Itr.37 Erster Blatt 187. Jahrgang Samstag, 13.Zebruar 1937 Lrjcheim tttgltd), außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Giehener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholl, Ulonats-Bcjugsprets: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zerirfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: vrühl'sche Unioerfiläts-Vuch- und Steindruckerei ».Lange in Siehrn. Schristleitung und SeschSftrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Plahvorschrift nach vorh Dereinbg. 25°/0 mehr. EriNatzigle Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf .Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Deutschland will nur in Ehren und Frieden seiner Arbeit nachgehen. Reichspropagandaminister Dr. Goebbels spricht in der Berliner Deutschlandhatte. Berlin, 12. Febr. (DNB.) Auf einer Kundgebung des Gaues Berlin der NSDAP., in der mit mehr als 20 000 Menschen besetzten Deutschlandhalle nahm der Berliner Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels in einer über zweistündigen Rede zu allen wichtigen innen- und außenpolitischen Tages- fnigen Stellung. „Es ist keine Phrase", erklärte Dr. Goebbels unter stürmischem Beifall u. a., „wenn wir heute sagen: Deutschland ist schöner geworden! Wir haben unserem Volk, das damals in hoffnungslosem Pessimismus zu versinken drohte, den Glauben an seine nationale Sendung zurückgegeben. Wenn Deutschland heute wieder eine Großmacht ist, so darum, weil die Sache der Führung auch Sache des Volkes war, weil mutige Männer die Fahne vorantrugen und nie aus der Hand ließen, und weil sie die Macht, die ihnen das Volk gegeben hatte, auch z u gebrauchen wußten. Unsere Politik ist nicht deshalb populär gewesen, weil wir sie mit Versprechungen populär machen wollten, sondern weil sie vom deutschen Volk verstau- den und für gut befunden wurde." Dr. Goebbels erklärte weiter, daß sich in Moskau ein provokatorisches U n r u h e z e n t r u m befinde, das sich in die inneren Angelegenheiten all der Staaten einmische, von denen die Sowjetjuden glauben, daß sie noch einmal für den Bolschewismus reif gemacht werden könnten. Moskau versucht, diese Staaten gegen diejenigen Volker zu mobilisieren, die den Bolschewismus überwunden haben. Es ist selbstverständlich, daß sich diese Nationen gegen jene Staaten zur Wehr setzen, die sich als Prellbock gegen den Nationalsozialismus ober gegen den Faschismus mißbrauchen lassen. Die Zweiteilung Europas in eine bolschewistische und eine radikale antibolschewistische Gruppe braucht nicht mehr zu kommen, sie isl bereits da. Die dynamischen Kräfte, die Ihre Weltanschauung formen, sind unaufhaltsam. Es zeugt nur von der lleberheblichkeit der Menschen, wenn sie versuchen, einem rollenden Schwungrad in die Speichen zu fallen. Man muß da heute Farbe bekennen. Wir lassen nicht zu, daß der Bolschewismus sich in Westeuropa ein neues Operationsfeld schafft, daß er sich Spanien zum Sprungbrett macht, um den Westen Europas von dort aufzurollen. Dagegen wehren wir uns mit aller Kraft. Die Achse zwischen Rom und Berlin, erklärte er, hat sich bewährt. Wir haben mit Wien einen erträglichen modus vivendi gefunden. Es ist uns gelungen, mit Polen zu einem guten nachbarlichen Verhältnis zu kommen. Wir hoffen, daß jetzt auch die Danziger Frage ein für allemal liquidiert wird. (Anhaltender stürmischer Beifall.) Das ist eine konstruktive Außenpolitik. Wenn wir stattdessen nur Kollektivitätsverträge hätten abschließen wollen, wären wir damit niemals zu Rande gekommen. Mit schlagkräftigen Argumenten widerlegte der Minister das Gerede von einem kommenden Krieg. „Man spricht überhaupt viel zu viel davon" Man sollte besser nicht von einem kommenden, sondern vom vergangenen Krieg reden: denn noch bis heute ist es der Welt nicht gelungen, die Schäden des Weltkrieges zu beseitigen. Da spricht die interessierte Weltpresse schon wieder von neuem Krieg? Gewiß, es gibt gewisse kleine Cliquen, die einen Krieg nicht ungern sähen. Das sind vor allem die Moskauer Kominternjuden, die sehr genau wissen, daß nur durch Krieg Europa für die Weltrevolution mürbe gemacht werden kann. Darüber hinaus aber ist niemand ernsthaft am Kriege interessiert. heule wird es keinen Krieg geben, da Deutschland wieder stark und mächtig ist! Wir greifen niemanden an, und ich glaube, erklärte der Minister unter stürmischer Zustimmung, eshat auch nimand mehr tu st, uns anzugreifen. Die Well muß sich wohl oder übel allmählich mil Deutschland als einer Großmacht abfinden. Aber einen Krieg wollen wir nicht! Der Führer will ihn nicht, das Volk will ihn nicht. Wir wollen nur in Ehre und Frieden unserer Arbeit nachgehen!" „Wenn Moskau Europa in ein blutiges Chaos hineinstürzen will, so wird Deutschland sich dagegen zur Wehr setzen." „Wir werden es nicht zulassen, daß die Moskauer Internationale die europäische Kultur unterhöhlt und das Abendland für die Welt- reoolution mürbe macht. Das ist ja auch der Grund, warum wir in der internationalen Politik nicht vorwärtskommen. Aber nach und nach werden die Hetzer zum Chaos durchschaut. Das spanische Operationsfeld hat nicht etwa den Bolschewismus weiter noch Europa hineingebracht, sondern nur Europa die Augen über den wahren Charakter des Bolschewismus -geöffnet." Mit beißender Ironie wies der Minister darauf hin, daß das nationalsozialistische Deutschland wohlwollend sich gebende journalistische Aufklärungen und Belehrungen über den Bolschewismus nicht nötig habe. „Jeder SA.-Mann aus dem Wedding oder aus Neukölln kennt den Bolschewismus besser als nichtsahnende liberale Politikaster. Sie kennen ihn! Sie wissen, wie er vorgeht, um die Völker ins Unglück zu stürzen, und sie wissen auch, daß der Bolschewismus dann schon ein großes Teil seiner Gefahr verliert, wenn man i h m mutig ent - gegentritt so wie wir es in der Kampfzeit gemacht haben. Es ist unser großer Stolz, daß wir in dieser Weltauseinandersetzung d i e Rufer i m Streit gewesen sind und daß, wenn Europa einmal erwacht, wir es waren, die es zum Erwachen gebracht haben!" Am Schluß seiner Rede wandte sich der Minister innerpolitischen Aufgaben zu. Er erklärte, das wichtigste Problem ist das Erziehungsproblem. Wir haben uns niemals als Kirche gefühlt. Wir wollen den Kirchen ihr Recht geben, aber wir verlangen, daß die Kirchen uns unser Recht geben. Es soll bei uns die Freiheit d e s religiösen Denkens garantiert sein. Man kann auch als Deutschgläubiger von tiefer Gläubigkeit durchdrungen sein. Die Gemeinschaft unseres Volkes ist unser großes Ziel, und dieser Gemeinschaft sollen alle Bildung s- Frankreich Herve fordert Rückgabe Paris, 13. Febr. (DNB. Funkspruch.) In der „Liberte" setzt sich Gustave Hervä für die Rückgabe der früheren deutschen Kolonien ein. Er fragt zunächst, welches Interesse man französischerseits eigentlich daran habe, sich zu weigern, die Kolonien wieder zu geben, die Deutschland er ft erworben und ausgebaut habe, nachdem sich England und Frankreich bereits die besten Stücke genommen gehabt hätte. Es sei menschlich zwar verständlich, daß Frankreich und England in einem Augenblick des Zornes die deutschen Kolonien mit Beschlag belegt hätten. Jetzt aber, wo dieser Zorn verraucht sei, und eine deutsch-französische Annäherung herbeigeführt werden müsse, um einen Konflikt in Europa zu vermeiden, könne man nur fragen: welch dumme Gier und welch dummer Stolz hindern Frankreich daran. Kürzung des Staatshaushalts. - Tokio, 12. Febr. (DNB.) Das neue japanische Kabinett hat auf Vorschlag des Finanzministers Yuki einer Kürzung des Staatshaushalts um rund 9 d. 5). zugestimmt, so daß der neue Haushalt 2,765 Milliarden gegenüber 3,038 Milliarden des letzten Kabinetts Hirota betragt. Am Wehrhaushalt sind nur geringfügige Kürzungen vorgenommen worden, so daß er wie bisher etwa 50 v. H. d e s gesamten Haushalts betrages ausmacht. Zugleich mit den Abstrichen hat das Kabinett eine wesentliche Verminderung der von der Hirota-Regierung auf Gegenstände des täglichen Bedarfs gelegten Steuern vorgenommen und Maßnahmen beschlossen, die ein Anziehen der Preise verhindern sollen. Die Einberufung des Reichstags ist auf den 15. Februar festgesetzt worden. Politische Kreise erwarten, daß nach der Haushaltskürzung eine Verständigung zwischen Regierung und Parteien möglich sei, betonen jedoch, daß das Kabinett zur Auflösung des Reichstages entschlossen sei, falls die Parteien neue Schwierigkeiten machen sollten. * Das japanische Militärbudget mit rund 50 v. H des Gesamtstaatshaushalts ist ohne Zweifel die gewaltigste Belastung, die je eine Nation für ihr Heer trug. Die anderen Staaten geben geringere Summen,' gemessen an ihrem Gesamthaushalt, für die Aufrüstung aus, wenn auch Frankreich mit 35 d. H. des Gesamtstaatshaushaltes, Polen mit 35,01 und die Tschechoslowakei mit rund 35 v. H. sich bedenklich den japanischen Verhältnissen nähern Immerhin erfordert die Besetzung der Mandschurei, Nordchinas, die Wacht gegen die Aggressivität des Bolschewismus im Fernen Osten Ausgaben für Heereszwicke, die fast zwangsläufig für Japan geworden sind. Fast alle Streitigkei en der letzten Jahre drehen sich nur um das Maß der Militar- ausqaben. Der Haushaltsplan begann nach dem Jahre des mandschurischen Zwischenfalls im Jahre 1931/32 immer gewaltigere Summen für Militärzwecke zu enthalten. Er stand damals nut 1477 Milliarden Yen noch einigermaßen im Gleichgewicht, im folgenden Jahre stieg er schon auf 1950 Millionen der Etat des vorigen Jahres brachte zum ersten' Male einen Rekord mit 3241 Milliarden Yen, und der ursprüngliche Haushaltsvoranschlag für 1937 mit 3041 Milliarden Yen hätte abermals eine weitere Steigerung bedeutet Auch die nach dem revidierten Haushaltsplan erforderlichen 2,765 Mil- stätten dienen. Wenn man als Nationalsozialist für die Gemeinschaftsschule eintritt, so ist es eine freche Lüge, wenn demgegenüber behauptet wird, wir wollten den Religionsunterricht aus der Schule beseitigen. Im Religionsunterricht soll man die Kinder trennen nach Konfessionen, wenn aber Deutsch und Geschichte gelehrt wird, dann sind die Kinder nicht zuerst Katholiken und Protestanten, sondern deutsche Schüler. Es gibt keine katholische Chemie und keine protestantische Physik. (Stürmischer, lang anhaltender Beifall und Händeklatschen.) Dr. Goebbels stellte abschließend fest, daß Staat, Armee und Partei der gleichen Aufgabe, der Erhaltung unseres Volkes, dienen, und gab dabei der großen Freude Ausdruck, daß Staat, Partei und Armee sich führungsmäßig in einer Hand befinden. Die Menschen erhoben sich von den Plätzen und dankten dem Redner mit minutenlangem Händeklatschen und Heil!-Rufen, als er seine große Rede mit dem Lied der Jugend schloß: „Unsere Fahne flattert uns voran, unsere Fahne ist die neue Zeit! Und die Fahne führt uns in die Ewigkeit. Ja, die Fahne ist mehr als der Tod." eine kleine Geste zu machen. Man wolle doch nicht sagen, daß eine solche Geste nichts nütze, weil „Deutschland ja etwas ganz anderes wolle". „Schließlich", fährt Herve fort, „w a s verliert Frankreich denn, wenn es einen Teil von Kongo und Kamerun wieder hergibt. Fehlt es dann den Franzosen an Boden? Können die Franzosen ohne Kamerun nicht leben?" Das französische Volk sei vernünftig genug, um zu verstehen, daß Frankreich diese Kolonie entbehren könne und das Volk verstehe auch, daß alles versucht werden müsse, um jede Kriegsgefahr, die Europa bedrohe, zu beseitigen. Leider seien aber Politiker an der Macht, denen zwar überhaupt nichts an den Deutschland abgenommenen Kolonien liege, aber sie nicht hergeben wollten, weil Adolf Hitler in Deutschland den Klassenkampf beseitigt habe. Balkandämmerung. Als sich am 14. August 1920 die in den Pariser Vor. ortoerträgen neugeschaffene T s ch e ch o s l o w a k i - s ch e Republik mit dem weit über rumänischen Volksboden hinausgreifenden Großrumänien und dem aus dem Zusammenschluß von Serben, Kroaten und Slowenen entstandenen Südsla- wien zur „Kleinen Entente" zusammenschloß, da geschah dies zu dem unzweideutigen und ausschließlichen Zweck der Sicherung dieser staatlichen Neubildung gegen die selbstverständlichen Revisionsbe- ftrebungen derjenigen Volker, auf deren Kosten diese „Neuordnung" im südosteuropäischen Raum erfolgt war. Es lag in der Natur der Sache, daß sich schon damals die Interessen der drei Vertragsparteien nicht völlig deckten. Die Tschechoslo- w a k e i suchte in der Kleinen Entente vor allem Sicherung gegen den Anschluß Oesterreichs an das Deutsche Reich, das Militärbündnis mit Frankreich aus dem Jahre 1921 sollte diese Sicherung noch verstärken. Erst in zweiter Linie stand für die Prager Politik die Rücksicht auf Ungarn, von dem man die Slowakei und Karpathorußland losgelöst hatte, um es dem neuen Staat einzuverleiben. Ungarns Revisionsforderung stand indessen für Rumänien sowohl wie für Südslawien im Mittelpunkt ihres Interesses an der kleinen Entente. An der Beschneidung des ungarischen Staates um mehr als zwei Drittel seines ehemaligen Besitzstandes haben Rumänien (mit Siebenbürgen und dem östlichen Banat) und Südslawien (mit Kroatien, Slowenien und dem westlichen Banat) den größten Anteil. Beide einte damals aber auch das schlechte Gewissen gegenüber Bulgarien, das im Friedensdiktat von Neuilly zugunsten Rumäniens auf die Dobrudfcha, zugunsten Süd- flawiens und Griechenlands auf den größten Teil Mazedoniens verzichten mußte. Die Kleine Entente bedeutete also im Wesentlichen der Versuch einer Sicherung gegen die Revisions- 1 beftrebungen Oesterreichs, Ungarns und Bulgariens, also der drei Länder, die im'Donauraum selbst die Leidtragenden der Neuordnung durch die Friedensdiktate gewesen waren. Das Verhältnis der drei Vertragspartner des 14. August 1920 zu den Anrainern des südosteurvpäischen Raums trat zwar damals gegenüber dieser Hauptsorge zurück, war aber auch schon 1920 kaum unter einen Hut zu bringen. Die Tschechoslowakei sah in dem Deutschen Reich den Hauptgegner seiner staatlichen Selbstständigkeit, während weder Rumänien noch Südslawien mit dem Reich irgendwelche wesent- lichen Differenzpunkte hatten. In Prag hat man auch bei aller Rücksicht auf den Wunsch, dem westlichen Kulturkreis zugezählt zu werden, doch stets auf eine panslawistische Note Wert gelegt und schon früh auch nach dem völligen Wandel der Dinge in Rußland selbst den bolschewistischen Machthabern in Moskau gegenüber die Gemeinsamkeit der slawischen Volker herausgestrichen, wobei man auf die Hilfe Hinweisen konnte, die. die äußerst fragwürdige Haltung der tschechischen - Legion beim Rückzug des Admirals Koltfchäk und feiner weißen Armee durch Sibirien wiederum im ereignisreichen Jahre 1920 den Roten bei ihrer Behauptung gegen die gegenrevolutionären Kräfte gewesen ist. Ganz anders ist von jeher die Haltung der anderen beiden Vertragspartner der Kleinen Entente gegenüber Sowjetrußland gewesen. Bei Rumänien wurde sie länger als ein Jahrzehnt bestimmt von der Sorge um die Sicherung Bessarabiens, das man sich aus den Trümmern des Zarenreichs angegliedert hatte, ohne' dafür die Anerkennung der neuen Machthaber gefunden zu haben, sie ist erst vor wenigen Jahren durch die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Bukarest und Moskau wenigstens indirekt erfolgt, aber der Dnjestr war lange Zeit hindurch die „blutige Grenze", an der die aus dem Sowietparadies flüchtenden Russen, von roten Grenzwachen verfolgt, häufig der Anlaß zu Zwischenfällen und diplomatischen Reibereien waren. Rumänien hat diesem schlechten Verhältnis zu seinem sowjetrussischen Nachbarn Rechnung getragen durch fein Bündnis mit Polen vom 25. Juli 1921, das nach dem soeben beendeten Kriege mit Sowjetrußland um seine Ostgrenze ein starkes Bedürfnis nach Anlehnung verspürte, zumal die Tschechoslowakei sich grade während dieses Feldzuges durch Verweigerung des Durchgangs von Waffen- und Munitionstransporten aus Frankreich und Italien den Polen gegenüber von der unfreundlichsten Seite gezeiat hatte. Die alte polnisch-tschechische Rivalität in Mähren ist auch heute noch nicht ausgeräumt. Die Tschechen haben es nicht verschmerzt, daß die Pariser Botschaster- konferenz im Juli 1920 das Land östlich der Olsa mit dem Bielitzer Jndustriebezirk den Polen zugesprochen hat, womit rund 30 000 Tschechen zu Polen kamen, während die Polen in wachsendem Maße Klage zu führen haben über die schlechte Be- Handlung der rund 80 000 Köpfe zählenden polnischen Minderheit in der Tschechoslowakei. Hauptsächlich in der Stadt T e s ch e n, die durch den Pariser Schiedsspruch in eine polnische und eine tschechische Hälfte geteilt worden ist, haben sich in« folae der Schikanen der tschechischen Krenzbehörden Zustände entwickelt, die in letzter Zeit zum Anael- mmft des Gegensatzes zwischen Polen und der Tschechoslowakei geworden sind. So ist also auch die Einstellung zu Polen aus den angeführten Gründen in Bukarest und Prag stets schon durchaus verschieden gewesen. Werfen wir noch einen Blick auf die Außen- volitik Süds! a wie ns, die in dieser Zeit des Entstehens der Kleinen Entente wesentlich bestimmt wurde durch den Gegensatz zu Italien, als den großen Rivalen an der Adria, mit dem die Tschechoslowakei aber ebenso wenig wie Rumänien Rei- Der neue Kurs in Japan. Der Wehretat bleibt unangetastet. liarben Yen bedeuten eine zusätzliche Belastung des japanischen Volkes von 453 Millionen Yen seit dem Vorjahre. Dabei sind die Staatsschulden gewaltig gewachsen Seit 1931 wurden mindestens ein Drittel der Ausgaben durch die Aufnahme neuer Schulden „gedeckt", die japanische Staatsschuld stieg von 6V< auf 103/< Milliarden Yen und auch der neue Haushalt weist einen Fehlbetrag auf. Es kommt darauf an, ob der japanische Kapitalmarkt in der Lage ist, die zunehmende Flut der inneren A n - leihen aufzufangen. Das ist nicht der Fall, der Kurs der neuausgegebenen Staatsanleihen sank unter dem Ausgabekurs. Japan steht vor der Frage, entweder seine privaten Kapitalinvestitionen abzudrosseln oder seine Militärausgaben wenigstens für die nächsten Jahre einigermaßen stabil zu halten. Das Dilemma ist um so verzweifelter, als gerade der Mittelstand und die Arbeiterschaft zur Deckung der Reichsausgaben in immer erhöhtem Maße herangezogen worden sind, durch die Herabsetzung der Freigrenze für die Einkommensteuer werden in diesem Jahre große Teile der japanischen Bevölkerung zum ersten Mal steuerpflichtig. Dazu kommt eine Heraufsetzung der Einfuhrzölle, der Pvsttarife usw., während die Ausfuhr zurückgeht. Gerade der Schuldendienst für die angeschwollene Staatsschuld verschlingt einen großen Teil der japanischen Einnahmen neben den Militärausgaben. Die gleichzeitige militärische und wirtschaftliche Expansion hat das japanische Volk schwer belastet, eine Lösung dieser Belastung aber gleicht verzweifelt einer Quadratur des Zirkels. Berliner Tagung der internationalen Srontfdmpferfommiffion. Berlin, 12. Febr. (DNB.) Dom 15. bis 18. Februar findet in Berlin eine Tagung der permanenten internationalen Frontkämpfer-Kom- Mission statt, bei der 50 Delegierte aus 14 verschiedenen Ländern anwesend sein werden. Die Kommission wurde im vorigen Jahre auf Vorschlag des Herzogs von Coburg in Rom ins Leben gerufen, der kriegsblinde Präsident der italienischen Kriegsopfer, D e l c r o i x, wurde zum vorläufigen Präsidenten ernannt. Er hat den ersten Kongreß nach Berlin einberufen. Die Delegierten werden empfangen vom Stellvertreter des Führers, vom Ministerpräsidenten Generaloberst (Boring und vom Reichskriegsminister Generalfeldmarschall v. Blom - berg. und die Kolonialsrage. Kameruns an Deutschland. zu Bulgarien in der mazedoni Tage, polens Industrialisierung daß e r - beitem Beschäftigung bieten. Vieles dürfte Zukunftsmusik sein, da die finanzielle Lage des polnischen Staates nicht günstig ist. Trotzdem hat der Staat in diesem Jahre für das neue Industriegebiet 800 Millionen Zloty bereitgestellt, so daß immerhin ein Anfang gemacht worden ist. Deutscher Protest gegen eine Rede des Wojwoden von Ost-Oberschlesien. reform. Im weiteren trat der Minister der Auffassung entgegen, daß die Parzellierung einen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion nach sich ziehe. polnischen Grenze entlang entgegenzukommen, aber grade diese Abkehr von der bisher geübten Zurückhaltung gegenüber jeder engeren Verbindung mit Moskau ist in Rumänien höchst unpopulär gewesen und hat zum Sturz Titulescus wesentlich beigetragen. Im vergangenen Jahr ist nun in Prag ein Buch erschienen, das den Titel führt: „Sowjetrußland und die Kleine Entente in der Weltpolitik". Das dickleibige Werk hat den tschechoslowakischen Gesandten in Bukarest, Jan S e b a (sprich: Scheda), zum Verfasser, der tschechische Ministerpräsident K r o f t a hat ihm ein Vorwort gewidmet. Auf dem Umschlag breitet ein rotes Bombenflugzeug, von Ost nach West fliegend, seine Flügel über eine Karte von Mitteleuropa. Das Buch, das also seinen offiziellen Charakter gar nicht zu verbergen wünscht, hat in Warschau sowohl wie in Bukarest lebhafte Entrüstung ausgelöst. Begreiflicherweise, denn es legt sich in der Kritik der politischen Haltung Polens wie Rumäniens in Vergangenheit wie Gegenwart keinerlei Zurückhaltung auf. Seda bedauert, daß es in Versailles nicht gelungen sei, wie es ursprünglich in der Absicht der Versailler Friedensmacher gewesen sei, die Grenzen Polens so zu ziehen, daß die Tschechoslowakei direkter Anrainerstaat Sowjetrußlands geworden wäre, wodurch „die Frage des Durchmarsches sowjetrussischen Militärs nach der Tschechoslowakei bedeutend einfacher gewesen wäre". Aufrichtig ist Sebas Trauer über den Sturz Titulescus. Er schreibt: „Minister Titulescu trug dafür Sorge, daß die Annäherung zwischen Rumänien und Rußland sich in berfelben Zeit vollziehe wie die Annäherung zwischen Prag und Moskau. Er hatte in dieser Beziehung einen schwereren Stand als Benesch. Die rumänische öffentliche Meinung und besonders ihr entscheidender Teil, das bevorzugte Bürgertum, konnte sich nur schwer mit der Gin Aussatz Lord Rothermeres London, 12. Febr. (DNB.) In der „Daily Mail" schreibt Lord Rothermere unter der Ueberschrift „Die Gefangenen der Tschechoslowakei", der Fehler, der mit der Schaffung jenes künstlichen und merkwürdigen Staates gemacht worden ist, der Tschechoslowakei genannt wird, kann Europa möglicherweise einen Krieg kosten. Von allen Fehlern, die von den „Friedensmachern" in Paris begangen wurden, war dieser der schlimmste. Eine kleine Gruppe selbstsüchtiger Sachverständiger überschüttete sie mit einseitigen Denkschriften. Das Ergebnis war, daß fie eine Regelung, die i m einseitigen Interesse der Tschechen lag, annahmen. Schon der Name Tschecho-Slowakei war ein gefälschtes Etikett ohne historische oder ethnographische Bedeutung, im Interesse der Tschechen geschaffen, eines verschlagenen Volkes, das es verstanden hat, während des ganzen Krieges m i t je einem Fuß in beiden Lagern zu stehen und nach Kriegsende eine extravagante Belohnung von den Siegern für sein Doppelspiel verlangte. Obwohl die Tschechoslowakei 14 Millionen Einwohner hat, sind nur 7 Millionen Tschechen. Die Hälfte der Bevölkerung hat es fertiggebracht, den Rest zu annektieren und zu beherrschen. Selbst nach löjähriger systematischer Tschechi- sierung kann ein Drittel der Bevölkerung weder tschechisch noch slowakisch sprechen. Da Tschechen und Slowaken nur 8V2 Millionen zählten, sicherten sich die tschechischen Führer mit zweifelhafter Beweisführung die Annektierung großer Blocks völlig von ihnen verschiedener Völker. Auf diese Weise wurde die Tschechoslowakei durch den Einschluß von 3V4 Milli 0 ne«n Deutschen und im Süden durch die rücksichtslose Zuteilung von */< Millionen reinblütiger Ungarn abgerundet. Diese beiden geschlossenen Kontingente von Ausländern wur- B e u t h e n, 12. Febr. (DRB.) Bei der kürzlichen Bestattung des Bialystoker Vizewojwoden und Au f st ä n d i s ch e n f ü h r e r s Zgrzebnik in Rybnik hielt der Wojwode von Ost-Oberschlesien Graßynski eine Grabrede, die laut „Polska Za- chodnia" u. a. nachstehende Sätze enthielt: „Ich nehme von dir Abschied namens aller Aufständischen, deiner Wafsengefährten, und stelle folgendes fest: Du stammest aus Dziergowitz, aber mir b e - erdigen dich leider in Rybnik. Dein Grab wird hier nicht nur Zeichen errungener Siege, sondern auch Symbol unserer noch unerfüllten Hoffnung und Sehnsucht sein." — Da Oderwalde (Dziergowitz) in dem beim Reich gebliebenen Teile Oberschlesiens liegt, stellt diese Auslassung eine gegen den Bestand des Reiches gerichtete Kundgebung des Wojwoden Grafzynski' dar, der schon wiederholt öffentliche Steuerungen dieser Art getan hat. Da der deutsche Botschafter in Warschau beauftragt worden ist, bei der polnischen Regierung gegen diese unverantwortlichen Aeußerungen eines hohen polnischen Beamten Verwahrung einzulegen, darf man erwarten, die Warschauer Regierung nunmehr die forderlichen Maßnahmen ergreift. „Die Gefangenen der Tschechoslowakei." Oer schlimmste Fehler der Versailler Friedensmacher. bungsflächen hatte. Prag suchte vielmehr die Freundschaft der Italiener als Gegner des österreichischen Anschlußgedankens. Südslawien hat dagegen bis heute jede Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion abgelehnt. Das hängt zusammen mit den engen dynastischen Beziehungen des serbischen Königshauses zu der durch die Bolschewisten ermordeten russischen Zarenfamilie. Sowohl der in Marseille 1934 ermordete König Alexander, wie seine Geschwister, und der jetzige Prinzregent Paul haben während der Verbannung König Peters durch die Obrenoviksch ihre Erziehung am Hofe von