Nr. 291 Erstes Matt Dienstag, 14-vezember (95Z 187. Zahrgang Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8* /.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Vereinbg.25°/^ mehr. Ermähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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In dem ausverkauften Neuyorker Madison Square Garden bestritt der deutsche Boxmeister aller Klassen Max S ch m e l i n g in der Nacht zum Dienstag den ersten Vorbereitungskampf zur Weltmeisterschaftsbegegnung mit dem U8A.-Neger Joe Louis. Sein Gegner war der Amerikaner Harry Thomas aus Chikago, der in diesem über 15 Runden angesetzten Kampf eine entscheidende Niederlage hinnehmen mußte. In der 8. Runde war Thomas kampfunfähig und daraufhin brach der amerikanische Ringrichter D o n o v a n den Kampf ab und erklärte Schmeling zum k. o.-Sieger. Das ausverkaufte Haus würdigte die Leistung der beiden Kämpfer in sportlich einwandfreier und objektiver Werse. Schmeling wurde, als sein Sieg feststand, mit stürmischem Beifall bedacht. Der Deutsche wird in den nächsten Tagen wieder in die Heimat zurückkehren, um nach den Feiertagen sofort das Training gegen' den Südafrikaner Ben F o o r d aufzunehmen, der am 30. Januar in der Hanseaten-Halle in Hamburg stattfinden wird. Nach dem Eindruck der Leistungen im Neuyorker Kampf darf man auch diesem Hamburger Kampf mit Vertrauen und Zuversicht entgegensetzen. 20000 Zuschauer im Garden. Dor dem Schmeling-Kampf hatte die von ihrer früheren Hetze gegen den Deutschen noch bestens bekannte Gruppe um Samuel Untermeyer versucht, das Auftreten Schmelings in Neuyork zu boykottieren. Aber die sportlich eingestellten Amerikaner erteilten Untermeyer eine böse Abfuhr und strömten in Scharen nach der bekannten Kampfstätte im Madison Square Garden, der nach langer Zeit zum erstenmal wieder mit 20 000 Besuchern ausverkaust war. Daß die Neuyorker Presse trotz allem Max Schmelings Kampf nicht recht zu würdigen wußte, geht am besten daraus hervor, daß die Blätter sich darüber wunderten, daß der Deutsche ausgerechnet auf dem heißen Neuyorker Boden seinen ersten Dorbereitungskampf bestreiten wolle. Und man konnte nicht verstehen, daß ausgerechnet Schmeling als kühler Rechner in eine derartige Falle gegangen sei, die ihm nach amerikanischer Ansicht zum Verhängnis hätte werden können. Abergläubige unter Schmelings Freunden warnten ihn davor, seinen 13. Kampf auf amerikanischem Boden ausgerechnet am 13. gegen einen so starken und unverbrauchten Gegner auszutragen. Herzliche Begrüßung für Schmeling. Mit dem letzten Kampf, den der Neger T r a m - m e l gegen den amerikanischen Schwergewichtler Lorenzo Pack nach Punkten gewann, wurde zunächst James Braddock und Joe Louis im Ring vorgestellt. Wie wenig die Sympathien der wirklich sportlich denkenden Amerikaner diesen beiden Boxern gehören, bewiesen die langanhaltenden Buuuuhhh-Rufe, das typische Zeichen des Mißfallens in USA. Dann rief Donovan, der amerikanische Ringrichter, die beiden Gegner des Boxkampfes Max Schmeling und Harry Thomas zu der Mitte. Wie groß die Zahl der Freunde und Verehrer des Deutschen unter den amerikanischen Boxsportfreunden ist, bewies der Beifall, den unser Meister erhielt. Unter den Zuschauern befand sich übrigens auch der deutsche Botschafter in Washington, D i e ck h o f f. Don Bunde zu Bunde. Ohne nennenswerte körperliche Vorteile nahm Schmeling den Kampf auf. Während Thomas mit 177,5 Pfund knapp 200 Gramm schwerer war, konnte Schmeling in der Reichweite ein kleines Plus buchen. Ganz wie der deutsche Meister vorausgesagt hatte, gestaltet sich der Kampf. Die erste Runde stand leicht im Zeichen des jungen Amerikaners, der seine Chance darin sah, Schmeling niederzuschlagen, bevor er richtig warm geworden war. Thomas bevorzugte stark seine wuchtige Linke, die in Haken und Schwingern kam. Auf Halb- distance stürmte er auf Schmeling los und versuchte ihn mit blitzschnellen Serien an Kopf und Körper zu überfallen. Schmeling muhte in der ersten Runde manche Linke seines starken und untersetzten Gegners einstecken, nahm aber dann den ungenau geschlagenen Haken des Amerikaners durch kurzes Zurückschwingen des Körpers, geschmeidige Hüftbewegungen oder schnelle Seitenschritte die Wirkung. So beherzt Thomas auch kämpfte, so wenig hatte man den Eindruck, Schmeling fei durch ihn ernstlich gefährdet. Der Deutsche bewies sich erneut als Meister der Taktik. In der 6. Runde hatte der junge Amerikaner durch seinen Angriff meist einen durchaus offenen Kampf geliefert. Die große Wendung trat aber in der 6. Runde ein, als Schmeling mehr und mehr von seiner schweren Rechten Gebrauch machte, mit der er seinen Gegner systematisch zu zertrümmern begann. Mit einem Haken und kurzen rechten Kopfhaken ging der Deutsche zu Beginn der 7. Runde auf seinen Gegner los, um ihn dann an den Seilen oder in den Ringecken festzunageln. Nur der Gong rettete Thomas vor der unerhörten Wucht, mit der Schmeling ankämpfte. Um so erstaunlicher war es, als der Amerikaner zu Beginn der 8. Runde noch einmal versuchte, mit schnellen linken Haken und rechten Schwingern die Kampfführung an sich zu reißen. Schmeling ließ es dazu nicht mehr kommen! Kalt und verbissen schlug er mit linken Haken und seiner schweren Rechten auf den schon stark gezeichneten Amerikaner ein, schlug ihn zweimal kurz hintereinander zu Boden, ohne ihn aber mit einem Kernstoß beseitigen zu können. Mit letzter Energie stellt sich Thomas immer wieder zum Kampf, mußte abermals dreimal hintereinander auf die Bretter und stellt sich völlig erschöpft und fast ohne Deckung erneut zum Kampf. Ringrichter Donovan sah ein, daß eine Fortsetzung des einseitigen Kampfes den Amerikaner körperlich schwer schädigen würde und brach die Begegnung zugunsten des Deutschem ab, der damit in der 8. Runde K.-o.-Sieger wurde. Zusammenbruch der jüdischen Boykotthetze. Die Sensation in Neuyork ist heute weniger der allgemein erwartete Sieg Max Schmelings über Thomas als die Tatsache, daß der von langer Hand vorbereitete jüdische Boykott überhaupt keine Wirkung ausübt. Dabei waren vor dem Bürohaus der Boxkampfoeranstalter, des Klubs des 20. Jahrhunderts, bereits feit einem Monat B o y - kottposten mit Antinaziplakaten auf- und abmarschiert, und vor dem Madison Square Garden waren drei Reihen von jüdischen Boykotteuren mit Haßplakaten aufgestellt, die die Besucher der Veranstaltung abzudrängen versuchten, so daß ein großes Polizeiaufgebot nötig war, um die Eingänge der Halle freizuhalten. Weiter war von den Synagogen seit Wochen die Parole „Geht nicht zum Schmeling-Kampf!" ausgegeben worden. Dennoch füllten 20 000 Neuyorker, die grö'ßte Menge seit zwei Jahren, die Halle. Max Schmeling wurde bei seinem Erscheinen von einem langanhaltenden Beifallssturm begrüßt. Selbst die „New Port Times" muß zugeben, daß dieser Begeisterungssturm eine der größten Ovationen gewesen ist, die je einem Boxer zuteil wurde. Diese' Ehrungen für Schmeling beweisen, daß das Sportpublikum der Vereinigten Staaten nicht vergessen hat, was Schmeling für den Boxsport in Amerika getan hat, daß es ihn als sauberen, anständigen und fairen Boxer sehr geschätzt und sich wie bei den olympischen Spielen dagegen sträubt, die Politik mit Sport zu vermischen.' Oie Schweiz sorgt für ihre Neutralität. Bern, 13. Dez. (DNB.) Trotz des Austritts Italiens aus der Genfer Institution hofft man anscheinend in bestimmten Kreisen der Schweiz noch immer, die Institution reformieren zu können. Andererseits verschließt man sich nicht der Bedeutung der Tatsache, daß nun von den Nachbarländern der Schweiz, mit denen sie durch sprachliche und kulturelle Bande verbunden ist, .zwei bedeutende Länder dem Bunde nicht mehr angehören. Das gibt, wie es heißt, Veranlassung, die Neutralitätsfrage noch schärfer als bisher in den Vordergrund zu stellen. Seit der Verhängung von Sanktionen über Italien und ihre Folgen für die kleineren Staaten hat sich in der Schweiz die Bewegung verstärkt, von dem ominiösen Artikel 16 des Völkerbundspaktes entbunden zu werden, lieber die Rückkehr zur absoluten Neutralität war sogar eine Volksabstimmungs-Initiative im Gange. Der Bundesrat hatte sich am Freitag auch mit dieser Angelegenheit befaßt und ist angesichts der gegenwärtigen außenpolitischen Situation zu der Auffassung gekommen, daß eine eidgenössische Neutralitätskampagne und Neutralitätsabstlm- mung die Stellung der Schweiz in Genf und international nur erschweren wurde. Bei dem Austritt Italiens müsse die außenpolitische Stellung der Schweiz doppelt vorsichtig verfolgt werden. Der Bundesrat habe aber bereits im Dezember vergangenen Jahres die Genfer Institution von der Priorität des N e u t r a l i t ä t s g r u n d s a t- z e s bei allen internationalen Maßnahmen verständigt: das Land könne also nicht zu Sanktionen veranlaßt werden, wenn seine Neutralität dadurch in Gefahr gerate. Der Nationalrat hat durch einen Neutralitätsbeschluß im Frühjahr diese Stellung der Regierung noch bekräftigt. Ein Durchmarsch- recht für Armeen, die auf Grund eines Volker- bundsbeschlusses marschieren, habe die Schweiz von jeher abgelehnt. Im übrigen wird noch darauf hingewiesen, daß die Schweiz zu denjenigen Staaten gehört, die die italienische Souveränität über Aethiopien anerkannt habe. Eine Sitzung des Bundesrats am Montag galt der Erörterung der Lage über den Austritt Italiens aus der Genfer Einrichtung. Bundespräsident Motta, der Leiter des politischen Departements, betonte, daß die Entwicklung der Dinge die Schweiz zwinge, vollständig zum Grundsatz der unbedingten Neutralität zurückzukehren. Genf solle im gegebenen Augenblick hiervon Mitteilung gemacht werden. Der ausführliche Bericht, den Bundespräsident Motta dem Bundesrat über diese Angelegenheit erstatten wird, ist für Anfang Januar zu erwarten. Das Sekretariat des Komitees, das eine Volksbefragung über die Frage der schweizerischen Neutralität einleiten will, dementiert die Meldung, wonach der Beschluß gefaßt worden sei, die in Aussicht genommene Aktion ein- zustellen. Die neueste Entwicklung der internationalen Lage verlange vielmehr immer dringender eine Aenderung der bisherigen Auslegung des Neutralitätsbegriffes und die Einhaltung der althergebrachten unbedingten Neutralität der Schweiz. Rom, 13. Dez. (DNB.) Die Erklärung der Reichsregierung zum Austritt Italiens aus der Genfer Einrichtung und die Kommentare der deutschen Presse stehen im Mittelpunkt der Betrachtungen der römischen Presse. Das halbamtliche „G i o r- n a l e d ' I t a l i a" schreibt, die deutsche Mitteilung stelle Einige Punkte der deutschen Außenpolitik gegenüber dem Genfer System so klar, daß alle Zweideutigkeiten und Manöver zunichte wurden. Deutschland spreche dem „Völkerbund" sein unüberwindliches Mißtrauen aus. Es erkläre im voraus alle etwaigen Reformoer suche für nutzlos und bestätige damit nochmals, daß Deutschland nicht die Absicht habe, auch nur in eine Erörterung über seine Rückkehr nach Genf einzutreten. Die Scheidung zwischen den Freunden von Genf und seinen Gegnern sei also klar und deutlich. Man könne trotzdem aber nicht von zwei entgegengesetzten Blockbildungen sprechen, wie das bereits wieder von Paris oer- Die „Neue Züricher Zeitung" schreibt, die Erfahrungen mit dem Artirel 16 und die Genfer Verhandlungen über die Reform des Völkerbundspaktes hätten der Schweiz im Verlaufe von zwei Jahren immer deutlicher die Ueberzeugung von der Priorität des Neutralitätsgrundsatzes aufgedrängt. Wenn nun der bisher provisorische Rücktritt Italiens aus dem Völkerbund zu einem definitiven Austritt umgewandelt worden ist, so betreffe das Aufhören der Mitgliedschaft und die Beeinträchtigung der Universalität neuerdings einen Nachbarstaat. Die Schweiz werde, wenn der Austritt Italiens nach der zweijährigen Frist endgültig geworden ist, an zwei Mitgliedsstaaten und an zwei Nichtmitgliedsstaaten grenzen. In dieser Situation sei es doppelt wichtig, daß k e i n S ch a t - ten eines Zweifels auf diesen Neutralitätswillen fällt. sucht werde. Deutschland, Italien und Japan würden Genf und alle Demokratien bis in alle Ewigkeit in Frieden lassen, solange sie im Verein mit dem Kommunismus nicht allzu provokatorisch und drohend auftreten. Niemand denke, weder in Rom noch in Berlin, an die Bildung einer neuen internationalen Gesellschaft. Der innere Ausbau des antikommunistischen Dreiecks könnte zwar leicht zu dieser irrigen Auffassung Anlaß geben, in Wirklichkeit aber wollten die drei Mächte ihre Verständigung nur durch Klarheit und mit Mitteln festigen, die zu einem wirklichen und dauerhaften Frieden führen. Vergebens versuche die französische Presse „Gleichgültigkeit" an den Tag zu legen, fast als ob die „olympische Ruhe" der französischen Außenpolitik auch nicht im geringsten dadurch erschüttert werde, obwohl sie sich seit mehr als 15 Jahren auf die innerhalb des Genfer Lügeninstituts entwickelten Manöver konzentriert hatte. Recht bemerkenswert Italien begrüßt die deutsche Erklärung. EineneuepolitikdientdenwahrenInteressen und dem wahren Frieden derVölker. seien dagegen die Kommentare einiger englischer Zeitungen, die schon von der fortgeschrittenen Liquidation der Genfer Entente sprechen oder, wie die „Times", das Genfer Institut bereits einen Trümmerhaufen nennen. Tatsache sei, daß schon mindestens 400 Millionen Menschen aus Europa, Amerika und Asien außerhalb der Genfer Entente stehen, ohne China überhaupt mitzuzählen, das sich bereits anschicke, die realistischen Richtlinien Japans zu befolgen. Bei diesem starken Ausfall werde die Genfer Institution immer mehr zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Auch ihre Reform werde an diesem Zustand nichts ändern können. Deutschland und Italien, so