lir. 36 Erstes Blatt 187. Jahrgang Zrettag, 12. Februar 1937 IkrschetM täglich, außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Siebener Familienblättei ßeimat im Bild • Die Scholl, Monatt-Vezugspret»: Vlit 4 Bellagen RM. 1.9b Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe Utter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten Postscheckkonto: zrankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dru» und Verlag: vrühl'sche Univrrfitätrvuch- und Steindruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8l/.Ut)r des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.. für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rps..Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rps. Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Diplomatische Pause? Don Or. Hans von Maloitki- Nachdem von der Presse der Westmächte über pie Woche lang eifrig debattiert worden ist, welche S Möglichkeiten sich nach der Führerrede für die Ar- jiif der Diplomatie bieten, ist nun von der offi- ö|en Londoner Presse das Stichwort von der schöpferischen Pause" ausgegeben worden, fyn der Notwendigkeit einer „Jnoenturauf- xrh m e" in den internationalen Besprechungen ist tiljlid) die Rede, von einem „Feiertag in den Msch-englischen Beziehungen", der nach dem ,^aily Telegraph" sich über nicht weniger denn jer Monate ausdehnen soll. Die Begründungen st dieses plötzliche „Reiten auf Zeit" berühren icht merkwürdig. Denn schließlich ist nicht einzu- sten, weshalb der nach den Krönungsfeierlichkeiten Iartete Rücktritt Baldwins oder die für : angesetzte britische Weltreichskonfe- lz bis dahin die Weiterbehandlung der europä- n Probleme ausschließen sollen. atsächlich hat die diplomatische Pause, auf die ^sichtlich London vor allem hingearbeitet, ganz )ere Gründe. Sie liegen nicht nur in dem Alogischen Unbehagen vor einem Gespräch, bei England die Hauptlast zu tragen hätte, nach- man in Paris auf den Dreh gekommen ist, als erst in Zweiter Linie zuständig und be- :en zu erklären. Entscheidend ist vielmehr E n g- ds Sorge um feine Aufrüstung und die Finanzierung des größten Rüstungspro- nms, das sich das Jnfelreich im Frieden je ge- : hat. Wenn noch irgendein Zweifel bestand, diese Fragen zur Zeit alles andere in der eng» M;en Politik überschatten und in den Hinteren d drängen, dann hat ihn die letzte Rede Sir ktzmuel Hoares und der soeben im Unterhaus ^«gebrachte Antrag des Schatzkanzlers auf Er- feung einer Generalvollmacht für eine Kbitaufnafjme bis z u 4 00 Millionen T|: u n b, also fast 5 Milliarden Reichsmark, be- stigt. |f)ie größte und modernste Flotte möglichst Iell zu schaffen, das ist das Ziel, um dessen willen stand den Gang der europäischen Diskussion ab- mft. Man darf nicht vergessen, daß Anfang es Jahres die Flottenverträge von ishington und London abgelaufen damit alle quantitativen Bindungen hinfällig , flmotben sind. Dies war der Startschuß für den R stungswettbewerd der großen Seemächte. Das iMe Londoner Seerüstungsabkommen vom März regangenen Jahres mit feiner Pflicht der jähr- licen Mitteilung der Bauprogramme und einigen jMlitativen Begrenzungen ist nur eine schwache Breittfe. Es ist zudem noch nicht einmal ratifiziert, hmi) wenn Japan weiter draußen bleibt und sich |cn seine Bestimmungen nicht hält, dann fallen auch 1« wenigen qualitativen Beschränkungen, und da- jhii öffnet sich die Perspektive auf einen unerhörten Bi ftun-g s ro ettlauf der großen Flottenmächte. 1 Sii letzte Rüstungsdebatte im Unterhaus beweist, ins England die Führung übernehmen und sichern will. Ein Weltreich geht seinen Lebens- toienbigEeiten nach, und deshalb muß Europa Iden .. leb er diesen Tatbestand hängt man in London pi gefällige Schild: „Schöpferische Pause." Das ist j ies)alb bedauerlich, weil dadurch in dem ncttür- ftkn Fluß der Dinge Stockungen hervorge- h n und zur Lösung reife Probleme in den Hin- i lstirund gedrängt werden. Die Redensart, daß die ■ürerrebe nicht genügend präzise Vorschläge ent- Wien habe und daß es deshalb an Deutschland Äk, die allgemeinen Anregungen in konkrete Singe» gibt' zu fassen, mit denen die Diplomatie arbeiten ■Sune, ist ebenfalls nichts anderes als ein Versuch, Wie Verantwortung an die falsche Stelle zu schieben. ■ ?k.n tatsächlich hat die Führerrede die Voraus- 11 gingen der deutschen Friedenspolitik klar und heutig Umrissen. Was nun notwendig ist, sind “■et weitere deutsche Angebote-, es kommt viel- \ darauf an, daß die beiden W e st m ä ch t e sich :pir ihre Stellungnahme schlüssig werden und zu wm Ergebnis kommen. Gelegenheiten, den Willen zu wirklich konstruk- N Politik vorausgesetzt, sind ohne weiteres oor» ia"2ien; vor allem dann, wenn man nicht wieder w das untaugliche Rezept sogenannter Total- H-ngen verfällt, sondern den natürlichen Reife- ,rö der Probleme berücksichtigt. Was den West- Ql?t betrifft, so verharren hier allerdings die uge noch in dem alten ausweglosen Zustand, r- daß man dies aber der deutschen Politik zur legen kann. Solange von französischer und li'ischer Seite die These von den Russenbünd- fcn als „zusätzlichen Friedensgarantien" aufrecht- ’^Uen wird, ist kein Fortschritt möglich. Was sol- J...gegenüber diesem Sachverhalt noch deutsche bozisionen"? Zudem sind unseres Wissens schon einiger Zeit in London Anregungen im Sinne w Beseitigung der schlimmsten Gefahrenmomente 4r Paktmechanismen unterbreitet worden. Lei- r scheint ihnen der Erfolg versagt geblieben zu ln was auch deshalb zu bedauern ist, weil mit Ur Ausstellung dieser Gefahrenmomente auch das ni.e Rüstungsproplem ein viel günstigeres Ziehen erhalten hätte. Denn das klare deutsche 'k-ebot einer allgemeinen und gleichmäßigen Rü- lr3sregelung besteht nach wie vor. Ist es Deutsch- Schuld, daß durch die Russen bünd- Ifie das Gefahrenrisiko, an dem ja allein der 9 meffene Rüstungsstand jedes Landes zu er» wn ist, für Deutschland so außerordentlich er» T worden ist? ^-wiß: weiten Kreisen in Frankreich, auch ein» -Zeichen, ist heute bei dem Bund mit Moskau h wohl. Wir vergessen auch nicht, daß Herr um sich bis heute geweigert hat, militärische In- Das Kabinett Baldwin fordert Generalvollmacht für einen Milliarden-Kredit zu Rüstungszwecken. London, 11. Febr. (DNB.) Im Unterhaus kündigte Schatzkanzler Neville Chamberlain die Auflegung einer Rüftungsanleihe bis z u 400 Millionen Pfund Sterling (fast 5 Milliarden Reichsmark) an. Die Regierung beabsichtigt, sich vom Parlament eine Generalvollmacht für die Aufnahme von Kapital oder die Verwendung erzielter Haushaltsüberschüsse bis zu einem Gesamtbetrag von 400 Millionen Pfund Sterling geben zu lassen. Bei der Verabschiedung der Wehrhaushalte sollen jährlich Beträge für die Verzinsung der neuen Schulden eingesetzt werden. Nach Beendigung der Anleiheperiode sollen ähnliche Maßnahmen für die Tilgung der Schuld innerhalb von 30 Jahren getroffen werden. Der Schatzkanzler erklärte, die Rüstungsausgaben wüchsen mit einer Geschwindigkeit, die es unmöglich mache, sie voll aus den laufenden Einnahmen zu bestreiten. Beweglichkeit und Anpassung an die sich ändernden Umstände der Zeit müßten das Wesen des britischen Aufrüstungsprogramms ausmachen. Es entspreche dem überlieferten Brauch, daß für die Generalvollmacht eine ober ft e Grenze festgesetzt werde, im vorliegenden Falle ein Betrag von höchstens 400 Millionen Pfund Sterling und ein Zeitraum von nicht mehr als fünf Jahren. Das Recht des Unterhauses und des Schatzamtes auf die Kontrolle der Ausgaben werde nicht an- getaftet werden. Daher würden sämtliche Wehrhaushalte auch die außerordentlichen, weiterhin vom Parlament gebilligt werden müssen. Der Oppositionsführer A111 e e erklärte, daß von der Gefahr einesStaatsbankerotts gesprochen worden sei, als vor einiger Zeit 100 Millionen Pfund für die Arbeitslosen ausgenommen wurden. Er wolle daher den Schatzkanzler fragen, ob er dem Unterhaus Gelegenheit geben wolle, den vollen Umfang der Regierungsvorschläge kennenzulernen, bevor die Beratung eines Planes beginne, der für Friedenszeiten noch nicht da gewesen sei. Das Unterhaus müsse über die wahre internationale Lage und den Stand der britischen Slufrüftung eingehend ins Bild gesetzt werden. Ministerpräsident Baldwin erwiderte, daß im Unterhaus eine große Aussprache über das Rüstungsproblem in seiner Gesamtheit stattfinden werde. Die zweite Lesung der Vorlage sei die geeignete Gelegenheit hierzu. Zuvor müsse er sich jedoch darüber klar werden, ob ein Weißbuch das' beste Mittel sei, dem Unterhaus die Informationen zu liefern, die eine Aussprache möglich machen .mürben. Im Augenblick könne er eine genauere Antwort nicht geben. Attlee bezeichnete es hierauf als völlig unmöglich, daß das Unterhaus eine derartige Maßnahme berate, die im wesentlichen einer Kriegsmaßnahme entspreche, ohne vorher im Besitz der für die Aussprache nötigen Unterlagen zu fein. Der oppositionelle Ar- beiterparteiler Edward Williams fragte bann, ob der Ministerpräsident nicht der Ansicht sei, daß der Kern der Erklärung Chamberlains der Wählerschaft unterbreitet werden müsse. Die Hauptaussprache über die neue Rüstungsanleihe wird am Mittwoch stattfinden. England wird die Last tragen. „Der Zustand der Schwäche darf nicht wiederkehren." ßonbon, 11. Febr. (DNB.) Der Erste Lord der Admiralität, Sir Samuel Hoare, sprach in Birmingham über Englands Rüstungen. Aus dem Zeitraum, den England hinter sich habe, habe man besonders klar erkannt, daß die nationale Einigkeit eine Notwendigkeit sei, aber auch, und das sei nicht weniger wichtig, daß die Nation stark sein müsse. Es habe sich gezeigt, daß ein schwaches Großbritannien gleichbedeutend sei mit Verwirrung in Europa und in der Welt. Wäre die britische Flotte so übermächtig stark wie im 19. Jahrhundert und wäre die britische Luftmacht zu fürchten gewesen, so wären Europa und die Welt jetzt stabiler, als es nun der Fall fei. Großbritannien fei entschlossen, den Zustand der Schwäche nie wiederkehren zu lassen. Es wolle in Zukunft seine Stärke in einem an» gemessenen Verhältnis z u seinen V e r- p ficht ungen halten. Diese Stärke würde für den Frieden in die Wag schale geworfen werden. Das britische Volk sei entschlossen, das Aufrüstungsprogramm ohne jede Verzögerung durchzuführen. Sei die Last auch drückend, so wolle das Volk sie doch tragen. Das Wiederaufrüstungsprogramm werde, das lasse sich nicht vermeiden, sehr viele Millionen kosten. Aber Großbritannien werde das Geld hierfür aufbringen, genau so wie in der Vergangenheit. Großbritannien sei kein Freund von Anleihen für diesen Zweck, aber sie seien unter den gegenwärtigen Umständen nicht zu umgehen. Die alten Zeiten des Defaitismus feien vorbei. Die Kritiker und Pessimisten, die erklärten, daß die Sonne Großbritanniens im Schwinden begriffen fei, würden ihr Haupt in Scham verhüllen müssen. Die englische presse kündigt auch Steuererhöhungen an. London, 12. Febr. (DNB. Funkspruch.) Sämtliche Londoner Morgenzeitungen nehmen zu der vom Schatzkanzler angekündigten Finanzierung der Aufrüstung durch eine große Anleihe Stellung. „Daily Telegraph" nennt den Schritt der Regierung eine völlige Ueberraschung vor allem, was die Höhe der Anleihe anbetreffe. Man habe mit 250 Millionen Pfund gerechnet. Eine nicht allzu große Steuererhöhung werde trotzdem für unumgänglich gehalten. Man rechne damit, daß die Einkommensteuer von vier Schilling 9 Pence auf 5 Schilling je Pfund Einkommen erhöht werden würde. Die Rüstungsausgaben aus Haushaltsmitteln würden im kommenden Finanzjahr etwa 170 Millionen Pfund ausmachen. Nehme man das fünfmal und rechne dazu die Anleihe mit 400 Millionen Pfund, so dürste das Rüstungsprogramm in der fünfjährigen Periode 1200 Millionen Pfund, also rund 14,6 Milliarden Reichsmark, kosten. Der sozialistische „Daily Hera Id" kommt zu einer noch höheren Endsumme. Er rechnet, daß aus Haushaltsmitteln in den nächsten fünf Jahren je 200 Millionen Pfund für Rüstungszwecke genommen würden, wozu dann die Anleihe von 400 Millionen Pfund träte, so daß insgesamt 1,4 Milliarden Pfund für Rüstungen aufgewendet werden würden. Das würde bedeuten, daß jeder Einwohner in Großbritannien 30 Pfund für Rüstungszwecke opfern müßte. Um die jährlichen 200 Millionen Pfund aus Haushaltsmitteln aufbringen zu können, sei eine Steuererhöhung nicht zu umgehen. Die Arbeiterpartei werde sie aufs schärf st e bekämpfen. Die Maß» nähme der Regierung sei eine Inflation in schlechtestem Sinne des Wortes. Die rechtskonfervative „M o r n i n g P o ft" gibt ihrer Ueberraschung darüber Ausdruck, daß die Arbeiterpartei über das Finanzierungsprogramm der Regierung erstaunt gewesen sei. Das Programm enthalte tatsächlich nichts was man nicht schon erwartet und vorausgesehen habe. Die freie Hand, die sich die Regierung vom Parlament ausbebinge, bedeute nicht, daß die Kontrolle durch die Abgeordneten ausgeschaltet werden solle. Es werde genau dieselbe parlamentarische Kontrolle über die Ausgaben aus der Anleihe bestehen wie über die aus dem Staatshaushalt. Die Regierung habe sich wegen der Abrüstungspolitik früherer Jahre, durch die das Land in die schwerste Krise seiner Geschichte getrieben worden sei, vor eine Zwangslage gestellt gesehen. Die Wiederber- stellung der Sicherheit erfordere gemeinsame Anstrengungen und Mittel, die der ohnehin schon schwer belastetete Steuerzahler nicht allein aufbringen könne. Die „Time s" wendet sich gegen die Auffassung der Sozialisten, daß ernste wirtschaftliche Rückwirkungen zu befürchten seien. Wenn Attlee erklärt habe, daß 1931 eine viel niedrigere Anleihe zugunsten der Arbeitslosen zur Erschütterung der finanziellen Stabilität gefiihrt habe, so sei das kein Vergleich. Die damalige Regierung habe kein Vertrauen im Volke besessen. Auch ein Kolonialfachmann. Der französische Kolonialminister M o u t e t hat sich zu den deutschen Kolonialansprüchen geäußert. Warum sollte er auch nicht. Was ein Kolonialminister dazu zu sagen hat, dürste nach allgemeiner Annahme nicht uninteressant sein. Herr Moutet hätte jedoch besser daran getan, den Mund erst gar nicht aufzumachen, erstens mit Rücksicht auf sich selbst, zum andern mit Rücksicht auf sein Amt und schließlich mit Rücksicht auf das Kabinett, dem er angehört und das felsenfest davon überzeugt ist, in seinen Reihen nur ganz hervorragende Köpfe zu besitzen. Herr Moutet aber hat mit dem, was er einem wißbegierigen Pariser Journalisten auseinandersetzte, nicht den Eindruck eines sachkundigen Fachministers gemacht. Nach ihm sei die Notwendigkeit, Kolonien für rein wirtschaftliche B e - d u r f n i s s e zu besitzen, eine Theorie. Hier möchten wir ihm eigentlich, soweit Frankreich in Betracht kommt, nicht widersprechen. Denn die französischen Kolonien sind bekanntlich der riesige Menschenspeicher für die französische Armee. Zur Debatte steht aber nicht Frankreichs Sonderstellung, sondern Deutschlands berechtigter und wohlbegrundeter Anspruch, der wirtschaftlichen Ursprungs ist und damit von den gleichen Wurzeln ausgeht, aus denen die Kolonialpolitik aller anderen Mächte entsprossen ist. Der Minister versucht, um feine These überzeugender zu gestalten, anderen einzureden, daß sich ein großes Volk wirtschaftlich befriedigen könne, ohne selbst Kolonien zu besitzen. Siehe Amerika mit seiner größten Automobilindustrie ohne eigene Gummiplantagen. Gerade mit diesem Beispiel hat sich Herr Moutet ein denkbar schlechtes Zeugnis ausgestellt. Amerika, mit Rohstoffen bis zu 99 v. H. versorgt, ist reich genug, um sich zu jedem Preis mit dem fehlenden Gummi einzudecken, wobei das Geld zumeist noch in die eigene Tasche fließt, da es selbst sehr tief im Erzeugergeschäft steckt. Wir können nicht nach Gutdünken auf dem Weltmarkt kaufen, was wir gerne möchten und brauchen. Darum wünschen wir Kolonien, damit sie uns das geben, worauf unsere Wirtschaft Wert legt. Ginge es allerdings nach Herrn Moutet, dann würde das Kolo- nialproblem vom Programm des internationalen Gesprächs abgesetzt. Gottseidank gibt es noch andere Kolonialsachoerständige, die etwas mehr von ihrem Fach verstehen, und nicht noch obendrein den für Frankreich sicher nicht sehr vorteilhaften Gedanken einer Entscheidung der Eingeborenen berühren. Mit timitäten mit den Sowjets zu beginnen. Und wenn Herr Selbes von den französischen Freundschaften als den „Friedensgarantien" spricht, so gibt es heute genug Einsichtige in Frankreich, die erkannt haben, daß der Russenpakt in Moskau gerade umgekehrt als eine Rückversicherung gegen die „Gefahr" eines deutsch-französischen Einvernehmens verbucht wird. Aus dieser unbehaglichen Stimmung ist der beachtliche Gedanke französischer Friedensfreunde geboren, man solle den Russenpakt möglichst ignorieren, und ein glücklich zustandegebrachter Westpakt werde dann ganz von selbst als die Schere wirken, deren Schnitt die französische Politik von der verhängnisvollen Bindung an Moskau befreit. Zugegeben, daß Moskau alles Interesse hat, gegen einen Westpakt — vor allem in vernünftiger Form — querzuschießen, — aber bietet der Automatismus des Russenpaktes den Sowjets nicht trotzdem Handhaben genug, um Frankreich in gefährliche Abenteuer hineinzuziehen und den Frieden im Westen zu torpedieren? So kann Deutschland in diesem Punkt nur w a r- ten. Aber darüber sollte man nicht die greifbaren Möglichkeiten übersehen, die durch die deutschen, sowie die englisch-französischen Garantieangebote an Belgien geschaffen sind. Der Kurs der neuen belgischen Politik hat ein weiteres dafür getan, daß wenigstens in einem begrenzten Abschnitt Westeuropas ein dauerhafter Friedenszustand zuwege