Nr. 285 Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag, 7. Dezember |<)37 Gießener Anzeiger Annahme von Anzeigen für öle Mitlagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh Bereinbg. 25"/„ mehr. Ermästigte Grundpreise: krschetnt täglich, auher Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Jllusttierte , 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Sieheu Postscheckkonto: Zranlsurt am Main 11686 General-Anzeiger für Oberhessen Orudt und Verlag: vrShlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Siehen. 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Epp erklärte, das deutsche Volk erhebt einmütig A n - spruch auf Rückerstattung seines ihm durch den Versailler Vertrag und die damit verknüpften Satzungen des Völkerbundes oorenthaltenen kolonialen Eigentums Das deutsche Volk will keinem anderen von seinem Eigentum etwas wegnehmen. Es verlangt nur den ihm gehörenden Teil überseeischen Raumes zurück, den es einstmals auf rechtmäßigem und friedlichem Wege erworben hat und den es jetzt zum Leben notwendig braucht Deutschland hat keinerlei Absichten auf das koloniale Eigentum anderer Staaten. Die öffentliche Meinung derjenigen Staaten die Deutschlands koloniales Eigentum als Mandat besitzen, hat die gerechte Forderung zum Gegenstand einer lebhaften Diskussion gemacht. Sie hat versucht, in Rede und Druck den unabweisbaren Anspruch Deutschlands aus der Welt zu schaffen. Aber logifcherweise hat sich bei der internationalen Debatte darüber mehr und mehr die Stimme der Vernunft Geltung verschafft, die unwiderlegbar sagt, daß man Frieden nicht dadurch schafft, daß man siegreiche Besitzende und entrechtete Habenichtse zu einer Einheit binden möchte. 3e mehr sich aber diese Stimme der Vernunft durchsetzt, desto bedauerlicher ist es, wenn eine gewisse ausländische presse fetzt wieder Meldungen über deutsche Absichten auf den belgischen Kongo, auf portugiesisch -Angola erfindet. Solche Erfindungen sollen lediglich dazu dienen, die Atmosphäre zu vergiflen. Das ist um so weniger verständlich, als man in den letzten Wochen den Eindruck gewonnen hat, daß die Mandatare anfangen zu begreifen, daß die Kolonialfrage Deutschlands ein akutes und z u lösendes Problem ist. Unsere Forderung ist nach der geschichtlichen Entwicklung und nach der rechtlichen Seite logisch und geschlossen. Man kann in ihrem Aufbau nicht willkürlich andere Gedankengange einschieben oder einen anderen Schlußstein einsehen Dann begründete General Ritter v. Epp völkerrechtlich und geschichtlich den deutschen Standpunkt, indem er die Kolonialgeschichte im einzelnen aufzeichnete, den Raub der Kolonien durch das Versailler Diktat charakterisierte und die Bemühungen schilderte, die das nationalsozialistische Deutschland zur Wiedererlangung seiner Kolonien in die Wege geleitet hat. Besonderen Nachdruck legte General v. Epp auf die Verdienste, die sich Deutschland um :bie Kolonien durch d i e Bekämpfung der tropischen Krankheiten erworben hat, die es den anderen Nationen überhaupt erst ermöglichte, ihrerseits mit Erfolg in den Kolonien zu arbeiten. Deutschland wolle seiner Kultur und seiner Industrie, seinen Verkehrsmitteln und seinem Handel ein eigenes Betätigungsfeld schaffen, -und teilhaben an der Entwicklung, am Ausbau und •am Ertrag der Europas Raumkräfte ergänzenden Kontinente, allen voran in dem vor Europas Toren liegenden Afrika. Wenn auch nicht völlig bewußt, so haben doch mit einer gewissen weitschauenden Großzügigkeit die Politiker am Ende des vorigen Jahrhunderts durch Len Abschluß der Kongoakte den Beweis erbracht. daß die Lösung einer einmal dringend werbenden europäischen Frage bei gutem Willen gefunden werden könne. In