schließt das Blatt, haben den Weg für eine Politik gezeigt, die den konkreten Interessen der einzelnen Länder vielmehr entspreche und der Gerechtigkeit und damit dem Frieden in viel stärkerem Maße diene, als die nackte Jnteressenpolitik von Genf. Die deutsche Tragödie. Gedanken zu einem Wallenstein-Buch. Die Leseziffern der deutschen Volksbüchereien reden eine eindringliche Sprache. Sie tun kund, daß es neben der Gegenwartspolitik und dem Kriegserlebnis vor allem die deutsche Ge schicht - ist, die als Gegenstand literarischer Arbeit immer wieder von der lesehungrigen Bevölkerung verlangt wird. Romane, Novellen, Erzählungen, wissenschaftliche Studien, die in die Tiefe der deutschen Vergangenheit einbringen, werden geradezu verschlungen. Das deutsche Volk hungert nach geschichtlicher Deutung und Erklärung, ohne daß ein Sättigungspunkt abzusehen wäre. Diese Erscheinung aber datiert nicht etwa seit 1933, sondern war, wie die statistischen Erhebungen beweisen, bereits mehrere Jahre vorher bemerkbar. Sie spiegelt also das allmähliche politische Erwachen deutlich wider und verdichtet sich dann freilich unter dem Schutze der neuen Staatsidee zu einem überwältigenden Aus« druck völkischer Sehnsucht. Ein Blick in die Verlagsprvspekte und Schaufenster bestätigt die Ueberzeugung, daß es sich bei dem allgemeinen Verlangen nach historischer Nahrung nicht um eine Reklamewirkung, sondern um ein echtes Bedürfnis handelt, ein Bedürfnis, das die Autoren gleichermaßen beseelt wie die Leser. Wenn wir heute in den Buchläden die Geschichtsromane stapelweise liegen sehen, dann stehen wir nicht vor dem Produkt einer Konjunktur — denn nur einer oberflächlichen Betrachtung könnte hinter den Marktschreiern im Vordergrund die ernsthafte Dichtung verborgen bleiben —, sondern vor dem Durchbruch urgewaltiger Kräfte und Erkenntnisse. Der Sturmwind der nationalsozialistischen Revolution hat nur die letzten Barrieren der jüdischen Geschäftsdiktatur hinweggefegt. Nun flutet, vom Eise dialektischer Verstandeskälte und liberalistischer Spottsucht befreit, der Strom des Geistes befruchtend über die weiten Gefilde der deutschen Geschichte und umspült immer von neuem jene großen Schicksalsfragen, die seit altersher bis zum heutigen Tage der freien völkischen Entwicklung hemmend im Wegs standen. Das Verhältnis der römischen Kirche zur deutschen Reichsidee ist ein solches zentrales Problem und wird heute mehr und mehr als ein solches behandelt. Wie ein mächtiger Magnet alle Eisenspäne in die gleiche Richtung zwingt, so werden dis Künstler des Wortes heute von der deutsch-römischen Auseinandersetzung mit unwiderstehlicher Gewalt angezogen. Es ist, als ob die endliche Erfüllung der Reichssehnsucht den Menschen die Augen neu geöffnet hätte für jene tragischen Gestalten, die einst in ihrem dunklen Drange für des Reiches Freiheit stritten und starben. So ist nun die Beziehung zum Reichsgedanken geradezu das Gruydmotiv aller geschichtlichen Untersuchungen und Erzählungen geworden. Historische Persönlichkeiten werden nicht mehr allein danach gewürdigt, ob sie Helden oder Träumer, Narren oder Genies waren, sondern man durchforscht ihr Leben vor allem nach über-individuellen Triebkräften des Handelns und Denken, man sucht das Tragische in ihnen als eine deutsche Tragödie zu erkennen. In der Reihe der Männer-, die sich um solche Deutungen bemühen, taucht ein neuer Name auf: Gerhard Bohlmann. Sein Roman „Wallenstein ringt um das Reich" erschien jetzt im Paul Neff-Verlag, Berlin. (Preis in Leinen gebunden 5,50 Mark.) Es ist unseres Wissens das erstemal, daß der Verfasser von „Der vergessene Kaiser" und „Die Silberne Jungfrau", der in diesen Büchern über Diokletian und die Jungfrau von Orleans bereits seine ungewöhnlich starke Erzählkunst offenbarte, seinen Stoff aus der deutschen Geschichte holt. Daß ihn seine Entdeckungsfahrt gerade zu W a l l e n st e i n führte, dieser umstrittensten Figur des Dreißigjährigen Krie- ges, ist nicht nur bezeichnend für den Charakter des Dichters, sondern auch für die oben erwähnte Tendenz, selbst noch in den fragwürdigsten Gestalten das innere Gesetz des Reiches wiederzufinden. Wie sich nun Bohlmann dieser selbstgestellten Aufgabe unterzieht, das ist überraschend und beroutx- dernswert zugleich. Das Buch behandelt die Jahre zwischen dem Regensburger Fürstentag 1629 und der Ermordung des Friedländers 1634, jene wichtige Zeitspanne also, in der es sich entscheidet, ob das Reich an Habsburg und Rom gekettet bleiben oder ein Gebilde aus eigenem Recht und Glauben werden soll. Wir wissen, daß die Stunde ungenützt vorüber gin» aber wir wissen nicht, die Frage nach der Schum oder Unschuld Albrechts von Wallenstein mit wissenschaftlicher Exaktheit zu beantworten. Der Streit, ob den von mnb sechs Milliarden Reichsmark Der frühere französische Ministerpräsident Flan- din traf am Montag zu einem Besuch in der Reichshauptstadt Berlin ein. Er hatte mit Reichspropagandaminister Dr. Goebbels eine zweistündige Unterredung. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Auslands- Gegenwert auf einen sersatzfrage erwäge. Manische Entschuldigung in Washington. eine Unterredung zwischen Delbos und Stojadino- witsch statt, die etwa eine Stunde dauerte. Landin in Berlin. Ergebnis abgeschlossen worden. Der Gesamtumfang der durch die jährlichen Kreditabkommen geregelten deutschen kredite ist seit Oktober 1931 von einem Der Fall AankiW. Der militärische Druck auf Tschiangkaischek wird verstärkt fortgesetzt Japanisch-britische Zwischenfälle auf dem Jangtse Gefecht zwischen japanischen Klugzeugen und britischen Kriegsschiffen bei Wuhu. Erklärung Edens im Unterhaus. DieBersenkung desKanonenboots!,Panay" Washington, 13. Dez. (DRB.) Präsident Roosevelt ließ durch Staatssekretär Hüll dem japanischen Botschafter in den Vereinigten Staaten, Saito, erklären, er sei von dem Bombardement auf amerikanische und andere nichtchinesische Schiffe auf dem Jangtse sehr betroffen und darüber besorgt. Er bitte, das auch dem Kaiser mitzuteilen. Er sei noch damit beschäftigt, sich Einzelheiten über den Vorgang zu beschaffen, inzwischen aber erwarte er eine formelle Bedauernskundgebung der japanischen Regierung und die Zusicherung einer voll en Entschädi- gun g. Ferner erwarte er, daß Vorsorge gegen eine Wiederholung solcher oder ähnlicher Zwischenfälle getroffen werde. Im Auftrage seiner Regierung sprach Botschafter Saito dem Staatssekretär Hüll das ti e fste Bedauern über die Versenkung des Kanonenbootes Delbos in Belgrad. Belgrad, 12. Dez. (DRB.) Der französische Außenminister Delbos traf am Sonntagvormittag in Belgrad ein. Am Bahnhof wurde Delbos von Ministerpräsident Dr. Stojadino- witsch begrüßt. Delbos schrieb sich im Hofmarschallamt in die Besuchsbücher der königlichen Familie ein, worauf er Stojadinowitsch rm Außenministerium einen Besuch abstattete. Mittags wurde Delbos vom Prinzregenten Paul empfangen. Hieran schloß sich ein Frühstück. Stojadinowitsch gab am Sonntagabend zu Ehren des französischen Außenministers ein Galadiner, an dem die Regierung sowie die ausländischen diplomatischen Missionen teilnahmen. Stojadinowitsch erklärte: Der Wunsch nach einer freundschaftlichen und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Jugoslawien stelle die Grundlinie der jugoslawischen Außenpolitik dar. Die jugoslawische Regierung wolle die bestehenden Freundschaften erhalten und pflegen, anderseits im Rahmen ihrer unmittelbaren Interessen alle Ursachen von Konflikten und Mißverständnissen beseitigen und so ihren Beitrag zur Erhaltung des allgemeinen Friedens leisten. Delbos erinnerte in seiner Erwiderung an das gemeinsame französisch-jugoslawische Kriegserlebnis und führte weiter aus, daß der jugoslawisch-französische Freundschaftspakt vom Jahre 1927 die Uebereinstimmung der Gefühle und Interessen dex beiden Völker besiegelt habe. Der Wert eines Paktes hänge freilich auch von dem guten Willen der Partner ab und von den zwischen ihnen bestehenden Beziehungen, weshalb diese durch wirtschaftlichen und geistigen Austausch, durch den Kontakt zwischen den zivilen und militärischen Chefs weitergetrieben werden müßten. Die beiden Staaten böten die besten Grundlagen für eine breite und solide Zusammenarbeit. Der französische Außenminister begab sich Mon- tagvormittaa nach T o p o l a, 80 Kilometer südlich von Belgrad, wo er am Grabe des Königs Alexander I. von Jugoslawien einen Kranz niederlegte. Dr. Stojadinowitsch gab mittags ein Frühstück in engerem Kreise. Nachmittags fand solchen von etroas unter einer Milliarde Reichsmark zurückgeHanaen, wobei zur Verminderung zwar auch die Abwertung ausländischer Währungen erheblich beigetragen hat, ein wesentlicher Teil des Abbaues jedoch durch die deutschen Zahlungen in Reichsmark auf Registerkonto erfolgt ist. Die R e i s e m a r k, als welche die Registermark vorwiegend verwendet wird, hat sich für den ausländischen Reiseverkehr in Deutschland als sehr förderlich erwiesen. Ihre bisherige Handhabung ist auch für das 1938er Abkommen vorgesehen. Während im wesentlichen das Abkommen unverändert fortgesetzt wird und eine Rückführung der Kredite durch Devisenzahlung wiederum unterbleibt, enthält es insbesondere zwei Neuerungen. Die eine ist der allmähliche Ersatz von Krediten, die den Erfordernissen des internationalen Kreditverkehrs nicht so entsprechen, wie es für den deutschen Kredit und die ausländischen Bankinstitute erwünscht ist, durch regelrechte Rembours - Kredite. Der Beginn dieser Umwandlung wird durch die Ausdehnuna des deutschen Außenhandels ermöglicht, der wiederum eine allmählich steigende Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Rembours-Krediten verlangt. Dieser Entwicklung wird Grenzen vor allem dadurch gesetzt, daß ein großer Teil des deutschen Außenhandels unter Clearingverträgen stattfindet und dadurch dem Rembours-Wechsel nicht zugänglich ist. Schon jetzt besteht ein bedeutender Teil der im Abkommen behandelten Kredite aus solchen Rembours-Krediten. Eine weitere Aenderung bedeutet es, daß u n - benutzte Kredite von Banken an Banken nicht gestrichen werden, auch wenn sie schon seit längerer Zeit nicht in Anspruch genommen worden sind. Die Erfahrung zeigt, daß bei entsprechender Entwicklung des Auslandsgeschäftes der Kunden der Bank eine Wiederbenutzung sehr wohl in -Frage kommen kann. Dagegen kann man annehmen, daß seit längerer Zeit nicht benutzte direkte Kredite eines einzelnen industriellen oder kommerziellen Schuldners tatsächlich keine Verwendungsmöglichkeit mehr haben; diese Kredite werden, wenn seit zwei Jahren dauernd nicht mehr benutzt, als erloschen betrachtet. Der neue Oberfinanzpräsident in Kassel. NSG. 2lm 14. Dezember wird in Kassel in Anwesenheit von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger der neue Oberfinanzpräsident, Pg. Voß, durch den Reichsminister der Finanzen ein» geführt. Voß wurde 1886 in Birnbaum (Provinz Posen) geboren. Er studierte Rechts- und Staatswissenschaften. Im August 1914 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger. 1920 trat er in die Reichsfinanzverwaltung ein. Von 1922 bis 1923 war er Ge- schäftsführer des Ständigen Ausschusses beim Reichsentschädigunasamt. Nach längerem Wirken am Finanzamt Teltow wurde Voß im Juli 1933 in das Reichsfinanzministerium einberufen, wo er am 1. Septemder 1933 zum Oberregierungsrat und f935 zum Ministerialrat befördert worden ist. Er hatte hier die Personalangelegenheiten bearbeitet. In die NSDAP, ist Voß am 1. Dezember 1930 eingetreten; er hat die Mitgliedsnummer 410 725. Wallenstein den Kaiser verraten habe oder nicht, ob er sein politisches Spiel aus egoistischen Motiven ober im Interesse bes Reichsfriebens getrieben habe, begann schon mit bem Tobe bes Feldherrn und ist bis zum heutigen Tage nicht verstummt. Daß das Interesse an seiner Person dauernd erhalten blieb, verdankt er der Schillerschen Trilogie Aber auch die Gelehrten sahen sich getrieben, das geheimnisvolle Leben und Sterben des seltsamen Mannes zu erforschen. Leopold von Ranke, Max Lenz und Heinrich von Srbrik stellen als Ergebnis chrer Untersuchungen fest, daß Wallenstein sich in der Hauptsache von idealen Beweggründen letten ließ, trotz vieler Unzulänglichkeiten in seinem Wesen, während der tschechische Historiker Josef P e k a r s ch, dessen Wallenstein-Biographie in deutscher Ueber- setzung jüngst erschien, nur den bösen, ichsüchtigen Geist erkennt, dem alle sittlichen Grundsätze als bloße Vorwände seines unsittlichen Tuns dienten. Schillers Urteil in „Wallensteins Lager" trifft also heute wie vor 150 Jahren zu: „Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte". Die tiefere geschichtliche Wahrheit liegt im Falle Wallensteins wie auch sonst oft auf einer anderen Ebene, auf einer Ebene, die nur noch dem gestaltenden Künstler, nicht mehr dem Wissenschaftler zugänglich ist. Sie ist nicht mehr im „objekttven" Sinne faßbar. Denn wo schon die lückenhaften historischen Quellen zu so verschiedener Auslegung führen, da kann wohl nur die „subjektive" Wahrheit helfen, die der Dichter verkündet. Deshalb begrüßen wir den Roman Bohlmanns. Er schenkt uns ein ganz neuartiges und — wie uns scheint — gerechtes Bild jenes Mannes, der, selber zwischen Gut und Böse stehend, auch nicht die Kraft aufbringt, eine klare Trennungslinie zwischen seinem romhörigen Habsburgkaiser und seiner deutschen Umwelt zu ziehen. Der Riß der Zeiten geht mitten durch ihn hindurch, spiegelt sich in Taten und Gedanken wider. Bilder von einer unerhörten Eindruckskraft ziehen an unserem Geiste vorüber und bleiben für immer im Gedächtnis haften: die unheimliche Fahrt des schwarzen Kaiserschiffes von Wien nach Regensburg — die nächtliche Begegnung Wallensteins mit Gustav Adolf zwischen den Schlachfeldern — die modrige Atmosphäre oben in den kalten Prunkgemächern der Hofburg — das Feilschen der Fürsten — die unermüdliche Niedertracht der Jesuiten — die Verschwörung der Generale — das Ende in Eger. Unvergeßliche Szenen und unvergeßliche Gestalten, doppelt stark empfunden deshalb, weil auch in den schwärzesten Seelen noch ein Fünkchen menschlichen Anstandes glimmt, weil auch in den trübsten Stunden die Hoffnung auf das Reich niemals vergeht. Aus der schuldhaften Verstrickung führte freilich noch kein Weg ins Freie. An und in Wallenstein vollzog sich die deutsche Tragödie. Heinricn Evers. Das neue Abkommen fiirAufrechterhaitnngderbankmaßtgen Ausiandskredite. London, 13. Dez. (DNB.) Die Verhandlungen über ein neues Abkommen für Aufrechterhaltung der bankmäßigen Auslandskredite Deutschlands (Stillhalteabkommen) für die Zeit nach dem 1. März 1938 sind nach zweiwöchigen Besprechungen mit befriedigendem DerArbeitsemsaH im November. Berlin, 13. Dez. (DNB.) Wie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mitteilt, hat sich die im Herbst und Winter alljährlich übliche Zunahme der Arbeitslosigkeit im. November in engen Grenzen gehalten. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um rund 71 000. Zu dieser erfreulichen Entwicklung hat neben der Fortdauer der allgemein lebhaften Wirtschaftstätigkeit die im November in den meisten Reichsgebieten noch recht günstige Witterung wesentlich beigetragen. Ende November wurden rund 573 000 Arbeitslose gezählt gegenüber rund 1 197 000 am 30. November 1936, also rund 624 000 weniger. Voll einsatzfähig und auch zwischenbezirklich ausgleichsfähig waren Ende November 1937 rund 117 000 Arbeitslose gegenüber rund 87 000 Ende Oktober. Eine besonders erfreuliche weitere starke Abnahme der Arbeitslosenzahl ergab sich bet den Angestellten (minus rund 7300), teils unter der Auswirkung der 5. Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes, teils durch verstärkte Anforderungen von Aushilfskräften für bas Weihnachtsgeschäft. Die deutsche Volksgruppe in Rumänien vor der Wahl. Bukarest, 13. Dez. (DNB.) Die Deutsche Volksgemeinschaft Rumäniens hat mit ber Regierung Tatarescu ein Wahlübereinkommen geschloffen, bas insbefonbere in kultureller Hinsicht wesentliche Z u g e ft ä n b n i \ f e für bie beutsche Volksgruppe Rumäniens enthält. In seinen Auswirkungen bebeutet bas Uebereinfommen bie A n - erkennung bes beutschen Volkstums als aufbauendes Element im staatlichen Leben Rumäniens. Die Verwirklichung biefes Zieles ist sei langem von der gesamten beutschen Volks- gruppe angestrebt worben. Daß eine Sonbergruppe bes rumänischen Deutschtums bem Wahlübereinkommen nicht beigetreten ist, wirb unter biesen Umftän- ben ben Wahlerfolg kaum beeinträchtigen können. Der Sonberliste werben keine Erfolgsaussichten zu- gesprochen. bandmaterial und Aerzten an Bord sei ebenfalls auf geboten worben. Die Beschießung bes Kanonenbootes löste im Bunbessenat eine längere Debatte aus. Der Vorsitzenbe bes Auswärtigen Ausschusses, Senator P i 11 m a n , erklärte, baß bas Stacttsbepartement bemüht sei, alle Einzelheiten bes Zwischenfalles schnellstens festzustellen. Mehrere Senatoren verlangten bie sofortige Zurückziehung aller noch in China verbliebenen Staatsangehörigen ber Vereinigten Staaten unb ihre umgehenbe Fortschaffung aus ber Gefahrenzone. — Senator S h i p ft e a b von der Farmerpartei verlangte zur Vermeibung weiterer Zwischenfälle sogar bie Zurückziehung aller amerikanischen Streitkräfte aus China. Währenb ber republikanische Senator Borah erklärte, baß er keinen Grunb zu einer brastischen Aktion sehe, bezeichnete ber bemokrcttische Senator Copeland bie Lage als „sehr ernst". Senator R e y n o l b s (Demokrat) äußerte, es sei nun enblich an der Zeit, baß USA. aufhöre, ben Polizisten ber Welt zu spielen. Man habe im eigenen ßanbe genügenb Gelegenheit, Polizeifunktionen auszuüben. Der Chef ber Bundesgeheimpolizei, Edgar Hoover, habe ja erst kürzlich fest- gestellt, baß in ben Vereinigten Staaten über vier Millionen Verbrecher auf freiem Fuß lebten. London, 13.Dez. (DNB.) Nach einer Reutermeldung hatte der Kommandierende ber japanischen Truppen in Wuhu oberhalb von Nanking ben Befehl gegeben, alle Schiffe, bie sich in ben nächsten Tagen auf bem Jangtse bewegten, unter Feuer zu nehmen. Daraufhin waren auch die britischen Kriegsschiffe angewiesen worben, Angriffe ber japanischen Flugzeuge sofort mit Artillerie - unb Maschinengewehrfeuer z u beantwor- t e n. Am Sonntag haben nun zum ersten Mal britische Kriegsschiffe in Abwehr eines Angriffes das Feuer auf japanische Flugzeuge eröffnet. Gegen 13.30 Uhr warfen drei japanische Flugzeuge acht Bomben auf die Kanonenboote „driquet" unb „Sca - r a b" ab. Beide Kriegsschiffe eröffneten hierauf sofort das Feuer mit Maschinengewehren. Die japanischen Flugzeuge griffen hierauf, nach dem Reuterbericht, eine Ansammlung britischer Handelsschiffe an unb warfen mehrere Bomben ab. Die britischen Kriegsschiffe eröffneten daraufhin zum zweiten Mal bas Feuer mit Maschinengewehren Unb würben erneut von ben japanischen Flugzeugen angegriffen, bie sechs mittlere Bomben abwarfen. Die britischen Kanonenboote brachten hierbei auch ihre Flugzeugabwehrkanonen in Tätigkeit, woraufhin die japanischen Flugzeuge verschwanben. Um 14.30 Uhr würbe die Ansammlung britischer Schiffe erneut mit Bomben beworfen, woraus die Kanonenboote wiederum Abwehrfeuer mit Flugzeugabwehrkanonen gaben. Keines der englischen Kriegs- und Kauffahrteischiffe wurde getroffen. Der britische Flottenoffizier, der in Nanking bas Kommando führt, Kapitän Ashby, legte hierauf Protest bei ben japanischen Behörben ein und verlangte Sicherheitsgarantien für bie britischen Schiffe. Er gab - erneut ben Befehl aus, daß das Feuer aus jedes Flugzeug zu eröffnen sei, sobald es mit Sicherheit als a n g r e i = fenbes erkannt wird. Am Nachmittag sand ein dritter Angriff auf bie britischen Schiffe statt, den die beiben Kanonenboote erfolgreich abwehrten. Die Zwischenfälle haben sich auf bem Jangtse auf ber Hohe von Wuhu abgespielt. Im Unterhaus erklärte Eben, baß verschiedene japanische Angriffe auf britische Schiffe erfolgt seien, unb baß bie britischen Schiffe bas Feuer er= roibert hätten. „Es bedarf keiner nachbrücklichen Hervorhebung, wie ernst diese Zwischenfälle sind; aber in Anbetracht ber ernsten Fragen, die aufgeworfen wurden, hoffe ich, daß das Haus von mir keine weiter ins einzelne gehende Erklärung erwarten wird. Die britische und die amerikanische Regierung berieten über die Angriffe auf englische und amerikanische Schiffe miteinander." Eden betonte weiter, daß er die Scha- maliger chinesischer Minister angehören sollen, wirb von bem jetzt 65jährigen Wangkomin geleitet werben, ber Präsibent ber Chinesischen Zentralbank unb im Jahre 1917 Finanzminister war. In einer von ber neuen Regierung vorbereiteten Erklärung heißt es u. a., baß bie Erneuerung Chinas unter Beseitigung ber Willkürherrschaft ber bisherigen Regierung unb ber Kuomintang („Einheitspartei") burchgeführt werben solle. Das Hauptziel ber neuen Regierung fei bie Ausrottung bes Bolschewismus. Mitglieder ber Kuomintang, bie an ber Erneuerung Mitarbeiten wollten, seien willkommen. Alle bisherigen Verträge mit ßänbern, die mit China aufrichtig befreundet feien, würden geachtet werden, während neue Verträge von ber künftigen Einstellung ber Länber zu China unb zu ber Pekinger Regierung abhängig gemacht werben. Als vorläufiges Programm fei enge freunbfchaft- I i cf) e Zusammenarbeit mit Japan unb Manbschukuo, Entwicklung von Jnbustrie, Gewerbe unb Lanbwirtschast sowie planmäßiger Ausbau der Selbstverwaltung vorgesehen. WarumberichtetZapansoschnell? Wenn in Japan ober in China — sagen wir beispielsweise — am Vormittag bes 14. Dezember irgenb etwas geschah, so lesen wir ben Bericht z u betreiben Zeit, wo sich das Ereignis abgespielt hat. Dieses Wunber erklärt sich leicht. Die Japaner sind mit der Sonne aufgeftan» den, die von Osten nach Westen ihre scheinbare Bahn zieht und die die Japaner deshalb früher mit ihrem Licht beglückt als uns. Oder weniger poetisch gesagt: In Japan stehen die Leute früher auf, weil ihre Uhr unserer „Mitteleuropäischen Zeit" um geschlagene acht Stunden vorangeht. Wir haben einen ähnlichen Vorteil gegenüber den Nordamerikanern; wenn wir zu Mittag essen, stehen die Neuyorker erst auf. Manchmal kann dieser zeitliche Vorsprung, den wir haben, allerdings auch zu einer leichten Unbequemlichkeit werden, wenn nämlich etwa S ch m e I i n g in Neuyork boxt und unsere Sportgemeinde den Bericht über die Taten ihres Lieblings zu der für uns ganz unmöglichen Zeit von 4 Uhr morgens abhören muß; in Neuyork aber ist ber vorherige Tag noch nicht zu Enbe gegangen unb nach Neuyorker Zeit boxt „Maxe" um 10 Uhr abends. „Panay" aus. Botschafter Saito versicherte bem Staatssekretär, daß bie japanische Regierung sich um die Ueberlebenben des „Panay"-Zwischenfalls kümmern wolle; diese Fürsorge werde allerdings durch die Tatsache erschwert, daß die Landung der Ueberlebenben im Kriegsgebiet erfolgt sei. Amerikanischen Pressevertretern erklärte er, baß ber Zwischenfall bie Folge eines außerorbentlich schweren Versehens gewesen sei. Irrtümlich hätten japanische Flieger bas amerikanische Kanonenboot für ein chinesisches Schiff mit flüchtenden chinesisch en Soldaten an Bord gehalten. Das japanische Außenamt erklärte, daß japanische Flugzeuge 20 Meilen oberhalb von Nanking zehn Schiffe bombardierten, die als chinesische Transporter angesprochen worden seien. Später habe sich herausgestellt, daß sich unter diesen Schiffenxd r e i Dampfer ber Standard Oil unb bas amerikanische Kanonenboot „Pana y" befanden. Die japanische Regierung bedauere diesen Vorfall tief. Sowohl Außenminister Hirota wie die japanischen Botschafter Saito in Washington unb Kawagoe in Schanghai unb ber Chef ber japanischen Chinaflotte hätten offiziell das Bedauern ber japanischen Regierung über diesen unglücklichen Fall ausgesprochen. Die Japaner hätten trotz Minengefahr Kriegsschiffe an den Ort des Zwischenfalls zur Hilfeleistung entsandt. Ein japanisches Flugzeug mit Ver- Tokio, 13. Dez. (DNB.) Die japanische Nachrichtenagentur Somei meldet, daß Nanking von ben japanischen Truppen vollkommen besetzt worben ist. „Der Fall Nankings leitet eine neue Aera in Oftafien ein und ist von roeittragenber politischer unb militärischer Bebeutung für Japan unb bie Nachbarstaaten", so fassen bie zustänbigen Kreise Tokios ihr Urteil über die Bebeutung bes Ereignisses zusammen. Das Hauptquartier betont in einer längeren. Erklärung, baß die Feindseligkeiten solange weiter gehen würden, wie Tschiangkaischek ben Widerstanb nicht a u f g e b e. Die japanische Armee würde ben militärischen Druck auf bie japanfeindliche chinesische Regierung unb ihre Truppen verstärkt fortsetzen. Außenpolitisch müßten internationale Aktionen aufmerksam beobachtet werben. Das japanische Volk würbe nunmehr seine Kräfte ver- b o p p e l n, um feindliche Operationen enbgültig unmöglich zu machen. Das Blatt „Asahi Schimbun" schreibt, ber, Fall Nankings mache bie internationale Stellung bes japanischen Kaiserreiches bebeutenber unb einflußreicher. Das Blatt kündigt eine Sonderkonferenz des Hauptquartiers und der Regierung unter Vorsitz des Kaisers an, um Richtlinien für die Festlegung des politischen unb militärischen Friedens in Fernost auszustellen. Das Hauptquartier, die Regierung und ber Beraterstab seien barüber einig, daß auch weiterhin Enffchlossen- heit not tue. Neue Negierung füll in Peking gebildet werden. Gegen die Kuomintang. Tokio, 13. Dez. (DNB.) Während Marschall Tschiangkaischek sein Hauptquartier nach der Hauptstadt der Provinz Kiangsi, N a n t s ch a n g, verlegt hat unb bie Zentralregierung bereits vor einiger Zeit nach Hankau bzw. nach T s ch u n g k i n g, ber Hauptstadt ber Provinz Szetschuan, übergesie- belt ist, soll, wie bie AgenturDomei melbet, nach bem Fall von Nanking in Peking eine „Vorläufige Regierung ber Republik China" gebildet werben. Die neue Regierung, ber bie früheren chinesischen Bunbespräsibenten T s a o k u n unb Hsuschihtschang sowie eine Anzahl ehe- i si-h M $ut per* das --_-— Die Parolen der Erzeugungsschlacht Hofball in der albanischen Residenz Von unserem ständigen W.E.Ä.-Serichierstaiier. siche, es bedurfte größten Kraftaufwandes, um einen der sechsarmigen Tischleuchter vom Platze .nd mehr der Venuchtung anheimfielen. (Es gehört heute zu den wichtigsten Ausgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, dieses seltsame Nagetier vor em Aussterben zu schützen und die men gen in Deutschland noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervorragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen nd herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Biber. HugoBermühlerBerlag, Berlin-Lichterfelde Zuverlässiger, stadtkundrger Kraftfahrer aeiucbt Zu erfragen m der Geschäftsstelle des Greß. Anzerg. «mü Alleinsteh. 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Die Wet- deutschen Menschen wieder kostbarstes Volksgut geworden ist und wie dieser Arbeitswille zusammen mit der richtigen Berufserziehung zu einer ungeheuren Wertsteigerung unserer materiellen Güter ongesetzt werde. Jeder Volksgenosse und jede Volksgenossin müßten durch den vollen Einsaß der eigenen beruflichen Leistung ihre Verbundenheit mit dem Volksganzen beweisen. Ausdruck dieses Willens und dieser Leistungssteigerung sei auch die Teil- nahkne am Berufswettkampf aller schaffenden Deut- Veterinärmedizinische Abteilung der Oberhefsischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Mittwoch, 15. Dezember, 20 Uhr, im Hörsaal des Veterinärmedizinischen Instituts, Frankfurter Straße 94, Sitzung. Es sprechen Prosektor Dr. A. Schummer: „lieber ein neues Verfahren zur Herstellung anatomischer Korrosionspräparate" und Professor Dr. C. Krause: „Heber die reaktiven Organoeränderungen bei Serumpferden und ihre Bedeutung für die Diagnose der infektiösen Anämie". Anschließend Aussprache. Kundgebung der DAF. und der HZ. Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung ter au, und die Hitler-Jugend, Bann 116, führen am Donnerstag, 16. Dezember, um 20.30 Uhr, im Cafä Leib, Gießen, eine gemeinsame Groß-Kundgebung durch, an der sich alle Schaffenden aus Gießen und näherer Umgebung beteiligen. Diese Groß-Kund- gebung ist der Auftakt zum Berufswettkampf aller Schaffenden. Er sprechen der Kreisobmann der DAF., Pg. Wagner, und der Bannführer Pg. Becker, Wiesbaden. schen. Der Redner wies weiter darauf hin, daß sich jeder Deutsche, auch der sogenannte ungelernte und der angelernte Arbeiter, am Berufswettkampf beteiligen kann. Schließlich sprach Pg. Beckmann noch über die Möglichkeiten der Begabtenförderung im Dritten Reich. Mit einem Wort Dr. Leys: „Aeußern Sie Ihren Willen, der beste Arbeiter in der Welt zu sein, und leisten Sie damit Ihrer Volksgemeinschaft, der Sie Ihre Anlagen und Fähigkeiten verdanken, einen großen und ehrenvollen Dienst" schloß der Redner seine Ausführungen. Das dreifache Sieg-Heil auf den Führer schloß den Betriebsappell. Die Kreiswaltung Wet- terau der Deutschen Arbeitsfront veranstaltete gestern in Gemeinschaft mit den Betriebsführungen in einer Reihe von Betrieben des Kreisgebietes Kundgebungen aus Anlaß des Berufswettkampfes aller Schaffenden. Die Appelle wurden u. a. in folgenden Betrieben abg^halten: Hefrag in Wölfersheim, Samesreu- ther in Butzbach, Bännin- ger in Gießen, Schieferstein in Lich, Poppe & Co. in Gießen, Butzbacher Werke in Butzbach, Rinn & Cloos in Heuchelheim, Rumpf & Sohn in Butzbach, Heyligenstaedt in Gießen und Reichspost in Gießen. Redner der Kreiswaltung Wetterau waren die Pg. Wagner, Reitz, Schmidt, Stein II., Bienengräber, Jung, Pipper, Ungelenk, Beckmann: sie wiesen in grundsätzlichen Ausführungen auf die Bedeutung des Berufswettkampfes aller Schaffenden hin. Wir hatten Gelegenheit, in der Werkzeugmafchi- nenfabrif von Heyligenstaedt in Gießen dem Betriebsappell beizuwohnen. Gegen 13 Uhr legten die zahlreichen Gefolgschaftsmitglieder des Betriebes für eine halbe Stunde die Werkzeuge aus der Hand, und die Maschinen ruhten. Im Ärbeitskleid fanden sich die Arbeitskameraden in der großen Maschinenhalle ein und sammelten sich im engen Kreis, nahmen auf Werkbänken und Maschinen Platz und folgten gespannt den Ausführungen des Appells. Betriebsführer C h r i st e l hieß den Vertreter der Arbeitsfront willkommen und wies auf den äußeren Anlaß des Appells hin. Sodann sprach Pg. Beckmann als Vertreter der deutschen Arbeitsfront. Er wies zunächst auf die Erweiterung des Reichsberufswettkampfes hin, der nicht mehr nur die Jugend, sondern nun alle Schaffenden erfassen soll. Die Notwendigkeit hierfür liege in der Erkenntnis, daß das deutsche Volk eine größere Leistung zu seiner Sicherung und Erhaltung vollbringen müsse. In seinen weiteren Ausführungen wies der Redner auf die deutsche Rohstofflage und auf die Notwendigkeit höchster Qualität unserer Ausfuhrware hin, ebenso auch auf die Notwendigkeit, durch erhöhten Arbeitseinsatz den Verlust an materiellen Gütern auszugleichen, der uns nach dem Kriege zugefügt worden ist. Der Redner sprach bann davon, wie der Arbeitswille des Aus der Stadt Gießen. Schneelandschast. Die Landschaft liegt im Schneekleid. Wenn die Glocken läuten, kommen die Töne nur weich und wie murmelnd zu uns. Es ist so, als ob der Schnee die Laute verschluckt. Die Kinder haben ihren Schlitten geholt. Mit Jubel geht es die Dorfgasse hinab. Unten steht auch schon ein kleiner Schneemann. Was macht den Kleinen die Kälte aus! Mit roten Gesichtern und glänzenden Augen fahren sie dahin. So muß der Winter sein. Der Schnee muß knirschen und bald so glatt und fest werden wie das Eis. Das gibt eine feine Schlittenbahn. Und wir wandern hinaus in die winterklare Schönheit. Wir stehen auf Bergeshöhe und beschauen das herrliche Landschaftbild. Ringsum ist die Natur mit ihrem weißen Brautkleid angetan. Wenn die Sonne heroorlugt, erscheinen silberne Streifen auf dem Schnee. Da funkelt und glitzert es, als ob Tausende von Sternen ausgestreut worden wären. Ungeahnte Schönheit tut sich vor unserm Auge auf. Der Dunstkreis der Stadt verschwindet. Helle, klare Luft umgibt uns. Feld und Wald schlummern unter der weißen Decke. Man sieht keinen Grenzstein, keine Furche, keinen Feldweg. Eine weite, weiße Fläche! Selbst der Wald hat das weiße Gewand angezogen. Wohl schauen noch die dunklen Aeste und Zweige darunter hervor, aber alle haben ein Schneekäppchen auf. Die Tannenbäume stehen gebeugt unter der Schneelast, die glatten Buchenstämme wirken in ihrem Grau wie hohe Säulen. Das Moos ist überdeckt mit einem weißen Polster. Hier und da sehen wir Spuren des Wildes. Ein leichter Windstoß erschüttert die Zweige. Ein Schneefall rieselt herab. Wie Staub zerrinnt der körnige Schnee in der Luft. Ein Meischen zirpt, ein Eichhörnchen steigt auf der Tanne empor. Der Wald ist nicht tot. Er schläft nur. Wir atmen die köstliche, frische Winterluft. Es wird uns so leicht zumute, ganz ferne zerflattern die Sorgen des Alltags in diesem wunderbaren Waldesschweigen. Sachte, aber fühlbar gleitet die Ruhe der Natur auch in dein Herz. Doch auch jetzt sind die Tage noch kurz. Bald breiten sich blaue Schatten auf der Schneedecke aus. Der Abend kommt. Ein Abschiedsblick noch über die weißen, schneebehangenen Berge, dann wanderst du gestärkt und erfrischt deinem Heim zu. Vornoiizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr „Martha". — Gloria-Palast: 16 und 20.30 Uhr Weltstadt-Varietö. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Meine Freundin Barbara". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 19 Uhr Weihnachts-Kunstausstellung im Turmhaus am Brandplatz. — Weihnachtsmesse auf Oswalds- garten. Sladlthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die Erstaufführung von „Martha", romantisch-komische Oper in vier Auszügen von Friedrich von Flotow, statt. Friedrich Freiherr von Flotow gehört zu den Hauptoertretern der in Deutschland seltenen Spielopern. Zahlreiche Werke von ihm sind mit großem Erfolg auf den deutschen Bühnen und auch im Ausland zur Aufführung gebracht worden. Im wahrsten Sinne volkstümlich ist aber seine Oper „Martha" geworden. Die musikalische Leitung der Oper hat Kapell- meister Paul Walter, Spielleitung Wolfgang Kühne. Die Leitung und Einstudierung der Chöre Heinz Markwardt. Bühnenbilder Karl Löff- l e r. Die in eigener Werkstatt hergestellten Kostüme sind entworfen von Sophie Buchner, ausgeführt von Willy Endrich. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr, und findet als 12. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Amt für Bolkswoblfahrt, Ortsgruppe Gießen-Osl. Vetr.: WHW.-Pfunbspenbe. Die Sammlung wird Dienstag, 14., bis einschließlich Donnerstag, 16. d. M., von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Alle Volksgenossen, die in der Lage sind, das WHW. zu unterstützen, werden dringend gebeten, sich nicht auszuschließen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Es sind in erster Linie zu spenden: Mehl, Hülsenfrüchte, Graupen, Nudeln, Makkaroni, Zucker, Grieß, Wurstwaren und Konserven. Amt für Volkswohlfahrt/ Ortsgruppe Gießen-Vlitte. Vetr.: Pfundsammlung. Am Mittwoch, 15. Dezember, werden die Pfundspenden durch die NS.-Frauenschaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen. Die Pfundsammlung erstreckt sich während der Dauer des WHW. auf alle Volksgenossen. HI., Dann und Zungbann 116. Theaterring der Hitler-Zugend. Als 4. Vorstellung des Theaterringes findet am Montag, 20. Dezember, das Lustspiel „Die kluge Närrin" von Lope de Vega statt. Die Karten sind am Mittwoch, 15.12., zwischen 17 und 18 Uhr, auf der Verwaltungsstelle des Bannes und Jungbannes 116 gegen Barzahlung des Betrages ober Vorzeigen des Bank- ober Postscheckabschnittes abzuholen. Auch können für Nichtmitglieber bes Theaterringes Karten zum Preise von —,80 RM. abgegeben werben. Nikolausfeier ht der Frauenschast Gießen-Mitte. Die Nikolausfeier ber Frauenschaft Gießen-Mitts fanb im „Hinbenburg" statt. Fleißige Hänbe hatten bie Tische festlich geschmückt, unb mit reicher Phantasie waren allerlei nette Ueberraschungen ausgebacht worben. Die frohe Stimmung erreichte mit bem Erscheinen bes Nikolaus ihren Höhepunkt. Nicht nur kleine Geschenke, fonbern auch Ermahnungen unb nützliche Lehren brachte Knecht Ruprecht aus feinem Sack zum Vorschein. Musikalische Vorträge gestalteten ben Abenb festlich. Die Leiterin, Frau Wem per, sprach zum Schluß ihren Dank allen aus, bie am Gelingen bes Abenbs Anteil hatten. F. K. Chorführer- und Chorleiterversammlung in Gießen. Die Chorführer unb Chorleiter ber evangelischen Kirchenchöre hielten im „Hinbenburg" eine Versammlung ab. Pfarrer Weisel (Heuchelheim) als Vertrauensmann ber Kirchenchöre bes Dekanats Gießen leitete bie Besprechung über bas im letzten Jahr abgehaltene Dekanatskirchengefangver- Gießener Stadttheater. Gastspiel Panl Wegener: „Totentanz" von August Strindberg. Im „Totentanz" hat (Strinbberg ein Bilb der Ehe gegeben, wie er sie glaubte sehen zu müssen: nicht seiner eigenen Ehe-Erfahrungen schlechthin — obwohl gewiß vieles in biefem unheimlichen Stück mehr ist als ausbünbige Phantasie —, sondern als bie rabikale Zusammenfassung seiner Anschauungen vom Verhältnis zwischen Mann unb Frau überhaupt. Dieser grunbpessimistische, am Leben leibenbe unb von seinem eigenen Leben gequälte unb verfolgte Grübler vermochte sich, vom rücksichtslosen Ehrlichkeitswahn unb Bekenntnisfanatismus besessen, bas Zusammensein von Mann unb Frau in seinen letzten Konsequenzen nicht anbers vorzustellen unb auszumalen, als er es hier getan hat. * Wenn feit unbenklichen Zeiten bie Liebe als die dufbauende, gemrinschaftbildenbe, zusammenfüh- renbe unb bewahrenbe Gefühlskraft gegolten hatte, auf ber bas gemeinsame Leben ber Menschen unb das Beieinanber von Mann unb Frau in ber Ehe sich grünbete, so glaubte (Strinbberg, in brei Ehen enttäuscht, zermürbt, verbittert unb verzweifelt, enb- lich bie große Gegenkraft entbeckt zu haben, bie ihm bas Verhältnis ber Geschlechter, zwar mit umgekehrtem Vorzeichen und furchtbar entgegengesetzter Wirkung, aber mit nicht geringerer Kraft zu bestimmen schien: ben Haß^ Man hat ben „Totentanz", ber ursprünglich „Der Vampyr" heißen sollte, bas Drama ber Haß-Liebe genannt, aber es ist, so wie es heute unb eigentlich von jeher auf uns gewirkt hat, nur bas qualvoll eridiütternbe Schauspiel bes Geschlechterhasses, ... obwohl (Strinbberg selbst die Akzente ber Bewertung anbers setzte: „Der Totentanz", schrieb er an seinen beutschen Uebersetzer Schering, „enthält psychologische Entdeckungen ohne sogenannten Frauenhaß". Man braucht sich bei bem „sogenannten" nicht länger aufzuhalten, als bis man eingesehen hat, baß ber Männerhaß bem Frauenhaß in biefem Stück bie Waage hält, daß bie gegen- einanber roirfenben seelischen unb bialektischen Kräfte burchaus im Gleichgewicht sinb. Der „Totentanz", sagt Strinbberg ferner, fei „fest in ber Form, überlegen in ber Resignation unb groß im Verzeihen": vielleicht wirb man von hier aus, immer bas trübe Gesamtbilb von (Strinbbergs irbischem Wanbel vor Augen, am ehesten einen Zugang zum tieferen Sinn bes Dramas finbem * „Fest in ber Form" — bas ist so unbestritten wie' bie „psychologischen Entdeckungen", deren unbarmherzige Messerschärfe man ebenso bestaunen muß wie die Phantasie, die schon im Schauplatz, -em Festungsturm auf einsamer Insel, das furchtbare Symbol fanb: bie Ehe als Gefängnis, in bem zwei Menschen unentrinnbar unb ausweglos aneinanber gefettet sinb, um sich in gemeinsamer Haft ein Vierteljahrhunbert lang gegenseitig bas Leben zur Hölle zu machen. Das Leben auf bie- fer Insel, in biefem Turm zu zweien allein, bas für einen anberen Dramatiker vielleicht zum Jbyll ober Parabies hätte werben können, konnte von Wegener als Ebgar. — (Ausn.: Clausen.) Strinbbergs Blickfeld aus nur einen Namen tragen: Inferno. Hier herrscht schon dieselbe beklemmende, atem- versetzende unb lähmenbe Atmosphäre im Raum, welche bie späteren Kammerspiele vom „Wetterleuchten" bis zur „Gespenstersonate" beherrscht, eine gleichsam mit Bakterien geschwängerte, mit Zünbstoff gemischte Luft, ein Klima, bas sich selbst ben leblosen Dingen mitzuteilen scheint, von ihnen ausstrahlt, unheimlich, gespenstisch, nach Entlobung brängenb unb auf ben Zuschauer übergreifenb, ber sich solchen untergrünbig - elementarischen Ausbrüchen menschlicher Gefühlsverwirrung fassungslos gegenüber findet und erst allmählich begreift, baß hier jebe anbere, äußere, gut gemeinte, bürgerlich-rechtliche Lösung versagen mußte, weil für Strinbberg bas in sein abgründiges Gegenteil verkehrte Gefühl diese beiden Menschen seit 25 langen Jahren genau so aneinander fesselt wie sonst die Liebe. Für Strinbberg, dessen Leben unb Denken in völlig außergewöhnlichen Bahnen lief, gab es aber kein „Sonst", unb seiner Logik, bie keiner Beschönigung und keinem Kompromiß zugänglich war, blieb also hier keine anbere Lösung — man kann das Wort im eigentlichen wie im übertragenen Sinne nehmen — als ber Tob. — * Wir haben ben Eindruck, daß bieses Stück, das an ber Jahrhunbertwenbe entstauben ist — was man nicht vergessen bars —, heute von ber Bühne herab nur noch in ber Gestaltung burch ein überragendes Schauspielertum erlebt' werben kann, die es seiner zeitlichen und persönlichen Bindungen und Beziehungen entrückt und