!tr. 84 Giftes Blaff Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,PIatzvorschrift nach vorh Vereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-., Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Grschecm tag Md), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert» (Siebener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl« MonalL'vezugspreir: Mit 4 Beilagen NM. 1.9b Ohne Jllusttierte . L80 Zustellgebühr .. # -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer GewaV Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen 187. Jahrgang Montag, 12. April 19Z7 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Postscheckkonto: • srantturf am Main 1168« vnl« uitb Verlag: vrühl'sche Universttätg-Vuch- und Steindruckerei 8. Lange In Siehe«. Schriftleitung und SeichSstsftelle: Schulftrahe r Dramatische Kunst als völkische Notwendigkeit. Reichsdramaturg Dr. Schlösser spricht auf der Reichstheatertagung der HL. in Bochum über nationalsozialistische Dramaturgie. Mit einer musikalischen Morgenfeier begann am Sonntag im Bochumer Parkhaus die erste Reichstheatertagung der HI. Herzlich begrüßte Oberbürgermeister Dr. P i c l u m zu Beginn der Feierstunde den Reichsjugendführer, die Ehrengäste und Tagungsteilnehmer. In einer kurzen Ansprache umriß dann Obergebietsführer Cerff, der Leiter des Kulturamtes der HZ. Sinn und Wollen der ersten Reichstheatertagung der HI. Er müsse klar und eindeutig betonen, daß die HI. es ablehne, eine besondere Sparte im Gesamtkulturleben zu bilden. Wenn sie sich um die Fragen des Theaters kümmere, so deswegen, weil sie an diesem Kulturinstitut nicht vorübergehen könne, denn das Theater bedeute für sie eine wertvolle Erziehungsstätte. Die Jugend habe sich durch lebendige Anteilnahme am Theater ja auch schon das Recht erworben, selbst an der Umgestaltung des deutschen Theaters aktiv mitzuarbeiten. Man muß erkennen, fuhr Obergebietsführer C e r f f fort, daß die HI. die junge nachdrängende Schicht unseres gesamten Volkes, des Volkes von morgen in allen seinen Lebensäußerungen und Aufgaben darstellt. Die Reichstheatertagung der HI. wolle einmal alle äußeren Bedenken und falschen Vorstellungen vom Theater beseitigen, die für viele bestimmend seien, überhaupt nicht ins Theater zu gehen. Deshalb habe die HI. führende Männer aus dem praktischen Theaterleben gebeten, ihre Kenntnisse zu vermitteln, die vielen noch unbekannt seien. Die Herausstellung von Dramatikernder HI. bedeute nicht, daß die Jugend nun eine besondere „Dramatik der HI." konstruieren wolle, sondern gelte dem Beweis, daß es der HI. darauf ankomme, auf den Spielplan und die Menschen des Theaters Einfluß zu nehmen. Die großen Werke der deutschen Meister der Vergangenheit hätten den Maßstab abzugeben für das heutige Schaffen und sollten die Jugend zur Bescheidenheit verpflichten, damit ihr eigenes Schaffen sich an diesen großen Leistungen der Vergangenheit steigert. ReichsdramaturgDr.RainerSchlösser hielt einen grundlegenden Vortrag über „Ratio- nalsozialistische Dramaturgie", in dem ^r zunächst die Rassebedingtheit der Dramaturgie hervorhob. Der Redner fuhr fort: Die Dramaturgie ist keine „Erfindung" des Nationalsozialismus. Sie ist es ebensowenig wie etwa die Armee. Beides sind rassebedingte Aeußerungen unseres völkischen Lebens schlechthin. Nicht, daß wir sie geschaffen hätten, ist die Großtat unserer Zeit, sondern, daß wir sie wieder haben erstehen lassen. Wir beachten wieder den Anspruch, den unsere klassischen Dichter und Komponisten erhoben haben. Eine der wichtigsten theaterpolitischen Aufgaben, vielleicht die wichtigste, die wir heute haben, ist die, ihrem unsterblichen Gespräch über das Gesetz des Dramatischen und die Bedeutung des Theaters gegenüber zufälligen Meinungsverschiedenheiten und Begriffsverwirrungen Gehör und Gültigkeit zu verschaffen. Wenn sie in dem Theater nicht einen Platz der Unterhaltung, sondern eine Stätte des Kun st wertes sahen, wenn sie nicht den billigsten Maßstab, sondern den strengsten anlegten, so fällt alles Gerede von dem Gegensatz zwischen theatralischer Geste und dramaturgischer Theorie, zwischen Theaterwirksamkeit und dramatischer Notwendigkeit in sich zusammen. So sieht grundsätzlich auch für uns fest, daß keinerlei Sonderbedürfnis, weder das der bemittelten, noch das der unbemittelten Schichten das Gesicht des Theaters bestimmen darf, sondern allein die höchste sittliche und künstlerische Forderung. Die Bühne ist eine Stätte der tragischen Idee als der höchsten, die der menschliche Geist überhaupt zu denken vermag, der Idee der Tragödie, welche durch die tiefste Erschütterung die höchste Erhebung erreicht. In der dramatischen Dichtung kommt es nicht so sehr auf Stofflich-Bildungsmäßiges an, sondern darauf, in welchem Grade die Gestaltung zur tragischen Höhe, oder doch wenigstens zu einem von dem Gipfel der tragischen Höhe beschatteten Problem vordrmgt. Diese Feststellung ist eine sehr ernste Warnung an die nur allzu vielen, welche der Meinung sind, man brauche nur bestimmte, für patriotisch gehaltene geschichtliche Vorgänge recht und schlecht in eine Bilder- oder Aktfolge zu bringen. Das Tragische als eift Grundbestandteil anderer völkischen Wesenheit ist naturgemäß nicht etwa eine rein literarische Angelegenheit. Es wohnt uns vielmehr inne. Wenn die Hitler-Jugend dank ihres alles Große aufgeschlossenen Sinnes gefühlsmäßig erfassen lernt, worum es bei den höchsten ethischen Werten des dramatischen Schaffens geht, wenn sie sieht, daß sich hier im Symbol verdichtet, was als praktisches Exerzierreglement des inneren An - ßt a n d e s ihr in ihrer Gliederung, im Staat, im Leben überhaupt nahegebracht wird, dann wird sie auch den glühenden Wunsch Baldur von Schiwachs, den Wunsch Dr. Goebbels und meinen »erstehen, die Jugend mit dem Theater als einer Trziehungsstätte im höchsten Sinne, einer Erziehungsstätte jenseits aller Schulmeisterei, in engste Verbindung zu bringen. heute weiß jedes Kind, daß der Führer in unvorstellbarem Blaße am schwersten arbeiten darf und für dieses llebermaß an Leistungen überhaupt nicht entgolten werden kann. Dieses Recht, sich um der Ration willen zu verzehren, dieses Mehr-als-alle-anderen-Rlenschen-tun-d ü r- f e n, nicht etwa Tun -Müssen, ragt in seiner einsamen Großartigkeit hinaus in tragische höhe, sofern man darunter die äußerste Haltung unter äußersten Boraussehungen versieht. Das A und das O der Dramaturgie muß ein Hochziel sein. Unter allen Umständen für die Jugend einer Zeit, welche sich nach dem Führer nennen darf. Natürlich gibt es' eine Alltagsdramatur- gie, die praktisch durch eine bloße Proklamation tragischer Theorien nicht ersetzbar wäre. Aber alle Nebenzweige würden zur leidenschaftlichen Bejahung eines idealistischen Geschlechtes nicht ausreichen. Heber ihnen muß sich wie eine Sehnsucht und wie eine Vision der Besten immer- wieder das denke r i s ch e Antlitz des ewigen Gottsuchers im Drama erheben. Wir können im Zwange des Alltags nicht immer zu ihnen aufsehen; es würde aber einer Aufgabe des Edelsten, was die Vorsehung uns in das Herz gelegt hat, gleichkommen, wenn mir es nicht immer wieder in feierlichen Stunden beschwören. Diese Beschwörung beschwört ihrerseits wieder uns. Sie beschwört uns, die Kunst nicht als eine Frage persönlichen Beliebens anzusehen, sondern als eine völkische Notwendigkeit, als eine Aufgabe, das ewige Gespräch von Messing bis Paul Ernst fortzusetzen, auf daß aus den Reihen der Kommenden die große, die gewaltige, die n a t i o - nalsozialistische Tragödie erstehe, vor welcher ein Volk erschüttert steht, und sich und seine Größe vollkommen begreift. über die Generationen hinaus den Sieg der Ide« befestigen und für immer verankern. Wir wissen, daß nicht nur Kanonen und Maschinengewehr« allein die Macht eines Volkes darstellen, dahinten muß die geballte Kraft eines ganzen Volkes stehen. Gianetti und ich denken an einen regen 21 r b e i < ter austausch, an gegenseitige KdF.- un> Dopolavoro-Fahrten. Wir wollen, daß bet italienische Arbeiter und der deutsche Arbeiter sic» kennen und schätzen lernen. Wenn es uns geling^ auf diese Weise Volk zu Volk zu führen, dann wer» den künftige Kriege unmöglich sein. 366000 Arbeitslose weniger. Kräftige Frühjahrsbelebung im Arbeitseinsatz. Berlin, 10. April. (DBB.) Rach dem Bericht der Reichsanslall für Arbeitsvermittlung setzte sich im März die Frühjahrsbelebung im Arbeitseinsatz kräftig fort. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 366 0 0 0 a b und erreichte damit einen Stand von 1 245 000. Da auch der Februar bereits eine Entlastung um 242 000 gebracht fjallc, sind in den beiden Monaten nach lleberschreitung des winterlichen Höchststandes bereits wieder 608 000 Volksgenossen im Arbeitsprozeß ein- gegliedert. Ende März 1937 ist der Stand der Arbeitslosigkeit etwa der gleiche wie im Iuli 1936. Bon dem Gesamlrückgang der Arbeitslosigkeit um 366000 fallen 231 000 oder 63,2 v. h. auf die S ai- sonaußenbcrufe. Es entfielen Ende März auf die Saisonaußenberufe noch 388 000 Arbeitslose gegenüber 210 000 am günstigsten Stand des Vorjahres. In diesen Berufen find zur Zeit also noch 178 000 Arbeitslose mehr vorhanden. Die wichtigsten Saifonaußenberuse wiesen im März folgenden Rückgang an Arbeitslosen auf: Baugewerbe einschließlich Bauhilfsarbeiter —153 000, Verkehrsgewerbe — 21 000, Industrie der Steine und Erden —21 000, Land- und Forstwirtschaft —21 000. Die mehr konjunkturabhängigen Berufe erhielten durch die Internationale Aulomobilausstellung und die Leipziger Messe einen Auftrieb, der nicht auf den Binnenmarkt beschränkt war. Arbeits- einsahmäßig waren dem weiteren Aufschwung in einer Reihe von Berufsgruppen jedoch durch den Facharbeitermangel und das Rohstoff- Problem Grenzen gesetzt. Stabschef Lutze eröffnet das Oankopfer der Ration. Berlin, 10. April. (DNB.) Arn Samstagfrüh eröffnete Stabschef Lutze durch feine Einzeichnung in die Listen das Dankopfer der Nation. Vor der Reichskanzlei, in deren Gebäude sich die Dienststelle der Obersten SA.-Führung in Berlin befindet, hatte ein Sturm der Wachstandarte „Feldherrnhalle" Aufstellung genommen. Zahlreiche Volksgenossen säumten den Rand des Wilhelm- platzes, als Stabschef Lutze eintraf, die SA.-Männer begrüßte und dann die Front der Ehrenformation abschritt. Hierauf begab sich der Stabschef in den Standartensaal, wo er als erster sich in die aufgelegte Liste eintrug. Ihm schlossen sich der Reichskriegsopferführer, SA.-Gruppenführer Oberlindober, die Reichswerkscharführer, SA.-Brigade» ührer Reichskulturwalter M o r a 11 e r , SA.-Bri- gadeführer Staatssekretär K l e i n m a n n und Oberführer Aumüller von der NSKOV. an. Eine halbe Stunde nach Eröffnung des Dankopfers erschien Staatsschauspieler Heinrich George. Eine erste vorläufige Zählung des Ergebnisses dieser ersten halben Stunde an einer einzigen Stelle des Reiches ergab 5335,50 Mark. Der Gauleiter spricht in Osthannover. NSG. In den Kreisstädten Stade und U e [ ■ Zen im Gau Osthannover sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger in Versammlungen der NSDAP. Der Gauleiter ging von der Frage aus, welche Gründe die Partei bewegen, nach wie vor Versammlungen abzuhalten. Der Kommunismus ist seit der Machtübernahme in Deutschland erledigt, einmal weil die geistige Auseinandersetzung zwischen der Idee des National- sozialismus und der jüdischen Geistesrichtung im deutschen Volk die besten Kräfte wieder wachgerüttelt hatte, zum anderen, weil die von Adolf Hitler aufgebaute nationalsozialistische Bewegung tatkräftig daran ging, diesen Feind des deutschen Volkes niederzuringen, um dann auf allen Gebieten des Lebens von neuem aufzubauen. Der Aufbauwillen der nationalsozialistischen Bewegung und ihr Er- folg aber ist ein Beweis für die Jugendlichkeit des deutschen Geistes und die Elastizität des deutschen Menschen. Die Jahrhunderte alte Sehnsucht des Deutschen ist erfüllt: ein Reich, ein Volk, ein Führer! Eine starke Wehr zum Schutz unserer Grenzen, vereint mit der nationalsozialistischen Bewegung, ist der Garant dafür, daß der Bolschewismus endgültig niedergerungen ist, dessen Lehre nichts anderes bedeutest als ständig den Frieden der Welt zu bedrohen. Wir aber wollen den Frieden! Inmitten einer chaotischen Umwelt gehen wir mit Eifer und Zähigkeit daran, im Vierjahresplan die Freiheit Deutschlands gegen den Boykott des Juden, den er als letzte Waffe gegen uns ins Feld führt, zu sichern. Keine Schwierigkeit ist dabei zu groß, als daß wir sie nicht überwinden Reichsmiuister Aust eröffnet die neuen Ausgrabungen in Olympia. Olympia, 10. April. (DNB.) Reichsminister Rust hat am Samstagvvrmittaa im Auftrag des Führers die neuen d»e u t sch e n Ausgrabungen in Olympia mit dem ersten Hacken- fchlag eröffnet. Unter grünen Pinien begrüßten sich die beiden alten Veteranen der ersten deutschen Grabungen im Jahre 1875: Prof. Dvrpfeld und in griechischer Nationalkleidung der jetzt 90 Jahre alte Angelis Kosmopulos, der damals als Aufseher in vorbildlicher Freundschaft und Treue tätig gewesen war. Den Ort, wo die neuen deutschen Grabungen durchgeführt werden, hatten Arbeiter mit Blumen geschmückt, die in der Form eines Hakenkreuzes angeordnet waren. Gegenüber der Grabungsstelle hatten Mädchen in der bunten griechischen Nationaltracht und junge Burschen in der schmucken Kleidung der Eozänen Aufstellung genommen. Der Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen Landeskreisleiter Dr. Wrede versprach saubere deutsche Arbeit zu leisten. Zweck der Ausgrabungen sei, das Gymnasion und das Stadion freizulegen, damit die ewigen Symbole des olympischen Gedankens wieder im Licht der Sonne liegen und — wie es der Wunsch des Führers war — die Erinnerung an die Olympischen Spiele in Berlin 1936 für alle Zeiten wachhalten. Der griechische Kultusminister Georgakopolus erklärte u. a.: Wir schlagen heute ein neues Blatt der olympischen Geschichte auf. Auf dem ersten Blatte werden für immer die Namen des Führers des deutschen Volkes, Adolf Hitler, des Reichsministers Rust und des Leiters des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen, Dr. Wrede, stehen. Der Führer und Reichskanzler gewährte den deutschen Archäologen die Mittel zur Fortsetzung der Ausgrabungen. Dieser große Entschluß setzt tiefes Verständnis des olympischen Geistes beim deutschen Volk und die Liebe der Deutschen zur olympischen Idee voraus. Niemals wurden feit ihrem Wiederaufleben die Spiele in solcher Würde begangen wie in der Hauptstadt des Deutschen Reiches. Der Name Adolf Hitler und der Name des Reichsministers Rust werden für immer mit dem Einstehen für Olympia und feine Idee verbunden bleiben. Nun bat der Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen Reichsminister Rust, die Grabungen zu eröffnen. Der Reichsminister erinnerte an den olympischen Fackellauf von der heiligen Stätte über die Grenzen der Länder hinweg zum Olympischen Stadion von Berlin. Damals wurde offenbar, daß die Jugend der Welt, die sich zum olympischen Kampf versammelt hatte, zum geistigen Ursprung der Olympischen Spiele zurückgefunden hatte. Zum Zeichen dessen gelobte Adolf Hitler, selbst tief von der olympischen Idee durchdrungen, in einem Augenblick von geschichtlicher Erhabenheit, die deutsche Ausgrabung Olympias wieder aufzunehmen und zu vollenden. Dieses Versprechen zu erfüllen, stehen wir hier! Während Reichsminister Rust drei Schläge mit der Hacke ausführte, sprach er Worte des Gedenkens: Zum ersten lenken wir unseren Blick zurück durch die Jahrtausende auf jene unbekannten Schöpfer der Spiele, auf die griechischen Meister, die die Tempel bauten und in ihnen die Bilder der Götter, Heroen und Agonisten schufen. Wir gedenken der Agonisten, die durch Jahrhunderte hier um den Oelzweig rangen. In dem Augenblick, da wir den Boden, auf dem sie schufen und kämpften, der Sonne wiederzugeben uns anschicken, gedenken wir ihrer als der ewigen Herren und Eigentümer dieser Stätte und beugen uns in Ehrfurcht vor ihrem unsterblichen Geiste! Zum Zweiten: Dreizehn Jahrhunderte entzog die Natur den heiligen Boden den Augen der Sterblichen, dann kamen die Pioniere der Forschung und ließen die Stätten des hellenischen Kultes und der hellenischen Kunst wieder aus dem Boden steigen. Der Heimgegangenen, in ihrer selbstlosen Gesinnung würdig der Agonisten, gedenken wir in dieser Stunde! Nun wenden wir den Blick in die Zukunft. Wenn der Boden der Kampfbahn und des Gymnasion wieder sichtbar wird und die Strahlen der Sonne sie wieder beleuchten, dann möge der olympische G e i st, von dem heute bereits die beste Jugend der Welt ergriffen ist, sieghaft werden! Mögen die kommenden Geschlechter im Ringen um diesen Geist den olympischen Sieg erfechten! — Hierbei tat der Reichsminister den dritten Hackenschlag und erklärte die Ausgrabung für begonnen. per Donner der Kanonen vom Chronos-Hügel mischte sich in den freudigen Jubel der Menge. Bei einem geselligen Beisammensein, das alle Festteilnehmer als Gäste des griechischen Kultusministers vereinigte, verkündete dieser die Ernennung des Reichsministers Rust zum Ehrenbürger Olympias. Reichsminister Rust antwortete tief bewegt, er hoffe, oft nach Griechenland wiederzukehren, wo er sich feit seiner Jugend heimisch fühle und wo er und seine Begleitung so überaus herzlich begrüßt worden seien. Der griechische Kultus- nünifter hat an den Führer und Reichskanzler aus Olympia folgendes Telegramm gerichtet: „Eben hat Ihr ausgewählter Mitarbeiter Reichsminister R u ft die neuen Ausgrabungen von Olympia eingeweiht; das historische Ereignis, Ihrer Initiative verdankt, bewegt tief alle Griechen, die allgemeinen Sieg olympischen Geistes wünschen." Dr. Ley spricht zu italienischen Arbeitern Mailand, 11. April. (DNB.) Der zweite Tag des Mailänder Aufenthalts Dr. Leys war ausgefüllt mit Besichtigungen. Einen überaus freundlichen Empfang bereiteten die großen Automobilwerke Alfa Romeo den deutschen Gästen. Inschriften zeigen an allen Wänden die Worte: „Evviva Hitler' Evviva Mussolini!", „Es lebe die deutsch-italiemsche Arbeitsgemeinschaft!" Dr. Ley tritt auf einige Leute in Tropenuniform zu und schüttelt auch ihnen kräftig die Hände. Es sind Arbeiter, die den Feldzug in Abessinien mitgemacht hatten und nun wieder in der Heimat am Aufbauwerk der italienischen Nation mitwirken. Von den Caproni-Werken, wo die italienischen Kampfflugzeuge entstehen, grüßen zwei riesige Hakenkreuze von hohen Fahnenmasten. In der Maschinenhalle unterbrechen die Arbeiter ihre Tätigkeit, um Dr. Ley zuzujubeln. Immer wieder streckt Dr. Ley den Arbeitern feine Hand entgegen. Die Arbeit ist der Wertmesser des Menschen — dieses Wort Dr. Leys ist an dieser Wand in riesigen Lettern zu lesen. In einer Werkhalle nimmt Dr. Ley inmitten von fast 2000 italienischen Arbeitern das Mittagessen ein. Der Abg. Gianetti erinnerte daran, daß die Freundschaft zwischen Italien und Deutschland gerade in einer Zeit der Not entstanden fei. Dr. Ley antwortete: „Mir ist, als ob ich in Deutschland unter Freunden weilte!" Jedes Volk müsse seine Aufgabe darin erblicken, mit den anderen zusammenzuarbeiten zum Glück und Wohlstand aller Völker. Dies sei der Glaube, den Mussolini und Hitler Italien und Deutschland gegeben hätten. Deutschland und Italien befänden sich inmitten einer Welt der Irrtümer, des Mordes, des Totschlages und Zerstörung. Deshalb müßten sie um jeden Preis Zusammenhalten. Stürmischer Beifall folgte den Ausführungen Dr. Leys. In Turin wohnte Reichsleiter Dr. Ley am Sonntagmittag einer überfüllten Versammlung der I n b u ft r i e a r b e i t e r der Provinz bei. Er führte u. a. aus: Mit besonders starkem Interesse habe ich die imponierende Kraftanstrengung verfolgt, die Italien während der Sanktionen entfaltet hat. Nur der Erfolg ist der Beweis für die Richtigkeit einer Idee. Ich sehe, wie alles stolze Aufblühen Ihres Landes innerlich in der Arbeit des Faschismus begründet ist. Ich weiß, daß der Duce vorbehaltlos hinter den Arbeitern Italiens steht. Der Faschismus und der Nationalsozialismus sind für die Ewigkeit bestimmt. Deshalb müssen Organisationen sein, die werden. Das deutsche Volk tst elnS Gemeinschaft b e r lat und Bürge dafür, daß dieses Deutschland nicht von heute, sondern ewig ist. — Mit der ganzen Schwere des Niedersachsen, der wie kaum ein anderer Stamm unseres Volkes ein Kind seiner Landschaft ist, folgten die Zuhörer den Ausführungen des Gauleiters. Ihre Treue klingt als eilt Schwur und als eine Kampfansage an alle diejenigen, die Einheit und Freiheit des Reiches bedrohen wollen, in dem Lied der Bewegung wieder. Oie Reichsakademie fürLeibesübungen Berlin, 10. April. (DNB.) D,ie Reichsakademie für Leibesübungen ist im April 1936 als einheitliche Lehr- und Forschungs statte der deutschen Leibeserziehung errichtet worden. Das Kuratorium der Reichsakademie — bestehend aus dem Reichsminister des Innern, L-m Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und. dem Reichssportführer — hat im vergangenen Jahr den Ausbau der Reichsakademie weitgehend gefördert. Der Führer und Reichskanzler hat nun die Reichsakademie für Leibesübungen zur Reichsbehörde erklärt und ihr dadurch eine klare Rechtsgrundlage gegeben. Die Reichsakademie dient der Förderung der deutschen Leibesübungen durch Lehre und Forschung im Geiste des Nationalsozialismus. Sie erfüllt diese Aufgabe neben wissenschaftlicher Lehr- und Forschungsarbeit vor allem dadurch, daß sie 1. besonders geeigneten staatlichen Lehrern der Leibeserziehung eine reichseinheitliche Führerausbildung vermittelt, 2. den im freien Beruf tätigen Turn- und Sportlehrern eine praktisch und wissenschaftlich vertiefte Berufsausbildung gewährt, 3. Fortbildungslehrgänge für die Angehörigen der Organisationen, die auf dem Gebiete der Leibesübungen und körperlichen Erziehung tätig sind, veranstaltet. Präsident der Reichsakademie ist der Reichssportführer. Er wird durch den Direktor der Reichsakademie vertreten, der für Lehre, Forschung und Verwaltung verantwortlich ist. Die Akademie untersteht der gemeinsamen Aufsicht des Reichsministers des Innern und des Reichserziehungsministers. Keine uneingeschränkte Haftpflicht der Soldaten mehr. Berlin, 10. April. (DNB.) Verursacht ein Soldat im militärischen Dienst einem Dritten einen Schaden, so tritt nach dem Gesetz über die Haftung des Reiches für feine Beamten vom 22. Mai 1910 das Reich für den Soldaten ein. Das Reich konnte sich aber nach diesem Gesetz, wenn es Hern Dritten den Schaden ersetzt hatte, b e i dem Soldaten schadlos halten, so daß der Soldat auch bei einem nur geringen Verschulden für den Schaden in vollem Umfange aufzukommen hatte. Diese uneingeschränkte Haftpflicht war geeignet, die Entschlußfreudigkeit des Soldaten zu lähmen und das im Soldatendienst verpönte Zaudern zu fördern. Ein neues Gesetz vom 7. 