Nr. 87 Erstes Blatt 187. Jahrgang Donnerstag, 15. April |937 (fcr|ct)emn rüg Ud), aufcei Sonntags and Feiertags Beilagen: Die Jllu|tnerte (Biefienei Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl, Dlonat$«Bc3ugsprets: Mit 4 ‘Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Mehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prüft und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei «.Lauge In Siehen. Schristieitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Annahme von Anzeigen für Ote Mittagsnummer bis8'/,Uhr0es Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf..PIatzvorschrist nach vorh Vereinbg.25"/„ mehr. 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Ministerpräsident D a r a n y i empfing den Führer der Kleinlandwirtepartei Tibor Eckhardt mehrfach zu längeren Unterredungen, in gleicher Weise auch die Führer der Vereinigten Christlichen Partei sowie den früheren Ministerpräsidenten Graf Stefan Bethlen. Im Mittelpunkt dieser Unterredungen standen die verfassungsändernden Gesetzentwürfe, die die Regierung in der nächsten Zeit dem Parlament vorzulegen beabsichtigt, sowie als neuer großer Verhandlungspunkt die von der gesamten Opposition heute stürmisch von d.er Regierung geforderte B e - kämpfung der sogenannten rechtsradikalen Bewegung. Der Wortführer in diesem Kampf gegen die Elemente, die heute in der tiefgehenden inneren Auseinandersetzung Ungarns auf der nationalrechten Seite stehen, ist in erster Linie Tibor Eckhardt, der Mann, der selbst in den Anfängen seines politischen Lebens sich als leidenschaftlicher Nationalist ausgesprochen rechtsgerichteter Denkungsweise und leidenschaftlicher Antisemit bekannt hatte. Die eigenartigen Wandlungen, die dieser unruhige und unstete Mann durchgemacht hat, . treiben ihn jetzt immer deutlicher auf die linke Seite. Die Gegner haben der rechtsradikalen Bewegung den Namen „Unsichtbare Front" beigelegt. Mit besorgten Gesichtern warnen heute die Führer der Kleinlandwirtepartei, die Führer der legitimistischen Vereinigten Christlichen Partei, die Führer des liberalen jüdischen Kapitalismus und schließlich der ganze konservativ-reaktionäre Kreis um den Grafen Bethlen herum immer wieder die Regierung vor dieser „Gefahr", die angeblich die innere Sicherheit und Ruhe der Nation aufs schwerste zu gefährden droht. Was sich t a t s ä ch l i ch heute im Innern der ungarischen Nation vollzieht, ist für den ausländischen Beobachter nur an gewissen Symptomen erkennbar. Es ist kein Zweifel mehr, daß die großen Massen des ungarischen Volkes, vor allem die Landbevölkerung und die der Provinzstädte, in Bewegung geraten sind und den Fahnen der sogenannten rechtsradikalen Bewegung zuströmen. Aus allen Teilen des Landes wird berichtet, daß die Versammlungen rechtsradikaler Abgeordneter überlaufen werden, daß überall die Propagandatätigkeit der nationalsozialistischen Pfeilkreuzler-Bewegung freudige Aufnahme und l ebhafteste Unterstützung findet, und daß überall im Lande die Erkenntnis der Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels im Wachsen begriffen ist. Die „Unsichtbare Front" ist heute noch eine Erscheinung des politischen Lebens, die heute nach außen hin weder allgemein bekannte sichtbare Führer, noch ein einheitliches weltanschauliches und politisches Programm, weder eine geschlossene Organisation, noch eine eigene Presse hat. Aber dennoch ist diese Bewegung heute überall im Lande spürbar und beginnt die leitenden Kreise Ungarns lebhaft zu beunruhigen. Die Regierung Daranyi hat sich dieser Bewegung gegenüber bisher auf den rein „polizeilichen" Standpunkt gestellt. Sie vertritt die Auffassung, daß die rechtsradikale Bewegung und ihre Propaganda im Lande nicht gehindert werden soll, allerdings unter der einen Voraussetzung, daß die öffentliche Ruhe unb Ordnung überall aufrechterhalten wird. Zwangsläufig wird damit diese Bewegung in die Bahnen des legalen Kampfes, der Auseinandersetzung mit den gegebenen gesetzlichen Mitteln parlamentarischer Wahlen, ösfentlicher Massenversammlungen und einer eignen Presse gedrängt. Die Opposition ist entschlossen, jetzt den Kampf gegen die „Unsichtbare Front" mit allen Mitteln aufzunehmen. Die Vereinigte Christliche Partei hat soeben den formellen Beschluß gefaßt, die Wiederher st ellung der Habs- S burger Monarchie als den Hauptpunkt ihrer politischen Tätigkeit zu erklären. Die Kleinlandwirtepartei, von Tibor Eckhardt geführt, sieht ! in der nationalen Bewegung naturgemäß die chwerste Gefährdung ihres eigenen Bestandes und entwickelt sich immer deutlicher zu einer links- liberalen Partei. So zeichnet sich auf der anderen Seite allmählich eine eigenartige Koalition von Gruppen ab, die an sich wenig Gemeinsames haben. Es ist selbstverständlich, daß der heute noch weitverbreitete Liberalismus jüdischer Prägung und mit lhm und hinter ihm das jüdische Großkapital, die lost ausschließlich in jüdischen Händen befindliche Industrie, die Banken, der Handel und die Presse diese Koalition der Kräfte mit allen Mitteln fördern und stützen. Aber hinter diesen Erscheinungen steht deute der tiefgehende Umbruch der Generationen. Oie junge Generation, soweit sie nicht jüdisch verbucht ist, drängt heute zu einem Rechtsradikalis- nus hin, der in feiner programmatischen Fassung clle Anzeichen eines national-revolutionären Umschwunges auf allen Gebieten des nationalen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens trägt. In welcher Form und in welchem Tempo sich He weitere innere Auseinandersetzung zwischen die- 40Lahre deutsche Schule in Athen. Athen, 15. April. (DNB.) In der festlich geschmückten Turnhalle der deutschen Schule in Athen wurde am Mittwoch in Gegenwart des Kronprinzen Paul, der Prinzessinnen Irene und Katherine, des deutschen Erziehungsministers Rust, des griechischen Kultusministers Georgacopo- l o s, des Ministers Kotzias, des Oberhofmarschalls Merkati und vieler angesehener Persönlichkeiten der griechischen Hauptstadt die Feier des 40jährigen Bestehens der Anstalt begangen. Landes- kreisleiter Dr. W r e d e hielt die Festansprache, wobei er besonders herzlich den Kronprinzen als Vertreter des Königs und den Gründer der Schule, den 83jährigen Gelehrten Professor Doerfeld begrüßte. Reichserziehungsminister Rust hielt eine Ansprache, in der er feststellte, daß das Leben ein unablässiger Kamp'f sowohl für den Einzelnen wie auch für die Völker sei. Ein Staat brauche Charaktere, Menschen von Entschlußkraft, Staatsbürger, die nicht nur zur Unterordnung erzogen, sondern auch bereit seien. Darum pflege die neue deutsche Schule wieder die Leibesübungen, die zu Zähigkeit, Mut und Kameradschaft führten. Deshalb auch werde lebendige Geschichte gelehrt. Nicht Vermischung, sqpdern Austausch, nicht Vergewaltigung, sondern gegenseitige Achtung heiße die Parole des neuen Deutschland. Wenn er heute der deutschen Schule in Athen Jubiläumsgrüße überbringe, stehe er nicht auf einem Kampfplatz, sondern auf einem Fruchtacker. Wie ein alter Kulturboden erscheine ihm die griechisch-deutsche Kulturverbundenheit. Darum hätten deutsche Männer während des Freiheitskampfes auf griechischer Seite gestanden und darum hätten deutsche und griechische Forscher gemeinsam um Sinn und Wesen Alt-Hellas gerungen. Die Geschichte der Schule beweise das Vertrauen der Eltern, ihre Blüte beweise die Leistungsfähigkeit. Der Minister schloß seine Rede mit einem Hoch auf den König von Griechenland. Der griechische Kultusminister wies auf die Bedeutung der deutschen Schule für den Fortschritt der Erziehung in Griechenland hin. Nach ihm dankte Professor Doerfeld tiefbewegt und erklärte, dieser Tag sei ein großer Ehrentag für ihn, er freue sich, daß er ihn noch erleben durfte. Oberstudiendirektor Professor Romain dankte abschließend für die zahlreichen Glückwünsche und verlas ein Telegramm des Gauleiters Bohle. Schüleraufführungen und ein Gartenfest beschlossen die Jubiläumsfeier. Dem griechischen Kultusminister und Reichsminister Rust wurde die Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Schulvereins von Athen angetragen, sowie das goldene Abzeichen der deutschen Schule überreicht Aus Anlaß des Jubiläums legte eine Abordnung der Schülerschaft an den Gräbern König Konstantins und der Königin Sophie, einer preußischen Prinzessin, in Tatoi Kränze nieder. Freier Warenaustausch auch Deutschlands Ideal. Reichsbankpräsident Or. Schacht vor der Brüsseler presse. Brüssel, 14. April. (DNB.) Ministerpräsident van Zeeland empfing am Mittwochabend den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht zu einer längeren Aussprache. Vorher hatte der Ministerpräsident den Außenminister S p a a k und den Wirtschaftsminister van Jsacker empfangen. Der deutsche Gesandte und Baronin Richthofen gaben zu Ehren des Reichsbankpräsidenten e i n Diner, an dem Außenminister Spaak, Kolonialminister Rubbens, Wirtschaftsminister van Jsacker, Finanzminister de Man, der Gouverneur der Nationalbank Frank, der ehemalige Präsident des belgischen Senats Staatsminister Graf Lippens, der Landesgruppenleiter der NSDAP. Reichsb.ahn- rat Schulze und die Mitglieder der Gesandtschaft mit ihren Damen teilnahmen. Im Anschluß daran fand in den Räumen der deutschen Gesandtschaft ein großer Empfang statt, zu dem bekannte Persönlichkeiten des Hofes, der Gesellschaft, der Finanz, der Wirtschaft und der Presse sowie Ver- treter der deutschen Kolonie eingeladen waren. Reichsbankpräsident Dr. Schacht machte der Presse einige Mitteilungen über seinen Brüsseler Besuch. Er betonte, daß die Besprechungen keinerlei sensationellen Charakter gehabt hätten. Dr. Schacht sprach mit dankbarer Genugtuung van der Audienz bei König Leopold. Er zollte dem wirtschaftlichen Aufbauwerk Belgiens unter der Führung des Ministerpräsidenten van Zeeland hohe Anerkennung. Seine Besprechungen hätten sich auf rein wirtschaftliche Dinge beschränkt. Es seien keine politischen Fragen angeschnitten worden. Dr. Schacht gab der Meinung Ausdruck, daß eine Reorganisation der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den einzelnen Ländern nur dann möglich und von dauerndem Wert sei, wenn eine allgemeine politische Bereinigung vorausgehe. Dies fei heute^ durchaus möglich, da niemand einen Krieg wolle. Nur über die Mittel müsse man sich noch verständigen. Dr. Schacht erwiderte auf eine an ihn gestellte Frage, daß die militärische Aufrüstung Deutschlands eine politische Verständigung geradezu erst ermöglicht habe. Solange Deutschland ohnmächttg gewesen fei, habe man es nicht geachtet. Die Politik völliger Unabhängigkeit und Selbständigkeit, zu der sich Belgien entschlossen habe, sei ein wichtiges Verdienst für die Friedenssicherung in Europa. Zur Währungspolitik des neuen Deutschlands erklärte er, daß d i e Mark absolut stabil sei. Deutschland versage sich nicht den Bemühungen um die Schaffung einer festen internationalen Währung. Die Autarkie sei keineswegs ein Ideal. Der Jdeal- zustand Mein möglichst freier gegenseitiger Warenaustausch. Deutschland betrachte mit großem Interesse und großer Sympathie die Initiative, die der Ministerpräsident van Zeeland auf Ersuchen Englands und Frankreichs ergriffen habe, um die Möglichkeiten eines Abbaues der Handelsschranken zu untersuchen. Belgiens Politik der Unabhängigkeit. Paris, 14. April. (DNB.) Der belgische Außenminister Spaak erklärte dem Volksfront-Boulevardblatt „Ce Soir", Belgien wolle im Zusammenhang mit der Frage der kollekttven Sicherheit keinerlei Verpflichtungen übernehmen, die über die Satzungen des Völkerbundes hinausgingen. Belgien fei oft genug der Kampfplatz Europas gewesen. Es habe daher nur das Ziel, seine Unabhängigkeit zu verteidigen, um für jeden etwaigen Eindringling aus eigener Kraft militärisch verschlossen zu bleiben. Diese Politik der Unabhängigkeit stelle in keiner Wese eine antifranzösische Politik dar. Belgien erwarte nur, daß man in Frankreich einsehe, warum Belgien nicht die Politik eines „großen" Landes treiben könne. Vandervelde verwies darauf, daß alle Belgier den Krieg Haffen und alles, was sie irgendwie in einen Krieg hineinziehen könne, verurteilen. Der Gedanke, sich für Frankreich oder irgendein anderes Land auf Grund eines Abkommens, und fei dies auch der Locarno-Verttag, schlagen zu müssen, mache die Belgier geradezu wild. Dieser allgemeinen geistigen Einstellung Belgiens habe die Regierung Rechnung getragen und verfolge die Politik, die wobl Garantien von England und Frankreich annehme, aber eine Gegenseitigkeit Belgiens abschlage. sen Kräftegruppen vollziehen wird, ist heute kaum zu übersehen. Ohne Zweifel sucht die Regierung, die aus national empfindenden Männern zusammengesetzt ist, das Gleichgewicht im Lande aufrechtzuerhalten und die national-revolutionären Kräfte der jungen Generation in eine gemäßigt evolutionäre Entwicklung hinüber zu leiten. Diesem vielgeprüften Lande ist jedenfalls die so unbedingt notwendige innere Gesundung und Stärkung, der unerläßliche soziale Neuaufbau und Sicherung des nationalen Bestandes im Rahmen einer neuen europäischen Entwicklung dringend zu wünschen. Die ungarische Hochschulpoiiiik. Budapest, 14. April. (DNB.) Der van dem Vorsitzenden der Kleinlandwirtepartei Tibor Eckhardt geführte Propagandafeldzug gegen die von ihm behauptete nationale Radikalisierung in Ungarn wurde auch in die Aussprache über den Haushalt des Außenministers hineingetragen. Der frühere Ministerpräsident Graf Bethlen forderte Zurückweisung aller Einmischungsversuche. Er warf dem Unterrichtsminister Hvman vor, bei der Ernennung von Hochschulprofessoren Weltanschauliche und politische Gesichtspunkte berücksichtigt zu haben. Seines Wissens gebe es in Ungarn keinen Arierparagraphen. Die aktive Teilnahme der Hochschuljugend am politischen Leben halte er für „außerordentlich bedenklich". Minister Vornan wies die Angriffe sehr entschieden zurück. Selbstverständlich müsse jede Regierung und jeder Lehrkörper auf gewisse weltanschauliche Gesichtspunkte Rücksicht nehmen. Ein Professor, der im Gegensatz ju der national-ungarischen Weltanschauung stehe, könne nicht ernannt werden. Der Vorsitzende der antibolschewistischen „Blaukreuz"-Bewe- gung, der Abgeordnete Osillery erinnerte- den Grafen Bethlen daran, daß dieser während feiner Regierungszeit aus rein politischen Gründen f ü r einen jüdischen Professor einen b e - sonderen Lehrstuhl an der Budapester Universität geschaffen habe. Die damalige Regierung Bethlen habe damit in die Ernennung von Professoren ihre eigenen politischen Gesichtspunkte hin- eingetragen. Scharfe deutsche Verwahrung beim Vatikan Berlin. 14. April. (DNB.) Der Deutsche Bolschafler beim Vatikan hat im Auftrage der Reichsregierung in einer dem kardinal- staatsfekretär übermittelten Note gegen die Ausführungen der päpstlichen Enzy - klika vom 14. März schärfste Verwahrung eingelegt. MendorffZZZchre Soldat. Arn 15. April begeht General Ludendorff sein 55jähriges Militärjubiläum. Das ist Anlaß genug für Volk und Wehrmacht, der ruhmvollen Taten des großen Feldherrn zu gedenken, der mit ehernen Lettern feinen Namen in die Tafel der Weltgeschichte eingetragen hat. Im Alter von zwölf Jahren jft der Gutsbesitzerssohn aus der Provinz Pofen, dessen Wunsch es war, Offizier zu werden, in die Kadettenanstalt Plön eingetreten. Am 15. April 1882, vor nun 55 Jahren, erhielt Ludendorff das Offizierspatent. Er war zunächst Leutnant bei der Marine-Infanterie, später Hauptmann im Generalstab. Im Generalstab hat der junge Offizier vor allem die Fragen der Landesverteidigung bearbeitet. Dazwischen traten Jahre des Garnison- dienstes, so daß er niemals die Fühlung mit der Truppe verlor. Er selbst schreibt darüber in den „Kriegserinnerungen": „Siebenmal habe ich in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts als junger Offizier Rekruten gehabt, und zwar bei dem Infanterie-Regiment 57 in dem alten Wesel und bei der Marine-Infanterie in Wilhelmshaven und Kiel. Später tat ich einige Wochen Dienst im Leib- grenadier-Negiment Nr. 8 in Frankfurt a. d. Oder und war 1898 bis 1900 Kompanie-Chef im Jnfant.- Regiment Nr. 61 in Thorn, für mich eine unvergeßliche Zeit." Im Jahre 1912 war Ludendorff nach Düsseldorf als Kommandeur des Füfilier-Regts. 39 versetzt worden. „Zum Feldherrn wird man nicht ernannt, sondern geboren und vorausbestimmt." Dieses Wort des großen Lehrmeisters einer deutschen Führergeneration, des Grafen Schliessen, galt der inneren Veranlagung, dem Genie. Er selbst erfuhr an sich die tragische Seite der anderen Voraussetzung, daß nämlich zum Feldherrn auch die historische Chance der praktischen Wirkungsmöglichkeit gehört, die ihm selber das Schicksal versagte. Er mußte sich darauf beschränken, nur Wegbereiter zu fein. Ludendorff ist glücklicher gewesen. In vollster^ Manneskraft, auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit traf ihn der Ausbruch des Weltkrieges. Er war zu dieser Zeit kein Namenloser mehr. Seine Laufbahn, die ihn im Großen Generalstab in die Stellung des Chefs der Aufmarsch-Abteilung geführt hatte, prädestinierte ihn für eine Kriegsverwendung mit weitreichenden Wirkungsmöglichkeiten. Er war auch die Seele der Bestrebungen, die deutsche Wehrmacht für den kommenden Entscheidungskampf, dessen Nahen sich in den letzten Friedensjahren am politischen Horizont Europas deutlich abzeichnete, in die nötige Stärke und Form zu bringen. Von dem, was erreicht wurde, gebührt ihm ein entscheidender Anteil des historischen Verdienstes. Seine darüber hinausgehenden Forderungen und die zähe Energie, mit der er ihre Notwendigkeit verfocht, wurde der Anlaß zur Unterbrechung seiner Generalstabslaufbahn. Dennoch ist die Vorbereitung des Aufmarsches, wie er bei der Mobilmachung 1914 nach zwei Fronten erfolgte, noch das Ergebnis feiner Vorarbeit. Seine Versetzung in den Frontdienst war die Ursache, daß er in den ersten Augusttagen 1914 nicht auf der Stelle stand, wohin er seinen anerkannten Fähigkeiten nach gehörte. Aber die geborene Führerpersönlichkeit setzt sich durch. In den Kämpfen um Lüttich leuchtet der Name Ludendorff zum erstenmal auf. Hier, im Ringen um den Besitz der Festung, die den Weg nach Westen versperrte, bewies er sich im unmittelbaren Kampf der Waffen als die Führernatur, die unbeirrt mit dem letzten Einsatz van Blut und Leben ihr Ziel durchsetzt. Aber der Name Luden- dorff war auch dort unvergessen, wo man seine große operative Befähigung kannte. Bald trat die Stunde ein, in der es nicht weiter zu verantworten war, eine solche Kraft an anderer Stelle brachliegen zu lassen. Die schwierige Lage im Osten gab den Anlaß zu seiner Ernennung zum Chef des Generalstabes der in Ostpreußen selbständig operierenden 8. Armee. Wenige Tage nach seiner Berufung ging mit Tannenberg sein und Hindenburgs Name in die Unsterblichkeit ein. Tannenberg ist eine, wenn auch bedeutende Episode in der Schlachtenfolge, die den Weltkrieg einleitete. Die Entscheidung des Krieges lag nach den Absichten der Obersten Heeresleitung im Westen. Mit der Marneschlacht scheiterte dieser Versuch, den Krieg mit der raschen Niederwerfung der West- qegner zu beenden. Es ist müßig, eine nachträaliche Betrachtung anzustellen, welchen Ausgang der Westfeldzug genommen hätte, wenn Ludendorff in der OHL. an maßgebender Stelle tätig gewesen wäre. Eins steht jedenfalls fest: Eine van ihm geleitete Operationsabteilung hätte trotz der großen befehls- technischen Schwierigkeiten die Zügel der Führung nicht so aus der Hand gleiten lassen, wie es im Marnefeldzug tatsächlich zum Schaden der Sache geschah. Man kann die Titanenleistung Ludendorffs erst dann voll würdigen, wenn man die Anstrengung in ihrem ganzen Ausmaß begreift, die er aufwandte, um sich bas Instrument der Entscheidung erst zu schmieden. Das große Hindenburg-Programm der Industrie spannte die Wirtschaft ein. Mit ihm erschloß Ludendorff als der große Organisator, der vorher bereits in Oberost ähnliches durchgeführt hatte, jetzt die Kraftquellen des Volkes und Landes für den Existenzkampf, als den er den Krieg ansah. Seine Eingriffe in die Gebiete, die der politischen Leitung unterstanden, kamen aus dem Bestreben, die Versäumnisse der zuständigen Stellen im Interesse der Landesverteidigung auszugleichen. Im März 1918 trat das deutsche Heer — nunmehr das Werk des Organisators Ludendorffs — zum entscheidenden Waffengang an. Wenn Deutschland noch gerettet werden sollte, bevor der neue Gegner, die Vereinigten Staaten von Nordamerika, England hält an der Nichteinmischung fest. ©er Mißtrauensantrag der Labourpartei abgelehnt.