entfleibet: was ba- mals als Problem bisfutiert werben konnte, kann heute kein Problem mehr sein. Wohl aber kann sich, in seltenen Fällen, an biesen vier Akten eine darstellerische Kunst entzünben, bie burch alle Ab- grünbe seelischer Entwurzelung hinburch an bas Uebermenschliche rührt, an bas körperhaft gewordene Dämonische, bas im „Totentanz" flackernd, Zuckend und enblich erlöschend sein Wesen treibt. * Einer bieser seltenen Fälle verbindet sich mit bem Namen bes Staatsschauspielers Paul Wegener: wir wissen niemanben, ber ihm biesen Ebgar, Hauptmann bei ber bänischen Festungsartillerie, nachzuspielen vermöchte. Die Gestalt gehört .zu ben berühmtesten Leistungen seines Rollenrepertoires: er spielt sie seit vielen Jahren, und es ist klar, daß sie sich mit ihm entwickelt und gewandelt hat. Entwicklung und Wandlung kann, wenn es sich um eine so messerscharf präzisierte und artikulierte Erscheinung im dramatischen Raume handelt, freilich nur in leisen Nuancen begriffen werden: wir glauben aber, daß dieser Hauptmann in Wegeners Händen heute gedämpfter wirkt als in früheren Jahren, betonter im. Altersunterschied zu der Frau, näher heranqerückt an bie schmale Schwelle, wo Leben unb Tob ineinander übergehen. * Damit kann nicht gemeint sein, baß bie Erscheinung an Wirkung verloren hätte: vielleicht wirb bas Unmenschliche ober Uebermenschliche bieses Mannes bem Gespensterhaften, bem Dämonischen um so stärker angenähert, je beutlicher man ben nicht nur seelischen, fonbern auch leiblichen Verfall gewahr wird, bem er ausgeliefert ist. Vielleicht wirkt bie geballte Energie, ber Wille zum Bösen, bie Kraft bes Hassens in biefem einsamen unb hochmütigen Hauptmann unb Ehemann um so unfaßlicher, je klarer man seine Schwäche, seine Krankheit, seine Grabesnähe empfindet. Er ist ein menschliches Wrack, ein alter, verbrauchter Mann, ein hoffnungsloser Todeskandidat: immer wieder sinkt er in sich zusammen, als ob schon das Leben aus ihm gewichen fei, immer wieder fängt er zu schwanken an unb muß gestützt werben, — aber immer wieder rafft er sich zusammen unter einem unheimlich-brutalen Willensantrieb, stößt bie helfen- ben Hände weg und wankt, tappt und tastet mit steifen Schritten durch ben Raum, eine riesige Marionette, säbelklirrend, in Parabeuniform mit breiter, goldener Verschnürung ... ♦ In ein paar Augenblicken sammelt sich alle Intensität schauspielerischen Ausbrucks — einer sehr bewußten, jeder kleinsten Bewegung sicheren Gestaltung übrigens; man muß bedenken, baß Wegener bie Rolle seit Jahren und in biesen Wochen ber Gastspielreise burch Deutschland Abend für Abenb spielt—: in ben schrill abbrechenden Tanz- Takten ber „Einzuges ber Bojaren"; nach ber Rückkehr vom Ausbruch in die Stadt, wenn er wie ein uniformiertes Götzenbild auf dem Stuhle sitzt und seine letzten, verzweifelten, erlogenen Trümpfe aus- fpielt („Das ist diese Sache —") unb endlich zuletzt, wenn er mit bem Kätzchen im Arm burch bas oer- öbete Turmgemach geht, auf ber Flucht, auf bem Wege ins graue Nichts, ein alter, armer, elender Mensch, jeglicher Dämonie für ein paar Minuten entrückt. „Wegener führt auch selbst Regie ... mit ber nämlichen, intensiven Bewußtheit und geistigen Uebersicht, mit der er die Rolle anlegt. Man ist fast überrascht, wie ruhig unb verhalten der Dialog einsetzt: es gibt zu Anfang Momente, in benen man sich in bie etwas gallige Komödie eines alternden Ehepaares versetzt glauben könnte, bem kurz vor ber silbernen Hochzeit bie Misere feines Alltags bewußt wirb; — aber bann wirb es schnell bitterernst, bann kann es feinen Komöbienton, keinen Zweifel unb kein Mißverständnis mehr geben: bie Atmosphäre ber Festung, bes Gefängnisses, ber Galeere wirb penetrant; in ben kurzen Mittelakten liegen bie an die äußersten theatralischen Grenzen getriebenen Steigerungen; ber letzte mündet langsam, ab= ebbenb gleichsam, in Stimmung unb Tonlage bes ersten zurück, bis Mann unb Frau — hier merkt man bie naturalistische Kunstweise am beutlichsten — wieder in ber gleichen Haltung in ihren Stühlen sitzen wie zu Beginn. Und jetzt erst, wir wissen nicht, ob bies jedermann gegenwärtig war, kann ber zweite Teil bes „Totentanzes" beginnen. ♦ Maria Schanba spielt bie Alice, unb man begreift halb, warum Wegener sich diese Partnerin im Duett gewählt hat: schmal, blaß, zermürbt, hoffnungslos — immer in Angst, immer auf dem Sprung, immer auf ber Lauer liegend. Sie scheint bazu gemacht, barzustellen, wieviel ein Mensch ertragen kann; noch aus ben schrecklichsten Zusammenbrüchen erhebt sie sich mit einer rätselhaft febernben Kraft unb stellt sich zu neuem Kamps, bis zuletzt bereit, von vom anzufangen, sich zu verwanbeln unb — auf eine wahrhaft gespenstige Weise — zu putzen unb zu verjüngen. — Zwischen ben beiden: Kay Möller, als Quarantänemeister Kurt, ruhig und besonnen, hilfsbereit und zur Hilflosigkeit verurteilt. — Wegener wurde mit ben Seinen vom stark besetzten Hause lebhaft gefeiert Hans Thyriot Tagung der oberhessischenGtraßenwärterI Sum dritten Male nach der Machtübernahme fand Reihe von Lichtbildern ergänzte die Ausführungen, am Samstag im Cafe Leib zu Gießen gemeinsam Kreisfachgruppenwalter E g n^e r erledlg e eimge mit der D2I§. eine Schulung-taaung für Mt «w mit der DAF. eine Schulungstagung für die Straßen- und Baumwärter der sechs oberhessischen Gedenket der hungernden Vögel! des (Nachdruck verboten.) 5. Fortsetzung. können wir uns hinter sich geschlossen hotte. .Hetzt in aller Ruhe unterhalten." Carola richtete sich mit einem finde Ihre Bemerkung nicht sehr widerte sie mit eisiger Schärfe. Ruck auf. „Ich angebracht!" er- Kreise statt. Der Tagungsleiter, Vorstand des Gießener Stra- bauamtes Oberbaurat Grünewald, widmete zunächst den im letzten Jahren verstorbenen Berufskameraden einen Nachruf. Er wies dann auf die Neuordnung im Straßenwesen Hessens hm. Dadurch sind der Betreuung des Gießener Straßenbauamtes 307 Kilometer Reichsstraßen, 1056 Kilometer Landstraßen 1. Ordnung im Besitze des Landes und 926 Kilometer Landstraße 2. Ordnung aus dem Besitze -der Kreise zur Betreuung unterstellt. Oberbaurat Grünewald erinnerte seine Gefolg- schastsmitglieder an das starke Interesse, das der Führer der Motorisierung und dem Ausbau des Straßennetzes entgegenbringt, und forderte sie auf, so treu und zuverlässig wie im abgelaufenen Jahre auch weiterhin ihrer Pflicht nachzukommen. Regierungsbaumeister Knoll sprach dann über „Die Bedeutung des Straßenbaues im Wandel der Zeiten", um seinen Hörern klar zu machen, wie ihre Arbeit der Erhaltung wichtigster Kulturguter des Volkes dient. Er führte den Nachweis dafür, daß Deutschland durch den Straßenbau des Führers wieder im Mittelpunkt einer Dölkerentwicke- lung steht. Die Straßen Adolf Hitlers sind Ausdruck der Autorität des nationalsozialistischen Staates, sie sind Adern zur Durchflutung des Verkehrs, Träger des Kulturwillens und damit auch Bindeglied der seelischen Zusammenhänge zwischen Stadt und Land und nicht zuletzt, über die Reichsgrenzen hinaus, Förderer der Friedensgedanken. Im Hinblick auf den in nächster Zest beginnenden Ausbau der kleineren Landstraßen sprach Regie- rungsbaumeister Enders über „Den neuzeitlichen Straßenbau unter Berücksichtigung der Landschaftsgestaltung". Ausgehend von btto praktischen Erfahrungen beim Bau der Reichsautobahn zeigte er, wie beim Neubau wieder Wert auf schöne, der Landschaft angepaßte Landstraßen gelegt wird. Durch das Einfügen der neuen Landstraßen in das Landschaftsbild wird der Eindruck der Kunststraßen gemildert, oder ganz aufgehoben werden. Eine betriebsgemeinschaftswalter Wehrum dem Baumwärter Ludwig Horn aus Fauerbach, der kürzlich sein 40jähriges Dienstjubiläum begehen konnte und am 1. 1. 1938 in den wohlverdienten Ruhestand tritt, eine Ehrenurkunde der DAF., Reichsbetriebsgemeinschaft Verkehr und öffentliche Betriebe, mit dem Bilde des Führers, die Glückwünsche der Kreis- waltunq Wetterau» der DAF. und zugleich die Glückwünsche zu seinem 65. Geburtstage, den er an Seine Frechheit war hanebüchen. Er sagte das so hin, als erwarte er gar noch eine Belobigung für seine zarte Rücksichtnahme. Carola sah ihn wie vor den Kopf geschlagen an. „Gewiß", nickte er bestätigend, „eine kleine Erfindung und ein Arrangement von mir, da Humphrey, anstatt mir einen ehrlichen Fehdehandschuh von sechs Unzen hinzuwerfen, mich durchaus aufs geistige Glatteis führen wollte, auf dem ich ohne Zweifel bedeutend sicherer stehe als er ... Oder fanden Sie nicht auch, daß Humphrey sich durchaus an mir reiben wollte und sich nicht gerade nett und höflich benahm?" „Ich habe ihn auch nicht verstanden", sagte sie verwirrt. „Ich ebenfalls nicht", meinte er. „Außerdem hat er zu rasch getrunken. Der kleine Spaziergang in der Abendluft wird ihm sehr bekömmlich sein." Der Eisenpanzer schmolz zusehends von Carola ab. Fast gegen Vorsatz und Absicht. Aber sie konnte diesem Martini nicht recht böse sein. Er hatte eine so herzliche Art des Lachens, daß er ihren Widerstand glatt entwaffnete. Und schließlich konnte man ihm den Spitzbubenstreich nicht einmal verübeln; Humphrey hatte sich wirklich schauderhaft gegen ihn betragen, mit seinem blöden Gelächter und seinen dunklen Anzapfungen. Und Martini hatte sich dafür mit einem verspäteten Aprilscherz gerächt. „Schreiben Sie Romane?" fragte er jetzt. „Bruchstücke von Romanen vorläufig. Ich komme einstweilen nicht zu größeren Arbeiten; ich halte mich mit Reiseskizzen, Kurzgeschichten und Plaudereien über Wasser. Es gelang mir eine brauchbare Reportage über die Türkei. Daraufhin bekam ich diesen südafrikanischen Auftrag." Er zündete sich eine Ziaarette an und starrte in das brennende Zündholz, bis die Flamme zu seinen Fingerspitzen kroch. „Sie hätten ins Basuto- oder Swasiland herausgehen sollen — das wimmelt von Geschichten." „Leider zu spät. Ich reise schon morgen ab." „Nach Deutschland?" „Ja, nach Hause." „Schade! Sie haben in der Gegend von Kimberley wohl wirklich nicht die richtigen Leute kennengelernt, sonst könnten Sie nicht so enttäuscht sein. Ach, es gibt da Abenteuer und Stoffe genug. „Timperly!" fuhr Martini entrüstet dazwischen, ehe Carola dazu kam, Humphrey zustimmend zu antworten. „Wie können Sie einer Dame um elf Uhr nachts solch ein freventliches Angebot machen, Sie zur Polizei zu begleiten?" Wirklich, er sprach mit ehrlichem Entsetzen; er sprach wie ein Mann, der bei der jungen Generation alle Grundsätze von Moral und Schicklichkeit wanken sieht. Dabei war er höchstens sechs oder sieben Jahre älter. „Eine unangenehme Geschichte!" stotterte Humphrey. „Als ob die Kerle nicht Zeit hätten, bis morgen früh zu warten!" „Seien Sie nicht undankbar, Timperly!" Martini klopfte gewissermaßen an Humphreys Gewissen als Staatsbürger. „Sie haben es den braven Bobbys zu verdanken, daß Sie jetzt Ihren Wagen wiederkriegen — und da wird Ihnen der kleine Weg sauer?" „Sie sind ja bald wieder zurück, Humphrey!" tröstete Carola. Die Trennung schien Humphrey sehr schwerzufallen. Sein Blick blieb an Martini hängen, während er Carola die Hand reichte: „Ich bleibe auf keinen Fall länger als eine Stunde aus!" erklärte er. Es klang fast wie eine Drohung... „Gott sei Dank!" meinte Martini mit einem Seufzer der Erleichterung, als Humphrey die Tür Martini begegnete ihrem strengen Blick mit einem freundlichen Lächeln. „Das Auto gestohlen...", sagte er leichthin. „Man hätte bedeutend schlimmere Dinge erfinden können, um diesen Humphrey loszuwerden; ober ich wollte ihn nicht allzusehr erschrecken. Dabei gehört er nicht mal zu den Kurzen, Dicken, bei denen man bei unangenehmen Nachrichten immer gleich das Schlimmste befürchten muh." in diesem Sammellager aller Spitzbuden aus der ganzen Welt..." Hinter ihnen wurde mit furchtbarem Krach die Tür aufgestoßen. „Der Himmel verschone uns vor betrunkenen Matrosen!" rief Martini erschrocken. Aber es waren keine Schiffsleute, die das Lokal stürmten, sondern den Lärm vollführte ein einzelner Mann, und dieser einzelne Mann war Humphrey Timperly. „Was soll man dazu sagen?", schrie er schon vom Eingang her. „Ein glatter Bluff war es! Auf einen Schwindel bin ich hereingefallen! Und wenn ich nicht den gescheiten Einfall gehabt hätte, vom nächsten Automaten aus meine Gerage anzuläuten, um die Kerle zu fragen, wie sie dazu kämen, meinen Wagen stehenzulassen — ja, dann —" Martina reichte Carola die Hand, während Humphreys Entrüstungssturm über sie hinwegbrauste. „Mir ist da eben eine dringende Arbeit eingefallen, die ich noch erledigen muß ... Leben Sie wohl! Und gute Reise! Sie werden mit dem ,General Smuts' ausgezeichnet fahren. Ich kenne das Schiff, hab' es selbst mehrfach benutzt. Grüßen Sie den Zweiten Offizier von mir! Der ist eine unerschöpliche Quelle für afrikanische Geschichten.. " „Aber ich führe ja gar nicht mit dem »General Smuts'!" „Bitte? Sie fahren doch morgen?" „Ja, aber nicht mit dem »General Smuts«, sondern mit der »Catharina« des holländischen Südafrikadienstes, weil man auf den kleineren Limen hübscher reist und mehr erlebt." „Was?" rief Martini in merkwürdiger Bestürzung. „Sie fahren mit der »Catharina«?" Er mußte sich die Lippen anfeuchten. „Ja", murmelte er schließlich, einigermaßen verstört, und vergaß dabei völlig, sich auch von Humphrey zu verabschieden, ,^>ann werden Sie allerdings einiges erleben." Seine sonderbare Voraussage aber wurde von Humphreys lautstarkem Bericht verschlungen. Jawohl, nach der Garage hatte er auch noch die Polizei angerufen, und auch dort hatten sie keine Ahnung von einem gestohlenen Wagen gehabt! Na, was sollte man dazu sagen?! Aber Carola sagte nichts. „Haben Sie die Geschichte überhaupt gehört?", vor Schluß aufgehoben. Zuerst also aab es große deutsche Varietökunst, mit der bewiesen wurde, daß sie, wie einst und entgegen mancher Meinung, noch immer auf beachtlicher Höhe steht. Oskar Albrecht, der Ansager, wußte rasch die nötige Herzlichkeit zwischen Bühne und Publikum zu schaffen, lobte die Gießener über den grünen Klee, sprach heimatlich hessisch, wartete im Laufe des Abends mit herzlichen satirischen Bemerkungen über den Völkerbund auf und philosophierte in ergötzlichster Weise über Wein und Liebe. Außerdem rückte er, wie es seine Pflicht war, Kollegen und Kolleginnen in das rechte Licht. Ralph und Roberts imponierten als komische Excentriker und entfesselten Lachstürme, der jugendliche Jongleur Heribert Juvelli legte eine Geschicklichkeit an den Tag, die die Gedanken an einen Rastelli wachwerden ließen, und zeigte manchen Trick, den man, ehrlich zugegeben, wirklich noch nicht gesehen hat. Mac Toto, seines Zeichens Musical-Clown, hatte sich eine schier unerschöpfliche Fülle von Spässen ausgedacht und überraschte vor allem mit seiner Wunderkiste, die sich zum Schluß als Kleinauto erwies. Helga und Victor Ser off, das ungemein geschmeidige und elegante Tanzpaar, fesselte vom ersten bis zum letzten Takt. Die drei G r o s ch e t t i s zeigten Kopsbalancen von tatsächlich höchster Vollendung. Und dann kam Cläre S ch l i ch t i n g nach kurzer „Auseinandersetzung" mit dem Ansager schon „groß in Fahrt" auf die Bühne und überfiel nun ihre Zuhörer sofort mit einer Fülle so unterhaltsamer Frechheiten, daß es schwer fiel, auf seinem Stühlchen ruhig sitzen zu bleiben. 