4. 37 bestimmt daher, daß das Reich wegen eines Schadens den Soldaten nur dann in Anspruch nehmen wird, wenn er vorsätzlich oder grobfahrlässig gehandelt hat. Der Hochverratsprozeß Rofsaini vor dem Volksgerichtshof. Berlin, 11. April. (DNB.) Am ersten Derhand- lungstag ergibt sich, daß die Kommunistin Bertha Karg Rossaint und dem „Reichsführer" der „Sturmscharen" Steber zur Durchführung der „Einheitsfront" die Einrichtung von „Zirkelabenden" empfohlen hat. Im Hause von Katholiken sollten sich fünf bis sechs Iungkatholiken jeweils zufammenfinden und von einem der jstngen kommunistischen Hetzer zersetzt werden. Dabei sollten zersetzende k o m m u - n i st i s ch e H e tz s ch r i f t e n für die Jugend, die bereits seit langer Zeit vom Volksgerichtshof als hochverräterisch gekennzeichnet waren, verteilt werden. Nach Aussage der Karg soll Rossaint 100 bis 150 Stück dieser Hetzschriften bestellt haben, was der Angeklagte jedoch bestreitet. Der Vorsitzende weist ihn darauf hin, daß es für ihn als Erzieher der Jugend eine besondere Gewissenlosigkeit gewesen sei, die seiner Obhut unterstellten, politisch ungeschulten Jungkatholiken den Einflüssen einer so gefährlichen Hetzerin auszusetzen. Das könne er doch' nur getan haben, wenn er mit den Gedankengängen der kommunistischen Irrlehre innerlich üb'ereinstimmte. — Außerordentlich belastend ist auch der Plan Rossaints zu einer Studienreise nach Sowjetrußland. Rossaint gibt zu, daß er sich für den Kommunismus sehr interessiert habe. Damals will er aber nicht eingesehen haben, daß er sich dadurch strafbar machte. „Ich hätte das alles unter keinen Umständen tun sollen, das gebe ich heute zu", gestand der Angeklagte. Als Vertreter der ehemaligen Reichsleitung des Kommunistischen Jugendverbandes kam Kaiser zu einem Stelldichein am Kölner Dom mit dem Angeklagten Kaplan Rossaint am 29. Januar 1934. Auf Vorschlag Rossaints ging man in die Wohnung eines ihm befreundeten Kölner Kaplans. Rossaint behauptet, der Kommunist habe vorgeschlagen, einen Aufruf an die katholische Jugend im Sinne der „Einheitsfront" zu erlassen. Nossaint will das zwar innerlich „abgelehnt" haben (!), er habe aber — das müsse er sich jetzt zur Vorwurf machen — seine Ablehnung nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht (!). Am 31. Januar 1934 wurde die kommunistische Agentin Bertha Karg verhaftet, und auch Kaiser wurde bald darauf festgenommen. Rossamts Verbindung mit diesen beiden Oberkommunisten riß ab. Nach Erörterung der Verbindung Rossaints zu einer weiteren ehemaligen kommunistischen Funktionärin, die nach der Kölner Zusammenkunft bei ihm vorsprach, wurde die Verhandlung auf Montag vormittag vertagt. Das Wahlduell van Zeeland-Oegrelle. Brüssel, 11. April. (DNB.) Am Sonntag fanden im Wahlbezirk Brüssel die mit Spannung erwarteten Teilwahlen zum Parlament statt, die durch den Rücktritt des Vertreters der Rex-Bewegung für den Bezirk Brüssel notwendig geworden sind. Als Kandidaten für das frei gewordene Mandat standen sich der Ministerpräsident van Zeeland und der Führer der Rex-Be- wegung Leon D e g r e l l e gegenüber. Der Wahlsonntag ist ruhig verlaufen. Das Straßenviertel, wo sich die Regierungsgebäude befinden, wurde von Gendarmerie bewacht. Insgesamt wurden 363 440 Stimmen abgegeben. Davon sind gültig 345 082 Stimmen. Die Zahl der ungültigen Stimmzettel beträgt 18 358. Für van Zeeland sind abgegeben worden 275 840 Stimmen, für Degrelle 69 242. Bei den letzten Wahlen zum Parlament Das deutsche Krauenwerk rüst zur Mitarbeit auf. NSG. Sonntag begann im Gau Hessen-Nassau eine große Werbeaktion für das Deutsche Frauenwerk. Die Gauftauenschaft veranstaltete deshalb i.n Darmstadt eine Eröffnungskundgebung mit einer Rede des Gaupropagandaleiters Wilhelm Müller-Scheld über die Aufgaben der Frau im Staat. In der umfassenden Darstellung der Aufgaben, die der Frau im Staate gestellt sind, ging er davon aus, warum eigentlich die Partei auch heute noch immer und immer wieder die Menschen zusammenruft und ihnen in historischen Rückblicken das Geschehen der Vergangenheit vor Augen hält. Wir müssen diesen Weg gehen, wenn wir erreichen wollen, daß das Volk den Nationalsozialismus auch aus der Geschichte begreift; ein ständiges Trommeln ist nötig, damit die Gutmütigkeit des Deutschen nicht nur die unerhörten Höhepunkte, sondern auch die ebenso unerhörten Tiefenpunkte unserer Entwicklung zum Volkskörper in keinem Augenblick außer acht läßt. In lebendigen Worten erstand vor den Zuhörerinnen dann ein Bild der Zeiten unserer großen Kriege und der Folgen, die sie jeweils auslösten. Die maßlose Demoralisierung nach Versailles wurde mit erschütternden Beispielen belegt. Gerade in diese Zeit fällt das erste Auftreten des Führers, dessen Sendung schicksalhaft bestimmt ist. Sein Werdegang, vom einfachen Mann aus dem Volk zum Führer der Nation, ist nur als geschichtliche Notwendigkeit zu verstehen. Nicht Gewalt, sondern die Macht eines wahrhaft universellen G e i st e s hat ihm babei den Sieg gebracht. Nachdem so eine abgerundete Zusammenfassung die Politik im allgemeinen darstellte, ging der Gaupropagandaleiter auf die besonderen Pflichten der Frau ein. Richtunggebend sind auch für ihre Haltung die Grundgedanken des Führers. Der Rassenfrage muß die Frau ganz besondere Beobachtung schenken. Untrennbar damit verbunden ist die Stellung zum Bolschewismus, der nichts anderes ist als Zersetzung alles Bisherigen. Ursprung und Leitung des Bolschewismus aber sind einzig beim Juden zu suchen. Auf all diese Probleme muß die Frau ihr Augenmerk richten. Eine der volksbiologisch wichtigsten Aufgaben fällt ihr bei der Verhütung des erbkranken Nachwuchses zu. Hier muß die Frau aufklärend jedes Unverständnis bei ihren Volksgenossinnen beseitigen. Die Erziehung der Kinder ist das ureigenste Gebiet der deutschen Mutter; als höchstes Ziel hat ihr dabei eine seelische und körperliche Gesundheit des Nachwuchses Richtschnur zu sein. Es ist nicht die Aufgabe der Frau, äußerlich in die Politik einzugreifen, ihr Handeln muß stets zweckmäßig, den tausend Dingen des Alltags angepaßt fein. Sie muß im Verbrauch der Güter volkswirtschaftlich und aus genauer Kenntnis des menschlichen Körpers zu Werke gehen. Die „Chemie des Kochens" ist ihr dabei das notwendige Rüstzeug. Der Vierjahresplan mit seinen Auswirkungen, wie Schabenverhütung, Kampf dem Verderb ufw.', birgt eine Fülle von Arbeit gerade für die Frau in sich. Hier ist ihr politisches Betätigungsfeld. „Wenn Sie in diesem Sinne wirken, helfen Sie mit, das deutsche Volk groß und stark auf ewig zu machen; in Ihrer Hand liegt also des Volkes Schicksal in Gegenwart und Zu- Gaufrauenschaftsleiterin Erna Westernacher eröffnete dann die Werbung für das Deutsche Frauenwerk. Es wird im ganzen Gau keine Frau ungefragt bleiben, ob sie ihren Beitritt erklären will. Die bereits korporativ angeschlossenen Mitglieder werden aufgefordert, persönlich dem Deutschen Frauenwerk beizutreten. Die Gaufrauenschaftsleiterin erklärte ausdrücklich, daß die Mitgliedschaft im Deutschen Frauenwerk gegenüber der NS.-Frauenschaft unter keinen Umstanden etwas Zweitrangiges darstellt. Das Deutsche Frauenwerk erfährt die gleiche Förderung wie die NS.-Frauenschaft. Kurz streifte Frau Westernacher bann noch den Ehrendienst der 9t <5. = Frauenschaft, der in diesem Jahr zum erstenmal die Landfrauen unseres Gaues in der Erntezeit in ihren Haushaltspflichten entlasten wird. Die eindringliche Aufforderung, alle Kraft bei der Werbung für das Deutsche Frauenwerk einzusetzen, beschloß die Kundgebung, die in den Liedern des Reiches ausklang. mo.- Soziale Hilfe des Frauenarbeilsdienstes. NSG. Nachstehende Vereinbarung wurde zwischen dem Deutschen Frauenarbeitsdienst und dem Amt für Volkswohlfahrt getroffen: „Der Frauenarbeitsdienst kann neben ehrenamtlichen Helferinnen und Haushaltpflegerinnen b e i der Durchführung des Hilfswerkes „M utter u n d K i n d" für die Mütter- und Familienhilfe eingesetzt werden. Die soziale Hilfsarbeit geschieht im Rahmen der Richtlinien des Deutschen Frauenarbeitsdienstes. Es kommen im einzelnen ArbeitenimAuftrage derWohl- f a h r t s p f l e g e , z. B. zur Instandsetzung von Bekleidungsgegenständen, oder zur Durchführung von Speisungen für Hilfsbedürftige, ferner für Arbeiten der Mütterhilfe, der Familienhilfe, ber Hilfe für Stadtrandsiedler usw. in Betracht. Die tägliche Arbeitszeit (Werkarbeit) beträgt im Höchstfall sechs Stunden ...". Die NSV. übernimmt dem Frauenarbeitsdienst gegenüber die Verpflichtung, daß die jungen Mädchen nur in gesunde und sittlich einwandfreie Familien geschickt werden, die wirtschaftlich nicht in der Lage sind, eine Haushalthilfe aus eigenen Mitteln zu bezahlen. Die Arbeitsdienstwilligen dürfen in dieser Hinsicht nicht aus« genutzt werden. Durch ehrenamtliche Helferinnen der NSV. ist daher in jedem Falle eine sorgfältige Prüfung der Haushaltungen hinsichtlich der sittlichen und gesundheitlichen Eignung und der wirtschaftlichen Bedürftigkeit der Familie vorzunehmen. Im Rahmen des sozialen Hilfsdienstes kann der Deutsche Frauenarbeitsdienst auch eingesetzt werden zur praktischen Hilfsarbeit in Kinderheimen, Krippen, Kindergärten und Horten, die der NSV. angeschlossen sind. am 24. Mai vergangenen Jahres erhielten die für van Zeeland eintretenden Katholiken, Liberalen, Sozialdemokraten und Kommunisten rund 250 000 Stimmen, die Rexisten zusammen mit den flämischen Nationalisten rund 73 000; ferner wurden rund 29 000 ungültige Stimmzettel abgegeben. Was ist mit den Zührer-Marken in der Tschechoslowakei? Prag, 11. April. (DNB.) Tschechoslowakische Blätter meldeten am Samstag, daß die vor einigen Tagen von der Deutschen Reichspost ausgegebenen Hitler-Markenblocks bei ihrem Erscheinen in Prag von ber Polizei beschlagnahmt worden feien. Das tschechoslowakische Preßbüro dementierte am Samstag diese Meldungen. * Es ist erfreulich, aber wohl auch notwendig, daß diese Meldung einiger tschechoslowakischer Blätter von dem Prager amtlichen Preßbüro dementiert werden konnte. Immerhin wäre es interessant, festzustellen, welche Vorgänge die tschechoslowakischen Blätter veranlaßten, die Meldung von der Beschlagnahme der Marken mit dem Bilde des Führers zu bringen, zumal die besagten Vorgänge verschiedenen ausländischen Pressevertretern in Prag von Augenzeugen ebenfalls berichtet worden waren. Amerikanische Bergarbeiter gegen Streikhetzer. G a I e n a (Kansas), 12. April. (DNB. Funkspruch.) Im ganzen Zink- und Bleigrubenbezirk kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen eingesessenen Bergarbeitern und hergelaufenen Mitgliedern einer marxistischen Gewerkschaft, die die Bergarbeiter zu Streiks aufzuhetzen versuchten. Eine 500köpfige Menge stürmte mit Gasbomben das Hauptquartier der Gewerkschaft. Die Angreifenden wurden mit einer Feuersalve empfangen. Elf Kumpels blieben schwer verletzt liegen. In den Gewerkschaftshäusern pflegen Flugblätter mit pazifistischen Phrasen aufgespeichert zu werden. Daß die Anstürmenden, die sich gegen die verheerenden Folgen der sinnlosen Streikhetze zur Wehr setzen wollten, hier, wie auch in vielen anderen Fällen — mit Gewehrsalven empfangen wurden, zeigt die ganze Verlogenheit der eigensüchtigen Gewerkschaftsbonzen. Baldwin kündigt seinen Rücktritt an. London, 10. April. (DNB.) In seinem Wahlkreis Worchester kündigte Ministerpräsident Baldwin seinen bevorstehenden Rücktritt an. Er sei stets entschlossen gewesen, im Interesse seiner eigenen Sache, der seiner Partei und der seines Landes um Entbindung von seinem Amt zu bitten, sobald er fühlen würde, daß er sein Bestes gegeben habe. Baldwin sprach dann von den neuen Ideen, die in Europa aufgetaucht seien in einem Ausmaß, wie man es seit ber Zeit ber Reformation unb der französischen Revolution nicht mehr erlebt habe. In keinem Lande Europas habe es eine Verfassung gegeben, die mit der englischen zu vergleichen sei, womit er nicht sagen wolle, daß die britische die beste sei. Er meine damit nur, daß es keine Verfassung wie die englische gebe, die sich durch Jahrhunderte hindurch zu ihrer heutigen Stellung entwickelt habe. Keine der neuen Ideen würde unter diesen Umständen jemals dazu beitragen können, die Verfassungsprobleme Englands zu lösen. Mit dieser Feststellung wünsche er nicht zu kritisieren, sondern er wolle nur feststellen, daß der Kommunismus wie der Faschismus eine Gefahr für England darstellten. Es komme darauf an, daß die britische Verfassung organisch fortentwickelt werde. Mehrere Morgenblätter widmen dem Ministerpräsidenten Worte der Anerkennung für seine dem Staat geleisteten Dienste. So schreibt „Daily T e . ■ legraph" seine ganze Laufbahn sei durch eine Zurückstellung der persönlichen hinter den nationalen Interessen gekennzeichnet gewesen. Das Blatt unterstreicht die Aeußerung Baldwins, daß England sich vom „Faschismus und Kommunismus" fernhalten müsse. Die konservative „M o r n i n g P o st" schreibt, man müsse bezweifeln, ob Kommunismus und „Faschismus", wie Baldwin erklärt habe, die einzigen Feinde Englands feien. Der Pazifis - m u s und die Sentimentalität feien zum Die Erntehilfe -es Reichsarbeitsdienstes. Berlin, 10. April. (DNB.) In Berlin fand eine Arbeitsgauführertagung statt, auf der die Anordnungen des Reichsarbeitsführers zum Einsatz des Reichsarbeitsdienstes im Zeichen des Vierjähre s p l a ns behandelt wurden. Der Reichsarbeits- dienst wird bei landwirtschaftlichen Erntenot ständen in solchen landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt, die trotz eifrigsten Bemühens ohne eigene Schuld in Not an Arbeitskräften geraten find. Aus Betrieben, die in Erwartung vder aus Anlaß des Einsatzes des Reichsarbeitsdienstes andere Arbeitskräfte zur Entlassung bringen oder die mögliche Einstellung von Arbeitskräften unterlassen, wird der Reichsarbeitsdienst zurückgezogen. Der Einsatz des Reichsarbeitsdienstes zur unmittelbaren Unterstützung des Reichsnährstandes hat nicht dem Eigentum der einzelnen Grundbesitzer, sondern der Sicherstellung der Ernährung des ganzen Volkes zu dienen. Da aus dem Einsatz des Reichsarbeitsdienstes auch der einzelne Grundbesitzer sofort den ganzen Nutzen ziecht, hat er durch Vermittlung des Kreisbauernführers ein entsprechendes Entgelt an das Reich zu leisten. Dieses Entgelt wird so bemessen sein, daß ein Druck auf die Landarbeiterlöhne unter gar keinen Umständen ausgelöst wird. Der Einsatz des Reichsarbeitsdienstes zur Erntehilfe i st Dienst und wird dementsprechend gehandhabt. Der einzelne Arbeitsmann wird nicht etwa dem einzelnen Bauern als Knecht zugewiesen, sondern er bleibt ausschließlich seinem Arbeitsbien st vorgesetzten unter st eilt, der dafür sorgt, daß Leistungsfähigkeit und Gesundheitszustand des Arbeitsmannes berücksichtigt werden. Betriebsführern, die sich eine unehrliche Be-^ Handlung von Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes zuschulden kommen lassen, wird die Hilfe des Reichsarbeitsdienstes entzogen. Die Aufrechterhaltung strenger Zucht und Ordnung, die Fortdauer der erzieherischen Einwirkung der Führer ist auch während des Einsatzes zur Erntehilfe gesichert. Die Erntenottzrlfe ist eine neue große Aufgabe für den Reichsarbeitsdienst. Sie wird mit gleicher Hingabe und unter dem Einsatz aller Kräfte wie bei seinen sonstigen Arbeiten zum Wohle des gesamten deutschen Volkes durchgeführt werden. Ernste Lage an -er in-ischen Ror-westgrenze. London, 10. April. (DNB.) An der indischen Nordwestgrenze ist es zu neuen schweren K ö mpfen gekommen, bei denen sechs britische Offiziere getötet und fünf verwundet wurden. Die britisch-indischen Truppen wurden vom K h o n a i n Khel, einem Führer der Mahsud-Stämme, angegriffen. Der Kampf, der mit einer Schlappe der britischen Truppen endete, dauerte den ganzen Freitag bis Samstagmorgen an. Angegriffen wurde ein aus 45 Kraftwagen bestehender Transport, der durch vier Panzerwagen, 125 Mann Infanterie und mehrere Flugzeuge begleitet wurde. Etwa 12 Kilometer von Panbola wurde der Transport von den Aufständischen überfallen. Die Engländer wurden während des Gefechts noch durch Maschinengewehrtruppen und Panzerwagen sowie durch Infanterie und Flugzeuge verstärkt. Erst am Samstag stellten die Aufttänbischen das Gefecht ein und zogen sich in ihre Bergfestungen zurück. Das Gefecht hat die Lage an der indischen Nordwestgrenze beträchtlich 'verschlimmert. Die bisherigen Maßnahmen haben nicht dazu geführt, daß die Stämme ihre aufrührerische Betätigung einstellten. Der Fakir von Jpi hat nunmehr offen im Schaktutal zum „Heiligen Krieg" a u f g e - fordert. „Daily Telegraph" meldet, daß die aufständischen Stämme immer verwegener würden. Die bisherigen Bombenangriffe hätten noch nichtben'gewünschten Erfolg gehabt. Es handele sich um eine ernstliche Regierungsniederlage. Die Bemühungen für eine friedliche Verhandlung mit den Aufttändischen seien gegenwärtig erschöpft. Ein Vermittlungsvorschlag Gandhis. London, 11. April. (DNB.) Gandhi gab in Wardha eine Erklärung ab, die dazu bestimmt ist, zwischen dem britischen Standpunkt und dem Standpunkt der Kongreßpartei zu vermitteln. Er schlug die Bildung eines Schiedsgerichts vor, das entscheiden soll, ob die Gouverneure der Forderung der Nationalisten entsprechen können, von ihren Sondervollmachten solange keinen Gebrauch zu machen, wie die Kongreßpartei verfassungsmäßig regiert Das Schiedsgericht soll in ber Weise zusammengesetzt werden, daß die britische Re- gierung und die Kongreßpartei je einen Richter ernennen und daß die beiden dann einen dritten Schiedsrichter benennen. Die Erklärung Gandhis geht auf einen Appell Lord Lothians zurück, der sich an den indischen Nationalkongreß gewandt hatte. Gandhi ist der Ansicht, daß die vom Kongreß gewünschten Zusicherungen von den britischen Gouverneuren keinerlei Verfassungsverletzung darstellten. mindesten ebenso gefährlich. Selbst das Oppositionsblatt „Daily Her