Ur. 160 Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag,iZ.Zuli 1957 Erschein, »agllch, außa Sonntags and feiertags Beilagen. Vie Illustriert» Gießener ^amilienblättei Heimat im Bild Die Scholl» Olonats-Beiugsprets; Mtl 4 Beilagen 'KUR. l.BÖ Ohne illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt »jernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Liesten Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vruck und Verlag: vrühl'fche UnwerstlatS'vuch- und Stetnöructeret 8. Lange tu Sieben. Schristlettung und Gefchästsftelle: Schulftrahe 7 Annahme oon Anzeigen für Oie Mittagsnummer bis 8*/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf.. für Test- anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach oorh Dereinbg.25"/„ mehr. Lrmähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Reue europäische Friedenskonferenz? Zur Regelung finanzieller, wirtschaftlicher und territorialer Fragen. — Erklärungen des früheren Führers der englsichen Arbeiterpartei Lansbury über feine Unterredungen mit Muffolini Berlin, 12. Juli. (DNB.) Bei den vom 6. bis 10. d. M. durchgeführten deutsch-österreichischen Besprechungen im Sinne des Abkommens vom 11. Juli 1936 wurden auch die Fragen der g e g e n- f eiligen P r e s s e b e z i e h u n g e n eingehend Sechs soeben fertiggestellte englische Unterseebootjäger ankern auf der Fahrt nach Gibraltar im Hafen von Lissabon, um sich dann der englischen Mittelmeerflotte anzuschließen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) 3 I I r H V* T mit den positiven Lei st ungen in den beiden Ländern befassen und sich nicht ausschließlich in negativer Richtung bewegen; insbesondere sollen Angriffe persönlicher Natur unterbleiben. Fragen der Weltanschauung und der Staatsauffassung sollen auch dort, wo Meinungsverschiedenheiten gegeben sind, sachlich und in nicht beleidigender Form behandelt werden. Die Presse soll sich jeder Unterstützung oder Ermutigung einer gegen den anderen Staat und dessen Regierung gerichteten Betätigung enthalten und sich der Verantwortung bewußt sein, die der Publizistik beider Staaten durch deren Zugehörigkeit zum deutschen Volk auferlegt ist. -Italienische Feststellungen und Fragen. 1. Daß damit die Hetzmeldungen demokratischer Länder gegen den „Militarismus der faschistischen Staaten", die allein an dem Wettrüsten schuld sein sollen, gegenstandslos würden. 2. Daß das Rohstoffproblem angesichts der englischen Milliardenausgaben auf den Weltmärkten, mit denen England möglichst viele Rohstoffe für die Zwecke der stark vergrößerten englischen Rüstungsindustrien an sich reißen wolle, einen ganz anderen Charakter erhalten habe, als das noch vor einem Jahr der Fall war, da England nicht nur seine Kriegsindustrien versorgen, sondern zugleich auch die Belieferung der übrigen Mächte, die ebenso wie England für ihre militärische Ausrüstung auf die Beschaffung von Rohstoffen angewiesen sind, unmöglich machen wolle. Auch müsse man sich fragen, gegen welche Nationen d ie Rüstungen gerichtet seien, mit denen der englischen Nation zum erstenmal in der Geschichte in Friedenszeiten die Lasten einer bis ins einzelne organisierten Kriegsindustrie auferlegt werden. Kriegsindustrie in Frie-enszeiten Oie gewaltige Aufrüstung Englands. Der deutsch-französische Vertrag. Wie bei besonders feierlichen Anlässen haben der deutsche Wirtschaftsminister Dr. Schacht und der französische Handelsminister C h a p s a l zum Abschluß des deutsch = französischen Handelsabkommens vom 10. Juli Begrüßungsund Glückwunschtelegramme ausgetauscht. Auch auf der Schlußsitzung der Abordnungen in Paris sind Ansprachen gehalten worden, in denen die besondere Bedeutung des in mehr als oiermonatiger Arbeit abgeschlossenen Vertragswertes gewürdigt wird. Am 1. August wird der neue Vertrag in Kraft treten und einen zweijährigen vertraglosen Zustand beendigen. Die Dauer des Vertrages ist auf 23 Monate berechnet, also erheblich länger, als in dieser wirtschaftspolitisch so schnellebigen und politisch so erregten Zeit vertragliche Bindungen zwischen großen Völkern festgesetzt zu werden pflegen. Der vorige deutsch-französische Vertrag, der vom 28. Juli 1934, hat nur eine einjährige Lebensdauer gehabt. Ganz ohne Gefahr ist die Abwicklung des Vertrages jedoch deshalb nicht, weil die Franzosen sich das Recht ausbedungen haben, Zollzugeständnisse kurzfristig zu widerrufen und dadurch die weitere Abwicklung des Vertrages in Frage zu stellen. Wenn Deutschland dieser französischen Forderung zugestimmt hat, so ist dies mit Rücksicht auf die schwere Finanz- und Währungskrise geschehen, die Frankreich soeben durchlebt, und die zu einer ganzen Reihe von Steigerungen der öffentlichen Abgaben Anlaß gegeben hat. Wirtschaftsverhandlungen mit Frankreich pflegen stets besonders langwierig und mühselig zu sein, da die französischen Unterhändler parlamentarische Gegenwirkungen befürchten. So war es einer Gruppe von Wirtschaftszweigen gelungen, Über die ihr nahestehende Radikalsoziale Partei Begünstigungen sowohl in der Ausfuhr, als auch im Schutz gegen ausländische Einfuhr durchzusetzen. Ein autoritär regiertes Land, wie das nationalsozialistische Deutschland, hat es leichter, einen Ausgleich zwischen den einander zum Teil widerstreitenden Interessen zu finden und durchzusetzen, da das Vertrauen der betr. Wirtschaftskreise in eine volkswirtschaftlich gerechte Führung der Handelsvertragsverhandlungen größer ist, als in parlamentarisch regierten Ländern. Das soll nicht bedeuten, daß Deutschland bei den Verhandlungen mit Frankreich vom Zwang befreit gewesen sei, schwerwiegende Zugeständnisse zu machen. Wenn beispielsweise festgesetzt worden ist, daß Deutschland in gewissem Umfang die Einfuhr französischer Luxusartikel und Weine begünstigt, so ist das nur bann zu verstehen, wenn man das französische Zugeständnis daneben hält, nämlich die Gewährung ausreichender Kontingente für die Erzeugnisse wichtiger deutscher Industriezweige. Der deutsch-französische Handelsvertrag unterscheidet sich von seinem Vorgänger in wesentlichen Punkten. Bereits vor über zweieinhalb Jahren ist zwischen Deutschland und England an die Stelle des Verrechnungsverkehrs ein neues System getreten, das sich bewährt hat, und das später in einem zwischen Deutschland und Belgien abgeschlossenen Vertrag noch veredelt worden ist. Ihm liegen folgende Gedanken zugrunde: Deutschland als gegenüber dem Ausland verschuldetes und rohstoffarmes Land muß beim Warenaustausch mit zivilisierten Völkern Ueberschüsse erzielen, also mehr liefern, als es selbst bezieht. Diese Erkenntnis führt dazu, die deutsche Ausfuhr als die Grundlage des gesamten Abkommens anzuerkennen. Im neuen Handelsvertrag mit Frankreich wird nur etwa die Hälfte der deutschen Ausfuhr kontingentiert, d. h. in ihrer Höhe festgelegt sein; zur anderen Hälfte ist die deutsche Ausfuhr nach Frankreich steigerungsfähig. Auf Grund der Erfahrungen der letzten Monate ist die deutsche Warenausfuhr nach Frankreich mit rund 3,2 Milliarden Franken angenommen worden. Es ist durchaus möglich, daß dieser Betrag überboten wird. Trifft dies ein, so erhöhen sich auch die übrigen Zahlen des Abkommens. Rund ein Drittel vom Erlös der deutschen Ausfuhr nach Frankreich wird für besondere Zwecke bereitgestellt; diese Zwecke sind: Tilgung alter Warenschulden, Einlösung fälliger Anleiheverpflichtungen, Provisionen, Frachten usw., Reisedeoisen und Beschaffung ausländischer Rohstoffe und Nahrungsmittel in anderen Ländern. Die übrigen rund 1,6 Milliarden Franken zuzüglich weiterer 0,6 Milliarden Franken werden für französische Warenlieferungen und für solche Ausfuhr zur Verfügung stehen, die keine Devisen einbringt. Das Recht auf Warenlieferungen — also die Ausstattung mit Kontingenten — wird nicht, wie Frankreich es ursprünglich gewünscht hatte, dem Ermessen des Handelsministeriums überlassen sein, sondern auf Grund der Lieferungen in .ben letzten Monaten errechnet werden. Damit ist die deutsche Exportindustrie vor einer Willkür der genehmigenden französischen Stellen geschützt. Besondere Schwierigkeiten hat ein Punkt verursacht, bei dem die französische Regierung bisher auf die öffentliche Meinung des Landes Rücksicht nehmen au müssen glaubte: der Erz- und Koksaustausch zwischen den beiden Ländern. Wenn auch gewiß Französisch-Lothringen nicht das einzige Liefergebiet für Eisenerze ist, so liegt es doch den Hauptgebieten der deutschen Schwerindustrie örtlich sehr nahe. Umgekehrt hat Frankreich ein starkes Interesse am Bezug von deutschem Hüttenkoks, der auch nur wenig durch Frachtkosten belastet ist. Es ist gelungen, einen Ausgleich dahingehend zu treffen, daß Deutschland fast im bisherigen Umfang lothringisches Eisenerz weiter bezieht, während Frankreich das Recht erhalt, seine Kokskäufe in Deutschland zu erhöhen. Die deutschen Unterhändler haben die Bereitschaft der französischen Vertreter, ihre vorgefaßten Meinungen auf diesem Gebiet zurückzustellen, mit großer Befriedigung ausgenommen und ihrerseits im Rahmen des Erträglichen Zugeständnisse gemacht. Eine Reche weiterer Vereinbarungen, wie insbesondere über das Ansiedlungsrecht von Deutschen auf franzosi- Ro m, 13. Juli. (DNB.) Der frühere englische Arbeiterführer Lansbury, der am Sonntag im Palazzo Ehigi eine längere Unterredung mit dem italienischen Außenminister Graf Liano hatte, ist am Montagabend von Mussolini zum zweiten Male empfangen worden. Lansbury gab nach seiner zweiten Unterredung mit dem italienischen Regierungschef Mussolini der internationalen Presse eine Erklärung ab. Rach seinem Eindruck würde Mussolini eine Friedenskonferenz über finanzielle, wirtschaftliche und territoriale Fragen begrüßen. Mussolini habe jedoch betont, daß eine solche Konferenz sehr gründlich vorde- reifet werden mühte, da nach dem Scheitern der Londoner Weltwirtschaftskonferenz von 1933 keine Regierung einen neuen Mißerfolg dieser Art riskieren könnte. Auch scheine es Mussolini fraglich, ob der gegenwärtige Zeitpunkt für eine solche Konferenz günstig sei. Soweit die Rüst u n g a f r a g e auf der Konferenz behandelt werden sollte, könnte nur eine Begrenzung, nicht aber eine Herabsetzung der Rüstungen in Frage kommen. Mit größtem Nachdruck habe Mussolini in seiner zweiten Unterredung mit ihm, Lansbury, am Montag erklärt, daß Italien auch nicht die leise sie Absicht habe, die Integrität Spaniens oder seiner Kolonien anzutasten. Mit dem gleichen Nachdruck setzte Lansbury hinzu: „Das ist die klare und feste Politik der italienischen Regierung. " Zwischen Italien und England sehe Mussolini nichts, was zu einem Konflikt führen müßte. Er würde es nur begrüßen, wenn italienische und englische Vertreter zusammenkommen könnten, um die zwischen den beiden Ländern schwebenden Fragen, darunter auch die Lage in Abessinien und die Anerkennung des italienischen Imperiums, zu erörtern. Ohne jeden Vorbehalt habe ihm Mussolini auf das entschiedenste die Friedensliebe Italiens klar gemacht. Italien brauche den Frieden zum inneren Aufbau seines neuen nationalen Lebens. Jeder neue europäische Krieg wäre für ganz Europa und nicht nur für den einen oder anderen Staat eine Katastrophe und mühte die europäische Kultur vernichten. Der Anregung Lansburys, die von ihm geplante Friedenskonferenz zur Rettung Europas und feiner im Christentum verankerten Kultur in Rom abzuhalten, habe Muffolini nicht widersprochen, doch habe er die Ansicht vertreten. dah die Initiative nicht von Italien ausgehen könne, sondern von anderer Seite kommen müsse. Lansbury, der am Mittwoch nach London zurückkehrt, teilte noch mit, dah er auch nach der Tschechoslowakei, nach Jugoslawien und Polen zu reifen beabsichtige. Seine Hauptarbeit werde aber jetzt in feinem eigenen Lande liegen, damit England, wenn möglich, die 3 ni- tiafioe zu dieser Konferenz ergreife. Eine gute Vereinbarung. Die Presse soll der gedeihlichen Entwicklung der Beziehungen dienen. fchem Gebiet, ein Meistbegünstlgungsrecht für Deutschland in den französischen Kolonien, Vereinbarungen über den Grenzoerkehr zwischen Lothringen und dem Saarland sowie endlich em Reise- und ein Filmabkommen bezeugen, daß auf beiden Seiten ehrliche Verständigungsbereitschaft vorhanden In Deutschland hofft man aufrichtia, daß der Abschluß des Handelsabkommens der Auftakt auch zu einem politischen Ausgleich zwischen den beiden benachbarten Ländern werden möge. TL. Der deutsche Sozialismus. Gemeinsam in Leid und Sorgen, in Glück und Freude. B e r l i n, 12. Juli. (DNB.) Anläßlich der glanzvollen Beendigung der „Kraft-durch-Freude"-Feiern auf der Pfaueninsel fand zwischen Reichsminister Dr. Goebbels und Dr. Ley folgender Telegrammwechsel statt: „Lieber Pg. Dr. Goebbels! Am Ende der ,Kraft-durch-Freude<-Woche auf der Psauenin el möchte ich Ihnen im Namen der 150 000 Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen, denen dies ,KdF/-Sommerfest ein unvergeßliches Erlebnis ist, meinen herzlichsten Heilgruß senden. erörtert. Bei diesen Besprechungen war der Gedanke maßgebend, daß gerade die Haltung der Presse in den beiden Ländern für eine gedeihliche Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten von größter Bedeutung ist. Demgemäß wurde im Zuge der in freundschaftlichem Geiste geführten Unterhaltung die Beobachtung gewisser Grundsätze für notwendig erklärt. Es sollen künftig im Nachrichtendienst und in der Presse keinerlei Nachrichten, die im anderen Lande A n st o ß erregen und eine Polemik entfesseln könnten, u n g e p r ü f t veröffentlicht und auch keine Nachrichten aus notorisch unfreundlich gesinnten Blättern und Agenturen Übernommen werden. Ferner sollen sich die Berichterstattung und der Artikeldienst in loyaler Weise auch Rom, 12. Juli. (DNB.) Die Rüstungspoli- tik Englands wird vom Direktor des halbamtlichen „G i o r n a I e d ' Italia" am Montagabend an Hand statistischen Materials einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Mit besonderem Nachdruck wird darauf hingewiesen, daß die Rüstungs - ausgaben für die englische Flotte sich im laufenden Rechnungsjahr gegenüber dem Jahre 1929/30 bereits mehr als verdoppelt hätten und daß der ganze Mehrbetrag für Neubauten verwendet wurde. Die Ausgaben für die Luftwaffe hätten sich gegenüber dem Vergleichsjahr mehr als vervierfacht, während die Hee- resausaaben um das zweieinhalbfache gestiegen seien. Der Mehraufwand betreffe auch in diesen beiden Fällen hauptsächlich die Motorisierung des Heeres und die damit verbundene neuzeitliche technische Ausrüstung. Ohne zu dieser Entwicklung kritisch Stellung zu nehmen, macht der Direktor des halbamtlichen Blattes zwei Feststellungen: Es gibt im Deutschland Adolf Hitlers nichts mehr, woran der deutsche Arbeiter nicht Anteil hat. Heil Hitler! Dr. Robert Ley." „Lieber Pg. Dr. Ley! Nehmen Sie bitte meinen herzlichsten Dank entgegen für die Grüße, die Sie mir anläßlich der .KdF.'-Festtage auf der Pfaueninsel übersandten. Daß 150 000 Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen an diesen wunderbaren Feiern teilnehmen konnten, ist wiederum ein beredter Beweis dafür, daß unser Sozialismus nicht nur im gemeine n Ertragen von Leiden und Sorgen, sondern auch im gemeinsamen Erleben oon Glück und Freude besteht. Mit Hitler-Heil! Ihr Dr. G o e b b e l s." Sau Hessen-Nassau beim diesjährigen Neichsparteitag. NSG. An dem Reichsparteitag 1937 nehmen aus dem Gau Hessen-Nassau als Marschteilnehmer 4000 Politische Leiter teil. Außerdem fahren 2000 Parteigenossen und 1000 Frauen als Zuschauer zum Reichsparteitug nach Nürnberg. Kaplan macht Den deutschen Gruß und das WM. verächtlich. Aachen, 12. Juli. (DNB.) Der 27jährige Kaplan Johann N i e s s e n aus Richterich bei Aachen wurde vom Sondergericht Köln, das am Montag in Aachen tagte, wegen mehrerer Verstöße gegen das Heimtückegesetz zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hatte Schüler, die ihn auf der Straße mit dem deutschen G ru ß grüßten, als „dumme Jungen" bezeichnet, und ein anderes Mal hatte er dabei mit dem Finger an die Stirn getippt. Einem Schüler, der als letzter mit dem deutschen Gruß die Klasse verlies, hatte er sogar eine Ohrfeige gegeben! Endlich hatte er, als ihm ein WH W.