St. Petersburg genossen. In Belgrad haben die Reste der Wrangel- armee nach dem Mißlingen ihres Kampfes gegen die Bolschewisten freundliche Aufnahme und dauerndes Asyl gefunden. Die heftigen innerpolitischen Erschütterungen, die in den ersten Jahren eine Konsolidierung des neuen südslawischen Staates verhindert haben, erforderten einen scharfen Kurs gegen den Kommunismus, der im Verein mit separatistischen Strömungen leicht zu einer Gefahr für den Staat hätte werden können, der so schwer um seine endgültige Form ringen mußte. Auch aus diesem Grunde verbot sich für die Belgrader Regierung ein näheres Verhältnis zu Moskau, dem Hei^ des Bolschewismus. Die schwerste Belastung der südslawischen Außen Politik bedeutete neben dem italienischen Druck au die Adriaküste und den engen Beziehungen Roms zu Ungarn und Albanien, Südslawiens begreiflicherweise wenig freundlich gesonnenen Nachbarn im Norden und Südwesten, der scharfe Gegensatz Restlose Durchführung der polnischen Agrarreform. Warschau, 12. Febr. (DNB.) Im Senat wies der polnische Landwirtschastsminister P 0 n i a 10 w- s k i darauf hin, daß nach dem Agrarreformgesetz bis Ende 1935 zwei Millionen Hektar hätten parzelliert werden sollen. Indessen seien bisher nur knapp 1 400 000 Hektar parzelliert worden. Die Regierung halte es daher für ifjre Pflicht, die noch fehlenden mehr als 600 000 Hektar z u parzellieren, um bas Gesetz vollständig durchzuführen. Der Minister beftritt, daß die Regierung eine Vernichtung des Großgrundbesitzes anstrebe. Wenn das ihr Ziel wäre, hätte sie dafür sehr viel einfachere Mittel finden können, als das Gesetz über die Agrar- Im Auswärtigen Ausschuß des polnischen Sejm hat der stellvertretende Ministerpräsident und Handelsminister Kwiatkowski Mitteilungen über die Schaffung eines neuen Indu - striegebietes südlich von Warschau gemacht, dessen Mittelpunkt der Ort Sand 0 mir sein soll. In den nächsten vier Jahren will die Regierung nicht weniger als 2,4 Milliarden Zloty (rund 1,2 Milliarden RM.) aufwenden, und zwar soll dadurch die gewaltige Arbeitslosigkeit in Polen gemildert werden. Insgesamt wird für den Aufbau des neuen Industriegebiets eine Zeit von zehn Jahren vorgesehen. Zwar wird im wesentlichen ganz Polen von dem neuen Jnvestierungsplan Vorteile ziehen, aber neben Gdingen, für das etwa 60 Millionen Zloty bereitgestellt werden, und neben Bereitstellung von 40 Millionen Zloty für landwirtschaftliche Zwecke wird der Hauptteil der staatlichen Gelder sicherlich im neuen Industriegebiet verwendet werden. Lange Zeit hindurch lag Polens Wirtschaft in einer schweren Krise, die dadurch verschärft wurde, daß die Ueberzahl an Juden des Landes sich vornehmlich mit dem Handel beschäftigte und die Produktion, die durchweg polnische Träger hat, von ihnen ausgenutzt wurde, zumal Vertriebsorganisationen fast durchweg fehlten. In der letzten Zeit hat sich die Konjunktur etwas nach oben entwickelt, die Produktionswirtschaft hat in einigen Industrien einen größeren Elan entfaltet und sich von der ausbeuterischen Bevormundung des Judentums selbständig zu machen versucht, und Minister Kwiatkowski hat durch die Anlage des großen Stick st offwerkes Mos- c i c gezeigt, daß er seinen Worten auch Taten nach- olgen läßt. Die Struktur der polnischen Industrie ist in einem Lande, das etwa 75 v. H. seiner Bevölkerung durch Landwirtschaft ernährt, hauptsächlich nach Westen verlagert. Die Kohlen-, Eisen- und Stahl in du st r i e liegt in Oberschlesien und dem anschließenden Dombrowaer Revier, die verarbeitende Industrie bei Warschau, die chemische und Textilindustrie bei Lodz, Bialystock und Bilitz. Das neue Industriegebiet kommt in einem industriearmen Raum bei Sandomir, einem Städtchen südwestlich des Ein- lusses des San in die Weichsel. Dieses Industriegebiet, das im sogenannten polnischen Sicherheitsrayon liegt, wird vor allem der Landesverteidigung dienen. Aber auch die bisher noch unbenutzten Kräfte der Wasserfälle in den Karpathen werden für die Industrie in Form von Elektrizität nutzbar gemacht, die zahlreichen Erdgasvorkommen werden ebenfalls ausgenutzt und der Bau der Werke wird vielen Tausenden von Ar- Englands E'chlachtsckiffneubauien. Zu Beginn dieses Jahres sind die beiden englischen 35 000-Tonnen-Schlachtschiffe „King G e - 0 r g e V." und „P r i n c e 0 f Wales" auf Stapel gelegt worden. Es sind die ersten großen Neubauten feit 1922. Damals wurden „Nelson" und „Rodney" begonnen. Für jedes der neuen Schlachtschiffe sind sieben Millionen Pfund (also rund 85 Millionen Mark) vorgesehen. 1940 sollen die Schiffe ihren Platz in der Marine einnehmen. Als stärkste Bewaffnung sind 35,6-cw -Geschütze vorgesehen. Auf ein größeres Kaliber haben die Engländer verzichtet, obwohl sie die Möglichkeit gehabt hätten, weiter zu gehen, da die Japaner die Kaliberklausel des Londoner Vertrags abgelehnt hatten, so daß die Mächte bei der Bestimmung der Kaliber freie Hand haben. Nach britischen Zeitungsmeldungen sollen die 35,6-ow-Geschütze in vier Drillingstürmen untergebracht werden. Die Hauptbewaffnung besteht also aus 12 schwersten Geschützen. Vorgesehen sind weiter zwölf 15,2-cm- Geschütze. Sie werden in sechs Doppel- türmen Aufstellung finden. Für die Flugabwehr kommen acht 12-cw-Geschütze, außerdem die leichte Flugzeugabwehr in Frage. Es ist damit zu rechnen, daß sich an Bord der neuen Schlachtschiffe mehrere Flugzeuge befinden werden. Sir Samuel Hoare hat jedenfalls in einer Rundfunkrede erklärt, daß die Schiffe eine Verbindung von Schlachtschiff und Flugzeugträger dar- stellen sollen. Wahrscheinlich werden im Laufe dieses Jahres noch zwei weitere 35 000-Tonnen-Schifie auf Stapel gelegt werden. Londoner preffestimnien zur Merreduna Ribbentrops mit Lord Halifax London, 12. Febr. (DNB.) Obwohl die englische amtliche Meldung über die Unterredung des Botschafter von Ribbentrop mit Lord Hali- f a x lediglich besagte, daß verschiedene Fragen, die das Interesse der beiden Länder berühren, besprochen worden seien, sagt „Daily Mail", daß das Kolonialproblem nicht „formell" erörtert worden sei. Botschafter von Ribbentrop habe darauf hingewiesen, daß Deutschland wegen seiner wachsenden Bevölkerung einen Anspruch auf d i e Rückgabe seiner früheren Kolonien habe. Lord Halifax habe dem Botschafter auf den Rohstoffausschuß in Genf verwiesen. Ribbentrop habe anscheinend erklärt, daß der Führer die Ansichten der britischen Regierung zu wissen wünsche. Halifax habe versprochen die Angelegenheit dem Kabinett vorzutragen. Weiter seien die kommunistische Gefahr und der französisch- s 0 w j e t r u s s i s ch e Pakt erörtert worden sowie die Nichteinmischungspolitik. Ribbentrop habe die deutsche Bereitschaft erklärt, ein Freiwilligenverbot zu verhängen, sobald eine Allgemeinregelung erreicht worden sei. Deutschland könne aber keine Form der Einmischung dulden, die es Sowjetrußland erlaube, weiter Einfluß in Spanien auszuüben. „Morning Post" glaubt, der Botschafter habe besonders auf die Erklärungen des Führers hinge- wiesen, daß Deutschland an der Befriedung Europas mitarbeiten, an Verhandlungen für einen neuen Westpakt teilnehmen und Belgiens und Hollands Neutralität garantieren wolle. Was die Tschechoslowakei anlange, so habe Ribbentrop darauf aufmerksam gemacht, daß Deutschland sich um ein besseres Verstehen bemühe unter der Voraussetzung, daß eine Zusicherung bezüglich des Schutzes der deutschen Minderheit gegeben werde. Ser italienische Thronerbe geboren. Rom, 12. Febr. (DNB.) Die italienische Kronprinzessin hat am Freitagmittag 14.30 Uhr den von ganz Italien sehnlichst erhofften Thronerben geboren. Der Führer und Reichskanzler hat sowohl dem König von Italien, Kaiser von Aethiopien, als auch dem Kronprinzen und der Kronvrinzessin herzliche Glückwünsche zu dem freudigen Ereignis ausgesprochen. Die Geburt des Thronerben hat in ganz Italien größten Jubel ausgelöft. Kaum hatten 101 Salutschüsse die mit Spannung erwartete glückliche Geburt eines Thronerben angekündigt, eilten Tausende begeisterter Neapolitaner zum königlichen Schloß, um in stürmischen Ovationen dem Haus Savoyen ihre Huldigungen darzubringen. Rom prangt in prächtigem Flaggenschmuck. Auch hier verkündeten 101 Salutschüsse der Bevölkerung das frohe Ereignis. Gleichzeitig ertönte die nur bei ganz seltenen Anlässen, so zuletzt bei der Prokla- mation des Imperiums, erklingende Glocke des Capitols. Am Montag bleiben die öffentlichen Slemter und Schulen geschlossen. Ebenso wie der D u c e hat auch der P a p st die Nachricht von der Geburt eines Thronerben mit größter Freude aufgenommen. Die deutsche Botschaft hat gleich- falls Flaggenschmuck angelegt. Dem Thronerben, der die Namen Viktor Emanuel erhält, wird der Titel eines Prinzen von Neapel verliehen. Verzweiflung in Madno. Salamanca, 13. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Zeitung des Bolschewistenhäuptlings Largo Caballero „El S 0 z i a l i st a" läßt die Lebensmittelknappheit der Madrider Bolschewisten klar erkennen. Das Blatt fordert nachdrücklich, daß die Valencia-Bolschewisten Lebensmittel für die Bolschewisten in Madrid senden, damit nicht Madrid das Schicksal Malagas erleide. Mit lee- rem Magen sei es nämlich unmöglich tatkräftigen W i d e r st a n d zu leisten. Wie aus nervösen Aufrufen des Madrider Senders hervorgeht, ist die Bestürzung im bolschewistischen Lager über die jüngst an allen Fronten erlittenen Niederlagen außerordentlich groß. In den zahllosen Aufrufen heißt es immer wieder, daß Madrid jetzt feiner schwersten Stunde entgegengehe. Ein Artikel des Madrider Syndikalistenorgans „CNT" greift die bolschewistische Leitung von Valencia, die „in Wohlleben und Sorglosigkeit" dahinlebt, heftig an. Die Bolschewisten in Valencia dürften sich nicht um die der durch die ständigen Grenzzwischenfälle mazedonischer Komitatschis latent erhalten wurde. An dieser Frage ist auch Griechenland in hohem Maße interessiert, oas ein Drittel Mazedoniens besitzt und die Bulgaren vom Aegäischen Meer zurückgedrängt hat. Schließlich spielen auch die Interessen der Türkei hinein, die in Ostthrazien noch mehr als 20 000 Bulgaren beherrscht und wegen ihres Restbesitzes in Europa auch an der Aufrechterhaltung der Entwaffnungsbestimmungen für Bulgarien sich interessiert gezeigt hat. Dieser gemeinsame Jnteressenkomplex hat die Anrainer Bulgariens zum Abschluß des Balkanbundes bewogen, eine Parallelunternehmung der Kleinen Entente und ebenso wie er unter der Aegide Frankreichs entstanden. Ihm gehört die Tschechoslowakei nicht an, wie ja auch Griechenland und die Türkei nicht Teilhaber der Kleinen Entente sind, nur Rumänien und Süd- slawien sind in beiden Koalitionen vertreten. Wir sind in der Erinnerung an die Entstehungsgeschichte der Kleinen Entente ausführlicher geworden, weil sich damals schon deutlich das Ausein- anberlaufen der Interessen der drei Vertragspartner abzeichnete, das heute zu einer Krise der Kleinen Entente geführt hat, die zwar keineswegs tödlich zu sein braucht — darüber darf man sich keiner Täuschung hingeben — aber doch schon gewisse Tendenzen einer Neuorientierung aufzeigt. Der Dreikönigsvertrag vom Jahre 1935, in dem Frankreich den Italienern freie Hand in Ostafrika ließ, mahnte Südslawien, das sich von feinem fran-; zösischen Verbündeten im Stich gelassen fühlte, sein Verhältnis zu Italien auf eigene Faust zu bereinigen, nachdem die französische Vermittlung durch die Mordtat von Marseille im Oktober 1934 abgeschnitten worden war. Südslawien hat sich während des Abessinienfeldzugs zwar mit Griechenland und der Türkei an dem von England ausgehenden Mittelmeerabkommen mit der deutlichen Spitze gegen Italien beteiligt, aber nach Beendigung des Feldzuges freundschaftlichere Beziehungen zu Italien anzuknüpfen versucht und dabei in Rom Entgegenkommen gefunden, vorerst namentlich auf handelspolitischem Gebiet. Es ist dann erst vor wenigen Tagen den südslawischen Staatsmännern gelungen, den wichtigsten, aber auch schwierigsten Punkt des politischen Testaments König Alexanders zu bereinigen: das Verhältnis zu Bulgarien. Der südslawisch-bulgarische Freundschaftsvertrag, der soeben in Belgrad abgeschlossen wurde, ist dazu bestimmt, auch die mazedonische Frage aus der Welt zu schaffen, die viele Jahrzehnte hindurch zwischen den beiden so nah verwandten Volkern stand. Der Abschluß dieses Vertrages, von dem Südslawien seinen Bundesgenossen Kenntnis gab, hat bei den anderen Teilhabern des Balkanbundes begreiflicherweise keine reine Freude ausgelöst. Nachdem Bulgarien allen Lockungen zum Eintritt in den Balkanbund widerstanden hat, sieht man in Athen, Bukarest und Ankara in diesem zweiseitigen süd- flawisch-bulgarischen Pakt eine gewisse Lockerung der gemeinsamen antireoisionistischen Front. Die in diesen Tagen in Athen zusammentretende Konferenz des Balkanbundes wird Gelegenheit geben, sich darüber auszusprechen. Aber da auch noch ein anderer Teilhaber, die Türkei nämlich, durch den Besuch ihres Außenministers in Mailand die Beziehungen zu Italien neuzuknüpfen und damit die Starre zu überwinden sucht, die solange lähmend über dem Südosten lag, wird es den südslawischen Ministern nicht so schwer fallen, ihre Aussöhnung mit Bulgarien zu begründen, zumal es durchaus den Anschein hat, als ob der italienische Außenminister Graf Ciano in Mailand mit Rüschtü Aras nicht nur als Außenminister der Türkei, sondern auch als Mitglied des Balkanbundes gesprochen hat. Rüschtü Aras hatte inzwischen über seine Mailänder Zusammenkunft eine Aussprache mit dem südslawischen Regierungschef S t 0 j a d i n 0 w i t s ch. Gewiß kann es sich für die Balkanstaaten nicht darum handeln, nun vom französischen Fahrwasser in das italienische überzuwechseln, vielmehr wird der zuerst in Belgrad proklamierte Grundsatz: „Der Palkan den Balkanvölkern" die Richtschnur für künftiges Handeln fein. Weit heftiger sind die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Kleinen Entente. Hier ist es das Verhältnis zu Moskau, das zu einer äußerst lebhaften Debatte zwischen Prag, Bukarest und Belgrad geführt hat. Die Tschechoslowa- fei hat durch den Abschluß des Militärpakts mit der Sowjetunion vom 16. Mai 1935 von den Staaten der Kleinen Entente eine Sonderstellung eingenommen. Südslawien ist aus den oben schon bargelegten, auch heute noch voll und ganz stichhaltigen Gründen keinesfalls gewillt, seinem Bundesgenossen auf diesem Wege zu folgen, den es für verhängnisvoll hält. Um so energischer sind die Bemühungen Prags, wenigstens die Rumänen in den Pakt mit Moskau hineinzuziehen, Bemühungen, die natürlich von der französischen Diplomatie sehr lebhaft unterstützt werden. Wir haben hier früher schon einmal die verwickelten Grenzverhältnisse bargelegt, die es den russischen Bolschewisten nicht gestatten, zu dem in der Tschechoslowakei gefundenen Sappenkops der Roten Armee eine direkte Verbipdung zu erhalten, ohne rumänisches oder polnisches Gebiet zu durchschreiten Der im vergangenen Jahre gestürzte rumänische Außenminister Titulescu wäre anscheinend geneigt gewesen, den tschechischen Wünschen durch den Bau einer strategischen Bahnlinie an der rumänisch- den den Tschechen überantwortet, ohne daß man sie gefragt pätte; als wenn fie Vieh wären. Als Gefangene eines Volkes, das bekannt ist wegen feiner Niedertracht, find sie kaltblütiger Enteignung und Unterdrückung ausaesetzt gewesen. Jede Anstrengung ist gemacht worden, um ihre Sprache zu unterdrücken, die tschechische Polizei hat versucht, ihren Geist durch systematische Ver- folgung zu brechen. Letztes Jahr wurde ein Verteidigungsgesetz angenommen, das die sofortige Versetzung jedes Deutschen ober Ungarn von seinem Wohnsitz an der Grenze in das Innere des Landes ermöglicht, sobald eine örtliche tschechische Behörde das wünscht. Denn die Tschechen, die mit Beute überladen sind, haben ein schlechtes Gewis- s e n. Die Beschwerden der 3'/§ Millionen Deutschen, die in Berlin Nicht unbeobachtet bleiben und die gerechte Forderung Ungarns aus Rückgabe feiner verlorenen Staatsangehörigen, die jenseits der tschechischen Grenze ebenfalls mitfühlende Beachtung gefunden hat, ist die Drachen faat, die die Tschechen ausgesät haben, sie sproßt rings um sie in tödlichen Gefahren auf. Aus Furcht vor Wiedervergeltung hat die Tschechoslowakei einen Beistandspakt mit Sorojet* rußland abgeschlossen. Sowjetrussische Offiziere kamen sofort nach Prag, um tschechische Flugplätze und den Benzinbedarf für bolschewistische Kriegsflugzeuge zu organisieren. Mit Flugzeugen vom tschechischen Boden aus können bolschewistische Bombenflugzeuge innerhalb einer Stunde über Berlin, Dresden und Breslau fein. Vor zehn Jahren habe ich festgestellt, daß die Tschechoslowakei ein beunruhigendes Element in Mitteleuropa ist. Heute hängen die Kriegswolken schwer um seine Grenzen. Dr. Benesch, Der Hauptgründer des tschechoslowakischen Staates, ist nunmehr- sein Präsident. Es ist bezeichnend, daß sein Land nicht einen einzigen Freund unter seinen fünf angrenzenden Staaten hat. neuen Orientierung vertraut machen, da es durch die Perspektive, mit einem Nachbarn, der die alten Privilegien aufhvb, in Beziehung zu treten, verängstigt ist. Die Idee, daß durch die Beziehungen mit den Sowjets jene Klassen des rumänischen Volkes, die vom sozialen Standpunkt betrachtet, schwach sind, die gefährlichen sozialistischen Ideen in sich aufnehmen könnten, ruft eine Unruhe in den Reihen der Führer der Gesellschaftsklasse hervor, die in Luxus und ohne Arbeit lebt." Es dürfte wohl einzigartig sein, wie hier ein aktiver Diplomat die politische Führung eines Landes charakterisiert, bei dem er beglaubigt ist. Seba schreibt dann weiter: „Nach dem herzlichen Telegrammwechsel, den die Herren Litwinow und Titulescu gelegentlich des Jahrestages der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und Rußland austaufchten, begann Titulescu mit Moskau zu verhandeln, um einen gegenseitigen Unterstützungsoertrag nach dem Muster des tschechisch-russischen Vertrages abzuschließen. Diese Verhandlungen sind nicht abgeschlossen worden." Es ist kein Wunder, daß diese (Eröffnungen des tschechischen Diplomaten, der zum engsten Freundeskreise des Präsidenten Benesch gehört, in der rumänischen Kammer lebhafte Entrüstung heroor- gerufen haben, denn Titulescu hatte, als er damals über seine Absicht eines Kurswechsels gegenüber Moskau zur Rede gestellt worden war, jede Verhandlung mit den Sowjets geleugnet. Herr Seba ist zur Berichterstattung nach Prag beordert und wird vermutlich nicht wieder nach Bukarest zurückkehren. Aber es ist nützlich für die Klarstellung des intimen Verhältnisses der Tschechoslowakei zu Sowjetrußland, daß hier von offizieller Stelle die Katze aus dem Sack gelassen wurde und Rumänien sowohl wie Polen die Gedankengänge kennen lernten, in denen sich die maßgebenden tschechoslowakischen Politiker bewegen. Fr. W. L. Magdeb. rei/s burdjge, ^önljeit her Jahre jwe „S mfylrief infamen H Ögt die Nr. Wo- reifen will, da MRanifati Wil hat. 3 Da wird g< °ad mui'tergülti toi tarnt. Bor in denen flau Wen und al Men die Räul Äleiberjpir Affungen. 2Iui ^Btze spiel vonderscha lmkleiderä Ner besitzen W, daß [ *8 die Reinigt J und reibt ’ ton Schmu Feiernd, Wbie Slrbei öerArbeits Artin, 12. Jb etne neue J^etallarbe > Abziehe ■S betriebe -ö bereits Ma Wt wurd Gingen! ^bildeten § - umfangrej ], e3ogen L^natlikk ton, Nt J’tlin, 11 S«d--R Ä Sö6Ni ■ 0er Sfe *Är »II i*1 »■ .sK ZS Ks ^andm^ Mionen T Ln Wohnun fas if linnen em> lagen M , Me), und be |än die Ab l.Wge uuf ■ 'iflOO Stülk. ■ „„.en W Bl4®0?,.n ■ pngimtui« 1 beziehen |u 1 i Whngebaui Brjigen ergab ■ engen aus 4b I der Mittel ■'M Zurück! Innungen we ■«lammen erga 0121000 Wohnt | Md 19000 ( raren diese Zc len im Dorsal iimme um eit liefen Wohnur erfahren. Ins; virt chast einl Milliarden M Wen KktlG LS auien. äftd "EL’ 'N. I94n jyio'-l «nnt J vK ste i-st 12 T*en-J< di, S.’ppti, »6 J8Qtl Es if ?em d> ’l ^niit ^rden. Q, i^ndfunkred, ung°°. 9.trQ9eri)Qt. ^ufe die '"nnen-SG merbe ijter habe be° Ihrer; hrM- efrredang ÜerhaMungen kimhmen und leutralitöl ijojlomatei luf aufmerksam in besseres Bei- tzung, dah eint >s der beub rbe. bwch die eng, nterrebung de- 11 Lord Hali, inLe Fragen, bit , berühren, be ly Mail", detz > „formell" er. n'bbentrop fjabe d wegen [einer "fpruck auf «ren Kolo- Botschafter aus e n f verwiesen. L daß der Fjjh. erung zu wissen die Angelegen- "iter seien die ranzösisch- t worden sowie itrop habe die eiwilligen- ine Mgemein- Wanb könne lulben, bie es ß in Spanien lienische Kron' ittag 14.30 W wfften Thron- und Reiche ion Italien, N Kronpnnzen^ Slücklvünsch! efprochen. hat in g°"i gelöst. KoB Spannung enoon nerben angehw Neapolitaner ji® jschen DnahontE ter Seoöller« träfe i Thronerben. «hs Ddt'0 ...«r 2?ßeben? ö°lWi d" ^riictllch. w .ff JKi?11 ,%3 q im 5 erlitten » 1 w doo E s,F' W/50 42 PS ab 3875.- RM AB WERK tär be Wieder unter der Hoheit des Reiches Die Neuregelung der Verhältnisse bei Reichsbank und Reichsbahn. weiterhin wahr. Kleinmann stammt aus dem Wuppertal. Er wurde bis Kriegsausbruch bei der Eisenbahndirek- tion Elberfeld, bei der Generaldirektion der Elsaß- Lothringischen Reichseisenbahn in Straßburg und bei der Eisenbahndirektion Saarbrücken verwandt. Im Kriege wurde Kleinmann zunächst auf dem westlichen und später auf dem östlichen Kriegsschauplatz eingesetzt. 1920 wurde er Oberregierungsbaurat und Betriebsleiter der Eisenbahndirektion Kattvwitz. An der Abwehr der Ausstände in Oberschlesien beteiligte sich Kleinmann als Angehöriger des Deutschen Ausschusses. 1923 wurde er betriebstechnischer Leiter der Oberbetriebsleitung West. Den passiven Widerstand der deutschen Eisenbahnen hat er organisiert und die Umleitungen um das besetzte Gebiet durchgeführt. 1933 wurde er Präsident der Reichsbahndirektion Köln. Am 25. Juli 1933 ständiger Stellvertreter des Generaldirektors der Reichsbahn. Er führte eine neue Dien ft - und Lohnordnung für die Reichsbahnarbeiter auf der Grundlage nationalsozialistischer Weltanschauung durch. Kleinmann gehörte Jahre vor der Machtergreifung der NSDAP, an. Er ist SA.-Brigade- führer und der oberste Leiter des Bahnschutzes. versagt, hauptsächlich wegen Nichterfüllung polizeilicher Anforderungen. Fachbücher gehören in die Hand aller Schaffenden. Unsere Zeit verlangt den kämpferischen Einsatz jedes einzelnen in unserem Volke, wo immer er steht. Einsatzbereit sein aber heißt nichts anderes, als nach der persönlichen Höch st lei st ung im Dien st für das Ganze streben. Das große Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle in ihrem Beruf und an ihrer Arbeitsstelle das Beste geben, danach trachten, sich weiter in ihrem Fach zu bilden und das eigene fachliche können z u r 2N e i st e r s ch a f t zu steigern. Fachbücher gehören darum in die Hand aller Schaffenden. Denn aus ihnen gewinnt ein jeder zum Wollen das können! Hermann Göring. jungen eingeführt. — Das neue Gesetz beseitigt also auch bei der Reichsbahn die Bestimmungen des Reichsbahngesetzes, die sich als Ausfluß der bei der früheren Reparationsregelung Deutschland auferlegten Bindungen darstellen. Damit wird klargestellt, daß die Reichsbank und die Deutsche Reichsbahn vom ausländischen Einfluß auch formell endgültig befreit sind. Kleinmann Staatssekretär im Reichsverkehrsministermm. B e r l i n, 12. Febr. (DNB.) Der Führerund Reichskanzler hat den ständigen Stellvertreter des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahn, Wilhelm Kleinmann, zum Staatssekre- Magdeburg, 12. Febr. (DNB.) Zu den reits durchgeführten Aktionen des Reichsamtes Schönheit der Arbeit der DAF. werden sich in diesem Jahre zwei neue gesellen. Die erste steht unter her Parole „Saubere Menschen in sauberen Betrieben", die andere, die am 7. März in sämtlichen Kohlenbergwerken angelassen werden soll, trägt die Devise „Schönheit der Arbeit im Bergbau . Was man mit dem ersten Feldzug erreichen will, das zeigt deutlich eine Ausstellung die Reichsorganisationsleiter Dr. Ley in Magdeburg eröffnet hat. In zahlreichen Photos und Musterstücken wird gezeigt, wie ein Süro' zweckmäßig und mustergültig, aber doch billig ausgestattet werden kann. Bor allem sind die Büros verschwunden, in denen staubblinde Fenster das Sonnenlicht schlucken und altersschwache Möbel oder verstaubte Akten die Räume stark beengen. Weiter sieht man Kleider spindmodelle mit genormten Abmessungen. Auch die Beleuchtung der Arbeitsplätze spielt eine große Rolle. Den Hauptteil der Sonderschau bildeten Musterwasch- und Umkleideräume, die durchweg fließendes ___im Reichsverkehrsmini st erium ernannt. Staatssekretär Kleinmann nimmt die Aufgaben des stellvertretenden Generaldirektors und Vorstandsmitgliedes der Deutschen Reichsbahn auch Wasser besitzen. Außerdem kommt überall zum Ausdruck, daß die Waschanlagen so anzulegen sind, daß die Reinigung nach Arbeitsschluß sich möglichst rasch und reibungslos abwickelt. Jeder Schaffende soll den Schmutz und Ruß seines Tagewerks nicht in den Feierabend tragen, sondern sauber und erfrischt die Arbeitsstätte verlassen. OerArbeitseinsah in derMetallindustrie B e r l i n, 12. Febr. (DNB.) Im „Reichsanzeiger" wird eine neue Anordnung über den Arbeitseinsatz der Metallarbeiter veröffentlicht. Um ein gegenseitiges Abziehen der Facharbeiter durch die einzelnen Betriebe nach Möglichkeit zu verhindern, sind bereits Maßnahmen getroffen worden, die jetzt erweitert wurden. Einmal sind auch die Diplomingenieure und sonstigen akademisch vorgebildeten Kräfte, deren „Abwerbung" besonders umfangreich war, in die bisherige Regelung einbezogen worden soweit ihr Gehalt 1000 Mark monatlich nicht übersteigt. Weiter wird bestimmt, daß jeder Wechsel von Arbeitskräften in der Metallindustrie, wenn es sich um Fachkräfte handelt, zustimmungspflich- tig ist auch innerhalb des gleichen Arbeitsamtes. Musterung für Wehrdienst und Reichsarbeitsdienst 1937. Berlin, 11. Febr. In einer gemeinsamen Anordnung des Reichskriegsministers und des Reichs- Ministers des Innern über die Erfassung und Musterung 1937 für den aktiven Wehrdienst und Reichsarbeitsdienst wird bestimmt, daß, beginnend am 2. April, die wehrpflichtigen Deutschen des Geburtsjahres 1917, durch die polizeilichen Meldebehörden erfaßt und im Sommer dieses Jahres gemustert werden. Die Dienstpflichtigen des Geburtsjahrganges 1917 haben in der Zeit Dom 1. Oktober 1937 bis zum 31. März 1938 oder Dom 1. April 1938 bis zum 30. September 1938 Reichsarbeitsdienst z u leisten. Sie werden voraussichtlich vom 1. Oktober 1938 an zum aktiven Wehrdienst herangezogen. 