alb" widmet Baldwin sehr anerkennende Worte. In grundlegenden Fragen habe er es verstanden, die Stimme des Volkes zum Ausdruck zu bringen. Meine politische Nachrichten Die U - B o o t e „U 2 5" u n b „U 2 7" gehen nach Spanien zur Verstärkung ber deutschen Seestreitkräfte, denen der Schutz der deutschen Handelsschifffahrt in den spanischen Gewässern und die Seekontrolle in dem vom Deutschen Reich übernommenen Küstenabschnitt obliegt. Lord Plymouth, der parlamentarische Staatssekretär im britischen Außenministerium, wird sich Ende Mai zu einem amtlichen Besuch nach Finnland begeben. Im Anschluß an seinen Besuch in Finnland wird er sodann Sie baltischen Staaten Anfang Juni bereisen. * Reichsorganisationsleiter Dr. Ley hat den stellvertretenden Gauleiter des Gaues Württemberg- Hohenzollern, Pg. Friedrich Schmidt, zum Leiter des Hauptschulung samtes berufen. Bereits 1925 trat er als 23jähriger in die Partei ein. Er leistete in diesen Jahren besonders erfolgreiche Arbeit in den Jugendbünden „Artamanen" unb „Adler und Falke n". Seit 1933 ist Pg. Schmidt stellvertretender Gauleiter und Mitglied des Reichstages. Als Leiter des Hauptschulungsamtes untersteht ihm die weltanschauliche Schulung in der Partei unb ben Verbänben mit maßgeblichem Einfluß auf die Ordensburgen und die „Adolf-Hitler- Schulen". * Der italienische Ministerrat genehmigte die Bildung eines Flottenkommandos für Libyen unb bie Errichtung eines nationalen Armeekorps in Libyen. Gleichzeitig wirb ein Dberfommanbo für bie gesamte Wehrmacht von Jtalienisch-Nordafrika geschaffen, dem alle Land-, Lust- und Seestreitkräfte, die in Libyen stationiert sind, unterstellt werden. Der Generalgouverneur von Libyen, Luftmarschall B a l b o , wird gleichzeitig ber Oberfehlshaber ber in Libyien lie- genben Streitkräfte. » Der ungarische Reichsverweser hat ben Vizepräsidenten des Obersten Verwaltungsgerichtshofes Oberhausmitglieb Josef Szell zum Innenminister ernannt. Der neue Innenminister, ber im 57. Lebensjahre steht, war währenb ber Regierungs- 3eit bes Grafen Stefan Bethlen Obergespan des Komitates Cemplen. England respektiert Francos Blockade Maos a b -> und außenpolitischen Problemen. Es hat im eigenen Hause mit nationalen Minderheiten in einer Stärke von 26,9 v. H. zu rechnen und kann die radikale Ramanisierung in Gesetz, Verwaltung, Jugenderziehung gegen Magyaren, Deutsche, Ukrainer und andere nicht bis zur offenen Ausrottung fortführen. Das verträgt sich mit seiner insularen Stellung nicht. Auch die innere Wühlarbeit des Bolschewismus, der erhebliche Teile der na- tionalzaranistischen Partei durch üble Volksfront- Agenten bereits irregemacht hat, mahnt zu schleunigster Umkehr und Abwehr. Weiland Titu- lescu, der endlich überwundene Außenminister und ergebene Diener des französischen Generalstabes, züchtete durch ein Jahrzehnt die Giftpflanze einer blinden Sympathie für Moskau und ebnete dessen militärischer Ausspähung bereitwillig alle Bahnen. Nun heißt es, Farbe zu bekennen, Paris, Prag, Moskau, alle liegen dem rumänischen Bauer viel zu weit, und die Ideale der Jugend sehnen das Ende aller parteimäßigen Korruption innen und außen herbei. Vor dem Kriege gab es nur zwei Parteien, Konservative und Liberale, die sich nach mehrjähriger Regierung immer ablösten. Das heutige Rumänien aber lebt in einer ungemütlicheren Zeit mit harten Aufgaben, die sich aus Rasse, Geographie und Kulturpflichten ableiten. Die Außenpolitik stand nach der Ausscheidung Titulesrus in ihrer überlieferten einseitig französischen Einstellung vor der Gefahr vollkommener Isolierung. Eine Königsreise nach Prag fand in Paris noch reichen Beifall, und der Auffrischung des Militäroertrages mit Po- l e n war jene des polnisch-französischen Bündnisses oorangegangen. Es fragt sich nur, ob die polnischrumänische 50-Millionen-Einheit zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meere Damm oder Brücke bedeuten soll. Jedenfalls sieht man in Bukarest ein, daß sämtliche osteuropäischen Verbündeten der früheren Vorherrschaftspolitik Frankreichs auf dem Kontinent sich jetzt vorsichtig auch andere Wege freihalten. Deutschlands wiederhergestellte Wehrkraft bewirkte da wohltätige Korrekturen. An die Stelle der ewigen Konjunkturhoffnungen auf neue Waffengänge und nachfolgen, den Landgewinn traten friedlich aufbauende, verbindende Völkergedanken, auf der Grundlage der Gleichberechtigung alles Volkstums. Damit schließt sich auch für Rumänien der Kreis. Will es sich als Insel in der slawischen Flut behaupten, muß es alle sittlichen Kräfte im Lande zusammenfassen und auf seinen äußeren Linien Freundschaften suchen, die selbstlos und aufrichtig seine Freiheit und Zukunft gewährleisten. Die Schlacht der Adler und derStörche Die alten Männer in Anatolien versichern, daß seit 60 Jahren noch niemals derartig große Heerscharen von Adlern und Störchen in der großen Schlacht in den Lüften aufeinandergestoßen sind, die in jedem Jahre hier stattfinden, und die Regierung schickt sich an, Maßregeln zu ergreifen, um die Hekatomben von Opfern herabzusetzen und die Kadaver zu beseitigen, deren Verwesung eine Gefahr für die Ge- sundheit der Bevölkerung werden kann. Diese merkwürdigen, alljährlich wiederkehrenden Kämpfe zwischen den Adlern und Störchen bieten ein Schauspiel, zu dem die Bevölkerung von weit her herbeieilt. Sie werden mit der größten Erbitterung geführt und hören erst auf, wenn die Nacht sich herabsenkt, um am folgenden Morgen von neuem begönnen zu werden. In dicht gedrängten Scharen stürzen Adler und Störche aufeinander und bearbeiten sich gegenseitig mit solcher Wucht, daß viele von ihnen tot aus den Boden herniederstürzen. Wetterbericht des Reichsweiterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Nachdem es in der Nacht zum Sonntag mit dem Eindringen kälterer Meeresluft in großer Verbreitung zu recht ergiebigen Regenfällen gekommen war, traten tagsüber nur noch vereinzelte, aber gewittrige Schauer auf. Die Nacht zum Montag brachte Aufheiterung, stärkere Ausstrahlung und Abkühlung, die teilweise die Temperaturen bis in Gefrierpunktnähe absinken ließ. Die Großwetterlage ist in einer Umbildung begriffen, die uns für die Folge kein störungsfreies, aber doch häufig freundliches Wetter in Aussicht stellt. Aussichten für Dienstag: Zunächst beständig und zeitweise auch Regen, dann wieder häufig aufheiternd, Tagestemperaturen um etwa 15 Grad, veränderliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Im wesent- llchen freundliches, aber kein durchaus störungsfreies Lufttemperaturen am 11. April: mittags 13,5 Grad Celsius, abends 6,6 Grad: am 12. April: morgens 4,2 Grad. Maximum 15,2 Grad, Minimum heute nacht 2,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. April: abends 10,2 Grad; am 12. April: morgens 6,8 Grad. — Niederschläge 0,9 mm. — Sonnenscheindauer 4,9 Stunden. Die Morgenblätter betonen, daß sich die Anerkennung der Blockade nur auf Nordwe ft spanten bezieht, und daß sich im übrigen die Stel- lungnahme der englischen Regierung gegenüber General Franco nicht geändert habe. England hat den beiden Parteien in Spanien nicht die Rechte von Kriegführenden und damit auch unter normalen Umständen nicht das Recht einer Blockade zuerkannt. Die Blätter geben jedoch zu, daß es General Franco bei Bilbao gelungen ist, eine wirkungsvolle Blockade durchzuführen. Die in französischen Häfen wartenden britischen Handelsschiffe sind angewiesen, von der Fahrt nach Bilbao z u s e h e n. Die Insel Rumänien ■ Von unserem A.C.-Mitarbeiier. Englische Schnappschüsse Von unserem tbg.-Berichierstatier. britische Regierung erklärt, daß sie die Beendigung jeder ausländischen Einmischung in Spanien zu erzielen versucht habe. Sie habe das Vertrauen, das vom Nichteinmischungsausschuß erzielte Abkommen werde die Garantie geben, daß keine Munition und keine Freiwilligen Spanien mehr aus ausländischen Hafen erreichen würden. Die Frage der Zurück- ziehung der ausländischen Staatsangehörigen habe der Nichteinmischungsausschuß ernstlich erwogen. Die britische Regierung sei jedoch überzeugt, daß es im besten Interesse Spaniens llege, wenn sie ihre Anstrengungen daraus beschränke, die Nichteinmischung so vollständig wie nur möglich zu sichern. Sie sei der Ansicht, daß die anderen Fragen, die del Dayos erwähnt habe, bis zur Rückkehr friedlicher Zustände in Spanien warten sollten. „Die französische Antwortnote stellt zunächst fest, daß es das Ziel der französischen Politik sei, die völlige Nichteinmischung zu erreichen. Die französische Regierung habe vermerkt, daß sich Valencia mit der Möglichkeit einer politischen Regelung beschäftige, die sich besonders auf die Lage Spaniens in Nordafrika erstrecke. Eine Prüfung einer solchen Frage auf spanische Initiative konnte nur unternommen werden, wenn in Spanien di e Ordnung wiederhergestellt wäre. Es verstehe sich von selbst, daß die Lösung nur in Uebereinftimmung mit den in Kraft befindlichen Abmachungen gesucht werden könnte, die seit vielen Jahren Frankreich und Spanien an Marokko verbinden und deren harmonische Anwendung eine fruchtbare Zusammenarbeit in der Achtung der internationalen, auf dieses Land bezüglichen Verpflichtungen erlaubt habe. Bolschewistischer Angriff bei Madrid zusammengebrochen. Salamanca, 12. April. (DNB. Funkspruch.) Nach dem nationalen Heeresbericht griffen ander Front von Madrid die Bolschewisten nach Artillerie-Vorbereitungen mehrmals sehr heftig an, sie wurden aber völlig zurückgeschlagen. Bei einem Tankangriff der Bolschewisten fielen den nationalen Truppen sieben Tanks in die Hände. Am Cerro del Aguila und Cuesta de Per- dices kamen starke Kontingente ausländischer Bolschewisten zum Einsatz. Alle Angriffe endeten aber mit einer schweren Niederlage der Bolschewisten. Auch an den anderen Fronten wurden bolschewistische Angriffe zurückaeschlaaen, so an der Santander-Front und an der Avila-Front. Neuwahlen, neue Parteiherrschaft, außenpolitische Umstellung, gesellschaftliche Reformen zwecks Erneuerung der Staatsnation — das sind heute die Sorgen und Hoffnungen der Bukarester Salons wie der politischen Zirkel in Siebenbürgen und in der Bukowina. Das feit drei Jahren herrschende System der Liberalen rechnet ernstlich kaum mit seiner Fortsetzung nach den Wahlen. Aber auch unter den Erben fehlt sehr viel an Sicherheit und Klarheit. Alte Parteiführer der nationalzara- nistischen Bauernpartei, der Nachfolgerin der einstigen Konservativen, buhlen um die Gunst der Krone, während die jugendlichen Rechtsgruppen ihre überraschenden Siege ankündigen. Eine brennende Juden frage verbreitet sich als lohende Warnung im ganzen Lande. Im Zusammenhang mit ihr fordert der Bolschewismus jenseits des Dnjestr und in unberechenbaren Schichten des Kleinbauerntums immer lauter ein Ja oder ein Nein. Sein Weg zu den Balkanslawen führt über Rumänien. Dessen Bundesgenosse Frankreich mag ohne unmittelbare Gefahr auf ungeheure Entfernung mit Moskau fpielen, hier jedoch lehnt die kommunistische Brandfackel an der Haustür jeder Bauernhütte. Durch die jugoslawisch-bulgarische Einigung vom 24. Januar 1937 sieht sich das Rumänentum, dem die Wölfin des Romulus und Remus das erkorene Symbol der Rasse ist, eingekeilt zwischen den 170 Millionen Ostslawen, den Magyaren und dem neuen Gürtel der Balkanslawen, der im Westen 600 Kilometer Adriaküste, im Osten fast 300 Kilometer Küste des Schwarzen Meeres fein eigen nennt und südwärts vom dritten, dem Aegäifchen Meere, nur durch einen schmalen Streifen griechischen Staatsbesitzes getrennt erscheint. Der alte Gedanke einer Zollunion Jugoslawien-Bulgarien taucht neuerdings auf. Don den Erwerbstätigen Jugoslawiens sind 78 v. H. Bauern, in Bulgarien 76, in Rumänien 72,4 v. H. Im gegenwärtigen entscheidenden Zeitpunkte halten sich die rumänischen Staatsfinanzen und Wirtschaftsverhältnisse auf guter Höhe. Gegenüber einem Abgang von 700 Millionen Lei im Vorjahre weisen die Eingänge in diesem Jahr ein Mehr von über 200 Millionen aus. Die wertmäßige Steigerung der Einfuhr beträgt zehn, die der Ausfuhr sogar 45 v. H. Da 13 von den 18 Millionen Einwohnern auf den Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Auslande angewiesen sind, bedeutet die Anpassung der Land- und Forstwirtschaft sowie der Absatz der Rohstoffe eine empfindliche Lebensfrage der Volkswirtschaft. Rumänien steht aber auch vor großen völkischen hing des britischen Volkscharakters selbst vonnöten sein. Der Durchschnittsengländer nämlich ißt nicht, weil es ihm Freude macht, gut zu essen, sondern weil er die Einnahme einer Mahlzeit als notwendiges Uebel betrachtet, genau so wie der Autofahrer das Tanken. ' tbg. Kunst und Wissenschaft. Frankfurts neuer Generalmusikdirektor. Generalintendant Meißner hat den Generalmusikdirektor Franz Konwitschny in Freiburg i. Br. ab 1. August 1938 bis 31. August 1941 als Musikdirektor der Stadt Frankfurt a. M. verpflichtet. Deutsches Musikfest in Wiesbaden 1937. Die Reihe ihrer Beiträge zum „Festjahr deutscher Kultur" eröffnet die Kurstadt Wiesbaden mit einem „Deutschen Musikse st". Dieses Musikfest, dessen Konzerte Ende April abgehalten werden, bringt nur Werke der vier großen B. unter den deutschen Komponisten, Bach, Beethoven, Brahms und Bruckner. Die Gesamtleitung hat Generalmusikdirektor Carl Schuricht. Ausführende sind das Städtische Kurorchester, der Cäcilien-Derein und der Bach-Chor Wiesbaden sowie bekannte Solisten. Aus aller Wett. Zahllose Iren wollen das deutsche Schulschiff „Schleswig-Holstein" besichtigen. Das seit Freitag im Hafen von Kingstown liegende deutsche Schulschiff „Schleswig-Hol- ft e i n" war am Sonntag das Ziel von Hunderttausenden Schaulustiger aus allein Teilen Irlands. Nach einer Schätzung des Hafenmeisters besuchten im Laufe des Sonntags rund eine viertel Million Menschen den Hafen, um das deutsche Schiff zu sehen. Der Andrang war so gewaltig, daß Polizei die Menge mit Gewalt zurückhalten mußte. Schwere Sandstürme in Rordchina An der Lunghai-Bahn (Peiping—Hankau) richteten am Sonntag schwere Sandstürme, wie sie in solcher Stärke in den letzten 30 Jahren nicht aufgetreten sind, schwere Schäden an. Besonders stark mitgenommen wurden die großen Städte Dschengschou und Kaifengfuim Norden der Provinz H o n a n, mo sogar am Tage Licht gebrannt werden mußte. Der Eisenbahnverkehr ist stark behindert. Die Fernsprech- und Ueberlanöleitungen sind vielfach unterbrochen. Auch der Rundfunk ist gestört. Die Flugzeuge der Eurasia-Gesellschaft werden um das Sturmgebiet herumgeleitet. Schweres Explofionsunglück in einer tschechischen Sprengstofffabrik. In Zemtin bei Pardubitz kam es in einer Sprengstoff-Fabrik zu einer folgenschweren Explosion. Ein Gebäude ist völlig in Trümmer gegangen. Vier Personen sind noch verschüttet. Die Bergungsarbeiten wurden xsofort ausgenommen. Die Explosion entstand in einer Abteilung, in der Dynamit erzeugt wird. Die Namen der vier Verschütteten und einer großen Anzahl Schwerverletzter konnten bisher nicht festgestellt werden. London, 12. April. (DNB. Funkspruch.) Das englische Kabinett wurde am Sonntagabend überraschend zu einer Sondersitzung einberufen. Sie galt der Lage, die infolge der Blockade Bilbaos durch nationalspanische Flottenstreit- f r ä f t e entstanden ist. Mehrere englische Handels- schifte, die Bilbao anlaufen wollten, sind in französischen Häfen zurückgeblieben, die britische Motte konnte ihnen auch kein Geleit zusagen. Die englische Regierung hält diese Lage für besonders dringlich, was bereits darin zum Ausdruck kam, daß sie den Kreuzer „S h r o p s h i r e" und das Schlacht- schiff „H o o d" von Gibraltar nach den nordwestspanischen Gewässern entsandte, um die dort liegenden britischen Flottenstreitkräfte zu verstärken. Rach langer Besprechung kam die Regierung zu der Auffassung, daß ein Eingreifen britischer Kriegsschiffe in spanischen Territorial- gewäfsern nicht angebracht sei. Das bedeutet also, daß den englischen Handelsschiffen, die versuchen sollten, die Blockade General Francos bei Bilbao zu durchbrechen, keine Anter st ühung durch die englische Kriegsflotte gewährt wird. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschli»ßlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig. Del Vayos Landesverrat zurückgewiesen. Englands und Frankreichs Antworten auf das Marokko angebot Valencias. London, 11. April. (DNB.) Die britische Regierung veröffentlicht ihre Antwort auf das Schreiben der bolschewistischen Machthaber in Valencia vom 9. Februar, in der ein Angebot bezüglich der spanischen Marokkozone enthalten war, das angesichts seiner landesverräterischen Tendenz größtes Aufsehen erregt hat. Die einem Schuß Gin und einer Zitronenscheibe genießbar ist. Daß zu wenig Milch getrunken wird, ist den Engländern jetzt von höchster amtlicher Stelle bescheinigt worden. Ein eigens eingesetztes Komitee, dessen Aufgabe es war, der Regierung Ratschläge für die Ernährung des englischen Volkes zu geben, hat jetzt feine Ergebnisse veröffentlicht und fft zu dem Beschluß gelangt, die Propaganda für einen Mehrverbrauch von Milch durch einen neuen Feldzug im Herbst zu verstärken. Diese Propaganda hat auch volkswirtschaftlich ihren Sinn. Denn Milch gehört zu den ganz wenigen Produkten, die das englische Mutterland selbst zu fast 100 Prozent liefert. Nur die Kartoffel teilt den autarken Charakter der Milch. Dahinter folgen die Fische, die Gemüse, Eier und natürlich auch Schlagsahne und kondensierte Milch. 50 v. H. des Fleischverbrauches müssen aus dem Ausland bzw. aus den Dominien gedeckt werden. Bei Zucker und Käse betragen die entsprechenden Verhältniszahlen 70 und 80, bei den Früchten 80 und bei Getreide und Fetten 90 v. H. Essen — ein notwendiges Uebel. Aber ausschlaggebend ist für die Milchpropaganda die Erwägung, daß Milch und in zweiter Linie auch Eier heute noch nicht in dem Maße verbraucht werden, wie das vom gesundheitlichen Standpunkt aus erwünscht ist. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung selbst wird im allgemeinen als zufriedenstellend bezeichnet. Höchstens in den ärmeren Bevölkerungsklassen lasse hauptsächlich der Verbrauch von frischen Gemüsen zu wünschen übrig. Nun ist es mit den frischen Gemüsen eine eigene Sache. Im Grunde ist es den meisten Engländern, deren Frauen aus Bequemlichkeit Konserven vorziehen, nur in zweierlei Form bekannt: entweder als Wirsingkohl oder als Rosenkohl. Beide Kohlarten werden das ganze Jahr über zu jeder Mahlzeit gereicht, ganz gleich wie das Fleischgericht beschaffen ist. Die anderen Gemüsearten sind eine Angelegenheit der nach kontinentalem Muster eingerichteten Restaurants und Hotels; und auch hier bemüht man sich um eine bewußte Gleichförmigkeit, die dadurch erreicht wird, daß die gleiche Salzwasserbrühe für Kohl, wie für Erbsen, wie für Bohnen verwandt wird. Es mag fein — und einige Anzeichen deuten darauf hin, daß man sich in England um eine Art Renaissance der Kochkunst bemüht. Bisher besteht diese Renaissance mehr oder weniger darin, die französische Küche schlecht und recht zu kopieren. Für diese Dinge ist selbstverständlich der britische Gesundheitsminister, der die Untersuchung des oben genannten Komitees als außerordentlich wertvoll bezeichnet hat, nicht zuständig. Aber bei der Ernährung des Volkes kommt es ja nicht nur auf die Kalorien und Vitamine an, sondern auch darauf, „daß es schmeckt". Hier wird eine Wand- London, April 1937. Eton wird entthront. Wer verbände nicht mit dem Namen und der Gestalt eines britischen Diplomaten die Begriffe Eton und Oxford? Es schien eine Selbstverständlichkeit, daß ein britischer Botschafter, der sein Land in Berlin, Tokio, Rom oder sonst wo repräsentierte, die ehrwürdigsten der englischen Public Schools besucht hatte. Diese Vorstellung war wohl begründet. Von den 18 Botschaftern Großbritanniens vor dem Weltkriege waren 13 ehemalige Etonboys. Die übrigen kamen aus Rugby, Walling- ton und Harrow. Heute scheint Eton feine führende Rolle aufgegeben zu haben. Worauf dieser Wechsel zurückzu sichren ist, läßt sich im einzelnen schlecht feststellen. Zweifellos hat die Verschiebung der Vermögen wesentlich dazu beigetragen. Denn der Aufenthalt in Eton kostete mindestens 400 Pfund (zirka 5000 RM.) im Jahr. Aber auch die beruflichen Ansprüche sind höher geworden uiti) die Examen strenger. Immerhin waren von den 31 Legationssekretären und Legations- räten des britischen Außenamtes — sie führen hier den Titel 2. und 1. Sekretär —, die zwischen 1932 und 1935 ihren Dienst aufnahmen, zehn alte Etonians. Aber schon haben die Schulen in Rugby und Winchester je vier ihrer Zöglinge für den Außendienst bereitgestellt, und unter den übrigen finden sich Namen, die dem Diplomaten sonst weniger geläufig waren. Ja sogar die England Gram- mar School von Melbourne und das Royal Naval College in Dartmouth find vertreten. Zweifellos wird mit dieser Entthronung Etons eine gewisse Blutauffrischung verbunden sein. Wieder ober ist ein altes Stück britischer Tradition gefallen. Selbst der Weg an die Spitze des Foreign Office führt in Zukunft nicht mehr wie bisher über Eton und Oxford. 