18?. Jahrgang Gießener Anzeiger 5 2 ö nalftatuts, eine komplizierte Formel ausgearbeitet, I daß Aegypten, nachdem es schon bisher seine volle v:. imh hon 9fonnnforti mifcpnnnlififrhp Itrteilsiäbiakeit bewiesen hat, auch ftp ö) 2 2 o- 2 "o* 2 0* 0 "5 I 5 5 s p 2 5» 2 ö o 3 b C 1 s-'r 0 8 2 Ul 8 A Q o A $(J) N> 2 g)| wurde. Kaum war dieses Kompromiß geschlossen, so tauchte am Ende der dritten Konferenzwoche der Streit um die Behandlung der Marokkaner und Tunesier auf, der das ganze Vertragswert in Frage zu stellen drohte. Man hatte sich zunächst auf die Formel geeinigt, daß während der Uebergangszeit die Staatsangehörigen der Ka- pitularmächte einheitlich behandelt werden sollen, gleichviel, ob sie aus dem Mutterlande oder aus den Kolonien stammen; bei dieser Gelegenheit erzielte Italien den Erfolg, daß die A b e f s i - n i e r stillschweigend, aber unzweideutig als italienische Untertanen anerkannt wurden und daß der Titel „Kaiser von Aethiopien" unbeanstandet blieb. Dagegen fielen Marokko und Tunis als Protektorate mit nominell selbständiger Staatsgewalt nicht unter diese Definition, so daß die Aegypter schon ein großes Zugeständnis zu machen glaubten, wenn sie die gegenwärtig in Aegypten befindlichen Angchöri- gen dieser Staaten weiterhin als Franzosen behandeln wollten, nicht jedoch die neu Hinzukommenden. Die Frage war ohne große praktische Bedeutung, politisch und grundsätzlich aber um so wichtiger für Frankreich, als die afrikanische Politik der Volksfrontregierung Wert darauf legt, die Gleichheit aller „Kinder Frankreichs", welchen Dol- fern und Rassen sie auch angehören mögen, zu bestehen, das, dem Deutschen meist unbewußt, seit einem Jahrtausend um sein Recht geführt wird. Run wandte sich Reichsminister Frank dem polnischen Justiz Minister zu und begrüßte in ihm den höchsten Repräsentanten des polnischen Rechtsstandes. Dann nahm Justizminister Grabowski das Wort zu seinem Vortrag über „Pil- sudskis Einfluß aus die Rechtsgestaltung in Polen." Am Schluß des Vortrages dankten die Zuhörer dem Gast für seine Ausführungen. Im weiteren Verlauf der Sitzung sprach Staatsrat Professor Dr. Freiherr von Freytagh- Loringhoven, der Vorsitzende des Ausschusses für Kolonialrecht, über „M andatsrechte und der Völkerbund." Er führte u. a. aus: Am Anfang des Mandatssystems steht einerseits das Versprechen Wilsons, eine gerechte und unparteiische Regelung der Kolonialfrage herbeizuführen, stehen andererseits die Geheimverträge der Entente über die Verteilung deutschen und türkischen Besitzes. Um den klaffenden Widerspruch, der sich so ergibt, zu überbrücken, schuf man den Artikel 2 2 der Völkerbundssatzung, der in Worten hohe sittliche Ziele weist und das Wohl der Mandatsgebiete in den Vordergrund stellt, in Wirklichkeit aber diese Gebiete dem Eigennutz der Siegermächte ausliefert. So krankte das Mandatssystem von vornherein an einem inneren Zwiespalt, und angesichts dieses Zwiespaltes mußte es versagen. Am augenfälligsten ist das in den arabischen Ländern zutage getreten, deren Bevölkerung sich auf das entschiedenste weigerte, Ausbeutungsobjekt zu werden. Der I r a k lehnte das engt außenpolitische Urteilsfähigkeit bewiesen hat, auch in der neuen Umgebung seine Politik der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen befreundeten Mächten nicht aus den Augen verlieren wird. Das Mandatssystem hat versagt Oie Kolonialfrage vor der Akademie für deutsches Recht. komgln an der zweiten Tafel fuß.'Die Gäste am Tisch des Königs aßen von goldenen Tellern, während die Teller und Schüsseln auf der zweiten Tafel aus Silber waren. Vor dem königlichen Palast hatten sich Tausende angesammelt, die die Ankunft und Abfahrt der Gäste zu dem großen Staatsbankett beobachteten und in Beifallsrufe ausbrachen, wenn Mitglieder der königlichen Familie eintrafen. Die Polizei war zeitweise nicht in der Lage, die Massen zurückzuhalten. Der Wagen der Königin- Mutter wurde sofort umringt und konnte erst nach längerem Aufenthalt seine Fahrt fortsetzen. Methoden jüdischer Greuelhetze. Lehrreiche Feststellungen in Kattowitz. Kattowitz, 10. Mai. (DNB.) In den letzten Monaten wurden in Kattowitz in zahlreichen Fällen die Schaufensterscheiben und Schilder jüdischer Geschäfte wiederholt mit Teer und Farbe beschmiert. Die jüdischen Geschäftsinhaber erhoben daraufhin immer ein großes Geschrei und liefen der Festbezirk, in dem nur Fußgängerverkehr erlaubt ist, hat ein Vielfaches des Umfanges, denn an der Feststraße können im Höchstfall zwei Millionen Menschen unterkommen. Damit sind jedoch alle Tribünen, alle Fenster, alle Dächer und alle Straßenzüge bis an die Grenze der Aufnahmefähigkeit besetzt. Viele weitere Millionen wollen aber wenigstens in der Nähe weilen und Ohrenzeuge am Lautsprecher sein. Der Festbezirk selbst wird auf allen Zugangsstraßen durch große, 2,50 Meter hohe massive Holztore ge- schlossen, wenn der Aufmarsch der Massen, der zweifellos schon am Vorabend beginnt, vollzogen ist. Dann kann am Krönungstag bis zum Spätnachmittag, wenn nicht bis zur Nacht, niemand mehr diesen Stadtteil betreten oder verlassen. Zwar werden nach Ablauf der Festlichkeiten die Tore wieder geöffnet, zugleich aber hebt ein Volksfest größten Stiles in dem gleichen Bezirk und natürlich in ganz London an. Wie,die Millionen in den — nach Londoner Maßstäben gemessen! — kleinen Bezirk trotz der rund hundert Derpflegungszelte erfrischt und gespeist werden sollen, das ist eines der vielen Rätsel, die die Krönungsstadt London aufgibt. r3 ; lö)» London, 10. Mai. (DNB.) Zur Königskrönung am Mittwoch erwartet London, die zweitgrößte Stadt der Welt, mit ihren 8,2 Millionen Einwohnern noch zwei Millionen Gäste aus allen Erdteilen. Neben den Großen des Britischen Reiches werden die Vertreter von 53 nicht- englischen Nationen Augenzeugen dieser feierlichen Stunden werden! Von den überseeischen Besitzungen sind die größten, Kanäda, Australien, Südafrika und Neuseeland, durch die Premierminister, alle andern von A bis Z, von Aden bis Zanzibar, durch die Gouverneure und andere hohe Würdenträger in London vertreten. Nur der Dizekönig von Indien und der Gouverneur von Bermuda sind in ihren Ländern geblieben und übermitteln ihre Huldigungen durch' den Aether. Indien ist offiziell durch die Maharadschahs von Ratlam, Jodhpur, Palanpur, Nawangar und Baroda vertreten. Die ausländischen Abordnungen sind fast alle bereits in London eingetroffen. Als Vertreter des Führers ist bereits der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg eingetroffen. Oesterreich wird durch den Außenminister Dr. Schmidt, Belgien durch den Bruder des Königs, den Grafen von Flandern, Bulgarien durch den Prinzen Kyrill, Dänemark durch den Kronprinzen und die Kronprinzessin, Frankreich durch den Außenminister Delbos und General Gamelin, Griechenland durch Kronprinz Paul, Ungarn durch den Außenminister Kanya, Italien durch den Londoner Botschafter Graf Grandi, Japan durch den Bruder des Kaisers, Prinz Chichibu, Jugoslawien durch den Prinzregenten Paul, Holland durch die Kronprinzessin Juliana und Prinz Bernhardt, Norwegen durch Kronprinz Olaf, Polen durch Außenminister Beck, Rumänien durch Kronprin, Michael, Schweden durch Kronprinz Gusta Adolf, die Vereinigten Staaten durch den früheren amerikanischen Botschafter in Berlin I. W. Gerard und General Pershing vertreten. Viele Länder haben ihre diplomatischen Vertreter in London oder anderen europäischen Hauptstädten beauftragt, Seit Monaten haben unzählige Ausschüsse in der Krönungsstadt ihre Vorbereitungen für eine würdige Ausgestaltung getroffen, amtliche und private, die letzteren vielleicht sogar in der Mehrzahl. Das Ergebnis ist überwältigend in jeder Beziehung. Die Stadt hat sich durch die Ausschmückung und die zahlreichen Aufbauten, durch Renovierungsarbeiten größten Stils dergestalt verändert, daß auch gute Kenner verwundert durch die "Straßen irren. Nichts ist von dem graufchwarzen, überhasteten, lärmenden London übrig geblieben. Man kann g y Als die beiden P r i n z e f f i n n e n sich an einem Fenster des Palastes zeigten, brach großer Jubel unter der Menge aus. Nach Mitternacht noch fangen die vor dem Palast versammelten Massen nationale Lieder und riesen wiederholt: „W i r wol - len den König sehe n!" Unter der Menge herrschte teilweise eine ausgelassene Stimmung. Das Bild erhielt noch eine besondere Note durch die vielen Soldat en aus allen Teilen des Weltreiches, die sich in ihren roten, blauen ober khakifarbenen Uniformen unter die Menge mischten. Der Fahrzeugverkehr war teilweise völlig lahmgelegt, so daß viele Leute aus den Droschken oder Autos ausstiegen und ihren Weg zu Fuß sortsetzten. Generalfeldmarschall van Blomberg stattete dem englischen Kriegsminister Duff Cooper sowie dem britischen Generalstabschef Feldmarschall Sir Cyril D e v e r e l l Besuche ab. Er folgte einer Einladung des Army Council zu Ehren der militärischen Delegierten der fremden Mächte, nahm am Staatsbankett der britischen Regierung teil und folgte mit Botschafter von Ribbentrop auch der Einladung des Sprechers des Unterhauses in feine Dienstwohnung im Westminsterpalast. 0 Polizei die Türe ein. Die Ermittlungen der Polizei zogen, sich lange hin, ohne daß einer der Täter gefaßt werden konnte, die man in rechtsgerichteten nationalistischen Kreisen vermutete. In der Nacht zum Sonntag fand nun aber diese Frage eine überraschende, aber auch bezeichnende Lösung:. Eine Polizeistreife erwischte vor einem jüdischen Geschäft zwei Jud en b u b e n namens Grinpeter und Kratzer, als sie gerade dabei waren, das Schaufenster dieses Geschäfts mit Teer zu beschmieren. Die Schmierfinken wurden festgenommen und hinter Schloß und Riegel gebracht. — Mit dieser Feststellung des wahren Sachverhalts ist wieder einmal ein lehrreicher Beitrag zum Thema „jüdische Greuelhetze" geleistet worden. Der polnische Instizmimster als Gast der Akademie. Berlin, 10. Mai. (DNB.) Im Berliner Rathaus hielt die Akademie für deutsches Recht die 12. Vollsitzung im Zeichen der deutschpolnischen Zusammenarbeit ab. Der Präsident der Akademie, Reichsminister Dr. Frank, führte m seiner Begrüßungsansprache u. a. aus: Seit der letzten Vollsitzung der Akademie für deutsches Recht im Oktober 1936 hat der Führer und Reichskanzler durch drei große Gesetzgebungswerke die nationalsozialistische Rechtsgestaltung weitergeführt: das Reichsbeamtengesetz, die Reichsdren st - ftrafordnung und das A k t i e n g e s e tz. Was wir bisher dem deutschen Volk auf dem Gebiete der Rechtsgestaltung zu geben vermochten, sind Grundlagen und Richtlinien. Wir müssen uns im Gegensatz zu anderen Tätigkeitsgebieten der schaffenden Deutschen mit der Notwendigkeit langsamen Wachstums absinden. Solche Pionierarbeit zu leisten, ist die Akademie berufen. Sie tritt beratend und begutachtend neben die mit Ge- setzgebungsaufgäben betrauten Behörden des Reiches. Die Praxis der Gesetzgeber möge den Wert des Dogmatikers nicht unterschätzen, gilt es heute doch mehr denn je, aus dem allgemeinen Umbruch überkommener Rechtsvorstellungen klare, neue Formen zu gewinnen. Die Hochschulen sollen auch heute im Kampf um neues volkhaftes Rechtswerden in vorderster Linie stehen. Aus dem Geist unserer Zeit allein heraus werden wir dieses Ringen be- -sM BK -2 - .SW tz 2 des" 1o8mannton°$^" Iben"fflifhüt ~Ä«n, aber man kann erwarten, London im Krönungstrubel. Zwei Millionen Gäste./Oie ausländischen Oelegationen./Oie Krönungsstadt im Festoewand Als Auftakt zu den Feierlichkeiten gab König Georg VI. am Montagabend im Buckingham-Palast ein Bankett, an dem etwa 450 Personen teilnahmen. An ber Feier nahmen sämtliche englischen Minister, die Vertreter der Dominien und Kolonien, die Botschafter und die Führer der ausländischen Abordnungen teil. In den beiden größten Sälen des Schlosses waren zwei Festtafeln errichtet. An dem einen Tisch, an dem die königliche Familie unb die Mitglieder der ausländischen Königshäuser Platz genommen hatten, präsidierte der König selbst. Ihm gegenüber hatte die Königin-Mutter Mary Platz genommen, während die Königin an der zweiten O 3 Ö HL = -- 2 2 3 2 £-• E oWO’S i2sJ? Nr. 10? Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag,ILM 193? «T« ä:a&a**am^I***a**am Heimat im Bild Die Scholl. B S M Ä ’w W ■ ■ ■ M JF BABE W für Anzeigen von mm Monarr-Bezugspreir. ■ ■ ■ B WZ MM B B HZ B /■ || WZ EBB WZ B Breite 7 Rpf., für Text. Mit 4 Beilagen RM.1.9L ■ ■ ■ ■ ■ ■ A JH W B HU B Ä W B anzeigen von 70 mm Breite Ohne Illustrierte ■ U W B W Wr B 50Rpf.,Platzvorschrift nach Zustellgebühr .. , -.25 M ■ M B B W ▼ vorh.Vereinbg.25°/„ mehr. KF V «--««•■ -WM Seneral-Anzeiger sm Sberhessen S== rtchlEN ® e“eB behördliche Anzeigen 6Rps. Starrt am main 11688 vnuk unb Verlag: vrühl'sche UniverfttStr vuch- unb Steiubruckeret «.Lange In Stehen. Schristlettung unb Geschäftsstelle: Schulstrahe l M-ng-aabschiüsi-Staffelb nicht mehr von einem Farbenrausch, sondern nur noch von einer Farbenorgie sprechen. Es gibt vielleicht den besten Begriff von dem Aufwand, den London treibt, wenn man als Beispiel ein gro - 3 e 5 Kaufhaus in der Oxford st raße nimmt, das feine mächtigen, viele hundert Meter langen Fassaden von oben bis unten mit überlebensgroßen Darstellungen aus der englischen Ge- chichte bedeckt, über allen Portalen Kolossalfiguren der Britannia angebracht und auf dem Dach einen gewaltigen Friedensengel ähnlich der Freiheitstatue im Neuyorker Hofen aufgestellt hat. Dafür wurde eine Million Reichsmark bezahlt. Der eigentliche F e st b e z i r k ist nicht der älteste Stadtteil Londons, die City, die nach uralten verbrieften Rechten nicht einmal der König selbst ohne die Bewilligung des Lordmayvrs betreten darf, sondern das offizielle London mit den obersten Landesbehörden: Westminster. Die schönsten Straßen dieses Stadtteiles wird der Krönungszug passieren. Die Tribünenplätze — 370 000 an der Zahl — kosten je nach ihrer Loge 40 bis 300 Mark. In diesen Preisen ist allerdings die volle Verpflegung eingeschlossen, denn unter zwölf Stunden wird niemand seinen Platz verlassen können. Der hantelt im “ lische Mandat schlechtweg ab, und obgleich der Völkerbund die Fiktion eines Mandatsverhältnisses aufrecht erhielt, mußte England sich damit begnügen, durch ein Bündnis seine Oelinteressen zu sichern. Durch blutige Ausstände und Streiks wurde Frankreich gezwungen, Syrien und Libanon 1936 die Unabhängigkeit zuzugestehen, die freilich durch Bündnisverträge stark eingeschränkt ist. Versagt«.hat dieses System auch in unseren Kolonien. Deutsch-Ostafrika ist englisches Mandat geworden. Aber die Geschichte aller dieser Jahre ist gekennzeichnet durch das Bestreben Großbritanniens, das ihm anvertraute Gebiet sich einzuoerlei- ben. Das Schlagwort dafür ist „closer union“, engere Vereinigung mit Kenya und Uganda. Wenn dieses Bestreben bisher gescheitert ist, liegt das an den Schwierigkeiten, die sich aus der verschiedenen Lage des Eingeborenenproblems in den drei Gebieten ergeben. Dieselben Annektionsbestrebungen treten im Hinblick auf S ü d w e st in der Südafrikanischen Union zutage. Ihnen sollen auch die jüngst gegen die deutschen Siedler ergriffenen Zwangsmaßnahmen dienen, die in offenkundigem Widerspruch zu dem Mandatsqedanken stehen. Die Zwiespältigkeit, an dem das Mandatssystem krankt, hindert die gesunde Entwicklung der ihm unterworfenen Gebiete. Sie hindert eine gerechte und zweckmäßige Lösung der immer dringender werdenden Kolonialfrage. Das Mandatssystem, das eine der großen Lügen von Versailles verkörpert, geht an seiner eigenen Unwahrhaftigkeit zugrunde. Es muß und wird verschwinden. Erst wenn das geschehen ist, wird eine wirkliche Befriedung der Welt möglich sein. * Im Anschluß an die Tagung der Akademie gab Reichsminister Dr. Frank einen Empfang zu Ehren des polnischen Justizministers Grabowski, an dem auch Botschafter Lipski, Reichsjustizminister Dr. Gürtner, die Staatssekretäre Lammers, Schlegelberger, Stuckart und Kleinmann, der Präsident des Deutsch-Polnischen Instituts Prof, von Arnim, vom Auswärtigen Amt Ministerialdirektor Gauß mit den Herren der Arbeitsgemeinschaft für die deutsch-polnischen Rechtsbeziehungen sowie zahlreiche andere Persönlichkeiten der Rechtswissenschaft, des politischen Lebens, der Wehrmacht und der Wirtschaft teilnahmen. Reichsminister Dr. Frank gab seiner Befriedigung Ausdruck, daß die polnische Rechtswissenschaft und das polnische Rechtsleben von dem gleichen Pulsschlag erfüllt seien wie im nationalsozialistischen Deutschland. Der polnische Justizminister fand in seiner Erwiderung Worte hoher Anerkennung für das nationalsozialistische Deutschland. Steigendes Arbeitseinkommen. LPD. Die vorläufige Berechnung des Lohn- und Arbeitseinkommens der Arbeiter, Angestellten und Beamten (ohne Pension) ergibt im Deutschen Reich für das Jahr 1936 eine Sume von rund 35 Milliarden Reichsmark. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Zuwachs um 2,8 5 Milliarden vder 8,9 v. H. eingetreten. Die Löhne der Arbeiter find von 16,68 auf 18,57 Milliarden Reichsmark, also um 11,3 v. H., die Gehälter der versicherungspslich- tigen Angestellten von 7,05 auf 7,99 Milliarden Reichsmark gestiegen. Im Landesversicherungsamtsbezirks Hessen-Nassau stieg auf Grund der Errechnungen aus der Statistik der Beiträge zur Invaliden- bzw. Angestelltenversicherung der durchschnittliche Wochenver- d i e n st je Arbeiter von 23,46 Reichsmark im Jahre 1935 auf 24,78 Reichsmark im Jahre 1936. Somit ist eine Erhöhung um 5,6 v. H. zu verzeichnen (im Reichsdurchschnitt 4,8 v. H.). — Der durchschnittliche Monatsverdienst je Angestellten erfuhr im Versicherungsamtsbezirk Hessen-Nassau im gleichen Zeitraum eine Steigerung von 192 Reichsmark auf 206 Reichsmark, also um 7,3 o. H., während im Reiche eine Erhöhung um 5,3 v. H. eingetreten ist. Im Gesamtbild des Reiches war die Zunahme der durchschnittlichen Wochen- und Monatsoerdienste einheitlicher als im Vorjahr. Nur Sachsen und Schlesien blieben in der Steigerung des Einkommens je Arbeiter noch stärker zurück. Bei der Entwicklung der Monatsverdienste der Angestellten lagen nicht unbedeutend unter der Erhöhung im Reiche außer Sachsen noch die Rheinprovinz und die Pfalz. Auch die Reichsbahn im Zeichen des WirWastsauWwungs. Die Leistungsergebnisse des letzten Borkriegsjahres überschritten. Berlin, 10. Mai. (DNB.) Der Geschäftsbericht der Reichsbahn für 1936 steht wieder im Zeichen des anhaltenden Wirtschaftsaufschwunges. Die Verkehrs- und Betriebsleistungen haben eine weitere so erhebliche Zunahme erfahren, daß die Lei - stungsergebnisse des letzten Vor- 65 durchweg — zum Teil sogar beträchtlich — überschritten wurden. Die Verkehrseinnahmen liegen im Personen- und Gepäckverkehr mit 1069,9 Millionen RM. gegenüber 988,6 Millionen RM. im Jähre 1935 um 8,2 v. H. h ö h e r als im Vorjahre. G u terverkehr schließen die Einnahmen mit 2635,6 Millionen RM. gegen 2324,5 Millionen RM. 1935; das bedeutet einen Zuwachs um 13,4 v. H. Bei den V e r k e h r s l e i ft u n g e n betragt die Steigerung im Personenverkehr "10,1 v- H- und im Güterverkehr 11,4 v. H. Die Einnahme- entwicklung im Güterverkehr ist hauptsächlich auf ..e ! un f p r o z e n t i g e Tariferhöhung zu- Voren> 3n5gcfamt wurden 1936 68,6 v. H., (1935: 68 o. H.), aller beförderten Tonnen des Ex- preß-, Eck- und Frachtgutes (einschließlich Kohlen) 3U verbilligten Ausnahmetarifen gefahren Im Personenverkehr wurden 1936 68,63'v.H. (1935- 66 35 v.H.) aller Reisenden zu ermäßigten Tarifen be- sordert. Einschließlich der Vergütungen der An- chlußgleisbesitzer, Pachten, Meten usw. belaufen R1»«®6 samteinnahmen 3984,8 Millionen RM. (3586,11 Millionen RM.), d. s. 11,1 v.H. mehr als 1935. Die in der Betriebsrechnung Der« rechneten Aus gaben schließen mit 3513 (3433,9) Millionen RM. und liegen um 79,4 Millionen RM. r^f-r v' ch- über 1935. Die Betriebsrechnung schließt demnach mit einem Ueberschuß von 471,8 Millionen RM. gegen 152,2 Millionen RM. im Jahre 1935 ab. (1934 betrug der Ueberschuß nur 24 Millionen RM. und 1933 mußte sogar noch ein Fehlbetrag von 136 Millionen RM. ausgewiesen werden.) Insgesamt sind an Personalausgaben 1936: 2356 Millionen RM. entstanden; mit 67,21 v.H. ist das wie von jeher der größte Ausgabeposten der Betriebsrech- nung. Die Aufträge an die Wirtschaft können wiederum auf rund 1,5 Milliarden RM. beziffert werden. Oie Krage der Verwendung von Helium für Luftschiffe Amerikanische Stimmen für Aufhebung des amerikanischen Monopols. Berlin, 10. Mai. (DNB.) In der amerikanischen Presse wird die Frage der Verwendung von Helium für Luftschiffe lebhaft erörtert. Bekanntlich besteht ein Regierung^- verbot, Helium aus den Vereinigten Staaten auszuführen. Aus den oorlietzenden Aeußerun- aen läßt sich noch keine Klarheit über eine etwaige Abgabe des amerikanischen Heliums an das Ausland gewinnen. Die deutsche Untersuchungskommission wird auch diese Frage bei den zuständigen amerikanischen Stellen zur Sprache bringen. Im Kongreß und in Regierungskreisen wird die Möglichkeit einer Erleichterung der amerikanischen Heliumausfuhr besprochen, nachdem der Senatsausschuß für Militärangelegenheiten bereits eine dahingehende Vorlage angenommen hat. Beamte des Innenministeriums erklärten laut „Associated Preß", daß Präsident Roosevelt keine gesetzgeberischen Maßnahmen abzuwarten brauche, um Ausfuhrbeschränkungen aufzu- heben, die bisher mit Rücksicht auf den militä- Kapitän pruß außer Gefahr. Fünf weitere Verletzte auf dem Wege der Besserung. N e u y o r k, 11. Mai. (DNB. Funkspruch.) lieber den Zustand einiger verletzter Fahraäste und Besatzungsmitglieder des „Hindenburgs melden die letzten Krankenhausberichte, daß Kapitän Pruß, der Erste Ofsizier S a m m t, die Besatzungsmitglieder Deu.tschle, Schönherr, Fischer und Schädler sich endgültig auf dem Wege der Besserung befinden, ebenso die Fahrgäste W i n h o l t und H i r s ch f e l d. Die Besatzungsmit- glieder Herzog, Leibrecht und Ritter sind noch nicht über alle Gefahr hinweg. Bei der großen Trauerfeier auf dem Hapag- Lloyd-Pier stellen Armee, Küstenwache und Marine Ehrenwachen. Die diplomatischen Vertreter Oesterreichs und Schwedens nehmen an der Feier teil. Portugals Neuyorker Generalkonsul sprach dem deutschen Volk, dem Deutschtum Amerikas und den Familien der Toten sein Beileid aus zum „Verlust ihrer wundervollen Königin der Lüste" und jener Mitglieder und Passagiere, die ihr Leben verloren haben. Commander Rosendahl vor dem tlnlersuchungsausschuß. rischen Wert des Heliums bestanden. Amerika hat praktisch das Monopol dieses nichtentzündbaren Gases, und es herrscht Einmütigkeit darüber, daß mit Heliumgas das Unglück nicht eingetreten wäre. Vereinzelt werden Stimmen laut, Amerika hätte zwecks Förderung des Luftschiffsverkehrs nicht so hartnäckig auf seinem Helium- basmonopol bestehen sollen. Deutschland würde fraglos von Helium Gebrauch gemacht haben, wenn man den Bezug dieses Gases von amerikanischer Seite erleichtert hätte. In einem bemerkeyswerten Leitartikel schreibt „Christian Science Monitor", auch den Amerikanern sei die Unglücksnachricht unglaublich erschienen. Aus diesem Verkehrsgebiet habe Deutschland ein höchst bemerkenswertes Kapitel in der Geschichte der Unternehmungen des 20. Jahrhunderts geschrieben. Seit 1913 halte Deutschland den Rekord für unfallfreien zivilen Luftschiffverkehr, und seine Schiffe würden von vielen als Symbol außerordentlich mutigen Weitblicks auf dem Gebiet des friedlichen Fortschritts bewundert. Jedermann frage heute, warum „Hindenburg" nicht mit Helium gefüllt gewesen sei. Präsident Hoover habe seinerzeit die Gerüchte dementiert, daß Helium nicht außerhalb Amerikas gehen dürfte. Nach dem „Macon"-Unglück habe Roosevelt erklärt, daß das Helium dem Auslande für Versuche und wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stehe. Tatsächlich sei aber die Heliumausfuhr von der Genehmigung abhängig. Das Blatt schließt, daß keinerlei finanzieller Nutzen, der durch den Gebrauch billigeren Wasserstoffgases erzielt worden ist, den Rückschlag wettmachen könne, den dieses große deutsche Wagnis durch den Verlust des „Hindenburg" erlitten habe. Indessen sei heute kein Land imstande, Anklagen zu erheben, und man empfinde nur tiefste Sympathie für den deutschen Nachbar bei diesem unglaublich traurigen Ereignis. Nach einer Meldung der „United Preß" wollen amerikanische Marinekreise sich so lange der Ausfuhr von Helium widersetzen, bis man festgestellt habe, daß die natürlichen Vorräte der Vereinigten Staaten an diesem Edelgas unerschöpflich seien. Marinekreise schätzen diese Vorräte für groß genug, um hundert Luftschiffe 'von der Größe des „Hindenburg" hundert Jahre lang damit zu versorgen. Die gegenwärtige Heliumgewinnung in den Vereinigten Staaten betrage im Jahresdurchschnitt 2 4 Millionen Kubikfuß (das sind etwa 900000 Kubikmeter). Diese Menge würde ausreichen, um vier Schiffe von dem Rauminhalt des verunglückten deutschen Luftriesen zu füllen. Präsident Roosevelt äußerte, daß die Abgabe von Helium an ausländische Stellen bisher nicht erörtert worden sei. Roosevelt erklärte ferner, daß zu hoffen sei, daß das Studium der „Leichter-als- Lu ft"-Schiff ah rt trotz des Rückschlags durch das Unglück des „Hindenburg" weitergeführt werde. * Helium, ein sog. Edelgas, das sich in den unteren Schichten der Luft nur in unendlich geringen Mengen vorfindet, wird in einem komplizierten chemischen Verfahren gewonnen. Amerika nimmt dabei insofern eine einzigartige Stellung ein, als es in der Lage ist, dieses wichtige Gas in größeren Mengen auch aus einem heliumreicheren Naturgas gewinnen zu können. Abgesehen von physikalischen und anderen wissenschaftlichen Zwecken ist das Helium gerade für die Luftschiffahrt von größter Bedeutung, weil es unbrennbar und nächst dem Wasserstoff das leichteste Gas ist. Schon aus den letzten Stunden des heldenhaften Kapitäns Lehmann wird berichtet, daß der an seinem Sterbelager weilende Kommandant des Flugplatzes Lakehurft, R o - sendahl, in einem längeren Gespräch mit Lehmann geäußert habe: „Ernst, wir werden euch soviel Heliumgas geben, wie ihr braucht." Jene Bemerkung zeigt die Bereitschaft amerikanischer Sachverständiger, sich dafür einzusetzen, daß durch Lockerung des amerikanischen Staatsmonopols die Möglichkeit der Heliumaasfüllung für die Tragkörper der Zeppelin-Luftschiffe gegeben wird. Ueberdies wird nachstehende Aeußerung Rosendahls gegenüber einem deutschen Pressevertreter bekannt: „Wenn das Luftschiff mit Helium gefüllt gewesen wäre, dann hätte es dieses Unglück niemals gegeben. Die Katastrophe hat bewiesen, daß es in der Luftschiffahrt nur einen einzigen unsicheren Faktor gab, und das war die Gasfrage." Der Preis für Heliumgas, von dem für eine Teil- füllung des Luftschiffes „Hindenburg" zu 70 v. H. etwa 125 000 Kubikmeter gebraucht worden wären, betrug nach einer Angabe der Köln. Ztg. vor 1934 noch 35 Dollar für den Kubikmeter, ist aber in« schwachen schon auf einen halben Dollar gesunken. Es braucht nicht betont zu werden, daß sich die Vereinigten Staaten ein Verdienst um die Mensch- beit erroerben würden, wenn sie den Zeppelin-Luft- schlsfen die Füllung mit Heliumgas ermöglichen wurden. Soweit die hemmenden amerikanischen Ge- setzesoorschrlften auf militärische Rücksichten zurückgehen, sollten diese letzteren gegenstandslos sein gegenüber einer einzigartigen Einrichtung wie der Zeppelmluftschiffe, deren unermeßliche Bedeutung •P. kllltureller, technischer und völkerverbindender Hinsicht von der ganzen Welt übereinstimmend an« ^nrö' ,^c Amerikaner selbst haben ja das stärkste Interesse daran, daß auch der letzte Rest einer fehlenden Sicherheit im Zeppelinverkehr be= ^tigt wird da sie das Luftschiff im Verkehr mit Curopa schätzen gelernt haben und auch wissen, daß o3 tuStc besseren, schnelleren und betriebssicheren Luftschiffe als die Zeppeline gibt. Neuyork, 10. Mai. (DNB.) In Lakehurft eröffnete der Ausschuß des Marinemini st e- riums die Untersuchung der „Hindenburg"-Kata- strophe. Als erster Zeuge wurde der Kommandant der Marinestation Lakehurft, Commander Rosendahl, vernommen, der als der hervorragendste Luftschiffsachoerständige der amerikanischen Marine gilt. Er bezeichnete die atmosphärischen Bedingungen während des Landungsmanövers als vollkommen zufriedenstellend. Während des ganzen Landungsmanöoers habe er nichts Außergewöhnliches bemerkt. Das erste, was er gesehen habe, sei eine kleine Flammengarbe über dem Hinteren Schiffskörper gewesen. Er habe sofort das Gefühl gehabt, daß dies den Untergang des Schiffes bedeute. Er wisse aber natürlich nicht, wie das Feuer entstanden sei. Nach der ersten kleinen Stichflamme sei das ganze Heck des Luftschiffes in Flammen aufgegangen. Er sei sehr überrascht gewesen, nicht mehr Explosionen in Verbinduig mit diesem Brand gehört zu haben. Die schwachen Explosionen während des Brandes feien nach feiner Ansicht hauptsächlich der Aufzehrung des Luftschiffes durch Gasflammen zuzuschreiben gewesen. Das Luftschiff habe bei dem Ausbruch des Brandes 200 Fuß (etwa 60 Meter) Flughöhe gehabt. Zu keiner Zeit habe es den Boden berührt. Die Landungsseile seien vor dem Brand bereits 4 Minuten auf dem Boden gewesen, so daß — nach Aussage Rosendahls — die Entladung statischer Elektrizität durch den Erdkontakt der Landungsseile als Brandursache praktisch ausscheidet. Auf Befragen erklärte Commander Rosendahl weiter, die Vereinigten Staaten hätten praktisch das Weltmonopol für das nicht entzünd- Trier, 10. Mai. (DNB.) Die Verhandlungen in dem Sittlichkeitsprozeß gegen den katholischen Pfarrer Peter Bauer vor der Großen Sttas- famrner in Trier brachten durch die Vernehmung des bischöflichen Generalvikars als Zeugen weiteres aufschlußreiches Material hinsichtlich der unglaublichen Vertuschungsmanöoer der bischöflichen Behörden im Falle Bauer. Zu Beginn der Ber- handlung teilte der Verteidiger des Angeklagten dem Gericht mit, daß fein Mandant eine Erklärung abgeben wolle. „Ich kann mich", so sagte der Angeklagte, „nachdem ich die einzelnen Zeugen bei ihrer Vernehmung gehört habe, und mir alles wieder durch den Kopf gehen ließ, auch der Einzelheiten wieder erinnern." Er schildert nun die einzelnen Vorkommnisse, die sich voll und ganz mit den Aussagen der Zeugen decken. Der Sachverständige Direktor Dr. E n n e r von der Heil- und Pflegeanstalt Merzig gibt nun eine interessante Aeußerung des Angeklagten wieder. Nach dem Bekanntwerden der Verfehlungen habe Bauer selbst die bischöfliche Behörde darum gebeten, i h m keine Pfarrstelle mehr zu geben. Der inzwischen verstorbene Generalvikar Tillmann habe aber darauf hingewiesen, daß die Pension dann so klein wäre, daß Bauer und sein Vater nicht damit auskommen könnten. Daraufhin sei er dann mit der Pfarrstelle in Weidingen betraut worden. Generalvikar Dr. von Meurers erklärt, er habe Bauer über die sittlichen Verfehlungen in Weidingen vernommen. Der Oberstaatsanwalt stellt dann den Antrag, das Schreiben des Generalvikars vom 20. April 1936 zu verlesen, in dem er auf einen von der Staatsanwaltschaft schriftlich gestellten Antrag hin, die Personalakten des Pfarrers Bauer zu übersenden, antwortete, daß Personalakten über Pfarrer Bauer aus Marpingen nicht vorlägen. Auf die weitere Frage des Oberstaatsanwaltes, wie