lir. 241 Erstes Blatt 187. Jahrgang Zreitag, 15. Oktober 1937 giidjetm täglich, außer S nntagd und Feiertags Magen: Die OHuftnerte (Benener Familienblätter H-mat im Bild Die Scholle Nonatr-Bezugspretr: Ml 4 Beilagen RM. 1.95 Dine Illustrierte e 1.80 FHellgebühr „ -.25 A.ch bei Nichterscheinen »ti einzelnen Nummern iuÄlge höherer Gewalt Kernsprechanfchlüffe »Mr Sammelnummer 2251 LHchrist für Drahtnach- rieten; Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Kttnisurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: SrSHIsche Universtlütsdruckerei R.Lange itt Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rvf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.250/^ mehr. GrmStzigte Grundpreise: Stellen-. Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oie Praxis nationalsozialistischer Sozialpolitik. Oer Vechenschafisbericht des Sozialamtes der Deutschen Arbeitsfront. Berlin, 14. Okt. (DNB.) Das Sozialamt der duschen Arbeitsfront gibt einen Bericht über die islistche Sozialpolitk vom 30. Juni 1936 bis il.August 1937 heraus. In seinem Einleitungswort Lg Dr. Ley zur Sozialpolitik unseres neuen Rei- f^ei „Wir alle helfen dem Führer, damit dieses 0*0 e Werk gelingt." Welch großes Werk die WAP. hier angepackt hat, wird aus der klaren jürteüung dieses Berichtes ersichtlich. . Jeder ar- iestmde Mensch weiß, daß das in den Jahren seit !er Machtübernahme Erreichte nur ein Teil dessen i, avas noch geschaffen werden soll und wird. Körend das System von Weimar vorgab, für so- yallische Ideale immer und ewig kämpfen zu DDten, aber dabei so gut wie gar nicht vorwärts Im zeigt der nationalsozialistische Staat, daß es m ernst ist und er das Sozialproblem w a h r - :cr:f anpackt. So geben uns allen die ersten :$li)fungen die feste Sicherheit, daß Adolf Hitler Gmatisch auf dem Weg zum deutschen Sozialis- iA* fortschrettet. Iti vor uns liegende Band geht aus von der !Wiche, daß die Grundlagen der deutschen Sozial- 2|»Ii! k eine Umformung erfahren haben. Die i^SiLlungen der Fragen des Arbeitsverhältnisses, SllH Lohnes, der Fürsorge, des Urlaubs ufw., find bflin1 der Tätigkeit der sozialpolitischen Dienststellen dlrr Deutschen Arbeitsfront in den Betrieben offenbar Line besondere Behandlung findet dabei die Lutwicklung der Lohnpolitik. Gmndsah nationatfoziatistischer Arbeitsführung ifl der Leistungsgedanke. Der vom Alhrer persönlich mehrfach eindeutig heraus- jMeltte Grundsatz, daß Linkommenssieigerun- Stu nur durch eine Erhöhung der Ps- 0 d u k t i 0 n , also der Leistung, möglich fuD, ist richtungweisend für den Aufbau S'lsunder Leistungslöhne. Der durch bi, Staatsführung festgelegte Mindestlohn Ile i b f ebenso w i e die Preise stabil. tt5 Linzeleinkommen aber wächst bei steigende, Produktion nach Maßgabe des persönlichen Einsatzes. Die Lebenshaltung des Schaffenden ist aber keine reine Lohnfrage. Jede Untersuchung der Reallohnenlwicklung kann immer erst ein der Wirklichkeit entsprechendes Bild vermitteln, wenn neben den Durchschnittszahlen der Lohn- und Lebenshaltungsstatistik auch alle anderen Umstände in Betracht gezogen werden. Gewiß sind die Tariflöhne im Ganzen gesehen, stabil. Mit der zunehmenden Sicherung des Arbeitsplatzes aber zeigt der tatsächliche Arbeitsverdienst eine st eigen d e Tendenz. In der Zeit des Niederganges vor 1933 standen die Tariflöhne allzu oft nur auf dem Papier, heute dagegen ist der Tariflohn unabdingbarer Mindestlohn; und auf der Grundlage dieses Mindestlohnes beginnt der Aufbau der Betriebslei- ftungslöhne. Es ist weiter dafür Sorge getragen, daß das Leben des schaffenden Volksgenossen gesünder geworden ist. Der einzelne kann nicht nur damit rechnen, daß die Gemeinschaft ihm im Falle der Krankheit beistehen wird, sondern die Gemeinschaft trägt dafür Sorge, daß die Krankheit möglichst überhaupt keinen Eingang findet. Dazu gehört jede Besserung der A r b e i t s b e d i n g u n g , wie sie heute systematisch gefördert wird. Dabei ist der Fortschritt dort am größten, wo das Aufbauwerk des Führers besondere Verpflichtungen mit sich gebracht hat. Dies gilt für das Bau- und Baunebengewerbe, die Industrie der Steine und Erden, die Gruppen Eisen und Metall. Ein wesentliches Kennzeichen der neuen deutschen Sozialpolitik ist, daß sie sich des in der früheren sozialpolitischen Entwicklung heiß umstrittenen Heimarbeitsproblems tatkräftig angenommen hat. Die Berechnungsstellen der Deutschen Arbeitsfront dienen dem sozialen Ausgleich aller Beteiligten. Ihre wesentliche Tätigkeit ist nicht nur der Lohnschutz der Heimarbeiter und Lohngewerbetreibenden sondern auch der Betriebsführer erhält hinsichtlich der Entlohnung und Kalkulation die erforderliche Rechtssicherheit. Die Sicherung vor Gefahren, aus der Beschaffenheit der Arbeitsräume, aus der Verwendung der Werkstoffe und Produktionsmittel haben durchgreifende Maßnahmen zum Schutze der Arbeitskraft erfordert. Wichtige Erweiterungen des Umfanges der als Betriebsunfall entschädigungspflichtigen Berufskrankheiten wurdendurch- aeführt. Besonderes Augenmerk wurde dem Frauenschutz zugewanüt. Eine Neuregelung des Schutzes der Jugendlichen ist in Angriff genommen. Von besonderer Bedeutung ist auch eine ausreichende Freizeit am Wochenende für Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Schaffenden. Jedoch verbietet sich eine schematische und generelle Anordnung eines frühzeitigen Wochenendschlusses ohne Rücksicht auf Betriebsart und Betriebsaufbau von selbst. Darum wird eine gesetzliche Regelung des Wochenendschlusses nur dort zu erstreben sein, wo die Einführung möglich ist. Die Sozialversicherung, die 1932 vor der Katastrophe stand, wurde neu aufgebaut. Vereinfachung und Erleichterung des vom System zurückgelassenen Wirrwarrs z.V. in den Anwartschaftsbestimmungen und im Derfahrensrecht gehen vorwärts. Die Niederringung der Arbeitslosigkeit ließ bald einen empfindlichen Facharbeitermangel in Erscheinung treten besonders in der Bauwirtschaft, in der Eisen- und Metall-Industrie und in der Landwirtschaft. Heute wird die Verteilung der Arbeitskräfte nach großen nationalen bevölke- rungs- und wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten vorgenommen. Dem uns durch die weltpolitische Lage auferlegten Gebot, sine neue Rohstoff- und Werkstoff-Wirtschaft zu schaffen, tritt die Sicherung der ungebrochenen Volkskraft und damit der dauerhaften Leistungsfähigkeit als sozialpolitisches Ziel zur Seite. Der innere soziale Friede ist dabei Voraussetzung. Und dies ist die Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront: Die Sozialpolitik des Dritten Reiches kennt keine sozialen Gegensätze, die heute noch in der Welt ganze Völker aus einer Krise in die andere stürzen. Das Wirtschafisrecht des Nationalsozialismus. Neichsminister Dr. Frank auf -er Frankfurter Arbeitstagung -er NBG.-Banken und Versicherungen. F ankfurt a. M., 14. Okt. Die Reichsbe- trtiebMmeinschaft Banken und Versichernn- g yt (i in der DAF. hat zu ihrer zweiten Reichs- anbeistagung ihre verantwortlichen Mitarbeiter aus 4^00,' Betrieben des Reiches zusammengerufen. Mehi als 3000 Betriebsführer, Obmänner, haupt- amtlihe und ehrenamtliche DAF.-Männer waren errchimen. Die Tagung wurde vom Leiter der Rttih betriebsgemeinfchaft, Rudolf L e n c e r , er- öfw Nach einer Ehrung der Gefallenen des Welt- krtegB und der nationalsozialistischen Bewegung gd>od te der Redner des Führers, an den, ebenso roiffe cm Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Begrü- ßrmMelegramrne gesandt wurden. Den grundsätz- liähn Vortrag hielt Reichsminister Dr. Frank tibiei vas Wirtschaftsrecht des Nationalsozialismus. DclisLecht des Dritten Reiches ist eine Funktion der PMi". Es gibt keine Rechtsordnung abseits der oöNscven, natürlichen Belange der Gemeinschaft. Räch-iordnung und Dolksordnung sind eines gewor- )fN.Wirtschaft ist Gemeinschaftsdienst, wo- »kicMicht materielle, sondern ideelle Ziele die Rich- tum$ dieser volklichen Aufgabe angeben. Daraus foügtr die Einheitlichkeit der Wirtschaft ohne Son- bennt. reffen und Sondergruppen. Auf Grund diese«, hurakteristischen Ausganges des Primates der PcLlÄ' und der Einheit btr Wirtschaft kann man )eir Wirtschaft ihre Selbstverwaltung zubilligen. Dili göße Fülle der vom Nationalsozialismus ge- chhft,en ideellen Werte hat rein zwangsläufig eine >biirio starke Förderung der materiellen Güter her- leüUi hrt. Privateigentum verpflichtet jedoch zu ge- nsirnitzigem Einsatz. Die Weltanschauung verlangt r pW ins nicht allein Pflichten, so etwa der persön- ichen Initiative, sie gibt einem jeden auch seinen Beirmnvortungsbereich, den er auszufüllen hat. Der lUitorrär vom Nationalsozialismus aufgestellte B e - l r iljbs führer ist heute der Repräsentant der 8oiilftg®meinfd)aft innerhalb eines bestimmten Teles ü je» Wirtschaftsbereiches. Heber ihm steht die Aeimmschast und nicht etwa ein internationaler ^o in^in. Der deutsche wirtschaftende Mensch hat die 3t:jioö6r der unbedingten Rechtssicherheit. Deut D>mpaß trägt die Richtung zum inneren ein- )eiiäü):n Ausgleich. Damit ist auch der Weg zur ü eich i-s k l a r h e i t gegeben. Zum erstenmal be= iciiebe nationalsozialistische Gesetzgebung die Not- £ »entbleit der Sicherung der Substanz- o v wr! einer Nation, die wir in Boden, Rasse, 4 Utfteit, staatlicher und Wehrgemeinschaft sehen. Die pejcUqebunq befreite unsere Gemeinschaft von öeu? 3i rafften und wir werden auch sorgen, daß au fr |?