to.85 Srffcs Blaff 4 Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittag» Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrif1 nach vorh Dereinbg.250/^ mehr. Ermähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzen Erschemt tügllch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monalr-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen 18t. Jahrgang Dienstag,I5.»pril 1951 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Postscheckkonto: ' • ’ ’ ümffurt am Main 11686 VnlS und Verlag: vrühl'sche Universttäts-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahr r Englands Anerkennung der Blockade Bilbaos Um die Aufhebung der ägyptischen Kapitulationen Sie Konferenz von Montreux eröffnet Ge- sicher. SS. Eine Erläuterung Zaldwms. Mitztrauensantrag der Arbeiterpartei. haben, denn daß es ohne solche Verhandlungen gehen würde, hat sich nach dem Beispiel Deutschlands gezeigt. In der Hauptsache ist es wohl England, das aus den Kapitulationen Vorteile gezogen hat und noch zieht, während die Beteiligung anderer Staaten weit geringer ist. Allerdings darf nicht übersehen werden, daß der Geist der Rechtspflege in den Ländern mohammedanischen Glaubens ein anderer ist als in den Ländern europäischer Gesittung. Das ist wohl auch die Ursache, daß ein Uebergang eingefügt werden soll, um Verkehrssitten und Verkehrsbräuche einander zu nähern. Für Aegypten handelt es sich ja nicht nur um die Abschaffung der Kapitulationen schlechthin, sondern auch darum, gegenüber allen Ausländern d i e ägyptische Staatshoheit unbedingt zum Ausdruck bringen zu können. Dazu gehört auch, daß die Ausländer künftig in Aegypten steuerrecht- l D o l l a r a u f w e r t u n g gesprochen wird, während in Frankreich allen Regierungs-Dementis zum : Trotz von einer weiteren Frankenabwer- » tu n g gesprochen wird. Das „von — bis" in Frankreich, das Ende September 1936 festgesetzt wurde, beträgt 98 bis 112 französische. Franken für ein englisches Pfund. Der Franken hatte lange zwischen 105 und 106 gependelt und -ist dann auf über 110 Franken für öas Pfund gesunken. Ihn trennt also nur noch ein kleiner Betrag vom Tiefenpunkt der Abwertung, wie er damals gesetzlich festgesetzt worden war. In Frankreich hat eine neue Welle der Lohnkämpfe und der Preis st eigerungen eingesetzt. Der Fnlandswert des Franken hat in den letzten Wochen eine neue fühlbare Ermäßigung erfahren. Eine neue Preiserhöhung droht von der Einführung der Vierzigstundenwoche, die zu einer Verteuerung und Verminderung der Ausfuhr und zu einer Einschränkung der Produktion führen muß. Die Versuche der französischen Regierung, den argwöhnischen Sparern durch Drohungen und Verlockungen große Beträge gehorteten Goldes abzunehmen, haben einen nur sehr geringen Erfolg gehabt. Es ist für die Regierung Blum verlockend, eine neue Abwertung vorzunehmen, also den Ankaufspreis für das Pfund höher festzusetzen als 112 Franken, um auf diese Weise wenigstens eine Zeitlang vor innerpolitischen Wirtschafts- und Sozialauseinandersetzungen sicher zu sein. Aber einstweilen heißt es noch an amtlicher Pariser Stelle, die Festsetzung eines höheren Ankaufspreises für das Pfund als 112 Franken komme nicht in Frage. Nachdem bereits vor Monaten in Schweden und Finnland Gedanken an eine Wieder- aufmertung der Landeswährung aufgetaucht waren, sind jetzt in den Vereinigten Staaten und auch in Holland solche Pläne erörtert worden. Amerika kaufte alles Gold, das ihm an- geboten wurde, zum Preis von 35 Dollar die Unze (28V3 Gramm). Zur Bezahlung gab Amerika Dollarnoten hin und vermehrte auf diese Weise das Angebot an amerikanischen Zahlungsmitteln. Ein solches Ueberangebot, das den normalen Bedarf übersteigt, droht zu einem Mißverhältnis des Geld- und des Warenwertes, also zu einer Preis- fteigerung zu führen. Diese Grundauffassung muß berücksichtigt werden, wenn man verstehen will, daß ein verhältnismäßig unbedeutendes Ereignis ernste Währungssorgen hervorrief: Sowjetrußland hatte amerikanischen Banken einen besonders großen Posten Barrengold (190 Millionen Dollar) angeboten. Die amerikanischen Banken fragten beim Schatzamt in Washington an, ob ihnen dieser Posten zum bisherigen Preis und unter Berechnung der bisherigen Manipulationskosten von 0,5 v. H. abgenommen werden würde. Das Schatzamt erklärte, sich nur für einen Tag binden zu wollen. Daraus entstand das Gerücht, das Schatzamt gedenke den Goldankaufspreis herabzusetzen. zuzugeben und damit das Recht des Stärkeren vorsorglich anzuerkennen. Diese Erklärung ist überaus bedeutsam auch für i>ie weitere internationale Behandlung des spanischen Krieges. Sie stärkt zweifellos dos Ansehen Francos ganz außerordentlich und wird manche andere Mächte veranlassen, ihre Haltung gegenüber diesem Konflikt zu überprüfen. Auch die militärische Auswirkung des britischen Schrittes ist von unmittelbarer und weittragender Bedeutung. Denn sollten Die ägypttsche Abordnung hat der Konferenz den Entwurf eines Abkommens über die Aufhebung der Kapitulationen unterbreitet. Der Entwurf bestimmt in Artikel 1: Die Vertragschließenden sind damit einverstanden, daß die Kapitulationen in Aegypten in jeder Hinsicht völlig aufgehoben werden. Artikel 2: Vorbehaltlich der Grundsätze des internationalen Rechtes unterstehen die Ausländer der ägyptischen Gesetzgebung auf straf-, zivil-, Handels-, verwaltungs- und steuerrechtlichem Gebiet und in sonstiger Hinsicht. Die ägyptische Regierung sagt zu, bei Abschluß des Abkommens ein Strafgesetzbuch und eine Strafprozeßordnung vorzulegen, die spätestens am 15. September 1937 in Kraft treten sollen. Die Reuordnung der gemischten Gerichtshöfe soll ab 15. Oktober 1937 gelten. Auf Vorschlag Mottas wurde durch Zuruf Nahas Pascha zum Präsidenten gewählt. Als Generalsekretär wurde der griechische Völkerbundsbeamte A g h n i d e s bestimmt, der diese Stellung bereits auf der Meerengen-Konferenz bekleidet hat. Die Leitung der Arbeiten ist zwischen Po litis (Griechenland) und H am s s o n (Norwegen), den früheren Präsidenten des Gemischten Appellattonsgerich- tes, in der Weife aufgeteilt worden, daß unter dem Vorsitz von Politts die allgemeinen Fragen und unter dem Vorsitz von Hansson die Fragen der Gerichtsverfassung behandelt werden. „Aus Müschen Gründen." l i ch ebenso erfaßt werden wie das in Frankreich oder England gegenüber Ausländern üblich ist. Die wirtschaftlichen Beziehungen zu Aegypten werden durch die Abschaffung der Kapitulationen nicht g^ hemmt, sondern im Gegenteil kräftiger als bisher gefördert, weil nun auch die Aegypter selbst wissen, daß sie sich auf den rechtlichen Schutz ihrer eigenen Regierung verlassen können und dürfen. In Aegypten selbst wird die Konferenz von Montreux mit großer Aufmerksamkeit beobachtet, denn bedeutet schon die Verfassung einen Schritt zur Freiheit und Unabhängigkeit, so wird das eine wie das andere weiter ausgebaut, wenn nunmehr auch die Rechtspflege zu einer Sache der eigenen Staatshoheit wird. Ob sich die Verhandlungen in Montreux freilich so glatt abwickeln werden, wie das in Aegypten gehofft wird, ist angesichts der Haltung einzelner europäischer Mächte nicht ohne weiteres "' Montreux, 12. April. (DNB.) Die Konferenz für die Abschaffung der Kapitulationen ist von dem schweizerischen Bundespräsidenten Motta als Vertreter des gastgebenden Landes eröffnet worden. Der ägypttsche Ministerpräsident Nahas Pascha entwickelte darauf die Vorschläge seines Landes. Aegypten habe im Bewußtsein seines Rechts und der Mäßigung seiner Vorschläge zu dieser Konferenz eingeladen. Um die Gerechtigkeit seiner Sache zu beweisen, genüge es, daran zu erinnern, daß alle Staaten bestrebt seien, für ihre Staatsangehörigen im Auslande die Gleichberechtigung zu erlangen, während Aegypten nur die Gleichberechtigung seiner Staatsangehörigen gegenüber dem auf seinem Gebiet wohnenden Ausländern wiederherstellen solle Die Kapitulationen seien eine Ausnahmeregelung, die mit dem Geist der Zeit unvereinbar sei, und die in fast allen Ländern, wo sie bestand, inzwischen verschwunden sei. Um so unverständlicher sei es, daß die Kapitulationen in Aegypten noch bestehen, das seine Gesetzgebung, seine Justizverwaltung, seine innere Verwaltung, seine Finanzen und seine Polizei auf den modern st en Grundlagen aufgebaut habe. Das ägyptische Programm bestehe in der Abschaffung der Kapitulationen in jeder Hinsicht, wozu selbstverständlich auch die sofortige Aufhebung jeder gesetzgeberischen Immunität der Ausländer einschließlich der fiskalischen gehöre. Die gemischten Gerichtshöfe könnten auch während der Uebergangszeit nicht so bleiben, wie sie sind. Um den Uebergang reibungslos zu gestalten, seien zwei Maßnahmen erforderlich: 1. die lieber» tragung der Konsulargerichtsbarkeit auf die gemischten Gerichte, 2. die Einleitung des allmählichen Abhaues der gemischten _ _ richte mit dem Ziel des lleberganges ihrer Befugnisse auf die Einheimischengerichte. auch die übrigen Nichteinmischungsmächte darauf verzichten, den Zugang ihrer Frachtschiffe und Lebensmitteltransporte ins rote Baskenland mit Waffengewalt zu erzwingen, dann dürfte die Ausräucherung der bolschewistischen Widerstandsnester von Bilbao bis Oviedo nur noch eine Frage der Zeit sein. Denn daß die roten Kriegsschiffe selber imstande seien, die nationale Blockade innerhalb der Dreimeilenzone zu brechen, kann ernstlich kaum in Betracht gezogen werden. Ev. London, 12. April. (DNB.) Ministerpräsident Baldwin erklärte im Unterhaus über die Blockade von Bilbao, es sei notwendig gewesen, die praktische Seite in Rechnung zu stellen, die sich daraus ergeben f)abe, daß die Nationalen den Versuch gemacht hätten, Bilbao vom Meer und vom Lande her einzuschließen. Bilbao befinde sich in unmittelbarer Nähe der Kriegszone; es seien daher schwere Gefahren für die Schiffahrt im Hafen von Bilbao, die von Bombenabwürfen herrührten. Hierzu müsse das Auslegen von Minen in Rechnung gestellt werden. Es bestehe somit ein schweres Risiko für jedes Schiff, das in den Hafen gelangen wolle. Die britische Regierung könne Rechte einer kriegführenden Macht in dieser Sache weder anerkennen noch voraussetzen, sie könne keinerlei Behelligungderbritischen Schiff ahrtaufSee dulden. Sie warne jedoch die brittsche Schifffahrt, angesichts der Zustände in der Umgebung von Bilbao davor, sich in dieses Gebiet zu begeben, und zwar aus praktischen Gründen und angesichts der Gefahren, gegen die man sie gegenwärtig nicht schützen könne. Der Vizeadmiral, der das Schlachtkreuzergeschwader kommandiere, sei an Bord der „H o o d" an die Nordküste Spaniens entsandt worden. Die Regierung wünsche, daß sich i mit Rücksicht auf die schwierige Sage in den Gewässern eine angemessene Seestreitkraft unter dem direkten Kommando eines Flaggoffiziers im Admi- Der Beschluß der Regierung hat die Labour- Opposition zu einem Mißtrauensantrag veranlaßt. In dem Anttag wird erklärt, daß das Haus „das Versagen der Regierung bedauere, die brittsche Handelsschiffahrt bei Ausübung ihres ordnungsmäßigen Berufes zu unterstützen". In der Begründung des Anttages wird der Oppositionsführer 2111lee von dem früheren arbeiterparteilichen Marineminister Alexander unterstützt werden. Eden und Baldwin werden voraussichtlich für die Regierung sprechen. „Morning Post" glaubt, daß britische Kriegsschiffe englische Schiffe, die sich der Gefahrenzone von Bilbao nähern, an halten werden. * „D aily Telegraph" schreibt, daß der englische Beschluß nicht auf juristische, sondern auf praktische Erwägungen zurückzuführen sei. Es würde zu einer höchst unerwünschten Verwirrung führen, wenn die britische Flotte, die an der spanischen Nordwestküste mit der Verhinderung von Munitions- und Freiwilligenzufuhren beauftragt sei, außerdem die Ausgabe haben würde, englische Handelsschiffe in baskische Häfen zu geleiten und Minen zu beseitigen. — Das Labour- organ „D aily Her ald" bezeichnet die Erklärung Baldwins als äußerst unbefriedigend. Sie bedeute, daß die englische Flotte nur dann die Handelsschiffe beschützen werde, wenn es keine ernstlichen Unannehmlichkeiten für Franco mit sich bringe. — Die liberale „News Chronicle" beschuldigt die englische Regierung der Feigheit (!) und behauptet, daß das britische Ansehen einen neuen Tiefstand erreicht fyabe. Schlechte Wähningsvorbildw Don Carl Wellthor. Als die drei westlichen Demokratien England, Amerika und Frankreich, am 26. September 1936 die Abwertungdes französischen Franken mit einer JLährungs- oereinbarung verbanden, war man in Deutschland der Ansicht, es handle sich hierbei nicht um einen bedeutsamen und richtungsweisenden Schritt, sondern um ein Ablenkungsmanöver, das über die wahren Gründe der französischen Währungsabwertung täuschen sollte. Die angelsächsischen Mächte haben beim Entschluß der Regierung Blum-Delbos, den Goldwert des Franken herabzusetzen, mindestens moralisch mitgewirkt, indem sie dem führenden Lande des „G o l d b l o ck s" seit Jahr und Tag vorrechneten, welche Vorteile es aus einer Anpassung der Landeswährung an die Pfundabwertung vom Herbst 1931 undandieDollarab- wertung vom Frühling 1933 haben werde. Dadurch, daß der Goldblock auf die gleiche Währungsebene mit den früheren Abwertungsländern trat, sollte jenes internationale Währungschaos b e e n = d e t werden, das in allen internationalen Finanz- und Wirtschaftskritiken als eines der Hauptübel unserer Zeit bezeichnet wurde. Die übrigen Mächte wurden aufgefordert, dem französischen Beispiel zu folgen. In der Tat folgten einige der neuen Abwertungsländer vom Herbst vorigen Jahres, aber „Schule gemacht" hat die Währungsverein- barung der drei westlichen Demokratien sticht. Die Länder, die in den letzten 5V? Jahren den Goldwert ihrer Währungen herabgesetzt haben, taten das zumeist nicht zu einem festen Satz, sondern „von — bis". Sie ließen sich also eine Spanne von einigen Prozent, innerhalb deren der Kurs der abgewerteten Währung schwanken könnte. Damit wurden die Fonds geschont, die zur Aufrechterhaltung des neuen Kursstandes geschaffen worden waren, aber gleichzeitig die Angriffsneigung der Baissespekulation abgekühlt. Wenn die Regierung das Recht hatte, auf einen Vorstoß der Spekulation mit einem zeitweiligen Gleitenlassen des Kurses zu antworten, so mußten sich die Aufwendungen und das Risiko der Spekulation, ihr Ziel zu erreichen, beträchtlich vermehren. Nacheinander haben alle drei Kernländer der Witt- schaftsoereinbarung vom September vorigen Jahres, England, die Vereinigten Staaten und neuerdings Frankreich, Kursrückgänge ihrer Währung bis in die Nähe der „unteren Äbwertungsgrenze" erfahren. Der Kursrückgang bei dem einen L a n d wirkte sich, da diese Länder in der internationalen Berechnung eine hervorragende Rolle fptelen, als Kursbefestigung der anderen Währungen aus. Es ist daher kein zufälliges Zusammentreffen, wenn in Amerika über eine Vor der baskischen Küste in der Biskaya sind er= hkbliche Flottenstreitkräfte aufmarschiert. Die britische Flotte besteht aus den Zerstörern „Brazem", „Leagle", „Blanche", dem Kreuzer „Shropshire" Md dem Schlachtschiff „H o o d", dem größten Kriegsschiff der Welt, das in einer Rekordfahrt rund um die spanische Halbinsel an Ort und Stelle ge- Idigt ist. Die nationalspanischen Kriegsschiffe, die biilang die Seeblockade an der Nordfront durch- fchren sollten, sind durch das Schlachtschiff „Espana" unb die Kreuzer „Canaris" und „Almirante Cer- oera" verstärkt worden. Diese Konzentration der Skestreitkräfte ist das äußere Zeichen der Krise, die sich in wenigen Tagen um die Frage des Vlockaderechtsin den baskischen Gewässern entwickelt hat. Es ist nun höchst interessant, wie Großbritannien aui die Ankündigung Francos, er werde kein frem- t>ef Schiff mehr in die baskischen Häfen einlaufen lasen, geantwortet hat. Das Kompromiß, das in bei Sonntagssitzung des englischen Kabinetts beschlossen wurde, darf geradezu ein Musterbeispiel englischer Diplomatie genannt werden. Ohne ihre grundsätzliche Haltung in der spanischen Frage auf- zmeben, trägt die Londoner Regierung doch den tatsächlichen Machtverhältnissen des 21 ji g e n b I i tf 5 wie den künftigen Bedürfnissen bet englischen Politik soweit Rechnung, daß i n iemem Falle Ansehen und Autorität Groß- briianntens darunter leiden würde. Montreux haben die Verhandlungen der [[genannten Kapitulationsmächte mit der Ägyptischen Regierung über die Abschaffung der Ausnahmestellung und des Ausnahmerechtes für tüe Ausländer begonnen. Im Nahen Osten bedeutet bfer Begriff der Kapitulation nicht nur eine Sonderstellung dieser Ausländer, sondern auch eine ae= wisst Mindereinschätzung für die Staaten, die sich Kapitulationen gefallen lassen müssen. Die „Kapi- ttilaiionen", ursprünglich ein Sonderrecht venezianischer und französischer Kaufleute unter Aus - s hließung aus der mohammedanischen Rechts- gMinschaft, wandelten sich mit dem Rückgang der isssamitischen Macht und der Stärkung der europäischen Völker zu Privilegien, die z. B. m Mgypten dem Ausländer praktisch vollkommene Stterfreiheit, Stellung unter Sondergerichte und Aburteilung vor seinen heimischen Gerichten wegen Straftaten sicherten. Die Ausländer sind also nicht verpflichtet, vor den Gerichten des Landes zu er» fLeinen, in denen sie wohnen, sondern sie unter- ftitijen der Gerichtsbarkeit der Kapitulationsgerichte, ar denen zwar auch einheimische Richter beteiligt Md, aber ausländische Richter den Vorsitz führen, salwik auch zahlenmäßig überlegen sind. Cs ist ohne weiteres klar, daß dieser Zustand von dm erwachenden Völkern des Nahen Ostens als national unerträglich empfunden wird, weshalb die nuue Türkei die Kapitulation überhaupt nicht zugelassen hat. In Aegypten bestanden sie bis hMie fort, wobei wieder zu beachten ist, daß die Abschaffung zwar technisch leicht ist, aber von be= stimmten Mächten nicht so ohne weiteres gewünscht und ^gestanden wird. Daß es auch ohne Kapitulation geht, hat sich vor allem in dem Verhältnis Deutschlands zu Aegypten gezeigt, denn im Mrjailler Vertrag mußte Deutschland auf die Vorrechte aus den Kapitulationen gegenüber Aegypten vtmzi chte n. Der Verzicht hat nicht geschadet, denn das neue Deutschland hat freundschaftliche Be- zwiMxgen zu Aegypten ausgenommen, die sich