Montag,lO.Mai W37 Ur. 106 Erster Blaff 187. Jahrgang ®r)d)etra tägltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert« Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» monat$*Be$ngsprets: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , —25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Gießen Postscheckkonto: grantfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Uuiverfilätt-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme oon Anzeigen für öle Mittagsnummer bis 8* /.Uhr des Vormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach Dort) Vereinbg.250/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen:, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der deutsche Künstler als geistiger Repräsentant seines Volkes. unseres deutschen Volkstums, der uns weit über die Grenzen hinaus verbindet, offenbaren. Wir alle wissen, daß dann erst unsere große Zeit ganz erfüllt ist. einer । f f e bildet, wurde am ihrem Schirmherrn, Mini- n e u e Werk heran, um es und in den Güter und t be- der icht und der Zentralstellen der deutschen Wirtschaft diese Ausstellung in eindrucksvoller Zusammenfassung die Ausrichtung des schaffenden Volkes auf das eine große Ziel: Deutsche wirtschaft aus eigener Kraft! anlagen für alle Teile des deutschen Volkes sowie für den schaffenden Mensch — Schönheit der Arbeit — haben. Großen herrlichen Parkanlagen für die Allgemeinheit, die dauernd erhalten bleiben, steht der einfache zweckmäßige und wohnlich gestaltete Mr stehen am Anfang eines neuen technischen Zeitalters. Ministerpräsident Göring eröffnet die Reichsausstellung „Schaffendes Volk" in Düsseldorf Eine grundlegende kulturpolitische Rede von Reichsminißer Dr. Goebbels auf der Danziger Gaukulturtagung. Danzig, 9. Mai. (DNB.) Die Gaukultur- tagung der Danziger NSDAP, erreichte am Sonntagmittag ihren Höhepunkt mit einer großen kulturpolitischen Rede von Reichsminister Dr. Goebbels im festlich geschmückten neuen Staatstheater. Dr. Goebbels legte einleitend dar, daß Volk und Kunst Begriffe seien, die einander bedingen und nur mit einander existieren können. Nur auf dem Boden des Volkstums könne die Kunst gedeihen, und je tiefer die Kultur ihre Wurzeln in den Boden dieses Volkstums versenke, desto weiter können sie ihre Aeste ausspannen. So wie die Kunst Ausdruck des Volkstums fei und wie das Volkstum Funktion d-er Raffe und des Blutes fei und bleiben müsse, so sei die Kultur in weitestem Sinne nichts anderes als die feinste und edelste Ausdrucksform der Raffe und des Blutes eines Volkes. So wie die Kunst dem Volk entspringe, so müsse sie in Wirkung und Auswirkung auch immer wieder zum Volk zurückfinden. Gewiß wird jede Kunst in der Einsamkeit geboren, aber die Kraft zu ihr wird der Künstler immer nur aus der Gemeinschaft schöpfen können, und jedes Bestreben, isoliert von der Menschheit nur für die Kunst leben zu wollen, entfremdet ihm dem Volke und entzieht ihm den materiellen, seelischen und geistigen Existenzboden. Die Staatsführung kann und muß die Kunst vor Irrtümern und Zerfallerscheinungen bewahren, das ist eine Aufgabe, die nur vom Staat und nicht vom Künstler gelöst werden kann. Ehrengäste. Ministerpräsident Göring Arutsche Mrffchaft aus eigener Kraft. Ein erster Rundgang durch die Düsseldorfer Ausstellung. klare politische Voraussetzungen auch für das deutsche Volk geschaffen werden, erst dann können wir überhaupt wieder von einem neuen Vertrauen in der Weltwirtschaft reden. Garten der Familie gegenüber. Nach diesem kurzen Gesamtüberblick beginnen wir mit dem Rundgang. Schon gleich am Hauptein- gang bilden die beiden über 30 Meter hohen Leuchtorgeln eine Sehenswürdigkeit. Es find zwei große Lichterbäume, die eine Erfindung des Lichtgestalters der Ausstellung, Akademieprofessor oon Wecus, sind und zum erstenmal in Deutschland gezeigt werden. Sie bilden abends das weithin leuchtende Wahrzeichen der Ausstellung. Zwei zwölf Meter hohe Reiterstandbilder erhöhen noch den Eindruck. Vom Haupteingang aus fällt der Blick in die lange breite Fahnenstraße. Wirft man von der Fahnenstraße einen Blick rückwärts, so sieht man das Schlageterkreuz gen Samstagoormittag von ihrem Schirmherrn, Ministerpräsidenten Generaloberst Göring, feierlich eröffnet. Vor dem Haupteingang des Ausstellungsgeländes hatte die Forstschule Spangen- oerg Aufstellung genommen, die den Ministerpräsidenten mit Hörnerklang empfing. Nach der „Egmont"-Ouvertüre begrüßte der kommissarische Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Lieder- ley, den Schirmherrn der Ausstellung und die Im Mittelpunkt dieser einzigartigen Ausstellung — sie ist doppelt so groß wie die „Gesolei" 1926 — steht die vom Amt für Roh- und Werkstoffe betreute Dierjahresplan - Werfstoffschau, die sich mit den werkstofftechnischen Problemen des heutigen Deutschlands befaßt und zum erstenmal einen umfassenden praktischen Ueberblick über alle neuen deutschen Werkstoffe, ihre Herstellung, Verarbeitung und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten gibt. • Von den drei Grundstoffen kohle, holz und Erzen ausgehend, zeigt die Schau unter Einbeziehung deutscher Erden, wie Deutschland mit diesen ihm zur Verfügung stehenden Grundstoffen wirtschaftet und aus ihnen seine Werkstoffe ableitet. Kohleveredelung, heimische Treibstoffe, Stahl und Eisen, Nichteisenmetalle, Kunststoffe, synthetischer Kautschuk (Buna), Holz, Erden, Glas und Porzellane und die neuen Textilgrundstoffe werden hier in ihrer Struktur, Verarbeitung und Anwendung dargestellt. In über 40 großen Hallen und zahlreichen Pavillons schließt sich eine Leistungsschau von Industrie und Wirtschaft an, die in Spitzenleistungen einen Querschnitt durch ihr Schaffen gibt. Alle Maschinen sind in Betrieb. In den Ausstellungshallen wird gearbeitet wie in den Fabriken, und im Mittelpunkt aller Dar - fteHungen steht immer der Mensch. Industrie, Handel, Handwerk, Energiewirtschaft, Forst- und Holzwirtschaft, Siedlungs- und Bauwesen, Presse und Verkehr usw. stellen in großen Gemeinschaftsausstellungen und deutsche Unternehmen von Weltruf in Einzelausstellungen ihren Beitrag zur Eigenversorgung der deutschen Wirtschaft dar. So zeigt unter Mitwirkung der zuständigen Reichsstellen, der Gliederungen der Bewegung weise als „Kunst" auszugeben suchte, und er hat auch den Künstlern gegenüber das Gesetz walten lassen, nach dem sich jeder in die Gemeinschaft einzufügen hat. Auch der Künstler muß in der Gemeinschaft aufgehen, um aus der Kraft der Gemeinschaft heraus wieder zur Gemeinschaft sprechen zu können. _ gnungen dieses Friedens einzutreten. Diese Ausstellung steht i m D i en ft e des Vieriah re s p l a n e s. Als er verkündet wurde, hat man ihn belächelt und als die Phantastereien von Nschtwirtschaftlern hingestellt. Allmählich wird aber auch im Ausland erkannt, daß das national ozia- listische Deutschland sich von keinen Schwierigkeiten beeinflussen läßt. Wenn im Auslande gesagt wird, daß die Maßnahmen des Vierjahresplanes nicht notwendig feien, so können wir nur sagen, daß er uns durch d i e Verhältnisse aufgezwun- g e n worden ist. Alle anderen Staaten haben Rohstoffe in großer Menge, nur das deutsche Volk hat nichts. Man kann nicht erklären, Politik und Wirtschaft müßten getrennte Wege gehen. Nein, es müssen sachlich so viel kritisiert wie in Deutschland. Nur geschieht das nicht vor der Oefsentlichkeit. Die Kritik wird von Berufenen ausgeübt, die das Fach verstehen, und das ist auch das einzige Wittel, das Richtige vom Unrichtigen zu unterscheiden. Das Volk, so erklärte der Winister unter langanhaltendem stürmischen Beifall, muß im Glauben, aber nicht in der Skepsis erzogen werden! Es fei ungerecht, Deutschland den Vorwurf zu machen, daß es in den letzten Jahren wenig Künstler hervorgebracht hätte. Kein Staat könne Genies kommandieren, um wieviel eher aber werden sie kommen, wenn sich ein Staat, so wie der unsrige, als der warmherzige Mäzen aller Künste erweist! Im übrigen haben wir schon wieder eine Fülle von jungen Künstlern großen Formats gefunden. Es wird wieder gedichtet, gebaut, komponiert und gemalt, es werden wieder blutvolle Menschen auf die Bühne und auf die Leinwand gestellt. Die kommenden Genies werden in der Stunde ihrer Gnade auch unser Volk begnaden, und sie werden über unseren Häuptern einherbrausen als die Künder eines neuen künstlerischen Werdens. Wir haben diesen Tag vorbereitet, soweit das in unserer Kraft liegt. Wir wollen auf diesen Tag in Demut warten. An ihm wird sich der ewige und unsterbliche Genius Düsseldorf, 8. Mai. (DNBI Die große Reichsausstellung „Schaffendes V o l k", die in einem großen Querschnitt das Leben und Wirken des schaffenden deutschen Volkes in seinen vielgestaltigen Formen und Ausstrahlungen auf die verschiedenen Gebiete der Kultur, Technik und Wirtschaft anschaulich darstellt und deren besonderer Anziehungspunkt die umfassende Schau neuer deutscher Werkstoffe bildet, wurde am handel hätten, würden sich unsere Ingenieure und Chemiker wahrscheinlich in der Hauptsache mit der Verbesserung von Konstruktionen beschäftigen. Heute gilt es, neue Rohstoffe und neue Werkstoffe zu schaffen. Die neuen Werkstoffe besitzen Eigenschaften, die wir früher nicht gekannt haben. Der deutsche Chemiker hat es in der Hand, fast wie auf einer Klaviatur zu spielen und die Werkstoffeigenschaften zu erzielen, die er gerade wünscht. Zum erstenmal in der Geschichte der Menschheit tritt dem Metall ein klassischer Werkstoff ebenbürtig zur Seite, und die Rohstoffbasis ist für uns unbegrenzt, denn 1. ist es unsere Kohle und 2. unser Der- stand. Ich hoffe, daß wir beides in unbeschränktem Maße haben. Was bereits erreicht ist und was noch erreicht werden kann, das zeigt die Halle der deutschen K u n ft ft o f f i n b u ft r i e. So wird die Düsseldorfer Ausstellung zum ersten Male zeigen, daß der Dierjahresplan, der zur Sicherung der Ehre und des deutschen Lebens verkündet wurde, sich zu einem Fortschritt allergrößten Stils für Deutschland und für die ganze Welt auswirken wird. Wie im nationalsozialistischen Deutschland gebaut und gesiedelt werden soll, zeigt die Ausstel- lungsstadt, die sogenannte Schlageterstadt mit ihren hundert bewohnten Häusern und einer Reihe zur Besichtigung freigegebenen Musterhäusern und eine Reichsheimstättenmustersiedlung mit 14 Anwesen. In dieser Ausstellungsstadt wird gezeigt, was neues Bauen heißt und wie die neuen Werkstoffe bei der Herstellung von Häusern verwandt werden können. Wie das deutsche Volk den ihm zur Verfügung stehenden Raum gestaltet, zeigt eine große Halle „D e r deutsche Lebensrau m". Die Stadtgestaltung findet ihre Ergänzung in der 280 000 Quadratmeter großen Gartenkulturschau. Es wird gezeigt, welche Bedeutung Gartenalle Teile des deutschen Volkes sowie ffenden Mensch — Schönheit der Ar- Nach der Kundgebung fuhr Dr. Goebbels durch dichte Spaliere begeisterter Massen zum Rathaus, wo Senatspräsident Greiser ein Essen zu Ehren des Reichsministers gab. Dr. Goebbels trat dann auf den Balkon des Rathauses hinaus. Vom Langenmarkt bis weit in die Langgasse brandete ein Meer begeisterter Jugend. Wenn ich heute, so sagte Dr. Goebbels, außerhalb der Grenzen des Reiches, aber z u deutschen Jungen und Mädeln spreche, so glaube ich im Sinne eurer Millionen Kameraden und Kameradinnen zu reden, wenn ich euch ihren Gruß und ihre innere Verbundenheit vermittle. Seit je ist die Jugend dazu berufen gewesen, Brückenzuschla- g e n. Wir haben sie gelehrt, von jenem chronischen Minderwertigkeitskomplex zu lassen, der unser Volk bei der Niederlage im November 1918 befallen hatte. Wir wollen nicht Objekt der Weltpolitik werden, sondern wir wollen Subjekt sein! Wir wollen nicht mit uns Geschäfte machen lassen, sondern selber wieder unsere Geschicke gestalten! Wir haben heute das große Glück, einen Mann zu besitzen, der das Schicksal aller Deutschen gestaltet, und der schon in seinem Namen seine Idee verkörpert. Heute spricht man in der Welt von der Hitler-Idee, von der Hitler-Bewegung, vom Hitler-Deutschland. Es wird einmal die Stunde kommen, da auch wir alt werden, umsonst wäre all unser Mühen, käme dann nicht eine Generation, die unser Erbe äufne h m e n könnte. Der ewige Kreislauf unseres Volkes wird sich in euch, in eueren Nachfahren fortsetzen, und damit wird die Unsterblichkeit unseres Volkes gesichert fein. Warte aus die Funktionen des volklichen Lebens zu überwachen, planmäßig zu führen und zielbewußt zu fördern hat. Das waren die Grundsätze,, oon denen wir bei der planmäßigen Neuaufrichtung des deutschen kulturellen Lebens ausgegangen sind. Wir haben zunächst einmal die Juden aus der Kunst ausgeschaltet; denn das war die wichtigste und einschneidendste Voraussetzung überhaupt. Dann haben wir durch planmäßige Förderung und Subventionen der Kun st neue Möglichkeiten gegeben. Wir befreiten den deutschen Künstler von den lähmenden, auf ihm lastenden Existenzkampf und räumten mit der Vorstellung auf, daß der Künstler, eben weil er ein Künstler fei, notwendigerweise auch ein Hungerleider fein müsse. Dieses romantisierende Ideal vom Künstler, der in der ärmlichen Dachstube seinen Idealen lebte, haben wir beseitigt. Wir haben den deutschen Künstler wieder mitten in den Rhythmus und das rauschende Leben seiner Zeit hineingestellt, allerdings unter der Voraussetzung, daß er nun ein inneres Verhältnis zum Volk selb st, dessen Vertreter wir ja sind, gewinnt. Das hat aber nicht das geringste mit der Parteikunst zu tun. Der Rationalsozialismus ist ja heute nicht mehr eine Angelegenheit einer Partei, sondern die bewegende Idee des ganzen Volkes! heute wird die deutsche Ration geistig durch ihn vertreten! Und wenn die Partei über die Reinheit dieser Idee wacht, so ist damit keineswegs gesagt, daß die Idee eine Sache der Partei allein wäre. Der Rationalsozialismus ist nicht eine Zeit- sondern eine Ewigkeitserscheinung. Er befindet sich als politische Idee dem Volk gegenüber etwa in der gleichen Stellung, wie sie eine Religion den Gläubigen gegenüber einnimmt. Die nationalsozialistische Bewegung ist heute, so betonte Dr. Goebbels unter stürmischem Beifall, die politische Kirche de» deutschen Volkes! Unter begeisterter Zustimmung stellte der Mini- fter dann fest, daß das Volk wieder zu der Volkskunst, die Kunst aber auch wieder zum Volk zurückgefunden habe. So diene vor allem die große Or- aanifation „Kraft durch Freude" der hohen Aufgabe, unser Volk an die Schätze feiner Kultur heranzuführen und ihm bei seiner schweren Arbeit Entspannung, Erheiterung und Erholung zu bringen. In ungewöhnlichem Umfange fei es gelungen, den Bühnen neue Besuchevrnassen zu gewinnen, die bis dahin überhaupt nichts von ihnen wußten und auch nichts wissen wollten. Unter der Reichskulturkammer fühlen sich die deutschen Künstler heute wieder als Geistesdiener am Volkstum, durch lebendige Initiative geführt. Es könne niemand behaupten, daß der Künstler unter dieser Führung und Fürsorge etwa nicht frei sei. „Wir greifen ja nicht in den inneren Kunstbetrieb ein und unterdrücken in keiner Weise die künstlerische Freiheit. Es sind auch noch niemals in Deutschland soviel Talente entdeckt worden, wie heute, niemals ist so viel gebaut, gedichtet, komponiert und gemalt worden wie in den letzten vier Jahren, und niemals hat über dem Künstler eine so großzügige staatliche Organisation als warmherziger Führer gewaltet wie heute, als ein Förderer, der ständig auf der Suche nach Talenten ist, und f i d) jedes Talentes a n ni m m t, das er nur finden kann. Allerdings hat der Staat die Willkür und die geistige Anarchie in Fesseln gelegt, die sich fälschlicher- Daneben sind noch verschiedene andere Dinge zu bereinigen und solange werden alle Bestrebungen ...... Weltwirtschaftskonferenz scheitern. Deutschland ist bereit, ein gerüttelt Maß Anteil zu nehmen an den Arbeiten für dieses Ziel, aber es muß auch erkennen können: -Wenn es den Völkern wieder gedachte zunächst des schweren Schicksalsschlages, der die deutsche Luftfahrt und das ganze deutsche Volk getroffen hat. Unabwendbare, höhere Macht zerstörte in wenigen Sekunden, was durch jahrelange Schaffenskraft aufgebaut war. Menschenleben find zu beklagen, die voll Vertrauen in die Sicherheit des deutschen Werkes dem Luftschiff ihr Leben anoertraut hatten und aiwertrauen durften, Männer von eiserner Pflichterfüllung, die bis zum letzten Augenblick auf ihrem Posten geblieben sind, an