187. Jahrgang Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Ur- 6 Erster Blatt ,87. Jahrgang Keft-g, 8. Januar,957 veUagen: Die IllusMerl» A A A ▲▲ A A A A ▲ A. A A A bis 8^Uhr des Vormittag! N"7.L"L"L," iHiAiyAiiAi* lltt4AiAAi* Monatr.vezugspreir: ■ ■ W B BLA BJr B B ffl JF B MW B B JL B M III B B für Anzeigen von mm Mtt 4 Beilagen RM.I.95 ■■ || BT W B Br B / | BB WWW Bf B Breite 7 Rpf.. für Text- Ohne Illustrierte 1.80 B affik B Bk B B WÄl B aL jQ B B B 1B B IB B 70 mm Breite Zustellgebühr.. , -.25 W HM W B W B W W M W W MW W 50Rpf..Platzvorschriftnach Auch bei Nichterscheinen ~ ^F^B vorh Vereinbg.25"/^ mehr. W0Äe.r«51Uö ” V Nr -rmatz.g.e ©runöpreife: -ZZM General-Anzeiger für Sberhessen MW bcborblichc Slnjciocn 6iRpf* grontfurt am Main 11688 Prüft und Verlag: vrühl'sche Univerfttatr Such- und Stcinöruderci R. Lange in Gießen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel 3 Mare Grundlagen. D7e deutsche Note an die Regierungen Englands und Frankreichs bringt wieder jene Klarheit m die spanischen Angelegenheiten, die man in den diplo- matiichen (tieipraujen uno Zeitungsaufsätzen des Auslandes zuletzt immer mehr verrnitzle, oie aber unerläßlich ist, wenn eine gerechte und ehrliche Regelung des Nichteinmischungsproblems überhaupt verfucyt werden soll, ^n diesem (Sinne bedeutete gerade die Anfrage der englischen und französischen Regierung vom 2ö. Dezember eine Verwirrung oes wahren Sachverhalts, ,ie war ein Manöver, offenbar dazu gedacht, Deutschland in Verlegenheit zu bringen, um die eigene Moral in um so hellerem Lichre erstrahlen zu lasten. Denn welche andere Deutung kann diesem ungewöhnlichen uno erstaunlichen diplomatischem Vorgehen sonst gegeben werden? Warum richtet man zum zweitenmal außerhalb des dafür zuständigen londoner Nichteinmischungsausschusses einen Appell an bestimmte Machte, die Freiwllligensrage zu liquidieren? Warum drangt man sich anoeren Machten a l s Sonüergarant auf und bringt seine Beschwerden, wenn man welche Hal, nicht vor die Londoner Instanz? Wir können in der sonderbaren Handlungsweise vom 26. Dezember nichts anderes als den heuchlerischen Versuch erblicken, die eigene Schulo auf fremde Schultern abzuwalzen und zugleich den Kredit des Londoner Ausschusses zu untergraben. Wenn man schon das Londoner Gremium nicht für sähtg halt, bestimmte Ern- mijchungsfragen zu erledigen, so sollte man auch ehrlich genug sein, um dieses Experiment einer internationalen Vermittlungsstelle ganz und gar aufzugeben x>m Gegensatz zu der Zweideutigkeit der englisch- französischen An,rage bewegt sich das deutsche Schriftstück, das den beiden Botschaftern in Berlin überreicht wurde, nicht im leeren Raum der üblichen Propagandalügen, Verdächtigungen und lebensfremden Theorien, sondern es stutzt sich auf feststehende Tatsachen, stellt die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten wieder her und leitet daraus praktische Vorschläge ab, die deshalb im Falle ihrer Annahme auch eine echte Neutralität, d. h. eine vollkommene Verhinderung jeder direkten und indirekten Einmischung gewährleisten können. Die Erhaltung des Friedens, nicht als selbstgefällige Phrase, sondern als realpolitisches Ziel, ist Sinn und Zweck der deutschen Antwort, die sich damit vorteilhaft von allen jenen Konstrukttonen unterscheidet, die anderswo zur Bemäntelung der eigenen Jnterventtonssünben erfunden wurden. Weil es aber großenteils im Ausland und auch in der englisch-französischen Anfrage so dargestellt wurde, als ob Deutschland vor allem Schuld an der jetzigen unerfreulichen Lage sei und als ob es allein von Deutschlands Haltung abhinge, wie sich der Krieg in und um Spanien künftig entwickle, deshalb ist es gut, noch einmal die historische Entwicklung der Freiwilligenfrage ins Gedächtnis zurückzurufen. Es war im August vorigen Jahres, als England und Frankreich eine Vereinbarung dahin trafen, die Ausfuhr von Kriegsmaterial nach Spanien zu verbieten, sobald auch Italien, Portugal, Sowjetruhland und Deutschland dieser Vereinbarung zugestimmt hätten. Die deutsche Regierung antwortete darauf, daß sie auch ihrerseits bereit sei, ein gleiches Verbot zu erlassen unter der Voraussetzung, daß 1) davon den Madrider Machthabern festgehaltene deutsche Transportflugzeug freigegeben werde und daß 2) alle Staaten mit bedeutender Kriegsindustrie s i ch in gleicher Weise binden und insbesondere die Lieferung durch private Firmen verbieten würden. Außerdem brachte die deutsche Regierung zum Ausdruck, daß es dringend erwünscht wäre, wenn die beteiligten Regierungen ihre Maßnahmen auf die Verhinderung der Ausreise von freiwilligen Teilnehmern an den spanischen Kämpfen ausdehnen würden. Dieser deutsche Vorschlag, der damals auch von Italien unterstützt wurde, stieß jedoch auf die kategorische Ablehnu n g der Engländer und Franzosen. Um nur alle Möglichkeiten der Friedenserhaltung auszuschöpfen, verhängte Deutschland trotzdem ein Waffenausfuhrverbot gegenüber Spanien, und die anderen Länder schlossen sich an. Daß dieses Lieferungsverbot jedoch in manchen Ländern nur formet- l e r Natur war, beweisen die sowjetrussischen und französischen Geschütze, Flugzeuge, Maschinengewehre und Panzerwagen, die heute fast ausschließlich die Bewaffnung der spanischen Bolschewisten bilden. Auch ist es im Verlaufe der Zeit klar geworden, warum man in Paris und London den deutschen Vorschlag einer totalen Verhinderung aller direkten und indirekten Einmischungsoersuche, insbesondere aber den Plan eines Verbots von Freiwilligentransporten, nicht annahm. Denn ohne die vielen Zehntausende von ausländischen Marxisten, von französischen und sowjetrussischen Offizieren und Mannschaften, die unter Billigung der jeweiligen Regierungen nach Rotspanien verfrachtet wurden — ohne diese Hilfe wäre von dem ganzen Bolschewistenspuk in Spanien heute wohl nichts mehr übrig und Francos Banner wehten bereits auf den Türmen von Madrid, Barcelona und Valencia. So charakterisiert sich die von England und Frankreich betriebene Nichteinmischungspolittk ganz klar als eine einseitige Begünstigungber bolschewistischen Partei in Spanien. Nur so kann auch die englisch-französische Anfrage vom 26. Dezember verstanden werden, auf die Deutschland eine so treffende und doch positive Antwort gegeben hat. Das Verbot von Freiwilligentransporten findet auch heute noch grundsätzlich unsere Zustimmung, obgleich es seinerzeit von den anderen Mächten abgelehnt wurde und obgleich es Deutschland fordert Unterbindung jeder Art von Einmischung in Spanien. Die deutsche Antwort auf die französisch-englische Note in der Freiwittigen-Frage. Berlin, 7. Ian. (DNB.) Wie wir erfahren, ist den hiesigen brittschen und französischen Botschaftern am Donnerstag die Antwort der Reichsregierung auf die von ihnen vor kurzem übermittelten Vorschläge ihrer Regierungen hinsichtlich der Verhinderung des Z u - stromes von Freiwilligen nach Spanien mitgeteilt worden. Die Antwort der Reichsregierung ist im Benehmen mit der italienischen Regierung verfaßt worden, die gleichzeitig eine entsprechende Antwort erteilt. Die deutsche Antwort hat folgenden Wortlaut: 1. Die deutsche Regierung muß zunächst ihrem Befremden darüber Ausdruck geben, daß die königlich britische und die französische Regierung es für nötig erachtet haben, neben den Verfahren des Londoner Nichteinmischungsausschusses zum zweiten Male einen besonderen direkten Appell an andere, in diesem Ausschuß vertretene Regierungen zu richten. Die den Gegenstand dieses Appells bildende Frage des Verbotes der Teilnahme fremder Freiwilliger an den Kämpfen in Spanien steht zur Zeit indem Londoner Ausschuß zur Beratung. Es ist nicht abzusehen, inwiefern diese Beratungen durch die Methode derartiger besonderer diplomatischer Aktionen einzelner Regierungen gefördert werden könnten. Hält man aber das Verfahren in dem Ausschuß für die Beratung der spanischen Fragen nicht für ausreichend oder zweckmäßig, dann wäre es im Interesse der Klarheit und Einheitlichkeit der Behandlung dieser Fragen besser, auf eine Fortsetzung des Ausschuhverfahrens überhaupt zu verzichten. 2. Die deutsche Regierung muß sich dagegen verwahren, baß durch den neuen Schritt der königlich-britischen und der französischen Regierung der Eindruck erweckt wirb, als ob bas Problem der fremden Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg von Deutschland verschuldet ober auch nur verkannt worden wäre. Sie stellt deshalb erneut fest, daß sie und die königlich-italienische Regierung es waren, die von Anfang an die Verhinderung der Ausreise von freiwilligen Teilnehmern an den spanischen Kämpfen gefordert haben und daß es andererseits die königlich-britische und die französische Regierung waren, die ein solches Verbot ablehnten. 3. Die anfängliche Haltung der königlich-britischen und der französischen Regierung in dieser Frage ließ sich nur so erklären, daß beide Regierungen in dem Zustrom von Freiwilligen keine unzulässige Einmischung in die spanischen Angelegenheiten sehen wollten. Wenn die beiden Regierungen jetzt einen anderen Standpunkt einnehmen, so muß sich die deutsche Regierung ernstlich fragen, ob bas vorgeschlagene Verbot im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht faktisch eine einseitige Begünstigung der die natonale spanische Regierung bekämpfenden Elemente zur Folge haben würde.' Nach dem monatelang ungehinderten Zustrom bolschewistischer Elemente ist es in der Tat schwer, sich des Eindruckes zu erwehren, daß das Verbot jetzt allein der bolschewistischen Partei in Spanien zugutekommen würde, die offenbar hinreichend mit fremden Freiwilligen aufgefüllt ist. Da aber die deutsche Regierung von Anfang an für die Verhinderung des Zustroms von Frei- willigen nach Spanien eingetreten ist, ist sie auch seht noch bereit, alle diesem Ziele dienenden Maßnahmen zu unterstützen. Sie muh dabei jedoch die Erwartung aussprechen, daß nun aber auch alle Möglichkeiten für eine direkte oder indirekte Einmischung in die spanischen Kampfe ein für allemal ausgeschlof- s e n werden. Deshalb macht sie ihre Zustimmung von der Voraussetzung abhängig, dah a) die anderen beteiligten Staaten sich zu der gleichen Haltung entschließen, b) auch die Lösung der s o n st noch mit der indirekten Einmischung zusammenhängenden Fragen unverzüglich in Angriff genommen wird, und c) alle beteiligten Regierung einer unbedingt wirksamen, an Ort und Stelle durchzuführenden Kontrolle der zu vereinbarenden Verbote zustimmen. Die deutsche Regierung wird ihren Vertreter in dem Londoner Ausschuß anweisen, auf dieser Grundlage die weiteren Verhandlungen zu führen. Sollte über die Verhinderung der anderen Formen der indirekten Einmischung eine Einigung nicht z u erzielen fein, so müßte sich die deutsche Regierung vorbehalten, auch ihre Stellungnahme zu der Frage der Freiwilligen erneut zu überprüfen. Die beste Lösung des Freiwilligenproblems würde nach Ansicht der deutschen Regierung erreicht werden, wenn es sich ermöglichen ließe, alle nicht- spanischen Teilnehmer an den Kämpfen, und zwar einschließlich der politischen Agitatoren und Propagandisten, aus Spanien z u entfernen, um so den Zustand vom August vorigen Jahres wiederherzustellen. Die deutsche Regierung würde es sehr begrüßen, wenn in dem Londoner Ausschuß sofort geprüft würde, in welcher Weise eine solche Maßnahme wirksam durchgeführl werden könnte. Sie ist ihrerseits bereit, hierbei in jeder Beziehung mitzuarbeiten. Die italienische Antwortnote. Rom, 8. Ian. (DNB.) In der italienischen Antwort heißt es u. a.: Die italienische Regierung wünscht vor allem hervorzuheben, daß die Frage zur Zuständigkeitbes Londoner Nichteinmischungsausschusses gehört, sie hat v o n Anfang an deutlich darauf hingewiesen, daß die „Nichteinmischung", wenn sie nicht ungeeignet und unwirksam bleiben solle, sich nicht auf die Formen der direkten Einmischung beschränken dürfe, sondern auch auf die „indirekte" Einmischung ausgedehnt werben müsse und insbesondere neben den finanziellen Hilfen und der Propaganda auch die Entsendung von Freiwilligeneinzuschlie- ß e n habe. Die britische und die französische Regierung waren in den verflossenen Monaten nicht der Auffassung, daß der Zustrom von Freiwilligen als ein Akt unerlaubter Einmischung in die spanischen Angelegenheiten verboten werden müßte. Sie nehmen jetzt einen anderen Standpunkt ein und unterstreichen noch dessen Dringlichkeit. Die italienische Regierung kann nicht umhin, hervorzuheben, baß bei der gegenwärtigen tatsächlichen Lage und in Berücksichtigung der in der Zwischenzeit erfolgten Einreise von fremden Freiwilligen in Spanien das vorgeschlagene Verbot zur Folge hätte, einzig und allein die der nationalen Regierung feindliche Partei zu begünstigen, die nunmehr hinreichend mit fremden Elementen versehen ist, die ihre Reihen verstärkt haben. Die italienische Regierung ist indessen bereit, darauf einzugehen, daß die Frage der Freiwilligen — wie gewünscht — Gegenstand einer besonderen Vereinbarung bildet, die die Werbung und die Abreise von einem nahen Termin an verbietet. Die italienische Regierung nimmt an, baß die von der brittschen Regierung vvrgeschlagenen Vereinbarungen allgemeinen Charakter haben, d. h. von allen Regierungen angenommen und außerdem einer wirksamen Kontrolle unterworfen werden müssen, die aus klarliegenden Gründen in den Häfen und an den Zugangs st eilen z u Spanien zu erfolgen hat. Sie ist daher bereit, ihrem Vertreter im Londoner Ausschuß Weisungen in dem angegebenen Sinn zu erteilen, damit durch den Ausschuß die erforderlichen Vereinbarungen getroffen werden. Wenn die italienische Regierung, vom Geiste weitgehender Mitarbeit beseelt, sich entschließt, den französifch-britischen Vorschlägen wiederum entgegenzukommen, so kann sie nicht verbergen, daß die Methode, mit der die beteiligten Regierungen bis jetzt die Frage der Nichteinmischung in Spanien behandeln, d. h. eine sprunghafte, begrenzte und parteiische Methode niemals andere als nur unangemessene, unsichere und gefährliche Ergebnisse wird zeitigen können. Die italienische Regierung bestätigt Verständnisvolles Echo der englischen presse. Böswillige Manöver Moskaus verhinderten eine wirksame Nichteinmischung. int gegenwärtigen Zeitpunkt zweifellos nicht mehr jene günstige Wirkung ausüben kann wie im vergangenen Sommer. Die deutsche Regierung macht deshalb ihre Zustimmung von verschiedenen Voraussetzungen abhängig, die für eine loyale und echte Neutralitätspolitik bei allen Mächten garantieren. Sie muß selbstverständlich Wert darauf legen, daß die Frage der Freiwilligen-Transporte nur mit den anderen Punkten, die eine echte Nichteinmischung verbürgen, zusammen erörtert wird. Dabei verdient auch "die Verwendung des spanischen Staatsschatzes durch die Roten Beachtung, denn sicher haben z. B. die amerikanischen Waffenlieferanten so schnell ihre Ladungen für Rechnung der roten Machthaber in Spanien zu Schiff gebracht, weil ihnen von den Roten aus dem spanischen Staatsschatz Gold ausgehändigt wurde. Wenn Frankreich und England, die sich solange gesträubt haben, der deutschen und italienischen Anregung auf Unterbindung aller Zufuhren nach Spanien nachzukommen, nun plötzlich das Freiwilligen-Problem herausgreifen und zum Gegenstand einer Sonderaktton machen, so muß man sich fragen, ob nicht dieser Schritt unternommen wurde, weil die Bolschewisten in der inzwischen vergangenen Zeit genügend Zuzug erhalten haben, um jetzt mit einer beiderseitigen Abriegelung zufrieden sein zu können. Die beste Lösung wäre zweifellos die Wieder- herstellung des ZustandesvomAugust, wobei es jedoch ausschließlich von dem Willen der Westmächte und Sowjetrußlands abhängt, ob dieser Plan zu verwirklichen ist. Selbstverständlich müssen Deutschland und Italien dabei den größten Wert darauf legen, daß nicht nur die freiwilligen Kämpfer, sondern auch die roten Agitatoren und Ratgeber vom Schauplatz des spanischen Bürgerkrieges entfernt werden. Die erfreuliche Ueber- einftimmung der deutschen und italienischen Ansichten in dieser Frage berechtigt jedenfalls zu der Hoffnung, daß eine einseitige Verletzung der spanischen Höheitsrechte durch fremde Gewalten künftig ausgeschlossen sein wird. Ev- London, 8. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die deutsche Antwort wird von der londoner Presse ausführlich wiedergegeben, wobei vielfach die Genugtuung zum Ausdruck kommt, daß die Möglichkeit, noch eine Losung zu finden, nicht ausgeschaltet worden ist. So schreibt der „Daily Telegraph", daß die Antworten Ma terial für weitere Verhandlungen enthielten. Die konservative „M o r- n i n g P o st" polemisiert gegen den arbeiterparteilichen „Daily Herald", dem der Vorwurf gemacht wird, unter der Maske frommer Worte Kriegsziele zu verfolgen. Allem Anschein nach befürworte der „Daily Herald im Interesse der Nichteinmischung die Intervention. Es tauche hier wieder einmal der gefährliche Plan auf, die Küsten Spaniens durch die vereinigten Flotten von Frankreich und England zu blockieren. Selbst der Wahnsinn des Pazifismus könne einen solchen Vorschlag nicht entwickeln. Um die Metzeleien in Spanien zu beenden, könne, wie der „Daily Herald" vorschlage, eine Herausforderung hinausgeschleudert werden, die E u - ropa leicht ins Verderben stürzen könne. Die Roten in Spanien erwiesen sich als das gehorsameWerkzeng und die folgsamen Helfershelfer der Sowjets. Man dürfe auch nicht vergessen, dah der Vor- wand, die Politik der Nichteinmischung sei durch die „Diktaturen" vereitelt worden, ein frecher Betrug sei. wenn die Nichteinmischung zu nichts geführt habe, dann trage in erster Linie Moskau hieran die Schuld, das alle Register gezogen hat, um die rote spanische Tyrannei sowohl mit Menschen als mit Material zu unlerstühen. Auch Frankreich sei nicht berechtigt, die Rolle einer beleidigten Unschuld zu spielen. Man rühme sich sogar offen, daß ein Strom von Freiwilligen, Rekruten und Rüstungen über die französische Grenze geflossen sei. Die „Daily Mais" weist in einem Leitartikel über die deutsche und die italienische Antwort vor allem auf die Forderung hin, daß bei einem Abtransport der nichtspanischen Kriegsteilnehmer aus Spanien auch die politischen Agitatoren und Propagandisten mit einbezogen werden müßten. Die böswilligen Manöver Moskaus hätten den Abschluß eines echten und wirksamen Nichteinmischungsabkommens unter den Mächten unmöglich gemacht. Von Anfang an habe sich Moskau laut mit der moralischen und materiellen Hilfe gebrüstet, die es den spanischen Roten gewährt habe. Der Krieg selbst sei von Sowjetrußland verursacht morden. Schon vor seinem Beginn habe Moskau Agenten und Geld entsandt, um die Revolution und den Haß zu schüren. Um in den Worten der deutschen Antwort zu sprechen: Seit vielen Monaten habe sich ein ungehinderter Strom bolschewistischer Elemente nach Spanien ergossen. Angesichts der sowjetrussischen Frechheit und Unaufrichtigkeit sei es überraschend, daß bas britische Außenamt bei der in Gestalt diplomatischer Noten erfolgten Ueber» fendung von Plattheiten und Mahnreden die Führung übernommen habe. Man brauche sich nicht zu wundern, wenn nun die Berliner Antwort ihr Erstaunen darüber ausdrücke, daß man einen solchen Schritt erneut für notwendig gehalten habe. hindern. Oie Fortschritte an der Madrider Front »rm-RtSf ovViejo 9t Marie Torrelodones askoros »Ofldfll nnto Die Pfeile kennzeichnen den Angriff der nationalen Truppen, der im ersten Ansturm zur Eroberung von Las Rozas führte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) t AeEibbMederReichsautobahnVerlin-Sannover tion eingesetzt. — (Scherl-M.) Sperrgebiet zwischen Warthe und Oder. B u d a p e st, 7. Jan. (DNB.) Der „Magyarsag berichtet: Die Moskauer Regierung habe es verstanden, sich in der Tschechoslowake i eine wett- , verzweigte, glänzend ausgebaute Masctsinerie zu schaffen, die in alle Zweige der inneren Verwaltung, des Heeres, der Polizei und Gendarmerie, der Dolkserziehung und der Minderheiten eingreife. Die militärischen Vertrauensmänner und Sachverständigen Moskaus kontrollierten heute tatsächlich die gesamte tschechoslowakische Armee. Wenig st ens 2000 militärische Sachverständige der Moskauer Regierung seien heute in der Tschechoslowakei tätig. Reben der offiziellen Kanzlei des tschechoslowakischen Staatspräsidenten arbeite ein militärisches und polizeiliches Büro der Komintern. Mit großer Besorgnis würde von den älteren Mitgliedern des tschechischen Generalstabes festgestellt, daß die gesamte tschechoslowakische Armee heute mit großer Planmäßigkeit und Geschick von den militärischen Sachberatern in der Richtung umgebildet wurde, daß das tschechoslowakische Heer in Zukunft einen Vorposten der Komintern in Europa bilde. Die Artillerie, die Flugwuffe und die technischen Truppen seien bereits auf Grund der sowjetrussischen Vorschriften umgebildet worden. Die Ausbildung der Polizei und Gendarmerie erfolge auf Grund der Lehrbücher des Moskauer Politbüros, in denen das Hauptgewicht auf den inneren Spionagedienst gelegt werde. In Zukunft würde das Beamtentum und Militär von der kommunistisch ausgebilDeten und durchsetzten Polizei und Gendarmerie auf die politische Zuverlässigkeit im Sinne Moskaus geprüft und kontra!- Berlin, 7. Jan. (DNB.) Am 9. und 10. Januar wird die 210 Kilometer lange Autobahn- st recke von der Reichshaupt st adt bis Hannover für den Verkehr freigegeben. Insgesamt sind 229 Brückenbauwerke errichtet worden, von denen 73 Brücken über die Autobahn führen. Die Elbe-Brücke bei Hohenwarthe ist das größte Bauwerk auf der Strecke. Die Gesamtlänge des Brückenzuges, der als freitragender Bau über den Elbstrom gebaut wurde, beträgt 1200 Meter. Die Flutbrücke ruht auf 25 Pfeilern im Vorflutgelände. Das eiserne Tragwerk der Strombrücke weist drei Oeffnungen auf, von denen die mittlere eine Stauweite von 154 Meter hat. Am 26. Oktober 1934 wurde mit den Arbeiten begonnen. Am 30. Juli 1935 schmückte bereits die Richtkrone den östlichen Pfeilerschacht. Am 25. April 1936 wurde mit dem Bau der Eisenkonstruktton, die das statt- Bolschewistisches Kanonenfutter. Aus dem Tagebuch eines Schweizer Kommunisten. Salamanca, 8. Jan. (DRB. Funkspruch.) Bei dem Vormarsch der nationalen Truppen in den Provinzen Cordoba und Jaen wurde eine 300 Mann starke Abteilung der sog. „Internat tonalen Brigade" aufgerieben. Bei einem Gefallenen, namens Otto Fuchs, einem aus Bafel stammenden schweizerischen Komm un i - st e n wurden Tagebücher gefunden. Fuchs hat Aufzeichnungen gemacht, wie er über Perpignan nach Barcelona und von dort nach Albacete gekommen ist. 4000 bis 6000 Mann der Internationalen Brigade lagen in den Kasernen von Albacete. Fuchs! schreibt: „Ich darf, ohne zu übertreiben, ruhig sagen, daß fast alltäglich aus Perpignan und anderen Plätzen des Ausländes 200 Männer jeden Alters ankommen. Geübte Augen finden unter ihnen sofort die Abenteurer heraus. Man sieht gut angezogene aber auch in Fetzen und Tücher gehüllte Gestalten./ Die Ausbildungszeit dauerte keine 14 Tage. Die von den Moskauer Rattenfängern angeführten Kommunisten und Abenteurer aller Länder wurden von den Roten nach einer völlig ungenügenden Ausbildung als reines Kanonenfutter verwendet.' Fuchs schildert seinen Aufenthalt in Barcelona, wo er in einer Kaserne einquartiert wurde, die vor einem halben Jahr noch ein K l o- st e r war. Seine Niederschrift bestätigt, daß die Mönche sich den Roten ergaben, unter der Tür kurzerhand erschossen und die Nonnen „in Sicherheit" gebracht wurden. scharfen Ueberwachung der Kommunisten ausgesetzt gewesen sei, aufgelauert. Als er das Botschaftsgebäude verließ, seien ihm rote Milizen in einem Kraftwagen gefolgt und hätten ihn g e - fangengenommen. Baron de Borchgrave sei sodann vor ein aus Angehörigen der sogenannten Internationalen Brigade zusammengesetztes „Kriegsgericht" gestellt, zum Tode „verurteilt" und sofort erschossen worden. Später hätten bolschewistische Untermenschen noch aus nächster Nähe auf ihn Schüsse abgefeuert, wodurch der Schädel zerschmettert worden sei. Die Roten hätten dann noch Vorkehrungen getroffen, um die Auffindung der Leiche zu oer- ihre Ueberzeugung, daß mehr als je eine inte- I grale und totale Behandlung des pro- 1 blems der Nichteinmischung, und zwar in ihren ! direkten wie indirekten Formen notwendig ist. Wenn der Vereinbarung über die Freiwilligen nicht schleu- : nigst diejenige über die anderen Formen der indirekten Einmischungen folgen sollte (insbesondere über die Propaganda und die finanziellen Hilfen) und in einer Art, die genügende Garantie für ihre Anwendung bietet, so konnte dieser Umstand nicht ohne Rückwirkung bleiben, und die italienische Regierung würde sich gezwungen sehen, diese Frage erneut zu prüfen. Sofern man nun die Frage auf den Stand zurückbringen will, auf dem sie im ^gelaufenen August war, d. h. sofern die Regierungen sich einigen über die Opportunität, von spanischem Gebiet alle Nichtspanier, Kämpfer, politische Freiwillige, Propagandisten und Agitatoren zu entfernen, wäre die italienische Regierung bereit, ihre Unterstützung einer solchen Initiative zu leihen, die der Nichteinmischungsausschuß in London sofort prüfen müßte. Die Ausnahme in Paris. Paris, 8. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der „Petit Parisien" erklärt sich mit den Gedankengangen der beiden Noten einverstanden. Es frage sich nur, ob der Vorschlag unter diesen Gesichtspunkten verwirklicht werden könne. Wie dem auch sei, die grundsätzliche Zustimmung Berlin und Rom sei jetzt gewonnen und die vorgebrachten Vorschläge könnten auf alle Fälle zu neuen Verhandlungen führen. — Der „Mattn" bezeichnet die deutschen und italienischen Ueberwachungsvorschläge als den positiven Teil der Antworten. Endlich bestünden Derhandlungsmöglichkeiten, vorausgesetzt, daß Sowjetrußland darauf verzichte, aus Spanien ein Propagandafeld und einen Revolutionsherd zu machen. Schließlich hebt das Blatt hervor, daß Berlin und Rom mit allem Nachdruck die Aufmerksamkeit Londons und Paris auf die Gefahren hinwiesen, die die Tätigkeit der Komintern für den Weltfrieden verursache. Die „Actton Fran?aise" stellt fest, daß noch schwierige und langwierige Verhandlungen bevor- ftünben. Könne man es Berlin und Rom Übelnehmen, eine Ueberwachung der Munitions- und Freiwilligen-Transporte zu fordern? so fragt das Blatt. Das werde auf alle Fälle die Sowjets und die Volksfrontleute in eine schöne Verlegenheit bringen. — „Echo de Paris" stellt fest, daß die beiden Antworten einen Fortschritt bedeuteten. Quai d'Orsay und das Foreign Office würden nun den Londoner Nichteinmischungsausschuß anmeifen, einen neuen Plan auszuarbeiten, der den Anregungen der beiden Staaten Rechnung trage. — Das „Petit Journal" meint, die in den Noten angeführten Vorschläge ermöglichten es, sofort an die Arbeit zu gehen und den freiwilligen Sendungen jetzt Einhalt zu gebieten. — Der „Populaire" sagt, die von Deutschland und Italien vorgebrachten Vorschläge bildeten kein ernstes Hindernis für die englisch- französischen Vorschläge. „Die Achse Verlin-Äom hat sich bewährt." üert. Die tschechoslowakische Industrie gerate gleichfalls immer stärker unter den Einfluß Moskaus. Ueberall im Lande feien Vereine der „Freunde Sowjetrußlands" gegründet worden, die mit Unterstützung der staatlichen Stellen offene Propa- ganöa für Moskau betreiben. Besonders auffallend fei die äußerst lebhaft betriebene Propaganda in den Minderheitengebieten, in denen Agenten in deutscher, ungarischer und slowakischer Sprache kommunistische Vorträge halten. Ferner seien allein zu Weihnachten in den deutschsprachigen Gebieten der Tschecho- 1 slowakei und Rumänien über 500 000 kommunistische Flugzettel verteilt worden. Alexandrette. Kein Abbruch der französisch-türkischen Verhandlungen. Paris, 7.Jan. (DNB.) Der Unterstaatssekre- tär im Außenministerium, 23 i e n o t, hatte eine Besprechung mit dem Oberbefehlshaber der französischen Leoantetruppen, General O e s i n g e r, und mit dem türkischen Botschafter in Paris. Waffen- und FreiwiWenzustrom für die 'Roten hält an Paris, 8. Jan. (DNB. Funkspruch.) „Echo de Paris" berichtet über neue Waffen- und Freiwilligen-Transporte nach Spanien. Danach würde am Samstag ein „Freiwilligen-Transport" London verlassen. Die Teilnehmer seien von der Labour- Party angeworben worden. Der Transport würde über Frankreich geleitet werden. Weiter meldet das Blatt, daß 25 Lastkraftwagen mit Munition und Kriegsmaterial die französisch-spanische Grenze überschritten haben. Die Kommunisten in Katalonien hätten mit einer belgischen Waffenfabrik einen Lieferungsvertrag abgeschlossen, der die Lieferung von tausend Maschinengewehren im Werte von etwa sieben Millionen Francs nach Spanien vorsieht. Die Maschinengewehre seien ursprünglich für die Truppen des Negus bestimmt gewesen. Der Mord an dem belgischen Diplomaten. Die Roten suchen Aufklärung zu verhindern. Brüssel, 8. Jan. (DNB.) Jrn Auswärtigen Ausschuß des Senats gab Außenminister Spaak Erklärungen über den in der Nähe von Madrid durch spanische Bolschewisten verübten gemeinen Mord an dem belgischen Diplomaten Baron de Corchgrave ab. lieber die Umstände der Ermordung haben die Erklärungen keine Aufklärung gebracht. Die von der belgischen Regierung geforderte Untersuchung hat noch keine Ergebnisse gezeitigt. Aus den Ausführungen Spaaks ergab sich, daß der Ermordete zwei Schüsse im Nacken gehabt habe und daß er mit noch 20 anderen Getöteten in ein Massengrab geworfen worden sei. Der Leichnam befindet sich noch immer in diesem Gemeinschaftsgrab. Die Ausgrabung der Leichen begegnet Schwierigkeiten, weil noch neun andere Leichen darüberliegen. In einer Note der roten Machthaber an die belgische Regierung heißt es, daß Baron de Borchgrave „sich ohne Erlaubnis der militärischen Behörden" an die Front begeben habe, um belgische Freiwillige, die verwundet worden seien, zu besuchen. Mit solchen und anderen Ausflüchten wird offenbar versucht, die Verantwortung für das Verbrechen abzulenken. Der Kraftwagen, den Baron de Borchgrave auf seiner Tv- desfahrt benutzte, soll unbeschädigt wiedergefunden worden fein. Das Außenministerium hat die Roten auf die schwere Verantwortung hingewiesen und eine Mil- für Luftfahrzeuge der Luftwaffe. Die nach Polen fliegenden oder aus Polen kommenden Luftfahrzeuge, die über die deutsch-polnische Einflugszone bei Deutschen fliegen, haben das Sperrgebiet entweder nördlich auf Dem rechten Wartheufer ober südlich auf dem Unken Oderufer zu umfliegen. Moskaus Einfluß in der Tschechoslowakei. Das tschechische Heer Vorposten der Komintern. Mailand, 8. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die italienische Presse hebt vor allem die Ueberelnstim- mung mit der deutschen Antwort hervor, und betont daß die Achse Rom-Berlin sich gut be= währt habe. „Stampa" schreibt, weder Italien noch Deutschland verschlossen sich weiteren Verhandlungen obwohl es infolge der Verantwortung und Mitschuld der anderen ihr Recht wäre. Die Nichtem- mischungsfrage müsse in ihrer Gesamthei: geregelt werden. Italien habe Vertrauen in die Kräfte des Generals Franco und fei überzeugt, daß der Kampf schon zur Einsetzung einer starken Regierung in Madrid geführt hätte, wenn Barcelona, Valencia usw. nicht umfassende Unter- st ü tz u n g von Sowjetrußland und Frankreich erhalten hätten. Berlin, 7. Jan. (DNB.) Nach einer Polizeiverordnung ist der Luftraum zwischen Oder und Warthe bis auf weiteres für Luftfahrzeuge gesperrt worden. Das gesperrte Gebiet wird begrenzt im Süden: durch die Oder zwischen Crossen und Tschicherzig, im Osten: durch die Verbindungslinie der Orte Züllichau— Brätz—Pritttsch, Schnittpunkt der Warthe, mit der Verlängerung der Linie Brätz-Prittisch, im Norden: durch die Warthe zwischen dem genannten Schnittpunkt und Landsberg a. d. W., im Westen: durch die Verbindungslinie der Orte Landsberg—Zielen- zig—Sternberg—Crossen. Das Verbot gilt nicht Botschafter Dr. Trautmann ging auf die Sympathien ein, die sich Seeckt während der kurzen Zeit feines Chinaaufenthaltes in allen Kreisen erworben habe. Man könne mit Recht sagen, daß von Seeckt eine neue Brücke für die chinesisch-deutsche ......Zusammenarbeit geschlagen habe. General F al- liche Gewicht von 5400 Tonnen hat, begonnen und kenhausen schilderte den militärischen Werde- am 4. September das letzte Stuck der ®jenfonftrutd gang Seeefts. Rriegsmtntfter S) o t) i n g f d) i n be- - —--- 1 tonte, daß sein soldatisches Können, seine klugen Ratschläge und fein ganzes Wesen in China immer in Erinnerung bleiben werden. Seeckt habe in der kurzen Zeit seines Wirkens Großes für den Ausbau des chinesischen Heeres geleistet, es sei ihm zu verdanken, daß die chinesische Armee vorangekommen wäre. Sein Zielbewußtsein, seine Treue zu seinem Vaterlande, seine überrragenbe Persönlichkeit sind den chinesischen Offizieren ein großes Beispiel, der Name Seeckt werde immer mit der chinesischen Wehrmacht verbunden sein werden. Pros. Ongwenhao, der Generalsekretär des Reichsvollzugsamts, fand ebenfalls erhebende Gedenkworte für den Toten, der es stets aufrichtig mit China gemeint habe. Heute stehe ganz China voller Trauer an seinem Grabe. Er soll den Botschafter darauf hingewiesen haben, daß der türkische Pressefeldzug in der Frage des Sandschaks von Alexandrette nicht geeignet erscheine, eine für Die Verhandlungen günstige Stimmung zu schaffen. Die französische und die türkische Regierung sollen sich dahingehend verständigt haben, eine Vertagung der auf den 18. Januar anberaumten Völkerbundsratssitzung ins Auge zu fassen, um so eine Möglichkeit zur Abwicklung der unmittelbaren Verhandlungen zu schaffen. Von einem Abbruch Der Verhandlungen könne keine Rede sein. China ehrt das Andenken Seeckts. Nanking, 7. Jan. (DNB.) Eine Gedächtnisfeier für Den Generaloberst von Seeckt im Klub Der in Deutschland ftuDierenben Chinesen gab Zeugnis von Der großen Verehrung, Die Seeckt in China entgegengebracht wird. Zu der Gedächtnisfeier waren Vertreter der Reichsämter und Ministerien, Der obersten Militär- und Stadtbehörden sowie viele Angehörige aus Wirtschafts- und Wissenschaftskreisen erschienen. Marschall Tschiangkaischek, Der sich zur Wiederherstellung seiner Gesundheit auf Dem Lande aufhält, hatte zwei Kränze gesandt. Salamanca, 7. Nov. Der Heeresbericht des obersten Befehlshabers in Salamanca meldet, daß die Operationen an der Front von Madrid m i t Erfolg fortgesetzt worden sind. Die nationalen Truppen besetzten Die Ortschaften Las Rozas und ElPlantio. Die Ortschaften Po- z u e l a und S) u m e r a sowie das umliegende Gebiet wurden von Den Roten gesäubert. Die Kommunisten leisteten in Häusern und Schützengräben Widerstand, waren jedoch auf die Dauer Den schneidigen Angriffen der nationalistischen Truppen nicht gewachsen und flüchteten unter ungewöhn- l i ch starken Verlusten. Unter Den in Gefangenschaft geratenen Roten befinden sich ein Hauptmann und ein Leutnant. 40 rote Söldner liefen zu den nationalistischen Truppen über. Es wurde umfangreiches Kriegsmaterial erbeutet, Darunter 300 Gewehre. In Casa d e l Campo wurde ein Gegenangriff der Bolschewisten nach hartem Nahkampf zurückgeschlagen. Die Roten ließen hier 58 Tote zurück, darunter einen Offizier. Im G u a d a l a y a r a - Abschnitt konnten Die Kommunisten aus mehreren Stellungen geworfen werden. In Andalusien erlitten die Roten im Abschnitt Ronda eine bedeutende Schlappe, wobei ein berüchtigter Bolschewisten-Häuptling aus Malaga getötet' wurde. An der B i s c a y a - F r o n t bombardierten 18 Flugzeuge die Stellungen Der Bolschewisten bei ßegueitio, östlich von Bilbao, während nationale Kriegsschiffe die Roten Häfen von Santander und Bilbao beschossen. Die Unzufriedenheit der Zivilbevölkerung im Biscaya- Gebiet nimmt ständig zu. Den roten Machthabern wird vorgeworfen, daß sie Die Öffentlichkeit betrügen, indem sie behaupten, die gesamte spanische Flotte befinde sich auf ihrer Seite. lion Franks Schadenersatz, Erweisung militärischer Ehrenbezeugung für den Ermordeten und die Ueber- gabe des Leichnams verlangt. Die „Jndependance Belge" berichtet. Der belgische Diplomat sei von Der sogenannten Internationalen BrigaDe „a b g e u r t e i 11' unD erschossen worden. Die Roten hätten Baron de Borchgrave wie auch noch andere in Madrid ansässige Diplomaten beschuldigt, Spionagedienste (I!) für General Franco geleistet zu haben. Außerdem hätten sie ihm vorgeworfen, Die Flucht b e l g i s ch e r „F r e i w i l l i g e r" b e- günstigt zu haben. Am Sonntag, 20. Dezember, hätten die Kommunisten den belgischen Diplomaten an d e m Ausgang der belgischen Botschaft, die schon seit einiger Zeit einer besonders Guadalau '.oUado Escorial lemorillo, MADRID Wafrana firunefaJ Pozueto WM TÜRKEI vAdaxa (Msibin ftas SOWJET- RUSSLAND Ankara . m dl'Q.pC-ZU.X.t _ \ Id AN LAfäandrette • VAvdiockia j ' SYRIEN ! X Englands größtes U Boot wird verschrottet. L o n d o n , 8. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Unterseeboot „X 1", das mit einer Wasserverdrängung von 3600 Tonnen das größte U-Boot ist, das jemals für die britische Flotte gebaut wurde wird verschrottet werden. Das Boot, das einen Kostenaufwand von über eine Million Pfund erforderte, hat die Erwartungen nicht erfüllt. Es war in der englischen Marine als der „W e i ß e Elefantder Flotte" bekannt. Die Oberflächengeschwindigkeit von 20 Knoten ist infolge ständiger Schwierigkeiten nie erreicht worden, obwohl wiederholt Umbauten durchgeführt wurden, und alle möglichen Arten von Schiffsschrauben versucht worden waren. In den letzten Jahren war das Schiff der Reserve in Plymouth zugeteilt, wo es im Trockendock das Gleichgewicht verlor und beschädigt wurde. Ein verdächtiger Reisender im Zuge der Königin von Jugolslawien verhaftet. In Dietenhofen wurde ein Jugoslawe verhaftet, als er den Grenzbeamten einen gefälschten Paß mit dem Namen Pavlovitsch vorzeigte. Die Festnahme erfolgte in dem Zuge, in dem die Königin Maria von Jugoslawien nach Ostende fuhr, um sich nach England zu begeben. Die Polizei fragte sich, ob sie es nicht mit einem Mitglied der berüchtigten U st a ch i s zu tun habe, deren Opfer in Marseille der König von Jugoslawien wurde. Die Untersuchung ergab, daß Pavlowitsch ebenso gut Kale men heißen könnte. Der Mörder König Alexanders war zunächst unter diesem Namen bekannt. Man versuchte festzustellen, ob zwischen Pavlowitsch und dem berüchtigten Anführer der Ustachis, Pavelitsch, Zusammenhänge bestehen. Eisenbahnattentäter vor dem Linzer Standgericht. Die kürzlich verhafteten Eisenbahnattentäter Alois S t r i e g l und Johann S ch e i n e ck e r wurden in Linz vor ein Standgericht gestellt. Sie werden beschuldigt, im April 1934 den D-Zug Wien—München bei der oberösterreichischen Station Oftering zum Entgleisen gebracht zu fp^en in der Absicht, die dadurch entstehende k rwirrung zum Stehlen auszunutzen. Der Anschlag hatte einen Toten und zahlreiche Schwerverletzte gefordert. Außer diesem Verbrechen haben die Angeklagten, Lungsweg vom Dorf zum Bergwerk muß wegen der Senkungen dauernd aufgesüllt werden. Zum Teil muß man kilometerweite Umwege machen, um ohne Gefahr einzelne Häuser zu erreichen. Zahlreiche Wohnhäuser und Bauernhöfe mußten m den letzten Jahren abgerissen und auf der west- lichen Seite nach Bingen zu wieder aufgebaut werden, so daß allmählich das ganze Dorf wandert. Es ist damit zu rechnen, daß im Laufe dieses Jahres der ganze östliche Teil des Dorfes verschwindet. Die evangelische Kirche kann ebenfalls wegen starker Rißbildungen im Mauerwerk nicht mehr benutzt werden; im Sommer soll eine neue Kirche gebaut werden. Grippe-Epidemie in England. Die in England herrschende Grippe-Epi- d e m i e hat sich in den letzten acht Tagen beträchtlich verstärkt. Sie forderte in der letzten Woche 325 Tote, während in der Woche vorher 97 Todesfälle durch Grippe zu verzeichnen waren. Grippe - Epidemie fordert in Amerika zahlreiche Todesopfer. Verschiedene Teile der Vereinigten Staaten mel- den eine außerordentlich starke Zunahme der Todesfälle infolge schwerer Grippeerkrankungen. In der Stadt Neuyork waren in den letzten 24 Stunden 88 Todesfälle zu verzeichnen. Die Zahl der Toten in dieser Woche betrug in Neuyork 299 und in Chikago 189. In Denver und anderen Gegenden mußten die Schulen geschlossen werden. Das Bundesgesundheitsamt in Washington berichtet, daß in der vergangenen Woche 3998 Fälle von Grippeerkrankungen gemeldet worden seien, gegenüber 2088 der Vorwoche. Diese Ziffer könne jedoch nur als ein Bruchteil der Gesamtzahl bezeichnet werden. Postraub an der Riviera. Auf dem Bahnhof des kleinen Riviera-Ortes Antibes üb er fiel en drei maskierte Männer einen Postbeamten, der drei Postsäcke mit rund einer Million Franken an den Nizzaer Zug bringen wollte. Der Beamte wurde durch Schläge mit einem Gummiknüppel betäubt. Dann ergriffen die Täter die Säcke und flüchteten in einem bereitstehenden Kraftwagen. Bisher fehlt jede Spur von den Räubern. Kleine politische Nachrichten. Oberbürgermeister Dr. Goerdeler hatte Ende November des vergangenen Jahres den Antrag gestellt, spätestens am 1. April 1937 aus den Diensten der Stadt Leipzig entlassen zu werden. Nachdem die maßgebenden Stellen keine Bedenken geäußert haben, gab die Stadt diesem Antrag Dr. Goerdelers statt. Dr. Goerdeler, der seit dem 1. Januar d. I auf Urlaub weilt, wird nicht mehr in die Dienste der Stadt Leipzig zurückkehren. Die italienischen Zeitungen berichten, daß Ras I m r u auf Befehl Mussolinis nach Italien gebracht und auf eine italienische Insel verbannt werden wird, da Ras Jmru in den letzten Monaten den immer wieder an ihn gerichteten Aufforderungen zur Unterwerfung nicht Folge g e- l ei st et hat, sondern hartnäckig Widerstand leistete und seine Gefolgschaft gegen Italien aufzuwiegeln versuchte. Ein Gewohnheitsverbrecher vorGericht Reichsgericht ordnet neue Verhandlung und Entscheidung an. Lpd. Aus Leipzig wird gemeldet: Das Landgericht Limburg verurteilte am 29.9.1936 den 33 Jahre alten Wilhelm Dernbach wegen Rückfallbetrugs in Tateinheit mit gewinnsüchtiger Urkundenfälschung, wegen gewinnsüchtiger Urkunden- Verloren Plattn- Brillantnadel auf dem Wege Goethestr.-Seltersweg durch Volksbad bis Hotel Schütz. Geg. gute Belohnung abzugeben [mD Goethestr. 30 1- Nachruf. Nach kurzem Leiden verschied am 5. Januar 1937 unser Arbeitskamerad und Mitglied des Vertrauensrates Herr Johann Ulrich aus Bersrod. - Wir haben ihn in langjähriger Tätigkeit und Zusammenarbeit als tüchtigen, unermüdlichen Mitarbeiter und guten Kameraden kennengelernt und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. |stellengesuche| Inin jüngere, geschulte Kraft, m. gut. Sachkenntnissen in Kurz-, Weiß-, Woll- u. Modewaren, in langjähriger, unge- künd. Stellung, sucht sich zu verändern. Schriftl. Angebote unter 097 an d. Gieß. Anzeiger erbet. 23jähr., gebild. Mädel verfekti.Kochen, Nähen und allen Hausarbeiten, mcht zum 1. oder 15. Febr. Stelle als Stütze. Angebote unt. E. 17 Biedeakopf/Lahn, postlagernd. i26d Mündlich können Sie esnur wenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen Betiiebsführung und Gefolgschaft der Firma Poppe & Co. Gießener Gummiwarenfabrik. solche Briefmarke mit einer Erläuterung dieser Gefahrzone. Die Werbung durch die Briefmarke hatte vollen Erfolg. Der Bau des Kanals wurde nach Panama verlegt, und infolgedessen brachten es auch die Marken mit dem Bild des vulkannahen Landes zu einer gewissen Berühmtheit. Bei einem Haar wäre auch eine Briefmarke, die im Jahre 1900 von dem amerikanischen Freistaat Santo Domingo herausgegeben wurde, Anlaß eines politischen Streites geworden. Auf dieser Marke war eine kleine Landkarte von Santo Domingo gezeichnet. Nun bildet Santo Domingo den Osttetl der Insel Haiti, aber auf dieser Marke hatte der Zeichner die Grenzen etwas verschoben und zwar zugunsten seines Landes, so daß Santo Domingo um ein Stück größer war als in Wirklichkeit, dagegen Haiü um dieses Stück kleiner. Selbstverständlich ließ sich Haiti diese Verkleinerung nicht gefallen und legte Protest ein, worauf die Briefmarken sogleich eingezogen und durch andere ersetzt wurden. Selbstverständlich aber auch, daß auf die Marken, die bereits ausgegeben worden waren, eine wilde Sammlerjagd einsetzte. die mehrere Jahre lang ein wahres Räuberleben führten, eine Unzahl anderer Straftaten auf dem Gewissen, so 80 Einbrüche, einen Mordversuch an einem Gendarmen, einen Dynamitanschlag und vieles andere. Striegl führte im übrigen ein Doppelleben. Er besaß in einem oberösterreichischen Ort ein Haus und spielte gegenüber der Bevölkerung den biederen Familienvater und Landwirt. Don Zeit zu Zeit verschwand er aber, um seine Raubzüge zu unternehmen. Unter dem Verdacht, den Eisenbahnanschlag bei Oftering ausgeführt zu haben, wurde seinerzeit ein Eisenbahnbediensteter zu vier Jahren schweren Kerkers verurteilt. Da die beiden Angeklagten ein umfassendes Geständnis abgelegt haben, ist die Unschuld des Eisenbahn- bediensteten einwandfrei nachgewiesen. Der Staatsanwalt beantragte gegen die beiden Banditen die T o d e s st r a f e, die im Falle der Ablehnung des Gnadengesuches binnen drei Stunden vollstreckt werden muß. Zwei Bauernhöfe am Brenner eingeäschert. Am Dreikönigstage abends brach in Obernberg am Brenner ein G r o ß f e u e r aus, welchem zwei Bauernhöfe, der Muchenhof und der