in jetier Hinsicht gut entwickelt haben. Wenn die übrigem fünfzehn Mächte, die noch an den Kapitula- tioiner beteiligt sind, ebenso verfahren würden, damu würde dieser Rest europäischer Bevormun- buing gegenüber den Völkern des Nahen Ostens sehr batib terschwinden. Iber ohne Verhandlungen sind die fünfzehn MLchtt nicht Herumzukriegen, was wohl darauf zu- rüÄzil ühren ist, daß die eine oder andere Macht gloiubt, irgendwelche Vorteile für sich herausschla- gem zu können. Das ägyptische Volk will in seiner übewältigenden Mehrheit von den Kapitulationen mach mehr wissen, fordert vielmehr, daß die Freiheit Md Unabhängigkeit des Landes auch in der R «rnh! sh oh eit zum Ausdnrck kommen muß. Die Rechnung ist bereit, den Uebergang zu erleichtern, w«; wohl auch 'die Ursache ist, daß die Kapitula- tiavvibchte nicht ohne Verhandlungen auszukom- mxrn s-heinen. Sie sind es eigentlich, die die Ver- I) (Hüblingen in Montreux mittelbar erzwungen Stad) dem internationalen Seerecht bestehen zwei Mglichkeiten zur Anerkennung eines Blockade- redtes: Erstens die Anerkennung der bei» ben feindlichen Parteien als krieg- ü 1) r e n b e Mächte, zweitens die Tatsache, daß bieBlockade seitens einer der beiden Parteien völlig wirksam durchgeführt werden kann, die Entscheidung darüber, ob diese Voraussetzungen in einem bestimmten Fall gegeben sind, ist natürlich in das Ermessen jedes fremden Staates gestellt. London nicht gut von feinem früher festgelegten -tcndpunkt, es erkenne weder Burgos noch Valencia, noch Barcelona als kriegfüh- 1 leite Parteien an, abgehen konnte, da es aber an» üertrfeits auch offensichtlich daran interessiert ist, mit der Regierung Francos allmählich in ein gutes 'vmältnis zu kommen, wählte es den Ausweg, «itusich.die Blockadefähigkeit der nationalen spani- uueutm numrnun Regierung in diesem „So nder fa!l" f ralsrang befinde. Amtlicherseits ist eine solche Absicht bestritten worden. So leicht eine Währungsabwertung technisch und psychologisch ist, so schwer ist eine 'Währungswiederaufwertung. Zunächst einmal sind die Leitragenden einer Aufwertung alle diejenigen, die Verpflichtungen in festen Betrügen zu erfüllen haben, die also eine größere Menge von Waren aufwenden müssen, um laufende Verpflichtungen (Zins- und Tilgungsfälligkeiten) zu bezahlen. Auf der anderen Seite gelangen solche Kreise zu einer wirtschaftlichen Stärkung, die politisch keine organisierte Macht darstellen und die daher auch immer wieder rücksichtslos ausgepliindert wurden: die Rentner und Sparer. Amerika befindet sich wie die meisten Länder der Erde in einem Zeitraum der wirtschaftlichen Blüte, und zwar in geringerem Grade als anderwärts, wo sich der verstärkte Rüstungsaufwand auswirkt. Die Streiks in Amerika sind zum Teil marxistische Manöver, zum anderen Teil Kämpfe um den Anteil, wie sie in demokratischen Ländern als legitim angesehen werden. Eine Wiedererhöhung des Goldwerts des Dollars würde den amerikanischen Markt dem verstärkten Zustrom ausländischer Waren öffnen und auf der anderen Seite das amerikanische Ausfuhrgeschäft schädigen. Hier ist jedoch der Vorbehalt zu machen, daß bei keinem anderen in die Weltwirtschaft verflochtenen Lande die Ausfuhr eine verhältnismäßig so geringe Rolle im Gesamtgeschäft spielt wie in Amerika. Ein bedeutsamer Umstand ist endlich der, daß die Wiedererhöhung des Dollarwertes die Bereitschaft der Schuldnerländer, ihre Verpflichtungen gegenüber dem amerikanischen Gläubiger wiederaufzunehmen, weiter vermindern würde. Auf einer Kundgebung der letzten Leipziger Frühjahrsmesse hat der deutsche Botschafter in London, von Ribbentrop, die Rolle des Goldes dahin charakterisiert, daß es viel von seiner früheren Bedeutung verloren habe. Aehnlich hat sich Reichsbankpräsident Dr. Schacht bei verschiedenen Anlässen ausgesprochen. Wenn man vielleicht auch das Fehlen einer angemessenen Goldreserve nicht eben als einen Vorzug ansehen kann, so ist doch fraglos ein übertriebener Goldreichtum nicht vom Segen. Frankreich kann mit seinem Goldreichtum, der teils in den Tresors der Bank von Frankreich, teils in den Sparstrümpfen der kleinen Leute steckt, nicht viel anfangen und vor allem nicht eine neue Preiswoge verhindern. Amerika muß einen Teil des Goldes, über das es verfügt, „sterilisieren", d. h. an der normalen währungspolitischen Funktion hindern, Gegenwert gegen ausgegebene Zahlungsmittel zu sein. Seit Tagen geht die Erörterung, ob Amerika, um sich des unerwünschten Goldzustroms zu erwehren, den Goldankauf einschränken, den Uebernahmepreis ermäßigen (und dadurch den Dollarkurs erhöhen), einen Goldeinfuhrzoll erheben oder die Uebernahme- und Manipulationskosten heraufsetzen solle. Alles würde im Effekt auf eine Dollaraufwertung hinauslaufen und schwerwiegende wirtschaftliche Verlagerungen zur Folge haben. Die deutsche Skepsis gegenüber der Währungsvereinbarung der westlichen Demokratien hat sich als richtig erwiesen. Es liegt für uns kein Anlaß vor, uns von der bisher verfolgten Währungspolitik abzuwenden. Oer Wahlausgang in Brüssel. Brüssel, 12. April. (DRB.) Das Wahlergebnis wird in der Brüsseler Presse eingehend besprochen. Große Genugtuung herrscht in der Presse derjenigen politischen Gruppen, die die Kandidatur van Zee- lands unterstützt haben. Die „Jndependance Belg e", das Organ, das dem Ministerpräsidenten nahesteht, schreibt, die Brüsseler Wähler hätten in unverhofft bemerkenswerter Klarheit bewiesen, daß Belgien die Rettung des Staates im Rahmen der Verfassung fortsetzen wolle. Das katholische Blatt „Libre B e l g e" meint, das Walergebnis bedeute einen großen persönlichen Sieg für van Zeeland. In der Rex-Zeitung „Le P a y s Reel" schreibt Leon Degrelle, daß die Rex-Bewegung sich bei diesem Wahlgang trotz der gegen sie gerichteten Koalition aller Parteien, trotz des ganzen Druckes des Regimes und trotz des Zweifels, der in letzter Minute in die Gewissen geworfen worden sei, gut gehalten habe. Der Erklärung des Kardinalerzbischofs von Mecheln gegen die Rex-Bewegung wird eine entscheidende Bedeutung für den Wahlausgang beigelegt. Die Wähler, die sich trotz allem zu Rex bekannt hätten, machten 20 v. 5). der Bevölkerung der Hauptstadt aus. Mit einer solchen abgehärteten Minderheit sei alles möglich, besonders wenn man sich die Sieger betrachte. Ihre Kraft bestehe lediglich in der Zahl. Nichts anderes habe sie geeint als die A n gst vor Rex. Schon mor- Nachts erzählt in einer afrikanischen Herberge. Don Sir Hedley Chiivers Eines Abends feierten einige Großwildjäger zu Beira in einer jener Herbergen, die als Vorposten der Zivilisation bis ins Innere Afrikas vorgeschoben sind, das Jagdergebnis und die glückliche Heimkehr aus dem Busch. Da nahm am Nebentisch ein Fremder Platz. Sein Gesicht war sehr dunkelhäutig, zwei Büschel krausen schwarzen Haares standen ihm von den Schläfen ab, er hatte leuchtende schwarze Augen und eine Narbe, die vom Kinn zum Ohr lief. Er kam, wie sich später herausstellte, aus den Wäldern von Kiwu und war noch von der Einsamkeit des Dschungels umwittert. Zwei Finger an seiner rechten Hand waren offenbar weggeschossen worden, und er hinkte ein wenig beim Gehen. Eine Weile schon hörte er stillschweigend den Erzählungen am Nebentisch zu. Dann blickte einer der Herren in vorgeschrittener Stimmung in der Richtung zu ihm hinüber, prostete ihm zu und füllte auch fein Glas. Der Fremde tat Bescheid und kam an den gemeinsamen Tisch herüber. Alsbald gab auch er seinen Beitrag zu den Jagderlebnissen zum besten. Seine Geschichte war so lebenswahr und lebendig, daß sie seine Zuhörer sofort in ihren Bann schlug. Er schilderte den Kampf eines Gorillas mit einem Löwen, den er in einer Buschlichtung unweit der Wälder des Kiwusees belauscht hatte. Er hatte diesen Kampf nach seiner Aussage von Anfang bis zu Ende beobachtet und war so kühn zu behaupten, er habe in seinem langen Leben als Waldläufer noch nie eine solche Kraft, Wildheit unb solchen Mut gesehen, wie sie hier aufeinander prallten. Die Nacht, erzählte er, begann im Busch einzufallen und der Wald aus allen seinen Tiefen zu zittern, zu pfeifen und zu brüllen. Da sah er ein Gorillakind erschrocken umherirren, das seltsam menschliche Schreie ausstieß. Es hatte sich anscheinend auf seinem Weg verirrt und stieß seinen Hilferuf aus; denn die Gorillas schließen sich, wie man wissen muß, gewöhnlich zu Familien zusammen. Aber fast gen würden sie wieder uneinig sein. Der von Rex geschaffene nationale Block werde sein Rettungswerk fortsetzen. — „Volk en Staat", die nationalflämische Tageszeitung, die dem mit Rex verbündeten VNV. nahesteht, schreibt: Unter den außergewöhnlichen Umständen, unter denen dieser Wahlkampf geführt worden sei, sei Degrelle durchaus berechtigt, mit dem Ergebnis zufrieden zu fein. Der Wahlsieg van Zeelands wird von der Pariser Presse einheitlich begrüßt. Bei der bekannten Einstellung der Linkspresse ist es natürlich, daß sie den Wahlausgang als eine Niederlage des belgischen „Faschismus" hinstellt. Wladimir d'Ormes- son schreibt im „F i g a r o", die Franzosen könnten sehr zufrieden sein mit dem Wahlausgang. Man brauche deshalb aber auch nicht alles zu mißachten, was großzügig und gut an der Rex-Bewegung sei. Der „Mat'in" stellt bei diesen Betrachtungen in den Vordergrund, daß Degrelle nicht im mindesten gewillt sei, den Kampf aufzugeben. Italiens Arbeiter begrüßen Dr. Ley. ..V &< M Genua, 12. April. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley besichtigte in Genua die Betriebe der Ansaldo- Werke, wo ihm ein überaus herzlicher Empfang zuteil wurde. Der Besuch der Lehrlingsschule der Ansaldo-Werft, auf der zahlreiche Kriegs- und Handelsschiffe Italiens entstehen, war besonders bemerkenswert, weil dort der Grundsatz „Schönheit der Arbeit" in vorbildlicher Weise verwirklicht ist. Auch der Besuch von zwei Unterkunftshäusern für Hafenarbeiter vermittelte Dr. Ley ein Bild von der Sorgfalt, die man allen Arbeitergruppen angedeihen läßt. Nach einer Hafenrundfahrt besichtigten die deutschen Gäste den größten italienischen' Ueberseedarnpfer „Conte di Savoy a". Den Abschluß des Tages bildete eine Fahrt nach C h i a d a r i an der Riviera, wo das achtstöckige Turmgebäude der Kinderkolonie besichtigt wurde. 400 Kinder sind dort ständig unter ärztlicher Aufsicht, um sich in gesundem Klima am Mittelmeer zu erholen. Der deutsche Arbeiter hat niemals seine idealistische Gesinnung verleugnet. Er blieb auch in marxistischer Verkleidung der Mann, der den Wert seiner Arbeit nicht nach dem Inhalt der.Lohntüte, sondern nach seinem Erfolg beurteilte, der sich das Schlagwort von der internationalen Solidarität des Proletariats nur deshalb zu eigen machte, weil er in seiner echt deutschen Arglosigkeit dahinter nur das Ideal friedlicher Verständigung mit den Arbeitskameraden jenseits der Grenze vermutete. Umsonst hat der schaffende Deutsche jahrzehntelang auf die Verwirklichung der marxistischen Phrasen gehofft. Die Sehnsucht nach unmittelbarem Gedankenaustausch, nach Unterhaltung und Freundschaft mit den Arbeitern anderer Länder ist lebendig geblieben. Die Parteiführung weiß um diese Wünsche und sie will, daß der deutsche Arbeiter seinen weltoffenen Blick behält, ohne daß dieser durch die Brille marxistischer Volksverdummung und Dvlks- verhetzung getrübt würde. Die Schiffsreisen mit KdF- waren, ein erster Versuch, den Arbeiter über die Grenzen zu führen. Diese Reisen waren nur ein Anfang. Dr. Ley hat in Turin angekündigt, daß sobald wie möglich ein Arbeiteraustausch in der Form von gegenseitigen KdF.- und Dopolavoro -Fahrten eingeleitet werden soll, damit die deutschen und italienischen Arbeiter sich kennen lernen, ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Anschauungen durch Aussprachen von Mann zu Mann vertiefen. „Wenn es uns gelingt, auf diese Weise Volk zu Volk zu führen, dann werden künftig Kriege unmöglich werden", so fügte der Leiter der Deutschen Arbeitsfront hinzu. Und wahrlich, dies wäre eine echte und aufrichtige Völkergemeinschaft, die so entstünde, die allerdings nichts zu tun ijat mit jener Utopie einer internationalen Klassenherrschaft des Proletariats, der bereits Leben, Glück und Gesundheit von ungezählten Millionen nutzlos hingeopfert wurde. Ev. DieVmudungdeMekmchWen Wirtschaftslebens. Wien, 12. April. (DNB.) Der Landesführer des Antisemitenbundes Niederösterreichs teilt in der „Neuen Zeit" mit, daß von den 6 765 000 Einwohnern Oesterreichs rund 192 000 Juden sind, also 2,8 v. H. der Bevölkerung. Trotz dieser kleinen Zahl beträgt ihr Hundertsatz am Gesamtumsatz: Branntwein- und Likörhandel 95, Großwarenhäuser 100/ Automatenbetriebe 94, Wäschereigroßbetriebe 93, Konfektionsgeschäfte 90, Wäschegeschäfte 90, Möbelhandel 85, Schuhhandel 80, Rundfunkhandel 80, Parfümeriewarenhandel 80, Kohlenimport und -großhandel 90. Die österreichischen Zeitungen haben eine Gesamtauflage von 1,2 Millionen, davon sind 80 v. H. in rein jüdischen Händen und 15 v. H. stehen unter jüdischem Einfluß. Die Leitung der österreichischen Banken ist zu rund 75 v. H. verjudet. Von Rechtsanwälten sind 80, von A e r z t e n 65 v. H. Juden. Trotz dieser Vorherrschaft sind die Juden bemüht, ihren Einfluß weiter auszudehnen. Kennzeichnend sind die Namen der in letzter Zeit gegründeten Vereine: Verband jüdischer Legitimisten, Legitimistischer Frauenbund, Jüdische Erneuerungsbewegung (Abwehrbewegung gegen den Antisemitismus), Verein jüdischer Rußlandsiilfe. Gegenüber dem wachsenden AntisemiUsmus der österreichischen Bevölkerung greisen die Wiener Juden zu allerlei Tricks, um ihre Geschäfte zu tarnen. Sie stellen in ihren Verkaufsläden Kreuze und Marienbilder aus oder täuschen durch Abkürzung der Vornamen und durch Veränderungen an den Namen selbst die Oeffent- lichkeit über • ihre wahre Herkunft. Seit langem im gleichen Augenblick entdeckte der Jäger, daß das arme kleine Wesen von einem Löwen verfolgt wurde. Die wuchtigen Tatzen des anpirschenden Raubtieres verrieten eine ungeheure Kraft. Es war eine erbarmungslose Bestie von der Art, wie man solche schon mit einem getöteten Ochsen im Maul einen Kral hat überspringen sehen. Das erschrockene Gorillakind fing laut und klagend zu jammern an. Der Schrei echote unheimlich durch die blauen Durchblicke des Waldes, wie solche Schreie dort seit unzähligen Jahrhunderten widergehallt haben. Unb jetzt trat aus ben Bäumen plötzlich ein riesiger Gorilla hervor. Er richtete sich zu voller Größe aus unb kauerte sich bann auf alle Viere nieber, um vorwärtszuhumpeln, eine erschreckenbe Erscheinung mit grauen mephistophelischen Haarbüscheln auf bem Scheitel seines Hauptes; seine Brust war nackt unb leicht herabhängenb. Er hatte ben Löwen unb fein Kinb erblickt, unb in seiner Wut schlug er seine Brust bumpf wie eine Trommel, riß bas Maul weit auf unb stieß jenen schauerlichen Brüllaut hervor, ber bazu bestimmt ist, seine Feinbe einzuschüchtern. Der Kraftaufwand», ber nötig ist, um ihn hervorzubringen, würbe bei einem Menschen genügen, ihm bas Genick zu brechen. Man hat beobachtet, baß eingeborene Träger, wenn sie bieses Gebrüll aus ber Ferne hörten, bavonliefen unb sich versteckten. Nicht so ber Löwe. Er kroch nicht länger gebückt, fonbern ftanb groß aufgerichtet ba mit zuckenben Lefzen unb peit- schenbem Schwanz. Mit ber Aussicht, seine Mahlzeit entschwinben zu sehen, faßt er ben großen Menschenaffen ins Auge, ber ihm mit jenem furchtbaren hin- kenben Gang anging, ber charakteristisch für feine Gattung ist: bas gesenkte Maul hinter ber Stirn abgeberft, mit eingesunkenen funkelnben Augen. Aber als sie nur noch zehn Meter ooneinanber trennten, blickte ber Löwe langsam um sich, trottete einmal im Kreis herum unb stürzte sich bann mit vollem Anlauf auf ben Affen. Der Gorilla richtete sich zu feiner vollen Größe auf, als ber Löwe ad- fprang, wich humpelnb zur Seite unb ergriff ben Löwen, währenb er vorbeifchoß, heimtückisch am Hinterbein. Unter bem Griff zerbrach bas Bein, aber ber Anprall riß auch ben Menschenaffen um. Der Löwe kehrte sich grimmig um unb warf sich auf feinen Gegner, unb einen Augenblick später waren beibe in einer löblichen Umklammerung verbissen. In wenigen Sekunben hatte ber Löwe bem Gorilla nicht nur ben Bauch aufgerissen, fonbern ihm auch ben Rücken zerfleischt, unb wie ber große Affe bei- ßenb unb brüüenb abließ, um mit zerfetzten ©Hebern zur Seite zu rollen, hinkte ber Löwe furchtbar ver- munbet unb in Todeszuckungen ein paar Schritte beiseite unb fiel röchelnb auf seine Flanke; fein Nacken war so furchtbar zerfleischt, baß er so wie er balag verblutete. Sv fanben beibe ben Tob. Das geschah in jenem lebenswahren Drama, bas von bem Walbläufer erzählt würbe, ber im Dezember vor einigen Jahren aus ben Urroälbern von Kiwu nach Beira herunterkam unb bort mit Rever und Upsher Champagner trank, diesen zwei alten und unvergeßlichen Jagern aus bem Kongo. (Deutsch von Hans B. W a g e n f e i I.) Fischfang in der Südsee. In einer Schilberung seiner Erlebnisse in ber beutschen Sübsee bis zum Weltkriege, bie Marineoberstabsarzt a. D. Dr. B ö r n st e i n in ben letzten Heften ber Deutschen Mebizinischen Wochenschrift veröffentlicht, kommt er auch auf die sehr verschiedenartigen Methoden zu sprechen, die bie Eingeborenen ber Admiralitätsinseln anroenben. Die Küstenbevölkerung lebt hauptsächlich von Fischfang unb hat sich hierfür bie mannigfaltigsten Formen aus- gebilbet. Die Leute werfen mit Fischspeeren, sie angeln mit Eberzähnen ober Muschelhaken, haben Stulp- unb Schwimmreusen aller Form unb Größe für Fluß- unb Meerfischerei, breieckige Netze von 50 Zentimeter bis sechs Meter Basis. Sie fangen mit Fischbrachen vom Kanu aus unb machen sich ben anatomischen Bau bes -Fischgebisses, besten Zähne nach hinten stehen, zunutze, nehmen als Köber eine stark fiebrige Spinbel, welche bie Fischschnauze nicht mehr freigibt. Sie bauen auf zur Ebbe freiliegenben Riffen kleine Wälle, bie bas Wasser abfließen lassen, bie verspäteten Fische jeboch zurückhalten. Sie fangen nach dem^gleichen Prinzip bei Ebbe bie Fische aus ben im Seegrasbvden er» bräng-t bie arische Kaufmannschaft auf Schritte gegen biesen jüdischen Schwindel. Aethiopten-Devatte im Mechaus London, 12. April. (DNB.) Im Unterhaus wurde nach