberichtes, daß die Arbeiten zum Ausbau der Festungswerke von Wladiwostok in Tag- und Nachtschichten fieberhaft betrieben würden. Besonderes Gewicht werde offenbar auf i unterirdische Bauten gelegt. 3n der Stabt \ und längs der Küste würden gasdichte Unter- stände angelegt, außerdem sei eine unterirdische halle für 150 Flugzeuge im Bau. Die Garnison einschließlich marine sei in Wladiwostok auf 85000 mann verstSrkl worden. Auch Hankau wird geräumt. Die Reichsburgschaften für den Kleinwohnungs- bau ^000 sich seit der Machtübernahme zu einem entscheidenden Mittel für die Finanzierung des schwur müsse au fae stochen werden. Belgien müsse entweder Genf verlassen oder die Initiative ergreifen zu einer internationalen Reorganisation, die sich diesmal auf die Zusammenarbeit aller Mächte, welcher politisch-weltanschaulichen Gruppe sie auch angehören mögen, gründet, und !die den Erfahrungen der Nachkriegszeit Rechnung trägt. Wenn man die Reden Adolf Hitlers liest, dann überzeugt man sich, daß in den deutschen Auffassungen Raum für eine wahrhafte internationale und realistische Frie- densorganisation vorhanden ist. Nach dieser Seite hin muß gehandelt werden, wenn man das Schlimmste vermeiden will. Der Stadtstaat im Reichsausbou - Kleinwohnungsbaues entwickelt. Der Bürgschafts. ' hochstbetrag beläuft sich jetzt auf 700 Millionen : Reichsmark, lieber 500 Millionen RM. Reichsbürgschaften sind bereits zugesagt. Außerdem sind 200 Millionen RM. für Reichsbürgschaften für Kleinsiedlungen bereitgestellt worden, die allerdings erst zum Teil belegt sind. Die Gesamtzahl der mit den Reichsbürgschaften für den Kleinwohnungsbau mitgeförderten Wohnungen übersteigt 250 Q00. Der Bauwert (ohne Grund und Boden) erreicht schätzungsweise 1,75 Milliarden RM. Von sämtlichen 1936 und 1937 errichteten Wohnungen dürfte allein r Die Steuer wirb X Finanzämtern erhoben. Dort <2?n Steuerpflichtige den Wandergewerbe- enfnehto1 hat“1 ?,U5.9el>a"öißf- °»nn er die Steuer entrichtet hat. Unternehmer, die das Wandergewerbe von Angestellten ausüben lasten ha- Nebens?^,^ ^yteU-r Zu entrichten. Sonstige m ''"Ht erhoben/ insbesondre ist die Wanderlagersteuer weggefallen. Stabschef L"he beimNachwuchsführerlehrgang derGA München, 14. Dez. (DNB.) Stabschef Lutz« besichtigte am Dienstag auf dem Sportgelände im winterlichen Grünwald bei München 60 SA.-Führer des zweiten Nachwuchsführerlehrganges. Der Stabschef erklärte, die SA. werde über alle zeitlich bedingten Sonderausgaben hinweg die weltanschauliche Kampftruppe der Bewegung bleiben. Ihr Führer- tum wachse durch Leistung, Charakter und Persönlichkeit aus der Truppe heraus. Nur der Beste, Stärkste und Treue st e habe Führungsanspruch. Vom SA.-Führer müsse heute eine unerschütterliche weltanschauliche Festigung verlangt werden. Wenn ihm diese eigen sei, dann übertrage fie sich auch auf seine Männer, und ein solches mit der Idee verwurzeltes Führertum werde sich in • allen Zeiten und Lagen, wie sie auch sein mögen, durchzusetzen verstehen. Aus alter Wett. Neuordnung im Schwesternberuf. 2Iuf einer Arbeitstagung „Schwesternschaft" in der NSV.-Reichsschule Slumberg machte laut NSK. Hauptamtsletter Hi 1 genfeldt als Leiter der Berufsgenossenschaft interessante Mitteilungen über die Neuordnung des Schwestemwesens. Als wesentliche Neuordnung gab Hauptamtsleiter X) i I g e n f e Pb t die Herabsetzung des gesetzlich vorgesehenen Mindest alters von 19 auf 18 Jahre bekannt. Außerdem wird in Zukunft die Ausbildungszeit auf IV2 Jahre vermindert. Die vorgesehene Versorgung und Altersversiche- rung geben dem Schwesternberuf nunmehr die soziale Grundlage, die seinem hohen Ethos und den großen Anforderungen entsprechen. Hilgen« sei d t trat den Versuchen zur weiteren Vereinheitlichung des Schwestemwesens entgegen. Es könne sticht nur NSV.-Schwestern geben; diese werden immer Spezialschwestern mit politischen Aufgaben fein. Ein Ansteigen der NS.-Schwestern über den notwendigen Bedarf hinaus wird von der Partei nicht gewünscht. Größer ist der Bedarf für die freie Schwesternschaft, die vielfältigen Bedürfniffen zu dienen hat. pariser Warenhäuser vorübergehend von der Angestelltenschaft beseht. ^Paris, 15. Dez. (DNB. Funkspruch.) Auf Weisung ihres Gewerkschaftsverbandes hatten die Angestellten mehrerer Warenhäuser am Dienstagabend nach Dienstschluß ihre Ar- beitsplätze nicht verlassen, um das Ergebnis zur Zeit laufender Verhandlungen mit den Arbeitgebern über die Durchführung der 40-Stun den woche abzuwarten, die die Arbeitnehmer auf fünf Tage verteilt wissen wollen, während die Warenhäuser eine zweitägige Schließung ihrer Verkaussstände in der Woche als untragbar ansehen. Erst in den späten Abendstunden * kam es bei den unter dem Vorsitze des Arbeitsministers Florier geführten Verhandlungen zu einer Vereinbarung, derzufolge die im Dezember 1936 angenommenen Kollektivverträge in ihrer bisherigen Form b i s 3 u m 3 0. September 1938 verlängert werden. Gegen Mitternacht verließen die Angestellten die von ihnen besetzt gehaltenen Arbeitsräume. Die Bluffer des Reichskriegsministers 90 Jahre alt Die Mutter des Reichskriegsministers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht, Frau von Blomberg, geborene von Tfchepe, feiert am Samstag, 18. Dezember, in ihrem Heim in Eberswalde, Kai- fer-Friedrich-Straße 6, ihren 9 0. G e b u r t 5 t a g. Begnadigung durch den Führer. Der Führer und Reichskanzler hat den Engelbert Gorgen, der in großer wirtschaftlicher Notlage fein uneheliches Kind kurz nach der Geburt getötet hatte und deshalb vom Schwurgericht zu Gleiwitz zum Tode verurteilt worden ist, zu einer 15jährigen Zuchthausstrafe begnadigt. Lawine tötet ad)t Skiläufer in den Dolomiten. schaffenden Frau zu erfüllenden Aufgaben innerhalb der deutschen Volkswirtschaft und über den Einfluß der verschiedenen Erziehungs- und Ausbildungs- maßnahmen auf die berufliche Leistung. Die Ergebnisse der berufstheoretischen und berufspraktischen Prüftingen der weiblichen Jugend in den vergangenen Wettkämpfen ergeben eindeutig eine Forderung: Es ist dringend notwendig, für die weibliche Jugend gleichfalls eine gründliche und geordnete Berufsausbildung zu schaffen. Denn heute werden in vielen Fällen die gleichen Leistungsforderungen an Frauen und Männern gestellt, während die Ausbildungsbestimmungen für die Mädchen diesen Forderungen noch keineswegs gerecht werden. Wesentlich für die Lösung der Aufgabe, die Leistungen der Frau durch eine sinnvolle Beruss- geftaltung für die Gesamtheit des Volkes nutzbringender zu machen, sind auch die Gebiete, die neben den beruflichen Dingen in der Aufgabenstellung des Reichsberufswettkampfes erfaßt werden. Jede Teilnehmerin unterzieht Jid) einer weltanschaulichen, sportlichen und hauswirtschaftlichen Prüfung, die für die Bewertung genau so wesentlich ist wie die Leistungen in reinen Berufsfragen. Damit ist die Bedeutung des Reichsberufswettkampfes für die schaffende Frau hinreichend gekennzeichnet. Durch ihre Teilnahme ist die Möglichkeit geschaffen, zu einer Verussgestaltung zu kommen, die es jeder schäftenden Frau in jedem Berufe gestattet, den beruflichen Leistungsanforderungen zu genügen, ohne damit auf die für unser Volk nicht minder wichtigen, weiblichen Eigenschaften Verzicht leisten zu müssen. Hamburg, Bremen und Lübeck waren von jeher „Freie S t ä d t e", die nur einen kleinen Landbezirk außerhalb ihrer Mauern mitzuverwalten hatten. Daneben aber waren sie im Kaiserreiche den I,.,B u n d e s st a a t e n" gleichgeordnet und gehörten auch nach der Weimarer Verfassung in die Reihe der „Lände r". Im Zuge der nordwestdeutschen Flurbereinigung hat Lübeck aufgehört, ein eigenes Land zu sein, es gehört jetzt zur Provinz Schleswig-Holstein. Hamburg ist durch benachbarte Landbezirke aus Schleswig-Holstein und Hannover vergrößert worden und gehört zu den Städ- Iten, die nach dem Willen des Führers eine großzügige Neugestaltung des Stadtbildes erhalten'wer- den. Diese vom Reiche eingeleitete Umgestaltung vereint mit den Aufgaben der Verwaltung, die aus ber Vergrößerung Hamburgs entstanden sind, mußte auch zu einer neuen V e r f a s s u n g s f 0 r m dieser Stadt führen. Durch das neue Reichsgesetz bleibt Hamburg ein „Stadtstaa t". Damit ist gesagt, daß es keine Reichsprovinz oder kein Reichsland werden soll. Darauf deutet auch eine neue Form der Personalunion hin, die hier erstmals zur Anwendung gelangt. Der Reichs st atthalter ist zugleich Bürgermeister, ähnlich wie in der Reichshauptstadt, wo der .Stadtpräsident gleichzeitig Oberbürgermeister Berlins ist. Der Unterschied besteht nur darin, daß Berlin noch unter der Verwaltung des Preußischen Staates steht, dessen Innenministerium allerdings zugleich Reichsinnen- Iminifterium geworden ist. Die Hamburger Lösung besitzt eine Analogie mit dem Saarland, das ebenfalls dem Reiche unmittelbar untersteht, nicht aber dem preußischen oder bayerischen Staate. Daß der bisherige Senat oder, wie man zuletzt sagte, der Staatsrat Hamburgs zu bestehen aufhört, versteht sich von selbst. Die Verwaltung wird neben dem Bürgermeister von Beigeordneten geleitet, die Vrtretung der Bürgerschaft wird nach dem Beispiel der Deutschen Gemeindeordnung geregelt. Die Einteilung des Stadtstaates in V e r'-- w a Itungsbezirke ist vorgesehen, sie dürfte aber nicht eine so weitgehende Aufteilung zur Folge haben, wie sie in Berlin besteht. Diese gesetzliche Regelung zeigt aufs neue, daß das Reich für die großen Aufgaben Hamburgs eine straffe Zusammenfassung der Verwaltung als richttg er- kannt hat. Der Besuch des Ministerpräsidenten • 0 V I9' ^er kürzlich in Hamburg stattfand, ist in gleicher Weise gewürdigt worden: als der Aus- . _ -----— .