Maßnerhof, samt den Oekonomiegebäuden vollständig einäscherte. Der Schaden wird auf rund 100 000 Schilling beziffert. Die Versicherung ist nur ganz geringfügig. Verletzt wurde niemand. Ein haltloses Gerücht. Vor einigen Tagen war gemeldet worden, daß ein aus Rußland zurückgekehrter ehemaliger deutscher Kriegsgefangener aus Weilburg einer Frau in Egenroth im Kreis St. Goarshausen mitgeteilt habe, ihr seit 20 Jahren in russischer Gefangenschaft in der Verbannung lebender Mann werde bald zurückkehren. Es handelt sich hierbei lediglich um ein Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt. Ein wanderndes Vergmannsdorf an der Rahe. Im Bergwerksdorf Waldalgesheim an der Nahe sinkt der östliche Teil des Erdbodens, unter dem sich die Schächte der Gewerkschaft Dr. Geier befinden, immer mehr in die Tiefe. Wo einst das regste Leben des Dorfes herrschte, breiten sich jetzt seeartige Wasserlöcher aus, die wegen ihrer beträchtlichen Tiefe sehr gefährlich sind. An den Einbruchsstellen kann man deutlich erkennen, daß sich im letzten Vierteljahr die Erdmassen um über einen Meter gesenkt haben. Der Derbin- fälschung und Unterschlagung zu drei Iah rett Zuchthaus, 140 Mark Geldstrafe und 5 Jahre Ehrenrechtsverlust. Außerdem wurde gegen den gefährlichen Gewohnheitsverbrecher die Sicherungsverwahrung angeordnet. Dernbach hat als 25jähriger seine erste Bekannt- schäft mit den Gerichten gemacht. Er ist wegen Betrugs und Unterschlagung erheblich vorbestraft. Nach längerer Strafverbüßung im September 1934 ging er alsbald wieder seinen Betrügereien nach. Er kaufte in mehreren Geschäften Radioapparate auf Abzahlung, bezahlte aber nur einen geringen Teil des Kaufpreises und verkaufte die Apparate weiter. Möbelstücke und Fahrräder erstand er auf die gleiche Weise. Er scheute sich auch nicht, seinen eigenen Vater um einen erheblichen Geldbetrag zu betrügen. Um seinen Gaunereien zum Erfolg zu verhelfen, fälschte er Unterschriften. Das vom Angeklagten angerufene Reichs- g e r i ch t hielt in zwei Fällen die Schuldfeststellungen des Dordergerichts für nicht ausreichend. Das Urteil wurde im beschränkten Umfange im Schuldspruch und hinsichtlich des Sttafausspruches in vollem Umfange — auch soweit Sicherungsverwahrung angeordnet worden ist — aufgehoben und neue Verhandlung und Entscheidung durch das Landgericht angeordnet. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Der mächtige Sturmwirbel, der Mitte der Woche das europäische Festland mit feuchtwarmer Meeresluft Überflutete, hat von seiner Rückseite her in ebenso ausgedehntem Maße Kaltluft in Bewegung gesetzt, sie wird sich auch in stärkerem Maße über Osteuropa auswirken, hat aber auch zu uns Abkühlung und im Gebirge vielfach auch Schnee- schauer gebracht. Das sich durch die Kaltluft auf- bauende Hochdruckgebiet wird zunächst vielfach heiteres Wetter bringen und ein starkes Eingreifen des neuen Atlantikwirbels verhindern. Beständiges Wetter ist für längere Zeit jedoch noch keineswegs zu erwarten. Aussichten für Samstag: Meist heiter und trockenes Wetter, noch vielerorts Frost, Winds um Nord, späterhin aufkommende Bewölkung. Lufttemperaturen am 7. Januar, mittags 6,6 Grad Celsius, abends 5,1 Grad; am 8. Januar, morgens 5 Grad. Maximum 9,2 Grad, Minimum heute nacht 2,7 Grad. — Erdtemperaturen in zehn Zentimeter Tiefe am 7. Januar abends 4,1 Grad, am 8. Januar morgens 3,3 Grad. — Niederschläge 8 Millimeter. — Sonnenscheindauer 1,5 Stunden. Wintersport - Wetterbericht. Rhön, Wasserkuppe: Leichter Schneefall, 2 Grad, 10 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 10 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. Sauerland, Winterberg: Schneefall, 0 Grad, 20 Zentimeter Gesamtschneehohe 15 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, — 4 Grad, 35 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 4 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. Wichtig für Jagdscheininhaber! Wichtige Neuerscheinung! 5Won Wien Liieren nach der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 CR®‘BI.I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Reichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 6ugo MmWer Verlag. verlln-Mlers. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Achtung! I Samstag, S. Januar, 2.15 Uhr, und I H Sonntag, 10. Januar, 11 Uhr vorm.: W 2 Sonder-Vorstellungen ■ Der erste authentischeTonfilm v. I abessinischen Kriegsschauplatz: I Italien | I marschiert Das Leben schrieb diesen Film: Das ital. Volk, das trotz Sanktionen opferwiUig sein ■ großes Ziel erreicht. Entbehrung, Aufopfe- I rung und Kameradschaft. In der Hitze der ■ afrikanisch. Sonne, unter unmenschlichen H Strapazen führt es mit allen Mitteln mod. ■ Kriegsführung zu unerbittlichen Kämpfen. Ein grandioses Filmwerk. neA ■■ Jugendliche zugelassen I ■■ | Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11250. Druck und Verlag: Brühl'sche Univerfitäts- Buch» und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Verkäufe | 3/15-BMW.- Limousine gut erhalten, für RM. 300 — zu verkaufen. Om Niegelvfad50v. Billig zu verkauf. 1 Dauerbrandoien 1 Grudeherd 4 Gasheizkörper Zu erfragen Bergstraße Nr. 3 Büro. 113D Dr.Wemer Janssens frühstückskräutertee Preis50Pfg.und2,-MarK O-"“1"* s.n'n-läi Erhältlich ip den Drog.: Seibel, Frankfurter Str.; Kilbinger Nachf., gegenüber dem Gloria-Palast Rentable Etagenhäuser zu kauf, gesucht. H. I. Baehr, Gießen, oioo Franks- Str. 43. Ein- ond Zwei- Familien-Bänser zu kauf, gesucht. H. J. Baehr, Gießen Franks. Str. 43. [Verschiedenes | Pelze billig 1 Pelz-Reparaturen 887oDM.Liebler Asterweg Iß Gestrickter, recht. Damen-Handschuli braun, verloren Aulweg 43. loiQ2 [Stellenangebote Mädchen von vormittags 8 Uhr bis über Mittag zum 1. Februar gesucht. Gutenberg- strafte 19 v 010s Zuverläss.fieißig. Mädchen nicht unt. 18Jah- ren p. 1 Februar- gesucht. Schriftl. Angeb. u. 076 a. d.Gieß.Anz.erb. | Vermietungen | Zimmer möbliert ob. unmöbliert, billig, ev.mit Küche,ao- zugeben. 0107 Kaiserallee 8vt. ) Mietgesuch7"| Beamter sucht 4-5-Zim. Wohn, zum l.März oder später. Nähere Beschreibung u. Preis unt. 0101 an den Gießener Anzeiger erbet. Zum 1. bzw. 15. Februar eine itiioiM möglichst m. Bad und Heizung, ev. in der Näbe der Kliniken gesucht. Schriftliche Angebote unt.!23D an den Gießener I Anzeiger erbet. Wegzugshalber bis zum 14. Januar Waschmasch. mit Wringmaschine, Schrank, Spiegel, Sofa, Tisch, Gas* herd, fallt, znverk. Liebinstraße 62, links. | Kaufgesuche Herd weiß emailliert, mittl. Größe, zu kaufen gesucht. Schr.Angeb.unt. 098and.Gieß.A. iireis)1. in oe."... «„»«rpi-»1 t ihcf deu <-in iid L Äff ®l! S „Port Licht Mer Stoff muß i gelegen habe ^besonders historisd Hin vergangenen 2 Inen doh Bücher wneinani Wes Thema behc Ä?nischen M W tzrausgekomn p oas andere (ki M »on front Seines Seetric. «uf eir Ss&s Cö lm Mi Iler und ,Aen Realistii Är?en Ein,' hu ,ä8anM «*> ein E «-gtes N ■«14 'H es i/^enden H - ib*n 1”ni1 i '^en c . Portynp |fe?»u i k. te i >> w h ?£r, ]Qn PQneri ^ibit'Wer 8 i,Nter konsl ♦Ä't und del J g^nee, al- Külte und . r pid) kVnSfal ffeste c,e%nna vor «Oft * 1* Df« M < ä »es * W »ft tatenfi in B-weM MN W Grafte entl i-s Ä61 SÄ“," Lch L auch pe 1 S. Da st-h-" du ® njie wackere, ’a gliche nicht sülcht-" d°- °'° Mrmt, was m ihn fiqen Limen finb d> ;0 die Winters-«! !- erschrocken hervor, seiner Rechten, lml jnn am Horizont zie itrnöqd: die Krähen. Wandre zwei Stur ciabt und du wirji machen, daß deine Auo daß dein Beobachtu Ein Gang ins Freie perlicher und seelift vielleicht gerade jetzt r lagesfc StadttMr: 20 b kvnzert bis Mjerto kmpff. - Gloriole ’ ,friert"; Nachtoorstell gißt nicht". - Lichtspi Arthur". Sfabltt heute abend findet mit dem verstärkten 5 Leitung des Professo llls Solist wurde di Neorg Kulenkam; Programm setzt sich c men: Robert Schum, Mur, Werk 38; A Allegro molto vivace Vivace); Allegro ani Ür.6 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Zreitag, 8.Zanuar 1957 1. 4. 7. Weihnachtslichter am Weihnachtsbaum nicht 8. nicht off* 12. 13. fall, 2 Grad, 16. 17. Brennende 18. 14. 15. 2. 3. Feuerwehr Feuer nur Ruhe und austreten! Eingänge mehr anbrennen, wenn dieser trocken ist! Petroleumlampen oder Spirituskocher nachfüllen, während diese brennen! auch keinen elektrischen Schalter betätigen! (Explosionsgefahr.) Haupthahn schließen, Fenster öffnen! Läßt sich die Ursache nicht feststellen, dann Gaswerke anrufen. Durchgebrannte Sicherungen nicht durch Draht, Nägel usw. überbrücken! Elektrische Heizgeräte (besonders Plätteisen) nicht unbeaufsichtigt unter Strom stehen lassen! Elektrische Schalter sind keine Kleiderhaken! sofort alarmieren, auch wenn das klein ist. Besonnenheit bewahren! Gardinen schnell herunterreißen und zur Brandstelle freimachen und > gut. 0 Grad, timeterNeu- । gut. V — 4 Grad, Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. 1. Der Schießlehrgang findet wieder am Sonntag, 10. Januar, um 9.15 Uhr statt. 2. Am Samstag, 9. Januar, wird der Gepäckmarsch für das HI. - Leistungsabzei- ch e n abgenommen. Antreten mit Tornister um 20.15 Uhr am Bann. Zum ersten Mal im neuen Zahr' Einkopfsonnlag im Gau Hessen-Nassau. NSG. Alles, was man in den ersten Tagen eines neuen Jahres verrichtet oder anpackt, bekommt eine besondere Bedeutung.- ,Zurn ersten Male im neuen Jahr!" Nun gibt es viel, was da zum ersten Male getan wird: der Ofen angesteckt, die Zigarre geraucht, die Schreibmaschine getippt, ein' Spaziergang gemacht usw., und immer schließt sich diesem „zum ersten Male" ein guter Vorsatz an. All diese „zum ersten Male" sind bei den einzelnen Menschen verschieden; eine Hausfrau wird zum ersten Male im neuen Jahr sicher etwas anderes tun und verrichten, als der Professor der Universität. Etwas Kein brennendes Streichholz oder glimmenden Tabakreft achtlos wegwerfen, vorher löschen! Im Bett nicht rauchen! Glühende Kohlen nicht von einem Ofen zum anderen tragen! Brennmaterial nicht unmittelbar am Ofen stapeln! Vom Oberbefehlshaber des Heeres ist angekün- digt worden, daß Meldungen von Freiwilligen für den Eintritt in das Heer am 1. Oktober 1937 nur noch bis zum 15. Januar 1937 entgegengenom- men werden. Seitdem häufen sich bei den militärischen Dienststellen Anfragen über Anfragen. Fast alle beziehen sich auf Zweck und Ziel dieser Freiwilligkeit und auf die hierzu einzuschlagenden Wege. Die folgenden Zeilen sollen daher die am häufigsten auftretenden Irrtümer klären und den Weg weifen, der bei der Meldung als Freiwilliger zu beschreiten ist. Zunächst das Wichtigste: die Erhaltung der Freiwilligkeit für Meldungen zum Heeresdienst beschränkt sich nicht auf diejenigen, die Berufssoldaten werden wollen. Im Gegenteil, diese Einrichtung hat in erster Linie den Zweck, allen vorwärts strebenden jungen Deutschen Gelegenheit zu geben, den Zeitpunkt für Arbeitsdienst und Wehrdienst s e l b st zu wählen. Sie haben dadurch den Vorteil, ihre ganze künftige Berufsentwicklung im voraus zu übersehen und einteilen zu können. Den Wunsch hierzu haben zweifellos die strebsamsten und leistungsfähigsten jungen Männer. Es liegt also im Rahmen der Anerkennung des Leistungsprinzips, daß durch Beibehaltung des Freiwilligensystems die Möglichkeit geschaffen wurde, diese Wünsche zu berücksichtigen. Bei der terminmäßigen Einziehung der Wehrpflichtigen ist es technisch unmöglich, Einzelwünsche zu berücksichtigen. Ja, es läßt sich nicht einmal einrichten, daß Arbeitsdienst und Wehrdienst immer hintereinander abgeleistet werden können. Pausen von X bis 1^ Jahren zwischen Arbeitsdienst und Wehrdienst sind ebenso möglich, wie es anderseits durchaus ungewiß ist, ob z. B. ein Wehrpflichtiger des Jahrganges 1916 im Jahre 1937, 1938 oder 1939 eingezogen wird. Von allen diesen Ungewißheiten kann sich der Freiwillige befreien. Und deshalb hat das Heer zwar nicht den „Einjährigen", wohl aber den Freiwilligen beibehalten. Was tut nun der junge Deutsche, der die Dinge nicht auf sich zukommen lassen, sondern seine Zukunft selbst gestalten will, um Freiwilliger zu werden? 1. a) Nichtgemusterte Bewerber beantragen persönlich bei der für ihren Wohnsitz zuständigen Polizeibehörde die Ausstellung eines Freiwilligenscheins zum Eintritt in den aktiven Wehrdienst; b) bereits Gemusterte die Ausstellung eines polizeilich beglaubigten Auszuges über Seite 1, 3 bis 5 des Wehrpasses. Formulare sind bei den polizeilichen Meldebehörden erhältlich. Wehrpaß ist mitzubringen. 2. Die Meldung zum freiwilligen Eintritt erfolgt dann grundsätzlich bei dem Truppenteil, bei dem der Bewerber eintreten möchte. Dem Gesuch sind beizu- fügen: a) Freiwilligenschein oder beglaubigter Auszug über Seite 1, 3 bis 5 des Wehrpasses; b) ein Lebenslauf; c) zwei Paßbilder in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung, nicht in Uniform (Größe 3,7X5,2). 3. In der Regel werden Freiwillige nur bei Truppenteilen in der Nähe des Wohnsitzes eingestellt. 4. Wer sich nicht bald meldet, läuft Gefahr, daß seine Wünsche auf eine bestimmte Waffengattung, einen bestimmten Standort, jo sogar auf Beginn seiner Dienstzeit (Arbeitsdienst 1. April, Wehrdienst 1. Oktober 1937) nicht mehr berücksichtigt werden können. Dabei sei gleich darauf hingewiesen, daß die Infanterie, sowohl nach der Zahl der Standorte und nach Verschiedenheit der Bewaffnung, am meisten Aussicht für die Erfüllung der einzelnen Wünsche bietet. Die Infanterie ist auch heute die vielseitigste und dem soldatischen Wesen am meisten entsprechende Waffengattung. Der Infanterist der Gegenwart und Zukunft muß gleichermaßen Sportsmann, Waldläufer, Jäger und Schütze sein. Die Infanterie braucht aber nicht nur Männer, die gut zu Fuß sind und gut schießen können, sondern sie wird auch allen technischen Neigungen gerecht, denn sie hat für ihre verschiedenartigsten Waffen ebenso Bedarf an Kraftfahrern, an Soldaten mit Verständnis für Funktechnik und Artillerie, wie an Männern, die mit Pferden umgehen können. Bei Kavallerie, Artillerie und Pionieren sind aber ebenfalls noch Stellen frei. 5. Zweckmäßigerweise meldet sich freiwillig, wer vor Beginn seiner Ausbildung für einen Lebensberuf feiner Wehrpflicht genügen will, wer anstrebt, später Offizier d. B. zu werden, wer anstrebt Unteroffizier zu werden, wer auf Grund seiner Berufsausbildung als Spezialist in der Truppe in Frage kommt. 