ber ßiquibierung ber britisck-inbifchen Firma Mohammeb Eli & Cy. in Adbis Abeba gefragt. Lord Cranborne bestätigte, daß bie italienischen Behörden bie Schließung ber Firma unb bie Abreise aller Angestellten angeordnet hätten. Der britische Generalkonsul habe Vorstellungen erhoben. Hierauf sei die Aufenthaltsgenehmigung verlängert worben. Die britische Regierung werbe Schritte tun, damit der Firma eine ausreichende Zeit für die Regelung ihrer Angelegenheiten zugebilligt werbe. Die Behauptung, baß bie Firma ober ihre Angestellten Spionage getrieben hätten, entbehre jeher Begründung. Die britische Regierung sehe diese Angelegenheit als h o ch st unbefriedigend an. Ein Abgeordneter wollte näheres über das Schicksal der beiden Söhne des Aethiopiers Dr. Martin wissen, der ben früheren Negus in London diplomatisch vertreten hatte. Cranborne erwiderte, bie beiben Söhne Dr. Martins seien ih Addis Abeba verhaftet unb später 1) in geriet) tet worden. Ein Labour-Mitglied bemängelte es, daß bie britische Regierung gegen bie Hinrichtung nicht protestiert habe. Cranborne erwiberte, Eben habe Dr. Martin seiner tiefen Anteilnahme versichert. Er wolle nachfragen, ob bie beiben Söhne Dr. Martins vor ein Gericht ge. stellt worben seien, bevor die Hinrichtung erfolgt sei. Auf die Frage, wie es mit der Ausweisung von sechs briti- scheu Missionaren aus Acthiopien durch die italienischen Behörden stehe, bestätigte Cranborne, daß der britische Botschafter in Rom Vorstellungen erhoben habe, besonders auch wegen ber Behanb- I u n g, bie man ben Missionaren hätte angebeihen lassen. Auch diese Angelegenheit habe sich s e h r u n- befriebigenb entwickelt. Folgen der 40-Silmden-Woche in Frankreich. Schwere Sorgen der Kleinhändler. Paris, 12. April. (DNB.) In Straßburg kam es anläßlich der Einführung der 40-Stunden- Woche zu erregten Radaus zenen. Ein Teil ber Geschäfte hatte sich aus begreiflichen Gründen nicht dazu bereitgefunden, den ganzen Montag über bie Läden geschlossen zu halten, worauf mehrere hun- dert Marxisten sich vor diesen Geschäften zusammen- rotteten und mit Gewalt bie Schließung zu erreichen versuchten. Die Polizei konnte nur mit Mühe und Not die Ordnung wiederherstellen. Die Zentral- Organisation des Kleinhändlerverbandes fordert eine Reihe von Abänderungen an dem Dekret über bie 40-Stunden-Woche. Den Labeninhabern müsse es ermöglicht werben, ihre Geschäfte an allen sechs Wochentagen offen zu halten. Es wird vorgeschlagen, ben Angestellten abwechsel n b einen Wochentag freizugeben, so baß bie Fortführung bes Betriebes weniger gestört wirb. Da ber Kleinhändlerverband ben Z u - s ammenbruch zahlreicher Betriebe bei einer strengen Durchführung des Dekrets befürchtet, bittet er um Aufhebung ber Härten. Er weist auch auf ben im Zusammenhang mit der Weltausstellung erwarteten Mafsenzu ström von Ausländern hin, von dem man sich einen Ge- schäftsaufschwung verspricht. Es wäre entmutigend, diesen Fremden zu zeigen, daß in Paris jede Geschäftstätigkeit an mehreren Tagen in ber Woche lahmgelegt ist. GchlechtesWetter an derBasken-Front. Salamanca, 13. April. (DNB. Funkspruch.) Aus bem nationalen Heeresbericht geht hervor, baß bie Operationen an der Basken-Front durch anhaltendes schlechtes Wetter zum Stillstand gekommen sind. An der Front von Madrid wurde ein mit Artillerie vorbereiteter und von sowjetrussischen Tanks geleiteter Angriff ber Bolschewisten in Richtung auf ben Cerro de Aguila zurückgeschlagen. Sechs Tanks gingen in Flammen auf, zwei weitere blieben manövrierunfähig liegen. Die internationalen Sölbner flohen in Richtung auf bie Befestigungen und wurden von dort durch eigene Leute mit Maschinengewehren beschossen, um sie am Rückzug zu hindern. Wenig später wurde mit starkem Einsatz frischer Mannschaften ein neuer 23 o r ft o B versucht, der ebenfalls zusammenbrach. bauten Irrgärten. Endlich machen sie mit schweren großmaschigen Netzen Jagd auf die „Bulle makao long sodawater“ — die Seekuh. Gerade die verschiedenen Methoden des Fisch' fange beweisen einen sehr regen Wirklichkeitssinn der Eingeborenen. Die Berechnung, wohin mit dem Speer ins Wasser zu zielen ist, um einen dahin- schnellenden Fisch zu fangen, muß einmal die Bewegung des Zieles, anderseits auch ben Umstand berücksichtigen, baß ber Fisch burch bie Lichtbrechung im Wasser an anberem Ort erscheint, als er sich in Wirklichkeit befinbet. Es ist also Gewandtheit unb große Erfahrung erforberlich, um erfolgreich mit ber Lanze zu fischen. C. K. Das Zeughaus van Hollywood. Es gibt in Hollywood einen Mann, ber seit langen Jahren keinen Tag ohne Aufträge gehabt hat: I. S. Stembribge, ber ben Werkstätten der Filmstabt bie Waffen liefert. Er ist ber Leiter des Zeughauses von Hollywood, das sich sehen lassen kann, selbst neben ben großen Häusern in Europa, bie benfelben Inhalt haben. Da stehen in langer Reihe bie Gewehre, Revolver, große unb kleine Maschinengewehre, SelLstladepistolen unb alles, was sonst noch' ber Menschengeist an Hanbfeuerwasfen erfunben haben mag, aber nicht für Ernstfall, sow dem für den frieblicheren Bebarf ber Filmher« stellung. Man finbet ba genügenb Waffen, um Tausenbe von Statisten zu wehrhaften Kriegern Z" machen. Darüber hinaus aber stehen auch Feldge- schütze, Mörser, Schützengrabenkanonen unb ßuj£ abwehrgeschütze bereit. Stembribge besitzt natürlich auch eine einbrucksvolle Sammlung von Säbeln unb Dolchen, von. bem Schwert ber Kreuzfahrer an bis zu bem mobernen Jagbmefser, von dem Keiber Malaien bis zum Dolch ber Marokkaner. Davei ist ber Besitzer all bieses kriegerischen Geräts de sanfteste unb frieblichste Mensch von ber ®ei- Trotzbem wertet er bie Filme zunächst nach de Zahl ber Gewaltaten, die in ihnen vorkommen, denn bavon hängt sein Geschäft ab. Kl AM einen*1 s Ä" Jjeatet w°r Schillers aen. * £ Vberge Kundgebung kenntnis der erinnerte an 1933 in t»e! -mäbejs aus der gluckl'ch sprachen hab- dem Mn ziehen sollte, ugendführer zmammensind lichkeit unedel Jugend, der i der Jugend di harten Ar uerftänwei -eichnet wurde Gefolgschaft gc> diesen Tagen d zeln unserer K derttausmde gi unseres W eigentlich die i dem ganzen ' der Wahrneh sind, hierher > der, daß es wache um eir und unv deutschen Wir sind g in Deuischlan Die Begriff iheatertage d« eine eigene, schaffen wollt Jugend abso Kräften der ( mieten; sie bi der Jugen zur «Gemeinsch sagt", sondern dauwillig ist. 1 das Theater fein, denn es gt schon mdjts, w W\ gleich deuimg der et hi» zm ersten gi spiel einer vn I ; Theater i Gleichzeitig we junge Schc treten für das ftlchem Gebiet schlechthin eine sunge NachwUl lunge nachdrän Kckt, in ab W, neuem 3 TV* . Beispiel Mpnt in So r5 Kadttheatc L,W-rkn » Dichter- bie 6, komme, well °Ach 3« 16 bas ZS: F'Änb’ 4" 8* >?efe d,r nie Äff ÄU!,' S 3b , " 3i ch lut, Ser EdeneMulertdieGmiidMebnWerAvßenpMik l-Wvche Langanhaltende stürmische Beifallskundgebungen hin „Frankenburger Wür dum bringt die erste Aufführung Nourn!) und „Rothschild sieg U' schritte cm- r- s ■ C' VA - < , r vuNyuiu/uumuc |IULIUI|UJC -OC11UU»l UHUIICDUHöEH - -®tr ölucklich in dem Gefühl, daß wir heute folgten, mit dem Liede „Vorwärts, vorwärts" schloß m Deutschland besitzen, was kein anderes Land der die eindrucksvolle Kundgebung. Welt sein eigen nennt, nämlich eine Jugendorgani- Janon, die sich verbunden weiß in Ziel und Auf- aabe mit allen älteren Schichten unseres Volkes. Die HI. ist der Ausdruck eines f r e i w i l l i - genEinsatzwillens der jungen Generation, und solange dieses Fühlen in der Ju- genö lebendig ist, wird sie immer eine Bewegung bleiben, wird sie niemals erstarren können. Wir werden uns, rief Baldur v. Schirach aus, auch in der Zukunft nicht ändern, meine Kameraden und Kameradinnen, und die Hitler- Jugend wird das bleiben, auch in aller Zukunft, was sie ist: eine aus der Jugend geborene und von der Jugend geführte Jugendgemeinschaft, Treuhänder der ihr anvertrauten Jugend, ' Treuhänder der Elternschaft, Treuhänder des ganzen Volkes in der jungen Generation. Die deutsche Jugend hat sich von Anfang die Aufgabe gestellt, das ganze junge Deutschland in seinem ganzen großartigen Leben zu führen und dieses jugendliche Leben nach nationalsozialistischen Gesichtspunkten zu gestalten. Die kulturelle Sendung der deutschen Jugend Baldur von Schirach spricht auf der Bochumer Theaterwoche der HL. werden bestimmt zu keiner Handlung schreiten, die Europa in zwei Blöcke teilt. Es sei notwendig, daß England, während es in einem beispiellos fen Maße aufrüste, sich in seinen Anschauungen Vernunft und Ausgeglichenheit erhalte, daß es das Säbelrasseln und Provozieren bleiben lasse, und daß es stets an seine Verantwortung als Volk denke, wonach es andern helfen müsse, eher in Vorstellungen der Zusammenarbeit als in solcher Gegnerschaft zu denken. Dem britischen Temperament läge es fern, sorgfältig ausgearbeitete und detaillierte Pläne für die unmittelbare Zukunft auszuarbeiten. Niemand könne eine Politik für jede Eventualität in einer sich schnell ändernden Welt ausarbeiten. Man könne nur d i e Grundsätze der Politik festleaen und nicht die Einzelheiten. Es könne gute Beziehungen zwischen den Ländern nur geben, wenn diese nicht nur ihre eigenen Rechte in Rechnung stellten, sondern auch die Rechte der anderen. Man werde diese Rechte nur in Rechnung stellen, wenn man sie verstehe. Einer der schlimmsten Feinde der Verständigung sei aber die Art von Propaganda, die durch eine'ständige Wiederholung versuche, eine halbe Wahrheit in die ganze Wahrheit zu verdrehen. Es sei' irreführend, wenn man nur Schlechtes bei den Diktaturen sehe oder wenn die letzteren nur ein brennend rotes Fanal erblickten, sobald das Wort Demokratie genannt werde. Es werde kein Vertrauen auf den Frieden geben, falls nicht die Lehre des Leben und Leben lassens, die Nichteinmischung in die Angelegenheiten der anderen nicht nur gepredigt, sondern auch praktisch befolgt werde. Die Völker sollten die Idee aufgeben, daß sie nach einer pax Germanica, einer pax Gallica, einer pax Italica, ja auch nach einer pax Britannica streben sollten. Der einzig sichere Friede sei nicht der nationale Friede, sondern ein internationaler Friede, zu dem jedes Volk seinen Beitrag leiste, weil es anerkenne, daß darin sein eigenes dauerhaftes Interesse liege. Der erste und wichtigste Schritt eines internationalen Friedens und einer internationalen Ordnung bestehe darin, daß die Völker Europas es einander überließen, d i e eigenen nationalen Lösungen a u f ihre eigene 21 r t 5U finden. Eine solche Politik der Selbstbeschränkung werde in Kürze eine internationale Atmosphäre schaffen, in der eine echte Zusammenarbeit entstehen könnte. Aus aller Wett. Ein Laslaulo mit Arbeitern verunglückt. Auf der Reichsstraße Netphen—Siegen-Weidenau ereignete sich ein Verkehrsunglück. Ein Lastkraftwagen, der mit etwa zwanzig in der Siegener Gegend bei Meliorationen und Wegebauten tätigen Arbeitern aus Bochum besetzt war, wurde von einem von Siegen kommenden Lastkraftwagen gestreift. Die linke Seite des ersten Wagen wurde aufgerissen, wobei zwölf der Insassen Der- Setzungen davontrugen. Von vier Schwerverletzten ist einer inzwischen geworben. Das Unglück trug sich in einer Kurve zu, in dem Augenblick? als der Siegener Lastkraftwagen einen Radfahrer überholen wollte. Die Ermittlungen zur Klärung der Schuldfrage sind noch nicht abgeschlossen. Acht Tote bei einem Zusammenstoß italienischer Bomber. In der Nähe von Forili sind zwei italenische Bomber bei einem Gruppenflug zusammenge- stoßen u n d a b g e st ü r z t. Die Besatzung beider Flugzeuge, bestehend aus je zwei Fliegern, einem Funker und einem Mechaniker, also insgesamt acht Personen, konnten bei der geringen Flughöhe von dem Fallschirm nicht mehr Gebrauch machen und fanden den Tod. Schwerer Sturm an der koreanischen Küste fordert zahlreiche Opfer. Bei einem schweren Sturm an der koreanischen Küste sind zehn Fischerboote gekentert. 16 Fischer sind ertrunken, 61 werden noch vermißt. Auch von ihnen fürchtet man, daß sie ein Opfer des Sturmes geworden sind. 3u den Reichstheatertagen der HL. vom 11. bis 18. April. Don Erich Langenbucher. Nach einer Seefahrt an Bord der Dampferjacht ,.Kyma" durch die Bucht von Korinth mit den Gipfln des schneebedeckten Parmaß im Hintergrund, dann durch den Kanal von Korinth und den Sa- ronischen Meerbusen entlang den vielen Inseln landete Reichsminister Rust in Nauplia. Von hier aus erfolgt die Besichtigung von Epidauros mit seinem berühmten Asklepios-Tempel und der Altertümer von Tiryns und Mykene. Kunst und Wissenschaft. Deutschlands Röntgenärzte tagen in Breslau. Unter starker Teilnahme von Fachärzten aus dem Auslande haben sich zahlreiche Mitglieder der Reichsgesellschaft der deutschen Röntgenärzte zur 28. Tagung der Deutschen Röntgen-Gesellschaft in Breslau eingefunden, um mit den neuesten Fortschritten und Errungenschaften der Röntgenologie, auch in einer Ausstellung mit den technischen Fortschritten im Apparatebau vertraut gemacht zu werden. Der Leiter der Gesellschaft, Prof. Dr. Frik- Berlin, hob in seiner Eröffnungsansprache hervor, die Deutsche Röntgen-Gesellschaft habe immer größten Wert auf die Pflege der wissenschaftlichen Beziehungen zu den übrigen Staaten gelegt in der Erkenntnis, daß die Wissenschaft Brücken über die politischen Grenzen schlage. Auch in dieser Hinsicht. glaube die Gesellschaft am Aufbauwerk des Führers mitzuarbeiten. Wenn auch die Gesellschaft in» erster Linie eine Vereinigung von Röntgenärzten sei, so sei sie sich doch der Notwendigkeit der engsten Beziehungen zu den Physikern und Technikern auf dem Gebiete des Baues von Röntgenapparaturen bewußt. Die hervorragenden Leistungen auf diesem Gebiete würden durch die Ausstellung unter» Beweis gestellt. Prof. Dr. F r i k gab die Verleihung der Rieder-Medaille an Prof. Dr. Haenisch - Hamburg bekannt. Das wissenschaftliche Programm umfaßt die verschiedensten Gebiete der Krankenuntersuchung und Behandlung mit Röntgenstrahlen. ßanönn, 12. April. (DNB.) Außenminister Eden sprach am Montag zum ersten Male seit der Parlamentspause in Liverpool. Die britische Regierung sei der Ansicht, daß das neue Abkommen der Ueberwachung der spanischen Grenze n , das in Kürze in Kraft treten werde, so wirksam gestaltet werden könne, daß die Entsendung ausländischer Freiwilliger und weiteren Kriegsmaterials an beide Seiten beendet werde. Sollten von den zuständigen Beobachtern Berichte eintreffen, daß noch immer Verletzungen des Abkommens stattfänden und weitere ausländische Freiwillige einträfen, so würde das eine neue und g e - jährliche Lage herbeiführen, der man entschlossen do r beugen müsse. Es gebe 24 Millionen Gründe, warum Spanien sich niemals für lange Zeit durch den bewaffneten Druck oder den Ratschlag irgendeiner ausländischen Macht leiten lassen würde — das seien die 24 Millionen Spanier, die im heutigen Spanien leben. Es sei kaum vorstellbar, daß das spanische Volk besondere Dankbarkeit für diejenigen empfinden werde, die spanische Volksgenossen getötet hätten. Wie 1914 hätten viele gedacht, daß der Kampf in Spanien nur kurze Zeit dauern würde. Jetzt wisse jedermann, daß ein Krieg von langer Dauer den Ruin von Sieger und Besiegten bedeute. Werde dieses Wissen nicht den Frieden festigen? Eden wandte sich dann der Tagung der Kleinen Entente in Belgrad zu. Die Kleine Entente habe erklärt, daß sie gegen jede A r t internationaler ideologischer Konflikte sei und sich keinem der Blocks anschließen würde, die aus einem solchen Konflikt entstehen könnten. Hierzu sei zweifellos auch Großbritannien entschlossen. Das innere Regime unabhängiger Staaten müsse gegenseitig geachtet werden. Dieser Grundsatz beherrsche auch die britische Politik. Wenn man der britischen Politik in den letzten Krisen vorgeworfen habe, daß sie nicht fest genug gewesen sei ober daß ihre Politik der Genauigkeit ermangelt habe und sich habe treiben lassen, so gehe eine solche Kritik an grundsätzlichen Tatsachen vorbei. Man könne auswärtige Angelegenheiten nicht so führen, wie man möchte, sondern nur so, wie man könne. Wir wissen genau, daß ein falscher Schritt der britischen Regierung Folgen von äußerster Schwere haben kann. Wir Mrwi L Funkspck ht hervor, 1' Front Stillst»^ ion Modi> :eter unb K ngriff6l. den W > Tanks gW >en manotnc Söldner slff fit) wurden» Ma sch in-' e am M it starkem k" er Dorsi- ändler. itraßburiß 40=$tuni)tr Ein Teil V Srünben nit nlag über £ mehrere hui m MsamM- lehmig zu t: nur mit ML . Die 3enfit 5 fordert eis n Dekret üte Habern mir an aHeii Iten. Es wü. n abwech izugebn s weniger x; and den Zu- ■ etriebe k ets befürcht,: Er weist am Meltaus ström do- ich einen G entmutigend lis M a btt W Einen ihrer Höhepunkte erreichten die Reichstheatertage der HI. in der Großkundgebung der Hitler-Jugend in Bochum mit der Ansprache des Reichsjugendführers Baldur v. Schirach, der selbst in seiner Rede auf das Thema „Jugend und Theater" einging. Im Bochumer Stadt- theater war eine eindrucksvolle Aufführung von Schillers Jugendwerk „Die Räuber" vorausgegan- gen. Nach einem musikalischen Vorspiel kennzeichnete Obergebietsführer Cer ff den Sinn der Kundgebung dahin, daß sie ein eindeutiges Bekenntnis der deutschen Jugend zum Theater sei. RejchsjiWMijhrer Valdur von Schirach erinnerte an die Stunden, als er am 29. Januar Au gusty (Bremen), den dritten Preis Bert Brenncke (Magdeburg). (Es kamen Preise von 1000 und je 400 RM. zur Verteilung.) Die beste KdF.-Preise - Kurzgeschichte schrieb: Willi Gutting (Sonderheim, Pfalz), als zweit- und drittbeste wurden die Kurzgeschichten von Alfred B e r g i e n (Essen) und Elfriede H a l c o u r (Wangen im Allgäu) gewertet. (Preise 300 und je 100 Reichsmark.) Für die beste KdF. - Reisege - schichte wurden ausgezeichnet: Werner Klähn (Berlin), Werner Respondek (Berlin) und Franz Kivelitz (Rheinland). (Preise 100 und je 50 RM.) Die schönsten KdF. - Reiseanekdoten erzählten: Walter Dach (Berlin), Mario Heil de Brentani (Berlin) und Alfred Quastenberg (Remscheid). (Preise 50 und je 20 RM.) Weitere Volksgenossen wurden mit zehn Norwegenreisen auf Schissen der K.dF.