^uck des Vertrauens zur Freien Stadt und als Flandin gab feiner Freude über den herzlichen Zeichen der kraftvollen Forderung ihrer wett- Empfang und die interessanten Gespräche Ausdruck, pontischen Bedeutung durch das Reich. Hoffnung Dlf! NkUkN Hhp0thekeN-stttUNdLN SSWää 2 SÄE lm MWdmgfchastOerschren. US’ä’SJä'sS: banö eine neue M u st e r s ch u l d u r k u n d e für H.^.p 0, thekendarlehen ausgearbeitet. Gleichzeitig haben auch die Wirtschaftsgruppe Deffentlidi- Rechtliche Kreditanstalten und die Fachgruppe Private Hypothekenbanken neue Richtlinien für Hnvo- Nenurkunden aufgestellt. Richtlinien und Muster- schuldurkunde haben, die Zustimmung des Reichs- Wlrtschaftsministers gefunden. Der Reichsarbeits- mmqter hat nun angeordnet, daß im Reichs- bürgschaftsverfahren für den Klein- wohnungsbau bei Darlehen der genannten Geldgeber nur noch Schuldurkunden, die diesen Richtlinien und der Musterschuldurkunde entsprechen, zugelassen werden. Durch diese Regelung ist em großer Schritt zur Vereinheitlichung der Grund- kreLitbedmgungen getan worden. Gleichzeitig bringt me Neuregelung auch eine Vereinfachung der Woh- nungsbaufinanzierung. ^cylitz, Württemberg, Katzenberg, Marburg- Biedenkopf und Odenwald sind zu Volks- tumsgruppen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zusammengefaßt und die Heimat- oereine und Landsmannschaften in Form des Vereinsringes an die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" angeschlossen. Am Sonntag fand die e r ft e 21 rb e 11 s t a g u n g in Frankfurt a. M. statt. Der Menge Gaufachstellenleiter Heß, Leihgestern bei 17^ - j— .......^>1—‘ Gießen, wurde als Gaufachgruppenleiter der NS-I^o^f zu holen Zwei Bruder wurden auf den Eisen- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" neu einaefefct bahngleften m der Nahe des wartenden Zuges durch Der Gausachbearbeiter für Volkstum und Brouck- 5'"^ Schneepflug getötet, dessen Herannahen tum, Sommer, erläuterte den Ausbau der pra?-r,ß uf,er^ort ^tten. tischen Arbeit. Betrunkener Kraftfahrer verursacht tödlichen Unfall 3n Kassel wurde ein Radfahrer, der sich auf dem Weg zu seiner Arbeitsstätte befand, von einem Per« sonenkraftwagen angefahren und so schwer verletzt/ daß er kurz nach der Einlieferung in das Krankenhaus starb. Der schuldige Autofahrer Wilhelm Einbeck aus Kassel ergriff nach dem Unfall die Flucht, ohne sich um sein Opfer, einen Familienvater, zu kümmern. Einbeck fuhr in rasendem Tempo davon und brachte noch einen Radfahrer zu Fall, der jedoch zum Glück keine ernschaften Verletzungen erlitt. An einer Tankstelle ließ Einbeck dann das Auto stehen, ging in seine Wohnung und legte sich ins Bett. Die Blutuntersuchung ergab, daß Ginbeck erhebliche Mengen Alkohol zu sich genommen hatte; er hatte die ganze Nacht durchge- Zecht. Einbeck wurde dem Richter oorgeführt der sofort Haftbefehl erließ. Wußten Sie, wieviel Freude Ihr Fernsprecher machen kann? Das Gespräch von Mensch zu Mensch wird stets mehr sagen als der schönste BriefI F 6 (ej kJ K (Altes dos, was Sie bisher laten, können Sie bequem in einer halben Minute sagen. Das einfache Ferngespräch aber gibt Ihnen sogar 3 Minuten Zeit!) Wieviel Dinge gibt es, .'2» men und Anschriii der Bewerbers tragen! Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Vermietungen! Schöne 4-Zim.-Wohnon(i mit Balkon und Zub. Schiffend. Weg 17, 2. Stock zum 15. Januar od.l. Februar zu :e° *•" \ ° :.e° .WWW V o=- e^’ Vß MU ***/%•< Seltersweg 64 V. | Mietgesuche"] 4-5-Zimm.Wolin. im Zentrum der Stadt z. 1. April 1938 gesucht. 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Landwirt und Händler im Alter von 80 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. MW Junges Fräulein für einige Tage zur Aushilfe m öffentf. Geschäft gefucht. 06073 Blockstraße 9 v. Grünes Plüschsofa, 1 Vertiko u. dunkelbraun. Tamenmantel preiswert abzugeben. Zu erfr. i. d. Gefchäftsst. d. Gieß. Anzeig. MiMr mit Kastenrnatr. u. 3teiligerWoll- rnatratze u. drei- flamm.Gasherd billig zu verkauf. 1 Blockstraße 1211. Tüchtiges fWMkll zum 1. Januar gesucht. 83ioD Zu erfragen im Gienen. Anzeig. KlerneAnzeigen ■m Gießener Anzeiger werden von Tauienben beachtet und aeleiea | Verkäufe | Lchlafzirnrner 2Betten,l Spiegelschrank, zwei Stühle, 1 Waschtisch, 2 Nachtschränkchen, gut erhalten, i. Auftrag zu verkauf. Preis 160 RM. Btüdrntö & BniOer Tel. 3519. [a.325D | Kaufgesuche Gut erhaltene gebrauchte Klein- Schreibmaschine gegen bar zu tauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 06081 a. d. G.A. Nr. ?92 Zweites Blatt Kleßener Anzeiger (Aeneral-Anzeiger für Gberhesfen) Mittwoch, 15. Dezember 1957 Gene TuNney wünschte Gchmeling Glück Oer frühere große amerikanische Boxer Gene Tunney, der unbesiegt aus dem Boxerring hatte Max S ch m e l i n g noch in seinem Trainingslager in Summst (New Jersey) besucht und ihm zu seinem Kampf mit Thomas Glück gewünscht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ____ n Handelssefiung Kalkutta. Bntiscbe Selfmademen. - Oie Allmacht der Klubs. - ,/Lebende Aschbecher. 23on unterem nu-Mstaibeiler. Kalkutta, im Novenzber. Was weiß Europa von diesem Hafen von Kalkutta! Wer denkt daran, daß jeder Stein, jede Niete, jeder Kran dort zu Europa gehört, von Europa geplant, erbaut, instand gehalten wird. Man nimmt es für selbstverständlich, daß der Hafen von Kalkutta funktioniert, und doch hängt der ganze Welthandel von solchen Dingen ab. Man kann über die Ansprüche der farbigen Völker denken, wie man will, niemand verschenkt, was er in anderthalb Jahrhunderten mühselig aufgebaut hat. Ohne die Engländer wäre Kalkutta niemals zum Welthafen geworden, kein Schiff würde sich ohne einen englischen Lotsen auf dem Hoogly 120 Meilen landeinwärts wagen. Er steht auf der Brücke, blutjung, keine 25 Jahre, und büch hat er eine Ausbildung hinter sich, um die ihn viele alte Seeleute beneiden. Nächst der indischen Ziviloerwaltung ist der Lotsendienst auf dem Hoogly einer der hoch st bezahlten Dien st e auf der Welt. Die jungen Leute fangen mit 400 Rupien (400 Mark) an und kommen im Laufe der Jahre auf 2800 Rupien im Monat. Je länger sie dienen, desto größer die Schiffe, die man ihnen anoertraut. Länge und tiefgehende Frachter bekommen nur Seniorlotsen. Kalkutta ist die e n g l i s ch st e Stadt in Indien. Einer der größten Bankiers der Stadt, an den ich empfohlen bin, gibt mir ein kleines Diner. Es sind nur wenige geladen, aber es sind die größten Geschäftsleute der Stadt, Schiffsreeder, Makler, ein Exporteur. In ihren weißgestärkten Leinensmokings, die Pfeife im Mundwinkel, vor sich einen Whisky, sind sie viele Millionen wert. Aus zwinkernden schottischen Augen blicken sie unbekümmert in die Welt. Nichts kann sie rühren. Gerade vorher ging durch die Presse die Rede eines indischen Politikers, in der er das Zentralparlament beschwor, sich für den Aufbau einer nationalen indischen Küstenschiffahrt zu interessieren. Es war eine bewegte Debatte. Ich schneide diese Frage an, Schiffseigner und Makler halten sich die Bäuche vor Lachen. „Alles Blödsinn", meinen sie wie aus einem Munde. Klassisch, aber in Kürze und Prägnanz ist ihre Entgegnung, als ich fragte: „Was werden Sie tun, wenn wieder eine indische Küstenlinie gegründet wird?" „Fight them!