-i Gebiet der Wirtschaft sich niemals mehr ein«: Irdische Herrschaft aufrichtet! Arbeiten im 2)iesife der Gemeinschaft ist die Grundlage unserer Wiifkh»ftsmoral. Mit dieser Auffassung beseitigen wirr ii( Arbeitslosigkeit. Die allgemein staatsrechtliche Norm, die schließlich das Selbstverwaltungsrecht der Wirtschaft begründet, stützt sich auf die beiden Fundamente des unverrückbaren Grundsatzes der Anerkennung des Privateigentums und der Forderung der persönlichen Initiative. ♦ Heber die verantwortungsbewußte Sozial- geftaltung in der Bank- und Versicherungswirtschaft sprach der Leiter der RBG. Banken und Versicherungen, Rudolf L e n c e r. Die Reichsbe- Der Gemeinnutz Nach der mit außerordentlichem Beifall aufgenommenen Rede sprach Prof. Dr. Hunke über den „Gemeinnutz in der Wirtscha fj", wobei er etwa ausführte: „Der Nationalsozialismus proklamiert: Erste Pflicht eines jeden Staatsbürgers ist es, geistig und körperlich zu schaffen. Die Tätigkeit des Einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Gesamten und zum Nutzen Aller erfolgen. Damit gewinnt der Begriff Gemeinnutz einen neuen Inhalt: Gemeinnutz hat nichts mehr zu tun mit Wohltun und Mildtätigkeit. Gemeinnutz ist vielmehr ein Wert, der in einer ganz anderen Skala rangiert, nämlich in der Skala einer Rechtsordnung, die für alle Volksgenossen jederzeit verbindlich ist. Gemeinnutz ist auch nicht mehr identisch mit bloßer Gerechtigkeit für das Jndividiurn. Was wir unter Gemeinnutz verstehen, bezieht sich auf das Volk. Gemeinnutz ist auch nicht identisch mit Gruppenegoismus. Gemeinnützig ist nur eine Leistung, die unter Ausrichtung auf die Belange der Gemeinschaft und sehr oft unter Zurückstellung des eigenen Jchs die Förderung der Nation bedeutet. Damit wird als wesenllich für den Begriff des Gemeinnutzes stabi- Iifiert das Vorhandensein der L e i st u n g , der Vorrang der Gemeinschaft vor dem Individuum, das ewigen Volkes vor der Generation. Die praktische Durchführung des Grundsatzes „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" ist nur möglich in einer politisch geführten Wirtschaft und durch die damit zusammenhängende Ausrichtung aller wirtschaftenden Menschen auf das große Ganze. Am Nachmittag sprach der Leiter des Amtes „Soziale Selbstverantwortung" in der DAF., Dr. H u p f a u e r , über „Der deutsche Betriebsführer im Sozial- und Wirtschaftsleben". Die Stellung des Betriebsführers in der sozialistischen Wirtschaft erlaube ihm nicht, etwa eigene Betriebsführerarup- pen au bilden, die getrennt von der Gefolgschaft marschieren, vielmehr habe er mit ihr gleichen triebsgemeinschaft lege den Schwerpunkt ihrer Arbeit darauf, zufriedene und arbeitsfreudige Menschen zu schaffen. Die Versicherungsgesellschaften hätten die soziale Pflicht, bei der Erfüllung dieser Aufgaben den sozialen Belangen ihrer Außen- vertreter Rechnung zu tragen. Auch aus politischen Gründen müßten gerade die Männer, die Tag für Tag mit Hunderttausenden von Volksgenossen zusammenkommen, freudig bejahende und überzeugte Anhänger des nationalsozialistischen Staates sein. in der Wirischaß. Schritt aufzunehmen. In der Betriebsgemeinschaft könne es auch nur eine einheitliche Befehlsstelle geben. In diesem Zusammenhang stellte Dr. Hupsauer die Forderungen der DAF. auf über die Zusammenarbeit der drei Partner, die zur Betreuung des | arbeitenden Volkes berufen find, nämlich die Deut- I fche Arbeitsfront, die gewerbliche Organisation der Wirtschaft und die Reichstreuhänder der Arbeit. Der Leistungskampf stelle nichts anderes dar, als ein Bekenntnis zur stetigen Einsatzbereitschaft für den Nationalsozialismus. In einem nationalsozialistischen Betriebsleben müsse der Betriebsführer an Charakter, Gesinnung und Leistung stets der b e st e in seinem Betrieb sein. Er muß der politische Obmann der Partei fein können. Mit diesem I Betriebsführer und seiner betreuten Gefolgschaft | könne der Wunsch des Führers, daß die deutsche Wirtschaft insgesamt ein Musterbetrieb sein soll, in kürzester Zeit erfüllt werden. Studenten^ öchstz-ffeen. Berlin, 14. Okt. (DNB.) Der Reichserziehungsminister hat auch für bas Wintersemester 1937/38 Studentenhöchstziffem für mehrere Hniversitäten und Hochschulen festgesetzt. Diese betragen für die Unioerfität Berlin 6000, Unioerfität Frankfurt a. M. 1700, Unioerfität Köln 2400, Universität Leipzig 2500, Universität Hamburg 1700, Universität München 4800, Universität Münster 2400 (davon katholische Theologen) 450, Technische Hochschule Berlin 1900, Technische Hochschule Dresden 1300, Technische Hochschule München 1900, Tierärztliche Hochschule Hannover 550, Medizinische Akademie Düsseldorf 600. Studenten, die an diesen Hochschulen studieren wollen, wird empfohlen, rechtzeitig einen Antrag auf Einschreibung zu stellen. Ferner wird darauf hingewiesen, daß die Mittel für Gebührenerlaß, Stipendien usw. an diesen kontingentierten Hochschulen beschränkt sind gegenüber den kleineren und mittleren Hochschulen. Wie siehtes in derWittschaftaus? Im Jahre 1936 lag der Brutto-Produktion s w e r t der deutschen Industrie und des deutschen Handwerks nach den Berechnungen des Berliner Instituts für Konjunkturforschung zwischen 65 und 70 Milliarden Mark und im Jahre 1937 dürfte er 75 bis 80 Milliarden Mark erreichen. Seit 1932 hat sich also der Produktionswert mehr als verdoppelt. Allerdings find die Ziffern des Jahres 1929 noch nicht erreicht, aber das liegt an der bewußten Zurückhaltung von Preissteigerungen; der Preis liegt heute durchschnittlich um ein Fünftel bis ein Viertel unter den von 1929. Den Haupt- anteil stellt das Nahrungs- und Genußmittelgewerbe, das im Jahre 1936 für mindestens 16 Milliarden Mark Waren erzeugte. An zweiter Stelle kommen die Textilien und Bekleidung mit 9 Milliarden Mark, weiter Schuhindustrie,' Mufikinstru- mente-, Spielwaren-, Lederwarenindustrie mit zusammen etwa 2 Milliarden Mark und die Möbelindustrie mit 1 Milliarde Mark. Im Jahre 1936 haben also die V e r b r a u ch s g ü t e r - Industrien für rund 28 Milliarden Reichsmark erzeugt. Bedeutend schwieriger ist das Bild bei der Gliederung der Produktionsgüter - Industrien zufam- menzuftellen. Der Wert der Bauproduktion wird zwischen 8 und 9 Milliarden Mark angegeben, der der chemischen Industrie auf 4,2 Milliarden, die deutsche Maschinenproduktion wertet 3 Milliarden Mark, der Bergbau 3 bis 4 Milliarden, das Papier- unb Dervielfältigungsgewerbe 3 Milliarden Mark, die Gruppe Eisen-, Stahl- und Metallwaren nach Abzug der Verbrauchsgüter noch über 2 Milliarden Mark. Es folgen die Eisen- und Metallerzeugung, die Gas-, Wasser- und Elektrizitätsgewinnung, die elektrotechnische Industrie, die Sägeindustrie und die Industrie der Steine und Erden. Die Kraftfahrzeugindustrie produzierte für 1,1 Milliarden Mark. Im Ganzen dürfte das Deutsche Reich im vergangenen Jahr in den Produktionsgüter-Jndustrien einen Bruttoproduktionswert von 40 Milliarden Mark erreicht haben. Der Nettowert ist nur schwer zu schätzen. Bei Anwendung von Methoden, die in andern Ländern üblich sind, ergibt sich für Industrie und Handwerk im vergangenen Jahr ein Netto- produktionswert von mindestens 30 Milliarden Mark. Don den drei zur Jahresmitte bilanzierenden Hn- ternehmen der Westdeutschen Montan-Jn- b u ft r t e haben die Gute Hoffnungshütte und die Klöckner-Werke bereits ihre Ergeb- niste mitgeteilt. In beiden Fällen war man überrascht, und zwar im ersten Fall über den hohen, im andern Fall über den relativ niedrigen Ausschüttungssatz. Denn während die Gute Hoffnungshütte von 4 auf 6 heraufging, hat Klöckner nur von 4 auf 5 erhöht. Das deutet aber nicht auf entsprechend große Hnterschiede der Rentabilität in den Betriebsstätten an der Ruhr hin. In sämtlichen Werken an der Ruhr wurde im Jahre 1936/37 