-Flotte beschenkt, ferner wurden noch wertvolle Bücher als Anerkennungspreise aus- gegeben. Das Koaüitionsrecht der Arbeiter in denAereinigtenGtaaien. Washington, 12. April. (DNB.) Das Bun- desobergericht bejahte die Frage, ob sich Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisieren dürfen und ob der Arbeitgeber gezwungen ist, mit den Betriebsmitgliedern zu verhandeln, die ihm von der Mehrheit der Belegschaft als ihre Vertreter genannt worden sind. Wo Belegschaftsmitglieder wegen ihrer Betätigung in Berufsorganisationen entlassen wurden, müssen sie wieder eingestellt werden. 2Iuf Grund dieser Entscheidung kann der Präsident nun das Koalitionsgesetz durchführen, man nimmt an, daß dies zur Beruhigung der Lage in den Industriegebieten beitragen wird, weil damit den berufsmäßigen Streikhetzern wichtige Argumente entfallen. Indische Studenten werden an Moskauer Hochschulen als bolschewistische Agitatoren ausgebildet. London, 12. April. (DNB.) Unterstaatssekretär Butler mußte im Unterhaus bestätigen, daß a n Moskauer Hochschulen für indische Studenten greift eilen geschaffen worden sind, die als kommunistische Werber nach Indien zurückkehren. Die Mehrzahl der Studenten sei bei ihrer Rückkehr nach Indien von den Behörden genau beobachtet worden. Einige seien ver.- haftet worden. Bei der Beschlagnahme von Lehrbüchern durch Zollbeamte bei zurückkehrenden indischen Studenten hätten sich 41 von 52 beschlagnahmten Büchern als kommunistische Literatur erwiesen. Meine politische Nachrichten. Die Errichtung der Heeresarchive wird am 16. April im Heeresarchiv Potsdam, dem Gebäude der ehemaligen Kriegsschule auf dem Brauhausberg, durch eine kurze militärische Feier festlich begangen. Seit dem 1. April hat das Heer eigene Archive. Zum Chef der Heeresarchive wurde Generalleutnant Dr. h. c. von Rabenau ernannt. Fhm unterstehen die Heeresarchive Dresden, München, Potsdam und Stuttgart. * Reichsfinanzminister Gras Schwerin von Krosigk ist in Kopenhagen eingetroffen. Der Minister, der -auf Einladung der Deutsch-Dänischen Gesellschaft einen 23 o r t r a g über Probleme der deutschen Finanz- und Wirtschaftspolitik halten wird, wurde vom König in Audienz empfangen. Der deutsche Gesandte gab einen Empfang, zu dem mit Außenminister Dr. Munch auch die Führer der dänischen Wirtschaft, der Finanz, der Land- . wirtschaft, der Industrie, sowie die Bürgermeister : von Kopenhagen erschienen waren. * en •' 'K A 4**’ ie mit schvl „Bulle # den des K Lirklichkeli-' wohin mn m eine" j einmal >e h den W e Lichts int, °ls in, der Ä sH O fern >" n unhfLr- Ä 1933 in diesem Saal vor der Arbeiterjugend und -müdels aus dem Ruhrgebiet am Vorabend einer der glücklichsten Tage der deutschen Geschichte gesprochen habe. Damals ahnten wir noch nichts von dem Wunder, das sich wenige Stunden später vollziehen sollte. Wenn wir uns hü?r, fuhr der Reichs- juaendführer fort, vier Jahre später in dieser Stadt zusammenfinden, so, um einmal vor aller Oeffent- lichkeit wieder ein Bekenntnis abzulegen zu der Jugend, der wir so ungewöhnlich viel verdanken, der Jugend des Ruhrgebietes, der Jugend der harten Arbeit, der Jugend, die 'von einem verständnislosen Bürgertum als vaterlandslos bezeichnet wurde und die doch unsere treueste und beste Gefolgschaft gewesen ist. Wir wollen uns gerade in diesen Tagen daran erinnern, wo die starken Wurzeln unserer Kraft sind, und wollen dabei der Hunderttausende gedenken, die aus den ärmsten Hütten unseres Volkes damals zu uns stießen. Das ist eigentlich die wesentlichste Ursache, warum wir aus dem ganzen Reich diejenigen, die in der HI. mit her Wahrnehmung kultureller Aufgaben betraut stnch hierher gerufen haben. Der andere Grund ist der, daß es uns bei unserer Bochumer Theaterwoche um ein Bekenntnis z u dem ewigen und unvergänglichen Streben i deutschen Sehnsucht geht. dum bringt die erste Ausführung im geschlossenen Roum!) und „Rothschild Hegt bei Water- f»o" einen nicht bestreitbaren Platz im Schaffen br Gegenwart eroberte. Den drei Stücken (von figmmen „Der Vasall", von Schwitzte „Scarrons Schatten") ist gemeinsam, daß sie einen historischen Stoff gestalten. Auch in der Wahl der Stoffe zeigt : |W die Haltung der Jungen: die Stoffe der Gegenwart stehen uns allen noch zu nah, als daß sie ohne givße Gefahr gestaltet werden können. Die gewühlten Stoffe verlangen ein eindeutiges B e - linntnis zu einer neuen Lebenshaltung, denn sie sind ja, in einer Hinsicht wenig« [tuns, nur — zwar beispielhafter — Stoff, wenn ard) zunächst das persönliche Schicksal erschüttert: in der letzten Zielsetzung aber geht das Werk um bit Ide e. Der Inhalt des Moellerschen Dramas ist kurz anzudeuten: Durch die Kenntnis vom Aus- ranborne er "b feien j, ' e?und)tei . e 65, hnh nÄ1 ^i>! Aett & $r- Marlin; ■Meten, bi= ° Frage, wi> °)s briti, en durch bi( Eranbariu, 3°nMungti ‘ behänd, 1 angedeiher Met)r un| Dte Begriffe „Dramatiker der HI." und „Reichstheatertage der HI." bedeuten nicht, daß die HI. Ewe eigene, organisationsmäßige Kunstgattung schaffen wollte, ebensowenig, daß sich die Hitler- i Juyend absonderte von anderen schöpferischen Kräften der Gegenwart, um ihre Kunst zu proklamieren: sie bedeuten vielmehr ein Bekenntnis =ber Jugend zum Theater, ein Bekenntnis zur Gemeinschaft in der Kunst, das nicht nur „gesagt", sondern das „gewachsen" und dadurch auf- dauwillig ist. Die Jugend hatte guten Grund gegen ias Theater vergangener Jahre mißtrauisch zu sein, denn es gab dem alten wie dem jungen Deutschen nichts, weil es eine Aufgabe, Abbild und Aufruf zugleich zu sein, vergaß. So besteht die Bedeutung der ersten Reichstheatertage darin, „daß hier zum erstenmal in vorbildlicher Weise das Bei- sspiel einer verständnisvollen Zusammenarbeit von HI., Theater und junger Dramatik gegeben wird". Gleichzeitig werden sie einen Einblick geben in bas junge Schassen, werden richtunggebend ein- treten für das Wollen der Hitler-Jugend auf dramatischem Gebiet. Hitler-Jugend aber ist „nicht nur schlechthin eine Gliederung der Partei, sondern der junge Nachwuchs der gesamten Bewegung, ist die junge nachdrängende Schicht unseres Volkes, die sich anschickt, in alle Gebiete seines Lebens mit junger Kraft, neuem Wollen unb nationalsozialistischer Ge- iftnnung aufzubrechen". Als Beispiel tätiger Mitarbeit an den Aufgaben freö Theaters gelangen in den Tagen vom 11. bis 18. April in Bochum unter Leitung des Intendanten ires Stadttheaters Dr. Saladin Schmitt neben kn Werken klassischer und eines lebenden älteren Dichters die Schöpfungen dreier aus der HI. kommenden Dramatiker zur Auf- iührung, weil „die Probleme des Theaters nicht theoretisch zu lösen sind". Eine der Forderungen Ler an das Theater ist die „Zeitnähe" des S p i e l p l a n s. Zeitnah heißt nicht, daß die Stücke «us der Gegenwart hergeleitet sein müßten. Auch Schöpfungen vergangener Jahrhunderte können Mtnah sein, wenn sie Werte gestalten, die auch für ins Werte sind, und nicht umsonst bringen die Theatertage Aufführungen von S ch i l l e r s „R ä u- t e r" und Grabbes „N a p o l e o n". Als eine .»rucke von diesen zu den jüngsten Gestaltern gilt rms Hanns I o h st, aufbauend auf die klassische * raöition und erfüllt von jugendlichem, national« uzialistischem Geist, die Tage vom Bochum bringen i'inen „Thomas P ain e". Zu ihnen gesellen sich drei junge Dichter: Eberhard Wolfgang Moeller, Friedrich Wilhelm 5ymmen und Heinz Schwitzte. Die Arbeiten b-r beiden Letztgenannten sind noch wenig bekannt, wahrend Moeller sich durch seine Dichtungen, durch hin „Frankenburger Würfelspiel" (Bo- Hautschonendes Rasieren mit cvDCnFME ~ W&W D ai.M OLIVE-RASIERC KU rviE/ M,.1° RM~5°_____IrAViv*_____________________hergestellt mit Olivenöl gang der Schlacht bei Waterloo war es dem Bankier Rothschild möglich, eine großangelegte Börsenspekulation durchzuführen, die andere Makler zum Selbstmord treibt, ihm aber unermeßlichen Reichtum einbiingt. Das Spiel ist die vernichtendste Anklage gegen jene „heimliche Macht, die den Gewinn hatte, jene unheimliche dritte Macht, die aus Menschen Zahlen machte, aus Männern Börsen- objekte, aus Leben Prosit, aus Blut Kapital". Das Intrigenspiel um Benedek, den österreichischen Feldherrn von 1866, hat schon dichterische Formung erfahren. Hy mm en stellt Benedek in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Benedek ist hilflos in seiner einfachen Ehrlichkeit und seiner Treue gegen dieses Spiel, weil die Intriganten seine Treue als Faktor in ihre Rechnung einsetzen. So erliegt er, als sie ihn pathetisch, mit ironisch- lästernden Zungen an die Treue gemahnen, an die Ehre des Kaiserhauses, an den Eid gegen die Dynastie: zwei Welten, die sich auftun, die eine, die will, daß eine glänzende Wasfentat geschlagen, um den merklich abbröckelnden Ruhm eines Erzherzogs wieder zu festigen, schon einige Tote wert sei und die um ihrer Herrschsucht willen Armeekorps opfert, die andere, die bekennt: „Treue muß sein", die persönliche Ehre opfert, „um der Treue willen, um dem Land zu dienen". Benedek, der Vasall, ist einer von einer Handvoll gleicher, er ist noch Opfer der Intrige, scheinbar nutzloses Opfer, aber da sind die Jungen, die den Sinn dieses Opfers erkennen: „Es geht ja nicht um uns, sondern darum, daß sich nun endlich entschieden hat, wer die Krone des Reiches tragen wird", und weiter: „Die Hauptsache ist, Deutschland steht... es war Vorsehung, daß Deutschland endlich werden kann. Hätten wir bei Königgrätz gewonnen — das Reich hätte weiter geschlafen." So führt H y m m e n einen historischen Stoff in die Gegenwart. Heinz Schwitzkes Drama geht um die Gerechtigkeit, um das Recht des Volkes, der einfachen Menschen. Sein Buchbinder Larcher erliegt den Intrigen um „Scarrons Schatten", weil die Intrigen des Königs und seiner Kreaturen ein solches Opfer brauchen (die Handlung geschah im Paris des 17. Jahrhunderts), er stirbt, ehe die Gerechtigkeit siegt, aber schon sein Sohn unterwirft sich dem gültigen gerechten Gericht, als er erkennt, daß einer b-a ist, der sich aus der Kette der Menschen lösen will, die nur ihre Interessen kennen. Wenn dieser eine auch zuerst um seinetwillen vielleicht die Kette bricht, später ist sein Weg klar vorgezeichnet: er wird die Gerechtigkeit um des Volkes willen übernehmen. So kreist auch Schwitzkes Spiel um ewig gültige Fragen des Volkes und verlangt ein klares Ja. Moeller, Hymmen und Schwitzte schufen Beispiele einer jungen dramatischen Kunst, die zeitnah in dem Sinne ist, wie die Jugend sie im Theater sucht. Jugend geht ins Theater, um sich erfüllen zu lassen vom Ewigen, um darüber hinaus selbst tätig einzugreifen und mitzuarbeiten an einem großen Ziel. Das ist 'der letzte Sinn der ersten Reichs- theatertagd der Hitler-Jugend. Die Sieger des KdZ.-preisausschreibens. Berlin, 12. April. (DNB.) An dem literarischen Preisausschreiben des Reichsamtes „Reisen, Wandern und Urlaub" in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" beteiligten sich fast 7000 Volksgenossen, die ihre Erlebnisse a u f K d F. - R e i s e n in Novellen, Gedichten, Kurzgeschichten und Anekdoten erzählten. Den ersten Preis für KdF.-Reise-N ovellen erhielt Karl Schulz (Luckau), den zweiten Preis Waldemar * ÄUnb die batten. C r»et^ . Zn diesem Zusammenhang ging der Redner auf die Forderungen und Maßnahmen der HI. auf berufserzieherischem Gebiet ein, wie sie in dem Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend sichtbaren Ausdruck gefunden habe. Insbesondere wies Baldur von Schirach auf die kulturelle Tätigkeit der Hitlerjugend hin, die durch das Kulturamt der Reichsjugendführung geleistet worden sei. Das vielleicht sei das Bewegendste an dieser Arbeit, daß es heute eine Jugend gäbe, die zu Tausenden und aber Tausenden an großen kulturellen Veranstaltungen teilnäme. Die Lieder der Dichter würden heute von Millionen gesungen, die großen kulturellen Veranstaltungen der HI. seien wirklich ein Erlebnis, an dem die ganze Jugend teilnehme, und die Menschen, die aus dieser Gemeinschaft heraus dramatische Werke gestalteten, 3. „ wie sie in der Bochumer Woche ihren Ausdruck der fänden, seien erfüllt vom Glauben an ihre Sendung. Stellenangebote Ehrliches, saub. Rädchen mit guten Empfehlungen f. gepflegten 2-Personen - Haushalt p. 1.Mai gesucht Fran A. Wolf Gießen [01922 Lahnstraße 13II. Geschäftskarten bei Brühl, Gießen BäckergehiHe mit Führerschein sofort gesucht. Schriftliche Angebote u. 2597D an den Gießener Anzeiger erbet. Mädchen in kleinen Haushalt tagsüber alsbald gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 01911 a. d. Gießen. Anzeig. Zuverl., er,ahr.|Tüchtig^aubere Hmäi kMa« f. norm. 4 Stun- sucht. 2504Ö Gr. Steinweg 17 fürherrschaftüch. Haushalt von älterem, alleinstehenden Ehepaar per 1. Mai oder später 25790 gesucht. Schriftliche Angebote erbeten NlmD.Y. 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Sie starteten auf dem schwäbischen Segelflugplatz Homberg bei Gmünd und landeten in Bingen am Rhein, überbrückten also 200 Kilometer. Der bisherige Weltrekord, in der Krim aufgestellt, stand auf 133 Kilometer. Handball im Kreis Gießen. Es klingt fast wie ein Witz, wenn man erfährt, daß der Tv. Wetzlar auf eigenem Platz kampflos um die Punkte gegen den Spieloerein Kassel kam, weil — man höre und staune — kein Ball zur Stelle war. Man sollte annehmen, daß derartige Scherze in der Gauklasse nicht mehr vorkämen. Von den Spielen der 1. Kreisklasse ist zu berichten, daß der To. Herborn auch diesmal wieder kniff. Krankheit innerhalb der Mannschaft soll der Grund gewesen sein. Dadurch ist Groß-Rechtenbach kampflos in den Besitz zweier weiterer Punkte gekommen. Tv. Dutenhofen — VfB.-R. Gießen: Es stand von vornherein fejt, daß Dutenhofen auch auf eigenem Platz gegen die wieder sehr gut aufkommenden Gießener verlieren würde. Wohl gaben sich " die Einheimischen alle Mühe, es den Gästen gleichzutun. Der eingestellte Ersatz fiel aber vollkommen aus, so daß der Endsieg nie in Frage gestellt war. Freundschaftsspiele. In tiefem Schmerz: Job. Cyriax und Söhne. Großen-Linden, den 13. April 1937. Slim Wq. mit Küche, Bad, 2 Kellerräurnen u. Gartenanteil ab 1. Mai 1937 zu vermiet. 01912 Wieseck, Am Eichelbaum 22 p. Herzlichen Dank für die vielen Beweise inniger und herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben und unvergeßlichen Entschlafenen! Für Kraftfahrzeughandlung SMpliii Ihre Wohnung wird schöner durch 2115A Hochstätter Tapeten Verlangen Sie Muster-Vorlage! Ruf 3836 Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Begünstigt durch die kräftige Erwärmung haben sich rasch neue Störungen auf das Festland hin entwickelt. Sie bringen uns heute bereits Verschlechterung und bedingen auch für die Folge unbeständiges, wenn auch nicht durchweg unfreundliches Wetter. Aussichten für Mittw och: Gelegentlich aufheiternd, doch überwiegend bewölkt und zeitweise auch Regen, ausgeglichene milde Temperaturen in Richtung veränderliche Winde. Aussichten für Donnerstag: Weiterhin unbeständig und zu Regenfällen geneigt, doch nicht durchweg unfreundlich. Lufttemperaturen am 12. April: mittags 18,5 Grad Celsius, abends 10,2 Grad; am 13. April: morgens 7,6 Grad. Maximum 18,6 Grad, Minimum haute nacht 5,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. April: abends 12,6 Grad; am 13. April: morgens 8,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 9,7 Stunden. Frau Emilie Horn geb. Koch ist sanft entschlafen. 20—23 Zar und Zimmermann Preise von 1.20-4.00 RM. ____________2573 D Todesanzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir hierdurch mit, daß am Sonntag, 11. April 1937, nach langem qualvollen Leiden unsere liebe Schwester und Schwägerin Johanna Reusdiling im 46. Lebensjahr verschieden ist. Im Namen der Hinterbliebenen: Albert Reusdiling Elisabeth Reusdiling, geb. Falkenhainer, Gießen (Walltorstraße 65 H), den 13. April 1937. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 14. April, um 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. 2582D Reizende Gardinen- Stoffe in großer Auswahl besonders billig bei 2603 A Ludwig Haas Gießen Plockstr.7 Gießen Plötzlich und unerwartet verschied unser hebet Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Hermann im Alter von 15 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie A. Döbus. Wieseck, den 12. April 1937. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. April, nachmittags 2 Uhr statt. Zur Baumblüte straße) und Besichtigung des Luftschiffes „Hindenburg", am 15. Avril 1937. Preis: RM. 5.60 S. Gärtner, Liebigstr. 41 Gestoch. scharfe Schrift, unverwüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die Klein-Torpedo mit Segmentumschaltung. Nur RM. 186.-. Schon f. 8.30 mH. Niederhausen Bahnhofstraße 49 _____Gießen nooA besonders in seinem Sturm ausgezeichnet, so daß der Endsieg berechtigt war. — Die beiderseitigen Jugendmannschaften trennten sich ebenfalls mit einem ganz unerwarteten Sieg von Dornholzhausen mit 6:5 (3:3). To. Atzbach — To. Nauborn 11:6 (4:4): Atzbach kam in diesem Treffen zu dem erwarteten Erfolg. Er kam allerdings erst nach der Pause zustande, nachdem die Gäste immer mehr abfielen. Tv. Atzbach Jgd. — Tv. Münchholzhausen Jgd. 4:12: Das letzte Pflichtspiel der Jugendklasse nahm einen ziemlich einseitigen Verlauf. Münchholzhausen, nun mit Wetzlar punktgleich, gewann wie es wollte. To. Wetzlar II — To. Garbenheim 9:2 (5:2): Der To. Wetzlar hatte zu diesem Spiel eine sehr gute Vertretung zur Stelle, die ihrem Gegner, der ersatzgeschwächt antrat, haushoch überlegen war. Aufstiegsspiele. Nachdem nunmehr alle rückständigen Spiele erledigt sind, beginnen am nächsten Sonntag die Aufstiegsspiele der 2. Kreisklasse und der Jugendklasse. Entgegen der ursprünglichen Annahme muß auch der Meister der 2. Kreisklasse ermittelt werden, weil voraussichtlich nur eine Mannschaft aufsteigen wird. Für Sonntag, 18. April, sind folgende Paarungen festgelegt: 2. Kreis klasse: Tv. Lang-Göns — Tv. Nachruf. Am Sonntag, dem 11. April, verschied nach langem Leiden unsere liebe Hausangestellte Johanna Reuschling. 