20 Minuten lang ließen sich die Zuhörer erschüttern, lachten unaufhaltsam, so befreit und so viel, wie es zwischen Cläre Schlich- tings Atempausen möglich war. Wohl niemand war im Saal, den ihr derber Humor und ihre unmißverständliche Mimik kühl gelassen hätte. Ihre Scherze, rings um Allzu-Menschliches, wiederzugeben, ist unmöglich — ganz abgesehen davon, daß man sie nur von ihr selbst hören kann und hören muß. Kein Wunder, daß sie öfters vor den Vorhang mußte. Zum Schluß: Trio Splendid, drei Rollschuhkünstler, die eine unerhörte Fülle von Mut, Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit in sich vereinigten. Unter Beifallsstürmen schloß sich der Vorhang. Es sei auch noch die temperamentvolle Musik der Kapelle Mainzer erwähnt. H. L. Neuner. Weihnachtsfeier auf dem Schiffenberg. Am Sonntagabend hielt die Heimatvereinigung Schisfenberg, wie alljährlich, auf dem Schiffenberg ihre Weihnachtsfeier ab. Beim Glockengeläute zogen die Teilnehmer zunächst durch die herrliche Winter- landschaft zur Kapelle, wo ein großer Lichterbaum Weihnachtsstimmung ausstrahlte. Nach dem Choral „Ehre sei Gott in der Höhe", vorgetragen vom Frauenchor Hausen unter Leitung Diamanlen-Komödie Roman von Horst Biernaih. Weihnachtsfreude für die Kinder der Kriegsopfer. Die Kameradschaft Gießen der NSKOV. bereitete ihren Mitgliedern und deren Kindern mit einer stimmungsvollen Weihnachtsveranstaltung am Sonntagnachmittag im Katholischen Vereinshaus viel Freude. Die Kapelle Schleuse leitete mit Weihnachtsmelodien die Veranstaltung ein. Kameradschaftsführer Pg. Bonhard entbot dann den Kameraden und Kameradenfrauen den Willkommensgruß. Mit großer Freude begrüßte er den Kreisleiter Backhaus, der mit seinem Besuch das rege Interesse bekundete, das er den Kriegsopfern entgegenbringt. Weiterhin hieß er den Leiter des Versorgunasamtes, Regierungsrat Klahr, willkommen. Kamerad Bonhard wies dann auf die Fülle der zur Verlosung kommenden Gegenstände hin und dankte be- sonders den Hinterbliebenen, die im Laufe des Jahres 150 schöne Handarbeiten mit Liebe und Sorgfalt für diese Verlosung hergestellt hatten. Seine Worte klangen aus in dem Dank an den Führer. einsfest in Watzenborn-Steinberg ein. Wie von allen Seiten bestätigt wurde, nahm das Fest einen erhebenden Verlauf und kann als eine eindrucksvolle Kundgebung der Kirchenchöre bezeichnet werden. Sodann wurde in die Besprechung über die Ausgestaltung des Festes der Kirchenchöre im Jahre 1938 eingetreten. Musiklehrer Neb eling, der Leiter des Gießener Kirchenchors, machte auf Wunsch des Vorsitzenden Vorschläge. Danach soll das Hauptgewicht des Festes auf den Festgottesdienst und dessen musikalische Ausgestaltung gelegt werden. Soweit dies möglich ist, sollen von den Gemischten Chören Kompositionen von Heinrich Schütz vorgetragen werden. Die Frauenchöre werden Bearbeitungen von Schütz singen. Es ist vorgeschlagen, daß die Vereine in einzelnen Gruppen von etwa je fünf Chören singen werden. Auch die Nachfeier wird voraussichtlich eine Aenderung gegen seither erfahren, als ein Einzelsingen der Chöre, die inzwischen auf 25 angewachsen sind, wegen der kurzen Zeit nicht möglich sein wird. Ort und Zeit des Festes wurden noch nicht festgelegt. Gloria-palast: Beriefe mit Cläre Schlichting. Musikalische Darbietungen, gemeinsame Gesänge und ein von der Tochter des Kameraden Wolf vorgetragener sinniger Vorspruch, sowie ein Gericht der Kleinen des Kameraden H a a g e n leiteten zum Vorlesen einer weihnachtlichen Geschichte des „Märchenonkels" vom Stadttheater, des Kameraden Karl Volk, über. Mit großem Jubel begrüßt, kam dann der Weihnachtsmann, der sich einige Gedichte von den Kleinen aufsagen ließ und mit ihnen ein Weihnachtslied sang. Die größte Freude bereiteten seine schönen und praktischen Geschenke, für die Mädels ein Strickkörbchen, für die Buben Taschentücher, die er den 360 Kindern der Kameraden mitgebracht hatte. Der Weihnachtsmann überbrachte dem schwerkriegsbeschädigten Kameraden M o n t a g Glückwünsche und ein schönes Angebinde für die viele Mühe und Arbeit um die Kameradschaft und für seine sparsame Kassenführung, durch welche die Veranstaltung erst ermöglicht wurde. Die anschließende Verlosung bereitete den Kameraden und den Kameradenfrauen viele Freude. Mit einer Versteigerung wertvoller Handurbeiten fand die Weihnachtsveranstaltung ihren Ausklang. Kameradschaftsführer Bonhard dankte zum Schluß allen seinen Mitarbeitern für die hilfreiche Unterstützung. Vortrag im Obst- und Gartenbauverein. Als erster der angekündigten Vorträge im Obst- und Gartenbauverein Gießen stand der vom 23er« einsführer Chr. Junker am Sonntagnachmittag int „Bayerischen Hof" gehaltene Vortrag über den Gemüsebau auf der Tagesordnung. Der Vortragende betonte die Notwendigkeit eines stärkeren Gemüsebaues und wies auf die Möglichkeit der Ausweitung des Anbaues hin. Diesem Zwecke sollen die nun beginnenden Vorträge bienen, damit durch die theoretischen Erläuterungen und durch den Austausch von Erfahrungen größeres Interesse am Gemüsebau geweckt wird. Aus der Fülle seiner praktischen Erfahrungen erbrachte er den Beweis, daß man im Gemüsebau nicht cruslemt. Die Hauptsache ist, daß man immer aus den eigenen Erfahrungen die Nutzanwendungen zieht. Ergänzend zu den vielseitigen und fesselnden Ausführungen wurden praktische Erfahrungen aus der Versammlung vorgebracht. Anschließend wurden geschäftliche Angelegenheiten, die mit der Pachterneuerung der Schrebergärten zusammenhängen, erledigt. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 14. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, 'A kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, ausländische, 11%, Wirsing, % kg 10 bis 12, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 7 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 10, Karotten 8 bis 12, rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vio 10, Zwiebeln 8 bis 9, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., Birnen 10 bis 15, Nüsse 35 bis 50 Pf., Hahne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse diesem Tage feiern konnte. Gaureferent für Betriebsführung und Berufserziehung Portemeier, Frankfurt a. M., lei- tete dann die weltanschauliche Schulung mit einem Vortrag über „Die betriebsgebundene Schulung" ein. In eingehender Weise beleuchtete er den Aufbau der Schulungsarbeit, die nach der erarbeiteten Auffassung, daß die Arbeit Erfüllung des Lebens ist, dazu führen soll, daß durch die Kleinarbeit aus dem Bereich der Arbeit ein persönlicher Kontakt zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft geschaffen wird, der den Betriebsfrieden sichern soll. Gaubetriebsgemeinschaftswalter Goebel (Frankfurt) sprach dann über „Das nationalsozialistische Deutschland in der Weltpolitik". Seine Darlegungen ließen das Wachsen der nationalsozialistischen Weltanschauung verständlich werden, durch das eine ebenso sichere, wie stete Erfüllung des Parteiprogramms erkennbar wird. An den Großtaten des Führers zur Wiedergewinnung der Freiheit unseres Volkes machte der Redner verständlich, wie die Forderung nach gleichen Lebensbedingungen, nach Lebensraum und nach Frieden, dank der großartigen Vorarbeit und der Zielsicherheit und der überragenden Persönlichkeit des Führers ihre Erfüllung finden werden. In seinen Ausführungen führte er weiter den Beweis dafür, baß alles, was im heutigen Deutschland geschieht, ob es nun durch den Vierjahresplan, durch den Leistungskampf, oder eine sonstige organisatorische Maßnahme erfolgt, dazu dienen muß, alle Lebens- und Willenskräfte des deutschen Volkes zu mobilisieren zur Erreichung des einzigen Zieles, ein sicheres Fundament für den ewigen Bestand des deutschen Volkes zu schaffen. fragte er entrüstet, als er bemerkte, daß Carola ihm nur mit sehr geringer Aufmerksamkeit gefolgt war. , _ „Selbstverständlich, Humphrey! log sie unbedenklich. „Es ist die tollste Geschichte, die ich jemals erlebt habe ... Aber sagen Sie mir, bitte, eins: Sie wurden vorher unterbrochen, als Sie über Martini sprachen; Sie haben mir den Schluß noch nicht erzählt. Was ist er eigentlich? Und was treibt er? Sie sagten: »Aber sonst —?«unb roackel- ten nur sehr bedeutungsvoll mit der Hand. Ich kann damit, offen gestanden, nicht viel anfangen." „Martini?" flüsterte Humphrey und kicherte da- bei durch die Nase. „Na, ich will Ihnen etwas sagen, falls Sie's selber noch nicht bemerkt haben sollten. Es gibt keinen Diamantenschwindel, bei dem der Kerl seine Finger nicht irgendwie mit im Spiel gehabt hätte!" „Und dann läuft er frei herum?" „Das ist es ja eben! Der Kerl ist zu gerissen! Dem kann man nie was beweisen! Mein Onkel Jonathan Timperly ist Oberrichter im Johannesburger Bezirk — und was soll ich Ihnen Zehnmal mindestens hat er diesen Jungen Zwischen seinen Fingern gehabt, und jedesmal ist er rym durchgeLscht - wie ein Aal, wie ein geölter Hat . . Ich trau« dem Burschen alle- zu! Vam Taschendiebstahl angefangen bis zum Mädchenhandel ..." Er hielt plötzlich den Atem an und schlug sich vor die Stirn. „Sagen Sie: Hat Mar- tini nicht wenige Minuten, bevor ich an den Appa- rat geholt wurde, selber auch telephoniert? „Keine Ahnung", antwortete Carola — und wußte nicht einmal, weshalb sie log. Ich möchte wetten, daß er es war, der mich fortgelockt hat!" Und plötzlich sprang Humphrey zur Bar und hob das Glas, aus dem Carola getrunken hatte, gegen das Licht. „Vielleicht bin ich noch gerade zur rechten Zeit zuruckgekommen, um gräßliche Dinge zu verhüten?" „Reden Sie keinen Unsinn!" '.Gestatten Sie, Carola?" bat er und stürzte, ohne ihre Erlaubnis abzuwarten, das Glas in einem Zuge hinunter. t „Um's Himmels willen: Was soll das heißen? „Warten wir's ab!" äußerte er düster und machte ein angespanntes Gesicht, als horche er in sich hinein. (Fortsetzung folgt.) von Chormeister Sommer (Watzenborn-Steinberg), hielt Pfarrer Steiner (Hausen) eine kurze Ansprache. Er sprach von der Liebe, die sich an Weihnachten offenbart, die uns stete Lebenserfüllung werden will und das Leben des einzelnen Menschen beglücken und zum Segen werden läßt. Diese Liebe, aus dem Glauben geboren, sei zugleich der stärkste Antrieb zu aller Gemeinschaftsbildung. Mit dem gemeinsamen Gesang „O du fröhliche" sand die Feier in der Kapelle ihren Abschluß. Es folgte dann eine Familienzusammenkunst in dem mit Tannengrün und Weihnachtskerzen reich geschmückten Saale. Eingeleitet wurde die Feier durch Weihnachtsklänge der Kapelle Bender und einen Dorspruch von Kl. Schmidt (Klein-Linden). Es folgte ein weiterer Gesangsvortrag des Frauenchors Hausen, worauf der Vereinsführer, Oberforstmeister i. R. Beigeordneter Nicolaus, die Weihnachtsansprache hielt. Weihnachten sei, so sagte er il a., neben der grundlegenden religiösen Bedeutung, die diesem Fest zukomme, das Fest der Familie. Die Heimatvereinigung Schiffenberg bilde eine große Familie, die das Band der Heimat vereinige. Die Heimatvereinigung wolle aber auch alle Bewohner der Heimat im Sinne unseres Führers zur wahren Volksgemeinschaft erziehen. Weihnachten werde auch bei anderen Völkern gefeiert, aber die deutsche Art des Festes habe das Zeichen der Innerlichkeit/ Das Weihnachtsfest im nationalsozialistischen Deutschland sei die Feier einer großen alles überwindenden Gemeinschaft. Im weiteren Verlaufe der Veranstaltung, die durch musikalische Darbietungen und Gesangsvorträge des Frauenchors sowie gemeinschaftliche Lieder wesentlich verschönt wurde, schilderte Rektor i. R. V. Müller (Hausen) „Weihnachten auf einem Auslandskreuzer". Der Nikolaus brachte bann für die Jugend reizende Geschenke. Frau Steiner erfreute durch einige Liedvorträge. In seinem Schlußwort dankte der Dereinsführer allen, die zum guten Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten, und schloß die Feier, unter nochmaliger Betonung der Aufgaben der Heimatvereinigung, in der üblichen Weise. Kameradschastsabend der ehemaligen Freikorpskämpfer. Die Kameradschaft ehemaliger Freikorpskämpfer (Kyffhäuser) veranstaltete am Samstag im „Auerhahn" einen Kameradschaftsabend, in dessen Mittelpunkt die Ausgabe weiterer Ehrenurkunden „Einsatz für Deutschland" stand. Kameradschaftsführer Denke erinnerte in seiner Ansprache an die Zeit der Freikorps, in