Nr. 10 Erstes Blatt 18 Z. Jahrgang Mittwoch, IZ.Zanuar 1937 Lrfchemt tttgltd), autz« Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustriert« Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl« Monalz vezugrprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: fitonffurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrühl'iche UMorrfttütsvuch- und Steindruckerei R. Lauge in Stehen. Schriftleitung und SefchSstrftelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Textanzeigen von 70 m m Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg. 25°/0 mehr. 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Davon bilden die beiden ersten die Grundlage eines Systems gegenseitiger Sicherheit durch „Konsultation und Kooperation", während das dritte mit jeglicher mittel- oder unmittelbaren Einmischung in die Angelegenheiten eines andern Staates als einer unzulässigen Bedrohung des Friedens aufräumt. Diesem letzten Protokoll kommt für Lateinamerika die größte Bedeutung zu; denn es verwandelt die Monroe-Doktrin aus einem einseitigen Grundsatz der Politik der Vereinigten Staaten in eine gemeinsame Verpflichtung, für deren Erfüllung sich alle amerikanischen Regierungen verantwortlich fühlen. Die Vereinigten Staaten verzichten auf politische Bevormundung der westlichen Erdhälfte, indem sie den Anspruch der „Schwesterrepubliken", selbst der kleinsten, auf „gleiche Souveränität" anerkennen. Die beiden andern Verträge sehen eine „Konsultation" vor, wenn der Friede der Neuen Welt von innen oder außen bedroht erscheint, sowie ernsthafte Bemühungen, sich über gemeinsame Verhaltungsmaßnahmen zu verständigen, die, wie ausdrücklich festgesetzt ist, ein Verbot der Versorgung der kriegführenden Mächte mit Waffen und Geld einschließen mögen. Zur Bildung einer wirklichen panamerikanischen Front gegen den Krieg in andern Erdteilen kam es nicht; aber die Gegner entsprechender fester Bindungen, vor allem Argentinien, zeigten sich doch gegenüber weitgehenden Vorschlägen entgegenkommender, als man erwartet hatte. Biel wichtiger als das Gesamtergebnis war die Stimmung, die die Konferenz von Anfang an beherrschte und sie so vorteilhaft von der „Genfer Atmosphäre" unterschied, m der die besten Verständigungsabsichten in der Regel nicht zu reifen vermögen. Wie ist das zu erklären? Goethe hatte, als er das Wort prägte: „Amerika, du hast es besser, Als unser Kontinent, der alte .. nur die Vereinigten Staaten von Nordamerika im Auge. Sie bedeuteter noch so gut wie die ganze Neue Welt. Inzwischen sind auch die sogenannten lateinamerikanischen Länder zu Schauplätzen moderner fortschrittlicher Entwicklung von bemerkenswertem Tempo geworden, ganz abgesehen von Britisch-Nordamerika, das sich weniger als je von U8.-Amerika aufsaugen lassen möchte. Sollte trotz solcher Mannigfaltigkeit staatlicher Bildungen das Goethe-Wort für Gefamt- amerika kaum etwas von feiner ursprünglichen Bedeutung verloren haben? In Wirklichkeit scheint es nur so, als habe sich an den Bedingungen für die friedliche Entwicklung der Völker der Neuen Welt feit den Tagen Goethes nicht allzuviel geändert. Als Präsident Monroe seine berühmte Doktrin verkündete, konnte man sich für absehbare Zeit auf den Schutz der britischen Seemacht vor den Mächten der „Heiligen Allianz" verlassen. England mußte alle seine Kräfte anspannen, zu verhindern, daß für es die europäische politische Lage sich je wieder so bedrohlich gestaltete, wie in den napoleonischen Kriegen. Die bald massenhaft nach Amerika flüchtenden Europamüden konnten sich dort hinter Meeren und Bergen so geborgen fühlen und so unabhängig von den Händeln der übrigen Welt einrichten, als ob .sie auf einem andern Stern lebten. Mit seiner Monroe-Doktrin bereitete die nordamerikanische Union nur die tatsächliche Schutzherrschaft vor, die sie jahrzehntelang über die rückständigen lateinamerikanischen Republiken ausübte. Diese Schutzherrschaft artete, wie man weiß, mit der Zeit zu recht aufdringlicher kolonialimperialistischer Vorherrschaft aus, die durch den großen Krieg zunächst nur gesteigert wurde. Die lateittamerikanischen Regierungen fühlten sich je länger je mehr unlöslich in die Washingtoner „Dollar-Diplomatie" verstrickt und wagten nicht, sich offen gegen die Monroe- Doktrin aufzulehnen, obgleich sie in ihr nur mehr einen Vorwand für die imperialistische Politik des „Kolosses des Nordens" sahen. Die Anhänglichkeit, die die Lateinamerikaner dem Völkerbund bewiesen, trotzdem sich die Union schmollend auf sich selbst zurückzog, war ein deutlicher Ausdruck des Mißtrauens, das die panamerikanischen Losungen Washingtons südlich des Rio Grande do Sul mehr und mehr weckten. Der starke Auftrieb den die panamerikanische Einheitsbewegung gleichwohl seit dem Durchbruch der Weltwirtschaftskrise im Zeichen einer „P o l i- tit guter Nachbarschaft" erhielt, ergab sich aus ’ dem Zusammenwirken günstiger Umstände, deren Beständigkeit um so problematischer ist, als sie weniger kontinental als interkontinental bedingt sind. Die US.-Amerikaner waren bis in die jünafte Zeit in dem Wahn befangen, als könnten sie den Gang der Dinge in überseeischen Ländern wesentlich ideologisch besttmmen. Daher ihr Bestreben, Kriegsgefahren in anderen Weltteilen durch Frie- densformeln zu beschwören. Wilsons tragikomische Rolle während der Friedensverhandlungen genügte nicht, ihnen die Augen zu offnen. Erst das Der- Ein Drittel des Staatshaushalts der Sowjetunion für Rüstungsausgaben. Moskau, 11. Jan. (DNB.) In der Eröffnungs-1 itzung des Hauptvollzugsausschusses der Sowjetunion sprach der Volkskommissar für die Finanzen zum Staatshaushalt für 1 93 7. Danach ollen u. a. die im Staatshaushalt für 1937 auf der Einnahmenseite verzeichneten indirekten Steuern auf den verstaatlichten Warenumlauf gegenüber dem Vorjahre um 14 Milliarden Rubel auf 76 Milliarden Rubel gesteigert werden. (Der größte Teil dieser Steuern auj den Warenumsatz ist allerdings als „B r ölte u e r" zu betrachten, da die kollektivierte Bauern- chaft das Getreide zu allerniedrig st en Preisen abliefern muß, das der Sowjetstaat mit vielfachem Gewinn dann als Brot an die Bevölkerung ro e i t e r d e r t a u f t.) Die direk- t e n Steuern sollen von sechs Milliarden Rubel im Vorjahre auf neun Milliarden heraufgefetzt werden. Auf der Ausgabenseite bleiben die Milliardenanlagen des Staates bei der Industrie gegenüber dem Vorjahre mit rund 37 Milliarden Rubel etwa gleich. Besondere Bedeutung kommt der gewaltigen Steigerung der TNilitäraus- gaben zu, die um über 20 Milliarden Rubel herauf gefetzt werden sollen, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 30 v.h. und gegenüber 1 93 5 eine Steigerung um 70 v.H. bedeutet! Zu den heeresausgaben muffen außerdem noch 2,3 Milliarden Rubel zugezähll werden, die dem im neuen haushalt geschaffenen Kommissariat für Kriegsindustrie zugewiefen werden sollen. Die heeresausgaben betragen also rund ein Drittel des gesamten Haushaltes! Die internationale Bedeutung dieser erneuten ungeheuren Erhöhung des sowjetrussischen Militärhaushalts liegt bei der augenblicklichen politischen Lage klar zu Tage. Am zweiten Tage gab es eine „Ausfprach e". Soweit die Redner, die in dieser sogenannten „Debatte" das Wort nahmen, sich überhaupt mit dem Haushalt beschäftigten, mußten sie sich darauf beschränken, den in der Erhöhung der Rüstungsausgaben zum Ausdruck kommenden „Willen zur Stärkung der Landesverteidigung" zu rühmen und dem „weisen Führer der Menschen", Stalin (!), Lobeshymnen zu singen. Das eigentliche Thema, Finanzwirtschaft der Sowjetregierung, Steuerpolitik usw., wurde überhaupt nicht berührt. Die ganze Tagung wurde von den Sowjetmachlhabern wie üblich zu einer großangelegten Hetzpropaganda benutzt, die unter der Losung stand: „Gegen den Faschismus". So diente eine Uebersicht über die internationale Lage, die der Sekretär des Zentralvollzugsausschusses, K i s s e l e w , gab, ausschließlich der Auspeitschung der Kriegsstimmung in der Sowjetunion. Die Tagung wurde weiter dazu benutzt, um das A n - treib er- und Ausbeuter sy st em eines Stachanow gegenüber den russischen werktätigen Menschen zu vertiefen und dadurch den „Sieg über die verfluchten Feinde der Sowjetunon davonzutragen". Die bolschewistischen Slurmkorps in der Tschechoslowakei. Eine kommunistische Armee im Aufbau. — Besorgte Stimmen aus Prag. Berlin, 12. Jan. (DNB.) Der „Völkische Be- obachter", der vor einigen Tagen die Enthüllungen des ungarischen Blattes „Magyarsag" über die enge Zusammenarbeit zwischen Moskau und Prag wiedergegeben hatte, weist auf eine Meldung in der tschechoslowakischen Presse hin, derzufolge in den Grenzgebieten kom- munistische Sturmkorps organisiert wurden. Die (Sturmtrupps hielten zu Fuß und zu Rade Hebungen ab. Ihre Uniform sei dunkelarau und habe auf dem linken Aermel einen roten Lappen. Besonderes Gewicht werde auf Wurf- Übungen gelegt, wie sie für das Werfen von Handgranaten und Bomben in Frage kämen. Die Prager christlich - soziale „Deutsche Press e", die als Prager Regierungsblatt gewertet werden muß, schreibt zu diesen Hebungen: „Es ist also eine ganze kommuni st ische Armee in der Tschechoslowakei i^m Wer - öen begriffen. Denn was in den Grenzgebieten geschieht, wird sicher auch in allen Gegenden in al^cher Weise durchgeführt, und zwar u n t e r $ e r Leitung einer hohen Zentrale, die für Unterhalt, Bekleidung, Bewaffnung und einheitliche Instruktion der Mannschaft Sorge trägt. Denn wer glauben würde, daß sich diese Leute, die sich jedenfalls aus Arbeitslosen zusammensetzen, selbst erhalten oder daß sie nur zum Vergnügen Geländeübungen machen und nur beim Spielen mit Holzstäben bleiben wollen, der wäre wegen seiner allzu großen Naivität zu bedauern. Und das geschieht alles unter den Augen der Behörden, die nichts davon sehen und wissen wollen. Wie verträgt sich dies mit der vom Staatspräsidenten immer wieder versprochenen sozialen Ordnung und politischen Disziplin, die allen Ausschreitungen von rechts und links begegnen soll. Denn was sind diese Sturmkorps und ihre geheimen, in sicherem Versteck aufgespeicherten Mordwaffen anderes als die Vorbereitung der furchtbarsten Tragödie für das ganze Reich, sowie die geplante Zerstörung des ganzen Staatslebens? Die Pläne liegen offen zutage — denn die Berichte von Spanien find noch zu frisch, wenn man schon die Geschichte Sowjetrußlands vergessen hätte. Unö doch scheint man solche Hnternehmungen nicht als staatsfeindlich anzusehen, sondern eher als eine berechtigte Entwicklung des Fortschritts, weil es den Gottesleugnern offenbar gelungen ist, das bisher mit dem Stehlen, Rauben und Morden verbundene Odium zu beseitigen. Wer aber, wie der gewesene Präsident Azana, das Heranreifen solcher dunklen Pläne unter seinen Schutz nimmt, der muß dann zusehen, wie sein Vaterland mit den Trümmern der ko st bar st en Kulturgüter und mit dem Blute seiner eb elfte n Bürger bedeckt wird. Die Reue kommt dann zu spät." sagen der Stimson-Doktrin führte zu völliger; Ernüchterung. Gerade weil sich die maßgebenden Kreise in der Union zu der bitteren Erkenntnis durchrangen, daß ihre Stimme im Fernen Osten wie in Europa nur soviel wiegt, wie sie ihr machtpolitisch Nachdruck geben können, müssen sie in ihrer panamerikanischen Politik einer freiwilligen Gefolgschaft die größte Bedeutung beimessen. Dabei spielt die Notwendigkeit einer unaufhörlichen Wachsamkeit gegenüber d e r japanischen Gefahr im Nordpazifik eine besondere Rolle. Die Sicherheit des Panamakanals ift eine Angelegenheit, die allen Völkern der Neuen Welt am Herzen liegt; ganz anders liegen die Dinge bei einer Bedrohung Kanadas, und damit der Union, auf d e m Wege über 211 a s t a. Weil sich die Union und Japan im Nordwinkel des Pazifik am leichtesten in Schach halten oder gegenseitig bedrohen können, mußte Washington seine imperialistische Haltung gegenüber Lateinamerika auf geben „und sich um gegenseitige „gute Nachbarschaft" bemühen, womit schon unter Hoover angefangen wurde. Die Räumung Nicaraguas, die Abkürzung des Platt-Amendements, das Kuba kontrollierte, die Anerkennung der Souveränität des Staates Panama, der völlige Verzicht auf jede Ein- mifchungspolitik in Mittel- und Südamerika offenbarten die Aufrichtigkeit, die die Washingtoner Diplomatie bei dieser völlig veränderten Haltung gegenüber den „Schwesterrepubliken" beseelte. Die fortgeschritteneren lateinamerikanischen Staaten gewöhnten sich nach Heberwindung des noch nachwirkenden alten Mißtrauens rasch daran, ihre größere Bewegungsfreiheit auch auf Kosten alter Vorrechte, die Bürger der Vereinigten Staaten aus ihren Gebieten erworben hatten, auszunutzen und ihre Hilfskräfte zu eigenem Nutzen zu entwickeln. Zum Glück für die panamerikanische Sache wurde die überwundene Furcht vor dem „Koloß des Nordens" bald von einem neuen Furchtgefühl abgelost, das auseinanderstrebenden Neigungen entgegenwirkte. Die noch wenig angetasteten Rohstoffquellen und die ausgedehnten „leeren Räume" Lateinamerikas üben eine wachsende Anziehungskraft auf übervölkerte Länder sowohl Europas wie des Fernen Ostens aus. Kann man wissen, ob nicht nach einer Reihe von Jahren die weiten Ozeane so sehr aufgehört haben werden, natürlichen Schutz gegen Angriffe überseeischen Gegner zu bieten, daß nur ungesäumtes hemmungsloses Aufrüsten kommenden äußeren Gefahren vorbeugen kann? Präsident Roosevelt wußte die Angstpsychose vor künftiger neuer kolonialpolitischer Bedrohung, die alle Völker der Neuen Welt ergriff, geschickt auszunützen, indem er das Wortspiel anwandte, man müsse von der „independance" zur „interöepenöance", von nationaler Hnabhängigkeit zu kontinentaler Gegenseitigkeit, übergehen Wenn es dennoch nicht gelang, die für die Schaffung eines wirklichen panamerikanischen Neutralitätsblocks im Sinne Roosevelts notwendige Einhelligkeit zu erzielen, so ist das hauptsächlich der eindringlichen Warnung seines Gegenspielers, des Präsidenten der argentinischen Republik, Dr. Saavedra Lamas, vor einer „kontinentalenJsolie- r u n g", zuzuschreiben. In diesem Widerspruch kommt am deutlichsten zum Ausdruck, wie trügerisch die in Buenos Aires erreichte vorläufige Verstärkung panamerikanischer Eintracht sich auf die Dauer erweisen mag. Die größere Freiheit, die Washington den lateinamerikanischen Ländern für ihre eigene Kraftentfaltung einräumt, hat ihre sehr ernste Kehrseite. Ihr Preis ist der Zwang zu größeren Rüstungsaufwendungen. Die japanische Gefahr allein läßt die mächtige nordamerikanische Union in der Sorge um ihre eigene Sicherheit nicht zu Atem kommen. Wie sollen aber die militärisch noch so schwachen lateinamerikanischen Regierungen den Opfermut aufbringen, um der panamerikanischen Treue um Treue. Die Saarwirtschaft am Zweijahrestag. Der 13. Januar, an dem sich die Volksabstimmung im Saargebiet zum zweiten Male jährt, ist nicht nur ein politischer, sondern auch ein wirtschaftlicher Gedenktag. Anfang März 1935 übernahm Deutschland das Saargebiet, das damals rund 15 Jahre einem Völkerbundsregime unterstanden und einen Teil des französischen Zollgebiets gebildet hatte, wieder in eigene Verwaltung. Einer der wichtigsten Gründe, die im großen Abstimmungskampf' des Jahres 1934 gegen die Rückgliederung des Gebietes an Deutschland angeführt wurden' war die Behauptung, daß die saarländische Wirtschaft auf dem deutschen Markt keinen Ersatz für die fortfallenden französischen Absatzmöglichkeiten finden könne. Man wies umständlich nach, daß sich der frühere natürliche Absatzmarkt für Saarkoh 1 e, Süddeutschland, völlig auf Ruhrkohle umgestellt habe, und daß überhaupt durch die zunehmende Elektrifizierung der Kohlenbedarf im Sinken begriffen sei. Bereits die Zahlen für 1935, also für das erste Jahr nach der Volksabstimmung, zeigten, in welchem Maß Deutschland bereit war, dem Saarland innerhalb der Grenzen des gesamten Vaterlandes Ersatz zu bieten. Im Jahre 1934, als das Saargebiet noch zum französischen Zollgebiet gehörte, belief sich die deutsche Steinkohlenausfuhr (einschl. Koks) auf rund fünf Millionen Tonnen; im Jahre 1935 waren es 6,3 Millionen Tonnen. Die Mehreinfuhr Frankreichs an deutscher Kohle — die vollständig dem Saargebiet zugute gekommen sein Ideologie willen überseeische Freundschaften aufs Spiel zu setzen? Nichts anderes würde eine folgerichtige Aechtung aller Kriegführenden in anderen Weltteilen zur Folge haben. Dabei hat Roosevelt seine panamerikanische Neutralitätspolitik noch in einer für viele lateinamerikanische Staaten unerträglichen Weise mit seinen Zuneigungen für das Schicksal westeuropäischer „Demokratien" belastet. Nicht graue Theorie, sondern unbedingte Notwendigkeit zwingt den meisten südamerikanischen Völkern ein ähnliches „autoritäres" Regierungssystem auf, wie es sich auf europäischer Seite in Italien und Deutschland durchsetzte und in Spanien durchzusetzen beginnt. Das ist um so mehr der Fall, als ihnen auch dieweltkommunistischeGefahr ganz anders auf den Nägeln brennt, als den plutokrati- schen Bannerträgern einer Welt-„Demokratie", die armen und unentwickelten Völkern nichts mehr zu bieten hat. dürfte, — hat affo nur 1,3 Millionen Tonnen betragen. In den früheren Jahren hatte Frankreich an Kohlen und Koks aus dem Saargebiet reichlich 4 Millionen Tonnen bezogen. Besonders schwer mußte dem Saargebiet die U ni st e l l u n g in der Eisenindustrie fallen. Die Absatzmöglichkeiten sowie die Marktgepflogenheiten Frankreichs und Deutschlands unterscheiden sich sehr erheblich voneinander. Es bedurfte besonderer Anstrengungen und auch außerordentlicher Kapitalaufwendungen, um die saarländische Eisenindustrie auf die Bedürfnisse der deutschen Abnehmer einzustellen, denen sie nahezu ein halbes Menschenalter entfremdet waren. Dies ist nicht ohne Bereitstellung öffentlicher Gelder möglich gewesen. Bereits im ersten Jahr nach der Saarabstimmung hob sich die Gesamterzeugung des Saarlandes an Roheisen von 1,8 auf 1,9 Millionen Tonnen, die Gesamterzeugung an Roh stahl von 1,9 auf 2,1 Millionen Tonnen. Diese günstige Entwicklung hat im Jahre 1936, für das naturgemäß die Zahlen erst nach einigen Wochen vorliegen werden, ihre Fortsetzung gefunden. Für das Saarland bestand grundsätzlich folgende wirtschaftliche Schwierigkeit: Was bis Anfang 1935 wirtschaftliches Inland gewesen war, nämlich Frankreich, wurde wirtschaftliches Ausland, während der bisherige wichtigste ausländische Abnehmer, Deutschland, zum inländischenMarkt wurde. Es ist ein alter, aber trotzdem übler Kniff, die möglichen Schäden einer Umgestaltung dagegen auszuspielen, daß an bestehenden Verhältnissen etwas geändert wird. Mit dem gleichen Recht könnte der Chirurg eine Operation ablehnen, weil dabei Blut fließen würde, lieber die Hmstellungsschwierigketten, Das Saarland feiert feine Rückkehr zum Reich. MW 1» rt» ‘ M MM ... 