1 der graben ?e y™$ .M ‘«5 BStfe. itib«be an. 52,75 136,5 151 121 57,! ,5 165 124 117,5 155 152 88 226,25 134,25 149,25 128,65 138,5 176 158 101,5 195,13 203 117 56,13 134 158,5 25 119,75 15? 154j 89,S 227,5 135,5 152 129 139 180 160,75 102 199 203 120,25 57 135 159,5 25 65 150,5 170,5 139,25 144,5 128,75 1521 119,75 140,9 182,25 149,5 168,5 , 137 142,65 129 150,75 117,5 138,25 182 149,75 227 , 170 24,13 113,25 150,4 227 , 170 121,75 . 112 148,65 5,25 160 5,65 5 S 27 70 24 25 »5 ,5 37 51 71 i,5 ,5 29 202,25 52,75 35,25 104,75 164,9 120,75 ,®Win tas Mag. 25 10 52 >,5 ,25 ,25 0.4 157 155 136 ,25 ,25 139 8,5 161 196 200 1,25 134,5'. 135,5 123 l 127,25 140.7 ; 143,25 123,5 i“ 12.3 > diese läge And Wochen ein unvergeßliches Erlebnis gewesen sind. In Stadt und Land sind auch diesmal wieder die Vorbereitungen für eine würdige Ausgestaltung der Kundgebungen, bei denen führende Männer der Bewegung sprechen werden, in vollem Gange. Am Samstagnachmittag wird in Detmold eine Erinnerungsausstellung eröffnet, die seltsame Dokumente aus der Kampfzeit enthält. Dann findet der Empfang der Gäste aus dem Reich im 5)otel Kaiserhof statt, wo während der Landtagswahl 1033 die Reichs- Di e e r Französische Kommunisten bereiteten die Revolution in Spanien vor Regierungsprogramm aufgezeigt, das kultur- und sozialpolitisch ausgerichtet ist: für soziale und kulturelle Zwecke wird fast eine halbe Milliarde Kronen angeforbert, bei einem Haushalt, dessen Schlußsumme 1,291 Milliarden Kronen erreicht, d. h. 113 Millionen Kronen mehr als im Jahre 1936/37. Der Landesverteidigung sind diesmal rund 170,5 Millionen Kronen zugefallen, was im Vergleich zum vergangenen Jahr keine wesentliche Erhöhung darstellt. Im übrigen wird die Landesverteidigung nach der neuen W e h r o r b n u n g, bie im Jahre 1936 beschlossen würbe, weiter ausgebaut und v e r st ä r k t. Bemerkenswert ist hierbei, baß ber freiwillige Schützenverbanb mit einem Zuschuß von 325 000 Kronen bebacht würbe, was im vergangenen Jahr nicht ber Fall war. Die Außenpolitik hat keine große Beachtung gesunden. Die Linke ist indessen in letzter Zeit besonders beflissen, die zunehmende Unruhe in der Welt als Mahnung zur allgemeinen Sa mm - l u n g um die klare Friedens- und Neutralitätspolitik der Regierung namentlich an bie bürgrlichen Oppositionsparteien zu richten. Pans, 14. Ian. (DNB. Funkspruch.) Sie Beteiligung französischer Kommunistenkreise an ber Vorbereitung ber Revolutionierung in Spanien wirb burch eine Veröffentlichung bes „Echo be Paris" aufgebeckt. Das Blatt gibt bie Anweisungen mieber, bie vom „Technischen Dienst" ber kommunistischen Partei in Paris Enbe April bes vergangenen Jahres, also ein Vierteljahr vor ber Erhebung ber nationalen Abwehr in Spanien an bie Leiter ber roten spanischen Milizen, ber Anarchisten, ber Kommunisten unb Sozialisten gegeben worben sinb unb bie eine „Neutralisierung" ber Armee zum Gegenstanb eine Stabt unb bie Verlegung bes Sitzes ber Kreisleitung Saarbrücken-Lanb nach Völklingen. Mit der Saarabstimmung habe nach dem Wort des Führers zwischen Deutschland und Frankreich kein Grund mehr zu irgendwelchen Auseinandersetzungen bestehen sollen. Wie lasse sich, so fragte der Reichskommissar, die Tatsache, daß heute noch der Straßburger Sender geradezu eine Domäne des Emigrantengesindels sei, mit einem ernsthaften Versuch, zum Frieden zu kommen, vereinbaren? Menschen, die an der Grenze wohnten, verspürten am besten die Notwendigkeit des Friedens. Vom Straßburger Sender aus aber sei nicht einmal während des Saarkampfes schändlicher und niederträchtiger gelogen worden als in den letzten Tagen. „Mil der Parole: Den Weg frei zur Verständigung! wurde von uns der Saarkamps geführt, und mit dem Glauben an Verständigung haben wir ausgebaut. Oder glaubt auch nur ein vernünftiger Mensch, daß wir vom Wahnsinn besessen wären und über 250 Millionen Mark zum Ausbau verwendet hätten, wenn wir von den Kriegsgedanken beseelt wären, wie sie uns heute wieder unterschoben werden? Wir lassen uns von dem Glauben an den Frieden nicht abbringen, weil uns das französische V o l k immer noch als stärker erscheint als der Moskauer Wille, dieses Volk und alle anderen in seinem Vlutrausch ins Verderben zu stürzen. Mit dem Hammer, mit dem Schwert, mit Glauben im Herzen stellen wir uns alle, Arbeiter, Bauern, Soldaten, bie Männer ber Stirn unb ber Faust, um bie beutsche Mutter, geben uns die Hand zu unlösbarer selbstloser Treue unb künden unseren ewigen Schwur' Uns gebt Deutschland) über alles in ber Welt'" machten, müßten gerichtlich verfolgt werben. Außerbem müßte man bie Gelbsarnrn- lungen verbieten, bie in zahlreichen französischen Fabriken zugunsten ber spanischen Bolschewisten burchgeführt würben. Weiter forberte er, baß man bie Urheber ber falschen Nachrichten feststellen möge, bie bie internationalen Beziehungen gefährbeten. nationaler Angriff auf Valencia. Salamanca, 13 Jan. (DNB.) In ber Nacht zum Mittwoch erfolgte von ber See aus ein Angriff auf bas rote Valencia. Die nationalen Kriegsschiffe beschossen ben Hafen unb ben am Meer gelegenen Stabtteil 20 Minuten lang unb richteten befonbers in ben Hafenanlagen großen Schaben an. Der Runbfunksenber Valencia war gezwungen, seinen Senbebetrieb zu unterbrechen unb melbete sich banach mit ber Feststellung, bah bie „Rebellen" abgezogen unb bie Gefahr vorüber sei. Das rote Hanbelsschiff „ß e e r a m e r n b i" erhielt einen Volltreffer unb blieb in ber Hafenmitte m a - növrierun fähig liegen. Das rote Kriegsschiff „Giubab Maho n" verließ ben Hafen, um eine „Jagb auf faschistische Angreifer" zu machen, wurde aber plötzlich umzingelt unb konnte nur mit Mühe mieber in ben Hafen entkommen. Bei Tarragona lief bas rote Schiff „C a b o Martin" auf Minen. Der burch bie Explosion angerichtete Schaben ist so bebeutenb, baß eine Wieberherstel- lung als Ausgeschlossen gilt. Nach Mitteilung bes nationalen Senbers finden an der Malagafront Vorbereitungen zur entscheidenden Offensive statt. General Franco faßte in ben letzten Tagen etwa 10 000 Marokka- Sa ar brücken, 13. Jan (DNB.) Das ganze Saarlanb beging in festlichem Nahmen ben zweiten Jahrestag ber Volksabstimmung. In Saarbrücken zeigte sich bereits in den Vormittagsstunden ein stark belebtes Straßenbild. Die Parteigliederungen und Verbände marschierten zu dem Befreiungsfeld, wo im Jahre 1934 die gewaltigen Zeltkundgebungen der Deutschen Front stattgefunden haben. Um 13 Uhr nahm der Marsch durch die festlich geschmückten Straßen seinen Anfang. Zum ersten Male konnte eine Garnison ber Wehrmacht an bem Erinnerungsmarsch teilnehmen. Von ber Menschenmenge würben daher die Soldaten besonders herzlich begrüßt. Schutzpolizei schloß sich an, unb bann folgten bie Glieberungen ber Partei und die Verbände. Besondere Beachtung fand die Trabi t i o n s a b t e i l u n g in ber „Uniform" ber Deutschen Front in schwarzen Hosen unb weißen Hemben, bie einzige Uniform, bie in ber Zeit ber Völkerbunbsherrschaft erlaubt war. Auf bern Platz ber Deutschen Front nahm Gauleiter B ü r ck e 1 ben Vorbeimarsch entgegen, währenb eine prachtvolle Festbeleuchtung am Rathaus unb in ber ganzen Stabt aufflammte. Zur Erinnerung an ben Abstimmungssieg mürbe bie Jnbustriegemeinbe V ö l k l i n g e n z u r S t a b t erhoben. Gauleiter Bürckel gab em einbrucks- üolles Bilb nationalsozialistischen Schaffens im Saarlanb. So sei im Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit ein großes Notstanbsprogramm mit einem Koftenaufmanb von etroa 65 Millionen Mark eingeleitet worben, bas weit über bie Hälfte ber arbeitslosen Volksgenossen mieber in Brot gebracht habe. Für bie Aufbauarbeit in ben Gruben habe bas Reich allein mehr als 100 Millionen Mk. investiert. Der (Bauleiter ging meiter auf bie Sieblungstätigfeit ein, auf bie bie zahlreichen Aenderungen zurückgingen, bie im Bestaube ber Gemeinben unb Kreise verfügt morben seien. Als neueste Maßnahme verkündete er den Zusammenschluß der Gemeinden des Amtes Völklingen zu digkeitsbereich vorgesehenen Bauten unb Kindergärten, Kinberdewahranstalten usw. nicht burchgeführt unb bie ben kinberreichen Müttern zu- aebachten geringen staatlichen Beihilfen n i d) t a u 5- g ez a h 11 haben. Den sübisch-bolschewistischen Macht- Habern ist es ja schließlich auch völlig gleichgültig, ob angesichts ber fteigenben Not in Sowjetrußlanb bie Lage ber kinberreichen Frauen, bie nach ber Somjetgesetzgebung „ben Männern gleichgestellt" sinb, b. h. bie sich an Hochöfen, in Bergmerken unb Fabriken ihren geringen Lohn oerbienen müssen, immer ö e r 3 ro e i f e 11 er wirb Weiterhin stellt ber Kontrollausschuß fest, daß es in ben von vier Kommissariaten verwalteten Unternehmungen mit ber pünktlichen Auszahlung ber Löhne außerordentlich schlecht bestellt ist. Wochen-, ja monatelang bauert es häufig, bis bie kargen Löhne ausgezahlt werben. Der jübisch- bolschewistische Sowjetstaat, ber ja alleiniger Arbeitgeber ist, bereichert s i ch auf diese Weise noch an ben Zinsen für bie Löhne ber Aermsten in biefem „Arbeiterparabies". Der Kontrollausschuß rügt schließlich, daß bie Somsetfabriken schlechte Waren Herstellen unb ihre vertraglichen Lieferungsverpflichtungen nicht burchführen, morunter ber Verbraucher zu leiben habe. Auch bie staatlichen Schift sahrtsunternehmungen erfüllten bie Pläne nicht. Das Binnenverkehrskommissariat habe im Jahre 1936 nur 65 statt ber ersorberlichen 500 neuen Dampfer gebaut. Die Veröffentlichung bes Kontrollausschusses illustriert in treffender Weise bas Schlagmort Stalins: „Der Sowjetbürger lebt ein glückliches unb wohlhabenbes Leben!" WMervräsideni Göring in Rom Herzliche Begrüßung durch Mussolini. Rom, 14. Ian. Ministerpräsident Generaloberst Göring ist mit seiner Gemahlin am Mittwoch« abend im Sonberzng in ber italienischen Hauptstadt eingetroffen. Der Empfang in ber mit beit deutschen unb ben italienischen Farben geschmückten Bahnhofshalle erhielt eine besondere Note durch die unerroartete Anwesenheit bes» italienischen Regierungschefs Mussolini. Anwesend waren ferner Außenminister Graf C i a n 0 , ber Sekretär der Faschistischen Partei S t a r a c e, ber Chef bes Protokolls Graf S e n n i, der Staatssekretär des Lustfahrtministe- riums General Dalle, ber Präfekt, ber Gouverneur, ber Oberbefehlshaber ber Garnison Rom, Botschafter von H a s s e 11 mit Gemahlin und das gesamte Personal ber Botschaft, ein Vertreter ber Deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl, der neue ßanbesgruppenleiter Ettel, bie Kreisleitung sowie die Ortsgruppenleitung Rom und zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie. Die Begn"'b"ng zwischen Göring und Mussolini trug sehr herzl'rh-n Charakter. Nach der Vorstellung schritt Gorina mit Mussolini unter den Klängen der Nationalhymne die am Bahnhof ausgestellte Ehrenkompanie ber ©renabiere ab. Frau Göring wurden non Vertretern des BDM., der HI. sowie der Ortsgruppe Rom und der Deutschen Kolonie prachtvolle Blumensträuße überreicht. Als Generaloberst Göring auf dem Bahnhofsvorplatz erschien, wurde er von der vieltausendköpfigen Menge und den Abordnungen des römischen Fascio mit brausenden Hochrufen begrüßt. Wöchentlich eine halbe Million Gasmasken. London, 12. Jan. (DNB.) Der Unterstaats« fefretär im Innenministerium Geoffrey Lloyd er« öffnete am Dienstag in Blackburn die groß« Gasmaskenfabrik, die wöchentlich eint Paris, 14. Jan. (DNB. Funkspruch.) Nach den politifchen Aufregungen ber letzten Tage unb nach bem „Marokko-Pressefelbzug", in bem die französischen Blätter sich wahrlich nicht mit Ruhm bebetft haben, ist in ber Pariser Presse am Donnerstag eine völlige Ruhe eingekehrt. Fast niemanb wagt, ber Frage nachzugehen, wer denn eigentlich bie systematischen falschen Nachrichten über angebliche deutsche Streitkräfte in Marokko in die Welt g e - setzt habe. Der „Homme Libre", ber als einziger bisher bie Frage aufgeworfen hat, fragt heute erneut, woher b e n n eigentlich bie Telegramme über die „Besetzung Marokkos burch deutsche Truppen" gekommen seien, Telegramme, die Hunberte von großen unb kleinen Zeitungen gutgläubig nachgebruckt hätten. Seien sie aus Casablanca, Amsterdam, Lonbon ober Paris gekommen? Wer habe sie rebigiert? Welche Nachrichten-Agentur sei mit ihrer Verbreitung beauftragt worben? Zu welchem Zweck? Das Blatt forbert, daß bie Regierung über die Angelegenheit eine Untersuchung durchführen müsse. Für bie übrigen Blätter aber ist bie für sie so peinlich verlaufene Marokko-Angelegenheit erlebigt; bafür wirb bie Anknüpfung von W i r t - schaftsverhanblungen mit D e utsch - I a n b in ben Vorbergrunb geschoben. Laut „Oeuvre" wirb Ministerpräsident Blum am 24. Januar in Lyon hierüber sprechen. Während am Mittwoch einzelne Blätter noch mit bem Gedanken spielten, bie wirtschaftliche Frage mit politischen „B eb ingungen" zu verknüpfen, scheint auch hier nüchterne Besinnung eingekehrt. Jebensalls will „Oeuvre" wissen, baß von solchen Plänen nicht mehr bie Rebe fei. Nach bem Oes Saarlanves Feiertag. Völklingen wird Stadt.—Eine Friedensmahnung BürckelS. Schwedens polnischer Kurs. Stockholm, 12. Jan. (DNB.) Der neue Reichstag würbe Dienstag vormittag mit einer Thronrebe bes Königs feierlich eröffnet. Zum ersten Male eit Bestehen eines Parlaments in Schweben weist es eine marxistische Mehrheit auf. Die Regierung verfügt über eine überragenbe Mehrheit von Sozialbemofraten unb Bauern- bunb: In ber ersten Kammer über 88 gegen 62, in ber Zweiten Kammer über 148 gegen 82 Stimmen. Diese Regierungsmehrheit läßt keine Ueber- raschung erwarten — solange ber Bauernbund an ber engen Zusammenarbeit mit ben Marxisten festhält. Dieser Umstanb ist ber einzige schwache Punkt in ber Stellung ber Regierung unb bietet einen Hoffnungsschimmer für bie Opposition, bie sich zu- gestandenermaßen in einer recht trostlosen Lage be- finbet. Die eifrige Erörterung biefer Frage, nicht zuletzt gerabe in ber bürgerlichen Presse, hat ben Regierungsanhang bereits zu deutlichen Warnungsrufen an bie Opposition veranlaßt, bie Finger von diesem unerwünschten Spiel einer Entzweiung bet Regierungskoalition fernzuhalten. Die Thronrebe hat in kurzen Zugen das „Journee Industrielle" hat der französische Botschafter in Berlin Francois-Poncet bereits mit bem französischen Hanbelsminister Fühlung genommen unb bie wirtschaftliche Lage Deutsch- lanbs, sowie bie beutschen Auffassungen auf biefem Gebiet bargelegt. „Journee Jnbustrielle" glaubt, baß ber Hanbelsminister bie Verhanblungen wahrscheinlich im fommenben Monat aufnehmen wirb. Ein- roenbungen gegen berartige Verhanblungen erhebt bisher lediglich bas rechtsgerichtete „L , O r b e", bas aus seiner Froschperspektive ängstlich fragt, ob Frankreich, Englanb unb Amerika benn bi e beutschen Rüstungen finanzieren wollten. Großes Interesse erregt bei ben Blättern die U r - laubsreife Görings nach Rom, bie wie- ber zum Gegenstanb aller möglichen Kombinationen gemacht wirb. Keine Reife Or. Schachts nach Paris. Berlin, 13. Jan. (DNB.) In ber auslänbischen Presse ist berichtet worben, baß Reichsbankpräsibent Dr. Schacht bemnächst nach Paris zu reifen beabsichtige Diese Gerüchte scheinen zurückzugehen aus eine Anregung bes beutschen Kommissars für bie Weltausstellung in Paris, baß ber Reichswirtschaftsminister an der feierlichen Grund st einlegung bes beutschen Ausstellungs- Pavillons teilnehmen möge. Reichsbankpräsibent Dr. Schacht hat schon vor acht Tagen wissen lassen, daß ihm seine Dienstgeschäste nicht erlauben, diesem Wunsche zu entsprechen. Die bevorstehenden Handelsvertragsverhandlungen werden zunächst von den beteiligten Sachbearbeitern geführt. einmischung. Ein englischer Zerstörer in Eeuta. London, 14. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der „Daily Telegraph" hat einen Sonderberichterstatter nach Spanisch-Marokko gesandt, der keine Anzeichen bes Vor Han- benfeins beutscher Truppen ober deutscher Freiwilliger gefunben hat Der spanische Oberkommissar hat ihm seine Genugtuung ausgebruckt, baß Englanb, auf bie spanische Emlabung hm, einen Zerstörer nach Spanisch-Marokko ge- sanbt habe, um s i ch s e l b st ein Bilb von ber Lage zu machen. Der Zerstörer Danoc ist bereits in Ceuta angekommen Das „Gowseiparadies" am Pranger. BernichlendeKritikdesKontrollansschusses Moskau, 13. Jan. (DNB.) Nachbem erst auf ben letzten Moskauer Kongressen bie „großen Stege des bolschewistischen Ausbaues" mit marktschreierischer Reklame laut gefeiert wurden, sieht sich letzt der beim Rat ber Volkskommissare bestehenbe Ausschuß gezwungen, in einer seitenlangen Veröffentlichung einer Reihe von Volkskommissariaten unter namentlicher Nennung ber verantwortlichen Kommissare wegen Nichterfüllung ber Pläne unb Nichtdurchführung von Regierungsverordnungen kräftige Rüffel zu erteilen. Wer bas „Sowjetparabies" unb feine ntachanow- Methoben kennt, kann sich nicht barüber wundern, daß bie größten Versager auf bem G e - biet ber Sozialpolitik zu finben sinb. Dieses Gebiet würbe ja schon immer von ben nur nach Erhöhung ber Rüstungen unb höchstens noch nach zahlenmäßigen Probuktionsrekorben jagenden Sowjetgrößen ohne jedes Interesse behandelt. Der Kontrollausschuß bescheinigt nun, baß fünf Volkskommissariate bie Pläne ber für ihre Zustan- ner zusammen, bie von Ronda aus Erkunbi- gungsvorstöße in sübÖstlicher Richtung unternahmen. Die zwischen Ronda unb Marbella an ber Sierra Bermeja stehenben roten Streitkräfte werben außerbem von ber Küstenstabt E st e p 0 n a aus angegriffen. Zu größeren Kampfhanb- lungen ist es bis zur Stunde noch nicht gekommen, da sich bie Kommunisten nicht zum Kampf stellten. Portugals Antwort Das Wesentliche ist: Die aufrichtige Absicht ber Nichteinmischung. Lissabon, 14. Jan. (DNB. Funkspruch.) portugiesische Regierung veröffentlichte ihre Antwort auf bas britische Memoranbum über die Nichteinmischung in Spanien. Sie erklärt sich bereit, die gleichen Maßnahmen zu treffen, wie bie anderen Staaten, wenn biefe Maßnahmen a u f d a s ftrengfte burchgeführt werben. Sie müssen bie Rekrutierung sowohl ber eigenen als auch der ausländischen Staatsangehörigen verhindern. Diese Maßnahmen seien in Portugal sofort durchführbar. Portugal würde a u ch b i e Durchreise burch portugiesisches Hoheitsgebiet verbieten. Grunb- bebingung für Portugals Zustimmung sei jedoch, baß bie beschlossenen Maßnahmen non allen Staaten, bie im Nichteinmischungsausschuß vertreten sinb, burchgeführt werben. Auf bie Frage, ob Portugal eine befonbere Art der Ueberwach u n g beabsichtige, antwortete bie portugie- fifdie Regierung, sie fei der Ansicht, daß nicht ine Methoben ber Ueberwachung wesentlich seien, sondern die ernste und aufrichtige Absicht ber Regierungen für die Durchführung ber Nicht- Haben. Diese von ben französischen Kommunisten den „spanischen Genossen" empfohlene Takttk, so erklärt bas Blatt, hätte auch für Frankreich größtes Interesse, weil man oorfommenbenfaüs mit ben gleichen Methoben für Frankreich rechnen müsse. Das Blatt brückt die Hoffnung aus, baß Verteidigungsminister Dalabier bie notwendigen oorbeugenben Maßnahmen ergreifen werde. Die französische Volkspartei, deren Vorsitzender D 0 r i 0 t ist, veranstaltete eine Kundgebung gegen bie Rekrutierung von „Freiwilligen" in Frankreich. Zahlreiche Rebner beckten bie verbrecherischen Methoben ber französischen Kommunisten auf, „Freiwillige" für die spanischen Bolschewisten anzuwerben. Außerdem sprachen mehrere ehemalige Kommuni st en, bie ben Verlockungen ber roten spanischen Werber gefolgt waren, monatelang im roten Spanien gekämpft hatten unb nun völlig enttäuscht in ihre Heimat zurückgekehrt sinb. Doriot sagte, biejenigen, bie für den Tod junger Franzosen verantwortlich seien, indem sie für bie Anwerbung Propaganba Deutsch-französisches Gespräch Das Wrtschafisproblem in den Vordergrund geschoben. Mit ber herkömmlichen Feierlichkeit wurde ber schwebische Reichstag durch König Gustaf (in ber Mitte sitzenb zwischen Krone und Zepter) eröffnet. In ber Begleitung bes Königs befanben sich bie Mitglieber bes Königlichen Hauses (rechts neben bem König ber Kronprinz) sowie bie Chefs der Wehrmachtsteile. — (Afsociateb-Preß-M.) leitung der NSDAP, ihr Hauptquartier aufgeschla- gen hatte. Am Abend folgen Kundgebungen in allen Städten und Dörfern Lippe s. In Bad Salzuflen spricht Reichsminister Dr. F r 1 ck, in Blomberg Reichsminister Dr. Rust, in Lemgo Reichsleiter Alfred Rosenberg, in Lage Reichs- statthalter Dr. Meyer. Für ben Sonntagvormtt- tag ist ein Vorbeimarsch ber fiipper Kämpfer am Lanbestheater in Detrn 0 lb vorgesehen. Die Er- innerungsfeier schließt mit einer Massenkundgebung in ben Flugzeughallen in Detrnolb ab. Eröffnung des schwedischen Reichstags. Wenn jede Iran wüßte, was jede Witwe weiß, gäb's kaum einen Mann ohne Lebensversicherung. "9 Gustaf • 9r «Nig- Kronprinz) ,urch Muslolim^ in^^91u^Wn'itCt >tät ®ra^ Präfekt, w $ont) d» ®“Ä «Sri ilini %L @örin° "Jj Sr^#i” E- HS- an» ÄÄ1 die UvL n?'