ihrer Spitze der so unerhört tüchtige und tapfere Luftschifführer Kapitän Lehmann. Wir sind erschüttert und beugen uns tief vor dem göttlichen Ratschluß. Dennoch erheben wir unser Haupt, und mit unbeugsamem Willen treten wir an das neue Werk heran, um es größer und stärker zu gestalten und damit zu beweisen, daß kein Schicksalsschlag das geeinte deutsche Volk zu Boden wirft. Der Ministerpräsident fuhr dann in seiner Rede fort: Zwei Ausstellungen von niegefanntem Ausmaß geben fast gleichzeitig dem deuffchen Volk einen Rückblick und einen Ausblick in das deutsche Schaffen. Ob in Berlin oder in Düsseldorf, ob wir sehen, was bereits geschehen ist oder was noch geschehen soll, immer wieder werden unsere Blicke magnetisch angezogen von der Gestalt des Mannes, der a l l dies geschaffen und geformt hat, dem mir es verdanken, daß Deutschland wieder lebt Möge auch das Ausland begreifen, daß em Volk Leistungen nur vollbringen kann, wenn es f e i n e ganze Kraft dem A u f b a u w f d m e t ^ beschirmt von einem starken Frieden. Möge das Ausland erkennen, daß ein Volk, das so Großes vollbringt, ein Anrecht darauf hat, als gleichberechtigt mit allen anderen Nationen zu gelten ■ • - ...... Wettbewerb um die höchsten Man braucht nicht zu befürchten, daß ein Genie unbeachtet bleiben und übersehen werden könnte, weil es keine Kritiker im liberalen Sinne mehr gibt. Wie muß sich eine Zeitepoche schämen, daß ein Mann wie Anton Bruckner, als er zu feinem 70. Geburtstag bei Kaiser Franz Joseph zur Audienz erscheinen durfte, keine größere und sehnlichere Bitte hatte als die, daß ihn seine Kritiker doch wenigstens in Zukunft etwas anständiger behandeln möchten. wir wollen es nicht mehr dulden, daß große Genies von kleinen kritischen Eintagsfliegen gepeinigt und gemartert werden, das künstlerische Genie soll sich frei entfalten können, und der Rationalsozialismus duldet es nicht, daß schöpferische Werte vor der Oeffent- lichkeit durch schlechte Kritiken in Mißkredit geraten. Wir haben an die Stelle der Kunstkritik die Kunstbetrachtung gesetzt. Das heißt aber nicht, daß es in Deutschland keine Kritik mehr gebe. In keinem Lande der Erde wird Genau so wie der Wirtschafter zwar Wirtschaft treibt, aber nicht die Wirtschaft führt, ist auch Künstler tun ft betreibend und ni , kun st führend. Das wird immer eine Sache der Staatsführung sein, die von ihrer erhöhten wohlergeht, darf das deutsche Volk nicht ausgeschlossen sein. Der Vierjahresplan ist nichts anderes als das Streben unseres Volkes auf einem zu engen Raum zu größerer Schaffensmöglichkeit. Er ist nicht nur von wirtschaftspolitischer Bedeutung, er bringt uns eine Umwälzung im Denken. Ich möchte fast sagen, daß der Vierjahresplan der Beginn eines neuen technischen Zeitalters sein wird. Er bricht mit allen überholten Vorstellungen. Große Gedanken werden niemals aus dem Ueberfluß heraus gewonnen, sondern nur aus einem Zustand der Not und des Druckes erwächst höchste Schaffenskraft. Wenn mir heute einen ungestörten Welt- gegeben wird, wobei der Herstellungs- Ausgangsstoff über einzelne Verarbei- gang oom Meine vositiftbe 7?od>rid>fcn. widerstandsfähig und wachst so zu gesunden, einsatz- willigen, selbstbewußten Frauen heran. Meldet euch sofort bei den in der Tagespresse genannten Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen und erfüllt in ihnen eure Sportpflicht. Es folgt nun die Halle der Kunststoffe, in der ein Ueberblick über die heute gebräuchlichen Kunststoffe Der Bischof von Trier als Zeuge im Sittlichkeitsprozeß Bauer Flakwaffe und Lustschutz schirmen deutsches Volk und deutsches Land Luft ist erfüllt von dem Dust der Blumen in allen Farben. Die Gartenschau zeigt aber auch eine Reihe praktischer Gärten. Mittelpunkt ist das Haus „Schönheit der Arbeit" mit dem Gefolgschasts- garten, ein Beispiel der praktischen Verwirklichung dieses Begriffs. Daran schließt sich die Fülle der Kleingärten an. Sportpflicht für VDK-IahWnge 1916/20 Der Jugendführer des Deutschen Reiches und der Reichssportführer erlassen folgenden Ausruf über die körperliche Ertüchtigung der bisher nicht organisierten Mädel der Jahrgänge 1916 bis 1920: Die deutsche Jugend gehört dem Führer! Das Gesetz, nach dem HI. und BDM. einst freiwillig angetreten sind, ist heute das Gesetz der gesamten deutschen Jugend. Der Wille zum Einsatz, zur Leistung und zur Zucht beseelt alle deutschen Jungen und Mädel. Darum rufen wsr euch, deutsche Mädel, von 17 bis 21 Jahren, die ihr nicht dem BDM. angehört, zum Dienst auf. Wir wollen ein junges, gesundes Volk heranbilden. Darum gilt auch für euch die Körperertüchtigungspflicht des BDM. Treibt Sport, trainiert eure Körper, werdet gesund und Auf einer Kundgebung in der Stadthalle führte der Reichsärzteführer Dr. Wagner u. a. aus: Für das Volk ist es bedenklich, wenn die Zahl der alten Leute erheblich größer wird als die Zahl der arbeitenden Bevölkerung. Auch wirtschaftlich ist das untragbar. Wenn man den Leistungszustand der schaffenden deutschen Bevölkerung untersucht, kommt man zu der katastrophalen Feststellung, daß etwa 3 5 v. H. der Invaliden ein Alter unter 65 Jahren haben. Die Untersuchungen von etwa 17 000 Jugendlichen auf dem Lande haben ergeben, daß der Gesundheitszustand auf dem Lande noch schlechter ist als in der Stadt. Die Aerzte werden nicht als Gesund- heitspolizUten in die Betriebe gehen, sondern als ärztliche Kameraden, die dem Arbeiter beisteben und alles tun wollen, um die Leistungsfähigkeit und Gesundheit des Arbeiters zu erhaltm. Reben der Betreuung im Betriebe kommt die Betreuung in der Freizeit, im Sport, in der Familie und bei der Ernährung ufw. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sagte, wir müssen ieden deutschen Menschen befähigen, die höchsten Leistungen zu vollbringen md müssen dafür die nötigen Vorausseftunoen chaffen. Man überholt jedes Jahr Autos, Maschinen und Motoren, aber den Menschen nicht. Das muß jetzt anders werden, die Scheu vor dem Arzt m u ft aus dem Volk ausgemerzt werden. Wir werden einen Aerztestamm heran« Elchen, und dann werden wir in fünf bis höchstens lehn Jahren soweit fein, daß wir jedes Jahr ieden deutschen Menschen einmal überholen können. Bisher schuf man Sozialversicherungen, baut» Krankenhäuser und Krüppelheime, anstatt den Menschen vorher zu betreuen. Das werden wir tun. Das erste GA.-Dors de« deuischen Ostens im Werden. gebracht gehalten, auf Grund Ihres kanonischen Kirchenrechtes Maßnahmen zu treffen, daß nunmehr Schluß mit diesem Mann gemacht werde?" Zeuge (unter großer Bewegung): „Ich möchte darauf die Antwort verweigern." Oberstaatsanwalt: „Weshalb, Herr Bischof?" Zeuge: „Weil ich hier als Angeklagter und nicht als Zeuge behandelt werde." Oberstaatsanwalt: „Sie sind im Irrtum, Herr Bischof. Der Angeklagte hat hier eventuell mit einer hohen Strafe zu rechnen. Sollte es sich aber Herausstellen, daß die Dienstaufsicht seiner vorgesetzten Behörde versagt hat, dann werden voraussichtlich mildernde Umstände für ihn in Frage kommen. Aus diesem Grunde muß ich die Frage an Sie richten." Zeuge: „Ich kann nur sagen, daß ich über die ganzen Einzelheiten nicht so informiert war. Deshalb muß ich die Verantwortung ablehnen. Ich gebe allerdings zu, daß das Generaloikariat zu milde gegen Bauer gern e f e n ist." Oberstaatsanwalt: „Ich freue mich, daß Sie diese Milde bedauern, Herr Bischof, aber ich muß bedauern, daß diese Milde auf Ko st en derdeut- schen Jugend gegangen ist. Für die Vorfälle, die nach Lauenbach entstanden sind, mache ich in vollem Bewußtsein dessen, was ich hier sage, z. T. mitverantwortlich die bischöfliche Kirchenbehörd e." LPD. Frankfurt a. M., 9. Mai. Frankfurt stand im Zeichen des Reichstreffens der ehemaligen Flakwaffe und des Luftschutzes. Der Träger der Veranstaltung, der Flakwaffenring, hatte sich der Mitwirkung der aktiven Flak- und Fliegertruppen, der Technischen Nothilfe und des Luftschutz-Sicherheits- und Hilfsdienstes versichert, so daß alle Kräfte zusammenwirkten, um das Reichstreffen zu dem zu gestalten, was damit beabsichtigt war, eine großzügige P r o p a g a n d a f ü r d e n Luftschutz im allgemeinen. Sie zeigte die enge Zusammenarbeit von Luftwaffe und zivilem Luftschutz, Selbstschutz und Luftschutz, von Reichsbahn, Reichspost und allen anderen. Gliederungen, die in enger Zusammenarbeit die Gesamtheit der Verteidigung gegen Angriffe aus der Luft verkörpern. Die Ehrengäste des Reichstreffens wurden durch die Stadt im Kaisersaal des Römers empfangen. Seinen Höhepunkt erreichte der erste Tag mit dem großen G e n e r a l a p p e l l in der Fe st halle, ZU dem über 12 000 Personen erschienen waren. Flakwaffenringführer, General der Artillerie a. D. Grimme, betonte, daß das Reichstreffen der ehemaligen Flakwaffe und des Luftschutzes die Kameradschaft aller Mitglieder des militärischen und zivilen Luftschutzes darstellen und darüber hinaus der Aufklärungdes ganzen Volkes dienen soll, damit es weiß, wie es sich im Ernstfälle zu verhalten hat. Auch sei der Tag der E r i n n e r u n g gewidmet an alle Opfer während des Weltkrieges, die an der Front und in der Heimat durch Luftangriffe ihr Leben lassen mußten und solle außerdem eine Mahnung sein für die Zukunft, damit sich das ganze Volk zu einer Abwehr- front gegen den Angriff aus der Luft zusammenschließe. Der Vertreter des Luftfahrtministeriums, Ministerialrat Großkreutz, gab dann eine interessante Erläuterung über die Angrisss- und Verteidigungswaffen der Luftfahrt, über die Höchstbelastung der Bomber, über die Höchstgeschwindigkeit und'über den Aktionsradius der verschiedenen Typen der Luftfahrzeuge. Er schilderte eingehend die Gefährlichkeit eines Luftangriffes ohne ausreichenden Schutz und machte auch Angaben über die Wirksamkeit der Flakartillerie. Die deutsche Luftwaffe sei heute so entwickelt, daß sie nicht mehr hinter der des Auslandes zurückstehe. Aller militärischer Luftschutz könne aber nur dann erfolgreich eingesetzt werden, wenn auch der zivile'Luftschutz von dem ganzen Volke verstanden und in die Wirklichkeit umgesetzt werde. Das sei um so notwendiger, als dadurch erreicht werde, daß die moralische und die materielle Schlagkraft nicht versage. Der unbeugsame Geist des Widerstandes müsse damit geweckt werden. — Im Anschluß an den Appell suchte eine Scheinwerferbatterie, die auf dem Festhallengelände aufgefahren war. eine Flugmaschine, die am nächtlichen Himmel kreuzte, ein- tungsstufen bis zum Enderzeugnis dargestellt wird. Hieran schließen sich, nach Berufsgruppen geordnet, 14 Ausstellungskojen, in denen im einzelnen die Urstoffe, die Verarbeitungsoerfahren, die Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Man sieht, wie die Treib stoffher- stellung aus Kohle in großen deutschen Werken vor sich geht. Einen besonderen Raum nimmt das Wunderwerk deutschen Erfindergeistes, der zukunftsreiche synthetische Kautschuk (Buna), ein. Man sieht weiter die Herstellung und Anwendungsmöglichkeiten der Zellwolle und Kun st- s p i n n f a s e r. Die nächsten Abteilungen, die sich mit Glas und Porzellan beschäftigen, verdienen noch besondere Beachtung, da vor allem die technischen Porzellane in immer steigenderem Maße Gegenstände ersetzen, die bisher aus fremden Rohstoffen angefertigt wurden. In den zahlreichen Hallen der Industrie- und WirtschastSsthau werden interessante Einzelheiten gezeigt. Man sieht, wie die neuen Werkstoffe verarbeitet und veredelt werden. Es würde zu weit führen, im einzelnen den Inhalt der zahllosen Hallen zu schildern. Greisen wir eine Reihe der wichtig'^ n heraus, so die Halle der deutschen Eisen - ui J Stahlindu- ft r i e. Die eine Hälfte der Halle führt die Stahlerzeugung und -Verarbeitung in Wirklichkeit vor. Nicht an Modellen wird hier gearbeitet, sondern hier geht der Stahlprozeß wie im Stahlwerk vor sich. Man betrachtet ein in Betrieb befindliches Elektrostahl- und Walzwerk. Zur Vervollständigung der Stahlerzeugung und -Verarbeitung kommen noch eine Gießerei und eine Drahtzieherei hinzu. Der zweite Teil gibt einen Ueberblick über die vielerlei Anwendungsgebiete des Stahls. Die Abteilung Stahl im Bergbau führt die Anwendung von Stahlprofilen der verschiedensten Ausführungen im Bergwerk vor. Man erhält Einblick in Abbaustrecken. Bergezufuhrstrecken, in Querschläge und Richtstrecken. Interessant ist, daß unter dem Fußboden der Halle mehrere nach den neuesten Erfordernissen eingerichtete Luftschutzräume eingebaut worden sind. Diese Schutzraumausstellung dürfte einen der Hauptanziehungspunkte bilden. Die Halle „Bauwesen" zeigt, wie die Bauindustrie und das Baugewerbe sich in die großen Zdeen des Meriahresvlanes einordnen. Im Mittel- punkt ^stehen Austauschbaustoffe und neue Kunst- Zn der Halle der Reichsbahn findet der sogenannte Vierjahresvla n-v-Z u g-W a a e n starkes Interesse. Es handelt sich um einen O-Zug- Magen älterer Bauart, der ausschließlich-mit deutschen Kunststoffen neu ausgestattet ist. Als Gegenstück kann man hier die modernste Schnellzugloko- motive mit Tender bewundern. In der Abteilung Straßenwesen — Reichsautobahnen zeigt der Generalinspekteur die Leistungen des deutschen Straßenbaues seit d»r Machtergreifung. In einer Halle ist die Deutsche Reichspost vertreten. Es wird hier ein Ueberblick gegeben, bis zu welchem Grad die Einrichtungen der Reichspost mit den neuzeitlichen Mitteln der Technik, der Baukunst und der Organisation im Rahmen des Bier- jahresvlanes entwickelt worden sind. Die modernsten Einrichtungen des Post- und Telegravhen- dienstes werden praktisch voraefiihrt, fo die „Bild- WearaDhie". das „Funkivrechm m" Schiffen in See", das „Fernsprechen", das „Fernsehsprechen" und das „Fernsehen". Trier, 8. Mai. (DNB.) Im Sittlichkeitsprozeß gegen den 46 Jahre alten katholischen Pfarrer Peter Bauer wurde die Vernehmung des Bischofs von Trier, Dr. B o r n e w a s s e r,' als Zeuge vorgenommen. In einem Brief des bischöflichen Generalvikariats vom 14. Februar 1930 an zwei Geistliche, die ihre Bedenken gegen die Vergebung der Pfarrei Weidingen an den Angeklagten Bauer geltend gemacht hatten, heißt es u. a.: „Seine bischöflichen Gnaden haben die Anregung, die Ernennung des Pfarrers Bauer zurückzuziehen, in ernste Erwägung gezogen. Es wurde aber entschieden, diese Maßnahme zu unterlassen, da sie nur Anlaß zu großem Gerede in Lauenbach und Weidingen geben würde und damit ein „scandalum" geradezu Hervorrufen würde (!). Nach Lage der Sache ist ein gerichtliches Verfahren gegen Pfarrer Bauer im höchsten Grade unwahrscheinlich und wird um so weniger zu fürchten (!) fein, je eher klare und feste Verhältnisse geschaffen sind. Die Ernennung kann deshalb nicht zurückgenommen werden und' der Einführung steht nichts im Wege" Ein weiteres Aktenstück derselben Stelle vom 27 August 1932 zeigt, daß man in Trier alles für erledigt hielt, wenn es gelang, nur alles möglichst 3U vertuschen. Der Inhalt lautet u. a.: . Nachdem Nch herausgestellt hat, daß nach dem Vorfall des Pfarrers Bauer mit dem Kaufmann Wilhelm L (L. hatte sich wegen der unsittlichen Anträge Bauers beschwerdeführend an das Generaloikariat gewandt) bis jetzt niemand etwas erfahren hat und auch zu erwarten ist, daß auch in Zukunft von der ^ache dort nichts geredet wird, hat Seine bischöflichen Gnaden von weiteren Schritten gegen Bauer abgesehen, ihn ernstlich ge- Äf?Ä'un“14täflise w‘en Der 3euge fdjiebt alles auf seine Untergebenen, (rr entsinnt sich, daß ihm schon über Bauer Vor- gehalten wurde. Nach einer Unterredung im dahre 1929 habe er geglaubt, dem Pfarrer Bauer noch einmal eine Pfarre geben zu können. Als dann Gesundheitsjiihrung des schaffenden Menschen. Kassel. 