Donnerstag, ll.Mrz 1937 187. Jahrgang Kr.59 Erstes Blatt Annahme von Anzeige» für Vie Mitlagsnummer bis 8' /.Uhr ves Vormittags Grunopreije für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrifi nach oorh Bereinbg. 25".„ mehr. Ermästtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- 1L behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Erscheine tägltd), nutzer JHiV Ä Glttzener Anzeiger Auch bei Nichterscheinen U M WM von einzelnen Nummern iXJF General-Anzeiger für Oberhesfen richten: Anzeiger Gießen 1 StanffurtMain 11686 druck uttö Verlag: vrühl'sche UnwersttSts vuc!)- und Sleinüruckere! «.Lange in Stehen. Schkiftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Die VeutscheIugend dem Führer! Der Lugendführer des Deutschen Reiches spricht zur Elternschaft über den Zweck der LungvolkwerbeaktLon. Hamburg, 10. März. (DNB.) In der Hamburger Hanseatenhalle eröffnete der Jugendführer des Deutschen Reiches, Reichsleiter von S ch i r a ch, die Werbeaktion des Deutschen Jungvolkes, die alle deutschen Jungen und Mädels des Jahrganges 1927 zum sreiwiligen Eintritt in das Deutsche Jungvolk und die Jungmädelschaft des BDM. aussvrdert. Der Appell des Reichsjugendführers an die deutsche Elternschaft, ihre Kinder der Hitlerjugend und damit der nalionalsozialiftischen Bewegung anzuoertrauen, fand einen begeisterten Widerhall bei den mehr als 20 000 Eltern der Hamburger Bevölkerung, die die größte Hamburger Kundgevungsstätte bis auf den letzten Platz füllte. Der Gaumusikzug eröffnete die Kundgebung mit dem Fahnenliede der Hitlerjugend. Bon lang anhaltenden Heilrufen begrüßt, ergriff darauf der Jugenchührer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, das Wort. „Solange es eine Menschheit gibt", so begann der Reichsjugendführer, „gibt es ein Problem der menschlichen Erziehung. Jede Epoche der Menschheit hat diese Frage anders zu lösen versucht als die ihr vorangegan- gene. Die Hitler-Jugend ist ein ganz neues erzieherisches System. Sie tritt mit neuen Gedanken und mit neuen Ansprüchen auf den Plan, aber es verbindet sie mit anderen großen erzieherischen Mächten der Menschheit der Gedanke, daß sie die Jugend ihres Volkes zurEhrfurcht führen will. An ihrem Ausgangspunkt stand der Wille der Jugend selbst, dem Staate ihrer Sehnsucht zu bienen, und aus freiwilliger Einsatzbereitschaft diesem Staate zum Durchbruch zu verhelfen. Deshalb ist die Hitler-Jugend im Gegensatz zu den Jugendorganisationen anderer Lander nicht eine Gründung des Staates für die Jugend, sondern sie ist eine Gründung der Jugend für den Staat. Die erzieherische Idee, die die Jugendbewegung Adolf Hitlers einst in Marsch setzte, hat der Führer selbst in klassischer Vollendung ausgedrückt in dem Satz: „Die Jugend hat ihren Staat für sich, sie steht den Erwachsenen mit einer geschlossenen Solidarität gegenüber", und er folgerte aus dieser Erkenntnis jene andere Maxime, Die zum Programm einer modernen deutschen Nationalerziehung geworden ist. Jugend muß von Jugend geführt werden. Auch in der Hitler-Jugend sei dieses Wort nicht nach dem Buchstaben verwirklicht worden. Das Durchschnittsalter der Führerschaft der Hitler-Jugend betrage heute in der höheren Führerschaft über 30 Jahre. Es sei nicht so, daß in dieser Gemeinschaft der jungen Generation 15- oder 16-Jährige Verantwortung und Befehlsgewalt über 100 000 oder gar Billionen hätten, im Gegenteil, jeder, der sich einen Einblick in die innere Organisation unserer Jugend verschaffe, würde vielleicht erstaunt sein, wie viele Menschen der älteren Generation aus begeisterter Hingabe, aus Leidenschaft und Liebe sich im Gedanken der modernen Jugenderziehung hier zusammengefunden hätten als Helfer am gemeinsamen Werk, als Führer der Jugend zu einem glücklicheren und schöneren zukünftigen Leben. Ich bin viel gefragt worden, warum ich denn nach dem Gesetz vom L Dezember 1936 eine große Werbeaktion für die nationalsozialistische Jugendbewegung einleite. Das sei doch gar nicht nötig, es stände doch ganz in unserer Macht, einfach anzuordnen, daß die Jugend des Jahrganges, den mir jetzt in unsere Gemeinschaft einbeziehen wollen, in biefe* Gemeinschaft gestellt würde. * Ich meine, es ist nicht richtig, bah wir als Führer der Jugend, als die beauftragten Mitarbeiter bes Führers auf bem Gebiete ber nationalsozialistischen Jugenberziehung uns auf ein Gesetz verlassen. Wir wollen unsere Aufgabe vielmehr darin sehen, zwischen der Elternschaft und uns, zwischen der Jugend und uns immer erneut ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, ohne das eine Jugendführung nicht bestehen kann, ein Vertrauensverhältnis, ohne das jede erzieherische Arbeit fruchtlos und aussichtslos erscheint. Das Wesen der nationalsozialistischen Jugendorganisation beruht auf der Tatsache, daß sich in ihr aus freiwilligem Impuls die junge Generation zusammenfand, dah aus freiwilligem Entschluß auch die deutschen Eltern dieser Jugendbewegung ihre Zustimmung gaben und in ihrer Art durch ihr Vertrauen, durch ihre Unterstützung und ihre Mitarbeit das Ihre taten, um dieser Jugendbewegung zum Siege zu verhelfen. Was wäre aus dieser Hitler- Jugend geworden, wenn nicht hinter jedem hitlerjungen und hinter jedem VDM.-Mädel die Eltern gestanden hätten, die an die Sache der Jugend unbeirrbar glaubten und sich zu dieser Sache bekannten, die Eltern, für die die Ziele der Jugend und die große Gemein- schäft der Jungen etwas ebenso Großes und heiliges waren wie für die Jungen selbst, wenn die Jugendbewegung für irgendetwas dankbar fein muß, dann für dieses ungeheure Maß von Vertrauen, das ihr von den Eltern unseres deutschen Volkes entgegengebrachl wurde. Die deutsche Elternschaft weiß, daß die Hitler-Jugend der ganzen jungen Generation unseres Volkes wieder die Tore in die Zukunst geöffnet hat. Jedem deutschen Jungen und jedem Mädel stehen nach Maßgabe ihrer Tüchtigkeit heute alle Wege offen. Mit 1,8 Millionen Teilnehmern am Reichsberufswettkampf habe die Hitler-Jugend auf dem Gebiet der Berufserziehung etwas Unvergängliches geleistet. Auf Grund der Heimbefchaf- f un gs aktiv n der Hitler-Jugend feien in diesem Jahre 4000 neue Heime gebaut worden. In allen Gauen Deutschlands würden weitere Jugendherbergen errichtet, die die deutsche Jugend mit den Schönheiten ihres Vaterlandes bekannt machen sollen. Der Reichsjugendführer sprach sodann über die seelischen Kräfte, die die nationalsozialistische Jugend zum Siege geführt haben. Als wir uns einst in Marsch setzten, glaubten wir an einen allmächtigen ©ott, Denn sonst hätten wir nicht die Kraft besessen, diesen Kamps gegenüber einer vielfältigen Uebermacht gegen Haß und Neid, Mißgunst und Terror siegreich zu bestehen. Ein Bekenntnis der Jugend zur nationalsozialistischen Bewegung war immer zugleich auch ein Bekenntnis der Jugend zu einer höheren Macht. Die Jugend hat in der Fahne ihrer Gemeinschaft immer mehr gesehen als das Symbol einer nach Millionen zählenden Massenorganisation. Sie hat Darin ein Sinnbild des Göttlichen und einen Ausdruck jener Vorsehung gesehen, die uns trotz des schweren Schicksals zur Macht und zum Siege kommen ließ. Es ist das große Verdienst der Hitler-Jugend, wenn die in der einstigen Gottlosen-Bewegung organisierten Millionen Jugendlichen wieder glauben g e - lernt haben! Die Hitler-Jugend hat diese Jugend Warschau, 10. März. (DNB.) Im polnischen Senat behandelte der Landesleiter der Jungdeutschen Partei, Senator Wiesner, die Schul- u n D Kulturpolitik der deutschen Volksgruppe in Polen. Die Schule als Grundlage der Volkserziehung müsse Den befonDeren nationalen Wünschen einer deutschen Volksgruppe im fremden Staatswesen Rechnung tragen. Es seien keine deutschen Schulen, die einige Wochen st unden für deutschen Unterricht zugebilligt bekämen. Auch könnten andersnationale Lehrkräfte die Erziehung deutscher Kinder nicht ohne völkischen Schaden für die deutschen Schulen durchführen. Die deutschen Schulkinder müßten in der Muttersprache, in der Geschichte ihres Volkes, in der kulturellen und völkischen Besonderheit so unterwiesen werden, daß sie zu volksbewußten und charakterfesten Staatsbürgern heranwüchsen. Wenn man nicht wünsche, daß polnische Kinder in deutschen Schulen untergebracht werden, so sei es ein Unding, daß von 90 000 deutschen Kindern in Polen 33 000 gezwungen werden, rein polnische Schulen zu besuchen. Auch überwiege im Lehrkörper sämtlicher Der Volksgruppe zugebilligten Schulen Das 'polnische Lehrpersonal. Der Errichtung von Deutschen Privakschulen stünden Schwierigkeiten im Wege. Erschwerend falle auch die Tatsache ins Gewicht, daß sich die deutschen Pädagogen alljährlich um die Bestätigung ihrer Lehrgenehmigung bemühen müßten. Der Kultusminister wird gebeten, dafür zu sorgen, daß die polnischen Geschichtslehrer das Volksbewußtsein der deutschen Schuljugend bei Der Behandlung geschichtlicher Themen nicht verletzen. Die deutschen kulturellen Organisationen bäten sehr oft vergeblich um die Einreisegenehmigung für deutsche Wissenschaftler, junge deutsche Dichter und andere Träger der zeitgenössischen deutschen Kultur. „Wir fußen zwar", so rief Wiesner aus, „auf Goethe, Schiller und der deutschen Klassik. Aber wir können geistig nicht im 19. Jahrhundert verharren. Wir bitten deshalb, endlich die Sperre für deutsche Künstler und Wissenschaftler zu Vortragszwecken für die Volksgruppe fallen zu lassen." Zusammenfassend verkündete der Senator sechs kulturelle Forderungen der Deutschen in Polen: 1. Das deutsche Kind gehört in die deutsche Schule. 2. Das deutsche Kind muß vom deutschen Lehrer erzogen werden. 3. Der Errichtung deutscher Privat schu- l e n sollen keinerlei Hindernisse in den Weg gelegt und sie selbst gefördert werden. 4. Aus dem Besuch der deutschen Schulen darf niemandem, der der deutschen Volksgruppe angehört, einen Nachteil erwachsen. 5. Im Rahmen der bestehenden Schulgesetze und der Staatsbürgererziehung soll den deutschen Kindern auch die Möglichkeit gegeben werden, über d i e Geschichte und Kultur unseres D o l- von der Hoffnungslosigkeit und Der Verzweiflung wieher zur Hoffnung und zum Glauben geführt. Daldur von Schirach rief sodann den neuen Jahrgang der deutschen Jugend auf, sich freiroil- lig einzuordnen in die große Jugendbewegung Adolf Hillers. Niemand fei zu jung, um Deutschland dienen zu können. Wer heule mit zehn Jahren in die Jugend Adolf Hitlers eintritt, wird Teil einer Millionengemeinschaft. UeberaU, wo die Fahnen ber Hitlerjugend wehen, Hal er feine Kameraden, feine Brüder und Schwestern, die in einem Glauben gebunden, in einer Weltanschauung geeint, in einer Organisation zu- fammengefügt find. In dem Geist der kompromißlosen Kameradschaft, wie er in den Reihen der HI., des BDM. und des Deutschen Jungvolkes zum Ausdruck kommt, ist das einst in schwerer Kampfzeit der nationalsozialistischen Bewegung verkündete Wort wahr geworden: „Arbeiter der Stirn und der Faust vereinigt euch". In den Reihen dieser deutschen Jugend ist nicht zu unterscheiden, wo der Sohn des Arbeiters, des Gelehrten, des Beamten fleht: Alles ist eine einzige große Gemeinschaft geworden, zufammengefaht zu einer wirklichen Lebenskameradschaft! Ihr deutschen Eltern! Ich rufe euch zu: Gebt Eure Kinder der Jugendbewegung Adolf Hitlers. Denkt an das, was das Bekenntnis der gesamten jungen Generation unseres Volkes ist: Wenn wir die Jugend zu Deutschland führen, führen wir sie auch zu Gott!" Mit Den LieDern Der Nation bekannten sich Eltern und Jugend erneut zu Führer und Volk. k e s in weitestgehendem Maße unterrichtet zu roer= Den. 6. Wir forDern VerstänDnis f ü r unsere kulturelle Neuformung, Die mit Dem Geist Der Zeit Schritt hält und der Neuartigkeit des heutigen deutschen Geisteslebens Rechnung trägt. Oesterreichisch-Oeutfche Arbeitsgemeinschaft. Dr. Geßler spricht in Wien. Wien, 9. März. (DNB.) Vor der Oesterreichisch- Deutschen Arbeitsgemeinschaft hielt der Vorsitzende Der Deutsch-Oesterreichischen Arbeitsgemeinschaft, Der frühere Reichswehrminister Dr. Geßler, einen Vortrag über „Das Deutsche Volk unD Die europäische ÖrDnung". Der Veranstaltung wohnten bei Bundesminister Glaise-Horstenau, Der Deutsche Botschafter von Papen, AltbundespräsiDent Dr. H a i n i s ch, Der frühere Bundeskanzler Streeruwitz, viele andere hervorragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Dr. Geßler zeigte an geschichtlichen Beispielen, daß es bis heute die Tradition der Politik Frankreichs war, dem deutschen Volk im mitteleuropäischen Raum eine passive Aufgabe zuzuweisen. Der Vortragende gedachte der Waffenbrüderschaft im Weltkrieg und fuhr fort, das deutsche Volke habe seine Kraft wiedergewonnen, habe sein Heer aufgebaut und sich das Recht auf aktive Politik gesichert. Dr. Geßler schloß mit Worten des Dankes an Die Urheber des deutsch-österreichischen Uebereinkommens vom 11. Juli 1936, das den Jahren des Zwistes ein Ende bereitet habe. Bundesminister Glaise-Horstenau dankte dem Redner für seine Ausführungen. Das Eeba-Buch wird zurückgezogen. Prag, 10. März. (DNB.) Der Verlag „Melcm- trich" hat beschlossen, die noch unverkauften Exemplare des Büches „Sowjetrußland und die Kleine Entente" einzuziehen. Das Buch wurde vom ehemaligen tschechoslowakischen Gesandten Jan Seda verfaßt und mit einem Vorwort des Außenministers Krofta versehen. Es hatte das unangenehmste Aufsehen, besonders in Rumänien und Polen, erregt, weil es eine gemeinsame Grenze zwischen der Sowjetunion und der Tschechoslowakei befürwortete. Eine Neuauflage des Buches wird nicht mehr erscheinen. Das Buch hatte bisher allerdings schon die fünfte Auslage erreicht. In einer Pariser Verlautbarung werden Die in Der Note Der spanischen Nationalregiemng an Die Signatarmächte Der Algeciras-Akte erhobenen Beschuldigungen wegen Der französischen Machenschaften an Der Grenze von Spanisch-Marokko Dementiert. „Geistige Landesverteidigung" in der Schweiz. Von unserem Or S.-Verichterstaiier. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Zürich, März 1937. Wenn man in Der Schweiz viel von „geistiger Landesverteidigung" spricht, Dann geschieht es in jenem erweiterten Sinne Des Wortes, Der neben Den rein militärischen auch Die politischen, weltanschaulichen unD kulturellen Elemente Der Wehr- bereitschaft einschließt. Wehrpolitisch gesehen will Die ForDerung nach „geistiger LandesverteiDi- gung" jene geistig-seelische Haltung im Schweizer- oolke vertiefen, Die Das Kernstück aller Wehrhastigkeit bilDet. Der Wehrwille liegt Den Eidgenossen im Blute, und wer von opferbereitem Einsatz von Gut und Leben spricht, wenn es um die Sache der Freiheit und Unabhängigkeit des Landes geht, sagt Selbstverständliches aus. Deshalb ist in Der Eidgenossenschaft auch kein Platz für ultrapazifistische Machenschaften: Der Bunbesrcrtsbeschluß gegen Die kommunistischen Umtriebe vom 3. November 1936 sieht u. a. Die Beschlagnahme Der aus Dem AuslanDe eingeführten „antimilitaristischen" Propagandaschriften vor, und der den eidgenössischen Räten vorliegende Entwurf eines Bundesbeschlusses zum Schutze Der öffentlichen OrDnung enthält auch Strafbestimmungen zum Schutze Der 21 r m e e: Vielleicht noch symptomatischer aber ist eine Aus- cinanDersetzung in Der Presse vor wenigen Wochen über Den Verteidigungscharakter Des eidgenössischen Heeres. Aus Offizierskreisen wurde nämlich Der Besorgnis, „über Die lauwarme Stellung schweizerischer Lan Dessen Der zur schweizerischen Armee" AusDruck gegeben. In Der „Schweizer Radio-Zeitung" erschien Dann ein Artikel, Der u. a. betont, Daß „unsere Armee ja bekanntlich nur dem Frieden, nicht bem Krieg zu Dienen hat". Daraufhin antwortete ein anderer Offizier mit folgenden Feststellungen: „Einer der bedrohlichsten Jrrgänge, gutklingend, von Gesinnung zeugend, vernichtend für die Wehrkraft des Landes, wenn er Gemeingut würde. Respekt vor einer Armee, die dem Frieden dient (Die Heilsarmee verkörpert diese Forderung in idealer Art); aber wehe Dem Fortbestand Der Eidgenossenschaft, wenn sie beginnt, ihre Armee als ein Instrument des Friedens zu betrachten. Die Daseinsberechtigung jedes Heeres liegt in seiner Bereitschaft f ü r den Krieg; alle Bemühungen um ein Heer hatten von je dessen Kriegstüchtigkeit zum Ziel. Einem -- Volke einreden, seine Armee sei zur Erhaltung des Friedens da, einer Armee selber Den Blick von ihrer eigentlichen unD wesentlichen Bestimmung, Dein Krieg, weglenken wollen, ist ein bedenklicheres Unterfangen, als Die offene Befehdung aller militärischen Ansprüche." Die Ausübung der M i l i t ä r d i e n st p f l i ch k begnügte sich bisher im allgemeinen damit, den Wehrmann soldatisch auszubilden (dreimonatige Grundausbildung und mehrere Wiederholungsübungen bei einer Dauer der Wehrpflicht vom 20. bis zum 48. Lebensjahre) und ihn für den etwaigen Ernstfall vorzubereiten. Das Heer als Instrument zur- Durchsetzung einer rein militärischen Aufgabe. Nunmehr finden sich in Reden, Entschließungen und Presseartikeln ©ebanfengänge, bie bie Armee einer betont politischen Zielsetzung unterorbnen. Als bemerkenswerteste Stimme führen wir aus dem Vortrag eines Oberstleutnants tn der Züricher Offiziersgesellschaft gegen Ende vergangenen Jahres über das Thema „Staat, Armee und Jugend" folgende Ausführungen an: „Die Härte der Zeit und die beinahe unüberwindlich erscheinenden Schwierigkeiten auf allen Gebieten unseres öffentlichen Lebens erheischen gebieterisch den Zusammenschluß zur starken Gemeinschaft unter Ueberwindung aller inneren Gegensätze, unter denen wir seit Anbruch der großen europäischen Not zu leiden haben ... Ebenso zwingend ist die Einsicht, daß die in Not geborene Gemeinschaft eine Unterordnung des einzelnen und damit eine Einengung des Freiheitsbereiches erfordert. An ber Wiege ber Gemeinschaft steht der Zwang. Die Aufopferung eines Teiles der persönlichen Freiheiten durch Erziehung und Zwang stellt das Urproblem jeder Gemeinschaftsbildung dar ... Es ist Aufgabe der führenden Männer, die Jugend für die Idee und die Tat der Volksgemeinschaft zu gewinnen und die Armee als Verkörperung des Gemeinschaftsgefühls und als Mittel Der Sicherung Der Gemeinschaft auszubauen. WerdenDe Volksgemeinschaft und Ausrüstung sind zwei sich ergänzende Sphären. Diese 2lufgaben sind Dem Staat vorbehalten und nur ihm ... Wenn man Die Volksgemeinschaft will, mutz auch Das ganze Volk erfaßt werden. Auch wenn immer wieder politische Bestrebungen im Gange sind, neue große Parteien zu gründen, die wieder einer Regierung starken Rückhalt zu bieten vermochten, bleibt immer zu prüfen, ob nicht mit alten Mitteln und im alten Denken Probleme angevackt werden, die mit alten Mitteln nicht mehr zu 'Öfen sind. Demgegenüber muß ber Staat selbst die Erziehung seiner Jugenb zur Volksgemeinschaft in bie Hanb nehmen ... Erst in ber Bereitschaft, die Armee als Ausdruck einer neuen Volksgemeinschaft anzuerkennen, liegt bie wirkliche und eindeutige Bejahung der Landesverteidigung." Man kann bie Bedeutung solcher ©ebanfengänge für ein Land nicht hoch genug einschätzen, dessen Bevölkerung hinsichtlich ber „Freiheitsrechte" außer- orbentlich anspruchsvoll ist und eine Parteizersplit- terung bulbet, Die ein freisinnig-bemokratisches Blatt zum Eingeständnis veranlaßte: „Die wachsende Zerfahrenheit bes Volksganzen, die durch Die zuneh- Für deutsche Kinder deutsche Schulen und deutsche Lehrer? Kulturpolitische Forderungen der deutschen Volksgruppe in Polen. mende Zahl der Parteien gekennzeichnet wird, beunruhigt aber die Freunde des Vaterlandes in sehr ernsthafter Weise. Sie fragen besorgt, ob nicht der edelste Kern unserer Eidgenossenschaft verloren oder zugrunde gehe, wenn das Volk innerlich aufgespal- tcn werde durch alle möglichen Gegensätze, namentlich aber durch entgegengesetzte oder unerfüllbare Begehren zur Sicherung der eigenen Existenz durch den Staat." In der Tat sucht gerade der Kampf gegen den Bolschewismus und Marxismus, der die schweizerische Oefsentlichkeit beherrscht, zum Grundübel aller Gefahren für die innere Geschlossenheit der Eidgenossenschaft vorzustoßen. Die verbrecherische Irrlehre vom Klassenkampf ist der rücksichtslose Widersacher der Volksgemeinschaft und die Vielzahl der sogenannten bürgerlichen Parteien lähmt die Widerstandskraft der nationalen Front. Sind also Worte zu hören, wie die aus dem eben erwähnten Vortrag in Zürich, so beleuchtet das aufschlußreich eine von der Armee ausgehende neue Entwicklung, die politisch von großer Tragweite sein kann. Es entspricht der wehrpolitischen „geistigen Landesverteidigung", wenn vor allem die eidgenössische Jugend zu aktiver Mitarbeit herangezogen wird. Die Zürcher Offiziersgesellschaft stimmte einer Entschließung zu, in Der es u. a. heißt: „Die Allgemeine Offiziersgesellschaft von Zürich und Umgebung stellt die Forderung auf Einführung des obligatorischen militärischen Vorunterrichts, in welchem die staatsbürgerliche Erziehung zur Volksgemeinschaft Hand in Hand zu gehen hat mit der militärischen Vorbereitung. Dieser obligatorische Vorunterricht, parteilos und interkonfessionell, soll die Jünglinge im 18. und 19. Lebensjahre erfassen und die folgenden Ziele anstreben: Die erzieherische Beeinflussung des jungen Eidgenossen zur opferbereiten Gemeinschaft als Hauptziel; die körperliche Ertüchtigung und Ausbildung: die Schießtüchtigkeit mit dem Karabiner zum Zwecke der Entlastung der Rekrutenschulen: die Belehrung in der Heimatkunde. Das eidgenössische Militärdepartement prüft die Frage der obligatorischen vordienstlichen Ausbildung für die Schweizerjugend; es ist also beabsichtigt, den Grundsatz der allgemeinen Wehrpflicht auch auf die obligatorische Vorbereitung auf den Wehrdienst im nachschulpflichtigen Alter auszudehnen. 1937 soll erstmals versuchsweise ein freiwilliger fliegerischer Vorunterricht durchgesührt werden. Bei der Beurteilung dieser Bestrebungen auf Erziehung der Heranwachsenden Generation zur geistigen und militärischen Wehrbereitschaft ist freilich zu beachten, daß die Frage der E x i st e n z s i ch e - rung des gegenwärtig demokratisch- föderalistischen Regimes stark hereinspielt. Um ein Beispiel anzuführen: Ende Januar 1937 wurde in Aarau eine „nationale Westraktion" zur Förderung der geistigen Wehrbereitschaft des Volkes und der körperlichen Ertüchtigung der Jugend gegründet. Hinter dieser Neugründung stehen die Jungliberalen, die Jungkonservativen, die Ferien- und Freizeitbewegung, der Verband Schweizerischer Studentenschaften, die Katholische Jungmannschaft, die Schweizerische Offiziersgesellschaft, die Neue Helvetische Gesellschaft, der Vaterländische Verband, der Schweizerische Unteroffiziersverband, der Schweizerische Kadettenverband und andere Organisationen. In der Aussprache wurde u. a. auf die unbedingte Pflicht hingewiesen, die Jugend zu einem schweizerischen Staatsbewußtsein zu erziehen: der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft, Oberstdivisionär Bircher, hob die Wichtigkeit der Heranziehung der Jugend hervor, um auf diese Weise der „unheilvoll sich bemerkbar machenden Ueberalterung in der politischen Führung des Landes" zu entgehen. Andererseits darf nicht übersehen werden, daß gerade in den aufgeschlossenen Kreisen der Schweizerjugend immer mehr die Fragwürdigkeit eines Beginnens erkannt wird, überalterte Auffassungen und Einrichtungen aufrechterhalten und die Erbschaft des Liberalismus verlängern zu wollen. Keineswegs sind sie geneigt, sich zu jener „geistigen Landesverteidigung" zu bekennen, wie sie die vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund, der Schweizerischen Bauernheimatbewegung, der Vereinigung schweizerischer Angestelltenverbände, des Schweizerischen Verbandes evangelischer Arbeiter und Angestellten gegründete sogenannte „R i ch t l i n i e n - B e w e g u n g" in ihr Aktionsprogramm ausgenommen hat. Es handelt sich hier um ein getarntes, von den Sozialdemokraten und Kommunisten unterstütztes Volksfrontexperiment, das dem politischen Linkskurs in der Schweiz zum Siege verhelfen will. Für die Erziehung des Schweizervolkes zur geistigen Wehrbereitschaft sind die Marxisten und Bolschewisten nicht nur sehr unerwünschte Ratgeber, sondern geradezu Saboteure eines Erneuerungswerkes, das die besten Kräfte des Landes mobilisiert. Die Schweiz geqen den Kommunismus. Das eidgenössische Ordnungsgesetz. Bern, 10. März. (DNB.) Der Schweiz. Ständerat begann mit der Behandlung des neuen eidgenössischen Ordnungsgesetzes. Bundesrat Baumann, der Leiter des Justiz-Departements, stellte fest, daß die bisher getroffenen Maßnahmen zum Schutz des Staates nicht ausreichend feien. Eine kleine rührige Minderheit suche durch Anwendung von Gewalt und anderen ungesetzlichen Mitteln, der demokratischen Mehrheit ihren Willen aufzuzwingen, die' Ordnung zu stören und die Schweiz in verhängnisvolle Verwicklungen mit dem Auslande zu bringen. Die an sich kleine schweizerische kommunistische Partei sei eine Sektion der Komintern und von der Moskauer Zentrale völlig abhängig, die weiterhin am Gedanken der Diktatur des Proletariats und an den revolutionären Methoden festhalte und die bolschewistische Lehre propagiere. Der Bundesrat erblicke deshalb in der Tätigkeit der schweizerischen kommunistischen Partei eine G e - fährdung der schweizerischen Demokratie. Diesen Gefahren zu begegnen, sei der Zweck der Vorlage. Im Gegensatz zur kommunistischen Partei sei ein Abhängigkeitsverhältnis zu einem auswärtigen Staat oder einer auswärtigen Partei . bei den rechts st ehenden Parteige'bil- den nicht festzustellen. Die bloße Uebereinstim- mung politischer Anschauungen sei noch keine Abhängigkeit. Bolschewistischer Waffenschmuggel von der Schweiz nach