zweifellos mehr verdient, und dieses Mehr dürfte zumeist wohl höher sein als 1 v. H. des Kapitals, das Klöckner feinen Aktionären über die Ausschüttung des Vorjahres hinaus zuwendet. Aber es ist nicht nur die Gegenüberstellung von Erträgen und Kosten des abzurechnenden Geschäftsjahres, die über die Dividenden entscheidet. Es spricht dabei auch gewissermaßen ein Etat der Zukunft mit. Hier sind heute viele Größen einzusetzen, und eine davon, nämlich die Abführung von Abwertungsgewinnen, dürfte bei den Klöckner-Werken besonders gewichtig zu Buche schlagen: Denn hier hatte man in den Jahren 1932 bis 1934 offensichtlich auch schon unrealisierte Währungsgewinne vereinnahmt und die Auslandsschulden seitdem zum Tagekurs bilanziert. Wenn öie\ Abwertungsgewinne damals auch nicht ausgeschüttet, sondern zu höheren Abschreibungen verwandt wurden, so verlangen die gesetzlichen Bestimmungen doch jetzt entsprechend der Rückzahlung der Schulden die Korrektur eines wesentlichen Teiles her damaligen Bewertungspolitik und eine kastenmäßige Vorsorge. Für die besonders hohe Dividende der Gute Hoffnungshütte dürften wohl in erster Linie die Heberfchüste bei den Beteiligungsgesellschaften in der Maschinen- und Fahrzeugindustrie, die heutzutage erheblich höher sind als im Bergbau und in der eisenschaffenden Industrie, maßgeblich gewesen sein. Nach den besonders interessanten Ausstihrun- gen des Klöckner-Berichts hat die wirtschaftliche Aufwärtsbewegung auch den Kohlenbergbau in zunehmendem Maße erfaßt. An die Stelle des Be- schäfligungsproblems ist die Aufgabe getreten, bei bestmöglichem Einsatz der vorhandenen Facharbeiter die gesunde Beschäftigungslage der deutschen Wirtschaft zu sichern und einheimische Rohstoffe möglichst weitgehend zur Erschließung zu verwerten. In welchem Ausmaß man sich bemüht, diesen Erfordernissen gerecht zu werden, beweisen der Abschluß und die Bilanz von Klöckner. Die Dividende ist aus den dargelegten Gründen nur auf 5 v. H. erhöht, dagegen stiegen die Abschreibungen um mehr als 6,3 Millionen Mark. Die Bilanz läßt die Ausweitung des Geschäftes deutlich werden. Sie zeigt aber auch eine innere Stärkung. Das Umlauf« vermögen nahm um 13,3 Millionen Mark zu. während sich die Verbindlichkeiten nur um 5.6 Millionen Mark erhöhten. Dabei wurden den Rückstellungen fast 8,2 Millionen Mark zugeführt. Offenbar beherzigt man bei Klöckner den von Dr. Schacht in Essen betonten Grundsatz, man müsse der Industrie die Chance lassen, ihre Produktionsstätten aus eigener Kraft so zu erweitern, daß damit die wirtschaftspolitischen Ziele der Staatsführung erreicht werden. Der internationale Eisenmarkt wird durch die politischen Spannungen und den Konflikt im Fernen Osten außerordentlich stark beeinflußt. Aber während die Verbraucherkreise schwarz sehen, sind neuerdings die Erzeuger zu einer optimistischeren Beurteilung der Lage gekommen. Der Verfall der Buntmetallpreise hat mit anderen Faktoren zusammen, unter denen umfangreiche Voreindeckungen eine große Rolle spielen, zu einer Zurückhaltung der Eisenverbraucher geführt. Die Schwäche des internationalen Eisenmarktes ist hauptsächlich von Belgien ausgegangen, das einen großen Teil seiner Produktion im Ausland absetzt. Der internationale Feinblechmarkt ist stark beeindruckt worden durch die Pläne, neue Werke in bisherigen Abnehmerstaaten zu errichten, aber die Preise haben sich gehalten. Die Lage des Eisenmarktes in Deutschland und in England ist andauernd fest. In Nordamerika erwartet man eine allgemeine Wiederbelebung erst um die Jahreswende. In England haben die Stahlwerke Aufträge erhalten, die zum Teil ein ganzes Jahr laufen, daher wird die britische Eisenindustrie mit einem gewaltigen Lieferrückstand in das neue Produktionsjahr eintreten. Auch der schwedische Eisenmarkt zeigt eine verstärkte Kauflust. Die Entwicklung in der Uhrenfabrikation ist seit 1933 außerordentlich günstig. Obwohl die Produktionskapazität voll ausgenützt wird, sind lange Lieferfristen nicht zu vermeiden, und der Mangel an Facharbeitern ist fühlbar. Die 75 deutschen Uhrenfabriken beschäftigen 25 000 Arbeiter, zu denen noch etwa 10 000 Heimarbeiter kommen. Die Tagesleistung beträgt 50 000 Uhren. Im Schwarzwald (Schramberg, Schwenningen, Villin- gen usw.), Pforzheim, Ruhla in Thüringen und Glashütte in Sachsen befinden sich die bedeutendsten deutschen Produktionsstätten, von denen die Gebr. Junghans AG. mit 11,4 Millionen Mark Kapital die größte ist. Ein Teil der Uhrenfabriken stellt sämtliche Arten Zeitmesser her, andere sind auf Armband- und Taschenuhren spezialisiert, wie z. B. die Pforzheimer Betriebe. Besonders günstig hat sich auch der Export in deutschen Uhren entwickelt, obwohl in USA., England, Frankreich, Italien und nicht zuletzt in der Schweiz starke Konkurrenten aufzuzählen sind. Großbritannien ist mit 8 Millionen Mark der vöste Exportkunde des deutschen Uhrengeschäfts, dem im weiten Abstande die Niederlande folgen. Die Ausfuhr deutscher Uhren, die 1936 mit rund 35 Millionen Mark schon hoch war, dürfte 1937 noch um annähernd 20 v. H. steigen. Die Uhrenfabrik Gebr. Thiel in Ruhla exportiert z. B. 60 v. H. ihrer Erzeugung. Da die Einfuhr fremder Uhren nach Deutschland einschließlich gewisser Einzelteile für die Armband- und Taschenuhren nur rund 8 Millionen Mark beträgt, ist die Uhrenindustrie auch ein Devisenschöpfer bedeutenden Umfanges. In größerem Maßstabe erzeugt die deutsche Feinmechanik auch bereits Bestandteile, sogenannte „Furnituren", für Armband- und Taschenuhren selbst, die bisher in der Schweiz und teilweise in Frankreich gekauft wurden. Im deutschen Geschäft herrscht besonders starke Nachfrage nach Armbanduhren, Weckern, Stiluhren, Küchenuhren und Tischuhren, während der Bedarf an Stand- und Wanduhren gesunken ist. Auch Spezialuhren, wie Autouhren, werden in steigendem Matze gekauft. Der Konsument hat sich in den letzten Jahren immer mehr dem Fachgeschäft zugewandt. * Für August wies der britische Kleinhan- d e l eine Umsatzsteigerung von 6,7 v. H. gegen August 1936 auf. Innerhalb der letzten vier Jahre haben sich die Kleinhandelsindexe in England um rund 25 v. H. gehoben. In der letzten Zeit sind aber Preiserhöhungen für die wichtigsten Lebensmittel notwendig geworden, so daß für September und Oktober diese Preiserhöhungen in Ansatz gebracht werden müssen. Die englische Regierung hat, um eine neue Basis für die Revision des Lebenskostenindex zu gewinnen, umfangreiche Erhebungen über die Lebenshaltungskosten der Arbeiterfamilien vorgenommen. Die neue Untersuchung umfaßt 20 000 Familien aller typischen Familienklassen mit einem Jahreseinkommen bis zu 250 Pfund. Die Familien sollen am 23. Oktober zum erstenmal und dann in Abständen von je 13 Wochen berichten, und man hofft so, ein klareres Bild über die Lebenshaltungskosten zu gewinnen. Zwei und der Wettergott. Don Peter Mattheus. Der Mensch hat nur zwei Hände. Wenn er in der einen eine Aktentasche trägt und mit der anderen seinen Hut festhalten muß, den der Wind durchaus entführen will, und wenn ihm noch dazu ein jäher Hagelschauer ins Gesicht trommelt, so daß er kaum die Augen offen halten kann, ist er ziemlich hilflos. Der junge Mann, dem alles dies geschah, sah die Hoffnungslosigkeit seiner Loge ein und steuerte mit überstürzter Hast das nächste Haustor an. Dort fand er bereits einige Schicksalsgenossen: zwei würdige ältere Damen, einen rundlichen Herrn, der eine große schwarze Zigarre rauchte, und ein blondes Fräulein. Er drückte sich bescheiden neben dem dicken Herrn an die Wand — hart an der Grenze, wo die Hagelkörner prasselten — und wartete. Eine Weile geschah nichts. Außer, daß sich zu den Hagelkörnern auch noch Regentropfen gesellten, groß wie Spatzeneier. Dann zog eine Rauchwolke an seinem Gesicht vorbei, es roch nach starkem Tabak, ein Räuspern ertönte, und eine Baßstimme sagte: „Ein tolles Wetter!" Der junge Mann sah, daß der dicke Herr ihn anblickte und neigte zustimmend den Kopf. „Ein tolles Wetter", wiederholte die Baßstimme. „Eben noch Sonnenschein, und jetzt Hagel. Der Teufel kenne sich da aus. Gestatten übrigens: Bor- beck — Vertreter." Eine neue Rauchwolke zog am Gesicht des jungen Mannes vorüber. Ein Hut wurde geschwenkt und wedelte sie fort. Auch der junge Mann lüftete den Hut und murmelte etwas verlegen: „Schmiedecke". „Angenehm", sagte der dicke Herr. Er machte dabei ein Gesicht, das weit eher auf Mißmut als auf angenehme Gefühle schließen ließ. Seine Hand beschrieb eine Kreisbewegung zur Straße hin, wo vereinzelte starrköpfige Fußgänger gegen das Un- weiter ankämpften, und die Autos