4M M M.' -'$ i / ■ z ■» * E x a, •■„ HW X%. . z V . ' Äf'-i ■' f ■ '.•< Nach einer Reuter. Meldung aus Valencia wird von den Bolsche. ronten Der Entwurf einer Verordnung für Natu« ralisierung von Ausländern geprüft. Dis Bolschewisten scheinen mit der Fertigstellung der Verordnung große Eile zu haben, weil drei „Minister" mit der Ausarbeitung ihrer Einzelheiten be-> schäftigt sind Der Entwurf soll schon der nächsten Sitzung der bolschewistischen Machthaber Vorgelege werden. Daß mit der Naturalisierung der Ausländer die Absicht verfolgt wird, die Freiwillige n f r a g e vollständig zu verwirren und ihre Lösung zu vereiteln, bedarf kaum einer Erwähnung. brachte. So meldet der „Matin" heute, daß General Rogues bereits vor einiger Zeit den Obersten Verenger zum spanischen Kommissar gesandt habe. Oberst Verenger habe aber keine deutschen Truppen in Spanisch- Marokko f e st g e st e l l t. Der spanische Kommissar habe ihm erklärt, alle für französische oder englische Offiziere zur Nachprüfung der Lage in Spanisch-Marokko angeforderten Passierscheine würden erteilt werden. — Der „Figaro" berichtet, Hauptmann Luiset, der französische Militärattache in Tanger, habe soeben einen Passierschein für die gesamte spanische Marokkozone erhalten und habe bereits einmal eine Rundreise in Spanisch- Marokko gemacht. Kapitän Luiset habe nach dieser Reise erklärt, daß er nichts Ungewöhnliches bemerken konnte. 100 000 mehr als 1935. Von Der Gesamtzahl waren 213 580 Personenwagen, 56 942 Lastwagen, 2117 Berlin, 12. Jan. (DNB.) Ministerpräsident Generaloberst Göring stand zu seinem 44. Geburtstag im Mittelpunkt einer Fülle von Ehrungen aus allen Volkskreisen, ein erneuter Beweis für die große Volkstümlichkeit, der er sich als einer der engsten Mitarbeiter des Führers erfreut. Der Führer hat seinem alten Mitkämpfer und ersten SA.- Führer persönlich seine herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. Der Ministerpräsident nahm zunächst die Glückwünsche seines Stabes entgegen und wohnte Dann am Reichsluftfahrtministerium dem Aufziehen der Wache feines Regiments bei. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, machte ihm Mitteilung von der Ernennung zum Chef Der WachstanDarte „FelDherrnhalle" SA. - Obergruppenführer Göring hielt soDann an Die AborDnung Der WachstanDarte im Garten Des Ministeriums eine Ansprache, in Der er u. a sagte. Ihr tragt Den stolzen Namen jenes unvergeßlichen geschichtlichen Ereignisses, Da sich unsere ADler zum ersten Male siegreich Durchrangen. Denkt immer Daran, Daß mit diesem Namen Die ersten Toten unserer Bewegung geehrt rourDen unD Daß sie Damit unsterblich geworben sinD. „Es bewegt mich ein tiefer Stolz, nunmehr Chef Dieser Standarte zu sein, bewahrt sie Doch im besten Sinne Die eDelften TraDitionen der SA., und ich bin überglücklich über diese hohe Auszeichnung, die mich in aktivster Verbindung zu unserer SA. bringt." Generaloberst Göring begab sich dann zum Garten seines Hauses, wo ihm Die vereinigten Musikkapellen Der Luftwaffe Des Regimentes „General Göring", des Heres, Der SA., Der ßeibftanDarte Paris, 13. Jan. (DNB. Funkspruch.) In Der französischen Presse mehren sich Die Berichte, Die bestätigen, daß in Spanisch-Marokko alles normal ist und daß Dort weDer Deutsche Truppen angekommen sinD, noch erwartet werden. Aus Den Berichten geht Deutlich hervor, Daß Paris entweder Informationen aus sehr trüber Quelle benutzt hat oDet Daß eine Reihe von Zeitungen in übler Absicht bewußt F a l f ch m e l D u n g e n Adolf Hitler und des Arbeitsdienstes unter Leitung des Heeresmufikinspizienten Der Luftwaffe, Prof^ Husadel, ein Ständchen darbrachten. Mit besonderer Genugtuung nahm Ministerpräsident Göring Die Glückwünsche seiner engeren Mitarbeiter unD vieler KriegskameraDen entgegen. Berge von Telegrammen häuften sich unter Blumen unD Gaben. Obergruppenführer Brückner überreichte Dem MinisterpräsiDenten ein Gemälde des Führers. Das Geschenk der SA., bestand aus einem Becherservice aus Mangat, einem im Rahmen Des Dierjahresplanes erzeugten Leichtmetall. Reichsminister Dr. Goebbels ließ ein transportables Rundfunkgerät überreichen. Aus dem Auslände haben u. a. der i t a li e n i sch e St aa ts- cf) e f Ministerpräsident Mussolini und Der ungan- sche MinisterpräsiDent Daranyi telegraphisch des Geburtstages gedacht. Kleine voliiische Nachrichten Anläßlich des 44. Geburtstages von Reichsleiter Alfred Rosenberg übersandte der Führer ihm folgendes Telegramm: Lieber Pg. Rosenberg! Zu Ihrem Geburtstage sende ich Ihnen, meinem alten Mitkämpfer, Die aufrichtigsten Glückwünsche. Mögen auch Die fommenDen Jahre Ihrer Arbeit vollen Erfolg bringen. Ihr ADolf Hitler. * Wie Der RunDfunk mitteilt, mirD Der JugenDfüh- rer Des Deutschen Reiches am Freitag, 15. Januar, in Der Zeit von 19.40 bis 20 Uhr über alle deutschen Sender zur Heimbeschaffungsaktion Der deutschen Jugend sprechen. Roosevelt fordert Verwoltunosresorm. Washington, 12. Jan. (DNB.) Roosevelt übersandte Dem Kongreß ein Gutachten über Die Reform Der BunDesverwaltung, Die ihm eine ftraffere Führung und autoritäre Regierungsgewalt sichern soll. Bisher bestehen zehn Ministerien. Daneben gibt es etwa 100 nur dem Bundeskongreß verantwortliche Behörden, Die über Wirtschaftsfragen felbstanDig entscheiden und auch ihren Haushalt ohne Befragung Des Weißen Hauses unmittelbar mit Dem Kongreß erledigen. Ein Finanzkontrolleur, Der nie- manD verantwortlich ist und 15 Jahre lang seine Tätigkeit unabsetzbar ausüben kann, maßte sich Das Recht an, Darüber zu entscheiden, ob Die vom Kongreß bewilligten GelDer so ausgegeben werben Dürften, wie Roosevelt es plante. Diesen Posten will Der PräsiDent Durch einen Oberr e ch nungs- ch e f ersetzen, Der nachträglich prüft, ob Die Ausgaben ordnungsmäßig erfolgt sind. Alle selbständigen Behörden sollen in die Ministerien eingegliedert werden und Dem Weißen Haus unterstehen. Das Innenministerium soll Durch ein Ministerium für Raumplanung, ersetzt unD zwei neue Ministerien geschaffen werden: für Volkswohlfahrt und für öffentliche Arbeiten. Alle Posten sollen Beamtencharakter erhalten, Damit ihre Inhaber Dem Einfluß des Parlaments entzogen werden. Im Parlament wird man von diesem Plan kaum begeistert sein werden, da er den Senatoren und Abgeordneten einen großen Teil Der Posten wegnimmt, Die sie früher mit ihren politischen Schützlingen besetzen Durften. Steigerung Der Zulassungsziffern klar zum AusDruck. Im Dezember 1936 mürben 29 714 Kraftfahrzeuge im Reich neu zugelassen, das sind 20 v. H. mehr als im gleichen Monat des Vorjahres und noch über 5 v. H. mehr als im Vormonat. An dem günstigen Ergebnis gegenüber dem Vorjahr sind vor allem bie Lastwagen unb bie Krafträber beteiligt. Damit zeigten bie Kraftfahrzeugzulassungen im Jahre 1936, bem vierten Jahre nationalsozialistischer Motorisierungspolitik, einen bisher noch nicht erreichten Stanb: 456 818 Kraftfahrzeuge wurden in diesem Jahr im Reich erstmalig zugelassen, Das sind Berlin, 9. Jan. (DNB.) Der gewaltige Aus- schwung, den das deutsche Kraftfahrwesen unter Der tatkräftigen Förderung durch bie nationalsozialistische Bewegung unb vor allem b u r cf) b e n Führer selbst seit Der Machtergreifung genommen hat, kommt in Der ununterbrochenen Zulassungsziffern Oie pariser presse berichtigt sich. Kaum ZO deutsch- Zivilisten in »er spanischen Mar»Noz»ne.-Nirgend« deutsch- Truppen arbeiten durchgeführt, die notwendig waren um (Eeuta gegen Angriffe von Schiffen der Roten za verteidigen. Aber zwischen dieser Tatsache und der Behauptung, daß Senta heute die Meerenge von Gibraltar beherrsche, liegt eine ganze Welt. In dem Flughafen von Tetuan find etwa 20 Mechaniker und Flugzeugführer deutscher Rationalität. Dieses personal ist für das gute Funktionieren der Fluglinie Tetuan — Sevilla notwendig, von den Angestellten dieses Flughafens abgesehen, gibt es in der ganzen spanischen Marokko- Zon e k a u m 5 0 D e u t f ch e. In den Städten Ceuta, Tetuan und Larache sind die Warenlager weniger groß als in normalen Zeiten. Nichts deutet darauf hin, daß plötzlich bie europäische Bevölkerung in diesen Häfen zunehmen könnte." „Entspannung". und zwar, ehe sie mit neuen Lügen beginnen fön* neu. Oie französische Neutralitätsvorlage. Paris, 12. Jan. (DNB.) Der französische Bot- schafter in Berlin, Francois P o n ce t, ift in Paris eingetroffen, wo er bis Ende Der Woche bleiben wird. Der Botschafter mürbe von Außenminister 2) e Ib o s empfangen. Am Donnerstag finbet em Ministerrat statt. Delbos wirb eine Vorlage unterbreiten, Durch Die Die Regierung Die Befugnis er* langen soll, Die spanische Grenze w i r k* am zu bemachen, die Anwerbung von Frei- willigen und Die EntsenDung von Kriegsmaterial für Spanien zu verhinD er n. Sie Vorlage mirD nach Annahme Durch Den Minister- rat unverzüglich im Parlamenteingebracht einen fürchterlichen Krieg hineinzuziehen, um sich selbst zu retten." Ebenso deutlich straft Der Sonderberichterstatter des „Journal" die Pariser Hetzpropagandisten Lügen Er fabelt unter Dem 12. Januar aus Casablanca u. a.: „Ich komme aus Tetuan unD Ceuta. In Tetuan gibt es keine neuen Kasernen. In Den Straßen habe ich nicht einen Sol- Date n gesehen, Der Deutsch a u s s a h. Einwohner haben mir erklärt, sie hätten niemals davon gehört, daß deutsche Freiwillige in Ceuta ausge» schlitt worden seien, um in Die Fremdenlegion ein- zutreten. Auch Die Geschichte von Den berühmten 42-cm-Geschützen in Ceuta ist eine Fabel, Die sofort in nichts zerfällt, wenn man Die Angelegenheit an Ort unD Stelle prüft. In Wirklichkeit hätten Die Hafeneinrichtungen von Ceuta Die Ausschiffung Derartiger Stahlmassen niemals gestattet. General Franco hat gewisse Verteidigungs- 3m Zeichen der gramm eines Sonderberichterstatters aus Tanger vom 12. Januar wiedergegeben, Das in krassem Gegensatz zu Den Dauernden VerDächtigungen Des Außenpolitikers Pertinax steht. In ihm heißt es a.: „Ich bin gestern in Tetuan gewesen. Die Paris, 13. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Eindruck, daß nach der Unterredung zwischen Dem Führer und Dem französischen Botschafter außenpolitisch eine fühlbare Entspannung eingetreten ist, hat sich in Paris spürbar verstärkt „Petit Parisien" erklärt, wenn Diese Entspannung anDauere, sei Die Atmosphäre für Die Prüfung weiterer Fragen, Die nicht nur Deutschland unD Frankreich, sondern Die meisten Großmächte angingen, vorbereitet. — Die raDikalsozialistische „Ere Nouvelle" erklärt, Daß Die in Berlin gemachten Zusicherungen sowohl von Der einen wie von Der anderen Seite s o klar unD f o formell seien, Daß nunmehr Die Polemiken über diese Angelegenheit aufhören möchten. Wenn es anDersJei, mürbe bas nur bazu Dienen, ben europäischen Horizont wieder zu verdunkeln. Der Zwischenfall müsse als endgültig abgeschlossen ange sehen werden. Die Lösung müsse heißen: Jetzt an bie Arbeit. Frankreich müsse ohne Zögern die Arbeit am europäischen Aufbau wieder aufnehmen. Die Gelegenheit sei wahrlich günstig; man müsse sie ergreifen. — Das Gewerkschaftsblatt „Le Peuple ist dagegen mit der Lösung der marokkanischen Angelegenheit wenig zufrieden und schreit den französischen Botschafter an, bem es „persönliche Politik zum Vorwurf macht. Das Geschenk Der SA. überreichten Stabschef Lutze und die Führer der SA.-Gruppen: ein Satz Trinkgefäße mit Krug. Auf jedem Trinkbecher ist die Widmung der einzelnen SA -Gruppe während der Krug bie Zueignung Des Chefs Des Stabes tragt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Saarbrücken, 12. Jan. (DNB.) Das ganze SaarlanD stand schon am Vorabend völlig im Zeichen Der Vorbereitungen für eine würdige Begehung Des Erinnerungstages Der Volksabstimmung. Zahlreiche GebäuDe erstrahlten bereits in, . A o . . . ,. , festlicher Beleuchtung. Den Auftakt der Veranstal- dreimal so viel wie 1933, fast doppe.t so tun gen bildete am Abend eine festliche Veranstal- viel wie 1934 und noch über em Viertel oder fast hing in der historischen „Wartburg", in Der oor 100 000 mehr als 1935. Bon der Gesamtzahl waren zwei Jahren in der denkwürdigen Nacht zum 14. 213 580 Personenwagen, 56 942 Lastwagen 2117 Januar Die Auszählung Der Stimmen erfolgte. Omnibusse, 8281 Zugmaschinen unD Sattelschlepper Namhafte Deutsche Künstler brachten Meisterwerke' - ono Der Deutschen Musik zu Gehör. AußerDem fanDen im ganzen Saarland Kameradschaftsabende statt, bei Denen sich Die alten Kämpen aus Der Saar- kampizeit wieder trafen. Besondere Festesfreude herrscht in Völklingen, das am 2lbftimmungs=. uuvtlll . - , . gedenktag Durch Den Zusammenschluß mit Den Drei hältnis Die Krafträder starker hervorgetreten, feilur 6*1. ®lsb“enrwÄf35ooo pflege des Seselienwandems. Einwohnern wird sie eine Der größten StaDte Des merIin 12. Jan. (DNB.) Das Gesellenwan- Saarlandes fein. Jrn Mittelpunkt Der Deranstol- k J_ nad) ben guten Erfahrungen der Vortungen in Saarbrücken wird am Mittwoch- -k? DOm deutschen Handwerk in Der Deutschen nachmittag ein vom Befreiungsfelb ausgehender Arbeitsfront in diesem Jahre besonders gepflegt großer E r i nn e r ung s m a rs ch burd) tue 6tra= merben Rach Den bisherigen Feststellungen werben ßen Saarbrückens stehen, an bemu vermiet. Schr. unt. i. u. 230 D a. Brandplatz, Lemp. 0185 95 A Gieß. Anz. Brüne Heringe 26 Donnerstag-Markt und Deine Familie durch Abschluß einerIamiiienverßcherung bei der * größten SegensetHgkeits« Anstalt des Kontinents. Die kalten Monate sind für weite Kreise Nicht mehr nur die Zeit, wo man sich einmummen und die Wohnung heizen muß, sondern Monate, die Gelegenheit zu erwünschter und sonst nicht möglicher sportlicher Betätigung geben. Davon legt auch die Tatsache Zeugnis ab, daß, wer schon nicht in die Berge fahren kann, doch wenigstens die Wintersportmöglichkeiten der näheren Umgebung seines Wohnorts ausnutzt. Der Pnger- zua mit Skiern und Rodelschlitten, wenn das Wm- terwetter günstig ist, sei in diesem Zusammenhang genannt. Und für die Kinder tuts auch eine Rodelbahn. Werbedamen die an systematisches Arbeiten gewöhnt sind, bei guter Bezahlung gesucht. Offerten unter E. 9820 an Anzeigengeselftchaft m. b H., Frankfurtmain. 23iV Verloren Platin- Brillantnadel auf dem Wege Goethestr.-Seltersweg durch Volksbad bis Ho- Schvchrrssche Ädemersichenmg«- mid LentemmM Sprechstunden der Redaktion. 1130 bis 1230 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittag geschlossen. llOrllnssMllelZavril sucht zuverlässig. Verteiler, der Sicherheit stellen kann, f. Lief, an Privat-Haushalt. Angeb. u. 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Aussichten für Donnerstag: Vielfach dunstig oder neblig und meist bewölkt, strichweise leichte Niederschläge (anfänglich wahrscheinlich Regen), Temperaturen bei 0 Grad, lebhaftere südöstliche Winde. Aussichten für Freitag: Voraussichtlich wechselhafteres Wetter mit einzelnen Niederschlägen, im Gebirge wahrscheinlich Schnee, nachts Frost. Lufttemperaturen am 12. Januar: mittags 3,2 Grad Celsius, abends —2,5 Grad; am 13. Januar: morgens — 4 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum heut nacht —6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Januar: abends —0,7 Grad; am 13. Januar: morgens —1,1 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 5,7 Stunden. | Einspaltige | werden zum ermäßigten , , Grundpreis von 5 Pf. für die Kleinanzeigen Mill Imeterzelle veröffentlicht! land, England, Norwegen, Schweden usw. Nur durch seine hohe Dualität kann sich her deutsche Schlittschuh durchsetzen; so ist er bei den 1 ap ani- schen Sportlern recht beliebt geworden, und die Olympischen Spiele dürften ihm neue Freunde tn Japan geworben haben. Aber auch dort smd eigene Fabriken errichtet worden, und wie lange uns Japan als nennenswertes Absatzgebiet erhalten bleibt, steht unter diesen Umständen dahin. Eme größere Ausfuhr findet noch nach der Schweiz und England ^Der Absatzkampf der deutschen Firmen spielt sich unter diesen Umständen hauptsächlich auf dem hei- mi dien Markt ab. Dabei kommt ihnen die Nachdrücklichkeit, mit der für den Eislauf geworben wird, recht entgegen. Mehr und mehr Eltern legen Wert darauf, daß ihre Kinder, besonders die Mädchen, recht früh bas Eisläufen erlernen; und die Erwachsenen haben durch die Kurse, die das KdF.- (5por tarnt veranstaltet, eine billige und angenehme Gelegenheit, in die Kunst des Eislaufs ein- aeweiht zu werden. Von dieser Gelegenheit wird auch gern Gebrauch gemacht, denn zu den bisher festgesetzten Kursen dieses Winters haben sich bereits Tausende von Lernbegierigen gemeldet. Preise: 1. Mk. 6.-. Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder und Lehrlinge Mk. 5 -; 2. Mk. 5.-, Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder und Lehrlinge Mk. 4. ; 3. Mk. 4-, Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder und Lehrlinge Mk. d.