6. Weitere Auskunft erteilen die Annahmestellen der Truppenteile und Wehrmeldeämter. Das zuständige Wehrmeldeamt ist bei der polizeilichen Meldebehörde zu erfragen. Einstellungsanträge bet höheren militärischen oder staatlichen Dienststellen sind zwecklos. Sie verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers. Alles in allem: Wehrmacht, Staat und Bewegung erkennen auch an der Meldung als Freiwilliger, ob ein junger Deutscher Tatmensch ist oder werden will. Auch hier liegt eine Auslese, über die in diesem Fall aber der einzelne noch selbst entscheiden kann. Violinkonzert in a-moll, Werk 82; Moderato; Andante sostenuto; Allegro; Richard Strauß, Tod und Verklärung, Symphonische Dichtung, Werk 24. — Das Konzert findet als 15. Vorstellung der Freitag-Miete und als 4. Abonnementskonzert des Gießener Konzertvereins statt. Es beginnt um 20 Uhr und endet um 22 Uhr. Einmalige Wiederholung von Rainer Maria Rilkes „Die weiße Fürstin". Die Intendanz des Stadttf>eaters Gießen hat sich entschlossen, um vielfachen Wünschen des Publikums gerecht zu werden, eine einmalige Wiederholung der Uraufführung von Rainer Maria Rilke „Die weiße Fürstin", die bei Publikum und Presse ein großer Erfolg wurde, anzusetzen. Die Aufführung findet am Sonntag, 17. Januar, vormittags 11.30 Uhr, statt. Gesellschaft Ciebig-ZUufeum. Am kommenden Sonntag, 10. Januar, 11.30 Uhr, außerordentliche Mitgliederversammlung mit Vortrag von Prof. Dr. Behaghel im Hörsaal des Liebig-Museums. (Siehe heutige Anzeige.) Sladtlhealer Gießen. Heute abend findet das „Zweite Orchesterkonzert" mit dem verstärkten Städtischen Orchester fffckr der Leitung des Professors Dr. Temesvary statt. Als Solist wurde der große Meister der Geige, Georg Kulenkampff, Berlin, verpflichtet. Das Programm setzt sich aus folgenden Werken zusammen: Robert Schumann, Erste Symphonie in B-dur, Werk 38; Andante un poco maestoso, Allegro molto vivace; Larghetto; Scherzo (Molto Vivace); Allegro animato e graziöse; Glasunosf, in Anzeigen- ?n Inhalt der 136: 11250. Ms- Buchsämtlich in einschließlich Tten 15 b Tamsiagg . mehr. i 1935 gültig. im Lange. die Bilder: 9. Auch in leere Benzingefäße niemals mit nem Licht hineinleuchten! 10. Leuchtgas ist giftig und brennbar! 11. Bei Gasgeruch kein offenes Licht anzünden, 5. Wäsche u. a. nicht zu dicht am Ofen ttocknen! 6. Vor der Feuerungstür keinen Teppich hinlegen ober Kohlenkasten aufstellen! Schlüssel bereithalten! Mieter und Verdunkelung. Die Polizeidirektion Gießen übermittelt uns diesen vom Reichsluftschutzbund zur Verfügung gestellten Artikel. D. Schriftltg. *7* In allen Stadtteilen hat der Reichsluftschutzbund in den letzten Monaten kleinere und größere Verdunkelungsübungen veranstaltet. Ueberall sind die Amtsträger und Helfer des Bundes aufklärend und anregend tätig gewesen. Die am 13. Januar stattfindende, die Stadt und den Kreis Gießen umfassende Derdunkelungsübung ist vorbereitet. Eure Ausgabe, Gießener Mieter, ist es jetzt, die letzte Hand anzulegen, damit am Abend des 13. Januar die Abblendung der Fenster rasch, zweckmäßig und einwandfrei erfolgen kann. Legt das notwendige Material wie: Decken, Filz, dunkle Stoffe, Holzrahmen mit Pappe zurecht! Besorgt euch rechtzeitig die fehlenden Sachen! Wartet nicht bis zum letzten Augenblick! Haltet euch genau an die erlassenen Vorschriften! Vergeßt nicht, daß im Ernstfall eine lückenlose Abwehrfront gegen Luftangriffe erst dann besteht, wenn in jeder Familie richtig verdunkelt Ich melde mich freiwillig! Richtlinien für den Eintritt in das Heer. — Letzter Termin 15. Januar 1937. A'b- l(be. *'Hnnt, ®e9en $ 'S?: A SÄ schuld. sipru(he2 ;n ."•)tningstlen "»-h d«- aber ist für alle von der größten Bedeutung, ganz gleich, ob Hausfrau, Arbeiter oder Schulmädel, etwas werden alle Deutschen am nächsten Sonntag im neuen Jahr mit besonderer Freude und Bedeutung erleben: „Der erste Eintopfsonntag im Jahr 19 37". Der Gau Hessen-Nassau ist sich darin bis ins kleinste Dorf einig, daß dieser erste Eintopfsonntag ein ganz großer Erfolg werden muß. Mögen auch die Geldbeutel durch die vielen hinter uns liegenden Feiertage schmal geworden sein, alle Volksgenossen unseres Gaues werden alle verfügbaren Groschen dem ersten Eintopf im neuen Jahr spenden, mit dem guten und festen Vorsatz, im neuen Jahr noch mehr und noch reichlicher zu spenden als im vergangenen Jahre! Bewahrt das $euer. ..! Richtlinien zur Verhütung von Brandschaden. Von der Städtischen Branddirektion Gießen werden folgende beherzigenswerte Ratschläge mitgeteilt: Sfanffort "-r So», * in ®°6e über L uns Ad. ^Schnee. SalN auf. "Ach hei. ÄS h keineswegs AHt heiter 6kvst, Winde ölfung. Eagg 6,8 . S-fonuar, Minimum mn in zehn 4'1 ®rab, NledersGge 1-5 Stunden. Aus der Provinzialhauptstadt. Bummel vor den Toren. Selbstverständlich: im Sommer gehört es dazu, daß man ein wenig ins Grüne geht. Am Sonntag vor allem, oder schon am Sams'tagnachmittag. Die Sonne scheint, der Himmel ist leuchtend blau und über den grünenden Feldern zwitschern unermüdlich die Lerchen. Ja, im Sommer ist ein Gang vor die 1 Tore der Stadt überaus verlockend. Aber jetzt im i Winter? Und ganz und gar im Januar? Mit Verlaub: haben wir eigentlich Winter? Manchmal | streicht die Luft wie mit zarter, weicher Hand das ! Strauchwerk in den Anlagen. „Das ist nicht gut", ! sagen unsere erfahrenen Mitbürger und schütteln mißbilligend die Köpfe. Aber wenn es regnet oder dicke Nebelschwaden wie Gespenster der Trostlosigkeit durch die Straßen ziehen, ist es auch nicht gut Gut wäre es erst, wenn die Eisblumen an den ; Fenstern blühten und in der Morgenfrühe das Waschwasser in der Schüssel den bekannten winterlichen Festigkeitsgrad aufweisen würde. Vielleicht wird es gar nicht mehr lange dauern und der himmlische Wettermacher schickt uns mehr Kälte und Schnee, als wir ertragen mögen, und dann ist es wieder nicht recht. Man soll deshalb die Feste feiern, wie sie fallen und auch im Januar ge- troft einen Gang vor die Tore machen. Es muß nicht immer ein Osterspaziergang sein. Man fühlt sich angesichts des Blickes auf die freiere Landschaft beschwingt und tatenfroh. Und freudig erregt setzt man sich in Bewegung, wandert an der baumbestandenen Straße entlang, atmet die frischere Luft und sieht das Bild der ziehenden Wolken wie in einem weit ausgespannten Rahmen. Es ist ein köstliches Gefühl, in dieser Jahreszeit auf einer solchen Wanderung- zu sein, die den Geist frischer macht und neue Lebensgefühle weckt. Gewiß, die Landschaft ist nicht so farbig wie im Sommer und entbehrt das reizvolle Lichterfunkeln an Blatt und Strauch, die Süßigkeit duftender Blüten und die Schönheit des Schwalbenflugs. Aber auch sie trägt ein Gesicht, da anziehend wirkt und in der Kantigkeit feiner Linien viel Leben verrät. Da stehen die Bäume mit ihren kahlen Zweigen wie wackere, kampferprobte Recken, die die Streiche nicht fürchten, da wächst am Feldrain der Heckenbufch, der wie eine kleine Trutzburg alles beschirmt, was in ihm Zuflucht sucht. In gleichmäßigen Linien sind die Felder der Erde gefurcht, und wo die Wintersaat keimt, drängt sich frisches Grün unerschrocken hervor. Ein Meisenschwarm wandert zu deiner Rechten, links siehst du eine Hasenspur, und fern am Horizont ziehen krächzende schwarze Wintervögel: die Krähen. Wandre zwei Stunden lang vor den Toren der Stadt und du wirst beglückt die Wahrnehmung machen, daß deine Augen blanker geworden sind und daß dein Beobachtungsvermögen schärfer wurde. Ein Gang ins Freie ist zu jeder Jahreszeit ein körperlicher und seelischer Gewinn. Auch jetzt, ober vielleicht gerabe jetzt in diesen Januartagen. H. W. Sch. Dorrwiizen. Tageskalender für Freikag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr, Zweites Orchesterkonzert des Konzertvereins; Solist: Georg Kulenkampff. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das Hofkonzert"; Nachtvorstellung: 23 Uhr, „Eine Frau vergißt nicht". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Port Arthur". <5—17.15 ißerWg6. «nre^lu lschettc» .Handlung per, Gießen ie3^u£ ^K-i°-, 'gegenschlrm »7 NZs XL M°! EU«"1 „ Cbar|ey 'CTb«®va‘n „Port Arthur." Lichtspielhaus. Dieser Stoff muß in jüngster Zeit sozusagen in der Lust gelegen haben — wie andere literarische und besonders historische Stoffe auch: mehrfach war in den vergangenen Monaten das fast gleichzeitige Erscheinen doji Büchern zu beobachten, die — ganz unabhängig voneinander — dasselbe oder ein sehr ähnliches Thema behandelten; auch mit dem russisch-japanischen Krieg befassen sich zwei erst kürzlich herausgekommene Werke; eines davon ist dem berühmten japanischen Admiral Togo gewidmet, das andere (seinerzeit bei uns besprochen) stammt von Frank Thieß und heißt „Tsushima. Roman eines Seekrieges". Der Film „Port Arthur" geht ebenfalls auf eine literarische Vorlage zurück, einen Roman von Pierre Frondaie, dem das Drehbuch von Hans Klaehr und Kurt Heuser zugrundeliegt. Der Kampf um Port Arthur, der mit der Einnahme der Festung durch die Japaner tue entscheidende Wendung im fernöstlichen Kriege herbeiführte, steht im Mittelpunkt des Geschehens. Der Krieg zu Wasser und zu Lande ist filmisch mit einer erstaunlichen Realistik und Intensität ersaßt, mit einem enormen Einsatz von Menschen und Material in weiter Landschaft und auf offener See. Das ist an sich schon ein imponierendes, fesselndes und vielfältig bewegtes Bild, — aber der Kampf wurde chon däfnals nicht nur mit Divisionen und Kriegschiffen, mit Geschützen und Reiterei geführt, son- >ern auch mit anderen, stilleren, aber ebenso gefährlichen und nicht minder tödlichen Waffen: die japanische Spionage in Port Arthur und der russische Abwehrdienst führen zu gleicher Zeit einen erbitterten Krieg im Dunkel gegeneinander, und auf diesem, für den oberflächlichen Beobachter kaum sichtbar werdenden Kriegsschauplatz erfüllt sich (worauf es hier ankommt, da es sich nicht um eine historische Reportage, sondern in erster Lime um einen Spielfilm handelt) vor weltgeschichtlichem Hintergründe das Schicksal einiger wenigen Menschen hüben unb brüben unb zwischen ben Fronten. Daß bas kleine Schicksal bieser Wenigen im.Ent- scheibungskampf zweier großen Nationen im Grunde' belanglos bleibt unb verschwinbet, steht hier, im Film, nicht zur Diskussion; auch spiegelt es sich ja eben in jenem größeren unb konnte sich m solcher Zuspitzung bes Konflikts nur an diesem Kampfe entzünden: ein russischer Marineoffizier hat eine junge Japanerin (aus Liebe) geheiratet, deren Bruder, japanischer Offizier, als chinesischer Diener verkleidet, in Port Arthur spioniert. Man sieht, gefährlichster Konfliktstoff ist, sozusagen hochentten Sturm der japanischen Regimenter nicht mehr zu halten. Und auch der verzweifelte Durchbruchsversuch des Torpedobootes mißlingt: es wird von den japanischen Kreuzern eingekreist und, ehe es mit seiner kostbaren Fracht in deren Hand fallen kann, vom Kommandanten versenkt: er geht unter mit seinen Leuten ... und mit seiner Frau, die das in See gehende Boot im letzten Augenblick zu erreichen vermochte und sich im Tode noch einmal zu ihrer Liebe und zu dem neuen unglücklicheren Vaterlande bekennt. ♦ Man wird schon dieser andeutenden Beschreibung entnehmen können, was das für eine hoch- dramatifche, spannende, erregende Handlung ist, die, ganz filmisch entwickelt, keinen toten Punkt aufweist und den Zuschauer in raschem Schauplatzwechsel unmittelbar in öie Erbitterung des militärischen Kampfes und in das zermürbende Entweder — Oder im Schicksal der Dordergrundgestal- ten hineinzwingt. (Bildregie: Nicolas Farkas; Dialogregie: Josef Gielen.) Die darstellerisch le- benbigfte, am meisten durchgeformte und ergiebigste Figur ist die von Karin Hardt gegebene Pouki: auch im Außenbilde überraschend geschickt verwandelt, eine kleine, zarte, liebende Frau mit einem tapferen Herzen, selbstlos zu jedem Opfer bereit. Wohlbrück gibt den Marineoffizier Boris: ruhig und gesammelt, sympathisch und männlich im Kampf zwischen Pflicht und Neigung. Ausgezeichnet, nicht nur in der faszinierenden Maske, Rens D e l t g e n als der von wilder Entschlossenheit, leidenschaftlicher Vaterlandsliebe und Todesverachtung beseelte japanische Nachrichtenoffizier. Ein paar sehr starke, unmittelbar lebendige und zwingende Szenen werden ganz beherrscht von Paul Hartmann, der mit dem vollen Einsatz feiner darstellerischen Persönlichkeit den Leiter des russischen Geheimdienstes verkörpert. — (Tobis Europa.) Im Beiprogramm sieht man die Fox-Wochen- schau und einen reizvollen Kulturfilm „Hamburg und Altona" mit guten und charakteristischen Aufnahmen. Thyriot. dod)fd>u(nod>rid)ten Zu korrespondierenden Mitgliedern der Philosophisch-Historischen Klasse der Preußischen Akademie der Wissenschaften wurden gewählt die Historiker Professor Dr. Edmund Stengel, Direktor des Historischen Seminars an der Universität Marburg, Professor Dr. Gerhard Ritter an der Universität Freiburg i. Br., und Professor Dr. Hans Hirsch an der Universität Wien. Was geschieht, wenn man ein Glas Wasser trinkt? Der Vorgang ist sehr viel verwickelter als man sich ihn gemeinhin vorstellt. Bisher galt die Meinung, daß das durch die Speiseröhre'und den Magen gelangte Wasser die „Magenstraße", die allerdings längst fragwürdig geworden ist, entlang in den Darm geleitet, dort aufgesogen wird, das Blut verdünnt, von den Nieren abfiltriert und dann aus- geschieden wird. Daß diese einfache Annahme unvollständig und auch nur beschränkt richtig ist, führte H. Marx in einem Vortrag auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft von Bäder- und Klimaheilkunde in Würzburg aus, über den die Wochenschrift „Hippokrates" berichtet. Wenn ein gesunder Mensch nüchtern einen Trunk Wasser von etwa einem halben Liter zu sich nimmt, befindet sich, etwas verschieden je nach der Temperatur des Wassers, nach 15 Minuten noch etwa die Hälfte und nach 30 Minuten noch etwa ein Viertel im Magen. Es findet also eine innige Berührung mit der Magenschleimhaut statt, und dadurch ist ein starker Anreiz für die Saft-, Säure- und Fermentproduk- tion des Magens gegeben. Die Aufsäugung des Wassers im Darm ist in weitem Maße unabhängig vom Wasserbedarf des Organismus. Durch die Pfortader geht das aufgenommene Wasser zur fieber, die der erste Wasserspeicher ist, man hat bei Säuglingen im Röntgenschatten die Vergrößerung der fieber nach dem Trinken beobachten können. Von hier aus wird das Wasser dem Blut weitergegeben, und zwar wieder unabhängig von der Trinkmenge; es ist also gleichgültig, ob es sich um ein Viertel oder um zwei Liter Wasser handelte. Die Bewegung des Wassers ins Blut verläuft in mehreren stark ausgeprägten Wellen, die weniger von der Menge und Zusammensetzung des Trunkes, als von dem jeweiligen Stand des Wasser- und Salzhaushaltes des Menschen abhängen. Das Blut stellt durch sein Plasma den wichtigsten Wasserspeicher des Körpers dar, der bei Wassermangel stets zuerst herangezogen wird und bei Ueberfluß den Umschlaghafen bildet, aus dem das Blut in andere Speicher oder zu den Ausscheidungsorganen hingeleitet wird. Das Speicherorgan mit der größten Fassungskraft ist die quergestreifte Muskulatur. Auch die Haut spielt hierbei ihre wichtige Rolle; sie ist zudem ein beträchtlicher Wasseroerbraucher und bedarf zu ihrer Aufgabe der Wärmeregulierung nicht unbedeutender Wafsermengen. Wenn man die Vorgänge im Wasserhaushalt des Körpers betrachtet, so muß man zur Annahme einer übergeordneten Regelung kommen, die alle einzelnen Geschehnisse sinnvoll in das fieben des Organismus einordnet. zündlich, auf engstem Raum, am Brennpunkt der Entscheidung zusammengetragen. Die Japanerin schwankt zwischen der Liebe 'zum Bruder und der Liebe zu ihrem Manne, sie steht zwischen den Fronten, zwischen Japan und Rußland gleichsam, preisgegeben mit zitterndem Herzen, sie wird, unschuldig oder doch nur wider Willen und aus Liebe schuldig, des Verrates angeklagt, der das Schicksal der Fe- Karin Hardt als