es komme, daß in dem Schreiben ein Ort Marpingen erscheine, während Bauer doch in Weidingen die Pfarrstelle innehatte, erklärt der Zeuge, er habe Weidingen diktiert, von der Sekretärin sei aber fälschlicherweise Marpingen geschrieben worden. Der Oberstaatsanwalt weist darauf hin, daß nachträglich doch Personalakten Bauers gefunden worden sind und der Zeuge ihm erklärte, er wolle ihn bei den Ermittlungen unterstützen. Die Akten habe er aber nicht zur Verfügung gestellt. Hierauf antwortet der Generalvikar, nach den kirchengesetzlichen Bestimmungen dürfe er kirchliche Akten nicht zur Verfügung stellen. Der Oberstaatsanwalt bezeichnet den Inhalt des Schreibens vom 20. April als eine bewußte Irreführung und Fälschung. Die Ausführungen des Zeugen hätten die Bestätigung erbracht, daß wir einen Staat im Staate hätten. Der Zeuge betont nochmals, daß er solche Akten nicht habe herausgeben können. Er gibt aber zu, daß er sich in dem Schreiben etwas klarer hätte auÄirücken können. Der Oberstaatsanwalt stellt den Antrag, ihn unbeeidigt zu lassen, da im Hinblick auf den Inhalt des Schreibens an die Staatsanwaltschaft vom 20. April 1936 der dringende Verdacht der Begünstigung vorliege. Drei Staatspolizeibeamte sagen übereinstimmend aus, daß Generalvikar Dr. von Meurers nicht zu wissen behauptet habe, wo die Personalakten lägen; bann — als sie welche gefunden hatten — habe er erEIart, das seien „wohl alle", sie brauchten nicht weiter zu suchen. Schließlich hätten sie an sechs verschiedenen Stellen die Unterlagen gefunden. (!) Der Generaloikar behauptet, er habe bare Heliumgas, dessen Verwendung durch Gesetze von 1925 und 1927 geregelt sei. (Diese Regelung bedeutet ein Regierungsverbot, Heliumgas aus den Vereinigten Staaten a u 5 g u « führen. Die Schriftleitung.) Wilhelm von Meister, der Vizepräsident der American Zeppelin Transport Company und Vertreter des Zeppelin-Luftschiffbaues für Amerika, erklärte, das Luftschiff habe die Landung wegen Gewitter stürmen verschieben müssen. Es habe die Landung in etwa 150 Fuß (etwa 45 Meter) Höhe vorbereitet. Die Windstärke sei auf zwei Knoten gefallen gewesen. Das Luftschiff hätte genügend Geschwindigkeit gehabt, um zu landen, und habe so gut wie still gelegen, als es die Heckseile herabließ. Der Zeuge stand seitwärts zum Schiff. Er hatte während des Anfliegens bemerkt, daß das Luftschiff dreimal von Heck Wasserballast abgab, was andeutete, daß das Heck schwer war. Er sei interessiert gewesen, ob es noch mehr Ballast abgeben müßte. Langsam sei das Luftschiff zur Landung herabgekommen; von Meister bemerkte sehr starkes Licht an der oberen Rinne. Dann sei eine Flamme ausderBackbordseiteheraus- geschlagen. Im Nu stand das ganze Heck in Flammen, und das Luftschiff sank zu Boden, nach- dem es in der Mitte auseinandergebrochen war. Nun sei auch das ganze Gerüst zusammengestürzt, v. Meister lief auf das Luftschiff zu, um, wenn möglich, Hilfe zu leisten. — Der Vorsitzende' des Aus- schusfes, Trimble, bestätigte, daß der Ausschuß von der heldenmütigen Rettungsarbeit Meisters gehört habe. Trimble gab darauf bekannt, daß Commander Rosendahl die Ausschußmitglieder zum Wrack des „Hindenburg" führen werde. tatsächlich „nicht gewußt", wo die Akten gelegen hätten, ihm sei auch nicht bekannt gewesen, wie viele Akten über Bauer überhaupt Vorlagen. Das Gericht verkündete daraus, daß die Vereidigung des Zeugen wegen Verdachtes der Begünsttgung unterbleibe. Oer Machtkampf in Barcelona Bolschewistischer „General" setzte Kriegsschiffe gegen Anarchisten ein. Paris, 11. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach Schilderungen eines Reisenden im „Journal", der von Barcelona kommend in Perpignan ei getroffen ift, soll in der katalanischen Hauptstadt eine Dik - t a t u r herrschen, die von dem bolschewistischen „General" P o z a s ausgeübt werde. Dieser scheue vor keinem Mittel zurück, um die Anarchisten zu vernichten. Er habe sogar ihm von den Valencia- Bolschewisten zur Verfügung gestellte Kriegs- schiffe eingesetzt und die von den Anarchi- sten besetzten Wohnviertel der Stadt beschießen lassen. Außerdem wolle Pozas bolschewisttsche Sendlinge nach Puigcerda und De la Cerdagne schicken. Hieraus gehe hervor, daß die Unruhen auch auf anderen katalanische Städte übergegriffen hätten. Stickstoff und stickstoffhaltige Düngemittel sofort anfordern! Berlin, 8. Mai. (DNB.) Der Reichskom- mlssar für die Preisbildung teilt mit: einer in den nächsten Tagen ergehenden Ausführungsverordnung über die Verwendung o ? tick st o f f und Kalidüngemitteln wird die Bereinigung der für die Verteilerschaft entstandenen Schwierigkeiten erfolgen, die durch d i e 30prozentige rückwirkende Preissenkung von Stickstoff und stickstoffhaltigen Dünge- Mitteln bei den am 31. Dezember 1936 am Lager befindlichen Mängel entstanden sind. Die Angabe der Hohe der Entschädigung kann e r st nach Ein- gang der genauen Lagerbe st andsmel- s-U n lß Com> er zum l'-l'gt. liegen , wie . Das iß des unter« tona tt em. ) Nach lal", der getroffen eDik- oiftifchen x scheue nsten zu Valencia« riegs« Anarchi' hießen eroistische Terdagne Unruhen gegriffen w sloin' : mH’, gehenden ndunS litte1" »aft* i-!-» Dünge' m ch Si"' dsme^ uns ® J Hierbei1' n Le1' r u n 0CIt «halte"' n^e"' )üng$L, ,n N n Srati' iV* s K •*$ '»5 essante Ausführungen gemacht, die insbesondere die Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands zu anderen Ländern unter der Einwirkung des im September 1934 von Dr. Schacht aufgestellten „Neuen Plan" behandelten. In einem einleitenden Vortrag schilderte Professor Dr. Dr. Hell- au er die alten und neuen Wege im deutschen Auslandsgeschäft und die bis in die jüngste Zeit ergriffenen Maßnahmen zur Regelung des deutschen Außenhandels. Er sprach die Hoffnung aus, daß durch den Dierjahresplan das Ziel einer freien Devisenwirtschaft erreicht werden wird. Auf einer anderen Sondertagung wurde das Thema „M arktordnung und Weltwirt- schäft" behandelt. Professor Dr. Mackenroth sprach über den Marktordnungsgedanken in der Weltlandwirtschaft, lieber die Marktordnung in der Industrie im Rahmen der Weltwirtschaft ließ sich Generaldirektor Junghans, Vorsitzender des Ausschusses Marktordnung und Betriebswirtschaft in der Reichsgruppe Industrie aus. Staatssekretär Königs beschäftigte sich in seinem Vortrag „Marktordnung und Weltverkehr" im besonderen mit den internationalen Marktregelungen in der Seeschiffahrt. Das Deutsche Frauenwerk rüst! Berlin, 7. Mai. (DNB.) Das Deutsche Frauenwerk veranstaltet in der Zeit vom 9. bis 23. Mai eine große Mitgliederwerbung. Außerordentlich mannigfaltig sind die Aufgaben, die auch der deutschen Hausfrau im nationalsozialistischen Deutschland gestellt sind. So werden in der Abteilung „Schulung, Kultur, Erziehung des Deutschen Frauenwerks" weltanschauliche, rassepolitische und erbbiologische Fragen behandelt, nicht zuletzt wird aber auch wissenschaftliche Arbeit geleistet. Besondere Bedeutung kommt im Rahmen des Vierjahresplanes der Abteilung „Volkswirtschaft — Hauswirtschaft" zu. Hier wird in planvoller Schulungs- und Erziehungsarbeit den Hausfrauen klargemacht, welchen Platz sie in der Gesamtwirtschaft einnehmen und welche Verpflichtungen sie haben, um den Einzelhaushalt nach den Forderungen der gesamten Volkswirtschaft auszurichten. Der R e i ch s 'm ü t t e r d i e n st und die Abteilung „Grenz- und Ausland", in der über alle wesentlichen Grenzlandfragen Aufschluß gegeben wird, sind nicht weniger wichtig. Die Abteilung „Hilfs- d i e nst" schließlich, die in enger Verbindung mit der NSV., dem Roten Kreuz und dem Reichsluftschutzbund steht, leistet besonders im Rahmen des WHW., im Samariterinnendienst und in den Fragen des Luftschutzes wertvolle Arbeit. Die in besonderen Zugendgruppen zusammengefaßten Mitglieder im Alter von 21 bis 26 Jahren werden auf Heimabenden und Wanderungen für ihre Aufgaben im Deutschen Frauenwerk vorbereitet. Der „Kintz e r k r e i s" endlich ist eine von allen Müttern dankbar begrüßte Hilfs- und Unterstützungseinrichtung, die sich von Monat zu Monat steigender Beliebtheit erfreut. Kleine politische Nachrichten. Im Auftrage des Bundes der Reichs - deutschen hat die Frauenschaft Linz aus Anlaß des Muttertages am Grabe der Eltern des Führers im Leondinger Friedhof einen Kranz niedergelegt. Reichsminister Dr. Goebbels traf zu einem kurzen Besuch in Mannheim ein, von der Bevölkerung und vor allem der Jugend mit großem Jubel begrüßt. Nach einem Empfang im Schloß wohnte Dr. Goebbels einem Heinrich-von- Klei st-Abend im Nationaltheater bei. Anschließend fuhr Reichsminister Dr. Goebbels durch die mit unzähligen roten Lämpchen beleuchteten Straßen zum Flughafen und trat dann den Rückflug an. * Die Panzerschiffe „Deutschland" und „A d - m i r a l Scheer" sowie die Zweite Torpedo- bootsslottille sind unter dem Kommando des Befehlshabers der Panzerschiffe zur Ablösung der zur Zeit in den spanischen Gewässern befindlichen Kreuzer „Nürnberg" und „Leipzig" aus Wilhelmshaven ausgelaufen. Aus Anlaß des Besuches des holländischen Ministers für soziale Angelegenheiten Slingenberg veranstaltete Reichsbauernführer D a r r € einen Empfang, an dem neben den holländischen Gästen führende Persönlichkeiten des Reichsernährungsministeriums, des Arbeitsdienstes, des Auswärtigen Amtes und des Reichsnährstandes teilnahmen. Reichsarbeitsführer Hier! zeichnete ein Bild vom Arbeitsdienst, der heute das große Werkzeug deutscher Landeskulturarbeit bilde und Schulter an Schulter mit dem Reichsnährstand für die Sicherung der Ernährung unseres Volkes schaffe. * Anläßlich des Jahrestages der Gründung des Imperiums hat Ministerpräsident Generaloberst Göring an Mussolini ein Telegramm gerichtet, in dem er dem Duce die besten Wünsche für die Fortsetzung seines ruhmreich begonnenen Werkes entbietet. Ministerpräsident Mussolini hat die Grüße herzlich erwidert. * Der König von Italien und Kaiser von Aethiopien wird um den 20. Mai der ungarischen Hauptstadt einen Besuch abstatten. In Begleitung des Königs werden sich die Königin und Kaiserin Elena, die Prinzessin Maria sowie Außenminister Graf C i a n o und Gemahlin befinden. Mit dieser Reise erwidert des Königspaar den Besuch des Reichsverwefers und seiner Gemahlin in Rom. Oie 200-Zahr-Feier der Universität Göttingen. Das Programm der 200-Jahrfeier der Universität Göttingen, die in den Tagen vom 25. bis 30. Juni stattfindet, liegt jetzt vor. Die Jubiläumsfeier, die mit dem Deutschen Hochschultag, den Deutschen Hoch- schulmeisterschaften und den Händel-Festspielen verbunden sein wird, soll am 25. Juni mit einer Feier auf dem Ehrenhof der Universität eröffnet werden. Am nächsten Tage findet ein Zug der Hochschullehrer und der studentischen Kameradschaften von der Aula zu der noch zu errichtenden Festhalle auf dem Adolf-Hitler-Platz statt, in der dann der Festakt mit der Festrede von Reichsminister Rust und der Uraufführung einer eigens für das Jubiläum komponierten Feierkantate von Wolfgang Fort- ner vor sich gehen wird. Bei dem abendlichen Empfang durch die Stadt Göttingen wird eine gleichfalls für Göttingen komponierte Kantate von Werner E g k uraufgeführt. Am nächsten Tage sind für einen zweiten Festakt die Ehrenpromotionen vorgesehen, während am Nachmittag die Deutschen Hochschulmeisterschaften ausgekämpft werden. Der Abend bringt die Festaufführung der Oper „Scipio" von Händel. Am 28. Juni wird u. a. ein Kameradschaftsabend die Alt- tudenten und Studenten vereinigen. Der 29. Juni bringt den Deutschen Hochschultag, eine Festsitzung des englisch-amerikanischen Kulturkreises und schließlich eine Kundgebung in einer Maschinenhalle unter dem Thema „Arbeiter und Studenten". Walter Mittelholzer tödlich verunglückt. Der bekannte Afrikaflieger Walter Mittelholzer aus Zürich ist auf einer Kletterpartie, die er mit einem Wiener Hochschüler und der Gattin eines Architekten aus Wien unternommen hatte, in der Steiermark tödlich verunglückt. Mit- telholzer war am 9. Mai mit dem Hochschüler Uli Sild aus Wien und Frau Liselotte K a ft n e r vom Buchberg in Steiermark zu einer Besteigung der Stangenwand aufgebrachen. Da sie abends nicht zurückgekehrt waren, veranlaßte der Gendarmerie- posten in Törl die Absendung einer Rettungsexpedi- tion, der sich zahlreiche erprobte Bergsteiger zur Verfügung stellten. Am Montagfrüh fand die Rettungsmannschaft die drei Touristen z e r f ch m etter t am Fuße der Südwestwand auf einem Schneefeld auf. Die Bergung der Leichen gestaltete sich des ständig niedergehenden Steinschlages wegen sehr schwierig. M i 11 e l h o l z e r ist vor allem als ausgezeich- neter Langstreckenflieger bekannt geworden. Er war eigentlich gelernter Photograph und hat erst später umgesattelt. 1926 machte er die Welt durch feinen Flug nach Persien mit einer Junkersmaschine zum ersten Male auf sich aufmerksam. Nach einem Ruß- landflug fierte er dann den ersten Flug nach Kapstadt auf einer Dornier-Merkur - Maschine mit Schwimmern durch. Auf seinen weiteren drei Aftika- flügen überflog er u. a. als erster den Kilimandscharo. Ein Jahr vor dem abefsinifchen Kriege brachte er ein Fokker-Flugzeug nach Addis Abeba, wo er auch in Verbindung zum Negus trat. In feiner schweizerischen Heimat war Mittelholzer Direktor der Luftverkehrsgesellschaft „Swissair". Der Verstorbene stand im 43. Lebensjahr. Sein Tod geht uns besonders nahe, weil er deutschen Blutes war und weil er sich der deutschen Luftfahrt besonders verbunden fühlte. Er gehörte zu den auftichtigsten Freunden des Dritten Reiches. Er hat in ständiger Fühlung mit der deutschen Luftfahrt gelebt, hat deutsche Maschinen geflogen und erst vor kurzem als Gast der Deutschen Lufthansa an einem Flug quer über den Südatlantik teilgenommen. Sein Geist wird auch die deutsche Luftfahrt weiterhin beflügeln. Aus aller Welt. Heimkehr der deutschen Walfangslotte. Die erste deutsche Walfang-Expedition, die am 28. September 1936 unter der Leitung des Kapitäns Kraul den Hamburger Hafen verlassen hatte, ist jetzt nach siebenmonatiger Fanglätigkeit in den antarktischen Gewässern in den Heimathafen zurückgekehrt. Nachdem die Fangboote „Treff 1" bis „Treff 6" bereits im Kirchenpauer Hafen festgemacht hatten, gesellte sich auch das Walfang - Mutterschiff, die Trankocherei „Jan Wellern , zu ihnen. Zusammen mit den Angehörigen der Besatzung hatten sich zahlreiche Volksgenossen am Hafen eingefunden, die den heimkehrenden Wal- ftschfängern einen herzlichen Empfang bereiteten. Das Ergebnis dieser ersten deutschen Walfang- Expedition war durchaus zufriedenstellend. Wiederherstellung der Würzburger Feste Marienberg. In Würzburg fand die feierliche Uebergabe der wiederhergestellten Festung Marienberg, des Wahrzeichens der Stadt Würzburg, statt. Ministerpräsident Siebert gab bekannt, daß er zur Errichtung eines Balthasar-Neumann-Mu- s e u m s in Würzburg den Betrag von 10 000 Mark gestiftet habe, und teilte weiter mit, daß der bisherige Regierungsbezirk „Unterfranken und Aschaffenburg" künftig „Main-Franken" heißen solle. Der Ministerpräsident erinnerte daran, daß sich noch vor zwei Jahren auf der Festung Marienberg ein un- würdiges Bild als Folge jahrzehntelanger unzweckmäßiger Verwendung und falscher Sparsamkeit geboten habe. Das Projekt der Wiederherstellung der Festung war ursprünglich auf zehn Jahre berechnet. Die Durchführung ergab aber, daß die künstlerisch und landschaftlich wertvollsten Teile erheblich früher fertiggestellt werden konnten, als ursprünglich vorgesehen war, so daß jetzt die Arbeiten zu einem gewissen Aschluß gekommen sind. Neue Flutkatastrophe bedroht das TNifsissippital. Große Gebiete des Mississippitales in der Gegend von Charleston sind erneut von einer Flutkatastrophe bedroht. Hunderte von Notstandsarbeitern sind zur Zeit damit beschäftigt, die Uferdämme zu verstärken und zu erhöhen, weil man hofft, dadurch etwa 50 000 Hektar fruchtbaren Ackerlandes noch vor der Ueberflutung bewahren zu können. Der größte Teil der 3000 Einwohner in den gefährdeten Gebieten hat die Häuser bereits geräumt. Wetterbericht des Relchswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Von Südwesten her zuströmende subtropische Mee- resroarmluft gelangte über Westdeutschland zum Aufgleiten und brachte am Dienstag bei meist be- decktem Himmel verbreitete Regenfälle. Die Temperaturen blieben mild. Die Zufuhr milder und feuchter Meeresluft hält noch weiter an, so daß bei meist stärkerer Bewölkung noch häufigere Regen- fälle zu erwarten sind. Aussichten für Mittwoch: Wechselnd be- wölkt mit einzelnen Aufheiterungen, häufige Schauer, stellenweise auch Gewitter, Temperaturen „ungeändert, zeitweise auffrischende Winde aus Süd bis West. ~ Aussichten für Donnerstag: Fortdauer der unbeständigen und milden Witterung. Lufttemperaturen am 10. Mai: mittags 19,8 Grad Celsius, abends 12,7 Grad; am 11. Mai: morgens 12 Grad. Maximum 19,8 Grad, Minimum heute nacht 10,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Mai: abends 14,5 Grad; am 11. Mai: morgens 12 Grad. — Niederschläge 6,8 mm. — Sonnen- scheindauer 3,7 Stunden.