30 Jahre lang hat die Entschlafene in seltener Treue, Liebe und Selbstlosigkeit ihre Pflichten erfüllt, so daß sie heute als Familienmitglied von uns scheidet. Dankbaren Herzens werden wir der Entschlafenen stets gedenken und ihre letzte Ruhestätte wird sie auch in der Gruft unserer Familie finden. In aufrichtiger Trauer: Familie Fritz Flimm. To. Dornholzhausen — To. Lang- Göns 14:8 (7:5): Wer die Platzbesitzer beim Hallenturnier spielen sah, mußte zugeben, daß die Mannschaft an ihrer Spielstärke von ehedem tatsächlich nichts verloren hatte. Trotzdem gab es wohl niemand, der auch nur geahnt hätte, daß Lang- Göns so hoch verlieren würde. — Zwar ließen die Leistungen der Gäste viel zu wünschen übrig — besonders die Hintermannschaft wies i ch" ^ch chen auf —, dahingegen war aber Dornholzhausen einem Griffwechsel abfängt und in die Brücke bringt. Diese wird nach heftiger Gegenwehr eingedrückt. Weltergewicht: Hier gibt es den kürzesten Sieg des Abends, denn Unteroffizier Vetter (Gießen) bringt Bodenbücher schon in der ersten Minute durch Untergriff auf die Schultern. Mittelgewicht: Becker ist der kommende Mann in der Gießener Mannschaft. Er faßte urplötzlich den Rödelheimer Lais mit Schleudergriff und warf ihn auf die Schultern. Zeit: 2 Minuten. Halbschwergewicht: Emmerich geht durch Hüftschwung und Schleudergriff gegen Bach in Führung, und als er nochmals schleuderte, war es um den Rödelheimer geschehen. Schwergewicht: Hansen (Gießen) und Erler zeigen einen prächtigen Kampf. Hansen war der ständia Angreifende und lag schon in Führung. Der Rödelheimer nützte jedoch die offene Ringweise des Gießeners geschickt aus und brachte Hansen in der 12. Minute durch Armzug auf die Schultern. — 15:6 für Gießen endete der gesamte Kampf. Anschließend gab es noch einige Freundschaftskämpfe, die alle gut gefielen. sofort gesucl Schr. Angeb. Nr.01925 an den Aelteres,ruhiges Ehepaar sucht r-Z-ZWMl- ww eventl. mit Bad, möglichst i. freier Lage. Schriftl. Angeb. u. 2595 V an den Gießener Anzeiger erbet. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Verm&hlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.? Junges, nettes «ervierfräulein mittelschulreif, sucht Stellg. am liebst. inCafö od. Restaurant. 01920 Liselotte Müller Bustbach, Hessen Weisler Str. 36. Fräulein sucht Stelle als Hausmädchen Schriftliche Angebote u. 01918 an den Gießener Anzeiger erbet. Eis. Mskelle mit Hiß w zu verkauf. 01910 Franks Straße Nr. 36 II., r. 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Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig. Gebr. Badeeinrichtung (mögl. Kohlenofen)und Haustelefon zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u. 01914 andenGieß.Anz. Verschiedenes] jioetftfzierampiunfloei Schwarzarbeit können Arbeits-Ange, bote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Vorlage besGcwerbenachweiies ausgenommen werden. Verlag »«SiebenerAnretaer-- Die Einzelleisiungen der Gewichtheber. Jrge (Marburg) erzielte im Leichtgewicht, d. h. bei einem Körpergewicht von 135 Pfund, im beidarmig Drücken 170 Pfund, im beidarmig Reißen ebenfalls 170 Pfund und im Stoßen 230 Pfund. Zusammen 570 Pfund. Gary zeigte als Schwergewichtler im Drücken 190 Pfund, im Reißen 200 Pfund und im Stoßen 255 Pfund, insgesamt 645 Pfund. Jsmayr blieb nur 5 Pfund hinter der Leistung zurück, die ihm in Los Angeles zum Olympiasieg verhalf: Drücken 210 Pfund, Reißen 210 Pfund und Stoßen 270 Pfund, zusammen 690 Pfund bei einem Körpergewicht von 146 Pfund. In Sepp Manger trat ein Mann mit ungeheurer Körperkraft, gepaart mit gutem technischen Können an die Hantel. Er zeigte, ohne sich auszugeben, folgende Leistungen: Drücken 255 Pfund, Reißen 235 Pfund und Stoßen 300 Pfund, zusammen also 790 Pfund. Die Entwicklung Mangers scheint übrigens noch nicht abgeschlossen zu fein, denn Jsmayr, sein Entdecker und Trainer, erklärte, daß eine Drei- kampfleistung von 900 Pfund im Bereich der Möglichkeiten liege. Um die Gruppenmeisterschaft im INannschaflsringen. Im Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Amateurringer standen sich die Meister der Gaue Hessen, KSD. Alsfeld, und Mitte, „Jugendkraft" Zella-Mehlis, in Zella-Mehlis gegenüber. Nachdem der Mitte-Meister bereits den Vorkampf mit 17:2 Punkten gewonnen hatte, mußten sich die Vertreter des Gaues Hessen auch beim Rückkampf 3:16 geschlagen geben. Im Gesamtergebnis siegte also Zella-Mehlis mit 33:5 Punkten. So groß wie das Ergebnis es besagt, war aber die lleber- legenheit des Mitte-Meisters nicht. Wohl war Zella- Mehlis technisch weit überlegen, doch gaben die Nordhessen den Kampf erst nach härtestem Widerstand auf. Spielvereinigung 1900 Gießen. V. C. Sinn II — Spvg. 1900 Gießen II 0:2 (0:0). Vor dem Spiel der beiden ersten Mannschaften trafen sich die Reserven zum fälligen Pflichtspiel. Da für die Gießener Mannschaft Knaus und Ranft zur Verfügung standen, spielten sie mit: Fischer, Knaus, Schneider, Hain, Kirchner, Herf, Gath, Schombert, Günther, Ranft, Weißmüller. Von Anfang an zeigte sich die Ueberlegenheit der Gießener. Doch dann konnte Sinn, begünstigt durch den aufkommenden Wind, zeitweilig sich im Strafraum der Gäste festsetzen. Doch die Hintermannschaft war auf dem Posten und konnte diese Drangperiode gut überstehen. Torlos ging es in die Halbzeit. Nach der Pause klappte bei den Blauweißen'das Zusammenspiel besser und der Halblinke brachte sie in Führung. Anschließend an einen Eckball konnte der Mittelstürmer das Endresultat Herstellen. Spielvereinigung 1926 Leihgestern. Leihgestern Jugend — Klein-Linden Jugend 10:1. Den- letzten Sonntag konnte die Spielvereinigung 1926 auf zwei Fronten siegreich fein. Die Jugendmannschaft, die ja bereits als Meister anzusehen war, fertigte nunmehr ihre Position, indem sie ihre Kollegen aus Klein-Linden katastrophal mit 10:1 Lehrmädchen stellt ein Strickerei veck Neustadt 45 2577V [Stellengesuche] l. Buchhalter (bilanzsicher) mit Tanlorix- Durchschreibe- buchsührung vertraut , firm im Steuer-, Mahn- und Klagewesen sucht Dauerstellung Schriftliche Angebote u. 2587V an den Gießener Anzeiger erbet. Im ersten Teil des Kraftsportabends, den der 1. Kraft- und Sportklub Gießen am Sonntagabend veranstaltete (wir berichteten bereits darüber), bestritten die Ringer von Gießen und von Frankfurt- Rödelheim einen Mannschaftskampf. Die Gießener kämpften in Hochform, aber auch die Rödelheimer zeigten sich als faire Sportsleute, die durch ihr ausgezeichnetes Verhalten viel zürn Erfolg des Abends beitrugen. Die einzelnen Kämpfe. Bantamgewicht: Kornmann (Gießen) entpuppte sich als ein guter Kämpfer, der noch von sich reden machen wird. Er wurde in zwei Minuten Schultersieger durch Armdurchzug gegen Prokaski (Rödelheim). Federgewicht: Funk erwies sich erneut als erste Klasse. Er stellte es gegen den bekannten Zimmermann unter Beweis. Er brachte den Rödelheimer durch Schleudergriff in die Brücke, aus der es kein Entrinnen gab. Leichtgewicht: Klotz (Gießen) war nicht in der sonst bei ihm gewohnten Form. Er hatte überdies in Kaufmann (Rödelheim) einen ungemein kampfstarken Ringer zum Gegner, der ihn bei Näheres bei Eindrodt sen. Neuenweg 38. Verkäufe unter 2596V an den Gieß.Anzeig. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. [ Vermietungen | geschäft zu verk. Karl Föckel, Ortenberg/O -H. Gebrauchter Kinderwagen zu verkauf. 01924 Hitlerwall 121. Em Posten g* Mn zu verkaufen. oi923 Diezstr. 6. Mehrere getrag. Anzüge sowie [ oi9i9 MergoiW' Ulantel zu verkaufen. Friedrichstraße Nr. 14 II. 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G.A. 2-3-3l«r- Doljmg vonruh.Ehepaar für bald zu mie- Nr. 85 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, lZ.April 193 7 Verkehrssünder werden ermahnt und belehrt. durch das Mikrophon den Volksgenossen in den Straßen und an den Wohnungsfenstern zurief, her- oorgehoben: Oie Verkehrspolizei mit Lautsprecher in den Straßen. — Beherzigenswerte Hinweise auf frischer Tat. — Ein fruchtbares Stück praktischer Verkehrserziehung. Beim Ueberqueren der Straßen erst rechts, dann links sehen! — Radfahrer Zeichen geben, nach welcher Richtung an einer Straßenkreuzung gefahren werden soll! — Fußgänger benutzen immer nur den Bürgersteig, der Fahrdamm ist für den Fährverkehr da! — Auf dem jggj . zeugen sauber halten! Fahrzeuge scharf Das Dankopfer der Ration in Gießen rechts heranfahren! — Radfahrer dürfen nicht vor der Straßenbahn als Wettrenner herfahren. — Besonders auf kleine Kinder achten. Man kann nur hoffen und wünschen, daß der gestrige polizeiliche Aufklärungsdienst, der allenthalben in den Straßen mit Recht große Beachtung Die Einzeichnungslisten für das von der SA. getragene Dankopfer der Ration, das dem Führer als Geburtstagsgabe des deutschen Volkes zur weiteren Durchführung der Siedlungsbauten aus der Dankopferspende auch in diesem Jahre wieder überreicht werden soll, sind nach wie vor Gegenstand des Interesses 'aller Volksgenossen in Stadt und Land. Unsere heutigen Bilder zeigen an Hand eines Bildausschnittes aus der Gesamt- organisation der Spendenwerbung durch unsere Gießener SA., wie würdig die Einzeichnungsstellen hergerichtet sind und wie sich auch hier wieder die Männer der SA. mit den Volksgenossen zusammenLautsprecher-Ausrüstung des Mannschaftswagens der Polizei. Heber dem Wagen der große Lautsprecher. Der Beamte (ganz rechts) spricht in ein kleines Mikrophon. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) finden in der Bereitwilligkeit zum Opfern für diese segensreiche Spende. Die Einzeichnungsstellen in Gießen seien unseren Volksgenossen hier noch einmal in Erinnerung gebracht; sie befinden sich an folgenden Plätzen: SA.-Drigade 147, 2Noltkestraße ?7.. SA.-Slandarle 116, Landgraf-Philipp-Plah 2. 11/116 Laden am kreuzplah (neben Winlerhoff), oder Konto Sturm 11/116 Dezirkssparkasse. 14/116, Studentenhaus, „Stuttgarter Hof (Settersweg), oder Dresdener Bank. Pi. H/116, „Zum Löwen", Neuenweg. Bürgersteig immer nur die rechte Seite in der Wegrichtung benutzen! — Der Fahrdamm muß auf dem kürzesten Wege in rechtwinklichem Marsch überquert werden! — An den Ecken nicht stehenbleiben, wir brauchen keine Eckensteher! — Wer an den Ecken stehenbleibt, gefährdet sich und andere! — Nicht an unübersichtlichen Straßenkreuzungen halten bleiben! — Die Uebergänge zu den Verkehrsinseln sind keine Versammlungsstellen, sondern sie sind freizuhalten! — Kinder haben auf dem Fahrdamm nichts zu suchen, der Fahrdamm ist kein Kinderspielplatz! — Der Fahrdamm ist nur für den Fahrzeugverkehr da! — Fußballspielen ist besser auf dem Sportplatz, als auf dem Fahrdamm, wo es auch verboten ist! — Kinderwagen können auf den Bürgersteigen gefahren werden, sie dürfen aber nicht den Fahrdamm als ständige Wegbahn benutzen! — Wenn der Bürgersteig zu eng ist, dann hintereinander gehen, aber nicht nebeneinander! — Radfahrer dürfen nicht nebeneinander fahren, sondern nur hintereinander! Nebeneinanderfahren gefährdet den Radfahrer selbst und auch andere Verkehrsinteressenten! — Beim Radfahren nicht in der Welt herumgucken, sondern immer geradeaus in der Fahrtrichtung sehen! — Vorfahrtsrecht genau beachten, Richtungszeiger rechtzeitig und richtig benutzen, Nummerschilder an den Fahr- Die Gießener Verkehrspolizei erteilte praktische Verkehrserziehung und gab den vielfachen Verkehrssündern an Ort und Stelle beherzigenswerte Winke auf den Weg. Der Polizeidirektion Gießen ist nämlich von der Landesregierung ein großes Lautsprechergerät zur Verfügung gestellt worden, das bei Aufmärschen auf großen Plätzen, bei größeren Veranstaltungen, für Aufgaben des Luftschutzes und auch für die Zwecke der Verkehrserziehung in den Straßen gute Dienste leisten wird. Die gestrige Vormittagsstunde dieser Lautsprecherarbeit diente vor allem technischen Versuchszwecken. Die ausgedehnte Rundfahrt am gestrigen Nachmittag war der erste praktische Verkehrsunterricht, bei dem Polizeioberinspektor Hoffmann von unserer Gießener Schutzpolizei als Sprecher am Mikrophon'den Straßenpassanten wertvolle Aufklärungen über richtigen Verkehr in den Straßen und, wo es nottat, auch nachdrückliche Ermahnungen für allzu krasse Verkehrssünder erteilte. Dieser neue Zweig der Polizeitätigkeil, der sich gestern als eine sehr fruchtbare und begrüßenswerte Neuerung in Gießen erwies, wird noch öfter in den Straßen in Erscheinung treten, da die gestrige Rundfahrt leider ergeben hat, daß die Zahl der Verkehrssünder — meist aus Gedankenlosigkeit oder Leichtfertigkeit, manche aber auch aus krassem Unverstand oder unglaublicher Begriffsstutzigkeit — noch reichlich groß ist. In die Arbeit vertieft sitzt der Büromensch an seinem Schreibtisch. Eifrig an der Werkbank schaffend geht der Handwerksmeister seinem Beruf nach. Zuvorkommend die Kundschaft bedienend, steht der Kaufmann hinter dem Ladentisch. In ihrem Haushalt wirkend sorgt die Hausmutter für ihren Haushalt. Kurzum: jedermann geht feiner gewohnten Beschäftigung nach. Plötzlich von der Straße her eine überlaute, weithin dröhnende Stimme. Man hört sofort, daß es keine der üblichen Reklameerscheinungen im Straßenverkehr ist. Das sind ganz andere Worte, die hier ans Ohr Hingen-! Man lauscht zunächst von seinem Arbeitsplatz aus. Und plötzlich erkennt man, R 41/116, „Frankfurter Hof" Warktlaubenslraße. 42/116, „Aquarium", Walltorstraße. 43/116, „Zum Burghof", Am Burggraben. San./116, „Bayerischer Hof", Bahnhofstraße. Nachr./116, „Zum Löwen", Neuenweg. 2Narine-SA.: Sturmbüro, Ludwigstraße 56 p/Ecke Alicenstrahe, ferner Sturmbannbüro, Frankfurter Straße 4, Hinterhaus. Reiter-Standarte 147: Universitäts-Reitinstitut Schömbs, Brandplah 5. (Aufnahmen: Neuner, Gießener Anzeiger.) fand, auch eine nachhaltige Wirkung bei den Hörern und Hörerinnen im Straßenverkehr gezeitigt hat. Man konnte als Beobachter auf dem Polizeiauto allerlei interessante Wahrnehmungen machen. Geschärften Blickes durch die sachverständigen Aufklärungen von Polizeiinspektor Hoffmann und an Hand des „Karnickels", nämlich des Verkehrssünders, häufiger aber noch der Verkehrssünderinnen, konnte man sehen, wie oft und wie unfaßbar selbst die elementarsten Grundregeln der Verkehrsdisziplin und der Verkehrsordnung im Straßenbetrieb verletzt werden. Und man konnte weiter den Eindruck gewinnen, daß bei manchem Unfall in den Straßen die leichtfertige Versündigung gegen die selbstverständlichsten Verkehrspflichten' in" erster Linie die Ursache ist. Dabei befinden sich groß und klein, jung und alt in voller Gemeinschaft beieinander als „Sünder allzumal". Vielen von ihnen wurde von dem Polizeisprecher am Mikrophon an Ort und Stelle des „Sündenfalls" ein kräftig Lichtlein aufgefteckt — hoffentlich zur bleibenden Beherzigung, manchmal zum schadenfrohen Gaudium der nächsten Augenzeugen, die manches junge Mädel ober manchen jungen Mann mit puterrotem Gesicht schleunigst aus der „Gefahrenzone" verschwinden sahen, überall aber unter gespanntester Aufmerksamkeit der Straßenpassanten 'und der in den Fenstern liegenden Hausbewohner. Zu Nutz und Frommen derer, die es angeht, seien hier einige der wichtigsten Grundregeln des Verkehrs, die Polizeioberinspektor Hoffmann immer wieder daß hier etwas ganz besonderes los ift Ein Blick auf die Straße läßt ein großes Polizeiauto mit einem umfangreichen technischen Gerät vor dem Auge erscheinen. In dem Auto sitzen einige Polizeibeamte, einer von ihnen an einem Mikrophon. Und von diesem Wagen kommt die ungewohnte, laute Stimme im Straßenbetrieb. So ging das am gestrigen Montagoormit- tag einige Zeit durch mehrere Straßen der Innenstadt. In gleicher Weise vollzog sich dieser Sprechbesuch gestern nachmittag während längerer Zeit in einer ganzen Reihe von Straßen. ,/Oer Herrscher." Gloria-Palast. Wir haben vor etwas mehr als vier Jahren Gerhart Hauptmanns Schauspiel „Vor Sonnenuntergang" hier »uf dem Theater gesehen, eines der späten Werke, mit dessen symbolhaft anklingender Namengebung der damals bald siebzigjährige Dichter, einen Ring von erstaunlichem Ausmaß — vorläufig — schließend, zu seinen dramatischen Anfängen, zu dem heiß umstrittenen ersten Siege des denkwürdigen Jahres 1889 zurückkehrte. Dieses Schauspiel „Vor Sonnenuntergang" bot die Vorlage für den Film, zu dem Thea von Harbou und Curt I. Braun das Drehbuch schrieben. Es handelt sich, wie das Programm sich ausdrückt, um eine freie Bearbeitung; das ist wohl die treffendste Benennung für den künstlerischen Umwandlungsprozeß, der sich auf dem Wege vom Theater zur Kamera und zur Leinwand vollzogen hat: wenn sich auch die Grundlinien des Dramas deutlich erkennbar in den Bildern des Films abzeichnen, so scheint es doch nicht statthaft, hier von einer „Verfilmung" im üblichen Sinne zu sprechen. Der Film hat hier etwas grundsätzlich Neues und Eigenes geschaffen — ganz abgesehen von den veränderten künstlerischen und technischen Voraussetzungen. * Hauptmanns Schauspiel schildert Glück und Ende der großen Liebe eines alten Mannes zu einem ganz jungen Mädchen. Ein menschliches Schicksal, nichts weiter, wenig und viel zugleich: es reichte aus für ein wirkliches, echtes Drama, in welchem unter den Händen des alten Dichters und Menschenbildners eine seiner zartesten Liebesszenen sich aufbaut. Auch der Film gestaltet dieses menschliche Schicksal, aber er entrückt es zugleich feiner Zeitlosigkeit, seiner privaten, wenn man will: familiären Sphäre und stellt es unmittelbar in unsere Gegenwart hinein. Die Liebe des alten Mannes zu dem jungen Mädchen ist nicht mehr das Einzige und Letzte, sondern eigentlich nur das Erste, der Anstoß, der Ausgangspunkt oder auch Vorspiel und Prüfstein gleichsam für die menschliche Bewährung in einer andern Schicksalsfrage, die sich dem Manne stellt, und vor welcher er freilich sich nicht mehr nur 'für sich allein zu bewähren und zu entscheiden hat, nicht mehr nur für das junge, blühende Geschöpf, das ihr ganzes Sein und Leben für ihn einsetzt; — auch nicht allein gegen feine Familie, gegen Kinder und Schwiegerkinoer, die kleinlich, gemein, habgierig, hinterhältig und machtsüchtig sein Erbe unter sich verteilen wollen —: sondern für sein Lebenswerk, für sein Volk und die Volksgemeinschaft, für den Staat und die Zukunft. Das gibt dem verwandelten Stoff des Schauspiels die entscheidende Wendung, die unmittelbare Beziehung zu unserer Zeit, ein neues Gesicht und neues Ethos. Der Mann, der mächtige Großindustrielle Matthias Clausen, verteidigt, hier wie dort, seine große Liebe zu seiner Sekretärin Inken Peters, die ihn verjüngt und wie neugeboren