-. > Deutsche Stenografenscliaft Ortsgruppe Gießen. Anmeldung u. Auskunft schriftlich oder mündh bei- Pfeiffersche Buchhandlung. Walltorstraße; Ortsgruppen führ er Graf. Fne- densstraße 30, oder zu Beginn Offl.loiWieitWIloW Nahrung und Ernährung 3. Vortrag am Sonntag, dem 17. Jan. 1937, um UV» Uhr pünktlich im Physiologischen Institut, Friedrichstraße 24 Prof. Dr. Bürker. (2240 Die deutschen Schlittschuhhersteller sind bemüht, sich den Wünschen der Käufer nach Möglichkeit an- zupassen. Sie haben dadurch z. B. erreicht daß die Sportler in steigendem Maße deutsche Eishockey- Schlittschuhe kaufen, während es noch vor einigen Jahren unbedingt kanadische sein mußten. Sie' bestehen aus einer Leichtmetall-Legierung mit einer Schiene aus Spezialstahl. Eine sinnreiche Konstruktion verleiht ihnen die notwendige Stabilität und ihrer besonderen Beanspruchung entsprechende Widerstandsfähigkeit. Für Kinder sind durch eme kleine Konstruktionsänderung Schuhe geschaffen worden, die ohne Beeinträchtigung des Laufs länger als ein Jahr benutzt werden können. Früher mußten sie, wenn sie trotz des Fußwachs- tums länger reichen sollten, „auf Zuwachs berechnet" gekauft werden, wobei dann die entsprechende Mehrlänge über die Schuhspitze hinausragte und das Laufen erschwerte. , . . »Die Erfahrungen und Anregungen bekannter Läufer werden beim Herausbringen neuer Modelle weitgehend berücksichtigt. Für Käufer von Weltruf stellen die Firmen nach ihren Angaben Sondermodelle her, die der Lauftechnik und Flguren- ausführung der einzelnen Eiskünstler angepaßt sind Solche Sonderkonstruktionen sind aber keinesfalls immer ein Geschäft, weil sie oft zu individuell Todesurteil vollstreckt. In Altona ist der 1913 geborene Otto Krepp aus Altona hingerichtet worden der vom Schwurgericht in Altona wegen Mordes schwe- ren Raubes, widernatürlicher Unzucht, Sittlichkeits- verbrechen, Kuppelei und Diebstahl verurteilt worden war. — Krepp hat in der Nacht vom 3. zum 4 März 1935 in seiner Wohnung m Altona den 48 Jahre alten Schiffszimmermann Ludwig Bibbern ermordet und feiner Habseligkeiten beraubt. Hochschulnachnckten. Ernannt wurden: der ao. Professor Dr. Alfred Buhl (Physik) an der Technischen Hochschule Karlsruhe zum ordentlichen Professor daselbst; der ao. Professor Dr. Willy Baensch (Chirurgische Radiologie) an der Universität Leipzig zum ordentlichen Professor daselbst. Don den amtlichen Verpflichtungen entbunden wurden: die ordentlichen Professoren Dl August öertwiq (Statik) an der Technischen Hochschule Berlin und Dr. Josef Sickenberger (neu- teftamentliche Exegese) an der Universität München. (Baujahr 1936) zu verkaufen. Wo, sagt die Geschäftsstelle des Wichtig für Naturfreunde! Wichtige Neuerscheinung! smuDoon Wien u. Heren nach der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 (RGBI.I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0. S. Pros, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 9ugo Bermüüer Bering. BerHn-EltWer?. Vom Knochengleiter zum Rennschlittschuh Remscheid, die Stadt der Schlittschuhfabriken. | Kaufgesuche | Für sofort eme gebrauchte smneBiifln- NUsWMMe m. o. ohn. Motor unt. Angabe des Fabrikates zu kaufen gesucht. Eilofferte erb. an Baugeschäft Hch. Kavvus HI- Jnh.W.Kavpus, Idstein i.T. 229D zwölf Personen verunglückte. Die Rettungsexpedi- > tion, die von San Fernando zur Absturzstelle eilte, hat mitgetevlt, daß ein Passagier getötet worden ist. Die drei Besatzunqsmitglieder und die übrigen neun Passagiere wurden verletzt, sieben von ihnen schwer. Unter den Schwerverletzten smd auch der bekannte Afrikaforscher Martin Johnson unt) dessen Frau, die beide Beinbrüche erlitten haben. vier englische Soldaten ertrunken. Bei der südarabischen Hafenstadt Aden kamen vier englische Soldaten auf einer Vergnügungsfahrt im Segelboot ums Leben. Das mit junf Artilleristen der Festung besetzte Segelboot kenterte sechs Kilometer vor der Stadt. Einem der Insassen gelang es, trotz der zahlreichen Haifische, unversehrt an Land zu schwimmen. Drei Todesopfer einer Bluttat im Berliner Norden. In Berlin-N. wurde eine furchtbare Bluttat entdeckt, die sich nachts in einem Hause m der Jvachirnstraße abgespielt hat. Als dort der 27jahrige Adol K. in seine Wohnung kam, fand er feine 27jähriqe Ehefrau Elisabeth, feinen 34jai)rigen Schwager Hans G. und seinen Freund, den 50- iähriqen Fritz Sch, mit tödlichen Brustschutzen in Blutlachen am Boden liegend aus. Die Mordkommission stellte sest, daß Fritz Sch. noch «ne Mehrladepistole in der Hand hatte, also aller Wahrscheinlichkeit nach die todbringenden Schüsse abgegeben hat. Die Mordkommission ist nut der Aufklärung des geheimnisvollen Verbrechens beschäftigt. Ein Auto vom Zuge überrannt Ein von Bad Schmalbach kommender Personen- zuq überfuhr an einem unbeschrankten Bahnübergang zwischen den Bahnhöfen Bleidenstadt und Bad Schmalbach einen Personenkraftwagen. Der Wagen wurde zertrümmert und der Fahrer, August Fehr aus Wiesbaden, getötet; Zwei Insassen wurden verletzt. Der Fahrer hat anscheinend die Warnsignale der Lokomotive überhört. Grenze liegt dabei für Sonderkonstruttionen bei 50 Mark. Am billigsten sind von den Ganzmetall schuhen naturgemäß einfache Stahlschuhe, wahres die vernickelten, deren Lebensdauer aber auch be- deutend größer ist, eine höhere Ausgabe erfordern. Nicht zuletzt die geringen direkten —■ im allgemeinen einmaligen — und mittelbaren Ausgaben, i zum Schlittschuhlaufen erforderlich sind, verschaffen dem Eislauf Anhänger unter denen, für bie andere Wintersports infolge größerer 2Iu5ruftung5foften und notwendiger Reisen zu teuer stnd. Und die Schlittschuhindustrie wurde eme wachsende Anhängerschaft sehr begrüßen, denn infolge der vielen Hemmungen im Ausfuhrgeschäft ist ste z. 3*- nur zu etwa 50 v. H. ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt, abgesehen von dem wenig günstigen Wmter- roetter der letzten Jahre. iannen-”4 AuniMvlr ab zugeb. Bestell. erb.wirv.Postk. od.and.Bierver- lag Michel,Wall- torstr.71,T.2479 Zentral-Heizungen, Sanitäre Anlagen, Reparaturen Luowlaffraffe 40 Tremruf 3355 ...wenn es fchwer fällt* Vermietungen I 5611615106981 Anbote' unter ---------------1 -s. hpr i stock 0187 a. d. Gieß. »I. ■ ' m. Bad, Balkon u. Zubehör, Bis- rnarckffr.441I,v. Avril zu vermiet. Preise: Anfänger - Lehrgang Mk. 6.—^Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder und.Lehrlinge Mk. 5.-. Ermäßigte Preise für .die übrigen Kurse bis zu Mk. 1.-. Eilschnftkurse für die Besucher der Diktatkurse kostenlos. Neue Lehrgänge lür Maschinenschreiben der’öHL1- oSle^ntL Hande “le'hräns”^ Werner- wall 11, (am Oswaldsgarten) mit folgendem Stundenplan: Der Herr über Leben und Tod hat heute meinen lieben, herzensguten Mann, den treusorgenden Vater seines Kindes, unseren lieben Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Neffe Karl Müller im Alter von 31 Jahren, nach schwerem, mit grober Geduld ertragenem Leiden zu sich genommen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Müller und Kind. Hausen (Siebener Str. 12). den 12 Januar 1937. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 14.Januar, nachmittags um 2% Uhr statt Schon in sehr frühen Zeiten wurden S ch l i t t - schuhe aus Knochen angefertigt; im Mittelalter kam der Holzschlittschuh mit Stahlschiene auf, und Remscheid nebst Umgebung, also das Ber- qi che Land, entwickelte sich infolge des dort von altersher heimischen Schmiedehandwerks bald zu einem Mittelpunkt der Schlittschuh- Her ft e l l u n g. Ruhrgebiet und Siegerland lieferten das Erz, woraus in den in der Nähe gelegenen Hammerwerken der erforderliche affinier« stahl erzeugt wurde. Holland "ilt seinen zahlreichen Wasserläufen und Norddeutschland, hauptsächlich Bremen, waren die Hauptabnehmer für Remscheider Schlittschuhe. Verschiedentlich ist m den Jahrzehnten vor dem Kriege versucht worden, in anderen Gegenden Deutschlands, wo ebenfaU5 Kleineisenwaren erzeugt werden auch die icbuhherstellunq zu betreiben. Aber diese Plane brachten meist nur Mißerfolge, und so ist Remscheid bis heute die Gegend geblieben, wo tn Deutschland Schlittschuhe hergestellt werden. Don den acht Unternehmen, die es heute noch gibt, sind sieben in Remscheid selbst und eins m der Nähe in Radevormwalde gelegen. Es sind mittlere und kleinere Betriebe, die sich, um eme Ausgleichs- Möglichkeit für abfatzungünftlge Winter zu schaffen, teilweise noch mit der Herstellung anderer Klem- eisenwaren, wie Rollschuhe, (Bartengerate und Werkzeuge, befassen. Insgesamt durften zur Zeit mit der Herstellung von Schlittschuhen, wenn die Rohmaterialherstellung mit embezogen wird, im Durchschnitt etwa 650 Volksgenossen beschafttgt sein Der Auslandabsatz deutscher Schlittschuhe ist auf einen Bruchteil des Vorkriegsexports zuruck- qeqanqen. Bedeutende Absatzgebiete von einstmals sind gänzlich ausgefallen, vor allem Rußland und Kanada. In anderen Ländern ist mit Hilfe von i Schutzzöllen oder anderen staatlichen Maßnahmen : eine heimische Industrie emporgezuchtet worden > gegen deren Wettbewerb der deutsche Schlittschuh - nur ehr schwer ankommt, so in Polen, der Tschecho- sowakei, der Schweiz, in Frankreich, Belgien, Hol- 1 »onemaft 5ÄZ ) 1884 e.G. M.V.Y. Schr. Ang. unt. |J Gletzeu. 0186 an d. G. A.l Gieß. Anz. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyrwt; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. XII. 36: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioersitats- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags Bitte ausschneiden und auf heben! Nene lehr We in KansM beginnen am Montag, dem 18. Januar 1937, in der Alten Pestaloxzischnle, Wernerwall 18, nach folgendem Stundenplan: in.oer i. piaer erbet mit ober obne öeigereroei. Garten, ev. auch Alleimtehenbe für einen ge= berufstät. Dame schäftlichen Be- sucht trieb, sofort ober| filelnroolinuno1 ten1 - ^Auck der 13imm. u.Mich 2 S t o c k eventl. 2 kleinere i ^- Zimmer (leer), roirb am.1. Fe- H^Eliche An- brq>anrr1!r»a U166 geböte unt. 0188 Näheres bet nrt ^en Gießener Frau Emmy Nowack Anzeiger erbet, Tele^n*255i' |[Stellenangebote Freundl. möbl. Zimmer mit sevar. Eingang sof.z.verm. Sieber Str. 19II. | Mietgesuche] EvWWg möglichftm.Zen- tralhenung zum 1. Avril gesucht. Schr. Angeb. u. 228P a. b. G. A. In einem Hinterhaus | Verkäufe | Vogelsberger Rind unb oi9i 4 Läülerschweine zu verkaufen, ^rofboefer Straße Nr. 37. 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Daher kann er die Verantwortung für !Die Sicherheit der Arbeiterschaft, die er eigentlich zu tragen hat, aufsichtführenden Personen mit befreiender Wirkung übertragen. h In unfalloersicherten Betrieben — und> das ist heute die große Mehrzahl der gewerblichen Betriebe — kann der Unternehmer die Verantwortung für Einrichtungen auf Grund der Unfallverhutungs- Vorschriften nur einem Betriebsleiter übertragen. (8 913 RVO.) Betriebsleiter ist aber nach der Ansicht des Reichsgerichts nur wer wirklich an der oberen Leitung eines Betriebes teilhat. Andere Aufsichtführende werden nur in Ausnahmefallen als Betriebsleiter anzusehen sein. .- Wenn aber die Sorge für Einrichtungen mft Grund der Unfallverhütungsvorschrlsten lediglich einem Betriebsleiter übertragen werden kann, so ist es trotzdem möglich, die weitergehende Sorge um die Beachtung der Unfallverhütungsvorschrlsten, i insbesondere um die Verwendung vorhandener : Sicherheitsvorrichtungen, anderen Aufsichtspersonen Hat der Unternehmer von der Möglichkeit der Verantwortungsübertragung Gebrauch gemacht, dann trifft ihn die Verantwortlichkeit nur noch, wenn er eigentliche Betriebsführerpflichten verletzt. Wenn er es beispielsweise bei der Auswahl von Aulstchts- perfonen an der nötigen Sorgfalt fehlen laßt, oder soweit er Aufsichtspersonen hindert, den ihnen nach Gesetz oder Verordnung obliegenden Vstichten nachzukommen, ober aber, falls er Verstoße durch diese Rersonen duldet, obgleich sie ihm bekannt geworden sind. Ferner ist er noch verantwortlich, wenn er es an der persönlichen Beaufsichtigung der ihm umerstellten Aufsichtspersonen mangeln laßt, soweit it)m diese nach Lage der tatsächlichen Derhalttiisse zu- aemutet werden kann. Die Verantwortlichkeit des Detriebssührers neben der Aufsichtsperson befreit die letztere natürlich nicht von der eigenen Derant- 1?Jn h einem weiteren Falle waren in einer von dritter Hand verfaßten eidesstattlichen Versicherung die tatsächlichen Angaben so geschickt "lt Rechts- folaerunaen und Werturteilen vermengt, daß Der unerfahrene Unterzeichner der Urkunde die Entstellung der tatsächlichen Angaben nicht merkte und da- fjer bie Wahrheit von ber Unwahrheit der Erk a rung nicht mehr unterscheiden konnte und so im Vertrauen auf die Richtigkeit ber Angaben unter» ' wenigen Beispiele zeigen zur Genüge, wie wichtig es ist, nur solche eibesstattlichen Versicherungen abzugeben, bie in jeber Hinsicht ber Wahrheit entsprechen. Dazu ist es erforberlich,daß jeder, der eine eibesstattliche Versicherung abgibt, von Anfang an überlegt, was er aus eigener Wahrneh munq persönlich verantworten kann. Tatsachen, die man nicht felbft wahrgen°mm-n hat, kann man nicht als eigene Wahrnehmung bestätigen. Vorgänge, die man nur von anberer oeite erfahren hat, kann man nur mit entsprechenden Vorbehalten Rur unter diesen Umständen ha^en verautwor- tungsbelastete Aufsichtführende dem Verletzten oder seinen Hinterbliebenen persönlich. Trifft sie jedoch nur Fahrlässigkeit bei dem Be nebsunfall dann haftet an ihrer Stelle die Berufsgenossenschaft. ^Är Angeklagte hatte die Dienstpflicht, die Kinder während des Schulausflugs gut und ausreichend zu beaufsichtigen und, soweit es in seinen Kräften stand, wohlbehalten nach Hause zuruckzubringen. Eine Notwendigkeit, die neun Mädchen aufsichtslos zurückzulassen, bestand nicht. Im strafrechtlichen Sinne gilt jede Handlung oder Unterlassung als Ursache, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne daß dadurch der rechtswidrige Erfolg entfiele. Hiernach ist der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Verhalten des Angeklagten und dem Tode der Schülerin L. rechtlich einwandfrei dargetan. Der Angeklagte hat auch fahrlässig gehandelt, da er Die Sorgfalt außer ad)t gelassen hat, gu ber er nach den Umständen und nach seinen P*rf™Ä" 33 £ hältnissen rechtlich verpflichtet und tatsächlich im Stande war, und infolgedessen nicht oarausgesehen hat daß ber Tod einer seiner Schülerinnen als Folge seines Verhaltens eintreten könne Daß der Angeklagte hätte voraussehen können und müssen, baß bie Kinder bie erfahrungsgemäß auf Kinder eine besondere Anziehungskraft ausübende Eisflache betreten und möglicherweise einbrechen und ertrinken würden, ist ausdrücklich festgestellt. Die näheren Einzelheiten dieses Vorgangs brauchte sich der Angeklagte nicht vorzustellen (vgl. Urteil des Reichsgerichts vom 14. August 1936, 4. Senat; vgl. ^iiriftifdie Wochenschrift, 65. Jahrgang, Heft Mit ber Frage, wie weit sich die Aufsichtspflic^ ' des Lehrers bei Schulausflügen erstreckt hat sich kürzlich bas Reichsgericht in einer Gntscheidung befaß? Dem Urteil lag folgender Tatbestand zu- ^Der^'angeklagte Lehrer wollte mit seiner Schulklasse, die aus 23 Mädchen und 15 Knaben im Durchschnittsalter von 11 Jahren bestand, einen Tagesausflug von etwa 25 Kilometer unternehmen. Rach Zurücklegung von etwa 15 J^meter hatte er am Bahnhof dorftelbst neun Mädchen wegen Uebermübung zwecks Heimfahrt mit dem nächsten abgehenden Zuge ohne Aufsicht durch einen Erwachsenen zurückgelassen, wahrend selbst mit den übrigen Kindern den Rückmarsch antrat. Das Verhalten bes Angeklagten hatte bie Folge, baß einige dieser Mäbchen sich auf bas nicht mehr hinreichend tragfähige Eis bes in der Nähe befindlichen Stausees der Talsperre M. begaben, eines davon namens R. einbrach und bie Schülerin L. bet bem Versuch, die R. zu retten, gleichfalls einbrach und ertrank. Eine dritte, bei bem Rettungsversuch ^enfalß em- qebrochene Schülerin konnte sich aus dem Wasser wieder herausarbeiten. Auch die R. wurde von ,mei zur Hilfe herbeigeeilten Personen gerettet. 3 Wad) Annahme des erkennenden Gerichts hat der Angeklagte den Tod der L. durch Fahrlässigkeit unter Außerachtlassung ferner Berufspflicht verursacht und verschuldet. Das Verschulden besteht, wie das erkennende Gericht naher misfuhrt, darin, daß der Angeklagte bie neun Mädchen ohne Ansicht und Beschäftigung in der Nähe der dort zugänglichen, nicht fest zugefrorenen Talsperre sich selbst überließ, obwohl er damit rechnen mußte, daß in biefer langen Zeit bie Kinder, von Lange- 1 weile und Neugierde geplagt, den Versuch machen ' würden, auf bas Eis zu gelangen, wobei er hatte : vorhersehen können unb muffen, baß eines ober ... Ooche 6 D-e /;" bett),1 legend ' $ann > Hans oder srSx, teste bübereten n W-e l / tonn Mend 'n, Aftern r-ssS LS (iä dabei, dah o d Bescheid vnss S der Straße ge belfere Visen. Die Fahrtzude rcr (Stabt snhrte SS* stiäq überben Plc eiiüer-Ueberivege Mrschreiten der bann nach rechts Z' WW ,m “J hier ben * il a. m. Diese Bel ibl, jo ba& alles Mlich mürbe. Km Selterstor n urj besonders lehi ein Beamter als ' Pitzes ausstellte ' rri) Fußgänger bi b;o. sperrte unb la Buben im eir Versicherung vorn Gesetz nicht ausdrücklich für zu- läffia erklärt ist, bas Gericht sie aber auf Grnnb weitverbreiteter Hebung als Mittel der Glaubhaft- machung für statthaft hält und -ntg-g-nmmmtz wird die Abgabe einer falschen eldesstattlichen Versicherung strafrechtlich verfolgt. So ist z. B. kürzlich ein Beschuldigter, der in einem wegen einer lieber« trelung gegen ihn gerichteten Strafverfahren w,f- fentlich eine falfche eidesstattliche Versicherung ab- aegeben hatte, um gegen di- Versäumung der Em- spnichsfrist di- Wi-der-ins-tzung in den vorigen Stand zu erlangen, von einem hohen deutschen Gericht gemäß §§ 2 und 156 StGB, zu Freiheitsstrafe verurteilt worden. Im künftigen^ Strafrecht wird Idie Strafe für die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung noch ganz erheblich verschärft werden. weniger aber darf es geduldet werden, baß ber Leichtsinn eines Menschen vielleicht auch noch das Leben anderer Volksgenossen m Gefahr bringt. Den Aufsichtsführenden trifft aber aud) bie be sondere Verantwortung dafür, daß er Menschen, deren Neigung zum Erleiden von Unfällen er kennt, aus dem Bereich stärkerer Gefahr entfernt, will er sich selbst bei einem Unfall nicht der Gefahr emer Bestrafung aussetzen. Wird dem Auftichtführenden von dem Betriebs- führer eine Arbeit befohlen, die er auf Gruitt» et ner Sachkenntnis als gefährlich erkennen muß und er läßt sie trotzdem ausfuhren und es verunglückt jemand bei dieser Arbeit, dann wird er rotz Anordnung des Betriebsführers als 4-ater mitbestraft. Er muß solchen Anordnungen, die leider immer einmal gegeben werden können, entschieden entgeg - treten; denn es ist seine Pflicht, bie unter fein Leitung tätigen Volksgenossen auf Grund ferner Sachkenntnis vor Schaden zu bewahren. Solche Folgen von sich abzuwenden, dürfte im Interesse jedes Auftichtführegden liegen ganz abgesehen davon, daß es ihm oberste Pflicht fern muß, die unter seiner Leitung tätigen Volksgenossen vor Schaden zu bewahren. Durch äußerste Pflichterfüllung erweist er also nicht nur sich, sondern auch Den ihm anvertrauten Volksgenossen einen Dienst; zugleich verhindert er durch große Gewissenhaftigkeit einen Verlust an Volksvermögen. Denn ieder betrag der für Schadenfälle aufgebracht werden muß, bedeutet einen Verlust für das Volksvermogen. Unter dieser Ueberschrist finden wir dem Bekanntmachungsorgan des Reichsjustizministers als amtliche Warnung folgende Ausführungen. ' In letzter Zeit find in einer ganzen Reihe von Strafverfahren Verurteilungen wegen wiffentllch oder fahrlässig falscher Versicherungen an Eides Statt erfolgt. Es hat sich hierbei herausgestellt, daß im Volke vielfach Unkenntnis und Unklarhett über die Bedeutung einer eidesstattlichen Versicherung besteht. Die Versicherung an Eides Statt ist eine bem Eide ähnliche, meist schriftliche Beteuerung der Richtigkeit einer Tatsache gegenüber einer Behörde. Sie besteht in der Erklärung, daß der Inhalt einer Urkunde den Wfadjen entspreche und daß dies- ,an Eides Statt" von dem Unterzeichner versichert werde. Die Fälle, in denen eine solche eidesstattliche Versicherung erforderlich oder zulässig ist, sind gesetzlich geregelt. So können z.B. im Zwilprozeß Zeugen oder Sachverständige auf Anordnung des Gerichts ihre Angaben in der Form einer schriftlichen eidesstattlichen Versicherung abgeben ober im Verfahren zur Erwirkung eines Arrestes ober einer einstweiligen Verfügung eibesstattliche Versicherungen ber Parteien unb anderer Personen zur Glaubhaftmachung der vorgebrachten Behauptungen erforderlich sein. Auch andere Behörden, z. B. die Finanzämter, Universitäten, staatliche PrUfUngs- ämter usw., können die Vorlage von eidesstattlichen Versicherungen in bestimmten Fallen fordern. Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß gar nicht selten solche eidesstattliche Versicherungen von ihren Unterzeichnern bei der Späteren Nachprüfung ober in gerichtlichen Verhandlungen — sei es in burger- lien Rechtsstreitigkeiten ober in ber Hauptverhandlung vor den Strafgerichten wenn sie ober andere Personen als Zeugen vernommen wurden als nicht in vollem Umfang zutreffend bezeichnet werden mußten. Entweder entsprachen sie, wörtlich genommen, nicht der Wahrheit oder abersie verschwiegen wesentliche andere Umstande. Fast immer stellte sich dann heraus, bah es sich gerade um oldie Punkte handelte, denen der Unterzeichner der eidesstattlichen Versicherung keine Bedeutung be - geme fen hatte, die sich aber spater a s sehr bedeutsam erwiesen. Im nachstehenden soll auf einige ‘ Gruppen von Fällen hingewiesen werden, bte m ber Strafpraxis ber Gerichte vornehmlich eine Rolle an^eber Ijüte sich vor Einflüsterungen ober svnstiaen unlauteren Einwirkungen der an ber Abgabe Der Erklärung interessierten Partei. Hier gilt ganz be- sonbers die einbringliche Mahnung: Laß dich Nicht von anderen beschwatzen, sondern denke daran, bah es nur auf dein eigenes Wissen um die betreffenden Vorgänge ankommt. Bist du schreibungewandtz so sei de anders mihtrauisch bei dir zur ^erschrlft oorgelegten Schriftstücken und übereile nichts. Achte daraus daß in den Schrift,tuck-n nicht aus andere Urkunden Bezug genommen wird, die Du mct)t kennst. Diktiert dir jemand eine von dir zu unterzeichnende Erklärung, so mußt du selbst die Richtigkeit der Erklärung prüfen; dem etwaiges wirtschaftliches Abhängigkeitsverhältnis befreit dich nicht von der Verantwortung gegenüber bem Gericht. Gib nie eine Blankounterschrift zur spateren Anfertigung einer solchen Erklärung durch andere. Denke stets daran, daß das, was du an Eides Statt versicherst, nachgeprüst wird und daß du gegebenenfalls auch als Zeuge ober Partei eidlich vernommen werden und zur Verantwortung gezogen wer- mar 'ettqesri|ttie tl °X-H 6,71 Li-di Nni510 "ei1 ff l(n S»t?nnt' ■*i» » Aber selbst bei strafgerichtlich festgestelltem Dor- saß haftet der Schuldige dem. Verunglückten nur für die Ansprüche, die die Leistungen ber Berufsgenossenschaft übersteigen, z. B. auf Schmerzen^ gelb nach ben Vorschriften bes bürgerlichen Rechts über Haftung aus unerlaubter Handlung. Bis zum normalen Maß tritt auch in diesen Fallen bte Unfallberufsgenossenschaft für den Schaben em. Für Sachschäden, bie sich bei einem Betriebsunfall ereignen, z. B. Zerreißen von Kleibern, müssen Auf- sichtführenbe, wenn sie ein Verschnitten an dem Unfall trifft, nach den Grunbsätzen der Haftung aus unerlaubter Handlung (§ 823 Abs. 1 BGB.) stets selbst eintreten. Die Berufsgenossenschaft kommt für Sachschäden nicht auf. Mußte die Berufsgenossenschaft für einen durch bas Verschulden eines Aufsichtführenden entstände- nen Betriebsunfall eintreten, bann kann sie von ihm ohne jede strafgerichtliche Feststellung Ersatz der von ihr gemachten Aufwendungen verlangen (Z 903 RVO?). Es genügt, daß nach Ansicht des Zivllrich- ters ein Tatbestand vorliegt, ber eine Bestrafung . fP3mmer wieder finden sich P-r,°n-m di- leichtf-r- tigerweise von anderen vorgeschriebene oder ihnen diktierte eidesstattliche Versicherungen unterzeichnen, ohne sich über den Inhalt oder bte Tragweite dessen, was sie unterzeichnet haben, genauer zu vergewissern. Oft wissen bte Unterzeichner solcher Erklärungen aus eigener Wahrnehmung S°r nichts über bie in ber Erklärung erwähnten Vorgänge, sonbern haben sich alles von d" Prozeßpar el od.r anberen erzählen lassen, bte sie Dann auch zur gäbe der eibesstattlichen Versicherung veranlaßt yaben. So hatte z. B. in einem eme grau I eine von Frau Z geschriebene eidesstattliche^^Der sicherung folgenden Inhalts unterzeichnet „Es ist nur bekannt, daß sich bei der Frau Y am l Oktober 1936 der Kleiderstoff von Frau Z befunden hat. In der Gerichtsverhandlung stellte sich dann heraus, baß die Frau X persönlich überhaupt keine Kenntnis von bem von ihr in der eidesstattlichen Versicherung bestätigten Vorgang gehabt, sondern daß sie dies von Frau Z nur erzählt bekommen hatte und daß dies obendrein mit den Tatsachen nicht übereinstimmte, also unwahr war. Ferner ist vor allem bei Zeitangaben in etdes- stattlichen Versicherungen die größte Vorsicht am Rieche Wie sehr hier besondere Sorgfalt notwendig ist, zeigt folgender Fall: In einem Prozeß kam es darauf an, festzustellen, ob em Zeuge um 11.45 Uhr in einem bestimmten Geschäftslokal gexmJen war. In der Verhandlung konnte der Zeuge nur bekun ben, baß er „um bie Mittagszeit" bort gewesen seu Statt dieser Worte enthielt die früher von ihm abgegebene eidesstattliche Versicherung bie positive unb unrichtige Erklärung: „Ich war kurz nach Rot Fortsetzung, **66*= i«« üoollen i? * 'Ne ,KÄ- ÜMItttes J."5' Wlogen s.« te'S Mit biefer Angelegenheit von allgemeiner Be- beutung hat sich bas Reichsarbeitsgericht m emer grundlegenden Entscheidung vom 13. Mat 1936 (vgl. Juristische Wochenschrift, 65. Jahrgang, Heft 42, Seite 2949) befaßt. Die Feststellung, ob ein Ge- Hilfenarbeitsverhältnis zuftandegekommen ist, ist hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsleistung Tat- frage. Der Lehrvertrag verwandelt sich durch Ablauf und Weiterbeschäftigung des Lehrlings nicht zwangsläufig in einen Gehilfenvertrag, solange der Lehrling tatsächlich keine Gehllfenarbeit leistet. Seine Weiterbeschäftigung als Lehrling ist also keine Umgehung der Tarifbestimmungen Da unter dieser Voraussetzung die Unabdingbarkeit der Tarifordnung nicht verletzt wird, so bestehen keine recht- liehen Bedenken gegen die Weiterbeschaftigung bes Lehrlings unter den Bedingungen des Lehrvertrags. Dies schließt nicht aus, daß der Lehrling 'M emze^ nen Arbeiten herstellt, die einer Gehilfenarbeit gleit? sind, oder die der Arbeitgeber für sich geraum- bringend verwertet. Es darf nur nicht feine Gesamtleistung derart sein, daß sie die Leistung eines 1----- 1 - d'ß die geringe Enttcchnung De« Tarifordnung dienen würde. chkeit nur wenig bekannt ift: xiutp i“ Fällen, in denen die Abgabe einer eidesstattlichen AussichlsOchl des Lehrers bei Schulausflügen Stößt er aber bei seiner Ueberwachung darauf, daß Sicherheitsmaßregeln nicht beachtet werden so hat er sofort einzugreifen. Stellt er bann fest, baß sein Verbot ohne Wirkung bleibt, daß also die Sicherheitsmaßregeln im nächsten unbewachten Augenblick wiederum keine Beachtung finden, dann hat er alsbald über den Fall Meldung zu erstatten und nötigenfalls für bie Entfernung des unverantwortlich Leichtsinnigen von seinem bisherigen Arbeitsplatz Sorge zu tragen. Denn es kann memanb . 1arniieiiiung von der Aufsichtsperson verlangen, daß sie sich b^ Gehilfen ersetzt, so> d ß wußt der Gefahr einer Bestraftmg aussetzt. Noch I Umgehung Der Tanfo Die strafrechtliche Verantwortung. Aber abgesehen von der zivilrechtlichen Haftpflicht drohen bem Aufsichtsführenden wenn sich durch seine Schuld ein Betriebsunfall ereignet hat, auch ftT® Grundsätzen unsere- Straf- rechts, daß jedermann seine Teilnahme am Verkehr und am täglichen Leben so emzurichten hat, daß sie nicht zur Gefahr für Leib unb Leden anderer Volksgenossen wird. Selbstverstanblich fallt auch die Ausübung der beruflichen Tätigkeit unter diesen Begriff. Die Aufsichtspersonen müssen sich also besonderer Sorgfalt befleißigen, da ja die Aufsichtspflicht zu ihren wichtigsten Berufsaufgaben zählt. Wer gegen diese allgemeinen strafrechtlichen Grundsätze verstößt und fahrlässig ober vorsätzlich einen Volksgenossen verletzt ober gar tötet, hat als Schuldiger seine Bestrafung 3U ermatten Schuldig ift bei einem Unfall der Verantwortliche, d. h der, in dessen Aufgabenbereich es lag, den Unfall zu verhindern. Wer das im Emzelsalle i ist ist ganz gleich. Sind mehrere Schuldige vor- i Händen, so haben sie alle ihre Bestrafung zu er- ■ warten. Das gilt z. B. in einem Fall, m dem Der i Aufsichtsführende die Nichtbeachtung von Sicherhetts- maßregeln nicht beanstandet, aber auch der Betriebsführer, dem die Sache zu Ohren gekommen ist, sich nicht um die Abänderung kümmert. Dann haben sich der Aufsichtsführende sowohl, rate auch der Betriebsführer strafbar gemacht Für die Beurteilung der Schuldfrage fpielt bei ben Aufsichtspersonen bie Beachtung der Unfallver- hütungsvorschriften eine große Rolle, obgleich es für bie Frage, ob sie die Schuld an einem Unfall trifft, nicht darauf ankommt, ob gerade hier eine besondere Vorschrift bestand oder nicht, sondern vielmehr darauf, ob der Aufsichtführende bei genügender Sorgfalt die Gefahr hätte erkennen müssen. Ist nämlich der Unfall eingetreten unter Verletzung besonderer Vorschriften oder Betriebsanweisungen nut Kenntnis der Verantwortlichen von diesen Unregelmäßigkeiten, dann hat er als Schuldiger gewiß ferne Bestrafung zu erwarten. Ein stilles Dulden von Verstößen gegen erlassene Vorschriften oder Gesetze darf es für den Auftichtführenden nicht geben Natürlich kann der Auftichtfuhrende nicht für jeden Verstoß gegen irgendwelche Vorschriften verantwortlich gemacht werden. Er ist ja m feinem Arbeitsbereich nicht für die Beauftichtigung jedes einzelnen Volksgenossen vorhanden sondern für Die Beaufsichtigung feines gesamten Arbeitsgebietes. Er kann somit fü'r einen Unfall, der sich infolge von Nichtbeachtung von Vorschriften ereignet unb ben er wegen anbermeitiger Beschäftigung nicht bemerken konnte, nicht zur Verantwortung gezogen r W. « • Nr.lO Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, lZ.Zanuar 193? Aus der Provinzialhauptstadt H - ;LehrAeil NSG. Die RattonalfoziaUsttsche Deutsche Arbeiterpartei des Gaues Hessen-Nassau vereinigt am kommenden Sonntag in 36 Kreisappellen alle hoheitsträger, Politischen Leiter, Amtswalter der Partei und Führer der Gliederungen. 3n den meisten Fällen finden diese Appelle in den Städten, die Sih der Kreisleitung sind, statt. Der Zweck dieser Grohaktion ist nach der Winterruhe vom 15. Dezember 1936 bis 15. Januar 1937 die Propagandaarbeit für das kommende Jahr aufzunehmen. Besondere Bedeutung kommt dem Appell des Kreises der Gauhauptstadt Frankfurt a. 2R. zu. Im Hippodrom spricht der Gauleiter zu den versammelten Parteigenossen. Er gibt die Parole aus, nach der die gestellten Aufgaben des Jahres 1937 erfüllt werden müssen. Die Rede des Gauleiters wird in die übrigen 35 Kreise Hessen-Nassaus übertragen. Nach einleitenden Worten des jeweiligen Kreisleiters hören so im ganzen Gau Hessen-Nassau die Führer der Bewegung die Worte des Gauleiters, die ihnen Ziel und Ansporn geben werden. dings auf diese Provokation, wenn man es nicht als ihre boshafte Antwort betrachten will, daß jene mutigen Dreizehn am nächsten Tage mit einem erbarmungswürdigen Brummschädel erwachen. Zwischen jenen Angstgemütern und diesen Kraftprotzen steht die große Zahl derjenigen, die von dem Dreizehnten nicht viel Aufhebens machen, die an ihm wie an jedem anderen Tage unverzagt ihre Pflicht erfüllen, die ohne Säumen zum Büro oder zur Werkstatt gehen und häufig erst nach Feierabend die Wahrnehmung machen, daß abermals ein Dreizehnter im Schwinden begriffen ist. Erst dann beschäftigen sie sich vielleicht mit der fatalen Tatsache des Dreizehnten und sind es zufrieden, daß sein Verlaus nicht unerfreulich war. Denn offengestanden: in gutem Ansehen steht der Dreizehnte auch bei ihnen nicht. Mit dem Dreizehnten ist es nämlich so wie mit der schwarzen Katze, die einem plötzlich über den Weg läuft. Manchmal bemerkt man sie nicht, und dann ist es gut. Bemerkt man sie aber, so stellt sich an dem Aus- iebsunsall sich Unfallverhü- itnis der Un« cht als Ent- b« Verletzten rldigt nicht, lerdings nach egenüber dem iebsunfaß nur Weisungen. Schließlich sah man noch auf dem Platz vor dem Hotel Schütz die Polizeibeamten als liebenswürdige und hilfsbereite Helfer, die kleinere Kinder an der Hand über den Platz führten und ihnen dabei zeigten, wie man es machen muß, um ungefährdet über den Platz zu kommen. Angeregt von dieser unterhaltsamen Belehrung durch die Polizei machten sich die Kinder auf den Heimweg. Nach den Buben nahm noch eine Schar Mädchen Und dann erzählte sie ihm. Erzählt von ihrer frühesten Kindheit in Rußland, dem „breiten Leben" im Hause ihres Vaters, des großen Petersburger Anwalts, dessen einzige Tochter sie ist. Von dem unsagbaren Schrecken der Revolution, die ihr den Vater nahm, in einem gräßlichen nächtlichen Angsttraum voll polternder Schritte auf der Treppe, von rauhen, streitenden Männerstimmen, verzweifeltem Frauengeschrei und knatternden Revolverschüssen. Die abenteuerliche Flucht dann nach Finnland mit zur Verkehrsbelehrung in dem großen Polizeiwagen Platz und auch sie folgten mit großer Aufmerksamkeit den Erklärugen der Polizeibeamten. Dieser Verkehrsunterricht für die Jugend wird im Laufe dieser Woche noch fortgesetzt, so daß sehr viele Kinder dieser Belehrung teilhaftig werden, denn gerade die Aufklärung der Jugend und ihre Erziehung zur Verkehrsdisziplin ist der aussichtsreichste Kampf gegen den Verkehrsunfall. stutzigkeit und halb verzweifelt aus. Und dann wandelt sie plötzlich eine irrsinnige Lust an, über sein entgeistertes Gesicht zu lachen — alles kommt ihr auf einmal so komisch vor, so rasend lächerlich wie in einem Zerrspiegel — diese ganze verrückte Situation — das ganze Leben — alles... Man könnte sich ausschütten vor Lachen... Ihr Mund verzerrt sich zu einer zitternden Grimasse. Aber sie hat doch noch die Kraft, diesen schrecklichen, unwiderstehlichen Kitzel in ihrer Kehle zurückzudrängen. Nur keinen Schreikrampf bekommen — denkt sie —, bloß das nicht. Aber wenn er jetzt aufsteht und höflich grüßend davongeht, dann kann ich für nichts mehr einstehen. Doch da hört sie schon wieder seine tiefe, ruhige Stimme. Er hat sich völlig in der Gewalt. Nur etwas wie eine dunkle Traurigkeit schwingt in seinem Ton, als er jetzt zu ihr sagt: „Entschuldige, Evelyn, die Ueberraschung war zu plötzlich. Mir dröhnt ein bißchen der Kopf. Aber das wird sich schon geben... Du wirst mir viel zu erzählen haben — aber nicht hier. Gehen wir ums Kap, da spricht es sich leichter. Ich verstehe von alledem zunächst ja noch kein Wort. Aber du wirst es mir erklären, alles — ja? Versprich mir, Evelyn, daß du mir alles sagen wirst — auch das Schlimmste, wenn es das gibt...", setzte er zögernd hinzu. Evelyn nickt nur immer wieder stumm mit dem Kopf. Sie fühlt sich jetzt merkwürdig ruhig. Sie weiß, es wird nun aus sein zwischen ihnen. Aber er soll wenigstens alles wissen, alles richtig verstehen. Was dann mit ihr geschieht, ist gleichgültig. Ganz gleichgültig ... tinen durch 'n entstünde' 1 sie von ihm -rsatz der von rngen (§ 903 des Zivilrich. e Bestrafung Heerschau des Gaues Hessen-Nassau. Kreisappelle der NSDAP, in allen Kreisstädten des Gaues am 17. Januar. Links: Der Wachtmeister als freundlicher Begleiter über den verkehrsreichen Platz. — Rechts: Polizeikommissar Zimmer erklärt am Selterstor den Buben den Sinn der Anweisungen des Verkehrspolizisten. — (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) tilgung des edlen Gerstensaftes einiges leisten, um i solchermaßen ohne Zagen die dunklen Mächte her- I ausmfovdern. Die dunklen Mächte pfeifen aller- Dein Freund, her Wachtmeister! Kinder fernen Verkehrsdisziplin. d« V d°, St. b-. % * u M s^. M und ^ngliirkt A An. bestraft, ^er ein. Jnt9egen. « seiner nnb seiner dürfte im abgr. sewinuh, vor ^ilchterful. " auch den lenst: Zu. Saftigkeit lebet Be. irben muß, "mögen. Item $or. :en nur für et Berufs« ^merzens, chen Rechts f »um len die tln- t ein. elriebsunfall müssen Aus. an dem Un« faftung aus 8®8.) stets ; kommt für tonnen den affen, Erfaß- nyef)en, was .ngen infolge trafgerichtlich ;all vorMch tg beseitigen jet er vermöge t war. (§ 903 neu einen Be- äufer die Ware en Betrieb aus len. Auch diesen fjrenbe in feiner Sorge zu tra- keit zu Schaden iK muß sich der iben gegenüber punkten scheidet nben und dem igehörigen kein er Verletzte gar ßr wirb Diel’ ;5 auf Schad-"' Lilfen- nben verlangen. 