diesem Sinne ist Sie Kongoakte das Beispiel einer vorausblickenden „Flurbereinigung" innerhalb einer der natürlichen Raumreserven Europas Soll daher das Raum- und Rohstoff- Prob 1 e m — das ist die deutsche kolonialforde- tung — einer bleibenden und gerechten Lösung zugeführl werden, so ist es Voraussetzung, daß zunächst einmal die Ergebnisse des Geistes von Versailles restlosver- schwinden. Eine Vereinigung des Kolonialproblems kann nur in paritätischem Geiste stattfinden. Dabei muh es gründ- legende Voraussetzung fein, daß man das friedlich und rechtmäßig erworbene Eigentum wieder zum Besitz seines Erwerbers macht. Solange nicht diese Voraussetzung sicher- gestellt ist, wird es keine fruchtbringende Aussprache über die Lösung der deutschen Kolonialfrage geben Alle anderen Beiträge zu diesem Thema werden immer nutzlos sein, weil sie nicht von dieser natürlichen und wesentlichen Voraussetzung ausgehen. Entrüstetes Echo in Portugal Gegen haltlose Verdächtigungen Deutschlands Lissabon, 6. Dez (DNB.) Die immer wieder verbreiteten Gerüchte über angebliche Ö e u t = \ ch e Absichten a u f Portugals Kolonie Angola verursachten in portugiesischen Kreisen trefe Entrüstung über solche Brunnenvergiftung Der Unwille ist um so größer als Deutschland durch viele gemeinsame Grundsätze mit Portugal verbunden ist In der Nationalversammlung gab der Abgeordnete N o s o l i n i eine begeistert aufgenommene Erklärung ab, daß das Portugiesische Reich ein unteilbares Ganzes sei und daß seine Kolonien niemals Objekt internationaler Kombinationen sein könnten, um so weniger jetzt, wo Portugals Kolonien unter der autoritären Regierung eine starke Aufwärtsentwicklung erlebten. Die Revision von Versailles solle nicht neues Unrecht tun, sondern mit dem Recht Ernst machen. Die portugiesische Presse erkennt allgemein Deutschlands Anspruch auf Kolonien an, wendet sich aber heftig gegen die gewissenlose Angstmacherei deutschfeindlicher Cliquen die Portugals überseeischen Besitz in Zusammenhang damit bringen wollten. So schreibt „Diario de Lisboa": „M a n gebe Deutschland was es fordert, ohne von unbeteiligten Nationen unberechtigte Opfer zu fordern. Die Annahme, daß portugiesische oder belgische Kolonien verwendet werden können, damit die großen Kolonialkolosse ihre Ungelegenheiten los werden, wäre flagranter Widerspruch zu ihren oft betonten Friedenswünschen!" (Sin portugiefifcfoer (Sonderbeauftragter bei der spanischen Nationalregierung. Lissabon, 7 Dez. (DNB Funkspruch) Das portugiesische Außenministerium erklärt. „Die por- tugiesiiche Regierung beabsichtigt ihre Vertretung bei der Regierung General Francos enger und harmonischer z u ge st alten in Anbetracht der freundschaftlichen Beziehungen, die zwischen Behörden und Bevölkerung der beiden Nachbarländer bestehen Im Einvernehmen mit General Franco ernennt die portugiesische Regierung daher .einen Sonderbeauftragten in der Person des jetzigen Handelsministers Dr. Teutonio Pereira Minister Pereira wird aus diesem Grunde aus dem Kabinett ausscheiden Die Regierung teilte General Franco mit, daß sie mit Vergnügen einen gleichrangigen spanischenVertreter inPortugal empfangen werde." Senerdlfelbmarftball v. Mackensen- 88. SebiMaa. I? L F l 1 i I Unser Bild zeigt links den Generalfeldmarschall mit seiner Gattin an der Tür seines Hauses während des Geburtstagskonzertes. In der Mitte die Schwiegertochter des Feldmarschalls — Rechts: Falkenwalder Jugend, deren Glückwünsche der Generalfeldmarschall entgegennahm. In der Mitte im Hintergrund Oberst von Chapuis, der Kommandeur des Inf.-Regts. 