“ (Kampf!) lautet die Antwort. Diese englischen Geschäftsleute von Kalkutta sind ihre drei bis vier Jahrzehnte im Land und mögen in mancher Hinsicht tiefere Kenntnis besitzen als viele Regierungsbeamte. Sie machen ihr Geld und sie machen es mit Indern und durch Inder. So ist es natürlich, daß sie sich in bezug auf indische Mentalität ein Urteil zutrauen. In Kalkutta leben sie seit 30 Jahren unter der ständigen Drohung, von den Terroristen ermordet zu werden. Das rührt sie nicht im geringsten. Sie glauben nicht daran, daß Indien ohne die Engländer mit sich fertig wird. Sie arbeiten hart. Wenn auf der Welt geschuftet wird, so in Kalkutta. In den Jutefabriken stehen viele der Unternehmer von morgens bis abends unter den Arbeitern und sehen zu, daß die Sache läuft. In diesem Klima heißt das einiges an Zähigkeit. Und wenn sie sich zurückziehen nach einem Arbeitsleben, dann haben sie zu Hause ihr gutes Auskommen, mehr auch nicht. Und sicher waren sie ihr halbes Leben von Frau und Kindern getrennt. In einem Büro in Kalkutta zu sitzen ist eben doch etwas anderes als in London oder' in Hamburg. In Kalkutta hat auch der Nachwuchs noch die gleiche Qualität. Dafür sorgen schon die Klubs. Die Macht der Klubs in Kalkutta ist kaum zu beschreiben. Sie sind die Allee, durch die jeder Spießruten laufen muß. der sich niederlassen will. Jemand, der einem Klub beitreten möchte, muß vorher acht- bis zehnmal dort erscheinen. Jedesmal wird er von einem Vorstandsmitglied examiniert, bis ins Letzte ausgefragt. Er bekommt einen Fragebogen, auf dem er Herkunft, Erziehung, Stand der Eltern, der Geschwister, die letzte Einzelheit angeben muß. Und dann vergeht ein halbes Jahr. Selbst Diplomaten werden davon nicht ausgenommen. Eines Abends sitze ich mit einem Engländer meines Alters in einem Ballokal. Ein bildschönes Mädchen tanzt, ihr Partner ist ein Freund meines Freundes, sie nicken sich zu. Wir kommen auf Heiraten zu sprechen, und ich meine ganz nebenhin, ob er beispielsweise dieses Mädchen dort heiraten würde. Er sieht mich entsetzt an. Sein Grund ist, daß der Saturday-Klub ihn sofort ausschließen würde. Das junge Mädchen ist rein englisches Blut, aber sie hat den Makel, in Indien geboren zu sein, ohne zu Hause, d. h. in England, eine Erziehung genossen zu haben. Sie ist „C. B.“, „country-born“. Das ist so ein Stück Kalkutta. Hätten die Eltern sie für drei Jahre in ein englisches Pensionat, ein College geschickt, wäre alles gut, dann gilt sie als „home resident“ und in Indien nur „domiciled“. So wird sie Ladenmädchen werden, bestenfalls Sekretärin, einen Engländer heiraten kann sie nie. Als die Regierung im Jahre 1911 von Kalkutta nach Delhi übersiedelte, wollten darin viele eine Schwäche sehen, eine Konzession an die Terroristen. Die Weihnachtstage belehrten jedermann eines anderen. In Gegenwart von Dutzenden mit Edelsteinen geschmückten indischen Fürsten hält der Vizekönig in aller Oeffentlichkeit Hof. Die Zahl der Diener geht in die Hunderte. Viele von ihnen sind nichts als wandelnde Aschenbecher für den Fall, daß ein Mitglied des Haushaltes eine Zigarette ablegen will. Die Verantwortung für die Polizei von Kalkutta ist wohl nur mit der zu ver- Griype, Erkaltung verschwinden durch Klosterfrau-Melissengeist meist rasch, wenn inan gleich die ersten Smnvtome, wie F-rösteln, "uften, Kovischmerzen, energisch bekämpft Vor dem Schlafengehen rübre man >e einen Eßlöffel Zucker und Klosterfrau-Melissengeist in einer Taffe gut um, gieße lochendes Wnffer hinzu und trinke möglichst heiß zwei dieser Portionen (Kinder entsprechend weniger). Zur Nachkur nehme man noch einige Tage die halbe Menge Verlangen Sie Klosterfrau-Melissengeist bei Ihrem Avothekei oder Drogisten in der blauen Packung mit den drei Nonnen Maschen zu NM. 2.80, 1.65 und 0 90; niemals lose (Dieses Rezept bitte ausschneiden.) gleichen, die die zaristische vor dem Kriege in Rußland hatte, wenn der Kaiser kam. Die Scheinwerfer des vizeköniglichen Wagens sind so stark, daß kein Mensch in sie hineinsehen kann, ohne geblendet zu werden. Noch der leere Wagen hat, wie der des Gouverneurs von Bengalen, der an grünen Lichtern kenntlich ist, durch die ganze Stadt Vorfahrtrecht. Hunderte von besetzten Fahrzeugen müssen halten, wenn er sich nähert... Li. ISZahre Vorschuß-Verein in Grünberg. 4- Grünberg, 13. Dez. Zu einer würdigen Jubiläumsfeier aus Anlaß des 75jähri- gen Bestehens des Vorschußvereins Grünberg hatten sich am Sonntagnachmittag eine große Zahl Mitglieder mit geladenen Gästen in der Turnhalle vereinigt. Die Bühne zeigte reichen Schmuck mit Blumen und Ziersträuchern die das Bild des Führer umrahmten, außerdem die Büste von Dr. Schulze-Delitzsch, des Vaters der Genossenschaften, und in großen Ziffern die Zahl „75". Der derzeitige erste Bankvorstand Wilh. Müller entbot den Willkommgruß und gab einen anschaulichen Ueberblick über die^ründunaundEntwickluncrderKaffe Am 20. Dezember 1937 werden es 75 Jahre, daß der Vorschuß-Verein zu Grünberg e. G. m. b. H. besteht. Im November 1862 fände sich zahlreiche Bürger von Grünberg zu einer Versammlung unter Leitung des Apothekers Georg Stammler in dem ehemaligen Flickschen Saale (jetzt „Rappen") ein, zwecks Gründung eines Vorschuß-Vereins nach Schulze-Delitzschen Grundsätzen, zur Behebung der Kreditnot in Kreisen des Handwerks, Gewerbes, Handels und der Landwirtschaft. Hier bildete man einen engeren Ausschuß, dem Apotheker Georg Stammler, Karl Haberkorn, Stadtrechner Johannes Schäfer, Assessor E ck st e i n , Christian Pracht II., Georg Kasper Kreuder und Johannes G i l l e r angehörten. In der kurz darauf folgenden zweiten Versammlung, am 20. Dezember 1862, legte dieser Ausschuß die Statuten vor, und die Genossenschaft wurde gegründet. Von den anwesenden Personen erkannten 60 sofort die Statuten an. Der Ausschuß wählte dann den ersten Vorstand. Dieser setzte sich aus Apotheker Georg Stammler als Präsident, Stadtrechner Johannes Schäfer als Kassierer und Karl Haberkorn als Kontrolleuer zusammen. Mit Beginn des -neuen Jahres wurde der Geschäftsbetrieb ausgenommen. Am Ende des ersten Geschäftsjahres 1863 zählte die Genossenschaft schon 118 Mitglieder. Der Höchstständ wurde im Jahre 1877 mit 1200 Mitgliedern erreicht. Die Bilanzsumme des Jahres 1863 schloß ab mit 11 992 fl. (Gulden), während ein Umsatz von 43 962 fl. (Gulden) erzielt werden konnte. Schon ein Jahr nach der Gründung (1863) schloß sich der Vorschuß-Verein dem Verbände der Vorschußvereine für Oberhessen (Sitz Gießen) an, der später in den Verband hessischer Vorschuß- und Kreditvereine (Sitz Kassel) überging und als Unterverband dem Deutschen Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch) angehörte. Im Mai 1880 fand ein Verbandstag des Unterverbandes in Grünberg in Anwesenheit von Dr. Schulze-Delitzsch statt. Dieser Verband wurde im Jahre 1930 mit den in Darmstadt und Wiesbaden bestehenden Genossenschaftsoerbänden zu dem jetzigen Genossenschaftsoerband Hessen-Mittelrhein e. V. verschmolzen, der seinen Sitz in Wiesbaden hat. Die Geschäftsräume befanden sich bis 1892 im Hause des Kassierers und Stadtrechners Johannes Schäfer auf dem Winterplatz. Durch die Erwerbung des sog. Marstalles in der Rosengasse, aus dem Stammlerschen Besitztum, konnte die Geschästsver- legung im Jahre 1893 vorgenommen werden. Die Geschäftsräume erfuhren in 1911 infolge der weiteren Ausdehnung einen Umbau. Der Hauptgeschäftszweig seit der Gründung der Genossenschaft war die Hereinnahme von Spargeldern, welche als Darlehen gegen Sicherheiten der Bevölkerung von Grünberg und Umgebung zu- flossen. Auch das Kaufschilling-Geschäft war als recht gut anzusprechen. Um die Jahrhundertwende (1895) ging man allmählich dazu über, das Geschäft bankmäßiger zu gestalten. Das Wechsel- Diskontgeschäft, das Konto-Korrentgeschäft sowie der Scheck- und Ueberwersungsverkehr wurden einge- führt. Dadurch waren alle Voraussetzungen gegeben und alle in das Bankfach einschlagenden Geschäftsarten vorhanden, was bis zum Ausbruch des Weltkrieges eine ganz bedeutende Entwicklung brachte. Als Kennzeichen hierfür seien folgende Zahlen aus dem Geschäftsjahr 1913 genannt: Mitgliederstand 855, Umsatz 8 341 280 Mark, Bilanzsumme 1 859 661 Mark, Ausleihungen und verzinslich angelegte Gelder 1 718 273 Mark, Einlagen 1 463 419 Mark, Gießener Gtaöttheaier. Friedrich von Flotow: „Martha". Friedrich von Flotows romantisch-komische Oper „Martha" war einst einer Folge von Generationen bestimmendes Theatererlebnis gewesen und hat bis heute, 90 Jahre nach der Uraufführung, noch nicht an Frische eingebüßt. Wohl sind aus den Reihen namhafter Musiker (Richard Wagner, von Bülow) nicht immer zustimmende Worte gefallen. Dieses Werk mit den Maßstäben der großen Oper oder gar des Musikdramas zu werten, hieße aber an seinem Wesenskern Vorbeigehen. Die Oper „Martha" ist eben aus dem Stil der französischen komischen Oper hervorgegangen und will mehr der angeregten Unterhaltung mit stellenweise allerdings sehr geistreicher Konversation dienen, als um hohe Probleme ringen. Dazu bindet sich durch das Romanhafte der Handlung ein Zug zum Gefühlvollen, der aber durch Flotow eine Wendung zum Gemütvollen erfährt, nicht zuletzt durch die Aufnahme der Volksweise „Letzte Rose". Die Oper ist ein Abbild des Entwicklungsganges des Komponisten. Mögen für den Sohn des mecklenburgischen Gutsbesitzers die ersten Anregungen von einem musikalisch sich betätigenden Elternpaar ausgegangen sein, die grundlegende Ausbildung empfing er in Paris vornehmlich durch Anton Reicha, der