Nr.bl Erstes Blatt 187. Jahrgang Samstag. 13. Marz 1957 Erschein? täg Md), nutzer Sonntags and Feiertags Beilagen. Vie illustriert» Gießener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl» Monats-Bezugspreis: MU 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Universttats Buch- und 8teindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 m m Breite 50Rps.,Platzvorschrift nach vorh Vereinbg. 25°/A mehr. Lrmastigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Generalfeldmarschall v.Vlomberg Einer der engsten Mitarbeiter des Reichskriegsministers stellt uns zum 4 0 jähri - gen Militärjubiläum des Feldmarschalls am 13. März folgende Ausführungen zur Verfügung: Ueber den ersten Kriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht des neuen Deutschen Reiches gibt es keine Biographien; er ist nicht Ehrenbürger vieler Städte, und nur einige Lagerstraßen auf Truppenübungsplätzen sind nach ihm benannt. Richt als ob Wünsche nach Lebensbeschreibungen und Anträge auf Annahme von Ehrungen nicht an ihn gelangt seien — sie sind es tatsächlich, aber sie wurden meist mit freundlichem Dank für die gute Absicht ablehnend beschieden. So steht ein Soldat solchen Dingen gegenüber, der das Urteil über sein Wirken einer späteren Geschichtsschreibung überlassen will und dessen 40jähriaes Leben als Offizier unter der Devise des Grafen Schlieffen stand: „Mehr sein als scheinen, viel leisten, wenig hervortreten". Charakter und Leistung bestimmten den militärischen Lebensgang des Reichskriegsministers. Einer alten Soldatenfamilie entstammend, wurde er nach dem Besuch des Kadettenkorps Leutnant im Füsilier-Regiment 73 in Hannover. Frontdienst, Kriegsakademie und Generalstabsstellungen wechselten und ergänzten sich in den siebzehn Jahren seiner Laufbahn bis 1914. Im Kriege bewährte er sich als Generalstabsofsizier bei verschiedenen Kommandobehörden sowohl beim Vormarsch über die Marne wie bei den späteren großen Abwehr- und Angriffsschlachten im Westen, die dem Major von Blomberg das Verwundetenabzeichen und den „Pour le merite“ einbrachten. Im Weltkrieg befestigten sich auch die engen und herzlichen Beziehungen zu seinem damaligen Stabschef beim AOK. 7, dem späteren preußischen Kriegsminister und 1. Chef der Heeresleitung des kleinen Reichsheeres, dem leider zu ftüh verstorbenen General Reinhardt, einer geborenen Führerpersönlichkeit von hohem idealistischem Schwung und unbeirrbarer Willenskraft. Auch nach dem Zusammenbruch haben diese beiden Männer und Freunde, zuerst bei der Lehrbrigade Döberitz, später beim Wehrkreiskommando V in Stuttgart, jahrelang Seite an Seite erfolgreich beim Aufbau der Reichswehr mitgewirkt. Im Frühjahr 1925 zum Oberst befördert, wurde von Blomberg Leiter einer der wichtigsten Abteilungen der Heeresleitung, der Ausbildungsabteilung, und danach Chef des Truppenamtes, einer Stellung, die der heutigen des Generalstabschefs entspricht. Es folgten einige militärisch besonders fruchtbare und arbeitsreiche Jahre als Kommandeur der 1. Division in Königsberg, von wo aus der damalige Generalleutnant von Blomberg als Leiter der militärischen Delegation zu der Abrüstungskonferenz nach Genf berufen wurde. Mehrere Kommandos und Studienreisen zu fremden Armeen — nach Rußland, Ungarn, Oesterreich und Nordamerika — hatten in den vorhergehenden Jahren seine Welt- und Menschenkenntnis erweitert. Seit dem Tod der Gattin versieht eine seiner drei Töchter die Pflichten der Hausfrau; seine beiden Söhne sind Offiziere im Heer und in der» Luftwaffe. Die Mutter des Generalfeldmarschalles verfolgt mit Anteilnahme den Lebensweg des Sohnes. Mit dem 30. Januar 1933 beginnt das große geschichtliche Werk des Wehrministers und späteren Reichskriegsministers von Blomberg, der am Geburtstag des Führers am 20. April 1936 die höchste militärische Rangstufe erreicht. Die Aufgabe ist innerpolitisch gekennzeichnet durch die Eingliederung der Reichswehr in den neuen Staat und den Aufbau der volksverbundenen Wehrmacht; außenpolitisch durch den Durchbruch zur Wehrfreiheit und Wehrhoheit. Was wehrpolitisch in den vergangenen vier Jahren in Deutschland geschaffen würde, lebt im Bewußtsein der Nation und braucht hier nicht chronologisch entwickelt zu werden. Heute erscheint uns das alles leicht und selbstverständlich, und doch war und ist es eine Aufgabe von unendlicher Schwere, ein steiler und schwieriger Weg zur Höhe, ein Werk reichster Erfüllung aber auch voller Gefahren, Mühen und Sorgen. Immer wieder hat der Generalfeldmarschall betont, daß das Volk dem Führer die Freiheit, daß die Wehrmacht ihrem Obersten Befehlshaber ihre Wiedergeburt verdankt. Leidenschaftlich hat sich der Reichskriegsminister zum Nationalsozialismus bekannt. In ihm sieht er die Kraftquelle der Gegenwart und der Zukunft des Reiches. Oft genug ljat er die entsagungsvolle, historische Aufgabe der früheren Reichswehr gewürdigt und sich kompromißlos vor sie gestellt Was der Generalfeldmarschall von Blomberg für Deutschland tat, hat der Führer schon im Sommer 1934 in Deutscher Beitrag zu den Verhandlungen über den Westpakt Ein deutsches Memorandum in London überreicht. Berlin, 12.TNärz. (DRB.) Der Reichsminister des Auswäriigen Freiherr von Reurath hat heute dem hiesigen britischen Botschafter Sir Eric Phipps ein TNemorandum über die Frage des Abschlusses eines neuen West pattes übergeben, das in Fortsetzung des bisherigen Meinungsaustausches den Standpunkt der Reichsregierung zu den Vorschlägen der anderen beteiligten Regierungen darlegt. Dies ist i m Einvernehmen mit der italienischen Regierung erfolgt, die auch ihrerseits heute der britischen Regierung ein TNemorandum über die Frage des Westpaktes übermittelt hat. Auch Itaüen zur Garantie Belgiens bereit Brüssel, 12. März. (DNB.) Im Zuge des diplomatischen Meinungsaustausches über einen Westpakt ist die belgische Regierung, wie am Donnerstag bekannt wurde, auch über den Standpunkt der italienischen Regierung unterrichtet worden. Die belgische Regierung hatte am 12. Februar der englischen Regierung in einer Note, deren Inhalt im einzelnen bis jetzt nicht veröffentlicht worden ist, erklärt, daß Belgien zum Abschluß eines Paktes zwischen den einzelnen Locarnomächten bereit sei. worin diese eine London, 12. März. Auf der heutigen Sitzung des Nichteinmischungsausschusses erfolgte die endgültige Einsetzung eines internationalen Amtes, das für die Verwaltung des Beobachtungssystems an den spanischen Grenzen verantwortlich sein wird, in folgender Zusammensetzung: Vorsitzender des Amtes wird Vizeadmiral van D u l m (Holland), Mitglieder des Amtes sind die Vertreter, die von den Ausschußdelegierten Englands, Frankreichs, Deutschlands, Griechenlands, Italiens, Norwegens, Polens und der Sowjetunion ernannt werden. Sekretär des Amtes und Rechnungsbeamter des Internationalen Fonds wird Francis H e m m i n g (England), Sekretär des Internationalen Ausschusses für die Anwendung des Nichteinmischungsabkommens. Hauptadministrator für das System der Seeüberwachung wird Konteradmiral Olivier (Holland). Hauptaoministrator in Frankreich wird Oberst Lunn (Dänemark). Es sind Vorkehrungen getroffen worden, daß Vizeadmiral v a n D u l m, Konteradmiral Olivier und Oberst Lunn am kommenden Montag in London eintreffen werden, um ihre Aemter zu übernehmen. Heftige Kämpfe bei Guadalajara. Salamanca, 13. März. (DNB.) Wie die letzten Frontnachrichten besagen, wurde im Abschnitt Guadalajara, besonders bei Taracena, auch am Freitag heftig gekämpft. Der nationale Rundfunk meldet, daß die Ortschaft Carrascosa de Henares bei Cogolludo erobert worden sei. Nationale Artillerie beschoß die bolschewistische Frontlinie sowie die Befestigungen Madrids. In den Gebirgen nördlich der Hauptstadt herrschen schwere Schnee stürme. Nationalflieger belegten die Garantie der Unverletzlichkeit und Unabhängigkeit Belgiens übernehmen. Gleichzeitig hatte die belgische Regierung darauf hingewiesen, daß außer England und Frankreich auch Deutschland den belgischen Standpunkt, wonach die Sicherheit Belgiens von den anderen Mächten garantiert werden solle, angenommen habe. Die italienische Regierung hat jetzt die belgische Regierung wissen lassen, daß sie in der Frage der Sicherheit Belgiens den gleichen Standpunkt einnehme wie England, Frankreich und Deutschland. Mustolim in Libyen Rom, 12. März. (DNB.) Der italienische Regierungschef hat sich am Freitag in Tobruk an Land begeben, wo er von Marschall B a l b o empfangen wurde. Mussolini schritt in Begleitung des Generalgouverneurs von Libyen die Ehrenformationen der Marine, der Luftwaffe, der Carabinieri und Askari sowie der italienischen und eingeborenen faschistischen Verbände ab, wobei ihm von der gesamten Bevölkerung begeisterte Huldigungen dargebracht wurden. Nach einer Besichtigung der Hafenstadt hat sich der Duce nach der 135 Kilometer von Tobruk entfernten italienisch-ägyptischen Grenzstadt A m s e a t begeben, um die Einweihung der dort beginnenden 1900 Kilometer langen Küsten st raße vorzunehmen. Landstraße von Lerida nach Barcelona und Tarragona sowie eine Kaserne der Internationalen Brigade mit Bomben. Furchtbare Zustände in den Kerkern Barcelonas Paris, 13. März. (DNB.) Die „Action Fran- ?aise" veröffentlicht eine Beschreibung der Zustände in den Gefängnissen Barcelonas. Aus der Feder einer Dame, die von den Bolschewisten ohne Angabe von Gründen 65Tage lang in einem Gefängnis von Barcelona festgehalten wurde. Im Gefängnis Jefatura befinden sich in den winzigen Einzelzellen, die nicht größer als IV2 zu 2 Meter seien, je 8 bis 10 Gefangene. Als einzige Luftzufuhr gebe es kleine Luftschächte, die aber meist verstopft seien. Einer der Zelleninsassen sei durch die unglaublichen Zustände vom Irrsinn befallen worden, ein anderer habe versucht, sich das Leben zu nehmen. Bon ihren Leidensgenossen sei einer nach dem anderen ohne Gerichtsverhandlung erschossen zu werden. Die „Action Francaise" bemerkt dazu, daß es noch immer ausländische Regierungen gebe, die die bolschewistischen Machthaber in Spanien anerkennen. Gewisse Regierungen, wie z. B. diejenige Frankreichs, arbeiteten sogar als Komplizen Moskaus und versorgten die Bolschewisten in Spanien mit Lebensrnitteln und Kriegsmaterial. Nur ein Mittel gebe es, um der im bolschewistischen Teil Spaniens herrschende Anarchie ein Ende zu setzen, nämlich, daß die Heere General Francos mit der auf der Halbinsel herrschenden Bolschewisten- Herrschaft Schluß machten. Oie Kontrolle. Man hatte es kaum noch für denkbar gehalten, daß der von den Mächten vor Monaten unter britischem Vorsitz in London eingesetzte diplomatische Ausschuß, der verhüten sollte, daß aus der spanischen Frage durch Einmischung dritter Staaten eine internationale werde, noch jemals zu brauchbaren Ergebnissen kommen werde. Sowjetrußland hat alles getan, um im Londoner Nichteinmischungsausschuß das Zustandekommen eines lieber» wachungsplanes zu verhindern, von dem die anderen Mächte eine Isolierung des spanischen Kriegsschauplatzes erhoffen, nachdem es endlich gelungen ist, die vornehmlich interessierten Staaten nach unendlichen Mühen und nach Abwehr unzähliger bolschewistischer Sabotageoersuche auf ein striktes Verbot der Ausreise und Durchreise von „Freiwilligen" für eine der kriegführenden Gruppen und der Lieferung von Kriegsmaterial nach Spanien festzulegen. Moskaus Delegierte im Londoner Ausschuß wollten mit ihren Verschleppungskünsten natürlich erreichen, daß vor Inkrafttreten der Kontrolle noch möglichst viele ihrer mit Waffen, Munition und „Freiwilligen" beladenen Schiffe die spanische Küste erreichen sollten, um die bolschewistische Widerstands- front noch vor Toresschluß für den nun zu erwartenden Endkampf zu stärken. Das wird ihnen im großen und ganzen auch geglückt fein, wenigstens werden sie damit erreicht haben, daß dieser Endkampf noch einmal eine äußerst blutige Auseinandersetzung werden wird, die von dem armen gequälten spanischen Volk noch einmal schwere Opfer fordern wird, bis endlich die Grundlagen für eine neue staatliche Ordnung auch in den Teilen Spaniens gelegt werden können, die heute noch unter dem bolschewistischen Terror seufzen. Diese Leiden hätte man sehr wohl ab kürzen können, wenn die in London zusammengetretenen Mächte es alle wirklich gewollt hätten. Die Vorschläge, die Deutschland und Italien schon im vergangenen Sommer zur wirksamen Isolierung des spanischen Kriegsschauplatzes gemacht hatten, fanden jedoch monatelang weder bei Sowjetrußland noch bei Frankreich und England ein williges Ohr. Sie ließen es geschehen, daß bis in die letzten Wochen hinein „Freiwillige", von marxistischen Werbe- büros in allen möglichen Ländern zum Kriegsdienst in der „Internationalen Brigade" der spanischen Bolschewisten gepreßt über die spanische Grenze strömten und in den roten Häfen gelandet wurden, daß ungeheure ßieferunaen von Kriegsmaterial, von Tanks und Flugzeugen bis zu Handgranaten und Dum-Dum-Gefchosfen, die bolschewistischen Arsenale in Katalonien auffüllten, daß schließlich sowjetrussische Agenten die revolutionäre Propaganda in dem noch bolschewistischen Teil des Landes an sich rissen und sowjetrussische Offiziere und Politiker den nach so vielen Mißerfolgen wankend gewordenen spanischen Bolschewistenhäuvt- lingen die Führung des Kampfes gegen das nationale Spanien aus der Hand nahmen Nun endlich soll die Kontrolle der Mächte diesem beschämenden Spuk wenigstens soweit ein Ende machen, daß die Grenzen und Küsten Spaniens gegen weitere Zufuhren von „Freiwilligen" und Kriegsmaterial abgesperrt werden. Ob sich der Londoner Ausschuß, durch diesen ersten Erfolg mutig gemacht, nun auch dazu aufraffen wird, auch die von Deutschland und Italien längst vorgeschlagene Rückbeförderung der nichtspanischen „Freiwilligen" vom spanischen Kriegsschauvlatz in die Wege zu leiten und endlich auch die Formen der „indirekten Einmischung", so besonders die finanzielle Unterstützung der spanischen Bolschewisten durch die von der Komintern besonders in Sowjetrußland und Frankreich veranstalteten Sammlungen unter die Lupe zu nehmen, das sind Fragen die angesichts der immer wieder erwiesenen Schwerfälligkeit des Londoner Apparats und des offenbaren Widerwillens, den einige Mächte gegen alle wirklich durchgreifenden Maßnabmen an den Tag legen, vermutlich noch lange offen bleiben werden. Daß Sowjetrußland sich unter dem köstlichen Vorwand, seine Matrosen seien an so stürmische Gewässer wie die Biskaya nicht gewöhnt, von der gemeinsamen Kontrollaktion der übrigen aroßen Seemächte absonderte, nachdem selbst Frankreich und England den dummdreisten Wunsch Moskaus abgelehnt hatten, ausgerechnet ihm die Ueber» wachung der noch in den Händen der Roten befindlichen spanischen Mittelmetthäfen zu übertragen, das zeigt doch, wie wenig man im Kreml geneigt ist, nun schon das spanische Spiel verloren zu geben. Es muß jedenfalls auch in Zukunft von dieser Seite durchaus noch mit weiteren Ueber» raschungen gerechnet werden. Der nach den Beschlüssen des Londoner Richtern- mischungsausschusses am heutigen 13. März in Kraft tretende Ueberwachüngsplan zerfällt in zwei Teile, einmal in die Kontrolle der fva- nischen Landgrenzen und zum andern in die Ueberwachung der für spanische Häfen bestimmten Schiffe. Die Kontrolle der spanisch-portugiesischen Grenze wird auf Wunsch Portugals ein Stab von britischen Beobachtern übernehmen, die spanisch-französische Grenze und die spanisch» britische Grenze bei Gibraltar werden von Beobachtern kontrolliert werden, die die im Ausschuß vertretenen Mächte stellen werden. Hierfür sind insgesamt ohne den Stab des Hauptagenten 265 Beob- ■aditPr vorgesehen die mit den einheimischen Grenz- behörben zusammenarbeiten sollen Der S e e ü b e r • wachungsplan hat einmal die spanischen Küstengewässer in eine Reihe von Abschnitten auf- geteilt, von denen Deutschland eine Zone an der Mittelmeerküste mit den noch in bolschewistischen Händen befindlichen wichtigen Hafenstädten Cartagena, Alicante und Valencia übertragen wurde. Zum anderen verpflichtet der Plan die im Ausschuß die Worte gefaßt: „Ich und wir alle sind glücklich, in ihm einen Ehrenmann sehen zu können vom Scheitel bis zur Sohle. Er hat die Armee aus innerstem Herzen versöhnt mit den Revolutionären von einst und verbunden mit ihrer Staatsführung von heute. Er hat in treuester Loyalität sich zu dem Prinzip bekannt, für das ich selbst mich dis zum letzten Atemzug einsetzen werde. Es gibt im Staate nur einen Waffenträger: die Wehrmacht. Und nur einen Träger des politischen Willens: dies ist die Nationalsozialistische Partei". Daß diese beiden Kräfte, die Partei und die Wehrmacht, sich gesunden haben, daß sie gemeinsam den Staat tragen und das Volk formen und daß sie nichts mehr trennt als die Verschiedenheit der Ausgaben, das ist für den Bereich der Wehrmacht die große p 0 - l i t i s ch e Leistung des Reichskriegsministers. Symbol dieser Tatsache ist das Goldene Parteiabzeichen, das der Generalfeldmarschall und mit ihm die Oberbefehlshaber der Wehrmachtteile seit dem 30 Januar 1937 tragen. Neben der politischen steht gleichwertig die militärische und soldatische Arbeit des Oberbefehlshabers der Wehrmacht. Deutschland verfügt heute über die fortschrittlichste Wehrmachtorganisa- üon aller Staaten. Die schwierige Frage des einheitlichen Oberbefehls ist in der deutschen Wehr- verfassung eindeutig und vorbildlich gelöst. Dem Reichskriegsminister unterstehen Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe; er sorgt für das Zusammenwirken der drei Teile im Frieden und im Kriege, er regelt alle Fragen, die die Gesamtwehrmacht betreffen. Alle diese Dinge lassen sich nicht vom grünen Tisch aus bewältigen Als Mann der Praxis ist der Generalfeldmarschall häufig bei der Truppe, um zu sehen, wo der Schuh drückt. Er kümmert sich um die Bewaffnung der Wehrmacht, er ist ein großer Freund des Flugzeuges, er fährt im Unterseeboot und im Kampfwagen; seine Sorge gilt ebenso der kriegsmäßigen Ausbildung, wie der Unterkunft und dem leiblichen und seelischen Wohl der Soldaten. Und weil neuzeitliche Wehrpolitik über den Bereich der Wehrmacht hinausgreift, sp obliegt dem Reichskriegsminister, der dem Führer verantwortlich ist für die Wehrpolitik des Reiches, auch die Pflicht, alle die Kräfte nutzbar zu machen und richtig zu leiten, ohne die eine Wehrmacht nicht leben kann. Das gilt für Arbeitseinsatz und Wehrwirtschaft, das berührt Fragen der inneren und der äußeren Politik, das bezieht sich auf die körperliche, moralische und geistige Verfassung des Volkes. Gewiß hat der Reichskriegsminister nicht allein diese Fragen zu entscheiden und zu regeln, aber seine Mitwirkung ist unerläßlich. Eine gewaltige Last an Aufgaben und Verant- morfuna liegt auf den Schultern des Generalfeldmarschalls. Er hat die Verantwortung freudig getragen und die Aufgaben erfolgreich bewältigt. Er kann am 13. März 1937 im berechtigten Stolz auf die vier Jahrzehnte seines Wirkens als Offizier und besonders auf die vier Jahre feiner Amtsführung als Reichskriegsminifter zurückblicken Mit der Wehrmacht gedenkt das ganze deutsche Volk an diesem Tag in Dankbarkeit der Persönlichkeit und der Leistung des Oberbefehlshabers der Wehrmacht. In diesen Dank aber schließt das neue Deutschland den Wunsch ein, daß über den Frieden und die Ehre des Reiches und des Volkes auch in vielen Jahren der Zukunft eine Wehrmacht wachen möge, an deren Spitze der Generalfeldmarschall v. Blomberg steht als einer der treuesten Kampf- und Arbeitsgefährten Adolf Hitlers. Das Internationale Amt für die Grenzüberwachung in Spanien vertretenen ßänber, ihre für fponifche HcUen bestimmten Handelsschiffe Qhjuba’.ten, in einem der nn Plan cargefebenen Kvntrvllhöfen Seouftragte d?s ausfcfiuf’ts -n Bord zu nehmen, die die Ausladung d-s Schisses in den spanischen Bestimmungshafen ubcrwamen. Für die oon Deutschland auslau« senden Schiffe werden wohl in der Hauptsache die britischen Kar.alhafen Downs und Dover und das französische Cherbourg in Betracht kommen. Die Kommandanten der die spanische Küste überwachenden Kriegsschiffe dürfen die spanische Häfen an« steuernden Handelsschiffe anhalten, um ihre Pokere zu prüfen und festzustellen, ob sie vorschrifts- mäßia einen Kontrollhosen angelaufen haben, jedoch nicht durchsuchen. Die Kontrolle der Ladung ist den dort an Bord genommenen internationalen Beobachtern vorbehalten. Man sieht also: ein recht kompliziertes System, dos von allen Beteiligten guten Willen und große Aufmerksamkeit verlangt, wenn es seinen Zweck erreichen soll, und das noch dazu recht kostspielig ist, denn der Aufwand für die Kontrolle ist vorerst auf . die Dauer eines Jahres auf 11 Millionen Reichsmark veranschlagt worden, von denen 1,8 Millionen RM. auf Deutschland entfallen. Inzwischen ist der Krieg an den verschiedenen spanischen Fronten, namentlich im Nordosten der Hauptstadt wieder in Bewegung gekommen Im nordspanischen Küstengebiet verteidigt Oberst A r a n d a das altertümliche Oviedo, den Mittelpunkt des afturisch-kantabrischen Bergbaus, gegen immer wieder vorgetragene Angriffe der Bolschewisten, die schon erhebliche Geländestreifen den nationalen Truppen preisgeben mußten. Im Süden, •Aramvpz vom .37 Utdid . vtoimPnar i^^dö^ava s'W5 Attüia • / 14 Tot» MADWD . )arr£ bjuqenb Öugenb ttkämp' natio- Ich er» ugenb er beut« verlangt allen, •r Vtt» vollster )tige rz tritt stunas- lus be» "st jetzt 'nd ber iebruar Berufs« Üorjahr [gruppe ■fliegen. 