3u wenig Milch? Die Engländer trinken zu wenig Milch. Ob sie diese Eigenschaft mit anderen Nationen teilen, ent- zreht sich unserer Kenntnis. Statistisch steht jedenfalls fest, daß zum Beispiel in München mehr Milch getrunken wird als Bier. Doch davon abgesehen erhebt sich die Frage: Was trinken die Engländer? Diese Frage ist um so berechtigter, als der Verbrauch von Whisky seit dem Weltkriege um mehr als die Hälfte und der von Bier um fast em Drittel zurückgegangen ist. Tee allein kann den Ausfall der beiden genannten Getränke kaum ersetzt haben. So bleibt nur die Folgerung übrig, daß die Mehrheit des englischen Volkes ihren Durst mit künstlichem Mineralwasser löscht, für das die Firma Schweppes eifrig Reklame macht und zu dem auch das sogenannte „Tonicwater“ gehört, ein seltsames Gemisch, das nach Essigsauretonerde, Quinmnnde und „Sprudel" gleichzeitig schmeckt und das nur an heißen Sommertagen zusammen mit " reiner Schmierstoff Die Welt kennt nichts Besseres! Volkshallen-Linweihlmg in Wchenbom-SteinberZ Ligen Auftakt. Die Kapelle Schleuse wartete anschließend mit einer ausgezeichneten musikalischen Darbietung auf. Sodann begrüßte Bürgermeister Schäfer die Zahlreichen Festteilnehmer, insbesondere die Gäste aus dem Kreise der Partei und der Behörden. Nach einem Dorspruch, von einigen Kindern wiedergegeben, hielt Rektor Bender eine Ansprache, in der er im einzelnen darstellte, wie sich der Bau der Volkshalle, bzw. der Turnhalle, die Schaffung von Schulräumen, einer Lehrküche usw. aus lang empfundenen Notwendigkeiten heraus ergab. Er schilderte insbesondere die großen Vorteile, die im Interesse der Jugend mit der Schaffung dieser neuen Räume verbunden sind. Er schloß mit den Wünschen, daß die neuen Gebäude für lange Zeit bestehen, vielen Geschlechtern dienen möchten und allen, die hier ein- und ausgehen, zu reichem Segen werden möchten. Im Anschluß daran sprach Baumeister Löffler vom Hessischen Hochbauamt Gießen über die Entstehung des stattlichen Gebäudes. Er erinnerte an den ersten Spatenstich, gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß das Gebäude so rasch emporgewachsen sei und dankte schließlich allen Mithelfern an diesem Werk. In einem schönen Kästchen übergab er dem Bürgermeister die Schlüssel, die dieser mit herzlichen Worten des Dankes in Empfang nahm. Die eigentliche Weiherede hielt dann Bürgermeister Schäfer, der in vielen Einzelheiten die Entstehungsgeschichte der umfangreichen Bauten darstellte, und betonte besonders, daß es trotz vieler anderer Verpflichtungen der Gemeinde möglich geworden fei, diese Halle und die Schnlsäle nicht nur in so kurzer Zeit, sondern auch ohne jegliche lieben nähme von Schulden zu errichten. Er kennzeichnete das gesamte Werk als einen Musterbau, dankte dem Baumeister, dankte aber auch allen denjenigen, die durch Geldspenden, durch Fuhrleistungen, durch sreiwillige Mitarbeit bei Erdarbeiten mitgeholfen haben, er sagte den Formationen und Vereinen herzlichen Dank für ihre Mitarbeit, da sie fast ausschließlich bei schlechtem Wetter opferbereit an der Baustelle halfen. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich fast alle 800 Haushaltungen der Gemeinde in irgendwelcher Form an dem Werke beteiligten. In zäher Arbeit sei es gelungen, einen Bau zu erstellen, der nicht nur der Jugend, sondern auch der Volksgemeinschaft dienen solle. Möchten, so schloß er, die neuen Schulsäle eine stete Quelle der Bildung, der Saal aber eine Quelle der Volks- kultur und 'der körperlichen Ertüchtigung sein. Im weiteren Verlauf der Feier wurden der Gemeinde zu diesem neuen Werke zahlreiche Glückwünsche dargebracht. Zunächst sprach Kreisleiter Dr. Hildebrandt, der die Schaffung der Volkshalle als einen entsprechenden Beweis dessen darstellte, was eine Gemeinschaft zu leisten vermöge. Die Gemeinde Watzenborn-Steinberg könne auf diese Leistung stolz sein. Die Gemeinde habe ein Gebot der Stunde erfüllt und echt nationalsozialistische Aufbauarbeit geleistet, indem sie Werte für die Jugend schuf. Was für die Jugend geschehe, sei immer zukunftsträchtige Arbeit an Volk und Staat. Es gelte, die Jugend stark zu machen für die Aufgaben, die ihr erwachsen, wenn sie dereinst den Staat Adolf Hitlers tragen solle. Der Neubau sei in jeder Hinsicht zweckentsprechend und er hoffe, daß in diesen Räumen der Jugend alles vermittelt werde, was sie zu echten Volksgenossen werden lasse. Anderen Gemeinden möge dieses Werk ein Beispiel sein! In seinen weiteren Worten richtete der Redner die Gedanken auf die Größe unseres gesamtdeutschen Schicksals aus und stellte dabei heraus, daß es über die kleinen Nöte des Alltags die großen Forderungen des deutschen Volkes nicht zu vergessen gelte. Er forderte dazu auf, die Größe unserer Zeit zu erkennen, zusammenzustehen, treue Gefolgsmänner des Führers zu fein, damit er dos große Werk — Deutschlands unverbrüchliche Einheit — vollenden könne. Kreisdirektor Dr. Lotz übermittelte die Glückwünsche des Kreises und freute sich darüber, daß in gemeinschaftlichem Geiste alle Schwierigkeiten überwunden wurden, die dem Werke entgegenstanden. Er wünschte, daß die neue Halle ein Mittelpunkt und ein Zielpunkt für das Leben innerhalb der Gemeinde werden möge. Für das Kreisschulamt sprach Schulrat Nebe- l i n g, der herzliche Worte der Freude und der Dankbarkeit fand für das große Werk, das hier entstanden ist. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Lehrer, die hier zu wirken berufen seien, bis zum Letzten ihre Pflicht erfüllen möchten und durch sie ein starkes Geschlecht heranwachse, das an der Zukunft unseres Volkes mitzutragen vermöge. Der Führer des Sängerkreises Gießen, Müller- Gießen, begrüßte besonders im Namen der Sänger die Schaffung der Volkshalle, die nunmehr den zahlreichen heimischen Sängern die Möglichkeit gebe, in breitestem Kreise und vor vielen Volksgenossen Liedpflege zu treiben. Seine Worte fanden einen schönen Abschluß mit dem von den Sängern gemeinsam intonierten Sängergruß. Für den Reichsbund für Leibesübungen sprach Kamerad D a u p e r t, Wieseck, der Gemeinde herzliche Glückwünsche aus und betonte, daß der Raum dazu beitragen möge, daß in Watzenborn-Steinberg ein kräftiges Geschlecht heranwachse. Dberforftmeifter Nicolaus sprach für die Heimatvereinigung Schiffenberg in unterhaltsamer Weise über die engen geschichtlichen Verbindungen, die zwischen dem Schiffenberg und der Gemeinde Watzenborn-Steinberg bestehen; er übermittelte herzliche Glückwünsche und gab gleichzeitig von einer 100-Mark-Stiftung Kenntnis, die die Heimatvereinigung für die Ausgestaltung der Volkshalle der Gemeinde zur Verfügung stelle. Watzenborn - Steinberg II. April. Die hiesige Gemeinde hatte gestern einen großen Tag. Die neu erbaute Volkshalle, eine Gemeinschoftsleistung der gesamten Bevölkerung, konnte ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Feier nahm einen würdigen Verlauf. Um die Mittagsstunde und lange vor Beginn füllte sich die schöne, freundlich - helle Halle fast bis aus den letzten Platz. Die Bühne war mit frischem Grün, mit den Hoheitszeichen der Partei und mit einem Bildnis des Führers prächtig geschmückt. Eine große Chordarbietung, gemeinsam gesungen von den Sängern der fünf Bürgermeister Schäfer bei feiner Ansprache zur Volkshallenweihe. Wung: temcr (Ausnah'me: Neuner, Gießener Anzeiger.) Harnisch, Watzenborn - Steinberg), bildete für die Feier einen ebenso eindrucksvollen, wie wür- Kurze Worte des Glückwunsches fand ferner der Kreisfuhrer des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat Georg Heß- Leihgestern, der dem Wunsche Ausdruck gab, daß die Halle eine Pflegestätte echten deutschen Volkstums sein möge. Nachdem noch für die Sänger von Watzenborn-Steinberg der Vorsitzende des Gesangvereins „Eintracht", Ruckels- hausen, für die Errichtung der Halle Dank gesagt hatte, sprach Ortsgruppenleiter Philipp das Schlußwort, indem er besonders darauf hinwies, daß ein solches großes Werk vor der Machtergreifung des Führers für die Gemeinde Watzenborn- Steinberg niemals möglich gewesen wäre. Sem Schlußwort klang aus in einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf Führer, Volk und Vaterland. Mit dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes wie des Horst-Wessel-Liedes, 'sowie mit einer Ausbringung der Fahne sand die Weihefeier ihren Abschluß. Nach einer Pause fand in der Halle noch em gro- ßes Konzert statt, das von den fünf Gefangner- einen des Ortes ausgestaltet worden mar. Musikalische Darbietungen und turnerische Vorführungen trugen außerdem zur Vervollständigung des Programms bei. Aus -er engeren Heimat. Tödlicher Autounfall des Bannführers Oillemuth. NSG. Der Stgndortfiihrer der Frankfurter Hitlerjugend, Bannführer Dille rnuth, hat in der Nacht zum 10. April in der Nähe von Oberursel einen schweren Autounfall erlitten. Er e r - l a g einige Stunden nach dem Unfall im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Möbelpacker zu Tode gequetscht. Bad-Nauheim, 11. April. (Lpd.) Der 53jäh- rige Möbelpacker Georg Schröter, der bei einer Bad-Nauheimer Transportfirma beschäftigt war, ist bei der Arbeit tödlich verunglückt. Die Firma hatte einen Transport nach Mainz, bet dem Schröter von dem Anhänger so schwer gequetscht wurde, daß er nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus verschied. Landkreis Gießen. * Oppenrod, 12. April. Bei einem Spaziergang im Dorf verunglückte am gestrigen Sonntag ein älterer Mann, der infolge eines Fehltritts zu Fall kam und einen Kniescheibenbruch davontrug. Der Bedauernswerte mußte nach Gießen in die Klinik gebracht werden. * Alten-Buseck, 12. April. Die hiesige M ö - delwerkstätten Albert Müller, Stein- straße 14, konnten dieser Tage auf ihr 100jäh- r i g e 5 Bestehen zurückblicken. Die von dem Großvater des jetzigen Inhabers, Philipp Müller, vor 100 Jahren gegründete Firma befindet sich feit jenem Tage ununterbrochen im Familienbefitz und ist durch ihre Jnnenarbeiten weithin in der Umgegend zu bester Wertschätzung gelangt. <£ Großen-Linden, 10. April. Der Eisenbahnzugführer i. R. August Anschütz hierfelbst feierte heute feinen 8 0. Geburtstag bei bester Gesundheit und körperlicher Frische. Von der Reichs- bahnverwaltung, in deren Dienst er lange Jahre gestanden hatte, wurden ihm Glückwunschschreiben und ein Geschenk überreicht. oo Eberstadt, 10. April. Die hiesige Landwirtsfrau E. Zimmer fiel beim Futterholen für das Vieh fo unglücklich in der Scheune von einer Leiter, daß sie einen komplizierten Beinbruch davontrug und sofort ärztliche Hilfe in Anspruch'nehmen mußte. Sie wird für einige Zeit im Krankenhaus bleiben müssen. ± Hungen, 11. April. Hier fand die Besichtigung und Bewertung der Zuchtböcke der Gemeinden und G e s e l l s ch a f t s f ch ä f e - r e i e n , sowie privater Schafhaltungen des Bezirks Hungen durch das Tierzuchtamt Gießen statt, deren Ergebnis ein sehr gutes war und von den maßgebenden Persönlichkeiten besonders anerkannt wurde. Es wurde nur ein Bock einer Privatschäferei abgefört. Ganz besonders fielen die prächtigen Schafböcke der Stammherden der Gutshöfe Utphe und Lich auf. Ein erfreulicher Beweis dafür, daß man auch in den Gemeinden den Wert der Schafzucht immer mehr erkannt hat, war das von diesen zur Vorführung gebrachte Material an Zuchtböcken. Kreis Schotten. □ Laubach, 10. April. Am Donnerstag erfolgte die Aufnahme der S ch u l r c f r u t e n in die Volksschule. Insgesamt 21 Kinder, und zwar 8 Knaben und 13 Mädchen, traten den ersten Schulweg an. — Das Saar - Volkstheater Rausch aus Saarbrücken gastiert seit einer Woche in unserem Städtchen. Alle Vorstellungen erfreuen sich eines sehr guten Besuchs. Gelnhausen senkt die Bürgersteuer Lpd. Gelnhausen, 10. April. Erstmals ist es gelungen, den Haushaltsplan ohne Fehlbetrag zu verabschieden. Er schließt für das Rj. 1937 mit 839 000 Mk. ab. Die Bürger st euer wurde von 700 v. H. auf 500 v. H. des 'Reichssatzes gesenkt. Raubüberfall in Frankfurt. Frankfurt a. M., 10. April. (Lpd.) In einer der letzten Nächte wurde ein Kaufmann im Grüneburgpark von zwei Männern angehalten und nach kurzem Wortwechsel zu Boden geschlagen. Einer der Täter warf sich auf sein Opfer und würgte es am Halse, während der andere diesem die Taschen durchsuchte und die Armbanduhr mit Gewalt abriß. Der UeberfaUene setzte sich aber kräftig zu Wehr, so daß die Täter von ihrem Opfer ablassen mußten. Sie versuchten zu flüchten, wurden aber fest gehalten und ihre Personalien von einem hinzukommenden Angestellten der Wach- und Schließgesellschaft festgestellt. Man ließ sie wieder laufen, doch konnten sie noch in der gleichen Nacht durch die Polizei fest genommen werden. Es handelt sich um zwei junge Männer, die sich nachts in den Anlagen umhertreiben in der Absicht, UeberfäUe zu begehen. Die Täter wurden dem Amtsgericht vorgeführt. Zuchthaus für Falschmünzer. Mainz, 10. April. (Lpd.) Vor der Großen Strafkammer wurde gegen das Ehepaar Franz und Franziska B e t h und den 45jährigen Ludwig W e - b e r, alle aus Worms, wegen Münzverbre» ch e n 5 verhandelt. Weber hatte auf Anregung der Beth und gemeinsam mit dem Ehepaar falsche Fünfmark st ücke hergestellt und in den Verkehr gebracht. Die von Weber hergestellten Falschstücke wurden auf etwa 2500 Stück geschätzt. Gemäß dem Antrag des Staatsanwalts wurde gegen Weber wegen fortgesetzten schweren Münzverbrechens in zwei Fällen und in einem Fall gemeinsam mit den Eheleuten Beth auf insgesamt sieben Jahre Zuchthaus, zehn Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht erkannt, gegen die Eheleute Beth wegen gemeinsam mit Weber in fortgesetzter Tat begangenen schweren Münzverbrechens auf je zwei Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Falfchftücke und Material wurden ein- gezogen. Neue Beitragsmarken in der Angestelltenversicherung. Vom 1. Mai 1937 an werden neue Beitragsmarken der Angestelltenversicherung ausgegeben, die in der gleichen Ausstattung und der gleichen Farbe gefertigt sind wie bisher, aber an Stelle des alten Reichadlers das Hoheitszeichen des Reichs tragen. Die bisherigen Marken werden nur bis zum 30 April 1937 verkauft. Wer nach diesem Zeitpunkt noch Beiträge für die Zeit vor dem 1. Mai 1937 zu entrichten hat, erhält nur noch die neuen Marken. Die bisherigen Beitragsmarken können auch n-ad) dem 30. April für die Beitragsentrichtung bis 30. Juni 1937 verwendet werden. Unbeschädigte Stücke der bisherigen Marken können bei der Poft bis zum 30. September 1937 gegen neue Beitragsmarken der Angestelltenversicherung umgetauscht werden. Der heutigen Ausgabe des Gieß. Anzeigers liegt ein Werbeblatt des Rheinischen Braunkohlen* Syndikats, Köln, bei. 257oV ZurAaswertung bestehender Verträge mit Industrie- und Gewerbekreisen wird von großer und angesehener Lebens- und Sachversicherungs-Gesellschaft ein Hauptvertreter gesucht Die Tätigkeit wird durch einführende Werbung, durch gute Sachbearbeiter und evtl, feste Bezüge wesentlich erleichtert. Das bestehende Inkasso kann übertragen werden. 2s6flV Wir erbitten ausführliche Angebote unter 0. P. 874 an Heinr. Eisler Nacht., Frankfurt a. HL Geschättsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr. 7 | Vermietungen"! Ludwig Haas Gießen Plockstr.7 Gießen 15-203tr.yrima Wiesenheu und 20—30 Str. prima Stroh Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! 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April 1937, abends 8 Uhr, Universitätsaula / Neuntes Konzert Violinabend Vasa Prihoda Am Flügel: Otto A. Graef. Werke vonBeethoven, Bach, Mozart Paganini u.a. Der Bechstein - Konzertflügel ist vom Pianohaus Schönau. Eintrittskarten: RM. 1 —, 1.50, 2.25 und 3.— bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pf. bei Herrn Sekretär Ritter und im Studentenheim. 2562 D Am 10. April verstarb nach kurzem Kranksein unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder und Schwager Herr Karl Lenz im Alter von nahezu 63 Jahren Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Willy Lenz Familie Hanns Lenz Gieren (Liebigstraße 101), Zwickau, den 12. April 1937 Die Trauerteier findet am Dienstag, dem 13. April, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt 01901 Statt Karten Oie Geburt eines Sonntagsjungen zeigen voll Freude an Gerichtsassessor Ludwig Rumpf und Frau Toni, geb. Gilbert Gießen, Löbersfraße 4 I Kath. Schwesternhaus 11. April 1937 01907 Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Verschiedenes 1000 bis 1500301. auf Objekt als 1. Hypothek zu leihen gesucht. Schriftl. Angeb. unt.01900 a.den Gieß.Anz.erbet. | Vereine | OTOD IMIiMllg. Diese WocheBe- ginn des Bahn-Tiainings Trainingstage: Dienstags und Donnerstags ab 6 Uhr abends Sonntag, vorm. ab 10 Uhr. Regelmäßig.Besuch wird allen Aktiven,Jugendlichen und Mitgliedern der Frauenabteilung zur Pflicht gemacht. 2668D -'-.'-ri'.'WMZi ZMMU/iÄ : Im Taumel des kalifornischen Goldrausches : - das phantastische Schicksal eines kühnen jKämpfers — Ein Abenteurerfilm von unerhörten Ausmaßen | Lichtspielhaus! Heute Montag: Der Rächer HauptrollenI WARNER BAXTER Ann Loring, Bruce Cabot Ein Film von hinreißender Wirkung! In deutscher Sprachei Beiprogramm: „ManischerFrühling“ „Fox-Ton-Woche“ 2560 a lir.SI Ws Zu den di- ‘ blümche"' «eib-,°d di-gelb- zu W Lie mit seinem nenstrahld inl-rS» w "ch boten. l chen, sie alle volkstümln Schweden kragen und mit einer I der MH« den Names manische" diesen NalN zurück und Grasland. Beim sestlm die Becher: schmückt. Außer sei von jeher b> sprachen und altersher eim hundert hieß len „Driede Volksliedern das Orakel, befragt wir Blättchen q mit Schmer mir lassen, , Alpenlande: zeit Han, ins mit sehr knc bensläuse he Die Volkbesondere ch und Lungen! man einen l daß man e der Brust I ihm: „Das Brust-, Wui Wirkung tu: zwei Tage i eingesammel hitziges Fiel Blumen abi Mayen" ges< ihnen Herges regen, sondei Der Glaube lieb noch die ein. Auch ab Heilkraft — wordene Am Maßliebchen' geben. Zu iit durften aber i Mrden. So ir'agi d eine Kile m Hoffnung qu voll blühend Augentrost f verzichtet, ft Gies Hermann, Ortsgrupp Zellenabend Hof", für 3 bninus", Wi Die beiden w« S Falles ( Kte Uüb F'ben5lt«s be ’fV" tSft! M'i Siek iy,-: s A sjrssr fen „ Mi '•«sS ?Us der ?'° 9«nä m »"dd^der K Nr. 84 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, U.April ^937 Auslande verlegt, soweit wir sehen ganz dem ernsten in ein Gebiet also, das bisher, können, der Operette fremd und Schrifttum Vorbehalten war. * der Chef gleich nach Dienstbeginn zu einem Ae- richt befohlen. Ein Wunder .