-Eine neue Note an Franco. mit seinen unerschöpflichen Hilfsmitteln über den Ozean herüberarifs, so konnte das nur geschehen, wenn alles aus die Karte Sieg gesetzt wurde. Es gab keinen anderen Ausweg. Daß er fehlschlug, ist die Tragik der Geschichte. Sie belastet den Mann nicht, der übermenschliche Kraft an fein Gelingen setzte. H. Die Geburtstagsmarke des Führers. Die Reichspost amLV.APrilallenAnforderungengewachsen Berlin, 14. April. (DNB.) Eine Reihe von Firmen hat größere Markenblocks mit dem Bilde des Führers gekauft, um sie am Geburtstag des Führers oder am 1. Mai ihren Gefolgschaftsmitgliedern zu schenken. Diese Firmen haben ein prachtvolles und nachahmenswertes Beispiel an Opfersinn und Verbundenheit mit dem Führer und dem nationalsozialistischen Staat gegeben. In der Gewißheit, daß alle Firmen diesem Beispiel folgen werden, wird der Druck der Marken seit Tagen beschleunigt. Die Betriebe und Firmen werden gebeten, die für den 20. April und 1. Mai benötigten Mengen an Markenblocks s o - fort bei den zuständigen Postämtern oder unmittelbar bei der V e r s a n d st e l l e für Sammlermarken in Berlin W 30 zu bestellen, damit sie auch rechtzeitig geliefert werden können. Die Reichspost wird am Geburtstag des Führers von 10 bis 24 Uhr bei allen $ o ft an ft alten des Reiches Gelegenheit zum Erwerb von Vierermarkenblocks mit dem Bilde des Führers bieten. Bei den größeren Postämtern wird für die Ausgabe der Markenblocks dauernd ein Schalter offen gehalten. Bis guf weiteres werden ferner bei allen öffentlichen Veranstaltungen sowie auf den Bahnsteigen und in größeren Gaststätten „fliegende Markenverkäufer" für den Verkauf von Diererblocks eingesetzt werden. Am 20. April wird die Deutsche Reichspost allen Wünschen auf Gefällig- keitsstempelungen mit den gewöhnlichen Tagesstempeln, die stündlich umgesetzt werden, entsprechen. Bei einigen größeren Postanstalten sollen ferner am 20. April die Vierermarkenblocks auf Wunsch auch mit dem zum Geburtstag des Führers cherausgegebene-n Sonderstempeln bedruckt werden. Sie tragen folgende Inschriften und bildliche Darstellungen: 1. „Berlin. Des Führers Geburtstag, 20. April 1937" mit zwei Hakenkreuzen und dem Bild der Reichskanzlei; 2. „München, Hauptstadt der Bewegung. Geburtstag des Führers, 20. April 1937" mit dem Bild der Feldherrnhalle; 3. „Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage. Gebunstag des Führers, 20. April 1937" mit einem Hakenkreuz und der Nürnberger Burg; 4. „B e r ch- tesgaden. Geburtstag des Führers, 20. April 1937" mit einer Ansicht von Berchtesgaden und dem Watzmann. Dr. Ley von Mussolini empfangen. Rom, 14. April. (DNB.) Am zweiten Tage seines Aufenthaltes in Rom wurde Dr. Löy vom italienischen Regierungschef empfangen. Der Duce unterhielt sich länger als eine halbe Stunde in deutscher Sprache mit Dr. Ley über seine Italienreise und betonte, daß er vor allem die Besuche Dr. Leys in den italienischen Betrieben mit außerordentlichem Interesse verfolgt habe. Mussolini bat den Reichsorganisationsleiter, dem Führer und Reichskanzler seine herzlichsten Grüße zu übermitteln. Zu Ehren Dr. Leys fand im Kapitol ein von her italienischen Regierung veranstalteter Empfang statt, zu dem zahlreiche Vertreter der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände erschienen waren. Der Gouverneur von Rom, Fürst Colonna, begleitete den Gast bei der Besichtigung der reichen Kunstschätze des Kapitols. Am Mittwochabend gab Korporationsminister Santini ein Essen. Dr. Ley stattete dem I st i t u t o Forlanini, der neuen Musterklinik, die als Forschungsinstitut zur Bekämpfung der Tuberkulose großen Ruf genießt, einen Besuch ab. Durch die Zusammenfassung der Krankenkassen war es möglich, diese technisch bis ins Kleinste vervollkommnete Musterklinik auch wirtschaftlich ungemein rationell zu gestalten, ein Erfolg, der vom Direktor des Instituts, Mo- relli, sowie dem Präsidenten der Nationalen Ver- sicherungs- und Fürsorgeinstitute, Biagi, besonders betont wurde. Der Reichsleiter besichtigte anschließend die Staatsdruckerei und die Führer- fchule des Faschismus, wo gerade die im Speisesaal versammelte Elite des faschistischen Nachwuchses in Heilrufe auf den Führer und auf Mussolini ausbrach. Dr. Ley hat bereits am ersten Abend in der italienischen Hauptstadt Gelegenheit genommen, den Rom-Deutschen aus der Heimat zu erzählen und über die Eindrücke seiner Jtalienreise zu berichten. Dem von der Ortsgruppe Rom der Auslandsorganisation der NSDAP, im „Deutschen Heim" veranstalteten Abend wohnten Präsident Cia- netti und andere italienische Freunde sowie Botschafter von Hassell bei. Der Abend wurde zu einer Kundgebung für die deutsch-italienische Freundschaft. Keine Sammlungen während des Sommers. Der Reichsmini st er des Innern hat dem Reichsverband für deutsche Jugendherbergen für den 17. und 18. April die Genehmigung zur Sammlung von Geldspenden durch Sammelbüchsen ober Sammellisten und durch den Verkauf von Abzeichen erteilt. Aus diesem Anlaß erklärt der Minister in einem Runderlaß, daß nach dem Willen des Führers und Reichskanzlers die Sammlungen und sammlungsähnlichen Veranstaltungen während der Sommermonate mit Rücksicht auf die großen Leistungen für das Winterhilfswerk weitgehend eingeschränkt werden sollen. Abgesehen von der genehmigten Sammlung für Jugendherbergen ordnet der Minister an, daß von den staatlichen Genehmigungsbehörden für die Zeit vom 1. April bis zum 30. September keine Genehmigung für Sammlungen zu erteilen ist. Das Verbot bezieht sich auch auf Verbreitung von Sammellisten, Werbeschreiben oder Aufrufen, den Vertrieb von Eintrittskarten und Waren gemäß dem Samm- lungsgefetz. Dagegen gilt das Verbot nicht für öffentliche Veranstaltungen zu gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken und für Blin - denkonzerte. Gleichzeitig gibt der Minister in Vollzug des Sammlungsgefetzes Bestimmungen bekannt, die den Begriff der O e f f e n t l i ch k e i t klären. Danach ist eine Sammlung unter anderem dann nicht öffentlich und daher nicht genehmigungspflichtig, wenn sie innerhalb eines eng begrenzten, zahlenmäßig kleinen Personenkreises veranstaltet wird, dessen Mitglieder in einem näheren, ihnen London, 14. April (DNB.) Im Unterhaus^ machte Attlee der Regierung den Vorwurf, daß sie die englische Schiffahrt bei ihrer legalen Betätigung in spanischen Gewässern nicht genügend schütze und ihr das Einlaufen nach Bilbao nicht ermögliche. Der Premierminister habe erklärt, er dulde keine Einmischung in die britische Schiffahrt auf See. Dennoch sei britischen Schiffen offiziell mitgeteilt worden, daß die Regierung sie nicht schützen könne. Das sei eine Begünstigung Francos. Innenminister Sir John Simon erinnerte.bie Opposition baran, baß im vergangenen August und September größere Seestreitkräfte der bolschewistischen Regierung eine Kontrolle im Mittelmeer ausgeübt hätten. Von ihnen sei der internationalen Schiffahrt verboten worden, gewisse Häfen anzulaufen,. Sie hätten alles getan, um eine Blockade zu errichten. Auch in diesem Falle habe die britische Regierung die eigene Schiffahrt gewarnt. Wenn man diese Haltung damals für richtig gehalten habe, wie könnte man im Zusammenhang mit Bilbao das Gegenteil behaupten? Die Regierung habe übrigens Franco eine neue Erklärung zugehen lassen, wonach die britische Regierung den Parteien n l ch t d i e Rechte einer kr iegf ühr endenINach t zugestehe, auch keine Behelligung britischer Schiffe auf See zulasse. Die Regierung habe hinzugefügt, daß durch die amtliche englische Warnung an die britische Schiffahrt Franco nicht von der endgültigen Verantwortung entlastet werde, wenn irgendeinem britischen Schiff Schaden zugefügt werde, selbst wenn es den Rat der englischen Regierung mißachtet hätte. Auf eine Zwischenfrage von Lloyd George, ob britische Schiffe auf hoher See im Falle eines An- griffe durch Francos Kriegsschiffe geschützt würden, erklärte Simon: „3a, selbstverständlich. Die Regierung kann keinerlei Behelligung der britischen Schiffahrt dulden." Der Leiter der Oppositionsliberalen, Sir Archibald Sinclair erklärte, daß bie Regierung den englischen Schiffen geraten habe, nicht nach Bilbao zu gehen, und legte es als eine Einmischung in die inneren Verhältnisse Spaniens aus. Die Rechte des wirtschaftlichen Verkehrs dürften für Bilbao und Valencia nicht beschränkt werden. Die britische Regierung sollte mit der französischen aufs engste zu- ammenarbeiten, um diese Politik wirksam zu ge- bewußten inneren Zusammenhang zueinander tehen, und wenn auch der Veranstalter der Sammlung zu diesem Personenkreis gehört. Steht der Veranstalter außerhalb des Personenkreises, dann liegt eine öffentliche Sammlung vor. Die Kirchenkollekten sind von der Genehmigungspflicht frei. pflegestatte der Heimatliebe und Volksgemeinschaft. Ein Aufruf für den Reichsopfertag für Jugendherbergen und -Heime. B e r t i n , 14. April. (DNB.) Anläßlich des Reichswerbe- und Opfertages des Reichsoerbandes für deutsche Jugendherbergen am 17. und 18. April haben die Reichsminister und der Jugendführer des Deutschen Reiches nachstehenden Aufruf unterzeichnet: „Die Hitlerjuaend ruft am 17. und 18. April zu einem Reichsopfertag für die Jugendherbergen und Heime auf. Es gilt, für die deutsche Jugend Herbergen und Heime zu schaffen und weiter auszubauen. Das Wandern führt zu den Quellen unseres völkischen Lebens, zu der Erkenntnis der politischen Notwendigkeiten, zu Blut und Boden. In der gegenwärtigen Zeit werden von jedem Volksgenossen große Opfer gefordert. Das geringe Opfer für die Jugendherbergen und Heime wird sich reichlich lohnen, denn jede Jugendherberge und jedes Heim ist eine Pflege st ätte der Heimatliebe und damit der Volksgemeinschaft. Helft mit am Bau von Jugendherbergen und Heimen!" Ser Führer eröffnet am 30. April die Ausstellung „Gebt mirvierIahreZeit". Berlin, 14. April. (SJIB.) Die (Eröffnung der Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" findet in Anwesenheit des Führers und der Reichsregierung am 30. April, um 11 Uhr, statt. Die Ausstellungseröffnung bildet den Auftakt zum Rationalen Feiertag des deutschen Volkes. Eine Medaille des Deutschen Noten Kreuzes. Berlin, 15. April. (DNB.) Mit Ermächtigung des Führers und Reichskanzlers hat der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, NSKK.-Obergrüppen- führer Herzog von Coburg, als unterste Stufe des Ehrenzeichens des Deutschen Roten Kreuzes eine „M edaille des Deutschen Roten Kreuzes" eingeführt. Sie ist bestimmt vor allem für erfolgreiche Tätigkeit in langjähriger treuer Pflichterfüllung im Dienste des Roten Kreuzes und wird mit Zustimmung des Führers und Reichskanzlers verliehen. Die Medaille, die am roten Band mit weißem Rand getragen wird, ist ein gleicharmiges, altsilberfarbiges, auf der Vorderseite rot emailliertes Kreuz, das von einem weiß- emaillierten Ring eingefaßt ist; in der Mitte ist ein Adler aufgelegt, der in den Fängen einen goldenen Kranz mit schwarzem Hakenkreuz trägt. Aus der Rückseite ist die Aufschrift angebracht: „Für Verdienste um das Deutsche Rote Kreuz". Die Medaille wird erstmalig zum Geburtstag des Führers verliehen. Der Hochverratsprozeß Roffaint Berlin, 14. April. (DNB.) Vor dem Volksgerichtshof wurde mit der Vernehmung der Zeugen begonnen. Die Ehefrau des geflüchteten kommunistischen Funktionäres Schwippert erklärte, der Kaplan Rossaint habe den Kommunisten mehrmals in dessen Wohnung ausgesucht. Als statten. Der Konservative Winston Churchill sagte, Sinclair fordere, mit der überwältigenden Seemacht Großbritanniens die Blockade um Bilbao zu brechen. Die Blockade aber fei im Kriege eine völlig legitime Handlung. Der englische Außenminister habe richtig gehandelt sowohl was Englands Defensivbündnis mitFrank- r e i ch anlange, das Englands einzige Sicherheit in diesen Jahren säumiger Vorbereitung sei, als auch im Nichteinmifchungsausschuß. Außenminister Eden unterstrich, daß man Rechte einer kriegführenden Macht nicht nur eine Seite in Spanien zubilligen könnte, sondern entweder beiden Seiten oder keiner. Britische Schiffahrtskreise teilten keineswegs den Unwillen der Opposition. Die Opposition wünsche anscheinend, daß britische Minenräumboote unter dem Schutz der britischen Flotte den Weg nach Bilbao frei machen und die englischen Schiffe in den Hafen von Bilbao führen sollten. Eine derartige Handlung aber würde unvermeidlich als Einmischung ausgelegt werden können. Die Zurückziehung von Freiwilligen werde in der nächsten Sitzung des Nichteinmischungsausschusses erörtert werden. Solange England nicht bereit sei, mit Menschen, Geld und Munition in Spanien einzugreifen, sei die richtige Politik, weiter alles zu tun, um die Nichteinmischung wirksam zu machen. Es wäre der Höhepunkt an Torheit, wenn England einen Schritt unternehme, der den Vorwand dazu liefern könne, das ganze Nichteinmischungsabkommen über den Haufen zu werfen. Der Mißtrauensantrag der Labour Party wurde mit 345 gegen 130 Stimmen abgelehnt. Theorie und Praxis. Die wahren Motive der britischenOPPosition London, 15. April. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" schreibt, die oppositionellen Argumente für eine Durchbrechung der Blockade seien nichts anderes gewesen, als eine Forderung nach Intervention zugunsten der Bolschewisten in Spanien. Die Labour-Party würde sicherlich nicht dieselbe Forderung stellen, wenn dadurch die nationalspanischen Streitkräfte behindert würden. Die „Times" schreibt, die Oppositionsredner unterstützten theoretisch die Nichteinmischung, aber in der Praxis lehnten sie sie ab, wenn die Bolschewisten dadurch benachteiligt schienen. Dieses Verhalten werde vom englischen Volk nicht unterstützt. Schwippert wegen seiner staatsfeindlichen Umtriebe im November 1934 ins Ausland geflüchtet war, vermittelte Roffaint die Verbindung zwischen dem Vvlksverräter und seiner Frau. lieber einen kommunistischen Mittelmann mit dem Decknamen „Napoleon van den Brinzk" ging der Zeugin von ihrem Mann ein Brief zu, der auch eine für Ros- f a i n t bestimmte Anlage mit einem Bericht über die Tätigkeit der im Ausland gegen Deutschland hetzenden jüdisch-bolschewistischen Kreise enthielt. Nach der Bekundung eines polizeilich vernommenen Ohrenzeugen soll Nossaint erklärt haben, er sammele alle Nachrichten, die über die „Mißhandlung von Straf- und Untersuchungsgefangenen in Deutschland" (!) bekannt wurden, um diese Fälle weiter nach Rom zu melden. — Rossaint versucht, das in Abrede zu stellen. Ein Schriftleiter eines früheren Zentrumsblattes in Oberhausen erklärt, Rossaint habe den Nationalsozialismus innerlich abgelehnt, und geäußert, die Katholische Kirche würde den „größten Verrat" begehen, wenn sie mit dem „Faschismus" zusammengehe. Man müsse es dazu kommen lassen, daß durch eine „destruktive Haltung" der Zusammenbruch her- Neuyork, 14. April. (DNB.) Die neuen Methoden der jüdischen Propaganda in Amerika stellen nach dem neuesten Beispiel alles bisher Bekannte in den Schatten. In der Baptistischen Ri- verside-Kirche zu Neuyork fand vor 1500 Zuschauern die Vorführung eines „W e r b e f i l m s" statt, der sich, begleitet von aufpeitschenden, rührseligen Hetzreden gegen Deutschland, mit dem Schicksal aus Deutschland ausgewiesener Emigranten beschäftigt. Der Film, der den bezeichnenden Titel trägt „M o - berne christliche deutsche Märtyre r", soll womöglich in jeder Kirche der Vereinigten Staaten unentgeltlich vorgeführt werden. Der Erlös dieses unfrommen Unternehmens, bei dem Kollekten veranstaltet werden, ist für Emigranten aus Deutschland bestimmt. Der Film enthüllt mit erschreckender Deutlichkeit die in ein christliches Gewand gekleideten u n - christlichen Methoden, mit denen offenbar ein neuer großangelegter antideutscher Pro - pagandafeldzug durch alle Kirchen der Vereinigten Staaten eingeleitet werden soll. Eine kleine Clique bemüht sich unter dem Einfluß landfremder Elemente, die Frömmigkeit amerikanischer Kreise für ihre Zwecke auszunutzen. Die wahren politischen Absichten werden durch fromme Steuerungen christlicher Nächstenliebe verschleiert, und es wird der Versuch gemacht, den wertvollsten bodenständigen Teil der Bevölkerung der Vereinigten Staaten durch einen Appell an ihre religiösen Gefühle zu erfassen. Der inhaltlich äußerst dürftige Film besteht im wesentlichen aus einem Ausruf des ehemaligen Völkerbundskommissars für die Emigranten aus Deutschland, Macdvnald, und des Pastors der Riverfidekirche, F o st i cf. Auch Erika Mann, die sattsam bekannte Tochter ihres noch „rühmlicher" bekannten Vaters Thomas Mann, ist gleichfalls, ebenso wie andere deutsche Emigranten, an der Darstellung beteiligt. Die nationalsozialistische Regierung wird von den Rednern als Feind jeder christlichen Kultur hingestellt. Steuerungen von Alfred Rosenberg, Baldur von Schirach und aus dem Buch des Führers „Mein Kampf" werden angeführt und der Absicht entsprechend gefälscht. Erhöhte Versicherungsraten für englische Schiffe nach Spanien. ßonbon, 15.April. (DNB. Funkspruch.) Im Zu- sammenhang mit der Blockade von Bilbao ist es bemerkenswert, daß die englischen Versicherungsgesellschaften in den letzten Tagen die Prämien für bie Versicherung von englischen Nahrung s m i t t e l s ch i f f e n , bie sich nach Spanien begeben, gegen Kriegsgefahr auf 3 v. H. erhöht haben. Die „Times" befürchtet, baß eine Verlängerung ber Blockade' von Bilbao die Eisen - und S t a h l i n d u st r i e in S ü d w a l e s, die normalerweise auf große Eisenlieferungen au sSpa- nien angewiesen ist, ernstlich in Mitleidenschaft ziehen wird. Paris und Moskau durchlöchern die Einmischung. Rom, 14. April. (DNB.) „Giornale d'Jtalia" weist unter Angaben einer Reihe von Einzelheiten nach, wie Paris und Moskau gerade in den letzten vier Wochen überraschend große Flugzeuglieferungen und Materialtransporte vorgenommen haben und im weiteren, daß auch die Freiwilligen-Anwerbungen auf französischem Boden nicht aufgehört haben. Hauptorganisator des Waffenschmuggels und der Lieferung von Kriegsmaterial für das bolschewistische Spanien sei der Toulouser kommunistische Stadtrat A u b a n , der mit dem französischen Luftfahrtministerium direkte Beziehungen unterhalte. Außerdem habe man eine ganze Anzahl Piloten der Air France angeworben. In Frankreich seien weitere Fliegerschulen zur Ausbildung sowjetspanischer Piloten gegründet worden, z. B. in Francanzal (Toulouse), Bordeaux, Carcassonne und Paris. Frankreich liefere sogar Luftabwehrgeschütze. „Giornale d'Jtalia" spricht bann von 8 0 0 Freiwilligen, bie durch die Anwerbebüros mit Geld unterstützt und nach dem bolschewistischen Spanien in letzter Zeit abgeschickt worben seien. Das Neueste sei jeboch, baß am spanischen Bürgerkrieg algerische Eingeb orenen-Sol baten teilnähmen. Am 7. März seien aus Tanger 250 Miliz- solbaten, mit spanischen Pässen versehen, nach Marseille verschifft worben unb am 17. unb 18. März weitere 1000 Manm Mit Segelbooten und Dampfern werde auch aus sämtlichen Häfen der französischen Küste zwischen Marseille und Toulon ein schwungvoller Waffenschmuggel nach dem bolschewistischen Spanien betrieben. Deutschfeindlicher Lügenfilm in einer Aeuyorker Kirche. Llebler Mißbrauch zu jüdisch-kommunistischer Hetzpropaganda. beigeführt werde. Dem Zeugen ist ferner bekannt, daß Rosfaint kommunistische Hetzschriften gelesen unb in seinem Bekanntenkreis weitergegeben hat. Der Frau eines SA.