185 auf heoreti- nahir» ungs» vährenb nis ab« inb ber tt Ne, )rt der Segen, erlügt, 192< le ihm 1 Qn = )i aus ?rpräfi, holstl, ' dem rzmini- r ben lerium, mitver- t wer. 19 Ka« r. Die eine 00. l’hng ;rlD. unb r vex, 'rchen. Hbn r a b. I Kör, ? dgz °rigen -iMode chaf. Par. Mett. isters. ber hört der Be« ftdstrah- beim le» 'zurusen. lefonbers Reichs- .che wis. ien, baß erartiger glichen aß diese nb Tier inzlich gen bes ] es für ete En- iem Be« ch diese img fle' 5U aus« nEnt. ten M zu dem o n f e r • ie yle" erftellern ch immer Auch die 'ketten ine t>er* aister be- gaenostem ort die >Nl!t * rt(*r U bemer» gneto- er »* Jlo'tti. IlSfun« bmifl5' s q tern. f bas?e ,n Ataina « \tW Es stehend oom f < > i / • I ll V*U HU lll v l l l I l i | i ,. Loschwitz bet rirf)tet roorben. Als deutscher Handelsvertreter wird ier Konserva- jid) Gesandtschaftsrat Dr. Noll demnächst nach ZbX < A > BAYER < E ) \R/ Hsinking begeben. Der bisherige britische Botschafter in Brüssel, Sir Esmond O v e y, ist zum Botschafter m Buenos Aires ernannt worden. Der bisherige englische Botschafter in Tokio, Sir Robert Cliv e wird Botschafter in B r ü s f e l. Zum Botschafter in Tokio ist der bisherige stellvertretende Unterstaatssekretar im Außenministerium Sir Robert Craigie ernannt worden. Dankbarkeit aller seiner Mitarbeiter als Ehrengabe das Buch, das anläßlich des 60. Geburtstages des Ministers von Staatssekretär Pfundtner über die gesamte Arbeit des Reichsinnenministeriums herausgegeben worden ist, außerdem bat Staatssekretär Pfundtner den Minister, als ein Geschenk feiner engeren Mitarbeiter eine Base aus der alten Königlich-Preußischen Porzellanmanufaktur » - - '--7 des Reichs- Berlin. 12. Rlärz CDKB.) Der 3 ührerund Reichskanzler stattete am Freilagnachmitlag dem Reichsminister Dr. Frick in seiner Wohnung einen Besuch ab und verweilte in engstem kreise längere Zeit mit seinem allen Mitkämpfer. Der Führer überreichte dem Minister mll seinen besonderen Glückwünschen zu seinem 60.Geburtstag sein Bild mit einer herzlichen Widmung, in der die jahrelange Kampfverbundenheit und Kameradschaft mit seinem Parteigenossen und Minister zum Ausdruck kommt. Der Führer und Reichskanzler gab in seinem Hause den deutschen Künstlern einen E m p fange = Die 14. Internationale Automobil- " in Genf ist einer Holztruhe. In der großen Zahl der führenden Persönlichkeiten von Partei und Staat, die zum Teil mit geschmackvollen Angebinden dem Minister ihre Glückwünsche aussprachen, sah man u a. Die Reichsminister von Blomberg, Dr. Goebbels, Freiherr von Neurath, Rust, Darrö, Dr. Frank, Graf Schwerin von Krosigk, Seldte, Ohneforge; bie R e i ch s l e i t e r Stabschef Lutze, Dr. Ley und General Ritter von Epp; die Staatssekretäre, die Reichsstatthalter und Oberpräsidenten, sowie saft alle Gauleiter, ferner Korpsführer Huhnlem den Stellvertreter des Reichsjugendführers, Stabsfuhrer Lauterbacher und Polizeipräsident Graf Helldorf. Auch der ungarische Gesandte war unter den Gratulanten. Eine Abordnung der rhein- pfälzischen Bevölkerung überreichte m ihrer schmucken Tracht eine Prpbe edelsten Weines aus der Heimat des Reichsinnenministers. Der Reichswalter des Beamtenbundes, Hauptamtsleiter Neef, überreichte in Anwesenheit von 50 Gauführern die goldene E h r e n n a d e l des Reichsbundes, eine Base und ein Teeservice aus der Staatlichen Porzellanmanufaktur. In seiner Dankansprache legte Reichsminister Dr. Frick ein eindrucksvolles Bekenntnis zum deutschen Berufsbeamtentum ab. Die Erhaltung des deutschen Berufsbeamtentums fei bereits in der Kampfzeit em Programmpunkt der NSDAP, gewesen und roerbe immer mehr ein Gemeingut des ganzen deutschen abend, an Um r v <& ten des Schauspiels, der Oper, des Films .des Kon-, zertlebens, der Baukunst, der bildenden Künste und I Aufnahme Kunst und Wissenschaft. profeffor Ziegler ® über die neue deutsche Kunstpolitik. Volkes werden. . Der Vorsitzende des Deutschen Gememde- t a g e s, Reichsleiter Fiehler, überbrachte eine Standbüste des Schöpfers der Selbstverwaltung, des Freiherrn vom und zum Stein und dankte dem Minister dafür, daß er durch die Deutsche Gemeindeordnung den Grundgedanken der Selbstverwaltung und des Führerprinzips für alle Zukunft im Gemeindeleben verankert habe. Es folgte die Ueberreichung von 24 Ehrenbürger!) rte- f en der Gemeinden: Arnsberg, Breslau, Dresden, Frfurt, Flensburg, Gleiwitz, Göttingen, Glatz, Halle, Hindenburg, Kassel, Kirn, Kreuzburg, Landau, Magdeburg, Naumburg, Neustettin, Potsdam, Schneidemühl, Stettin Saarlautern, Wolfenbüttel und Wildungen. Die Freie Stadt Lübeck, die in 600 Jahren nur 12 Ehrenbürgerbriefe verliehen hat, setzte mit der Verleihung des Ehrenbürgerbriefes an den Reichsminister gleichzeitig den Schlußpunkt unter ihre Geschichte als Freie Hanse- treuer Verbundenheit weite st er Kreise des deutschen Volkes mit mir und meiner Mitarbeit am Aufbauwerk des Führers auf- richtig er reut. Da es mir leider nicht möglich ift, jedem einzelnen der meiner gedacht hat besonders zu danken, bitte ich alle Parteigenossen, Mitarbeiter und Freunde meinen herzlichen Dank aus diesem Wege entgegenzunehmen. Oer Wer übertrinat feine MlckviinWe. Berlin, 12. März. (DNB.) Nach dem Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch war das Hinterlegungswesen der Landesgesetzgebung Vorbehalten. Es galten bis jetzt 17 verschiedene Hmter- legungsordnungen im Reich. Diesem Zustand macht aen Verkehrskontrollen D a r m st a d t I und II, Ludwigshafen I und II, Karlsruhe I und Stuttgart I zusammenaefaßt werden. Die neuen Verkehrskon- trollen in Ludwigshafen werden der Relchsbahndirek- tion Mainz unterstellt. Die Betriebsabteilung Ludwigshafen des Reichsbahn-Ausbesserungswerkes Kaiserslautern wird am 1. April dem Reichsbahnausbesserungswerk Darmstadt angegliedert. Oer Führer auf der Gauleitertagung der NSDAP. Berlin. 12.März. (DRV.) heute fand in Berlin eine (Bau le Hertagung der RSDAP. unter dem Vorsitz des Stellvertreters des Führers statt. Am Bormittag sprachen Reichsminister Dr. Goebbels und Oberregierungsrat (Butterer. Arn Rachmittag erschien der Führer auf der Tagung und sprach in anderthalbstündigen begeistert aufgenommenen Ausführungen zu seinen alten Kampfgefährten. Einheitliches Reichsrecht über das Hinterlegungswesen. und Motorrad aus st ellung in Gei unter großer Anteilnahme des Publikums schweizerischen Bundespräsidenten Motta eröffnet worden. Da die Schweiz besonders für Personen- automobile ganz auf Einfuhr angewiesen ist, bietet die Ausstellung alljährlich eine Leistungsschau auch der ausländischen Firmen. Am stärksten vertreten sind die Vereinigten Staaten mit 17 Marken, ihnen folgen Deutschland und England mit je 11, Frankreich mit 8, Italien mit 4 und die Tschechoslowakei mit 2 Marken. Die ausstellenden deutschen Firmen sind: Adler, Audi, BMW., DKW., Hanomag, Hansa, Horch, Maybach, Mercedes-Benz, Opel und Wanderer. Die deutschen Marken erregen besonderes Interesse, weil zum erstenmal nach der Berliner Ausstellung im Auslande die letzten Modelle gezeigt werden. Vor der Eröffnung sprach Bundespräsident Motta über die Grundsätze der neuen schweizerischen Wirtschaftspolitik. Berlin 12. März. (DNB.) Der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, stand an seinem heutigen 60. Geburtstage im Mittelpunkt zahlreicher Ehrungen. Zu Ehren des Jubilars hatten die Dienst- gebäube des Reichsministeriums des Inneren und zahlreiche andere Reichsgebäude die Reichsdienstflagge gesetzt. Schon von 9 Uhr ab spielten im Garten der Ministerwohnung verschiedene Musikzuge. Auf der Wilhelmstraße hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge angesammelt. Als erste sprachen bei dem mittäglichen Empfang im Reichs Präsidenten pal ais die Beamten des Ministeriums ihre Glückwünsche aus mit Staatssekretär Pfundtner und dem Chef der deutschen Polizei, Reichsführer SS. Himmler an der Spitze. Staatssekretär Pfundtner würdigte die Persönlichkeit des Ministers als eines der ältesten und treuesten Mitkämpfers des Führers, ber auf ein Leben von Kampf unb Arbeit, aber auch von Erfolgen zurückblicke. Staatssekretär Pfundtner überreichte bem Minister sodann zum Zeichen ber Postflugzeug verunglückt. Das planmäßige Flugzeua des Dienstes Deutschland—Südamerika D—ALIX, das sich auf dem Fluge von Las Palmas nach Bathurst befand, verfehlte aus bisher noch nicht geklärten Gründen bei dichtem Bodennebel den Landflugplatz Bathurst. Allem Anschein nach berührte die Maschine unfreiwillig die Wasserfläche des Gambia - Flusses oder das Ufergelände und wurde dabei zerstört. Bei der sofort eingeleiteten Suche wurde fast bie gesamte Post geborgen, die mit dem planmäßigen Im weiteren Verlauf des Mittagsempfanges im Reichspräsidentenpalais erschien der Stellvertreter des Führers, der seinem langjährigen Kameraden Dr. Frick ein D r i g i n a 1 gern ä 1 b e von Leipold als Ehrengabe überreichte. Die Glückwünsche ber Bevölkerung ber Reichshauptstadt überbrachte Oberbürgermeister und Stadtpra- fident Dr. Lippert, der zugleich dem Reichsinnenminister eine silberne Schale übergab. Oer Dank des Nei Gewohnheit haben, weite Wanderflüge zu unternehmen, auf dem Meere ruhen, wenn es Das WHW.-Spiel Heer — Zivil am morgigen Sonntag in Gießen steht im Blickpunkt des Interesses. Kein Wunder, daß dadurch die Begegnungen in der „Provinz" etwas zurückgedrängt werden. Immerhin wird man auch dort zufrieden fein können, weil sich hier eine Anzahl Mannschaften gegen» überstehen, die für ausgezeichneten Sport garantieren. — Die Pflichtspiele sind bis auf die i. und 2. Kreisklasfe erledigt. Aber schon fetzt der Freundschaftsspielbetrieb ein. Hier ist es besonders erfreulich, daß auch der Tv. Dornholzhausen wieder eine Mannschaft zusammenbekommen hat, die sich morgen zum erstenmal vor die Oeffenttichkeit stellen wird. — Und nun zu den Spielen: I. kreisklasfe. Tv. Dutenhofen — Tv. Hörnsheim. Dieses Treffen, das ausschlaggebend sein wird für den endgültigen Sieg der Hörnsheimer, mußte am letzten Sonntag verlegt werden. Dadurch hat sich die Entscheidung etwas verzögert. — Das Spiel sollte ein harter Kamps um Sieg und Punkte geben, weil Hörnsheim je nach dem Meister werden, Dutenhofen dagegen seinen Tabellenplatz nicht unwesentlich verbessern kann. Die größten Aussichten hat ohne Zweifel Hörnsheim; aber auch Dutenhofen ist zuhause ein Gegner, mit dem man rechnen muß. Groß-Rechtenbach — Tv. Katzenfurt. Nach der schwachen Leistung der Gaste am letzten Sonntag zu urteilen, wird Groß-Rechtenbach sicherer Sieger werden und dadurch seine Positton weiterhin verbessern. Die Mannschaft des Tv. Herborn ist gesperrt, so daß Holzheim damit kampflos in den Besitz der Punkte gekommen ist. II. Kreisklasse. Am Sonntagmorgen treffen sich Mtv. II und Tv. Hausen zum fälligen Verbandsspiel in Gießen. Man wird gespannt sein dürfen, wie Hausen nach der langen Pause spielt. Ueber die Frage des Siegers sollten irgendwelche Zweifel nicht bestehen. Gießen kann Hausen kaum gefährlich werden. Freundschaftsspiele. Tv. Hochelheim — Tuspo Niedergirmes. Für das letzthin ausgefallene Pflichtspiel liefert Niedergirmes morgen Hochelheim bereits das Rückspiel. Ein schöner Zug der Mannschaft, den man allgemein zur Nachahmung empfehlen kann. Für dieses Spiel gilt das, was mir schon am letzten Sonntag erwähnten. Es kommt vielleicht noch hinzu, daß die Gäste eine neue Manschaft zur Stelle haben, die sich erst einmal einspielen muß. Tv. Dornholzhausen — Tv. Grünin- g e n. Man wird gespannt fein dürfen, auf das erste Auftreten der Platzbesitzer, denen es nach langen Bemühungen gelungen ist, wieder eine Mannschaft zusammen zu bekommen. Grüningen hat natürlich die größten Aussichten, weil seine Mannschaft eingespielt ist. Auch das Jugendspiel würde eine Beute der Gäste werden. Tv. G a r b e n h e i m — Tv. Wetzlar II. Zum soundsovielten Male stehen sich beide Mannschaften gegenüber. Wechselnd waren die Erfolge, gute Lei» ftungen gab es aber immer Auch diesmal sollt* wieder ein spannender Kampf zustande kommen. Auf zum Opferschießen für das Winterhilfswerk! Dem Ausrufe des Reichssportführers folgend, hat sich auch die S ch ü tz e n g e s e l l s ch a f t 1926 Gießen (Schießstand Schneise 1 bei den Militär» schießständen) in den Dienst der guten Sache gestellt und hält am Sonntag, dem 14. März, ab 9.30 Uhr bis zur Dunkelheit ihr diesjähriges Opferschießen ab, um auch ihrerseits an dem Aufbauwerk unserers Führers tatkräftig mitzuwirken. Die einmalige Einlage für das Opferschießen einschließlich Spörtgroschen kostet nur 35 Pfennig. Freunden des edlen Schießsportes ist Gelegenheit gegeben, ihre Schießkunst unter Beweis zu stellen. Die sechs besten Schühen in Kleinkaliber und in Großkaliber erhalten die extra hierzu beschafften Medaillen. Auch kommen Treffernadeln zur Verteilung. Die Einlage für die Drei-Schuß-Serie in Groß- oder Kleinkaliber kostet nur 20 Pfennig. Der hierbei erzielte Ueberschuß fließt ebenfalls dem WHW. zu. Munition und Gewehre stehen auf oem Schießstande in genügender Anzahl bereit. Schul-Spielstundeist füraUeverbindlich LPD. Die zur körperlichen Erziehung in den höheren Schulen eingerichteten Spielstunden sind laut Verfügung der hessischen Landesregierung jetzt wieder einzusetzen. Der Besuch ist für alle Schüler und Schülerinnen verbindlich. Befreiungen können nur bei ganz besonders gelagerten Fällen ausgesprochen werden. VfÄ.-Reichsbahn-Leichtathletik. Ehrenvolle Einladung Otto Luhs. Demnächst findet das Frankfurter Hallensportfest statt. Otto Luh vom BfB.-R. nimmt auf Einladung am Kugelstoßen teil. Sein Erfolg im vorigen Jahre in Frankfurt ist noch in bester Erinnerung, stieß er doch damals 15,05 Meter und schlug dabei den bekannten Amerikaner Lymann. Diesmal ist die Konkurrenz vieleicht noch größer, denn die besten Kugelstoßer Deutschland werden sich morgen ein Stelldichein geben. Olympiasieger und mehrfacher deutscher Meister Wollte (Berlin) startet als Favorit. Stock (Berlin), Olympiasieger im Speerwerfen und dritter im Kugelstoßen, ist ein scharfer Gegner für Wollte, Lampert (Saarbrücken), jetzt München, ist ebenfalls erste Klasse. Dazu Luh. Leider hat Luh eine längere Beinbehandlung hinter sich, so daß er nicht in voller Form an den Start gehen kann. Ein Achtungserfolg wäre schon zufriedenstellend. , FC.Teutonia* Waüenborn-Gteinberg Die erste Mannschaft muß am kommenden Sonntag nach Hungen, um gegen die dortige erste Mannschaft des Sportvereins ihr letztes Verbandsspiel der diesjährigen Serie auszutragen. Das Vorspiel in Watzenborn-Steinberg wurde nach einem mäßigen Spielverlauf mit 3:0 gewonnen und es dürfte den Teutonen auch diesmal gelingen, über ihren Gegner Herr zu werden, damit sie ungeschlagen die Meisterschaft der ^.-Klasse erwerben. Die zweite Mannschaft muß auch auswärts fahren und diesmal ist es der Sportverein Mufchen- heim, der auf die zweite Mannschaft der Teutonen wartet, um die Niederlage in Watzenborn-Steinberg wett zu machen. Für die Watzenborn-Steinberger zweite Garnitur ist dieses Spiel besonders wichtig, zumal sie mit der ersten Mannschaft von Grüningen punktgleich stehen, und jede Elf nun um die Meisterschaft kämpft. Nur die erste Jugendmannschaft steht in Watzenborn-Steinberg auf eigenem Platze der Jugend- mannschaft von 1900 Gießen gegenüber. F.-Sp.-D. 1926 Steinbach Am Sonntag gastiert in Steinbach die 1. Mannschaft vom Sportverein Garbenteich als Gegner der 1. Mannschaft vom FSpv. 26 Steinbach. Beide Mannschaften lieferten sich in den vergangenen Jahren harte Kämpfe, die immer mit einer geringen Tordifferenz endeten. Garbenteich, im vergangenen Jahr Meister seiner Klasse, hat etwas an Spielstärke verloren, trotzdem stellt es heute immer noch eine schnelle, wuchtige Mannschaft ins Feld. Steinbachs Elf darf das Spiel nicht von vornherein schon als gewonnen betrachten. Da beide Mannschaften die zwei Punkte nötig brauchen, um ihren Platz in der Tabelle zu festigen, wird ein spannender Kampf nicht ausbleiben. Gpielvereiniqunq 1926 Leihgestern. Die 1. Mannschaft der Spielvereinigung 1926 empfängt die gleiche des VfB. Ruppertsburg zu einem Gesellschaftsspiel. Im Vorspiel konnten die Ruppertsburger knapp und mit viel Glück mit 3:2 gewinnen, nachdem die Leihgesterner bis kurz vor Schluß noch mit 2:0 in Führung lagen. Wie der Kampf am nächsten Sonntag endet, ist nicht vor- auszusagen, da Leihgestern mit Ersatz antreten muß. Die Jugend ist auf dem Wege zur Meisterschaft. Sie steht jetzt noch mit der 1. Jugend des DfB -R. Gießen nach Punkten gleich. Die Gießener haben ein Torverhältnis von 30:19 und die Blau-Weißen eins von 29:18, also ebenfalls gleich. Die Nachwuchsleute aus Leihgestern müssen sich also am kommenden Sonntag anstrengen, wenn endgültig die Meisterschaft nach Leihgestern kommen soll. Fußballobteilung des Turnvereins Wieseck. Die 1. Mannschaft der Fußball-Abteilung des Turnvereins Wieseck hat am kommenden Sonntag die gleiche Mannschaft vom FC. 1927 Flensungen- Mücke zu Gast, um ein fälliges Rückspiel auszutragen. Das Vorspiel verlor Wieseck mit 4:3 Toren. Im Verlauf der Serienfpiele hat sich jedoch Wieseck als eine starke Mannschaft gezeigt, die den Gästen das Spiel diesmal nicht leicht machen wird. Zußballabteilung de« Turnvereins Alten-Buseck. Die erste Mannschaft von Alten-Buseck hat ihre Verbandsspiele beendet und nutzt den spielfreien Sonntag zu einem Freundschaftsspiel aus. Die erste Mannschaft, wie auch die Jugend, fahren zum Sportverein Großen-Linden. Alten-Buseck konnte in den zwei letzten Spielen als sicherer Sieger hervorgehen. Das erwartet man auch in den bevorstehenden Begegnungen. Segen graue Maare das kombinierte Haarstflrkungswasse; Entrupal; gibt den Haaren die ehemalige Farbe wieder. Fehlfarben ausgeschlossenI ENTRUPAL Prospekte kostenlos durch: Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz 10, stärkt auch den Haarwuchs, beseitigt • Koplschuppen und Haarausfall. «EL <80 M. • Io Fadjgcsdhlften. teeV Am 12. März ist mein herzensguter Mann im 81. Lebensjahre sanft entschlafen. Gießen (Liebigstraße 34), den 13. März 1937. 01332 Lab mich Dein sein und bleiben Unsere brave Tochter, unsere liebe, gute Schwester, Schwägerin und Tante Watzenborn-Steinberg, Wahlen, den 12. März 1937 Die Beerdigung findet am Montag, dem 15. März, nachmittags 3.15 Uhr statt 1741 D Für die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Sommer, Lehrer a. D. wurde heute im Alter von 25 Jahren von ihrem schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst und ist nach ihrem unerschütterlichen Glauben ins Land der Seligen eingegangen Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 16. März, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. In tiefer Trauer: Marianne Geppert, geb. Abel. Prof. Dr. med. Julius Geppert Geh. Medizinalrat Marie Sommer technische Lehrerin Plötzlich und unerwartet entschlief heute unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Bertha Werner, geb.Weith im 72. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Klotz Familie Emil Marquardt Ida Werner Wwe. und Sohn. Gießen (Neustadt 11), den 12. März 1937. Die Trauerfeier findet Montag, den 15. März, nachmittags IV2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. _______ 1739 D Familie Karl Klaum. Großen-Linden, den 12. März 1937. 1710 D Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres heben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichen Dank. 01192 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Hahn III. Rödgen, den 13. März 1937. Weltberühmte Steinfurlher Rosen! 10 Stück Buschrosen in den schönsten Farben 1. Wahl 3.10 RM., Mittelwahl 2.30 RM., 2. Wahl l.oO RM. Wilhelm Jöckel III. Rosenschulen und Versand Steinfurth bei Bad-Nauheim Horst-Wessel-Straße 32. [1689d WERRE DRUCKSACHEN VV CIX DC Brühl. Gießen L'HinilU'ffliHH in gut. Qual, erhalt. Sie i.d. Löwen-Drog. W. Kilbinger Nacht. Seltersweg 69 1692d Mair» l zimnier kofllp irtöbel RU d°l o ,eßh;;v; VCWkstatt’ us .li dell , _ p A L de Oüteb‘d‘ng Eine gutsitzende Leibbinde bereitet Wohlbehagen. Lassen Sie sich beraten im Mediz. Fachgeschäft Karl Egner,Frankf.Str,9 Zu allen Krankenkassen zugelassen V 1304A J Eine.kluge Mutter! Wie gul den Kindern der regelmäßige Genuß von Doppelherz bekommt, zeigt sich am besten an den steigenden Leistungen in der Schule und beim Sport! Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper: Dazu ver- hilft Doppelherz! DOPPEL HER Z für alle, d i e sich matt und elend fühl e h F abrikniederlag.: C. 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Trotzdem nur RM. 186 - und schon in Raten von RM. 8 30 zu haben Nur bei Niederhausen & Co. GIESSEN — Bahnhofstraße 49 952 A Betr.: Bekämpfung des seuchenhaften Verkalbens (Banginfektion des Rindes). Die nachstehende Bekanntmachung des Kreisvete- rinäramts Gießen vom 23. Februar 1937 bringe ich hiermit zur Kenntnis. Gießen, den 13. März 1937. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Hamm. Bekanntmachung. Auf Grund der viehseuchenpolizeilichen Anordnung vom 18. Januar 1937 und der Erläuterung der Landesregierung zu Nr. III G. 2896 vom 15. Februar 1937 zur Bekämpfung des seuchenhaften Berkalbens .(Banginfektion des Rindes) treten nachstehende Bestimmungen mit sofortiger Wirkung in Kraft: 1. Sämtliche Zuchttiere, die zum Verkauf gestellt werden, müssen der vorgeschriebenen Llutunter- suchung unterworfen werden. 2. Zuchttiere im Sinne dieser Bestimmung sind Rinder, die zum Zwecke der Erzeugung von Nachzucht angeboten oder verkauft werden. 3. Die Verkäufer von Zuchttieren haben die Verpflichtung, dem Käufer beim Kaufabschluß auf Verlangen das Blutuntersuchungsergebnis vorzuzeigen und auszuhändigen. 4. Die Blutuntersuchung darf höchstens nur acht Wochen zurückliegen. 5. Verkäufer ist ein jeder, der ein Tier zu Zuchtzwecken feilhält, anbietet, verkauft oder durch ein Tauschgeschäft veräußert. 