5. Stettin, 6 Dez (DNB) In seinem Falkenwalder Landhause bei Stettin feierte am 6 Dezember Generalfeldmarfchall v Mackensen in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 8 8. Geburtstag. Der Führer und Reichskanzler hat an den Generalfeldmarschall nachstehendes Geburtstagstelegramm gerichtet: „Zu Ihrem 88 Geburtstage bitte ich Sie, Herr Generalfeldmarschall meine herzlich st e n Wünsche für Ihr weiteres Wohlergehen und meine besten Grüße entgegenzunehmen gez Adolf Hitler " Außer dem Glückwunschtelegramm des Führers traf auch eines von Reichskriegsminister Generalfeldmarschall v B l o m b e r a ein Die Mitglieder der Reichsregierung sowie die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile ließen ebenfalls dem Generalfeldmarfchall herzliche Grüße übermitteln Aus allen Teilen des Reiches und aus dem Auslande gingen ihm unzählige Glückwunschschreiben zu Besonders eindrucksvoll war die Ehrung durch die Wehrmacht: Am Montagmorgen zog eine Ehrenkompanie mit Musikkorps und Spielleuten vor dem Hause des Feldmarschalls auf. und ein Doppelposten nahm als Ehrenwache Aufstellung Dann brachte das Musikkorps des Infanterieregiments Nr 5 dem greifen Heerführer ein Geburtstags st ändchen dar Im Verlaufe bet Tages erschien der Kommandierende General des II Armeekorps General Blaskowitz um die Wün'che des Armeekorps tu überbringen Anschließend statteten sämtliche Kommandeure der Stettiner Truppenteile und die Leiter der Stettiner Dienststellen der Wehrmacht dem Generalfeldmarfchall ihren Besuch ab Das Kavallerieregiment Nr. 5 hatte eine stattliche Abordnung zu dem Geburtstag seines Chefs entsandt Die Glückwünsche des Gauleiters von Pommern, Schwede- Coburg, überbrachte Gauschulungsleiter Eckhardt. Die Liebe und Verehrung aller Schichten des Volkes zu der lauteren und schlichten Persönlichkeit des greifen Feldmarschalls kam in der Herzlichkeit zum Ausdruck, mit der die Einwohner und besonders die Jugend von Falkenwalde und Umgebung dem Heerführer gratulierten und ihm immer wieder Ovationen bereiteten. Amerikas tzeeresreformen Washington 6 Dez (DNB.) In seinem Jahresbericht stellt der.amerikanische Generalstabs- chef Craig fest, daß das Motorisierungsprogramm 1938 bei der Armee zu etwa 66, bei der Nationalgarde zu 45 v H vollendet sein werde Die Erfahrungen in Spanien und China hätten gezeigt, daß die Entscheidung in einem Kriege immer noch bei der Infanterie liege Die neuen Waffen könnten den Infanteristen nur helfen nicht aber i h n ersetzen Diese Ueberzeugung hätten auch die Versuche des amerikanischen Kriegsministeriums m i t T a n k s bestätigt. Es müsse deshalb eine Tankart gefordert werden, die für eine enge Anpassung an die Infanterie geeignet sei Als ernste Mißstände in der amerikanischen Armee führt Craig den Mangel an Flakgeschützen und' moderner Tankabwehr an. _____ _______ ___ Ser schwedische Uviienplan. -öon unterem O—g -Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Dezember 1937. Der „Große Flottenplan" des Chefs der schwedischen Marine, Admiral de Champs. Hai Oie jahrelangen Auseinandersetzungen m Schweden über die Ausrüstung zur See aufs Neue belebt. Um Irrtümern oorzubeugen, mutz aber von vornherein bemerkt werden, üatz es sich bei diesem Plan im Grunde genommen nicht um einen Auf- rüstungsoorschlag handelt, wie der Leser der großen Zeitungsüberschriiten zunächst annehmen mutzte, sondern nur um einen Versuch, die Leistungsfähigkeit der schwedischen Flotte überhaupt uus dem 9 e u t i_g e n Stande z u erhalten. Denn der dem Admiral de Champs erteilte Auftrag lief nicht auf eine Untersuchung dessen hinaus, was bei der gegenwärtigen Weltlage für die Verteidigung Schwedens an Flottenkräften notwendig ist, sondern beschränkte sich aus die Frage, wie die jetzige Schlagkraft der Flotte eerh alten werden