-Mannes hat Roffaint erklärt, bie nationalsozialistische Regierung werde nicht lange an ber Herrschaft bleiben. Der Vorsitzende nimmt bann gegen Veröffentlichungen in ber Auslandspresse Stellung. Er fragt den Angettagten Roffaint: Die Wiener „Reichspost" vom 11. April 1937 behauptet, ber Vorsitzenbe trage gegen bie Angeklagten eine über» raschenb feindselige Einstellung zur Schau. Sagen Sie mir ganz offen, ob Sie den Eindruck haben, daß ich Ihnen gegenüber eine überraschend feindselige Haltung einnehme?" Angeklagter: „N ein. Ich habe bereits einmal gesagt, daß ich nicht diesen Eindruck habe." Auch der Verteidiger betont, daß er von der völligen Objektivität der Verhandlungsführung überzeugt sei. Vorsitzender: „... so daß man sagen kann, die Vorwürfe sind vollkommen ungerechtfertigt. Dann bezeichne ich diesen Verhandlungsbericht als eine ungeheure Unverschämtheit und richte diesen Vorwurf auch gegen denjenigen, der den Bericht verfaßt hat." Der Film, der charakteristischerweise mit dem Absingen des Luther-Chorals beginnt, ist somit eine Mischung kirchlicher Lieder und Gebete mit hetzerischen Gemeinheiten. Er ist ein hoffentlich zum Mißerfolg bestimmter Versuch, eine freche jü» bische Hetze in bie einflußreichen Kirchen ber Vereinigten Staaten hineinzutragen. * Wenn hier eine kleine Clique lanbfrember Elemente unter jüdischer unb kommunistischer Führung versucht, die antibeutsche Propaganba in amerikanische Kirchenkreise zu tragen, so sind wir überzeugt, daß der gesunde Instinkt der großen Mehrheit des amerikanischen Volkes den falschen Ton dieser Propaganda sehr schnell heraushören wird. Es kommt ja immer mehr zum Ausdruck, daß der weitaus größte Teil des amerikanischen Volkes diese üble jüdisch-kommunistische Hetze gegen das neue Deutschland gar nicht wünscht und als eine höchst unangebrachte Störung einer auf Verständigung der Völker und Sicherung des Weltfriedens gerichteten Politik empfinbet. Die Mehrzahl gerade der Amerikaner, die in den großen religiösen Gemeinschaften zusammengeschlossen sind und nun von der jüdisch-kommunistischen Hetzclique als Opfer ihrer Propaganda ausersehen wurden, wissen genau, wieviel Angehörige gerade des deutschen Volkes als Pioniere der europäischen Kolonisation und später als Vorkämpfer der Unabhängigkeit der jungen Vereinigten Staaten für den Ausbau Amerikas Ungeheures geleistet haben. Wir können es uns ieden- falls nicht denken, daß es die Absicht der Mehrzahl der Amerikaner ist, durch Duldung dieser jüdisch- kommunistischen Völkerverhetzung ein Land zu diffamieren, das Amerika einen Steuben, einen Karl Schurz und andere bedeutende Männer geschenkt hat. Lynchjustiz in Amerika. Neuyork, 14. April. (DNB.) Wie bereits gemeldet, wurden Dienstag in Grenada im Staate Missouri zwei Neger gelyncht. Zu dieser Untat werden am Mittwoch furchtbare Einzelheiten berichtet. Die Neger, die der Ermordung eines weißen Ladenbesitzers beschuldigt waren, würben unter noch ungeklärten Umständen aus dem Gefängnis geholt und in einem Omnibus an die Mordstelle gebracht. Dem Omnibus folgten zahlreiche Kraftwagen sensationslüsterner Zuschauer. Die Neger wurden mit entkleidetem Oberkörper an Bäume gefesselt und mit Azetylengasgebläsen bearbeitet. Sie wurden auf diese Weise gezwungen, „Geständnisse" abzulegen. Sodann wurden dem einen von ihnen mit dem Gebläse weiter so furchtbare Verbrennungen zugefügt, daß er starb. Der zweite Neger erhielt einen Kopfschuß. Ein dritter Neger wurde ausgepeitscht und entrann mit knapper Not dem Tode. Der amerikanischen Oeffentlichkeit, die sonst gewisse Stellen mit Vorliebe durch Greuelmärchen gegen den Nationalsozialismus und seine doch wahrhaft human durchgeführte Rassengesetzgebung aufzubringen suchen, hat sich diesmal angesichts der besonderen Grausamkeit der Lynchmorde im Staate Missouri begreifliche Erregung bemächtigt. In Kongreßkreisen wurde die Forderung nach gesetzgeberischen Maßnahmen und Bestrafung der Schuldigen laut. Gegen den Kommunismus in Aeuyork. Der Jude La Guardia in Abwesenheit ausgepfiffen. N e u y o r k, 14. April. (DNB.) Eine eindrucksvolle Kundgebung gegen den Kommunismus fand im Neuyorker Hippodrom statt. Die von 4000 Personen besuchte Versammlung war einberufen von dem „Amerikanischen Verband gegen den Kommunismus" und der „Internationalen katholischen W a h rhe i ts ge s e ll s ch a f t". Lord Harvey, der Präsident des Neuyorker Stadtbezirkes Queens, der als republikanischer Anwärter für das Ober- bügermeisteramt gilt, erklärte unter begeistertem Beifall, wenn er die Neuyorker Polizei unter sich hätte, würde er die Stadt innerhalb von zwei Wochen von den Kommunisten säubern. Bezeichnend war die Abwesenheit des berüchtigten Juden L a Guardia, der es nicht einmal für nötig gefunden hatte, die an ihn als Oberbürgermeister ergangene Einladung zu beantworten. Während der Rede von Pfarrer Curran, dem Gründer der obengenannten Verbände, in der er den Talmudjuden scharf angriff, wurde La Guardias Name von der Menge minutenlang ausgezischt und ausgepfiffen. • Kommunistenüberfall auf englische Faschisten. London, 15. April. (DNB. Funkspruch.) Im Stadtviertel Whitechapel im Londoner Ostend wurden mehrere englische Faschisten von einer kommunistischen Bande überfallen. Die Kommunisten gingen auch gegen die eingreifende Po- l i z e i vor, wobei ein Schutzmann durch ein Metallstück im Gesicht verletzt wurde. Mehrere Personen schleuderten brennende Fackeln gegen Läden und Häuser, worauf die Bewohner die Wohnungen verbarrikadierten und Eimer mit Wasser aus den oberen Stockwerken schütteten, um die Flammen zu löschen. Der Verkehr ruhte eine zeitlang völlig und die Ordnung konnte erst wieder hergestellt werden, als berittene Polizei die Straßen räumte. Die ausländischen Kriegsschiffe bei der Krönungsflottenparade. London, 15. April. (DNB. Funkspruch.) Wie die englische Admiralität mitteilt, werden i n s g e - samt 17 ausländische Staaten je ein Kriegsschiff zu der großen Krönungsflottenparade entsenden, die am 20. Mai bei Spithead stattfindet. Deutschland wird durch das Panzerschiff „A d m i r a l Graf S p e e" (10 000 To.) vertreten sein. Das größte ausländische Kriegsschiff wird das argentinische Schlachtschaff „Moreno" sein, das eine Wasserverdrängung von 27 940 To. besitzt. Die Vereinigten Staaten senden das Schlachtschiff „N e u y o r k" (27 000 Tonnen), Frankreich das Großkampfschiff „Dunkerque" (26 500 Tonnen) und Japan den Kreuzer „A s ch i g a r a" (10 000 Tonnen). Erstes Ergebnis der Konferenz von Montreux. Nebergangsregelung für den ägyptischen Appellationsgerichtshof. Montreux, 14. April. (DNB.) Die Kapitulationskonferenz nahm in erster Lesung den Artikel 1 des ägyptischen'Entwurfs für die Neuordnung der gemischten Gerichte vorläufig an. Hiernach bleiben der gemischte Appellationsgerichtshof und die drei gemischten Gerichte erster Instanz in Kairo, Alexandria und Mansura mit ihren gegenwärtigen Bezirken bestehen. Während der Ueberganqszeit soll das Zahlenverhültnis zwischen ausländischen und ägyptischen Mitgliedern des Appellationsgerichtshofes nicht Verändert werden. Dieser würde danach aus elf Ausländern und sechs Aegyp- tern bestehen. Bei den Gerichten erster Instanz soll es bet der gegenwärtigen Zusammensetzung von insgesamt 55 Richtern bleiben, von denen 37 Ausländer sind; jedoch sieht der ägyptische Entwurf vor, daß die ausländischen Mitglieder, wenn sie durch Pensionierung, Tod oder aus sonstigen Gründen ausscheiden, durch ägyptische Richte r e r s e tz t werden, wodurch der Abbau der ausländischen Beteiligung reibungslos vollzogen würde. Verschiedene Kapitularmächte sehen darin ein Element der Unsicherheit und wünschen, daß während der Uebergangszeit ein festes Zahlenverhültnis für die ausländische Beteiligung beibehalten werde. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler empfing iden Königlich Britischen Botschafter Sir Eric 'P h i p p s und Lady Phipps zur Verabschiedung. * Der Führer und Reichskanzler empfing Len neuernannten Botschafter des Deutschen Reiches in Washington, Dr. D i e ck h o f f, zur Abmeldung. * Der Führer und Reichskanzler empfing Len deutschen Gesandten für Kuba, Dominikanische Republik und Haiti, Dr. H. Völkers, zur Mel- Lung. * Reichsminister Rust wurde zu einer längeren Aussprache vom griechischen Ministerpräsidenten Metaxas empfangen. Der Ministerpräsident überreichte ihm im Namen des Königs das G r o ß - reuz des Königsordens. Der Reichsbund der Kinderreichen spendete 10 000 Mark zum Dankopfer der Nation. * An Berlin traf der italienische Flieaergeneral A l m o n e - C a t ein. Er wird in der Lilienthal- Gesellschaft für Lustfahrtforschung einen Vortrag über die Verwendung der Luftwaffe während des Feldzuges in Abessinien halten. Er hat als Oberbefehlshaber den abessinischen Feldzug mitgemacht. Bundeskanzler Dr. Schuschnigg wird am 22. Avril in Venedig eine Zusammenkunft mit Mussolini haben. * Die Vorbereitungen für die britische Straf- expedition gegen den Fakir von Ipi und die mit ihm verbündeten Stämme an der indischen Nordwestgrenze machen Fortschritte. Die gegen die Aufständischen in Marsch gesetzte Expedition besteht aus 33000 Mann. Zwei Flugzeuggeschwader sind ihr zugeteilt. Die Aktion steht unter dem Kommando des Generalmajors B u r g h. Kunst und Wissenschaft. Oie Breslauer Tagung der Ilöntgen-Aerzte. Die Reihe der Referate der zweiten wissenschaftlichen Sitzung der 28. Tagung der Deutschen Röntgengesellschaft in Breslau leitete P a p e - Wien ein, der über Funktionsstörungen des Dickdarmes berichtete. K o m m e r e l l - Berlin zeigte an zahlreichen Bildern die Fortschritte der Darstellung der Gallenblasenerkrankungen. Der Altmeister der Röntgenologie, Professor Grashey- Köln, wies darauf hin, daß nur eine wirkliche Beherrschung der Technik die Voraussetzung für die richtige Erkennung der Erkrankungen des Skeletts sei. Ebenfalls über das Skelett sprach von P a n e - w i tz - Freiburg. Ferner sprach E. G. Mayer- Wien, der in der Entwicklung der Röntgenuntersuchung des Schädels durch Spezialaufnahmen bahnbrechend ist. Boeminghaus - Marburg gab einen Ueberblick über die Technik der Röntgenuntersuchung der Harnorgane. Nachdem Schall- Homburg wertvolle Anregungen für die schwierige röntgenologische Untersuchung des Säuglings und des Kleinkindes vermittelt hatte, verbreitete sich von Reckow - Marburg über die spezielle Technik der Zahnröntgenologie und deren Ergebnisse. Zwicker-Düsseldorf zeigte die großen Etappen der Entwicklung der Röntgentechnik zu ihrem heutigen Stand auf. Die Deutsche Röntgengesellschaft entsendet unter Führung von Professor Dr. Frik eine fünfköpfige Delegation zum 5. Internationalen Radiologenkongreß nach Chicago. Ein „Ehrenbuch", das die Namen aller derer enthält, die der Röntgenforschung zum Opfer gefallen sind, soll den Schwestergesellschaften im Auslande gestiftet werden. Besonderem Interesse begegnete die Mitteilung über die Errichtung eines Röntgenamtes in München. Es wird der Leitung von Dr. Becker unterstellt und hat die Aufgabe, eine die gesamte Strahlungswissenschaft umfassende Bücherei aufzubauen. Professor Bittner (Wien) in das „Reichsinstttut für Geschichte des neuen Deutschlands" berufen. Der Präsident des „Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands", Professor Walter Frank, hat den Generaldirektor des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Professor Dr. Ludwig Bittner, in den Sastverständigenbeirat des Reichsinstituts berufen. Bittnek, 1877 in Wien geboren, kann auf eine vielseitige Tätigkeit im Archivwesen und in der Geschichtswissenschaft zurückblicken. Große Verdienste hat sich Bittner auch durch seine Forschungen zur Vorgeschichte des Weltkrieges erworben. Gemeinsam mit den Professoren von Srbik und U e b e r s b e r g e r hat er, das neunbändige amtliche österreichische Aktenwerk herausgegeben. Eine neue üunstgalerie in Darmsiadk. In Darmstadt wurde neben der staatlichen Gemäldegalerie des Landesmuseums im Ausstellungsbau auf der Künstlerkolonie neben dem „Hochzeitsturm" eine ständige Städtische Kunstsammlung eingerichtet, in der wertvolle bodenständige Kunstwerke, die bisher der Oeffentlichkeit nicht zugänglich waren, den Besuchern zur Besichtigung freistehen. Neben 26 verstorbenen Darmstädter Künstlern sind nicht weniger als 30 lebende Maler und Bildhauer vertreten. Mit der Eröffnung der Städtischen Kunstsammlung wird die Landeshauptstadt um eine weitere bedeutsame kulturelle Sehenswürdigkeit bereichert. Aus aller Welt. Reichskreffen der kinderreichen in Frankfurt a. M. In der ersten Iuniwoche dieses Jahres treffen ich die erbgesunden Vollfamilien ganz Deutschlands in Frankfurt. Sie wollen ein machtvolles Bekenntnis ablegen, daß Deutschland nur gedeihen kann, wenn es eine gesunde, kraftvolle Jugend hervorbringt. Die Veranstaltungsfolge zum Reichstreffen der Kinderreichen liegt in ihren wesentlichsten Zügen fest. Die Teilnehmer versammeln sich am Samstag, 5. Juni, 18 Uhr, zu einem Appell in der Festhalle, zu dem 12 600 Amtsträger des Reichsbundes antreten. Auf dieser Kundgebung sprechen Reichsbundsleiter Wilhelm S t ü w e, 'Reichsamtsleiter Dr. Groß und Ministerialdirektor Dr. Gütt. Nach dem Appell bilden die Teilnehmer einen großen Fackelzug zum Römerberg, wo unter Leitung von Generalarbeitsführer Dr. Decker eine Feierstunde stattfindet. Der Sonntag ist einer Veranstaltung auf dem Festhallengelände vorbehalten. Am dritten Tag finden Fachtagungen statt, in deren Rahmen auch der Ehrenring des Bundes Zusammentritt. 60 Jahre Verband der Freudinnen junger Mädchen. Der Deutsche Verband der Freundinnen junger Mädchen und sein Zweig Hessen können im Jahre 1937 auf ein 60jähriges Bestehen zurückblicken, es ist beabsichtigt, dieses Jubiläum während einer Mitgliederversammlung im Juni in Dresden feierlich zu begehen. Als 1877 der Verein der Freundinnen junger Mädchen gegründet wurde, fand der Gedanke feiner Gründerin, der englischen Porkämp- ferin für den Mädchenschutz, Josephine Butter, sofort Verständnis, auch b et den deutschen Frauen. Die Bewahrung der fern dem Elternhaus im Erwerbsleben ober in der beruflichen Ausbildung tehenden Mädchen vor den Gefahren der Fremde wurde von ihnen mit Eifer ausgenommen, und rasch entwickelte sich der deutsche Zweig des Vereins zu beachtenswerter Bedeutung. Zu den ersten Arbeitsgebieten traten bald weitere hinzu: Herausgabe von Ratgebern mit Schutzadresfen, Flugblättern, Gründung von Heimen und Unterkunftsstellen, Sonntagsvereinen, Stellen-Vermittlungen, Bahnhofsmissionen, Auswandererfürsorge. 1927 entstand ein großes Heim und Hospiz in s*1 V» Äuch auf^ljrtnQflamnt kann ein solcher Scheck ausgestellt werden! Zwei Gewinne von ft einer Million Reichsmark — das filld die Laupttreffdr ftder Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie. Auf jedes Achtellos, das die Glücks* nummer dieser Gewinne trägt, fallen bare 100000.— Reichsmark. So bringt das »Große Los" am letzten Ziehungstage der 5. Klasse einer ganzen Reihe deutsches Volksgenossen das Glück erfüllter Wünsche und verwirklichter Hoffnungen. Am 23. April, in wenigen Tagen, beginnt wieder einmal das Glück zu rollen. Denn an diesem Tage wird die große Lostrommel im Ziehungssaal der Staatslotterie für die 1. Ziehung der 49. Preußisch - Süddeutschen (275. Preußischen) Klaffenlotterie gedreht. 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Dke neue Lotterte beginnt) Wer kein Los hat. kann nicht gewinnenk (Auszug aus dem amtlichen Gewinnplan) 2 Gewinne zu je l.OOOOOO.— RM 2 Gewinne zu je 2 Gewinne zu je 2 Gewinne zu je 10 Gewinne zu je 500 000.- RM 300000— RM 200 000— RM 1OOOOO— RM 2 Gewinne zu je 75 000— RM 12 Gewinne zu je 50 000— RM Außerdem 342 968 weitere Gewinne im Gesamtbetrag von 61 910180— RM •P n x m reitag Gießen, Alicen- Straße 40 p. 9—7 Uhr durchgehend. Weg. Erkrankung des Mädchens wird ein älteres Hlleittmöö®en mit guten Koch- kenntn. in Haushalt v.2Erw. bis spät. 1. Mai gei. Meldung, erb. an Geheimrat! vis»? Fromme.Bleich- str 24. Tel.3936. Eflöen- WrWW i. Lebensmittel- 19 jähr. Abiturientin sucht zum 1. 6. Stelle als ßfluMotytet zur Erlernung d. Haushalts i. nur vornehm. Hause b. voll.Familienanschluß.Ang.an Hildepa dc tfther, Bremervörde, Bez.Brem. 263sD Verloren Auto-Ersatzrad (Hoherodskovf — Schotten, Laubach— Gießen). Abzugeben gegen Belohnung. 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März, und zahlreich find die Anzeichen, daß es nun mit Riesenschritten der Heimat und dem Ende unserer schönen Reise zugeht. Zweimal haben wir schon seit dem Verlassen Havannas die Uhr um eine halbe Stunde vorgestellt, diesmal geht die eingesparte Zeit nach alter Tradition von der Dienstzeit ab. Langst tragen wir wieder aus den Nachtwachen blaues Zeug und die Seeleute an Deck das heimatliche weiße Arbeitszeug, seitdem die Temperaturen sich nur noch um 20 Grad bewegen. Schon sucht man die Sonne wieder und läßt sie sich wohlig auf den Pelz scheinen, ganz wie zu Hause im Sommer! „Rudolf Albrecht", der zwei Tage vor uns auslief, um in C h a r l e st o n (USA.) Brennstoff zu tanken, hat durch FT. vier Grad Lufttemperatur gemeldet! Inzwischen ist er längst wieder zu uns gestoßen und hat bei verschiedenen Klarfchiff-Uebungen, die nach dem Abschluß der Grundausbildung das Zusammenwirken aller Waffen gefechtsmäßig zur Darstellung bringen sollen, und bei nächtlichen Scheinwerferübungen uns wieder treulich als Ziel dient. Nur wenige hundert Meilen trennen uns noch von der ersten atlantischen Zwischenstation auf der Heimreise: Hamilton auf der größten der britischen Bermudainseln, versunken ist hinter uns Kuba, „die Perle der Antillen", mit seiner einzigartig schönen Hauptstadt, in deren gastlichen Hafen wir zehn unvergleichlich erlebnisreiche Tage verlebt haben. Havanna. Schon die Silhouette der Stadt mit ihren amerikanischen Wolkenkratzern und monumentalen Prachtbauten, die man schon weit draußen von See ausmachen kann, wirkt beim Einlaufen imponierend und verheißungsvoll. Markig ragen die alte Forts Morro Castle und stadtwärts Castillo de la Punta, welche die schmale Einfahrt in den ausgezeichneten natürlichen Hafen flankieren, in den Morgendunst, den die aufsteigende Sonne rasch vertreibt. Als wir salutfeuernd die Einfahrt ansteuern, stehen die schaulustigen Haoanneser, darunter der größte Teil der fast 500 Köpfe zählenden deutschen Kolonie, dicht gedrängt an der Mole der prächtigen Avenida del Puerto, die sich vom Castillo aus in südöstlicher Richtung vor der Front der Hochhäuser binzieht. Hell -leuchten die weißen Blusen der BDM.-Mädels, die um ihren Wimpel geschart, begeistert winken. Hunderte von Wa^en parken hier, und viele begleiten uns, während der Landessalut von dem jenseitigen Forts erwidert wird, mit Hupengetöse in den Hafen hinein. Mitten im sich verbreiternden Hafenbecken, gegenüber den großen, für die Fahrgastschiffe bestimmten Anlegepieren, rauscht unser Anker in den Grund, und wie schon so manchesmal geübt, fliegen auf Hornsignal die Backspieren querab und heben die Bootskräne unsere Kraftboote zu Wasser. Am Ankunftstage habe ich Wache, und bald nach der Begrüßung des Geschäftsträgers, Konsuls und Begrüßungsausschusses der deutschen Kolonie begibt sich der Kommandant zu den offiziellen Besuchen von Bord. Unweit von uns liegt unser Freund und Kamerad, der schwedische Flugdeckkreuzer „G o t l a n d", mit dem wir in Barbados unser friedliches Weihnachten gemeinsam verlebt haben. Nach zwei Tagen bereits verläßt er uns wieder. Zahlreiche Dampfer der verschiedensten Größen und Nationalität kommen und gehen oder liegen im Hafen. Rasch sinkt der Abend dieses arbeitsreichen ersten Hafentages herab, und schon blinken und blitzen die vielen tausend Lichter der Großstadt, phantastisch abgeschlossen durch die endlose Reihe der die Strandpromenade flankierenden Bogenlampen über das Wasser, als die erste große Abordnung im festlichen Abendanzug das Schiff verläßt, um nach der offiziellen Begrüßung in der Gesandtschaft bei deutschen Familien den ersten Abend zu verbringen. In Scharen strömt der wachfreie Teil der Besatzung an Land, und bald wird es still auf der abendlichen Schanze, nachdem die Ronde gegangen und der Zapfenstreich aus dem Mast herübergeklungen ist, nach der schimmernden Stadt. Wie wird sie uns empfangen, die wir ein wachfreies Wochenende vor uns und einen, wenn auch mit noch so bescheidenen Dollars gefüllten Geldbeutel, in der Tasche haben? Der Samstag vormittag, an Bord stets ungemütlich, mit Wasserfluten und geschwungenen Besen, wird auf Einladung eines Landsmannes draußen an der Mündung eines kleinen Flusses verbracht, (Aufnahme: der Verfasser.) wo man nach vergnüglicher Kanufahrt in geschützter Bucht hinter der Brandung baden kann. Einladend begrüßen uns aufgestapelte Haifischgerippe, geöffnete Rachen, mächtige Schwanz- und Rückenflossen, als wir mit dem Omnibus auf der Farm anlangen — ein origineller Badeplatz! Täglich werden hier einige Haie von den Fischern abgeliefert, die sie weiter draußen mit großer Geschicklichkeit von ihren Booten aus zu angeln verstehen. Zahlreich sind die Verwendungsmöglichkeiten der Einzelteile des gefangenen Seeräubers, selbst das Fleisch wird auf dem Markt für billiges Geld verkauft. Der Hauptfangplatz liegt an der Mündung der städtischen Kanalisation, wo die gefräßigen Burschen sich regelmäßig zu bestimmten Zeit herurn- zutreiben pflegen. Leider ist es uns trotz verschiedener Versuche bisher nicht gelungen, den traditionellen Hai zu angeln; vielleicht hätten wir auch den hier üblichen Fischköder statt Fleisch verwenden sollen? Auf der „Hamburg" hatten wir jedenfalls seinerzeit mehr Jagdglück, als in dem gar nicht weit entfernten Sankt Thomas mitten im Hafen zweimal der Pfiff „Alle Mann an den Hailäufer!" durchs Schiff schallte. Nachmittags ein erster unverbindlicher Stadtbummel, dessen Ziel zunächst das über dem Zentrum der Stadt trauende Capitolio mit dem berühmten Prado und dem Zentralpark ist, von wo aus