^l Wiarden „n5n Kronen mehr ^vertetdi, ^'°nen Kronen Zum vergangenen Erhöhung dar, ^Verteidigung nach ble 'm Äahre 19,36 gebaut und 1 toei, daß her '°°nd mit einem coacht wurde, was er Fall war. D»e roße Beachtung ge> n letzter Zeit beton. Unruhe in der Welt "einen Samm« : und Neutrolitäts. Ö an die bürgrlichen uten und Kindergar' iro. nicht durch« reichen Müttern;u> Beihilfen nicht aus- hchemiftifchen Macht, h DÖÜifl gleichgültig, t in Sowjetruhland mn, die nad) der nern qleidwitetlt" in tßergmerten und verdienen mutten, oird ivrichuß fest, daß es ifiahnten verwalte- änttlichenAuszah' »entlich schlecht bestellt louert es häufig, bis werden. Der Misch' r ja alleiniger Arbeit- auf diese Weise noch - ,er Ärmsten in diesem ontrollausschuß rügt iken schlechte Wa« traglichen LiefeningS' en. worunter der Ber- bie staatlichen Schis« i dik w *®"s «he im Jahre M6 500 neuen Dampfer des Kontrollausschus« teife das Schlagwort •bt ein glückliches und halbe Million Gasmasken für die Zivilbevölkerung fertigstellen soll. Die Fabrik selbst stellt vor allem die Filter her. Sie hofft, in den nächsten anderthalb Jahren etwa 30 Millionen Filter Herstellen zu können. Die neue Einheitsmaske für Z i v i l i ft e n wiegt etwa 300 Gramm, ist leicht an- zulegen und schützt angeblich sicher gegen jedes bekannte Gas. Die Fabrik in Blackburn ist d i e e r st e Fabrik dieser Art in England und angeblich auch in der Welt. Die verschiedenen Teile der Gasmasken werden in besonderen über das ganze Land verteilten Anstalten hergestellt. In Blackburn werden die Masken lediglich zusammengesetzt und hieraus sicher verpackt in das Hauptlager bei Manchester verschickt. Amerikas Friedenssicherung. Die Ergebnisse der Konferenz von Buenos Aires. Neuyork, 14. Jan. (DNB. Funkspruch.) Staatssekretär Hüll und andere Delegierte, die die Vereinigten Staaten auf der Jnterameri- k att^d) en Friedenssicherungskonfe- ren ; in Buenos Aires vertreten hatten, sind nach Neunork zurückgekehrt. Staatssekretär Hüll erklärte: , In Buenos Aires war sich jede Abordnung der beängstigenden Schwimigkeiten bewußt, denen Europa gegenüber steht. Wir kehren in der Hoffnung zurück, daß unsere Anstrengungen die Stellung derjenigen stärken werden, die sich bemühen, den Frieden dort und auch anderswo aufrechtzuerhalten." Die wichtigste Errungenschaft der Konferenz sei das Uebereinkommen, ein jede amerikanische Republik umfassendes Friedenssystem zu errichten. In Gestalt einer Abmachung über gegenseitige Beratung habe die Konferenz eine Maschinerie geschaffen, um ein solches Friedenssystem wirksam zu machen. Jedoch seien alle amerikanischen Regierungen darin übereingekommen, daß die nunmehr geschaffene Maschinerie auch in Bewegung gesetzt werden soll, falls ein Krieg in nichtamerikanischen Ländern den Frieden Amerikas gefährden würde. Immer wieder polnische preffehehe gegen die deutsche Volksgruppe. Posen, 13. Jan. (DNB.) Auch nach dem Jahreswechsel hat die Hetze der polnischen Zeitungen gegen die deutsche Volksgruppe nicht nachgelassen. Immer wieder tauchen Artikel, Meldungen und Berichte auf, die die Volksgruppe bedrohen, beunruhigen, verleumden oder beleidigen. So berichtet das der Regierung nahestehende Blatt „D z i e n n i k Po ran ny" über eine vom polnischen Schützenverband veranstaltete Vortragsfolge, wobei ini Verein mit Vertretern des berüchtigten Weftmarken-Verbandes erneut gegen das Deutschtum gehetzt wurde. Dabei habe ein Redner laut Bericht des Blattes u. a. gesagt: Die Deutschen gewinnen auf hinterlistige Weise das Vertrauen der Leichtgläubigen. Sie unterstützen die Armen und Arbeitslosen, sie spenden für den Fonds der nationalen Verteidigung und sie bescheren sogar polnischen Kindern zu Weihnachten, um sich auf diese Weise bei der polnischen Bevölkerung und bei den Behörden beliebt zu machen. Die „Deutschen Nachrichten", das Organ der Jungdeutschen Partei in Posen, bemerkt dazu: Es wäre interessant zu wissen, was die polnischen Zeitungen schreiben würden, wenn es der deutschen Volksgruppe einfiele, diese gewiß nützliche Hilfsaktion nicht zu unterstützen. Der „Tag der deutschen Polizei" im Rundfunk. Berlin, 13. Jan. (DNB.) Am Vorabend des „Tages der deutschen Polizei", am Freitag, werden Reichsinnenminister Dr. Frick und der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Himmler über alle deutschen Sender über die Aufgaben der deutschen Volkspolizei im nationalsozialistischen Reich sprechen, und zwar Reichsminister Dr. Frick ab 20.10 Uhr und Reichsführer SS. Himmler ab 22.15 Uhr. Außerdem werden in einer in den beiden Hauptämtern Ordnungspolizei und Sicherheitspolizei durchgeführten Reportage des Deutschlandssenders General D a l u e g e und SS.- Gruppenführer H e y d r i ch über ihren Aufgabenbereich Ausführungen machen. Beide werden Samstag 11 Uhr am P o l i z e i d e n k m a l auf dem Horst-Wessel-Platz in Berlin zum Gedächtnis der in Ausübung ihres Dienstes gefallenen 690 deutschen Polizeibeamten und -offiziere einen Kranz Niederlegen. Jeder Polizeioffizier - Kraftfahrer! Berlin, 13. Jan. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei bezeichnet als in? dienstlichen Interesse erforderlich, daß möglichst alle Offiziere der Schutzpolizei und Gemeindevollzugspo lizei im Führen von Kraftfahrzeugen ausgebildet werden. Die Ausbildung soll sofort zunächst im Rahmen der vorhandenen Mittel durchgeführt werden. Zuerst werden die Offiziere der Hundertschaften, dann die Reviervorsteher und die Offiziere der Kommandostäbe ausgebildet werden. Die Anordnung, die einen vielfach schon bestehenden Zustand nochmals unterstreicht, erhält angesichts der von der Ordnungspolizei durchzuführenden verkehrspolizeilichen Aufgaben besondere Bedeutung. Einsatz der motonsierten Gendarmerie Berlin, 13. Jan. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei bestimmt die Stärke der motorisierten Gendarmerie-Bereitschaften, die den Ueberwachungsdienst auf den Landstraßen in Stärke von 16 Bereitschaften angetreten haben Mit einer endgültigen Stärke von 42 Bereitschaften wird diese Polizeiformation in der Lage jein, ihre verantwortungsvollen Aufgaben zu erfüllen. Standorte werden die Knotenpunkte der Reichs st raßen und Reichsautobahnen sein. Die Ueber- wachungsgebiete werden unter die Wehrkreise des Reiches aufgeteilt. Die motorisierte Gendarmerie ist also in der Ausübung ihres Dienstes nicht an die Grenzen der Regierungsbezirke, der Provinzen und der Länder gebunden. Der Bau von besonderen Kasernen für die motorisierte Gendarmerie ist teilweise bereits durchgeführt. Das segensreiche Rettungswerk an der Küste. Mit Genugtuung kann die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger auf das Jahr 1936, des 71. ihres segensreichen Wirkens zurückblicken. Schwere und häufige Stürme forderten Tage und Wochen hindurch höchste Alarmbereitschaft der Rettungsmannschaften. Oft überstürzten sich die Seenotmeldungen, so daß die Rettungsboote benachbarter Stationen gleichzeitig eingesetzt werden mußten. Nach vielstündigem Kamps mit Sturm und Brandung heimgekehrt, wurden mehrfach die opfermutigen, freiwilligen Retter durch ein neues Notsignal wiederum aus See gerufen. So wurden in den Septembertagen während der ersten schweren Herbststürme sechs erfolgreiche Rettungsfahrten innerhalb 36 Stunden durchgeführt und 13 Schiffbrüchige dem Tode entrissen. Ob es sich um ein Fahrzeug deutscher oder ausländischer Flagge handelte, eine Segeljacht oder nur ein Ruderboot war, immer waren die wackeren Männer bereit, ihr Leben einzusetzen. 88 Menschenleben wurden im vergangenen Jahre aus Seenot gerettet, von denen auf die Zeit September bis zum Jahresschluß allein 56 entfallen. Das Motorrettungsboot „Bremen" der Station Norderney konnte 25 Schiffbrüchige retten. Die Gesamtzahl der seit Bestehen der Gesellschaft Geretteten beträgt 5651. Der Mut und die Tatkraft der freiwilligen Retter fanden mehrfach die Anerkennung des Schirmherrn der Gesellschaft, des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Kleine politische Nachrichten. Nachdem im Zusammenhang mit den Kundgebungen gegen das Ueberhandnehrnen des Judentums ein kürzlicher Versuch des Rektors der Universität Wilna gescheitert ist, eine Verpflichtung der Studentenschaft zur Aufrechterhaltung der Ruhe zu erhalten, Haden der Rektor und der Prorektor ihren Rücktritt erklärt. Auf Anweisung des polnischen Kultusministers ist daraufhin die Wilnaer Universität geschlossen worden. * Der zu lebenslänglicher Verbannung verurteilte abessinische Ras I m r u ist zusammen mit dem Dedschiak Taie Gulelatie von Neapel aus auf einem Torpedojäger nach der als Derbannungs- ort bestimmten Insel Ponza, die zu der Gruppe der pontinischen Inseln gehört, gebracht worden. Neuartige an dieser Müllabfuhr ist, daß Berlin jetzt nicht nur Müllkutscher, sonder auch Müll- kapitäne besitzt; ein Zeichen mehr, welche See- und Hafenstadt Berlin ist! * Wie hier an der Spree in aller Stille ein großes Werk seiner Vollendung entgegenging, so reift an einer anderen (bekannteren) Stelle Charlottenburgs, nämlich im Zoologischen Garten, ebenfalls ein neues Werk heran. Es ist der „Deutsche Zoo". Ministerpräsident Göring hat in seiner Eigenschaft als Reichsforstmeister dem Berliner Zoologischen Garten ein Stück Tiergarten überlassen, das nun zur Vergrößerung und Bereicherung des Zoologischen Gartens ausgebaut wird (übrigens: ohne daß ein einziger Tiergartenbaum geopfert werden muß!). Das Haupt- und Prunkstück des neuen Geländes wird ein niedersächsischer Bauernhof sein, dessen Häuserbauten gerade jetzt vollendet wurden. Auf diesem Bauernhof werden die Berliner und die Gäste aus dem Reich sämtliche deutschen Haus- und Nutztiere beobachten können. Eine Koppel aller Hausrinderrassen schließt sich an. Der Büffelwärter des Zoo wird diejen Teil des Deutschen Zoo behüten und betreuen und, indem er in das Bauernhaus einzieht, wird er der jüngste Berliner „Erbhofbauer" fein. So unternimmt Berlin von der Gartenstadt bis zum Bauernhof alles, um die „Versteinerung" des Großstadtmenschen aufzuhalten und ihm, soweit es möglich ist, die freie Natur wiederzuschenken. Kunst und Wissenschaft. Brasilianische Akademiker bereisen Deutschland. In Hamburg trafen 19 Studenten und drei Professoren aus Brasilien ein, um eine fünfwöchige Studienreise durch Deutschland durchzuführen. Diese Reisegesellschaft ist die erste, die durch Vermittlung des Kulturamts der Auslandsorganisation und des Akademischen Austauschdienstes zustandekam. Die Medizinstudenten, die unter Führung der Professoren Dr. Alipio Corres Netto, Dr. Edgar Pinto Souza und Dr. Jose Reynaldo Marcondes stehen, werden zunächst fünf Tage in Hamburg bleiben, wo sie von der Akademischen Auslandsstelle betreut werden. Der Afrikaforscher Marlin Johnson f. Der Afrikaforscher Martin Johnson ist den schweren Verletzungen erlegen, bie er sich, wie gemeldet, bei dem Flugzeugunglück in der Nähe von San Fernando zugezogen hakte. — Das Ehepaar Martin und Osa Johnson ist auch in Deutschland durch Bücher und Filme von seinen afrikanischen Forschungsreisen in den letzten Jahren sehr bekannt geworden. Aus aller Welt. Bei lebendigem Leibe verbrannt. In Ziegelhausen bei Heidelberg mußte die 83jäh-, rige Witwe Maria Schwab auf schreckliche Weise ihr Leben lassen. Als ihr Sohn, der Maler Konrad Schwab, nach kurzer Abwesenheit in die Wohnung zurückkehrte, sand er seine Mutter mit schweren Brandwunden bewußtlos am Boden liegen. Als der Arzt eintraf, war die Frau bereits t o t. lieber den Hergang des Unglücks wird vermutet, daß sich Frau Schwab an den Herd gesetzt hatte, wo ihre Kleider Feuer fingen Kraftwagen in eine Schlucht gestürzt. Bei Reichenhall lief dem Münchener Geschäftsreisenden Muehl bauer ein Reh vor das Auto. Er bremste so stark, daß der Wagen über bie Böschungsmauer raste und 30 Meter tief in bie Weitbachschlucht stürzte. Obgleich bas Auto vollkommen zertrümmert wurde, kam der Fahrer wunderbarerweise mit einer leichten Gehirnerschütterung davon. Er war aus dem Wagen geschleudert worden und blieb IV2 Stunden bewußtlos in der Schlucht liegen. Dann arbeitete er sich bie Böschung hinauf unb wurde auf der Straße von Autofahrern geborgen. Ein Mörder hingerichtet. In Glatz wurde der 1904 geborene Reinhold Pede hingerichtet, der wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Pede hat in Glatz den Melker Karl Schmidt, unter dessen Namen er Jahre lang gelebt unb sogar eine Doppelehe geschlossen hatte, seiner Wertsachen, tnsbefonbere seiner Papiere beraubt unb ihn banach in bie Neiße gestürzt, um auf biese Weise einer brohenben Entbeckung seiner richtigen Personalien zu entgehen. Falschmünzerbande in Altona ausgehoben. Der Kriminalpolizei Altona ist es gelungen, eine Falschmünzerbanbe festzunehmen. Es handelte sich um fünf Männer und drei Frauen im Alter von 20 bis 30 Jahren. Soweit bisher fest- gestellt werden konnte, Hirt die Bande feit etwa Mitte des vorigen Jahres im Großstadtgebiet Hamburg-Altona selbst hergestellte Falschstücke, und zwar Ein-, Zwei- und Fünfmarkstücke vertrieben. Verschiedene Gewerbetreibende sind empfindlich geschädigt worden. Bei der Festnahme und Durchsuchung mb ein Vorrat von Falschstücken sowie bas Her- tellungsmaterial unb Geräte vorgefunben unb be- chlagnahmt worben. 65 Todesopfer der Cholera in Siam. In Siam ist eine Cholera-Epidemie ausgebrochen, bie in acht Tagen bereits 6 5 Tabes- opfer gefordert hat. Schon im Februar vorigen Jahres forderte bie Cholera in Siam über 1500 Menschenleben. Die Behörben haben alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um eine ähnliche Katastrophe zu oerfjinbern. Die Unfälle im amerikanischen Luftverkehr. In ben letzten Wochen haben sich bie Flug- zeugkatastrophen in Amerika so gehäuft, batz bas Handelsministerium alle für ben Luftverkehr zustänbigen Stellen zu einer Sitzung eingelaben hat, um neue Bestimmungen auszuarbeiten, bie bie Sicherheitber Fluggäste erhöhen sollen. Die Mehr.zahl ber letzten UnglütfsfäUe wird auf unjurMdjenbe Peilgeräte bei Nacht« f I ü g e n unb im Sturm zurückgeführt, weshalb bis Peilung verbessert werden soll. Das Jahr 1936 war mit einer Gejamttotenzahl von 67 allein auf den regelmäßigen Verkehrslinien das schlimmste Jahr< Das neue Langftreüen-Seeftugboot der Lufthansa. Die erfolgreichen Flüge der beiden Flugboote ber Deutschen Lufthansa „Ae 01u s" unb „Zephi r" über ben Norbatlantik gaben ber Deutschen Lufthansa Veranlassung, bei ber Hamburger Flugzeugbau G. m. b. H. ein Flugzeug für ben gleichen Zweck in Auftrag zu geben Das neue viermotorige Langstrecken-Seeflugzeug Ha 139 besitzt aerobynamisch burch- gebilbete Schwimmer. Seine Reichweite beträgt 5000 Kilometer bei einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 250 Stundenkilometer. — (Werkaufnahme-M.) Berlin baut Gartenstädte. berliner Vries. Don unserem H.B.-Äerichierstaiier. Immer wieder überraschen den Reisenden, ber von auswärts in bas Weichbild' Berlins führt, die ausgedehnten Flächen ber Schrebergärten, auf denen sich eine „Laube" an die andere reiht. Zählt man die Bewohner dieser Lauben zusammen, so ergibt sich die stattliche Summe von 150 bis 200 000 Volksgenossen, die sommers und winters in dieser „Laubengroßstabt" wohnen unb ihr Leben fristen. Diese Riesenzahl von seßhaften Laubenkolonisten beckt mit einem Schlage die schwierige Lage auf, vor ber seit je bie Stadt Berlin gestanden hat und heute noch steht. Denn es ist nicht gleichgültig, ob in ber Reichshauptstabt BerliD fast ein fünftel Million Einwohner in dürftigen Hütten unb Dachpappbuden eng zusammengepfercht unb ohne jeben gesunbheitssichernben Schutz Hausen unb ein bem Zigeunerleben ähnliches Dasein führen. Damit soll biefen Volksgenossen nicht wehe getan werben! Denn gerade ber Berliner weiß, baß fast alle biese Laubenkolanisten burchaus nützliche unb werktätige Volksglieder sind, unb daß es nicht zuletzt bie Liebe zur Natur und zur heimatlichen Scholle ist, die diese Volkskreise hinaus „aufs Land" trieb. Gleichwohl ist es verständlich, daß eine auf Ordnung haltende Stadtverwaltung hier eingreifen will.' Während man aber früher glaubte, mit polizeilichen Wohnverboten eine Aenderung herbeiführen zu können, indessen an der Hartnäckigkeit der Laubenbewohner auf Widerstand stieß, geht der Nationalsozialismus neue W eg e. Unter der persönlichen Förderung des Berliner Oberbürgermeisters und Stadtpräsidenten Dr. Lippert sind bereits seit langem Bebauungspläne für die Laubengelände entworfen, die in jeder Beziehung auf den begreiflichen Drang der Berliner Bevölkerung, „im Grünen" zu leben, Rücksicht nehmen. Man umbaut die Laubengelände mit gefälligen, schmucken Wohnblöcken von mäßiger Geschoßhöhe, in denen die Laubenkolonisten zu erschwinglichen Mietpreisen wohnen und dennoch in unmittelbarer Nähe ihrer „Scholle" leben können. So bringt man nicht nur Ordnung in das Laubengelände, sondern schafft auch, indem man die einzelnen Laubengelände mit Grünstreifen und breiten Grünwegen verbindet, und diese in die schon bestehenden Parks einmünden läßt, weiteStrecken von gesunden Grünanlagen, die auch ben Bewohnern ber angrenzenden Straßen zur Erholung unb Freube bienen. Häßliche Schuttablabe- plätze,' büster klaffenbe Baulücken, Rummelstätten unb Sumpfgegenden verschwinden auf diese Art, unb nicht nur bas Straßenbild verschönt sich in diesen bisher vernachlässigten Gegenden, sondern die Großstadt lockert sich auf und es entstehen blühende Gartenstädte, in denen eine gesunde Jugend heranwachsen kann. Das alles aber sind keine Pläne mehr! Man ist bereits dabei, die Randsiedlungen an ben Säubern gelänben zu errichten. So im Sübosten Berlins an ber „Köllnischen Heibe" (an ber Ausfallstraße Neuköllns), bann oben im Webbing im „Afrikanischen Viertel" (so genannt, weil hier bie Straßen afrikanische Namen tragen) unb neuerbings im Gebiete, das zwischen der alten Gasanstalt in der Danziger Straße unb ber Fleischgroßmarkthalle an ber ßanböberger Allee liegt. Hier entsteht unter Einbeziehung bes Friedrichshains Berlins drittgrößter Volkspark. Schon in diesem Jahre werden bie ersten Wohnblöcke bezogen. Allerdings: bis alle Pläne ausgeführt siub, werben zwei bzw. vier Jahre vergehen. Dies ist verstänblich, wenn man bebenkt, baß es sich um Hunberttausenbe Quabratmeter Lauben- gelänbc unb um Wohnblöcke hanbelt, bie — wie z. B. an der Landsberger Allee — 2100 Wohnungen enthalten. Ist es aber, um nur bei diesem einen Beispiel zu bleiben, zu viel gesagt, daß Berlin Gartenstädte mitten im Häusermeer baut? Stellen nicht 1200 Wohnungen mit durchschnittlich fünf Bewohnern tatsächlich eine Stadt von rund 10 000 Einwohnern bar? * Wer baut nun biese Berliner Häuserblocks, bereu Wohnungen in bie Tausenbe unb aber Tausende gehen? Sie werden gebaut von sieben stäbti - schen Baugesellschaften, die neben ber Wohnungsfürsorgegesellschaft tätig sinb, um praktische unb vor allem billige Wohnungen zu errichten. Leicht zu überschlagen, welche Summen für diese Zwecke bereit zu stellen sind. Diese Summen können nicht aus dem Boden gezaubert ober einfach „abgehoben" werben, um jo weniger, als ber Berliner Stabtkämmerer Profefjor Dr. Hettlage ben Daumen auf bem Stabtsäckel hält. Unb er soll — wie Eingeweihte berichten — einen sehr großen Daumen haben, ber fest zudrücken kann! Das hat aber auch erfreuliche Folgen gehabt: im Haushaltsplan 1935 hat Berlin 5,8 Millionen Mark lieber schuß erzielt! Das will sehr viel bedeuten, wenn wir uns erinnern, baß einstens bie marxistischen Stabtväter Berlins fast an jebem Monatsultimo bei ben Privatbanken (!) pumpen gehen mußten, nur um bie stäbtifchen Beamtengehälter rechtzeitig auszahlen zu können; ganz zu schweigen von ber Bombenlast ber Schulben, bereu Höhe von 1,1 Milliarben Mark bas nationalsozialistische Berlin abzutragen hat. Welche Art Forderungen aber auch an bie Stabt Berlin herantreten, ist kaum zu erraten. Wer denkt, daß Berlin für feine Müllabfuhr einen Wasserverladebahnhof errichten mußte? Es ist das eine sehr gediegene Großanlage, deren schmucker und wirkungsvoller Klinkerbau (an der Helmholtzstraße in Charlottenbura) nicht ahnen läßt, daß hier der Abfall einer Riesenstadt, der mit Pferdefuhrwerk „angeliefert" wird, nach einem vier Minuten währenden Umschlag in breiten Kähnen auf der Spree Berlin verläßt, um d a s „G 0 l m e r L u ch" aufzuschütten. Auf diese Weise werden dort in sechs Jahren 1 5 0 0 Morgen Land urbar gemacht. Die Kosten dieses Baues werden aus den Betriebsausgaben gedeckt; denn da für die Müllabfuhr ber Wasserweg billiger ist als ber Landweg, werben künftig große Summen eingespart. Das und man fragt sich mit Recht, woran mag das wohl liegen. Ja, es gibt eben manchen Meister, der mit besonderer Sorgfalt seine Werkzeuge aussucht mit dem Gedanken• „Gutes Werkzeug, gute Arbeit“ und das ist richtig! auch für Sie, denn betrachten Sie sich doch einmal einen „Häuser-Hobel“ oder auch ein anderes Arbeitsgerät vom Häuser, es ist das Werkzeug, das Sie brauchen und das eben die gute Arbeit gewährleistet und Kunden ins Haus bringt Darum also sei auch Ihr Werkzeug vom itti J-B LILHäuser Gieben, am Oswaldsgarten Fernruf Nummer 2145/46 127 W m M W ■ ■■■- mms 238 A Brflhl’sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 Marktstr. 23 252a Telefon 2417 l Miet9esuche 13-Zini.-ViOhng ca. sc- ca. ca. 6-I'ZlNMl' Mllilüg Vermählungsanzeigen bei BrUhl, Schulstr. 7 Wir beraten Sie Wir entwerfen Wir drucken gut Ist die billigste! Die Forstämter Brandoberndorf und Krofdorf verkaufen am 6. Februar. Alle anderen Forstämter verkaufen am 5. Februar. Aufmaßlisten, soweit Vorrat reicht, durch das Forstamt Weilmünster, Kreis Oberlahn. Ziehung darstellt. Farbe gegen Farbe, das ist das Kennzeichen der Frühjahrsmode. Es ist eine Farbenfreudigkeit zu verzeichnen, wie sie seit Jahren nicht mehr beobachtet worden ist. Auch in der Regenkleidung werden Helle, freundliche Sachen bevorzugt. Das Cape ist stark beachtet; Blumen, Bänder und Federn, vor allem aber ent- -auptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übriaen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. XII. 36: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. eine Mode, die, ohne sich internationalen Strömungen zu verschließen, in ausgeprägtem Maße der deutschen Eigenart Rechnung trage, unter Ablehnung überspannter Modetorheiten, wie sie dem jüdischen Geist entsprungen seien. Es gab ferner eine Schau von Gebrauchs- mustern zu sehen, die in ihrer Vielgestaltigkeit und Farbenfreudigkeit in der Schönheit der Formen zu der Feststellung berechtigten, daß die Frühjahrsund Sommermode 1937 einen Rekord in dieser Be- gesucht. Leichte erfolgreiche Werbung. Herren, deren Papiere in Ordnung sind, wollen ausführl. Bewerb. einreich.u. L.111G4 an Anzeigenfrenz, Wiesbaden. 