-Abzeichen angeboten wurde, frech geantwortet, „es ist doch noch nicht Fastnacht, das ich ein solches Ding anstecke (!)". In der Verhandlung entschuldigte sich der Angeklagte mit einer Krankheit, die seine Selbstbeherrschung gemindert habe. Das Gericht folgte den Darlegungen und dem Antrag des Staatsanwaltes, indem es die Handlungen und die Aeußerungen des Angeklagten als Verächtlichmachung des deutschen Grußes und des WHW. wertete und bestrafte. Frankreich macht Ernst. Erleichterungen für internationale Kontrolleure fallen weg. — Die Pyrenäengrenze soll aber geschloffen bleiben. Paris, 12. Juli. (DJIB.) An zuständiger französischer Stelle erklärte man am 2Hon- tagrnorgen, daß die Erleichterungen, die den internationalen Kontrolleuren an der französisch spanischen Grenze bisher gewährt wurden, am Dienstagvormittag ausgesetzt werden würden. Man fügt hinzu, dah die Grenze jedoch nach wie vor geschlossen bleibe und es sich lediglich um die Tätigkeit dieser internationalen Kontrolleure handele. Der französische Botschafter in London, so wird weiter erklärt, habe heute dem Vorsitzenden des Nichteinmischungsausschusses von diesem Beschluh der französischen Regierung in Kenntnis gesetzt. Der „T e m p s" spricht sich in seinem Leitartikel am Montag eindeutig f ü r die Nichteinmischungspolitik aus. Er schreibt u. a., daß am Dienstagmittag — wenn nicht eine provisorische Regelung in letzter Stunde erfolge — die Kontrollerleichterungen, die den internationalen Beamten an der französisch-spanischen Grenze zugebilligt wurden, ausgesetzt würden. Die durch den französischen Botschafter in London angekündigte Maßnahme werde nicht durchgeführt, falls die inter- nationale Kontrolle an der spanisch-portugiesischen Grenze wiederhergestellt würde. Man könne nicht oft genug wiederholen, daß es auf feiten der französischen Regierung weder den Wunsch gebe, in den spanischen Angelegenheiten von dem Grundsatz der Nichteinmischung abzugehen, noch daß es sich um eine Einschüchterungsmaßnahme — gleich wem gegenüber — handele. Denn die internationale Kontrolle an der Pyrenäengrenze ausgesetzt werde, bestünden die Verpflichtungen Frankreichs, wie sie aus den in London im August 1936 und Februar 1937 unterzeichneten Verträgen herrührten, nichtsdestoweniger weiter. Die Pyrenäengrenze werde also weiterhin dem Kriegsmate ri al und den F r e i- willigen verschlossen bleiben. Nur würden lediglich französische Beamte beauftragt fein, der Grenzschliehung Achtung zu verschaffen. Die neutralen Beobachter könnten übrigens in der Etappe auf ihren früheren Posten bleiben und sich bereithalten, ihre Funktionen wieder aufzunehmen, wenn eine Regelung eintreten sollte. Es handele sich für Frankreich um eine Frage der Würde: Es könne keine internationale Kontrolle auf seinem Gebiet zulassen, während dieselbe In Portugal abgeschafft sei. Aber es handele sich jedenfalls darum, > "i Grundsatz der Nichteinmischung, dem alle Mächte verbunden zu sein betonten, Achtung zu verschaffen. In weiteren Ausführungen unterstreicht das Blatt, daß die Gründe für die Aufrechlerhallung der Nichteinmischung nichts von ihrer Kraft verloren hätten: die Notwendigkeit, den spanischen Brandherd zu verhindern, ganz Europa in Brand zu stecken, und die Notwendigkeit, jedwede Macht zu verhindern, das internationale Gleichgewicht zu ihren Gunsten zu verändern, bestünden fort. Der gute Wille Frankreichs, wenn seine wesentlichen Interessen einmal gesichert seien, sei unzweifelhaft. Genau so wie sein Wunsch zur Zusammenarbeit. Man finde einen neuen Beweis hierfür in dem soeben unterzeichneten Handelsvertrag mit Deutschland, einem Vertrag, der einer bedauerlichen wirtschaftlichen Spannung zwischen beiden Ländern ein Ende bereitet habe. Völlig verschiedene Dinge. Lissabon, 12. Juli. (DNB.) Anläßlich der Ankündigung , Frankreichs, die internationalen Kontrollbefugnisse an der Pyrenäengrenze aufzuheben, weist die „Diario de Noticias" energisch die französische Behauptung zurück, daß Frankreich sich auf den portugiesischen Präzedenzfall stützen könne. Die Zeitung erinnert daran, daß die französische und die portugiesische Grenzkontrolle völlig verschiedene Dinge seien und daß in Portugal keine internationalen Kontrollbeamten tätig waren, sondern lediglich englische Beobachter, deren Aufgaben ganz andere gewesen seien, als die der Kontrolleure. Nach dem Zwischenfall mit der „Deutschland" habe sich die portugiesische Regierung veranlaßt gesehen, ihre Haltung gegenüber den Beobachtern zu ändern, während diese Maßnahme England nicht zu einer Veränderung seiner Haltung bewogen habe. Das Blatt schließt mit folgenden Worten: „Möge Frankreich seine Handlungsweise rechtfertigen, wie es dies für richtig hält, aber niemals mit dem portugiesischen Präzedenzfall. Denn die Stellung der französischen und der portugiesischen Regierung sind de jure und de facto völlig andere genau so wie ihre Haltung gegenüber den in Spanien kämpfenden Parteien verschieden ist." Englands Vorschläge „nahezu vollendet" Kein großer Optimismus in London. H 1 1 und fünf Bombenmaschinen abgeschossen. Vluni verteidigt seine Regierung Frankreichs Spanien-Politik. S "S$uÖPa*ron5 der europäischen Demokratien" mußten gewahrt werden. Es müsse auch alles ge- ^n werden, um den Krieg zu vermeiden, soi»»Übrigen verteidigte Blum in seiner Rede hPmnP^KflrUn(ä5tcltiI9feH und erklärte, die <3o$\ab ^o^-sche Partei habe sich klar darüber aus- unh ?le Regierungstätigkeit Blums sozialdemokratischen Minister billige oder ®r: ^?une bei aller Selbstkritik einen »PhnL 9, ttoxe $2. ewige der sozialdemokratischen M?nnr dem Kongreß seiner Regierungstätig- S*miprfnP^rfen einfach nicht an. Trotz aller Shim hnL U"b ^griffe habe, so behauptete Experiment Erfolg gehabt. (!) Die Wirtschaft sei angekurbelt, die Kaufkraft der Massen gehoben worden. (!!) Blum ging in seinen Be- sickerte^ tmkr ""'ter indem er ernsthaft vergeben kann o' hten " ' • Das erste große Treffen der Garde nach dem Kriege. Zum erstenmal nach dem Weltkrieg kamen im Rahmen der großen Reichsausstellung „Schaffendes Volk" in Düsseldorf die Angehörigen der ehemaligen Garderegimenter aus dem ganzen Reich und auch aus dem Ausland zum „Deutschen Gardetag" zusammen. Den Höhepunkt bildete am Sonntag die große Paradeaufstellung auf dem Maifeld am Rhein und der anschließende Festzug zur Ausstellung, wo Bundesführer SS.-Gruppenführer Oberst a. D. Reinhard den Vorbeimarsch abnahm. Ueber 20 000 ehemalige Gardisten von 80 Formationen nahmen daran teil. Auf unserem Bilde sieht man den Vorbeimarsch vor Bundesführer SS.-Gruppenführer Oberst a. D. Reinhard. — (Scherl-Bilderdienst-M.) neralsekretär, Staatsminister Paul F a u r e , heftig gegen die Haltung der extremistischen Minderheit, die feit einem Jahre nichts unterlassen habe, um die Volksfront zu torpedieren. Die Partei solle sich einstimmig um einen Mann wie Blum scharen, ber soviel für bie Arbeiterklasse getan habe. Der Entschlie ßungsausschuß ber Partei soll 33 Mitglieber umfassen. Die Gruppe B l u m - Fa u r e hat bereits baburch für sich gesorgt, baß sie 19 Anhänger in ben Ausschuß entfanbt hat, so baß sie auf eine sichere Mehrheit rechnen kann. Außer 5 Extremisten ber Gruppe Marceau Pivert sinb noch 8 Anhänger ber vermit- telnben Gruppe Bracke Zyromski in bem Ausschuß. Streiks ohne Ende. Paris, 13. Juli (DNB Funkspruch.) Die Angestellten ber Binnenschiffsbien st e in ber Gegenb von S t. Quentin und C a m b r a i sind in den Streik getreten. Die Streikenden fordern die sofortige Einführung der 40-Stunbenwvche. In dem Streik der H o t e l -, Gaststätten- und Kaffeehausange st eilten gab es in der Nacht zum Sonntag und am Montagvormittag wieder eine Reihe von Zwischenfällen. In Paris war wieder ein Drittel der größeren Kaffees geschloffen, die übrigen versuchten, den Betrieb beschränkt durchzuführen. In 25 großen Hotels wirb ebenfalls gestreikt. Die Zahl ber Streikenden — Sonntag nach einer Havas-Melbung rund 6000 — hat zugenommen. Auch die Streikwelle im Transportgewerbe greift um sich. In Caen z. B. sind die Hafenarbeiter erneut in den Streik getreten. Kem Schiff konnte am gestrigen Montag ausgeladen werden. Schlichtungsverhandlungen haben zu keinem Ergebnis geführt. Verstärkung -er Chinesen in Nordchina. P 6 i p i n g, 12. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Peiping soll, wie bekannt wird, stark von chinesischen Truppen besetzt sein, die fortgesetzt Verstärkung aus dem Süden erhalten. General Kazuki, der neuernannte Kommandeur der japanischen Nordchina-Truppen, ist heute aus Söul (Korea) nach H s i n k i n g abgeflogen. Er begibt sich nach einer Rücksprache mit bem Oberbefehlshaber ber Kwantung-Armee nach Tientsin Kriegsdrohung im Fernen Osten. Auf bie Nachricht von ber Konzentration ber chinesischen Luftwaffe in den Nordprovinzen, in denen sich die bisherigen Auseinandersetzungen zwischen Japanern und Chinesen abspielten, ist ber japanische Kaiser vorzeitig von seinem Sommeraufenthalt nach Tokio zurück- LUKOUTSCHIAO GELBES -MEER: A- pe/p/N• Mr* V, gekehrt, wo das Kabinett unter dem neuen japanischen Ministerpräsidenten Fürsten K o n o y e , beschlossen hat, die japanischen Truppen in Nordchina zu verstärken. Inzwischen ist ein erheblicher Teil der japanischen Flotte in den nordchinesischen Häfen erschienen. Die japanische Garnison in Nordchina hat in bem Generalleutnant § at.su ki, einem als sehr energisch bekannten Offizier, einen neuen Kommandeur erhalten. Aus allen diesen Maßnahmen wird im Fernen Osten der Schluß gezogen, daß I a p a n zur endgültigen Entscheidung der nordchinesischen Frage zu seinen Gunsten entschlossen ist. Dabei wird in Japan darauf verwiesen, daß bie Tunst der Umstände für sein Vorgehen spreche. Die 29. chinesische Armee, die für Japan der Stein des Anstoßes ist, ist zwar als kampfwillig und leistungs- fQxnt °ber die Nachschubverhältnisse sind nicht besonders gut Die chinesischen Bahnen können aus dem Süden höchstens 10 000 Mann täglich be- fordern und die bisherigen Verstärkungen, die China geschickt hat, gelten nicht als vollwertig. Also spacht der Vorteil der Zeit und damit des raschen Entschlusses für Japan. 1 ' Das ist in wenigen Strichen das äußere Bild Ueber die inneren Beweggründe beider Parteien ist kaum für den Dftafiaten, geschweige denn für den Europäer, eine klare Anschauung möglich Vielleicht n7l?Qtt-nU b,efem Zusammenhang an die fapa- nifdjc Offensive gegen Schanghai von 1932 erinnert meröen, die sich später als Verfchleierungsoffensioe entpuppte, um die Mandschurei selbständig zu machen, und zwar nominell von China, tatsächlich aber von Sowjetrußland. Amerika warnt. Washington, 13. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie das Staatsdepartement bekanntgab, sprachen am Montag sowohl der japanische Botschafter Saito als auch der chinesische Botschaftsrat vor und gaben Erklärungen zu den Ereignissen in Nord- china ab. Im Lause der sich ergebenden Unterhaltungen wurde beiden gegenüber die Ansicht zum Ausdruck gebracht, daß ein bewaffneter Konflikt zwischen Japan und China ein schwerer Schlag für bie Sache des Friedens und des Weltfortschritts fein würde. Englands Wunfw. London, 12. Juli. (DNB.) Außenminister Eden gab am Montagnachmittag im Unterhaus eine Erklärung zur Lage in China ab. Nach einem Bericht über die bisherigen Zusammenstöße teilte er mit, daß nach den am Montagfrüh eingegangenen Informationen in Peiping Ruhe herrsche und keine Nachrichten über weitere Kämpfe vor» lägen. Unter den Bedingungen des Artikels 9 des Protokolls vom 7. September 1901 feien Japan und andere ausländische Mächte berechtigt, Truppen an gewissen Punkten in Nordchina zu stationieren, um eine freie Verbindung zwischen Pei» ping und der See offen zu halten. Die Zahl der japanischen Truppen in Nordchina belaufe sich auf schätzungsweise 7000 Mann. Eden fuhr fort daß bie möglichen Rückwirkungen ber chinesisch-japani» scheu Spannung auf bie britischen Inter- elfen und ben internationalen Hanbel im allgemeinen voll erkannt würben. Wenn es zu englisch-japanischen Besprechungen in London kommen würbe, würbe sich eine Gele» genbeit bieten, biese Ereignisse mit bem japanischen Botschafter zu besprechen. Es sei ber ernste Wunsch ber bnttschen Regierung, daß es zu einer Rege- lung nicht nur bieser Streitfrage, fonbern der allge» m^nen zwischen Japan und China bestehenben Schwierigkeiten kommen möge. Die ausländischen Konzessionen * treffen Dorsorge. Loubon,12.Ju!i. (DNB.) Die Mittagsblätter m b.ie britischen unb anbere auslän» ?J q6 V e * t e r in China infolge ber em» $a9e, besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben. 5n Iientfin fei eine britische In» sanierie-Kompanie, bie normalerweise bas Som» merlager in Schanghaikwan beziehen sollte, zurück» ^ländischen militärischen Befehls» Haber hatten Plane für den Schutz der aus» Notfall Mrbereite " > U ° n - g e b i e t e in einem Skreikheher und Raubmörder. Gerichtliche Sühne für kommunistische Verbrechen. rör,&aU' F 3u[L lb,aft betätigt hatten, es« oer »! ^np?<^ 1 ° ti o n e n entstanden. Nach tinaen hi. bcn Wen 1935 und 1936 gingen die Kommunisten zur Blockierung des Kunst und Wissenschaft Aus aller Welt sie, der i m der Zu dis m 8 Gvang. Landeskirche Nassau-Hessen Zwei Anordnungen des Reichskirchenministers. Lpd. Das Gesetz- und Verordnungsblatt Polizeipostens, zu einem Raubüberfall auf eine Oberförsterei, wobei ein Angestellter der Försterei getötet und zwei weitere schwer ver- Tat mit seinem Fahrrad nach Koblenz gefahren, habe dort in einer Kirche gebetet und sei dann wieder zurückgefahren. Er war in der Nacht zum Freitag wieder in Waldesch eingetroffen und hat es ertiggebracht, den Rest der Nacht in seinem Hause, wo die fünf Leichen lagen, zu verbringen. Die Gen- damerie, die in der Nacht die ganze Umgebung abgesucht hatte, entdeckte ihn am folgenden Morgen und brachte ihn in Gewahrsam. Der Magdeburger Mädchenmörder verhaftet. Der als Mörder eines elfjährigen Mädchen ge- uchte Hermann Kretschmer aus Bernbura ift jetzt festgenommen worden. Durch die Aufmerksamkeit eines Gendarmeriebeamten aus Niemegk war es möglich, des Mörders auf der Land- traße zwischen Niemegk und Neundorf habhaft zu Derben. Kretschmer wurde nach Magdeburg überge- ührt, wo der Mord verübt worden war. Mord an einem Jugendlichen. In einer Kiefernschonung in der Heide zwischen Bergen bei Celle und Soltau wurde der 1920 zu Demmin in Pommern geborene Hans Zimmermann mit zahlreichen Stichverletzungen t o t aufgefunden. Zimmermann hatte sich am 26. Juni aus der elterlichen Wohnung in Greifswald entfernt. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 10. Juli ist der Josef Schäfer aus Bebra h i n g e r i ch t e t worden, der durch das Urteil des Schwurgerichtes in Rottweil wegen vier Verbrechen des Mordes zum Tode verurteilt worden war. Schäfer, ein vielfach vorbestrafter, asozialer Mensch, hat ein Mädchen, mit dem er ein Verhältnis unterhalten hatte, und das ihm lästig geworden war, umgebracht und drei Männer ermordet, um sich ihre Ausweispapiere anzueignen und unter ihrem Namen zu leben. Autobusunfall in Mainfranken. In der Nähe von Gemünden ereignete sich ein folgenschwerer Derkehrsunfall. Ein Omnibus, der 32 Arbeiter zur Arbeitsstätte beförderte, geriet ins Schleudern, stürzte um und überschlug sich. Sämtliche Insassen erlitten hierbei Verletzungen. Glücklicherweise erwiesen sich die meisten Verletzungen als leicht. 21 Verletzte wurden ins Bezirkskrankenhaus Gemünde eingeliefert. Zwei von ihnen haben ernstere Verletzungen davongetragen. Zwei weitere Schwerverletzte wurden in das Luitpold-Krankenhaus in Würzburg eingeliefert. Grotzangelegter Devifenschmugget in Ungarn aufgedeckt. Der ungarischen Devisenpolizei ist es gelungen, einen großangelegten Devisenschmuggel aufzudecken. Mehr als eine Million Schilling wurden von einem in Ungarn lebenden österreichischen Staatsbürger nach Oesterreich geschafft. Die Untersuchung ergab, daß er mit einer großen Reihe von Helfershelfern in Budapest arbeitete. Der Anführer der Bande und fünfzehn seiner Helfer befinden sich in Haft. In einer zweiten großen Devisenschmuggel- affäre, deren Fäden von dem ungarischen Oeden- burg nach Oesterreich führen, sind ebenfalls Erhebungen im Gange. Hierbei werden Viehhändler angeklagt, Schillinge auf gesetzwidrige Weise nach Oesterreich geschafft zu haben. In beiden Fällen förderten Haussuchungen eine Reihe von belastendem Material zutage. 200 Mädchen nach Rio verschleppt. — Das Haupt einer internationalen Mädchenhändlerbande in Polen verhaftet. Im V-Zug Bukarest—Warschau konnte die polnische Polizei, die von den rumänischen Behörden unterricktet worden war, das Haupt einer internationalen Mädchenhändlerbande, einen Armenier namens Akurian, verhaften. In seiner Begleitung befanden sich drei junge Rumäninnen, die er nach Gdingen bringen wollte, wo er ihnen Stellungen auf dem holländischen Dampfer „Bergen op Zoom" versprochen hatte, der die Mädchen in Wirklichkeit nach Rio de Janeiro verschleppen sollte. Die drei Rumäninnen wurden in ihre Heimat zurückgeschickt. Der Armenier kam in Untersuchungshaft. Nach den bisherigen Ermittlungen sind durch ihn und seine Helfershelfer allein in den letzten Monaten wenigstens 200 Mädchen aus Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Polen über Gdingen nach Rio de Janeiro verschleppt und dort verkauft worden. Der Verhaftung des Armeniers sind bereits weitere Verhaftungen in Polen und Rumänien gefolgt. Die Mädchenhändler haben ihre Opfer hauptsächlich unter arbeitslosen Kellnerinnen, Statistinnen und ähnlichen Berufen gefunden. Typhusepidemie in Istanbul. Die Typhusepidemie, die seit einigen Wochen in Istanbul herrscht, breitet sich allmählich auf alle Stadtviertel aus. In den Krankenhäusern herrscht bereits Mangel an Betten. Täglich werden etwa 20 neue Krankheitsfälle gemeldet. Alle staatlichen und städtischen Beamten und Angestellten sowie alle Angestellten öffentlicher Verkehrsmittel unterliegen dem Zwang der Schutzimpfung. Auch alle Ladenoerkäufer und fliegenden Händler müssen sich in den öffentlichen Impfstellen, die täglich von mehr als 12 000 Personen ausgesucht werden, einfinden. Die Trinkwasserkontrolle wird verschärft. Die Rachforschungen nach Amelia Earhart eingestellt. Nach Blättermeldungen aus San Franzisko ist auf Grund der letzten amtlichen Mitteilungen über die Nachforschungen nach Amelia Earhart und ihrem Piloten N o o m a n bisher noch kein Erfolg zu verzeichnen. Weder Signale noch irgendwelche Wrackstücke von ihrem Flugzeug sind gefunden worden. Die Nachforschungen wurden Montag mittag eingestellt. 345 Todesopfer der Hitze in Amerika. Die Hitzewelle in Amerika ist trotz schwerer Gewitter, die in verschiedenen Gegenden niedergingen, ungebrochen. Die in nunmehr 25 Bundesstaaten herrschende Gluthitze hat bisher 3 4 5 Todesopfer gefordert, davon 70 allein im Staate Neu- york. In sechs Ortschaften Westvirginiens riefen Wolkenbrüche eine derartige Uederfchwemmung hervor, daß viele Wohnhäuser zerstört und zwei Brücken weggespült wurden. Der Saschaden beträgt eine Million Mark. Schüsse auf den Arbeitskameraden.— Der Täter richtet sich selbst. LPD. F r a n k f u r t a. M., 12. Juli. Am Mon- ■ tugmittag gab ein 27jähriger Mann in einem gewerblichen Betrieb in der Offenbacher Landstraße auf einen dort beschäftigten früheren Arbeitskameraden von ihm mehrere Schüsse ab. Der Arbeiter wurde schwerverletzt ins Krankenhaus ge- i bracht. Der Täter richtete dann die Waffe gegen ‘ sich selbst und brachte sich eine tödliche Ver- ' letzung bei. Der Beweggrund zur Tat konnte noch : nicht festgestellt werden. Die Verwundeten der „Deutschland" danken. Fast täglich laufen im Militärhospital von Gibraltar aus - allen Teilen Deutschlands von klein und groß an unsere hier in Pflege befindlichen Verwundeten Zeitungen, Bücher, Lesematerial und Briefe ein, worin die innere Verbundenheit und herzliche Anteilnahme des ganzen deutschen Volkes an dem Schicksal unserer durch den heimtückischen Flieaerüberfall verwundeten Soldaten des Panzerschiffes „Deutschland" zum Ausdruck kommt. Da es den Verletzten, die sich jetzt alle auf dem Wege der Besserung befinden, nicht möglich ist, jedem einzelnen persönlich zu danken, bitten auf diesem Wege ihren tiefempfundenen Dank Öffentlichkeit zu übermitteln. Rekordbesuch auf der Reichsausstellung „Schaffendes Volk". Washington, 12. Juli. (DNB.) Am Vorabend seines 76. Geburtstages erklärte Senator Norris, der seit zehn Jahren dem Unterhaus und feit 25 Jahren dem Oberhaus des Staates Nebraska angehört, er sei heute noch stolz darauf, daß er zu dem Fähnlein jener Aufrechten gehöre, die vor 20 Jahren Amerikas Kriegseintritt gegen Deutschland bekämpften. Seine ablehnende Stimme habe er damals mit der Ueberzeugung begründet, daß die bereinigten Staaten, in dem sie sich in den Krieg hineinziehen ließen, nur dem Einfluß finanzieller Interessen nachgäben und den Dollar über d i e Fahne setzten. Er habe keinen Grund gefunden, seine damaligen Ansichten zu ändern. Im Gegenteil hätten sich seitdem die Beweise gehäuft, die davon Zeugnis ablegten, wie sehr er vor 20 Jahren 1" Recht gewesen sei. Professor Gericke zum Mitglied der königlich Italienischen Akademie ernannt. Der Leiter der Deutschen Akademie in Rom, Pro- essor Herbert Gericke, ist in die Königlich Italienische Akademie S. Luca berufen worden. Gleichzeitig mit Professor Gericke, dem als erstem Deut- chen in der Nachkriegszeit diese ehrenvolle Auszeichnung zuteil geworden ist, wurde eine Reihe von italienischen Persönlichkeiten, darunter Marschall B a d o g l i o , zu Mitgliedern der Akademie S. Luca e/nannt. Reichsfestspiele Heidelberg 1937. Am 20. Juli werden im Heidelberger Schloßhof die IV. R e i ch s fe st s p i e l e, für die Neichsmini- ter Dr. Goebbels die Schirmherrschaft über-, nommen hat, eröffnet. Der Präsident des Reichsbundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. V., ReichSkulturwalter SA.