Pouki. stung besiegelt. Ihr Bruder fällt unter den Kugeln der russischen Exekutionsabteilung. Ihr Mann, schwer getroffen durch den auf seiner Frau lastenden Verdacht und selbst schon an ihr zweifelnd, erhält in letzter Stunde, kurz vor der Kapitulation, den Auftrag, mit seinem schnellen Torpedoboot die japanische Blockade zu durchbrechen und die Fahnen der russischen Regimenter von Port Arthur in Sicherheit zu bringen; zu spät: der Japaner hatte, kurz bevor man ihn fing, entscheidendes Material in die Hände bekommen und den Seinen zuleiten können. Port Arthur ist nach der nun einsetzenden schweren Beschießung und gegen den groß angelegputzt schnell ! (Fortsetzung folgt!) bergen teilweise reichlich Wild, und in ihrer Berg- roelt mit den Gletschern und Moränen ist die Landschaft so heroisch und gewaltig, wie man sie sich nicht vorstellen kann. Hebet diese unbestlegenen Berge ist der deutsche Flieger Günther Plüschow geflogen, der später über dem Feuerlund abstürzte. Don den Beschwerlichkeiten dieser Forschungsreisen, die Junge im Auftrag der chilenischen Regierung durchführte, vermittelte die Schilderung der vierten und größten Entdeckungsreise von Puerto Mont aus über die Anden in fruchtbares Parnpa- gebiet, durch die eine neue Verbindung mit dem Meere geschaffen wurde, einen guten Eindruck. Die Bilder aus dieser Urwaldeinsamkeit ließen die Strapazen ahnen, die die wagemutigen Männer auf dieser Forschungsreise auf sich nahmen, damit em wochenlanger Weg durch eine bequeme Autostraße verkürzt werden kann. Dort, wo undurchdringlicher Urwald der Expedition den Weg versperrte und während eines SOtägigen Regens die Qualen der grünen Hölle ihnen fast den Mut raubten, bahnt ein besserer Weg die Verbindung zum Pampageblet, der nicht mehr durch die massenhaft auftretenden Blutegel gefährdet werden kann. Die Pampas mit ihren ungezählten Schafherden und ihren orientalisch anmutenden Wohnbauten, die in ihrer Mitte oleich den Pflanzgarten umschließen, eignen sich besonders in ihren windgeschützten Teilen für die Ansiedelung der Europäer. Die große Anzahl ausgezeichneter Aufnahmen aus diesem hochinteressanten Land, in dem neben subtropischem gleich antarkUsches Klima anzutreffen ist und in dem die Gegensätze in der Natur erst die einzigartige Schönheit dieses Landes ausmachen, wurde ergänzt durch die Lichtbilder von der fünften und sechsten Forschungsreise, die in erster Linie der Erforschung der Gletscher Patagoniens galten. Anhaltender Beifall dankte dem Vortragenden für die interessanten Ausführungen und war eine Anerkennung für den wagemutigen Forscher. Nechnungsrat i. 2R. Jochim in Gießen 90 Jahre alt. Volkswirtschast-Hauswirischast im Deutschen Frauenwerk. Gute Möbel bei Koos Giess en Schulstr! 6 Augenblick wenigstens. Nun mußte er sie ihrem weiteren Schicksal überlassen. Wenn sie trotzdem ihren Selbstmordversuch wiederholte — wenn sie vielleicht... Dem jungen Arzt stand bei dieser Vorstellung das Herz still. Das, nein, das durfte man nicht geschehen lassen! Man mußte sich um die Kleine kümmern. Sich ihrer annehmen, so ßut es ging. Er hatte ja noch vierzehn Tage vor sich. Wenn er ie nicht aus den Augen ließ, sie öfter zum Baden abholte oder zu einem längeren Spaziergang... Nicht, um sich taktlos in ihr Geheimnis zu drängen — keineswegs! Aber vielleicht würde sie mit der Zeit Vertrauen zu ihm fassen und ihm ganz von selbst ihr Herz ausschütten. In vierzehn Tagen konnte viel geschehen. In vierzehn Tagen hatte sie diese schlimme Geschichte vielleicht schon verwunden, und man konnte getrost abreisen, in dem Bewußtsein, ihr über die schwerste Klippe hinweggeholfen zu haben... Frank Alland konnte kaum den nächsten Vormittag erwarten. Eine sehnsüchtige Unrast, wie er sie noch nie im Leben empfunden hatte, trieb ihn schon vom frühen Morgen an umher. Zweimal ging er zum Strand hinunter, in der Hoffnung, das Mädchen dort zu treffen. Ihre Pension lag ja keine zwanzig Schritt vom Strand entfernt. Sehr wahrscheinlich, daß das Mädchen wie die anderen Badegäste zwischen zehn und zwölf am Strand zu finoen war. Aber Alland hoffte vergebens. Der Strand war, trotz der noch sommerlichen Temperatur, um diese Jahreszeit schon ziemlich menschenleer. Nur da und dort lagen noch ein paar Sonnenbedürftige und ließen sich auf den heißen Kieseln braun rösten. Lauter gleichgültige Menschen, die ihn nicht interessierten. Von der Unbekannten keine Spur. Enttäuscht und beunruhigt wanderte Alland am Strand auf und ab. Nur um die Zeit tot^uschlagen, schwamm er dazwischen ein paar Züge und warf sich dann zum Trocknen auf einen flachen Felsvorsprung, von dem aus er die Fensterfront der „Pension Souvenir" bequem im Auge behalten konnte. Eines von diesen schmalen Fensterchen mit den wehenden Moskitoschleiern davor mußte das ihre sein. Unablässig wanderte der Blick des jungen Arztes von einem zum andern. Er wünschte sich inbrünstig, daß Heimat berichtete. Der Forschungsreisende Max I u n a e aus Santiago (Chile), der einer deutsch-chilenischen Familie enfftammt und mit deutscher Tatkraft und deutschem Wagemut eine sehr beschwerliche, erfolgreiche Forschungsarbeit in Chile durchgeführt und damit seiner Wahlheimat außerordentliche Dienste geleistet hatte, berichtete über seine „Sechs Forschungsreisen nach Westpatagonien". Zunächst sprach er von dem tiefen Eindruck des Landes feiner Väter auf ihn, das er vor eineinhalb Jahren zum ersten Male betreten, und von seiner Sehnsucht nach diesem Lande. An Hand von Karten zeigte er dann die Größe und Ausmaße Chiles, jenes 4600 Kilometer die Anden entlang hingestreckten Landes, das eineinhalbmal so groß als Deutschland ist, mit dem es viele Bande des Blutes und der Freundschaft verbinden. Im Gegensatz zu Deutschland- weist es aber nur 4,5 Millionen Einwohner auf, weil nicht alle Teile des Landes, die vielfach noch mit dichtem Urwald bedeckt oder gebirgig und unwirtlich sind, (Muffige■ faflenem Fwd. Die 6 küssen haben sic günstig enlwick Millionen Rei hoht. Bon dem honen M. c Millionen M Reichsmark au Der Einzahli tober 1936 (12,, niedriger, als i die Umsätze gei verringert, narr honen M. Q Zahlungen um hierbei bewegt 'm saisonüblich, den sich über de michrt. Die Depofitei -r Sparkassen, pro bedeutend Rechnerisch l-inbuchungen i S. durch den Mllndeninoen !«gen 104,9 Mi l® November Nrnber 1U man d Kundin Unterbau der i M X Jinglen S'°*i ii .W°nen .Liegend i hb Deposit Ä? sH isz/ bliche, Me > * '193’ 5» 'fejjfcd "im ■ LM ™un« nuru, . > 'A Ue?" il' I ’erih SDht Dir. r ?.Uerm(pef|flr t8* Mi ■fes* i6en. nn Kie^en War 5Lbe/ Aichs. JRarI Geld, mirteiIt Wor^n. U /'»em Last. en -orst-Wess l. J,G(fe befind. ^°ben. 3n der ^.gleiche Strafe. öer Angeklagte r Gießen. M Urfeil bes 1936 wegen Boll. e’an9ni5 Der. QU gelegt, Msch, 5 ölnanzamts ge. verkauft zu haben. n9- auf die Bern, kne EchM des An. Igewiesen werden, eigesprochen. r A. j). aus Sei. bach 2 Monate olgte gegen dieses gte ihm zur Lash er beschäftigt war, zhandelt zu haben, in der Berufungs- !5 Angeklgten, er» 5 Wochen Gegen- ÜMM. i! i einem eleg* zu eleg«"“" , litir !°um rf1* , Dbft in der r«Wfc ulet 3-itEÄl mkommen begnsse-^ wie ein Priman l i i° K n •fei'S Oberheffen. Oeffentliches Eintopfeffen im Kreise Schotten. * Schotten, 8. Jan. Am nächsten Sonntag, ?em ersten Eintopfsonntag in diesem Jahre, findet m der Kreisstadt Schotten, ferner in den Orten Laub ach, Gedern und Oberschmitten o s i e n t l i ch e s E i n t o p f e s s e n statt, zu dem alle Volksgenossen dieser Orte und der Umgegend erwartet werden. Es wird ein kräftiges Mittagessen — Prchelsteiner mit reichlicher Fleischeinlage — zum Preise von 50 Rpf. je Portion geboten. Die Musikzuge der SA.-Formationen werden während der Mahlzeit mit musikalischen Darbietungen erfreuen. Vorbildliche Zägerspende für das WHW. LPD. B ü dingen, 7. Jan. Die' I ä g e r s ch a f t des Kreises Büdingen hat in den Monaten November und Dezember fast 1000 Kilogramm Wildbret für das Winterhilfswerk gespendet. Außer Hasen und Hirschen waren darunter 30 Rehe. Das Wildbret wurde der Kreisführung Offenbach des WHW. zur Verteilung überwiesen. CanOrreiß «Sieben OO Klein-Linden, 7. Jan. Der Jahresstatistik unserer evangelischen Kirch e n g e m e i n de für das Jahr 1936 sind folgende Angaben entnommen: Der Gottesdienstbesuch betrug in sämtlichen Gottesdiensten 6481 Männer, 866.6 Frauen und 2292 Kinder, das sind wöchentlich durchschnittlich 124 Männer, 166 Frauen und 44 Kinder bei einer Seelenzahl von 1999 landeskirchlich Evangelischen. Der Kindergottesdienst wurde von 5828 Kindern in 49 Gottesdiensten besucht. An der Christenlehre nahmen in 12 Zusammenkünften 597 Jugendliche beiderlei Geschlechts teil. Zum heiligen Abendmahl gingen 740 Männer und 972 Frauen, das sind 85,64 v. H. der landeskirchlich Evangelischen. Konfirmiert wurden 36 Kinder. Die Taufe empfingen 16 Kinder, außerdem wurden weitere 28 Kinder von Müttern unserer Gemeinde in den Krankenhäusern und Kliniken in Gießen geboren und dort auch getauft. 19 Paare ließen sich kirchlich trauen, 13 Personen wurden kirchlich beerdigt. Einem Austrit aus der Landeskirche stehen vier Uebertritte zur Landeskirche gegenüber. * Dorf-Gill, 8. Jan. Der Landwirt Karl Heim wurde zum Felds ch ü tz e n für unsere Gemeinde bestellt und verpflichtet. Kreis Schotten. )-( Ruppertsburg, 7. Jan. Unter Vorsitz des Kameradschaftsführers W. Seipp II. hielten unsere Kriegerkameradschaft und der Kleinkaliberschützenverein am Sonntag ihre Monatsversammlung ab. Gemäß Beschluß in dieser Tagung fand im Saale des Gastwirts O. Wagner ein Schießen zu Gunstendes Winter Hilfswerks statt, zu dem auch der Bezirks- fchießleiter T r ö l l e r aus Laubach erschienen war. ZmMWniltllg JOCHHEIM Es wurden zusammen 42 Nummern geschossen, trotzdem der Verein nur klein ist. * Eichelsdorf, 7. Jan. Unsere Gemeinde will eine Maulbeerbaumpflanzung anlegen. Mit diesem Anbauversuch will man hier an die Seidenraupenzucht des Lehrers C l e e r an- knüpfen, der zwischen 1856 und 1875 hier wirkte und am „Müllersweg" einen Morgen Land in guter Lage mit Maulbeerbüschen bepflanzt hatte. Als letzte Erinnerung an diese Pflanzung findet sich noch ein Maulbeerbaum im Garten der „Schudt- mühle". ch Rudingshain, 7. Jan. Heute konnten der Landwirt Otto Lein und Ehefrau Emma, geb. Adolph, das Fest der S i l b e r n e n Hochzeit begehen. Kreis Büdingen. * Glauberg , 7. Jan. In der verflossenen Nacht brach in dem Dachstock des Waschhauses auf dem Grundstück des Gemeindehauses ein Brand aus, dem der Dachftock und geringe Heu- und Strohvorräte zum Opfer fielen. Die Ortsfeuerwehr konnte den Brand nach kurzer Zeit löschen. Die Ursache ist bisher noch unbekannt. Kreis Alsfeld. * Alsfeld, 7. Jan. Bei Erdbewegungsarbeiten auf der Baustelle der Reichsautobahn geriet heute ein etwa 50 Jahre alter Arbeiter aus Hopfgarten so unglücklich in das Betriebe des Transportbandes einer Erdfördermaschine, daß er den rechten Unterarm verlor. Der schwerletzte Mann wurde sofort in das hiesige Kreiskrankenhaus verbracht. Wirtschaft. Günstige Weiterentwicklung der (Span kaffenein agen im November 1936. Fwd. Die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen haben sich im November 1936 verhältnismäßig günstig entwickelt. Sie haben sich insgesamt um 37,3 Millionen Reichsmark auf 14 222 Mill. RM. erhöht. Von dem Einlagenzuwachs entfallen 27,5 Millionen RM. auf den Einzahlungsüberschuß, 2,0 Millionen RM. auf Zinsgutschriften und 7,8 Mill. Reichsmark auf sonstige Buchungsvorgänge. Der Einzahlungsüberschuß ist größer, als im Oktober 1936 (12,5 Mill. RM.), aber um 2 Mill. RM. niedriger, als im November 1935. Dabei haben sich die Umsätze gegenüber dem Vormonat saisonmäßig verringert, nämlich die Einzahlungen um 73,5 Millionen RM. auf 375,1 Mill. RM. und die Auszahlungen um 88,5 Mill. RM. auf 347,6 Mill. RM. Hierbei bewegt sich der Rückgang der Einzahlungen im saisonüblichen Rahmen. Die Auszahlungen haben sich über den saisonüblichen Umfang hinaus vermindert. Die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken sind bedeutend stärker gestiegen, als in den Vorjahren. Rechnerisch haben sie sich um 104,5 Mill. RM. auf 2448 Mill. RM. erhöht; unter Ausschaltung der Umbuchungen in den Sparverkehr (Saldo) und der nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen beträgt die Zunahme dieser Einlagen 104,9 Mill. RM. gegenüber 69,3 Mill. RM. im November 1935 und 36,9 Mill. NM. im November 1934. Faßt man die Spareinlagen und die Depositen, Giro- und Kontokorrenteinlagen der Anstalten im Unterbau der deutschen Sparkassenorganisation zusammen, so ergibt sich, daß die Gesamteinlagen um 141,9 Mill. RM. auf 16 670 Mill. RM. gestiegen sind. Ohne die Gutschriften von Zinsen, sowie die übrigen nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen haben sich die Gesamteinlagen um 132,4 Mill. RM. erhöht, gegenüber 98,8 Mill. RM. im November 1935 und 59,6 Millionen RM. im November 1934. Der gesamte Einlagenzugang ist also, im Gegensatz zu den Vormonaten, wieder höher als in den Jahren 1935 und 1934, da Sparkapitalien und nicht benötigte Betriebsgelder nach der restlosen Bezahlung der 700 Millionen RM. Reichsanleihe von 1936 wieder überwiegend in Geldform (also auf den Sparbüchern und Depositenkonten) angelegt worden sind. * * Fwd. Neue unverzinsliche Reichsschatzanweisungen. Angesichts der bedeutenden Geldmarktverflüssigung der letzten Tage und dem hieraus entspringenden Bedarf an kurzfristigen erstklassigen Anlagewerten, ist gestern eine Emission unverzinslicher Reichs chatzanweisungen per 16. Juli 1937 zu einem Diskontsatz von 3% v. H. begeben worden. Dies ist die erste Emission, die nach längerer Pause wieder begeben wird. Rhein-Mainische Börse. Alillagsbörse befestigt. Frankfurt a M 7.Jan. Bei etwas lebhafteren Umsätzen eröffnete die Börse am Aktien- markt in vorwiegend festerer Haltung. Es lagen Käufe der Bankenkundschaft vor , daneben schritt d" berufsmäßige Handel zu Anschaffungen, wahrend Angebot kaum mehr an die Markte kam. Auf manchen Gebieten wate sich bereits eine gewiße Marktleere. Von den vorliegenden Wirtschaftsmeldungen fanden die Auslassungen des Staatssekretärs Reinhardt über das vermutliche Steueraufkommen 1936 starke Beachtung. Lebhaftes Geschäft verzeichneten besonders JG.-Farben, die nach unv. 169,50 bis auf 171 anzogen, von anderen Chemiewerten gewannen Rütgerswerke 1 v. H., Deutsche Erdöl 0,50 v. H., Scheideanstalt unv. 271. Am Montanmarkt betrugen die Besserungen zu den ersten Notierungen 0,25 bis 0,50 v. H., die sich später um ebensoviel ausdehnten, lebhaft waren Verein. Stahl mit 118,25 bis 118,75 (118). Elektroaktien lagen still und gut behauptet, teilweise um 0,25 bis 0,50 v. H. höher, nur Lahmeyer 0,25 v. H. abbröckelnd. Im einzelnen gewannen Bemberg 1,25 o. H., Daimler 1,50 v. H., Zement Heidelberg 1 v. Sy, Zellstoff Aschaffenburg und Reichsbank je 0,75 v. Sy, ferner AG. für Verkehr, Moenus Maschinen und Westdeutsche Kaufhof bis 0,50 v. Sy Am Rentenmarkt blieb die Haltung ebenfalls fest. Größeres Geschäft hatten Kommunal- Umschuldung mit 90,55 (90,30), auch Städte-Altbesitz waren zu unv. 116,25 gesucht, ebenso Zinsvergütungsscheine mit 94,50. Reichsaltbesitz lagen mit 117,25 unverändert, Reichsbahn-VA. gewannen 0,13 v. Sy auf 125. Don Auslandsrenten waren mexikanische Anleihen auf die mitgeteilten Verhandlungen zur Anleihe-Regelung weiter gesucht. In der zweiten Börsenstunde war das Geschäft ruhiger. Weitere Kurserhöhungen traten am Aktie n m a r k t vorerst nicht mehr ein. Die Kurse blieben auf dem erhöhten Niveau voll behauptet. Etwas höher waren noch Scheideanstalt mit 272 nach 271, Reichsbank mit 188,50 nach 188 und JG.