235 V Gemeinden gemeinsam unterhalten werden, so zeigen diese Zahlen zur Genüge, eine wie große Rolle die Gemeinden in unserem Theaterleben spielen. Aehnlich liegen die Verhältnisse auch bei den Orchestern: von 100 sind etwa 7 0 rein städtisch und 15 werden von Ländern und Gemeinden gemeinsam getragen. Für diese Theater und Orchester haben die Städte im Jahre 1934/35 — für das die letzten statistischen Unterlagen vorliegen — fast 42 Millionen Mark ausgegeben. Der Zuschuß des Reiches und der Länder betrug im gleichen Zeitraum nur 3,5 Millionen Mark, also nur den vierzehnten Teil. Wie ist nun diese so überaus günstige und erfreuliche Entwicklung zu erklären? Mehrere Ursachen lassen sich hierfür ins Treffen führen. In erster Linie verdient die Neugestaltung der Spielpläne hervorgehoben zu werden sowie eine vernünftige Preispolitik, in zweiter Linie müssen zwei Organisationen genannt werden, die das Interesse der breiten Schichten unseres Volkes für den Besuch der Theater geweckt haben: die NS.-Kulturgemeinde sowie die N S. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Wenn wir uns die Theater im Reich anschauen, so können wir des wetteren die Beobachtung machen, daß nicht nur an den Bühnen in den Großstädten, sondern in bemerkenswert großem Umfange in den kleineren Städten eine sehr saubere Arbeit geleistet wird. Wenn, um nur ein Beispiel herauszugreifen, eine Stadt wie Eisleben mit nur 19 000 Einwohnern ein eigenes Theater hat, das nur durch die Hilfe der gesamten Bürgerschaft unterhalten werden kann, so kennzeichnet diese Tatsache zur Genüge die erfolgreiche Kulturarbeit der Die Preuß. Forstämter Brandoberndorf, Krofdorf. Merenberg, Rod a. d. DL, Weilburg. Weilmünster, das Gemeinbe-Forsiamt Braunfels und das Fürftl. Solmsfche Forstamt Braunfels verkaufen teils öffentlich meistbietend, teils auf Schriftgebot am 5. und 6. Februar 1937, jeweils 8 Uhr 15 beginnend, im Gasthof Schmidt in Weilmünster aus Einschlag 37: möglichst m.Zen- traUiei**—----- Es werden noch einige tüchtige Alle Lehrlinge (Industrie-Lehrlinge) in den Kreisen Gießen, Alsfeld und Lauterbach, die ihre Lehrzeit bis zum 30. Juni 1937 beendet haben, wollen sich bis spätestens 31. Januar 1937 bei der Industrie- u. Handelskammer Gießen, Lonystr. 7. zur Gesellenprüfung melden (s. redakt. Teil). 246d Znduftrie-u.handelskammer Gießen. Gemeinden. Wie die Musikpflege eine besondere Förderung erfahren kann, das zeigt, um einen, weiteren Einzelfall zu nennen, das Beispiel der Stadt Königsberg, welche eine Singschule ins Leben gerufen hat, deren Ziel weniger die Pflege des formalen Könnens als diejenige des heimatlichen Volksliedes sein soll. Aus den gesanglich begabtesten Kindern ist ein Auswahlchor gebildet worden, bei dem schon höhere Anforderungen auch hinsichtlich des formalen Könnens gestellt werden. Von nicht geringerer Bedeutung ist die Muse u m s a r b e i t, der die Gemeinden in den letzten Jahren mehr und mehr ihre besondere Aufmerksamkeit zugewandt haben. Interessant ist die Tatsache, daß etwa 9 0 v. H. aller Museen, Kunstausstel-' lungen und heimatkundlichen Sammlungen von den Gemeinden unterhalten werden, welche sich die Erweiterung und auch Neugründung dieser Kulturstätten ganz besonders angelegen sein lassen. Daß darüber hinaus Bestrebungen vorhanden sind, das zeitgenössische Kunstschaf- f e n durch Erwerbung von Kunstwerken der verschiedensten Art zu fördern, ist ein weiteres erfreuliches Zeichen für die hier zu Tage tretende Initiative. Es liegt auf der Hand, daß solche Kunstsammlungen stets ein besonders dankbares Publikum finden, denn neben dem Stolz auf die Vergangenheit und das, was sie geschaffen hat, wird es immer besonders begrüßt, wenn diese Kunstsammlungen Zeugnis ablegen von der Größe und dem Kulturwillen der Gegenwart und damit künftigen Generationen offenbaren, was in unserer Zeit geleistet worden ist. . Nicht vergessen werden darf ein wichtiger Zweig der kulturellen Arbeit der Gemeinden, der ebenfalls 2500 fm Alteichen-Stammholz, darunter ca. 128 fm Furnier- und ca. 300 fm Teil- furnier- und A-Holz, 148 rm Atteichenschichtnuhholz, 70 fm Ahorn-, Birken-, Eschen-, Kirschen-, Linden-, Nußbaum-, Roterlen- und Weißerlen-Stammholz. 245D + (fieslditshaarei Oamenbari u.ai.iäst.Haarew nurb dievonnnr angew,eina.fid) '.Vieth, uni. Gar tmm.mit d.Wurr. icbmenl.entferni Frau B. Gulden. Inh.8.1935 Fr.W.Henkel Lvrectmd. eben Freitag,Gießen Ältcenstrake40v 9-7 Uhr durckg. ober 2-Ziinmer-Wohng. mit Küche unb Bad zum 1.März ober Ib.März gesucht. Möglichst in Nähe b. Art.- Kaserne, Trieb. Sehr. Angebote unter 0204 an bett Gieß. Anz. Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als sie nützen. Deshalb sparen Sie bei Herausgabe der besten Drucksache i eie .___.jet^ung zum 1. April gesucht. Schr. Angeb. u. 228D a. b. G. A. Gloria-Palast Tägl. 4, 6, 8.30, Sonntags 3, 5.30,8.30 bis Dienstag, 19. Jan. einschl. Sichern Sie sich Kartenl nach dem gleichnam. Roman von Walter von Molo Otto Gebühr Lucie Höflich, Lil Dagover, Agnes Straub, Käthe Saack, Sarola Söhn, Bernhard Minetti Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche MegegenFarbe-dieparolederHrWahrsmo-e Deutsche Bekleidung statt jüdischer Konfektion. Goefüe Bund u. Kaulmänu.Verein Wen Montag, 18. Januar 1937, abends 8 Uhr, Neue Aula Lichtbilder vortrag von Professor WALTER Austauschprofessor in Schweden. Deutschland (Vom deutschen Land, dem deutschen Menschen und dem deutschen Wesen) Die Mit Heder des Goethe-Bundes und des Kaufmännischen Ver ins erhalten gegen Rückgabe des Gutscheins Nr. 3 (rosa f. G. B ) und Nr. 7 (f. K. bis zu 3 Plätzen ire en E ntritt. Mitglieder der NSDAP., der NS.-Frauenschaft. des Landscha'tsbundes Volkstum und Heimat erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf. gen en Vorzeigen ihres Mit gliedsausweises. N-cntmitglleder 1 Mk., Schüler, Stu* den en und Militär 40 Pf. 242D iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii'iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii | Einspaltige | werden zum ermäßigten . . Grundpreis von 5 Pf. für die Kleinanzeigen Millimeterzelle veröffentlicht* ....................................................................................... in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat: die Verbreitung des deutschen Buches. Es war keine Ueberraschung, als nach der im Jahre 1933 vorgenommenen Säuberung der Bibliotheken und vor allem auch der Volksbuche, reien, die Zahl der Besucher, welche dank der Forde- rung artfremden Schrifttums diesem den Vorzug gegeben hatten, stark nachließ. Erst ganz allmählich gelang es, den Volksbüchereien wieder neue Freunde zuzuführen, und ganz besonders dankbar ist es zu begrüßen, wenn der handarbeitende Volksgenosse, der bislang jedem Buch mit Mißtrauen gegenüber- gestanden hatte, im Laufe der Zeit für das deutsche Buch gewonnen werden konnte, wofür auch der er- folgreiche Verlauf der „Woche des deutschen Buches" ein beredtes Zeugnis ablegt. So sehen wir, wohin wir auch blicken mögen, daß die Kulturarbeit der Gemeinden ein erfreuliches Bild bietet, was uns auch gleichzeitig den besten Beweis dafür liefert, daß nicht immer, wie uns eine frühere Zeit weiszumaä^n suchte, riesige Summen erforderlich sind, um auf dem Gebiete der Kulturpolitik Erfolge zu erringen. Kultur soll alle ge- meindliche Arbeit durchdringen, damit das Leben allen Volksgenossen erst wirklich lebenswert wird. Groß sind also die Aufgaben, die die Gemeinden weiter zu erfüllen haben werden. Die bisher geleistete Arbeit kann uns jedoch Gewißheit geben, daß in demselben Geiste wie bisher das kulturelle Schaffen in den Gemeinden gefördert wird. Wetterbericht des Reichswetterbienstes. Ausgabeort Frankfurt. Während von Osten her die Kaltluft in Deutschland weiter an Raum gewonnen hat, macht sich im Westen die Zufuhr feuchter Meeresluft bemerkbar. Durch Aufgleiten an der vorgelagerten Kaltluft gab sie auch bei uns Anlaß zu Regen, der zu leichter Glatteinsbildung führt. Mit dieser Entwicklung hat die Witterung wieder unbeständigen Charakter angenommen, doch ist das Aufkommen ausgesprochen milder Witterung auch für den Westen unwahrscheinlich, im Osten bleibt es weiterhin kalt. Aussichten für Freitag: Vielfach diesig oder, neblig, sonst zeitweise aufheiternd und noch einzelne Niederschläge, im Gebirge voraussichtlich Schnee, Temperaturen um 0 Grad, veränderliche Winde. ~ 1V . Aussichten für Samstag: Fortdauer der unbeständigen Witterung, nachts Frost. Leeres Slnwt oder Haarn zum Unterstellen von Möbeln so- fort gesucht. Angebote an H. Gmelin Marktlaub en str. Nr. 6 I. 0205 geborenen rnnpuß zuruazuvrangeri. jjuuüi jti, «nu -.....- —- der Leiter der ADEFA, R 0 l l f i n k e , heroorhob, zuckende deutsche Spitzen kommen in den Der- grundlegend die Voraussetzung, daß der arische Ein- schiedensten Variationen zur Geltung. Besonders zelhändler, an den sich der Käufer vertrauensvoll interessant ist es, daß auch die Mannerkleidung wende, seinen Kunden nicht etwa eine Ware anbiete, farbenfreudig ist. die vom Juden geliefert fei. Geschaffen werden solle -------------------------------- Kulturarbeit der Gemeinden.' Werden die Gemeinden jetzt überhaupt noch ein Eigenleben führen können, wird ihnen nicht iljre Selbständigkeit, die bislana noch bestand, nun völlig genommen werden? Diese Frage wurde im Jahr der Machtübernahme recht oft von ängstlichen J Gemütern gestellt, die da der Ansicht waren, daß j der Staat, der in so wenigen Monaten das poli- ■ tische Leben der Nation grundlegend umgestaltet hatte, nun vor den Gemeinden nicht Haltmachen und sie in ihrer Selbstverwaltung stark einschrän- I ken würde. Nun, diese Pessimisten sind rasch be- < kehrt worden und haben einsehen müssen, daß die ! nationalsozialistische Regierung sehr wohl ein gesundes Eigenleben der Kommunen zu ; schätzen weiß und entschlossen ist, ihnen in bezug auf iljre Selbständigkeit keinerlei Hindernisse in den Weg zu tagen. Die Deutsche Gemeindeordnung hat, unter Betonung des Führerprinzips, hier außerordentlich klare Richtlinien aufgestellt, die deutlich erkennen lassen, welche großen Möglichkeiten den Kommunen gegeben sind, um eine auf das Wohl ihrer Bürgerschaft ausgerichtete Politik zu treiben. Wir können ruhig erklären, daß der Nationalsozialismus überhaupt erst den Gemeinden es ermöglicht hat, durch Ausschaltung der Parteienwirtschaft mit all ihren unerfreulichen Korruptionserscheinungen, die noch in unserer frischen Erinnerung sind, eine wahrhaft gesunde Kommunalpolitik zu treiben. Parteiinteressen und irgendwelche Rücksichten auf bestimmte Personen haben in der Kommunalverwaltung nichts zu suchen, deren oberster Gesichtspunkt lediglich das Wohl der ihr anvertrauten Gemeindemitglieder sein darf. Es ist selbstverständlich, daß Staat und Gemeinden eine einheitliche Ausrichtung erfahren müssen, denn lediglich das harmonische Zusammenwirken und die Innehaltung einer großen Linie bieten die Gewähr für eine erfolgreiche Politik. Der aufmerksame Beobachter der Dinge wird in den letzten Jahren mehr und mehr die Feststellung haben treffen können, daß, wie auf allen anderen Gebieten des öffentlichen Lebens, so auch auf dem Gebiet der Kulturpolitik Staat und Gemeinden das gleiche Ziel verfolgen, wobei gerade auch die Gemeinden eine Initiative entfaltet haben, welche beachtliche Erfolge gezeitigt hat und höchste Anerkennung verdient. Es ist bekannt, daß das kulturelle Leben der Gemeinden in den letzten Jahren vor der Machtübernahme völlig darniederlag, daß zahlreiche Theater ihre Pforten schließen mußten, weil infolge einer ungesunden Finanzpolitik keine Mittel zu ihrer Aufrechterhaltung vorhanden waren. Langsam, Schritt für Schritt, ist hier Wandel geschaffen worden, wurden Mittel und Wege gefunden, um das Interesse der Bevölkerung, das infolge der bisherigen Gestaltung der Spielpläne nahezu gänzlich erloschen war, anzuregen. Wenn man sich vor Augen hält, daß gegenwärtig von rund 120 Kulturtheatern in Deutschland 80 von b e n Gemeinden und 12 von Landern und Die Fachabteilung Damen» und Mädchen- k l e i d u n g der Fachgruppe Textil- und Einzelhandel der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel führte in Berlin eine aus allen Gauen außerordentlich stark besuchte Reichsmitglieder - Versammlung durch. Die Arbeitsgemeinschaft deutsch-arischer Fabrikanten der Bekleidungsindustrie (ADEFA) zeigte eine hervoragend zusammengestellte Frühjahrs- und Sommermodenschau. Die ADEFA, 1932 gegründet, hat sich in den letzten Jahren mit wachsendem Erfolg bemüht, dem betont deutschen Element in der Bekleidungswirtschaft zum Durchbruch zu verhelfen. Es ist ihr in verhältnismäßig kurzer Zeit gelungen, die deutsche Mode führend zu beeinflussen und mehr und mehr den aus jüdischen Konfektionshändlergeist geborenen Einfluß zurückzudrängen. Dabei sei, wie Zuverlässiges, in Küche und Haus erfahrenes Mädchen mit guten Empfehlungen für 1. Februar gesucht. (3-Pers. - Haus- haltl.Schriffliche Angeb.unt.251D an b. Gieß. Anz. Für 1. Februar nicht zu junges, zuverlässiges »dien mit guten Empfehlungen für Küche und Hausarbeit gesucht. Gießen 250D Gr. Steinweg 7. | Empfehlungen"! 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Buch. *•, sämtlich in 5 einschließlich rierten 15 Pf. lnd Eamslags )f. mehr. mi 1935 gültig. •Sär UW!« Die ßSeIt?6en • SS& SS« ÄZSZ kSd?» bltit Lijgttf01 lfl fi j ui1* ßL'SS aa< "?LS' -ISA. *•5* IllMMW oöetHoon UM Unterstellen ion Möbeln so- ort gesucht. Angebote an H. Amelin Marktlaudenstr. fr. 61. ms fe//enangebote\ egen Ertrank, eines seitherig. :denüiches »»Sch?» >as auch Gar« .en-Arbeit ver- teht, nicht unter 18 Jahren, ge« sucht. . 23?D Reinig Seltersweg 30. Nr.U Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, H.Zanuar 1957 Revolution im türkischen Standesamt. Herr Ali und Krau Leyla bekommen neue Namen. Äon unserem H. H. A.-Berichielstatter (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Das türkische Innenministerium ist mit der Nachprüfung beschäftigt, ob auch alle Türken in der gesetzlich oorgeschriebenen Frist sich einen Familiennamen zugelegt und seine Eintragung im Standesamtsregister oorge- nommen haben. Unser Berichterstatter würdigt hier die Bedeutung der Familiennamengebung für die moderne Türkei. I st a n b u l, im Januar. Schon seit fast zwei Jahren haben sich die westeuropäischen Zeitungsleser an eine Reihe von Namensänderungen bekannter türkischer Persönlichkeiten gewöhnen müssen, die immer wieder in den Spalten der Blätter auftauchen. So hatte sich der weltbekannte Gründer der neuen Türkei Mustafa Kemal Pascha plötzlich in Kemal Atatürk verwandelt, und mancher flüchtige Leser hat sich vielleicht im Drange der Geschäfte keine Rechenschaft darüber abgelegt, daß der türkische Außenminister Rüschdü Aras, dessen geschickter Verhandlungsführung es in Montreux gelungen ist, die Wehrhoheit der Türkei an den Dardanellen wieder herzustellen, kein neu aufgekommener Stern am Himmel der internationalen Politik ist, sondern daß sich hinter diesem neuen Namen der alte Tefik Rüschdü Bej verbirgt, in dessen Händen seit langen Jahren die außenpolitische Führung der neuen Türkei liegt. Es ist nun nicht etwa so daß aus irgendwelchen Gründen einige hervorragende türkische Persönlichkeiten sich zur Annahme neuer Namen entschlossen, sondern im" September vorigen Jahres ist eine durch Gesetz gestellte Frist abgelaufen, innerhalb derer jeder Türke gehalten war, sich einen Familiennamen zu wählen. Da die Führung von Familiennamen, wie wir sie in Europa allenthalben als selbstverständlich kennen, bislang in der Türkei kaum üblich war, so haben nunmehr die sechzehn Millionen türkischen Menschen in Kleinasien und dem zur Türkei gehörigen Bal- kanzipfel neue Namen bei den Standesämtern eintragen lassen müssen. Das bisherige Fehlen türkischer Familiennamen war em Ueberbleibsel aus der alten Zeit, an der die türkischen Stämme die ja einst in den zentralasiatischen Steppen zu Hause waren, noch als Nomaden in Zelten oder nur vorübergehend in Städten wohnten, die sie auf ihren großen Wanderungen nach Westen eroberten, auf denen sie bis Wien oor- stießen, bevor sie schließlich in Kleinasien, dem heutigen Heimatland, seßhaft wurden, wo auch jetzt das Nomadentum noch nicht ganz ausgestorben ist. Die Gemeinschaft der verschiedenen Stämme und Sippen. die in ihrer Gesamtheit das Volk ausmachten, war meist so klein, daß der Lagerführer die verschiedenen Mehmeds, Alis oder Hassans schon aus- emanderhalten konnte. Da sich nun damals keine Notwendigkeit ergab, Familiennamen einzuführen und auch die großen Sultane neben der Verfolgung ihrer Welteroberungspläne keine Zeit für solche Nebensächlichkeiten wie genau geführte Standesamtsregister fanden, und zudem Geschlechterbe- Zeichnungen auch bei den anderen zu großen Teilen nomadisch lebenden islamischen Völkern unbekannt waren, so blieb es auch späterhin bei der alten Geflogenheit, nur mit dem Rufnamen auszukommen Kam man zur Glanzzeit des Osmanischen Imperiums ohne Familiennamen aus, so ließ sich eine solche Neuerung erst recht nicht einführen als dieses auf religiösen Grundlagen gebaute und deshalb streng konservativ an seinen mittelalterlichen Einrichtungen festhaltende Staatsgebilde auf die absteigende Linie geriet. Auch als das Reich langsam abbröckelte, war es noch unermeßlich groß in seiner Ausdehnung vom Balkan bis an den Jndi- schen Ozean, vom Kaukasus bis Nordafrika. Es war aber ein Koloß auf tönernen Füßen der nur deshalb nicht zusammenbrach, weil die geschickte Diplomatie der Sultane es meisterhaft verstand, die Eifersucht der Großmächte gegeneinander auszu- spielen, die sich über die Verteilung des Erbes des ,.kranken Mannes am Bosporus" nicht zu einigen vermochten. Völlig unzulänglich war auch die Verwaltung des Riesenreiches, das nicht etwa durch das Gefühl nationaler Zusammengehörigkeit, sondern nur durch das Band der gemeinsamen Religion locker zusammengehalten wurde, das Türken und Araber, Kurden und Albanier gleicherweise umschlang. die sonst, vom Arme der Zentralregierung weit entfernt, ein mehr oder weniger unabhängiges Leben in ihren Bergdörfern und Nomadenzelten führten. Es ist leicht begreiflich, daß dieser osmanische Staat ernstere Sorgen hatte, als fein buntes Völkergemisch mit der Einführung von Familiennamen zu beglücken, welche Neuerung folgerichtig durchzuführen, selbst wenn er es gewollt hätte, ihm weder die Machtmittel noch die erforderliche technische Derwaltungsorganisation zur Verfügung standen Nach der Gründung der Türkischen Republik war auch m dieser Hinsicht die Lage von Grund auf gewandelt. Die neue Türkei wurde ein st r a f f o r g a- nisierter National st aat nach west- l ich em Muster. Alle überlebten aus dem Mittelalter überkommenen Einrichtungen sanken nacheinander ms Grab, und Kleinasien das eigentliche Stammland der Türken wurde systematisch durchzivilisiert, bis es sich verwaltungstechnisch und in den Formen des öffentlichen Lebens heute nicht mehr wesentlich und in absehbarer Zeit gar nicht mehr von anderen modernen südosteuropäischen Ländern unterscheidet. Pun, als im zeitgemäßen Staat eine Europa angeglichene Volkswirtschaft entstand, als die Regierung durch genaue Volkszählungen daran ging, ihre Bevölkerung nach Zahl und Art kennenzulernen, ein schlagkräftigesHeer ausgestellt und seine Ersatzfrage genau studiert, als schließlich durch die Eingliederung der F r au in den sozialen Organismus das ganze gesellschaftliche Leben auf neue Grundlagen gestellt wurde, zeigte sich erst, welche Verwirrung aus dem Fehlen der Familiennamen notwendigerweise entstehen mußte. Da noch dazu die Auswahl der gebräuchlichen türkischen Vornamen wesentlich kleiner ist als im Westen, so kam es daß in einer Kleinstadt nicht wie bei uns nur dreißig verschiedene Meyers zu unterscheiden waren, sondern beispielsweise tausend Alis, achthundert Mehmeds, fünfhundert Ismails, dreihundert Fuads und zweihundert Kudris. Welche Schwierigkeiten sich hieraus bei der steuerlichen Erfassung, der militärischen Musterung u. dgl. ergeben mußten ist leicht zu ermessen Mancher die Türkei bereisende Ausländer lächelte ein wenig überheblich über das rückständige Land, wenn er bei der polizeilichen Meldung dem türkischen Brauch entsprechend etwa als Herr Hand und feine Ehefrau als Madam Lina eingetragen wurde. Peinlich werden konnte es für den unerfahrenen Reifenden, wenn chm auf einer Einladung die drei Herren Ali, Fuad und Suad vorgestellt wurden ohne die Erklärung, daß es drei Brüder seien. Oder gar, wenn er zu Herrn Ekrem eine bissige Bemerkung über die zu dick aufgetragene Schminke von Frau Leyla machte und dabei erfuhr, daß es sich um die Gattin des Herrn Ekrem handele. Auch im Geschäftsleben konnten unangenehme Verwirrungen nichl ausbleiben. Mit derselben Energie, die bet der Durchführung aller Reformen die Regierung auszeichnete, wurde auch birfe Frage gelöst. Innerhalb einer bestimmten Frist mußte sich jede türkische Familie für einen Geschlechtsnamen entscheiden, den sie in alle Zukunft tragen wird Von der gesetzlichen Bestimmung wurden fast alle Einwohner betroffen, denn nur wmige hervorragende Familien, die durch weitreichende wirtschaftliche Beziehungen oder durch die internationale Arbeit in der Politik seit Generationen in enge Verbindung mit Europa kamen und westliche Gepflogenheiten annahmen, entsprachen bere'ts der neuen Verordnung Wie bei der Durchführung aller einschneidenden kulturellen Neuerungen ist auch in diesem Falle die Regierung mit der Annahme der neuen Sitte vorangegangen. Das war um die Jahreswende 19-^4 35, als Außenminister Tefik Rüschdü die Ratssitzung des Völkerbundes mit dem neuen Namen Aras überraschte und Wirtschaftsminister D s ch e l a l der Schöpfer des industriellen türkischen