-Brigadeführer M o - r aller, hat im Auftrage des Herrn Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. G o e b- b e l s, einen ständigen Beirat für die Reichsfestspiele Heidelberg berufen. Diesem Beirat gehören an: Reichsstatthalter und Gauleiter Robert Wagner (Karlsruhe), Ministerpräsident Walter Köh- l e r (Karlsruhe), Landeskulturwalter Adolf Schmid (Karlsruhe), Kreisleiter Seiler (Heidelberg), Oberbürgermeister Dr. N e i n h a u s (Heidelberg), Präsident Dr. Reiner Schlösser (Berlin) und ein Vertreter des badischen Ministeriums für Kultus und Unterricht. Alrich-von-hullen-Feslspiel auf der Sleckelburg. Auf der Steckelburg bei Schlüchtern, der Geburts- ftätte Ulrich von Huttens, wurden die Ulrich- Oie Kunst ist die höchste Gemeinschasts leistung unseres Volkes. Eine Rundfunkansprache von Professor Adolf Ziegler. Gedenken an den eigentlichen Gründer von Deutsch- Südwest, den Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz. Taufe des bulgarischen Thronfolgers. Der am 16. Juni geborene bulgarische Thronfolger Simeon wurde am Montag- oormittag in Sofia getauft. Die Zeremonien wurden von der Heiligen Synode der Obersten Kirchenbehörde Bulgariens durchgeführt. Die Ursache des Großfeuers auf dem Gülerbahnhof Halle. lieber die Ursache bes Brandes auf dem Halleschen Güterbahnhof in der Nacht zum 10. Juni d. I., bei dem fünf Bahnbedienstete den Tod fanden und ein Sachschaden von etwa fünf Millionen Mark verursacht wurde, sind die Ermitt lungen jetzt abgeschlossen. Die Kriminalpolizei stellte als Brandursache Selbstentzündung fest. Einer der auf dem Güterbahnhofsgelände stehenden Eisenbahnwaggons enthielt außerordentlich feuergefährliches Gut, das infolge unsachmäßiger und fahrlässiger Behandlung durch die Versandsirma bei der am Brandtag herrschenden großen Hitze von selbst in Brand geriet. Neuschnee im Allgäu. Der Wetterumschlag mit Regen und Sturm hat im Allgäu ein starkes Ab sinken der Temperaturen gebracht. Das Thermometer zeigte am Montag früh nur 12 Grad Wärme. In den Bergen ist fast bis zur Waldgrenze herab Schnee gefallen. Die Berggipfel zeigen sich von der Zugspitze bis zum Bregenzer Wald in leuchtendem Weiß. Der Braunschweiger Raubmörder Opitz legt ein Geständnis ab. In der Strafsache gegen den Angeklagten Friedrich Opitz wegen Raubmordes ist es der Braunschweiger Staatsanwaltschaft gelungen, den Angeklagten zu einem Geständnis zu bewegen. Nicht weniger als 58 UeberfäUe auf nächtlichen Landstraßen, bei denen drei Menschen das Leben einbühten, wurden dem Angeklagten zur Last gelegt. In einem über drei Wochen währenden Prozeß leugnete Opitz hartnäckig alle ihm zur Last gelegten Straftaten ab, wurde aber auf Grund eines mosaikartig aufgebauten Indizienbeweises, der Aussagen der Sachverständigen sowie der Zeugen vereinigte, wegen Mordes zum Tode verurteilt. Mit diesem Geständnis finden die Ueberfälle, die vor einigen Jahren in Braunschweig und Umgebung große Erregung hervorgerufen hatten, eine endgültige Klärung. Der Mörder von Waldesch gefaßt. Der fünffache Mörder Johann Michel, der in dem Eifeldorf Waldesch seine Frau und wer Kinder auf bestialische Weise umgebracht hat, wurde von der Gendamerie in Waldesch f e st g e no m - men. Bei seinem Verhör gab er an, er fei nach der Jahren verurteilt worden waren. polnische Abwehrmaßnahmen gegen die Inden. Warschau, 12. Juli. (DNB.) Die große Zahl jüdischer Kapitalverbrechen und Gaunereien veranlaßt das polnische Volk, Schutzmaßnahmen in immer stärkerem Maße zu ergreifen. Die großen Fachorganisationen beginnen mit der Einführung des Arier-Paragraphen; soeben hat wieder ein Berufsverband, der der Elektrotechniker, entsprechende Satzungsänderungen bei den Behörden beantragt. Diese und viele andere Abwehrmaßnahmen haben zu den unverfrorensten Protesten der Juden geführt, deren Geschrei jedoch das Gegenteil von dem Gewünschten erreichte. Die Eisenbahndirektion in Kattowitz z. B. hat, da sich die Juden wiederholt über das abweisende Verhalten der übrigen Fahrgäste beklagten, auf einer Hauptstrecke besondere Abteile eingeführt. Die jüdische Presse ist über diese Lösung des Problems „entrüstet" und beklagt sich darüber, daß die Eisenbahnbeamten jüdische Passagiere, die in andere Abteile einstiegen, mit Gewalt in die für sie bestimmten Sonderabteile beförderten. Zu einer Selb st Hilfemaßnahme sind die Markthändler in K a l i s ch geschritten. Als die Behörden eine Teilung des Marktes nicht bewilligten, besetzten die polnischen Markthändler nachts geschlossen die eine Hälfte des Platzes, so daß die später ankommenden Juden mit der anderen Hälfte vorlieb nehmen mußten. Flugblätter und Inschriften unterrichteten das polnische Publikum, wo es einzukaufen habe. Unter den jüdischen Markthändlern entspann sich prompt Zank und Streit über die besten Stände auf der für sie bestimmten Markthälfte. Zu den drei Meuchelmorden, die Juden in letzter Zeit an Polen begingen, und die die öffentliche Meinung im ganzen Lande in höchste Erregung versetzten, ift am Sonntag ein vierter hinzugekommen. In dem Warschauer Vorort Ot- w o ck, einem bei den Juden sehr beliebten Villenort, stach ein jüdischer Fleischer im Verlauf einer Meinungsverschiedenheit den Vorsitzenden einer polnischen Organisation mit einem Fleischer- meffer nieder. Der lebensgefährlich verletzte Pole wurde in das Krankenhaus gebracht, der Jude wurde verhaftet. Die begreifliche Empörung der polnischen Bevölkerung über diese erneute jüdische Provokation ist sehr groß. Juden wollen Amerika scharf machen Washington, 12. Juli. (DNB.) Eine von dem Rabbiner Stephen Wise angeführte jüdische Abordnung suchte am Montag Außenminister Hüll auf und verlangte von ihm einen diplomatischen Schritt bei der polnischen Regierung zum Schutze der über drei Millionen in Polen lebenden Juden, ,cheren Verfolgung", wie. sich die Judenabordnung ausdrückte, „von der polnischen Regierung nicht nur geduldet, sondern gebilligt und sogar teilweise selbst betrieben werde". Rabbiner Wise begründete die unverschämte jüdische Forderung mit dem Hinweis darauf, daß der polnische Staat seinerzeit unter Mithilfe der Vereinigten Staaten und unter der Begründung geschaffen worden sei, die Minderheiten müßten gleichberechtigt behandelt werden. Die Lage der Juden in Polen, so behauptete Rabbiner Wise, sei heute schlimmer denn in irgendeinem anderen Lande der Welt. Im Anschluß besprach der Rabbiner mit Außenminister Hüll den Palästina-Plan der Peel-Komis- fion und brachte den schärfsten Protest der amerikanischen Juden gegen die von England vorgeschlagene Teilung vor. Oie Bilanz eines aufrechten Amerikaners. k ü n st l e r i s ch g e ft a 11 e n. Er ift damit zum Träger nationalsozialistischer Kulturauffassung geworden. Bei ihm spricht zwar nicht das Wort, aber das Werk zum Volke. Bei der Vorbereitung zur diesjährigen Ausstellung mußte die Auswahl der Werke nach diesen Grundsätzen vorgenommen und alles ausgeschaltet werden, was einer ehrlichen, fleißigen und handwerklich sauberen Grundhaltung nicht entsprach. Es mußte auch jene sogenannte Kunst abgelehnt werden, die in den letzten 30 Jahren entstand und Ausdruck jüdisch-marxistischer Gruppen war ober irgendwelchen spekulativen Kunstrichtungen ober Kunstcliquen ihren Ursprung und ihre Entstehung verdankte. Ich weiß, daß viele anständige und damit ehrliche Könner auf dem Gebiete der bildenden Kunst noch heute innerlich ringen und kämpfen. Auch sie werden eines Tages zu denen gehören, die das Schicksal und die Leistung bereits heute zu den Besten des Volkes auf diesem Gebiet ausersehen hat. Die Ausrichtung der Künstlerschaft läßt sich zwar nicht kommandieren, sie ist aber — wie im politischen Leben — mit gutem Willen und Vertrauen zur Führung erreichbar. Kunst ist höchste Gemeinschaftsleistung unseres Volkes. Kunst kann nicht im stillen gedeihen. Die Verwurzelung des Künstlers im Volk muß jene Leistung der Gemeinschaft ständig sichtbar zum Ausdruck bringen, die an uns täglich als Arbeit von Millionen unbekannter Volksgenossen als Bild vorüberzieht, die ihren Ausdruck findet in den großen und gewaltigen Bauten des Dritten Reiches und in den Werken der Wirtschaft und des Verkehrs. von-Hutten-Fe st spiele eröffnet. In unermüdlicher Arbeit hat die NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" Schlüchtern zusammen mit dem Freiwilligen Arbeitsdienst die Freilichtbühne im Burghof errichtet. Ein bei den Sauarbeiten entdecktes geräumiges Kellergewölbe dient der Freilichtbühne als unsichtbarer Orchesterraum. Erich Bauer hat das Festspiel geschrieben, das Hutten als glühenden Patrioten und Vorkämpfer der deutschen Einheit und Freiheit vor uns stellt. Die Aufführung, die der Autor selbst inszenierte, wurde von Mitgliedern des Hanauer Stadttheaters bestritten. Wolfgang H e ß - l e r vom Stadttheater Regensburg spielte den Hutten. Das Spiel wird bis Ende August jeden Sonntag wiederholt. Alljährlich sollen hier an der Ge- burtsftätte Ulrich von Huttens Festspiele stattfinden. Dichtertreften am Rhein. Die Stadt Oberwesel und die Reichsschrifttumskammer hatten zum Dichtertreffen am Rhein eingeladen. Die Dichter waren in großer Zahl der Einladung gefolgt, so Albert Bauer, Anton G a - bele, Adolf von Hatzfeld, Rudolf Herzog, Josef Ponten, der Dichter des Saarliedes Hanns Maria Lux, der Hunsrücker Dichter Dr. Martin Rockenbach und andere. Stadtbürgermeister Dr. Ottendorf begrüßte die rheinischen Dichter. Der Gaukulturwalter Koblenz - Trier, Dr. Perizo- n i u 5 , behandelte dann die Beziehungen der Kunst zum Volk und des Volkes zur Kunst. Hierauf erfolgte die Eröffnung der Ausstellung „Romantiker am Rhein." Die mit viel Liebe und Verständnis zusammengetragene Ausstellung bietet Originalmanuskripte, Briese, Erstdrucke, Kupferstiche und Gemälde aus der Zeit der Romantik. Evangelischen Landeskirche Nassau- Hessen enthält zwei Anordnungen des Reichsmisters für kirchliche Angelegenheiten. In der einen über die Zusammensetzung des Landeskirchenausschusses wird bestimmt: „Für die Dauer der Erkrankung des Vorsitzenden des Landeskirchenausschusses, Oberkircben- rat Zentgraf, wird der Präsident der Lanbes- kirchenkanzlei, Kipper, zum Vertreter bes Vor- sitzenben unb zum Mitglieb bes Lanbeskirchenaus- schusses ber Evangelischen Lanbeskirche Nassau- Hessen bestellt." Die zweite Anorbnung besagt, baß „für ben Bereich ber Evangelischen Lanbeskirche Nassau-Hessen bei ber Lanbeskirchenkanzlei eine einheitliche Finanzabteilung gebilbet" wirb. „Zum Vorsitzenden der Finanzabteilung wird der Präsident der Landeskirchenkanzlei, Kipper, und zum stellvertretenden Vorsitzenden der Oberlandeskirchen- rat Dr. Fischer bestellt. Zu Mitgliedern der Fi- nanzabteilung werden für den Bereich der Verwaltungsstelle Wiesbaden der Landeskirchenkanzlei der Oberkirchenrat Schuster, und für den Bereich der Verwaltungsstelle Darmstadt der Landeskirchenkanzlei der Oberkirchenrat Dr. Buchter bestellt." Die Reichsausstellung „Schaffendes Volk in Düsseldorf erlebte am Sonntag einen Besuch, wie er bisher noch nicht zu verzeichnen gewesen ift. Trotz wolkigem und windigem Wetter waren am Sonntag bis 20 Uhr 123 000 Besucher m der Ausstellung, wobei die 20 000 alten Gardisten, die geschlossen die Schau besuchten, eingerechnet sind. Da am Abend das große Feuerwerk als Abschluß des Deutschen Gardetages ftattfanb, hielt ber Zustrom ber Besucher ununterbrochen an, so baß m ben spaten Abenbstunben noch über 30 000 Personen bie Ausstellung besucht haben. Damit belauft sich bie Gesamtzahl der sonntäglichen Ausstellunasbesucher auf über 150 000. Wenn man dazu noch die Zahl vom Samstag rechnet, die ebenfalls mit rund 4o 000 einen beachtlichen Erfolg darftellt, so hatte das Wochenende insgesamt 200 000 Besucher zu verzeichnen. Keber 100 000 Besucher auf der Achema. Die Achema VIII in Frankfurt, die nach zehn- föniaer Dauer gefchlofsen wurde, ist von etwas über 100000 ^erfonen besucht worden. Reichs- Organisationsleiter Dr. Ley besichtigte auf der Durchreise die Achema. Er wurde von Professor Dr D üben, bem Vorsitzenben ber Deutschen Gesellschaft für chemisches Apparatewesen, unb Dr. Bretschneider, bem Organisator der Ausstellung, bei seinem Runbgang begleitet. Hochschulstipendien für junge Deutsche aus öüdweslasrika. DNB Berlin, 12. Juli. Unter bem Vorsitz von Dr. Schmibt (Pretoria) veZammelte ber Reichskolonialbunb Vertreter von Partei Staat, kulturellen unb wirtschaftlichen Verbanden zur Gründung der L ü b e r i tz - S t i f t u n g. Sie ver- iolat den Zweck, jungen Volksgenossen aus bem ehemaligen Schutzgebiet Deutsch-Sübwestafrika das Studium an einer Sjod)jcf)ule im R eich zu ermöglichen. Den Namen tragt die Stiftung zum München, 12. Juli. (DNB.) In einer über den Reichssender München gehaltenen R u n d - funkansprache zum Tag der deutschen K u n ft führte der Präsident der Reichskammer der bilbenoen Künste, Professor Aböls Ziegler, u. a. aus: München steht in ben Vorbereitungen zur Feier bes zweiten Tages ber beutschen Kunst. Gleichzeitig mit ihm finbet bie Jahrestagung ber Reichskammer ber bUbenben Künste in der Hauptstadt der Bewegung und der Stadt der deutschen Kunst statt. München wird während dieser Tage Tausende von auswärtigen Künstlern, Zehntausende von deutschen Volksgenossen und ausländischen Gästen in seinen Mauern sehen. Die repräsentative Ausstellung im neuen Haus der Deutschen Kun st wird klar zum Ausdruck bringen, was der Nationalsozialismus von einer wahrhaften Kunst verlangt. Sie wird richtungweisend sein und liefert damit für alle diejenigen, die sich bisher von einer falschen Auffassung noch nicht befreien konnten, ein Vorbild. Auch künftig wird das Haus der Deutschen Kunst die Künstlerschaft zum Wettkampf aufrufen. Die deutsche Künstlerschaft hat es unter der nationalsozialistischen Staatsführung weit leichter als in der Systemzeit, da nunmehr mit staatlicher Förderung jedem Künstler die Möglichkeit zuteil wird, höchste Anerkennung seines Schaffens zu erreichen und auch materiellen Erfolg zu erzielen, wenn er als einer der Besten in den Tempel der Kunst einzieht. Freilich muß er dann auch bewußt nach nationalsozialistischen Grundsätzen handeln und aus seiner Erlebniswelt heraus das national» ozialistische Gedankengut sehen und es letzt wurden, und zu einem weiteren Raubüberfall auf ein Pfarramt über, der ebenfalls mit einem Mord verbunden war. Der Polizei war es schließlich gelungen, den geheimen Stab der kommuni st ischen Organisation bei einer Zusammenkunft im Walde zu überraschen. Das Appellationsgericht bestätigte das Urteil der ersten Instanz, wonach vier Kommuni st en Tode und 22 zu Zuchthausstrafen von 2 Das Ei des Kolumbus im Kücheneimer. Eine Million Schweine werden satt von dem, was wir übriglaffen. „Molly", -er Stolz -es Stalles. — Eine Schweinemästerei -er NSV. Von unferem Sonderberichterstatter. und gekocht. Bei dem reichlichen Anfall hat sich schon zeitig eine Siloanlage erforderlich erwiesen. Sie enthält das frischgekochte Futter eingestampft und mit Lehm abgedeckt und soll einen Ausgleich schaffen in Zeiten, wo der Abfall spärlicher ansällt. Er hat aber bisher immer nur zugenommen, so daß man den Bestand von jetzt 270 Schweinen demnächst nach Erweiterung des Stalles auf 450 vergrö - Brandenburg a. H., im Juli. Als Kolumbus das (Ei, das ihn der Nachwelt volkstümlicher machte als seine stolzen Seefahrten zusammengenommen, mit sanftem Druck auf die Spitze gestellt hatte, trank er es vermutlich aus. Achtlos warf er dann die Schale zum Kehricht, nicht ahnend, daß er ^um Symbol erhoben hatte, was nach Jahrhunderten in anderem Auftrage zwar, aber ebenso bedeutungsvoll aus dem Abfalleimer wieder emporsteigen sollte. Oder wäre es übertrieben, das ebenso kühne wie einzigartige Vorhaben der Mästung von einer Million Schweinen einzig und allein aus den Abfällen der Gesamtheit aller Familienhaushalte unseres Volkes als ein modernes „Ei des Kolumbus" zu bezeichnen? Um uns dies Ei einmal näher anzusehen, haben wir eine der seit Beginn dieses Jahres in allen Teilen Deutschlands aus dem Boden wachsenden und der Sorge der NSV anoertrauten Schweinemästereien angesehen. Sie wurde im März dieses Jahres hier in Brandenburg eröffnet. Von außen bietet sie den Anblick eines kleinen Bauerngehöftes mit niederen Fachwerkbauten. Unweit der Toreinfahrt findet der Besucher sogleich die eigentliche Schatzgrube, einen offenen Schuppen, in dem die frischen am Vortage gesammelten Küchenabfälle lagern und der Verarbeitung harren. Wer etwa erwartet, vor einem scheußlich „ouften- den" Kaufen unansehnlicher und faulender Stoffe flüchten zu müssen, wird hier die er sie lieber« raschung erleben: nichts von Gestank, von mangelnder Appetitlichkeit. Was man da sieht, sind u. a. frische Kartoffelschalen, Brotreste, grüne Kohlblätter, Eierschalen (!) und — Kaffeesatz. Ein säuerlicher Duft, wie von frischem Sauerkohl geht von der Masse aus, ausreichend, um sich vorzustellen, daß der gar nicht so anspruchslose Gaumen des Mastschweines sich beim Verzehren geschmeichelt fühlt. Wir hören, daß anfängliche Bedenken, es könnten in einer Mittelstadt wie Brandenburg, mit 18 000 Haushaltungen, nicht genügend Abfälle zusammenkommen, um eine Mästerei ständig am Leben zu erhalten, weit in den Schatten gestellt wurden durch den tatsächlichen Erfolg der Sammlungen. Schon vom ersten Tage an standen der Unternehmung mehr als 50 Zentner Abfälle zur Verfügung, die sich nach kurzer Zeit auf 80 bis 100 Zentner steigerten und heute zeitweilig bis zu 185 Zentner täglich ausmachen. Damit könnte die Mästerei schon jetzt laufend 550 bis 600 Schweine pro Mastperiode fett machen. Einstweilen hat man mit 270 Läuferschweinen im März angefangen mit dem Erfolg, daß man in diesen Tagen bereits die ersten „fetten Brocken" an die Volkswirtschaft zurückerstatten konnte. Wohlgemerkt: diese Produkte einer genialen Abfallverwertung gehen den normalen Weg über die Marktregelungsstellen des Reichsnährstandes in die Gesamtwirtschaft zurück. Jeder Volksgenosse hckt also indirekten Anteil an dem, was sich an seinen Küchenabfällen dick und fett frißt! Ziel dieser Bestrebungen ist, die Volkswirtschaft jährlich um eine Million Mastschweine zu bereichern, aus dem Nichts sozusagen-, denn wenn man sie zusätzlich mit regelrechtem Schweinefutter aufziehen wollte, so würde eine Futtermenge nötig sein, deren Anbau eine Bodenfläche von 65 000 Hektar beansprucht, was etwa der Ausdehnung der Landschaft Lippe entspräche! Wir waren in die Ställe vorgedrungen und hatten nicht nötig, uns die Nasen zuzuhalten. Wer hat eigentlich die Erfindung von der Unappetitlich- feit des Schweines und seiner Gewohnheiten in die Welt gesetzt? Hier lagen die freßlustigen und gutmütigen Gesellen alle rund und rosig auf goldgelben Sägespänen, grunzten behaglich, denn sie hatten eben ihre Mahlzeit verschlungen und schienen durchaus eins mit sich und dem Leben zu sein. Für uns Besucher hatten sie nur wenig Interesse. Ein schwärzlich behaarter Klumpen nur erhob sich schwerfällig, als der Wärter ihn „Molly" rief. Molly ist der Stolz des Stalles, nicht nur wegen seines Gewichtes, sondern wegen seiner Intelligenz: kein anderes Schwein behält seinen Namen — und bekommt deshalb auch keinen. Heber den Ställen Tafeln mit genauen Fütte- rungs- und Gewichtsangaben. Auf unsere Frage, wie man denn diese ungefüge Bande — bis zu zehn wohnen immer in einer der 21 Buchten — auf Die Waage bekomme, hören wir, daß das Wiegen offenbar ein „Schweinevergnügen" ist: sie marschieren auf die Waage wie auf die Weide, meinte der Referent. Wie schwer so ein Schwein sein muß, bis es abgeliefert wird? Bis vier Zentner schwer werden die besten Futteroerwerter bei einer Kraftfutterzugabe von 500 Gramm Gerstenschrot und 100 Gramm Eisenmehl pro Schwein und Tag. Dazu rechnet man für jedes Schwein täglich 20 Pfund gekochte Küchenabfälle. In einer sauberen Küche werden täglich die Abfälle zerstampft feem will. . Brandenburg ist nicht der einzige Betrieb dieser Art geblieben. Ueberaü in Städten mit über 20 000 Einwohnern wird die Einrichtung einer Mästerei betrieben und zum Teil schon durchgeführt. Beispielsweise wird allein der Gau Kurmark in solchen Betrieben mehr als 2000 Schweine jährlich zum Er- nährungshilfwerk beitragen können, eine Zahl, die später auf jährlich 6000 Tiere gesteigert werden soll. Welche Hausfrau hätte sich träumen lassen, daß der Inhalt ihres Kücheneimers sich einmal in eine Goldgrube verwandeln würde, deren Schätze einen gewichtigen Posten in der großen Abrechnung des Dierjahresplanes einnehmen werden? Dr. Buresch. Siarlbelcieb am lausenden Band Segelflüge von der Wafferkuppe nach Bayern. f, > V %?