___________________________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 37: 9657. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1, $Juni 1935 gültig. Diese ‘Cigarette bietet ein überzeugendes Beispiel dafür, bis zu welcher Vollkommenheit der Fachmann eineTabakqualität durch die Mischungskunst zu entwickeln vermag. Führerinnen-Aachwiichs im Reichssportseld. Schulungskurse des BdM. — Oie Reichsreferentin Trude Bürkner erzählt. Führende Männer der Bewegung sprechen. Von unserem Sonderberichterstatter. Berlin, Reichssportfeld, im Frühling. Wer in diesen Tagen über die grünen Rasenteppiche des Reichssportfeldes geht, der gewahrt dort ein vergnügtes Treiben, so bunt, wie er es seit den Tagen Der Olympischen Spiele dort eigentlich nicht vermutet hat. Mädelgruppen zu 60 und 100 tummeln sich da in blauen Trainingsanzüoen, sie springen, laufen, werfen und spielen, als sei das ganze herrliche Feld mit seinen weiträumigen Anlagen just für sie da. Das ist es eigentlich auch für die acht Schulungstage, zu denen der Bund Deutscher Mädel eben alle Jungmädel-Untergauführerinnen des Reiches zusammengerufen hat. Straffe frische Ju- aend, das muß man sagen, wie sie so vorbeimarschieren, von der Schwimmhalle kommend, alle mit dem Badepäckchen unter dem Arm, nicht eine Spur blaugefroren, obwohl der Wettergott wahrhaftig kein lindes Lüstchen bläst. Hell fingen sie, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, es steckt Rhythmus und Disziplin in dem Gesang, der — oft vielstimmig — zuversichtlich und lebensfroh zu uns herüberschallt. Wir hören von der Reichsreferentin, Trude Bürkner, daß etwa 500 Mädel im Durchschnittsalter von 21 Jahren als Untergauführerin- nen der Jungmädel im BDM. tätig sind. Sie haben nicht weniger als dreitausend Jungmädel jeweils zu betreuen, oft find die Untergaue auch noch größer. „So ein Mädel hat einen Bezirk zu bearbeiten wie ein Kreisleiter. Natürlich ist sie hauptamtlich angestellt und hat eine Dienststelle mit Büro und Schreibkräften sowie Referentinnen für alle Arbeitsgebiete des BDM. Referentinnen und Unterführerinnen arbeiten ehrenamtlich." Erstaunlich, was von diesen Jungmädel-Untergauführerinnen, die aus allen Volksteilen kommen, an Wissen, Verantwortung, Führergaben erwartet wird! „Wir wollen sie vor Beginn der Sommerarbeit mit ihren Mädellagern und -Fahrten hier noch einmal geistig mobilisieren und — wenn ich so sagen darf — körperlich überholen. Die geistige Schulung soll die weltanschauliche und politische Ausrichtung der Mädel festigen und vertiefen und die körperliche Ertüchtigung, von deren Methoden wir Ihnen nachher noch ein paar praktische Proben zeigen wollen, soll nicht nur die Freude an sinnvoller Bewegung wecken, sondern sie soll erziehen zu der Straffheit und Haltung, die wir uns von jedem Mädel im BDM. wünschen." Frau Bürkner, selbst aus dem BDM. heroorgegangen, ist uns für diese sportliche Straffheit ein lebendiges Beispiel. Sie und ihre Mitarbeiterinnen empfangen uns m schlichten Ehrenkleid des deutschen Mädels, in der braunen Jacke zum dunklen Rock. Und bei aller Hochgewachsenheit und sportlichen Kräftigkeit sind diese jungen Frauen schlank und beweglich, sie gehen auf leichten Füßen, und die Anmut der Kraft an ihnen hat etwas ganz Weibliches. An einem der spartanisch-einfachen, aber doch anheimelnden Schlafräume fanden wir ein Türschild mit Namen und Herkunft der Bewohnerinnen: Saarpfalz, Schlesien, Ostpreußen, Berlin. „Wir haben Mädel aus allen Gauen, allen L e - benskreifen und Berufen hier, die Junglehrerin neben der Kontoristin, Fabrikarbeiterin und Jungbäuerin", erläutert mir eine Mitarbeiterin der Reichsreferentin, als wir durch das Friesenheim gehen und einen Blick in die Schlaf- und Wohnräume werfen dürfen, die der Reichssportführer während der ©emefterferien der Sportstudenten zur Verfügung gestellt hat. Diese wundervollen Anlagen, die großzügigen Turnhallen, das ideale Schwimmbad, alles Dinge, die sie alle vielleicht sonst nie selbst gesehen hätten. Dazu die B e - gegnungmitMännernund Fronender Bewegung, die sie nur aus Zeitung und Rundfunk kannten, nun stehen sie vor ihnen, sprechen zu ihnen, begeistern sie durch anspornende Rede und belehren sie durch Beispiel und Vortrag. Da spricht etwa der Reichsführer SS. Himmler über die kulturelle und rassepolitische Arbeit der SS. zu ihnen. Dr. Groß behandelt Bevölkerungspolitik, der Reichssportführer, den die Mädel als liebenswürdigen Gastgeber kennenlernen, bestätigt in einem Vortrag über Mädelsport, daß seine Auffassung die ihre ist. Unser Rundgang durch die Hallen gibt uns gleich einen Begriff von dieser Sportauffassung. Da sehen wir in einem Saal, aus dem uns schon bis auf die Treppe Musik entgegenschallt, wohl an sechzig Mädel in ihrem Volkstanzkleid (weiße weite Kleider mit buntfarbigen Westen) nach lustigen Weisen Tanzfiguren üben. Unwillkürlich stellt man sich eine grüne Sommerwiese dabei vor, wo der Wind im Reigen spielt, in die weiten Röcke fährt und sie aufbläht wie Sommerwölkchen. Nichts „Zierliches", Gewolltes, Zerflatterndes haben die Tanzfiguren, groß und geräumig sind sie wie die Bewegungen, federnd und schwungvoll, von natürlicher Grazie. Im Saal darunter ist Ballspiel, der Photograph, der ein paar Spielerinnen auf die Platte bannen möchte, kommt hinter ihrer Flinkheit nicht her. In der größten Halle stehen weit über hundert Turnerinnen, die nach einer Vorturnerin Freiübungen machen, Abwechslung zwischen Spannung und Entspannung, eindrucksvoll durch die Selbstverständlichkeit des Taktes, der sie wie aus einem Guß die Bewegungen machen läßt. „Abends, nach der Arbeit, haben die Teilnehmerinnen Gelegenheit, Musikabende im Charlottenburger Schloß zu besuchen, dürfen in verschiedene Theaterstücke gehen, auch ins Kino, um sich ein Bild von dem Leben und den ganz anders gearteten Lebensäußerungen der Großstadt zu machen. Hinterher wird dann eifrig und kritisch diskutiert. Es werden immer zwei Riegen, also bis zu 60 Mädel zu solchen Aussprachen zusammengenommen." Ein reiches Programm für acht Tage! Wie recht hat Frau Bürkner, wenn sie sagt, daß diese acht Tage voll Erleben für die Mädel genug Wegzehrung für ein Jahr bedeuteten. Kein Zweifel auch, daß ihre Kameradinnen draußen eine ganz andere Führerin wiedererhalten, die ftoher, reifer und — wenn das überhaupt geht — noch gesammelter an ihre nicht immer leichte Arbeit gehen wird. Dr. B u r e s ch. ZG.-Farbenindustrie. Fwd. In der Hauptversammlung der IG. Farben- industrie AG., Frankfurt a. M., gedachte vor Eintritt in die Tagesordnung der Vorsitzer des Aufsichtsrates, Geheimer Kommerzienrat Prof. Dr. C. Bosch, der Katastrophe, die das Luftschiff „Hindenburg" betroffen hat. Anschließend wurde der bekannte Abschluß für das Geschäftsjahr 1936 mit wieder 7 v. H. Dividende auf 680 Mill. Mark dividendenberechtigte Stammaktien einstimmig genehmigt. Der Vorsitzer des Vorstandes, Geheimer Kommerzienrat Dr. H. Schmitz, gab sodann noch einige Erläuterungen zur Bilanz für das abgelaufene Jahr, wobei er u. a. darauf hinwies, daß das Gesamtbilanzbild des Jahres 1936 sich gegenüber dem Vorjahre nicht wesentlich verändert hat. Die industrielle Entwicklung der Gesellschaft im Jahre 1936 sei gekennzeichnet — abgesehen von der allgemeinen Ausdehnung der Geschäfte — durch die Aufgaben auf den neuen Gebieten, die für die deutsche Volkswirtschaft und die Gesellschaft von dauernder Bedeutung sein werden. Daß es gelungen sei, die dem Unternehmen gestellten Ausgaben bisher programmäßig durchzuführen, erfülle die Verwaltung mit besonderer Freude, und es sei ihm daher ein besonderes Bedürfnis, auch an dieser Stelle der gesamten Gefolgschaft für ihre treue Mitarbeit den Dank der Verwaltung auszusprechen. Die soziale Seite der Arbeit sei im Geschäftsbericht bereits eingehend behandelt worden. Abgesehen von der Jahresprämie von 11,7 Mill. Mark, die an die Gefolgschaft verteilt wurde, hätten die gesetzlich nicht vorgeschriebenen Aufwendungen der Gesellschaft auf sozialem Gebiet rund 45,7 Mill. Mark betragen. Im laufenden Geschäftsjahr habe sich der Umsatz weiter befriedigend entwickelt. Gleichzeitig habe sich aber auch der Finanzbedarf der Betriebe erhöht. Die großen Aufgaben, die im Zuge des zweiten Dierjahresplanes von unserem Führer und von der Reichsregierung der deutschen Wirtschaft gestellt sind, würden die Gesellschaft auch im laufenden Geschäftsjahre auf allen ihren Arbeitsgebieten zum restlosen Einsatz ihrer Kräfte veranlassen. Ankaufsbeihilfen aus dem Pferdeausgleichsfonds. Lpd. Aus Mitteln des Pferdeausgleichsfonds wer« den der Landesbauernschaft Hessen-Nassau in gemif« sen Zeitabständen Geldbeträge zur Verfügung gestellt. Diese Gelder sind als Ankaufsbeihilfen für Pferde gedacht, und zwar werden diese Beihilfen an minderbemittelte Landwirte vergeben, die durch Pferdeverluste nicht in der j2age sind, sich entsprechenden Ersatz zu beschaffen. Die Gesuche für derartige Beihilfen sind künftig über die Kreisbauern- schaften an die Landesbauernschaft Hessen-Nassau einzureichen. Nähere Auskünfte werden durch die Kreisbauernschaften gegeben. Rundfunkprogramm. Mittwoch, 12. Mai. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werks- konzert. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40 (nur Frankfurt): Gaunachrichten. 11.50: Deutsche Scholle. 12: Aus den Torpedo-Werken, Frankfurt a. M.: Werkskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Wetterbericht. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Aus deutschen Operetten der Gegenwart. 15.15: Polk und Wirtschaft. 15.30: Mit dem Mikrophon unterwegs. 16: Klaviermusik. 16.30: Unterhaltungskonzert. 17.30: Sport zeitgemäß belauscht. Schüler und Pimpfe bauen Segelflugmodelle. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10 bis 22: Durchs blühende Moseltal. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Kammermusik. 23: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 2: Nacht- konzert. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 12. Mai. Gießen. Sladlkirche. 20 Uhr: Abendandacht. Donnerstag, den 13. Mai. Gießen. Iohannessaal. 20 Uhr: Bibelstunde; Pfr. Ausfeld. — Kirchberg. 20.30: Vorbereitung der Helfer des Kirchengottesdienstes. katholische Gemeinden. Dienstag, den 11. Mai. Gießen. 20 Uhr: Mai andacht. Mittwoch, den 12. Mai. Hungen. 6.15 Uhr: Messe. Freitag, den 14. Mai. Gießen. 20 Uhr: Maiattdacht. D amen-Dirndlkleider, Sportkleider, Blusen einfarbig u. mod. Streifen Hk. 4.90 5.90 Damen- Strümpfe Handschuhe, Schals, Kragen Damen-Nachthemden, -Taghemden, -Schlüpfer und -Röcke Herren-Oberhemden, -Sporthemden, -Unterwäsche, -Socken Herren - Sportstrümpfe, -Gürtel, Hosenträger, Selbstbinder Kinder-Anzüge, -Kleidchen, -Blusen, -Hütchen, -Söckchen FRDR.TEIPEL 3305 A Mein Ausstellungsraum Mäusburg 4 (im Hause C. Berg), meine Schaufenster Markt 16, Bahnhofstraße 47 und Hillebrandstraße 2 werden Sie durch Vergleich von Qualität und Preis von der Leistungsfähigkeit meines Spezialhauses überzeugen! Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen VermÄhlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei BrOhl, Schulstr. 7 Mk. 4.90 6.75 7 90 Hk. 1.95 2 95 3.95 4.90 5.90 Verkäufe ""| Jagdhund braun,! Jahr alt, Rüde, jagdl. gut veranl., sehr gute W,Q&jug.3311D Großen-Buseck Pfingstweg 3. Kleine änielgen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! 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Iapoten IroetenOaus Heonffiel Goethestr.7 (Hinter der Hqgebank) Für den Naturfreund ! Wflioroeöen Die Lebensgemein, schäft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdruck- tafeln,mit lebendigem und auffchluhreichem Linführungstext von K.Gerhard u.G.Wolff. Preis RM. 4,80. .Es lebt und webt in dem Buche, und wer es versteht, mit empfänglichen Sinnen di« bildgeword. Naturschönheiten in fick aufzunehmen, dem singen u. klingen die Tafeln tausend Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes.* Reclamr Universum Verlangen Sie kostenlos unser« bebilderten Werbeblätter Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Bohnenstangen Erbsenreiser € Zwingt das Kopfkissen Sie zu scharfem Waschen? Es ist richtig, hn Kopfkissen steckt oft sehr schwieriger Wäscheschmutz. Der Kopf schwitzt, das Haar ist fettig, es enthält Pomade, öl, Fett. Sie meinen also. 