gebracht werden kann. Daß das deulV')-französische Problem vorläufig noch offen bleiben muß, stellt doch wohl kein Hindernis dar, um dort die Dinge anzupacken, wo sie reif sind. In zahlreichen Blättern der Westmächte macht sich nun aber das Bestreben bemerkbar, über diese Gelegenheiten hinwegzugleiten und dafür völlig willkürlich das deutsche Kolonialproblem in die europäischen Fragen hineinzuziehen. Als ob der Mißverständnisse und Gegensätze nicht ohnehin schon genug wären! Diese Tendenz ist um so bedauerlicher, als der deutsche Kolonialanspruch auf einer ganz anderen Ebene liegt und mit der sogenannten „europäischen Regelung" nicht das Mindeste zu tun hat. Typisch für die absichtliche Verfälschung der deutschen Forderung waren die kürzlichen Ausführungen des früheren britischen Botschafters in Lissabon, Rüssel. Dieser Diplomat sprach sich zwar grundsätzlich positiv über den deutschen Kvlonialanspruch aus, lehnte aber seine Behandlung unter dem Gesichtspunkt der Wiedergutmachung eines Deutschland zugefügten Unrechtes entschieden ab. Aber gerade darum handelt es sich! Deutschland will nichts auf fremde Kosten ober unter Verletzung fremder Interessen, sondern es verlangt, daß eine schreiende Ungerechtigkeit beseitigt werde, wobei die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten völlig klar sind. Weil dem so ist, kann Deutschland es auch nicht zulassen, daß im Sinne der Russelschen Gedankengänge die etwaige Erfüllung der deutschen Forderungen zu einem großzügigen Geschenk gestempelt roiiD, das deutsche „Gegenleistungen" erforderlich mache. Die deutsche Kolonialfrage'eignet sich, zumal angesichts der Rolle, die die heutigen Mandatsträger in Versailles gespielt haben, wahrlich am allerwenigsten zu solchen diplomatischen Tauschgeschäften. Und wenn man einer bedingungslosen Rückkehr der früheren deutschen Kolonien unter die uneingeschränkte deutsche Souveränität den heutigen Mandatscharakter dieser Gebiete entgegen» hält, so ist auch das nicht aufrichtig und noch weniger überzeugend. Denn jedermann weiß, daß die Einführung des Mandatssystems nicht der Ausdruck eines allgemeinen moralischen Prinzips im Sinne einer fortschrittlichen Kolonialpolitik war. Man hatte damals vielmehr das Bedürfnis, wenigstens nach außen hin einen Raub z u verschleiern, den offen .zuzugeben es offenbar an Zivilcourage gebrach. Wenn es den in Betracht kommenden Mächten heute wirklich um die An- bahnung einer Vertrauensatmosphäre und um einen gerechten Ausgleich, entsprechend den Lebensnotwendigkeiten aller Völker geht, dann sollte es ihnen nicht schwer fallen, die rechte Einstellung zu diesem Thema zu finden. Der Führer beim Furtwänglerkonzert den sich östlich von Motril auf dem Wege zur Steigende Nervosität im Bolschewistenlager Die Arbeitsfront fördert die Existenz gründung vonZunghandwerkern Gewährung von Personalkredit. für die Einrichtung eines Handwerksbetriebes ent- m e hier den Ausgleich zu schaffen. Die Eröffnung des Reichsberufswettkampfs Deutschland muß Kinderland werden Kundgebung des Bundes der Kinderreichen in der Berliner Oeutfchlandhalle. plan nicht berührt werden. Mütter, müsse unser lott, denn was nicht wachse, trage den Der Jugendführer des Deutschen Reiches Reichsorganifationsleiter Dr. Ley 11. Febr. Reick- Men öeu Der Führer übergibt den Verwaltungs neubau der TiGDAP sinnvollerer Wirklichkeit als Der Raume der Leibesübungen. Es ist der Wille des Führers, daß die verschiedenen Organisationen des deutschen Volkes ihre besten Kräfte für die bestimmungen find ab 1. März 1937 in den Orts- waltungen der Deutschen Arbeitsfront erhältlich. Die Auszahlung der Handwerkskredite beginnt im Januar 1938. bestehen. Die Ausführungs- trüaen das ewige Deutschland. Wachsen solchen Dingen sollte man an der Seine ganz besonders vorsichtig sein. Kriegs- und Nachkriegszeit sind an den Eingebornen Afrikas nicht spurlos vor- übergegangen. Das sollte Herr Moutet besonders wissen. Uns scheint aber, als ob er mit Herrn Hase auf das engste befreundet ist ... rt. biologischen Todeskeim in sich. Nur wenn unser Volk auf der Grundlage einer tiefen sittlichen Erneuerung wieder in Ehe und reichem Kindersegen die höchste völkische Pflicht und den wahren Lebensinhalt sehe, wird die gewaltige Leistung unserer Zeit nicht umsonst gewesen sein. betonte, daß die Lösung der sozialen Frage, die eine wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung und die Stärkung unseres völkischen Bestandes sei, vor allem von der Lösung der R a u m - frage abhänge. Das deutsche Volk brauche Raum nicht aus machtpolitischen, sondern aus volkspolitischen Gründen. Darum sei auch dieses Verlangen keineswegs ein gefahrdrohendes Machtstreben. Ein weiteres' Erfordernis fei gesunder und ausreichender W o h n r a u m , der sich nicht nur auf Siedlungen zu erstrecken brauche, sondern auch in Mietwohnungen zu finden sein könne. Außerdem aber gelte es, den Bildungsgang in eine Form Berlin, 11. Febr. (DNB.) Auf der Tagung der Gauführer desDeutschenReichsbundes für Leibesübungen und der Gausportreferenten des Sportamtes der NSG. „Kraft durch Freude" führte Reichssportführer von Tschammer und Osten im Anschluß an eine Besichtigung der Reichsakademie für Leibesübungen u. a. aus: Leibesübungen sind nach nationalsozialistischer Begriffsbestimmung eine Erziehungsaufgabe, also eine politische Aufgabe, so daß die Leibeserziehung nur vom eindeutig politischen Standpunkt aus gesehen werden kann. Nirgends wird das Wort Dr. Leys „Kraft durch ten Bedingungen erfüllen, die Schaffung einer Existenz durch Gewährung eines Personal k r e d i t s ermöglichen. Die Höhe des Kredits ÄkMrer u Mung i stri/zefange & im Führer e -dichte, die aui la 1000 Reichsm Spend Der Führer Ehest der SA. ftn und der ' Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und der Jugend- führer des Deutschen Reiches von Sckirach n- öffneten im Berliner Sportpalast den oiesjähricm Reichsberufswettkampf, an dem sich näht* weniger als 1,8 Millionen Jugendliche beteiligen. - (Scherl-Bilderdienft-M.) Beschießung _ durch einen nationalen Kreuzer hat eine wilde Panik unter der Bevölkerung heroorgerufen. Nun ist Berlin, 11. Febr. (DNB.) Auf Wunsch des ^Beauftragten für den Vierjahresplan Ministerpräsident Generaloberst Göring und des Stellvertreters des Führers hat Reichsschatz- Bau aus und beglückwünschte den Reichsschatzmeister zum Arbeitsbeginn in seinen neuen Diensträumen, die nunmehr voll und ganz der Bedeutung dieser wichtigen Dienststelle entsprechen. Der Führer verweilte dann noch längere Zeit in dem seiner Vollendung entgegengehenden F ü h r e r n e u b a u, der zusammen mit dem Verwaltungsgebäude und der Ewigen Wache dem Königlichen Platz sein monumentales Gepräge gibt. Berlin, 12. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Reichsleiter der DAF., Dr. Ley, hat u. a. folgendes angeordnet: Um jungen fähigen und strebsamen Handwerkern, die nicht im Besitz eines entsprechenden Vermögens sind, in Zukunft die Möglichkeit zu geben, sich eine Existenz zu gründen, wird die Deutsche Arbeitsfront durch die Bank der Deutschen Arbeit Junghandwerkern, die die gestell- und Seele trennen, wie es vielfach geschah. M bejahen diese Einheit, wir wollen die Schönheit ju unserem Vorbild nehmen, das Schöne fördern unb pflegen, wir wollen, daß die Spannkraft des Men« scheu erhalten bleibt. Unter dem Beifall der Spm- organisationsleiter Dr. Ley wird am Dienste 16. Februar, nach Frankfurt kommen, um üM den Reichsberufswettkampf im hiesig^ Gebiet ein Bild zu gewinnen. Auf seiner Besick gungsfahrt wird der Leiter der Deutschen 2frbci i?1 front folgenden Gruppen einen Besuch abftattsn Gaftstättengewerbe und Blumenbindereien än Frankfurter Palmengarten, Baugewer^ auf dem Lagerplatz der Firma H o l z m a n n i» der Großmarkthalle in Frankfurt, der Grupp' Steine und Erden (Töpfer) in Wächtersb.^c und den Gold- und Silberschmieden sowie SiamaiH schleifern in Hanau. Um 20.30 Uhr spricht 3 Ley in einer Kundgebung der Jungarbeiter olc Berufe in der F e st h alle zu Frankfurt a Main über das Thema „Revolution in der 3 rufserziehung". Weiterhin nimmt Dr. Ley, in de! cst Begleitung sich ausländische Gäste befind'l. an einer Vertrauensratssitzung in eij nem Betrieb teil. Berlin, 11. Febr. (DNB.) In der Deutschland- Halle fand eine vom Reichsbund der Kinderreichen gemeinsam mit der Deutschen Arbeitsfront und der Hitler-Jugend veranstaltete Kundgebung statt. Der Bundesleiter SS. - Sturmbannführer ©turne betonte, frohe deutsche Kinder, erbgesunde, opferwillige deutsche die geeignet sind, auf dem Gebiete des Sport etwas Besonderes zu leisten. Das Sportamt der NSG. .Kraft durch Freude" will dem schaffenden Menschen durch freudebetonte Leibesübungen d i e Kraft zum Lebens - und Berufskampf geben. Es will den deutschen Menschen, die bisher Leibesübungen nicht betrieben haben, Freude an den Leibesübungen vermitteln und sie zu Mitgliedern der großen deutschen Gemeinschaft der regelmäßig Leibesübung Treibenden machen. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erklärte, für die Bewertung des Menschen sind der gesunde Körper, das körperlichc> Können, die körperliche Schulung entscheidend Wir können nicht Körper, Geist Förderung der Leibesübungen einsetzen Deutsche Reichsbund für Leibesübungen hat diejenigen Männer und Frauen zusammenzufassen, meister Schwarz die Schaffung einer Zentralstelle für die Durchführung des Vier- j a h r e s p l a n e s bei der NSDAP., ihren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden angeordnet. Der Dienstsitz ist München. Sie gliedert sich in zwei Abteilungen. Die eine Abteilung ist eine allge - Prüfungsstelle für bedarfscheinpflichtige Rohstoffe und hat den Schriftwechsel aller Dienststellen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände in Vierjahresplanfragen mit den staatlichen Dienststellen. Die zweite Abteilung ist eine Prüfungs- stelle für Bauvorhaben, auch für Projekte, die von der 4. Anordnung über den Vierjahres- nannte die Kinderreichen die treuesten Verbündeten der Jugendführer. Das Werk der nationalsozialistischen Jugendbewegung wäre ohne die Mitarbeit und ohne den unbeirrbaren Glauben der deutschen Elternschaft undenkbar. Das Vertrauen der Eltern bleibe das eherne Fundament, auf dem die Jugend Adolf Hitlers arbeite. Verantwortungsbewußte Jugendführer feien einig in dem Willen, in Deutschland eine Jugendbewegung aufzubauen nach Grundsätzen, die aus dem ewigen Urquell der Jugend selbst gewonnen werden. Unsere Generation sei glücklicher, freudiger und stolzer als die Jugend der früheren Zeiten. Die deutschen Eltern freuten sich des Glückes ihrer Kinder, die in Eintracht und selbstloser kompromißloser Haltung ihre Jugend verlebten und mutig und tapfer in die Zukunft schritten. her den Al 5 vertritt, ti in Unterred jen Fragen, I fünfte 7 «gu hgefunß 'er fcn dein Den hat ei ward faolb über t ?rs für das > Zeitig tourbi lileverkehr hrt. Die Dev hu einer erhe bin Waren-1 Nationaler Vormarsch über Motril hinaus. ta Reichsmin wath nahm i liier s Woljl I im teöärh mf/sau&enm ratn Woatefei W Samten sein Streikabbruch bei General Motors. F l i n t, 12. Febr. (DNB. Funkspruch.) Unter tej Getöse Tausender von Autohupen und dem ®eh> der Fabriksirenen räumten d i e „Sitzstr^l f e r am Donnerstagabend die d re i in Flßrl befindlichen Werke der General Mr' t o r s C o. Damit ist der seit dem 30. Dezember 1 * ’ durchgeführte Autostreik beendet. Die ral Motors-Leitung gab bekannt, daß der Betri> in den Autowerken am Montag wieder o J genommen werde. Die Werke erhöhen Löhne um 5 Cents die Stunde. Das -tfj spricht einer Gesamtlohnerhöhung von 25 Mil ' nen Dollar jährlich. In der oielu'mftrittenen bis zu welchem Grade General Motors der w bis ins kleinste durchdachten Organisation ihrer Verwaltung geben. Auch die im Kellergeschoß untergebrachten riesigen Säle mit Aktenschränken wurden eingehend besichtigt. In dem im ersten Stock unmittelbar am Lichthof gelegenen Arbeitszimmer des Reichsschatzmeisters, von dem aus der Blick über den Königlichen Platz zu den Propyläen geht, verweilte der Führer kurze Zeit. Besonders eindrucksvoll ist der durch zwei Geschosse gehende, ganz in Eiche gehaltene Bibliotheksaal, in dessen Mitte direkt unter dem Lichtschacht ein riesiger Globus — Sinnbild der die Reichsdeutschen in aller Welt umfassenden Organisation der NSDAP. — Aufstellung gefunden hat. Der Führer besichtigte ferner die technischen Einrichtungen des Hauses und die für die Gefolgschaft bestimmten Aufenthaltsräume. Er sprach den Schöpfern des Hauses seine Anerkennung über den wunderbaren Deutschen Arbeitsfront teilnehmen. Ebenfalls an den jährlichen Reichsberufswettkämpfen und nach der Lehrzeit an den dieses Jahr (Oktober-November) erstmalig stattfindenden Leistungswett-- kämpfen für Gesellen. In einem Zeitraum von höchstens neun Jahren muß der Bewerber die Wettkämpfe mit „gut" oder mit „sechr gut" abgeschlossen haben. Das gleiche gilt sinngemäß für Handwerker im ersten bis vierten Gesellenjahr. Handwerker mit vier und mehr Gesellenjahren müssen an einem besonderen Lehrgang der Deutschen Arbeitsfront für zusätzliche Berufsausbildung (vorn 1. April 1937 bis 30. September 1937 oder vom 1. Oktober 1937 bis 31. März 1938) und an den sich an diesen Lehrgang anschließenden Leistungswettkampf teilnehmen und Der Reichsschatzmeister hat schon Ende des Jahres 1933 durch die Reichszeugmeifterei die Industrie aufgefordert, Versuche für die Herstellung von parteiamtlichen Geweben mit Zellwolle bei- mischung zu machen, um die Brauchbarkeit des deutschen Werkstoffes festzustellen. Eine weitere Möglichkeit, den Verbrauch ausländischer Spinnfasern zu verringern, sah er in der Beimischung von Raufwolle. Bereits im Mai 1934 wurde von der Reichszeugmeifterei beim Reichswirtschaftsministerium der Antrag gestellt, alle Vorräte an Textilroh st offen zu erfassen und Abfallprodukte jeder Art zu sammeln und dem Verbrauch wieder zuzuführen. Ferner ließ der Reichsschatzmeister im Juli 1934 beantragen, für sämtliche Gewebe aus Wolle oder Baumwolle für Bekleidungsstücke einen Beimischungszwang von Zellwolle gesetzlich vorzuschreiben. Auch vor der reichsgesetzlichen Regelung wurden vom 27. Ottober 1934 ab die Herstellungsvorschriften der Reichszeugmeifterei laufend auf Beimischung von Zellwolle ober Kunstseide umgestellt. Schon 1934 wurden die Metallwarenfabriken aufgefordert, Versuche in Aus - tauschwerk st offen durchzuführen. Diese Maßnahmen zur Prüfung und Verwertung auch zahlreicher weiterer inländischer Werkstoffe bilden heute bereits einen wertvollen Beitrag zur Lösung zahlreicher Produktionsfragen. München, 11. Febr. (DNB.) Der Führer übergab dem Reichsschatzmeister Schwarz den Verwaltungsneubau der NSDAP, am Königlichen Platz, einen der beiden Führerbauten, in dem die wesentlichsten Abteilungen der Dienststelle des Reichsschatzmeisters bereits ihre Arbeit aufgenommen haben. Bei der Besichtigung übernahmen gemeinsam mit dem Reichsschatzmeister Frau T r o o st, die Witwe des genialen Schöpfers der Münchner Parteibauten, und Professor Gall, der Leiter des Ateliers Trooft, die Führung. Nachdem der Führer längere Zeit in dem in deutschem Marmor eingefaßten Lichthof verweilt hatte, besichtigte er eingehend die Zentralkartei der NSDAP. Der Weg führte durch die Reihen der hier aufgestellten Panzerschränke, die ein anschauliches Bild von der Größe des Mitgliederbestandes der NSDAP., aber auch von der Gewissenhaftigkeit der Salamanca, 11. Febr. (DNB.) Der Vormarsch der nationalen Truppen geht unaufhaltsam weiter. Die nationalen Sender berichten, daß d i e Stadt Motril am Donnerstagvormittag von den nationalen Truppen eingenommen worden ist. Motril liegt mehr als 80 Kilometer östlich von Malaga. Die Besetzung konnte ohne große Schwierigkeiten durchgeführt werden, da sich die bolschewistischen Milizen mit Waffen und anderem Kriegsmaterial wider st andslos ergaben. Die siegreichen nationalen Truppen befin- erläuterte bevölkerungspolitische Gesichtspunkte. Wer Kultur erhalten, wer einen Staat in die Ewigkeit gründen wolle, der müsse zuerst pflegen, eichalten und mehren, was Grundlage und Ürquell allen irdischen Ledens ist: das Blut des Volkes, das Volk selbst. In der Systemzeit war die öffentliche Meinung, die Sozialordnung, die gesellschaftliche Schichtung familien- und kinderfeindlich geworden. Der Mann und die Frau, die ihrem Volk Kinder schenkten, wurden wirtschaftlich bestraft, in ihrem Fortkommen behindert, sie wurden Gegenstand des Spottes. Seit der Machtübernahme habe das deutsche Volk die großen rassischen Gefahren des Einbruches fremden Blutes und des Anschwellens krankhafter Erbanlagen erkannt. Die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik beginne den Kampf gegen den Geburtenrückgang nicht unter materiellen Gesichtspunkten, sondern als innere Haltung des Volkes. — Dr. Groß ging dann auf die Forderung des Lastenausgleiches ein und betonte die Notwendigkeit, daß Lohn und Gehalt für den Normalbestand einer F a - milie mit vier Kindern ausreichen sollten, daß dieses Normaleinkommen aber nicht für Einzelgänger beftimmt sei. Der Reichsbund der Kinderreichen sei ein lebendiges Mahnmal des Willens, der die Zukunft des ganzen Volkes fein müsse. Deutschland muß Kinderland werden! Deutschland muß mächtiger werden im Strom des Blutes, der in die Zukunft weift. Schon ist der Niedergang der Geburtenziffer zum Stehen gebracht, aber das kann nur ein Anfang fein. Noch längst ist die Gefahr nicht gebannt, fehlen doch heute im Jahr allein 15 v. H., um allein den Bestand