Fünfjahresplans, sich der Welt der Wirtschaft als Bayar vorstellte Gleichzeitig ergab sich Gelegenheit, durch Verleihung von symbolischen Namen den künftigen Träger auszuzeichnen. So hatte der Staatspräsident den Ministerpräsidenten Ismet durch Handschreiben mit dem Ortsnamen Jnönü beliehen, da die von Ismet befehligte Schlacht von Jnönü den ersten ruhmreichen Abschitt der nationalen türkischen Revolution bezeichne Die Große National-Dersamm- lung ehrte hinwiederum den Befreiungshelden upd Führer des Volkes Gasi Mustafa Kemal mit dem Namen Kemal Atatürk, soviel wie Kemal, Vater der Türken. Die nationale Türkei ist bestrebt, ihre Sprache von den artfremden arabischen und persischen Bestandteilen, mit denen sie zur Hälfte durchsetzt war, zu reinigen und durch Rückgriff auf längst vergessene urtürkische Worte, die wieder zum Leben erweckt werden sollen, zu ersetzen und zu erweitern. Es war im Zuge dieser Bestrebungen selbstverständlich, daß die neu einzutragenden Familiennamen aus rein türkischen Wortbildern zusammengesetzt werden mußten. So wurde vielfach auf die Namen Oer Schäfer ist da! Erlebnis in Klein-Linden. Seit einigen Jahren findet sich regelmäßig im späten Herbst der allseits bekannte und beliebte Schäfer mit seiner Wanderschafherde in Klein- Linden bei Gießen ein. Mitte November verläßt er mit feiner Herde, die aus eigenen Tieren und solchen ( seiner Heimatbauern besteht, sein Heimatdorf um zu wandern. Der Weg geht mit mehreren Dausen bis an einen Ort. wo der Schäfer genügend Weide für seine Schafe findet und wo er meistens bei den Bewohnern bekannt ist. Als treue Helfer begleiten ihn die gut abgerichteten Schäferhunde. Pferch und Schäferhütte — die Wohnstätte von Herde und Hüter — werden von einem Fuhrmann nachgefahren. Von den Kleinsten des Dorfes wird der Schäfer mit feinen Tieren besonders herzlich begrüßt und ständig umlagert. Diejenigen Bauern, die ihre Wiesen und Aecker von der Schafherde düngen lassen wollen, melden sich beim Schäfer. Er baut dann den Pferch auf diese Grundstücke und rückt ihn irr entsprechenden Zeitabschnitten immer weiter. Dadurch werden die Felder nacheinander von der Herde, die nachts im Pferch verbleibt, gründlich gedüngt. Als Entgelt für feine Leistung erhält der Schäfer Verpflegung für sich und die Hunde. Es find immer sehr schöne Stunden, die man abends nach dem Nachtessen mit dem Hirten in der warmen Stube verbringen kann, denn dieser „Naturmensch" weiß ost schöne Erlebnisse zu schildern. Nach dem „Schwätzchen" begibt er sich wieder zu seinen Tieren, sieht noch einmal nach dem Rechten und kriecht in seine „Villa". Bis der Wanderschäfer im Frühjahr weiterzieht, hat sich die Herde beträchtlich vermehrt, denn während der Wanderzeil kommen viele Lämmer zur Welt, die sich sofort munter unter die Herde mischen. Seltsam ist, daß diese Tierchen — von denen an einem Tage bis zu 15 Stück zur Welt gekommen | sind — immer wieder ihre rechte Mutter finden. K» Oben links: Mutterschaf und Lamm, das Idyll in jeder Herde. NebenstH ? Der Schäfer ist seinen Tieren immer der treuesteFreund Die Tiere sind ihm gegenüber ohne jegliche Scheu. (Ausnahmen |2J: Klein, Klein - Linden» M Wachser- Wir hatten in Gefangenschaft einen Und Suermann erhöhte. Nicht engherzig oder nur haben. Es ist em friedlicher stiller Morgen. Finchen steht in Hemdsärmeln am kleinen Ofen und handhabt geanlen — klein" krummbeinig unö bösartigen An- seine tägliche Fettratwn a°n 50 Gramm nach eige- aesichts, der bald nach ieinem ersten Austreten nur nem Ermessen zu erhöhen ..... kunstvoll die Pfanne, in der ein überlebensgroßes Stück Santalfäfejeiner Verwandlung in „Seezunge" entgegenbrotzelt. Auf dem Bett liegt der Pour-le- mejite-5lieger und lieft Wahllos, was er so erwischt hat in der Lagerbücherei. Nur juridische Abhandlungen legt er verächtlich bei Seite Am Fenster fängt der bayerische Baron Fliegen ,— lautlos, ganz 'N die Jagd vertieft Wenn das Dutzend voll ist, bekommt jede einen roten Klecks auf den Platz, postiert die leeren Flaschen zu seinen Füßen und entschlummert unter den leite im Meerwind Zack persönlich Eigentlich hieß er Conte de Lou- vancourt und war ein 'echter französischer Graf. Lichtspielhaus. „Der Hund von Sas erville " Man muß sich wundem, daß Conan Doyles berühmter Roman nicht früher verfilmt wurde: er eignet sich gut dafür. Baronin Carla von S t a ck e l b e r g schrieb das Drehbuch. Es wurde eine unheimliche und aufregende Geschichte daraus, etwas abrupt stellenweise in der Bildfolge, wie öfters in solchen Detektivgeschichten, und es scheint uns beispielsweise die Rolle des Dr. Mortimer nicht völlig geklärt. Aber sonst gibt es hier alles, was man in diesem Zusammenhang erwarten darf: den heulenden Gespensterhund im Moor, geheimnisvolle Lichtsignale bei Nacht, den entflohenen Sträfling und den harmlosen Schmetterlingssammler, den toten Schloßherrn im Garten, ein unerwartetes Testament, Drohbriefe mit geflehten Buchstaben, verdächtige Telephongespräche und Revolverschüsse ums Haus herum. Das ist noch lange nicht alles, aber wir werden uns hüten, den ganzen Roman zu erzählen. Der Regisseur Carl Carnac hat den Fall mit all den Ingredienzien ausgestaltet, die geeignet sind, dem Zuschauer sowohl Gänsehäute zu verursachen, als auch ihn beizeiten auf die falsche Fährte zu locken. Bruno G ü 11 n e r ist ein Sherlock ja in diesem verfluchten Lande nicht Finchen schüttelte besorgt den Kopf Da klopfte es grob an die Tür. — „Herein!" schreit er, auch wieder lauter, als es gerade notwendig ist. Der freche kleine Sergeant steckt fein verbotenes Gesicht durch den Spalt — „Au Promenade - zum Spaziergang!" Na, das läßt sich hören. Finchen schiebt die Pfanne mit Schwung unter das Bett Man kann auch nachher essen Eine Stunde fit bald vorüber, aber sie bietet Raum für mancherlei Dinge. Hier geschah folgendes Als Finchen zurückkam und mit nachtwandlerischer Sicherheit seinen Schatz aus dem Versteck hervorzieht — ist der Käse weg. Leer und blank- aeleckt grinst ihn das Pfännchen an — „So eine Gemeinheit! Den hat der Sergeant gefressen! Na warte " Und Finchen greift zu Feder und Papier Schöne weiße Aktenbogen — Papier Clemen- ceau - die zur einseitigen Korrespondenz mit d->m Herrn Kriegsminister dienten. Eine „demande" setzt er auf, eine klein/ Anfrage. Keine Beschwerde, sonst wird er ja noch einmal eingesperrt. So und so, der Käse sei dagewesen und jetzt sei er weg und er bäte, die Voruntersuchung zu eröffnen Einige Tage vergehen - nichts rührt sich. Finchen schreibt noch einmal. Seine Kohlhaas-Natur ,/L)er Götze." Von Woldemar Tröbst dant — „und besseres Essens — Eh bien, soll er haben, wenn er es bezahlen kann. Sergeant, schreiben Sie der Leutnant Suermann ist autorisiert, rauschenden Akazien lieber ein Kleines kommt die Ronde. Der Capi- taine vom Dienst, mit Dolmetscher. Posten und Laternenträger — anzusehen wie die alten Scharwächter auf Rembrandtschen Bildern Sie rütteln den einsamen Schläfer wach — Hallo — hallo, Monsieur Suermann! Was machen Sie denn hier?" Der reibt sich die Augen, gähnt und blickt M'ßver- gnügt wie ein neugeborenes Kind in das Licht der ßnterne. — „Ich — ich warte auf die Straßenbahn. Will heim!" Zugegeben, die Antwort war etwas ungewäbnlich Trotzdem hätte der Franzose nicht lach-n sollen, denn nun wurde Finchen böse und er= zäh'te den erstaunt Aufborchenden. welcher minderwertigen Rasse sie änzuaehören das Pech hätten, und wie unfein es fei, harmlose Passanten nachts zu belästigen Kurzum was man eben so sagt, wenn die Weinflaschen leer am Boden stehen Den Franzosen behagte d'es nur mäßig und sie beschlossen, Finchen noch in gleicher Nacht in das Cachot zu bringen Für sechzig Tage, wie es üblich war. Eigentlich durften sie das ja nicht tun, denn Suermann war krank Von der letzten Grippe- epioemie her, die zahlreiche Todesopfer im Lager gefordert hatte, war auch bei ihm ein Knacks zurückgeblieben, der frische Luft und gutes Essen zur aber kam es so. Finchen Suermann war zum- Stammestag Der Westfalen eingeladen. Mit dem Glockenschlag acht verließ er seine Baracke, ausgerüstet wie man in Kriegsgefangenschaft gemäß alten Ueberlieferungen zu Festen geht. Mit dem klapprigen Stuhl unter dem Arm rechts und links je eine Weinflasche in den Rocktaschen und - nicht zu vergessen - die unvermeidliche Blechschachtel mit dem Megos, den Zigarettenstummeln. Die Feier muß wohl sehr lustig gewesen sein, vielleicht auch ob ihrer Ausdehnung recht anstrengend, jedenfalls wird Finchen auf dem . . h- mitternächtlichen Heimweg - und es handelte sich Bauch. Die nächste Serie wird blau Merkwurdiger- ba immerhin um Wegstrecken von gut fünfzig Me- weise läßt er sie immer wieder sausen Zum hinter - von unabwendbarer Müdigkeit übermannt dium des wenig erforschten Fliegenzuges. Es sei Sorgfältig setzt er seinen Stuhl ab. - .Das ist sehr interessant, meint er, wenn er dann m der Nach- aber mal praktisch", denkt er so bei sich, nimmt barzelle ein Roter gesichtet wurde In Rossitten mache Platz, postiert die leeren Flaschen zu seinen Füßen man das mit Störchen - hoppla, aber die gäbe es Heilung erforderte — „Frische Luft? — Na, das ist ' fordert ihr Recht. Und dann erscheint Capita ine so ein ärztliches Vorurteil!" entschied der Komman-' ' " "" Merkwürdigerweise aber blond und blauäugig wie ein waschechter Nordfriese Im ganzen ein angenehmer Mann der nur eine Leidenschaft hatte — deutsch zu sprechen Zackig wie ein preußischer Grenadier kommt er herein, baut sich auf und stößt etwas verlegen die Worte hervor: „Monsieur Suermann, man weiß, wer den Gäse hat genommen, man hat ihm laufen sehen ..." Fröhliches Gelächter unterbricht den Franzosen. — „Nanu, mein Käse hat Füße gekriegt . .?" Zack verwickelt sich in seinen Konstruktionen. — „Mais non, — Sie verstehen nicht Es war der Götze, man hat ihm laufen sehen." In schallender Heiterkeit geht alles andere unter. — „Der Gatze! Das ist ja großartig!" Rot- übergoffen steht der Capitaine da. Tadelnd sieht er Finchen an, der sich vor Fröhlichkeit nicht zu helfen weiß Einen derartigen Erfolg feiner Sprachübung hat er nicht erwartet. — „Aber Sie müffen doch verstehen, l’animal comme ca miau, miau'" Langsam beruhigen sich die drei, — „Jawohl, wir verstehen alles, mon Capitaine. Und mehr als das! : Machen Sie nur so weiter'" Und von diesem Tage an legte der Serge int seinen bürgerlichen Namen ab und schlüpfte wie bei der Seelenwanderung in das Fell der „Gatze". Unser Freund aber ist er nie geworden. noch Der Gatze" hieß. Damit hatte es, wie mit , , „. „ _ allen unseren Spitznamen, seine besondere Bewandt- auf sich bedacht. Butter, Käse, Oelsardmen — was nis Irgendwann einmal sprangen sie auf aus dem es so gab und im Arrest verboten war. Seme Dunkel der Anonymität, fußen wie die Faust auf beiden Zellengenossen sollten auch mal schone Tage bem Auge und brandmarkten ihre Träger. Hier haben. Holmes, wie er im Buche steht, und wie man ihn sich nach der Lektüre vorstellt: schlank und sympathisch, mit einem durchdringenden Blick und einer messerscharfen Logik bewaffnet. Die schauspielerisch ergiebigste und interessanteste Leistung sieht man von Erich Ponto; gut auch Kayß 1 er, Ode- mar, Rasp, Voß: die Gießener wird es freuen, in einer kurzen Szene des historischen Vorspiels Hanna W c^a g zu begegnen. Alles in allem: eine spannende und nervenstärkende Unterhaltung. — (Bavaria.) * Im Beiprogramm: ein sehenswerter Kulturfilm aus dem alten Kulturlande Aegypten und die neue Fox-Tonwoche. Hans Thyriot Zeitschriften. — Die Frage, ob der Krebs erblich ist, erscheint für den Menschen noch nicht endgültig beantwortet. Aus bereits vorhandenen Stammbaumuntersuchun- gen sowie größeren statistischen Erhebungen geht hervor, daß in Familien, in denen Elternteile oder Geschwister an Krebs erkranken, eine wesentlich höhere Krebshäufigkeit erwartet werden kann als in der Durchschnittsbevölkerung. Allerdings weifen andere Beobachtungen auch darauf hin, daß die Geschwülste (Tumoren) des Menschen in ihrer Entwicklung, Art und Organisation nur zum Teil von Erbanlagen abhängig zu sein brauchen, daß aber zur Krebsentstehung selbst noch andere Einflüsse von großer Bedeutung sind. — Was weiter über die Entstehung der verschiedenen Krebsgeschwülste heute bereits bekannt ist, berichtet Prof. Dr. Haa- gen vom Preuß. Institut „Robert Koch", Berlin, im Januarheft der volkstümlichen Monatsschrift „Der Naturforscher" (Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichkerfelde-d-l.) — Ferner berichtet das Heft u. a. über den gegenwärtigen Stand unserer Kenntnisse der hohen Atmosphäre, von der Heimat der nordischen Rasse, über die Biologie des Uhus, über die Fortpflanzungsbiologie und den Winterschlaf des Hamsters und über das Zustandekommen und die Wirkung der hochfrequenten und elaffifchen Schwingungen und des Ultraschalls. Aus dem Gebiet des Naturschutzes führt Forftaffesfor von Bo- nin-Ponitz in die Aufgaben der nach dem Reichs- 'agdgefetz oorgeschriebenen Wildfütterungen ein. Diplom-Ingenieur Pachtner zeigt, welchen Umfang Die Benzingewinnung aus deutschen Rohstoffen angenommen hat und welche Verfahren dabei einge- schlagen werden. — Kleine Beiträge aus allen Gebieten, neue Forschungsergebnisse, Anregungen zur Naturbeobachtung, und zwar diesmal unserer Wintergäste aus der Vogelwelt, ferner die Bücherschau und die Preisfrage beschließen das wertvolle und anregende Heft. alter sagenhafter Volkshelden, turanischer Flüsse' guten olttürkischen Wort Bay, soviel wie unser -v... or..* >.7r 2angt®ö^r 3ud)t. 11.30 bis 12.30 U6t. 16 bi, 17 Uhr. Sam.tagnad). Das nach Typen und Formen stark gesichtete mittag geschloffen. Fwd. Der Abschluß für das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr der Friedrich Krupp AG. in Essen zeigt einen starken Aufschwung der deutschen Wirtschaft, gibt aber auch ein Bild von den großen Anforderungen, die an die einzelnen Unternehmen gestellt werden. Abgesehen von ■ roei Jnflationsjahren hat die Familie Krupp von Bohlen und Halbach als Inhaber der Firma feit 1917 von einer Dioidendeneinnahme abgesehen im Interesse der Zuwendung der Mittel für den Werksausbau. Nunmehr wird feit 14 Jahren zum erstenmal die Dividendenzahlung, und zwar in Höhe von 4 v. H., ausgenommen. Der Rohertrag brachte 287,80 (232,31), die Beteiligungen 10,25 (8,47) und ao. Erträge 5,86 (5,33) Millionen Mark. Anderseits Liegen die Personalaufwendungen auf 166,36 145,21), Steuern auf 37,63 (25,01), Wohlfahrtsausgaben auf 7,25 (6,55) und sonstige Aufwendungen auf 31,96 (22,71). Nur Zinsen beanspruchten weniger mit 2,86 (4,90). Die Anlageabschreibungen wurden auf 36,76 (27,32), andere auf 6,71 (4,63) erhöht. Damit wird die 4 v. H. Dividende aus dem Reingewinn von 14,40 (10,34) Millionen Mark für das Aktienkapital von 160 Millionen Mark bestritten, 4 Millionen Mark werden für die neuen Aufgaben, 3 Millionen Mark als Sozialreseroefonds für die Gefolgschaft zurückgestellt und 1,0 Millionen Mark (0,04) vorgetragen (i. V. wurden 5 Millionen Mark für den Werksausbau, 2 Millionen Mark für die Pensionsrücklage und 3,3 Millionen Mark für Wohnungsbau verwendet). Das letzte Jahr verlangte den vollen Einsatz der industriellen Produktionsmittel für die Leistungs- Steigerung des Unternehmens. Auf dem Jnlands- markt war die Nachfrage nach fast allen Erzeug- nisten unverändert stark. Die große Bautätigkeit, die Wiedererstarkung der Landwirtschaft, die günstige Beschäftigung der Maschinenindustrie, des Schiffs-, Automobil- und Flugzeugbaus, sowie der Bau der Reichsautobahn brachten eine anhaltende Absatzsteigerung der eisenschaffenden und weiterverarbeitenden Betriebe. Auch die Maschinenfabriken des Konzerns hatten eine günstige Beschäftigung. Aus dem Weltmarkt behauptete die Krupp AG. ihre Stellung und erhöhte ihren Export. In den jetzigen Aufgaben findet das Unternehmen seine besondere Betätigung durch die eigene Fabrikation der synthetischen Mineralölgewinnung, sie gründete die Krupp - Treibstoffwerk - G. m. b. H. Im laufenden Jahr hat sich die Erzeugung in allen Hauptproduktionszweigen günstig entwickelt. Auch die Tochtergesellschaften erzielten im letzten Jahre höhere (gewinne. Der Bericht widmet einen besonderen Abschnitt der bekannten Pflege der Fragen, die die Gefolgschaft angehen und hebt dabei die Lehrlingsausbildung, den Werkswohnungsbau besonders hervor. . Im neuen Geschäftsjahr habe der günstige Beschäftigungsgrad der Werke bisher unvermindert angehalten. Der Kohlenbergbau, der bisher der all- gemeinen wirtschaftlichen Entwicklung nur langsam und in weitem Abstand gefolgt sei, habe in den letzten Monaten einen starken Aufschwung zu ver- zeichnen. Tiermaterial wies ausgezeichnete Leistungen der Muttertiere auf. Entsprechend den ausgesuchten Qualitäten mar der Versteigerungsoerlauf nicht den Erwartungen gemäß, da einmal nicht genügende Interessenten erschienen waren und die kalte Witterung die Käufer zurückhielt. Käufer waren vorwiegend oberhessische Züchter und solche aus dem Main-Taunus- und dem Frankfurter Gebiet, die von den für den Bauern tragbaren gunfhaen Mittelpreisen von 600 bis 700 Mark für die Bullen regen Gebrauch machten. Die Mittelpreise für Eber waren nicht beftiedigend. Insgesamt wurden 26 150 Mark, davon rund 22 800 Mark für die Bullen und 3350 Mark für Eber umgesetzt. Qualitätstiere wurden wieder sehr gut bezahlt. Den Spitzenpreis von 1160 Mark für einen Bullen Hessischen Fleckviehes, den die Gemeinde Ober-Breidenbach bezahlte, errang der Züchter Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein, den Spitzenpreis von 980 Mark für einen Vogelsberaer Bullen des Züchters Heinrich Lather III. Kirtorf, bezahl e die Gemeinde Reiskirchen bei Gießen. Die Durchschnittspreise für die Bullen betrugen 691 Mark, für Eber 158 Mark. Die Versteigerung verlief schleppend und hinterließ einen Ueberstand. Bei der am Vortag durchgeführten Sonderkörung und Einteilung in Wertklassen wurden der Wert- klasse II die Datertiere folgender Züchter zuaeteilt: Hessisches Fleckvieh: Heinrich Kraft VI., Angersbach; K. Lindemeier, Trais-Münzen- berg; Konrad Gibt, Schwarz; Otto Schäfer, Leihgestern; Aug. Hölscher, Grebenau; Gustav Waas, Bingenheim. . Vogelsberger Rasse: Aug. Schneider, Unter-Seibertenrod; Heinrich Stein VII., Unter- Seibertenrod; Heinrich Lather III., Kirtorf. Veredeltes Landschwein: Kurt E u r i ch, Hutzdorf. _______ Frankfurt a. M., 13. Jan. Die Börse eröffnete am Aktienmarkt uneinheitlich wobei sich die Veränderungen zu den ersten Kursen im allgemeinen in engen Grenzen hielten. Das Fehlen von nennenswerten Kundenaufträgen führte beim berufsmäßigen Handel anfangs zu kleinen Abgaben, später stellten sich jedoch wieder leichte Erhöhungen ein. Die Grundtendenz blieb durchaus freundlich, da günstige Wirtschaftsnachrichten eine Stühe gaben, vor allem eine Verlautbarung, wonach die Friedr. Krupp AG. die Dividendenzahlung mit 4 o. H. wieder aufnehmen will. Am Montanmarkt lagen die ersten Kurse meist nur knapp behauptet, Verein. Stahl gingen auf 120.25 bis 120 (121,25), Buderus und Klöckner bis 0,75 v. H. und Ille Genuß 1,50 v. H. zurück, während die übrigen Papiere unverändert blieben. Chemische Werte bröckelten 0,50 bis 1 v. H. ab, nur Metallgefellschaft weiter erhöht mit 155,50 (155). Elektroaktien eröffneten vorwiegend etwas freundlicher, Siemens plus 1,25 v. H. Nachfrage erhielt sich auch nach Mafchinen- unb Motorenaktien bei Besserungen von 0,50 bis 1 v. H. Von Zellstoffaktten Waldhof 160,25 (160), dagegen Aschaffenburger 138,25 (139). Im einzelnen setzten Cement Heidelberg und AG. für Verkehr je 0 50 v. H. höher, Reichsbank und Westdeutsche Kaufhof unverändert ein. Fest lagen Kunstseide Bemberg mit 108 (105). Bei weiter kleinem Geschäft und nur geringen Veränderungen blieben Aktien auch im Verlaufe uneinheitlich. JG.-Farben 159,75 bis 170 nach 170,50, Scheideanstalt 263 nach 264, Mannesmann 120.50 nach 120,25, Vereinigte Stahl 120.40 nach 120, Gesfürel 146 bis 145,75 nach 144,75, Schuckert 160,75 nach 161, Siemens 198,50 bis 200,50 nach 197,25, Eßlinger Maschinen 104,50 nach 105, Mans- felber Bergbau 153,25 bis 154,50 (157), Deutscher Eisenhandel 150,50 (151,75), Julius Berger 139,50 (138), Südd. Zucker 204,75 (200). Am variablen Rentenmarkt traten feine Aenderungen ein, Kommunal-Umschuldung 90,75 nach 90,80. Goldpfandbriefe blieben bei unveränderten Kursen gefragt, Preußische Landesbrief-Anstalt Reihe 19 97,50, die übrigen mangels Material wei- ter gestrichen, ßiquibationspfanbbriefe bröckelten . überwiegend 0,13 v. H. ab, Stabtanleihen unb • Kommunal-Obligationen blieben unverändert. Jn- bustrie-Obligationen waren teilweise weiter gesucht. Von Auslanbrenten 4proz. Ungarn Gold 6,70 (6,90), 5proz. Goldmexikaner 9,85 (9,40) rep., 4,5prozent. ' Jrrigationsanleihe 7,20 (7,13). Abendbörfe behauptet. An der Abendbörse war das Geschäft sehr klein. Bei freundlicher Grundtendenz zeigten die zur Notiz gekommenen Papiere gegen den Berliner Schluß eine" meist gut behauptete Haltung. Die Abweichungen hielten sich nach beiden Seiten in engsten Grenzen. Von Montanwerten stiegen Rheinstahl nur zum Einheitskurs auf 153,25 (152), andererseits ließen BMW. auf 140,50 (141,40) nach. Lebhafter waren am Elektromarkt Gesfürel mit 147 (146,50). Muag waren zu 137,75 (137,50) gesucht. IG. Farben blieben mit 169,65 bis 169,75 behauptet, Scheideanstalt weiter abbröckelnd auf 262 (262,50). Am Rentenmarkt lagen die Kurse zumeist unverändert bei kleinen Umsätzen. Höher waren Reichsbahn- Vorzugsaktien mit 126,40 (126,25), ferner würben Zinsvergütungsscheine im Freiverkehr zu 94,75 (94,50) gefragt, Kommunal-Umschuldung etwa 90,70 bis 90,75. 11. a. notierten: Altbesitzanleihe 117,40, 6 v. H. Krupp 102, 6 v. H. IG. Farben 136, Reichsbahn- Vorzugsaktien 126,40, Commerzbank 111, DD.