hilflos über den nassen Asphalt glitschten. „Sehen Sie sich das an", knurrte er. „So geht das nun ein dutzendmal am Tag! Man steht und wartet — fünf Minuten, zehn Minuten, eine Viertelstunde. Und unterdessen könnte man längst beim nächsten Kunden sitzen und einen Auftrag hereinholen. Zeitversäumnis, nichts als Zeitversäumnis und Trödelei. So etwas müßte glatt verboten werden." Er schnaufte zornig und dampfte wie eine Lo- komotive. Der junge Mann dachte verwirrt darüber nach, wie man den Regen wohl verbieten könne — oder den Hagel. Aber er kam zu keinem Ende mit diefer Moskau bezahlt die kommumMeWahlagMon in Frankreich. Paris, 15.Oft. (DRV.) „Moskau gibt Millionen für Verfälschung der französischen Wahlen aus“, so überschreibt die Liberte einen Artikel, in dem enthüllt wird, daß die Kommunistische Partei Frankreichs seit über einem Monat 18 0 0 0 0 Maueranschläge herausgegeben, versandt und angeschlagen hat, und zwar als Buntdrucke in zwölf verschiedenen Ausführungen. Weiter wurden von den Bolschewisten 110 Millionen illustrierte Flugzettel an 22 verschiedene Wählergruppen verteilt, vier Agita- t i o n s f i l m e gedreht und durch ganz Frankreich verbreitet. Außerdem wurden drei Grammo- phonplatten mit Brandreden bolschewistischer Häuptlinge ebenfalls in ganz Frankreich verbreitet und fünf verschiedene luxuriös ausgeführte Broschüren mit einer Auflage von 600 00Y ausgegeben. Vom Mafia werden die kosten für diese Agitation der Kommunisten auf mehrere zehn Millionen Franks beziffert. Roch niemals habe sich ein ausländischer Staat mit einer derartigen Unverschämtheit in die innere Politik Frankreichs eingemischt. Werde Frankreich diesen Skandal noch länger dulden? Das Journal des Debats bringt das Thema mit der Forderung herriots auf teilweise Zurückzahlung der russischen Vorkriegs- und Kriegsschulden durch die Sowjets in Zusammenhang. Da Sowjetruhland in neuerer Zeit so viel Gold habe, dah es zu den Wahlkosten für 3000 kommunistische Kandidaten beitragen könne, so fragten sich die Kleinbesitzer von Russenpapieren, warum nichts für, ihre Interessen unternommen werde. Sie seien der Ansicht, daß die französische Regierung bisher nicht genug auf dieser allerersten Rotwendigkeit bestanden habe. Der Mchteinmischungsausschuß tritt morgen zusammen. London, 14. Okt. (DNB.) Wie von zuständiger Seite verlautet, ist der Hauptunterausschuß des Nichteinmischungsausschusses für Samstag, 10.30 Uhr, unter dem Vorsitz von Lord Plymouth einberufen worden. Lord Plymouth wird die Sitzung mit einer Erklärung der britischen Regierung eröffnen. Anschließend wird der französische Botschafter Corbin den französischen Standpunkt darlegen. „Times" will wissen, daß Eden in seiner Unterredung mit Graf Grandi besonders auf die Notwendigkeit schneller Entscheidungen hingewiesen habe. Grandi habe darauf geantwortet, daß Italien nichts mehr wünsche', als die Atmosphäre klären zu helfen, man dürfe aber nicht vergessen, daß Italien nicht allein die Verantwortung trage. Die „Times" gibt zu, daß die Komintern für den Ausbruch und die Verlängerung der Kämpfe in Spanien verantwortlich fei. Die sowjetrussische Einmischung in Spaniens Angelegenheiten, die dadurch nicht harmloser sei, daß sie inoffiziell und unterirdisch vor sich gehe, habe zu dem Wettlauf in der Einmischung geführt, mit der sich auseinanderzusetzen der Nichteinmischungsausschuß kaum fähig gewesen sei. „Daily Telegraph" glaubt nicht, daß die Lage auf den Balearen, die von Frankreich für besonders wichtig gehalten werde, schon in diesem Stadium vor den Ausschuß gebracht würde. Französische Vorschläge zu diesem Punkt seien vom britischen Kabinett zu dem Zweck weiterer Beratung zwischen den beiden Mächten a b g e l e h n t worden. Auch „Daily Expreß" schreibt, der Plan einer „friedlichen Besetzung" von Minorca unter britischer Mitwirkung werde wahrscheinlich fallen gelassen werden. „Daily Mail" hält es für wahrscheinlich, daß im Falle eines grundsätzlichen Uebereinkommens England und Frankreich die Entsendung einer internationalen Kommission nach Spanien vorschlagen würden. Gin neues Element b?; Klärung. Die oberitalienische Presse vondenLondonerBerhandlungenbefriedigt Mailand,'15. Okt. (DNB. Funkspruch.) Mit großer Befriedigung stellt die oberitalienische Presse fest, daß sich die Westmächte zur Annahmedes italienischen Standpunktes bereit gefunden haben, den Nichteinmischungsausschuß zur Wiederaufnahme des spanischen Problems einzuberufen. Die Blätter erklären einmütig, daß damit auch die Achse Rom — Berlin einen neuen Beweis ihrer Nützlichkeit und Festigkeit gegeben habe. Die Frage der Zurückziehung der Freiwilligen sei nach dem „Sortiere della Sera" ein wichtiges und wahrscheinlich unlösbares Problem, unlösbar wegen der Böswilligkeit der Roten, da 'bie Moral der bolschewistischen Gebräuche keine Illusionen zulasse. Der „Popolo d'Jtalia" bezeichnet die Wiederaufnahme der Nichteinmischungsprobleme als ein neues Element der Klärung. Es sei im übrigen grotesk, von den Kräften der Unordnung, die seit langem auf den Umsturz im Westen hinarbeiten, eine Mitarbeit zu erwarten. Die Politik der Herausforderungen vergifte die westliche Atmosphäre mit Falschheit und schiebe Italien territoriale Absichten und dunkle politische Pläne in Spanien zu. Es sei angebracht, auf die Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung der politischen Unabhängigkeit und gebietsmäßigen Unversehrtheit Spaniens hinzuweisen, an die sich Italien halte und die von allen geachtet werden müßte. Paris betont die.Emigkeii mit England. Wie man sich die Zurückziehung der Freiwilligen denkt. Paris, 15. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Morgenzeitungen betonen die Einigkeit zwischen Frankreich und Großbritannien in der Behandlung der Spanien- und Mittelmeerpolitik. Gleichzeitig hebt die französische Presse aber hervor, daß man zwischen Paris und London bisher nur den nächsten Verlauf der mit Italien zu führenden Verhandlungen verabredet habe, aber noch nicht über bie gemeinsamen Maßnahmen, die notwendig werden könnten, wenn die Verhandlungen ergebnislos verlaufen würden. Es verlautet, daß Frankreich und England von den interessierten Staaten verlangen werden, eine sofortige Rückberufung einer „gewissen Zahl" ihrer in Spanien kämpfenden Staatsangehörigen vorzunehmen, um auf diese Weise ihre Zustimmung zu dem Grundsatz der Freiwilligenzurückziehung erneut zu beweisen. Die aus beiden spanischen Lagern zunächst herauszuziehenden Abteilungen könnten gleich stark sein, da ihre Heimbeförderung nur gewisser- Ueberlegung. Denn sein Blick fiel auf das blonde Fräulein, und das lenkte ihn ad. Es war ein hübsches blondes Fräulein, mit einem Mützchen keck auf dem Ohr und einer reizenden Stupsnase. Und sie lächelte. Wenigstens schien sie zu lächeln. Auf alle Fälle gefiel sie ihm. Seine Gedanken entfernten sich immer mehr von der Wetterfrage. Hübsch —!? Sie war sehr hübsch! Hatte sie ihn jetzt eben nicht aus dem Augenwinkel angeschaut? „Die Tante meiner Freundin hat sich bei solchem Wetter mal die Grippe geholt", ließ sich eine der würdigen Damen im Hintergrund vernehmen. „Ganze neun Tage hat sie zu Bett liegen müssen. Um ein Haar wäre sie ins Krankenhaus gekommen." „Wie schön", sagte der junge Mann verträumt. Ein zischendes Atemholen der Dame, ein lautes unwilliges Schnaufen des Herrn Vordeck und ein Kichern etwas weiter entfernt ließ ihn zusammenfahren. „O — Verzeihung!" stammelte er mit hochrotem Kopf. ,Lch meine natürlich: schrecklich, schrecklich!" Das Atemholen verstummte. Herrn Borbecks Schnaufen ebenfalls. Aber das Kichern blieb. Der junge Mann schielte vorsichtig zu dem blonden Fräulein hinüber. Eine Weile war es still. Dann nahm Herr Vordeck die Zigarre aus dem Mund, starrte die Asche an und sagte grimmig: „Wenn man jetzt einen Schirm hätte, brauchte man nicht hier herumzustehen. Aber welcher Mann hat denn einen Schirm? Schirme gehören einer vergangenen Zeit an. Jetzt trägt man Gummimäntel." Er blickte voller Zorn an sich herab. Sein Mantel war zweifellos nicht aus Gummi. „Wenn ich einen Schirm hätte, wüßte ich ganz genau, was ich täte", sagte der junge Mann plötzlich laut. Dies hatte zur Folge, daß das blonde Fräulein in leises Lachen ausbrach und hastig den Kopf zur Seite drehte. Der junge Mann lächelte triumphierend. Herr Vordeck guckte verständnislos und murrte: „Blödsinniges Wetter!" Für zehn Sekunden kam die Sonne durch, und der Hagelschauer ließ ein wenig nach. Das Fräulein schlug den Mantelkragen hoch und trippelte eilig davon — ungeachtet der wieder heftiger prasselnden Körner. Der junge Mann wurde merklich unruhig. Er trat von einem Fuß auf den anderen und fingerte nervös an sich herum. Herr Vordeck sog an seiner Zigarre. An der Ecke blickte sich das Fräulein für eine Sekunde um, ehe es verschwand. Im nächsten Augenblick schlug auch der junge Mann den Mantelkragen hoch, klemmte die Mappe fester unter den Arm und stürmte in den Hagel hinaus. „He! Sie? Sie werden sich erkälten!" rief Herr Vordeck verblüfft. Keine Antwort. Nur ein Winken der Hand — beruhigend und abschiednehmend zugleich. Aber Herr Vordeck wollte sich nicht so schnell beruhigen lassen. Sein Gesicht färbte sich rötlich. Er schnaufte erbost. ,',Seien Sie nicht leichtsinnig, Herr!