zu erhalten. titerpräfiben: Unlabung b( hinten Besichtigungsfahrt Dr. Leys im Gau Hessen-Nassau. zu bringen, die es ermögliche, daß der junge Mann späte st ens mit 24 Jahren eine Fami - l i e gründen könne. Das uneheliche Kind schlechter zu stellen als das eheliche, sei ein unmögliches Vorurteil einer vergangenen Zeit. Man muß jeder unverheirateten Mutter, die aus natürlichen Instinkten einem Kind das Leben gab, denselben Schutz und dieselbe Ehre gewähren wie jeder anderen Mutter. Wenn wir die Jugend und damit die deutsche Rasse schützen, wenn wir mithelfen, sie für die Ewigkeit zu erhalten, so gehorchen wir damit einem göttlichen Befehl. Der Leiter des Rassepolitischen Amtes der RSDAP.» Dr. Groß, Wilhelm Furtwängler leitete in der Berliner Philharmonie ein Konzert, dessen Rem- ertrag dem WHW. zufloß. Dies Bild gewährt einen Blick in die Führerloge. Links neben dem Führer Ministerpräsident Generaloberst Goring und Gattin; rechts Reichsminister Dr. Goebbels. — (Scherl-Bilderdienst-M.) auch in Barcelona ein sogen. „Verteidigungsausschuß" eingesetzt worden, der „im Hindliä auf mögliche Ereignisse in naher Zukunft" die Verteidigung des gesamten katalanischen Gebiets vorbereiten soll. führer betonte dann . ,, Schwimmbäder, Turn- und Sportha!. l e n erbaut werden müßten. Die Arbeit wird ben Menschen immer sehr einseitig in Anspruch nehmen, so daß die Leibesübungen hinzukommen müssen, um Va„ ' ‘.y 111 (T LN stah bis BD°n 16 bis ™ im Ire *™g un s-.ueoruar in 3W ber beiwi Wer 'M Schriflstell 1 offenen Brie <®efanbten ir »nen zuriii .1® Begründ, 1 Auch vor R Prags gi Die pflicht zu Leibesübungen. Erhaltung der Spannkraft des arbeitenden Menschen. O r t s ch a f t A l b.u n o l. Aus allen Mitteilungen der bolschewistischen spanischen Sender spricht die steigende Nervosität im Lager der Moskauer Soldner. Die bolschewistische Zeitung „Mundo Obrero" hat oorgeschlagen, umgehend alle wehrfähigen Männer zwangsweise inder Handhabevon Maschinengewehren und Handgranaten aus - z u d i l d e n , um für den bevorstehenden Angriff der nationalen Truppen auf die Hauptstadt gerüstet zu sein. Das Blatt fordert ferner, daß alle diejenigen, die sich in Valencia so tapfer bewähren und auf den Versammlungen und in den Ministerien das große Wort führen, ihre Tapferkeit lieber in dem zu erwartenden Straßenkampf in Madrid bezeugen sollten. Die der katalanischen Küste wird bestimmt durch die Art des Handwerks. Der Kredit ist so hoch, daß der Junghandwerker sich erstens eine Werksta11 einrichten kann und zweitens über das notwendige Betriebskapital für die ersten drei Monate verfügt. Die Rückzahlung des Kredits erfolgt so, daß der neue Betrieb in keiner Weise gefährdet ist. Nur Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront erhalten den Kredit. Der Bewerber muß ein einwandfreies politisches Führungszeugnis des Hoheitsträgers der Partei beibringen. An dem für den neuen Betrieb in Aussicht genommenen Ort muß die Existenzmöglichkeit nach gewiesen werden. Der Bewerber muß sich an dem Sparsystem der DAF. beteiligen. Der Bewerber muß sämtlichen gesetzlichen Bestimmungen gl RI Ml d i 3 & rv. • ... !'M kaiserlichen Hause von dem Bruder des Kai- P5, dem Prinzen Chichibu, empfangen. Dr. F^nck machte dem Schirmherrn der deutschen Rtfunft Reichsminister Dr. Goebbels in einem ^egramm von dem außerordentlichen Erfolg die- p ersten deutsch-japanischen Spielfilms Mittei- ^'8- Reichsminister Dr. Goebbels' sprach Dr. n ck telegraphisch hierzu seine Glückwünsche und *len Dank ans. erstagnachmittag Lordfiegelbewahrer Discount H a - Ii fax, der den Außenminister Eden während feines . rlaubs vertritt, im Außenamt auf. In einer zwei- N geschah. I 1 ö’e Schönheiii mone fördern J jjntraft des i . Beifall der gJ.| daß Jtl nb <5portf),1 :iinbigen Unterredung besprach er mit ihm die ver- f Arbeit wird? i hiedenen Fragen, die das Interesse beider Länder Anspruch neWl führen. 'NMen müffen,? hl Ministerpräsident Generaloberst Göring wird bi# ^igung Prags gefunden habe, alt ben oim* , f an dm Ä11' । - -Mich- «(IO land. Bei einem solchen Fang hätte der Laie nur Schlamm festgestellt, aber der Kenner wusch den Schlamm in Wasser aus, siebte ihn durch und zahlreiche Organismen repräsentierten die dortige stattliche Meeresfauna. Seesterne, Seerosen, Seeigel, Muscheln und viele andere Meerestiere mehr waren meist das Ergebnis eines Fanges. Hier an Ort und Stelle gelang es Prof. Anke! die Ursache fest- zustellen, warum über 50 v. H. der Muschelschalen angebohrt sind und ein fein ausgearbeitetes rundes Loch durch die Schale gebohrt ist. Diese Löcher entstehen durch die Aetzwirkung einer Schneckendrüse, das Prof. Anke! durch einen Versuch mit einer von dem Körper der Schnecke losgelösten Drüse sogar nach relativ kurzer Zeit feststellen konnte. Dann wurde von Schnecken berichtet, die in der Spülzone der Brandungswelle leben und die sich mit Hilfe ihres guten muskelftarken Fußes am Gestein festhalten können. Weitere Aufnahmen zeigten die Freßapparate und Reibzungen der Schnecken; ferner die Wendeltreppenschnecken. Zum Schlüsse wurde noch der Makrelenfang und der Fang der Hummer im Bilde gezeigt. Schwedische Studenten und Doktoranden begleiteten Prof. Ankel auf seiner wissenschaftlichen Reise und der Vortragende lobte die gute Kameradschaft der kleinen Reisegesellschaft auf dem Fischerboot. Am Abschluß seines Reise- und Forschungsberichtes zeigte der Redner noch ein Bild von der Stelle, wo Georg Fock und andere Seehelden der Skagerrakschlacht begraben liegen. Wie die alten Wikingergräber muten die würdigen Gräber an. In seinen Schlußworten dankte Prof. Ankel all den Stellen, die diese Reise ermöglicht hätten. Prof. Henneberg dankte dem Vortragenden für seine interessanten Ausführungen und schloß den Vortragsabend. Neue Orgel der Universität Freiburg i. Br. Für den Neubau der abgebrannten Aula der Universität Freiburg hat der amerikanische Lektor, Dr. Matthew Taylor Mellon, ein Neffe des bekannten ehemaligen Staatssekretärs der Vereinigten Staaten, eine Orgel gestiftet, die in drei Werken zusammen 40 klingende Register enthält. Durch diese Stiftung kommt eine nicht alltägliche kulturelle Verbundenheit zwischen Amerika und Deutschland zum Ausdruck, die um so bedeutender ist, als in der amerikanischen Musikpflege seit je deutscher und französischer Einfluß um die Vorherrschaft ringen. Dabei ist die Bewegung zur ErneueNeue Schauspiele »'n Berlin Theaterbericht aus der Beichshauptstadt. „Reise eines Zoologen nach Dänemark und Schweden." Pros. Ankel spricht in der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde Am gelingen Abend fand im großen Hörsaal des Zoologischen Instituts in der Bahnhofstraße ein Vortrag von Prof. Ankel über seine Reise nach Dänemark und Schweden statt. Der Vorsitzende der oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, Prof. Henneberg, eröffnete den Abend und begrüßte die Erschienenen. Prof. Ankel, der im Herbst des vergangenen Jahres längere Zeit in Dänemark und Schweden arbeitete, gab zunächst den Zuhörern an Hand einer Karte einen Ueberblick über seine Reise und schickte manches voraus, um die später gezeigten Lichtbilder auch sinngemäß verstehen zu können. In Kopenhagen nahm der Vortragende an dem dort stattfindenden Kongreß der Zellforscher teil und erwähnte besonders, daß die deutschen Wissenschaften, trotz mancher Stimmung gegen Deutschland, durch ihre einfache und schlichte, aber leistungsstarke Arbeit bald überzeugten und sich eine angesehene Stellung sicherten. Von Kopenhagen ging die Reise über (Botenburg, Christinebörg nach Stockholm und von hier nach der schwedischen Universitätsstadt Upsala. Sieben Wochen weilte der Redner in dem Laboratorium in Kristinebörg und konnte manch schönes Ergebnis seiner Tätigkeit in diesem Meereslaboratorium mit nach Hause nehmen. Mit zahlreichen, sehr guten Leica-Aufnahmen, normal und mikroskopisch, erläuterte Prof. Ankel feinen Vortrag und brachte den Zuhörern die Erlebnisse eines Forschers nahe. Man sah schöne Bilder der schwedischen Küste, saubere Fischerdörfer und große Handelsstädte. Ferner wurde die Tierwelt zwischen Wasser und Fels kurz gestreift und ausführlich das eindrucksvolle Meerleuchten geschildert. Die eigentliche wissenschaftliche Arbeit erlebte man in Form kleiner Ausflüge vom Laboratorium aus auf dem Stationsschiff in die See und auf Fischfahrten in den Fjorden, teils mitten im Binn- Das Renaissance-Theater Alfred Bernaus wird in diesen Theaterberichten selten erwähnt, es hat nämlich das Glück, in einer Spielzeit mit einer oder zwei Aufführungen auszukommen. Andere Theater mühen sich um den Aufbau und die Einstudierung eines wechselnden Spielplans, hier hat man das bisher noch nicht nötig gehabt. Man spielt die erste Einstudierung bis in den Februar hinein und die zweite bis zum Ende der Spielzeit, eine einfache, glatte Rechnung. Die Aufführungen Alfred Bernaus gleichen einander: Gesellschaftsstücke, elegante Salons, witziges Plaudern, sehenswerte Frauentoiletten, gut geschnittene Smokings und Fräcke, es ist immer das gleiche. Dazu ein „Star": Hilde Hildebrand in „Lady Windermeres Fächer" und Leopoldine Konstantin in „Die Frau ohne Bedeutung", aber auch sonst wohl geschliffene und kultivierte Aufführungen mit guter Besetzung: solchen Mitteln verdankt Direktor Bernau seine Erfolge. Wenu im Renaissance-Theater einmal eine wirkliche Uraufführung her aus kommt, muß auch sie einen sichern Erfolg versprechen — sie verspricht und hält ihn auch: „S ch a u s p i e l e r i n", die neue Komödie von Roland Schacht. Hier ist alles zusammengetragen, was die Zuschauer des Renaissance-Theaters begehren: die mit jedem Austritt wechselnden Kostüme der Damen (eine kleine Modenschau), die gut geschnittenen Smokings, dazu das „romantische" Theatermilieu, Salon und Theatergarderobe der berühmten Schauspielerin Stella Andresen, die wiederum eine Rolle für einen Star von Agnes Straubs Große und Art ist. Sie kann sich — die Rolle ist wie für sie geschrieben — hier selbst spielen und, wie einst als „Neuberin", vom Glanz und Elend ihres Berufs aussagen. Eine Dirtuosin kann hier alle Tone klingen, alle Lichter sprühen lassen. Sogar eine klassische Einlage ist darin, wenn Stella Andresen mit ihrer theaterbegeisterten Tochter eine Szene aus der Rolle der Hero einstudiert; ein ganzer Akt wird dazu benutzt, Stellen aus „Des Meeres und der Liebe Wellen" sprechen zu lassen, und er wird ein Höhepunkt des Abends. Denn neben Agnes Straub steht als ihre Tochter Irene von Meyendorff, neben der älteren Künstlerin sich behauptend, und auch sonst ist die Besetzung, wie immer im Renaissance-Theater, vorzüglich — Walter S t e i n b e ck als Theaterdirektor, Carsta Lock als ewige Theaterdilettantin, Heinz Rippert als Liebhaber — und die Einstudierung durch Alfred Bernau glänzend und schmissig wie immer. Roland Schacht wollte ein Erfolgsstück mit Star-Rolle schreiben, mehr nicht. Das ist gelungen, und die Serie „Schauspielerin" scheint dem Renaissance-Theater bis zum Ende der Spielzeit gesichert. Intendant Fritz Wendel, der in der Komischen Oper spielt, kündigt eine Reihe von Sonntagvormittags-Veranstaltungen an, um die Eintönigkeit des Serienspiels zu beleben, die Schauspieler in wechselnden Rollen zu beschäftigen, um der neuen Dichtung zu dienen. Das sind Gründe, die für sich selbst sprechen, und das Unternehmen ist um so begrüßenswerter, als es mit einem ausgesprochenen Erfolg von Drama und Aufführung begann. Man spielte ein Berliner Volksstück „D e r Schneider treibt ben Teufel aus!" von Juliane Kay, deren Schauspiel „Das Dorf und die Menschheit", im vorigen Winter im Theater Agnes Straubs uraufgeführt, noch unvergessen ist. Hier handelt es sich um ben Schneider Barthels, der sich einige mißverstandene philosophische Schlagworte von Weltordnung und sittlichem Fundament angeeignet hat und darüber stolz, besserwisserlich und hartherzig geworden ist. Daß seine kleine gedrückte Frau Lieschen, die bisher nur die Dienst- magb ihres Eheherrn war, es auch einmal anders haben mochte, versteht und billigt jedermann, nur der Schneider nicht, der wieder einmal ein Stück Weltordnung zusammenbrechen sieht. Aus diesem charakterlichen Gegensatz entwickelt sich die Berliner Volkskomödie, auf ben Charakteren baut sich das Geschehen auf, nicht auf den herkömmlichen komischen Situationen, Verwechslungen und Albernheiten. Also: hier ist das Volksstück gefunden, nach dem wir lange gesucht haben. Es wird unter der musterhaften Leitung Friedrich Hellmunds außerordentlich gespielt (Tony van Eyck und Gerhard Dienert in den Hauptrollen), und es ist nicht einzusehen, warum der Theaterzettel diese Aufführung, die sich mit mancher des Abendspielplans sehr wohl messen kann, nur als „einmalige Mor- genoeranstaltung" an kündigt. Wir sind an guten Volksstücken wohl nicht so reich, daß dieses sogleich wieder in der Versenkung verschwinden dürfte. * Wenn Studio-Aufführungen ben Sinn haben, problematische Werke zur Erörterung zu stellen und junge Schauspieler auf die Bühne zu bringen, so ist diese Absicht einer Sonntagvormittagsaufführung des Deutschen Theaters vollkommen gelungen. Denn „M agifter Tiniu s", ein schau- spiekrrtiges Werk, das Paul Gurk, der Dichter, „ein Drama des Gewissens" nennt, ist eins jener abseitigen Werke, die kaum ein Theaterleiter in seinen regelmäßigen Abendspielplan aufnehmen wird. — Tinius, ein sehr begabter und mit reichen Fähigkeiten ausgezeichneter Schäfersohn, hat sich zum Magister und Pfarrer emporgearbeitet. Da er um tiefe Erkenntnis und reiches Wissen ringt, da er sich Bücher beschaffen will und mittellos ist, vergreift er sich zuerst an anoertrauten Geldern und gleitet dann auf der Bahn des Verbrechens abwärts; seine unselige Bücherleidenschaft macht ihn zum vielfachen Raubmörder, der aber seine Verbrechen niemals gestanden hat. Nun sind die letzten Tage des berüchtigten Magisters gekommen; das Gewissen, das er bisher stets unterdrückte, regt sich, und es stehen kurz vor seinem Tode die Gestalten der Vergangenheit wider ihn auf; er muß seine Untaten noch einmal erleben. Der Verstockte wird endlich vor das Gericht Gottes geführt, wo er feine Sache nach dem billigen Grundsatz zu führen sucht, daß nicht der Mörder, sondern der Ermordete schuldig sei, bis am Schluß sein verhärtetes Gewissen erweicht ist und er seine Schuld bekennt. In diesem Drama des Gewissens treten die seelischen Kräfte und Stimmungen des Verbrechers als Gestalten auf, Richter, Ankläger und Verteidiger erscheinen, die Schatten der Ermordeten nahen ihm, kleine kriminalistische Szenen huschen blitzartig vorüber. Tinius wehrt sich verzweifelt gegen die Erinnerungen und muß ihnen doch unterliegen. Es entwickelt sich also kein eigentliches Drama, sondern ein epischer Ablauf, der aus vielen kleinen Kapiteln und Episoden besteht; es ist das Schauspiel eines menschlichen Zusammenbruchs, dem Gurk eine dramatische Form gegeben hat. Die Wiedergabe des eigenartigen Werkes, dessen Bilder auf der schmalen Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit liegen, gelang dem Spielleiter Heinrich K o ch und Rudolf S ch u l z, der den vielen Szenen leicht auswechselbare Hintergründe auf der Drehbühne schuf. Viele Schauspieler sind beschäftigt, die meisten aber in kleinen und kleinsten Aufgaben. Wenige treten hervor: Boris Alekin, der begabte Dailteller des Tinius, Josef Z e i l b e ck und Erich G ü h n e. Die Zuschauer folgten mit Spannung. Gerhard Bohlmann. rung des Klangideals der deutschen Orgel, an dek die führenden jüngeren Orgelkomponisten, Organisten und Orgelbauer, gleichen Anteil haben, drüben noch verhältnismäßig unbekannt geblieben. Die neue Orgel ist durch die Orgelbauanstalt E. F. W a l ck e r & Cie., Ludwigsburg, erstellt worden. Im Rahmen einer akademischen Morgenfeier wird sie mit einem Konzert eingeweiht werden. Aus aller Welt. Richtfest der Wehrmacht in Kassel. DNB. Kassel, 11. Febr. Am Mittwoch wurde in Kassel das Richtfest eines neuen Dienstge- bäuöes der Wehrmacht begangen. Neben den höchsten militärischen Vorgesetzten im Standort Kassel, Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos 2, General der Artillerie Ritter von Leeb, und dem Kommandierenden General des IX. Armeekorps, General der Artillerie D o l l m a n n , wohnten als Ehrengäste der Feier u. a. bei Gauleiter Staatsrat Weinrich, Oberpräsident Prinz Philipp von Hessen und Oberbürgermeister Dr. L a h m e y e r. Nach kurzen Ansprachen der Vertreter der Bauverwaltung und dem Richtspruch des Poliers brachte der Kommandierende General das Sieg-Heil auf den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht aus. Anschließend begaben sich die Gäste und die Belegschaften zum Richtschmaus in die Stadthalle. Flugzeugabsturz im Schneetreiben über Berlin. An der Ecke See- und Müllerstraße in Berlin flog eine Reiseflugzeug der Luftwaffe, das sich auf dem Wege von Stargard nach Jüterbog befand, bei starkem Schneetreiben gegen eine Hochspannungsleitung, st 1irzte ab und geriet in Brand. Die fünf- köpfige Besatzung fand den Tod. Die Besatzung bestand aus dem Diplomingenieur Koller, den Flugzeugführern Schulze und H a j o k, dem Obergefreiten Kretschel und dem (Befreiten Kuklinfki. Durch ein herabfallendes Starkstromkabel wurden fünf Personen verletzt, und zwar vier Beamte der BVG., von denen sich in schwer verbranntem Zustand der Aufsichtsbeamte Friedrich Z ü h l k e und der Schaffner Willi W a l l st r o m im Virchow-Krankenhaus befinden, während in das Paul-Gerhard-Stift der Aufsichtsbeamte Edmund Holz und der Fahrer Fvitz Haack mit schweren Verbrennungen eingeliefert sind. Ein Gärtner Karl Grothe trug leichtere Verbrennungen davon und konnte aus der Krankenhausbehandlung entlassen werden. Zwei Hinrichtungen. In Königsberg i. Pr. ist der Emil Walter aus Demmenen hingerichtet worden. Er war von dem Sondergericht in Königsberg wegen Verbrechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens wegen Mordversuches, Raubes und Widerstandes gegen die Staatsgewalt zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden. — Walter, ein gefährlicher Gewohnheitsverbrecher, der zu langjähriger Zuchthausstrafe und zu dauernder Sicherungsverwahrung verurteilt worden war, hatte im Gerichtsgefängnis in Tilsit versucht, einen Strafvollzugswärter, der ihn bei einem Ausbruchsversuch getroffen hatte, zu töten. Der pflichtgetreue Beamte hatte schwere Verletzungen erlitten, die nur infolge besonderer Umstände nicht zum Tode führten. Am 11. Februar wurde der Wilhelm Krisa aus Stadtbergen bei Augsburg hingerichtet, der vom Schwurgericht Augsburg wegen Mordes und versuchten Betruges zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Krisa hatte in Stadtbergen seine Ehefrau vier Tage nach der Geburt ihres neunten Kindes ermordet und einen Unfalltod vorzutäuschen versucht, um sich in den Besitz einer Versicherungssumme zu setzen und seine (Beliebte heiraten zu können. Wetterbericht des Retchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Noch immer1 liegt Deutschland im Bereiche sehr kalter Meeresluft, die zu weiteren Niederschlagsschauern (im Gebirge durchweg Schnee) Anlaß gibt. Die' Großwetterlage scheint sich erneut umzugestalten, wobei zunächst Witterungsbesserung, vor allem nachts weitere Abkühlung zu erwarten ist. Es ist jedoch zu befürchten, daß später wieder milderes Wetter mit Regenfälle sich durchsetzen wird. Aussichten für Samstag: Häufig aufheiternd und meist trocken, weiterer Frost, veränderliche Winde. Aussichten für Sonntag: Voraussichtlich wieder Uebergang zu unbeständigem Wetter mit Niederschlägen, im Gebirge als Schnee, steigende Temperaturen. Lufttemperaturen am 11. Februar: mittags 4,4 Grad Celsius, abends 1,5 Grad; am 12. Februar: morgens 1,2 Grad. Maximum 4,6 Grad, Minimum heute nacht 0,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Februar: abends 1,2 Grad; am 12. Februar: morgens 0,9 Grad. — Niederschläge 1 mm.