5600 Führerscheine wurden entzogen. Der Reichsoerkehrsminister gibt bekannt, daß im Jahre 1936 wegen der verschiedensten Verstöße gegen die Verkehrsbestimmungen 5 6 7 8 Führer- scheine f ü r Kraftfahrzeuge entzogen Aus alter Wett. Drei Verbrecher hingerichlet. In Berlin ist der Bruno Busse aus Berlin-Neukölln hingerichtet worden, der wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden ist. Busse hat in Rüdnitz die Gastwirtin Berta Krafft erschossen, die er um fast ihr ganzes Vermögen betrogen hatte. Gleichzeitig ist Georg ©rammens aus Berlin hm- gerichtet worden, der wegen gememschast- l i ch e n R a u b m o r d e s zum Tode verurteilt worden war. ©rammens hat zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Konrad Nürnberg den Kassenboten Schröter des Mitteleuropäischen Reisebüros in Berlin überfallen, erschossen und des Geldes beraubt. Ferner ist der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Kurt Stangl aus Dresden hingerichtet worden. Riesiger Singvogelschwarm in der E,fel. An vielen Orten der Eifel konnte man m den letzten Tagen eine interessante Naturerscheinung bewundern.' Ein ungeheurer Dogelschwarm hält sich bei milder Witterung im Elselgeblet auf. Der Schwarm wurde erstmalig gesehen als er am wolkenverhangenen Himmel in beträchtlicher Hohe das Dauner Gebiet von Osten nach Westen überflog. Seitdem hält sich diese Vogelmasse - es handelt sich in der Hauptsache um kleine Smgv^el — in dieser bisher vom Winter fast völlig verschonten Gegend auf, wo sie anscheinend die notwendige Nahrung finden. Verurteilte Schwarzhörer. Im Vierteljahr Oktober bis Dezember 1 9 3 6 sind 210 Fälle der Errichtung und des Betriebes nicht genehmigter Funkempfangsanlagen st r a f r e ch t l i ck verfolg t morben. Verurteilt wurden 144 Personen, davon 139 zu Geldstrafen von 3 bis 100 RM. und vier zu Gefängnisstrafen von zwei Wochen bis zu drei Monaten. Ein Jugendlicher wurde verwarnt. Berlin, 12. Febr. (DNB.) Das jetzt vorliegende Gesetz zur Neuregelung der Verhältnisse der Reichsbank bezweckt lediglich die uneingeschränkte Währungshoheit des Reiches klarzustellen. Demzufolge ist die bisher festgesetzte Unabhängigkeit der Reichsbank von der Reichsregierung weggefallen. In der Tat gibt es nirgends in der Welt eine Zentralnotenbank, die von der Regierung ihres Landes völlig unabhängig wäre und etwa eine Politik führen könnte, welche der allgemeinen Politik ihrer Regierung zuwiderliefe. Um die Reichsbank, wie es der Führer in seiner Rede ausspricht, restlos unter die Hoheit des Deutschen Reiches zu stellen, hat der bisherige § 6 des Bank- aesetzes nunmehr die Fassung erhalten, daß das Reichsbankdirektorium dem Führer und Reichskanzler unmittelbar untersteht. Dadurch wird der Reichsbank gleichzeitig innerhalb des Staatsapparates eine Stellung eingeräumt, die der Bedeutung ihrer inneren und äußeren Aufgaben entspricht. Im § 21 letzter Absatz des Bankgesetzes waren Verpflichtungen der Reichsbank aus der früheren Reparationsregelung festgelegt. Die Streichung dieses Absatzes ändert an den Beziehungen der Reichsbank zur Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel nur insofern etwas, als sie sich künftig nicht mehr als erzwungener, sondern — ebenso wie bei den Notenbanken der anderen an der BIZ. beteiligten Länder — a u f freiwilliger Grundlage abspielen werden. Die Neuregelung bei der Reichsbahn. Die die Reichsbahn betreffenden Bestimmungen des Gesetzes besagen u. a.: Die Deutsche Reichsbahngesellschaft führt den Namen „Deutsche Reichsbahn". Ihre Dienststellen sind Reichsbehörden. Die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn geht im Reichsverkehrsministerium auf. Der Reichsverkehrsminister nimmt die Aufgaben des Generaldirektors, ein Staatssekretär und Ministerialdirektoren nehmen die Aufgaben der übrigen Vorstandsmitglieder wahr. Die Deutsche Reichsbahn verwaltet das Vermögen der Deutschen Reichsbahngesellschaft und das Vermögen des Reiches, das dem Betrieb der Reichseisenbahnen gewidmet ist, nach den Vorschriften des Reichsbahngesetzes vom 13. März 1930 als Sondervermögen des Reiches weiter, in das der Grundbesitz der Reichseisenbahnen nebst Zubehör einschließlich der Fahrzeuge und mit allen Beteiligungen einbezogen wird. An Stelle des Verwaltungsrates hat ein „Beirat der Deutschen Reichsbahn" die Aufgabe, in wichtigen Fragen den Reichsverkehrsminister zu b e r a t e n. Dem Beirat gehören die Vertreter der Vorzugsaktivnäre an. Den Vorsitz führt der Reichsverkehrsminister. Für die R e i ch s b a h n b e a m t e n hat die Regelung zur Folge, daß sie aus der Stellung von mittelbaren Reichsdeamten wieder in das Verhältnis von unmittelbaren Reichsbeamten ubergefuhrt Wetterbericht des Aelchswelterdiensles. Ausgabeort Frankfurt Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit befindet sich in erneuter Verstärkung. Dabei wurde durch einen nach England vorgestoßenen Atlantikwirbel bereits die Zufuhr kalter Meeresluft auf das Festland abgeschnitten und die Verfrachtung milder Meeresluft aufgenommen. Dementsprechend setzt sich rasch wieder unbeständiges und zunehmend! mildes Wetter durch, welches die in unseren Nachbargebirgen bestehenden Schneesportmöglichkeiten stark gefährdet. Aussichten für © o n n t a g : Wolkig bis bedeckt und zeitweilig Niederschläge, von Schnee in Regen übergehend, bei lebhaften südwestlichen Winden ansteigende Temperaturen. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Heiter, — 4 Grad, 23 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 5 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. Hoherodskopf: Wolkig, —5 Grad, 25 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 7 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. Sauerland, Winterberg: Bewölkt, —5 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten sehr gut. Alpen, Schneefernerhaus: Schneefall, —12 Grad, 520 cm Gesamtschneehöhe, 20 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski-Sportmöglichkeiten sehr gut. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einfchließlick 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. werden. Die Angleichung der Personalbestimmun- gen an die Verhältnisse des Reiches wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Es mußte deshalb fest- qelegt werden, daß vorläufig die bisherigen gesetzlichen Vorschriften und Verwaltungsordnungen der Deutschen Reichsbahn gelten. Zum 1. Juli 1937 wird das deutsche Beamtengesetz mit den für die Reichsbahn notwendigen Aenderungen und Ergan- Derantwortung für die Niederlagen bei Madrid unb den Fall Malagas Herumdrücken. Das Blatt fordert die B e ft r a f u n g all derer, die für diese Schlappen die Verantwortung tragen Der „Botschafter" der spanischen Bolschewisten in Moskau ift am Freitag in Valencia eingetroffen. Journalisten gegenüber äußerte er, daß „Sowjetrußland 24 Stunden am Tage mit der Unterst ü tz u n g der spanischen Bolschewisten beschäftigt" sei und alles liefere, was für den Sieg notwendig ist. Der Wohnungsbau. Als ein Zeichen der inneren Festigkeit der deutschen Wirtschaft kann es betrachtet werden, daß sich die Zahl der aus privaten Anlagemitteln errichteten Wohnungen bedeutend erhöht hat. Während im Jahre 1933 im Rahmen der Bauvorhaben der Anteil der öffentlichen Körperschaften als Bauherren 10,5 v. H., der gemeinnützigen Bauvereinigungen 33,8 v. H., der privaten Bauherren 55,7 v. H. betrug, haben sich diese Anteile im Jahre 1936 in einer Stärkung des Anteils der privaten Bauherren auf 61,4 v. H. verlagert. Die gemeinnützigen Bauoereinigungen waren noch mit 35,3 v. H., alfo etwas mehr als 1933 beteiligt, während von öffentlichen Körperschaften nur noch ein Drittel, nämlich 3,3 v. H. Anteile zu verzeichnen waren. Der reine Zugang an Wohnungen belief sich 1936 in den Groß- und Mittelstädten auf 128 000 Wohnungen gegen einen Zuwachs von 84 2OO Woh- nrngen im Vorjahre; der Mehrzugang ist also mit etwa 53 v. H. sehr beachtlich. Der Wohnungsbestand insgesamt belief sich Ende 1936 auf rund 6,9 Millionen Wohnungen, von denen etwa 1,6 Millionen Wohnungen oder 23 v. H. nach dem Jahre 1918 erbaut worden sind. Teilt man die Wohnungen auf in kleine Wohnungen (mit 1 bis 2 Wohn- räumen einfchl. Küche) und Mittelwohnungen (mit 4 bis 6 Räumen einfchl. Küche) und in Großwohnungen (mit 7 und mehr Wohnräumen einfchl. Küche), und berücksichtigt man gegenüber den Zugängen die Abgänge, so entfiel der Hauptteil der Zugänge auf Kleinwohnungen mit rund 10000 Stück. Der Zuwachs an Mi11elwoh - nun g e n ergab rund 6000, während bei den Großwohnunaen sich ein erheblicher A b - gang mit über 3000 Stück herausstellte. Diese Zahlen beziehen sich auf Wohnung s umbauten in Wohngebäuden. Im Gesamtbereich aller Wohnungen ergab sich, daß der Anteil der Kleinwohnungen auf 46 v. H. gestiegen war, während die Zahl der Mittelwohnungen ein wenig, und zwar au 50 d. H. zurückging, im übrigen die Zahl der Groß Wohnungen weiterhin gesunken ist. 57 Großstädte zusammen ergaben einen Wohnungsbauzugang von 121000 Wohnungen, während 45 Mittelstädte nur rund 19 000 Stuck Zuwachs hatten. Immerhin waren diese Zahlen erheblich höher als die Bauzahlen im Vorjahre und übertrafen die Vorjahrssumme um etwa 50 v. H. Der Baumarkt hat durch diesen Wohnungszugang eine beachtliche Steigerung erfahren. Insgesamt bemißt man die in der Bau- wirtschaft eintretenden Umsätze auf jährlich acht Milliarden Mark. Saubere Menschen in Zauberen Betrieben. werden mußten. Besonders bemerkenswert ist dabei, daß die meisten Entziehungen des Führerscheines wegen „N eigung zum Trunk oder zu Ausschreitungen" (2103 Fälle) erfolgte. Wegen Nichterfüllung polizeilicher Anordnungen wurden 1256 Führersckeinentziehun- gen ausgesprochen, wegen fahrlässiger Körperverletzung oder fahrlässiger Tötung 1212, wegen Roheitsvergehen und Sittlichkeitsverbrechen 103, wegen schwerer Eigentumsvergehen ober Urkunden- älschung 578. In 13 Fällen erfolgte die Entziehung, weil der Betreffende nicht gegen Haftpflicht versichert war und entstandenen Schaden nicht ersetzte. Im Berichtsjahr wurde außerdem in 1951 Fällen der Führerschein von vornherein versagt; darunter befinden sich 445 Anwärter, die die Prüfung nicht bestanden haben. Bei der Mehrzahl der übrigen lag erwiesene Unzuverlässigkeit vor. Fahrlehrerscheine wurden 127 entzogen und 29 die einzelnen Modelle 55 PS ab 4975.- RM AB WERK 62 PS ab 5550.- RM AB WERK j | Vermietungen"] Möbel von Rau UllUlUUlllUCV __ « -e - Zimmer Buchhalter ein anerkannter Begriff für Lagerplatz Spezialwerkstätte Zunge, gewandte Mliplerl* Schöne 1016 A Mini-Nohn. gegen gleiche. Wir bieten hohen Verdienst . Zentralheizg. , Badezimmer, Stellenangebote gewerbsmätz. Bertriebsstelle r .* .. ..t L nv* Ql)m if i kurs [1012Ü Kaiserstratze 15. 968V Gesucht Laborant oder Laborantin evtl. 3 Zirr per 1. April Ummer Ivril 37. Man bemül 0757 n. d. G. 3L. für Phi Ms Wort zr Zuverläss. [oeoo 967V unterstellt. M WoDhen-Uebersicht | Hierauf: 884D Stadttheater1 m. u. Sehr. Ang. unt 0729 a. d. G. A. Keine Zeugnisse in Urschrift Jg. 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Abruar 1957 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ttr.37 Zweites Blaff Mlei"verkai 1111 lm°tt-SQSi »sei zu nehmen. Handwerk hat goldenen Boden Verschied» (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) wer- viele Mu- denn nicht Schornstein und fuhr an der Außenwand des Hauses nieder. Chesterfield, der mit dem Rücken zum Garten saß, wurde vom Stuhl und über die niedrige Balustrade auf den Rasen geschleudert. Bevor irgendwer sich vom Schrecken erholen konnte, war er wieder auf den Beinen — saß er wieder an seinem Platze und griff mit einer Hand, die nicht zitterte, nach seinem Glase. „Verzeihen Sie die Störung, meine Herren", sagte er, „es ist die Schuld meines Butlers. Immer wieder vergißt er mich daran zu erinnern, daß ich mir endlich einen Blitzableiter anlegen lasse." Der st reitbare Pfarrherr. Mr. Suckling, vor einem guten Jahrhundert Pfarrer in Norfolk, ein kräftiger, seelisch gesunder, lebenstüchtiger Gottesmann, wurde eines Tages von einem mit Whiskygrog und Plumpudding angefüllten Pächter gründlichst angerempelt. Er ließ es an allgemeinverständlichen Erwiderungen nicht fehlen, und der Pächter geriet ins Kochen. „Ihr geistliches Kleid schützt Sie", sagte er. „Mich vielleicht, aber Sie nicht", versetzte Mr. Suckling — zog seinen schwarzen Rock aus und schlug den Pächter nach allen Regeln der Kunst k. o. zu allen Zeiten regen Anteil am öffentlichen Leben der Nation genommen haben. In den alten Innungsblättern finden sich viele Hinweise, die uns Kunde geben von mancher sozialen und kulturellen Tat ehrbarer Meister, ja, sogar von politischem Geschehen, bei denen Schuhmachermeister in ausschlaggebender Weise mitgewirkt haben. Das Heldenlied jenes ostpreußischen Schuhmachers, Hans von Sagan, der sich in einer Stunde höchster Gefahr an die Spitze von Ordensrittern und deutschen Bürgern stellte, um die slawischen Eindringlinge zurückzuschlagen, ist heute noch nicht verhallt. Das war die Schlacht bei Rudau im Jahre 1370, die den bedrängten Ritterorden entlastete und den lagMchel,M torstr.7tzT.24N Der französisch-spanische Maler Maurice Ut r i llo, der in Paris lebt, ist vor einigen Jahren infolge einer Verwechslung mit dem Schriftsteller gleichen Namens t 0 t g e s a g t worden und hat somit das nur wenigen Sterblichen beschiedene Glück genossen, in der gesamten Weltpresse seinen eigenen, übrigens durchweg sehr anerkennenden Nachruf lesen zu dürfen. Anstatt nun erkenntlich für dieses Spiel des Zufalls zu fern, ist er undankbar genug, jetzt gegen den Direktor der Tate-Gallery in London einen Schadenersatzprozeß anzustrengen, weil er Utrillo, in dem Katalog der Sammlung durch Beifügung eines Kreuzes an seinen Namen als verstorben bezeichnet worden ist. Ein geschäftstüchtiger Herr, das muß man sagen, und dennoch sehr wenig auf seinen wahren Vorteil bedacht! Denn Utrillo hätte doch einsehen müssen, daß er seit seinem Tode außerordentlich im Kurse gestiegen ist, was seinen Grund in dem sattsam bekannten und durch Hunderte von Beispielen nachweisbaren Umstand hat, daß moderne Künstler fast immer erst zu leben tyifangen, wenn sie gestorben sind. Der Mensch ist eben ein undankbares Geschöpf, und Utrillo ganz besonders, dem das seltene Glück, seinen Ngchruhm zu erleben, in den Schoß gefallen ist, ohne daß er die sonst nicht zu vermeidenden Unannehmlichkeiten des Sterbens dabei gehabt hat. Man bemüht sich neuerdings wieder einmal heftig, für Philosophie ein entsprechendes deutsches Wort zu finden, ohne daß es gelingen will. „Grundwissenschaft", „Weisheitsforschung" — es sind doch nur tastende Versuche, den Sinn wieder- Das Standbild. Ein Kaufmann, der mit dem Salzhandel ein riesiges Vermögen verdient und sich davon ein gewaltiges Schloß erbaut hatte, lud sich die Leuchten der britischen Prominenz zu- einer Einweihungsfeier ein und führte die Gäste nach der Begrüßung durch das gigantische Treppenhaus. „Hier", sagte der Salzhändler und deutete auf eine noch leere überlebensgroße Nische, möchte ich gern eine Skulptur aufstellen, die für meine Lebensarbeit allegorisch ist." „Da wüßte ich Rat", meinte Dr. Samuel Johnson. „Ich empfehle Ihnen Lots Weib." Urquell Das führend« Möbelhaus Oberhessent — 101». d6,es Sochschulnachnckten. Der Führer und Reichskanzler hat den nicht- beamteten außerordentlichen Professor an der Universität Breslau, Dr. HermannG i e r s berg, mit Wirkung ab 1. Dezember 1936 zum ordentlichen Professor für Zoologie an der Universität F r ank - s u r t ernannt Professor Dr. Gerhard Schrader, Ordinarius für gerichtliche und soziale Medizin an der Universität Marburg, ist in gleicher Diensteigenschaft an die Universität,H alle-Wittenberg berufen worden. „ lll! SillM 18 houf Brüil, II Juwelier, 6 wichen, ■«'.'„Ta’1,! Ä"S Ä- AU 18: Mittelalter bis zur Gegenwart die Runde durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Man sieht also, das vor dem Kriege ganz unbekannte Verfahren, Kunstwerke auf die Reise zu schicken und sie mit einer Art diplomatischen Mission zu betrauen, scheint allerorten Anklang zu finden, nicht bloß, weil es neu ist, sondern auch aus anderen und überzeugenderen Gründen. Einmal haben die Völker die Erfahrung gemacht, daß es kein besseres Mittel gibt, sich wechselseitig kennen zu lernen, als Besuche und Gegenbesuche des Kostbarsten, was man besitzt, und das sind nicht immer die Politiker, sondern die großen geistigen Werte, die Überpersönlichen Kulturleistungen, die zwar keine Verträge abschließen können, dafür aber Ansichten berichtigen, Vorurteile beseitigen und sogar Bande knüpfen, die oft wichtiger und haltbarer sind als Verträge. Wir möchten annehmen, daß dieses Austauschoerfahren zwischen Kunstwerken eine Zukunft hat, schon deshalb, weil es ein Mittel ist, die vielfach unterbundene Auslandsreise zwar nicht zu ersetzen, aber doch den Verzicht darauf weniger empfindlich zu machen. Wo die Menschen aus sehr realen Gründen der allgemeinen Wirtschaftslage unbeweglicher den, müssen die Kunstwerke, um derentwillen reisten, beweglich gemacht werden. Daß die seumsverwaltungen gewisse Bedenken haben, die Bilder werden auf dem Transport sicher besser — ist verständlich, doch werden schon Wege gefunden werden, um solchen, vorerst noch berechtigten Widerständen den Wind aus den Segeln IV. Der Schuhmachermeister. Von der großen Zahl der mittelalterlichen Handwerksberufe sind viele ein Opfer der wechselnden Zeitumstände geworden. Die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse haben sich im letzten halben Jahrtausend mehrfach so grundlegend verändert, daß für manchen ehrbaren Zweig des alten deutschen Handwerks keine lohnende Betätigungsmöglichkeit mehr vorhanden ist. Eine Zeitlang schien es so, daß auch das Schuhmacherhandwerk unter die Räder geraten würde. Und doch verfügt wohl kaum noch ein anderes Handwerk über so große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Traditionen als gerade das Schuhmacherhandwerk, dessen Vertreter zugeben, der ohne das tieme, auei m Interesse der Ausbildung des Nachwuchses im Rahmen der ihm verbliebenen Möglichkeiten auch neue Schuhe Herstellen. Auf Grund dieser Tatsachen hat sich zwischen Schuhwarenindustrie und Schuhmacherhandwerk eine gewisse Arbeitsteilung in der Weise ergeben, daß das Schuhmacher- Handwerk sich in erster Linie auf den orthopädischen Schuh einstellte — wenn sich der einzelne Schuhmachermeister nicht überhaupt nur auf die Reparatur beschränkte. Gerade bei den Aushebungen zum Wehrdienst zeigt sich immer wieder, daß ein sehr hoher Prozentsatz sonst gesunder Rekruten an irgendeiner Fußverbildung leidet. Im Jahre 1914 waren es z. B. 23,9 v. H. der jungen Mannschaft. Das Schuhmacherhandwerk hat deshalb durch eine vielbeachtete Ausstellung im Hause des deutschen Handwerks sehr eindringlich auf das Problem „Schuhmacherhandwerk und Volksgesundheit" hingewiesen, eine Tat, die sehr hoch bewertet werden muß. Die Organisation des Schuhmacherhand- Ein Klavier muß sich viel gefallen lasten. Sonntag in einem Kleinstadtwirtshaus. Draußen saust der Wintersturm. Drinnen bullert und kracht und knistert der dickbäuchige, weiße Ofen. Auf einen Tisch fliegt heftig und sicher Trumpf-As. Zigarrenrauchwolken schweben drüberhin. Der große runde Tisch hat zwei Familien um sich versammelt, die durcheinanderreden, fröhlich sind und ab und zu den dicken Schenkwirt an ihrer Heiterkeit teil- nehmen lassen. Eins ist sicher: der mit dem feingewichsten Schnurrbart und mit der Frau, die einen Schirm bei sich trägt, so einen Zwergschirm, in der Handtasche zu tragen, diese beiden sind bestimmt aus der Großstadt, sind hier zu Besuch. Und dieser kleine, fixe, fünfjährige Junge gehört auch dazu. Die beiden anderen, Mann und Frau, sind sicherlich hier in der Kleinstadt daheim. Dazu das kleine, bescheidene, fünfjährige Mädchen. Der Junge hat eine illustrierte Zeitschrift auf den Knien, und immer, wenn er darin etwas gefunden hat, das feine Aufmerksamkeit erregte, zieht er das Blatt auf den Tisch und erklärt es dem kleinen Mädchen. Das nickt verlegen mit dem Kopfe. Die blaue Schleife, die am abstehenden Zöpfchen hängt, wedelt einmal auf. Bald ist die Zeitschrift am Ende. Der Junge erhebt sich, greift die Hand der Kleinen, und nun gehen sie auf Entdeckungen au^. Sie sehen sieb in der Gaststube ein bißchen um, schauen sich die Wandbilder an, befühlen den Ofen, sprechen mit der alten Wirtin, die einen Anflug von Bart hat, und auf einmal stehen sie am Klavier. Das Klavier ist geschlossen. Und nun: beide sitzen jetzt unter dem Klavier. Wahrhaftig, sie haben sich beide einträchtig unter das Klavier gesetzt, sitzen wie ausgestellt darunter. Da sind die Klavierpedale. Das kleine Mädchen tippt mit der ganzen Hand darauf, hat wohl ge- alaubt, daß da einige Töne herauskommen würden. Aber es kommt nichts. Sie fragt etwas enttäuscht: „Was ist denn das, Emil?" Und Emil sagt ernst und wichtigtuend, auf die rechte Pedale zeigend: „Der hier, das ist die Kuppelung!" Und auf die linke Pedale weisend: „Und der hier, das ist der Gashebel!" Mein Gott, was man sich nicht alles nachsagen lassen muß, wenn man ein altes Klavier ist in einem sonntäglichen Kleinstadtgasthaus! Max Jungnickel. WchMM I B.NuhnA.6.,Lollu Wer erteilt U iita# Schr. Ang. ml Preisangabe u. 0760 a. d. G.L MerW in nächster Zeü I nach Oamstatl tnb tonn 2 I Hefen mit nach f rieben bringen. I NaniredMz, NarM27 Ml od. Mer an der Lahn zu pachten gesucht. Scheck Angeb. m. Lag; . u. Pachtvr.m 10757 a. d.Gck , Junger Fritz 1 sucht eins., tui - Frisech zwecks i' Heirat 1 Zchr. Ang.ck UOOODtüJS r Lehrer uni lüler! euerschelnung- WM» »Sgl •»« Werks ist nach den Bestimmungen des Gesetzes über den Aufbau des deutschen Handwerks mustergültig durchgeführt worden. Es gibt 820 Innungen in 15 Bezirksinnungsoerbänden. Daneben verfügt das Handwerk über zwei Zentralverbände der Rohftoff- befchaffupg in Düsseldorf und Stuttgart mit etwa 150 örtlichen Genossenschaften. Eine R e i ch s l i e - ferungsgenossen schäft gliedert sich in 15 Landeslieferunasgenossenschaften, die die Aufgabe haben, die Aufträge der öffentlichen H a n d zu sammeln, an die Innungen zu verteilen, die sie dann den einzelnen Werkstätten zuleiten. Hier hat sich seit der Machtübernahme des Nationalsozialismus zugunsten des Schuhmacherhand' werks manches geändert. Heer, Arbeitsdienst und Winterhilfswerk vergeben nunmehr Aufträge im steigenden Umfange, so daß insgesamt 12 v. H. des deutschen Gebrauchs vom Handwerk hergestellt werden. Diese Einschaltung des Schuhmacherhand' werks in eine dauernde, die sich schon heute voll und ganz bewährt hat. Das Schuhmacherhandwerk war durchaus in der Lage, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Wahrhaftig ein entscheidender Wandel, der nicht nur im Interesse dieses Handwerks, sondern auch der Allgemeinheit begrüßt werden kann. Heute gibt es etwa 140 000 Betriebe im Schuhmacherhandwerk mit etwa 35 000 Gesellen und 30 000 Lehrlingen. Das Schuhmacherhandwerk bedauert es, auch im Interesse der Ausbildung der Lehrlinge, daß es noch immer Fabrikfilialen gibt, die nebenbei Reparaturwerkstätten unterhalten. 65 v. H. seiner Umsätze gewinnt das Schuhmacherhandwerk aus der R e p a r a t u r t ä t i g k e i t, 25 v. H. aus dem Handel mit fertigen Schuhen, Schuhkreme ufw. Hier finden wir noch immer einen sehr starken Drang zur Selbständigkeit, da der Schuhmachergeselle, der beim Handwerk bleibt, danach strebt, möglichst seinen Beruf selbständig auszuüben. Da aber viele gelernte Schuhmacher erfahrungsgemäß später in andere Berufe übergehen, zu einem großen Teil nach der Militärdienstzeit zur Post, Eisenbahn ufw., gibt es gerade in diesem Handwerkszweig Schwarzarbeiter, die eine Belastung für die gesunde wirtschaftliche Entwicklung des regulären Handwerks darstellen. Dabei ist zu beachten, daß meistens solche Gesellen den Beruf verlassen, die ihn unlustig ausgeübt und es deshalb auch nicht zu einer großen Fertigkeit gebracht haben. Das Schuhmacherhandwerk legt großen Wert auf eine intensive Berufsausbildung. Heute herrscht schon hier und da ein Mangel an Qualitäts- und Spezialarbeitern, so daß die weitere Ausbildung einer großen Zahl von Lehrlingen notwendig war. So werden z. B. Spezialisten für orthopädische Schuhe, für Sportstiefel und für Luxusarbeiten gesucht. Die Reichsfachschule für das Schuhmacherhandwerk befindet sich i n Siebenlahn (Sachsen), einer Ausbildungsstätte, die bereits große Erfolge aufzuweisen hat. Die Blüte des Schuhmacherhandwerks ist nicht zu trennen von der Kaufkraft der Bevölkerung. Je stärker diese wird, je größer wird auch der Umsatz des Schuhmachermeisters, besonders so weit der Umsatz aus der Maßarbeit in Frage kommt. H. D. Bummel durchs Suaheli-Land. Don unserem E.R.K.