/-" ■ ' f l ML' HAH / / ■, - MD - Mit MU L * Die Luftfahrtattaches der am Wettbewerb beteiligten Nationen besuchten unter Führung von Oberstleutnant H a n e s s e vom Reichsluftfahrtministerium (rechts) das Segelfliegerlager auf der Wasserkuppe in der Rhön. In der Mitte der Präsident des Aero-Clubs von Gronau, links „Rhönvater" Ursinus. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ein steifer Nordwest hatte das Kuppen-Gelände abgetrocknet und auch die „Knose" weggefegt, so daß am Morgen des neunten Wettbewerbs-Tages der Internationalen Rhön der Startbetrieb in vollem Umfange wieder aufgenommen werden konnte. Von morgens bis mittags gab es Starb betrieb am laufenden Band. Doch war es schwierig, Streckenflüge größeren Ausmaßes durchzuführen. Selbst so routinierte Segelflieger wie die beiden Deutschen Schmidt und Spate kamen, wie auch G o d i n a t (Schweiz), Mills (England) und Major P e t e r e k (Polen) nicht über 40 Kilometer hinaus und landeten in der bayerischen Rhön. Zum erstenmal griff auch ein jugoslawischer Wettbewerbseilnehmer, S t a n o j e v i c, in den Betrieb ein und egelte 2Vz Stunden über der Wasserkuppe. Dem Polen Zabski glückte ein Ueberlandflug von 84 Kilometer nach Königshofen (Unterfranken), während sein Landsmann B a r a n o w s k i die 100-Kilo- meter-Grenze erreichte und in der Nähe von Ko- bürg niederging. Aus allen Landemeldungen ging hervor, daß die Fluge sich durchweg m südöstlicher Richtung nach Bayern hinein bewegten. So kam Heini Ditt- m a r dis nach Kronach mit 100 Kilometer, Hanna Reitsch erreichte nach 115 Kilometer Kulmbach, der Schweizer Sandmeier kam knapp auf 200 Kilometer und brachte seinen Apparat in Stulln (Bayern) zum Landen, während Ludwig Hofmann einen Flug von 216 Kilometer bis nach Ramspau bei Regensburg durchführte. Das endgültige Ergebnis der ersten Wettbewerbs-Woche lautet: 1. Heini Dittmar (Deutschland) 1014 Punkte; 2. Späte (Deutschland) 715 P.; 3. Hanna Reitsch (Deutschland) 571 P.; 4. Sandmeier (Schweiz) 514,5 P.; 5. Ludwig Hofmann (Deutschland) 444 P.; 6. Schmidt (Deutschland) 372,5 P.; 7. Mynarsky (Polen) 318 P.; ^Baranowski (Polen) 236,5 P.; 9. Zabski (Polen) 197 P.; 10. Watt (England) 190 P.; 11. Baur (Schweiz) 185 P.; 12. o. Roretz (Oesterreich) 174 P. Die längsten Str eckens lüge legten bisher zurück der Pole M y n a r s k i und die Deutschen Dittmar und Reitsch mit je 351 Kilometer. Die größte Höhe erreichte Späte (Deutschland) mit einer Start-Ueberhöhung von 2245 Meter. Die läng ft e Flugdauer glückte dem Oesterreicher F r e n a mit 6:54 Stunden. In der Gesamt-Strecken-Summe führt Deutsch- land mit 2825 Kilometer vor Polen mit 1230 und der Schweiz mit 909 Kilometer. * Von den letzten der am Montagoormittag auf Strecke gegangenen Segelfliegern liefen Landemeldungen ein. Der in der Gesamtwertung an zweiter Stelle stehende Deutsche Späte setzte nach 80 Kilometer bei Seßlach (Bayern) auf und Schmidt .(Deutschland) kam mit 110 Kilometer bis in die Nähe von Kulmbach. Zur Durchführung von Dauerflügen befanden sich bei Startschluß der Schweizer Baur, der Oesterreicher Frena und in einem Doppelsitzer die Engländer Fox und Murray noch in der Lust. Kleine politische Nachrichten. Der Chef des Großen Generalstabes des jugoslawischen Heeres, General Miloutin N e d 11 s ch , ist am Montag in Begleitung seines Kabinettschefs in Paris eingetroffen, wo er vorn Chef des französischen Generalstabes General G a m e l i n und Generalstabschef General C o l f o n empfangen wurde. Der Besuch des Generals Neditsch trägt offiziellen Charakter. Der jugoslawische Generalstabschef wird sich mehrere Tage in der französischen Hauptstadt aufhalten. * Durch den litauischen Staatspräsidenten ist dem Ende 1936 vom Kriegsgericht zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilten deutschen Rechtsanwalt Baum- g a e r t e 1 und dem zu vier Jahren Zuchthaus verurteilten Reichsdeutschen Hinz der Rest der Strafe erlassen worden. Beide werden nach Deutschland ab= geschoben. * Wie die Polnische Telegraphenagentur aus Moskau meldet, bestätigt sich das Gerücht über die Verhaftung des Professors für Rechtswissenschaften, Paschukanis, des Vizepräsidenten der „Kommunistischen Akademie". Seine Schriften, die einstmals als ein „wertvoller Beitrag" zur marxistischen „Lehre" über das Recht gefeiert wurden, sind jetzt als wertlos und schädlich gekennzeichnet worden. ♦ Kardinalstaatssekretär Pacelli hat gestern Li- sieux verlassen und sich über Chartres nach Paris zurückbegeben. Wetterbericht des Reichsweiterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Zufuhr kühler Meeresluft, die auf der Rück- feite der in nordöstlicher Richtung abziehenden Störung eingedrungen war, ist für Westeuropa vorerst unterbunden. Durch ein in Südwesten von Island sich befindendes Tief wird wieder milde, wenn auch immer noch feuchte Luft von Süden und Südwesten herangeführt. Die Witterung in den nächsten Tagen wird sich daher bei leichter Unbeständigkeit meist freundlich gestalten, und die Temperaturen werden wieder einen Anstieg erfahren. Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis heiter, Tagestemperaturen um 20 Grad, südliche bis südwestliche Winde, geringe Niederschläge. Aussichten für Donnerstag: Südwestliche bis westliche Winde, wechselnd bewölkt, Temperaturen unverändert, leicht unbeständig. Lufttemperaturen am 12. Juli: mittags 20,8 Grad Celsius, abends 15,8 Grad; am 13. Juli: morgens 13,2 Grad. Maximum 2^4 Grad, Minimum heute nacht 11,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Juli: abends 19,1 Grad; am 13. Juli: morgens 14,8 Grad. — Sonnenscheindauer 9,6 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein D. A. VI. 37: 9104. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R Lange, K-G., sämtlich in Gießen Monat-Bezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr 3ur Zeit ist Preisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 gültig. Bekanntmachung. Am Donnerstag, dem 15. Juli 1937, 17 Uhr, findet im Stadthaus, Bergstraße 20, Sitzungssaal, eine öffentliche Sitzung mit den Ratsherren statt. Tagesordnung: Einführung des hauptamtlichen Beigeordneten Vogt des ehrenamtlichen Beigeordneten Oberforstmeister Nicolaus. 4898C Gießen, den 12. Juli 1937. Ritter, Oberbürgermeister. lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Wichtige Neuerscheinung für Pflanzenfreundet Pflanzengeographie Deutschlands Dargestellt nach eigenen Beobachtungen und unter Berücksichtigung der Karten und der Literatur vonDr. Kurt tzurck, Privatdozent an der Universität Berlin. Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Staatl Stelle für Naturdendmalpsiege in Preußen. 160 Seiten Text mit etwa 100 Karlen und Ab. bildungen im Text, etwa 150 Abbildungen auf 180 einfarbigen Tafeln in erstklassigem Kunst- buchdruck und 10 mehrfarbig. Degetationskarten Auf zahlreichen und ergiebigen Forschungsreisen durch alle Teile der deutschen Landschaft und bei der Durchführung umfangreicher Kartierungsarbeiten konnte der Verfasser sich mit eingehenden Studien, Untersuchungen und Feststellungen über die Begetationsverhältnisse aller deutschen Landschaitsgebiete jeweils an Ort und Stell« beschäftigen und so einen umfangreichen Wissensstoff aus Grund eigener Beobachtungen ansammeln, wie er noch in keinem Werk« dargestellt worden ist. Diese» Werk bietet nicht au» Büchern zusammcngetragene, althergebrachte Weisheit, sondern ist da» Ergebnis lebendiger und neuzeitlicher Forschungsarbeit. In 20 monatlichen Lieferungen je RM. 2.20, in Halbleder gebunden (Lieferung nach Fertigstellung Ende 1936)RM. 50.- Derlangen Sie bitte da» auiführliche Werbeblatt! Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Schöne 2-Z.Wobnnng sofort z. vermiet. 3-4-Zimm.-Wohng. mit Bad,Zen tr.- Heizung z.verm. Näh. 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In den Straßen erzäh- lin geschlossene Fensterläden von abwesenden Familien; Leute, die an einem vorübergehen, sagen: Morgen früh um acht Uhr gebt unser Zug, nachmittags um vier sind wir da. Nicht, als ob ich selber nicht auch verreisen würde, aber meine Urlaubs- -eit ist noch nicht gekommen, und unter den bleiernen Stadthimmel schleichen die Tage, dehnen unruhige, schlecht durchschlafene Nächte' sich zu kleinen Ewigkeiten. Da habe ich, gerade als die Ungeduld den Siedepunkt gestiegen war, den tröstlichen Zünd gemacht, dtzr den Tag der eigenen Abreise plötzlich schon leibhaftig in mein Zimmer zu bringen cheint. Auf dem abendlichen Gang durch die Stadt fiel nein Auge zuerst wie zufällig auf ihn, rasch trieb ich im Menschenstrom vorüber, aber rief er nicht geradezu nach mir? Nach ein paar Schritten kehrte ch um, ihn .noch einmal zärtlich verlangend zu bedachten, denn schon hatte er mein ganzes Herz bepudert — der neue Rucksack? Eigentlich hatte ich ;i die Reiseausrüstung schon zusammen, ein Rucksack latte dieses Jahr nicht auf dem Programm gestan- ten, der gute alte, der schon so viele Fahrten mit ’ mir erlebt, würde es schon noch einmal tun. Aber um hatte ich mich verliebt, da schmelzen bekanntlich ,lle Vernunftgründe, schon stand ich in dem Sport- irtikelgeschäft und fragte nach dem Preis. Der kluge Verkäufer öffnete die Schränke, breitete Rucksack um Rucksack auf dem Ladentisch aus, ach, er wußte wohl, teiß er damit nur mein Verlangen nach, dem Einen, Ersehnten steigerte. Und auf ei^nal ist es geschehen, mb ich stehe mit meinem Paket auf der Straße, von -•eubiger Erwartung und Angst zugleich heimgetrie- len. Jeder Einkauf ist ein Hasardspiel. Erst unter ler Kritik ber eigenen vier Wänbe entscheibet sich esitzerfreude ober Katzenjammer. Nun, mein Ruck- srck hat bie Prüfung glänzenb bestauben. Ich streichele beglückt sein starkes Segeltuch, seine beiten Leberriemen, schnalle seine großen Außen- eschen auf, vergrabe die Hänbe in bie Innentaschen. !ch muß doch probieren, wie er mit Inhalt aus» \ srht! Schon fange ich an, mein Eigentum in seine !unbung zu versenken, zuerst wahllos, halb aber rit Ueberlegung, als wäre ich schon im Gebirge, inb als sollte es morgen in aller Herrgottsfrühe cif ben Gipfel gehen. Da habe ich wahrhaftig ben lilben Abenb mit Ein- unb Auspacken verbracht, richt viel anders als mein Junge am Weihnachts- d'-enb mit bem neuen Baukasten. Der Rucksack hat i: s ganze Gebirge in mein Stabtzimmer gebracht, dis Glück langer Bergwanberung, in erster Morgen- fiuhe ober unter bräunenber Mittagssonne, Rast am D iesenranb, Abkochen, Sonne ober Regen über bem Jüupt, wie der Himmel es gerade schenkt, Wind und Kolken, auf dem Gipfel, das ganze herrliche Land ni:e ein Geschenk zu meinen Füßen, und dann bie Hüttenabende mit der köstlichen wunschlosen Müdig- tiit in den Gliedern ... Schon bin ich mit meinem n uen Rucksack verbunden durch alle die zukünftigen gimeinfamen Freuden. Der alte aber, der all dies hundertmal mit mir eiCebt hat? Jetzt habe ich nur den einen Gedanken ! fir ihn, wie ich ihn am raschesten los werde. Er ist ül.erflüjsiger Ballast geworden, ärgerlich, wie aller nicht mehr gebrauchte Besitz, den man noch für irgendwelche unvorhergesehenen Möglichkeiten mit (iO schleppt. Am besten wäre es, ich ginge noch hüte unb schenkte ihn weg. So unbankbar sind wir Denschen. A. v. P. Dorrwiizen. Tageskalender für Dienstag. Reichsarbeitsgemeinschaft für Schadenverhütung: 2( Uhr Cafe Leib, Walltorstraße, Zweckdramä: „Zu fpit". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Goldfieber". 150 Lahre „Iphigenie". Von Ernst v Niebelschütz. Im allgemeinen pflegen wir den großen Ereig- lii'jen in der Geistesgeschichte der Vergangenheit nit)t bie Aufmerksamkeit zu schenken, bie ihnen zu- lormt. Sie vollzogen sich im Stillen, unb ihre SD rkung ist weniger mit Hänben zu greifen, ihre mögen finb bem nachrechnenben Verstaube tiefer w: borgen als bie im Vorbergrunbe bes historischen djschehens sich abspielenben Vorgänge. Es gibt 'e*en der äußeren auch eine innere Geschichte ber Menschheit, ber es um bie Entwicklung ber Seele ju tun ist, bie barum auch ihre eigenen Maßstäbe ln> Wertungen hat. Wer biese Erfahrungstatsache cn rfennt, wirb an einem Ereignis nicht vorbei- (elien können, bas vor nunmehr 150 Jahren fast intemerft in bas beutsche Geistesleben trat, es in i?i Folge aber kaum weniger nachhaltig beeinfluß hat als bie große Revolution bas französische. in Jahre 1787 erschienen bei Göschen in Leipzig bie ersten vier Bänbe von Goethes Werken, bar» unter bie enbgültige Fassung von „Iphigenie au f Tauri s". $n biefem Drama wirb ben Deutschen bie frohe Lei schäft ber Humanität oerfünbigt, einer Humani- tät beren letzter und tiefster Sinn sich erst dem er» sihl eßt, ber sich bie Mühe nimmt, bas deutsche (tkct mit der gleichnamigen antiken Vorlage zu gleichen. Was bei Euripides im Grunde doch Litz erlich bleibt, indem der listenreichen Tochter Aglllmemnons wohlwollende Götter beispringen, die dir alten Fluch durch eine Rechtsverdrehung un- niitfam machen, das alles wirb bei Goethe in bie innersten Schichten ber Seele verlegt, bamit aber auc* bie Verwanblung bes Fluches in Segen mit ber wunder-wirkenben Heilkraft eines reinen Her- $m>, bas keiner Lüge fähig ist, menschlich verstänb- lih gemacht. Die Gottheit, in bem euripibeischen Brama ein willkürlich in bas Geschehen eingreifen» btr „Deus ex machina", ist bei Goethe bie höhere SHaiur im Menschen selber, bie keiner äußeren Hilfe dibarf, weil sie bas sittliche Gesetz in sich weiß und bonnd) handelt. Diese deutsche Jhigenie braucht nur ber ursprünglichen Stimme ihres Herzens zu gehorchen, um das zu tun, was des Gottes Wille ist. Z)?rn — wie Goethe es unvergleichlich schön in dem V.l itroort zu seinem Drama ausgesprochen hat—: irdischen Gebrechen sühnet reine Menschlich- kit . Diese Reinheit, vorgelebt in der priesterlichen Eh«ester, sie allein ist es, die ben Orestes die Gewi ber Furien überroinben lehrt, die den belei- biot-n König versöhnt unb bas Schicksalsgesetz, bas Hitlerjugend und Jungvolk im Spessart. tleberall gute Eindrücke. — Glänzende Stmmung. „Es klappert ber Huf am Stege .. ", so klingt es in ben regennassen Morgen. Zwar sind keine vierbeinigen Haferrnotore in Sicht, dafür aber eine Wandergruppe der Hitler-Jugend des Bannes 116, die in irgendein kleines Speffartdorf einrückt. Scharf bremst unser Wagen. „Na, Jungs, wie geht's?" Und schon wird mit sprühendem Eifer erzählt: Prima, ausgezeichnet, herrlich, pfundig! In den leuchtendsten Farben und den kräftigsten Jungenausdrücken wird uns versichert, daß die große Hessen-Nassau-Fahrt so gut vorbereitet sei, daß einfach unmöglich etwas nicht klappen könne! Irgendwo im grünen Walde wurde am vergangenen Mittag das Essen eingenommen. Die schweren Affen fliegen auf den Boden und die herrlichsten Sachen, die Mutter ihrem Jungen noch schnell zugesteckt hat, kommen ans Tageslicht. Ganze Brote, Butter, Schinken, Wurst, Käse, Eier liegen auf der Zeltbahn ausgebreitet. Schon säbelt das HJ.-Fahrtenmesser riesengroße Fetzen herunter, die im immer hungrigen Magen verschwinden. Manche Mutter hätte ihre Freude daran, wenn sie ihren Jungen hier in der Gemeinschaft mit anderen Kameraden essen sehen könnte! Die Parole lautet ja auch: Der Aff' muß leer werden! In wahrhaft la- meradschaftlichen Verhalten werden die „Freßpaket- chen" mit ärmeren Kameraden geteilt, denen die Mutter nichts zustecken konnte. Nach kurzer Pause werden die Affen wieder ausgenommen und der Marsch geht weiter. Am Eingang eines Ortes, dicht am Walde gelegen, befindet sich der Sportplatz. Wieder fliegen die Affen weg. Schon saust der Ball durch die Luft und das erste Tor ist geschossen. Bald ist ein luftiges Fußballspiel im Gange. Schließlich muß man ja auch vorbereitet sein, wenn man gegen die heimische Hitler-Jugend im Wettkampf antreten soll. Zwei Kameraden schwingen sich auf die Räder und saußen los in den Quartierort. Ihre Rückfrage bei dem Bürgermeister und dem Standortführer der HI. ergibt, daß bereits alle Vorbereitungen für ben Abenb getroffen finb. Wo 4p Jungen gemelbet finb, stehen 60 Quartiere zur Verfügung. Die Quartierscheine finb ausgefüllt unb werben ben Quartiermachern übergeben. Wenig später zieht bie Fahrtengruppe in ben Ort ein. Inmitten bes Dorfes wirb halt gemacht, bie Affen werben niebergelcgt. Schon versammelt sich bie ganze Dorfbevölkerung, soweit sie nicht noch auf ben Felbern mit Erntearbeiten beschäftigt ist. Besonbers die ganz jungen finb vollzählig versammelt unb bestaunen ihre älteren Kameraden, die mit schwerem Affen angerückt kamen. Die Quartierzettel werden ausgegeben und dann wird der Befehl zum Abrücken in bie Quartiere gegeben. Die Jungen vom Kreis Gießen stäupen! Vor ber Fahrt war ihnen nichts baoon gesagt worben, baß sie zum Abenbessen unb Morgenkaffee eingelaben würben, sogar wie bie Soldaten „richtig" einquartiert würden. Ueberhaupt, für Überraschungen war auf der ganzen Linie gesorgt! Das haben wir bei anderen Gruppen erlebt, die wir auf unseren Kontrollfahrten antrafen. Pimpfe aus der Degend von Climbach unb Lonborf waren am ersten Abenb in bem wun- berschön gelegenen Bab Orb einquartiert, in feinen Kurhäusern unb bei Professoren. Ein Pimpf erzählte: „Da hun mär waase Dücher g'krischt, bie mußt mär uff be Schuus läsche. Die Leud' hun g'sagt, sonst roirbe bie Huuse breggisch!" Da Orb in Siefen Tagen sein hundertjähriges Bestehen als Badestadt feierte, konnten die Jungen am Abend noch das Kurkonzert im Kurgarten anhören. Bald fühlten sie sich so sehr als echte Kurgäste, daß sie gar nicht meyr ans Abrücken dachten! Besonders „regsam" war die Hitler-Jugend von W i e s e ck und Garbenteich. Diese hatte am ersten Tag den Weg von Wächtersbach nach Bad Orb zurückzulegen. Nach einem Marsch von noch nicht zwei Kilometer gelangten sie in den Ort Aufenau und ... blieben dort. Wegen Urlaubsschwierigkeiten mußte bie für biefen Ort bestimmte Fahrtengruppe ausfallen. Wie sehr sich bie Aufe- nauer Bevölkerung auf ihre Gäste aus bem Kreis Gießen freute, geht daraus hervor, daß sie die durchwandernde HI. überredete, zu bleiben. Und wirklich! Die Jungen bekommen fabelhafte Unterkunft in Einzelquartieren. Nach dem Morgenkaffee am anderen Morgen wurde vielfach noch belegte Brote eingepackt, und einzelne Jungen bekamen sogar noch eine „Wegzehrung in bar" mit. Man muß wirklich sagen, die Bevölkerung des Kinzigtales und des Spessarts läßt es sich angelegen sein, ihre Gäste gut und reichlich zu bewirten. In ben meisten Dörfern stehen Einzelqartiere zur Verfügung, nur in ganz wenigen Orten sind Massenquartiere bereitet worden. Um die in Elternkreisen etwa aufkommende Befürchtung, wegen des etwas rauhen Wetters könnten sich die Jungen erkälten, zu zerstreuen, sei verraten, daß nach dem Programm in keinem einzigen Falle ein Uebernachten in Zelten vorgesehen ist. Immer ist dafür Sorge getragen, daß für die Nacht überdachte Räume vor- yanden sind. In dieser und ähnlicher Form vollzieht sich das Leben ber Hitler-Jugend und des Jungvolks im Spessart. Auf dem Marsch werden Pausen eingelegt, in denen Geländekunde, Entfernungsschätzen geübt werden, auf den Sportplätzen können die Uebungen für bas HI.