'm Di-M« W^inem Derschuldenz .z Schad-"' * Der Dreizehn«« Es gibt Leute, die ihn ängstlich fürchten. Der Dreizehnte ist ihnen so unsympathisch wie des Teufels Großmutter, und sie würden ihm im weiten Bogen aus dem Wege gehen, wenn es sich machen ließe. Aber da sich im Ablauf eines Monats unvermeidlich eines Tages der Dreizehnte einstellt, bleibt ihnen nichts übrig, als ihn ergeben wie^ eine Schicksalsfügung hinzunehmen. Indessen hüten sie sich an diesem Tage vor wichtigen Unternehmungen und atmen erst wieder auf, wenn wie ein milder Tröster der Vierzehnte sein Kalenderblatt vor ihren Augen präsentiert. Natürlich gibt es auch andere. Solche beispielsweise, die sich mutig zu einem Klub der Dreizehn zusammentun und nur einmal im Monat zusammenkommen: am Dreizehnten, wo sie dann in der Ver- Mensch hier — ein sympathisch aussehender Dreißiger — war der bis vor kurzem noch berühmte große Finanzier Serge Ostrowski, der nun plötzlich als berüchtigter Schwindler galt. Der Mann war verhaftet worden, gerade am Morgen seines Hochzeitstages, als er eben im Begriff war, seine Braut zum Standesamt abzuholen. Die Braut? Aha — ein Fräulein Olga Iwanowna — „die schöne junge Olga Iwanowna, deren Grazie man noch kürzlich auf der Bühne zu bewundern Gelegenheit hatte", wie der Journalist sich galant ausdrückte. Eine peinliche Geschichte für beide Teile. Als die Polizei einürang, hatte Ostrowski sich schon selbst gerichtet. Mußte wohl gerade in diesem Moment am wenigsten auf den vernichtenden Schlag gefaßt gewesen sein und einfach die Nerven verloren haben. So etwas kommt bei den kaltblütigsten Leuten vor... Und die Braut — das schöne Fräulein Olga Iwanowna? Die war bereits verschwunden, als die Polizei zu einer offenbar ergebnislos verlaufenen Haussuchung in iyrer Wohnung erschien. Kein Wunder, sie wird gewarnt worden sein. Irgend jemand will sie mit einem ebenfalls dringend gesuchten Freund von Ostrowski noch im Auto gesehen haben... Ungefähr eine halbe Stunde vor Ostrowskis Verhaftung ...! Hm, ja — scheint wirklich eine hübsche Person, soweit der schlechte Klischeeabdruck das erkennen läßt. Beinahe ein bißchen Ähnlichkeit mit Evelyn.. Herrgott — vielleicht gar eine Verwandte von ihr, ein... Vielleicht ist das überhaupt — womöglich eine ältere Schwester sogar, deren Schicksal sie sich so zu Herzen genommen hat, daß... Erschrocken blickt er zu ihr auf und öffnet den Mund zu einer Frage. Aber Evelyn kommt ihm zuvor und sagt mit einer Art von fatalistischer Genugtuung: „Also hast du das Bild doch gleich erkannt, so schlecht es ist! Ich hätte nicht gedacht, daß ich wirklich so alt und häßlich aussehe." Ihm bleibt vor Ueberraschung das Wort in der Kehle stecken. „Du...?" stößt er ungläubig hervor und starrt die Geliebte an wie ein Gespenst. „Ja, ich — verstehst du denn immer noch nicht", ruft Evelyn halb ärgerlich über seine Begriffs- nf5öl936 (»gl- 13*^ 42, sA*» ,-ftrag, ei tet. St-J*!»» ' unter ptne" Die „Woche der Polizei" gibt eine gute Gelegenheit, zu beweisen, daß der Polizeibeamte nicht her böse Mann ist, als den unvernünftige Mütter ihren Kindern den Polizeibeamten darstellen, wenn Hans oder Grete einmal die Suppe nicht essen wollen. — „Dann holt dich der Schutzmann!", diese kledewendung sollte endgültig aus der Kinderstube verschwinden! In Wirklichkeit ist es doch so, daß der Wachtmeister auf der Straße den Kindern der beste Freund ist, soferne sie nicht gerade böse Lausbübereien aushecken und verüben. — Wie sehr der „Schutzmann" der Freund der Zagend ist, konnten gestern viele Buben und Mädchen erfahren. Eine stattliche Anzahl von Kindern war gestern zum Polizeiamt bestellt worden; zuerst kamen so etwa 25 Buben, die in das große Auto des Ueberfallkommandos eingeladen wurden unb einf Fahrt zu den verkehrsreichsten Punkten unserer Stadt an treten sollten. Vorher jedoch hielt Oberinspektor Beate eine kurze Ansprache, in der er die Jungen auf so mancherlei Verkehrssünden aufmerksam machte, die man bei so halbwüchsigen Burschen immer wieder beobachten kann. So z. B. das Anhängen der jugendlichen Radfahrer an Lastkraftwagen, das allluschnelle Fahren in der Stadt, das Fußballspiel auf Straßen und Plätzen, das unvorsichtige lieber« schreiten der Fahrbahn und noch manches andere mehr. Oberinspektor Beate wußte noch in lustiger Weise ein bißchen zu examinieren und es zeigte sich dabei, daß die Buben eigentlich schon ganz gut Bescheid wissen, aber, aber — das Verhalten auf der Straße geschieht manchmal doch gegen das bessere Wissen. Die Fahrt zu den verkehrsreichsten Punkten unserer Stadt führte (unter Leitung von Polizeikommissar Zimmer) zunächst an die Kaiserallee, an den Platz, an dem sich Licher Straße, Kaiserallee, Nahrungsberg und Moltkestraße treffen. Hier mürbe den Buben genau erklärt, daß man nicht schräg über den Platz gehen darf, sondern die „Fuß- gäntzer-Ueberwege" zu benutzen hat, wie man beim überschreiten der Straße zunächst nach links und bann nach rechts zu gucken hat, um herankommende Fahrzeuge im Auge zu haben, wie man immer hinter den rotweißen Stangen zu bleiben hat ii. a. m. Diese Belehrung wurde auch praktisch geübt, so daß alles Gesagte den Jungen recht anschaulich wurde. Am Selterstor wurde diese Belehrung fortgesetzt :nnb besonders lehrreich gestaltet dadurch, daß sich W fremde Gesicht. Vornan von Caren. lk. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Während Evelyn mit dem zusammengeballten Taschentuch die Tränenspuren von ihren Wangen wischte, sagte sie merkwürdig ruhig mit einer kühlen :nid hohen Stimme: „Du mußt mich nicht für eine dumme, hysterische ’Bttion halten. Ich werde dir gleich alles erklären, jranf. Es muß fein." Und dabei schenkte sie ihm ein nur halb gelunge- iU5, rührend ermutigendes Lächeln, mit dem sie .will eigentlich mehr sich selber als ihm helfen zu : ookn schien. Mit einer Hast, als fürchte sie, in "hrem Entschluß noch schwankend zu werden, kramte -ie b ann aus ihrer eleganten Handtasche, mit deren ibiirenfionen er sie oft geneckt hatte, ein zusammen- -Mtetes Zeitungsblatt hervor und legte es auf- ijcjdrlagen vor ihm auf die Tischplatte, stumm ab- inartenb und mit der gespannten Miene eines »Spielers, der seine letzte entscheidende Karte auf- izedcckt hat und noch nicht weiß ob er verloren oder • jemonnen hat. $5 war — wie Alland mit flüchtigem Blick auf iiit fettgedruckte Ueberfchrift feststellte — der erste ausführliche Bericht eines Pariser Boulevardblattes über den kürzlich aufgedeckten Finanzskandal, von ibem auch der Wirt vorhin gesprochen hatte, wie übrigens so ziemlich alle Welt. Alland interessierte sich nicht für derartige Sensationen, am allerwenig- f’ien jetzt. Anstatt in die Zeitung blickte er ziemlich uechändnislos in Evelyns blaß entschlossenes Ge- ;id)t, als wollte er fragen, was das alles sie beide Hngnge. ■ I .Du mußt es schon selber lesen, ganz genau", "ircie sie wie zur Antwort in einem vor verhaltener 1 Erregung beinahe strengen Ton, dem er unwlll- I fel'id) gehorchte. Uber er konnte beim besten Willen die engge- i tadle n Spalten nur flüchtig überfliegen. illso gut — war das? Dieser schöne junge itin Beamter als Verkehrsschutzmann inmitten des 'Platzes aufstellte und den Verkehr der Fahrzeuge :md Fußgänger durch die bekannten Zeichen regelte :!jw. sperrte und freigab. Polizeibeamte erklärten . Aen Buben im einzelnen die verkehrstechnischen An-' auszufordern. Die dunklen Mächte pfeifen aller- der alten Kinderfrau und der völlig gebrochenen Mutter, die sich, endlich über die Grenze gerettet, in einer elenden Bauernhütte hinlegt, um nicht mehr aufzustehen. Die Irrfahrten der Alten mit dem Kinde, bis die beiden endlich in Paris bei einer nie gesehenen Schwester des Vaters landen, die ihren Gatten, einen französischen Offizier, im Anfang des Krieges verloren hat unb nun, selbst kinderlos, die kleine verwaiste Nichte mütterlich aufnimmt, die Erziehung des Kindes von der schmalen Witwenpension bestreitet und früh genug die tänzerische Begabung der kleinen Evelyn entdeckt. Die ernste, fast aszetisch strenge Arbeit dann in der Tanzschule von Potuloff, dessen Vorzugsschülerin die kaum Fünfzehnjährige wird. Ein Leben ernster Zurückgezogenheit, geteilt zwischen dem Tanzstudio und dem fast inselhast abgeschlossenen Zuhause bei ihrer ein wenig gefühlskargen Tante, mit der sie dennoch herzliche Zuneigung verbindet, bis ihr der Tod — ein sanfter Herzschlag diesmal — auch die zweite Mutter nimmt. Doch wenigstens nicht wieder das Heim. Die kleine, ihr zufallende Erbschaft der Tante ermöglicht es Evelyn immerhin, bei genauer Einteilung ihr bescheidenes Leben in der kleinen Wohnung fortzusetzen, mindestens die zwei, drei Jahre, die sie noch zur Vollendung ihrer tänzerischen Ausbildung braucht, besonders da Potuloff von ihr kein Honorar verlangt, sondern nur die einzige ehrenvolle Gegenleistung, daß sie ihn manchmal bei einer Privatschülerin vertritt, wenn er verhindert ist. „Hast du einmal von dem großen Wohltätig- keitsfest für die Kinderspitaler gehört, das in Paris jedes Jahr im Juni stattfindet?" unterbricht sie sich plötzlich mit einer Frage, und als er stumm den Kopf schüttelt, setzt sie mit kindlichem Stolz hinzu: „Es ist ein großes gesellschaftliches Ereignis, der Präsident der Republik und alle Minister und alle reichen und berühmten Leute find da, und die de- rühmteften Künstler wirken mit, umsonst natürlich. Und da hat Potuloff mich zum erstenmal auftreten lassen, mit einer kleinen Solopartie in seiner Tanzgruppe. O, es war herrlich — so ein Erfolg. (Fortsetzung folgt!) leicht eine Antipathie gegen das sonst so geschätzte Hauswesen ein, und diese Antipathie entlädt sich in Verwünschungen, von denen meist die gute Mieze nichts mehr vernimmt. Schließlich kann ja das brave Katzentter nichts für seine schwarze Farbe und ebensowenig für seinen Bewegungsdrang. Aber darin geht es der Katze wie dem Dreizehnten: die Tatsache ihres Vorhandenseins ist für manchen schon Anstoß genug. Die Gründe für diesen Anstoß sind in mystisches Dunkel gehüllt, und es ist ein weiter Weg von dem Dreizehnten dieses Monats und der schwarzen Katze bis hin zu den altersgrauen Vorstellungen unseres Volksglaubens. Doch eben darum ist philosophische Gelassenheit am Platze. Wer eine Glückssträhne sein eigen nennt, wird auch am Dreizehnten nicht vom Unglück verfolgt werden, und wer fein Leben lang nur Pech gehabt hat, kann schließlich vom Dreizehnten keinen großen Talersegen erwarten. Nur eines bleibt auch für den Dreizehnten beachtenswert: der Umstand nämlich, daß wir den Jahresablauf in zwölf Kreisen erleben. Ein dreizehnter Monat wäre sowohl für die Angstgemüter, als auch für die Kraftprotzen wahrhaftig gar nicht auszudenken. H. W. Sch. Äornofizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Hund von Baskerville". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Hannerl und ihre Liebhaber". Sladtthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Da die Nachfrage nach Karten für die Wiederholung der Uraufführung von Rainer Maria Rilke „Die weiße Fürstin" am Sonntag, 17. Januar, vormittags 11.30 Uhr, sehr stark eingesetzt hat, bitten wir unsere Platzmieter, die Eintrittskarten möglichst im voraus an der Theater-Tageskasse abzuholen, um ein Stören der Feier durch zu spätes Kommen zu vermeiden. Vortrag über „Nahrung und Ernährung". Am nächsten Sonntagvormittag findet der dritte Vortrag im Physiologstchen Institut, Friedrichstr., statt. Näheres in der heutigen Anzeige. Neues Adreßbuch von Gießen. Die sehr zahlreichen Aenderungen in den Adressenverzeichnissen durch Zuzüge, Fort- und Umzüge innerhalb der Zeit von zwei Jahren, sowie das Entstehen neuer Wohnviertel und die Neugestaltung des Stadtplanes machen die Herausgabe eines neuen Adreßbuches dringend erforderlich. Zwecks Erzielung genauer Einträge in das neue Buch werden von Donnerstag ab die Haus- und Firmenlisten von den Vertretern des Adreßbuchverlages bei den Hausbesitzern abgegeben. Es dient dem Vorteil jedes einzelnen und der Allgemeinheit, daß die Listen ohne jeden Verzug sorgfältig und eigenhändig ausgefüllt und zur Abholung bereitgelegt werden. Llebungsplähe und Gchwinunsport- anlagen für Leibesübungen. Lpd. Der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, ist ein eifriger Förderer der Leibesübungen. So hat er jetzt wieder eine Anweisung an alle unterstellten Behörden, Gemeinden, Ge- meindeverbände und sonstigen Körperschaften des öffentlichen Rechts über Anlage und Ausbau von Uebungsplätzen und Schwimmsportanlagen für die Leibesübungen ergehen lassen, in der es u. a. heißt: „Zur einheitlichen Gestaltung und Förderung der Uebungsplätze für die körperliche Ertüchtigung der Jugend weise ich daraus hin, daß bei Errichtung ober Umgestaltung solcher Anlagen im ganzen Landesgebiet Hessen in jedem Falle zunächst die Gemeinden unterrichtet sein müssen. Die Gemeinden des Landesgebiets Hessen wiederum sind angewiesen, sich diesen Angelegenheiten vordringlich anzunehmen und vor Ausführung oder Umgestaltung solcher Anlagen gemäß meiner Verfügung vom 27. März 1936 betr. Uebungsftättenbau zunächst die Pläne der Hessischen ßanbesregierung vorzulegen. Das von mir errichtete Referat Turnen und Sport bei der Hessischen Landesregierung übernimmt als- Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstr6 Preisbildung und Preisüberwachung in Hessen Amt: Deutsches Votksbildungswerk. den: fick etwas anders darunter vorstellt, hat man dar- .... _____fnrfotTh» irhrniinne es reinigt sperrt. Die ausgestellten Sperr- und Umleitungs- schild-r sind zu beachten _ m „ „, „,, ;. n f Lieh Amtsgericht Gießen. der sich Die deutsche sttbeitslront n.9.=6emeinfdiaft „Kraft durch freude IHit Eintritt der Dunkelheit beginnt die eingeschränkte Beleuchtung. Don 18.30 Uhr ab folgt die völlige Verdunkelung. Der Uebergang von der eingeschränkten Beleuchtung zur völligen Verdunkelung wird durch akustische Signale angezeigt. Den Abschluß der gesamten Hebung verkünden wiederum akustische Signale. Leder bandle nach Vorschrift! Kleinhandelshöchstpreise für Geflügel. Der Reichsstatthalter in -essen — Landesregie- rung — hat im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung am 30. Dezember 1936 folgendes bestimmt: Beim Verkauf von Geflügel durch Ladengeschäfte und sonstige Kleinverkaufsstellen mit Ausnahme des Verkehrs auf dem Wochenmarkt dürfen folgende Kleinhandels h ö ch ft preise nicht überschritten werden lebten Verbraucher überwiegend im Wege des Versandes betreiben. In letzter Zeit hatten sich nam- lich verschiedentlich Vertreter und andere Angehörige der Textilbranche qerechtigt geglaubt, ohne werteres ein Textilversandgeschäft eröffnen zu dürfen. dann die Bearbeitung dieser Angelegenheiten und überwacht die einheitliche sportgerechte Durchführung in Verbindung mit den jeweiligen Ortsgruppen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen." Heule Verdunkelung! Jedermann in Stadl und kreis Gießen erfülle gewissenhaft seine Pflicht, damit die Hebung zu einem vollen Erfolg wird. Besonders zu beachten ist folgendes: In der Stadt Gießen: mit Eintritt der Dunkelheit beginnt die ein- Heute Pre des i films signal angezeigt. Im Kreise Gießen: je S kg 1,— RM. 1,05 „ 1,10 „ 1,15 „ ortsübliche B« I, objt- un fin Tagen e r Begrüßung )stbamnspe,kto ig über die •ff. Er wies i • den Obstbau iann über Mc erbesserung, f rksamkeit ai men. An bei ache an. 2m r Anjchassunc die beiden1 Mrieb sind, den »sprechen. 1. Suppenhühner 1. Qualität Suppenhühner 1. Qualität (entdarmt) 2. Brathühner (Poulets) Brathühner (Poulets), entdarmt In Gemeinden, in denen bisher der , Preis sich unter den vorstehenden Preisen gebildet hatte, verbleibt es dabei; eine Heraufsetzung auf die vorstehenden Preise ist nicht statthaft. \H \») S>trX Pe Pri ^anc ?e. ön jxri Das Fest der Künstler und der presse Frohsinn, Humor und Stimmung sind das Motto des Abends. = Butzba« Lund, Drist im großen Saal *tienabenö. Als gi tzrre Anzahl Offi mjon eingesunde eröffnete nach t Abend und ged Führers. Zur U spielt vom Rh> boten, das m wurde. Der übt i-!nd ^pi°lt. °hn- Pause, fflenn Me Walzer- und Polkakapelle aufhört, setzt die Schlagerkapelle mit dem letzten Taktfchlag schon ein Wer nicht im Kreis herum will, der kann seinen Tango mit Anmut tanzen. Ein Fest mit Tanz, viel Tanz sogar- Aber Tanz allein erfüllt die Wunsche noch nicht, die an ein Fest der Künstler und der Presse gestellt werden. Dafür lassen wir unsere Bühnenkünstler sorgen. Wir haben schon davon gesprochen, daß sich alle für das Gelingen des Festes emsetzen, vom Intendanten angefangen bis zum kleinsten Mädel vom Chor, vom Künstler auf der Buhne Ms zum unsichtbaren, aber ebenso notwendigen künstlerischen Mitarbeiter hinter den Kulissen. Es gibt em Programm und viele inoffizielle Programme, die der Augenblick schaffen wird. Denn die Leute vom Bau sind nicht so leicht in Verlegenheit zu bringen. Es werden nur so viele Karten verkauft, als Platz vorhanden ist. Festkarten find nur im Vorverkauf an der Theaterkasse, in der Geschäftsstelle der Ober- hessischen Tageszeitung und des Gießener Anzeigers ab 14. Januar erhältlich. Ein Kartenverkauf am Abend der Veranstaltung findet nicht statt. Der ausschuß muß sich vorbehalten, über fernmündlich bestellte Karten zu verfugen, wenn die Karten nicht bis spätestens Montag, 18. Januar, abgeholt sind. O e f f e n t l i ch e r Vortrag a m 14. I a - nu ar. Am Donnerstag, 14.Januar, 20.30 Uhr, spricht Pg. Professor Dr. Hummel über: „Die Versorgung Deutschlands mit mineralischen Rohstoffen. Dieser interessante und lehrreiche Llchtbu- vervortrag verdient im Hinblick auf den -mer« 'ÄS’ !>W!W Hi« «w. Kreise Ne Freude an der Kunst und der gesunde Mnh aeivtelt. obne Pause! W Sinn unseres Volkes für Humor und Fastnachtsfreude paaren sich hier zu einem großen Fest der Stadt Gießen, seiner Künstlerschaft und seiner Im Verkehr auf dem Wochenmarkt dürfen die Kleinverkaufspreise der im § 1 bezeichneten Geslugel- arten eine Höhe von 10 bis 12 Prozent unter den Preisen des § 1 nicht überschreiten. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung wer- den mit Gefängnis und Geldstrafe, lltztere in unbegrenzter Höhe, oder mit einer dieser Strafen bestraft. Dabei kann die Einziehung der Gegenstände, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, sowie die ofsent- liebe Bekanntmachung des Urteils verfugt werden. An Stelle des Antrags auf Strafverfolgung kann die Preisüberwachungsstelle Ordnungsstrafen m unbegrenzter Höhe verhängen. Gegen die verhängte Ord- nunasstrafe ist das Recht des Einspruchs innerhalb einer Ausschlußfrist von einer Woche vom Tage der Aushändigung des Strafbeschlusses an gegeben. Der Einspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Diese Anordnung ist mit ihrer Verkündigung im Anzeiger der Hessischen Landesregierung am 10. Januar 1937 in Kraft getreten. nem Amt. * Geilshausen, 13. Jan. Auf der Landstraße Lumda—Geilshausen ereignete sich am Montagabend ein Verkehrsunfall. Der Metzger- meister Haupt von Lumda fuhr dort mit seinem Auto auf ein Langholzfuhrwerk auf. Der Personenkraftwagen wurde dabei erheblich beschädigt, der Kraftwagenführer erlitt glücklicherweise nur leichte Schnittverletzungen im Gesicht. <£ Reiskirchen, 12.Jan. Der Turnver- e i n hielt am Samstag im Vereinslokal „Zum Hirsch^ seine Generalversammlung ab. Rach Eröfft nung durch den Dereinsoorsitzenden Ewald Jünger erstattete der Schriftführer Erwin Sack den Jahresbericht. Der Verein hat ein Jahr reger la- tigfeit hinter sich. Er veranstaltete mit den Turnvereinen Beuern, Großen-Buseck und Burkhardsfelden einen Mannschaftskampf um den von der Firma Rühl (Großen-Buseck) gestifteten Wander- preis, er beteiligte sich am Kreisturnfeft in Wieseck, am Dolksturnen in Burg-Gemünden, wo auch zum ersten Male unsere Turnerinnen teilnahmen, und am Hoherodskopf-Bergfest. Don den Veranstaltungen konnte der Verein 40 achtbare Preise mit nach Hause bringen. Die Musterriege konnte auf dem Turnfest in Wieseck ein Diplom mit der Bewertung Gut" erringen. Rach dem Kassenbericht des neuen Rechners Karl Schön und dem Bericht der Kas- senprüfer wurde dem Vorstand Entlastung erteilt Der bisherige Vorstand wurde einstimmig aus em Jahr wiedergewählt. Auch die beiden Kassenprüfer Heinrich Zimmer und Christian M ö b u s bleiben auf weitere zwei Jahre in ihrem Amt. Zu Der- einsbienern wurden Karl Stock und Wilhelm Stark bestimmt. Um den Turnern noch mehr Gelegenheit zur Ausbildung zu geben, wurden im ver- gangenen Jahre eine Garnitur Ringe, ein Schleu- berbaü und für die Turnerinnen zwölf Gummi- Der Angeklagte D. mor durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen zu vier Wochen Haft, der Angeklagte W. zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt worden. Beide legten gegen diese Strafbefehle Einspruch ein. Der Angeklagte D. war bereits im Oktober 1935 wegen des gleichen Delikts zur hochstzulässigen Geldstrafe von 150 Mark bestraft worden. Der Angeklagte W. war geständig, das von dem Angeklagten D. an eine Verwaltung in Gießen zu liefernde Fleisch nicht, wie vorgeschrieben, in den Schlachthof Gießen zur Nachschau verbracht, sondern direkt an den Bestimmungsort abgeliefert zu haben. Das Gericht vertrat die Auffassung, daß der Angeklagte D. fahrlässig, wenn nicht gar vorsätzlich gehandelt hat, und beließ es bei der im Strafbefehl ausgesprochenen Haftstrase von vier Wochen, da zu vermuten war, daß die im Oktober 1935 ausgesprochene Geldstrafe von 150 Mark keinen nachhaltigen Eindruck auf den Angeklagten D. gemacht hatte. Bei dem Angeklagten W. ermäßigte das Gericht mit Rücksicht auf seine wirtschaftliche Lage die Strafe auf 50 Mark, hilfsweise 20 Tage Haft. Beide Angeklagten tragen die Kosten des Verfahrens als Gesamtschuldner. hätte angeschafft. * Hausen, 12. Jan. Am Samstag hielt btt hiesige Ziegenkasse ihre Jahreshauptversammlung bei Gastwirt Dörr ab. Es ist dies noch die einzige Kasse, die durch die Leitung ihres bewahrten Vorsitzenden Ludwig Herbert und durch Georg K l ü s (Bockwart und Rechner) bis auf den nn Tag erhalten blieb. Erfreulicherweise konnte orsitzende einen Mehrbestand von 20 v. H. Ziegen melden, woraus ersichtlich ist, daß die Ziege eine überaus große Rolle in der Dolksernährung einnimmt. Die Frage der Beschaffung eines dritten Bockes innerhalb der Sprungzeit muhte darum erörtert werden. Das vergangene Jahr stellte große Anforderungen an die Kaffe, da ausnahmsweise viele Ziegen eingingen; trotzdem konnte das neue Jahr mit einem finanziellen Ueberschuß begonnen werden. Zum Schlüsse ermahnte der Vorsitzende, durch Zucht und gute Wartung der Ziegen alles elnzu* fetzen, um mitzuhelfen, unserem Volke die Ernährung auf eigener Scholle zu sichern. I Garbenteich, 12. Jan. Gestern, am 11.3a' nuar, feierte unser Mitbewohner Heinrich Ruhl !• im Kreise seiner sämtlichen Kinder und Enkel seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar ist Kirchenoor- steher, und so brachte ihm denn der Frauenchor mit zwei Liedern am gestrigen Abend ein Ständchen. Pfarrer Steiner, Hausen, sprach die Glückwünsche des Frauenchors und des Kirchenvorstandes aus, zugleich kleine Geburtstagsgeschenke ich Namen der beiden überreichend. Auch verlas er das Glückwunschschreiben des Propstes von Ober- Hessen, Knodt, und des Dekans Sattler (Wie- feck). Der Jubilar ist körperlich noch einigermaßen rüstig. Nur hindert ihn Augenschwäche sehr start am Sehen. Dor einigen Jahren konnte er die Goldene Hochzeit feiern. Kurz darauf starb dann sein Ehekamerad. Sehr interessant ist es, den Erzahlun .aji E llUlliv LnW 1(1 Große Strafkammer Gießen Wegen Vergehens gegen § 175 StGB, standen die Angeklagten G. D. aus A. und K. Sch. aus H. unter Anklage. Der Angeklagte D. wurde zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr und 5 Monat en Ge - f ä n q n i s , der Angeklagte Sch. wegen einfachen Vergehens gegen § 175 StGB, zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Beiden Angeklagten wurde die Untersuchungshaft angerechnet. Die Kosten des Verfahrens haben die Angeklagten zu tragen. Der 32 Jahre alte K. W. aus Blitzenrod hatte ihm anvertraute Gelder in Höhe von 1825,99 Mark unterschlagen und für sich verwandt. Der Angeklagte, der geständig war, wurde zu einer Gefängnisstrafe von 10 Monaten und zu einer Geldstrafe von 50 Mark verurteilt. Außerdem wurde er mit den Kostenn des Verfahrens belastet. Oberhessen. Kreissängertag des Sängerkreises ,z7libbotatz'. + Ober-Schmitten, 11. Jan. Im Kirchhof. schen Saale fanden sich gestern die Vertreter des S ä n g e r k r e i s e s „Niddatal" zusammen. Als Vertreter des Sängergaues XII (Hessen-Darmstadt) mar Provinzführer für Oberhessen Ludwig W e n d- I er (Bad-Nauheim) erschienen, der Gruß, Wunsch und Dank des Gaues überbrachte und zu verschiede- nen gesanglichen Fragen Stellung nahm. Die Tagung wurde von dem Sängerkreisführer I. Diehl (Ober-Schmitten) geleitet, der einleitend den Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Jahr gab. Seine Ausführungen gipfelten in den Worten, laß alles versucht werden müsse, die Gesangvereine ingfähig und fingfreubig zu erhalten. Chorleiter Otto Lentz jr. (Geiß-Nidda) berichtete über bie Anregungen, die ihm das Schulungslager des DSB. in Hohemark im Taunus gab. Der Vortragende zeigte überzeugend und anschaulich den neuen Weg, den die Gesangvereine in ihrer chor- gesanglichen Arbeit einzuschlagen haben. Der ein-, zwei- und dreisttmmige Gesang sowie der Kanon müßten neben dem vierstimmigen Männerchor aufs beste gepflegt werden. In der anschließenden Aussprache wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, die neuen Richtlinien bei der Chorarbeit zu verwenden, aber davor gewarnt, die Umstellung überstürzt vor- LPD. Auf Grund der 1. Anordnung über die Wahrnehmung der Aufgaben und Befugnisse des Reichskommissars für die Preisbildung vom 12. Dezember 1936 bestimmt der Reichsstatthalter in Hessen für das Land Hessen zur Klarstellung der Zuständigkeiten u. a. folgendes: § 1. Preisfestsetzung. Die Festsetzung von Preisen, Preisspannen und Zuschlägen mit räumlich begrenzter Bedeutung für das Gebiet des Landes Hessen erfolgt, soweit sich nicht der, Reichs- kommissar für die Preisbildung die Zuständigkeit selbst vorbehalten hat, durch den ständigen Vertreter des Führers der Landesregierung. Anorb- zunehmen. ~ . Im Hinblick auf das 100jährige Jubiläum, das der Schottener „M ä n n e r ch o r" in diesem Jahre in großer Feier zu begehen gedenkt, wird von einem Wertungssingen Abstand genommen. Die gesamte Chorarbeit soll sowohl für Breslau, als auch für Schotten dienstbar werden. . Auf Vorschlag des Kreisführers werden die Kreis, vereine in zwei Gruppen eingeteilt, von denen sich die eine um die Stadt Schotten, die andere um die Stadt Nidda schart. Gruppenweise Proben, von dem Kreischorleiter durchgeführt, sollen deu Massenchören die nötige Einheitlichkeit und Geschlossenheit crßb £tl Nach dreistündiger Tagung schloß der Kreis, sichrer in der üblichen Weise den offiziellen Teil des Sängertags. Landkreis Gießen # Mainzlar, 12. Jan. Der Radfahrer- verein „Vorwärts" hielt am Sonntagnach- mittag unter Leitung des Vereinsführers Ferdinand D ö r i n g e r seine Jahresversammlung in der Gast- wirtschaft von W. Müller ab. Aus den Dorstands- berichten ergab sich, daß die Vereinsfinanzen in Ordnung sind, so daß dem Rechner Entlastung erteilt werden konnte. Aus dem Vorstand schied der seitherige Schriftführer Heinrich Sauer aus, als fein Nachfolger wurde Georg Sauer III. bestimmt. Die übrigen Mitglieder des Vorstandes blieben in ihren Aemtern. H- Staufenberg, 12. Jan. Der hiesige G e ■ fangoerein hielt am Samstagabend feine Generalversammlung in der Gastwirtschaft von Zecher ab. Der Mitgliederbestand hat sich im Verlaufe des verflossenen Jahres gehoben. Der gesamte Vorstand verblieb nach dem Willen der Versammlung m sei- Z/ltll lutiuivvj v. >...--- I,--- - - ' : .. . als selbstverständliche Pflicht eines leben Behörden- angehörigen, daß er sich an den Sttaßensammlun- aen beteilige Infolgedessen erübrige es sich auch, in ben Dienftgebäuben Sammelbüchsen des Wm- terhilfswerkes aufitellen zu lassen. ** Oberprimaner als Offiziers an- Wärter. Der Erlaß des Reichserziehungsmini- fters wegen der Einstellung von Oberprimanern als Offiziersanwärter in die Wehrmacht ist auf die Oberprimaner, bie als Führeranwärter m bie Sn.- zewe I Verfügungstruppen oder in die ßeibftanoarte zlboll 0 ' * Hitler eintreten wollen, ausgedehnt wordcn. , " Schulperfonalie. In den Ruhestand ver- ** Marine-Hitlerjugend und Po lischt wurde auf Antrag der Lehrer Karl Zöller zeiaufklärungswoche Zu der gestrigen zu Hausen (Kreis Gießen) unter Anerkennung feiner Mitteilung von Polizeioberinspektor Beate über Lern Reiche geleisteten treuen Dienste. bie Polizeiaufklarungswoche wird uns von dem SA» ** Der Lehrschein mit goldener Na- Marinesturmbann 11/34 Gießen berichtet, daß bei bei. Von der Hauptgeschäftsstelle der Deutschen der musikalischen Unterftu.6ung ber ^oh^elauf^a= Lebensrettungs-Gesellschaft Berlin würbe Herrn rungswoche nicht em Musikzug ber Manne-Hiller Heinz M o e j e r, Gießen, Seltersweg 38, nach vor- jugend mitroirtt, ben es nicht gibt, sondern baß ber ausgegangener Prüfung bie Urkunde für den Lehr- Musikzugd e r S A. - M a r i n e t a n d a r t e 34 schein mit goldener Nadel überreicht. sich m ben Dienst ber guten Sache stellen wird ** Straßensperrung. Wegen Vornahme * Die ©p e rr e f urX eti Ine»r f anö* von Kanalarbeiten wirb ber Felbweg in Verlänge- geschälte. 2>er fa* ®ie rung ber Schubertstraße auf eine Länge von 350 nachgeorbneten Dienststellen an bie Sperrvorschris- Meter vom Aulweg nach bem Schlangenzahl zu ablten erinnert, durch bie bis zum 1. ^uli 1940 die Mittwoch, 13. Januar, bis einschließlich Mittwoch, Errichtung neuer Unternehmen verboten ist, die den 3. Februar, für jeglichen Fährverkehr polizeilich ge-I Verkauf von Erzeugnissen der Textilwirtschaft an deroortrag oerbient im Hinblick auf oen -uier« dieser Art treten, soweit nichts anberes jahresplan bie Aufmerksamkeit jebes einzelnen. Em mi'rb/ mit il)rer Verkünbung im „Anzeiger tritt 20 Pf. «toiornUonh ber Hessischen ßanbesregierung" in Kraft. Amt: Feierabend. S 2 2)er Dienst- und Geschäftsverkehr m allen Sondervorstellungen der Operetteber Preisfestsetzung vollzieht sich über bie „Der Zar ewits ch." Arn Samstag, 23., und am u ^er hessischen ßanbesregierung gebildete Stelle Montag, 25. Januar, bringen wir zwei Sondervor-1 für Preisbilbung. Sie trägt die Bezeichnung: ftettungen der Operette „Der Zarewitjch. Der Reichsstatthalter in Hessen — ßanbesregierung 23. Januar ist in erster fiinie für: bie auswärtigen, l ^tUe für die Preisbildung. der 25. Januar für die Gießener Besucher bestimmt. § 3 Preisüberwachung. Die Aufgaben __ Preisüberwachung werden durch die in § 2 erwähnte Stelle wahrgenommen. Ihr stehen insoweit die Befugnisse aus ben Ziffern 2 und 3, 5 und 8 ber 1. Anorbnung des Reichskommissars für die . allen6*! Mitglied s" jj pÄ;‘i EÄ' xS'K HÄ K 1000 ®>tl r> Ettings fftandesaniN 1936 0*"’! Boren unii 6 vt ± Lauter, l Eheleute Georg Kochzeit. . Wegen llebertretung ber Polizeiverordnung Stadt Gießen über Einfuhr von Fleisch batten bie Angeklagten H. D. und Th W. aus L. zu verantworten. Presse Die'Ausgestaltung ber Räume des Gesellschafts- , wirb das Zusammenwirken ber verschiebe- । Künstlergruppen, ber Bühnenbildner, der Ma- Die Plätze kosten 80 Pf. Gicße^er^StaÄche^ate^^ seinen Künsttirn hat bie i warte geben bis spätestens Samstag 16. Januar, Saales und eines kleinen i bie Bestellungen bei ber Kreisbienststelle auf. Vie aus 3» » böie oberhessischen Maler und ' Zuteilung wird von uns vorgenommen gabhauermerten einen weiteren Saal in einen . Amt: Reifen, Wandern und Urlaub. stimmungsvollen Raum „nach Gießener Art" ver- U. F 2/37 Rhön — Gersfeld vom 23. Januar bis sandeln. Die Presse wird einen ber Raume „auf 30. Januar und U. F. 5/37 Röhn — Gersfelb ;bre ^t" umkrempeln. Kunst und ßaune sollen sich vom 3. März bis 10. März. Für diese stark ver- ^er die Hand reichen, Ideen und Phantasten mit- billiqten Fahrten sind noch einige Karten zu haben, einander wetteifern und bie Boraussetzung schaffen Der Teilnehmerpreis beträgt 18,50 Mark. In bieser I ^r bas Gelingen des Festes ber Künstler und der Summe sinb Bahnfahrt, Verpflegung unb Unter- Presse: Stimmung, wogende, rauschende Festes- kunst enthalten. Bei Teilnahme an einem Skikurs sijmmung. ... erhöht sich ber Preis um 5 Mk. Die Anmelbungen Unb das Programm? Eigentlich kann man nicht zur ersten Fahrt müssen umgehend auf der Ärets- DDn einem Programm sprechen. Von Program- dienststelle „KbF." erfolgen. . men müßte man schon schreiben, um alles zu er- Fußball-Länderkampf Deutschland ^sien, was bisher erwogen unb erprobt wurde, gegen Hollanb am 31. Januar in D u f - Mir haben ein Programm, bas heißt: De r ü U - felborf. Zu biesem Fußballspiel fahren wir einen 11 a g ro i r b u m g e £ r e m p e 11! Unb weil jeher Sonderzug, und zwar beträgt der Fahrpreis, ein* schließlich Eintrittskarte zum ßänderspiel, 8,50 Mk.--" ___ Anmeldungen nimmt bie Kreisbienststelle ,KbF. sperrt. Die aufgeftettten Sperr- unb Umleitungs- enfqe^en. w childer sind zu beachten. , . . .. . . Automobilausstellung 1937 in Ber- ** Anrechnung von Parteibienstzeit l j n Zu ber Automobilausstellung fahren wir eben- Lür Reichsarbeiter. Im Einvernehmen mit falls einen Sonberzug, unb zwar vom 4. März dem Reichs- unb Preußischen Innenminister hat sich abenbs bis 8. März vormittags. Preis ber Fahrt ber Reichsfinanzminister damit einverstanden er- einschl. Verpflegung unb Unterkunft sowie einer ^rt, daß für ßohnempfänger, wenn sie ein Jahr Eintrittskarte zur Ausstellung 25,50 Mk. Anmel- bei einer öffentlichen Berwaltung ober in düngen nimmt bie Kreisbienststelle „KbF." entgegen. einem öffentlichen Betriebe beschäftigt sind, die für Jahresprogramm bes Amtes fReifen, b|e Bemessung bes ßohnes ber Krankenbezuge, bes Wanbern unb Urlaub 1937. Dieses Pro- UrIaub5 unb ber Kündigungsfrist maßgebende gramm, bas alle Reifen bes Jahres 1937 enthält, Dienstzeit um fünf Jahre erhöht wirb, sofern sie ist zum Preise von 20 Pf. auf ber Kreisbienststelle Mitglieder ber NSDAP, bis zum 14 September „KbF." erhältlich. 1930 geroofben sinb (Mitgliebsnummer bis 340 000) , ■« • # ! ober fofem sie Mitglieber ber NSDAP, ober ihrer fturgfthnft und Maschinenschreiben. Gliederungen, oder des Stahlhelms bis zum 30. Ja- als wichtige Helfer im Daseinskampf. nuar 1933 geworden sind und nachweisbar vor der Kurzschrift und Maschinenschreiben gehören Zur ^°^b^e"V°rÄ-tzunq "er^aktiuen Tätigkeit Berufsausbildung der schreibenden Menschen. Die 9' Macbtübernahme erfolgt ist, trifft ber für ÄUE la^St/^grag^ÄJrUu-iebrr(^ 6615lSMU schinentipp-r wird heute nicht mehr als »ota; “““V" , n in Dienstbe- tige Arbeitskraft angesehen E- ist b05 $erb1Cn l * »TmU tonftifl bei' clkn ber Deutschen Stenographenschaft, hier ge- trieb en d ^hren und aus ber Ab- schäften zu haben. Ihr Ruf nach besseren ß stun- keine falschen Schlüsse gen geht bereits auf ^ad^ehnte zuruck Mt ber Dehnung weist ber Reichsfinanzminister im Urkunbe vom 30. Januar 1936 hat sie bie Grund 9 3 ö' . -i bem Reicksinnenminister darauf Inga für bie allgemeine Einführung der Deutschen Emmrnehmen rmt Winter Kurzschrift geschaffen. I biliswerk in ben Dienstgebäuben mit ber unbebingt Wie aus ber heutigen Anzeige ersichtlich ist, bie- b t .. Aufrechterhaltung eines geordneten tet sich die Gelegenheit b,e Kurzschrift und bas nokaend gerfi“b Er bezeichnet es mafdiinenl^eiben bei der Ortsgruppe Gietzen berj^ ftb b 'rine8 jeben Behörden. Deutschen Stenographenschaft zu erlernen und stcy zu Meisterschreibern emporzuarbeiten. Die ßeitung erfolgt burch staatlich geprüfte ßehrer ber Kurzschrift unb erfahrene Praktiker für Kurzschrift unb Maschinenschreiben. Drei neue Kurse für Maschinenschreiben beginnen am Freitag, 15. Januar, in ber Oe. H. ß = Öffentlichen Hanbelslehranstalt, Wer- nermall 11, unb zehn neue ßehrgänge für Kurzschrift am Montag, 18. Januar, in ber Alten Pe- stalozzischule, Wernerwall 18. Man beachte die An- Y an jliisj^ft zu > etorb- E- rein [and0 23« seine ehal fllieoeT . jn , gab i>ann P-K?ri>er e'ne,r bericht'^ ^erlei^ WK seiner bleibt in njur 2oE herein Preisbildung zu. .. - . § 4. Rechtsmittel. Einspruch gegen die Entschließungen in Preisüberwachungsangelegenheiten Ordnungsstrafbeschlüsse, Geschäftsschließungen) ist innerhalb einer Ausschlußfrist von einer Woche seit der Aushändigung der Entschließung an den Bettoffenen bei der in § 2 erwähnten Stelle schriftlich einzureichen. Heber den Einspruch entscheidet ..... ------------ . - .her ständige Vertreter des Führers der ßandes- gefchränkte Beleuchtung. Der Hebergang von der regierung endgültig. eingeschränkten Beleuchtung zur völligen Ver- § 5. Ausführungsanweis u n g. Die zur dunkelung wird durch kurze Sirenenfignale, die Ausführung dieser Anordnung ergehenden An- insgesamt etwa zwei Winuten andauern, an- Weisungen erfolgen gesondert. gekündigt. Der Sch,uh der „eiligen verdanke- S6. Die Anordnung tritt mit bem 1- J°"u°r Ung und damit der Abschluß der gesamten >1937 m Kraft. Hebung überhaupt wird durch ein anhaltendes, etwa eine Minute lang währendes Sirenen- Sühr Oeffentliche Handelslehranstalt Gießen Wernerwall Nr.11 (am Oswaidsgarten) Fernruf Nr. 2480 Die Aufnahmeprüfungen für die Abteilung Handelsschule finden statt am Mittwoch, dem 20. Jan. 1937, 2 Uhr und am Montag, dem 22. März 1937,8 Uhr Das letzte Schulzeugnis ist vorzulegen. Schreibgerät ist mitzubringen. Der Direktor, 168 D Der Versand von Schlachtvieh. E RM. Die 6.30: 6 Wunden Wollstra Lichtspielhaus 223 D Eintritt 20 Pfennig Hermann Mettenheimer Kreuzplatz 3, Fernruf 3874 kennt man schon seit Jahren es reinigt glänzend und hilft sparen! Klavierunterricht Natalie Hoos, staatl. geprüft Danz!ger Straße 5. Telefon 3839 Radfahrer- ? Sonntagna*. ^rers Ferdinand 'lung in der Tch [5 den Vorstand- ereinsfinanzen m Entlastung erteilt $ schied der seit- auer aus, als i e r IE. bestimmt taubes blieben in jeroorfren war, hatte sich d-ie Gemeinde zur Schaf» ,ung einer neuen Viehwaage entschlossen. Die neue Waage konnte in diesen Tagen ihrer Bestimmung übergeben werden. Das alte Wiegehäuschen wurde zum Preis von 19,50 Mark auf Auf- Preußen. Kreis öehlar I Hörnsheim, 10. Jan. Da die Gemeind e- vrehwaage den Anforderungen nicht mehr entsprach und auch das'W iegehäuschen baufällig Aundfunkprvgramm Donnerstag, 14. Januar: fche Rohstoffe (9) Benzin aus Kohle. 