könne Demgemäß enthält die Denkschrift des Flottenchefs nur einen Bauplan für die nächsten fünf Jahre, der über die bereits laufenden Baupläne hinaus u a. den Bau von drei Panzerkreuzern zu je 8000 Tonnen, 4 Torpedobooten, 3 U-Booten, 1 U-Boot-Mutterschiff und 10 Motortorpedobooten vorsieht Daneben weist aber die Denkschrift ganz eindringlich daraus hin, daß zu dem erstrebten Zwecke der Ausrechterhaltung der gegenwärtigen Flottenstärke in weiterer Zukunft auch der Ersatz der drei noch im Dienst befindlichen 10 000-Tonnen-Panzerschiffe der Soerige-Klafse und der Bau eines leichten Kreuzerverbandes notwendig sei Tatsächlich ist die schwedische Flotte außerordentlich veraltet. Im Jahre 1914 zählte sie noch über 60 Kriegssahrzeuge, darunter 12 Panzer- schiffe. Von diesen, die bei uns im allgemeinen als .Küsten-Panzerschiffe" bekannt sind, sind heute nur noch drei voll o e r w e n d u n g s s ä h i g die aber auch schon ziemlich alt geworden ünb. Schon seit zehn Jahren soll ein viertes gebaut werden, ein Plan, der bisher aber m den parlamentarischen Ausschüssen hängen geblieben ist Emer der leidenschaftlichsten Verfechter einer Aufrüstung zur See, der ehemalige General der Küsten-Artillerie W r a n g e l, hat vor einiger Zeit eine Schrift veröffentlicht, deren Titel „Riket i fara" lDas Reich in Gefahr) schon die Eindringlichkeit spüren läßt, mit der der alte Soldat die Teilnahmslosigkeit feiner Landsleute in diesen Fragen zu bekämpfen sucht Er weist darauf hin, daß gerade das an allen Seiten vom Meer umgebene Schweden eine starke Flotte zum Schutz seiner Neutralität brauche. Das schwedische Volk könne beim gegenwärtigen Stand seiner Wehrkraft >ur See im Falle eines Krieges seine Neutralität nicht einmal mehr zum Scheine aufrecht erhalten An biefen Zustand der schwedischen Flotte habe gerade aber Sowjetrußland mit seinem nach Nordwesten gerichteten Expansionsdrang das größte Interesse. Das beweise die über 200 Jahre lange russische Maulwurfsarbeit, und das beweise heutzutage besonders die von Moskau dirigierte Hetzkampagne der schwedischen Kommunisten gegen die Wehrkraft zur See. Wenn die Sowjetunion die Ostsee beherrsche, sei es für sie em Leichtes, sich in Schweden die nötigen Flugzeugstützpunkte zu schaffen. Auch eine feindliche Invasion sei von der See her ein Kinderspiel, wenn die Verteidigung nur aus Landtruppen bestehe. Ueberzeugend weist General Wrangel vor allem auf den Umstand hm, daß Schweden bei dem bekannten Appetit Sowjetrußlands auf die nord- schwedischen Bodenschätze große Truppenstärken für den Schutz Norrlands benötige, die es aber ohne eine brauchbare Seeoerteidlgung nicht in Südschweden freimachen könne, wo man doch immer mit einem gleichzeitigen sowjetrussischen Landungsversuch rechnen müsse Nach einer Besetzung ron Gotland und Oeland könne der Feind beim Fehlen einer ausreichenden schwedischen Flotte „wie im tiefsten Frieden" seine Heeresmacht auf das Festland hinüberführen, em ähnliches Argu- mem kehrt übrigens auch in der Denkschrift des schwedischen Flottenchefs wieder In der Debatte über diese Frage werfen die Gegner eines großzügigen Flottenbau-Programms ein, es habe für ein kleines Land wie Schweden feinen Zweck, größere Kosten auf die Flotte zu verwenden. da es ja doch nicht nut den Großmächten zur See „konkurrieren" könne Oder aber, so sagen sie, es genügt für die Verteidigung Schwedens .me reine Schären-Flotte aus leichteren Seeftreitfrä'ten, die natürlich erheblich billiger 'st. In dieser grundsätzlichen Frage setzt sich die Marineleitung in der erwähnten Denkschrift für das Panzerschiff ein. Eine Flotte von kleineren und leichteren Fahrzeugen kann der Feind schon mit Hilfe einer