die Hauptgeschäftsstraßen sich rechtwinklig nach allen Seiten hin erstrecken. Der eigene Reiz dieser Anderthalb-Millionenstadt liegt in der Mischung zwischen altspanischer Baukultur und modernem Amerika, in dem lebendigen Kontrast zwischen der engstraßigen Altstadt und den breiten, ganz auf modernen Autoverkehr abgestellten Hauptstraßen, deren prächtigste, der P r a d o , mit kostbarem Marmorbelag auf der breiten Fußgängerallee sich, flankiert von den spiegelglatten Fahrbahnen, längs der gewaltigen Häuserfronten vom Zentralpark in nördlicher Richtung zum Hafen erstreckt. Zahlreiche Klubs und alles überrpgenb, das Sevilla-Biltmore- Hotel, von dessen Dachgarten ich am folgenden Tag beim Tanztee einen herrlichen Rundblick über das Lichtermeer der Weltstadt genieße, während ein berühmtes Tanzpaar aus dem nahen Miami (Florida) feine kultivierten^ Tänze zu den Klängen der besten kubanischen Tanzkapelle „auf das Parkett legt." Gerade im Tanz hat Havana feine eigene reizvolle Note: der einheimischen Rumba, in unzähligen Variationen zu dem eintönigen und doch packenden Rhythmus der Maracas gespielt, in bunter Folge mit den uns vertrauteren Tanzweisen amerikanisch- englischen Stils wechselnd. Die ganze Stadt steht während dieser Tage unter dem Zeichen des Karnevals. Als ich abends aus dem Kino komme, wo ich in „eisgekühlter Luft" eine der neuesten Hollywood-Filme gesehen habe, erlebe ich zum ersten Male den großen Karnevalsumzug mit, den eine dichtgedrängte Menschenmenge mit unendlicher Geduld und südländischen Beifallsausbrüchen an sich vorüberziehen läßt. Am originellsten sind zweifellos die tanzenden Negergruppen, mit ihren malerischen Kostümen und kunstvoll getürmten bundschillernden Laternen, die sie im Rhythmus der klappernden Rumbaweisen über ihren Köpfen wirbeln lassen. Hier liegt die negroide Herkunft dieses zum Gesellschaftstanz südamerikanischen Stils gewordenen Rhyihmus klar zutage. Dieses Schauspiel wird uns an den folgenden Abenden, wenn wir im Auto mit unseren Bekannten durch die Stadt fahren, noch häufiger geboten. Ab zehn Uhr abends regiert der Karneval absolut den Verkehr, unzählige blumengeschmückte Autos, dicht besetzt mit bunt bekleideten Masken, schieben sich durch die verkehrsreichsten Straßen, Papierschlangen und Konfetti fliegen im Licht der Bogenlampen und Lichtreklamen hin und wieder, bis sich alles in den zahlreichen riesigen Festsälen zu buntem und ausgelassenem Treiben zusammengefunden und nur noch die tadellos funktionierende Verkehrspolizei in unwahrscheinlich kurzer Zeit den bunten Zauber von den Straßen gefegt hat. Draußen in dem neuesten und größten Vergnügungslokal Sanssouci, wohin allabendlich die reichen Amerikaner mit ihren wundervollen Wagen im Neunzig-Kilometer-Tempo durch die Quinta Avenida brausen, spielt eine berühmte amerikanische Kapelle mit einer kubanischen abwechselnd zum Tanz, in dem die dunkeläugigen Schönen des Landes und platinblonde Amerikanerinnen, von mehr oder weniger distinguierten Kavalieren geführt, sich bewegen. Hier in den Spielsälen, wie in den zahlreichen vornehmen Klubs rollt der Dollar Abend für Abend, während tagsüber an dem wundervollen Strand der Playa hochsommerliches Badeleben herrscht, wo die prächtigen Gebäude des Havanna-Pachtklubs, des Kasino National und wie sie alle heißen, in idealer Lage, inmitten ihrer Tennis-, Golf- und Sportplätze, gelegen sind. Kraß sind die Gegensätze zwischen arm und reich, hier wie in all den Ländern, die wir seither besucht haben. Groß aber auch die rassenmäßig bedingte Kluft zwischen den Kubanern, Weißen, meist spanischen Geblüts, und den anderthalb Millionen Negern und Mestizen. Von den vier Millionen Einwohnern Kubas sind reinrassig erhaltene Spanier rund 12 3 0 0 0; erstaunlich hoch ist die Zahl der eingewanderten Chinesen mit 60 000, die in Havanna ihr eigenes Viertel bewohnen. Den Nachmittag des Heldengedenktages, am Sonntag, 21. Februar, verbringen wir nach einem Gedenkgottesdienst an Bord und anschließender würdiger Feierstunde in der Gesandtschaft, hier draußen in dem schönen Haimanitas-Klub, im Kreise liebenswürdiger Landsleute. Indessen zeigt sich an dem Andrang der Besucherboote an Bord, welches Interesse der Besuch des deutschen Schulschiffes gesunden hat, und drei Stunden lang ergießt sich der bunte Strom der Schaulustigen auf genau festgelegtem Rundgang durch das Schiff, von sprachgewandten Kadetten und Matrosen geleitet, die auf alle Fragen freundlich Auskunft geben und dafür zu sorgen haben, daß sich kein Besucher verkrümelt oder gegen den Strom zu schwimmen versucht. In der Batterie entwickelt sich bald ein fröhlicher Betrieb, Bekanntschaften werden geschlossen und die neue Freundschaft mit einem Schluck des auch hier ungeheuer beliebten „german lagerbier“ vor der Kantine bekräftigt. Mancher Landsmann und viele Kubaner nehmen ihre neuen Freunde gleich mit, soweit sie zur Freiwache gehören, um ihnen ihre schöne Stadt zu zeigen. Keine ganz leichte Aufgabe für den wachhabenden Offizier und sein unermüdliches Wachpersonal, bis er die letzten und hartnäckigsten Besucher vor der Abendronde von Bord und sicher im Boot hat. Mit frischen Kräften beginnt am nächsten Morgen der Ausbildungsdienst im Hafen wieder einzusetzen. Der Nachmittag bringt eine Abordnung im Kraftwagen auf glatter Chaussee hundert Kilometer hinaus nach der hübschen kleinen Stadt Matanzas, wo unter Führung des trefflichen Dizekvnfuls Landmann, Sisal- und andere große Pflanzungen und als besondere Sehenswürdigkeit eine mächtige Tropfsteinhöhle gezeigt werden. Zahlreiche Badeausflüge werden für die Freiwache durchgeführt, und täglich führen stramme Hitler-Jungens unsere Männer gruppenweise durch die Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Nach einer feucht-fröhlichen Besichtigung der berühmten Barcardi-Rumfabrhk, wo wir das köstliche Nationalgetränk der Kubaner, den Dai- kiri, gründlichst kennenlernen, der eben nur mit dem vorzüglichen weiß^ Bacardirum und den kleinen Simones (Zitronm) des Landes den richtigen „Pfiff" erhält, geht es abends zum Yai-Alay-Klub, wo wir das schon in Barranquilla bewunderte, aus dem Baskenlande stammende Ballspiel in noch höherer Vollendung erleben und mit wachsender Spannung verfolgen. Ob ich von damals schon einen Blick dafür habe — jedenfalls gewinne ich einige Pullen Bier! Zum Wetten — es wird hier sehr hoch gesetzt — langen unsere Devisen nicht aus. Aber es ist schon reizvoll genug, dem temperamentvollen Publikum zuzuschauen. * Der Besuch der „Schleswig-Holstein" in Irland. Im Verlauf des Besuches des deutschen Schulschiffes „Schleswig-Holstein" in Kingstown empfing der irische Staatsminister de V a l e r a den Kommandanten der „Schleswig-Holstein", der von dem deutschen Gesandten eingeführt wurde. Der irische Verteidigungsminister Alken empfing 12 Offiziere des deutschen Schiffes sowie Mitolieber der deutschen Gesandtschaft beim Frühstück im Schloß Dublin. Die deutsche Kolonie veranstaltete einen Ausflug, an dem ein großer Teil der Besatzungsmitglieder sich beteiligte. Tags darauf fand ein freundschaftlicher Tee im Schloß von Dublin statt, an dem 85 deutsche Seekadetten mit 85 Kadetten der irischen Armee zusammentrafen. Ein weiterer Ausflug für die Seekadetten wurde von Mitgliedern der Dubliner Ortsgruppe der NSDAP, und der deutschen Kolonie veranstaltet. Anschließend besuchte die deutsche Kolonie das Schiff. Wollen Sie guten kindruck machen? Legen Sie Wert auf ein gepflegtes Aussehen? Dann sollten Sie Nivea-Zahnpasta benutzen. Der außerordentlich feine Putzkörper schont den Zahnschmelz und reinigt gründlich. Regelmäßige Pflege mit Nivea-Zahnpasta erhält Ihre Zähne weiß und gesund. Ihren Atem rein und friscfx Gabriele von Bü ow. Zu ihrem 50 Todestage am 16 April Arn 20. April 1887 bewegte sich ein Trauerzug die schöne alte Lindenallee des Tegeler Parks hinunter von dem von Schinkel klassisch gestalteten alten Jagdschlößchen fort, der Grabstätte der Humboldts zu. Der Choral „Jesus meine Zuversicht" verhallte in der noch herben Frühlingsluft, man näherte sich der dunklen Tannengruppe, vor der sich die auf hoher Granitsäule stehende „Spes" von Thorwaldsen erhebt, Symbol des Hoffens und des Friedens über den Gräbern der Humboldts. An diesem Tage trug man das letzte Kind Wilhelms und Carolinens zu Grabe, Gabriele von Bülow, deren Gestalt uns durch das berühmt geworden«, nun vor 45 Jahren erschienene Lebensbild so vertraut geworden ist. Wer jemals Tegel besucht hat, die Stätte, die so deutlich Zeugnis von dem geistigen Wesen Wilhelm von Humboldts ablegt, wird sich eines entzückenden Kinderbildes aus der Romantikerzeit erinnern, das Gabriele mit ihrer etwas älteren Schwester Adelheid darstellt. Schon in dem etwa zweijährigen Kinde ist etwas von der geistigen Anmut, Gute und Liebenswürdigkeit, die so charakteristisch für fein Leben werden sollten. Es hat wohl aber auch selten ein Leben gegeben, das sich unter so günstigen Vorbedingungen entfalten konnte. Unter dem Schutz eines edlen Elternpaares erwachte der kleinen Gabriele Lebensbewußtsein in Rom. Aus den Fenstern ihres Kinder- Dimmers im Palazzo Tomati sah sie über die ewige Stadt bis weit zum Meere hin und nahm dieses Bild unauslöschlich in ihre Seele auf. Wilhelm von Humboldt, ein großer Kindersreund mnö ausgezeichneter Pädagoge, hatte Adelheid und «Gabriele in ihrer frühesten Kinderzeit fast ständig mm .sich. Er ersetzt? ihnen die Mutter, die mit dem Kränklichen Sohn Theodor für lange Zeit Rom verlassen mußte. Der geistvolle Gelehrte fand es nicht mnter seiner Würde, genauen brieflichen Bericht über die kindlichen Einfälle und Spiele der beiden Kleinen zu senden, die allerdings zuungunsten ihrer Muttersprache die italienische Sprache bald vollkommen beherrschten. Gewöhnt, an dem Leben der Erwachsenen teil- Zunehmen, erschienen die beiden Schwestern auch l'tets, wenn Gäste anwesend waren. Fast nie hat es eine geistigere und glänzendere Geselligkeit gegeben als im Humboldtschen Hause, vor allem in Rom. .Allabendlich vereinigten sich dort unter dem Zauber der unvergeßlichen ,ßi‘ (Caroline von Humboldt) eine muntere Gesellschaft junger Künstler im Palazzo Tomati. In diesem heiteren Kreis fehlten die Kinder niemals, und in einem Alter, wo andere noch in der Kinderstube ein abgesondertes Leben führen, lernten sie sich schon frei und natürlich in Gesellschaft zu bewegen." An der Spitze dieses Künstlerkreises standen Rauch und Thorwald- s e n, die tzen Humboldts sehr zugetan waren. „Dieser ständige Umgang mit Künstlern, der stundenlange Aufenthalt in den Ateliers von Rauch und Thorwaldsen, die ganze Atmosphäre der Schönheit, in der sie lebte, weckten schon früh in Gabriele ein lebhaftes Interesse für Kunst, und es nahm niemand wunder, daß sie, ehe ihre Eltern Rom verließen, darum bat, noch einmal in alle Galerien und. Museen geführt zu werden." Gabriele war damals acht Jahre alt. Es ist begreiflich, daß sich die Humboldtschen Kinder ungemein rasch entwickelten, sie waren frühreif, aber ohne jede Spur von Altklugheit. Dementsprechend früh, ja eigentlich noch als halbe Kinder, trafen Adelheid und Gabriele schon ihre Wahl fürs Leben. Adelheid war noch nicht 15 Jahre alt, als sie den Generalleutnant von Hede mann heiratete. Gabriele folgte dem Beispiel ihrer älteren Schwester. Kurz nach ihrer Einsegnung durch Schleiermacher verlobte sie sich, eben erst 14 Jahre alt, mit dem Diplomaten und späteren Staatsminister Heinrich Freiherrn von Bülow (1792 bis 1846). Aber Gabriele mußte im Gegensatz zu der kriegsgetrauten Adelheid, sehr vernünftigerweise noch fünf Jahre bis zu ihrer Heirat warten. Diese Zeit der Prüfung und des Wartens trug viel dazu bei, ihr Wesen zu vertiefen und zu reifen. Gabriele kam damals zum zweitenmal nach Rom, wo sich Caroline mehrere Jahre mit ihren Töchtern aufhielt. Die sehnsüchtig zärtlichen Briefe der kleinen Braut (sie feiert dort ihren 15. Geburtstag, wozu ihr die Künstler einen Kuchen mit 15 Lichtern aufbauen) berichten dem in Berlin zurückgebliebenen Bülow getreulich von all den Eindrücken, die sie, nun herangewachsen, neu in Rom empfängt. „Schön finde ich es und kann auch nicht anders, da es wirklich sehr schön ist." Aber gefallen wird cs ihr doch tausendmal mehr in ihrem lieben Deutschland, da braucht Bülow keine Sorge zu haben! „Und wenn es auch das häßlichste Land wäre, mit ihm wird sie selbst in der Einöde selig sein!" Um den Bräutigam ein wenig über die lange Trennung zu trösten, ließ Caroline ihre Tochter für ihn von Schadow malen. Und es entstand das bekannte reizende Bild, das sich auch in Tegel befindet, und das die kindliche Gabriele zwischen Tauben und Lilien zeigt, eine römische Landschaft im Hintergrund. Nach mehrjähriger Abwesenheit aus Italien nach Berlin zurückgekehrt, willigten die Eltern Humboldts endlich in die Heirat ihrer Tochter mit Bülow ein, und die Trauung wird am 11. Januar 1821 durch Schleiermacher vollzogen. Die Ehe der beiden war eine denkbar glückliche, ihre Naturen ergänzten sich harmonisch. Bülows Ernst und Schwerblüttgkeit ward durch Gabrielens sonniges Temperament ausgeglichen. Gabriele entwickelte sich in der Ehe noch ungemein, neben ihren reichen geistigen Anlagen entfalteten sich alle in ihr schlummernden ausgesprochen frauenhaften und mütterlichen Eigenschaften. Als dann Bülow mehrere Jahre hindurch Gesandter in London (1827 bis 1840) war, erfüllte sie als Diplomatenfrau ihre gesellschaftlichen Aufgaben mit großem Geschick, ohne doch im geringsten eine Weltdame zu werden. Gerade weil sie sehr einfach und natürlich blieb, gewann sie ganz besonders den exklusiven englischen Adel für sich. Diese Einfachheit ist bei ihr Blüte der höchsten Kultur und Geistigkeit. So ist sie das Idealbild einer deutschen Frau, die ihrer Nation im Ausland alle Ehre machte. Gabrielens Lebensweg blieb nicht ohne tiefe Schatten. Sie verlor zwei ihrer Kinder, von denen die liebliche Therese schon 12 Jahre alt war. Nach dem Tode der Mutter war Gabriele oft in Tegel, Wilhelm von Humboldt hing mit besonderer Liebe an dieser Tochter und erfreute sich an den Enkelkindern wie einst an den eigenen Kindern. Er erlebte nicht mehr das schwere Geschick, das Gabriele durch die geistige Umnachtung ihres Mannes, aus der ihn erst der Tod erlöste, traf. All diese Schickungen aber trägt die Tochter Humboldts in edler Ge- haltenheit. Die Anmut und Leichtigkeit ihres Wesens konnte nichts zerstören, weil sie ihren Grund in einer ungewöhnlich seelischen Tiefe hatten. Sie blieb der Mittelpunkt der Familie bis in ihr hohes Alter und war bis zuletzt von bewundernswürdiger geistiger Klarheit und Frische. Streng gegen sich selbst und alle körperlichen Beschwerden nicht achtend, war sie voll Güte, Nachsicht und Verständnis gegen die Jugend, die um sie heranwuchs. In Gabriele von Bülow sammelte sich alle Tradition der Humboldts, und mit ihr ging ein ganzes Zeitalter zu Ende. Einer ihrer Enkelinnen, Anna von Sydow, die jetzt verwitwet in Tegel lebt, aber war es vorbehalten, die Schätze zu heben, die in den Familienpapieren verborgen lagen. Wir verdanken ihr nicht nur das Lebensbild ihrer Großmutter, das mit zu den schönsten Frauenleben gehört, sondern auch die Herausgabe des Briefwechsels zwischen Wilhelm und Caroline von Humboldt. Margarete von Olfers. Was alles in den Mülleimer wandert. Noch immer machen wir uns keinen rechten begriff davon, welche gewaltigen Werte an einem einzigen Tage in ganz Deutschland in den Mülleimer wandern, die durch sorgfältige Sammlung der Volkswirtschaft erhalten werden können. In "einer südwestdeutschen Großstadt von einer halben Million Einwohner ergaben sich, wie die Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" mitteilt, bei einer täglichen Müllabfuhr von 400 Kubikmetern folgende jährlich anfallende Werte: 260 Tonnen Weißblech, 175 Tonnen gemischtes oder Schwarzblech, 25 Tonnen verzinktes Blech, 60 Tonnen Eisenschrottmasse und Gußmaterial, 10 Tonnen andere Metalle, wie Messing, Kupfer, Zink, Blei und Aluminium, 75 Tonnen Lumpen, 15 Tonnen Knochen, 10 Tonnen Altleder, 10 Tonnen Altgummi, 130 Tonnen Glas und Flaschen und 15 Tonnen Brot. Oochschuinacdnchten. Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Otto von F r a n q u e, entpflichteter Ordinarius für Geburtshilfe und Gynäkologie und Direktor der Universitäts- Frauenklinik an der Universität Bonn, ist im Alter von 70 Jahren in Kalkum bei Düsseldorf- Kaiserswerth gestorben. Professor v. F r a n q u e war am 11. September 1867 in Würzburg geboren; dort wurde er 1894 Privatdozent, 1901 Extraordinarius. Ein Jahr später ging er als Ordinarius nach Prag; in gleicher Eigenschaft wirkte er von 1907 bis 1912 an der hessischen ßanbesunioerfität Gießen. Seit 1912 war er in Bonn tätig. Geheimrat Professor Dr. Ferdinand von Lindemann, em. Ordinarius für Mathematik an der Universität München, wurde dieser Tage 85 Jahre alt. Geheimrat von Lindemann, der früher in Würzburg, Freiburg und Königsberg wirkte, ist Mitglied der bayrischen und der Göttinger gelehrten Akademien. Unter seinen zahlreichen Beiträgen zur Weiterentwicklung der Mathematik sind der von ihm erbrachte Beweis für die Unlösbarkeit der Quadratur des Kreises und seine Untersuchungen zum Problem des Fermatschen Satzes hervorzubeben. Professor Dr. Bernhard Rosenmöller, Ordinarius für Philosophie an der Staatlichen Akademie in Braunsberg, wurde in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Breslau berufen. Dem Dozenten Dr. Wilhelm Zwölfer ist unter Ernennung zum ordentlichen Professor in der Naturwissenschaftlich - Mathematischen Fakultät her Universität Freiburg i. Br. der Lehrstuhl für Forstzoologie übertragen worden. § Jl.-'SpOTt Korpsdauerritt im IX. Armeekorps. Lpd. Für Offiziere des IX. AK. wird in diesem Jahre erstmalig ein Dauerritt ausgeschrieben. Er hat den Zweck, die Reitfertigkeit im Gelände, der auch heute noch im Heere höchste Bedeutung zukommt, zu fördern. Der Dauerritt wird in Form eines sportlichen Wettbewerbs durchgeführt. In der Zeit von April bis September 1937 veranstalten zunächst die Divisionen und das Kavallerie- Regiment 3 reitsportliche Wettkämpfe. Diese Wettbewerbe gelten als Ausscheidung zu dem am 30. 9. und 1. 10. 37 im Raume Hann.-Münden — Hofgeismar — Kassel — Witzenhausen (Start und Ziel in Kassel) zur Austragung kommenden Korpsdauerritt um den Preis des Kommandierenden Generals des IX. AK. Der Ritt wird an Pferde und Reiter in jeder Beziehung die höchsten Anforderungen stellen und ein interessantes Bild von der reitsportlichen und soldatischen Leistungsfähigkeit der Offiziere der neuen Wehrmacht vermitteln. Am ersten Tage findet ein Dauerritt über 60 bis 72 Kilometer statt. Er führt zuerst über Straßen und Wege, dann über eine größere Geländestrecke mit zahlreichen Hindernissen. Zwischendurch sind Verfassungsprüfungen, ein Findigkeitsritt nach Karte und eine Prüfung im Pistolenschießen eingeschaltet. Die Schwierigkeit wird noch dadurch bedeutend erhöht, daß Reiter und Pferd feldmarschmäßig ausgerüstet sind. Am zweiten Tag folgen eine einfache Dressurprüfung in den drei Hauptgangarten und ein Jagdgalopp über 1 Kilometer mit Hindernissen. Nähere Einzelheiten werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Fußball-Begeisterung ohne Grenzen. 91 000 Zuschauer waren im Olympiastadion. Dem Vorrundenspiel um die Deutsche Fußball- Meisterschaft zwischen Hertha BSC. und FC. 04 Schalke wohnten am letzten Sonntag im Berliner Olympiastadion rund 9 1 000 Anschauer bei. Verkauft wurden 80311 Karten, oazu kamen 10 000 Freikarten für Jugendliche und rund 500 Karten für die Ehrengäste, Presse usw. 91000 Zuschauer bei einem Spiel zweier Vereinsmannschaften, das hat es bisher in der Geschichte des deutschen Fußballsports noch nicht gegeben. Selbst große Länderspiele haben, abgesehen von dem am 15. November 1936 ebenfalls im Olympiastadion ausgetragenen Kampfe gegen Italien, bisher noch keinen derart starken Besuch gehabt. Wenn nicht alles täuscht, bedeutet diese Zuschauerzahl, die fast den Rekord bei englischen Pokal-Endspielen in Wembley erreicht, „Europarekord" für Spiele von Dereinsmann- schaften. ’ 'M Zu den übrigen sieben Spielen des zweiten Vor- runden-Sonntags zur Deutschen Fußball-Meisterschaft waren nach vorsichtiger Schätzung 80 000 Zuschauer erschienen, so daß also insgesamt über 170 000 Menschen den adjt Gruppenkämpfen beiwohnten. * Belgien möchte im Olympiastadion spielen. Welcher Beliebtheit sich auch im Auslande das Berliner Olympiastadion erfreut, geht wieder einmal klar aus dem Wunsche des belgischen Fußballsports hervor, den für den 23. April nach Hannover angesetzten Länderkampf mit Deutschland nach Berlin zu verlegen. Unser westlicher Nachbar begründet sein Begehren damit, daß die letzten großen Erfolge der belgischen Nationalmannschaft über Frankreich und Holland eine Austragung des Spieles gegen Deutschland im Olympiastadion, der g r ö ß - tenund schön st en europäischen Kampfbahn, rechtfertige. So sehr man den Wunsch der Belgier auch verstehen kann, eine Verlegung des Kampfes von Hannover nach Berlin kommt schon deshalb nicht in Frage, weil die Hindenburg-Kampfbahn in Hannover feit Wochen bereits a u s v erkauft ist. Oie Fußball-Spiele der Bezirksklaffe. Naunheim — VfB.