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Beginn 20.30 Uhr. schäft, der am nächsten Tage einen fürchterlichen Kater hatte, war der Temperenzler. Wir aber wollen die Gläser mit der ungewässerten Maibowle aneinanderklingen lassen und wollen mit Die Logbücher des Kapitäns Look. Dem englischen Marine-Museum hat König Georg zwei handschriftliche Schiffstagebücher des Kapitäns Cook zum Geschenk gemacht, die bisher zu den kostbarsten Stücken der Königlichen Bibliothek in Windsor gehörten. Es sind zwei Foliobände in zeitgenössischen roten Maroquin-Einbänden. Der erste Band enthält das Logbuch Kapitän Cooks auf seiner ersten Reise, 1760 bis 1770, als Kommandant des Kriegsschiffes „Endeavour“. Während dieser Reise gelang ihm die Wiederentdeckung und vollständige Vermessung von Neuseeland und die Entdeckung und Vermessung der Ostküste von Australien. Er segelte dabei rings um die Erde und erbrachte außerdem den Beweis, daß man die gefürchtete Skorbut-Krankheit bekämpfen könne. Nach Normaldose 20 Pfg. Doppeldose 35 Pfg. ■ UM putzt ü kW alles „Und oft scholl Beifall unsrer schlichten Art, Als läg in diesem Maiweinnippekreise Waldmeisters Wunderhorn als Schatz verwahrt." Wer in linder Maiennacht den köstlichen Maitrank bereitet, der fei sich seiner Verantwortung voll bewußt: nie geize er mit Waldmeister, nie versuche er, zu geringe Menge der „Herzensfreude" etwa dadurch auszugleichen, daß er das Kräutlein längere Zeit im Wein ziehen läßt. Denn das Kumarin, das dem Maitrank den köstlichen Duft verleiht, es hat feine Tücken. Das mußte einer meiner Freunde — Antialkoholiker — zu seinem Kummer erfahren. Er braute feinen Gästen — darin entschieden großzügig — eine tadellose Rheinwein-Maibowle; für sich selber aber setzte er den Waldmeister mit — Im Beiprogramm läuft ein Film vom deutschen Kraftfahrsport und die neue Wochenschau. Hans Thyriot. Scheffel singen: „Zwar heilt uns am besten Ein fröhlicher Sinn, Doch Maiwein und Steinwein Sind auch Medizin." Dornotizen. Tagcskalender für Dienstag. Neuer LeiterderGießenerSchuhpolizei. Polizeimajor Koch aus Halle a. d. S. wurde vom Chef der Deutschen Polizei, Reichsführer SS. Hi m m l e r, zum Kommandeur der Schutzpolizei in Gießen ernannt. Der neue Kommandeur hat sein Amt vor einigen Tagen angetreten, nachdem er von dem Leiter der Ordnungspolizei in Hessen, Oberstleutnant Müller, in Gegenwart des Leiters der Polizeiabteilung der Landesregierung, Regierungsrat Dr. Schulze, und aller Beamten und Angestellten der Polizeidirektion Gießen in seine hiesige Dienststelle eingeführt worden war. Polizeimajor Koch leitet auch als stellvertretender Polizeidirektor die Geschäfte der hiesigen Polizeidirektion bis zur Ernennung eines neuen Polizeidirektors, mit der im Laufe der nächsten Wochen zu rechnen sein wird. Als Adjutant des Kommandeurs, Major Koch, tut der Oberleutnant der Schutzpolizei F ö r st e r Dienst, der aus Recklinghausen hierher versetzt wurde. Sochschulnachnchten Der ordentliche Professor der inneren Medizin Dr. Franz V o l h a r d von der Universität Frankfurt ist zum Ehrenmitglied der Gesellschaft der Aerzte in Wien ernannt worden. Der Herr Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat dem Dr. med. habil. Harry Neumann eine Dozentur für das Fach der Haut- und Geschlechtskrankheiten in der Medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt verliehen. Ernannt wurden: Professor Dr. Helmut Kneser an der Universität Greifswald zum außerordentlichen Professor für Mathematik an der Universität Tübingen; Professor Dr. Ulrich Hofmann an der Universität Berlin zum ordentlichen Professor für anorganische Chemie an der Universität Rostock; der außerordentliche Professor Dr. Alfred B e r r e r an der Technischen Hochschule Breslau zum ordentlichen Professor für Bauwesen daselbst. Professor Dr. Ernst Back Ordinarius für Physik und Meteorologie an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim, wurde in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Tübingen versetzt. NSKOV.: 20 Uhr Monatsversammlung im Restaurant „Burghof" — Staüttheater: 20 bis 22.15 Uhr „Der Etappenhase". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Gleisdreieck". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Mädel vom Ballett". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 16 bis 18 Uhr Ausstellung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Lotte Droese. Groß-Kundgebung derASDAp.in Gießen Am Mtiwoch, 12. Mai, spricht in (Rehen der Reichs- und Stohlruppredner Gauinfpekteur pg. h o l z k ä m p e r in der Volkshalle. Die Bevölkerung Giehens und der umliegenden Ortschaften ist zur Teilnahme Der Großtonfilm „S a v o y H o t e l 217" von der Gaufilmstelle Hessen-Nassau im Kreise Wetterau an folgenden Terminen vorgeführt: Dienstag, 11. Mai in Londorf; Mittwoch, 12. Mai, in Allen- dors; Donnerstag, 13. Mai, in Treis; Freitag, 14. Mai, in Reiskirchen; Samstag, 15. Mai, in Heuchelheim; Sonntag, 16. Mai, in Großen-Linden; Montag, 17. Mai, in Grüningen; Dienstag, 18. Mai, in Hausen; Mittwoch, 19. Mai, in Watzenborn- Steinberg; Donnerstag, 20. Mai, in Steinbach; Freitag, 21. Mai, in Lang-Göns; Samstag, 22. Mai, in Gambach; Sonntag, 23. Mai, in Wölfersheim; Montag, 24. Mai, in Affenheim; Dienstag, 25. Mai, in Nieder-Erlenbach; Mittwoch, 26. Mai, in Nieder- Eschbach; Donnerstag, 27. Mai, in Ober-Wöllstadt; Freitag, 28. Mai, in Nieder-Wöllstadt; Samstag, 29 Mai, in Harheim; Sonntag, 30. Mai, in Stein- Zof. Viktor von Scheffel nimmt Bezug auf quettes Dichtung, wenn er im „Gaudeamus singt: Letzte Sondervorstellung der 77SG. „Kraft durch Freude" der Spielzeit 1936/37. Als Abschluß dieser Spielzeit bringen wir das lustige Soldatenstück „Der E t a p p e n h a s e" von Bunje. Dieses Stück mußte in verschiedenen deutschen Städten bis zu 200mal wiederholt werden. Die Preise der Plätze sind 50, 70 und 90 Pf. Kartenbestellungen können umgehend noch aufgegeben werden. Es sind nur noch wenige Karten zu 90 Pf. vorhanden. Karten sind nur auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße, erhältlich. (Sloria-palast: „Gleisdreieck". Man kann sich vorstellen, wie dieser Film, zu dem R. A. S t e m m l e und Ralf E. D a n l o o das Drehbuch schrieben, entstanden ist: aus einer kleinen Notiz, wie sie täglich zu Dutzenden in den Berliner Zeitungen steht, des Inhalts etwa, daß ein Einbrecher verurteilt wurde, oder daß sich em „auf3 regender Vorfall" am Untergrundbahnhof Gleisdreieck ereignete. (Daher der Name; man hätte vielleicht bei der Wahl des Titels erwägen fallen, daß außerhalb von Berlin nur verhältnismäßig wenige Filmbesucher mit dem Wort einen Begriff verbinden, der in der Reichshauptstadt jedermann geläufig ist.) Die Hintergründe, die menschlich erzählenswerten Begleitumstände und die Vorgeschichte einer solchen unscheinbaren Notiz aufzudecken, war Auf- gäbe und Thema dieses Films: der Griff ins tägliche Leben, das die meisten im Dorüberfahren nur an der Oberfläche erleben, von der Außenseite her, ohne die inneren Zusammenhänge. Wenn man hinter die Kulissen blickt, wird es manchmal — keineswegs immer — recht interessant, und es lohnt sich zuweilen, Zusammenhänge und Hintergründe zu verbinden und als einen Film abrollen zu lassen. Man kann getrost mittendrin anfangen, wenn man das Vorher und das Nachher in den richtigen Zusammenhang bringt. Das geschieht hier, und es entsteht so ein kleiner Roman aus dem Alltag einer großen Stadt, nicht immer vielleicht nur reine, nackte Wirklichkeit, manches mutet eben auch ein wenig romanhaft und unwahrscheinlich an, aber im großen ganzen könnte sich alles so abgespielt haben, wie es hier gezeigt wird: die Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Leuten, anfangs wie ein Dolksstück, zuletzt so aufregend wie ein wildes Kriminaldrama. Der Spielleiter Stemmle hat vielleicht nicht alles so völlig ins Bild aufgelöst, daß der Beschauer ohne die Inhaltsangabe im Programmheft auskommen kann, aber er hat den Blick für die Realitäten des Alltags und für die Möglichkeiten, die das Thema der Kamera bot. Gustav Fröhlich spielt einen jungen U.-Bahnbeamten, einen frischen, sympathischen, guten Jungen, ungefähr auf der Linie des Oberwachtmeisters Schwenke, Den wir früher von ihm sahen. Heli Finken- geller gibt die kleine Modistin, ein liebes, anständiges, tüchtiges Menschenkind, dessen Glück, Angst und Verzweiflung jeder (bis zum guten Ende) herzlich miterlebt. Auch sonst sieht man eine Anzahl trefflicher Darsteller: Paul Hoffmann, Fritz G e n s ch o w , Hilde S e s s a k, Oscar S a b o , Toni von Bukovics und vor allem Otto Wernicke in einer prächtigen Charakterrolle. — (Ufa.) den ersten Blick. Ich hörte, wie sie ihm ihre Telephonnummer nannte. Wilhelm 2469. Ich merkte sie mir. Warum? Ich weiß nicht, aber sie biß sich bei mir fest. Plötzlich sah die junge Dame nach ihrer Armbanduhr und stieß wieder ihren reizenden kleinen Schrei aus. Sie kam zwanzig Minuten zu spät zur Gymnastikstunde! Der junge Mann wollte für sie zahlen, was sie heftig ablehnte. Er wollte sie begleiten. Das ginge nicht, sie hätte gar keine Zeit. Auf Wiedersehen, sehr gefreut, mal anrufen — weg war sie. Der junge Mann zoa sein Notizbuch und schrieb etwas hinein. Seine Lippen schrieben die Silben leise mit. Dann stutzte er — besann sich — als ob ein plötzlicher Abgrund sich vor ihm auftäte. Er wiederholte leise ihren Namen und starrte traumverloren an die Decke, als käme Hilfe von oben. Seine Stirn legte sich in Falten. Er preßte die Faust gegen die Schläfe. Da tat ich eine gute Tat. Ich beugte mich zu ihm hinüber und flüsterte ihm zu, was er vergessen hatte: Wilhelm 2469. Er sah mich verwirrt an, errötete leise, dankte und notierte die Zahl. Mir aber war, als hätte ich eine Chance, ein Erlebnis, ein Jahr meines Lebens und mehr verschenkt. Ich saß auf meinem Stuhl und fühlte mich immer älter und abgeklärter werden. Ich war ein guter Mensch. Wenn Sie die kleine Rotblondine gesehen hätten, wurden Sie mir so- gar zugeben: ein sehr guter Mensch! furt. Dieser Film, mit Hans Albers in der Hauptrolle, zählt mit seiner bezwingenden Lebensechtheit und seiner künstlerischen Monumentalität zu den größten Werken deutschen Filmschaffens. Vorverkauf der Eintrittskarten findet jeweils durch die Ortsgruppe der NSDAP, statt. Wohin an Pfingsten? Pfingsten wollen wir freudig verbringen. Wir fahren mit „Kraft durch Freude" an die Bergstraße und durch den Spessart. Fahrtweg: Gießen — Frankfurt — Darmstadt — Bensheim — Reichenbach _ Lindenfels — Beerfelden — Michelstadt — Amorbach — Miltenberg — Wertheim — Schollbrunn — Rohrbrunn — Aschaffenburg — Hanau — Friedberg — Gießen. Die rund 500 Kilometer lange Fahrtstrecke werden in bequemem Reiseomnibus durchgeführt. Der Fahrpreis einschl. voller Verpflegung und Uebernachtung beträgt nur 17 Mark. Nähere Auskunft erteilt gerne die Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18. Einige Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Artillenstenkameradschast^89SGießen Man berichtet uns: Die Arttlleristenkameradschast 1895 Gießen hatte am Samstag ihren monatlichen Kameradschaftsabend, der, wie gewohnt, gut besucht war und noch belebt wurde durch die Anwesenheit von jungen Kameraden der UI./A.-R. 9. Nach der Begrüßung gedachte die Kameradschaft in würdiger Weise des Unglücks des Luftschiffes „Hindenburg", dessen Besatzung immer beste Vertretung ihres Vaterlandes war. An eine größere Anzahl Kameraden wurden die neu verliehenen Abzeichen des Waffenringes ausgegeben, die die alten Waffenbrüder für die Folge mit Stolz tragen werden. Ehrliche Freude erweckte bei allen Kameraden die Nachricht, daß sich der Führer des Waffenringes der ehern, deutschen Feldartillerie und Bundesführer des Bundes der Waffenringe, Generalleutnant Frhr. v. Matter, nach sehr schwerer Krankheit auf dem Wege der Besserung befindet und daß zu seinen Ehren die Kaserne in Fritzlar „General-v.- Watter-Kaserne" benannt worden ist. Der Kameradschaftsführer betonte, daß es in erster Linie das Verdienst dieses alten aufrechten Soldaten fei, wenn die Waffenringe heute so geschlossen dastehen. Sparsame Geschäftsführung ermöglichen es dem Waffenring, mit einem Beitrag von 5 Pf. pro Kopf und Jahr auszukommen, wodurch den einzelnen Kame- .radschaften die Mittel bleiben für ihre Aufgaben. Im Juni plant die Kameradschaft einen Auto- ausflug nach Glauberg—Büdingen unter sachkundiger Führung. Eine starke Beteiligung steht schon heute fest. Eine kleine Ueberraschung brachte noch die Verteilung von freigemachten Blumen-Karten, worauf jeder Kamerad, Frau oder Mutter, in launigen Versen herzliche Grüße und Wünsche zum Muttertag sandte. Beim Klang alter und neuer Soldatenlieder verschwanden schnell die Stunden der Kameradschaft. Oie Schönheiten der Alpen. Die Sektion Gießen des Deutsch-Oefterreichischen Alpenvereins veranstaltete am Samstag im Kunstwissenschaftlichen Institut einen Lichtbildervortrag über „Hochtouren im Bernina und Bergell." Professor Dr. Schliephake gab in anschaulicher Weise seine Eindrücke jener hochalpinen Landschaft in den Rhätischen Alpen wieder, die sich von der Schweiz ins Italienische hinüberzieht. Eine Fülle ausgezeichneter Lichtbilder bot einen Einblick in jene Bergwelt der schneebedeckten Bernina mit mehr als 4000 Meter — die zahlreiche Gletscher aufweist, wie den Forno-, Roseg- und Morteratschgletscher — Vom Waldmeister. Nun ist sie wieder da, die Zeit des köstlichen Maitranks, der duftenden Waldmeisterbowle, von der wir uns kaum vorstellen können, daß sich der Mensch nicht immer daran erfreut habe. Zuerst erwähnt finden wir den Waldmeister (auch als Maikraut, Meierkraut, Megerkraut, Waldmeier, Waldmännlein, Sternleberkraut, Herzkraut, Herzensfreude bekannt, früher auch wohl als „mcttrisilva" und „alyffum" bezeichnet), als Zusatz zum Bier. Ein Rezept aus dem 15. Jahrhundert lautet also: „roultu hebben frutbeer, so nym duft, Homer und woltmester, und dussen dryerleyei crud ok in bun- deken, unde do in dat beer". Wie das geschmeckt haben mag, kann man sich nur mit leisem Schauder vorstellen. Allerdings war dieses Getränk vermutlich in der Hauptsache auch nicht als eine Sache des Genusses gedacht, denn das 15. und 16. Jahrhundert priesen den Waldmeister als Heilmittel gegen allerlei Erkrankungen der Leber. Sv rühmen z. B. Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts die Heilwirkung und den angenehmen Geschmack des Waldmeisterweins; „Waldmeyfter ..., ein traut, gefternet wie fleberfraut, ist aber zart, ein lyedli- chen geruchs, ... wärt bey menigklich für die leber gebraucht", so lesen wir in einem Kräuterbuch vom Jahr 1539, und im Jahr 1595 heißt's: „die unsere brauchen disz kraut allermeyst im meyen, in wein gelegt und darüber getrunken, soll das Hertz er- frewen, und der versehrten leber wieder aufhelffen". Wie recht hatte er, der weise Verfasser dieses Kräuterbuchs! Auch heute noch können wir die heilsame Wirkung des Maiweins feststellen, wenn uns „eine Laus über die Leber gelaufen" ist, und wir uns ob dieser Kränkung des wichttgen Organs in galliger Stimmung befinden. Und daß der Maitrank „das Hertz erfreroet", wer will es bestreiten? (Um noch eines anderen Zwecks des Waldmeisters zu erwähnen: fein Saft wurde früher gelegentlich gegen den Biß toller Hunde verwandt, feine Wurzel diente zum Rotfärben von Geweben. Das Volk glaubt, daß die Kühe mehr Milch geben, wenn man ihnen Waldmeister unter das Futter mengt. In den Ostseeprovinzen trocknet man das Kräutlein im Schatten, und hängt es in leinenen Beutelchen auf: es soll dann durch verstärkten Geruch herannahen- den Regen anzeigen.) Die Ätte, Waldmeister zur Maibowle zu verwenden, wird von Adelung und Campa noch nicht erwähnt, auch Oken (1841) kennt den Waldmeistertrank nur • als blutreinigenden Kräuterwein. Es scheint, daß die Maibowle in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts am Rhein aufgekommen ist und dann langsam ihren Siegeszug durch Deutschland angetreten hat. 1851 erschien „Waldmeisters Brautfahrt", ein Rhein-, Wein- und Wan- dermärchen von Otto Roquette. Ihm sei folgende Schilderung einer Maibowle entnommen: „Von neuem hat er jetzt gebraut Von unsres Prinzen Lieblingskraut, Getaucht in Rheinwein, eine Schale." feiner Rückkehr nach England ließ Cook eine sorgfältige Abschrift seines Schiffstagebuches machen, die er eigenhändig verbesserte und für die er eine besondere Widmungs-Titelseite schrieb. Dieses Tagebuch machte er seinem Freunde, dem Kapitän Augustus John Hervey von der Königlichen Marine, zum Geschenk. Kapitän Hervey schrieb, nachdem er das Tagebuch gelesen hatte, auf die Titelseite: „Das beste Schiffstagebuch, das ich jemals gelesen habe". Der zweite Band enthält Cooks Tagebuch von seiner zweiten Reise, 1772 bis 1775, in denen er mit den Schiffen „Resolution“ und „Adventure“ segelte, um den „großen südlichen Erdteil" zu entdecken. Er überschritt dabei zum ersten Male den südlichen Polarkreis, erreichte 71,10 Grad südlicher Breite und widerlegte durch eine zweite Weltum- feglung in den Gegenden, wo sich das südliche Festland befinden sollte, diese damals allgemein bestehende Vorstellung. Als er nach England zurückkehrte, war sein alter Freund, Kapitän Hervey, inzwischen seinem Bruder als dritter Earl of Bristol nachgesolgt, und dieser Name erscheint daher auf dem Titelblatt des zweiten Bandes feiner Tagebücher. Auf der letzten Seite dieses zweiten Bandes hat Cook seinen eigenen Namen mit einem Schnörkel unterzeichnet. Es ist nicht bekannt, wann und wie die