Frankreich. r $a5i5'r?h März. (DNB. Funkspruch.) Mit Hllfe der schweizerischen Polizei gelang es, einem großangelegten Waffenschmuggel an der französisch-schweizerischen Grenze auf die Spur zu kommen. Bei Lausanne wurde ein Kraftwagen abgefangen, der Maschinengewehre, Gewehre und Revolver sowie Munition geladen hatte. Der Fahrer sagte aus, daß sein bolschewistischer Auftraggeber in Marseille sitze. Bisher konnten zwei Mitglieder der Waffen- schiebrbande in Marseille verhaftet werden. Einer der Verhafteten erklärte, daß er die geschmuggelten Waffen an die Bevölkerung von Marseille weiter verkauft habe. Dazu schreibt das „Echo de Paris", so versorge man also die aufrührerischen Elemente in Frankreich mit Waffen! Die „Mar Gonfobhco" in einem nationalspanischen Hafen. Salamanca, 11. März. (H)NB. Funkspruch.) Nach Mitteilung der Marinekommandantur von El Ferrol ist das spanisch-bolschewistische Schiff „M a r Cantabrico", das unter englischer Flagge, getarnt mit dem englischen Namen „Ada" Waffen von Mexiko nach dem bolschewistischen Teil Spaniens bringen wollte, nicht bei der Beschießung durch nationale Schiffe untergegangen, sondern nach Mussolini besucht Libyen. Große italienische Zlottenübungen im Mittelmeer. Rom, 10. März. (DNB.) Mittwoch nachmittag hat Mussolini, dem von der Bevölkerung lebhafte Kundgebungen bereitet wurden, in Begleitung der Minister L e s s o n a und A l f i e r i, sowie des Parteisekretärs S t a r a c e den Kriegshafen Gaeta an Bord des Kreuzers „Pola" verlassen, um sich nach Tobruk (Halbinsel Barka an der libyschen Nordküste) zu begeben. Für die italienischen Flottenmanöver ist folgender Plan vorgesehen: An der Küste von Sizilien werden sich zwei aus je sechs Kreuzern bestehende Geschwader begegnen, wobei taktische Manöver durchgeführt werden. Vor Tobruk wird das 1. Geschwader sich mit den Torpedobootsformationen vereinigen und nach der Landung des Duce mit dem 1. Geschwader nach Tripolis fahren, wo Flottenübungen u n - ter Teilnahme der kolonialen Luftstreitkräfte vorgesehen sind. Während der für den 22. März vorgesehenen Rückreise Mussolinis von Tripolis werden weitere Manöver stattfinden, bei denen auch U-Bootflottillen und Luftstreitkräfte eingesetzt werden. Nach Einweihung der 1900 Kilometer langen nordafrikanischen Kü st en st raße wird der Duce am 18. Marz die Internationale Mustermesse in Tripolis eröffnen. „Giornale d'Jtalia" erklärt, es fei zweifelhaft richtig, diese Reise als eine stolze Kundgebung des imperialen Italien anzusehen. Libyen sei heute ein lebendiges Glied im System des italienischen Imperiums nicht nur, weil die unentwegte kolonisatorische Tätigkeit jährlich hunderten von Familien Siedlungsmöglichkeiten biete, sondern vor allem wegen der Aufgaben, die nach der Schaffung des Imperiums gelöst werden müßten. England und Frankreich hätten den seltsamen Wunsch, die genauen Absichten Italiens im Mittelmeer kennenzulernen, obwohl die italienische Außenpolitik doch kristallklar sei. Das Gentle- Triumph über die Wüste. Dem Besuche Mussolinis in Tripolitanien und der Cyrenaika kommt diesmal besondere Bedeutung zu. Als der Duce zum erstenmal 1926 Libyen besuchte, war zwar das eigentliche Tripolis fest in faschistischen Händen, aber die Cyrenaika befand sich in Aufruhr. Die arabischen Stämme, die einer Abart des Mohammedanismus, dem Senuismus anhängen, verteidigten sich erbittert, und erst in den nachfolgenden Jahren gelang es den Italienern, die Senussi,auch aus den einzelnen Oasen herauszuwerfen. Am 27. Januar 1930 wurde Murzuk, der wichtigste Karawanenknotenpunkt im Süden, genommen, kurz darauf wurde auch G a d und T u m m o erobert, die Italiener stießen bis an die französische Grenze vor und seit dieser Zeit hat Italien in Tripolitanien und der Cyrenaika, also in Libyen, seine hervorragende kolonisatorische Befähigung erwiesen. Als es im Jahre 1911 zum Sprung auf die nordafrikanische Küste ansetzte, war zwar der Ehrgeiz vorhanden, Ersatz für das den Italienern von den Franzosen vor der Nase fortgeschnappte Tunis zu erhalten, aber der sich daraus entwickelnde Krieg zwischen Italien und dem Besitzer des Landes, der Türkei, war doch recht langwierig. Enver Bey raffte die Araber zusammen und führte einen erbitterten Kleinkrieg. Jedoch mußte die Türkei schließlich unter dem Druck des heraufziehenden Balkankrieges diese Gebiete an Italien abtreten, aber die Befriedung des neuen italienischen Kolonialbesitzes ließ lange auf sich warten. Erst mit dem Aufkommen des Faschismus in Italien wurden die Zügel straffer gezogen und das ganze Gebiet planmäßig unterworfen. Die Tatkraft des Faschismus hat erreicht, daß die alten Städte der griechisch-römischen Kultur, C y - rene und Appollonia, wieder ausgegr.iben wurden. Die Geburtsstadt des Kaisers Septimius Severus, das römische Leptis M a g n a wurde durch italienische Archäologen mit seinem ganzen Zauber aus dem Sande herausgeschaufelt. Alte byzantinische Städte wie S a b r a t h a und To er a wurden uns wieder nahegebracht. Aber vor allem ist Der jüdische Verleumduugsfeldzug in Ungarn zusammengebrochen. Ministerpräsident Oaranyi nimmt scharf gegen die Gerüchtemacher Stellung. Löschung des durch die ^Beschießung an Bord des Waffenschiffes entstandenen Feuers in einen n a - tionalen Hafen eingeschleppt. Die Ladung, die einen Wert von 40 Millionen Peseten hat, besteht aus 7 Flugzeugen, 50 Kanonen, 14 Millionen Dum- Dum-Geschossen (!), vielen Maschinengewehren und anderem Kriegsmaterial. Oer nationalspanische Heeresbericht. Salamanca, 11. März. (DNB. Funkspruch.) An der Nordwest-Flanke der Guadalayara-Front konnten die nationalen Truppen den Feind aus weiteren stark befestigten Stellungen werfen und eine Reihe von Ortschaften besetzen. Die Bolschewisten hatten über 400 Tote. Auch zahlreiche Gefangene wurden gemacht und Kriegsmaterial sowie eine Bolschewisten-Fahne erbeutet. Von der Südarmee wird die Eroberung von Villanueva del Duque gemeldet. Die Kampfhandlungen fanden zeitweise bei Hagelschlag, Schneefall und Sturm statt. man-Agreement sei von Italien mit unbedingt ehrlichen Absichten unterzeichnet worden. Italien habe damit jegliche aggressiven oder reformatorischen Absichten ausgeschlossen. Die Aktion Italiens im Mittelmeer verfolge lediglich zwei Ziele: 1. Die Klarheit der Position und der Beziehungen zu sichern mit der Absicht, überall dort, wo diese Klarheit bestehe, zu einer Zusammenarbeit zu gelangen; 2. die Verteidigung der italienischen Interessen im Mittelmeer sicherzustellen, was durch den Ausbau der militärischen Kräfte und Flottenstützpunkte geschehe. Das Mittelmeer ist für Italien noch mehr als für andere Völker der Lebensnerv der Nation. Die Natur und die Geschichte habe das italienische Imperium unlösbar mit dem Mittelmeer verbunden. Die Reise des Duce nach Libyen diene daher dem Besuch eines Gebietsteiles des Imperiums, das an einem für Italien lebenswichtigen Meer liege, einem Meer, das aus Gründen der Selbstverteidigung von Italien kontrolliert werden müsse. Die „Gazzetta del Popolo" wendet sich gegen die in England laut gewordene Auffassung, daß die Flottenmanöver und die Reise des Duce eine mehr oder weniger feindliche Handlung gegen England darstellten. Das Blatt sagt, Italiens internationale Politik des Landes bleibe unverändert. Es sei für den Frieden und für die Zusammenarbeit. Die Reise Mussolinis nach Afrika, die Kundgebung der Macht, stehe nicht im geringsten im Gegensatz zu dieser Politik. Die „Gazzetta del Popolo" schildert als Antwort auf Angriffe der „Times" und des „Manchester Guardian" englische Grausamkeiten in den Kolonien als Beispiel für die „englische Kolonial-Zivilisation", so die Vorgänge in Südnigeria im Jahre 1895 und die englischen Methoden im Mahdi-Aufstand im Sudan. bemerkenswert die Tätigkeit des Faschismus in der Siedlungspolitik. Die Oasen bekamen neue Bohr- b r u n n e n , die durch Motoren getrieben werden, italienische Dörfer entstanden. Mit berechtigtem Stolz f-ann das faschistische Italien auf die modernen Zeugen feiner kolonisatorischen Befähigung Hinweisen, die der ftanzösischen und englischen mindestens ebenbürtig ist und zudem die Kolonien nicht als Ausbeutungsobjekte privater Interessen, sondern alsi Siedlungsland ansieht. Hinzu kommt das jetzt gute Einvernehmen mit den Arabern. Die arabisch-islamitische Politik Italiens hat sich mit der Tatsache abgefunden, daß über Libyen hinaus ein gutes Verhältnis zu den Araberstaaten, so zu Ibn Saud, das Beste für den Faschismus bedeutet. Die ebe= mals so feindlichen Senussi werden Italien jetzt ihre Huldigungen barbringen, u. a? wird Fürst Cara- manli, der Führer der libyschen Mohammedaner, Mussolini das Schwert des Islams überreichen. Die libysche Gegend ist vor allem erschlossen worden durch die jetzt fertiggestellte 1800 Kilometer lange W ü st e n st r a ß e, die mit einem Kostenaufwand von 103 Millionen Lire erbaut wurde und sich über 1800 Kilometer von Ras Agier längs der Küste über Tripolis, Misurata, der Küstenbildung der Großen Syrte folgend, bann über Bengasi, Tocra unb Tobruk an bie ägyptische Grenze erstreckt. Die Italiener, seit alters- her hervorragenbe Straßenbauer, haben burch biefe ßitoranea Libica Tripolis unb bie Cyrenaika bireft in Verbinbung gebracht unb eine Straße von strategischer Bebeutung geschaffen, auf ber sich motorisierte Abteilungen schnell nach jebem beliebigen Punkte bes Küstengebietes begeben können. Jeher ber nunmehr verbundenen Kustenorte ist ein wichtiger Punkt in ber Mittelmeerrechnung Italiens. Aber auch zivilisatorisch ist bie Küstenstraße von besondrer Bebeutung, ba sie bireft Aegypten unb Tunis^ verbindet, die Wüste bezwang und bas faschistische Italien als berechtigten Nachfahren ber Römer hinstellt, bereu Straßenbauten unzertrennlich von ihrer militärischen unb zivilisatorischen Aufgabe gewesen finb. Budapest, 10. März. (DNB.) Ministerpräsident Daranyi erklärte im Abgeordnetenhause: Eine ber Aufgaben ber Regierung ist es, bie politischen Bewegungen bes Landes mit Aufmerksamkeit zu verfolgen und darüber zu wachen, daß sie sich nicht in einer Richtung entwickeln, bie auch nur in geringstem Maße zu einer Gefährdung ber öffentlichen Meinung führen könnte. Ich kann bie öffentliche Meinung beruhigen, baß bie Regierung biefe ihre Pflicht erfüllt hat und erfüllen wirb. Es ist bagegen nicht Aufgabe ber Regierung, sich burch bie Flut grunbloser Klatschereien einzelner unb durch bie hierburch hervorgerufene Nervosität zu Hanblungen hinreißen zu lassen, für die überhaupt keine sachliche Notwendigkeit porliegen mürbe. (Lebhafte Zustimmung unb Bei- aU bei ber Regierungspartei; Lärm unb Wiber- Jprud) auf ber Linken.) Die Staatsgewalt im Lanbe liegt unerschütterlich in den Händen ber verfassungs- mafcigen Faktoren. Es ist selbstverständlich, baß wir bie Sicherung ber wirtschaftlichen unb sozialen Ord- nung unb Entwicklung bes Landes keinesfalls stören lassen burch Bestrebungen irgenbeiner radikalen Bewegung. Wir sind auch in Zukunft nicht geneigt zu dulden, daß irgendeine radikale Bewegung diese unsere Arbeit gefährdet Ick kann jedoch feststellen, daß diese Arbeit nicht gef'ähr- d e t ist. Die Regierung Hal keinen Grund zu der Annahme, daß irgendein äußerer Faktor auf die Gestaltung des ungarischen politischen Lebens, sei es auch nur auf indirektem Wege, bestrebt ist, Einfluß zu gewinnen Ich muh mich auf das entschiedenste gegen d i e unverantwortliche Gerüchtemacher e i verwahren, die sich bemüht, solche Behauptungen ohne sachliche Gründe in die öffentlich? Meinung zu streuen. (Zwischenruf des völkischen Abgeordneten Dr. Rajniß: „Hysterische Gesellschaft! Pester Lloyd!") Die Regierung bedauert, dah in einem Teil der öffentlichen Meinung solche unverantwortlichen Gerüchte Boden finden konnten und die Gerüchtemacherei hierbei nicht einmal den bei uns akkreditierten Vertreter eines befreundet en Staates verschont hat. (Adg. Graf F e st e t i c s (Regierungspartei): „Schmutzige jüdische Verleumdung!" — Abg. Dr. Rajniß: „Man richtet das Land zugrunde!") 2Han bemüht sich sogar, den betreffenden Diplomaten in einer Weife hinzustellen, die mit seiner völlig korrekten Haltung im krasse ff en Gegensatz steht. Wenn die Ration mit Recht von der Regierung erwarten kann, daß sie die Ordnung des Landes unter allen Umständen erhalten soll, so glaube ich, daß die Regierung von der öffentlichen Meinung erwarten kann, daß diese hysterische Gerüchtemacherei keine weitere Unterstützung findet. Die Presse beschäftigt sich mit der Rede, in der Ministerpräsident Daranyi den Verleumdungen entgegengetreten ist, die nicht einmal vor der Person bes deutschen Gesandten in Budapest halt machten und ihn mit angeblichen innerpolitischen ungarischen Umsturzabsichten in Verbindung brachten. Zwischen der Rechtspresse und den jüdisch-liberalen Blättern setzt eine heftige Auseinandersetzung über die tieferliegenden Ursachen der Erregung ein. Der völkische „Uj Magyarsag" stellt offen die Frage, welche Mächte in diesen Tagen mit dem guten Ruf unb bem politischen Ansehen Ungarns ihr Spiel getrieben hätten. Das Blatt bringt ben Nachweis, baß bie gesamte internationale jübische unb marxistische Presse sich auf bie Veröffentlichung bes als halbamtlich angesehenen jübischen „P e st e r L l o y b" gestützt habe. Der „Uj Magyarsag" weist nach, baß nach ber französischen Linkspresse gerabe ber „Pester Lloyd" bie Aufmerksamkeit ber internationalen Oefsentlichkeit auf bie angebliche Einflußnahme auslänbischer Kräfte in bie inneren ungarischen Angelegenheiten gelenkt habe. Der „Pester Lloyd" sei tasächlich damit für die unerhörten, in ber ganzen Welt verbreiteten Lügengerüchte über die angebliche Beteiligung einer ausländischen Macht an diesen Plänen verantwortlich. Immer eindeutiger bringt die Erkenntnis burch, baß bie jübische Presse, in allererster Linie bas jüdische Hetzblatt „Pester Lloyb", bie Verantwortung für bie Ereignisse ber letzten Tage trägt. Ungarns Ministerpräsident Daranyi ist mit benjenigen Kreisen scharf ins Gericht gegangen, bie systematisch bas Gerücht verbreitet hatten, eine rechtsgerichtete Gruppe würbe mit ausländischer Hilfe einen Putsch wagen. Er hat nicht gezögert, bas verbrecherische Treiben bieser jübisch-marxisti- schen Brunnenvergifter unb Hetzer zu brandmarken, er hat auch nicht gezögert, bie gegen bas nationalsozialistische Deutschland gerichteten offenen und versteckten Angriffe in aller Schärfe zurückzuweisen. Politische Hysteriker nannte er jene, bie von einem Putsch unkten unb Budapest bereits im Besitze ber Umstürzler sahen, während bie „Putschisten" nicht einmal wußten, daß sie die. Absicht hätten, einen Putsch in Szene zu setzen. Für diese Hysteriker scheint aber in Europa zur Zeit ein besonders gutes Klima zu herrschen. Wir brauchen nur an die unbegründeten Behauptungen französischer Hetzer zu erinnern, daß deutsche Truppen in spanischen und marokkanischen Häsen entladen worden wären. Auch ihre Absicht zielte nur darauf ab, Deutschland etwas am Zeuge zu flicken, Stimmung geqen Deutschland Zu machen und womöglich noch Schlimmeres her= aufzubeschwören. Im ungarischen Parlament fühlten sich die berufsmäßigen Verleumder, oder wie Daranyi sie nannte, die politischen Hysteriker, auch sofort getroffen. Sie antworteten mit lärmenden Protesten. Es waren aber nicht nur einige Abgeordnete, die sich wie wild gebärdeten, es'war bie gesamte Linke, die sich getroffen fühlte. Mit diesen Protesten hat sie sich endgültig demaskiert. England hat loooo Rekruten zuw'ng London, 11. März. (DNB. Funksvruch.) Der Jahresbericht der britischen Armee zeigt, daß trotz verdoppelter Anstrengungen die Rekrutierungszif- ern mit 21 975 um rund 3700 meb tiger waren als im Jahre vorher. Für das abgeschlossene Jahr wollte man 32 000 Rekruten haben, um die Armee auf die notwendige Kopfstärke zu bringen. Am Ende des Rekrutierungsjahres, das mit dem 30. September schließt, hat sich sedoch em g e I) 1 • beftanb von etwa 1 0 000 Mann ergeben. Der Bericht führt die nicht zufriedenstellenden Rekrutierungsziffern darauf zurück, daß sowohl bie Jugenblichen wie auch beten Eltern wenig Lust zeigten, Wehrdienst zü leisten bzw. ihre Söhne in bie Armee zu schicken. In einer Denkschrift bes Zentralrates ber Wirtschaftsliga wird auf die kommunistischen Pläne hingewiesen, die britische Verteidigung zu sabotieren. Es gebe Hetzer, die eine sorgfältig durch - bachte Kampagne führten, um bie Wiederaufrüstung unb bie Truppenanwerbung zu behinbern. Es läge Beweismaterial vor, wonach bie kommunistische Partei einen systematischen Felbzug unternehme, um die Herstellung vonVerteidi- gungsmaterialzu verhindern. Sie habe weiter unter Leitung ber Kommunistischen Internationale einen systematischen Felbzug burchgeführt, um bie Truppe ber Krone abspenstig zu machen. „Ein nahezu leeres Imperium." Englische Sorgen um den Geburtenrückgang. Lonbon, 11. März. (DNB. Funkspruch.) Die Frage bes Geburtenrückganges unb bie bamit verbundenen Gefahren werben jetzt auch in England häufig erörtert. Die „Morning Post" lehnt ben Standpunkt ab, daß für bie Frage bes Geburtenrückganges bas wirtschaftliche Wohlergehen ober die Höhe des Lebensstandards ausschlaggebend sein müßte. Unter Hinweis auf die Wirtschaftslage in früheren Jahren und die damaligen Geburtenzahlen stellt die „Moring Post" fest, daß die Zahl der Geburten auch bei wirtschaftlicher Aufwärtsentwicklung und besserem Lebensstandard zurückgegangen sei. Die Frage, vor ber Englanb heute stehe, laute nicht, wie man für eine wachsenbe Bevölkerung Raum schaffen könne, son- bern wie man ein schon bestehenbes unb nahezu leeres Imperium bevölkern wolle, bas in 50 Jahren wahrscheinlich noch leerer fein werde, wenn die Geburtenziffer in England nicht bald ansteige. Grünlandumbruch Jedes Haar wunderbar! ren Städtchen, das vor dreißig Jahren durch ein : Meerbeben zerstört wurde. Die Mauern der Häu- ■ ser stehen noch. Auch die Straßen sind noch zu . erkennen. Verschiedene Drahtseilbahnen führen bis an das Meer, die Endtürme sind umgeknickt. Hier ist es die Flutwelle gewesen. Aber es braucht nicht immer die Natur zu sein, die zerstört. Fährt man durch jene Gegend, so bleibt der Blick oft an den Drahtseilbahnen hängen. Die Stützen stehen noch. Auch die Drähte sind noch gespannt. Und manchmal hängt der Karren noch am Draht. Aber schon zehn oder zwanzig Jahre sind sie außer Betrieb. Die Arbeit wurde als nicht lohnende eingestellt. Unrentabel gewesen oder geworden. Einerlei! Hier wurde fehl spekuliert. Andacollo, südöstlich von La Serena gelegen, ist der „Friedhof des Nordens" genannt worden. Hier leben 12 000 Menschen. Ihr Rang ist gestiegen oder gefallen je nach der Wichtigkeit des Goldes. Durch das Gold angezogen, ist dieser Ort ausgewachsen. Goldsucher haben wie Wallfahrer dieses Gebiet durchzogen und erobert. Und sie sind meist an ihrer Sehnsucht, am Gold, zu Grunde gegangen. Der Weg nach Andacollo ist ein Tummelplatz für Bettler und .Verkommene, Futterplatz für abgemagerte Hunde, die die selten ankommenden Eisenbahnzüge um Nahrung bestürmen. In der Tat: hier kämpfen Bettler und Hunde um die Reste, die das geringschätzige Mitleid der Reisenden aus dem Speisewagen des Zuges wirft. Auf dem Wege zum Goldlager sieht man bleiche Gespenster von Menschen, abgezehrte Silhouetten und Männer mit Bündeln, die in letzter Hoffnung keuchend den Berghang hinaufziehen. Die Lager, die hier errichtet sind, ergeben ein buntscheckiges Bild: Kabaretts, kreischende ' Geschäfte, Kantinen, Restaurants und tausend Stellen, an denen sicht die Menge der Händler und Käufer bewegt. Die Ortschaft hat viel von dem Bild der wandernden Araber und etwas von den improvisierten Lagern des vergangenen Jahrhunderts in Kalifornien. Der Goldwäscher arbeitet am Tage und vergnügt sich ungestüm in der Nacht. Manchmal vergeudet er in einem Augenblick, was er in Wochen erarbeitet hat. Er hat die Gewohnheit, daß man seinen Tisch voller Bierflaschen stellt. Dies ist das Zeichen seiner geldlichen Ueberlegenheit und besonderen Kühnheit. Man trinkt faßweise. So verfliegen Verdienst und Ersparnisse in einem Augenblick ohne Verstand. In Andacollo gibt es mehr als fünfzehn Bordelle. Dreiviertel aller Kinder hat die Krätze, die man hier in der leichtfertigen Atmosphäre mit „carioca" bezeichnet. Andacollo stirbt, während aus feinem Boden Tonnen von Gold gewonnen werden. Die chilenische Zeitschrift „Hoy", die sich kürzlich mit der sozialen Seite dieser Frage beschäftigte, schrieb dazu: „Andacollo ist im kleinen das Abbild des gegenwärtigen Chile. Auf der einen Seite ist die offizielle Organisation mit ihrer Bürokratie und ihren Erschwerungen, mit ihrem in die Länqesch.eben und Herumstöbern in Papieren, wie auch herkömmlichen Lügen. Auf der anderen Seite ein Volk, umgeben von primitiven Krankheiten, nackt und unterernährt, feinem grauenhaften Schicksal überlassen. Auf der einen Seite das Possenspiel der Goldwäschereien mit seinen ungesunden Wohnungen. Auf der anderen Seite eine lärmende Masse, wo die Instinkte und die Hoffnungen sich bei der harten Arbeit mischen. Nach Andacollo werden täglich nur 200 Liter Milch geschickt. Dagegen werden aber Tonnen von Bier getrunken. Und nach dem Gesetz ist Andacollo Trockenzone. In seinen Polikliniken gibt es weder Neosal- varsan noch Wismut, aber draußen wimmelt es von Bordellen, Fanatismus, Aberglaube, Schmutz und Politikastern. Der Minenarbeiter itirbt singend. Diese Wintertage südlich von Santiago, in der Provinzhauptstadt Rancagua, werden nicht aus der Erinnerung verschwinden ... Regen und immer wieder Regen 'über Rancagua. Seltsames Gefühl: das Erlebnis dieser trüben Tage im Tal und gleichzeitig das Erlebnis der schneeigen Weiße der Kordillere am Horizont. Es ist stündlich zu beobachten, last handgreiflich zu fassen, wie der Schnee in den Bergen tiefer fällt. Doch nie erreicht er die Stadt, immer bleibt er die Illusion. Aber nun soll der Schnee doch einmal Wirk- । lichkeit werden. Tags zuvor saßen wir noch in Wasserlöchern, auf Schlammstraßen und in zu Flüs- , sen angeschwollenen Bachläufen fest. Es regnet auch ; an diesem Tag, wo wir noch zu nachtschlafender Gold, Kupfer und Salpeter 3n den Minen an der amerikanischen Westküste. Von unserem W. Gz.