8, Mai. (DNB.) Um den schaffenden Menschen vor vorzeitigem Leistungs- und Gesundheitsabbau zu bewahren und die Leistungsfähigkeit des Schaffenden mindestens bis zum 55. bis 60. Lebensjahr zu erhalten, hat Reichsorganisationsleiter Dr. Ley angeordnet, daß in den vier Gauen K u r« Hessen, Hamburg, Köln-Aachen und Bayerische Ostmark versuchsweise Betriebsuntersuchungen durchgeführt werden sollen. Aus den dabei gemachten Erfahrungen soll die Untersuchung aller deutschen Volksgenossen gestaltet werden. Die Aufgabe dieser neuen Gesundheitsführung erfordert die Umstellung i)es. Arztes von der heilenden auf die gesundheitsfördernde Tätigkeit. Jeder schaffende Volksgenosse wi>d einen Gesundheitspaß erhalten. Die Betriebsuntersuchungen sollen eine in gewissen Zeiträumen regelmäßig wiederkehrende Maßnahme werden. Es gilt, die Leistungsfähigkeit jedes schaffenden Volksgenossen festzustellen, um beim Vorliegen geminderter Leistungsfähigkeit geeignete Maßnahmen für ihre Behebung zu treffen. Samstagnachmittag wurde ein Arbeitskreis für d e n Gau Kurhessen gegründet. Dem Arbeitskreis gehören an die zuständigen Sanitätsführer der SA., HI., DAF., Werkscharen, die Landesoersicherungsanstalt, die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung die Treuhänder der Arbeit, die Reichsgruppe Industrie und die Dienststelle zur Durchführung des Vierjahresplanes. Himmel ragen und an den Opfertod des ersten Soldaten des Dritten Reiches gemahnen. Das wichtigste Stück der Ausstellung, die Vierjahresplan - Werkstoffschan, bildet die oom Verein deutscher Ingenieure aus- aeftaltete „E h r e n h a l l e des werktätigen Volkes, die dem Besucher die große grundlegende Idee der gesamten Werkstoffschau vor Augen führt. Die Halle vermittelt einen Eindruck von der gewaltigen Arbeit, die der deutsche schaffende Mensch leistet, um aus den Rohstoffen, die uns die Natur liefert, durch Veredelung zu Spitzenerzeugnissen der Technik zu gelangen. Gleiwitz 9. Mai. (DNB.) Am Sonntag wurde d e r B a u d e s S A. - M u st e r d o r f e s E i ch e n- "a m P • JJer ersten SA.-Dankopfersiedlung des deut« mit dem ersten Spatenstich durch Stabschef Lutze begonnen. In feiner Ansprache würdigte der Stabschef die kämpferische Haltung d"s oberschlesischen Volkes. Ties wurzele hier im Grenzlandmenschen die Liebe zur Scholle. Daher begrüße er jeden Versuch, neuen deutschen Boden ™ schaffen. — Das SA.-Dorf Eichmkamv ist als Muster der Siedlungsarbeit der SA. gedacht. In ühomter landschaftlicher Lage entstehen über 300 sieds»rstellen mit fe etwa 1000 Quadratmeter Land- umabe. Das Dors wird in der Form einer alt germanischen Rundsiedlung gebaut, auf deren Marktvlatz das Gemeinschafts- b a u s errichtet wird. Die Siedluna erhält ein Sta- öion. em Schwimmbad, mehrer» Schießstände und einen Festplatz für Gemeinschaftsfeiern. Die Verwendung von etwa 50 verschiedenen Häusertnpen di"?An"lage°E'^° 8™ WWftalhing z-ichn-n im November 1935 der Generalvikar den Bischo erneut auf die sich ständig mehrenden Vorwürfe gegen den Angeklagten hinwies, sollte Bauer in einem katholischen Krankenhaus untergebracht werden. „Ich habe damals", sagte er, „die lieber« Zeugung gehabt, Bauer die Pfarre in Weidingen geben zu können. Es ist eine furchtbare Enttäuschung. Heute ist mir nun nach Kenntnis der Einzel- Müen klar, daß ich ihm eine solche Stelle nunmehr nicht mehr anvertrauen würde. Im Jahre 1933 hat man aber die Dinge noch nicht so erkennen können wie heute, wo das lasterhafte Treiben von Kloster- angehörigen durch die vielen Prozesse gegen L>r- ue2!atnSLe^rir9e deutlich zum Vorschein kommt. Es >teht fest, daß ich Bauer heute die schwerste Strafe zuteilen würde." Er habe, so erklärte der Zeuge dann weiter, nach einer Verständigung mit Rom schon über 30 Brüder ausgeschlossen, davon acht die im Ausland leben. Der Bischof muß dann zugeben, daß er die Möglichkeit gehabt hätte, nach kanonischem Recht den Angeklagten Bauer aus« Zuschließen. Er beruft sich aber darauf, daß er auch eine Pflicht väterlicher Milde gegen die Gestrauchelten habe. Oberstaatsanwalt: „Haben Sie bei Walten dieser °ateIIimen M^de in Betracht gezogen, daß Sie u u ch Betreuer der Jugend sind? Im Fe- oruar 1927 haben Sie in einer von Ihnen eigen« ganöig geschriebenen Aktennotiz ersucht, daß ein besonders vorsichtiges Augenmerk auf Bauer wegen gewisser Vorgänge in Münster-Merfeld zu richten sti- Im Jahre 1929 haben Sie wiederum Kenntnis von Verfehlungen Bauers über die Vorgänge im Jahre 1932 sind Sie ins Bild gesetzt worden, als neue .lagen gegen ihn einliefen. Auch über die Dinae in den Fahren 1933 und 1935 sind Sie unterrichtet AddernsTrotzdem sollte Bauer noch Rektor eines Krankenhauses werden, wo er im Umgang mit Kranken besondere Gelegenheit hatte, seinen homo= Herr ä" fönen. Jetzt frage ich Sie, Bischof, haben Sie es damals nicht für zufangen, was ihr auch wiederholt gelang, ein Vorgang, der von vielen Tausenden mit Spannung verfolgt wurde. Am Sonntag hatten sich auf dem Flughafen Rebstock alle Gliederungen der Partei, SS.-Ver- fügungstruppen, Polizei, der Kyffhäuserbund usw. Aufstellung genommen, als Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort zu feiner Begrüßungsansprache nahm. Er wies, wie schon gestern Oberbürgermeister Dr. Krebs, auf die traditionelle Verbundenheit Frankfurts mit der Luftfahrt hin, und gedachte dann der Opfer des Luftschiffunglücks von Lakehurst. So wenig wie Graf Zeppelin trotz so vieler Schicksalsschläge von seinem Ziele Abstand genommen habe, so wenig werde sich das deutsche Volk durch dieses Unglück davon abbringen lassen, das Erbe des alten Grafen weiter auszubauen im Interesse aller Völker. Der Gauleiter wies dann darauf hin, wie wir gerade hier am Rande der neutralen Zone allen Gefahren ausgesetzt gewesen seien, und wie in dieser Hinsicht nun ein grundlegender Wandel eingetreten sei. Jetzt sei sich jeder einzelne bewußt, daß er als Manb Haus, Hof und Scholle zu verteidigen habe. DieVolks-undWehrgernein- schaft, die jetzt geschaffen sei, sei der beste Garant des Friedens. Der Befehlshaber des Luftkreiskommandos IV, General der Flieger Halm, dankte dem Flakwaffenring für feine Bemühungen, das Volk zur Mitwirkung bei der Verteidigung des Vaterlandes einzu- fpannen und würdigte dann die Taten der Mitglieder des Waffenrings während des Krieges, wo sie Tag und Nacht bereitgestanden haben, um das Heer und die Heimat von Luftangriffen zu schützen. Jetzt sei das Volk wieder stark und könne frei und aufrecht, durch die Wehrmacht geschützt, seiner Arbeit nachgehen. Dann folgten die Vorführungen der aktiven Flak- und Fliegerwaffe und des zivilenLuftschutzes. Dem Luftexerzieren einer Jagdstaffel folgte das Instellunggehen einer schweren Flakbatterie zum Schutze eines aufgebauten Zieldorfes gegen Erkundungen und Angriffe aus der Luft. Die Flieger in der Lust und die Flakwaffe auf der Erde zeigten dabei Leistungen, die bei den Tausenden von Zuschauern die Ueberzeugung aufkommen lassen mußten, daß sich unsere junge Flak- und Fliegerwaffe sehen lassen kann und daß der Schutz des Vaterlandes in guten Händen ruht. Als schließlich das Zieldorf in Brand geschoßen war, setzte d e r z i v i l e Luftschutz ein. Feuerwehr und Sanitäter, die Technische Nothilfe zeigten, was sie gelernt hatten, und mit den modernen Feuerlöschmitteln gelang es ihnen auch bald, des Feuers Herr zu werden. Anschließend fand ein Vorbeimarsch der an der Vorführung beteiligten Teile der Luftwaffe usw. an oem General der Flieger Halm und dem Gauleiter statt. Dazu schreibt der „Reichsjugendpressedienst" u. a.: Die körperliche Ertüchtigung der Mädeljahrgänge 1916 bis 1920 übernimmt der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen im Auftrage des Reichsjugendführers. Auch hier erfolgt die Erfassung der Mädel freiwillig. Die Mädel werden Einzelmitglieder in einem von ihnen freigewählten Verein. Wöchentlich finden zweistündige Llebungsabenöe statt, in denen zunächst die Grunozüge der Leibesübungen^ (Körperschule, Leichtathletik, Hindernis- turnen. Schwimmen, Volkstanz und Fahrt) durchgeführt wird. Das Erwerben des BDM.-Leistungsabzeichens I und II sowie des deutschen Reichssportabzeichens ist das erste Ziel der Sportarbeit in den neu erfaßten Jahrgängen. Die Gau- und Kreisdienststellen des DRfL. setzen zur Bearbeitung dieses neuen Aufgabengebietes eine BDM.-Führerin ein, die ihnen vom zuständigen Obergau vorgeschlagen wird. Die Linie, die der BDM.-Sport bisher innegehalten hat, wird damit über den Rahmen des Bundes hinaus für die gesamte deutsche Mädelgeneration maßgebend sein. Im Rahmen der Abteilung Energiewirtschaft hat auch das deutsche Gasfach eine interessante Schau nufgehaut, die einen Ueberblick über die verschicdenst»n Slnwendunasgeb'rie des Gales gibt. Das Flüssiggas Provan. Gas als Tmb= ftoFf und das technisch gelöste Problem der Gasentwicklung find weiterhin Gegenstand der Dar« stellung. In der riesigen Hv^ des Deutschen Handwerks zeigen etwa 50 Handwerksgnivpen In großen Gemrinschaftsdarstellunaen ihre O'wli- iaMe’iftungen. Ihrer bedeutsamen Rolle im Mer- lohresvlan entlvrechend. hat die Holz- und o r st w i r t s ch a f t ebenfalls in einer großen §Mlle ausgestellt. Ln der Verwertung unseres wertvollen Rohstoffes Holz sieht man hier viel N"ues in überumaender Weise daraestellt. Die holzverarbeitende Lndu'trie 3»iat, wie sie sich den Notwendigkeiten d»s Vieriahresplanes angepaftt hat. _ u her vom Reichsnährstand eingerichteten ^alle sieht man an ''bersichtlichen Darsielluna-n die ^l'sennun gsschlach t des deutschen Volkes den „Ka mvfdem Verderb", die Vorzüge der Marktordnung und die Erfolge der L"h-msmittel- Dersormmasauflärung. In weiteren Ahteilunaen dieser Halle wird da« Bauerntum als Rohstoff li e l»r a n t für Handwe-k und Industrie Jomic der Kawvl d"s Retchsnädritandes um die Gr- h al tu na d"s deutsch»n Landvolkes behandelt. In mehren Hall-m haben ausaestellt die Werkzeuo- mafchineninduftrie, die Verkehrsmittel- und Tertil- inhuftrie die (Brunne Keramik und Glas u. a m Man sieht in der Slhteiluna Glas auch die Herstel- lung non Glaswolle, (rine Reihe von Pavillons und Hallen großer deutscher Jndustriefirmen vor- vollständigen die Abteilung Industrie- und Wirt schaftsschau, von der aus wir in die A'Sstellunqsstadi gelangen, die den Kern eines ganz neuen Sied- lungs« und Wohngebietes bildet, das sich nach Beendigung der Ausstellung nach Norden ausbreiten . Die Schlageterstadt ist ein Muster- beifpiel dafür, wie die neue Baugesinnung und Baugestaltung sich auswirken wird und muß. Die Häuschen repräsentieren in ihrer Einfachheit und schönen Zweckmäßigkeit den neuen Wohnstil im nationalsozialistischen Geist. In der großen Gartenschau erschließt sich dem Auge des' entzückten Beschauers ein Garten paradiesischer Schönheit. Hunderttausende bunter Blumen blühen. Man kommt in den Tulpengarten, in den anschließenden Rosengarten, in den Jrisgarten usw. Die ganze feierte nm Jugendherberge Urfeld am Walchensee ^hnnt°9 der Jugendführer des Deutschen ^Ur D; AH lrach zusammen mit den ®Jble*-Sful)rern und Führerinnen sowie dem Amts- 7er. Reichsiugendfuhrung seinen 30. G e - G l9’ r ?Ts. ^dielt folgenden telegraphischen a-nnssk 0 U de s Führer s: „Lieber Partei- Sprach! Ihnen, meinem alten treuen arnÄfe£ -um Führer der deutschen Ju- Hnpn ga m^te." Reiches, sende ich zu Ihrem heu- m»?6®Är 5- a^ "eine herzlichsten Glückwünsche. de^ ?iiPunffah-roih '^^Vergangenheit fo auch in rnnn^im nnVbte sdeu.tsche Jugend unter Ihrer Füh. ron9/ M^,0?a-If032Ql,ftifd)en leiste erzogen, Ga- r a n t bleibt für den Wiederaufstieg un- an- leres Volkes. Ihr Adolf Hitler." 9 Oie Katastrophe von Lakehurst. Die Toten vom Luftschiff „Hindenburg". Berlin, 8. Mai. (DNB.) Nach den der Deut- schen Zeppelin-Reederei vorliegenden Meldungen hat die Katastrophe des Luftschiffes „Hindenburg", folgende Menschenleben gefordert: Von den Fahrgästen: Rudolf Anders, Birger B r i n ck, Hermann D o e h n e r, Irene D o e h n e r, Burtis Dolan, Edward Douglas, Fritz Erdmann, Moritz Fei dusch, Jones Pannes, Emma Pannes, Otto R e i ch o l d. Von der Besatzung: Wilhelm B a h n h o l - z e r, Alfred Bernhard, Rudi B i a l l a s, Wilhelm Di ml er, Franz Eichel mann, Fritz Flachus, Albert holderried, Ernst Hüchel, Emilie Imhoff, Ludwig Knorr, Ernst A. Lehmann, Robert M o o f e r, Richard Müller, Alois Rei facher, Willy Scheef, Ernst Schlapp, Josef Schreilmüller, Max Schultze, Willy Speck, Erich Spehl, Alfred Slöckle, Ludwig Felber. — Ferner fand ein Angehöriger der amerikanischen hallemannfchaft in treuer Pflichterfüllung den Tod. , * Don der Besatzung sind Kapitän P r u ß und der Erste Offizier Sammt soweit außer Gefahr, daß ihre Ueberführung von Lakehurst nach Neuyork in das Medical Center Hospital stattfinden konnte. Dem seinen Verletzungen erlegenen Kapitän L e h- m a n n widmen die Neuyorker Blätter wärmste Nachrufe, wobei sie besonders rühmend sein gewinnendes Wesen, seine langjährigen Erfahrungen im Luftschiffbau und seine Navigationskenntnisse hervorheben. Treuebekenntnis der Arbeiter der Zeppelin-Reederei an den Führer. Berlin, 8. Mat. (DNB.) Die Arbeiter der Zeppelin-Reederei haben an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: „Unsere Herzen gehören dem Führer. Seine Anteilnahme und sein Gedenken in Wort und Tat ver- pflichten uns aufs neue, ihm und dem nationalsozialistischen Deutschland unter Einsatz aller unserer Kräfte zu dienen. heil unserem Führer! Die Arbeitskameraden der Deutschen Zeppelin-Reederei." Oie Untersuchung des Absturzes durch Amerika. Neuyork, 8. Mai. (DNB.) Unabhängig von der amtlichen Untersuchung des Handelsministeriums, die am Montag beginnt, fand auf Anordnung des Marineministeriums in Lakehurst unter Ausschluß der Oeffentlichkeit eine Sitzung des Untersuchungsgerichtes statt, das aus vier Marineoffizieren besteht. Das Unglücksgelande ist seit Freitag für alle Unbefugten gesperrt. Das -Wrack des Luftschiffes steht unter der Obhut der amerikanischen Amtsstellen. Der Kommandant des Flughafens Lakehurst, Rosendahl, gab bekannt, daß die Bordbücher des „Hindenburg" in Gewahrsam von Beamten des Handelsministeriums sind. Kapitänleutnant Rosendahl hat angeordnet, daß ihm die Kopien aller von der „Hindenburg"-Kata- strophe angefertigten Photos und Film st rei- f e n -zur Verfügung gestellt werden, damit sie der Untersuchungskommission vorgelegt werden können. Fünf Filmgesellschaften hatten, wie bei jedem „Hindenburg"-Flug, ihre Filmoperateure nach Lakehurst entsandt. Die Apparate arbeiteten bereits, als das Luftschiff noch wohlbehalten auf den Landungsmast zuflog. Auf diese Weise ist der Hergang der furchtbaren Katastrophe von Anfang bis zu Ende im Filmband festgehalten worden, und es ist dadurch ein Dokument entstanden, das für die Aufklärung der Ursache des Unglücks von entscheidender Bedeutung sein kann. * Der deutsche Militär- und Luftattache General von Bötticher ist von der amerikanischen Regierung gebeten worden, als deutscher Beobachter an der von amerikanischer Seite eingeleiteten Untersuchung der Katastrophe teilzunehmen. Oie Versicherung des Lustschiffes. B e r l i n, 8. Mai. (DNB.) Der Leiter der Reichsgruppe Versicherungen, h i l g a r d , gibt folgendes bekannt: Das Luftschiff „Hindenburg ist bei einer | alle namhaften deutschen Versicherungsunternehmungen umfassenden Gemeinschaft voll versichert. Der Versicherungswert des Luftschiffes selbst beträgt sechs Millionen Reichsmark. Für die Passagiere besteht eine Unfallversicherung im Gesamtbeträge von 2,4 Millionen Reichsmark für den Todesfall und dem gleichen Betrage für Den Jnvaliditätsfall, für die Besatzung eine Unfallversicherung im Betrage von 1,06 Millionen Reichsmark für den Todesfall und 2,12 Millionen Reichsmark für den Jnvaliditätsfall Weitere Beileidskundgebungen aus dem Auslande. Berlin, 8. Mai. (DNB.) König Viktor Emanuel von Italien, Kaiser von Aethio- pien, sandte an den Führ-er und Reichskanzler folgendes Telegramm: „Bei Erhalt der schmerzlichen Nachricht vom Verlust des Lenkluftschiffes .Hindenburg' möchte ich Eurer Exzellenz meine wie der italienischen Nation tiefe Erschütterung über den schweren Schlag, der die machtvolle deutsche Zivilluftfahrt betroffen hat, ebenso die Gefühle unseres tiefsten Beileids für die Familien der Opfer zum Ausdruck bringen. Viktor Emanuel." König Georg VI. von England telegraphierte dem Führer und Reichskanzler wie folgt: „Ich bin tief erschüttert von der Nachricht über das Unglück, das dem Luftschiff ,Hindenburg' zu- aestoßeü ist, und beeile mich, Ihnen, Herr Reichskanzler, mein aufrichtiges Beileid zu dem tragischen Ereignis zum Ausdruck zu bringen, zugleich auch zu dem Verlust so vieler Menschenleben. George R. I." Der Präsident der französischen Republik sandte an den F ü h r e r und Reichskanzler das nachstehende Beileidstelegramm: „Mit Bewegung vernehme ich die Katastrophe des Lenkluftschiffes .Hindenburg' und bitte Ihre Exzellenz, aus diesem schmerzlichen Anlaß den Ausdruck meines aufrichtigen Beileids zu genehmigen. Albert L e b r u n." Ferner sprach im Auftrage Seiner Heiligkeit des P a p st e s Kardinal P a c e l l i in einem Telegramm dem Führer und Reichskanzler tiefe Anteilnahme an dem Schmerz des deutschen Volkes und der Trauer der Hinterbliebenen aus. Der König der Belgier hat die belgische Gesandtschaft in Berlin beauftragt, dem Führer und Reichskanzler sein Beileid zu der Katastrophe in Lakehurst auszusprechen. In Wien sprach Bundespräsident M i k l a s dem Botschafter v. P a p e n persönlich seine Anteilnahme aus. Außerdem hat der Führer und Reichskanzler weitere Beileidstelegramme erhalten von Seiner Königlichen Hoheit dem Prinzregenten Paul von Jugoslawien, dem Präsidenten der polnischen Republik, dem ägyptischen Regentschastsrat sowie König Ferdinand von Bulgarien. Lustschiffdienst „Graf Zeppelin" eingestellt. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Samstagnachmittag von seiner ersten diesjährigen Südamerikafahrt nach Friedrichshafen zurückgekehrt. Der Luftschiffdienst mit LZ „Graf Zeppelin" wird zunächst eingestellt bis der Herr Reichsminister der Luftfahrt nach Vorliegen des genauen Untersuchungsbefundes der Katastrophe von Lakehurst die weitere Entscheidung getroffen hat. wurde. Mussolini erklärte: Das neue römische Imperium steht unter dem dreifach günstigen Zeichen des Ruhmes, der Macht und des Friedens. Des Friedens für uns und für alle! F ur alle, wenn sie wollen und wenn sie die mahnende Stimme verstehen, die aus der Tiefe der Volksseele und ihres Gewissens kommt. Für uns, die wir auf dem Boden Afrikas die tausendjährige Mission Italiens, seine Kultur und seine Arbeit zu Ende bringen wollen. Oer naiionaifpanische Heeresbericht. Salamanca, 10. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet: Front von Vizcaya: In der Nacht zum Sonntag griff der Gegner am Frontabschnitt des S o l l u b e (im nördlichen Teil des Festungsgürtels von Bilbao) nach intensiver Artillerie-Vorbereitung heftig an, wurde jedoch zurückgeschlagen und verlor viele Tote. Schlechtes Wetter schränkte die militärischen Operationen ein; trotzdem konnten die nationalen Truppen Mugica und Besangul einnehmen und darüber hinaus vorgehen. Im Abschnitt von Amorebiata wurden die höhen 329 und 333 besetzt. Der Gegner wurde bei einem Versuch, seine Stellungen in diesem Abschnitt wieder zu gewinnen, abgewiesen. Im Abschnitt von Ma- chichaco wurde dem Gegner durch die Legion „Schwarze Pfeile" eine ganze Küstenbat- terie abgenommen. Südlich von Toledo versuchte der Gegner, seine verlorenen Stellungen durch einen von 12 Tanks unterstützten Angriff, zu- rückzuerobern, er wurde zurückgeschlagen und erlitt große Verluste. Zlugzeuggeskbwader der spanischen Bolschewisten in Toulouse. Paris, 8. Mai. (DNB.) Nach einer Havas. Meldung aus Toulouse sind 16 Flugzeuge der B o l s ch e w i st e n, und zwar ein Verkehrsflugzeug und 15 Jagdflugzeuge, am Samstagvormittag um 11 Uhr auf dem Flugplatz von Toulouse gelartdet. Sie sollen sich aus Spanien infolge schlechter Witterungsumstände verflogen haben. Die Polizei hat den Platz, auf dem sich die Flugzeuge befinden, abgesperrt. Die französische Regie- rung hat Anweisung gegeben, daß die Flugzeuge binnen 24 Stunden unter Bedeckung bis zu dem Punkt abgeschoben werden, wo sie die französische.Grenze überflogen haben. Das „Journal" berichtet, man hätte wohl nach der Landung die Waffen abmontieren lassen, aber beim Start zum Rückflug nach Spanien hätten die Flugzeuge wieder ihre gesamte kriegsmäßige Ausrüstung an Bord gehabt. „Echo de Paris" sagt, die Jagdflugzeuge seien sowietrussi- scher Herkunft gewesen und von Fliegern gesteuert worden, die nicht Spanier waren. Sie hätten ihren Stützpunkt verlassen, um einem Angriff der Anarchisten zu entgehen. Aus aller Wett. Das Voolsunglück im Greifswalder Bodden. Zu dem Bootsunglück im Greifswalder Bodden teilt die Pressestelle der Universität Greifswald mit, daß im ganzen zehn Studenten ertrunken sind. Die Namen lauten: Gerd Borg- wald, Hermann Lotz, Student der Medizin aus Aßlar (Kreis Wetzlar); Reinhold Müller- Meernach, Hans'Georg Nehring, Werner R ü h r m u n d , Karl So er, Johann Teifke, Karl Wiese, Hermann Wiegand. Zwei Kinder ertrunken. Bei Westerham (Oberbayern) ereignete sich ein Unglück. Die fünf und zehn Jahre alten Kinder des Fabrikarbeiters König überschritten auf einem Notsteg die Mangfall. Vernmtlich infolge eines plötzlichen Schwindelanfalles Mrzte das jüngere der Kinder in die Mangfall und riß seine Schwester mit in die Tiefe. Ehe Hilfe gebracht werden konnte, waren die Kinder bereits ertrunken. Autobus mit Schulkindern in Florida verunglückt. In Chattahooche, einem kleinen Ort in Florida, ereignete sich ein folgenschwerer Zusammen- st o ß. Ein mit Schulkindern besetzter Omnibus stieß dort mit einem Lastkraftwagen zusammen, wobei sechs Schulkinder getötet und zwei schwer verletzt wurden. 28 Kinder erlitten leichtere Verletzungen. Weiterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Bei westlicher bis südwestlicher Luftzufuhr wird milde und feuchte Meeresluft vom Meer zugeführt, die in ganz Westdeutschland langsame, Erwärmung verursacht. Da in der höhe noch absinkende Luftbewegung vorherrscht, kommt es im Laufe des Montag zu häufiger Aufheiterung. Bei zunehmender Tageserwärmung find lokale gewittrige Schauer zu erwarten. Don Südwest heranziehende neue Störungen bringen uns zeitweise wieder Trübung und Regenfälle. Aussichten für Dienstag: Meist stärker bewölkt, strichweise Regenfälle, zunehmende Erwärmung, zeitweise Gewitterbildung, schwache westliche Winde. Lufttemperaturen am 9. Mai: mittags 16,3 Grad Celsius, abends 12,4 Grad; am 10. Mai: morgens 12,1 Grad. Maximum 17,8 Grad, Minimum heute nacht 10 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Mai: abends 16,5 Grad; am 10. Mai: morgens 13,5 Grad. — Sonnenscheindauer 6,6 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Xiange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt'der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 37: 9657. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Bin ich verschwenderisch? Frage: „Ich bin gewohnt, beim Einkauf meiner Toiletteartikel nicht allzu übertrieben aus den Pfennig zu achten, well hier alles von der Qualität abhängt. Mein Manu macht mir deshalb Vorwürfe. Sind sie berechtigt?" Antwort: „Sie handeln richtig, wenn Sie einem Qualitäts-Erzeugnis wie Ehlorodont den Vorzug geben, weil Sie wissen, daß zur Pflege Ihrer Zähne nur das Beste gut genug ist. Bei Ehlorodont ist eben jeder Pfennig gut angelegt, W Der Flughafen Lakehurst ist von den amerikanischen Marinebehörden von der Außenwelt abgeschlossen worden. Um die Untersuchung gründlich durchführen zu können, wurden die Reste des Luftschiffes so liegen gelassen, wie sie nach den Rettungsarbetten ubngblieben. Dieses neue Funkbild aus Neuyork gibt einen Ueberblick über die Unglucksstatte, tm Hintergrund der Ankermast. — (Associated-Preß-M.) London im Krönungsschmuck. London, 10. Mai. (DNB. Funkspruch.) Auch wer zum erstenmal die Hauptstadt des Britischen Reiches betritt und verwirrt von der Farbenorgie der Acht-Millionen-Stadt der City näherkommt, findet sofort den Weg heraus, den der feierliche Krönungszug nehmen wird, denn diese ganze 10,5 Kilometer lange Strecke ist zu beiden Seiten von mächtigen Tribünenbauten umsäumt, deren Farben mit denen der Straßenzüge abgestimmt sind. Die ganze breite Mall herunter wehen von hohen weißen Masten die Fahnen in den Farben des Königshauses. Ueber die hohen- Tribünen hinweg fällt der Blick auf die drei Türme des Parlaments. Auf der gegenüberliegenden Seite wehen lange Fahnen von dem dunklen Backsteinbau des St.-James-Palaftes. Die deutsche Botschaft auf der gleichen Straßenseite hat ebenfalls Festschmuck angelegt. Von wem- roten Tüchern, die sich an den ganzen Fronten entlangziehen, heben sich Girlanden aus frischem Grün wirkungsvoll ab, die zusammen mit dem Hellen Ton des Steins eine fein abgestimmte Farbenharmonie ergeben. Durch den Admiralitätsbogen biegt der Zug dann in die White hall, die „Wilhelmstraße" Londons ein, an der der höchste Sitz der Militärbehörden, das englische Auswärtige Amt, der neue Monumentalbau des Kriegsministeriums und andere Verwaltungsgebäude liegen. Die Westminster Abtei, das Pantheon des britischen Reiches, in dem die Größten Englands aus der Geschichte, den Wissenschaften und Künsten beigesetzt oder durch ein Denkmal geehrt sind, in dem auch das Grab des Unbekannten Soldaten liegt, hat durch den Einbau gewaltiger Tribünen grundlegende Umgestaltung erfahren. . Nach den Würdenträgern, der Geistlichkeit und dem hohen Adel wird dem Königspaar nach der Krönung von der englischen Jugend gehuldigt, denn auf der Rückfahrt fahrt der Krönungszug am Themseufer, dem „Victoria- Embankment" entlang, dessen Tribünen d e n K i n - dern Vorbehalten find. Auf der Themse liegen die ganze Uferstraße entlang große Dampfer, auf deren Oberdecks ebenfalls viele Range hoch Tribünen aufgebaut wurden. Jeder der anschließenden Straßenzüge ist in anderen Farben, rot-weiß- blau, blau-gelb, rot-gold oder weiß-gold, gehalten. Ueberall tragen die kronengeschmuckten Masten andere Farben, andere Fahnen und Embleme. Einheitlich sind nur die immer wiederkehrenden Initialen des Königs und der Königin. In den großen Geschäftsstraßen, der Regent- und der Oxford-Straße, find alle Schaufenster aus geräumt und zu verdeckten Tribunen um- qebaut _ s. Seit Wochen fährt jeden Sonntag morgen b r e Staatskutsche, bespannt mit den acht Wind- sor-Grauschimmeln, deren Namen i-d-m guten Son; boner geläufig sind, durch die Feststrotz-, Viermol hat der König die K r ö n u n g s z e r e m o n r e in der Abtei mit dem Erzbischof oon Eanterburi) geprobt, feit Wochen üben die 35 ooo Soldaten des fieeres und der Marine, der Luftwaffe und der Kolonialarmee, die zur Spalierbildung kommandiert find, den Aus- und Abmarsch und nicht weniger lange wird durch dl-e Hüter der DrDnung, Die Männer des Sanitätswesens und alle anderen Mitmirkenden geübt und geprobt. Am Sonntag aber erlebte London das großartige Schauspiel der Kro- nungsfeierlichkeiten bei der G e n e r a l p r o b e an der'mit Ausnahme des Kömgspaares alle Beteiligten inihren prunkvollen Kostu- m e n, in Uniformen, zum mindestens aber in Festkleidung vertreten waren. Anläßlich der Krönungsfeier haben am Sonntag zum erstenmal Truppen aus den englischen Dominien die Wachen an den königlichen Palästen in London übernommen. Am ersten Tage wurde die Wache von kanadischer Infanterie gestellt, die von einer australischen Abteilung abgelöst wird. Auch die übrigen Truppenkontingente aus den Dominien und aus Indien werden besonders ehrenvolle Aufgaben auszuführen haben. Oer Reichskriegsminister in London. London, 9. Mai. (DNB.) Der Vertreter des Führers und Reichskanzlers bei den englischen Krönungsfeierlichkeiten, Reichskriegsminister Generalfeldmarschall v. Blomberg, traf am Sonntagnachmittag auf dem Viktoriabahnhof in London ein. In seiner Begleitung befinden sich der Kommandierende General der Marinestation der Nordsee, Admiral Otto Schulze und Generalmajor der Luftwaffe Stumpff. Zum Empfang des Generalfeldmarschalls hatte sich auf dem Bahnhof als Vertreter des englischen Königshauses Prinz Arthur von Connaught eingefunden sowie der dem Generalfeldmarschall zugeteilte militärische und zivile Ehrendienst unter der Führung des Earl o f Dunmore. Deutscherseits waren zur Begrüßung des Generalfeldmarschalls Botschafter v. Ribbentrop, Gesandter W o ermann, Landesgruppenleiter Karlowa, die deutschen Militärattaches in London sowie die übrigen Botschaftmitglieder erschienen. Vor dem Hause der Botschaft wurde der Generalfeldmarschall van einer Gruppe deutscher Mädel begrüßt, die ihm einen Blumenstrauß überreichte. Erste Mresfeier des llaljemschen Imperiums. Rom, 9. Mai. (DNB.) Nachdem in Der Nacht zum Sonntag bereits die wichtigste Trophäe aus dem abessinischen Krieg, das aus Addis Abeba nach Rom gebrachte Standbild des Löwen von Juda' am Denkmal der vor 51 Jahren bei Adua und Dogali gefallenen 500 Italiener enthüllt worden ist, hat die Hauptstadt am Sonntagvormittag mit allem militärischem Pomp die erste Wiederkehr des Jahrestages der Gründung des Imperiums gefeiert. Im Glanze eines bereits sommerlichen Maientages wurde die vor bald vier Jahren von Mussolini eröffnete Via dell' Impero zu der großen Prunk-Straße des in Afrika verankerten faschistischen Imperiums. Der Vorbeimarsch der annähernd 50 000 Offiziere und Mannschaften sämtlicher Waffen der italienischen Wehrmacht bot ein wunderbares Bild, in dem die 10 000 Mann eingeborenen Truppen mit ihren farbenfrohen Uniformen zum ersten Male in großen Verbänden das faschistisch^ Kolonialreich in seiner Hauptstadt verkörpert haben. Von Fanfaren angekündigt und mit großer Begeisterung empfangen betrat der König und Kaiser zusammen mit dem Duce die Königslogen. Dann eröffneten Die Marschälle Del Bono und Badoglio die Parade. Nach der Parade kam es auf der Piazza Venezia zu einer gewaltigen Kundgebung für Mussolini, der bei seinem Erscheinen auf dem Balkon des Palazzo Venezia von tosendem Beifall begrüßt haben. Ist dieses starre Festhalten an altväterlichen Ge- 4. 5. 6. 3283 D Herr Hans Rincker im fast vollendeten 39. Lebensjahr durch den Tod entrissen# Sinn, den 10. Mai 1937. G. m. b. H. bei wiederholten Auf. Zwesten (bei nahmen einer Ameig- Borken). [3232D 3295 D (Vermietungenii Werkstall Schone 02397 3285 A Stadttheater Darmstadt, Groß Bieberau, Bad-Nauheim, den 8. Mai 1937. Die Engländer lassen sich in der Heilighaltung alter Gebräuche von keinem Volk übertreffen. Nicht einmal von den Perücken können sie sich vor Gericht trennen, auch im Hochsommer nicht, an den Häusern der City von London sind die Türklofffer noch im Gebrauch und im Lesesaal des Britischen Museums liegen neben den Stahlfedern Gänsekiele wie Prinz von Wales hatte sich Georg äußerst unbeliebt gemacht durch seinen Scheidungsprozeß gegen seine Gemahlin, Karoline von Braunschweig. Er hatte Forstbetriebsstock für die Waldungen der Stadt Gießen. Erlaß eines Nachtrags zur Polizeiverordnung über die Abhaltung des Frühjahrs- und Herbstmarktes in Gießen (Messe-Ordnung) vom 12. Januar 1927; hier: Verbot des Verkaufs von Arzneimitteln auf Märkten. 3-Zimm.-Wohnung in schöner freier Lage,Nähe Stadt mitte ver l.Juni 1937 zu vermiet. Schrift!. Angeb. unter 3284D an den Gießen. Anz. zu vermieten. Für Schlosserei und ähnliche Betriebe geeignet. Schmiedefeuer und einige Maschinen Vorhand. Näh.: Wcrner- wall 27 II. 02329 20-22.15 30. Dienstag- Miete Der Etappen!» Lustspiel von Bun je Preise von 0.60-3.00 RM. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer unvergeßlichen Mutter sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank Wilhelm Lipp und Kinder Gießen, den 10. Mai 1937 In tiefer Trauer: Erna Rincker, geb. Appel Fritz, Claus und Christel Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damltdurcherweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Die Trauerfeier findet am 13. Mai, um 3 Uhr, in der Friedhofskapelle in Gießen statt. — Beileidsbesuche dankend verbeten. In tiefer Trauer: Jörg Schlotterer, Forstmeister Ilse Vogt, geb. Schlotterer Emil Vogt, Forstmeister Hansjörg Schlotterer. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute Samstag vormittag entschlief nach schwerem, mit außergewöhnlicher Willenskraft ertragenem Kranksein unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel * Ueberhaupt klappte es im 17. Jahrhundert schlecht mit den Krönungen: Wilhelm III. mußte es sich gefallen lassen, daß die Zeremonie verdoppelt wurde, weil seine Gattin Mary, eine Stuart, gemeinsam mit ihm gekrönt wurde. Es wurde deshalb neben den Thron Eduards des Bekenners ein zweiter Thron aufgestellt für die Königin, die sich wie ihr Gemahl salben und mit dem Schwert umgürten ließ. Der Erzbischof von Canterbury, für diese heilige Handlung eigentlich allein zuständig, war am Erscheinen verhindert: er saß als Staatsgefangener wegen seiner Parteinahme für den entflohenen Jakob II. mit vielen hervorragenden Geistlichen der Hochkirche im Tower. Zum ersten und bisher letzten Male sprang der Bischof von London für ihn ein, assistiert vom Erzbischof von Port. Die Nachfolgerin des Paares, Königin Anna, war an ihrem großen Tag so von der Gicht geplagt, daß sie sich in einem Sessel von St. James Palace nach Westminster tragen lassen mußte. Den ersten Glückwunsch empfing sie, die sich weibliche Bedienung ausbedungen hatte — die Gattin des Herzogs von Marlborough amtierte als Lord-Kämmerer — von ihrem Gatten, dem einzigen Prinzgemahl, der je einer englischen Krönung beigewohnt hat. * Bei den ersten Hannoveranern, Georg I. und seinem Sohn, lief alles glatt ab, nicht so bei Georg III. Der Zeremonienmeister war nicht auf der Höhe der Situation: er hatte die Sessel für das Königspaar und — noch schlimmer — das Staatsschwert vergessen, als der Zug in Westminster erschien. Es blieb nichts anderes übrig, als das Schwert des Lord Mayor für die Zeremonie zu entleihen. Auf die erzürnten Vorstellungen des Königs wußte der Lord nichts gescheiteres zu erwidern als: „Majestät, bei der nächsten Krönung wird alles klappen!" Ein Unglück kommt nie allein: der gut gemeinte Befehl, den Bankettsaal in Westminster Hall erst im Augenblick zu erleuchten, in dem der Krönungszug eintreffen würde, führte dazu, daß die Majestäten in einen dunklen Saal eintraten, in dem die Federbüsche der Ritter des Bath-Ordens wie die Federbüsche an einem Leichenwagen wirkten. Lord Talbot, der zu Pferde den Ritter begleiten mußte, der jeden Gegner des neuen Königs zum Kampf herausforderte (ebenfalls eine mittelalterliche Zeremonie), hatte sein Pferd darauf dressiert, rückwärts zu gehen, um zu vermeiden, daß es der Ehrentafel die Hinterseite präsentierte. Das arme Tier hatte sich das so genau gemerkt, daß es zu jedermanns Entsetzen den Bankettsaal gleich von hinten betrat. Damit nicht genug: die Ritter vom Bath-Orden waren unzufrieden mit ihren Plätzen, die ihnen Lord Talbot zu weit von der Ehrentafel entfernt angewiesen hatte, und für die Vertreter der Londoner Bürgerschaft war überhaupt kein Tisch vorhanden. Statt besonderer Anzeige. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß wurde mir nach kurzem, schwerem Leiden mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Die Einäscherungsfeier findet statt am Dienstag, dem 11. Mai, um 15 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs zu Gießen. Waren diese Zwischenfälle komischer Natur, so hatte die Krönung Georgs IV., des „ersten Gentle- WFRRF DRUCKSACHEN ww UIVO1- Brühl. Gießen diesen Prozeß verloren, in dem jeder anständig Gesinnte die Partei der deutschen Prinzessin nahm. Der Forderung ihres Gemahls, daß sie von der Krönung fernbleiben sollte, zum Trotz, fuhr Karoline als rechtmäßige Königin vor der Krönungskirche vor. Ihr Begleiter und treuer Sachwalter, Lord Hood, wies seine Eintrittskarte vor, aber der Türhüter weigerte sich, die Dame einzulasfen mit der Berufung auf seine Vorschrift. Niemand stand ihr sonst bei, und so mußte die Königin von England ihren Wagen wieder besteigen und nach Hause fahren. Sie nahm sich diese Schmach so zu Herzen, daß sie sich ein paar Tage später krank zu Bett legte und nach einem Monat Jtarb. Ihr Begräbnis war der Anlaß zu einer blutigen Revolte. Hatte Georg IV., um sich beliebt zu machen, seine Krönung mit besonderer Pracht gefeiert, so beschränkte sein Nachfolger, Wilhelm IV., schon um die schwer zerrütteten Staatsfinanzen zu schonen, die Festlichkeiten auf ein Mindestmaß. Die religiöse Zeremonie wurde abgekürzt, und das seit je übliche Bankett in Westminster Hall fand überhaupt nicht statt. Seine Nichte, Viktoria, hat umgekehrt mit der größten Gewissenhaftigkeit, durchdrungen von der religiösen Pflicht des Monarchen, alle alten Bräuche befolgt. Aber sie war damals 1838, noch so jung, daß ihr auch das Belustigende nicht entging, das sie in ihrem Tagebuch festgehalten hat. Diesmal versagen die Geistlichen: der Bischof von Durham, der das zwanzigjährige Mädchen beraten soll< ist ganz kopflos und weiß keine Antwort zu geben, und selbst der Erzbischof von Canterbury steckt ihr den Ring an den falschen Finger und vergißt, ihr den Reichsapfel zu reichen. Man zieht sich nach Empfang der Glückwünsche einen Augenblick in eine dunkle Kapelle zurück; aber diese heilige Stätte mutet sehr unfeierlich an, denn auf dem Altar stehen Weinflaschen neben Butterbroten, und die höchsten Herrn des Vereinigten Königreichs stärken sich in aller Hast für die Fortsetzung der Feier. „Hier sieht's gar nicht aus wie in einem Gotteshaus", hört sie den Premierminister flüstern. „neumodischen" Stahlfeder gewöhnt 1. Haushaltsplan und Haushaltssatzung 1937. 2. Haushaltsplan der Plockfchen Stiftung 1937. 3. Abänderung der Steuerordnung über die Erhebung der allgemeinen Wertzuwachssteuer in der Stadt Gießen. Vielleicht wird es auch am 12. Mai nicht ganz ohne Zwischenfälle abgehen. Aber hoffentlich sind sie nicht tragischer, sondern heiterer Natur. Nundfunkprogramm Dienstag, 11. Mai. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 9.30: Elsässische Komponisten. 10: Schulfunk. Helden der Arbeit. 11.30: Sportfunk für die Jugend. Die Weltrekordflieger Knies und Beck erzählen.^ 11.45: Landfunk: Für unsere Winzer! 12: Mittagskonzert. 13: Nach- richten (auch aus dem Sendebezirk), offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch... 15.15: Volk und Wirtschaft. 15.30: Für die Frau: Den Müttern von 1914. Walter Flex schreibt an seine Mutter. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Sozialdienst. 18: Konzert. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Unterhaltungskonzert. Bekanntmachung. Am Dienstag, dem 11. 7Nai 1937, 16 Uhr, findet im Stadthaus, Bergstraße 20, Sitzungssaal, eine öffentliche Sitzung der Ratsherren mit folgender Tagesordnung statt: zur Zeit unserer Urgroßväter; demnach muß es wohl jenseits des Kanals heutigen Tages noch Menschen geben, die sich noch immer nicht an den Gebrauch der fiamernöf®flfi5 oöenü Mittwoch, 12. Mai, 20.15 Uhr, im Kameradschafts - heim,,Znm Auerhahn“, Sonnenstraße. Hierzu werd, alle 116er Kameraden,auch Nichtmitglieder, eingeladen. Besprechung: 116er Treffen. 3276d Dielule Figur? Holen Sie sich Rat bei: Korsettmoden .Moni“ Manila Hieraus Seltersweg 59 [ sein Haupt darauf gelegt haben, als er auf dem : Berg Horeb entschlummerte; dessen Nachkommen : führten ihn mit sich nach Aegypten, der Grieche Gathedus, Gemahl einer Aegypterin, brachte ihn ' nach Spanien. Nach diesem Abstecher landete der merkwürdige Stein 700 Jahre vor Christus in Irland, bis Fergus, der sagenhafte Begründer des schottischen Königshauses, ihn in Scone in Schottland niederlegte. Endlich nahm ihn Eduard I., der „Bekenner", in seine Obhut und brachte ihn in die Westminsterabtei, wo dieses ägyptische, griechische, spanische, irische und schottische Heiligtum das englische Bürgerrecht erwarb. Eine alte Prophezeiung knüpfte die schottische Herrschaft an den Stein von Scone; aber nachdem mit Jakob I. die schottischen Könige den englischen Thron bestiegen hatten, war alles in schönster Ordnung. Wenigstens ist nicht bekannt, daß der Stein unter dem Thron des heiligen Eduard sich, solange er in London liegt, je bewegt hätte — was er immer dann tun soll, wenn ein unechter König diesen Thron besteigt. * Man sieht, mit welch ehrfürchtigen Schauern der Brite seine Königskrönung umgibt. Es gehöre schon eine unglaubliche Ruchlosigkeit dazu, auf diesen Stein unter dem „Coronation Chair" ein Attentat zu verüben, wie es unmittelbar vor dem Weltkrieg fanatische „Suffragettes", Kämpferinnen für das' Frauenwahlrecht, mit Sprengstoffen versucht haben. Aber da wir nun einmal schwache Menschen sind, so liegt das Menschlich-Unvollkommene hart neben dem Göttlichen, und selbst in England hat man für dieses „Allzumenschliche" Verständnis, wie ein Buch beweist, das soeben in London erschienen ist, „Crowning the King" von Lewis B r 0 a d. Darin werden allerhand Anekdoten aufgefrischt, die sich an die Königskrönung in vergangenen Zeiten knüpfen. Wir brauchen 'also nicht zu befürchten, englische Gefühle zu verletzen, wenn wir mit dem englischen Berichterstatter diesen „Krönungsgeschichten" ein wenig nachgehen. * Bei der Krönung Karls I., des unglücklichen Stuart, dessen Haupt 1649 unter dem Henkersbeil fallen sollte, will man allerhand unheimliche Vorboten wahrgenommen haben. Schon die weißseidenen Gewänder, in denen statt dem üblichen Purpur der König in der Kirche erschien, deutete man als Farbe des unschuldigen Opfers. Die Taube auf der Spitze des einen Szepters fiel herab, und die Anwesenden wollen deutlich ein unterirdisches Grollen vernommen haben, als man die Kröne auf sein Haupt setzte. Ueberdies verzichtete er auf den feierlichen Krönungszug, indem er sich mit der Pest entschuldigte, die damals in London wütete. Das Volk schüttelte die Köpfe: das konnte nicht gut aus- : gehen. Sein Sohn, Karl II., der erste Monarch nach dem zwölfjährigen republikanischen Zwischen- : spiel, das Oliver Cromwell inszeniert hatte, ließ sich vorsichtshalber zweimal krönen: in Scone als : König von Schottland und zehn Jahre später in : Westminster als rechtmäßiger Herrscher von Großbritannien und Irland. Auch bei der Krönung Jakobs II., des letzten Stuart auf dem englischen 1 Karl Friedrich Schlotterer Forstrat i. R. im 78. Lebensjahre zu Lieb, Oberhessen näumAnn von; Ernst Aßmann 2siqV Hitlerwall 7 Daran hat sich bis heute nichts gändert: am 12. Mai wird sich die Krönung des englischen Königs kaum anders vollziehen. Die Zeremonien werden schon deswegen so gewissenhaft beibehalten, weil es sich um eine religiöse Feier handelt, und in religiösen Dingen lasten bekanntlich die Briten nicht mit sich spaßen, wenigstens :m äußerlichen Zeremoniell nicht. Eine besondere Rolle spielt dabei in der Westminsterabtei der Krönungsstuhl, den eine mystische Weihe umgibt. Dieser „Coronation Chair", der Thron des heiligen Eduard, der so unscheinbar dasteht, daß man ihn leicht übersieht in dem mächtigen gotischen Gotteshaus, ruht auf einem ungeschliffenen Findling, dem „Stein von Scone". Und dieser Stein, das Allerheiligste sozusagen, hat eine abenteuerliche Geschichte. Der Erzvater Jakob soll Englische Krönungsgeschichten Don Dr. Hermann Hieber. 20-22.15 Zum letzten Mal 3282Ö Der Günslliog Preise von 1.20-4.00 RM. wohnheiten schon im Alltag zu bemerken, um wieviel mehr bei „Haupt- und Staatsaktionen"! Der „Lord Mayors Day", die Einführung des neuen Oberbürgermeisters von London, ist ein Krönungsfest im Kleinen von der vergoldeten Staatskarosse und dem vorangetragenen Schwert und Szepter bis zu dem Herold, der auf altfranzösisch, in der Sprache der normannischen Eroberer, seine Verkündigung beginnt mit „Oyez, Oyez" („Hört, Hört") — es wird aber englisch ausgesprochen und klingt dan wie „O Yes" („O Ja"). Aber mit dem „Coronation Day" verglichen ist der „Lord Mayors Day" eine bescheidene Veranstaltung, ein besseres Schützenfest. Der ganze Prunk des hohen Mittelalters wird da entfaltet — so etwa, wie es bei jenem berühmten Kaisertag zu Mainz herging unter Barbarossa. Wir besitzen die Schilderung eines französischen Chronisten, Froissart, von den Feierlichkeiten bei der Krönung Heinrichs IV. vom Hause Lancaster, des Nachfolgers Richards II., im Jahre 1399. Auf dem Zuge von seinem Palast zur Kathedrale trägt ihm der Prinz von Wales das „Schwert der Kirche" voran, der Graf von Northumberland das „Schwert der Gerechtigkeit" und der Graf von Westmoreland das Szepter. Der Erzbischof von Canterbury stellt den neuen König dem Volke vor, das ihm Gehorsam schwört, und salbt ihn „an sechs Stellen": auf dem Haupte, der Brust, auf beiden Schultern und in beiden Handflächen, bekleidet ihn mit kirchlichen Gewändern als Diakon, darauf setzt er ihm die Königskrone auf. Nach dem Gottesdienst wird er in feierlichem Zuge in seinen Palast zurück- geleitet. Erlaß eines Nachtrags zur Polizeiverordnung, betr. die Einrichtung und den Betrieb eines Nutzviehmarktes in Gießen; hier: Aufhebung des §2 des Nachtraas vom 6. Februar 1936 (Schluß- schein- und Kennzeichenzwang). Gießen, den 8. Mai 1937. 32940 Arkr« 1800 ?- ernbesR Don p;nbQnf[ ;!>'PPe e> Q ,bWeten ei Ir fc 61 un^in Ij >« dj Hersts 'ii-X'r aten r uno KKtz 9" S Än -M ML Ä« Ur. 106 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, lll.Mai 1957 Tag der Sanitäiskolonnen in Gießen. Die Sanitäter und die Samariterinnen sielten ihre Schlagfertigkeit im Oiensie des Deutschen Idolen Kreuzes unter Beweis. Am gestrigen Sonntag war Gießen, der Ort eines geschlossenen Einsatzes aller im Kreise Gießen befindlichen Sanitätseinheiten des Deutschen Roten Kreuzes unter Zuziehung der Samariterinnen vom Deutschen Roten Kreuz aus dem Kreise Gießen. Es war eine große Zahl von Männern in der Sanitäteruniform, ebenso eine große Zahl von Samariterinnen, die bei dieser Gelegenheit wiederum den vorbildlichen Idealismus und die Selbstlosigkeit ihrer Arbeit im Dienste der Allgemeinheit eindrucksvoll bekundeten. Sie erwarben sich dadurch erneut das Anrecht auf die dankbare Anerkennung aller Volksgenossen, denen die Früchte dieser Arbeit in Fällen von Rot und Gefahr zugute kommen. Am Vormittag versammelten sich die Sanitätsmannschaften und die Samariterinnen in der Aula der Universität. Hier weilte als Vertreter des Präsidenten des Hessischen Landesmänneroereins vom Roten Kreuz, Staatsrat Reiner, der Landeskolonnenführer Hauptmann a. D. L o t h e i f e n bereits inmitten der Kameraden und Kameradinnen aus dem Kreise Gießen. Der Vorsitzende des Kreismänneroereins Gießen vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisdirektor Dr. Lotz, lenkte in seiner kurzen Eröffnungsansprache die Gedanken der Männer und Frauen zunächst hin zu den Opfern des furchtbaren Unglücks unseres Luftschiffes „Hindenburg", derer in würdiger Weise gedacht wurde mit dem Gelöbnis, auch weiterhin alle Kraft einzusetzen für die großen Aufgaben der deutschen Luftschiffahrt. Kreisdirektor Dr. Lotz begrüßte sodann die Versammlung, insbesondere die Vertreter der Partei, des Staates, der Wehrmacht und vieler Behörden. Er betonte weiter die großen Aufgaben und die Dringlichkeit aller Arbeiten des Roten Kreuzes, das immer bereit sein muß, wenn Not am Mann ist und das Leben Wunden schlägt. Unter wärmster Anerkennung des von hohem Idealismus erfüllten Wirkens der Sanitäter und der Samariterinnen sprach Kreisdirektor Dr. Lotz allen diesen Helfern des Roten Kreuzes seine aufrichtige Anerkennung und den Dank der Volksgemeinschaft aus. Er verband damit den Wunsch, daß auch weiterhin die Arbeit im Dienste des Roten Kreuzes nicht nur bei den Sanitätern und den Samariterinnen, sondern bei allen Volksgenossen wärmste Unterstützung finden möge, damit diese Tätigkeit immer getragen wird von der Einsatzbereitschaft für die großen Aufgaben, die wir alle im Dienste unseres Volkes in der Gefolgschaft unseres Führers Adolf Hitler zu erfüllen haben. Freudig brachte man darauf dem Führer Gruß und Treuegelöbnis dar Kreiskolonnenführer Kratz (Gießen), der auch an der Spitze der Gießener Kolonne steht, gab anschließend einen Ueberblick über die Aufgaben des Roten Kreuzes, um dadurch die Vorführung eines Filmes „Die Sanitäts-Kompanie" einzuleiten. Aus seinen aufschlußreichen Darbietungen ergaben sich für die Zuhörer interessante Erkenntnisse, sowohl hinsichtlich der Organisation, als auch der praktischen Arbeit einer Sanitätskompanie und ihrer vielseitigen Einrichtungen. Wenn auch dem alten Feldsoldaten manches Stück dieser Arbeit der Sanitäter noch in Erinnerung ist, so wurde aber auch ihm klar, daß seit dem Kriege allerlei Veränderungen und Neuerungen im Sanitätsdienst der Truppe Platz gegriffen haben, die zur Steigerung der Schlagfertigkeit und Einsatzbereitschaft der Sanitäter erheblich beitragen. Die Vorführung des Films wurde von den Sanitätern und den Samariterinnen mit großem Interesse verfolgt. Leider machte sich jedoch dabei zum Teil ein Mangel in der Wiedergabe in Schrift und Bild bemerkbar. Den Abschluß der Veranstaltungen am Vormittag bildete ein Vorbeimarsch der Sanitätseinheiten, einschließlich der Samariterinnen, vor dem Landeskolonnenführer L o t h e i s e n , der den Vorbeimarsch vor dem Universitätsgebäude abnahm. Anschließend fand ein Propagandamarsch durch eine Reihe von Straßen statt, um hierdurch die Aufmerksamkeit der Volksgenossen hinzulenken auf die Arbeit des Roten Kreuzes. Bei beiden Marschveranstaltungen stellte unsere Freiwillige Feuerwehr durch ihren Spielmannszug die schneidige Marschmusik. Die Nachmittagsstunden waren einer großen Geländeübung auf dem Trieb in der Nähe des Eulenkopfes gewidmet. Der Hebung lag die Annahme zugrunde, daß ein gegen Gießen von Osten vorstoßender Feind zurückgeschlagen worden sei und von den eigenen Truppen in ostwärtiger Richtung verfolgt werde. Das Rote Kreuz hatte den Befehl, den nordostwärts gelegenen Teil des Trieb