Ur. 266 (Elftes Blatt 187. Jahrgang Samstag, 13. November 1937 Lrlchemi räg lich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranlfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Liehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.'Platzvorschrist nach oorh.Vereinbg.250/o mehr. (Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein- nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Chamberlain kündigt neue außenpolitWeZniüativeEnglands an Es muß eine neue Anstrengung gemacht werden, um die Befürchtungen und Verdächtigungen zu beseitigen, die zwischen den Völkern stehen. Ausstrahlungen. Auf dem traditionellen Appell der alten Garde der NSDAP, im Münchener Bürgerbräukeller am Vorabend des 9. November stellte der Führer in seiner Ansprache an seine alten Mitkämpfer von 1923 die Steigerung des deutschen Ansehens in der Welt während der fünf Fahre nationalsozialistischer Führung der deutschen Außenpolitik der Ohnmacht und Isolierung des Zwischenreichs gegenüber und erklärte „Deutschland ist heute nicht mehr vereinsamt. Wir alle haben die glückhafte Zuversicht. daß die Isolierung, die uns mehr als fünfzehn Jahre lang umgab, beendet ist. Und zwar nicht nur durch eine nichtssagende Teilnahme an unbedeutendem Völkergremien, sondern durch die Bedeutung, die sich Deutschland selbst wieder geschaffen hat." än der Tat, Deutschland war isoliert nicht nur als. der Feind, den man mit Hilfe der ganzen Welt trotz heldenhafter Abwehr zu Boden gerungen und m Fesseln gelegt hatte, sondern noch mehr, weil es nach seiner militärischen Entwasfnung, seiner politischen Entrechtung und wirtschaftlichen Ausplünderung in seinem Zustand innerer Zerrissenheit unter ständig wechselnder Parteienherrschaft seine Bündnisfähigkeit verloren hatte. Es war vereinsamt, weil es auch für den kleinsten Staat keine Anziehungskraft mehr hatte. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde diese Isolierung dem neuen Deutschland gegenüber von den Gralshütern des Versailler Diktats planmäßig fortzuführen versucht in der törichten Hoffnung, dadurch am ehesten die von dem nationalen Aufbruch in Deutschland befürchtete Erschütterung der Grundlagen von Versailles, die man euphemistisch die neue europäische Ordnung zu nennen sich gewöhnt hatte, aufhalten zu können. Barthou nahm die Einkreisungspolitik Poincares /wieder auf. - Der französisch-sowjetrussische Militärpakt war sein Werk und seines Nachfolgers Laval Bemühungen um einen Ausgleich mit Italien sollte auch diese Macht, die man in Versailles zwar schlecht behandelt hatte aber durch das österreichische Konfliktsfeld für lange Zeit von dem neuen Deutschland getrennt glaubte, in den Kreis der Torhüter der „neuen Ordnung" eingeführt werden. Aber als Rom im Abessinienfeldzug seine Rechnung präsentrerte, zerriß das allzu fein gesponnene Netz. Das wieder wehrhafte, im Vollgefühl seiner moralischen Gesundung und einer ungeheuren inneren Aufbauarbeit wieder stolz und selbstbewußt gewordene deutsche Volk wurde auch außenpolitisch wieder vom Objekt zum Subjekt. Das vertraglich begründete neue Verhältnis zu Polen, das erst vor wenigen Tagen durch das Abkommen über die Behandlung der Minderheiten seine bedeutsame Ergänzung erfahren hat, das Flottenabkommen mit England, der Ausgleich mit Oesterreich, das Anti- komintern-Abkommen mit Japan, die Achse Berlin —Rom und schließlich die Erweiterung des Antl- komintern-Abkommens durch den soeben vollzogenen Anschluß Italiens sind Marksteine einer aktiven Außenpolitik des neuen Deutschlands, das im Kreise' der Völker seinen Platz als gleichberechtigte Großmacht mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten im Bewußtsein seiner Kraft und seiner auf seinen Leistungen als Kulturvolk wohl begründeten nationalen Ansprüche, aber auch im Gefühl seiner Verantwortung für die Sicherung des Abendlandes vor dem zersetzenden Gift des Bolschewismus einnimmt und sich nicht erschüttern läßt durch das Geschrei einer in aller Welt gegen das nationalsozialistische Deutschland hetzenden jüdisch-marxistischen Presse oder durch die mehr oder minder verhüllten Drohungen von Regierungsbänken westlicher Demokratien, die Ursache und Wirkung bewußt verdrehen, wenn sie Deutschlands Kampf um eine gerechte Ordnung und eine Besinnung der Völker des abendländischen Kulturkre'ises aus ihre gemeinsamen Grundlagen, deren Erhaltung kein Paktieren mit dem Bolschewismus verträgt, umzufälschen suchen in das Bestreben, Unruhe zu stiften und Spaltungen herbeizuführen. Wie sehr diese Behauptungen die Tatsachen auf den Kopf stellen, zeigt am deutlichsten d e r A n ti- ko m i n t e r n p a k t, der nach seinem Wortlaut allen Staaten zum Beitritt offensteht. Deutschland wird Kristallisationspunkt aller der Völker, die die Gefahr des Bolschewismus für ihre soziale Ordnung und ihre nationale Eigenart klar erkannt haben Die nüchterne und klare Erkenntnis der Zweckmäßigkeit hat nach den Worten des Führers durch den Anschluß Italiens an den Antikomintern- pakt die europäische Achse Berlin—Rom zu dem großen weltpolitischen Dreieck' Berlin—Rom—Tokio erweitert. Und nichts beweist besser die Richtigkeit der von englischen, amerikanischen und französischen Staatsmännern immer wieder hartnäckig bestrittenen deutschen These von der Identität der kommunistischen Internationale mit der Sowjetregierung als der wütende Protest der Sowjetunion in Rom , gegen Italiens Anschluß an den Antikomintern- pakt, der Moskau mit seinen eigenen Waffen schlägt, wenn er sich ausschließlich gegen die zersetzende Propaganda und revolutionäre Mmlec- arbeit der kommunistischen Internationale achtet. Die Mißdeutungen und Hirngespinste, die im Ausland, namentlich in der Parifer Presse über die Erweiterung des Antikominternpakts umgehen, tragen allzu deutlich den Stempel der Ratlosigkett und Verärgerung an der Stirn, um den Anspruch erheben zu können, ernst genommen zu werden. Es stünde besser um eine Verständigung der Völker, wenn man auch in den demokratischen Ländern sich daran gewöhnen würde, den klar und offen zu Tage tretenden und daher auch ganz unmißverständlichen Zielen der Außenpolitik der autoritären Staaten den gleichen Wunsch nach Sicherung des Weltfriedens 3u unterstellen, den man als Motiv der eiae- nen Außenpolitik ja stets sehr großzügig und eil- Eine neue Rede des britischen Premierministers. London, 13. Nyv. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain hielt in Edinburgh eine Rede, in der er sich hauptsächlich mit innenpolitischen Fragen befaßte. Chamberlain griff die Labour Party an und bezeichnete ihren neuen Plan der Altersversorgung für Arbeiter als undurchführbar. Das gleiche gelte für die -von der Labour Party gewünschte Verstaatlichung der Industrie. Die wirtschaftliche Lage in England sei blühender als in anderen Industrieländern. Geradezu wunderbar habe sich das Land von der großen Depression erholt. Die Regierung habe ein sehr großes Aufrüstungsprogramm in Angriff genommen. Sie habe es ungern getan, fei aber durch die Umstände des Augenblicks dazu gezwungen gewesen. Leider werde es England noch für Jahre beschäftigen, es werde nicht ein plötzliches Ende geben, sondern die Aufrüstung werde sich schrittweise verringern. Man könne sich nicht vorstellen, daß England zu jenem Zustand zurückkehren werde, der vor einigen Jahren geherrscht habe, als der englische Markt mit billigen Auslandswaren überschwemmt worden sei. Kurzum, es bestehe kein Grund, in die Zukunft schwarz zu sehen. Pessimismus sei verbrecherisch, denn man untergrabe damit das Vertrauen. Der Ministerpräsident ging dann zur Außenpolitik über. Wenn man die Befürchtung ausspreche, daß die gemeinsam mit der französischen Regierung durchgeführte Politik der Nichteinmischung fehlgeschlagen sei, weil sie die Einmischung in Spanien nicht zum Stillstand gebracht habe, so habe sie doch auf alle Fälle ihren Hauptzweck erreicht, nämlich die Ausbreitung des spanischen Konfliktes- über die Grenzen zu verhindern. Die oppositionelle Labour Party dränge die britische Regierung ständig, sich in Dinge ein- zumischen, die sie nichts angehen, sie verlange, daß man England? Einfluß und selbst die britischen Militär- und Seestreitkräfte einsetzen solle, um i m Namen von Ausländern, für die die Partei politische Sympathien habe, sich einzumischen. Er könne sich mit keinem dieser Gedankengänge einverstanden erklären. fertig für sich in Anspruch nimfht. Aber davon ist man in Paris noch weit entfernt. Der leitende Staatsmann Englands scheint allerdings die politische Realität des Antikominternpakts in seiner erweiterten Form erkannt zu haben und igeroiHt zu fein, sie in Rechnung zu stellen. Nachdem Eden im Unterhaus erst vor kurzem äußerst gereizt die Italiener dafür abgekanzelt hatte, daß sie es gewagt hatten, die deutsche Kolonialforderung als berechtigt anzuerkennen, sah der Premierminister Chamberlain sich wieder einmal veranlaßt, Oel auf die erregten Wogen der öffentlichen Meinung zu gießen. Er erklärte in der traditionellen Rede auf dem Guildhallbankett des neuen Lordmayors von London, daß England mit den Mächten der Achse Berlin—Rom Beziehungen wünsche, die auf einer Basis gegenseitiger Freundschaft und Verständigung gegründet seien, durch die verschiedenen Methoden der inneren Politik sollte seiner Ansicht nach diese Verständigung nicht verhindert werden. Er deutete dann an, daß eine solche 'Verständigung nach seiner Meinung eher „durch informatorische Beratungen" als durch „feierliche Erklärungen" gefördert werde. In Rom hat man zwar mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, daß der britische Premier sich offenbar mit der Achse Berlin—Rom und der engen Zusammenarbeit der beiden autoritären Großmächte als einer unumstößlichen Tatsache abgefunden hat und mit ihnen in ein für beide Teile fruchtbares Verhältnis zu kommen wünscht, aber man hat begreiflicherweise die britische Schaukelpolitik gründlich satt, die es heute Eden erlaubt, gegen Italien in den heftigsten Tönen vom Leder zu ziehen und morgen Chamberlain Gelegenheit gibt, die Aufforderung nach Ausgleich und Verständigung nach Rom zu richten. Aus dem Echo, das Chamberlains letzte Rede in der italienischen Oeffentlichkeit gefunden hat, geht deutlich hervor, daß man endlich auch einmal praktische Auswirkungen sehen will, so etwas wie einen „Beitrag", der ja in den politischen Handelsmethoden Frankreichs und Englands immer eine besondere Rolle gespielt hat. Man ist in Rom auch nicht ohne Grund stutzig geworden durch das merkliche Bemühen Englands, den Anschluß an die auf dem spanischen Kriegsschauplatz geschaffenen Tatsachen nicht zu versäumen. Die offiziöse diplomatische Korrespondenz spricht davon, daß man sich in Rom „weder überraschen noch chloroformieren" lassen werde. In der italienischen Presse wird England deutlich zu verstehen gegeben, daß es sich irren werde, wenn es glaube, man könne den Italienern und dem nationalen Spanien den Ruhm des Sieges über den Bolschewismus wohl lassen, müsse dann aber nun kräftig mit dem englischen Pfunde wuchern, um Spanien wieder an die Seite Englands zu bringen. In diesem Punkt wird es Italien in den soeben erneut begonnenen diplomatischen Verhandlungen zwischen Rom und London bestimmt (Beifall.) Wenn man diesem Rat der Labour Party folgen wollte, so würde England eine Aufrüstung benötigen, die viele Male umfangreicher sein müßte als die augenblicklich?. Chamberlain fragte dann, wofür man ar - beite: Für Frieden und Ruhe oder für Aufrüstung des einen gegen den anderen, um den Befürchtungen zu begegnen, die vielleicht tatsächlich grundlos seien, die aber von jenen Verdächtigungen herrührten, die anscheinend jedes Land seinen Nachbarn gegenüber hege? Man nenne sich zivilisierte Nation. Sei es aber nicht ein Vorwurf gegen die Zivilisation, wenn jemand solch eine Frage stellen müsse? Seiner Ansicht nach sei die Zeil gekommen, daß eine neue Anstrengung gemacht werde, um zu sehen, ob es nicht möglich sei, diese London, 12. Nov. (DRV.) Aus eine Anfrage im Unterhaus wurde heule von der Regierung zu dem Reiseplan von Lord Halifax folgende Erklärung abgegeben: Lord Halifax hat, wie er bereits selbst erwähnt hat, vor kurzem eine Einladung z u einem Besuch der Berliner Jagdaus st ellung erhalten. Lord Halifax hat diese Einladung angenommen und wird sich Mitte nächster Woche nach Berlin begeben. Wenn sein Besuch auch völlig privater und inoffizieller Natur ist, so hat in Beantwortung einer entsprechenden Anfrage der Führer und Reichskanzler erklärt, daß er sich freuen würde, den Präsidenten des Staatsrates während dessen Aufenthalt in Deutschland z u sehen. Lord Halifax wird dieser Aufforderung entsprechen. * ""Wenn Lord Halifax bei seinem Besuch der Jagd- ausftellung Gelegenheit gegeben wird, den Führer und Reichskanzler aufzusuchen, so wird dies in Deutschland lebhaft begrüßt werden. Gehört es doch zu den Grundsätzen der deutschen nicht an der erforderlichen Aufklärung fehlen lassen. Ein erfreuliches Zeugnis des Verftändigungswil- lens ist, daß man in England sich nicht darauf beschränken möchte, die Verhandlungen mit Italien wieder flott zu machen, sondern auch Wert darauf legt, mit dem andern Partner der Achse Berlin— Rom in ein Gespräch zu kommen. Die Ankündigung, daß der Lordpräsident des Geheimen Staatsrats Lord Halifax gelegentlich eines Besuches der Berliner Jagdausstellung auch den Führer und Reichskanzler aufsuchen wird, wird in Deutschland begrüßt werden, kann man doch von einem solchen Gedankenaustausch eine Klärung und damit einen Fortschritt auf dem Wege zu einer Verständigung erwarten. Der Anschluß Italiens an den Antikominternpakt hat in Paris — wir sprachen schon davon — eine erheblich andere Wirkung gehabt. Die französische Oeffentlichkeit hat das Gefühl außenpolitisch überspielt zu werden und die alte Sicherheitspsychose setzt sich schleunigst in das Bestreben um, das gegen die „deutsche Gefahr" mit soviel Mühe errichtete Sicherheitssystem auf seine Haltbarkeit hin zu untersuchen und nach Möglichkeit zu ergänzen. Das erscheint den Franzosen um so notwendiger, als sich die Beziehungen zu mehreren ihrer alten osteuropäischen Verbündeten aller gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz durch die Wucht neuer Tatsachen erheblich gelockert haben. Schuld daran ist nicht zuletzt der französisch-sowjetrussische Militärpakt, dem sich ja auch die Tschechoslowakei angeschlossen hat, wodurch sich einmal Polen von zwei Mächten in die Zange genommen sieht, zu denen es nur ein äußerst kühles Verhältnis hat, und zum anderen Rumänien und S ü d s l a w i e n sich immer wieder kategorisch vor die Frage gestellt sehen, ob sie dem Beispiel ihres Partners in der Kleinen Entente folgen oder ihrer auf wohlerwogenen Interessen und äußerstem Mißtrauen gegen den Bolschewismus beruhenden Abneigung gegen jede festere Bindung an Sowjetrußland treu bleiben sollen. Südslawien hat zudem seine Differenzen mit Italien, die einst eine schwere Belastung der südslawischen Außenpolitik gewesen waren und Belgrad in die Arme Frankreichs getrieben hatte, durch einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt mit Rom bereinigt. Auch der Ausgleich mit Bulgarien lag in der gleichen Linie und selbst die Aussicht auf eine friedliche Verständigung mit U n g a r n ist nicht von der Hand zu weisen, womit der letzte Kitt, der die Kleine Entente noch zusammenhält, aus dem Nahmen fiele. Der Volksfrontkurs in Frankreich mit feinem steten Hinschielen nach Moskau hat in Rumänien sowohl wie in Südslawien in gewissen zu beiden Regierungen in Opposition stehenden Kreisen ähnliche Tendenzen ausgelöst, aber naturgemäß in den Regierungen selbst die Abneigung gestärkt, durch ein Befürchtungen und Verdächtigungen durch eine genauere Prüfung ihrer Herkunft und ihres Wesens zu beseitigen. Solch eine Ansiregnung würde nicht ein Zeichen der Schwäche sein. England sei stark. England habe weite, fast unbeschränkte Hilfsquellen hinter sich, und diese große Stärke mache es England leichter, an die anderen zu appellieren, sich England anzuschließen, um jene Probleme zu lösen, die ungeheure Möglichkeiten für das Glück oder für das Elend der Menschheit in sich schlössen. Er habe Vertrauen in die menschliche Natur, und daher sei er überzeugt, daß auf einen solchen Appell eine bereitwillige Antwort kommen werde. Außenpolitik, Gelegenheiten wahrzunehmen, die sich mit verständigungsbereiten Kräften in Europa zum Gedankenaustausch bieten, um an der Aufgabe der Erhaltung und Vertiefung des Friedens zu arbeiten. Diese Grundeinstellung kam in letzter Zeit erneut mit aller Deutlichkeit in den Erklärungen der drei Mächte aus Anlaß der Unterzeichnung des Anti- komintern-Abkommens zum Ausdruck. So wirll man hoffen dürfen, daß der Besuch dieses englischen Kabinettsmitgliedes, der der deutschen Oeffentlichkeit kein Unbekannter ist, in diesem Sinne einen wertvollen Beitrag bilden wird. „Die richtige Gelegenheit ist endlich gekommen." Die Londoner Presse begrüßt die Deutschlandreise. London, 13. Nov. (DNB. Funkspruch.) Zu dem bevorstehenden Besuch von Lord Halifax in Berlin bemerkt die „Times" daß jeder denkende Mensch die Aussprache begrüßen müsse, sie bringe ein führendes Mitglied des britischen Kabinetts mit dem Bündnis mit der Sowjetunion den Bolschewismus ins Haus zu lassen und die innerpolitischen Schwierigkeiten zu mehren. In dieser Lage fürchtet man in Paris die Anziehungskraft des Antikominternpakts, und der französische Außenminister D e l b 0 s wird sich Mitte Dezember auf die Reise machen, um zuerst in Prag, Warschau, Bukarest und Belgrad nach dem Rechten zu sehen und nach Weihnachten auf einer zweiten Tournee Athen und Ankara zu besuchen. Anfangs war auch an eine Fahrt zu dem großen Verbündeten nach Moskau gedacht, aber anscheinend hat Eden in Brüssel seine französischen Kollegen dringend abgeraten, da dieser Besuch beim Väterchen Stalin im Augenblick äußerst inopportun sei — so berichtete wenigstens die „Jndependence Beige" — und hierauf soll auch die unerwartete brüske Abreise Litwinow-Finkelsteins aus Brüssel zurückzuführen fein. Aber es bleibt natürlich als Kernpunkt der Reise des französischen Außenministers der Versuch, die osteuropäischen Verbündeten Frankreichs, mit Ausnahme der Tschechoslowakei, die ja schon wunschgemäß im Fahrwasser Moskaus schwimmt, mit dem probolschewistischen Kurs der französischen Außenpolitik auszusöhnen und womöglich eine Verstärkung des sranco-russi- schen Paktsystems durch den Anschluß Südslawiens und Rumäniens an das Militärabkommen mit Moskau, durch einen Militärpakt der Mächte der Kleinen Entente unter sich und den Anschluß Polens an die Kleine Entente nach seiner Aussöhnung mit der Tschechoslowakei durch Bereinigung der Minderheitenfrage im Teschener Bezirk zu erreichen. Also, wie man sieht, weitgesteckte Ziele, die zu erreichen sich die französische Politik nicht zum ersten Male vorgenommen hat. Daß die Aussichten für Delbos günstiger sein sollten, als einst für Barthou, Laval und Genossen, ist nach dem schon Gesagten sehr zweifelhaft. Ein innerpolitischer Kurswechsel würde allerdings sowohl in Polen und Rumänien wie in Südslawien Herrn Delbos seinen Wünschen erheblich näherbringen, und es ist durch-« aus wahrscheinlich, daß er diesen Umstand in seins Spekulation elnbezogen hat. Unser Bukarester Korrespondent hat gestern erst hier über den bevorstehenden Rücktritt der rumänischen Regierung im Zusammenhang mit den verfassungsmäßigen Neuwahlen zum Parlament berichtet. Auch in Polen und Südslawien sucht eine nicht unerhebliche Opposition die Stellung der Regierungen zu erschüttern. Vielleicht gibt Delbos sich der Hoffnung hin, daß auf diesem Boden innerpolitischer Konflikte sein Weizen blühen werde. Aber in all den genannten Ländern sind starke Kräfte, die das wahre Interesse ihres Landes kennen und genau wissen, daß ein Bündnis mit Moskau nichts anderes bedeutet, als die Axt an die Wurzel der politischen Ordnung und des sozialen Friedens im eigenen Lande zu legen. Dr. Fr. W. Lange. Lord Halifax kommt nach Berlin. Gedankenaustausch des Lordpräsidenten mit dem Führer und Reichskanzler. I Führer der Deutschen in Fühlung Man könne sagen, daß die richtige Gelegenheit endlich gekommen sei. Der Weltfrieden erfordere eine dauerhafte Verständigung zwischen dem englischen und dem deutschen Volke, die sicherlich von neun Zehntel der Bevölkerung der beiden Länder gewünscht werde. „Daily Mail" schreibt, daß man dem Besuch von Lord Halifax in Berlin mit dem größten Optimismus entgegensehe und hoffe, daß er den Beginn neuer und freundschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern eröffnen möge. „Daily Expreß" meint, daß Lord Halifax, der später auch nach Rom zu einer Aussprache mit Mussolini reisen könnte, in Berlin herzlich willkommen geheißen werde — „News Chronicle" meint, die Tatsache, daß die deutsche Regierung in der Spanien-Frage dem englischen Plan zugestimmt hätte, hätte die Entscheidung über den Besuch erleichtert. Es gebe nichts, das der britischen Oeffentlichkeit.s o willkommen sein könne, wie ein dauerndes Abkommen zwischen Deutschland und England als Teil einer Generalregelung in Europa. Japan lehnt erneut ab. Die Antwort an die Brüsseler Konferenz Tokio, 12. Jloo. (DJIB.) Das japanische Kabinett beschloß die Ablehnung der zweiten Einladung zur Brüsseler Konferenz. Außenminister, hirota überreichte im Auftrag des Kaisers dem belgischen Botschafter in Tokio die Antwortnote, in der erklärt wird, daß Japan die Einladung ablehnen müsse, da sich die Voraussetzungen auch durch die Einberufung der Brüsseler Konferenz nicht geändert hätten. In der Erläuterung des Außenministers heißt es: Die Lage im Fernen Osten habe sich in den letzten 15 Jahren f o grundlegend geändert, daß die Bestimmungen aus dem Reunmächtevertrag heute nicht mehr anwendbar seien. Weiter betont Japan, daß die veränderte Lage heute auch eine kollektive Lösung nicht mehr zulasse, sondern daß eine normale Lage vielmehr nur durch direkte Verhandlungen zwischen Japan und Ehina wiederhergestellt werden könnte. Die Vote schließt mit der Feststellung, daß durch die Aeberhandnahme des Einflusses der Komintern nicht nur in West- und Vordwestchina, sondern selb st in Nanking eine völlige Verschiebung der zur Zeit des Abschlusses des Neunmächtevertrages herrschenden Lage im Fernen Osten herbeigeführt worden sei, eine Tatsache, die von den Signatarmächten überhaupt nicht berücksichtigt wurde. Japans Vorgehen sei gegen diese Verschiebung der Lage gerichtet und bedeute deshalb den Kampf zur Aeberwindung der Komintern, die den Frieden im Fernen Osten bedrohe. ♦ Die Ablehnung der Brüsseler Einladung durch Japan bedeutet das tatsächliche Ende desNeun- mächtepaktes. Nach dem Weltkriege knöpften England und die Vereinigten Staaten den Japanern den größten Teil der von ihnen während des Krieges gewonnenen chinesischen Einflußsphären wieder ab. Das geschah unter der äußeren Form der Washingtoner Konferenz von 1922, zu deren Unterzeichnern die Vereinigten Staaten. Großbritannen, Frankreich, Italien, Japan, China, Holland, Belgien und Portugal gehörten, denen sich später noch weitere zehn Mächte, vor allem die britischen Selbstverwaltungsgebiete in Uebersee zugesellten. Nach der Zahl der ursprünglichen Unterzeichner hieß der Vertrag „Neunmächtepakt"; er sollte die Unversehrtheit Chinas verbürgen. Zu seinen Unterzeichnern gehörte aber nicht die Sowjetunion. In ihrem heutigen Auftreten sieht Japan einen Umstand, der die Voraussetzungen des damaligen „Neunmächtepaktes" völlig verschiebt, der deshalb „heute nicht mehr anwendbar" sei. Oie Brüsseler Konferenz bereitet ihre Vertagung vor. $ r ü n e l, 12 Nov. lDNB.) Die Brüsseler Kon- ferenz wird Samstag vormittag zu einer nichtöffentlichen Vollsitzung zusarümentreten, um von der japanischen Note Kenntnis zu nehmen. Am Nachmittag findet eine öffentliche Sitzung statt, in der die einzelnen Delegierten ihre Auffassung vortragen. Inzwischen soll der Bericht über den Verlauf der Konferenzarbeiten, der zugleich eine Festlegung der juristischen und diplomatischen Situation enthalten soll, fertiggestellt werden, so daß sich die Konferenz am Montag vertagen könnte. Eine Weiterarbeit über diesen Zeitpunkt hinaus ist schon mit Rücksicht auf die Londoner Reise des Königs der Belgier ausgeschlossen, da der König von Außen- mmister Spaak, dem Präsidenten der Konferenz, begleitet werden wird Brasiliens autoritärer Kurs. Eine amtliche Darstellung der Berliner Botschaft. Berlin, 12. Nov. (DNB.) Die brasilia- n iche Botschaft gibt folgende Darstellung der innerpolitlschen Lage Brasiliens. Die Verfassung von 1934 schränkte die Befugnisse des Chefs der vollziehenden Gewalt ein. Sie stand damit im Gegensatz zu der Tendenz, die heute in der Welt aktuell ist, diese Befugnisse zu verstärken, wo diys in anderen Ländern, sogar in den Vereinigten Staaten und Frankreich, der Fall ist, wo Rechte der gesetzgebenden Gewalt auf sie übertragen worden sind Dieser Grundfehler trat noch stärker hervor infolge der Notwendigkeit, ausländische Ideologien zu bekämpfen, die in verbrecherischer Weise sich über die ganze Welt ausdehnen und in Brasilien die öffentliche Ordnung M't Gewalt umstürzen wollten Infolgedessen wurde die Verfassung von 1934 in der Praxis nicht mehr angewandt, und der für Ruhe und Ordnung des Landes notwendige Kriegszustand angeordnet. Diese Zustände verschlimmerten sich, da für die auf den 3. Januar des nächsten Jahres in Aussicht genommenen Wahlen zwei Präsidentschaftskandidaturen auftauchten. Ihrer bekannten Taktik folgend, nützten die Anhänger Moskaus diese doppelte Präsidentschaftskandidatur aus, um beide Kandidaten gegeneinander auszuspielen Sie hofften späterhin die Nominierung eines Präsidentschaftskandidaten zu vereiteln Deswegen wurden die Kan- didaturen der Herren Szallas Oliveira und Jos6 America de A l m e i d a unmöglich, denn diese doppelte Kandidatur rief in dem ganzen Volk eine untragbare Unruhe hervor. Die konservativen Kreise ebenso wie die Masse des Voltes und das Militär begannen, sich u m den Präsidenten der Republik zu scharen. Sahen sie doch in diesem d i e einzige Persönlichkeit, das Land vor der drohenden Anarchie zu retten. Im Einklang mit der der öffentlichen Meinung des Landes am meisten entsprechenden politischen Strömung hat die Regierung die große Verantwortung übernommen, den Kongreß aufzulösen und die Verfassung von 1 93 4 durch eine neue zu ersetzen, die wie diejenige des brasilianischen Kaiserreiches im Jahre 1823 dem Präsidenten der Republik weitgehende Vollmachten gewährt, aber die demokratisch repräsentative S t a a t s f o r m und die Autonomie der brasilianischen Einzel st aaten aufrecht erhält. Die beiden Grundelemente, die das politische Leben Brasiliens praktisch immer beherrscht haben, sind also beibehalten worden. Die Verfassung wird in kurzem einer Volksabstimmung unterworfen werden. Die Regierung wird sogleich ein großes Aufbauprogramm durchführen, um dem Lande die wirtschaftliche Großmacht st el- l u n g zu geben, auf die es Anspruch hat, und um ihm die Rüstung zu schaffen, Die es für seine Verteidigung und Sicherheit braucht. Alle wohlerworbenen Rechte werden sorgfältig geachtet werden, ebenso das ausländische Eigentum, die ausländischen Staatsangehörigen und deren gesetzmäßige Betätigung. Die Reg erun skrisis in Rumänien. Bukarest, 11. Nov (DNB.) König Carol hat Parteiführer und maßgebliche Politiker empfangen, um die politische Gesamtlage zu klären, damit Kabinettsrücktritt, Auflösung des Parlaments und Regierungsneubildung unmittelbar aufeinander folgen können Geplant ist eine Regierung der Nationalzaranisten. die jedoch bestimmte Bindungen eingehen sollen, darunter die Fortsetzung der bisherigen Außenpolitik, vielleicht auch eine Verbreiterung Der - Regierungsbasis durch Einbeziehung anderer Gruppen. Sollte das nicht gelingen, so würde. Tatarescu erneut beauftragt werden, eine Regierung der Liberalen zu bilden. Oie Entwicklung des Arbeitseinsatzes im Oktober 1937 - Um 575000 unter dem Stand des Vorjahres. Berlin, 12. Nov. (DNB) Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung teilt mit: Die deutsche Volkswirtschaft pflegt im Oktober im Zeichen des Ueberganges von der Sommerarbeit zur Winterbeschäftigung zu stehen Die hierbei auftretenden Beschäftigungsschwankungen sind daher gerade für diesen Monat charakteristisch. Hinzu kommen Rückwirkungen aus den Entlassungsterminen des Arbeitsdienstes und der Wehrmacht. Wenn gleichwohl die Zahl der Arbeitslosen im Mongt Oktober nur um 33 000 gestiegen ist, so prägt sich darin einmal die außerordentlich milde Witterung aus. Zum anderen läßt dieser geringe Anstieg der Arbeitslosenzahl den Schluß zu, daß es den Arbeitsämtern bereits im Oktober weitgehend gelungen ist, die aus der Wehrmacht Ausaeschiedenen planmäßig wieder in Arbeit zu bringen. Die Zahl der Arbeitslosen betrug Ende Oktober 1937 rund 205 000 Sie lag damit um rund 575 000 unter dem Stand von Ende Oktober 1936. Von der Gesamtzahl waren rund 160 000 ober f a st ein Drittel nicht voll einsatzfähig, rund 255000 volleinsatzfähig, aber nicht ausgleichsfähig, während rund 87 000 volleinsatzfähige Kräfte auch für den Ausgleich zur Verfügung standen. Von den nicht mehr volleinsatzfähigen Arbeitslosen entfielen rund 80 000, also Die Hälfte, allein auf die Berufsgruppe „Ungelernte Arbeiter". In der Landwirtschaft erforderten die Beendigung der Kartoffelernte und die voll in Gang gekommene Bergung der Zuckerrüben noch einmal Den höchsten Einsatz; in Anbetracht der außerordentlich großen Ernteerträge waren die Arbeiten wie im Vormonat z T. mir unter Mithilfe von Wehrmachts- und Arbeitsdienstangehörigen zu bewältigen. In den Forsten hat der'Wintereinschlag des Holzes fast überall eingesetzt. In den übrigen Au.