- Bank "114, Dresdner Bank 107,75, Buderus 122,75, Harpener 152,50, Mannesmann 120,13, Rheinstahl E 152,25, Verein. Stahl 120,40, AEG. 39,13, BMW. 140,50, Deutsche Erböl 150, Scheibeanstalt 262. Deutscher Eisenhanbel 151,50, Licht & Kraft E 151,50, IG. Farben 169,65 bis 169,75, Gesfürel 147, Holzmann 140, Muag 137,75, Moenus 100,75, RWE. 129,75, Schuckert 162, AG. für Verkehrswesen 124,50. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 13. Jan. Die Zufuhren von Brotgetreibe blieben klein. Gerste unb Hafer fehlen gleichfalls. Futtermittel bleiben allgemein weiter gefragt, auch Rauhfuttermittel. Das Mehl- geschäst'ift für Weizenmehl lebhaft, für Roggenmehl ruhiger. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige fe 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R15 177, R18 181, R19 183 Großhanbels- preife ber Mühlen ber genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 29,05, W 16 29,15, W19 29.15, W 20 29.50, Rogaenmebl Tyve 997 R12 92.45. R15 : 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mk. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 1015, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soya- schrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ob Erzeuger-Station, Trockenschnitzel —, Heu 5 bis 5.50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- unb Roggenstroh brahtgepreßt ober gebündelt 2,40. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlacbtviehmarkt. Frankfurt a. M., 14. Jan. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 725 Kälber, 223 Schafe, 377 Schweine. Es kosteten: Kälber 25 bis 65 Mark, Lämmer unb Hämmel 34 bis 38 Mark, Schafe 20 bis 40 Mark, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber langsam, Hümmel und Schafe ruhig, Schweine würben zugeteilt. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 20: Neufestsetzung ber monatlichen Freigrenze für Stubien- unb Erziehungsaufenthalt in ber Schweiz für Jugenbliche unter 18 Jahren. — 21: Umsatzfteuerumrechnungsfätze für Ausfuhrumsätze im Monat Dezember 1936. — 22: Die Aenberung ber Paritätsberechnung im beutfch- nieberlänbischen Verrechnungsverkehr. — 23: Frachtbegünstigungen für Güter zur Internationalen Ausstellung in Paris 1937. — 24: Sperrung bes Treu- hänberkontos Nieberlanbe. — 25: Nachtrag zur Ge- bührenorbnung ber Ueberwachungsstelle für Holz (V). — 26: Anorbmmg Nr. 39 ber Ueberwachungsstelle für Kautschuk und Asbest (Hanbel mit Regenerat, gemahlenem Altgummi unb Hartgummistaub). — 27: Herabsetzung ber Reisezahlungsmittel im Verkehr mit Italien. — 28: Die französischen Einfuhr- kontingente für Jnbustrieerzeugnisse unb für lanb- wirtschaftliche Erzeugnisse für bas 1. Vierteljahr 1937. — 29: Anordnung Nr 3 der Ueberwachungsstelle für Papier (Kennzeichnung von Papiersäcken). — 30; Anordnung WH 2 der Ueberwachungsstelle Die Verwendung von Roggen und Weizen und Erzeugnissen hieraus zu Futterzwecken. Fwd. Im Reichsgesetzblatt vom 12. Januar 1937 wird eine vom 9.1.1937 datierte Verordnung veröffentlicht, der mir folgendes entnehmen: Roggen ober Weizen ober Erzeugnisse hieraus dürfen zu Futterzwecken nicht gekauft, erworben, verkauft, veräußert ober sonst in ben Verkehr gebracht werben. Tierhalter dürfen gekauften ober sonst erworbenen Roggen ober Weizen ober Erzeugnisie hieraus ober gekaufte ober sonst erworbene Erzeugnisse aus Roggen ober Weizen nicht zu Futterzwecken verwenden. Soweit Roggen oder Weizen ober Erzeugnisse hieraus zur Erfüllung eines Deputats ober eines ßeibgebinges geliefert werben ober geliefert worben finb, trifft ber Reichsnährstand eine besondere Regelung, um sicherzustellen, daß solches Getreide unb solche Erzeugnisse in möglichst großem Umfang ben Zwecken ber menschlichen Ernährung zuqesührt werben. Vor Inkrafttreten ber vorgenannten Vorschriften abgeschlossene Kaufverträge, bie bie Lieferung von Roggen ober Weizen ober Erzeugnissen hieraus für Futterzwecke zum Gegenstanb haben unb hinsichtlich ber Lieferung noch nicht erfüllt finb, sind von den Verkäufern ben für sie zw ständigen Getreibewirtschaftsverbänben unverzüglich zu melben. Die Verkäufer finb verpflichtet, ben Weisungen ber Getreibewirtschastsverbänbe über bie Verwertung ber verkauften Mengen Folge zu leisten. Die Tierhalter finb verpflichtet, bie in ihrem Betrieb vorhanbenen Bestäube an gekauftem ober sonst erworbenem Roggen unb Weizen unb Erzeugnissen hieraus unb an gekauften ober sonst erworbenen Erzeugnissen aus Roggen ober Weizen ben für sie zu- ftäribigen Getreid: .virtschaftsverbänben zu melben. Sie finb verpflichtet, ben Weisungen ber (Betreibe- wirtschaftsverbänbe über bie Verwertung biefer Bestäube Folge zu leisten. Die Vorschriften gelten nicht für Kleie unb Futtermehle im Sinne ber §§ 21, 24 br Verorbuuug zur Ausführung bes Futtermittel- gesebes vom 21. Juli 1927. Die Getreibewirtschafts- üerbänbe finb berechtigt, zum Zwecke ber Überwachung ber Einhaltung ber Vorschriften biefer Verorbuuug auf Grund der Verordnung über Auskunfts- pfticht vom 13. Juli 1923 von den Tierhaltern Auskunft zu verlangen, auch soweit diese nicht Mitglieder ber Getreibewirtschastsverbänbe finb. Schließlich setzt bie Verorbuuug noch bie Strafbestimmungen fest. * 1 Million Ausschüttung ber D. B. S. Das Jahr 1937 beginnt bie Deutsche Bau- unb Sieb- lun-rsgemeiuschaft (D. B. S.) in Darmstabt mit ber Monatsausschüttung von 1 027 000 RM. zur Erstellung ober Entschulbuug von 99 Eigenheimen. Die Gesamtsumme ber ausgeschütteten zinslosen Bauspar- fummen erreicht bamit über 74 Mill' neu Mark zur Erstellung unb Entschulbuug von über 6600 Eigenheimen. Bhein-Mainische Börse. IHiffagsbörfe uneinheitlich. ober Berge zurückgegrifseu. Auch der Humor kam zu seinem Recht: ein Witzbolb nannte sich Son- gülen , zu beutsch „ber zuletzt Lacheube". Anbere setzten ihren neuen Namen in Beziehung zu ihrem Beruf wie ber (Beneralbireftor ber größten türkischen Bank, der Jsch Banakasi, auf deutsch Arbeitsbank, ber sich Erisch, Arbeitsmann, nannte ober ein bekannter Arzt, ber feinen arabischen Namen Salem mit dem ähnlich ausgesprochenen türkischen „S a g I a m" vertauschte, das gesund bedeutet. Nicht gerade ganz fair handelte der Hersteller eines dem weithin bekannten Aspirin von Bayer ähnlichen Mittels, der die'unstreitig urtürkischeu Worte Bay (Herr) und Er (Manu) in Bayer zusammenzog und mit uuschuldsvoller Miene nicht eiusah, warum er sich auf türkisch nicht Hermann nennen solle. Aber nicht nur neue Namen unb zwar Namen rein türkischen Ursprungs verlangte das Gesetz. Die bemokratische unb rein weltliche türkische Republik nahm bamit gleichzeitig die Gelegenheit wahr, alle alten unb überlebten Titel arabischer ober persischer Herkunft ein für allemal abzufchaffen, bie, solange Familiennamen unbekannt waren, die Unterscheidung erleichterten. So finb Zusätze zum Namen wie: Aga, Hadschi, Hafis, Hodscha, Mollah (geistliche Titel), Efendi Bej, Bejefendi (gnädiger Herr), Pascha, Hazeretleri (Exzellenz), Hanum, Hanum Efendi (gnädige Frau) im Standesamtsregister nicht mehr z u g e 1 a f \ e n und sollen auch aus dem Sprachgebrauch verschwinden. In der Armee, in der Pascha auch ben Rang eines Generals bezeichnete, ist biete Rangstufe burch bas international gebräuchliche Wort „General" ersetzt worden. An Stelle ber abgeschasften allgemein bekannten Titel Bej ober Efendi, die nach dem Namen geführt wurden und längst kein adelsähnliches Vorrecht mehr waren, wirb heute jeher Türke mit dem Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankbiskont 4 v. H., Lombarbzinsfuß 5 v. H. __________ Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 Reich sbanl................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bant..............4 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5*/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 4y2% Hessische Volksstaat von 1929 4*/2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesttz.......... Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten.............. 4%% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 5*/2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 4’/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Ko mm.-Landesbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4Y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4*/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5*4% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5y»% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4*/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4*/2% Rumänen Gold von 1913.. 4% EinheitS-Ruinänen......... 4% Türken Bagdad l........... 4% Türken Bagdad II.......... 2*/4% l. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 für Wolle unb andere Tierhaare (Preife für Roßhaare, Küh- unb Ochfenschweifhqare, sowie bereu Abfälle). — 31: Bekanntmachung HP 2 ber lieber- wachungsstelle für Wolle unb anbere Tierhaare (Erzeuger- und Großhanbelshöchstpreise für Roßhaare, Kuh- unb Ochsenschweifhaare, sowie bereu Abfälle). — 32: Verorbuuug über bie vorläufige Anwendung einer Zehnten Zusatzvereinbarung zum beutsch-fchweizerifchen Abkommen über ben gegenseitigen Warenverkehr. — 33: Wieberausnahme ber beutsch-polnischen Vertragsverhanblungen. — 34: Wortlaut ber Vereinbarungen für ben beutsch- schweizerischen Waren- unb Verrechnungsverkehr. — 35: Verorbuuug über bie vorläufige Anwenbung einer Dritten Vereinbarung zum beutsch-polnischen Wirtschaftsvertrag. — 36: Verorbnuna über bie vorläufige Anwenbung einer Dritten Zusatzverein- barung zum Abkommen über ben beutsch-schweize- rischen Rechnungsverkehr. — 37: Kapitalverkehr mit ber Schweiz unb Liechtenstein. — 38: Der Zahlungsverkehr mit ber Schweiz. — 39: Verlängerung bes Hanbelsvertrages mit Chile. — 40: Einführung von Ausnahrnetanfeu zugunsten ber Zellwolle-Ju- bustrie. Zuchtviehversteigerung in Gießen. Der Landesverband ber Rinderzüchter Hessen- Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Wendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittagbörse Schlußkurs Schlußk. Wendbörse Schluß- kurs Smlutzk. Mittag- börse Datum 12.1 13 1 12-1 13.1 Datum 12.1 13 1 12.1 13 1 101 98,25 101,13 98,25 101,13 98.25 101,13 98,25 Accumulatoren-Fabrik....... 12 — 202 — 202,5 102,25 103 102,7 102,65 H KU-Kunstseide............ . 0 52,75 52,75 52,75 52 #75 99 99 99 — Aschaffenburg Zellstoff....... Bemberg.................. . 3 . 0 139 105 138,25 107,5 138 105 138,5 107,13 99,95 100 100,1 100.2 Bekula.................... . 8 165 165 165 165,13 Buderus Eisen............. . 4 123,5 122,75 124 122,25 98,5 98,5 98,5 98,5 Cement Heidelberg ......... . 7 162,5 163 — — 117,25 117,4 117,25 117,4 Cement Karlstadt.......... . 6 —— — — — Chade A.-C................ . 9 227 227 227 227 130,75 130,75 — — Conti Gummi............. 11 170 172,25 170 172,25 Daimler Motoren.......... . 5 124 124,5 124,13 124,4 97,25 97,25 _ 97,25 . 4 — 113,25 112,65 Deutsche Erdöl ............ . 5 150,25 150 150,4 150,25 101,25 101,5 — — Deutsche Gold- und Silber .. . 9 265 262 — — Deutsche Linoleum......... 10 165,5 167 166,25 167 — 97,5 —— — Elektrische Lieferungen...... . 6 137 138 137,5 138,5 95 95 95 95 Elektrische Licht und Kraft... . 7 151 151,5 150,5 151,5 F G. Farben-Jndustrie..... . 7 171 169,75 170,5 169,75 93,75 93,75 — — Felten^L Guilleaume....... . 6 138,5 140 139,25 139,75 Gesfürel.................. . 6 144,5 147 144,5 146,5 122,65 — 122,65 123 Tch. Goldschmidt........... . 5 129 130,5 128,75 130,5 97,25 97,25 97,25 97,25 Gritzner Maschinen......... . 0 — 32,4 — 32,4 Harpener................. - - 2 152,5 152,5 152,5 152,5 95 95 — Hoesch Eisen............... 3/2 120,25 120,25 119,75 119,75 Philipp Holzmann......... . 6 140 140 140,9 140 101,4 101,4 . 6 1 — 182,25 184 Ilse Genüsse.............. . 6 152 150,5 151 150,5 101,75 101,65 101,5 101,75 Kali Aschersleben.......... .. 5 135,5 135,75 135,5 136,75 110,13 110,13 110,2 110,2 Klöcknerwerke............. 4*/2 127,25 126,5 127,25 126,5 17 9,85 17,25 9,75 17,13 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer.................. 6 124,9 95,25 124,5 95,75 143,25 124 143,5 124 1,5 — 1,55 1,65 120,4 157 120,13 154,5 119,75 157 120 5,75 6,9 5,75 6,7 5,6 6,8 5,4 6,25 9,65 5,75 6,6 5,4 6,25 9,65 Mansfelder Bergbau....... 6'/r 155 Metallgesellschaft........... .. b 155 155,5 154,5 155,5 6,13 — Orenstein & Koppel........ Rheinische Braunkohle...... .. 0 . 12 227,5 225 89,25 227,5 89,5 224,5 5,4 . . £ 136 153,25 136 153,25 135,5 152 136 152 5,4 5,4 5,4 Rheinstahlwerke............ .. 6 Rbeinisch-Westfälische Elektro .. 6 129,25 129,75 129 129,5 21,75 21,75 21,75 21,75 Rütgerswerke ............. Salzdetfurth Kalt.......... .. 6 ?y7 139 178,5 139,5 178 139 180 139,65 178,75 124,25 124,5 123,4 124,9 Schuckert & (So............. .. 6 161 162 160,75 162 — —— 41 41,5 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 102 102,25 15,75 16 15,9 16,25 Siemens & Halske......... .. 8 196 200,5 199 201,5 15,65 15,75 15,65 16 Süddeutsche Zucker......... . 10 200 204.75 203 205 125,75 126,4 125,9 126,25 Vereinigte Stahlwerke...... 3y2l 121,25 120,4 120,25 120,4 188,75 188,75 188,25 188,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 57,5 57,5 57 57,13 126,4 126,65 126,65 Westeregeln Alkali.......... .. 5 135,25 136 135 134,5 110,75 111 110 J5 111 Zellstoff Waldhof.......... .. 160 160,25 159,5 160 114 114 114 114 Ltavi Minen.............. . 0,6 25,65 25,65 25 65 25,65 12. Januar 13.Januar Amtliche Notierung Geld Brief AmUiche Notierung Geld | Brief 12-Januar 13.Januar AmUiche Notierung AmUiche 9 Geld Dotierung Bries Geld | Brief Buenos Aire- 0,755 0,759 0,757 0,761 Brüssel..... 41,96 42,04 41,97 42,05 Rio de Jan. . 0,151 0,153 0,151 0,153 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,57 54,67 54,57 54,67 Danzig..... 47,04 47,14 47,04 47,14 London..... 12,22 12,25 12,22 12,25 HelsingforS.. 5,395 5,405 5,395 5,405 Paris...... 11 625 11,645 11,625 11,645 Holland..... 136,18 136,46 136,18 136,46 Italien..... 13,09 13,11 13,09 13,11 MM CREME Berlin künftige Ls- utwerminberf sher der all« mr langem ;e anhaltende nd weiterver« chmensabriken Leschäftigung. upp AG. ihre n den jetzigen ine besondere tion der syn- gründete die n laufenden hauptproduk- die Tochter, re höhere Ge« esonderen Ab- agen, die die die Lehrlings, besonders her« 227 172-25 124,4 112,65 150,25 167 138,5 151,5 169,75 139,75 146,5 130,5 32,< k., r.« $*8 *ss-, Xä ®e. Ä . d.r ÄI. r < "EZahi^ & H * M a.°etM "^"örung .ver Wett. iw* ast vi Münzen, Schäfer, °u: Gustav Reiber, A Unter, hrtorf. 1 Eurich, Weg- Rch. widende an. - 202,5 52,75 52,75 138, 138,5 1« « 165 165,13 124 122,25 Donnerstag, H.^anuar 1937 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr.«Drittes Blatt wohl Landkreis Gießen im Dunkeln Der Verlaus in Gießen den Die Besprechung der ilebung drgen Hauswarte und Blockwarte des Reichsluftschutzbundes werden sich dieser kleinen Abwegigkeit denn auch sofort gründlich zugewandt haben. Die Straßen waren im übrigen vollkommen finster, da die Volksgenossen die Fenster ihrer Wohnungen sehr gut durch Rolläden oder technische Behelfsmittel verdunkelt hatten. An den besonders gefährdeten Brennpunkten des Verkehrs standen kleine farbige Richtungslampen, ferner versahen hier Beamte der Im Anschluß an die Kontrollfahrten in der Stadt und im Kreise Gießen vereinigten sich die Teilnehmer im Saale des U C. zu einer Besprechung des Uebungsverlaufs und zum Austausch ihrer Beobachtungen und Erfahrungen. Dabei wurde von den zahlreichen Rednern, die sich über den Abend äußerten, übereinstimmend zum Ausdruck gebracht, daß die Uebungsleitung und mit ihr die Behörden und die gesamte Bevölkerung das Ergebnis dieser ersten großen Verdunkelungsübung in Sfabf und kreis Gießen mit voller Befriedigung verzeichnen können. Sowohl in der Stadt Gießen, als auch in den kleinen Städten und in den Dörfern des Kreises waren alle Volksgenossen von Anfang bis Ende mit verantwortungsbewußter und freudiger Mitarbeit am Werk. Die öffentlichen Dienststellen (Polizei, Gendarmerie, Bürgermeistereien) haben sich in allen Orten vorbildlich für das Gelingen der Uebung eingesetzt, ebenso die Mitarbeiter des Reichsluftschutzbundes und die vielen weiteren freiwilligen Helfer, wie verstärkt. Als Mainzlar passiert wurde, drang aus keinem der Häuser mehr auch nur ein schmaler Lichtstrahl, und die Anlagen und Schornsteine der Didierwerke standen silhouettenhaft vor dem nur wenig helleren Himmel. Wer die Lichtfülle kennt, in der sich sonst das Werk zu nächtlicher Stunde darbietet, kann den vollen Erfolg ermessen, der hier erreicht wurde. Die Wagenkolonne passierte dann die Orte Treis a. d. Lda., Allendors a. d. Lda. und Londorf, und überall sah man meist nur SA.-Männer an den Straßen stehen, die mit verdunkelten Lampen die Straßen und Kreuzungen markierten. In der Landschaft selbst hoben sich die Formen immer nur irr Umrissen vom Himmel ab. Lediglich von der aus preußischem Gebiet liegenden Burg Nordeck blinkte ein erleuchtetes Fenster weithin in die Nacht. Auf den Straßen war es sehr still. Nur wenige Wagen und Radfahrer begegneten der neun Wagen starken Kolonne aus Gießen. Durch Kesselbach, vorbei an Odenhausen, durch Geilshausen und durch Beltershain führte die Fahrt weiter nach Grünberg. Auf dem Marktplatz wurde gehalten, die abgeblendeten Scheinwerfer wurden ganz ausgeschaltet, so daß sich den Gästen der schöne Marktplatz in völliger Dunkelheit uno damit in geradezu mittelalterlicher Romantik darbot. Bürgermeister Wagner erläuterte nach kurzer Besichtigung der Verdunkelungsmaßnahmen, die im Rathaus getroffen worden waren, den Ablauf der Uebung, wie er für Grünberg vorgesehen und durchgeführt worden war. Von Grünberg aus wurde die Rückfahrt angetreten. Die Kraftwagen mußten sehr vorsichtig geführt werden, da jetzt nur mit Standlicht gefahren werden durfte. Gegen 20 Uhr traf man in Gießen ein und alle Teilnehmer der Fahrt hatten den Eindruck, daß die Verdunkelung des Landkreises in einem Ausmaß gelungen war, wie man es kaum I erwarten durfte. eingeschränkten Beleuchtung, d.h. die Straßenbeleuchtung war einer auf Polizei und die Männer der SA. und des NSKK. in sorgfältiger Weise den Sicherheitsdienst. Der Straßenverkehr der Bevölkerung war nur gering, noch viel geringer, ja zeitweise ganz tot war der Fährverkehr mit Kraftwagen. Nur die Straßenbahnwagen im Schutze ihrer Verdunkelung hielten den öffentlichen Fährverkehr aufrecht. Bei Betriebsbesichtigungen im Zustande der völligen Verdunkelung konnte man sowohl in dem industriellen Betrieb im Südviertel, wo die Fahrtteilnehmer den Anfang der Uebung erlebten, als auch später in der Heil- und Pflegeanstalt und im Stadttheater die erfreuliche Feststellung machen, daß die Verdunke- lungsmaßnahmen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des vollen Betriebs sorgfältig und sehr wirksam getroffen waren. Die Verdunkelung wurde um 20.30 Uhr durch erneute Sirenensignale beendet. Von da ab nahm der Verkehr in den Straßen wieder seinen normalen Verlauf. zwar sowohl in der Bahnhofshalle, wie auch in den Wartesälen und auf den Bahnsteigen; ferner bei der Reichspost, in den Kliniken und in industriellen und Verkehrsbetrieben bemerken. Wenn man bedenkt, welche besonderen Schwierigkeiten namentlich im Dienst der Reichsbahn zu überwinden waren, um das gestrige vorbildliche Ergebnis der Verdunkelungsarbeit zu erzielen und doch alle Erfordernisse und Sicherheitsbedingungen des Bahnverkehrs uneingeschränkt aufrechtzuerhalten, so verdient namentlich die Leistung der Leitung und der Mitarbeiter des Bahnhofs besondere Anerkennung. In gleicher Weise ist die Helfertätigkeit in den Kliniken zu bewerten, die man im Hinblick auf die vielfältigen Schwierigkeiten des Klinikbetriebs als mustergültig bezeichnen muß. In den Straßen offenbarte sich allenthalben die tatfrohe Mitarbeit der Volksgenossen in schöner Weise. So konnte man denn mit dem Ergebnis der Uebung im Stadium der eingeschränkten Beleuchtung vollkommen zufrieden sein. Nunmehr richtete sich die Hauptaufmerksamkeit und die Spannung aller Teilnehmer der Kontrollfahrt auf den Beginn der völligen Verdunkelung. Pünktlich um 19.30 Uhr ertönte von 12 Sirenen aus allen Teilen des Stadtgebiets das schrille Alarmzeichen. Es war ein aufregendes Erlebnis, als die Fahrtteilnehmer in der Dunkelheit von dem hochgelegenen Fabrikdache eines industriellen Betriebs im Süden der Stadt aus den Sirenenalarm hörten und fast in der gleichen Minute das ganze Weichbild der Stadt schlagartig in völlige Finsternis versinken sahen. Innerhalb dieser einen Minute konnte man von der Stadt Gießen sagen: alles so finster wie in einem zugebundenen Sack! Nur von ferne sah man die Lichter aus den benachbarten preußischen Orten herüberblinken, die an der Uebung nicht beteiligt waren. Von der Stadt Gießen selbst aber war nichts mehr zu sehen, sofern sich der Blick über die gewissermaßen in Grundstücksnähe gelegenen Häuser hinauswandte. Besonders befriedigend war das schlagartige Erlöschen der gesamten öffentlichen Beleuchtung, ein Ergebnis, das der Disziplin und der guten Schulung der beteiligten technischen Stellen ein gutes Zeugnis ausstellt. Nach der Beobachtung des Anfangs dieses Uebungsabfchnitts begann die zweite Kontrollfahrt durch die Stadt. Auch auf dieser Fahrt gewann man nur die besten Eindrücke von der ausgezeichneten Mitarbeit aller Volksgenossen. Es gab natürlich einige, zum Glück aber nur sehr vereinzelte und ge- 3m Halbdunkel und in völliger Finsternis. Gutes Ergebnis der Verdunkelungsübung in Stadt und Kreis Gießen. Die Vertreter der zuständigen Behörden, der Partei und ihrer Gliederungen, des Reichsluftschutzbundes, zahlreicher weiterer öffentlicher Dienststellen und andere Mitarbeiter versammelten sich am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr zunächst im Sitzungssaals des Kreisamtes zu einer kurzen