1724C Gießen, den 23. Februar 1937. Kreisveterinäramt Gießen. Gez.: Dr. M 0 nnard. Brennholz-Verste lerung der Stadt G eßen. A. Mittwoch, den 17. März 1937, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 85 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: 135,5 rm Buchenscheiter 69,7 „ Eichenscheiter 44,0 „ Buchenknüppel 56,5 „ Eichenknüppel 1,0 „ Eichenanbruchholz 4,0 „ Eichenreiser 1. Klasse 1445 Wellen Buchenreiser 3. Klasse 54,0 rm Buchen- und Elchenstöcke. Zusammenkunft. Kreuzung 12. Schneise — Anne- röder Weg. B. Freilaa, den 19. März 1937, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 84 und 85 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: 1722C 106,0 rm Buchenscheiter 35,0 „ Eichenscheiter 92,4 „ Buchenknüppel 30,7 „ Eichenknüppel 9,7 „ Kiefern- und Birkenknüppel 5305 Wellen Buchenreiser 2. und 3. Klasse 210 „ Kiefernreiser 2. Klasse 16,7 rm Eichenreiser 1. Klasse 35,9 „ Buchen- und Eichenstöcke. Zusammenkunft: Kreuzung 10. Schneise — Krummer Weg. Gießen, den 12. März 1937. Der Oberbürgermeister! Rittst I Volkstümliche Naturwissenschaft IN reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde Lieferungs-Vergebung. Die Lieferung des Bedarfs an: 1728D 1. Fleisch-, Wurst- und Fettwaren, 2. Backwaren, 3. Butter und Margarine, 4. Milch und Eier, 5. an sonstigen Verzehrungsgegenständen, wie Bohnen, Zucker, Oel, Essig, Salz usw., 6. an Berbrauchsgegenständen, wie Reinigungsmaterialien, Kernseife, Bohnerwachs usw. soll unter Zugrundelegung der Verdingungsordnung für Leistungen (VOL.) für die Provinzial-Pflege- anstalt in Gießen für das Rechnungsjahr 1937 vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können während der Dienststunden auf der Verwaltung eingesehen werden. Die Bedarfslisten werden gegen Erstattung der Selbstkosten Hierselbst abgegeben. Angebote und Warenmuster sind getrennt, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an die obige Verwaltung bis Mittwoch, den 24. März 1937, vormittags 10 Uhr, einzureichen. In den Angeboten sind auch die Lieferungsbedingungen anzuerkennen, andernfalls das Angebot unberücksichtigt bleiben muß. Die Eröffnung der Angebote findet gemäß den Bestimmungen der VOL. in nichtöffentlichem Termin statt. Wenn Bewerber bis zum 10. April 1937 nicht benachrichtigt sind, mußten die Angebote unberücksichtigt bleiben. Weiter bleibt eine etwaige Teilung der Mengen in Lose vorbehalten. Gießen, den 12. März 1937. Verwaltung der Provinzial-pflegeanstalt. MVlMWMSIMWW Aenderungen in den haushattslisten für Fettbezug. Ich mache nochmals darauf aufmerksam, daß bei der Meldestelle für Fettversorgung (Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 6) alle Veränderungen im Haushalt einer Verpflegungsgemeinschaft (Zugang, Abgang, Wechsel) unverzüglich gemeldet werden müssen. Ein Verstoß gegen diese Meldeverpflichtung steht — als Betrugsversuch — unter Strafe. Dabei wird folgendermaßen verfahren: Zugänge werden zuerst bei der städtischen Meldestelle angemeldet und dann in den Kundenlisten der Lieferanten entsprechend geändert. 5Bei Abgängen werden zuerst die Bezugsausweiss von Metzger und Butterhändler berichtigt, und dann erfolgt erst die Meldung bei der Fettoerforgungs- ftelle. Lediglich bei einem Wechsel der Personen ohne Veränderung der Personenzahl genügt die Meldung bei der städtischen Meldestelle. 1698C Ferner wird ausdrücklichst bemerkt, daß bei Neu- anmelöungen die polizeiliche Anmeldung nicht aus- reid)t Zur Ausstellung eines Haushaltsnachweises, vielmehr ist dazu die Abmeldebescheinigung aus der Fettversorgung des seitherigen Aufenthaltsortes notwendig. Gießen, den 11. März 1937. ________ Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Sie nächsten Viehmärkte in Gießen finden statt: Dienstag t^en 16. März 1937, Rindvieh- (Ruh. meh ) Markt. 2Iuftrieb53eit von 8 bis 9 Uhr vormittags. Sämt- idies Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgelmpft. Für Zuchttiere ist das /rrforderliche nütaufffhrpr ÖlC Blutuntersuchung (BLMginfektion) Alürz 1937: Schweinemarkt. ßAm»,rie 5^C» 8 bis 9 Uhr vormittags. Der Schwememarkt findet in der Viehversteigerunashallü auf dem Diehmarktplatz am Güterbahnhof statt. Gießen, den 13. März 1937. Der Oberbürgermeister. S.8UQr.Hamm Nr.bl Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Samstag. iZ.März 1937 Mitder„Schleslvlg-Hoistem"ausSchuischiffsreise Äon Karl Friedrich Birnbaum, Kapitanleuinant. XII. ArtillerieWeßen vor Haiti. Zentralamerika liegt nun hinter uns, die See hat uns wieder für einige Tage, und der größte Teil der Dienstzeit ist ausgesülli mit Gefechtsdienst auf allen Stellen der Artillerie, wo nochnials gründlich exerziert und alles auf den bevorstehenden Schießabschnitt vorbereitet wird. Bei unverändert schönem, zeitweilig etwas auffrischendem Wetter steuern wir nordöstlich, unter der Insel Jamaica durchstoßend an der Westküste Haitis hinauf, vorbei am Cap du Mole St. Nicolas, wo im Dezember 1492 Columbus von Cuba kommend, zum ersten Male seinen Fuß auf Haitischen Boden letzte Die Einsteuerung in die geschützte Bucht von Cap H a i t i e n ist sehr reizvoll. Nachdem wir das uralte, aus der Franzosenzeit stammende Fort aus der felsigen Huk umsteuert haben, sehen wir das Städtchen, eng an den bewaldeten Bergrücken geschmiedet, liegen und begreifen zunächst nicht recht, unbeirrt und gleichmäßig, ab und zu durch einen ermunternden Jagdhieb angetrieben, uns höher und höher hinauf tragen. Kurz vor dem Gipfel wird Halt gemacht und bis die letzten aufgekommen sind, erfrischen wir uns an den billigen saftigen Apfelsinen, die wir einer freundlichen Negerin vor ihrer Hütte abhandeln Imposant liegt das gewaltige Bauwerk vor uns, steil fallen die Mauern zu Tal ab und der Eindruck einer mittelalterlichen Ritterburg verstärkt sich noch, als wir durch den feucht-kalten Torweg über die ausgetretenen breiten Stufen einer schlüpfrigen Treppe zu dem Innenhof der Burg hinaufsteigen, wo das Grabmal des Erbauers König Christophe von Haiti, von erbeuteten französischen Geschützen flankiert, errichtet ist. Die mächtigen Langfronten der Kasematten sind noch völlig erhalten samt den Geschützen, hinter denen Berge von runden Stein- und Eisenkugeln, die Boulettes, aufgestapelt liegen. Ein englisch sprechender Negerführer zeigt uns noch viel Interessantes: die große Zihat. Durch soviel Blut soll der Despot dabei gegangen sein, um seine Herrschaft zu befestigen, daß er sehr bald an Berfolgungswahnsinn litt und es im Jahre 1822, kurz vor seiner beabsichtigten Ermordung, in seinem Palast Milo oorzogen hat. den Freitod zu suchen Der Vertreibung der Franzosen folgte 1822 die der Spanier aus dem östlichen Teil der Insel Santo Domingo. Die einheitliche Herrschaft in Haiti dauerte aber kaum 20 Jahre, als 1844 bereits nach einer Revolution die dominikanische Republik neu errichtet wird Seit dieser Zeit besteht die politische Zweiteilung der 77 000 Quadratkilometer großen Insel und ihrer drei Millionen Einwohner. Die Republik Haiti nimmt etwa ein Drittel, Santo Domingo die restlichen zwei Drittel des Raumes ein. Das Verhältnis der Einwohnerzahlen ist umgekehrt zwei zu einer Million. In Haiti fast durchweg Neger, in Santo Domingo vor allem Mischlinge (Mulatten, Mestizen) und Kreolen. Hier ist die Landessprache spanisch, während sich in Haiti die französische und ein vom Volk gesprochener französisch-kreolischer Dialekt erhalten hat. Europäer gibt es nur in geringer Zahl in den Küstenstädten. Seit 1915 haben die Vereinigten Staaten das Protektorat über beide Republiken übernommen und seitdem zur Herstellung der Ordwo hier die angeblich über 20 000 Einwohner leben sollen. An Backbord wird die Einfahrt durch ein langgestrecktes Korallenriff verengt, vor dem leichte Brandung steht und Fahrwasserbojen ausgelegt sind. Ein amerikanischer und ein französischer Dampfer liegen vor uns zu Anker und kaum sind unsere Boote auf Hornsignal ausgesetzt, als auch schon der deutsche Konsul mit zwei Herren seiner nur zwölf Personen umfassenden Kolonie an Bord kommt und herzlich willkommen geheißen wird. Schon aus dem vorher geführten Schriftwechsel wissen mir, mit wieviel Begeisterung und gutem Willen unsere Landsleute auch hier bedacht sind, der Besatzung Abwechselung und Eindrücke von der Insel zu vermitteln Nur schwer können wir sie darüber trösten, daß das Schiff den größten Teil seines Aufenthaltes hier zu Schießübungen in See bleiben muß Um so größer ist daher die freudige Ueberraschung, als der Kommandant sich entschließt, in zwei Gruppen jeweils zwei bis drei Herren zum Spießen mit hinaus zu nehmen. Herz- lche Freundschaft schließen wir dabei mit unseren Gästen, die mit Begeisterung mit uns durch das ganze Schiff klettern und während der Schießübungen an den Geschützen oder nachts bei den Scheinwerfern und auf der Brücke unermüdliche Klarmachen zum Kaliberschießen der schweren Artillerie. Der achtern 28-cm-Turm (Kommandeur der Verfasser) wird geschwenkt. Die Soldaten tragen den Tropentagesanzug in See. — Oben rechts: zwei 8,8-cm-Flak- Geschütze in Einzellafette. — (Phot.: Grathofs.) und dankbare Zuschauer sind Ein Ausflug auf die berühmte Zitadelle, die wir schon beim Einlaufen auf einem der zahlreichen markanten Berggipfel im Hintergrund wie eine alte deutsche Ritterburg liegen sahen, wird am Sonntag früh unternommen. Im Kraftwagen bringt uns der Konsul durch die reizvolle Küstenlandschaft, wo inmitten üppig wuchernder tropischer Vegetation große Fruchtplantagen, Kaffee- und Sisapflanzun- gen sich dehnen zu der am Fuß der dicht bewaldeten Berge liegenden Ortschaft Milo Vor der Ruine des Schlosses Sanssouci, das der Negerkönig Christophe nach seiner Machtergreifung im Jahre 1811 errichten ließ, drängeln sich schreiend und gestikulierend eine Unzahl Neger mit ihren braven Maultieren und Pferdchen Mit Kennermiene sucht sich jeder das ihm geeignet scheinende Tier aus und los geht es die zwölf Kilometer auf gewundenem Bergpfad hinauf, über Felsgeröll und durch dichtes Gestrüpp in beträchtlicher Steigung. Prachtvolle Ausblicke wechseln mit schattigen Ur- waldstreckcki, zahlreiche, meist trockene Bäche und Rinnsale werden durchritten und ab und zu begegnet uns ein Neger mit der Machete (dem Urwaldmesser) oder eine barfüßige Negerin in dem eigentümlich wiegenden Gang dieser Naturmenschen, hochgtürmte Fruchtkörbe oder Wasserkrüge tragend. Allmählich zieht sich die Kavalkade immer mehr auseinander und es zeigt sich, daß wir mit den braven Maultieren richtig getippt haben, die sterne, aus der jetzt noch das Wasser geschöpft wird für die Gefangenen, die hier oben von einer Polizeitruppe bewacht, ein idyllisches Leben führen, die Küchen und Backöfen, das große Pulvermagazin und endlich die Wvhnräume des Gewaltigen, wo allerdings überall nur die steinernen Wände mit den mächtigen Fensteröffnungen noch erhalten find. Es muß eine tüchtige Arbeit gewesen sein, d'ese vielen Tonnen Gestein, die schweren Kanonen und alles andere Zubehör hier hinaufzuschaffen. Man erzählt sich, daß der Despot, welcher nach der Vertreibung der Franzosen im Jahre 1804 dem ermordeten Gouverneur und späteren König D e s sali n e s nach mancherlei Wirren durch den Sieg über feinen Rivalen Petron in der Regierung folgte, den Bau in rücksichtsloser Zwangsarbeit durchgesetzt und kurz vor der Vollendung den iran- zösischen Baumeister, der auch sein Schloß m Milo nach europäischem Muster geschaffen hatte, von der Zitadelle gestürzt habe Die imponierende Ruine spricht jedenfalls eine eindringliche Sprache, welche Leistungen ein harter, unbeugsamer Wille aus den Vorfahren der uns heute so primitiv und träge erscheinenden Schwarzen herauszuholen verstanden nung, Besserung des Verkehrswesens durch Straßen- und Eisenbahnbau und Hebung des Gesundheitszustandes erheblich beigetragen. Während wir in Cap Haitien liegen und im Norden der Insel unsere Schießübungen durchführen, ist unser Schwesterschiff „Schlesien" in der im Süden gelegenen Hauptstadt Port au Prince eingelaufen, ohne daß wir voneinander zu sehen bekommen. Der Ausflug auf die Zitadelle und nach der Rückkehr vom Schießen ein Besuch auf der großen Sisalfarm eines Amerikaners, sind die interessantesten Ereignisse unseres Aufenhaltes in Haiti. Der zähe und dehnbare Hanf, der aus den Blättern der Sisalagave gewonnen wird, spielt eine steigende Rolle in der Weltwirtschaft. Es ist ein eigenartiges Zusammentreffen daß ich am Tage nach der Besichtigung der Farm beim Durchblättern einer Illustrierten einen ausführlichen Artikel über deutsche Sisalfarmen finde, die heute im alten Deutsch-Südwestafrika gegründet worden sind. Mr. Pettigrew, ehemaliger amerikanischer Seeoffizier, erzählt uns beim Cocktail in seinem schmucken Farmerhaus, wie er vor zehn Jahren die ganze ungeheure Fläche dichten Urwaldes mit einem Heer von 2000 schwarzen Arbeitern und wenigen amerikanischen Angestellten gerodet hat, wo heute die endlosen Reihen der Agaven sauber ausgerichtet wie Soldaten, stehen. Eine Faktorei und eine große Trockenanlage sind errichtet, durch eine Schmalspurbahn mit der Niesenfläche von rund 25 Quadratmeilen der Pflanzung verbunden, und täglich rollen die gepreßten Sisalballen zur Verladung auf die Dampfer nach der Stadt. Ein Kapital von zwei Millionen Dollar hat die Gesellschaft in das Unternehmen gesteckt, nach fünf Jahren die erste Ernte und heute bereits wirst die Plantage erhebliche Gewinne ab Auf dem Tennisplatz, der Kegelbahn und dem Schwimmbad, das aus der Meeresbucht laufend frisches Seewasser erhält, herrscht ein munteres Treiben, nachdem die Wagen mit den eingeladenen Offizieren und Fähnrichen nach der Fahrt durch die weiten Sisalfelder eingerollt sind Mit Frau und Kindern nehmen wir unseren liebenswürdigen Gastgeber nach dem Lunch mit an Bord zum Abschiedstanztee. So nehmen wir auch von dieser Insel, wo es Kaffee, Kakao, Zucker, Baumwolle und Tabak gibt, starke Eindrücke mit und scheiden mit innerer Befriedigung von einem erfolgreichen Ausbildungshafen, der uns die planmäßige Durchführung unterer Artillerieschießübungen ermöglichte Artillerieschießen. Die große fünf mal sechzig Meter Bordscheibe, die wir im Hasen zusammengebaut haben, wird von unserem treuen Begleitdampfer an der tausend Meter langen Schleppleine geschleppt und erhält im Verlaufe der Hebungen zahlreiche Treffer aus allen Kalibern. Schwer ist der Dienst des Scheibenkommandos, das für diese Zeit auf dem Dampfer „Rudolf-Albrecht" kommandiert ist; bei dem teilweise recht stürmischen Wetter geht es heran an die Scheibe, nachdem wir bei häufig stark schlingerndem Schiff die Boote ausgesetzt haben, um das Treffergebnis festzustellen oder die Scheibe für die Nacht neu zu beziehen. Alles klappt bis auf die letzte Nacht, in der ein Teil der ©djeibe sich losreißt und in dem aufkommenden Sturm auf Nimmerwiedersehen auf Drift geht. Als schließlich auch die Schleppleine bricht, müssen wir wohl oder übel diesen letzten nächtlichen Kaliberanlauf unter Leuchtgranatenverwendung aufgeben und uns die Nacht über im Verein mit dem Dampfer in der Nähe der treibenden und im Seegang sehr stampfenden Scheibe halten. Im Morgengrauen gelingt es, sie einzufangen und der Dampfer wird zum Einlaufen detachiert. Wie beim Bau der Scheibe wird über Sonntag gearbeitet, um die schweren Balken und Bretter auf „Rudolf-Albrecht" wieder zu verstauen und seefest zu zurren. Abends ist es geschafft und das Bord- f e st versammelt eine kleine fröhliche Schar von Gästen, außer unseren fünfzehn Landsleuten, den Neger-Gouverneur der Provinz, der als früherer Angestellter einer deutschen Firma gebrochen Deutsch spricht, und zahlreiche andere Persönlichkeiten, deren herzlich entgegengebrachte Gastfreund, schäft wir auf diese Weise erwidern auf der festlich mit Flaggen geschmückten Schanze bei Musik uni) Tanz. Tränen stehen unseren braven Landsleuten in den Augen, als es Abschied nehmen heißt, und immer wieder versichern sie, daß die Tage bei uns an Bord, draußen beim Gefechtsdienst, ein unvergeßliches Erlebnis für sie bleiben werden Draußen auf dem alten Fort stehen sie am anderen Morgen als wir auslaufen und noch lange winken sie dem langsam der Kimm zustrebenden Schiff nach, das ihnen ein Stück Heimat und inneren Auftrieb in ihrer entsagungsvollen Arbeit hier draußen hat bringen dürfen. .^Sttintjäger- »UrqueU Gießener Gtadiiheater. Richard Heuberger: „Der Opernball". Ein junger österreichischer Ingenieur schwenkt ein Jahr nach seinem Staatsexamen als 26-Jähriger zur Musik über, wird Dirigent des Akademischen Gesangvereins zu Wien und zwei Jahre darauf der Wiener Singakademie. Später betätigt er sich auch als Kritiker und als Lehrer am Konservatorium, im reiferen Alter leitet er mehrere Jahre den Wiener Männergesangverein. Ein Leben voll fruchtbarer Schaffensarbeit breitet sich vor uns aus mit einer Reihe von Orchesterwerken, vier Opern, xroei Balletten (darunter „Der Struwwelpeter"), sechs Operetten; einer bedeutungsvollen Schubert- Biographie (bje noch nach dem Tode des Verfassers 1920 in dritter Auflage erscheint) und eine Reihe feinsinniger musikalischer Essays. Wir sehen diesen Mann auch zu dem engeren Kreise um Johannes Brahms und zu seinen Wanderfreunden gehören. Brahms würdigt ihn eines besonderen Vertrauens und folgt u. a. seinem Rat, als der nach Clara Schumanns Tode seiner absinkenden Gesundheit wegen den Arzt aufsucht. — Das ist Richard Heuberger (1850—1914). Und dennoch erscheint es eigenartig, daß von dieser großen Gruppe von Werken vornehmlich seine erste Operette, „Der Opernball", überdauern sollte. Schon 1898 in Wien urausgesührt, hat sie besonders in den letzten Jahren erst das allgemeine Interesse auf sich gezogen. Vielleicht ließ die Operettenhochflut kurz nach der Jahrhundertwende mit ihrer dem damaligen Geschmack der breiten Masse sehr entgegenkommenden, weniger wählerischen musikalischen Ausdrucksweise den „Opernball" nicht recht zur Geltung kommen, obwohl Sachkenner immer wieder für dieses musikalisch wertvolle Werk warben. Denn Heuberger ist ein äußerst ernsthafter Musiker mit hochbedeutendem Können und einem versönlich betonten Stil, der erst mit der Dauer Der Zeit sich die ihm zukommende Stellung sichern und sich durchsetzen konnte; Heuberger ist ein Meister der Instrumentation, seine blühende, frisch quellende Erfindung ist nicht, wie meist in der Operette, flächig hingeworfen, sondern fein thematisch unterbaut. Ein geradezu überschäumender musikalischer Wil ? tut sich beispielsweise vor uns auf mit der Ouvertüre mit ihrer sprühend wirbelnden Temperamentsentladung und der schmiegsamen, eingängigen Melodik, eine musikalische Vorausnahme der Handlung. Diese folgt mit ihren Typen der damaligen Operettenmode. Den Männern, der gerne eine Extratour tanzen möchten, wird von dem Ewig-Weiblichen die gehörige Lektion erteilt; sei es nun der Rentier Beaubuisson, dessen bessere Hälfte Palmira ihn und ihren auf Urlaub befindlichen Neffen, den Seekadetten Henri mit Argusaugen bewacht, oder Paul Aubier, der aus Orleans mit seiner Frau aus geschäftlichen Gründen nach Paris gekommen ist, aber doch zu gerne ohne sie auf eigene Art das Pariser Leben genießen möchte. Die List der Ehefrauen, die aber noch durch das gerissene Kammerkätzchen Hortense übertrumpft wird, fädelt ein Rendezvous für den Opernball in Kostümen (rosa Domino) ein, und auf dem Balle sind plötzlich statt der zwei, drei gleiche Masken; das gibt Verwicklungen, brenzliche Situationen und — Auflösung in Heiterkeit. So wurde denn oft und recht herzlich gelacht, denn das Spiel war schlagfertig und treffsicher im Blitzlicht der Situation mit launiger Lebendigkeit und elastischem Schwung. (Spielleitung Karl-Ludwig Lindt.) Das Milieu um die Jahrhundertwende gab in Ausstattung, Kostüm und Maske den Untergrund für ein Sich-Erinnern an vergessene Zeiten und Moden. Das betonte auch das Bühnenbild (Karl Löffler) durch viele kleine Dinge, an denen das Vergangene hing. Die Szenerie des zweiten Aktes nutzte geschickt den Bühnenraum aus, im Wechsel des Maskentreibens und im Handeln der einzelnen Paare. An dem toten Punkt der Handlung schaltete sich Irmgard Zenner mit ihrer Tanzgruppe ein; als Tanzspiel und Tanzplastik gestaltete sie in rhythmischer Gelöstheit den Kaiserwalzer von Johann Strauß mit feinem Empfinden für den melodischen Aufbau, insbesondere der Coda, deren Wiederholung die Hörer begehrten. Das Finale des zweiten Aktes steigerte sich zu tänzerischer Ausgelassenheit. Die Musik als der Lebensnerv und Lebenselement der Operette, die ebenso im prickelnden Walzerrhythmus wie im Schwung des Cancans sprudelt und fortreißt und in abgestimmten Ensembles und Finales ihre Schlagkraft beweist, wurde dem Werk zum Sprecher Kapellmeister Hampel dirigierte mit Verve und riß das Orchester zu Letztem und Bestem mit. Die einzelnen Gruppierungen der Spieler, das Alter, die Jugend, hier Provinz, dort Paris entwickelten sich bei typischer Betonung der Eigenart in ihren inneren Gegensätzlichkeiten. Die beiden alten Beaubuisson Heinrich Hub und Luise Schubert-Jüngling waren komisch; die eine mit ihrer erfahrenen Sittenstrenge, der andere als ge- nasführter Alter. Von den beiden Ehefrauen Angele (Maria Perry) und Marguerite (IlseCastus) gab sich die eine mehr bieder, die andere voll wissender prickelnder Raffiniertheit, beide mit Scharm und Reiz des Gesanges, im Wechsellicht dazu bei beiden Ehemänner Paul Aubier (Ernst- August Waltz) und Georges (Paulus K u e n) voll Unternehmungsgeist und doch wiederum als ertappte Sünder im strengen Gericht ihrer Frauen; ein Wettkampf der Tenöre. Alle Fäden in der Hand haltend, quick, lebendig, keck war Friedel F o r n a l l a z als Kammermädchen Hortense, wenn nötig mit hoheitsvollen Allüren. Ihr mußte der Henri (Joh. Adam Uhl) unbedingt verfallen, selbst als schneidiger Seekadett und mit erfreulichem gesanglichen Können. Der Kreis der übrigen Personen rundete das Gesamtbild des Ensembles mit organischer Einfühlung. Die heitere Stimmung, die sich aus der Musik herauskristalisierte. wurde stellenweise gedämpft durch die unserem heutigen Empfinden ferner liegende Sphäre des Stückes, aber dennoch entzündete sich das frohbewegte Haus zu starkem Beifall. Dr. Hermann Hering. Neue Bücher im Lusel-Verlag. — Das Frühjahrsprogramm des Insel-Verlags zu Leipzig nennt an erster Stelle ein neues großes Werk von dem isländischen Dichter Gudmundur K a m b a n , der durch seinen Roman „Die Jungfrau auf Skalholt" bei uns bekannt geworden ist. Sein neues Buch „Ich seh ein großes schönes Land" ist der Roman der ersten Entdeckung Amerikas durch die Isländer um das Jahr 1000. Von den weiteren Neuerscheinungen des Verlages erwähnen wir eine neue Uebersetzung von Dantes „Göttlicher Komödie" durch Friedrich Freiherrn v. Falkenhausen, einen der besten Dante-Kenner, ein Werk über Rainer Maria Rilkes „Stunden- Buch" von Ruth M ö v i u s , ein kleines Brevier: „Lob des Alters", Sprüche der Weisheit, gesammelt von Annemarie Meiner und eine neue wohlfeile Ausgabe von Daniel Chodowieckis „Von Berlin nach Danzig". In die „Bibliothek der Romane" werden neu ausgenommen Gustave Flaubert „Frau Bovary". Gottfried Keller „Die Leute von Seldwyla" und Jonathan Swift „Gullivers Reisen". Neben diesen klassischen Werken erscheinen in einer wohlfeilen Reihe zeitgenössischer Erzähler: „Der Dreißigjährige Ärieg" von Ricarda Huch, „Brot" von Karl Heinrich Waggerl, „Söhne und Liebhaber" von David Herbert L a ro r e n c e und „Silja, die Magd" von Frans Eemil S i l l a n p ä ä. Mommsen legitimiert sich. Der berühmte Historiker und Rechtslehrer Theodor Mommsen war einmal vor dem Amtsgericht Charlottenburg als Zeuge geladen. Der Richter, ein bekannter Jurist, kannte Mommsen persönlich, bat aber den Professor, um den Formalitäten zu genügen, sich auszuweisen. Mommsen staunte: „Ich habe keine Ausweispapiere mitgebracht. Sie kennen mich doch!" „Selbstverständlich kenne ich Sie, Herr Geheimrat", erwiderte der Richter. „Aber diese Kenntnis genügt nicht zu juristischen Zwecken." Nunmehr bat der alte Gelehrte den Richter, den Identitätsnachweis auf andere Weise erbringen zu dürfen. Der Richter überlegte einen Augenblick und meinte dann: „Gut, ich bin bereit, Ihnen den Identitätsnachweis auf andere Art zu ermöglichen. Können Sie mir den Unterschied zwischen res mancipes und res nec mancipes (zwei Begriffe des alten ovrjustinianischen römischen Rechtes) erklären?" In einem musterhaften Vortrag von zehn Minuten legte Mommsen die beiden Rechtsbegriffe klar. Der Richter hörte mit Vergnügen zu und sagte lächelnd: „Ja, das ist die bekannte falsche Auffassung von Mommsen. Sie sind Geheimrat Mommsen." 