der deutsche Männer freiwillig ihr Leben einsetzten, um das Vaterland vor dem Einfall der Bolschewisten zu schützen. Adjutant Weber überbrachte die Grüße des Kreisverbandsführers und gab bekannt, daß Kamerad B e u k e zum Unterverbandsführer ernannt worden ist. Die Ehrenurkunde „Einsatz für Deutschland" erhielten folgende Kameraden: Wilhelm Lettow, Jakob Gengnagel, Josef Köhler, Karl Schäfer, Heinrich Linningsohn, Wolfgang Dornberger, Dr. Herrn. Kopplow, Otto Haldenwang, Albert Stohr, Fritz Witte, Ernst Hosch, Georg Schuhmann, Fritz Heyd, August Schneider, Karl Delloff, Hch. Velten, Bruno Förster, Dr. Wolfgang Riehm, Hugo Cronjäger, Freih. Werner v. Gall, Otto Gsell, Dr. Neumann- Spengel, Wilhelm Greif, Fritz Müller, Willi Reul, Wilhelm Mehlhose, Karl Hillgärtner, Kaspar Riedel, Fritz Rinderknecht, Wilhelm Demper, Karl Pleger, Prof. Dr. Rolf Dietz, Karl Harnisch, Fritz Harold, Herrn. Höhn, Albert Wagner, Dr. Eugen Maier, Wilhelm Hühne, Dr. Max Rohweder, Hch. Bommersheim, sämtlich in Gießen; Dr. Albert Schlapp, Ernst Driemel, gen. Thiel, beide in Lollar; Martin Loch, Wieseck; Ludwig Lenz, Klein-Linden; Wilh. Wagner, Annerod; Albert Preis, Dr. August Keller, beide Heuchelheim; Louis Schmidt, Großen- Linden; Dr. Aug. Heil, Watzenborn-Steinberg; Christ. Schmidt, Willi Stühler, beide Großen-Buseck; Erich Schulz, Krofdorf; Fritz Listmann, Rodheim/B.; Hch. Baier, Beuern; Ludw. Winter, Lich; Albert Kühner, Emst Leidolf sen., Dr. Hans Weber, Hermann Krüger, alle in Grünberg; Dr. Hch. Schön- I hals, Alsfeld. Der gestrige Abend brachte den Besuchern Gloria-Palast feine Varietskunst; eine Fülle großartigsten Könnens, aber auch prächtigen und köstlich- berben Humors. Der Gloria-Palast war fast bis auf den letzten Platz besetzt. Alle wollten Cläre Schlichting hören und sehen, jene junge komische Alte, die vom Rundfunk her schon gut bekannt ist. Sie eröffnete allerdings nicht das Programm, sondern wurde dem Publikum wirkungsvoll bis kurz 90 Pf. bis 1 Mark, erstklassige Mastgänse 1,10 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Endivien 8 bis 15, Salat 8, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 10 Pf. * ** Sperrung des Lelmenkauterwegs. Wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten wird der Leimenkauterweg von Dienstag, 14. Dezember, „Hans im Glück" bringt allen Glück! Gib der HZ. für das WHW.! ab auf die Dauer von 8 Wochen für den gesamten Fahrzeugverkehr polizeilich gesperrt. Die aufgestellten Sperr- und Umleitungsschilder beachten. ** Der soziale Unter st ützungsverein „Fakult a", in dem alle Berufsfahrer zusammen- geschlossen sind, veranstaltete am Samstagabend im „Burghof" eine Versammlung, in der Rechtsanwalt Becker über den Sinn und die Bedeutung der neuen Reichsstraßenverkehrsordnung sprach.' Der Redner legte in anschaulicher Weise die Bedeutung der neuen Derkehrsordnung klar und ging dann auf die für den Berufsfahrer besonders wichtigen Punkte ein. (Wir bringen über diese Neuordnung in Kurz-Aufsätzen die wichtigsten Bestimmungen. D. Schriftltg.) Der Leiter der Ortsverwaltung, Herr Luft, gab anschließend einige Anregungen über die Verkehrsgestaltung in Gießen. Vom Lastauto überfahren und tödlich verletzt. * Großen-Linden, 13. Dez. Dor dem S t a- tionsgebäude unseres Bahnhofs ereignete sich beute mittag ein U n g l ü ck s f a l l, dem leider em blühendes Menschenleben zum Opfer fiel. Der 15 Jahre alte Heinrich Velten aus Göbelnrod versuchte auf ein Lastauto, das an der dortigen Baustelle Steine abgeladen hatte und etwas von der Baustelle hinwegfahren wollte, aufzusteigen, als der Kraftwagen eben anfuhr. Bei diesem Versuch rutschte der Junge ab und stürzte unter den Lastkraftwagen. Offenbar beim Aufschlagen auf die Fahrbahn trug der Junge einen schweren Schädelbruch davon, außerdem ging ihm ein Hinterrad des Kraftwagens über die Brust. Der Führer des Autos brachte den Verunglückten rasch nach Gießen zur Klinik, jedoch trat der Tod des bedauernswerten Jungen schon unterwegs ein. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 15. Dezember. Klein-Linden. 20 Uhr: Adventsandacht. Die neue Straßenverkehrs-Ordnung. .Beleuchtet die Fahrzeuge richtig! Neue Bestimmungen, besonders wichtig für ländliche Gegenden. Auf Landstraßen oder in schlecht beleuchteten Ortschaften kann man nachts oft Fuhrwerken begegnen, unter denen eine schwach leuchtende Laterne hin und her baumelt. Vielfach fehlt überhaupt jede Beleuchtung oder sie ist so ungünstig angebracht, daß sie von anderen Fahrzeugen nicht zu sehen ist. Mancher Kraftfahrer hat erst in letzter Sekunde zu erkennen vermocht, daß sich vor ihm ein gefahrdrohendes Hindernis in Form eines Pferdefuhrwerks auftat. Die durch die Erfahrungen der Praxis und gewissenhafte Beobachtungen sich als notwendig erwiesenen Bestimmungen haben schließlich im § 24 eine gesetzliche Verankerung gefunden, der gerade für ländliche Gegenden von größter Bedeutung ist. Bei Dunkelheit oder starkem Nebel müssen in Zukunft an Fahrzeugen aller Art (für Fahrräder gelten Sonderbestimmungen, auf die wir später eingehen werden) die seitlichen Begrenzungen nach vorn durch weiße oder schwachgelbe Laternen und das Fahrzeugende nach hinten durch rote Laternen oder rote Rückstrahler erkennbar gemacht werden. Die Be- leuchlungseinrichtungen an der Vorderfront dürfen jedoch nicht — vielleicht aus Sparsamkeit — auch gleichzeitig als Rücklichter benutzt werden, d. h. sie dürfen nach hinten kein rotes Licht zeigen. Die Anbringung von Lampen unter dem Fahrzeug zur Kenntlichmachung der seitlichen Begrenzung ist verboten. Diese neuen Bestimmungen haben besonders für den Fährverkehr auf Landstraßen und kleinen, schlecht oder gar nicht beleuchteten Ortschaften Wichtigkeit, sie müssen aber auch in der Großstadt berücksichtigt werden. Aus wirtschaftlichen Gründen wird für diese einschneidenden Bestimmungen eine Uebergangszeit zugebilligt; sie müssen jedoch vom 1. Juli 1938 ab im ganzen Reichsgebiet ohne Ausnahme erfüllt werden. Außer den Kraftfahrzeugen und Straßenbahnen müssen also auch die Pferdefuhrwerke, um die seitliche Begrenzung ausreichend anzuzeigen, die zur Fahrbahnbeleuchtung bestimmten Lampen etwa in gleicher Höhe und gleichem Abstand von der Fahrzeugmitte anbringen; die Lampen dürfen vom äußeren Fahrzeugrand nicht mehr als 40 Zentimeter nach der Fahrzeugmitte zu entfernt sein, so daß man schon von weitem die ungefähre Breite des Fahrzeuges abschätzen kann. Schließlich müssen alle in Bewegung befindlichen Fahrzeuge bei Dunkelheit oder bei starkem Nebel Lampen führen, die ihre Fahrbahn beleuchten. Die seitlichen Beleuchtungseinrichtungen bei Pferdefuhrwerken müssen also so starke Wirkung haben, daß die Fahrbahn auch vor dem Gespann beleuchtet ist, andernfalls muß am Vorderende der Deichsel eine besondere Lichtquelle angebracht sein. Diese Bestimmungen gelten nicht für abgestellte Fahrzeuge, wenn sie durch andere Lichtquellen ausreichend beleuchtet sind. Dabei müssen wir aber gleich auf den 2. Teil des § 2 Hinweisen, der vorschreibt, daß unbespannte Fuhrwerke bei Dunkelheit ober starkem Nebel überhaupt nicht auf der Straße belassen werden dürfen. Kann ausnahmsweise ihre Entfernung aus zwingenden Gründen nicht erfolgen, so muß die Deichsel abgenommen oder hochgeschlagen werden, außerdem muß die seitliche Begrenzung des Fuhrwerks durch ausreichende Lichtquellen erkennbar gemacht werden. Darüber hinaus ist hinten am Fuhrwerk zwischen Fahrzeugmitte und der linken Außenkante eine Laterne mit rotem Licht nicht höher als 125 Zentimeter über dem Erdboden anzubringen. Sämtliche Lichtquellen dürfen andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden. SJl-tfpori Gaulehrgang im Geräteturnen für die Vereinsturnwarte. Nachdem kürzlich eine Werbeveranstaltung des Kreises Gießen des DRL. für das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau erfolgreich durchgeführt wurde, fand am Sonntag ein Galllehrgang im Geräteturnen statt, der ebenfalls ganz im Zeichen von Breslau stand Nach kurzer Begrüßung durch Kreisfachwart D a u p e r t stellte Gaufachwart Ries (Kassel) den neu ernannten Gauobmann für Männerturnen vor, unter dessen Leitung der Lehrgang durchgeführt wurde. Gausportlehrer B r o x von der Gausportschule Marburg brachte die Turnwarte durch eine kurze aber wirkungsvolle Lauf- und Körperschule rasch in Form. Nach riegenweiser Aufteilung der 75 Lehrgangsteilnehmer, von denen der Kreis Gießen allein 45 stellte, wurden dann an allen Geräten Grundübungen und ein Uebungsaufbau bis zu Leistungsturnen unter besonderer Beachtung der Abgänge sowie einer sicheren Hilfestellung durchgenommen. Gauobmann Becker (Kassel) zeigte dann die als Gaugemeinschaftsübung für das Deutsche Turn- und Sportfest in Breslau vorgesehene Kugelgymnastik. Dieselbe soll von mindestens 1000 Hessenturnern geturnt werden. Nach Beendigung der praktischen Tätigkeit fand eine Aussprache statt. Im Verlaufe derselben gab Becker bekannt, daß im kommenden Jahr in allen Kreisen im Juni Kreisturnen der Ober-, Mittel- und Unterstufe stattfinden, die als Probeturnen für Breslau anzusprechen sind. Mit einem Aufruf, unermüdlich für Breslau zu werben und mit dem Gruß an den Führer klang der erfolgreiche Lehrgang aus. Meisterschastskämpft der Gauliga Hessen. Im Gau Hessen hatten die Spitzenmannschaften keinen glücklichen Tag. Der führende Meister SpV. Kassel wurde in Hersfeld 3:1 geschlagen, Kewa Wachenbuchen verlor zuhause gegen Hanau 93 1:3 und der VfB. Friedberg übte mit 5:2 am VfB. Groß-Auheim Vergeltung für die glatte Vorspielniederlage. Auch der SC. 03 Kassel blieb ohne Sieg, aber er rettete im Lokalkampf gegen den BC. Sport wenigstens einen Punkt (1:1). Diese Reihe überraschender Ergebnisse ermöglichte es Hessen Hersfeld, vom fünften auf den zweiten Tabellenplatz hinter den immer noch führenden SpV. Kassel vor- zurücken. Hanau 93 und Friedberg verbesserten ihre Stellung auch nicht unwesentlich. Am Schluß liegen nun die beiden Fuldaer Mannschaften, da die Borussen gegen Germania mit 0:2 verloren. Aus anderen Gauen. Gau Südwest: Eintracht Frankfurt — FV. Saarbrücken 5:3; Kickers Offenbach — FSV. Frankfurt 1:0; Wormatia Worms — Borussia Neunkirchen 1:1; FK. 03 Pirmasens — Opel Rüsselsheim 2:0; 1. FC. Kaiserslautern — SV. Wiesbaden 4:0. Gau Bayern: VfB. Ringsee — Jahn Regensburg 1:0; Bayern München — BC. Augsburg 2:0; FC. 05 Schweinfurt — 1. FC. Nürnberg 1:1; SpDg. Fürth — Schwaben Augsburg 1:2. Fußball-Ergebnisse der Kreisklaffen. 1. krelsklasfe. Wieseck I — VfB - R. Gießen I 1:4: Ein allzuharter Kampf, bei dem der Platzverein sich beugen mußte. Großen-Buseck — Rüddingshausen 11:1: Die Rüddingshäuser haben ihre besten Spieler abgeben müssen und so kam die hohe Niederlage zustande. Rodheim — Klein-Linden 3:2: Der glückliche Gewinner war Rodheim auf Grund des Platzvorteils. Garbenteich — Leihgestern 1:3: Steinberg II — 1900 Gießen II: Die zweite Mannschaft der 1900er trat zu diesem Spiel nicht an und überließ den Watzenbornern kampflos die Punkte. Lich — Großen-Linden 2:0: Zu einem Siege reichte es bei Großen-Linden nicht. In Lich find aber auch schwer Punkte zu holen. V f B. - R. Gießen II — Steinbach I 3:1: Diesmal zeigten sich die Steinbacher von der besten Seite und konnten sogar das Führungstor erzielen. Doch zu einem Siege langte es nicht. 2. kreisklaffe: Göbelnrod — Oppenrod 2:3: Daß die Gö- belnrober auf eigenem Platze die Punkte hergeben müßen, damit hatte man nicht gerechnet. Lehnheim — Flenfllngen 3:2: Auch bei den Flensungern zeigt sich der Mangel an geeigneten Spielern und so verloren sie auch gegen Lehnheim. Treis — Queckborn 7:0: Die Queckbörner spielen zum ersten Male mit und so ist die Niederlage gegen die spielstarken Treiser zu erklären. Geilshausen — Grün berg: Trotzdem Grünberg mit acht Mann zur Stelle war, traten die Spieler nicht an. 1900 Gießen III ist ausgeschieden. Garbenleich I — Leihgestern I 1:3. Am vergangenen Sonntag hatte die erste Mannschaft des Sportvereins Garbenteich die gleiche von Leihgestern zum Verbanüsrückspiel zu Gast. Garbenteich konnte nur mit zehn Mann antreten und hatte außerdem Ersatz in den Reihen. Die Platzbesitzer spielten trotzdem anfänglich überlegen und die Leih- gefterner mußten energisch verteidigen. Als durch Handspiel der Leihgesterner ein Elfmeterball fällig wurde, gingen die Einheimischen in Führung. Dabei blieb es bis zur Pause. Nach dem Wechsel waren die Einheimischen wieder leicht überlegen, mußten aber mehr und mehr die Führung an die Gäste abgeben, die im Endspurt zu drei Toren kommen konnten und sich damit die Punkte sicherten. Rundfunkprogramm RNllwoch, 15. Dezember. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus der Sitzmöbelfabrik Alsfeld-Türpe: Werkskonzert. 10: Schulfunk: Philotas, Trauerspiel. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.45: Deutsche Scholle: Weihnachtssterne blühen ... 12: Mittags-. konzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Meine Lieblingsplatte (Wunschkonzert). 15: Volk und Wirtschaft: Worüber man heute spricht. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. Don Leipzig: „Märchen werden lebendig". Funkbericht vom Weih- nachtsabzeichen des WHW. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21: Stunde der jungen Nation: Ein Querschnitt durch die Reichsmusiktage der Hitler-Jugend in Stuttgart. 21.30: Natur im Winterkleid. Eine Funkfolge. 22.10: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik: Deutsche Opernromantik. ( 36utifi*(uien/ Hier rind Ihre .Schwarz-Weiß-Haushalthilfen K 8 allen Metallgeräten den gepflegten Hochglanz gibt! t mit denen Sie Zeit und Geld sparen und die Ihnen doppelte Arbeit leisten! Die „Große Wäsche" mit „Schwarz-Weiß"-B I e i ch s o d a eingeweicht und die halbe Arbeit ist schon getan — und das „Schwarz-Weiß"- Waschmittel wäscht selbsttätig Ihre Wäsche Darum sind alle „Schwarz-Weiß"-Erzeugnisse unentbehrlich in jedem mustergültigen Haushalt! blütenweiß! Eine Handvoll „Schwarz- Weiß"-Bleich mittel gibt Ihrer Wä- :he den Duft von Sauberkeit und Frische! 