nach Verletzten abzusuchen und nach einem zu errichtenden Verbandsplatz zu bringen, wo erste ärztliche Versorgung erfolgen sollte. Von hier aus Abtransport mit Sanitätsautos nach einem Notlazarett in den Räumen der Liebigshöhe Etwa von 15 Uhr ab waren die Sanitätsmannschaften auf dem „Schlachtfeld" ostwärts vom Eulenkopf mit der Suche nach den „Verwundeten" beschäftigt. Die „Verwundeten" stellten Männer unseres Gießener Arbeitsdienstlagers dar. Nicht nur die führenden Männer des Roten Kreuzes, sondern auch zahlreiche Beobachter aus dem Kreise der Wehrmacht und der Behörden, sowie andere Ehrengäste, ferner viele Spaziergänger hatten Gelegenheit, die Sanitätsmannschaften bei ihrer Arbeit im Gelände zu sehen. Ueberall konnte man dabei die erfreuliche Feststellung machen, d-aß die Männer vom Roten Kreuz sowohl bei der Suche nach den „Verwundeten" als auch bei deren Bergung, bei der ersten Hilfeleistung auf dem Verbandsplatz und beim Transport nach dem Lazarett mit großer Sorgfalt, guter Sachkunde, unermüdlichem Eifer und mit viel Verständnis für die zweckmäßige Anpassung an das Gelände und an die Eigenart der Aufgaben am Werk waren. Auch ein im Verlaufe der Hebung markierter Fliegerangriff auf Tragemannschaften, sowie Entseuchung von „Gasgelände" zeigten die Männer vom Roten Kreuz in ihren Leistungen auf der Höhe. Mittlerweile hatten die Samariterinnen in der außerordentlich kurzen Zeit von etwa zwei Stunden in den Räumen der Liebigshöhe ein Lazarett von Grund auf eingerichtet, das nach jeder Richtung hin als vortrefflich gelungen bezeichnet werden mußte. Auch an dieser Stelle wurde die ausgezeichnete Ausbildung der Helferinnen überzeugend deutlich. Dadurch erfuhr die Arbeit der Männer im Gelände ihre wirkungsvolle und sachlich einwandfreie Ergänzung. Im Anschluß an die Hebung und nach Besichtigung des Lazaretts fand die Kritik vor den Sanitätsmannschaften und den Samariterinnen im Garten der Liebigshöhe statt. Kreiskolonnenführer Kratz sprach dabei vom Gesichtpunkt des Kolonnenführers aus über die Leistungen, Kreiskolonnenarzt Dr. med. Gros betrachtete die Ergebnisse unter ärztlichem Gesichtspunkt, Landeskolonnenführer L o t h e i \ e n sprach dann als aufmerksamer Beobachter aller Vorgänge im Gelände und als sachverständiger Prüfer des Lazaretts. Zum Schluß sprach Kreisdirektor Dr. Lotz als Vorsitzender des Kreismännervereins Gießen. In allen Ansprachen wurde den Sanitätern Der „Verwundete" wird in das Sanitätsauto gehoben. Die „Verwundeten" und die Sanitäter in der Gaszone. (Aufnahmen [2]: Pfaff Nachf., Gießen.) 8 Ä M und den Samariterinnen mit Recht volle Anerkennung für ihre tapfere und tatfreudige Arbeit sowie für ihr zweckmäßiges Handeln und für ihre gute Ausbildung ausgesprochen. Diese wohlverdiente Anerkennung galt auch zugleich als herzlicher Dank der leitenden Männer vom Roten Kreuz an alle ihre Mitarbeiter bis zur letzten Stelle. Hnd dieser Dank war nach jeder Richtung hin am Platze und sehr verdient. Mit dem Gruß an den Führer und unser schönes Vaterland sand die in allen Teilen wohlgelungene Veranstaltung ihren Abschluß. Aus -er Stadt Gießen. Hitler-Zügen- spart für Fahrt und Lager. Die Einheiten der Hitler-Jugend und des Jungvolks können es auch diesmal kaum erwarten, bis nach den umfangreichen Vorbereitungen die Sommerzeltlager bezogen werden können oder bis die „Affen" für die Großfahrt an die Grenze und ins Ausland aufgeschnallt sind. Lager und Fahrt find nun einmal aus der planmäßigen Erziehungsarbeit der Hitler-Jugend nicht mehr wegzudenken. Sie sind Dienst, wie jeder andere Dienst, aber sie dienen bei aller Zucht und Ordnung der Freizeit und Erholung in einem Maße, wie es nur der versteht, dem eben selbst dieses Erlebnis zuteil wird. Hnd auch in diesem Jahre sollen wieder alle Jungen ohne Rücksicht auf den eigenen Geldbeutel oder den ihres Vaters die Kameradschaft der Zeltlager erleben oder aber die Schönheiten des deutschen Landes, das Schicksal seiner Grenzen und darüber hinaus auch fremde Völker kennenlernen. Denn erst das gemeinsame Erlebnis — und hier ist es das der Freude und der Erholung — schmiedet die junge Gemeinschaft. So" spart denn seit geraumer Zeit schon jeder Pimpf und jeder Hitler-Junge, um von sich selbst aus die Voraussetzung der Teilnahme an den Lagern oder einer Fahrt zu schaffen. Sparmarke auf Sparmarke wird zusammengetragen — die Pimpfe wissen schon, wie und woher sie sich jeweils die 50 Pfennige für eine Marke erarbeiten und verdienen — und voller Stolz wird Seite auf Seite der „KdF."-Sparkarte, die jeder Junge im Besitz hat, abgeschlossen. Ja, es ist ein förmlicher Wetteifer dqrum entstanden, wer zuerst seine Sparkarte mit den Sparmarken angesüllt hat. Gewiß heißt es dann eben mal auf dieses und jenes verzichten, doch für die Teilnahme an dem Sommerzeltlager oder an der Großfahrt ist kein Opfer zu groß. Hnd find 14 Tage Erholung in Luft und Sonne und Tage frohen Erlebens auf Fahrt in unbekannte Gegenden des Reiches und der angrenzenden Länder nicht schönster Lohn für einen Verzicht, den man an kleinen Dingen aufgebracht hat? Dornotizen. Tageskalender. Stadttheater: 20 bis 22.15 Hhr „Der Günstling". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Gleisdreieck". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ein Mädel vom Ballett." — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 16 bis 18 Hhr Ausstellung von Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen von Lotte Droese. — Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Geistlichen im Dekanat Gießen: 18.30 Hhr kirchliche Kundgebung in der Johanneskirche; 20.30 Hhr in der Stadtkirche; es spricht Landesbischos D. Mei- fer, München. Sladllheaker Gießen. Heute abend findet die letzte Wiederholung des großen Erfolges der modernen Oper „Der Günstling" von Rudolf Wagner-Regeny und Caspar Reher statt. Die Erstaufführung hat in Gießen ein sehr lebhaftes Echo gefunden. Musikalische Leitung: Kapellmeister Paul Walter. Spielleitung Wolfgang Kühne. Leitung der Chöre Kapellmeister Ernst Bräue r. Diese Vorstellung findet als 31. Fußspuren im Sande der Kurischen Nehrung. Von Anton Schnack. Ich habe dort Spuren meines Fußes gelassen lind dabei den ermüdeten, schwerfällig schreitenden Fuß geliebt, der immer und immer wieder einsank, widerstandslos in den leichten, von der Sonne erhitzten, von der Feuchtigkeit zähen und vom Winde unruhigen Sand, und wenn ich mich nach einer Beile umdrehte, war es ein grausamer Eindruck, gemischt aus Verlassenheit, Derirrtsein, Alleinsein und Schwermut. Ich hatte einen Wolkenberg vor wir, einen riesenhaften Wolkenstock, der wie eine Zunge aus dem Gewölbe des Horizonts aufstieg ! und sich wie ein Baumblatt verbreiterte, in den Lchattenfalten schwarz und dunkelblau gefärbt war, an den Lichtseiten wie ein Fächer triefenden 6il= birs, gezackt, zersägt und zerschnitten war und von b dient, die Spieler gaben ihr bestes her. Besonder; zu erwähnen ist Betz, der eins feiner besten Spiele zeigte. Bei den Grünweißen, die auf Bach oer. zichten mußten, vermißte man den letzten Einsatz, der Sturm war zu weich und vergaß zeitweise den Torschuß. Der Spielbeginn sah Sinn leicht im Vorteil. Schon nach fünf Minuten fiel der erste Treffer füt die Platzherren, da Heß den Ball nicht schnell ge» nug wegbefördern konnte. Die Grünweißen konnten sich mit dem Platz nicht abfinden, wohl waren schöne Ansätze zu sehen, aber die Angriffe konnten mühelos abgewehrt werden. Fehling hatte Gelegenheit auszugleichen, er schoß_pber den Ball dem am Boden liegenden Torwart in die Hände. Kurz darauf fiel das zweite Tor. Nach der Pause war es der Linksaußen, der zum dritten Tore einsandte. Nachdem Sinn einen vierten Treffer angebracht hatte, tarnen die Grünweißen mehr und mehr auf. Aber nur das Ehrentor war die Ausbeute. Einmal rettete der Pfosten, dann wurde zuviel kombiniert, anstatt zu schießen. Mit diesem Ergebnis mußten sich die Grünweißen geschlagen bekennen. Da Dillenburg ebenfalls das Spiel gewann, ziert nun der DfB.-R. den Schwanz der Tabelle. Wieseck 1. Jgd. — VfB.-R. 1. u. 2. komb. Jgd. 4:1. Steinberg 2 Jgd. — VfB.-R. 1. u 2. komb. Jgd. 5:2. Lollar 2. Jgd. — DfB.-R. 4. Jgd. 3:1. Aufstlegfpiel zur Vezirksklafse. T.- u. Spo. Steinborf — Watzenborn-Steinberg 1:1, Steindorf konnte 10 Minuten nach der zweiter Halbzeit den Führungstreffer erzielen, dafür ließ aber Steinberg in der ersten Halbzeit einen Elfmeter aus. Kurz vor Schluß konnten die Teutonen gleichziehen. Ein sehr faires Spiel, nur konnte Steinberg sich auf dem kleinen Platze in Steindorf nicht entfalten, mußte auch mit drei Mann Ersatz die Fahrt nach Steindorf antreten. Fußball-Aufstiegspiele in Hessen. Die Fußball-Aufstiegspiele im Gau Hessen brachten am Sonntag in beiden Gruppen- je zwei Begegnungen. In Gruppe Nord trat der FSV. Bebra ■ wieder an und mußte durch Sport Kassel eine 6:0- Niederlage einstecken. Der in der Tabelle führende FD. Breidenbach hatte den VfL. Lauterbach zum Gegner und sicherte sich die Spitze durch einen 3:0- (3:0-) Sieg. In Gruppe Süd standen sich die Tabellenführer SV. Wetzlar und VfB. Großauheim gegenüber. Mit 2:0 (1:0) behielt Großauheim das bessere Ende für sich und verwies Wetzlar auf den zweiten Platz. Im zweiten Spiel der Gruppe wurde SD. Elz von SD. Bad-Nauheim mit 5:4 (1:2] Toren geschlagen. D f B. Großauheim — SD. Wetzlar 2 : 0 (1: 0). Vor fast 3000 Zuschauern errang der VfB. Großauheim nach spannendem Kampf vor allem in den ersten 45 Minuten einen verdienten 2:0- (1:0=) Erfolg über den SV. Wetzlar. Seipel und Masche waren vor bzw. nach dem Seitenwechsel die Torschützen für den Platzoerein. Schiedsrichter Mothes (Offenbach) leitete ausgezeichnet. S V. Bad-Nauheim — S V. Elz 5:4 (1:2). in iiefi”1 KL, @rul A i‘ stunde * «>r die 6 w ihre' fe& XWur«" AS- *.55 Ä vierten mit bem L Lochum e>n 6d Eng mußten W Schals Mkord aus, un Bremen aus jeder ^chsenmelster, [m klar mit W O 2Z.M geger innin der Grupk SriMit hem schwer PW von Paris e hw am Sonnt W als 99 Pt * Preis, der ii W Abendveranst "ß mit seinen 1 SJ» Meter st es nach e S.unter Tapt. A. Minuten u zu sei, * Wtaf ? 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Aber ich möchte Ihnen dies sagen: Wenn Sie nach einem Menschen Sehnsucht Haven, der des höchsten Opfers der Liebe fähig ist, der sich grenzenlos verschenken kann, wenn Sie eines solchen Menschen bedürfen, dann holen Sie sich Gisch Amelung zur Frau!" Stefan Vandergruen hat seinen Kopf tief gesenkt. Jetzt preßt er seine Fäuste an die Stirn. „Ihre guten Ratschläge kommen zu spät." Und in einem jähen Drang, zu beichten, sich auszusprechen, sich mit einem offenen Bekenntnis zu erleichtern, erzählt er diesem Mann die traurige Geschichte seiner Liebe. „Diese Abreise", schließt er, „bedeutet doch das Ende. Ist das nun wirklich jene große Liebe...?" Dr. Michaels schweigt. Und lächelt: „Haben Sie eigentlich schon darüber nachgedacht, was das Mädel in Ihrem Zimmer, an Ihrem Schreibtisch wollte?" „Nein, wieso?" wundert sich Stefan. „Ihren Atem wollte sie spüren. Da sie Ihnen nicht nahe sein konnte, wollte fie den Dingen nahe sein, unter denen Sie leben. Ahnen Sie denn nicht, wie dieses Mädel nach Ihnen hungerte, wie glücklich sie war, nur den Raum zu besitzen, der Ihnen gehörte — Und ahnen Sie nun, Sie Unglücksmensch, was Sie dem Kinde antaten, wie bodenlos brutal Ihre Handlungsweise war? Ins Zuchthaus gehörten Sie dafür, nehmen Sie mir's nicht übel, Mensch'" Stefan begreift, was er getan tjat. Er sicht wieder ihre Augen, das fassungslose Entsetzen, das sich in ihnen offenbarte. „Es ist — furchtbar — furchtbar'" stottert er. „3a — furchtbar! Und das glaubten Sie mit ein paar netten Zeilen in Ordnung bringen zu können? Daß man so ahnungslos fein kann!" „Aber — was hätte ich denn tun sollen?" „Alles andere, nur das nicht! Warum haben Sie nicht länger auf fie gewartet — und wenn es dir ganze Nacht gewesen wäre? Warum sind Sie nach Hause gefahren, als das Warten angefangen hatte, Buße und Opfer zu sein?" „Ja, Sie haben recht. Jetzt verstehe ich alles. — Was aber soll nun werden. Gibt es noch einen Weg zu ihr?" „Sicher!" entgegnet Werner Michaels. „Sie mec< den ihn finden, wenn Ihre Liebe groß genug ist." Sie schieden als Freunde. — Gegen Abend kehrt Maria von ihrem Ausflug aus Erkner zurück. Sie kommt ahnungslos herein«, sieht Stefan und fällt ihm auffchluchzend um dem Hals. „Weil du nur wieder da bist, Steff! Nun ifi diese häßliche Geschichte zu Ende, gell? Ach, mir» Aisch sich gefreut haben! Warst du sehr überrascht!, sie m unserem Hause zu treffen. Weißt du, ich bat*’ fie mir einfach hergeholt, ich hätt' es ja vor Einsamkeit nicht ausgehalten. — Wo steckt sie denn?" „Ach, Mariandl!" Aus feiner Stimme klingt soviel abgrundtiefe Verzweiflung, daß Maria er-1 schreckt zusammenfährt. „2ßas ist denn? Ist mit Gisch etwas geschehen?" Da erzählt er ihr alles, auch die Unterredung m>:| I)r. Michaels. Er beschönigt nichts, er entschuldigt sich nicht. Maria ist sehr betroffen. Sie hatte sich ja alles so hübsch ausgemalt, wie sie den beiden helfen würde, daß sie den Weg zueinander fänden. „Ach, Steff, mein Junge! Und sie hatte dich lieb. Wie sollen wir das nur wieder in Ordnung bringen —" --Ich werde zu ihr fahren, später, wenn dis Wunde etwas vernarbt ist. Ich werde um sie wer- ben und um sie kämpfen, denn ich weiß jetzt — 'ch brauche sie! Ohne sie ist mir das Leben nichts mehr wert." „Und gestern ahntest du noch nichts davon? 21d)t wer sich mit euch Männern auskennen wollte!" „Ich habe es von der ersten Stunde an gewußt Mariandl! Aber damals schämte ich mich noch des neuen Gefühls und kämpfte dagegen an, mit allen Mitteln, die mir zu Gebote standen. — Schau. Maria, es mußte wohl so fein. Man muß für alles seinen Preis bezahlen, und für das Teuerste Den höchsten. „Du magst recht haben, Steff." (Forts, folgt) £0( lotnmt iss SBooen lAen den “ ?■*« 1 ?S“ä JQ9en. tz "5 feil Mittel ^ Ttrei ,?rnd °n 21 ÄS *pp! k: *• $ufOj ! i.hhk*- '■’N* Doch noch Stuttgart?! ffe. b. M 4:1, >b, > 5:2. ! Votteil. taffer für schnell yk. en tonnten >°hl mären sse tonntet hatte W. i Ball btq* >ande. ftuq mse war k e einfonbli. ang'ebrch i mehr au’ ute. Einni: tombinkrt ms mufeli- m. Da U ert nun k Hn 31 11:2. 