-Äerichterstatier. Nachdruck verboten! I. Das Rote Reer. Unser E. R. K. - Berichterstatter hat soeben eine Reise durch das frühere Deutsch - Ostafrika beendet. Wir beginnen heute mit der eindrucksvollen Schilderung seiner Fahrt auf einem Dampfer der Deutschen Afrikalinien durchs Rote Meer zum schwarzen Erdteil. Das Rote Meer, ein Streifen Salzwasser von vielleicht 150 Kilometer Breite, liegt zwischen den riesigen Wüsten Arabiens und Afrikas. Zu deren wilden Hitzegraden gesellt sich auf ihm die Feuchtigkeit des tropischen Meeres, mit so gegen 95 v. H. Wasserdampf m der Luft. Es können auch 98 sein, höher geht's dann nimmer. — Daß es das heißeste aller Meere sei, ist wohl allseitig anerkannt. Gott hat es in seinem Zorn erschaffen. Aber er hat andererseits den Menschen nicht befohlen, zu ollen Jahreszeiten darauf herumzufahren. Daß das Dennoch geschieht, ist bekanntlich Ferdinand von L e s s e p s zu verdanken, der auf der Mole des Suez-Kanals in Port Said eine trügerisch einladende Geste macht, von der man nicht weiß, ob sie eine Aufforderung bedeutet, sich des so eröffneten Roten Meeres zu bedienen oder die Kanalgebühren in Höhe von einigen Zehntausenden von Mark in dem unweit gelegenen Verwaltungsgebäude der Kanalgesellschaft zu berappen. Er glaubte wohl, sich ein Verdienst mit der Erbauung des Kanals erworben zu haben. — Nun, wer einmal durch das Rote Meer fährt, mag wohl als Neugieriger entschuldigt werden. Wer es aber dauernd tut, und gar als Schiffsangestellter, Heizer, Koch oder Steward ist mehr bewundernswert. Diese drei Kategorien von Berufen wissen wirklich, was Rotes Meer heißt, sie sind die eigentlichen Helden der sommerlichen Durchfahrt, sie sollte man schreiben lassen anstatt der Zeitungsleute, die von den Temperaturen in den Heizräumen und Küchen mit über 40 Grad berichten, während sie selbst an der kühlsten Stelle der Decks sitzen, wo es nur 3 3 Grad hat, wie in meinem Falle. Man muß die Stewards gesehen hüben, nicht nur das Das Hungermahlvon Larbonara. Von Otto Anihes Nachdem Prinz Eugen den Oberbefehl des Heeres übernommen hatte, das die Franzosen in Italien zu bekämpfen bestimmt war, überraschte er den französischen Oberbefehlshaber zunächst vollkommen durch einen unerhört kühnen Uebergang über die Alpen und schlug ihn darauf in zwei Schlachten. Dann aber geriet er in die größte Bedrängnis, nicht etwa, weil die Feinde ihm mit einem Male so viel gefährlicher geworden wären, sondern weil ihn die Heimat ganz und gar im Stich ließ. Unverstand, Liederlichkeit und böswillige Hinderungssucht wirkten in Wien zusammen, um jegliche Hilfeleistung zu unterbinden, so daß das Heer in kurzer Zeit schlecht gekleidet, schlecht bewaffnet und am schlechtesten verpflegt war. Alle Briefe, die der Prinz nach Wien schrieb, die groben wie die flehentlichen, änderten nichts, und er mußte froh sein, daß es seinem Feldherrngeschick gelang, durch äußerste Ausnutzung des Geländes im Kleinkrieg den Gegner im Schach zu halten. So standen die Dinge, als er eines Tages, nachdem er seine Vorposten besucht hatte, eine Begleitung voraufschickte und allein langsam durch die Gassen des Städtchens Carbonara seinem Quartier zuritt. Die Soldaten standen in Trupps vor den Häusern zusammen, mit finsteren Gesichtern. Sobald sie den verehrten Feldherrn erblickten, rissen sie sich wohl zusammen und traten ehrerbietig zur Seite; und jeder, den er ansah, leuchtete unter dem Feuer seines wunderbaren Auges auf. Aber wenn er vorüber war, erlosch die flüchtige Glut alsbald und machte dem vorherigen Mißmut Platz. Dem Prinzen entging nichts von diesem Schauspiel. Und als er durch das niedere enge Tor die Stadt wieder verließ, straffte ein Entschluß seinen Körper mit einem Ruck derart, daß der Gaul unter ihm erschrak und in einen heftigen Galopp verfiel. So wurde er bald des Schlosses ansichtig, in dem er mit seinem Stabe untergebracht war. Er lenkte das Pferd in den Park, der mehr ein großer verwilderter Garten war, und näherte sich dem Hause von der Rückseite. Aus den weitgeöffneten Fenstern eines weitläufigen Raumes zu ebener Erde schollen laute erregte Stimmen, und er hielt an, um zu hören, was die Offiziere seines Stabes sich wohl mit solcher Leidenschaft mitzuteilen hätten. „A Sauerei is dös", ließ einer sich vernehmen, „a Hundsviecherei. Solln's ihr'n Krieg alloan fuhr'n, die Mistoiecher in Wien, wann's nir ä' freff’n fchick'n woll'n." „Die Leut hungern", ergänzte ein zweiter, „oder aber sie betteln. In Bresonello is a Fähnrich, der Hemd eine einzige, klatschnaß im Zugwind flatternde Fahne, sondern auch die Hose durchgeschwitzt, man muß dieHeizer gesehen haben, wie sie bleich und vollends ausgepumpt aus ihrer Hölle ans Tageslicht der Decks emportauchen. Dann brechen sie zusammen. Diesmal waren es von den zehn Stewards unserer Klasse nicht weniger als fünf, — noch mehr Arbeit für die, die durchzuhalten vermochten, bei der Höllenhitze der Anrichte. Auch das muß man gesehen haben, wenn sie umkippen, röcheln, mit den Armen arbeiten, weil sie keine Luft mehr kriegen, während der nächste Kamerad ihnen eine kleine Flasche Sekt zwischen die Zähne gießt, — und der Arzt kommt gelaufen, selber klatschnaß und die Schwester ist schon da mit einem Stück Eis aus der Bar, und wie sie dann weggeschleift werden in einem Stück festen Tuchs wie ein Sack, schwer und bewegungslos ... Man begreift dann, daß das Rote Meer kein Kinderspaß ist, und oft, wenn es am unerträglichsten war, so mittags zwischen zwei und vier, wenn kein Lufthauch auf dem ganzen Schiff zu spüren war, wenn es einem vom bloßen Stillsitzen über das Gesicht lief und die nackten Unterarme hinunter, befiel mich wie ein Alpdruck der Gedanke: Was wird bloß, wenn die Heizer plötzlich alle nicht mehr können? Dann kommen wir in absehbarer Zeit überhaupt nicht mehr heraus aus diesem Höllenloch. — Und dennoch, und dennoch wird immer wieder durch das Rote Meer gefahren und durch seine höllischen Windstillen — nun, wir wissen ja warum. — Aber wir wollen uns dabei immer dankbar und mit Hochachtung derer erinnern, die die Sache „gefchmissen" haben. Es ranken sich, wie um viele ungewöhnliche Dinge dieser Welt, die Legenden um dieses ungewöhnliche Meer. Und mit den Legenden ist es meist so, daß Dinge, die am unglaubhaftesten aussehen, sich nachher als völlig w a y r erweisen, während ganz solid ausschauende Erzählungen sich als glatte Fabeleien Herausstellen. Daß es mitten auf dem Roten Meer Sandstürme gibt, bei denen, aller Hitze zum Trotz, alle Türen und Bullaugen des Schiffes dicht gemacht werden müssen, weil man sonst im Staub fast erstickt, ist zum Beispiel durchaus keine Legende, sondern bittere und gefürchtete Wahrheit. Legenden dagegen sind meist, wie gesagt, die wo zu g'schamig war zu betteln, am Hunger g'storbn." „No jo", knurrte ein Dritter, „was solln's machen, wenn koan Nachschub is." „Ah, da gibts fei nix", wieder der erste, „der Soldat muß vor all'n Ding’n eff’n." „Guet eff’n muß er", verbesserte eine helle Stimme, die gehörte dem jungen Windischgrätz, die kannte der Prinz. Er ritt kurz auf den Hof, ein Reitknecht nahm ihm den Gaul ab, und unbemerkt von den Raunzern trat er ins Schloß. Dies Schloß war eigentlich nur ein sehr umfängliches, langgestrecktes Haus mit einem Erdgeschoß und vielen Dachzimmern. Es gehörte einem verarmten Marchese, der zwar nicht in der Lage war, den Prinzen und seinen Stab standesgemäß zu speisen und zu tränken, der es sich aber nicht nehmen ließ, die Tafel täglich mit seinem kostbaren alten Silber zu schmücken. So sah denn der Speisesaal, als kurz nach des Prinzen Rückkehr zum Essen geblasen wurde, auch diesmal wieder aus wie gerüstet zu einem Mahl der Pracht und Ueppigkeit. Der Prinz kam. „Nehmen's Platz, meine Herren!" rief er. „Der Soldat muß vor allen Dingen essen." Die Offiziere spitzten die Ohren. Denn solchen Spruch waren sie aus diesem Mund zu hören nicht gewohnt. Aber schon traten die Ordonnanzen ein, gingen, einer hinter dem andern, silberne Teller in den Händen, um die Tafel und setzten jedem ein großes Glas klaren Wassers hin. Der Prinz ergriff fein Glas. „Auf Ihr Wohl, meine Herren!" sagte er. „Auch trinken schadet dem Soldaten nicht — wenn ers haben kann." Betreten und dunkel ahnend, was hier gespielt wurde, tranken die Herren. Ader der Prinz begann alsbald einen Vortrag, der sie anders aufhorchen ließ. Denn was er sagte war nichts anderes als der Plan einer Schlacht, den er entwickelte, klar und durchsichtig; scheinbar nur als Beispiel, zur Belehrung; ihnen aber, die alle Verhältnisse kannten, wohl verständlich als eine wirkliche Absicht für die nächste Stunde. Indem sie nun, gefesselt und erregt, saßen und hörten, traten abermals die Ordonnanzen ein, machten ihren Rundgang und legten jedem ein großes Stück einfachen Brotes vor, so wie es die Feldbäckereien für den gemeinen Mann buken, wenn sie Mehl hatten. „Greifen's zu, meine Herren!" rief der Prinz und biß selbst mit den beiden breiten Zähnen, die feine allzu kurze Oberlippe allezeit sehen ließ, in sein Stück. „Immer zu, Windischgrätz!" setzte er hinzu, als Der neue Stahlfielm um 200 Gramm leichter. D ■ . . : Beim Heer wird jetzt ein neues Stahlhelm-Modell eingeführt, das gegenüber dem bisherigen Stahlhelm den großen Vorteil hat, daß es um rund 200 Gramm leichter ist. Ferner ist der Rand etwas höher angesetzt, so daß das Auge freier bleibt, und schließlich ist der Schirm verkürzt, damit die Träger des Stahlhelms besser hören können. Unser Bild zeigt links den bisherigen und rechts den neuen Stahlhelm. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Temperaturangaben von uns Berichterstattern, und zwar einfach deshalb, weil nicht wir, als Passagiere, es sind, die diese höchsten Extreme aushalten hatten. Ader wenn wir schon leiden, soll man uns unsere kleine Lust an oer Rekordziffer nicht grämlich verargen (außerdem macht sie daheim einen so guten Eindruck). Und 33 Grad ist gar nicht so wenig, wie es scheint. Bei fast gesättigt feuchter Luft genügt es durchaus. Und nichts hilft dagegen. Im Gegenteil. Ein Glas kalten Bieres oder geeister Limonade zur unrechten Zeit, und du fliegst mit einem gehörigen Darmkatarrh für einige Tage ins Hospital des Schiffes. Eine Minute zu lange im klatschnassen Hemd im Wind gesessen, und du fliegst wegen schwerer Bronchitis mit Fieber ebenfalls ins Hospital. Fast die Hälfte der Passagiere hat nach und nach daran glauben müssen. Es hat wirklich der Teufel erfunden, daß man in dieser heißesten Gegend auch noch anfangen muß, sich warm anzuziehen, mit Unterzeug und wollenen Leibbinden... So ist reihum, zu aller Hitze, auch noch alles krank, und der Gesprächsstoff geht den Gesunden nicht aus. Aus Gehirnen, die in der Hitze langsam zu brodeln anfangen, krauchen, wie Schmetterlinge aus der Puppe, nun die skurrilsten Legenden über das Rote Meer. Daß man vier bis fünf Nächte kaum schläft und auf den unmöglichsten Stühlen an Deck herumliegt, versteht sich von selbst. Aber daß man sich dabei erkälten müsse, ist auch Legende, wenn man nur fest genug entschlossen ist, unter genügend dicken Decken weiter zu schwitzen. Und vielleicht sind diese Nächte nach Tagen mit einer bleiern brütenden Sonne das Schlimmste, diese erbarmungslosen Nächte, in denen das diffuse Geschleier am Himmel bisweilen viertel- stundenlang ununterbrochen vom Wetterleuchten häßlich grün erleuchtet wird. Mir haben ganz ernsthafte und sonst wenig wehleidige Menschen am Morgen darauf versichert, sie wüßten nun, daß man vor Hitze verrückt werden könne. Zum Ende der Fahrt kommt dann der Rote Hund, und statt daß nur die rinnenden Schweißtropfen kitzeln, juckt die ganze, vom Schwitzen entzündete Haut und besonders die Kinder sahen zum Erbarmen aus. Und es kommt die Apathie. er den jungen Rittmeister aus hochadeligem Haus Zögern sah. „Gut essen muß der Soldat." Und schon war er wieder in seinem Vortrag, der nun so bestimmte Anweisungen und Fingerzeige enthielt, daß die Herren unter dem Kauen ihre Notizbüchlein zogen und schrieben. Noch einmal traten die Ordonnanzen an und boten jedem eine einfache Frucht. Aber ehe noch einer sie angerührt hatte, schmetterte draußen vor dem Hause ein Trompeter den Großen Alarm in die Luft. „Stecken's ein, meine Herren!" rief der Prinz. „Als Nachschub." Und erhob sich von der Tafel, ihm nach wie hochaeschnellt die ganze Runde. Eine Viertelstunde später stieg er zu Pferde. Er winkte die Herren zum Kreise um sich. „Daß ich's Ihnen sage, meine Herren", sagte er ernst und leise: „Der Soldat muß vor a.l"n Dingen — siegen." Und als sie alle den Atem anhielten: „Vorwärts, meine Herren!" Am nächsten Abend war die Schlacht bei Luz- zara gewonnen Achtzehntausend hungrige zerlumpte Oesterreicher hatten einen vielfach überlegenen Gegner geschlagen, dank dem Feuer, das der Siegerwille des Prinzen ihnen in Hirne und Knochen gegossen hatte. SchlangenMer Mngo. Von Paul Eipper „Ob es wahr ist, daß der kleine Mungo nur mit Giftschlangen kämpft?" Diese Frage konnte mir auch der alte Jndienfahrer nicht beantworten, den ich während einer kurzen Rastpause im Hamburger Hafen ausforschte. Der vielgereiste Mann hat mehrere Mungokämpfe selbst beobachtet: „Es waren allerdings jedesmal Kobras, Brillenschlangen, die „verdammt" giftig sind. Aber — so fuhr er fort — solch ein Mungo frißt nicht allein Schlangen, sondern ebenso gern Ratten und Mäuse, ja, sogar Obst und — wenn er es fangen kann — mit sichtlichem Wohlbehagen auch ein Huhn, draußen in ber freien Wildbahn. Auf der Farm läßt er die Hühner meist in Frieden. Sie wissen doch, daß die Mungos leicht zu zähmen sind und recht erfreuliche Haustiere werden? Sie kommen auf den Pfiff Zum Menschen, sind gutmütig und sehr sauber, eine wahre Wohltat für uns und die beste Reinlichkeitspolizei. Der Mungo wittert jede kleinste Maus im Bungalow und ruht nicht, bis er sie gefangen hat". Die Nützlichkeit des Mungos bestätigt schon der Altmeister Brehm. Er berichtet, daß in den 70er Fahren des vorigen Jahrhunderts die Zuckerrohr- Pflanzer auf Jamaika Mungos eingeführt haben, weil dort die Plantagen durch ungezählte Ratten schwer gefährdet waren. Die Mungos oerwiklichten Auch die Tatsache, daß ein sorglicher Kapitän täglich 70 Tonnen Süßwasser spendiert, kann einen nicht mehr erfreuen. Man bedenke: 70 000 Kilo Wasser täglich für kaum 300 Menschen, die Besatzung einbegriffen! Und vielleicht gibt es noch viel schlimmere Fahrten als die, die wir hatten. Als wir noch im Suezkanal fuhren, erzählten mir die Seeleute, sie hätten am Abend zuvor in Port Said mit Matrosen von einem Tankschiff gesprochen, das aus dem Roten Meer kam. Seeleute find wortknapp, und der Dialog sah, nach den einleitenden Fragen über Woher und Wohin, etwa folgendermaßen aus: „Wie war es denn im Roten Meer?", fragten die Deutschen. Die Antwort der Engländer lautete überraschend: „fyabt ihr gut geschärfte Messer an Bord?" Die Deutschen: „Wozu denn?" Worauf die Engländer die Gebärde des Sich-den-Hals- Durchschneidens machten. Daß es einen bis zum Gedanken an Selbstmord treiben kann, mag Legende fein. Aber wie steht es nun eigentlich mit folgender Geschichte, für deren Wahrheit sich mehrere Angestellte der Schiffe verbürgt haben — allerdings spielt sie im Golf von Aden, aber das ist fein großer Unterschied gegen das Rote Meer. War da nämlich ein deutsches Schiff, ein Holländer als Passagier darauf und ein Bockbierfest des Abends. Besagter Holländer hatte beim Angriff auf das deutsche Bier wacker seinen Mann gestanden und schlief daher ein. Als er aber erwachte, geschah es unter peinlichen Umständen. Er merkte nämlich, daß er im weiten Ozean schwamm und das Schiff war schon weit. Er mar auf der Reeling sitzend eingeschlafen und ii'-er Bord gefallen. Auf dem Schiff bemerkte man d"s Fehlen des Holländers erst am nächsten Mor n, fünfte indes, trotz der Aussichtslosigfeit des Falles, mit deutscher Gründlichfeit allen Schiffen in der Nähe das Nötige über Kurs und vermutliche St.'le des Unfalls zu. Und tatsächlich: der Mann rombe vom nächsten des Weges kommenden Dampfer a o- fanden und aufgefischt. Und zwar Irhcn= big! Er hatte zwölf Stunden im Wasser zugebracht, war sehr durchweicht, aber sonst munter und hatte das Klügste getan, was er tun konnte, sich einfach rücklings aufs Wasser gelegt und nicht gerührt. Die Möwen waren um ihn herumgeflogen umgehend die auf sie gesetzten Erwartungen, und ersparten dadurch den Pflanzern alljährlich'mehrere Millionen Mark Verlust. Mancherlei Legenden ranken sich um den Mungo; es wurde früher behauptet, daß er deshalb gegen Schlangengift gefeit sei, weil er nach dem Kampf — gewissermaßen als Gegengift — eine ganz bestimmte, sehr bittere Pflanzenwurzel sorgfältig kaue. Dies ist ein Märchen; das Geheimnis seiner Ueberlegenheit beruht ganz allein in der Behendigkeit dieses allerdings äußerst mutigen Raudtie- res. Würde der Mungo von einer Giftschlange ernsthaft gebissen, so müßte er wahrscheinlich ebenso sicher daran sterben, wie jedes andere warmblütige Tier. Der Todeskampf würde vermutlich nur etwas länger dauern. Allerdings wird von zuverlässigen Beobachtern einstimmend berichtet, daß der Mungo auch die Köpfe der von ihm erlegten Giftschlangen verzehre; das Gleiche tut übrigens der Igel, der eine Kreuzotter tötete, tut wohl auch der Iltis. Aber es kommt eben sehr selten vor, daß die angegriffene Kobra ihre Giftzähne ins Muskelfleisch des Mungo schlagen kann; denn der „Schlangentöter" hat eine besonders dicke Haut. Zudem sträubt er beim Kampf feine silbergrau gesprenkelten, starren Körperhaare und erhält auf diese Weise eine Art Schutzpanzer, zumindest einen recht zuverlässigen „Paukschurz". Der Mungo bleibt ja auch während des Kampfes kaum eine Sekunde ruhig, läuft und huscht auf seinen kurzen Beinchen scheinbar ziellos umher springt aber im richtigen Augenblick treffsicher auf die Schlange, packt sie mit den Krallenpioten und versucht, sie alsbald in den Nacken zu beißen, zu lähmen und zu vernichten. Gelingt das nicht, weil die große Giftotter das vordere Körperdrittel aufrichtet,'so umkreist sie der knapp fünfzig Zentimeter lange Mungo von neuem, faucht und weicht geschickt den jähen Vorstößen der gefährlichen Feindin aus. Mein indischer Gewährsmann behauptete, gerade dieser Teil des Kampfes sei von atemraubender Spannung, weil man klar erkennen könne, daß der zornig gesträubte Mungo mit kühler Ueberlegung Zu Werk gehe. Er soll die um ihr Leben kämpfende Kobra geradezu ermüden mit seinem Umberren« nen und mit seinen Scheinangriffen, bis allmählich ihre Vorstöße immer langsamer werden. Nun springt er wiederum zu, gräbt an der richtigen Stelle seine Zähne ins Nackenfleisch der Schlange, die sich verendend zu einem wirren Knäuel zusam- menrollt, ohne den Besieger mit ihren todbringenden Waffen erreichen zu können. Im Gegenteil Der Mungo trägt seine Beute stolz erhobenen Kaufes in irgendeine ruhige Schattenecke und macht sich ans genußvolle Mahl. Selten soll mehr von der Giftschlange übrig bleiben als das Schwanzende ober ein Schädelknochen. A,m 1 Aw tonf' j A hat jfettunfl für I NSO. 3" xr -Bge 0runJ her*" Mit * besonderen 3 ist Diese 2 ihren 9ut,en häufen l'ch Mrn, das Mn, die hod) nicht Mn Handl Betriebe beschäftigen. Zunächst M erhel mit Ueberfti sich erscheine Mik nach er vielleicht Jahren M meinen, das über das ge hinaus üb' fönne. Wen Produktion in 48 War eben neue eine Anlac Dieser Ei schrankung erster Lini Gesundheit gibt ihm t und Arbeit pflegen u1 Spannung, hurch Fre vie der eine Nut rdes @ef Molung menbe Sir m (infamen üches Oebt W für u Arbeit- Mert. 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Aber daß einer zwölf Stunden lang grenzenlos allein in dem grenzenlosen Ozean schwimmt, ohne es aufzugeben, weil es nahezu ausgeschlossen ist, gerettet zu werden, — ehe ich das glaube, möchte ich erst einmal bei einer solchen Rettung dabei gewesen sein. Mehrarbeitszuschlages. Jedem Betriebsführer, der mit den gesetzlichen Bestimmungen nicht vertraut ist, kann nicht dringend genug empfohlen werden, beizeiten Rat und Auskunft einzuholen. Er kann sich im Straffall nicht darauf berufen, daß ihm die einschlägigen Gesetzesbestimmungen unbekannt gewesen seien. Auch ist es o h n e B e l a n g, ob die Gefolgschaftsmitglieder mit der Nichtzahlung der Zuschläge einverstanden waren, wenn in der Tarifordnung oder in der Betriebsordnung die Zuschläge a n g e o r d- n e t sind. Kein Betriebsführer sei so töricht, sich darauf zu verlassen, daß seine Gefolgschaftsmit- Eine wunderliche „Komödie der Irrungen" halt seit einigen Tagen nicht nur das französische Städtchen Mehen-sur-Yevre, sondern die ganze umliegende Provinz in Atem. Der würdige Zahnarzt des Ortes hatte einen Patienten zu behandeln, der Polizeibeamter war. Als jedoch der Zahnarzt seine Berufspflicht erfüllt — und vielleicht dem Patienten dabei schlimm zugesetzt hatte —, erfüllte dieser die seinige oder wenigstens das was er für seine Berufspflicht hielt: er ließ den Zahnarzt verhaften, weil er glaubte, in ihm mit Sicherheit einen betrügerischen und schon lange gesuchten Bankier zu erkennen. Die Nachricht verbreitete sich mit Windeseile durch die Stadt, in der der Zahnarzt Georges Riol seit vielen Jahren ein angesehener Burger war. Alles verband sich, um die Unschuld des Zahnarztes ans Licht zu bringen, und diesen Bemühungen ist es nun auch gelungen, nachzuweisen, daß er in den Jahren, in denen der betrügerische Bankerott des Bankiers geschah, an der Zahnärztlichen Klimt in Paris studiert hatte. Durch eilig zu Hilfe gerufene Freunde konnte seine Identität unbezweifelbar festgeftellt werden. Der Verhaftete selbst war seiner Sache völlig sicher, und schon kurz nach seiner Festnahme erschien an seiner Haustür ein großes Schild mit den Worten „Die Sprechstunden werden am Donnerstag wieder ausgenommen", eine beruhigende Versicherung für seine aufgeregten Mitbürger. Nun ist Herr Riol freigelassen worden und ist hocherhobenen Hauptes unter allgemeinem Jubel durch die Straßen zu seiner Wohnung geschritten. Die Angelegenheit ist damit aber noch nicht zu Ende. Der so zu Unrecht in seiner Ehre und Freiheit gekränkte Mann hat erklärt, daß er die Sache nicht auf sich beruhen lassen und nun seinerseits Klage erheben wolle. Es steht aber noch'nicht fest, ob Herr Riol sich damit begnügen ober ferne Klage auch auf die Behörden ausdehnen wird, die dem Verhaftungsantrag allzu leichtgläubig und unbesonnen. Es ist notwendig, hieran immer wieder zu erinnern und die Betriebsführer zu ermahnen, sich dieser gesetzlichen Verpflichtungen bewußt zu sein. Sind aber einmal die gesetzlichen Voraussetzungen zur Leistung von Ueberftunben gegeben, so ist unter allen Umständen im Rahmen der bestechenden Gesetze ein besonderer Mehrarbeitszuschlag zu vergüten, und zwar mit Ausnahme der Lehrlinge allen an der Mehrarbeit Mehrarbeitszuschläge für Ltebersiunden. Von Or. Ernst Iähndrich, Beauftragter des Treuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen NSG. In diesen Tagen ging durch die Presse eine Notiz, in der von zuständiger Seite auf die bestehende Rechtslage hinsichtlich der Bezahlung von Mehrarbeitszuschlägen hingewiesen wurde. Die Betriebsführer wurden daran erinnert, daß für die unter die Arbeitszeitordnung fallenden Gewerbe- zweige grundsätzlich jede über acht Stunden am Tage oder achtundvierzig Stunden in der Woche geleistete Arbeit außer mit dem Stundenlohn noch mit einem besonderen Mehrarbeitszuschuß zu vergüten ist. Diese Mahnung an die Betriebsführer hatte ihren guten Sinn und Zweck. Seit einigen Monaten häufen sich die Beschwerden von Gefolgschaftsmitgliedern, daß sie zwar Ueberstunden leisten müssen, die gesetzlich vorgeschriebenen Zuschläge jedoch nicht vergütet bekämen. In den meisten Fällen handelt es sich um kleine und k l e i n st e Betriebe, die nur wenig Gefolgschaftsmitglieder beschäftigen. Zunächst mag die Tatsache, daß eine verhältnismäßig erhebliche Zahl von Betrieben gegenwärtig mit Ueberstunden arbeitet, demjenigen verwunderlich erscheinen, der die nationalsozialistische Sozialpolitik nach einem Maßstab zu beurteilen pflegt, wie er vielleicht unter anderen Verhältnisse in früheren Jahren zugrunde gelegt werden konnte. Er wird meinen, daß eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit über das gesetzlich zulässige Maß von 48 Stunden hinaus überhaupt nicht gebilligt werden könne. Wenn ein Betrieb nicht imstande sei, seine Produktion mit den vorhandenen Arbeitskräften in 48 Wochenstunden fertigzustellen, so möge er eben neue Arbeitskräfte ein ft eilen oder fort 6ar auf den Tisch, er erttSrts, daß d « Strafe noch immer sehr viel weniger au-mache a s die Summe, die er für die gründliche Arbeit, wie sie auf feinem Acker geleistet worden fei, hatte zahlen müssen. Mit einem blauen Auge... (an) Bombay. Colonel Glasfurd wird sobald nicht wieder in die Zentralprovinzen auf die Bärenjagd gehen. Er war in den 15 Jahren, die er nun in Indien weilt, jedes Jahr ein paar Wochen unterwegs, um jenen gefährlichen Höhlenbewohnern in den Zentralprovinzen das Lebenslicht auszublasen. Wieder hatte er durch einige Eingeborene einen Fingerzeig bekommen, wo sich vermutlich eine Bärenhöhle befinde. Er wollte sich von der Richtigkeit überzeugen und gebrauchte das übliche Mittel. Er schoß vor dem Höhlenemgang sein Gewehr ab. Im nächsten Augenblick wurde es schwarz vor seinen Augen. Als er wieder zu sich kam, hing er an der Bergwand auf einem Baumstumpf, lieber ihm war man dabei, eine Abseilung vorzunehmen, um ihn so aus seiner gefährlichen Lage über einem Abgrund von 140 Meter Tiefe zu befreien. Der Bär war nämlich nicht zu Haus gewesen, als Glasfurd abdrückte, sondern stand plötzlich hinter ihm. Offenbar war er durch den Schreck so verärgert, daß er dem Jäger von rückwärts eine mächtige Ohrfeige versetzte, so daß der 1,85 Meter große Colonel kopfüber in die Tiefe stürzte. Riesiger Schwertfisch. (rt) Honolulu. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Peinliche Begegnung. (h) Sidney. Eine Art Orden ist dem Papagei Polly, der einer Mrs W. E. Green in Neuyork gehört, von der „Gesellschaft gegen die Vivisektion" in den Vereinigten Staaten auf die gefiederte Brust geheftet worden, nachdem er eine Tat vollbracht hat, über die die Blätter mit Bewunderung berichten. Polly hat auch eine schöne silberne Scheibe geschenkt bekommen, die allein für ihn angeferfigt worden ist und führt sie würdevoll den Neugierigen vor, die zahlreich herbeieilen, um ihn anzuschauen. Er hat nicht mehr und nicht weniger als das Leben seiner Herrin gerettet. An einem kalten Winterabend hatte sich diese mit Polly in einem Zimmer eingeschlossen, um sich in der Nähe eines Gasofens zu erwärmen. Daß das Gas aus einer kleinen Spalte entwich, merkte die Frau erst, als sie schon anfing, bewußtlos zu werden und sich nicht mehr retten konnte Sie hatte nur noch die Kraft, die Hand nach dem Fernsprecher auszustrecken, aber als sie das Hörrohr abgenommen hatte, wurde sie bewußtlos und fiel 3U Boden. Polly, der auf einer Stufe hockte, fing bei dem ungewöhnlichen Anblick plötzlich an, em Wort zu rufen, das er gelernt hatte; er schrie ganz deutlich „help! Help!“ (Hilfe), und em glücklicher Zufall wollte, daß der Beamte in der Fernsprechzentrale diese Worte hörte und sofort die Polizei anrief. Sie kam noch im letzten Augenblick bei Mrs. Green an und konnte sie retten. die Expedition jetzt nach Hause zurückkehrte, konnte sie mit Stolz u. a. eine Spinne vorweisen, die etwa 16 Zentimeter lang ist. Andere Spinnen zeichnen sich dadurch aus, daß sie grundsätzlich zu Hause bleiben, wenn sie männlichen Geschlechtes sind und die Gattin die gesamte Arbeit tun lassen. Eine derartige Spinne, die zum erstenmal eingehend untersucht werden konnte, hat den schönen Namen Godysphusdumicola. Hier baut die Gattin das Nest und spinnt sehr fleißig, während der Gatte „im Haus" sitzt und nichts tut. Die Rache Der weiblichen Spinnen ist allerdings furchtbar. Nach einer gewissen Zeit, wenn die Nachkommenschaft gesichert ist, machen sie sich daran und fressen die Männchen mit Haut und Beinen auf. Die sogenannte Fallenspinne baut sehr stabile Nester und Fallen, die stellenweise so gut verbarrikadiert sind, daß man mit Spitzhacke und Beilen darangehen mußte, um einige unbeschädigte Behausungen zu bergen. Hollands ältester Spaziergänger. (an) Amsterdam. nen nachgaben. Ein starkes Stück. (he) Athen. Vor einiger Zeit erhielt die Polizei von Saloniki eine anonyme Anzeige, daß Herr T. aus Saloniki von Räubern ermordet und auf dem Acker des Bauern Keriphilis verscharrt worden sei. Sofort setzte sich der ganze Polizeiapparat in Bewegung. Bald hatte man festgestellt, daß Herr X. tatsächlich verschwunden war. Nun ordneten die Polizeibehörden eine genaue Untersuchung des Ackers an, auf dem die Leiche des Ermordeten verscharrt sein sollte. Eine Arbeitsabteilung wurde auf den Acker, ein steiniges, unbebautes Stück Land, geführt, wo sie sich daran machte, den ganzen Acker umzugraben. Tagelang dauerte die Suche nach der Leiche, da man den ganzen Acker bis zu einer Tiefe von 90 Zentimetern durchgrub. Doch hatte die Suche keinen Erfolg. Nach einigen Tagen erschien jedoch zur größten Verwunderung der Polizei von Saloniki Herr X wieder in seiner Wohnung, wobei Herrn X. absolut nichts Absonderliches anzumerken war. Man schickte einen Kommissar zu Herrn 3E., der ob des Interesses der Polizei sehr erstaunt war. Er hatte eine längere Reise ins Ausland gemacht, von der er soeben zurückgekehrt war. Nun kam die Polizei der Angelegenheit auf den Grund. Der Bauer Keriphilis hatte selber die Anzeige erstattet, um sich die Kosten der Urnackerung seines Brachfeldes zu sparen. Er hatte erfahren, daß Herr 3E. verreist war, und hatte seinen Plan darauf aufgebaut. Er wurde wegen Irreführung einer Behörde vor Gericht gestellt, wo man ihn zu einer Geldstrafe ver- , donnerte. Lächelnd legte Keriphilis die Summe so- Auf der Spinnenjagd. (nn) Kapstadt. Vier Monate sind die Sachverständigen des Südafrika-Museums im Inland unterwegs gewesen um Spinnen zu fangen. Das Ziel war eine möglichst vollständige und umfassende Zusammenstellung aller afrikanischen Spinnen zu erreichen. Darunter sollte den giftigen Spinnen und den Kannibalenspinnen besondere Aufmerksamkeit zugewandt werden. Als glieber ihn ja doch nicht „anzeigen" werden, aus Furcht, sonst auf die Straße zu fliegen. Ganz abgesehen davon, daß dies ein Musterbeispiel asozialer Gesinnung wäre, müßte ein solcher Betriebsführer stets damit rechnen, nachträglich zur Verantwortung gezogen zu werden, sobald er ein Gefolgschaftsmitglied aus irgendeinem Grunde entläßt. Strafrechtliche oder ehrengerichtliche Verfolgungen durch den Treuhänder der Arbeit sind meist sehr unangenehme Folgen einer solchen Verhaltungsweise, die sich bei einem einigermaßen guten Willen und einem kameradschaftlichen Verständnis für das Wohl und Wehe der Beschäftigten vermei- den lassen. Jede Arbeit verlangt ihren Lohn, Mehrarbeit einen entsprechend höheren. Eine über das normale Maß hinausgehende Inanspruchnahme der Arbeitskraft hat zwangsläufig einen größeren Verschleiß ihres Trägers zur Folge. Es ist unsittlich, von diesem zwar eine Mehrleistung zu fordern, sie aber nicht höher zu entlohnen. Deshalb: Zahlt ordnungs- N'mäfc Ueberstundenzuschläge! Vor ein paar Tagen hat man dem ältesten wirklich berühmten Fußgänger Hollands zu seinem 76. Geburtstag die 76. Medaille verliehen. Er heißt de Wind und stammt aus Groningen. Allein seit seinem 72. Geburtstag hat er 2000 Meilen zu Fuß zurück- gelegt. De Wind wurde eigentlich erst zu einem richtigen Spaziergänger, seit er seinen Beruf als Eisenbahner aufgab. Er bot sich als „Laufbursch an und ist seither ununterbrochen und unermüdlich auf den Beinen: „Ich werde vom Gehen einfach nicht müde. Wenn ich einen ganzen Tag unterwegs war, komme ich nach Hause, ziehe mich um, nehme ein paar neue Schuhe und — mache einen kleinen Spaziergang!" Er erteilt allen Fußgängern einen guten Rat: „Man muß immer ein gleichmäßiges Tempo beim Gehen einhalten und sofort eine kleine Ruhepause einschalten, wenn man das Bedürfnis danach hat ..." Der Streit um Monsieur Riol. C.K. Paris. Der 4500-Tonnen-Dampfer „Jevington" fährt sonst regelmäßig zwischen Tasmania und Victoria hin und her. Er wird jetzt eine Zeitlang in Sidney im Dock bleiben müssen. Das ist das Ergebnis einer recht abenteuerlichen und gefährlichen Begegnung. „Jevington" hatte Nauru mit Phosphat an Bord verlassen und befand sich auf dem Wege nach einem üdaustralischen Hafen. 250 Kilometer ron der Küste zwischen Newcastle und Sidney entfernt bekam das Schiff plötzlich einen furchtbaren Stoß. Dann war alles ruhig. Als man nachschaute, ergab sich daß die Schraube einen Wal getroffen, dabei ein Blatt von der Schraube verloren und das andere halb abgebrochen hatte. Man verlor nicht nur die Geschwindigkeit von 12 Knoten auf 7 Knoten, sondern die beschädigte Schraube erzeugte eine derartige Vibration im Schiff, so daß man nach zwei Tagen eine Art Nervenzittern hatte. Kein Mensch war mehr imstande, eine Zeile zu schreiben. Die elektn- chen Lampen versagten. Die ältesten Seeleute an Bord wurden hysterisch. Der Kapitän war heilsfroh, als man den nächsten Hafen erreichte und hier wenigstens durch Löschung eines Teil der Ladung dem Schiff Erleichterung bringen konnte. Ueber die Ausmaße des Schwertfisches war man sich bislang nicht ganz im klaren. Man hielt einen Riesen aus dem Geschlecht der Schwertfische von 4 Meter Länge schon für den „Weltrekord". Jetzt aber hat ein amerikanischer Sportsmann in den hawaiischen Gewässern eine Beute erlegt, die alle bisherigen weit hinter sich läßt. Es glückte ihm, einen Schwertfisch mit einer Spezialwaffe zu harpunieren. Dieser Schwertfisch war 5 Meter lang und hatte em Gewicht von 280 Kilogramm. Auch nachdem die Harpune ihr Werk getan hatte, kämpfte der Schwertfisch mit größter Hartnäckigkeit noch zwei Stunden lang. Er mußte dann ins Schlepp genommen und wie em Wal geborgen werden, da er zu schwer war, um an Bord genommen zu werden. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der Schwertfisch, eines der größten Tiere der Gewässer rund um Hawai, noch in anderer Hinsicht den Rekord hält. Er hat nämlich den kürzesten Namen und heißt bei den Eingeborenen von Hawai einfach A-u. Der Papagei als Lebensretter. C. K Neuyork. beteiligten Beschäftigten, den gewerblichen Arbeitern wie den Angestellten. Die Höhe des Mehrarbeitszuschlages beträgt in der Regel 25 v. H., falls in der für den Betrieb geltenden Tarifordnung, oder in der Betriebsordnung nichts anderes bestimmt oder mangels einer solchen Vorschrift nichts anderes vereinbart ist. Nur in ganz besonderen, vom Gesetz einzeln aufgeführten Fällen entfällt die Verpflichtung zur Zahlung des werden. Meine Strafkammer Gießen. Der Angeklagte L. I. aus Ebersgöns war durch Urteil des Amtsgerichts Gießen wegen Übertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einer Gefäng- nisftrafe von zwei Wochen verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. In der gestrigen Berufungsoerhandlung stellte sich heraus, daß der Angeklagte vor Übermüdung die Herrschaft über feinen Personenkraftwagen verloren hatte, dadurch wider einen Baum gefahren ist und die Körperverletzung eines seiner Mitfahrer verursacht hatte. Die Übermüdung war nach Ansicht der Strafkammer zum größten Teile auf Alkoholgenuß zurückzuführen. In Anbetracht der großen Zahl von Verkehrsunfällen, her- vorgerufen durch starken Alkoholgenuß, konnte die Kleine Strafkammer nicht auf die von der Verteidigung des Angeklagten beantragte Verhängung einer Geldstrafe erkennen, zumal sonst die beabsichtigte abschreckende Wirkung der Strafe verloren ginge, und mußte daher die Berufung des Angeklagten unter Kostenbelastung zurückweisen. Rundfunkprogramm. Sonntag, 14. Februar. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Fridericus. Aus dem gleichnamigen Roman von Walter v. Molo. 10: Man bettelt nicht um ein garantiert. Aber wie jede Regel, so gilt auch diese nicht ohne Ausnahme. In der Zeit eines unerhörten Aufschwunges auf allen Gebieten kann das nicht immer in gleichem Umfange gelten, was unter anderen Voraussetzungen sehr wohl zutrifft. Wenn die nationalsozialistische Wirt- schaftsauffasung den Vorzug hat, dynamisch zu sein, und sich nicht nach starren Dogmen und vermeintlichen Wirtschaftsgesetzen richtet, sondern nach den Erfordernissen einer zielbewußten politischen Führung, so ist es mit den Methoden der nationalsozialistischen Sozialpolitik nicht anders. Auch die Sozialpolitik kann und darf sich den allgemeinen Pflichten nicht entziehen und sich außerhalb des Rahmens stellen, den ihr der Aufbau eines neuen Reiches gegeben hat. Im Gegenteil: gerade sie hat zu ihrem Teil und mit ihren Mitteln die unendlich vielgestaltigen Arbeitsverhältnisse nach einheitlichen Richtlinien zu ordnen und sie so auszubauen, wie es dem Willen der Partei entspricht. Es wäre eine geradezu weltfremde Verkennung der Maßnahmen des nationalsozialistischen Staates auf sozialrechtlichem ©biet, wenn man aus der Tatsache, daß manche Betriebe mit staatlicher Genehmigung ihren Gefolgschaftsmitgliedern Ueberstunden auf erlegen, ein verwerfliches Ab gehen von dem Grundsatz des Rechtes auf einen angemessenen Feierabend folgern wollte. Jedem Einsichtigen, der an irgendeiner Stelle des tätigen Arbeitslebens steht, ist es bekannt, daß in vielen Fällen eine Überstundenarbeit aus zwingenden Gründen erforderlich ist, wenn nicht anders allgemeinpolitische Interessen gefährdet werden sollen. Der Gesetzgeber hat es allerdings dem Betriebsführer nicht allein überlasten, darüber zu befinden, ob zwingende Gründe vorliegen, die eine Mehrarbeit über das gesetzlich zulässige Maß hinaus recht- fertigen. Vielmehr hat er staatliche Organe, die Hand in Hand mit der Partei, der Deutschen Arbeitsfront und den Organisationen der gewerblichen Wirtschaft arbeiten, ausdrücklich einen Geneh - migungsvorbehalt erteilt. Sind Überstunden nach Auffassung des Betriebsführers erforderlich, so ist es Aufgabe dieser Organe, in der Hauptsache der Gewerbeaufsichtsämter, eingehend die vorgbrachten Gründe auf ihre Berechtigung hin zu prüfen. Der Betriebsführer, der ohne Genehmigung oder im Rahmen der Arbeitszeitordnung hierzu berechtigt zu sein, von seinen Gefolgschaftsmitgliedern die Leistung von Ueberstunden verlangt, macht sich strafbar Erst wenn eindeutig feststeht, daß weder die Einstellung neuer Arbeitskräfte, etwa infolge Facharbeitermangels, noch bauliche Veränderungen eine Überstundenarbeit vermeiden lassen, die Fertigstellung des Arbeitsgutes jedoch aus allgemeinpolitischen Gründen notwendig erscheint, dürfte im allgemeinen eine Genehmigung auf Mehrarbeit erteilt werden kön- feine Anlagen und Gebäude vervollkommnen. Dieser Einwand ist grundsätzlich richtig. Die Beschränkung der Arbeitszeit auf 48 Stunden ist in erster Linie eine Schutzmaßnahme für die Gesundheit und das Wohl der Beschäftigten. Sie gibt ihm die Möglichkeit, sich von des Tages Last und Arbeit zu erholen, der wohlverdienten Ruhe zu pflegen und der geistigen und körperlichen Entspannung, die ihm die NS.-Gemeinschaft „Kraft ^urch Freude" bietet, teilhaftig zu werden. Ebenso vie der Betriebsführer nach getaner Arbeit sich tine Ruhe gönnt, so ist es ein elementares Recht tbes Gefolgschaftsmitgliedes, die gleiche Ruhe und krholung für sich zu beanspruchen, damit der kommende Arbeitstag beide mit neuer Kraft am gemeinsamen Werke sieht. Es ist schlechthin ein sittliches Gebot, daß der Staat jedem Beschäftigten dieses für unser Arbeitsleben selbstverständliche Recht auf Arbeitszeitschutz mit den bekannten Mitteln Das offizielle Plakat zur Fachbuchwerbung im Frühjahr 1937, die in den Monaten Februar, März und April die Schaffenden aller Berufsgebiete mit ihrem Fachschristtum vertraut machen wird. Amtsgericht Gießen. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit fand gegen den K. H. aus Gießen die Verhandlung statt. Der Angeklagte wurde wegen Beleidigung zu einer Gefängnis st rafe von sechs Monaten und zur Tragung der Kosten des Verfahrens oer- urteilt. Schöffengericht Gießen. Der Angeklagte PH. T. aus Dittingen hatte sich gestern vor dem Schöffengericht wegen Beleidigung zu verantworten. Er hatte in einer Gastwirtschaft und auf der Straße einem anderen beleidigende Aeußerungen zugerufen. Weiterhin hat er dem Beleidigten gegenüber behauptet, dieser sei ein Dieb. Den Wahrheitsbeweis für diese Behauptung konnte der Angeklagte nicht führen. Er wurde daher wegen öffentlicher Beleidigung und übler Nachrede Au einer Selb ft rafe von 100 Mark und zur Tragung der Kosten verurteilt. Weiterhin wurde dem Belei- digten die Publikationsbefugnis des Urteilstenors zugesprochen. Der Angeklagte, der schon lange durch ein körperliches Leiden stark in Mitleidenschaft gezogen ist und einen schweren Existenzkampf zu fuhren hat, leidet an starker Nervosität, die ihn zu Der Tat verleitete. Unter Berücksichtigung dieser Um- stände erschien dem Gericht die Verhängung einer Geldstrafe ausreichend, um dem Angeklagten das Unerlaubte feiner Handlungsweise erkennen au lassen. Mit Rücksicht auf die Schwere der Beleidigung mußte aber auf eine erhebliche Geldstrafe erkannt Recht, für ein Recht kämpft man! 10.30: Chorgesang. 11.15: Festakt anläßlich der Einweihung der neuen „Mellon-Orgel" der Universität Freiburg i. Br. 12: Mittagskonzert. Funkberichte vom Spezial- und Kombinationssprunglauf der Deutschen Ski-Meisterschaften in Altenberg. Funkberichte vom Spezialsprunglauf der Ski-Weltmeisterschaften in Chamonix. Funkberichte von den Eröffnungsrennen der Deutschen Eissegel-Meisterschaften in Angerburg. 15: Deutsche Scholle. 16: Unterhaltungskonzert. 18: Der Spiegel. Lustige Tiergeschichte. 18.30: Sonntagabend — vergnügt und froh — dafür sorgt: Fidel 8- Co. 19.50: Sportbericht. 20: V. Sonntags- Konzert der Museums-Gesellschaft. 22: Nachrichten Montag, 15. Februar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Um immer wieder von Neuem euch Hörer zu erfreuen! 15: Volk und Wirtschaft. Abwertungsgewinne gehören der Gesamtheit. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Unterhaltungskonzert. 16.45: Südwestdeutsche Erzähler. Peter Weber: „Götter über den Menschen". 17: Zeitgenössische Hausmusik für Klavier. 17.30: Leute vom Bergwald. 18: Musikalischer Abendbummel. 19: Ein unvollendet Lied sinkt er ins Grab... Eine Georg- Büchner-Gedenkstunde. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Klänge der Heimat. Alemannischer Heimabend am Hochrhein. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.15: Funkbericht vom Torlauf für Männer und Frauen der Ski-Weltmeisterschaften in Chamonix (Ausnahme). 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. QUALITÄTS 1 ^Fochtzunc ' < Äther Ti j Ahl verrückt! Y'J -Wnite nur •« scheuchte. j -lergerlich d i 1 ^in andere^ 1 Afik war ja U “J ein Glas I S einen ■ Me von d 12 ®e mir sk Sri $*” «ad; tzZ Ks> 1 ri’h ä- I.N danw l?«t den langte. 1> Fest ■-* Trei 4 Anander Sinnen b, iLhr ein fei ife ’Ä | '»"»«911 K!"* res BDM. Die Untergauärztin des BDM., Dr. med. Fr. Feulgen, und die JM.-Untergauärzttn, Dr. med. M. Th. Schorbufch, halten ihre Sprechstunden jeden Mittwochnachmittag von 15 bis 16 Uhr in der Kinderklinik Gießen, Friedrichstraße 16, ab. Die Untergauführerin. Die öeutfdie Rrbeitdfront ii\ n.3.=6cmcinf(haft „Kraft durch kreude" „kdF."-Vorslellung im Sladtthealer. Am Samstag, 13. Februar, bringt die NSG. „Kraft durch Freude" als Sondervorstellung den mit großem Beifall aufgenommenen „Heiteren Tanzabend" und anschließend die Operette von Suppe „Die schöne Galathee". Für diese Vorstellung sind noch Karten zu 50, 70 und 90 Pfennig auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, und an der Abendkasse erhältlich. Der köstliche Schwank „Charleys Tante" kommt noch einmal als Nachmittagsvorstellung am Montag, 15. Februar, 15 Uhr, zur Aufführung. Für diese Vorstellung stehen noch eine Anzahl Karten zu 70 und 90 Pfennig zur Verfügung, so daß alle diejenigen, die bei der ausverkauften Sondervorstellung nicht mehr berücksichtigt werden konnten, dieses Erfolgsstück noch sehen können. Karten ebenfalls auf der Kreisdienststelle „KdF.". (Siebener WocheumorktpreUe. * Gießen , 13. Febr. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf-, Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11/*, Klasse D 10/, ungezeichnete 10, Wirsing, Z kg 10 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 g 10 bis 12, / kg 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 60 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, XA kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, /> kg 15 bis 20 Pf., Tafeläpfel 25 bis 40, Birnen 15 bis 25 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. Wilhelm-Busch-Abend. Der Goethebund und Kaufmännische Verein bereiteten gestern abend ihren Mitgliedern und Gästen in der Neuen Aula der Universität einen sehr vergnüglichen Abend. Die beiden Stunden des gestrigen Vortragsabends lösten sicherlich in jedem der Zuhörer jene stille und besinnliche Heiterkeit aus, die nun einmal untrennbar mit dem Namen Wilhelm Buschs verbunden ist. Der Vortragskünstler Emil Kuehne gab eine Fülle der prächtigsten Schöpfungen des Dichtermalers wieder, und er tat es mit großer Sicherheit. Alles, was man im Laufe des Abends hörte, wußte er „auswendig". Das imponierte mächtig! Wenn er in der Schule auf diesem Gebiet auch schon so „gut" war, dann hat er es leichter gehabt als wir. Der Vortragskünstler legte dabei eine Mannigfaltigkeit des Ausdrucks an den Tag, die jede Verszeile in Gehalt und Stimmung aus- schöpfte. Wilhelm Busch hätte, wenn es ihm möglich gewesen wäre, da zu sein, feine Helle Freude an dem Mann haben müssen. Schon bei der Einleitung, der kleinen Selbstbiographie „Von mir — über mich", ließ sich — wenn man die Augen schloß — glauben, der Dichter säße höchstselbst vorne auf dem Stuhl und erzählte ... Dann folgte „ein wenig heitere Philosophie", die, fern aller Theorie, erkennen ließ, wie sehr der Dichter, selbst Mensch und Menschenkenner, mannigfaltige Zustände unseres täglichen Lebens glossierte, ohne dabei jemanden auf den Schlips zu treten. Nach kurzer Atempause ließ Emil Kuehne eine luftige Charakterisierung der Kunst der Malerei folgen, schließlich hörte man noch einen höchst unterhalt- und lehrsamen Brief, den Wilhelm Busch einer jungen Anverwandten zum Hochzeitstag sandte. Das Silvester-Selbstgespräch eines Mannes, stilvolle Mischung von Resignation und Optimismus, beschloß den ersten Teil des Abends. Dann brachte der Vortragskünstler zum gesprochenen Wort noch die herzerfrischenden vielsagenden Bilder Wilhelm Buschs, und zwar einen Teil der Knobb-Trilogie, jenen Abschnitt, in dem Knobds Ehe- und Vaterfreuden, aber auch feine Kümmernisse um Julchen geschildert und bebildert wurden. Da war im Saal nur noch ein einziges und anhaltendes Schmunzeln ob aller jener lebensnahen Menschlichkeiten, die hier unter der Hand eines gottbegnadeten Menschen ihren Ausdruck fanden. Den Episoden im Knobbschen Hause folgte dann noch eine kurze Reihe selten gesehener Bilder, in denen drastisch geschildert war, wie ein Klavier« virtuose und sein wohlwollender Zuhörer von der sanften Melancholie (ausgelöft durch ein Adagio) alle Zustände des Gefühls bis zur völligen Auf« löfung als der Folge eines unerhörten Furioso durchleben. Wohl kaum jemand machte in den Minuten, da diese Bilder auf der Leinwand er« schienen, den Versuch, sich der Gewalt der Darstellungen zu entziehen. Den Abschluß des Abends bildete Philosophie zunächst heiteren und dann ernsteren Charakters, aber auch hier sah den Zuhörern gewissermaßen noch aus allen Knopflöchern der Schalk entgegen. Der Vortragskünstler erntete verdienten anhaltenden Beifall, der in dankbarer (Erinnerung auch dem Dichtermaler Wilhelm Busch galt. * ** Ei n Siebzigjähriger. Am morgigen Sonntag, 14. Februar, kann der Wagenmeister i. R. Balthasar Wagner, Hindenburgwall 12 wohnhaft, in bester Gesundheit seinen 70. Geburtstag feiern. ** Die Zustellung der Steuer de« scheide über bie Bürger st euer für 1937 betrifft eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in unserem heutigen Blatte. Auf die Bekanntmachung fei besonders hingewiesen. *♦ D i e Lieferung von Lebensrnitteln schreibt die Direktton der Landes-Heil- und Pflege- Anstalt im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes zur Vergebung aus. Interessenten seien auf btt Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** Zahlreiche Holzoer st eigerungen werden im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes bekanntgegeben. Kaufinteressenten seien auf diese Ankündigungen besonders hingewiesen. ** Diehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindvieh-(Nutzvieh-) Markt statt, am Mittwoch folgt Schweinemarkt. Die Schweinemärkte werden von jetzt ab in der gedeckten Viehversteigerungshalle auf dem Dieh- marktplatz beim Güterbahnhof abgehalten. ** Die Bezugsscheine für Konsum- Margarine (ohne Verbilligung) und die Ausgabe der Stammabschnitte sind Gegenstand einer Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrtsamtes im heutigen Blatte. Die Bekanntmachung fei dringend zur Beachtung empfohlen. Oberhessen. Kundgebung der Partei in Steinbach. = Steinbach, 13. Febr. Am gestrigen Abend fand im Saale des Pg. Görlach eine sehr gut besuchte Kundgebung der NSDAP, statt. Die Formationen der Partei, die Kriegerkameradschaft und andere Dolksgenofsen füllten den Saal bis zum letzten Platz. Nach dem Einzug der Fahnen begrüßte der Ortsgruppenleiter, Bürgermeister Rink, den Kreisleiter und die Besucher und schloß mit dem Gruß an den Führer. Darauf sprach Kreisleiter Dr. Hildebrandt. Er verstand es in seiner Inständigen Ansprache, die von häufigen Beifallskundgebungen begleitet war, Ohr und Herz der Zuhörer zu gewinnen. Ausgehend von der Lage der Vergangenheit schilderte er nach einem tunen Blick auf das in vier Jahren erreichte Gute, Die großen Aufgaben des neuen Vierjahresplanes, die von jedem Volksgenossen völligen Einsatz feiner Person fordern. Die Mahnungen, die er an feine Zuhörer richtete, fanden ein Echo in dem Gelöbnis der Treue, das der Ortsgruppenleiter für die Versammlung ablegte. In üblicher Weise schloß die Versammlung, und unter den Klängen der Musik fand der Ausmarsch der Fahnen statt. Anschließend folgte noch ein gemütliches kameradschaftliches Beisammensein. Erwähnt sei noch, daß auch die anderen Dörfer unserer Ortsgruppe, Albach und Garbenteich, gut vertreten waren. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 13. Febr. Unser Mitbürger Martin Dörr vollendete gestern sein 70. Lebensjahr. Herr Dörr befindet sich körperlich und geistig auf voller Höhe. * Großen-Linden, 13. Febr. Der Müller- meister Willy Sandmeier, der aus Westfalen hier zugezogen ist, hat die unter der Firma „Uni- versitätsmühle Großen-Linden" bekannte Mühle käuflich erworben und wird sie nunmehr in Betrieb nehmen. I Großen-Linden, 12. Febr. Dieser Tage fand die Generalversammlung der hiesigen Vieh- taffe statt. Der Vorsitzende Lang gab den Geschäftsbericht bekannt. Der Rechner Hch. Velten erstattete den Kassenbericht, ihm wurde Entlastung erteilt. Die Zahl der Mitglieder beträgt 121. Versichert waren 551 Stück Vieh mit einem Wert von 220 700 Mark. Die Gesamteinnahme betrug 3508 Mark, die Ausgaben 2753 Mark. Weiter verfügt die Kaffe über ein Sparkaffenguthaben von 1795 Mark. An Versicherungsprämien gingen 2108 Mark ein. Die Entschädigungen betrugen 1586 Mark. Für Tierarzt- und Behandlungskosten wurden 477 Mark bezahlt. Die Pferdeversicherung besteht aus 42 Mitgliedern. Versichert waren 60 Pferde mit einem Versicherungskapital von 52 456 Mark. Die bezahlten Entschädigungen waren im verflossenen Jahr gering, so daß die Kasse über ein Guthaben von 2000 Mark verfügt. Der Bericht zeigt, daß beide Kassen in guter Verfassung sind und unentbehrliche Einrichtungen sind. < Holzheim, 11. Febr. Der hiesige Turnverein hielt im Dereinslokal einen Familienabend ab. Dietmar! Gg. Sarnes hielt die Begrüßungsansprache. Die Hauskapelle unterhielt mit guter Musik. Die Turner zeigten am Barren, wie auch bei einer Pyramide ihr Können. Für die weitere Unterhaltung sorgte Herr Lotz von Nieder- Bessingen, der für diesen Abend gewonnen worden war. — Die Milchabsatzgenossenschaft Holzheim hielt im Rathaus ihre Generalversammlung ab. Der Rechner Karl Buß erstattete den Geschäftsbericht, dem folgendes zu entnehmen war: an die Molkerei Grieb in Gießen wurden im Jahre 1936 584 878 Liter Milch geliefert. Innerhalb des Ortes wurden 11 330 Liter Frischmilch verkauft. Der Durchschnittspreis je Liter betrug 13,2 Pf., gegenüber 12,9 Pf. im Vorjahr. Der geringste Preis bei 2,6 v. H. Fettgehalt belief sich auf 11 Pf., der höchste bei 4,7 v. H. Fettgehalt auf 15,4 Pfennig. Die Gesamteinnahmen betrugen 78 394,52 Mark. Die Ausgaben der Genossenschaft verzeich- neten 78 344,63 Mark, so daß ein Gewinn van 49,89 Mark zu verzeichnen war. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde (Entlüftung erteilt, die beiden satzungsgemäß ausscheidenden Mitglieder wurden einstimmig wiedergewählt Die Genossen- schäft zählt zur Zeit 170 Mitglieder * Hungen, 12. Febr. Durch einen Licht- bildervortrag von Missionsinspektor Dr. R o- s e n k r a n z wurde die Gemeinde mit Japan und dem Leben und Treiben des japanischen Volkes bekannt gemacht. Gespannt lauschten die Zuhörer dem Redner, der ein Bild gab von den geistigen i 11 l{ t Dbei Ä-!-« ÄS jWen in öei iVt tbi\ L- f >htl aUL 3, bis Sei „.felunS M »nd« Sendung o : Posten de , Ortseingai VMN M des w * emm iiu[er, wie. ' Mrs. Die sh als m iM Sonnst »olle» H W!" treten, um z' toltsplan vberbürgerme teilte, aus n Die Stadtvei üiAchbarftc genutzt und V fon Landes unb Worms Fehlbetrag 1 bie notwend Vorschriften aus dem Ar steuersätze n 63,2 M c von 286,4 A Sieuennert wn 160000 $tuer mehren ^trauffoi •iNöfjun Hkvorai feines 1! Men glei f/äben sich 1 fe zu den toi bem Fo Mick na FÄI Blilin, Frii Moderne HimellUchi 5.1 Otot @etoö jede W I5ct «u| dir $ 3>ehungSt tobet beuti 19 20 23 25 26 27 28 29 30 31 M 36 M 37 % J 2565870ach und Tar- itbiirger Martin f Lebensjahr ü und geistig aus r. Der Müller- I ■ aus Westfalen I r Firma „Uni- I Linden" be- L ad wird sie nun- i :br. Dieser Tag- 1 hiesigen Lieh- I i q qab den E-' I r A Belten ,urde Entlastnnz E beträgt 121. 2«' einem Wert m I me betrug 3» Zeiter verfugt d P von 1795 Mar! L"S-> 2-S steht aus 42 M erbe mit eines «art. ®i« M verflossenen 3a0; TW g I ieigt, daß be^ । 4 un-nib-h»* - EK nen- »ur ,e Jtr 9-: halt^aÄ^ SS . Dem 2t N ä*y E »enden @en^ ilt ... »her „ ßi*1 5 ^n Auf jede gezogene Rümmer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abtellungen I und II 3. IiehungStag 11. Februar 1937 Vn der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 150 NM. gezogen 105035 60998 38220 162622 174621 222553 261753 279773 344657 356269 153728 359381 129163 213491 239871 348638 26918 33411 40341 56529 72863 88341 309242 251842 67051 92702 155639 306888 114922 184716 233711 343284 381620 19610 28765 36377 49305 67233 76782 93413 $ 107999 123072 142468 146016 151511 21985 30647 37759 51678 68658 79533 121328 191407 238337 347196 394390 132013 143422 150475 155433 178419 186276 197692 208081 238031 259799 268481 275010 288998 298934 303486 317233 329002 340254 352657 363222 384852 389758 399125 129871 104529 28528 348613 62734 149835 281467 362855 16769 28236 33883 46703 62081 72867 91973 6542 86892 18850 190114 . 5835 18497 28720 33945 47650 65255 73868 93404 107233 118430 141902 145363 151310 166300 179522 190552 200975 217813 243476 264518 272421 278272 290815 300743 309624 319460 333121 349003 353919 370333 387509 390729 172949 180136 191974 201486 220641 246958 265082 272526 281361 293050 301188 311423 319532 333315 350044 354853 377403 387941 392813 22443 32109 38731 52411 69223 83729 113291 129949 142945 150414 153969 178406 183204 195072 205323 235170 254091 266615 274405 288392 297663 302820 315607 324496 339653 351205 362204 380581 388965 398255 109828 125552 142823 149787 152883 173733 181697 195070 204042 230259 253664 265661 274280 282857 295830 301831 315546 324481 336109 350448 360691 378837 388943 393874 26711 32601 39928 56020 70517 87028 116458 139378 144903 150708 164963 178437 188006 198282 213243 238285 263326 269518 277396 290795 299949 307741 317680 330916 348430 352897 370125 385676 389815 8 Gewinne zu 10000 RM. 255570 3331 3936 3995 221274 227352 233656 246072 285033 313386 ------ 363433 379981 40 Gewinne zu 1000 RM. 12922 95199 114884 145842 146695 9347V 96438 10Ö362 103939 105180 ------ ------ 113632 406 Gewinne zu 300 RM. --- — 6207 6252 8916 8964 12651 12715 6 Gewinne zu 5000 RM. 6 Gewinne zu 3000 RM. 16 Gewinne zu 2000 RM. 106597 117904 312313 323447 ------ ------Ä 74 Gewinne zu 500 RM 3102 29099 40950 47781 57990 72263 89289 96005 107924 109819 111370 ------ --- ------ ------ 173827 175969 Haus- Wettkampstage in Gießen und Eisen und Eisen Druck. Genuß, öffent- Jreifag, 26. Februar: Metall, Leder. Sonntag, 28. Februar: Mittwoch, 24. Februar: Metall, Banken und Versichern Bekleidung, freie Berufe. 18. Februar: Steine und Erden, gehilfinnen. 2 0. Februar: Textil, Holz, Papier. 2 2. Februar: Bau, Nahrung und Friseure, Eisen und Metall, Verkehr und Nachstehend geben wir die Wettkampf- Plätze der Gruppe Handel bekannt: Für die Fachschaft Einzelhandel, Leistungsklasse 1 bis 4, ist Wettkampfstätte die Oeffentliche Handelslehranstalt, Wernerwall 11. Für die Fachschaft Großhandel, Leistungsklasse 1 bis 4 ist Wettkampfstätte die Kaufmännische Berufsschule, Liebigstraße 16. Für die Fachschaft Industrie, Leistungsklasse 1 bis 4, ist Wettkampfstätte die Gewerbliche Berufsschule, Kirchstraße 16. Für die Fachschaft Verkehr, Leistungsklasse 1 bis 4 ist Wettkampfstätte die Gewerbliche Berufsschule, Kirchstraße 16. Alle Teilnehmer der Wettkampfgruppe Handel haben sich am Sonntag, 14. Februar, um 7.55 Uhr, in der für sie zuständigen Schule pünktlich einzufinden. Der Wettkampf ist spätestens 14.30 Uhr beendet. Sämtliche weibliche Teilnehmer haben sich außerdem um 15.30 Uhr desselben Tages in die Gewerbliche Berufsschule, Kirchstraße, zum Wettkampf in Hauswirtschaft zu begeben. Lpd. Den Teilnehmern am Reichsberufswettkampf 1937 wird bei der Hinfahrt zu den Wettkampforten und bei der Rückfahrt mit der Kraftpo st eine Fahrpreisermäßigung von 50 v. H. gewährt, wenn auf der Strecke keine Eisenbahnverbindung besteht. Der vierte Reichsberufswettkampf ist der größte aller bisherigen Verufsweltkärnpse, etwa 90 v. h. aller Jugendlichen haben sich im ganzen Reich dazu gemeldet. Im Gau hessen-Rassau werden es rund 80 000 , Teilnehmer sein gegen etwa 57 000 Teilnehmer im Vorjahr, davon im Kreis Groh-Frankfurt etwa 15 000 gegen 10 000 im Vorjahr. Ganz hervorragend ist die Beteiligung in den ländlichen Kreisen, wo sich vielfach die Jugendlichen aller Berufe zu 100 v. h. meldeten. Der vierte Reichsberufswettkampf steht im Zeichen des Vierjahr es plan es. Er ermöglicht es, daß die schaffende Jugend durch die Erfüllung der reichseinheitlich gestellten Aufgaben ihre Schwächen in der Berufsausbildung feststellt und für eine künftige Leistungssteigerung besorgt ist, um so zu ihrem Teil zur Freiheit und Unabhängigkeit des deutschen Volkes beizutragen. Die fachlichen Berufsaufgaben werden sowohl praktisch, wie theoretisch sein. Dazu kommt für alle Berufe ein Fachauf- atz und Fachrechnen. Lediglich die Leistungsklasse 1, ). h. die-Jugendlichen, die gerade erst ihren Beruf ausgenommen haben, wird hiervon ausgenommen. Für sie tritt an diese Stelle einfaches Diktat und Elementarrechnen. Die weltanschaulichen Fragen und die sportlichen Aufgaben sind natürlich auch diesmal wie immer besonders wichtig. Die Einteilung nach Jahresklassen erfolgt nach Jahrgängen, und zwar für Jungen und Mädel einheitlich. Leistungsklasse 1 bilden die Jahrgänge 1921 und 1922, Leistungsklasse 2 die Jahrgänge 1919 und 1920 und Leistungsklasse 3 die Jahrgänge 1918 und ältere. Beim Sport werden Mindestleistungen gefordert. Für die Mädel aller Berufe kommt diesmal den hauswirtschaftlichen Aufgaben besondere Bedeutung zu, um so tüchtige Hausfrauen und Mütter heranzubilden. Es werden nur Gegenstände erarbeitet, die später der NSV. zur Verfügung gestellt werden können. Die hauplkarnpflage, an denen die Vorentscheidung fällt, sind auf den 14. bis 28. Februar festgesetzt. Rur für die dem Reichsnährstand angehörigen Jugendlichen muhte ein anderer Zeitpunkt, der 13. März, gewählt werden. Am 21. März finden die sportlichen Prüfungen statt. Der Gauwettkampf, der jeweils die Vesten des Gaues vereinen soll, wird vom 1. bis 4. April, der Endkampf vom 25. bis 30. April ausgelragen. Die Sieger hierbei, die Reichs- sieaer, werden als höchste Auszeichnung am l. Rlai den Handschlag des Führers erhalten. Im einzelnen sind die örtlichen Wettkämpfe (ohne Berücksichtigung der durch den Besuch des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley an drei Orten eingetretenen Verschiebungen) wie folgt festgesetzt' 14. Februar: Handel, Verkehr und öffentliche Betriebe: Fachschaft Verwaltungsberufe.___________ 16. Februar: Gaststätten, Blumenbinderei, liche Betriebe 2 4. Februar: Banken und Versicherungen, Eisen und Metall (männliche und weibliche), Druck. 2 6. Februar: Eisen und Metall. Leder, Chemie. 2 8. Februar: Bergbau, Gesundheit. Die Prüfungsausschüsse sind überall in der gleichen Zusammensetzung wie im Vorjahr gebildet worden. Die Arbeiten für den Schaufensterwettbewerb schreiten rüstig vorwärts. Am 15. Februar ist Anmeldeschluh, jedoch läht sich jetzt schon deutlich erkennen, dah die Beteiligung viel stärker ist als in den Vorjahren. 3m ganzen Gau- gebiet Hessen-Rassau werden insgesamt 2000 Schaufenster im Wettbewerb stehen, in Groh- Frankfurt allein über 400. Es sind sämtliche in Betracht kommenden Branchen vertreten, in erster Linie Lebensmittel, darunter besonders Bäckereien und Feinkostgeschäfte, ferner Lederwaren, Sportartikel, Herrenartikel, Eisen, Stahl und ihre Zweiggewerbe, Drogerien und Schmuckwaren. Der Schaufensterwettbewerb steht diesmal unter dem Motto: „Wir werben für deutsches Gut und deutsche Leistun- q e n". Demgemäß sollen zur Dekoration nur deutsche Waren' und deutsche Artikel verwendet werden, worunter auch solche zu verstehen sind, die in Deutschland verarbeitet und hergestellt werden, auch wenn dafür teilweise Rohstoffe emgeführt werden mußten. r, , v . Alle in der Berufsausbildung stehenden Jugendlichen vom 15. bis 23. Lebensjahr können sich beteiligen, vorausgesetzt, daß sie auch am Reichsberufswettkampf teilnehmen. Die Teilnahme ist Kräften, die in jenem Lande aufeinanderstoßen. Eine große Freude hatte auch die Schuljugend, für die der gleiche Gegenstand von dem Vortragenden in hinreißender Anschaulichkeit und Lebendigkeit in einer besonderen Stunde in der Kirche dargestellt wurde. Kreis Alsfeld. I. Deckenbach, ll.Febr. Bei der gestern durch die Oberförsterei Homberg veranstalteten Holzversteigerung (Holz aus den Waldungen in der Nähe unseres Ortes) wurden für je vier Raummeter folgende Preise erzielt: Buchenscheite 26 bis 33 Mark, Buchenknüppel 20 bis 27 Mark, Eichen- kcheite 12 bis 14 Mark, Eichenknüppel 10 bis 12 Mark, Kiefernknüppel 12 bis 14 Mark, Buchen- reifer 6 bis 8 Mark Ureis Lauterbach. * Lauterbach, 12. Febr. In der letzten Nacht wurden in den Kreisorten Wernges und Willofs aus verschiedenen Gehöften große Menge n W ä s ch e von den Trockenplätzen, ferner vier Fahrräder und zehn Hühner gestohlen. Die Diebe sind bis jetzt noch unbekannt. Die Ermittlungen der Gendarmerie sind im Gange. Preußen., Kreis Wetzlar. Sonntag, 14. Februar: Handel, Verkehr und öffentliche Betriebe, Fachschaft Verwaltungsberufe, Postbetriebsangestellte. Dienstag, 16. Februar: Gaststätten, Blumenbinderei, Bekleidung, Freie Berufe. Donnerstag, 18. Februar: Stein und Erde, Hausgehilfen. Samstag, 20. Februar: Textil, Holz, Papier. TUonfag, 22. Februar: Bau, Nahrung und Genuß, Friseure, Eisen und Metall, Verkehr und öffentliche Betriebe. LPD. Frankfurt a. M., 11. Febr. Der vierte Reichsberufswettkampf beginnt. In vielen arbeitsreichen Wochen und Monaten haben das Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront und die HI. umfassende Vorbereitungen dazu getroffen. Vertreter der Partei, SA., SS. und der angeschlossenen Formationen, der Wehrmacht, der Behörden, des NS.-Lehrerbundes, des Handwerks, der Industrie und des Handels werden wieder herangezogen. Die Studenten an den Universitäten und Technischen Hochschulen führen im gleichen Rahmen den Berufswettkampf der deutschen Studenten durch und beteiligen sich selbst aktiv an der Aktion. kostenfrei. Es werden beim Schaufensterwettbewerb folgende Berufe erfaßt: Kaufmannsgehllfen aus dem Handel, Gebrauchsgewerbeanwarter, Buchhändler, Verkäuferinnen, Blumenbinderinnen Jung- droqisten (Jungoptiker auf Wunsch). Die Aufgabenstellung ist folgende: Jeder Teilnehmer dekoriert ein Schaufenster, das ihm von der Wettkampfleitung zugewiesen wird Die Schaufenstergestaltung soll mit einer guten Werbeidee, mit möglichst geringem Kostenaufwand und in sauberer technischer Ausführung eine erfolgreiche Werbewirkung erzielen. Die Dekoration muß in Idee und Ausführung voll- ständig selbständig erfolgen. Mit fremder Hilfe her- gerichtete Schaufenster werden vom Wettbewerb ausgeschlossen. Für die Bewertung werden vier Leistungsklassen berücksichtigt, nämlich für das erste, zweite und dritte Lehrjahr, sowie viertens für Junggehilfen und Jungangestellte bis zum 21. Lebensjahr. Die verschiedenen großen Schwierigkeitsstufen bei der Dekoration in den einzelnen Geschäftszweigen werden berücksichtigt. Gegenwärtig werden in den 38 Kreisen des Gaugebietes hessen-Rassau die örtlichen Ausschüsse gebildet, die sich wie folgt zusammensetzen: Ortsgruppenwettkampfleiter, Sozialreferent der Hitler-Jugend, je ein Vertreter der Betriebsgemeinschaft Handel, der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, der Fachgruppe Drogisten, der Nationalsozialistischen Fachschaft deutscher Werbefachleute und der Dienststelle des Bundes reichsdeutscher Buchhändler. Aus diesen Ausschüssen werden in allen Orten die Prüfungsausschüsse gebildet, die die Aufgabe haben, am Tage der Eröffnung des Wettbewerbs, 28. Februar, die im Wettbewerb stehenden Schaufenster sachgemäß zu begutachten und dementsprechend die Punktbewertung festzulegen. Jeder Teilnehmer erhält eine Beteiligungsurkunde, die besten werden außerdem mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Sämtliche am Wettbewerb beteiligten Jungkaufleute sind gegen Unfall versichert. Bergbau, Gesundheit. 28. Februar bis 6. Rlärz: Schaufensterwettbewerb. 13. bis 14. März: Nährstand. ____ <£ Rodheim a.d. Bieber, 12. Februar. Gestern abend fand in den Orten Rodheim, Bieber und Vetzberg auf Anordnung der Ortsgruppe Launs- bach des Reichsluftschutzbundes eine Vorver- dunkelungsübung statt. Pünktlich um 19.30 Uhr gab Glockengeläut das Signal zum Beginn der Hebung, und in demselben Augenblick erloschen alle Lichter und tiefes Dunkel hüllte die drei Dörfer ein. Während Beauftragte des Luftschutzbundes die Abblendung der Wohnstätten kontrollierten, standen Posten des NSKK. und der Feuerwehren an ben Ortseingängen, um herannahenden beleuchteten Fahrzeugen Verhaltungsmaßregeln beim Durchfahren des Derdunkelungsgebietes zu geben. Alles klappte einwandfrei, sowohl die Verdunkelung der Häuser, wie auch die Regelung des Durchgangsverkehrs. Die Uebung endete um 21.30 Uhr. Sie muß als in jeder Beziehung gelungen bezeichnet werden. Darmstädter Gtadtrat beschließt volle Ausschöpfung der Steuern. LPD. Darmstadt, 12. Febr. Der Stadtrat der hessischen Landeshauptstadt war zusammengetreten, um zu einem Nachtrag zum Haushaltsplan 1936 Stellung zu nehmen, der, wie Oberbürgermeister Kreisleiter W a m b o l d mit- teilte, aus mehreren Gründen notwendig wurde. Die Stadtverwaltung hatte bisher im Gegensatz zu Nachbarstädten die Gewerbesteuer nicht voll aus- genutzt und lag um etwa 20 v. H. unter dem hessischen Landessatz, auch gegenüber Offenbach, Mainz und Worms. Da der Haushalt 1936 noch einen Fehlbetrag auswies, mußte die Stadtverwaltung die notwendigen Schritte tun, um den bestehenden Vorschriften Genüge zu tun und nicht evtl. Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock zu verlieren. Die Gswerbe- steuersätze wurden deshalb vom Gewerbekapital von 63 2 Rpf. auf 75,6 Rpf. und beim Gewerbeertrag von 286,4 Rpf. auf 342 Rpf. für je 100 Reichsmark Steuerwert erhöht, wodurch eine Mehreinnahme von 160 000 Reichsmark veranschlagt wird. Weitere Steuermehreingänge unter Berücksichtigung von Wenigeraufkommen ergeben noch eine weitere Einnahmeerhöhung von rund 42 200 Reichsmark, so daß der voranschlagsmäßige Fehlbetrag des Haushaltsplanes 1936 auf 446 500 Reichsmark absinkt. Unter den gleichzeitig genehmigten Sonderausgaben befinden sich 15 000 Reichsmark als Beitrag Darmstadts zu den Kosten einer Verbindungsstraße zwischen dem Forsthaus Mitteldick über den Bahnho Mitteldick nach dem Flug- und Luftschiffhafen Der vierte Reichsberufswettkampf beginnt! Oer größte aller bisherigen Leistungswettkampfe.—8000vTeilnehmer im Gau Heffen-Nasiau FAHRSCHULE W. Müller OieBen, Friedrichstr. 1 — Ecke Wetzlarer Weg Ruf 26 7 4 958 D Moderner Schulwegen und Schälmaschine Neuzeitliche Lehrmittel — Fort von Lehrfilmen / Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klassen-Lvtterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Winterkur für Nervös-Erschöpfte Sanatorium Hofheim im Taunus bei Frankfurt a. M. Telephon 214. 1910V Mäßige Pre se. 8. R. Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt. Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlaes- erzeugnisse. 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Hier abschneiden! Türkendlut 527 Typhus man in den Angeln heben, wenn dies nichts hilft, abhobeln lassen Bei undichten Türen nagelt man auf die Ränder des Türrahmens einen Filzstreifen. Türkenblut, Drachenblut, Bezeichnung für eine wohlschmek- kende Mischung aus Rotwein u Schaumwein. Türkis, Mineral, himmelblauer oder grüner Stein. Der orientalische Türkis ist ein Edelstein. Türkischer Kaffee, in einer besonderen Mühle zu Mehl gemahlene Kaffeebohnen, die zusammen mit Wasser und Zucker kurz aufgekocht worden find. Türritzen schließt man am besten mit Glaserkitt. Zula, ital., Bedeutung: schwärz- lich schwarte Metallegierung mit der in Silber Verzierungen und Ornamente eingelegt werden Tulasilber reinigt man wie Silber Tumult, lat., Bedeutung: Auflauf. Geschrei. Lärm. Zusammenrottung. Tunika, lat., unspriinglich weißwollenes römisches Untergewand heute Bezeichnung für einen kurzen Ueberwurf über einem Kleiderrock. Tunke "deutsche Bezeichnung für Sauce Soße. Turban, perl, mohammedanische Kopfbekleidung aus verschlänge nen Tüchern. Turf, engl.. entbehr!. Fremdwort für Rennbahn. Rennsport. Turmalin, Edelstein verschiedener Arten und Farben. Es gehören dazu u. a. der rote Rube- lit, der blaue, brasilianische Saphir, der grüne brasilianische Smaragd, der hellgrüne Chrysolith. Turmkochtöpfe, Satz von Kochtöpfen, die bei der Zubereitung von Speisen aufeinandergestellt und von einer Heizquelle erhitzt werden. Bei gewöhnlichen Kochtöpfen die man mit umae- kehrtem Deckel aufeinanderstellt, erzielt man ähnlichen Erfolg. Turnen, Leibesübungen, besonders an Turnaeräten wie Reck, Barren. Bock. V^erd usw., aber auch Frei- u. Ordnungsübungen. Man soll die Kinder unbedingt am Turnunterricht der Schule teilncbmen lallen Auf schwächliche Kinder werden die Lehrpersonen Rücksicht nehmen. Tusche. Aquarellfarbe Wallerfarbe mr Ansertiguna von Tuschezeichnungen, chinesische Ta- keltusche ist auch. daß sich damals die Erkenntnis von der Bedeutung und Notwendigkeit eines leistungsfähigen ^eterinörwefens durchsetzte und daß zur Beseitigung der durch die Tierseuchen verursachten Schä- en zur Gründung tierärzlicher Forschungs- und llusbildungsstätten geschritten wurde. Im Vordergrund stand allerdings zunächst die Heilung des er- uankten Tieres, während die Wichtigkeit der 23or= •cuge der Erkrankung, die heute in der Veterinärmedizin die Hauptrolle spielt, noch nicht ganz er- 'annt wurde. Dementsprechend waren die Erfolge uchte laschinen irteilhaft 5,— an bei tgtSCo. tltersweg " 2464 990 A ser Schaufenster! erhalten bleibt. Dazu kann ihm in vielen Fällen nur der Tierarzt verhelfen. Es ist sehr aufschlußreich, einmal den Tierarzt auf seiner Praxisfahrt zu begleiten. Pon seinem Wohnsitz aus ist er nach allen Richtungen unterwegs, und er fragt dabei nicht nach dem Wetter. Auf vielen Fahrten besucht er seine vierfüßigen Patienten ober die Kranken des Geflügelhofes. Mit allen möglichen Medikamenten ist er ausgerüstet, und immer führt er auch eine Anzahl Instrumente mit sich. In den meisten Bauernhöfen der Dörfer rings um feinen Wohnsitz ist er bekannt, und jedes Kind kennt das Auto, in dem der Helfer der Tiere feine lieber» landfahrten macht. Mit vielen Bauern verbindet ihn herzliche Kameradschaft in der Sorge um das Tier. Nur dann fällt ein Schatten auf das Verhältnis zwischen Tierarzt und Bauer, wenn dieser bei kritischen Umständen in seinen Ställen glaubt (z. B. bei Geburten), daß es „auch so geht" und erst dann der Tierarzt gerufen wird, . wenn man sich nicht mehr zu helfen weiß. Wer den Tierarzt einmal zu begleiten die Möglichkeit hat, wird bald erkennen, wie vielseitig dessen Tätigkeit ist. Wir nahmen Gelegenheit, mit einem Tierarzt im Kreise Gießen von Haus -Ls llt 1,lntoiiJI ' Seh, ^"«erbltnj Hbfo« । j 2500. Zeichen; Durch die neue Reichstierärzteordnung sind .je besonderen Aufgaben, die der tierärztliche Beruf m Organismus des Volksganzen zu erfüllen hat, vlqendermaßen umritten: „Der Tierarzt ift beru= cn für die Gesundheit des deutschen Tierbestanbes zu ,rgen, an der Hebung seiner Zucht- und Leistungs- ihigteit mitzuwirken und das deutsche Volk vor ■efatjren und Schädigungen durch Tierkrankheiten, wie durch Lebensrnittel und Erzeugnisse tierischer •r.erfunft zu schützen" In dieser Bestimmung ist 2r Tatsache Rechnung getragen, daß die Aufgaben $5 Tierarztes im Laufe der Entwicklung des tter» Etlichen Berufs weit über den ursprünglichen rb engeren Begriff des Wortes „Tierarzt" hinaus- ^wachsen find. Seine Tätigkeit erstreckt sich heute oenso auf wichtige, ihm durch Gesetze und dank üner Eignung vorbehaltene Gebiete der Volksgesundheit, wie auf feine ursprünglichen Arbeitsge- Lete der Tierheilkunde, der Tierzucht, der Tier- -irtschaft und des Tierschutzes im weitesten Sinne. ■ as Berufs- und Wirkungsgebiet des Tierarztes I'-zieht sich fowohl auf ideelle, als auf materielle «Berte, in etwa gleichem Ausmaß. Die große Be- Lutung der tierärztlichen Tätigkeit für das Leben les getarnten Volkes wird durch die weitere Fest- skanrnerGießen TwdlU s.semuiM dnAr. j entspricht ür praktische iltals Prima- :schafts • Ober eld RM. 19.-. idekschnle: ler Mittleren eld RM. 17.- hl. Schulung u [er All emein onalpolitischen allen Mädchenswirtschaftliche lei Kursbetrieb )engebühren.- ir an Ostern.- sofort.-Aus- m 8-12.80 Uhr. enlos. is’D .