— Sonnenscheindauer 1,7 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Hohe: Bedeckt, — 4 Grad, 18 cm Gesamtschneehöhe, 3 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sport gut; Hoherodskopf: Nebel, —4 Grad, 20 cm Gesamtschneehöhe, 8 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sport sehr gut; Hochwald- Hausen: Bedeckt, 0 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, 15 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sport gut. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, — 4 Grad, 28 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 5 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sport gut. Alpen. Schneefernerhaus: Schneefall, —13 Grad, 400 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 50 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sport sehr gut. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. / Stück 324 3 Stück 904 S.jf.-ifportf 6d Der Gerätemannschastskamps in Großen-Linden bevorzug! die kluge gesucht. bote an Fischwaren 932 A 1.35 tigern Wäschestoff bittet >«D DerödiroimmroeiL Deutsche Vollheringe 10 Stück 75,65 6.50 W Heute | Sonntag | 7.50 Konserven G/ESSEAWMÄUSß UR Glö 934 A Spinat Vi Norm.-D. 55 ANGEBOT BE2 SS 5123 SSE £EZS EQ 2SS BBS Lebensrnittel J H ausfra u Stadttheater V«! 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Die Wetzlarer Turner beteiligten sich erstmalig am Wettkampf der Gauklasse, doch verfügen auch sie über eine ausgeglichene Mannschaft. Sie Freunde des Geräteturnens dürften einen schönen Kampf erleben. VornehmI Geschmackvoll! PersönlichI Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 Pflaumen, süß mit Stein Mirabellen........... Birnen, weiß, V, Frucht.. Heidelbeeren....... 19-21.30 Außer Miete.! Lehrling gesucht Schwank-Operette von Lindt und Diergardt Preise von 0.80-3.00 RM. Das Fachamt I (Turnen) im DRL. führt in jedem Jahre Vereins-Mannschaftskämpfe im Geräteturnen durch, und zwar in verschiedenen Klassen. Dabei sollen alle Vereine erfaßt werden, um ihnen neue Anregungen für ihren Uebungsbetrieb zu geben. Außerdem soll das Geräteturnen mehr als bisher in der Oeffentlichkeit gezeigt werden und nicht zuletzt soll eine Leistungssteigerung der Geräteturner erzielt werden. In der Turnhalle zu Großen-Linden treffen sich am kommenden Sonntag (vormittags Pflichtturnen, nachmittags Kürturnen) aus dem Kreis VIII „Lahn- Dill", die Mannschaften der Vereine To. Wetzlar, To. Sinn und Tv. Großen-Linden, die in der Gauklasse (Oberstufe) turnen. Die Leitung des Wettkampfes hat Kreisoberturnwart Paul Schüler, Wetzlar; als Kampfrichter amtieren die Turner A. Jung, Wetzlar, H. Jansen, Sinn, und F. W eite r s h a u s , Großen-Linden. Gut erhaltener Sioöerniagen (Stromlinie) zu verkauf. 07n Landgr.-Phil.- Matz 5 vart. Keine Fußballspiele im Sportkreis Gießen. Die Pflichtspiele in allen Klassen des Sportkreises Gießen, auch bk Jugendspiele, werden vorerst am kommenden Sonntag, 14. Februar, und am Sonntag, 21. Februar 1937, abgesetzt. Durch das andauernd ungünstige Wetter sind die meisten Sportplätze in einer derart schlechten Verfassung, daß sie nicht bespielbar sind. Es geht in der Hauptsache um die Gesunderhaltung der Spieler und deshalb bitte ich die Vereine, auch keine Gesellschaftsspiele auszutragen. Henkel, DRL.-Kreisfachamtsleiter. Lugendfußball im DfB -R. VfB.R. 1. Igd. — Leihgestern 1. Igd. 2:3. Trotz ihrer Niederlage lieferte die 1. Jugend ein gutes Spiel. Lediglich durch ein überflüssiges Selbsttor mußte sie den Gästen den Sieg überlassen. — Die 2. Jugend verlor erwartungsgemäß gegen die 1. von Wreseck mit 6:2 Toren. Das Endergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen. — Die 3. und 4. Jugend trennten sich nach einem gleichwertigen Kampf mit einem Unentschieden von 3:3. Karl Schäfer zum Berufssport übergetreten. Wie eine Bombe schlug am Donnerstagmorgen in Wien die Meldung ein, der Eiskunstlauf-Welt- meister Karl Schäfer habe endgültig feinen Uebertritt zum Berufssport vollzogen. Sein Manager ist der frühere österreichische Weltmeister Willi R. B ö ck l; das erste Auftreten soll am 27. März im Madison Square Garden vor sich gehen. Dem Oesterreichischen Eislauf-Verband kündigte Schäfer diese Neuigkeit in folgendem Telegramm an: „werde profi stop gründ salchow-brief stop näheres brieflich schäfer". Der Zufall will es, daß Karl Schäfer 1930 das Erbe des Mannes antrat, der jetzt fein Manager ist, Willi B ö ck l. Schon in den beiden Jahren zuvor war Schäfer Zweiter in der Weltmeisterschaft hinter Böckl bezw. Grafström geworden. Von 1930 ab aber war er weder in den Europa- oder Weltmeisterschaften noch auf den Olympischen Winterspielen zu schlagen. Nach allem, was man bisher und kürzlich erst wieder in Prag sah, wird Karl Schäfer auch weiterhin auf unerreichter Höhe stehen. Sein Können hatte längst die starren Gesetze des Sports gesprengt, er war mehr „Kunstläufer" als „Eissportler". Sonja Henle wird Amerikanerin. Sonja Henie erklärte, wie die Neuyorker Zeitungen melden, sie wolle die amerikanische Staatsbür- Suchegut erhalt. Nähmaschine sowie Badewanne und Oien (Kohlenfeuerung) zu kaufen. Schr. Angebote unter 0685 and. Gieß. Anzeiger erbet. Haushalt-Mischung aus Trockenerbsen und Karotten... Vi Norm.-D. 38 Brechspargel, dünn, mit Köpf.,Vi n.-d. 1.10 Stangenspargel, dünn. . .Vi Norm.-D. 1.25 KAISER’S» A letzten taige des j stataillons J ^bringen, ü Wien und MW in d |er hinaus ar Sornijon^ Rarburg. 2 M eingeste M Stunde M ein ausg Dee bedeckt jfoit hat die < W über du hechel im Er! Siegener 2Irtil lchje der Rade «i zeitweisem Mählich imn Nid die Passi jjenflod) bleib duimler, selbst bei der Stang marsch der bla datenbegeistert diese im west @egenb zwis bringen, LharakterW mng ist nicht Orten des Ue( Mainzlar, II 5d)aren auf l den Solbatcn md für bis i tate eines ÄM! Feld ltz □ den 3 Ms bei W Ling mi W in Was M ihren Lehr skld' erscheinen t'chkn, sei als L U aber auch i k- Wetters, jid Mnniidliche R ܰ»s ganz besi wie sehr b: Schmacht gilt. gerschaft erwerben. Diese keinesfalls überraschend kommende Nachricht wird auf „geschäftliche" Gründe zurückgeführt. Bor dem Start zum 18=km=£anglouf Winterweller in Allenberg. Auch am Donnerstag herrschte in Altenberg, dem Ort der Deutschen und Heeres-Skimeisterschaften, wieder prachtvolles Wetter. Eine nicht zu warme Sonne lag auf frischem Neuschnee, so daß die besten Bedingungen für den am Freitag vor sich gehenden 18-Kilometer-Langlauf vorhanden sind. Die 18 Kilometer werden übrigens auf fast der gleichen Strecke stattfinden, wie sie ursprünglich vorgesehen war. Sie kann als „echt norwegische Loipe" — auf und ab und kreuz und quer durch den Wald — angesprochen werden und weist Höhenunterschiede von rund 600 Meter auf. Die Schanze, vom Arbeitsdienst frisch hergerichtet, wurde wieder eifrig zum Trainieren benutzt. Obwohl nur der untere oder mittlere Anlauf in Anspruch genommen wurden, gab es im ersten Durchgang einige Stürze, die aber keinen Schaden anrichteten. In Haltung und Weite vorzüglich stand der Dresdener Jäger Häckel 60, 61,5 und 62 Meter, während der Mittenwalder Jungmann Pfeffer, der übrigens ebenso wie die Aschberger Max Meine! und Schneidenbach wegen verspäteter Anmeldung nicht startberechtigt ist, nach 58 und 63 Meter bei 63,5 Meter stürzte. Gut waren ferner Erich Leonhardt (Mühlleiten), Günther Meergans, Günther Adolph (beide Hirschberg), Klotz (München), Oberjäger Hieble, Hechenberger und Eisgruber, 20—23 884D Zum letzten Mal Prinzessin Hrelele Preise von 1.20-4.00 RM. | Kaufgesuche | Etagenhaus im Südviertel 2-3mal5-6Zim. sofort zu kaufen Bettücher, kräftig. 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Am frühen Nachmittag aber setzt Rot zu einem kräftigen Offensiostoß über Staufenberg auf Daubringen erfolgreich an. Der Divisionskommandeur, Generalleutnant O ß - w a l d, wohnt der Hebung von Anfang bis Ende bei. Er besichtigt an zahlreichen Stellen die Truppen bei ihren Bewegungen im Gelände. * Der Verlauf der Hebung zeigt zahlreiche interessante Einzelbilder. Auf alle Einzelheiten der Kampfhandlungen kann in diesem Zusammenhang natürlich nicht eingegangen werden, weil man als Schlachtenbummler eben immer nur einen Teil des Frontgeschehens vor Augen hat, das Gesamtbild auf Grund der ununterbrochen einlaufenden Meldungen nur dem Leitenden, für ihren Kampfraum den Führern der beiden Parteien bekannt ist. Es ergibt sich daher von selbst, daß unser Bericht keine fachmilitärische Abhandlung über die Hebung sein kann, sondern nur einige interessante Einzelausschnitte aus dem Gesamtbild zu bieten vermag. Nach dieser Richtung hin haben wir ebenso wie alle übrigen Schlachtenbummler am gestrigen Tage viel Schönes erlebt. * Am letzten Montag waren wir im Landregen Zeuge des Gefechtsschießens der 2. Kompanie L Bataillons JR. 116 in der Gegend südöstlich von Daubringen. Am gestrigen Donnerstag führte die Soldaten und uns, als Manövergäste, der Weg wiederum in diese Gegend und noch ein Stück darüber hinaus anläßlich der Winterübung der Garnisonen von Gießen, Wetzlar und Marburg. Mittlerweile hat sich aber der Winter wieder eingestellt. Denn am Morgen, den wir zu früher Stunde im Gelände erleben, zeigt die Landschaft ein ausgesprochen winterliches Bild. Leichter Schnee bedeckt die Aecker und den Wald. Etwas Frost hat die Erde leicht frieren lassen, aber beim Gang über die Sturzäcker sinkt man bis an die Knöchel im Erdreich ein, und die Geschütze unserer Gießener Artilleristen stecken zum Teil bis an die Achse der Räder in der Erde. Im Laufe des Tages, bei zeitweisem schwachen Schnee und Regen, bei allmählich immer stärker einsetzendem Tauwetter, wird die Passierbarkeit des Geländes nicht besser. Dennoch bleibt alles, Soldaten und Schlachtenbummler, selbst die Frauen und die Mädels, stramm bei der Stange, sie machen unverdrossen den Bormarsch der blauen Partei mit, sind aber ebenso soldatenbegeistert später auch bei der roten Partei, als diese im westlichen Teil des Lumdatales, in der Gegend zwischen Staufenberg und Daubringen, immer stärker in Erscheinung tritt. Charakteristisch für die Begeisterung der Bevölkerung ist nicht nur die Tatsache, daß überall in den Orten des Hebungsraums (Staufenberg, Daubringen, Mainzlar, Treis an der Lumda), die Bevölkerung in Scharen auf den Straßen weilt und zum Teil mit den Soldaten hinauszieht ins Gelände, kennzeichnend für die Begeisterung ist u. a. auch das Bekenntnis eines jungen Saubringer Mädels, das es im freien Feld inmitten des schlimmsten Drecks ablegt mit den Worten: „Heil werd naut geschafft, heit gehts bei de Svldate". Hnd dabei finkt das arme Ding mit Halbschuhen bis weit über die Knöchel in Wasser und Dreck ein. Daß die Schulen mit ihren Lehrern geschlossen auf dem „Schlachtfeld" erscheinen und überall hin eifrig den Soldaten folgen, sei als Selbstverständlichkeit hier verzeichnet. Daß aber auch manche Großväter, trotz der Ungunst des Wetters, sich auf den Weg gemacht haben, und unermüdliche Begleiter der Truppen sind, ist schon etwas ganz besonderes und zeugt eindrucksvoll dafür, wie sehr die Liebe aller Volksgenossen unserer Wehrmacht gilt. Erwähnt sei in diesem Zusammenhänge noch, daß die Soldaten überall in den Orten herzliche Ausnahme finden. Das „Schlachtfeld" wird im Westen von der Linie Hangelstein—Staufenberg, im Norden von den Höhen bei Staufenberg bis in die Gegend von Treis a. d. Lda., im Osten von der Linie Treis— Climbach—Nordrand des Alten-Busecker Waldes, im Süden vom Alten-Busecker Wald — Rand des Wiesecker Waldes am Fuße des Südhangs des Hangelsteins begrenzt. Das Hebungsgelände ist durch seine Bodenformation und seine vielgestaltigen Waldbestände, Acker- und Wiefenland und allerlei Bodenfalten und -gruben, für den Einsatz der verschiedensten militärischen Machtmittel sehr interessant und auswertungsfähig. Mancherlei Heberrafchungs- momente bei der Entwicklung der Truppen sind in solchem Gelände natürlich gegeben und begünstigen die Durchführung der Operationen. Allerdings müssen dabei — und zumal bei den Boden- und Witterungsverhältnissen wie am gestrigen Donnerstag — an Mensch und Tier, wie auch an die Fahrzeuge sehr große Anforderungen gestellt werden. Der Verlauf der Hebung" zeigt denn auch, daß diese nicht etwa ein militärischer Spaziergang ist, sondern daß die Soldaten außerordentlich viel hergeben müssen, um die von der Führung gestellten Aufgaben zu erfüllen. Nach dem Signal „Das Ganze halt", am Nachmittag kurz nach 14 Uhr, und auf dem Rückmarsch der Truppen zu ihren Standorten kann man denn auch die Wahrnehmung machen, daß die Männer ein ansehnliches Maß von Strapazen bewältigt haben. Heber die Kampftage ist in großen Zügen zu sagen: Die Hebung steht unter der Leitung des Kommandeurs unseres Jnf.-Rgts. Nr. 116, Oberst H e r r I e i n. Blau ist im Raume östlich der Lahn und südlich der Lumda unter Führung von Oberstleutnant Döring, Kommandeur unserer Gießener Artillerieabteilung, im Angriff und in gut fortschreitendem Kampf aus der Gegend des Hangelsteins bis auf die Höhen südlich von Treis (Lda.) in Richtung Climbach. Rot steht unter Führung von Oberstleutnant Brabänder, Kommandeur des II. Batl. Jnf.-Rgt. 57 Marburg, und operiert westlich der Lahn und nördlich der Lumda aus dem Raume von Salzböden und südlich Nieder-Walgern; das MG.