1 K'lnn. di, S merbea :Sr. Horn ^sricht„; *niM' r«). Niederlag, e" Leistun. * daran *e6te holl, E verloren Dle Platz, eferten ein rchaus oer-; Besonder?' Spielet ; ^ach ncr« en Einsatz,s-s 'tweise den ! letzlar nenn es \ i> Sie m ngen Haiti. rtnbetg 1:1, )er zweite dafür liefe einen Els- e Teutonen. >nnte Stein-, indorf nidjij Ersatz die i essen. fen brach. I zwei Be- ■ W. Bedra. eine 6:0= > führende f rdach 3um, einen 3:0-. |: n sich die Zrohauheim I luljeim du; ' [ar aus den uppe rrniröe h t 5:4 H I DD. Grefe- Hem in den l. (1:0-1 J und W sei die > iter *1 h alles. - noch einer Gruppenspiele um die deutsche Iußball-Meisterschast. Die in diesem Jahr ohne besondere Höhepunkte verlaufenen Gruppenkämpfe um die deutsche Fußballmeisterschaft stehen kurz vor ihrem Abschluß. Die vorletzte Runde wurde am zweiten Mai-Sonntag durchgeführt. Mit großer Spannung sah man vor allem dem Frankfurter Großkampf zwischen W o r - matia Worms und VfB. Stuttgart entgegen, den die Schwaben mit 1:0 vor 20 000 Zuschauern zu ihren Gunsten entschieden und damit den Südwest-Meister durch ihr besseres Torverhältnis in der Führung ablösten. Die Entscheidung in der Meisterfrage ist also hier hinausgezögert worden und wird erst am letzten Sonntag der Gruppenspiele fallen. In der Gruppe I war das Spiel Beuchen gegen Hamburger SV. bereits am Himmelfahrtstage ausgetragen worden, so daß am Sonntag nur die Begegnung zwischen BC. Hartha und Hindenburg Allenstein zur Durchführung kam. Der Sachsenmeister war diesmal in bester Schußlaune und trug einen glatten 6:2 (2:0)-Sieg davon, so daß Hartha den allerdings wertlosen zweiten Platz sicher haben dürfte. Die Gruppe II brachte die erwarteten Siege von Schalke 04 und Werder Bremen. Die Knappen feierten mit dem 12:0° (8:0=) Sieg über Viktoria Stolp in Bochum ein Schützenfest. Bereits in der ersten Begegnung mußten die Pommern mit 8:0 die lieber* legenheit Schalkes anerkennen. Schatte ging aus Torrekord aus, um im Falle einer Niederlage gegen Bremen auf jeden Fall gesichert zu sein. Der Niedersachsenmeister, der auch im Rückspiel Hertha Berlin klar mit 5:2 (3:1) das Nachsehen gab, müßte am 23. Mai gegen Schalke schon mit 7:0 gewinnen, um in der Gruppe II noch den Meistertitel an sich bringen zu können. Und damit ist wohl nicht zu rechnen, so daß man heute schon Schalke als Gruppenmeister ansehen darf. Mit Hochspannung ist die Gruppe III geladen. Im Wiederholungskampf holte VfB. Stuttgart vor 20 000 Zuschauern im Frankfurter Stadion einen verdienten 1:0 (0:0)-Sieg über Worrnatia Worms heraus, obwohl die Schwaben zeitweise nur neun Spieler im Felde hatten. Der siegbringende Treffer fiel in der zweiten Minute der zweiten Halbzeit durch den Stuttgarter Mittelstürmer Pröftock. Stuttgart und Worms haben je 7:3 Punkte bei einem Torverhältnis von 7:2 zu 7:3 zu Gunsten der Württemberger. Der SV. 05 Dessau schlug den SpV. Kassel mit 4:2 (3:1) und hat damit ebenfalls noch ein Anrecht auf den Titel, da dem Gau-Mitte- Meister die Möglichkeit geboten ist, aus dem zu wiederholenden Spiel gegen Kassel beide Punkte zu erringen, womit Dessau auf insgesamt 6:4 Punkte kommen würde. In Gruppe IV trennten sich diesmal 1. FC. Nürnberg und Fortuna Düsseldorf von 25 000 Zuschauern torlos, während der SD. Waldhof den DfR. Köln mit 1:0 (0:0) bezwang und damit auf den zweiten Platz gelangte. Der letzte Kampftag am 23. Mai. Gruppe I: Allenstein — Beuchen (16. Mai); Hamburger SV. — BC. Hartha. GruppeII: Bremen — Schalke; Hertha — Viktoria Stolp. Gruppe III: SpV. Kassel — VfB. Stuttgart; SV. 05 Dessau — Worrnatia Worms. Gruppe IV: 1. FC. Nürnberg — SV. Wald- Hof; VfR. Köln — Fortuna Düsseldorf. Alles klar im Handball. Oberalster, Wuppertal, Waldhof und Leipzig sind die „letzten Bier". Im Handball sind die Gruppenspiele bis auf zwei Treffen der Gr u p p e 1 abgeschlossen. Hier hat zwar der DBV. Berlin theoretisch noch die Möglichkeit, den führenden Nordmarkmeister Oberalster Hamburg einzuholen aber nur dann, wenn Oberalster das letzte Spiel, das erst am 30. Mai in Königsberg abgewickelt wird, verlieren sollte. Mit dieser Möglichkeit ist aber kaum zu rechnen, und selbst in diesem Falle hätte Oberalster durch das bessere Torverhältnis den Sieg sicher. Diesmal gewannen die Hamburger mit 13: 9 (10:3) knapper als erwartet gegen den Hessenmeister Bettenhausen, während der DBV. Berlin nur ganz knapp mit 9:7 (7:5) in Königsberg den VfL. schlagen konnte. In Gruppe 2 sind die Spiele schon seit dem Himmelfahrtstag beendet; hier ist bekanntlich Tura Wuppertal Gruppensieger. In G r u p p e 3 ist die Entscheidung, wie erwartet, zugunsten des SV. Waldhof gefallen, der im letzten Spiel den deutschen Meister Hindenburg Minden 5:1 (3:1) schlug und sich den Gruppensieg sicherte. Der 1. FC. Nürnberg stand in Hannover beim dortigen MSV. dicht vor seinem ersten und einzigen Siege, wurde aber noch 11:10 (5:7) geschlagen. In Gruppe 4 galt der Kampf noch den Plätzen. Hier konnte der VfR. Schwanheim, der in Leipzig dem Gruppensieger MTSA. nur 5:8 (3:3) unterlag, auf Grund des besseren Torverhältnisses hinter den Sachsen Zweiter werden. Gleiche Punktzahl hat der Schwabenmeister TV. Altenstadt, der in Koblenz beim dortigen MSV. 13:7 (7:4) gewann. Die Ergebnisse des letzten Sonntags kommen zum Teil überraschend. Sie erklären sich aber zum großen Teil durch die rasche Aufeinanderfolge der Rückspiele, die in genau acht Tagen durchgepeitscht wurden, wobei die Mannschaften dank der wenig glücklichen Einteilung der (Saugruppen zum Teil recht lange Fahrten auf sich zu nehmen hatten. Abgesehen von den beiden in Gruppe 1 ausstehenden Gruppenspielen, in denen Oberalster auch endgültig Sieger wird, steht nun den Mannschaften die Vorschlußrunde bevor, deren Paarungen noch nicht bekannt sind, die aber am 6. und 13. Juni abgewickelt wird. * Deutschlands großer Triumph. Fridolin (2Rifhn. K. Hasse) gewinnt den Großen preis von Paris. Mit dem schweren Jagdspringen um den Großen Preis von Paris erreichte das Pariser Ausstellungsturnier am Sonntag seinen ersten Höhepunkt. Nicht weniger als 99 Pferde bewarben sich um den wert- vollen Preis, der im Rahmen einer Nachmittagsund Abendveranstaltung durchgeführt wurde. Der Kurs mit seinen 18 Hindernissen bis zu einer Höhe von 1,50 Meter stellte hohe Anforderungen. Lange Zeit sah es nach einem französischen Sieg aus. Olivette unter Capt. Durand, die eine Zeit von 1:20,4 Minuten vorgelegt hatte, schien kaum noch zu schlagen zu sein. Erst am Abend startete Fridolin unter Rittmeister Kurt Hasse, der am Vortage noch um eine Fünftelsekunde geschlagen worden war, doch hier mit einer Glanzleistung aufwartete. In einem unerhörten Tempo jagte der Wallach über die Strecke und erzielte dabei eine Zeit von 1:20 Minuten. Die Franzosen setzten nun alles daran, den Deutschen zu übertreffen, aber in der Hast unterliefen ihnen sämtlich Springfehler, und so blieb es bei dem überaus beifällig aufgenommenen Sieg von Fridolin, der damit zugleich eine wohlverdiente Entschädigung für fein Pech am Vortag fand. Ergebnis. Großer Preis von Paris: 1. Fridolin (Rittmeister K. Haffe) 0 Fehler, 1:20 Minuten; 2. Olivette (Capt. Durand-Frankreich) 0/1:20,4; 3. Gloriette (Lt. Sauer-Oesterreich) 0/1:22; 4, Adriane (Lt. de Trlliere-Frankreich) 0/1:25,2. * Der zweite Wettbewerb am Samstag beim internationalen Reitturnier in Paris war ein Mannschaftskampf der am Pariser Turnier beteiligten ausländischen Reiter. Deutschland, schon seit Jahren gerade in derartigen Wettbewerben führend, gewann auch hier mit 36 Fehlern vor Rumänien (41), der Schweiz (45), Belgien (55) und Holland mit 66 Fehlern. DeuWaud überlegen wie nie zuvor! Hermann Lang (Mercedes-Benz) siegt im „Großen Autopreis von Tripolis" und kommt zu seinem ersten gewaltigen Erfolge. — Acht deutsche Wagen auf den ersten Plätzen. 2. 3. 213,225 km/st. Bernd Roferneyer (Auto-Union), 2:28:07,32. E. von Delius (Auto-Union), 2:29:17,55. Hans Stuck (Auto-Union), 2:29:39,59. L. Fagioli (Auto-Union), 2:29:42,58. 6. R. Caracciola (Mercedes-Benz), 2:29:53,02. Sie wec Zu einem mörderischen Kampf auf der berühmten Mellaha-Strecke von Tripolis gestaltete sich am Sonntag das erste Rennen der neuen Grand-Prix- Ze it, der Große Preis von Tripolis. Neun deutsche Wagen standen im Kampf gegen Italiens erlesene Wagen und Fahrer, acht von ihnen endeten auf den ersten Plätzen. Ein überwältigender Erfolg! Nie zuvor kam Deutschlands Vorherrschaft so klar zum Ausdruck. Dor einer riesigen Zuschauermenge längs der 13,1 Kilometer langen Strecke und in Anwesenheit des Führers des deutschen Kraftfahrsports, Äorpsstihrer Hühnlein, sowie des Generalgou- Demeurs von Libyen, Marschall B a l b o , feierte der junge Nachwuchsfahrer Hermann Lang auf Mercedes-Benz seinen ersten Sieg mit dem Rennwagen. Gerade seinen Sieg hatten wohl die allerwenigsten erwartet und darum ist er doppelt erfreulich. In der neuen Rekordzeit von 2:27:57,77 Stunden brauste er über die insgesamt 524 Kilometer lange Strecke und erreichte dabei ein Stundenmittel von 213,225 Kilometer. Europameister Bernd Rosemeyer (Auto-Union) belegte vor seinen Stallgefährten Ernst von Delius, Hans Stuck und Luigi Fagioli (Italien) den zweiten Platz. Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz schoß als Sechster über die Ziellinie vor dem jungen Engländer Richard Seaman, der zum ersten Male für das Untertürkheimer Werk an den Start ging. Rudolf Haffe (Auto-Union) schob sich als Achter noch vor den ersten Alfa-Romeo-Fahrer, Giuseppe Farina. Die Ergebnisse. (Großer Autopreis von Tripolis, 524 km.) 1. Hermann Lang (Mercedes-Benz), 2:27:57,77 = 'M Ävsft “en»»11 eff! Mi ? 21*. r *<* .* 5 ÜJlano ’S; beide" ** I 5» i f M I lw' gÄrlj '£''11 'ZU 7. R. Seaman (Mercedes-Benz). 8. Rudolf Haffe (Auto-Union). 9. Giuseppe Farina (Alfa Romeo). 10. Tonino Brivio (Alfa Romeo). Telegramm an den Führer. Der Korpsführer richtete an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm: „Mein Führer! Das erste große Rennen des Jahres 1937 ein großer deutscher Erfolg! Der ausgezeichnete Nachwuchsfahrer Lang gewinnt die schöne Siegestrophäe des Generalgouverneurs Marschall B a lb o. Don neun gestarteten deutschen Wagen belegen acht die ersten Plätze. Das scharfe Rennen war ein harter Prüfstein für Fahrer, Maschinen und insbesondere die Reifen. Unser Sieg löste spontane Begeisterung der Zuschauermassen aus. Heil mein Führer! Hühnlein!" Davispokal Deutschland — Oesterreich 3:2. Im Davispokalkamps Deutschland—Oesterreich in München, den Deutschland schon mit dem 3:0 am Samstag gewonnen hatte, trugen Redl und Dettmer das dritte Einzelspiel aus. Redl gewann 8:6, 6:1, 3:6, 6:1. Das Treffen von Gramms gegen Graf Baworowski wurde beim Stande von 10:8 im ersten Satz abgebrochen. Don Gramm verzichtete auf die Nachholung, so daß der Kampf mit 3:2 für Deutschland endete. Zrn Flugzeug 15655 Meter hoch. Einen neuen Klassenrekord im Höhenflug für Motorflugzeuge stellte der italienische Flieyeroberst Mario P e z z i auf. Er erreichte die Höhe von 15 655 Meter und konnte damit die bisher in englischem Besitz gewesene Bestleistung uni 432 Meter überbieten. Der Flug wurde über dem römischen Flughafen Mantecelio auf einem Doppeldecker-Einsitzer Gaproni 161 mit Piaggio-Motor ausgesührt. Heffensahrl der Mlorgwppe Hessen des ASM. NSG. Mit der Hessenfahrt 1937 führte die Motorgruppe Hessen des NSKK. am Samstag und Sonntag die zweite der drei großen Veranstaltungen durch, die ihr für dieses Jahr zur Durchführung übertragen wurde. Mit einem Nennungsergebenis von über 400 Meldungen hatte die große zweitägige Prüfung eine Beteiligung erfahren, wie sie bisher noch auf keiner Veranstaltung der Gruppe zustande gekommen ist. Die Zuverlässigkeitsfahrt. Die Hessen fahrt begann am Samstag mit einer Zuverlässigkeitsfahrt, zu der von den drei Orten Darmstadt, Gießen und Hersfeld aus gestartet wurde. Aus den drei Strecken, die alle in Bad Orb als Ziel endeten, war den Fahrern die Aufgabe gestellt, ihre Strecke in einer vorgeschrie- benen Zeit zu durchfahren. Jede Strecke war in mehrere Zeitkontrollen unterteilt, die die Fahrer zu den vorgeschriebenen Zeiten passieren mußten. Bei den geforderten hohen Durchschnittszeiten mußten die Fahrer tüchtig aufdrehen, wenn sie ihre Fahrzeit einhalten wollten. Oie Geländefahrt. Am Sonntagvormittag folgte mit der G e - l ä n d e f a h r t der zweite und schwierigste Teil der Hessenfahrt. Ab 6 Uhr morgens rollten von zwei verschiedenen Startplätzen aus die Krafträder und Wagen ins „Schlachtfeld". Die Krafträder hatten 110 Kilometer, die Wagen 140 Kilometer abzufahren. Es gab die gewohnten Schwierigkeiten im Gelände. Holprige, steinübersäte Feldwege, Steilhänge, Wasserdurchfahrten und als besondere Spessartfpezialität Querrinnen über Querrinnen. Aber unverdrossen arbeiteten sich die Fahrer durch die tausend Mühen und Leiden der Geländestrecke hindurch, bauten unterwegs und setzten dann die Fahrt fort, obwohl inzwischen die goldene Plakette auf Nimmerwiedersehen enteilt war. Viel Interesse fanden die großen Kübelwagen der Wehrmacht. Giegerliste. Werkungsgruppe HI. — I Krafträder bis 100 ccm. Goldene Plakette: George Adam, MHI., Kassel, NSU.; Albrecht, Heinz, MHI., Kassel, NSU., je 0 Punkte. Silberne Plakette: eine. IBerfungsgruppe HI. — III. Goldene Plakette: Fleichhuth, Fritz, Jng., Kassel, NSU.; Riede, Ludwig, Jng., Kassel, DKW., je 0 Punkte. Silberner Plakette: eine. Eiserne Plakette: eine. Wertungsgruppe I — Krafträder bis 125 ccm. Goldene Plakette: Schweitzer, Albert, DDAC., Frankfurt a. M., DKW.; Kuß, Herbert, NSKKM., Darmstadt, Favorit, je 0 Punkte. Silberne Plakette: drei. Eiferne Plakette: drei. Wertungsgruppe II Krafträder bis 250 ccm. Goldene Plakette: Korb, Jak., 32/M., Sturmm., Lampertheim, Vik.; Bingemer, Heinz, 4/M. 49, Obtruf., Frankfurt a. M., Vik.; Amend, Alfr, 11/M. 77, Coburg.-N., Ardi; Wittmann, Willi, 11/M. 77, Scharf., Bertelsdorf, Ardi.; Scherhard, P., 5/M. 52, Truf., Niederlahnstein, DKW.; Franke, (3g., 24/M. 48, Rottf., Mengeringshausen, NSU., je 0 Punkte. Silberne Plakette: neun. Eiserne Plakette: vier. Dertungsgruppe II Krafträder bis 250 ccm (Mannschaften). Silberne Plakette: drei. Wertungsgruppe III Krafträder über 250 ccm (Mannschaften). Silberne Plakette: neun. Eiserne Plakette: drei. (Einzelfahrer). Goldene Plakette: Schröder, Erich, 11/M. 150, Sturmm., Bommersheim, DKW.; Roth, Otto, DDAE., Frankfurt a. M., BMW.; Krebs, Otto, 15/M. 150, Ofcharf., Herborn, BMW.; Kopp, Paul, 23/M. 147, Sturmm., Herborn, BMW., je 0 Punkte. Silberne Plakette: zehn. Wertungsgruppe III (Einzelfahrer). Eiserne Plakette: sechzehn. Wertungsgruppe IV Krafträder mit Seitenwagen. Gemeldet: 57. Am Start: 55. Am Ziel: 35. Goldene Plakette: Spahn, Arth., Rtf., MSS. 2/II, Offenbach, Triumpf; Spieß, Frz., Rtf. MSS. 2/II, Frankfurt a. M., NSU.; Link, Walt., Oschf., MSS. 2/II, Frankfurt a. M., BMW.; Bezold, Mart., Schf. M. 48, Ferndorf, BMW.; Schleifenbaum, Herrn., Sturmf. M. 48, Geisweid, Zünd.; Prinz, Erich, Sturms., M. 48, Siegen, DKW.; Heilbronn, A. Gerh., Oltn., Eisenach, BMW.; Moll, Werner, 5. Kradbat., Eisenach, BMW.; v. Laer, Hans, Ltn., Kradbat., Eisenach, BMW.; Stolle, Fritz, Utoffz., Flea. 14, Detmold, BMW.; Hösbach, Ernst, Feldw., Flea. 14, Detmold, BMW.; Kaiser, Helm., Rtf., 24/M. 49, Offenbach, NSU.; Besel, Wilh., Rtf., 15/M. 49, Homburg, BMW.; Pfannebecker, Ottm., Flieger, Gelnhausen, BMW.; Rohrmann, Fritz, Gefr., Rtf., 23/M. 147, Herborn, BMW.; Müller, Walter, Gefr., 1. Pz. 2121.9, Gelnhausen, Zünd., je 0 Punkte. Silberne Plakette: zehn. Eiserne Plakette: sechs. Wertungsgruppe V PKW. bis 1200 ccm. Gemeldet: 71. Am Start: 61. Am Ziel: 45. Goldene Plakette: Döring, Walter, OSchf., Wiesbaden, DKW.; Schwamm, Fr., USchf., Wiesbaden, DKW.; Matthes, Theod., Rtf., Wiesbaden, DKW.; Fritz, Kurt, DDAE., Frankfurt a. M., Ford; Schul, Karl, DDAE., Frankfurt a. M., Adler; Heidinger, Adolf, DDAE., Frankfurt a. M., Opel; Wiest, Geo, OSchf., Darmstadt, Fiat; Pistorius, Karl, DDAE., Frankfurt a. M., Fiat; Lohder, Ferd., Scharf., Frankfurt a. M., Opel; Bastian, Heinr., Scharf., Rüsselsheim, Opel; Ober, Alb., Scharf., Darmstadt, Adler; Klein, Marzin, Staff., Limburg, Adler; Boller, Wilh., Dtruf., Lang-Göns, Opel; Lind, Jak., Scharf., Wetzlar, Ford; Schmidt, Albert, Rtf., Gor» bad), Ford, je 0 Punkte. Silberne Plakette: neun. Eiserne Plakette: sieben. Wertungsgruppe VI PKW. 1200 bis 1800 ccm (Mannschaften). Gemeldet: 41. Am Start: 33. Am Ziel: 22. ©eibene Plakette: Wüst, Hermann, 32/M. 49, Scharf., Frankfurt a. M., Opel; Noll, Gg., 32/M. 49, Rtts., Höchst, Adler Tr.; Bauer, Alex, 32/M. 49, Rttf., Höchst, Opel je 0 Punkte. Silberne Plakette: sechs. Eiserne Plakette: drei. (Einzelfahrer). Goldene Plakette: Löbering, Hans, MSS. 2/2, Uscharf., Frankfurt, Hanomag; Keunecke, Fr., 32/M. 49, Rtts., Frankfurt (Main), Hanomag, je 0 Punkte. Silberne Plakette: drei. Eiserne Plakette: eine. Wertungsgruppe VII über 1800 ccm (Mannschaften). Gemeldet: 37. Am Start: 27. Am Ziel: 20. Silberne Plakette: drei. Eiserne Plakette: drei. (Einzelfahrer).. Goldene Plakette: Eichhorn, Ost., 2/M. 148, Scharf., Wiesbaden, BMW.; Ott, Rich., 3/M. II, Trust, Aschaffenburg, BMW.; Mehl, Rud., 32/M. 49, Rtts., Frankfurt a. M., Merc.