^ schrie er. „Geben Sie doch acht bei diesem Sauwetter!" Diesmal erfolgte überhaupt keine Antwort. Nicht einmal ein Winken. Der junge Mann schien taub zu sein. Herr Vordeck hob die Hände an den Mund und formte einen Schalltrichter. „Sauwetter!" brüllte er noch einmal. Jetzt hatte der junge Mann die Ecke erreicht, blieb für einen Augenblick stehen und schwenkte den Hut. „Mir gefällt's!" brüllte er zurück und war verschwunden. Fassungslos stieß Herr Vordeck mehrere dicke Rauchwolken von sich. Er starrte die beiden würdigen Damen an, die allein bei ihm zurückgeblieben waren, und hob die Schultern. „Verdreht!" sagte er. „Vollkommen übergeschnappt!" Gloria-palast: „Liebe kann lügen-. Dem Film liegt eine Novelle von Fred A n - b r e a 5 jugrunbe; Erich Ebermayer und Franz Wallner-BastL schrieben das Buch. Wir haben eine ähnliche Liebesgeschichte und Gefühlsverwirrung in der Schule vor Jahren in dem Film „Mädchen in Uniform" behandelt gesehen, an den dieser stellenweise erinnert, obwohl der Konflikt hier grundsätzlich anderer Natur ist: eine Unterprima- nerin — die Geschichte spielt in einer skandinavischen Provinzstadt — verliebt sich in ihren Literaturlehrer; auch er kann ein echtes Gefühl für diese Schülerin nicht leugnen, läßt es aber nicht merken: im Gegenteil, er behandelt sie ausgesucht schlecht und ungerecht und reagiert seine Neigung in einem Liebesroman in Briefen ab. Die von einem andern Verehrer des jungen Mädchens aus dem Manuskript des Doktors entwendeten und schnöde mißbrauchten Liebesbriefe richten natürlich noch mehr Verwirrung an, als ohnedies schon vorhanden ist, da das Mädchen sich schrecklich betrogen glauben muß. Im letzten Augenblick, als der Lehrer schon den Zug bestiegen hat, um endgültig die „Fahnenflucht" anzutreten, gegen bie er sich zuvor aus Pflichtgefühl gesträubt hat, tommen bie wahren Zu« maßen „symbolischen Charakter" fjaben würbe. Erst danach würde im Nichteinmischunas. ausschuß ein Kontroll- und Ausführungsmechams- mus zur tatsächlichen Durchführung der Frei. Willigenzurückziehung festgesetzt werden in auf. einanderfolgenden und den gesamten Jst-Beständei, auf beiden Seiten entsprechenden Abteilungen. Die Zurückziehung würde durch eine internationale aus Neutralen bestehende Kommission überwacht werden, wobei man an die Beamten der Inter- nationalen Kontrollkommission denke, bie zur Zeit ohne Beschäftigung seien. Das „Petit Journal" schreibt, leider gebe es innerhalb der französischen Regierung Männer, die entschieden für ein Eingreifen in Spa. nien seien. Das Eingreifen vorbereiten sei aber gleichbedeutend mit: f ü r den Krieg arbeiten. Man behaupte,.Luftfahrtminister Pierre Cot denke daran, „spezialisierte Arbeiter" nach Spanien zn entsenden, bie in bie bolschewistischen Horben ein« gegliebert würben. Frankreichs Sympathien für Sowjetrußland riefen schon bei den Verbündeten Bedenken hervor. Werde man durch den Fehler einiger fanatischer französischer Minister die Vereinsamung Frankreichs in Europa organi« fieren? Auch „Figaro" brandmarkt die immer schärfere Bindung Frankreichs an den Kommunismus. Frankreichs kommunistische Bindung schrecke Rumänien, Lateinamerika, die Schweiz, HollaÄ und sogar England ab. Englands Außenpolitik zielt auf den Frieden. Eine Rede Chamberlains. London, 15. Ott. (DNB.) Dor der Vereinigung britischer Handelskammern in Manchester tau Ministerpräsident Chamberlain auf die britische Außenpolitik zu sprechen. Wenn wir uns an strengen, um aufzurüsten, so sagte er, so geschieht dies nicht, weil wir finstere Absichten gegen irgend jemand haben. Wenn wir angegriffen wer- den, so werden wir wissen, wie wir uns zu ver« leidigen haben, wie wir es immer in der Vergangenheit getan haben. Es ist nicht das Wesen unseres Volkes, Haß zu hegen, und ich glaube, von allen Nationen der Welt haben wir das kürzeste Gedächtnis für Streitigkeiten. Man sage, so fuhr Chamberlain fort, England lege Hinterlist an de» Tag: aber bie einfache Tatsache jei, daß es das Hauptziel der englischen Außenpolitik sei, mit den Nachbarn in Frieden zu leben. Die englische Politik versuche immer, ihren Einfluß geltend zu ma- chen zur friedlichen Beilegung von Streitigkeiten unter den benachbarten Nationen. Es sei der ehrliche Wunsch der Regierung, die Konflikte in Spanien und im Fernen Osten, bie ’o viel Elenb unb Not gebracht hätten unb noch drahten, zu einem frühest möglichen Zeitpunkt zu Ende zu bringen. Darüber hinaus roetbe die Regierung fortfahren, jede Gelegenheit wahrzunehmen, dic eine Möglichkeit biete, die Ursachen des „schlechten Willens und der Verdächtigungen zwischen den Nationen" zu beseitigen. London scheut rotspanisches Risiko. Versicherungsprämien auf dasBierzig fache erhöht. Aus London kommt eine Nachricht, die die ro i r b li cf)e Einschätzung der Aussichten Rot« spaniens durch die englischen Kaufleute und Reeder eindeutig beleuchtet: Die Versicherungsprämien für Transporte nach rotspanischen Häfen sind von einem auf den anderen Tag von 2'/- Schillingen auf 5 Pfund für Versicherungsgut im Werte von je 100 Pfund hinauf gefetzt worden. Da 1 Pfund 20 Schillinge zählt, so machen 5 Pfund 100 Schillinge ober bas Vierzigfache der bisherigen Versicherungsprämie aus! Im Bergleich dazu werden Frachten nach den national- spanischen Häfen nach wie vor, je nach den Um« ständen, zur Versicherung mit einer Prämie von sammenhänge ans Licht, und die Liebesgeschichte endet mit der beglückenden Aussicht auf eine Bereinigung der beiden, die sich so lange und so gründlich mißverstanden und gequält haben. — Der Spielleiter Heinz Helbig hat sich mit viel Der« ständnis, wenn auch nicht ohne einige störende Ab« schweifungen in den Konflikt vertieft unb ihn psychologisch zu burchleuchten sich bemüht. Darstellerisch ist bie interessanteste Erscheinung bie junge Schauspielerin Jutta Freyde, bie als Unterptimanerin Kerstin Dahlberg eine nicht leichte Aufgabe mit Takt und Temperament, in den entscheidenden SzeM auch mit echten Gefühlstönen bewältigt. Karl Ä- roig Diehl gibt den Lehrer Dr. Andersson gesM' mell und beherrscht, mit der Ueberlegenheit unb Ruhe der älteren Generation, ein wenig pebantijd) und ein wenig ironisch — im ganzen wohl auf der Linie, die das Buch ihm zuweist. Dorothea Wieck, die wir schon in ähnlichem Zusammenhang spielen sahen, steht hier, sympathisch, zurückhaltend und verständnisvoll, mehr am Rande des eigentlichen Konfliktes. Vom großen Ensemble sind noch Josesine Dora, Kurt M e is e l, Jngeborg v. Kusserom und, in einer kleinen, hübsch und lebendig gespielten Chargenrolle, Franz Arzdorf zu nennen. - (Tobis.) * Im Beiprogramm sieht man gute Bilder von Land und Leuten in Ostpreußen und bie neue Wochenschau mit Aufnahmen vom Erntedankfest Hans Thyriot Zeitschriften. — „D e r Schulungsbrief" bringt in feinem Oktober-Heft eine Arbeit von Ciller, „Volkstum gegen Habsburg". In der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie, deren Verwaltung auf rein dy' nastischen, geschichtlich abgestorbenen Besitzgrenze" aufgebaut war, stoßen vier völlig verschiedene unö widerstrebende Kulturen aufeinander und erwache" allmählich die einzelnen Völkergruppen (Tscheche"- Polen, Slowaken). Das Deutschtum dagegen ®flf überall in der Verteidigung. Damals standen Mal deutsche Männer auf, die sich für einen völkische" Sozialismus einsetzten. Mit einer kurzen DarM lung der Auswirkungen der Kriegs- unb Rat' kriegszeit schließt bieser wertvolle Beitrag zur de^ scheu Dolksgeschichte. In der geopolitischen AuM reihe „Deutschland) kämpft für Europa" behaM Karl Springenschmib den „Völkerbund", der fw von der romantischen Schwärmerei eines Wilst"^ durch eine lange Kette von Mißerfolgen im")« mehr aus einem Machtinstrument der ©icgerfta"' ten von Versailles zu einem Aktionszentrum bolschewistischen Weltreoolution entwickelt hat. > Spätlese die am S1>ATIJ'SE iiNH rcniuit Mi holl« sgesä- ein«; sogrk viel 5 ende ! npsyt llensch öchach her noch gewisse Ausnahmen. Insbesondere war für diejenigen Wohnungen, die unter die Vorschriften des Reichsmietengesetzes fielen, eine Mieterhöhung bis zur Höhe der gesetzlichen Miete gestattet, und es war ferner zugelassen, daß im Falle von Umbauten, einer Aende- rung der Benutzungsart oder von Steuer- und Gebührenerhöhungen der Hausbesitzer ohne Genehmigung eine Erhöhung der Miete vornehmen durfte. Es hat sich gezeigt, daß diese Ausnahmevorschriften teilweise dazu mißbraucht worden sind, Mieterhöhungen durchzudrücken, die sachlich nicht gerechtfertigt waren. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat sich deshalb genötigt gesehen, die Sondervorschriften auf- z u h e b e n. Rach einer Verordnung vom 27 September 1937 ist für jede Mieterhöhung eine ausdrückliche Genehmigung der Preisbildungsstelle notwendig. Die Entscheidung über derartige Anträge lag bisher außerhalb Preußens bei den Landesregierungen. Dadurch liefen bei diesen Behörden derartig viele Anträge zusammen, daß sie nicht immer schnell erledigt werden konnten. Der Reichskommissar hat deshalb die Aufgaben der Preisbildungsstellen hinsichtlich der Mieten und Pachten für Wohnungen und Geschäftsräume den Stadt - und Landkreisen übertragen. In den Landkreisen ist eine weitere Uebertragung auf Gemeinden über 1OOOO Einwohner zulässig Keine Härten aus der Lohnregelung an Regen- und Frosttagen. Berlin, 14. Oft. (DRB.) Um Härten, die sich aus dem A r b e i t s z e i t a u s f a l l durch schlechte Witterung im Winter 1937/38 für die bei den Sauten ber öffentlichen Hand beschäftigten Arbeiter ergeben, zu beseittgen, hat der Reichsarbeitsminister den Stellvertreter des Reichstreuhänders der Arbeit für das Wirtschaftshandenen Knappheit an Grundstücksangeboten ergeben, sollen ausgeschaltet werden. Ander- eits soll die Prüfung aber auch nicht weiter ausgedehnt werden als es zur Erreichung ihres Zweckes unbedingt erforderlich ist. Für die Wohnungspolitik ist von besonderer Bedeutung, daß der Erlaß für die Bewertung von Bauland den Grund- atz aufstellt, daß die Einhaltung tragbarer Mieten nicht gefährdet werden darf. Die Erzielung müheloser Konjunkturgewinne bei Bauland, die sich bisher vielfach aus dem freien e.n A fen w zu vr Aergr fen m’ i6e, r kurze! fo in an di es b: mit d- Pli 1 Zu ir, Neiti btt eh ikte l, bit ich br zue Regien nen, „schlet i ben! Spiel der Kräfte ergab, und die sich weder mit den Erfordernissen der Preis- und Wohnungspolitik noch mit nationalsozialistischer Rechts- und Wirtschaftsauffassung vereinbaren läßt, lind damit ausgeschlossen. Lede Mieterhöhung genehmigungspflichtig. Berlin, 14. Oft. (DRB.) Vor dem durch Preisstoppoerordnung verordneten allgemeinen Mieterhöhungsverbot bestanden bis- rinW ' • 2 mH' n 6y | Karl Ion ge rnheit pebat chl au! ea ing fP- b im&! icheni d) * . »II"; ■ ennen. 'n. \ s vültt, >-b, ’M ki, l'ji f. 'üllh-c Im übrigen legt der Erlaß Wert darauf, daß die vereinbarten Grundstückspreise sachlich gebiet Brandenburg, Regierungsrat Dr. Schmetter, zum Sondertreuhänder der Arbeit bestimmt. Er soll möglichst schnell eine Regelung im Wege einer Reichstarifordnung vornehmen. Erster Deutscher Beamtentag in München. st in E -iing^ uf «J Hiebes .b eZ (M anden n ofinj y und t .81“ st berger Parteitag eine große Sonderkundgebung der Beamten innerhalb der Partei stattfindet, man erinnert sich der großen Beamtenfundgebung im Sportpalast in Berlin, in deren Rahmen Reichsminister Dr. Frick grundlegende Ausführungen gemacht hat, und im Jahre 1936 sprach in der Deutschlandhalle der Stellvertreter des Führers zu der Beamtenschaft. Die Münchener Tagung wird gewissermaßen der Marfstein für die vollzogene Z u - sammenfassung der Berufsbeamten aller Gruppen in dem Reichs bmnd Deutscher Beamter sein, der unter der Führung des Reichsbeamtenführers Reef 1,2 Millionen Beamter in 14 Fachschaften vereinigt. Damit ist ein Werk geschaffen, das dem Beamtentum die ihm gebührende Stellung im deutschen Aufbau entsprechend seiner Eigenart sichert. Bei der Münchener Tagung werden die leitenden Männer der Partei mit Dr. Ley das Wort ergreifen, die weltanschauliche Einheit wird durch einen Vortrag des Reichsleiters Alfred Rosenberg demonstriert. Die großen Fragen der Verwaltung und der fachlichen Probleme erhalten durch Vorträge der R e i ch s m i n i st e r Dr. Frick, Graf Schwerin-Krosigk, Dr. Ohnesorge und Dr. Dorpmüller, sowie des Reichsleiters Fiehler ihr Gepräge. Die Verbundenheit der deutschen Beamtenschaft mit den Aufgaben des Volkstums, der Rasse, des Sports und der Wirtschaft wird sich aus den Ansprachen des Leiters des Rasse- politischen Amtes Dr Groß, des Reichssportführers v. Tschammer und Osten, sowie des Leiters der Kommission für Wirtschaftspolitik Koehler ergeben. Die deutschen Beamten können stolz auf das Vorbild der Pflichterfüllung sein, das sie stets geboten haben. Der Nationalsozialismus hat mit allem Nachdruck dafür gewirkt, daß diesem Beamtentum wieder diejenige Achtung zuteil wird, auf die es als Vertreter der staatlichen Autorität Anspruch besitzt. Das neue Beamtengesetz ist eine Frucht solcher Erkenntnis, es schafft den Beamten die sichere Grundlage ihrer Arbeit. Andererseits haben die führenden Männer des Beamtentums immer anerkannt, daß sie kein weltfremdes Bürokratentum verkörpern wollen. Der Beamte steht mitten m der Nation! Schwerer Unfall he" Fließenden Gausrhule Berlin. Bühl (Baden), 14 Oft. (DNB.) Am Donnerstag stattete die Fliegende Gauschule Berlin auf ihrer Schulungsfahrt durch die Gaue Hessen-Nassau, Koblenz-Trier, Saar-Pfalz und Baden auch dem Kreise Bühl einen Besuch ab Bei der Abfahrt der Omnibusse vom Bühler Höhengebiet versagten auf der steilen und kurvenreichen Straße zwischen Sand und Bühl die Bremsen des ersten Omnibusses, und der Fahrer verlor nach 300 Meter rasender Fahrt die Herrschaft über seinen Wagen. Der Omnibus fuhr den Abhang in den Wald hinunter, blieb in den Bäumen hängen und wurde schwer beschädigt Bei dem Unfall wurde der Pg. Heinrich Jordan aus Berlin getötet, während der NSKK -Truppführer Heinrich Lange aus Berlin im Bühler Krankenhaus kurz nach der Einlieferung starb. Außerdem sind vier Schwerverletzte und acht Leichtverletzte zu verzeichnen denen sofort am Unfallplatz ärztliche Hilfe zuteil wurde. Der stellvertretende Gauleiter G ö r l i tz e r hat im Auftrage des Gauleiters, Reichsminister Dr. Goebbels, den Angehöriben der Getöteten und der Schwerverletzten seine tiefe Anteilnahme ausgesprochen. Ferner hat Reichsminister Dr Goebbels sämtlichen im Krankenhaus Bühl untergebrachten Verletzten seine besten Wünsche für baldige Genesung zum Ausdruck bringen und ihnen Blumen überreichen lassen Die Kunde von dem schweren Unglück wird weit über die Grenzen Berlins hinaus in der ganzen Bewegung herzliche Anteilnahme Hervorrufen Zwei junge, lebensfreudige und tatenfrohe Nationalsozialisten sind jäh aus dem Leben gerissen worden, die Die Preisüberwachung bei Grundstücken. Berlin, 14. DEL (DNB.) Unter das Preiserhöhungsverbot fallen auch die Grundstücks- preise. In der Praxis haben sich daraus insofern Schwierigkeiten ergeben, als ein Vergleichs- preis aus der Zeit des Inkrafttretens der Preistoppverordnung häufig nicht ohne weiteres festzu- tellen ist und der dann an seine Stelle tretende Wert oft erst im Wege zeitraubender Schätzung ermittelt werden muß. Zur Behebung dieser Schwierigkeiten hat der Reichskommissar für die Preisbildung die Aufgabe, die bisher die bei den Ober» Präsidenten und Landesregierungen bestehenden Preisbildungsstellen durchzuführen hatten, a u f die Landräte und Oberbürgermeister übertragen. Dadurch wird die Möglichkeit ge- chaffen, in denjenigen Fällen, in denen Grund- tücksverkäufe der Prüfung und Genehmigung unterliegen, gleichzeitig damit die Preisprüfung oorzunehmen und einen einheitlichen Bescheid zu erteilen. Bei allen anderen Grundstücksverkäufen oll die Preisprüfung im Zusammenhang mit der Bearbeitung der Grunderwerbs st euer vorgenommen werden. ! bis IV» Schillingen angenommen. Ganz ähnlich !:eht es mit der Bewertung der spanischen Lährungen. Für das Pfund werden 65 bis D nationalspanische Peseten, aber 140 bis 45 rotspanische Peseten bezahlt! Die Erhöhung der Versicherungsprämien für die lotspanischen Häfen hat seinen Grund zum allerwenigsten in den Gefahren, die aus U-Boot- oder Luftangriffen erwachsen könnten. Die eigentlichen Ursachen find die trostlosen Verhältnisse in den rot» spanischen Häfen selbst. Häufig werden Schiffe ein- fich beschlagnahmt, die Besatzung wird ab» cllohnt, während die Schiffe selbst unter