-Leistungsabzeichen abgenommen werden. Dazwischen wird gesungen oder werden Laienspiele eingeübt, um für die Dorfgemeinschastsabende gerüstet zu sein. Wie fehr die Jungen von dieser ersten Großfahrt begeistert sind, geht auch aus den vielen Kartengrüßen hervor, die täglich in die Heimat gehen. In iljrer ulkigen und oft übermütigen Art ber Abfassung sind diese Karten der beste Beweis für das Wohlbefinden der Jungen im Spessart. Nur kurze Zeit können wir bei den einzelnen Gruppen bleiben. Denn das Wandergebiet ist groß. Heber 200 Orte werden in diesen Tagen berührt im Gebiet zwischen Schlüchtern im Nordosten und Langenselbold im Südwesten, zwischen Büdingen und dem großen Uebungsplatz an der Wegscheide. So brummt unser Wagen bergauf, bergab, über blanke Reichsstraßen und von nächtlichen Gewittern aufgeweichte Waldwege von Fahrtengruppe zu Fahrtengruppe. Hk. Neue Beigeordnete in Gießen. Oberbürgermeister Ritter lädt zu einer öffentlichen Sitzung der Ratsherren atn nächsten Som nerstag, 17 Ühr, im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, ein. Auf der Tagesordnung steht die Einführung des hauptamtlichen Beigeordneten Vogt und des ehrenamtlichen Beigeordneten Oberforstmeister Nicolaus in ihre Aemter. Don der Universität. Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Reichs- und Preu- bis dahin über ben Kinbem „aus Tantalus' Geschlecht" blinb waltete, zur Ohnmacht verurteilt. In Iphigenie siegt bie freie Sittlichkeit über alle Moral, bie nicht aus eigener besserer Einsicht stammt. Die uns heute fast allein geläufige Fassung ber „Iphigenie" von 1787 ist nicht bie erste. Ihr ging die Prosafassung von 1779 voraus, die wir glücklicherweise besitzen und mit der -endgültigen Form in fünffüßigen Jamben Wort für Wort vergleichen können, um zu sehen, was Goethe an der ersten „Iphigenie" mißfiel und was ihn bestimmte, das Drama, das noch in der Periode feines „Sturmes und Dranges" entstanden war, in Verse umzugießen. In dem Briefe an Herber aus Rom vom 13. Januar 1787, der die Sendung ber jambischen „Iphigenie" begleitet, spricht er von der „schlotternden Prosa" unb ber Notwenbigkeit, bas Drama „in einen gemesseneren Schritt" zu richten. Dabei gibt er bem erfahrenen Freunbe jebe Vollmacht, „bem Wohlklange nachzuhelfen". Den Wunsch nach Harmonisierung ber ersten Fassung, schon früh empfunben, aber im Drang ber Geschäfte immer roieber zurück- gestellt, konnte Goethe sich erst in der römischen Luft gewähren. Seit Jahren schon begleitete ihn das Stück wie ein stummer Vorwurf. Zwischen Rekrutenaushebungen und anderen Amtsgeschäften war die erste Fassung in Prosa zustandegekommen, und in dieser Gestalt würbe das Drama auch von Mitgliedern der Weimarer Hofgesellschaft auf der Naturbühne aufgeführt, wobei der Dichter selbst den Orest spielte — gewiß sehr lebenswahr, denn wie sehr entsprach diese Figur damals Goethes eigener Stimmung! Aber das alles lag jetzt in Rom weit zurück; die Liebe zu Charlotte von Stein unb bie innere Reifung auf verantwortlichem Poften haben aus bem Goethe von 1779 ben Goethe von 1787 werben kaffen, unb besten schon halb vergessenes Werk verlangte jetzt nach einer Form, bie bem erreichten Zustand der gebändigten Leidenschaft bester entsprach als der geniale, aber noch ungebundene Wurf der ersten Weimarer Zeit. Diese Form aber konnte nur bie bes jambischen Rhythmus sein. Einen ganz eigenen Reiz — unb keineswegs nur einen philologischen — gewährt es nun, bie frühe Prosa unb die endgültige Verfassung gegeneinanber» zuhalten und dabei zweierlei festzustellen. Einmal: daß die freie Prosa der ersten Fassung unbewußt schon so rhythmisch empfunden ist, daß es oft nur ganz geringer Veränderungen bedurfte, um sie dem jambischen Versmaß anzugleichen. Zum anderen aber auch: wie ungleich eindrucksvoller, knapper unb harmonischer ber Jphigenienvers gegenüber der wortreicheren, aber weniger zuchtvollen Prosaform ist, wie sehr, kurz gesagt, bie „Iphigenie" burch bie ßische Minister für Wissenschaft, Erziehung unb Volksbilbung hat am 10. Juni 1937 bem Dr. med. habil. Karl Haug in Gießen bie Dozentur für bas Fach Neurologie verliehen und ihn der Medizinischen Fakultät Fakultät der Universität Gießen zugewiesen. Oorfabende vergnügungssteuerfrei. ZdR. Der Reichs- und Preußische Innenminister hat ungeordnet, daß die vom Reichsnährstand veranstalteten Dorfabende als gemeinnützig im Interesse der Kunstpflege und der Volksbildung anerkannt werden. Bedingung ist, daß der Veranstalter der Umschmelzung gewonnen hat. Man muß freilich „Geistesohren" haben, um bie gesteigerte Klangkraft, bie Diel größere Freiheit von allen Leerworten überall heraushören zu können. Man vergleiche etwa, um es sich an einem Beispiel deutlich zu machen, den Schluß des ersten Auftritts in der Profafaffung mit der entsprechenden Stelle der Fassung von 1787. „Ja, Tochter Jovis, hast du den Mann, dessen Tochter bu fordertest, hast du den göttergleichen Agamemnon, der dir sein Liebstes zum Altäre brachte, hast du den glücklich von dem Felde der umgewandten Troja mit Ruhm nach seinem Vaterlande zurückbegleitet, hast du meine Geschwister, (Heitren und Dreften, ben Knaben, unb unsere Mutter, ihm zu Hause den schönen Schatz bewahrt, so rette mich, die bu vom Tode gerettet, auch von dem Leben hier, dem zweiten Tod". Und dagegen die jambische Umformung: Ja, Tochter Zeus', wenn du den hohen Mann, Den du, die Tochter fordernd, ängstigtest. Wenn du den göttergleichen Agamemnon, Der dir fein Liebstes zum Altäre brachte, Von Trojas umgewandten Mauern rühmlich Nach feinem Vaterland zurückbegleitet, Die Gattin ihm, Elektren und den Sohn, Die schönen Schätze wohl erhalten hast, So gib auch mich, den Meinen endlich wieder Und' rette mich, die bu vom Tob errettet, Auch von dem Leben hier, dem zweiten Tode." Gloria-palast: „Goldfieber". Jack Londons Roman „Wenn die Natur ruft" gab die Anregung und die Molive für diesen Film, den die Deutsche Fox-Film AG..mit amerikanischen Darstellern drehte, ber aber bei uns in beutscher Sprache erscheint: er gibt ein buntes Bild vom Leben der Goldgräber in Alaska um die Jahrhundertwende, und man fühlt sich, wenn man die einfache Handlung auf sich wirken läßt, ein wenig an manche romantischen Bücher aus der Neuen Welt erinnert, die wir in unserer Jugend verschlungen haben. Hier mischt sich männliches Abenteuer mit zartem Idyll, hier herrschen rauhe Sitten und ein kräftiger Ton, hier gelten noch primitive Anschauungen unb Gesetze, unb Recht unb Unrecht, Gut unb Böse wohnen nah beieinander. Natürlich haben die Amerikaner ihre eigene Art, diese Dinge darzustellen, und der Regisseur William W e 11 m a n schildert das Abenteuer mit der naiven Realistik und der unsentimentalen Deutlichkeit, mit der man drüben bie Tatbe- Ortsbauernführer ist. Der Abenb bars nur ber Pflege bäuerlichen Brauchtums, Art unb Gesittung bienen. Im Rahmen bes Volkstanzes finb nur offene Gemeinschaftstänze zulässig. Pgartänze, Nunbtänze unb Gesellschaftstänze finb bagegen ausgeschlossen. Berufsmäßige Musiker ober Künstler bürfen nicht mitwirken, unb ber Dorfabenb mutz 24 Uhr fein Enbe finben. Sie pflrcht zur Hilfeleistung bei Derkebrsunfällen. Unverzüglicher Ablransporl der Verlehlen. DNB. Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei gibt in einem Runderlaß den Polizeibehörden Anweisung, bei Verkehrsunfällen unverzüglich für den Abtransport der Verletzten Sorge zu tragen und hierbei kurz entschlossen den schnellsten und zweckmäßigsten Weg zu wählen. Die Frage der Zuständigkeit und Kostenregelung des Transportes hat in diesem Falle zurückzutreten, denn häufig entscheiden Minuten das Leben eines Unfallverletzten. So hat z. B. ein Gendarmerieposten auch einmal die Sanitätshilfe der nächsten größeren Stadt anzufordern, selbst wenn der Verkehrsunfall sich nicht innerhalb des Stadtgebietes ereignet hat. In diesem Zusammenhang weift der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei besonders darauf hin, daß nach § 330c des Strafgesetzbuches jedermann bei Unglücksfällen zur Hilfeleistung verpflichtet ist, wenn diese nach gesundem Aolksemp- finden von ihm verlangt werben muß, besonders aber, wenn er polizeilich zur Hilfeleistung aufgefordert wird und dieser Aufforderung ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten nachkommen kann. Die Polizeibehörden sind angewiesen, in geeigneten Fällen diese Hilfeleistung weitestgehend in Anspruch zu nehmen. Schweinezwischenzähiung am 3. September. ZdR. Nach einem Runderlaß des Reichs- unb Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft wird am 3. September 1937 die übliche Zwischenzählung für Schweine durchgeführt. Dabei sollen zusätzlich noch einige Tatbestände erfaßt werden, die in der bisherigen Statistik unberücksichtigt blieben. Es werden auch die nicht beschaupflichtigen Ausschlachtungen von Bullen, Ochsen, Kühen, Jungrindern und Kälbern, Schweinen, Schafen unb Ziegen in jebem ber brei Monate Juni, Juli unb August 1937 erfaßt. Die in ben Monaten Juni, Juli unb August 1937 geborenen Kälber werben ebenfalls gezählt. Gießener Wochenmarktpreife. * Gießen, 13. Juli. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, ßanbbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier, beutsche, Klasse B 10, Wirsing, % kg 20, Weißkraut 12 bis 15,. Rotkraut 20 bis 22, gelbe Rüben 15 bis 20, bas Bünbel 10 bis 15, rhte Rüben 10 bis 15, Spinat 25, Römischkohl 12 bis 15, Bohnen, grün 20 bis 35, gelb 25 bis 35, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 30 bis 50, Zwiebeln 12 bis 15, Pilze 40 bis 50, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 kg 46, 50 kg 3,95 Mark, neue, % kg 1 bis 8 Pf., Frühäpfel 35 bis 60, Pfirsiche 40 bis 50, Himbeeren 30 bis 35, Kirschen 35 bis 45, Heibelbeeren 30 bis 35, Stachelbeeren 15 bis 35, Johannisbeeren 18 bis 25, Erb-* beeren 50, Zwetschen 45 bis 60, Mirabellen 60, Suppenhühner 90, Blumenkohl, bas Stück 60 bis 70, Salat 10 bis 20, Salatgurken 10 bis 35, Einmachgurken 2 bis 8, Oberkohlrabi 5 bis 15, Rettich 5 bis 20, Rabieschen, bas Bünbel 8 bis 10 Pf. ♦ ** Silberne H o ch z ei t. Die Eheleute Karl Poppenhaier unb Frau Elisabeth, geborene Schä fer, Kaiserallee 67, unb bie Eheleute Karl Sch m i b unb Frau Anna, geborene Stühler, Wolfstraße 24, begehen heute, am 13. Juli, bas Fest ber silbernen Hochzeit. stäube ins Auge zu fassen pflegt. Die Landschaftskulisse ist mit Geschick gewählt; der Anblick der rauchigen Goldgräber-Bar, von Hundeschlitten, Wildwasser, Blockhaus und verschneitem Wald regt unsere Phantasie an. Die Tierszenen und die Hunde- Wette sind, wie uns scheint, charakteristische Bestandteile bes Ganzen. Von ben Darstellern ist in erster Linie Clark Gable zu nennen, besten trockene, kühle, männliche Art (bie roeber Gefühl noch Humor ausschließt) vorzüglich in biese Welt hinein- paßt; ferner Jack Oakie, ber in ber Rolle bes Shorty Gemüt unb Witz verbinbet, unb Loretta V)oung, eine einsame, verlassene Frau in ber Wildnis, unter Männern und Hunden ganz allein, aber couragiert und sogar kokett, was man in einer so unzivilisierten Umgebung kaum erwartet hätte. Nicht zu vergessen ein prächtiger unb kluger Bernhardiner, der seine nicht unwesentliche Rolle sehr ausdrucksvoll absolviert. — Im Beiprogramm läuft die Ufa-Wochenschau und ein Micky-Maus-Scherz. Hans Thyriot. Sochschulnacknchten. Dem berühmten Mathematiker der Universität Göttingen, Geh. Rat Professor Dr. David Hilbert, wurde von Professor Carlemann, dem Leiter des Mathematischen Institutes Bursholm bei Stockholm, die goldene Mittag-Leffler-Medaille überreicht; die Medaille stammt aus einer Stiftung des Gründers des Bursholmer Instituts, Professor M i 11 a g - L es fle r , der sie zur Auszeichnung überragender Leistungen in der Entwicklung der Mathematik besttmmte. — Der Preis wurde jetzt zum ersten Male verliehen; gleichzeitig mit Hilbert erhielt ihn der bedeutende französische Mathematiker Picard. Professor Dr. Adalbert Wahl, Ordinarius für mittlere und neuere Geschichte an der Universität Tübingen, ist wegen Erreichung ber Altersgrenze von ben amtlichen Verpflichtungen entbunben worden. Wahl, einer alten rheinischen Familie entstammend, ist Schüler von Moritz Rittqx; seit 1910 hatte er ben Tübinger Lehrstuhl inne. Von seinen Werken finb neben zahlreichen Spezialuntersuchungen besonders die zusammenfassenden Arbeiten über die französische Revolution und das hohenzvllernsche Kaisertum zu nennen. Professor Dr. Karl Zimmer, Ordinarius für systematische Zoologie an der Universität Berlin, ist auf seinen Antrag oonöen amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. . j Aus der engeren Heimat 44 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ** Dienstjubiläum b e i der Reichs- bahn. Am 10. Juli konnte der Reichsbahn-Lade- meister Heinrich Weber bei der Gepäckabfertigung Gießen auf eine 40jährige Dienstzeit zurückblicken. Ein Betriebsappell vereinigte die Gefolgschaft, um den Jubilar zu ehren, der allezeit ein pflichttreuer Beamter und ein guter Kamerad war. Als äußeres Zeichen ihrer Wertschätzung hatten die Berufskameraden den Arbeitsplatz des Jubilars reich mit Blumen geschmückt und ihm ein schönes Geschenk zur Erinnerung an diesen Tag gestiftet. Der Betriebsführer, Reichsbahn-Oberinspektor K l i f f m ü l- I e r, würdigte die Verdienste des Jubilars, beglückwünschte ihn zu dem Ehrentag und überreichte die Glückwunsch- und Dankschreiben des Führers und Reichskanzlers, des Herrn Reichs-Derkehrsministers und des. Herrn Präsidenten der Reichsbahndirektion. ** Kameradschaftstreffen ehemali- aer 8 7 er. Die Angehörigen des ehemaligen 1. Nassauischen Jnf.-Regts. 87 (von Lindequist), die in Gießen und auf dem Lande zahlreich vertreten sind, hielten am Sonntag bei Kam. Heinrich Grünewald im „Schipkapaß" ein kameradschaftliches Bei-1 ♦ I°S°n will, Sofef: Hast ein bissel Zeit sur mich? „Ja." „Möcht dir nämlich etwas beichten, weil die Afra nicht da ist." munterte Fogg und spielte mit seinem Hörrohr. (Fortsetzung folgt.) Du, eine Neuigkeit hätt' ich! Kannst sie vertragen, oder bist leicht noch zu schwach?" sondierte der Gsodmair. „Was für eine Neuigkeit? Red halt!" „Also: Wenn's dich nicht umwirst? Halt dich lieber an! Eine Tochter habt ihr zwei bekommen, und eine blitzsaubere dazu." „Narrisches Zeug!" schimpfte die Ameiserin. „Gar nicht narrisch; nein, gewiß wahr! Also dein Ameiser, alles was recht ist, aber das hätt' ihm keiner von uns zugetraut, dein Ameiser, das ist ein Planer, ein ganz großer. Damals, im Krieg, im Osten, vor Pinsk haben wir eine kennengelernt — sapradih noch mal! — mehr sag' ich nicht. Hätt' ein jeder von uns gern mit ihr gehen mögen! Und ausgerechnet der Deine hat das Glück gehabt! Gel, jetzt schaust!? Was brauch' ich viel zu erzählen, er und sie, sie und er, und jetzt ist halt eine Tochter da, wenn du nichts dagegen hast — die Doktors- Anna! So, jetzt weißt du's!" „Die Doktors-Anna ist die Tochter von —?" "Reg dich nicht auf, Afra! Geschehn ist geschehn, und da beißt die Maus keinen Faden ab" tröstete der Gsodmair. „Du bist ja übergeschnappt, Bürgermeister!" heulte die Ameiserin entsetzt aus. „Es ist, wie ich sag'. Keiner von uns hat etwas gewußt, aber vorhin hat's der Deine zugegeben. Weißt: Wenn der Mensch so daran ist wie der Deine, verliert er alle Genierlichkeit. Geh, sei ge- [$ßjt ^ra' Was ist denn schon viel dabei. Das ist ja schon so lange her, daß es nimmer wahr ist. Habts sowieso keine Kinder. Und so was Junges, Helles im Hause wär' nicht zuwider, was meinst? ittag nur den Fogg, der ist recht zufrieden mit der 2lnna , legte sich der Gsodmair ins Zeug. Sei der Afra stellte sich der weggebliebene Atem Eer «5m. und ihre Augen standen kugelrund im Kops. „Jetzt so was! Ich und die ins Haus nehmen? Pi.»