beiden Bände in die Königliche Bibliothek von Schloß Windsor übergegangen find. Renate spricht alle Leute an. Von per Schwenzen. Es war in einem Cafä der Stadt. Ich saß so da und hatte nichts zu tun. Aber nicht darum handelt es sich hier — es handelt sich vielmehr um eine reizende junge Rotblondine, die in diesem. Augenblick von ihrem energischen Drahthaatterrier an einen Tisch in meiner unmittelbaren Nähe gezerrt wird. Immer habe ich Rotblondinen für eine ganz besonders zarte und stimmungsvolle und Drahthaarterrier für eine ganz besonders intelligente Rasse gehalten. Das doppelte Beispiel dieser meiner Weltanschauung nahm — teils auf einem Stuhl, teils auf meiner zu Boden gefallenen Mütze — Platz. Teils puderte es die Nase, teils beschnupperte es mein Hosenbein. Kinder und Hunde sind lebendige Brücken. Das Tier war übrigens wirklich reizend. Ich begann eine freundlich-alberne Unterhaltung mit der luftigen Stachelschnauze. Sie schnappte fröhlich nach meinem Zeigefinger. Der drohte sanft: „Soll das Hündchen auf Onkels Mütze fitzen? Was?" Ein zierlicher Entsetzensschrei der Herrin war die Antwort. „Renate, belästige den Herren nicht!" Renate wurde mit dem Strohhalm aus dem Limonadenglas gezüchtigt und mußte' sich von meiner Mütze zurückziehen und „bei Fuß" gehen. „Renate ist noch so jung! Verzeihen Sie tausendmal, mein Herr, Renate ist so schrecklich aufdringlich und spricht immer alle Leute an Ich heuchelte Entsetzen. Der Anfang aller Freuden und Leiden, das Gespräch war im Gange. Soweit sich das von Tisch zu Tisch machen läßt. Es läßt sich — in guten Formen — schlecht machen! Man müßte irgendwie eine Form finden, oder der Hund müßte es irgendwie einleiten, daß man sich zu der jungen Dame an den Tisch setzt. Ich fand keine rechte Möglichkeit dazu. Nein, ich kann mich doch nicht einfach da an Den Tisch setzen! Ein junger Mann, der schon zweimal die Tischreihe abpatrouilliert hatte, konnte es. Er murmelte lächelnd so etwas wie „Verzeihung ... Platz frei... Dame ... gestatten ..." Dabei trat er Renate noch auf die Pfote. Obwohl alles gegen den Jungen sprach, gefiel er mir eigentlich ausgezeichnet. Breites offenes Jungensgesicht, braun, frisch, ganz lachende Augen, und Zähne wie eine Mundwasserreklame. Ich fühlte auf einmal sämtliche Plomben meiner Zahnreihen. Ich konnte nichts dafür, daß die jungen Leute so laut sprachen. Sie sprachen nach wenigen Augenblicke ganz ungezwungen. Es schien eine Liebe auf Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung des Lustspiels „Der Etappenhase" von Karl Bunje statt. Die Erstaufführung dieses Lustspiels war em großer Erfolg. Spielleitung: Heinrich Hub. Die Rolle des Hein Lammers spielt Karl Ludwig Lindt. Die Dorstellunq findet als 30. Vorstellung der Dienstag- Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Nat-Soz. Kriegsopferversorgung. Am Dienstag, 11. Mai, findet um 20 Uhr eine Monatsversammlung im Restaurant „Burggraben (Cafe Ebel) statt. Einladungen sind bereits ergangen, wir bitten um vollzähliges Erscheinen. Am Mittwoch, 12. Mai, spricht in der Volkshalle Reichs- und Stoßtruppredner Gauinspektor Pg. Holzkämper. Unsere Mitglieder werden aufgefordert, an dieser Versammlung teilzunehmen. NSDAV. - Amt für Bottswohlfahrt. Ortsgruppe Gießen-Süd. Am Dienstag, 11., und Mittwoch, 12. d. M., findet im Bereich der Ortsgruppe Giehen-Süd die Lebensmittel-Opferringsammlung durch die 516.« Frauenschaft statt. Die Einwohnerschaft wird gebeten, die Spenden bereitzuhalten. Bund Deutscher Mädel, Untergau TI 6. Betr. Mädel- und IM.-Führerinnenbesprechungen. In dieser Woche finden für alle Mädel- und JM- Führerinnen und Sportwartinnen Besprechungen in folgenden Orten statt: Am Dienstag, 11. Mai, in Hungen für die Standorte Inheiden, Trais-Horloff, Utphe, Röthges, Nonnenroth, Steinheim, Langd, Dillingen. Am Mittwoch, 12. Mai, in Bettenhausen für die Standorte Muschenheim, Birklar, Langsdorf, Bellersheim, Obbornhofen, Eberstadt, Ober-Hörgern. Am Donnerstag, 13. Mai, in Steinberg für die Standorte Watzenborn, Hausen, Garbenteich, Steinbach, Grüningen, Leihgestern, Dorf-Gill. Antreten um 20.30 Uhr an den Heimen. f UN- den durch den Malojapaß, auf dem der Inn entspringt, davon getrennten Bergell. Mit tiefen Schluchten und granitnen Abhängen bietet diese Berglandschaft einen wundervollen Anblick, der den Bergsteiger zu Höchstleistungen anspornt, um sich ganz diesem gigantischen Zauber hingegen zu können. Die vom Vortragenden mitHeorachten Aufnahmen ließen die Schönheiten dieser Schweizer Berge mit ihren Schluchten und Graten, den Tälern und Bergrücken erkennen. Neben den Aufnahmen aus den Bergpartien des Bergells und der Bernina zeigte der Vortragende noch weitere Aufnahmen aus dem Engadin. Der Sektionsleiter, Direktor Wrede, machte sich zum Dolmetsch der Empfindungen der Versammlung und sprach Professor Dr. Schliephake den Dank der Sektion aus. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 11. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10 H, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 10 bis 11, Wirsing, % kg 15, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, gelbe Rüben 25 bis 30, neue, das Bündel 20, rote Rüben, Vi kg 10 bis 12, Spinat 25 bis 30, Römischkohl 12 bis 15, Spargel 40 bis 70, Unterkohlrabi 8 bis 12, Erbsen 30 bis 35, Tomaten 50 bis 60, Zwiebeln 15, Merrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 12 bis 15, Kartoffeln, alte, kg 5 Pf., 5 kg 46 Pf., 50 kg 3,80 bis 3,95 Mark, neue, Vi kg 18 bis 25 Pf., Aepfel, % kg 45, Zwetschenhonig 45, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Blumenkohl, das Stück 70 Pf., Salat 20 bis 30, Salatgurken 60 bis 70, Oberkohlrabi 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 15 bis 25, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, da^ Bündel 10 bis 15 Pf. * ** Eine Siebzigjährige. Am heutigen Dienstag, 11. Mai, kann Frau Barbara D i ttma r, wohnhaft Schützenstraße 8, in körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtstag begehen. Die Jubilarin nimmt noch an allen Geschehnissen regen Anteil. ** 60 Jahre alt. Am kommenden Donnerstag, 13. Mai, wird der Inspektor des Botanischen Gartens in Gießen, Hermann Nessel, 60 Jahre alt. Herr Nessel stammt aus Rudolstadt in Thüringen. Dort machte er seine Lehrzeit durch und von dort aus führte ihn eine lange Reihe von Lehr- und Wanderjahren durch Deutschland, die Schweiz, nach Frankreich und England: 1900 bis 1901 bekleidete er zum erstenmal eine Stellung an einem deutschen Universitätsgarten (Tübingen), 1902 war er zum erstenmal am Berliner Universitätsgarten tätig, wohin er später zurückkehrte. In Paris war er 1903 bis 1904 am Museum Histoire naturel tätig; seine englische Zeit verbrachte er in Chingford. Seit 1. Oktober 1926 ist er mit der gärtnerischen Leitung des Botanischen Gartens der Universität Gießen betraut. Ueberall hat sich Hermann Nessel den Ruf eines Pflanzenkultivators von seltener Geschicklichkeit erworben. Seine Kenntnis der Gattung Lycopodium hat seinem Namen in der ganzen Welt Ansehen und Geltung eingetragen. Das Emähningshilssiverk in Gießen beginnt. Am Sonntag, 3 0. Mal, treffen am Vormittag die auswärtigen Kameraden mit Sonderzügen und mit den fahrplanmäßigen Zügen ein. Sie werden am Bahnhof einen würdigen Empfang finden und anschließend vom einem Ehrenzug des JR. 116 mit der Marschmusik durch die Stadt zur Volks- Halle geleitet werden. Die Kasernen stehen den Kameraden zur Besichtigung offen. Mittags von 12 bis 13.30 Uhr findet im Anschluß an die vorausgegangene Wiedersehensfeier in der Volkshalle gemeinschaftliches Mittagessen aus der Feldküche statt. Der „Schlag" kostet 50 Pfennig. Bis 13.30 Uhr muß das Essen, das in der Dolkshalle und im Schützenhaus aus der Feldküche verabreicht wird, beendet sein. Ab 14 Uhr folgt auf dem Trieb an der Volkshalle eine große Wehrsport-Veranstaltung des JR. 116, bei der das Regiment in 18 Nummern der Dortragsfolge eine außerordentlich vielseitige Uebersicht über die Pflege des Sports in der neuen Wehrmacht geben roirb. Für die Besucher der Veranstaltung werden rund 2000 Sitzplätze an der Volkshalle, vor der Liebigshöhe und an der Grünberger Straße hergerichtet. Konzert und Tanz in der Volkshalle werden den Ausklang des Tages und damit den Abschluß der gesamten Veranstaltung bilden. Am Haupttage, Sonntag, 30. Mai, werden auf den Strecken Lauterbach—Gießen und Frankfurt —Gießen Sonderzüge für die auswärtigen Kameraden gefahren. Der Sonderzug von Lauterbach her kommt um 8.30 Uhr in Gießen an, der Sonderzug aus Richtung Frankfurt trifft um 8.45 Uhr hier ein. Aus der Strecke Gelnhausen—Gießen hat sich wegen zu geringer Voranmeldung ein Sonderzug leider nicht als durchführbar erwiesen, so daß die Kameraden aus den Orten an dieser Strecke mit dem fahrplanmäßigen Zug um 9.25 Uhr an Gießen eintreffen werden. Die Besichtigung der Kasernen am Sonntag wird von 10 Uhr ab erfolgen. Von dort aus begeben sich die Kameraden in die Dolkshalle zum kameradschaftlichen Beisammensein. Zur Bereitung des Feldküchen-Mittagessens setzt das Regiment 16 Feldküchen ein, in denen für rund 3 0 0 0 Mann das Mittagessen bereitet wird. Da, wie stets bei solchen Veranstaltungen, großes Interesse für den Feldkücbenschlag bestehen wird, empfiehlt sich die rechtzeitige Beschaffung der Eßkarten, da nur diejenigen Festteilnehmer ihren Schlag aus der Feldküche erhalten können, die im Besitze einer Eßmarke sind. Wer nach dieser Richtung hin mit seiner Anmeldung zu spät kommt, wird leer ausgehen müssen. Zur bequemen Beförderung der schwerkriegsbeschädigten Kameraden vom Bahnhof zur Volkshalle und zurück zum Bahnhof wird das Regiment, wie auch bei früheren Gelegenheiten dieser Art, entsprechende Fahrzeuge zur Verfügung stellen. Man hofft auch, daß aus den Reihen des NSKK. Kraftwagen für diese Aufgabe bereitgestellt werden. Interessant ist in diesem Zusammenhänge, daß selbst 91 Jahre alte Kameraden, beide Altoeteranen von 1870/71, ihr starkes Interesse an diesem 116er-Tag bekundet haben und gerne bei diesen Ereignissen dabei sein möchten. Es handelt sich um je einen 91 Jahre alten Veteran aus G i e ßen und aus Groß-Felda. Die beiden alten Soldaten sind den 116ern als Ehrengäste besonders herzlick willkommen. Nach allen Vorarbeiten und der dabei zutage getretenen Einsatzfreudigkeit zu urteilen, kann man heute schon, wenn der Wettergott der Veranstaltung aünstig gesinnt ist, mit einem vollen Gelingen der kameradschaftlichen Feiern rechnen. Am Mittwoch, 12. Mai, wird mit der Sammlung der Küchenabfälle begonnen. Das 116er-Treffen in Gießen 37. Fortsetzung. und ein schmales, langes Wolkenschiff segelt geruhsam darunter hin. Immer neue Wunder, immer neue Schönheit findet Gisch auf ihrem Wege. Als sie sich endlich zum Bahnhof zurückfindet, ist der Zug nach Eisenach schon lange abgefahren und der nächste fährt am anderen Morgen. Sie ist ein wenig bestürzt, denn nun kommt sie zur Beerdigung nicht mehr zurecht. Aber Tante Liesa wird ihr deswegen nicht böse sein. Sie weiß ja, wie es geschehen ift. Da sucht sich Gisch ein Gasthaus, wo sie zur Nacht bleiben Fann. Aus dem Marktplatz im „Goldenen Löwen" gibt es ein Zimmer. Ach Gott, mit geblümten Bettbezügen, mit einer Kuckucksuhr und mit drolligen bun- ten Bildern an der Wand. Und eine Frau ist da, die muß immer lachen, und die sagt ihr, daß sie die Schuhe hinausstellen soll, der Hausknecht putzt sie dann, und ob das Fräulein morgen geweckt werden will. Und dann liegt sie in diesem Bett, unter einem hohen Berg von Federn. Und dieses Bett riecht nach Sonne und Wind. Das Fenster ist offen und läßt die würzige Nachtluft herein. Am Margen hört sie das Klopfen des Haus- knechtes ganz weicher. Sie sagt „Ja! Schon gut!" dreht sich mit einem wohligen Seufzer um und schläft weiter. Und verschläft den Frühzug. Aber einmal schafft sie es doch, und dann erlebt sie eine Eisenbahnfahrt, die ist das Allerherrlichste, was ihr jemals widerfuhr, und sie dann in Eisenach ankommt, ist sie ganz taumelig vor Seligkeit. Sie fragt sich nach dem Lutherplatz durch, und jcbermann gibt ihren fröhlichen Augen gerne Aus- Fünft. Der Notar ist ein freundlicher, alter Herr mit einem riesigen Dollbart. „Was!" sagt er und schlägt sich aufs Knie. „Sie fmö das Fräulein Karoline Amelung aus Berlin? So was Junges, Kleines!" Gisch ist leicht gekränkt. „Don wegen!" meint sie. Der Notar lacht noch ein Weilchen vor sich hin, wahrend er die Nachlaßsache Schüßler-Hohenheim YervorFramt. Dann wird er ernst. „Dem Willen der Erblasserin entsprechend ist die Testamentseroff nung bereits erfolgt. Sie sind die Allemerbln. Ich lese Ihnen das Testament vor." (Nachdruck verboten.) 24. Nur noch Fnapp drei Wochen trennen uns von dem großen Treffen der einstigen 116er und ihrer Kameraden vom aFtiven Regiment mit den Gießener DolFsgenossen bei dem großen 116er-Tref- fen am 29. und 30. Mai in Gießen. Seit Wochen ist von den Ausschüssen der Kameradschaft ehern. 116er Gießen eifrig Vorarbeit für diese große Veranstaltung geleistet worden. Das Ergebnis dieser Tätigkeit wurde am gestrigen Montagabend in einer Besprechung des Gesamtausschusses zur Vorbereitung des Treffens klar erkennbar, und es rechtfertigt die Erwartung, daß diese Veranstaltung der alten Soldaten und des aktiven Regiments einen besonderen Höhepunkt in unserer Stadt darstellen wird. Das 116er-Treffen 1937 beginnt am Samstag, 29. Mai, um 18.30 Uhr mit einer Gefallenen- Ehrung am 116er - Denkmal auf dem Landgraf-Philipp-Platz. An dieser Feier werden neben den Vertretern der Partei und der Behörden mit der Stadt Gießen zur weiteren Verwertung abgeholt werden. Hausfrauen! Durch die Tagespresse und durch die Aufrufe unserer Führung im Rahmen des Vierjahresplanes sind Sie alle darüber aufgeklärt, wie unendlich wichtig die restlose Sammlung und Erfassung dieser Küchenabfälle zur zusätzlichen Auf- mäftung von Schweinen für die Ernährung des deutschen Volkes ist. werft daher keine der obengenannten Süchen- abfälle mehr fort, sondern sammelt sie für das deutsche Volk! Es wird jedoch gebeten, flüssige Speisenreste, wie Suppe und Soßen, mit obigen Küchenabfällen nicht zu sammeln. Und jetzt ans Werk! Heil Hitler! Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. „HinierjedemGeNMNMßemLebendekstehen!" Fördert die Kriegsgräberfürsorge! — Neuer Kreisgruppenführer in Gießen. Skandal um Dr.Vandergruen Vornan von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. Die Kreisgruppe Gießen des Dolksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hielt am gestrigen Montagnachmittag im Stadthaus, Gartenstraße zu Gießen, eine Sitzung des Vorstandes und Beirats der Kreisgruppe ab, bei der es sich vor allem darum handelte, für die Kreisgruppe Gießen einen neuen Leiter zu bestellen. Der bisherige Kreisgruppenführer, Landgerichtsrat T r ü m p e r t, hat aus Gesundheitsrücksichten bereits vor einigen Monaten sein Amt als Kreisgruppen- ührer niedergelegt. Die Geschäfte wurden seitdem von dem stellv. Kreisgruppenführer, Universitäts- Bürodirektor Kinkel, geleitet. In der gestriaen Sitzung sprach Bürodirektor Kinkel dem von seinem Amte zurückgetretenen seitherigen Kreisgruppenführer, Landgerichtsrat T r ü m p e r t, unter warmer Würdigung seiner langjährigen Arbeit und einer großen Verdienste um die Ziele der Deut» chen Kriegsgräberfürsorge herzlichen Dank und bleibende Anerkennung aus. Landgerichtsrat Trüm- p e r t hob bei dieser Gelegenheit besonders die verdienstvolle Mitarbeit des ehrenamtlich tätigen Ge- chäftsführers, Verwaltungsinspektor Häuser, hervor, durch dessen sorgsame und eifrige Mitarbeit die bisherige fruchtbare Tätigkeit der Gießener Kreisgruppe vor allem erst möglich geworden sei, und dem in besonderem Maße Dank und Anerkennung gebühre. Entsprechend den Wünschen der krelsgruppen- leilung und des Beirats hat sich Begierungs- bautet Gerlach vom staatlichen Hochbauamt in Gießen bereit erklärt, das Amt des Kreisgruppenführers der Kreisgruppe Gießen anzunehmen und in Gemeinschaft mit den von ihm zur Weiterarbeit aufgeforderten bisherigen Beirut alle Kraft für die Aufgaben der Deutschen Kriegsgräberfürsorge einzusehen. MAGGISUPPEN I enthalten alles, was zu einer guten Suppe gehört MAGGP Suppen lind |m großen so sorgfältig hergestellt, wie auch die Haus- ein© wohMMne$ken immer Heben damit er Er- n, zur kgräber en. dem rotive ietzen, iuher- tage ge. 1,1 man staltung gen der tn diesem wg stellen dez iitaefteiH 'rd. Da, f ^nter. ‘Ung tteilneh? kn kön. kr nach , 5U spat riegg, it, ich BottO-S ainN B- • an, t. inwbtfto it M«? ch-n, * di« ** (er äulein i“ Herr ««s ©Jtxfpont Handball im Sportkreis Gießen Mhrkampstag des Sporlkreises Gießen Hier abschneiden! Zum 1. Male in (Heften! Heute CARLNöWÄCK 3318° GIESSEN SELTERSWEG 8) Mirigskn feiern Sie Im neuen Complef! Wählen Sie es aus der reichen Fülle der Neuheiten, wählen Sie es bald bei Weitsprung mit 4,22 Meter, Speerwerfen ungewer- tet; 2. G. Schmidt (Mtv.) 69 Punkte; 3. Reinstädler (Tv. Heuchelheim) 68 Punkte; 4. Pflüger (Mtv.) 68 Punkte; ö. Baum (Postsportv.) 