-Benz, je 0 Punkte. Silberne Plakette: fünf. Eiserne Plakette: eine. Wertungsgruppe VIII Kübelwagen bis 1500 ccm. Gemeldet: 8. Am Start: 6. Am Ziel: 6. Goldene Plakette: Göbel, Walter, UScharf., MSS. 2, Frankfurt a. M., DKW.; Dehnen, G., QScharst, MSS. 2, Bingen, DKW.; Hanft, OLtn., 1/NA. 15, Frankfurt am M., Hanomag, je 0 Punkte. Silberne Plakette: eine. Eiserne Plakette: eine. Wertungsgruppe IX Kübel über 1500 ccm. Gemeldet: 24. Am Start: 24. Am Ziel 16. Goldene Plakette: Blumschein, Ernst, Ltn., 1/MG. 3, Büdingen, Horch, 0 Punkte. Silberne Plakette: elf. Eiserne Plakette: zwei. Der Start in Gießen. Am Samstag um 16.30 Uhr standen auf Os« roalbsgarten 92 Fahrzeuge (39 Krafträder, 12 Mo- Hier abschneiden! Qruucktt 389 Quecksilbervergiftung den man als Brotaufstrich verwerten will, wird durcn ein Sieb getrieben und mit Salz, Pfeffer evtl, auch Zwiebel gewürzt. Man kann zur Verfeinerung noch ein Eigelb und etwas Butter darunter mischen. Quartal. lat, entbehrt Fremdwort für Vierteljahr. Quartett, franz., Kartenspiel für Kinder, bei dem bebilderte Karten von den Spielern in einer bestimmten Ordnung zusammengelegt werden müssen, ferner Musikstück für vier Gesangsoder Jnstrumentalstimmen. Quartformat, eine Vriefpapier- größe, die allmählich durch ein davon abweichendes DIN=5ormat verdrängt wird. Quartier, franz., Bedeutung — Viertel, entbehrt Fremdwort für Wohnung, Unterkunft, Stadtviertel. Quarz, Mineral, das in Kristall- form auftritt. Die bekanntesten Arten sind Bergkristall, Rheinkiesel, Rauchtopas, Amethyst, Jaspis, Rosenguarz. Die besseren Quarzarten werden als Schmuckstücke bearbeitet, Bergkriftall auch zu Brillengläsern. Quarzglas, hartes, sehr widerstandsfähiges Glas aus geschmolzenem Quarz. Quarzlampe, Vorrichtung zum Bestrahlen mit künstlicher Höhensonne. Quassiaholz, Holz der brasilianischen Vitteresche. Die Abkochung davon wird als Fliegengift verwendet Quecke, Grasatt, ausdauerndes, sehr lästiges Eartenunkraut. Dre Bekämpfung muß sich insbesondere auf dre unterirdischen Stenaeltriebe beziehen, da selbst kleinste Teile wieder neue Pflanzen bilden. Bei stärkerem Auftreten: Rigolen und Durchsieben der Erde. Ausgezogene Q. nicht auf Komposthaufen werfen. Quecksilber, flüssiges Metall, das in der Heilkunde zu mancherlei Zwecken benützt wird. So werden Zahnfüllen aus Quecksilber, gemischt mit einem anderen Metall, hergestellt. Quecksilbersalben bei allen möglichen Hauterkrankungen. Bei einer Quecksilberkur entzündet sich manchmal die Mundschleimhaut Durch gute Mundpflege und Aussetzen der Kur kann man das Übel leicht beseitigen. Aus jeden Fall befrage man aber den Arzt. Quecksilbervergiftung: Hervorgerufen meist durch Sublimat. Die akute Quecksilbervergiftung geht einher mit Brechen, ttampf- arrigen Magen- und Darmschmerzen, Durchfall, Entzündung der Mundschleimhaut und Eiterung der Zahnfächer Nierenentzündung. Behandlung: lauwarmes Wasser oder Milch in großen Mengen geben, schleimige Getränke, Eiweiß von 10 bis 12 Eiern. Sofort oen Arzt rufen. Bei chronischer Quecksilbervergiftung kommen noch Nervenerkrankungen und allgemeiner Verfall dazu. Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 ♦ > 4, -M • , Ein F.D.F.-Film der Ufa M 3S e'c >- ®ac «=s .*a-~ o H.t: u'ä E, c-e r-L C u d r J4 E E « in -A 3, s* k»I c . S~=" C . §a«-. ;S- 3 *■* e^x ~ „ K t •qc e y »>■- ( &!?= O'-H uL IIS Mr «§v 5,3 e üit 5 5»" 7-Mai Amtliche Notierung Geld | Brie, 0,752 0,756 42,07 42,15 0,157 0,159 47,04 47,14 54,90 55,00 47,04 47,14 12,295 12,325 5,435 5,445 11,15 11.17 136,63 136,91 13,09 13 11 99 98 97,9 Berlin Schluß- kur- Schluß! Mittag börse 7 5 85 102,13 102 99,25 99,4 104,75 104,5 — 99.75 101,13 101 99,13 99,13 125,4 125,5 — — 99,25 — — — 99 99 98 98 — — 132,1 132 99,5 99,5 — — — — 101,9 101,9 7-Mai Amtliche Notierung Geld | Briei 0,715 0,717 5,694 5,706 61,79 61,91 48,95 49,05 11,165 11,185 63,38 63,50 56,96 57,08 16,98 17,02 8,651 8,669 2,491 2,495 142,75 121 164,5 160,25 175 186 140,25 151 264 178,25 135,75 149,75 169,25 142,13 150,25 138 46,5 162,5 122 153,5 143,5 119 130,5 125 98 127,25 156 153,5 229,75 155,5 127,65 148 170,75 203,5 200 118,25 62 120 160 31,13 Frankfurt a. M Berlin Frankfurt a. M. bvrie Damm 75- 75 | 8.5 Am Start in Gießen. — (Aufnahme: Pfaff Nachf., Gießen.) Wirtschast Geschäftsstille hielten sich auch Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Zhre Verlobung zeigen an 3254 D 3280 D Heute Montag Erstaufführung Wie Neu Ihren Anzug Querpfeife 390 SM 3. LICHTSPIELHAUS empfohlen. Japanischs den 4 5. 6. 7. Schluß- furs 220,25 142,5 120,5 132,15 99,5 98,5 101,65 101,9 110,4 102,13 99,25 104,5 99,75 100.75 99,13 125,5 137,65 99,25 101,35 0,717 5,706 61,86 49,05 11,17 63,44 57,05 17,02 8,669 2,494 133,13 17,5 17,75 123,9 204,5 112,5 117:25 105 0,756 42,12 0,159 47,14 54,96 47,14 12,315 5,44 11,195 136,84 13,11 132,9 47 17,4 17,75 123,75 203,4 131 112,5 117,25 105 133,25 47 17,5 17,9 127 203,5 131,5 112,75 117,25 105 186 186,75 140,25 139,75 117,75 117,25 torräder mit Beiwagen, 41 Personenkraftwagen, einschl. der Wehrmacht-Kübelwagen) ,5um Start über die Strecke Gießen—Bad Orb bereit. Unter der Oberleitung des Staffelführers Schäfer von der Motorstandarte 147, der in allen Männern seiner Einheit gute Unterstützung für die Durchfuhr • rung seiner Ausgabe hatte, wickelte sich der Start auf dem mustergültig hergenchteten und von den Männern des NSKK. zweckdienlich abgesperrten des Reingewinnes des Vorstandes des Aufsichtsrates 223 143,75 120,75 Friedberg (Hessen) 231,5 134,5 156 127,65 149 160 171,25 204,25 200 118 61,75 119,75 159,5 30,13 151 177,9 135,75 149,5 169,13 142,25 150.13 137,65 47 163 122 153,75 180 142 119 130 153 124,75 127 157 154 102,25 230 134,5 155,13 127,65 148,65 160,25 171,25 99,13 203,65 200 118 61,13 119 159,5 30,25 102,13 99,4 104,5 99.75 100,75 99,13 125,5 137,65 99,25 101.35 99 98 97,9 132,25 99,5 98,5 101,55 101,9 110,4 0,752 42,04 0,157 47,04 54,86 47,04 12,285 5,43 11,173 136,56 13.09 151,75 178 135,9 149 169,25 142,25 151 138,5 162,5 122,24 153,5 180 143,5 119,25 130,25 153,25 125,13 127.65 156 154 104 229,5 133 156 127,75 148,75 160,5 171 98,75 203,75 200 118,4 62,25 119,25 160,5 31 Quietschen. Knarren der Türen beseitigt man durch ölen der Angeln mit einer Hühnerfeder, während man die Tür hin und her bewegt, oder nachdem man die Türe hochgehoben hat. der mit großer Spannung erwartete Ufa-Film (Alarm —--- auf _< Japan...... Jugoslawien Oslo. ..... Wien Lissabon.... Stockholm .. Schweiz.... Spanien.... Prag Budapest... Neuyork 0,715 5,694 61,74 48,95 11,15 63,32 56,93 16,98 8,651 2,490 Gießen Frankfurter Straße 17 225 143,75 121,25 164,5 126,75 160,75 175 186 140,25 151 263 178 135,4 149,75 169,4 142 150 137.65 46,5 163 121,75 153,5 143 120 130 124,25 98,75 126,75 156,5 Buenos Aires . Brüssel Rio de Janeiro Polen........ Kopenhagen... Danzig....... London HelsingforS.... Paris........ Holland Italien be- des den Gießen, den 8. Mai 1987. Ter Aufsichtsrat Keuler Vorsitzender Viele Quirle gibt es ... billige und solche, die etwas mehr kosten. Ein Quirl, der aus einem Stück geschnitten ist, hält natürlich besser. Er ist so gearbeitet, damit er sich auch leicht reinigen läßt. Häuser hat solche Quirle und auch alle anderen Holzwaren zu niederen Preisen. J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146, Entlastung Entlastung Wahlen in Wer kennt sie? Am natürlichem Wege sollst du dein Blut reinigen. Dr. Burchards Blut- und Darmreinigungs-Perlen bewirken bei Verstopfung eine natürliche Reinigung und entfernen Hautunreinigkeiten 80 St. 83 Pi. in den Drogerien: E. Karn, Schulstraße ; Ang. Noll, Bahnhofstr 53. Ein packender Film, in dem ein junger U-Bahnbeamter und eine kleine Modistin - zwei von Million en - ein Schicksal erleben, das sich durch meisterhaft eGestaltung des wahrhaft Menschlichen zu bezwing. Allgemeingültigkeit erhebt mit Paul Hoffmann, Otto Wernicke, Hilde Sessak, F. Genscho w,Toni v. Hu ko vics Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche 3293 D S Herren- £ geronnenen Blutes durch Körper. Queue, franz., Bedeutung Schwanz. Bezeichnung für Billardstock. 127,50. Von den erst später notierten Werten gingen Rhein. Braunkohlen etwas mehr zurück auf 229,75 (231,50), während sich sonst die Abweichungen bei 0,25 bis 0,50 0. H. nach beiden Richtungen bewegten. Am Einheitsmarkt wurden Dürrwerke Ratingen nach Pause und Geldstreichung der gestrigen Schätzung entsprechend mit 125 (zuletzt 120,50) wieder notiert. Die variablen Renten papiere blieben auf dem Anfangsstand bei kleinsten Umsätzen behauptet. Gold- und Liquidationspfandbriefe sowie Kornrnu- nal-Obligationen und Stadtanleihen kamen unverändert zur Notiz. Von Reichsanleihen zogen 4pro= zentige von 1934 um weitere 0,13 0. H. auf 99,40 an. Industrie-Obligationen lagen still und unverändert. Auch im Freioerkehr war das Geschäft sehr klein. Adlerwerke Kleyer 113,65 bis 115,65, Wayß & Freytag 149,50 bis 151,50, Geiling Sekt 58 bis 60, Growag 96 bis 98. Frankfurter Handelsbank wurden mit 45 nach zuletzt etwa 40 gesucht. — Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. stud. med. Hildegard Grode Or. Kurt Äardong Studienassessor and Damen • Kleidungs-Stücke bügeln, dämpfen u. auffrischen per AnzugReichsmark 1.80 133,75 17,5 17,65 127,13 204 112,75 117,25 105 | Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 0. H. schlüge mit essigsaurer Tonerde lindern die Schmerzen und schleunigen die Aufsaugung Tagesordnung: 1. Erstattung des Geschäftsberichts rür das tzahr 1936 2. Genehmigung des Jahresabschlusses für 1936 Verteilung aus 1936 Accurnulatoren-FÄbrik..... AKUdhinftfeibe.......... Aschaffenburg Zellstoff Bem berg Bekula.................. Buderus Eisen............ Gement Heidelberg........ Gement Karlstadt ......... Ghade A.-G............... Conti Gummi..... ...... Daimler Motoren Dessauer Gas ............ Deutsche Erdöl ........... Deutsche Gold- und Silber . Deutsche Linoleum........ Elektrische Lieferungen Elektrische Licht und Kraft.. I. G. Farben-Jndustrie .... Felten & Guilleaume Gesfürel................. Th. Goldschmidt Grihner Maschinen Harpener Hoesch Eisen . Philipp Holzmann Ilse Bergbau Ilse Genüsse.............. Kali Aschersleben.......... Klöcknerwerke . . 12 .. O .. 3 .. O .. 8 .. 4 .. 7 .. 6 .. 9 . 11 .. 5 .. 4 .. 5 .. 9 . 10 .. 6 .. 7 .. 7 .. 6 .. 6 .. 5 . O 2 y2 3/2 .. 6 . 6 . 6 . 5 4VZ wohnten Brigadeführer Schmidt und Standartenführer Lutter, vom NSKK. Standartenführer Nagel dem Start auf Oswaldsgarten bei. Die Fahrt ging von Gießen aus über Grünberg nach Ulrichstein, wo die erste Kontrolle zu passieren war. Von dort ging es weiter über Schotten nach Gedern zur zweiten Kontrolle. Dannmußteder Schluß derStreckebisBad Orb zurückgelegt werden. Insgesamt hatten die Fahrer von Gießen aus bis nach Bad Orb ein Strecke von 110 Kilometer zu bewältigen. 165,25 165,4 126,9 127,4 Elche zwischen Meer und Memel von Marlin Achtes Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Verfassers aus 56 Kunstdrucktafeln. Jn Leinen gebunden RM. 3,60. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Bei anhaltender im Verlaufe die Kursveränderungen in engsten Grenzen. Leicht ermäßigt waren am Aktienmarkt Verein. Stahl mit etwa 118,13 nach 118,40 und Mannesmann mit etwa 127 bis 127,25 nach Qu. sind gleichfalls genießbar. Ernte darf nicht zu früh erfolgen. Quittung. Für jede Zahlung kann man eine Quittung verlangen. Die Quittung soll man gut aufbewahren. Nach 3 Jahren kann man Quittungen unbeschadet wegwerfen, s. Verjährung. Quote, lat., entbehrl. Fremdwort für Anteil, Teilzahlung. Gleis B) . Schluß?. Abend börse 8 5 —— den Aufsichtsrat . Anträge der Mitglieder Abstimmungsberechtigt sind nur die Mitglieder der Genossenschaft. Anträge zu Punkt 7 der Tagesordnung sind bis zum 14. Mai 1937 bei dem Unterzeichneten lKlinik- uraße 12) einzureichen. Der Jahresabschluß kann vom 15. Mai bis 22. Mai 1937 beim Rechner der Genossenschaft, Herrn Münster, Jheringstraße 101, von den Mitgliedern der Genossenschaft eingesehen werden 32«iD Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeher ................. 6 Mainkraft 4 Mannesmann 3 Mansfelder Bergbau 6y2 Metallgefellschaft............. 5 Orenstein & Koppel O Rheinische Braunkohle 12 Rheinische Elektro............ 6 Rheinstahlwerke 6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ............... 6 Salzdetfurth Kali ? y2 Schuckert & Go............... 6 Schultheis Pahenhofer 4 Siemens & Halske........... 8 Süddeutsche Zucker 10 bereinigte Stahlwerke 3y2 Westdeutsche Kaufhof O Westeregeln Alkali............ 5 Zellstoff Waldhof 6 Otavi Minen...............0,6 Mein-Mainische Börse, weiter still. Frankfurt a. M., 8. Mai. Die Börse nahm auch zum Wochenschluß einen sehr stillen Verlauf, da die Kundschaft in der Auftragserteilung zurückhaltend geblieben ist. Dessen ungeachtet blieb die Haltung weiterhin widerstandsfähig, die Kursveränderungen hatten wieder nur kleinsten Umfang. Am Aktienmarkt war der Montanmarkt durch den Bericht von Mannesmann etwas angeregt, wenngleich die Umsätze auch nur klein waren. Mannesmann 127,25 bis 127,50 (126,75), Hoesch 122 (121,75), Verein. Stahlwerke 118,40 (118). Maschinen- und Motorenwerke blieben behauptet, nur Bayrische Motoren weiter abbröckelnd auf 155,25 (156). Im einzelnen notierten: ZG. Farben 169,25 (169,40), AEG. 42,65 (42,75), RWE. unverändert 127,65, Siemens 203,50 (204,25), Westdeutsche Kaufhof 61,13 (61,75), Feldmühle Papier 144,50 (145,25), Reichsbank unverändert 204 und Deutscher Eisenhandel 158 (157). Der Rentenmarkt war ebenfalls äußerst still, aber gut behauptet. Reichsbahn VA. exklusive 3,50 v. H. Restdividende 123,90 (127,13), Altbesitzanleihe' unverändert 125,50, Kommunal - Umschuldung etwas belebter mit 93,80 bis 93,90 (93,80). DruckschriftenBooen in gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Jede Lieferung schnell, gut und preiswert I BrUhl’sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllill Querpfeife, kleine Flöte mit hohem Ton, die bei Marschmusik, Trommeln und Pfeifen, verwendet wird. QuerulanteNwahn: eine Geistesstörung, bei der die Kranken an ein wirklich oder nur vermeintlich geschehenes Unrecht anknüpfen und ihren angeblichen Verfolger auf jede Art und Weise zu bekämpfen suchen. Sie führen einen erbitterten Kampf um ihr Recht, Prozeß reiht sich an Prozeß, sie beleidigen dieRichter usw. Geht meist über in Paranoia. S. d. Quetschung: eine Gewebsverletzung, die durch Einwirken einer äußeren Gewalt auf eine Kör- xerpartie zustandekommt. Die äußere Haut muß dabei nicht immer verletzt sein. Häufig sterben gequetschte Gewebsteile völlig ab. Durch die innere Blutung werden die gequetschten Körperstellen verfärbt, zuerst blaue Färbung, später durch Umwandlung des Blutfarbstoffes Übergang in grün und gelb Pinseln mit Jod oder Um- Startplatz flott ab. Punkt 16.30 Uhr gingen die ersten Fahrzeuge als Mannschaft auf die Reise. Zuerst fuhren die Motorradler ab, dann folgten die Kraftwagen mit den schweren Wagen der Wehrmacht am Schluß. Die Fahrt ging in Gießen von Oswaldsgarten über den Wernerwall, Hitlerwall, Moltkeftraße, Kaiser-Allee. Zu beiden Seiten der Straßen, vor allem aber am Oswaldsgarten, hatten sich große Mengen von Zuschauern eingefunden, die mit lebhaftem Interesse den Start und die oorbeibrausenden Fahrer beobachteten. Von der SA. Herzliche Einladung zn einer firdtlidictt Kundgebung am Montag, dem 10 Mat 1937, abends 6.30 Uhr in der Jobanneskirdte und 8.30 Ubr in der Ttadtkircbe ui Gießen über das gleiche Thema Es spricht im Auftrag des Arbeitsausschusses der Bekennenden Kirche und der angeschlossenen Verbände in beiden Veranstaltungen: All MikÄlM 9. MM, MM Wir emnfehlen, möglichst die erste Versammlung in der Iohannesttrche zu besuchen Dazu lädt ein: Die MeilsgemkiiMlM der evangelWen GeiskWen im Dekanat Gietzen Scklun Scklußk. * Ab heute Montag AnnyOndra in ihrem neuen witzigen Ufa-Füm Ein Mädel vom Ballett mit ' ICTOR STAAL, Ursula Grabley, Rudolf Platte, Robert Dorsay Spielleitung: Carl Lamac Anny Ondra wirbelt, tanzt, lacht, liebt, tollt und schmollt in dieser abenteuerlich romantischen Vorkriegsgeschichte mit so kecker Fröhlichkeit und so lebendigem Witz, daß es eine wahre Wonne ist! Beiprogramm und Fox-Ton-Woche Täglich 4.00, 6.00, 8.30 Uhr 3278a ■EP ae Vfr Wei iel 1 Quote Quillajarinde, Rinde des chilenischen Seifenbaumes, deren Abkochung als Waschmittel bei empfindlichen Stoffen dient. S. a. Panamarinde. Quintett, franz., Musikstück für „fünf“ verschiedene Instrumente oder menschliche Stimmen. Quirl, Wirtel, meist aus Holz gefertigtes Küchenwerkzeug, mit dem z. B. Flüssigkeiten schaumig gemacht werden. Quirle sind meist aus Ahornholz geschnitten und werden wie Kochlöffel gereinigt. Quitt, entbehrl. franz. Fremdwort für „wir sind im Reinen", — glatt, einander nichts mehr schuldig. Quitte, zum Kernobst gerechnet, wird am besten in Buschform gezogen. In kälteren Gegenden ist geschützter Standort empfohlen. Rach Form der Früchte Einteilung in Apfel- und Birnenquitten. Ergibt feinstes Gelee und erfrischendes Kompott. Deshalb ist verstärkter Anbau dieser nützlichen Pflanze, die zwischen Gehölzgruppen stehen kann, sehe 8.Mai Ain,liche Notierung (Selb | Brie, Darum 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5%% Doung Anleihe von 1930 .. 4VZ% Hessische Volksstaat von 1929 4V2% Deutsche Reichspostschatz von ■ 1934 I...................... 4%% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 1.................. Reichsanleihe-Altbesitz Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten.............. *%% Hess. LandeSbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12 5Vz% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 4*/z% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Komm.-Landesbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte 1