übrigens, daß der Friseur, beeinflußt von den üblen Strahlen seines Pechtages, ihm nicht die Kehle anschnitt. Aber erstaunlicherweise geschah nichts Böses mehr. Denn die ganze Tücke des Schicksals wartete noch, was Frau Ku- naths Mieter nicht ahnen konnte. Sonst wäre er wohl nicht so elastisch, in beinahe aufkommender guter Stimmung, über die Straße geeilt. Auf der Brücke griff er nach seinen Handschuhen, um sie anzuziehen. Es waren schöne Handschuhe, sein ganzer Stolz: gelbes Schweinsleder, Weihnachtsgeschenk von einem hübschen blonden Mädchen. Das heißt: es waren zwei schöne Handschuhe gewesen Denn nun fand sich nur noch einer. Obwohl Frau Kunaths Mieter sich deutlich erinnerte, beim Friseur alle beide in die rechte Tasche seines Ulsters gesteckt zu haben. Und hier geschah es, daß der junge Mann zum drittenmal lästerlich fluchte. Er fluchte so inbrünstig und laut und sah so bösartig dabei aus, daß zwei ältere Damen verängstigt einen großen Haken um ihn schlugen. Aber dann überkam ihn ein herrlicher, lodernder Zorn. Man sollte nun etwas entzwei- schlagen! dachte er entfesselt. Irgendwie seine ohnmächtige Wut auf diese Kette von Mißgeschicken austoben. Und er griff den Hinterbliebenen Handschuh, packte ihn wie der Diskuswerfer feine Scheibe und jagte das hellgelbe Leder unter höhnischem Auf- lachen im Bogen in den Kanal. „So!" sagte er wunderbar erleichtert. In diesem Augenblick tippte jemand gegen seine Schulter, und eine zarte Stimme bemerkte freundlich: „Sie haben etwas verloren!" Was aber lag hinter Frau Kunaths Mieter urtb hatte alle fünf gelben Leder- finger vorwurfsvoll von sich gereckt:' der andere Handschuh! Mit dem nächsten Autobus fuhr ein niedergeschlagener junger Mann in sein Büro. Die Handlung — Text von Hermecke — spielt zunächst in einem eleganten Nachtlokal in Bukarest, später auf einem deutschen Bauernhof und in einem Dorf in Siebenbürgen. Das treibende und eigentlich dramatische Element der Handlung bildet der Kampf um den Besitz des Hofes, welcher der deutschen Bauerntochter Dorothee gehört. Ein land- hungriger, reicher rumänischer Grundbesitzer sucht den Hof in seine Hand zu bekommen, indem er die Verlobung seines Sohnes mit Dorothee betreibt. Die Heirat, die ein ausgesprochenes und übles Geschäft sein würde, scheitert schließlich am Willen und dem Verantwortungsbewußtsein des deutschen Verwalters, der den Rumänen entgegenarbeitet, den Hof dem Deutschtum erhält und die Dorothee für sich gewinnt. * Ein Thema, wie man sieht, das an sich eher wie ein Romanstoff anmutet und für ein Libretto nur brauchbar gemacht werden konnte, indem das volkspolitische Thema mit einer Liebesgeschichte verknüpft und mit dem episodischen und figürlichen Beiwerk der Operette alten Stils ausgeschmückt wurde. Zugleich erhielt das Ganze — am glücklichsten und ausgeprägtesten im Mittelakt — einen volksstückmäßigen Einschlag. Ebenso wie sich das Buch aus der Gegensätzlichkeit der Parteien entwickelt, ist auch die Partitur ganz auf der Kontrastwirkung zwischen der deutschen und der rumänischen Sphäre aufgebaut; daß sie der reinen Sprechszene für Operettenbegriffe verhältnismäßig viel Raum gibt, mag in der neuartigen Themenwahl und in dem Bestreben begründet sein, den im Stofflichen gegebenen, ernsten Unterton im operettenhasten Intrigenspiel und der aus-. Gießener Gtadttheater. Hermann Hermecke und Arno Betterling: „Die Dorothee". Die beiden Verfasser der neuen Operette haben den Versuch unternommen, einer theatralischen Gattung, die in viel ausgeprägterem Maße als etwa das Schauspiel in einer festgefügten und schwer zu durchbrechenden Tradition verfangen ist, neues Blut zuzuführen. Das äußert sich weniger in der musikalischen Gestaltung und im dramaturgischen Schema Hauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Gießen Zeitschnffen. — In dem Artikel „Umhüllung und Kleidung des Säuglings", der vierten Folge der Artikelserie „100 Worte Säuglingspflege", der im April-Heft der Zeitschrift „Mutter und Kind" (Verlag Staude, Berlin W 30) erschienen ist, werden alle Fragen der Säuglingsbekleidung eingehend behandelt. Auch der übrige Inhalt des Heftes, das reich bebildert ist, bringt allerlei Interessantes und Wissenswertes für die junge Mutter. Aus der Stadt Gießen. Das Orakelblümchen. Zu den ersten Frühlingsboten aus dem Blumenreich, die unser Auge entzücken, gehört das Gänseblümchen, jenes reizende Wiesenblümchen, dessen weiße oder rot-weiß abschattierte Blütenblättchen die gelbe Mitte strahlenförmig umkränzen. Es zählt zu beji Lieblingen ber Menschen überall, wo es sie mit seinem unermüblichen Blühen vom ersten Sonnenstrahl bis tief in den Herbst hinein erfreut. Schon in der Vielfalt der Namen, die das Blümchen trägt, zeigt sich diese Vorliebe für den kleinen Frühlingsboten. Tausendschönchen, Augenblümchen, Maßliebchen, Winterkrönchen, Maiensüß, Konrädchen — sie alle bezeichnen das gleiche Blümchen, . dessen volkstümlichster Name Gänseblümchen heißt. In Schweden nennt man es „prästkrage" = Priesterkragen und vergleicht damit den Blütenblätterkranz mit einer feingefältelten Spitze, wie sie die Kragen der Chorherren umsäumen In England trägt es den Namen „daisy", d. h. Tagesauge. Unfern germanischen Vorfahren galt das „matelief" — auf diesen Namen geht unsere Bezeichnung Maßliebchen zurück und bedeutet: Blümlein, daß die mate, das Grasland, liebt — als der Göttin Ostara geweiht. Beim festlichen Mahl zu Ehren der Göttin wurden die Becher mit einem Kranz von Maßliebchen geschmückt. Außer seinem Liebreiz wurden dem Blümchen von jeher besondere Zauber- und Heilkräfte zugesprochen und besonders als Liebesorakel hat es von altersher eine wichtige Rolle gespielt. Im 13. Jahrhundert hieß die Blume um dieser Bedeutung willen „Driedelsauge" (Auge des Geliebten). In Volksliedern des 16. Jahrunderts erklingt bereits das Orakel, nach dem das Blümchen auch heute noch befragt wird, während man ihm Blättchen um Blättchen auszupft: „Er liebt mich, von Herzen, mit Schmerzen, über alle Maßen, kann nicht von mir lassen, ein wenig, gar nicht." Im bayerischen Alpenlande hört man die Worte: „Ledig sein, Hochzeit hau, ins Klösterle gan, schwarzer Schrein", womit sehr knapp und charakteristisch menschliche Le-, bensläufe hergezählt werden. Die Volksmedizin schrieb dem Gänseblümchen besondere Heilkräfte zu. Namentlich gegen Brust- und Lungenschmerzen sollte es gut fein, fei es, daß man einen Absud von Gänseblümchen trank, sei es daß man ein Beutelchen getrockneter Blüten auf der Brust trug. Ein altes Kräuterbuch sagt von ihm: „Das Maßlieb ist ein gut Leber-, Milz-, Brust-, Wund- und Gichtkräutlein, so immer feine Wirkung tut." Weiter heißt es: „Blüten im Juni zwei Tage vor Vollmond in der Abenddämmerung eingesammelt, geben einen Tee, der gut ist gegen hitziges Fieber und Darmentzündung." Waren die Blumen aber mitsamt den Wurzeln „mitten im Mayen" gesammelt und getrocknet, so sollte ein aus ihnen hergestellter Aufguß nicht nur die Eßlust anregen, sondern sogar — zerbrochene Rippen heilen. Der Glaube an diese Heilwirkung trug dem Maßlieb noch die Namen „Beinwell" ober ,^Knochenheil" ein. Auch als „Augentrost" entwickelte es besonbere Heilkraft — vom Weinen mübe unb schwach geworbene Augen sollte ein Abguß von getrockneten Maßliebchen neuen Glanz unb neue Sehstärke geben. Zu biesem Zweck zu verwenbenbe Blümchen dursten aber nur im Zeichen ber „Waage" gepflückt werden. So trägt das kleine unb unscheinbare Blümchen eine Fülle menschlicher Zuneigung unb menschlicher Hoffnung auf seinem zarten Stenael Eine Wiese voll blühender Maßliebchen aber ist jedenfalls ein Augentrost für den Betrachter, auch wenn er darauf verzichtet, sie als Augenwasser anzuwenden. Vornotizen Tageskalender für Montag. Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP.: 20 Uhr Zellenabend für Zellen 1 bis 5 im „Frankfurter Hof", für Zellen 6 bis 10 im Restaurant „Gam- brikrus", Wetzsteingasse. — Stadttheater: 20 Uhr des Aktbaues als in der Stoffwahl. Die Fabel, an sich frei und phantasievoll erfunden, ist in den Lebenskreis des Deutschtums im Pech. Von Edith Züberi. Man soll feinen Tag nicht mit einem greulichen Fluch beginnen! Klar, daß sich solche Entgleisung ms Sündhafte rachen muß. Immerhin hatte Frau Kunaths Mieter, ein von Hause aus wohlerzogener und besonnener junger Mann, für diese Tempera - mentsaufwallung am frühen Morgen einen einleuchtenden Grund. Als er, noch umfangen von einem sanft verdämmernden Schlummer, blind und verstört nach seinem unfein aufbrüllenden Wecker Astete, krachte und klirrte es auf dem Tisch. Gleich darauf polterte es dumpf zu Boden. Und was Frau Kunaths Untermieter, nunmehr völlig wachen Blicks, kontrollieren durfte, waren die Splitter von zweimal Uhrenglas: das vom Wecker, der unverdrossen weiter lärmte, und das von der Taschenuhr, die ihr Ticken unter ber Wucht des ersteren eingestellt hatte. Durch solche ärgerlichen Geschehnisse am frühen Morgen pflegen sich Pechtaqe anzukündigen. Und deswegen fluchte Frau Kunaths Mieter' auch so laut und so lange. Als er gleich darauf, immer noch brabbelnd und murrend, über den finsteren Korridor zum Badezimmer stolperte, griff der böse Zufall abermals nach seinem Opfer. Frau Kunaths Mieter stieß nämlich mit dem Schienbein schmerzhaft gegen etwas Hartes, tückisch mitten in den Weg Gebautes, brach in die Knie und brachte den Auf- wischeimer zur Strecke, dessen eiskaltes Wasser sich sogleich über den empört aufschreienden jungen Mann ergoß. Daß ein Mensch nach solchem Auftakt für die ohnehin leidige Prozedur des Rasierens keine ruhige Hand mehr mitbringen kann, ist schließlich überzeugend. Ein herzhafter Schnitt in die rechte Wange veranlaßte den zum zweiten Male fluchenden jungen Mann seine linke unrasierte Gesichts- halfte nunmehr dem Friseur anzuvertrauen. Um dem Büro nahe zu sein, hatte Frau Kunaths Untermieter den Friseur in der Stadt auserkoren. Leider schwankte der Autobus gerade um die Ecke und kehrte dem Heranstürmenden schadenfroh ein sowieso überfülltes Hinterteil zu. Dann also auf zum Friseur in der Seitenstraße! So früh am Morgen würde doch wohl kaum jemand auf Bedienung warten. So früh am Morgen harrten indessen bereits mehrere des Rasierens und maßen sich gegenseitig mit finsteren Blicken. Ergeben ließ sich der nervöse junge Mann in -einen Rohrsessel und hinter eine Auto-Zeitschrift sinken. Zu spät kam er nun doch! Pech über Pech! Denn ausgerechnet heute hatte ihn Nachdem der bisherige Vorsitzende Dr. Tempel infolge Persetzung unsere Stadt verlassen hat, mußte der langjährige Vereinsoorsitzende Universitäts- gartenmspektor a. D. Rehnelt wieder die Füh- run9 der im Obst- und Gartenbauverein zusammen- ge chlossenen Gießener Obst- und Kleingärtner übernehmen. Für die diesjährige Hauptversammlung am gestrigen Sonntagnachmittag im Hopfeld hatte der Verein Gartendirektor Lange (Frankfurt a. M.) für einen aufschlußreichen Vortrag über die „Früh- lahrsarbeiten im Garten" gewonnen. Ausgehend von dem Grundgedanken eines solchen Beginnens, besprach der Vortragende zunächst die sehr wichtige Bodenbehandlung. Der Redner machte verständlich, daß jede neue Ernte dem Boden Kräfte entzieht, die ersetzt werden müssen, wenn der Boden nicht an Wachstumswerten verlieren soll und wenn von ihm neue Erträge erwartet werden. Neben den künstlichen Düngemitteln, ohne die ein Gartenbesitzer kaum auskommt, sind es insbesondere die natürlichen Dünger, die den Boden der Gärten ertragreich gestalten. In erster Linie sind es pflanzliche Dungstoffe, die der Boden haben muß und die zu bereiten der Redner aus feiner praktischen Erfahrung viele wertvolle Anregungen gab. Sehr eingehend schilderte der Redner das Änbringen des Düngers im Boden, damit der Boden den ihm zu- gedachten Nutzen empfängt. Sodann besprach er ausführlich die Maßnahmen zur Herstellung der Bodengare eines durchlüfteten Gartenbodens, der durch richtige Behandlung ausreichende Nährstoffe anreichert, die wieder den Pflanzen zum Vorteil sind. Sehr anschaulich machte Direktor Lange verständlich, wie notwendig es ist und wie einfach es fein kann, dem Boden Humus zuzuführen. Ex sprach davon, daß der Boden keine tote Masse ist, „Der Opernball" (NSG. „Kraft durch Freude"). — Gloria-Pafast, Seltersweg: „Der Herrscher". —- Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Rächer". — Kaufmännischer Verein: 20.30 Uhr Hauptversammlung im Vereinshaus. westdeutsche Erstaufführung „Stille Gäste". Am Freitag, 16. April, findet im Stadttheater Gießen die Erstaufführung der Komödie „Stille Gäste" von Richard Billinger statt. Diese Ausführung ist die westdeutsche Erstaufführung der Komödie. Die Spielleitung führt Wolfgang Kühne. Gießener konzerkverein. An Stelle des erst vorgesehenen Konzertes bringt der Konzertverein am nächsten Sonntagabend als neuntes Abonnementskonzert den polnischen Violinvirtuosen Vasa Prihoda. Das Konzert findet in der Neuen Aula der Universität statt. NSDAP, und NGD Gießen-Ost. Die Geschäftsstelle der Ortsgruppe Gießen-Ost befindet sich jetzt K a i s e r a l l e e 2. Dienststunden: Dienstags und Freitags von 20 bis 22 Uhr, und Sprechstunden des NS.-Beraters jeden ersten und dritten Freitag im Monat van 20 bis 22 Uhr. Delr. Lebensmittel'Opferring. Die Sammlung wird Dienstag, 13., und Mittwoch, 14. April, von der NS.-Frauenfchast durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die Pfundspenden während des Sommerhalbjahres dem Hilfswerk „Mutter und Kind" zugute kommen sowie für die Unterstützung der Zeltlager Verwen- gelassenen Volksstück-Lustigkeit mitschwingen zu lassen. Während sich die musikalische Einkleidung der Bukarester Gesellschastsszene durchaus etwa im Stil der älteren Wiener Operette bewegt, ist die Instrumentierung des auf dem Siebenbürger Hof der Dorothee spielenden zweiten Aktes in bewußtem Kontrast hierzu auf die schlichte Sangbarkeit und unkomplizierte Melodieführung von Volkslied und Trachtentanz gestimmt. Mit dem Duett „Marie, Marie" ist dem Komponisten Vetter ling etwas wirklich Hübsches gelungen: ungefähr auf dieser Linie könnte sich auch kompositionell ein neuer Operettenstil herausbilden. * Herrn W r e d e s Spielleitung arbeitete die Gegensätzlichkeit der Handlungsträger kräftig heraus und fand theatralisch einen gerechten Ausgleich zwischen den ernsthaften und den ungebunden heiteren Elementen, vor allem im Mittelakt, dessen helle Farbigkeit durch Herrn Löfflers Bühnenbild und die Kostümentwürfe (Buchner und E n d r i ch) sinnfällig unterstrichen wurde. Die Partitur stellte der Musizierfreudigkeit des von Herrn Hampel sauber dirigierten Orchesters dankbare Aufgaben und brachte auch die frisch und exakt arbeitende Tanzgruppe (Einstudierung: Frl. Zenner) zur Geltung. ♦ Fräulein Laskus sang die Dorothee mit temperamentvollem Einsatz in der Gesellschaftsszene, später mit herzlicher Schlichtheit, die innere Wandlung der Gestalt auch darstellerisch geschickt entwickelnd. Herr Waltz gab dem Gutsverwalter einen über das übliche Opexettenmaß hinausreichenden Charakterumriß und stützte die von der Rolle ausgehende Wirkung auch gesanglich recht ansprechend. Die volkstümlichsten Figuren des Stückes stellten Frl. Gerhardt (Ursula) und Herr Hub (Bemm- rich), der in abenteuerlicher Verkleidung als sächsischer Weltreisender erschien, mit „Holzgas" die Bühne zu vernebeln drohte und die ernsteren Probleme des Stückes auf drastisch-erfolgreiche Weise ehestifterisch in Angriff nahm; die Komik feiner Worte und Gebärden war von unmittelbarer Wirkung. Frl. F o r n a l l a z und Herr Lindt fanden in Dialog, Gesang und Tanz Gelegenheit zur Entfaltung eines parodistisch-grotesken Humors. Herr Ku en spielte den Maniu angenehm verhalten, auch musikalisch sehr gepflegt. Vom großen Ensemble seien noch die Herren Forstner, Geiger und Walter genannt. * Die Neuerscheinung wurde mit allen Zeichen eines ausgesprochenen Publikumserfolges entgegengenommen. Hans Thyriot. düng finden, und ich bitte, die Mitgliedschaft während des ganzen Jahres aufrechtzuerhalten. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Vetr. Pfundsammlung. Arn Mittwoch, 14. April, werden die Spenden (Pfundsammlung) durch die NS.-Frauenschaft ein- aesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen und die Mitgliedskarten zur Einzeich- nung bereitzuhalten. 70. Militciriubiläum. Am morgigen 13. April kann der in Gießen, Keplerstraße 7, wohnende Oberst a. D. Naumann, der älteste der ehemaligen 116er - Offiziere, die 70. Wiederkehr des Tages feines Diensteintritts in die deutsche Armee begehen. Der heute fast 88 Jahre alte Herr wurde am 13. Juli 1849 geboren und trat am 13. April 1867 im Großh. Hess Arttllenekorps in den Militärdienst ein. Er wurde dann zu dem damaligen 2. Hess. Infanterie-Regiment, den späteren 116ern, versetzt und machte 'in diesem Verbände den Krieg von 1870/71 mit. Er wurde als Fähnrich in der Schlacht bei Gravelotte- St. Privat bei der Erstürmung der Ferme Cham- penvls durch einen Schuß in den rechten Oberarm schwer verwundet. Die Erstürmung dieser Ferme zeigt ein Schlachtengemälde im Gießener Offizier- Heim, em Geschenk unseres alten Gießener Regiments für das Offizierheim. Am 25. August 1870 wurde er zum Leutnant befördert. Am 16. Oktober 1879 kam er alh Premier-Leutnant zum Jnf.-Regt. 88, spater war er Kommandeur des L and wehr- bezirks Mainz. Im Weltkrieg stellte sich Oberst Naumann sofort dem Vaterland zur Verfügung, das ihn als stellvertretenden Vezirkskommandeur in Gießen und als Gießener Bahnhofskommandant wiederum für das deutsche Volk wirken ließ Das sondern ein lebendiger Bestandteil, in dem der Kampf der Natur ausgetragen wird. Deshalb muß die Behandlung des Bodens derart fein, daß sie sich einfügt und anpaßt an feine Lebensbedingungen. Nur durch pflegliche Behandlung des Bodens wird es gelingen, den Anteil des Gartenbauers an dem Vierjahresplan bedeutend zu erhöhen. Namens der Versammlung dankte Herr Reh- nelt dem Vortragenden für seine ausgezeichneten Ausführungen. Gerichtsvollzieher a. D. Junker berichtete von guten Erfolgen bei der Bekämpfung der Kohlhernie und der Obstmaden. Anschließend wurde die Hauptversammlung fortgesetzt, wobei Universitäts - Garteninspektor a. D. Rehnelt dem nach Neustadt a. d. Haardt berufenen ersten Vorsitzenden Dr. Tempel, der zugleich außerordentlicher Professor an der Universität Heidelberg wurde, Dank und Anerkennung für seine Arbeit im Interesse des Vereins aussprach. Der vom Vorstandsmitglied Löwer vorgetragene Kassenbericht wies geordnete Verhältni'sse aus. Kassenprüfer Glagow hob die Aufwendungen für die Erhaltung der unter Denkmalschutz' stehenden Enzianwiese bei Rödgen anerkennend hervor und verband damit werbende Worte für den Verein. Schriftführer Ampt erstattete den Jahresbericht, aus dem u. a. hervorging, daß der Verein etwa 200 Mitglieder zählt. Dersainmlungsführer R e h n e l t verwies noch einmal auf die besondere Aufgabe der Erhaltung und Betreuung der Enzian- wiese bei Rödgen, die die einzige in ganz Hessen ist und nur aus den Mitteln des Vereins unterhalten werden kann. Dr. Görres sprach anschließend über das „Biohum" der städtischen Werke. Eine Verlosung die viele praktische Gegenstände und Pflanzensamen aller Art enthielt, beschloß die Hauptversammlung. Wiedererstehen unserer starken deutschen Wehrmacht urid seines lieben alten Regiments 116 hat er mit großer Begeisterung begrüßt. Der Jubilar genießt nicht nur bei den ehemaligen Offizieren unseres alten 116er-Regiments, sondern weit darüber hinaus auch in der Bürgerschaft, insbesondere bei den alten Soldaten, hohe Wertschätzung. Er kann seinen morgigen Ehrentag als Offizier in bewundernswerter geistiger und körperlicher Frische begehen und auch an diesem Tage die Gewißheit haben, daß die herzlichen Wünsche vieler Volksgenossen in Stadt und Land ihm gelten. Dienst-Jubiläum bei der Polizei. Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt: Am 11. April konnte Herr Polizeiverwaltungs- oberasfistent Konrad B e r ft auf seine 25jährige Tätigkeit im Polizeidienst zurückblicken. Nach über 5jähriger tadelloser Militärdienstzeit trat Herr B e r st am 11. April 1912 als Schutzmann bei der Polizeidirektion Mannheim ein. Dann kam er nach elma einjähriger Dienstzeit in gleicher Eigenschaft zur Polizeidirektion Worms, um von dort am 1 Dezember 1928 als Polizeiverwaltungsoberassistent zur Polizeidirektion Gießen versetzt zu werden. Herr B e r st hat sich in seiner langen Polizeidienstzeit durch seinen Fleiß, seine guten Fähigkeiten und sein freundliches, jederzeit zuvorkommendes Wesen das Vertrauen seiner Vorgesetzten und der Volksgenossen erworben. Für die fernere Zukunft wird ihm alles Gute gewünscht. Die Zeichnungen für das Dankopser der Nation. Am Samstagnachmittag haben in unserer Stadt die Einzeichnungen in die Listen für das Dankopfer ber Nation in reger Weise begonnen. Unsere (Siebener SA. hat die Werbung für diese Opferspende wirkungsvoll gestaltet, indem sie die Eingänge zu den ZeichnungMellen in schöner Weise schmückte und auch dafür besorgt war, daß die Tische mit den Einzeichnungslisten in einer würdigen Umgebung stehen. Doppelposten der SA. vor den Hauseingängen der Zeichnungsstellen, sowie quer über die Straße gespannte Spruchbänder machen auf die Zeichnungsstellen noch besonders aufmerksam. Am gestrigen Sonntag war der Zuspruch zu den Zeichnungsstellen weiterhin gut im Gange, ein erfreuliches Zeichen dafür, wie sehr unsere Gießener Volksgenossen zur Mithilfe bei dieser von der SA. getragenen Opferspende zur Schaffung von Siedlungswohnungen für alte Kämpfer der SA., für Frontkämpfer und für kinderreiche Familien mitzu- helfen bereit find. Die Einzeichnungen können weiterhin an jedem Tage bis zum 1. Mai einschließlich in den bekannten Einzeichnungsstellen vorgenommen werden. Die Gautrophäenschau 1936/37. Die Vorbereitungen für die Gautrophäenschau des Jagdgaues Oberhessen, die vom 17. bis 19. April in der Volkshalle in Gießen stattfindet, sind in vollem Gang. Die Schau wird mit etwa 2500 Rehgehörnen, 36 Hirschgeweihen und 12 Damschauflern beschickt sein, zu denen sich noch die Gewehre von etwa 20 Keilern gesellen. Ein besonderer Anziehungspunkt wird die Ausstellung von Jagdgemälden unserer ersten Jagdmaler sein, die dankenswerterweise van einer größeren Zahl von privaten Besitzern zur Ver- fugung gestellt wurden. Einzig in ihrer Art ist die „Lebende Werkzeuge“ .. _ wieviel für feine Leistung vom Zustand seiner Werkzeuge ab. hängt. Auch der Körper besitzt unentbehrliche Werk- zeuge, wie die Zähne. Sie müssen deshalb nicht nur geschont, sondern, wie jedes Wecheug, auch sorgfältig behandelt werden. Vor allem sind sie sauber zu halten und richtig zu pflegen. Für die regelmäßige Pflege des kostbaren Werkzeugs „Zähne" sollte man eine Qualitätszahnpaste wie Chlorodont verwenden. Wirtschaft (Nachdruck verboten.) 