-V. 2 Wetzlar ist als rote Truppe aus der Gegend von Kesselbach—Londorf nördlich der Lumda bis in den Raum von Staufenberg und Daubringen vorgeschoben und leistet hier am Vormittag hinhal- Am Morgen kurz vor 8 Hhr weilen wir auf unserem Wege zum Gefechtsfeld als der ersten Truppe bei zwei in unmittelbarer Nähe der Wellersburg am Südrand des Wiesecker Waldes (Südabhang des Hangelsteins) in Stellung gegangenen Batterien unserer Gießener Artillerie. Da der Ma- növerkrieg um 7.30 Hhr begonnen hat, haben unsere Artilleristen schon allerlei Arbeit hinter sich. Mensch und Tier haben auf dem weicken Acker- und Wiesenboden schon erhebliche Anstrengungen geleistet. Ein Geschütz ist bis an die Radachse in den Boden eingesunken. Wir treffen die Mannschaften während einer kurzen Feuerpause an, nachdem sie ihr Feuer in nordöstlicher - östlicher Richtung auf den nördlichen Rand des Alten-Busecker Waldes gelegt haben. Trotz der Kälte des winterlichen Frühmorgens sind die Soldaten guter Dinge und mit allem Eifer bei ihrer Aufgabe Unfer Weg führt uns sodann zum Gefechtsstand des Führers der blauen Partei, den wir noch auf seiner ersten Befehlsstelle des Tages, am Nordhang des Hangelsteins, antreffen. Hier herrscht reger Betrieb. Der Vormarsch der Infanterie von Blau ist bereits in vollem Gange; die Kompanien haben zum Teil das Waldstück des Hangelsteins schon durchschritten,' kurze Zeit später treffen wir Tankabwehr sichert die Straße nach Staufenberg zu. Infanterie auf dem Vormarsch in Daubringen. — (Aufn. [4]: Pfaff, Gießen.) I Kleines Schiff auf Dem großen Meer 23on Willy Kramp. Es ist gut, daß die Seekrankheit nicht abgeschafft werden kann, Sonst würden die Reisenden der „Bremen" und „Europa" vollends glauben, daß das Meer nur dazu da fei, um von ihnen nett oder langweilig oder großartig gefunden zu werden. Hier auf unserem kleinen Frachtdampfer, der sich bei Windstärke 8 mutig und eifrig durch Ost- und Nordsee vorwärts wühlt, erlebt man das Meer als eine harte, gestrenge Wirklichkeit, die Gehorsam fordert, als ein Element, das durch Feindschaft und Freundschaft Menschen formt nach seinem Bilde: hart und klar und tief und rätselhaft. Element wie Erde, Luft und Feuer, nur wilder und geheimnisvoller als diese. Wir in den Städten wissen ja nicht mehr, was das eigentlich ist: die Elemente. Wir glauben, sie seien etwas Böses und Niedriges. Aber die Elemente sind die Baustoffe Gottes in der Welt. Wir sprachen von der Seekrankheit: Ist die Seekrankheit schön? Gewiß nicht. Man steht mühsam an Deck oder liegt in der Koje; sterbensübel ist einem in jedem Falle, das kleine Schiff rollt und stampft über die fremde Tiefe, und man kann mit dem lieben Verstand schlechterdings nicht begreifen, daß das bißchen Wiegen und Schaukeln einen Menschen so krank machen kann, so sterbenskrank! Dann schließlich gewöhnt man sich. Man „gewöhnt" sich, ja, aber was heißt das? Ich glaube, es heißt: Man wird gehorsam gegen das Element, gehorsam, wie es die Seeleute sind. Was meine ich damit? Seht euch die Seeleute an: Ihr Gang ist befreit, ruhig, prüfend, jede Bewegung geht richtig von der Körpermitte aus. Hnd das haben sie von den Wellen gelernt, an deren Rhythmus sie sich gewöhnen müßten. «Ihr Blick ist still und fernhin gerichtet: das haben sie von der Weite des Meeres, ähre Gesichter find hart und wissend, ihre Rede still und brüderlich: Das macht der Tod, den sie kennen, weil er ihnen immer nahe ist. Man kann „Passagier", „Reisender" sein wollen auch an Bord unseres kleinen Frachtdampfers. Das sieht bann etwa folgendermaßen aus: Ein rosiger, stattlicher, eleganter Herr tritt zu mir auf die Kommandobrücke, wo ich mich mühsam auf den Beinen halte. Er begrüßt mich forsch, stellt fest, daß wir anscheinend die einzigen Passagiere an Bord seien und erkundigt sich nach meinem Befinden. Seekrank? Oho, das solle ihm allerdings nicht passieren. Er nehme sich zusammen. Er lasse sich vom Meer nicht sein körperliches Befinden vorschreiben. Bisher sei er auch noch nie krank gewesen, und nun gar „auf diesem Pott hier —!" Na, zunächst gebe es jetzt einmal Mittag, und ich solle lieber mit ihm in die Kajüte kommen und einen „ordentlichen Schlag" essen, das sei besser, als hier zu stehen und auf die Seekrankheit zu warten. (Typische Einstellung eines „Passagiers": Das Meer hat mir nichts zu befehlen. Hier bin ich auf einem Schiff, d. h. ich bin so gut wie an Land. Was ich mit dem Meer meinerseits anfange, ist vollkommen meine Sache.) Nach einer Weile kam er zurück. Jedoch er hatte sich etwas verändert. Er ging zwar noch stolz und aufrecht, aber etwas stimmte nicht mit ihm ... Ohne mich armen Seekranken eines Blickes zu würdigen, ging er schnurstracks ins Kartenhaus hinein, offenbar um mit dem Kapitän zu plaudern, doch sehr bald stürzte er stumm und merkwürdig eilig wieder heraus — rosig, stattlich immer noch, aber bei weitem nicht mehr so forsch wie zuerst. Er trat neben mich und brachte mühsam hervor: „Das ist ja zum Kotzen!" Gesagt, getan. Der Rest waren Naturalien. Ich stand dabei und dachte: Wie gut, daß die Seekrankheit nicht abgeschafft werden kann! Der Kapitän trat aus dem Kartenhaus und sagte ruhig: „Man kann den Mund auf verschiedene Arten voll nehmen." sicherlich dachte er dasselbe wie ich Wissen Sie, was eine Heulboje ist? Das ist ein metallenes großes Ding, das als Warnung für die Schiffe an bestimmten' Stellen nahe der Küste im Meere verankert ist und in regelmäßigen Abständen einen heulenden Ton von sich gibt. Eine Heulboje also. Eine solche Heulboje kann einen selber zum Heulen bringen mit ihrem melancholischen Gesang. Jetzt fahren wir zum Beispiel an der Insel Fehmarn vorbei, und da liegt eine solche Heulboje und heult. Heult wie ein Mensch, der von aller Welt verlassen ist. Tag und Nacht und Jahr für Jahr muß sie da liegen und beulen, bitte stellen Sie sich das vor! Niemand denkt an die arme heulende Boje draußen auf See Ooooooo ....! Aber die Heulboje hat Sehnsucht nach dem Land... Alles auf See hat Sehnsucht nach dem Land. Hört die Matrosen, sie sagen: „Ja, an Land —!" Hnd lächeln dabei und meinen: „... Familie, stilles Zimmer, Braut, Lampe, Musik, Garten, Glocken am Sonntag, Feierabend mit Kindern..." Sie sagen: „Ja, an Land!" und ihre Augen leuchten. Aber sie wissen nicht, daß das Meer trotzdem ihr richtiges Schicksal ist urtb daß auch diese Sehnsucht nach dem Lande zu ihrem Seemannsschicksal gehört. Ich liebe dieses kleine Schiff, das sich immer aufs neue geduldig und mutig den großen grünen Wellen hinneigt; das unsere Wohnung und unsere Welt ist hier auf dem fremden feindlichen Wasser. Jetzt ist es Nacht, der Mond scheint über dem Meer, der Himmel ist voller Sterne. Die Sturmwolken sind ihres Weges gegangen, aber die Oberfläche des Wassers ist noch aufgewühlt von dem eben abgeklungenen Sturm. Schwere schaumige Wellen rauschen weich von der Seite her, fassen unser Schiss und heben es schräg hoch, so daß man jedes Mal fürchten muß, das Schiff werde die Balance verlieren und seitlich umschlagen. Aber das Schiff geht nicht unter. Es fährt sogar munter weiter unö weiter, immer von weißem Schaum umgeben. Hnd da ist eine gute richtige Sache: Ein Schiff nachts auf dem Meer. Der Himmel hoch, voller Sterne, das Meer vom Mondlicht glitzernd übergossen, ein bebendes sanftgewelltes Hügelland. Nacht, tiefer Winter. Auf dem Lande brennen sie noch die Lampen und sitzen im Warmen, an stillen Tischen. Hier ist dunkles Wasser, Dienst, Wachsamkeit, Befehl und Gehorsam. Hnd so fährt unser kleines Schiff durchs große Meer. Mutig, munter, unermüdlich Gloria-palast: ,z(Seine Tochter ist der Peter" Der Streit um das einzige Kind aus geschiedener Ehe ist weniger ein filmisches als ein episches Thema, und man merkt dem Film auch an, daß ein Roman (von Edith Z e 11 w e k e r) dem Drehbuch (von Erich E b e r m e y e r) als Vorlage gedient hat. Das eigentliche, sehr ernsthafte Problem mit seiner rechtlichen wie rein menschlichen Seite wird aber, zum Glück für den Film, der im Ganzen auf einen Hellen und heiteren Ton gestimmt ist, nur gestreift und jedenfalls auf eine überraschend unkomplizierte, wenn auch die einzig mögliche Weise aus der Welt geschafft. Ein wirklicher Gewinn ist die Bekanntschaft mit einem neuen Filmkinde namens Traudt Stark, das sich durch feine ungezwungene und unverdorbene Natürlichkeit die Herzen der Beschauer gewinnt; die Szenen dieser kleinen Elisabeth, die in Tiroler Lederhosen umherspringt und von allen Leuten nur Peter genannt wird, sind herzerfrischend. Kar! Ludwig Diehl ist ein zärtlich besorgter Papa, Paul Hörbiger ein rührender und gemütvoller Onkel. (Man muß an den Kinderarzt Dr. Engel denken, den er neulich spielte.) Dazu die Tschechowa, in jugendlicher Eleganz eine gefährliche Rolle mit Takt überschauend, und Maria A n d e r g a st, als Gegentyp, einfach und herzlich. Ein paar zarte Liebesszenen sind ihr zu verdanken. Heinz H e 1 b i g führte Regie; die Landschaft zwischen Salzburg und Kitzbühel gibt einen prächtigen Rahmen. — Im Beiprogramm: gute und seltene Tierbilder aus dem deutschen Walde; ein Micky-Maus-Scherz; die neue Ufa-Wochenschau und ein Vorspann zu den „Blinden Passagieren" Pat und Patachon. Hans Thyriot. Ähnlichkeiten bei Menschen und Tieren. Heber diese Probleme stellt der Zoologe Krieg, ehemals Leiter der deutschen Gran Chaco-Expedi- tion, in „Natur und Volk" interessante Betrachtungen an. Zwillinge, die gemeinsam einer Eizelle entstammen, gleichen sich vielfach so, daß sie kaum für ihre nächste Umgebung auseinander zu kennen sind. Sie müssen stets gleichen Geschlechtes sein, und da es Tiere gibt, bei denen der ganze, oft ein halbes Dutzend Individuen enthaltende Wurf sich aus nur einem Ei entwickelt (wie z. B. bei den Gürteltieren), so kommen mit jedem Wurf nur Brüder oder nur Schwestern, niemals gemischte Geschlechter zur Welt. Bei Menschen ist die Aehnlichkeit der Züge oft nur eine scheinbare, die dadurch heroorgerufen wird, daß z. B. die Mundstellung beim Reden in einer bestimmten Sprache, die in Gebärdenspiel ausgebildeten Muskeln zu Haltung oder Bewegungen bringt, die den Gesichtsausdruck dem der sie umgebenden Menschen ähnlich macht. Pvchschulnachnchten Ernannt wurden: Dr. habil. Johann Leß an der Universität Berlin zum ordentlichen Professor der Tierheilkunde daselbst; der Dozent Dr. Friedrich Scheffer an der Universität Jena zum ordentlichen Professor für landwirtschaftliche Chemie daselbst. — Von den amtlichen Verpflichtungen wurden entbunden: Professor Dr Jakob Bilz, Ordinarius für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Freiburg; Professor Dr. Nikolaus H i l- fing, Ordinarius für Kirchenrecht an der Universität Freiburg. sie 'm Schützenlinie und in Zugkolönne eifrig auf dem Marsch nach vorne, südöstlich an Daubringen vorbei. Anfangs ist nur vereinzeltes Schützenfeuer ZU hören, aber nicht lange dauert es, da mischen sich aus dem Walde südöstlich von Daubringen her und nördlich anschließend auch die Maschinengewehre in das Feuerkonzert ein, während von Zeit zu Zeit die Artillerie ihren sonoren Baß dazugibt. Immer kräftiger tritt in den nächsten Stunden der Vormarsch von Blau in allgemein nordöstlicher Richtung, gegen Treis hin, in Erscheinung. In Daubringen kommt es zu kurzem Feuergefecht zwischen der blauen Spitze und roten Spähtrupps, auch eines roten Kampfwagens, wobei beiderseitiges Maschinengewehrfeuer die Gewehrkraft der Schützen natürlich übertrifft. Rot hat im Tal der Lumda hart ostwärts Daubringen durch vorgeschobene Sicherungen die Straße in seine Hand gebracht, überdies noch durch eine Drahtsperre das Ueber- rennen durch blaue Kräfte erschwert. Während Daubringen in den Vormittagsstunden vollständig im Besitze von Blau ist, befindet sich das benachbarte Mainzlar fest in der Hand von Rot, das außerdem noch Sicherungen bis hinauf nach Staufenberg vorgeschoben hot, die sich dort hinter Strohhaufen, kleinen Feldgebäuden und am Ostrand ausgezeichnet der gegnerischen Sicht entziehen. Abgesehen von schwachem gelegentlichem Feuerkampf zwischen einzelnen Spähtrupps bleibt es bis gegen Mittag hin im Lumdatal selbst ruhig, dagegen geht der Vormarsch südlich der Lumda hinter dem Höhenrücken kräftig weiter und erreicht auch in verhältnismäßig kurzer Zeit die als Ziel befohlenen Höhen in der Gegend von Treis. Die Infanterie hat in diesem Gefechtsabschnitt mit Einsatz aller Waffen anstrengende Arbeit zu leisten. Die Schützen müssen sich auf dem immer weicher gewordenen Boden mühsam vorarbeiten, sie gehen in breiter Front in lichter Schützenlinie gestaffelt vor. Die schweren Maschinengewehre müssen von der Bespannung auf nahezu grundlosen Wegen, bei denen die Fahrzeuge von der einen Seite auf die andere Seite torkeln, immer weiter nach vorne gebracht werden. Die gleiche schwere Arbeit ist bei den Infanteriegeschützen zu beobachten. Aber Mensch und Tier setzen ihre letzte Kraft ein, und der Erfolg ist mit chnen. Währenddessen nehmen die Tankavwehrtruppen die Landstraßensicherung wahr, mischen sich aber auch in die fortschreitende Kampfhandlung ein. Ebenso zeigt sich die Artillerie tätig. Dem guten und tatfreudigen Zusammenwirken aller Waffen ist es denn auch zuzuschreiben, daß die Front des Offensivstoßes von Blau sich immer weiter südlich der Lumda in östlicher Richtung von Daubringen fort entfernt, dieser Ort und Mainzlar bald wieder im Frieden, in der „Etappe", liegen. Der Kampflärm hört gegen Mittag allmählich auf; das Feuer in östlicher Richtung schläft vorübergehend fast ganz ein. * Rur selten wird die etwa einstündige Ruhe hier oder dort durch einen Schuß gestört. Von den Hängen nordwärts der Lumda, hart östlich von Mainzlar, sehen wir weitere Truppenkolonnen der Vormarschstraße von Blau zustreben. Einige Teile motorisierter schwerer Waffen fahren durch Mainzlar und streben ebenfalls sÄwärts der Lumda dem Höhenrücken zu. Plötzlich bemerken wir auf der Höhe vor Mainzlar, ausgezeichnet im Gelände gedeckt, einen Späher von Rot, der sich mit seinem Fahrrad mitten auf einem feuchten Wiesenstück hinter einem kleinen Steinhaufen eingenistet hat und von dort aus die Bewegungen bei Blau südwärts der Lumda beobachtet. Eine Streife von Blau, die aus Mainzlar heraus auf der Straße nach Treis a. d. Lda. und vor allem nach den Höhen vor Mainzlar zu sichert, bemerkt bald darauf ebenfalls den unerwünschten Zuschauer von Rot, kurzes Feuergefecht mit wenigen Schüssen, dann haut der Rote ab über die Höhe hinweg in Richtung Staufenberg. Wir schlußfolgern: ein roter Späher in dieser Gegend, der in nordwestlicher Richtung nach Staufenberg zu das Gefechtsfeld verläßt, der hat etwas zu bedeuten. Wir setzen uns in Richtung Staufenberg in Marsch und werden denn auch Zeuge eines großartigen militärischen Vorgangs. Mit großer Wucht und mit ausgezeichnetem Schneid aller Mannschaften bricht plötzlich ein Angriff von Rot aus Nordwesten hart östlich an Staufenberg vorbei über den Höhenrücken hinab ins Lumdatal in Richtung Daubringen — Mainzlar vor. Wie ein Teufelwetter kommt die Infanterie von Rot (Marburger 57er) den Hong zwischen Staufenberg und Mainzlar hinab. Der tiefaufgeweichte Ackerboden und die sehr nassen Wiesen sind keinerlei Hindernis. Das Kommando „Stellung" wird mit prächtiger Exaktheit ausgeführt, obwohl das Hinlegen in den stark wässrigen Dreck und in das Wasser der Wiesen gerade keine Annehmlichkeit darstellt. Die Gegenwirkung von blauen Sicherungen aus Daubringen heraus ist nicht allzu stark. Rot geht frontal und von der linken Flanke her unter Halbrechter Drehung gegen Daubringen, wobei Mainzlar links liegen bleibt, gegen den erstgenannten Ort vor. In prächtigem Schwung flitzt Rot in Daubringen hinein. Aber sein Erfolg soll doch nicht so leicht werden. Die Sicherung von Blau, Teile des Gießener E.-Ba- taillons, führt einen starken Gegenstoß, in dessen Verlauf es zu einem schweren Straßenkampf in Daubringen kommt. Rot und Blau bekämpfen sich in der Hauptstraße und noch dazu an einer der unübersichtlichsten Stellen, in der Kurve, mit heftigem Schützen- und MG.-Feuer, dazu werden von Unparteiischen auch noch einige „Bomben" geworfen, der Kampf wogt hin und her. Bald drückt Rot Blau zurück, bald hat Blau das Ueber- gewicht über Rot. Die Schiedsrichter setzen ganze Gruppen außer Gefecht. Es ist eine tolle Schießerei im Gange, bei der allen Augenzeugen die Ohren dröhnen. In diesen lärmenden und kämpfenden Menschenhaufen geraten auch noch Meldefahrer und Fuhrwerke hinein. Ortseinwohner stehen am Straßenrand und schauen mit höchster Spannung zu. Der Vorgang ist wohl das dramatischste Ereignis des ganzen Manövertages. Stärkste Einsatzbereitschaft und rückhaltloseste Hingabe des einzelnen Mannes zeigen dabei den hohen Stand der militärischen Ausbildung unserer Soldaten. Der Straßenkampf zieht sich weiter südlich aus Daubringen heraus und findet noch ein kurzes Nachspiel auf dem Waldberg südlich des Ortes. Hier entbrennt das Schützen- und MG.-Feuer noch einmal mit großer Heftigkeit. Dann haben auch hier die Schiedsrichter ihres Amtes gewaltet. Ganze Gruppen find wieder außer Gefecht gesetzt worden, die Zahl der „Manöoertoten" hat sich erheblich vermehrt. ♦ Nun ertönt das Signal „Das Ganze halt". Die Uebung ist zu Ende. Die Verbände der Truppen sammeln und ordnen sich. Die Offiziere begeben sich zur Besprechung der Uebung auf eine Höhe südlich von Treis. Den Uebungsverlauf bespricht Oberst Herr! ein vor den zur Kritik versammelten Offizieren. Anschließend spricht noch Generalleutnant O ß w a l d zu den versammelten Herren der Offizierskorps über seine Wahrnehmungen und Eindrücke beim Uebungsverlauf. Unterdessen beginnt die Verpflegung der Mannschaften. In Treis (Lda.) ist ein großer Teil der Hauptstraße gestopft voll von Soldaten, die hier verpflegt werden und dann zum Abmarsch bereitstehen. Die Gießener Artillerie marschiert auf dem Heimweg durch. In Mainz, l a r und Daubringen herrscht ebenfalls Hoch, betrieb der abrückenden Truppen, wobei die Feldküchen nun auch ihren gewichtigen Dienst erfüllen. Südlich von Daubringen, unterhalb des Heiberts- häufer Hofs, werden die Mannschaften vom Gießener L-Bataillon verpflegt. Und dann streben die Gießener und Wetzlarer Truppen in Richtung Gießen heimwärts, während sich von Staufenberg aus die Marburger in nördlicher Richtung vom Gefechtsfeld entfernen. In Gießen rücken die Truppen gegen 18.30 Uhr ein. B. Aus der Provinzialhauptstadt. Oie Pfütze. Im Regen der letzten Tage hält sich eine Pfütze. Sie sieht nicht gerade schön aus, aber sie ist nun einmal da. Gerade dort, wo der Zinkbelag des kleinen Anbaues eine Senkung aufweist, und wo man mit einem Reinigungsbesen nur sehr schwer hingelangen kann. Es ist eine ganz gewöhnliche Pfütze und nicht mehr. Vom Fenster aus betrachtet, ist wirklich nichts Sonderliches an ihr, es fei denn, daß sich je nach dem Einfall des Lichtes die verschieden geartete Wasserspiegelung beobachten ließe. Aber das ist ein verhältnismäßig reizloses Spiel, und von der Pfütze würde kaum die Rede sein, wenn sie nicht in anderer Weise für nette Unterhaltung sorgte. Und damit verhält es sich so: Ganz vorsichtig und aufmerksam umherspähend, landete gestern eine Drossel auf dem kleinen Anbau. Eine richtige schwarzgefärbte Drossel mit gelbem Schnabel. Ein Männchen allem Anschein nach, das sich offenbar mit ganz bestimmten Absichten trug. Denn es ging verstohlen zu Werke und erinnerte in seinem Gehabe an jene Taugenichtse, die zu Herbstzeiten sich zu den Früchten in Nachbars Garten schleichen. Nur daß es sich in diesem Falle weder um Nachbars Garten, noch um irgendwelche lockenden Früchte handelte. Es handelte sich ganz allein um die Pfütze. Pfützen sind ja im allgemeinen zu nichts nütze, höchstens, daß sie Aergernis erregen. Unsere Drossel aber sorgte dafür, daß diese Pfütze sozusagen eine höhere Bestimmung erhielt. Und dafür muß ihr eine für ihre Gattung außergewöhnliche Intelligenz zugestanden werden, denn es ist festzustellen, daß sie aus erheblicher Entfernung ausgerechnet diese Pfütze sichtete und zielsicher anpeilte. Wie sich nämlich ergab, eignet sich diese Pfütze ganz hervorragend als intime Badeanstalt. Und eben darauf kam es unserer Drossel an. Sie leistete es sich jedenfalls, sich nach kurzer Prüfung des Geländes dem vollen Genuß des Bades hinzugeben. Das war ein Spritzen und Stieben, ein Flügelschlagen und urgemütliches Wohlbehagen. Don allen Dachrinnen schauten die Spatzen neiderfüllt zu. Aber Spatzen sind eben Spatzen. Kaum hatte das begabte Drosselmännchen das lustvolle Bad beendet und sich gereinigt und gestärkt von dannen begeben, als das Spatzenvolk in Horden von allen Seiten herbeistürzte und mit durchdringendem Ge- schrei das Beispiel nachahmte. Das war kein genußvolles Baden mehr, das war ein Toben und Klatschen, ein wildes Schilpen und wüstes Durcheinander. Bis urplötzlich die Drossel abermals auftauchte und den Schwarm erbarmungslos in die Flucht jagte. Und nun gibt es stündlich etwas zu sehen auf dem Anbau mit der Pfütze, die zur lockenden Badeanstalt geworden ist. Nur schade, das auch einer Pfütze nur eine beschränkte Lebensdauer beschieden ist. H. W. Sch. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadchectter: 20 bis 23 Uhr „Prinzessin Nofretete". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Seine Tochter ist der Peter". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der lustige Witwenball", — Goethe-Bund und Kaufmännischer Verein Gießen: 20 Uhr Wilhelm- Busch-Abend des Vortragmeisters Emil Kuehne in der neuen Aula. — Kirchliche Woche der Lutherge» meinde: 20 Uhr spricht Hauptpastor D. Iannasch, Berlin, in der Kapelle des Alten Friedhofs über „Erlösung durch Jesus Christus". Stadtthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die letzte Aufführung der großen Ausstattungs-Operette „Prinzessin Nofretete" von Nico Dostal statt. Die musikalische Leitung führt der Kapellmeister Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. Die Partie der „Prinzessin Nofretete" singt Ilse Last us. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Irmgard Zenner. Die Vorstellung findet als 20. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 23 Uhr. NSLB., Kreiö Gießen. Mädchenerziehung, technische Fächer. Samstag, 13. Februar, 15 Uhr, in der Mädchenberufsschule, Gießen: Dierjahresplan und der Un» terricht in Hauswirtschaft und Handarbeit (Frl. Wall, Gießen, und Frl. Gärtner, Klein-Linden). Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstr 6 Das Mädchen mit dem Silberhaar. JRoman von Anny von panhuys. 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Wer sah es, wenn sie die schönen Scheine mit- nahrn? Wer würde etwas davon erfahren, wenn sie die schönen Scheine zu Hause sorgfältig verbarg? Für die traurige Zukunft, für das Alter! Viel zu tun hatte sie sowieso nicht, man nahm sie nur für Kinderkleider, für Aendemngen und Flickarbeiten in Anspruch. Sie wandte der Toten den Rücken, um das starre Gesicht nicht mehr zu sehen. Niemand wußte, daß sie hiergewesen, niemand, aber sie mußte alles gut bedenken, damit sie später nicht der kleinste Verdacht streifen konnte. Sie hatte die Scheine schon in ihr Mieder gesteckt, und nun schloß sie den Schreibtisch, eilte hinaus. Draußen sah sie nach oben und unten, klingelte dann ganz laut, als wäre sie eben erst gekommen und warte auf das Oeffnen der Tür. Nach einem Weilchen klingelte sie wieder, bald darauf abermals, gerade als das Ehepaar von der Wohnung gegenüber die Treppe heraufkam. Die beiden kamen immer erst spät, sie waren in einer Molkerei an- gestellt. Gingen früh fort und kehrten spät heim. Ein Glück, daß sie nicht etwas früher gekommen waren und ihr Betreten der Wohnung gesehen hatten. Sie erwiderte den Gruß des Paares, seufzte: „Ich klingle schon seit ’ner halben Stunde. Frau Karsten hat mich nämlich gebeten, ich solle gegen halb zehn runterkommen und ein bißchen bei ihr bleiben. Fränze ist heute zum Maskenball, und da sollte ich ihr ein Stündchen Gesellschaft leisten. Komisch, daß sie nicht aufmacht." Sie klingelte schon wieder, murmelte dabei: „Sie hat doch mit ihrem Herzen zu tun, und ich habe jetzt Heidenangst, sie hat vielleicht 'n Herzkrampf bekommen und kann sich nicht helfen." Das Paar sah sich fragend an. „Eigentlich müßte man da wohl die Tür mit Gewalt aufmachen?" meinte der Mann. „Unsinn", versetzte seine Frau, „schließlich ist sie bloß eingeschlafen und wir haben den schönsten Aerger." „Da stimmt was nicht", rief Kathrin Hofer, „ich sollte zu ihr kommen und sie hätte mir längst aufgemacht, wenn sie könnte." Die beiden anderen wurden sensationslüstern, Nachbarn von oben und unten lockte das erneute Klingeln herbei. Der Hauswirt war Schlosser, er fackelte nicht lange und brach das Schloß auf. Man fand eine Tote, die da lag, als hätte sie sich auf dem Sofa zum Schlafe niedergelegt. Nähkathrin schrie gellend auf, fing laut an zu meinen. Ihre Nerven streikten, als sie in das Gesicht der Toten, blickte, die sie vorhin bestohlen. Ein Arzt wurde gerufen, der Arzt, der Frau Karsten ab und zu behandelte. „Herzschlag!" stellte er fest. „Uebrigens war so ein jähes Ende Frau Karstens schon lange zu erwarten. Wo ist denn die Enkelin?" fragte er. Nähkathrin gab Auskunft. „Sie muß sofort benachrichtigt werden", entschied er. „Man sollte telephonieren." Nähkathrin erklärte, sie wolle die Benachrichtigung übernehmen. Telephonieren wäre unsicher, sie kenne ihr Kostüm, fände sie am schnellsten und würde sie sehr schonend auf den Todesfall vorbereiten. Aber erst ging sie in ihre Wohnung hinauf, versteckte die Geldscheine gut, warf dann einen alten dicken Mantel über und eilte durch die stillen Kleinstadtstraßen dem Hotel „Zum Einhorn" zu. 2. In einem Abteil zweiter Klasse des O-Zuges Frankfurt—Berlin faß ein sehr eleganter Herr von ungefähr dreißig Jahren. Ähm gegenüber faß ein alter Herr, der ihn schon mehrmals auffallend gemustert und bereits versucht hatte, ein Gespräch anzuknüpfen, was ihm bei der kühlen Zurückhaltung des jüngeren aber bisher nicht gelungen. Endlich sagte er, gerade auf das losgehend, was ihn so sehr interessierte: „Verzeihung, mein Herr, ich glaube die Ehre zu haben, Herrn Grevenstein vor mir zu sehen, den berühmten Geiger Günther Grevenstein? Ich wohnte nämlich mehrere Ihrer Konzerte bei und gestehe Ihnen, Sie sind in meinen Augen der bedeutendste Geiger unserer Zeit gewesen." Sein Gesicht nahm einen feierlichen Ausdruck an. „Niemand hat es aufrichtiger bedauert als ich, daß Ihnen das Unglück passieren mußte." In Günther Grevenstein stieg Wut auf. Mußte ihm so ein verdammter Schwätzer in den Weg kommen und ihn daran erinnern, auf welcher glanzvollen Höhe er schon gestanden, bis er sich bei einem Autounfall drei steife Finaer an der linken Hand geholt, die feiner großen Karriere ein plötzliches und unerwartetes Ende bereiteten. Wenn er daran dachte, und er dachte täglich daran, dann packten ihn Verzweiflung und Zorn, unsagbare Melancholie quälte ihn von Zeit zu Zeit so überstark, daß er sich mit Selbstmordideen herumschlug, aber Mitleid vertrug er schon gar nicht. Das konnte ihn rasend machen. Der ältere Herr fuhr fort: „Ich bin Frankfurter und in unserer Stadt hatten Sie ja das Unglück. Aber, bitte, Herr Grevenstein, erzählen Sie mir doch einmal ausführlich, wie sich das Unglück eigentlich zutrug. Ich frage nicht aus Neugier, verehrter Herr Grevenstein, sondern aus reinem Mitgefühl. Und die Zeit vergeht einem schneller, wenn man sich interessant unterhält. Sie fahren sicher auch nach Berlin. Uebrigens, pe ft arten Sie, daß ich mich Ihnen vorstelle, ich heiße Künzel und bin Lederfabrikant." Grevenstein, der Erkannte, erwiderte ziemlich schroff: „Es ist nur gut, mein Herr, daß Sie mich endlich auch einmal zu Wort kommen lassen, denn nun kann ich Ihnen wenigstens antworten, daß Sie mich bestimmt verwechseln. Einen Herrn des Namens, mit dem Sie mich bisher beehrten, kenne ich nicht. Ich heiße Walter von Frank, bin Gutsbesitzer und steige auf der nächsten Station aus." Er sagte, während er seinen Handkoffer verschloß: „Sie scheinen ein ziemlicher Gemütsathlet zu sein, Herr Künzel. Denn wenn ich wirklich jener Geiger gewesen wäre, würde ihm sicher nichts lieber und erwünschter gewesen sein, als eine recht eingehende Unterhaltung über sein Unglück. So was hätte ihm natürlich sehr wohlgetan und ihn aufgeheitert." Der Zug begann bereits langsamer zu fahren. Der ältere Herr brachte erst vor Aerger kein Wort heraus, dann stieß er hervor: „Ihre Meinung über mich ist mir höchst gleichgültig". Der Zug bremste. Es handelte sich um eine kleine Umsteigestation, Sonst hätte der O-Zug hier bestimmt nicht gehalten. Im Nu war Günther Grevenstein mit seinem kleinen Handkoffer aus dem Abteil, sein großer Koffer fuhr im Gepäckwagen gleich weiter. Die Linke hielt Grevenstein in der Tasche seines Paletots versteckt, damit der andere nicht doch noch merkte, er war es doch, dem sein Mitleid und seine Neugier gegolten. Aber er mochte sich während der Fahrt längst davon überzeugt haben, daß seine Linke etwas ungeschickt war. Er ging mit einigen anderen Reisenden dem Ausgang des Bahnhofes zu. Kaum hatte er die Tunneltreppe erreicht, fuhr der Zug schon weiter, und da fiel ihm, leider erst zu spät, ein, er hätte ja nur umsteigen brauchen, um diesem lästigen Menschen zu entgehen, das Aus- fteigen war höchst überflüssig gewesen. Aber jetzt war es zu spät, und vielleicht tat es ihm auch ganz gut, eine Nacht in so einem stillen Städtchen zu verbringen, einmal so recht auszuruhen nach all der Unruhe der letzten Zeit. Er würde sowieso noch viel zu reisen haben nächstens, denn am besten begab er sich schnellstens ins Ausland, nachdem er feine Verlobte, die häßliche Tilli Bergschlaq, einfach im Stich gelassen, und ihrem Vater die Tausende, die er ihm geliehen, unterschlagen hatte. Bergschlag war der sehr reiche Besitzer einer großen Reparaturwerkstätte für Autos, und mit dessen Tochter hatte er sich verlobt, weil er Geld brauchte und sie ganz toll in ihn verliebt war. Vor seinem Unfall hatte er viel verdient und wurde verdattert, als er sich plötzlich dem Nichts gegenübersah. Das verliebte häßliche Mädel kam ihm gerade zur rechten Zeit in den Weg, und ihr Vater tat blind, was die einzige Tochter wollte. Also gab es eine Verlobung. Ein Konservatorium sollte er in Frankfurt gründen, wollte der Vater, meinte begeistert, der Name Grevenstein würde sich als starke Zugkraft be« währen. Er hatte dem Plane sofort zugestimmt und sich von Tillis Vater Geld zur Ausführung geben lassen. Ungefähr zwanzigtausend Mark hatte er bekommen, die hatte er in luftigen Nächten in Wiesbaden und Karlsruhe verjuxt. Unter dem Vorwand, er wolle mit ein paar berliner Künstlern darüber unterhandeln, ob sie in den Lehrkörper des Konservatoriums eintreten würden, hatte er von der Verlobten Abschied genommen. Sie ahnte nicht, daß es sich um einen Abschied für immer gehandelt. Zweitausend Mark besaß er noch, damit wollte er zunächst nach Berlin und von dort ins Ausland. Er kniff die Lippen ein. Eigentlich war er schon jetzt ein Heiratsschwindler und Hochstapler, er konnte sich im Ausland wohl weiter so betätigen. Dor dem Bahnhofsausgang standen ein' paar Hoteldiener. Sie riefen die Namen ihrer Hotels. Er wandte sich an einen Bahnbeamten, „Bitte, wie heißt hier das beste Hotel?" „Zum Einhorn", war die Antwort. Gleich darauf trabte der Hoteldiener des Hotels „Zum Einhorn" mit dem Handköfferchen neben ihm her. Das Hotel war ein tiltes Haus, über dem Eingang befand sich, aus Stein gehauen, der Kops des Tieres mit dem großen Horn auf der Stirn, das nur im Märchen- und Sagenwalde zu finden ist. Er bestellte ein Zimmer, erhielt Nummer zwölf, und ließ seine Handtasche dorthin bringen. Auf den Meldezettel hatte er Walter von Frank geschrieben. Der Name Günther Grevenstein gefiel ihm nicht mehr seit seinem Unfall. Er ging nun in das Speisezimmer und bestellte sich ein gutes Abendessen. Es war inzwischen neun Uhr geworden. Auch eine Flasche Haute Sauterne, seinen Lieblingswein. Fast gierig trank er ein paar Gläser. Er mußte den Aerger hinunterspülen, den ihm der Reisegenosse bereitet, und den anderen Aerger, den er sich selbst geschaffen. Er fand es doch sehr blöd, nicht umgeftiegen, sondern ausge- fliegen zu sein. Eben setzte der dienstbeflissene Kellner die bestellte Vorspeise vor den einzigen Gast hin, als Musik aufklang. Sie schien ziemlich nahe. Ein Tango mit führender Trompetenstimme. Günther Grevenstein fragte ärgerlich: „Hier wird doch nicht etwa getanzt?" Der Kellner merkte den Unwillen in der (stimme des vornehm aussehenden Gastes, und erwiderte sehr ergeben: „Es wäre schade, wenn es den Herrn stören sollte, es findet heute im Theatersaal des Hotels ein Maskenball statt. Vielleicht entschließt sich der Herr, dem Ball beizuwohnen, es ist ja noch nicht spät. Ein paar Dominos stehen unseren Hotel- gästen gern zur Verfügung." (Forts, folgt.) lOPfg. 3U Bratwui'st, Cebec, Rrauteoulaöen, Jlostbraten diese Jiaiebelsoße! 1 Knorr Bratensoßwürfel fein zerdrücken, glattrühren, mit V4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen und nun über 1h gehackte, goldgelb geschmorte Zwiebel gießen. Dann zum Fleisch geben, nochmals aufkochen. Fertig! Ein bequemes, aber gutes Rezept! Hauptsache dabei: Bratensoße b'nAt ff«:?, «ä}i. M bi, H lenft’M der jÄ m W. Ä" ,ulenb^a* ■ruppen'* ™ S^git ’ä. "Min Jlofti, L"-r°chi., Ä*«k 3".Willi.1 5 s“'l)iw in ,u-wnna*- rnedhoss über Ls ngslos in 7 fei 115 geschrieben: groben betete" DDn tu"9 führt der „ Spielleitung: Prinzessin No. udierung der ln9: Irmgard 20. Aorstel- : 20 Uhr, Ende ien. Fächer. der Mädchen- und der Un- ndarbeit sFrl, lein-Linden). Koos -6 anffurt grün« rt, her Warne fyigtraft be« mt und sich geben \a\w r bekommen, iesbaben und ,oSe! che» “n। _ jeÄ1 ein paar Ber- F ob sie in den treten würden, ed genommen, m Abschied sür besaß er noch, i und von dort h war er schon Hochstapler, er 1 so betätigen, nden ein paar n ihrer Hotels, iten, „Bitte, wie rt. mer des Ms össerchen neben über dem Ein- auen, der W aus der Stm lvalde zu fmben Nummer Ml, rin9en,rÄ rank geschne^ gefiel 'hm W ter und bestellt inzwischen nes haute SauM sank er ein M unterspüle"^ ib den ondeis ■;.£Ä «CS 6mW«* V-Ä -n, <’j > .ft) iße w Nachbereitung, Kühlen, elektrischer Strom als im Geschäfts-Drucksachen bei Brühl. Schulstraße 7 Zu haben in Apotheken. Drogerien und wo Plakate sichtbar.6878 V Überwintern Überempfindlichkeit Rechnungen Brief blätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten Knoblauch-Beeren „Immer Jünger" 1 extia stark, enthalten den seit über 1OOO Jahren I bekannten echten bulgar. I Knoblauch in konzentr.. I leicht verdaulicher Form. I Bewährt bei: in......................................................... Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIII Kundgebung deutscher Technik im Zeichen des Vierjahresplanes Am Sonntag 14. Februar, 10 Uhr, findet in der Aula der Ludwigs-Universität zu Gießen eine Kundgebung des Amtes für Technik in der Kreisleitung Wetterau der NSDAP, statt. Der Vortragende wird durch Lichtbilder und Filmvorführungen von der großen technischen Messe in Leipzig berichten. Jeder deutsche Volksgenosse ist am Gelingen des Aufbauwerks des Führers interessiert. Dieser Vortrag wird jedem zeigen, wie die Industrie arbeitet, um den Vierjahresplan zu verwirklichen. Eine großartige Schau deutscher Qualitätsarbeit, der Aufbau der Technischen Messe in Leipzig, Maschinen in vollem Betrieb, Neukonstruktionen auf allen Gebieten der Technik, werden in sonst nicht zu sehender Eindringlichkeit im Film zu sehen sein. Werkzeugmaschinen aller Art, Webstühle, Spitzenklöppeln mit Maschinen, elektrotechnische Maschinen, Hochspannungsisolatoren und Apparate für 200 OOO Volt, elektrisches Schweißen und Glühen, Elektrizität zum Kochen, Braten, Backen, zur Warmwasser- des Uebereigners, dann muß außerdem noch ein Leih-, Mietoder Derwahrungsverhältnis vereinbart werden. Beim Uebereig- nungsvertrag werden von Laien vielfach wesentliche Punkte übersehen, deshalb soll man ihn immer schriftlich unter Zuziehung eines Anwaltes abschließen. — Wird der rechtswirksam übereignete Gegenstand von einem anderen Gläubiger des Uebereigners gepfändet, so kann der neue Eigentümer die Freigabe verlangen und gegebenenfalls auf Freigabe klagen. Soll ein zum eingebrachten Gut gehörender Gegenstand übereignet werden, dann ist die Zustimmung beider Ehegatten erforderlich. S. Sicherung. Überempfindlichkeit s. Allergie. Ubergangskleidung, Kleidung für Frühling und Herbst muß dem starken Temperaturwechsel angepaßt sein. Es ist besser, sich warm zu halten, als zu leicht anzuziehen. Am besten hilft man sich mit Stricksachen, die jederzeit abgelegt werden können, sowie mit leichten Übergangsmänteln. Überkochen von Milch verhindert man durch ständiges Umrühren oder durch Bestreichen des inneren Topfrandes mit Fett, überlandzenlralen, Anlagen, von denen aus größere Gebiete mit Elektrizität versorgt werden. Übermangansaures Kali, schwarze, grünschimmernde Metalle, die Wasser dunkelpurpurrot färben, Manganoerbindung, die keimtötend wirkt. Schwache Lösung benutzt man zum Abwaschen nicht Anzeigen für Bauvorhaben gemäß der vierten Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplans über die Sicherstellung der Arbeitskräfte und des Bedarfs an Baustoffen für staats- und wirtschaftspolitisch bedeutsame Bauvorhaben vom 7. November 1936 gibt mir Veranlassung, erneut auf die Bestimmungen aufmerksam zu machen. Anzeigepflichtig sind vom 1. Dezember 1936 ab alle privaten Bauvorhaben, bei denen die Lohnsumme 5000 Mark oder die Gesamtkostcnsumme 12 500 Mark übersteigt. Ferner alle öffentlichen Bauvorhaben, deren Lohnsumme über 25 000 Mark oder Gesamtkostensumme 63 000 Mark beträgt. Die Anzeigen sind unter Verwendung des bei den Arbeitsämtern erhältlichen amtlichen Vordruckes in doppelter Ausfertigung innerhalb drei Monaten vor Baubeginn, spätestens jedoch vier Wochen vorher von dem Bauherrn oder der Bauverwaltung an das für die Baustelle örtlich zuständige Arbeitsamt zu richten. Erweiterte Schullandheim - Erziehung in Hessen. Lpd. Die Schullandheim-Erziehung hat sich auch im Jahre 1936 in den hessischen Schulen in erfreulichem Maße weiterentwickelt. Die wertvollen Erfahrungen und Beobachtungen stärkten durchweg die Absicht und den Entschluß, diesen notwendigen und wesentlichen Teil der Schulerziehung auch im kommenden Schuljahr zu erhalten und zu vervollkommnen. Von der zuständigen Stelle werden daher alle hessischen Schulen ersucht, durch entsprechende und rechtzeitige Maßnahmen die Schullandheim - Aufenthalte 'zu sichern und mit Verantwortungsfreude an die Durchführung heranzugehen. Insbesondere werden die Volksschulen auf die von einer Anzahl Land- und Stadtschulen bereits durchgeführten Schullandheim-Aufenthalte hingewiesen mit der Erwartung, daß auch hier ein weiterer Ausbau dieses wesentlichen Bestandteils nationalsozialistischer Schulerziehung sich vollziehen wird. Wieder em 500-Mark-Gewinn in der Winterhilfe-Lotterie Amtsgericht Gießen. Die M. L., jetzt wohnhaft in Groß-Rambin, mar ourch Strafbefehl wegen Vergehens gegen _ das Milchgesetz zu einer Geldstrafe von fünfzig Mark, evtl, zehn Tage Gefängnis, verurteilt worden. Sie hatte Rahm von 60 Liter Milch abge- schöpst und diese Milch dann als Vollmilch der Molkerei abgekiefert. In der gestrigen, auf den Einspruch hin stattgefundenen Verhandlung konnte ihr eine vorsätzliche Handlung nicht nachgewiesen werden. Die Handlungsweise der Angeklagten stellte sich aber als Fahrlässigkeit dar. Das Gericht verurteilte sie daher wegen fahrlässiger Zuwiderhandlung gegen das Milchgesetz zu einer G e l d - strafe oon zwanzig Mark, evtl, vier Tagen Hast. Außerdem wurden ihr die Kosten des Verfahrens auferlegt. Die H. Sch. aus Gießen war durch Strafbefehl wegen Vergehens gegen das Reichsjugendwohlfahrtsgesetz zu einer Gefängnis st rafe von zwei Monaten verurteilt worden. Sie hatte ihre minderjährige, in Fürsorgeerziehung befindliche Tochter vorsätzlich der Fürsorgeerziehung zu entziehen versucht. Die Jugendliche war aus der Fürsorgeanstalt entwichen, die. Angeklagte hatte sie in ihrer Mahnung ausgenommen und sie durch Rat und Tat vor einer weiteren Verbringung in ein Erziehungsheim zu schützen versucht. Nach der gestrigen Hauptoerhandlung erschien dem Gericht die Tat in einem viel milderen Lichte. Es setzte daher die Strafe auf einen Monat Gefängnis herunter. ganz frischen Fleisches, verdorbenes Fleisch kann dadurch jedoch nicht gerettet werden. Ferner wäscht man mit der Lösung Eisschränke aus, die Geruch angenommen haben und benutz: sie als desinfizierendes Muno- wasier. Überschuhe, Stoff- oder Gummischuhe, die man bei schlechtem Wetter über der eigentlichen Fußbekleidung trägt. Stoffüberschuhe eignen sich für den Winter, da sie gleichzeitig den Fuß warm halten. Nach Gebrauch stopft man Überschuhe mit Papier aus, damit sie ihre Form behalten. Übersichtigkeit ist eine Form der Sehstörung (L dort). Der Augapfel ist zu kurz gebaut, so daß sich die Lichtstrahlen erst hinter der Netzhaut zu einem Bild vereinigen. Ausgleich durch Konvexgläser. 93o,I. auch Sehstörungen. Übertragen einer Zeichnung, das Durchpausen des Musters auf Unterlagen wie Seide, Wolle. Leinen. Auf den Stoss legt man das Kopierpapier und darauf das auf dünnem Zeichenpapier gezeichnete Muster und zieht die Linien mit einem zugespitzten Hölzchen nach. llberwellen. andere Bezeichnung für Abbrühen, das Übergießen von Nahrungsmitteln wie Kohl,' Spinat usw. mit kochendem Wasser. überwintern von Topfblumen kommt meist für sommerblühen- de, ausdauernde Pflanzen in Frage, z. B. Balkon- und Fensterbrettpflanzen. Sie werden in luftige jedoch frostsichere. Helle Kirchliche Woche 1 der Luihergemeinde 20 Uhr Kapelle d. Alten Friedhofs Hauptvastor D. Fannasck, Berlin 3. Abend: Freitag, den 12. Februar 1937: ErWnMMsnsWlsliis Leichtes Waschen Vorbei ist alle Anstrengung am Waschtag, weil die Waschmaschine und Wringmaschine die schwere Arbeit abnimmt. Machen Sie es sich auch leichter und schaffen Sie sich diese beiden Waschtaghelfer an. Fachmännisch werden Sie beraten bei WM J. B. Häuser VÄ Gießen 931 a rrig am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 Sportamt „Krast durch Freude^. Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26. Nur für Mitarbeiter der DAF. 18.15 bis 19.15 Uhr. Offener Kursus 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen — für Männer und Frauen gemeinsam — Volksbad, Seltersweg, 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.30 Uhr. Reiten — Männer und Frauen gemeinsam — Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz, 20 bis 21 Uhr. Hier abschneiden! Bezirkssparkasse ausbezahlt. V^rkehrsunfaU in derMarburqerStrahe Gestern abend nach Einbruch der Dunkelheit ereignete sich in der Marburger Straße ein Unfall, der schwerste Folgen nach sich ziehen konnte. Ein Personenkraftwagen aus Mainz, von zwei Handlungsreisenden besetzt, fuhr plötzlich auf ein unbeleuchtetes Pferdefuhrwerk auf, das mit einem Eisenmast beladen war. Der über den Wagen hinausrage: 2 Mast zerstörte beim Anprall den Kühler und beschädigte die Karosserie ganz erheblich. Durch den ersten Aufprall am Kühler wurde die Wucht des Zusammenstoßes glücklicherweise so viel gemindert, daß die beiden Insassen mit geringfügigen Verletzungen und Hautabschürfungen davonkamen. Nach erster ärztlicher Behandlung konnten sie ihre Reise fortsetzen. Der Wagen mußte abgeschleppt werden und bedarf einer völligen Ueberholung. Die Polizei nahm sofort die notwendigen Ermittlungen über die Schuldfrage auf. Amt Feierabend. Vorstellung am 13. Februar im Stadttheater. Wegen Erkrankung eines Mitgliedes des : Städttheaters bringen wir am Samstag, 13. d. M., nicht das Schauspiel „Wasser für Canitoga", sondern den Heiteren Tanzabend und „Die schöne Galathee", Operette von Suppe. Zu dieser Vorstell- lung sind noch Karten zu 70 und 90 Pf. auf der Kreisdienststelle zu haben. Wilhelm-Busch-Abend am Freitag, 12. Februar. Am Freitag, 12.2., findet in der Aula der Universität ein Wilhelm-Busch-Abend (mit Lichtbildern) des bekannten Dortragsmeisters Emil Kuehn e statt. Der Goethebund hat uns zu dieser Veranstaltung verbilligte Eintrittskarten zum Preis von 50 Pf. zur Verfügung gestellt, die auf der Kreisdienststelle erhältlich find. Oie Deutsche Arbeitsfront als Volks- und Leistungsaemeinschaff. Das in der Ueberfchrift bezeichnete Thema behandelte auf Einladung von Professor Dr. A u l e r der Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront Pg. Wagner am Donnerstag vor den Studenten des Betriebswirtschaftlichen Seminars der Universität. Der Vortragende führte aus, daß nach nationalsozialistischer Auffassung die Wirtschaft kein Eigendasein führen darf, sondern daß sie lediglich die Aufgabe hat, den Bedarf des Volkes zu decken. Die Wirtschaft muß Dienerin des Volkes fein. Der Staat hat deshalb jederzeit das Recht, feine Macht anzuwenden und in die Wirtschaft einzugreifen, wenn sie ihrer Aufgabe nicht gerecht wird. Allerdings muß das deutsche Volk wegen der ungünstigen klimatischen Verhältnisse und der Tatsache, daß unser Boden nur einen Teil der benötigten Rohstoffe hergibt, eine weitaus größere Leistung zur Deckung seines Bedarfes vollbringen, als andere Völker. Die Deutsche Arbeitsfront ist vom Führer dazu bestellt worden, der Wirtschaft und dem Volke hierbei zu helfen. Sie sorgt einmal dafür, daß die Arbeitskraft des Volkes erhalten bleibt, indem sie die Gesundheit und die Schaffensfreude der Volksgenossen schützt und fördert. Zum andern will sie es ermöglichen, daß jeder Volksgenosse auf denjenigen Arbeitsplatz gestellt wird, auf dem er vermöge seiner Veranlagung und seiner Neigungen, tatsächlich Höchstleistungen für sein Volk vollbringen kann. Schon die Berufswahl soll nicht willkürlich erfolgen, oder dem Zufall überlassen bleiben. Die Deutsche Arbeitsfront bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben der verschiedensten Aemter. Im Anschluß an den Vortrag entspann sich eine lebhafte Aussprache, die dem Kreisobmann Gelegenheit gab, schwebende Fragen zu klaren. Bauvorhaben anmeidsn. Der Vorsitzende des Arbeitsamtes Gießen teilt uns folgendes mit: Der verspätete Eingang eines großen Teiles von richtenübermittler, Doppelkolb-enmotore, Dieselmo- tore im Betrieb, Nahrungs- und Genußmittelmaschinen, Baumaschinen und Baustoffmaschinen für die Herstellung von Hohlziegeln und Kunststeinen usw. werden so jedem Volksgenossen in ihrer Bedeutung vor Augen geführt. In diesem Film wird'das segensreiche Wirken der Maschinen auf allen Gebieten unseres täglichen Lebens sichtbar. Dahinter steht der große Kampf des deutschen Volkes um sein Lebensrecht. Alle Fragen, die uns berühren, die Wehrhaftmachung des deutschen Volkes, Sicherung der Ernährung, Aufbau der einheimischen Rohstoffwirtschaft und die Förderung der Ausfuhr werden auf dieser Kundgebung beantwortet werden. Der Eintritt ist frei. Kreisleitung Wetterau der NSDAP., Amt für Technik, in Gemeinschaft mit dem NSBDT./RTA. und der Deutschen Arbeitsfront. ** Sitzung des Pr 0vi nzi a l au s schus- f e s. Am Montag, 15. Februar, 8,30 Uhr, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebaudes zu Gte» ßen, Landgraf-Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Prooinzialausfchufses statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des Heinrich in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 5. November 1936 wegen Versagung des Wandergewerbescheins für 1937 Kj. — 2. Brachliegen von Ländereien des Karl Christian Ambron in Nie-der-Wöllftadt: hier: Klage gegen den Poltzet- befehl des Kreisamts Friedberg vom 17. Dezember 1936. — 3. Klage des Bezirksfursorgeverban- des Stadt Gießen gegen den Bezirksfursorgever- band Kreis Gießen wegen Erstattung von Aufwendungen für die Familie des August Schmidt aus Giesi"n. Gestern abend wurde von einigen Männern Bahnhof ein Glücksmann umlagert, dem der ganze Vorrat an Losen, die er noch im Kasten hatte, ab- aekauft wurde. Unter der stattlichen Anzahl von Losen befanden sich mehrere Drei- und Fünf-Mark- Gewinne; zur großen Ueberraschung und Freude der Losnehmer war aber auch ein 500-Mark-Los dabei. Heute morgen wurde der Gewinn bei der hohem Blutdruck. Magen-, Darmstörungen, Alterserscheinungen, Stoflwechselbeschwerden, Geschmack- u. geruchlos. Monatspackung 1.- M. Zu haben: Drog. Vv interhoff, Krtuzpl. 10 Drog. C. Seibel, Frankf. Str. 39 Wichtige Neuerscheinungl SAWnWliMU.Meil nach der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 GR® BI. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, 0.8. Pros, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen fiugoBprmüh'erüerloQ.BetiiHlrtnerL Y ööniauslifilüfl - IDunöleln? ' usw. Seit über 20 Jahren bewähren sich die vorzügl, Hautpflegemittel Leupin Creme und Seife Löwen-Drog.W.KilbingerNchf., Seltersweg 69; Drog. Winter- hoff,Krensplatz 10; Dr0?.3orne- mann, Bahnhofstraße 17; Med.- Drog. H. Elges, Seltersweg 66; Germania-Drogerie C. Seibel, Frankfnrt.Str.39. InLanbach: Solms-Lanbacher-Drog.K.Kleln Schon wenige Pfennige ermöglichen es Sonett jetzt, vom Einweichen zum Schmutzlösen überzugehen und sich dadurch fast die halbe Wasch- arbeit zu sparen. Für 15 Pfennig erhalten Sre bereits eine Dose Burnus, die für 3 Eimer Wasser reicht. And Sie wissen ja, daß Burnus dank seiner besonderen Wirkstosse über Nacht den Schmutz gründlich aus der Wäsche heraus- löst, ohne das Gewebe irgendwie anzugressen. Burnus ist unverändert in Menge und Qualität. Färberei Braubach & Fischer Seltersweg 63 Die chemische Reinigung erspart Neuanschaffungen Kleine Dose 15« Große Dose AsWt Die deutsche Arbeitsfront n.S.=6emeinfchaft „Kraft durch freute" . rterien- ' Verkalkung HAUTIUIKEN FLECHTE? AV irischast. Lebhaftes Geschäft an denDiehmärkten. Fwd. Obwohl die Auftriebe zu den Viehmärkten des Rhein-Main-Gebiets eine weitere Steigerung brachten, blieb das Geschäft im ganzen recht lebhaft und das zugeführte Vieh konnte fast restlos ausver- kauft werden. Im großen und ganzen entsprachen die Qualitäten den Anforderungen, so ist vor allem die Beschaffenheit bei Schweinen besser gewesen. Die Preise hielten sich überwiegend auf dem Stand der Vorwoche, nur bei geringen Tieren bröckelte sie teilweise ein wenig ab. Am G r o ß v i e h m a r k t lag die Zufuhr mit 1636 (1656) etwas niedriger, sie verteilte sich auf Frankfurt mit 1133 (1138), auf Mainz mit 295 (305) und auf Wiesbaden mit 208 (213) Tiere. In Frankfurt wurden 173 Kühe von der Reichsstelle aus dem Markt genommen. Die Qualität war mittel bis gut, es erfolgte Zuteilung an die Metzger. Der Schweineauftrieb stieg auf 7269 (7057) Stück, wovon in Frankfurt 4683 (4410), in Mainz 1002 £1049), in Wiesbaden 935 (960) und in Darmstadt 649 (618) Tiere zum Verkauf standen. Lei mittleren bis guten Qualitäten erfolgte zu den bestehenden Höchstpreisen Zuteilung. Am Kälbermarkt waren insgesamt 2110 (2061) Tiere angeboten, davon entfielen auf Frankfurt 1440 (1328), auf Mainz 286 (348), auf Wiesbaden 282 (259) und auf Darmstadt 102 (126) Stück. Das Geschäft war auf allen Märkten lebhaft, es wurde ausverkauft. In Frankfurt gaben die Preise teilweise leicht nach. Im Hinblick auf den kommenden Eintopf-Sonntag hat sich der Auftrieb an Hämmeln und Schafen beträchtlich erhöht auf 538 (252) Stück, während der Absatz nicht restlos die Erwartungen erfüllte. Infolgedessen nahm das Geschäft, besonders gegen Ende der Woche, einen langsamen Verlauf, in Frankfurt verblieb trotz etwas rückläufiger Preise etwas Ueberstand. Die Zufuhr verteilte sich auf Frankfurt mit 456 (208), auf Wiesbaden mit 58 (36) und auf Darmstadt mit 24 (8) Stück. Rhem-Maimsche Börse. INillagsbörfe: Renten freundlich, Aktien ruhig. Frankfurt a. M., 11. Febr. Da keine Anregungen Vorlagen, vor allem aber weiterhin Aufträge fehlten, trat am Aktienmarkt noch kein Umschwung in der Haltung der letzten Tage ein. Bei äußerst kleinen Umsätzen bröckelten die Kurse überwiegend weiter leicht ab, während Besserungen kaum Vorlagen. Am Montanmarkt waren Harpener mit 153 (154,25) etwas stärker rückläufig, Rheinstahl, Hoesch und Verein. Stahl gaben bis 0,75 v. H. nach, Klöckner, Mansfeld und Mannesmann konnten sich behaupten. Von chemischen Werten gingen IG.-Farben auf 167,90 (168,50) und Deutsche Erdöl auf 145,25 (146,25) zurück. Elektroaktien lagen durchweg schwächer, Siemens und Schuckert verloren je 1 o. H., von Tarifwerten ermäßigten sich Licht und Kraft aus 149 (150,50), ferner Rheag und RWE. bis 0,50 v. H., Bekula und ELG. lagen gehalten. Maschinen- und Motorenaktien bröckelten 0,25 bis 0,50 v. H. ab, fest waren im Freiverkehr jedoch Adlerwerke Kleyer mit 108,50 bis 109 (107) in Erwartung des Abschlusses und der Wiedereinführung in den amtlichen Verkehr. Im einzelnen eröffneten Reichsbank, Zement Heidelberg und Westdeutsche Kaufhof unverändert, AG. für Verkehr 0,40 o. H. höher, Hapag 0,13 v. H. niedriger. Am Rentenmarkt lag weiteres Kaufinteresse vor. Reichsaltbesitz 120,65 (120,50), Kommunal- Umschuldung auf dem erhöhten Abendbörsenstand von 91,75 behauptet (gestern mittag 91,50), Reichs- bahn-DA. unv. 124,40. Im Verlaufe war der Aktienmarkt teilweise fester, da kleine Rückkäufe erfolgten. JG.-Farben erholten sich auf 169 nach 167,90, Verein. Stahlwerke auf 119,50 nach 118,50, Mannesmann auf 118,90 bis 118,75 nach 118,13, besonders fest und lebhafter waren Kunstseide Bemberg mit 110,25 bis 112 (108,50). Auch Adlerwerke im Freiverkehr weiter lebhaft mit 110,50 nach 109. Auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich ebenfalls mäßige Besserungen, das Geschäft blieb klein. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere lagen noch uneinheitlich. Abendbörse ruhig und behauptet. Bei kleinem Geschäft sowohl am Aktien- wie am Nentenmarkt blieb die Tendenz behauptet. Die Kurse wiesen gegen den Berliner Schluß nur geringe Veränderungen, jedoch meist 0,25 bis 0,50 v. H. nach oben, ' auf. IG. Farben mit 168,25 (168,50) nur knapp gehalten, weiter abbröckelnd waren Harpener mit 152,50 (153), Moenus Maschinen gingen 0,50 v. H. zurück auf 108, hingegen MAN. 118 (117,75). Südd. Zucker notierten mit 201 2 v. H. über Berlin. Am Kassamarkt zogen von Großbankaktien Commerzbank auf 114,50 (114,40) und DD.-Bank auf 117,25 (117) an. Von Renten kamen 4,50 v. H. Stadt Mainz von 28 mit 96 (95,75) zur Notiz. Im Freiverkehr verblieben Kom- munal-Umschuldung bei 91,70 bis 91,75. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 11. Febr. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 214 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 14 bis 18 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 22 Mark, über 8 Wochen alte Ferkel erbrachten bis 25 Mark pro Stück. Der Verkauf war flott, es wurde ausverkauft. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 11. Febr. Auftrieb: Rinder 36 (gegen 80 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 4 (7) Bullen, 29 (67) Kühe, 3 (6) Färsen. Kälber 849 (unverändert), Hämmel und Schafe 212 (93), Schweine 598 (628). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Bullen a) 43 (am 4. Febr. 43), b) 39 (—). Kühe a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c 29 bis 33 (30 bis 33), d) 20 bis 25 (21 bis 25). Färsen a) 43 bis 44 (44), b) 40 (40). Kälber a) 57 bis 65 (60 bis 65), b) 42 bis 55 (45 bis 55), c 40 (40), d) 35 bis 40 (34 bis 40). Hämmel b2) Weidemaft- hämmel 45 bis 47 (45 bis 47), c) mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel 40 bis 44 (40 bis 44). Schafe a) beste 33 bis 40 (35 bis 40), b) mittlere 25 bis 32 (30 bis 34), c) geringe 18 bis 24 (—). Schweine a) ab 120 Kilogramm 52,50 (52,50), bl) ab 120 Kilogramm 52,50 (52,50), d2) ab 120 Kilogramm 52,50 (52,50), c) von 100 bis 119,5 Kilogramm 51,50 (51,50), d) unter 100 Kilogramm 48,50 (48,50). Sauen gl) fette Speckfauen 52,50 (52,50), g2) andere Sauen — (48 bis 50,50). Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber lebhaft, ausoerkauft. Hämmel und Schafe langsam, Ueberstand (31 Stück). Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlust- kurs Schluß!. Abendbörse Schluß» kurs Schluß! Mittag- börfe Schluß» kurs Schluß?. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag. börse Datum 10.2. 11.2. 10.2. 11.2 Datum 10.2. 11.2. 10.2 11.2. 195 139,5 112,5 168,75 119,75 172.5 127,13 117.65 146 169 135,5 149,25 168,5 138,25 143,5 127,75 44 153 117,75 143 175,5 144,75 137,5 126,25 142,4 126 118,13 161 .25 153 88,9 221 138,75 152,25 130,75 141,75 180 162,5 96,25 200,5 199 118,75 56 136,5 154,5 23,5 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5*/2% Donna-Anleihe von 1930 .. 4*/2% Hesüsche Bolksstaat von 1929 4y2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.......’........... Reichsanleihe-Altbesitz.......... £ bedienen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4’2% Hess. LandeSbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 5’/2% Hess. Lmides-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 4,/2°/o Preust. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4V2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4’/2% Darmstädter Ko mm.-Landesbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Anslos.-Rechte I.............. 4*4% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4*/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. £bl. 2 3.................... 5*4% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5*/r% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutkchein-Berrechnungskürs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Lesterreichische Goldrente.... 4,2% Lesterreichische Silberrente. 4*/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4*4% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad 11.......... 2*4% I. Anatolier.............. A.G. für Berkehrswesen...... 6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket...... 0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 ReichsbanL................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank.............. 4 101,25 98,13 103 99,5 100,13 98,5 120,5 133 98 101,13 95 126,9 98 95,75 101,45 101,75 110,3 8,75 15,75 5,4 6,25 9,35 5,25 126,25 16,75 17,25 124,4 185,5 131,5 114,4 117 106 101,25 98 103 99,5 100,13 98,5 120,5 133 98 101,25 98 95,25 98 95,75 101,5 101,9 110,3 8,65 5,4 6,275 5,2 6,3 9,4 5,4 20,13 126,65 16,65 17,25 124,4 185,5 131,5 114,5 117,25 106 101,25 98,13 103 100,2 98,5 120,5 98 98 96 127-13 93 101,75 110,4 8,55 15,75 1,3 5,25 6,2 5,2 6,4 9,4 5,25 126,25 43,5 16,65 17,13 124,4 185,25 131 114,25 117 106 101 98,13 103 100,25 98,5 120,6 98 98 96 127 98 101,75 110,4 8,55 16 1,3 5,3 6,2 5,2 6,4 9,4 5,35 20,13 126, 42,65 16,65 17 124,4 185,9 131 114,4 117 106 Accumulatoren-Fabrü.......12 AKU=Äumtfeibe.............0 Aschaffenburg Zellstoff........3 Bemberg...................0 Bekula..................... 8 Buderus Eisen...............4 Gement Heidelberg........... 7 Gement Karlstadt............6 Ghade A.-C..................9 Gonti Gummi.............. 11 Daimler Motoren............5 Dessauer Gas...............4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........ 6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustrie....... 7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel.................... 6 Th. Goldschmidt.............5 Gritzner Maschinen........... 0 Harpener................. 2*/2 Hoesch Eisen............... 3*/2 Philipp Holzmann........... 6 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................6 Kali Aschersleben............5 Klöcknerwerke ............. 4% Kokswerke und Chemische Fabrik C Lahmeyer..................6 Mainkraft...................4 Mannesmann............... 3 Marisfelder Bergbau.......6% Metallgesellschaft.............5 Crenftein & Koppel..........0 Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke..............6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 6 Salzdetfurth Kali.......... 7*4 Schuckert & Go............... 6 Schultheis Pahenhofer........ 4 Siemens & Halske........... 8 Süddeutsche Zucker.......... 10 Bereinigte Stahlwerke...... 3% Westdeutsche Kaufhof......... 0 Westeregeln Alkali............5 Zellstoff Waldhof............ 6 Ltavi Minen...............0,6 199,5 53,25 140,5 108,5 168 119 160 172 127,75 146,25 266 169,75 135 150,5 168,5 138 144 127,5 43,75 154,25 118 143,25 175,5 145 138,5 125,5 125 94,13 118,25 161,25 153,5 222 152,5 131,25 142 163 198,5 202 119,13 56,13 136,5 155 23,75 139 112,5 168 119,75 159 172 127,5 146,25 265 169,5 135 149,25 168,25 137,75 143,5 128 43,75 152,5 117,5 143 175,5 144 5 137,75 126 125,25 94 118,4 161,25 153 220,75 138,25 152,5 130,75 142 162,5 200 201 119 56 136 155,5 23,25 199 53 140,75 108,5 168,75 118,5 172,13 127,25 118,25 146 169,75 135,75 149,25 168 137,5 144 127,25 44,25 154 117,5 143,5 175,5 144,25 138,5 125,75 142,5 124,75 118 161,25 88,5 220,5 137 152,5 130,75 143 182 162,5 96,65 198,5 201 118,9 56 136,5 154,5 23,75 10. Februar 11. Februar 10. Februar 11.Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief Geld Brief Geld Bries Buenos Aires............. 0,750 0,754 0,750 0,754 Japan.................... 0,707 0,709 0,708 0,710 Brüssel................... 41,97 42,05 41,97 42.05 Jugoslawien .............. 5,694 5,706 5.694 5,706 Rio de Janeiro............ 0,151 0,153 0,151 0,153 Oslo..................... 61,21 61,33 61,26 61,38 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Wien..................... 48,95 49,05 48.95 49,05 Kopenhagen............... 54,39 54,49 54,43 54,53 Lissabon.................. 11,06 11,08 11,07 11,09 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm ............... 62,80 62,92 62,85 62,97 London................... 12,18 12,21 12,19 12,22 Schweiz.................. 56,78 56,90 56,76 56,88 Helsingfors................ 5,375 5,385 5,38 5,39 Spanien.................. 17,48 17,52 17,48 17,52 Paris.................... 11,59 11,61 11,61 11,63 Prag..................... 8,656 8,674 8,656 8,674 Holland .................. 136,12 136,40 135,56 135,84 Budapest ................ — — — — Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork................. 2,488 2,492 2,489 2,493 WMon Htifm . AVin Mc hi lls uj e O öcs v cü44choU'oifrts 1936/3? IW® Uhr 536 Umpflanzen Räume gebracht, ab und zu gegossen, damit sie nicht vertrocknen. Für die Überwinterung im Freien s. auch Frostschutz. Uhr, mechanischer Zeitmesser in den verschiedenartigsten Ausführungen. Da eine Uhr keinen Sinn hat, wenn sie die Zeit falsch angibt, muß man sie regelmäßig aufziehen, ihren Gang regeln und bei Bedarf nachsehen und reinigen lassen. Da Fahrpläne mit 24 Stunden rechnen, find Uhren mit entsprechendem Zifferblatt zweckmäßig. Taschen- und Armbanduhren darf man nachts nicht auf Marmor- oder Glasplatten legen, da sie den schnellen Wärmeunterschied schlecht vertragen. Man legt sie auf eine warme Unterlage. Uhrketten werden heute kaum mehr getragen, auch nicht zu Taschenuhren. Nur zum Eesell- schaftsanzug trägt man noch die sogenannte Chatelaine, ein kurzes Band aus Metall oder einer Art Ordensband, das lose aus der Westentasche hängt. Uhu, Eulenoogel, der sich in großen Forsten und in der Nähe von Felsen aufhält. Der Uhu ist in Deutschland selten geworden und gesetzlich geschützt. Ukelei, eßbarer, aber minderwertiger Weißfisch, der hauptsächlich als Schweinefutter verwendet wird. Ulme, Rüster, Nutzbaum, dessen schön gemasertes, hartes Holz zur Möbelherstellung geschätzt wird. Ulrich, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „Herr des Besitzes". Ulrike, weibl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „Herrin des Besitzes". Abkürzung Rike. Ulster, engl., langer weiter Herren- und Damenmantel mit Raglan- oder eingesetzten Ärmeln und Riegel. Ultimo, ital., der letzte Tag des Monats, bei Gehaltsempfängern der Zahltag. Ultrakurzwellen werden bei der Diathermie (f. d.) zu besonders wirksamen, durchdringenden Bestrahlungen angewandt. Ultramarin, Azurblau, blaue Farbe, die zu Anstrichen, beim Druck von Tapeten und zu Tuschen verwendet wird. Ultraviolette Strahlen sind ganz kurzwellige Lichtstrahlen, welche vom Auge nicht mehr wahrae- nommen werden können, aber sehr intensive chemische Wirkuna haben (Bräunung der Haut usw.) Vergl. Höhensonne, Rachitis. Umarbeiten von Kleidern, aus Altem Neues machen, d. h. nach vorheriger Reinigung ein Kleid zertrennen und unter Zuhilfenahme von ähnlichem Stoff ein neues Kleid oder nur eine Bluse Herstellen. Aus alten Damenkleidern kann man durch Umarbeiten die entzückendsten Kinderkleidchen Herstellen. Umbra, mineralische braune Kreidefarbe. Umpflanzen ist bei Zimmerblumen erforderlich, wenn der ganze Erdbällen durchwurzelt ist. Anzeichen dafür ist das schnelle Aus- rrocknen der Pflanzenerde und oft auch beginnendes Welken. U. wird am besten im Frühjahr vor- Eine Uebergangs-Heizung ist im Frühjahr und Herbst notwendig. Oft lohnt es nicht, den Ofen zu Heizen. Im Petroleumofen steht Ihnen dann eine billige Heizquelle zur Verfügung. Sieben Stunden brennt ein Liter Petroleum. Lassen Sie sich diesen Ofen mal zeigen bei 3- v. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Katholische Gemeinde Samstag, 13. Februar, 20'/2 Ubr, in der Kirche, Vortrag von Prof. Dr. Berg über: „Hat uie Kirche in Spanien versag!?",^ Sonntag, 14. Februar, 20' •> Uhr, im Vcreinshaus, Vortrag mit Lichtbildern v. Prof. Dr. Berg über: „Europa vor d. Abgrund?1 Sonder-Angebot in: Stangen-Spargel, 1-kg-Dose nur 1.45 Erbsen.... 1-kg-Dose von u.65 an Schnitt-Bohnen, aus fadenfreier Züchtung, . . .. 1-kg-Dose 0.65 Kohlrabi.........1-kg-Dose 0.75 Dicke Bohnen 1-kg-Dose 0.L0 Nur allererste Qualitätserzeugn. A. Koch Nachfolger Mäusburg 15 837a Ruf 3612 Eine Offenbarung für jeden Tierfreund! Tiere mit Gefühl und Verstand Eine allgemeinverständliche Darstellung der Forschungsergebnisse über dos Seelenleben der Tiere mit praktischen Dersuchsanleitungen von Dr. Werner Fische!, Leiter der Forschung^ eile für Tierfeelenkunde am Westfälischen Zoo ogischen (Barten zu Münster Jeder, der mit Tieren zusammenlebt, seien es Hunde. Katzen, Pferde und sonstige Haustiere, die Bewohner eines Aquariums, Stubenvögel oder Tiere in freier Wildbahn, jeder Naturfreund überhaupt hat wohl schon Beobachtungen gemacht, die ihn zu der Frage anregten, ob man bei Tieren Gefühl und Verstand, ob man bei ihnen eine Seele voraussetzen darf. Die tiersee. sekundliche Forschung ist dieser Frage nach den Verstandesleistungen und Gefühls, v ungen, nach dem Seelenleben der Tiere nachgegangen und dabei zu beachtlichen Ergebnissen gelangt. Der Verfasser dieses Buches, ein Vertreter dieses jungen Zweiges der Wissenschaft, bietet hier in lebendiger, für jedermann verständlicher Darstellung anhand zahlreicher anschaulicher Bilder eine volkstümliche kleine Tierseelenkunde, wie sie jedem Tierfreund willkommen sein dürfte. Dem Hund und seiner Abrichtung ist ein besonderer Abschnitt gewidmet. Im übrigen ist der Inhalt des Buches sehr vielseitig. Die Berichte erstrecken sich auf Versuche mit Tieren aller Art in allen Regionen der freien Natur wie im Haus und Hofund in zoologischen Gärten. 140 S.mtt 100 Abb.in Leinen geb. RM.3.60. — 3n jeder Gießener Buchhandlung erhältlich Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterselde Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 2. Ziehungstag 10. Februar 1937 An der heutigen DornüttagSziehung wurden Gewinne über 150 NM. gezogen 2 Gewinne zu 30000 RM. 293643 4 Gewinne zu 10000 RM. 57880 176669 4 Gewinne zu 5000 RM. 220510 269269 6 Gewinne zu 3000 RM. 71858 213533 250348 „ 28 Gewinne zu 2000 RM 25351 33869 62456 76829 96215 97488 147340 179219 211695 226567 240372 245037 262386 279119 68 Gewinne zu 1000 RM 19125 26881 62507 73276 77208 93954 109835 116561 131325 150026 158868 168707 175008 179382 182217 186687 188892 194851 209676 250037 274285 280496 286372 296677 301223 301496 318881 321801 330896 339443 355737 357951 361068 381045 72 Gewinne zu 500 RM 9101 12133 13726 24232 42245 42927 49516 52057 55386 56279 71593 76278 77218 83746 88579 89923 93103 147473 148885 169049 174306 189778 216333 231070 246128 266444 285018 303619 329622 331261 338082 349745 350037 353765 371168 399804 376 Gewinne zu 300 RM 210 401 1086 3138 3622 5972 12681 14528 14623 14964 15192 16417 18184 19673 20244 20796 21285 27682 30660 31042 41674 42473 42693 45303 47251 50092 50211 56189 58626 61567 63467 63996 69271 71945 78500 83444 86700 86716 87819 96026 98102 100923 101967 103233 104138 104144 105692 109143 113000 113410 117738 118416 119616 121085 123397 126650 127416 132671 134367 136769 144537 147770 149087 149096 151369 151910 154779 156677 157375 160119 160870 161189 161916 164882 164957 165632 166369 166716 168238 169373 171539 174835 175212 175336 179630 184684 187210 187848 187970 189915 191315 192160 194557 196557 197188 197576 198170 199674 209486 209490 211933 212965 213535 213600 214165 217271 217498 217972 219241 219443 220721 224917 227218 227491 227557 228966 230178 232401 ‘23297 238940 240165 241458 241968 243976 2'3528 251269 251798 251811 253685 254705 540 257272 259711 262892 265609 265662 272338 272571 273860 281984 283531 283620 2d7388 290969 293863 295371 301955 305229 "06376 308754 311619 314691 323493 326297 309531 333209 333468 333852 336933 340341 342215 345878 347977 350314 351224 356126 357793 359639 360458 361890 366012 367952 374075 374512 379406 380036 383213 385469 3 575:' 386249 387771 387994 389092 391469 c. J3 3-5720 396802 397270 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 NM. gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 48570 2 Gewinne zu 5000 RM. 75563 8 Gewinne zu 3000 RM. 45728 151992 163359 253387 20 Gewinne zu 2000 NM. 5283 53013 81827 143618 155470 207930 237689 246259 263325 381767 64 Gewinne zu 1000 RM. 35731 59200 59294 59423 63037 69621 78192 94266 101358 108569 128190 142796 174750 178898 180804 193535 211643 213072 217617 228057 272151 275980 295037 296316 299158 299402 313337 320699 328211 334595 340618 397966 112 Gewinne zu 500 RM. 6158 6537 25866 29911 42928 49448 56038 57048 59622 67771 75304 80038 87866 88054 101421 102554 106375 106912 135506 136129 136840 137721 140860 154930 157574 157919 160824 171309 176969 184258 186780 195066 196604 202437 224231 229911 231668 238576 238715 243408 245774 245883 250809 257784 259001 271559 271952 281529 291722 364838 292655 306426 324467 334015 370880 340022 416 Gewinne zu 300 RM. 599 5739 8721 10992 11417 13314 14232 16032 19105 20285 20668 20936 21229 21566 21786 22507 22704 23424 24231 24754 27968 29656 30379 40594 41450 43605 45965 46569 47513 47693 47704 47774 49874 52493 56524 59414 62407 63273 63647 70266 74281 76599 79905 81129 81671 81837 82667 87311 88263 89060 91130 91135 91348 93307 97629 97736 105605 107116 111131 112378 115839 116388 116763 119554 125545 126841 126991 128513 129785 129792 129954 131967 136830 137152 143828 144527 144980 145422 147016 149692 151397 153173 157633 157823 160018 163738 164400 164543 168078 168108 168289 168460 169054 170015 173974 174513 175239 182472 183676 186675 186643 189156 190899 191905 194497 195482 195565 202098 202414 204784 206782 210725 211753 212193 214153 214867 215145 215468 215791 215846 216214 216437 222255 222552 226927 229628 234631 236679 237158 237373 246658 246837 250473 253654 254053 257836 263827 264822 265390 266751 267007 267543 267871 270764 272718 276875 278682 280312 286126 289746 290541 294011 295816 303102 303772 304543 305519 310772 311434 312231 313029 315606 321826 323211 324985 328212 329444 331894 334414 334939 335868 343195 343331 343643 349759 344088 344599 345973 346483 349294 350366 350741 351403 352319 355020 355516 359230 365086 365346 366374 368117 370272 370959 373128 379473 379713 380987 381450 383233 397591 385581 385642 387910 391211 398120 398749 399561 392691 Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 800000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 6 zu je 30000, 14 zu je 20000, 88 zu je 10000, 180 zu je 5000, 352 zu je 3000, 896 zu je 2000, 2766 zu je 1000, 4602 zu je 500, 18438 zu je 3