(•dienst durch :h ausge^ medizinlange inGebrauch. erwähnt, ift die Behandlung ........... .......... die hauptsächlichste Tätigkeit der Tierärzte. Die gewissenhafte ärztliche Betreuung unserer Haustiere gehört zu den vornehmsten und verantwortungsvollsten Aufgaben der deutfchen Tierärzte. Darüber hinaus besteht die weitere Ausgabe darin, die deutschen Haustierbestände vor Einwirkungen und Einflüssen zu schützen, die Krankheiten zur Folge haben können. Schmerzhafte Eingriffe dürfen auf Grund der Bestimmungen des Tierschutzgesetzes nur unter Anwendung von Betäubung ausgeführt werden. Auf Grund der Fach- kenntniffe find die Tierärzte berufene Sachwalter eines vernunftgemäßen Tierschutzes. Die wichtigste Aufgabe der deutschen Tierärzte ist der Schutz der Haustierbestände vor Tierseuchen und bei deren Ausbruch die Tilgung auf schnellstem Wege, um schwere volkswirtschaftliche Schäden zu vermeiden. Diese Aufgabe hat die deutsche Tierärzteschaft nahezu gelöst. Mit Ausnahme der Rindertuberkulose sind alle anzeige- und bekämpfungspflichtigen Tierseuchen in Deutschland heute entweder getilgt oder in ihrer Ausbreitung so eingedämmt, daß sich der durch sie der Volkswirtschaft zugefügte Schaden in bescheidenen Grenzen hält. Auch der Bekämpfung der Jungtier- und Aufzuchtkrankheiten widmen die deutschen Tierärzte ihre größte Aufmerksamkeit. deutsche Tierarzt im Interesse der Volksgemeinschaft gern auf sich nimmt. ♦ VA. Der Bauer spart am falschen Ende, wenn er beim Tierarzt sparen will. Der Tierbestand ist nun einmal ein wichtiger Teil des bäuerlichen Vermögens. Deshalb muß der Bauer dafür sorgen, daß es in seinem Werte Durchfall gehabt haben müßten. Dieser Gedanke ist grotesk. Die Tierchen können sehr wohl davor bewahrt werden. Der Tierarzt vermag eine Ein- spritzung zu geben, die die Ferkel vor dieser häufig auftretenden schwächenden Krankheit schützt. Ein Serum vermittelt ihnen Abwehrkräfte, die ihnen in zartem Alter noch nicht zu eigen sein können. Selbst- verständlich nimmt der Tierarzt auch Schutzimpfungen gegen Rotlauf vor. Manchen guten Rat vermag der Tierarzt auch in der Geflügelhaltung zu geben. Die Jungbäuerin tut gut, zu fragen, wenn ihr an ihren gefieberten Schützlingen einmal etwas nicht gefällt. * Und was nun gar das Pferd anbetrifft, da wird der Bauer sicherlich nicht zögern, den Doktor zu rufen, wenn einmal etwas am „Hans" oder am „Braunen nicht stimmt. Dem Pferd den Puls zu fühlen (in der linken Hand die Uhr), dem Tiere Herzton und Lunge abzuhorchen, dem Pferde ins Maul und nach den Zähnen zu sehen, sind fast selbstverständliche Untersuchungen über das Allgemeinbefinden. Der Arzt wird aber auch immer noch dann Bescheid wissen und helfen können, wenn die Erfahrungen des Bauern längst nicht mehr ausreichen, wenn es sich bei dem treuesten Helfer des Landmanns um ernstere Erkrankungen handelt und Sorge um das Tier das ganze Haus erfüllt. Der Tierarzt widmet alle feine Kraft dem Tiere und damit der Volksgemeinschaft. Immer ist er bestrebt, den Erkenntnissen der Wissenschaften zu folgen und ihnen zur praktischen Auswirkung bis in den letzten Bauernhof zu verhelfen. Das ist gerade in unserer Heimat um so eher möglich, als in Gießen die umfangreichen Lehr- und Forschungsinstitute eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Tierarzt und der Wissenschaft gestatten, die im letzten Sinne beide in erster Linie für den Bauer und feine Viehhaltung wirken. In den Veterinärkliniken kann noch manchem Tiere geholfen werden, wenn der Bauer rechtzeitig zum Tierarzt findet -und dieser die notwendigen Maßnahmen treffen kann. So manches Tier braucht nicht verloren zu fein, sofern der Landmann nicht die Augen schließt und Tatsachen geflissentlich übersieht. Der Tierarzt wacht. Seine Aufgaben im Dienste der deutschen Dolksernährung. Die Tätigkeit der Tierärzte auf dem Gebiet der Tierzucht hat in manchen Gauen — besonders in Süddeutschland — große Erfolge zu verzeichnen. Gerade auf diesem Gebiete kann die Mitwirkung des Tierarztes auf Grund der engen Verbunden- . heit der Tierzucht und der Veterinärmedlzm nicht I Untersuchung nach entbehrt werden. Neben der Verhütung und Bekämpfung der Tierkrankheiten, dem Tierschutz und der Mitarbeit in der Tier- W Ir.5T vierter Blatt 1 Schutzimpfung gegen den sehr verbreiteten Ferkeldurchfall. zu Haus zu gehen. Hier will z. B. ein fortschrittlich gesinnter Bauer darüber Bescheid wissen, ob sich vielleicht in seinem Stalle die Tuberkulose eingeschlichen hat. Der Arzt nimmt die Tuberkulin-Augenprobe beim Rind oder der Kuh vor und nach acht Stunden zeigt es sich, ob die gestellte Frage mit „Ja" oder „Nein zu beantworten ift. Oder aber, der Tierarzt nimmt eine Milchprobe aus dem Euter der Kuh in ein besonderes Gläschen, bas bann zur wissenschaftlichen I Untersuchung nach Gießen gesandt wird. Und nicht 88 Junge deutsche Nation. Sie Freizeit aus Vrettern. bereitungen ** ...arhClL Hitleriunge wird Funttechniker. Die Burg des deutschen Jungvolks mer. Als er vor zusammenkommen können. Die Fortgeschrilti unter uns wohnen auf der vorderen Wiedhag, M die anderen sind auf der Ochsenalm untergebrc^t / wird die 8 nach der 2 das Ad der Mge Mit einem letzten Aufschwung erklimmen wir rn tl „U „ Cliff ml.. £ . r ... m- r . iv i Samstag ist schnell da. Auf der Bahnfahrt wird fettig werden, von Zeit zu Zeit auch Kameradschafts- abende, auf denen Mitarbeiter des Kultur- und Rundfunkamtes der Reichsjugendführung sprechen." „Dann werden wir noch handwerklich ausgebildet! Stell dir vor, wir haben eine Tischlerwerkstatt und eine Mechanikerwerkstatt. Und vor allem, Heinrich hat einen Lehrgang mitgemacht und erzählt uns von einem einzigartigen Kameradschaftsgeist. Pfundig, ganz pfundig muß das sein! Und siehst du, Vater, ich will doch mal Marinefunker werden — Genf doch nur, wie dann die fachliche Vorkenntnis nügt!" „So, so! Na ja, haben wir zwar früher alles nicht gehabt, aber schön, wenn es sein muß. Es wird wenigstens etwas geleistet." tat Auslanöo V.Wt in k lÄÄaufor Sir -Äm weiten Ä die Kr Kursze & Wer den ich bis ins Unendliche. Ein Meer von schksi'.-n Felsen, tief verschneiten Graten und welligen Aevy- rücken tut sich vor uns auf. Wolkenfetzen flüenen über uns weg, und dazwischen huschen eiinge Sonnenstrahlen über blinkende Schneefelder. Worte hat keine. Alles Laute wird in uns ftun m vor so viel Schönheit. schnallen wir ab und klettern die hohen, in -;n Schnee getretenen Stufen fast senkrecht hinÄf. Immer tiefer versinkt das Oberjoch vor uitfr?n Blicken, und für einige Zeit taucht ganz umn unsere Hütte auf. wieder und werden höher und höher. Auf einmal sind wir mitten drin, und es ist cjes so schön und so groß, daß wir gar nicht viel fc en können. Am Abend kommen wir in der JugM- herberge an und werden, nachdem wir uns ge'si-M haben, in Gruppen eingeteilt. Die Anfangsgründe des Schifahrens hat ran dank der energischen und aufschlußreichen Anwer gen des Schilehrers bald heraus. Schutzs^! Stemmbogen, Schneepflug werden eifrig geübt, wir alle soweit sind, daß wir eine größere fahrt unternehmen können. — Jetzt wohnen viiM Hütten. Sie liegen weit auseinander, so daß M mit den anderen Kameradinnen nicht jeden W«! Ganz deutlich lese ich: Einberufung zum HM., Schilagerl Das gilt also wirklich. Schon zum brüten Male überfliege ich das Blatt, denn ich tam’g immer noch nicht so recht glauben... Und Samstag geht's schon los! Heute ist Donneren Im Obergau kriegen mir Schier, Stöcke, Schilden und ‘ ™ geschlossen mit allen, die wir Die meiste Zeit aber stehen wir am Vater Berger rührt nachdenklich Zucker in seinen Kaffee, er rührt schon etliche Minuten und brütet vor sich hin. Daß im Rundfunk inzwischen das Kon- zert beendet ist und das Pausenzeichen läuft, hat er offenbar überhört ... Aber plötzlich steht er ruckartig auf, durmißt mit energischen Schritten das Zimmer. Als er vor dem Lautsprecher steht, wird die neue Sendung angekündigt. — „Ruf der Jugend!" heißt sie. Abscholten? — „Nein", denkt Herr Berger, „muß doch mal hören, was es da wieder Neues SZ/zveiter jfä Die | Werden, fröhliche Kameradin Z Dir noch nicht keiÄ . „ Fenster, nd linh warten auf die Berge, die bald zu sehen sein mü| ?n Vl 3 In blauer Ferne tauchen schließlich die erster .a juin 5 verschwinden hinter Wolkenwänden, ersch« den raffiniertesten Messungen mit den Kathoden- strahloszillographen durchzuführen. Wir haben SchallptttttensHneidgeräte und tadellos ausgestattete „Hör auf, Junge, hör auf —", unterbricht Herr Berger abwinkend. Es ist zu viel Technik für ihn. „Es ist also eine Art Gewerbeschule, eure Reichsrundfunkschule!" „Nein, es ist etwas ganz anderes als eine Gewerbeschule. Erstens sind unsere technischen Ausbilder HJ.-Kameraden, Ingenieure, die in der Industrie arbeiten und für die Dauer des Lehrgangs uns zur Verfügung stehen, zweitens haben wir Spiel und viel Sport dabei, damit mir nicht allzu ein« Pimpfe besuchen Karl May. Als ich den Winnetou gelesen hatte, da dachte ich nur: Der Winnetou — schwer in Ordnung! Der Fritz, der Max, der Paul und der Bimbo, die dachten genau dasselbe. Weil wir alle das dachten, dachten mir auch: der Karl May — schrner in Ordnung. Drum rnollten mir alle einmal zu dem Karl May. Nachforschungen zeigten, daß das unmöglich sei. Denn Karl May ist 1912 im Alter von über siebzig Jahren gestorben. Das hat der Bimbo in einer ollen Zeitung gelesen. Und weil es in der Zeitung steht, muß es stimmen. Aber mir maren energisch. Wir wollten unbedingt zu Karl May. Und sind auch bei ihm gewesen. Das heißt natürlich nicht bei dem Karl May selber. Aber in seinem Haus, in der „Villa Shatterhand" und in dem Karl-May-Museum. Auch davon hatte der Bimbo in derselben Zeitung gelegen. Er hatte in seinem runden Kopf und dito Gedächtnis behalten, daß sich all das in Radebeul bei Dresden befände. In Radebeul gibt's eine Karl-May-Straße. Die Straße hat ein Straßenschild, auf dem sieht „Karl May, Volksschriftstellex" und noch so ein paar Daten. Die hab' ich vergessen. In dieser Straße liegt auch die „Villa Shatter- Hand" Son weißes, viereckiges, kleines Haus. Gegenüber von ihr liegt ein Karl-May-Hain. Viel Bäume, kleine Seen und massig Blumen gibt's darin. Vorn am Eingang steht ein Findling, der aussieht wie eine Schwurhand. Drauf lasen wir in etwas verwitterten Goldbuchstaben den Namen ..Karl May". Dann haben wir uns die duften Blumen nochmal näher angeguckt und bedauert, daß wir zu Hanse nicht auch solche Miniaturseen haben. Die roar^r auch ’rfjmer in Ordnung, zum Spritzen, versteht sich äo||enl)eit, bi ring unb Sic klkes erfolgt Atz Mil einmal Pimpfe nichts wissen. Darum mußte __ ganze Zeug eben raus. So sehr die guten Einbände ZU bedauern waren. Hätte man nur jemand gekannt, der für seinen Bücherschrank Bücher meterweise benötigte. Der hätte die ganze Makulatur sicher schon um der Leder- und Leinenrücken willen Grat. Oben stehen wir still. Gipfel an Gipfel recht 'iranffur ich hi« in« 1Tn»nhrii4io fFin TOaav ««« r^UuK lUttUfttlirl §i".".ch^gsgegenstände aus echten amerikcmW Präriebars drinnen. Unter anderem auch foti "erster Dollar", den der Wirt verdiente, in lD einrahmung. Dann eine Riesen-Pistole, die vAt einem Schild hängt ,,to morrow free beer", h - heißt „Morgen Freibier". Und wenn es FM' gab, dann hat es m den Wild-West-Bars ctn immer geknallt. Noch etwas haben wir zu sehen bekommen. D»' berühmten Gewehre: Die Silberbüchse, den toter und den Henrystutzen. Die Silberbüchse i acht, wie ich immer gedacht habe, ganz mit fiW JJ£n ..^geln beschlagen, sondern nur in groH Abstanden. Der Bärentöter ist ein Riesending. M Henrystutzen hat uns der Patty Frank was W tiges erzählt. „Wieviel Schuß hat er denn ?" er uns zunächst gefragt. „Fünfundzwanzig", Bimbo mit einem Anflug von Stolz qeantnrrtd - Ne", hat der Patty gelacht, „da hat der Karl W ! chal ein bißchen geschwindelt. Der Henrystutzen^ nicht 25, sondern nur 17 Schuß." Da unter dem Blockhaus ist auch ein geheinM DoUer Keller. In den sind wir auch runtergefti’CtM An einer ganz gefährlichen Eisenhakenleiter. 11 iW »ft es schwer düster. Wie in einer uralten BH? Zu sehen gab es, glaube ich, nichts Besonder«. Trotzdem hat es uns gewaltig imponiert, daß fli1 da runter durften. 21ls wir wieder oben waren, waren mir bÄ frofj. Für düstere Keller muß ein Pimpf ja nÄ gerade Vorliebe haben, wenn er sie nicht zum fr ländespiel braucht. Dann haben wir dem Patty Frank die M gedrückt, haben uns schnell noch ins Gästebuch * getragen, und sind endlich langsam davongetrrtti JtaflefeMitot! /.Mit feltföan i MW BMA u hlr u 2,anÖ ES* L«. Äiirguni □ erreicht/ Z'^auftragte Bezirk de tigsprüfung rfieiftungsfo Di uitb m ibtr Land ^gen, b*e 5 der Zel der u A Beratu' 6 die aus Y £ der Best BMäßige ' Leichter Schnee. Nachts haben die eisigen Winde gesungen, Schnee fiel und stäubte verwehende Zeit Der Tag hat alles wieder verschlungen, Nun liegen die Straßen tot und weit. Nun wissen die Felder, dicht umgraut, Nichts mehr vom Weiß der verstürmten Nacht, Nur Vogelschrei und Menschenlaut Sind zitternd aufgewacht. Heinz Rusch. „Sind schließlich schnurstracks über die Straße rüber, an der Villa Shatterhand vorbei zu dem Karl-May-Museum gegangen Das ist in einem großen Blockhaus mit dem schönen Namen „Villa Bärenfell". Zu einer Führung kamen wir gerade zurecht. Vom Eingang links ist in dem Blockhaus em großer Raum. Wildwest-Raum oder so heißt er. Da brennt ein Kaminfeuer, auf den Holzbänken ringsum liegen leere Felle, die man früher einmal lebendig gewesenen toten Tieren abgezogen hat. Ein hölzerner Tisch, und noch ein hölzerner Tisch, Schemel und Stühle aus Holz, auf all diesen Sitzinstrumenten Leute, die sich erzählen lassen wollen über und von Karl May. In der Mitte steht ein Mann mit einem großen Cowboy-Hut. Ein knorker Kerl übrigens, aber das haben wir erst nachher gemerkt. Das ist Patty Frank. War früher Artist, in vielen Zirkussen, ist auch drüben in Amerika herumgekommen Kennt Deutschland aus dem Eff-Eff. Der Patty Frank erzählt viel, mehr jedenfalls, als ich behalten habe. Da war eine große Indianer- schlacht, bei der sich die Weißen nicht allzu nobel benommen haben sollen. Die bildete sozusagen den Abschluß der Zeit der letzten freien Indianer. Weiter erzählt er über indianische Kleidung und indianische Waffen, schließlich auch aus dem Leben Karl Mays Alles Geschichten, die man sich besser anhört, als daß man sie sich von mir wieder erzählen läßt. Das Museum selbst ist verrückt interessant. Da sind lebensgetreu Jndianerfiguren nachgebildet. Der Kopf von einem ganz uralten Indianer hat uns besonders imponiert. Das soll ein ganz berühmter gewesen sein. Er hieß Red Cloud' „Die Weißen haben kein Hirn und kein Herz" hat er irgendwann einmal gesagt, was nicht grabe für feine anatomischen Kenntnisse spricht. Richtige Mokassins haben wir auch gesehen. Gibt i es in verschiedener Form. Aus ganz hellem und । ganz dunklem Leder. Die Abfahrt ist herrlich. Wie im Flug gleiten Je Bretter durch den Pulverschnee. Man spür! r:ir noch Sonne, Wind und den stäubenden Schnee :?r einem fast den Atem nimmt. Unterwegs halten Jr an und besuchen unsere Kameradinnen, die aitj bim vorderen Wiedhang untergebracht sind. Sie siild alle fort bis auf einige „Invaliden". Gerade, s wir uns wieder zur Abfahrt rüsten, biegen :e Mädel mit kühnem Schwung um die Ecke unb »$• Zählen, daß sie weit drüben an der Grenze ui. n und nach Oesterreich hinübergeschaut haben. Als es schon fast dunkel ist, kommen mir ..u unserer Schihütte. Eine warme Stube und ein beetter Tisch erwarten uns. Die Schier mer!:n wieder fein sauber abgeputzt und in die Diele teilt. Das nasse Zeug und die Stiefel kommen n den Ofen im Wohnzimmer. — Am Abend hod n wir alle um den Tisch, auf dem ein paar Wch--ß kerzen brennen. Unser Schilehrer erzählt uns ocrtl einer Heimat, von Oesterreich. Es ist ein feinfrl Ausklang für diesen Tag, der so reich an Fnufrl und Schönheit war... z 2 0 allerlei gute^Ratschläge noch dazu. Die ® tungen müssen im Eiltempo gehen, denn e „J'Nte |... 'N' N. Q pÄ1 Av! sä Staats Ä.*1 <** IW gern gekauft. So war alles ohne Barmherzigkeit dem Trödler verfallen. Selbst das Kochbuch ging diesen Weg. Und es ging ihn mit vielen, vielen anderen. Von rund 10 000 Büchern, die im Laufe einer langen Zeit eingetrudelt waren, blieb knapp die Hälfte als brauchbar zurück in der darum allmählich wieder leerer werdenden Dienststelle. Diese 5000 guten Bücher, die nicht von den höllisch dröhnenden Einstampfmaschinen gefressen wurden, erhielten eine himmlische Pflege. Schäden am Einband wurden ausgebessert, ein fehlender Rücken wurde ersetzt, vielleicht sogar ein fehlender Einband. Schließlich gab ihnen eine sorgende Pimpfenhand einen gut Angeschnittenen Schutzumschlag und das Bibliotheksexemplar der Jungvolk-Bücherei war fertig. Ja, es war fertig, bis auf die Katalogisierung. Mit dieser begann die Arbeit von neuem. Große Listen wurden aufgestellt nach Verfassernamen und nach Sachgebieten. Komplizierte Zähl- und Prüfsysteme wurden ausprobiert und schließlich festgelegt. Dann wurden wieder die jetzt wohleingebundenen Bücher nach Gruppen gestapelt und schließlich notiert. Kleine Klebezettel kamen auf den Schutzumschlag und auf das Buch. In die Listen trug man einen entsprechenden Vermerk ein. So ging das Stück für Stück, unaufhörlich, bis auch der letzte Band an feinen endgültigen Platz auf dem selbstgezimmerten Regal gestellt war. Die Bibliothek im Rohbau war vollendet. Der „Herr Bibliothekar" blickte stolz auf die Bücher in der Runde, „organisierte" sich schnell noch aus einem anderen Dienstraum einen kleinen Tisch für seine Karteikästen, rückte die Ordner an ihren Platz und lächelte siegesgewiß: „Jetzt kann es losgehen! Wir katalogisieren!" Das war nach der großen Büchersammlung. Jedes freie Plätzchen war in der Jungbanndienst- flelle mit Büchern belegt. Die Stapel lagen \)om Fußboden bis zur Decke und von der Decke bis Zum Fußboden. Selbst die besten Kenner der örtlichen Verhältnisse faßte manchmal ein gelindes Grauen. Und die Nichtkenner fürchteten alle drei Sekunden, daß ihnen einige Dutzend Bücher auf Öen Kopf fielen. Aber auf solche nebensächliche Bedenken konnte jetzt keine Rücksicht genommen werden. Denn immer noch erschienen „Rollkommandos", die irgendwoher immer noch einige Bücher mitbrachten. Und diese Bücher mußten ja auch gleich wieder aufgestapelt werden. Doch mit dem Stapeln allein war es natürlich nicht getan. Das Stapeln war ja nur der Vorgeschmack von der Vorarbeit für die kommenden Büchereien. Wichtiger nämlich schon als das Stapeln war das Sichten. Auch das wurde schon eifrig besorgt. Während vorn an der Tür noch feste gestapelt wurde, fingen am Fenster schon einige Schriftgelehrte an, die Riesenmengen sichtend auszuwählen und die Böcke von den Schafen zu sondern. Ach, das war eine Arbeit! Donner, Donner! Und was man da so zu sehen bekam. Gut gemeint hatten es die Spender ja vielleicht, aber zu brauchen waren solche „wertvollen Geschenke" nun in einer Jungenbücherei doch wahrhaftig nicht. Kein Wunder, daß jetzt der Stapel „unbrauchbare" immer höher und höher stieg, während sich der Stapel „brauchbare" nur sehr viel langsamer auffüllen ließ. Das Kochbuch „für eine deutsche Hausfrau" befand sich in guter Gesellschaft. Da waren die Berichte einer medizinischen Vereinigung zur Heilung des Kropfes aus dem Jahre 1885, in Ganzleinen gebunden. Es lagen daneben die „Liebesbriefe der Marquise von I" in reizvollem Buntdruck-Einband. Eine Geschichte vom „Glück und Ende eines Raubmörders" fehlte ebensowenig wie eine längere Betrachtung über naturgemäße Lebensweise und Lauwarmwasserkuren. Schade, von solch schönen Dingen wollen nun gibt in der HI." .. hat die Reichsjugendführung wieder seine planmäßige Ausbildung eines funktechnischen Nachwuchses aufgenommen. Die Reichsfunkschule der Hitler-Jugend in Göttingen führt zu diesem Zweck vom 1. bis 20. Februar ihren ersten Lehrgang im neuen Jahr durch. Es ist ... „Es ist doch merkwürdig!", murmelt Herr Berger vor sich hin, und steckt sich eine neue Zigarre an. „In meiner Jugend, da gab es doch das alles nicht!" Frau Berger ist ins Zimmer getreten. „Was hast du denn wieder, Max? Du müßtest deine Freude an dem Eifer deines Jungen haben ..." Es klingelt Sturm. Eine Minute später steht Karl im Zimmer. „Na, ist denn euer Dienst aus?" erkundigt sich Vater Berger nun schon etwas freundlicher. „Jawohl, prima war's, Vater! Prima! Ganz große Sachen haben wir vor! Wir bauen an einem neuen Empfangsgerät, du weißt doch, daß ich jetzt bei der funktechnischen Bereitschaft bin." „I«, ich habe gerade etwas im Radio gehört von einer Funkerschule." — „Stimmt nicht ganz, Vater! Es ist keine Funkerschule, sondern unsere Reichs- sunkschule in Göttingen." „Also mit Funk befaßt ihr euch nun tatsächlich auch noch?!" „Das ist sogar prima. Wir bauen eigene Geräte, wir werden theoretisch und praktisch in Elektro- und Funktechnik ausgebildet. Dazu kommt noch Morsen. Zur Zeit bauen wir einen Lautsprecherwagen — pfundige Sache, sage ich dir!" „Na, ja, meinetwegen, ober könnt ihr denn mit den Dingen auch praktisch etwas anfangen?" „Selbstverständlich! Sieh, bei großen Kundgebungen der HI. bauen wir ganze Großlautsprecheranlagen auf — die Lautsprecher und Verstärker konstruierten wir auch oft selber. Und dann — du kennst doch unseren früheren Scharführer, den Georg?" — „Den großen da? Ja, den kenne ich." — „Der ist im Herbst zur Wehrmacht gegangen und ist bei den Nachrichtern. Was er bei uns gelernt hat, kann er dort restlos verwerten! Der Kerl fäüt bei feiner Kompanie direkt auf, sage ich dir!" „So, so, hm, das ist ja erfreulich." Die fünfte Zigarre ist inzwischen verqualmt, dicker Rauch lagert im Zimmer. Karl reißt die Fenster weit auf, um frische Luft hereinzulassen. „Untz, weißt du, Vater, bei uns ist eine Begeisterung ftir die Sache. Bei uns ist der HJ.-Dienst niemals Zwang, immer nur Ehrensache. Mein Gefolgschaftsführer hat neulich beim Dienst angedeutet, ich könnte vielleicht zu einem der nächsten Kurse nach Göttingen kommen! Das wäre meine größte Freude — ich darf doch gehen, ja?" „Was, nach Göttingen willst du auch? Ja, was macht ihr denn da eigentlich auf der Funkschule? Telephonieren und Funken?" — „Telephonieren ja nun gerade nicht, aber im Morsen werden wir natürlich ausgebildet. Und einige Kenntnisse muß man auch mitbringen ..." „Und wo nehmt ihr diese Kenntnisse her?" — „Nun, hier aus unseren technischen Schulungsabenden." — „So. Und da lernt ihr dann in Göttingen noch allerhand dazu?" „Stimmt! Und stelle dir vor, auch mit den Grundzügen des Fernwesens werden wir vertraut ge- : macht, mit Kurzwellentechnik, Ultrakurzwellen. Wir : haben Gelegenheit, alle Messungen, von den einfachen Strom- und Spannungsmessungen bis zu Am Vorabend des Geburtstags des Führers wird der Jugendführer des Deutschen Reiches in der Marienbura für das gesamte Reich den Jahrgang 1927 der deutschen Jugend in bas Jungvolk aufnehmen. Diese feierliche Aufnahme wird künftig jedes Jahr in der Marienburg erfolgen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Um eine Irnigvolkbiicherei. Wir stapeln, wir sichten, wir organisieren. Unser Schilehrer bahnt uns den Weg, beritt scharfem Zickzack sehr schnell ansteigt. Ab un^u ,,menQe em gibt es einen kleinen Aufenthalt, wenn dis «W ;LhiQhqcno ober andere das Gleichgewicht verliert und ans »er -EhtnasDi Bahn kippt. Bald aber wird die Steigung so sM, daß wir mit den Schiern nicht mehr recht vorvciAS- milch i kommen. Etwa 150 Meter unter dem ®iirel 1 hpmeil (nrtffoM mir aPi ttnX PfAllAVM X»a LaUam •<« Eines Tages aber ist es soweit, daß wir knalle zu einer größeren Tagesfahrt versammeln__ Wir treten vor der Hütte an. In tadellos geh™ Stieseln, sauber gebürsteten Schihosen, gemahn und gekämmt, was ja eigentlich selbstverstänjch ist — aber in einer Schihütte oft schwierig rin kann. Gegenüber im Haus „Ingeburg", dem Liyi* Wintersporthotel, ist Noch alles still. Wir sind nie immer die ersten. Ruth hat den Tagesspruch gctgt und der letzte Vers von unserem Lied ist oerflun.jn. AMe „Schneefelder blinken, leuchten von ferne her, LcM - . h versinken im Wolkenmeer." So wird es heute iei W 01 uns sein, denn wir wollen auf den Iseler. lOnschasten Natürlich die Medizinbeutel. Die darf man nicht vergessen sich genau anzuschauen. Komische Dinge hatten sich die alten Herren Indianer da aufbewahrt. Etwa eine abgebrochene Bruyere-Pseife, ein paar Eisennägel oder dergleichen Auch die Klauen von einem Grizzlybären und was es sonst für wilde Viehcher da gibt. Ein Bild, das man Panarame oder auch Panorama nennt und das einen Einblick in das Jn- dianerleben geben soll, hat uns allen schwer imponiert. Der fette Max hat gemeint, er wäre am liebsten Squaw. Weil die zu Hause essen könnten, wenn die Krieger draußen herumreiten müßten. Ich hab ihn aber abgefertigt: „Du bist ein fauler Kojote, hough!" hab ich geantwortet. Kanus und sonst dutzenderlei Dinge kann ich weder schildern noch aufzählen. Mein schwaches Gedächtnis ist heute schon zu verbraucht Ich habe in der Pause von der dritten Stunde heut früh nämlich ein Gedicht schnell gelernt, das wir können mußten. In der konnte ich es auch. Jetzt weiß ich nicht mehr, wie es heißt. — Was ganz Dolles waren noch die Skalpe. Phantastische Skalpe, sag ich euch, kann man sich da an- gucken. Schade, daß die unter Glas sind. Und noch mehr schade, daß man sie nicht mitnehmen kann. Sind da doch Skalpe zu sehen von Indianern und von Weißen. Uebrigens sollen die Indianer das Skalpieren von den Weißen gelernt haben. War früher mal em Preis ausgesetzt auf den Kopf eines leben Jnbianers. Das Kopfabschneiben war aber Den Gelbjagern zu umstänblich. Darum haben sie Ickiließlich ihren Opfern nur noch die Haut vom Kopf gezogen. Das haben sich die Indianer dann abgesehen und es gewissermaßen auf Gegenseitigkeit ( f I Gefallen hat es uns ganz verrückt Nur #1 riirfhnLnh h H Unb 9£r zu- Bimbo war untröstlich. Daß der Henrystutzen vC % «UnS validen". Terck.V irt rüsten, bWif Berlin Frankfurt a. M. um die Elke M 11.2. Datum 8,65 — Frankfurt a. 2R. 20,13 126,65 16,65 17,25 124,4 185,5 131,5 114,5 117,25 106 20,13 I26, 42,65 16,65 17 124,4 185,9 131 114,4 117 106 42,01 0,153 47,14 54,44 47,14 12,20 5,38 11,61 135,91 13,11 126,4 42,75 16,5 17 123,9 185,25 131 114,5 117,5 106 139 112,5 168 19,75 159 5,706 61,38 49,05 11,09 62,97 56,88 17,52 8,674 2,493 195 139,5 112,5 168,75 119,75 5,694 61,16 48.95 11,05 62,75 56,74 17,48 8,651 2,488 5,706 61,28 49,05 11,07 62,87 56,86 17,52 8,669 2,492 126 16,4 17,25 123,9 185,25 114,5 117,5 106 Schluß- furs 195,5 138,5 111,25 168,25 119 158 228 173 127 143 265 169 135,5 148,5 167,9 137,75 142 127 43,65 151 116,25 142,75 143,25 139,25 125,4 93,75 117,5 160,65 153 220,25 150 130,5 141,5 161 197,25 199 117,75 55 136 154 24 172 127J) 146,25 265 169,5 135 149,25 168,25 137,75 143,5 128 43,75 152,5 117,5 143 175,5 144.5 137,75 126 125,25 94 118,4 161,25 153 220,75 138,25 152,5 130,75 142 162,5 200 201 119 56 136 155,5 23,25 5.694 61,26 48,95 11,07 62,85 56,76 17,48 8,656 2,489 172.5 127,13 117.65 146 169 135,5 149,25 168,5 138,25 143,5 127,75 44 153 117,75 143 175,5 144,75 137,5 126,25 142,4 126 118,13 161 .25 153 88,9 221 138,75 152,25 130,75 141,75 180 162,5 96,25 200,5 199 118,75 56 136,5 154,5 23,5 195,5 138,5 111,5 168,75 118,75 228 172,75 125,25 117,25 143 169 135 148,13 167,13 137,75 142,5 127 43,9 151 116 143,25 177,5 143,5 139,5 125,75 141,75 125,25 117,13 159 152,5 88,5 220 150 130,25 141 179 161,25 95,25 197 199 117,65 55 137 154,5 24 8,5 15,3 1,3 5,25 6,2 5,2 6,4 9,4 5,3 5,4 6,275 5,2 6,3 9,4 5,4 8,55 16 1,3 5,3 6,2 5,2 6,4 9,4 5,35 Als Fußball-Volkstag wird bei Eintrittspreisen von 0,50, 1,00 und 1,50 Mark am 28. Februar im Olympiastadion in Berlin das Endspiel um den Reichsbund-Pokal zwischen den Gauen Niederrhein und Sachsen ausgetragen. 