macht, aber er kämpft damit im letzten Grunde den entscheidenden Kampf seines Lebens um sein Werk. Er überwindet den furchtbaren Schlag, den die entfesselte Sippschaft mit einem Gntmünbungsantrag gegen ihn führt; er gewinnt einen Prozeß, welcher ihn dem Wahnsinn nahebringt, den jene ihm andichten wollen. Dann setzt er sein Testament auf, das die unfähige und unwürdige Familie für immer von der Verwaltung feines Erbes (die gleichbedeutend wäre mit der Vernichtung feines Werkes) ausschließt: das Werk wird dem Staate gehören, und aus dem Volke ..., aus der Gefolgschaft der Zwanzigtausend wird — vom Schraubstock oder vom Zeichentisch, aus dem Laboratorium oder vom Schmelzofen — einmal der Mann kommen, der Clausens Lebensarbeit weiterführt. Dieses Testament diktiert er der Sekretärin Inken Peters, die in der Entscheidungsstunde an ihren alten Platz und an die Seite des einsamen Mannes zurückkehrt. Die Zeitnähe der ursprünglich zeitlosen Fabel ist vielleicht in dieser Schlußszene am stärksten zu empfinden; schon vorher streift eine andere, sehr eindringlich, eines unserer gegenwärtigsten Probleme, wenn Clausen den Kern seiner Lebensaufgabe, den eigentlichen Sinn seiner Arbeit etwa mit den Worten umschreibt: Maschinen bauen, das können andere auch, aber den Stoff zwingen, den Roh-Stoff, aus dem Nichts, aus der Retorte: das ist es ... Der Regisseur Veit Harlan hat, wie man bald spürt, begriffen, welche Aktualität, welche allgemeinere und tiefere Bedeutung, wieviel nahe Gegenwart mit der Erweiterung und Präzisierung des ursprünglichen Problems in den vom Drehbuch verwandelten Stoff einströmte: Harlan zeigt das Werk, die Industrielandschaft dieser Zeit, ganz nah und groß und weiträumig, die wuchtigen Maschinen, die glühenden Schmelzöfen, die riesige Gefolgschaft Kopf an Kopf, man hört und sieht den gewaltigen, lebendigen Rhythmus der Arbeit. Und erst vor den so er- jneiteren Perspektiven entwickeln sich die inneren Energien der dramatischen Auseinandersetzung mit I ihrer ganzen unbarmherzigen und mörderischen Stoßkraft, entladen sich die haßerfüllten Ausbrüche einer Familienkatastrophe in erschreckender Unversöhnlichkeit, ... blüht, wunderbar genug, die zarte, reine und innige Neigung zweier durch Alter und Herkunft weit getrennter Menschen in sparsamen Andeutungen, verhaltenen Worten und Gebärden, ... ist endlich auch die Symbolkraft im Bilde dieser sachlichen Welt von Maschinen und Schmelzfeuern überraschend zu empfinden. * 9 Clausen sagt einmal von sich, er fühle sich durch Inken und die Liebe zu ihr wie neugeboren; ein andermal: er komme geradenwegs aus dem Schmelzofen, aus einem Läuterungsfeuer, das alle Schlacken ausgefchmolzen hat. Das' ist keine billige Phrase; wenn Hannings als Clausen einsam durch das stählerne, dröhnende, brausende und glühende Kraftfeld seines Werkes schreitet, dann geht von diesem Gang eine ähnliche Wirkung aus wie von der einsamen Wanderung des alternden Schauspielers (Werner Krauß) über die nächtlich leere Bühne des Wiener Burgtheaters. Hannings schöpft hier seine Gestaltung (die außer dem genannten kaum einen Vergleich neben sich duldet) aus den seelischen Elementargründen, in denen eine große innere Reife und menschliche Kraft mit der Verwundbarkeit des unter einem dichten Mantel von Erziehung und Kultur schlafenden, wehrlosen Naturwesens sich begegnet; das Erwachen ist furchtbar, Ausbruch und Aufschrei um so erschütternder, je eindringlicher zuvor das andere, eigentliche, tägliche Bild des Mannes sich formte aus vielen Einzelzügen: Bild eines bedeutenden Menschen, eines geborenen Herrschers, eines wirklichen Führers, dem man feine Vergangenheit, seinen Aufstieg, sein Werk und seine Macht sofort glaubt. Weltmännische Haltung, Überlegenheit, Sicherheit, Willensstärke, Klarheit — das verbindet sich in diesem Bilde zu einer selbstverständlichen, gewachsenen Einheit; und auch die stilleren, persönlicheren, geheimeren Wesenszüge spiegeln sich darin, die des patriarchalischen Familienoberhauptes, des vertrauten Freundes, des schmerzlich enttäuschten Vaters, des altgewordenen, wieder junggewordenen Liebenden. Man kann sich schwer ein anderes Gegenbild dazu vorstellen, als es sich in der von Marianne Hoppe gegebenen Inken versammelt: sie vereinigt die Eigenschaften, welche die Gestalt schon in der Vorform des Schauspiels aufweist: die wache und warme Jugendlichkeit, die helle Klarheit, die Unbedingtheit des Gefühls, die selbstlose und opferbereite Tapferkeit... * Es wirkt hier überhaupt ein hervorragendes Ensemble von Charakterschauspielern zusammen, und wenn jenen großen Auseinandersetzungen in Clausens Hause in der Tat viel weniger von der tragikomischen Peinlichkeit unerquicklicher Familienszenen anhaftet als vom unheimlich gespenstigen Spuk hüllenlos demaskierter menschlicher Unzulänglichkeit, einer vor keinem Mittel zurückschrecken- den Ehrfurcht- und Würdelosigkeit, so ist das diesem Ensemble zuzuschreiben: Herbert Hübner (der schon im „Traumulus" mit oder gegen Jannings spielte) und der Koppenhöf er vor allem, die Clausens Schwiegersohn und Schwiegertochter mit einer zersetzenden Schärfe der Beobachtung formen und mit einer erschreckenden Kälte des Gefühls umgeben. Mit sicherem Instinkt spürte die Körber in der Tochter Bettina die nervösen, leidenden, hysterisch verkrampften und verstörten Züge auf. Ausgezeichnet in der abgewogenen Charakterisierung wirken Paulsen (Anwalt), Gülstorff (Hausarzt), Paul Wagner (Wolfgang), Loos (Pfarrer), Bildt (Diener) und Werner (Privatsekretär); auch Helene Feh dm er als Inkens Mutter fei nicht vergessen. An der Kamera standen Werner Brandes und Günther Anders, der die Aufnahmen in der Gutehoffnungshütte in Oberhaufen drehte. Der Film wurde, wie bereits berichtet, mit dem höchsten Prädikat „ftaatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll" ausgezeichnet. — (Syndikatfilm GmbH.-Tobis.) * Im Vorprogramm läuft u. a. der mehrfach preisgekrönte Kurzfilm „Eine kleine Königstragödie", der vornehmlich die Freunde des Schachspiels fesseln wird. Hans Thyriot. 6od)fd)utnocbrid)fen. Professor Dr. August F a u ft von der Universität Tübingen ist mit Wirkung vom 1. April d. I. zum ordentlichen Professor der Philosophie an der Universität Breslau ernannt worden. Professor F a u st ist gemeinsam mit Professor Glöckner (Gießen) Herausgeber der „Heidelberger Abhandlungen zur Philosophie und ihrer Geschichte". Der Reichserziehungsminister hat den nichtbeamteten außerordentlichen Professor Dr. phil. Hermann Gumbel von der Universität Frankfurt beauftragt, im laufenden Semester an der Universität Jena die Deutsche Philologie und Volkskunde zu vertreten. Der ordentliche Professor für allgemein klinische Röntgenkunde, Dr. med. Hans Holfelder an der Universität Frankfurt, ift zum Ehrenmitglied der Royal Society of Medicine, Radiological See- tion, London, ernannt worden. 7t)üyfe£ 10?, \ Ngi$ Mnib '^^giUfcafc-1064* | Sa (nebe 21ii Tages sperre. - Omnibusse nehmerprei die Kreisdi SZ.M Lpd. 2lm jungen ter äer ?fl und Hem Oberbann! Siets Hesses hierzu erlasst Fameraöe an diesen be daran, daß u dein daß öi schaisen ’M dl Stätten Sie sollen bi reinen Wo Generation! Am 10. As Wetzlarer A A®1*! S Dienstag, Theaterkasse < döar: " ' ' Dvnnerstao »^ZrZ bei ” bis is Sattis^, > Nu K"Ä Sl?3 Her alter 5s« aiv _ n»r grenze wj Mnierlv dort 3 J , f,"Ä> s*ä ff.5 heims mit- Stellung1 kehren. fe «s ?lhe 3_ G» 2 »;» Jieil 2 to “ -neih ‘fsjj 4$,^. [MÄ«' h,n 4^ Am 2.W tannter, in Weg und l jungen Dai Mr burch der Unhold wie folgt b 1,67 Meter knochen, br Kopshaar, i ner Ledern war, und r Täter trug und Hand i Weiter is etwa 3Vjähr Kinder in etwa 1,70 Ü schmale Nys geschlossenen schwarzen Fassung. Auch in b( den Abenöstu Kinder heran, arten betäftig alt, 1,70 Met Md kurzen a Wer sachdi gefährliche (?' der Krimina Lunqmä'del eröffnen ihre Werbewoche aerade, um Streber und ftichtig, um etwas scheuen Am Mittwoch, 14., Donnerstag 16. April findet im Erhalte Dein Haar gesund und schön? len wir haben und tätige wollen wir werden! Zu < Duckmäuser zu sein; zu aus erklang der Spruch von immer Richtschnur sein sein! Klare Augen wol- Hände! Stark und stolz 15. Fortsetzung. Auch in Stefans einen unerbetenen tresor neben dem Und während des Hissens Trude Bürkner, der uns wird: „Jungmädel wollen wir dem Ent- Meter Entfernung den Sprecher klar verstehen kann, ebenso auch die Marschmusik zum Bewegen von Kolonnen bei den Aufmärschen am Dersammlungsplatz deutlich wahrnehmbar ist. Mehrfache Versuche unter den verschiedensten Gesichtspunkten haben die volle Verwendungsfähigkeit des Lautsprechergeräts auch für diesen Zweck klar erwiesen. Zur Eröffnung der Woche der Jungmadel und Pimpfe traten am Sonntagnachmittag alle Jungmädel des Standortes Gießen zur Flaggenhisiung auf dem Brandplatz an. Auch die jüngsten Kameradinnen waren zum erstenmal angetreten und mit großem Eifer bei der Sache. Nach einem zu Beginn gesungenen Fahnenlied wurde die Fahne gehißt, die nun während der ganzen Woche dort wehen wird. Vom Deutschtum im Baltikum. In diesen Tagen findet in Gießen ein Vortragsabend statt, bei dem die baltische Dichterin Mia Munier-Wroblewska über „Schicksale deutscher Geschlechter im Baltikum" sprechen wird. Seit 1932 wohnt die baltische Schriftstellerin, die 1882 in Schlack (Kreis Windau) geboren wurde, in der Nähe von Berlin. Ihr Vater, von Beruf Arzt, zog, als Mia Wroblewska 9 Jahre alt war, in das kleine Städtchen Goldingen in Kurland (heute Lettland). 1913 verheiratete sie sich mit Hugo Munier, der Aus der Stadt Gießen. Biele Wenig ergeben ein Biel! ZdR. Es war klar, daß auf der Suche nach neuen Rohstoffen im Rahmen des Vierjahresplanes Hunderte von neuen Rohstoffen angepriesen und untersucht werden würden; ebenso fiar war aber auch, daß der größte Teil der in bester Absicht gemachten Vorschläge nicht angenommen werden konnte. Um so erfreulicher ist es, wenn trotzdem der eine oder andere Rohstoff gefunden wurde, dessen Verarbeitung durchaus lohnend erscheint und der unsere Wirtschaft wieder etwas unabhängiger vom Auslande machen kann. Zum großen Teil wird es sich dabei um solche Dinge handeln, die infolge ihres geringen Wertes oder ihrer geringen Menge bisher wenig oder gar nicht beachtet wurden; aber „viele Wenig ergeben ein Viel", und so kommt diesen Dingen eine wachsende Bedeutung zu. Auch auf landwirtschaftlich-forstwirtschaftlichem Gebiete wurden entsprechende Untersuchungen eingeleitet, und so hat man neuerdings drei neue Rohstoffe entdeckt bzw. wiedergefunden. Der wichtigste von ihnen scheint der Ginster zu sein, jene auf bisher ungenutzten Flächen vorkommende, leuchtend gelbblühende Pflanze, die in ihren blattarmen, rutenartigen Zweigen eine Faser enthält, die der Wolle oder dem Haarfilz beigemischt werden, oder als Ersatz für Jute dienen kann. Auch Italien und Südfrankreich benutzen diese Pflanze als Rohstoffe lieferant für die Textilindustrie. Da ihre Faser verhältnismäßig leicht gewonnen wird und die Pflanze an vielen Stellen unseres Vaterlandes zu finden ist, besteht die Möglichkeit, daß sie in Zukunft in die Reihe unserer Kulturpflanzen eingegliedert wird, besonders dann, wenn der Ginster planmäßig auf Oedländereien, in lichten Waldbeständen, an Bahndämmen usw. angebaut wird. Zunächst soll allerdings erst festgestellt werden, wieviel Ginster in Deutschland vorhanden ist und jährlich geerntet werden kann. Die beiden anderen Rohstoffe sind Abfallprodukte. Aus dem einen, der Weidenrinde, wird eben- (Nachdruck verboten.) Arbeitszimmer weift nichts auf Besuch hin. Der klyine Wandfalls -eine Faser gewonnen, die noch gröber als die des Ginsters ist und als Ersatz für Kokosfasern dient, aus denen bekanntlich Taue, Matten, und ähnliches hergestellt werden. Während der Ginster sein Hauptoerbreitungsgebiet in trockenen Gegenden hat, finden wir die Weiden meist an feuchten Stellen, an stehenden und fließenden Gewässern, dort aber häufig in großen Mengen, so daß auch ihre Verarbeitung durchaus nicht aussichtslos erscheint. Der dritte Rohstoff, die Pappelrinde, fällt bei der Verarbeitung der Stämme gewisser Pappelarten in Sägewerken oder anderen holzverarbeitenden Betrieben ab. Die Pappelrinde wurde bisher für die Herstellung von Netzschwimmern für die Fischerei ebenfalls eingeführt. Zu ihrer Her- stellung können allerdings nur die größeren, nicht- brüchigen Rindenstücke ohne Bast benutzt werden. Der Reichsnährstand hat hierfür bereits eine Sammelstelle in Ostpreußen errichtet, um so auch die Fischerei, deren Bedeutung ständig zunimmt, zu unterstützen. Wenn man heute auch erst am Anfang der Ausnutzung dieser Rohstoffe steht, so beweist ihre Beachtung doch, daß die im Rahmen des Vierjahresplanes geforderte Erschließung aller Rohstoffe auf allen Gebieten vorwärtsgetrieben wird und daß unser Raum an Roh st offen reicher ist, als man im allgemeinen an nimmt K. S. Im Verlaufe der Rundfahrt wurde auf Trieb mit dem Lautsprechergerät auch eine .... fernungsprobe gemacht, d. h. es wurde geprüft, auf welche Entfernung die Stimme des Sprechers am Mikrophon noch deutlich zu hören ist, um dadurch wertvolle Anhaltspunkte für den Einsatz des Geräts bei großen Aufmärschen zu gewinnen. Es ergab sich, daß man noch auf etwa 450 b i s 500 wenn verkehrsreiche Straßen passiert werden! — Nicht auf der falschen Straßenseite halten oder parken! Immer daran denken, daß die Derkehrsoorschriften zum Schutze der Volksgenossen da sind und von ihnen im eigenen Interesse, aber auch zum Wohle der Volksgemeinschaft befolgt werden müssen! Diese und weitere Ermahnungen richtete Oberinspektor Hoffmann in allen Straßen immer wieder an die Passanten. Viele von ihnen blieben zunächst erstaunt und auch etwas verdutzt stehen, aber im ganzen konnte man doch den Eindruck gewinnen, daß diese Belehrungen auf fruchtbaren Boden fielen. Und damit hatte die gestrige erste Aufklärungsfahrt ihren Zweck in befriedigender Weife erreicht. Eine Entfernungsprobe. Bücherschrank ist unbeschädigt. Sein Inhalt, ein paar Wertpapiere, einige kostbare alte Handschriften, etliche Urkunden und etwas Bar- Skandal nm Or.Bandergmen Boman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. „Sie scheinen ja von meinen fremdsprachlichen Kenntnissen eine sehr hohe Meinung zu haben. Ich beherrsche zwar leidlich das Französische, aber--" Seffers beugt sich zu Grigoris herab. „Wir haben zwei Möglichkeiten, Grigoris! Wenn Sie uns jetzt die Uebersetzung geben, dann werden Sie nach Ab- lauf von vierundzwanzig Stunden Ihrer Wege gehen können. Der Skandal, der auf die Veröffentlichung des Dokumentes folgen wird, kann Ihnen gleichgültig fein, denn Ihr Name wird nicht genannt werden. .Sie werden sich unbehelligt Ihren wissenschaftlichen Studien widmen können." Koltschew lacht spöttisch auf. „Sehr- großzügig! Und die andere Möglichkeit?" Jeffers steckt bedachtsam eine Papyros in Brand. „Entschieden weniger angenehm für Sie! Man wird seinem Herzen einen Stoß geben und gewisse Dinge ausplaudern müssen. Wenn ich mich recht entsinne, gibt es auf dem Polizeipräsidium eine Abteilung für Rauschgifthandel." Jeffers stellt mit Genugtuung fest, daß Koltschew seine Fassung verloren hat. Sein Gesicht ist bleich geworden, seine Lippen zittern. Er greift nach den vor ihm liegenden Blättern. „Die Wortzeichen sind nach der Schlüsselzahl 375 194 medergeschrieben. Der Text ist in der Reihenfolge dieser Ziffern zu lesen, also zuerst das dritte, bann bas siebente Zeichen unb so weiter. Der Vorgang wieberholt sich in jeber Zehnerreihe. Nach bem vierten Zeichen kommt also bas breizehnte, bann bas siebzehnte. Zum Schluß werben bie übriggeblie- benen Zeichen von unten herauf angefügt." ..Nicht übel!" Jeffers roenbet sich an ben Japaner. „Hast bu begriffen, Takuschi?" "Serr gutt!" grinst Takuschi unb nimmt sofort bie Uebersetzung in Angriff. "Aber beeil' bich ein bißchen! Bis zum Mittag muß alles fertig sein, auch ber Wortlaut bes japanischen Vertrages." Dann öffnet er eine Tür, bie in ein Nebenzimmer fuhrt. „Lieber Grigorij, Sie werben sich in Ihre Privatgemächer zurückziehen wollen. Hier, wir können zwar nicht mit befonberem Luxus aufwarten, aber ber Gebaute, baß es noch viel schlimmer hätte werden können, wirb Sie nachsichtig stimmen. Für einen Tag läßt sich's jebenfalls ertragen. Nun denn: good mght, sleep very well in your Bettgestell!" mit feinen Leuten bie Verbindung aufrechtzuerhalten, so wird man nun endlich Ruhe haben und seinen Geschäften ungestört nachgshen können. Grigorij Koltschew ist sonst keineswegs auf ben Kopf gefallen, aber diesmal dämmert ihm keinen Augenblick der Verdacht, daß der Anruf vielleicht eine Falle sein könnte, nur zu dem Zweck ins Werk gefetzt, ihn aus feiner Höhle zu locken. Er steigt ahnungslos bie Treppe hinab, schließt ahnungslos bie Haustür auf unb tritt auf die nächtliche Straße hinaus. Da lösen sich von einem Mauerwinkel zwei Gestalten und gehen von hinten auf ihn zu. Koltschew sieht sich plötzlich der Mündung einer Pistole gegenüber. Es ist aussichtslos, er weiß zu aut, daß die Leute seines Gegners in diesen Dingen feinen Spaß verstehen. „Guten Morgen, Bruderherz! Nett von dir, daß du unserer Einladung so prompt Folge geleistet hast. Nun komm, Freund Jeffers kann es kaum mehr erwarten, dich in die Arme zu schließen." Ein Auto hält in ber Nähe. Eine halbe Stunde später betritt Grigorij Koltschew in Begleitung seiner Wächter bie-^)interftube einer Destille in der Lothringer Straße. Jeffers unb ber Japaner sind noch nicht da, werden aber jede Minute erwartet. Ein langer Kerl mit einer Stichnarbe über dem linken Auge nimmt Koltschew seine Pistole unb seine Papiere ab unb bedeutet ihm,» am Tische Platz zu nehmen. Es dauert noch eine volle Stunde, bis bie Erwarteten kommen. Sie müssen den Gefangenen erst wecken, das Schlafmittel hat seine Wirkung getan. "Hallo, Koltschew, hast bir’s ja schon recht bequem gemacht. Recht so, aber zunächst müssen wir noch wegen dieses Dokumentes ins reine kommen. Hernach hast du dann Zeit genug zum Pennen." Grigorij wirft einen raschen Blick auf die Blätter, bie Jeffers vor ihn hingelegt hat. Es sind stark vergrößerte Abzüge ber Aufnahme aus Dr. Vander- gruens Schreibtischschublade. "Was soll ick damit? Es scheint Chinesisch zu sein." „Nun spiel hier nicht den Dummen, Mensch! Der Umschlag, in welchem ber Brief steckte, trug bie Anschrift von Herrn G. Koltschew, Privatgelehrten in Berlin, Germany! Es ist also zu vermuten, baß Dornotizen. Tageskalender für Dienstag Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Zar und Zimmermann". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Herrscher". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Rächer". — Sparerbund: 20.15 Uhr öffentliche Versammlung im „Burghof", Vortrag von Dr. Danner über „Aktuelle Sparer- und Rentnerfragen". Sfabffheafer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet eine Wiederholtung des großen Opernerfolges „Zar und Zimmermann" von Lortzing statt. Musikalische Leitung: Kapellmeister Paul Walter. Spieleitung Paul W r e b e. Die Partie bes Zaren singt' Gustav Bley. Einstubie- rung ber Tänze unb choreographische Leitung: Tanzmeisterin Jrmgarb Zenner. Leitung ber Chöre: Kapellmeister Ernst Bräuer. Die Vorstellung findet als 27. Vorstellung ber Dienstags- Miete statt. Anfang 20 Uhr, Enbe 23 Uhr. Vortragsabend des Spaterbunbes. Der Sparerbunb Gießen veranstaltet am heutigen Dienstag im „Burghof" einen Vortragsabend. Der Landesverbandsführer für Groß-Hessen, Dr. jur. Danner, spricht über die neuesten Gesetze, soweit sie den Sparer betreffen; ferner wird er über aktuelle Sparer- und Renterfragen referieren. zu wollen; zu gläubig, um zu klagen und zu zweifeln- zu ehrlich, um zu schmeicheln; zu trotzig, um feige zu fein. Jungmädel sind wir mit klarem" Denken unb klaren Augen, mit tätigen Händen in schweigender Pflicht." Mit dreifachem Sieg-Heil auf unteren Führer und mit dem Liede ber Jugenb wurde diese kurze Feierstunde geschlossen. Die Gruppen rückten bann zu einem Werbemarsch ab. Singend zogen sie durch die Straßen ihres Gruppenbereiches. Wer möchte da noch abseits stehen? Dienstbefehl fiirM.- undIM.-tlntergau 116,(Sieben Befr.: JM.-Derbewoche. In der Woche der Pimpfe und IM. tragen sämtliche Mädel und IM. bes Untergaues 116, Gießen, Kluft. Die Mädel- und JM.-Gruppenführerinnen weisen nochmals nachdrücklich darauf hin. Betr.: Sammeltag für das deutsche Iugenbherbergswerk. Am 17. April ist im ganzen Reich der Reichs-, Werbe- unb Opfertag für das deutsche Jugend- herbergswerk. Die Führerinnen ber M.- und JM- Gruppen setzen sich sofort mit den zuständigen NSÄ.-Ortsgruppen-Leitern in Verbindung, um dort bie zu verkaufenben Kirschblüten, Metallabzeichen unb die Sammelbüchsen in Empfang zu nehmen und auf ihre Einheiten zu verteilen. Abgerechnet wird bei ben NSV.-Leitern ber Ortsgruppe ber NSDAP., bie jeder Junggenosstn eine Bescheinigung über den Sammelbetrag ausstellt. gelb in Banknoten — alles ist vollzählig vorhanden. Dann zieht Stefan bie Schublabe bes Schreibtisches auf. Da liegt bas japanische Schriftstück, ber Vertrag, brei, vier Briefe unb aller sonstige Kram. Als nach einer Zeit ber Führer ber Polizeiaboick- nung hereinkommt, zuckt Stefan bebauernb bie Schultern. „Es tut mir leib, Herr Leutnant, aber Sie scheinen sich umsonst bemüht zu haben. Alles ist in Drbnung, es fehlt nicht eine Stecknadel." „Höchst sonberbar! Der Anruf war so bringend, die Mitteilung, im Tone höchster Aufregung durch- aegeben, trug so sehr ben Charakter der Wahrhaftigkeit, daß wir einen dummen Scherz eigentlich für ausgeschlossen halten." „Tja, ich hätttz Ihnen ja herzlich gern ben Gefallen getan unb Ihnen einen schönen Einbrecher zur Verfügung gestellt, aber — wie gesagt--" Der Offizier lächelt säuerlich. „Nun ja, ba bleibt uns eben nichts übrig, als roieber nach Hause zu fahren. Entschulbigen Sie also bitte bie Störung. Sollte Ihnen nachträglich noch irgenb etwas aUnfällen, dann--" „Sann n)erbe ich Ihnen selbstverständlich Meldung Dr. 23anbergruen begleitet bie Beamten an bie Haustür. „Nun aber fix roieber ins Körbchen?" ruft er Maria zu und will die Haustür abschließen. Doch das Schloß funktioniert nicht, es scheint irgenb- roo zu klemmen. „Was soll nun bas wieder bedeuten?" ärgert er sich. „War denn das Schloß schon schadhaft?" NSDAP, und NSD Gießen-Ost. Die Geschäftsstelle der Ortsgruppe Gießen-Ost befindet sich jetzt Kaiserallee 2. Dienststunden: Dienstags und Freitags von 20 bis 22 Uhr, und Sprechstunden des NS.-Deraters jeden ersten unb brüten Freitag im Monat von 20 bis 22 Uhr. Befr. Lebensmiffel-Opferring. Die Sammlung wirb Dienstag, 13., unb Mittwoch, 14. April, von ber NS.-Frauenschaft burch- geführt. Die Mitglieber wollen bie Pfunbpäckchen bereithalten unb bie Mitgliebskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt ber Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Ich mache ausbrücklich barauf aufmerksam, daß die Pfundspenden während des Sommerhalbjahres dem Hilfswerk „Mutter und Kind" zugute kommen sowie für die Unterstützung ber Zeltlager Verwendung finden, und ich bitte? bie Mitgliebschaft wäh- renb bes ganzen Jahres aufrechtzuerhalten. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Befr. Psunbsammlung. Am Mittwoch, 14. April, werben die Spenden (Pfundsammlung) durch bie NS.-Frauenschaft ein» gesammelt. Die Hausfrauen werben gebeten, ben Inhalt ber Päckchen auf ber Umhüllung kenntlich zu machen unb bie Mitgliedskarten zur Einzeichnung bereitzuhalten. Ortsgruppe Gießen-Nord. Befr. Pfundsammlung. Am Mittwoch, 14., unb Donnerstag, 15. April, wird im Bereiche ber Ortsgruppe Gietzen-Nord die Pfundsammlung durchgeführt. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen bereitzulegen. Ortsgruppe Gießen-Süd. Amt für Volkswohlsahrf. Donnerstag, 15., und Freitag, Bereich der Ortsgruppe Gießen- Süd die Lebensmittel-Opferringsammluna durch die NS.-Frauenschaft statt. Die "Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten. „Keine Spur! Ich habe doch abgeschlossen, bevor ich zu Bett ging!" Stefan schüttelt verwundert den Kopf. „Das verstehe ich nicht. Verstehst du es vielleicht?" Maria schaudert. „Es ist — so unheimlich. Ich — habe Angst, Stefan!" „Geh zu, bu übertreibst immer gleich. Warum soll schließlich nicht auch einmal ein Türschloß seine Launen haben. — Ich werbe ben Riegel Dorf (hieben, unb morgen soll ber Schlosser kommen. Auf jeben Fall ist mein Bedarf an Aufregungen für ben Augenblick gedeckt. Alsdann, gute Nacht, Mariandl!" „Gute Nacht, Steff!" — Zu der gleichen Stunde wird in einem Hause ber Georgenkirchstraße angerufen. Gregorij Koltschew hat eben ein Schlafmittel genommen, um nach ben überstandenen Aufregungen Ruhe zu finben. Nun greift er zitternd nach dem Hörer. „Hallo?" ruft er, ohne feinen Namen zu nennen. "Hier rft bas Polizeipräsidium, Oberinspektor Handke! Sie waren doch ber Herr, der uns vorhin bie Information wegen eines Einbruches in ber Breiten Straße gab?7' „Ja, allerdings, aber — woher wissen Sie meine Nummer?" „Sehr einfach, vom Fernsprechamt. Alle Gespräche an das Präsidium werden registriert. Also, wir haben tatsächlich Glück gehabt unb zwei Kerle beim Verlassen bes Hauses geschnappt. Einer von ihnen ist ein Japaner, ber anbere scheint ein Englänber ju sein, aber die beiden verweigern jede Aussage. Wir wollten Sie deshalb bitten, doch sofort hierherzukommen und uns mit Ihren Informationen zu unterstützen. Vermutlich werden Sie uns einiges über bie Burschen erzählen können." Koltschew zögert mit der Antwort. Es ist nicht ungefährlich, ein unüberlegtes Wort kann ihn selber bloßstellen. Aber schließlich siegt doch die Lockung, den Sieg über Jeffers auskosten zu können. Pah, man wird schon nicht so albern sein, sich in die Karten sehen zu lassen! „Ja, es ist gut! Ich komme. Wo habe ich mich zu melden?" „Portal II! Sagen Sie dem Posten, daß ich Sie herbestellt habe! Oberinspektor Handke!" Koltschew zieht sich rasch an. Das hat ja gerade noch geklappt. Für ein Jahr mindestens ist Jeffers kaltgestellt. Da es ihm kaum möalick fein dürfte. Die Mädel- bzw. JM.-Gruppenführerinnen sammeln diese Bescheinigungen ein unb reichen sie an bie Verwaltungsstellen bes Untergaues 116, Gießen, weiter. Die Mäbel- bzw. JM.-Gruppen erhalten 10 v. H. bes Sammel-Ergebnisses in Wanbergut- scheinen. Befr.: 321l.-IBerbeabenb. Am 18. April steigt im Cafe Leib um 20 Uhr ber JM.-Werbeabenb des Stanbortes Gießen. Eintrittskarten für 30 Pfennig finb bei ben Mäbel- unb JM.-Gruppenführerinnen erhältlich. Befr.: 3Vl.-Aufnahme-Feier am 19. April. Arn 19. April find sämtliche Gießener JM.-Grup- pen um 16.45 Uhr zum Gemeinschaftsempfang ber Reichssenbung „Jahrgang 1927" angetreten. Der Jugenbführer des Deutschen Reiches spricht zur Aufnahme des Jahrganges 1927 in bie Hitlerjugend im Remter der Marienburg. Befr.: Reichssenbung am 19. April ..Deutschlands Jugend grüßt den Führer". Am Montqg, 19. April, um 23.30 bis 0.05 Uhr, veranstaltet bie Hitlerjugend eine Reichs-Ring- Senbung zum Geburtstag bes Führers unter bem Titel „Deutfchlanbs Jugend grüßt Abolf Hitler". Ich weife hiermit auf bie Wichtigkeit ber Senbung hin. Befr.: IVl.-Ueberweisung in den BD7N. Am 20. April, bem Geburtstag des Führers, werben um 18.30 Uhr bie IM. in den BDM. überwiesen. Die Ueberweisungs-Feiern werden gruppenweise durchgeführt. Die Mäbel- und JM.-Gruppenführerinnen bestimmen noch ben Ort und einigen sich über bie Feier-Folge. Die Lanbgruppen führen bie Ueberweisungs-Feiern am praktischsten schon am Sonntag, 18. April, burch, ba es bann eher möglich ist, bie Gruppen in den Gruppenstandorten zusammenzufassen. Die Untergauführerin. Die JM.-Untergauführerin. VOM.- und ZM.-Gchwinimabteilung. Dienstag, 13. unb Mittwoch, 14. April, beginnt roieber unser Schwimmen von 19 bis 20 Uhr. JM.-Gruppe 2/116 schwimmt jetzt Montags von 19 bis 20 Uhr. Beginn 12. April. Die Untergausportwartin. eOKAMILLOFLQR S---ZALK ALI FREI 30 PFG. „ — 7)e^TlcuMZ f MAGGI BRUNETAFLOR FÜR DUNKLES HAAR Aus -er engeren Heimat Generation! Sauger 431 Schadenersatz 2593 D 10, 10, 4,— 4,— 3 — 3 — 2 — 2,— 2 — 2 — 1,60 2,— der 29. Vorstellung erber jungen nationalsozialistischen Polizeibericht. Siktlichkeiisverleher. einer alten Hugenottenfamilie entstammte. Der Weltkrieg trennte diese Ehe. Hugo Munter wurde als Reichsdeutscher interniert und an die sibirische Grenze verschickt, wo er 1916 gestorben ist. Mia Munter wurde im Januar 1915 aus Rußland ausgewiesen, begab sich nach Deutschland und arbeitete dort 3 Jahre als Oberin in einem Kriegslazarett mit 1200 Betten in Königsberg i. P. 1918 kehrte sie m ihre alte Heimat zurück, mußte aber 1919 aus ihrer Vaterstadt nach Libau flüchten, da die Bolschewiken in Goldingen einbrachen. Die Befreiung Kurlands von den roten Truppen durch die Landeswehr machte sie als Leiterin eines Soldatenheims mit. Bis zum Sommer 1919 hatte sie diese Stellung inne, um dann nach Goldingen zurückzukehren. Die schälen Sie Kartoffeln? Mit einem gewöhnlichen Küchenmesser? Da werden doch aber sicher die Schalen zu dick. Viel sparsamer und auch schneller geht das mit einem Schäler für Kartoffeln. Er ist wirklich praktisch. Auch in rostfreier Ausführung gibt es diesen Schäler bei 3* D. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Line Jugenb und ein Ruf: Führer, dir gehören wir! Jahrgang 1927 hinein in das Deutsche Jungvolk! Eltern! Euer zehnjähriges Mädel gehört in den Jungmädelbund! Bahnhof str. 26 (neben dem Lichtspielhaus) Demnächst des Gummiballes und Wiederauslassen wird ein luftleerer Raum erzeugt, dadurch wird der eitrige Inhalt des Furunkels abgesaugt. Unter Saugbehandlung versteht man auch die Anwendung von Schröpfköpfen zum Absaugen von Blut. Besonders von dem deutschen Chirurgen Bier wurde die Saugbehandlung geübt. Sauger, Saugpfropfen für Milchflaschen kleiner Kinder müssen vor der ersten Benützung mit einer glühenden Radel durchbohrt werden. Rach jedem Gebrauch müssen sie sorgsam gespült und täglich einige Minuten lang ausgekocht werden. Saum, Säume an Stoffkleidern werden möglichst mit der Hand genäht, man vermeide dabei, daß die Stiche von der rechten Seite zu sehen sind. Säume an Mänteln werden mit Band eingesäumt, damit sie mehr Halt haben Säume an Seidenkleidern werden eingerollt, d. h. mit schmalen Schrägstreifen besetzt, von links eingerollt und mit der Hand festgenäht Saurer Geschmack im Munde. Bei Magenverstimmung hat man oft das Gefühl, saures Wasser ziehe sich im Munde zusammen. Meist handelt es sich um eine vorübergehende Störung, die durch Einnahme von gebrannter Magnesia oder ähnlichem rasch behoben ist Wenn der saure Geschmack länger anhält, wende man sich an einen Arzt, da es sich vielleicht um Anzeichen eines Magengeschwüres oder einer sonstigen ernstlichen Magenerkrankung handelt. X Die deutsche Arbeitsfront 's? l1.9.-6emeinschasi „firaft durch freuöc" Familienlogen mit 5 Plätzen Hamilienlogen mit 4 Plätzen Sperrsitz Reihe 1—7, 1. Rang Reihe ! und 2 und Logenvorderplätze Sperrsitz Reihe 8-11, l.Rang Reihe 3—6 und Logenrückplätze Sperrsitz Reihe 12—15, 2. Rang Reihe 1 Mitte Sperrsitz Reihe 16—18, 2. Rang Reihe 2 und 3 2. Rang Reihe 4 und 5 und vordere Seitenreihe Die Einlösung muß trr 1 der heute noch in den alten Soldaten stecke, werde von der Kompanie gepflegt werden. Nachdem Bezirksschießleiter Klein noch über das nächste Kyffhäuser-Wettschießen berichtet und die Kamerade.n zu starker Teilnahme aufgefordert hatte, schloß der Kameradschaftsführer den Abend mit der Bitte, auch weiterhin für die Kameradschaft zu werben und immer wieder erkennen zu lassen, welch stolzem, in Krieg und Frieden bewährtem Regiment sie angehört hätten. Gießener Wochenmarktpreise. * G i e ß e n , 13. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Hauptversammlung des Dorschußvereins Grünberg. + Grünberg, 12. April. Am Samstagnach« mittag fand im Gasthaus von Friedrich Repp Wwe. die ordentliche Hauptversammlung des Vorschußoereins statt. Vorstandsmitglied Muller erstattete den Geschäftsbericht für 1936, das 74. Geschäftsjahr, und gab ausführliche Erläuterungen zu den einzelnen Poften der Bilanz. Er konnte auf eine gute Entwicklung im abgelaufenen Jahre Hinweisen, die sich sowohl in der wieder erhöhten Bilanzsumme von 799 322,42 Mark (775 590,09 Mark in 1935), als auch in der sehr guten Liquidität der Kasse ausdrückt, die es ermöglichte, allen Kreditansprüchen aus eigenen Mitteln gerecht zu werden. Der Vorsitzende des Auf- sichtsrates, Fabrikant Heinrich Schmidt II., oer« las die-Berichte über die Revision und die Depotprüfung, die keinerlei nennenswerte Beanstandungen enthielten, sondern die Feststellung, daß die Geschäfte durch den Vorstand mit Sachkenntnis und Erfolg geführt werden. Der Jahresabschluß wurde genehmigt und Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Ebenso wurde die Verteilung des Reingewinnes von 5677,29 Mark in der vorge- fchlagenen Weise gutgeheißen. Danach gelangen, wie im Vorjahr, wiederum 5 o. H. Dividende auf die berechtigten Guthaben mit 3649,35 Mark zur Aus- Zahlung, während 2027,94 Mark den Rücklagen zu- geschrieben werden. Die satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder des- Aufsichtsrates: Schuhmachermeister Friedrich Wilhelm Frank, Bauer Karl I ö ck e l VIII. und Landwirt Heinrich Keil (Lauter) wurden wiedergewählt. Wie Vorstandsmitglied Müller mitteilte, soll das 75jährige Bestehen im Herbst mit einer größeren Veranstaltung begangen werden: die Zuziehung eines namhaften Redners aus dem Genossenschaftswesen ist geplant. Amt Reifen, Wandern und Urlaub. Tagesomnibusfahrt an die Edertal- f per re. Am Sonntag, 18. April, führen wir eine Omnibusfahrt an die Edertalsperre durch. Der Teilnehmerpreis beträgt 5 Mark. Anmeldungen nimmt die Kreisdienststelle entgegen. HZ. sammelt für die Jugendherbergen Lpd. Am 17. und 18. April sammeln alle Hitler- jungen und Pimpfe des Gebiets Hessen-Nassau unter der Parole: „Baut Jugendherbergen und Heime!" Oberbannführer Brandt, der Führer des Gebiets Hessen-Nassau (13), hat soeben einen Befehl hierzu erlassen, worin es heißt: „Kameraden! Von Eurem unermüdlichen Einsatz an diesen beiden Tagen hängt sehr viel ab. Denkt daran, daß uns niemals etwas geschenkt wird, sondern daß wir an allem selbst mitarbeiten und mit- Gtadttheater-Miete. Slammiete. Die Einlösung des achten Abschnitts der Stammiete für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 2579C Donnerstag, den 15. April, von 10 bis 13 Uhr für die Freitag-Ulieter, Freitag, den 16. April, von 10 bis 13 Uhr und 17 bis 18 Uhr für die Dienstag-Mieter, Samstag, den 17. April, von 10 bis 13 Uhr für die Mittwoch-Mieter. Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210 Kasse des Stadttheaters Gießen erfolgt Ueberfenbung der Mietkarten. Die zu zahlende achte Rate beträgt schaffen müssen. Heime und Jugendherbergen sind die Stätten unseres jungen Gemeinschaftslebens! Sie sollen dem ganzen Volk Zeugnis geben von dem reinen Wollen *" Hier abschneiden! I folgt sein. Die Stadtverwaltung macht darauf aufmerksam, daß Platzkarten, die nicht bis zum 15. Mai 1937 ichriftlich gekündigt sind, für die Spielzeit 1937/38 zu iien gleichen Bedingungen weiterlaufen. Wahlmiele. Die restliche Wahlmiete muß bis spätestens 1. Mai L93T beglichen sein. Gießen, den 12. April 1937. Der Oberbürgermeister: Ritter. für Dienstag für u. Mittwoch: Freitag: 10 —RM. 11,—RM Wichtig für Pflanzen- u. Tierfreunde! MSWMWIMOAM nach der Nalursihutzverordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preu ischen Ministerium mr Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Lei er der Reichsstelle für Naturschuh Gebunden NM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Reichsnaturschuhgesetz haben hier auf Grund ihrer langsährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Natu, schutzverordnung. die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Er- gänzungsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stell n, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichte, fein, sondern auch botanische Bereine, Naturalien- und Her- barien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzensammler, Schmuckrei- sig-Derkäufer, Kranzbindereien und die mit der Überwachung der Märkte beauftragten Beamten, Feld Hüter, Polizeistellen usw. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. 9ooo öermWer Bering, W.