6od)fd)ulnad)rid)ten. Professor Dr. Emil Abderhalden, Ordina- rius für Physiologie und Hygiene an der Universi- töt Halle, beging dieser Tage seinen 60. G e - b u r t s t a g. 1904 habilitierte er sich in Berlin, wo er vier Jahre später zum ao. Professor und kurz darauf zum Ordinarius ernannt wurde. Seit 1911 wirkt Abderhalden, der gebürtiger Schweizer 'ist, in Halle. Seine Forschungen beziehen sich in der Hauptsache auf Stoffwechselfragen der menschlichen wie der allgemeinen Physiologie; seine Spezialgebiete sind die physiologische Chemie und die Hygiene. Während des Krieges hat sich Abderhalden auch mit praktischen Ernahrungsfragen beschäftigt. 1925/27 erschien sein vierbändiges Lehrbuch der Physiologie; bekannt ist die nach ihm benannte Reaktion und die Entdeckung der Abmehrfermente, die er in verschiedenen Schriften veröffentlichte. Dem ao. Professor Dr.-Jng Nikolaus S ch e u b e 1 ist unter Ernennung zum Ordinarius der Lehrstuhl für Luftfahrt und Flugtechnik in der Abteilung für Maschinenbau an der Technischen Hochschule Darm- stadt übertragen worden. ”“8 6"ProT±6<“M,lf,aM' Gießen im Zeichen -er Wehrmacht und -es WHW. In den meisten oberhessischen Dörfern gibt es Gemeindebackhäuser, die allen Ortsbürgern zur Benutzung freistehen. Da tauchen nun oft die Fragen auf: Wie ist es möglich, daß bei dem Backbetrieb keine Unordnung entsteht? Gibt es da nicht an einigen Tagen eine Zusammenballung, an andern wieder einen Leerlauf? Heber solche Fragen lächeln unsere Landfrauen. Es gibt nicht viele Betriebe, in denen so wenig Reibungen entstehen, wie beim Backen im Gemeindebackhaus. Hier regelt sich alles ganz von selbst. Alte Heberlieferungen und feststehende Ordnungsregeln sorgen dafür, daß die Arbeit glatt von statten geht. Es kommt freilich vor, daß zu gewissen Zeiten das Backhaus besonders stark benutzt wird, z. B. vor den Feiertagen, oder zur Zwetschenkuchenzeit. Aber auch hier verläuft alles reibungslos, wenn sich die Familien an die Regel halten, wenn sie sich einordnen und nicht aus der Reihe tanzen wollen. Solche Eigenbrödler gibt es natürlich auch. Aber sie werden schon bei Gelegenheit zurechtgewiesen. Eine der wichtigsten Einrichtungen ist das Losen. Wenn sich die Frauen oorgenommen haben, in den nächsten Tagen zu backen, dann gehen sie zunächst zur Mittagszeit, oder während des Zehnuhrläutens, ins Backhaus oder auch auf das Rathaus. Es ist ost eine stattliche Zahl von Frauen und Mädchen, die sich hier zusammenfinden. Im Sommer, wenn die Feldarbeit drängt, wird das Losen ziemlich schnell erledigt. Zu andern Zeiten aber ist die Viertelstunde, die man hier zusammenstehen kann, sehr erwünscht. Alle möglichen Neuigkeiten werden ausgetauscht, und man hört doch wieder einmal, „was im Dorf passiert". Die einzelnen Frauen bringen ihre Wünsche wegen der Backzeit vor, und rasch hat man sich geeinigt. Manchmal sind es nur wenige, die sich auf einen bestimmten Tag festlegen, manchmal tritt eine freiwillig zurück, je nachdem. Wenn es aus- aeläutet hat, erscheint der Ortsdiener oder der Feldschütz. In einigen Gemeinden geht es auch ohne diese amtliche Person. Sind es z. B. fünf Frauen, die am nächsten Tag backen wollen, dann werden fünf Lose, nach Nummern geordnet, in die Schürze einer Frau geworfen, ordentlich geschüttelt, und eine Frau nach der andern zieht ihr Los. Vielleicht werden auch noch einige Wünsche über die folgenden Tage geäußert. Die Frauen können auch ihre Lose unter sich tauschen. Damit ist das Losen beendet. Die Frauen können chre Vorbereitungen treffen und sind dann zu der betreffenden Stunde im Backhaus. Nun gibt es beim Backen einen bestimmten Tag, der nicht besonders beliebt ist; der Montag. Den Sonntag über steht der Backofen sttll, er wird kalt, und wer am Montagmorgen anzufangen hat, der braucht viel mehr Holz ols die andern, die nachher an die Reihe kommen. Deshalb hat man für diesen Tag eine besondere Ordnung aufgestellt. Jede Familie muß einmal während einer bestimmten Zeit am Montagmorgen mit dem Backen beginnen, sie muß das „O" (= an - Anfang) haben. Da wird scharf aufgepaßt, daß niemand durchschlüpft. Aber auch die Sache mit dem „O" regelt sich allgemein ganz von selbst. Es gibt eigentlich wenig Einrichtungen, die ein so schönes Beispiel von Einordnung därstellen, wie das Backen im Gemeindehaus. Gewiß werden be= rechttgte Wünsche gern erfüllt, wenn niemand dadurch Schaden erleidet. Sollte es aber einmal einer Frau einfallen, die alte Ordnung zu stören, dann kann sie sich auf allerlei gefaßt 'machen. „Gemeinnutz geht vor Eigennutz!" heißt es auch hier, oder wie die Landfrauen sagen: „Es muß alles feine Ordnung haben!" Das Schwätzchen aber, das bei Gelegenheit des Losens gehalten wird, gönnen wir den Frauen, denn sie kommen ja nicht so viel unter die Leute, sie besuchen nicht das Wirtshaus usw. In früherer Großkonzert in -er Volkshalle. Kasernenbesichtigungen.—Elf Feldküchen liefern das Einiopfeffen.-Sportliche Wettkämpfe. Am heutigen Samstagabend und am morgigen Sonntag bis in die späten Nachmittagsstunden hinein steht unsere Stadt im Zeichen des militärischen Einsatzes für das Winterhilfswerk. Den eindrucksvollen Auftakt dazu bildet das Großkonzert in der Volkshalle am heutigen Samstagabend von 20 bis 23 Hhr. Die Besucher dieser Veranstaltung werden sich an den hochstehenden Leistungen unserer Militärmusiker auf dem Gebiete der klassischen Musik ebenso erfreuen können, wie an den schmissigen Weisen der herrlichen, alten und neuen Armeemärsche oder an den reizenden Melodien aus dem Gebiet der leichten Musik. Die Musikkorps der Infanterie-Regimenter 116 und 57 und des Artillerie-Regiments Nr. 45, sowie zwei Spielmannszüge vom Jnf.- Reg. 116, die die Vortragsfolge in drei Teilen unter der Leitung der Musikmeister D e i f e n r o t h (J.-R. 57), Linnemann (A.-R. 45) und Wohlfahrt (J.-R. 116) zu Gehör bringen werden, sehen es als ihre verpflichtende große Aufgabe an, die Besucher des Konzertes für einige Stunden durch gute Musik zu erfreuen. Diejenigen, die bis jetzt noch keine Eintrittskarten besitzen, feien daran erinnert, daß der Eintrittspreis auf den zehn vordersten Platzreihen 1 Mark pro Person, auf allen übigen Plätzen 50 Pf. pro Kopf kostet. Da das Konzert mit militärischer Pünktlichkeit beginnen soll, müssen alle Plätze bis 20 Hhr eingenommen sein. Oie Kasernenbesichtigungen am Sonntagmorgen von 9 bis 12 Hhr werden allen Volksgenossen von Stadt und Land Gelegenheit geben, sich gründlich in den Gießener Kasernen umzusehen und dort mancherlei Vorführungen militärischer Art beizuwohnen. Wer sich an die interessante gefechtsmäßige Hebung der 8. Batterie unserer HL Abteilung A.-R. 9 gelegentlich des 2. Artillerietreffens am vorigen Sonntag erinnert, wer auch mancherlei Hebungen unserer Infanterie bei großen Veranstaltungen in den letzten Jahren zurückdenkt, der wird von vornherein die Gewißheit haben, daß ihm die Stunden der militärischen Vorführungen am morgigen Sonntag in der Berg-, Wald- und Arttlleriekaserne viel Interessantes bringen werden. So wird z. B. unser J.-R. 116 mit der 13. und 14. Kompanie auf den Kasernenhöfen der Bergkaserne ein vierspänniges Zugexerzieren zeigen, ferner Vorfühungen eines motorisierten Tak-Zuges mit Abprotzen und Feuern, die 8. (MG.) Kompanie des J.R. 116 wird auf dem Kasernenhof der W a l d k a f e r n e mit Kleinkaliberschießen die Aufmerksamkeit der Besucher in Anspruch nehmen. Hinzu kommt noch, daß neben den genannten und anderen Vorführungen der Infanterie auch noch kleine Heberraschungen vorgesehen sind, über die natürlich heute noch nichts vorhergesagt werden Zeit wurde am plätschernden Brunnen, beim Wasserholen, geplaudert. Heute tut man das beim Losen. Warum auch nicht? H. Dornotizen. Tageskalender für Samstag. 20 Hhr Großkonzert der Wehrmacht in der Volks- Halle. — Stadttheater: 20 bis 22.15 Hhr „Die vier Gesellen" (NSG „Kraft durch Freude"). — NSG. „Kraft durch Freude", Kurzschriftvereinigung der Deutschen Arbeitsfront: 20 Hhr „Froher Samstagabend auf der Karlsruhe. — Gloria-Palast, Selters- Eann. Die III. Abt. Art.-Rgt. 9 wird durch ihre 8. Batterie wiederum auf dem Trieb das Exerzieren einer bespannten Batterie mit Abprotzen und Feuern zeigen, ferner in der Reitbahn Gelegenheit bieten, dem Hindernis- und Dressurreiten zweier Reitabteilungen beizuwohnen. Zum Besten des WHW. werden die Besucher der Kasernen an den Eingängen 20 Pf. Eintrittsgeld bezahlen, gewiß ein sehr bescheidener Betrag im Hinblick auf den guten Zweck der ganzen Hnternehmung und angesichts der Vielseitigkeit und Gediegenheit der Vorführungen. Für diejenigen Besucher, die den Einrichtungen der Kasernen ihre Aufmerksamkeit zuwenden wollen, sind geschlossene Führungen durch die Kasernengebäude vorgesehen; damit ist gute Vorsorge getroffen worden, daß die Besucher in bester Weise über alles Sehens- und Wissenswerte in den Kasernen unterrichtet werden. Platzkonzerte. Am Sonntagvormitag von 10.30 bis 11.30 Hhr wird das Musikkorps unseres Jnf.-Rgts. 116 ein Platzkonzert auf dem Kreuzplatz geben. Unter Leitung von Musikmeister Wohlfahrt wird das Musikkorps dort folgende Darbietungen bringen: 1. a) „Ludoviciana", Marsch Kehrmann b) Deutsche Wacht, Marsch Gauß 2. Ouvertüre „Der Wildschütz" Lortzing 3. Märchenwalzer Löhr 4. Liebesgruß Elgar 5. Marinelieder, Potpourri Prager 6. a) Germania-Marsch Keil b) Zum Städt'le hinaus, Marsch Meissner Während der Verpflegungsausgabe (Eintopf- effen) werden von 12 bis 13 Hhr das Mufilkorps des J.-R. 116 in der Bergkaserne, das Musikkorps des A.-R. 45 in der Artillerie-Kaserne konzertieren. Auch bei diesen Konzertveranstaltungen werden die Volksgenossen Freude erleben können, so daß ihnen der Besuch nur empfohlen sei. Oer gemeinsame Eintopf. Unsere Gießener Hausfrauen werden am morgigen Sonntag einmal wirklich Feiertag genießen können. Die Gießener Soldatenküchen haben es übernommen, für ein gutes Mittagessen in allen Haushaltungen zu sorgen. Die Zeiten und die Ausgabestellen des Essens aus der Feldküche haben wir in unserer gestrigen Ausgabe veröffentlicht. Die Hausfrauen seien auf diese Mitteilung noch einmal hingewiesen mit der Empfehlung, sich die Uhrzeiten und die Haltepunkte der Feldküchen genau einzuprägen, damit der Betrieb der Essenoersorgung glatt und reibungslos verläuft. Ader nicht nur zu hause kann man den „Schlag" aus der Feldküche verzehren. Die Führung unserer Garnison hat dafür auch die Kasernen selbst bereitgestettt. Alle Volksgenossen. Ulänner und Frauen, können in der Berg-, in der Wald- und in der Artillerie-Kaserne das Einlopfessen einnehmen. Dort wird das Essen von 12 bis 13 Uhr ausgegeben. Die Kasernen-Speiseräume der Unteroffiziere und Mannschaften sind in schöner weise hergerichtet worden, so daß sich die Essengäste in den Kasernenräumen sicherlich ebenso wohlfühlen werden. wie zu Hause. Löffel und Teller werden von den Truppen gestellt; niemand braucht also das „Schanzzeug" mitzubringen. Militär- musik wird während der Essenszeit noch gute Unterhaltung bieten. Auch in den Kasernen kostet die Portion 55 Pf.; durch die Herrichtung der Räume und die Bereitstellung der Lhbesl-cke usw. erfolgt also keinerlei Preiserhöhung. Diese Speisemöglichkeit in der Kaserne wird namentlich für diejenigen Volksgenossen von Bedeutung sein, die von 9 bis 12 Uhr den militärischen Vorführungen und der Kasernenbesichtigung beiwohnen und die dann erst den Heimweg zum Mittagessen antreten wollen. Morgen auf den Waldsportplah! Morgen also wird für alle, die sich für Sport, insbesondere für Fußball und Handball, interessieren, auf dem Waldsportplatz ein großer Tag sein. Es stehen sich — wir berichteten bereits ausführlich darüber — Mannschaften unseres hiesigen Standorts der Wehrmacht und Mannschaften der hiesigen Stadtvereine im Fußball — und auch im Handball gegenüber. Das Handballspiel wird in der Zeit von 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr ausgetragen und nach kurzer Pause beginnt um 15.45 Uhr das Fußballspiel, das die Aufmerksamkeit der hoffentlich recht zahlreichen Zuschauer bis 17.15 Uhr in Anspruch nehmen wird. Der Ertrag aus Eintrittsgeldern zu dieser Sportveranstaltung fließt, wie die Erträge aller anderen Veranstaltungen der Wehrmacht an diesem Tage, dem Wintechilsswerk zu. Oie Sammlung der Spenden für das Winterhilfswerk wird auf höheren Befehl von Volksgenossen aus der Bevölkerung vorgenommen. Während unsere Soldaten auf den Kasernenhöfen ihre militärischen Vorführungen zeigen, oder die Besucher durch die Kasernen führen, oder an den Feldküchen das Essen ausgeben — überall werden Volksgenossen aus der Bevölkerung mit der Sammelbüchse des Winterhilfswerks zugegen sein, um die Spenden der Besucher bzw. der Essenholer für das Winterhilfswerk gesondert in Empfang zu nehmen. weg: 14.15 Uhr „Nanga Parbat"; 16, 18 und 20.30 Uhr „Togger". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frauenliebe, Frauenleid". — Reichskolonialbund: Zusammenkunft im Kolonialheim „Burghof". — Altersvereinigung 1887/1937: 20.15 Uhr: Uebergabe der Fünfziger-Fahne im Cafe Leib. Tageskalender für Sonntag. Wehrmachtsveranstaltungen für das WHW. (Näheres in dem Artikel im lokalen Teil.) — Opferschießen zugunsten des WHW. von 9.30 Uhr ab an den Schießständen beim Schützenhaus. — Stadttheater: 19.30 bis 21.30: Heiterer Tanzabend und „Die schöne Galathee". — Gloria-Palast, Seltersweg: 11 Uhr „Nanga Parbat"; 15, 17.30 und 20.30 Uhr „Togger". Lichtspielhaus: „Frauenliebe, Frauenleid". 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) 20. Das Mädchen mit dem Silberhaar Roman von Anny von panhnys. ihretwegen schon mit dir gehabt, auch kein Verlangen danach, sie kennenzulernen. Es ist einfach gräßlich, was ich durch die Frau für Aufregung mit dir habe! Sei doch vernünftig, Mabel, sonst — Er brach kurz ab, aber auf Mabel machte der unvollendete Satz Eindruck. Sie glaubte, Günther Grevenstein hatte sagen wollen: Sonst nehme ich mir das Leben! Sie zog seinen Kopf neckend am Barte nieder und küßte ihn. „Ich will dir glauben. Ich habe dich doch lieb!" Das war keine Redensart. So sehr, wie die nüchterne und etwas oberflächliche Amerikanerin überhaupt zu lieben vermochte, liebte sie den schlanken Mann wirklich. Nie hatte ihr ein anderer auch nur annähernd so gut gefallen wie er, und es gab schon eine stattliche Anzahl Männer, die sich um sie. beworben. Er hatte sich gar keine besondere Muhe ihretwegen zu geben brauchen. Sie hatte ihm mehr den Hof gemacht als er ihr. Die Tür wurde geöffnet, und die beiden fuhren auseinander beim Anblick einer sehr eleganten jungen, aber beinahe häßlichen Dame. Mabel machte einen Schritt auf die Tür zu, sagte ein wenig scharf: „Sie haben nicht angeklopft. Was wünschen Sie von mir?" Günther Grevenstein war es, als wanke der Boden unter seinen Füßen. Er hatte gerade noch so viel Willenskraft, sich abzuwenden, an das Fenster zu gehen und hinauszufchauen, als die ihm so bekannte Stimme Tilli Bergschlags antwortete: „Ich glaubte, in mein Zimmer einzutreten, und irrte mich, wie ich sehe. Ich wohne erst seit gestern abend hier. Verzeihen Sie, bitte, diesen Irrtum." Mit einem Neigen des Kopfes verließ sie den Salon. Sie beachtete jetzt die Zimmernummern besser und trat bei ihrem Vater ein. Heute vormittag war sie schon ein Stündchen im Tuileriengarten herumgewandert und wollte nun den Vater zu einem gemeinsamen Ausgang abholen. Sie war ein wenig erregt, erzählte ihm von ihrem Irrtum, setzte hinzu: „Ein Herr war im 3immer, ein großer, dunkelhaariger Herr. Seine Bewegungen erinnerten mich sehr an Günther." Albert Bergschlag schüttelte den Kopf. „Du bist von der fixen Idee besessen, Günther Grevenstein hier in Paris zu treffen, und wirst nun wahrscheinlich jeden großen dunkelhaarigen Herrn für ihn halten." .Sie lächelte traurig: „Ach, Vater, ich meine ja mcht, der eben erwähnte Herr konnte Günther fein. Ich sprach nur von einer gewissen Ähnlichkeit. Der Herr eben hatte einen Spitzbart." „iRa, den kann man sich steuerfrei stehen lassen", gab Albert Bergschlag zurück. „Aber du sollst nicht aus den Aehnlichkeitsfang ausgehen. Hnd jetzt komm, l Madelchen, jetzt wollen wir Paris genießen." Am Morgen hatte sich der Graf sofort nach dem Ergehen Grevensteins erkundigt und die Antwort erhalten: „Ich fühle mich wieder ganz wohl, Papa. Aber, wenn du mir einen Gefallen tun willst, bringe mich nicht mit dem deutschen Ehepaar zusammen. Ich stelle mir die zwei sehr langweilig vor, und sie interessieren mich nicht." Der Graf hatte kurz aufgelacht. „Wenn du die blonde Frau kennenlerntest, würdest du dich vielleicht bis über die Ohren in sie verlieben." Günther zog die Brauen hoch. „Möglich! Aber um das zu verhüten, ist's besser, ich meide die Bekanntschaft der Herrschaften Radix." Dann hatte Mabel angeklingelt, sich auch nach seinem Befinden erkundigt, und als er ihr geantwortet, es ginge ihm viel besser, energisch verlangt, er solle sie im Hotel abholen. Sie wolle in einen Modesalon, und er müsse ihr bei der Auswahl helfen. Er überlegte, und weil ihm das Zuhaust- bleiben langweilig schien, gab er zurück: „Also gut, wach dich fertig! Punkt zehn Hhr wartet mein Wagen links vom Hoteleingang. Ich komme nicht erst zu dir hinauf." Sie war einverstanden, aber als es zehn Hhr schlug und das rote Auto links vom Hoteleingang hielt, näherte sich eine Zofe dem Wagen und bestellte Günther durch ein Billett nach oben. Auf dem Kärtchen stand: „Ich erwarte dich, Francois. Brauchst keine Angst vor einer Begegnung zu haben. Die beiden Radix sind heute morgen schon nach Fontainebleau gefahren; sie erzählten mir gestern abend von ihrer Absicht." Er erschrak. Was sollte der dumme Satz bedeuten? Sah Mabel fortgesetzt Gespenster? Glaubte sie immer noch, er wäre gestern abend wegen der blonden Frau so plötzlich verschwunden? Er verließ ärgerlich das Auto; aber wenn die Deutsche mit ihrem Mann nach Fontainebleau gefahren war, bestand wenigstens zunächst keine Gefahr eines Zusammentreffens. Hnd in wenigen Tagen reiften sie ja nach Deutschland zurück, hatte ihm der Graf erzählt. Dem Himmel sei Dank! Wäre es nur erst soweit, damit er den Alpdruck los würde, der ihn in Gestalt einer schönen jungen Frau und eines unterschlagenen Diadems bedrängte! Erst, wenn das Ehepaar aus dem Weichbild von Paris verschwunden sein würde, konnte er aufatmen. Er trat lächelnd bei Mabel ein. Sie wies auf einen Sessel. „Ich mochte wissen, was Frau Radix in deinem Leben bedeutet hat, Francois. Du hast gestern abend eine Lüge zu mir gesagt. Du kennst die Frau von früher, und ich will die Wahrheit Horen. Der Graf hat ihr ein Bild von dir gezeigt, und sie hat es lassen fallen vor Schreck. Sie hat dich auf diesem Bild erkannt, und ich mache dir keine Vorwürfe, nur ich muß wissen, was zwischen ihr und dir gewesen ist." Sie drohte: „Sonst mache ich keine öffentliche Verlobung mit dir." Günther Grevenstein dachte, es wäre ja nicht schlimm, von dem harmlosen Maskenbällchen in dem kleinen Nest zu erzählen; aber er hatte gestern abend nichts zugegeben, also durste er es auch jetzt nicht tun. Er machte ein gelangweiltes Gesicht. „Mochtest du nicht endlich mit diesem Unfinn auf» hören, liebste Mabel? Ich kenne Frau Radix nicht, und wenn sie ein Bild von mir fallen ließ, ist das doch nichts Besonderes. Ist dir noch nie etwas aus der Hand gefallen?" Er fand es sehr überflüssig, daß der Graf feine Photographie gezeigt hatte, aber beinahe so etwas wie Stolz mischte sich in seinen Aerger, weil der blonden Frau das Bild entfallen war. Sie dachte also nicht ganz gleichgültig an ihn! Er überlegte, daß sie bestimmt nicht ahnen konnte daß er das Diadem gefunden, und er war töricht gewesen, ihr aus dem Weg zu gehen. Sie würde sich vor ihrem Manne sicher zusammengenommen haben. Reizvoll müßte es gewesen sein, ihre Hand noch einmal in der seinen zu spüren und ihr ein paar Worte zuzuflüstern als leises Erinnern an eine selige Stunde! Mabel erwiderte auf seine Entgegnung: „Natürlich habe ich schon etwas aus der Hand fallen lassen, aber deine Frage ist lächerlich und paßt gar nicht hierher. Ich beobachtete gestern, wie Frau Radix beim Anblick von deiner Photographie ganz blaß wurde. Hnd ich bleibe dabei, es spielte einmal etwas zwischen ihr und dir. Sage es mir, dann ijt alles gut; erfahre ich es später, werde ich dich hassen." ’ .Sie schnurrte ihm das im allerschnellsten Fran- Sostsch entgegen, machte in der Hast ein paar kleine Fehler mehr als sonst. Er lächelte weiter, aber Mabels Starrsinn, der ihm nicht glaubte, ärgerte ihn maßlos. Am liebsten wäre er fortgegangen, aber ihr Reichtum hielt ihn wie mit Eisenketten. Er legte ihr die Hände auf die Schultern und zog sie an sich ... Mabel du geliebte Mabel, quäle mich doch nicht so sehr! Soll ich mir denn etwas ausdenken und dich anlugen? Ich kenne doch die Frau gar nicht ' und spure nach den Hnannehmlichkeiten, die ich Sie nickte flüchtig. Sie hatte ja gar keine Wünsche hier, außer dem einen, der sie hergeführt: Das Verlangen, Günther Grevenstein in Paris zu begegnen und ihm ihre Verachtung ins Gesicht zu schreien. Ihr Vater hatte recht, der Gedanke, Günther befände sich in Paris, war bei ihr zur fixen Idee geworden. Heute im Tuileriengarten hatte sie mehrmals diesen ober jenen großen Herrn fragend angesehen und dann immer wieder festgestellt, daß es Fremde waren, die vordem noch niemals ihren Weg gekreuzt. Sie verließ mit dem Vater das Hotel. Unten vor dem Eingang hielt ein elegantes dunkelrotes Auto; sie sahen, wie ein großer schlanker Herr einer seingliedrigen Dame beim Einsteigen behilflich war. Tilli Bergschlag war stehengeblieben. Du lieber Himmel, war sie schon so von ihrer fixen Idee besessen, daß sie Dinge erblickte, die gar nicht vorhanden waren? Ihr schien es, dieser Herr mit dem dunklen Spitzbart, den sie vorhin in dem irrtümlich betretenen Zimmer gesehen, machte mit der behandschuhten Linken dieselben typischen Bewegungen, die sie noch genau von Günther Grevenstein her kannte. Ihr Vater mahnte: „Aber, liebes Kind, was soll denn daraus werden, wenn du dich schon heute, am ersten Tag unseres hiesigen Aufenthaltes, mit Gespenstern herumschlägst! Ich gebe zu, der Herr hat eine gemisst Ähnlichkeit mit Grevenstein, die dich stutzig machte." ' . ®as Auio fuhr schon davon. Ein Hotelpage stand m der Nahe. ' Jilli winkte ihm, ließ ein paar Münzen in seine ftedjte gleiten und fragte: „Wissen Sie, wer der Herr mit dem dunklen Spitzbart ist?" Atelpage nickte: „Er soll Graf Rethel hei- faj!' er jei verlobt mit Miß Jonson, oer reichen Amerikanerin, die bei uns wohnt." tote dankte dem Jungen und folgte ihrem Vater wiederholte ihm die Auskunft. ' Er sah sie vorwurfsvoll an. will'Grevenstein jetzt sein, wo er den Schwindler! Er ist weder wert hrinp« in6 lebt gehaßt zu werden. Freue dich Abens und guck' fröhlich in die Krankheit muß dir das Leben doch doppelt schon erscheinen." Tilli bemerkte den besorgten Blick des Vaters. nünftia0^?