ßenberufen, insbesondere im Baugewerbe und in den Baustoffindustrien, hat sich bei der günstigen Wetterlage eine Abschwächung des Beschäftigungsgrades kaum bemerkbar gemacht. Angesichts der Millionenzahl der im Baugewerbe 'unb in ber Jnbustrie ber Steine unb Erben beschäftigten Volksgenossen bedeutet bie in biesen beb ben Berufsgruppen eingetretene Zunahme ber Zahl Kurze Tage, wenig Sonne unb wenig Bewegung im Freien bas sinb Nachteile ber Wintermonate, bie unser körperliches Befinben ungünstig beeinflussen Kinder und Erwachsene nehmen in dieser Zeit Bio- ferrin, das blutbildende Kräftigungsmittel. Bioferrin hat eine vorzügliche Wirkung auf das Allgemeinbefinden bei Appetitlosigkeit, Blutarmut, Schwäche- und Erschöpfungszuständen. Es ist in allen Apotheken erhältlich. X"b^\ / A \ BAYER) der Arbeitslosen um zusammen rund 10 000 nur sehr wenig. Im Metallgewerbe scheint jetzt eine gewisse Sättigung der Betriebe mit Arbeitskräften , erreicht zu fein. In den Verbrauchsgüterindustrien wirkte sich das Weihnachtsgeschäft vielfach weiterhin günstig auf den Beschäftigungsgrad aus. Eine saisonbedingt relativ stärkere Zunahme der Zahl der Arbeitslosen war im wesentlichen nur i m G a st - u n d Schankwi^rtschaftsgewerbe und im'Verkehrsgewerbe zu verzeichnen; aber auch hier hielt sie sich gegenüber früheren Jahren in vergleichsweise engen Grenzen. Festlichkeiten „Kraft durch Freude" nach Hamburg regelmäßig in einer sehr guten Atmosphäre abspielen." Wenn es gestattet ist, ein Urteil vorweg zu nehmen, so sei die Empfindung ausgesprochen, daß dem tschechischen Außenminister nicht übermäßig wohl bei seinen Darlegungen gewesen ist. Seine geistigen Interessen sind nicht allein auf die Gegenwart beschränk! unb so scheint uns auch im Hintergrund seiner Rede sein Gefühl zu stehen, daß das, was er sagt — aus seiner übergeordneten Schau gesehen —, eigentlich banal ist oder einer Ausflucht vor der Wirklichkeit verzweifelt ähnlich sieht. Er sagte, daß die Tschechoslowakei mit Sowjetruß i and zwar nicht die offizielle Staatslehre gemein habe, „wohl aber das gleiche gemeinsame Ziel der Aufrechterhaltung der neuen europäischen Ordnung". Der Berliner sagt dazu: „Spiel nid) meschugge!" Der Historiker Krofta weiß ganz genau, daß sich die Sowjets durch mehr als ein Jahrzehnt als die heftigsten Bekämpfer der „kapitalischen" Friedensverträge ä la Versailles unb des „bourgeoisen" Völkerbundes gaben, bis sie aus krassestem Opportunismus bei ben Machern bie- ser Friedensverträge bzw. dem Völkerbund einfach unterkrochen. Vom deutschen Standpunkt aus beglückwünschen wir die Tschechpslowakei aufrichtig zu diesen geborenen und gelernten Bürgen „der Aufrechterhaltung der neuen europäischen Ordnung". Und ist dieses blumenreiche Wort von „der Aufrechterhaltung der neuen europäischen Ordnung" etwas anderes als die peinlichste Reaktion, als die Verkennung aller Kräfte, die die Völker bewegen, als ein Verharren in der Vergangenheit, als eine Blindheit gegen die Zukunft? Krofta versicherte, daß die Tschechoslowakei niemals — auch nicht in der Zeit der Schwäche Deutschlands — grundsätzlich antideutsche Politik gemacht hat. Leider muß festgestellt werden, daß sein Vorgänger im tschechischen Außenministerium, der bereitwillige Gehilfe bei allen Drosselungen Deutschlands innerhalb oder außerhalb des Völkerbundes gewesen ist. Ja, daß er auch auf die deutsche Innenpolitik mit Hilfe bestimmter Personen unb Fonbs ebenso Einfluß zu gewinnen versuchte, wie noch heute bie Tschechoslowakei allgemein bekannte politische Ableger in Wien hat. Dr. Krofta ist barüber vollkommen im. Bilde. Krofta rühmte schließlich bie Minderheitenpolitik ber Tschechoslowakei über ben grünen Klee. Nun, hat nicht der Staatspräsident B e n e s ch wiederholt Besserung gelobt? Hat nicht der tschechische Ministerpräsident H o d z a noch unlängst einem Vertreter des Daily Telegraph erklärt, daß „Fehler vorgekommen" seien? Pflegt vor einer ähnlichen Aeußerung nicht der tschechische Außenminister befragt zu werden? Es ist charakteristisch, daß Krofta an den Teplitzer Vorgängen gar nichts besonderes Auffälliges findet! Ebensowenig daran, daß heute die Tschechoslowakei — mit Ausnahme der ihr befreundeten Sowjetunion — das einzige Land in Europa ist, das sich vom Staate systematisch organisierter Hungergebiete rühmen darf! B. R. Das Echo in Amerika. „Narrische Intoleranz und deutschfeindliche Voreingenommenheit." Am Waffenstillfiandsiag in London. #1 X ff > x > z- I :.zT /.-v •’« , / Hh. t ’ >> :• X" W & 'i - ftz . A S..M N W 4 ' f £ 'v - , MMM < ,,, ; I Wi< wettkämpfe auszutragen. Der erste wird 21. d M In ÜJIflO gegen die portugiesische Län- bereif ausgetragen werben Die von ben spanischen Bolschewisten zu Pcopagandazwecken 'ins Aus- lanb geschickten Mannschaften, Oie u. a. Spiele in Sowjetrußland in Mexiko unb anberen „bemofra- tischen" Staaten ausgetragen haben, verlieren bamit bas Recht z u weiteren Kämpfen, wenn sie nicht bie Erlaubnis bes nationalen Verbanbes erhalten Oie Hitlerjugendführer von General Franco empfangen. Salamanca, 13 Roo (DRB.) Die acht von ber spanischen Falanae eingelabenen HI.-Führer unter Führung von Gebietsführer Schulte finb in Burgos von General Franco empfangen worden Der Staatschef betonte erneut die ehrliche unb tiefe Freundschaft Spaniens zu Deutschland — Am Freitagabend trafen die Iugendführer in Salamanca ein Auf dem festlich beleuchteten größten Platz ber Stadt, der mit den deutschen unb spanischen Nationalfarben geschmückt war, hatten sich Abordnungen der Falange sowie eine nach Taufen- öen zählende Menschenmenge zur Begrüßung oer- lammelt Die Iugendführer wurden im Festsaal des Rathauses von den Spitzen der militärischen und Zivilbehörden herzlich willkommen geheißen Bevorstehende Anerkennung der spanischen National-Regierung durch Japan. Tokio, 13. Nov. (DRB. Funkspruch.) Wie die „Tokio Asahi Schimbun" zu berichten weiß, hat sich das japanische Außenministerium mit der Frage der Anerkennung ber spanischen Nationalregierung beschäftigt Das Blatt glaubt, daß im Hinblick auf die Unterzeichnung des Dreier-Abkommens die Anerkennung in kürzester Zeit erfolgen werde, nachdem die befreundeten Mächte Deutschland und Italien die Nattonalregierung bereits lange anerkannt hätten und nunmehr auch England Agenten zu General Franco entsende. Deutschlands Weltrekord. Ein Erfolg des Fliegers und des Konstrukteurs. 3n 31 Zähren fast 600 Klmstd. schneller. Die Geschichte der Geschwindigteitsrekorde. Zum erstenmal hat sich jetzt die deutsche Luftfahrt in die Liste der internationalen Geschwindigkeits- rekorde eintragen können. Wie bereits gemeldet, flog der Pilot der Bayerischen Flugzeugwerke, Dr.- Jng. W u r ft e r, auf einer abgesteckten 3-Kilometer- Strecke längs der schnurgerade verlaufenen Eisen- bahnlinie bei Augsburg mit einem Messerschmitt- Landflugzeug 611,004 km/st und eroberte damit den Gefchwindigkeitsrekord für Land- f l u g z e u g e. Schneller waren bisher — aller- binas auf Wasserflugzeugen — die beiden auslän- bischen Fliegeroffiziere ßt. Stainforth (Eng- lanb) unb ßt. Age11o (Italien), von benen Agello ben absoluten Rekorb in der ßuft mit 709,209 km/st hält. Fast auf den Tag genau 31 Jahre hat es gedauert, daß die Geschwindigkeit im ßandflugzeug um nahezu 600 Kilometer in der Stunde gesteigert werden konnte. Am 12. November 1906 wurde die erste Rekordleistung im Geschwindigkeitsflug aufgestellt, und zwar flog der Franzose Santos Dumont in der Nähe des Ortes Bagatelle die tatsächliche „Bagatelle" von 41 292 km/st. Frankreichs Flugpioniere Farman, tx iiß, Blerwt, Moräne, Nieuport, Vedrines und vost verbesserten diese ßciftung in ben Vorjahren Stück um Stück, aber stets wurden bie Rekorde nur um ein Geringes übertroffen, auerte es beispielsweise vier Jahre, bis bie >rilometer-Grenze erreicht war. später war ber Geschwinbigkeitsrekvrb immer eng mit dem großen Wasferflugzeugren- u e n um den Schneiderpokal verknüpft, das 1913 von dem Franzosen Jacques Schneider ins flehen gerufen wurde Prevost (Frankreich) kam Dr.-Jng. Wurster. — (Scherl-M.) noch vor dem Kriege auf über 200 km/st., bis das Völkerringen einen Stillstand brachte Dann ging es sprungweise vorwärts, zunächst waren es wieder die Franzosen, Sadi ßecointe flog 1920 über 275 km/st, und zwei Jahre später tauchte mit Mitchell (358,8 km/st) zum erstenmal ein Amerikaner als Rekordhalter auf Die Italiener traten nun in den Vordergrund und griffen mit in den Kampf ein, Major d e Bernardi kam 1928 als Erster über bie 500-Kilometer-Marke. Aber damit war noch längst nicyt bie äußerste Geschwindigkeitsgrenze erreicht Englands Schneiderpokal-Flieger erregten mit ihren immer wieder höheren Geschwindigkeiten die Bewunderung der Welt. Mit ihren Spezial-Wasserflugzeugen erreichte zunächst Kapitän 0 rieb ar 575,7 km/st, fein ßanbsrnann Stainforth schraubte den Rekord auf 609 und im gleichen Jahr auf 657 km/st. Italiens Lustfahrtminister Balbo stellte aus Militärfliegern eine Weltrekordstaffel zusammen, die als Aufgabe die Wiedergewinnung des Weltrekordes für Italien erhielt. Agello war der letzte Ueberlebenbe dieser Staffel, und ihm gelang die Aufgabe. Er flog 1933 zunächst 682,4 und' dann die heute noch gültige absolute ßeiftung von 709,209 km/st. Die Möglichkeit einer solch hohen Geschwindigkeit war damit bewiesen, aber noch nicht im fland- f l u g z e u g. Unsere Luftfahrt bemühte sich mit Erfolg, und ein Deutscher a u f deutscher Maschine kam als Erster über die 600-Kilometer Grenze nachdem 1934 Delmotte (Frankreich« 505,8 und später der Amerikaner Hughes 567,115 km/st erreicht hatten Unter schwierigslenVediligungen Ein Gespräch mit dem NekordNieger Der Augsburger Vertreter des DNB hatte Gelegenheit, in einem Gespräch Näheres über die bisherige Laufbahn des erfolgreichen Piloten Dr.-Jng Wurster und feinen Rekordflug zu erfahren Dr. Wurster, der heute 30 Jahre alt ist, studierte 1926 bis 1930 an den Technischen Hochschulen München und Stuttgart, arbeitete dann als Assistent bei Prof. Dr. Madelung am Flugtechnischen Institut in Stuttgart und daraus zwei Jahre an der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt i n Berlin-Adlershof. Dann bereitete er sich bei der Erprobungsstelle der Luftwaffe in Travemünde auf seine Pilotenlaufbahn vor Seit Anfang 1936 ist er Pilot bei den Bayerischen Flugzeugwerken in Augsburg und fliegt dort die neuen Muster ein. Dr Wurster äußerte sich außerordentlich anerkennend über die vorzüglichen Eigenschaften der Maschine, mit der er den Weltrekord flog, und die glänzende Leistung des Daimler-Benz-Motors 600. Der Rekordflug fand mit einer Messerschmitt- Maschine in der Nähe von Bobingen entlang der dort schnurgerade verlaufenden Eisenbahnlinie statt, wo die Verfuchsstrecke auf 3 Kilometer abgesteckt war. „Ich flog", so erklärte der Pilot, „in 3 5 Meter Höhe (die Vorschrift verlangt unter 50 Meter). Ich mußte meinen Blick stets geradeaus richten und die Jnstrümsnte völlig außer Acht lassen. Der fliegende Start erfolgte mit 10 Kilometer Anlauf. Auf dem Rückweg mußte sie eine Regenböe durchfliegen, was die Leistung möglicherweise etwas beeinträchtigt hat." Bei einem kameradschaftlichen Zusammensein, das anläßlich des hervorragenden Erfolges Betriebsführer und Mitarbeiter der Bayerischen Flugzeugwerke vereinte, sprach der Ministerialdirigent im Reichsluftfahrtministerium Ceyka in herzlichen Worten den Bayerischen Flugzeugwerken und ihrem genialen Chefkonstrukteur Dr. Messerschmitt sowie dem Piloten Dr., W u r st e r Anerkennung und Glückwünsche aus. Der Welterfolg sei die Krönung der unermüdlichen Arbeit Prof. Messerschmitts. Er ehre nicht nur die Bayerischen Flugzeugwerke, sondern fei zugleich erneut Beweis dafür, wie erfolgreich unter der Führung Adolf Hitlers Deutschland seine Weltgeltung erkämpft. Dr Messerschmitt dankte in schlichten Worten für die Ehrung. Er dankte zugleich allen Mitarbeitern für ihre stete Einsatzbereitschaft und freudige Hingabe an das Werk Fe Konzert in Darmstadt. NSG Als ein musikalisches Ereignis ersten Ranges kann das Festkonzert angefprochen werden, das im Rahmen d er Gaukulturwoche am Sonntag dem 14 November, um 16 30 Uhr i m Großen Haus des Heffiichen flandestheaters vor geladenen Gästen des Reichsstatthalters und Gauleiters stattfindet und von Prof Hermann Abendroth geleitet wird. Neben den Solisten Frau Kammersängerin Henny Trundt, Opernsänger Heinrich Blasel und Pianist Albert Hofmann sind dem Rufe des Gauleiters 116 Kammermusiker aus den Rhem- Main'ischen Kultur-Orchestern gefolgt. - Unter dem Motto .Deutsche M e > st e r" bringt das Programm die Ouvertüre Leonore Nr. 3 von Ludwig von Beethoven, Arie der ßeonorj aus der Oper „Fidelio" von ß v Beethoven, Sinfonie Nr. 8 h-moll (Unvollendete) — allegro — moderato — andante con modo — von Franz Schubert, Konzertstück f-moll op 79 für Klavier und Orchester von K M v Weber, Monolog des Hans Sachs aus der Oper: ,Die Meistersinger von Nürnberg", von Richard Wagner und Ouvertüre zu der Oper: „Tannhäuser" von Richard Wagner. Wetterbericht des Reichswekterbienstes. Ausgabeork Frankfurt. Die Großwetterlage zeigt noch immer ein starkes, weit nach Norden reichendes Hochdruckgebiet über 'dem Gesamtatlantik und Wirbeltätigkeit, die von Grönland über Skandinavien südostwärts führt. Demgemäß verbleibt Deutschland im Zufuhrbereich mehr oder weniger kalter fluftmassen aus Norden, so daß wechselhaftes, aber nicht durchweg unfreundliches Wetter erhalten bleibt Aussichten für Sonntag: Veränderlich, mit häufiger Aufheiterung, aber auch vereinzelte, leicht schauerartige Niederschläge (im Gebirge Schnee), nachts auch in den Niederungen vielerorts Frost, Winde aus nördlicher Richtung. Aussichten für Montag: Fortdauer der wechselhaften und kalten Witterung Lufttemperaturen am 12. November: mittags + 2,8 Grad Celsius, abends 4- 4,6 Grad , am 13 November: morgens —0,8 Grad. Maximum + 5,1 Grad, Minimum — 1 Grad —* Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12 November: abends 3,7 Grad; am 13 November: morgens 2,2 Grad. — Niederschläge 0,1 mm. f)aupt|d)riftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Emst Blumschein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschem Anzeigen» leiter Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA X 37: 10 031 Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K -G . sämtlich in Gießen Monatsbezugs preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr mit ber Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs. preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig. WM 1 < r o ist das Waschen macht „SCHWARZ-WEISS" die Wäsche nicht nur blendend weiss und saufSer, sondern verleiht ihr auch jenen frischen Duft und ein gepflegtes Aussehen, - SO WIE SIE ES LIEBEN. - Und außerdem - „SCHWARZ-WEISS' hilft sparen! •• - " W /* ■ Vermietungen 7-Zifflm.Wohn Bad, Balkon, Bismarckstr.44 II mit oder ohne Garage z. 1.November od. ft)rit. 3U verm. [thsD Näh.: *2L Becker, 51evlerftrafte 9, Telephon 3804. Sehr geräumige 6-Zimm.-Vohnuog m. groß. reichlich eingericht. Bad, Mich e, Mädchenzimmer u sonst. Zubehör wegen Versetzung des letzig. Inhabers baldigst zu vermieten. 1705D Seltersweg Gl« Schöne 6-Zimmer- Wohnung mit Bad, Balkon u. sonst. Zubehör Wernerwall 49, I. Stock zu vermieten. 7iieD Näheres: Bahnhofstr. 4,5« 3-Zimmer- Wohnung schön, freundlich, zu verrnieten. Schr. Ang. unt. 05614 a.d.G.A. 3-Zimnierwolinung mit Küchenteil., rngl. a. Alleinst., zu verm. [05088 Alicenstr. 281. Schöne 3-Zimmer- Wohnung mit Balkon und Etagenheizung Schubertstr.l2ll sofort od. später zu vermiet. timD Adolf Schmidt Licher Straße 5. Wer sucht ruh., frei geleg. Ä-Wiig. (mit grober Veranda), mitten i. der Stadt? Beziehbar am 15. Tez. 1937. Schr. Ang. unt. 7442 V a.d.G.A. 3-Zimmer- Wohnung per 1. Dez. zu vermiet, l7485V Steinstr. GO p r. In ruh. Hause gr. VMM- m. Heizung zum 1. Januar 1938 n. alleinstehende Dame zu ver- mieten. Schriftl. Ang. unt. 05575 an 0. Gieß. Anz. Kleine 2-ZimmerwDhnung m. K., i. Hinterhaus,^ 1.12.37 f. ölt. Ehev. od. alleinst^Tame z. verm. L-cbr. Ang. unt. 05621 an den Gieß. Anz. Möhl. Zimmer in Wieseck, für 15,- zu vermiet. Näh. i. der Geschäftsstelle des GH. Anz. [05603 Stadtmitte gr. neuzeitliche Geschäftsräume ' etwa 400 qm, ganz od. geteilt zu vermieten. Schr. Ang. unt. 4667va.d.G.A. Lager Von den neuerbauten Garagen find noch einige Boxen frei. An- zufrag.: Liebig- strafre 58. 7479V Preiswerte UM ■licfcit am ^vwalds- g arten für abgemeldete Autos und Motorräder Schr. Ang. unt. O5597 a.d.G.A. Garagen frei. [ 7468V Alicenstr. 35. Garage zu verm. [05564 Schubertstr. 2. Garage zu vermieten. Rodheimer 05578 Straße 41. | Mietgesuche | Einsamilien- Saus zu nüeten oder z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 05591 a.d. G.A. Schöne 5-3immer- Woimung m. Zubeh., Nähe Hindenburgwall, 5.1.4.38 gesucht. Schr. Ang. unt. O5552 a. d. G.A. Hö.5-3iin.- DJoiinung in guter Lage sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05567 an den Gieß. Anz. UMbn. von Beamten gesucht. Schriftl. Ang. mit Preis u. Lage usw.unt. 05584 a.d.G.A. ü-ZimmeFWOiioyng m. Zubeh., ver 1. 12. od. später v. Beamten zu mieten gesucht. Stückrath & Bender, Möbeltransport, 7449V Tel.3519. 2-3-3immer- VoUimg zum 1. Januar oder früher gesucht. Säiriftl. Ang. unt. A. 51., Bahnhofstr. 90 (Laden). 05580 fielt., berufstät. Dame sucht grotz. sonniges, leeres Simmet mit Tamvfhei;. u. Abstellraum, in gutem Hause. Schr. Ang. unt. 05605 a. d. G.A. Gut möbliertes Zimmer a. die Zeit vom 15. Novemb. bis 30. Dezember zu mieten gesucht. Schr. Ang. unt. O563Oa.d.G.A. Möbliertes Simmet (evtl, mit fliest. Wasser, evtl, mit voller Pension) zu miet, gesucht. Schr. Ang. unt. 7496V a.d. G.A. mit Büro und Garage in der Alicenstr. alsb. preiswert z. vermieten. [7290D Näh. A. Becker, Kevlerstrafte 9. Telephon 3804. 51011 mWoöen 5. vermiet. [05596 Zu d. Mühlen 2. fotogen zu verm. [7499D 9005 Walltorstr. 24. Garage zu vermiet. 05013 Leihgeft.Weg21 Stellenangebote Keine Zeugnisse in Urschrift lOHDern nur KeugatS- abichrtfteri dem Be- werbungsichreiben bet, legen — Lichtbilder unvBewerbungsunter, ^igen müffen ,ur Ler- metdurtg oon Berlusteo auf der Rückseite -R» men und Änschrifl des Bewerbers traaeol Bertteief überall 3. Verk. v.Saatkartoffeln sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 74O7va.d.G.A. Tücht., frühere Lebertran- Emulsions- Vertreter für ähnl. Artikel gesucht. [ 7435 V Fulda, Postfach 256. Bertreierz. Bei. v. Priv.-Kund- schaft gef. Hohe Proo.W.Büschel Vieselbach 103. Beabsicht. einen zuverlässigen Buchhalter auf Tagesstund. ein3uftellen und wollen 'ich bitte Interessenten melden. [7490D Horft-Wessel- Wall 46. Tüchtiger Küfer für Holzarbeit u. Weinkellerei sofort oder später gesucht. 7330D GieBen, Braugasse 6. Metzger zu HauS'chlach- tungen sofort gesucht. [7484V L. Deibel, Wieseck, Giestener Strafte 34. Junger, tüchtig. Mehger- geselle im 1. od. 2. Berufsjahr gesucht. 05598 Faulstich, Bahnbosstr. 59. WA für Lebensmittelgeschäft gesucht. Selbstgeschrieb. Angebote unter 05399 an den Giestener Anz. Geprüfte Säuglings- oder Kinderpflege™ bei gutem Lohn tagsüber sofort gesucht. Schriftl. Ang. u. 7481D an d. Giest. Anz. Friseuse f. Samstags zur Aush. gef. [oseio H. Scheld, Walltorftr. 33. Braves 7405D Mädchen vom Lande für denHaushaltges. Frau Götz, Büdingen, Kantine des M. G. Bat. 3. Junges Mädchen für kl. Haushalt ab 15. 11. 1937 gesucht. Zu ersr. in der Geschst. d. Giest.Anz. [05553 Ich suche ein Mädchen 16—20 I. alt, das auch melken kann. Gut. Lohn und Behandlung zugesichert. Karl Becker VII., Mufchenheim (bei Lich). 7ii4v Sielt., ordentl.,in allen Hausarbeiten erfahrenes Mädchen das auch etwas kochen kann, für kleinen Haushalt ver sofort oder 1. De;, gesucht. 7433V Frau Agn.Kalleubach Bad Hersfeld, Wehneberger- strafte 11.___ Suche z. 1. De;, od. spät, selbst. Älleimnäichen bei gutem Lohn, das kochen kann und alle Hausarbeiten versteht Schr. Ang. unt. 7439va.d.G.A. Junges Hausmädchen für tagsüber gesucht. [7487 D Cafe Amend, Bahnhofstr. 68. Ein tüchtiges, ehrliches Wo für Geschäft und Haushalt gesucht. Schr. Ang. unt. O56O2a.d.G.A. Fleißig., kinderliebend., junges IWtn bei gutem Lohn gesucht. [7448V Steinstr. 1911. Wir suchen in Privat- und Wieder- verkäuferkreisen gut eingeführte (VERTEILER ODER MITARBEITER) zum Verkauf von geröstetem Kaffee. ~ da billige Preise. Z.'B. liefern wir an Private täglich frisch geröstet, IVe Kilo (3 Pfund) 5 verschiedene Oualitätssorten Hamburger Kaffee als Probepaket gegen Nachnahme ohne Nebenkosten für RM. 5,98. Garantie Geld zu rüde. Für Wiederverkäufer besondere Preise. Walter Messmer Großrösterei nur Hamburg 30QQ) Nicht verwechseln mit Marke Mesjmer Handelsvertreter —Reisende Grossisten können durch Mitsührung eines Mavkenaviikels welcher unbeschränkt geliefert wird, ihre Einnahm, verbessern. Bedingung: Besuch nur rein ländlich gelegen.Absatzgebiete 1 Hohe Sofort-Provisionen Keine lästigen Muster! Reiseerfolge leicht u. beauem, da Lieferungen in Kommission und franko üb. ganz Deutschland erfolgen. Gefl. Angebote unter Angabe des Reisegebietes erbeten unter 2 833 an die WestdeutscheAnzeigen-Gef. rn.b.H. Düsseldorf, Königsallee 66 LsNtuttssiähise LttSv-avrik sucht bei Lebensmittelgeschäften und Restaurants bestens eingeführten Vertreter Tüchtigem Verkäufer, der möglichst auch Auslieferungslager übernimmt, steht bei Qualitätserzeugnis zu niedrigem Preis leichter Absatz und hoher Verdienst in Aussicht. Ausführliche Angebote unter 7461D an den Giestener Anzeiger erbeten. Krankengeldzuschußkasse, Reichsaufsicht,niedr.Beiträge,sucht nebenberufl.Marbeiler. Gute Verdienstmöglichkeiten. Angebote unter F. DI. 574 an Ala, Frankhirt BL. Kaiserstr. 15. ^-v Jüngerer, tüchtiger Reisender der in Lebensmittel- und Putzmittelgeschäften bereits eingeführt ist, von Chemischer Fabrik für sofort gesucht. Offerten m. Gehaltsansprüchen, Lichtbild und Zeugnisabschrist. unter 7427D an den Giest. Anz. Weres Fräulein für Büro und Laden sofort gesucht. Rudolf Rüdiger oHG. Walltorstraste 35. 746?d die perfekt und allein einen Haushalt führen kann, per sofort gelucht. Angebote mit Lichtbild, Zeugnisabschriften und Gehaltsansprüchen an Adolf Weißenbach Witwe, Friedberg [Hessen), Cafe Sanssouci. 74570 Redegewandten Damen und Sevvet» bietet Grobunternehmen der Nahrungsmittelbranche DAUEREXISTENZ durch den Vertrieb eines täglichgebrauchten Lebensmittel- Artikels an Privathaushalt. Gute Berkaufsunterstüftung. Kurze Adress -Ang. v. Interest, u. H. G. 639 ( 7434V) q. d. G. A. Bremer Kaffeerösterei sucht für diesen Bezirk VevSvetee der bei Grob-Verbrauchern und Kolonialwaren-Handlungen best. eingeführt ist. Provision u.Svesen. Angebote mit näheren Angaben und Referenzen unter 7440V an den Giestener Anzeiger erbeten. Führender Großverlag; sucht noch einige tüchtige Bezieherwerber bei sehr guter Verdienstmöglichkeit. — Verlags vertrag. — Herren, auch Neulinge, denen an einer Dauerexistenz gelegen ist, wollen sich melden am Montag, dem 15. November im Hotel Schätz, Gießen, Bahnhofstraße, nachm. von 15-17 Uhr __05586 Leistungsfähige Firma sucht für hiesigen Bezirk tüchtigen Handelsvertreter z. Besuch v.Behörd., Anstalten und sonstig.Groß-Selbstverbr.Branche- kenntn.nicht erforderl., jedoch intensives u. gewissenhaftes Arbeit. Bedingung. Auszahl, der sehr hohen Provis. nach Auftragseina. Ang unt. 6. U56 (7430V) an d. Giest. Anz. Tüchtiger Reisender der Führerschein besitzt, von leistungsfähig. Spirituosen- grohhandlung für Kundenbesuch in Kurhessengesucht. Ausführl. Bewerbung mit Lichtbild und Gehaltsansprüchen lauster Spesen) erbeten unter 7462V an den Giestener Anzeiger. LehabudihaMer mit guter Allgemeinbildung, praktischer Erfahrung, sucht sich zu verändern, schriftliche Angebote unter 05573 an den Giestener Anzeiger. Tüchtiges 7158D MUItM bei guter Bezahlung per sofort gesucht. Angebote mit Lichtbild und Zeugnisabschriften erbeten an Mols HJeißenha® BJroe. Stieööetg, Hessen/(Safe Sanssonsi Ehrliches, fleift. Mädchen erfahren in allen Hausarbeit., z. 1. Dez. b. gutem Lohn gesucht. T. Seim, 05629 Gieften, Löberskr. 111. Mädchen zürn 15. Novbr. s. 2-3 Stunden vormitt, gesucht. Zu erfragen im Giest. An;, osei? Wegen 'Verheiratung des jetzigen suche ich zum 1. od. 15. Januar 1938 ein ordentliches Mädchen für ganze Tage. Vorzustell. nach 7 Uhr abds. 05577 NeuenBäue27lI Nachlässe von3 bl- ra v. 6. erhallen (Sie bei wiederhollen Auf. nahmen einer Ameise Die einheimischen öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalten, die Hessen-Nassauische Lebensversicherungsanstalt Nassauische Versicherungsanstalt Wiesbaden suchen zur Unterstützung des Bezirksbeamten noch einige tüchtige Milar b eiter - Spesen Vertreter gegen die üblichen Abschlußgebühren, Zahlung von Zuschüssen, Vorschüssen, evt. Uebertragung von Inkasso. Günstige Tarife, neuzeitliche Vers.-Kombinationen! Unbeschränkte Haftung d. Gründungskörperschaften Bewerbungen erbeten an die Direktion Wiesbaden, Bierstadter Straße 7 7409 D Zuverl., erfahr. Alleinmädchen für Küche' und Haus ver sofort od. 1.12. gesucht. 7489 D Pogt, Goetbestrafte 32 [Stellengesuche] Tücht. Verkäuferin, gute Urng.- Forrnen, 3jähr. Lehrzeit in der Schuhbranche, 31 Jahre, sucht Aushilfsvosten auf 1—3 Mon. Schr. Ang. mit Gehaltsang. unt. 05565 a.d. G-A. Kontoristin (über 25 Jahre) sucht Stellung. Schr. Ang. unt. 05537 a.d. G.A. Möchte mich verändern, am liebsten auf Büro. Schreibmaschin.- Kenntnisse vorhanden. Schriftl. Ang. unt. 7497 V a. d. Giest. Anz. Jung. Mädchen sucht sofort Aushilfsftellg., am liebst, in Geschäftshaushalt. Schr. Ang. unt. 05608 a.d.G.A | Verkäufe [ Trächtige Vogelsberger Fahrkuh zu verkauf, oseoo Kinzenbach, Mühlweg 72. Hochtragendes Vogelsberger Rind (Herdbuchtier), gefahren, Dezbr. kalb., gut. Abft., zu verkaufen. Fellingshausen 05595 Nr. 116. 1 Vogelsberger Kind 1 ^jährig, und 4 Läufer z. verk. Launsüach 132. Neues fcÄfas IW falle Meines Gesch.- HauS, in guter Lage, 2 Läden, 3-Zimm.-Wohn. 2 Mans., Küche u. Toil., Heiz., sofort zu verk. Fritz Stroh, Grundstücksmakler, Adolf-Hitler- Straftell. 7429V Einiamil.-Haos 5 Zimm., Küche, Zentralheizung, Obst- und Gemüsegarten,evtl, mit anliegendem Acker, 12 km von Giesten - Nähe d. Waldes - zu verkaufen oder;. verm. Schriftl. ding. unt. 05556 an d. Giest. Anz. IhHbT in schön. Wohnl. Wetzlars e. solide ausgef. Eigenheim m. 5 Zimmern, entsprech. .3ubeh. u. etwa 550 qm gr. Gart. Grinst. Anzahl.- u. r'lbtragungs- bedingungen. Besicht, des 3um Verkauf stehend. Hauses,Naubor- ner Str. 162, am Sonntag, d. 11. d. M., von 13 bis 17 Uhr. [ 7428D Nähe Giestens, wegzugshalb, zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 05601 a. ö. Giest. Anz. 800 qm groher Garten m. massiv. Hütte u. Brunnen im Neustädter Feld, zu verkauf. 05576 Preis per qm 2,50 Mk. Näh. Bhil. Mandler, 'Asterweg 27, So. Eingang: Schillerstraste. DKW. 600 ccm, 2/2 Kabriolett, nicht abgelöst, hat im Auftrag zu verk. [7459V Eugen Pietsch, Groft-Garage, Am Aulweg. NSIL 500 ccm, billig zu verkaufen. 05585 Wieseck, Marb. Str. 17, Nähe Karlsruhe. personen- Auto Dreirad, gut erhalten, fiihrer- schein- u. steuerfrei, ;. verk. oseu 51. Weber Wwc. Krofdorf 287. DKW. ReiMasse Limoui., 4sitzig, in sehr gutem Znst., verkauft i. Auftrag [7469V Altstoff, 'Alicenstr. 35. MW. Sonderklasse, KabriolM, gut. Zustand, z. verkaufen. [05594 Aftmann, Hitlerwall 7. Sachs- Motorrad (98 ccm), „Tiamant", gut erh., verkauft 05560 Krause, Treis/Hessen, Geflügelhof. 3 Röhren- Apparai „Tefag", Gleichstrom, umzugshalber zu verkaufen. [7450D Liebigstr.lV7lIr. Klavier wegzugshalbers. nur 100 - RM. abzugeben. Wo? sagtd. Geschäftsstelle des G. A. Anzus. zwischen 13.30 bis 15 und 19-20 Uhr. 05583 Drehstrommotor 3?8,Kurzschlust- läuf., 660/380 V, m. Schalter bill. abzugeb. Näh. in d. Geschäftsst. d. Giest.Anz. 05581 Kassenschrank und ~ Markenklavier (erstkl. Jnstrum., fast neuwertig), Marke Zimmermann, zu verk. Schr. Ang. unt. 05626 a.d. G.A. Gleichstr., sehr gut.Klang,trennscharf, günstig zu verkaufen. 7460V Frankfurter Strafte 1131. SpHzimmer mod. Büfett mit Bierzug- Ausziesttisch, u. 4 Stühle, in Eiche, schwarz, 2 Alabaster- "amven zu verkaufen. Schriftl. Ang. unt. 05627 an d. Gieß. An;. Wegen Unrzug z. verkaufen: [05579 Kleiderschrank, Sofas, Teppich, Tische, Herd, Bettstelle, Nähmaschine. Seltersweg 1611 Emaill. Dauerbrandofen (Junker & Ruh), wie neu, [05607 lEicfienauszietiliscli 1 Küchcnschrank, weist, zu verk. Memel.Str 121. 1 Sofa und 5 gevolft. Sessel ZU verkauf. Preis 60,- Mk. [05622 Bnes, Kirchen Platz 5, Lad em_______ Kleiner Gas- heizosen preiswert verkaufen. (7488D Bahnhofstr. 