überlegeneren Anzahl leichterer und schnellerer Schiffe, insbesondere Zerstörer, vernichten Besteht aber der Kern der Flotte aus Panzerschiffen, so wird dadurch der Einsatz von Schlachtkreuzern auf der Gegenseite erzwungen, die somit in ihrer militärischen Handlungsfreiheit erheblich beeinträchtigt wird Hier liegt nun, worauf gerade General Wrangel in ferner Schrift ganz besonders hinweist die Bedeutung der schwedischen S ch ä r e n k ü st e für die Verteidigung des Landes. Wer einmal über See nach Stockholm gefahren ist, wird sich erinnern, daß fein Dampfer schon viele Stunden vor dem Eintreffen in der schwedischen Landeshauptstadt das freie Meer verließ und durch ein Gewirr kleiner bewaldeter und vielfach als Sommeraufenthalt her- gerichteter Inseln hindurchgelotst werden mufjtCb Diese zu Tausenden der eigentlichen Küste vorgelagerten Inselchen und aus dem Wasser herausragenden Felsblöcke — der sogenannte Schärenhos — bilden, richtig ausgenutzt, eine der wirksam st en Verteidigungswaffen des Landes und eine glänzende Operationsbasis für eine die Küste flankierende Flotte Es leuchtet ein, daß die Navigation in solchen Gewässern für fremde Kriegsschiffe — zumal im Kriege — außerordentlich schwierig ist, können doch Hunderte dieser Schifffahrtswege, die an und für sich wohl tief genug für große Schiffe sind, auch im Frieden nur unter Zuhilfenahme eines schwedischen Staatslotsen benutzt werden. Muß also der Feind wenn der Kern der verteidigenden Flotte aus Panzerschiffen besteht, seine Schlachtschiffe einsetzen, so ist er sofort außerordentlich im Nachteil, da Diese sich nicht ins Schärengebiet wagen können Die schwedischen Küstenpanzerschiffe dagegen können sich, da sie leichter und von geringerem Tiefaang als Schlachtschiffe sind — sie haben ja keinen so großen Aktionsradius und brauchen somit auch nicht soviel Vorräte an Brennstoff, Munition usw mitzuführen —, in den Schären viel leichter bewegen. Sie finden dort Schutz, brechen überraschend daraus hervor, können aber von den gegnerischen Schlachtschiffen nicht verfolgt werden, da diese in den Schärengebieten wegen ihres größeren Tiefgangs entweder gar nicht oder nur ganz vorsichtig und nach genauester Untersuchung des Fahrwassers navigieren können Damit macht der Besitz von Panzerschiffen, wie die Befürworter dieser Waffe geltend machen, auch eine wirksame Block'erung der weitgestreckten schwedischen Küste unmöglich Denn da die Blockadekette bei ihrer großen Ausdehnung zu einem erheblichen Teil auch aus ungepanzerten Kreuzern oder kleineren Einheiten bestehen müßte, wäre sie immer und überall den Angriffen der aus dem Schärengebiet hervorbrechenden und damit im Augenblick überlegenen Panzerschiffe ausgesetzt. Diese in den Auseinandersetzungen der letzten Jahre immer wieder erörterten Argumente haben, wie sich aus der Begründung des neuen Flottenplans ergibt, offenbar auch bei der Denkschrift des Admirals de Champs eine große Rolle gespielt, zumal darin ganz entscheidenoer Wert auf den Bau schwerer Artllleriefahrzeuge als Kern der gesamten Flotte gelegt wird Vorläufig handelt es sich aber, das darf man nicht vergessen, nur um einen, wenn auch auf Grund höheren Auftrags ausgearbeiteten Vorschlag, der erst einmal sämtliche in der Verfassung vorgesehenen Instanzen von Regierung und Parlament zu durchlaufen haben wird. Ob wann und in welcher Form er daraus als fertiges Gesetz wieder erscheinen wird, steht also noch dahin. rnruna vor Anläßlich des 20. Jahrestages Der Selbständigkeitserklärung Finnlands veranstaltete der finnische Gesandte in Berlin im „Capitol" eine würdige, von erlesenen musikalischen Darbietungen umrahmte Feierstunde. Der Gesandte konnte unter den