-R. Gießen. Burg — Bissenberg VfB.-R. Gießen fährt nach Naunheim. Wenn sich die Elf des VfB.-R. anstrengt, kann sie das Spiel für sich entscheiden. Das Spiel gegen Bissenberg wird Burg auf eigenem Platze gewinnen, denn Burg hat in dieser Serie zu Hause nur ein Spiel und zwar gegen Wetzlar 05 verloren. Oer zweite Gang im Handball. Im Kampf um die Deutsche Handball-Meisterschaft werden am Sonntag die Spiele der vier Gaugruppen fortgesetzt. Es gibt wieder recht interessante Treffen, zumal zum Teil schon die Favoriten einzelner Gruppen Zusammentreffen. Das Programm hat folgendes Aussehen: Gruppe I: VfL. Königsberg — Tufpo. Bettenhausen; Oberalster Hamburg — DBV. Berlin. Gruppe II: Borussia Carlowitz — Tura Wuppertal. Gruppe III: MSV. Hannover — SV. Wald- hof; 1. FC. Nürnberg — Hindenburg Minden. Gruppe IV: MTSA. Leipzig — Tv. Altenstadt; MSV. Koblenz DfR. Schwanheim. Kurze Sportnotizen. Der Engländer Fernihough stellte auf der Betonstraße bei Gyon südlich von Budapest mit der 1000-Kubikzentimeter-Brough-Superior über die Meile mit stehendem Start mit einem Durchschnitt von 32,87 Sekunden für die vorgeschriebenen zwei Fahrten auf. Er erzielte eine Geschwindigkeit von 176,258 Stundenkilometer. * Frl. Zehden gewann beim internationalen Tennisturnier in Palermo das Endspiel im Frauen- Einzel gegen die Wienerin Frl. Kraus 7:5, 4:6, 6:3. Im Gemischten Doppel wurden Zehden-Sander von den Oesterreicherinnen Wolff-Kraus in drei Sätzen geschlagen. Die Auto-TT., die sonst auf der Ards-Strecke bei Belfast entschieden wurde, kommt in diesem Jahre im Donington-Park in England zum Austrag. * Der Bezirk Main-Hessen im Gau Südwest des Deutschen Radfahrer-Verbandes eröffnet am kommenden Sonntag seine neue Straßenrennzeit mit der über 50 Kilometer führenden Fahrt von Friedberg über die Saalburg nach Wehrheim und zurück. Sportamt „Kraft durch Freude^. Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule Universitäts- Sportplatz am Kugelberg, nur für Mitarbeiter des Heeresbauamts, 17 bis 18.30 Uhr. Fröhliche G y m n a ft i k und Spiele, Lvzeum, Dammstraße 26, 18.30 bis 19.30, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Reiten, Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr. Wirtschaft. IG.-FarbenindustrieAG.,Frankfurt/M. Unveränderter Dividendenvorschlag. — Höhere Abschreibungen. Fwd. Der Aufsichtsrat der IG. Farbenindustrie AG., Frankfurt a. M., beschloß, der aus den 8. Mai nach Frankfurt a. M. einzuberufenden Hauptversammlung die Verteilung einer Dividende von wieder 7 u. H. für 1936 vorzuschlagen. Der Abschluß für das Jahr 1936 weist einen Reingewinn von 55,43 (51,44) Millionen Mark aus, der sich um den Vortrag von 4,94 (4,78) Millionen Mark aus insgesamt 60,374 (56,219) Millionen Mark erhöht. Dividende und Aufsichtsrats - Tantieme beanspruchen 48,28 (48,28) Millionen Mark. Die Rückstellung des Vorjahres von 3,0 Millionen Mark fällt dieses Mal weg, so daß 12,094 (4,939) neu vorgetragen werden. Stärker erhöht'sind die Abschreibungen auf Anlagen mit 73,48 (61,77) Millionen Mark und die anderen Abschreibungen mit 7,65 (2,47) Millionen Mark. Mit dieser Gewinnverwendung will sich die IG. Farbenindustrie für ihre neuen Aufgaben > stärken. Rhein-Mainische Börse. Willagsbörse überwiegend fest. Frankfurt a. M., 14. April. Die Börse war überwiegend weiter fest und hatte wieder recht lebhaftes Geschäft. Einzelne Marktgebiete am Aktienmarkt lagen etwas ruhiger und auch nicht ganz einheitlich, da teilweise Glattstellungen erfolgten. Im Durchschnitt überwogen gegen die Abeno- börse Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. Von Montanaktien waren Mannesmann lebhafter mit 121,65 bis 122 (121), Buderus zogen auf 129,50 (128,75), Verein. Stahl auf 118,25 (117,90) und Hoesch auf 120,25 (120) an. Von chemischen Werten blieben Th. Goldschmidt gesucht mit 137 bis 138 (137), ebenso Deutsche Erdöl mit 150,25 bis 150,50 (150), während Farbenindustrie abbröckelten auf 168,40 bis 168,50 (169,25); aus der heutigen Bilanzsitzung erwartet man unv. 7 v. H. Dividende. Am Elektromarkt waren AEG. lebhaft mit 43,40 bis 43,65 (43,25), Rheag erhöhten sich auf 137,25 (136), Felten auf 145 (144,50) und Lahmeyer von 125,50 auf 126. Von Motorenwerken blieben BMW. stark gefragt mit 152,75 (150), dagegen Daimler 137,25 (138). Von Maschinenaktien gewannen Eßlinger 1 v.H. auf 117, Moenus 112,50 bis 113 (112,50), auch kleinere Maschinenwerte am Kassamarkt blieben gesucht. Etwas niedriger lagen Junghans mit 130,75 (131,25). Von Einzelwerten stiegen Allgem. Lokal & Kraft auf 155,75 (154,50), Bemberg auf 115,75 (115), Kaufhof auf 60 (59,75) und Nordd. Lloyd auf 17,50 (17), während Holzmann 0,50 v. H. nachgaben auf 151. Der Rentenmarkt blieb ebenfalls fest, das Geschäft war in den variablen Werten verhältnismäßig ruhig. Kommunal-Umschuldung 93,25 (93,13), Reichsaltbesitz fest mit 122,90 (122,40), Städte-Alt- besitz 126,25 (126), späte Schulübuchforderungen 98,90 (98,75) und Wiederaufbauzuschläge unverändert 79,65. Pfandbriefe und Kommunal-Obliga- tionen wurden weiter stark gefragt. Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt schwankend, das Geschäft ging merklich zurück. Die Kulisse nahm teilweise Abgaben vor, so daß ein Teil der Papiere 0,25 bis 0,50 v. H. abbröckelte. Weiter erhöht waren jedoch Goldschmidt mit 139 nach 137 bis 138. IG. Farben 168,25 bis 168 nach 168,50. Von später notierten Werten gaben die gestern stark erhöhten MAN. auf 125 (128) und Hanfwerke Füssen auf 103,25 (105) nach, auch Reichsbank lagen 1,25 v. H. niedriger mit 196,50, dagegen Feinmech. Jetter 108,50 (107,25), Licht & Kraft 153,25 (152,25), Eßlinger Maschinen 117,25 (116). Am Kassamarkt blieben einige Jndu- striewerte stark gefragt, ebenso Hypothekenbankaktien weiter beachtet. Von variablen Renten erhöhten sich Wiederaufbauzuschläge auf 80 nach 79,65. Goldpfandbriefe zogen bei sehr kleinem Angebot überwiegend 0,25 v. H., teilweise 0,50 v. H. an, auch Kommunal-Obli- gationen gewannen 0,13 bis 0,25 v. H., teilweise wurden die Kurse gestrichen. Liquidationspfandbriefe blieben fast unverändert, auch Stadtanleihen ruhig und behauptet. Industrie-Obligationen waren z. T. noch etwas höher. 5 v. H. Eisenbahn-Rentenbank erreichten den Pari-Stand (99,90). Im Freiverkehr bewegten sich Adlerwerke Kleyer zwischen 115,75 bis 117,75, Neue Wayß & Freytag zwischen 148,50 bis 150,50, Dirigier Maschinen Zweibrücken zwischen 67,75 bis 69. Ufa Film gingen auf 73,50 (73,75) zurück. — Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörse knapp behauptet. An der Abendbörse ergaben sich bei kleinem Geschäft anschließend an den Mittagsverkehr meist weitere leichte Rückgänge. Der Abschluß der IG.-Farbenindustrie bot keine besondere Anregung. Immerhin war die Grundtendenz freundlich, und auf dem ermäßigten Stand machte sich vorwiegend Kaufinteresse bemerkbar. Die Abschwächungen betrugen etwa 0,50 bis 1 v. H. und erreichten somit den Berliner Schlußstand. Darüber hinaus ermäßigt waren BMW. mit 151 (152,75, Berlin 151,50), Bemberg auf 114,50, Gesfürel auf 149, Westdeutsche Kaufhof auf 59,25, AG. für Verkehr auf 133, Holz- maun auf 150, Junghans auf 129,50, Deutsche Linoleum auf 178. IG.-Farben blieben mit 168,13 I etwas behauptet, ebenso die meisten Montanwerte. Etwas fester lagen Eßlinger Maschinen mit 117,75 (117,25), RWE. mit 129,40 (129), Conti Gummi mit 195,50 (195) und Rheinstahl mit 160,50 (160). Am Einheitsmarkt erhöhten sich Verein. Faß Kassel auf 8,50 (8,25). Der Rentenmarkt lag ebenfalls ruhig. Kommunal-Umschuldung 93,30 (mittags 93,40), Wiederaufbauzuschläge blieben mit unv. 80 gefragt. Die übrigen notierten Rentenwerte lagen nominell und unverändert. Schweinemarkt in Homberg. —Homberg, 14. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 572 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Ferkel 18 bis 20 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 25 Mark, 10 bis 12 Wochen alte 23 bis 27 Mark. Handel lebhaft, geringer Ueberftand. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 14. April. Am Getreidemarkt hat sich die Lage gegenüber dem vergangenen Markt vom Montag nicht verändert. Die Mühlen erhalten Mahlgetreide vorwiegend durch Zuweisungen. Futtermittel blieben weiterhin begehrt, ebenso Mehle. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Weizenmehl Type 812 W 13 29,70, W 16 29,80, W19 29,80 W 20 30,15, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie P 12 9,95, R 15 10,15, R 1810,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber getr. 14,00 Höchstpreise ab Erzeugerstation, Heu lose 5,00 bis 5,50. Heu drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Tendenz ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 15. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1199 Rinder (203 Ochsen, 177 Bullen, 579 Kühe, 170 Färsen), 497 Kälber, 41 Hämmel, 18 Schafe, 446 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 30 bis 45 Mk., Bullen 30 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kal- binnssn) 28 bis 44, Kälber 30 bis 65, Hämmel 40 bis 50, Schafe 30 bis 44, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber verteilt, Hämmel und Schafe ruhig. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 272: Genehmigung für Patentanwälte — Errichtung eines weiteren RM.-Sonderkontos im Verkehr mit Brasilien. — 273: Anordnung zur Regelung der Verteilung und des Absatzes von Rundholz und Holzhalbwaren. — 274: Lockerung des Wareneinfuhrverbots in Bolivien vom 5. 9. 1936 (Dekret vom 27. 2. 1937). — 275: 22. Bekanntmachung des Werberats der deutschen Wirtschaft, betr. Anzeigen in Anschriftenbüchern. Erfolgreiche Gießener Zochlvirhverfieigernng. Die Gruppe Fleckvieh im Landesverband der Rinderzüchter hielt zusammen mit dem Landesverband der Schweinezüchter die dritte Zuchtviehoersteigerung in der Rhein- Main-Halle am Gießener Güterbahnhof ab, die einen großen Erfolg brachte. Ausgetrieben waren 7 0 ausgesuchte Bullen des Hessischen Fleckviehs, die überwiegend den immer stärker sich durchsetzenden Formenausgleich aufwiesen und auch hinsichtlich der Fett- und Milchleistung den geforderten Ansprüchen genügten. Die Prämiierungs- und Körkommission bestehend aus Bauer G e r l'a ch - Ober-Hörgern und Bürgermeister Stroh- Brauerschwend teilte allein 20 Tiere der zweiten und eins davon der ersten Wert- klasse zu. Auch von den der dritten Wertklasse zuge- teilten Vatertieren wies eine große Anzahl noch beachtliche Leistungspunkte auf. Der Versteigerung wohnten auch Landestierzuchtdirektor Dr. Schneider von der Landesbauern- schaft, Fachgruppenleiter Fischer, Hof Zwiefalten, Regierungsrat Dr. Krüger vom Kreisamt Gießen und Kreisveterinärrat Dr. M o n n a r d bei. Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner machte eingangs der Auktion auf die Bedingungen aufmerksam und gab bekannt, daß die hier angekauften Bullen von der im Herbst stattfindenden Sammelkörung befreit sind. Die Versteigerung nahm einen flotten Verlauf und erbrachte mit einem Gesamkerlös von rund 36 890 Mark bei einem Umsatz von 50 Vatertieren einen vollen Erfolg. Es waren sehr viele Käufer aus Oberhessen und den Lahngebieten, aber auch aus dem Oberlahnkreis und aus Rheinhessen erschienen. Die Tiere der zweiten Wertungsklasse erbrachten allein rund 16 000 Mark. Der Gesamtdurchschnittspreis betrug 660 Mark. Den H ö ch ft p r e i s mit 1380 Mark erzielte der Bauer Wilhelm Euler I., Maar von der Gemeinde Langsdorf. Das der ersten Wertungsklasse zugeteilte Vatertier des Züchters Fr. Kalbfleisch aus Schwarz ging für 1320 Mark an die Bullenstation Heuchelheim. Auch die Eberversteigerung verlief sehr flott und brachte gute Preise ein. Die Eber des Deutschen Edelschweines erzielten einen guten Durchschnittspreis von rund 182 Mark. Den Höchstpreis dieser Rassetiere erzielte Züchter Wilhelm Luh, Lang-Göns, mit 210 Mark von der Gemeinde Weckesheim. Die in größerer Anzahl vorhandenen Eber des veredelten Landschweines, die in sehr wüchsiger, starkknochiger Körperform mit guten Anlagen aufgetrieben waren, erzielten einen Umsatz von rund 6300 Mark und einen Durchschnittspreis von rund 189 Mark. Den Höchstpreis von 230 Mark bezahlte die Gemeinde Mockstadt an den Züchter Wilhelm D i tz e l, Herrnhaag. Insgesamt wurden für rund 8130 Mark Eber beider Rassen umgesetzt, die nach Oberhessen, ins Taunusgebiet, nach Biedenkopf und ins Oberlahngebiet verkauft wurden. Wertklasseneinteilung. Hessisches Fleckvieh: Wertklasse I: Tier des Züchters Fr. Kalbfleisch, Schwarz. Wertklasse II: Tiere der Züchter Hch. Weitzel, Brauerschwend; Heinrich von Alt, Wallenrod; Frhrl. Riedeselsche Gutsverwaltung, Eisenbach; Konrad Wiegel II., Rimlos; Heinrich Renker XIII., Angersbach; Andreas Dotzert IV., Stockhausen; Wilhelm Maus, Klein-Felda; Eugen Stein, Stumpertenrod; Heinrich Jäger II., Ober-Hörgern; Heinrich Fölsing, Wallenrod; Heinrich Müller VIII., Ober-Hörgern; Phil. Bärsch, Heuchelheim; Heinrich Schul XL, Angersbach; E. Rodemer, Angersbach; Hch. Jäger II., Ober-Hörgern; Aug. Meß, Wahlen; Karl Döring, Queck; W. H. Sames, Grüningen; Otto Fölzing, Billertshausen. Eber: Deutsches Edelschwein: Wertklasse I: Karl Luh, Lang-Göns; Werklasse II: Wilhelm Ludwig Luh, Lang-Göns; Wilhelm Luh, Lang-Göns. Veredeltes Landschwein: Wertungsklasse II: Heinrich Brückmann, Neuhof; Wilhelm Ditzel,Herrnhag; Adam Döring, Rimbach; Wilhelm Philippi II., Trais-Münzenberg; Otto Schneider, Hörnsheim. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schluß- kurs Schlußk. Mittagbörse Datum 13-4. 14.4- 13-4. 14-4. Datum 134. 14.4. 13.4. 14-4. 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5/z% Doung-Anleihe von 1930 .. 4*/2% Hessische Volksstaat von 1929 4/2% Deutsche Retchspostschatz von 1934 I...................... 4x/i% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Mtbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten.............. 4/2% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 5y2% Hess. Landes-Hyp.-Banl Liqu. Goldpfe............... 4/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4/2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4%% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5*/2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 41/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Gvldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4’/2% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad 1........... 4% Türken Bagdad II.......... 2*4% I. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Reichsbanl................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank..............4 101,4 98,9 104 99,75 98,75 122,4 133,75 98,75 101,25 97,25 128,75 99 101,4 101,4 110,3 134,5 17 17 126,9 197,75 113,5 117,75 104,5 101,4 98,9 104 99,75 98,75 123 133,65 99 101,15 97,25 129,25 99,25 97,5 101,25 101,4 110,25 133 17 17,4 126,9 196,5 113,5 117,75 104,75 Devise 101,4 98,9 104 99,75 101 98,75 122,5 133,25 99 129,5 99 101,5 110,25 134,5 44,5 17,13 17,13 126,9 196,9 129,25 113,5 117,75 104,25 nmarkt 101,4 98,9 103,9 99,75 100,9 98,75 123 130 99,25 101,25 110,3 133,25 43,75 17 17 126,9 196,9 129,5 113,5 117,75 104,75 Berlin Accumulatoren-Fabri!.......12 210,9 äKO-Kunstseide.............o — Aschaffenburg Zellstoff........3 140,5 Bemberg...................0 114,5 Bekula.....................8 166 Buderus Eisen............./. 4 129 Cement Heidelberg...... 7 — Gement Karlstadt............6 — Chade A.-C..................9 — Conti Gummi.............. 11 195,75 Daimler Motoren............6 137,75 Dessauer Gas...............4 115,65 Deutsche Erdöl..............5 150 Deutsche Gold- und Silber.... 9 — Deutsche Linoleum.......... 10 179 Elektrische Lieferungen........ 6 135,5 Elektrische Licht und Kraft.....7 152 I. G. Farben-Jndustrie.......7 169,4 Felten L Guilleaume.........6 144,25 Oesfürel....................6 150,25 Th. Goldschmidt............. 5 136,75 GritznerMaschinen........... 0 46,5 Harpener................. 2% 161 Hoesch Eisen............... 3/2 119,75 Philipp Holzmann........... 6 150,5 Ilse Bergbau................6 169,75 Ilse Genüsse................6 144,75 Kali Aschersleben............5 125,25 Klvcknerwerke ............. 414 126,25 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 149 Lahmeyer.................. 6 125,75 Mainkraft...................4 — Mannesmann............... 3 121 Mansfelder Bergbau.......6*4 158 Metallgefellschaft............. 5 154,75 Orenstein L Koppel..........o 94,25 Rbeinische Braunkohle....... 12 231,75 Rheinische Elektro............6 137 Rheinstahlwerke.............. 6 161 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 127,9 Rütgerswerke ............... 6 147,4 Salzdetfurth Kali.......... 7y2 168,5 Schuckert L Co...............6 166,4 Schultheis Patzenhofer........ 4 98,5 Siemens L Halske........... 8 200,25 Süddeutsche Zucker.......... 10 200 bereinigte Stahlwerke...... 3*/2 117,75 Westdeutsche Kaufhof.........0 59,75 Westeregeln Alkali............5 105 Zellstoff Waldhof............ 6 ißo Otavi Minen...............0,6 32,25 — Frankfurt a. M. 210 140,25 114,5 165,4 129 167 195,5 136,75 150 260 178 135,65 153,25 168,13 145 149 139 46,75 160,5 120 150 144 125,75 126,25 126 96 120,75 158,5 154 232 137,25 160,5 129,4 147,5 168 166 200 200 117,25 59,25 125,5 159 31,75 210,5 141,25 115 166 128,75 167 195,75 138 150 260 179 135,25 152,25 169,25 144,5 150 137 46,25 160,75 120 151,5 145 125 126 125,5 95 121 154,75 232 136 160,75 128,65 147,5 168,5 166,5 200,5 200 117,9 59,75 124,5 159 32,1 211 141 114,75 166 129 195,5 136,75 115,75 149,9 178,25 135,65 152,75 168,13 143,9 149,25 137,75 47 161 119,25 150 170 143,65 125,25 124,75 149,25 126,25 121,13 158,5 154 93,65 231 138 160,5 129 147,75 168,13 166 99,9 199.25 200 117,4 59.25 125 159,25 32,5 13.April 14.April 13-April 14. April Amtliche Notierung Gelb | Bries Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Brief Am licheNotierung Geld | Briefs Buenos Aires ............. Brüssel................... Rio de Janeiro............ Polen.................... 0,755 41,96 0,153 47,04 54,55 47,04 12,215 5,395 11,11 136,26 13,09 0,759 42,04 0,155 47,14 54,65 47,14 12,245 5,405 11,13 136,54 13,11 0,755 41,94 0,154 47,04 54,55 47,04 12,215 5,395 11,105 136,26 | 13,09 I 0,759 42,02 0,156 47,14 54,65 47,14 12,245 5,405 11,125 136,54 13,11 Japan.................... Jugoslawien.............. Oslo..................... Wien..................... 0,710 5,694 61,40 48,95 11,08 63,00 56,68 16.98 8,651 2,489 0,712 5,706 61,52 49,05 11,10 63,12 56,80 17,02 8,669 2,496. 0,711 5,694 61,39 43,95 11,08 62,98 56,73 16.98 8,646 2,489 0,713 5,706 61,51 49,05 11,10 63,10 56,85 17,02 8,664 2,493 Kopenhagen............... Danzig................... London................... HelsingforS................ Lissabon.................. Stockholm................ Schweiz.................. Spanien.................. Holland.................. Italien................... Budapest................. Neuyork.................. adb< ÄnS" S-tiS * ®r2 i (SV*#, kur BekundE W ton zum e ste M an die / e! vor den Eu ieEinzeichnuli^ er Liste weift n rt schien Sä pruchbander u tragen rufen i anders 3ur "kleben den nir diesen W gaumen M A «inzeichnungs M |Lr Stadtth inende zur M Dunst, am S°n Menschen, wirb isst n, wenn der vc Mpannie Nun Dankopserliste se fcurtstagsgabe, d Kation zur Fort n msbauten für grontfärnpfer ui l,eicht werden f( Diese hoch he Kräften! Dir Ijften können no Ilgen. Neben der Zeil Ak wir hier im 'S * Lich, 15. A Nadtverwaltung :oor einiger Zeit i iin, für unsere St Mitgemäße i:nlage zuschaf Arbeiten wurden H Angriff gen infolgedessen ist den sonst so legenben Wache imvas unruhiger Hi. Gegenwärtig [in Minerleute am 11, 'Mches babei, die ? ija ^arbeiten, die i des Teich, vammt werden u K-'fstege tragen s n Teil der «urde bereits eino M ö-var gefchie W von einem 'Wen Rammln Jinem merkwür Ml, auf dem du nicht leichte Wichten. 