14. Fortsetzung. Nun, für heute hat man genug getan. Ueberhaupt — ein verrückter Tag war das —! Kaum aber tasten seine sehnenden Gedanken an das Bild jenes jungen Mädchens, das m der vorigen Nacht unter seinem Dache geschlafen hatte, da wird die hübsche Erinnerung verzerrt durch den grellen Mißklang jenes telephonischen Anrufes. Schau, schau, schon verlobt also, sie haben es eilig, die jungen Mädchen. Und welch eine Lümmelhaftigkeit von dem Kerl, solch plumpe Verdächtigungen zu äußern! . . .r, Dr. Vandergruen verwahrt das japanische Schriftstück im Schreibtisch, zündet sich eine letzte Zigarette an und schlendert, ohne das Licht in der Diele anzudrehen, ins Schlafzimmer hinüber. Dort rumort er noch eine Weile herum, und dann wird es still im Haufe. . /_i v Maria hat sich schon vor einer Stunde zuruckge- Heimatabend der Odenwälder Heimatvereinigung. Samstag abend trafen sich die gebürtigen Oden- wälder unserer Stadt und ihrer Umgebung m stattlicher Zahl zu einem wohlgelungenen Heimatabend im blumengeschmückten Saal des „Hindenburg'. Der ganze Abend entwickelte sich in zwangloser Folge zu einer schönen Gemeinschaftsleistung aller Landsleute. Leitgedanke des Abends war die Treue zur gemeinsamen Heimat und ihrem Volkstum. Der stellvertretende Führer der Heimatvereinigung erinnerte in seiner Ansprache seine Landsleute an ihre Ju- aendjahre in den Bergen und Tälern des Odenwaldes, wo sie ihren Eltern in ihrem harten Kampf ums tägljche Brot beistehen mußten und dadurch werten?" Behaarte Finger mit schmutzigen Nagelrandern bemächtigten sich des Aktenstückes, gleiten hastig über die senkrechten Zeilen. „Ah, ist Geschäftsvertrag von große Firma in Tokio und Firma in Berlin. Ist eine ganz--" In diesem Augenblick klingelte das Telephon. Sofort erlöscht das Licht. Dann ein unterdrücktes Räuspern. Der Hörer wird abgehoben. „Hallo, hier Vandergruen!" Aus der Hörmuschel quillt eine laute, aufgeregte Stimme. „Ah, ausgezeichnet! Gut, daß Sie noch nicht zu Bett gegangen find. Hier spricht Koltschew, jawohl, da staunen Sie, was? Hören Sie, Doktor, ich habe Ihnen eine außerordentlich wichtige Mitteilung zu machen. Hören Sie noch?" „Ja, gewiß!" „Also, um mich kurz zu fassen: ich erfahre soeben durch einen Zufall, daß in dieser Nacht bei Ihnen eingebrochen werden sott, und zwar will man sich Einblick in ein Dokument verschaffen, das in Ihrem Besitz ist. Das darf unter keinen Umständen geschehen, hören Sie? Es steht ungeheuer viel auf dem Spiel. Ich rate Ihnen dringend, sich sofort mit der Polizei in Verbindung zu setzen und Ihr Haus bewachen zu lassen Wollen Sie mir das versprechend r., Die Hcmd, die den Hörer hält, krallt sich zusammen. „Es klingt zwar reichlich phantastisch, was Sie In diesen Tagen ist der Merkur so bequem zu finden, wie im ganzen Jahre nicht Wieder. Stern- freunde seien darauf hingewiesen! Er stehl in der Nähe der Venus. Diese findet man bet Sonnenuntergang (S.-U. heute für Gießen 19.18 Uhr) im NNW Bei Eintritt der Dämmerung wird der Merkur westlich von der Venus sichtbar, links oben non il)r. q-At- gesellt sich zu den beiden P aneten die gerade wieder erschienene Mondsichel. Auf der Verbindungslinie Mond—Venus verhält sich der Abstand Mond—Merkur zu dem Abstand Merkur- Venus wie etwa 1:2. Der Merkur tritt etwas links aus dieser Linie heraus. Um 20 Uhr ist er, falls klarer Himmel, als Stern erster Größe sichtbar. Hbg. Skandal umDr.Vandergmen Roman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. ** Schulpersonalien. Versetzt wurden in gleicher Diensteigenschaft die Studienräte Adolf Schad vom Lyzeum in Gießen an das Realgymnasium, Dr. Otto Steiger vom Realgymnasium an das Lyzeum in Gießen. — Aus dem Mt|d)en Schuldienst entlassen wurde auf Antrag die Lehrerin Eleonore von Salewsky. geb. Frank, zu Wieseck (Kreis Gießen). ** Arbeitsjubiläum. Am 8. April konnte Herr Karl Gräfingholt als Schlossermeister bei der Firma Bänninger G.m.b.H. auf eine 25jähriger Tätigkeit zurückblicken. Um 8.30 Uhr versammelten sich der Leiter der Firma und die Arbeitskameraden an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten Feier. Es wurden hierbei Herrn Gräfingholt durch den Betriebsführer, Herrn Carl Bänninger, Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren der Firma geleisteten Dienste ausgesprochen. Außerdem wurden noch von vier Vertretern der Gefolgschaft tn schonen Worten Glückwünsche dargebracht. Dem Jubilar wurden sowohl von der Firma, als auch von der Gefolgschaft wertvolle Geschenke überreicht. NSG. Kampf den Erbkrankheiten. Ab 16 April wird in sämtlichen Filmtheatern des Gaues Hessen-Nassau der Film „Opfer der Vergangenheit" im Tagesprogramm vorgeführt. Der Film behandelt das Problem des erbkranken Nachwuchses und zeigt, eindringlich die verheerende Wirkung der Erbkrankheiten. ... ** Erhöhung der Wertgrenze für unversiegelte Wertpakete. Die Wert- grenze für unversiegelte Wertpakete wird nut Wirkung vom 15. April an von 300 RM. auf 500 RM. erhöht. Die Gebühr bleibt unverändert. Kleine Strafkammer Gießen. Auderus'sche Eisenwerke Wetzlar. Der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 1936 verzeichnet einen Rohgewinn von 3 653 848,19 Mk. Die Abschreibungen auf Anlagen belaufen sich aus 1953 950,26 Mk., fo daß sich ein Reingewinn von 1 699 897,93 Mk. ergibt. Im Vorjahre betrugen der Rohgewinn 3 081 117,85 Mk., die Abschreibungen auf Anlagen 1878 727,79 Mk. Der Vorstand schlagt vor, den Reingewinn des Jahres 1936 in Höhe von 1 699 897,93 Mark wie folgt zu verwenden: 500 DUO Mark Zuweisungen zu einer neu zu bildenden Rücklage für Aufgaben des Vierjahresplanes 5 vH. für oolldioidendenberechtigte Aktien - 1 084 660 Mark, 5 o. H. für die gemäß > Goldbilanzierungs- qefetz behandelten Aktien == 3272,31 Mk., zur Tilgung und Verzinsung von Genußrechten für aufgewertete Jndustrieooligationen = 63933,67 Mk., Gewinnanteile an den Aufsichtsrat — 32 955,20 Mk., insgesamt 1 184 821,18 Mk. Der verbleibende Rest von 15 076,75 Mk. soll zusammen nut dem Vortrag aus dem Jahre 1935 in Höhe von 193 028,96 Mk., zusammen also 208 105,71 Mk., aus neue Rechnung vorgetragen werden. Auf allen Werken herrschte im Berichtsjahre rege Betriebsamkeit. Das Geschäftsergebnis gestattet die Verteilung einer Dividende von 5 v. H. — Die Stahlwerke Rochttng- Buderus verteilen für 1936 eine Dividende von 4 v. H. Rhein-Mainische Börse. . Fest. Frankfurt a. M., 10. April. Die Börse hatte zum Wochenschluß feste Tendenz. Die Umsätze waren teilweise recht lebhaft. Neben einigen Publikumskäufen nahm auch der berufsmäßige Handel kleine Anschaffungen vor, teilweise erfolgten auch Deckungen. _ . Der Aktienmarkt hatte emige Spezialbewegungen, die allgemein anregten. Hinzu kam der Abschluß der AEG., ebenso wirkte die Einberufung des Auffichtsrates bei IG. Farben zum 14. April weiter fort. Auf Dividendenerwartungen hatten Ph. Wolzmann lebhaftes Geschäft mit 153 (150,40), aus gleichem Grunde Daimler Motoren nut 131,50 dis 132,75 (130). Größeres Geschäft verzeichneten ferner AEG. mit 42,25 (42), IG. Farben mit 167,50 bis 168,50 (167). Gement Heidelberg gewannen auf die Abschlußziffern 1 v. H. auf 164. Stärker befestigt waren auch Allg. Lokal & Kraft mit lo4 (152,50). Montanwerte lagen recht ruhig, aber ebenfalls 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Auch auf den übrigen Marktgebieten überwogen Besserungen von 0,50'bis 1 d. Sy, etwas schwächer lagen aber Be- kula mit 165 (166), Westdeutsche Kaufhof mit 59,25 (59,50) und Deutscher Eisenhandel mit 156 (156,50). Der Rentenmarkt blieb weiter fest und lebhaft, später wurde das Geschäft in den variablen Werten ruhiger. Kommunal-Umschuldung 93 (92,70), Altbesitz 122,25 (122), Städte-Altbesitz 125,50 bis 126 (125) und Wiederaufbauzuschläge 79,50 (79,25). Am Pfandbriefmarkt hielt die lebhafte Nachfrage an. Kommunal-Obligationen zogen teilweise weiter 0,13 bis 0,25 v. H. an, auch Goldpfandbriefe waren zum Teil etwas höher. Im Verlaufe blieb das Geschäft am Aktienmarkt lebhaft, besonders in Autowerten war der zogen. — Kurz vor zwei Uhr macht sich am Schloß der Haustur ein leises, scharrendes Geräusch bemerkbar. Dann gibt es einen Knacks, die Tür öffnet sich langsam zu einem Spalt, schließt sich wieder. Plötzlich ist auf dem Boden ein greller, kreisrunder Lichtfteck, der sich langsam vorwärts bewegt. Manchmal macht er einen Sprung nach rechts oder links, manchmal klettert er huschend an der Wand eines Schrankes oder eines Pfeilers hoch, und dann kehrt er wieder auf den Boden zurück, feinen gespenstischen, lautlosen Weg durch die Räume verfolgend. Nun ist der kleine Lichtkobold in Dr. Vander- gruens Studierstube angelangt. Leise klappt die Tür hinter chm ins Schloß. Der Lichtschein tastet sich an den Schreibtisch heran, jagt dann plötzlich, als sei er von irgend etwas aufgeschreckt worden, kreuz und quer durch Kameradschastsabeud der Gießener Polizeibeamten. Am Samstag veranstallete der Kameradschasts- bund deutscher Polizeibeamten, Ortsgruppe Gießen, im „Burghof" einen gut besuchten Kumeradschafts- obenb, zu dem auch Die Familienangehörigen geladen waren. , ri f v Eine nur aus Polizeibeamten bestehende Kapelle, die sich in uneigennütziger Weise zur Verfügung gestellt hatte, leitete den Abend mit flotter Musik ein. Nach herzlicher Begrüßung durch den Ortsgruppen* wart Lösch wurde ein Film „Unsere Erholungsheime" vorgeführt, der zuerst einen Einblick gaib, wie durch sparsame Wirtschaftsführung die Polizer- erholungsheime geschaffen wurden. Der Film zeigte weiter, in welch' schönen Gegenden diese Erholungsheime liegen und wie gut sie ausgestattet sind. Pg. Pitzer forderte auf, diese Erholungsheime im Uv- laub aufzusuchen. Am Schluß des offiziellen Teils richtete der der- zeittqe Leiter der Polizeidirektion Gießen, Polizeioberinspektor B e a t e, die Bitte an die Kameraden, ihre Verbundenheit mit der SA. dadurch zu bekunden, daß sich alle in die Ehrenliste für das L-ank- opfer der Nation eintragen, denn dieses DanEopfer soll als Geburtstagsgeschenk des ganzen deutschen Volkes dem Führer den einmütigen Dank für feine fruchtbringende Arbeit bezeugen. Das deutsche Volk sei durch dieses Opferwerk, das von der SA. ge- tragen werde, in der Lage, die nationalsozialistische Forderung nach würdigen Heimen für die deutschen Arbeiter zu verwirklichen. Hieraus wurde der Kameradschaftsabend von dem Ortsgruppenwart Pg. Lö f ch in üblicher Weife geschloffen. In echt kameradschaftlicher Weise verblieben die Beamten der Polizei dann noch einige Stunden beisammen. den ganzen Raum, um schließlich an der langsam sich öffnenden Schublade des Schreibtisches haften zu. bleiben. _ , Zwei Hände tauchen aus dem Dunkel, gierige Finger beginnen im Inhalt der Schublade zu wühlen, greifen nach dem japanischen Schriftstück. Eine flüsternde Stimme: „Hier, das ist es. Schwein gehabt. Schnell den Apparat!" Jetzt liegt das Dokument oben auf der Schreibtischplatte. Hell ruht der Lichtschein über den grotesken, mit schwarzer Tusche gemalten Zeichen. Das Objektiv eines kleinen Photoapparates senkt sich über das Papier. Dann gleitet das Schriftstück wieder an feinen Platz in der Schublade zurück. Ein grellgelber Aktendeckel erregt die Neugierde der wühlenden Finger. ,Was ist das hier? Ueberfetze mal den Anfang! Vielleicht läßt sich die Sache ver- Wegen Uebertretung der Neichsstraßen-Verkehrs- ordnung war ein Mann von dem Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe von 10 Mark verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatten der Angeklagte und der Verletzte, der als Nebenkläger auftrat, Berufung eingelegt. In der Berufungsverhandlung stellte sich auf Grund der eingehenden Beweisaufnahme heraus, daß der Angeklagte am 21. 4. 36, gegen 19 Uhr, die Kreuzung Hindenburg- wall-Goethestraße nicht mit der erforderlichen Sorgfalt befahren hatte. Er hatte es verabsäumt, sich zu vergewissern, ob er beim Einfahren in bte Kreuzung nicht andere Verkehrsteilnehmer behindern würde. In diesem Verhalten des Angeklagten erblickte das Gericht eine Fahrlässigkeit, denn wenn der Angeklagte die nötige Sorgfalt angewandt hatte, so hätte er unbedingt erkennen müssen, daß em Oie Hauptverkehrsstraße fahrender Motorradfahrer (der Nebenkläger) mit ziemlich hoher Geschwindigkeit angefahren kam. Der Zusammenstoß zwischen dem Motorradfahrer und. dem Nebenkläger hatte dann vermieden werden können. Weiter stellte das Gericht fest, daß auch der Nebenkläger sich nicht richtig verhalten hatte. Das Gericht verwarf die beiden eingelegten Berufungen. Die Kosten der Berufungsinstanz wurden dem Angeklagten auferlegt. Die Kosten des Nebenklägers in der Berufungsinstanz hat der Nebenkläger selbst zu tragen. Tragisches Ende eines Kinderstreits. * Nied er -Bessin gen (Kr. Gießen), 11. 21priL Ein Streit um Maikäfer, der hier zwischen einem 5 Jahre alten und einem 6 3 ab re alten Buben entstand, nahm emen sehr bedauerlichen tragischen Ausgang. Die beiden Buben Fwd. Der Reichskommissar für die Preisbildung hat zu der Verordnung über die Verbilligung von Stickstoff- und Kalidüngemitteln vom 23. März 1937 bekanntlich eine vorläufige Anordnung erlassen, die der Vorbereitung einer Ausführungsverordnung dient. Die vorläufige Anordnung regelt Fragen der in der Verordnung über die Verbilligung von Stickstoff- und Kalidüngemitteln vom 23. März 1937 vorgeschriebenen Nachlieferung von stickstoffhaltigen Düngemitteln. Sie bestimmt, daß nur die Stickstoffsorten deutscher Erzeugung der Preissenkung unterliegen, mit Ausnahme des Kalistickstoffes. Im übrigen werden alle Stickstoffsorten gleichmäßig von der Preissenkung von 30 v. H. betroffen. Die Mischdünger, die mehrere Pflanzennährstoffe enthalten, sind ebenfalls an der Preissenkung beteiligt, und zwar im Verhältnis ihres Stickstoffanteils. Die Preise für „Balkondüngemittel" werden erst ab 1. Juli 1937 gesenkt. Anspruch auf unentgeltliche Nachlieferung haben alle Empfänger von Stickstoff, der in der Zeit vom 1. Januar bis 23. März zu Januar-, Februar- und Märzpreisen geliefert und in Empfang genommen worden ist. Die Erstattung der Vergütung erfolgt in Form von Nachlieferung der entsprechenden Dunger- mengen. Hierbei soll nach Möglichkeit den Wünschen der Abnehmer entgegengekommen werden. Bei Mangel an einzelnen Sorten steht es den Lieferanten frei, ein anderes Stickstoffdüngemittel, das für die Frühjahrsdüngung in Frage kommt, zu liefern. Die nachträglich gelieferten Düngermengen müssen unbedingt zur Frühjahrsbestellung oder der späteren Kopfdüngung benutzt werden. Das Bezugsrecht auf Lieferung der Vergütungsmenge erlischt, wenn es nicht bis zum 10. Ium 1937 geltend gemacht wird. Die Industrie, und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 263: Postbeförderung mit dem Luftschiff „Hindenburg" nach Nordamerika. — 264: Anordnung Nr. 8 der Ueberwachungsstelle für Edelmetalle (Einschränkung des Goldverbrauchs für Por- zellanerzeugniffe). — 265: Anordnung Nr. 9 der Ueberwachungsstelle für Edelmetalle (Regelung der ■ Herstellung echter Silberwaren). wollten gegenseitig in die Sammekktsten gucken, uni festzustellen, wieviel Maikäfer der einzelne habe. Dabei kam es zu einem Streit, bei dem sich beide zunächst schubsten. Plötzlich ergriff Der fünf Jahre alte Bub einen dicken Bohnen« ftangentnüppel und schlug damit dem sechs Jahre alten Jungen so heftig a u f d en Ko p f, daß eine schwere Aderverletzung mit an fließender Gehirnblutung entstand. Etwa IV2 Swnden später verstarb der Kleine an dieser schweren Verletzung. Mit einem Vieh-Schießapparat erschaffen. * Ruttershausen (Kreis Gießen), 12. April. Ein 15 Jahre alter junger ®ann aus einem Nachbarorte, der hier in der Lehre war entfernte sich vor einigen Tagen von seiner Lehrstatte und wurde seitdem vermißt. Nunmehr fano man ihn am Samstagnachmittag abseits vom Orte liegend tot auf. Er hatte mit einem Vieh - Schießapparat Selbstm 0 rd durch Erschießen begangen. Maria hingegen ist sofort wach. Sie springt aus dem Bett, eilt ans Fenster und blickt hinab. Polizeiautos? „Hallo, was — was ist denn los?" Der Offizier greift grüßend an den Rand des Tschakos.. „Es soll eben in ihrem Hause eilige« brachen worden sein. Sie haben wohl gar nichts davon gemerkt?" „Einen Augenblick, ich wecke meinen Bruder! Sie schlüpft in den Morgenrock, aber während sie die Zimmertür aufklinkt, muß sie doch eine jähe Angst überwinden. Wer weiß, ob die Einbrecher nicht noch im Hause sind und nun, in die Enge getrieben, das Aeußerste wagen! Dann greift sie entschlossen nach dem Lichtschalter. Die Lampen flammen auf, tauchen Diele und Treppe in Licht, beherzt eilt Maria ins Erdgeschoß. Schließlich gelingt ihr das Kunststück, Stefan wach zu bekommen. Er blinzelt, reibt sich die Augen, fährt sich mit gespreizten Fingern durchs Haar. „Ich erhebe schärftten Protest!" beginnt er zu krächzen. „Allerschärfsten Protest!" „Die Polizei ist hier, Stefan!" „Die Polizei? Wieso? Hast du was angestellt? Sollen wir hingerichtet werden? Sag mal, richtiggehend die Polizei, in Uniform und so?" „Aber ja doch! Sie sagen, es soll bet uns eingebrochen worden fein!" „Nun geht mir der Spaß aber zu weit!" Im Augenblick ist Stefan aus dem Bett und, in den Hosen, nur an den Haarschopf denkt er nicht, der sieht toll aus. Die Polizisten betreten die Diele. Der Offizier stellt sich vor.-„Sie gestatten doch, daß ich sofort die Räume durchsuchen lasse. Vielleicht haben Sie inzwischen die Freundlichkeit, nachzusehen, ob Sie irgend etwas von Wert vermissen." „Ja, gewiß, natürlich!" stottert Dr. Vandergruen und macht entschiedene Anstrengungen, De,n Schlaf von sich abzuschütteln. Mit Maria zusammen stapft er von einem Zimmer ins andere, aber überall herrscht die gewohnte Ordnung. In einem Schubfach des Küchenschrankes verwahrt Maria ihr Wirtschaftsgeld. Es liegt unberührt an feinem Plötze. (Fortsetzung folgt!) Umsatz sehr groß. Daimler stiegen auf 134,25 nach 132,75 und Bay. Motoren auf 143,50 nach 142 (141,50), ferner im Freiverkehr Adlerwerke Kleyer 114,50 bis 115,50 (114). Mäßig belebt waren spater auch Montanwerte bei Erhöhungen bis 0,75 v. H., Harpener plus 1 v. H. auf 159. Ruhiger lagen AEG., Holzmann und IG. Farben bei unverändert ten Kursen. Die später notierten Werte kamen meist höher zur Notiz, stark erhöht Rheag Stamm mit 135 (131) Etwas rückläufig waren Kaliaktien. Am Einheitsmarkt kamen Mainzer Aktien Brauerei nach Geldstreichung mit 79,50 (70 am 7. April), Hartmann und Braun mit 119 (zuletzt 115) zur Notiz. . Renten lagen auch im Verlaufe ruhig, die Haltung blieb aber fest. Liquidationspfandbriefe notierten zumeist unverändert, ebenso Stadtanlei« hen bei ruhigerer Nachfrage. Von Jndustrie-Obli« gationen fliegen 5 v. H. Eisenbahn-Bänk auf 88 (87,50). Nachlieferung von stickstoffhaltigen Düngemitteln. Schausammlung „Wildkrankheiten" des Vetennar- Pathologischen Instituts der Universität Gießen. Eine weitere Sonderschau wird dem unentbehrlichen Gehilfen des Jägers, feinem Hunde, gerecht. Daneben werden Wege zur Hebung der Wildbestände in unfern Niederjagden gezeigt werden. Besonderes Interesse werden die Ausstellungen verschiedener Firmen aus Gießen und Wetzlar finden, die Erzeugnisse Der jagdlichen Optik, der Jagdwafferherstellung und Der Bekleidungsindustrie zeigen. Das Interesse her Jager- fchaft, das sich in den Voranmeldungen äußert, ist daher begreiflicherweise sehr groß. Neben der 2oger- schaft wird die gesamte Beamtenschaft der ob erpe 1)1= schen Forstämter am 17. April in Gießen versammelt sein. NSLB., Bezirk Gießen-Land. In der Versammlung des Bezirks-Vereins Gieße n - L a n d am Samstag begrüßte Der Obmann, weltor Siegfried (Großen-Linden), die zahlreich Erschienenen und wünschte allen Arbeiteln im neuen Schuljahre den besten Erfolg. Im übrigen waren die Verhandlungen fast nur geschaftticher Natur. Besprochen wurde der Aufenthalt in Den Schullandheimen, der Gautag in Mainz (am 17. und 18. April), die Abfassung der Entlassungsseug- niffe, eine im Herbst stattfindende Ausstellung von Schülerarbeiten, die von dem Bezirk Gießen-Land «Beiträge über den Wehrgedanken und die Schullandheime bringen fall, die Austauschlager des NSLB. usw. Darauf wurden die Lieder geübt, die auf dem Gautag in Mainz gesungen werden satten. Zum Schluß gab der Vorsitzende noch einige beherzigenswerte Ratschläge über die Gestaltung von Elternabenden, die nicht nur ein buntes Durcheinander bringen sollten, sondern einem bestimmten Zwecke untergeordnet sein müßten, damit ein fofer Abend eine gewisse Weihe ausstrahle. 