-Äerichterstatter. Zeitung liest, in unserer großen und ereignisreichen Zeit nicht mehr denkbar sei. Das Landvolk lebe in und mit der Politik und der Weltanschauung des Dritten Reiches, die uns täglich von den Zeitungen nahegebracht werde. Es sei von Grund auf verkehrt, wenn ein Teil des Landvolkes in den Monaten der dringendsten landwirtschaftlichen Arbeiten, also während der Bestellung und Ernte, seine Zeitung nicht beziehe. Während dieser Zeit ruhe ja die Politik und die Geschichte nicht, die Deutschland gerade seit der Machtübernahme wieder kraftvoll gestalte. Der Landmann werde daher besonders der Zeitung, die ihm für seine berufliche Tätigkeit Anregung zur Leistungssteigerung gibt, sich für die Nährstandsarbeit einsetzt und aufklärend wirkt, auch während der Bestellungs- undErntemonate die Treue halten. Die Zeitung gehöre in die Hand jedes Landmannes, auch wenn feine berufliche Tätigkeit ihn während der arbeitsreichen Zeit voll beanspruche. Der neue Harne... ein Symbol! NSG. Im Kreise Bensheim, nicht weit von Lorsch, liegen die Gemeinden Groh-Hausen und Klein-Hausen dicht beieinander, lediglich getrennt durch einen Bach, die Weschnitz. Getrennt aber waren sie noch durch vieles andere, obwohl sie einstmals, wenn auch schon vor Jahrhunderten, zusammengehörten. Laut Beschluß des Reichsstatthalters in Hessen tritt mit dem 1. April 1937 die Gemeinde Einhausen, schon mit ihrem Namen symbolisch das Aufgehen zweier Gemeinwesen in einem Hause bezeichnend, ins Leben. Es begann mit der Zusammenlegung der Schulen, um den Kindern eine bessere Ausbildungsmöglichkeit zu geben und sie ohne Rücksicht auf die Verschiedenartigkeit ihrer Konfession, als zukünftige deutsche Staatsbürger und Nationalsozialisten zu erziehen. Ein Blick auf die Karte sagte dem Reichsstatthalter, daß beide Gemeinden seit Jahrhunderten dicht beieinander lagen, und daß hier eine Zweiteilung Unsinn ist. Der Einwand, daß die geschichtliche Entwicklung beider Gemeinden seit Jahrhunderten verschieden gewesen sei, konnte nicht überzeugen. Die Menschen waren Zeit etwas gleichgültig und Übermüdet im Auto- carril sitzen, das uns auf Schienen m glatter Fahrt aufwärtsbringen soll. Und wie schnell ist die Illusion Schnee zur Wirklichkeit geworden. In schneller Fahrt haben wir bald die Tausendmeterhohe er- reicht. Der erste Schneeschlamm rechts und lmks der Strecke. Dann Steilwände und Abgründe. Und dazu Wind und Wetter, die den Schnee in feinsten Flocken durch die Fensterscheiben treiben, daß es fast ungemütlich wird. . Jetzt liegt der Schnee schon fest und tief neben uns. Hier und dort die ersten starken Verwehungen. Aber die Bahnstrecke ist vorzüglich angelegt. Wo es in die Kurven geht, wo überragende Steilwände zur Lawinengefahr werden, da geht es durch Tunnels und festgezimmerte Unterführungen. Trotzdem: Jetzt haben wir uns festgefahren. Eine niedergehende Lawine hat die Gleise meterhoch vergraben, und nun würde selbst ein halbes Dutzend Gäule keine Rettung mehr bringen. Mit einigen fluchenden Schipp-schipp-Hurrah packen kräftige Santiago, Februar 1937. i Ein alter Freund schreibt mir aus dem heißen ■ Norden. Hier, auf der anderen Hälfte unserer Erdkugel, roirD es gen Norden heiß und gen Süden ' kalt. Er sitzt in Maria Elena, mein Freund, 1 als Statistiker in den Büros der Yankees, die hier 1 die Herren des chilenischen Salpeters sind. Er würde ; mich in den nächsten Wochen besuchen, um einmal ; in die Zivilisation und in die grüne Welt zurückzukommen. Sehnsucht habe er nach den kühlen Nächten Santiagos und nach den schattigen Wäldern des Südens. Im Norden dehnen sich endlos die Salpeterfelder, die in der Sonnenglut blinken wie weißer Schnee. Aber es gibt kein Grün hier; kein Baum, kein Strauch erblüht je zum Leben. Wüste und blanke Steinfelsen wechseln ab, und wenn nicht Telegraphenstangen und Hochspannungsleitungen die Landschaft durchzögen — weiß Gott, wer würde dann an ein Leben in dieser Oede denken können. Kommt man dann in die Häfen der Westküste, etwa nach Tocopilla oder Antofagasta, dann erhält man einen Begriff, was südamerikanische Erde an Werten enthält. Eine Fahrt die südamerikanische Westküste hinauf ist eine Fahrt durch den natürlichen Reichtum des Erdteils. Im Süden, im Zentrum des deutschen Siedlungsgebietes, ladet der Dampfer Weizen und Kartoffeln. In V a l- paraifo, dem größten Hafen an der Westküste, nahmen wir Honig und Wein an Bord. Weiter nördlich, in Caldera, wird Gold und Kupfer geladen und in Antofagasta wieder Gold und Kupfer und Jod und unendliche Mengen Salpeters. Zwischen dem Süden und dem Norden Chiles spannen sich mehr als dreißig Breitengrade. Auf europäische Verhältnisse umgelegt, heißt das, vom nördlichsten Norwegen bis zum südlichsten Spanien. Selbst der moderne Luftverkehr braucht zur Bewältigung dieser riesigen Entfernung Tage. Und die Küstendampfer sind von Magallanes bis Arica Äochen unterwegs. Eine Schreckensnachricht hat in diesen Tagen Chile durcheilt: In Chuquicamata ist eine furchtbare Katastrophe zu verzeichnen. Dem Europäer sagt der Name Chuquicamata nicht viel oder auch gar nichts. Er weiß, daß Chile ein großes Kupferland ist, vielleicht auch, daß es die größte Kupfererzeugung der Welt besitzt. Nun: Chuquicamata ist das bedeutendste Kupferbergwerk der Welt. Das größte Untertag-Kupferbergwerk heißt El Teniente. Es liegt ebenfalls in Chile. In Chuquicamata hat es eine furchtbare Explosion gegeben. Beim Entladen von einigen Waggons sind 3000 Sack Schwarzpuloer in die Luft gegangen. Die ganze Gegend wurde wie durch ein Erdbeben erschüttert. Kilometerweis isb das Land in ein Trümmerfeld verwandelt. Hunderte Tote und viele hundert Verletzte sind zu beklagen. Aber über das Leid des Unglücks geht die Arbeit weiter. In Chuquicamata leben 15 000 Menschen, darunter 7500 Arbeiter. Ihr Leben und ihr Streben ist das Kupfer. Auf einer Fläche von 400 Meter Breite und zwei Kilometer Länge werden in einer Tiefe bis zu 600 Meter täglich 400 Tonnen Kupfer abgebaut. Die Einschränkungen in der Weltkupfererzeugung sind kürzlich aufgehoben worden. Auch Chuquicamata arbeitet gegenwärtig mit voller Belegschaft und ist in vollem Betrieb. Im Zeichen der Aufrüstung braucht die Welt Kupfer. Die Nachfrage ist groß, und die Preise ziehen an. Nicht nur Chuquicamata — ganz Chile lebt in dieser Konjunktur. Das ist auch heute noch in Südamerika möglich, über Nacht ein reicher Mann zu werden. Aktien, die heute für 50 Cent angeboten werden, sind manchmal in Jahresfrist auf hundert und zweihundert Pesos angelegen. Wer richtig „lag", wer den „guten Tip" besaß, steigt von heute auf morgen auf. Leute, die noch vor Jahresfrist auf der Straße lagen, steuern heute die letzten Luxusmodelle der amerikanischen Autoindustrie durch Santiago. Der Boden, der den Reichtum des Landes enthält, ist die große Grundlage für noch größere Spekulationen. Aber das Abwärts ist meist noch schnller als der Aufstieg. Es wird auch daneben spekuliert. Und vor allem dann, wenn gewissenlose Spekulanten ihre Hand im Spiele haben, werden Millionen auf Kosten einer einst hoffenden und jetzt enttäuschten Masse verloren. Im Norden, am Rande der Salpeterwüste, führte uns der Weg durch C o b i j a, einem größe- Es ist nicht so, daß der Bauer in ewigem Gleich- ' maß Jahr um Jahr unveränderlich seine Furchen zieht, das Korn der Erde anvertraut und die Ernte in die Scheuer fährt. Längst bevor die moderne । Technik in den letzten hundert Jahren auch maschi- nell die Landwirtschaft zu beherrschen begann, hat das Agrarwesen wiederholt umstürzende Neue- , rungen erlebt, so z.B. die Einführung neuer Früchte, wie der Kartoffel, die Aufgabe der Brachewirtschaft usw. Dieses alles waren Revolutionen von weittragendem Ausmaß, geboren durch die -Notwendigkeiten der Zeit. Wenn die Markung übervölkert war, wenn Hungersnöte überhand nahmen, mußte der Bauer auf Abhilfe sinnen. Niemals gab es unveränderliche Gesetze. $eufe erft red)t ntc^t, da die ungewöhnliche Aufgabe, ein 68-Milll0nen- Volk auf einer (durch das Versailler Diktat) um 14,3 v. H. verkleinerten Reichsfläche zu ernähren, gelöst werden muß. . So jminqt das Gebot ber Ertrags [t et 9«. r u n q auf begrenztem und oertlemertem Roum den Nährstand zu einer neuen, umwälzenden Maßnahme, die in dem deutschen Boden tiefe Spuren hinterlassen wird. Nicht nur die Reichsflache a s solche hat sich verkleinert, wahrend sich die Masse des Volkes ständig vergrößerte und noch jährlich um fast eine halbe Million zunimmt, sondern durch die Erfordernisse der Wehrhaftmachung des Volkes, durch die Reichsautobahnen, die Siedlungen, die Sportplätze usw. ist die nutzbare Agrarfläche des Reiches um Hundertausende von Hektaren verringert worden. Trotz dieser Einbußen an bebaubarer Fläche hat das deutsche Landvolk die Aufgabe gemeistert, die Erträge noch zu steigern, so daß insgesamt gesehen eine Ertragseinbuße nicht eingetreten ist. Aber wir alle kennen ja die Begreifung unserer Ernährung auf heimischer Scholle. Rund 16 Millionen Hektar fehlen uns, um Fett, Getreide- und Futtermittel vollkommen unabhängig im eigenen Lande zu erzeugen. Es kommt also auf die M 0 b i l i s l e r u n g d e s letzten Hektarertrages an! Und hier gibt es noch eine ganze Reihe unausgefchopfter Möglichkeiten. Das Landvolk muß dahinkommen, nicht allem in der bisherigen Bewirtschaftungsweise die besten Erträge in der betreffenden Frucht zu Melen,jom dem wir müssen aus dem jeweiligen Boden durch die den höchsten Ertrag garantierende Frucht d a s Höchste an Nahrungswerten herauswirt- schasten. Ein Beispiel wird das am besten zeigen. Bebaut man einen Hektar Land mit Zuckerrüben, so können nach genauen Berechnungen, rechnet man die Zuckerrüben auf Kalorien um, 20 Menschen vorn Hektar leben. Wird der gleiche Hektar mit Kartoffeln bebaut, so können von den geernteten Kartoffeln, wiederum umgerechnet, nur zehn Menschen ein Jahr lang leben. Bei der Bestellung eines Hektars mit W e i z e n dagegen nur sechs Menschen, bei Roggen drei Menschen und bet Weidewirtschaft aus der gleichen Flache nur zwei Menschen. Es zeigt sich also ganz klar, daß unter Umständen auf der gleichen Flache 20 bzw. nur zwei Menschen ernährt werden können. Das Deutsche Reich besitzt eine nutzbare landwirtschaftliche Fläche von rund 30 Millionen Hektar. Von diesen 30 Millionen Hektar sind rund 8 Millionen Wiesen- und Weideland. Es gibt weite Landschaften entlang den großen Flusse», vor allem aber in Nordwestdeutschland, denen das Wiesen- und Weideland durchaus seinen Charakter ausgeprägt hat. Nach vorsichtigen Berechnungen d ü r - ten etwa 1,6 Millionen Hektar von diesen acht Millionen als Wiesen- und Weideland ungenügende Erträge liefern. Durch die gerade im letzten Jahrzehnt vorgenommenen Flußregulierungen, durch den zahlreichen Bau von Talsperren, durch Melio- rationsanlagen usw. hat sich vielfach der Grundwasserspiegel gesenkt, so daß für viele hundertau- send Hektar Wiesenland nicht mehr die notwendige Wassermenge zur Verfügung steht. Viele tausend Hektar brennen ohnehin schon Jahr um Jahr aus, wenn nicht ungewöhnliche Regenmengen me- derkommen. tzs fehlt auch nicht an Beispielen in der Landwirtschaft, wo Besitzer aus Gründen der Bequemlichkeit zur verstärkten Weidewirtschaft uber- gegangen sind und Ackerland in Wiesen umgewan- 8KT3H71 Männer mit Spaten und Schaufel zu. Aber Man» neskrast in Ehren! Ein vor die Bergbahn gespannter Schneepflug, der uns gipfelwärts zu Hilfe kommt, leistet bessere Arbeit. Man könnte S e w e l 1, das Ziel dieser Reise, auch im Sommer erleben und voller Achtung sein vor der Arbeit, die hier geleistet wird, und dem Werk, das in dieser Höhe errichtet steht. Aber den richtigen Maßstab gewinnt man nur jetzt, wo der Schnee sich meterhoch schichtet und alles Leben erstarren läßt. Aber hier oben, in Höhen, die weit über die 3000-Meter-Grenze klettern, gibt es keinen Stillstand. Der Rhythmus der Arbeit schwingt, Schnee- pflüge legen die Schienen frei, Lokomotiven pfeifen, Wagen knirschen und kreischen vorüber, Maschinen donnern, Hämmer klopfen, voll wertvoller Erze geladene Drahtseilbahnen ziehen im Schneesturm über uns hinweg. Das ist die Stadt Sewell, fast 2500 Meter hoch gelegen, das ist „E l T e n i e n t e", das amerikanische Jndustriewerk in ChKe, das ist der Welt größte Unkertagbau-Kupfer- mine. Kupfer ... Kupfer ... das ist hier der Begriff der Arbeit und der Maßstab des .Wohlstandes. Kupfer ... Kupfer ... dieser Wert ließ in kärgster Bergöde eine ganze Stadt entstehen und leben. 10Q00 Menschen wohnen hier und gehen ihrer Arbeit nach in Schächten, die eine Höhe von mehr als 3000 Meter erreichen. Aber vom Abbau der Erze bis zur Gewinnung des reinen Kupfers ist ein weiter Weg. In Sewell wird er unter Ausnutzung der modernsten Mittel unserer Zeit zurückgelegt. Abbau ... Raffinierung ... die elektrolytische Reinigung ... glühende Oefen ... und ein verwirrender chemischer Prozeß ... bis das reine Kupfer wie flüssig gewordenes Gold aus den Flammöfen herausläuft, in Formen fleißt, ab kühlt und in wertvollen Barren zu Tal geht. Erstaunlich das Werk. Und eigentümlich die Stadt. Eine Erinnerung an Gibraltar kann wachwerden. Ein öder Fels "wie dort. Kaum eine Fläche zum Siedeln. Die Hausfronten scheinen aus den natften Felswänden zu wachsen. Und Fronten, die viele Stockwerke hochklettern, letzte, aber auch allerletzte Möglichkeiten ausnutzend. In dieser S^adt der immerwährenden Arbeit, in dieser Höhe vor allem und in diesem Arbeitstempo müssen strenge Gesetze herrschen. Trotzdem keine nüchterne Kasernierung der Angestellten und Arbeiter. Hinter den kahlen Fronten der Bauten grüßen einige liebliche Flecken herüber, die Privatwohnungen der verheirateten Angestellten. Nummerierte Wohnungen für die Arbeiter, aber keine gleichmachende Arbeit. Im Gegenteil: das L e i st u n g s p r i n z i p ist amerikanisch zugespitzt. Derselbe Arbeiter, der hier bei einem Mindestlohn von knapp neun Pesos acht Stunden (in einer Schicht) schafft, kann es bei dem entsprechenden Einsatz aus den zehnfachen Satz bringen. Das fällt im weiteren auf: es gibt hier oben wohl elegante Klubräume, aber keine Kneipen. Das A l k o h o l d e r b o t wird streng durchgeführt. „El Teniente" ... Sewell — das ist Der Einblick in die Welt des Kupfers. Das wird aber zugleich auch ein Einblick in den so segensreichen Einsatz ausländischer Initiative, ausländischen Kapitals und ausländischer Arbeitskraft in Chile. Auf den leitenden Poften sieht man fast ausschließlich Ausländer, erfreulich, daß sich auch eine Reihe von deutschen Fachleuten darunter befindet, erfreulich weiter, daß man unter den Maschinen zuweilen auf deutsche Konstruktionen stößt. Als wir wieder abwärts fahren, glüht das Feuer der Flammöfen in uns nach, bis Wind und Wetter wieder ihre Rechte antreten. Flocken treiben durch dje Fensterspalte, daß es wirklich ungemütlich wird. In Rancagua dasselbe trübe Bild. Da ist es doppelt angebracht, ein Loblied auf den Deutschen Verein und sein gastliches Klubhaus anzustimmen, auf den glühenden Kamin und auf Den guten roten Wein, auf Die gemütlichen RunDen, Die fast bis zu Dem Zeitpunkt tagen, wo man zwischen auf- fteigenDem Morgen unD noch immer nieDercjcbenDem Regen roieDer einmal sehnsuchtsvoll auf Das schneeige Weiß Der KorDillere blicken kann. 1 Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter Des Hauptschristleiters: Ernst B!umschein. Verantwortlich für Politik unD für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; 'ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- . leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt Der i Anzeigen: TheoDor Kümmel. D. A. II 37: 10 933. , Druck- unD Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unD SteinDruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich i 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags ) 15 Pf., mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr : Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. beit haben. , f Um nun diese 1,6 Millionen Hektar so rasch als möglich zu mobilisieren und sie womöglich schon im Lause dieses Jahres nutzbar zu machen, hat Das Reich einen erheblichen Millionenbetrag für Den GrünlanDumbruchzur Verfügung gestellt. Die Deutsche LanDwirtschaft ist aufgerufen worDen, ihren Besitz an Wiesen- und WeiDelanD einer genauen Nachprüfung zu unterziehen, um festzustellen, wieviel Wiesen unD WeiDen zwecks Ertragssteigerung in AckerlanD umgeroanDelt werDen können. Es wirD, wenn Die notroenDigen Garantien für einen höheren Ertrag, für Die Aussaat von guter Saat, Düngung usw. gegeben sinD, eine Beihilfe von 100 Mark pro Hektar umbrochenen ßanDes auf Antrag beim Ortsbauernführer gezahlt. Da es sich weiterhin herausgestellt hat, Daß im Lause Der letzten hundert Jahre Der Hektar-Ertrag um runD 100 v. H. Durch bessere Sorten, Meliorationen, künstliche Düngung usw. gesteigert werden konnte, währenD Die Erträge Der Wiesen und Weiden nur um etwa 30 v. H. erhöht werden konnten, ist gleichfalls eine Prämie von 100 Mark pro Hektar für diejenigen Betriebe ausgesetzt worden, die durch Einzäunung, durch Düngung und die Einrichtung einer guten Koppelwirtschaft ihre Wiesen und Weiden zu einem Höchstertrag bringen. Man sieht dieses Ziel erreicht bei der Ernährung von 4 Stück Großvieh auf einem preußischen Morgen Weideland. Diese Beihilfen von 100 Mark, die je nach den Erfordernissen etwas niedriger, aber auch etwas höher ausfallen können, werden gleichfalls an die Landwirte gezahl, die bereits in der Zeit vom 18. Oktober 1936 bis zum 1. März 1937 die geforderten Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt haben. Dagegen ist die Auszahlung der Beihilfen für den Umbruch und die Verbesserung der Weiden an den Zeitraum vom 18. Oktober 1936 bis zum 1. April 1938 gebunden. Mele Tausende von.Landwirten haben nur aus Mangel an Geld Den Grünlandumbruch bis jetzt nicht durchführen können. Für sie ist die Beihilfe das Signal. Für Gesamtdeutschland aber bedeutet dieser Grünlandumbruch eine agrarpolitische Tat ersten Ranges, die vielleicht erst vön späteren Generationen "in ihrer Bedeutung in vollem Umfange erkannt werden wird. Dr. Vo. Landvolk, halte deiner Zeitlina die Treue! Eine wichtige Klarstellung bedeutet der Ausruf an das kurmärkische Landvolk, Den der Landesbau e r n f Ü h r e r der Kurmark, Bauer Martin Wendt, erlassen hat. Darin heißt es u. a., daß ein Bauer, Landwirt oder Landarbeiter, der keine nicht dafür verantwortlich, daß man sie einstmals willkürlich dieser oder jener Herrschaft zuteilte. So gehörte Klein-Hausen zum ehemaligen katholischen Kur-Mainz, währenddem Groß-Hausen den evangelischen LandgrafenvonHessen unterstellt war. Das Mittelalter ist vorüber. Beide Gemeinden sollen nach dem Willen des Gauleiters eine Familie bilden und deshalb ein Haus bewohnen, in dem alle sich gleichermaßen wohl- fühlen. Der Geist Adolf Hitlers aber möge von nun an jene neue Hausgemeinschaft für immer umschließen. Darum ist der Name Einhausen ein Ehrenname für die beiden zusammengeschmolzenen Gemeinden und zugleich die nationalsozialistische Antwort auf den Partikularismus vergangener Jahrhunderte. Eindrucksvolle Zahlen von der Berliner Olympiade. Das Organisationskomitee für die XI. Olympiade legte feinen Rechenschaftsbericht ab. Gegenüber 1215 Wettkämpfern in Los Angeles fanden sich m Berlin 4784 aktive Teilnehmer ein. Dazu gesellten sich bei Den Vorführungen 5869 Turner. Im olympischen Dorf wurden bei insgesamt 6359 Bewohnern an Aktiven, Begleitern und Offiziellen 82 964 Uebernachtungen gewahrt. Einschließlich der Ehrenkarten wurden insgesamt 3 800 000 Eintrittskarten umgesetzt, davon entfielen 1 200 000 auf auswärtige Besucher mit 250 000 aus dem Ausland. Die Eisenbahn beförderte im Ortsverkehr während Der 16 Festtage allein 28 000 000 Fahrgäste. Am 9. August benutzten allein 2,2 Millionen die 8-Bahn. Die verkauften 3,8 Millionen Eintrittskarten, brachten eine Einnahme von 8600000 R M. Von Den einzelnen Sportarten steht die Leichtathletik mit 1 716 000 Reichsmark an der Spitze vor dem Fußball mit 1 136 000 RM. Das Festspiel ergab einen Ueberschuß von 300 000 RM. Alles in allem haben die Spiele das deutsche Wirtschaftsleben sehr wirksam beeinflußt. Diese Tatsache wird durch eine Erhebung Der Reichsbank bestätigt, wonach jeder ausländische Besucher durchschnittlich 160 RM. in Berlin ausgegeben hat. ■ FÜR : > dunkles HAAR BRUNETAFLOR KAMILLOFLOR ALKALIFREI 30 PFG. FÜR BLONDL5 HAAR Veginnende Früyjahrsbelebung im Arbeitseinsatz Vertin , 10. März. (DNB.) Nach der Reichsstatistik betrug die Zahl der Straßen-Verkehrs- unfälle im letzten Vierteljahr 1936 65 000, gegenüber 79 500 Unfällen im dritten Vierteljahr 1936. Sie ist somit um rund 18 vH. zurückgegangen. In der Zahl der Verkehrsunfallopser (getötete und verletzte Personen) stehen einer Zahl von 60 200 im dritten Vierteljahr 1936 39 500 Verkehrsunfallopfer im vierten Vierteljahr 1936 gegenüber. Diese erfreulichen Feststellungen erfahren insofern eine gewisse Einschränkung, als nach den Beobachtungen vom dritten zum vierten Vierteljahr eines jeden Jahres ein Verkehrsrückgang zu verzeichnen ist. Hoffentlich ist der festgestellte Unfallrückgang aber auch ein Anzeichen einer sich bessernden Derkehrsdisziplin. Em Vergleich mit dem Vorjahre zeigt ein Ansteigen der Verkehrsunfälle um 7 v. H. Demgegenüber ist der um rund 15 v. H. erhöhte Bestand an Kraftfahrzeugen in Rechnung zu setzen, so daß in Wirklichkeit die Verkehrsunfälle auch gegenüber 1935 erheblich zurückgegangen sind. Die Unfälle auf den Fernverkehrsstraßen haben sich um rund 14 v. H. erhöht. Diese Beobachtung führte zur Einrichtung der motorisierten Gendarmerie für die Verkehrsunfallbekämpfung auf den Landstraßen. Ihre Verstärkung ist beschleunigt worden und dürfte sich zum Nutzen der Verkehrsteilnehmer bald bemerkbar machen. Erste Erfolge besserer Verkehrsdisziplm. Berlin, 10. März. (DNB.) Noch dem Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung setzte trotz der überwiegend noch ungünstigen Witterung im Februar bereits der Umschwung vom winterlichen Höhepunkt der Arbeitslosigkeit zur beginnenden Frühjahrsentwicklung kräftig ein. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 243 000 ab und erreichte den Stand von 1 611 000. Im Vergleich zu Ende Februar 1936 hat sich die Arbeitslosenziffer um 904 000 vermindert. Die Entlastung vollzog sich hauptsächlich in den Saisonaußenberufen. Unter ihnen nahm das Baugewerbe eine beherrschende Stellung ein. Durch die Rückkehr in die unterbrochenen Äußenarbeiten und zum Teil durch zusätzlichen Arbeiterbedarf verminderte sich die Zahl der arbeitslosen Baufach- und Bauhilfsarbeiter um 122 000. Erheblichen Anteil an dem Rückgang der Arbeitslosigkeit hatte ferner mit dem Eintritt milderer Witterung, namentlich in den westlichen Bezirken, das Verkehrsgewerbe und die Industrie der Steine und Erden. Rund 50 000 ungelernte Arbeiter (ohne Bauhilfsarbeiter) kamen besonders in Außenarbeiten unter. Die Landwirtschaft besorgte sich frühzeitig für die Vorbereitungen zur Frühjahrsbestellung Arbeitskräfte. Aber auch eine Reihe der mehr konjunkturabhängigen Berufe trug zu der Entlastung im Arbeitseinsatz erheblich bei, so z. B. das B e - kleidungsgewerbe, das der Frühjahrssaison entgegengeht, das Holz- und Schnitzstoffgewerbe in den für die Bautätigkeit wichtigeren Berufszweigen, die weiterhin vollbeschäftigte Metall- und Maschinenindu- strie, der Bergbau und das Nahrungsund Genußmittelgewerbe. Die Landesarbeitsamtsbezirke Brandenburg (— 44 000), Mitteldeutschland (— 37 000), Nordmark (— 33 000), .Niedersachsen (— 30 000) und Sachsen (— 26 000) waren für Arbeitskräfte besonders aufnahmefähig. Das Deutsche Reichslesebuch. lieber die weitere Arbeit an dem ersten einheitlichen Deutschen Reichslesebuch für die Volksschulen wird in „Weltanschauung und Schule" mitgeteilt, daß nach der bereits erfolgten Einführung des Bandes für das 5. und 6. Schuljahr und eines weiteren für das 2. Schuljahr der Band für das 3. und 4. Schuljahr soweit gefördert sei, daß er z u Ostern 1937 fertig sein soll. Der Band für das 7. und 8. Schuljahr soll ihm unmittelbar folgen. Ein Hauptteil enthält die nordischen Sagas und deutschen Sagen, die Märchen und Schwänke. An dem Heimatsteil haben überall die Heimatausschüsse mitgearbeitet. Das gesamte Material ist durch einen engen Reichsausschuß begutachtet und vom Reichser'ziehungsminister genehmigt worden. Oaladier fordert Förderung des französischen Mittelstands. Paris, 11. März. (DNB. Funkspruch.) Vor dem Vollzugsausschuß der Ratikalsozialen Partei sprach sich Kriegsminister D a l a d i e r in nicht mißzuver- stehender Weise gegen die extremistischen Tendenzen innerhalb der Volksfront aus. Im Interesse eines wirklichen sozialen Gleich- aewichts müßte sich der M i t t e l st a n d zu einer Vereinigung zusammenschließen. Die Partei werde die völlige politische Freiheit dieser neuen Vereinigung verteidigen, denn vom Wohlstand des Mittelstandes hänge der wirtschaftliche Wiederaufstieg Frankreichs ab. Innerhalb eines Jahres hätten die Preise in Frankreich um 36 v. H. angezogen. Es gebe nur eine Möglichkeit, das Land vor der drohenden Gefahr zu retten, und zwar die Ankurbelung der Wirtschaft auf allen Gebieten. Dadurch würden die Preise wieder fallen. Allerdings könne ein solches Unternehmen nur gelingen, wenn Ordnung und Friede im Lande herrschten. Blutige Streikzwischenfätte auch in Algerien. Paris, 11. März. (DNB. Funkspruch.) Kaum sind die Streiks in Südtunesien, die blutige Zwischenfälle auslösten, beendet, da treffen Meldungen aus A l g e r ie n über neue Unruhen ein. In Oued Jmbert, etwa 100 Kilometer von Oran entfernt, kam es zwischen streikenden Eingeborenen und Marokkanern, die in einem Steinbruch beschäftigt sind, zu heftigen Schlägereien. Die Eingeborenen steckten mehrere Scheunen in Brand. Abteilungen der Mobilgarde sind an den Unruheort entsandt worden. In der Gegend von Kouif, direkt an der tunesischen Grenze, versuchten Eingeborene die Abfahrt eines Erzgüterzuges unter Bewachung der Gendarmerie zu verhindern. Die Schutzwache wurde mit Steinen bombardiert, und mit Knüppeln angegriffen. 6 Schwerverletzte blieben auf dem Platz, darunter zwei Gendarmen. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler empfing den Gesandten Freiherrn von Weizsäcker, der sich nach einigen Monaten kommissarischer Tätigkeit im Auswärtigen Amt demnächst auf seinen Posten nach Bern zurückbechbt. Ferner empfing der Führer den Generalkonsul in Thorn, von Küchler, den Generalkonsul in Danzig, von Luckwald, sowie den Generalkonsul in Istanbul, Dr. Toepke. * Der Führer und Reichskanzler empfing Prof. Guido Manacorda von der Universität Florenz, der in der Hochschule für Politik einen Vortrag über „Wefen und Kritik des Kommunismus" hielt. Prof. Manacorda wurde auch von Reichsminister Dr. Goebbels empfangen. Anläßlich des 6 0. Geburtstages des Reichsund Preußischen Innenministers, Dr. Frick, hält Staatssekretär Dr. Pfundtner am Donnerstag, 11. März, in der Zeit von 19 Uhr bis 19.15 Uhr eine Ansprache über den Deutschlandsender. Durch Gesetz vom 9. März 1937 hat die Reichsregierung die A m t s d a u e r der derzeitigen Mitglieder der Vertrauensräte ebenso wie im vorigen Jahr um ein weiteres Jahr, nämlich bis zum 30. April 1938, verlängert. * In der Reichsführerschule Potsdam der HI. läuft in der Zeit vom 7. bis 13. März ein Ausleselager f ü r Erzieher an den Adolf-Hitler - S ch u l e n. Zu den Teilnehmern sprachen Reichsjugendführer von Schirach und der Reichssportführer von Tschammer und Osten. Dem Lager ist besondere Bedeutung zuzumessen, weil Lehrplan und Aufgaben der Adolf-Hitler- Schulen entscheidend auf die Persönlichkeit der in ihnen wirkenden Lehrer abgestellt sind. Das französische Anleihegesetz wurde von der Kammer in der Fassung des Senats mit 47 4 gegen 39 Stimmen bei etwa 100 Stimmenthaltungen angenommen. Damit ist die Landesver- teidigungsanleihe verabschiedet. Die holländische Zweite Kammer hat die D i e n st p f l i ch t in der Marine um sechs Monate verlängert. Die Dienstpflicht bei der K ü st e n v e r t e i d i g u n g wird um zwei Monate verlängert. Ferner wird beim Landheer die Zahl der Wiederholungsübungen auf drei erhöht. * Durch königlichen Erlaß vorn 9. März wurde der italienische Botschafter in London, Dino Grandi, in den Grafen st and erhoben. Kunst und Wissenschaft. Der Führer im Deutschen Opernhaus. Der Führer und Reichskanzler besuchte am Dienstagabend eine Ausführung des großen Balletts „Tanz um die Welt" im Deutschen Opernhaus in Berlin. Der Führer nahm zusammen mit Reichsminister Dr. Goebbels, Staatssekretär Funk und Generallndendant Rode in seiner Lage Platz und wurde bei seinem Erscheinen von dem vollbesetzten Haus begeistert begrüßt. In den Pausen und am Schluß der mit stärkstem Beifall aufgenommenen Aufführung gab das Publikum seiner Freude über das Erscheinen des Führers in herzlichen Kundgebungen Ausdruck. Der holländische Dichter Albert verwey f. In Noordwijk (Holland) ist der Dichter und Professor für niederländische Literatur Dr. Albert Verwey im 71. Lebensjahre gestorben. In Verwey verliert Holland seinen bedeutendsten modernen Lyriker, der drei Jahrzehnte lang mit Stephan George in Freundschaft und wechselseitig befruchtendem künstlerischem Austausch verbunden gewesen war. Tagung der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft in Frankfurt. Die diesjährige Tagung der D e u t s ch e n W e l t- wirtschaftlichen Gesellschaft findet vom 6. bis 14. Mai in Frankfurt a. M. statt. Der Präsident der Gesellschaft, Gouverneur i. R. Dr. Schnee, wird die Arbeitstagung eröffnen. Die Arbeitstagung sieht Begrüßungsansprachen des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger und des Oberbürgermeisters Staatsrat Dr. Krebs sowie Referate über „Lage und Aussichten der Weltwirtschaft" und „Das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet und seine Bedeutung für die Weltwirtschaft" vor. Referenten sind eine führende deutsche Persönlichkeit und A. D e t o e u f, Generaldirektor des Alstholm-Konzerns Paris, ferner Professor Dr. Carl Liier, Präsident der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet, Leiter der Reichsgruppe Handel, Vorstandsmitglied der Deutschen Weltwirtschaftlichen Gesellschaft. In der großen öffentlichen Kundgebung sprechen über das Thema „Warum Weltwirtschaft?" Gouverneur i. R. Schnee und Generaldirektor A. D e t o e u f (Paris). Jnlernalionaler Surzwellen-Kongretz in Dien. Nach einer Mitteilung der „Fr. Ztg." aus Wien, wird dort vom 11.