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Dann steht er auf, wirst sich den Mantel über die Schultern und verläßt das Lokal. von den Sichern gerne besucht werden, vielmehr wird sich wohl auch die Jugend von Steinbach und Albach gerne dort einfinden. Und wer von der Stadt Gießen aus mit einem Kraftfahrzeug das neue Bad rasch erreichen kann, wird es sich wohl ebenfalls nicht entgehen lassen, hin und wieder einmal in dem klaren Wasser des Albacher Teiches zu baden. Die Wasserverhältnisse des Teiches sind sehr günstig, da ein ständiger gleichmäßiger und reichlicher Zufluß und entsprechender Ablauf vorhanden 161 |3 steht auf ihrer Stirn, die Zunge brennt von etwas Scharfem, das man ihr zu trinken gab . „Na, sehen Sie!" sagt eine Stimme, die ihr wie aus weiter Ferne dünkt. „Es geht ja schon wieder. Wollen Sie noch einen Kognak?" Diese Stimme ist warm, beruhigend, zärtlich fast. Sie starrt den Sprechenden an und kann nicht glauben, daß es der Fremde ist. Jetzt wendet er sich an Emil. „Es wäre gut, wenn Sie die Dame nach Hause brächten! Falls Sie meinen Wagen benützen wollen —?" „Nein, danke!" sagt Gisch und ist auf einmal wieder ganz bei sich. „Ich mag ganz gern noch eine Weile bleiben." Der Fremde nickt und zieht sich sofort zurück. Vielleicht wäre noch alles gut geworden, wenn Emil Knack nun einen freundlichen Zuspruch, ein Wort liebender Sorge für Gisch gefunden hätte. Zuerst sagt er gar nichts. Dann platzt er los. „So ein Theater zu machen! Einfach blamabel ist das. Alle Leute sind aufmerksam geworden. Hättest eben mit dem zudringlichen Kerl nicht tanzen sollen, wenn du dich nicht wohlfühltest!" Gisch gab keine Antwort. Sie nimmt das Weinglas und leert es auf einen Zug. Sie schaut dabei unentwegt Emil an, sein aufgedunsenes, fettes Gesicht, die kleinen Augen, — der Ekel würgt sie. „Ich will noch etwas zu trinken haben!" verlangt sie. „Komm, Emilchen, gib mir noch zu trinken." Emil lacht, es ergeben sich ungeahnte Aussichten für die nächsten Stunden. Er nimmt die Flasche aus dem Eiskübel und gießt ihr das Glas bis zum Rande voll. In Gisch fiebert eine ungeheure Erregung. Sie blickt aus gesenkten Augen zu dem Fremden hinüber, aber der kümmert sich nicht mehr um sie. Emil wird zusehends unternehmungslustiger. Er beugt sich zu ihr, legt die Hand auf ihren Schenkel. „Immer noch so unerbittlich? Du, Gisch!" Gisch hat den Mund halb geöffnet, ihr Atem geht keuchend. Sie nimmt Emils Hand und schiebt sie Gautagung des NS.-Lehrerbundes. NSG. Der NS.-Lehrerbund, Gau Hessen-Nassau veranstaltet am 17. und 18. April in Mainz eine Gautagung, auf der u. a. Reichsleiter Alfred R o - s e n b e r g, Reichswalter Gauleiter W ä ch t l e r, Bayreuth, Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und SA.-Oberführer Z ö b e r l e i n, München, sprechen werden. Der Leitspruch, unter dem die hessen-nassauische Gautagung des NS.-Lehrerbundes am 17. und 18. April in Mainz stattfindet, heißt: „Jugend und Heimat". Die vorgesehene Veranstaltungs- 178-i? 135-S 152-15 schaffen, werden an der Straßenseite des Teiches Schwimmkästen angelegt, deren Böden gedielt werden und von den Kindern bzw. von Nichtschwimmern ohne jegliche Gefahr benützt werden können. Das Holz für den gesamten Badbau stellt die Gemeinde. Die landschaftliche Lage des Bades ist geradezu idyllisch. Sicherlich wird das neue Bad nicht nur '"S 121 i). Weitzel, irob; Frhrl. ); Konrad 1, Angers- i; Wilhelm npettenrod: ich Fölling, nchörgern: ul XI, 2In- ■ Nger II, irl Döring, d Fölzing, 150 260 179 Eber des Wucher, lagen auf» von rund von rund vk bezahlte r Wilhelm für rund t, die nach enkopf und 137 46,25 160-75 120 151.5 145 125 210,5 141,25 115 166 128,75 167 Gischs Hände umkrallen das Polster des Sofas. Ihre Zähne schlagen aufeinander. Es ist ja Unfinn! Es ist ja Unfinn! geht es ihr durch den Kopf. Sie erhebt sich, die Beine drohen ihr den Dienst zu versagen. Nimm dich zusammen. Gisch! „Emil, entschuldige mich einen Augenblick!" Noch einmal sieht sie sein Gesicht, ein fremdes Gesicht, dann läuft sie durch den Raum, ohne Mantel, ohne Hut, dem Ausgang zu. 12. „Bitte, nehmen Sie mich mit!" Der Mann am Steuer, eben im Begriff, abzufahren, blickt auf die aufschluchzende Gestalt, zieht rasch die Bremsen an und öffnet die Wagentür. „Steigen Sie ein, wir wollen hier auf der Straße kein Aufsehen erregen." Im nächsten Augenblick sitzt Gisch neben ihm. „Bitte, nehmen Sie mich mit!" fleht sie noch einmal. Der Mann klappt die Türe zu und gibt Gas. Der Wagen setzt sich in Bewegung und läßt die Gaffer mit langen Hälsen zurück. Jetzt legt er den Arm um sie, beugt den Kopf nieder und lehnt die Stirn an die ihre. „Nun sag mal, kleines Mädel, was haben sie denn mit dir gemacht?" Gisch weint still vor sich hin. Alle Spannung, aller Druck der letzten vierundzwanzig Stunden bricht nun erlösend auf. „Schon gut, schon gut, Mädel! Nicht weinen! Ich bringe Sie jetzt nach Hause. Hoffentlich wohnen Sie nicht gar zu abgelegen?" „In Charlottenburg, Olbersstraße 4." „Wie? — In Berlin? — Nach Berlin soll ich Sie mitnehmen?" Er ist ein wenig außer Fassung geraten. „Ja, bitte, ich will nach Hause." „Kind, Kind!" er reibt sich sorgenvoll das Kinn. „Hernach kommt Ihr kleiner Suppenkaspar und hetzt mir den Staatsanwalt an den Hals. Wegen gewaltsamer Entführung seiner Braut. Eine schone Geschichte brocken Sie mir da ein!" Frühlingsgeheimnisse. Der Frühling hat sich eingestellt, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir fühlen das geheimnisvolle Walten und Schaffen in der Natur. Die Erde wird frei, die Tage sind länger geworden. Alles drängt zur Sonne. Die Stare plustern sich auf. Sie schnalzen und zwitschern, ahmen die Amsel nach und lachen über die Sorgen des Winters. Sie wollen auch uns Menschen erwecken aus dem Winterschlaf und neue Wanderlust in unser Herz legen. Und immer mehr Bilder der Auferstehung tauchen auf. Dort schwebt — noch etwas unsicher und taumelnd — der erste gelbe Zitronenfalter. Er hat den Winter überstanden. Nun wird er zu neuem Leben gelockt. Der Frühling ist ein großer Zauberer. Auch uns Menschen erregt er. Der eine schaut nach den letzten Zeichen des Winters, nach den kahlen Bäumen und den schmutzigen Schneeresten und — seufzt. Der andere aber blickt hinauf nach dem blauen Himmel, hört die ersten Lerchen und Amseln jubilieren, sieht überall quellendes, schwellendes Leben in den Knospen und — sein Herz jubelt mit. Die Sonne strahlt wärmer, die Luft wird linder, und wir spüren es in unserm Blut, daß in der Natur eine geheimnisvolle Kraft wirkt und schafft. Neues Leben will sich gestalten. Noch stehn uns zwar auch noch rauhe Tage bevor, an denen der Winter noch einmal mit dem Frühling ringen wird. Stürme werden die Lande durchbrausen, und der Regen wird an unser Fenster schlagen. Aber unge- U en guten Für 20 Pf.: mit „Haarglanz“-Bad Für 30 Pf.: „Haarglanz“ - Wirkung bei der Wäsche Serini ““ , IZtÄ jwktiä? tuti | an 13.4.1 Skandal >M Dr.Vandergruen Vornan von Hans Hirthammer. CCcp/right by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. Aber Mut haben Sie, das muß man sagen! Hat das Mädel keine Ahnung, wer der Kerl ist, und läßt sich einfach — hast du nicht gesehen — von ihm entführen. — Wenn ich nun ein Raubritter wäre und ?©ie in meinem Burgverlies verschwinden „Sie sind aber kein Raubritter!" „Haha! Nicht? Na, für was halten Sie mich dann?" „Ich — weiß es nicht. Vielleicht ein Kaufmann?" „Oh, pfui! Gänzlich fehlgeschossen!" „Oder vielleicht ein — ach, ich weiß es nicht." Der Mann löst den Griff um ihre Schultern. „Sie sind müde, kleines Mädchen. Vielleicht versuchen Sie ein wenig zu schlafen. Kommen Sie, der Platz im Rückteil des Wagens ist breit genug. Sie können sich ruhig querlegen. Eine Decke haben wir auch da, und„ bis Sie wieder aufwachen, sind wir in Ber- Gisch scheint einige Bedenken zu haben, aber da stoppt der Wagen, sie wird kurzerhand gepackt, zappelt noch ein Weilen, und dann liegt'sie da und wagt vor Beklommenheit keinen Muckser mehr zu tun. Wenn sie die Augen aufmacht, ist ein wohliges Dämmerlicht über ihr. Der Fremde hat wieder am Steuerrad Platz genommen und die Fahrt fortgesetzt. Gisch liegt geborgen und warm. Das gleichmäßige, gedämpfte Hämmern des Motors wird sie bald in den Schlaf gesungen haben. „Wer sind Sie eigentlich?" fragt sie nach einer Weile. Die Augen hat.sie fest geschlossen. Der Mann blickt auf die nächtliche Landstraße hinaus. Auf seinen Lippen formt sich ein kurzes Lachen. „Ich bin ein Wanderer. Kind, eine ruheloser Wanderer durch diese Welt. Und was ist mit dir, Mädchen? War das wirklich dein Herzliebster, der kleine Dicke da?" Es dauert eine Zeit, bis aus der Tiefe des Wagens die Antwort kommt „Mein Verlobter! — Aber Sie dürfen nicht denken, daß — daß ich —" Und dann beginnt sie unvermittelt die Geschichte ihrer Beziehungen zu Emil Knack zu erzählen, in jähem Drang, sich ihm anzuoertrauen. Er soll, er darf nicht glauben, daß sie ein leichtfertiges Mädchen sei. (Fortsetzung folgt!) öch. )enbe an. ? ■) Un, lü : 1199 » 170 Mt, 446 5 « > Wal. ■mittel 40 ,bls 52,50 ■ ^geteilt, 1810,40 l on- heu 8 5-90, “r 9ebün, Netzen Mntan. ■Wer. \Wnorb. des Ab, ‘ iT 274: Bolivien ). —. 275. deutschm uchern. Als er aber merkt, daß Gisch vor Schrecken still geworden ist, lacht er dröhnend auf. „Na, wird I mir schon nichts anderes übrig bleiben, was? — Gießener Anzeiger), sind in der Stadt Gießen noch folgende Einzeichnungsstellen vorhanden: SA.-Brigade 147, Moltkestraße 27. SA.-Standarte 116, Landgraf-Philipp-Platz 2. 11/116 Laden am Kreuzplatz (neben Winterhoff), oder Konto Sturm 11/116 Bezirkssparkasse. 14/116, Studentenhaus, „Stuttgarter Hof" (Seltersweg), oder Dresdener Bank. Pi- H/116, „Zum Löwen", Neuenweg. R 41/116, „Frankfurter Hof", Marktlaubenstraße. 42/116, „Aquarium", Walltorstraße. 43/116, „Zum Burghof", Am Burggraben. San./116, „Bayerischer Hof", Bahnhofftraße. Nachr./116, „Zum Löwen", Neuenweg. Marine-SA.: Sturmbüro, Ludwigstraße 56 p/Ecke Alicenstraße, ferner Sturmbannbüro, Frankfurter Straße 4, Hinterhaus. Reiter-Standarte 147: Unioersitäts-Reitinstitut Schömbs, Brandplatz 5. chon jetzt ist zu erkennen, welche Form das zu- lütttige Bad gewinnen wird. Ein stattlicher Teil Teiches wird als Bad einbezogen, es wird aber von Schwimmern in Anspruch genommen wer- iteti können, denn der Teich ist auf der Seite, an -ler der Badbau errichtet wird, bis zu fünf Meter lief. Um nun aber auch den Nichtschwimmern, folge wird hierauf in weitem Maße Bezug nehmen. Die Haupttagung der Lehrerschaft des Gaues Hessen-Nassau findet in der Mainzer Stadthalle am Sonntagvormittag statt. Es spricht zunächst Gau- walter Ringshausen (Darmstadt). Danach wird Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort ergreifen. Reichsleiter Alfred Rosenberg und Reichswalter, Gauleiter W ä ch t l e r werden zu dieser Haupttagung bestimmt als weitere Redner erwartet. Außerdem sind folgende Veranstaltungen vorgesehen: von Prof. Dr. Konrad Guenther (Freiburg i. Br.) über die „Deutsche Heimatlehre", die Eröffnung der Ausstellung „Jugend und Hei- m a t" durch Gauwalter Ringshausen, ein Vortrag der Reichsreferentin für weibliche Erziehung im NSLB. Frau Dr. Reber-Gruber über die „kulturpolitische Aufgabe der deutschen Erzieherin". In einer Abendveranstaltung liest SA.- Oberführer Hans Zöberlein aus seinem Kriegsbuch „Glaube an Deutschland". Ein froher „Mainzer Abend" in der Mainzer Stadthalle bildet den Ausklang der Gautagung des NS.-Lehrerbundes. Badbau derGtadtLich im AlbacherTeich Sief), 15. April. Die Stadtverwaltung hat sich Ddr einiger Zeit entschlösset, für unsere Stadt eine zeitgemäße Badearl a g e zu schaffen. Die Arbeiten wurden bereits in, Angriff genommen. Infolgedessen ist es jetzt um den sonst so still da- lükenden Albacher Teich leimas unruhiger gewor- bu. Gegenwärtig sind die Zimmerleute am Ufer des Teiches dabei, die Pfosten p bearbeiten, die in den ®anb des Teiches gemimt werden und die Laufstege tragen sollen. Sir Teil der Pfosten M7de bereits eingerammt in? zwar geschieht diese llrc eit von einem schwim- 135,25 beugt und unerschrocken steht die Natur. Das neue Leben wird Sieger bleiben. Auch das menschliche Herz, das in diesen Tagen so lebhaft schlägt. Mit gläubigen Augen schauen die Menschen nun nach der Sonne, die wohl zeitweise noch von düsteren Wolken überschattet wird. Aber das hindert nicht, daß wir unsere Blicke nach den großen lichten Flecken, die sie auf die erwachende Erde malt, richten. Nicht nach den Wolken werden wir schauen, nicht nach den dunklen Schatten, sondern "hinein in die helle Landschaft. Der Frühling wird nur von denen recht erlebt, die fest auf dieser Erde stehen und an die Zukunft glauben. Deshalb müssen wir hinschauen nach dem neu sprudelnden Bergwasser, müssen dem Gesang der Frühlingsvögel lauschen und die ersten Blümchen begrüßen. Wir müssen'uns freuen über jeden sonnigen Tag und teilnehmen an dem Wachsen und Gedeihen in der Natur. Wir müssen wieder Kinder werden und den Früh- Das ist ein lästiges Übel, sehr oft mit starker Schuppenbildung verbunden! /Abhilfe ist leicht: pflegen Sie Haar und Kopfhaut regelmäßig so, daß kein Alkali und keine Kalkseife im Haar Zurückbleiben, also mit In den Hauptverkehrsstraßen erblicken die Passanten die von der SA. lingerichteten Einzeich- lungs ft eilen für das Danto pferber N a- ion. Mit Fahnen, sri- hem Grün, Werbein- chriften und Werbebil- ern sind diese Stätten iur Bekundung des Gemeinschaftssinnes wir- ungsvoll geschmückt. SA.- ^länner als Ehrenposten ehen zum ersten Gruß er SA. an die Einzeich- ner vor den Eingängen. rieEinzeichnungsstellemit der Liste weist in gleicher art schönen Schmuck auf. Spruchbänder über den Ctraßen rufen noch be= slnders zur Mithilfe r Verlobter? Ich begreife, daß Sie unglück- lihjnd." /„Die können Sie--" Nieder lacht er auf, in dieser wissenden, über- lctgm-n Art. 2e" Tanz will nicht zu Ende gehen. „Schade, daß ich in einer halben Stunde auf» brcii)- n muß, es hätte mir Spaß gemacht, mich nrtyi mit Ihnen zu beschäftigen. Leider kann ich Mir Wiedersehen mit Ihnen vereinbaren. Ich fahre nnd) Berlin." Aach Berlin! Esch fühlt eine Uebelkeit aufsteigen. Sie sieht fü-lh?!llhafte Gesichter an sich voruberhuschen, grinse nü geöffnete Münder kreischen den Kehrreim der tioißineloöie. „Mte, mir ist nicht gut." 2ii n sitzt sie c . ihrem Platz, kalter Schweiß n-den Rammbock aus, i nem merkwürdigen Sih ff, auf dem drei Mann hi nicht leichte Arbeit Kampf -em Verderb und Entrümpelung. Ein Appell der Polizeidirektion Gießen. Es ist wiederholt festgestellt worden, daß ent* rumpelte Dachböden und Kammern nachträglich mit altem Gerümpel gefüllt worden find. Dies entspricht nicht dem Luftscbutzgedanken. Es ist unbedingte Pflicht jedes Woynungsinhabers. den Dach- hoben bzw. Dachkammer entrümpelt zu halten. Das soll jedoch nicht bedeuten, daß auf dem Dachboden überhaupt nichts gelagert werden darf. Gegenstände, die evtl, noch Verwendung im haushalt finden können, dürfen an diesen Stellen gelagert werden, wenn die Gewähr geboten ist, daß im Falle der Gefahr die Gegenstände sofort entfernt werden. In solchen Fällen darf es sich jedoch keinesfalls um unbrauchbare Sachen, z. V. Altpapier. Pappkartons. Kleider usw. handeln. Derartiges Altmaterial kann nach dem Anfall sofort abgeseht werden, ohne es noch längere Zeit auf dem Dachboden zu lagern. Damit jedoch bezüglich der Entrümpelung keine Mißverständnisse austauchen, wird hier ausdrücklich darauf hingewiesen, daß wertvolle Sachen, z. B. Gegenstände mit geschichtlichem oder kulturellem Wert, keinesfalls vernichtet oder zerstört werden sollen. Sofern derartiae Sachen oder Gegenstände vorhanden sind, für die der Besitzer kein Interesse mehr hat, kann er diese unter Angabe der Bedeutung abliefern. Solche Sachen werden durch Fachleute überprüft und den zuständigen Stellen zugeleitet. Vielfach besteht die Unsille, alte Kleider auf den Dachböden zu lagern. Hierdurch wird nur Ungeziefer gezüchtet, und die Kleider sind bald von Motten gefressen. Wir bitten, alle abgelegten Sachen, z. B. alte Matratzen, Kinderwagen, Kleider usw-, die auf den Böden gelagert werden, abzuliefern. Diese werden, Unsere Jugendherberge. Von Or. Wilhelm Ilörke. Wie alljährlich in den Tagen des Frühlings, so tritt auch Heuer wieder der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen mit einem groß angelegten Sammeloorhaben an die Oeffenttichkeit. Buben und Mädchen werden kommen und Spenden heischen, die Politischen Leiter werden an die Haustüren klopfen und um Gaben bitten. Das deutsche Volk hat in seinem Iugend- herbergsneh ein gewaltiges soziales Derk geschaffen. das in der Delt einzig dafteht. lieber 7 Millionen Usbernachtungen wurden im vergangenen Jahr in den deutschen Jugendherbergen gezählt. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl der jungen Menschen, die ihre Freizeit und Ferien zur Fahrt durch Deutschlands Gaue nutzen, von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Schulklassen zu, die in der Jugendherberge eine Woche oder mehr in gemeinsamem Erleben verbringen, von Jahr zu Jahr wächst die Zyhl der Tagungen und Schulungs- kurse unter dem gastlichen Dach der Jugendherbergen in raschem Anstteg. Können wir auch voll Stolz auf das zurückblicken, was zwei Jahrzehnte treuer und zäher Arbeit geschaffen haben, so lehrt doch immer wieder ein Blick auf die Entwicklung des Herbergswerks in den letzten Jahren, daß nicht Heinere Aufgaben in der kommenden Zeit den Herbergsschaffern bevorstehen. Allenthalben wird es zu eng, immer weiter muß darum das Werk aus- gebaut werden. Immer wieder ruft uns unsere Jugend zu: Wir brauchen neue herbergen, wir brauchen größere Herbergen, helft darum alle dem Reichsverband durch euere Gabe, daß er sie schaffen kann. Wie das Herbergswerk gewachsen ist, das können wir am besten an unserer Gießener Jugendherberge uns vor Augen führen. Im Jahre 1922 fing es mit zwei recht bescheidenen Räumen in der Schloßgasse an. Bereits 1923 siedelte die Herberge in den Asterweg über, wo sie uns Jahre hindurch vertraut und bekannt war. Dort hatte sie sich in gemeinsamer verständnisvoller Zusammenarbeit zwischen Städtischem Jugendamt und Jugend- soweit noch brauchbar, an die NSV. zur Verteilung an arme Volksgenossen weitergeleitet. So wie auf der einen Seite die Entrümpelung hinsichtlich der Sicherheit durchgesührt werden muß, ist auf der anderen Seite die Entrümpelung im Zuge des Vierjahresplanes unter dem Motto „Kampf dem Verderb" erforderlich. Der Bedarf an Rohmaterial macht es jedem Deutschen zur Pflicht, alles entbehrliche Altmaterial abzuliefern. Wenn jeder Deutsche seine Pflicht tut, wird es möglich fein, den an das deutsche Volk gestellten Anforderungen des Vierjahresplanes gerecht zu werden. Gleichzeitig wird aber noch darauf hingewiesen, daß Sachen, die für die Verdunkelung brauchbar sind, wie z. B. alte Decken und berg!., für diese Zwecke erhalten bleiben sollen. Noch im Laufe des Monats April wird in der Stadt Gießen eine Entrümpelung durch den Reichsluftschutzbund durchgeführt. Die Amtsttäger des Reichsluftschutzbundes, einschließlich Luftschutzhauswarte, sind mit der Durchführung beauftragt. Die Tage der Entrümpelung werden in der Presse bekanntgegeben. Die Bevölkerung wird aufgefordert, die alten Sachen an den Tagen der Entrümpelung im Hofe ober im Keller unb bergt bereitzustellen. Für bie Bewohner, die nicht selber in der Lage sind, die Sachen vom Boden herunter^utragen, werden die erforderlichen Kräfte zur Verfügung gestellt. Rach der Entrümpelung finden Kontrollen durch Polizeibeamte statt. Es wird gegen alle Personen, die nicht entrümpelt haben, mit aller Schärfe vorgegangen. Einwohner der Stadt Gießen: Stellt euch in den Dienst der guten Sache, denn es dient zu eurem eigenen Schutz! herbergsverband im Laufe der Jahre immer mehr ausgedehnt und schließlich bas ganze obere Stockwerk des städtischen Dienstgebäudes, in dem sie untergebracht war, erobert. Im letzten Jahre ihres Bestehens umfaßte sie 50 Betten. Eine neue Entwicklung begann vor zwei Jahren, als sich die Stadtverwaltung entschloß, die Herberge zu verlegen und ihr auf der Hardterrasse ein größeres Haus einräumte. In vorbildlicher Weise hat die Stadt Gießen schon früh eine eigne Jugendherberge geschaffen und hat sie ständig weiter entwickelt. Auch den erforderlichen Hm- und Ausbau des Hauses auf der Hardtterrasse hat sie auf eigne Kosten aus- geführt und hat die Herberge nach vollendetem Ausbau in die Verwaltung des Reichsverbandes für deutsche Jugendherbergen übergeben, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, durch Vervollkommnung und Ergänzung des Gerätes die Herberge den ständig wachsenden Anforderungen, die die steigende Hebernachtungsziffer mit sich bringt, anzupassen. Die Herberge hat jetzt 8 0 Betten, wozu noch 20 Notlager kommen, unb trotzbem ist es in her Hauptwanderzeit nicht allzu selten, daß das ganze Haus belegt ist unb daß die Herbergseltern auch der einen ober anberen Gruppe abschreiben müssen, weil das Haus schon voll ist. Die Herberge ist aber auch gar hübsch gelegen. Der Blick in das weite Lahntal, der schattige Tummelplatz unter den Kastanien und die große Spielwiese sind Dinge, die den etwas weiten Anmarsch rasch vergessen lassen. Wer aber noch nicht weiß, wie es in einer Herberge überhaupt aus sieht und wer insbesondere die Gießener Jugendherberge noch nicht kennt, der mache sich bei dem schönen Frühjahrswetter am nächsten Sonntag einmal auf die Beine und sehe sich das Haus aus der Nähe an. Aus Anlaß des Reichsherbergsopfer- und -werbe- tags ist nämlich die Jugendherberge mit allen Räumen am Sonntag, 18. April, für jedermann zugänglich. fing wie sie erleben. Dann umgeben uns keine Geheimnisse mehr, dann kommt der Frühling wie ein treuer Helfer unb Berater zu uns, auf daß wir mit neuem Lebensmut und gestärkter Willenskraft in die Zukunft schreiten. H. Lornotizeu. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Herrscher". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „San Franzisko". — Ortsgruppe Gießen des VDA.: 20.30 Uhr spricht Frau Munier-Wrodlewska in der Aula des Gymnasiums über „Schicksal deutscher Geschlechter im Baltikum". — 16 und 20 Uhr: Frauenvortrag im Hotel „Prinz Carl". Schulen und Geburtstag des Führers. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung Abt. VII — weist in einem Erlaß an die Kreis- und Stadtschulämter, die Direktionen der höheren Schulen und die Direktionen der gewerblichen Unterrichtsanstalten darauf hin, daß am Geburtstag des Führers und Reichskanzlers in den Orten, wo öffentliche Feiern stattfinden, Lehrer und Schüler sich diesen Veranstaltungen einzuordnen haben. Wo keine allgemeine Feiern stattfinden, gedenkt die Schule in würdiger Form des Geburtstages. HZ. und Frühjahrsbestellung. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung Abteilung VII — hat an die Kreis- und Stadt- schulämter folgende Verfügung gerichtet: Auf Anregung der maßgeblichen Reichsstellen werden die Schulämter ermächtigt, Angehörige der HI., die auf Wunsch des Reichsnährstandes zur Frühjahrsbestellung eingesetzt werden sollen, vorübergehend vom Schulbesuch zu befreien. Der Antrag auf Befreiung ist von einer Dienststelle des Reichsnährstandes zu stellen. Versammlung der Ortsgruppe Gießen-Ost. Arn kommenden Freitag, 16. April, 20.15 Uhr, im Saale des Caf6 Leib, öffentliche Versammlung. Es spricht Kreisleiter Pg. Wilh. Thiele, M. d. R., (Biedenkopf). Alle Volksgenossen sind zu dieser Versammlung eingeladen. Eintritt frei. Ortsgruppe Gießeu-Nord. Velr. Pfundsammlung. Am Mittwoch, 14., und Donnerstag, 15. April, wird im Bereiche der Ortsgruppe Gießen-Nord die Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzulegen. Ortsgruppe Gisßen-Süd. Amt für Volkswohlfahrt. Am Mittwoch, 14., Donnerstag, 15., und Freitag, 16. April findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen- Süd die Lebensmittel-Opferringsammlung durch die NS.-Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten. Die Hochschularbeit des Sommersemesters beginnt. Von dem Presseamt des NSDStB. in Gießen wird uns berichtet: Im Konferenzzimmer des Studentenheimes versammelten sich am Montagabend die Amtsleiter der Studentenschaft und des Studentenbundes zu einem Ausspracheabend, der die Arbeit dieses Semesters am Hochschulort praktisch einleitete. Es berichteten die einzelnen Kameraden über Sinn unb Aufgabe ihres jeweiligen Arbeitsbereiches, insbe» fonbere über die vorgesetzten Ziele im neuen Semester und deren praktische Erreichbarkeit. Gegenstand der anschließenden Aussprache war vor allem die Bildung von Arbeitskameradschaften, bie eine wirkliche Nähe von Stubent zu Student in Gesinnung und fachlicher Arbeit gewährleisten. Aus den Erfahrungen der letzten Semester wurde für alle weitere Arbeit der Grundsatz der unbedingten Freiwilligkeit gefolgert. Damit ist für jedes gründliche Tun erst die innere Voraussetzung geschaffen. Es überraschten besonders die Berichte der Fachschaftsleiter, die aus den Ferienschulungslagern an den verschiedensten Orten des Reiches neben ausgezeichneter Stimmung auch wirkliche Arbeitsthemen für die Fachschaftsarbeit und den nächsten Reichsberuss- wettkampf mitbrachten. Die überzeugenden Anregungen fanden allgemeinen Beifall und sorgten dafür, daß der erste Ausspracheabend in einem fröhlich-zuversichtlichen Ton ausklang. Obmänner- u. Chorleiterversammlung. Jrn Gasthaus „Hindenburg" tagten am gestrigen Mittwochnachmittag unter dem Vorsitz von Pfarrer Weisel (Heuchelheim), dem Vertrauensmann der Dekanatskirchenchöre des Dekanats Gießen, die Chorobmänner und Chorleiter der evangelischen Kirchenchöre des Dekanats Gießen, um über das diesjährige Kirchengesangvereinsfest zu beraten. Als Festtag wurde, wie dies schon seit einem Jahrzehnt üblich ist, der Sonntag vor Pfingsten, 9. Mai, festgelegt. Als Festort wurde Watzenborn-Steinberg bestimmt. Das Fest soll in der neuen Volkshalle gefeiert werden. Die Hauptprobe der gemischten Chöre soll um 12.45 Uhr in der Volkshalle stattfinden, die Frauenchöre proben um dieselbe Zeit bei Wirt Sommer. Musiklehrer N e b e I i n g (Gießen) dirigiert die gemischten Chöre, Finanzsekretär Sammer (Wat- zenbom-Steinberg) die vereinigten Frauenchöre. Der Festgattesdienst in der Volkshalle beginnt um 13.30 Uhr. Die Festpredigt wird voraussichtlich Propst Knodt (Gießen) übernehmen. Im Fest- gottesdienst singen die gemischten Chöre, etwa 500 Sänger und Sängerinnen, als gemeinsame Chöre „Lobt Gott getrost mit Singen...", ferner „Gloria sei dir gesungen..." von I. S. Bach, die Frauenchöre mit über 200 Sängerinnen den Choral „Wunderbarer König ..." Die Nachfeier soll um 16 Uhr beginnen. Gemischte Chöre und Frauenchöre werden wieder je einen Massenchor fingen. Außerdem fingt jeder angeschlas- sene Chor ein selbstgewähttes geistliches oder ein Lied im Volkston. Der Posaunenchor Watzenborn- Steinberg wird die gemeinsam gelungenen Gemeindelieder begleiten und die ganze Feier mit Musikvorträgen umrahmen. Die Vorbereitungen zu dem Fest liegen in Händen des gemischten Chores von Watzenborn-Steinberg. Man rechnet, einschließlich der 700 bis 800 Sänger und Sängerinnen, mit einer Gesamtbeteiligung von etwa 2000 Personen. Vortragsabend des Sparerbundes. Am Dienstag veranstaltete die Ortsgruppe Gießen des Sparerbundes einen öffentlichen Vortragsabend. Der Landesverbandsführer von Groß-Heffen, Dr. jur. Danner (Gießen), sprach über „Aktuelle Sparerund Rentnerfragen". Ausgehend von dem Grundsatz der Vorkriegszeit, daß Wohlstand nur durch Sparen erworben werden kann, begründete der Redner den Segen der Sparsamkeit von Jugend an. Schon vor dem Kriege floß das Sparaeld in die verschiedensten Kanäle der Industrie und Wirtschaft und wurde für Staats- und Stadtanleihen verwandt und bildete dadurch die Grundlage der Staatswirtschaft. Nach dem Kriege haben internationale Betrüger das deutsche Sparervolk ganz systematisch betrogen. Bereits in dieser Zeit entstand die Sparerbewegung, die sich dagegen aufbäumte. Mit vieler Mühe gelang es ihr, die Aufwertungsgesetzgebung zu erreichen, der dann das Reichsanleihe-Ablösungsgesetz folgte. In großen Prozessen, in den Obligationär- und in den Aktionärversammlungen sowie in vielen Einzelfällen hat sich der Sparerbund für die Sparer und Rentner eingesetzt. Erst die nationalsozialistische Regierung hat grundlegenden Wandel auf allen Gebieten des Geld- unb damit auch des Sparwesens geschaffen. Durch die Inbesitznahme der Reichsbank in die Macht des Reiches, die heute unter besonderer Aufsicht des Führers steht, ist jeder Spekulation von vornherein die Grundlage entzogen, und es ist wieder Vertrauen und Sicherheit in das deutsche Währungs- und Sparwesen eingekehrt. Ein Beweis dafür waren die jüngsten Ueberzeichnungen der Reichsanleihen. Der Sparerbund hat in dieser Aufwärtsentwicklung ganz bedeutende Erfolge für feine Mitglieder erzielen und der Reichsregierung mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Er hat dadurch dem Sparer einen großen Dienst erwiesen, und auch jetzt ist er bestrebt, aufklärend und beratend zu wirken. Vereinsführer Lorenz wies im Schlußwort auf die vielen Kleinarbeiten zugunsten der Rentner und Sparer hin und machte auch auf die geselligen Veranstaltungen aufmerksam, durch die den Sparern und Rentnern auch eine persönliche Freude bereitet werden soll. Er verwies auf den nächsten Omnibusausflug durch das Biebertal über Hohensolms ins Blasbachtal, dem sich in Wetzlar ein Treffen mit den dortigen Sparern anschließen wird. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 15. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Yi kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11^, Klasse D 10%, ungezeichnete 10, Wirsing, % kg (gelb) 12, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 10, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, % kg 90 Pf. bis 1 Mark, Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44, 50 kg 3,65 bis 3,80 Mark, Aepfel, % kg 20 bis 45 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Blumenkohl, das Stück 30 bis 50 Pf., Salat 15 bis 30, Salatgurken 70 bis 80, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich, alte 5 bis 15, neue, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 15 Pf. * **D i e Entwässerung der Stadt Gießen ist neuerdings Anlaß zu mancherlei Beanstandungen geworden, jedoch nicht von der Seite der Bevölkerung her, sondern seitens der Verwaltung. Die Klagen richten sich gegen unbefugte Arbeiten bei Neuherrichtungen bzw. Veränderungen, gegen unzulässige Art der Abführung von Schmutzwässern und die Ableitung von Niederschlagswasser über die Bürgersteige. Es sei darauf hingewiesen, daß alle Verstöße gegen die Vorschriften auf diesem Gebiete mit Bestrafung bedroht sind. ** Straßensperrung. Wea-n Herstellung von Neubauten wird der Erdkauterweg zwischen Schisfenderger Weg und Bahnübergang Gießen—Gelnhausen mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres für jeglichen Fährverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungs- schilder sind zu beachten. ** Einziehung d e r bisherigen Preis- nachlaßberechtigungskartenfürScknei- herinnen, Polsterer u f w. Die Wirtschafts, gruppe Einzelhandel, Kreisgruppe Gießen, sowie Die Kreisfachgruppe Textil erklären die bisherigen Preisnachlatzberechtigungskarten mit Wirkung ab 15. Mai d. I. für ungültig. Die Neuausstellung der Ausweise ist von den in Frage kommenden Schneidern, Schneiderinnen, Polsterern und Dekorateuren umgehend zu beantragen. DasWHW.im Bereich des IX.AK. Lpd. Für bas WHW. 1 936/37 wurden in der Zeit vom 1.10.1936 bis 31. 3.1937 im Bereiche des IX. Axmeekorps aufgebracht: Barfpenden. Abzüge Eintopfsammlungen Besondere Sammlungen und Spenden Erträgnisse aus 77 Konzerten für das WHW. Gesamtsumme 310 290,23 RM. Ferner Naturalien im Werte von 49 222,24 RM., die unter Verzicht auf die zustehende Verpflegung für bedürftige Volksgenossen gespendet wurden. Außerdem wurden wieder zahlreiche Fahrzeuge, Feldküchen und Mannschaften dem WHW. für Sammelzwecke usw. zur Verfügung gestellt. Dieses Ergebnis, insbesondere die Steigerung der Erträgnisse aus besonderen Sammlungen unb Spen- ben, bebautet gegenüber bem WHW. 1935/36 ein Mehraufkommen von 121 484 RM. In biesem Einsatz aller Dienststellen unb Truppen für bas WHW. kommt die nationalsozialistische Ge- finnung, bie bas Wohl ber Gesamtheit voranstellt, überzeugenb zum Ausbruck. Zugleich beweist bas Er- gebnis bie enge Verbunbenheit ber Wehrmacht mit ber Bevölkerung, die dem Aufruf ber Solbaten für bas WHW. in allen Stanborten unb bei jeher Gelegenheit freubig unb opferbereit folgte. Neue Landesgruppe der Technischen Nothilfe. NSG. Ab 1. Mai werben die beiden Landesgruppen ber Technischen Nothilfe Hessen-Westmark und Saarpfalz zu einer Landesgruppe Hessen- Westmark vereinigt. Zum Führer der vereinig- ten Landesgruppen wurde der bisherige Führer der Landesgruppe Saarpfalz, Landesführer Her- manns, bestellt. Der Führer der bisherigen Lan- desgruppe Hessen-Westmark, Landesführer Doe- bei, ist inzwischen in den aktiven Heeresdienst übergetreten. Der Dienstsitz ber neuen Landes- gruppe ist in Frankfurt a. M., Bockenheimer Land- straße 21. Innerhalb des Bereiches ber neuen Lan- desgruppe Hessen-Westmark werden noch die Bezirksgruppen Saarpfalz unb Koblenz-Trier gebildet, bie jedoch ber Landesgruppe unterstellt bleiben. Derbraucherhöchstpreise für Hühner- und Enteneier. DNB. Der Reichskommissar für die Preisbildung veröffentlicht im Reichsgesetzblatt eine Verordnung über Verbrauchsrhöchstpreise für Hühner- und En- ten-Eier vom 13. April 1937. Die Verbraucherhöchfl- preise für Eier sind dieselben wie im Vorjahr, wobei gewisse landschaftliche Verschiedenheiten ausgeglichen worden sind. Auch für die bisher nicht im Preis festgesetzten aussortierten Eier sind Verbraucherhöchstpreise vorgesehen. Bei den Auslands- eiern Bulgaren, Polen — „Original" handelt es sich um Eier, die nicht nach Gewicht sortiert sind. Die Erzeuger-, Großhandels- und Kleinhandelspreise werden von dem Eierwirtschaftsverband des Reichsnährstandes mit Zustimmung des Reichskommissars für die Preisbildung festgesetzt. Bodenbenutzungserhebung -1937. NSG. Das Statistische Reichsamt, Berlin, sowie die Landesstattstischen Aemter führen auch im Jahre 1937 wiederum eine Bodenbenutzungs- erhebung durch, die den Zweck hat, die tatsächlichen Flächen der land- und forstwirtschaftlichen sowie gärtnerischen Nutzung in jeder Gemeinde genau zu erfassen. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Angaben, die von den einzelnen Betriebsinhabern gefordert werden, dem Amtsgeheimnis unterliegen unb nicht für steuerliche ober sonstige Zwecke, wie z. B. für die Getreidekontingentierung, herange- zogen werden. Es wird daher im Interesse einer erfolgreichen Durchführung dieser Erhebung von jedem Betriebsinhaber erwartet, daß er seine Angaben so genau und vollständig als nur irgend möglich macht, da die Bodenbenutzungserhebungen eine unerläßliche Voraussetzung für erfolgreiche Maßnahmen in der Erzeugungsschlacht bilden. Rundfunkprogramm. Freitag, 16. April: 6 Uhr: Choral, Margenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Nachrichten und Sport« vorschau. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu' 11.30: Tummelstunde. 11.45: Landfunk: Ausbau und Förderung der Milchhygiene. 12: Mittagskon« zert. 13: Nachrichten — Offene Stellen. Nachrichten aus bem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. 15: Volk und Wirtschaft. Nährstoff „Eiweiß" — was ist bas? 15.15: Aus ber alemannischen Heimat. Don Schwarzwaldtälern unb -schluchten. Hörfolge. 15.45: Scharfe Sachen aus Baden. Ein deutsches Gewürz wirb hergestellt. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Ei» Wegbereiter deutschen Denkens! Johannes Rehmke, der Begründer einer bodenständigen Philosophie (2)- 17.45: Tiere wandern in den Tob! Eine Skizze um geheimnisvolle Kräfte ber Natur. 18: Musik aus Dresden. 19: Froher Feierabend! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Schumann-Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nach' richten aus bem Senbebezirk. 22.30: Unterhaltung^« unb Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. 128 794,21 RM. 32 761,01 „ 112 983,14 „ 35 751,87 „ Iflitdangm für Hüte ulMazte Sek 66rN£r «in «* Jahrgang 19 in Deutsch«« gehört in das in den M (Eltern, M Bah (neben Die WirW ! weiteren Men i Minder bessere ö «fc N® A ft etjenuber den I 8 Stutze der Mark ;3a')te der Austu »getrieben werben Dmnliche Ausba s porgenommen w Ubie Maschinenai H fernen hier zur sj Hitzungsanlage s »mich, zwei auto i tische Mchzentr Leistung, ein wei Mfulturanlage. M seine höchstmöglu I . Anschließend- Üben zahlenmäßi folgendes zu ei find von 1410 G 6efQmt 8 879 89 Den, für die 1 77 638,88 Mark j Stützung auf d s schastsoerband j ß hiernach sind in jj jähre 1935 inj o wieder mehr ei 6 lieferten Vollmi g verbuttert unb h l Markenbutter { 3 wurde als Frisch 8 bahneherstellung ti den nur 581654 | arbeitet. Aus der fmb insgesamt 6- 111290 Zentner Bm sshergeMt worden 8 Leichastszahlen joi j tiebmrn ein M H die Tenchnschasi So mürbe aud J Jung einstimmig ! dem Vorstand ui U teilt. Die satzun nratsmitglieder । Bär« ben Ige ’ Auggi S'v Wen betr V ben ^LOberbü, Äek Stunbffiitfse Eni ÄS"» ; Kip 2V, ab ( "9 Ä J» S- *"■ Idn 3e(»roteuten S«.U : 983,14 . > 751,87 , ®,24 M Verpflegung )et_ wurden, »vahrzeuge. ®- für Som. e'9erung der n unb Epen. 1935/36 ein und Truppe» Estische y- *t voranstellt, weist das Eil 'ehmacht O Soldaten ftz bei jeder T- e Ife. iden Land«. ssen-Westmiii! PPe Hessen der vereinik- lerige Fühni rführer her. sherigrn h lührer Doi- t heeresdich euen Landen lheimer M fr neuen Lennach die Bilder gebA lt bleiben. Sühnesi bre^MMs PnvrdM in« und b rraucherhöchi- Vorjahr, w Seiten ou5g:' isher nicht i! ter sind 8» den Auslack il" handelt ff )t sortiert W jtleinft stsverbond i des M gesetzt. 151937. Berlin, N fjren auch idenbenuhZ die t-ltsoW gastlichen st- rinde geM s Diesen, ietriebsuW nis uiW g- :ning, ft Interesse ® Erhebung » er »! ak «r Z ungserft für erW5 acht bilden lwm I KV zym-Ä si W^Ts,- ,tin u«h ^ ->SH fc- Ä* «ert, H,K »K.B n ' efty«; Aus der engeren Heimat Ein Volk, ein Führer, eine Jugend! Jahrgang 1927 tritt geschloffen an. So ist es in Deutschland: Jeder Junge von 10 Jahren gehört in das Deutsche Jungvolk, jedes Mädel in den Jungmädelbund, damit ihr. deutsche Eltern, auch in eurem Alter in einem freien Volke leben könnt. Generalversammlung der Molkereigenossenschaft Hungen. * Hungen, 13. April. Die Molkerei-Ge- no s s e n s ch a s t Hungen hielt am Sonntag im 3iale des „Darmstädter Hofes" ihre 43. ordentliche gmeralversammlung für das abgelaufene Jahr li-36 ab. Der Vorsitzende des Auffichtsrates Fritz jfiie ff e (Hungen) eröffnete die Versammlung und bigrüfjte die Mitglieder,^ besonders den Vertreter bts Milchwirtschastsoerbandes Weber (Gießen) foie die Vertreter der Milchleistungskontrolle, als ach die Gründer der Genossenschaft. Direktor Schneider gab dann einen ausführlichen Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr, das wieder ßrnz im Zeichen der Erzeugungsschlacht sowie des tr. Molkereiwesen angestrebten Aufbaues stand. 2)2 Auswirkungen machten sich besonders in einem »fiteren starken Steigen der Milchanlieferung, so- ir= in der besseren Qualität der angelieferten Milch, Ll- auch in einer bedeutend höheren Butterausbeute gegenüber den Vorjahren bemerkbar. Unter dem «rutze der Marktordnung konnte im abgelaufenen Qcjre der Ausbau der Molkerei weiter vorwärts gerieben werden. Während in den Vorjahren der rLmliche Ausbau und Erweiterung der Molkerei ör genommen wurde, so wurde im letzten Jahre bit Maschinenanlage vollkommen erneuert. Es Ptnen hier zur Aufstellung: eine neuzeitliche Er- hiMngsanlage für Vollmilch, Rahm und Mager- Mch, zwei automatische Milchwaagen, zwei Herme- trifte Milchzentrifugen mit je 5000 Liter Stund en- leiiung, ein weiterer Rahmreifer und eine Säure- firuranlage. Mit der Schaffung dieser Anlage ist «i» höchstmögliche Auswertung der Mich gegeben. Lnschließend erstattete Geschäftsführer F r u t i g bc zahlenmäßigen Geschäftsbericht, aus dem u. a. fönendes zu entnehmen war: Der Genossenschaft fit « von 1410 Einzelmitgliedern im Jahre 1936 ins- gcomt 8 879 892 Kilogramm Milch geliefert wor- bev für die 1090 537,02 Mark sowie weitere 77538,88 Mark als zugewiesene und mitausbezahlte Satzung auf die Werkmilch durch den Milchwirt- sch ftsverband Hessen-Nassau bezahlt worden sind. Hirnach sind im Jahre 1936 gegenüber dem Vor- t-afte 1935 in gesamt 836 282 Kilogramm Milch wider mehr eingeliefert worden. Von der einge- [teten Vollmilch wurden 6 879 318 Kilogramm beouttert und hiervon 284 963 Kilogramm Deutsche Irr tenb utter gewonnen. Die übrige Vollmilch 'de als Frischmilch abbesetzt sowie zur Käse- und »neherstellung verarbeitet. Im Jahre 1935 wur- nur 5 816 547 Kilogramm Milch zu Butter ver- »itet. Aus der Mehrverbutterung im Jahre 1936 insgesamt 64 480 Kilogramm Butter, das sind D Zentner Butter gegenüber dem Vorjahre mehr gestellt worden. Allgemein gesehen beweisen die chäftszahlen sowie die Abschlußzahlen der Bilanz Serum ein Jahr günstiger Weiterentwicklung für Genossenschaft. . Ko wurde auch der Abschluß von der Versamm- hirg einstimmig gutgeheißen und angenommen und ber Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung er» kiL Die satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichts- poi Mitglieder Fritz Hesse (Hungen), Müller (Bellersheim), Keil (Steinheim), Sang (Rabertshausen) und Alter (Berstadt) sowie das Vorstandsmitglied Ferd. Kammer (Hungen) wurden durch Zuruf einstimmig wieder gewählt. Anschließend konnte der Vorsitzende den inzwischen erschienenen Leiter der Milchleistungskontrolle für Hessen-Nassau, Dr. Hartmann (Frankfurt a. M.), bearüßen, der in seinem längeren Vortrag ausführlich über Zweck und Ziel der eingeführten Leistungskontrolle sprach. Nach einer regen Aussprache und der Erledigung verschiedener sonstigen Anfragen konnte der Vorsitzende die in allen Teilen gut verlaufene Versammlung schließen. Landkreis Gießen. 