391 Fast neuer kombinierter Herd (Gas mit Kohle) umzugshalber z. 1. 12. zu verkaufen. [05620 Hans Thiele, Neuen Bäue 25, Hinterhaus p. Gvotzev Saal, freies Sotel oder sonstige geeignete SvoKe Riumt für Möbel-Verkaufs- u. Lagerräume sofort gesucht Schriftliche Angebote mit Größe und Preis mit. 7415A an den Gieß Anz. Gnt erhaltener weißer [05590 Kiieiienlieni zu verkaufen. Marb.Str.146k> Gut erhaltener, gröft., weifter fttaH (Dauerbrenner), zu verkauf.[05558 Neuen Bäue 21. Verkaufe gut erhaltenen Kinderwagen Kaufe gut erhaltenen Kinder-Sportwagen Vlockstr. 711II. Schrotflinte 16 mm, gut erh., Skier m. Unitasbind., kaum gebraucht, u. Stöcken, zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 05557 an d. Gieß. Anz. Dkl. Anzug, Dam.- Garderobe,beide schl. Fig., Mdch.- Bekl., 9-11 I., wie W.-Mäntel usw., Kdr.-Tisch, u. -Stühlch., el. Eßz.-Lampe, all. gut erh., preisw. abzugeb. [05593 Friedrichstr.1011 Zu verk. 1 schw. Herrenman'al mittlere Größe, 1 Ofen. [7500 V Ludwigstr.2911. 5 Paar MMM Gr. 38, erstklass. Marken, wegen Fustleidens das Paar zu 2-3 Mk. abzugeb. [oseoo Alicenstr. 16 p. | Kaufgesuche | Alte Silöetmorl und Alt-Silber kauft z. Tageskurs: [1743 Carl Brück. Juwelier, Kreuzvlatz 8. Motot.ad bis zu 200 ccm, in tadellos. Zust., z. kaufen geiucht. Schr. Ang. mit Preis unt.05527 an d. Gieß. Anz. Mignon- Schreibmasciiine z. laufen gesucht. Schr. Ang. mit Preis u. Schriftprobe unt. 05604 an d. Gieß. Anz. Klein, gebraucht. Ofen zu kaufen gesucht. [05624 Wolkengasse221 Gebrauchte Leder Jacke gesucht. [05623 Töriug, Wernerwall 15- Zu kaufen gesucht 1 oder 2 gebrauchte [7498V Teppiche Ludwigstr. 2911 Gut erhaltene Kinder* Eisenbahn mögt, mit allem Zubeh., zu kauf, gesucht. Schriftl. Ang. unt. 05582 an d. Giest. An;. MW« auch Vorkriegssilbermark, kauft juioelier M.SM 7491V Gieften, Seltersweg 65. tieschattsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstr. 1 III. Silbergelil 11. Bruehsilber kauft zu Höchstpreisen [eoeoD Lari Schmidt Salmhoffir. 10. Empfehlungen Nähmaschinen versenkbar, von RM. 135 - an, mit voller Garantie [05625 IMos, Gießen Sonnenstrafte 31 Schutz, Stütze, Formlchönheit auf natürlicher Grundlage durch Thalysia-Formenpflege-System. WALYi/Ä Reformhaus Seltersweg 52. 7412 A Vorwerk Kobold Staubsauger handlich, praktisch, vielseitig, billig, d. Wunsch jeder Hausfrau. Bez.-Vertretung C. Müller, oseio Gieften, Goethestr. 70 p. Versenkbare Schwingschül- Nähmaschinen vor- u. rückwärtsnähend, mit Garantie RM. 125- ’«”D Fa. B. Krall Seltersweg 30 Tel. 3369 Mn Sie schon: Neue Tarife, beim 7,520 «ientral-Bundinnk Bahnhofstr. 58 Anschlust: Jetzt kostenlos Lautsprecher: Wird kostenlos gestellt Einzige tagte Monatlich RM 3- zuzüg- lich Postgebühr, Vornehm / Geschmackvoll/ Persönlich/ iXeee drei wesente liehen Eigenschaften der gediegenen Familien- Drucksache eletet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Verschiedenes Erteile Nachhilfe in Mathematik, Englisch, Franz. Schr. Ang. unt. 05566 a. d. G.A, Garten m. Gewächshaus u. Windmotor a. Leihgesterner Weg z. verpacht. 7486v Näheres: A. Becker, ^levlerstrafte 9. Telephon 3864. Grablanö ca. 270 qm, in derHammstraße, sofort zu ver- pachten. [05592 Näh. i. d. Ge- schäftsst. d. G.A. Darlehen von RM. 200,— gen. gute Sicherheit v.Selbstgeb. sofortgeiucht. Festangestellter. Schr. Ang. unt. 05612a.d. G.A. Heirat Solides Mädel, 32 Jahre, sucht charakterfesten Lebensgefährt. Witwer mit kl. Kind bevorzugt. Aussteuer vorh. Schriftl. Angeb. unter 7494D an den Gieß. Anz. gufeMbDon Optikermeister Carl Leisler Gießen Neuenweg 16 Lieferant aller Krankenkassen Verloren schw.Börsel Bargeld u. Notizen) tm Fernsprechhäuschen an der Univ. Geg. gute Belohn, abzugeben. [05616 Schuchmann, Lndwigsvl. IIP Hellgraue Sdiäfer- hündin entlaufen. 7480D Nachricht Telephon Gieß. 3595 Stadttheater M Heute Sonntag gM 20.00-22.30 Uhr 20.00-22.30 Lhr Drei alle ää Dclatiiieli. । Außer Miete! Preise; Preise: RM 0 80-2.50 I RM (P80-3.0, Wochenübersicht: Dienstag, 16. Nov., 20-22.45 Uhr Erstaufführung „Der Wildschütz“ Mittwoch, 17. Nov., 19.30-22 Uhr Erstaufführung „Fuhrmann Menscher* Freitag, 19. Novbr., 20-22 Uhr Erstaufführung „Ich liebe dich** Samstag, 20. Nov., 20-22.15 Uhr Zum letzten Male „Moral** Sonntag, 21. Nov., 12-12.45 Uhr „Gedenkfeier der Wehrmacht am Totensonntag1* 7347 D Sonntag, 21. Nov., 19-21.15 Uhr „Eta von Naumburg“ Nr. ">66 Zweites Matt Kießener Anzeiger (Aenerai-Anzeiqer für Mberheffen) Samstag, 15. November 1057 NooftveLts zweiselhaste Projekte. rwn unterem E. A H.-Äerichterftaite' Nachdruck verboten' N e u y o r k, November 1937 Aul «einer Reise nach dem Westen oeiuchte Präsident Roosevelt auch sein Lieblingsprojekt, den Bonneoille-Damrn. der gerade jetzt seiner Vollendung entgegengeht. Dieser Damm staut die Wasser des Columbia ° Flusses im Staate Washington, dem nördlichsten der pazifischen Küstenstaaten. und ist der erste einer Reihe von zehn geplanten Staudämmen zur Kontrolle und Schiffbarmachung des Columbia-Flusses und zur Bewässerung einer Fläche von rund 2 Millionen Morgen Der zweite der Dämme, der Grand-Coulee-Damm, ist ebenfalls noch im Bau begriffen Seine Gesamtkosten sollen rund 400 Millionen Dollars erreichen, er wird also der teuerste aller je gebauten Dämme sein. Die Kosten des Bonneville-Dammes wurden auf 31 Millionen geschätzt, aber, wie bei vielen anderen Projekten der Bundesregierung, war die Schlußrechnung bedeutend höher als der Voranschlag. Die Gesamtbaukosten des Bonneville-Dammes haben heute 75 Millionen Dollars bereits überschritten Das ganze Flußprojekt mit seinen zehn Dämmen, Elektrizitätswerken, Schleusen usw. wird ungefähr eine Milliarde Dollars kosten, stellt also das größte je von der Bundesregierung seit Be- : ginn ihres Arbeitsbeschaffungsprögramms unternommene Projekt dar. Durch den Besuch des Präsidenten und feine vom Bonneville-Damm aus gehaltene Lobrede lebte von neuem die feit Jahren in Presse und Fachzeitschriften geführte Debatte über die Zweckmäßigkeit der ganzen Anlage wieder auf. Bemerkenswert ist. daß iie Bundesregierung dabei die Mehrzahl der nicht Direkt interessierten Fachleute gegen sich hat Die zu prüfende Frage lautet: Lohnt sich die Ausgabe dieser ungeheuren Summe in einem Gebiet, das zu den wildesten und unentwickeltsten der Vereinigten Staaten gehört? Besteht Absatz für die geschaffene elektrische Kraft? Die Antwort der Bundesregierung lautet: Vorerst ist wohl noch keine Nachfrage vorhanden, aber wir hoffen durch Be- iwosserung von Neuland und Schiffbarmachung des «Columbia neue Siedler in jene Gegend zu Socken, die Entwicklung der Landwirtschaft zu fördern und neue I n d n st r i e n ins Leben zu irufen, so daß sich das Projekt in einigen Jahrzehnten bezahlt machen wird. Die Antwort der Ingenieure ist . Die Bundesregierung hat eine Milliarde Dollars an eine Wildnis m sinnloser Weise I verschwendet. Solange die Bauten errichtet werden, rbird wohl Arbeit geschaffen, aber dann werden die sschönen Dämme des Columbia und die Kraftwerke unbenutzt dastehen und entweder verfallen oder, , Da sie sich "in frühestens 100 Jahren rentieren könne n. so lange eine weitere Belastung für den ame- crikanischen Steuerzahler bedeuten. Sie behaupten, Daß die Bevölkerung des Tales des Columbia-River im mindestens 20 Millionen Menschen zunehmen muß, ehe die neuen Kraftanlagen überhaupt gewinnbringend ausgenützt werden können Eine solche , Entwicklung wäre nur möglich, wenn Roosevelt !ine wahre Völkerwanderung nach dem Westen m , nie Wege leiten könnte, sagen wir, wenn ihm die Macht gegeben wäre, die sämtlichen Arbeitslosen aus dem industriellen Osten und noch vier Millionen Farmerfamilien nach dem Nordwesten zu ver- i pflanzen. Daß dem Präsidenten etwas derartiges larfchwebt, ist bekannt, aber vorerst besteht leider acht die geringste Aussicht, daß sich eine solche Bet.'vlkerungsverjchievung auch nur im bescheidenen Maße wird durchführen lassen Der Columbia-Fluß ist ungefähr 1200 Meilen lang. Er entspringt in den kanadischen Rocky Mvun- lallis, fließt etwa 450 Meilen in einem großen Bogen nach Norden durch kanadisches Gebiet dann in die Vereinigten Staaten und bewässert dort em Gebiet von zirka 66 000 Quadrotrneilen was etwa einem Drittel der Größe Deutschlands entspricht In diesem Gebiet leben nur vier Millionen Menschen Die bereits vorhandenen Kraftwerke sind m Privatbesitz und erzeugen fchon jetzt doppelt io viel elektrische Kraft, als die einheimische Landwirtschaft und Industrie verbrauchen kann Die Stromgebühren sind niedriger als in den meisten Staaten Amerikas. Das Problem des Absatzes liegt nicht in den bereits niedrigen Gebühren, sondern in den Schwierigkeiten der Verteilung Die Farmer müssen nämlich für die Legung der Leitungen selbst aufkommen Man hat ausgerechnet, daß der Strom umsonst hergegeben werden könnte und der Verbrauch doch nicht steigen würde Je abgelegener eine Farm ist, um so unmöglicher ist es für den Farmer, die Kosten der Leitung zu tragen, um so mehr als die Leitungen in den stren- aen Wintermonaten der Nordweststaaten oft beschädigt werden und daher ständig Reparaturkosten fordern. Und solange sich die Bevölkerung der erst vor 50 Jahren erschlossenen Nordweststaaten nicht verzehnfacht hak. besteht für die Industrie kein Grund, in der Nähe des Columbia-Flusses Fabriken zu errichten, nur weil dort die elektrische Kraft einige Cents billiger ist als im Osten Die Stromkosten machen in Amerika durchschnittlich nur ein Fünftel der Erzeugungskosten aus Dafür wären diese Fabriken genötigt, ihre Erzeugnisse Tausende von Kilometern weit nach Südkalifornien oder nach dem Osten zu verfrachten, wo ihre Absatzmärkte liegen Unter diesen Gesichtspunkten gesehen, hätte also ein einziger Damm zur Bewässerung des Columbia River Hinterlands völlig genügt Ohne also die Grundlage füss eine rasche industrielle Entwicklung zu schaffen, droht das ganze Dammprojekt außerdem die Lachsindustrie des Staates Washington zu bernichten. Der Columbia ist der größte Lachsfluß der Welt. Der Fang der Lachse, ihre Verpackung in Büchsen und der Erlös aus dem Verkauf bringt dem Staat jährlich 10 Millionen Dollars ein. Jedes Jahr schwimmen Millionen von alten Lachsen, von einem zwei- bis dreijährigen Aufenthalt im Meer zurückkehrend, den Columbia hinauf, durch Stromschnellen, über Katarakte. bis sie im Oberlauf in den Nebenflüssen und Bächen der Rocky Mountains ein stilles Plätzchen finden, wo sie laichen und sterben. Im Frühjahr kommen die Fingerlinge wieder den Fluß heruntergeschwommen Am Bonneville-Damm allein hat die Bundesregierung 7 Millionen Dollars für Fischleitern und besondere mechanische Fördertreppen ausgegeben in der Hoffnung, daß die Fische sie finden werden Fischereisachverständige betrachten diese Einrichtungen jedoch sehr skeptisch Sie glauben, daß die Lachse, selbst wenn sie die Leitern finden, in dem 70 Kilometer langen Stausee umkommen werden. Denn dieser schöne und starke Fisch braucht auf seinem berühmten Laichzug Stromschnellen und Wasserfälle, über die er springen kann In stillem Wasser stirbt er Aber selbst angenommen, er passiert alle Dämme und Stauseen, wird nicht von den Fischern gefangen und erreicht seinen Laichplatz. Was geschieht mit den kleinen Fingerlingen im Frühjahr wenn sie durch die Turbinen der Kraftwerke gewirbelt roerben9 Was für die Industrialisierung des Landes durch billigere Elektrizität gilt, gilt auch für die S ch«i f f- barmachung des Flusses Bereits im Jahre 1915 wurden einige Meilen oberhalb.von Bonneville Schleusen für Frachtkähne gebaut, die Weizen, Früchte und Holzladungen nach dem Stillen Ozean 55 bringen sollten. Die Schleusen kosteten mehrere Millionen Dollars. Bis heute hat sie em einziges Schiff benutzt Die Eisenbahnen waren bis jetzt vernünftig genug, ihre Frachtraten niedrig zu halten. Aber während selbst die Sparsamkeitsapostel dem Eolumbia-Rlver-Projekt wenigstens eine gewisse Berechtigung nicht absprechen können, enthält das Bauprogramm der Bundesregierung noch einige andere Mlllionenprojekte, die Präsident Roosevelt von seinen Gegnern den Vorwurf beispielloser Geldverschwendung eingetragen haben. Zum Teil liegt die Schuld offenbar bei den Ingenieuren der vor kurzem aufgelösten Bundesverwaltung für öffentliche Arbeiten, die sich manchmal weder über die tatsächlichen 'Kosten noch über das Verhältnis der Kosten zur Leistung oder über die Durchführbarkeit der vorgeschlagenen Projekte überhaupt einen richtigen Begriff zu machen schienen Die beiden unglücklichsten Projekte dieser Art — „weiße Elefanten" nennt man solche Bauten in Amerika — sind der Florida-Kanal und das Passa- maguody. Projekt. Letzteres wurde im Staate Maine im nördlichsten der Neu-England- Staaten an einer Bucht des Atlantischen Ozeans m Angriff genommen und sollte die durch Ebbe und Flut hervorgerufenen Strömungen zur Erzeugung elektrischer Kraft ausnützen. Nachdem sechs Millionen verbaut waren, weigerte sich der Kongreß, weitere Zuwendungen zu machen weil sehr starke Zweifel auftauchten. • Der Florida-Kanal war eine von Roosevelts Lieblingsideen. Der Kanal sollte für die Schiffahrt eine zwei- bis dreitägige Abkürzung zwischen Atlantikhäfen und dem Golf von Mexiko schaffen untfr Umgehung des Südzipfels von Florida und der vorgelagerten Kette von Koralleninseln. Die Bundesregierung schätzte die Gesamtkosten des 120 Kilometer langen Kanals auf 200 Millionen. Der Kongreß bewilligte 5 Millionen für Vorarbeiten. Ingenieure der Armee zweifelten den Voranschlag der Bundesverwaltung an und erklärten, der Kanal würde mindestens eine Mil« liarde verschlingen. Die Arbeiten wurden wieder e i n g e st e l l t. Heute zeugt ein beinahe zugewehter Graben in der Sandwüste Nordfloridas von 5 Millionen Dollars, die einst für Arbeitsbeschaffung ausgegeben wurden Mit der letzteren war es übri- PROSPEKT 61 DURCH BALATUM-WERKE • NEUSS gens nicht so weit her, da Maschinen die Haupt« arbeit verrichteten. Ein anderes Projekt, das die Amerikanische Jngenieurgesellschaft scharf verurteilt hat, ist der Fort-Peek-Damm über d e n Mississippi. Der Damm soll 109 Millionen Dollars kosten; 60 Millionen sind bereits ausgegeben. Er wird nach feiner Vollendung der größte 0;rbbamm der Welt fein. Der Damm soll der Flußkontrolle und Bewässerung dienen. Das Mississippital ist an dieser Stelle dünn besiedelt; in einem Umkreis von 240 Kilometer liegen nur drei kleinere Städte. Die Jngenieurgesellschaft erklärt, ein 3-Millionen-Dollar- Da'mm hätte genügt, um denselben Zweck zu erfüllen. Da die Bundesregierung immer noch nach allen Seiten Geld mit vollen Händen austeilt, sind l Proteste dieser Art naturgemäß gedämpft. Der fußbode n- belog unserer ZeO schnell und lekhi zu pflegen herrlich in korbe und Musler /tjafa/urrt Oie große kulturelle Leistungsschau des Gaues Hessen-7!astau. Eindrücke von einem Ziundgang durch die Gau-Kulturausstellung auf dem Frankfurter Festhallengelände. Eigener Äericht des Gießener Anzeigers. Heute vormittag 11 Uhr ist mit der Gaukulturausstellung die Gäukulturwoche Hessen- Nassau 1 9 37 durch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger feierlich eröffnet worden Das Gaupresseamt hatte der Presse bereits gestern vormittag Gelegenheit zu einer Vorbesichtigung gegeben Im würdig ausgestatteten Ehrenraum, in dessen Mitte sich eine mächtige Büste des Führers erhebt, hieß Gaupresseamtsleiter Ucker- mann die zu einem ersten Rundgang versammelten Kulturschriftleiter willkommen. Don der Ausstellungsleitung gab Pg. Weinheimer zunächst eine knappe Einführung in Sinn und Aufbau der Ausstellung; seinen Darlegungen war etwa Folgendes zu entnehmen: es konnte sich nicht darum handeln, den Besucher mit einer unübersehbaren Fülle von Ausstellungsgegenständen zu verwirren Auf allen Gebieten sollte nur verhältnismäßig Weniges, sorgfältig ausgewählt, gezeigt werden, das Gesamtbild, das sich 'so ergibt, soll einen Ueberblick über das kulturelle Leben im Gau Hessen-Nassau vermitteln Der Stoff wurde aufgegliedert nach den Arbeitsgebieten der sieben Einzelkammern, die jeweils eine Leistungsschau der in ihnen vereinigten Kulturschaffenden unseres Rhein-Main-Gebietes bieten. Das vorgeführte Ausstellungsmaterial nimmt rund 10000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in Anspruch. Für die Art des Aufbaues im Einzelnen ist bezeichnend, daß man beispielsweise aus Hunderten von Gemälden nur einige zwanzig ausgewählt hat. Hierauf begann ein Rundgang durch die Ausstellungsräume unter kundiger Führung: die Sachbearbeiter der einzelnen Ausstellungsgruppen gaben jeweils einen Ueberblick über Anordnung und Aufbau des von ihnen betreuten Arbeitsgebietes Die Ausstellung war zwar gestern noch nicht in allen Teilen vollendet und eröffnungsbereit, aber immerhin so weit gefordert, daß man einen Eindruck von dem gewann, was hier geplant und verwirklicht wurde. — Der erste Raum nach der Ehrenhalle gehört der bildenden K u n ft, und zwar der alten Kunst. Man hat absichtlich die reichen Schätze des Frankfurter Kunsthandels zur Beschickung der Ausstellung mit herangezogen, um auch die Grundlagen und die reiche Tradition anzudeuten, auf die das kulturelle Leben unserer Landschaft sich gründet. Hier gibt es wenige, ober gute Bilder älterer Meister unseres Gebietes, daneben auch alte Plastik, wertvolles Kunsthandwerk, Wandteppiche, Möbel und Hausrat, Glas und Töpfereien. Wie weit und großzügig-vielfältig man den Rahmen gespannt hat, mag daraus hervorgehen, daß man in diesem Raume etwa die frühbarocke Lindenholz-Plastik eines Kriegers neben einem prachtvoll geschnitzten Gerhart Hauptmann. 3«m 75 Geburtstage am 15. November Am 15 November kann Gerhart Hauptmann i einen 75 Geburtstag begehen Wenn wir es unter- ! i-rehrnen. aus diesem Anlaß einige'Worte zu lagen, io wird schon, indem wir die Feder ansetzen, klar, wie wenig gesagt werden kann in der Begrenzung eines schlichten Zeitungsaufsatzes: wenn man sich Darauf besinnt, daß mit der stürmischen Uraufführung des Schauspiels „Vor Sonnenaufgang □m 20 Oktober 1889 Hauptmanns Weg im wesentlichen begonnen hat, so wird man gewahr, daß Dieser Weg bis heute fast ein halbes Jahrhundert umspannt, und es wäre — für uns, hier — ebenso aussichtslos, die geistigen, politischen, sozialen und technischen Wandlungen unseres Weltbildes während Lieser Zeit (auch nur im Umriß und Ueberblick) uachzeichnen zu wollen, wie die Gestaltungen eines Lebenswerkes zu umschreiben, das durch all diese Wandlungen hindurch gegangen ist bis auf den heutigen Tag. Blicken wir zurück auf die nahezu »fünf Jahrzehnte, die Hauptmanns Werk zeitlich urn- •greinen, so wird man schon bei etwas näherem Zusehen geblendet sein von der menschlichen und dichterischen Fülle, die darin beschlossen liegt. (Selbst dann wenn man ruhigen Herzens ausscheidet und obsondert, was Nebenwerk oder Versuch blieb was mißlang oder seine Kraft im Wandel der Zeiten micht zu bewähren und zu bewahren vermochte.) Hauptmann hat einmal ganz allgemein als der Dichter des Naturalismus gegolten; mancher wird iihn vielleicht noch immer so nennen, und man wird .gewiß ein Werk wie das seine nicht aus den Fundamenten heben können, auf denen es ruht, und nicht aus den Bindungen an Zeit und Umwelt feiner Entstehung lösen, die schlechterdings unlöslich sind: aber je weiter wir uns davon entfernen, um so klarer erkennen wir auch das über die Zeit hinaus Gewachsene, das aus jenen Keimzellen Gereifte, das Bleibende. Der Naturalismus ist für uns heute kein Problem mehr, sondern eine langst historisch gewordene Entwicklungsstufe; damals, am Anfang von Hauptmanns Weg. war er eine europäische Erscheinung, die sich vornehmlich m der Dichtung der Franzosen, Skandinavier und Russen repräsentierte. Nennt man Hauptmann also einen Naturalisten, der er unleugbar gewesen ist, so wird man billigerweise hinzufugen müssen, daß er es war der den entscheidenden deutschen Beitrag zu Diesem Teile der.europäischen Dichtung geleistet hat Das wesenhaft Deutsche in Hauptmanns dichterischem Werk wird nun freilich — auch außerhalb dieser heute fast vergessenen Beziehung — allenthalben sichtbar und spürbar, je stetiger es zunimmt und reift Muß man daran erinnern, daß es Hauptmann wie keinem andern sonst zu verdanken ist, Daß er eine feit dem Barock in der Literatur fast :dergebene Provinz in die deutsche Dichtung etnge führt und in ihr heimisch gemacht hat? Eine Reihe seiner unvergeßlichsten Dichtungen wurzelt in der chlesischen Welt, der er selber entstammt; die Weber, der Henschel, die Rose Bernd, die Pippa, bas Hannele, Schluck und Jau, auch die Mutter Wolffen — man kann sie nicht wegdenken aus Hauptmanns Werk, ohne den Mutterboden zu leugnen, der es trug. Es ist mit diesen Namen zugleich eine Anzahl von Schauspielen bezeichnet, in welchen sich ein Grundzug in Hayptmanns Schaffen (Scherl-Bilder-Dienst.) f? vl v-WS ausprägt: jenes soziale Element, das Mitgefühl und Mitleiden mit den Armen, Unterdrückten, Entrechteten: in den „Webern" hat diese innere Haltung ihre anklägerischste Form gefunden, und es spricht für die dichterische und menschliche Reife dieses Werkes, daß es in aller Klage und Anklage nicht einseitig, nicht bösartig verzerrt wirkt, daß es auch der „andern Seite" gerecht zu werden bemüht ist Mit dem Bauernkriegsdrama vom Florian Geyer hat Hauptmann bann nicht nur. was künstlerisch bemerkenswert schien, den naturalistischen Stil der „Weber" und seiner andern frühen Dramen folgerichtig aufs Historische angewendet: er sand hier im geschichtlichen Raume das brennende soziale Thema wieder, das ihn im Gegenwärtigen immer aufs neue bewegte, — er hatte mit diesem großartigen Schauspiel zugleich auch eines der Werke geschaffen die im innersten Wesenskern deutsch genannt werden müssen. Nicht erst seit Goethes Tagen hat das Lebensgefühl unseres Volkes in feiner geistigsten Ausprägung, hat das deutsche Wesen die Ergänzung, die Spiegelung, die Festigung oder Erfüllung seiner selbst im Süden gesucht, in den klassischen Landschaften der Antike. Auch Hauptmann hat schon früh, auf der Suche nach dem Beruf in dem fein schöpferisches Wesen sich zu entfalten vermöchte, seine Unruhe und seine Sehnsucht nach Italien getragen: wie tief diese erste Begegnung auf ihn eingewirkt hat, davon berichtet ein rückschauendes Werk, in dem der 75jährige seine Entwicklungsepoche überschaut. Aus einer viel späteren zweiten Begegnung mit dem klassischen Kulturkreise reifte, schon in Aufzeichnungen im „Griechischen Frühling" sich andeutend, das auf einem homerischen Motiv aufbauende Drama „Der Bogen des Odysseus", aus einer erstaunlichen Einfühlung in eine sagenhafte, bukolische, griechische Welt sehr menschlich in seinen einfachen Tatbeständen und seinen an kein Zeitalter und keinen Kulturkreis gebundenen seelischen Beziehungen Dieses Schauspiel vom Jahre 1914 ist auch sonst in mancher Beziehung aufschlußreich und bedeutungsvoll in der Entwicklung des Hauptmann- schen Werkes: es mag, als ein Beispiel für andere, erkennen lassen, wie mit den Jahren Hauptmanns Weltbild sich weitete, wie er dem Naturalismus seiner Anfänge entwuchs, wie seine Phantasie und Gestaltungskraft, schweifend durch Zeiten und Räume, immer weitere Kreise schlug. Man hat, im Zusammenhang mit solchen Feststellungen, einmal behauptet, der Ehrgeiz des Dichters suche nach immer neuen Masken, jeine eigenen Züge damit zu verkleiden; man hat auf die mancherlei Vorbilder, stofflichen Anregungen und Motive hingewiesen, die er in den Literaturen der Welt fand, auftzriff, verwandelte und neu gestaltete. Dafür sind Homer und „Der Bogen des Odysseus" wiederum nur ein Beispiel; man konnte auch Shakespeare nennen („Hamlet in Wittenberg"), die Lagerlof („Winterballade"), Holberg („Schluck und Jau") und Grillparzer („Elga"). Mit solchen Hinweisen ist — über das Motivgeschichtliche h'naus — nicht viel gejagt ober gar bewiesen, und jedenfalls müßte man hinzufügen, wie sehr in der Verwandlung die fremde Fabel doch immer Hauptmanns persönliches Eigentum wurde und seine Züge erhielt Es ist bisher von dem Erzähler Hauptmann noch nicht die Rede gewesen, und es mag wenigstens angemerkt werden wie sich eine ähnliche Entwicklung über den Naturalismus seiner Frühzeit hinaus, formal und stofflich, schon von der zeitlichen Aneinanderreihung einiger Namen ablefen läßt, wenn man etwa die Lime verfolgt, die vom „Bahnwärter Thiel" zum „Narren in Christo Emanuel Quint", zu „Atlantis" und zum .Ketzer von Soana" führt, und von da über die „Insel der großen Mutter" zum „Eulenspiegel" und zum Buche der Leidenschaft" Die Aufzählung iff ebenso unvollständig wie die bisher erwähnte Reihe der Dramen, aber auf eine Erschöpfung des Stoffes kann es in unserer Betrachtung noch weniger ankommen als in einer Darstellung größerer Zusammenhänge. Auch wird sich das Bild von Hauptmanns dichterischem Wesen, wie uns scheint, noch immer am deutlichsten und in den entscheidenden Zügen vom Drama her entwickeln lassen: jene menschliche und dichterische Fülle, von der zu Anfang die Rede war, spiegelt sich hier in einer kaum übersehbaren Folge der Gestalten, Beziehungen und Probleme. Es ist sehr reizvoll zu beobachten, mit welcher Sicherheit des Handwerklichen, mit welchem Instinkt für Gesetz und Wesen des Dramatischen sich Hauptmann die Bühne erobert — aus der Undramatik der naturalistischen Zustandsschilderung und Milieuschwärmerei heraus; wie mit der Kunst des Dramas zugleich die Menschenkennerschaft und Menschen» darstellung sich vertieft und reift und verfeinert. Diesen Zugen und Szenen schlechthin menschlicher Nähe unb Wärme wirb man in allen, auch ben minber lebenskräftigen unter feinen Dramen begegnen, unb es ist eine feine Beobachtung, wenn ber Literarhistoriker Hans Naumann etwa zu dem Lustspiel „Die Jungfern vom Bischofsberg" bemerkt: „Auch über Hauptmanns weniger glücklichen Werken liegt doch immer hier ober da jener unbeschreibliche Hauch angeborensten Dichtertums". Und da eben vom Lustspiel die Rede ist, so sei noch einmal der beiden Werke gedacht, welche diese schwierige und immer wieder zu erobernde Provinz der deutschen Dichtung wirklich bereichert haben: mit der Diebskomodie vom Biberpelz (1893) gelang Hauptmann ein Werk von so lebendiger Kraft ber Komik, wie man es feit bem „Zerbrochenen Kruge" auf bem beutschen Theater nicht mehr erlebt hatte; mit „Schluck unb Jau" (1900) ein Scherzspiel mit ben Zügen ber echten Komödie, ein Stuck übrigens auch auf bem Wege vom Naturalismus zu einer neuen Romantik, zum Märchen, zur Legenbe, zum Traumspiel, wie zuvor „Hanneles Himmelfahrt" unb bie „Versunkene Glocke", später die „Pippa" und manches andere noch. Den Reigen ber Haupt- mannschen Frauengestalten einmal für sich zu betrachten, erschiene nicht weniger reizvoll als etwa ben Wandlungen des Künstler-Motivs im „Crampton", im „Kramer", im „Peter Brauer" zu folgen. Dies alles konnte nur eben angebeutet werben. Als wir vor einigen Jahren bas Schauspiel „Vor Sonnenuntergang" hier erlebten unb, burch ben • unüberhörbaren Anklang bes Namens, an Hauptmanns Erstling von 1889 erinnert würben, schien sich ber weite Kreis bes Werkes symbolisch geschlossen zu haben. Aber er ist noch nicht geschlossen, er weitet sich noch immer; aus bem Schauspiel „Dor Sonnenuntergang" reifte, in einem tiefgreifenben Gestaltwanbel, eine ber großartigsten deutschen Filmfchöpfungen der letzten Jahre, unb schon sind inzwischen neue Werke erschienen, die non ber ungebrochenen Schaffenslust und Kraft des greifen Dichters zeugen. Hans fhyriot. Schrank aus der Rhön und beispielsweise einem kunstvoll gearbeiteten, altertümlichen Wälgerholz mit eingeschnitzten Modeln finden kann. Im Raum der gegenwärtigen Kunst wiederholt sich dann im Gesamteindruck etwa das Bild, das wir von der Gaukunstausstellupg des vorigen Jahres erhielten: die Malerei etwa, die hier gezeigt wird, mag sie nun Landschaften, Porträts oder Figürliches darstellen, mag sie nach Stil und Temperament des einzelnen Künstlers verschieden auf den Beschauer einwirken, erscheint doch allenthalben als Spiegelbild einer neuen Zeit, einer neuen Gesinnung, eines neuen Geistes, als Ausdruck dessen, was unser Leben bewegt und unser Lebensgefühl gesteigert hat in den Jahren seit 1933. Als ein Beispiel von vielen: ein großes Wandgemälde des Frankfurter Malers Poppe, für den Derwaltungs- bau der Aerztekammer bestimmt; hier sieht man die Gestalt des Führers inmitten des schaffenden Voltes, und die figurenreiche Gruppe ist das lebendige Bild einer gläubigen Gemeinschaft und des zukunftfrohen Aufbaues in Deutschland. In der Plastik findet das riesige Gemälde ein Gegenstück etwa in dem wuchtigen Modell zum Opel - Denkmal in Rüsselsheim, das der Bildhauer Hub geschaffen hat. Unter den Malern begegnen uns heimatlich Karl Lenz mit einem hessischen Dorfbild und Schwäl- mer Bauern, B e i t h a n mit dem Schwälmer Schäfer, Carl Fries mit einer Ziegelei, Ernst Eimer mit einer Spinnerin. Das von der Reichskammer der bildenden Künste betreute Gebiet erstreckt sich auch auf die Graphiker, unter denen die Gebrauchsgraphiker eine Reihe eindrucksvoller und wirksamer Entwürfe zur Schau stellen. Wie der Gauleiter seinerzeit angekündigt hatte, ist diesmal auch die Architektur mit einbezogen; eine Reihe von Wettbewerbsentwürfen leiten sinnvoll über zu den bedeutenden Schöpfungen der Landeskultur. Hier zeigt z. B. ein naturgetreu ausgeführtes, großes plastisches Schaumodell die Anlage des Erbhofdorfes Riedrode Im gleichen Raume ist auch die Wohnkultur' mitberücksichtigt; so findet man eine geschmackvolle, und preiswerte Wohnr-aum- einrichtung mit Tisch, Stühlen, Schrank und Truhe, wie sie etwa für das Siedlungshäuschen eines Bauern oder Landarbeiters zu gestalten wäre. Auch Trachten gehören in diesen Raum; die Landesbauernschaft zeigt einige Modelle der zugleich anmutigen und hygienisch einwandfreien neuen Bäue- rinnenkleider. Die Gartenkultur, mit besonderer Berücksichtigung des Bäuerngartens, wird in hübschen plastischen Modellen veranschaulicht. Ein bedeutender Raum ist der Presse des Gaues eingeräumt. Hier ist zunächst das Gaupresseamt mit einer großen Schaufläche vertreten, die sehr übersichtlich die Arbeit der Hauptstellen des Amtes und der Referate seiner Gliederungen vor Augen führt. Zu beiden Seiten eines riesigen Hoheitszeichens ist in überlebensgroßen Photos der Werdegang der NS.