8,75 1,2 6,25 6,35 9,325 5,4 g erklimmen mi, ipfel an Qipfe'. # Wolkenfetzen flü'B zen t)u$en M Schneeselder. wird m uns stmii Japan...... Jugoslawien Oslo...... Wien....... Lissabon.... Stockholm .. Schwei- .... Spanien... Prag...... Budapest.. Neuyork... Bayern schnitt glänzend ab. Unter den zehn erstplacierten Läufern findet man allein acht Bayern. Schlesiens Stärke liegt mehr auf der langen Strecke, aber gerade unter Berücksichtigung dieser Tatsache sind die Plätze von Leu- pold, Meergans und Dreßler recht beachtlich. Bogner und Reiser zeigten sich den 18-Kilometer-Spe- zialisten wieder einmal überlegen unb im Kampf Vogners Sieg im 18-lM-Langlaus Deutsche und Heeresskimeisterschasten in Attenberg. Hhein-Mainische Börse. Mittagsbärse: Aktien schwächer. F r a n k f u r t a. M., 12.Febr. Die Börse lag am Aktienmarkt überwiegend schwächer. Es sollen kleine Auslandoerkäufe vorgelegen haben, auch die Kulille trat in kleinem Umfange als Abgeber auf. Publkiumskauforders lagen im Großverkehr nicht vor nur am Einheitsmarkt bestand für einige Spe- zial'werte weitere Nachfrage. Bei kleinsten Umsätzen bröckelten die Kurse 0,50 bis 1 v. S). ab. Am Mon- Gpielvereinigung 1900 Gießen. 1900 — Spv. Alsfeld. Die Blau-Weißen empfangen am Sonntag den Sportverein 06 Alsfeld zum Rückspiel, das die Alsfelder den Blau-Weißen auf Grund ihrer damaligen vorübergehenden Zuteilung zur Bezirksklasse schuldig sind. Das Vorspiel, das die Spielvereinigung damals 3:2 gewann, wurde, wie alle anderen Spiele, die Alsfeld mit den hiesigen Vereinen ausgetragen hatte, wieder abgesetzt, da Alsfeld auf Entscheid des Gaufachamtes in der dortigen Gruppe verbleiben mußte. Inzwischen haben sich die Gäste diese Berechtigung zum Teil erkämpft, denn in den Verbandsspielen zeigten sie sich von einer solchen Ueberlegenheit, daß sie mit großem Vorsprung an der Spitze und damit vor der Meisterschaft stehen, die sie zur Teilnahme an den Aufstiegspielen berechtigt. Die Blau-Weißen lassen sich deshalb auch auf keine weiteren Experimente ein, sondern haben die beste Vertretung aufgeboten, in der Klages (seither Hanau 93) für Mank den Mittelläuferposten einnimmt, was eine weitere Verstärkung bedeutet. Im einzelnen lautet die Aufstellung wie folgt: Rahn; Zeiler, Lippert; Erhard, Klages, Lehrmund; Ranft, Heilmann, Löbsack, Sack, Heuser. Die Leitung hat Schiedsrichter Mohr (Tv. 1846), Gießen. Kurze Sportnotizen. Die deutsche Eishockey-Mannschaft unterlag, ohne Gustav Jänecke spielend, in einem Probespiel gegen die Krefelder Deutsch-Kanadier in Düsseldorf vor 2000 Zuschauern mit 1:2 (1:0, 0:1, 0:1). e im Flug glcitMÄ nee. Man spür! n iäubenben 6d)w„ti Unterwegs iM ir rabinnen, bierrilr . Handels- und Sewerbebank eGmbH., Gießen. Wiederum 5 v. H. Dividende. In der gestrigen Bilanzsitzung der Handels- und Kewerbebank e. G. m. b. H., Gießen, wurde über die nünstiae Weiterentwicklung der Bank im Jahre 1936 berichtet. Die Umsätze, die schon im Vorjahr um 20 v. H. gestiegen waren, konnten nochmals um 95 o.H. gesteigert werden und betrugen rund 133 Millionen Reichsmark auf beiden Seiten des Haupt- buckes. Die Bilanzsumme hat sich um 15 v. H. auf 3 544128,56 RM. erhöht. Der am 22. Februar 1937 stattfindenden Generalversammlung wird wiederum die Verteilung einer Dividende von 5 o. H. vorgeschlagen werden. Mchleiftungsprüfungen als Wege und Wille zur Nahrungsfreiheit. Elektrische Lieferungen... Elektrische Licht und Kraft I. (3. Farben-Jndustrie .. Felten & Guilleaume.... an ber Grenze m zeschaul haben, ist, kommen nili ne Stube und tifl Die Schier cS unb in die DikK ie Stiefel komm - Am Abend!« bem ein paar »i chrer erzählt M ich. Es ist ffl ■ er so reich an F um die Gesamtwertung aus Lang- und Sprunglauf dürften die beiden Bayern eigentlich nur mit Meergans zu rechnen haben. — In der Altersklasse siegte K. Richter (Altenberg) in der vor- züglichen Zeit von 1:36:47 vor Heinz Ermel (Brückenberg) in 1:39:46 und dem deutschen Altmeister Gustl Müller (Bayrischzell) in 1:40:25. Gki-Weltmeisterschaften in Chamonix. Norwegen schlug Finnland in der 4X10-km-Staffe(! Mit einem kaum erwarteten Siege der Norweger endete der erste Wettbewerb der 1. Ski-Weltmeisterschaften der FIS., der 4X10-km-Staffellauf. Finnland, der Olympiasieger des Vorjahres, hatte das Pech, daß sein erster Mann, Niemi, mit schlechtem Ski antrat und erst als Sechster zum Wechsel kam. Die eigentliche Sensation gab es aber erst, wie vor einem Jahr in Garmisch-Partenkirchen, durch den letzten Mann. Finnland hatte bis dahin die Spitze erobert und schien bereits Sieger zu sein, als der Norweger Lars Bergendahl in einem phantastischen Rennen den Vorsprung Kalle Jalkanens aufholte und den Finnen im Endkampf noch klar hinter sich ließ. Schwedens Nachwuchs-Mannschaft konnte sich nicht durchsetzen und belegte hinter Italien nur den vierten Platz. Fwd. Zum Zwecke der Ausweitung der Grund- kaae für die Fettversorgung unseres Volkes aus eigener Scholle hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft vor etwas mehr als Jahresfrist die Verordnung über Milchleistungs- vrufungen erlassen. Eine besondere Anordnung des Beauftragten des Reichsnährstandes für die Milchleistungsprüfungen vom 28.5.1936 regelt die Durchführung dieser pflichtmäßigen Milchkontrolle im Bezirk der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, mit der am 1- Juli 1936 begonnen wurde. Nach halbjährigem Aufbau hat die Entwicklung der Milchleistungsprüfungen in Hessen-Nassau, Oberhessen, Starkenburg und Rheinhessen einen so beachtlichen Stand erreicht, daß durch die 2. Anordnung des Reichsbeauftragten vom 23.12.1936 nunmehr der Gesamtbezirk der Landesbauernschaft unter die Leistungsprüfung für Milch gestellt werden konnte. Der Leistungskontrolle unterliegen alle Bestände von drei und mehr Kühen, doch soll sich die Aufgabe der Landeskontrollstelle für Milchleistungs- vrüfunqen, die mit dieser Sonderausgabe betraut ist, mit der Zeit auf alle Milchoiehbestände (Kühe und Ziegen) erstrecken. Neben der Leistungsprüfung, mit der eine eingehende Beratung der Viehhalter verbunden ist, durch die auf heimischer Futtergrundlage und un Sinne der Bestrebungen der Landestierzucht eine mengenmäßige Milchsteigerung einerseits und eine weitere Aufbesserung der Gütewerte erzielt werden soll, wird die Milchkontrolle als Qualitätsüberwachung bei den Sammelstellen der Milchabsatz- oenossenschaften und Molkereien fortgesetzt. Die Ko ten werden durch die Viehhaltergebühren und den nach der Anlieferungs- bzw. Frischmilchvertei- lungsmenge ermittelten Beitrag der Molkereien und Milchabsatzgenossenschaften aufgebracht. Durch die Milchleistungsprüfungen gibt der deutsche Bauernstand der Allgemeinheit die Gewähr, daß nur gute- wertige Milch der Derbraucherschaft zugeführt wird, und er beweist zugleich seine unverrückbare Entschlossenheit, die ihm gestellte Aufgabe zur Erreichung und Sicherung der Nahrungsfreiheit unseres Volkes erfolgreich zu lösen. 152,50 (153) und Deutsche Erdöl auf 144,50 (146,25) ( zurück. Don Elektroaktien waren Siemens stärker s gedrückt auf 197,25 (200), Schlickert verloren 1,25 , v. H. auf 161,25, RWE., Gesfürel und AEG. bröckelten bis 0,50 v. H. ab. Im einzelnen eröffneten: Bemberg 113 bis 112 (112,50), Westdeutsche ; Kaufhof 56,13 bis 56 (56), Daimler 127 (127,50), Südd. Zucker 2Ö0 (2’01), BMW. unv. 141,50, Jul. , Berger unv. 144 und Reichsbank 185,65 (185,50). Am Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls klein, es zeigte sich jedoch mäßige Nachfrage. Altbesitz unv. 120,50, Kommunal-Umschuldung unv. 91,70, Städte-Altbesitz waren zu 121,50 (121) gefragt, ebenso Zinsvergütungsscheine mit 95,60 (95,50), etwas schwächer lagen Reichsbahn-VA. mit 124 (124,40). Das Geschäft blieb auch in der zweiten Börsenstunde sehr klein und die Aktienkurse bröckelten vorwiegend weiter etwas ab. IG.-Farben 167,25 nach 167,75 bis 168, Bemberg 111,75 nach 113, Schlickert 161 nach 161,25, Hoesch 116,25 nach 116,75, dagegen RWE. 130,50 nach 130,25. Die später notierten Werte lagen zumeist schwächer, Muag 142,75 (144), Gement Heidelberg 158 (159), nur Scheideanstalt 1 v. H. höher mit 266. Am Kassamarkt kamen Gebr. Adt mit 49,50 (47), Rhenser Mineral mit 71 (zuletzt 65), Gebr. Roeder mit 108,50 (107,25) zur Notiz, gesucht blieben Motoren Darmstadt und Dürrwerke Ratingen 70 (63,50). Don Renten wurden Altbesitz in größeren Beträgen mit unv. 120,50 gehandelt, Reichsbahn-DA. weiter abbröckelnd auf 123,75 nach 124. Don Pfandbriefen Nass. Landesbank Gold 98,50 (98,25), do. KO. 96 (95,75), die übrigen lagen unverändert, auch Liquidationspfandbriefe und Stadtanleihen nur wenig abweichend. Auslandrenten lagen zumeist etwas schwächer, jedoch nicht einheitlich. Im F r e i v e r k e h r Adlerwerke Kleyer anfangs HO bis 112, dann 109 bis 111, Pokorny 130,25 bis 132,25, Neue Wayß & Freytag 137 bis 139, DDM. 155,50 bis 157,50, Ufa-Aktien 71,75 bis 73,75. — Tagesgeld unv. 2,5Ö v. H. Abendbörfe ruhig. Die Abendbörfe nahm auf allen Märkten einen sehr ruhigen Derlauf. Die Aktienkurse wurden teilweise auf den noch schwächeren Berliner Schlußstand zurückgesetzt, so Deutsche Erdöl auf 143 (144,50), Süddeutsche Zucker auf 199 (200), Rheinstahl auf 150 (150,50), Westdeutsche Kaufhof au 55 (55,50), Bemberg auf 111,25 (111,75), Geffüre 142 (143), Junghans auf 127 (127,75), auch Scheide- anstatt gaben 1 v. H. nach auf 265. Dagegen fan- 1 den IG. Farben etwas Nachfrage zu 167,65 bis : 167,90 (167,13). Großbankaktien notierten unver- - ändert. Der Renten markt lag geschäftslos ‘ Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. erholt au ' 123,90. Kommunal-Umschuldung nannte man mit ' unverändert 91,75 und Städte-Altbesitz mit 121,50 Nach zwei Ruhetagen wurden die am Dienstag : mit dem 50-Kilometer-Dauerlauf eröffneten diesjährigen Deutschen und Heeres-Skimeisterschaften in Altenberg im östlichen Erzgebirge mit dem 18= Kilometer-Langlauf fortgesetzt. 130 Mann stellten sich den Startern. Sieger wurde der vorjährige Kombinationssieger Willi Bogner (München) in der hervorragenden Zeit von 1:31:47 Stunden vor Franz Reiser (Partenkirchen) in 1:33:08 und H. Lochbihler (Sonthofen) in 1:33:23. Nach den drei Bayern placierte sich als Vierter der Dauerlaufsieger Herbert L e u p o l d (Breslau) in 1:33:29 und hinter ihm belegte den fünften Platz Obergefreiter Albert Burk (Garmisch-Partenkirchen), der 1:34:00 benötigte und Deutscher Heeres- meister wurde. Am Start und auf der Strecke. Viele Tausende von Zuschauern hatten sich schon am frühen Morgen am Start eingefunden, als bei Null Grad noch Nebel herrschte, der erst später den durch die Wolken brechenden Sonnenstrahlen, tue den Schnee „schneller" machten, wich. Pünktlich um 9 Uhr machte sich der erste Läufer auf die Strecke, die äußerst schwer war. Die ersten 10 Kilometer stellten die meisten Anforderungen, denn hier ging es in dem keineswegs leicht zu nennenden Gelände fast ständig auf und ab. Selbst die Geisinger Bob- bahn wurde zu einer Abfahrt benutzt, die tue Teilnehmer auf 680 Meter Höhe herunterbrachte, wor- auf sie dann in Serpentinen den 813 Meter hohen Fuchskegel zu erklimmen hatten. Auf einer Steilabfahrt wurde dieser verlassen, um ein zweites Mal erstiegen zu werden. Vom Fuchskeael führte dann der Weg zum 900 Meter hohen Kahlenberg und dann in langer Abfahrt nach Altenberg zurück. Schon auf halber Strecke wurde für Bogner tue beste Zeit notiert. Auf dem weiteren Wege fielen Leupold und Hieble stark zurück, während Bogner seinen Vorsprung noch weiter ausdehnen konnte. Der frühere Traunsteiner ist ein so überzeugendes Rennen wie am Freitag in Altenberg lange nicht mehr gelaufen. An 28. Stelle erreichte er das Ziel; er hatte dreißig Mann überholt. Auch der neue Heeresmeister, Obergefreiter Albert Burk aus Garmisch-Partenkirchen, der seine Stärke erst im letzten Teil der Strecke ausspielte, ist ein glänzendes Rennen gelaufen. tretung vorgesehen: Enders; Birkenstock, Schrnitt- diehl; Reist, Vock, Richter; Diezemann, Färber, Höing, Winden, Schüler. Im Anschluß an das Verbandsspiel stehen sich die zweiten Mannschaften der beiden Vereine zum Gesellschaftsspiel gegenüber. Da die Gießener lange ausgesetzt haben, werden wohl die besser eingespiel- Gäste Sieger bleiben. Felix Kaspar, der neue Europameister im Einskunstlaufen hat beste Aussichten, auch in der Weltmeisterschaft der Nachfolger Karl Schäfers zu werden. Nach den Pflichtübungen der in Wien stattfindenden Meisterschaften liegt er klar vor Sharpe (England) und Tertak (Ungarn) an der Spitze.__________________________________________________ Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagaach« mittag geschloßen. Bezirksklasse. lufpo. wehlar-Niedergirmes zum Verbandsfpiet in Gießen. Die 1900er beschließen die Pflichtspiele der diesjährigen Serie morgen mit bem Spiel gegen die Turn- und Sportgemeinde 03 Wetzlar-Niedergirmes. Die Bedeutung des Treffens wird durch die Umstände gekennzeichnet, daß die Gäste Tabellenzweiter sind und in der diesjährigen Verbandsrunde die einzige Mannschaft waren, die den 1900ern eine Niederlage beibringen konnten. Man wird also nicht fehlaehen in der Annahme, daß der morgige Kampf einmal auf hohem spielerischem Niveau stehen und zum anderen den restlosen Einsatz beider Parteien erfordern wird. Die Spielvereinigungs- leute müssen um so mehr auf der Hut fein, da Berg nicht Mitwirken kann und eine Mannschaftsumstellung erfolgen muh. Man hat folgende 23er- Das Hauptinteresse im Handball konzentriert sich auf die am morgigen Sonntag beginnenden Pokal- piele des Fachamtes Handball. Die Vertretung des Gaues Hessen, die ursprünglich in Kassel gegen den Gau Niederrhein antreten sollte, muß nach einer Verfügung des Reichsfachamtsleiters nach Düsseldorf. Dadurch wird die Sache wesentlich anders. Während die Hessen in Kassel vielleicht eine kleine Chance hatten, wird ihr Hauptaugenmerk jetzt darauf gerichtet sein müssen, ein möglichst günstiges Ergebnis zu erzielen. Gerade das aber dürfte, soweit sich wenigstens übersehen läßt, um so eher zu erreichen sein, als man die Mannschaft der Hes- len: Böckel (CT. Kassel), Band holz (VfB.-R. Rieft (SV. Kassel), Stumm (Tv. Wetzlar), Mämpel (Tuspo. Bettenhausen), Lüttge (CT.), Pilgermann (Kurhessen Kassel), Buse (CT.). Das erfreuliche bei der Sache ist, daß gleich zwei Spieler aus dem Kreis Gießen aufgeftellt find. Hoffentlich rechtfertigen sie das in sie gesetzte Vertrauen. Hinter dieser Großveranstaltung treten die Pflichtspiele etwas zurück. Leider hat die Bezirksklasse abermals einen Mannfchaftsabgang zu beklagen: Tuspo. Marburg ist es infolge Spielermanael nicht mehr möglich, die noch restlichen Spiele durchzuhalten. Zur Vermeidung von irgendwelchen Irrtümern, wird nochmals darauf hingewiesen daß die sur den 14. und 21. Februar angesetzten Verbands, spiele mit Rücksicht auf die derzeitigen Witte- rungs- und Platzverhältnisse ausfallen. Tischlennis-Lerbandsspiele im Gau Heften. hanau 93 und Tv. Lich bei 1900 ju Gast. Zu den Berbandssxielen im Tischtennis innerhalb des Gaues 12 haben die Vereine FC. 1883 Hanau, TTC. „Grün-Weiß" Bad-Rauheim, Spvgg. 1900 Gießen und To. Lich ihre Meldung abgegeben. Es sind bis jetzt nur wenig Turniere ausgetragen worden. Spitzenreiter ist Hanau 93 mit zwei gewonnenen Turnieren. Die 1900er haben erst einmal m die Geschehnisse eingegrisfen und den Tv. Md) hoch geschlagen. Die morgigen Kämpfe, die im „Burghof" zum Austrag kommen, werden schon einige Klarheit hinsichtlich der Meisterschaftsaussichten bringen. Werden die Spielvereittigungsleute den Hanauern gewachsen sein? Die Frage ist schwer zu beantworten, da sich beide Vereine erstmals gegen- überstehen. Die 1900er-Farben vertreten folgende Spieler: Beil, Jung, Günther, Reichel, Arzbacher |unb Schmittdiehl. Accunmlatoren-Fabrik.......12 AKU=Sunftfetbe.............O Aschaffenburg Zellstoff........3 Bemberg...................0 Bekula..................... 8 Buderus Eisen...............4 Gement Heidelberg ...........7 Gement Karlstadt............6 Ghade A.-C..................9 Gonti Gummi.............. H Daimler Motoren............ 5 Dessauer Gas...............4 Deutsche Erdöl..............6 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 6 7 7 6 6 5 O Schluß Mittag. börse 12.2- bis 122. U. a. notierten: Reichsbahn-Vorzugsaktien E 123,90, 4 v. H. Ungar. Kronenrente 0,80, 4 v. H. Stabt Lissabon 39,50, 4 v. H. Rumänen 5,40, Commerzbank 144,50, DD-Bank 117,50, Reichsbank 185 25, Buderus E 119, Harpener 151, Hoesch 116,25, Ilse Genuß 143,25, Rheinstahl 150, Verein. Stahlwerke 117,75, Bemberg 111,25, Conti Gummi 173, Deutsche Erdöl 143, Scheideanstalt E 265, Licht & Kraft 148,50, IG. Farben 167,65 bis 167,90, Gesfürel 142, Goldschmidt 127, Holzmann 142,75, Lindes Eis 174, Mainkraft 93,75, Muag 142. Schluß!. Abend- bürse 12-2. 6% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4Vi Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6% Rumänen von 1903......... 4%% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Dürfen Bagdad I........... 4% Dürfen Bagdad II.......... 8*/<% I. Anatolier.............. ® für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hamburg-Amerika Paket......O Norddeutscher Lloyd..........O Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 Reichsbanl................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank..............4 tanmarft waren Rheinstahl etwas stärker rückläufig mit 151 (152,50), Hoesch verloren 0,75 v. H. auf 116,75, die übrigen Papiere ließen 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Von chemischen Werten gingen JG.- Farben auf 167,75 (168,25), Metallgesellschaft auf ^fuhg8 i.Sj »sä d hoher. et|^| rb'in> Wb es i|, Mährens hat J ^reiche« fij heraus. eifrig geüH ®05ien t 2 l° M? Ä ilbt> Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. echten amerikaM anderem amJj rt verdiente, m D esen-Pistole, dre/i rrow free bee13 WlZest-BM4 JSff#, Sie 6®e< habe, ganz J1 | ibern nur 'N... ein Riesens , iS'S n einer u ■ j y 1. Kreisklasse. Tv. Hörnsheim—Tv. Herborn Tuspo. Groß-Rechtenbach—Tv. Dutenhofen To. Garbenheim—Tv. Grüningen To. Katzenfurt—VfB.-R. Gießen. Hörnsheim hat allen Grund, die wenigen Spiele, in denen es noch antreten muß, vorsichtig zu sein. Denn sehr leicht könnte eine Ueberraschung eintreten und der schon so sicher innegehabte 1. Tabellenplatz käme ins Wanken. Diese Vorsicht dürfte auch bei bem Spiel gegen Herborn am Platze sein. Ob der Ausgang des Vorspiels vom letzten Sonntag nun auch in Groß-Rechtenbach eine Wiederholung erfahren wird? Es ist kaum anzunehmen! Dutenhofen sollte gelernt haben, daß ein Spiel erst mit dem Schlußpfiff gewonnen ist. — Das gleiche gilt auch für das Spiel Garbenheim—Grüningen, obwohl hier die Gäste wohl keine allzugroßen Chancen haben dürften. — Interessant wird auch das Zusammentreffen in Katzenfurt werden. Zwar treten die Gießener mit Ersatz an. Ihre Spielstärke wird aber trotzdem ausreichen, um Sieger zu bleiben. 2. Kreisklasse. Mtv. Gießen II — Tv. Nauborn. Man rechnet damit, daß Gießen hier den Sieger stellen wird, wenn die Mannschaft auch lange Zeit nicht gespielt hat. Jugendklasse. Tv. Lützellinden—Tv. Hochelheim Tv. Garbenheim—Tv. Münchholzhausen Tv. Atzbach—Tv. Burgsolms. Aus dem Platze des Tv. Allendorf (Lahn) treffen sich zum Zwecke der Ermittlung des Staffelsiegers und Endspielteilnehmers Lützellinden und Hochelheim. Es sollte ein spannendes Rennen geben. . n . 5 . 6 0,6 untergel. ■S*- dch Bil . Wt versanikN -L, tadellos i Mosen, gen; tl'ch selbstverstc te oft schwierig Wburg", bem; !5 M. Wir sinj M Tagesspruch । m Lied ist verklr .von ferne her, D,° wird es hem 's den Iseler. 's den Weg, fr ansteigt. Ab ui thalt, wenn big.: verliert und am die Steigung sc | ■ mehr recht vom unter dem Q 'n die hohen, in fast senkrecht hi Oberjoch vor m it taucht ganz m i Schiub- kurs 11.2- Gesfürel......... Th. Goldfchmidt .. Gritzner Maschinen----- Harpener................. Hoesch Äsen............... 3/2 Philipp Holzmann........... 6 Ilse Bergbau................ 6 Ilse Genüsse................ 6 Kali Aschersleben............ ° Klöcknerwerke ..........■•■4» Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer.................. 6 Matnkraft................... 4 Mannesmann............... 3 Mansfelder Bergbau.......6% Metallgesellschaft.............5 Orenstein & Koppel..........0 Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke..............3 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke .............. ® Salzdetfurth Kali.......... 7 72 Schuckert L Co...............6 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske...........° Süddeutsche Zucker.......... W Vereinigte Stahlwerke...... 3 72 Westdeutsche Kaufhof. Westeregeln Allali.... Zellstoff Waldhof .... Ltavi Minen........ Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittag- börse Datum 11-2. 12.2. 11.2. 12-2- 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,25 101,25 101 98,13 103 101,2 98,13 103 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. 103 4’/i% Hessische Volksstaat von 1929 4yz% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 99,5 100,13 99,5 100,25 100,3 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. 98,5 98,5 98,5 98,5 120,5 120,5 120,6 120,5 Oberhessen Provinz-Anleihe mit 133,5 133,5 Auslok -Reckten.............. 133 4y2% Hess. Landesbk. Darmstadt 98 98 Goldvfe. R 12 .............. 98 6%% Hess. Landes-Hyp.-Bank 101,25 101,25 — 4%% Preuß. Landespfdbr.-Anst. 98 98 98 Goldpfe. R. 19.............. — 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Komm.-Lan- 95,25 96 95,25 96 96 desbank R. 6................ — Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 126,75 127 127,13 — *¥2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 <%% Franks. Hyp. Gold-Komm 98 98 98 98 £61. 2 3.................... 95,75 95,75 — 6Vi% Franks. Hyp. Liquidation 101,5 Evldpse..................... 101,5 6%% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe ............... 101,9 101,65 101,75 101,9 Eteuergutlchein-Verrechnungskure 110,3 110,3 110,4 110,4 11 .Februar 12. Februar Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld Bries 11. Februar 12. Februar Amtliche Notierung Geld | Bries Amtliche Notierung Geld j Bries n 707 0.709 Buenos Aires............. 0,750 0,754 0,750 Brüssel................... 41,97 42,05 41,93 Rio de Janeiro............ 0,151 0,153 0,151 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 Kopenhagen............... 54,43 54,53 54,34 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 London................... 12,19 12,22 12,17 Helsingfors................ 5,38 5,39 5,37 Poris................... 11,61 11,63 11,59 Holland.................. 135,56 135,84 135,63 Italien................... 13,09 13,11 13,09 Zur Konfirmation Nur erhältlich bei: schwarze u. farbige 455 D Kleiderstoffe Seidenstoffe niedrigen Preisen Stoffspezialhaus CARLMnwÄrK Bernard&Sohn 1018 A GIESSEN SEUERSWEG 81 Gießen, Plockstr. 14-16 970 A Hüthwohl 951 D Die Brille nach Maß! Geller Brillen Lieferant aller Krankenkassen 6O38A Willy Sandmeier, Müllermeister 987 A BESTELLT Ä. Meßen, Wilson- stratze5,Tel.3119> jnm^intopffonntag i. 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Am 1. Januar 1937 habe ich die Universitätsmühle Grofeen-Linden käuflich übernommen. Nach gründlicher technischer Aufarbeitung und Renovierung erfolgt am 15. Februar die Inbetriebnahme. In ehrbarer Handwerks- und solider Kaufmannsart werden meine Mühlenfabrikate hergestellt und abgesetzt. Ich empfehle mein Roggen- u.meineWeizenmehle! zur Auf- und Ab"Hupfen des Wagens, das gibt es bei der Segment-Umschaltung der formschönen Klein -Torpedo nicht. Jede Erschütterung wird vermieden — und dadurch ständige Zeilen- gradheit. Trotzdem nur RM. 186 - und schon in Raten von RM. 8 30 zu haben Nur bei Niederhausen & Co. GIESSEN — Bahnhofstraße 49 952 A Die Mitglieder unserer Dank werden zu der am Montag, 22. Febr. 1937, abends 8% Uhr, im Restaurant Hindenburg stattfindenden DkUGMOeAWlIW eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes über die Geschäftsergebnisie des Jahres 1936. 2. Prüfungsbericht des Aufsichtsrats. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Fahresrechnung und Bilanz und die dem Vorstand und Aufsichtsrat zu erteilende Entlastung. Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinnes. 4. Ersatzwahl ausscheidender Mitglieder des Aufsichtsrats. 5. Bericht über die Revision der Bank durch den Verbands- revisor. 6. Verschiedenes. Anser Geschäftsbericht für 1936 liegt ab heute während der Geschäftsstunden bei uns zur Einsicht offen. Gießen, den 13. Februar 1937. Handels- und Gewerbebank e.G.m.b.K. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats: Franz Gros. ioo7d WOHNKULTUR for scm Heim w#ns