Vorbesprechung, bei der Kreisdirektor Dr. Lotz und Regierungsrat Grein die Teilnehmer der Kontrollfahrt für den Kreis Gießen mit den maßgebenden Grundzügen der Uebung bekanntmachten, anschließend der mit der Luftschutzsührung in Gießen beauftragte Polizeihauptmann Keller von der Polizeidirektion Gießen die gleichen kurzen Erläuterungen für den Stadtbereich gab. Dann begann in zahlreichen Kraftwagen die Kontrollrundfahrt durch einen Teil des Kreises Gießen bzw. durch die Stadt. Im gesamten Uebungsgebiet herrschte zunächst vom Einbruch der Dunkelheit ab der Zustand der ringfügige Beanstandungen, deren Ursache mehr auf einer gewissen Unvorsichtigkeit beruhte, als etwa auf Mangel an Verständnis; die zustän- Uebungszweck abgestellten Einschränkung unterworfen, ebenso war die Beleuchtung der Schaufenster dem gleichen Zwecke angepaßt worden. Bei der Rundfahrt in Gießen wurde eine Reihe von wichtigen Betrieben bzw. von Verkehrsstätten im Privatbesitz besucht, gleichzeitig auch aufmerksam das Straßenbild und die Reihe der Schaufenster im Geschäftsviertel in Augenschein genommen. Dabei konnte man durchweg die sehr erfreuliche Wahrnehmung machen, daß der Gedanke des Luftschutzes und seine zwingende Notwendigkeit allenthalben bei den Volksgenossen vollstes Verständnis gefunden hat und die Bevölkerung in diesem Gedanken mit guter Ausrichtung auf das Ziel in straffer Disziplin geschlossen marschiert. Daß wir in Gießen dieses sehr erfreuliche Ergebnis nach der nur verhältnismäßig kurzen Schu- lungs- und Erziehungsarbeit bereits verzeichnen können, ist das besondere Verdienst der zuständigen Stellen der Gießener Polizeidirektion und der in allen Teilen mit voller Hingabe geleisteten Arbeit der Männer und Frauen des Reichsluftschutzbundes; es ist aber auch zu einem großen Teile der tatkräftigen und verständnisvollen Förderung durch die Leiter der Behörden bzw. der öffentlichen Versor- gungs- und Verkehrsbetriebe zu verdanken, die in praktischer Weise auch schwere Aufgaben gut zu lösen verstanden haben. Nur einige Beispiele: Mustergültige Verdunkelungsarbeit konnte man bei den Kontrollbesuchen in dem Gebäude der Polizeidirektion, im Elektrizitätswerk, im Bahnhof, und Mit Genugtuung kann man heute rückschauend besonders die Tatsache hervorheben, daß allenthalben in Stadt und Land die Volksgenossen mit anerkennenswertem und vorbildlichem Eifer bei der Sache waren und wiederum die Organe der im Luftschutz führenden Behörden und Organisationen, insbesondere die Polizei, die Gendarmerie, der Reichsluftschutzbund, die Bürgermeister, die Feuerwehren usw., in vollem Maße ihre schwere Pflicht erfüllten und dafür anstrengende Arbeit opferfreudig aus sich nahmen. Mit Anerkennung sei auch hervorgehoben, daß neben diesen nächstberufenen Kräften der Luftschutzführung als freiwillige und tatfreudige Mitarbeiter die Männer unserer SA. und des NSKK. sich wiederum in mustergültiger und dankenswerter Weise in den Dienst der guten Sache gestellt haben, ferner auch die Reichsbahn mit ihren Beamten und Arbeitern, in gleicher Weise die Reichspost wertvolle Hilfe zu dem vollen Gelingen der großen Uebung beisteuerten. Unsere Gießener Straßenbahner seien gleichfalls mit besonderer Anerkennung für ihre guten Leistungen bei dem schwierigen Fährverkehr während der Uebung erwähnt. So wie die Stadt, so lag in den gestrigen Abendstunden auch der Landkreis Gießen in völliger Dunkelheit. Die ländliche Bevölkerung hat die Bedeutung und die Wichtigkeit der Verdunkelungsmaßnahmen in vollem Umfange erfaßt. Eindrucksvoll gestaltete sich die Fahrt durch die nächtliche Landschaft, die in fast urweltl'iche Stille zurückgefallen zu sein schien, als sich die Vertreter der Provinzialdirektion, der Kreisbehörde, Vertreter der Behörden der anliegenden Kreise Marburg, Friedberg und Wetzlar, ferner Herren der Post, der Reichsbahn, des Reichsluftschutzbundes, der Gendarmerie, des Ueberlandwerkes Oberhessen usw. unterwegs begaben, um auf einer Rundfahrt durch den nördlichen Kreis Gießen festzustellen, in welchem Ausmaß die Verdunkelung in den Landgemeinden durchgeführt wurde. Die Fahrt führte zunächst und bei der fortschreitenden Dämmerung über die Marburger Straße, vorbei an Wieseck (nur zwei Fenster leuchteten von dort herüber, da einige Einwohner die Uebung vielleicht noch nicht als begonnen erachteten) nach Lollar, wo nur noch an wenigen Häusern an die Verdunkelungsübung zu erinnern war. Die Wagenkolonne strebte dann dem Staufenberg zu und hielt dicht unterhalb der Burg. lieber Stock und Stein, über Treppen und vielfach gewundene Wege stiegen die nächtlichen Besucher zur Burg hinauf, um von der Höhe aus einen Blicr über das Land zu werfen. In schier undurchdringlichem Dunkel lagen die Täler und Berge des Kreisgebietes, während von den preußischen Nachbargemeinden Odenhausen und Salzböden — in wirksamem Gegensatz — viele Lichter herüberblitzten. Auch das große Buderussche Werk lag in tiefem Dunkel. Schon dieser erste Ueberblick vom Gemäuer der alten Burg aus, ließ erkennen, daß die Verdunkelungsaktion im Kreisgebiet als wohlgelungen betrachtet werden konnte. Dieser Eindruck wurde auf der weiteren Fahrt Der erste Abschnitt der Luftschutzausbildung der Bevölkerung der Stadt und des Kreises Gießen ist am gestrigen Mittwochabend zu einem gewissen Abschluß gebracht worden. Und um es vorwea zu sagen: das Ergebnis lohnt die vielfältig und von zahlreichen Mitarbeitern unermüdlich aufgewandte Mühe durchaus! Die bezirksweisen Verdunkelungübungen im Verlaufe der letzten Monate in Gießen und die gleichen Uebun- gen in den Orten des Kreises haben die Schulung aller Volksgenossen im Luftschutz erfreulicherweise so weit vorangebracht, daß am gestrigen Mittwochabend zum erstenmal ein größerer Bezirk in straffer Zusammenfassung bei gleichzeitiger Durchführung Der Aufgaben für die Luftschutzübung eingesetzt werden konnte. Der Zweck dieser größeren Bezirksübung bestand darin, einerseits die Schlagfertigkeit der Bevölkerung einer ganzen Reihe von Städten und Dör- frn gegenüber den Aufgaben des Luftschutzes zu erproben, zum andern aber aus den Ergebnissen des Uebungsverlaufes immer wieder zu lernen und neue Gesichtspunkte für ben weiteren Ausbau dieses Selbstschutzes der Volksgenossen gegenüber der Fliegergefahr zu gewinnen. SA., NSKK., Feuerwehr, Reichsbahn und Reichs- poft. Die Disziplin auf den Landstraßen und innerhalb der Orte wurde sowohl beim Fährverkehr der Kraftfahrer und Radfahrer, wie auch im Fußgängerverkehr gut gewahrt. Die Geschäftsleute haben sich mit der Beleuchtung ihrer Schaufenster gut in den Rahmen der Hebung eingefügt, zum Teil haben sie während des Zustandes der eingeschränkten Beleuchtung sogar mehr getan, als an sich notwendig war. Die Straßenbahn in Gießen bekam gleichfalls eine gute Note, ebenso die zahlreichen öffentlichen Betriebe, die man besichtigt hatte. Mit besonderer Genugtuung wurde ferner heroorgehoben, daß die fioltlufteinbcudi vom Norden oder warmes Regenwetter vom Süden? Wie es kommt, jeder Schädigung Ihrer Haut beugen Sie vor durch Einreiben mit der euzerithaltigen Nivea-Creme. Eine kleine Mühe, die Ihnen großen Nutzen bringt für alles Erschaffene: „Ueberall wo Liebe entsteht, steht auch Leid." eine Ve- und ent- dienstbeflissen, und jede Bewegung ihrer schwarzen mageren Hand spricht stumm von der uralten Tragödie des Weiblichen. Zorn und Trauer in den schönen klugen Augen, schaut der Gatte zu; aber keiner begehrt auf gegen den Herrn. Die Aeffin kehrt, vorsichtig mit dem Kleinen voltigierend, auf ihren gewohnten Platz zurück, und sofort ist neben ihr, zärtlich, sanft und sehr ergeben, ihr Schatten; eine zweite Aeffin. Man sieht, daß sie vor nicht langer Zeit gesäugt hat; aber wo ist das Kind? Vielleicht ist es tot, vielleicht hat man es ihr genommen, genug sie ist allein. Und nun hat sie alle unerfüllten Wünsche, alle vereinsamte Liebe ihres Mutterherzens an das fremde Kind gehängt. Sie dient der glücklichen Schwester wie eine Magd, sie umgibt sie ununterbrochen, sie befreit sie von lästigen kleinen Bewohnern ihres Pelzes, sie hält ihr Störungen ab. Kommt der Gatte, so räumt sie ihm den Platz vor der Aeffin und setzt sich demütig hinter sie, stets zu ihren Diensten bereit; aber ihre Augen hängen an dem Kleinen und der Preis für ihre ergebene Freundschaft ist, unbehelligt und so oft sie* will, über das kahle Köpfchen, über die unbeholfenen Glieder des Babys zu streicheln. Sie allein darf es. Und die beiden Aeffinnen tauschen merkwürdig ernste und sanfte Blicke, wenn das Kleine ein Händchen aus dem Fell der Mutter löst und spielerisch zurückgeworfen, in das vor Verlangen zitternde Fell der Freundin greift: eine glückliche und eine traurige Mutter sehen sich an. Zuweilen macht die Fremde einen kurzen und heftigen Vorstoß: sie reißt das Kleine an sich, sie drückt das nun ängstlich Schreiende an ihre Brust; dann holt die Mutter es wieder. Aber sie, die sonst mit blanken Zähnen gegen alle Annäherungen ringsum sich wendet, holt es nun sanft und ohne Vorwurf in ihre Arme zurück, und sie duldet, daß eine Hand der Schwester auf dem kahlen Köpfchen Meisterwerke olttigyptiscker Bildhauerkunst. Im Britischen Museum sind als eine Leihgabe längere Zeit 14 Stücke aus der Sammlung ruhen bleibt. Es ist schwer, feinen Blick zu lösen von dieser schwarzen, erschütternd menschenähnlichen Hand: eine Welt von Verlangen, Einsamkeit und zielloser Mutterliebe offenbart sich Darinnen. Und " hervorbrennende Wahrheit der alten indischen den ertönt, dieselbe für Menschen und Tier Gulbenkian von altägyptischen Bildhauerarbeiten ausgestellt, die sich über eine Zeit von 2000 Jahren, aus dem Mittleren Reiche bis zu den Ptolemäerzeiten erstrecken und einen außerordentlich starken Eindruck von der Höhe Der Porträtkunst in Dieser Zeit vermitteln. Das hervorragendste Werk ist der Kopf eines Mannes aus schwarzem Obsidianglas, das Dem Künstler wegen feiner Härte Die größten Schwierigkeiten bereitet haben muß. Der Kopf gilt als eines Der schönsten Beispiele altägyptischer Porträtkunst. Man nimmt allgemein an, Daß er Amenemhat III. von Der elften Dynastie, etwa aus dem Jahre 2050 v. Ehr. Darstellt. Er ist nur zehn Zentimeter hoch, aber die Darstellung ist von größter Feinheit, und der nachdenkliche, düstere Blick Des Pharao ist mit tiefster künstlerischer Einfühlung zum Ausdruck gebracht. Von höchster Kunst zeugt auch ein anderer Männerkopf, wahrscheinlich ein nubischer Beamter aus Dem Mittleren Reich, Der in Dem damals seltenen Dunklen Granit gearbeitet ist. Ferner erregt Die Aufmerksamkeit eine vorzüglich erhaltene Mumienmaske aus uergoIDetem Silber, die aus späterer Zeit stammt, die schreitende Bronzestgur einer Frau aus Der gleichen Periode und ein Männerkopf aus grünem Schiefer. Sehr schön ist auch eine ausgestreckt liegende Bronzekatze mit zwei Jungen, Die an ihrer Seite spielen. Der anhänaliche Vogel. Die Launen oDer auch Die Liebe eines Singvogels haben in Belgrad einen heftigen Streit zwischen einem Ladeninhaber und seinen Kunden entfesselt. Jedesmal, wenn der Ladenbesitzer eine seiner indischen Nachtigallen verkauft hatte, kam der Käufer nach einigen Tagen wieder und klagte, daß sein Vogel nicht zum Singen zu bringen sei. Sobald aber der verklagte Vogel seinen alten Herrn erblickte fing er sogleich an, zu fingen. Der Vogel wollte augenscheinlich nur für seinen alten Herrn singen. Die Kunden verlangten nun ihr Geld zurück und darüber ist es mit Recht zum Streit gekommen. C. K. ohne Geschrei und Gezänk, aber beiseite geschoben wird er. Solche große Männerpfoten sind zu nichts gut in einer Säuglingsstube. Aeffinnen werden besonders scharf in Distanz ge-. ' . .. •• r,,.-v < halten; mal ein bißchen bewundern Das Kleine, ja, * laufen läßt, arbeitet sie demütig ängstlich und Aber nun, Da sie wirksam ihr Kind und ihre Mutterwürde verteiDigt hat, folgt sie ihm, dem Herrn, mit einer seltsam ergreifenden Geste der Demut, hockt sich, immer Das Kleine fest im Arm, neben ihn und sucht ihm emsig unD ergeben sein Fell ab. Mehr kann ich dir jetzt nicht tun, Herr, aber diese meine geringen Liebesdienste sollst Du haben« Und während bas Kindchen schmatzend und gierig angeklammert trinkt und er paschahaft, Die Beine von sich gestreckt, geschlossenen Auges sich I faulen läßt, arbeitet sie demütig ängstlich und Affen unter sich. Von Sofie v. Uhde. Es ist doch noch recht klein, Das Affenkind; mit einem nackten Greisengesichtchen, mit unbeschreiblich großen Ohren und Den mageren, faltigen HänDen eines sehr alten Mannes, hängt es an Der Brust Der Mutter. Aber mag es auch noch so klein, noch so kinDlich-töricht sein, es bildet Doch Den wichtigen Mittelpunkt Der Interessen in dieser Affenkolonie, das steht außer Zweifel. Nicht eine Sekunde des Tages gibt Die Mutter es aus Den Armen; ernst sitzt sie-Da, ganz Pflicht, S Liebe. In ihren klugen, ein wenig traurigen jn ist Die schöne Ruhe Der großen Erfüllung. Sie hält Den ganzen Sinn ihres Daseins in Den Armen, was will sie noch mehr? Zuweilen vielleicht, wenn ihre Blicke über Das rührend häßliche Köpfchen an ihrer Brust hinweg in Die besonnten Wipfel von ihren Gittern streifen, huscht über ihre Tierseele eine Erinnerung und ein Wunsch. Aber auch für Sehnsucht hat sie jetzt keine rechte Zeit, und ihre Augen kehren zurück zu dem unbeholfenen, hilflosen Wesen, das mit ängstlichen, kahlen Händchen in ihrem Fell klammert; grenzenlos vertrauensvoll klammert es da. Sie hat zu tun, die Mutter; nach allen Seiten muß sie das begehrte Kind verteidigen. Denn jeder dieser zahlreichen Affen, groß und klein, versucht auf seine Weise, sich mit dem Familienzuwachs zu befassen. Die Männchen kommen von Zeit zu Zeit, setzen sich vor Mutter und Kind nieder, schauen eine Weile mit etwas überlegenem Wohlwollen zu, greifen dann plötzlich mit Derber, schon leicht gelangweilter Angriffslust mitten in das schreiende Affenkind, bekommen von der Mutter tüchtig eins auf die Finger, und trollen sich wieder. Der recht- mäßige Herr Gemahl — man sieht an ihrem und seinem Mienenspiel sofort, daß er es ist — kehrt regelmäßig wieder, sitzt lange und voll Ruhe vor ihr, kurz ist hier zuhause. Er wird auch sanfter beiseite geschoben, wenn er nach dem Kleinen faßt, auch ein bißchen mit ihm schwätzen, warum nicht, aber nur nicht anfassen. Und gerade das will jede. Besonders schlimm ist Die Jugend. Da sind 3roei Halbwüchsige, rechte kleine Lauseaffen; Die haben keinen anberen Gebauten, als sich an bas Baby heranzupürschen und ihm einen Schabernak zu spielen. Die unglückliche Mutter bekommt vor Gift und Galle ganz grüne Augen, wenn sie die beiden nur sieht, und zeigt Zähne, die recht achtunggebietend sind. Aber da werden die zwei zahm wie die Lämmlein; scheinheilig rollen sie sich neben der Aeffin auf dem Rücken herum und spielen mit ihren eigen Füßen, so recht harmlos und ein wenig schläfrige Lebensgenieher. Aber die listigen Aeuglein ruhen nicht und bei der ersten passenden Gelegenheit — ruck! — haben sie das Kind recht unsanft am Ohr gezogen und sind auf und davon. Das Baby schreit wie am Spieße, die Mutter schimpft gellend, die Männchen stürzen herbei die Aeffinnen kommen zeternd, es ist kein schlechter Aufruf! Aber unten im Sand, an Nußschalen kauend, friedlich harmlos und ein wenig unbegabt dreinschauend, sitzen die beiden und wissen doch nichts. Doch Die größte Unruhe in Der Kinderstube erregt einer Der männlichen Affen. Ein großer, brutaler Kerl. Er scheint der Herr Des Ganzen zu sein. Besitzer asier Frauen. Gegenstand peinlicher Achtung Der Männer und böser „Wauwau" Der Kinder. Wenn er seine Stimme ertönen läßt, verbreitet sich sofort eine leichte Panik. Auch er kommt zuweilen, Das Baby besichtigen, nicht ohne sich Dabei gegen Die Mutter frech zu benehmen. Dann macht sie. Das brüllende Kind im Arm, einen roütenben Satz auf Die Seite und fängt so furchtbar zu zetern an, daß Der Angreifer von Diesem Doppelgeschrei gern wieder geht. zuhören. Aus -er Provinzialhauptstadt Deutsches Volksbildungswerk (NSG. „Kraft durch Deutsches VolksvMungswerr „suuuvuiu). bis 20 Vf Tafeläpfel - Lichtsvielhaus. Bahnhofstraße: „Der Hund 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis * Gießen, 14. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, X kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C IPX, ungezeichnete 10, Wirsing, X kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 28 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, X kg 5 Pf., 5 kg 42 Pf., 50 kg 3,35 bis Ein weit gereister Mann schrieb kürzlich über die Stadt Bremen, daß in ihr „Männlein und Weiblein und selbst die ältesten Tanten" sich einer kaum zu überbietenden Verkehrsdisziplin befleißigen. Auch der eingefleischteste Gießener Lokalpatriot wird ein Gleiches von seiner Stadt und deren Umgebung nicht behaupten wollen. Wer, wie der Schreiber dieser Zeilen, die undankbare Aufgabe hat, als Derkehrsrichter hier den Erzieher spielen zu müssen, der vermag ein Lied davon zu singen, was sich auch in unserer fortgeschrittenen Jetztzeit noch viele unserer Zeitgenossen auf diesem Gebiet zu leisten vermögen. „Verkehrsteilnehmer" sind sie alle, ob Fußgänger, Radler, Pferdelenker oder Benzinmänner, d. h. Kraftfahrer. Die K r a f t f a h r e r sind — mag dies auch manchem Widerspruch begegnen, aber es ist so! — nicht die Schlimmsten. Sicherlich gibt es rücksichtslose Vertreter auch dieses Standes mehr als genug: Kurvenschneider, rücksichtslose Auspuffratte- rer, Schnellfahrer, hier besonders Lastkraftwagen, die im Vollgefühl ihrer überragenden Kraft rücksichtslos auch durch die engsten Straßen unsere.r Stadt rasen, Fahrer, die bei aller Anerkennung der notwendigen Einschränkung des Hupens erst im letzten Augenblick ihr Signal geben, die ohne ein Zeichen zu geben um die Ecken sausen, dem Fußgänger fast über die Füße fahren und den nebenherfahrenden ahnungslosen Radler auf das Schwerste gefährden. Sie alle sind noch immer an der Tagesordnung und müssen gefaßt werden, wo man sie nur fassen kann. Entziehung des Führer- scheins, wenn auch nur vorübergehend, ist hier das gefürchtetste, aber auch probateste Mittel. Und doch, zur Ehre der Mehrheit der Kraftfahrer sei .es gesagt: gerade unter ihnen herrscht doch noch die beste Disziplin; denn, wer mit seinen so und sovielen PS durch das irdische Dasein sausen darf oder muß, der legt doch verständigerweise selbst gar keinen Wert darauf, mit seinem lieben Nächsten, und sei es auch „nur" ein Fußgänger, zusammenzurennen, ein Unterfangen, bei dem doch auch der gewiegteste Fahrer nicht vorher weiß, wie es für ihn selbst an Leib und 15 Pf. ** Ein Siebzigjähriger. Am Samstag, 16.Januar kann der Landwirt Ehristoph Wagner, Krofdorfer Straße 37, seinen 70. Geburtstag feiern. , Ä ** Dre nächste Facharbeiter- bzw. Gesellenprüfung betrifft eine Bekanntmachung der Industrie- und Handelskammer Gießen in un- verwöhnte und blasierte Frauenlieblir.g war da zum erstenmal einer wirklichen Liebe und einem wirklichen Menschen begegnet. Er hatte sich offenbar gehütet, dieses noch halb kindhafte Mädchen, dessen instinktive Menschenkenntnis er spürte, allzuviel mit seiner eigensten Lebenssphäre in Berührung zu bringen. Sie machte sich nicht viel aus dem mondänen Betrieb, und wenn sie zuweilen doch Leute aus seinem unabsehbaren Bekanntenkreis flüchtig kennenlernte, dann fand sie die Frauen fast immer etwas allzu elegant und die Männer, so grundverschiedenen Kreisen sie zu entstammen schienen, doch allesamt von dem gleichen, ihr irgendwie unangenehmen Typus. Alle hatten sie etwas von brutalen Erfolgsmenschen an sich, ganz gleich, ob es nun Bankiers waren oder Politiker, hohe Staatsfunktionäre oder pensionierte Generale, die jetzt als Dekoration irgendeines Aufsichtsrates wirkten. Dabei hatte Ostrowski streng darauf gehalten, sie ja nur mit durchaus gesellschaftlich einwandfreien Leuten zusammenzubringen, weniger vielleicht in der Absicht, mit seinen fabelhaften Verbindungen vor ihr zu glänzen — dazu war er zu klug —, nein, viel eher wohl in dem Bestreben, ein gewisses Gegengewicht zu schaffen gegen die immerhin etwas zweideutige Art von Berühmtheit, die sich, besonders in einem bestimmten Teil der Presse, mit seinem Namen verband. Er hatte sich vermutlich — zum erstenmal in seinem Leben vielleicht — ein wenig geschämt vor einem Menschen, an dessen Urteil ihm mehr als an dem der ganzen übrigen Welt gelegen war. Vielleicht hatte er sogar ernsthaft versucht sich aus all den unübersichtlichen und dunklen Geschäften, in die er verwickelt war, langsam und vorsichtig herauozuziehen, und vielleicht war thm dann gerade das zum Verhängnis geworden. Dazu kommt noch, daß solche Leute schließlich abhängig sind von ihren Kreaturen, genau wie bei den amerikanischen Verbrecherfürsten, die sich niemals vom Geschäft zurückziehen und zur Ruhe setzen können, weil ihre Leute das nicht dulden. Hier schien dieser Monno eine ähnliche Rolle gespielt zu haben, dieser verdächtige Mensch, von dem Evelyn gleich einen so schrecklichen Eindruck gehabt, hatte, als ihr Ostrowski ihn als seinen Privatsekretär vorstellte. „Er war mir schrecklich unheimlich", erzählte sie mit leisem Erschauern, „nicht weil er häßlich war, das allein hätte mich nicht so abgestoßen. Aber seine Lus". —' Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Hund von Daskerville". — Oberhessischer Kunstverem, Turmhaus am Brand, 17 bis 18 Uhr, Ausstellung der Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Pro- Augen hatten etwas so kalt Drohendes, beinahe Grausames. Er war bestimmt viel älter als sein „Patron", wie er Ostrowski immer mit einem leicht höhnischen Unterton nannte. Er sah auch gar nicht aus wie ein Sekretär, sondern eher wie ein marokkanischer Seeräuber in Zivil. Er hatte eine Art, Serge vertraulich beim Arm zu nehmen — als ob er einen