™ e£e"Lf rn.,d)t Sürgermeifter! Was gehn mich euere Stückel im Feld an? Eine Schänd' ist's, und AsE^bem Meinen schon die Macht am Rhein' werd mir so einen Kuckuck ins Nest 9rnnn fo hergelaufenen! Pack' deine ■unna nur zusammen und geh woanders hausieren!" ^. „Oeha!" donnerte der Gsodmair. Er war ein be- hu?A9ernnm^' °ber jetzt ging der Zorn mit ihm urch. „Wer ist ein Kuckuck, und wer ist daherge- ten und gab seiner Freude Ausdruck, daß trotz der erheblichen Schwierigkeiten für die Züchter infolge des Leutemangels in der Landwirtschaft eine so gute Beschickung des Prämiienmarktes zu verzeichnen sei. Er dankte den Züchtern und der Landesbauernschaft für ihre Unterstützung und erklärte die Bereitwilligkeit der Stadtverwaltung, auch fernerhin für die weitere Ausgestaltung des Alsfelder Prämienmarktes Sorge zu tragen. Der Leiter der Landeshauptabteilung II der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Scharch, überbrachte die Grüße des Landesbauernführers als dessen Vertreter. Er nahm in seiner eindrucksvollen Ansprache Stellung zu den gegenwärtigen Hauptproblemen: Sicherstellung der Ernährung des deutschen Volkes, Aufbau der-Wehrmacht und Rohstoffversorgung im Rahmen des Dieriahresplanes. Für die letztere fei die heimische Viehzucht von besonderer Bedeutung, namentlich für die Fettversorgung, für die jährlich immer noch 1,2 Millionen Tonnen Fett eingeführt werden müßten. Zur Steigerung der Fettversorgung sei deshalb die Mi l ch l e i st u n g s k 0 n t r 0 l l e eingeführt worden, die von großer Wichtigkeit fei. Auch die Veranstaltung von Tierschauen wie der Alsfelder Prämienmarkt diene zur Hebung der Tierzucht. Der Redner bezeichnete es als eine dringende Notwendigkeit, die Leistungen auf diesem Gebiete mit allen Mitteln zu steigern. Anschließend an die Vorführung der prämiierten Tiere sand die Versteigerungder Bullen und Eber statt. Es standen 57 Bullen zum Verkauf. Der Verlauf der Auktion war in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Die vorgeführten Tiere wurden bis auf etwa 5 Stück alle verkauft. Die Breife waren recht gut und bewegten sich im Durchschnitt zwischen 900 und 700 Mark. Für besonders gute Tiere wurden noch höhere Preise erzielt. Der höchste erzielte Kaufpreis für einen Bullen betrug 1410 Mark. Auch die Versteigerung der Zuchteber, von denen 45 Stück zum Verkauf standen, war recht flott, und es wurden durchschnittlich zwischen 300 und 150 Mark erzielt. Auch hier verblieb nur ein geringer Ueberstand. Die Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten auf dem Lindenplatz erfreute sich eines regen Interesses der Marktbesucher. In der Turnhalle bot eine Lehrschau der Landesbauernschaft über Tierseuchenbekämpfung recht Interessantes und Lehrreiches. Eine Kaninchenausftellung im Dienste der Kleintierhaltung vervollständigte das abwechslungsreiche Marktbild in recht vorteilhafter Weife. — Der reich beschickte Juxplatz bot mit feiner Raketenbahn eine besondere Sensation. Nach dem offiziellen Abschluß des Marktes vereinigten sich die Preisrichter und die Gäste zu einem kameradschaftlichen Zusammensein im „Deutschen Haus", bei welchem der Leiter des Tierzuchtamtes Gießen, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner, eine Ueberficht über das Ergebnis der diesjährigen Prämiierung auf dem Alsfelder Markt gab, das vvm züchterischen Standpunkt besonders für den Stand der Pferdezucht als recht günstig bezeichnet wurde. Der bis zum Abend in den Straßen der Stadt und in der Festhalte, woselbst Konzert und Tanz stattfanden, andauernde starke Marktverkehr beschloß eine Veranstaltung, die in allen Teilen ein voller Erfolg war, und die für die Tierzucht im Kreise Alsfeld und im angrenzenden Gebiet der Schwalm, das von jeher starke wirtschaftliche Beziehungen zu der benachbarten hessischen Stadt Alsfeld hat, von großer Bedeutung ist, wie auch der zahlreiche Besuch der Bewohner aus der Schwalm erneut bewies. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 12. Juli. Die hiesige O b e r k l a s s e unternimmt diese Woche mit Lehrer Schneider einen Wochenausflug nach Lauteneschbach ins Landschulheim. Es sind von dort aus Wanderungen nach den schönen Odenwaldplätzen der Umgebung vorgesehen. § Großen-Buseck, 12. Juli. Die Ober» klasse unserer Volksschule weilt gegenwärtig aus eine Woche im Schullandheim in Kesselbach. Die Führung hat der Klassenlehrer, Rektor Jnderthal, übernommen. Für viele Kinder bedeutet der Aufenthalt das erste Fernsein von der Mutter. — Die Adolf-Hitler-Sraße, die heute fast als die größte Straße unseres Dorfes angesehen werden kann, wird gegenwärtig mit Teer und Splitt neu eingeebnet und dürste nun die schönste Straße des Dorfes werden. Noch vor 20 Jahren standen in der Slraße nut einige Häuser. _!_ Heuchelheim, 12. Juli. Der evange- lische Posaunenchor Worms-Pf iffl 1 g - von einem wöchentlichen Aufenthalt in dem Schullandheim auf der Herchenhainer Höhe (Vater-Bender-Heim) zurück. Bereits vor Jahresfrist wurde der Plan zu diesem Aufenthalt von Rektor Bender gefaßt und in einem Elternabend erläutert. Durch die Reisekasse der Schule standen jedem Schüler 5 Mark zur Verfügung, die für Auf- enthalt und Verpflegung verwandt wurden. Während des Aufenthaltes im Schullandheim wurden die Berge des Vogelsberges bestiegen, Schotten, in seiner Näh-e das „Hohe Moor", wo der unter Naturschutz stehende Sonnentau gefunden wurde, Lauter- bach und die Nieder-Moofer Teiche besucht. Das Tagesprogramm war außerdem mit Frühsport und heiteren Spielen ausgefüllt, woran die Jugend die meiste Freude fand. Zum Abschluß wurde das Strandbad Hillersbach besucht, womit die schönen und unvergeßlichen Tage zu Ende gingen. Eltern und Geschwister hatten sich bei der Heimkehr am Bahnhof zum Empfang eingefunden. csd Langsdorf, 12. Juli. Am vergangenen Freitag fand, hier durch Fräulein Graten von der Bäuerlichen Werkschule eine Garte'n besich- tigung statt, an der viel Frauen teilnahmen; die Ausführungen und Ratschläge der Referentin wurden mit Dank entgegengenommen. — Die Gemeinde läßt zur Zeit die auf dem alten Kirchhof stehenden Faselst alle wesentlich erweitern, da sie die Absicht hat, die Unterhaltung des gesamten Faselviehes in eigene Regie zu nehmen. Damit ein geschlossener Hof entsteht, wird das zur Bebauung in Angriff genommene Gebäude gegen den Kirchhof mit einer Bruchsteinmauer eingehegt. — Wie man hört, plant die Gemeinde auch die Errichtung eines Schwimmbades am Gemeindesee, die von jedermann freudig begrüßt würde. — Auch für die Landleute ist der Sommer die Zeit der Ausflüge geworden, die Draußen kratzte er sich ärgerlich das Kinn. Herrschaftsseiten, das mit der „Schwiegertochter" ist ihm so herausgerutscht, und er hätte es nicht sagen sollen. Es hat bloß ein Trumpf sein sollen, nichts weiter. So geht's, wenn der Mensch sich hinreißen laßt. Teifl! Teifl! Da hat er sich was Schönes eingebrockt! Die Afra wird das jetzt natürlich überall herumtratschen. Gesagt ist gesagt. Er hat die Anna ein bißchen zu stürmisch verteidigt. Allerdings kann man gegen sie nichts einwenden; fleißig ist sie, willig auch kräftig. Und noch eins. Die Anna kennt man durch und durch, während die Veichtingerin em Buch mit sieben Siegeln ist. Grad die 9000 njcarfl sollten nicht fein, dann wüßte man, wo man hinzulangen batte. Es ist schon ein Kreuz! Und der Martl, der Strick der zähe, gibt nicht nach mit seinem Dickkopf. „In Gott's Namen denn, wenn's gar nicht anders geht!" brummte der Gsodmair mißvergnügt vor sich hin. Vornan von Walther Kloepffer Copyright 1936 by August Scherl G. m. b H., Berlin. heim in einer Starke von 25 Mann und in Be. gleitung von sieben Frauen stattete am Samstag und Sonntag der Evangelischen Gemeinde Heuchel heim und ihrem Pfarrer, mit dem ihn lanajährige Beziehungen verbinden, einen Freundschafts. besuch ab. In einem Auto kam die Reisegesell» schäft über die Autobahn am Samstagnachmittag um 4 Uhr in Heuchelheim an. Mit klingendem Spiel zog der Chor in die Gießener Stratze ein, von vielen Kindern jubelnd umkreist, aus allen Fenstern freundschaftlich begrüßt. Am Abend des Samstag fand im Gasthaus „Zum Schwan" eine geschlossene Feier mit dem evangelischen Kirchenchor und der evangelischen Frauenhilfe statt, durch Musikstücke des Chores und Volkslieder der Gemeinde verschönt. Am Sonntag früh wurde die Bevölkerung an verschiedenen Plätzen durch Choralblasen geweckt. Um 10 Uhr wohnte der Chor dem Gottesdienst bei, den er durch zwei Chöre und die Begleitung der Choräle verschönte. Nach dem Mittagessen knackste der Chor eine Fahrt nach dem Gleiberg, um nach der Rückkehr um 16 Uhr in der Turnhalle ein großes öffentliches Konzert zu geben. Um 20.45 Uhr reifte der Chor aiff gleichem Wegs über die Autobahn an den Rhein zurück. Leider wurde der Besuch durch den bereits berichteten tödlichen Unglücksfall auf das schmerzlichste gestört. Unter überaus großer Beteiligung wurde das bedauernswerte Kind am heutigen Montagnachmittag zu Grabe getragen. QD Allend 0 rf a. d. Lda., 12. Juli. Am Samstagabend hielt die hiesige Landwirtschaftliche B e u gs - und Absatzaenossenschaft ihre diesjährige Jahreshauptversammlung ab, die einen guten Besuch zu verzeichnen hatte. Direktor Wilhelm Rein III. eröffnete und leitete die Versammlung. Der Geschäftsbericht für 1936, von Direktor Rein erstattet, ergab ein günstiges Bild und ließ eine stete Aufwärtsentwicklung erkennen. Am An- fana des Geschäftsjahres waren 147 Mitglieder vorhanden. Während des Jahres gingen au 2, ab 5 Mitglieder, darunter 1 durch Tod, so daß Ende 1936 ein Mitgliederbestand von 144 verblieb. Der Umsatz betrug 126 680 Mark gegen 117 937,98 Mark im Vorjahre, ©egeif die vorn Rechner Ludwig Becker vorgetragene Jahres-Rechnung und Bilanz wurden keine Einwendungen erhoben, dem Vorstände und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Der Reingewinn in Höhe von 166,89 Mark soll nach den Vorschlägen des Vorstandes und Aufsichtsrates Verwendung finden. Hiernach werden 4 0. H. Dividende an die Mitglieder verteilt und der Rest je zur Hälfte der Reserve und Betriebsrücklage überwiesen. Nachdem noch einige Vereinsanaelegenheiten erledigt worden waren, wurde die Versammlung durch den Vorsitzenden in der üblichen Weise geschlossen. D Watzenborn-Steinberg, 12.Juli. Am Samstagabend kehrten die erste und zweite Klasse der hiesigen Volksschule mit insgesamt 85 Schülern D-e Fenzlischen, auf dem Rückzug begriffen, hatten nämlich die Afra mitsamt ihrem blau-weiß gewürfelten Bett in der Stube erspäht, eine Fenster- scherbe geöffnet, ein Glas mit Zwetschgen urnge- schrnissen und ihren letzten Feuerwerksfrosch ange- zundet. Denn es fehlte ihnen noch die Krönung ihres Werkes, ein zünftiger Abschluß. Das mit dem Ameiser war ihnen zu sonderbar und zu ernst gewesen. Der Frosch sollte ursprünglich für die Reli- gionsftunbe aufgehoben werden, aber bei der Afra war er auch nicht schlecht angewendet. Er richtete allerhand Unfug an und hüpfte sich schließlich zwischen den ausgeronnenen Zwetschgen zu lobe. Die Afra wird das natürlich dem Herrn Pfarrer sagen, und der wird den Fenzlischen die Leviten lesen. Ja, und was war bann? Dann kam eigen!» "ch das Schlimmste. Es würbe ruhig im Haus Bleiern ruhig und unheimlich sttll. Und diese Stille halt seit Stunden an, und man weiß nicht was man daraus machen soll... Endlich hörte sie Schritte. Nach einer Weile ging öie Tur auf, aber nicht der Doktor kam ober feine Hausnerin, fonbern der Gsodmair, den Fogg mit der heiklen Aufgabe betraut hatte, die Afra listia und schonend in Kenntnis zu setzen. Denn einmal muhte sie das mit der Anna erfahren. Ameiserin. Auch ein bissel krank? •f\9't, O'ch hatten wir schier vergessen. Wir haben mit öcnr Peinigen nämlich eine kleine Kur gemacht Und sie hat ihm nicht schlecht angeschlagen; ich saq's ia, der Fogg-Jvsef ist einer! Der erweckt heilig die ~oten zum Leben. Dein Ameiser wird wieder, hast gehört; zum Reden haben wir ihn schon gebracht. Und wie geht s dir, wenn man fragen darf? Hast Schmerzen?" formte der Gsodmair rind tnift ver- oachtig das eine Auge zu. "Frag nicht so saudumm. Schmerzen sind gar kein Ausdruck", wimmerte öie Afra. y „Aufopfern, Afra, alles aufopfern", mahnte der ®>oömair scheinheilig. „Ja, so eine Beulen ist nichts Genaues. Da sammelt sich das Gift an. Wirst hübsch em5 haben, kann ich mir denken. Tröst dich, unser Herrgott wird 5 schon recht machen. Mußt dir so^ang"^"^"' Safür dauert das Fegfeuer nicht + r .?Ira entfuhr das geflügelte Wort des Ritters mit der eisernen Hand. „Ist dir's jetzt leichter? Das ist die Hauptsache! Das Sommerfest der Heimatvereinigung Staufenberg. y. Staufenberg, 12. Juli. Gestern fand bei außerordentlich gutem Besuche, aber leider etwas zu kühler Witterung das diesjährige H e i m a t f e ft der Staufenberger Heirnatv ereini- g u n g statt. Es begann um 16 Uhr mit einem flotten Musikstück der Militärkapelle der in Hannövrisch- Minden liegenden, zur Zeit in Staufenberg feit adjt Tagen einquartierten Pioniere. Der Gesangverein Staufenberg fang sodann zwei schöne Heimatlieder, worauf der Leiter der Heimatvereinigung, Dekan i. R. Gußmann (Gießen), eine Ansprache an die zahlreich Versammelten hielt. Er begrüßte alle, wies auf bas bereits Erreichte in ber Verschönerung der Burganlagen hin unb versprach, in diesem Sinne weiter zu arbeiten im Interesse ber Volksgemeinschaft. Er übergab bem Männergesangverein Staufenberg, dem die Vereinigung viel zu danken habe, im Auftrage des Vorstandes die Noten eines neuen Heimatliedes, das der Verein gewiß in Zukunft gerne bei ähnlichen Anlässen fingen werbe. Er gab schließlich seiner befonberen Freude darüber Ausdruck, daß so viele „Feldgraue^ sich eingefunden hätten, um den Tag mitzufeiern. Wehrmacht und Hei- matoereinigung! Hand in Hand! Erstere schützt die aroße Heimat mit starker Hand, letztere versucht die seelischen Kräfte zu.stärken. Dem Führer, der das alles geschaffen, so daß wir jetzt wieder geachtet im Kreise der Völker stehen, galt zum Schlüsse das dreifache Siegheil. — Die Lehrerin, Frl. Elli Kern, hatte die Freundlichkeit, mit 12jährigen Schulmädchen eine Reihe von Reigen unb Volkstänzen aufzuführen. — Heinrich Maos begleitete gut biefe Volkstänze auf der Ziehharmonika. Nach dem Abendessen vergnügte sich die zahlreiche Jugend mit Tanz im geräumigen Saale unb im Freien. — Die innere Beleuchtung der Burg, wie das Feuerwerk, mußte leider wegen des ungünstigen Wetters aus» fallen und auf einen geeigneteren Zeitpunkt aufge- schoben werden. NSKK. fährt in den Vogelsberg. * Lich, 12. Juli. Am vergangenen Samstag fuhr der Motor sturm 5/M. 147 mit 5 Personenwagen unb 11 Krafträbern in den Vogelsberg. Damit war bewiesen, baß man einen an sich gleichförmigen Dienst auch abwechslungsreich gestalten kann. Daneben trägt aber eine solche Fahrt auch zur Vertiefung der Kameradschaft bei. Unb wenn sich bann auch Fäben echter und wahrer Volksgemeinschaft von Stadt und Dorf spinnen, wie es diesmal der Fall war, dann ist das Ergebnis so einer Fahrt geradezu ideal zu nennen. Am Samstagnachmittag war der Sturm in Lich Zu seiner Fahrt angetreten. Das Ziel wurde vorläufig noch geheim gehalten. Nachdem in Hungen Trupp III dazu gestoßen war, fuhr der Sturm weit auseinandergezogen in Richtung Laubach. Kurz vor Schotten wurde eine Geländebesprechung abgehalten, wobei von bem Gebauten ausgegangen wurde, baß es gerade für den NSKK.-Mann oft von größter Wichtigkeit fei, wenn er sich in fremdem Gelände schnell und sicher zurechtfindet. In Schotten, das schon ganz unter dem Zeichen seines großen Sängerfestes stand, wurde im „Hessischen Während sich so viel Absonderliches in der rück- wärttgen Kammer zutruy, lag die Ameiserin mutter- seelenallein und hilflos in der Wohnstube, die auf die Straße hinausging. Der Furunkel, von bem Fogg der Anna erzählte, macht ihr seit gestern früh erbärmlich zu schaffen Er ist faustgroß, hat sich die dümmste Stelle ausgesucht und will und will nicht aufbrechen trotz Meerzwiebel und Schusterpech und Leinsamen. Wenn die Afra nur einen Rucker tut, hört sie die Englein im Himmel musizieren. Aber auch sonst ist ein Brausen in ihrem Kopf, daß es schier nicht zum Aushalten ist. Mit diesem Furunkel büßt sie vieles ab. Aber das ärgste ist, daß sich rein gar niemand um sie kümmert, daß sie keinen zum An- schreien hat und daß sich Dinge in ihrem Haus begeben, denen sie nicht auf den Grund gehen kann. Sie hat bereits ihren ganzen Tränenvorrat verbraucht, die vierzehn heiligen Nothelfer angerufen, • eine gute Meinung gemacht, einen irdenen Nachttischleuchter auf den Boden gefeuert, der sie hinterher reute — geholfen hat es nichts. Nun liegt sie abgekämpft in ihrem einsamen Bett, über dem der Nährvater Joses und der heilige Florian hinter Glas und Rahmen hängen, fiebert ein bißchen, giftet sich immer noch und bringt Ordnung in die Geschehnisse der verflossenen Stunden. Ganz zuerst, bei nachtschlafender Zeit sozusagen war dieses Getrappel im Haus, dieses Gewisper und Möbelrücken, und sie, die Afra, ist vor Aerger und Neugier fast umgekommen. Dann fing dieser Lärm an, dieser gotteslästerliche, verruchte und pfeilgerade vor ihren Fenstern, und sie dachte erft an ein Haberfeldtreiben. Alsdann und quasi zum Nachtisch war diese Ungezogenheit von den Fenzl- buben ... Wirft nicht einer von denen, von diesen Lümmeln, diesen hundshäuternen, einen Knallfrosch rn die Stube! Haus" eine kurze Rast gemacht. Bei dieser Gelegenheit begrüßte der Führer des Schottener Motorsturms 25/M. 46 unsere NSKK.-Männer. Das Schifferklavier schuf gleich eine kameradschaftliche Stimmung. Abends war das Ziel, Steinberg bei Gedern, erreicht. In dem großen Schulhof wurde geparkt. Nachdem von den Quartiermachern, die vorangefahren, die Quartierzettel ausgegeben waren, konnten die Männer in ihre Quartiere abrücken. Später versammelte sich der Sturm mit seinen Gastgebern im Saal der Wirtschaft Kaiser zu einem Dorfgemeinschaftsabend. Nach Begrü- ßungsworten des Zellenleiters, Pg. Bernhardt, wies Sturmführer Rinker darauf hin, daß er mit feinem Sturm hierher gekommen sei, um eine Brücke zu schlagen von Ort zu Ort im Sinne echter Volksgemeinschaft. Er schloß seine beifällig aufgenommene Ansprache mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Nun entwickelte sich das Bild eines echten Manöoerballes, nur daß diesmal das Braun der SA. und des NSKK. das Feld beherrschten. Bis in den frühen Morgen mußte die Musik 3um Tanze aufspielen. — Am Sonntagfrüh ging es zunächst zur Hillersbach-Talfperre, wo das Zeltlager der NSKK.-Führer-Schule besickstigt wurde. Leider machte jedoch ein endlos rieselnder Landregen alle weiteren Pläne zunichte, so daß die Fahrt abgebrochen werden mußte. Mittags traf der Sturm wieder in Lich ein. Alsfelder Prämienmarkt. 