15.15: Kinderfunk. 16: Komponisten aus dem Gau Westmark stellen sich vor (I). 16.30: Unterhaltungskonzert. 17.30: Bücherfunk. 17.45: Die Entscheidungsschlachten des Weltkrieges. Eine Betrachtung über das geschichtliche Werk von Generalleutnant Ernst Kabisch. 18: Blasmusik. 19: Kammerkonzert. Werke von Johann Sebastian Bach. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Der deutsche Weg (IV). Eine Hörbildreihe. 21: Italienische Opern-Musik. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Ssndebezirk. Sportbericht. Nachrichten der DAF. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Lerbindhchkeit der Schr'ftleitung.) RG. 100. Maßgebend für die Festsetzung der Bürgersteuer 1937 ist das Einkommen 1935. Sollte Ihnen 1935 Steuer vom Arbeitslohn einbehalten worden sein, dann besteht der volle Landessatz (bei 100 v. H.) im Betrage von 6 Mark zu recht. Die Tatsache, daß Sie 1936 nur 3 Mark entrichtet haben, berechtigt zu der Annahme, daß Sie im Jahre 1934 lohnsteuerfrei gewesen sind. Sch. Bei der Einstellung von arbeitslosen, verheirateten männlichen landwirtschaftlichen Arbeitern Über 40 Jahren kann unter bestimmten Voraussetzungen auf Antrag zum Ausgleich von Minderleistungen der Neueingestellten ein Zuschuß aus Mitteln der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung gewährt werden. Mit dem Antrag wenden Sie sich an das Arbeitsamt in Gießen. Welcher Transport ist anmeldepflichtig? — Meldefrist von 5 bzw. 9 Tagen vor dem Markt. bruch verkauft. !♦! Frankenbach, 12. Jan. In unserer Ge- meinde wurden im Jahre 1936 22 Kinder geboren, 10 Ehren geschlossen und 6 Personen beerdigt. Kirche und Schule. < Holzheim, 12. Jan. Die kirchliche Statt st i k vom Jahre 1936 weist folgende Zahlen auf: 22 Kinder wurden getauft, 25 Kinder wurden fonfirmiert, 7 Trauungen fanden statt und 17 Gemeindeglieder wurden beerdigt. 1411 Personen nahmen am heiligen Abendmahl teil, 717 Männer und 694 Frauen. Gesamtprozentsatz 181 v. H. Es fanden 63 Hauptgottesdienste und 47 Nebengottesdienste statt. Die Hauptgottesdienste wurden besucht von 12 289 Männern, 11 479 Frauen und 3396 Kindern. Der Durchschnittsbesuch beträgt 195 Männer, 182 Frauen und 54 Kinder. Die Nebengottesdienste wurden besucht von 4585 Männern, 4760 Frauen und 1362 Kindern. Der Durchschnittsbesuch bei den Nebengottesdiensten betrug 98 Männer, 101 Frauen und 29 Kinder. An Gaben wurden geopfert: Gesamtsumme der landeskirchlich angeordneten Kollekten 323,50 RM. Besondere Kollekten für Innere und Aeußere Mission 412,06 RM. Für den Gustav- Adolf-Verein 63,60 RM. Haussammlung für Mtf- Das Fachgeschäft für Glas- und Porzellan waren Hier abschneiden! RM. auf. Ferner ein Vermächtnis von 600 Gesamtsumme der Gaben beträgt 2280,26 IID n h I ä o o Q von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder IldLniäSou holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Map b! d >5 Wunsch ■ (U?OtH n ZK W ->i- 6,, L""'. “Murat Mi: Miläutn, bas S°hi, < wirt eg, imrnfn. Di« «, resIl>u. als such Briten bie $reis. ■ •««benen sich ^enbm Masses, * Geschlossenheit H btr Kreis. 1 oWellen Teil meradschaftlichen Beisammensein. — Zum ersten Male wurde von der NSV. am Sonntag ein g e - meinfames Eintopfessen in der Turnhalle veranstaltet. Der Einladung waren fast 300 Volksgenossen gefolgt. Das Bataillon hatte zwei Feldküchen zur Verfügung gestellt, in denen ein vorzügliches Eintopfessen hergerichtet und von Mitgliedern der NS.-Frauenschaft und des BDM. zu einem geringen Entgelt verabreicht wurde. Während der Mahlzeit konzertierte die Bataillonsmusik. § Münzenberg, 11, Jan. Dieser Tage wurde in der hiesigen Gemeinde gruppe des Reichsluftschutzbundes mit dem zweiten Schulungskursus für Frauen begonnen. Ortsgruppenleiter Metzger begrüßte die Erschienenen und forderte sie auf, die folgenden Schulungsabende pünktlich und regelmäßig zu besuchen. Anschließend hielt Gemeinde- fion 286,64 RM. Für die Heidenmission brachte die Gemeinde an Opfergaben, Missionsbüchsengeldern und Kollekten vom Missionsfest insgesamt 1194,46 ‘ " ..... — RM. Kreis Friedberg. = Butzbach, 12. Jan. Der Kysfhäuser- 3 und, Ortsgruppe Butzbach, veranstaltete im großen Saal des „Hessischen Hof" einen Fami- sienabend. Als geladene Gäste hatten sich eine gröbere Anzahl Offiziere und Mannschaften der Garnison eingefunden. Kameradschastsführer B a u s ch Eröffnete nach- einem einleitenden Musikstück den llbend und gedachte in besonderen Worten des Führers. Zur Unterhaltung wurde ein Lustspiel gezielt vom Rhein-Mainischen Künstlertheater, geboten, das mit großem Beifall aufgenommen wurde. Der übrige Teil des Abends galt dem ka- gruppenführer Lehrer Leist einen Vortrag über die Notwendigkeit des Luftschutzes, über Luftbedrohung sowie über die Aufgaben des zivilen Luftschutzes. Der Schulungsabend wurde in üblicher Weife geschlossen. Kreis Alsfeld * Deckenbach, 13. Jan. Am morgigen Donnerstag, 14. Januar, begeht Frau Louise Löchel, geb. Kornemann, Hierselbst, im Kreise von fünf Kindern und 13 Enkelkindern ihren 8 0. Geburtstag. genau den ergangenen Bestimmungen entspricht. Die Transporte können in der beabsichtigten Weise oorgenommen werden, sobald die Verlader von der Kre'isbauernschaft die Bescheinigung erhalten haben, es sei denn, daß die Versender von der Hauptvereinigung der Deutschen Diehwirtschaft, dem Viehwirtschaftsverband oder der Kreisbauernschaft eine entgegenstehende Verschickungsanweisung erhalten haben. Der Transport ist im letzten Falle entsprechend der Verschickungsanweisung auszuführen, ohne Rücksicht darauf, ob seitens der Kreisbauernschaft, bei der die Anmeldung vorgenommen worden ist, eine Bescheinigung bereits erteilt wurde. Der Versand kann demnach nur vorgenommen werden, wenn entweder eine Bescheinigung der Kreisbauernschaft über die erfolgte Anmeldung ober eine Verschickungsanweisung seitens der Hauptoereinigung, des Viehwirtschastsver- b and es ober der Kreisbauernschaft vorliegt. Von bieser Voranmeldepflicht ist zu unterscheiden die Genehmigungspflicht. Für Transporte, die aus dem Gebiet des Diehwirtschaftsverbanbes Hessen- Nassau herausgehen sollen, b. h. also, jür Transporte, bie in bas Gebiet eines anderen Diehwirt- schaftsverbandes vorgenommen werben, ist eine be- jonbere schriftliche Genehmigung ber Hauptoereini- gung ber Deutschen Diehwirtschaft erforberlich. Die Anträge zur Erlangung ber Genehmigung ber Hauptoereinigung ber Deutschen Diehwirtschaft finb von ben Beziehern bes Schlachtviehes bei ber für ben Bestimmungsort zustänbigen Kreisbauernschaft einzureichen. Dieser Antrag hat zu enthalten: Anschrift bes Derlabers und bes Empfängers, Anzahl unb Gattung bes Schlachtviehes, bas wöchentlich bezogen werden soll, sowie Empfangs- unb Der- fanbort. Bei Bezug aus mehreren Kreisbauernschaf- ten ist genau anzümelden, wieviel Schlachtvieh aus jeber einzelnen Kreisbauernschaft bezogen werben soll. Anträge unb Genehmigungen zum Bezüge von Schlachtvieh aus bem Gebiete eines anderen Dieh- wirtschaftsverbanbes, bie diesen Bestimmungen nicht entsprechen, werben bem Antragsteller Unerledigt zurückgereicht. Diese Genehmigung ist sodann nicht erforderlich, wenn der Diehversand an einen Vieh- Groß- oder Mittelmarkt erfolgt ober ber Bezug von einem Vieh-Groß- ober Mittelmarkt oorgenommen wird. Es wirb nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen,daßdie Genehmigungspflicht nichtsmitder Voranmeldung zu tun hat. Selbst bei Vorliegen der Genehmigung der Hauptvereinigung ber Deutschen Viehwirtschaft zum Bezug von Schlachtvieh aus bem Gebiete eines anderen Viehwirtschaftsver- b and es muß in jedem einzelnen Falle der Versanb I Dorangemribet werben, wie bies erläutert wor- * ben ist. chronische DerschleimllNg.Lufköhrenkatarrh, hartnäckige Bronchitis mit Auswurf, Asthma routbert mit Or. Sorther-Tabletten auch in alten Fällen erfolgreich bekämpft. Bewährtes unschädliches, kräuterhaltiges Spezialmittel. Enthält 7 erprobte Wirkstoffe. Stark lösend, auswurffördernd.Reinigt, beruhigt u. kräftigt die angegriffenen Gewebe. Zahlreiche schriftliche Anerkennungen dankbarer Patienten und von zufriedenen Ärzten! In Apotheken ■—. Preis 1.43 und 3.50 " hat je nach der Schafsorte verschiedenartige Dicke, Lange und Festigkeit. Stark gekräuselte kurze Streichwolle wird zu Tuchen verarbeitet, feste Kamm* garnwolle zu Kammgarnstoffen und anderen Geweben. Wolle darf nur in lauwarmem Wasser gewaschen werden, da sie sonst filzig wird. Wolle auch nur im Schatten trocknen, nie aufhängen. sondern in Tücher ein» geschlagen hineinlegen. Weiße Wollsachen wäscht man in Seifenlauge. dunkle in einer Abkochung von Quillajarinde oder mit Gallseife Wollstra, Stoffgewebe aus Vistraseide und Wolle, das durch die Verwendung von Kunstseide einen seidigen Glanz hat. aber wie Wolle wärmt. Wringmaschine, Vorrichtung, bei der Naßwäsche zwischen zwei Gummiwalzen durchgepreßt und dadurch von bem größten Teil des Wassers befreit wird. Vor dem Gebrauch sollen die Eummi- rollen. die vollkommen unversehrt sein müssen, mit einem nassen Tuch gut gereinigt werden. Bleiben die Federn immer gespannt. so lasten sie bald nach. Wringmaschinen schonen das Gewebe mehr als Auswringen mit der Hand Man muß die Wäsche jedoch so legen, daß sie sich „nicht verzieht und darf nicht Wäscheknöpfe mitwringen. Wucher. Wucherische Rechtsgeschäfte sind nichtig. Werden bei Hingabe eines Darlehens mehr als 6 Prozent Zinsen vereinbart, so kann der Schuldner nach Ablaus von 6 Monaten das Dar- Fwd. Seit dem 1. Januar 1937 sind neue Vorschriften für den Versand von Schlachtvieh in Gültigkeit, die wegen ihrer besonderen Wichtigkeit eine Zusammenfassung unb Erläuterung beanspruchen. Ganz allgemein sei zunächst barauf hingewiesen, baß ab 1. Januar 1937 nicht nur ber Versanb von Großvieh unb Schweinen ooranmelbepflichtig ist, sonbern schlechthin jeder Transport von Schlachtvieh, d. h., es müssen künftig neben bem Versand von Großvieh unb Schweinen auch bie Transporte von Kälbern, Lämmern, Hämmeln unb Schafen gemeldet werben. Grunbsätzlich ist jeber Transport anmeldepflichtig, der über das Gebiet einer Kreisbauernschaft hinausgeht. Für Transporte, bie innerhalb des Gebietes einer Kreisbauernschast ausgeführt werben, b. h. wo Versandort (Verladeort) und Bestimmungsort (Empfangsort) im Gebiet derselben Kreisbauernschaft liegen, sind nur solche Transporte voranmeldepflichtig, die mittels Eisenbahn erfolgen. In den Kreisbauernschaften, in denen die Viehgroßmärkte Frankfurt a. M., Darmstadt, Mainz und Wiesbaden liegen, also in den Kreisbauernschaften Starkenburg-Nord, Rheinhessen und Hessen- Nassau-Süd, ist außerdem auch der Versand von Schlachtvieh anmeldepflichtig, der innerhalb dieser Kreisbauernschaften an den betreffenden Viehgroßmarkt geht, d. h. im Gebiete der Kreisbauemschaf- ten Starkenburg-Nord sind die Transporte voranmeldepflichtig, die 1. über das Gebiet dieser Kreisbauernschaft hinausgehen, 2. innerhalb der Kreis- bauernjchast mittels Eisenbahn erfolgen, 3. ohne Rücksicht auf die Art des Transportmittels bem Viehgroßmarkt Frankfurt a. M. zugeführt werben. — Das gilt finnentsprechenb auch für bie Kreisbauernschaften Rheinhessen unb Hessen-Nassau-Süb. Die Doranmelbung hat bei ber für den Versandort zuständigen Kreisbauernschaft zu erfolgen. Soweit bie Transporte für die Diehgroßmärkte Frankfurt a. M., Mainz, Wiesbaden und Darmstadt bestimmt sind, muß Der Versand neun Tage vor demjenigen Markttage angemeldet werden, an dem die zum Versand gemeldeten Tiere aufgetrieben werden sollen. Für sonstige Transporte hat die Voranmeldung mindestens fünf Tage vorher zu erfolgen. Die Voranmeldungen müssen folgende Angaben enthalten. a) Zahl und Gattung ber Tiere, b) Her- kunfts-, Verlabe- unb Zielort, c) den Empfänger, d) Zeitpunkt des Versandes, e) Art bes Versandes (Bahn, Auto usw). Sobald die Anmeldung von den Versendern vorgenommen worden ist, erhalten bie Verlaber eine Anmelbebestätigung (Transportbegleitschein) bie von ber für ben Versanbort zustänbigen Kreisbauernschast ober Außenstelle bes Viehwirischaftsverban- des ausgestellt wirb. Die Ausgabe bieser Bescheinigungen erfolgt nur bann, wenn bie Doranmelbung fiert Ruhls aus der alten Zeit zu lauschen, die ihm bei seinem wunderbaren Gedächtnis nach ganz lebendig ist. Möge es bem greifen Manne vergönnt fein, noch weiter einen schönen Lebensabend zu verleben. "Y* Watzenborn-Steinberg, 12. Januar. Aus dem Standesamtsregister unserer Gemeinde ist zu berichten: Im vergangenen Jahre wurden 26 Ehen geschlossen, geboren wurden 31 Kinder, gestorben sind 22 Personen. — Der Gesangverein „S ö n g e r k ra n z" hielt am Sonntag im Vereinslokal „Zum goldenen Stern seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Karl H o f gedachte zunächst der verstorbenen Mitglieder Georg Harnisch und Joh. Gg. Schmandt unb gab bann einen Rückblick über das ab gelaufene Vereinsjahr. Rechner Karl Lang erstattete ben Kassenbericht, ber einen Ueberschuß aufmies. Die Prüfung durch Karl Fellmeth unb Karl Buß ergab keinerlei Beanstanbung, so daß dem Rechner und dem Vorstand Entlastung erteilt wurde. Der Vorstand Meibt in seiner seitherigen Besetzung, zum zweiten Vorsitzenden wurde Ludwig »riegel ernannt. Für Köjährige Vereinszugehörigkeit wurden die Mitglieder Balth. Burk V. und Daniel Reuter zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die gutbesuchte Versammlung wurde mit dem Sieg-Heil auf Führer und Vaterland geschlossen. * Allendorf (Lahn), 12. Jan. Der hiesige ßchweineverficherungsverein hielt bei Mitglied Henkelmann seine Jahresversammlung ab. Vereinsführer Wagner erstattete den Geschäftsbericht, Rechner Volk gab den Bericht über die Vermögenslage bes Vereins. Im Jahre 1936 waren im Durchschnitt 190 Schweine mit einer Gesamtversicherungssumme von 112 680 Mark versichert. Für eingegangene Schweine würben an Entschäbi- jung 684 Mark gezahlt. Bei ber Prüfung ber Bücher ergaben sich keine Beanstandungen, so daß dem Vorstand Entlastung erteilt werden konnte. Der seitherige Vorstand wurde erneut in seinen Aemtern bestätigt. Das Vereinsvermögen beläuft sich auf runb 1000 Mark. > Ettingshausen, 12. Januar. Nach den st andes amtlichen Eintragungen für 19 3 6 wurden im verflossenen Jahre in unserer Ge- meinde 7 Eheschließungen vollzogen, 9 Kinder geboren und 6 Sterbefälle verzeichnet. 4= Lauter, 13. Jan. Arn Donnerstag feiern bie Eheleute Georg Lotz das Fest ber Silbernen Hochzeit. .—. Rodheirn a. d. Horloff, 12. Jan. Der hie- _ Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Frohe Morgenmusik. 9.30: Nachrichten. 10: Schulfunk. Volksliedsingen. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Landfunk. Neubildung deutschen Bauerntums und Arbeitseinsatz. 11.45: Sozialdienst. 12: Musik für alle! 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Musik für alle! 14: Nachrichten. 14.10: Die verliebte Tonleiter. 15: Volk und Wirtschaft. Deut» Der hiesige Ee> -gabenb seine Te> Wst von Zech» 9 im »erlaufe ta gesamte Vorstand rsammlung in fei« uf der Landslrch sich am Montag- r. Der Metzger- dort mit seinem wer? auf 5tr erheblich deW t Mlichermi. i AW. Der Tnrnvei- kreinslokal „tz ig ab. Nach iben Ewald 5ün> Erwin 6adte in Jahr reger ! ete mit den I® 1 und Burkhard mn den von gestifteten Wander- ;turnfest in Diefei nden, wo auch W >n teilnahmen, u» den Veranstalte ire Preise mit W e konnte aus des mit der Bewerb Gericht des M n Bericht ber JN Entlastung erte einstimmig auf, beiben KasseM " 2 «L j '-«rn noch mehr j äö irbelt b« Jneife fonnt 20 v.« ’rt • * r-Lr »ilir 2 lich 2che I£ y aemW er KS- t ist' lehen auf Schluß des Jahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten kündigen. auch wenn bestimmt ist, daß das Darlehen vor einem län- aeren Zeitpunkt nicht zurück- bezahlt werben kann. Wucherungen f. Wildes Fleisch, Polypen. Wühlmaus, gefährlicher Gartenschädling, fnßt junge Wurzeln von Obstbäumen, verdickte Gemüsepflanzen (z.B. Möhren Sellerie, Rote Rüben), oft auch Staudenwurzeln und besonders Zwiebelgewächse W. besitzt einen kürzeren Schwanz als Hausmaus, kleine Ohren und plumpen Körper. Mit ber stumpfen Schnauze stößt die W. Gänge durchs Erdreich. Bekämpfung erfolgt durch Auslegen von »rot das mit Tv- phusbazillen getränkt wurde, durch Ausräuchern der Erügänge mit Schwefelgaspatronen unb durch Giftköder. 3m letzteren Fall wird Wurzelgemüse ausgehöhlt unb mit Arsenpräparaten gefüllt. Wunden sind Zusammenhangstrennung der Oberhaut ober der Schleimhäute, meist verbunden mit einer Verletzung der tiefer- tiegenben Eewebsteile. Es gibt Schnitt- unb Hiebwunben, ausgezeichnet burch glatte Wundrän- ber. Quetschwunden mit zerfetzten Wundränbern unb Hahlenbildung. Stichwunben unb Schußwunden. die beibe einen engen Wunbkanal haben 3e glatter bie Wundränder sinb. desto geringer ist die Infektionsgefahr, bei allen Wunden mit zerfetzten T'unbran« dem und mit Höhlenbildung können sich sehr gut Keime ansiedeln, | Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schuletr.7 ige Ob st -- un b Gartenbauverein hielt in liefen Tagen eine Versammlung ab, in ber, nach !>er Begrüßung burch ben Vorsitzenben H. Kröll, Obstbauinspektor Rentsch (Friebberg) einen Dor- Ir ag über die Bedeutung bes deutschen Obstbaues fielt. Er wies besonders auf bie Verpflichtung hin, iie den Obstbauern gegeben finb. Der Redner sprach obann über Maßnahmen ber Ertragssteigerung und «Verbesserung, ferner lenkte er die besondere Aufmerksamkeit auf die Anpflanzung von Walnuß- fiäumen. An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an. Im Anschluß daran wurde die Frage er Anschaffung einer Motor-Baumspritze erwogen, da die beiden Handspritzen, bie seit Jahren in Betrieb sind, ben Anforderungen nicht mehr entbrechen. NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ Deutsches Volksbildungswerk Gießen Oeffentlicher Vortrag Donnerstag, 14. Januar, 20 Uhr, in der Aula des Gymnasiums, Bismarckstr. Prof. Dr. Hummel: Die Versorgung Deutschlands mit mineralischen Rohstoffen Heute Premiere des neuen spannenden Kriminalfilms der Bavaria: Hauptrollen: Peter Voß Friedrich Kayßler Alice Brandt, Bruno Büttner, Fritz Rasp Der Hund von Baskerville“, «,in Musterbeispiel de> Kriminalfilms. 