-Presse bildlich dargestellt. Ein in der Mitte des Raumes errichteter Pavillon ist der Reichspressekammer vorbehalten, die hier in einer sehr eindringlichen Form die Bedeutung der Presse für Staat und Volk zur Anschauung bringt. Rund um einen symbolisch gedachten „Brunnen des Geistes", ein Sinnbild der unausschöpflichen Quelle und einer nie versagenden Kraft, sind die 114 Tageszeitungen des Gaugebietes ausgelegt, deren Zeitungsköpfe, in Gruppen zusammengefaßt, einen anziehenden Wandschmuck abgeben. Diese 114 Zeitungen werden täglich erneuert und können an Ort und Stelle gelesen werden. Die Aufgabengebiete der einzelnen Ressorts in den Schrifkleitungen werden in großen Photos, die an der Innenseite des Pavillons ringsum angeordnet sind, bildlich angedeutet. Vielfältig anregend und interessant ist ferner die Reichsschrifttumskammer vertreten. In ihren Räumen findet man wertvolles Schriftgut unseres Heimatgaues etwa in alten Ausgaben von Goethe, Brentano, Hölderlin und Schopenhauer vertreten, daneben die zeitgenössischen Autoren in reicher Zahl, wie Binding, Bethge, Lachmann und Schnack, um nur einige aus der Fülle zu nennen. Eine Ausstellung einzelner Verlage und der verschiedenen Sachgebiete ergänzt das farbenreiche Bild. Vom Gauschulungsamt wurde die reich beschickte, sehr übersichtlich gegliederte Sonderschau „Politisches Deutschland" zusammengestellt, die die politische Geschichte Deutschlands in Dokumenten darstellt, welche nach Möglichkeit den reichen Schätzen des Frankfurter städtischen Archivs entnommen wurden. Die Darstellung beginnt mit der Vor- und Frühgeschichte, wofür Bilder von Ausgrabungen, Miniaturen und Plastiken herangezogen wurden, und führt dann durch die Jahrhunderte bis in die neueste Zeit hinein. Hier findet sich eine Fülle des wertvollsten und seltensten Materials, wovon im Rahmen dieses Berichtes nur Andeutungen gegeben werden können; wir verzeichnen hier deutsche Kaiserurkunden (Otto II., Heinrich VI.), eine Abschrift der goldenen Bulle, den „Ewigen Landfrieden", den „Theuerdank" auf Pergament, einen künstlerisch ausgeführten Ablaßbrief, die berühmten Reformationsschriften Luthers, Schriftzüge von Sickingen und Wallenstein. Dazwischen sind immer wieder zeitgenössische Darstellungen eingeschoben, die das Bild beleben und ergänzen. Die gesamte Folge endet mit einer Reihe interessanter Dokumente zur Zeitgeschichte und aus der Kampf- Zeit. Bunt ist die Welt der Bühne, unerschöpflich der Zauber des Theaters auch dann noch, wenn man es gleichsam in seine Wesenselemente aufgliedert und diese dem Rampenlicht entrückt. Die Bühnen unseres Gaues haben die Schau der Reichstheaterkammer mit einem reichen und kostbaren Material beschickt; so sieht man etwa von Wiesbaden Kostüme, Uniformen, Perücken, lauter Requisiten berühmter Rollen; in Rüstungen, Figurinen und Szenenbildern wird eine ganze dramatische Literatur lebendig, klassisch und modern. Eine Menge schöner, kleiner plastischer Bühnenbild- Modelle wird gezeigt, der Römerberg ist wie aus einem großen Spielzeugbaukasten getreulich nachgebildet. Das Hessische Landestheater in Darmstadt wartet sogar mit einer Originaldekoration zur „Hermannsschlacht" auf. Das GießenerStadt- t h e a t e r ist ausgezeichnet vertreten mit den Modellen zu „Viel Lärm um Nichts" und „Maß für Maß" von Löffler, zur „Klugen Närrin" von Liselotte Erker. Bei der Führung betonte der Leiter der Abteilung, an solchen Modellen könne man sehen, was eine verhältnismäßig kleine Provinzbühne heute zu leisten vermag. Im übrigen sind hier auch die Freilicht- und Wanderbühnen mit interessantem Material berücksichtigt. Auf das große Modell der Huttenfestspiele aus der Stecke!- Burg sei ausdrücklich verwiesen. Die Reich s musik kämm er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die markantesten Abschnitte des Musiklebens in Hessen-Nassau aus einer Fülle historischen Materials darzustellen. Hier sieht man z. B. die Partitur zu Beethovens Quartett op. 131, Origi- Neues für den Büchertisch einzigartigen Blick auf die ganze Cote d'Azur, auf Städte und Dörfer, Wälder und Parks und vor allem weit hinaus auf das Mittelmeer, lieber die Grande Corniche zu wandern oder sie zu befahren ist ein Erlebnis für sich. Erst von ihr aus kann man die ganze Schönheit dieses wundervollen Küstenstrichs recht ermessen. Bei klarem Wetter kann man von der Grande Corniche sogar Korsika und Genua liegen sehen, und nicht weit erheben sich die schneebedeckten Alpen... Man muß sich aber hüten, die Grande Corniche zu verlassen und auf eigene Faust Entdeckungsreisen abseits vom Wege machen zu wollen. Der größte Teil dieses Gebirges befindet sich in militärischem Besitz, und überall droht das Schild „Betteten verboten!" Eigenartig wirkt es, wenn man hier und da an der Grande Corniche einen einsamen Militärposten im Schrlderhäuschen oder eine in die Felsen hineingehauene Wachstube antrifft. Irgendwo zwischen den Bergen befindet sich dann wohl auch eine größere Kaserne und ein betonbewehrtes Befestigungswerk, die daran erinnern, daß dieses Gebiet wie zu Daubans Zeiten, der hier starke Fortifikationen angelegt hat, französisches Grenzgebiet ist, das es zu sichern gilt. So steht überall neben der fast unwirklichen Schönheit die harte polittsche Wirklichkeit. Die Bewohner dieses schönen Landes wünschen nichts sehnlicher als die Erhaltung dieses Friedens, um ihrer Beschäftigung, der weiteren Erschließung der Küste für den Verkehr, nachgehen zu können. Mancher aber blickt heute voll Sorge von hier nach Paris, ob dort wohl auch tatsächlich alles getan wird, um alle Reibungsmöglichkeiten und Konflikte auszuschalten. Man ist hier nicht immer sehr zufrieden mit dem, was Paris tut, und im Grunde hofft jeder, der im Wirtschafts- und Verkehrsleben der Riviera steht, daß die Pariser 'Volksfrontherrschaft bald endgülttg abgelöst werden möchte. nalhandschriften von Schubert, Briefe von Reger und Wagner, alte Bilder, alte Konzertprogramme, alte Sängerfahnen, interessante Zeugnisse vom Auftreten des Wunderkindes Mozart und des Geigerkönigs Paganini in Frankfurt, der hier, wie es in zeitgenössischen Berichten heißt, angeblich süße Verpflichtungen hatte. In Briefen und Bildern wird die Erinerung an berühmte Sängerinnen und Sänger, wie Henriette Sonntag, Adelina Patti und Caruso, beschworen. Kostbare Instrumente und alte Notendrücke aus Darmstädter Druckereiey bilden ein werttolles Anschauungsmaterial beim Streifzug durch die Musikgeschichte unseres Gaues. Der Rundfunk zeigt auf der Ausstellung den gesamten Sendebetrieb, der sonst unsichtbar und anonym bleibt, in allen Einzelheiten: die Besucher können beispielsweise in dem schalldicht gesicherten Senderaum (der für etwa hundert Menschen Platz bietet, also „große Besetzung" gestattet) eine richtige Sendung mit allen Einzelheiten, auch mit Proben und Ansagen miterleben; sie werden den technischen Betrieb kennenlernen, die sinnreiche Signalanlage, das „Aussteuern" einer Sendung, die Tätigkeit des Regisseurs und des Sendeleiters, die Arbeit im Programmbüro, das hier im Originalbetrieb arbeiten wird. Für die Kinder wird eine Kasperlbühne extra errichtet. So kann der Reichssender Frankfurt hier fein Programm in allen Teilen der Oeffentlichkeit vorführen. Hinzu kommt eine Menge statistisches Material und ein lehrreiches Modell, das die Technik einer Übertragung vom Nürburgring veranschaulicht. Einen besonderen Anziehungspuntt wird der: — Hellmuth Unger: Robert Koch. Roman eines großen Lebens. Preis 3,50 RM. Verlag der Deutschen Aerzteschaft, Berlin SW 19. — (277.) — Der Leipziger Arzt Hellmuth Unger ist als Verfasser einer Reihe von an vielen Bühnen aufgeführten Schauspielen bekannt geworden. Aerztliches Fachwissen und dichterische Intuition haben sich also hier zusammengefunden, um uns an einem Riesen in der Welt des deutschen Geistes das Unwägbare des Genies spüren zu lassen. Und daß wir neben diesem Bereich des Unfaßlichen, neben den Wunderleistungen eines Forschers, in dessen Hirn sich der Sinn für subtilstes Experimentieren mit größter schöpferischer Phantasie verband, auch dem feinfühligen, bescheidenen wahrhaft noblen Menschen Robert Koch nahekommen dürfen, ist ein besonderer Vorzug dieses schönen Buches. Fr. W. Lange. — In den Jagdgründen der Mongolei unter Räubern, Hirten und Soldaten. Von Woldemar Graf v. Schwerin. (Verlag von I. Neumann, Neudamm. ©ebb. RM. 5,50.) — 267 — Der Ferne Osten steht jetzt wieder einmal im Vordergrund des allgemeinen Interesses. In dieser Zeit verdienen natürlich auch die Bücher, die Kunde geben über Land und Leute jenes Teiles Asiens, insbesondere über China, besondere Aufmerksamkeit. xQtin beachtenswertes und interessantes Buch über die Mongolei gibt Graf von Schwerin den deutschen Bücherfreunden mit diesem Werk in die Hand. Mit politischen Problemen hat es nichts zu tun; aber mit der anschaulichen und aufschlußreichen Schilderung des -Landes und seiner Bewohner, als Bericht eines aufmerksamen Reisenden und passionierten Jägers, trägt es doch erheblich bei zum Verständnis vieler Dinge, die sich weit dort draußen „am Ende der Welt" abspielen. Die fesselnden Erzählungen werden durch 48 gute Abbildungen auf 24 Bildtafeln in schöner Weise bereichert. Man erlebt beim Lesen ordentlich mit, was der Autor mit den allgewaltigen Mandarinen, den mongolischen Behörden, der Soldateska, mit wüsten Räubern, gutmütigen Hirten und emsig schaffenden Bauern zu erleben und durchzustehen hatte; man begleitet ihn im Geiste hinaus in die weiten Wildsteppen der Mongolei auf interessanten Jagdzügen und nimmt an seinen Abenteuern im chinesischen Bürgerkrieg teil. Kurzum: ein sehr fesselndes Buch, das feinen Leser -bis zuletzt in Spannung hält. Ernst Blumschein. — FrauimFöhn. Roman von Helyett H o f f- mann-Ostenbos. (Volksverband der Bücherfreunde, Wegmeister-Derlag, Berlin-Charlottenburg. Geb. 2,90 RM.) — (261) — In bi-'fem Roman erzählt die bekannte österreichische Dichterin von wurzelstarken, kernigen Menschen der Steiermark und Kärntens, jener herrlichen Landschaft, die der Dichterin Heimat ist. Alle die großen ideellen Werte, die ein Heimatroman eines von stärksten Impulsen der Heimaterde erfüllten und mit künstlerischer Kraft gestaltenden dichterischen Menschen in sich birgt, treten in dieser Erzählung plastisch und packend vor das geistige Auge des Lesers. Der herrliche Zauber der erhabenen Landschaft mit ihrer Ursprünglichkeit unb Herbheit, die in biefem Rahmen stehende Lebensgeschichte der Frau im Föhn, der Jerica Bruckner, und des B^rghofbauern, das leidenschaftliche Ringen starker Menschen voller seelischer Kämpfe und Konflikte, das ehrfurcht-heischende Brauchtum eines Dolksstammes, der tief in Blut und Boden verwurzelt ist, alles das packt den Leser bis ins Innerste, dessen Herz mit diesem Heimatroman der Tagebuchblätter von einer Riviera-Fahrt Von unterem Or. L. B.-Sonderberichterstaiier. ..Steinhäger- Urquell und Cannes. Ost führt hier die Straße unmittelbar am Ufer entlang, in die Felsen hineingehauen oder auch für kurze Strecken durch bas Gebirge selbst. Sie ist kurven- unb kehrenreich, schmiegt sich ganz eng bem Verlauf ber Küste an unb läßt bas bunte, vielfältige Gesicht ber Riviera erkennen. Etwas höher hinauf, ziemlich parallel mit ber unteren, verläuft bie „M o y e n n e Corniche" zwischen Menton unb Nizza; sie überquert manchen malerischen Viadukt, führt durch Pinien- unb Oliven» wälder, berührt viele höher gelegenen kleinen Orte, und auch sie gibt immer von neuem den Blick auf bas blaue Meer frei. Das größte Wunder unvergleichlicher Landschaftserschließung aber ist bie „Grande Corniche", eine Straße, bie sich zwischen Menton und Nizza oft 400, 500 Meter hoch am (Sebirgsranb hinzieht, oft ganz oben auf bem Grat bes Gebirgszuges. Don biefer Granbe Corniche aus hat man fast in jeber Minute einen Ausführungen immer noch häufig genug hier vertreten ist, doch mehr und mehr hinter den großen Autobussen zurück. In den Rivieraorten gibt es für diese Autobusse regelrechte Bahnhöfe, deren größter der in Nizza ist. Er besitzt ein eigenes kleines Verwaltungsgebäude mit Schalterräumen, Gepäckraum, Wartesaal und allem, rvas sonst zu einem Bahnhof gehört. Vor bem Bahnhof aber befinden sich bie Abfahrt-„Geleise" mit den ungezählten Richtungsschildern. Diese großen Autobuslinien vermitteln den Verkehr zwischen Nizza und Cannes, zwischen Nizza, Monte Carlo und Menton, aber auch mit vielen Plätzen im Gebirge, den Boralpen und den Alpen selbst. Es vergeht kaum eine Minute, in der nicht Wagen ankämen oder abführen. Immer herrscht hier regstes Leben und Treiben, und niemals ist ein Autobus schwach- ober gar unbesetzt. Wie aber mag es erst zur Zett der Hauptsaison sein! Man muß selbst einmal mit diesen großen schönen Wagen die ganze Küste abgefahren fein, um den Wert dieser Verbindungsmöglichkeiten richtig ein« schätzen zu können. Unb da ist es notwendig, einmal ein Wort über die Straßen selbst zu sagen. Da ist zunächst die sog. „Untere Corniche", eine Küstensttaße, die von Menton über Monte Carlo, Monaco, über Nizza nach Cannes und weiter nach Toulon und Marseille führt. Einzigartig ist vor allem der Abschnitt zwischen Menton IV. Zwischen Monte Carlo MdCanms. Nachdruck verboten! Cannes, November 1937. Man muß es den Franzosen lassen, daß sie es verstanden haben, das wundervolle Geschenk, das ihnen die Natur in Gestalt ber Riviera, ber Cött b'Azur, gab, in vvrbilblicher WeisL erschlossen und bem gesamten Fremdenverkehr zugeführt zu haben. Cannes, diese weiße Prachtstadt am Meer, ist vielleicht der typische Beweis für die materielle Umwertung naturgegebener Schönheit. Allerdings Haden ja nicht Franzosen allein diesen gesegneten Küstenstrich zwischen Menton, also der französisch- italienischen Grenzstation, unb etwa Cannes ober auch St. Raphael bebaut unb zu bem gemacht, was er heute ist. Vielmehr haben bie Geld- magnaten aller Völker und Staaten bes Erdballs dazu beigetragen. Sie haben die großen Paläste erstellt, die ihre blendenden Fronten weit auf das Meer hinausleuchten lassen, haben die riesigen Luxushotels gebaut, die wohl kaum an irgendeinem Platz der Welt an Ausstattung übertroffen werden dürften, haben die einzigartigen Parks angelegt mit ihren Palmen, Agaven und Aloe, mit ihren Kakteen und ungezählten anderen exotischen Pflanzen, die in diesem milden Klima prächtig gedeihen. Kapital der ganzen Welt ist an der Cote d'Azur investiert. Aber ob es überall zur Zufriedenheit feiner Besitzer arbeitet? „Dieser Sommer war für uns der befte feit vielen Jahre n", sagten bie Direktoren der großen Hotels an der französischen Riviera. „Wir haben oft kaum die nötige Zahl von Betten beschaffen können, um den Andrang zu bewältigen." Nun, diese Hochkonjunktur ist, besieht man’s bei Licht (unb auch die Hoteldirektoren müssen das zugeben), eine Scheinkonjunktur. Zunächst ber Franzose: Er konnte sich in diesem Jahr des fortgesetzten Frankensturzes nur schlecht eine Auslandsreise leisten; er lebte im Ausland zu teuer. So verbrachte er seine Ferien im Inland. Anderseits reisten die Ausländer auf Grund des Frankensturzes in diesem Jahr in Frankreich besonders billig. Sehr, sehr viele Engländer sind vor allem in diesem Sommer an die Riviera gekommen und haben mit ihren Pfunden Geld gebracht. Und schließlich kommt hinzu, daß der Franzose überhaupt in den letzten Jahren reisefreudiger al 5 früher geworden ist. So sind denn gerade in jüngster Zeit die Reisegesellschaften, Auto-Fern- unternehmungen usw. wie Pilze aus dem Boden geschossen, die für verhältnismäßig wenig Geld einen wenn auch nicht gerade komfortablen, so doch einigermaßen annehmbaren Ferienaufenthalt an irgendeinem schönen Plätzchen Frankreichs vermitteln. Daß im übrigen das Großkapital ber Welt, das mit beträchtlichen Teilen an der Riviera investiert ist, stärkstens unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise leidet, sieht man auf Schritt und Tritt in jedem Ort. Es gibt hier kaum eine einzige große Billa, kaum einen einzigen fürstlichen Palast, an bem nicht ein Schilb mit ber Aufschrift prangte „3 u vermieten" ober „zu verkaufen". Diese Schilder sprechen eine sehr deutliche Sprache. Sie sind der beste Beweis dafür, daß nicht alles Gold ist, was glänzt; daß sich auch hinter dieser glänzenden Fassade eines der schönsten Küstengebiete ber Welt Frau Sorge bemerkbar macht. Man will Kapital flüssig machen, man will einen Besitz ab- ftofeen, ber zwar schön unb angenehm, aber unter den gegenwärtigen Umständen einfach nicht mehr zu halten ist. An manchem dieser Paläste hängt dieses Schild schon seit Jahren, aber niemand kann unb will kaufen. Bezeichnenb übrigens auch hier folgenber Wandel: Während die großen, Riviera- Paläste mit ihren Riesenparks unverkäuflich find, entstehen hier unb ba kleine Villenviertel, einfache Landhäuser, bie jebvch mittleren Ansprüchen voll genügen. Es ist also eine Umstellung zu erkennen vom pompösen, aber unrentablen Großbesitz zu einem gefunberen Mittelbesitz. Born Gesichtspunkt des eigentlichen Zwecks eines Riviera-Aufenthalts, nämlich bem ber Erholung, des Ausruhens, des Schönheitsgenusses mag es ja schließlich auch gleichgültig sein, wie das äußere Gewand aussieht, in das diese Wochen ober Monate ber „Saison" gekleidet sind. Viele Hoteldirektoren stehen heute bereits auf dem Standpunkt, daß ihnen der reisende Mittelstand mehr einbringt als alle Großkapitalisten zusammen. Auch die Ho- ttltz stellen sich also mehr unb mehr auf diesen Mittelstand ein. Er ist zweifellos ein ganz besonders dankbares Reisepublikum. Und nickst nur die Hotels profitieren davon, sondern auch andere Zweige der an der Verkehrswirt- 'chaft teilhabenden Faktoren. Dor allem d i e Autocar-Gesellschaften die den Verkehr auf den großen Rivierasttaßen besorgen. Das Privatauto tritt, wenn es auch in seine luxuriösesten Fernsehbetrieb bilden, den die Reichspost hier zum ersten Male einrichtet; dieses wurde bisher nur auf der Rundfunkausstellung in Berlin vorgeführt. Der Fernsehsender auf bem Feldberg im Taunus wird Bilder mit 441 Zeilen unb 25 Dildwechsel mit Zeilensprung übermitteln. Das Programm wirb vom Fernsehsender Paul Nipkow (Berlin) zusammengestellt. Kabarettoorführungen auf einer kleinen Bühne in ber Ausstellungshalle geben bem Publikum Gelegenheit, sowohl die auf- tretenden Künstler selbst als auch die Jernfehdilder zu betrachten; in der Fernsehstraße sind fünf Empfänger aufgestellt, welche die Borgänge auf ber Bühne in Bild und Ton vermitteln. Ebenso ist der Rundfunkentstörungsbienst ber Reichspost vertreten, eine hochfrequente Drahtfunkanlage unb eine Son- berbildtetegraphenstelle würben aufgebaut. Ein nicht minder lehrreiches, reichhaltiges und interessantes Material bietet endlich auch bie Schau der Reichsfilmkammer. Hier wird beispielsweise das Film- und Photo-Amateurwesen seiner kulturellen Bebeuttng entsprechend eingehend berücksichtigt. Auch die Filmlehrschau der Ufa wird eine bedeutende Anziehungskraft auf das Publikum ausüben. Dieser Ueberblick mag eine ungefähre Vorstellung geben von dem, 'was auf dem Festhallengelände zusammengetragen wurde, wie vielgestaltig, lebendig unb farbig ein Querschnitt durch das kulttrelle Leben und Schaffen in unferm Gau sich dem Besucher barstellt. — Heber die Eröffnungsfeier werden wir am Montag berichten. Dr. Hans Thyriot. steiermärkischen und der Kärntner Welt bis zur letzten Zeile voll tiefer Empfindungen mitschwingen wird. Für den guten Weihnachtsgabentisch kann dieses köstliche Buch empfohlen werden. Ernst Blumschein. — Marianne und der Pilot. Abenteuer- Roman von Werner M a r t e n s. (Verlag von D''o Janke in Leipzig. Kart. 2,50 RM., Gebd. 3,50 RM.) — (225.) — Wir haben hier einen Gegenwartsroman aus unserer früheren Kolonie Deutsch- Ostafrika vor uns. Im Mittelpunkt der fesselnden Erzählung stehen der einstige deutsche Jagdflieger im Weltkrieg unb Luftkilometer-Millionär Michael Bennt unb die Tochter Marianne bes deutschen Pflanzers, bei dem er als Mitarbeiter Aufnahme gefunden hat; eines Mannes, ber sich zwar mit seinem englischen Paß in ber Tasche auch äußerlich ber englischen Herrschaft in Tanganjika, bem ehemaligen Deutsch-Ostafrika, beugen muß, ber aber im Innern seines Herzens so deutsch geblieben ist, wie er es schon immer war. Prächtige Gestalten treten in biefem temperamentvollen Roman in Erscheinung, unb in ihnen unb in ihrem Kolonialleben kann ber beutsche Leser bas heutige harte Schicksal unserer deutschen ßanbsleute in jener ehemaligen deutschen Kolonie erkennen. Afrika in allen Schattierungen wird dabei vor dem geistigen Auge des Lesers lebendig, der im Rahmen dieser Abenteuer- unb Liebesgeschichte zweier junger deutscher Menschen in vielseitiger unb pacfenber Weise an unseren einstigen herrlichen Besitz in Ostafrika erinnert wird. Man kann feststellen, baß dieses Buch dem Leser viel Wertvolles gibt. Ernst Blumschem. — Hans Richter: Berliner Pflaster. Roman. _231 Seiten. Geh. 2,70, Seinen 4 Mark. Verlag Scherl Berlin SW 68, 1937. — (329) — Das bunte Bild, bas, wie jebe Weltftabt, auch Berlin an allen Ecken unb Enben bietet, ist in Richters neuem Roman eingefangen. Natürlich kann es nur ein Ausschnitt fein; er ist aber um so reizvoller, als gier Gestalten ins Licht gefteltt finb, die in Berkin zum Bild des Alltags gehören, eingegliebert in bas Erwerbsleben ber großen Stabt, auch bort, wo bas geschäftige Treiben mit nicht minber lebhaftem Rhythmus übergeht in Sport unb Vergnügen. So wirb ein Berliner Volksroman phrasenlos in der Sprache ber Großstabt erzählt, aufgehellt von gesundem Humor und lebenswahr durch die frisch zu- packende Art, mit der Richter seine Personen gruppiert und die Fäden der Handlung führt. — Georg von d e r Dring: Die Werfthäuser von Rodewarden Roman. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. Preis Ganzleinenband 5 50 Mark. — (350) — Eisenschiffe beginnen um die Mitte der siebziger Jahre die alten, ehrwürdigen Holzkonstruktionen zu verdrängen. Der Eigentümer der Franksenschen Werft an der unteren Weser spürt den Zug der allmächtigen Zeit, die eine Entscheidung fordert zwischen Holz und Eisen. Sein Sohn Frank Franksen baut das erste eiserne Schiff in Rodewarden. Caspar Seeberg, Inhaber der Nachbarwerft, will, starrköpfig und unbelehrbar, von vieler Teufelskunlt, bem eisernen Schiffbau nichts wissen. Der lebendige Fortschrittsgei't bleibt gea-n- über dem sturen Beharren siegreich' bestehen, siegreich bleibt aber zugleich die Liebe zweier junger Menschen. Frank Franksen und Juliane Seeberg, gegen alle Tucke unb gegen Not und Tod. Diese Liebe aber, die hier so herb unb rein und beglückend gestaltet ist, bereitet bann schließlich auch zwilchen ben beiben Werfthäusern von Rodewarden den Weg der Versöhnung. :e- jetzt, n im 42. Lebensjahr. JllPflKttl 7425 A Marktstrabe 4-8 Heuchelhelm-Gießen. 7473 D im 62. Lebensjahr. Großen-Buseck, Trohe, den 11. November 1937. 7446 D Großen-Linden (Bahnhofstraße 66), Gießen, 13. November 1937. Die Beerdigung findet Sonntag, 14. November, nachm. 3 Uhr statt. 05571 Statt Karten. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabeth Boeck, geb. Hollmann. Gießen (Horst-Wessel-Wall 46), Vilbel, den 13. November 1937. 7495 D 05615 ME HAU 5 Oeschäftskarten bei Brühl, Gießen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Stein III., Sattlermeister. Der in» ist am 12. ds Mts. nach schwerer Krankheit verstorben. — Er war ein zuverlässiger und treuer Mitarbeiter in unserer Betriebsgemeinschaft Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Großen L’nden. den 13 November 1937 Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 14. November, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerbause, Bahnhofstraße 67, aus statt Im Namen der Hinterbliebenen; Familie Willy Luh Familie Wilhelm Magnus. Für die überaus zahlreichen Beweise inniger Anteilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir unseren herzlichsten Dank. Am 11. November entschlief plötzlich und unerwartet, infolge eines Herzschlages, unser Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Philipp Luh XII., Obsthändler verliehen, die der Reichsjägermeister gestiftet hatte. Bei der Preisoerteilung für das deutsche M eiste r- Ein Taifun suchte die Insel Luzon und andere ..... ~ a n i [ a allein Aus aller Wett. Fernsehvor ührungen während der Gau-Kulfurwoche. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 14. November, nachmittags um 3 Uhr statt. Ein Taifun suchte die Insel Luzo Teile der Philippinen heim. In Mc wurden 3 000 Menschen obdachlos, da ihre Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Rinn & Cloos A.-G. Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden Heute morgen lOUhr entschl ef sanft nach schwerem Leiden in der Klinik zu Gießen mein herzensguter, unvergeßlicher Gatte, der liebevolle treusorgende Vater seiner Kinder, unser lieber Schwiegersohn, Schwiegervater, Großvater, Schwager, Onkel und Pate wetter mit zusammenhängender Schneelage eingetreten. Der Schnee ist durchweg von pulvriger Beschaffenheit. Die Deutsche Bergwacht macht darauf aufmerksam, daß der Schnee auf trockenen Boden fiel, ohne A l t s ch n e e u n t e r l a g e, so daß Baumstümpfe und Steine nur leicht überschneit sind, was bei Ausübung des Skisports zu Unfällen führen kann. Es ist daher größte Vorsicht geboten, Schußfahrten sind Jetzt ist der günstigste Zeitpunkt gekommen,dem Körper neue Reserven durch die berühmte bluterneuernde, kräftebildende und nervenstählende Doppel herz- Kur zuzuführen. Fabrikniederlag.: C. Seibel, Frankfurter Str., 0. WinterhoH, Kreuzplatz 9/10. Herrn. Elges, Seite; s- vveg 6b. Grün berg: Karl Schot u. sämtliche Filialen. Lanbach: Solms-LiubacherDrog.Karl Klein. möglichst zu meiden. Schachwellmeislerschaflskampf. Die 16. Partie im Schachweltmeisterschaftskampf Euwe — Aljechin endete nach dem 65.Zuge mit remis. Der Stand lautet nunmehr: Aljechin 9Vt, Euwe 6V2 Punkte. Die Vergwerkskalasirophe in Japan. Bei dem Bergwerksunglück bei O g u s ch i in der Provinz Nagano wurden, abgesehen von den schweren Menschenopfern, deren Zahl immer noch nicht feststeht, ein Pulvermagazin, das Verwaltungsgebäude, 22 Arbeiterhäuser und die Polizeistation durch den Erdrutsch verschütet. Durch auftretende Schwefelbrände sind ferner 50 Arbeiterhäuser abgebrannt. Die Ursache der Katastrophe ist noch unbekannt, jedoch wird eine Explosion des Sprengstofflagers der Grube vermutet. Taifun über den PhiUppinen-Infeln. Unser langjähriger Angestellter Herr Ernst Brückmann Metzger! -Messer in allen Preislagen -Stähle Sägen Spalter Gürtel und Scheiden Speck- und Aufschnitt - Messer nur Qualitätswaren REINIG Inhaber W. Georg Ruf 3369 7447D Seltersweg 30 Stahlwaren-Spezialgeschäft Schleiferei und Messerschmiede Quälender Husten. Ernst Brück mann Bürogehilfe Die trauernd Hinterbliebenen: Kath Brückmann, geb Volk und Kinder. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe herzensgute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Lina Stein, geb. Bonarius im Alter vom 62 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Morgens, mittags abends ein Am Donnerstag abend entschlief plötzlich und unerwartet nach kurzer, schwerer Krankheit unser herzensguter Ortwin im zarten Kindesalter von 1 Jahr und 2 Monaten In tiefer Trauer: Ferdinand Stroh und Frau Emilie, geb Rinker Falknerei hervorragende Faure-Prsvost land) und die eine Medaille Kollektionen erhielten Fürst Demidow (Jugoslawien), Bengt Berg (Schweden) und ch. Oron (Deutschland) Ehrenpreise. In der S 0 n d e r s ch a u ~ ’ wurde England preisgekrönt. Als Jägerinnen erhielten Frau (Frankreich), Frau Cron (Deutsch- Großherzogin von Sachsen-Weimar _____ __________ des Reichsjägermeisters. Außerdem wurden an neun Nationen Ehrenhirschbecher rufsordnung für die deutschen Aerzte" erlassen. Neben den allgemeinen Berufspflichten des Arztes, der der Gesundheit des Einzelnen wie der Gesamtheit des Volkes zu dienen hat, werden die besonderen Pflichten fsstgelegt, die dem Arzt als Aufgabe im Dritten Reich gestellt jinb. Die fachärztliche Ausbildung wird um eine einjährige Tätigkeit auf dem Gebiet der allgemeinen oder inneren Medizin verlängert; die großen Aufgaben auf dem Gebiet der Fortbildung find verankert worden; die Beziehungen des Arztes zum Heilmittelgewerbe und zur Heilmittelwerbung haben ihre Regelung gefunden. preisoerte lungaufderZniernationalen Zagkaussiellung. Am Freitagabend fand im Hause der Flieger die Verteilung der Ehrenpreise der Internationalen Jaadausstellung statt. Den Ehrenpreis des Führers für die beste Gemäldesammlung erhielt Liljefors (Schweden), den P r e i s des R e i ch s j ä g e r m e i st e r s für die beste Landesausstellung erhielt Polen. Ferner erhielten Großbritannien, Rumänien und Ungarn Ehrenpreise des Reichsjägermeisters. An folgende weitere Nationen wurden Staatspreise verteilt: Aegypten, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Niederlande, Oesterreich, Portugal, Schweden und die Tschechoslowakei. Für die beste Elch-Kollektion erhielten Preise: Fürst Radziwih (Polen) und Eben-Ebenau (Kanada), für Rotwildbege Direktor Vogt (Oesterreich), für die Wolf-Kollektion Graf Potocki (Polen), für die Steinbock-Kollektion Italien; für die Exoten- Wohnstätten zertrümmert oder weggeschwemmt wurden. In der Bucht von Manila werden zehn Fischerboote mit 20 Mann Besatzung vermißt. Zahlreich«. Schiffe gerieten in Seenot. Durch herab- stürz-^De Hochspannungsleitungen wurden auf Luzon vier Personen getötet. Bisher konnten auf der Insel Luzon 4 0 Tote festgestellt werden, während noch zahlreiche Personen vermißt werden. Der Taifun wütete sechs Stunden und richtete namentlich in der Provinz Bulycan großen Schaden an. Insgesamt wurden etwa 3000 Wohnhäuser, zahlreiche Schulen und Kirchen zerstört. Rund 30 000 Personen sind nach den letzten Meldungen obdachlos geworden. schaftsschießen, das von 86 Mannschaften 1 aus 34 Gauen ausgetraaen wurde, erhielt den | Preis des Führers Die erste Mannschaft des Gaues Berlin. Deutscher Meisterschütze und gleichzeitig bester Büchsenschütze wurde Förster Pietzner (Stuttgart). Ein Luflhansa-Flugzeug verunglückt. Das planmäßige Lufthansa-Flugzeug der Sttecke Berlin — Mannheim ist kurz vor der Landung in Mannheim Freitag gegen 17 Uhr infolge unfreiwilliger Bodenberührung verunglückt. Hierbei kamen Die Fluggäste Stoltze, Wallenstedter, Stegen, Hermer, Bender, Ullmann, Kornbaum sowie der Flugzeugführer Günther, der Funker Martin Thaler und der Monteur Wagner ums Leben. Die Fluggäste Duisberger und Egeli wurden verletzt und in das Universitätskrankenhaus Heidelberg eingeliefert. Mit dem Kopf durch die Windschutzscheibe. Bei Bad Kreuznach geriet das Auto des Rohproduktenhändlers Krollmann aus* Sprendlingen plötzlich aus der Fahrtrichtung und rannte in den Straßengraben. Bei dem Anprall flog Frau Krollmann mit voller Wucht mit dem Kopf durch die Windschutzscheibe. Sie erlitt so schwere Verletzungen, daß sie auf der Stelle tot war. Krollmann selbst wurde ebenfalls schwer verletzt, er mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Die etwa 30jährige Frau hinterläßt vier kleine Kinder. Anhaltende Kälte in den bayerischen Bergen. Die Beobachtungen des Reichswetterdienstes München bestätigen den Wintereinbruch in den bayrischen Bergen. Auf der Zugspitze wurden bei 16 Grad Kälte am Freitag früh 80 Zentimeter Neuschnee, auf dem Gipfel 1'Meter Neuschnee gemessen. Vor allem hat sich im ganzen Allgäu st arker Schneefall eingestellt. Die Temperatur ging auf den Gefrierpunkt zurück, auch im Tal bildete sich eine zusammenhängende Schneedecke. Vom Nebelhorn bei Oberstdorf werden 30 Zentimeter Neuschnee gemeldet. In den Tallagen beträgt die Schneehöhe ebenfalls 10 bis 20 Zentimeter. Auch in der Gegend von Füssen zeigte sich am Freitagmorgen die Landschaft im Winterkleid. Auch im Chiemgau ist Winter- Seltene Naturur- Kunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neuerscheinung, die alle Naturfreunde und Dogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: linier Sötieiwiem n.SMWiven Beo achtungen und Natururkunden au» d. Dogelwelt d. deutschen Nordseeküste. — Don Lugen Schuhmacher Insgesamt 104 Selten mit 92 Di'dern nach wundervollen Nalur» aufnahmen. In Leinen gebullten RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte da« aus« jährliche Werbeblatt. HugoBermühler Verlag Verttn. Lichterfelde Filmsendungen in der Fernsehstraße. 19 bis 20 Uhr: Bunte Bühne. Berufsorenungfärdiedeutschen Aerzte. Berlin, 12. Nov. (DNB.) Auf Grund der Reichsärzteordnung hat der Reichsärzteführer Dr. Wagner nach Genehmigung durch den Reichsund preußischen Minister des Jnnörn eine „Be- Lpd. Frankfurt a. M., 12. Nov. Reichssender Frankfurt veranstaltet nerhalb der Gaukulturausstellung eine Rhein-Mai- nische Funkausstelluna, auf der zum ersten Male in Frankfurt Fernsehsendungen vorgeführt werden. Eine kleine Fernsehbühne ist in der Ausstellung errichtet und in unmittelbarer Nähe dieser Fernsehbühne ist die „Fernsehstraße" mit fünf Fernsehgeräten, auf denen die Vorführungen, die von der Fernsehbühne aus gesendet werden, zu sehen sind. Gesendet wird sowohl ein buntes Dühnenprogramm. wie auch fertige Filme und Filme, die in Frankfurt ausgenommen werden und 1 bis IV2 Minute nach der Aufnahme bereits in der Fernsehstraße gezeigt werden. Durch ein besonderes chemisches Verfahren ist es möglich, den Film in 8/< bis IV* Minuten fertig zu entwickeln, zu fixieren und zu wässern, so daß spätestens IV- Minuten nach der Auf- nähme das Bild sendefertig ist und in der Fernsehstraße gezeigt wird. Für das neun- tägige Gastspiel des Fernsehsenders in Frankfurt sind verpflichtet worden Clara Ebers vom Frankfurter Opernhaus, „Die weiß-blaue Drehorgel" München, die spanische Tänzerin Nati Morales, Instrumental- Trio Houf, die englische Truppe Bouck-Chic u. a. Täglich wird das nachfolgende Programm gesendet: 12 bis 12.45 Uhr: Filmsendungen in der Fernsehstraße; 12.45 bis 13 Uhr: Fernsehen für alle. Heitere Reportagen mit dem Publikum. 15.15 bis 16 Uhr: Funksendungen auf der Fernsehstraße. 16 bis 17 Uhr: Bunte Bühne. 18.15 bis 19 Uhr: Heuchelheim, Dutenhofen. Atzbach. Argenstein, den 12. Novemb. 1937. Die Beerdigung findet Sonntag, den 14. Novembei, nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Kinzenbach er Straße 10, aus statt. __________________________7470 D chronische Verschleimung, Luftröhrenkatarrh, hartnäckige Bronchitis mit Auswurf, Asthma wurden mit Dr. BoetherTablesten auch in allen Fällen erfolgreich bekämpft. Bewährtes unschädliches, kräuterhaltigeo Spezialmittel. Enthält l erprobte Wirkstoffe. Stark lösend, auywurffördernd.Reinigt, beruhigt u. kräftigt die angegriffenen Gewebe. Zahlreiche schriftliche Anerkennungen dankbarer Patienten und vou zufriedenen Ärzten! In Apotheken — Preis M 1.43 und 3.60 । । Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpre s von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlich! Textilhaus Grai Z_°und täglich le"£"nnen und s=h^en-Fertig- WSW wurde. - verarbeit. I "°‘ “X | 24.50 29175 für stärkere Damen 1 Nachhaltiger Auswahl Bezirksfparkaffe Gießen Offentlidie mündelfidiere Sparkaffe Fernfpredier 2351-2353 Haupthelle Gießen, Johannesftraße 5 Zweighelle Gießen, Kaiferallee / Edce Wolfhraße Geldiähshelle Lidl / Oberhellen Braugalle 19 Löwer & Sechstem Neustadt 2—4 parterre und I. Stock Das Fachgeschäft für Porzellan. Olas- und Kristallwaren will Sie gerne beraten und ladet Sie ein zu einer unverbindlichen Besichtigung seiner reichen Auswahl Tafelgeschirre - Kaffeegeschirre Teegeschirre Sammelgedecke - Leuchter — Vasen Figuren — Schalen — Körbe usw. Zierporzellan - Gebrauchsporzellan Wein-, Bier-, Likör- und Limonade-Service — Karaffen Sammel-Römer — Kunstgläser usw. Marktstraße 2 9/30 Fernsprecher 4071 Praktisch sparen Gediegene Möbel und Einzelstücke sind nicht teuer, wenn sie mit Ueberlegung gewählt werden. Wir führen Möbel von Güte und Geschmack. — Wer bei uns kauft, der wird praktisch sparen! Gute, wertvolle Bilder für das Heim J. HIRZ KUNSTHANDLUNG Seit 1875 Spezialwerkstatt für Rahmungen Seltersweg 22 Fernsprecher 3460 Mi um nett, gut und | gesund gekleidet I zu sein, das gibt | es immer preiswert l M bei Freunde und Bekannte erwarten Ihre Familienanzeigen im Gießener Anzeiger Jcvqfatt iCaftet- arbeiten Sie auf einer Nähmaschine mit Zickzack- Einrichtung, also auf einer PHOENIX Kl. 81 Diese neue Nähmaschine liefert Ihnen preiswert und auf Teilzahlung Fr. Linker & Sohn Gießen, Ludwigstraße 16 GuterRat zur guten Ehe Spare in der Zeit ... 3 xxl V Glückliche Ehe 9 8 .SPARK AS? E.- für das Alter vorgesorgt; ferner sind da die Krankenversicherung, Diebstahl-, Feuer- und Einbruchversicherung, Auto--, Anfall- und Rückhalt und eine große Lilfe, wenn mal schlechte Zeiten kommen oder eine größere Anschaffung notwendig ist, die vom laufenden Einkommen nicht gedeckt werden kann. Zeder hat wohl schon die Erfahrung gemacht: Geld, das man im Lause hat, gibt man auch schnell wieder aus. Geld auf der Sparkaffe aber wird' sicher verwaltet und bringt obendrein gute Zinsen. Also Ihre „Rücklagen" zur Sparkasse. Die Sparkasse ist Ihr Freund! Wenn man Ratschläge zur guten Ehe geben will, so darf man nicht vergessen, auf die Zukunft hinzuweisen: Sparen und Versichern! Gespartes Geld ist immer ein Wer heiratet übernimmt Verantwortung. Er hat nicht mehr nur für sich selbst, sondern für seine Frau und später für die Familie zu sorgen. Er weiß, daß dies seine ganze Arbeitskraft erfordert, weiß aber nicht, ob seine Gesundheit und seine Kraft so lange bestellen werden, wie es nötig ist. Lier helfen die Versicherungen: Die Lebensversicherung schützt für den Fall des frühzeitigen Todes vor wirtschaftlicher Not der Linter- bliebenen, im Falle des Erlebens ist Laftpflichtversicherung. Der Nahmen für eine glückliche Ehe ist die Wohnung; sie zu finden, ist uns wieder einmal der „GießenerAnzeiger" behilflich. Seinem Anzeigenteil haben wir die Angebote leistungsfähiger Firmen für unsere Aussteuer, Kleider, Möbel, Einrichtungsgegenstände entnommen, er veröffentlichte unsere Ver- lobungs- und Vermählunganzeige, er hilft uns nun bei der „Wohnungssuche" und er soll uns auch künftig in unserer Ehe als treuer Berater und Freund stets begleiten. Was ist noch zu ergänzen? Es ist selten, daß ein junger Laushalt sofort vollständig ist. Da kauft man dann noch ein, was die Wohnung behaglicher und gemütlicher macht: eine Flurgarderobe, Dielen-Garnitur, Polstermöbel, ein Näh- oder Radiy-Tischchen, einige schöne Bilder, Keramik, Vasen und Schalen. Da fehlt nock) ein Kochtopf in bestimmter Größe, oder ein elektrischer Apparat, ein Staubsauger, ein elektrischer Vohner, ein Fön, einezeit- gemäße Waschmaschine. Zur Sclla- denverhütung ein Kühlschrank. Eine Nähmaschine zum Selberschneidern. Selbstverständlich ist ja auch der moderne Lerd, elektrisch oder mit Gas. Geh auch mal aus! Nicht immer kann man zu Lause bleiben. Es kommen Stunden der Langeweile, Stunden des Abgespanntseins vom Beruf, von der Lausarbeit. Dann soll man die Wohnung verschließen und draußen Anregung und Erholung suchen. — Ein gutes Essen, das einmal die Lausfrau nicht selbst zubereiten mußte, Musik, Theater, Tanz, An- terhaltung — das frischt die Nerven wieder auf und gibt auch den Eheleuten ein größeres Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Larmonie. Die neue Generation. And schließlich kommt die Stunde, die jede wahre deutsche Frau herbeisehnt: Das erste Kind wird erwartet! Wäsche für den jungen Erdenbürger wird angeschafft, das fahrbare Kinderbett, der Kinderwagen usw. Wie schön sind die ersten Zahre, wo das Kind zur Bewußtheit erwacht, verstehen und sprechen lernt. Mit Liebe und Sorgfalt wachen die Eltern über seiner Lugend, sorgen sich um seine Gesundheit, seine Erziehung. So wächst das Kind ins Leben hinein. Die Schule beginnt — bald ist das Kind erwachsen. And dann hat sich der Kreis geschloffen. Die Verlobung ist wieder der Auftakt zu einer neuen Ehe, einer neuen Generation... Das mustergültige M in allen Formen! paidibettchen ®r. 50/10011.00/120 Rollbettchen Gr. 50/100 U. 60/120 feststehende Formen Gr.10/140 Matratzen /istoßhaarkißchen Feder- und Gteppdeckchen Kolter in Wolle und Baumwolle Kinderwagendecken Wagenpolster und Jußsäcke Alleinverkauf der Gebe. Seelbach Seltersweg 20 Gießen Fernspr. 3627 Annahme von Äedarfsdeckungsscheinen für Ehestandsdarlehen und Kinderreichenbeihilfe i jidjilii Alles M Sie in Köche oDd Haushalt brauchen Es sind dies: Herde für Kohle, Gas und Elektrizität, Oefen für alle Brennstoffe, Kochtöpfe in Stahl, Emaille u. Aluminium, Haushaltmaschinen, Elektrogeräte, Holz- u. Zinkwaren und die vielen Kleinigkeiten ffl J. B. Häuser ■ Gießen J am Oswaldsgarten • Fernsprecher 2145/46 Eisenwaren-Kleln- u. Großhandlung Assekuranzgeschäft Bevollmächtigte Zeichnungsstelle für alle Versicherungszweige Ludwigstraße 28 Gegründet 1901 ♦ Fernsprecher 4014 Offizielle und stille Vermittler erhalten höchste Provisionen FISCHER KOHLEN JOH. FISCHER Kohlenhandels-Ges. Alicenstraße 42/44 Fernpr. 3172 u. 3176 ^afe-Slestaurant __ •____ r _ > Export- u. Pilsener Biere Gute Küche Lederwaren - - preiswert und gut Für „sie6*: die schöne Handtasche Einkaufstasche oder Basttasche, den Stadtkoffer Für „ihn“: die praktische Berufstasche Aktentasche, Brieftasche oder Geldbörse Alle Lederwaren wählen Sie günstig- beim Fachmann Neustadt 43 Leder-Röhrig Fernspr. 3163 Kinderwagen Puppenwagen Großes Lager Neue Modelle Kinderwagen-Zubehör Fr.Linker&SobD Gießen, Ludwigstraße 16 Einige Flaschen Wein, eine Karaffe Likör i gehören zum „eisernen Bestand^ eines Haushalts. Wie oft kommt unerwartet Besuch. Ich berate Sie sehr gerne, wie Sie auch für wenig Geld immer einen guten Tropfen „in CReferoe" haben können. Drogerie Hermann Llges Seltersweg 66 CRuf 3458 W das ist das Wichtigste für die Hausfrau: eine gute Einkaufsquelle für Aren täglichen Lebensmittelbedarf. Viele wissen es schon, und auch Sie sollten sich davon überzeugen: Lebensmittel, Feinkost und Kaffee kaust die kluge Hausfrau beim Fachmann im Edeka-Gejchäft. Nr 766 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen) Samstag,'Z November 1^7 reicht überall hin. Ein Arm ist nicht verkürzt. Gottes! Kein Frevler entkommt ihm. Zur gegebenen Zeit trifft ihn die sichere Strafe der beleidigten Majestät. Und diesen unendlich gerechten Gott rufst du zum Zeugen an, daß du die Wahrheit sagst und dein Versprechen hältst und wiederum, je tiefer diese Gottes-Ueberzeugung in dir lebt, um so wertvoller ist dein Eid! Darum, Kameraden, wollen mir mcht bloß jetzt das tiefe Gottesbewußtsein in uns tragen und uns klar sein, was es heißt, Gott den Allwissenden und Allgerechten als Zeugen anzurufen, sondern seien wir ernstlich besorgt, daß diese religiöse Gesinnung uns nie verlasse und Grundstimmung unseres ganzen Handelns bleibe. Soldat sein, nicht reiner Feierliche Rekrutenvereidigung in Gießen. in seiner Allmacht und Allgegenwart, der niemand entrinnen kann, und rn seiner Gnade und Barmherzigkeit, die denen hilft, die zu ihm rufen um Stärke und Hilfe zur treuen Erfüllung der gelobten Pflicht. Im Blick auf ihn leistet euren Eid! Dann wird es ein rechter Eid Gott sieht euer Herz, eure geheimsten Gedanken sind ihm bekannt, denn es ist keine Kreatur vor ihm unsichtbar, es ist aber alles bloß und entdeckt vor seinen Augen Darum tut allzeit eure Pflicht im Bewußtsein der Gegenwart Gottes, dann werdet ihr auch dann, wenn keines Menschen Auge euch sieht, getreu sein in der Erfüllung eures Soldatenberufs, auch im Kleinen und Kleinsten. Wenn man eidlich gelobt, auch sein Leben einzu- setzen, und, wenn es lein muß, es willig hinzugeben, dann bekommt dieses Gelöbnis erst den rechten Sinn, wenn man den kennt und dem angehört, der über Zeit und Ewigkeit gebietet, der den Tod überwunden hat und ewiges Leben schenken kann. Lasset euch dünken, daß ihr Gott- bienet! Berufserfüllung soll Gottesdienst sein. Rechtes Christentum ist weder ein Schwelgen in -frommen Gefühlen, noch ein sich Begeistern an frommen Worten, es ist Dienst, es bedeutet, seinen Beruf treu und gewissenhaft erfüllen als einen Gottesdienst, in tiefer Demut, die allezeit das Kennzeichen wahrer Größe gewesen ist, im Bewußtsein der eigenen Unzulänglichkeit, Schwachheit und Sünde, aber auch in der täglichen Erfahrung der allmächtigen Hilfe Gottes, der allezeit den Hoffärtigen widerstanden und den Demütigen Gnade gegeben hat, der Hilfe unsers Herrn und Heilands, der uns sagt: Ohne mich könnt ihr nichts tun, und der es die Seinen erfahren läßt, daß feine Kraft in den Schwachen mächtig ist. So tragt eure Soldatenpflichten tief in euer Herz geschrieben! Gedenkt an euren Eid, so oft ihr an Gott gedenkt, wenn ihr sein Wort hört in den Gottesdiensten der Gemeinde, wenn ihr es lest in eurer Bibel, wenn ihr tm Gebet euch Kraft holt zur treuen Berufserfüllung, damit der Gedanke an eure Pflicht untrennbar verbunden ist und verbunden bleibt mit dem Gedanken an Gott. Dann wird der allmächtige Gott, bei dem ihr euren Eid leistet und dem ihr mit der Erfüllung euerer Pflicht dient, euch dazu helfen, daß ihr euren Eid haltet treu bis zum Tode. Das malte Gott! Amen. Wiederum erklingen die feierlichen Klänge der Regimentsmusik. Dann spricht der Kalhoische MMargeiMche Dr. Hammes: Kameraden! Die Vereidigung bedeutet vor allem eine religiöse Tat. Gott soll Zeuge sein, daß der Soldat unter der Führung des Obersten Befehlshabers zum Schutze des Vaterlandes alle Kräfte einsetzt. Je tiefer also die Ueberzeugung von der Majestät Gottes ist, um so wertvoller ist der Eid. Darum einige Gedanken erstens über Gottes Größe und zweitens über die Anrufung Gottes als Zeugen. Erstens. Ein offener Blick in die Natur läßt uns den gewaltigen Urheber allen Seins erkennen: mögen wir den Flügel einer Fliege unter dem Mikroskop betrachten, den Wassertropfen mit dem mannigfaltigen Leben, den Bau der Zelle, dieses Ursprungs allen Lebens. Richten wir unser Augenmerk auf die berggetürmten Gesteine, den bunten Teppich der Flora, auf die Weiten und Tiefen der Meere, auf die von segenspendenden Wolken durchwogten Räume der Luft! Oder auf zum Firmament, woher das Licht der Sonne leuchtet und erwärmt! Dieser Sonne, die millionenmal größer ist als die Erde, in einer Entfernung von 20 Millionen Meilen im Raume schwebt, um die unser Planet Erde in ungeheurer Geschwindigkeit sich bewegt. Oder richten wir unser Auge durchs Fernrohr auf den gestirnten Himmel, die Milliarden Sterne, die wie Ein heller, freundlicher Nooembertag verschönt die heutige Feier der Vereidigung der Rekruten unserer Garnison Gießen. Seit zehn Tagen sind die jungen Männer Träger des Ehrenkleides des deutschen Soldaten. Heute wird ihnen die hohe Ehre zuteil, den Soldateneid der Treue bis zum letzten auf den Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, und damit zugleich ihrem deutschen Volk und Vaterland zu leisten. Eine große Menge von Volksgenossen der Bevölkerung von Gießen ist Zeuge dieses feierlichen Aktes, der im Leben eines jeden Soldaten für alle Zeiten unvergeßlich ist. In den frühen Vormittagsstunden bemerkt man auf dem Trieb die letzte Prüfung der Lautsprecheranlage zur Uebertragung der Ansprachen. Um 9.45 Uhr marschiert die Fahnenkompanie unter Führung von Hauptmann Rendel von der Waldkaserne aus zum Dienstgebäude des Divisions-Kommandeurs in der Zeughauskaserne zur Abholung der Fahnen und der Standarte. Mit klingendem Spiel geht der Marsch durch die Licher Straße, Moltke- straße, Senckenbergstraße, Landgraf - Philipp - Platz zur Zeughauskaserne, von dort mit den Feldzeichen durch die Landgrafenstraße, Hitler-Wall, Moltke- straße, Kaiserallee zum vorderen Trieb bei der Volkshalle. Hier sind mittlerweile die Truppenteile zu der Vereidigungsfeier aufmarschiert. Vor der Volks- Halle, mit der Front in Richtung Artillerie-Kaserne, nimmt die Fahnenkompanie mit den entrollten Fahnen und der Standarte Aufstellung. Vor dem Gelände der Liebigshöhe, mit d»r Front nach dem Schützenhaus zu, stehen die Kompanien des J.-Rgt. 116, vor dem Querweg nach dem 1900-SportpIatz haben die Männer des I. J.-Rgt. 36 und der III Abt A.-Rgt. 9 Aufstellung genommen. Dieses große offene Viereck der Truppen wird, entlang der Grünberger Straße, von den zahlreichen Ehrengästen der Partei, der Wehrmacht, der Behörden, ferner von den Organisationen der alten Soldaten und von der großen Menschenmenge, die hier wiederum ihre innige Verbundenheit mit unseren Soldaten bekundet, geschlossen. Um 11 Uhr trifft der Standortälteste, Generalleutnant O ß w a l d , vor der Volkshalle ein. Ihm wird am rechten Flügel der Truppenaufstellung von dem Kommandeur des Jnf.-Rgt. 116, Oberst Herr- lein, die Truppe gemeldet. Dann schreitet Generalleutnant Oßwald unter den Klängen des Präsentiermarsches die Front der Soldaten ab, die er in soldatischer Weise begrüßt und die seinen Gruß mit weithin schallender Stimme erwidern, ferner begrüßt er die Ehrengäste und die aufmarschierten Gliederungen. Sodann werden die Fahnen und die Standarte zu ihren Truppenteilen gebracht. Feierliche Musik des Musikkorps des Jnf.-Rgt. 116 leitet die Vereidigung ein. Dann spricht der Eva^a.MMvsarrer Ausfeld: Kameraden! Ihr wollt in dieser feierlichen Stunde einen heiligen Eid schwören auf die Fahnen, die unser Führer den Truppenteilen unseres Standorts verliehen hat, den Eid der Treue und des Gehorsams, der Pflichterfüllung und der Opferbereit- schäft bis zur Hingabe des eigenen Lebens. Ihr schwört diesen Eid bej Gott Darum treten wir jetzt vor Gottes Angesicht. Er redet zu uns m seinem Wort, und wir reden zu ihm in unserm Gebet Wer bei Gott schwört, dem ist Gott nichl ein menschlicher Gedanke, sondern eine Wirklichkeit, die sich uns offenbart nicht nur in der Schöpfung und im Menschenleben, sondern vor allem in dem, der der einzige wirklich genügende Beweis für Gottes Wirklichkeit ist, in Christus, m dem sich der ewige Gott uns Menschenkindern so deutlich kund- qetan hat, daß wir hineinsehn m em Herz, daß wir ihn nun kennen in seiner Allwissenheit, die den tiefsten Grund unsrer Herzen erforscht und kennt, Quartett mit drei Unsichtbaren Hexerei mit Grammophonplatten. Hinter der Tür, auf die ich zugehe, ertönt Streichmusik Ich öffne sie, jemand winkt mir aus oem verdunkelten Raum lautlos zu: „Veife, leise . Aus Katzensohlen schleiche ich mich zu einem der Sessel des leeren Parketts, hoffentlich knarrt er jetzt nicht . .1 Im schmalen Raum zwilchen vorde- ren Sitzreihen und Orchester sitzen drei Musiker und spielen ein Trio. Ein Trio? Ich lausche ein paar Minuten — merkwürdig — die Musik kenne ich doch? Uno kenne sie doch wieder nicht. Das ist ohne Zweifel Beethoven, ein ganz merkwürdiger Beethoven, ich habe ihn nie so gehört. Liegt es an ben Spielern. Da, jetzt setzen sie alle ab, geisterhafte Stille eine sßaufe? Der Geiger nickt den Takt mit dem Kopf, alle nicken, jetzt setzt der Cellist ein — Klmgklmg schlägt eine Glocke an, em rotes Licht färbt die Wange des Gebers, die'drei verharren noch einen Moment wie Statuen, dann legen sie die Instrumente hin, räuspern sich, sprechen... Mir ist bei den letzten Takten klar geworden, daß diesem Trio etwas Wesentliches fehlt. Die erste Geige nämlich Da wurde unbegreifllcher- weise em Quartett ohne die führende Stimme ge= spielt Mit höchster Vollendung Zwar, kerne 5rage, dort schelten Meister ihres Faches. Was um Gottes willen veranlaßte sie zu diesem merkwürdigen Vorhaben? Ich ging den Musikern m den Neben- raum nach, in dem sie verschwanden waren. Wieder erklang das Quartett ohne erste Geige. Aber diesmal aus einem Lautsprecher, vor dem die drei andächtig vertieft standen. „Wir hören unser Spiel ab , erflart mir der Cellist von vorhin. „Dort läuft die W^sp atte auf der es aufgenommen wurde. Wir muffen Tempo und Tonstärke überprüfen, nachher kommt die endgültige Aufnahme." . _ ~ Di( Drei find eigentlich vier. Eine junge Dame ergänzt sie zum Quartett Sie sind- von einer be- kannten Schallplattenfirma eigens dazu an^estellt um Duette, Trios und Quartette tn unvollständiger Besetzung auf Schallplatten zu spielen Darm haben sie es zu einem Spezialistentum gebracht .glauben Sie mir. das ist schwerer als richtiges und «r ’ kla siqes Musizieren Ern Quartett ohne tue erste Geige exakt und unter Beachtung aller Pausen und Tempi genau so zu spielen als wenn die Geige mitspielte, ist ungeheuer schwierig und anstren- 9e9d) unterdrücke zunächst die Frage nach dem Sinn dieser Anstrengung. „Spielen Sie immer ohne die erste Geige, oder lassen Sie auch einmal ein anderes Instrument fort?" „Natürlich! Einmal fehlt das Cello, dann das Klavier, bann bie Bratsche — je nachdem." Gertrude Pitzinger singt im Lieber-Abend des Gießener Konzertvereins. (Äufn.: Fayer, Wien.) „Ja — und — machen Sie das aus c aus wissenschaftlichen Gründen ober —?' Lächelnb greift ber junge Geiger nach seinem Instrument, ein Wink zu bem im Hmtergrunb war- tenben Techniker, der fingert an feiner Wachs- platte, — Stille — jetzt erklingt aus dem Lautsprecher ein Ton — der Kammerton? — Stille — jetzt pocht ein unsichtbarer Taktstock deutlich dreiviertel Takt — wieder kurze Pause — und nun setzt plötzlich ber Geiger auf seinem Instrument mit einem schmelzenden Dur-Ton ein Die zweite Geige antwortet — aus bem Lautsprecher, — jetzt bas Cello, die Bratsche Aus bem vermeintlichen Trio ist ein volles Quartett geworben — aber wo sind die anderen Spieler? Wo man vorhin drei spielen Diamante auf dunkler Decke glänzen, in Wirklichkeit unverhältnismäßig größer als unsere Erde! Kein Sterblicher hat sie gezählt. Und alle bie gewaltigen Himmelskörper bewegen sich nach ganz genauem Plane, nach mathematischen Gesetzen! — Wenn wir mit ruhiger Vernunft bas alles erwägen, müssen wir unwillkürlich ausrufen, wie um eüblich groß ist ber Geist, ber einen solchen Plan entworfen, ber alles nach Maß unb Zahl georbnet unb in bie sichere Bewegung gebracht hat! Zweitens! Unb bieten unendlichen Geist, biese höchste Intelligenz unb höchsten Willen, ben letzten Urheber aller Dinge, unser selbst, rufst bu jetzt als Zeugen an, baß bu als pflichttreuer Solbat leben unb sterben willst. — Niemanb blickt dir ins Herz. Nur einer weiß um beine innerste Gesinnung, er, ber bie Herzen durchforscht. Und dieser erste Kenner deiner Persönlichkeit soll nunmehr irgendwie und irgendwann bestätigen, haß bu die Wahrheit sagst, daß es dir mit deinem Versprechen ernst ist. Jawohl, wer immer Gott den Herzenskundigen anerkennt, dem muß der Eid heilig sein, und ich wiederhole, je tiefer die Ueberzeugung von diesem höchsten persönlichen Gott ist, um so wertvoller ist der Eid. — Und weiter! Wieviele Verbrechen sind in der Welt, die der Strafe entgehen, da die irdische Gerechtigkeit oft unzulänglich ist! Nur einer Ruhl Seilersweg Nr. 67 I adiO Telephon Nr. 3170 I eparaturen i897 d S Aeußerlichkeit wegen, sondern vor allem aus Religion, aus Treue gegen ben heiligen Eib, den wir Gott geschworen. So habens die großen Vorbilder aller Zeiten gehalten. So war es Brauch bei unfern Vprfahren, so geloben auch wir: treu zu Gott und Vaterland! Nunmehr gilt nach erneuter Musik alle Aufmerksamkeit der Soldaten unb aller Volksgenossen ber nachstehenben Ansprache von Generalleutnant Oßwald: Rekruten! Einer ber wichtigsten Tage in eurem militärischen Leben in Friebenszeiten ist ber heutige Tag ber feierlichen Vereidigung, ihr jungen Soldaten. Sollt ihr doch heute einen heiligen Eid auf Eure neuen Fahnen bzw. Standarten schwören, daß ihr dem Führer des deutschen Volkes und Reiches, dem Obersten Befehlshaber der.Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten werdet und für bie Erfüllung biefer Verpflichtung bereit seib. wo nötig, euer Leben einzusetzen. Manneszucht, Disziplin, Gehorsam finb bie Grunbpfeiler jebes Heeres. Zur treuen, unbebingten Erfüllung biefer Gehorsamsoerpflichtung gehört bie Erfüllung aller Pflichten, nicht allein unter ber Führung unb Aufsicht ber Führer unb Vorgesetzten, sondern ganz besonders auch dann, wenn ihr, um beaufsichtigt, allein auf euch gestellt seid, sei es im Frieden, sei es im Kriege. Nur der ist der wahre, echte Soldat, der aus freiem Antrieb, aus eigenem Wollen heraus feine Pflicht im Frieden und im Kriege, irn Leben und im Sterben, bis zum Aeußersten erfüllt. Die Infanterie war, ist und bleibt bie Königin ber Schlacht. Sie allein erobert unb hält fest. Sie trägt bie größte Last bes Kampfes, sie bringt bie größten Opfer, ihr winkt deshalb ber höchste Ruhm. Aber heute bebarf sie mehr benn je ber Unterstützung burch bie verschiedenen anberen Waffen, insbesondere burch bie Artillerie, bie Panzer unb bie Flieger. So könnt ihr jungen Solbaten bet Infanterie stolz darauf sein, dieser Königin der Schlacht anzugehören. Ihr jungen Soldaten der Artillerie aber könnt gerade so stolz fein, daß ein Kampf heute nur mit machtvoller Unterstützung durch eure Granaten siegreich durchgeführt werden kann. Es ist heute wieder eine besondere Ehre, Waffenträger der Nation sein zu dürfen. Denn unser Reich ruht auf zwei Säulen: der Partei, ber politischen Macht auf ber einen Seite, unb ber Wehrmacht, ber realen Kraft und Waffenstärke ber Nation auf ber anberen Seite. Ihr Solbaten also schützt mit euren Leibern unb euren Waffen unser Reich unb Vaterlanb. Das Bewußtsein dieser hohen Ehre verlangt von euch Solbaten, baß ihr eure Pflicht tut, wie bie 13 Millionen beutscher Solbaten im Weltkriege, Solbaten bes besten Heeres, bas bie Welt bisher gesehen hat, von benen über 2 Millionen starben, bamit Deutschlanb lebe. Upb so rufe ich euch auch dieses Jahr zu: Erfüllt fortan eure Pflicht im Sinne ber ewigen Werte deutschen Soldatentums, so wie es sich für einen rechtschaffenen, tapferen, pflicht- und ehrliebenden deutschen Soldaten gehört. Nunmehr folgt die feierliche Vereidigung der Rekruten. Trommelwirbel ertönt. Die Fahnen bzw. die Standarte werden vor die Mitte ihrer aufmarschierten Einheiten getragen. Vor jeder Einheit tritt ein Mann zur Eidesleistung auf die Fahne bzw. Standarte vor. Während alle Soldaten stillstehen, erheben die Rekruten die rechte Hand zum Schwur, die vorgetretenen Rekruten legen dabei die linke Hand auf die Fahne bzw. Standarte, und nun sprechen alle mit lauter Stimme den vom Adjutanten des Infanterie-Regiments 116, Hauptmann Dreher, vorgesprochenen Fahneneid nach. Nach der feierlichen Eidesleistung treten bie vorgetretenen Männer ins Glieb zurück, bie Fahnen und bie Stanbarte werben zur Fahnenkompanie zurückgebracht. Unter präsentiertem Gewehr ber Fahnenkompanie spricht nun ber Stanbortälteste ben Gruß an den Führer. „In dieser feierlichen Stunde gedenken wir Soldaten bes Führers unb Obersten Befehlshabers ber Wehrmacht unb unseres Reiches unb Volkes, benen wir unverbrüchliche Hingabe unb Treue, im Frieben unb im Kriege, im Leben und im Sterben, geloben mit bem Ruf: Der Führer, unser Oberster Befehlshaber, unb unser Volk unb Vaterlanb: Sieg-Heil!" Anschließend nimmt bie Fahnenkompanie Aufstellung zum Vorbeimarsch, währenb alle übrigen Truppenteile, bie Gäste unb bie Bevölkerung auf ihren Plätzen verharren. Die Kompanie mit ben Felbzeichen rückt aus ber Richtung Artillerie-Kaserne heran. Mit zackigem Paradeschritt marschiert sie an dem Standortältesten Generalleutnant Oßwald vorbei. Damit hat die Feier ihren Abschluß gefunden. Die Fahnenkompanie bringt dann mit klingendem ‘ Spiel die Feldzeichen zum Divisionsgebäude zurück, wobei der Marsch durch die Kaiserallee, Ludwigs- platz. Neuen Bäue, Schulstraße, Kirchenplatz, Lin- denplatz, , Brand gasse, Landgraf-Philipp-Platz zur Zeughauskaserne geht. Nach dem feierlichen Einbringen ber Feldzeichen rückt bie Fahnenkompanie zur Kaserne zurück. sah unb einen nicht hörte, spielt jetzt einer unb brei finb nicht zu sehen. Zauberei? Nein — eine geniale Verschwisterung von Kunst unb Technik, zum Besten ber Hausmusik! „Sie glauben gar nicht", mischt sich jetzt der Herr von ber Schallplattenfirma ein, „was für ein Geschenk für unzählige Musiker biefer Einfall gewesen ist, ber auf die Erfahrungen eines sehr bekannten deutschen Meistergeigenbauers zurückgeht. Dieser Geigenbauer erlebte nämlich in den letzten Jahren immer wieder, daß ihm seine besten Kunden seine Meistergeigen wiederbrachten, nicht etwa, weil sie etwas daran auszusetzen hatten, sondern weil die Instrumente unbenutzt bei ihnen verstaubten. Immer seltener fanden sich genug Musikfreunde zusammen, um ein Duett, ein Trio, ein Quartett voll zu machen, selbst mit der Klavierbegleitung haperte es, besonders auf dem Lande. Hier — dieser Zauber, ben Sie heute miterleben, weckt eine ber schönsten Deutschen Liebhabereien roieber auf!" Also ein Ei bes Kolumbus! „Ja, ist benn bas so einfach, nach einer Schallplatte unb gewöhnlichen Noten bie fehlenbe Stimme zu spielen?" „Die Stimme liefern wir jeweils in Noten mit, sie gehören zu ber Schallplatte als ihr musikalischer Begleiter. Sehen Sie, hier ist z. B bie Schallplatte: Anbante cantabile, Quartett op. 3, Nr. 5 F-bur von Haybn ohne 1. Violine. Unb hier", seine Finger ziehen ein Notenblatt aus ber Plattenumhüllung: „ist bie partiturgetreue Wiebergabe ber sehlenben Stimme in Noten. Die Illusion bes Zusammenspiels ist bei ber Benutzung biefer Schallplatten so vollkommen, baß ich neulich bei einem abendlichen Zusammensein in meinem Hause ein paar ahnungslose Musikkritiker tatsächlich getäuscht habe. Ich bat einen Freund, der künstlerisch Geige spielt, die Violinergänzung zu einer unserer Platten zu spielen. Zwei kurze Proben am Nachmittag genügten, um ihn fpielfeft zu machen. Abends spielte er im verhängten Musikzimmer und alle glühten, ich hätte nicht Mühe und Kosten gescheut, um ein Quartett zu verpflichten. Als sich'nachher nur ein Spieler zeigte, wollte niemand die Wahrheit glauben. Ich mußte sie durch die Wiederholung überzeugen!" Kein Wunder,'daß dem Verlag täglich begeisterte Zuschriften — besonders von Musikliebenden auf dem Lande — zufliegen, die gar nicht genug Platten bekommen können Die fünfte Fünfzigerserie dieser „Spiel mit"-Platt en wird gegenwärtig aufgelegt. Das ist nur möglich, weil bas Repertoire ber Wiener Kammermusik-Vereinigung, bie sich für biefes Kulturwerk einsetzt, heute schon mehr als zwei hundert Musik stücke umfaßt. Ganz zu schweigen von der hochentwickelten Aufnahmetechnik, die m ihrer Kompliziertheit für uns Laien ein Buch mit sieben Siegeln bleibt. Dr. Buresch. Kampf mit dem Kraken. Ein furchtbares Abenteuer hatte in ber Nähe von Fort Bragg in Kalifornien an der Küste bes Stillen Ozeans eine Amerikanerin zu bestehen. Die junge unb schöne Mrs. Graves babete bei ben berühmten Klippen von Abalones, als plötzlich ein ungeheurer Krake ober Achtfüßer aus ber Familie ber Kopffüßer ganz nahe bei ihr aus bem Meere auftauchte, unb ehe sie fliehen konnte, einen ihrer riesigen um bie Beine unb einen anberen um ben Nacken schlang unb so ben Körper völlig unbeweglich machte. Das Ungeheuer zog sich barauf langsam, aber unwiderstehlich gegen bas Wasser zurück: bie unglückliche Frau konnte, von Entsetzen gelähmt, nur noch einen unmenschlich tlingenben Schrei aus- stoßen, unb würbe bann ohnmächtig. Sie war aber von anberen, bie in einiger Entfernung ba= beten, gehört worben, bie nun herbeistürzten unb das furchtbare Bilb vor Augen hatten. Ein paar beherzte Männer bewaffneten sich mit Eisenstangen unb versuchten bem Riesentier seine Beute abzujagen. In bem schrecklichen Kampf gelang es bem Achtfüßer, noch einen Mann, ber ihm zu nahe gekommen war, zu fassen, worauf es mit ber hoppelten Beute im Meer zu verschwinben versuchte. Der Mann war jeboch nur burch eine Umschlingung um ben Körper erfaßt unb konnte ben Kampf fortsetzen. Trotzbem wären bie (reiben unrettbar verloren gewesen, wenn nicht ein neunzehnjähriger Jüngling, Jack Bulling, ber sich mit einem großen Fischermesser bewaffnet hatte, mutig gegen bas Untier vorgegangen wäre, wobei es ihm gelang, es an einigen lebensgefährlichen Stellen zu treffen. Der Krake lockerte barauf bie Umschlingung bes Mannes unb ließ ihn frei, hielt aber immer noch bie Frau fest, bie schon keine Lebenszeichen mehr gab. Bulling sprang dem Tier ins Wasser nach, unb es gelang ihm enblich, bas Tier zu töten. Um bie Frau aus ben umschlingenden Armen zu befreien, war es jeboch nötig, diese mit dem Messer abzu- schlagen. Mrs. Graves wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo sie lange völlig bewußtlos lag, ehe sie wieher zum Leben erwachte. Der getötete Achtfüßer ist ber größte, ben man jemals im Stillen Ozean beobachtet hat. An ber kalifornischen Küste werben sonst kaum Tiere gefangen, bie über einen Meter lang finb, währenb bie Arme bes getöteten Untiers allein über vier Meter maßen. Aus -er Gta-t Gießen. Allerdings... Ich saß auf einer Bank im Hindenburg-Wall und ließ mich von der Novembersonne bestrahlen; es war ein herrlicher Tag. Neben mir saß ein wohlbeleibter Herr. Wir kamen ins Gespräch. „So herrliche Tage im November haben wir doch lange nicht mehr gehabt!" stellte ich fest, denn alle Gespräche mit fremden Leuten beginnen ja mit meteorologischen Feststellungen; der Herr gab keine bestimmte Antwort. Er brummte etwas vor sich hin. Ich versuchte es noch einmal. „Ich kann mich erinnern", sagte ich, „daß es manchmal schon Anfang Oktober schrecklich kalt war." „Das wär' auch vjel besser, wenn es jetzt so wäre", sagte der Herr. Ich gab ihm anstandshalber recht. „Sie meinen sicherlich wegen der Gesundheit; das Uebergangswetter ist ja nicht gerade angenehm. Am besten wäre es ja, wenns den ganzen Winter so schön warm und sonnig wäre!" — Entrüstet sah der Herr mich an. „Jetzt machen Sie aber einen Punkt", sagte er, ,/Stein und Bein müßte es zusammenfrieren, jawohl!" „Aha", sagte ich, „der Herr ist wohl Sportsmann!" „Unsinn, Sportsmann, mit meiner Figur!", meinte er, „ich sage Ihnen nur, es müßte so kalt sein daß die Lahn Grundeis hätte; das wäre doch was!" „Ach so", meinte ich, „Sie denken an arme Leute wegen Schneeschaufeln und so ..." Jetzt wurde er wütend und brüllte mich an. „Arme Leute? — Und wer denkt an mich? — Wenn ich zu meinen Kunden komme, lachen die mich glatt aus!" „Warum — was sind Sie denn von Beruf?" „Was ich bin? — Kohlenhändler bin ich, verstehen Sie!" Ich verstand ihn ... * Gestern sah ich ihn wieder. Es war in der Nacht ein wenig Reif gefallen, es war kälter geworden, und die Leute trugen ihre dicken Mäntel. Er ging durch die Bahnhofstraße, mit zufriedenem Gesicht und in fliegender Eile von Haus zu Haus. Er sah mich nicht, er hatte auch gar keine Zeit dazu, denn er mußte jetzt seine Kunden besuchen ... E. H. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. .Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Drei alte Schachteln". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Mustergatte". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Das große Abenteuer". — Gießener Konzertverein: 20 Uhr, Universitäts-Aula, „Liederabend Gertrude Pitzinger. — Stadtkirche: 20.15 Uhr, Gemeindeabend des Evangelischen Bundes. — Deutsche Jägerschaft: 19.30 Uhr, Hubertusfeier, Hotel Hindenburg. — NSD.-Marinebund: 20.15 Uhr Monatsversamm- iung. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 20 Uhr, „Polnisches Ballett". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Der Mustergatte". — Lichtsvielhaus (Bahnhofstraße): „Das große Abenteuer . — Stadtkirche: 20.15 Uhr, Gemeindeabend des Evang. Bundes. — Evang. Stadtmission, Loe- berstraße 14: Jahresfest, 15 und 20 Uhr: Gottesdienst!. Darbietungen der Jugend. — Mtv.: Familienausflug, 16 Uhr, „Karlsruhe". — L.-B. Volkstum und Heimat, 9 Uhr: Erdgeschichtliche Wanderung. — Städte-Schwimm-Wettkampf: 15 Uhr, im Städtischem Volksbad. — Deutscher Biologenoerband, Gießener Hochschulgesellschaft, Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde: 18 Uhr- Studentenhaus, Leihaesterner Weg, Vortrag „Deutschland fängt wieder Wale". Sladlhealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend zum letztenmal der große Erfolg „Drei alte Schachteln", Operette von Walter Kollo. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Einstudierung der Tänze Irmgard Zenner. Die Vorstellung findet gleichzeitig als „KdF. '-Miete Gruppe II (3. Vorstellung) statt. Anfang 20, Ende 22.30 Uhr. 1 Landschaftsbund Volkstum und Heimat. Arn morgigen Sonntagvormittag unternimmt der Ortsring Gießen des LVH. eine erdgeschichtliche Wanderung durch den Bergwerkswald zur Gailschen Tongrube. Die Leitung hat Univ.-Prof. Dr. K l ü p- f e l. Jeder Volksgenosse kann teilnehmen. Hanns Iohst liest in Gießen. Staatsrat Hanns Jo Hst, Präsident der Reichsschrifttumskammer, wird, wie man uns schreibt, am kommenden Montag, 15. November (nicht, wie ursprünglich vorgesehen, am 26. November) auf Einladung des Goethe-Bundes und Kaufmännischen Vereins Gießen aus eigenen Werken lesen. „Deutschland fängt wieder Wale." Deutschland hat in den letzten Jahren 150 000 bis 200 000 Tonnen Walöl eingeführt und Devisen bezahlen müssen. Bereits 1935 hat in Gießen in einem von der Gießener Hochschulgesellschaft veranstalteten Vortrag Kapitän Kirche iß die Forderung erhoben, daß Deutschland seine Wale selbst fangen muß, um sich auf eigene Füße zu stellen. Im Rahmen des Vierjahresplans ist es rasch gelungen, diese Forderung in die Wirklichkeit umzusetzen: die erste deutsche Walfangexpedition, ein Mutterschiff mit sechs Fangdampfern, hat sich im sinter 1936/37 fünf Monate in der Antarktis auf- gehalten und ist mit reicher Beute heimgekehrt. Die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Biologenverbandes «hat in Gemeinschaft mit der Gießener Hochschulgesellschaft und der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde Dr. Nikolaus Peters, der als Zoologe die erste Walfangexpedition begleitete, vmr ,,e*nen Vortrag: „Deutschland fängt wieder Wale , gewonnen, der am morgigen Sonntag im Saale des Studentenheims, Leihgesterner Weg, stattfinden wird. Dr. Peters ist Leiter der im Auftrage des Reichs- und preußischen Ministeriums für Ernährung und Landwirtschaft neu gegründeten „Reichsstelle für Walforschung, Hamburg"; er wird Lichtbilder nach Aufnahmen von der ersten deutschen Walfangexpedition zeigen. Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Alle Volksgenossen werden darauf hingewiesen. Zahresfesl der Evangelischen Stabtmiffion. Am morgigen Sonntag, 14. November, veranstaltet die Evangelische Stadtmission (Löberstraße 14) ihr Jahresfest. Festredner sind Prediger Schmidt (Wetzlar) und Godemann (Wetter). Das Gericht er- Nationalsozialistische Berufserziehung 1. Tagung her Lehrlingswarte der Abteilung Berufserziehung der DAF. geführt werden. Lieber als Gewand des Menschen in seinem Alltagskampf zerschlissen werden, als in dunklen Kisten und Truhen dem Verderb anheimfallen. Wenn du uns daher jetzt nicht brauchst, gib uns dem W H W.!" Gießener IDodjenmarffpreife. * Gießen, 13. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10 Pf., Eier, frische, deutsche, Klasse B 12, Klasse C 11%, Kühlhauseier, Klasse A 12)4, Klasse B 11%, ausländisch?, Klasse A 12%, Klasse B 12, Wirsing, % kg 8 bis 12 Pf., 50 kg 7 bis 8 Mark, Weißkraut, % kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 4'bis 5 Mark, Rotkraut, % kg 7 bis 12 Pf., 50 kg 7 bis 9 Mark, gelbe Rüben, % kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat, Vio 10, Tomaten, % kg 15 bis 20, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 18 Pf., 50 kg 10 bis 18 Mark, Birney, % kg 8 bis 15 Pf., Nüsse 40 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1,05 Mark, Enten 1 bis 1,10 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl }0 bis 50, Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. * ** Beförderungen beim Finanzamt Gießen. Anläßlich des 9. November wurden heim Finanzamt Gießen befördert: Steuerinspektor Wil- Das \ \ Schönfiegfsre^epf In ein großes und verantwortungsreiches Aufgabengebiet der nationalsozialistischen Berufserziehung wurden durch einen umfassenden Vortrag die kaufmännischen und gewerblichen Lehrlingswarte der Kreise W e t t e r a u und Alsfeld-Lauterbach eingeführt. Auf einer ersten Tagung der Abteilung für Berufserziehung und Betri e b s f ü h r u n g der DAF. für diese Kreise, die von Kreiswalter Beckmann (Gießen) mit dem Hinweis auf die nun monatlich folgenden Zusammenkünfte, eröffnet worden war, > sprach Hans Eilers von der Gauwaltung Hessen-Nassau (Referat Berufslehre) über die „Nationalsozialistische Berufserziehung". In der Einleitung zu seinen etwa zweistündigen Ausführungen zeigte er, wie das gesamte deutsche Leben im Zeichen des zweiten Vierjahresplanes stehe, der eine Leistungssteigerung auf allen Gebieten erfordere. In der Erkenntnis, daß diese Leistungssteigerung bereits bei. der menschlichen Arbeitskraft einsetzen müsse, sei man den Fragen der beruflichen Tätigkeit der Volksgenossen nachgegangen. Es gelte hier eine große Lücke, die durch die lange Arbeitslosigkeit entstanden sei, den Mangel an gelernten Arbeitern zu schließen bzw. zu beheben. Für die Zukunft des deutschen Volkes sei es aber von entscheidender Bedeutung, daß jeder Volksgenosse den Arbeitsplatz erhalte, für den er nach Maßgabe seiner körperlichen, geistigen und seelischen Veranlagung geeignet sei. Es sei eine planvolle Berufslenkung und -Leitung eingeführt, die eine der Grundlagen der Leistungssteigerungen der schaffenden Volksgenossen bilde. Zu dieser Arbeit seien in erster Linie die Betriebe selbst aufgefordert, die ja die beste Kenntnis von den Verhältnissen haben müssen. In sehr anschaulicher Art erläuterte der Vortragende, daß die schönste „Kraft-durch-Freude"-1 Große Strafkammer Gießen. Der August Sohl aus Treysa, der schon erheblich einschlägig vorbestraft ist, hatte vorn Schöffengericht'wegen schweren Diebstahls im Rückfall, sowie Diebstahls oder Hehlerei eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 2)rei Monaten erhalten. Auf eine Berufung hin wurde die Sache gestern vor )er Großen Strafkammer erneut verhandelt. Der Angeklagte hatte im Sommer d. I. eine Tanzmusik in Gleimenhain besucht und näck>- tigte in der darauffolgenden Nacht in einer Scheune. Am anderen Morgen stellte ein Einwohner aus Jem benachbarten Wahlen fest, daß sein Hühner- tall erbrochen war und ihm zehn Hühner fehlten. Der Verdacht richtete sich sofort gegen den Änge- klagten, der, wie in der ersten Instanz, auch gestern die Tat auf das entschiedenste bestritt. Er wurde jedoch dadurch überführt, daß eine Zeugin ihn im Morgengrauen bemerkte, als er, mit einem Schlosseranzug über seinem Sonntagsanzug bekleidet, einen schweren Sack schleppte. Außerdem beobachtete ihn der Flurschütz, als er sich in der Gegend des Friedhofes herumtrieb. Der Angeklagte suchte sich zunächst hinter einer Hecke zu verstecken, wurde jedoch von dem Flurschütz gestellt. Auf die Frage, was er suche, erklärte er, er habe in einem Dorf in der Nachbarschaft ein paar Hühner gekauft. Davon seien ihm einige eingegangen, die er vergraben wolle. Dem Feldschütz kam' die Sache nicht, geheuer vor, und er wollte seine Personalien fest- stellen. Darauf gab ihm der Angeklagte einen falschen Namen an. Auch der Flurschütz erkannte den Angeklagten einwandfrei wieder. Der Staatsanwalt bezeichnete es in feinen Ausführungen als ein starkes Stück, daß der Angeklagte überhaupt Berufung einlege und beantragte außer Veranstaltung oder Ausflugsfahrt bei jenen Volksgenossen nicht die letzte Befriedigung auslösen könne, die am nächsten Tage wieder mit ihrer Beschäftigung unzufrieden seien. - Um Schwierigkeiten von vornherein zu vermeiden, habe die DAF. die E i n f a ch st s ch u l u n g eingeführt, für die die Abteilung für Berufserziehung den Reichsauftrag erhalten hatte. Die bisherige Vorarbeit im Gau Hessen-Nassau habe bereits gute Erfolge aufzuweisen. In ausführlicher Weise besprach der Redner Ziele und Aufgaben dieser nationalsozialistischen Erziehung zur Exaktheit, zur Betätigung und Leistungssteigerung. Die Einfachstschulung, die sich über ein Jahr ausdehne, wolle die Lücken schließen zwischen Schule und Beruf. Hier solle der junge Mensch durch die Bearbeitung der vier Grundwerkstoffe Pappe/Papier, Holz, Textil, Eisen, seine Geschicklichkeit, Energie, seinen Arbeits- Eifer, kurzum seine charakterlichen Eigenschaften einer laufenden Erfolgskontrolle unterstellen. Die Einfachstschule sei sehr geeignet, bei den jungen Menschen die inneren Voraussetzungen für den künftigen Arbeitseinsatz zu schaffen und erweise sich als planvolle Berufslenkung. Da diese Hinlenkung auf einen geeigneten Beruf frühmöglich erfolgen muß, werde diese Schulung in das letzte Schuljahr der Volksschule und in die entsprechenden Jahrgänge der mittleren und höheren Lehranstalten eingebaut. An einigen Beispielen machte der Vortragende auch die Notwendigkeit der vorbeugenden ärztlichen Berufsberatung klar. Abschließend zeigte Pg. Eilers, wie durch Lehrlingswerkstätten und Lehrlingsecken in den Betrieben die Heranbildung eines leistungsfähigen Nachwuchses gesichert werden muß. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall, richtung anzubringen, es ist der Kotflügelabrundung entsprechend leicht zu krümmen; seine Vorderecken müssen abgerundet sein. Alle Kennzeichen, die diesen Vorschriften nicht entsprechen, werden in Zukunft ohne weiteres zurückgewiesen. Langeniarck-Feier der Mädelgruppe 1/116, Gießen-Süd. Die Mädelgruppe 1/116 (Gießen-Süd) vereinigte dieser Tage die jungen Kameradinnen zu einer eindrucksvollen Langemarckfeier in der Turnhalle der Schillerschule. Neben den Kameradinnen der veranstaltenden Gruppe fanden sich auch viele Mädchen anderer Gruppen der Stadt ein. Die Mädel waren im großen Rechteck in der Halle aufmarschiert, der Gruppenwimpel stand in der Mitte und die Fackeln waren entzündet. Auf das Lied „Laßt wehn die schwarze Fahne" folgte die Geschichte eines pflichtbewußten deutschen Matrosen, der unter Aufopferung seines Lebens die Geheimpapiere angesichts eines feindlichen Kreuzers ins Mee.r versenkte. Die Untergauführerin Käthe P f e f- f e r wies in eindrucksvollen Worten auf die Bedeutung jenes heroischen Geschehnisses von Lange- marck hin. Sie ermahnte die Mädel, besonders die Führerinnen (denen sie auch gleichzeitig ihre Führerausweise verlieh), zu neuem unermüdlichen Schaffen und Pflichterfüllen nach dem Vorbild jener jungen Helden von Flandern. Die Flöten spielten den „Flandrischen Totentanz". Ein Mädel las den Abschiedsbrief eines dieser Gefallenen an seine Mutter. Nach einem Gedicht von Walter F l e x fangen die Mädchen das Lied „Wild- gänse- rauschen durch die Nacht ..." Es folgten dann noch „Dankesschuld" und „Totenehrung". Schließlich erklang das Lied „Heilig Vaterland" und nach einem Sieg-Heil auf den Führer das Lied der Jugend. Revolte im Kleiderschrank Pechdunkel und eng gedrückt war es im Kleiderschrank. Ganz still — kein Laut war zu hören. 6ie alle, die Anzüge, Kleider und Mäntel lagen im tiefsten Kampferschlafe. Da drangen ganz schwach von weit her zwölf dumpfe Schläge in dieses Kleidergrab hinein... plötzlich riefelten Mottenkugeln auf den Boden des Schrankes, die Kleider, die Anzüge bewegten sich, verloren ihr schlaffes Aussehen, sprengten die Tür und ergossen sich ins Zimmer — aufrecht, als wenn sie Menschen in sich bargen — und doch schauerlich anzusehen. Und dann erfüllten Stimmen den Raum, Stimmen, die mehr und mehr anschwollen — Wut, Zorn, Empörung sprach aus ihnen: Revolte! Revolte im Kleiderschrank! Ein schwerer Winterpelz schwang sich auf einen Stuhl und übernahm das Kommando. „Ruhe sollt ihr halten, verstanden? Jeder erzähle in dieser kurzen Geisterstunde, die uns das Leben schenkt, einmal jenem Menschenkind dort auf dem Ruhelager, was uns drückt... vielleicht, vielleicht versteht es uns." Da trat ein alter schwerer Mantel vor, ein kräftiger Änzug trat an feine Seite, dann ließ er sich mit knarrender Stimme vernehmen: „Wenn hier mein Kamerad und ich nun nicht endlich aus diesem Mottengefängnis herauskommen dann gehen mir ein. Noch ein Jahr halten wir das nicht mehr aus, bann wehren wir uns nicht mehr und lassen uns bei lebendigem Leib von den Motten auffreffen. Wir sind doch da, um getragen zu werden, wir wollen doch nicht hier verkommen!" Leere Aermellöcher in der Runde klatschten Beifall __ „Ich komme ja noch ab und zu hinaus", begann em Frauenkleid, „und höre, was eigentlich draußen vorgeht, denkt euch nur, auch in diesem Jahr sammeln die Menschen uns, uns Kleider, Anzüge Mäntel, gleich das Geschlecht,^leich die Verfassung' wieder im WHW. Dort sollen wir fein in die Reih' gebracht, Menschenkindern zugeführt werden die uns brauchen, die wir schützen und wärmen sollen — oh, welch schöner Lebenszweck... und wir hier?" Aufmerksam hatte alles zugehorcht. „Welch Skandal", rief der Regenmantel, „jetzt hilft und schützt ein Mensch den andern — genau wie auch bei uns, die Wäsche uns und wir die Wäsche, der Mantel den Anzug, das Kleid. Auch ich will raus'" Aufgeregt schwirrten die Geisterstimmen durch den Raum. Unruhig warf sich der Mensch im Schlafe auf feiner Lagerstatt hin und her x Da nahm der alte Pelz noch einmal das Wort, beschwichtigte das aufgeregte Geistervolk und, indem er Front zu dem schlafenden Menschen nahm rief er ihm den Willen feiner Kameraden zu: ,Jch weiß nicht, ob du hier, dieser Mensch vor uns uns verstehst. Aber ich hoffe, daß unser Appell nicht nur fernen Schlaf, fonbern auch die Gleichmütigkeit in feinem Herzen gegen uns und feine Menschenbrüder dort draußen überwindet. Wir wollen heraus aus diesem Gefängnis, wir wollen unserem Zwecke zuhelm Schäfer zum Obersteuerinfpektor, Steuer- assistent Jakob Stapp zum Steuersekretär, Steuerbetriebsassistent Eduard Hirt zum Steuerassistent, unter Versetzung an das Finanzamt Darmstadt- Stadt: Steuerpraktikant Hans Pfeffer zum Steuerinspektor. ** 40 Jahre im Dienste der Reichsbahn. Am gestrigen Freitag konnte der im Bahnhof Gießen beschäftigte Stellwerksmeister Ludwig Sch reiner aus Alten-Buseck auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Reichsbahn zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand im Bahnhof Gießen im Dienst- zimmer des Gefolaschaftsführer, Reichsbahnamtmann Wahl, eine schlichte Feier statt, zu der sich auch eine Anzahl Mitarbeiter einfand. Amtmann Wahl hob besonders die Treue des Jubilars und feine Hingabe an den Kreis feiner Pflichten hervor und bezeichnete ihn als einen Beamten von echtem Schrot und Korn. Gleichzeitig überreichte er ihm Glückwunschschreiben des Führers und der Reichsbahnverwaltung. In bewegten Worten dankte der Jubilar für die ihm zuteil gewordene Ehrung. ** Dienftjubiläum. Der Operationsgehilfe Friedrich Becker an der Universitäts-Augenklinik Zu Gießen feiert am heutigen 13. 11. fein vierzigjähriges Dienftjubiläum. Der Jubilar erfreut sich allseitiger Anerkennung bei Patienten und Gefolg- chaft, sowie bei seinen Vorgesetzten. ** Don der Kraftpost Krofdorf — Gie- ; e n. Die nach dem Winterfahrplan nur an Samstagen verkehrende Kraftpost ab Krofdorf 15.35 Uhr nach Gießen ist im Fahrplan der Kraftpostlinie ge- trichen worden, weil infolge geringer Benutzung ein Bedürfnis zur Beibehaltung dieser Fahrt nicht besteht. ** Berichtigung. In dem Aufsatz „D e r Kampf um den Monte Grappa" (im Gie- zener Anzeiger vom Donnerstag) hat sich in den letzten Satz ein sinnentstellender Fehler einge« chlichen. Der Satz muß richtig lauten: „Wir können für, diese Heldenverehrung, aber auch für den Stolz, daß auf dem Monte Grappa, am Piave und an der Brenta, das schwer geschlagene italienische Heer sich in kurzer Zeit wieder aufgerichtet hat, nur volles Verständnis aufbringen." Schöffengericht Gießen. Gestern hatte sich der W. Sch. aus Frankfurt am Main vor dem hiesiaen Schöffengericht wegen Erregung öffentlichen Aergernisfes zu verantworten. In der Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß der Angeklagte, der geständig war, derartig betrunken war, daß feine Zurechnungsfähigkeit entfiel. Eine Verurteilung wegen Erregung öffentlichen Aergernisfes kam daher nicht in Frage. Durch fein Verhalten hatte sich der Angeklagte aber der Dolltrunkenheit nach den neuen Bestimmungen des § 330a StGB, schuldig gemacht. ~ • kannte auf eine Sefängr Gaukullurwoche 1 937. Spielplan des Gießener Sladtthealers vom 14. bis 21. November. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Sonntag, 14. November, findet ein einmaliges Gastspiel des Polnischen Nationalballetts Parnell statt, das sich augenblicklich auf einer großen Europa-Tournee befindet. Es hat triumphale Erfolge in Berlin, London und Paris gehabt. In der Weltkonkurrenz auf der Tanzolympiade in Berlin 1936 wurde es mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Das Ballett bringt das Programm in der gesamten Olympia-Besetzung ohne irgendwelche Kurzungen. An der Spitze dieses großen Balletts steht die hervorragende Primaballerina der Warschauer Oper Zizi Halama. Das Gastspiel beginnt ausnahmsweise um 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Außer Miete. Dienstag, 16. November, Anfang 20, Ende 22.45 Uhr: Erstaufführung, „Der Wildschütz", komische Oper von Lortzing. Musikalische Leitung Paul Walter, Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim. Dienstag-Miete, 8. Vorstellung. Mittwoch, 17. November (Buß- und Bettag), Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr: Zum 75. Geburtstag des Dichters Erstaufführung „Fuhrmann Henschel", Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Spielleitung Wolfgang Kühne. Mittwoch-Miete, 8. Vorstellung. Freitag, 19. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Erstaufführung „Ich liebe dich", Lustspiel von Niewiarowicz. Spielleitung Wolfgang Kühne. Freitag-Miete, 9. Vorstellung. Samstag, 20. November, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr, „KdF."-Miete Gruppe I (4. Vorstellung): Zum letztenmal „Moral", Komödie von Ludwig Thoma. Spielleitung Hans Geißler. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen auch"Samstag von 17 bis 18 Uhr. Sonntag, 21. November, Anfang 12 Uhr, Ende 12.45 Uhr, 5. Morgenoeranftaltung: „Gedenkfeier der Wehrmacht am Totensonntag". Leitung: Der Standortälteste Gießen. Platzmieter auf allen Plätzen 0,25 Mark. — Von 19 bis 21.15 Uhr: „Uta von Naumburg", Schauspiel von Dhünen. Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Außer Miete! WHW. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Am Dienstag, 16. November, vormittags, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Mitte'die Kleidersammlung statt. Es werden auch nicht mehr trag= ähige Kleidungsstücke angenommen. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Sachen zur Abholung bereitzuhalten. WHW., Ortsfüßrung Gießen-Nord. Vetr.: fileiberfammlung. Am Donnerstag, 18. November, wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen-Nord die Kleidersammlung ür das WHW. 37/38 durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, alle für die Sammlung vorgesehenen Bekleidungsstücke (auch unbrauchbare) bereitzuhalten. Für die Sammlung werden von der Wehrmacht Wagen zur Verfügung gestellt. Die Durch- ührung der Sammlung erfolgt durch die Hitler- Jugend und NSV.-Walter. BÄM.- u. ZM.-Untergan 116, Gießen. Dienstbefehtt Achtung! SingscharundOrchesterschar! Alle Mädel der Sing- und Orchesterschar treten am Donnerstag, 18. November, 18 Uhr, im Singsaal des Lyzeums zum Ueben für den „Tag der deutschen Hausmusik" an. Triftige Entschuldigungen müssen dem Untergau telephonisch mitgeteilt werden (3733). Ohne Entschuldigung darf kein Mädel fernbleiben! Betr.: A p p e ll des B D M.-S t a n d o r t e s Rüddingshaufen. Am Freitag, 19. November, 20.30 Uhr, treten alle Mädel des Standortes Rüddingshaufen zum Appell an. Es kommen die Untergauführerin und die Gruppenführerin. Wichtig für alle Krafifahrzeugbesitzer. Vom Kreisamt Gießen wird uns geschrieben: Bei der zur Zeit stattfindenden Umnummerierung der polizeilichen Erkennungszeichen müssen wir immer wieder Fahrzeugbesitzer feftfteüen, die ihre Fahrzeuge mit unvorschriftsmäßigen Kennzeichen vorführen und die wir deshalb zurückweisen müssen. Um die Fahrzeughalter vor unnötigen Ausgaben ZU bewahren, weisen wir nochmals auf folgendes hin: 1. Alle Kennzeichen müssen nach den Vorschriften zum § 16 der Ausführungs - Anweisung zur Reichsstraßenverkehrsordnung vom 29.9.1934 her- gestellt fein. 2. Bei Krafträdern ist das vordere Kennzeichen beiderseitig beschrieben in der Fahrt- gnisstrafe von einem Monat. Der Angeklagte nahm das Urteil sofort an. ^RTRAMEN Slfc IHRE# FRiSEUR* >/ W W 'M Preise von 0.80 bis 3.00 Reichsmark 7463 DI auf seiner großen Europatournee dPolnisdjes ZNational- ußallett Darnell Es wirken mit: Die siegreiche Olympia - Truppe mit Z I Z I HAL AM A — Polens berühmteste Primaballerina — der berühmte Tänzer FELIX PARNELL und das Städtische Orchester 4t II Uber I Lnt f)«i I Ebi i Kv * C . )o6 verpflichten zur U Fachgeschäft für Eisenwaren Herde u. Öfen Haus- und Küchengeräte .5 Fernruf 3359 Neustadt 10 MkE*rr M W ^31 Gießen Seltersweg 27 p' 8! Hi A U Ä Das leistungsfähige Fachgeschäft für Herren- und Knabenkleidung Pfaff - Nähmaschinen Seltersweg 30 H. Kraft Fernruf 3369 Reparaturen aller Fabrikate - Ersatzteile Handarbeiten Wolle Handarbeiten Sirickwaren Strümpfe im Spezial-Geschäft: Cafe H. Weimar Frankfurter Straße 41 • Telephon 2833 ' 4 M • || Cv-. M O R : x N : < Ö Baums &Treibig Gießen, Bahnhotsii 26, Bemrut 3700 Fachleute von der Pike auf kaufmännisch und technisch geschult möchten Sie beraten: Rudolf Rödiger ohg. Gießen empfiehlt: Badeeinrichtungen in Gas, Kohle und Elektrizität moderne Kühlschränke el. Licht-, Kraft- u. Klingelanlagen Rundfunk aller Fabrikate Else Dittmar Gießen • Seltersweg 52 Die seit Jahrzehnten bekannte Germania-Drogerie Carl Seibel mit besonders leistungsfähiger Photo-Abteilung ’M Für die Dame Jeder Anspruch wird erfüllt durch das Haus für neue Modeschöpfung Modestube Körner, Plocksir. 10 Röckl-Handschuhe • Kayserwäsche • Strümpfe Elegante Taschen WIENER MODEN Modische Neuheiten Motorwagen-Verkaufsgesellschafi m.b.H. Gießen Fernsprecher 2847/8 Frankfurter Straße 52/56 BORRMANN5/EX: r" .....— .. Ii 266 viertes Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Merheffen) Samstag. lZ. November 10^7 X i% «a fe ■ ,A r** 1:4^ >' 1 O Untersuchung von Milch. Rick in ein Laboratorium des Hessischen Chemischen Untersuchungsamts. oft, umfangreich und iiebeanstandete Probe Bei der Mineralwasser-Untersuchung. Bestimmung des Alkohols im Blute. uff Das ging weil sie von er glaubte? Das hatte wie oft und mündlich und sie Er Mikroskopische Prüfung von Gewürzen usw. Qualität beweisen können, dürfen keinen oder nid)t zuviel Zucker, vor allem kein Wasser enthalten. Die so beliebt gewordenen Obstsäfte müssen in rueler Hinsicht einer strengen Prüfung standhalten (lila). Und dann ist die Milch ein wichtiges Kapitel, das das Chemische Untersuchungsamt in unserer Stadl in einer besonderen Abteilung viel beschäftigt. Wie ist der Fettgehalt, hat ein Wasserzusatz stattgc- f und en, wie ist die Reinlichkeit, die allgemeine Es gibt Leute, die ihre Phantasie mit einem möglichen Einkommen, einer unmöglichen Provision oder einem Lotteriegewinn so anfüllen, daß diese Summe ihr angenehmer Begleiter wird. Während öder Arbeit gaukelt sie ihnen alle käuflichen Freuden des Lebens vor. Die Mußestunden beherrschen Träumereien darüber, was man mit dieser -summe anfangen wird. Die öde Zahl ist ein Zauberstab, der das Leben vergoldet. Man fährt zwar heute Elektrische. Aber man hat schon ein Recht auf Kleinwagen, die vorüberfahren, herabzusehen. Denn bald wird man unter Achtzylindern wählen. So weit ist man in seinen Ueberlegungen schon. Man schwankt nur noch zwischen drei verschiedenen Marken. So ging es Harry Engemann. Die magische Zahl „Sechzigtausend" fiel ihm schon beim Aufstehen ein und machte seine sonst morgenmüden Bewegungen geschmeidig. Sie machte das Leben erträglich. ' Die Sehnsucht nach Blondine zerriß ihn nicht mehr Rein, sie erhob ihn. Denn wenn er sechzigtausend Mark besaß, dann würde er das Madel wie jede andere bekommen. Dann würde er auch ein freier Mann sein. Denn um die Summe zu bekommen, mußte seine Frau ja — etwa bei einem Autounfall — , Uebrigens wollte er Blandine heute einmal wieder anrufen. Er hatte ihr ein paar Tage Ruhe gelassen, weil seine Gedanken damit beschäftigt waren sich auszumalen, wie es werden sollte, wenn er mit ihr zusammen wäre. Blandine war sehr zurückhaltend. Denn erstens saß Frau Professor Diehl in der Nähe des Telephons. Und dann — „Wie geht es Frau Molny?" fragte Blandine. Sie tat es natürlich, um ihn abzuwehren. „Danke", sagte Harry Engemann. Und sie hätte sehr wenig Zeit, weil eine ihrer Freundinnen sie jetzt dringend brauche. Und die andere sei verlobt. Und ihre Mutter wolle sie doch auch mal sehen. „Ich Sie aber auch", sagte Harry. Nein, in dieser Woche hätte sie wirklich gar keine Zeit. „Und bitte Frau Molny herzlichst zu grüßen." Der Teufel soll Frau, Molny holen! dachte Harry. Wütend hängte er ein. War das Mädel nun so raffiniert, daß sie sich mit keinem einließ, der sie nicht heiraten konnte? Oder war sie so anständig wie sie tat? Einerlei, er war blind in sie verschossen. Und er mußte sie haben! Aber sie würde ihre Zurückhaltung niemals aufgeben, solange er verheiratet war. Außerdem hatte er ja kein Geld, um mit ihr zu leben. Wenn er nun eines Tages mit seiner Frau eine Spazierfahrt machen würde. Ohne Chauffeur. Eine Lust- und Liebesfahrt. In seinem eigenen Wagen, der ihm auf den leisesten Druck hin gehorchte? Dabei konnte man doch einen Unfall haben. Und es konnte einer dabei bleiben und der andere heil davonkommen. Ganz unverbindlich malte er sich den Vorgang aus. Denn wer tut so etwas im Ernst? Aber es wurde sein Zeitvertreib. Dann nahm er eines Tages seinen Wagen und fuhr hinaus. Dort, wo es menschenleer war, suchte er eine geeignete Stelle. , Das Ganze war natürlich Spielerei, sagte er sich. Und fuhr wieder nach Hause. Blandine ließen die Telephongesprache nicht mehr so kalt, wie sie es sich gewünscht hätte. Immerhin war es ein eleganter junger Mann, war es ein Künstler und ein Mensch aus besten Kreisen, der da um sie warb Er war ein reifer Mann und ein Mann, der gut aussah. Und der sie nicht ver- verlor. Daß er sie so fanatisch liebte, hing wahrscheinlich damit zusammen, daß er so viel älter war als sie. Lissie hatte ihr das neulich erklärt. Siehst du, gerade weil Lutz sechzehn Jahre älter ist als ich, bedeutet die Verbindung mit mir für ihn die zweite Jugend. Er ist mir so dankbar. Während Lucienne wie immer schwer arbeitete um Träume darzustellen, die sie gern selbst geträumt hätte, während sie sich tapfer mit der Chargenrolle und mit ihrem Kummer darüber herumbalgte, fuhr Harry oft allein an die Stelle, vier im Spiel für den Unfall ausersehen hatte. Forljetzung folgt. Am Brutschrank. (Aufnahmen [6|: Neuner, Gießener Anzeiger.) „Wer vorsätzlich einem der Verbote zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis und mit Geldstrafe oder mit einer dieser Strafen bestraft. Der Versuch ist strafbar. Ist durch die Tat eine schwere Körperverletzung oder der Tod eines Menschen verursacht worden, so ist die v Strafe Zuchthaus bis zu zehn Jahren; daneben kann auf Geldstrafe erkannt werden." In den Strafmaßen drückt sich deutlich das hohe Verantwortungsbewußtsein aus, das gerade die Staatsführung des Dritten Reiches der Volksgesundheit, wie auch der Gesundheit des einzelnen, entgegenbringt. Es ist klar, daß sich die Gerichtsbarkeit bei Strafzumessungen gegen Sünder im Wesentlichen auf das Urteil des Fachmannes, hier des Wissenschaftlers, des Lebensmcktelchemikers, stützt. Ebenso klar ist es, daß für die umfangreichen Untersuchungen Einrichtungen vorhanden sein müssen, die die exakte Feststellung von „gut" und „böse" gestatten. FiU den Bereich der ehemaligen griente ihr vertraulich entgegen. „Na, Frollein, da sind Se in Ihrer Feinheit^ den Falschen reinjefallen", sagte er höhnisch. „Soviel Taschengeld wie der hab' ick lange!" Und trotzdem — n Und außerdem die unsagbare Art, in der er damals im Treppenhaus mit ihr gesprochen hatte. Da war sein wahrer Charakter zum Vorschein gekommen Unsinn, konnte man das den wahren Charakter eines Mannes nennen, wenn er bis zum Weißglühen brannte vor Eifersucht und Schmerz, " " ihm fortging, zu einem andern, wie gessen konnte, obwohl sie aus seinem Gesichtskreis verschwunden war. Sie stürzte sich manchmal fast blind in die Arbeit, um den Gedanken zu entgehen, wie es wohl fein könnte, wenn sie jetzt nachgeben würde. Warum eigentlich nicht? Bei Lissie Arndt ging alles nach Wunsch. Die Frau ihres Lutz hatte in die Scheidung gewilligt. Sie würden in absehbarer Zeit heiraten können. „Du glaubst nicht, wie unmöglich diese Ehe war", hatte Lissie ihr neulich gesagt. Oh, sie glaubte das schon. Es gab so unmögliche Ehen. Unmöglich und unnatürlich war es schließlich, daß ein Mann so viel jünger als seine Frau war Und die beiden lebten kaum in einer Ehe. Nein, sie nahm Frau Molny nichts, was sie noch besaß. Harry hatte sicher schon lange keinen Gedanken mehr an feine Frau gehabt, bevor sie ins Haus kam. Er betonte das ja immer wieder. er ihr doch schon alles erklärt. Und eingehend Solange sie dort war, später telefonisch! ___ ihr auch ein. Das konnte ihr eher schmeicheln, hatte er gesagt,, daß ein Mann, der andere haben konnte, ihretwegen so die Fassung worden war. Der Butter geht man mit Untersuchungen über den Wassergehalt zu Leibe, der nur einen gewissen Prozentsatz betragen darf. (Im übrigen stellte das Untersuchungsamt fest, daß sich die Qualität der Butter durch die Herstellung in modernen Molkereibetrieben — im Gegensatz zur früheren Bauernbutter — bedeutend gehoben hat.) Käse müssen je nach Sorte bestimmte Fettprozente aufweisen und die Angabe der Fettprozente auf der Verpackung muß der Wirklichkeit entsprechen. Eierteigwaren müssen gesetzlich vorgeschriebene Eimengen enthalten, dürfen nicht künstlich gefärbt sein; naturreiner Honig darf nicht mit Kunsthonig verfälscht sein, Kunsthonig seinerseits muß bestimmten Anforderungen entsprechen. Speiseeise werden von den Lebensmittel- chemikern nicht weniger sorgfältig „unter die Lupe" genommen. Wurst wird auf Wassergehalt und eventuellen Starkemehlgehalt sowie auf den Zusatz von verbotenen Konservierungsmitteln untersucht,Branntwein und Liköre auf den Gehalt an Alkohol, und an Rauchwaren nttiß fest- gestellt werden, ob sie tatsächlich — entsprechend der Anpreisung — „nikotinarm" oder „nikotin- i frei" sind. Weine müssen i in strenger Prüfung ihre schwand im gelben Salon. Einen Augenblick stand sie unschlüssig, wohin sich wenden sollte. Da sah sie Franz Lüdtke, der von oben kam. I ist ein tief beruhigendes Gefühls zu wissen,, nf das „Auge des Gesetzes" nicht nur über die j jfoung in den größeren Räumen der Straßen > erSörfer und der Städte wacht, sondern im wahr- neu Sinne des Wortes auch üher unserem Früh- Ruten ausgehauen werden; sofern die Fälle böswillig geschehen sind, soll der Täter mit dem Tode bestraft werden—" Eine unmißverständliche Sprache! Heutzutage agen die Gesetzgeber anders. Nach der neuesten Verordnung vom 17. Januar 1936 treffen den Sünder, wenn auch nicht Strafen an Leib und Leben, o doch erhebliche Freiheitsstrafen ober aber emp- indliche Geldstrafen. Eine der Strafbestimmungen dieses jüngsten Gesetzes lautet wörtlich: Lebensmittel-Untersuchung im Dienst an der Volksgesundheit. und nachdrücklich genug. Verwarnung oder gar Strafe ist die Folge. Zwar werden Missetaten auf dem Gebiete der Lebensmittel-Verfälschung ober der Feilhaltung von schädlichen oder ungenießbar gewordenen Lebensmitteln nicht mehr so geahndet, wie es z. B. in der ersten nachweisbaren Reichsoerordnung aus dem Jahre 1532 u. a. heißt: „Wer in böser Absicht oder gemeingefährlicher Weife, Maße, Waagen, Gewichte, Spezereien oder anderes Kaufmannsgut fälscht und als ehrlich gebraucht, oder ausgibt, der soll in empfindliche Strafe genommen, des Landes verwiesen ober an seinem Leibe mit folgen könnte. Sie wollte hinunter, wo Menschen waren, bie sie kannten unb vor ihm schützen würben. Lucienne, die Leute. Er vertrat ihr ben Weg. „Wenn Sie wochenlang mit mir poussiert haben, ober mit mir Auto gefahren finb, bann hat Sie meine Frau nicht gestört. Unb jetzt brücken Sie sich. Wenn man Ihnen bie Rechnung vorlegt, fällt Ihnen plötzlich meine Frau ein." Er lachte Hohn. Ein Schritt würbe hörbar. Jemanb kam vom zweiten Stock bie Treppe hinunter. Harry Engemann ließ Blanbine los unb ver- ?iii(5tifd), über unserer Mittags- und Abendkost! Jttmr steht fein Polizeibeamter hinter uns — viel- i iel~ setzt die Wachsamkeit des Gesetzes, des Staats über unser Wohlergehen einige Etappen früher . in .mb so, daß wir gar nichts davon merken. Nur jwi Volksgenossen, durch deren Hände die Lebens- init I auf ihrem Weg von der Produktionsstätte zum 1 (er räucher gehen, wissen um das sporadische Auf- 1 iupen Links Beauftragten der Polizei, der unver- m t aus den Beständen des Produzenten, Groß- I efranten oder Kleinhändlers Proben nimmt und ■iner verschwindet. Wenn diesem unangemeldeten i-ßei ch kein „dickes Ende" folgt, dann ist alles in :)rhiung! Wenn irgendeine Probe nicht den Ansorde- ur-en entspricht, die an Lebensrnittel gestellt werden itüacn, so merkt es derjenige, aus dessen Beständen ~ ' entnommen wurde, rasch Provinz Oberhessen ist es das „Hessisch e C Hern i s ch e U n t e r s u ch u n g s a m t" in Gießen, Hitlerwall 19. ...... . , Umfassend und vielfältig ist der Arbeitsbereich dieses chemischen Untersuchungsamtes, bas in {einen äußeren Erscheinungen weniger ben Charakter eines „Amtes" trägt, sondern ein einziges großes Laboratorium barstellt, in bem nach ben neuesten Methoben gearbeitet wirb. Der Arbeitsbereich des Untersuchungsamtes ist in umfangreichen gesetzlichen Bestimmungen festgelegt, unb für alle Lebensmittel bestehen Vorschriften als Richtlinien, wie sie beschaffen, wie sie bezeichnet sein müssen, was sie enthalten ober nicht enthalten, wie ober wie sie nicht hergestellt sein bürfen. Unschwer zu erkennen, welche Bebeutung unserem Untersuchungsamt beizumessen ist! Wie vielfältig sinb bie Aufgaben, bie bas Gesetz dem Chemischen Untersuchungsamt stellt! Die Arbeit des Chemischen Untersuchungsamtes greift gewissermaßen mitten hinein in unser volles Menschenleben. Es gibt kein Lebensmittel, das nicht in regelmäßigen Abständen einer Untersuchung unterworfen wurde. Und die Proben werben nicht nur bei Fabrikanten, sonbern beim Großhänbler unb vor allem auch beim Kleinhändler genommen. Interessant zu hören, wie oerschledenartig bie Ziele ber Untersuchungen an Lebensmitteln sind! Mehle, um gerade beim täglichen Brot zu beginnen, werden auf das Ausmaß der Ausmahlung untersucht und die Beimischungen überprüft, ob sie den neuesten Verordnungen zur Sicherung unserer Ernährung entsprechen, das Brot selbst wird ständigen Kontrollen unterworfen, Milchbrötchen werden auf Wasserzusatz und Milchgehalt geprüft und bei Feingebäck darauf gesehen, daß es nicht als mit Butter gebacken bezeichnet und verkauft wird, wenn in Wirklichkeit Margarine verwandt blanbine setz! sich durch JRomon von L-ans-Joachim Freiherr» von Reihenstein Copyright by Carl Duncker Ä Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „szch habe' versucht, den Haushalt billiger cinzu- hsen, indem ich ihn diesem tüchtigen Mädchen be.gab. Sie hat ihr möglichstes getan. Aber sie i iqt mir heute ohne ersichtlichen Grund. Wahr- hsulich gibt sie es auf. Und ich möchte es am töten auch aufgeben", sagte sie rnude. „Vielleicht c>i)6t du einen Rat?" Üoein, Harry wußte keinen Rat. Er hatte jetzt U an anderes zu denken. Blandine wollte fort. Wien gestern wollte sie plötzlich fort. Das bedeutete u schlimmere Absage für ihn als die von Stone. Äs war es keine vorübergehende Laune oder ktüchternheit, daß sie ihm heute auswich. Sie wollte ihm einfach davonlaufen • Melleicht wußte sie, daß er kein Geld hatte. Smi Treppenabsatz stellte er sie. Nach allem, was e ieute durchgemacht hatte, verließ ihn die.gelost- bh.irrschung, als er sie vollkommen beherrscht sah. '„Sie sehen wohl, daß hier nichts mehr los ist. |me er höhnisch. ' . . Mandine versuchte wortlos an ihm vorbeizu- MIN. r&r packte sie brutal am Arm. jL^iergeblieben. Das könnte Ihnen so passen, jetzt b. jFeine spielen. Mal wieder mit jemand anders Üiierenfabren, ja? Haben Sie sich diesmal auch eh Haus ausgesucht, wo er das Portemonnaie hat? !.,tzch weiß wirklich nicht, was Sie meinen? {Harte Blandine . > „Zlötzlich wissen Sie nicht, roäs ich meine. 2U5 Lc mit mir spazierengefahren sind, -haben Sie auch nicht gewußt, was ich meine? Das inmbbrot durfte ich Ihnen bezahlen. Aber wenn Ke bezahlen sollen, sticht Sie die Feinheit! Er ite sie losgelassen, während er sprach. . ;]tie versuchte wieder an ihm oorbeizukommen. if e getraute sich nicht einmal die Treppe - hinaus u hr Zimmer zu gehen, aus Angst, daß er ihr Beschaffenheit der Milch? — so lauten hier die Fragestellungen. In klaren Zahlen drücken sich die Ergebnisse der Untersuchungen aus. Immer wieder geht die Bemühung darauf hinaus, die Volksgemeinschaft grundsätzlich vor falschen und irreführenden Anpreisungen, vor Verfälschungen zu bewahren, die den Käufer schädigen und dem Verkäufer einen unberechtigten Nutzen bringen könnten. Durch die neuesten Anordnungen des Chefs der deutschen Polizei, Reichsführer ff Himmler, hat das Untersuchungsamt eine neue und besondere Aufgabe erhalten. Bekanntlich werden in Zukunft alle Kraftfahrer, die einen Verkehrsunfall verschulden und bei denen Verdacht auf Trunkenheit besteht, solange in Hast gehalten, bis das Ergebnis der Blutuntersuchung auf Alkoholgehalt vorliegt. Diese Untersuchungen hat nun das Hessische Chemische Untersuchungsamt durchzuführen. Hier muß also der Kriminalpolizei bzw. der Staatsanwaltschaft mit Beweismaterial an die Hand gegangen werden. Darüber hinaus wird das Amt auch dann in Anspruch genommen, wenn bei Todesfällen Verbucht auf Vergiftung besteht. Don ganz besonderem Interesse dürfte es sein, 3u hören, daß das Gießener Chemische Untersuchungsamt in Fachkreisen den autoritären Ruf genießt, auf dem Gebiete der Wasseruntersuchung, insbesondere der Mineralwasserquellen, führend zu sein. Diese Tatsache gründet sich in erster Linie darauf, daß hier in Gießen regelmäßig zahlreiche Proben aus insgesamt 31 oberhessischen Mineralwasserquellen untersucht werden. In keiner anderen deutschen Landschaft sind soviel Mineralwasservorkommen festzustellen, wie gerade in Oberhessen. Die Chemiker des Amts vereinigen aus die- fern Grunde reiche Erfahrungen in sich. Einer ständigen Untersuchung unterliegen auch die Quellen aller oberhessischen Gemeinden, soweit sie der Trinkwasserversorgung dienen. Es ist nicht möglich, im Rahmen dieses Berichtes alle die Aufgaben des Untersuchungsamtes auch nur zu streifen. Bemerkt sei nur noch, daß neben Lebensmitteln auch Gebrauchsgegenstände unseres täglichen Bedarfs untersucht werden. Kinderspielzeug z. B. darf nicht mit gesundheitsschädlichen Farben bemalt sein, Gefäße, die Nahrungsmittel aufnehmen sollen, dürfen keine Stoffe enthalten, die giftig sind. All dies ist in exakter wissenschaftlicher Methodik nachzuprüfen. Der Bericht des Chemischen Untersuchungsamts für das Jahr 1936 gibt eindeutigen Aufschluß über das Ausmaß der geleisteten Arbeit. Lebens- und Genußmittel und Gebrauchsgegenstände wurden in 3175 Proben untersucht; dabei ergaben sich 418 Beanstandungen. Auf hygienische, physioloäisch-chemische und gerichtliche Untersuchungen entfiel die Bearbeitung von 153 Proben und auf technische Untersuchungen 22 Proben, so daß also 3350 Untersuchungen durchzuführen waren. Der äußere Eindruck, den der Besucher im Chemischen Untersuchungsamt gewinnt, ist wie schon erwähnt, nicht der eines Amtes. Vielmehr stebt man fast mit dem ersten Schritt in das Haus auch schon in einem großen Laboratorium, in dem viele Reagenzgläser, Kolben, Destillationsgeräte blitzen, allenthalben stehen Bunsenbrenner unter Gefäßen, kochen, dampfen und verdampfen Flüssigkeiten, da stehen Brutschränke für bakteriologische Untersuchungen und Mikroskope, da begegnet man dem glasverschalten Abzug und sieht in den Schränken viele Flaschen stehen, die alle möglichen Flüssigkeiten und Pulver enthalten. Der Laie, der in dieses Reich tritt, wird sofort erkennen, daß ein fundamentales und doch nach vielen Richtungen hin spezialisiertes Wissen notwendig ist, um die Arbeit leisten zu können, die das Wächteramt gegenüber der Volksgesundheit von den Wissenschaftlern, die an dieser Stätte zu wirken berufen sind, fordert. N. Ö.Jl.-’fpOTt Oie Spiele der Bezirfsklassenmannschasten. 1900 — Burg, Wetzlar — Lollar, Bissenberg — Naunheim, Steinberg — Frohnhausen, Butzbach — Steindorf. In Bissenberg gibt es einen harten Kampf, da beide Mannschaften nach Verbesserung ihrer Tabellenstellung streben. Steinberg empfängt Oranien Frohnhausen, über die sie auf eigenem Platze siegreich bleiben sollten, d. h., wenn die beiden letzten Niederlagen die Mannschaft nicht allzusehr aus dem Konzept gebracht haben. Die Butzbacher empfangen den Tabellenletzten Steindorf, von dem sie sich zu Hause wohl nicht gefährden lassen werden. 1900 — Burg. Als nächsten Gegner empfangen die Blauweißen am Sonntag den Sport- und Spielklub Burg. Die Burger sind in diesem Jahre wieder ein starker Gegner und die Annahme, daß den Platzbesitzern so ohne weiteres ein^ Sieg zufallen würde, kann irrig sein. Das Abschneiden der Gäste in den seitherigen Spielen beweist jedenfalls, daß sie nicht nur zu Hause zu siegen verstehen, sondern dies auch auf dem Platze des Gegners vermögen. Die Blau- weißen haben das schon selbst erfahren, denn im vergangenen Jahre, als das Spiel kurz- vor Schluß noch 2:1 für 1900 stand, verstanden es die Gäste noch einen 3:2-Sieg herauszuholen. Nur durch restlosen Einsatz kann es der' Mannschaft, die mit dem wieder genesenen Löbsack in der bekannten Aufstellung antritt, gelingen, den Tabellenplatz zu behaupten. 1900 — Steinbach. Die Reserve der Blauweißen erwartet den Fußball-Sportverein Steinbach, über den ein Erfolg möglich sein sollte, zumal die Mannschaft in veränderter Aufstellung antritt. Rodheim II — 1900 III. Die Junioren der Blauweißen treffen in Rodheim auf starken Widerstand, dem sie in körperlicher Hinsicht nicht gewachsen sein werden. Iugendabteilung der Spielvereinigung 1900. Die 1. Jugend der Blauweißen hat am Sonntag das fällige Verbandsspiel in Heuchelheim zu bestreiten. In den letzten Spielen konnten die Blauweißen keinen Sieg erringen und verloren wichtige Punkte. Sie haben damit den Anschluß an die Spitzengruppe verpaßt. Trotzdem ist die 1. Jugend der Spielvereinigung 1900 lange nicht so schlecht wie es die Tabelle sagt. Die. 1. Jugend von Heuchelheim wird am Sonntag alles daran setzen, um die in Gießen erlittene Niederlage auszugleichen. Nach langer Pause tritt, bie 2. Jugend der Spielvereinigung 1900 wieder auf den Plan. Sie wird ebenfalls wie die 1. Jugend auf fremdem Gelände spielen. Niedergirmes wird sich in diesem Freundschaftskampf aber kaum schlagen lassen. Wehlar I — Lollar I. Mit Interesse sieht man dem morgigen Spiel des seitherigen Tabellenletzten mit den die Tabelle anführenden unbesiegten Wetzlarern entgegen. Ohne Zweifel haben die lollarer in der Domstadt einen sehr schweren Stand. Für die Lollarer sollte dieses Spiel aber gerade ein Ansporn sein, sich mit dem Tabellenmeister zu messen und alles Können zu beweisen. Die Mannschaft steht, außer einer Aende- rung im Sturm, wie im Spiel gegen Sinn. Wenn auch die Wetzlarer den Platzvorteil haben, so könnten die Gäste doch wieder den Beweis erbringen, .daß sie auch auf fremden Plätzen zu kämpfen verstehen. Die Lollarer tun gut, wenn sie sich weniger auf Kampf einlassen, als vielmehr Hauptgewicht auf Taktik und Ballführung legen. Bringen die Lollarer noch eine gute Spiellaune mit, so werden sie den Gastgebern schon einigen Widerstand zu leisten wissen. DsB.-Reichsbahn I — SA.-Kampfgemeinschaft I. Auf dem Waldsportplatz treffen sich die Lokalgegner im Kampf um die Punkte. Erst einmal spielten die Mannschaften gegeneinander. Damals gelang den SA.-Männern ein verdientes Unentschieden. In der Zwischenzeit haben die Grünweißen eine erhebliche Formoerbesserung erfahren, während die Mannschaft der SA. sehr unbeständige Leistungen zeigte. Die Gäste haben aber jetzt eine stabile Mannschaft auf die Beine gebracht und bewiesen erst am Sonntag ihre aufstrebende Linie. Zudem kommt noch, daß es gegen den Lokalgegner geht, ein Grund mehr, alles daranzusetzen, um günstig abzuschne-dcn. Beide Mannscho'ten freien 'n der stärksten Besetzung an. Es ist zu erwarten, daß es einen Kampf auf Biegen und Brechen gibt. Einer Mannschaft schon im voraus Siegeslorbeeren zu geben, wäre verkehrt, denn bei diesen Spielen entscheidet nur das bessere Stehvermögen. DfB.-Reichsbahn II — Steinberg II. Vor dem Spiel der ersten Mannschaft treten diese beiden Mannschaften in die Schranken. Die Platzherren haben sich die Tabellenführung erkämpft und sind keineswegs gewillt, diese abzugeben. Die Elf spielt in der gleichen Besetzung wie in den Spielen vorher und sollte etwas stärker sein, wie die der Gäste. Es sollte ein spannendes Spiel zum Austrag kommen, das die Platzherren knapp für sich entscheiden sollten. SA. II — Wißmar I. Auf dem Unioersitätssportplatz treffen sich morgen beide Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel. Die SA.-Mannschaft zeigte am Sonntag, daß sie etwas kann, und sie wird bemüht fein, die Punkte aus dem Spiel gegen Wißmar zu sichern. Iugendspiele des VfB.-Reichsbahn. Für kommenden Sonntag sind sämtliche Jugendmannschaften des VfB.-Reichsbahn auf den Spielfeldern. Das spannendste ist das Zusammentreffen der 1. Jugend gegen Leihgestern. Schon deshalb, da es sich um die besten Mannschaften der Gruppe A handelt. Die Gäste haben in diesem Jahre wieder ihre alte Elf beisammen, die jetzt in bester Form ist. Die Gießener haben ihre komplette Elf zur Stelle, die aber alles hergeben muß, wenn sie ehrenvoll bestehen will. Die 2. Jugend fährt nach Klein-Linden, um dort gegen die 1. Jugend zum angesetzten Pflichtspiel anzutreten. Die 3. Jugend muß in Großen-Linden antreten. Hier werden sich wohl zwei gleichwertige Mannschaften treffen. Die 4. Jugend wird in Staufenberg eine weitere Niederlage nicht vermeiden können. Grohen-Buseck I — Rodheim I. Die 1. Elf des Fußballklubs GroAn-Bufeck hat die gleiche des Sportvereins Rodheim zu Gast. Die Gäste find den Buseckern nicht unbekannt und durch ihren Eifer in bester Erinnerung. Die Gastgeber werden schwer zu kämpfen haben, wenn sie die Punkte nicht von vornherein vergeben wollen. Wenn im Busecker Sturm eine Umstellung vorgenommen wird, sollte man mit einem Erfolg rechnen können. — Die 1. Jugendmannschaft empfängt die gleiche von Alten-Buseck. Die Busecker Jungen müssen alles daran setzen, wenn sie den körperlich stärkeren Gästen eine gleichwertige Partie liefern wollen. Handball im Kreis Gießen. Das Programm der Bezirksklasse hat eine Einschränkung erfahren. Das Spiel Tv. Hörnsheim — VfL. 1860 Marburg mußte auf den Buß- und Bettag verlegt werden. Bezirksklasie. Mto. Gießen—Tv. Heuchelheim To. Roth—To. Lützellinden. Lützellinden wird wissen, wie schwer es ist, in Roth zu gewinnen^ Es hat sich deshalb sicher bereits entsprechend eingestellt. 1. kreisklasfe. Tv. Hausen—Tv. Holzheim To. Lang-Göns — MSV. III./AR. 9 (Barbara) Tv. Dutenhofen—To. Katzenfurt Tv. Dornholzhausen — To. Garbenheim. Beide Mannschaften stehen sich in Hausen zum erstenmal gegenüber. Beide Gegner haben in der letzten Zeit gute Leistungen gezeigt. — MKV. Gießen geht einen schweren Gang, zumal die Mannschaft nicht vollständig antreten kann. Ob sich Lang- Göns diesmal aufrafft und wirklich einmal eine Leistung zeigt, die erforderlich ist, um den Gegner zu schlagen, bleibt abzuwarten. — Dutenhofen hat das Vorspiel verloren. Irgendwelche Zweifel, daß das Ergebnis diesmal umgedreht werden wird, dürften kaum bestehen, zumal Dutenhofen im ersten Spiel reichlich unglücklich kämpfte. — Zu einem hohen Sieg sollte Garbenheim in Dornholzhausen kommen. 