^^; merbe «>ch wieder ver- nunftig^ Aber, bitte, laß mir dazu ein wenig Zeit." Sie beftiegen eine Taxe und unternahmen eine durch Pari-, sahen do"Ä und hM.r 8 Straßen fuhren an Palästen und Elends- der und ließen da- Leben und Treiben kchrtkn s!°1n-°^°N S- 3Ut tFortsetzung folgt!) Gauleiter Sprenger spricht in Gießen? Stadllhealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet eine Wiederholung des großen Lustspiel-Erfolges „Die vier Gesellen" von Wochen Huth statt. Spielleitung: Wolfgang Kühne. In der Rolle der „Vier Gesellen": Inge Birkmann, Maria Gerhardt, Charlotte Krause, Hansi Prinz. Diese Vorstellung findet gleichzeitig als 15. Vorstellung für NSG. „Kraft durch Freude" statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Am Sonntagabend, 14. März, zum letztenmal: „Heiterer Tanzabend" und „Die schöne Galathee", Operette von Fr. v. Suppe. Das Programm des heiteren Tanzabends setzt sich aus Tänzen, meist heiteren Charakters, zusammen. Leitung, Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Ballettmeisterin Irmgard Zenner. Kapellmeister Ernst Bräuer hat die musikalische Leitung. — Hierauf geht „Die schöne Galathee", Operette von Fr. v. Suppe, in Szene. Musikalische Leitung: Kapellmeister Ernst Säuer. Spielleitung: Paul Wrede. Die Titelrolle singt Ilse Laskus. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß diese Vorstellung um 19.30 Uhr beginnt, Ende 21.30 Uhr. Dienstag, 16. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr: Drittes Orchesterkonzert mit „Lubka Kolessa". Leitung: Prof. Temesvury. Dienstag-Miete. 23. Vorstellung. Mittwoch, 17. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr, zum letztenmal: „Wasser für Canitoga", Schauspiel von G. Turner. Spielleitung: Antvn Neuhaus. Mittwoch-Miete. 23. Vorstellung. Freitag, 19. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, Erstaufführung: „Diel Lärm um Nichts", Lustspiel von Shakespeare. Spielleitung: Dr. Erich Schumacher a. G. Freitag-Miete. 25. Vorstellung. Samstag, 20. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.45 Uhr, Theaterring der NS.-Kulturaemeinde, zum letztenmal: „Carmen", Oper von G. Bizet. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: der Intendant. Freier Kartenverkauf. Sonntag, 21. März, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr: 12. Morgenfeier: „Frühlingsanfang". Für Platzmieter ist der Eintritt frei. — Anfang 19 Uhr, Ende 21.30 Uhr: „Die verkaufte Braut", komische Oper von Smetana. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Außer Miete. Gießener konzerlverein. Das dritte Orchesterkonzert des Konzertvereins am Dienstag, 16. März, bringt drei bedeutende, aber leichtverständliche und vorwiegend heitere Werke. Schuberts Ouvertüre zu „Rosamunde" macht den Anfang, sodann spielt Lubka Kolessa, die auch bei uns mit Recht allgemein beliebte Künstlerin, das Klavierkonzert von Schumann, den Beschluß bildet Beethovens Zweite Symphonie in D-dur. Die Ausführung liegt in den Händen des Städtischen Orchesters, die Leitung hat Professor Temesvary. Eifenbahn-Fahrbeamlen-Verein Gießen. Am morgigen Sonntag, nachmittags, Generalversammlung in der „Stadt Wetzlar". (Siehe heutige Anzeige.) Der Bund für deutsches Christentum veranstaltet am morgigen Sonntag in der Johan- neskirche eine Versammlung zur Kirchenwahl. (Siehe heutige Anzeige.) Hitler-Zugend Bann 116 Gießen Betr. Ginster-Sammlung der Hitler-Jugend am 14. März. Am kommenden Sonntag, 14. März, sammelt die Hitler-Jugend des Bannes 116 Ginster. Es ist dies der erste Großeinsatz des Gebietes 13 (Hessen-Nassau). Die Ginster-Vorkommen müssen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Förstern festgestellt werden. Weiterhin ist die Genehmigung zum Schnei-, den des Ginsters von den jeweils zuständigen Bürgermeistereien einzuholen. Auch mit den Besitzern Ein neuer Jahrgang stößt zu den Reihen Adolf Hitlers. In wenigen Wochen vor dem Geburtstag des Führers wird deshalb alles im Zeichen der Hitler-Jugend flehen, die in den größten Städten unseres Gaues mit Großkundgebungen an die Oef- fentlichkeit tritt. Die Erfassung aller Jungen und Mädel in der Hitler-Jugend zur nationalsozialistischen Erziehung ist so wichtig, daß sich der Gau- von Privatwaldungen muß Verbindung ausgenommen werden. Es wird hier nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß der Ginster nur geschnitten werden darf; er darf nicht ausgerupft werden. Der Abtransport wird zweckmäßigerweise mit Eisenbahnwaggons geschehen, die an mehreren Stellen verladen werden. Das Verladen kann in der darauffolgenden Woche erfolgen. Die Gesolg- schaftsführer melden der Banndienststelle bis spätestens 17. März das Sammelergebnis. Nach der hier vorliegenden Meldung erfolgt weitere Anweisung. Belr. Appelle am 13. und 14. März. Am 13. März findet eine Führertagung in Grünberg statt. Sie beginnt um 21 Uhr. Um 20.30 Uhr wird der Standort Grünberg durch den Bannführer besichtigt. Am 14. März findet in Geilshausen ein Appell des Standortes statt. Der Standort muß um 9 Uhr angetreten sein. Zu einer Führertagung versammeln sich um 10 Uhr die Führer der Gefolgschaft 8/116. Weiterhin wird am 14. März um 11.15 Uhr die gesamte Gefolgschaft 7/116 (Londorf) in Allendorf besichtigt. Belr. Filmvorführung „Ranga Parbal". Die Ortsgruppe Gießen des DRL. läßt am Samstag, 13. März, um 14.15 Uhr, leitet selbst in den Großkundgebungen der Hiller- Jugend einfetzen wird. Am 16. März wird er zum ersten Male in einer solchen Kundgebung in Gießen in der Volkshalle seinen Appell an die Oeffenllichkeil richten. Wiederum wird die Gießener Bevölkerung sich zur Gefolgschaft des Führers bekennen und dies in dieser Kundgebung zum Ausdruck bringen. Sonntag, 14. März, um 11 Uhr, Montag, 15. März, um 14.15 Uhr im „Gloria-Palast" den mit Unterstützung des Reichssportführers zustandegekornrnenen Film vom deutschen Kampf um den Himalaya „N a n g a P a r b a t" laufen. Die Hitler-Jugend kann diesen Film zu einem verbilligten Preis besuchen. Die Gefolgschaftsführer haben die Bestellung der Eintrittskarten umgehend bei der Kasse des Gloria-Palastes vorzunehmen. Wir empfehlen den Besuch dieses Films besonders. Uebergang zur höheren Schule nach Zjähriger Grundschule. Von dem Leiter des Realgymnasiums in Gießen wird uns geschrieben: Durch Erlaß des Reichserziehungsministers R u st sind für die kommende Woche an den höheren Schulen des ganzen Reiches die Reifeprüfungen der Unter primaner angeordnet. Diese Maßnahme bezweckt eine Verkürzung der Gesamtausbildungszeit, die für alle auf höhere Schulbildung gegründeten Berufszweige immer mehr ausgedehnt und zuletzt noch durch Militär- und Arbeitsdienst stark erweitert wurde. Erst in vorgerücktem Alter werden die Eingliederung in das Berufsleben und die Famil'iengründung möglich. Gebieterisch verlangen volkspolitische Gründe Abhilfe. Auch der jüngfte Steuerzahler» leicht gemacht. Oie Finanzkaffe Hilst dazu.— Heue Erleichterungen für die Steuerzahler. Steuerzahlen gehört nun einmal zu den Notwendigkeiten, denen sich kein Volksgenosse entziehen kann, erhält doch auf diese Weise der Staat die Mittel, die ihn in die Lage setzen, seine vielgestaltigen Aufgaben zu erfüllen. Der Weg zum Finanzamt, um dort feinen Verpflichtungen nachzukommen, gehört aber trotzdem nicht zu den Annehmlichkeiten des Lebens, zumal das Steuerzahlen oft mit langem Warten bei der Finanzkasse verbunden ist. Hat man aber wirklich einmal den Fälligkeitszeitpunkt der Steuer vergessen, so stellen sich gleich die unangenehmsten Folgen ein, wie Säumniszuschlag, der Vollziehungsbeamte erscheint und erhebt außer der Steuer noch Ko st en und letztlich erscheint man noch in der Li ste der säumigen Steuerzahler. Um dem Steuerzahler das Üeberwachen der Fälligkeitstermine zu ersparen, ist im Bezirk des Landesfinanzamtes Darmstadt, also in ganz Hessen, ein Verfahren eingeführt, das sich jeder zunutze machen kann, das Äbbuchungsverfah- ren. Jeder, der öfters Zahlungen zu leisten hat oder empfängt, hat heute ein Konto bei einer Geld- anstalt oder dem Postscheckamt. Um immer seine Steuern pünktlich zu zahlen, braucht der Steuerzahler dem Finanzamt gegenüber nur sich damit einverstanden zu erklären, daß ihm alle Steuern von seinem Konto am Tage der Fälligkeit abgebucht werden, und um alles weitere braucht er sich nicht mehr zu kümmern. Die Finanzkasse sorgt dafür, dessen können wir gewiß sein, daß alle Steuern pünktlich eingehen und Nachteile, wie Kosten, Säumniszuschläge usw., können dann nicht mehr entstehen. Wer dieses Verfahren nicht wünscht, kann seiner Geldanstalt (Bank, Sparkasse usw.) auch einen Dauerüberweisungsauftrag erteilen, und dann wird die Geldanstalt das Weitere übernehmen. Für eines nur hat der Steuerzahler jeweils selbst zu sorgen, und das ist oft der schwierigste Teil, daß nämlich genügend Geld auf feinem Konto ist. Durch den bargeldlosen Zahlungsverkehr spart der Steuerzahler sich und dem Finanzamt viel Arbeit und Zeit und er dient einem großen volkswirtschaftlichen Ziel: er hilft den Geldumlauf verringern. Auch daran müssen wir denken, denn das ist mit eine Voraussetzung für eine gesunde Währungspolitik. Das Finanzamt wendet sich zur Zeit mit einer Aufforderung an alle Steuerzahler, die, obwohl sie ein Konto besitzen, ihre Steuern noch bar einzahlen, um auch sie zu veranlassen, zu dem im Interesse aller Teile liegenden bargeldlosen Zahlungsverkehr überzugehen. Die Finanzkassen erteilen schon jetzt jederzeit gerne Auskunft über Die Arten der unbaren Steuerzahlung, auch sind dort die entsprechenden Antrag-Vordrucke zu erhalten. Opferschießen z igunsten des WM- Am Sonntag, 14. März, ab 9.30 Uhr, findet bis zu Beginn der Dunkelheit ein Opferschießen auf den Schiehständen des Schühenvereins beim Schützen- Haus zugunsten des WHW. statt. Da dieses Opferfchießen im vergangenen Whw. recht gute Erfolge gebracht hat, bitte ich auch diesmal wieder die Volksgenossen, sich recht zahlreich an diesem Opferschießen zu beteiligen. Frank, kreisbeauftragter. Erlaß des Reichserziehungsministers will dem gleichen Ziele dienen, diesmal durch Verkürzung der G r u n d s ch u l zeit. Körperlich und geistig gut entwickelte Kinder, deren Klassenleistungen gut sind, können schon nach drei Grundschuljahren auf die höhere Schule übergehen. Wohl hatte auch die Weimarer Regierung diese Regelung im „Einzelfall" vorgesehen, sie hat die Durchführung aber nicht ernstlich gewollt, geschweige denn gefördert. Des Reichserziehungsministers ernster Wille fordert die Verwirklichung seiner wohlerwogenen, aus oolks- politischen Gründen entsprungenen Maßnahme. Gewiß soll der vorzeitige Uebergang auch künftig Ausnahme bleiben; trotzdem kann es kein Zweifel fein, daß die Zahl der „Dreijährigen", die wegen Begabung oder schnellerer Reife den Uebergang unbesorgt wagen können, sich wesentlich erhöhen wird. Die Grundschule wird es an ihrer Mitarbeit nicht fehlen lassen; die höhere Schule wird ihre ernsteste Pflicht erblicken in der richtigen Auslese ihres Nachwuchses, den sie zu prüfen und für den sie die gesamte Verantwortung zu tragen hat. Wegen der vorgeschrittenen Zeit müssen die Eltern ihren Entschluß nun möglichst schnell fassen und die Anmeldung bei der höheren Schule umgehend vollziehen. Schwerer Berkehrsunfall am Seltersweg. An der Ecke Neuenweg-Seltersweg ereignete sich heute gegen 6.20 Uhr ein Verkehrsunfall. Glücklicherweise verlief der Unfall insofern glimpflich, als von den beteiligten Personen niemand Verletzungen erlitt. Es entstand lediglich Sachschaden, allerdings von erheblichem Ausmaß. Der Bäckermeister August Deibel, der mit seinem Personenkraftwagen mit Anhänger nach den Kliniken unterwegs war, um dort Brötchen abzuliefern, bog vom Neuenweg her in den Seltersweg ein, als im gleichen Augenblick vom Kreuzplatz her ein Straßenbahnwagen gefahren kam, den Anhänger des Personenkraftwagens erfaßte und ein Stück mit sich schleifte. Der Anhänger wurde mit großer Wucht gegen das Eckschaufenster des Wolle- und Triko- tagengeschäftes Schulze gedrückt. Die Schaufensterscheibe brach in tausend Stücke. Der Anhänger war dabei zwischen dem Schaufensterbord und dem Straßenbahnwagen fest eingeklemmt, während der Personenkraftwagen unmittelbar vor dem Straßenbahnwagen zu stehen kam. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Auch der Straßenbahnwagen erlitt einigen Schaden. Es bedurfte geraume Zeit, um den Anhänger des Kraftwagens zu entfernen und damit auch das Auto wieder flott zu machen. Der Straßenbahnverkehr wurde dadurch für den Zeitraum von nahezu einer Stunde unterbrochen. bzw. durch Umsteigen aufrechterhalten. Die Polizei nahm sofort die notwendigen Erhebungen auf. Die Schuld frage ist noch ungeklärt. Gießener Wochenmarkkpreife * G i e ß e n , 13. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, Vi kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1.60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11K, Klasse D 10^, un- Hier abschneiden! Spulwürmer Spulwürmer sind 20 bis 30 cm lange, rundliche, regenwurmähnliche Darmparasiten. Sie sind weniger gefährlich als unappetitlich. Bei Kindern kommen sie ziemlich häufig vor. da sich die Kinder auch immer wieder selbst anstecken. Beseitigung durch eine Wurmkur (Wurmmittel verbunden mit einem Abführmittel) unter ärztlicher Aufsicht und Verhinderung der Selbstinfektion durch größte Reinlichkeit, evtl. Tragen einer Badehose. Spund, runder, nach einer Seite hin verjüngter Holzstöpsel, mit dem das Spundloch eines Faßes verschloßen wird. Staatsangehörigkeit. Es gibt nur noch eine deutsche Staatsangehörigkeit. Sie wird erworben durch Geburt, wenn der Vater (bei ehel. Kindern) die deutsche St. besitzt. Bei unehel. Kindern entscheidet die St. der Mutter. Die Frau erhält mit der Eheschließung die St. des Mannes. Heiratet eine Deutsche einen Ausländer, so verliert sie mit der Eheschließung die deutsche St. (s Ausländerehe). Erwirbt man auf seinen Antrag die St. eines fremden Landes, so verliert man ebenfalls die deutsche St. Siehe auch Aberkennung. Stäbchen, eine Maschenbildung beim Häkeln entweder mit Wolle oder Leinengarn, auch mit Seide Es gibt halbe und ganze Stäbchen. Halbe Stäbchen werden wie folgt gearbeitet: Man hat die Anfangsmasche auf dem Häkel- haken, macht einen Umschlag zieht den Faden von vorn narb Stahl rückwärts durch die untere Masche, macht noch einen Umschlag und häkelt alle Schlingen ab. Ganze Stäbchen werden anfangs wie die halben gearbeitet, nur häkelt man nach dem letzten Umschlag erst $roei Maschen ab, macht noch einen Umschlag und schlingt dann alle Maschen ab. Stabfußboden, Parkettfußboden, bei dem schmale Holzbrettchen in Mustern zusammengelegt sind. Stabil, lat., Bedeutung: standfest, entbehrliches Fremdwort für dauerhaft, ausdauernd, unveränderlich, haltbar, unbeweglich, stetig. Stachelbeere als Strauch und Hochstamm im Hausgarten Beeren dienen zum Frischgenuß, zur Marmelade- und Saftbereitung und im halbreifen Zustand für Kompott und als Kuchenbelag, Krankheit der St. s. Mehltau. Stadion, griechisches Streckenmaß, jetzt übliche Bezeichnung für Kampfbahn. Spielbahn. Rennbahn. Stafette, Eilbotenlauf, in der Leichtathletik in bestimmten Abständen aufgestellte Läufer, die einander einen Stab weiter- reichen. Staffelei, Holzgestell, auf dem Maler die zu bemalende, auf einem Holzrahmen gespannte Malleinwand aufstellen. Stahl, durch besondere Herstellungsverfahren gehärtetes Eisen, dessen Verwertung ebenso vielfältig ist wie Eisen. Am wichtigsten für den Haushalt ist die Erfindung nichtrostenden Stahles, Nirosta, aus dem hauptsächlick' 4R5 CAR DY Feinseife Rasierseife Hautcreme Parfüm CAR DY-Erzeugnisse: — — (Jüte und Preiswürdigkeit! Hier abschneiden! Spiegelei 479 Spinat Licht darauf fällt, am besten zwischen Fenstern. Künstliches Licht soll von der Seite, nicht von vorne oder oben einfallen. Damit der Belag durch Wandieuch- tigkeit nicht leidet, wodurch Spiegel fleckig werden, so daß sie neu belegt werden müßen, trennt man sie von der Wand durch Korkstückchen. Man reinigt Spiegel mit einem feuchten Fensterleder. Fliegenschmutz läßt sich mit Spiritus entfernen. Blind gewordene Spiegel reibt man leicht mit Leinöl ein und poliert nach. Beim Kauf eines Spiegels muß man darauf achten, daß er das Bild ohne Verzerrung wie- dergibt. Spiegelei, andere Bezeichnung für Setzei, s. d. Spiegelkarpfen, Karpfen mit großen, spiegelartigen Schuppen, die man bei der Zubereitung nicht zu entfernen braucht. Spiegelrahmen reinigt man, indem man den Staub aus den Verzierungen auspinselt und dann mit klarem Wasser den Rahmen abwäscht. Vergoldete Spiegelrahmen behandelt man wie Eoldrahmen. 6. ö Spielen entspringt einem natürlichen Trieb, der auch erwachsenen Menschen nicht fremd ist. Um so mehr soll man den Spieltrieb des Kindes unterstützen, der seine Phantasie anregt und ihm Bewegung schafft. In erster Linie soll das Kind im Freien spielen besonders dann, wenn es Freunde gefunden hat. Ein Kind muß auch Spielsachen besitzen, wobei e*» nicht auf teure Dinge ankommt die es vielfach nicht zu schätzen weiß, sondern auf Dinge, die ein Kind mit seiner Phantasie zu allem macht, was es gerade braucht, wie Zigarettenschachteln, Papp- kisten, Holzstücke usw. Das besagt selbstverständlich nicht, daß man Kindern gekauftes Spielzeug vorenthalten soll Spielkarte, Kartenblätter mit Figuren und Zeichen, die bei ver- ichiedenen Kartenspielen verschiedenen Wert haben. Man unterscheidet deutsche Karten, französische Karten und Bridgekarten. Gebrauchte Spielkarten kann man mit Kölnisch Wasser abreiben. Sie müßen nachher gut traf» ken gerieben werden Spielschule, Anstalt, in der noch nicht schulpflichtige Kinder mit Bewegungs- und Beschäftigungsspielen beschäftigt werden Kinder einer Spielschule anzuvertrauen, empfiehlt sich besonders dann, wenn es sich um Alleinkinder handelt, oder wenn die Eltern verhindert sind, sich genügend mit ihnen zu beschäftigen. Spion, vor dem Fenster angebrachter Spiegel, der es ermöglicht. vom Zimmer aus die Straße zu übersehen. Eine Vorrichtung der Neugierde. Spinat, wichtiges Gemüse, zu verschiedenen Jahreszeiten im Garten gesät. Jrn Hochsommer nicht ziehbar da er durch die Sommerhitze schießt (s. Neuseeländer Sp.. Mangold). Ist leicht verdaulich, wird deshalb bereits kleinsten Kindern gegeben. Richtige Zubereitung ist notwendig, damit keine der wertvollen Wo Gas fehl! ... da kocht man am besten mit Spiritus. Der moderne Spiritus-Gas- kocher ist ganz einfach zu handhaben und ist sparsam im Verbrauch. Da brennt nicht der Spiritus, sondern die Gase davon; da kann nichts passieren. Lassen Sie sich die Kocher zeigen bei 3- D. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarleu, Fernsprecher 2145 2146. gezeichnete 10, Wirsing, Vi kg 10 bis 15, Weißkraut 7 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, % kg 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, Yi kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 30, Dörrobst 15 bis 25, Zwetfchenhonig 50, Hähne 30 Pf. bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, dos Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 35, Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf. * ** E i n Fünfundfiebzigjähriger. Am kommenden Montag, 15. März, vollendet unser Mit- büraer Adolf Baum, Am Nahrungsberg 18, fein 75. Lebensjahr. Der alte Herr ist noch von früh bis abends spät in seinem Garten tätig. ** B e st a n d e n. Am Donnerstag und Freitag fand in Frankfurt a. M. in der Versuchsgerberei der Firma Moenus die diesjährige Gesellenprüfung der Gerber statt. Geprüft wurden 21 junge Leute. Einer hat nicht bestanden, während die 3 jungen Leute der Firma Carl Becker II., Gießen, am besten mit „sehr-gut" und „gut" bestanden. Der Prüfung^ ausschuß ehrte die 3 jungen Leute mit besonderem Lob. ** Sterbefälle in Gießen in der Zeit vom 2. bis 11. März: 2. März: Georg Beckel, Pfarrer i. R., 76 I., Marburger Straße 111; Peter Thome, Fabrikdirektor i. R., 72 I., Horst-Wessel- Wall 39; Anna Maria Resch, geb. Schneidmüller, ohne Beruf, 76 I., Licher Straße 74. 5.: Heinrich Schlicher, Schuhmachermeister, 79 I., Dammstr. 20; Anna Becker, geb. Klinkel, o. B., 43 Jahre, Dammstraße 36. 6.: Elise Siegler, geb. Lauster, o. B!, 74 Jahre, Lindengasse 1. 7.: Ottilie Franz, geb. Fatum, o. B., 61 I., Hindenburgwall 22. 8.: Johann Plecher, 72 I., Licher Straße 74; Otto Mahlmeister, Konditorlehrling, 16 Jahre, Frankfurter Straße 1. 9.: Katharine Belte, geb. Launspach, Näherin, 80 I., Bahnhofstraße 8. 11.: Johanna Theodora Margarete Rohrbach, geb. Herbert, 71 I., Asterweg 48. ** D i e Bekämpfung des seuchenhaf- ten Verkalbens betrifft eine Bekanntmachung des Kreisveterinäramtes Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil, die von der Stadtverwaltung zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Interessenten mögen die Bekanntmachung genau beachten. ** Viehmärkte in Gießen. Am Dienstag nächster Woche findet Rindvieh- (Nutzvieh-)Markt statt. Am Mittwoch folgt Schweinemarkt. Siehe heutige Bekanntmachung. ** Brennholzver st ei gerungen werden im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes angekündigt. Interessenten seien besonders darauf aufmerksam gemacht. ** Aenderungen in den Haushalts- f i ft e n f ü r Fettbezug betrifft eine Bekanntmachung der Stadtverwaltung in unserem heutigen Anzeigenteil. Auf diese wichtige Veröffentlichung sei dringend hingewiesen. ** Lieferungsvergebung. Die Verwaltung der Provinzial-Pflege-Anstalt schreibt in unserem heutigen Anzeigenteil die Lieferung von Lebensmitteln und Wirtschaftsmaterialien zur Vergebung aus. Interessierte Geschäftsleute mögen die Bekanntmachung beachten. ** Einstellung von Anwärtern für den gehobenen mittleren Postfach- d i e n st. Bei der Deutschen Reichspost soll wieder eine Anzahl von Anwärtern für den gehobenen mittleren Postfachdienst eingestellt werden. Die Bewerber, die das 23. Lebensjahr nicht überschritten haben sollen (Ausnahme: gedienter Jahrgang 1914), müssen die Reifeprüfung (Abitur) abgelegt haben und der HI., der SA., der SS., dem NSKK. oder der NSDAP, angehören und dort die weltanschauliche Schulung der NSDAP, mit Erfolg durchlau- Aus den Gießener Gerichtssä'len. Große Strafkammer Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte die Große Strafkammer gegen die Berta D i ck - haut und den Franz Adam D i ck h a u t aus Alsfeld wegen Kuppelei. Die Ehefrau D. hatte ihre eigene Tochter verkuppelt. Das Gericht erkannte gegen sie auf eine Gefängnis st rafe von vier Monaten, gegen den Ehemann auf eine solche von einem Monat. Den Verurteilten wurden die Kosten des Verfahrens auferlegt. Sodann befaßte sich das Gericht mit dem R. W. Der Angeklagte, dem der Schutz des § 51 StGB, zur Seite steht, hatte in der Oeffentlichkeit gemeine und gehässige Aeußerungen getan, die geeignet sind, das Vertrauen der Oeffentlichkeit in die Staatsführung zu untergraben. Gemäß § 42b StGB, ordnete dos Gericht seine Unterbringung in eine Heil- und Pflegeanstalt an. Der Siegmund Traub aus Heldenbergen wurde zu einer Gefängnis st rafe von 4 Mona- t e n verurteilt, die durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt gilt, weil er in zwei Fällen öffentlich gehässige Aeußerungen über führende Persönlichkeiten des Staates gemacht hatte. Da er nach dem Urteil des Sachverständigen als vermindert zurechnungsfähig anzusehen ist, wurde außerdem gemäß § 42b StGB, die Unterbringung in eine Heil- und Pflegeanstalt angeordnet. Kleine Strafkammer Gießen. Der Angeklagte Hans Stecher aus Gießen hatte am 5. Oktober 1936 an der Ecke Goethestraße-Hin- denburgwall einen Verkehrsunfall verursacht. Er hatte mit seinem Motorrad einen die Straße überquerenden Passanten angefahren und verletzt. Von dem Amtsgericht Gießen war er wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung zu einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Die gestrige Berufungsverhandluna ergab zweifelsfrei die Schuld des Angeklagten, doch glaubte das Gericht, in Anbetracht der Jugendlichkeit des Angeklagten, ihn nochmals vor dem Gefängnis bewahren zu können Es hob daher das Urteil des Amtsgerichts Gießen auf und verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 600 Mark, im Uneinbringlichkeitsfalle für je 5 Mark ein Tag Gefängnis. Da der Angeklagte mit seinem eingelegten Rechtsmittel nur teilweise Erfolg hatte, wurden ihm die Kosten der Berufungsinstanz und der Nebenklage auferlegt. Amtsgericht Gießen. Der R. Sch. aus Heuchelheim war durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen wegen Sachbeschädigung zu drei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Er hatte in der Nacht vom 8. auf 9. November 1936 feinem Nachbar, einem minderbemittelten Arbeiter, drei Gartenpfähle der Umzäunung umgeworfen. Gegen diesen Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt und behauptet, er habe die Gartenpfähle nicht umgeworfen. Die Beweisaufnahme ergab jedoch, daß der Angeklagte an dem fraglichen Abend sehr viel Alkohol getrunken und zu drei Freunden, als er sich von diesen trennte, gesagt hatte: ,Was gebt ihr aus, wenn ich dem T. die Gartenpfähle umwerfe?" Er gab zu, diesen Ausspruch getan zu haben, behauptete aber, infolge seiner starken Trunkenheit sich an nichts mehr erinnern zu können. Das Gericht hielt den Angeklagten für überführt und erhöhte die Strafe auf6Wochen Gefängnis. Mitausschlaggebend war auch, daß der Angeklagte seine Vorstrafen zu verheimlichen versucht hatte. fen haben. Bevorzugt werden diejenigen Bewerber — sonstige Eignung vorausgesetzt — die sich vor dem 30. Januar 1933 für die nationalsozialistische Volkserhebung außergewöhnlich betätigt haben, und solche, die ihrer aktiven Dienstpflicht bei der Wehrmacht in Ehren genügt haben. Auf sportliche Durchbildung wird besonderer Wert gelegt. Einstel- lungsgesuche sind an die Reichspostdirektion zu richten, in deren Bezirk der Bewerber seinen Wohnsitz hat. Sie können nur in Betracht gezogen werden, wenn sie bis zum 31. März 1937 oorliegen. ** Vortragsabend im Gustav-Adolf- Verein. Der Gustav-Adolf-Frauenverein veranstaltete am Donnerstag in der außerordentlich gut besuchten Stadtkirche unter der Leitung von Pfarrer Becker einen Lichtbildervortrag. Pfarrer Bell aus Hermannstadt sprach über „Die Siebenbürger Sachsen und ihre evangelische Kirche". In großen Zügen behandelte der Vortragende die Geschichte der Siebenbürger Deutschen. So, wie sie vor Jahrhunderten in jenem Lande eine geschlossene Siedlung bildeten, so leben sie auch heute noch in etwa 350 Städten und Ortschaften als geschlossener Teil des deutschen Volkes inmitten fremder Dolkskörper. Von der Kirche, von ihrem Glauben her wuchsen ihnen die ihren Volkscharakter erhaltenden Lebenskräfte zu, und trotz aller Stürme und schwerster Kämpfe haben sie Sprache, Sitte und Trachten rein erhalten. 1941 werden es 800 Jahre fein, seit denen sie ausgewandert sind. Jetzt leiden sie unter schweren Krisen und rufen die Glaubensgenossen auf zu einem Opfer für die deutsche Sache dieser Volksgruppe. In der Zusammenarbeit des Gustav-Adolf- Vereins mit dem VDA. konnte schon manche Not gelindert werden, aber dies genügt noch nicht. So wandte sich Pfarrer Bell an jeden einzelnen um ein bescheidenes Opfer für seine Landsleute. An Hand schöner, farbiger Ausnahmen ergänzte er seine Ausführungen. In seinem Schlußwort erinnerte Pfarrer Becker an die schweren Kämpfe dieser Volksgenossen auf entlegenem Vorposten und sprach von den großen Verdiensten des Gustao- Adols-Vereins um die Unterstützung solcher Volksgruppen. Zur Förderung dieser Hilfsbereitschaft forderte er die Unterstützung des Gustav-Adolf-Ver- eins. ** Zur Richtigstellung. In dem I W A (das Nachschlagebuch der Hausfrau) hat sich auf Seite 512 unter Thermometer ein Druckfehler eingeschlichen. Richtig muß es dort heißen: Das Verhältnis vom Gefrierpunkt bis Siedepunkt ist: 80" R = 100° C = 180° F (nicht 120°). 4=5=9. ** D i e I W A = 5 o I g e war am Mittwoch durch ein Versehen vertauscht. In unserer heutigen Ausgabe wird die Veröffentlichung in der richtigen Weise wiederholt. Rundfunkproqramm. Sonntag, 14. März. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10: „Ewig klingt das Lied der deutschen Seele!" 10.30: Chorgesang. 11.15: „Das Unheimliche" von Götz Otto Stoffregen. 11.30: Kantate von Johann Sebastian Bach: „Ich habe meine Zuversicht". 12: Mittagskonzert. 13: Der Sender spricht zum Hörer. 13.15: Mittagskonzert. 14: Kinderfunk. „Der Tölpelhans". Ein Hörspiel. 14.45: Wenn Anna Ausgang hat ...! Eine kleine Auseinandersetzung und ihr gutes Ende. 15: Deutsche Scholle. 16: Musik zur Unterhaltung. 18: Die Trommeln dröhnen durch das Land. 18.30: Die Domspatzen fingen. 19: Konzert. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Freut euch des Lebens! Ein Feierabend in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Sportbericht des SonnIWill 1WJ1 14 ■ IJj .1 Jj iHlli !■ d \ tags. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Richard-Wagner-Konzert. Montag, 15. März. 6 Uhr: Choral: O Mensch, bewein dein Sünde groß. — Morgenspruch. — Gymnastik. 6.30: Früh- konzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. — Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. Geschichte vom Tyras 21i$o, mir ging der Hut doch! Der Landjäger kam nämlich und sagte: „Tja — hätten Sie Zeitung gelesen ! 3m Gießener Anzeiger standen alle Vorschriften drin für Hundehalter. Jetzt hat der Tyras feinen Denkzettel weg, und Sie, Herr Hase, zahlen noch 80 Mark*) Ersatz für ein gewildertes Reh ..." Na — Schwamm drüber! *) Wieviel Jahre lang hätte er dafür den Gießener Anzeiger lesen können! tag* W 14.10 : Wünsche, die mir gern erfüllen! 15: Volk und Wirtschaft. Der Hausbesitzer in der DAF. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Nachmittagskonzert. Neuere Unterhaltungsmusik. 16.45: Das Mainschiff. 17: Nach- mittagskonzert. Johann Strauß. 1/7.30: „Recht gute Reise!" Ein Hörbild. 18: Musikalischer Abendbum- mel. 19: Ein Reigen schöner Melodien. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Klänge der Heimat. Winter ade! Von verschneiten Hängen zum blühenden Tal. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht, Grenzecho. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 178: Verpackung von Paketen nach der UdSSR. — 179: Neunte Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplans über die Herstellung von Kleister. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen. Sptnue 480 Spitzen verloren gehen. Reich an Phosphor und Eisen, ist deshalb Blut- armen zu empfehlen. Spinne, harmloses Infekt, das sich durch Insektenvertilgung nützlich macht. Die einzige, giftige Spinne, die es bei uns gibt, die Kreuzspinne, ist selten in Häusern anzutreffen. Angst vor Spinnen ist daher völlig grundlos und soll deshalb auch Kindern nicht anerzogen werden. Gefährlich werden rönnen nur Spinnen, die in tropischen Gegenden leben. — Spinngewebe entfernt man mit einem Spinnenkopf, auch Eule genannt, einer Bürste auf einem langen Stiel, um die man ein Tuch schlingt. Nehmen Spinnen in einem Raum überhand, empfiehlt es sich, ihn bei geschlossenen Fenstern auszuschwefeln. Spiritismus, von lat. Spiritus, Bedeutung: Geist, Glaube an die Möglichkeit, mit Verstorbenen in Verbindung zu treten, sich mit ihnen durch Hilfe eines Mediums zu verständigen ober Geister zu sogenannten Materialisationen zu veranlaßen. Bisher bat noch keines dieser angeblichen Phänomene der wissenschaftlichen Untersuchung und Kritik standgehalten. Spiritus, deutsch Weingeist. Alkohol, ganz gleich, ob er durch Gärung und Destillation von Wein. Bier, Obst, Zuckerrohr. Körnerfrüchten oder Kartoffeln entstanden ist. Absoluter Alkohol hat 99,5 o. H Alkohol Sprit oder Weingeist 86 o H. Alkohol und ist denaturiert, d. h. durch Zusätze für Den menschlichen Genuß unbrauchbar gemacht. Geruch und Geschmack find unangenehm, der Genuß zieht körperliche Schädigung nach fich. Praktisch für Wanderungen ist Hartspiritus, durch Seifezusatz fest gewordener Spiritus in kleinen Würfeln. Reiner Spiritus, Alkohol, dient zur Herstellung von Branntwein und chemischen Zwecken, ferner, da er Fette löst, zum Entfernen von Flecken. Spirituskocher, Kochvorrichtung, bei der Spiritus als Brennstoff dient, muß sorgfältig behandelt werden, da die Möglichkeit einer Explosion immer gegeben ist. Vor allen Dingen darf nie Spiritus nachgegossen werden, auch dann nicht, wenn der Behälter zwar ausgebrannt, aber noch heiß ist. Spital, von lat. Hospital, Bedeutung: Gästehaus, soviel wie Krankenhaus, Altersheim, Siechenhaus. Spitz, langhaarige Hundeart, mittelgroß, mit spitzer Schnauze. Spitze sind sehr anhänglich und wachsam, bellen jedoch sehr viel. Spitzen, feine Gewebe mit Mustern, die mit der Hand oder maschinell hergestellt werden. Die kostbarsten Handarbeitsspitzen sind Brüsseler Spitzen. Spitzen, deren Muster auf Tüll gearbeitet werden, werden in der Hauptsache zu Kleidergarnituren verwendet. Handarbeitsspitzen läßt man chemisch reinigen Maschinell heraestellte Spitzen kann man in lauwarmer Milch oder lauwarmem Seifenroaffer mit Boraxzusatz waschen. Man spült sie in Zuckerwasser und bügelt sie halbfeucht mit nicht zu war- Was der Bauer dem @„ deutschen Boden abringt 5 Kaufmann für die pflegt und erhält der deutsche Familie. Stahlkammer 486 Star Bestecke, aber auch Stahltöpfe und andere Geschirre hergestellt werden. Stahlkammer, feuer- und diebessicherer, meist unterirdischer Raum in Banken. Stahlquellen, eisenhaltige Mineralquellen, die auf verschiedene Krankheiten günstig einwirken. Stahlspäne, Stahlwolle, verschieden starke dünne Stahlstreifen, die zum Abziehen von Parkettfußböden gebraucht werden. Da die Späne sehr scharf sind, zieht man beim Abziehen alte Handschuhe an. Das Abziehen muß in der Richtung der Holzfasern vorgenommen werden. Stahlstich, härter wirkende Abart des Kupferstiches. Staket, andere und entbehrliche Bezeichnung für Eisenzaun. Stamm, andere Bezeichnung für Etamin, Gazegewebe, die für Gardinen verwendet werden. Stammbaum, die Aufzeichnung der Voreltern auf einer Stammtafel, die alle bemerkenswerten Daten angibt. Stammbuch, soviel wie Gästebuch, in das Widmungen eingetragen werden; s. u. Gästebuch. Stammeln, siehe Sprachstörungen. Standesamt. Es führt das Ge- burts-, Heirats- und Sterberegi- fter. Dem St. ist jeder Geburtsund Sterbefall anzuzeigen. Zur Anzeige von Geburten sind verpflichtet der ehel. Vater, die bei der Niederkunft anwesende Hebamme oder der Arzt, jede andere dabei zugegen gewesene Person und die Mutter, sobald sie dazu imstande ist. Die Anzeige muß binnen einer Woche erfolgen. Bei Sterbefällen ist zur Anzeige verpflichtet in erster Linie das Familienoberhaupt oder, wenn ein solches nicht vorhanden oder an der Anzeige verhindert ist, Derjenige, in Dessen Wohnung oder Behausung der Sterbefall sich ereignet hat. Die Anzeige muß spätestens am nachfolgenden Wochentag erfolgen. Eheschließungen müßen vor dem Standes- oeamten erfolgen (siehe Ehe). Wer die ihm obliegende Anzeige» pflicht verletzt, wird mit Geldstrafe oder Haft bestraft. Die Bestrafung unterbleibt, wenn die Anzeige von einer anderen Person gemacht worden ist. Siehe auch Aufgebot. Stangenleinen, österreichische Bezeichnung für locker gewebten Zwillich. Stanniol, Papier, dünn gewalztes Zinnblech oder Aluminium, das zu Kapseln auf Weinflaschen oder zum Einwickeln von Zigaretten usw. verwendet wird. In Stanniol eingewickelte Silber» gegenstände laufen nicht an. Star, dunkelgefiederter Sper» lingsoogel, Der sich in Deutschland von Februar bis November aufhält, manchmal auch überwin- "tert. Stare bevorzugen Starkästen, Die ihnen Nistgelegenhei- ren bieten. Stare sind eifrige Sänger, lernen aber auch Töne nachahmen. Sie sind nützliche Insektenfresser, die aber auch Obst nicht verschmähen. Stare Wenn der Wasserhahn sprihl ... dann bringen Sie einen Strahlregler an. Das lohnt sich weil die dauernde Spritzerei auf den Fußboden endlich aufhört. Für roeniqe Pfennige gibt es schon bei Häuser einen Strahlregler. Holen Sie fi?h morgen gleich einen. ’ ' ' J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarien, Fernsprecher 2145/2146. Nr. 61 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 15. Marz 1957 Reichsauiobahn: Brücke bei Garbenteich im Bau. Leistungsschau der Gießener Berufsschule. D W •/ r iw O - • Arbeitsplatz hoch oben zwischen Holz und Eisen. Hier werden die Holzverschalungen aufgebaut und abgestützt. Der Schrankenwärter der Reichsbahn an der Strecke Gießen—Gelnhausen beim Bahnübergang der Straße von Garbenteich nach Dorf-Gill hatte bisher einen sehr abseitigen und reichlich stillen Posten. Er hatte über allzu starken Verkehr nicht zu klagen. Das Milchauto, einige Bauernwagen mit Kühen oder Pferden bespannt, einige Personenkraftwagen, Fußgänger und dann die fahrplanmäßigen Züge, das wär alles, was täglich seinen Posten passierte. Aber das ist seit einigen Monaten anders geworden. Das Bild hat sich gewandelt und in seiner Umgebung ist es nicht mehr so friedlich wie bisher; vielmehr hat sich sein Revier zu einem Brennpunkt intensiver Arbeit um- gewandelt. Die Reichsautobahn soll sich dort über Eisenbahn, Straße und Feldweg schwingen! Eine große Brücke wird gebaut! Jrn Tal und auf der Höhe zum Grüninger Markwald fahren die Feldbahnen unermüdlich hin und her und greifen die Bagger in das Erdreich — aber unabhängig davon wachst die Brücke empor. Die Baustelle bietet ein faszinierendes Bild, das sich aus einer Fülle von Einzelheiten ausbaut und bestimmt wird durch das hochaufragende Gerüst, innerhalb dessen (dem Laien in seinen endgültigen Formen nur schwer erkennbar), das eine der beiden Widerlager emporgeführt wird. Erst dann, wenn man Gelegenheit hat, in der sauber eingerichteten und von peinlicher Ordnung beherrschten Hütte des Bauleiters einen Blick in die Pläne zu werfen, wächst das Verständnis für die Form, in der sich die stattliche Brücke bald zeigen wird. In Dutzenden von Grund- und Aufrißzeichnungen ist die Brücke in allen ihren Einzelheiten festgelegt. Man erkennt, daß alle geistige Arbeit schon geleistet war, bevor sich an der Straße Garbenteich—Dorf-Gill, am Bahndamm, auch nur eine Hand regte. Dem Laien müssen die Pläne häufig als ein Buch mit sieben Siegeln erscheinen; dem Fachmann aber sagen sie alles! Bewundernswert in jedem Fall die Systematik der geistigen Vorarbeit. Welch eine Fülle der Arbeit liegt zwischen jener Zeit vor drei Jahren, als wir in Wind, Regen und Schnee den Landvermessern folgten (wir berichteten damals darüber), und dem Heute, da hier eine Straße und eine Brücke entsteht, die, so sehr sie sich den großen Linien der Landschaft einfügen werden, der Gegend doch neuen Charakter geben. Abseitiges oberhessisches Land wächst heran an eine Ader des transkontinentalen Verkehrs. Wenden wir uns der Brücke zu! Seit langem fallen dem Reisenden auf der Bahnstrecke Gießen—Gelnhausen die hohen Gerüste und Bretterwände auf, hinter denen die Widerlager aufgebaut werden. Seit einigen Monaten ist man an der Arbeit. Im Dezember wurde mit dem Aushub der Gruben für die Fundamente begonnen. Gegenwärtig ist man dabei, im Schatten des hohen Bauwerkes und auf der anderen Seite des Bahndammes die Erde des bisherigen Ackers für das Fundament des zweiten Widerlagers auszuheben. Bald werden auch dort die hohen Holzverschalungen und Gerüste aufragen. Einige wenige Zahlen mögen die Ausmaße des Bauwerkes erraten lassen. Die Brücke wird bei der der Autobahn entsprechenden Breite von 24 Meter 35 Meter lang und erhebt sich 11 Meter über die Ebene, die das Bauwerk trägt. Große Mengen Material sind notwendig, um die Brückenträger zu erstellen. Nicht weniger denn 200 Waggons (zu je 20 Tonnen) Kies müssen angefahren werden, 120 Waggons wurden bereits antransportiert. Es wird mit dem Verbrauch von 60 Waggons Zement gerechnet, und das Holz, das für Gerüste und Verschalungen notwendig ist, füllte nahezu zehn Waggons. Am Bau sind 66 Mann beschäftigt, die in einer Schicht arbeiten. Zwölf Mann gehören zum Stammpersonal der bauausführenden Firma Wayß & Freytag, die übrige Arbeiterschaft entstammt unserer engeren Heimat. Die Brücke und ihre Länge ist so bestimmt worden, daß unter ihr drei Verkehrswege' hindurchgeführt werden können: die Eisenbahn, die Straße und ein Feldweg! Zweifellos wird die Brücke eines der interessantesten und eines der großartigsten Bauwerke der Reichsautobahn innerhalb der Landschaft unserer engeren Heimat sein. Sie liegt in einer Talsenke, und um die Verbindung von Autobahn und Brücke (die jetzt hoch über die Talsohle hinausragt) zu erreichen. muß für die Fahrbahn ein etwa 11 Meter hoher Damm aufgeworfen werden. Für den Brückenbau waren umfangreiche Vorbereitungen nötig Zunächst waren große Materialsilos längs der Bahnlinie angelegt worden, auf die bom aus ausgeladen werden konnte. Für den Straft- und Lichtftrombedarf wurde eine eigene Kraftanlage geschaffen (ein starker Rohölmotor mit einem Dynamo gekuppelt); an Ort und Stelle wurden Maßnahmen getroffen um das Bau- und Der- sch < Holz auf die notwendigen Langen zu schneiden und zu bearbeiten und das Eisen für die Armierungen ebenfalls