einst mit Joseph Haydn und Beethoven befreundet war. Ebenso stark aber sind die Eindrücke zu werten, die das Pariser Milieu mit seinen gesellschaftlichen Verbindungen und seiner Entwicklung auf dem Gebiete der komischen Oper auf ihn ausubten. Denn das Opernfchaffen war für ihn entscheidend. Waren seine ersten dramatischen Versuche zunächst nur in den Liebhabertheatern der adligen Kreise zur Aufführung gelangt, so erschloß sich ihm allmählich zunächst als Mitarbeiter bei anderen Autoren, die Oeffentlichkeit. Als er von feiten der „Großen Oper" den Auftrag erhielt, den ersten Akt eines großen Balletts mit Musik zu versehen (die zwei weiteren Akte waren anderen Komponisten übertragen) lernte er in dieser Ballettdichtung „Lady Harriette ou la servante de Greenwich“ den Urstoff für seine künftige Oper „Martha" kennen. Ein günstiger Zufall bringt ihn mit dein damals in Paris weilenden Schriftsteller Friedrich Wilhelm Riefe zusammen. Dieser lieferte ihm den Text zu einer deutschen Oper „Alessandro Stradella , deren Erfolg ihm aus Wien den Auftrag für eine neue Oper'einbrachte. Diese Oper „Martha" wurde sein volkstümlichstes Werk. In engster Zusammenarbeit mit 5r,.e£: rjch Wilhelm Riese (Pseudonym W. Friedrich) entstand unter Anlehnung an die Grundidee des Balletts mit eingreifenden Abänderungen der Handlung' das Textbuch, das in feiner Charakterisierung der einzelnen Personen und seiner reichen Fülle an musikalisch ergiebigen Situationen Flotows Ruf als Opernkomponift festigte. Es ist auffällig, daß die beiden Werke, zu denen W. Friedrich das Libretto bearbeitete, die lebensfähigsten bis heute geblieben sind. Am 25. November 1847 erlebte „Martha" am K. K. Hofoperntheater in Wien die Uraufführung und eroberte von dort aus nicht nur die deutsche Bühne, sondern auch das Ausland. Noch kurz vor seinem Tode konnte der Komponist in Wien im Jahre 1882 der 500. Wiederholung der „Martha" beiwohnen. Die hiesige Aufführung — Spielleitung: Wolfgang Kühne — ließ alle die Werte, , die dieses anmutige Werk zu einem Liebling des deutschen Opernpublikums werden ließen, in Frische und Unverbrauchtheit sich auswirken. Sie entwickelte eine sprühende Lebendigkeit in der Marktszene wie im Schlußbild mit ihrem quicken, kecken Treiben, in der Buntheit der Bewegung, in der Ausprägung der einzelnen Typen und dem feinen, mitschwingenden Humor. Anderseits waren die intimen Szenen mit der ihr eigenen Gefühlsgebundenheit durchftrömt, ohne sich dabei in Sentimentalität zu verflachen. Dazu verhalf die herzhafte Art, die vom Orchester aus das Bühnenbild mit den unvergänglichen Gemütswerten füllte. In feiner rhythmischen Pointierung und trefflichen Ausarbeitung der melodischen Gliederung wurde schon die Ouvertüre zum verheißungsvollen Eingangstor des Ganzen: das weich getragene Hornsolo muß besonders bedacht werben. Straffheit durchzuckte die klangreichen überaus frischen und geruhbeten Chöre (H. Markwardt), vom Dirigentenpult aus (Paul Walter); jeder Einzelszene wurde ihr Recht, schwungvoll die Zusammenfassung des Ganzen. Dem Ensemble gewährt die Oper reichen Raum, da der Dialog fehlt, (den übrigens Flotow als erster in der komischen Oper fallen ließ). Um so klarer muß Spiel und Mimik das gelungene Wort unterstützen. Die einzelnen Ensembles waren nach jeder Richtung hin ausgefeilt und wohl abgewogen im Klanglichen, wie auch durch die Gruppierung der für und wider einander Spielenden. Besonders der zweite Akt ließ manche Schönheit aufleuchten. Die beiden Paare Lady Harriet (Elfriede Grell) Nancy (Hildegard I a ch n o w), Lyonel (Ernst Aug. Waltz). Plumkett (Wilhelm Greif), kontrastierten in sich ergänzender Weise: die Lady mehr zurückhaltend, innerlich. Nancy mit einem wohl leicht I schalkhaft, aber nicht burschikos aufdringlich, stets ; mit einen] feinen Sinn für das Zukommende. El ; friede Grell zeigte sich zum ersten Male in der Oper, mit ihren sympathischen Stimmitteln konnte sie für sich gewinnen und überraschte durch Töne in der Höhe. Sehr eindrucksvoll war im ersten Bild im Duett mit Hildegard Iachnow das Gegeneinander-Ausspielen der Koloraturen. Hildegard I a ch n o w bestätigte aufs neue ihr nie versagendes Können, ihre feine Musikalität und den Sinn für charakterisierende pointierte Klanglichkeit. Im Verein mit Elfriede Grell erhob sich Ernst August W all tz im dritten Auszug zu dramatischer Gespanntheit, hier brach sein Temperament machtvoll heraus und ließ ihn mit feiner Arie „Ach so fromm" sehr starken Beifall gewinnen: ebenso zeugte der Schlußgesang dieses Aktes von seinen gesanglichen Qualitäten. Wie immer wußte Wilhelm Greif auch dem Pächter Plumkett treffende Einzelzütze zu geben und ihn so über den üblichen Operntypus zur Individualität zu erheben: in den Ensembles und in dem Schlußduett charakterisierte er plastisch, und der Lobpreis der Porterbieres setzte feinen Baß in Helles Licht. Dem Lord Tristan gab Alfons Forstner wohl bedachte Durchbildung bei Anpassungsfähigkeit im musikalischen Zusammenspiel. Dem Richter verlieh Schneider-Oe st die ihm zukommende musikalische und darstellerische Gestaltung. Die Eingangsszene wie auch die beiden Marktbilder (Karl Löffler) gaben der musikalisch-spielerischen Entwicklung den Hintergrund und die Möglichkeit der einheitlichen Ausstimmung. Das voll besetzte Haus folgte sichtlich angeregt dem heiteren Spiel und dankte mit Recht allen, die sich voll um das Gelingen bemüht hatten. Dr. Hermann Hering holländische Kochkünste Die. Holländer sind bekannt als starke Esser, und sie haben daher stets auf die Zubereitung ihrer Speisen große Sorgfalt verwendet. Die holländische Küche ist die klassische Küche der guten Hausmannskost, aber sie hat auch ihre Besonderheiten. Zu den „Spezialitäten", die man nirgends wo anders in ähnlicher Güte genießen kann, gehört der Hering pnd besonders der junge Hering, der Ende Mai seine höchsten Geschmacksreize entfaltet. Man nennt diesen „neuen holländischen Hering", von dem alljährlich eine Probe der Königin Wilhelmina durch eine Abordnung Scheveninger Fischer überreicht wird, im ganzen Lande das „Seekonsekt" Nachdem dieser Leckerbissen beretts auf See ausgeweidet worden ist, wird dem Fisch vor den Augen des Käufers die Haut abgezogen, und wenn er dann mit etwas Zwiebel oder auch Gurke zurecht gemacht ist, dann packt ihn der Käufer beim Schwanz, wirft den Kopf zurück und läßt sich die Delikatesse in den Mund gleiten. Solche Heringsesser kann man allenthalben an holländischen Straßenecken beobachten. Auch Pfahlmuscheln werden auf der Straße verkauft und gern im Rohzustand verzehrt. Leute mit feinerem Gaumen bevorzugen freilich die Auster, die ja ebenfalls zu den „heimischen Erzeugnissen" gehört. Neben dem Hering liebt man einen anderen wohlfeilen Fisch, den „Bokking", der in der Zuider- see gefangen wird. Die Holländer haben es mit viel Geduld und Mühe auch dahin gebracht, den sonst so wenig beliebten Stockfisch zu einem vortrefflichen Mahl zu bereiten, wozu allerdings wegen der Zähigkeit des Fleisches viel Zeit und Kunst gehört. Der Holländer ist besonders ein Freund von gediegenen nahrhaften Gerichten, unter denen ihm der sogenannte „Stamppot" obenan steht: er besteht in einem Gemengsel von Kartoffeln, allerlei Gemüsen und Fleisch, die im gleichen Topf miteinander gekocht werden. Die beliebteste Mischung ist die von Kartoffeln mit Aepfeln, weißen Bohnen und Speck. Neben diesem Hauptgericht findet man auf den Speisezetteln aller Gasthöfe die „Erwtenfoep", eine dicke seimige Brühe aus zerquetschten grünen ober gelben Erbsen, mit Wurststücken, Speck ober Schweinsohren darin, die nötigenfalls an die Stelle einer ganzen Mahlzeit treten kann. Ein weiteres holländisches Nationalgericht ist „Rolpens met Appelmoes"; es besteht aus Blutwurst, die vom Fleischer in einen Schweinschwarten" magen genäht und zum Sauerwerden in Essig gelegt wird: der Koch schneidet dann diese Wurst in Scheiben, brät sie mit Apfelstückchen in der Pfanne, und das Gericht wird dann mit Bratkartoffeln und Apfelmus aufgetragen. Berühmt find die holländischen Käse, so der kugelrunde Edamer, dessen Rinde zur Abdichtung gegen das Verderben mit einer Stearinschicht überzogen wird, der Limburger, der Leidener, der mit Kümmel gewürzt ist, und der Goudaer, ein leichter Weißkäse. Außer dem Käse liefern die Molkereien noch ein anderes höchst nahrhaftes und gesundes Erzeugnis, die „Karnemelk" ober Buttermilch, bie man kalt ober gewärmt trinkt ober auch mit irgendeiner Grütze vermengt. Neben dem zarten Weißbrot, dem kräftigen Schrotbrot und Pumpernickel darf auf keinem holländischen Frühstückstisch der Honigkuchen fehlen, der mit Rosinen oder auch mit Ingwer untermischt ist und mit einem Ausstrich von Butter, Marmelade ober Käse gegessen wirb. C. K. Wirtschaft die man u. a.: Dinqler Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. kurs börse börse 13-12-j 14.12 14-12. 