22bA ,der BUhne: „Gilberts“ komischer Drahtseil- Akt! Beiprogramm . Aegypten" ■. Fox-Ton-Woohe. Quälender Husten putzt Herdplatten, Messer, Aluminium Wirtschaft Berlin Datum Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 582 Wundliegen gesehene Abteilung der Hausliste. 2270 Oberhessifcher Adrehbuchverlag (Biegen Fernsprecher 2251 Schulstratze? Adrehbuchder Stadt und des Kreises Gießen 1937 Vereins- und Kassen - Vorstände sowie andere am Vereinswesen Beteiligte wahren die Belange ihrer Vereine durch entsprechende Einträge in die dafür vor- Jrn Verlaufe bewegte sich das Geschäft weiterhin in engen Grenzen, die Aktienkurse unterlagen kleinen Schwankungen, wobei mäßige Erhöhungen überwogen. IG.-Farben 170,50 nach 169,25, Schultert 160,50 nach 159, Siemens 197 nach 196, Moe- nus 99,90 nach 99,50, anderseits bröckelten Verein. Stahl auf 119,65 nach 120 ab, dann aber wieder 120.50. Die später notierten Werten wiesen überwiegend Erholungen von 1 bis 2 v. H. aus Deutsche Erdöl 150,25 nach 148, Kali Salzdetfurth 178,50 nach 176. Am Kassamarkt lagen Hypothekenbank- ©fe Suche nach dem Iuwekendleb. Lpd. Frankfurt a. M., 12. Jan. Die Polizei konnte die beiden Personen ermitteln, die zuerst im Verdacht standen, den Juwelendiebstahl auf dem Kleinen Kornmarkt begangen zu haben. Bei dem Manne handelt es sich um einen wegen Scheckbetruges gesuchten Ausländer, der als Täter in der Einbruchsfache aber nicht in Frage kommt. Durch Zeugenaussagen wurde festgestellt, daß bei der Tat offensichtlich drei Personen zusammengewirkt haben: 1. Der Einbrecher selbst, der die Ladentür mit einem Nachschlüssel geöffnet hat. Es ist ein Mann von 35 bis 40 Jahren, 1,68 bis 1,70 Meter groß, schlank, straffe Haltung, elastischer Gang. Er war bekleidet mit einem langen Mantel m graubeiger Farbe und einer grauen Kammgarnhose. Die Sausliften werden jetzt bei den Sausbefitzern abgegeben. Jur Erlangung einer einwandfreien Einwohneraufnahme ist es erforderlich, datz jeder selbständige Sausbewohner feinen Eintrag eigenhändig vornimmt. Nach einigen Tagen werden die Listen wieder eingefordert. - Es wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorgfältige Einträge und pünktliche Bereitstellung der Listen freundlichst zu unterstützen. Nur so kann die dem Vorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit des wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Gewaltige Steigerung der Kraftfahrzeugzulassungen. FWD. Der gewaltige Aufschwung, den das deutsche Krastfahrwesen unter der tatkräftigen Förderung durch die nationalsozialistische Bewegung, und vor allem durch den Führer selbst, seit der Machtergreifung genommen hat, kommt in der ununterbrochenen Steigerung der Zulassungsziffern klar zum Ausdruck. Im Dezember 1936 wurden 29 714 Kraftfahrzeuge im Reich neu zugelassen, das sind 20 v. H. mehr als im gleichen Monat des Vorjahres und noch über 5 v. H. mehr als im Vormonat. An dem günstigen Ergebnis gegenüber dem Vorjahr sind vor allem die Lastwagen und die Krafträder beteiligt. Damit zeigten die Kraftfahrzeugzulassungen im Jahre 1936, dem vierten Jahre nationalsozialistischer Motorisierungspolitik, einen bisher noch nicht erreichten Stand: 456 818 Kraftfahrzeuge wurden in diesem Jahre im Reich erstmalig zugelassen, das sind dreimal soviel als 1933, fast doppelt soviel als 1934 und noch über ein Viertel oder fast 100 000 mehr als 1935. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse: Erholt. Der Geschäftswelt zur Benachrichtigung, daß neben der Hausliste eine Firmen- liste abgegeben wird, die den geschäftlichen Notwendigkeiten für die neue Adretzbuchausgabe eingehend Rechnung trägt. Der eigene Vorteil aller Geschäftsleute ist es, daß sie diese Sonderliste sofort und vollständig aussüllen; fie wird gleichfalls nach einigen Tagen wieder abgeholt werden. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlofsenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. ___________ aktien der Gemeinschaftsgruppe auf das Dementi über eine Dividendenerhöhung schwächer, Franks. Hyp.-Bank 104 (106). Abendbörse fest. Die Abendbörse verkehrte in fester Haltung. Bei etwas größeren Umsätzen als bisher erfuhren die Kurse gegen den Berliner Schluß Erhöhungen von 0,50 bis 1 v. H. Lebhafter waren am Montanmarkt Verein. Stahlwerke mit 121 bis 121,25 (120,25), Rheinstahl zogen auf 153,25 (152), Mannesmann auf 120,40 (119,75), Hoesch auf 120,25 (119,7o) und Buderus auf 123,50 (122,65) an. Von chemischen Werten JG.-Farben 171 (170,50), Scheideanstalt nur zum Einheitskurs 265 (262). Aschaffenburger Zellstoff stiegen auf 138,50 bis 139 (138), Moenus Ma- chinen auf 100,25 bis 100.50 (99,90), AG. für Verkehrswesen auf 124,25 (123,40), Metallgesellschaft in Nachwirkung der erhöhten Dividende aus 155 (153), auch Deutscher Eisenhandel weiter fest mit 151,75 (150,50). Im Freiverkehr erholten sich Adlerwerke Kleyer auf 101 nach 100, VDM. waren zu 153 gesucht. Der Rentenmarkt hatte bei gut behaupteten Kursen nur kleines Geschäft, zertif. Dollar- Bonds lagen 0,50 v. H. fester, 6proz. Preußen 69, 6proz. Spckrgiro 68,25. Kommunal-Umschuldung galten etwa 90,85. U. a. notierten: '6proz. Krupp 102, 6proz. JG.- Farben 135, Reichsbahn-VA. 125,75, Bayr. Hyp. Bank 96, Commerzbank 110,75, Frankfurter Hyp. Bank 104, Buderus 123,50, Harpener 152,50, Hoefch 120,25, Ilse Genuß 152, Mannesmann 120,40, Rheinstahl 153,25, Verein. Stahl 121 bis 121,25, AEG. 39 bis 39,25, Aschaffenburger Zellstoff 138,50 bis 139, BMW. 141, Daimler 124, Scheideanstalt E 265, Deutscher Eisenhandel 151,75, Licht und Kraft 151, JG.-Farben 171, Gesfürel 144,50, Holzmann 140, Muag 137, Metallgesellschaft 155, Moenus 100,25 bis 100,50, Rhein. Elektro 136, RWE. 129,25, ©d)liefert 161, Westdeutscher Kaufhof 57,50, AG. für Verkehrswesen 124,25, Allg. Lokal und Kraft 150. Frankfurter Getreidebörse. welche eine Vereiterung der Wunde, unter Umständen mit nachfolgender Blutvergiftung herbeifuhren. Bei allen größeren Wunden, besonders bei stark verunreinigten Wunden und bei in die Tiefe gehenden Wunden suche man möglichst sofort einen Arzt auf und beschränke sich darauf, die Wunde durch einen Notverband zu schützen. Auswaschen der Wunden hüt gar keinen Sinn, werl man dadurch nur die Keime in die Tiefe verschleppt. Höchstens desinfiziere man die Wunde mit Jodtinktur. Niemals Wunden mit Watte oder mit blutstillender Watte verbinden! Am besten nehme man Mullbinden oder ein sauberes weiches Leinenfleckchen, vielleicht zur schnelleren Heilung noch etwas Zinksalbe und dergl. Wenn die Wunde zu eitern beginnt, wenn sich rote Streifen am Arm oder Bein zeigen, wenn die nachstgelegenen Drüsen geschwollen und schmerzhaft sind so gehe man unverzüglich zum Arzt, wen sich damit eine beginnende Blutvergiftung anzeigt Wundliegen siehe Durchliegen. Wundrose ist eine von einer Verletzung ausgehende schwere Infektion des Unterhautzellgewebes. Anzeichen sind Fieber, flammenförmig abgesetzte scharfrandige Rötung, die von einem Ort zum andern wandert. Wundrose ist sehr ansteckend für alle Leute, die irgendeine offene Wunde am Körper haben. Sofort ärztliche Behandlung nötig. Vgl. Gesichtsrose. Wundsein der kleinen Kinder entsteht meistens durch Naßliegen Frankfurt a. M., 12. Jan. Die Börse brachte am A k t i e n m a r k t auf die Entwicklung der internationalen politischen Lage und im Zusammenhang mit vorliegenden günstigen Wirtschaftsmeldungen eine Erholung, die allerdings von nur sehr kleinen Umsätzen begleitet war, da der Auftragseingang aus der Kundschaft noch gering war. In den meisten Fällen handelte es sich um Rückkäufe des berufsmäßigen Handels. Nach den ersten Kursen, die 1 bis 1,50 v. H. höher einsetzten, stagnierte das Geschäft nahezu vollkommen und teilweise ergaben sich leichte Abbröckelungen. Erhöhte Nachfrage fanden Montanwerte, voran Verein. Stahlwerke auf die Verwaltungserklärung über die voraussichtliche Dioi- dendenhöhe mit 120 (116,75), Buderus, Mannesmann, Klöckner und Rheinstahl zogen bis 2,25 v. H., Hoesch 1,13 v. H., Harpener 0,75 v. H. an. Weiter fest lagen Ilse Genuß mit 151,25 (149,50). Von Elektropapieren erholten sich Schuckert um 1,65 v.H., Gesfürel um 1,25 v. H., Bekula, RWE. und Siemens gewannen bis 0,75 v. H., während Elektr. Lieferungen 0,75 v. H. nachgaben. Am Chemiemarkt setzten JG.-Farben mit 169,25 (168,25) und Metallgesellschaft auf die erwartete 6(5)prozentige Dwi- oendenerklärung mit 153 (152) ein. Don Motorenaktien gewannen BMW. und Daimler je 1 v. H., dagegen lagen im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer aiff größere Sperrmarkoerkäufe schwach mit 102 bis 99,75. Im einzelnen gewannen Moenus Maschinen 1,50 v. H., Zellstoff Aschaffenburg 1,50 v. H., Westdeutsche Kaufhof 1,65 v. H., Reichsbank und Nordd. Lloyd lagen gut behauptet, wogegen Eßlinger Maschinen 0,50 v. H. verloren auf 103,50. Am Rentenmarkt bestand weitere Nachftage, das Geschäft war in den variablen Werten bei unveränderten Kursen klein. Fester lagen Städte-All- besitzanleihen mit 116,50 bis 117 (116,25). Frankfurt a. M., 11. Jan. Mangels Angebot blieb das Geschäft in Brotgetreide sehr beschränkt. Dagegen wurden im Telephonverkehr kleine Verladungen aus der Wetterau und in der Provinz gehandelt. Die Roggenanlieferungen sind zur Zeit noch weiter zurück als die von Weizen. Gerste liegt unverändert still, Hafer wird fast nur für die Verpflegungsämter geliefert. Das Weizenmehlgeschäft ist beruhigter, gefragt wird besonders die Type 812; Roggenm'ehl ist leichter zu beschaffen. Futtermittel sind begehrt. Die Kleieverladungen haben nach Bekanntgabe der Zuteilungen lebhaft eingesetzt; Roggenkleie mangelt. Rauhfutter wird gerne aufgenommen, das Angebot ist klein. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211, W 16 214, W19 218, W20 220, Roggen R 12 174 R 15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —, Weizenmehl Type 812 W 13 29,05, W 16 29,15, W19 29,15, W20 29,50, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfest- preife ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palm- kuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erz.-Stat., Trockenschnitzel —, Heu 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh hrahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Kartoffeln: gelbfleischige hies. Gegend 2,90 RM., weißschalige hies. Gegend 2,60 RM. per 50 Kilogramm bei Waggonbezug, Frachtparität Frankfurt a. M. Tendenz: ruhig.________________________ kurs 1L1 Schlußk. Mittag- börse, 12 1. 8. Auf MW Mann W SS bet W Kleine, Kornmarkt—Hirschgraben ein etwa 20jähnger Mann gewartet, der 1,65 Meter groß mar, schmales Gesicht 'hatte und dunkelgrauen Mantel und grauen Schlapphut trug. 3. Zu dem Einbrecher hatte sich an der Ecke Katharinenpforte und Kleiner Hirschgraben eine Frau von 28 bis 30 Jahren, etwa 1,65 Meter groß, gesellt. Sie trug einen dunkelbraunen Mantel mit Pelzkragen, der'Hut saß etwas schief auf dem Kopf. Außerdem trug sie eine dunkelbraune Handtasche Die Genannten gingen zur Hauptwache. Da der Einbrecher den schwarzen Lederkoffer trug, sind sie zweifellos weiteren Volksgenossen aufgefallen. Die Kriminalpolizei fordert unter Hinweis auf die aus. gesetzte Belohnung von 1000 Mark die Bevölkerung weiterhin zu reger Mitarbeit auf. Die Wringmaschine spart Kraft. Sie wissen es ja selbst, wie anstrengend es ist, bei der Wäsche einen großen Bettbezug mit der Hand auszuwringen. Viel, viel leichter geht das mit der Wringmaschine. Wringmaschinen mit 5 Jahren Garantie bekommen Sie in vielen Arten preiswert bei F. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. WrrrzelhautentzÄünrug der Säuglinge. Daher häufig die Kinder trocken legen und immer gut pudern. Eichenrindenbäder kräftigen die Haut und wirken dem Wundsein entgegen. Auch bei Erwachsenen kommt Wund- sein vor durch Wetzen von engen oder schlechtsitzenden Kleidungsstücken. Wundstarrkrampf siehe Starrkrampf. Wünschelrute, das Werkzeug der Rutengänger, die damit Quellen, unterirdische Wasserläufe oder Minerallager aufsinden. Gewöhnlich wird ein gegabelter junger Haselzweig benützt. Neuerdings gibt es wissenschaftliche Apparate, die die Erdbeschaffenheit mit elektrischen Strömen feststellen. Wurf, Bezeichnung für die zu gleicher Zeit geborenen Jungen einer Hündin ober eines Schweines. Würfeln, Knobeln, Glücksspiel, bei dem ein oder mehrere Würfel in einem Becher geschüttelt und auf den Tisch gestürzt werden. Gewöhnlich gewinnt, wer die meisten Augen hat. Würmer sind häufige Sarmpara« fiten des Menschen. S. Bandwür- mer, Madenwürmer und Spulwürmer. Wurmstichiges Holz, von Holzwürmern durchlöchertes Holz. Die Bekämpfung des Holzwurmes f. u. Holzwürmer. Wurstvergiftung siehe Nahrungsmittelvergiftung. Wurzelhautentzündung ist eine äußerst schmerzhafte Entzündung Datum 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. 4’/2% Hessische Volksstaat von 1929 4*/2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4*/2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4%% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpse. R. 12.............. 5y2% Hess. Landes-Hyp.-Bani Liqu. Goldpse............... 4’/2% Preuß. Landespsdbr.-Anst. Goldpse. R. 19.............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter Komm.-Lan- desbankR. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 4%% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4y2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpse..................... 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpse..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Österreichische Goldrente.... 4,2% Österreichische Silberrente. 4*/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4*/2% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad II.......... 2*4% I.Anatolier............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Att. 7 Reichsbant..................12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privät-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank..............4 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittag- börse 11.1 121 - 11.1 12.1. Schlußkurs Schluß!. (- Abende < börse 11.1 12-1 101 101 101 101,13 202,25 98,25 98,25 98,25 98.25 Accumulatoren-Fabrik....... 12 — — 52,75 102,25 102,25 102 102,7 AKLMtunftfeibe............ . 0 52,75 52,75 52,75 99 99 — 99 Aschaffenburg Zellstoff....... Bemberg.................. . 3 . 0 135,75 105 139 105 135,25 104,75 138 105 100 99,95 100,1 100,1 Bekula.................... . 8 164,25 165 164,9 165 Buderus Eisen.............. . 4 120,5 123,5 120,75 124 98,5 98,5 98,5 98,5 Gement Heidelberg.......... . 7 161 162,5 117 117,25 117,13 117,25 Gement Karlstadt.......... . 6 —— — —— 227 Chads A.-C................ . 9 227 227 227 — 130,75 — •— Conti Gummi.............. 11 171 170 170 170 Daimler Motoren.......... . 5 121,75 124 121,75 124,13 97,25 97,25 — *— Dessauer Gas............. . 4 —— — 112 113,25 Deutsche Erdöl............ . 5 148 150,25 148,65 150,4 101,5 101,25 — - — Deutsche Gold- und Silber .. . 9 261 265 —— —■ Deutsche Linoleum......... 10 166 165,5 166 166,25 97,5 — 97,5 — Elektrische Lieferungen...... . 6 137,25 137 136,5 137,5 95 95 95 95 Elektrische Licht und Kraft... . 7 149,5 151 149,5 150,5 I. G. Färben-Industrie..... . 7 168,25 171 168,5 170,5 93,75 93,75 — — Felten & Guilleaume....... . 6 138 138,5 137 139,25 Gesfürel.................. . 6 142,75 144,5 142,65 144,5 122,25 122,65 122,4 122,65 Th. Goldschmidt........... . 5 128,5 129 129 128,75 97,25 97,25 97,25 97,25 Gritzner Maschinen......... . 0 —— —— — —• Harpener................. L'/r 151,5 152,5 150,75 152,5 95 95 — — Hoesch Eisen............... 3-4 118 120,25 117,5 119,75 Philipp Holzmann......... .. 6 138,5 140 138,25 140,9 101,75 101,4 — — Ilse Bergbau.............. .. 6 — —— 182 182,25 Ilse Genüsse.............. .. 6 149,5 152 149,75 151 101,75 101,75 101,5 101,5 Kali Aschersleben.......... .. 5 134,5 135,5 134,5 135,5 110,05 110,13 110,13 110,2 Klöcknerwerke ............. 4Vz 125 127,25 125 127,25 9,4 17,4 1,5 5,75 6,65 5,3 9,5 17,13 1,6 5,75 6,6 5,4 6,25 9,65 5,4 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 — — 140,75 143,25 17 1,5 5,75 6,9 17,25 1,55 5,6 6,8 5,4 6,25 9,65 5,4 Lahmeyer................ Maiykraft................. .. 6 .. 4 124 95 124,9 95,25 123,5 124 Mannesmann............. .. 3 117,5 120,4 117,5 119,75 Mansfelder Bergbau....... 6'/2 155 157 155 157 Metallgesellschaft........... .. 5 152 155 152 154,5 6,13 9,5 5,4 Orensiein & Koppel........ .. ( -- 88 89,25 9,4 5,35 Rheinische Braunkohle...... . 12 226 227,5 226,25 227,5 Rheinische Elektro.......... .. b 134,25 136 134,25 135,5 Rheinstahlwerke............ .. 6 150 153,25 149,25 152 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 128,4 129,25 128,65 129 22 21,75 21,75 21,75 Rütgerswerke............. Salzdetfurth Kali.......... .. 6 ?y7 139 176 139 178,5 138,5 176 139 180 122,5 124,25 122,75 123,4 Schuckert L Co............. .. b 157,4 161 158 160,75 — — 40,75 41 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 101,5 102 15,5 15,75 15,5 15,9 Siemens & Halske......... .. 8 195,25 196 195,13 199 15,5 15,65 15,4 15,65 Süddeutsche Zucker......... . IC 203 200 203 203 125,4 125,75 125,65 125,9 Vereinigte Stahlwerke...... 3-/2 116,75 121,25 117 120,25 188,65 188,75 188,25 188,25 Westdeutsche Kaufhof....... .. ( 55,75 57,5 56,13 57 126,65 126,65 Westeregeln Alkali.......... 134 135,25 134 135 110,5 110,75 110,5 110,75 Zellstoff Waldhof......... 158,5 160 158,5 159,5 Ü4 114 114 114 Otavi Minen.............. . o,t 25 25,65 25 25.65 108 108 108 108 11. Januar 12.Januar 11. Januar 12-Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Geld totierung Brief Geld Brief Geld Brief Geld Brief Buenos Airec 0,754 0,758 0,755 0,759 Japan...... 0,705 5,554 0,707 0,705 0,707 Brüssel..... 41,93 42,01 41,96 42,04 Jugoslawien. 5,666 5,654 5,666 Rio de Jan. . 0,150 0,152 0,151 0,153 Oslo....... 61,37 61,49 61,42 61,54 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen. 54,52 54,62 54,57 54,67 Lissabon.... 11,09 11,11 11,095 11,115 Danzig..... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm... 62,95 63,07 63,00 63,12 London ..... 12,21 12,24 12,22 12,25 Schweiz.... 57,10 57,22 57,12 57,24 Helsingfors.. 5,39 5,40 5,395 5,405 Spanien.... 17,98 18,02 17,98 18,02 Paris...... 11,615 11,635 11,625 11,645 Prag....... 8,676 8,694 8,671 8,689 Holland..... 136,15 136,43 136,18 136,46 Budapest ... — — — — Italien..... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork.... 2,488 2,492 2,488 2,492