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Es ist sehr schwer zu verhindern, auch ein Überzug mit Zaponlack hat keine Dauerwirkung. Man reinigt die Gegenstände am zweckmäßigsten mit Silbertuch oder Silberwatte. Anlegen des Kindes, f. Stillen. Anlernen nennt man die Unterrichtung einer Hausangestellten in den notwendigsten Arbeiten des Haushaltes. Anmeldung beim Einwohneramt des Ortes, wo man zuzieht, notwendig; von neu eingestellten Hausgehilfen bei der zuständigen Krankenkasse innerhalb 3 Tagen! Siehe auch Ausgebotsverfahren, Konkurs, Vergleich. Anna, weibl. Vorname, der aus dem Hebräischen stammt und soviel wie „Gnade" bedeutet. Der Annatag ist der 26. Juli. Annahme an Kindes Statt. Wer keine ehelichen Abkömmlinge hat und mindestens 50 Jahre alt ist, kann durch einen vor Gericht oder Notar geschloßenen Vertrag jemand an Kindes Statt annehmen. Der Annehmende muß mindestens 18 Jahre älter sein als das Kind. Befreiung von dieser Vorschrift ist möglich. Ist der Annehmende verheiratet, so braucht er zur Annahme die Einwilligung seines Ehegatten. Minderjährige eheliche Kinder brauchen, um angenommen werden zu können, die vor einem Gericht oder Notar abzugebende Einwilligung Angoragarn, ursprünglich nur das Garn aus der Wolle der Angoraziege. Heute wird die Bezeichnung auch für das Garn aus den Haaren des Angorakaninchens und aus der langen Wolle des Schafes verwendet. Angorakaninchen, Kaninchenart mit langen, weichen, seidenglänzenden Fellhaaren. Angorakatze, Katzenart mit großem Kopf, langem, buschigem Schwanz und seidigen, langen Fellhaaren. Angst, ein eigenartiges Beklemmungsgefühl, kann sowohl eine körperliche wie seelische Ursache haben. Sie tritt bei Herz-, Lungen- und Nervenkrankheiten auf, aber auch dann, wenn man sich einer Gefahr nicht gewachsen fühlt. Bei Kindern wird Angst vielfach durch unrichtige Erziehung (übertriebene oder ungerechte Züchtigung) oder durch unzweckmäßige Einschüchterung (mit oem schwarzen Mann) hervorgerufen. Bei dauernden Angst- zuständen eines Kindes ist ärztliche Behandlung erforderlich. Anilinfarben, Gattungsname für künstliche Farbstoffe, die aus Steinkohlenteer gewonnen werden. Ankauf gestohlener Sachen siehe Hehlerei; von Uniformstücken oder bergt von einem Unteroffizier oder Gemeinen der Wehrmacht nur erlaubt, wenn schriftliche Erlaubnis des Kommandeurs vorliegt. Ankochen, ein Schutzmittel bei leicht verderblichen Lebensmit- Oie Maul- und Klauenseuche. Rekonvaleszenten-Gerum gegen Maul- und Klauenseuche. NSG. Die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche macht es erforderlich, daß die Besitzer von ab- Heheilten Rinderbeständen diese zur Gewinnung von Rekonoaleszentenserum zur Verfügung stellen. Das Veterinär - Untersuchungsamt <8 i e ß e n ist für das Land Hessen mit der Herstellung dieses Serums beauftragt. Der Leiter des Instituts wird mit seinen Assistenten die durchseuchten Bestände aufsuchen, die ihm von den zuständigen beamteten Tierärzten als geeignet bezeichnet werden. Jedem Tier werden alsdann etwa drei bis fünf Liter Blut entnommen, das zur Serumgewinnung im Veterinär-Untersuchungsamt verwendet wird. Die entnommene geringe Blutmenge ist für das Tier durchaus ohne jede Bedeutung und wird in wenigen Stunden von dem Körper ohne irgendwelche Folgen ersetzt. Jeder Tierbesitzer erhält für den Liter Blut 0,70 RM. Die sich weiter ausbreitende Seuche erfordert zu ihrer Bekämpfung täglich große Mengen Serum, die nur auf die angegebene Weise schnell nnb laufend hergestellt werden können. Es liegt daher im allgemeinen und besonderen Interesse der Landwirtschaft, wenn alle Tierbesitzer der durchseuchten Bestände ihre Tiere zur Serumgewinnung gur Verfügung stellen. Aufhebung kirchlicher Veranstaltungen in Seuchengebieten. Lpd. Die Evangelische Landeskirche Nassau-Hessen ordnet hinsichtlich der Gebiete, in denen die Maul- und Klauenseuche herrscht, folgendes an: In Sperrbezirken (Seuchenorten) fallen für die Zeit der Sperre sämtliche kirchlichen Veranstaltungen aus, ebenso im Beobachtungsgebiet, sofern es die Seuchenpolizei für notwendig erachtet. Im 15-Kilo- meter-Schutzgebiet und in den verseuchten Kreisen können bis auf weiteres nur die rein örtlichen kirchlichen Veranstaltungen stattsinden. Die Abhaltung von Dekanatsoeranstaltungen ist untersagt. Maul- und Klauenseuche im Kreise Büdingen. * Büdingen, 12. Dez. In dem Kreisort Dü- d e l s h e i m ist jetzt ebenfalls die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Wegen dieses Seuchenausbruches fallen auf Anordnung des Kreisamtes Friedberg die S ch w e i n e m ä r k t e in der Stadt Friedberg im Dezember und Januar aus. Der in Butzbach vorgesehene Schweinemarkt im Dezember fällt ebenfalls aus. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. INittagsbörse schwächer. Frankfurt a. M., 13. Dez. Die Börse hatte sehr ruhigen Wochenbeginn und vorwiegend etwas schwächere Haltung, da sich kleine Abgaben aus Auswandererkreisen fortsetzten. Anderseits fehlten Kaufaufträge fast völlig, ebenso blieb die Unter- nehmungslust überaus gering. Wenn auch die Veränderungen meist unter 1 v. H. blieben, so überwogen doch die Rückgänge. Gut behauptet waren Kim Aktienmarkt IG. Farben mit 153,90 (153,75), Verein. Stahlwerke mit 111,90 (111,75), ferner von Maschinenwerten Moenus mit 119 (118,75) und Rheinmetall mit 142,25 (142,13). Etwas stärker ermäßigt waren Daimler Motoren mit 131 (132,25). Von sonst zunächst notierten Werten ermäßigten sich Hoesch auf 113,50 (114,50), Rheinstahl auf 140,25 (141,25), Mannesmann auf 113,65 (114,13), Demag auf 140 (140,50), Gesfürel auf 141,25 (142), AEG. auf 114,25 (114,50), Reichsbank auf 205,50 (205,25) und Siemens nach Pause auf 197,75 (198,25). Am Rentenmarkt war das Geschäft bei wenig veränderten Kursen auch nur klein. Reichs- altbesitz 0,13 v. H. freundlicher mit 129,75, etwas niedriger 1951er Verein. Stahl mit 101,65 (101,75). Im Freiverkehr bewegten sich Kommunal-Umschul- dung bei 94,90 bis 94,95 (95). Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen hatten bei ruhiger gewordener Nachfrage unveränderte Kurse, Liquidationspfandbriefe der Gemeinschaftsgruppe zogen 0,25 bis 0,40 v. H. an. Stadtanleihen notierten zumeist unverändert, vereinzelt 0,25 bis 0,50 v. H. schwächer. Von Industrie-Obligationen ermäßigten sich 6 v. H. IG. Farben auf 129,50 (130,13). Staats- und Länderanleihen lagen überwiegend unverändert. Kom- munal-Umschuldung bröckelten im Verlaufe auf 94,90 nach 94,95 ab. Abendbörse still. Die Abendbörse nahm auf der ganzen Linie einen sehr stillen Verlauf. Obwohl kein weiteres Material an die Märkte kam, war die Unternehmungslust der Berufskreise weiterhin gering, und auch von der Kundschaft lagen kaum Anfragen vor. Einige niedrig limitierte Kaufaufträge kamen nicht zur Ausführung. Die wenigen zur Notiz gekommenen Papiere bröckelten überwiegend noch etwas ab und hatten zumeist nominellen Charakter. U. a. notierten: IG. Farben 153,50 (153,75), Deutsche Erdöl 140 (140,25), Bemberg 138 (138,25), Buderus 119 (119,50), Rheinstahl 139,25 (139,75), Mannesmann 113,25 (113,40), Verein. Stahl unverändert 111,25, Gesfürel 141 (141,25), Moenus Maschinen 118,50 (119), Rheinmetall 141,50 (142,25), MAN. 125 (125,25), Schuckert 169,40 (169,13), Conti Gummi 186,75 (186,50), Scheideanstalt unverändert 252, Goldschmidt unverändert 137,50 und VDM. unverändert 164. Auch am Rentenmarkt kam kein besonderes Geschäft zuwege. Amtlich notierten Deko- sama Altbesitz mit 135 (134,85), 4,50 v. H. Krupp mit 99,50 (99,40) und 6 v. H. IG. Farben mit 129,40 (129,50). Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1075 Kälber, 157 Hämmel, 90 Schafe, 4319 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 30 bis 45, Schafe 15 bis 35, Schweine 50 bis 54 Mark. — Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe langsam. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 13. Dez. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 209, W16 212, W 19 216, W 20 218; Roggen R 12 193, R 15 196, R 18 200, R19 202, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,20, W16 29,30, W19 29,30, W 20 29,65; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu —. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 o H. Saturn 5% Deutsche Reicksanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1931 4!2% Deutsche Neichsschatzanwei- sungen von 1935 ........... 4V2% Deutsche Reichsschahanweisungen von 1935, II. Folge ... /2 Philipp Holzmann........... 8 Ilse Bergbau................ 6 Ilie Genüsse................ 6 Kali Aschersleben............ 4 Klvcknerwerle ............. Amtliche'Dotierung Geld | Briei' Amtliche Notierung Gelt | Bries Amtliche Notierung Geld | Bries Buenos Aires............. Brüssel................... Rio de Janeiro............ Polen.................... Kopenhagen............... Danzig................... Loudon................... HelsingforS................ Paris.................... Holland.................. Italien................... 0,728 42,16 0,135 47,00 55,34 47,00 12,395 5,48 8,432 137,90 13,09 0,732 42,24 0,137 47,10 55,46 47,10 12,425 5,49 8,448 138,18 13,11 0,728 42,16 0,135 47,00 55,32 47,00 12,39 5,48 8,422 137,92 13,09 0,732 42,24 0,137 47,10 55,44 47,10 12,42 5,49 8,438 138,20 13,11 Japan.................... Jugoslawien .............. Oslo.................... Wien..................... Lissabon.................. Stockholm................ Schweiz.................. Spanien.................. Prag..................... Budapest................. Neunork.................. 0,722 5,694 62,29 48.95 11,26 63,88 57,36 14,99 8,706 2,480 0,724 5,706 62,41 49,05 11,28 64,00 57,48 15,01 8,724 2,484 0,722 5,694 62,27 48,95 11,255 63,87 57,34 14,74 8,706 2,480 0,724 5,706 62,39 49,05 11,275 63,99 57,46 14,76 8,724 2,484 Ölmalkasten, Ölfarben Mal-Leinwand u.-Pappe Pinsel, Malmittel und jeden Künstlerbedarf finden Sie im e2e4A Papierhaus Ernst Balser Mäusburg 11 Gießen Anruf 2315 neueste Modelle von RM. 1.65 an Leder-Röhrig,Gießen, Neuslaiil 43 Schöne Filet- und Grobtüll- Tischdecken Größe 130/160.. 14.75, 10.75, 8.50 8599A bei Ludwig Haas Gießen Blockstraße 7 Gießen V—.■■ WERBE DRUCKSACHEN Brühl. Gießen Annoncieren Anschuldigung der Eltern, unehel. der Mutter. Der Vertrag bedarf der gerichtlichen Bestätigung (durch Vormundschaftsgericht). Mit der Bestätigung erwirbt das Kind die rechtliche Stellung eines ehelichen Kindes (Familienname des Adoptivvaters, u. U. Erbrecht). Der Annehmende erhält aber kein Erbrecht gegenüber dem Kind. Der Annahmevertrag kann angefochten und auch durch Vertrag wieder aufgehoben werden. Anfechtung wegen Simulation findet statt, wenn die Beteiligten nicht ernstlich ein Eltern- und Kindes - Verhältnis begründen wollten (Namensadoption!). Annoncieren, das Aufgeben einer Anzeige in der Zeitung. Die Anzeige (Annonce) wird im Preis nach festen Sätzen berechnet, Kleinanzeigen genießen dabei eine besondere Vergünstigung. Anormal (richtig anomal), aus dem Griechischen herstammende Bezeichnung für etwas, was von der Regel abweicht. Landläufig wird als „anormal" jemand bezeichnet, dessen Triebleben verwirrt ist. Anrede. Unter Berufskameraden ist es üblich, sich mit „Sie" und dem Familiennamen anzureden, falls keine Duzfreundschaft vorliegt. Hochgestellte und Vorgesetzte werden mit dem Titel angeredet, doch ist es eine überholte Redeart, gleichzeitig in der dritten Person zu sprechen, etwa: „Ich wollte Herrn Direktor bitten". Ebenso ist es nicht mehr üblich, Frauen mit dem Titel ihres Mannes anzureden, da nur der Mann selbst ein Anrecht auf diesen Titel hat. Die Anrede „Gnädige Frau" wird noch viel gebraucht, sie ist überflüssig, genau so gut kann als Anrede „Frau Müller" gesagt werden. Frauen vor allem sollten gegenseitig die Anrede „Gnädige Frau" vermeiden. Auch von Hausangestellten wird die Anrede „Gnädige Frau" nicht mehr erwartet. Bei jungen Mädchen ist immer der Familienname zuzufügen. Anreizung von Soldaten zum Ungehorsam, insbesondere Anreizung von Reservisten, der Einberufung zum Dienst nicht Folge zu leisten, wird mit Gefängnis bestraft. * Anrichten nennt man die Herrichtung der Speisen, bevor sie auf den Tisch gebracht werden. Sie wirken weit appetitanregender, wenn man die Platten und Schüsieln mit Petersilie, Salat, Zitronenscheiben oder Ei verziert. Auch das Auge soll seine Freude an der Speise haben. Anschovis, heringsartiger Fisch, aus dem die Anschovispaste bereitet wird. Eingesalzene Anschoois- fische nennt man Sardellen. Anschreibenlasfen (beim Kaufmann) s. Kreditkauf. Anschuldigung, falsche. Wer einen anderen bei einer Behörde, zuständigen Polizeibeamten u. ögl. oder öffentlich einer strafbaren Handlung (z. V. Diebstahl) oder Amtspflichtverletzung verdächtigt, um ein behördliches Verfahren gegen ihn herbeizuführen, wird mit Gefängnis nicht unter 1 Monat bestraft, wenn er weiß. Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 denn die Segmentumschaltung und viele andere Vorteile • entscheiden neben den rücksichtsvollen Kaufbedingungen Mündlich können Sie e§ nur weniges Ich habe mich als Dentist in Gießen niedergelassen Sprechstunden: 9-12 u. 14—18 Uhr außer Samstagnachmittag Wilhelm Friedrich staatlich geprüfter Dentist Gießen, Bahnhofstraße 35 II 8291D I Niederhausen & Co. Gießen Bahnhofstraße 49 8082 A sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Das Weihnachtsbuch für Jungen und Mädel! 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