67 Pkte. Sportamt »Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Boxen: Schillerschule, Schillerstraße, Schulsaal, 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen: Bolksbad, Seltersweg — für Männer und Frauen gemeinsam — 20 bis 21 Uhr, nur für Frauen 21 bis 22 Uhr. Fröhliche Gymnastik und Spiele: Lyzeum, Dammstraße 26, 20 bis 21 Uhr. Reiten: Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr. dem 259 Einzelmilglleder an. Aus diesen Zah- len ergibt sich, daß hinsichtlich des Beitritts von korporativen und Cinzelmitgliedern noch viele Erfordernisse zu erfüllen sind. Aus den Mitgliederbeiträgen, aus Spenden und aus den Erträgnissen von Sammlungen besitzt die Kreisgruppe Gießen gegenwärtig einen Vermögensbestand von rund 18 100 RM., der beim Oberrheingau deponiert ist und nach weiterer Auffüllung dazu dienen soll, der Kreisgruppe Gießen die Her- Weitsprung mit 5,78 Meter, Kugelstoßen mit 11,05 Meter; 2. Büdenbender (VfB.-R.) 2125 Punkte; 3. Diedrich (VfB.-R.) 2107,50 Punkte. Frauen. Fünfkampf: 1. E. Röhmig (Mtv.) 207 Pkte., 100 Meter in 14 Sek., Hochsprung mit 1,32 Meter; Weitsprung mit 4,69 Meter, Kugelstoßen mit 10,50 Meter, Speerwerfen mit 29,25 Meter; 2. M. Seim (Mtv.) 81 Punkte: 3. R. Lippert (1900) 75 Punkte. Dreikampf: 1. M. Lösch (1900) 82 Punkte, 100 Meter in 14,6 Sek., Weitsprung mit 4,43 Meter, Kugelstoßen mit 8,50 Meter; 2. E. Schmidt (VfB.°R.) 57 Punkte; 3. E. Werner (1900) 38 Pkte., 4. Altendorf (Mtv.) 29 Punkte. Mädchen. Vierkampf: 1. E. Seim (Mtv.) 85 Punkte, 100 Meter in 15,2 Sek., Hochsprung mit 1,25 Meter, ter, Kugelstoßen mit 7,89 Meter, Diskuswerfen mit 23,03 Meter; 2. Huppert (VfB.-R.) 1630,20 Punkte; 3. Eger (Mtv.) 1575,40 Punkte. Dreikampf: 1. Moos (VfL. Lollar) 1505,50 Punkte, 200 Meter in 24,9 Sek., Weitsprung mit 5,63 Meter, Kugelstoßen mit 9,60 Meter; 2. Ott (Tv. Ruttershausen) 1296,50 Punkte. Jugend A. Fünfkampf: 1. Kley (VfB.-R.) 4036,35 Punkte, 100 Meter in 11,9 Sek., 400 Meter in 56,3 Sek., Weitsprung mit 6 Meter, Diskuswerfen mit 31,01 Meter, Speerwerfen mit 42,20 Meter; 2. Oehler, A. (VfB.-R.) 2928,10 Punkte. — Bender (1900) infolge Sturzes ausgeschieden. Dreikampf: 1. Schleenbecker (Tv. Ruttershausen) 2775,50 Punkte, 100 Meter in 12,8 Sek., Hochsprung mit 1,65 Meter, Kugelstoßen mit 13,95 Meter; 2. Schmidt (Mtv.) 2311 Punkte; 3. Hinrichs (1900) 2177 Punkte; 4. Schreier (Postsportv. Gießen) 2147,50 Punkte. Jugend B. Jnteressentenwollen sich im Versteigerungslokal melden richtung und Unterhaltung eines Patenfriedhofes, wahrscheinlich in Polen, zu ermöglichen. Im Hinblick auf diese große Aufgabe ist weitere rege Opferbereitschaft für die Kriegsgräberfürsorge dringend zu wünschen. Der neue Kreisgruppenführer und der Beirat hegen die Hoffnung, daß ihr Appell an die Volksgenossen zur Mitarbeit an dieser großen und schönen Aufgabe überall regen Widerhall und volle Opferbereitschaft finden wird. Aus täglich frrsch emtreffenden Sendungen emvfehlen wrr diese Woche als besonders preiswert: ZUM Svltzeu im Ausslvllltl 3315 A ° 500 ß von 35 H an zliek Marie..Fist" 500 ß von 35 A an MlfWe....... 500 s von 50 H an llolznngen...... 500 ü von 60 H an A. Koch Nachfolger MäuSburg 15 Fernruf 3612 20—22.15 Uhr ,2sr0 30. Dienstag-Miete Der Etappenhase Lustspiel von Bun je. Preise von 0.60—3.00 RM. Mittwoch, 12. Mai 1937,14 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28 (Verstergerungslokal) bzw. an Ort und Stelle zwangsweise gegen Barzahlung: Haus-, Laden- und Büromöbel, Schrelbmaschin., Kassenschränke, Registrierkassen, Schreibtischgar- nituren, Füllfederhalter, Radios, Grammophone, Klaviere, Musik- Instrumente, Fotoalben, Betet)6 nungen, Aauarells, Korbe, Kordel, Besen, Bürsten, Handschuhe, Stoffe, 1 Mantel usw. Seiner roetöen ceRimmloetiteigeri 1 Ladeneinrichtung, bestend aus mehreren Theken und Regalen, 1 Kupferkessel, 1 Nähmaschine, Handschuhe, Kragen, Strümps' Halter, Sportmützen usw. Aus freier Hand verkaufe ich: Neue Möbelstücke aller Art. Die Entscheidungsspiele der Jugendklasse endeten mit Ueberraschungen. Zwar ging es diesmal noch glimpflich ab. Trotzdem verlor der favorisierte Mtv. Gießen einen wichtigen Punkt. Im anderen Falle war es Lützellinden, das Münchholzhausen auf eigenem Platz nur ganz knapp und zudem noch unverdient gewinnen ließ. Dadurch aber ist die Frage nach dem Endsieger auch weiterhin offen, zumal Münchholzhausen im Augenblick mit einem Punkt in Führung liegt. Tv. Lang-Göns — 2Uto. Gießen 9:9 (5:3). Die Lang-Gönser zeigten sich diesmal in ausgezeichneter Verfassung. Sie waren in der ersten Halbzeit ihrem Gegner klar überlegen, hatten sich während dieser Zeit allerdings etwas verausgabt, o daß Gießen zum Schluß mit etwas Glück wenig- tens noch einen Punkt retten konnte. Die Gäste tonnten, das muß gesagt werden, auch diesmal nicht gefallen, so daß ihr Endsieg — wenn sich die Mannschaft nicht umstellen sollte — ernstlich gefährdet erscheint. Tv. Münchholzhausen — Tv. Lühellinden 7:6 (5:3). Zwar konnten sich die Platzbesitzer zwei überaus wichtige Punkte sichern, der Sieg wurde ihnen aber sehr schwer gemacht. Denn der Gegner wuchs über sich selbst hinaus und zeigte ein Spiel, wie lange nicht mehr. Wäre die gegnerische Hintermannschaft während einer Drangperiode in der zweiten Halb- zeit nicht auf ihrem Posten gewesen, so hätte Lützellinden sicher gewonnen. Freundschaftsspiele. Tuspo Niedergirmes — Tv. Dutenhofen 13 :6 (6:3). Obwohl die Gastgeber diesmal reichlich Ersatz in ihren Reihen hatten, konnte Dutenhofen nie ge- fährlich werden. Das Spiel ging deshalb so hoch verloren, weil sich die Gäste zu keiner Zeit zu einer einheitlichen Leistung aufraffen konnten. Tv. Hausen — Tv. Ruttershausen 19 : 5 (14 :1). Obwohl Ruttershausen nicht mehr den Gegner von ehedem darstellt, zeigt das Ergebnis, wie stark Hausen z. Z. ist. Die Mannschaft, die in allen Teilen gleich gut besetzt ist, war den Gästen um eine Klasse überlegen und siegte wie sie wollte. Allerdings muß man Ruttershausen zugute halten, daß die ausgestellte Mannschaft viele Schwächen aufwies und daß ihr vor allem die Uedung fehlt. Tv. Garbenteich Jgd. — Tv. Hausen Igd. 4 : 5 (2 : 2). Der Sieg der Gäste war zwar knapp, aber vollkommen verdient. Tv. Garb enheim — To. Dornholzhausen 11:6 (4:3). Nun hat auch die Mannschaft von Dornholzhausen, die Sieg auf Sieg errang, ihren Bezwinger gefunden. Man hätte es Garbenheim allerdings nicht zugetraut, nachdem man dort in der letzten Zeit leider wenig gezeigt hatte. Die Sache wird Nttiovs Gerichtsvollzieher in Gießen. Schillerstraße 5. Tel. 3660. aber verständlich, wenn man weiß, daß Dornholzhausen mit Ersatz antrat. Die beiderseitigen Jugendmannschaften trennten ich mit einem Äeg der Gäste mit 4:8 (0:6). MSV. „Barbara" (Sportverein III/9CR. 9) Gießen. Staffelsieger beim Vuhbacher Handballturnier. Der MSV. „Barbara" Gießen, der Sportverein der III. Abtl. Art.-Regt. 9, stand am Sonntag zum ersten Male mit den Handball-Sportvereinen in Konkurrenz. Seine erste Teilnahme an einem Hand- ball-Turnier brachte ihm ttotz zäher Kämpfe einen Staffelsieg ein. Dieser Erfolg ist um so wertvoller, als die Mannschaft in neuer Aufstellung antrat und ohne nennenswertes Training sich den routinierten Handballsportlern ebenbürtig zeigte. In Butzbach traf die Mannschaft auf den VfB.-R. Gießen, den Tv. Heuchelheim und den Tv. Holzheim. Der MSV. „Barbara" trat mit folgender Mannschaft an: Lüdtke 9. AR. 9; ArnoL) 7 ÄR. 9, Engel 8. AR. 9; Richter 8. AR. 9, Mann, Stab, Hahn 7 AR. 9; Hötzel 9 AR. 9, Ollhoff 8. AR. 9, Färber 9 AR. 9, Winden, Stab, und Wissenbach 7 AR. 9. Gleich im ersten Spiel, das jeweils zehn Minuten pro Halbzeit ausgetragen wurde, konnten die Artilleristen leicht über die Elf des VfB.-R. Gießen gewinnen. Härter war der Kampf gegen den Tv. Heuchelheim, der sich aber gleichfalls den besseren Leistungen der Soldaten beugen mußte. Erst dem spieltüchtigen Tv. Holzheim mußten die Soldaten die Punkte überlassen. Da die Artilleristen mit den Holzheimern punktgleich standen, mußte das Entscheidungsspiel den Sieg bringen. Durch einen wohl- durchdachten Durchbruch des Sturmes Ollhoff, Höl- zel, Färber tarnen die Artilleristen vor basi Holz- Heimer Tor, und Unteroffizier Winden erzielte den siegbringenden Wurf. Mit einem knappen 1:0 endete das hartnäckige Ringen für den MSV. „Barbara" Gießen, der dadurch Staffelsieger wurde. In diesen Vorkämpfen um den Staffelsieg gab es auf beiden Seiten ein hartnäckiges Ringen. Der Torhüter der Soldaten glänzte durch ausgezeichnete Paraden, und auch die Hintermannschaft zeigte sich allen Anstürmen gewachsen. Der Sturm zeichnete sich durch gutes Zusammenspiel aus, und nur durch das wenig ausgefeilte Torspiel verschenktest die Soldaten drei Torchancen. Im Kamps mit den Gegnern wuchsen die Leistungen des Sturmes, und nur dadurch konnte in dem Entscheidungsspiel gegen Holzheim ein Unentschieden erzwungen werden. Der siegbringende Treffer fiel erst nach Verlängerung der Spielzeit. Erst beim Zusammentreffen des MSV. „Barbara" mit dem Sieger der zweiten Staffel, dem spielerfahrenen Tv. Kirch-Göns, mußten die Soldaten die Segel streichen. Hierbei machte sich das mangelnde Training bemerkbar. Trotzdem jeder einzelne Spieler sein Bestes hergab, blieb der technisch bessere und spieltüchtigere Gegner Sieger. Nur durch Glückwunschtelegramm an Korpsführer Hühnlein. An den Korpsführer des NSKK., Hühnlein, in Tripolis richteten der Reichsjugendführer Baldur von Schirach und der Reichssportführer von Tscharnrner und Ost en folgendes gemeinsames Telegramm: „Wir beglückwün chen Sie zu dem größten Erfolg deutscher Rennwagen, der als Symbol deutscher Energie und Arbe tskraft gerade in diesen lagen von allen Deutschen doppelt dankbar begrüßt wird. Heil Hitler! v. Tscharnrner und Osten. Baldur v. Schirach." Der Abschluß des Standort-Geländelaufes. Wie wir am Samstag schon mitteilen konnten, hat bei dem Standort-Geländelauf der Gießener Wehrmachtsteile die 3. Komp. JR. 116 mit 504 Durchschnittspunkten die beste Leistung vollbracht. An zweiter Stelle folgte mit 4,05 Durchschnittspunkten die 8. (MG.) JR. 116, an dritter Stelle die 1. Komp. JR. 116 mit 3,25 Durchschnittspunkten. Die übrigen Kompanien und Batterien rangierten in nachstehender Reihenfolge, wobei Dp. = Durchschnitts- punkte bedeutet: 4. 2. Komp. JR. 116 2,41 Dp.; 5. Nachrichten-Zug JR. 116 2,20 Dp.; 6. 7. Satt. AR. 9 1,89 Dp.; 7. 7. Komp. JR. 116 1,86 Dp.; Fünfkampf: 1. Jughard (Mtv.) 3780,25 Punkte, 100 Meter in 12,7 Sek., Hochspruna mit 1,40 Meter, Weitsprung mit 5,38 Meter, Kugelstoßen mit 11,70 Meter, Speerwerfen mit 37,85 Meter; 2. ©emmer (VfB.-R.) 3472,50 Punkte; 3. Schwarz (VfB.-R.) 3358 Punkte; 4. Krollpftif- fer (VfB.-R.) 3091,25 Punkte. Dreikampf: 1. Bepperling (Tv. Rutters- Am Sonntagvormittag brachte der Sportkreis Gießen bei bestem Leichtathletikwetter seine Mehrkämpfe zum Austrag. Wenn auch die Beteiligung in einigen Klassen hätte besser sein dürfen, so war doch die Veranstaltung im ganzen genommen ein voller Erfolg. Bei reibungsloser Abwicklung gab es spannende, durchweg auf hoher Leistungsstufe stehende Kämpfe. Oie Ergebnisse: Männer. Fünfkampf: 1. Kilo (1900), 2962,20 Punkte, 400 Meter in 58 Sek., Hochsprung mit 1,47 Meter, Dreisprung mit 11,37 Meter, Kugelstoßen mit 12,64 Meter, Diskuswerfen mit 40,99 Meter; 2. Strack (Mtv.) 2387,80 Pkte.; Jmmel (1900) 1907,50 Pkte. Dreikampf: 1. Mieritz (1900) 1443,40 Pkte., 200 Meter in 24,9 Sek., Weitsprung mit 5,63 Meter, Kugelstoßen mit 8,91 Meter; 2. Lindenstruth (Mtv.) 1442,10 Punkte; 3. Frz. Koch (1900) 1421,50 Punkte. Werfervierkampf: 1. Luh (DfB.-Reichsb.) 1709,90 Punkte, Kugelstoßen mit 13,24 Meter, Diskuswerfen mit 36,02 Meter, Speerwerfen mit 40,10 Meter, Hammerwerfen mit 30,07 Meter; 2. Dr. Jakob (VfB.-R.) 1118,30 Punkte; 3. Dr. Hopfenmüller (1900) 1093,10 Punkte. Junioren. 8. 4. Komp. JR. 116 1,73 Dp.; 9. 5. Komp. JR. 116 1,32 Dp.; 10. 17. (EMG.) JR. 116 0,54 Dp.; 11. Nachrichten-Zug II JR. 116 0,42 Dp.; 12. 8. Batt. AR. 9 0,27 Durchschnittspunkte. Die nachfolgenden Formationen, die die Durchschnittspunktzahl nicht mehr erreichten, schloffen sich nach der Höhe der Minuspunkte an: 13. 9. Batt. AR. 9 0,50 Mp.; 14. 13. Komp. (IG.) JR. 116 0,82 Mp.; 15. Nachrichtenzug III AR. 9 0,97 Mp.; 16. 14. Kompanie (JPzAbw.) JR. 116 1,24 Mp.; 17. 6. Komp. JR. 116 1,28 Mp.; 18. 15 (E.) INI 16 2,54 Mp.; 19. Nachrichtenzug, Reiter-Zug und Musikkorps JR. 116 11,25 Mp.; 20. 16. Komp. (E.) JR. 116 37,14 Minuspunkte. Die besten Läufer des Standorts: 1. Unteroffizier Riechet, 3. Komp. JR. 116 mit 18,15 Min.; 2. Unteroffizier Wode, 7.Komp. JR. 116 mit 18,45 Minuten. Reichsbimdlehrsl Brox in Gießen. In allen Gauen des deutschen Reichsbundes für Leibesübungen haben die bestellten Reichsbundleh- rer ihre Tätigkeit ausgenommen. Für den Gau Hessen (XII) ist der Leiter der Gausportschule in Marburg, Herr Brox, mit der Schulung beauftragt. Ein festgelegter Plan sieht den Reichsbund- lehrer. an jedem Donnerstagabend auf dem 1900» Sportplatz für den Sportkreis Gießen an der Arbeit. Diese umfaßt in erster Linie die Ausbildung in der Grundschulung, daneben finden auch die rein leichtathletischen Disziplinen Berücksichtigung. Jede Dame «fe. ihre eigene Zuschneiderin! Für unsere deutschen Frauen! Wir veranstalten nur 4 Tage unser großes WWW Schau- Zuschneiden HMMH mitvraktischenVorführungen.Selbstzuschneiden Berbarsten Kleider ohne Komvltzterthett I rößter Leichtigkeit. 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Heuchelheim) 1881,70 Punkte, 400 Meter in 56,6 Sek., Hoch- ----- ... r , .. 4Oc fprung mit 1,37 Meter, Dreisprung mit 10,52 Me- hausen) 2440,50 Punkte, 100 Meter m 12,5 Sek., Stadttheater INHABER CARL HEINZ SCHÜJTEP Aus der engeren Heimat Mann- Wirtschaft MSV. „Barbara' er I MSV. „Barbara' Tv. Kirch-Göns 1:5. unver- 121,50 133,50 203,75 153,50 VfB. Krofdorf Turnverein Wieseck VfB.