—17. Juli d.J. der I n t c r n a t i o- nale Kongreß für Kurzwellen in Physik, Biologie und Medizin stattfinden, in dessen Rahmen diese drei wissenschaftlichen Gebiete ausführlich behandelt werden sollen. Die Physiker sprechen über die Kurzwellen bzw. Ultrakurzwellen in den einzelnen Frequenzbereichen, und zwar über Erzeugung, Leitung, Ausbreitung, Reflexion, Brechung, Absorption, Meßverfahren und Jonosphärenforschung. Uederdies werden Vorträge auf chemischem, physikalisch-chemischem und technischphysikalischem Gebiet gehalten Die Biologen sprechen über die Einwirkung der Kurzwellen und Ultrakurzwellen auf Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere sowie auf Körpergewebe, Fermente und Enzyme; die Mediziner über Indikationen und Kontraindikationen zur therapeutischen Anwendung; Anwendungstechnik, Leistungsmessung, Entstörung medizinischer Apparate. Das Präsidium der medizinischen Abteilung ist Herrn Professor S ch l i e p • hake in Gießen übertragen worden. Deutsche Expedition zum Jlanga parbat 1937. Das Jahr 1937 steht für die deutschen Bergsteiger im Zeichen des fünften Angriffes auf den N a n g a Parbat, der als einer der dreizehn Achttausender des Himalaya im Westen aus dem Jndustal emporragt. Die Teilnehmer der diesjährigen Expedition werden am 11. April von Genua aus die Ausreise antreten. Leiter der Expedition ist der Münchener Geograph Dr. Karl Wien. Die übrigen Teilnehmer sind Peter Müllritter, der schon 1934 am Nanga Parbat war, ferner Adolf Gö11ner und Dr. Günther Hepp, die wie Dr. Wien im Vorjahr zur Gewöhnung den Sikkim- Himalaya besuchten und beachtliche bergsteigerische Erfolge erzielten. Weiter gehören der Münchener Martin Pfeffer und der Tiroler Pert Fank- Hauser als Bergsteiger dem Unternehmen an. Dr. Hartmann, der 1931 am Kautsch dabei war, und Prof. Dr. C. Troll, sowie Dr. Ulrich Lust, sämtlich aus Berlin, werden sich mit dem Leiter und Dr. Hepp in die wissenschaftlichen Aufgaben teilen. Ein großer Teil der Ausrüstung ist bereits im Vorjahre durch die Provinz Kaschmir in das Jndustal geschafft worden. Don einem wildgewordenen Stier angesallen und getötet. In Winningen (Mosel) wurde der Winzer und Gemeindestierhalter von einem Stier, der sich von der Kette gelöst hatte, zu Boden geworfen. Mit Aufbietung der letzten Kraft gelang es dem Manne, den Stier wieder zu beruhigen und an seinen Platz zu bringen. Hernach brach der Mann jedoch zusammen und ist im Krankenhaus an schweren inneren Verletzungen gestorben. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Im Bereiche eines durch die eingedrungene Kaltluft aufgebauten Zwischenhochs setzte auch bei uns im Verlaufe des Mittwoch Witterungsbesserung ein, die in der vergangenen Nacht Veranlassung zu verbreiteten Strahlungsfrösten gab. Inzwischen ist ein neuer, sehr kräftig entwickelter Atlantikwirbel nach Südengland vorgestoßen, der rasch neue Witterungsverschlechterung yerbeiführen wird. Aussichten für Freitag: Nach verbreiteten Regenfällen wieder Uebergang zu Tauwetter, bei kräftigen, von Süd nach West drehenden Winden milder. Aussichten für Samstag: Bei Luftzufuhr aus Süd bis West unbeständig, zu Nieder- fchlägen geneigt, ziemlich mild. Lufttemperaturen am 10. März: mittags 5 Grad Celsius, abends —0,1 Grad; am 11. März: morgens — 0,2 Grad. Maximum 5,1 Grad, Minimum heute nacht —1,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. März: abends 2,5 Grad; am 11. März: morgens 1,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 0,1 Stunden. Allendorf (Lahn), den 11. März 1937. Die Beerdigung findet Freitag, den 12. März, nachmittags 2 Uhr statt. 1652 D Marktstr. 23. 1640a Tel. 2417. Haus. 01236 In tiefer Trauer: Ludwig Volk XVII. Familie Leonhard Hels Otto Volk Albert Volk. Vermietungen"! 7-gimmer- Wohnung Bad, Zubehör ev. Gartenanteil (WenöurgroalU 2. Stock) ab 1.Avril zu vermieten. Zu erfr. in Nr. 5 Garten- Fische sind billig! • Feinste Filets O von Seelachs, Kabeljau, Goldbarsch, Schellfisch ff Koch- u. Bratfische in großer Auswahl. ?SC-H HAUS’ ■UX-HAve. Weil Selfix so herrlich glänzt, so ergiebig, so sparsam ist Selbst bei gelegentlichem Aufträgen gibt Selfix nach kurzem Nachpolieren immer blitzblanke Böden. Vor allem aber. Selfix hat einen angenehmen, milden Geruch. 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Das älteste Material für Bedachungszwecke haben wohl Laubwerk und Holz geliefert und erst später hat man es gelernt, Dachwerk aus Schilf, Rohr und Holzschindeln zu fertigen. Das Ziegeldach war schon Jahrhunderte vor Christi Geburt in Aegypten bekannt. Nach Deutschland haben es wahrscheinlich die Römer mitgebracht. Die Bedachung durch Schiefer kann in Deutschland erstmalig um das Jahr 1000 v. Ehr. festgestellt werden. Alle anderen Bedachungsarten Betriebsform hat sich seit Jahrhunderten kaum ge- ändert, aber die Meister und Gesellen Haven es gerade in der Neuzeit bei uns in Deutschland verstanden, sich ein hohes technisches Können anzueignen, was zusammen mit den handwerklichen Arbeitsüberlieferungen dazu geführt hat, daß in vielen Füllen ein beachtlicher künstlerischer Leistungswille zum Durchbruch gekommen ist. Die Zusammen- arbeit mit dem Architekten wird im Dachdeckerhandwerk besonders gepflegt. Das Handwerk ist durchaus in der Lage, dem Architekten Möglichkeiten einer künstlerischen Formgestaltung bei allen Bedachungsarten zur Verfügung zu stellen. Einen großen Ueberblick hat die Werkschau „Das deutsche Dach" in Berlin und in Breslau geliefert. Man konnte hier die fortschrittliche Entwicklung der verschiedenen Deckarten verfolgen. Im Vordergrund stehen heute die Stroh-, Rohr-, Ziegel-, Schiefer-, Steinplatten- und Pappbedachungen. Es mag für manche Ohren verwunderlich klingen, daß auch das Rohr - und Strohdach, das die meisten von uns noch aus nord- und ostdeutschen Bauerndörfern kennen, wieder zu den modernen Bedachtungsarten gehört. Aber trotzdem ist es so, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, daß das Strohdach und das Rohrdach heute in feuerfester Prägnierung zur Anwendung gelangen. Es ist bekanntlich einer der großen Vorzüge der Rohr- und Strohbedachung, daß es infolge der guten Isolierfähigkeit dieser Stoffe unter diesen Dächern im Sommer kühl und im Winter warm ist. Das Strohdach ist übrigens auch als die ursprüngliche Deckart unserer germanischen Vorfahren anzusehen. Die Werkschau des deutschen Dachdeckerhandwerks hat uns im übrigen mit den verschieden st en Bedachungsarten innerhalb der genannten Hauptgruppen bekanntgemacht. Es gibt deren mindestens 15 bis 20. Wir erwähnen als besonders gebräuchlich das Mönchnonnendach, das Bieberschwanzdoppeldach, das altdeutsche Schieferdach, das Falzziegeldach und das Schindeldach. Das deutsche Dachdeckerhandwerk hat heute natürlich den Handwerksgesetzen entsprechend die Pflichtinnung eingeführt, dem Reichsinnungsverband müssen alle Dachdeckerbetriebe des Reiches angehören. In diesem Handwerkszweig ist in den vergangenen Jahren eine bedeutsame organisatorische Arbeit geleistet worden, so d,aß 1933 schon 68 v. H. des Handwerks organisiert waren Es gibt heute rund 13 500 Betriebe mit 51 242 Beschäftigten. Mit den Angehörigen zusammen dürften vom deutschen Dachdeckerstandwerk etwa 105 000 Personen lebem Die Zahl der Betriebe ist in den letzten 40 Jahren leicht zurückgegangen. Dagegen hat sich die Zahl der beschäftigten Personen nicht unerheblich vermehrt. Die Betriebsform zeigt uns recht deutlich, daß Kleinbetriebe überwiegen, die nicht mehr als fünf Personen beschäftigen. Der Zahl der Betriebe nach gibt es hiervon 85 v. H., der Zahl der Beschäftigten nach nehmen die kleinen Betriebe 53,8 v. H. ein. Mittelbetriebe von 6 bis 50 beschäftigten Personen gibt es 14,9 v. H., Großbetriebe mit über 50 beschäftigten Personen 0,1 v. H. Der Ausbildung des Nachwuchses wird besondere Sorgfalt gewidmet. In früheren Jahrzehnten waren häufig nicht genügend Lehrlinge vorhanden. Damit ist es jetzt besser geworden, so daß der Bedarf vollkommen gedeckt werden kann. Im Augenblick dürften ungefähr 4500 bis 4800 Lehrlinge im Dachdeckerhandwerk beschäftigt sein. Die Zahl der beschäftigten Gesellen wird sicherlich 15 000 betragen. Schon im Jahre 1927 ist eine Lehrlingsanleitung ausgearbeitet, die seitdem zur Anwendung gelangt. Das Dachdeckerhandwerk verfügt auch über eine gut durchgearbeitete Gesellen- und Meisterprüfungsordnung, beides Einrichtungen, die sich außerordentlich bewährt haben. Im Rahmen der großen bedeutungsvollen Wirtschaftsgruppe des Bauhandwerks nimmt somit das deutsche Dachdeckerhandwerk eine in sich gefestigte, durch Spezialaufgaben gerechtfertigte Stellung ein. Der Reichsinnungsverba'nd hat sich das Ziel gesetzt, innerhalb des Berufsstandes für eine stetige Leistungssteigerung und für echte Qualitätsarbeit einzutreten. Das Handwerk setzt sich daneben für eine fortschrittliche, aber gesunde wirtschaftliche Bauoe- staltung ein. Schon vor Jahren sind „Grundregeln im deutschen Dachdeckerhandwerk" erschienen, die auch den beteiligten Architekten wertvolle Hinweise für eine gedeihliche Zusammenarbeit mit dem Dachdeckerhandwerk geben. Für den Handwerker selbst sind sie ein sicheres Fundament für seine berufliche Arbeit und für seine Stellung im Wirtschaftsleben. So sorgt eine zielklare Leitung für das Wohlergehen des Dachdeckerhandwerks und damit auch für das Wohl aller derer, die unter einem „schützenden Dach" leben und arbeiten wollen. H. D. Von der Fortbildungsschule zur Verussschule. Zum 15jährigen Bestehen der hessischen Berufsschulen. Von Zfieftor Friedrich Adam. sind neueren Datums und meistens erst im Laufe des 19. Jahrhunderts eingeführt worden; dazu gehört die Bedachung mit Dachpappe, Holzzement, Asbestzementplatten usw. Das Dach ist somit älter als der Beruf des Dachdeckers, wenn man unter dem letzteren einen Arbeiter verstehen will, der einen spezialisierten Beruf ausübt. Es ist dies eine Erscheinung, die man sehr häufig im volkswirtschaftlichen Leben antreffen kann. Sie zeigt uns, wie aus einem vorhandenen Bedürfnis heraus sich eine Wirtschaftsform — in diesem Fall das Dachdeckerhandwerk — folgerichtig entwickelt. Die große Zeit des Dachdeckerhandwerks beginnt mi? der Entwicklung der Städte. In Deutschland kann man in der großen Fachgruppe des Bauhandwerks zum ersten Male im 10. Jahrhundert eine spezialisierte Zunft der Dachdecker feststellen. Sie haben von da an durch das ganze Mittelalter hindurch im Rahmen der Vaugilden eine recht bedeutsame Rolle gespielt, was aus zahlreichen alten Urkunden deutscher Städte eindeutig hervorgeht. Weil das Dachdeckerhandwerk- immer ein mit Gefahren verbundener Beruf gewesen ist, gehört eine besondere Eignung und eine unerschütterliche Berufsfreude dazu, um gerade in diesem Zweig des Bauhandwerks seinen Lebens- unterhaN zu suchen. Das Dachdeckerhandwerk muß als ein konservatives Handwerk bezeichnet werden; es hat wie kaum ein anderes bis auf den heutigen Tag seinen rein Handwerklichen Charakter bewahrt. Die I. „Wertarbeit setzt gediegenes Wissen und Können voraus." (Fritz Wächtler.) „Ja, das haben wir gar nicht gewußt, daß die Fortbildungsschule sich in dieser Weise geändert hat. Wir haben geglaubt, das wäre in der Hauptsache noch genau so wie zu unserer Zeit", meinten kürzlich einige Handwerksmeister, die Gelegenheit hatten, eine Klasse der Gewerblichen Berufsschule zu besuchen und einen Einblick in deren Arbeit zu nehmen. So wie diesen Männern geht es sehr wahrscheinlich Tausenden und aber Tausenden, die gar nicht oder nur ungenau wissen, welche grundlegende Umgestaltung das Berufsschulwesen vor nunmehr 15 Jahren erfahren hat. Es soll daher meine Aufgabe fein, das Werden dieser Schulgattung aufzuzeigen und über die Gegenwart hinaus einen Blick zu tun in die Entwicklungsmöglichkeiten der Zukunft. Dabei werde ich mich auf das gewerbliche Berufsschulwesen beschränken. Die heutige Berufsschule ist nicht mehr dieselbe, wie die Fortbildungsschule seligen Angedenkens. Diese war in den 7Öer und 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts allenthalben im Deutschen Reich ins Leben gerufen worden, um die Bildungslücke zwischen der Entlassung aus der Volksschule und dem Eintritt zum Militär auszufüllen. Sie sollte das Wissen und Können der Volksschule erweitern und vertiefen und dabei den Bedürfnissen des späteren Lebens Rechnung tragen. Die Lehrfächer waren in der Hauptsache die gleichen wie in der Volksschule, so daß die Fortbildungsschule gewissermaßen nichts anderes war als eine Weiterführung der Volksschule. Dies kam auch äußerlich darin zum Ausdruck, daß der Unterricht von Volksschul- lehrern im Nebenamt erteilt wurde. Wir wollen dieser Schulgattung keine Tränen nachweinen. Gewiß konnte ein Schüler bei einem tüchtigen Lehrer manches für sein späteres Leben mitnehmen; aber im ganzen betrachtet, waren Aufbau und Zielsetzung dieser Schule unnatürlich und daher lebensfern. Der Unterricht fand nur im Winter in den Abendstunden statt. Lehrer und Schüler kamen verbraucht und abgespannt von ihrer Tagesarbeit zur Schule. Der Lehrplan nahm keinerlei Rücksicht auf die seelische Umstellung des jungen Menschen. Der stand in der Regel mit beiben Füßen in feinem Beruf. Nur was mit diesem im Zusammenhang stand, hätte ihn packen können Er war froh, dem Zwang der Volksschule entronnen zu sein, und nun wurde der gleiche Stoff vielleicht in etwas anderer Form an ihn herangebracht. Die Folge waren Unaufmerksamkeit, Gedankenlosigkeit, nicht selten Dummejungenstreiche oder gar Flegeleien, die den Erfolg des" Unterrichts ganz und gar in Frage stellten. Die Verhältnisse wurden zwar in den letzten Jahren vor dem Weltkrieg etwas besser, besonders an größeren Orten, wo man den Unterricht in die späten Nachmittagsstunden verlegte und auch den Versuch machte, den Beruf mehr zu berücksichtigen. Im großen und ganzen aber entsprach das Fortbildungsschulwesen in keiner Weise den Erfordernissen der Zeit. Damit hängt es auch zusammen, daß vielerorts verantwortungsbewußte Berufsverbände zur S e l b st h i l f e griffen und Sonntagszeichenschulen, Handwerkerschulen, kaufmanmsche Fachschulen usw. einrichteten. Da zur Unterhaltung dieser Schulen ein Schulgeld erhoben werden mußte, bas nicht alle in ber Berrufsausbilbung Stehenden aufbringen wollten oder konnten, kamen die Vorteile nur einem verhältnismäßig kleinen Teil des Nachwuchses zugute. Im Jahre 1922 wurde in Hessen versucht, das Fortbildungsschulwesen auf eine neue Grundlage zu stellen. Der Beruf wurde Mittel- und Angelpunkt des gesamten Unterrichts. Der Fachunterricht (Fachkunde, Fachrechnen, besonders aber das Fachzeichnen) beanspruchen von jetzt ab den größten Teil ber zur Verfügung stehenben Zeit. Die allgemeinbilbenben Fächer (Deutsch mit Buchführung, bürgerliches Rechnen unb Staats- bürgerkunbe) suchen Beziehungen zum Beruf. Durch Verwenbung hauptamtlicher Lehrer ist es möglich,'ben Unterricht auf bas ganze Jahr zu verteilen unb auf die Vor- unb Nachmittagsstunden zu verlegen, so baß Lehrer unb Schüler mit frischen Kräften an die Arbeit gingen. Nicht leicht war die Bereitstellung ber geeigneten Lehrer. Für den Allgemeinunterricht verwendet man durchweg frühere Volksschullehrer, die sich an der Fortbildungsschule alten Stils bewährt hatten Den Fachunterricht übertrug man technisch vorgebildeten Kräften, wie Technikern, Ingenieuren und Architekten, die in besonderen Lehrgängen in die Unterrichtspraxis eingeführt wurden. Recht gute Erfahrungen machte man häufig mit Handwerksmeistern, die man aus den Betrieben herausholte. Später verlangte man wohl auch ben erfolgreichen Besuch eines Gewerbelehrerseminars, ober eines berufspäbagogifchen Instituts. Wo bie geringe Schülerzahl die Anstellung hauptamtlicher Lehrkräfte nicht gestattete, mürben tüchtige Fachlehrer im Nebenamt verwendet. Weiter richtete man Bezirksschulen ein. um möglichst jedem Jungen den Vorteil der Berufsausbildung zu gewähren. Daß jetzt auch die weibliche Jugend fortbildungspflichtig wurde, fei nur kurz erwähnt. Im Jahre 1926 etwa war die Umgestaltung des hessischen Fortbildungsschulwesens beendet. Die Schulen erhielten ihrem Wesen und ihrer Zielsetzung entsprechend die Bezeichnung „Berufsschulen". Drei vermißte Personen aus dem "Rhein gelandet Lpd. Mainz, 10. März. Seit 15. Februar wurden der 46jährige Michael S e l z a m und die 36jäh- rige Margarete Weinmann aus Ludwigshafen vermißt, in deren Begleitung sich der achtjährige Sohn der Weinmann befand. Zuvor hatte das Paar noch mit dem Kinde Verwandte in Frankfurt a. M. besucht. Am Dienstag wurden nun die Leichen der drei Personen bei Mainz aus dem Rhein gelänget. Wie aus Abschiedsbriefen hervorgeht, haben der Mann und die Frau, die beide verheiratet waren und von ihren Ehegatten getrennt lebten, ihrem Leben freiwillig ein Ende gesetzt, wobei die Weinmann ihr Kind mit in den Tod genommen hat. Hoben Sie zwei Minuten Zeit? Dann be- NIVEA CREME CT» nutzen Sie diese,um die durch Abwaschen spröde werdenden Hände mit Nivea- Creme einzureiben. Dieses euze- rithaltige Hautpflegemittel macht Ihre Hände weich und geschmeidig, ohne Glanz zu hinterlassen. Heimkehr nach Norden Die Graugans zieht Vierzehn Tage hatte schon der eisige Nordost getobt. Selbst die schnellfließenden Gewässer waren erstarrt, ganz zu schweigen von den Binnenseen, die längst mit einer festen Eisdecke überzogen avaren. Arn längsten hatte sich im Moorsee eine offene Wasserstelle gehalten, denn hier hatten Höcker- Ichwäne, Bleßhühner und Gänsesäger Tag unb Nacht burch Schwimmen und Tauchen bie Bilbung der Eisbecke verhinbert, aber bann hatten auch sie, da bie Nahrung immer knapper geworben war, gegen bie zunehmenbe Erstarrung bes Wassers nicht mehr anzukämpsen vermocht, unb Höckerschwäne unb Säger waren eines Nachts verschwunben Sie mären sübwärts gezogen Nur bie Bleßhühner waren geblieben unb hockten trübselig auf bem Eise, währenb ein paar grünfüßige Teichhühner mit ber roten Kopfplatte burch bas abgestorbene Shilf stelzten unb nach Nahrung suchten. So kurz biese Frostperiobe war. so forberte sie doch nicht wenig Opfer. Manches Bleßhuhn habe ich auf meinem Gang zum See gefunben, die meisten aber hat sicher schon vor mir ber Fuchs aufgelesen, benn seine Fährte lag überall im Schnee; fcalb kam sie von ber Höhe am Norbufer bes Sees unb bann wieber aus ber Stangenhölzung auf ber gegenüberliegenben Seite. Fast bis an bie Gärten , der Vorstabt konnte man bie Perlenschnur bes roten . Freibeuters verfolgen. Auch für ihn war Schmalhans Küchenmeister, benn bas Glatteis, bas vor । dem Schneefall entstauben war, hatte bie Felder mit einer spiegelblanken Decke überzogen, die keine Maus mehr ans Tageslicht ließ Eines Tages aber ging der Wind nach Südwesten herum, Regen rauschte herab, der Schnee begann zu schmelzen unb bas Eis barst Ein Ahnen von fernen Frühlingstagen lag über bem oben Laub. Das ist bie Zeit, in ber ber Zug ber Wilbgänse nach bem Norden beginnt. Aber wer sie sehen, wer diesen scheuen und doch so klugen Vogel beobachten will, muß früh aufstehen Der Wind ist wieder nach Norden herumgegan- gen und pfeift über das immer noch weiße Land. Noch ist der Winter nicht zu Ende, aber in der Graugans ist ein unbezwinglicher Drang nach der Brutheimat im hohen Norden lebendig geworden. Es ist noch dunkel unb still, als ich ben Kiefern- walb, ber an bie Heide grenzt, erreiche. Zu Häupten sieht der Polarstern und nach Norden herab fast bis an ben Horizont hängt bas Sternenbilb bes Großen Bären in funkelnber Pracht. Verhalten klingt vom Moor, wo bie Gänse sein müssen, ein quarrenber Ton herüber, ben eine Graugans im Schlaf ausgestoßen hat. Dann herrscht wieber Stille. Vorsichtig geht es an einem Knick aus Haselsträuchern, Weißborn unb wilben Rosen entlang bis zur Höhe, von ber man einen Ueberblick über bas Moor haben wirb. Der hohe Erbwall bes Knicks, auf bem bas unburchbringliche Strauchgewirr steht, bietet Schutz gegen ben schneibenben Winb, unb ein weißes. Tuch^ schützt mich vor allzu früher Ent- beckung. Allmählich wirb bas Sternenlicht matter, ber junge Tag graut, unb jetzt kann man auch bie ungewissen Formen einiger Gänse erkennen. Eine ist kaum hunbert Meter von mir entfernt. Sie hebt in kurzen Abstänben immer wieber ben Kopf und mustert mißtrauisch die Umgebung. Vermutlich ein Ganter, der über die Sicherheit seiner Schar wacht. Die meisten Gänse ruhen noch, nur einige wenige sind schon in Bewegung und äsen; bie bräunlich- graue Oberseite ihres Gefiebers schwimmt in bem Dunst bes jungen Morgens über bem Moor. In aller Muße kann man ben seltenen Anblick bieser vielleicht zwei Dutzenb Graugänse auskosten Der Ganter vor mir ist stehengeblieben; er scheint jetzt ben weißen Fleck am Knick bemerkt zu haben unb in feiner Erinnerung nachzukramen, ob ber auch gestern schon ba war. Er hält ben Kopf schief unb äugt zu mir herüber. Dann senkt sich ber rote Schnabel wieder unb rupft ein paar Spitzen bes bürren Grases. Aber bas ist kein Aesen wie vorher; man merkt es ihm vielmehr an, baß er ber Sache nicht recht traut, aber auch nicht weiß, was er baraus machen soll. Er reckt sich empor, baß seine weißen Bauchfebern leuchten, unb feine blaß- roten Latschen machen ein paar Schritte auf mich zu. Dann biegt er im rechten Winkel ab, behält aber ben weißen Fleck am Wall im Auge. Allmählich sink) auch bie übrigen Graugänse aus bem Schlaf erwacht, sie äsen unb scheinen in eifriger Unterhaltung begriffen zu fein, benn unaufhörlich klingt ihr Gahkgakgak zu mir herüber Der Ganter hat jetzt seine ganze Aufmerksamkeit mir zugewanbt. Er steht wie angewurzelt auf bemselben Fleck unb blickt unverwanbt zu mir her. Ja, wer bie Gänse bumm nennt, hat niemals eine Wildgans in freier Wilbbahn beobachtet. Dieser Ganter ist entjchieben kein Dummkopf, denn jetzt macht er kehrt unb läuft zu ben übrigen, bleibt aber unterwegs wieber, als ob er überlege, stehen und blickt abermals zurück. Er weiß jetzt gewiß, daß dort am Knick irgendetwas nicht in Ordnung ist; aber was, das zu ergründen, dazu reicht sein Verstand doch nicht aus. Von der entgegengesetzten Seite her, wo der Knick eine Biegung zum See hinab macht, erschallt plötzlich aufgeregtes Geschnatter ber Gänse, Schwingen rauschen unb bann erhebt sich ber ganze Schwarm unb fliegt ins Moor hinaus Auch mein Ganter ist babei. Mit bem Glase suche ich brühen ben Wall ab, um bie Ursache ber schnellen Flucht ber Wilbgänse zu ergrünben. Menschen gibt es um biese Zeit in bieser einsamen Gegenb noch nicht. Unb jetzt habe ich auch schon ben Grunb ber Flucht. Ein Fuchs hat Appetit auf Gänsebraten gehabt. Er steht unterhalb bes Walles unb starrt unverwanbt hinter ben nun im Dunst ber Movrwiesen ver- schwinbenben Gänsen her. Plötzlich wirft er herum, äugt zu mir herüber unb setzt bann in einem eleganten Sprung über ben Knick. Der Morgenwind hatte sich gedreht unb Reineke Witterung zugetragen... Tag für Tag ziehen bie Gänse nordwärts, in Familien unb kleinen Gesellschaften bie Graugänse, unb bann folgt in Scharen, bie oft nach Hunberten zählen, bie Saatgans. Gar nicht weit bavon, wo ich bie Graugans sah, auf ben Saatselbern bes Dorfes, fallen auch sie ein unb bebecken oft nckch Hunberten unb Tausenben bas Laub. Wochen oft verweilen sie hier in ber Gegenb unb ziehen bann weiter, norbroärts ber Heimat zu, nach Jslanb unb Lapplanb. Ihr Schrei klingt jetzt froher als im Herbst, benn halb wirb ber Frühling kommen. Nd. 6od)fd>ulnod>rid)ten Am 11. März begeht ber frühere Ordinarius ber Hygiene an ber Marburger Universität Geh. Mebizinalrat Professor Dr. Heinrich B o n h o f f sein 50jähriges Doktorjubiläum. Aus diesem Anlaß erneuerte bie Universität Freiburg, an ber ber Jubilar am 11. März 1887 promovierte, sein Diplom. Professor Bonhoff, ber am 3. April 1864 in Königshof bei München geboren würbe, war von 1886 bis 1898 aktiver Stabsarzt. Er habilitierte sich 1895 für Hygiene in Berlin und kam 1899 als außerordentlicher Professor nach Marburg, wo er bas burch bie Emeritierung von Geheimrat Professor Dr. von Behring freigewordene Ordinariat übernahm. Gleichzeitig wurde Professor Bonhoff zum Direktor des Hygienischen Instituts ernannt. Am 1. Oktober 1929 wurde Professor Bonhoff von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden unb lebt seit bieser Zeit in Hann.