0 Alsfeld, 12. Juli. Vorn schönsten Wetter begünstigt, fand am heutigen Montag der diesjährige Prämiierungsmarkt statt. Mit dem Markte war diesmal eine Zuchtviehverstei- gerung für Bullen und Zuchteber verbunden, die von dem Tierzuchtamt Gießen der Landesbauernschaft Hessen-Nassau veranstaltet wurde. Bereits am frühen Morgen setzte ein reges Markttreiben ein. Der Markt erfreute sich eines sehr storchen Zuspruchs aus Stabt und Land; Tausende von Marktbesuchern bevölkerten den Lindenplatz, wo der Markt stattfand, und die Straßen der Stadt, in denen sich für den Krämermarkt eine außerordentlich große Zahl von Verkaufsständen eingerichtet hatte. Zur Prämiierung wurden an Pferden und Fohlen insgesamt 111 Tiere aufgebracht (im Vorjahre 102). An hessischem Fleck- und R 0 10 i e h 165 Stück, darunter 70 Zuchtbullen, von denen 57 Stück zur Zuchtoiehversteigerung angemeldet waren. An Ziegen waren zur Prämiierung 50 Stück (im Vorjahre 44) aufgetrieben. Der Auftrieb zum Schweinemarkt betrug 498 Stück, darunter 45 zur Versteigerung kommende Zuchteber. Infolge des Ausschlusses von Händler- schweinen von Händlern außerhalb des Kreises Alsfeld hatte sich der Auftrieb an Schweinen gegen das Vorjahr etwas vermindert. Erfreulicherweise entwickelte sich zum erstenmal wieder seit mehreren Jahren ein lebhafter Handel mit Fohlen, von denen 45 Stück aufgetrieben waren. Es wurden durchweg recht gute Preise erzielt. An Prämien für alle Tiergattungen gelangten insgesamt etwa 2400 Mark zur Ausgabe. Nach Beendigung der Prämiierungsarbeit fand die Vorführung aller prämiierten Tiere statt. Zu deren Beginn begrüßte Bürgermeister Dr. V ö l s i n g die Marktteilnehmer in herzlichen Wor- fammenfein ab, das in erster Linie den Vorbereitungen zum nächsten Regimentstag aalt. Bekanntlich ist der Führer und Oberste Befehlshaber Ehrenmitglied der Vereinigung ehemaliger 87er und ihrer Kriegsformationen. Das Regiment, das nur mit einer kurzen Unterbrechung an der Westfront stand und an allen großen Schlachten beteiligt war, hat für feine sehr zahlreichen Gefallenen ein Ehrenmal in der alten Garnison Mainz errichtet. Nachdem der Führer dem neuen Regiment die Tradition der alten 87er übertragen hat, wird der nächste Regimentstag in Mainz die erste Wiedersehensfeier im Zeichen der wiedererstandenen Tradition sein unb die Verbunbenheit ber felbgrauen 87er unb ihrer Kriegsformationen mit ben jungen Solbaten des Dritten Reiches betonen. — Die Gießener Karne- rabschaft will baher bie Verbinbung mit ben Wetzlarer unb ben Marburger Äameraben aufnehmen unb durch die Pflege ber Kamerabschaft alle diejenigen Kameraden erfassen, die noch abseits stehen. Für ben 21. August ist eine größere Veranstaltung in Gießen vorgesehen, zu der auch die auswärtigen Kameraden in großer Anzahl erscheinen werden. Iaqe später, als Ameiser sich schon ?us dem Weg der Besserung befand und zeitweilig ©h ? u!!11! s^ Fogg machte gerade seinen Krankenbesuch. ö ' laufen? Die Anna ist von der Donka, und über die lassen wir nichts kommen, daß du dich aus- kennst! Und die Anna ist ein gutes Ding und nicht so ein Sauerampfer wie du, daß du es weißt! Und wenn die Anna mir als Schwiegertochter gut genug ist, bann fällt auch der Frau Postböttn kein Zacken aus der Krone! Jetzt, da schau her! Ist erst noch eine große Frag', ob die Anna hermag in so einen grantigen Haushalt und zu so einem Besen, so einem kreuzschlechten!" Und der Gsodmair, nun einmal in Schwung gebracht, leerte sich gründlich aus und sagte der Afra noch viele und kränkende Dinge ins Gesicht, die ihn schon lange drückten. Dann schnaufte er erleichtert auf, riß die Tür auf und knurrte im Abgehen: „Also ich, wenn ich dein Mann wär', mein lieber Scholli, ich wüßt', was ich zu tun hätt'! Pfüat Gott!" in viel größerem Maße nniernommen werden, als das jemals auf dem Lande der Fall war. An einer Rheinfahrt des Kriegsopfern er ban- des nahmen etwa 120 Personen teil, die N S. - Frauenschaft ließ sich im Autobus zur Hillers- bachtalsperre fahren, die Evangelische Frauenhilfe besuchte das Elisabethenstift in Darmstadt, die Anstalten von Nieder-Ramstadt und das Erholungsheim des Frauenhilfsverbandes daselbst. △ Dorf-Gill, 12. Juli. Am Mlttwochnachmit- tag findet in unserer Gemeinde das alle zwei Jahre wiederkehrende große M i s s i o n s f e st der Rheinischen Mission statt. Unter anderen Rednern wird auch der neue Leiter der Barmer Mission, Direktor Berner, zu der Gemeinde sprechen. s. La n g - G ö n s, 11. Juli. Am letzten Mittwoch konnten, wie schon kurz gemeldet, die Eheleute Konrad Anton Müller und Frau Katharine, Obergasse, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Bon allen Seiten ginaen zahlreiche Glückwünsche ein; auch der Gemischte Chor, bei dem Herr Müller viele Jahre hindurch als eifriger Sänger gewirkt hat, ließ es sich nicht nehmen, dem Jubelpaare einige Lieder zu singen. Ebenso wirkte der Posaunenchor bei der Feier 'mit. Der Ortspfarrer hielt eine Ansprache. — Am Sonntag und Montag feierte unser Dorf wie alljährlich seine Kirmes in der Turnhalle und auf dem davor liegenden Sportplatz. — Der Stand der F e l d f r ü ch t e ist ausgezeichnet. Die Wintergerste wurde bereits geschnitten. Kreis Vehlar. # Wißmar, 12. Juli. Am heutigen Montag konnte Frau Marie Katharin-e Stroh, geborene Schneider, Krofdorfer Straße 23, ihren 8 0. Geburtstag feiern. Die Jubilarin ist noch sehr rüstig und verrichtet noch viele Feldarbeiten. Sie kann auf 5 Enkel und 9 Urenkel blicken. — Am Samstag wurde unter starker Anteilnahme der Gemeinde der Landwirt H. Kraft zu Grabe getragen. Lange Jahre gehörte er der Gemeindevertretung an, ferner war er Gründer der Freiwilligen Feuerwehr, die im Jahre 1906 ins Leben gerufen wurde. Kirche und (Schule. Missionsfest in Oppenrod. T Oppenrod, 12. Juli. Rach einer Pause von vier Jahren — das letzte derartige Fest fand am 28. August 1933 statt — wurde am gestrigen Sonntaa in unserer Gemeinde wieder ein Mis- sionsfest gefeiert. Aus nah und fern waren die Festgäste gekommen. Unter der Gedächtnislinde zu Luthers 400. Geburtstag, vor dem kleinen Kirchlein, versammelten sich die Festgäste, um der Festpredigt von Missionar Bender (Hermannsburg) zu lausche». Der Festredner sprach von der Mission als einer der größten, ältesten und kraftvollsten Bewegungen der christlichen Völker. Er schilderte im besonderen die schweren Aufgaben der Mission und erzählte von den Segnungen der Hermannsburger Missionsgesellschaft im Innern Australiens. Gespannt lauschten die vielen Zuhörer den Ausführungen des Missionars. In der Nachversammlung überbrachte zunächst Propst Knodt (Gießen) tue Grüße der Propstei Oberhessen. Pfarrer G o n t r u m (Watzenborn- Steinberg) ermahnte die Zuhörer, zu beten im Geist und in der Wahrheit u mden Heiligen Geist. In seiner Schlußansprache dankte der Ortsgeistliche, Pfarrer Müller (Großen-Buseck), allen Mitwirkenden: dem Posaunenchor von Klein-Linden, der mit seinen Vorträgen die Feier umrahmt und die gemeinsam gesungenen Choräle begleitet hatte, ferner dem hiesigen Kirchenchor, der die Ansprachen mit guten Choraesängen durchflochten hatte. Seine Dankesworte galten auch den Rednern des Tages und besonders der ganzen Gemeinde, die, wie immer bei derartigen Festlichkeiten, erneut ihre Gastfreundschaft an den auswärtigen Festteilnehmern bewiesen hatte. Die Festkollekte kommt der Missions- arbeit zugute. Wirtschaft. Khein-Mainifche Börse. Miikagsbörse ruhig. Frankfurt a. M., 12. Juli. Die Börse eröffnete zum Wochenanfang ruhig und zurückhaltend. Die Samstagsschlußkurse waren größtenteils nicht wesentlich verändert. Soweit Veränderungen eintraten, bewegten sie sich im Ausmaße von durchschnittlich 0,13 v. H. bis 0,25 v. H. nach beiden Richtungen. Am Montanmarkt waren anfangs fast durchweg leichte Rückgänge zu verzeichnen, so verloren Buderus 0,75 v. H., Rheinstahl 0,25 v. H., Verein. Stahlwerke 0,50 v. H., während Klöckner behauptet lagen und Mannesmann 0,25 v. H. gewinnen konnten. Don Motoren- und Maschinenwerten gingen Iunghans auf 141,90 (142,50) zurück, BMW. und Daimler waren behauptet, stärker befestigt Deutscher Eisenhandel mit 153,90 (152,75). Elektroaktien lagen vorerst noch sehr ruhig, nur Gesfürel kamen mit 153,25 (154,50) zur Notiz. Gut behauptet waren Bauwerte, Holzmann 1 v. H. höher. Derkehrspapiere hielten den Samstagsschlußstand. Von sonstigen Aktien verloren Bemberg 0,25 v. H., während Reichsbank mit 213 unverändert lagen. Arn Chemiemarkt ermäßigten sich JG.-Farben auf 165,13 (165,25). Auch der Rentenmarkt hatte vorerst nur ruhiges Geschäft. Kommunal-Umschuldung mit 94,20 unverändert, späte Schuldbücher mit 99,25 (99,50) etwas leichter. Weiter gesucht waren auf Schweizer Franken lautende zert. Bonds. Altbesitzanleihe 126,20 (126,40). Im Verlauf setzten sich am Aktienmarkt fast durchweg Befestigungen durch, die bis zu 1 v. H. gingen. Vereinigte Stahlwerke erhöhten sich auf 123 nach 122,25. Von den später zur Notiz gekommenen Werten konnten sich Metallgesellschaft um 0,40 v. H., Nordd. Lloyd auf 20,75 (20,40) befestigen. Rückgängig waren nur Eßlinger Maschinen, die 0,75 v. H. verloren und Deutsche Erdöl, die 0,25 v. H. zurückgingen. Von Zellstoffwerten kamen Aschaffenburger 0,50 v. H. höher zur Notiz. Abendbörfe behauptet. An der Abendbörse laaen die Kurse größtenteils auf der Berliner Mittagsschlußbasis behauptet. Teilweise ergaben sich leichte Erhöhungen, bis zu 0,13 v. H. Interesse erhielt sich am Aktienmarkt für Montanwerte. Don sonstigen Werten traten MAN mit 135 bis 135,50 und Bemberg mit 148,75 (148,50) etwas hervor. Schwächer lagen Elektr. Licht & Kraft mit 155,25 (156), während sich Iunghans auf 142 (141,75), Gesfürel auf 154,75 (154,25) erhöhen konnten. Am Rentenmarkt zeigte sich Nachfrage für Kommunal-Umschuldung zu 94,25, gesucht waren ferner Zinsoergütungsscheine zu 95,13. 5prozentige Jndu- strieobligationen konnten Erhöhungen bis zu 0,25 v. H. erzielen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 13. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Auftrieb: 696 Kälber, 131 Schafe und Hämmel, 4831 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65, Schafe und Hämmel 45 bis 50, Schweine 51,50 bis 55,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, Schweine zugeteilt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 12. Juli. Die Zuteilung von Mahlgut an die Mühlen wurde fortgesetzt. Neue Wintergerste wurde in kleinen Mengen für die Malzkaffeefabriken ausgenommen, während für Futterzwecke kaum Angebot vorlag. Der Roggena. Hl. Berlin — 0,720 5,706 62,21 49,05 H.24 63,81 57.12 17,02 8,679 2,495 0,718 5,694 62,09 48,95 11.22 63,69 57,00 16,98 8,661 2,491 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oeschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H. I23uu Wmihdie Woiierunc l»eic | Brie Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk Mittag, börse Schlußkurs Schlußk. Abend börse Schluß- kurs Schluß! Mittag, börse Damm 10.7. 12.7 10.7 12-7 Daium 10.7 12-7. 107 12-7 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4*/»% Deutsche Reichsschahanwei- 101,75 99 99,8 99 100 99,65 126.4 134,5 99,5 99,25 98 133,5 99.5 98,25 101,4 101,65 110,75 127 19 20,4 127,5 ZI 3 131 114 121 105 101,65 99 99,7 99 98,5 99,75 126,2 134,5 99,5 101,13 99,25 98,25 98 133,25 99,5 98,25 100,35 101,5 110,75 127 19 20,9 127,4 213,5 114,13 121,25 105 101,65 99 99,8 99 105,13 100,75 99,65 1"6.4 99,5 98,25 133,5 99,5 101,5 127,25 46,75 18,65 20,25 127,5 213,5 131,5 114 121 105 101,65 99 99,7 99 105,5 100 100,75 99,65 99 99.25 98,25 134 99,5 101,5 110,9 127,25 47 19 20,65 127,5 213,5 '161,9 114,13 121,25 105 Accumulatoren-Fabrik.......14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg ...................0 145,25 150 165 130 172 190 138,5 153,25 262 167 135,75 156 165,25 139 75 154,5 149 51,13 182 128,5 148,25 140 125,5 96 124-65 154 154 158,25 134,5 152 165 179 5 220,5 208,5 122,75 59 122,5 161 233 145,75 148,75 164,5 130,25 159,25 191,75 138,5 153,25 262 167 185,75 155,25 166.25 138,5 154,75 149,25 51 182 128,13 149,5 142 141 126,25 155,5 234 159,25 135,25 152,5 165 179,75 123,25 60 124,5 161,5 233,5 146 150 164,5 130,5 191,25 138,5 127 153.65 167 135,5 156 165,65 139,75 154,13 149,65 50,75 182 129,75 148 143 124 140 165,25 125,75 124,65 154 116,65 233,5 158,13 134,5 152 166,5 179 100,65 221,75 209,75 122,65 59,25 124 161 31,9 233 145,75 148,5 165 130,13 191,75 138,25 128,75 153,5 167 135,5 156 166,25 139 154,25 149,25 51 182 128,13 149,5 140,75 165,25 125,5 126,13 155,5 116 233,5 159,4 135,25 152,75 165,5 180,25 100,4 222,25 209,5 123 60,13 161,9 31,75 4y2% Deutsche Retchsschatzanwei- Jungen von 1935, II. Folge .. 4%% Deutsche Reichsschatzanwet- jungen von 1936, III. Folge .. t>y2% Doung Anleihe von 1930 .. 4yz% Hessische Volksstaat von 1929 4%% Deutsche Reichsvostschatz von 1934 I...................... Buderus Eisen............... 5 Gement Heidelberg...........7 Gement Karlstadt.......... 6 Conti Gummi.............. 12 Daimler Motoren.......... 6 ’/2 Desiauer Gas............... 4 Deutsche Ervöl ..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume......... 6 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz Von 1936 I.................. Retchsanleihe-Altbesitz.......... Lberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten.............. 4ya% Hess. L an desbk. Darmstadi Goldpfe. R. 12.............. Gesfürel.................... 7 Th. Goldschmidt........ 6 Grihner Maschinen...........0 Harpener.................S'/2 Hoesch Eisen...............3/2 Philipp Holzmann........... 8 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................6 Kali Aschersleben............ 4 Klöcknerwerke .......... 4y2 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer .................. 6 Mainkraft.................... 4 Mannesmann.............4’/2 Mansfelder Bergbau......... 7 Metallgesellschaft.............6 Orenstein & Koppel..........0 Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro...........- 6 Rheinstahlwerke.............. 6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 7 Salzdetfurth Kalt............6 Schuckerl & Go............... 7 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske...........“ Süddeutsche Zucker.......... 10 Bereinigte Stahlwerke...... 4'/2 Westdeutsche Kaufhof......... 0 Westeregeln Alkali............ < Zellstoff Waldhof........... « Ltavi Minen...............0,6 6%% Hess. Landes-Hyp.-Bank £iqu. Goldpfe............... dy2% Preuß. Lande§pfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Komm.-Lan- Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos -Rechte I.............. 4%% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 »y2% Franks. Hyp. Gold-Komm. CbL 2 3.................... 5%% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Steuergütschetn-BerrechnungSkurs AG. für Verkehrsweien .... vyt Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 ReichSbank................. u Berliner Handelsgesellschaft . 6 yt Commerz- und Privat-Bank... 5 Deutsche Diskonto............6 Dresdner Bank..............4 10.Juli Amtliche Notierung Geld Brie ‘-Yaban.................... 0,718 0,720 Jugoslawien .............. 5,694 5,706 £)31o ................... 62,07 62,19 48 95 49,05 Lissabon.................. 11,215 11,235 Stockholm................ 63,66 63,78 (Srfjmpfj ............... 57,02 57,14 (Spnn ipit.................. 16,98 17,02 8,666 8,684 Budapest................. Neuyork.................. 2,492 2,496 10.Juli 12 Jul Amtliche Rotiecuno Amtliche Notierung Gelt Bne, Geir Brie Buenos Aires............. Brüssel................... Rio de Janeiro............ Bolen.................... Kopenhagen............... Danzig................... London .................. Lolland................. Italien................... 0,752 41,94 0,167 47,10 55,14 -7,10 12,35 5,46 9,645 136,94 13.09 0,756 42,02 0,169 47,20 55,26 17,20 »2,38 5,47 9,665 137,22 13,11 0,752 41,93 0,166 47,10 55,16 47,10 12,355 5,465 9,655 136,86 13,09 0,756 42,01 0,168 47,20 55.28 47,20 12,358 5,475 9,675 137,14 13,11 schnitt hat in den Trockengebieten bereits eingesetzt. Weizenmehl bleibt infolge der kleinen Abgaben von feiten der Mühlen lebhaft gefragt, während Roggenmehl saisongemäß stilles Geschäft hat. Am Futtermittelmarkt werden Mischfuttermittel flott ausgenommen. Dagegen sind Biertreberschnitzel usw. nur vereinzelt, Melassemischfutter etwas besser, erhältlich. Heu neuer Ernte wurde in den Höhengebieten zum Versand gebracht, Stroh wird für die verschiedenen Zwecke ausgenommen. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R12 187, R15 190, R18 194, R19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Weizenmehl Type 812 W 13 30,00, W 16 30, W 19 30,10, W 20 30,45, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizen- futtevmehl 13,60, Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlen- festpreise ab Mühlenstation, Treber getr. 14,00, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Heu, alte Ernte, 5,50, neue Ernte 3.80 bis 4,20, Heu drahtgepreßt, alte Ernte 5,90, Weizen- und Roggenstroh draht- gepreßt 3,00, Heu gebündelt 2,70. Schweinemarkt in Alsfeld. = Alsfeld, 12. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 453 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Ferkel 12 bis 18 Mark, acht bis zehn Wochen alte 18 bis 22 Mark, zehn bis zwölf Wochen alte 22 bis 26 Mark. Der Handel verlief schleppend, es verblieb Ueberstand. Iußballführerbesprechung. Aus der vergangenen Spielserie hat sich ergeben, daß im südwestlichen Gaugebiet die Bezirks- klassen-Gr uppen geändert werden müssen. Die hierzu erforderliche Besprechung mit den Mitarbeitern, Vereinsführern und Schiedsrichtern der Kreise Gießen-Dill und Marburg fand am Montagabend im „Hotel Hopfeld" statt/ an der auch Kreis- fachwart H. Henkel und der Vertreter des Kreisführers des DRL. teilnahm. Der Gaufachwart für den Fußball, Oberstudienrat Dr. R i e m a n, Kassel, betonte eingangs, daß die für diesen Abend zu be- ainnenden Arbeiten im Sinne des Reichsbundes für Leibesübungen stehen. Er gab seiner Freude für den zahlreichen Besuch Ausdruck und ging dann auf die Neueinteilung ein, die unter Berücksichtigung der Vereine des Obertaunuskreises, die bisher im Gau XI gespielt haben, erfolgen muß, weil diese Vereine nun im Gau Hessen spielen müssen. Er begründete die Neueinteilung, die weiterhin nach den Gesichtspunkten der denkbar geringsten Kosten für die Durchführung der Spiele und der engen Verbindung des Landes mit den Städten erfolgen muß. An Stelle der bisherigen westöstlichen Gliederung muß eine nordsüdliche Einteilung der Mannschaften erfolgen, wie sie auch Dr. Michel vom VfB.- Reichsbahn eingehend begründete. Die Anregungen riefen eine lebhafte Aussprache hervor. Eine endgültige Entscheidung wird der Gaubfachwart erst nach den Besprechungen mit den weiteren Bezirks- klasfengruppen fällen können. Im Verlauf des Abends besprach der Gaufachwart die immer brennender werdende S ch Be d s - richterfrage des Gaues. Er richtete einen dringenden Appell an die Vereinsführer, ihm die besten Leute jedes Vereins, evtl, ehemalige Spieler, die noch frisch genug sind, zur Ausbildung als Schiedsrichter zu melden. Es sollen dann in Marburg Schulungskurse stattfinden. In Zukunft soll jeder Verein, der eine Mannschaft zum Wettbewerb oder Pflichtjpiel anmeldet, mindestens einen Schiedsrichter zur Verfügung stellen. Im weiteren Verlauf der Aussprache wurde auch darauf hingewiesen, daß ebenso die Linienrichter und die Platzordner einer scharfen Auswahl unterzogen werden müssen. Gau- wart Engelhardt, zugleich als Vertreter des DRL. gab bemerkenswerten Aufschluß über die Regelung der Spielerverhältnisse zwischen SA., HI., SS. und DAF. mit dem DRL. Auch Gausachbearbeiter U h l (Kassel) und Adolf E n g e l t e r (Marburg) griffen mit wertvollen Anregungen in die Aussprache ein. Abschließend betonte der Gaufachwart Dr. Riemann (Kassel) die große Linie des Sportes, der das ganze Volk erfassen muß. Aus diesem Grunde muß die Arbeit der Vereine, die die ersten waren und jetzt nicht die letzten bleiben wollen, so aus- gerichtet fein, daß sie über den Rahmen des Vereins hinweg als Vorbereitung für das große Ziel dient. Die Vereine müssen mit dafür sorgen, daß die Zahl der Leibesertüchtigung Treibenden größer wird. Die Vereine müssen daher noch mehr als früher arbeiten. In den nächsten Monaten werden überall die S ch u l f u h b a l l s p i e l e, wie sie z. B. bisher in Gießen schon vorbildlich durchgeführt werden, offiziell eingeführt werden. Es ist die Aufgabe jedes Dereinsführers, sich in feinem Ort oder feiner Stadt mit den Schulen in Verbindung zu setzen und den Lehrern mit Rat und Tat, evtl, auch durch Ueber- lassung der Sportplätze und der Fußbälle zur Hand zu gehen. Nur durch solche Arbeit im kleinen wird es möglich sein, den Vereinen neue Freunde zu gewinnen. Mit einem Sieg-Heil auf die deutschen Leibesübungen und den Fußballsport wurde der anregende Abend geschlossen. Ehrenvolle Berufung des Eportarni- leiters der NSG. „Straft durch Freude" Karl Feldhus, der Leiter des Sportamtes der NSG. „Kraft durch Freude" Gießen, erhielt von der Reichsstudentenführung den ehrenvollen Auftrag die deutsche Boxmannschaft für die VII. Akademischen Weltspiele in der Zeit vom 21. bis 29. August 1937 in Paris oorzubereiten. Die Vorbereitungen werden vom 26. Juli bis 7. August im Trainingslager der Führerschule Neustrelitz durchgeführt. Feldhus wird die Mannschaft auch nach Paris begleiten und dort betreuen. Rundfunkprogramm. Dienstag, 13. Juli. 12 Uhr :Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15.15: Volk und Wirtschaft. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Für jeden etwas! Ein buntes Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 21: Nachrichten. 21.15: Ein deutscher Meistersänger: Karl Erb. Eine musikalische Feierstunde zu feinem 60. Geburtstag. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtkonzert. Mittwoch, 14. Juli. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Kurkonzert. 9.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.50: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15.15: Volk und Wirtschaft. 16: „Zwiscken Kornblumen und rotem Mohn". 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Unser singendes, klingendes Frankfurt.. 21: Nachrichten. 21.15: „Eine reizende Frau". Szenen um Katcchrina Orloff und Fürst Bismarck. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Hier abschneideni I 7 •ti' Lilienmilch Lilienmilch, Bezeichnung eines erfrischenden Eesichtswasters das Lilienparfüm enthält. Limonade, roörtl. Getränk aus Limonen, b. h Zitronen, demnach Zitronensaft mit Wasser und Zucker, aber auch als Bezeichnung anderer Fruchtgetränke (Himbeerlimonade) üblich, ebenso für kohlensäurehaltige Getränke, Brauselimonade. Limousine, franz. Bezeichnung für ein Auto, mit festem, nicht zurückschlagbarem Verdeck. Linde, Allee- u. Brunnenbaum viel besungen. Die Ende Mai Anfang Juni erscheinenden Blüten werden getrocknet; als Tee ausgegosien ergeben sie ein schweisstreibendes Mittel Topf- linde f. Zimmerlinde Die Linde galt den Germanen als heiliger Baum und war Mittelpunkt des Dorfes und der Kerichtsstätte. Linkrusta, Bezeichnung für eine abwaschbare Linoleumtapete mit aufgepreßten Mustern. Linkshändigkeit ist eine Erscheinung. die bei vielen Menschen auftritt und bei mancher Arbeit vorteilhaft ausgewertet werben kann. Sie selbst hangt mit ber Anordnung der wichtigsten Zentren im Gehirn, besonders mit dem Sprechzentrum, zusammen. Linoleum, auf Jutegewebe auf- gepreßte Masse aus Korkmehl u Leinöl, wirb in allen Farben hergestellt unb eignet sich sowohl als Fußbobenbelag wie als Belag für Arbeitstische Küchenstühle usw Linoleum wirb mit warmem Seifenwasser gereinigt klar nachgespült, mit Bohner- wachs eingerieben und gebohnert. Flecke werden vorsichtig mit Glaspapier abgerieben. Linon, franz., feines gebleichtes Leinengewebe, vielfach auch Bezeichnung für ein Baumwollgewebe, das sich ebenfalls zu Bettwäsche eignet. Linsen, die sehr nahrhaften Samen einer weitverbreiteten Hülsenfrucht. Gute Linsen sind hellgrün oder hellbraun. Sie müffen vor dem Kochen eine Nacht eingeweicht werden. Lippen, die aufgesprungen sind dürfen auf keinen Fall geschminkt werben, da bie Ursache des Aufspringens manchmal ein schlechter Lippenstift ist Wenn Lipven- pomabe nicht hilft, mutz ein Arzt befragt werden. Lippenstift, gefärbte Fettschminke mit verschiedenen Beimischungen Der Gebrauch des Lipvenstiftes sollte auf den Besuch abendlicher Veranstaltungen wie Theater. Bälle usw beschränkt werben. In größeren Stäbten lasten sich geschminkte Lippen auch auf ber Straße ertragen, völlig fehl am Platze wirken sie jeboch auf bem Lanbe. besonbers in Sonnen- unb Schwimmbäbern. Lippenstifte zu verborgen, ist brin- genb an miberraten, ba baburch Krankheiten übertragen werben können. Liptauer Kale, Schafmilchkäse der zum Genuß mit Butter, Zwiebeln, Paprika unb Kapern durchknetet wird. Liqu., auf ärztlichen Rezepten Ab- kürzung für die lateinische Bezeichnung Liquor--Flüssigkeit. 2R1 Xätoihäwep DAS-FÜHRENDE faCHG ESC haft INGLAS-UND POR^ELLANWAREN _ ■’GiEZZESl' »"i litgei her i vtionai i Biffer ? tnüeir Turner - Oberstufe, Zehnkampf: (19 Teilnehmer, 19 Sieger): 1. Heinrich Herbert, Turno. 1846, Gießen, 192 Punkte; 2. Ernst Schöffmann, Tv. 1862 Wieseck, 189,5; 3. Richard Seth, To Gro- ßen-Linden, 189; 4. Ludwig Herbert, Tv. 1846 Gießen, 183,5; 5. Kurt Stenzel, Tuspo-V. Eibelshausen, 177,5; 6. Karl Lettin, Tv. 1862 Wieseck, 171,5; 7. Karl Seipp, To. Großen-Linden, 166,5; 8. Heinrich Jung, To. Großen-Linden, 164,5; 9. Willi Werner, To. 1862 Wieseck, 163,5 Punkte. Turner - Mittel st ufe, Zwölfkampf: (32 Teilnehmer, 31 Sieger): 1. Wilhelm Moos, VfL. Lollar, 214 Punkte; 2. Willi Kreck, To. 1893 Ewers- bach, 210,5; 3. Willi Ellermeier, Tv. 1846 Gießen, lampe sowie ein leicht schmelzbares Lötmetall und Lötwasser, das ein Oxydieren der Lötstelle verhindert. Löten läßt man zweckmäßig vom Fachmann ausführen. Löwenmaul, Eartenblume, für Zierrabatten und Schnitt geeignet. Es gibt hoch-, mittel- und niedrigwachsende Sorten. 3m März warm gesät, blühen sie im gleichen Sommer und sind in milden Wintern ausdauernd. Löwenzahn gilt als Unkraut, pflanze auf Rasen und Bleichplätzen. Kinder fertigen aus den hohlen Blütenstengeln „Ketten" an (daher Kettenblume) und blasen die Fruchtständer aus (daher Lichter- oder Pustblume). Bei kultivierten Pflanzen werden die Blätter gebleicht, die guten Salat ergeben, der angenehm bitter schmeckt. Loggia, ital., halboffener Bogengang oder überdeckter Balkon. Lohn. Der Lohn ist nach Vollendung der geleisteten Arbeit oder nach Ablauf der vereinbarten Zeitabschnitte, z. B. Woche. Monat, zu bezahlen. Der Handwerker,^. B Schuster braucht die reparierte oder hergestellte Sache nur gegen Bezahlung des Lohnes herausgeben Minderjährige Angestellte sind berechtigt, den Lohn selbst in Empfang zu nehmen und hierüber zu verfügen, wenn sie von ihrem gesetzlichen Vertreter allgemein die Erlaubnis bekommen haben das Anqeitelltenverhältnis einzugehen. es sei denn, daß der gesetzliche Vertreter dem Arbeitgeber eine andere Mitteilung macht. Turner - Unterstufe Zwölfkampf: (180 Teilnehmer, 174 Sieger): 1. Karl Bücking, Tv. Alsfeld, 216,5 Punkte; 2. Willi Berghäuser, Tuspo 03 Niedergirmes, 215; 3. Willi Straub, To. 1846 Gießen, 213; 4. Kurt Lepper, Tv. 1862 Wieseck, 210,5; 5. Georg Bingel, To. 1846 Gießen, 209; 7. Albert Zörb, To. Großen-Linden, 203,5; 8. Herbert Fischer, Tv. Großen-Linden, 202,5; 9 Hugo Wagner, To. Großen-Linden, Werner Jungjohann, VfL. Lollar, je 202; 11. Ekarius, Karl, Tv. Krofdorf, 200; 13. Kraft, Wilhelm, Tv. Alsfeld, 197; 14. Velten, Fritz, Tv. Großen-Linden, 196%; 18. Lang, Wilhelm, Tv. Gut Heil Watzenborn-Steinberg, 194; 19. Becker, Heinrich, Tv. 1912 Kesselbach, 193,5 P. Acht - Kampf, Jugend: (193 Teilnehmer, 156 Sieger): 1. Sieger: Kurt Fuchs, Gießen, 158,5 Punkte; 3. Hermann Braun, Hochelheim, 153,5; 4 Karl Fink, Lich, 149; 5. Karl Specht, Lich, 148,5; 6. Willi Lommersdorf, Alsfeld, Walter Ruhl, Lol- „Wir sind ein Volk der Leibesübung!" Aus den Ergebnis-Listen des Neichsbund-Kreisfestes in Dillenburg. sttlac 0ieBc flloi 0111 4 Ob”': ßuiteO Die Zwölfkampssieger. In der Mitte Schöffmann, Wieseck. Daneben H. und L. Herbert (Tv. 1846 Gießen). gen (Kreis 8), das am vergangenen Sonntag in Dillenburg stattfand (wir berichteten gestern bereits ausführlich darüber) wurden folgende Ergebnisse erzielt. (Die Ergebnisse können in Anbetracht der zahlreichen Wettkämpfer nur im Auszug wiedergegeben werden.) Ergebnisse der Mehrkämpfe. Turner • Oberstufe, Zwölfkampf: (17 Teilnehmer, 17 Sieger): 1. Sieger: Ernst Schöff- mann, Wieseck, 236,5 Punkte; 2. Ludwig Herbert, Gießen, 234,5, 3. Heinrich Herbert, Gießen, 233; 4. Richard Seth, Großen-Linden, 222; 5. Karl Seipp. Großen-Linden, 214,5; 6. Willi Werner, Wieseck, 209,5; 8. Karl Bettin, Wieseck, 203,5; 9. Heinrich Jung, Großen-Linden, 202,5; 10. Albert Lein, Gro- hen-Linden, 201 Punkte. 1 Löten ohne Lötkolben? Ist das möglich? Ja! Für kleinere Reparaturen gibt es den Lötdrabt d-r gleich fix und fertig -ft. Nachdem die ,u lotenden Te„e an den ,U,b’ m,rh mil darüber hinweg. j. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. >ort ° rd i?- rr & ölüioi Kn greif jreili panif st bu W Ihne leistes Bäte pk el'ar erank ihre o ranco chige eien i cht »re I W oija i ieimale |d ihren! n nicht g nmiofioi öqen A, ODölfert über R öurqane nrc-en Mbit loo U or W'N iuuni bei 53U brin IM in Mit „(e, öbes na i Bbunbcn Hl d. Mich, I betri • tor® i. allen i; ambf Wien . Dstche 1 er Ma !niid)e I öbem (I Meute Uten di uunb £ । ••t-affac flplah l Zeichne Uten § |rNnn höiif. ’M S i erber 16Nir "'hrem 1 Wort % i 6 Waren Wichen' 6. Willi Bittendorf, To. Wißmar, 57; 7. Franz Mandler, To. Launsbach; Willi Schwarz, VfB.-R. Gießen, je 56 Punkte. Alte Herren 1 (Teilnehmer 23, Sieger 17): 1. Fritz Weitershaus, Großen-Linden, 60 P.; 2. Ludwig Olemotz, Kesselbach, 55; 5. Rudolf Fischer, Gießen; Hans Birkenstock, Gießen, je 51; 6. Karl Rühl, Großen-Buseck; Philipp Launspach, Reis, kirchen, je 48; 7. Wilhelm Zipfe, Watzenborn, 47 P. Alte Herren Klasse III: 1. Emond Ebe. ling, To. Alsfeld, 55 P.; 4. Heinrich Schmidt, To. 99 Großen-Buseck, 39; 6. Christoph Schäfer, Tv. 99 Großen-Buseck, 31; 7. Heinrich Michel, Mtv. Dau- bringen, 19 P. Soielerklasse (Teilnehmer 83, Sieger 57): 1. Adolf Kinkel, RAD. 1/222 Dillenburg, 60 P.; 3. Leonhard Launspach, Reiskirchen, 57; 4. Fried Ott, Ruttershausen, 56; 5. Karl Grünig, Gießen, 55; 8. Karl Michel, Gießen, 52 Punkte. Mädchenklasse: (Teilnehmer: 51, Siegerin, neu: 33): 1. Emmi Reinstädter, Heuchelheim, 56 P.; 2. Lotte Burkhardt, Gießen, 55; 3. Erika van Bent- heim, Gießen, 54; 4. Anni Becker, Lollar, 52; 5. Ilse Baum, Gießen, 51; 7. Else Klein, Haiger, 48; 8. Sophie Stolz, Reichst) Tu. u. Sportv., 47; 8. Else Holler, Gießen, 47; 10. Marie Schäfer, Großen- Buseck, 43; 11. Rosel Noll, Gießen, 41; 12. Emmi Arnold, Gießen, 40; 13. Alma Steinmüller, Allen, darf, 37 Punkte. Dreikampf Frauen: 1. Erika Röhmig, Gießen, 68 P.; 2 Elfriede Schmidt, Gießen, 51; 3. Margret Lösch, Gießen, 49; 4. Else Ludwig, Gießen, 48; 5. Erna Volk, Allendorf, 43; 7. Elfriede Werner, Gießen, 41; 8. Gertrud Muhl, Gießen, 40 P. Vereinslurnen: Sehr gut: Tv. Sinn (Barren), Tv. Ewers- bach (Barren), To. 1846 Gießen (Stützreck), Tv. Großen-Linden (Stützreck). Die Kämpfe der Schwimmer. 200 Meter Brustschwimmen, Männerklasse 2: 1. Karl Mo^wes, GSV. Gießen, 3:25,6 Min; 2. Emil Hübner, Tv. Wetzlar. 3:28,2 Min. 100 Meter Brustschwimmen, Männerklasse 3: 1. Walter Döpfer, To 1846 Gießen, 1:31 Min.; 2. Franz Spröer, To. Wetzlar, 1:36 Min. — Männer-Jugend: 1. Heinz Ortwein, GSV. Gießen, 1:30,8 Min.; 2. Franz Hebrich, GSV. Gießen, 1:40,8 Min. 50 Meter Brustschwimmen, Männer V. o. W.: 1. Walter Usinaer, TV. Alsfeld, 43 Sek.; 2. Heinrich Riemann, RAD. 1/222 Dillenburg, 45 Sek. — Jugend D. o. W.: 1. Otto Nassauer, TuSpo. Eibelshausen, 41,8 Sek.; 2. Paul Conrad, To. Dillenburg, 49 Sek. 100 Meter Kraulschwimmen, Männer- klasse 2: 1. Georg Herbert, GSV. Gießen, 1:16,2 Min.; 2. Wernhard Meyer, To. Großen-Linden, 1:21,2 Min. — Männerklasse 3: 1. Ernst Schomber, GSV. Gießen, 1:25,2 Min.; 2. Werner Gembruch, RAD. 1/222 Dillenburg, 1:27,0 Min — Männer- Jugend: 1. Werner Albold, GSV. Gießen, 1:16,9 Min.; 2. Hans Haibach, Tv. Wetzlar, 1:22,2 Min. 100 Meter Brustschwimmen, Frauenklasse 2: 1. Emmi Schüler, GSV. Gießen, 1:44,2 Min. — Frauenklasse 2: 1. Lore Luft, To. 46 Gie- ;en, 1:58,2 Min.; 2. Gerda Sauer, To. Wetzlar, l:58,3 Min. — Frauen-Jugend: 1. Leni Schilling, GSV. Gießen, 1:49,8 Min.; 2. Helmi Breitbach, Tv. Wetzlar, 1:55,0 Min iiibre 5 g gedter etnüllt I ! M S5r. d. I Galnc 3X50-Meter-Lagenschwimmen, Männerklasse 3: Alfred Rößner, Tv. Wetzlar, 2:35,6 Min. Männer-Jugend: Wilhelm Allmenröder, Tv. Wetzlar, 2:35 Min. — 3 X 50-Meter-Lagenstaffel, Frauen: GSV. Gießen 2:22 Min. — 3 X 100-Me- ter-Kraulstaffel, Männer: GSV. Gießen 4:12,2 Min. — 4 X 100-Meter-Bruststaffel, Männer: GSV. Gießen 6:33 Min. Säbelfechten (Männer): 1. Christian Ziegler, To. 1846 Gießen, 7 Siege; 2. Matt, To. Wetz- lar 6 Siege. Florettfechten (Frauen): 1. Christel Drebes, 2. Chrissi Castein, 3. Else Wirth, je 3 Siege (sämtlich Tv. 1846 Gießen). Radfahren. Jugendrennen über 25 Kilometer: Das Rennen sah 13 Fahrer am Start. Als Sieger ging hervor: Karl Stange, Germania Gießen, 25 Kilometer in 50 Minuten; Geora Eberhard, Ger- mania Gießen, eine Radlänge zurück; L. Möbus, Göbelnrod, eine halbe Radlänge zurück; E. Preis, Germania Gießen, zwei Radlängen zurück. Oie Kämpfe der Schützen. Mannschaftskämpfe: 1. Gießener Schützen- verein, 584 R.; 2 Herborn, Reichsbahn, 550 R.; 3. Bieber, Schützenverein, 549 R.; 4. Wetzlar-Nieder- girmes, 548 R.; 5. SA.-Standarte 88, 538 R.; 12 Gießen, Schützen-Gesellschaft, 487 R.; 17. Klein- Lmden, 430 R. 1 Heinrich Heun, Herborn, 153 R.; 2. Otto Greeb, Frohnhausen, 152; 3. Wilh. Georg, Schützenverein Gießen, 151; 4. Willi Schilling, Schützenverein Gießen, 150; 5. Georg Schilling, Schützenverein Gießen, 148; 6. Christ, Bieber, 147; 7. Adolf Schmidt, Niedergirmes, 144; 10. Adler, Bieber, 140; 11. Dr. Wilhelmi, Schützen- gesellschaft Gießen, 139 R. Schwerathletik. ^-^^^"erfen. Federgewicht: 1. Schott, Alsfeld; 2. Gotz, Gießen. — Leichtgewicht: 1. Klotz, Gießen; 2. Kraft, Alsfeld. Gew ichtwe rfe n. Federgewicht: 1. Scholl, A b e d; 2. Funk, Gießen. — Leichtgewicht: 1. Kraft, Alsfeld; 2. Schwalm, Alsfeld. G e ro i chtheben. Federgewicht: 1. Schott I.; i Funk. — Leichtgewicht: 1. Schrader; 2. Klotz, Quetzen. 8 9 n ra ^.u 9 h' Leichtgewicht: 1. Braun, Wli>; 2. Gockes, Gießen. - Schwergewicht: 1. Kornmann Gießen: 2. Kraft, Alsfeld. - Aktin. SWrgemcfjt: 1 Schott I., Alsfeld: 2. Schemper, r, ^'"^A°wicht: 1. Klotz, Gießen: 2. Becker, Stegen; 3. Schröder, Gießen. Leichtathletik. 1500-Meter-Lauf: 1. Neide! Tv heuchel» ©i'elen2’ 1900 Gießen; 3. Pfaff, VfB.-R. L-n.0?'^^er-Lauf: 1.Hermann, VfB.-R.Gie- ßen, 2. Herb, Dillenburg. hnhnX^2zmnters6taffeI: 1 VfB.-Reichs- & ?-n6enJ 2- 1900 Gießen; 3. Reichsarbeits- oienst Dillenburg. Speerwerfen: 1. — *? -- MfB -R (Sippen- 2- Dr. Jacob, VfB.-R. Gießen. ' V B o 2)isfüstuerfen : 1. Kilo. 1900 Gießen; 2, Turnerinnen in Gleichtracht beim Volkstanz. (Aufnahmen [4j: Neuner, Gießener Anzeiger.) l^^S I lar, je 148; 7. Alfred Kroft, Krofdorf, Willi Schreier Gießen, je 147,5; 8. Rudolf Hartmann, Atzbach', Hermann Speier, Odenhausen, Rudi Junker Gro- ßen-Llnden, je 146,5; 9. Karl-Heinz Richter, Gießen, Willi Speier, Odenhausen, je 145,5; 10. Hermann Ludwig, Heuchelheim, 145; 12. Werner Amend Krofdorf, Rudi Velten, Wieseck, je 142; 16. Walter Lang, Klein-Linden, Ernst Kling, Wieseck, je 138 Punkte. Turnerinnen - Oberstufe. Siebenkampf (41 Teilnehmer, 35 Sieger): 1. Schwarz Aenne, Tv. Dillenburg, 129 Punkte; 2. Schneider Erika, Tv. 1847 Wetzlar, 127; 3. Schmieder, Helma,' Tv. 1846 Gießen, 121; 4. Sauber, Friedel, Tv. 1847 Wetzlar, 115; 5. Obmann, Henny, Mtv Gießen, 111; 6. Weinandt, Anna, To. Großen-Linden' Amend, Klara, Tv. Krofdorf, je 109; 7. Lotz, Minna To. 1862 Wieseck, Weiß Luise, Tv. Großen-Linden,' ie 108; 9. Wagner, Marta, Tv. Lang-Göns, 106; 10. Sack, Anna, Tv. Heuchelheim, 104; 11 Erb Lina, Tv. 1862 Wieseck, 103; 13. Kreiling, Gretel' To. Heuchelheim, Valentin, Hilde, Tv. Krofdorf je 100 Punkte. Jugend - Turnerinnen (112 Teilnehmer 77 Sieger): 1. Margret Seim, Mtv. Gießen, 135 Punkte; 2. Gertrud Schmidt, Mtv. Gießen, 132- 3. Elfriede Funk, Wetzlar-Niedergirmes, 127; 4. Li'ese- jotte Krausch, Mtv. Gießen, 124; 5. Hildegard Keßler, Großen-Linden, 123; 6. Aneliese Ziegler, Tv , ^6 Gießen, Emmi Scheppler, Großen-Linden, Gerta Volkmann, Heuchelheim, je 121; 8. Anneliese Bobus Wieseck, Erna Hahn, Heuchelheim, Irmgard Meidel, Heuchelheim, je 117; 9. Irma Braun, Wie- seck, Christel Herberg Tv. 1846 Gießen, Milli Lun- gershausen, Wieseck, je 116; 10. Anneliese Georg Tv. 1846 Gießen, Heddi Geist, Mtv. Gießen, je 115 P. ^<^-sb"mlicher Dreikampf, Männer (32 Teilnehmer, 17 Sieger): 1. Heinz Hermann G^ßen, 61 P.; 2 Arthur Kilo, Gießen, 54; 3 2Ir= nolö Fehrenbach, Gießen, 49; 6. Paul Mieritz, Gie- o/n, Heinrich Nickel, Treis, je 45; 7. Otto Linden- ttrutb Gießen, August Niemann Gießen, je 43- 9 Theodor Hopfenmüller, Gießen, 41 Punkte. Jugend-^, Drei kampf (97 Teilnehmer, 75 Sieger): 1. Helmut Schlehenbecker. TvG Ruttershausen, 65 P.; 3. Otto Geisel, Tv. Alsfeld 5?- 5^ Leonhard Knieriem, Tv Alsfeld, 50; 6. Otto Wenzel, Tv. Hörnsheim, Albert Briegel, Tv Gar- benteich, je ^49; 8. Günther Müller,' Reichsbahn- -Lurn- und Sportverein, Richard Römer, Tv Lang- rn? u?’ 9- Kurt Sondermann, Tv. Alsfeld ^e^Ler' Tv 1846 Gießen, je 46; 10. Erich Eltern, To Großen-Buseck, 45; 11. Ewald Jm- Snk 2Btelerf Heinrich Schäfer, Fc. Teutonia Watzenborn- Steinberg, je 44 Punkte d ?ne F1 a e b Dreikampf (Teilneh- Sieger 71): 1 Erich Rinn, Tv. Heuchelbeim, H r-?- t?arI Harnisch, Tv. „Gut Heil" Watzen- B born-Stelnberg, 66; 3. Willi Bepperling, Tv. Rut- tershausen,^ 62; 4.^ Ludwig Hofmann, Tv. Ober- Lise, Lisbeth, weibl. Vorname, abgeleitet von Elisabeth. Lispeln s. Sprachstörungen! Liter, Abkürzung I, Hohlmaß, das 1. Kubikdezimeter Wasser faßt. Ein Liter Wasser wiegt bei 4 Grad Celsius ein Kilogramm. Litfaßsäule, Bezeichnung einer Anschlagsäule nach ihrem Erfinder, einem Berliner Buchdrucker Litfaß. Litze wird angefertigt aus Seide für Kleiderbesätze, aus Leinen und Baumwolle für Wäschebesatz Lobelie, blaublühende 20 cm hohe Einjahrsblume, öie sich für Gartenbeete, Balkonkästen oder Ampeln eignet und dankbar bis zum Frost blüht. Saat erfolgt an warmen Vorzuchtplätzen im Februar. Lochstickerei, zu verwenden für Decken, Blusen, Borten usw. Auf der oorgezeichneten Linie werden die Muster mit kleinen Vorstichen vorgezogen. das Innere wird kreuzweise aufgeichnitten, die kleinen, losen Teilchen werden mit der Nadel unter die Randlinie geschoben und mit kleinen überwendlichen Stichen (siehe Kordonnierstich) überstickt. Loden, roh gewebtes, warmes haltbares Wolltuch, das man wasserdicht machen kann, wenn man es in einer Seifenlösung einroeicht, ausgedrückt mit essigsaurer Tonerde tränkt und trocknen läßt. Halbloden ist mit Baumwolle gemischt. Löten, Verbindung zweier Metallteile durch Anc'.nanderschmel- zen. Man benötigt dazu einen kupfernen Lötkolben, eine Löt- 204,5; 6. Waldemar Grote, VfL. Lollar, 197,5; 7. Wilhelm Schmidt, To. Waldgirmes, Otto Weiß, Tv. Großen-Linden, je 194,5; 8. Otto Röhrsheim, Turnv. Krofdorf, 194; 9. Willi Engelhardt, Tv. Heuchelheim, 191,5; 10. Richard Bepler, Tv. Kinzenbach, 190 P.