-Reichsbahn 2. Leihgestern Sp. 1920 Lollar Rüddingshausen Gew. 2 2 1 1 1 0 Spiele 2 3 2 2 2 3 m-VA. unverändert ert 129,50. . , . r ________... Gambach und der Spielvereinigung 1900 Gießen durchsetzen konnte. gängern gestört, weit über das offene Feld stürmten und die Orientierung verloren hatten. Während zwei Tiere vor dem Orte noch rechtzeitig kehrtmachten, rannte das dritte, ein Schmaltier, an der alten Linde vorbei, als ob es schnurstracks auf die Burg hinauf wollte. In dem Draht eines Gartenzaunes verfing es sich und konnte von herbeieilenden Leuten aus seiner Lage befreit und fest- Die nächsten Begegnungen sind: Am 23. Mai: Leihgestern — Wieseck; Krofdorf — Rüddingshausen; VfB.-Reichsbahn 2. — Lollar. Am 30. Mai: Krofdorf — Leihgestern; Lollar — Wieseck; Rüddingshausen — VfB.-Reichsbahn 2. Spielvereiniguna 1926 Leihgestern. Leihgestern Igd. — Rüddingshausen I 4:1 (2:1). Am Sonntag sollte die 1. Jugend von Rüddingshausen in Leihgestern das fällige Pflichtspiel um die Kreismeisterschaft durchführen. Stattdessen kam die 1. Mannschaft, geschwächt durch drei Jugendspieler in Leihgestern an und verlor gegen die Jugend der Spielvereinigung, die mit vier Mann Ersatz antreten mußte, mit 4:1. Da vier Mann der 2. Jugend in die 1. Jugend aufrücken mußten, fiel das Spiel der 2. Jugend gegen VfB.-R. Gießen aus. Endspiel: Staffelsieg! Gießen — Staffelsieger II Entscheidungsspiel: ___ ,,__________ Gießen — Tv. Holzheim 0:0; nach Verlängerung Universität Ziesten-Tv. Herborn. Handball: 4:4 (4:1). Fußball: 2:2 (2:0). Die Handball- und die Fußballmannschaft der Universität Gießen waren nach Herborn eingeladen. Daß sich eine recht stattliche Anzahl von Zuschauern einfand, ist bei dem guten Ruf, den die Gießener genießen, verständlich. Leider wurde den Herbornern nicht das geboten, was sie erwartet hatten, nämlich Meisterleistungen. Schuld daran hat wchl vor allem die schlechte Beschaffenheit des Spielfeldes. Im Handball wäre die Universität beinahe unter die Räder gekommen. Jedoch langte es noch zu einem Unentschieden. Die Herborner zeigten großen, nie erlahmenden Eifer. Im Fußball trat Gießen mit mehreren neuen Leuten an, die sich auch recht gut bewährten. Mit Bell im Sturm wäre wohl ein anderes Resultat herausgespielt worden. DRL, Zachamt 2, Fußball. Zugendgruppe Gießen. In den Gruppenspielen kam es am Sonntag zu den erwarteten Ergebnissen. Die Niederlage von VfB.-Reichsbahn kommt überraschend. Nach diesen Ergebnissen zeigt sich nun folgender Tabellenstand am 9. Mai: Das erste Auftreten des MSV. „Barbara", der sich trotz dienstlich starker Inanspruchnahme und unzulänglichen Trainings seiner Mannschaft gleich eine so große Aufgabe oorgenommen hatte, wurde mit einem Staffelsieg belohnt, der nur durch höchsten persönlichen Einsatz jedes einzelnen Spielers errungen werden konnte. Die Mannschaft wird weiter an sich arbeiten und ihren unbeugsamen Siegeswillen beibehalten. Ergebnisse. Staffel I: MSV. „Barbara" Gießen — VfB.- Reichsbahn Gießen 2:1; MSV. „Barbara" Gießen gegen To. Heuchelheim 2:1; MSV. „Barbara" Gießen — Tv. Holzheim 1:2 Abendbörse ruhig. Die Abendbörse entbehrte jeder Anregung und nahm auf allen Gebieten einen stillen Verlauf. Gegen den Berliner Schluß wiesen die Kurse meist eine behauptete Haltung auf. Etwas niedriger notierten u. a. IG. Farben mit 168,50 (169), Schuckert mit 169,50 (170), Geffürel mit 150,50 (151), Deutsche Linoleum mit 177,50 (178), Buderus mit 126 (127), andererseits waren BMW. 0,50 v. H. höher mit 154,50 und MAN. 0,75 v. H. mit 127. Am Einheitsmarkt stiegen Schriftg. Stempel auf 108 (107,50). Auch der Rentenmarkt war ohne besondere Vorgänge, etwas Geschäft hatten Eisennus 115,25 (114,50), Muag exklusive 5,4 v. H. Dividende etwa 147 (152), dagegen Rheinmetall 150,50 (151). Von Elektropapieren gingen Schuckert auf 169,50 (170,75) und Licht & Kraft auf 148,75 (149,75) zurück, andererseits Felten 142,50 (142) und AEG. 42,75 (42,65). IG. Farben empfingen von den Hauptversammlungs - Ausführungen keine Anregung und lagen mit 169 (169,25) wenig verändert. Autowerte notierten bei kleinsten Umsätzen schwächer, BMW. 154 (155,25), Daimler 139,25 bis 139,50 (140,25). Von Spezialwerten hatten Westdeutsche Kaufhof größere Nachfrage mit 62,40 bis 63,13 (62), ebenso Hanfwerke Füssen mit 111 (110), leicht erhöht waren ferner Bemberg mit ““ (121) und AG. für Verkehrswesen mit (133,13). Etwas niedriger Reichsbank mit (204,50). Unverändert lagen Holzmann mit und Zellstoff Waldhof mit 160. gehalten werden. Der telephonisch benachrichtigte zuständige Forstbeamte in Krofdorf stellte an dem Tier nur leichte Kratzwunden fest, so daß man ihm die Freiheit schenken konnte. Um es nicht neuen Gefahren auszusetzen, lud man es auf einen Auto- Lieferwagen und fuhr es in den Krofdorfer Wald, , , ...... wo es in langen Fluchten im schützenden Dickicht Himmelfahrtstag unser Dorf, die, wohl von Spazier-1 .verschwand. Im Verlaufe bröckelten die Aktienkurse unter dem Druck der starken Geschäftsstille vorwiegend etwas ab. Weitere Nachfrage erhielt sich für Mannesmann mit 128 nach 127,50, dagegen Verein. Stahl 117,75 nach 118, Hoesch 121 nach 122, Harpener 162,75 nach 163,50 (162,50), Buderus 126,50 bis 126 (126,75), ferner IG. Farben 168,75 nach 169, Westdeutsche Kaufhof 62,75 nach 63,13, Daimler 139 nach 139,50. Maschinenaktien blieben gut behauptet. Von später notierten Werten stiegen Mansfeld auf 159 (156) und Kali Aschersleben auf 120,50 (119), die übrigen Papiere lagen nur wenig verändert. Von Renten notierten Altbesitz unverändert 125,50, Städte-Altbesitz schwächer mit 129 nach 129,50, Kommunal-Umschuldung 93,90 nach 94. Der Pfandbriefmarkt lag bei sehr kleinen Umsätzen meist unverändert, Franks. Hyp. KO Reihe II und III 98,25 (98,50). Stadtanleihen blieben behauptet. Dekosama Neubesitz nach eintägiger Pause 39 rat. (37,40), III 99,50 (99,13), I 131,75 (132,25). Der Freiverkehr lag still und unverändert. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. die Zuverlässigkeit und das ausgezeichnete Können des Torhüters Lüdtke wurde eine höhere Niederlage vermieden. Mit 1:5 unterlag der MSV. dem tapferen und routinierten Gegner, dem Tv. Kirch-Göns, der sich bereits gegen die ausgezeichneten schäften des Tv. Pohl-Göns, des Tv. Gamt Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 10. Mai. Die Belieferung der Mühlen aus den Beständen der Reichsstelle wird fortgesetzt, so daß die Versorgung gesichert bleibt. Weizenmehl lag zwar etwas ruhiger, wurde aber doch laufend ausgenommen, wobei man hellere Mehle, auch für den Feiertagsbedarf, bevorzugte. Roggenmehl wird aus den vorhandenen Lägern für den laufenden Bedarf geliefert, jedoch ist das Offertenmaterial für später sehr klein. Der Futtermittelmarkt liegt nach Beginn des Grünfutterschnitts und der Weidenutzung ruhiger. Die Kleiezuteilun- gcn konnten nach der verstärkten Mahltätigkeit erhöht werden. Rauhfutter hat stetiges Geschäft. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R 15 177, R 18 181, R 19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,80, W 16 29,90, W 19 29,90, W 20 30,25, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie W 13 10,75 W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mllhlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber (getrocknet) 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Frankfurter Schlachlviehmarkt. Frankfurt a. M., 11. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 563 Kälber, 16 Hämmel, 11 Schafe, etwa 6500 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 45 bis 52 Mark, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. — Marktverlauf: Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft. witterregen oorgebeugt. Einem späteren Zeitpunkt ist die Pflasterung der neuen Strecke Vorbehalten. Die bisherige Kanalisation umfaßt bereits den größten Teil des vorhandenen Ortsstraßennetzes. O Gleiberg, 10. Mai. Im Anschluß an das Wochenendlager der DAF. in unserer Burg finden ab heute im Laufe dieser Woche zwei aufeinanderfolgende Luftschutzlehrgänge für die Bürgermeister des Kreises Gießen statt. CD Gleiberg, 7. Mai. Einen unerwarteten Besuch von drei Stück Rotwild erhielt am Himmelfahrtstaq unser Dorf, die, wohl von Spazier-1 Landkreis Gießen. ' A Großen-Linden, 7. Mai. Im Saale der Gastwirtschaft Schaum fand ein Lichtbilder- , oortrag über die Siebenbürger Sachsen statt. Nach einem Vorspruch der Schülerin Hilde Gilbert begrüßte Pfarrer Schultheiß die Versammlung. Dann sprach Pfarrer Germer über seine Erlebnisse und Erfahrungen während eines mehrwöchigen Aufenthalts bei den Deutschen in Siebenbürgen. Nach einem kurzen Ueberblick über ihre Geschichte wies er eingehend die Gründe auf, die es den nach Siebenbürgen ausgewanderten Stammesbrüdern ermöglichten, ihr deutsches Volkstum durch so viele Jahrhunderte treu und standhaft zu bewahren, um am Schluß auf die heutige Not und den Kampf dieses zähen Stammes einzugehen. Da der Redner alle diese Dinge durch eigne Erlebnisse und eine große Anzahl Ächtbilder illustrieren konnte, fand er eine gespannt lauschende Zuhörerschaft, in deren Namen am Schluß der Veranstaltung Pfarrer Schultheiß dem Vortragenden herzlich dankte. ! Großen-Linden, 10. Mai. Der Zweig- verein „Hüttenberg" vom VHC. unternahm am Sonntag eine Wanderung, die fast ganz durch den jungen Maiwald und seine Schönheiten führte. Zu Beginn wurde ein versteckt liegendes, jetzt frei gelegtes Römerkastell in der Grüninger Gemarkung besichtigt, das leider nur wenigen Heimatfreunden bekannt ist. Sodann ging es abwechselnd links und rechts vom Pfahlgraben nach einer Waldlichtung, die den schönsten Ausblick auf die Burg Münzenberg und die ftuchtbare Wetterau gewährte. Nach einer kurzen Frühstückspause wählte man den Weg auf der rechten Seite des Pfahlgrabens bis zum Bahnübergang. In der Nähe der Blockstation „Gambacher Wald" wurde Mittagsrast gehalten und abgekocht. Nach einigen sportlichen Hebungen wurde das Ziel der Wanderung, Butzbach, am Nachmittag erreicht. Ein Rundgang durch die neuen und alten Straßen des Städtleins beschloß die vom schönsten Maiwetter begünstigte Tageswanderung. Leihgestern, 10. Mai. Ihre silberne Hochzeit können am Mittwoch, 12. Mai, der Postschaffner Wilhelm Reuter und Ehefrau Elise, geborene Rettig, wohnhaft Gießener Straße (am Mühlberg) dahier, begehen. d. Treis a. d. Ld a., 10. Mai. Der Landwirt Philipp Will II. dahier, konnte dieser Tage seinen 8 8. Geburtstag feiern. Er ist der ä l t e st e Einwohner unserer Gemeinde und ist dem Alter entsprechend noch recht rüstig, so daß er sich im Haushalt des Sohnes, bei dem er seinen Lebensabend verbringt, noch vielfach nützlich machen kann. Kreis Scholten. Laubach, 10. Mai. Dieser Tage konnte die etwa 36 Morgen umfassende Jungviehweide an der Straßenkreuzung im Laubacher Wald fertiggestellt werden. Es wurden über 20 Rinder und mehrere Fohlen von hiesigen Bauern und Landwirten auf die Weide getrieben. Kreis Wetzlar. CD Krofdorf, 10. Mai. In diesem Frühjahr wurde der letzte Teil der Hauptstraße unseres Ortes, von der Abzweigung der Wißmarer Straße an bis zum nördlichen Ausgang in Richtung Forsthaus Waldhaus, kanalisiert. Die Arbeiten zogen sich dadurch in die Länge, daß viele Sprengungen in dem felsigen Boden notwendig waren. Die Hausanschlüsse, die teils von den Anlegern, teils von dem Unternehmer der Kanalisierung, K. P a u s ch (Krofdorf), oorgenommen werden, sind nunmehr fast ganz vorgenommen. Damit ist die gesamte Länge der den Ort von Süd nach Nord durchziehenden Hauptstraße an das Kanalnetz angeschlossen und gleichzeitig dem üblen Zustand wint'er- ücher Vereisung und Ueberschwemmung bei Ge- : Am Rentenmarkt war das Geschäft sehr klein. Kommunal-Umschulduna bei einigen Umsätzen 93,90 bis 94 (93,85), Reichsbahn — ' ‘ 123,90, Städte-Altbesitz unveränoi bahmRentenbank Genuhrechte mit 12,75 (12,50). Kommunal-Umschuldung bewegten sich bei ändert 93,90, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. leichter mit 123,65, 6 v. H. IG. Farben unverändert 135,90. Ahein-Mainische Börse. Mittagsbörse still und uneinheitlich. Frankfurt a. M., 10. Mai. Der Mangel an größeren Aufträgen des Publikums und das Fehlen besonderer Anregungen ließen die Börse aus der stillen Haltung der letzten Tage nicht herauskommen. Bei freundlicher Grundstimmung war die Kursentwicklung am Aktienmarkt weiterhin unregelmäßig und stark vom Zufall bedingt. Die durchschnittlichen Veränderungen bewegten sich zwischen 0,50 bis 1 v. H. Am Montanmarkt blieben die Eisen- und Stahlwerte etwas beachtet, Mannesmann 127,50 (127,25), Klöckner 131 (130,50), Hoesch unverändert 122, nur Verein. Stahl 0,25 o. H. nachgebend auf 118. Auch Maschinenwerte fanden einige Nachfrage, Eßlinger fest mit 120,75 (119,25), Moe- Verl. Tore Pkte. 0 6:2 4:0 1 10:7 4:2 1 6:4 2:2 1 4:6 2:2 1 2:3 2:2 3 4:10 0:6 Quader 888 Quark gen nach Genuß von Erdberen und dgl. Vgl. Nesielsucht. Quader, Bruchsteinblock, der zum Mauerbau bearbeitet ist. Quadrille, franz. Gesellschaftstanz, bei dem je vier Paare bestimmte Figuren und Touren ausführen. Quäker, engl. Bedeutung — Zitterer, Bezeichnung für die englische „Gesellschaft der Freundes, eine religiöse Sekte, die sich durch Wohltätigkeit auszeichnet und in den ersten Nachkriegsjahren eine Speisung deutscher Schulkinder durchführte. Quälsucht, kindlicher Trieb zur Grausamkeit, Tieren, anderen Kindern oder Erwachsenen ge- gegenüber. Der Trieb muß rechtzeitig bekämpft werden, indem man den Kindern an Beispielen ihr häßliches Verhalten klarmacht. Artet der Trieb krankhaft aus, befrage man den Arzt. !Quai, franz., heute meistens Kai geschrieben, die Ufermauer eines Flusses. Qualität, von lat. qualis, Bedeutung — wie beschaffen, entbehr!. Fremdwort für Güte, Wert, Gehalt, Wahl (bei Porzellan). Qualitätsware ist beste Ware. Quallen, schleimige Meerestiere, die Nesselorgane haben. Die Berührung, auch von toten Quallen kann juckende Hautreizungen Hervorrufen, die aber ungefährlich sind und sich mit den üblichen Salben beheben lasten. Qualm, Ofenrauch, der ins Zimmer dringt, wenn die Sonne auf den Schornstein scheint oder der Ofen schadhaft ist. Bei Sonnenqualm steckt matt ein Stück Papier in die Klappe des Ofenrohrs und zündet es an. Ist der Ofen schadhaft, kann nur der Fachmann helfen. Quantität, von lat. quantum, Bedeutung — wieviel, entbehr!. Fremdwort für Menge, Große, Umfang, Haufen. Zahl. Quappe, Aalmutter, Aalraupe, Rutte. eine Art Schellfisch, der im Süßwaster lebt und bis zwei Kilo schwer wird. Quappen find wohlschmeckend und nahrhaft. Vor der Zubereitung muß die Haut gebrüht und mit Salz abgerieben werden. Quappe, Kaulquappe, die mit Kiemen atmende Larve des Frosches. Quarantäne (von italienisch quaranta, 40): Beobachtungszeit für Reisende, welche aus seuchenverdächtigen Häfen kommen oder auf deren Schiff eine Infektionskrankheit herrscht. Dauerte früher 40 Tage, ist heute wesentlich kürzer, dauert so lange als nötig ist, um eine Blutkultur anzulegen oder bis zum Ausbruch der Krankheit je nach der Inkubationszeit. Bei Cholera dauert die Q. in Mittelmeerhäfen vier Tage. Während der Q.-Dauer werden die Reisenden isoliert. Quark, Topfen, der beim Gerinnen der Milch sich bildende eiweißreiche Käsestoff, der zu Käse weiterverarbettet wird. Quark. Färberei Braubach & Fischer seiterswegsa Reinigung von Mänteln, Anzügen, Uniformen Aushilfe- Verkäuferinnen kräfte kommen in Frage. 3307A Neustadt 43 Neustadt 43 Dlarktstraße 4-8 für sofort gesucht. 02413 EBERHARD SCHWARZ Am Kugelberg 2 Gießen Erfahrenes,fleiß. für halbtags ge- d.Gieb.Anz. 02404 Anmeldungen u.Aufnahmebedingungen bei den Offognjppen derNtmunfuthaH für Mittwochs und Samstags gesucht Nur routinierte, fachkundige Verkaufs- sowie für Trikotagen Handschuhe und Strümpfe für Damen-Oherkleidung Kleiderstoffe Seidenstoffe Baumwollwaren BASTTASCHEN in modernen Ausführungen und Farben. 2935A Beachten Sie me n Schaufenster LedersRöhrig, Gießen mittm deutschen fr au c nm ert Für Ober nur