1) Heuchelheim, 14. April. Recht schön ver-, lief die V H C. - W a n b c r u n g am letzten Sonnbag. Trotz Regen hatte sich eine stattliche Zahl von Wanderern eingefunden, die über Kinzenbach gehend, den Weg durch den Wald nach Grube Morgenstern zu nahmen, um zur Schwalbenmühle ZU gelangen. Hier wurde Rast gemacht, während der die Auszeichnung der tüchtigsten Wanderer vorgenommen wurde. Die „Goldene" konnte mit launigen Versen an fünf DHCer überreicht werden. K Alt en -Buseck, 14. April. Als Schul- rekruten wurden in der hiesigen Volksschule in diesem Jahre zwölf Jungen uno zwölf Mädchen aufgenommen. Aus der Schule entlassen wurden sieben Jungen und zehn Mädchen, so daß sich die Schülerzahl um sieben vergrößert hat. — Die Fleisch- und Wurstsammlung des Winterhilfswerks 1 9 3 6/37 hatte ein sehr gutes Ergebnis in der Zelle Alten-Buseck gebracht. Es wurden im Laufe des Winters von den Hausschlachtungen annähernd 300 Kilogramm Büchsen abgeliefert. + Staufenberg, 14. April. Die Bautätigkeit in unserem Ort ist sehr rege. An drei Wohnbauten und einem Werkstattbau wurde mit den Arbeiten begonnen. Weitere Bauvorhaben sind in Vorbereitung. = Mainzlar, 14. April. Die Pflicht- feuerwehr hielt dieser Tage eine Hebung ab. Die Feuerloschgertite wurden einer Probe unterzogen; anschließend wurde nach den neu herausgegebenen Richtlinien exerziert. ± Albach , 14. April. Wie schon berichtet, konnten am Sonntag die Eheleute Jakob Schmitt und Margarete, geb. Damm, das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Im Gotteshause hatte sich unsere Gemeinde zahlreiche versammelt, um den Ehrentag des Paares mitzufeiern. Pfarrer D ö l l segnete den Bund ein, übermittelte die Glückwünsche der Kirchenbehörde und überreichte ein Buch als Ehrengeschenk. Nach dem Gottesdienst begaben sich Stützpunktleiter Schäfer, Bürgermeister Lenz und Lehrer Groh ins Haus des Jubelpaares. Der Stützpunktleiter Pg. Schäfer überbrachte die Glückwünsche der Partei und ein Glückwunschschreiben des Führers. Bürgermeister Lenz überbrachte Glückwunschschreiben des Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger und des Kreisamtes und gratulierte darauf namens der Gemeinde und des Gemeindevorstandes. Er würdigte den goldenen Bräutigam, der früher Feldschütz der Gemeinde gewesen war, als treffliches Gemeindeglied und vorbildlichen Diener der Gemeinde und überreichte ein Ehrengeschenk der Gemeinde. Lehrer Groh sprach als Leiter der Kriegerkameradschaft Albach die Glückwünsche der Kameradschaft aus und überreichte als Ehrengeschenk ein Bild Hindenburgs. Immer sei der Jubilar ein treues Mitglied der Kameradschaft gewesen, wie auch ein treuer Soldat, der im Weltkrieg dem Dctt- terland einen Sohn geopfert habe. Die ganze Gemeinde wünschte dem Jubelpaare einen schönen Lebensabend. ! Großen-Linden, 14.April. Am Sonntag unternahm der Z w e i g o e r e i n „Hüttenberg" vomVHE. seine Aprilwanderung, die von Großen- Linden über Mendorf und Dutenhofen nach Gar- benheim führte. Dort wurde Kaffeerast gehalten. Nach einem kleinen Regenschauer zu Anfang der Wanderung herrschte das schönste Frühlingswetter. Das zeiate sich erst, als die Wandergenossen den Bismarcksturm in Garbenheim erftieaen und die Aussicht bewundern konnten. Im herrlichsten Sonnenschein lag das Lahntal do. Von Garbenheim führte die Wanderung nach Wetzlar, von da brachte die Bahn die Mitglieder des Vereins nach Großen- Linden zurück. gfs. Leihgestern, 14. April. Ein Kameradschaftsabend vereinigte die F r a u e n f ch a f t und die Mitglieder des Frauen werks von Großen- Linden und Leihgestern in der Rindsmühle. Ein als Kanon gelungener Flabgenspruch leitete den Abend ein. Frau Will begrüßte die zahlreich anwesenden Frauen und Gäste. Mit herzlichen Worten rief sie die Frauen auf, nach der beendeten Mitarbeit am Winterhilfswerk auch in der kommenden Zeit für jede Art von Hilfe bei der NSV. bereit zu sein. Ganz besonders legte Frau Will den Frauen die Werbung für das deutsche Frauenwerk ans Herz. Mundartgedichte und gemeinsame Lieder hielten die Frauen noch lange beisammen. ch Lang-Göns, 14. April. In dem Abendgottesdienst am Sonntag führte ein Spielschar oas geistliche Spiel „Der verlorene Sohn" in unserer Kirche auf. Die Vorführung wurde umrahmt von Gesängen des hiesiaen Mädchenchores. = Li ch, 14. April. Am morgigen Donnerstag kann Maurermeister Heinrich Uhrhan IV. in voller geistiger und körperlicher Frische sein 7 0. Lebensjahr vollenden. # Ettingshausen, 14. April. Dieser Tage fand die Einführung der diesjährigen S ch u l n e u - finge statt. Die Zahl beträgt 11, davon 8 Knaben und 3 Mädchen. Kreis Friedberg. + Butzbach, 13.April. Die Ortsgruppe der Partei hielt im Saale des „Hessisch-m Hofes" ihre Monatsversammlung ab. Ortsgruppenleiter Dr. Mörschel gab nach kurzen Begrüßungsworten und dem gemeinsamen Gesänge des Liedes „Volk ans Gewehr" eine Reihe Verordnungen der Gau- und Kreisleitung bekannt. Me- dizinalrat Dr. Z i n ß e r sprach über Rassefra - gen. Die interessanten Ausführungen wurden durch Lichtbilder ergänzt und fanden allgemeinen Beifall. — In den Räumen des ehemaligen Mathil- denstiftes findet gegenwärtig eine Werkaus» stellung des B D M. statt. Die Ausstellung zeigt selbstgefertigte Gegenstände, Spielsachen, Wäschestücke u. a. m. in großer Zahl. Kreis Bübingen. © Nidda, 14. April. Unter Leitung von Frau Münch hielt gestern die NS.-Frauenschaft bei starker Beteiligung einen Pflichtabend ab. Durch die Leiterin sowohl, als auch durch Frl. H o s s i n - g e r, Landwirtschaftslehrerin dahier, kamen wichtige, insbesondere die „politische Hausfrau" berührende Fragen zur Besprechung. Im Herbst soll eine Ausstellung der in den Frauenabenden angefertigten Kleidungsstücke unter dem Motto „Neues aus Altem" stattfinden. Kreis Alsfeld. £ Groß-Felda, 14. April. Die Konfirmanden des hiesigen Kirchspiels unternahmen in Begleitung ihres Pfarrers einen Ausflug nach Fulda. Verschiedene von ihnen fuhren zum ersten Mal mit der Bahn — auch das gibt es heute noch! Die reichen Sehenswürdigkeiten der Stadt haben bei den Kindern einen Eindruck hinterlassen, der nicht so bald vergessen sein wird. £ Groß-Felda, 14. April. Die 79jährige Witwe Anna Maria Müller, die allein ihr Häuschen bewohnt, wollte sich am vergangenen Sonntag einen Korb Holz holen. Dabei fiel sie so unglücklich, daß sie mit einem schweren Beinbruch ins Alsfelder Kreiskrankenhaus gebracht »erben mußte. An den Folgen ihrer Verletzungen ist sie nunmehr gestorben. —.— Homberg, 14. April. In diesem Jahre wurden in die hiesige Volksschule 20 Schulneulinge aufgenommen. Die Gesamtschülerzahl beträgt 202 Schüler, gegen 212 im Vorjahre. Unsere Realschule wird gegenwärtig von 20 Schülern besucht. Die veruntreute Schafherde. 2Vz Jahre Zuchthaus für einen gefährlichen Gewohnheitsverbrecher. LPD. Frankfurt a. M., 14. April. Die Große Strafkammer verurteilte den in den vierziger Iah- ren stehenden Karl Laux wegen Unterschlagung und Untreue zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust und dreijährigem Berufsverbot. Der Angeklagte, den man seinerzeit wegen Trunksucht entmündigt hat und mit dem sich die Gerichte schon wiederholt befassen mußten, war zuletzt Schäfer. Er 30g »mit 272 Schafen, die Eigentum eines Großschäfereibesitzers in Großmaischeid bei Engers waren, im Westerwald herum. Im Januar gefiel dem Angeklagten die Arbeit nicht mehr; er will sich darüber geärgert haben, daß er die von ihm gewünschten Weideplätze nicht bekam. In Wetzlar gab es sich als Eigentümer der Herde aus und trat mit einem Viehaufkäufer in Verbindung, dem er d i e Herde für 11400 Mark zugunsten einer Firma in Düsseldorf verkaufte. Er bekam 6400 Mark bar in die Hand und einen Scheck über 5000 Mark, die Stimmer aber wanderten zur Schlachtbank. Als Laux das Geld in der Hand hatte, kam er in den folgenden Tagen aus dem Vergnügen nicht mehr heraus. Mit dem Auto gings nach Gießen, wo er sich Kleider kaufte und das Geld mit vollen Händen ausgab, so daß es schon auffällig wurde. Immerhin hatte er Glück, noch nicht erwischt zu werden. Die Fahrt wurde dann mit der Taxe nach Frankfurt fortgesetzt, wo er drei Tage in der Schüppengasse wohnte. Dann lud er seine Quartiergeberin zu einer Fahrt nach der Pfalz ein, doch gab er ihrem Wunsche, Stuttgart zu besuchen, nach. Dort händigte er ihr den Scheck über 5000 Mark aus, den sie nach ihrer Rückkehr nach Frankfurt einlösen sollte, während er noch in die Pfalz zum Besuch eines Freundes fahren wollte. Laux hatte so getan, als sei er Bauer und habe bei dem Verkauf von Schafen einen guten Schnitt gemacht. Den Freund in der Pfalz traf er nicht, und er plante, mit den noch vorhandenen 5500 Mark nach Frankreich zu fahren. Er nahm bann aber davon Abstand, vernichtete seine Papiere, kaufte sich andere und fuhr nach Riesa an der Elbe, weil er dort unter falschem Namen eine Schafzucht anfangen wollte. Er kam nach Leipzig, machte dort für 900 Mark Einkäufe, gab fürstliche Trinkgelder, und bald ging es wieder nach Frankfurt, denn es wurde allmählich Zeit, sich um den Scheck zu kümmern. Dieser war inzwischen gesperrt und die Quartiergeberin sowie der Chauffeur, der sie nach Stuttgart gefahren hatte, waren wegen Begünstigung festgenommen worden. Bei seiner Ankunft in Frankfurt waren des Schäfers glückliche Stunden schon gezählt, und bald saß auch er in Haft. Das Gericht bezeichnete den Angeklagten in der Urteilsbegründung als einen gefährlichen Gewohnheitsverbrecher, aber doch nicht als restlos unbelehrbar. Deshalb wurde von Sicherungsverwahrung noch einmal Abstand genommen. Die beiden Mitbeschuldigten wurden freigesprochen. Bahnhof str« 26 (neben dem Lichtspielhaus) Ab 24. April Büromaschinen B.&T. Bekanntmachung. ar.t Entwässerung der Stadt Gießen. L Jede Neuherstellung ober Deränberung von Grunbstücksentwässerungen ist nur nach vorheriger Einholung ber baupolizeilichen Ge- I nehmigung zulässig, Das Ausführen jeglicher Arbeiten an Entwässerungsanlagen ist nur durch Installateure ober Unternehmer gestattet, welche den erforderlichen Zulassungsschein be- sitzen. L. Das Ausgießen ober Einleiten von Schmutzwasser in die Straßenrinnen ist verboten. Hi Von Grunbstücken, die an die Straßenkanäle angeschlossen sind, darf kein Niederschlagswasser über den Bürgersteig abfließen, auch nicht, wenn die Hof- ober Regenrohrsinkkasten verstopft finb. Die Sinkkasten sind regelmäßig zu reinigen. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen die Unterlassung der Reinigung der Sinkkasten Hnt rüegen den Rechtsfolgen des § 42 der Pol.-Der- :biung, die Entwässerung von Grundstücken im An- cliiß an die städtische Kanalisation in der Stadt ließen betr., vom 1. August 1904. Weßen, den 12. April 1937. 2631C Der Oberbürgermeister. 3. 23.: Dr. Hamm. | ^Einspaltige | werden zum ermäßigten . Grundpreis von 5 Pf. für die meiinanzeigen Mlllimeterzelle veröffentlicht» Bleichert Kippanhänger, fabrikneu 2V2 to, 300x2000x400 mm ab Lager Nauheim sofort lieferbar W. Aßmann, Bad-Nauheim Tel. 2478 Fürstenstraße 32 l 263710 Ihre Möbel, Ihre Ledersachen wirken viel schöner, wenn sie mit SelfiX gepflegt sind. SelflX macht alles glänzend» was glänzen soll Es leistet sehr viel und kostet so wenig,— Sie sollten es auch versuchen! SelflXgibt es in fünf Farben. 2641 A Modehaus tfdmcficrger Gießen, Schulstraße Nr 4 Moderne Gardinen verschönern Ihr Heiml Stores, Meterware Voile, bedruckt In zarten Pastellfaiben Bedruckte Kretonne Schwedenstreifen Spannstoffe Moderne Grobtülle Landhausgardinen Gardinenleisten und Zubehör reiche Auswahl und fachm. Beratung Hier abschneiden! Salzmandeln Samt für den Ausbau und Ernährung des Körpers außerordentlich wichtig sind, Salzmandeln, süße Mandelkerne, die in Salz gewälzt und im Backofen getrocknet sind.. Man reicht sie zu Wein. Salzsaure, gelblich rauchende Lösung von Chlorwasserstoff in Wasser, die in Stoffe Löcher frißt und auch Metalle angreift. Der Gefährlichkeit wegen darf Salzsäure nur in gut kenntlichen Eiftflaschen aufbewahrt werden. Mit Salzsäure werden Aborte, angebrannte Töpfe und Emaillebadewannen gereinigt und Kesselstein gelöst. Nach Möglichkeit sollte man jedoch auf die Anwendung von Salzsäure verzichten. Salzsäurevergiftung, siehe Säure- Vergiftung, Schwefelsäurevergiftung. Samenernte nehmen wir von schönen und gesunden Gartengewächsen vor. Vor dem öffnen werden Kapseln und Hülsen ab- geschnitten und die Samenkörner nach völligem Trocknen entnom- men Aus Saftfrüchten werden die Körner ausgewaschen und getrocknet. Die Aufbewahrung erfolgt in kleinen Säckchen, luftig und mäusesicher. Samenernte im eigenen Garten soll nicht jahrelang durchgeführt werden, da sonst Inzucht eintritt. Sammelheizung, entweder Fernheizung für mehrere Gebäude oder Zentralheizung eines gan- zen Hauses vom Keller aus oder Etagenheizung, die meist von der Küche aus für eine Wohnung bedient wird. Warmwasserheizung ist bester als Dampfheizung, da sie die Luft nicht so sehr austrocknet. Heizkörper müssen stets von Staub frei gehalten werden und werden zweckmäßig mit einem Wasserbehälter, am besten einer porösen Tonröhre versehen, damit die Zimmerluft immer feucht bleibt. Sammeln von Gegenständen ist ein allgemein menschlicher Trieb, den man auch bei Kindern unterstützen soll, solange er nicht in eine Leidenschaft ausartet, über der alles andere vergeßen wird. Nicht jede Sammlung hat Wert, aber die Beschäftigung des Sammelns selbst ist anregend. Jede Sammlung muß übersichtlich geordnet sein und vor Schädlingen geschützt werden. Dies gilt besonders von Schmetterlings- und Käfersammlungen. Sammeltrieb ist eine bei Schwachsinnigen und bei geistig minderwertigen Menschen beobachtete Neigung, die sinnlosesten Dinge zusammenzuraffen und irgendwo aufzustapeln. Samos, süßer Frühstückswein von der kleinafiatischen Insel Samos. Samowar, rustische Vorrichtung zur Teebereitung. Der Samowar selbst enthält Wasser, das im echten Samowar mit Holzkohlen erhitzt und aus einem Kränchen abgezapft wird. Auf dem Samowar steht ein Kännchen mit Tee- extrakt, der mit dem heißen Wasser beliebig verdünnt wird. Samt, ähnlich wie Plüsch mit Noppen gewebter Stoff, der nachher geschoren wird unb dadurch Guter Samen kostet Geld! Darum kommt es darauf an, bas Saatgut gleichmäßig auszusäen und nichts dabei zu verschwenden. Die Särolle ober die Sämaschine leistet dabei dem Kleingärtner ober Berussgärtner gute Dienste. Eine Stirolle ist eine einmalige Anschaffung. Fragen Sie banach mal bei 3- B. Häuser, Gießen, am Osroalbsgarten, Fernsprecher 2145/2146. DasMeilgegendieMelforfcher Lpd. Frankfurt a. M., 14. April. Das Sander g e r i ch t fällte am Mittwoch das Urteil gegen die 36 angeklagten Bibelforscher. Von den Beschuldigten wurden 12 freigesprochen, darunter der des Amtsvergehens angeklagte Bürgermeister von Steinperf. Die übrigen Angeklagten wurden wegen Vergehens gegen die §§ 1 und 4 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat von 28. 2.1933 in Verbindung mit der Anordnung des preußischen Ministers des Innern vom 24. 6.1933, betreffend das Verbot der Bibelforscher, zu Gefängnisstrafen verurteilt, und zwar zwei Angeklagte zu je 2 Monaten, zehn Angeklagte zu je 3 Monaten, zwei Angeklagte zu je 4 Monaten, zwei Angeklagte zu je 5 Monaten, sechs Angeklagte zu je 7 Monaten, ein Angeklagter zu 1 Jahr und ein Angeklagter zu IV2 Jahren Gefängnis. Das Gericht rechnete den Angeklagten die Untersuchungshaft an, so daß bei einem Teil die Strafe als verbüßt gilt. Eine Anzahl Haftbefehle wurde au,gehoben. In der Urteilsbegründung wurde u. a. gesagt, daß alle Angeklagten das Verbot gekannt haben und daß sie teils an Zusammenkünften teilnahmen, die geheim und daher illegal waren. Die Angeklagten beteiligten sich auch an der Verbreitung illegaler Druckschriften oder nahmen solche entgegen. Die Strafe von IV2 Jahren Gefängnis wurde dem 28jährigen Otto Becker aus Steinperf zuerkannt, der in der letzten Zeit Organisator in Steinperf war. Bei ihm liefen alle Fäden zusammen; er hatte sich ohne Bedenken mit gänzlich unbekannten Leuten zusammengetan, illegales Material entgegengenommen und in der Scheune eines anderen Bibelforschers versteckt. Der Bürgermeister von Steinperf wurde auf Grund erwiesener Unschuld freigesprochen. Es ließ sich feststellen, daß er alles getan hat, was in seiner Macht stand, um die Tätigkeit der Bibelforscher zu verhindern. Er habe in Wahllisten eine Aenderung vorgenommen, aber diese Aendepung erfüllte nicht den Tatbestand des 8 48 StGB., weil die Beweiskraft dieser Urkunde durch die Aenderung in keiner Weise beeinträchtigt wurde. Wenn er eine solche Aenderung vornahm, so habe er sich offensichtlich zu den Eintragungen berechtigt gehalten. Der Limburger Dom bedroht. Notwendige Erhaltungsarbeiten. Lpd. Limburg, 12. April. Der siebenhundertjährige Felsendom über der Lahn bei Limburg, der im vergangenen Jahre im Innern vollständig erneuert wurde, ist in seinem äußeren Bestände bedroht. Die Basaltblöcke und Kalksteine, die schon im 13. Jahrhundert aus den heimatlichen Steinbrüchen an der Lahn und im Westerwald gewonnen wurden, sind brüchig geworden. Schon vor Jahren mußte der Vierungs- turm an einigen Stellen ausgebessert werden. Nun sind die Verfallserscheinungen so weit vorgeschritten, daß ganze Stücke aus dem Bau herausfielen und der Stein schon bei leichter Berührung an einigen Stellen m Sand zerfiel. Da war es Zeit, dem weiteren Verfall energisch Einhalt zu gebieten, wenn das einzigartige Bauwerk erhalten werden sollte. Nach eingehender Prüfung wird nun unter Leitung des Staatlichen Hochbauamtes eine gründliche Erneuerung des Domäußeren durchgeführt. Der vordere linke Turm ist bereits völlig mit einem Gerüst umgeben, die Arbeiten haben schon begonnen. Brüchige Steine werden ersetzt oder so ausgebessert, daß sie weiterhin der Witterung standhalten können. So wird Stein für Stein untersucht und auf seine Festigkeit geprüft und wo es sich als notwendig erweist, durch einen neuen ersetzt. W W I LICHTSPIELHAUS GIESSEN Honte Donnerstag 2627A die langerwartete atemraubende Filmsensation CLARK GABLE / JEANETTE MACDONALD di ** («ith \ ion doch-- 1 MM-----« so auch nach bearbeiten w unser Volk t und somit a Kkaft und u chen sind in sich wohl ab b e n und in staltung vor selten war es willensst die Sphäre politischen 3 Erbmasse. hier ist d schickten An aen gewalti sprechend st Der Feind das Gebiet übergoß sie kümmern ur hundertelan« empfinden i aber in pol schweigend I dende Ginfd darum sind von Heimat von Liebe u, fylbentum ui “ glaubt, das L ! Tche hn zu noch Form ur ■ ben betont un Donnerstag, den 13. April 1937, abends 8.30 Uhr Vortragsabend der Ortsgr. Gießen des VDA. in der Aula des Gymnasiums Die baltische Dichterin Mia Munier-Woblewska spricht über Schicksal deutscher Geschlechter im Baltikum Eintritt frei! PS £eb?n eJn Volk b» tafi'k »tr " durchs i -lchen to,t0Ben ' bildung, Eit Neid, haß, ! mit die Tä Folge. Zwisil tobte ein 1 Komps um { her brachte steigen und ? der Erlösung . So drohte | ves vergangen Mostlichl I Wen an l I Jei^ sich al I Formal i .senden ®e; I'chen Blutes 1 ^erheblichen fflr" uerer6,(m. ® oubensform, 1ä Sw fe» & w; Ä S'L> iw ? billig ' bung Bu/.'b wir verschwinden durch Frucht'« Schwanenweiß Oie Haut reinigt, belebt u. erfrischt Schönheitswasser Aphrodite , Drog. Winte ho k, Kreuzplatz 10 Fris.-Salon Wahl, Bahnhofstr. 63 Girünberg: Droghs. Aur.Röhm Licül and SEhatten mit dem Wm- stom!? vertrauensvoll an 2625A ja — auch im April gibt es für alle Photofreunde interessante Motive! Nur inuß man ein wenig Erfahrung haben. - Und die vermittelt Ihnen gern und unverbindlich Ihr Photofachhändler. Wenden Sie sich Photo — Kino, Krenzplatz 9 1.40 35 125 g 1.60 2.00 1.32 125 g 125 g 125 g 40 50 33 PiOCkWUrst schnittfest.... 500 g Cervelatwurst schnittfest, 500 g Emmenthaler o. Rinde... 500 g Vollfettkäse, 45% Fett i. T. Schweizerkäse m. Rinde, 500 g Vollfettkäse, 45% Fett i.T. 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