13-12- | 14.12. 14.12. en haben. SJ.-fpori 100,45 Deutsche Gold- und Silber .... 9 138,75 138,75 . 0 "9 gegen die dortige Vor kurzem konnten 111,35 ! 111,35 209 113,13 Devisenmarkt Berlin — Zrankfurt a. M. der und der 135,25 100 100 99 101,8 99,25 102 111,5 101,7 99,25 100 99 117,75 117 Ge- Di- ge- 204 118 122,25 113,13 99,5 99 105,75 204,5 117,75 122,25 113,13 129 78,5 80,5 130,65 100,4 99,75 101,8 99,25 129,25 129 78,5 80,25 130,75 101,9 111,5 100,6 99,75 130 122,25 113,13 135,2 100 95,75 113,25 159,5 147,13 231,5 139,25 127 145 177,5 169,4 197,75 208,5 117,75 116 126,75 95,75 113,5 146 231,25 138,75 127,5 145 177,5 169 220,25 137,75 138,5 168,25 118,5 99,75 101,75 100 99 99 135 99,75 99 102,05 102 99 105,75 136,5 138,5 168 117,5 167 186,9 131 139,5 252 161,5 129,5 139,5 153,5 127,5 141,25 137,5 47 168 113 148,5 129,25 78 80,25 130,5 99,5 99 106,25 129,25 78 80,13 130,75 99,5 99 106,25 12 . 6 6 r> 7 6 7 4 S 10 187 130,65 118,13 140 161,5 130 139,5 153,9 127,9 141 137.5 169 113 150 158,5 133 118 116,13 150,5 127,9 113,25 159,75 147,75 105.65 231,5 127,13 139,25 127 144,25 177,5 169,4 94,13 197,25 209 111 56,65 118 146,75 29 186,75 130,75 118,25 140 161,5 129 139,5 153,5 127,25 141,25 137,75 47,25 113 148,75 160 132 117 116,5 150 127 113,75 159,75 146 105,5 231,5 126,75 139 127,9 143,75 177,5 169,25 94 198,4 208,5 111,5 56,5 117 145,25 29 221 127,25 138 168,75 118 100,6 99,75 129,9 4 ’/« o . 4 .. 6 0,6 Sport der Gießener Studenten. Erste Kämpfe um die deutsche Hochschulmeisterschaft. Saturn .....14 ......6 ......0 ......8 ......6 ......7 ......6 ..... 12 .... 6% ......4 ......5 Fußball trifft Gießen sofort auf eine der stärksten und aussichtsreichsten Mannschaften, die der Universität Frankfurt. Das Spiel findet am Donnerstag auf dem hiesigen Unioersitätssportplotz statt. Von den Frankfurtern ist der deutsche Na- tionalspieler Lindemann am bekanntesten Sodann wird Knapp für Frankfurt spielen, der mit Lindemann in Paris in t" ...... Accumulatoren-Fabrik Aschaffenburg Zellstoff Bemberg........... Bekula............. 111,25 111,25 57 I 56,5 117,75 ' 117,5 147 146,5 29 I — Nbeintsch-Westfälische Elektro .. Rütgerswerke ............... Reserven 93 602 Mark, Geschäftsg-uthaben 281 250 Mark. Abendbörse still und behauptet. Die Abendbörse lag still, da Aufträge von außen- her kaum vorlagen und auch sonst keine größere Unternehmungslust bestand. Indessen war die Haltung nicht unfreundlich, so daß die Kurse gegen den Mittagsverkehr vielfach 0,25 v. S). höher notiert wurden, wobei es sich allerdings um überwiegend nominelle Bewertungen handelte. Reichsbank waren über den festeren Berliner Stand hinaus 0,25 höher mit 204,50 (203,25). Sonst notierten u. a. Mannesmann mit 113,50, Hoesch mit 113 (112,75), Rheinstahl mit 138,75, Verein. Stahl mit 111,25 (111,50), Deutsche Erdöl mit 139,50 (139), JG.-Farben mit 153,50, Gesfürel mit 141,25 (141), Bemberg mit 221,5 137,5 138 168 119 167 186,75 131 140 252 162 130 139,5 153,75 128,25 141 137,25 47 113 149,5 Salzdetfurth Itali_____ Schlickert L Co........ Schultheis Payenhofer. Siemens & Halske .... Süddeutsche Zucker.. Bereinigte Stahlwerke, Westdeutsche Kaufhof ., Westeregeln Alkali..... Zellstoff Waldhof..... Ctaöl Minen......... nrh? audl blt $Iae$e 3um größten Teil außerordentlich unter dem schlechten Wetter gelitten hat- ?n' 0 Warnen doch interessante Spiele zustande. So onnte der Tv. Wetzlar seine derzeitige Form er. IIP t iinro»* *>1} a , r* - re _ v v ° . rektor Luhring von der Zentralkasse werblichen Genossenschaften. Der Bankvorstand Müller dankte Buderus Eilen.... Gement Heidelberg Gement Karlstadt . Eonti Gummi .... Daimler Motoren. Dessauer GaS .... Deutsche Erdöl ... Oie neue Gtraßenverkehrs-Or-nung Unser Derkehrsfachmann hat das Wort. UHL Seltersweg Nr. 67 fldio Telephon Nr. 3170 eparaturen l897D Wie alljährlich beginnen im Wintersemester die Aus cherdungsspiele um die deutsche Hochschul- melsterschaft im Handball und Fußball. Die Fußballmannschaft der Universität Gießen konnte bisher noch nie über die ersten Spiele ungeschlagen Hinwegkommen. Sämtliche Spiele werden nach dem Pokalsystem ausgetragen, so daß der Verlierer so- Dagegen griff die handballmann- schaft jedesmal erfolgreich ein, wenn ihr auch der höchste Titel noch versagt blieb. Im Handball beginnt Gießen den Kampf L"^ewem Sp.el in Weilburg gegen die dortige Hochschule für Lehrerbildung. Vor kurzem konnten die hiesigen die Weilburger schlagen, doch war das Ergebnis so knapp, daß man nichts Bestimmtes beJ? des Spiels, das am heutigen Mittwoch stattflndet, aussagen kann. Weilburg ver- sugt über einen sehr guten und schußfreüdigen Sturm, wahrend die Stärke der Gießener Studenten im letzten Spiel in der Hintermannschaft vor ollem m der Läuferreihe und im Torhüter lag. Das Spiel wird also davon abhängen, wie sich der Sturm der Gießener Universität findet « ^ben tritt an mit: Mayer: Bork, Langenbach- Krausch Grunia, Sturm; Götzelt, Wagner, Seipp Winter, Rittershausen. 203,75 I 204,25 134,13 134,13 118 117,75 122,25 ----- 99,75 101,5 100 99 99 135 99,75 99 101,9 102 bach (Wiesbaden) für den Genossenschaftsverband Hessen-Mittelrhein, der dem Vorschußoerein das Zeugnis einer gut geleiteten Genossenschaft aus- stellte,Direktor Le t schert (Kassel) für den Verband hessischer Vorschuß- und Kreditvereine, dem der Vorschußoerein früher angeschlossen war. Der erste Beigeordnete Alb ach überbrachte die Glückwünsche der Stadt, Propagandaleiter Schmidt diejenigen der Ortsgruppe der NSDAP., weiterhin sprachen noch Direktor Schneider von nossenschaftsabteilung der Dresdener Bank St&W s I Außerdem wird besonders darauf hingewiesen, daß I §°yroaynen Haven. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskoni 4 v h., Lombardzinsfuß S v. h. das Anzeigen einer Richtungsänderung nicht von der gebotenen Sorgfalt befreit. Vor dem Verlassen der Geradeausrichtung hat sich also der Fahrer zu vergewissern, daß er andere Wegebenuher mit seinem geplanten Einbiegen nicht in Gefahr bringt Deswegen sind auch neuerdings für alle Kraftfahrzeuge — ausgenommen Krafträder und offene Elektrokarren — nach Größe und Art der Anbringung ausreichende Spiegel für die Beobachtung der Fahrbahn nach rückwärts im §56 der Straßenver- kehrs-Zulafsungs-Ordnung vorgefchrieben. Radfahrer müssen auch rechts abwinken Im allgemeinen ist es den Radfahrer in Fleisch und Blut ubergegangen, nach links abzuwinken; sie halten es aber irrtümlich nicht für notwendig, ein Winkzeichen zu geben, wenn sie nach rechts ein zürnten gedenken. Durch dieses falsche Verhalten der Radfahrer haben sich schon oft Unfälle ereignet Der §11 der Straßenverkehrs-Ordnung, der das Anzeigen der Fahrtrichtungsänderung behandelt, spricht nur den Fußgängern eine Ausnahme zu, alle an- deren, also auch die Radfahrer, müssen sowohl nach links, als auch nach rechts abwinken. Jeder Fahrer muß beim Einbiegen in eine Querstraße besonders sorgfältig und mit stark geminderter Geschwindigkeit fahren. Dabei muß er darauf achten, nach rechts nur einen engen Bogen zu sah- ren, während beim Einbiegen nach links ein weiter Bogen ausgeführt werden muß. Um den Verkehr möglichst flüssig zu falten, muß der Fahrer, der rechts oder links einbiegen will, fein Fahrzeug schon oor öer Kreuzung möglichst weit rechts oder links in den flutenden Verkehr einordnen. Die Beamten können 'bei einem Verstoß gegen diese Verordnung den Fahrer zwingen, weiter geradeaus zu fahren; er darf dann erst an der nächsten Kreuzung feine Fahrtrichtung ändern. 