- Farben mit 172 nach 171. Am Kassamarkt zeigte sich weitere Nachfrage nach Bankaktien. Der variable Rentenmarkt verzeichnete lediglich in Kommunal-Umschuldung noch größeres Geschäft bei 90.60 nach 90,55. Kassarenten waren durchweg gesucht und fest, besonders Goldpfandbriefe, Rheinische erhöhten sich auf 97,25 (97), do. Liquidationspfandbriefe gestrichen Geld, Taxe 102 (101,40), Hess. Landesbank Liquid. 101 (100,60), die übrigen lagen ruhiger und unverändert. Von Industrie-Obligationen 5proz. Eisenbahn - Bank 82 (81,75), do. Eisenbahn-Rentenbank 98,25 (98). Stadtanleihen zogen teilweise etwas an, teils ergaben sich leichte Rückgänge. Von Auslandsrenten waren neben Mexikanern auch Ungarn lebhaft gefragt; im Freiverkehr Türken fest, I. 58 bis 60 (58), II. 67 bis 67,50 (66). Von Auslandsrenten blieben JG.- Chemie Basel stark gefragt. Abendbörse voll behauptet. An der Abendbörse war das Geschäft ruhiger, die Haltung blieb jedoch fest, zumal weitere Nachfrage vorlag, doch erfolgten auch kleine Abgaben, so daß keine weiteren Steigerungen größeren Ausmaßes eintraten. Die Kurse konnten sich in den meisten Fällen noch um Bruchteile vom Hundert über den Berliner Schlußstand heben. Stärker erhöht waren Th. Goldschmidt mit 131 (129,75), JG.-Farben hielten bei unverändert 172, ebenso Scheideanstalt bei unverändert 272. Don Montanaktien erhöhten sich Verein. Stahl auf 118,90 (118 50), Buderus auf 123,75 (123, aber 124 in Berlin) Fest lagen Kunstseide Bemberg mit 106 (104,75, Berlin 105,50). Am Kassamarkt lagen Bankaktien teilweise fester, Braubank 131 (130), Bayr. Hyp. Bank 95 (94,75). Effektenbank 89 (88,75), aber Adca 91,50 (92). Der deutsche Rentenmarkt hatte nur kleines Geschäft und wenig veränderte Kurse, fest blieben Reichsbahn-VA. mit 125 40 (125,13) Kommunal- Umschuldung unv. 90,65. Die notierten Liquidationswerte und Industrie-Obligationen lagen unverän« dert. Am Auslandrentenmarkt hielt die Nachfrage nach Mexikanern und Ungarn an, die Kurse zogen weiter etwas an. U. a. notierten: Reichsbahn-VA. 125,40, 6proz. Krupp 102, 6proz. Mainkraft 101,75, 5proz. Eisen- bahn-Bank 82, IG.-Farbenbonds 137, 4proz. Ungarn Gold 7,80, 5proz. äußere Goldmexikaner 11,65, 4proz. Goldmexikaner 8,80, 4,5proz. Bewässerungsanleihe 8,75, Adca 91,50, Bayr. Hyp. Bank 95. Jranffurter SchlachtviehmarN. Frankfurt a. M., 7. Jan. Auftrieb: 107 Rinder, darunter 11 Ochsen, 9 Bullen, 73 Kühe, 14 Färsen, 663 Kälber, 227 Hämmel und Schafe, 816 Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 45 (am 4. 1. 43 bis 45), b) 41 (39 bis 41), c) 36 (—); Bullen a) 43 (43), b) 39 (39); Kühe a) 42 bis 43 (41 bis 43), b) 36 bis 39 (35 bis 39), c) 27 bis 33 (27 bis 33), d) 20 bis 25 (18 bis 25); Färsen a) 44 (44), b) 40 (40), c) 35 (35); Kälber a) 56 bis 65 (57 bis 65), b) 42 bis 55 (42 bis 55), c) 38 bis 40 (37 bis 40), d) 30 bis 37 (30 bis 36); Hämmel b2) 48 (45 bis 47), c) 43 bis 47 (40 bis 42), d) 38 bis 42 (32 bis 35); Schafe e) 38 bis 40 (—), f) 30 bis 35 (—), g) 20 bis 25 (—); Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 51,50), d) 48,50 (48,50); Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50 bis 50,50 (50,50). — Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt; Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe lebhaft. Kurszettel -er Berliner und Zranksurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlust- kurs Schlustk. Abendbörse Schlust- kurs Schlustk. Mittag- börse Schlust- kurs Schlustk. Slbend- börse Schlußkurs Schlustk. Mittagbörse Datum 6.1 7.1. 6.1. 7.1. Datum 6.1. 7-1. 61. 7-1. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5’/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 4yt% Hessische Bollsstaat von 1929 4%% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten.............. 4y2°/0 Hess. Landesbk. Tarmstadi Goldpfe. R. 12.............. 51/2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... 4'/2% Prcust. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4*/2% Preust. Gold-Komm. R. 20 4%% Darmstädter Komm.-Landesbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte 1.............. 4%% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4yz% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5%% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Lesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4'/r Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Moldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 41/z% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad 11.......... 2y4% 1. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Alt. 7 ReichsbanL................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Diskonto............ 4 Dresdner Bank.......... "4 100,9 98 102 25 99 99,9 117,25 130,5 97 100,6 97,5 95 93,75 122,5 97,25 101,5 101.4 110 10,45 18 1,65 6 7,4 5,9 9,4 5,25 21,5 124 15 15 187,25 125,5 110,25 113,5 108 101 98,1 102,25 99 99,9 98,5 117,25 130,5 97 101 97,5 95 93,75 122,5 97,25 95 101,5 110,05 11,65 18,4 6,5 7,8 6,25 9,55 5,65 21,5 124,75 15,5 15,13 125,4 188,5 110,5 114 108 100,75 98 102,5 99 100,1 117,25 97,5 95 122,25 97,25 101,4 110,1 10,6 17,75 1,7 6 7,25 6 6,13 9,4 5,3 21,5 124 38,5 15,25 15 187,25 126 110 113 108 100,75 98,1 102,4 99 100,1 98,5 117,25 ■ 97 97,5 95 122,4 97,25 101,5 110,13 11,25 18,75 1,85 6,65 7,65 6,4 6,65 9,65 5,55 124,9 38,5 15,65 15,25 125,13 188,65 126,25 110,5 114 108 Accumulatoren-Fabrik.......12 AKU-Runfttcibe.............o Aschaffenburg Zellstoff........3 Bemberg...................0 Bekula..................... 8 Buderus Eisen............... 4 Cement Karlstadt ............ 6 Chade A.-E.................. 9 Conti Gummi.............. 11 Daimler Motoren............5 Dessauer Gas............... 4 Deutsche Erdöl..............6 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........ 6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume......... 6 GeSfürel....................6 Th. Goldschmidt.............5 Gritzner Maschinen........... 0 Harpencr.................2’/2 Hoesch Eisen...............3’/2 Philipp Holzmann........... 6 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................ 6 Kali Aschersleben............ 5 Klocknerwerke............4% Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer..................6 Mainkraft...................4 Mannesmann............... 3 Mansfelder Bergbau.......6’/2 Metallgesellschafi.............5 Oren stein & Koppel.......... 0 Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............ 6 Rheinstahlwerke..............6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ...............6 Salzdetfurth Kali.......... 7’/2 Sckmckert & Co............... 6 Schultheis Payenhofer........ 4 Siemens & Halske........... 8 Süddeutsche Zucker.......... 10 Bereinigte Stahlwerke...... 3/2 Westdeutsche Kaufhof......... 0 Westeregeln Alkali.. J.........5 Zellstoff Waldhof............ 6 Ltavi Minen...............0,6 201,5 53 138,5 103,5 164 122,5 192,5 227 172 121,75 149 271 166,5 139,25 149,25 169,5 140,5 143,75 129,25 32,5 156 118,5 137 5 148 136 126 124 118,4 152 133 151,5 134,25 140 180 159 195,25 205 118 56,4 133 159 202 52,75 139,75 106 164 123.75 163,5 227 173,5 124 150 272 166 139,25 151,25 172 141,5 144,25 131 31,5 156 119,25 138 148,5 137 128 123,75 95,5 119,5 153,4 227 152,5 134,25 141 180 160 196,5 205 118,9 57,13 134,25 160 26 202 52,75 138,5 104 164,65 122 149 227 172 122 108,75 148,25 166,5 138,5 149 169,13 141 143,75 129 32 155 118 137.75 183 148 135,75 126 142,5 124 118 151,25 89,5 133 151,5 134,4 140 180 159 102 194,5 205 äü 133,25 160 25,5 204,5 52,75 139 105,5 164,75 124 227 173 123,75 111,25 149,9 166,5 138 151 172 141,25 144,25 130,75 33 155,5 119,13 138,5 148,5 136,75 127 143 124,5 119,5 160 152 89,65 226,5 134 152 134,65 140,65 181,25 160,25 102,5 198,5 118,5 57,13 134,25 160 26 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. UL 6. Januar 7.Januar K.Januar 7- Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Bries Geld Brief Geld Brief Buenos Aires 0,758 0,762 0,758 0,762 Japan ...... 0,705 0,707 0,705 0,707 Brüssel..... 42,00 42,08 41,94 42,02 Jugoslawien. 5,654 5,666 5,654 5,666 Rio de Jan. . 0,150 0,152 0,150 0,152 Oslo....... 61,45 61,57 61,41 61,53 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen. 54,60 54,70 54,56 54,66 Lissabon.... 11,105 11,125 11,095 11,115 Danzig..... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm... 63,03 63,15 62,99 63,11 London..... 12,225 12,255 12,215 12,245 Schweiz .... 57,18 57,30 57,15 57,27 Helsingfors.. 5,40 5,41 5,395 5,405 Spanten.... 18,73 18,77 18,48 18,52 Paris...... 11,63 11,65 11,62 11,64 Prag....... 8,686 8,704 8,686 8,704 Holland..... 136.24 136,52 136,16 136,44 Budapest ... — — — Italien..... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork.... 2.488 2,492 2,488 2,492 Hier abschneiden! Zellit 589 Zephir Zellit, zelluloidähnliche Masse, die sich nicht so leicht entzünder wie Zelluloid. Zellophan, dünne, durchsichtige Haut aus Zellulose, die sich als ideale Verpackung für Backwaren, Wurstwaren, Obst und vieles andere erwiesen hat. Zellophan kann man auch beim Einmachen statt Pergamentpapier benutzen, um Gläser oder Töpfe zu verschließen. Es wird dabei genau so behandelt wie Pergamentpapier. Zellstoff Zelluloid, durch chemische Behandlung von Holzzellen gewonnener Stoff, aus dem Papier und Kunstseide gewonnen wird. Zellstoff ist saugfähig, kann auch mit Ausnahme von Wundverbänden als Watteersatz verwendet werden, so auch zum Verpacken von ©las, Metall und Obst. Zelluloid, durchsichtige, farblose, elastische hornartige Masse, aus Schieß-Baumwolle und Kampfer hergestellt. aus der unter anderem Spielsachen. Kamme und Filmbänder hergestellt werden. Zelluloid ist zwar fast unzerbrechlich, aber äußerst feuergefährlich. weshalb größte Vorsicht am Platze ist. Zelluloid- gegenstände reinigt man in lau- warmem Salmiakwasser und spült kalt nach. Zerbrochene Zelluloidkämme usw. lassen sich mit käuflichem Azeton kitten. Die Bruchflächen muffen vorher mit Benzin befeuchtet und die zu kittenden Teile nachher fest zu- sammengepreßt werden. Zelt, aus Zeltbahnen und Pflök- ten gebaute Unterkunft im Freien. Das Zelt auf Wanderfahrten ist bei der Jugend außerordentlich beliebt und kann ihr unter genügender Aufsicht beben» fenlos, Erstattet werden. Zeltbahn^ Die nicht genügend wasserdicht sind, tränkt man, nach einer j inigung in Seifenwasser, mehrr ds mit essigsaurer Tonerde. Zensur. lat, Bedeutung: Beurteilung, Prüfung. Die Note, mit der die Arbeit eines Schülers bewertet wird. Deutscher Ausdruck: Urteil, Bewertung. Zentimeter, der hundertste Teil eines Meters. Zentimetermaß, in Zentimeter eingekeilter Holzstab, Stahlband oder Wachslei- nenband. Zum Schneidern benutzt man nur das Wachsleinenband. Zentner, Gewichtseinheit, ein Zentner — 50 Kilogramm oder 100 Pfund. Zentrifuge, Vorrichtung, die durch Anwendung der Fliehkraft verschiedenartig zusammengesetzte Flüssigkeiten durch Abschleuoern voneinander sondert, oder aus der Wäsche berausschleudert und diese dadurch trocknet (Wäschezentrifugen). Milchzentrstugen scheiden von der Vollmilch die Sahne, die anderweitig zu Schlagsahne oder Butter verarbeitet werden soll. Zentrifugen lohnen sich nur, wo viel Wäsche gewaschen wird oder Kühe gehalten werden. «, griech., Bedeutung: Luftleichtes Baumwollgewebe oder Gewebe aus wollenem Zephirgarn. Nähe, sticke, stopfe mit der bestens bekannten (S ärnff Auf 3369 JJ.juUJl Selteroweg30 Kfaff-Mhmaschlne Oie deutsche Marke Nähe elektrisch, es ist bequem - benutze die kleine sparsame Nählampe j 9Ji.-tfpoi4 Titel-Boxkämpfe um die deutsche Meisterschaft. Bei den Titelkämpfen um die Deutsche Meisterschaft im Boxen behielten im Bantam und im Halbschwergewicht die Deutschen Meister Werner Riethdors-Berlin und Adolf Witt-Kiel die Meisterwürde, lieber beide Kämpfe berichteten wir bereits. kolblin kann nicht überzeugen. Der Kampf der Riesen um die Meisterschaft im Schwergewicht, des höchsten Titels, den der deutsche Boxsport zu vergeben hat, war eine enttäuschende Angelegenheit. Wohl gelang es dem Verteidiger Arno Kölblin-Berlin, nach schweren zwölf Runden seinen Titel gegen den Herausforderer Werner Selle-Köln zu behaupten, doch was beide zeigten, waren keine meisterlichen Leistungen. In der fünften Runde mußte der Ringrichter beide zu lebhafterem Kampf ermahnen. Kölbtin ging daraufhin auch etwas mehr aus sich heraus und brachte den Kölner in der siebten Runde zweimal kurz zu Boden, nutzte aber diese Gelegenheit zur schnellen Beendigung des Kampfes nicht aus, so daß sein Herausforderer sich wieder erholen konnte. So blieb es bis zur zwölften Runde. Selle hielt, wenn auch weich in den Knien, durch und überließ dem Meister nur einen knappen Punktsieg. klein boxt unentschieden gegen Charles. Die als Vorkampf zur Europameisterschaft im Schwergewicht angekündigte Begegnung zwischen dem Solinger Erwin Klein (88,2 Kilogramm) und dem belgischen Schwergewichtsmeister Pierre Charles (106 Kilogramm) endete nach Ablauf der an- gesetzten zehn Runden unentschieden. Schäfer schlägt Offermanns. Nach der heutigen Lehrmethode, wie sie auch in den Schwimmstunden der NSG. „Kraft durch Freude" zur Anwendung gelangt, lernt jeder schon nach wenigen Stunden selbständig die richtigen Arm- und Beinbewegungen. Es muß bedacht werden, daß die Wassertemperatur im Städtischen Volksbad mit 20 Grad nicht niedriger ist als durchschnittlich im Sommer in den Freibädern. Die NSG. „Kraft durch Freude" kann es als besonderes Verdienst ansehen, durch die Billigkeit ihrer Kurse — für Mitglieder der DAF. Eintritt ins Bad und Unterricht 30 Rpf., für Nichtmitglieder 60 Rpf. — dem Schwimmsport eine große Anzahl neuer Anhänger zugeführt zu haben. Statistische Erhebungen haben ergeben, daß 80 o. H. der Besucher der KdF.-Schwimmkurse erstmals auf Veranlassung des Sportamtes regelmäßig das Volksbad besuchen, während rund 20 v. H. sich schon vordem die Einrichtung des Schwimmbades zunutze gemacht haben. Den Bemühungen des Sportamtes der NSG. „Kraft durch Freude" dürfte es gelingen, auch in Gießen dem Schwimmsport zu noch größerer Volkstümlichkeit zu verhelfen. * Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule— für Männer und Frauen gemeinsam. Turnhalle, Lyzeum, Dammstraße 18; 15 bis 19.15 Uhr, nur für Mitarbeiter der DAF. Offener Kursus: 20.30 bis 22.45 Uhr. Ehrenvolle deutsche Niederlage im Schwimmen — für Männer und Frauen gemeinsam. Volksbad, Seltersweg. 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr. Reiten — für Männer und Frauen gemeinsam. Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz. 