ihrer bisherigen Flagge in den Dienst des Munittons- und sireiwilligentransportes von Südfrankreich nach Jlotfpanien gestellt werden. Die volle Wirkung der Erhöhung der Versicherungsprämien kann erst er» nefsen werden, wenn einmal berücksichttgt wird, diß auch die Frachtraten nach und von Rot- hanien sehr hoch sind. Ferner ist die psychologische Auswirkung auf Reeder in Rechnung zu stellen, velche bisher vom rotspanischen Kuchen genascht Huben, denen aber jetzt durch die Höhe der Prämien bu Größe des Risikos sehr anschaulich vor 2ugen geführt wird. Die Versorgung Rotspaniens nit Lebensmitteln, Kohle und Petroleum ist an sch schlecht. Die neue Maßnahme der rechnenden Kiusleute der Londoner City wird diese Versor- guigslage sicherlich nicht erleichtern. Arriondas von national- spanischen Truppen besetzt. Sevilla, 15.Oft (DNB.) General Quetpo de flnno teilte im Rundfunk mit, daß die nationalen kuppen an der Asturienfront den wichtigen Berke csknotenpunkt Arriondas im Offen von Oiiedo sowie den südlich hiervon gelegenen Ort Lago bicht haben. Arriondas ist für die weiteren Opera» tirien von der größten taktischen Bedeutung. Der rwionate Heeresbericht meldet: Nationale Trippen besetzten im Südwesten von Arriondas zahlreiche Dörfer und wei Höhen. Eine andere Trippe besetzte die Tospe-Berge sowie zahlreiche Dörfer. Die Zahl der Gefangenen und Ueberläufer beträgt 267. Die Leichen von 87 feindlichen Soldaten mirben geborgen. Unter der Beute befindet sich ein Ipw jetrussischer Tank mit eingebautem Üikabwehrgeschütz, 10 Maschinengewehre und über 35! Gewehre. — An der Süd front wurde ßcn a Lassa in ganzer Ausdehnung besetzt. Fer- ier wurden die feindlichen Stellungen bei Canto la Woda gestürmt. Dem Gegner wurde der Rück- un abgeschnitten, wodurch er über 200 Tote m] dem Kampfplatz zurückließ. Außerdem wurden M Gefangene gemacht. — An der Madrid- jpnt haben feindliche Angriffe auf unfere Stel- llnfc bei Cuesta de la Reina aufgehört. Auf der i:arjen Linie wurden die Angriffe zurückgewiesen. — Im Aragon wurden feindliche Angriffe zurück- 1 etrefen. Der Gegner ließ viele Tote vor unseren 1 itiöen zurück. Im Abschnitt Ebro-Süd wurde ein s rirZlicher Angriff zurückgeschlagen, wobei der Geg- i er acht Tanks zurückließ. Die Zahl der am Mitt- iöoo kampfunfähig geschossenen sowjetrussischen hat sich auf 29 erhöht. Gowjetspanisch-chinesische Verbrüderung in Valencia. k»n Sebastian, 15.Oft (DNB. Funkspnlch.) SiH Valencia fand aus Anlaß des Besuches einer r:inisischen Studienkommission eine Freund- sW ftskundgebung statt, bei der chinesische, sifanische, französische und englische Marxisten diis Wort ergriffen. Der chinesische General Hat , titief daraus hin, daß es auch in China eine , 2! v ksfr 0 nt gebe, die „mit derselben Begeiste- rikinf wie die spanische gegen den Faschis - nr ii > kämpfe". Die Feinde Rotspaniens seien die , Aeriündeten der Feinde Chinas. China werde mit diMben Gewißheit den Sieg erringen wie Spa- . men Der rotspanische „Oberst" Guarner erklärte, . düh sich Spanien als „Brudervolk des chi- , me| scheu" fühle. Die Kundgebung schloß mit . Kabusen auf China und Spanien. j Brginn neuer Unruhen in Palästina. Piris, 14.Oft. (DNB.) Havas meldet aus Je- rmfa!=m: Unbekannte Attentäter sprengten eiintn 3ug auf der Strecke Lydda —Rass l c i in die Luft. Es sollen zahlreiche Fahr- giftt getötet und viele verletzt worden sein. ! Hoilchen Jaffa und Jerusalem wurden mehrere jiKishe Autobusse beschossen und mit Bvnben beworfen und dabei elf Juden ver- 1 mund et uhb zwei Araber getötet. Außerdem ereig» 16. bis 24. Oktober der erste Deutsche Beamtentag im neuen Reich statt. Damit ist nicht gesagt, daß das nationalsozialistische Deutschland bisher noch keine Veranstaltungen seiner Beamtenschaft gesehen habe: wir wissen, daß alljährlich auf dem Nürn- bald । jicuji jioijj oar< Ahnen zu haben. gut tun. Mit solch einem Manne traf ich einmal Leuten verkehren wir kaum. — preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Sonntag, den 17. Oktober 1937, nachmittags 8l/2 Uhr, in der »stn» jrPnnni Vnikshaib 7.11 WatTPnhArn.stAinko.;. Beine zengntsse Volkshalle zu Watzen born- Stein berg: (Biegen U/FRRF DRUCKSACHE» w cnpc Brühl. Gieflii Bi 2 : Verschiedenes] Nicht zu grober Herd Garten in fmffPti rrPfitrfn ..5 700 N- Stadttheater Haben Sie offene Füße? Der Herzog von Windsor bei Generaloberst Göring. 125 g 50 Pf Versuchen Sie: Beliebte Sorte Gepflegte Häuslichkeit QohUiuh c E E Ich trinke schon seit Kindertagen KAISER S KAFFEE mit Behagen. 2 « £ /6>7X o' e eü 2 2 Merke Kaffeekenne 60 Pf. Kaffeekanne extra 70 Pf. und weitere vorzügliche Mischungen 3°/o Rabatt in Marken Bevor ich zum ersten Male nach Australien fuhr, wurde mir von manchen Seiten etwas ironisch angeraten, niemals einen Australier nach seinem Großvater zu fragen — weil dieser Großvater wahrscheinlich ein Sträfling gewesen sei. Name fiel mir auf, denn ich hatte eine englische Zeitschrift, in der der prachtvolle Landsitz der Familie in England beschrieben war. Ich zeigte ihm das Heft: „Oh", sagte er sehr hochmütig, „das ist Kleine politische Nachrichten. - Die deutschen Reichssender bringen am heutigen Freitag im Rahmen ihres Abendprogramms einen Senderuf des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley zum Winterhilfswerk des deutschen Volkes. zu vacht. gesucht. Schr.Angeb.unt. 05109 a.d.G.A. Als 1849 in Kalifornien große G o l d l a g e r entdeckt wurden, ließ die australische Regierung Geologen kommen, um mögliche Goldlagerstätten in Australien zu entdecken. Die Geologen berichteten übereinstimmend, es sei unmöglich, daß die austtalischen Gebirge goldhaltig seien. 1885 hob ein Farmerjunge in Westaustralien einen Stein auf, um nach einem Vogel zu werfen. Der Stein war gelb und auffällig schwer; es war ein Goldklumpen. In den achtziger Jahren war Westaustralien im Goldrausch, ungeheure Reichtümer wurden entdeckt. zu kaufen gesucht (Linksrohr). 6?2cD Blockstraße 7 I. Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. ö vom 1. Juni 1935 gültig. die Männer voran, die alten Frauen bilden bit Nachhut — Kavaliere sind die Eingeborenen nicht. Besser als durch jedes andere Verkehrsmittel wird Australien seit den letzten Jahren durch beit Flugverkehr erschlossen. Fast alle großen Far. men, Schaf- und Diehstationen haben eigene Flug« plätze und eigene Radiosender Bei Unfall oder 20.00-23.00 Uhr Grobe KdF.-Miete'. Wiederaufnahme Die Dor thee Operette von Herrn ecke und Vetterling Mus. Leitung: Joach.Popelka Freier Kartenverkauf. [ßMoD Preise von RM. 0.80-2.50. nung, daß in dem Befinden der Verletzten eine Wendung zum Besseren eintreten möge. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, stattete der Ausstellung „Shakespeare auf der deutschen Bühne" in Bochum einen Besuch ab. Auf der Besichtigung wurde er vom Chefdramaturgen Walter Thomas und Bibliotheksdirektor Dr. Rumpf begleitet. ♦ Auch der Emu, der straußenartige Riefenvogel, wird in manchen Gegenden zur Landplage. Nicht etwa, weil er Feldfrüchte verzehrt, sondern weil er die Weidezäune niedertrampelt. Die Regierung entsendet Truppen mit Maschinengewehren gegen die Vögel. Ein Farmer erhielt von der Regierung eine Rechnung über 300 Mark für die Munitton, die zur Beschießung der Emus verbraucht worden war. Er machte eine Gegenrechnung auf: „Ich bin nicht geneigt, die Kriegsschulden der Emus zu bezahlen. Ich will darauf verzichten, Pacht zu fordern für das Gelände, das ich für den Emukrieg zur Verfügung gestellt habe; aber ich bitte um Ersatz folgender Kriegskosten: Verpflegung für die Truppen 100 Mark. Transport der Truppen in einem Lastauto 90 Mark. Dank dem wohlgenährten Zustande der Truppen ist das Lastauto zusammengebrochen — Reparatur 300 Mark. Durch das verspätete Eintreffen der Truppen sind mir Zäune im Werte von 9000 Mk. vernichtet worden. Zusammen also 9490 Mark. Auch Känguruhs, wilde Hunde und — wilde Kamele (das Kamel wurde erst vor 70 Jahren in Australien eingeführt) sind Landplagen in vielen Gegenden. Dort, wo wilde Pferde die Ernten vernichten, haben die Farmer für die Erschießung jedes Pferdes einen Preis von 12 Mark ausgesetzt. Marble Bar, ein Städtchen in Nordwestaustra- lien, „rühmt" sich, die heißeste Stadt der Welt zu sein. Man behauptet dort, daß der älteste Einwohner von Marble Bar nach seinem Tod noch einmal aus der Hölle zurückgekommen sei, um seinen Wintermantel zu holen. Im tropischen Norden sind die Flüsse stark mit K r o k o d i l e n verseucht. Wenn ein Stamm von Eingeborenen solch einen Fluß durchwatet, gehen (Turngemeinde) (Turn- u. Sv origem.) (Turnv.1846» Nach dem Wettkampf in der Turnhalle Tanz und Unterhaltung Karten zu NM. 1- und RM. 0.50 einschl. Svort- groschen im Sporthaus Schwan u. an der Abendkasse. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt a. IN. ist sie denkbar ohne duftige, zart gemusterte Gardinen an den Fenstern? Der kostbarste Hausrat würde seine Wirkung einbüsen, wenn nicht schöne Gardinen den harmonischen Abschluß bilden würden. Deshalb kommen Liebhaber einer gepflegten Häuslichkeit - wenn es sich um die Anschaffung neuer Gardinen handelt - gern zu den Fachleuten, die über viel jährige Speziale rfah- rung in Gardinen und... über eine besonders reiche Auswahl verfügen, zu ... Gebr.See/bach Gießen, Seltersweg 20 ___________________________6717A Erstaufführung Dia m Naumburg Preise von RM. 0.60-3.00. A 2 . 5 Schmerzen? Fucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie >te 'eit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heilsalbe Erhält!. in allen „venrarin . Apotheken. Australien ist ganz anders! Ein Land, in dem es noch platz gibt. Von Heinrich Hauser. Nachlässe von a ti» 20 v. h. er- halten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeigei Nürnberg Langen Einem Teil der heutigen Ausgabe liegt em Werbeblatt vom „Prak- ttschen Wegweiser". Verlag schert, Berlin, bei. 672.v in«-.-. (JUl Stelle. Straßen durch die Wüste werden immer Die große^K aninchenplage besteht vor allen wieder von Sand verweht Do es unmöglich ist, Dingen in Südaustralien. Vor ungefähr zehn Iah-I einen festen Unterbau zu schaffen, werden schwere ren bekam die Regierung von Westaustralien Mel- Drahtnetze über die Fahrgleise gelegt, sie verhin- düng, ^riesige Scharen von Karnickeln hätten sich dern das Einsinken der Räder. nach Westen hin in Marsch gesetzt. Sie -fraßen | Bis vor wenigen Jahren war die Vermessung alles sogar Baumrinde und das trockene Salz-i des Londes noch sehr ungenau. Ein Farmer an de? geprupp. Küste beschwerte sich bei seinem Finanzamt über Man baute den längsten Karnickelzaun der Wett, die enorme Höhe seiner Grundsteuern und wies an Schnurgerade lief er von Nord nach Süd, wo er Hand der Karten nach, daß der größte Teil dss an« km Meer endete, über eine Strecke von rund 1800 geblichen Landes, für das er Steuern zahlte, — ein Kilometer. Schon während des Baues wurde be- Stück des Ozeans war. KAI SERS Bezugsquelle fu/t Lebensmittel H Heute ■■■■■ 20-22.15 Uhr Inruoerelo öooi846,6ie6ffl Samstag, den 16. Oktober 1937, 20 Uhr in der Turnhalle amOswaldsgarteu MnfWs-Sew'weWWs Krankhett wird funkentelegraphisch der Arzt herbei« , gerufen, der sein eigenes Flugzeug flieat. Ein | Landefeuer bezeichnet ihm das Flugfeld. Auf diese Samstag, den 16., und Sonntag, den 17.L>ktober: Minierten im ^Taunus" Brandgasse 8 05094 Traue» parade für Or. ORigcle. Berlin, 14. Okt. (DNB.) Auf dem Parkfriedhof Berlin-Lichterfelde wurde der bei einer Uebung als Landwehroffizier im Gebirgs-Jägerregiment 100 ums Leben gekommene Schwager des Ministerpräsidenten Göring, der Rechtsanwalt und Notar Fritz R i g e l e , zu Grabe getragen. Mit den nächsten Angehörigen des Verstorbenen war Generaloberst Göring erschienen. Dom Diplomatischen Korps sah man den Königlich Italienischen Botschafter, den österreichischen und den ungarischen Gesandten. Von der Reichsregierung waren die Reichsminister Dr. Frick, Darre, Dr. Schacht, Graf Schwerin von Krosigk und Dr. Gürtner anwesend. Weiter bemerkte man Generaloberst Freiherrn von Fritsch, Reichsführer SS. Himmler, den Kommandeur des Gebirgsregiments 100, Ober- gruppensührer von Jagow. Die Predigt hielt Domprediger Dr. Doering. Nach der musikalisch umrahmten Trauerfeier wurden die sterblichen Ueber- reste des Heimgegangenen in feierlicher, von einer Ehrenkompanie des Wachregiments eingeleiteten Trauerparade zu Grabe getragen. Städte, die im Goldfieber wie Pilze aus dem Boden geschossen waren, wurden verlassen, wenn die Spekulationen fehlschlugen. In einer toten Goldgräberstadt blieben schließlich nur die beiden Hotelbesitzer zurück. Die Besitzer waren Iren, Pat und Dan, sie hatten wohlgefüllte Keller, aber keine Kunden mehr. Dan ging aus seiner Bar in das gegenüberliegende Lokal von Pat: „Schlechte Zeiten, Pat, hier sind zwei Schillinge, mein letztes Geld, komm, wir wollen einen trinken." Das taten sie denn auch und Dan ging in seine eigene Bar zurück. Nach einer Weile kam Pat herüber: „Schlechte Zeiten, Dan, hier diese zwei Schillinge sind tatsächlich mein einziges Geld, komm, laß uns einen trinken." So wanderte das Zweischillingstück zwischen den beiden Bars täglich Dutzende von Malen hm und her, bis die Alkoholvorräte sich erschöpften. Der ganze Whisky wurde mit zwei Schillingen bezahlt. * Der größte Goldklumpen, her in Australien gefunden wurde, wog über zwölf Kilogramm. Mehrere andere zehn und elf Kilogramm. Ein reichgewordener Goldgräber wurde gefragt, wie er sich denn vorkäme als Millionär. „Ganz miserabel", antwortete er. „Nanu, warum denn?" „Ach. die Multimillionäre schauen einen so über die Achsel an." An den Nord- und Nordwestküsten Austtaliens ist die Perlfischerei eine große Industrie. Die größte Perle, die man dort fand, wiegt 90 Gramm, lhr Wert ist auf 15 Millionen Mark' geschätzt. Ein Fischer benutzte eine Perlmuschel, um die Tür sei- nes Hauses festzuklemmen. Tausendmal hatte er sie Berlin, 14. Ott. (DNB.) Am Donnerstagmittag stattete das Herzogpaar von Windsor dem Berliner Zeughaus und dem Kaiser- Friedrich-Museum einen kurzen Besuch ab. In den Mittagsstunden besuchte Reichsleiter Dr. Ley das Herzogpaar im „Hotel Kaiserhof". Der Herzog sprach Dr. Ley dabei seinen und der Herzogin Dank für den eindrucksvollen Verlauf des Berliner Besuches aus. Am Donnerstagnachmittag folgte das Herzogpaar von Windsor einer privaten Einladung des Generalobersten Göring und Frau Göring zum Tee inKarinhall. Mit dem mit ihren Berliner Kameraden voller Freude und Erwartungen in den Westen und Südwesten unseres Vaterlandes hinauszogen, nicht auf eine Vergnügungsfahrt. sondern um aus eigenem Erleben Land und Leute kennenzulernen und die gesammelten Erfahrungen der Partei und chren Gliederungen wieder zugute kommen zu lassen So sind auch sie gefallen im Dienst an der Bewegung, der sie bis zum letzten Atemzug die Treue gehalten haben. Unser Gedenken an sie verbindet sich mtt der Hoff- Geftveranftaltunf» grabengelandes an die Heimatvereinigung „Schiffenberg“ und der „Deutschen Wacht“ an die Gemeinde Watzenborn- Steinberg durch den verstorbenen Geheimrat Professor Dr. Sommer. Musikalische Darbietungen, Gesangs vor träge, Ansprachen. Aufführung eines historischen Festspiels- „AM RÖMISCHEN GRENZ WALL". Mitwirken de : Reichsarbeitsdienst, Abt. 5/222 „Justus von Liebig", Gießen, Hitler-Jugend, Jungvolk, Bund deutscher Mädchen in Watzenborn-Steinberg, Bannorchester der Hitlerjugend, Gesangvereine von Watzenborn-Steinberg. Abends: Geselliges Beisammensein mit Musik- und Gesangsvorträgen sowie Tanz. 6718d PROGRAMME, die zum Eintritt berechtigen, 35 Pfennig bei: Buchbinder Schmandt, V^atzenborn-Steinberg, Bürgermeisterei daselbst sowie bei den einzelnen Ortsgruppen. In Gießen bei den Schreibwarenhändlem Heinrich Noll, Mäusburg, Lüdeking, Seltersweg, und Fahrenbach, Frankfurter Str., außerdem an der Kasse. Doppelherz für alle, die sich matt und elend fühlen — für alle, die gesund und kräftig bleiben wollen. Flasche RM. 1.9o,3.70u.4.65 Stets frisch ab Fabrik DroO.BornemaDn, Gießen Bahnhofstraße 17 6727a Kleine Probeflasche aniWonsch Gratis! ele Australier sind mit j °°rhut ihn bereits überschritten hatte. In aller Eile Aristokratie ihre jüngeren Söhne vielfach 8 nat DerheB das Herzoapaar die Reichsbauvlltadt. um I Reckt ftoh baranf. lolck- «u errichtete man einen zweiten Zaun hundert Meilen Australien schickt, besonders solche, die daheim nidfr westlich, und als auch der schon vor der Fertig- J gut tun. Mtt solch einem Manne traf ich einmal stellung überschritten war, einen Zaun Nummer, zusammen, er war Koch auf einer Schafstation. Sein drei, abermals in hundert Meilen Abstand. Die drei ~ - - - - - ...... —- Zäune hatten eine Gesamtlänge oon 3600 Kilometer . und kosteten rund zehn Millionen Mark. Zwanzig Reiter patrouillierten die Zäune. Als der |W/t „___ öritte fertig war, zeigten sich die ersten Karnickel j die jüngere Linie unserer Familie — mit diesen — auf der verkehrtenSeite. Heute gibt Rpufp« norfak»-»« * es ebensoviel Kaninchen vor dem Zaun wie hinter dem Zaun. IVS-Simni.- Wohnnng Küche, Bad, Speisekammer, Zubehör, bis 2. Etage z. l.Nov., in gut. Zustand, mögt. 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