2ie Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossien. da erzählen, aber — ich werde natürlich Ihren Rat sofort befolgen. Ich muß Sie allerdings bitten, mir morgen nähere Aufklärungen zu geben." „Das wird selbstverständlich geschehen. Uebngens — Ihre Stimme klingt so sonderbar?" „Etwas heiser, lieber Koltschew, etwas heiser!" „Heiser? Davon war aber heute im Kolleg noch nichts zu merken. Es klingt auch gar nicht wie —" Plötzlich überschlägt sich die Stimme, wird zu einem hysterischen Schrei: „Jeffers, du Hund, du verdammter Teufel, jetzt erkenne ich dich! Du bist also schon bei der Arbeit! Ah, wenn ich dir bloß eine Kugel durch die Leitung jagen könnte!" „Warum so mordgierig, Brüderchen? Leg dich schlafen, bald ist die Nacht zu Ende, und der Tag wird starke Nerven von dir fordern." „Ah, wir werden ja sehen! Freue dich nicht zu früh, verfluchter Schurke!" Die Stimme bricht ab. Jeffers legt den Hörer auf, hebt ihn wieder ab, wählt eine Nummer. „Den Dertragstext muffen wir noch photographieren. Dann aber schleunigst — Hatto, dort Jot Eff? — Jeffers! Ich erfahre soeben, daß Koltschew von unseren Planen unterrichtet ist. Er wollte Dr. Vandergruen warnen. Wahrscheinlich verständigt er in diesem Augenblick die Polizei. Koltschew ist sofort unschädlich zu machen, wenigstens bis übermorgen früh, bis unsere Aktion beendet ist. — Schön, wir treffen uns m zwei Stunden wie vereinbart. Ich erwarte dann deinen Bericht." Wenige Minuten später ist der Text des japanisch-deutschen Vertrages auf den Filmstreifen gebannt. rr Die Schublade wird wieder geschlossen, und der Lichtfleck wandert den Weg zur Haustür zurück.— Es sind kaum zwei Minuten verstrichen, da jagen zwei Autos um die Ecke und halten mit abgeblendeten Scheinwerfern vor dem Hause Dr. Vander- gruens. r . Ein Polizeileutnant springt ab, postiert seine Leute mit kurzen Befehlen um das Haus und türmt die : Stufen zur Haustür empor. Die Klingel läutet Alarm. Aber wenn Dr. Vandergruen einmal schläft, dann ■ schläft er, und nicht einmal die Posaunen von Je- : richo wären in der Lage, ihn aufzuwecken. von Kindesbeinen an zu nimmermüder, rastloser Arbeit erzogen wurden. Dieser unverdrossene Arbeitswille ist das Erbteil, das die Bergheimat ihren Söhnen fürs Leben mitgegeben hat. Im Bekenntnis zu Volk und Vaterland kam zugleich die Liebe zur angestammten Heimat zum Ausdruck. Wie einst in der Jugendzeit erklangen dann die Odenwälder Volkslieder vom „Baum im Odenwald , von der „Schönen Schäferin" und vom „Häuschen, wo Die Brenneffeln zum Fenster hineinwachfen . Jung und alt tanzten-wieder die alten Odenwalder Volkstänze, die Der Volkstanzkreis des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat jeweils unter Den Klängen der Ziehharmonika vortanzte. Und dazwischen klangen immer wieder die Töne Der heimischen Mundart in Prosa und Dichtung durch. Auch die oberhessische Mundart kam zu ihrem Recht tn verschiedenen Vorträgen unseres Heimatdichters Georg Heß, der als Kreisringleiter des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat dem Abend beiwohnte und besonders mit feiner „Odenwaldfahrt" regsten Beifall fand. Erfreulich war auch, daß unsere Feldgrauen vertreten waren und sich rührig an der Gestaltung des Heimatabends beteiligten. Der Odenwalder Hermat- Dereinigung ist es durch diesen Heimatabend wiederum gelungen, die Verbundenheit unter den Odenwälder Landsleuten unserer Stadt neu zu f 9" Merkur sichtbar! -7 ■ " und werten, die gern Deutschen ihre Li Whjahrswaldlaus des Sportkreises Gießen Schallenpflanzen Wball der heimischen Mnnschaften Kindern muß die Inhalt werden. Scharm. schlag blaßt nach etwa 3 bis 4 Tagen wieder ab. Die Zunge sieht dann hochrot aus = Himbeerzunge. Nach 7 bis 10 Tagen vom Beginn an gerechnet ist die Tem- peratur wieder normal. In dieser Zeit beginnt die für Scharlach typische Abschuppung. Ge- fährlich ist Scharlach vor allem wegen seiner Nachkrankheiten. Häufig ist eine Vereiterung der Halslymphdrüsen, eine oft sehr schwere Mittelohrentzündung und sehr oft auch eine Nierenentzündung. Deshalb muß jeder Scharlachfall oom Arzt behandelt wer- den. Die Kinder aus einer Familie müssen der Schule fernbleiben gezupfte Leinwand, die früher als Verbandsmittel verwendet wurde. Scharwerker, in Nordostdeutsch, land übliche Bezeichnung für einen landwirtschaftlichen Arbeiter, der auf Tagelohn arbeitet und bestimmte Mengen Lebens- mittel (Deputat) zugewiesen erhält. Schattenpflanzen dienen als Un- terpflanzung oder Bodenbegrün- Die Turnerin Sohnemann bei einer Hebung am Barren. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Gerätemeisterschaff der Turnerinnen. Käthe Sohnemann deutsche Meisterin. Zum erstenmal wurden für die Turnerinnen Titelkämpfe im Geräteturnen durchgeführt. 60 der besten Turnerinnen aus allen Gauen bewarben -sich um die Meisterwürde. Am Sonntagoormittag begannen in der Turnanstalt in Jena die Pflicht- pringt aus hinab. Dsten hat zum Dankopfer der Nation folgenden Ausruf erlassen: „Unbeirrbar und in zäher Arbeit, Jahr für Jahr fortschreitend, führt die Bewegung die Einlösung der sozialistischen Versprechungen durch, die in ihrem Programm liegen. Nationaler Sozialismus denkt an den deutschen Arbeiter zuerst. So kann es keinen Zweifel darüber geben, daß das Dankopfer der Nation, das auch in diesem Jahre wieder die SA. im Monat April durchführt, auf das tiefste Verständnis und die größte Beteiligung im Volke stoßen wird. Alle Kräfte des Volkes dafür einzusetzen, daß dem Arbeiter ein würdiges Heim geschaffen werde, das der Bedeutung seines Werkes im Volke entspricht, ist eine der höchsten Aufgaben der kommenden Jahre. (gez.): von Tschammer Reichssportführer und ©A.-Gruppenführer." Ünentschleden im Hockey-Länderkampf. Deutschland und Frankreich spielen in Berlin wieder gestattet wird, ganze Wohnung samt gründlich desinsiziert Der Aeichssportführer rum Dankopfer der Nation. Reichssportführer von Tschammer Hier abschneiden! fein. bildwig ing von rz 1937 Jen, die Drbnung igen der m Stick- 937 vorhaltigen itickstoff- g unter- übrigen von der > Misch- nthalten, iigt, und ils. Die erst ab g haben leit oom ar- und ommen W 'm DÜ1M- Lunchen >en. Bei leferanten 5 sür die esern. Die ssen unbe- >ren Kopf- aus Liefe- i es nicht ird. m.. dem Lust- 264: An- für Ebel- s sur Pol- Ar. 9 der zelung der . Charme, entbehrliches französisches Fremdwort für Zauber, Reiz, Liebreiz und Anmut. Scharnier. Drehgelenk von Türen. Quietschende Scharniere müssen geölt oder eingefettet werden. Scharpie, franz., auseinander- bis 8 Wochen nach Krankheitsbeginn. Bevor der Schulbesuch und der Umgang mit anderen V f B. - R. : Meißner, Leutheuser, Fehling, Krämer, Thron, Kramer Berlenbach, Radtke Doch, Heß, Szponick. Bei den Gästen war der Torhüter sehr gut. Die Verteidiger waren sehr hart; die Läuferreihe hielt guten Durchschnitt. Irn Sturm ragte Meixner durch seine Schnelligkeit beroor Durch ihre gefährliche Spielweise hatten sich die Gäste bald alle Sympathien verscherzt. Die Folge war, daß drei Spieler das Spielfeld verlassen mußten. Bei den Grünweißen war die Hintermannschaft einschließlich der Läuferreihe im ganzen gut, der Sturm schoß zu wenig. — Das Spiel begann mit stürmischen Angriffen der Gäste, aber die Verteidigung konnte klären Erst nach fünf Minuten kam Gießen in Schwung, in kurzer Folge fielen drei Ecken, die aber nichts einbrachten Nachdem Bach einen scharfen Schuß gestartet hatte, der aber glänzend gehalten wurde, konnte Kramer einen Bombenschuß aus 25 Meter unter die Latte setzen. Im Gegenangriff machte Kramer Hand, doch wurde der Freistoß vergeben. Kramer hatte Szponick mit einer sauberen Vorlage bedient, die dieser aufnahm und zur Mitte flankte. Hier stand Radtke und gegen dessen Schuß war der Torhüter machtlos. VfB.-R. führte bereits in der 13. Minute 2:0. Wer aber nun geglaubt hatte, daß der Sieg viel höher ausfiel, hatte sich getäuscht, denn die Gäste kamen mehr und mehr auf. Nachdem die Gäste ihre erste Ecke verschossen hatten, konnte der Mittelstürmer auf eine Flanke von links den Gegentreffer erzielen Nach dem Wechsel wurde das Spiel sehr hart, ohne daß der Schiri zu der einzigen Lösung, Spieler herauszustellen, gekommen wäre. Szponick. der sich schön durchgespielt hatte, wurde gelegt. Als Vollstrecker des Elfmeters stellte er das Schlußergebnis her VfV.-R. II — Dillenburg II 3:4 (1:2). Bei diesem Spiel hatten es die Grünweißen in der Hand, zu gewinnen, aber der Sturm verstand nicht, die ihm gebotenen Chancen auszunutzen. In den letzten Minuten konnte Dillenburg den Siegestreffer erzielen. 3ugenbabteilung. Einen hohen Sieg errang die erste Jugend, die sich in guter Verfassung befand. Der Gegner Saasen hatte nichts zu bestellen, wehrte sich aber tapfer. Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3178 keine Sorge zu machen brauchen, bewiesen Walter Rinn und seine Kameraden. Jugendklasse B (Jahrg. 1921/22), etwa 1,5 Kilometer: 1. Gemmer (VfB.-R.), 5:39,4 Min.; 2. Deibel (1900), 5:44,3 Min.; 3. Vogel (To. Alten- Buseck), 5:59 Min.; 4. Büdenbender (Vfb.-R.), 6:09,8 Minuten. Mannschaften: 1. VfB.- Reichsbahn Gießen 14 Punkte; 2. Spielvgg. 1900 Gießen 17 Punkte; 3. VfL. Lollar 27 Punkte. — Gemmer kam zu einem klaren Sieg und fiel durch flüssigen Stil auf. Auch Deibel konnte gefallen. Jungvolk (Jahrg. 1922 und jüngere), etwa 1,5 Kilometek, Mannschaftslauf: 1. Fähnlein 2 in 6:33 Min (Zeit des 5. Läufers); 2. Fähnlein 10 in 6:43,7 Min.; 3. Fähnlein 3 in 7:05 Min.; 4. Fähnlein 4 in 7:13 Minuten. — Das Jungvolk bewies feine Verbundenheit mit dem Reichsbund für Leibesübungen durch Meldung einiger Sportgruppen. Die Kleinsten zeigten schönes Können. Frauen-Klasse, etwa 1000 Meter: 1. L. Weber (VfB.-R.), 4:15 Min.; 2. Anna Sack (Tv. Heuchelheim), 4:27,6 Min.; 3. Heller (VfB.-R.), 5:05,8 Min.; 4. Gretel Kreiling (To. Heuchelheim), 5:51 Minuten. Mannschaftssieger: VfB.- Reichsbahn Gießen. — Fräulein Weber lief einen überlegenen Sieg heraus Auch Fräulein Sack hielt sich ansprechend. Mädchen-Klasse, etwa 800 Meter: 1. E. Holler (VfB.-R.), 3:20 Min.; 2. E. Arnold (VfB.-R.), 3:22,2 Min.; 3. G. Weber (VfB.-R.). 3:22,3 Min.; 4. Rosel' Noll (1900), 3:27,6 Minuten Mann- schgften: 1. VfB.-Reichsbahn Gießen, 1. Mannschaft, 6 Punkte; 2. VfB.-Reichsbahn, 2. Mannschaft, 20 Punkte. 3. Turnverein Heuchelheim 25 Punkte. — Die VfB.-Reichsbahn-Mädels zeigten eine schöne geschlossene ßeiftuna Das große Hallensporisest derSA.-Gnippe Hessen Dreieinhalb Stunden Kampf in der Kesthalle. Der Frühjahrswaldlauf des Sportkreises Gießen, der gestern nachmittag vom 1900-Sportplatz aus gestartet wurde, wies eine gute Beteiligung auf. lieber 150 Wettkämpfer und Wettkämpferinnen hatten sich eingefunden und lieferten trotz der nicht gerade günstigen Bodenverhältnisse gute Rennen. 3m allgemeinen setzten sich die Favoriten durch, so daß die Läufer des Turnvereins Heuchelheim, des VfB.-Reichsbahn und der Spielvereinigung vorne zu sehen waren. Nachstehend die Ergebnisse: Aktive Hauptklasse, etwa 5 Kilometer: 1. Franz Neidel (Tv. Heuchelheim), 17:10,4 Minuten; 2. Kleemann (1900), 17:59,6 Min.; 3. Hans Neidel (To. Heuchelheim), 18:13,4 Min.; 4. Jmmel (1900), 18:57,6 Min.; 5. Peters (1900), 19:06,8 Minuten. Mannschaftssieger: Spielvereinigung 1900 Gießen. — Erwin Neidel siegte unangefochten. Daß Kleemann vor Hans Neidel einlaufen konnte, war die Heberraschung. Klasse B, etwa 3 Kilometer: 1. Erwin Neidel (Tv. Heuchelheim), 9:01,4 Min.; 2. K. Pfaff (VfB.-Reichsbahn), 9:10,7 Min.; 3. Rieb (Sturmbann 1/116), 9:11 Min.; 4. Götze (VfB.-R.), 9:11,1 Minuten. Mannschaften: 1. VfB.-Reichsbahn 8 Punkte; 2. Turnverein Aßlar 18 Punkte; 3. Sturm- bann 1/116 20 Punkte. — Erwin Neidel hatte schon etwas mehr zu kämpfen. Die-Nächstplacierten lagen fast auf gleicher Höhe. Jugendklasse A (Jahrg. 1919/20), etwa zwei Kilometer: 1. Walter Rinn (To. Heuchelheim), 8:10 Min.; 2. Röhm (1900), 8:19 Min.; 3. Henkel (Tv. Odenhausen), 8:19,1 Min.; 4. Hahn (Tv. Heuchelheim), 8:21,3 Minuten. Mannschaften: 1. Tv. Heuchelheim 12 Pkte.; 2. VfB.-Reichsbahn 15 Pkte. — Daß sich die Heuchelheimer um den Nachwuchs SRanb des uje eilige- ■ nichts da« , sruberl“ #"U' eine W 6inb«*eI ie W »'* »Ä S.» JT« * allen Teilen des Reiches ihre besondere Bedeutung. Der Stabschef eröffnete nach dem Einmarsch der Teilnehmer das Fest mit einer Ansprache, in der er auf die der SA. durch den Führer übertragenen wichtigen Aufgaben auf dem Gebiete der körperlichen Erziehung des deutschen Volkes hinwies. Nach dem Schwur der Kampfteilnehmer, ehrlich, deutsch und wahr zu kämpfen, nahmen die Wettkämpfe und Vorführungen ihren Anfang. Ergebnisse. Zwölfkampf, Mannschaften: 1. Brigade 48 (1. Mannschaft) 124 Punkte, 2. Stab Gruppe Hessen 110 P., 3. Brigade 46 92 P., 4. Brigade 48 (2. Mannschaft) 82 P., 5. Brigade 49 60 P., 6. Brigade 47 58 Punkte. Zwölfkampf, Einzelwertung: 1. Standartenführer Süß (Brigade 48) 44 Punkte, 2. Ober- sturmführer Rieke (Gruppe Hessen) 42 P., 3. Schar- fuhrer Paffrath (Brigade 48) 41 P., 4. Obertrupp führet Richard (Brigade 48) 37 P., Oberscharführer Göing (Brigade 48) 37 P., 5. Standartenführer 3eitf) (Brigade 46) 32 P., 5 Sturmführer Schimmelpfennig (Brigade 46) 32 P., 5. Obertruppführer Jacob (Gruppe Hessen) 32 P., 6. Sturmbannführer Benner (Brigade 49) 31 Punkte. 20 mal 60-Meter-Staffel: 1. Brigade49 2:40,4 Min., 2. Brigade 48 2:42,7 Min., 3. Brigade 47 2:49,8 Min. Geräte-Dreikampf, Mannschaften: 1. Brigade 49 226,9 Punkte, 2. Brigade 47 200 8 P-. 3. Brigade 147 181,3 P., 4 Brigade 47 153'9 Punkte. Geräte-Dreikampf, Einzelsieger: 1. Winter (Brigade 49) 59 P., 2. Zellekens (Brigade 49) 57,5 P., 3 Hlinetzky (Brigade 49) 56,5 P, 4. Helmer (Brigade 49) 53,9 P., 5. Kehrer (Sri- gade 47) 53,3 P., 6. (Bergs (Brigade 47) 53 Punkte. 15 - Kilometer - Gepäckmarsch mit wehrsportlichen Einlagen: 1. Stab der Gruppe Hessen 381 P., 2. Standarte 30 293 P., 3. Standarte 81 290 P., 4. Standarte 167 272 P., Fußbad-Ergebnisse der Nezirksklasse. VfB.-Reichsbahn Gießen — Dillenburg 3:1. Sinn — 1900 Gießen 3:0. Naunheim — Burg 1:0. Frohnhausen — Bissenberg 2:2. Die VsB.er zeigten in den ersten 15 Minuten ansprechende Leistungen und konnten in dieser Zeit das Spiel 2:0 für sich entscheiden. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel sehr hart durchgeführt. Drei Gästespieler wurden oom Platz gestellt'. Auch in Sinn gab es ein hartes Spiel, wollte doch jeder der beteiligten Vereine seinen Tabellenstand oerdessern. Auch bei diesem Spiel gerieten Zwei Spieler aneinander, ein ©inner und ein 1900er wurden des Feldes verwiesen. Naunheim konnte knapp gegen Burg gewinnen. — Frohnhausen und Bissenberg teilten sich die Punkte. Nach diesen Ergebnissen ist eine volle Klärung, wer außer Dillenburg noch absteigen muß, noch nicht herbeigeführt worden. Nach dem augenblicklichen Tabellenstand befinden sich noch drei Vereine in Abstiegsgefahr, und zwar: 1900 Gießen bei 16 Spielen mit 14:18 Punkten, SV. 20 Lollar bei 18 Spielen mit 14:22 Punkten, VfB.-R. Gießen bei 14 Spielen mit 7:21 Punkten. Aufstiegspiele im Gau Hessen Gruppe Süd: SpV. Wetzlar — VfB. Groß- Auheim 5:1; SV. Elz — SV. 06 Bad-Nauheim 0:0. Gruppe Nord: Sport Kassel — VfL. Lauter- buch 4:1. BfD. Reichsbahn (Rieften. VfB.'Reichsbahn — Dillenburg 3:1 (2:1). Eine ansehnliche Zuschauerzahl hatte sich eingebunden in der Hoffnung, ein schönes Spiel zu sehen. Doch war jedermann enttäuscht von der Spielweise der Gäste. Da der angesetzte Schiri Kaletsch (Wetz- Lar) nicht erschienen war, sprang Grote (Mainzlar) Für ihn ein. Mit ihm liefen beide Mannschaften ins Feld, ihre Aufstellung war folgende: Dillenburg: Weth, Schwarz, Waszick, Laux, Höger, Witt, Krämer, Meixner, Schmidt, Busch, Hühner. 3:3 (2:2). Gegen die technische Ueberleaenheit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft erkämpfte am Sonntag Frankreich auf dem Hockey-Platz des Reichs port- feldes ein 3:3 (2:2) Unentschieden. Das Ergebnis ist als ein Erfolg unserer französischen Gäste zu werten, die geaen das reifere technische Spiel der Deutschen ihre Lebendigkeit, ihre Lauffreudigkeit und ihr Temperament geschickt in die Waagschale mar- fen. 5000 interessierte Zuschauer verfolgten das Spielgeschehen. weißen zwei klare Möglichkeiten. Ein Kopfstoß von Enders ist zu schwach und der Schuß von Löbsack zu ungenau, um Betz irgendwie zu gefährden. Das zweite Tor der Platzbesitzer fällt auf die gleiche Art und Weise. Der durch den Wind verdrehte Ball prallt von Zeiler zu dem freistehenden Mittelstür* mer, der ruhig und placiert einschieben kann. Mit diesem Nachteil war keine Aussicht mehr, dem Spiel noch irgendeine Wendung zu geben, zumal die Anstrengungen und die Ansätze viel zu verkrampft waren. Nach dem Wechsel stellen die Platzbesitzer in der 65. Minute ihren Sieg sicher. Wieder ist es der Mittelstürmer, der zum Erfolg kommt, nachdem er im Kampf mit Zeiler Sieger blieb. Die letzten verzweifelten Anstrengungen der Blauweißen um Verbesserung des Resultats sind nicht wirkungsvoll genug. Lediglich einige Ecken sind die Ausbeute, die auch zu keinem Erfolg führen. Beim Schlußpfiff bricht eine helle Freude bet den Spielern sowie Zuschauern ob des errungenen Sieges aus. Derselbe war für die ©inner mit dem Verbleib in der Bezirksklasse sehr ausschlaggebend. Bei Sinn war der ungeheure und restlose Einsatz eines jeden einzelnen, sowie der Platzvorteil von ausschlaggebender Bedeutung. In ihrem Tormann Betz hatten sie einen starken Rückhalt. Nicht allein das Tor, sondern auch der Strafraum wurden sorgfältig bewacht. Bei den Blauweißen kam nicht die nötige Geschlossenheit in die Elf. Sinn II — 1900 II 0:3. Hier war das Ergebnis umgekehrt. Nach teils überlegenem Spiel kam die Reserve zu dem klaren Ergebnis. ) nach h 142 Meyer später U. lagen ander. meist n mit i- Am auerei April), 5) )ui ig, dir Mriefe Itanlei. ie’Dbfit auf 88 fampfe der 15 Gruppenbesten am Barren, Schwebe- halfen, an den Ringen und im Keulenschwingen. -Oie Hamburgerin Käthe Schnemann, früher in (Stegen, hatte sich nach den vier Pflichtübungen mit 65,5 Punkten die Spitze vor Paula Pöhlsen (Hamburg) (64) und M Schudnagils (Essen) (63,5) erobert. Höhepunkt der Veranstaltung war am Nachmittag bas Kürturnen. Käthe Schnemann wartete babe mit so großartigen Hebungen auf, daß ihr mit 133,5 Punkten der Sieg und damit der Titel Deutsche Meisterin zufiel. Die von der SA.-Gruppe Hessen erstmals veranstalteten Kampfspiele fanden am Samstagabend mit dem großen Hallensportfest in der Festhalle ihren Höhepunkt und eindrucksvollen Abschluß. Binnen dreieinhalb Stunden kam ein großes und vor allem wechselvolles Programm zur Abwicklung, das die Vielseitigkeit des SA.-Sportbetriebes und vor allem den kämpferischen Einsatz der Teilnehmer zeigte. Fast alle Sportarten, soweit sie in der Halle ausgeübt werden können, wurden im Verlauf der vielen Mannschafts- und Einzelkämpfe vorgeführt. Selbstverständlich hatten auch die wehrsportlichen Hebungen in bem Programm den ihnen gebührenden Platz erhalten. Im Mittelpunkt der Wettkämpfe stand ein Zwölfkampf für SA. - Fijhrer, der einen Ausschnitt aus dem für SA.