Gefangenen abführen wollte. Und Serge — Ostrowski meine ich — ließ sich diese plumpen Vertraulichkeiten ruhig gefallen. ,Du kannst mir glauben', sagte er immer, wenn ich ihn warnen wollte, ,Monno ist mein bester Freund, wir gehören zusammen. Ich kann mich unbedingt auf ihn verlassen, es ist tausendmal erprobt!' Was sollte ich dagegen sagen? Selbst als Monno anfing, mir Augen zu machen und aufdringlich seine Bewunderung für mich zu betonen, habe ich noch geschwiegen. Aber einmal — Ostrowski war noch spät am Abend ganz unvermutet zu einer Konferenz nach Bordeaux abberufen worden — benutzte dieser seltsame Privatsekretär die Gelegenheit, daß Serge mich allein mit ihm im Auto heimfahren ließ. Er machte mir eine Art von Liebeserklärung, die wie eine Drohung klang. Ich empfand nur die Beleidigung und wies ihn heftig zurecht. Ich würde mich bei meinem Verlobten über ihn beklagen, sagte ich ihm. Er antwortete darauf nur mit einem spöttischen Schnauben, im übrigen blieb er stumm. Aber als er mir vor meinem Hause mit kalter Höflichkeit aus dem Wagen half, sah ich im Licht einer Straßenlaterne sein Gesicht zu einer Grimasse von Hohn und Wut verzerrt. In jähem Erschrecken wurde ml’ klar, daß ich Serge alles sagen und ihn dringen) vor diesem Menschen warnen muhte. Und ich habe es auch getan, sowie Serge wieder zurück war. Serge wurde blaß vor Zorn und stürzte ans Telephon, um Monno herbeizurufen. Später hörte ich dann aus feinem Arbeitszimmer die heftig streitenden Stimmen der beiden, anfangs sehr laut, dann leiser, aber immer heftiger. Sie sprachen irgendeine Sprache oder einen Dialekt, den ich nicht verstand, ich konnte nicht einmal am Klang heraus« finden, was es war. Anfangs hatte ich nur^Sergs reden hören, aber dann wurde er immer häufige? von dem anderen unterbrochen, der schließlich fast allein zu sprechen schien, ohne sich um Serges kurze (Finrofirfe viel zu kümmern. (Fortsetzung folgt!) ferem heutigen Anzeigenteil. Auf die Anzeige sek besonders hingewiesen. , ± ** Gefährliches Glatteis. Heute morgen ging über unserer Stadt und der Umgebung ein feiner Regen nieder, der bei der Berührung mit der kalten Erde sofort Glatteisbildung hervorrief. Die Volksgenossen, die sich gegen 8 Uhr aus. den Weg zur Arbeit begaben, mußten sehr vorsichtig gehen. Auch di- Fahrzeuge hatten schwierigen Ver- kehr. Dor vielen Häusern wurde, entsprechend der gesetzlichen Pflicht, sofort Asche oder Sand gestreut. Große Strafkammer Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen die 47jährige Katharina Appel aus Gießen wegen Kuppelei und Vornahme unzüchtiger Handlungen an einem Knaben verhandelt. Das Gericht erkannte wegen Kuppelei auf eint Zuchthausstrafe von einem Jahr, während im anderen Falle eine einwandfreie Schuld nicht nachgewiesen werden konnte und insoweit Freispruch erfolgte. Der Angeklagten wurden mildernde Umstände versagt,, da die verkuppelte Per« son ihre eigene Tochter ist. erhält die Fahrtkosten zwischen Wohnort und Em- stellungsort bei Einstellung und Entlassung ersetzt. Auch kann er einen fünftägigen Heimaturlaub im zweiten Halbjahr mit Vergütung der Fahrtkosten erhalten. Die Einstellungen erfolgen zum 1. April und 1. Oktober. Die Bewerbungen werden von allen Dienststellen des Reichsarbeitsdienstes — auch auf schriftlichem Wege — bis zum 15. Februar angenommen. Bei frühzeitiger Meldung können diese für den Ort der Einstellung berücksichtigt werden. Nähere Auskunft geben alle Dienststellen des Reichsarbeitsdienstes, sowie das von der Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes herausgegebene Merkblatt. Gießener Wochenmarktpreise. heil Hitler! tfannfüf)tung 116. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. An alle Del Sgenoffen -es Kreües Gießen. Der Relchsjugendführer Baldur v. Schirach leitet am Freitag von 19.40 bis 20 Uhr die heim- befchaffungsaktion der Hitler-Jugend mit einer Ansprache an die deutsche Ellern- schast ein. . , Die von allen deutschen Sendern übertragenen Ausführungen des Reichsjugendführers sind derart wichtig, daß wir nicht nur die Eltern, sondern alle Volksgenossen bitten möchten, sich diese Rede an- GießenStadtmdLand-einMüelsiildenDeMr? Zum „Tag der deutschen Polizei. Von Amisgelichtsdirettor Or. Mickel, Gießen. Hebung ohne Unfall verlaufen ist, die Alarmeinrichtungen sich bewährt haben und auch die Verkehrsregelung trotz der schwierigen Verhältnisse zufriedenstellend gewesen ist. Neben diesen guten Ergebnissen des Uebungs- Verlaufes wurde aber auch auf einige Wünsche und Erfordernisse hingewiesen, die noch zu erfüllen sind und die für die weitere Arbeit nächstes Ziel fein Müssen. Insbesondere wurde bei aller Anerkennung der freudigen Mitarbeit der Bevölkerung hervorge- hoben, daß es nach wie vor dringend notwendig ist, auf dem Gebiete der Schulung und £uff- schuherziehung aller Volksgenossen tatkräftig fortzufahren, damit sich alle Volksgenossen auch weiterhin restlos und opferfreudig in den Rahmen der Luftschuhübung einfügen. fessor Otto Dill. Goelhebund und kaufmännischer Verein. Der Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein Gießen teilen uns mit: Das Vortragsprogramm der zweiten Winterhälfte wird am kommenden Montag mit einem Lichtbildervortrag „Deutschland", (Vorn deutschen Land, dem deutschen Menschen und dem deutschen Wesen) eingeleitet, zu dem Pros. Walter, Austauschprofessor in Schweden, gewonnen worden ist. Was sich hier vor den Augen des Dor- tragsbefuchers in Bildern gestalten wird, ist nicht nur deutsches Land, ist vielmehr deutsches Leben, deutsches Schicksal. Professor Walter steht von feinen früheren prachtvollen Lichtbildervorträgen her noch in bester Erinnerung. (Näheres siehe heutige Anzeige.) S aarabstimmungsfeier. Am kommenden Samstag, 16. Januar, 20.15 Uhr, findet im Katholischen Dereinshaus eine Saarabstimmungsfeier statt, zu der alle Saardeutschen und Pfälzer in Gießen und Umgebung eingeladen sind. Auf die heutige Anzeige fei hingewiesen. Deutsche Arbeitsfront. Arbeitsschule der Deutschen Arbeitsfront. Die Deutsche Arbeitsfront, Kreisleitung Wetterau, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung gibt im heutigen Anzeigenteil die Termine neuer Lehrgänge in Kurzschrift, Maschinenschreiben, Buchführung, Textilwarenkunde usw. bekannt. Interessenten seien auf die Anzeige besonders aufmerksam gemacht. 71SLB., Kreis Gießen. Mädchenerziehung, technische Fächer. Samstag, 16. Januar, 15 Uhr, in der Mädchenberufsschule in Gießen: 1, Einfluß der Vitaminnahrung (Schultheis, Großen-Linden); 2. Der Handarbeitsunterricht im 8. Schuljahr (Schneider, Gro- ßen-Bufeck). Längerdienende Freiwillige im Aeichsarbeitsdienst. DNB. Die Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes teilt mit: Jeder deutsche Volksgenosse zwischen dem vollendeten 17. (in Ausnahmefällen 16.) und dem vollendeten 25. Lebensjahr kann sich zum freiwilligen Dienst von mindestens einem Jahr im Reichsarbeitsdienst verpflichten. Volksgenossen, die ihrer Arbeitsdienstpflicht bereits genügt haben, können als längerdienende Freiwillige erneut für ein halbes Jahr oder mehr eintreten. Dem länger dienenden Freiwilligen werden die Freiwilligenschnüre verliehen; Beförderung zum Vor- mann oder Vormann und auherplanm. Truppführer ist für ihn vorgesehen. Der längerdienende Freiwillige aus. Auch allerlei Nistkästen gibt es zu bewundern, die täuschend naturecht den Baumstammhöhlen gleichen, nur noch ein kleines Schutzdach über dem Flugloch haben. Bei den Kästen für die Rotschwänzchen muß man schon von einem Flugspalt sprechen, der an einen breitgezogenen Mund mit hängender Unterlippe erinnert. Wenn es schon ein beglückendes Gefühl ist, von feinem Hofgeflügel beim Futterstreuen umschart zu werden, wieviel mehr muß es beglücken, die Vögel des Himmels füttern zu können! Futterampeln und Nistkästen sehen dich an, gehe nicht vorüber! _________________P- B. Schaufenster für Dogelfreunde. Im Hintergründe ist eine große Tafel unserer deutschen Singvögel aufgehängt. Eine charakten- stische Stellung jedes Vogels und das tn natur- , wahrer Buntheit leuchtende Gefieder lassen einem . sofort den Namen des Sängers einfallen. Ja, mehr noch: sie zaubern seinen Lebensbezirk vor uns hin, versetzen uns in ein Stück Garten oder Wald, Feld । oder Heide, Busch oder Schilf, ans Bachufer oder auf eine Wiese, wo wir den Lockruf oder das Lied eben dieses Sängers lieblich schallend zu hören glauben. Aber nur wenige von dieser großen, im Bilde lebendiggewordenen Schar bleiben uns auch im Winter treu, und wieder nur ein Teil von diesen Wenigen kommt in unsere Hausgärten, in die Nahe unserer Wohnungen bis zu Terrasse und Balkon. Es sind kaum mehr als ein paar Meisen, Buch- sinken, Ammern und Rotkehlchen. Freilich kommen noch dazu die Haussperlinge und die Hausamseln, wie man mit gutem Recht diese immer vertrauter mit uns gewordenen Schwarzdrosseln nennen könnte. Ihnen ist im Vordergründe des Schaufensters reiz- voll und reich an leckeren Sämereien der Tisch ge- deckt: Da stehen in dunklen Schalen Samen von Bohnen- und Weizenkorngröße bis zur winzigen Form kleiner Schrotkügelchen. Die dunklen Farbentone sind vorherrschend. Wenn auch Weiß und Gelb vertreten ist, so erscheint doch die Mehrzahl der Sämereien von der Sonne gebräunt und geröstet. Manchmal sind zwei oder mehrere Samenarten als Streufutter gemischt, was ein buntes Farbenge- fprenkel ergibt. Aus ihm können sich die hungrigen Schnäbel, je nach Geschmack und Vorliebe, das Beste für sich herauspicken. Dabei wird, wie die Erfahrung lehrt, allerdings manches zerstreut und übersehen, und im Frühjahr grünt, wenn der Futterplatz eine Gartenecke ist, ein rätselhaftes Kunterbunt von Hälmchen und Blättchen auf. Für die turnerisch veranlagten Meisen, die gern an wippenden Zweigen kopfunter hängen, zeigen die Seiten des Schaufensters Futterampeln in allen möglichen Formen, die — gleichsam als schaukelnde Recke — den kleinen Artisten sicher eine frohe Überraschung sein werden. Träger der Ampeln sind lan- gere oder kürzere Holzarme, die man an einer Balkonmauer oder am Fenster befestigen kann. Sehr praktisch erscheinen die geschlossenen Formen, die etwa einer großen Birne oder einem Straußenei ähneln und mit Schlupflöchern versehen sind. Manche haben zum Schutze des Futters vorspringende Dächer und Böden und sehen wie winzige Karusselle sehr besorgt, mich ja nicht irgendwie zu kompromit- : tieren. Dabei m-ar er immer mit einer zarten, un- < aufdringlichen Fürsorge um mich bemüht. Ich dachte : eigentlich, er wäre mein guter Freund, beinahe so : etwas wie ein älterer Bruder. Als er mich dann eines Tages fragte, ob ich feine Frau werden wollte, war ich zuerst fast erschrocken, aber dann habe ich ja gesagt — unter der einen Bedingung, daß ich auch als seine Ftau nicht auf meine künstlerische Laufbahn zu verzichten brauchte. Und damit war er sehr einverstanden, er wollte mir sogar eine großartige Tournee ermöglichen, sowie Potuloff, von dem er auch viel hielt, es erlauben würde. Du mußt verstehen Frank, ich habe damals bei alledem nur an meine künstlerische Zukunft gedacht, nicht etwa an die „gute Partie", und dann — überhaupt ..." Evelyn stockte, und eine heftige Röte überflutete ihr Gesicht, als sie dann leiser fortfuhr: „Ich wußte damals ja überhaupt nicht, wie das ist, wenn man einen Mann wirklich liebt, ich dachte, es genügt, wenn man ihn nur gern hat." Frank Alland hätte sie bei diesem Geständnis am liebsten an sich gerissen, aber er wollte sie jetzt nicht unterbrechen, und so drückte er nur stumm einen langen, innigen Kuß auf ihre Hand, die er schon längst wieder im Gehen ergriffen und nicht mehr aus der seinen gelassen hatte. Einen Augenblick schien es, als ob sie sich ganz seiner Liebkosung überlassen wollte. Dann aber zog sie mit sanfter Entschiedenheit ihre Hand zurück und ging mit einem kleinen Abstand auf dem schmalen Weg neben ihm her. Er spürte, mit welcher Anstrengung sie sich zwang, diese Beichte fortzusetzen, Die sie nun einmal freiwillig begonnen hatte. Wie gut er sie verstand, sie und ihre noch kaum vergangene Vergangenheit und — ja, auch diesen Mann, der sie wirklich geliebt haben mußte mit allem Bestem, was in ihm war. Alland verstand ihn vielleicht noch besser, als Evelyn selber es konnte. Was sie da so einfach und naiv an Tatsachen berichtete, war aufschlußreich ge- • nug für einen Mann von größerer Welterfahrung, : für einen Arzt besonders, der gewohnt ist, den , laienhaften Berichten seiner Patienten eine tiefere . Deutung zu geben. 1 Ja, dieser waghalsige Freibeuter auf den stürmi- ) scheu Meeren der internationalen Finanz, dieser Als Vertreter der Landesregierung begrüßte Ober- regierungsrat Dr. Pabst, Darmstadt, das gute Ergebnis der Hebung mit Worten der Genugtuung und des herzlichen Dankes an alle Mithelfer an dem aemeinfamen Werk zum Besten der Volksgesamtheit. Er gab für die Weiterarbeit noch einige bedeutsame Anregungen und stellte dabei auch Parallelen zu anderen Uebungen in größeren Städten an. Insbesondere sprach er für die gute Vorbereitung der hebung in Der Stadt bzw. im Kreise Gießen den zuständigen Dienststellenleitern, Polizeihauptmann Keller, Polizeioberinspektor Hoffmann und Polizeikommissar Zimmer bzw. Regierungsrat Grein vom Kreisamt, sowie dem Reichsluftschutzbund Dank und Anerkennung aus. Die Besprechung sand ihren Abschluß mit dem freudigen Gruß und Treuegelöbnis an den Führer, das zugleich das Be- fenntnis zu weiterer hingebungsvoller Mitarbeit am Werke des Führers und an den Aufgaben des Luft- i fchutzes in sich schloß. Leben und auch am Geldbeutel ausgehen mag. Wohl liebt auch der sonstige Verkehrsteilnehmer sein Leben und sein Geld nicht minder. Aber noch allzugern verläßt gerade er sich darauf, daß zunächst einmal der Kraftfahrer durch strengste Befolgung der Verkehrsvorschriften auch für sein. Des anderen, leibliches Wohl sorgt. Noch besser würde zweifellos Der Ruf Der Kraftfahrer, vor allem Der Motorradfahrer, wenn recht bald Der Prüfungszwang auch für Die bisher nicht führerscheinpflichtigen Klein- motorräber unter 200 ccm eingeführt mürbe, Maschinen, Die zum größten Teil schon längst nicht mehr diesen bescheidenen Namen verdienen. Weit größer im Verhältnis ist innerhalb und außerhalb unserer Stadt die Zahl der Verkehrssünder unter Den Führern von Pferdefuhrwerken. Hier ist die fast grundsätzliche Mißachtung Der für jeden Verkehrsteilnehmer bestehenden Pflicht hervorzuheben, ein Abbiegen von Der bisherigen Fahrtrichtung rechtzeitig vorher anzuzeigen, damit Der andere Perkehrsteilnehmer Gelegenheit hat, sich auf dieses Abweichen ebenso rechtzeitig einzurichten. Fälle dieser Art werden leider noch viel zu wenig zur Anzeige gebracht. Nicht minder gefährlich sind, besonders außerhalb der beleuchteten Ortschaften, Die Pferdelenker, die — es ist kaum zu glauben —l, noch in der Zeit des heutigen Schnellverkehrs sich nicht scheuen, unter schärfster Gefährdung ihrer Mitmenschen in der Dunkelheit ohne Laterne selbst auf Hauptverkehrsstraßen herumzufahren, oder die, die gleichfalls besonders in Der Nacht, sich nicht dazu bequemen können, Die rechte Straßenseite einzuhalten. Mit aller Schärfe muß gerade gegen Derartige rücksichtslose Schädlinge eingeschritten werden. Harmloser, wenn auch nichts weniger als harmlos, ist Demgegenüber Die Hauptmasse Der Verkehrsteilnehmer: der Fußgänger. Allerdings gilt nach dem Vorspruch Der neuen Reichsstraßenverkehrsordnung mit Recht Der Satz, daß Die Förderung Des Kraftfahrzeugs das von dem Führer auch mit dieser neuen Verkehrsregelung in erster Linie verfolgte Ziel ist. Aber solange es noch Das fremde GeW.; Roman von Caren. 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Nie werde ich es vergessen. Sogar Potuloff selbst hat mir gratuliert und die Hand gedrückt, und das will etwas sagen, weißt du! Seit -bem Tod Der Tante war es Das erstemal, Daß ich wieder etwas । Glück und Heiterkeit empfand, vielleicht auch ein bißchen eitle Befriedigung, weil alle möglichen bekannten Leute sich mir vorstellen ließen, mir Komplimente machten, mir Blumen schenkten. Du mußt denken, es war das erstemal, daß ich so etwas erlebte. Ich war ein wenig wie im Rausch, obgleich ich den ganzen Abend nur eine Flasche Wasser getrunken hatte. Ja — und siehst Du, an jenem Abend habe ich Serge kennengelernt — Serge Ostrowski, meine ich. Ich kannte sein Bild natürlich aus den Zeitungen, von Serge Ostrowski war immer die Rede bei allen möglichen Gründungen von Banken und Aktiengesellschaften und natürlich auch bei den sogenannten gesellschaftlichen Ereignissen, bei Rennen und Kostümfesten und all dem, was man so elegante Welt nennt, und wovon ich selber nk die geringste Ahnung hatte. Er hätte mich vielleicht gar nicht besonders interessiert, aber weil er mich russisch ansprach und gar nicht so hochmütig und blasiert aussah wie in den illustrierten Zeitungen, auch gar nicht so alt, sondern eigentlich viel zu jung für einen richtigen großen Finanzmann — gerade deshalb habe ich mich länger mit ihm unterhalten und ihm sogar erlaubt, mich mit seinem Auto heimzufahren. Er hat mir den ganzen Abend von der Pawlowna erzählt und von Nijinski, die er beide gut gekannt hat. Er verstand wirklich etwas von meiner Kunst, und das hat ihn mir gleich sympathisch gemacht. Er behandelte mich von Anfang an wie eine richtige Künstlerin, mit einer Art von freundlichem Respekt, ohne eine Spur von fader Courmacherei. Ich war natürlich anfangs auf der Hut, denn so wenig ich Zeitung las, — ich wußte natürlich, daß er, schön, reich, elegant, wie er war, als unwiderstehlicher „Homme ä femmes“ galt. Aber ich brauchte mich nicht ein einzigesmal gegen ihn zu wehren. Er war immer gleich taktvoll und * an- to*« * «toe M 116. |et eu^e morgen Mung S 'nk. ° 'in *«9 mit L^onief. ' «Hf b=n "r vochchtia leri9en Zer. '^chend der ln& gestreut. Netzen. y*6 gegen ?en. ®e9en Handlungen eint .Qt)r, mäh. ),r.eie, schuld ln° inloweil wmrben mil< kuppelte Per« rfeür? uegehen mag. eilnehmer fein Über noch all« .. daß zunächst iste Befolgung , des anderen, irbe zweifellos der Motorrad- gSDang auch ichtigen Klein« t würde, Ma- n längst nicht rdienen. innerhalb und der Lerkehrs- ferdefuhr- tzliche Mißach- er bestehenden von der bis« )er Qiwjei/w, er GkfcfltiM rMeitig ein* ider noch vier )t minder ge* !T beleuchteten es ist taum zu utiaen Schmll- »ärfster Tefähr- dunkelheit ohne -aßen herumzu- esonders in der nnen, die rechte r Schärfe mutz Schädlinge ein« Niger als Harm- se der Derkehrs- Allerdings gilt lteichsftraßenver- daß die Forde« s von dem üuy3 ehrsregelung m solange es noch »hendes, bemahe 1 älter als sem mit einem lech h auch gar W ' wie em marok hatte eine Art' ich ihn W* SÄ fi‘ Was sollten no anstnS' £ i» “(toteren? nach " ‘l eie lle, ob die Alarmierung der Feuerwehr irrtümlich erfolgte, sofern nur der Meldende in gutem Glauben handelte; dagegen wird böswillige Alarmierung der Feuerwehr nicht nur mit Geld-, sondern auch mit Gefängnisstrafen belegt — und das mit Recht. Die Feuerwehr kommt lieber zehnmal vergebens als einmal zu spät. Das Feuerlöschgesetz macht es sogar jedermann zur Pflicht, den Ausbruchs eines Schadenfeuers zu melden. Jeder Volksgenosse, der dieser so einfachen Pflicht genügt, trägt feinerfj’ts dazu bei, wertvolles Gut vor nutzloser Vernichtung zu bewahren; auch das ist Dienst am Volke! Oer weibliche Hilfsdienst im Frauenwerk. Die letzte Abteilung im Deutschen Frauenwerk ist der soziale weibliche Hilfsdienst. Hierzu gehört die Arbeit der Samariterinnen vom Roten Kreuz, die Tätigkeit der Helferinnen des Amtes „Mutter und Kind" bei der Volkswohlfahrt, das Frauenamt des weiblichen Arbeitsdienstes, das Frauenamt des Reichsnährstandes und der Bereitschaftsdienst im Luftschutz. Wir wollen hier nur einige näher betrachten. Welche Aufgaben hat das Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront? Es bildet in sorgfältiger Schulung die Vertrauensfrau, die soziale Betriebsarbeiterin und die Werkpflegerin aus. Die Vertrauensfrau sorgt dafür, daß die schwerarbeitende Frau durch Platzaustausch eine leichtere Arbeit erhält. Sie tritt für allgemeine Arbeitsplatzoerbesserungen ein, wie die Schaffung von Sitzgelegenheiten, nötigenfalls besseres Licht bei der Arbeit, geeignete Berufskleidung und für hygienische Einrichtungen. Während die soziale Betriebsarbei- terin für die Freizeitgestaltung sorgt, damit die Arbeiterin durch zeitweise Entspannung ihre Nerven erholt und sich für neue Leistungen stärkt, kümmert sich die Werkpflegerin um die Familienfürsorge. Hierzu gehört der Schutz der werdenden Mutter und die Betreuung von Mutter und Kind. In der Urlaubszeit werden die Veranstaltungen von „Kraft durch Freude" zur echten Freudenquelle. Auch an Lehrgängen für Leibesübungen kann sich die Arbeiterin beteiligen, wie auch selbstverständlich die Kurse der Mütterschulung ihr offen stehen. 3m Frauenaml der Arbeitsfront gibt es 4000 Beratungsstellen im Reich. 3m Durchschnitt werden diese Sprechstunden monatlich von 50 000 Ratsuchenden ausgesucht. Es gibt wohl kaum einen schlagenderen Beweis für die Notwendigkeit dieser Einrichtung. Durch das Frauenamt im Reichsnährstand werden die Bäuerinnen über alle Neuerungen in der Landwirtschaft auf dem laufenden gehalten und fachlich geschult. Sie werden unterwiesen in: Tieraufzucht, Fleischverwertung beim Schlachten, Hühnerhaltung, Gartenbau uno ländliches Kochen. Neben diesen rein praktischen Aufgaden werden wieder alte Gebräuche, Volkslieder und Tänze gepflegt, die Liebe zur heimatlichen Scholle vertieft und dadurch die Landflucht behoben. Fast überall finden die Bäuerinnen zu einer heimi- mischen Kleidung zurück, die mit ihrer Umgebung besser harmoniert als das städtische Modekleid. Schöne Handstickereien zieren die Kleidung und zeugen vom Sinn der Landfrau für Schönheit und Kultur. Die Frauen vom sozialen Hilfsdienst treffen wir überall, sei es bei der Mütterberatung oder der Mütterverschickung in Erholungsheime, sei es bei der Kleiderausgabe der RS.