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 2. Iugend — Garbenteich 1. Jugend. Die 1. Jugend ist am Sonntag spielfrei. Die 2. Jugend trägt ihr fälliges Pflichtspiel ge- gegen_ die 1. Jugend von Garbenteich aus. Sollte das Spiel verloren gehen, dann werden wohl die Hoffnungen auf den Gruppensieger dahin sein. 1900 3. Jugend — Io. Wieseck 1. Jugend. Es ist wohl kaum zu erwarten, daß die 3. Jugend gegen den Tabellenersten aufkommen wird. Aber die kleinen 1900 werden durch ihr technisches Spiel das zu ersetzen versuchen, was die Wiesecker an Spielstärke und Körperstärke voraus haben. Kurze Sportnotizen. Fred I. Perry, der Wimbledonsieger und Weltrangliften-Erste, bestritt in Neuyork vor 18 000 Zuschauern sein erstes Spiel als Berufs-Tennisspieler. Perry hatte als Profi einen sehr guten Start und schlug den Amerikaner Ellsworth Vines in vier Sätzen 7:5, 3:6, 6:3, 6:4. ♦ Um hie Deutsche Eis Hockey-Mei st er- schäft werden die Spiele der Vorrunden nicht in vier, sondern in drei Gruppen ausgetragen. Die Vorrunden finden in Krefeld, Köln und Dortmund, die Endrunde vom 5. bis 7. Februar in Düsseldorf statt. Lngland-DeiiWand 1:0. Studenten-Fußbatt-Länderkampf. Im vierten und letzten Titelkampf mußte Hubert Offermanns (Neuß) die Deutsche Meisterschaft im Fliegengewicht an Paul Schäfer (Dortmund) abgeben, der sich in allen zwölf Runden als der überlegene Mann zeigte. Leider litt das schöne Gefecht unter dem Tumult der Menge, die sich über das Urteil der vorangegangenen Schwergewichtsbegegnung nicht beruhigen konnte. Was die Fliegengewichte da im Ring zeigten, war schönste Boxkunst. Zeitweise gab es pausenlose Schlagwechsel. Von der ersten bis zur letzten Runde flaute das Tempo nicht ab. Offermanns Niederlage wurde schon in den ersten drei Runden besiegelt. Eiskunstlauf-Weltmeister Schäfer startmüde. Der Weltmeister und Olympiasieger im Kunstlaufen, Karl Schäfer, hat, wie Wiener Blätter melden, erklärt, er werde sich an Meisterschaften und anderen Wettbewerben nicht mehr beteiligen, sondern nur noch in Schaulaufen starten. Er begründet diesen Schritt damit, daß er sich nach seiner langen Laufbahn nicht mehr der Mühe eines für Pflichtlaufen notwendigen eisernen Trainings unterziehen wolle. Schäfer will eine Amerikareise unternehmen und zwar als Amateur. Für das nächste Jahr wird eine eventuelle Rückkehr zum Wettbewerbslaufen angekündigt. Sportamt „Kraft durch Freude". Ml „Kraft durch Freude" ins Hallenbad. Unter dem Motto „Schwimm auch im Winter" führt das Sportamt Gießen der NSG. „Kraft durch Freude" in diesen Tagen eine Werbeaktion für den Schwimmsport durch. Gerade den Nichtschwimmern ist es besonders zu empfehlen, das Schwimmenlernen nicht immer bis zum nächsten Sommer hinauszuschieben. Das dritte Fußball - Länderspiel der Hochschulmannschaften von England und Deutschland wurde am Donnerstag vor 3000 Zuschauern im riesigen Wembley-Stadion zu London ausgetragen. Die Briten blieben nach großem Kampf mit 1:0 (1:0) siegreich und damit auch im dritten Treffen gegen Deutschlands Studenten ungeschlagen. Die erste Begegnung endete 2:2, während im zweiten Kampf, im Frühjahr 1936 in Frankfurt a. M„ die Engländer mit 3:2 das bessere Ende für sich hatten. Das Spiel in London wurde bei schönstem Sonnenschein durchgeführt. Nur ein heftiger Wind störte etwas den Fluß der Spielhandlungen. Die deutsche Mannschaft lieferte den Briten auf englischem Boden großen Widerstand und unterlag mit 1:0 überaus ehrenvoll; vielleicht wäre ein unentschiedenes Ergebnis den Leistungen beider Mannschaften besser gerecht geworden. In erster Linie zeigte der deutsche Angriff eine ausgezeichnete Zusammenarbeit, die die des Gegners weit übertraf. Ausgeglichene erste Halbzeit. Die Engländer kommen gleich nach dem Anstoß vor das deutsche Tor, der Halbrechte Goodyear läßt einen scharfen Schuß los, den Bonk im deutschen Tor aber mühelos meistert. Im Gegenstoß spielt Breindl sich fein durch, paßt an Gäßler, doch wird der Münchener im letzten Augenblick vom Verteidiger Strasser im Strafraum gelegt. Der Schiedsrichter gibt den fälligen Elfmeter aber nicht. In der Folge führen die deutschen Stürmer ein bestechendes Spiel vor. Gäßlers Bombe wird vom vorzüglichen englischen Hüter Reed unschädlich gemacht. Die Engländer beschäftigen nun den ausgezeichneten Linksaußen Collins mehr, und dieser kann auch das deutsche Tor mit mehreren gefährlichen Schüssen bombardieren, doch Bonk zeigt sich in der Abwehr ebenso sicher. Die wohl beste Torgelegenheit für die Deutschen f)at dann der Linksaußen Prysok, der aus vollem Lauf Unerhört hart schießt. Reed kann den Ball nur mit viel Glück unter der Latte in Sicherheit bringen. Wenig später hat auch unser Sturmführer Lindemann mit einem Weitschuß kein Glück. Die Angriffe der Engländer haben nicht den nötigen Zusammenhalt, und zumeist sind es Einzelvorstöße, die unternommen werden. Ein solcher führt auch unverhofft und Sekunden vor dem Pausenpfiff durch den Linksaußen Collins, der aus kurzer Entfernung schießt, zum einzigen und entscheidenden Tor des Spieles. Briten groß in Form. In der zweiten Halbzeit zeigt der englische Sturm weitaus bessere Leistungen, als vor der Pause. Deutschland wird in die Verteidigung gedrängt und hat alle Mühe, die jetzt groß angelegten Angriffe der Briten erfolgreich abzuwehren, wobei sich vor allem wieder Bonk im Tor auszeichnet. Schüsse von Collins, Edelston und Goodyear werden feine Beute. Fast alle deutschen Spieler sind damit beschäftigt, den lästigen Druck, der jetzt auf sie ausgeübt wird, abzuschütteln. Unsere wenigen Vorstöße bleiben aber gefährlich. Einmal ist Prysok allein durch, gibt den Ball an Lindemann, der aber über die Latte schießt. Dann drehen die Engländer wieder stark auf, aber Bonk im Verein mit den Verteidigern Simon und Vogel wehren sich verzweifelt gegen die stürmisch vorgetragenen Angriffe der Engländer. Unsere Hintermannschaft hat kaum noch Zeit, Atem zu schöpfen. Der deutsche Endspurt. Die deutsche Mannschaft setzt zum großen Endspurt an. Sie kann sich auch aus der Umklammerung freimachen und das englische Tor wiederholt in Gefahr bringen. Prysok stellt mit einem harten Schuß den vorzüglichen Reed im englischen Tor erneut auf die Probe. Alle Angriffe der deutschen Stürmer sind vergebens, England hält den knappen Vorsprung bis zum siegreichen Ende. Preußen. Kreis Wetzlar. (D Krofdorf-Gleiberg, 7. Jan. Die örtliche Polizeiverwaltung hatte am Montag zu einer Pflicht-Bürgerversammlung aufgerufen, zu der aus jedem Haushalt eine Person zu erscheinen hatte. Der große Saal bei Gastwirt Bender war infolgedessen bis zum letzten Platz besetzt. Es galt, die Anwesenden auf die Durchführung einer demnächstigen Luftschutz-Verdunkelungsübung vorzubereiten. Bürgermeister Schmidt wies einleitend auf die Wichtigkeit der Maßnahme hin, von der sich niemand ausschließen könne. In längeren Ausführungen begründete bann der Ortsgruppenleiter des RLB. Wagner (Launsbach) die Notwendigkeit der Verdunkelungsprobe und gab wertvolle Winke für alle Einzelheiten, wenn das Signal zu der Hebung ertönt. Weiter teilte er mit, daß die Ortsgruppe in den verschiedenen Dörfern des Bezirkes bereits 48 Lehrgänge erfolgreich durchgeführt habe, die hundertprozentig als gelungen bezeichnet werden müßten. In Krofdorf-Gleiberg werde demnächst in drei Lehrgängen die Schulung der Ortseinwohner einsetzen. Aus der Mitte der Versammlung gestellte Fragen konnten geklärt werden, wodurch wesentlich zu der Ueberzeugung von der Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes beigetragen wurde. Mit ermahnenden Worten, beim Aufruf zur Verdunkelungsübung restlos auf dem Posten zu fein, und mit dem Sieg-Heil auf den Führer schloß Bürgermeister Schmidt die anregend verlaufene Versammlung. Kirche und Schule. Tagung des Gustav-Adolf-ÄereinS für Hessen-Nassau oo Die Hauptoereine der Gustav-Adolf-Stiftung für Frankfurt, Hessen und Nassau hatten einen weiteren Kreis seiner Mitarbeiter zu einer Arbeitstagung in das Gemeindehaus der Weißfrauenkirche nach Frankfurt eingeladen. Sie nahm bei großer Beteiligung einen fruchtbaren Verlauf. Pfarrer Nell (Frankfurt) wies in einer einleitenden Andacht über 2. Timotheus 1, 7, die religiösen Grundlagen gegenwärtiger Gustav-Adolf- Arbeit nach. Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden, D. Wagner (Bensheim), beantwortete Minister a. D. Dr. Brelitz (Wiesbaden) die Frage „Ist der Gustav-Adolf-Derein heute noch zeitgemäß?" In klaren Darlegungen setzte sich der Minister mit den Einwendungen auseinander, die von kirchlicher und außerkirchlicher Seite gegen das Gustav-Adolf-Werk erhoben werden. Besonders wichtig war der Hinweis darauf, daß das Reich die Satzungen des Gustav-Adolf-Vereins genehmigt, damit die Bedeutung feiner Arbeit anerkannt und ihm für die Zeit vom 1. April bis 30. September das Recht Öffentlicher Mitgliederwerbung erteilt hat. Als zweiter Redner sprach Dr. K o i m e n (Wien) über den „Anruf der Diaspora an die Heimat". Er zeigte zuerst die zahlreichen Parallelen, die zwischen der Deutsch-evangelischen Diaspora und der reichsdeutschen Heimat bestehen. Dann führte er aus, daß der Anruf der Diaspora ein dreifacher ist: An das Volk der Heimat, an die theologische Forschung der Heimat und an die Mutterkirche der Heimat. Seine Darlegungen zeugten von weltweitem Blick über die Lage des gesamten Deutschtums und der evangelischen Kirche, waren getragen von gläubiger Tiefe und klarem Erkennen der Wirklichkeit. Der Vortrag hinterließ darum bei allen Hörern einen starken Eindruck. Nach einer Mittagspause wurden Fragen der praktischen Arbeit geklärt. Die Leitung konnte mit dem Verlauf dieser auf beachtenswerter geistiger Hohe stehenden Tagung sehr zufrieden fein. Zeremonie 590 Zeugnisverweigerungsrecht Zeremonie, lat., feierliche Handlung bei besonderen Anlässen. Deutsche Bezeichnungen; Feierlichkeit, Gepränge, Förmlichkeit, aber auch Äußerlichkeiten. Zeresin, paraffinartiges Erdwachs, das zu Kerzen oder Bohnerwachs verarbeitet wird. Zerlegen, das Zerteilen von Fleisch, Wild oder Geflügel, bei Tisch ein Vorrecht des Hausherrn. Fleisch muß immer gegen die Faser geschnitten werden. Zum Zerlegen von Geflügel bedient man sich zweckmäßig einer Geflügelschere. Zerrüttung der Ehe. Ist durch das Verschulden eines Ehegatten die Ehe derart zerrüttet worden, daß dem anderen Ehegatten die Fortsetzung der Ehe nicht mehr zugemütet werden kann, so kann der unschuldige Teil auf Scheidung klagen. Ob eine Verfehlung derart schwerwiegend ist, richtet sich nach den Verhältnissen des einzelnen Falles. So kann z. V. ein und dieselbe Tatsache in einem Fall die Ehe so zerrüttet haben, daß die Fortsetzung dem unschuldigen Teil nicht zugemutet werden kann, im anderen Fall braucht aber gar keine Zerrüttung eingetreten sein. Letzteres ist vor allem dann der Fall, wenn der unschuldige Ehegatte mit der Handlungsweise des schuldigen einverstanden ist. Im übrigen s. Scheidung. Zerstäuber, Vorrichtung, die Flüssigkeiten in feinsten Strahlen zu verteilen. Man benutzt Zerstäuber zum Abspritzen von Blumen, zum Verbesiern von Zimmerluft, wobei man das Wasser mit einem Fichtennadelextrakt oder Kölnisch Wasser mischt, oder Jnhala- tionsapparate, die ärztlich zur Bekämpfung von Halskrankheiten verordnet werden. Zeugdruck, verschiedenartige Verfahren, auf mechanischem Wege Stoffe mit bunten Mustern zu versehen. Zeuge. Wer als Zeuge vor Gericht geladen ist, muß pünktlich erscheinen; auch wenn er von der Sache nichts weiß. (S. Ladung.) Er muß seine Aussage wahrheitsgemäß machen, auch wenn er zu Ilngunsten einer Partei aussagen muß. S. aber Zeugnisverweigerungsrecht, Meineid. Zeugnis. Bei Beendigung eines dauernden Dienstverhältnisses kann der Angestellte vom Arbeitgeber ein Zeugnis über das Dienstverhältnis und dessen Dauer verlangen. Auf Wunsch des Angestellten muß auch die Leistung und Führung im Dienst ausgenommen werden. Unwahre Angaben darf das Zeugnis nicht enthalten, sonst muß der Aussteller u. U. den dadurch entstehenden Schaden (etwa dem neuen Arbeitgeber) ersetzen. S. Empfehlung. Zeugnisverweigerungsrecht. Ein Zeuge kann die Aussage verweigern, wenn er mit einer Partei (im Zivilprozeß) oder mit dem Angeklagten (im Strafprozeß) verlobt, verheiratet (auch wenn die Ehe nicht mehr besteht), nah verwandt oder verschwägert oder durch Annahme an Kindes Statt verbunden ist (z. V. Eltern. Kin- Nur Freude bereitet Ihnen das Zerlegen einer Gans ober eines sonstigen Geflügels mit einer guten Geflügelschere. Und für den Sonntagsbraten das neuartige Sägernefser. Preiswert führt diese Sachen 3- D. Häuser, Gießen, am Osroalbsgarfen, Fernsprecher 2145/2146. „Rheingold“ Samstag, den 9. Januar 1937 bls4Uhrnachts geöffnet! 120 D MmiMMl erteilt in Ihrem Hause E. staatlich geprüft (Akadem. d.TonkunMttinchen) Laubach (Oberhefsen). 0103 HAUTJUCKEN. FLECHTE FMiitawWg - Bouöleln? 'teil über 20 Jahren bewähren »idi LEUP1N- Creme u.Seife.die vorzüglichen Hautpflegemittel Löwen-Drog.W.KilbingerNchf., Seltersweg 69; Drog. Wiüter- hoH.KrenzplalzlO; Drog.Bornemann, Bahnhofstraße 17; Med.- Drog. H. Elges, Seltersweg 66; Germania-Drogerie C. Seibel, Frankfnrt.Str.39. InLanbach: Solms-1 anbacher-Drog.B Klein dann muß auch die Küchen- Aussteuer komplett sein. Und denken Sie daran: erprobtes Hausgerät macht die Arbeit leicht. Lassen auch Sie sich bei Ihrer Küchen-Aussteuer beraten von K J. B. Häuser Gießen 127 a am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 Zu haben in Apotheken, Drogerien und wo Plakate sichtbar. 6878 V I. Geschartsdrucksachen Rechnungen Briefbiatter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl. Schulstr. 7 (Ein Quell d.Freude für den Naturfreund LelMkes Leven Kleine Kreatur in Wasser, Dusch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunter- schriften, Namensan» gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten), Mit einem Geleitwort von Profess. Dr.Deegener, Universität Berlin. Dieses Werk bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Bildfolgen aus dem reichen Leben der zahllosen kleineren Lebewesen. Aus d er Fr eud e am Be- obachten ist ein wertvolles naturgeschichtliches Urkundenbuch geworden, das hervor- ragend geeignet ist, die Liebe auch zum kleinsten Naturgesche- hen zu erwecken. Gebunden RM. 4,80. Bitte verlangen Sie kostenlos unsere bebilö. Werbeblätter! Das Buch ist durch jede Buchhandlung zu beziehen! HugoBermühler Verlag Berlin-Lichterfelde | Am Samstag, Y.Ianuar, 20 Llhr, findet im Caf6 Leib das 63. Stiftungsfest statt. Oie Beteiligung sämtlicher Kameraden wird erwartet. Oie Führerschaft 119 D GeseMM LieW'Weiilli - Wen Einladung zur auBetotöenriKöen mitgliehet-Berlonnnlung in Gießen am Sonntag, dem 10. Januar 1937, 11.30 Uhr pünktlich im Hörsaal des Liebigmuseums. A) Geschäftlicher Teil. B) Vortrag von Herrn Pros. Dr. O. Behaghel: Neues aus alten Akten, Briesen und Schriften __________des Liebig-Museums._______ Verdunklung! Papier / Pappen / Lichtmanschetten Wiederverkauf er wollen Muster und Preise verlangen 101a J. Weinert KG., Giefoen, Fernruf Nr. 3615 Papier-u. Schreibwarengroßhandlung