5ßiU jemand die Richtung des auf derselben Straße sich bewegenden Verkehrs kreuzen, |o hat er E ihn entgeaen kommend en Fahrzeuge aller Art vorfahren zu lassen. Das gilt auch an Kreuzungen Was in jahrzehntelanger mühevoller Arbeit erstanden war, raubten Kriegs- und Inflationszeit restlos. Das Vertrauen zur Währung schwand in allen Kreisen, so daß auch unsere Genossenschaft wieder ganz klein anfangen mußte. Die Goldmark- Eröffnungsbilanz am 1. Januar 1924 betrug 15 996 Goldmark. Mit Bankkredit konnte nur ein geringer Teil kreditsuchender Mitglieder befriedigt werden. Auf Grund des Aufwertungsgesetzes vom 25. Juli 1925 sind die früheren Hypotheken und sonstigen Darlehensforderungen aufgewertet worden. Außerdem kam der Genossenschaft die Aufwertung der alten Wertpapierbestände zugute, und sie gelangte wieder in den Besitz von Betriebsvermögen. Dadurch war es möglich, die anvertrauten früheren Spargelder freiwillig nach den gesetzlichen Bestimmungen mit 12,5 v. H. aufzuwerten. Auch die Mit- alieder, welche der Genossenschaft die Treue hielten, bekamen eine Entschädigung für die bereits abgeschriebenen Geschäftsguthaben in Höhe von 14 v. S). Diese Maßnahmen weckten wieder das Vertrauen zur Genossenschaft, was sich in der steten Steigerung der Einlagen deutlich kennzeichnet. Die zugeflossenen Gelder aus allen Berufsständen machten es möglich, den Bankkredit nach kurzer Zeit wieder zu tilgen. Aber auf diese Fortschritte folgte bald wieder ein Stillstand, den der allgemeine wirtschaftliche Rückgang um das Jahr 1930 verursachte. Die darauffolgende Bankenkrise in 1931 konnte die Genossenschaft ohne Erschütterung überstehen. Nach der Machtübernahme durch die nationalsozialistische Bewegung sind auf Grund der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zum Aufbau des neuen Deutschland ift allen Zweigen der Wirtschaft gynz bedeutende Belebungen eingetreten. Die Einfügung sämtlicher Kreditgenossenschaften in die Organisation der gewerblichen Wirtschaft hat die Anerkennung der volkswirtschaftlichen Leistungen bekräftigt. Für diese Entwicklung seien folgende Zahlen mitgeteilt: Ende 1933: Mitglieder 439, Umsatz 6 506 998 Mark, Bilanzsumme 707 733 Mark, Ausleihungen und Verzinsung angelegter Gelder 688 390 Mark, Einlagen 551 797 Mark, Reserven 42 025 Mark, Geschäftsgut- haben 77 635 Mark, Rückstellungen und Wertberichtigungen 32 030 Mark. Am 30. November 1937- Mitglieder 450, Umsatz 10133 554 Mark, Bilanzsumme 879 805 Mark, Ausleihungen und verunslicb sw* ®tt!' Wer mit seinem Fahrzeug aithalten oder die Richtung andern will, hat dies den anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig und deutlich anzuzeigen. Dazu bemerkt der § 11 zunächst einmal, daß der Kraft- ahrer die Einrichtungen zum Anzeigen der Ricb- 138,50 (139), Elektr. Lieferungen mit 129,50 (130), Demag mit 139,50 (139,25), MAN mit 124,25 (124), Holzmann mit 148,50 (148,25) und Westdeutsche S?auffaf mit 56,50 (56,75). Am Rentenmarkt blieben Liquidationspfandbriefe gesucht, zu Umsätzen kam es aber nicht, wie auch sonst die Rentengebiete ruhig und unverändert lagen. Reichsbahn-VÄ. bei einigem Umsatz 130,50 bis 130,65 (130,50), 4,5proz. Krupp 99,65 (99,50), 6proz. JG.-Farben 129,40, 4,5proz. Nass. Gold 8 bis 10 100; im Freiverkehr bewertete man Kornrnunal-Urnschuldung mit unverändert 94,85. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. Dez. Auftrieb: Kälber 1112 (gegen 972 am 7.12.), Härnrnel und Schafe 247 (563), Schweine 4319 (4005). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kalber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 56 bis 59 (53 bis 59) c) 46 bis 50 (45 bis .50), d) 36 bis 40 (35 bis 40). Hammel b2) 40 bis 44 (40 bis 45), c) 30 bis 39 (30 bis 39), d) 20 bis 28 (—). Schafe a) 30 bis 37 30 bis 40), b) 20 bis 28 (20 bis 29), c) 14 bis 18 (—). Schweine a) 54 (54), bl) 54 (54), b2) 54 (54), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 54 (54), g2) 52 (—). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe langsam. Verlegung der Viehmärkte zu Weihnachten. Fwd. In Frankfurt a. M. fallen die Märkte am Donnerstag, 23. Dezember, und am Donners- tag, 30. Dezember, aus. Dafür wird ein Markt für sämtliche Viehgattungen (Großvieh, Schweine, Käl- der und Schafe) auf Dienstag,21.Dezember, ein Markt für Kleinvieh (Schweine, Kälber, Schafe) auf Diens- tag, 28. Dezember, und ein Markt für Großvieh auf Mittwoch, 29. Dezember, festgesetzt. Die Marktzeiten bleiben unverändert. Rhein-Mainische Börse. rNittagsbörse überwiegend abbröckelnd. F r a n f f u r t a. M., 14. Dez. Bei weiterhin sehr kleinen Umsätzen zeigte die Börse am Aktienmarkt vorwiegend weitere geringfügige Rückgänge. Es lagen wieder einige Abgaben aus Kundschaftskreisen vor, während die .Aufnahmeneigung und Unternehmungslust allgemein schwach blieb. Die allgemeine Zurückhaltung hielt unverändert an. Die Abweichungen hielten sich in engsten Grenzen. Don Montanwerten gaben Klöckner auf 116 (117) und Rheinstahl auf 138,25 (139,25) etwas stärker nach, Hoesch 112,50 (113), Mannesmann und Verein. Stahl konnten sich mit 113,50 (113,25) b^xo. 111,50 (111,25) voll behaupten. Gut behauptet lag auch wieder die Farben-Aktie mit 153,75 (153,50). Elektropapiere erfuhren Rückgänge bis 0,50 v. H., Bekula weiterhin unverändert mit 168,13. Von Ma- chinenaktien notierten Demag mit 139,25 (140), Rheinmetall mit 141,25 (141,50) und Daimler mit unverändert 131. Sonst kamen vorläufig noch Reichsbank mit 203,50 (204) und Südd. Zucker mit 208 (208,50) zur Notiz. 2ln den R e n t e n m ä r k t e n war das Geschäft ehr still und die Kukse im wesentlichen unverändert. Reichsaltbesitz 129,75. Im Freiverkehr bröckelten Kornrnunal-Urnschuldung leicht ab auf 94,85, auch 4 v. H. Rentenbank-Ablösungsscheine etwas niedriger mit 93,50 (93,65). Unverändert blieben Städte- Altbesitz mit 134, späte Schuldbuchforderungen mit 99,40 unö Zinsoergütungsscheine mit 96,75. Am Pfandbriefmarkt waren Liquidationswerte stärker gefragt und meist 0,25 o. H. fester, Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen blieben unverändert Meist unverändert notierten auch Stadtanleihen und Staatspapiere, während Industrie - Obligationen leichten Schwankungen unterlagen. Neueingeführt wurden 5 o. H. Gelsenkirchener Bergwerks-AG. und 5 v. H. Gelfenberg-Benzin AG. Im Verlaufe war der Aktienmarkt fast ge- chäftslos, aber recht widerstandsfähig. Vereinzelt ergaben sich kleine Besserungen um etwa 0,25 v. H., Jenen jedoch auch ebensolche Rückgänge gegenüber« Landen. Von erst später notierten Werten waren Holzmann mit 148,25 (149,50), Aschaffenburger Zellstoff mit 136,50 (137,50) und Feldmühle Papier mit 130 (131) stärker verändert, während sonst die Abbröckelungen kaum mehr als 0,25 bis 0,50 v H betrugen. Höher waren RWE. mit 127,40 bis 127,50 (127). Arn Einheitsmarkt wurden Schlink, Hamburg, U."0 (134,50) stramm gefragt, dagegen blieben Gebr. Adt im Angebot. Im Freiverkehr nannte man u. a.: Dinqler 80 bis 82, Katz & Klurnpp etwas fester mit 103,50 .105B0, Neue Wayß & Freytag unverändert 137,50, Pokorny mit 138 bis 140, Elsass. Bad.^Wolle mit 78 und Ufa mit 69,75. — Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. Niederlage holte sich der Tv. Dutenhofen, der ht Garbenheim mit nicht weniger als 18:6 geschlagen wu'de. Auch hier zeigte es sich wieder, daß Dutenhofen zur Zeit vollkommen überspielt ist. Der Geg« ner zeigte auch diesmal wieder eine ausgezeichnete Gesamtleistung. — Lang-Göns verzichtete auf Spiel und Punkte, so daß Holzheim damit wenigstens billig zu zwei Punkten kam. Mit dem 9:2-Sieg hat der Tv. Wißmar feinen otaffclfieg endgültig gesichert. Denn die restlichen Spiele werden keine ausschlaggebende Aenderung mehr bringen. Londorf zeigte diesmal eine unbe- fried'gende Leistung. Iugendfuhball im DfB. R. Wie zu erwarten, hatte die 4. Jugend gegen Klein-Linden nichts zu bestellen. Sie mußte sich dem sehr guten Gegner mit 9:1 beugen. Die 3. Jugend kam kampflos zu den Punkten,' da Großen-Linden nicht antrat. Bemerkenswertes zum Abwinken unö Einlenken in Querstraßen. Viele Fahrzeuglenker sind beim Anzeigen einer geplanten Richtungsänderung sehr lässig Sie stecken den Winter erst sehr spät hinaus, oder halten das Anzeigen einer Rickstungsänderung überhaupt nicht für notwendig. Dieses Verhalten ist nicht nur rücksichtslos gegenüber den anderen Wegebenutzern, sondern bedeutet oft sogar eine starke Gefährdung von Mensch und Material. Jedes Kraftfahrzeug muß Winker haben. Zunächst sei einmal festgestellt, daß alle Kraftfahr- zeuge — ausgenommen Zugmaschinen mit offenem Führersitz, Elektrokarren und Krafträder — Fahr- richtungsanzeiger besitzen müssen, die eingeschaltet als gelbrot leuchtende Arme den Umriß des Fahrzeuges verändern und ausgeschaltet unsichtbar sein wüsten. Liegt der Winker nicht im Blickfeld des Führers, so muß seine Stellung dem Fahrer sinnfällig angezeigt werden. Auf keinen Fall darf die Sicht des Fahrers durch den Winker behindert werden. Bei Personenwagen muß der Fahrtrichtungs- anzeiaer 8 Zentimeter lang sein, bei den übrigen Kraftfahrzeugen mindestens 8 v. H. der Fahrzeug- breite in dieser Höhe. Die Fahrer von Lastkraftwagen haben streng darauf zu achten, daß durch hervorstehende Ladung oder wehende Plane die Sichtbarkeit des Winkers nicht beeinträchtigt wird Der Winker muß sich auch deutlich von der Farbe des Fahrzeuges abheben und darf nicht mit anderen Fahrzeugeinrichtungen zu verwechseln sein. Der gezogene Winker befreit nicht vor gebotener Sorgfalt. . -------- ----- für Glückwünsche und versprach, daß der Vorschußverein auch in Zukunft treu im genossenschaftlichen Sinne wirken wolle. schlug. Von den tieiben Spielen der Bezirksklasse ist zur Stunde nur der Ausgang des Treffens Heuchelheim-Hörnsheim bekannt. Den Platzbesitzern gelang mit viel Glück ein knapper 5:4-Sieg, der schwer umkämpft war. Hörnsheim gab sich zwar alle Mühe, zum Ausgleich zu kommen; die gegnerische Hintermannschaft war allerdings auf ihrem Posten, so daß das verdiente Unentschieden nicht zustandekam. In der 1. Kreisklasse gab es eine lieber» raschung insofern, als Hausen Grüningen auf eigenem Platz knapp 7:6 schlagen konnte. Auch hier war in bezug auf die Leistungen fein Unterschied festzustellen. Hausen konnte als glücklicher Sieger bas Feld verlassen. Ob ber Sieg allerbings gewertet werben kann, muß abgewartet werben, zumal der angesetzte Schiri ausblieb. — Eine katastrophale Sckluk- ISchiutzk Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Färben-Industrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel.................... 7 Th. Goldschmidt.............6 Griyner Maschinen...........o Harpener................. S'/r Hoesch Eisen............... g/, Philipp Holz mann........... 8 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................ ß Kali Aschersleben............ 4 Klöcknerwerke ............. 4% Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmcyer .................. ß Mainkraft................... 4 Mannesmann.............ik£-Pude/il,Sustin" 33Pfg. bl. in alibewälwte/i Qualität! des Bahndammes der Main-Weserbahn, südlich des Schwimmbadanlagen sollen, soweit sie in Zetan Bahnhofes am Dorfrande beim neuen Pumpwerk ausgeführt werden, 25 Meter Lange und 12 Meter entstehen Allerdings sind die Untersuchungen über Breite erhalten. Außerdem soll jeweils ein Nicht- die Wasserzuführung noch nicht abgeschlossen. Auch schwimmerbecken angelegt werden, das eine Große in Lang-Göns will man sich auf die Wasserzufüh-! von 10X12 Meter haben soll. Die Tiefe der Nicht- Spielvereinigung 1900 e.V sind, NORDSEE- für den Dose 30 Pf. Fettheringe in Tomaten Los T Los Los Los Los Los Nen en w e g 9 Mehr Freude an der Natur durch BermfihlersBücher! Los Hier ab schneiden! MM Irolkäslen irolschneider Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von S Pf. für die Millimeterzelle veröffentlich* BORRMANN 5: Gießen, Neustadt 5, Ruf 4165 Unser Groß-Einkauf- ---HhrAuhen! Schwimmbad zu bauen. Die Gemeinde Langsdorf beabsichtigt, den schön gelegenen Weiher nördlich des Dorfes, an der Straße Langsdorf—Nieder-Bessingen, am Südrand des Waldes, zu einem Schwimmbad auszubauen, und zwar in ähnlicher Weife, wie es für das Bad der Stadt Lich im Albacher Teich geschehen ist. Für den Ausbau der Schwimmbäder liegen Pläne vor, die man als Standardpläne ansprechen kann. Die Schwimmbecken der neu zu errichtenden Schwimmbadanlagen sollen, soweit sie in Beton Bmeüom oes AmWiMm im Wito MOWMfiit 1938 rücken (Försterei Hochwart). 2: Abt. 87 rd. 2000 fm in Betten zu rücken (Försterei Hochwart). 3: Abt. 92 und versch. rd. 180 fm in Betten zu rücken (Försterei Hochwart). , 4: Abt. 81, 83, 90, 93 und 121 rd. 150 fm in Betten zu rücken (Försterei Hochwart). 5: Abt. 52 rd. 80 fm in Betten zu rücken (Försterei Rödgen). . m 6: Abt. 50, 51 und 85 rd. 100 fm in Betten zu Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 13. Dezember 1937 . Der Oberbürgermeister. I B.: Nicolaus, Beigeordneter. schwimmerbecken wird in leichter Neigung auf 40 bis 60 Zentimeter gehalten-, die Schwimmbecken sollen zunächst von 80 Zentimeter bis 1,20 Me er und dann in steilerem Abfall bis zu 4,50 Meter Tiefe geführt werden. Selbstverständlich wird man allenthalben auch bemüht sein, durch die Anlage von schönen Auskleidegelegenheiten, von Liege- wiesen und gärtnerischen Anlagen in bescheidenem Rahmen, diese neuen Bäder dem Charakter der Landschaft anzupassen. v Die Planung, die Vermessung und die Bauaussicht für diese Badbauten geschieht durch das Hessische Kulturbauamt in Gießen. Landkreis Gietzen. z Alten-Buseck, 13. Dez. Am Samstag fiel beim Schleifen auf dem Eis der elfjährige Sohn des Arbeiters Friedrich Scherer so um glücklich hin, daß er einen doppelten Bruch des linken Unterarmes erlitt. Der be= dauernswerte Junge, der in diesem Sommer durch Sturz von einem Baum bereits den rechten Arm gebrochen hatte, wurde in die Klinik nach Gießen verbracht. _ ... gfs. Trais a.d. Horloff, 13. Dez. Eine fröhliche Nikolausfeier der F r a u e n f ch a f t fand im Ortsgruppenheim statt. Im weihnachtlich geschmückten Saale versammelten sich erwartungsvoll die Mitglieder und zahlreiche Gäste, darunter die Führer der SA. und der HI. Die Leiterin, Frau K o h- ler begrüßte die Besucher. Gemeinsamer Gesang leitete über zu den kleinen Aufführungen vom Weihnachtsmann, die von den Kindern eingeubt worden waren. Zum Schluß erschien der Nikolaus und leerte unter allgemeinem Jubel seinen Sack. 4 Birklar,' 15. Dez. Dieser Tage feierte der älteste Einwohner unseres Dorfes Arbeiter Heinrich Kraufch V. seinen 9 5. Geburtstag. Er erfreut sich einer außerordentlichen körperlichen sowie geistigen Frische. Trotz seines hohen Alters nimmt er noch regen Anteil an den Geschehnissen unserer Zeit. Die ganze Gemeinde nahm an seinem Ehrentag regen Anteil. ___________ 8322A Photo-Kino Kreuzplatz 9 Sie sind das schönste und zugleich das nützlichste Geschenk! Und dazu ein schönes 8i9oD Briefpapier Weinert Im Wege schriftlichen Angebots soll das Rücken des Stammholzes in den städtischen Waldungen öffentlich vergeben werden, und zwar: 1: Abt. 80a und 85a rd. 100 fm in Betten zu So ist in Zusammenarbeit der Gemeinden Hausen und Watzenborn-Steinberg vorgesehen, einen der drei kleinen Teiche, nahe der Bahnstation Schiffenberg, die idyllisch über dem Talgrund liegen und von vielen schönen Bäumen umsäumt sind, zu einem Schwimmbad auszubauen. Vorgesehen für diesen Ausbau ist der südlichste der drei Teiche. Das Wasser soll dem Schwimmbad aus Quellen zufließen, die in einem der beiden wenig höher gelegenen Teiche gleichmäßig und zuverlässig sprudeln. Einen Schwimmbadbau beabsichtigt man auch m Lang-Göns, und zwar soll die Anlage unweit rücken (Försterei Rödgen). 7: verschiedene Abt. rund 200 fm aus die Wege zu rücken (Försterei Rödgen). Schriftliche Angebote, getrennt für jedes Los und mit der Aufschrift „Angebote für Waldarbeiten ver- 6 Cn monfag^ den 20. Dezember 1937, 12 Uhr im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 8, abzugeben. Brathappen in pik. Tunke... .Dose 40 Pf. Schlemmerschnitten in Hamburger Soße.......Dose 4o Pf. Rollmops in Remoulade......Dose 45 Pf. u. viele pikante Leckerbissen v. köstl. Geschmack Lebende Spiesel-Karpfen nur reinschmeckende Ware — in allen Größen! Unsere Flensburger Weihnachts-Aale ein schönes Festgeschenk! 8312A Rni 2467 - Seilersweg 18 FISCH-DELIKATESSEN! Zum Feste gern gegessen: Eine Box für unsere । kleinen „Amateure“! A Ein freudiges Hurra wird dankbar die Box unterm Weihnachtsbaum begrüßen! Machen Sie Ihren Kindern diese Freude! Eine gute Box bekommen Sie schon um RM. 4.—. Für höhere Ansprüche gibt es die Kodak- Box f. RM. 5.—, die Baldur- Box f. RM.8.40, d. bekannte Box-Tengor f.RM.12.75,die zusammenklappbare Kodak' Juniorf. RM.18.50, d.Agfa- Billy f. RM. 19.50, die Zeiß- Ikon-Bob f. RM.24.—, und dann die Voigtländer Bessa von RM. 26.50 bis RM.88.— Die Auswahl ist groß und die Preise erschwinglich bei ^Kohlen-Lotz Tel. 4061 Kaiserallee 11 Immer mehr Schwimmbäder auf dem Lande Schwimmbad- und Sportplatz-Baupläne im Kreise Gießen. In den letzten Jahren sind in verschiedenen Orten des Kreises schöne und zweckvolle Schwimmbäder gebaut worden, die auch insbesondere von der Jugend an schönen Sommertagen gerne benützt werden. Mehr und mehr hat sich auf dem Lande der Gedanke durchgesetzt, daß auch die bäuerliche Bevölkerung einer ausgleichenden Lei- besübung bedarf. , ... Erfreulich ist es, daß auch im nachften Jahre, bzw. in der nächsten Zeit, in einer Reche von Orten unserer engeren Heimat einige Schwimmbäder und einiqe Sportplätze entstehen werden, die der Er- tüchtiqunq der Jugend dienen sollen D>- ersten Vorarbeiten für weitere Badbauten sind im Gang-, di- Vermessungen werden bereits notgenommen, auch ist man mit der Untersuchung der Wass-rzu- sührungsoerhältnisse beschäftigt, von deren glücklicher Losung ein Badbau ja überhaupt abhängig Ein schönes Weihnachtsgeschenk1 Biber in Deutschland Don Professor Dr. Gustav Hinze 75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen Bibervaters Amtmann Behr Herausgegeben von der Reichsftelle für Naturschutz, Berlin 3n Leinen gebunden RM. 3,00 Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten, die einst in Deutschlands Gauen weit verbreitet waren, aber durch das unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr unb mehr der Vernichtung anheimfielen. (Es gehört heute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dreses Vzltfame Nagetier vor em Aussterben zu schützen und die wen gen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Biber. Hugo Bermühler Verlag,Berlin-Lichterfelde rung aus Quellen stützen. Ferner ist beabsichtigt, für die Lang-Gönfer Jugend einen Sportplatz anzulegen, der ebenfalls unweit des Bahndammes, aber von Gießen aus gesehen, vor dem Ort seinen Platz finden soll. Gegenwärtig sind ferner die Dermessungsarbeiten für ein Schwimmbad im Gange, das die beiden Gemeinden Steinbach und A l b a ch an der Straße zwischen diesen beiden Orten anlegen wollen. In der Gemarkung Geilshausen wird bereits ein Sportplatz abgesteckt, der ein Spielfeld von 60X90 Meter Größe und außerdem eine Laufbahn erhalten soll. Der neue Sportplatz ersteht südlich des Ortes und macht zunächst umfangreiche Planierungsarbeiten (2500 Kubikmeter Erde sind zu bewegen) notwendig, für die sich die männliche Einwohnerschaft in freiwilligem Arbeitsdienst zur Verfügung stellt. Später soll unweit des Sportplatzes noch ein Schwimmbad entstehen. Auch die Gemeinde Ettingshausen hat die Absicht, sowohl einen Sportplatz, wie auch ein Tonnerstag, 16. Dezember 1937, nackm. 