-Volks- wohlfahrt oder beim Minlerhilfswerk. So sehen wir, wie alle Abteilungen und Gruppen des Deutschen Frauenwerks in ihrer Arbeit wie ein gutes Räderwerk ineinanbergreifen, wie ein lebendiger Austausch untereinander die Frauen verbindet. Auf diesem großen Arbeitsfeld kann jede Frau einen Platz finden, um mitzuhelfen am Aufbau unseres deutschen Vaterlandes. F. K. Oberheffen. DerkehrSunfall bei Lollar. * Lollar, 14. Jan. Gestern abend ereignete sich unweit der Kreuzung der Straften Lollar—Sichertshausen und Staufenberg—Odenhausen ein Verkehrsunfall. Der Erwerbslose Ludwig M u - mental, aus Marburg, der sich mit seinem Fahrrad unterwegs befand, wurde plötzlich von einem Kraftwagen angefahren und kam dadurch schwer zu Fall. Der bedauernswerte Mann erlitt Verletzungen am Kops und an den Füßen und war einige Zeit besinnungslos. Er mußte auf Veranlassung von Dr. Dietz-Lollar in das Krankenhaus nach Marburg gebracht werden. Der Fahrer des Kraftwagens versuchte, nachdem er den Unfall bemerkte, weiterzufahren, ohne sich um den Verletzten zu beFümmerji. Er wurde aber von der an der Straßenkreuzung aufgestellten Verkehrs- wacht angehalten. Der Kraftwagenführer gab sich aber der Derkehrswacht nicht zu erkennen sondern fuhr sofort weiter. Den Kameraden der Verkehrs- wacht gelang es, das Kennzeichen des Wagens — IZ 13 312 — festzustellen, so daß mit der Ermittlung der Personalien des Krastwagenführers sehr rasch zu rechnen fein wird. Canhfreie Gießen Lollar, 13. Jan. Der hiesige Turnverein hielt dieser Tage sein Winterfest ab, bas einige unterhaltsame Stunden bot und gleichzeitig als Werbeabend für das Frauenturnen gedacht war. Der Aufmarsch der Turnerinnen und Turner eröffnete den Abend. Dereinsführer Karl Brück begrüßte die Teilnehmer. Sodann ze'gten die Jugendturner schöne Hebungen der Körperschule, die Turnerinnen folgten mit Ballübungen und ebenfalls mit Körperschule, ferner zeigten sie Geschicklichkeitsproben und Stabübungen. In bunter Reihenfolge wechselten im weiteren Verlauf des Abends Hebungen am Reck, am Barren und am Pferd ab. Großen Beifall fand eine Tanzoorführung der Turnerinnen. Den Abschluß der turnerischen Vorführungen stellten die Keulenübungen der aktiven Turner und die Stellung eines schönen Gruppenbildes dar. "y Watzenborn-Steinberg, 12. Januar. Dieser Tage fand in der Wirtschaft „Zum goldenen Frau Maria Müller, geb. taucht im Alter von 30 jähren nach langem schweren Leiden zu sich in zeigers. die Ewigkeit abzuruten. 239t> Kaufgesuche"| Salzböden, den 14. januar 1937. Beerdigung findet Freitag, den 15. Januar, nachmittags 2 Uhr statt. 241 D Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme Im Namen der Hinterbliebenen: Krofdorf, den 12. Januar 1937 248 D emvneblt 363A 2l. Rod) Nachfolger Uf ED R C DRUCKSACHEN WCKDC Brühl, OleBen grüne Heringe, l1/, kg (3^)65 «9 z.Koch,i.AuSschn..500e v.45--a. st. Braten, Filet. 500 gö. 40 4 an Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am Dienstagnachmittag meine Hebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter. Schwester, Schwiegertochter und Nichte Für sofort eine gebrauchte fimneihan- anfj gsrolnö? m. o. ohn.Motor unt. Angabe des Fabrikates zu taufen gesucht. Eilofferte erb. an Bangeschäft Hch. Ka vus II. Jnb.W.Kavvus, Fdstein i.T. 229D Gehr. 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Stillenden Frauen ist auf ihr Verlangen während sechs Monaten nach der Niederkunft zweimal je eine halbe Stunde täglich von der Arbeit freizugeben. 2n der Zeit von sechs Wochen vor bis sechs Wochen tbzw im Krankheitsfälle zwölf Wochen) nach der Ent- vindung darf der Arbeitgeber nicht kündigen, wenn er die Umstünde kennt oder sie ihm sogleich nach der Kündigung mitgeteilt werden Kündigung aus einem wichtigen Grund der mit der Schwangerschaft oder Niederkunft nichts zu tun hat. ist zu- läsiig Der Arbeitgeber ist zur Bezahlung des Lohnes für die Zeit, in der keine Arbeitsleistung erfolgt, nicht verpflichtet, wenn dies nicht besonders vereinbart ist. Wodka. Wuttki, rusiische Bezeichnung für Branntwein. Wohnsitz. Als W. gilt derjenige Ort, an deni man sich dauernd niedergelasien hat. Der W. ist wichtig im Prozeß: eine Klage muß regelmäßig an hem Gericht des Wohnsitzes des Beklagten erhobenwerden Bei Ehescheidungsklagen entscheidet, gleichgültig, ob der Ehemann Kläger oder Beklagter ist, stets der Wohnsitz des Ehemannes (f. aber Ausländerehe). Die Ehefrau teilt den Wohnsitz des Mannes, die minderjährigen Kinder den des Vaters, uneheliche Kinder den Der Mutter, Adoptivkinder den Der Adoptiveltern. Der W. ist auch wichtig bei Erfüllung von Schuldverhältnissen. Regelmäßig gilt als Erfüllungsort derWohn- sitz des Schuldners, wenn nichts anderes vereinbart ist. Geld muß aber der Schuldner Dem Gläubiger auf seine Kosten an Deften Wohnsitz übermitteln. Wohnung. Die Aufenthaltsräume des Menschen. Die bei Familien mindestens zweieinhalb Zimmer mit Küche umfaßen sollen. Für gesunde, preiswerte Kleinwohnungen wird neuerdings mit allen Mitteln gesorgt Die ideale Wohnung ist ein kleines Häuschen mit Garten in einem Vorort. Das Streben nach einer solchen Wohnung wird ebenfalls durch mit staatlichen Mitteln errichtete Siedlungen gefördert. Wer in Der Stadt selbst wohnt, achte Daraut, eine Wohnung zu finDen. Die genügend Licht. Luft und Sonne hat. Sind Kinder vorhanden so soll eine Familienwohnung außer einem Wohnraum, einer Küche. Abort und Bad ein Schlafzimmer für die Eltern und ein besonderes Schlafzimmer für Die Kinder besitzen Die Schlaf» zimmer liegen am besten nach Osten oder Südosten, die Küche nach Norden ober Nordosten. Einfamilienhäuser müßen so angelegt sein, daß sie sich auch ohne 3m Winter eine warme Wohnung. Mit wenig Kohlen schaffen Sie sich durch einen modernen Dauerbrandofen ständig eine gemütlich warme Wohnung. Nicht jeder Ofen eignet sich für jedes Zimmer. Lassen Sie sich von mir beraten. Ich zeige Ihnen eine reiche Auswahl von Dauervrandöfen aller Systeme. 3. V. Häuser. Gießen, am Oswaldsgarten. Fernsprecher 2145/2146. 1!) 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Der Angeklagte diente früher bei einem Garderegiment in Berlin und zog als Gemeiner ins Feld, wo er an der Front stand und es bis zum Dizefeldwebel brachte. Einige Tage nach dem Einzug der Truppen in Wiesbaden im September v. I., dem der Angeklagte beiwohnte, hielt er sich in einer Wirtschaft auf, wo die Unterhaltung mit fremden Gästen aus die Bezüge eines Hauptmanns zu sprechen kam. Nach Zeugenaussagen machte der Angeklagte in diesem Zusammenhang abfällige Bemerkungen über die Offiziere. Der Angeklagte wollte sich lediglich über die Offiziere der alten Armee geäußert haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen Vergehens gegen die §§ 134 Abs. a und 185 des StGB, zu zw e l Monaten Gefängnis und war dabei der Ansicht, daß durch die Aeußerungen zugleich auch die Offiziere der heutigen Wehrmacht beleidigt wurden, denn viele Offiziere der heutigen Wehrmacht gehörten der alten Armee an. Gegen den Angeklagten waren sechs Monate Gefängnis beantragt worden. Zur Frage der Strafhöhe wurde in der Urteilsbegründung ausgeführt, daß es unverständlich erscheine, was den Angeklagten zu den Aeußerungen veranlaßte. Der Angeklagte war wirtschaftlich in einer Lage, die ihm kein Recht gab, die Gehaltsbezüge des Hauptmanns zu bemängeln, denn der Angeklagte wird wahrscheinlich mehr verdient haben. Es müsse das Gericht außerordentlich erstaunen, daß in heutiger Zeit noch solche Aeußerungen fallen. Früher sei man ja solche Aeußerungen gewöhnt gewesen, aber heute könne man von jedem Volksgenossen erwarten, daß er solche Aeußerungen unterlasse. Die Aeußerungen ließen jeden kameradschaftlichen Sinn vermissen, und gerade dem Angeklagten mußte der Begriff Kameradschaftlichkeit geläufig sein. Das Gericht habe nach sorgfältiger Prüfung die Frage, ob die Tat mit einer Geldstrafe gesühnt werden könne, verneint. Dem Angeklagten, der sich vielleicht ärgerte, daß er nicht zum Offizier befördert wurde, stehe mildernd zur Seite, daß es sich um ein Wirtshausgespräch und um eine einmalige Entgleisung handelte; er hätte vor Gericht aber einen besseren Eindruck gemacht, wenn er als alter Soldat zu seiner Sache gestanden batte. Dem Kommandierenden General wurde Publikationsbefugnis des Urteils in zwei Heimatzeitungen des Angeklagten zugesprochen Anmeldungen sind sofort zu richten an Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wettemu, Abt. mr Berufserziebung und Betriebsführung, Gießen, Schanzenstr. 18, Fernsprecher 3275. _______243D Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen BrühPsche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 Die 1. Jugeftd hatte in Klein-Linden einen Gegner, der den Gießenern den Sieg sehr schwer Kräftige,muntere Kinder! Das kommt von der regelmäßigen Lebertran - Kur. 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Beide Mannschaften haben sich in letzter Zeit gut verbessert, so daß ein spannender Kampf zu erwarten steht. ZugendfUßball der Gruppe Gießen. Pflichtspiele der Jugendgruppe Gießen. VfB.-Reichsbahn 1 — Spielvereinigung 1900 1; Spielvereinigung 1900 II — Garbenteich; Leihgestern — Watzenborn-Steinberg; Lollar II gegen Heuchelheim II; Klein-Linden —Großen-Linden. Die erstgenannten Vereine sind Platzvereine und haben für diese Spiele die Schiris selbst anzusor- Fußball der Gauliga Hessen. Nachdem Hanau 93 vom SpV. Kassel geschlagen worden ist und der Meister praktisch für den Xitel nicht mehr in Frage kommt, liegt die Entscheidung nur zwischen dem Spielverein und Hessen Bao Hersfeld. Die größere Ausdauer wird den Ausschlag geben. Während der SpV. Kassel am öonntag mit Kewa Wachenbuchen glatt fertig werden mutzte, steht Hersfeld in Fulda im Kampf gegen die dortigen Borussen vor einer sehr schweren Aufgabe. Borussia hat sich wieder ganz gefunden und sollte in ihrer guten Verfassung auch den Hersfeldern das Nachsehen geben. FC. Hanau 93 müßte sich dem VfB. Friedberg überlegen zeigen, während Niederzwehren und Kurhessen Marburg mit einem Unentschieden beide zufrieden sein dürften. Sie Auto-Union wird sich mit ihren Fahrern Rosemeyer und von Delius nur noch an einem Rennen in Südafrika beteiligen. Die beiden deutschen Rennfahrer bestreiten am Samstag auf der neuen Rundstrecke bei Kapstadt den Großen Gros- venor-Preis, in dem sie auf fast die gleichen Gegner treffen, wie beim Großen Preis von Sud- Skiläufer helfen dem WHW. Am kommenden Sonntag sind die Skiläufer an der Reihe, dem WHW. zu helfen. Sämtliche Win- tersporttreffen, die an diesem Tage vor sich gehen, also beispielsweise die Bobmeisterschaften der deutschen Junioren in Schreiberhau, die bayerischen Skimeisterschaften in Oberammergau und der 14. Harzer Staffellauf, stehen im Zeichen der Sportler und Sportfreunde, die das Winterhilfswerk nicht vergessen. Deutsche Schwimmeisterschasteu in Düsseldorf. Die Deutschen Schwimm-Meisterschaften 1937 sind vom Reichssportführer in Zusammenarbeit mit dem Reichsfachamt Schwimmen im DRL. nach Düsseldorf vergeben worden. Die Kämpfe werden Anfang August im Rheinstadion ausgetragen. Im Rahmen der Ausstellung „Schaffendes Volk" dürften sich die Titelkämpfe würdig an die großen Schwimmereig- nisse des Olympiajahres anschließen. Die Deutschen Schwimm-Meisterschaften wurden schon einmal in Düsseldorf abgewickelt, und zwar 1926 im Rahmen der „Gesolei". Die Meisterschaften werden von einer Arbeitsgemeinschaft ausgerichtet, die nach dem be- . währten Muster der vorausgegangenen Titelkampfe unter Aussicht des Reichsfachamtes die Veranstal- . tüng durchführen wird. * Maxie Herber hat für die deutschen Eis- 1 kunstlauf-Meisterschaften am Wochenende in Harn- : bürg ihre Meldung abgegeben, dagegen steht die 1 Nennung der Titelverteidigerin Viktoria Lindpamt- ner noch aus. ' Sporiami „Kraft durch Freude". ; Heute folgende Kurse: . Fröhliche Gyrnnastik und Spiele, nur für Frauen, Lyzeum, Dammstraße 26, 18.30 bis - 19.30, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Reiten, für Männer und Frauen gemeinsam, ; Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr. 206 A Drogerie Kreuzplatz 10 Bezirkes und darüber hinaus um den Endsieg kämpften. In den im Oktober angefangenen Verbandsspielen stehen jetzt die erste Jugend mit VfB.- Reichsbahn punktgleich an erster Stelle. Die zweite Jugend führt ihre Tabelle an und die dritte Jugend hält sich auch hervorragend, indem sie an Zweiter Stelle steht. Im Jahr 1937 kann die Jugendabtei- lunq der Spielvereinigung 1900 als eine der stärksten im Bezirke angesehen werden. Em großes Verdienst an der Aufbauarbeit der Jugendabteilung hat sich Jugendleiter Helmut Weiß erworben, der sich restlos für die Jugend des Vereins eingesetzt hat. Rundfunkprogramm Freitag, 15. Januar. 6 Uhr: Jubilate! — Morgenspruch. — Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Allerlei heitere Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12- Die Werkspause des Reichssenders Köln. 13: Nachrichten. — Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund (XXIII). 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Schriftsteller aus der Westmark (I) 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Die eigene Vorsicht ist die beste Polizei! 18: Musik aus Dresden. 19: Tanzmusik. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Neue deutsche Unterhaltungsmusik. Großes Orchester mit Chor. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. Sportbericht. 22.30: Unterhaltungsmusik. Otto Dobrindt spielt. 24 bis 2: Nachtkonzert. eUtötltofdinle toeitsW Diesen Monat beginnen noch folgende Lehrgänge: Löwen" die Jahreshauptversammlung des Turnvereins „Gut Heil" statt. Vereinsführer Otto I Jung II. verlas den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war, daß die Turner im vergangenen Jahre wiederum gute Leistungen erzielen konnten. Ober- turnroart Zipfe erläuterte den Turnbericht. Der Kassenbericht, vorgetragen von Rechner Heinrich Heß, wies ein Plus auf. Der seitherige Vereinsführer wurde einstimmig wiedergewählt. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Dereinsfuhrer Otto Jung II., Schriftführer Ernst Sarnes, Rechner Heinrich Heß, Oberturnwart Wilhelm Z i p s e, Turnwart Otto Sommer, Werbe- und Presse- roart Karl Philipp, Dietwart Karl Hauser, Zeugwart Otto Junker, Beisitzer Ernst Mond- I e r. Für 25jährige Mitgliedschaft wurde Karl H o s II. geehrt und ihm eine Ehrenurkunde übergeben. Mit dem Wunsche, sich auch in Zukunft rege einzusetzen für den edlen Turnsport wurde die Versammlung geschlossen. — Hier fand ein H o f r u n d- gang statt, der von Dr. Lung (Bäuerliche Werkschule, Gießen) geleitet wurde Preußen. Tödlicher Verkehrsunfall bei Rodheim a. d. Bieber. * Rodheim, a.d.Bieber, 14. Jan. Heute morgen um 7 Uhr ereignete sich in einer der Kurven bei der Amtmannsmühle ein schwerer Berke h r s u n f a l l, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der etwa 40 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Weber aus Fellingshausen, der sich mit seinem Klein-Motorrad auf der Rückfahrt von seiner Arbeitsstätte im Bergwerk bei Großen-Linden befand, stieß an der Amtmanns- mühle mit einem Lastkraftwagen zu sam- m e n, der, zum Personentransportwagen umgebaut, Arbeiter der Reichsautobahn von und zur Arbeitsstelle bringt. Der Anprall des Motorradfahrers gegen den Kasten des Lastkraftwagens war so heftig, daß der bedauernswerte Mann auf der Stelle verstarb. Die Beamten der Gendarmeriestation Rodheim find gegenwärtig damit beschäftigt, die Schuldfrage feftzuftellen. Wegen Beleidigung der Offiziere der Wehrmacht vor Gericht. Die Jugendabteilung ging nicht unter den besten Voraussetzungen in das Spieljahr 1936. Durch un- aünftiqe Verhältnisse war die Zahl der ]ugenö= liehen' Fußballer im Vergleich zu den vorherigen Jahren gering zu nennen. Also mußte man m der Hauptsache darauf bedacht sein: Junge Menschen, die dem Fußballsport nicht abgeneigt gegenüber standen, zu gewinnen. Und diese Ausgabe gelang. Bereits im Frühjahr standen zwei Jugend- und drei Schülermannschaften auf dem Felde, welche sich auch spielerisch recht viel Achtung bei den Gegnern zu schaffen wußten. Schöne (Erfolge zeugten schon zu dieser Zeit von der Spielstarke aller Mannschaften. Gegen namhafte Gegner wurden achtbare Ergebnisse erzielt. In der Sommersperre unterzogen sich die Jugendlichen eifrigem Training. Durch Mitgliederzuwachs war es möglich, noch eine dritte Jugend aufzustellen, der im Herbst sogar eine vierte Jugend und eine vierte Schuler folgte Ein besonders großes Ereignis war das erst- mals in Gießen durchgeführte Jugendblitzturnier, ™hn hpr bekanntesten Mann chasten des Gießener Eisverein bei den Eisschieß- Meisterschasten in Hamburg. Im Rahmen der deutschen Kunstlaufmeisters haften am Wochenende in Hamburg werden auch deutsche Eisschießmeisterschaften durchgeführt Hierfür find, wie jetzt endgültig feststeht, nicht weniger als 17 Mannschaften gemeldet worden, und zwar 13 Männer- und 4 Frauenmannschaften. Es sind dies: Männer: Altonaer SV. 1893, Hamburger EV. 1881, Gießener EV., EK. Mittenwald, Eisschützenverein Gotteszell, Eissportklub Spiegelau, EK. Zwiesel, EK. Bad Reichenhall, EK. Partenkirchen, EK. Oberstdorf, WSV. Braunlage, EK. Miesbach. — Frauen: Altonaer SV. 1893, Frankfurter Tennisklub 1914, EK. Zwiesel, Hamburger fremde Hilfe mühelos bewirtschaften lassen. Wohnungswechsel wird wesentlich erleichtert durch eine Kleinanzeige in der Tageszeitung, die genügend Angebote zur Wahl stellt. Die Anzeige fasse man so ab, daß die besonderen Wünsche klar zu erkennen sind. Woilach, wollene Pferdedecke, die sich auch im Haushalt gut verwenden läßt und im Sommer auf Betten praktischer ist als ein Federbett oder eine Steppdecke. Ein Woilach kann auch als Reisedecke benutzt werden. Wolf, volkstümlicher Ausdruck für Wundsein. Eine Art Ekzem, das besonders bei starken Personen infolge starken Schwitzens vorkommt. Tritt besonders nach größeren Fußmärschen auf. Vorbeugung durch Einpudern ober Einfetten der Haut und größte Reinlichkeit. Wenn Wolf bereits aufgetreten ist, dann am besten pudern oder mit entsprechender Salbe behandeln. Schonung. Wolf, männlicher Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „der Wolf". Wolfgang, männlicher Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „her Wolfsjäger". Wolfram, männlicher Vorname gemanifcher Herkunft mit der Bedeutung „der Wolfrabe" nach den Wotan heiligen Tieren. Wolfsmilch (Euphorbia), wächst als Unkrautpflanze in Feld und Garten. Stengel scheiden giftigen (!) weißen Milchsaft aus. Besondere Arten werden als Staudenpflanzen im (Sorten kultiviert, ziervoll sind die gelben Hochblätter (Vrakteen), die später grün werden. Als Topfpflanze ist der Christusdorn (f. d.) bekannt. Wolfsrachen ist eine angeborene Spaltbildung im Gaumen, gewöhnlich zusammen mit Hasenscharte (s. d.) vorkommend. Dre beiden im Embryo vorhandenen Gaumenbeine verschmelzen nicht wie normal, es bleibt eine Verbindung zwischen Gaumen und Nasenhöhle bestehen. Die einzige Behandlungsart ist möglichst frühzeitige Operation. Am besten im zweiten Lebensjahr. Wolkenstore, nennt man Gardinen, die so gearbeitet sind, daß sie kleine Fältchen werfen, die wie Wölkchen aussehen. Man arbeitet diese Gardinen in der Hauptsache in weißem Mull. An der Innenseite der Gardine, d. L der Seite, die zum Fenster hangt, werden Nahtbänder eingenäht und diese mit kleinen Ringen versehen, durch die die Schnur läuft. Die Schnur ist kürzer als die eigentliche Gardinenlänge und durch das Zusammenziehen entstehen dann dre kleinen Fältchen. Man näht entweder zwei oder drei Nahtbänder ein, je nach Große des Fensters. Die Wolkenstores reichen bis zur Erde und sehen nur gut aus an langen, schmalen Fenstern in einem sehr großen Zimmer. Für die neuzeitlichen Wohnungen sind sie nicht mehr zu empfehlen. Wollaus, siehe Blutlaus. Wolle, das Haar des Schafes aber auch das von Hasen, Kaninchen und Kamelen. Schafwolle Linden 2. Jugend, die als sehr spielstark bekannt ist, einen verdienten Sieg. VfR. Lich 1. Jgd. — Mendorf 1. Jgd. 0:5 (0:1). Die Allendörfer Jugendmannschaft war am vergangenen Sonntag in Lich zu Gast. Mit zwei Ersatzleuten traten die Turner dieses Spiel an. -jn der ersten Halbzeit konnten beide Mannschaften ebenbürtig spielen, bis Mendorf sich an den Platz gewöhnt hatte und nun ein Tor erzielte. Nach her Pause gingen die Allendörfer mächtig aus sich heraus und schossen in gleichen Abständen vier weitere Tore, denen Lich nicht eines entgegenzusetzen vermochte. Fußballverein Staufenberg. Die Staufenberger 1. Mannschaft war am vergangenen Sonntag in Launsbach zum fälligen Verbandsspiel. Mit nur neun Mann spielend verloren sie knapp 2:3. Die Jugend spielte auf dem eigenen Sportplatz gegen VfB.-R. Gießen 3. Jugend 3:3. Jugendabteilung der Spvg. 1900. Eine Ueberschau. Mit Stolz kann die Jugendabteilung der Spiel- vprüniqung 1900 auf das vergangene Jahr zuruck- blicken. Ist es doch ein Jähr des vollen Erfolges b:r Augendabteilung gewesen. Eine Pflicht, me sich der Verein schon von jeher zum Ziel gesetzt hat — sportliche Heranbildung und körperliche Ertüchtigung der Jugend im Geiste des Nationalsozialismus — wurde auch im vergangenen Jahre restlos machte. Die 2. Jugend stellte erneut ihre derzeitige gute । mm» ui ^v*" hp« Form unter Beweis. Sie erfocht gegen Großen- bei dem zehn der bekanntesten Mannschaften von 3 bis 20 v. n. erhalten Sie bei wiederholten Ver- —___I öffentHchungen einer Anzeige - - nm stahl- DflHon Schlafzim.Kinderbetten. ■ BH ■■■ [lau Holz- neuen Stahtfeder-u.Auflcsematn ■na egg | zu ^ TnUznig Kaial-treLEisenmöbelfabrikSunl/Th* • ..und zum Bauen Abermann