-lMrWe Saxophon, nach dem Erfinder Sax benanntes Blechblasinstrument, das seltsam quiekende und näselnde Töne zu erzeugen vermag. Scenerie, griechisch, entbehrliches Fremdwort für Bühnenbild, Ausstattung, Rahmen. Landschafrs- bild Rundblick. Schaben, Schwaben, Franzosen, Preußen, Rusien, Kakerlaken, Bezeichnungen für ein rötliches oder schwarzes Ungeziefer, das sich hauptsächlich in'Küchen und Kellern aufhält und sowohl Lebensmittel wie Stoffe benagt. Man bekämpft sie, indem man ein Gemisch von Borax und Zuk. ker ausstreut, an dem sie zugrunde gehen. Man kann auch feuchte Lappen auslegen, an denen sie sich sammeln und sie dann vernichten. Besonders anziehend für Schaben sind mit Bier getränkte Lappen. Schablone, aus Pappe, Holz oder Blech ausgeschnittenes Muster. Schachspiel. Brettspiel für zwei Spieler mit 64 Feldern, von denen jeder 16 Figuren erhält, die verschiedenes Aussehen haben und in verschiedener Art ziehen und schlagen. Die Aufgaoe des Spieles ist. den König einer Partei „matt" zu letzen, d. h. ihn so zu bedrohen, daß er auf kein anderes Feld mehr flüchten kann. Schadenersatz. Wer einem anderen vorsätzlich oder fahrläsiig Schaden zufügt, muß den Schaden ersetzen und zwar muß er grundsätzlich den Zustand Herstellen, der der Bevölkerung die Taufe des von Ministerialrat Ringshaufen gestifteten Segelflugzeuge s auf dem Flugplatz am Hain öorgenommen. Einleitend begrüßte der Ortsgruppenleiter, Bürgermeister Philippi, zunächst den Spender der Flugmaschine, sowie den Kreisleiter, den Kreisdirektor, die Vertreter der Partei, der Landes- gruppe, die Fliegerkameraden von auswärts und sonstige Gäste. Ministerialrat Ringshausen hob in seiner Taufrede die Begeisterung Haupt- sächlich der Jugend hervor, deren Streben und Leistungen durch großen Mut und raschen Entschluß hohe Anerkennung verdienten. Nach der Taufe des Segelflugzeuges auf den Namen „Ringshau - s e n" unternahm Fluglehrer Scheuing auf ihm den ersten Flug von der Anhöhe nach dem weiten Wiefengrund davor, dem noch viele Flüge der Segelflieger-Ortsgruppe Friedberg auf eigenen Apparaten folgten. Landkreis Gießen 00 Klein-Linden, 13. April. Die Volks- und Schüler - Bücherei Klein-Linden, vor mehr als drei Jahrzehnten von dem verstorbenen Rektor Boßler im Rahmen der Heimatvereinigung Klein-Linden gegründet, zählt zur Zeit 550 Bände, gegenüber 575 im Vorjahr: davon sind 154 unterhaltenden und 308 belehrenden Inhalts. An Jugendbüchern sind 88 vorhanden. Die Zahl der Leser betrug im verflossenen Geschäftsjahr 56, und zwar 20 Erwachsene und 36 Jugendliche. Es wurden im ganzen 296 Bände entliehen, durch Erwachsene 78 und durch Jugendliche 218. An Einnahmen standen der Bücherei nur geringe Mittel zur Verfügung. Die Spar- und Darlehnskafse stiftete 10 Mark, an Lesegeldern gingen 16,47 Mk. ein. Die Lesegebühren beliefen sich für das Buch und die Woche bei Erwachsenen auf 6 Pf., bei Jugendlichen auf 3 Pfennig. Die Ausleihstunden find Mittwoch von 11 bis 12 Uhr. Die Leitung der Bücherei liegt in den Händen eines Lehrers der hiesigen Volksschule. + Gründ erg, 12. April. Am Samstagabend hielt der Obst- und Gartenbauverein im „Hotel Hirsch" feine Hauptversammlung ab, die einen sehr starken Besuch aufmies. Anwesend war auch der Vorsitzende des Bezirksoerbandes Bopp (Bellersheim). Der Leiter des Vereins, Berufsschullehrer Gengnagel, erstattete den Jahresbericht, während Rentier Schweißguth die Rechnungsablage gab. Den größten Teil des Abends füllte der Vortrag von Pfarrer i. R. A i f ch (Bad-Nauheim), der über die Befruchtungsverhältnisse bei den Obstgehölzen sprach. Der Redner verstand es, in anschaulicher, zum Teil humorvoller Weise diese Vorgänge zu erläutern und allgemein verständlich zu machen. Wesentlich unterstützt wurde der Vortrag durch eine Anzahl selbstgezeichneter Tafeln und Lichtbilder. Im weiteren Verlause des Abends wurden noch eine Reihe von Wünschen und Anregungen, hauptsächlich über Spritzungen u. a., vorgebracht. Den Schluß der Versamnilung bildete eine Verlosung von Gartengersiten, Beerensträuchern und Blumenzwiebeln. * Hungen, 12. April. Eine günstige Entwicklung hat die Realschule H u n g e n zu verzeichnen. Während für das verflossene Schuljahr 23 Sextaner angemeldet wurden, konnten in diesem Jahr 26 Kinder in die neue Sexta ausgenommen werden. Die Gesamtschülerzahl hat damit trotz schwacher Besetzung der oberen Klassen einen Stand erreicht, wie ihn die Schule in den langen Jahren ihres Be- tehens noch nicht aufzuweisen hatte. Es ist damit zu rechnen, daß die Stadt Hungen für die Real- chule, an der augenblicklich vier Studienassessoren tätig sind, im kommenden Jahr einen Neubau errichten wird. Kreis Büdingen. ch Nidda, 12. April. Bei herrlichem Wetter wurde gestern nachmittag unter großer Beteiligung f Einspaltige | werden zum ermäßigten , Grundpreis von 5 Pf. für die Kleinanzeigen MllllmeterzelleveröWentllchtl Kameradschaftsführer sprach ferner den Ehrenmitgliedern Anton Bopf (Gießen), Jakob Friedrich Düringer (Garbenteich), den Kameraden Phil. Moritz Bender (Butzbach), L'ubw. Friedrich I o x (Ettingshausen), Albin Klein (Gießen), Ludwig Schäfer (Gießen) und Heinrich W a g e n b a ch (Gießen) Glückwünsche aus zu der Auszeichnung, die ihnen vom Reichskriegerbund im März für langjährige verdienstvolle Tätigkeit zuteil geworden war. Besondere Ehrungen erfuhren die Kameraden Hermann Cloos, Konrad Grau, Johannes Meurer, Konrad Nies und Karl L e m p (Gießen): für eifrigen Besuch der Kameradschaftsabende wurde ihnen je ein Mackensen-Bild mit eigenhändiger Unterschrift des Generalfeldmarschalls überreicht. Im Verlaufe des Abends wurde davon Kenntnis gegeben, daß drei Kameraden neu aufgenommen wurden. Ferner wurde das Schreiben eines Kameraden verlesen, das erkennen ließ, mit welcher Liebe auch die entfernt wohnenden Dragoner an ihrer Kameradschaft hängen. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurden die Schützengruppen für das kommende Kysshäuser-Schießen zusammengestellt. Dann wurde zur Teilnahme am Reichskriegertag in Kassel und am 116er-Tag in Gießen aufgefordert. Es wurde ferner der Beschluß gefaßt, an Stelle der Sommer-Kameradschaftsadende Familienzusammenkünfte an Sonntagen treten zu lassen. Auch wurde beschlossen, eine Kysshäuser-Fahne anzuschaffen. Am 6. Juni findet gemeinsam mit den Kameraden der 13. Kompanie ein Frühjahrsausfluq nach der Wellersburg statt. Major E h r i g hielt eine kurze Ansprache und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß ein so gutes kameradschaftliches Verhältnis zwischen den alten und den jungen Soldaten zustandegekommen sei. Er versicherte, daß die Angehörigen der 13. Kompanie mit den alten Leibdragonern immer den gleichen Weg gehen würden. Der militärische Geist, Am 2. April, gegen 19 Uhr, versuchte ein Unbekannter, in dem Waldstück zwischen Leihgesterner Weg und Bahnlinie Gießen—Gelnhausen an einer jungen Dame ein Sittlichkeitsoerbrechen zu verüben. Nur durch das energische Verhalten der Dame kam der Unhold nicht zum Ziele. Der Unbekannte wird wie folgt beschrieben: 25 bis 30 Jahre alt, 1,65 bis 1,67 Meter groß, blasses Gesicht mit starken Backenknochen, breiten Schultern, bartlos, langes dunkles Kopfhaar. Er war bekleidet mit dunkler Hofe, brauner Lederweste, die an der rechten Seite zerrissen war, und mit weißem Polohemd mit Quasten. Der Täter trug bei dem Kampf Kratzwunden an Backe und Hand davon. Weiter ist in der letzten Zeit im Wartweg ein etwa 30jähriger Mann aufgetreten, der versucht hat, Kinder in den Wald zu locken. Dieser Täter ist etwa 1,70 Meter groß, hat schmales, blasses Gesicht, schmale Nyse und ist bartlos. Bekleidet war er mit geschlossenem grauen Regenmantel, grauem Hut und schwarzen Halbschuhen. Er trug Brille mit dunkler Fassung. Auch in der Goethe-, Ebel- und Liebigstraße ist in den Abendstunden ein Mann aufgetreten, der sich an Kinder heranmachte und sie mit unsittlichen Redensarten belästigte. Dieser Unhold ist etwa 40 Jahre alt, 1,70 Meter groß und trug graue Schildmütze und kurzen grauen Mantel. Wer sachdienliche Angaben über diese gemeingefährliche Elemente machen kann, wird ersucht, bei der Kriminalpolizei vorzusprechen. Einbruchsdiebstähle. Am 10. April um 21.30 Uhr wurde in dem Hause Wetzlarer Weg 77, Erdgeschoß, ein Einbruchsdieb- Klasse B 12, Klasse C WZ, Klasse D 10Z, ungezeichnete 10, Wirsing, Z kg (gelb) 12 bis 15, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 10, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25, Unter« kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, Z kg 90 Pf. bis 1,10 Mark, Tomaten 70 bis 80 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Pilze (Champignon) 1,20 Mark, Kartoffeln, Z kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,65 bis 3,80 Mark, Aepfel, Z kg 20 bis 45 Pf., Zwetfchenhonig 50, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Blumenkohl 30 bis 50 Pf., Salat 15 bis 25, Salatgurken 70 bis 80, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich (alte) 5 bis 15, (neue), das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 15 bis 20, Rhabarber, Z kg 25 bis 30 Pf. stahl, verübt. Der Täter gelangte mit Nachschlüssel in Die Wohnung und entwendete aus einem /x Ungarn Staats von 1913.... —— — — —— 4% Ungarische Goldrente....... — — — — 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 —— — — — 5% Rumänen von 1903......... — — — • — 4'/r% Rumänen Gold von 1913.. — — - —— — 4% Einheits-Rumänen......... —— —— — — 4% Türken Bagdad I........... — — — — 4% Türken Bagdad II.......... — —— — — 2i/4% I. Anatolier.............. — — — — A.G. für Verkehrswesen......6 131,75 133,5 131,65 133,75 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — 44,25 44,25 Hamburg-Amerika Paket......0 16,5 17 16,9 17,13 17,25 Norddeutscher Lloyd..........0 17,13 17,25 17,25 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 127 126,9 126,75 126,75 Neichsbanl................. 12 195,5 197,75 196,4 197,5 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 — 128,75 128,9 129,25 Commerz- und Privat-Aank ... 4 113,25 113,4 113,25 113,4 Deutsche Diskonto............ 4 117,25 117,75 117,25 117,75 Dresdner Bank........... 4 103,25 103,5 103,25 103,5 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Wendbörse Schluß- kurs Schlußk. Mittagbörse Datum 10.4. 12.4. 10.4. 12-4. Accumulatoren-Fabrik...... 12 210 210 209,5 210 /X KU-Kunstseide........... .. O — — — — Aschaffenburg Zellstoff...... .. 3 137,5 139,75 138,5 140 Bemberg................. .. O 112,25 113 112,25 113 Bekula................... .. 8 165 166 165,75 166,25 Buderus Eisen............. .. 4 125,4 127,75 125,4 127,75 Gement Heidelberg......... .. 7 166 166,25 — —— Gement Karlstadt.......... .. 6 ' --- — — —• Ghade A.-G................ .. 9 — — — —— Gonti Gummi............. . 11 194,25 194,75 194,5 194,65 Daimler Motoren.......... .. 5 134,5 138,13 134,13 137,75 Dessauer Gas............. .. 4 — — 115,5 115,65 Deutsche Erdöl............ .. 5 149 150,25 149,9 150 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 258,5 260,5 — —— Deutsche Linoleum......... . 10 176 178 177,5 178,75 Elektrische Lieferungen...... .. 6 134 134,5 134 135.25 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 149 152 149,5 152,25 I. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 168,75 169,5 168,75 169,4 Felten & Guilleaume....... .. 6 138 142,5 139,25 143 Gesfürel.................. 150,5 149 150 Th. Goldschmidt........... .. 5 134,25 135 134,9 135 Gritzner Maschinen......... .. O 43,25 44,75 43,5 45 Harpener................. 2% 159 161 159,75 161 Hoesch Eisen............... 3’/2 118,5 119,5 119 119,75 Philipp Holzmann......... .. 6 153 151,5 152,5 151,75 Ilse Bergbau.............. .. 6 — — 175 167,65 Ilse Genüsse.............. .. 6 149,25 145 149,25 145,75 Kali Aschersleben.......... .. 5 122,25 123,75 123 124,5 Klöcknerwerke ............. 4% 124,5 125,25 125 125,9 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 — — 148 148,5 Labmeyer................ .. 6 — 125,5 125,25 126 Mainkraft................. .. 4 — 94,75 — — Mannesmann............. .. 3 119,5 121 119,75 121 Mansfelder Bergbau....... 6% 158 158 157,65 158,5 Metallgesellschaft........... .. 5 154,25 155,5 —— 155 Orenstein & Koppel........ .. O — — 91,5 93,25 Rheinische Braunkohle...... . 12 228 230 227,5 228 Rheinische Elektro.......... .. 6 135 136,25 135 135,9 Rheinstahlwerke............ .. 6 160 161 161 161,25 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 127 127,5 127 127,65 Rütgerswerke ............. .. 6 145,9 146,5 146,5 147 Salzdetfurth Kali.......... 7Vt | 162 165 162,5 165 Schuckert & Co............. .. 6 166,25 166,75 166,25 166,75 Schultheis Patzenhofer...... .. 41 — 96,4 97,9 Siemens & Halske......... .. 8 196 198 197 199,5 Süddeutsche Zucker......... . 10 200 200 200 Vereinigte Stahlwerke...... 3y, 117 117,5 116,65 117,5 Westdeutsche Kaufhof...... .. O 59,25 59,5 59,25 59,25 Westeregeln Alkali......... .. 5 121,5 122,5 122,5 123,75 Zellstoff Waldhof.......... .. 6 158,5 159,25 160 160 Ltavi Minen.............. . 0,6 32,65 32,3 32,65 32,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 10. April 12. April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Geld Brief Buenos Aires............. 0,754 0,758 0,754 0,758 Brüssel................... 41 ,91 41,99 41,96 42,04 Rio de Janeiro............ 0,153 0,155 0,153 0,155 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Kopenhagen............... 54,43 54,53 54,48 54,59 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 47,14 London................... 12,19 12,22 12,20 12.23 Hetsingfors................ 5 5,395 5.39 5,40 Paris.................... 11 .175 11 .195 11,115 11 .135 Holland.................. 136,93 136,94 136,5? Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 10-April 12.April Amtliche Notierung Atnliche Notierung Geld Brier Gelb Briei Japan.................... 0,710 0,712 0,710 0,712 Jugoslawien .............. 5,694 5.706 5,694 5,706 Oslo.................... 61 ,26 61 ,38 61,31 61,43 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.................. 11.065 11.085 11 ,075 11,095 Stockholm ................ 62,85 62,97 62,90 63,02 Schweiz.................. 56,63 56,75 56,65 56,77 Spanien.................. 16,98 17,02 16.98 17,02 Prag..................... 8,656 8,674 8,656 8,674 Neuyork.................. 2,489 2,493 2,490 2,494 Schäferhund 432 Schal vorher bestand. Ist dies nicht möglich, so mutz der Ersatzpflichtige den Schaden in Geld ersetzen. Bei Körperverletzung kann der Verletzte neben den Kosten der Heilung auch ein angemesse- nes Schmerzensgeld und den durch die Krankheit entgangenen Gewinn, z. B. Arbeitsverdienst, verlangen. S. a. Entlobung. Kinder unter 7 Jahren oder Geisteskranke find zum Sck. regelmäßig nickt verpflichtet (s. aber Kinder). Die Ersatzpflicht kann aber in diesem Falle u. U. die Aufsichtspflichtigen (Eltern, Erzieher, Vormund) treffen. S. Dienstvertrag, Mietvertrag, Kauf, Empfehlung, Aufsichtspflicht, Jugendliche, Fehler, Abzüge, Tiere. Schäferhund, deutscher Schäferhund, autzerordentlich treues, kluges, wachsames und mutiges Tier, mit langen spitzen Ohren und grauem Fell. Schäferhunde werden vielfach als Polizeihunde, Meldehunde beim Militär und Blindenhunde abgerichtet. Schälen von Kartoffeln wird sparsamer ausgeführt, wenn man einen Kartoffelschäler benutzt. Zum Schälen von Obsi benutzt man Messer, die rost- und säurefrei sind. Schälkur. Zur Beseitigung von Hautunreinigkeiten werden gerne Schälkuren gemacht, besonders bei Sommersprossen, Pickeln usw. Unsachgemäße Schälkuren können aber die Haut sehr stark reizen und mehr schaden als nützen. Niemals mache man daher eine Schälkur ohne ärztliche Aufsicht. Dgl. Sommersprosien. Akne. Schaf, paarzehiges Huftier, das Wolle und Fleisch liefert. In der Hauptsache wird nur das Fleisch des Hammels (kastriertes männliches Schaf) gegessen. Das Schaf lammt nur einmal im Jahr und trägt 150 Tage. Vor der Schur werden die Schafe meist gewaschen. Schafsmilch wird nur zu Käse verarbeitet. Schaffelle dienen vielfach als Bettvorleger und als Pelzfutter. Sehr wertvolle Schaffelle sind Astrachan, Breitschwanz und Persianer. Die Hauptkrankheiten des Schafes sind Erkältungskrankheiten oder Infektionskrankheiten wie Milzbrand und Maul- und Klauenseuche. Schafblattern, i. Windpocken. Schafkälte, Bezeichnung für einen Kälterückfall im Juni. Schafkops, deutsches Kartenspiel, das besonders in Süddeutschland gespielt wird. Schafwolle, warme, weiche Wolle, die abgeschorene Behaarung des Schafes. Die Wolle der einzelnen Schafarten ist sehr verschieden. Die beste Wolle stammt von dem deutschen Elektroalschaf, das vom spanischen Merinoschaf herstammt. Schafwolle darf nur in lauwarmem Wasier gewaschen werden. Schal, Shawl, ursprünglich Kaschmirtuch aus Ziegenwolle mit palmenartigen Mustern, heute Bezeichnung für jeden um den Hals getragenen Stoff, vom Wollschal des Herrn bis zum Seidenschal der Dame. Der Zweck des Schals, den Hals zu wärmen, ist vielfach hinter der Schmuckabsicht zurück- getreten. Deshalb werden mög- Was der Bauer dem deutschen Boden abringt, pflegt und erhält der - Kaufmann für die deutsche Familie. MWMMW Gießen. 25S6ä Herzliche Einladung zum Bibel- u. Bekenntnisabend am Mittwoch, dem 14.Avril 1937, abds. 8'/. Uhr, jm Johannessaal. Es spricht: Sm WWiiar DMer,StkM WWMllM des Kameraden Pg. Kraß am 18. Avril 1937, abends 8 Uhr, im „Katholischen Vereinshaus": ll-Vovi-Kneg (eigene Erlebnisse). Unkostenbeitrag 25 Pfennig. 2678d Erstklassige Zuschneider Bewährte Fachkräfte Ausgesuchte Stoffe Beste Zutaten das sind die Vorteile unserer bekannten Maßschneiderei. 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Warum verstehen so viele Männer in dieser Zeit ihre Frauen nicht mehr ? Wie bekämpft man Blutwallungen ? Die Ueber- windung der Wechseljahre. Angst vor Krebs. Wie vermeidet man unschöne Korpulenz und Magerkeit ? Welche Frauen sind am meisten begehrt ? Das Geheimnis, jugendlich und anziehend in jedem Lebensalter zu erscheinen. Praktische Vorführung und Unterweisung in neuzeitl. Schönheitspflege usw. Unter 18 Jahren keinen Zutritt! Jede Fran nnd jedes jnnge Mädchen muß diesen interessant.Vortrag hören, denn ein einziger aus den vielen gebotenen Ratschlägen kann für das ganze fern.Leben v. Bedeutung sein!