-Münden. Lichtspielhaus: „Frauenliebe — Frauenleid." Dies ist bie Geschichte einer großen, entsagungsvollen unb opferbereiten Liebe, von ber Kamera eingefangen mit aller natürlichen Spannung eines Kriminalfalles. Wenn sich im Verlaufe ber Ereignisse herausstellt, baß bem merkwürbigen Fall fein kriminelles Motiv zugrunbe liegt, so wirb da- burch ber Einbruck auf ben Beschauer nicht etwa abgeschwächt, sonbern nur vertieft: wenn er am Enbe aufatmenb unb vielleicht sogar eine verstohlene Träne wegwischenb erlebt, wie sich alles löst unb harmonisch zusammenfügt in bie für ben Film einzig mögliche Orbnung Es ist ein richtiger kleiner Roman, ben man gewiß auch erzählen könnte, aber ber Regisseur Augusto Genina (von bem Drehbuch unb Jbee stammen) hat mit bem sicheren Blick bes filmerfahrenen Mannes erkannt, welche ungewöhnlichen Möglichkeiten sich hier für eine geschickt gelenkte Kamera ergaben: mit ber schrittweisen Aufklärung bes bie Polizei beschäftigen- ben Falles nämlich zugleich, rütfgreifenb unb analysieren!), biese Herzensgeschichte zu entschleiern, bie um ein Haar sehr traurig unb unwiberruflich ge- enbet hätte; es war ein guter Einfall, bie Entwicklung vom Schnittpunkt ber beiben Lebenslinien aus zu führen, von benen bie eine steil nach oben führt, bie anbere abwärts von Stufe zu Stufe — bis sie sich enblich für immer vereinigen. Magda Schneiber spielt bie weibliche Zentralfigur, die .Seldin dieses Romans; mir haben sie seit längerer Zeit nicht gesehen unb finben, baß ihre Darstellung sich vertieft unb verfeinert hat; wir entsinnen uns jebenfalls nicht, seit ber „Liebelei" eine so starke unb zugleich zarte Gestaltung von ihr gesehen zu haben. Neben ihr Ivan P e t r o v i ch, gebämpft unb taktvoll, in ber psycholoaisch.nicht ganz einfachen Rolle bes großen Pianisten Martenroob, ferner Oskar Sima mit einer lebendig unb feinfühlig entwickelten Charafterfigur unb Anton Poin t- n e r, präzis und vornehm als ber bie Untersuchung leitenbe Kommissar- auch ber kleine Peter Basse, mit geroinnenber Unbefangenheit berlinerisch los- krähenb. unb eine Reihe hübsch pointierter Neben- figuren zeichnen sich im Ensemble aus. — sCine- Allianz-Film.) * „Im Beiprogramm: eine NorblanbfaHrt unb Fox tönenbe Wochenschau. Hans Thyriot. Han-batt-Negegnung Wehrmacht-Zivil Dem Fußballspiel voraus (über bas mir gestern schon einen ausführlichen Dorbericht brachten) geht am kommenden Sonntag das geplante Handballspiel einer Mannschaft der Wehrmacht gegen eine Mannschaft der Stadt. Für diesen Kampf gilt, was die äußeren Voraussetzungen anlangt, das Gleiche, wie für den Fußballkampf. Auch hier stehen sich kombinierte Mannschaften gegenüber. Die Soldaten bringen eine Mannschaft auf den Plan, die sich aus Handballspielern aus den verschiedensten Orten zusammenfetzt, während die Stadtmannschaft aus den Besten der Spielvereinigung 1900 und des Männerturnvereins gebildet wird. Nachstehend die beiden Mannschaften. Wehrmacht: Bössoe (7./116) Bandholz (7./116) Huffmann (2./116) Jeroch (7./116) Schmitt (1./116) Kling (7./116) Färber (Art. 9) Winden (Art. 9) Raschak (1./116) Herrmann (16./116) Leuthardt (1./116) Schüler (1900) Höing (1900) Seipp (Mto.) Berg (1900) Schott (1900) Lütke (Mto.) Winter (Mto.) Schmittdiehl (1900) Brenner (Mto.) Birkenstock (1900) Stadt: Enders (1900) Die Elf der Wehrmacht. Die Elf der Wehrmacht setzt sich, wie auch die Fußballelf, aus Männern zusammen, die sich in verschiedenen Vereinen, zum Teil in Großstadtoer- einen, wie auch in Militäroereine hervorgetan haben. Huffmann, Färber und Winden gehören der Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen an. Herrmann und Leuthardt spielen im VfB.-Reichsbahn Gießen. Von den Kurhessen Marburg kommen Raschak und Schmitt. Bössoe, wie auch Bandholz gehörten dem Militärsportverein Hamburg an. Jeroch hat sich ebenfalls in einem Hamburger Verein hervorgetan. Kling spielte in einer Schweriner Mannschaft. Die Aufstellung der Wehrmachtmannschaft machte zunächst einige Schwierigkeiten, da man ursprünglich mit einer auf einigen Posten anderen Besetzung rechnete. Es besteht kaum ein Zweifel darüber, daß die Soldaten alles aufbieten werden, der Stadtmannschaft zu zeigen, was in ihnen steckt. Die Elf im Sladtdreß. Die Mannschaft, die hier sportliche Ehre der Stadt zu vertreten hat, setzt sich aus Spielern zusammen, die überall da, wo man sich in unserer engeren und weiteren Heimat für Handball interessiert, einen guten und bekannten Namen haben. Da sind Schüler und Höing, die schon lange für die Spieloereinigung kämpfen in der Stürmerreihe, da stellt der Mto. mit Seipp einen treuen Kämpen, die in der Gemeinschaft mit Berg und Schott von der Spielvereinigung 1900 für eine Anzahl Tore „gut" sein müßten. Hinter ihnen steht eine Läuferreihe, der man Vertrauen entgegenbringen darf. Wenn in der Verteidigung Birkenstock von 1900 auch nicht mehr der Jüngste ist, so wird er in der Gemeinschaft mit Brenner vom Mtv. schon seinen Mann stellen. Enders im Tor, wird, wenn er an seine besten Zeiten anknüpfen kann, der ganzen Mannschaft ein starker Rückhalt sein. Die Mannschaft des Mtv., aus der hier vier Mann mitwirken, hat in der Bezirksklasse eine gute Figur gemacht, wenn es ihr auch nicht gelungen ist, zu Meisterehren zu gelangen und man sich auf einen Mittelplatz beschränken mußte. Die Meisterschaft in der Handball-Bezirksklasse fiel an die Spielvereinigung 1900, die für die vergangene Spielzeit freiwillig aus der Gauklasse aus- schied. Die Spieler der Stadtmannschaft kennen sich also von den Derbandsspielbegegnungen her. Man sollte erwarten können, daß sie nicht nur gegeneinander, sondern auch miteinander« spielen können. SJL-'Spoit Max Gchmelings großes Angebot. Entscheidung im Reichssportfeld? — 250 000 Dollar für Braddock. In das riesige Durcheinander und nicht endenwollende Hin und Her um den Weltmeisterschaftskampf zwischen James I. Braddock und Max Schmeling, die beide beim Neuyorker Madison Square Garden für den 3. Juni unter Vertrag stehen, platzt heute wie eine Bombe ein von allen Hintertüren freies und ehrliches Angebot des deutschen Exweltmeisters an den amerikanischen Titelverteidiger, das in feiner Großzügigkeit alles in den Schatten stellt, was bisher an noch so verlockenden Angeboten beiden Boxern für diesen Meisterschaftskampf unterbreitet wokden ist. Alax Schmeling tritt an den Weltmeister Braddock mit dem Vorschlag heran, seinen Titel im Juni auf dem Reichssportfeld zu verteidigen. Die Veranstalterin, die Deutschlandhalle-AG., garantiert Braddock eine Summe von 250 000 Dollar, die auf einer neutralen europäischen Bank hinterlegt werden, ferner Film- und Radio-Rechte für Amerika. Den Veranstaltern des bisher geplanten Neuyorker Kampfes bietet Schmeling eine Entschädigungssumme von 50 000 Dollar. Der deutsche Exweltmeister selbst verpflichtet sich, im Falle der Wiedergewinnung des Titels diesen noch im September 1937 auf amerikanischem Boden gegen Joe Louis oder irgendeinen anderen Gegner zu verteidigen. Weiter sichert Schmeling dem Amerikaner Braddock einen neutralen Ringrichter und einen amerikanischen Punktrichter ^auf Wunsch zu. Mit diesem Angebot hat Schmeling seinem Gegner alle Ausreden genommen, daß Braddock einer Begegnung mit ihm nur deshalb aus dem Wege gehe, weil er mit einem Kampf gegen Louis mehr Geld machen könne als in esnem Titel kämpf gegen Schmeling. 0er deutsche Schießsport im Dienste des WHW. Wie alljährlick einen Tag, hat auch in diesem Jahr der Reichssportführer den 14. März 1937 zum Tag des Winterhilfswerksschießens festgelegt. Er erwartet, daß auch diesesmal alle am Schießsport interessierten Kreise sowie alle Freunde des Schießsportes ihre Opferbereitschaft durch ihre Beteiligung an dieser Veranstaltung beweisen. Der Schützenverein Gießen hat seine Schießstände zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt. Die Einlagen sind so niedrig gehalten, daß sich jeder Volksgenosse an dem Schießen beteiligen kann. Die erste Einlage kostet 35 Pf. Um auch Bestleistungen besonders auszuzeichnen, gibt der Schützenverein eigens dafür geschaffene Medaillen. Das Schießen findet von 9.30 bis 12 Uhr und von 14 Uhr bis zum Eintritt der Dunkelheit statt. Gewehre stehen zur Verfügung. , , FC.Teutonia" Watzenborn-Steinberg Alsfeld I — Watzenborn-Steinberg I 5:7 (4:3). Die erste Mannschaft der Teutonen erkämpfte sich am vergangenen Sonntag das Anrecht auf Weiterbeteiligung an den Pokalspielen. Sie fuhr nach Alsfeld und traf dort einen harten Gegner, der heftigen Widerstand leistete und sich erst mit dem Schlußpfiff geschlagen bekannte, stand das Spiel doch noch 20 Minuten vor Schluß 5:3 für die Alsfelder. Nur durch die Energieleistungen der Gäste, die einen mächtigne Endspurt zogen, kam es, daß das Spiel doch noch und sogar mit zwei Toren Unterschied gewonnen wurde. Diesmal klappte es im Sturm der Watzenborn-Steinberger ausgezeichnet und es beteiligten sich auch am Tor-Schießen sämtliche Sturmer. Die Alsfelder Mannschaft war in jeder Beziehung den Gästen gleichwertig hnb es entschied lediglich wirklich die Schußsicherheit der Teutonenstürmer. Für den Halblinken O. Haas spielte wieder H. Fischer, der sich immer noch sehr gut in die Mannschaft einpassen kann. — Schiri B e cf, Flensungen, leitete gut. Die Jugendmannschaft der Teutonen mußte leider durch verschiedene Absagen mit nur acht Mann in Wieseck antreten. Sie verlor, wie dadurch zu erwarten war, hoch mit 9.3 Toren. Kußballabteilung des Turnvereins Alten-Buseck. Atten-Vuseck — Daubringen 7:2. Das schon mehrmals angesetzte Verbandsspiel gegen Daubringen gelangte am Sonntag endlich zum Austrag. Die Platzverhältnisse waren denkbar ungünstig und stellten an die Spieler hohe Anforderungen. Die Gastgeber drückten zunächst merklich und konnten auch ein Tor erzielen, das jedoch wegen Abseits nicht gegeben wurde. Bald darauf machte ein Spieler der Gäste im Strafraum Hand. Der Elfmeterball wurde verwandelt. Zwei weitere Tore stellten das Halbzeitergebnis her. Nach der Pause konnten die Alten-Busecker ein viertes Mal erfolgreich sein, dann aber holten die Daubringer zwei Tore auf. Die Einheimifchen kämpften unverdrossen weiter und konnten auch noch drei weitere Tore erzielen. Alten-Buseck steht nun mit Heuchelheim punktgleich, hat aber das bessere Torverhältnis. Die Alten-Busecker spielten in der Aufltellung: Wagner; Weber, Seuling L; Hofmann, Röhl, Vogel; Seuling II., Seuling III., Klein, Einhäuser, Stecker. Die Jugendmannschaft hatte die Jugend von Saasen zum Gegner, sie vermochte sich aber nicht zu behaupten. Mit 2:0 wurden die Seiten gewechselt, dann aber drängten die Gäste sehr, erzielten sechs weitere Tore und sicherten sich damit einen eindeutigen Sieg. VfB. Ruppertsburg. Am Sonntag hatte der VfB. Ruppertsburg die erste Elf von Garbenteich zu Gast. Es gab einen flotten Kampf, der zunächst die Einheimischen leicht in Vorteil sah. Bereits zur Pause stand das Spiel 3:1 für die Gastgeber. Nach dem Wechsel machte sich die Ueberlegenheit der Platzbesitzer deutlicher bemerkbar. Mit 8:1 errangen sie einen klaren Sieg. Die Ruppertsburger zeigten eine gute Gesamtleistung. Bei den Gästen vermißte man die Einheitlichkeit. Jahreshauptversammlung tm Turnverein Allendorf an der Lahn. Am Samstag hielt der Turnverein Allendorf (Lahn) seine Jahreshauptversammlung ab. Nach einem Vvrspruch des Dietwartes gab der Vereinsführer und feine Mitarbeiter ihre Berichte ab, denen zu entnehmen war, daß die im abgelaufenen Jahr erzielten Erfolge auf allen Veranstaltungen ansprechend waren, obwohl ein großer Teil besonders der jungen Mitglieder abseits stand. Dev Rechnungsabschluß bewies geordnete Verhältnisse und einen ansehnlichen Ueberschuß. Die Vereinsführerwahl bestätigte wieder den seitherigen Vereinsführer Albert Lu h. Die seitherigen Mitarbeiter wurden mit einer Ausnahme erneut verpflichtet. Hessen-Mitte in Nvrdhausen. Die Gaumannschaften von Hessen und Mitte tragen am Sonntag in Nordhausen im Rahmen der Schulfußballmeisterschaften einen Fußball- Freundschaftskampf aus, der einen interessanten Vergleich über die Spielstärke der beiden Gaue bietet. Beide Gaue haben ihre stärksten Vertretungen aufgeboten. Kurze Sportnotizen. Gottfried von Gramm und Henner Henkel sind am Montag in Kairo eingetroffen, um sich für die in der nächsten Woche beginnenden Landesmeisterschaften vorzubereiten. * I n Frankfurt wird am kommenden Sonntag zugunsten der Winterhilfe ein Handballspiel Zwischen dem Südwest-Gaumeister VsR. Schwanheim und einer Standort-Mannschaft der Frankfurter Wehrmachtsteile ausgetragen. Zum 14. reichsoffenen Jahnschwim- m e n am kommenden Sonntag in Halle haben 40 Vereine aus 19 Städten 175 Meldungen abgegeben, (rme Reihe der besten deutschen Schwimmer und Schwimmerinnen wird am Start fein. Sie besten deutschen Ballonfahrer treffen am 27. März in Chemnitz zu einer Ausscheidungsfahrt für das am 20. Juni' in Brüssel beginnende Gordon-Bennett-Rennen zusammen. Wirtschaft. Erhöhung Oer neuen Reichsanleihe um 200 Millionen Reichsmark. Fwd. Die Zeichnungen auf die gegenwärtig auf- liegenden 400 Millionen Reichsmark ^/-prozentige Reichsschatzanweisungen gehen bei den Zeichnungsstellen in sehr befriedigender Weise ein. Es macht sich namentlich ein Verlangen nach festen Zusagen tn großem Umfange geltend, insbesondere zeigt sich in den Kreisen der kleineren Zeichner dafür lebhaftes Interesse. Um den zahlreichen Wünschen auf feste Ueberlassung von Anleihestücken nachkommen zu können, hat sich das Reich auf Wunsch des Anleihekonsortiums entschlossen, weitere 200 Millionen Reichsmark der gleichen Schatzanweisungen durch das erwähnte Konsortium zur Befriedigung des aufgetretenen starken Anlagebedarfes zu begeben. Die bekannten Zeichnungsstellen sind damit in die Lage versetzt, weitere Zeichnungen zu den bekannt- gegebenen Bedingungen während der ursprünglich vorgesehenen Zeichnungsfrist, d. h. bis zum 18. März dieses Jahres, entgegenzunehmen. Von dem ursprünglichen Gesamtbetrag der Emission von 500 Millionen Reichsmark sind bekanntlich 100 Millionen Reichsmark vorweg fest gezeichnet worden. Insgesamt beläuft sich die neue Anleihe somit jetzt auf 700 Millionen Reichsmark. - Rhein-Mainische Börse. TNittagsbörse knapp behauptet, im Verlaufe erholt. Frankfurt a. M, 10. März. Die Börse verharrte infolge der geringen Kundschaftsbeteiligung weiter in Zurückhaltung. Am Aktienmarkt bröckelten die Kurse überwiegend weiter etwas ab, doch blieb die Grundstimmung unter dem Einfluß günstiger Wirtschaftsnachrichten widerstandsfähia, insbesondere die sich häufenden günstigen Abschlüsse und Geschäftsberichte fanden Beachtung. Am Montanmarkt gingen die Kurse um durchschnittlich 0,50 v. H. zurück, gut behauptet lagen nur Klöckner mit 126,90 und Hoesch mit 119,25, dagegen waren Rheinstahl auf westdeutsche Presseerörterungen wegen der Dividendenaussichten weiter gedrückt auf 159 (160,25). Fest lagen Laurahütte mit 19,13 bis 19,50 (18). IG. Farben gaben auf angebliche Sperrmarkoerkäufe auf 168,65 (169,25) nach, Scheideanstalt zogen 0,50 v. H. auf 263 an. Am Elektromarkt schwächten sich Siemens stärker ab auf 195,75 <198,75), Gesfürel verloren 0,25 v. H., AEG. 0,25 v. H. Von Zellstoffaktien gingen Aschaffenburger auf 135,13 (137) zurück. Von Bankaktien ließen Reichsbank auf 203,25 (204) und Bank für Brauindustrie auf 135 (135,50) nach. Maschinenaktien verloren 0,50 bis 0,75 v. H., ferner tarnen Westdeutsche Kaufhof 0,50 v. H. niedriger, dagegen Südd. Zucker 1 v. H. höher zur Notiz. Mit Beginn der zweiten Börsenstunde wurde die Haltung am Aktienmarkt etwas fester, da die Abgaben nachgelassen haben und sich etwas Kaufneigung einstellte. Unter Bevorzugung von Montanwerten ergaben sich überwiegend Erholungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Lebhaftes Geschäft hatten Rheinstahl mit 161 nach 159 und IG.-Farben mit 169,75 nach 168,65. Verein. Stahl erhöhten sich auf 122,25 nach 121,50, Zellstoff Aschaffenburg waren um 0,65 v. H. auf 135,75 erholt. Dagegen kamen Waldhof mit 157,50 (159,50) und Feldmühle Papier mit 139 (139,50) zur Notiz. Etwas schwächer lagen AG. für Verkehr mit 129 (130). Am Kassamarkt wurden Odenwälder Hartstein mit 130 (1. K. 126) notiert. Von Renten waren Wiederaufbauzuschläge mit 79 (78,50) gesucht, auch Kommunal-Umschuldung und Reichsaltbesitz wurden zu den Anfangskursen gefragt. Der Pfandbriefmarkt brachte nur geringe Abweichungen bei Liquidationswerten/ Stadtanleihen notierten überwiegend unverändert, etwas niedriger 7 v. H. Frankfurt mit 96,40 (96,75) und 4Vz v. H. Heidelberg mit 95,25 (95,50). Abendbörse freundlich. Zwar bewegte sich das Geschäft in engen Grenzen, die Tendenz blieb aber freundlich, wobei der starke Rückgang der Arbeitslosenziffern im Februar, sowie die Erhöhung des Reichsanleihebetrages um 200 Millionen Mark etwas anregten. Die Kurse wiesen indessen gegen den Berliner Schluß nur ganz geringe Abweichungen auf. Don Montanwerten erhöhten sich Buderus vuf 119,50 (118,75) und Mans- felder Bergbau auf 156,75 (156), während Rheinstahl 0,50 v. H. nachgaben auf 160,50. Chemie- und Elektrowerte blieben behauptet, ebenso Maschinenaktien. Am Kassamarkt stiegen Seil-Wolff auf 107 (106). Der Rentenmarkt lag sehr ruhig. U. a. notierten: 6proz. Vereinigte Stahl 103,13, 6proz. JG.-Farben 134,75, Reichsbahn-VA. 124,65, Commerzbank 115,75, DD-Bank 119, Buderus 119,50,Harpener 153,50, Mannesmann 120, Mansfeld 156,75, Rheinstahl 160,50, Verein. Stahl 122, BMW. 139,75, Bemberg 113,75, Conti Gummi 189,90, Deutsche Erdöl 148,75, Scheideanstalt 263, Deutsche Linoleum 175,50, Deutscher Eisenhandel 152, Licht & Kraft 148,50. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 13. März. Die Anlieferungen von Brotgetreide an den Getreidegroßmarkt blieben unbedeutend. Während das Weizenangebot ziemlich beendet fein dürfte, erwartet man aus der Umtauschaktion noch größere Ladungen von Roggen. In Gerste und Hafer kamen keine Umsätze zustande. Am Futtermittelmarkt hält die lebhafte Nachfrage an, auch Heu und Stroh bleiben begehrte Am Mehlmarkt können die Ansprüche zumeist befriedigt werden, lebhaft gesucht bleiben hellere Weizenmehltypen. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R12 174, R15 177, R18 181, R19 183 Groß- Handelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 29,25, W16 29,35, W 19 29,35, W 20 29,70, Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Tendenz: Ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 11. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 19 Rinder (5 Bullen, 13 Kühe, 1 Färse), 891 Kälber, 233 Schafe, 677 Schweine. Es kosteten: Rinder: Bullen 40 bis 43 Mark, Kühe 25 bis 43, Kälber 27 bis 65, Hämmel 40 bis 52, Schafe 30 bis 45, Schweine 48,50 bis 52,50 Mark. — Marktverkauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Schweinemarkt in Schotten. * Schotten, 10. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt in unserer Stadt standen 307 Ferkel und Einlegeschweine zum Verkauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 12 Mark, 7 bis 8 Wochen alte 14 bis 16 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 20 bis 22 Mark, Einlegeschweine 32 Mark pro Stück. Das Geschäft verlief flott, es verblieb geringer Ueb erstand. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt ä. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börse Schlußkurs Schluß!. Mittagbörse Datum 9.3. 10.3. 9.3. 10.3. 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 101,4 101,2 101,2 101,2 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,5 98,65 98,5 98,65 5y2% Doung-Anleihe von 1930 .. 103,4 103,4 103 103 4Vi% Hessische Bolksstaat von 1929 99,65 99,65 99,65 99,65 4%% Deutsche Reichspostschatz von 1934 1...................... i 00,15 100.2 100,4 100,3 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. 98,5 98,5 98,5 98,5 Reichsanleihe-Wtbesitz.......... 120,5 120,3 120,3 120,4 Oberhessen ' Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 133,5 133,5 - 4yz% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 98,25 98,25 98,25 5%% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 100,75 100,75 _ 4%% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 98,25 98,25 98,25 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 96,5 96,5 96,5 $96^5 4y2°/o Darmstädter Komm.-Lan- desban!R. 6 ................ 95,5 95,5 Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. — 128,65 128 4 4yz% Franks. Hhp. Goldpfe. R. 15 98,5 98,5 98,5 198^5 4yz% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 96,5 96,5 5yz% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 101 101,05 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 101 101 1 Steuergütfchein-Berrechnungskurs 110,4 110,4 1?!öf6 110,6 5% Goldmexikaner von 1899 .... — — _ _ 4% Oesterreichische Goldrente.... — -— _ 4,2% Oesterreichische Silberrente. —— -— — _ 4’/2 Ungarn Staats von 1913 .... —— — _ __ 4% Ungarische Goldrente....... -__ 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — — 5% Rumänen von 1903......... — _ 4’/2% Rumänen Gold von 1913.. — — _ _ 4% Einheits-Rumänen......... ___ 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad II .......... 2y*% I. Anatolier.............. _ A.G. für Verkehrswesen......6 130 129,25 129,9 129 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — 43,5 43,25 Hamburg-Amerika Paket...... 0 17 17 17,13 17,13 Norddeutscher Lloyd..........0 17,75 17,4 17,5 17,65 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 124,65 124,65 124,75 124,65 Reichsbanl................. 12 204 _ 204,13 202,75 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 132 131,5 131,5 131,5 Commerz- und Privat-Bank ... 4 115,75 115,75 115,75 115,75 Deutsche Diskonto............ 4 119 119 119 119 Dresdner Bank.............. 4 105,5 105,75 105,5 105,75 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß!. Mittagbörse Datum 9.3. 10.3. 9.3. 10.3. Accumulatoren-Fahrik...... . 12 _ 209,5 210,5 209,25 öKU-Kunstsetde........... .. 0 — — — Aschaffenburg Zellstoff...... Bemberg................. .. 8 .. 0 137 114,5 135,75 113,75 114,5 135,5 114 Bekula................... 165 165 119,5 165 119,13 165,25 118,75 Buderus Eisen............. .. 4 119,25 Gement Heidelberg......... .. 7 161,5 161,5 Gement Karlstadt.......... .. 6 — __ _ Chade A.-C................ Conti Gummi............. . 11 190 127,75 189,9 127,5 190 127,9 190 127,25 Daimler Motoren.......... .. 5 Dessauer Gas............. .. 4 — 116,25 115,9 Deutsche Erdöl............ .. 5 148,75 148,75 148,65 149 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 262,5 263 Deutsche Linoleum......... . 10 175,13 175,5 174,5 175,5 Elektrische Lieferungen...... .. 6 136,25 135,75 135,75 135 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 148,5 148,5 149 148,25 I. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 169,25 169,65 169,13 169,65 Felten & Guilleaume....... .. 6 137,75 137,75 137,75 Gesfürel.................. .. 6 146,25 145,75 146,13 145,4 Th. Goldschmidt........... .. 5 129 129 127,9 127,75 Gritzner Maschinen......... . 0 45,13 44,65 45,4 44,9 Harpener ................. yy2 153,5 153.5 154,5 153^5 Hoesch Eisen............... 3-/?. 119 119,25 119,4 119,13 Philipp Holzmann......... .. 6 147 146 146,5 146,25 Ilse Bergbau.............. .. 6 — 177,5 145,13 138,5 126,4 147,5 Ilse Genüsse................ 6 Kali Aschersleben............ 5 Klöcknerwerke ............. 4’/2 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 146 140,4 126,9 145,5 138 126,9 1451 139,5 127 148 üaymeyer................ Mainkraft................. .. 6 .. 4 125,13 94 94 120 156,75 155 126,25 125,13 Mannesmann............. 119,75 155,5 154,9 120 155,75 120,25 156,25 155 90,75 228,5 137 161 132,25 146,75 Mansfelder Bergbau....... Metallgesellschaft........... ey2 .. 5 Orenstein & Koppel........ .. 0 Rheinische Braunkohle...... Rheinische Elektro.......... 12 ::l .. 6 . 6 ?y- 231,5 — 232 Rheinstahlwerke............ Rbeinisch-Westfälische Elektro Rütgerswerke ............. Salzdetfurth Kali.......... 160,25 132,25 147 160,5 131,9 147 161 132,13 147,25 Schuckert & Go...... 166 198,75 200 122 57,75 137,5 159,5 34,5 165,25 195,75 201 122 57,25 136,75 158 33 166 94,9 199 200 121,9 57,75 137 159,4 34,4 Schultheis Patzenhofer...... Siemens & Halske......... Süddeutsche Zucker......... bereinigte Stahlwerke...... Westdeutsche Kaufhof....... Westeregeln Alkali.......... Zellstoff Waldhof.......... Otavi Minen.............. . 4 . 8 10 sy2 . 0 . 5 . 6 0,6 165,65 94,4 197 201 121,75 57,13 137 157,5 33 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M 9 .März Buenos Aires Brüssel ’ Rio de Janeiro ' Polen.................... Kopenhagen.............*’ Danzig............... London .................. Helsingfors ** Paris.................... Holland Italien ................