zu schneiden und zu biegen. Ueberall hilft dabei die motorische Kraft! Für den Wasserbedarf wurde ein Brunnen erbohrt und ein Was- serturm angelegt, der das Brückenbauwerk noch um einiges überragt. Zwei Fördertürme wurden gebaut, über die alles Material, Beton, Eisen und Holz, an die hochgelegenen Arbeitsplätze gebracht wird. Zwei Betonmischmaschinen mischen das eigentliche Baumaterial, eine dritte Mischmaschine steht in Reserve. Selbstverständlich wurden alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um die Gefahren zu bannen, die sich aus dem ständigen Zugverkehr auf der Bahnstrecke für die Arbeiter ergeben könnten. Ein Bahnbeamter versieht einen ständigen Warndienst. Die Fernsprechleitungen, die die Bahnlinie entlang führten, wurden in einem Kabel zufammen- gefaßt und in die Erde verlegt. So mußte an vieles gedacht werden, bevor mit der Arbeit überhaupt begonnen werden konnte. Gegenwärtig sind außerdem die ersten Vorarbeiten im Gange für die Schaffung einer 4 Meter breiten und 250 Meter langen Transportbrücke, die unmittelbar neben der Fahrbahnbrücke erstellt wird, lieber diese Transportbrücke, die ganz aus Holz hergestellt wird, und zwar von der Firma Nuhn in Lollar, werden zu gegebener Zeit die Sand- mengen, die im Rockenberger Bruch gewonnen werden, bis nach Steinbach gebracht, da in nächster Nähe geeignetes Fahrbahn-Unterbau-Material nicht vorhanden ist. Außerdem muß für den Brückenbau selbst noch eine große Arbeitsbrücke über die Bahnstrecke geführt werden, fo daß sich eines Tages die Sachlage fo gestalten wird, daß auf der kurzen Strecke von kaum 50 Meter und für beschränkte Zeit an dieser Baustelle zwei Behelfsbrücken über die Bahnlinie Gießen—Gelnhausen führen werden. Sehr intereffant ist es, die Arbeiter an diesem großartigen Werk an ihrer Arbeitsstelle aufzusuchen, lieber lange Leitern klettert man empor und befindet sich plötzlich inmitten hoher Holzwände, die von mannigfach gebogenen Eisenstangen verschiedenster Stärke durchzogen und überragt sind. Die Arbeiter klettern in wahren Netzen starker Eisen- ftangen herum und schaffen das Gerippe, das dann von den Betonmassen umgossen werden wird. Immer mehr Eisen gelangt über die Fördertürme nach oben und Beton folgt nach. Mit aller Vorsicht geht man zu Werke, denn für den Unaufmerksamen wäre die Höhe des Arbeitsplatzes eine ständige Gefahr. In aller Arbeit liegt ein ausgeklügeltes System und dem Zufall ist kein Raum gelassen. Vom Zufall wird überhaupt nichts erhofft! Aus der bescheidenen Hütte des Bauleiters führen unsichtbar die Fäden hinaus auf die Baustelle, an der die in den Plänen festgelegten Gedanken ihre Verwirklichung finden. Und eines Tages schälen sich aus dem Gewirr von Balken, von Stützen und Verstrebungen und aus den großen Flächen der Holzverschalung eindeutig klar die Widerlager der Brücke heraus, finn- und zweckvoll in ihrer Gestaltung und einfach in ihrer Form, entsprechend dem Geiste unserer Zeit. Dann kommt auch bald die Zeit, da die 35 Meter langen aus einem Stück geschmiedeten und 1,80 Meter hohen vier Stahlträger aufgelegt werden, die unmittelbar das Zementband der Fahrbahn zu tragen haben werden. Für alle, die an diesem großartigen Werk schaffen, wird das ein Höhepunkt fein. Die Auflage der Stahlträger wird während der Nachtstunden und zu Zeiten geringen Zugverkehrs Dorgenommen werden müssen. Das wird ein schweres Stück Arbeit sein, aber es wird bewältigt werden aus jener Zähigkeit und Tatkraft heraus, die deutschen Arbeitern der Stirn und der Faust von jeher zu eigen war. Voraussichtlich am 1. Oktober dieses Jahres werden dann die Automobile in festlicher Feier der Eröffnung zum erstenmal auch diese Brücke passieren. N. Die Gießener Berufsschule tn der Kirchstraße, in der in 49 verschiedenen Klassen 1400 Schüler unterrichtet werden und eine fachliche Fortbildung erfahren, zeigt tn der Erinnerung an das 15jährige Bestehen der Anstalt eine Ausstellung, die in überaus anschaulicher Weise bewußt werden läßt, welcher Art die Arbeit ist, die in dieser Schule im Dienste der beruflichen Fortbildung geleistet wird. Die Schau läßt eindeutig erkennen, mit welchem Ernst und mit welchem Perantwortungsbewußtsein Schulleitung und Lehrkräfte bemüht sind, dem jungen Menschen zu seiner Ausbildung in der Lehrwerkstätte ein Fachwissen zu vermitteln, das ihm die Lehrwerkstätte nicht immer zu geben vermag. Dem jungen Menschen ist gerade in der Berufsschule Gelegenheit gegeben, sein Wissen und Können zu erweitern und seine Kenntnisse sowohl von der theoretischen, wie auch von der praktischen Seite her zu untermauern. Die Ausstellung beweist die Vielfalt und Intensität der Arbeit, die dort zum Teil unter durchaus nicht leichten Umständen geleistet wird. Für die Eltern der Schüler, wie auch für Handwerksmeister ist ein Gang durch diese Ausstellung zweifellos sehr empfehlenswert. In übersichtlicher Weife find alle Arbeiten, vor allem die Zeichnungen, fo ausgestellt, daß die Systematik des Unterrichts und die Steigerung der Aufgaben in den verschiedenen Lehrjahren har zu erkennen ist. Sowohl in der Gruppe der schmückenden Berufe (vor allem der graphischen Berufe), wie in der Gruppe der holz- und der metallverarbeitenden Berufe wird mit der zeichnerischen Darstellung geometrischer Formen begonnen und dann in langsamer Steigerung die Arbeit mehr und mehr auf die spezifischen Forderungen des Berufes eingestellt. In der Gruppe der schmückenden Berufe, der Schriftsetzer, der Drucker, der Maler usw. kommt als wesentliches Element des Unterrichts die Schrift hinzu und die ornamentale und dekorative Arbeit. In einer großen Fülle von Arbeiten spiegelt sich der Wunsch und der Wille zu eigener schöpferischer Gestaltung, zur Harmonie der Farben und der Formen und fachgerechter Ausarbeitung. In dieser Gruppe werden besonders auch die Linoleumschnitte interessieren. Für die Maler, die ebenfalls viele ihrer Arbeiten ausgestellt haben, ist die Verwendung einfacher geometrischer Figuren zu flächenfüllenden Ornamenten charakteristisch für die Ausbildungstechnik. Eine Fülle interessanter Aufgaben war auch den Weißbindern gestellt, bei denen vor allem erstrebt wurde, dem Berufsnachwuchs ein sicheres Gefühl für Farbenharmonien zu vermitteln und fein Wissen um geschmackvolle Ausgestaltung von Räumlichkeiten und die sinnvolle farbige Gestaltung von Haus» fronten zu fördern. Auf großen Tafeln sind Zeichnungen zu sehen, deren viele eingehende Betrachtung verdienen. In der Gruppe der holz- und metallverarbeiten- den Berufe ging die zeichnerische Ausbildimg vor allem darauf hinaus, die Lehrlinge so zu schulen, daß es ihnen möglich ist, eine technische Zeichnung selbst herzustellen und Zeichnungen, die ihnen in der Praxis vorgelegt werden, auch sofort zu verstehen und in die Wirklichkeit übertragen zu können. Auch hier begann selbstverständlich die Arbeit bei den einfachsten Formen und wurde bei allmählicher Steigerung der Aufgaben zu einer beachtlichen Höhe der Leistung geführt. Was hier für die beiden erwähnten Berufsgruppen gilt, ist sinngemäß auch bei den Elektroinstallateuren zur Forderung erhoben worden. Die Schau der Berufsschule bringt außerdem auch in den Abteilungen der Friseure und der Schneider, wie auch der landwirtschaftlichen Schule aufschlußreiches Material. Eine besonders eindrucksvolle Darstellung der Arbeit innerhalb der Schule kann die Fachklasse der Buchdrucker zeigen, die mit der Darstellung des Arbeitsganges .Ines Vierfarbendruckes aufwarten kann und verschiedene schöne Druckproben — in der Werkstätte der Berufsschule gefertigt — zeigt. Die Ausstellung wurde von der Leitung der Berufsschule durchaus nicht als eine Paradoaus'tel- lung organisiert, vielmehr kann sich jeder Besucher der Schau über die Arbeit, die jeder Lehrling innerhalb der Schule leistete, informieren. Es liegen alle Hefte und alle Zeichnungen auf, fo daß jeder Meister sich davon überzeugen kann, was sein Lehrling in der Berufsschule geleistet hat. Jeder Vater kann sich ebenfalls über die Leistung seines Sohnes unterrichten. Landesbeauftragter für dieErzeugungS- schlacht im Gau Hessen-TIaffau. NSG. Der Landesbauernführer hat mit sofortiger Wirkung den Landwirt Dr. Carl Heinrich Roemer, Erbes-Büdesheim/Rhh. zum Sonderbeauftragten für die Erzeugungsfchlacht für das Gebiet der Landesbauernfchaft Heffen-Naffau ernannt. Hierdurch wird nicht eine neue Dienststelle geschaffen, sondern ein bewährter Praktiker mit der Aufgabe betraut, den vorhandenen wohlausgebil. beten Verwaltungs- und Fachapparat des Reichsnährstandes für die großen Aufgaben der Erzeugungsschlacht — unbeschwert von irgendwelchen verwaltungsmäßigen oder bürokratischen Hemmungen — einzusetzen. Diese Brücke wurde allein für die Ueberführung eines Feldwegs geschah Sejauüjchau aus das Widerlager» vom Waffntmm gss 1 . V '»ti Hier entsteht die Reichsautobahnbrücke bei Garbenteich. (Aufnahmen [5]: Neuner, Gießener Anzeiger.) , ,-M ■ ~W? 1 11 Obecheffen Ein Kind vom Affen gebissen. = Butzbach, 12. März. Bei einer kleinen Tierschau auf dem gestrigen Faselmarkt kam ein Kind dem Zwinger eines Affenkäfigs zu nahe, als es einem Tier etwas Futter reichen wollte, so daß ein Affe dem Kind durch den rechte n Z e i g e f i n g e r b i ß. Die Verletzungen waren derart, daß sich das Kind sofort in ärztliche Behandlung begeben muhte. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 12. März. Die hiesige Berufsschule (Mädchen-Fortbildungsschule) unternahm am Donnerstag mit einem Personenautobus eine Fahrt nach Frankfurt a. M. Auf einer Stadtrundfahrt wurden die Sehenswürdigkeiten besichtigt und u. a. dem Luftschiffhafen, dem Zoologischen Garten, dem Palmengarten und der Altstadt mit dem Römer Besuche abgestattet. Am Nachmittag konnte die Fahrt des Luftschiffes LZ „Hindenburg" bewundert werden. Hockbefriedigt von den vielen Eindrücken der genußreichen Fahrt gelangten die Teilnhemer gegen Abend wieder zu Hause an. — Bei einer in den letzten Tagen vorgenommenen Geldsammlung für den V o l k s b u n d für das Deutschtum im Ausland gingen 40,50 Mark ein. $ Alten-Buseck, 12. März. Gestern nacht wurde in einer hiesigen Wirtschaft ein dreister Einbruch verübt. Es wurden Geldbeträge aus der Kasse und dem Automaten, der in der Wirtschaft aufgestellt war, entwendet. Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Täter sind im Gange. _L Nieder-Bessingen, 12. März. Im Saale des Gastwirts Wilhelm L o tz III. fand dieser Tage der Elternabend der hiesigen Volksschule statt. Lehrer M e i s e n b a ch begrüßte die Eltern und Angehörigen der Kinder und wies in einer kurzen Ansprache auf Zweck und Ziel der Veranstaltung hin. Er betonte, daß nur unter der Zusammenarbeit von Eltern und Schule die heute so wichtige Erziehung der deutschen Jugend möglich sei. Eine nicht zu unterschätzende Hilfe hierbei sei durch die Errichtung von Schullandheimlagern geschaffen worden. Der diesjährige Elternabend stehe deshalb unter dem Leitwort: „Warum Schullandheimlager der deutschen Jugend?" In bunter Folge wechselten dann Gedichts- und Gesangsvorträge miteinander ab, die von den Kindern recht gut vorgetragen wurden. Ein kleines Theaterstückchen fand starken Beifall. Dann gelangte der Film „Schullandheimlager der Großen-Lindener Schulkinder" zur Vorführung, der den Eltern die Bedeutung eines Schullandheimlagers für die heutige Jugenderziehung vor Augen führte. Kreis Wehlar. (D Krofdorf-Gleiberg, 11. März. Einen Volksgemeinschaftsabend veranstalteten die hiesigen Jungmädel im Saale von Moos, der recht gut, insonderheit von Müttern, besucht war. Frischfröhliche Lieder und Gedichte umrahmten die Veranstaltung, über deren gemeinschaftsbildenden Zweck Elsbeth Thom6, die auch allem eine vorzügliche Leiterin war, nach ihren Begrüßungsworten sprach. Im Stil der neuen Feiergestaltung hatten sich die Besucher Uicht nur auf das Zuschauen und -hören zu beschränken, sondern aktiv mitzuwirken, was gut klappte und mit Freude geschah. Einige Volkstänze, frohe Gymnastikübungen, improvisierte Märchenspiele und dergleichen mehr gaben einen Ausschnitt aus dem Leben und Treiben unserer Jungmädel. Großen Beifall fand besonders ein Zirkusstück mit urkomischen Nachahmungen aus dem Wirklichkeitsgeschehen. Achtung Kraftfahrer! Am 22. März findet in der Zeit von 19.30 Uhr bis 22 Uhr im ganzen Kreis Schotten eine Verdunkelungsübung statt. Nur solche Kraftfahrzeuge, die mit den notwendigen Abblendevorrichtungen versehen sind, werden in den Kreis Schotten hereingelassen. Fahrzeuge ohne diese Vorrichtungen werden von Polizeiposten bei der Einfahrt in den Kreis Schotten angehalten und gegebenenfalls bis zur Beendigung der Hebung festgehalten. Deshalb sehe sich jeder Kraftfahrer mit den erforderlichen Schlitzkappen für Lampen und Schlußlichter vor! Landjugend imMichsberufswettkampf. NSG. Am heutigen Samstag, 13. März, wird in allen Teilen unserer Landesbauernschaft die bäuerliche Jugend im Reichsberusswettkamps stehen. Auch sie hat sich seit Wochen und Monaten für diesen Leistungswettbewerb gerüstet, denn sie weiß, daß der Nationalsozialismus auch dem Bauerntum strengere Leistungsgrundsätze gegeben und die Arbeit am Boden wieder zu einer harten und ehrenvollen Aufgabe erhoben hat. Im Laufe der Wintermonate wurden in mehrtägigen Schulungslehrgängen in Frankfurt a. M. und in den einzelnen Kreisbauernschaften etwa 1600 Jugendwarte und Jugendwartinnen auf das Bauerntum und die nationalsozialistische Weltanschauung ausgerichtet, während in den einzelnen Dörfern die Landjugend — Jungen wie Mädel — in gemeinsamen Arbeitsabenden all das erlernen konnten, was ihnen zu ihrer Berufsschulung fehlte. So gesehen ist für die hessen-nassauische Landjugend der Reichsberufswettkampf am 12. März gleichsam der Abschluß einer reichen Winterarbeit und die Gelegenheit, den Erfolg der Schulung zu beweisen. Die Teilnehmerzahl hat sich in Hessen-Nassau gegen das Jahr 1936 ganz bedeutend erhöht; gegen 4900 Jungen und 4800 Mädel im vorigen Jahr treten in diesem Jahr 8200 Jungen und 4600 Mädel an, die in etwa 240 Dörfern und rund 1200 Betrieben an die theoretischen und praktischen Aufgaben des Reichsberufswettkampfes Herangehen. Erfahrene Bauern und Landwirte, außerdem die Landwirtschaftslehrer sind als Prüfer tätig. Feuer im Gteiubruch Steinbach. ♦ Steinbach, 13. März. In der vergangenen Nacht gegen 12 Uhr brach im Steinbruch Görlach an der Straße Gießen—Steinbach ein Feuer aus, das glücklicherweise durch die Aufmerksamkeit einiger Angehöriger des Führerstabes des Hitler-Jugend- bannes 116, die sich im Kraftwagen unterwegs befanden, frühzeitia bemerkt wurde. Sie hatten im Dorbeifayren gesehen, daß aus dem Steinbruck Rauch aufstieg, gingen der Ursache nach und stellten fest, daß Feuer ausgebrochen war. Sofort alarmierten die Angehörigen der HI. die Feuerwehr in Steinbach, die bald darauf zur Brandstätte ausrückte. Das Feuer hatte inzwischen an Umfang zugenommen und auf das Rohöl lager überge- griffen. Fünf Fässer mit Rohöl fielen dem Feuer zum Opfer und brannten unter ungeheurer Rauchentwicklungaus. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, die nächste Umgebung zu schützen, konnte allerdings nicht verhindern, daß auch das kleine Bürogebäude Schaden erlitt. Die Arbeit wurde erheblich erschwert, da es nicht möglich war, dem Brandhe^r wegen der starken Hitze, wegen drohender Explosionsgefahr und der außerordentlichen Rauchentwicklung allzunahe zu kommen. Sier Prämiierung in Butzbach Weitere Ergebnisse vom Faselmarkt. der-Weissl, je 12 Mark; 2. K. Studt, Nieüer-Weisel, P. Bill, Hch. Adami und Gg. Ruppel, Nieder-Wei- sel, je 10 Mark; 3. A. Bopp, Griedel, K. Riegelhuth, Gg. Häuser, K. Mack, Gg. Adami, Gg. Hildebrandt, Gg. Haub, Hck. Marx, Nieder-Weisel, Hch. Seipp, Trais-Münzenberg, Fr. Adami, Nieder-Weisel, je 8 Mark; Anerkennungen Hch. Bopp, Griedel, Hch. Mack, K. Bill, I. Bill, K. Adami, Hch. Marr, Nieder-Weisel, W. Juna, Leihgestern, je 5 Marr. Klasse 5. Kühe mit 3 und mehr Kälbern: Ehrenpreis P. Bill, Ph. Haub, Nieder-Weisel; 1. Preise: Gg. Nuppel, W. Haub, Nieder-Weisel, W. Wörner, O. Diehl, Ostheim, Hch. Bopp, Griedel, je 10 Mark; 3. A. Bill, Ga. Hildebrandt, K. Mack, Gg. Adami, W. Wörner, Christoph Häuser, Ostheim, Gg. Jung, Leihgestern, K. Faber, Leihgestern. Klasse?. Lei st ungswettbewerb: Ehrenpreis W. Jung, Leihgestern, Ph. Haub, Nieder- Weisel; 1. Preis Hch. Bopp, Griedel, Gg. Ruppel, W. Wörner, I. Adami, A. Wörner, Ostheim, je 8 Mark; 2. W. Wörner, Ostheim, K. Mack, Nieder- Weisel, K. Faber, Leihgestern, L. Haub, Nieder- Weisel. Klasse 6. Familien: Ehrenpreis Hch. Bopp, Griedel, 1. Preis A. Bopp, Griedel, I. Adami, Nieder-Weisel, je 12 Mark; 2. Gg. Ruppel, Nieder- Weisel, Ehr. Häuser, Ostheim, je 10 Mark; 3. I. Bill, Nieder-Weisel, K. Fader, Leihgestern, je 8 Mk.; Anerkennungen K. Mack, I. Bill, Hch. Seipp, Nieder-Weisel. Klasse 8. Sammlungen: 1. Preis Rinderzuchtverein Nieder-Weisel, 30 Mark; 2. Rinderzucht- oerein Leihgestern; 3. Hch. Bopp, Griedel, Rinderzuchtverein Ostheim. Vogelsberger Rotvieh. 1. Kalbinnen: Färsen erkennbar tragend: Ehrenpreis F. Engel, Hörnsheim; 1. Preis Hch. Ludwig, Hörnsheim; 2. F. Engel, Hörnsheim, Hch. Hofmann, Hörnsheim, Ludw. Brenz, Mühlsachsen. 2. K ü h e m i t 1 bis 2 Kälbern: Ehrenpreis W. Beppler, Hörnsheim; 1. Preis F. Engel, Hörnsheim; 2. A. Beppler, Hörnsheim, K. Keblowskn, Nieder-Bessingen; 3. derselbe, L. Prinz, Mühlsacy- sen; Anerkennungen H. Hofmann, Hornsheim, L. Prinz, Mühlsachsen, je 5 Mark. 3. Kühe mit 3 oder mehr Kälbern: Ehrenpreis W. Beppler und Hch. Hofmann, Hörnsheim; 2. Preis K. Keblowskn, Nieder-Bessingen, H. Ludwig, Hörnsheim; 3. L. Prinz, Mühlsachsen, K. Keblowsky, Nieder-Bessingen; Anerkennungen H. Ludwig und H. Hofmann, Hörnsheim. 4. Familien: Ehrenpreis K. Keblowsky, Nieder-Bessingen; 2. L. Prinz, Mühlsachsen, H. Hof- mann, Hörnsheim. Klasse?. Leistungswettbewerb: Ehrenpreis W. Beppler, Hörnsheim; 1. Preis derselbe, Hch. Ludwig, Hörnsheim; 2. K. Keblowsky, Nieder- Bessingen, derselbe. H. Hofmann, Hörnsheim; 3. K Keblowsky, Nieder-Bessingen, Hofgut Mühlsachsen, H. Ludwig, Hörnsheim, H, Hofmann, Hürns- 1 heim. Schafe. 1. Böcke,zweijährigund älter: 1.Preis Gemeinde Pohl-Göns; 2. Schäferaenossenschaft Lang-Göns , 6 Mark; 3. dieselbe, 4 Mark. 2. Jährlingsböcke: 1. Preis Gemeinde Hoch- Weisel, 10 Mark; 2. L. Engel, Nieder-Kleen, R. Habermehl, Niederkleen, je 8 Mark; 3. Schäfereigenossenschaft Hörnsheim, W. Gatzert, Niederkleen und I. Maier-Niederkleen, je 6 Mark. 3. Mutterschafe: 1. Preis I. Maier, Niederkleen, W. Müller, Lang-Göns, je 8 Mark; 2. K. Großhaus, Lana-Göns und Hch. Bach, Lang-Göns, W. Glaum, Niederkleen, je 6 Mark; 3. W. Glaum, Niederkleen, A. Weber, Lang-Göns, K. Sauber, Lang-Göns, Hch. Rückert, Niederkleen, W. Henrich, Lang-Göns, K. Eifenhardt, Niederkleen, je 5 Mark; Anerkennungen Hch. Nern, W. Gatzert, W. Bink, Niederkleen, Hch. Bach, Lang-Göns, Richard Luh, K. Schmidt, Lang-Göns, K. Kulmer, Hoch-Werfel, je 4 Mark. 4. Jährlingsschafe: 1. Preis I. Maier, Niederkleen, K. Hofmann, Niederkleen, je 8 Mark; 2. W. Debus, Trais-Münzenberg, Hch. Rückert, Niederkleen, je 6 Mark; 3. R. Schmidt, Hörnsheim, L. Messerschmidt, Niederkleen, Hch. Messerschmidt, Niederkleen, je 5 Mark; Anerkennungen W. Lang, Hörnsheim, R. Schmidt, Hörnsheim, W. Henrick, Lang-Göns, W. Debus, Trais-Münzenberg, je 4 Mark. Schwarzbuntes Wederungsvieh. Klasse 3. Färsen erkennbar tragend: 2. Preis I. Bill,Nieder-Weisel. Klasse 4. Kühe mit 1 bis 2 Kälbern: 1. Preis I. Bill, Nieder-Weisel; 2. Georg Bill, Nieder-Weisel, je 10 Mark. Klasse 5. Kühe mit 3 und mehr Kälbern: 1. Preis I. Bill, Nieder-Weisel, 10 Mark; 2. Gg. Bill, Nieder-Weisel. Rinder: Hessisches Fleckvieh. 