2. Preisklasse. Tv. Allendorf (Lahn)—To Dutenhofen II To. Lich—Mtv. Gießen II Tv. Nauborn—Tv. Wetzlar II SA.-Standarte I. 33—Tuspo. Wetzlar-Niedergirmes II Tv. Wißmar—SA. 1/116 Tv. Ruttershausen—Tv. Londorf. Allendorf hat das Vorspiel bereits hoch gewonnen und sollte auch diesmal wieder Sieger werden. — In Wißmar sollte es einen harten Kampf geben. Beide Mannschaften sind gleichstark. — Ruttershausen ist zu Hause nicht jo leicht zu schlugen. Handball im Wlv. Gießen. Alle vier Mannschaften des Mto. sind am kommenden Spielsonntag auf den Feldern. Das wichtigste Treffen ist das fällige Veroandsspiel der 1. Elf auf eigenem Platz gegen die erste des Tv. Heuchelheim. Obwohl die Heuchelheimer im Augenblick eine gute Elf stehen haben, liegen die größeren Aussichten beim Mto. Die Gießener Turner treten mit der gleichen Mannschaft an, die am letzten «Sonntag auf Dem Trieb gegen 1900 siegen konnte, abgesehen vom Torwart; denn Scheuermann wird wieder da sein. Vor zwei Monaten trennten sich die beiden Mannschaften nach einem Freundschaftsspiel mit 11:8 für den Mw. D-ie 1. Jugend hat zum Vorspiel auf eigenem Platz die 1. Jugend von Krofdorf gegen sich. Es ift zu erwarten, daß sie den Sieg des ersten Treffens wiederholen kann. — In Lich wird die 2 Elf des Mtv. der 1. Mannschaft von Lich gegenuberstehen. Der Ausgang des Spieles ist ungewiß. Schließlich wird die 2. Jugend nach Dutenhofen fahren, um dort gegen die 1. Jugend zu spielen. Schwamm-Wettkampf Gießen-Marburg. Arn morgigen Sonntag wird im Volksb"d ein Schwimmwettkampf zwischen Mannschaften der Städte Gießen und Marburg um einen Wanderpreis der Stadt Marburg ausgetragen. Der Wettkampf wird zum zweitenmal gestartet. Den ersten Kampf in Marburg konnten die Marburger gewinnen. Die Begegnung bringt eine Reihe von Staffeln. Es werden vier Männerftafteln geschwommen, und zwar eine doppelte Lagenstaffel, eine 3 X 100-Meter- Bruststaffel, eine große Kraulstaffel und eine große Bruststasfel. Auch die Schwimmerinnen treten auf den Plan und werden eine Schwellstaffel im Brustschwimmen (4, 6, 8, 6, 4 Bahnen) bestreiten, ferner eine Bruststaffel über 4X4 Bahnen. Außerdem gehört zur Wertung des Wettkampfes ein Wasserballspiel, das von je fünf Mann gespielt wird. Die schwimmsportliche Veranstaltung bringt außerdem als Schaudarbietung ein Kunstsprin- gen. Als Einlage wird das Jungvolk und werden Jungmädel Staffeln schwimmen. TEexmiS- 1900 Gießen-7v Lich. Am heutigen Samstagabend tritt die Tischtennis. Abteilung der Spieloereinigung 1900 zum ersten Male in dieser Saison auf den Plan. Als Gegner empfängt sie die Tischtennis-Abteilung des Turnv. Lich zum Verbandsspiel. Lich hat im letzten Jahr an Spielstärke zugenommen. Die Gießener Mann- schäft tritt in der Aufstellung mit Beil, Rächst, Jung, Günther, Oelemann und Schüler an und sollte das Turnier für sich entscheiden. Schachturnier in Als eld. Schachklub Gießen.nimmt teil. Arn Sonntag findet in Alsfeld'ein Schachturnier zum Gedächtnis an feinen größten Spieler, den ehemaligen deutschen Meister Fritz statt. An dem Turnier, in dem um einen wertvollen Preis qe- kämpft wird, nehmen außer dem Schachoerein Als. feld der Schachklub Fulda, der Schachverein Hers, feld und der Schachklub Gießen teil. Wenn die Gießener nicht versagen, müßten sie den Preis mit nach Hause bringen. Gelang ihnen doch im Sommer ein eindeutiger Sieg über Alsfeld, während Alsfeld sowohl Fulda als als auch Hersfeld schlagen konnte. Wirtschaft. Mein Maimsche Börse. Millagsbörse weiter freundlich. Frankfurt a. M., 12. Nov. Die Börse war weiterhin freundlich, allerdings hatte das Geschäft keinen größeren Umfang. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung nicht ganz einheitlich, vorwiegend ergaben sich jedoch neue Erhöhungen von durchschnittlich 1 v. H. Kleine Abgaben erfolgten in einigen Montanwerten, fo daß Klöckner, Hoefch und Buderus je 0,50 v. H. nachgaben,. während Harpener, Ilse Genuß und Verein. Stahl bis 0,50, und Rheinstahl 0,75 v. H. anzogen Weiter fest lagen Kaliaktien, Aschersleben 119 (117,13), Westeregeln 119 (118,50). Maschinenaktien notierten zumeist bis 1 v. H. höher. Von Elektrowerten traten Schuckert mit 170 bis 171 (169,25) und Gesfürel mit 148,90 (147,75) mehr hervor. Weiter feit lagen auch IG.-Farben mit 158,40 bis 159,25 (158,13). Lebhafter waren AG. für Verkehrswesen mit 129 bis 129,75 bis 130,50 (129). Im einzelnen gewannen Berger Tiefbau 1,25 v. H. auf 148,50, Dem- berg 0,75 v. H. auf 142,50, Zellstoff Waldhof 0,75 v. H. auf 150,25. Von Anleihestockwerten gingen Reichsbank auf Glattstellungen weiter zurück auf 208,25 (209,75). Der Rentenmarkt war weiter fest, größeres Geschäft scheiterte jedoch infolge des Materialmangels. Im Freiverkehr wurden Kommunal-Umschul- bung mit 94,85 bis 94,90 und Städte-Altbesitzan- leihen mit 133,50 bewertet. Am Pfandbriefmarkt hielt bie Nachfrage an, größtenteils würben die Kursen repartiert. Liquibativnspfanbbriefe unb Kommunal - Obligationen notierten unverändert. Stabtanleihen zeigten vereinzelt leichte Erhöhungen bis 0,25. Jnbustrie-Obligativnen lagen uneinheitlich, niebriger u. a. 6 v. H., IG.-Farben mit 130,50 (131). Reichsaltbesitz kamen mit unv. 131,65, Reichsbahn- VA. 0,13 v. H. niebriger mit 129,13 zur Notiz. Deko- fama Altbesitz fliegen auf 134,75 (134). Der Freiverkehr zeigte meist unoeränberte Kurse. Elsäss. Wolle 82, Berneis Schuh 73,50, Rastatter Waggon 54, Wayß & Freytag 145; etwas höher Verein. Pinsel 74 (73,50), Ufa 72 (71,50), Katz & Klumpp 106,50 (106), Dingler 0,50 v. H. niebriger mit 85. Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Abendbörse behauptet. Die Abendbörse nahm einen stillen Verlaus, die Haltung blieb aber freundlich. Von Montanwerten erhöhten sich Harpener in teilweiser Angleichung an Berlin auf 175,50 (174), Buderus mit 122 und Verein. Stahl mit 115 gaben je 0,40 v. H., Rheinstahl 0,50 v. H. auf 147,50 nach wogegen Mannesmann nahezu unverändert blieben mit 118,50 (118.65). Von Elektrowerten waren AEG. zu 119,75 (120) angeboten, Gesfürel lagen mit 149,50 bis 149 (148,90) voll behauptet, ebenso Schuckert mit 171,50. Etwas fester notierten Holzmann mit 154,25 (153,25), Zellstoff Waldhof mit 150,50 (150,25). Junghans mit 127,25 (127) unb Golbschmibt mit 141,75 (141,50). JG'-Farben bröckelten 0,25 v. H. ab auf 159,25, Bemberg verloren 0,75 v. H. auf 142. U. a. mürben noch unverändert notiert: AG. für Verkehr 131, Eßlinger Maschinen 118, VDM. 169,50, Hapag 80, Scheibeanstalt 257,50, BMW. 140, Deutsche Linoleum 161. Auch an Öen festverzinslichen Märkten war bie Geschäftstätigkeit klein. Kommunal-Umschuldung nannte man mit 94,85. Amtlich notiert wurden 5,50 v. H. Franks. Hyp. Liquid, mit 101,75 (101,65), 4,50 v. H. Krupp mit unv. 99,75 und 6 v. H. JG.-Farben mit unv. 130,50. Rundfunkprogramm Sonntag, 14. Rovember. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Deutsche Scholle. 8.45: Morgenmusik. 9: Deutschland — man hat es im Herzen, oder man findet es nirgends und nie. Morgenfeier der HI. 9.30: Christliche Morgenfeier. 10.15: Senbüng des Glaubens. 10.30: Chorgefanq. 11.15: „Für unser Volk mein Herz!" Zum 75. Todestag Ludwig Uhlands. Eine Funkfolge. 12: Aus dem Senderaum der Rhein-Mainischen Rundfunkschau lj)37 Frankfurt am Main: Mittagskonzert. 14: Für unsere Kinder. Der Kampf mit dem Drachen. Ein lustiges Kasperl- spiel. 14.30: Deutsche Unterhaltungsmusik. 15: Deutsche Scholle. 16: Nachmittagskonzert. 18: „Lachen am laufenden Band." Ein Funkkabarett. 19: Nachrichten. 19.10: Neue Operette im Funk. 19.40: Sportfpiegel des Sonntags. 20: Richard- Wagner-Konzert. 22: Nachrichten (auch aus dein Sendebezirk). 22.15: Sportbericht. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Montag, 15. Rovember. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. Vom Keller bis zum Dach, Hörszenen zum Thema „Kampf dem Verderb". 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Deutsche Scholle. 12: Aus dem Senderaum der Rhein-Mainischen Rundfunkschau 1937 Frankfurt a. M.: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Länder und Lieder (II), Musik im Leben der Völker. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Für unsere Kinder. 16: Nach- mittagskonzert. Ausgeführt von den Solisten und dem Orchester des Stadttheaters Gießen. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.15: Stuttgart spielt auf. Heitere Feierabendmusik. 21: Zum 150. Todestag von Christoph Willibald Gluck. „Orpheus". 122: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 14. November. Gießen. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; 17: siehe Jo- hanneskirche; 20.15: Pfarrverwalter Gvntrum. — Zohauneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes- und Militärgemeinde; 17: Pfarr- affiftent Paetow. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 11: Kinderkirche für die Luther- gemeinöe. — Pelruskapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp. — Fohannesfaal. 20: Bibelbesprechung. — Wieseck. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst, anschließend hl. Abendmahl; 15.30: Bibelstunde. — Stein- bad). 11: Gottesdienst; Kollekte. — Albach. 13: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst: 11: Beichte und Abendmahl für die Mädchen. — Kirchberg. 10: Gottesdienst, anschließend hl. Abendmahl für die Jungen von Mainzlar; 13.30: Kindergottesdienst für Staufenberg und Ruttershausen. — Baubringen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Lollar. 13: Kindergottesdienst; 14: Gottesdienst. — Klein-Linden. 9.30: Gottesdienst und hl. Abendmahl; 11.15: Kindergottesdienst. — Garbenleich. 10: Gottesdienst. — Hausen. 13: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 13: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Rieder-Bessingen. 9.30: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 20: Abendgottesdienst. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Birklar. 9: Gottesdienst. — Muschenheim. 11: Gottesdienst. — Hungen. 9: Kindergottesdienst; 9.45: Gottesdienst. — Harbach. 9.30: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die Verheirateten. — Beltershain. 12.30: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für bie Verheirateten. — Göbelnrod. 10: Gottesbienst. — Deits- berg. 10: Cefegottesbienft. Evangelische Sladtmission, Löberstraße 14. Sonntag, 14. November. 8.30 Uhr: Morgenanbacht; 13.30: Sonntagsschule; 15: Jahresfest; 20: Gottesbienstliche Abendfeier der Jugend. — Vom 15. bis 21. Rovem- ber, um 15 und 20.30 Uhr spricht Prediger Gode- mann. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch- liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 14. November. 8.30 Uhr: Evangelisationsstunde. - Mittwoch, 17. November. 8.30: Bibelstunde. — Donnerstag, 18. November. 8.30: Jugendbundstunde. Ehristliche Blorgenfeier, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 14. November. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 20.30: Terstegen-Abend. — Mittwoch, 17. November. 20.30: Predigt. Bund freikirchlicher Christen, Gemeinde Gießen. Steinweg 4. Sonntag, 14. November. 20.15 Uhr: Bibelstunde. — Mittwoch, 17. November. 20.15: Bibel- und Gebetstunde. Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Eder- aßstre 13. Sonntag, 14. November. 9.30 und 16 Uhr' Gottesdienst. Baptistengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, 13. November. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Ptt' digt. katholische Gemeinden. Samstag, den 13. November. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgelegenheit. Sonntag, den 14. November. Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. MO (hl. Kommunion der Jungfrauen und Hausange' stellten); 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: W1 amt mit Predigt; 11.15: hl. Messe mit Predigt! 17.30: Christenlehre und Andacht. — Gründe g- 9.45: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 9.30: hl. Meile mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 2b Vortrag und Andacht. — Hungen. 9.30: Hochamt B Predigt und Christenlehre. — Ridda. 8.15: Hochalw mit Predigt. Montag, den 15. November. Laubach. 7.30: hl. Messe. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: Arzt: Dr. Ringshausen. Zahnarzt: Dr. Bräuning. Apotheke: Pcükan-Apotheke. . Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt chturnir "er, bi: ,?n her Weis irein U "n her; übten f nü 'N iber U ols ouJ X iS T'ch. chtenui; ”V* Turid. Moi r>; «n m 154,25 (150,25), M m’d 5 v. h ■ h- QU1 ert: W i, DM , BM n feftcr jteii {leimt 94,K ntf. j)K trupp U TO. IW n stik. 8.$ : DO nun jinit HI. 0 des ®r. injer 8ü I M raum ta FraM re Ä 5 j?ü|pif ufit. 1’ ert. Ä ttato m H Richmi aus b:- anzmup 30: P ;.KW r bü,m i Ml schuhen K;1 onjerÜ’ 3.15: D ober ir 15: D 16: Ns Mn E , 18: Zi : (Stufig 3um 1? LrpM zirk). egenh^ er. -rB"' r°ßeU i und W' (ßanbesü; sonM- nsstuck nde. - ndstundl len 2.^ inbe ßiß 20.15’ mber. * 16 SÄ ",lA grf it gönnt«?, mft;16:i totale H.^O£SSHcuM Kreuzplatz 15 Kreuzplatz 15 '451 A Mehr Humus | durch durch Henkel & Cie. A.-G., Düsseldorf VP 1e/37 von 7264A Kleidung. / 69 Bukett 7476 A Schlachtautos (1 loser Vorführung 747.sD Bienenhonig, gar.naturrein Hersteller: Paket 15 Pf. WEISS P. Jos. Möbs, Seifenfabriken, Gießen SCHWARZ Der Schlosfer- hier kann am Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei Hühner-Futter Polier-o.Mosrtiel-Kalk Bauen Scheel, Mäashurfi 17 für weiße Wäsche. Kem Reiben - keine Mühe und doch blendend weiße Wäsche Wenn es kälter wird, bedarf der Körper des Wärmeschutzes durch Unter- Optiker Magnus Seltersweg 33. Ihr Kassenlieferant llllllllllllllllilllllllllllii Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er« mätzlalen Gründ- Dreie von 5 Pf. für die Millimeter- »elle veröffentlicht lllllllllllilllllllllllllllli INH: WILHELM HOHN UND SOHN Nmer: 4,5 Kg netto RM 10,35 Eimer: 12,5 kg netto 9» 27,50 ab Versandort, einscht Eimex geg. Nachn. Eugen Hoffmann, Homaners.,Weifrenbnr.a Ban.9 meister Gotthard Amend dahier ausgeführt'und dürften gegen Schluß der Woche beendet sein. ch Lauter, 13 Nov Am heutigen Samstag können in voller körperlicher und geistiger Frische die Eheleute Heinrich Pfeffer und Frau Katharine, geb Jäger, das Fest der goldenen Hochzeit feiern Der Jubelbräutigam steht im 79., die Jubelbraut im 70. Lebensjahr Der Ehe entsprossen fünf Kinder, drei Söhne und zwei Töchter Eine Tochter ist verstorben Ein Sohn und ebenso der einzige Schwiegersohn starben im Weltkrieg den Heldentod fürs Vaterland Das Ehepaar blickt auf neun Enkel und einen Urenkel zurück. Friedhof oberhalb des Dorfes angelegt wurde, der Begräbnisplatz für die Toten unserer Gemeinde Die zu Tage kommenden Gebeine werden natürlich wieder in aller Stille an Ort und Stelle bestattet Die Maurer- und Erdarbeiten werden von Maurer- Verlangen Sie aber ftetl^- bie echte M. Brockmanns gewürzte Auiierkalkmischung »ÄwevgLNarke Schnelle IVaft, feine Knochenweiche, gesunde Aufzucht, mehr illllch. mehr Sier, bochbewertete Kaninchen ulw. Der „Ratgeber" sagt alles; neue (11.) Ausgabe kostenlos. Sn haben In den ellllchlffg. Geschäften Parfüm erie Seifen-Kerzen Sp ezialgeschäft Mäusburg 8 viel angenehmer trägt sich die druckfreie Ludwig Kröll, der In Lollar beschäftigt Ist, konnte vor einigen Jahren das gleiche Arbeitsjubiläum feiern. Ihr Heim wird verschönert Ernst Petri i Maier« und Weißbindergeschäft Tel. 3680 Gegr. 1650 Asterweq 31 Elektra Leuchten- Radio S Kreis Alsfeld. —Homberg, 10 Nov Durch die SA. und NSKK wurde am Sonntag die zweite Reichs- st r a ß e n s a m m l u n g in den Ortschaften Deckenbach, Haarhausen, Homberg, Ober- und Nieder- Ofleiden durchgeführt Sie erbrachte den stattlichen Betrag von 136,24 RM —Deckenbach 11 Nov Die Gemeinde- Deckenbach trägt sich mit dem Gedanken, eine Schafherde zu gründen. Da ein kleiner „Stamm" schon vorhanden ist, dürfte die Durchführung dieses Planes nicht allzuschwer fein. Ist doch eine Schafherde für eine ländliche Gemeinde mit guten Weideplätzen eine Selbstverständlichkeit. Generalvertretg. f. Gießen u. Umgebg. Fa. H. Kraft, Seltersweg 30 Fernsprecher 3369 Reichsdurchgangs st raße von dem Kraftwagenverkehr stark entlastet Nur M oder 150 Eier und mehr pro Huhn? Verbessert die Hühnerhaltp. Aufklarender-Katalog frei! Gefldflelhofi. Mergentheim 109 Alte Reifen neuwertig durch Runderneuerung in Vollmulden Lasten Sie sich durch den Fachmann beraten P. Mono Bulkanisieransialt, Gießen Franks Str 23 Rui 2871 Lieferung von Personen« und Lattwagen-Reifen 6294D ist die schweren worden Lastzüge Fahrten Aus der engeren Heimat. Landkreis Gießen s. Lang-Göns, 12. Nov Am 16 November vollendet Konrad Wilhelm Rompf (Obergaste) fein 8 3 Lebensjahr Der alte Herr ist noch recht rüstig und verrichtet leichtere Arbeiten in Hof und Stall auch an dem Zeitgeschehen nimmt er regen Anteil h Treis a. d. Lumda, 12. Nov Nachdem die zwischen den in Betracht kommenden Behörden über die Wiederaufrichtung der anfangs Dezember vorigen Jahres elngestürzten K । r ch h o f s m a u e r bestandenen Meinungsoerfchiedenhelten bereinigt worden find, ist dieser Tage mit den Wiederher st e l l u n g s a r b e i t e n , die auf mehrere lausend Mark veranschlagt sind, begonnen worden Da die Mauer, um eine Verbreiterung der Orts- straße und damit eine bessere Uebersichtlichkeit der Fahrbahn herbeizuführen, etwa zwei Meter nach Der Kirche zu zurückgesetzt wird, muß der seitherige Haupteingang von der Straße her etwas nach links verschoben werden, was leider dem seitherigen alt- Preissenkung für Persil Ab 15. November kostet Persil: Doppel pake! 56 R.-Pfg. Normal pake! 30 R.-Pfg. Ein doppelter Vorteil: noch günstiger im Preise, noch besser in der Wirkung! Die wertvollen verbesserten Eigenschaften, die Persil heute besitzt, machen es zum vorbildlichen Waschmittel im besten Sinne des Wortes, Persilgepflegte Wäsche ist Inbegriff der Wäscheschonung und Wäscheerhaltung 1 Hier abschnelden! Nur selten kann man hier noch schwere beobachten, zumeist haben sie nur Bettfedern 7482 A billig bei Ludwig Haas Gießen. Plockstr. 7 Gießen Nicht nur In kranken Tagen hilft die Wärmflasche, der Leibwärmer, das elektrische Heizkissen — auch in gesunden, kalten Tagen s< haften sie Ihnen ein warmes Bett. Lassen Sie sich die 3 Helfer zeigen bei J. B. Häuser Gießen, a. Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 7303 A Feinkr. - geruchl. - säurefr. Spars, u bequem anwendb. Für Obst und Gemüse Wiesen und Blumen Lieferbar durch Städt. Betriebe Gießen Abtl. Biohumwerk,Telefon 2058/59 Vorbestellung für das Frühjanr erbeten. 7410 A Für Damen, Herren und Kinder halten wir in reicher Auswahl Unterzeuge am Lager vorrätig. Auch SchlafanzUge, Nachthemden in moderner Form C.Röhr&Co Bahnhofstraße 44 Öod)fd>uinacbnd>ten. Der Führer und Reichskanzler hat den Professor an der Hochschule für Lehrerbildung in Bonn Dr. Heinrich Josef N e l i s zum ordentlichen Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Frankfurt a. M. ernannt. morgigen Sonntag, 14. November, aut eine 50jäh- rige ununterbrochene Tätigkeit bei der Firma Römheld (früher Friedrichshütte) zurückblicken. Der Jubilar steht im 67 Lebensjahr und ist noch sehr rüstig. Von Arbeitsunterbrechunaen, hervorgerufen durch zwei kleinere Unfälle, abgesehen, brauchte der treue Mitarbeiter niemals die Arbeit auszusetzen. Noch heute ist er allen Arbeitsanforderungen gewachsen Wir gratulieren Der Bruder desJubilars, sowie Lastwagen u. Motorräder kauft laufend 1 oB618 Mes Lager i. gebr.Ersatzteilen k toverwertung Karl Dörr Cif Ben, Marburg. Str. 47, Ruf 31« 4 Sn 6 Tagen verschwindet fthi Hühnerauge und Hornhaut burd< ,41ria" — FL 70 Pf 74930 Zu haben Velikan-Avotbeke. Bargeld mr 7441 v Gold, Silber, Brillanten alte Zahngebistem.Goldklammern, Silbermünzen, Doub!4,Zinn, auch zerbr. Geaensi kauft zu Höchftvreis ?ranz Pfaff, Frankfurt/ M kl. Hiricharaben 3. G.B VI/1476!) Interessenten bitte um Ang d.Adr an A-rnm Pfast, Gießen, noftlan. Zur Verdunkelung! Rechtzeitige Beschaffung von DLiditmansdietten, IT«ipitTr Pappen usw. Spezialität: Verdunkelungs-Krepp Fachmännische Auskunft bei : Heinrich NOLL Gießen, Mausburg 7 Damen-, Herren- und Kinder-Mäntel finden Sie in großer Auswahl und sehr preiswert bei 3-l-LaWen noch einige Tage in der W„che frei. Garage Weil Marburger Strafle 1. Telephon 2138 Zu Mvent! Ganz besonders preiswert A dventkranz-Ständer rot Schleiflack mit Goldstern 0.85 und 1.20 Kerzen, Halter, Schmuck in größter Auswahl 7478 D Site können diese Erfahrung in Ihrem tekanntenkreis leicht nachprüfen: es > ist überraschend, wie viele den stille n Wunsch haben, eine eigene N'einschreibmaschine zu besitzen. Xber es scheint eben immer noch zu venig bekannt, daß die Erfüllung d eses Wunsches heute keinen Luxus mehr bedeutet. Machen Sie die „Probe aufs Exempel", lassen Sie sich ene Mercedes Selekta Kleinschreibmaschine vorführen. Kommen Sie zu, franz Vogt & Co. Gießen o9>4 a $jpltpr«wei3äS^ MGMZ EMM tzM ■ ; t’V’ OUDCH DIE . ,, LuftschuhzhulIe.eMISNIA Stiefel aller Art Groß. Lager Paul w II HIV i Gießen I Wagengassc tauen Sie dieses Seichen? Freie Anwalts wähl in ganz Deutschland Deckungsschutz auch im Auslande Nur einmalige Jahresprämie Keine Vorschüsse an Anwälte usw Durch bestehende Versicherungen nicht eingeschlossen Lückenlosen Rechtsschutz des Kraftfahrers durch Verkehrsprozeßführung in Zivil- und Strafsachen \ Wenn „ja" — Warum sindSienochnicht ' unser Teilnehmer? Wenn „nein“ — Fordern Sie noch heute die Aufklärungsprospekte über Unverbindliche Auskunft erteilt die Geschäftsstelle: Frankfurt am Main, Kaiserstr. 16, Ruf 23330 7443 V Keller. J. Wellhöf er, Telephon 2313, Marb. Str. 24. Hartbrennholz ä Wagen 5 Ml. Anmachholz, ä Wagen 6 Mk., 1 Sack Anmachholz 1 sUif frei MVOKUWANKOV Ein Geschenk v. bleibendem Wert Olympia-Filia 119.50 Au sst.: Schulstr. 5 Ude, Weserstr. 8. an Weihnachten denken 7465 A das ist vor allem bei den Geschenken wichtig, die mit Ruhe und Sorgfalt ausgewählt werden müssen Dazu gehören KAUTSCH und Sessel Polsterwerkstätte A. WEHRHEIM Löberstraße 17 Allein-Vertrieb: Vorführungen Montag, den 15., Dienstag, den 16. und Donnerstag, * mit Kostproben den 18. November, täglich ab 4 Uhr nachmittags. Gleichzeitiges Dünsten, Schmoren und Backen auf einer Flamme J.B. Häuser am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 AMKKV GOmM Das Fachgeschäft für H^us und Küche ki l I öoo ä von 3 bis 20 vom Hundert erhalten Sie bei wie- I >1 II I e derholten Veröffentlichungen einer Anzeigei 7471 A Kohlen- Lotz Tel. 4051 Kaiserallee 11 Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Ver- öffenthchun gemeiner Anzeige! Ä muster in allen Farben p. m Sportmantelstoff, 140 cm breit, für Slipons p. m breit, in sich ge- 4.50 Kamelhaarartiger Velour - Mantelstoff, 145 cm breit, sehr gute Qualität p. m soliden Frauenmantel p. rn und Röcke geeignet p. m Boucle-Velour-Mantelstoff, 150 cm br., sehr elegant, in allen modischen Farben p. m STOFFSPEZIALHAUS W 8.30 8.30 3.65 3.80 3.85 3.85 6.45 6.80 und Sportmäntel Velour-Mantelstoff, 148 cm • mustert..................... Rede sein — finden Sie bei uns Engi. gern. Mantelstoff, 145 cm breit, sehr gut für Kostüme und Mäntel geeignet... .p. m Engi. gern. Mantelstoff, 150 cm br., äuß. solide u. tragfähige Qualität für flotte Sportmäntel, p. m Boucl€-Mante1stoff, 145 cm breit, Fischgrat- Gemusterte Sportstoffe, 155 cm br., äußerst tragfähige Ware, für Kostüme u. Sportmäntel, p. m Marengo Mantelstoff, 150 cm breit, für den Velour-Sportmantelstoff, 145 cm breit, besonders schwere Winterware, auch für Kostüme Marengo-Mantelstoff,150cmbr.,schwerewoll. Q Qfi Ware mit Abseite in schwarz, marine u. grau, p. m UeUll Boucll-Mantelstoff, 145 cm br., hervorragend Q QE schöne Ware für den eleganten Mantel.....p. m v.uu Wir führen eine Auswahl in Mantel - Stoffen die fast unerschöpflich ist Die schönsten Neuheiten der Wintermode in wundervollen Farbtönen und herrlichen Mustern, in guten Qualitäten — und von teuer kann wirklich nicht die Bemazd & Sohn (neben, Plockstrabe 14-16 7166 A Engi. gern. Mantelstoff, 150 cm breit, in mo- A Qfj deinen Fischgratmustern................p. m “•OU Boucl^-Mantelstoff, 150 cm breit, in sehr A Qlt schönen, hellen Farben, für Kindermäntel, p. m “«UM Karierter Mantelstoff, 150 cm breit, schöne bedeckte Karos, schwere haltbare Winterware, A QE auch für flotte Sportjacken..............p. m Engi. gern. Mantelstoff, 150 cm’br., mit ange- E OE webtem Futter, in schönen, hellen Farbsteil., p. m U.AU Marengo-Mantelstoff, 145 cm breit, für den E AH soliden Frauenmantel ..............p-m U.“U Boucl^-Mantelstoff, 150 cm br., in schön, dunkl. E EH Farben, in sich gestreift,schwere Winterware, p.m UeÜU Velour-Mantelstoff, 150 cm breit, besonders E QE schöne Ware in allen modernen Farben....p. m U«UU Butstt« Cttßtt des Weines durch „Blume" ersetzen. Bukskin, engl. Wort mit der Bedeutung Bockshaut, für Wolltuche zu Herrenkleidern. Bukskin wird aus reiner Wolle, aber auch mit Baumwolle, Leinengarnen und Kunstwolle hergestellt. Bulldogge, Bullenbeiher, engl. Hunderasse. Charakteristisch find die kurze gespaltene Schnauz« mit sichtbaren Zähnen, der große Kopf und die breite Brust. Bulldoggen sehen gefährlich aus, sind aber gutmütig und anhänglich. Bulle, reifes männliches Rind. Burgunderweine, französ. Rot- und Weißweine aus der Bour- gognc. Butt, Butte, Bütt, mundartliche Bezeichnungen für ein aus Dauben zusammengesetztes, oben offenes, faßähnliches Gefäß. Butler, das aus der Sahne (Rahm) beim Buttern gewonnene Fett, ist sehr vitaminhaltig und daher sehr gesund. Butter von weidenden Kühen (Grasbut- ter) ist goldgelb. Gesalzene Butter hält sich länger, aber auch ungesalzene kann mehrere Tage frischgehalten werden, wenn man sie gut mit Wasser durchknetet, in einen Steintopf drückt und mit einem salzwassergetränkten Leinenlappen bedeckt. Ranzige Butter wird mit kaltem Wafier durchknetet, dem etwas doppeltkohlensaures Natron zugefügt ist. Butterkühler, Gefäß aus porösem Ton, meist mit Wafier umgeben, defien Verdunstung die Butter kalt hält. Buttermehlnahrung, sehr fettreiche Nahrung für schwächliche, aber darmgesunde Säuglinge zur FettanreicherunA. Sie besteht aus Milch und einer Einbrenne (Mehlschwitze). Auf je 100 g Einbrenne kommen nach der Originalvorschrift 7 g Butter. 7 g Weizenmehl. 5 g Kochzucker. 2m Verhältnis 2:1 Milch zusetzen. Die Gesamtmenge betrage 150—200 Gramm pro Kg. Körpergewicht. Buttermilch ist der wäfierige Rückstand oel der Buttergewinnung, sie bat nur wenig Fettgehalt. ist aber ihrer sonstigen Bestandteile wegen sehr gesund und als Getränk erfrischend. Man kann sie zu mancherlei Speisen, Suppen wie Süßspeisen usw. verwerten. Buttermilchnahrung, Heilnahrung für darmempfindliche Säuglinge aus besonders bereiteter Buttermilch. Als holländische Säuglingsnahrung bekannt. Butterschmalz, Kochbutter, die sich lange frisch hält. Butter wird langsam erwärmt, abgeschöpft, tw Gefäße gefüllt und kalt aufbe- wahet. e Calceolaria s. Pantoffelblume. Pflanze mehrere Monate im Ga»- Calla. Sumpfpflanze, als Zim- ten. 2m August verpflanzen, bis merpflanze verbreitet. Nach der zum Frost im Freien lafien. dann Blütezeit im März ruht die kühl und ab November warm stsl- Cs gibt noch andere vutlerkühler. Der aus Ton ist der bekannteste. 2n sehr vielen Fällen genügt er auch. Daneben aber gibt es jetzt auch einen Butterkühler mit einer Frotte» Haube. Die wird mit Wasser feucht gemacht und läßt dadurch die Butter nicht weich werden. Sehen Sie sich diesen neuen Butterkühler mal an. 3« V. Häuser. Gießen, am Oswaldsgarten. Fernsprecher 2145/2146. (5 a. Tlilchkü-hß. k uni) JUnitet auf dtt 110. Milchviehvsrste:gerung in Münster i.W. HaUe Münsterland Freitag, 19. November 1937, 12 Uhr. Obligatorische Untersuchung auf Bazillus Bang. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos): MesWilche proDin$ial-Dfehnetmerlungsgenonen|diafl e.G.m.b.H., Münsteri.W., Windthorststr. 20, Ruf 26644-45 Ständige Vermittlung von Vieh aller Art: (Fett- und Weidevieh ✓ Ferkel / Läufer z Pferde usw.) Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Geschmackvoll ... , . vornehm Famihen-Drucksache Persönlich bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus- fUhrungsarten schnell und zu mäßigen Preisen Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 Klein in der Form — Ganz grob in der Leistung? Das ist das einstimmige Urteil über das Pianetto das vollwertige Qualitäts-Klein-Piano m. 71/s Okt der Fa. Aug. Förster, Löbau 1. Sachsen. Zu sehen im Schaufenster des Modehauses Carl Nowack. Alleinvertretung: E. Zollinger Gießen, Wilsonstraße 5 p.. Telefon^3119 Die Möbelecke am Brand zeigt Ihnen in 16 Schaufenstern und 5 Stockwerken neuzeitliche Wohnkultur Qualitäts-Erzeugnisse der führenden Möbelfabriken Deutschlands Einzel- und Polstermöbel Aparte Formen Allein-Verkauf der Antimott-Sessel BRAND-PLATZ RUF 2208 7474 A LIESSEN