* Amtliche Notierung Geld | Brief 0,747 0,751 41,94 42,02 0,151 0,153 47,04 47,14 54,21 54,31 47,04 47,14 12,14 12,17 5,36 5,37 11,335 11,355 136,11 136,39 13,09 13,11 10.März Amtliche Notierung Geld | Bries 0,748 0,752 41,96 42,04 0,152 0,154 47,04 47,14 54,30 54,40 47,04 47,14 12,16 12,19 5,365 5,375 11,385 11,405 136,14 136,42 13,09 13,11 3 März 10.März Japan Jugoslawien Oslo.................... Wien Lissabon.................. Stockholm Schweiz Spanien Prag..................... Budapest ...... Neuyork Amtliche Notierung Anuliche Notierung Geld | Bries Geld | Bries 0,708 0,710 57709 ÖTTiT 0,708 0,710 0,709 0,711 5,694 5,706 5,694 5,706 61,01 61,13 61,11 61,23 48,95 49,05 48,95 49,05 11,025 11,045 11,04 11,06 62,59 62,71 62,69 62,81 56,72 56,84 56,76 56,88 17,48 17,52 17,13 17,17 8,656 8,674 8,656 8,674 2,488 2,492 2,488 2,492 llr.59 Drittes Blatt Donnerstag, B.lNärz 1937 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Militär-Großkonzert für das WKW. Samstagabend in der Gießener Volkshalle. Militärkonzerte erfreuen sich von jeher bei allen Volksgenossen der größten Wertschätzung. Das zeigten die früher während der Sommermonate veranstalteten Abonnements-Konzerte der Militärkapellen, es tritt aber auch bei den Platzkonzerten der Wehrmacht-Musikkorps zutage, wie gerne sich die Volksgenossen an solchen künstlerischen Darbietungen erfreuen. Was hier von den Konzertoeranstal- tungen, die jeweils nur e i n Musikkorps gab, in die Erinnerung zurückgerufen wird, gilt in besonderem Maße von den Konzerten, die als gr»ße musikalische Veranstaltung mehrerer Klangkörper weit über das musikalische Alltagsereignis hinausragen. Die Gießener Bevölke- rung wird sich erinnern, daß derartige große Konzerte in der Volkshalle stets vor Tausenden von Volksgenossen gegeben wurden, ja nicht selten die Volkshalle bei solchen Gelegenheiten überfüllt war. Ein militärisches Großkonzert, wie wir es seit langer Zeit hier nicht mehr erlebt haben, wird am ko m men den Samstagabend in der Gießener Volkshalle gegeben. Das Konzert bildet einen wichtigen Bestandteil der großen Aktion unserer Wehrmacht zum Besten des Winter- Hilf s w e r k s , die am Samstag und am Sonntag überall im Bereiche des IX. Armeekorps, auch in Gießen und in den übrigen Garnisonen unserer engeren Heimat, durchgeführr wird. Der Zweck der vielseitigen Veranstaltungen unserer Soldaten besteht darin, möglichst reiche Geldmittel aus dem Ertrag der einzelnen Ereignisse mobil zu machen zur Hilfeleistung für die in der Obhut des WHW. stehenden Volksgenossen. Dieser besonderen Zweckbestimmung dient in erster Linie das große Konzert in der Volkshalle, es wird aber selbstverständlich, auch der Aufgabe gerecht werden, allen Besuchern durch hochstehende musikalische Darbietungen einige genußreiche Stunden zu bereiten und damit die enge Verbundenheit von Soldat und Volk noch mehr zu vertiefen und zu festigen. Bei diesem Konzert werden drei Musik- korps und zwei Spielmannszüge als Mitwirkende auf der Bühne erscheinen, und zwar das Musikkorps unseres Gießener Infanterie-Regiments 116, das Musikkorps des Infanterie-Regiments 57, das Trompeterkorps des Artillerie-Regiments 45 und zwei Spielmannszüge unseres Gießener Infanterie-Regiments 116. Der erste Teil der Vortragsfolge (symphonische Werke) wird von Musikmeister Deisenroth vom Jnf.-Regl. 57 geleitet, der zweite Teil (großes Militärorchester) steht unter der Leitung von Musikmeister Linnemann vom Art.-Regt. 45, der dritte Teil (großes Militärorchester mit Spielleuten und Fanfarenbläsern) wird unter der Stabführung von Musikmeister Wohlfahrt vom Jnf.-Regt. 116 gegeben. Das Konzert wird von 20 bis 23 Uhr dauern. Die Eintrittspreise sind so außerordentlich niedrig angesetzt worden, daß alle Volksgenossen als Besucherin der Volkshalle erscheinen können. Auf den zehn vordersten Platzreihen kostet jeder Platz 1 Mark, für alle übrigen Plätze wird ein Eintrittspreis von 50 Pf. pro Person erhoben. Die Eintrittskarten werden von den Helfern der NSV. in den Wohnungen angeboten. Wie bis jetzt schon fest-gestellt werden konnte, ist der Kartenverkauf allenthalben sehr rege im Gange, so daß es sich für diejenigen, die bis jetzt noch keine Karten besitzen, dringend empfiehlt, ihren Kartenkauf umgehend vorzunehmen, damit sie nicht etwa erst kommen, wenn die Volkshalle bereits ausverkauft ist. Jeder Käufer einer Konzertkarte kann das Bewußtsein haben, daß er sich einen genußreichen Konzertabend verschafft, zugleich aber auch sein Scherflein beisteuert zur Hilfeleistung für die Volksgenossen, die immer noch dringend der Betreuung durch das Winterhilfswerk bedürfen. Es ist also em doppelter Erfolg, den man mit 1 Mark bzw. 50 Pf. erreichen kann! Aus der Provinzialhauptstadt. Freude — eine Lebensnotwendigkeit. Unsere Zeit mit ihrer Härte und ihren großen Aufgaben, die an Ernst und Standhaftigkeit die höchsten Forderungen stellen, bedarf als Gegengewicht der Freude. Diese Erkenntnis hat zur Schaffung der unser ganzes Volk umfassenden Bewegung „Kraft durch Freude" geführt. Ja, Freude ist lebensnotwendig. Wie jämmerlich sind die dran, die sich nicht freuen können! Sie sind griesgrämige Verächter des Daseins, sie zehren, wie Goethe in einem Gedichte „Harzreise im Winter" sagt, ihren „eignen Wert in ungenügender Selbstsucht" auf. Das Sich-sreuen-können ist wahrhaft eine Kunst, die wir immer wieder von neuem lernen können, wenn wir es recht im Leben anfangen. Man muß es erleben, vielleicht kann man sich anstecken lassen von anderen, und denen ist es dann die größte Freude, wenn etwas von ihrem freudigen Wesen überfließt und anderen das Leben erträglicher und lebenswert macht. Aber neben diesem Sich-freuen- können selbst lohnt es doch auch einmal, zu betrachten, wie große und erlebnisreiche Geister über die Freude gedacht und sich ausgesprochen haben. Es sind sich alle Menschen, die sonst sehr verschieden denken, darin einig, daß Freude etwas Lebensnotwendiges ist. Die Haltung zum Dasein, die Erkenntnis der tiefsten und letzten Dinge mag bei ihnen noch so verschieden sein: es bindet sie eines, und das ist die Idee der Freude; freilich nicht in gleicher Weise. Es bedeutet einen der schönsten Spaziergänge in die Kulturgeschichte und in die Lebensart großer Menschen, wenn wir zusehen, wie sie zur Freude gestanden haben. Da ist eine Gruppe von Menschen, die (auch wieder alle in verschiedener Weise) davon sprechen, daß Freude ohne Leid nicht möglich ist, vielleicht gar nicht gut wäre. Ein alter Markgraf von Brandenburg, Albert Friedrich, hatte einen sehr einfachen, aber sehr weisen Wahlspruch: „Kein' Freud' ohne Leid". Ihm gesellt sich der nicht unweise Spötter Mephistopheles im „Faust", wenn er sagt: „Freud' Muß Leid, Leid muß Freude haben." Aber Mörike fühlte, daß zu viel nie gut ist, und darum bittet er: „Wollest mit Freuden und wollest mit Leiden mich nicht überschütten! Doch in der Mitten liegt holdes Bescheiden". Unser Volk aber — und das ist die höchste Erfüllung der Idee der Freude — soll leben nach dem Spruch von der geteilten Freude, die doppelte Freude ist! H. Dornoiizen Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Togger". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Frauenliebe — Frauenleid". — Evangelische Frauenhilfe: 15 Uhr Hauptversammlung im Cafe Leib, Vortrag von Pfarrer Schmidt, Laubach. — Gustav-Adolf-Frauenverein: 20 Uhr Lichtbildervortrag von Pfarrer Bell, -Hermannstadt, in der Stadtkirche. Shakespeare-Lustspiel im Stadttheater. Am Freitag, 19. März, findet die Erstaufführung von „Viel Lärm um Nichts", Lustspiel von Shakespeare, statt. Die Spielleitung führt Dr. Erich Schumacher a. G. vom Stadttheater Saarbrücken. — Bühnenbilder: Karl Löffler. NGOAp. Ortsgruppe Gießen-Ost. Alle SS.-, SA.-, NSKK.-, NSRK.-, SA.-Ma- rine-Männer, die im Bereich der Ortsgruppe Gie- ßen-Ost wohnen, werden hiermit aufgesordert, am Donnerstag, 11. März, oder Freitag, 12. März, in der Zeit von 20 bis 22 Uhr den Beitrag zur Hilfskasse für die Monate April, Mai und Juni 1937 im Saal der Wirtschaft Germania, Kaiserallee 141, zu zahlen. Außerhalb der angegebenen Zeiten besteht keine Möglichkeit, den Beitrag, der nach Anordnung des Führers von allen obengenannten Angehörigen der Gliederungen zu bezahlen ist, zu entrichten. Hitler-Jugend Dann 116 Gießen. An die Bevölkerung des Kreises Gießen! Die Hitler-Jugend, Bann und Iungbann 116, veranstaltet am 16. TNärz, 20.30 Ahr, in der Volkshalle zu Gießen eine Großkundgebung mit Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger als Redner. Die Hitler-Jugend erwartet, daß sich die Bevölkerung recht zahlreich an dieser Kundgebung beteiligt. Bann und Jungbann 116. Am Donnerstag, 11. März, 20.15 Uhr, findet eine Arbeitsbesprechung sämtlicher Gefolgschaftsführer sowie Führer der Sondereinheiten auf der Banndienststelle statt. Es wird nochmals bekanntgegeben, daß alle Gießener Einheiten, einschließlich Schar Wieseck und Klein-Linden, am Freitag, 12. März, 20.30 Uhr, an der Volkshalle zu Gießen anzutreten haben. Deutsches Jungvolk, Zungbann 116. Generalprobe zum Wehrmachtkonzert. Am Samstag, 13. März, stehen die sechs Gießener Fähnlein um 8.30 Uhr an der Gutenbergstraße (Ludwigsplatz) angetreten. Die Angehörigen der Landfähnlein, die eine Gießener Schule besuchen, treten ebenfalls dort an. Vorschriftsmäßige Winterdienstuniform mit Schirmmütze. BOM. und ZM.-Untergau 116. Zur Generalprobe des Wehrmacht-Großkonzertes am 13. März treten alle JGn., besonders alle Schülerinnen des Standortes Gießen, pünktlich 8.30 Uhr, in tadelloser Kluft, an der Volkshalle an. Betr. Kundgebung am 16. März in der Volkshalle. Alle Mädel- und Jungmädelgruppen sind am Dienstag, 16. März, um 19.45 Uhr am Schützenhaus angetreten. Selbstverständlich in ordentlicher Kluft. Gauleiter Sprenger wird zur gesamten HI. des Standortes Gießen sprechen. Betr. Untergau-Werkausstellung. Unsere diesjährige Werkausstellung wird vom 19. bis 22. März in sämtlichen Räumen des Klubs fein. Die Unkergauführeri'n. Oie Genehmigungsbehörde beim Grundstücksverkehr in Hessen. Auf Grund des § 10 der Bekannm-achung über den Verkehr mit landwirtschaftlichen oder forstwirt- schastlichen Grundstücken (Grundstücksverkehrs - Bekanntmachung) vom 26. Januar 1937 bestimmt der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — als Genehmigungsbehörde im Sinne der Bestimmungen der Grundstücksoerkehrs-Bekanntmachung das K r e i samt, in dessen Bezirk das Grundstuck gelegen ist. Liegt das Grundstück im Bezirk mehrerer Kreisämter, so ist das Kreisamt zuständig, in dessen Bezirk der größte Teil des Grundstücks gelegen ist. Zur Entscheidung der Beschwerde (§§ 7 u 8 der Grundstücksverkehrs-Bekanntmachung) ist der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung zuständig. Die Beschwerde ist schriftlich bei. dem Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — Abteilung VI — (Landwirtschaft) einzulegen. Oie Berufsausbildung für kaufmännische und gewerbliche Lehrlinge. Fwd. Im Hinblick auf die bevorstehenden Prüfungen und 'Einstellungstermine für Lehrlinge gibt das Reichs- und preußische Wirtschaftsministerium auch in diesem Jahre wiederum folgendes bekannt: Die Gesellen- und Gehilfenprüfungen, sowie die Facharbeiterprüfungen werden nach den gesetzlichen Vorschriften für kaufmännische und gewerbliche Lehrlinge von den Industrie- und Handelskammern, für die handwerklichen Lehrlinge von den Innungen abgeyalten. Die Ablegung der Prüfung vor diesen öffentlich-rechtlichen Körperschaften ist Voraussetzung für das berufliche Weiterkommen des Jugendlichen. Behörden und Wirtschaft, vor allem das Reichskriegsministerium, die Reichspost und die Reichsbahn, haben allein die Prüfungen dieser öffentlich-rechtlichen Körperschaften als ordnungsmäßige und berechtigende Prüfungen anerkannt. Zugelassen zu diesen Prüfungen werden nur diejenigen Lehrlinge, die in die Lehrlingsrolle einer Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer oder Innung eingetragen sind. In die Lehrlingsrolle -der Industrie- und Handelskammern werden nur solche Lehrlinge eingetragen, deren Lehrvertrag auf Grund des von der Reichswirtschaftskammer genehmigten Lehrvertragsmusters abgeschlossen worden ist. Einschränkung des Fettgebäcks. LPD. Der Reichsinnungsverband des deutschen Bäckerhandwerks und das Konditorhandwerk hatten bereits vor einiger Zeit ihren Mitgliedern die Herstellung und den Verkauf von Fettgebäck nur noch Mittwochs und Samstags zur Pflicht gemacht. Nunmehr wurden auch die Fachgruppen Brotindustrie und Lebensmittelind-ustrie amtlich darauf hingewiesen, daß nur noch an den beiden genannten Tagen Fettgebäcke hergestellt und verkauft werden dürfen. Der Reichs- und Preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft weist ausdrücklich darauf hin, daß zur Sicherstellung der notwendigen Einsparungen an Fett die getroffene Anordnung unbedingt einheitlich durchgeführt werden muß. Das Mädchen mit dem Gilberhaar. Vornan von Anny von panhnys. 25. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Mabel Jonson hatte eine nachdenkliche Falte auf der Stirn. Sie erinnerte sich, daß Günther noch kurz vor seinem plötzlichen Verschwinden übermütig mit ihr gescherzt hatte. Er mußte sich wirklich sehr zusammennehmen können. Berthold war recht begierig auf die Bekanntschaft des zukünftigen Grafen gewesen, und es tat ihm leid, daß er ihn nun wahrscheinlich gar nicht kennenlernen würde. Franziska aber hatte die kleine Rede des Grafen nicht im geringsten interessiert; sie dachte nur an das Diadem auf dem großen Gemälde und fieberte dem Augenblick entgegen, wo sie mit ihrem Manne über das, was sie erregte, sprechen konnte. In einem saalartigen Raum war der Tisch gedeckt. Franziskas Augen hafteten nur auf einem der beiden großen Porträts, die in glänzenden Altgoldrahmen den größten Teil der einen Längswand einnahmen. Die etwas hochmütig dreinschauende Dame im gelben Seidenkleid war ihr gleichgültig, nur das Diadem in ihren dunklen Haaren war der Zielpunkt ihrer Aufmerksamkeit. Der Graf trat näher. „Es ist ein gutgetroffenes Bild meiner Mutter, der Offizier neben ihr stellt meinen Vater dar." Franziska nickte und streckte ein wenig die Fühler aus. „Herrlichen Schmuck trägt Ihre Mutter auf dem Bilde, Herr Graf. Mir fielen dieselben Schmuckstücke schon in dem anderen Zimmer auf dem Porträt Ihrer Urgroßmutter auf. Es handelt sich also sicher um Familienerbstücke." „Allerdings, meine Urgroßmutter, meine Großmutter und meine Mutter sind mit diesem Schmuck gemalt worden." Er verneigte sich. „Ich möchte um die Ehre bitten, Ihr Tischherr sein zu dürfen." Franziska saß dann neben ihm am Tisch, verspürte anfangs Lust, das Gespräch wieder auf den Schmuck zu bringen, unterließ es jedoch und beteiligte sich an der Unterhaltung. Ein prachtvoller Apparat der Radio-Radix spielte, diskret eingeschaltet, und erlesene Weine erhöhten die Stimmung. Nach Tisch ging man in den Salon zurück, und die Gräfin Ciboure meinte zum Grafen Rethel: „Die blonde Deutsche ist einfach bezaubernd!" „Ja, sie ist bezaubernd", antwortete der Graf, und er dachte an eine, die auch so hinreißend gewesen rote Franziska Rq-ix, deren Erinnerung aber von düsteren Trauerschleiern umweht war. Er haßte die Erinnerung und die blonde Frau, die all die böse Vergangenheit wieder lebendig gemacht. 19. Günther hatte es in seinem Schlafzimmer nicht mehr ausgehalten. Wozu sollte er noch auf dem Bett Herumliegen? Sich selbst brauchte er ja keine Komödie vorzuspielen. Er saß jetzt in einem bequemen Sessel seines Wohnzimmers und grübelte darüber nach, daß er sich feit der Nacht des Maskenballes in einem großen Irrtum befunden. Sie war keine Komtesse Mönchsgut, deren frischen Mund er so verlangend geküßt wie nie zuvor einen anderen. Er hatte sie für eine Komtesse Mönchgut gehalten, irregesührt durch ein Gespräch zwischen zwei Herren, das er zufällig mit angehört. Sie hieß also Karsten und war jetzt die Frau des bekannten Industriellen. Ihr hatte das Diadem gehört, das er sich angeeignet. Aber sie hatte auf ein sofortiges Suchen danach keinen Wert gelegt. Vielleicht hatte sie die plötzliche Adrufung vom Ball doch nicht vorher mit dem Rotkäppchen ausgemacht, um der allgemeinen Demaskierung zu entfliehen, wie er bisher angenommen. Vielleicht war dieser jähe Aufbruch doch aus triftigen Gründen geschehen, und nur Schreck hatte die Blonde den Wert des Schmuckes vergessen lassen. Nein, nein, auch das stimmte nicht! Solchen Wert kann man nicht vergessen, nicht einmal für Augenblicke. Und es war auch anscheinend später gar nicht besonders nach dem Diadem geforscht worden. Rur eine Erklärung blieb jetzt noch: Die blonde Schönheit hatte selbst nicht gewußt, welchen Wert das Diadem darftellte, so unbegreiflich 'das auch schien. Aber noch unbegreiflicher war es wohl, wie das Diadem, das einmal die Gräfinnen Rethel getragen, an die Blonde gekommen. Ob sie es auf den Bildern nicht auch erkannt? Immer neue Rätsel. Er fuhr sich ein paarmal über die Stirn und seufzte tief. Obwohl er die junge Frau vorhin nur für den Bruchteil einer Sekunde gesehen, hatte das doch genügt ihm zu zeigen, wie berauschend schön die Heldin seines Liebesabenteuers gewesen. Ihr Anblick hatte ihm allerdings einen gehörigen Schreck eingejagt; aber nun die Gefahr beseitigt, regte sich noch ein anderes Gefühl in ihm. Das war die Sehnsucht und das Verlangen, den lockenden Mund noch ein einziges Mal küssen zu dürfen. Er verspottete sich selbst. Die Sehnsucht würde sich nie erfüllen. Nicht einmal ein Blick in die großen grauen Augensterne würde ihm vergönnt sein. Wie ein Verbrecher mußte er sich vor der blonden Frau verbergen. Und war er denn auch etwas anderes? War er nicht ein dreister Dieb, der mit dem Eigentum der Wunderschönen sein Leben erneut aufgebaut hatte? Es klopfte leise an. Gleich darauf wurde die Klinke niedergedrückt. Dumm von ihm, nicht wenigstens entkleidet im Bett zu liegen! Nun kam der Graf wieder und würde ihn mit Fragen behelligen. Er lehnte sich in den Stuhl zurück, nahm eine leidende Miene an, schloß die Augen und blieb so, der Tür den Rücken wendend, sitzen, als hätte er gar nichts gehört. Er erschrak, weil ihn plötzlich ein Wolke des aufdringlichen Parfüms umwehte, das Mabel ebensosehr liebte, wie er es nicht ausstehen konnte. Er öffnete die Augen, und da stand auch schon die zierliche Gestalt im hellgrünen Abendkleid vor ihm. „Ich habe mich unten heimlich weggestohlen, Francois, weil ich dich sprechen wollte Ich ahnte, daß du nicht im Bett liegst, und probierte es, dich zu überraschen. Hättest nicht vergessen dürfen, dich einzuriegeln, Francois." Er war betreten, denn er wußte ja nun nicht einmal, welche Ausrede der Graf für fein Verschwinden gebraucht hatte. Er befand sich wirklich in einer unangenehmen Lage. Es hieß also, geschickt um alles herumzugehen. So erwiderte er halblaut: „Papa hat ja sicher erklärt, weshalb ich mich zurückgezogen habe. Halte dich aber, bitte, lieber gar nicht bei mir auf. Wir werden uns morgen hoffentlich schon wieder sehen und sprechen können." Er erhob sich. Sie sah ihn scharf an. „Francois, ich habe das Gefühl, bei dir stimmt irgend etwas nicht. Deinem Papa hast du etwas eingeredet, aber ich glaube nicht an dein plötzliches Kranksein. So wenig ich mich da zurechtfmde, behaupte ich doch, du hattest einen ganz bestimmten Grund, schnell und spurlos unten zu verschwinden, gerade als die beiden Deutschen eintraten." Ihre Stimme wurde sehr helle. „Um den Mann dürfte es sich kaum handeln, also sage mir die Wahrheit: Warum hast du vor Frau Radix die Flucht ergriffen? War sie vielleicht einmal deine Verlobte?" Gräßlich, diese Fragerei! dachte Günther etwas verblüfft und sehr verärgert, weil Mabel Jonson so scharfe Augen hatte. Er schüttelte heftig den Kopf. „Meine liebe Madel, so sehr mir deine allzu offenkundige Eifersucht schmeichelt, ist deine Vermutung natürlich falsch. Aber ich bitte dich dringend, geh jetzt. Sie lachte leise und ein wenig tückisch, wie es dem Manne schien. Ihre Hände legten sich auf seine Arme, krampften sich plötzlich in den Stoff des feinen Tuchgewebes. „Francois, ich liebe dich und will deine Frau werden. Ich bin aber nicht die Erstbeste. Mein Mißtrauen ist heute gegen dich geweckt worden. Du, ich würde sehr rücksichtslos aegen dich fein, wenn da irgend etwas in deinem Lehen mit einer Frau gespielt hätte, was du mir verschwiegen hast." Er lachte: „Nun höre aber auf, Mabel! Deine Phantasie geht mit dir durch." Sie zog die schmalen Schultern hoch. „Dein Vater entschuldigte dich ungefähr so: Du müßtest dich erkältet haben und hättest dich schon den ganzen Tag sehr schlecht gefühlt; aber gerade, als die Gäste gekommen, wäre dir so elend zumute geworden, daß du nicht anders gekonnt, als dich nach oben zu schleppen. Ja, so war es. Ich aber finde, du siehst gar nicht krank aus, und weil ich so eine bestimmte Ahnung habe, daß diese blonde Frau der Grund zu deiner Flucht war, fordere ich zum Beweise, daß ich mich irre, jetzt dein Hinunterkommen. Ich bin überzeugt, dir fehlt gar nichts. Gar nichts!" wiederholte sie fast triumphierend. Er griff sich an den Kopf. „Willst du mich lächerlich machen? Nachdem mich Graf Rethel entschuldigt hat, kann ich doch nicht plötzlich herunterkommen. Was geht mich die Frau an, die ich niemals zuvor gesehen habe? Ich wollte, als du kamst, gerade zur Ruhe gehen, denn ich fühle mich wirklich sehr schlecht. Es ist nur traurig, zu wissen, wie niedrig du mich einschätzt, Mabel." Sie schämte sich plötzlich ihres Mißtrauens. „Ich bin verrückt, Francois. Verzeihe mir! Aber der Verdacht war plötzlich da. Sei wieder gut, ich geh auch sofort hinunter. Hoffentlich geht es dir morgen besser. Ich habe Angst um dich. Ich telephoniere dich gleich morgen früh an." Sie ließ sich die Hände küssen und schlüpfte leise aus dem Zimmer. Mit finsterem Gesicht schaute ihr Günther nach. Das war ja eine ganz verdrehte Geschichte, daß Mabel auf die schöne blonde Frau eifersüchtig war! Ihre Schlauheit imponierte ihm aber, hatte sie doch ganz richtige Schlüsse aus seinem Verhalten gezogen. Er entnahm daraus die Lehre, Mabel mit größter Vorsicht zu behandeln. Der Zwischenfall eben hatte ihn gewarnt. Mabel Jonson gesellte sich inzwischen unauffällig wieder zu den anderen Gästen. Sie trat gerade aus einem Nebenzimmer, als der Graf von einem Tischchen eine ziemlich große Photographie der blonden Frau hinhielt. Unwillkürlich verfolgte Mabel Jonson die klein» Szene mit gespanntem Interesse. Sie sah, wie die Blonde das Bild höflich ent» gegennnahm, es betrachtete, hörte, wie die @räfi* Ciboure sagte: „Der Spitzbart fleht ihm vorzüg» lief); trotzdem gefiel mir Francois beinahe noch besser ohne Bart!" Dann sah sie, wie der Deut* scheu das Bild aus der Hand fiel. Die Scherben des Glases flirrten auf dem Boden. Mabel Jonson war jetzt fest davon überzeug^ daß zwischen Günther und der Deutschen irgend etwas gespielt hatte und er, nachdem er di« Blonde heute bei ihrem Eintritt erkannt, schleunigst ausgerissen war. Mabel bückte sich rasch, hob das Bild auf. ..Mein armer Francois hat sich weh getan! Leder ist glatt und rutscht leicht ab, nicht wahr. Frau Radix?" (Fortsetzung folgt* Unsere Werkscharen. Die neuen Menstgradab;eichen der werkschnren Zungmädel an die Eltern der Mädel des Jahrgangs 1927. Eltern, euer zehnjähriges Mädel gehört in die Zungmädelfchast! Zeichnung« Echensberger Die am rechte« Ärmel getragene« silberblauen Winkel bedeuten: t> Werkscharführer, 2. Hauptwerkschar- lührer, 3. Werkschar-Vannsührer, 4. Ober- Verkscharführer, S. Oberst-Werkschar- sührer. NSG. Nachdem in der letzten Zeit eine gründliche Ueberprüfung der Mannschaftsbestände der Werkscharen im Gau Hessen-Nassau stattgefunden hat, stehen nun etwa 15 0 Werkscharen mit über 4000 Man n, auf deren volle Einsatzfähigkeit sich die Gauwerkschar-Führung verlassen kann. Jetzt geht es daran, den Männern "das Rüstzeug mitzugeben, das sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen. In erster Linie ist hierzu eine gründliche Ausbildung und Auslese der Führer vorgesehen. Noch in diesen Jahr werden sämtliche Führer zu achttägigen Uebungskursen eingezogen, von denen sechs bis acht in Kreisschulen der Deutschen Arbeitsfront stattfinden. Den Führern werden hier die Grundlagen der weltanschaulichen Schulung vermittelt, die praktische Dienstgestaltung wird ihnen vorgeführt, und in Arbeitsgemeinschaften lernen sie den Dienst selbst gestalten. Daneben finden Wochenend- kurse für die Truppführer statt, in denen diese auf ihre Fähigkeit für die Aufgaben vor der Front überprüft werden. Auch die einzelnen Werkscharmänner werden zu Wochenendkursen zusammengefaßt. Ihnen werden die sieben Hauptarbeitsthemen vermittelt, die die Reichswerkschar-Führung herausgestellt hat: der Staat, die Rasse, der Boden, die Arbeit, die Ehre der Nation, die Kultur, die Wehrkraft. Gießener wochenmarktpreife * G i e ß e n, 11. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Mollereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10^, ungezeichnete 10, Wirsing, % kg 12 bis 15, Weißkraut 7 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 28 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, kg 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 25, Zwetschenhonig 50, Blumenkohl das Stück 30 bis 45, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 bis 17 Pf. * ** Neue Jnvalidenmarken. Nach einer im Reichsarbeitsblatt veröffentlichten Verordnung des Reichsoersicherungsamtes werden vom 5. April 1937 an neue Jnvalidenmarken ausgegeben. Die Markenwerte ändern sich nicht. Die bisherigen Jnvalidenmarken werden mit Ablauf des 4. April 1937 ungültig und dürfen dann nicht mehr verwendet werden? Nach § 1411 der Reichsversicherungsordnung können ungültig gewordene Jnvalidenmarken innerhalb von drei Monaten, nach Ablauf der Gültigkeitsdauer bei den Verkaufsstellen (Postämtern) umgetauscht werden. * 15. Zuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse. Die fünfzehnte Zuteilung der Oeffentlichen Bausparkasse (Abteilung der Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen) in Darmstadt findet am Dienstag, 20. April, in Darmstadt statt. Zuteilungsberechtigt sind sämtliche Bausparer, deren Vertrag spätestens am 1. Januar 1937 (für Tarif 18 spätestens am 1. Dezember 1936 und Tarif 25 spätestens 1. Juli 1936) begonnen hat, und die mit Einzahlungen nicht im Rückstand sind. — Alle Oeffentlichen Bausparkassen in Deutschland haben bis Ende Dezember 1936 insgesamt rund 83 000 Bausparverträge über zusammen rund 422,5 Millionen Mark abgeschlossen. Bisher wurden an rund 26 600 Bausparer rund 156,3 Millionen zugeteilt, ein ansehnlicher Betrag, den die Oeffentlichen Bausparkassen dem Bau- und Hypothekenmarkt zugeführt haben. Der Führer fordert in dem Gesetz über die HI. vom 1. Dezember 1936 die Erfassung und Erziehung aller Mädel und Jungen vom zehnten Lebensjahr an in die HI. und stellt damit die Hitler-Jugend als dritten Erziehungsfaktor neben Elternhaus und Schule. Unsere Werbung vom 15. März bis zum 20. April gilt dem Jahrgang 1927, gilt allen Mädeln, die in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1937 zehn Jahre alt geworden sind oder werden. Unser Aufruf ergeht auch an eure Mädel, sich in unserer Werbedienststelle zu melden und sich frühzeitig der ärztlichen Voruntersuchung zu unterziehen, die die Tauglichkeit für den Jungmädeldienst bestätigt. Am 19. April, am Vortag des Geburtstages des Führers, findet die feierliche Aufnahme des neuen Jahrganges in die Jungmädelschaft statt. Wir wollen, daß auch euer Mädel teilhat an unserem Jungmädelleben mit all seinem Frohsinn und seinem Ernst, am Heim- und Sportnachmittag, auf Fahrt und im Lager. Am Heimnachmittag wollen wir den Jungmädeln vom Leben des Führers und seinem Werk erzählen, von unserer engen Heimat, von der deutschen Landschaft und der deutschen Grenze und sie aufgeschlossen machen für das große politische Geschehen unserer Zeit. Singen, Musizieren, das Stegreifspiel sollen alle Kräfte und die ganze Lebendigkeit einer Jung'mädelschaft wachrufen. Die praktische Arbeit für den Grenzkindergarten, für das WHW., für die NSV., soll jedes Jungmädel zur Gemeinschaftsarbeit erziehen. Am Sportnachmittag gilt es, jedes Jungmädel beim Spiel, beim Hindernislauf, beim Bodenturnen, beim Fahrtenspiel, körperlich zu ertüchtigen, es zu einem widerstandsfähigen, einsatzbereiten Mädel zu machen. Auf Fahrt und im Lager lernen die Jungmädel ihre engere Heimat kennen. Das gemeinsame Fahrt- und Lagererlebnis schließt sie zu einer festen Gemeinschaft zusammen. Auch euer Mädel soll sich durch sein Diensttun, durch seine Freiwilligkeit in unserer Gemeinschaft beweisen und zu einem frischen, geraden, einsatzfähigen und charakterfesten Mädel erzogen werden. In der Probedienstzeit muß es sich in seinem Willen und in seiner Kameradschaftlichkeit bewähren. Die charakterliche und körperliche Erziehung in der Jungmädelschaft, als der jüngsten nationalsozialistischen Erziehungsgemeinschaft, bestimmt die Haltung eures Mädels, die später einmal entscheidend sein wird für seine Mitarbeit und seinen Einsatz in seinem Volke. Eltern, deshalb gehört euer zehnjähriges Mädel zu uns! Die Ettern sotten wissen ... Die Jungen und Mädel sind im Jungvolk und bei den Jungmädeln gut aufgehoben. NSG. In Friedberg sprach auf einem Elternabend, wie sie im Rahmen der Aktion zur Erfassung des Jahrgangs 1927 überall im Gebiet Hessen- Nassau durchgeführt werden, Gebietsjungvolkführer Paul Wagner zur Elternschaft. Er stellte die Jugend einer überwundenen Epoche in ihrer Hoffnungslosigkeit, Verwahrlosung und Zwietracht der heutigen jungen Generation gegenüber, die mit froher Zuversicht in die Zukunft marschiert, weil sie im Jungvolk und in der Hitler-Jugend auf der Grundlage der Kameradschaft und der sozialistischen Haltung das Leben meistert. Die totale Erfassung der Jungen und Mädel vom 10. Lebensjahr an durch die Erziehung der Hitler-Jugend gibt in Gemeinschaft mit dem Familienleben und der wissensmäßigen Lenkung durch die Schule die Gewähr, daß dem Reich Männer und Mütter werden, wie es sie zu feiner ewigen Sicherung braucht. Der Gebietsjungvolkführer erläuterte das Leben und den Betrieb, das Werken und Wirken in den Reihen des Jungvolks und bei den Jungmädeln und hatte am Ende seiner Ausführungen, die von Liedern und Fanfarenvorträgen des Jungvolkes umrahmt waren, die Gewißheit, daß alle Eltern vorbehaltlos ihre Zehnjährigen am 20. April in der Gefolgschaft des Führers wissen wollen. Landkreis Gießen. A Heuchelheim, 10. März. In der Wirtschaft „Zum Schwanen" hielt der Kreditoer- ein Heuchelhein^ e. G. m. b. H. eine gut besuchte Versammlung unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden W. R e h b e r g ab. Nach dem Jahresbericht ist die Entwicklung der Kasse lehr gut, so daß die Belange der Mitglieder jederzeit gut gewahrt werden können. Die in unserem Orte sehr rege Bautätigkeit wirkte sich auch auf die Kasse aus, die für 'Bauzwecke eine halbe Million Mark Auszahlungen hatte. Die der Kasse angeschlossene Schulsparkasse zeigt eine gute Entwicklung. Um die Spartätigkeit anzuregen, wurden Heimsparkassen angeschafst. Die restlichen Entschuldungsanträge wurden, wie auch die vorhergehenden, ohne Schaden für die Kasse erledigt. Die Jahresrechnung fand die Genehmigung der Versammlung. Die Bilanz weist den Betrag von 1 527 368,32 Mark auf, worunter 1 239 715,85 Mark Spareinlagen sind; es wurde ein Gewinn von 73 782,41 Mark erzielt. Die Versammlung ist damit einverstanden, daß eine Dividende verteilt, 100 Mark der Kinderschule, 2000 Mark der Betriebsrücklage und der Rest dem Reservefonds zugeteilt werden. Die im August vorgenommene Revision fand die Kasse in bester Ordnung vor. Dem Plan, für den zunehmenden Geschäftsverkehr ausreichende Räume zu schaffen, stimmte die Versammlung zu und gab dem Vorstand die Ermächtigung, gegebenenfalls sofort zu handeln. Ein Betrag von 3000 Mark wurde als Hausfonds dafür zur Verfügung gestellt. Aus dem Vorstand hatte Friedrich Karl Kreiling, aus dem Aufsichtsrat Jakob Rinn, Friedrich Reu schling und W. Rehberg auszuscheiden: sie wurden wiedergewählt. Nachdem Rechner Volkmann noch über die Zinssenkung gespro- Rückschau und Ausblick im Ortering Gießen des Landschastsbundes. Der Ortsringleiter Dr. Michel hatte für den gestrigen Abend die Fachwarte und Vertrauensmänner des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat in Gießen zu einer Sitzung in das Hotel Köhler eingeladen, in der sowohl Rückschau gehalten wurde auf Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie auch Vorschläge unterbreitet wurden für die Arbeit in den bevorstehenden Monaten. Einleitend gedacht der Ortsringleiter mit ehrenden Worten des verstorbenen Geheimrats Professor Dr. Sommer, der als ein eifriger Förderer aller Heimatkultur dem Landschaftsbund eine starke Stütze war. Dann gab der Ortsringleiter in kurzen Zügen einen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres, auf die Erfolge, die es dem Landschaftsbund in ideeller Hinsicht brachte und damit einen Ueberblick über das Wirken des Bundes im Interesse der Heimatpflege. Gleichzeitig wurden auch Erfahrungen ausgetauscht, die im vergangenen Jahre bei der Durchführung der Veranstaltungen gemacht wurden und Lehren daraus gezogen. Besonders wurde an die schöne Veranstaltung zum Buß- und Bettag im Alten Friedhof und in der Kapelle erinnert, schließlich auch von dem großen Heimatabend im Cafe Leib gesprochen, der außerordentlich stark besucht war und in weite Kreise wirkte. Ortsringleiter Michel gab dann die Vorschläge Oberheffen. für Wanderungen und Fahrten während der Sommermonate 1937 bekannt. Vorgesehen sind ein Gang zu einem Bienenstand (Bodenbender, Erdkauterweg), ferner ein Himmelfahrtsausflug in den Krofdorfer Forst, eine Fahrt nach den vorgeschichtlichen Stätten bei Muschenheim und außerdem eine Fahrt zur Jubiläumsfeier der Stadt Gladenbach aus Anlaß der 700-Jahrfeier. An kürzeren Ausflügen find vorgesehen: ein Spaziergang in den Bergwerkswald, der den Teilnehmern Aufschlüsse in botanischer Hinsicht bringen soll, ferner eine pilzkundliche Führung unter Leitung von Gartenbauinspektor Rehnelt und ein gesteinskundliche Gang durch Gießen. Die Wintermonate sollen wieder einige Vorträge bringen, und zwar wird aus berufenem Munde über familiengeschichtliche Erinnerungen gesprochen werden und außerdem über alte Gießener Straßennamen. Im Rahmen einer größeren Veranstaltung wird voraussichtlich ein Vortrag gehalten werden über Anekdoten und humorvolle Begebenheiten aus der Vergangenheit unserer Stadt. Nachdem im Verlaufe der Versammlung Dr. R o l o f f noch zum stellvertretenden Ortsringleiter bestimmt worden war, schloß Ortsringleiter Dr. Michel mit Worten des Dankes an die Mitarbeiter die Sitzung. chen hatte, konnte der Vorsitzende die Versammlung mit Dank an die treuen Sparer schließen mit dem Hinweis, daß im nächsten Jahre die Kasse 75 Jahre bestehe und sie sich zu einer der größten Genossenschaftskassen in unserem Gebiete entwickelt habe. 00 Klein-Linden, 8. März. Die Schweinezwischenzählung hatte hier folgendes Ergebnis: Es find vorhanden: Schweine unter 8 Wochen alt: 40, bis zu einem halben Jahr alt: 179, ein halbes bis ein Jahr alt 21, ein Jahr und älter 2, zusammen 242 Stück. In den verflossenen Monaten Dezember, Januar und Februar kamen 34 Kälber zur Welt. Hausschlachtungen am Schweinen wurden 347 vorgenommen. § Allendorf (L ahn), 10. März. Der von der Ortsgruppe Allendorf des Reichsluftschutzbundes durchgeführte Kursus nahm am Dienstagabend mit einer Schlußprüfung fein Ende. Er war in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Nicht nur die Zahl der Teilnehmer, sondern vor allem auch die Tatsache, daß man überall immer größeres Interesse feststellen konnte, ließen das am besten erkennen. = Steinbach, 10. März. Auf der Fahrt zum Artilleristentag geriet am Sonntagvormittag der hiesige Landwirt und Hausschlachter Ludwig Wald infolge der Glätte der Straße mit seinem Fahrrad ins Gleiten und fiel so unglücklich, daß er sich einen Knöchelbruch zuzog. — A l b a ch, 10. März. Am Dienstagabend veranstaltete unser Lehrer Groh mit seiner Schule einen sehr gut besuchten Elternabend, der einen guten Verlauf nahm. Die Kinder zeigten in ihren vielgestaltigen Darbietungen, Singen Turnen, Deklamationen und Sprechchören, was in der Schule geleistet wird. Lehrer Groh redete in seiner Ansprache von den Aufgaben der Schule im Dritten Reich und knüpfte dabei an die Geschichte unserer Schule an. Anschließend wurde der Schullandheimfilm gezeigt. Der wohlgelungene Verlauf des Abends war ein neuer Beweis für die enge Verbundenheit unserer Schule mit unserem Dorfe, in dem unser Lehrer seit mehr als 35 Jahren wirkt. A Großen-Buseck, 10. März. Der VHC.> Zweigverein Buseckertal hielt im Anschluß an eine Wanderung in der Wirtschaft Ger- lach seine diesjährige Mitgliederversammlung ab. Der Vereinsvorsitzende Jung (Großen-Buseck) ge- dachte zunächst des verstorbenen VHC.-Bruders Dem (Offenbach) und erstattete dann den Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß die Pflichtwanderungen durchgeführt wurden und drei Mitglieder ausgezeichnet werden konnten. Wanderwart L. Wehrum (Gießen) nahm die Auszeichnung vor. Ein Dankschreiben des Reichswanderführers wurde verlesen. Zum Erweiterungsbau des Klubhauses auf dem Hoherodskopf spendete unser Zweigverein 20 Mark: zugunsten des Baues werden Bausteine vertrieben. Der von Kassenwart F. Hahn (Großen-Buseck) oorgelegte Voranschlag für 1937 wurde angenommen. Der Gruß an den Führer beschloß die Versammlung, der sich ein gemütliches Beisammensein anschloß. A Beuern, 9. März. Die hiesige Schar 20/116 d e r Pimpfe hielt im Saalbau von Dietrich einen Volksgemeinschaftsabend ab, der den Eltern Einblick in die Arbeit des Jungvolks gab. Die Pimpfe boten ihre Vorführungen mit gro- Der Gauleiter kommt am Dienstag, 16. INärz, nach Gießen zur Großkundgebung in der Volkshalle. Gauleiter Sprenger spricht! ßer Begeisterung und ernteten reichen Beifall. Lehrer Müller (Lindenstruth) sprach nach einem Liede üher die hohen Aufgaben der Jugendorganisationen des Dritten Reiches, in denen der Jungs und das Mädchen körperlich und geistig ertüchtigt werden sollen. Die Pimpfe zeigten dann etliche lustige Spiele, turnerische Hebungen und bewiesen damit ihre Arbeit. Gemeinsam gesungene Lieder trugen zur engeren Verbindung aller Teilnehmer bei. — Bei der letzten Holz Versteigerung im hiesigen Gemeindewald wurden niedrigere Preise als bei den vorhergegangenen Versteigerungen erzielt. Es kosteten Bucyenscheithvlz 17 bis 20 Mark, Buchenknüppel 13 bis 15 Mark, Buchenstöcke 4 bis 6 Mark, Eichenscheite 12 bis 14 Mark, Fichtenscheite 5 bis 6 Mark je zwei Raummeter. ch Saubringen, 10. März. Die Eheleute Lehrer Wagner und Frau Maria, geb. Weber, feiern heute das Fest der silbernen Hochzeit. 5 Mainzlar, 10. März. Gestern abend fand die gutbesuchte Generalversammlung des hiesigen Vereins für Krankenpflege in der Wirtschaft von Vogel statt. Dekan i. R. Gußmann- Gießen eröffnete und leitete die Versammlung, er erläuterte, warum er. obwohl im Ruhestand lebend, jetzt noch — zum Besten aller — die Versammlung leiten müsse. Der Verein zählte 1936 = 147 Mitglieder, drei starben, ihr Andenken wurde wie üblich geehrt, fünf neue Anmeldungen für 1937 liegen bereits vor. Die vom Verein bestellte Krankenschwester, eine Nonnenweierer Diakonisse, machte im Berichtsjahr über 6000 Kranken- und Pflegebesuche, dazu Nachtbesuche und Nachtwachen. Ihr wurde von dem Vorsitzenden der Dank des Vereins für alle treue Mühe ausgesprochen. Außer der großen Unterstützung durch die Gemeinde, und einer Spende der evangelisch-kirchlichen Frauenhilfe dahier, für die herzlicher Dank ausgesprochen wurde, ist leider keine Gabe eines Gönners zu nennen. Der Verein steht also in der Hauptsache auf eigener Kraft und wird weiterblühen, solange der gute Geist, wie seither, herrscht. Die Rechnungsablage des Rechners Wehn ergab ein günstiges Bild. Ihm wurde für die peinlich gewissenhafte Geschäftsführung gebührender, bester Dank ausgesprochen. Bei der nachfolgenden Wahl wurde Bürgermeister Kreiling einstimmig zum 1. Vorsitzenden und Otto Hämmerle mit Mehrheit zum 2. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Der seitherige Leiter des Vereins, Dekan i. R. Gußmann, wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Auch er nahm diese Wahl dankend an, und schloß in üblicher Weise die Versammlung. £ Allendorf a. d. L d a., 10. März. Gestern veranstaltete der B D M. und IM. 7/116 in der hiesigen Rostschule eine Werkausstellung, die reichhaltig gestaltet war und sehr guten Besuch aufzuweisen hatte. Nach einem Vorspruch und einem von der Mädelgruppe gesungenen Lied sprach die Untergauführerin Käthe Pfeffer, Gießen, in Anwesenheit des Ortsgruppenleiters Pg. Bürgermeister K r i e b , über den Zweck der Werkausstellung, um alsdann die Ausstellung für eröffnet zu erklären. Ausgestellt waren an Webarbeiten: Bettvorlagen. Mieder und vieles andere, ein Mädel hatte sogar einen Kleiderrock aus selbstgesponnener Schafwolle gewebt. An Häkelarbeiten waren u. a. Jäckchen, Pullover. Deckchen und Kissen zu sehen. Kleider, genäht und bestickt, wurden ebenfalls gezeigt. Die Bastarbeiten bestanden in der Hauptsache aus Taschen, Körbchen, Schuhen. Ein großes Bauernbett, crus Bastelarbeit angefertigt, fand bei den Besuchern viel Anklang. Die Jungmädel hatten außerdem noch einen Schafpferch mit Schäfer, Schäferhund, Schäferhütte und sonstigem Zubehör aus Holzschnitzerei kunstvoll hergestellfi Alle ausgestellten Arbeiten zeugten von großem Verständnis und regem Eifer der Mädel. — Die am 3. März durchgeführte Schweinezwischenzählung hatte in unserer Stadt folgendes Ergebnis: Es waren vorbanden 1 Zuchteber, 12 Zuchtsauen, 30 unter acht Wochen alte Ferkel, 343 über acht Wochen bis ein halbes Jahr alte und 106 von einem halben paljre bis zu einem Jahr alte sonstige Schweine, insgesamt 492 Schweine. Kälber wurden geboren: 5m Dezember 1936 28, darunter 3 tot; im Januar 1937 22, darunter 1 totes, im Februar 1937 22. lOPfg. So macht man 311 gekochtem Tisch eine Senfsoße, wie sie sein soll/ 1 Knorr Vratensoßwürfel fein zerdrücken, glattrühren, mit V4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Unter die fertige Soße 1 Eßlöffel Senf (mit Waffer verdünnt), 1 Teelöffel «Butter und 1 Prise Jucker rühren. Alles nochmals kurz aufkochen. Fertig! Schmeckt auch zu Suppenfleisch und gekochten Eiern. Hauptsache dabeir Hfho’Vi, Bratensoße Jahre. Kreis Alsfeld. Aus den preußischen Nachbargebieten Sprechenlernen 483 Sprachen Also, was mein Tyras war, der lief immer gern ein bißchen Hamster verbellen. Eines Tages — ich warte und warte immer länger - wer nicht kommt, ist mein Tyras. Nanu, denke ich, dem werd' ich doch mal nachgehen, da steckt doch was dahinter! Fortsetzung folgt. £ Groß-Felda, 6. März. Auch in unserer Gemeinde fand ein Lehrgang für Luftschutz statt, der von dem Gemeindegruppenleiter Wahl geleitet wurde. An vier Abenden wurde über die wichtigsten Fragen des Luftschutzes gesprochen. Helferinnen des Roten Kreuzes zeigten das Anlegen von ersten Verbänden, sowie den Transport von Verwundeten. Der Lehrgang fand einen Abschluß mit einem Kameradschaftsabend. Ernste und heitere Vorträge wechselten dabei miteinander ab. > Deckenbach, 9. März. Die hiesige Volks- ch u l e hielt im Saale von Lorch einen Elternabend ab, der unter der Leitung von Lehrer Reinhard eine Fülle unterhaltsamer Darbietungen brachte. Von den Kindern gelangten Märchen- piele und verschiedene Reigen zur Aufführung. Auch manches Lied wurde von den Kindern gesungen. Pfarrer Wolf dankte abschließend den Kindern für ihre Darbietungen und dem Lehrer für die große Mühewaltung. Außerdem widmete der Geistliche den Konfirmanden dieses Jahres herzliche Worte für die Gestaltung ihres zukünftigen Lebens. teilung aus« dem Blumenschmuckwettbewerb verbunden war. Der Vorsitzende des Vereins, Rektor Steinhauer, hielt die Begrüßungsansprache. Kinder brachten Gedichte zum Vortrag und führten Blumenreigen auf. Musikalische Vorträge umrahm- ■ ■ ~ - ~ ' f .....chrere Lieder. den Körper nicht beengen darf, ihn aber, wenn er erhitzt ist, vor zu schneller Abkühlung bewahren muß. Man tut daher gut. immer einen Pullover bereit zu haben, der bei Erhitzung übergezogen werden kann, zweckmäßiger ist noch ein Trainingsanzug. Sprachen lernen sich um so leichter, je früher man damit beginnt Zum Selbstlernen gibt es gute Methoden, die aber große Ausdauer und großen Fleiß voraussetzen. Am besten lernt man Sprachen bei einem Lehrer, der in dem betreffenden Lande war und die richtige Aussprache beherrscht. Am zweckmäßigsten ist das Erlernen von Englisch, erst in zweiter Linie wende man sich Spanisch oder Französich zu. Voraussetzung für das Erlernen einer Fremdsprache ist die Beherrschung der Muttersprache in Wort und Schrift, wozu auch eine mundartfreie Aussprache gehört Damit soll nichts gegen die Mundarten gesagt sein. Jeder Deutsche sollte neben der Schriftsprache auch die Mundart seiner Gegend beherrschen, denn die Mundarten sind die Wurzeln der Schriftsprache, ohne die sie verdorren müßte. Sprachrohr, Metalltrichter, der in das enge Mundloch gesprochene Laute verstärkt und weiter hörbar macht. Sprachstörungen sind oft angeboren, sind aber oft auch durch eine Krankheit entstanden oder die Folge von nervösen Störungen. Es gibt Störungen der Artikulation, d. h. es können einzelne Geräten zur lichen Leistungen der Schuler anerkannt wurden. Bemerkt sei noch, daß für das neue Schuljahr bereits 16 Anmeldungen für die Sexta der Realschule <£ Reiskirchen, 9. März. Die hiesigen Pimpfe veranstalteten im Saale „Zum Hirsch einen Dolksgemeinschaftsabend. Fähnleinführer Linden st ruth hieß die Besucher willkommen und sprach dann über die Ausgaben des Jungvolks und der Hitler-Jugend. Der Bolks- gemeinschaftsabend solle den Eltern Einblick m Die Arbeit des Jungvolks in den Heimabenden geben. Dann warteten die Pimpfe mit allerlei unterhaltenden und humorvollen Darbietungen auf; fie aeigten Turnübungen am Pferd, Bodenturnen und Rmg- kampf und wußten damit gut zu unterhalten. Mit dem Gedenken an den Führer und dem Liede der Jugend klang der Abend aus. r . A Saasen, 9. März. Dieser Tage fand hier die schulärztliche Untersuchung der diesjährigen ABC-Schützen statt. Von zehn Neulingen (fünf Knaben und fünf Mädchen) wurde em Knabe zurückgestellt. Vom Vorjahre gesellen sich zu den ABC-Schützen drei Knaben und zwei Mädchen. Zu Die Geschichte vom Tyras Ostern kommen also vierzehn Schüler zur Aufnahme in die Schule. Die Schülerzahl in der Oberklasse beträgt im neuen Schuljahr 54, in der Unterklasse 41. Den Konfirmanden wurde dieser Tage ihr in der Schulsparkasse erspartes Geld mit Zinsen zurückgegeben. Die Schulsparkasse ist der hiesigen Spar- und Darlehenskasse angeschlossen. Fünf der Konfirmanden hatten sich in ihrer Schulzeit über 100 Mark gespart. ch Lauter, 9. März. Die Gemeinde führt eine Verjüngung der Obstbaumanlage durch. Aeltere Bäume, die keinen größeren Obstertrag mehr bringen, werden umgehauen und an ihre Stelle junge gepflanzt. Damit die Schädlinge bekämpft werden, werden alle Obstbäume der Gemeinde gereinigt. Ebenso find alle Baumbesitzer aufgefordert worden, ihre Obstbäume zu reinigen, damit eine systematische Obstschädlingsbekämpfung durchgeführt werden kann. — Heute kann Ludwig Zimmer sein 71 Lebensjahr vollenden. Von morgens früh bis spät abends ist er noch im landwirtschaftlichen Betrieb tätig. — In der Nacht vom Sonntag auf Montag verstarb Karl Rinker, einer unserer ältesten Einwohner. Im vorigen Monat hat der Verstorbene sein 81. Lebensjahr vollendet. Jahrzehnte ist der Verstorbene auf der Eisenschmelze Friedrichshütte tätig gewesen und hat morgens und abends den Weg dorthin zu Fuß zurückgelegt. = = Grüningen, 9. März. In der hiesigen Turnhalle fand, veranstaltet von der NSG. „Kraft durch Freude", eine Veranstaltung statt, die in der Hauptsache von der Bauernspielschar Alten- Buseck getragen und ausgefüllt war. Ortswart Singel begrüßte die stattliche Teilnehmerzahl. Es gelangten die beiden Stücke „Die Hoingküch" und „S. M. 265" zur Aufführung. Die Darsteller fanden starken Beifall. Die Kapelle Bender - Steinberg umrahmte die Aufführungen mit guter Musik. nsf. Utphe, 9. Mürz. In unserer Frauen- s ch a ft veranstaltete Fräulein C h r i st einen Koch- abend über den Seefisch und seine Verwendung. Die Frauen folgten den Vorbereitungen mit großer Aufmerksamkeit, auch Kochvorschriften und Kostproben waren willkommen. Es beteiligten sich 25 Frauen und Mädchen. Ebenso fand ein Lehrgang über die Verwendung des Quarks zu abwechselungsreichen Gerichten großen Anklang. nsf. Ober-Hörgern, 8. März. In unserer Frauenschaft fand ein Vortragsabend statt, an dem Frau Kranz aus Gießen über Ahnenforschung sprach. Sie betonte, daß gerade auf dem Lande, wo die Sippen meist dicht beieinander wohnen, die Kenntnis über die Vorfahren leicht nachzuforschen ist und dadurch die Aufzeichnung der Familienkunde eine Freude wird. Die Rednerin ermahnte auch die Frauen, altes Erbgut zu pflegen und in Ehren z ' halten, besonders gediegenes Hausgerät und schöne alte Handarbeiten. Die Frauen nahmen viel Anregung von diesem Abend mit. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 7. März. Heute nachmittag fand im Hotel „Deutsches Haus" die 74. Generalversammlung der hiesigen Gewerbe - und Landwirtschaftsbank statt. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß infolge der Besserung der wirtschaftlichen Lage der Gesamtumsatz von 20,3 Millionen auf 25,6 Millionen Mark gestiegen ist. Die Spareinlagen betrugen 588 461 Mark, die Einlagen in laufender Rechnung 79 968 Mark. Der Kassenbestand am 31. 12. 36 betrug 36 015 Mark, einschließlich der Guthaben auf Postscheckkonto und bei der Reichsbank. Das Bankguthaben betrug 101 858 Mark. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 851312 Mark. Die Gesamthaftsumme der Mitglieder beträgt 518 000 Mark, die offenen Reserven stellen sich auf 61175 Mark. Die Gesamtgarantiesumme betrögt 686 000 Mark, der Reingewinn beläuft sich auf 5732 Mark, so daß eine Dividende Laute nicht richtig ausgesprochen werden. Dazu gehört das Lispeln, wobei das S nicht richtig gebildet wird, die Zunge ist dabei zwischen den Zahnreihen. Beim Stammeln werden einzelne Laute mangelhaft gebildet oder durch Laute derselben Bildungsreihe ersetzt. Beim Näseln, meist eine Folge von Polypen oder vergrößerten Mandeln werden alle Laute durch die Nase ausgesprochen. Auch bei Wolfsrachen entsteht ein Näseln Stottern ist eine nervöse Sprachstörung. Es beruht auf einer krampfartigen Störung des Zusammenarbeitens der Sprechmuskeln. Auf keinen Fall darf man Stotterer auslachen oder ungeduldig mit ihnen werden, dann verschlimmert sich das Leiden nur noch viel mehr. Durch unendliche Geduld, durch seelische Beeinflussung und Stärkung des Selbstvertrauens kann man am ehesten das Übel heilen Es gibt eigene Schulen für Stotterer in denen sie lernen, die Hemmungen überwinden und allmählich zu einem richtigen Sprechen kommen. Bei der Behandlung der Sprachstörungen ist es vor allem wichtig, etwaige organische Fehler zu erkennen und zu beseitigen, dann erst kann man mit Sprachübungen etwas erreichen. Sprechenlernen, ein wichtiger Lebensabschnitt des Kindes, tritt nicht zu einer bestimmten Zeit ein. Es sind also keine Befürchtungen notwendig, wenn ein Kind später damit beginnt und langsamere Fortschritte macht Hier abschneiden! I ten die Feier. Der Männerchor fang mehrere Lieder. Obstbauinspektor Metternich (Büdingen) hielt einen Vortrag über Sinn und Wert des Blumenschmucks an Häusern, in Fenstern und Vorgärten. Diele Lichtbilder veranschaulichten den Vortrag. Eine Singspieltruppe aus Götzen führte ein beifällig aufgenommenes Theaterstück auf. Bei der Preisverteilung für den Vlumenfchuck-Wettbewerb konnten 65 schöne Blumenpreise' vergeben werden. Besondere Anerkennung und einen Zusatzpreis erhielt die Kriegerwitwe Merz. Auch mehrere Behörden konnten mit Preisen bedacht werden. Bürgermeister Menget dankte allen Beteiligten und bat um weitere Mithilfe bei der Verschönerung der Stadt. Ortsaruppenleiter Z e s ch k y brachte das Leben des zu Ende gehenden Schuljahres. Gedichtvorträge von Schülern und Darbietungen des Schülerorchesters unterbrachen die weitere Folge der Tagesordnung. Studienassessor Flohr sprach dann an Hand von Lichtbildern über das Thema „Wege zum Vierfah res plan". Schließlich wurde noch ein Schulfilm „Tierpflege im Zoologischen Garten" Erweiterung der Flachsanbauflächen auf dem Westerwald. Fwd. Westerburg, 9. März. Der Flachsanbau auf dem Westerwald wird in diesem Jahre auf Grund der erzielten Erfolge in noch größerem Ausmaße betrieben werden. In zahlreichen Ortschaften sind für den Anbau öiefer wertvollen Faserpflanze größere Bodenflächen als seither vorgesehen. Kreis Wehlar. (D Krofdorf - Gleiberg, 9. März. Wie alljährlich am Ende des Schuljahres veranstaltete am Sonntag die Handarbeitslehrerin Frau Kuhl, die nun zehn Jahre den Handarbeitsunterricht unserer Schule führt, eine Schau mit einer Fülle von Erzeugnissen ihres Unterrichtszweiges. Mit großer Aufmerksamkeit besichtigten zahlreiche Besucher die in zwei Stockwerken des Schulgebäudes an der Gleiberger Straße untergebrachten Handarbeiten und gewannen die Ueber- zeugung, daß die an den Handarbeitsunterricht heute gestellten hohen Anforderungen vollkommen erfüllt sind. Bei den hunderterlei verschiedenen Dingen sah man nicht nur lobenswerte Fertigkeit und Geschicklichkeit, sondern auch geschmackvolle Schulung. Die gut erkennbare Schwierigkeitssteigerung der Arbeiten vom dritten Schuljahr aufwärts bis Mann backen Sie Spritzkuchen? Dann denken Sie auch an die dazu notwendige Teigspritze. Sie und auch die Tortenspritze können oft zu einem schönen Gelingen Ihres Backwerkes beitragen. Häuser zeigt Ihnen gern mal die vielen Ausführungen, die es darin gibt. 3- D- Yäufer, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. gezeigt. Dr. Weiß schloß den Abend mit einem Sieg-Heil auf den Führer. Den Dank der Elternschaft für den anregenden Abend und für alle Bemühungen der Lehrkräfte sprach Molkereiverwalter Bausti an aus. Im Anschluß an den Elternabend erfolgte eine Besichtigung von Schülerarbeiten (Zeichnungen, Flugmodellbau) und von Flugphysik, wobei allgemein die treff« Eine Tellersammlung erbrachte den stattlichen Betrag von 14 Mark. Kircke und Schule. Landkreis Gießen. X Reiskirchen, 10. März. Unsere Kirchen« gemeinde stand am letzten Sonntag im Zeichen der ordentlichen K i r ch e n o i s i t a t i o n. Dekan Sattler (Wieseck) erschien in Vertretung des Propstes. An die Predigt des Ortsgeistlichen Pfarrer F r a n k über Kor. 1, 3 bis 7, schloß sich eine Ansprache des Visitators an. Die Prüfung der konfirmierten Jugend und der Jugendgottesdienst hatten ein gutes Ergebnis. Bei der anschließenden Äir- chenoorftandssitzung zeigte sich Einmütigkeit in dem Bestreben, an den noch bestehenden guten öitten und Gebräuchen festzuhalten. Anerkennung fand dec gute Zustand des Pfarrhauses und der recht gute von Kirchengebäude und Orgel. Besonderes Interesse erweckte die durch fleißige Arbeit sehr weit zurückreichende Kartothek, die für die Sippenforschung eine große Erleichterung bedeutet. X Burkhardsfelden, 10. März. Am Nachmittag des letzten Sonntags weilte Dekan Satt« l e r (Wieseck) zur ordentlichen Kirchenvisitation in unserer Gemeinde. Er hielt selbst die Predigt über 2. Kor. 1, 19 bis 20 und sprach von dem „Ja Gottes in Christus". Er veranschaulichte die enge Verbindung von Deutschtum und Christentum und ermahnte die Gemeinde, stets an ihr festzuhalten. Bei der Prüfung der konfirmierten Jugend und beim Jugendgottesdienst beteiligte sich die Jugend mit Wort und Lied sehr rege. Bei der Kirchenvorstandssitzung, die dem Gottesdienst folgte, wurde bemerkt, daß die Behebung der Schäden im Dachstuhl und am Fußboden des Kirchengebäudes keinen längeren Aufschub mehr duldet. ]) Allendors a. d. Lumda, 8. März. In dec hiesigen Kirche wurde gestern durch den Orgelkünstler Don der Au aus Mainz, unter Inanspruchnahme der vor einigen Jahren neu erbauten Bach- schen Kirchenorgel eine religiöse Orgel- Feierstunde veranstaltet. Das reichhaltige Programm wies sowohl ältere, als auch neuere Meister nach. Es kamen zu Gehör Werke von Joh. Christoph Bach, Joh. Pachelbel, Dietrich Buxtehude, Joh. Sebastian Bach, Gg. Fr. Händel, Franz Liszt, Josef Rheinberger und Max Reger. von 5 v. H. gegen AVi des Vorjahres ausgeschüttet werden kann. Der Bestand an Wechseln betrug am 31. 12. 36 62 926 Mark. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder betrugen 108 444 Mark. Die Zahl der Genossen betrug am Jahresende 435, es traten neu ein 20, es schieden aus durch Aufkündigung 16, durch Tod 6 und durch Ausschluß 10. Die eigenen Wertpapiere stehen mit 107 300 Mark zu Buch. Die Ge- amtausleihungen im Kontokorrent- und Wechselgeschäft betrugen am Jahresende 557 474 Mark. Die ausstehenden Kredite in laufender Rechnung betrugen 484 548 Mark. Die Stückzahl der Konten in laufender Rechnung betrug 359. Die Forderungen auf Hypothekenkonto betragen 43190 Mark, diejenigen auf Vorschußkonto 13 273 Mark. Es wurde eine Verteilung des Reingewinns wie folgt vorgeschla- gen: 5099,55 Mark - 5 v. H. Dividende, 600 Mark Zuschrift auf Reservefonds, 33,17 Mark Vortrag auf neue Rechnung. Aus dem Aufsichtsrat scheiden wegen Ablauf der Wahlzeit aus: Strafanstaltshauptwachtmeister Klee, Kaufmann Gg. Matthäus, Rechtsanwalt Rudolf Wolf; sie wurden wiedergewählt. Kreis Bübingen. }) Nidda, 6. März. Der Eisenbahnver» ein Nidda, dessen Mitgliederzahl in 1936 um 49 auf 317 Mitglieder gestiegen ist, hielt seine stark besuchte Hauptversammlung im Gasthaus „Zur Krone" ab. Nach der Begrüßung durch den Vereinsleiter, Reichsbahnobersekretär Becker, ehrte man die im Jahre 1936 verstorbenen neun Mitglieder. Nach der Berichterstattung über die Vereinsarbeit im verflossenen Jahre wurde dem Vereinsführer Entlastung erteilt. Nach Ehrung von drei Mitgliedern, nämlich Lademeister i. R. Kreutz, die Zugführer i. R. Schmidt und Spengel, mit 40jähriger und elf Mitgliedern mit 25jahriger Eisenbahndienstzeit durch schmuckvoll eingerahmte Ehrenurkunden wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. D Nidda, 7. März. Die hiesige Krieger - kameradschaft veranstaltete unter Leitung ihres Kameradschaftsführers Helfrich, einen Kameradschaftsabend mit der Bekanntgabe des Jahres- und Geschäftsberichtes für 1936. Gegen die vorgetragene Rechnung war nichts einzuwenden. Es wurde hervorgehoben, daß es dem Kameradschaftsführer gelungen war, in etlichen Fällen für unverschuldet in Not geratene Kameraden namhafte Geldunterstützungen zu erwirken. Nach Bekanntgabe verschiedener Kyffhäuser-Parolen und Landesverbandsnachrichten befaßte man sich mit Kleinkaliberschießen, das in Kamerad Philipp Wenzel einen nimmermüden Förderer hat. Ihm wurde für feine eifrige Tätigkeit besonderer Dank gezollt. Kreis Schotten. C. Schotten, 6. März. Der Obst- und Gartenbauoerein Schotten hielt in der mit vielen Blumenstöcken geschmückten Turnhalle einen Blumenabend ab, mit dem die Preisver- Sieg-Heil aus den Führer aus. p. Schotten, 7. März. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete in der Turnhalle gestern abend ein Militärkonzert, bas vom Musikkorps des II. Bataillons Infanterie- Regiment 57 Marburg unter der Leitung des von hier stammenden Feldwebels Str a u b ausgeführt wurde. Die Turnhalle war überfüllt. Die Darbietungen der auf der Höhe stehenden Kapelle fanden begeisterten Beifall. Zu mancherlei Zugaben, auch zu einer sehr beifällig aufgenommenen Gesangseinlage, verstand sich die Musik. Die tanzfrohe, zahlreich vertretene Jugend kam bei der anschließenden schmissigen Tanzmusik ebenfalls auf ihre Kosten. (D Schotten, 6. März. Der Pferdeoer- sicherungsverein Schotten hielt hier unter starker Beteiligung seiner Mitglieder seine ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Aug. Rausch gab einen Ueberblicf über das Vereinsjahr 1936, wobei eine sehr günstige Aufwärtsentwicklung festgestellt werden konnte; es wurde mit- geteilt, daß die Zahl der Mitglieder von 205 im Jahre 1935 auf 210 im Jahre 1936, die Zahl der versicherten Pferde von 97 in 1935 auf 105 in 1936 gestiegen fei. Als sehr erfreulich wurde die Tatsache hervorgehoben, daß aus 1936 keinerlei Beitragsrückstände vorhanden sind. Sodann erstattete der Rechner Stang die Rechnungsablage, die ebenfalls ein günstiges Bild der finanziellen Entwicklung des Vereins bot und dartat, daß keine liquidierten Ausstände zu verzeichnen waren. Die von den Mitgliedern Karl Rühl II. und Karl Pr öscher I. geprüfte Rechnung wurde genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. Im weiteren Verlaufe wurden zu Vertrauensmännern des Vereins gewählt: Bürgermeister D e ch e r t (Rainrod), Altbürgermeister Knodt (Eichelsdorf), Lind (Eichel- fachfen), Dietz (Kölzenhain), Bürgermeister Joch i m (Einartshausen) und August Bischoff (Rudingshain). Ferner wurde ein Antrag des Vorstandes auf Aenderung von § 20 Absatz 4 der Vereinssatzungen angenommen. Der Vorsitzende gedachte dann mit ehrenden Dankesworten der Tätigkeit des verstorbenen Vorstandsmitglieds Karl Schmidt (Schotten); bei der darauf folgenden Ersatzwahl wurde Heinrich Strauch III. (Eschenrod) in den Vorstand gewählt. Mit einem Appell an die Mitglieder, sich die Werbung neuer Mitglieder angelegen sein zu lassen, und mit dem Sieg-Heil auf den Führer und den Reichsernährungsminister schloß der Vorsitzende die Versammlung. /X S ch o 11 e n , 8. März. Im Singsaal der hiesigen Realschule fand ein sehr gut besuchter Elternabend statt. Nach einem vom Schülerorchester ausgeführten Musikstück berichtete der stellvertretende Direktor Studienrat Dr. Weiß über das schulische erfolgt sind. 00 Laubach, 9. Mörz. Am Sonntagnachmlt- tag fand im „Schützenhof", veranstaltet van der NSG. „Kraft durch Freude", ein Militörkon- zert statt, das vom Musikkorps des II. Batls. Jnf.- Regt. 57 in Marburg ausgeführt wurde. Die Kapelle wartete mit ausgezeichneten Darbietungen auf und mußte sich immer wieder zu Zugaben entschließen. Ortsgruppenleiter Braun dankte der Kapelle für die ausgezeichneten Mufikvortröge und den zahlreichen Zuyörern für ihr Erscheinen. In kurzen Worten gedachte er des Einzuas der deutschen Truppen in die einstige entmilitarisierte Zone vor einem zum achten ließ die Folgerung zu, daß mit dec Schulentlassung die im Haushalt notwendigsten Handarbeiten erlernt sind. Wenn dann die Haushaltsausbildung in der Mädchen-Fortbildungsschule mit ihren Spezialgebieten theoretisch und praktisch Ergänzung bringt, dürften die künftigen Hausfrauen mit einer Schulung versehen sein, die den modernen Anforderungen genügt, was um so bedeutungsvoller sich auswirkt, da die jungen Mädchen zumeist in der Zigarrenfabrik beschäftigt sind und dadurch kaum Zeit finden, von sich aus etwas für ihre Haushaltsausbildung zu tun. < Hörnsheim, 10. März. Am Samstagnach- mittag wurde in einer hiesigen Metzgerei ein Dieostahl ausgeführt. Ein unbekannter, gut gekleideter junger Mann plünderte die Ladenkaffe mit etwa 50 Mark Inhalt und konnte entkommen. Bei einem neuen Einbruch wurde er erwischt. — Die hiesige Volksschule stellte dieser Tage die unter Leitung der Handarbeitslehrerin Frau Koch an- gefertigen Handarbeiten aus. Die Arbeiten legten von großem Eifer Zeugnis ab. Die Ausstellung fand guten Besuch. — Der hiesige Klein- Kaliber-Schützenverein beteiligte sich bei dem diesjährigen Kreis-Winterschießen in Wetzlar mit einer aktiven und mit einer Jugendmannschaft. Hörnsheim stellte die beste Jugendmannschaft des Kreises. Die aktive Mannschaft placierte sich an vierter Stelle. 40 Jahre Technikum Bingen. LPD. Bingen, 9. März. Das Rheinische Technikum in Bingen kann auf ein 40jäh- riges erfolgreiches Bestehen zurückblicken. Das Jubiläum soll vom 26. September bis 3. Oktober festlich begangen werden. Unter den zahlreichen Anmeldungen ehemaliger Schüler befinden sich auch viele Ausländer, die die Binger Lehranstalt besucht haben. RunOfunkprogramm Freitag, 12. März. 6 Uhr: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.45: Nur Freiburg: Nachrichten. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Abschied und Heimweh im deutschen Volkslied. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Schriftsteller aus dem Gau Westmärk (I). 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Tausend Taten — ein Mensch! Hörfolge um Justus von Liebig. 18: Musik aus Dresden. 19: Aus zwei italienischen Opern. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Abendkonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk, Sportbericht. 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtmusik. Samstag, 13. März. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11.15: Hausfrau hör zu. 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, Offene Stellen, Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Hürdenreiches Schall- platten-Nätselraten. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Wir bemerken dazu... 15.30: Jungmädel entdecken eine Stadt! 16: Froher Funk für alt und jung. Münchener Reiseandenken. 18: Sportschau. 18.30: Von Ost nach West. Ein Flug über deutsche Lande. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Klingendes Land. Elsaß-Lothringen singt und spielt. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Hallensportfest. 22.30: Tanzmusik zum späten Abend. 24 bis 2: Nachtmusik. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele — nur für Frauen — Studentenheim, Leihgesterner Weg: 9.30 bis 10.30 Uhr. Lyzeum, Dammstraße 26: 18.30 bis 19.30, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Reiten, Reitinstitut, Brandplatz, 21 bis 22 Uhr. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 165: Anordnung Nr. 9 der Ueber- wachungsftelle für Mineralöl. (Aufarbeitung von Brauerei-Auslaufpech.) — 166: Neufassung der grundlegenden Bestimmungen über die Wareneinfuhr. — 167: Neufassung der Bestimmungen für den Warenverkehr mit Brasilien. — 168: Verwertung deutscher Auslandsbonds durch Auswanderer. — 169: Neuerung im Luftpostdienst nach Südamerika. — 170: Neues Verzeichnis der Verrechnungskonten. — 171: Vertiefung der deutsch-bulgarischen Handelsbeziehungen durch die Auskunftsstelle der deutschen Wirtschaft auf der Mustermesse in Plovdiv (Philippopel) vom 3. bis 16. Mai 1937. — 172: Italienische Bestimmungen über die Einfuhr von Landwirtschaftsmaschinen im zweiten Vierteljahr 1937. — 173: Anordnung Nr. 14 der Ueber- wachungsstelle für Tabak. Bremen (Festsetzung des Verarbeitungswertes für holländische Kolonialtabake). — 174: Ursprungsnachweis bei der Einfuhr nach der Tschechoslowakei ab 1. Mai 1937. — Verzeichnis der betroffenen Waren liegt vor. — 175: Anordnung 23 der Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl (Normung von Blechpackungen). Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschloffen. Ä * ' i o <1 I o ’O . 'b * \ * / • o\ 7 e> . A ° • o O ■ JX • : o o1 3 jo ' -"'S- * * q vx\" V finden alle Damen unsere neuen Frühjahrskleider! Auch Sie werden von den vielen schicken Formen begeistert sein, ebenso von unseren kleinen Preisen I CARLJ\1OWACK JN HABER:.CARL. HEINZ-. SCHL-ÜTFI GIESSEN SEUERSWEG > WERBE DRUCKSACHEN Brühl, Gießen SeMeru. Sellen. Wenvmili Sektion Gießerr Oberhessen. Wir macken untere Mitglieder aus den nm Samstag, den 13. März, 14.15 Ubr, u. Sonntag, 14. März, 11 Ubr, im Gloria-Palast laufenden Film „ 9! a n g a P a r b a t" aufmerksam und empfehlen den Besuch desselben dringend.- Die Mitglieder unserer Sektion genießen bei Vorzeigen der Mitgliedskarte ober der Märzmilteilungen an der 51 ässe eine Preisermäßigung. Gewinnauszug 5. Klasse 48. Preußisch-Süddeutsche (274. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 26. Ziehungstag 10. März 1937 In der heutigen Vormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 50000 RM. 139039 2 Gewinne zu 10000 RM. 323173 6 Gewinne ju 5000 RM. 29435 277238 295388 4 Gewinne zu 3000 RM. 313972 362938 12 Gewinne zu 2000 RM. 143003 185645 214455 223076 315412 366480 34 Gewinne zu 1000 RM. 3971 46118 87306 95011 103675 178045 191847 237990 262369 289655 306637 316313 363157 369969 379879 385064 392252 84 Gewinne zu 500 RM. 211 29604 34332 38725 40628 60682 64260 85328 89212 92286 92736 97106 99517 106430 126233 131265 132070 143859 163839 182181 213349 216623 229029 236439 237843 244205 278066 309396 322252 324976 325130 325730 334674 336118 336551 337651 371985 372036 373904 387656 388690 395873 346 Gewinne zu 300 RM. 3397 5424 7018 8571 12628 15847 18279 22649 23810 26189 27910 29693 32704 33259 36548 38866 43127 47054 50017 50649 50927 51828 62206 63103 64210 65060 68827 69698 71465 71556 73344 73845 74068 75579 82553 85421 86114 89231 90091 91582 92788 101352 101508 103537 106015 108815 109000 110707 113577 119102 119865 120559 120674 124193 124563 125374 133241 134685 135053 136672 137097 140255 142234 143081 144540 144653 147800 148017 157178 157263 159214 166166 167828 169071 169193 173889 175265 177169 177346 178507 179126 179674 179753 180662 180952 185369 187130 188864 193072 198019 202403 205508 205612 205771 208219 209092 215153 215887 216285 216452 218099 218186 218912 220859 222233 223254 229624 234868 238310 240577 243206 244466 244674 247046 252476 253903 258748 260006 261913 263014 263821 269744 274742 283959 284123 288643 288936 289199 292612 293780 295696 296744 299885 300488 301775 303959 306818 307559 307975 309708 310675 312300 317237 317300 323699 324925 325519 326257 329406 329472 334012 337727 337989 340653 342222 349061 354220 355418 364299 364901 366210 367644 367687 368099 368473 375835 381489 382699 387211 388218 393178 395183 397965 Sprechmafchine 484 Spülung als seine Altersgenossen. Bei erheblicher Verzögerung muß ein Arzt befragt werden. Völlig irrig ist die Annahme, Kindern werde durch das Vorsprechen der sogenannten Ammensprache das Sprechenlernen erleichtert. Sprechmaschine, Vorrichtung, die menschliche Laute und Musikstücke nach mechanischer Aufzeichnung auf einer Wachs- oder Schellackplatte wiedergibt, wie Grammophon, Phonograph, Pho- nola. Spreu, die beim Eetreidedreschen abfallenden äußeren Getreidehülsen. Sprit, Abkürzung von Spiritus, gebräuchlich für Essigsprit. Spritzkuchen sind ein wohlschmek- kendes Gebäck, sie benötigen aber viel Eier. Man macht einen Teig aus Mehl, Butter, Eiern, Zucker; man tut ihn dann in einen Topf und rührt ihn so lange auf einer Gasflamme, bis er sich vom Topf löst. Der Teig muß erkalten, dann füllt man ihn in eine Teigspritze, spritzt durch die Sternchenform Ringe in heißes Schmalz (der Teig wird mit einem Messer von der Spritze weggeschnitten), backt sie hellgelb und bestreut sie nach dem Herausnehmen mit Zucker. Spröde Haut behandelt man ebenso wie aufgesprungene Haut mit Glyzerin. Sprotte, kleiner, heringsartiger Fisch, der geräuchert gehandelt, aber auch mariniert als Anchovis und scharf gewürzt als russische Sardine bezeichnet wird. Sprunge in Gläsern kittet man man mit Wasserglas. Das Glas wird in heißem Wasser erhitzt und mit der Öffnung luftdicht schließend auf ein Gummituch gestellt, worauf man auf die Sprungstelle Wasserglas aufträgt, das beim Abkühlen der im Glase eingeschlossenen Luft in den Sprung hineingezogen wird und ihn zukittet. Spucken, siehe Ausspucken, Erbrechen, Speichel, Auswurf. Spucknapf, Gefäß zur Aufnahme von Auswurf muß immer mit Wasser gefüllt sein, dem man zweckmäßig eine desinfizierende Flüssigkeit zusetzt. Spuk, das angebliche Erscheinen eines Geistes in alten Häusern oder Gemäuern. Kinder dürfen nie mit dem drohenden Erscheinen eines Spuks, wozu auch der „schwarze Mann" gehört, geängstigt werden, da sie dadurch schwere körperliche Schäden erleiden können. Spülen der Wäsche ist nach jedem Waschen notwendig, um Seisen- reste und Kochlauge zu entfernen. Man spült zweckmäßig die Wäsche erst zweimal warm, dann kalt so lange, bis das Wasser klar bleibt. Spülung, Halsspülung oder Gurgeln bei Halsentzündungen, am besten mit Wasserstoffoxyd, Salbeitee oder Kamillentee und dgl. Nasenspülungen macht man nur bei Vorkenbildung in der Nase, am besten mit leichter Kochsalzlösung. Vgl Einlauf. Färberei Braubach & Fischer Seltersweg 63 Zum Reinigen und Färben Ihrer Vorhänge, Portieren Decken usw. gelegentlich des Hausputzes halten wir uns bestens empfohlen ist mein Ideal/ J436-C136 Jede Hausfrau sagt einmal: GLORlfl M MM An der Bohn W MMler-Mer! ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 45514 60058 63687 64409 72730 81510 26652 42259 43812 54132 69551 300 RM. Im Gewinnrade verblieben! 2 Gewinne zu 35625 94582 160431 244099 344788 30000 RM. 10000 NM. 5000 RM. 3000 RM. 2000 RM. 1000 RM. 120921 181245 262360 383150 16254 38463 64318 80512 11321 38197 59759 79690 104937 120060 129914 144341 163466 178536 194305 208461 231395 242992 252615 277133 288561 306085 324443 348536 363518 381772 395223 29846 45025 71748 95317 112545 122251 139546 147749 168517 184528 205390 214630 236257 247476 265643 285542 299046 311940 338636 359200 373583 387222 398779 120629 377884 30254 51223 77735 104191 115668 128002 140149 148358 170735 189085 206228 215381 239667 248924 271756 285968 301237 314665 345788 360778 373855 37338 82597 153923 381677 38690 108121 160585 256573 359217 129526 231630 279323 391 775 111463 121765 132589 146490 165027 183281 202162 211756 234357 247378 261143 285089 291082 309950 325912 357427 368391 385825 398755 112440 354308 130903 236862 285640 26719 42159 69557 95045 27222 72542 148590 242461 317901 11266 32701 51720 78231 104450 116378 128928 142361 159035 173322 192094 207784 223698 241897 251957 275165 288214 305835 323201 346263 361516 381506 393665 399430 18305 39728 69519 86452 108304 12Q416 130542 145047 164032 182126 194774 210040 231964 245793 257065 284190 290315 309698 325669 351513 368221 383523 398273 4862 4951 7168 9201 zu zu zu zu zu zu 89848 100965 111249 303532 311816 331346 2 Gewinne 2 Gewinne 4 Gewinne 6 Gewinne 6 Gewinne 46 Gewinne 64 Gewinne zu 500 NM. 13429 296 Gewinne zu 10857 ..... je 1OU0000, 2 zu je 30000, 2 zu je 20000, 14 zu je 10000, 14 zu je 5000, 28 zu je 3000, 100 zu je 2000, 292 zu je 1000, 460 zu je 500, 1854 zu je 300 M. 296090 209078 40959 85724 75531 131362 219076 107762 237140 338948 11060 15745 26797 ist die billigste I Brühl’sche Druckerei, SchulstraOe 7, Anruf 2251 Wir beraten Si& Wir entwerfen Wir drucken gut Nur die beste Drucksache neben der Zeitungsanzeige kann Ihre Werbung wirksam unterstützen. Geringwertige Drucksachen schaden mehr als sie nutzen. Deshalb sparen Sie bei Herausgabe der besten Drucksache i sie Gestoch. scharfe Schrift, unverwüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die Heirfi’iMlo mit Segmentumschaltung. Nur RM. 186.-. Schon f. 8.30 mtl. Niederbausen Bahnhofstraße49 » Gießen. 000a Achtung! ,637A 2 große Sonderveranstaltungen! Samstag, 13. März, 2.15 Uhr nachmittags, und Sonntag, 14. März, 11 Uhr vormittags: Nanga Parbat Das Film werk vom deutschen Kampf um den Himalaya Billige Seefiiche Zum Kochen 1. Qual. imAusschn. 500 g........von 35 an zum Braten Filet ohne Haut, ohne Gräten, 500 g von 38 -) an empfiehlt 1655Ä A, Koch Nachfolger Mäusburg 15 Ruf 3612. Obst- und Südfrücktegroßhand- lung sucht für sofort einen tüchtigen Verkäufer der mittels Auto den Platz Gießen bearbeiten soll. Bewerbungen mit Zeugnissen und Lichtbild u. 16490 an den Gießener Anzeiger. MM« MMN M Ml nach der Naturschutzverordnung vorn 18. Marz 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus> sührlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Refereni im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. . Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser der vor kurzem er schienenen Kommentars zum Reichsnatur- schutzgeseh haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehen den Einblicks in das Werden der neuen Na- lurfchuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Ergänzungs- bestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund, in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Na- turalien- u. Herbarien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präpara- !"ren, Ausftopser, Pslanzensamm- ler, Schmuckreisig-Verkäufer, Kranzbindereien und die mit der Überwachung der Märkte beauftrag!en Beamten, Feldhüter, Polizeistellen ufro. - Bestellungen durch alle Buchhandlungen. Hugo Dermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Heute Donnerstag Erstaufführung des mit großer Spannung erwarteten Zeitungsfilms: Renate Müller Paul Hartmann MaHtios Wiemann SPIELLEITUNG: \ JÜRGEN VON ALTEn\ > von Ein Film nach dem preisgekrönten Manuskript Walter Forster und Heinz Bierkowski Ursula Die Geburt eines Mädchens zeigen hocherfreut nn Otto (Spengler und Frau Maria, geb. Wenzel Lützellinden, Kreis Wetzlar, den 11. März 1932. (z.Z. llniv.-Frauenklinik, Gießen) 1648 D \ Ein Film mitten aus dem Leben unserer Tage, in dem = - das Herz unserer Zeit schlägt, und der in einem mit- = = reißendem Tempo und in unerhörter Spannung Kon- = = flikte um Ehre und Liebe in einer menschlich packen- = E den und ergreifenden Handlung aufzeigt. Im Beiprogramm: Berliner Bilderbogen u. Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr, Sonntags 3, 5.30 und 8.30 Uhr. Sichern Sie sich rechtzeitig Karten im Vorverkauf. Teleph. Bestellung unter Nr. 4078 erbeten.