1. Bullen über 2 Jahre alt: 2. Preis Gemeinde Nieder-Weisel, Ehr. Häuser, Ostheim, A. Bill, Nieder-Weisel, je 8 Mark; 3. Gg. Haub, Nieder-Weisel, W. Jung, Leihgestern, Gemeinde Griedel, Fr. Adami, Nieder-Weisel, je 6 Mark. 3. Färsen, erkennbar tragend: 2.Preis W. Bill, Nieder-Weisel, Gg. Ruppel, Nieder-Weisel, K. Pauli, Leihgestern, K. Will und K. Faber, Leihaestern, Hch. Hasser, I. Bill, L. Haub, Nieder-Weisel, W. Klotz, Holzheim, Fr. Krausgrill, Nieder-Weisel, K. Müller, Kirch-Göns, E. Rumpf, Gambach, je 8 Mark; 3. Hch. Bopp, Griedel, I. Zimmer, Nieder-Weisel, K. Adami, Nieder-Weisel, I. Löbrich, Ostheim, Hch. Seivp, Trais-Münzenberg, Heinrich Marx, Nieder-Weisel, W. Klotz, Holzheim, W. Ruppel, Nieder-Weisel, K. Häuser, Nieder-Weisel, A. Bopp, Griedel, je 6 Mark. Klasse 4. Kühe mit 1 bis 2 Kälbern: Ehrenpreis K. Hildebrandt, Nieder-Weisel, W. Wörner, Ostheim, Gg. Jung, Leihgestern, je 15 Mark; 1. Preis J.Haub, Nieder-Weisel, Hch-Hafter, Nie- Welche bäuerlichen Betriebe unterliegen der Milchleistungsprüfunq? LPD. In der Frage der Milchlelstunasprüfung sind auf Grund einer früheren Notiz Mißverständnisse aufgetreten. Zur Klarstellung des Sachverhalts bringen wir nachstehend eine Zusammenfas- ung aller in dieser Frage ergangenen Verordnungen: Zum Zwecke der Ausweitung der Grundlage für die Fettversorgung unseres Volkes aus eigener Scholle hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft vor etwas mehr als Jahresfrist die Verordnung über Milchleistungsprüfungen erlassen. Eine besondere Anordnung des Beauftragten des Reichsnährstandes für die Milchleistungsprüfungen vom 28. Mai 1936 regelt die Durchführung dieser ftlichtmäßigen Milchkontrolle im Bezirk der Lan- lesbauernschaft Hessen-Nassau, mit der am 1. Juli 1936 begonnen wurde. Nach halbjährigem Aufbau hat die Entwicklung der Milchleistungsprüfungen in Hessen-Nassau, O b e r h e s s e n , Starkenburg und Rheinhessen einen so beachtlichen Stand erreicht, daß durch die zweite Anordnung des Reichsbeauftragten vom 23. Dezember 1936 nunmehr der Ge- samtbezirk der Landesbauernschaft unter Die Lei- stungsprllfung für Milch gestellt werden konnte. Der Leistungskontrolle unterliegen alle Bestands von drei und mehr Kühen, doch soll sich die Auf» gäbe der Landeskontrollstelle für Milchleistungs- Prüfungen, die mit dieser Sonderaufaabe betraut ist, mit der Zeit auf alle Milchviehbestande (Kühe und Ziegen) erstrecken. Neben der Leistunasprufung, mit der eine eingehende Beratung der Diehhalter verbunden ist, durch die auf heimischer Futtergrundlage und im Sinne der Bestrebungen der Landestierzucht eine mengenmäßige Milchsteigerung einerseits und eine weitere Aufbesserung der Gutewerte erzielt werden soll, wird die Milchkontrolle als Qualitätsüberwachung bei den Sammelstellen der Milchabsatzgenossenschaften und Molkereien fortgesetzt. Die Kosten werden durch die Vlehhalteraebuh- ren und den nach der Anlieferungs- bzw. 3rijcf)= milchverteilungsmenge ermittelten Beitrag per Molkereien und Milchabsatzgenossenschaften aufgebracht. Wirtschaft. Weiter starke Schweinezufuhren an den Viehmärkten. Von den insgesamt 1393 (1551) Stück Großvieh entfielen auf Frankfurt 888 (1058), auf Mainz 314 (296) und auf Wiesbaden 191 (197) Tiere. Die Beschaffenheit der Tiere war mittelmäßig bis gut. Es erfolgte, wie bisher, an die Metzger zu kaum veränderten Preisen Zuteilung. Für Kühe, die jetzt ziemlich normal angeliefert werden, konnten sich die Preise innerhalb der festgesetzten Höchstpreisspannen etwas bessern. Der Schweine markt zeigte auch in dieser Woche eine weiter starke Beschickung. Es standen 8074 (7620) Tiere zum Verkauf. Von den 5443 in Frankfurt aufgestellten Tieren (gegen 4984) wurden von der Reichsstelle 508 Stück aus dem Markt genommen. Am Mainzer Markt waren 1033 (1039), in Wiesbaden 950 (972) und in Darmstadt 648 (625) Stück angeboten. Obgleich sich die Qualitäten beachtlich gebessert haben — meist waren sie mittel bis gut — wären doch mehr fette Schweine erwünscht. Zu den bestehenden Festpreisen erfolgte weiterhin Zuteilung an die Metzger. Der Auftrieb an Kälbern war mit 2260 (2212) ebenfalls etwas höher, die Qualitäten lagen durchweg im guten Mittel. Auf Frankfurt entfielen 1401 (1348), auf Mainz 294 (374), auf Wiesbaden 408 (335) und auf Darmstadt 157 (155) Stück. Das Geschäft war auf allen Märkten recht lebhaft, die Preise haben sich allgemein leicht erhöht, ohne jedoch die Höchstpreise zu überschreiten. Die Märkte wurden geräumt. Angesichts des letzten Eintopf-Sonntags erhielt der Hammel- und Schaf markt nochmals stärkere Zufuhren. Mit 385 Tieren standen rund 250 Stück mehr als in der Vorwoche zum Verkauf. Auf Frankfurt entfielen naturgemäß die meisten Tiere, nämlich 304 (153) Stück, m Wiesbaden wurden 59 (20) und in Darmstadt 22 (14) Tiere an geboten. Bei mittleren bis guten Qualitäten nahm das Geschäft einen lebhaften Verlauf, die Preise haben sich stärker erhöht. Bhein-Maimfthe Börse. Mttagsbörse weiter sehr still. Frankfurt a. M., 12. März. Die Börse lag auch heute auf der ganzen Linie wieder überaus ruhig. Der schwache Ordereingang hemmte auch die Unternehmungslust der Kulisse. Die Kursverände- rungen betrugen wieder nur Bruchteile eines Prozentes und betrafen beide Seiten. Vorwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger er» öffneten am Aktienmarkt Montanpapiere, Verein. Stahlwerke und Mansfelder konnten sich behaupten, Rhein. Braunkohlen gewannen 1,75 o. H. auf 231. Elektroaktien fetzten zumeist etwas freund- licher ein, schwächer lagen aber AEG. mit 39,13 (39,65) und Siemens mit 195,50 (196,50). Schlickert gewannen 1 v. H. auf 166,50. Don chemischen Werten erhöhten sich Scheideanstalt auf 264 (2o3), auchMetallaefellschaft weiter fest mit 158,50 (157,50), dagegen bröckelten IG. Farben und Deutsche Erdöl bis 0,50 v. H. ab. Im einzelnen notierten: Reichsbank 204,25 (203), Westdeutsche Kaufhof unverändert 57,90, Eßlinger Maschinen unverändert 110, Daimler 127 (127,25), Aschaffenburger Zellstoff 135 (135,25), Zellstoff Waldhof 158,25 (158) und Rheinmetall 152,50 (153). Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls klein. Altbesitzanleihe 120,30 (120,40), Kom- munal-Umschuldung 91,35 (91,40), Städte-Altbesitz 123,25 bis 123,50 (123,50), Reichsbahn-VA. 124,90 (124,65). Das Geschäft hatte auch in der zweiten Börsenstunde am Aktienmarkt nur kleinsten Umfang und die Kurse veränderten sich gegen den Anfang kaum. Etwas höher lagen AG. für Verkehr mit 129 nach 128 (128), andererseits kamen Moenus mit 107 (108), Lahmeyer mit 123,75 (125) zur Notiz, während sonst die erst später zum Kurs gekommenen Werte nur geringe Abweichungen aufwiesen. Abendbörse still. Die Abendbörse verkehrte auf fast allen Marktgebieten in sehr ruhiger Haltung. Etwas mehr beachtet wurden auf die Dividendenerhöhung Zement Heidelberg mit 162,50 bis 163 (162), während sonst die Kursveränderungen im Vergleich zum Berliner Schluß kaum über 0,25 v. H. hinausgingen. Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitzanleihe 0,13 v. H. ab auf 120,25, dagegen zogen Reichsbahn-DA. 0,13 v. H. an auf 125. Don Versicherungsaktien wurden Allianz-Verein nach Pause mit 250 (zuletzt 248) wieder notiert. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Wendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittagbörse Schluß- kurs Schluß!. Wend börse Schluß- kurs Schlußk. Mittagbörse __ Datum 11.3. 12.3 11.3. 12.3. Datum 11.3. 12.3. 11.3. 12.3. 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 101,5 101,2 101,2 101,2 209 211,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,4 ud,5 98,4 98,5 Accumulatoren-Fabrtk....... 12 211,5 5%% Noung-Anleihe von 1930 103,4 103,4 103 — äKU-Kunstseide............. O — — — 4%% Hessische Volksstaat von 1929 99,65 99,65 99,65 99,65 Aschaffenburg Zellstoff........ 8 135,25 135 135 134,13 4*4% Deutsche Retchspostschatz von 100,2 100,3 100,3 Bemberg................... O 114,5 115,75 114 115,25 1934 I.................... 100,2 Bekula..................... 8 164,75 165,25 165 165,5 4V,% Deutsche Reichsbahnschatz 98,5 98,5 98,5 Buderus Eisen............... 4 119,25 118,5 119,25 118,5 von 193k I................ 98,5 Cement Heidelberg........... Cement Karlstadt............ Chade A.-C.................. 7 161,5 163 —* Reichsanleihe-Altbesttz.......... 120,4 120,25 120,4 120,4 6 _ —— Oberhessen Provinz-Anleihe mit 9 — — — •— — Conti Gummi.............. 11 189,75 188 190 187,75 4*4% Hess. Lan desbk. Darmstadt 98,25 98,25 Daimler Motoren............ 5 127,25 127 126,75 126,5 98,25 — Dessauer Gas............... Deutsche Erdöl.............. 4 — 115,9 115,5 5*4% Hess. Landes^>yp.»Bank 100,75 5 148,5 148 148,4 147,75 101 — — Deutsche Gold- und Silber .... Deutsche Linoleum.......... 9 263 4%% Preuß. Landespfdbr.-Anst. 98,25 10 175,5 175,25 173,5 — Elektrische Lieferungen........ Elektrische Licht und Kraft..... 6 135,5 136,25 135,13 135,75 4*4% Preuß. Gold-Komm. R. 20 96,5 96,5 96,5 7 148 148,5 148 148,5 4*4% Darmstädter Ko mm .-Lan- 96,5 I. G. Farben-Jndustrie ....... Felten & Guilleaume......... 7 169,65 169,25 169,5 169,5 95,5 — ■» 6 138,25 138,25 138 145,75 138 145,25 Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 128,75 128,5 Gesfürel.................... 6 145,5 145,5 128,25 128,65 Th. Goldschmidt............. Gcitzner Maschinen........... 5 128 128 128 127,75 45,9 4%% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 98,5 98,5 98,5 98,5 0 44,65 44,9 4*4% Franks. Hyp. Gold-Komm. 96,5 Harpen er................. 2 ’/? 153 152,5 153 152 Obl. 8 3.................. 96,5 r- ■ Hoesch Eisen............... 3 Philipp Holzmann........... 119 146 118,75 146 118,9 146,25 118,65 146,25 5J4% Franks. Hyp. Liquidation 100,75 6 100,75 - Ilse Bergbau................ Ilse Genüsse................ 6 178,75 145,5 5*4% Rheinische Hyp. Liquidation 101 101 101 6 145,5 145,5 145,25 101 Kalt Aschersleben............ 138,65 126,75 138 126,5 138,75 126,9 138 126,5 Steuergütschein-Verrechnungskurs 110,4 110,4 110,6 110,6 Klöcknerwerle............. 4y2 5% Goldmexikaner von 1899 .. — — — Kokswerke und Chemische Fabrik 6 — 146,75 145,75 4% Oesterreichische Goldrente.. — — — ■uaijmeqrr.................. Mainkraft................... Mannesmann.............. 6 125 123,75 125 124,25 4,2% Oesterreichische Stlberrente. •— — 94 120 154,5 94 119,65 154,5 119,75 158,75 119,5 153,5 4/2 ungam Staats von iyid .. 4°Z. Ilnnnrifrfip fflnlhrpntp . . . . . • • — _ Mansfelder Bergbau.......6% 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... _ _ * _______ Metailgesellsmast............. Orenstein & Koppel.......... 6 O 157,5 158,25 157,75 90,13 158,25 90,4 4*4% Rumänen Gold von 1913.. —— — — Rheinische Braunkohle....... 12 229,25 231 229,75 230,5 4% Einheits-Rumänen....... 4°Z. ‘J'ürfpn iRnnhnh I........ •• — _ — Rheinische Elektro............ Rheinstahlwerke............. 6 6 135 160,65 135 160,5 135,75 160,75 135,5 160,4 4% Türken Bagdad II.......... — — __ Rheinisch-Westfälische Elektro . 6 132,13 132 132,13 131,9 äizo/ I flTnntnflpr.............. —— — —— Rütgerswerke .............. 6 146,5 146,75 146,5 A.G. für Verkehrswesen...... 6 128 129 127,5 129,25 Laizvetfurth Kalt.......... ?¥« Schuckert L Co............ « 165,5 166,5 181 166 93,5 197,25 201 121,5 181 166,4 92,9 196,25 200 121,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O — —— 43,5 Schultheis Patzenhofer........ 4 Hamburg-Amerika Paket..... O 17,25 17,13 17.25 17,4 Siemens & Halske.......... R 196,5 201 121,4 195,5 200,25 121,25 Norddeutscher Lloyd..........O Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 17,75 124,65 17,75 125 17,9 124,65 17,9 124,9 Süddeutsche Zucker.......... lö bereinigte Stahlwerke...... 3% Reichsbanl................. 12 203 204,25 203,5 204,5 Westdeutsche Kaufhof........ O 57,9 58 57,9 58,25 Berliner Handelsgesellschaft .. 6 131,5 131,5 131,5 131,25 Westeregeln Alkali........... 5 137 136 137,5 135,5 Commerz- und Prtvat-Bank ... 4 116 116 116 116 Zellstoff Waldhof........... 6 158,25 159,25 158,25 Deutsche Diskonto............ 4 119 119 119 119 Otavi Minen.......... ),6 33.9 33 33 Dresdner Bank.............. 4 106 106 106 106 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 11 März 12.März 11 März 12.März Amtliche Notierung Geld | Bries Amtliche Notierung Geld | Bries Amtliche Notierung Geld | Brie, Um liche Notierung Geld । Bries Buenos Aires............. Brüssel................... 0,748 41,93 0,151 0,752 42,01 0,153 0,747 41,91 0,751 41,99 Japan.................... Jugoslawien .............. Oslo............... 0,709 5,694 61,09 48,95 11,04 62,67 56,74 17,13 8,656 0,711 5,706 61,21 49,05 11,06 02,79 56,86 17,17 8,674 0,708 5,694 61,04 48,95 11,03 62,62 56,70 17,13 8,656 0,710 5,706 61,16 49,05 Rio de Janet«............ 0,151 0,153 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Wien............ Kopenhagen............... 54,28 47,04 .'.15 5,365 1,385 54,38 47,14 >2,185 5,375 1,405 54,23 54,33 47,14 12,175 5,375 11,43 136,14 13,11 Lissabon.................. Stockholm ............... Tchweiz.................. ; Spanien.................. Danzig ................... London .................. Helsingfor«................ Paris.................... 47,04 12,145 5,365 11,41 11,05 62,74 56,82 17,17 1 Holland.................. 1 36,14 13,09 136,42 13,11 135,86 13,09 Budapest................. 1 Neuyork.................. 8,674 * Italien ••••««••••••»•«***• 2,488 2,492 2,488 1 2,492 Ser Arbeitseinsatz in Hessen im Februar. Die Arbeitslosenzahl sinkt weiter. Frankfurt a. M., 12. März. (Lpd.) Die Pressestelle des Landesarbeitsamts Hessen teilt mit: Ende Februar dieses Jahres waren bei den Arbeitsämtern im Bezirk des Landesarbeitsamtes Hessen insgesamt 10 0 2 0 8 Arbeitslose gemeldet, das sind 6538 oder 6,1 v. H. weniger als Ende Januar. Somit brachte der Monat Februar den Abschluß der winterlichen Belastung des Arbeitseinsatzes. An der Abnahme waren am stärksten die Saisonaußenberufe mit rund 4300 Arbeitslosen beteiligt. Das Baugewerbe hatte eine Abnähme der arbeitslosen Baufach- und -Hilfsarbeiter um rund 3300, im Verkehrsgewerbe ging die Zahl der Arbeitslosen um über 400, in der Industrie der Steine und Erden um rund 400 und in der Landwirtschaft um rund 140 zurück. In den von der Konjunktur abhängigen Berufsgruppen war die Abnähme am größten im Metallgewerbe (— 610), in der Berufs- gruppe „Ledererzeugung und -Verarbeitung" betrug sie rund 350, im Holz- und Schnitzstoffgewerbe 228. Die Berufsgruppe „ungelernte Arbeiter" einschließlich der Bauhilfsarbeiter hatte eine Abnahme um 1500 zu verzeichnen. Die in den letzten Monaten beobachtete Zunahme der Zahl der arbeitslosen Angestellten kam im Februar zum Stillstand; leicht gestiegen ist nur noch die Zahl der kaufmännischen und Büroangestellten. Die Zahl der von der Reichsanstalt Unterstützten ging bis Ende Februar um 1717 auf 65 227 Hauptunterstützungsempfänger zurück. Anerkannte Wohlfahrtserwerbslose wurden von den Arbeitsämtern insgesamt 14 397 gezählt, das sind 386 weniger als Ende Januar 1937. Da an den infolge des Frostes stillgelegten Notstands arbeiten nach Eintritt besseren Wetters wieder weitergearbeitet werden konnte, stieg die Zahl der Notstandsarbeiter um rund 1100 auf 5794. Neichsmilchprüfung in Frankfurt. NSG. Im großen Saal des Frankfurter Palmengarlens fand am Freitagvormittag die große Reichsmilchprüfung statt, die von der Hauptvereinigung der deutschen Milchwirtschaft, Berlin, veranstaltet war und den Zweck hatte, die Spitzen der deutschen Milcherzeugung zu ermitteln, die auf der Reichsnährstandsausstellung 1937 in München mit Ehrenpreisen ausgezeichnet werden sollen. Die alljährlich wiederkebrende Auszeichnung der besten Erzeugnisse ist die Anerkennung für die stetige Leistung in der Milcherzeugung. In allen deutschen Landesbauern- fcbaften werden nach Vorschlägen der Milchwirt- fcyaftsverbände Milchproben unvermutet angerufen und auf der jährlich in Frankfurt a. M. ftattfin- denden Reichsmilchprüfung auf ihre Güte untersucht. Im Palmengarten fand die sog. Sinnenprüfung auf Geschmack, Geruch und Aufrahmung statt, während die chemisch-physikalische Prüfung und die veterinärhygienische in besonderen Instituten durchgeführt wird. Als Vertreter der Hauptvereinigung der deutschen Milchwirtschaft eröffnete Landesfachberater Dr. Sorge am Freitagvormittag um 9 Uhr die Prüfung und begrüßte außer den Fachleuten aus allen Gebieten Deutschlands Landesobmann Seipel, Landesbauernschaft Hesfen-Nasfau, und den Vorsitzenden des Milchwirtschaftsverbandes Hessen- Nassau De sch. Landesobmann Seipel verband mit seinem Willkommensgruß den Wunsch, daß die Prüfung erfolgreich verlaufen möge. Kurz darauf nahmen etwa 160 Richter ihre Tätigkeit auf, die sich auf die Prüfung von 1700 Milch- vroben erstreckte. Die Richter find zu vierköpfigen Richtergruppen zusammengefaßt, während für vier bis fünf Richtergruppen ein Oberrichter bestellt ist. lieber das Eraebnis der Prüfung, die sich auf Rohmilch und erhitzte Milch erstreckte, wird zunächst nichts bekannt, da die Auszeichnung der ermittelten Bestleistungen erst auf der Münchener Reichsnähr- standsschau verkündet wird. sionsandacht. — Langsdorf. 20: Pafsionsandacht. — INünzenberg. 20: Frauenabend. Donnerstag, den 18. März. Klein-Linden. 20 Uhr: Pafsionsandacht. Freitag, den 19. März. INainzlar. 20 Uhr: Pafsionsandacht. — Trais- INünzenberg. 20: Frauen- und Mädchenabend (Bibelarbeit). Katholische Gemeinden. Sonntag, den 13. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Es werden zwei auswärtige Priester Beicht hören. Sonntag, den 14. März. Passionssonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten und des Kaufmännischen Vereins; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt, Schulentlassungsfeier und Kommunion der Schulentlassenen und Kommunion der Kolpings- familie; 10.15: MMärgottesdienst; 11.15: Meise mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Montag, den 15. März. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 16. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. Mittwoch, den 17. März. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Freitag, den 19. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. veffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer I bis 13 Uhr. Sanitäts kolonne : Telefon 2500. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: A e r z t e: Frl. Dr. Gürtler, Dr. Geyer. Zahnarzt: Dr. Schmidt. Apotheke: Pelikan-Apotheke. Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeindn. Sonntag, den 14. März. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Matthäusaemeinde; Pfarrverwalter Damerau. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Militärgot- tesbienst; Beichte und hl. Abendmahl für die Militärgemeinde; Pfr. Ausfeld; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Lukasgemeinde; Pfr. Bechtolsheimer. Der Gottesdienst um 18 Uhr fällt an diesem Tage aus. 20: Bibelbefprechuna im Jo- hannessaal; Pfr. Bechtolsheimer. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrvikar Pohle (Frankfurt a. M.). — Pelruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Pfr. Trapp; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Petrusgemeinde; Pfr. Trapp. — Saal der Neuen Krippe. 14: Kinderkirche für die Johan- nesgemeinbe; Pfr. Ausfeld. — Wieseck. 9.30: Vorstellung d. Konfirmanden. — Steinbach. 10: Vorstellung und Prüfung d. Konfirmanden; Kollekte. — Albach. 12.30: Pafsionsgottesdienst; anschließend Christenlehre; Kollekte. — Rödgen. 10: Vorstellung der Konfirmanden; 14.15: Ofterschlußfeier der Kleinkinderschule. — Annerod. 13: Vorstellung der Konfirmanden. — Heuchelheim. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte; 13: Kindergottesdienft (1. und 2. Abteilung). — Klein-Linden. 9.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; 11.15: Kindergottesdienst; 20: Musikalische Passionsfeier. — Kirchberg. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfir- manben. — Garbenteich. 10: Vorstellung ber Konfir- manben. — Hausen. 13: Vorstellung ber Konfirmanden. — Lich. 10: Stiftspfarrer Naumann; 14: 'Dor- I stellung und Prüfung der Konfirmanden. — Langsdorf. 11: Vorstellung ber Konfirmanben; Kollekte. — Bettenhausen. 14: Vorstellung ber Konfirmanben; Kollekte. — INuschenheim. 11: Gottesbienst. — Birklar. 13.30: Gottesbienst. — INünzenberg. 11: Gottesbienst; Kollekte; 20: Dasfionsabenbgottesbienft; Kollekte. — Trais-INünzenoerg. 9: Gottesbienst; Kollekte; 18.30: Paffionsabenbgottesbienst; Kollekte. — Hungen. 10: Gottesbienst; 11: Kinbergottesbienst. — Wirberg. 10: Vorstellung unb Prüfung der Konfirmanden; Kollekte. — Beitsberg. 13: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden; Kollekte. — Alten- Bufeck. 9.30: Prüfung der Konfirmanden; Kollekte. Evangelische Sladlmission, ßöberftr. 14. (Christliche Gemeinschaft innerhalb ber Lanbeskirche.) Sonntag, 14. März. 20.15 Uhr Evangelisationsvortrag, Vertreter ber Pilgermisfion St. Chrischona. — Mittwoch, 17. März. 20.30 Uhr Bibelstunbe. Lhristliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 14. März. 9.30 Uhr Erbauungsstunbe, 11 Uhr Sonntagsfchule, 20.30 Uhr Evangelisation. — Dienstag, 16. März. 20.30 Uhr Bibel- unb Gebetstunde. Vaplistengemeinbe, Gartenstraße 13. Sonntag, 14. März. 11 Uhr Kinbergottesbienst, 16 Uhr Predigt. — Mittwoch, 17. März. 20.15 Uhr Bibelstunbe. Neuaposlolische Gemeinden. Händelstraße 1, Eberstraße 13. Sonntag, 14. März. 9.30 Uhr Gottesdienst, 16 Uhr Gottesdienst. — Mittwoch, 17. März. 20.30 Uhr Gottesdienst. Montag, den 15. März. Vellenhaufen. 20 Uhr: Pafsionsandacht. — INünzenberg. 20: Mädchenabend (Bibelarbeit). Mittwoch, den 17. März. Gießen. Sladlkirche. 20 Uhr: Pafsionsandacht. — Daubringen. 20: Passionsandacht. — Lich. 20: PasNervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofheim 3 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preise. S.-R. Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt Gewerbeschule Gießen, Liebigstr.16 dreisemestrjge unter Staatsaufsicht stehende Fachschule Für Bau, Maschinenbau, Schreiner Maler, Elektriker. Schuhmacher- Fachschule Staatliche Abgangsprüfung Theoretische Meisterprüfung Semesterbeginn 15. April 1937 Auskunit und Prospekte kostenlos Ingo Die Direktion Holzversteigerungen L Donnerstag, den 18. d. 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M., 9 Uhr, im Gasthaus „Zur deutschen Eiche" in Klein-Linden, aus den Forstorten Rehloch 5, Stempelschlag 2, Tannacker 6a, 7a, Fuchsbau 8b, Tiefental 10b, Hexenbusch 12 der Försterei Großen-Linden: Derbstangen Stück: Kl. 3a u. b Fichte 59 (Tannacker); Nutzrollen rm: Eiche 30 (2,5 Ig., Gartenpfosten); Scheiter rm: Buche A 2, Eiche 28, Kiefer 73, Fichte 9; Knüppel rm: Eiche 59, Kiefer 41, Fichte 11; Neiserknüppel rm: Kiefer 38, Fichte 12; Stangenreisig Wellen: Kiefer 3900, Buche 700; Astreisig Wellen: Buche 200, Eiche 2300, Kiefer u. Fichte 300; Schlagreisig (tax.) Wellen: Fichte 800. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Personen, die aus dem Jahre 1935 und früher mit Domanial- gefallen im Rückstand sind, werden vom Mitbieten ausgeschlossen. Diejenigen, die noch Rückstände aus 1936 haben, können die Abfuhrscheine nur gegen Barzahlung erhalten. 17540 Gießen, den 11. März 1937. Forstamt Schissenberg. Nicolaus. Ca Milchkühe -•Agew und Rinder, hochtragend oder frischmelk., auf der 102. Milchvrebversteigerung in 1703V Halle Münsterland am Dienstag, dem 16. März 1937, mittags 12 Uhr Obligatorische Untersuchung auf Bazillus-Bang. Nähere Auskunft und Katalog (kostenlos) durch die MWlistze vrovInMl'vievverwettungS'GenosseMliii e.G. m. b.H., Munster i. W., Windthorststraße 20, Ruf 26644/45. - Ständige Bermittl. von Vieh aller Art l Fett-u. Weidevieh, Ferkel, Läufer,Pferds usw.) Für Starke! Mah- Anfertigung erstkl. Sitz garantiert Korselhnoden „Rekord" Martba Bieraos Seltersweg59 toierslhnra sowie sämtliche Reparaturen an Flügeln, Pianos u. Harmoniums führt sorgfält. u. preisw.auslvioO B. Zolle Gießen, Wuson- strahe5,Tel.3119 Achtung! Landwirte, Mühlenbesitzer, Säcke, Zeitplan., Arbeitsanzüge, Gummi, klebt SEY REPA Kein Flick, mehr, unverwüstl, Kilo- Dose, bufft. 5,90, 5,40 RM. dünn- flüssig. Versand: Nachn. Prospekt grat. Suche Vertret., hohe Prov. Generalv. Schäfer, Bielefeld W Gütersl. 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