2 Uhr, versteinere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungslokal, Neuenweg 28, dahier) zwangsweise gegen Barzahlung: 2 elektr. Kühlschränke, 3 Personenwagen, 10Autoreifen, versch. Kannen Autoöl usw., Chaiselongues, Sessel, Sofas, Bertikos, Büfetts und Stiihle, 1 Raucherschrank, Bücher-, Waren-, Kassen- u. Regi- straturschrünke, Ausziehtifche, Rauchtische, Tiplomatschreibtische, Schreibmaschinen, Nähmaschinen, 1 Registrierkasse, 1 Ladenkasse, eine Ladentheke, Klaviere, 1 Radiogerät, 1 Bulkanisierkessel, 1 Herrenfriseurtoilette, 5 Särge, 60 Isolierflaschen, 3 Mantelkessel, 4 Bestecke, IHerd, 15 Löffelhalter, lOOKanee- flaschen, 20 Wärmflaschen, 12 Besteckkasten, 3 Fleischmaschinen. 8323D MSll Gerichtsvollzieher in Gießen, Ludwigstr. 33 L Telefon 3239 Betannhnadfflog btt M ©letten. Haushaltsnachweisen für das Jahr 1938. Da es sich herausgestellt hat, daß die Eintragungen in den Haushaltsnachweisen des Jahres 1937 vielfach nicht mehr mit dem tatsächlichen Pe^onenstand übereinstimmen, wird durch Erlaß des RuPrM^"^-' d. RuPrMdJ., d. RFM. u. d RuPrAM. von 25.11. 37 zur Kontrolle der Haushaltsnachweis 1938 eingeführt. . 7C I. Jeder Haushaltsvorstand erhält einen Antragsvordruck, in den er die zum Haushalt gehörenden Personen einzutragen hat. . , , . II Hausangestellte, Kostgänger, Untermieter sowie Personen, die im Laufe des. Jahres aus dem Haushalt ausscheiden (z. B. wegen Eintritt in den Heeres- oder Arbeitsdienst) erhalten einen eigenen Haushaltsnachweis. ... , 1 in. Soweit beabsichtigt ist, Fette für einen Haushalt von mehreren Geschäften zu beziehen, besteht die Möglichkeit, mehrere Teil- und haushaltsnach- rvcüse zu beantragen. IV Selbstversorger, d. h. Haushaltungen, die mehr als 80 v.H. ihres Fettverbrauches aus eigener Wirt- TOUm 1bie Erh-bung"'chn-llstens durchzuführen, hat 6er Hauseigentümer b.iro. Hausverwalter dem Verteiler anzuoeben, wieviel Vordrucke im fiaus benötigt werden. Die Verteilung erfolgt m ben nächsten Tagen. Nach einem Zeitraum von mindestens drei Tagen werden die Anträge Hausbesitzer bzw Hausverwalter wieder abgeholt. Nicht rechtzeitig zu- rütfaegebene Anträge können erst im taufe Des Januars 1938 auf Einzelabfertigung bei der Stadtverwaltung rechnen. . , , Nach Eingang der ausgefüllten Haushmtsnach- weise bei der Stadtverwaltung wird beren Bearbeitung und Wiederzustellung an die Haushalte umgehend veranlaßt werden. . ,£ Die Haushaltsnachweise 1937 verlieren mit der Ausfertigung der neuen Haushaltsnachweise ihre Gültigkeit. Im Interesse aller Fettbezieher wird darauf hingewiesen, die Vordrucke sorgfältig ous^m füllen, damit die Bearbeitung reibungslos vor sich gehen kann. • Gießen, den 14. Dezember 1937. Der Oberbürgermeister: Ritter. Briefkasten -er Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung) Gießen. Als Mieter können Sie verlangen, daß die Fenster der unter dem Erdgeschoß befindlichen Kellerräume während der kalten Jahreszeit geschlossen werden, wenn Sie hierdurch irgendwelche Nachteile oder Schäden begründet befürchten muffen. Dieses Verlangen ist an den Hauseigentümer bzw. cm den von ihm bestellten Hausverwalter zu richten, der den Mieter der Kellerräume entsprechend auf'zufordern hat. Lehnt dieser die Schließung der Kellerfenster während der kalten Jahreszeit ohne Begründung ab, so kann der Hauseigentümer aus Schließung der Kellerfenster evtl, auf Räumung, der Mieter des Erdgeschosses gegen den Mieter der Kellerräume auf Schadenersatz klagen. Rundfunkprogramm Donnerstag, 16. Dezember. 6 Uhr: Morgenliod. — Morgenspruch. — Gymnastik 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ein froher Morgen- grüß aus der Westmark. 10: Schulfunk. Dolksli^)- jingen. 10.30: Hausfrau hör zu! 11.40: Deutsche Scholle. Winterarbeiten im bäuerlichen Betrieb. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskon- ,ert 14: Nachrichten. 14.10: Künder ihrer Kunst. (Schallplatten.) 15: Volk und Wirtschaft. Der umstrittene Markenartikel. 15.15: Für unsere Kinder. Eine Weihnachtsreise ins Märchenland. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Kleines Konzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Musikalische Stapelläufe. (Das kleine Orchester des Reichs- senders Frankfurt.) 20.15: „Tücken des Alltags". Eine heitere Funkfolge. 21.15: Orchesterkonzert. (Das qroße Orchester des Reichssenders Frankfurt a. M.) 22- Nachrichten. 22.15: Rotkäppchen will Freude bringen. Ein Rundfunkbericht für Erwachsene. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 1: Unterhaltungsmusik. | Verschiedenes An-undVerbau von Lumven. Eisen, Pavier ^laschen u. alle Metalle. Jede Bestellung wird abgeholt. 0209t H. Schneider Neuenweg 6 Televlwn 3187 Druckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel undVerkehr.lndustrle und Gewerbe. Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und preiswert durch Brühl’sche Druckerei Scnuistr. 7. Rui 2261 SEEFISCHE sollten auch Sie im Spezialgeschäft kanten! Frisch wie ans dem Netz Kabeljau ohne Kopf.........500 g 28 Pf. Kabeljaufilet ohne Gräten .. .500 g 40 Pf. Goldbarsdifilet ohne Gräten, 500 g 45 Pf. Ferner: Rotzunge, Zander, Flußhecht, See-Aal • usw. Winterfest test Samstag, 18. Dezember 1937, 20 Uhr im Saale des „Caf6 Leib“ Gäste können durch Mitglied, eingeführt werden. Die Musik wird ausgeführt von der Kapelle des I.-R. 116. 8315V Amtsgericht 17 dieserPersonen sind zur Geheimhaltung verpflichtet. Verletzung des Amtsgeheimnisses wird bestraft. Amtsgericht. Einzelrichter. Zuständig für Rechtsstreitigkeiten bis zum Wert von RM. 500.—, ferner alle Unterhaltsklagen, Mietstreitigkeiten. Amtsgericht ist zuständig für Erundbuchsachen, Vormundschaftssachen und Nachlaßsachen, Zwangsvollstreckungssachen usw. Bei Prozessen vor dem Amtsgericht braucht man keinen Anwalt, man kann sich durch jede volljährige, geschäftsfähige Person vertreten lasten. Es ist aber ratsam, bei verwickelter Rechtslage einen Anwalt zu nehmen. Amtsgericht erläßt alle Zahlungsbefehle, ist zuständig für Sühnetermin in Ehescheidungssachen. Geschäftsstelle gibt kostenlos Auskunft und nimmt Anträge entgegen. Amulett, ein Gegenstand irgendwelcher Art, der aus Aberglauben am Körper getragen wird, um eine Verzauberung oder Krankheit abzuwehren. Anämie. Blutmangel, Blutarmut. Unter Anämie versteht man die Herabsetzung des Vlut- stoffes in der Volumeneinheil Blut, meist verbunden mit einer Verminderung der Zahl der roten Blutkörperchen. Wichtig: Blastes Aussehen deutet noch nicht auf A., maßgebend ist immer die Blutuntersuchung. Anaesthefie = Betäubung (s. d.l) Ananasfrucht, in den Tropen beheimatet, gilt bei uns als Deli- kateßfrucht. Wird gezuckert roh Anemone gegessen, kandiert zu Tortenverzierungen verwendet und als Vüchsenkonserve gebraucht. Ananasgewächse, s. Vromelien. Anatomie ist die Lehre von der Zergliederung des Körpers, hauptsächlich des menschlichen (= Anthropotomie). Änderung der Verhältnisse bei Unterhaltszahlung, s. Unterhalt. Andreas, männl. Vorname griechischer Abstammung, gleichbedeutend mit der Männliche. Aneignung. Herrenlose bewegliche Sachen (nicht Grundstücke) kann sich jedermann aneignen uno erwirbt daran mit der Besitzergreifung Eigentum außer an jagdbaren Tieren, Fischen und dgl. Gefundene Gegenstände sind nicht herrenlos, s. Fund. Wilde Tiere sind herrenlos, solange sie sich in Freiyeit befinden. Ein gezähmtes Tier, z. B. Kanarienvogel, wird herrenlos, wenn es nicht mehr gewohnheitsmäßig an den ihm bestimmten Ort zurück- kehrt. Einen ausgezogenen Bienenschwarm kann man sich aneignen, wenn ihn der Eigentümer nicht unverzüglich verfolgt oder wenn er die Verfolgung aufgibt. Herrenlose Grundstücke kann sich der Fiskus aneignen. Anemone, Blütenstaude, die m verschiedenen Arten im Frühling und Herbst im Garten zu finden ist. Bekannt ist das Leberblümchen, frühblühendste blaue A.. das Buschwindröschen (weiße Waldanemone). Besonders schön ist die japanische A., die im Herbst bis zum Frost den Garten als hoch wachsende Blütenstaude schmückt. GLORlRl ♦DOPPELHERZv Dieser Film ist eine G/E5SEN*MJaU