-Führer als grundlegend vorgesehenen Fünfzehnkampf darstellte, wie er in Zukunft alljährlich bei den Meifterschaftskämpfen der SA.-Gruppe Hessen durchgeführt werden soll. Bemerkenswert in dem Zwölfkampf war die Kampfgruppe Boxen—Ringen—Jiu-Jitsu, die als ogenannter Selbstverteidigungs-Dreikampf ausgetragen wurde. Alle drei Kämpfe mußten von den Teilnehmern in unmittelbarer Aufeinanderfolge betraten werden. Zwölfkampf-Einzelsieger wurde Standartenführer Süß von der ersten Mannschaft )er Brigade 48 mit 44 Punkten, dessen Mannschaft ich auch in der Mannschaftswertung den ersten Platz sicherte. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachte Obersturmführer Rieke vorn Gruppenstab, der mit 46 Jahren der älteste Teilnehmer am Zwölfkampf war und den zweiten Platz belegte. Der Mannschaftskampf (Boxen, Fechten, Handball) zwischen den SA.-Gruppen Hessen und Westmark wurde von den Mannschaften der Gruppe Hessen gewonnen. Die „Hessen" gewannen die Fechtkämpfe aller drei Waffen und das Handballspiel überlegen, wahrend die Gruppe Westmark in den Boxkämpfen überlegen war Die Veranstaltung hatte in der Anwesenheit von Stabschef Lutze an der Spitze zahlreicher Obergruppenführer und Gruppenführer der SA aus . an*ö*! ber M vE A sofort W -den A S- i, W w Schall t lichst bunte Farben gewählt und der Schal anmutig geknotet. Schall, Wellen eines schwingenden Körpers, pflanzt sich in'der Luft ebenso wie in festen Körpern fort. Deshalb sind Wände wenn sie nicht isoliert werden, an sich nicht schalldicht. Zur Dämpfung des Schalls kann man Korkoder Torfplatten anbringen. Schalter, Vorrichtung zürn Oeff- nen und Schließen eines elektrischen Stromkreises, dürfen nicht mit nassen Händen berührt und nicht in Badezimmern angebracht werden. Beschädigte Schalter lasse man sofort vom Fachmann in- standsetzen, da ihre Berührung tödlich wirken kann Kleidungsstücke dürfen niemals an Schaltern aufgehängt werden Schaltjahr, Jahr mit 366 Tagen, der Schalttag ist der 29. Februar. Jedes Jahr, das sich durch vier teilen läßt, ist ein Schaltjahr. Schamotte, feuerfeste Tonziegel, die in Oefen und Herde eingebaut werden. Scharlach ist eine Infektionskrankheit. die besonders im Kindesalter auftritt, aber auch Erwachsene befallen kann. Die Inkubationszeit beträgt 4 bis 7 Tage Die Ansteckungsquelle ist nicht immer nachweisbar. Im Beginn tritt meist Schüttelfrost auf, hohes Fieber, eine sehr schwere Angina, erst etwa 24 Stunden später wird der hellrote fleckchenförmige Ausschlag sichtbar. Der Ausschlag besteht aus dichtstehenden Flecken. Charakteristischerweise bleiben Kinn und Lippen vom Ausschlag frei. Der Aus- 1 verlor aber doch mit 8:0 Toren. Wie vorauszusehen war, verlor die zweite Jugend in Grohen-Linden, doch kommt die Höhe der Niederlage (10:1 Tore) überraschend. Die dritte Jugend gewann sicher in Heuchelheim mit 2:5 Toren. Spielvereinigung 1900 (Sieben. Sinn — 1900 3:0. Die Hoffnung der Blauweißen, sich in Sinn den restlichen Punkt zu holen, der sie von den letzten Abjtiegssorgen befreite, ging nicht in Erfüllung. Die Gefährlichkeit der ©inner, die ja ebenfalls noch in der Gefahrenzone schwebten, hat sich in geradezu explosiver Kraft ausgewirkt Hiergegen konnten die Blauweißen nicht aufkommen, zumal sie Ersatz 1 einstellen mußten, der sich nur zum Teil bewährte. So konnte Schmitz als Vertreter von Heilmann nur durch seine große Zerstörunasarbeit gefallen. Der ' für den Angriff erforderliche Aufbau fehlte dagegen vollkommen. Der größte Nachteil bestand allerdings ' darin, daß das völlig unzulängliche Gelände das Spiel bei den Blauweißen überhaupt nicht in Fluß kommen ließ. Mit dem Wind spielend, gewinnt Sinn die ersten 1 Zehn Minuten eine kleine Feldüberlegenheit, die bald ‘ ausgeglichen wird, nachdem sich 1900 einigermaßen ; auf dem Platz zurechtgefunden hat. Beide Mann- ! schäften haben sich in dieser Zeit Tormöglichkeiten 1 geboten. Die günstigste bietet sich in der 23. Mi- 1 nute dem ©inner Halbrechten, als er durch einen Fehlschlag von Ehrhard kurz vor dem Tor den, Ball erhält und dies auch prompt zum Führungs- i treffet ausnutzt. Im Gegenangriff haben die Blau-1 ( 5. Standarte 88 267 P., 6. Marinestandarte 34 265 Punkte. Dreikampf (Steinstoßen, Keulenwurf, 60-Me- ter-Lauf): Klasse A I (bis 34 Jahre): 1. Simon 76 P' 2. Blum 71 P., 3. Heinemann 70 P.; Klasse A II (35 bis 44 Jahre): 1. Ost 61 P., 2. Nolzen 60 P., D. Stöckel 56 P.; Reserve-Klasse (über 45 Jahre): 1 Rieke 63 P., 2. Gros 57 P., 3. Berg 57 Punkte. Mannschafts ° Dreikampf Gruppe Hessen — Gruppe Westmark: Boxen: Gruppe Westmark schlägt Gruppe Hessen 10:6; Fechten: Gruppe Hessen schlägt Gruppe Westmark 114,25 :47,75 Punkte; Handball: Gruppe Hessen — Gruppe Westmark 8:3; Gesamtsieger: Gruppe Hessen. Olympiasieger Manger und Jsmayr imponieren. Großer Tag der Gießener Schwerathletik. Den Sportfreunden in unserer Stadt war am gestrigen Sonntagabend ein nicht alltägliches Erlebnis beschieden. Dem 1. Kraft- und Sportklub 1893 Gießen war es als dem ersten Verein in unserer Stadt gelungen, Olympiasieger von 1936 für einen Auftritt in Gießen zu gewinnen. Die Gewichtheber Mangerund Jsmayr weilten in unserer Stadt und gestern abend im Cafe Leib, nachdem sie in den Nachmittagstunden von Düsseldorf hier eintrafen. Am Samstagabend hatten sie in Düsseldorf ihr überragendes Können gezeigt und nun warteten sie in * Ml landen kaum weniger Beifall, wie die der Gäste aus Freising. Besonders Jrge gefiel ner ausgezeichneten Technik und seiner sau- unserer Stadt mit ihren außerordentlichen Leistungen auf. bet,. Arbeit. Wenn auch die beiden Marburger die außerordentlichen Leistungen der Olympiasieger hinsichtlich des bewältigten Gewichtes nicht erreichen konnten, so gingen sie doch immer wieder unverdrossen an das Gewicht. Sie zeigten sich als Sports- Die Freunde des Kraftsportes und der Leibesübung überhaupt ließen es sich deshalb nicht nehmen, an diesem Abend mit dabei zu sein. Der Saal des Cafe Leib war fast bis auf den letzten Platz besetzt, als zunächst die Ringer des 1. Gießener Kraft- und Sportklubs 1893 und die Ringer von Frankfurt-Rödelheim auftraten, um in einem Mannschaftskampf die Kräfte zu messen. Die Gießener Ringer zeigten sich in diesem Wettbewerb glänzend disponiert und vermochten ihre Gegner mit 15:6 Punkten zu besiegen, lieber den Verlauf dieses Kampfes werden wir noch berichten. Mit starkem Beifall wurden dann die Gewichtheber begrüßt, die den zweiten Teil des Abends mit ihren Leistungen ausfüllten. Der Wettkampf der Gewichtheber fand einen kurzen freundlichen Auftakt durch herzliche Begrüßunqsworte, die sowohl der Führer des gastgebenden Pereins, wie auch der Führer der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen, Dr. König (Gießen), und der Gaufachamtsleiter für Schwerathletik, L e h m e r t (Kassel), den Gästen widmeten. Schließlich wurden den beiden Olympiasiegern von zarter Hand Blumen überreicht, die sie dankbar entgegennahmen. Neben Sepp Manger und Rudi Jsmayr, den beiden Olympiakämpfern, zeigten sich auch die beiden Marburger Schwerathleten Gary (der trotz seines Alters immer noch unentwegt in den Reihen der Jungen mitkämpft) und Jrge. Die beiden Marburger standen zwar von vornherein im Schatten der beiden Olympiasieger, aber auch ihre Leistun- Blumengrüße für starke Männer. Von links nach rechts: Gary (Marburg), Sepp Manger, Rudi Jsmayr und Jrge (Marburg.) — leute von echtem Schrot und Korn, die sich nicht entmutigen ließen, auch wenn ihnen nicht jeder Angriff gelang. So trugen die beiden nicht unwesentlich zum Gelingen des Abends bei. Mit besonderem Interesse sah man dann Jsmayr und Manger antreten. Es war erstaunlich zu sehen, mit welch sicheren Technik die beiden Olympiasieger die Gewichte bewältigten, mit welcher Kraft und Geschicklichkeit sie die ständig gesteigerten Gewichtsmengen zur Hochstrecke brachten, gleichgültig, ob es im beimarmigen Drücken, im beimarmigen Reißen oder im beidarmigen Stoßen geschah. Interessant zu sehen, wie sie überhaupt an die Gewichte herangingen. Alles an ihnen, sowohl bei Jsmayr wie bei Manger, scheint im Augenblick des Angriffs äußerste Konzentration der seelischen und der körperlichen Kraft, jede Bewegung ist Zielsicherheit, ausgerichtet aus das, was geschafft werden soll. In diesen Sekunden scheinen für die beiden Kämpfer auch die Zuschauer und selbst das Kampfgericht nicht mehr da zu sein. Und erst, wenn die Hantel den Boden wieder berührt, scheinen auch sie zurückzukehren in ihre unmittelbare Umgebung. * Höhepunkt des Abends war, als Sepp Manger 300 Pfund umsetzte und dreimal unmittelbar hintereinander zur Hochstrecke brachte. Brausender Beifall belohnte diese großartige Leistung. Nicht weniger stürmisch wurde Rudi Jsmayr gefeiert, als er, der herrlich gebaute Mittelgewichtler, 270 Pfund nach oben brachte und damit eine wahrhaft olympische Leistung zeigte. lieber welche Kraftreserven die beiden Olympiasieger verfügen, ließ sich noch daraus erkennen, daß sowohl Manger als auch Jsmayr mit erheblichen Gewichten sogar noch Trainingsübungen zeigten, die niemand von ihnen erwartete. Die Gewichtheber fanden ein außerordentlich dankbares und beifallsfreudiges Publikum. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Schattenriß 434 Scheidung düng unter Baumen oder als Anpflanzung in Schattenecken in manchen Stadtgärten. Geeignet sind Stauden: Sedum, Anemone, Singerhut, Akelei, Maiglöckchen, arne, Immergrün, Malven und aselwurz. An Strauchwerk zu empfehlen: Mahonien, Spiräen, Rhododendron, Efeu, s. einzelne Arten. Schattenriß, Silhouette, aus schwarzem Papier geschnittene Seitenansicht eines Kopfes, wie er sich zeigt, wenn eine starke Lichtquelle seinen Schatten auf die Wand wirft. Weiterhin aus schwarzem Papier geschnittene Figuren und Darstellungen, wie sie beim Schattenspieltheater verwendet werden. Schatzsund. Wer eine Sache, die solange verborgen war, daß der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist, entdeckt und in Besitz nimmt, erwirbt daran zur Hälfte das Eigentum; die andere Hälfte wird Eigentum desjenigen, dem die Sache, in der der Schatz gefunden wird, gehört. Schaukel, an Seilen oder Kettey befestigtes Brett, muß vo,r der Benutzung jedesmal nachgeprüft werden, ob alle Teile in Ordnung sind. Ist die Schaukel an einem Gerüst aufgehängt, so muß dieses fest in der Erde einge- rammt sein. Die Seile dürfen nicht im Regen hängen bleiben Schaumwein, Champagner, Sekt, Wein, der mit Zucker auf Flaschen gefüllt und einer nochmaligen Gärung unterworfen worden ist, wodurch er stark kohlensäurehaltig wird. Man unterscheidet trok- kenen Schaumwein = dry oder extra dry, und gesüßten Schaumwein. Billige Schaumweine, ohne Flaschengärung mit Kohlensäure versetzte Weine oder Obstschaumweine, können zu Bowlen verwendet werden. Schaumwein muß eisgekühlt gereicht werden, man reicht ihn erst zum Schluß eines Festesiens. Scheck ist eine Anweisung auf em Bankguthaben. Der Sch. mutz gedeckt sein, d. h. der Aussteller mutz auf der Bank, auf die der Sch. lautet, einen entsprechend hohen Geldbetrag stehen haben. Ausgabe von ungedeckten Schecks oder Sperrung des Guthabens nach Ausstellung des Sch. vor desien Einlösung kann als Betrug bestraft werden. Sperrung ist z. V. erlaubt, wenn man den Scheck als Zahlung für eine gekaufte Sache gegeben hat und sich herausstellt, daß die Sache mit wesentlichen Fehlern behaftet ist. Nimmt man einen Sch. in Zahlung, so behalte man sich stets den Eingang des Geldbetrages vor. Scheibengardinen, auf Eardinen- stangen unmittelbar am Fenster aufgespannte Eardinenmus Eta- mine oder Voile, die immer sehr freundlich wirken. Scheibenglas, Glas, aus dem Fensterscheiben geschnitten werden. Scheidewasier, soviel wie Salpetersäure. Scheidung (Ehescheidung). Sie erfolgt durch Urteil. Die Klage »st beim Landgericht zu erheben, in desien Bezirk der Mann sei- 5u Scheibengardinen gehören... auch die richtigen Stangen. Sie müssen besonders stabil sein, weil durch das straffe Spannen der Gardinen die Stangen leicht verbogen werden können. Bei Häuser sehen Sie solche guten Stangen, verstellbar für jede Breite. J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. E 2 GLORlfl Heute Montag §(D ■S» <51 2565 A für das Tägl.4,6,8.30, Sonntags 3,5.30,8.30. Kartenvorbestellungen unter 4078 erbeten a « o o 2. e? e <3 E sr. E o Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Das braucht nicht immer schwarzer Tee zu sein. Hier gilt es auch für das Reich Devisen sparen und deutschen Tee trinken. Winterhoff’s Familientee, Paket RM. 0.75, ein gut schmeckendes Tagesgetränk, der bekömmlich ist und die Nerven nicht aufregt. Machen Sie einen Versuch. a«e Nachlässe von 3 bis 20 v. h. er- hatten S/e bet wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige! Kilometerstunden und verbesserte damit Kahr- manns bisherige Bestleistung um einen Kilometer. Bock lieferte abermals ein großes Rennen und wurde Zweiter. Bei den zahlreichen Stürzen ereignete sich leider auch ein tödlicher Unfall, der Finne Kyroe geriet mit feiner 350-ccm-NSU. vor der Zielkurve an die Strohverkleidung, stürzte und zog sich tödliche Verletzungen zu. Kurze Sportnotizen. B e r l i n—C ottbu s—B erlin , die über 260,5 Kilometer führende Straßenfernfahrt, wurde am Sonntag bei strömendem Regen ausgetragen. Sieger wurde Kutschbach in 7:37,30 Stunden bei den Berufsfahrern, während Neubauer (Hannover) bei den Amateuren in der weitaus besseren Zeit von 7:26,05 erfolgreich war. * I m Schwimm-Dreiklubkampf in Frankfurt zwischen Hellas Magdeburg, 1. Frankfurter SC. und Nikar Heidelberg blieb Magdeburg im Gesamtergebnis mit 42 Punkten vor Frankfurt (28) und Heidelberg (12) siegreich. Die Magdeburger befanden sich in großer Form und stellten am Sonntag drei neue deutsche Rekorde auf. Sportamt „Kraft durch Freude^. Heute folgende Kurse: Boxen: Alte Pestalozzischule, Eingang Kirchstraße, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Allgemeine Körperschule: Gymnasium, Bismarckstraße, nur für PL. der NSDAP., Ortsgruppe Süd, 20.15 bis 21.45 Uhr. Fröhliche Gymna.stik und Spiele: Lollar, Kantine der Fa. Buderus, 20.30 bis 21.45 Uhr. Gießen, Halle des Reichsbahnsportoereins, Aulweg, 9.30 bis 10.30 Uhr. Reiten: Unioersitäts-Reitinstitut, Vrandplatz, 20 bis 21 Uhr. Rundfunkprogramm. Dienstag, 13. April. 6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus dem Betrieb der IG.-Farbenindustrie, Frankfurt a. M., Werk Griesheim: Werkskonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Nur Freiburg: Nachrichten. 11.30: Sport funk für die Jugend. 11.45: Landfunk: Baut Werkwohnungen! 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Ahoi! Kümmel und frische Brise! 15: Volk und Wirtschaft. Mehr Schweinefleisch statt Spiritus. Die richtige Kartoffeloerwertung. 15.15: Frauenfunk: Tut mir leid — hab' keine Zeit! Hörszene. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Sozialdienst. 18: Konzert. 19: Hier ist die schaffende Jugend der Südwestmark! 19.30: Kampf dem Verderb! 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Der goldene Pierrot. Operette. 22.10: Nachrichten — Grenzecho. Mittwoch, 14. April. S e'S E'O-r Ä--Ö5 B 2 PALAST Giessen bezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten. Willy Steiner — Marita Gründgens. 15: Volk und Wirtschaft: Worüber man heute spricht! 15.15: Deutschlands größter Tunnel. Hörbericht. 15.40: Das Mikrophon unterwegs. 16: Musikalisches Zwiegespräch. 16.30: Unterhaltungskonzert. 17.30: Sport zeitgemäß belauscht. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation. 20.45: Das Meister-Sextett singt und die Kapelle Franz Hauck spielt. 22: Nachrichten, Grenzecho. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten: Nachrichten aus dem Senbe- bezirk. 13.15: Mittagskonzert. 3 t) o . • ’li88 m c 3 Ec ■8'6'^ Schönes Einfamilienhaus in ruhig. Lage (Crednerstr. 8) mit Obstgarten und Wiese), 6 geräumigen Zimmern und Küche, Dachkammer,Trocken- boden, Waschküche u. großen Kellern, preiswert zu verk. 8 Besichtigung und Näheres Buchnerstraße 2 I. 2569d Drogerie Kreuzplatz 10 stagse MS s E Etz 4, O - «M °Z,kß g ti-'C 5 ..ac 3it E e?==L 2 u”- kS-,Ä £ u E^tz E 2ZZ S Zwangsversteigerung den l3. Avril, nachm. 7.Uhr, sollen im Versteigorungs- loral Neuenweg 28, bezw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe obiges ^okal) zwangsweise geg.sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- uno Büromöbel aller Art, 4 Oefen, 4 Herde, zwei Schreibmaschinen, 2 Nähmaschinen, 1 Rechenmaschine, 1 Schaufenster - Ausstellungseinrichtuna, 1 Fahrrad, 1 Handatlas, 1 Staubsauger, 1 Eisschrank, 1 Bobner, 1 Blechscheere, 1 elektr. Motor, ^Anzugs- und Kleiderstoffe. 256sD Scharmann, Gerichtsvollzieher in Gießen, Wcrnerwall 33, Tel. 3108 !lm die Deutsche Fußballmeisterschaft. Erwartete Ergebnisse. In den Gruppenspielen zur Deutschen Fußball- Meisterschaft gab es am Sonntag Vollbetrieb. In Gruppe 1 steht nach den Spielen des Sonntags der HSV. der in Königsberg über Hindenburg Allenstein 5:2 (3:1) gewann, an der Spitze vor dem BC. Hartha, der in Beuthen den dortigen Schlesien- meister 5:2 (3:1) besiegte. Erster der G r u p p e 2 ist der FC. Schalke 04, der in Berlin den Berliner Meister Hertha-BSC. vor 80 000 Zuschauern nur 2:1 (1:1) schlagen konnte. Hertha wurde durch diese Niederlage mit Werder Bremen punktgleich, der zu Hause über Viktoria Stolp 5:0 (2:0) gewann. Die Gruppe 3 wird vom Südwest-Gaumeister Wormatia Worms angeführt, der in Hanau über den Spielverein Kassel 3:1 (1:1) gewann, während der VfB. Stuttgart überrraschenderweise von Dessau 05 mit 2:1 (2:0) besiegt wurde und mit Dessau an zweiter Stelle steht. In der G r u p pe 4 landete der 1. FC. Nürnberg seinen zweiten Sieg, der mit 3:1 (2:0) über den VfR. Köln knapper'ausfiel, als man nach dem Sieg über Waldhof erwartet hatte. Waldhof hatte diesmal das Pech, in der letzten Minute in Oberhausen gegen Fortuna Düsseldorf 1:2 (0:1) zu unterliegen. Ergebnisse der Gruppenspiele um die Deutsche Handballmeisterschaff. Gruppe 1. In Hamburg: Oberalster Hamburg gegen VfL. Königsberg 16:6; in Kassel: Tuspo. Bettenhausen — DBV. Berlin 3:9. Gruppe 2. In Stettin: KTV. Stettin gegen MSV. Weißenfels, verlegt; in Barmen: Tura Wuppertal — Bor. Carlowitz 12:8. Gruppe 3. In Minden: Hind. Minden gegen MSV. Hannover 14:10; in Mannheim: SV. Waldhof — 1. FC. Nürnberg 11:6. Gruppe 4. In Koblenz: MSV. Koblenz gegen MTSA. Leipzig 4:9; in Altenstadt: TV. Altenstadt gegen VfR. Schwanheim 4:6. 120000 beim Eilenriede-Mnnen. Deutsche Siege auf deutschen Maschinen. Mit dem Eilenriede-Rennen im Hannoveraner Stadtwald erlebte die deutsche Motorsport-Rennzeit am Sonntag einen glanzvollen Auftakt. In allen Klassen sah man packende Kämpfe, die die 120 000 Zuschauer — eine Rekordzahl für die Eilenriede — viele Stunden lang in ihren Bann zogen. Im wichtigsten Laus bei den Halbliter-Maschinen gab es eine große Ueberraschung. Die schnelleren Maschinen der Bayerischen Motorenwerke erwiesen sich u m eine Klasse b e s s e r als die im vergangenen Jahr so erfolgreichen DKW. und NSU. Die beiden BMW.-Fahrer Ley und Karl Gall vergrößerten ihren Vorsprung immer mehr und überrundeten das ganze Feld. Sieger und Eilenriedemeister wurde zum erstenmal Karl Gall, der seinen Markengefährten einen Kilometer vor dem Ziel überholte und mit knappem Vorsprung als Erster durchs Ziel raste. In den beiden anderen Klassen der Solomaschinen, die wie das Rennen der Halbliterklasse ebenfalls als Meisterschaftsläufe gewertet wurden, setzten sich dagegen die bisher erfolgreichen Maschinen von DKW. und NSU durch. Allerdings mußte Walfried Winkler (DKW.), bei den „Kleinen" schwer kämpfen, um seinen 'Markengefährten Petruschke (Berlin) einen Privatfahrer, hinter sich zu lassen. Meister Heiner Fleischmann brauchte in der 350er-Klasse keinen Gegner zu fürch- ter, sicher steuerte er vor Mellmann zum Siege. In der großen Seitenwagenklasse mußte Meister Kahrmann (DKW.) eine Niederlage einstecken. Der Mannheimer Bock verwies ihn mit seinem Nor- tongespann auf den zweiten Platz. Den einzigen neuen Rekord gab es bei den kleinen Seitenwagen. Hier setzte sich Meister Braun (DKW.) erwartungsgemäß durch. Er fuhr 107 H„,pe. Hannes Stelze . eg'v. o s = 5 F