zahlreich Erschienenen viele Missionschefs, Vertreter der Reichsregierung und der Partei begrüßen. Auch der Führer der an den finnischen Freiheitskämpfen seinerzeit beteiligten deutschen Truppen, General Graf von der Goltz, weilte unter den Gästen. Nach den Begrüßungswörten des Gesandten gab der finnische Generalkonsul in Berlin, Dr. Dix, ein Bild von der geschichtlichen Entwicklung Fmnlands. Der Generalkonsul erklärte, es gehöre zu den stolzen Erinnerungen der an Waffenruhm so reichen deutschen Geschichte, daß unter der Führung des Generals Grafen von der Goltz Deutschland an der Aufrechterhaltung der finnischen Freiheit im Frühjahr 1918 habe mitkämpfen können. Standesbeamten im nationalsozialistischen Staat. Aufgaben des Berlin, 6. Dez. (DNB.) Irn Zeichen des am 3 November m Kraft getretenen neuen Perfo - nenstandsgeietzes steht die Verwaltung^ wissenschaftliche Woche für Standesbeamte Bei der Eröffnung hob Staatssekretär Pfundtner die Bedeutung des nm.mehr abgelösten Reichsgesetzes von 1875 hervor, das feinen Zweck in vollem Umfange erfüllt habe .Aber — io sagte der Redner — mit der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus hat sich ein grundlegender Wandel der Anschauungen über Die Ausgaben des Gesetzgebers vollzogen Während im Gesetz von 1875 die einzelnen Personenstandssälle, Geburt, Heirat und Tod. in der Reihenfolge behandelt sind, wie sie sich im Leben des einzelnen ereignen, stellt das neue Personenstandsgesetz Die Vorschriften über Die Eheschließung als Die GrunDlage Des Gemeinschaftslebens an Die Spitze Bei Der früheren Regelung ftanD |ebe Eintragung für sich Da, ohne Daß ein Zusammenhang erkennbar rourDe; ja sogar Die Angabe Der Eltern in Der Hei- ratsurkunDe unD Der Sterbekunde rourDe 1920 gestrichen Das Familienbuch, Das in Zukunft geführt wird, enthüll für jede Familie ein be fonderes Blatt, aus Der alle genealogi scheu, aber auch andere wichtige Eintragungen über sämtliche Familienangehörigen zu ersehen sind. Die Eintragungen werden es in Zukunft ermöglichen, die kette der Geschlechter durch alle Zeiten zu verfolgen. Das Suchen nach Abstammungsurkunden entfällt. Aus den Ein tragungen läßt' sich die rassische A b st a m m u n g jedes einzelnen Volksgenossen unschwer ablesen. Die Gesundheitsämter erlan gen daraus die notwendige Kenntnis der Der wandten jedes Volksgenossen, mit dem sie sich aus bevölkerungspolitischen Gründen zu befassen haben. Für die wichtigsten Forschungen auf dem Gebiete der E r b t e h r e liefern die Eintragungen in Zukunft zuverlässiges Blate rial. Angaben über das religiöse B e kenntnis, die Staatsangehörig feil sowie das Reichsbürgerrecht der einzelnen Familienangehörigen ermöglichen auch insoweit alle jeweils erforderlichen Fest stellungen. Alle Standesbeamten werden in Zukunft von der Gemeinde bestellt Die Dabei an Die Zustimmung Der höheren VerwaltungsbehörDe aebunDen ist Die bisherige Vorschrift, Daß gründ- faßlich Der GemeinDevorstanD, also Der Bürger» meister, kraft Gesetzes StanDesbeamter ist, ist in Fortfall gekommen, Da in größeren Gemeinden Der Bürgermeister praktisch Doch regelmäßig an Der Wahrnehmung Der Geschäfte Des Standesbeam- ten oerhinDert ist Im Dritten Reich soll eben auch nach außen Derjenige als Träger einer Aufgabe in Erscheinung treten, Der Die Verantwortung für ihre Erfüllung auch wirklich trägt." Siinifteriolöireftor Dr.Gütt erklärte Dann, Der nationalsozialistische Staat habe sich bemüht, Dem politischen Zerfall, Dem Geburtenrückgang, Dem Absterben unD Der Entartung Einhalt zu gebieten, um Durch politische und wirtschaftliche Sicherung Die bevölkerungspolitischen Maß- nahmen Der Erb- uunD Rassenpflege Der Familie unD unserm Volk neuen Lebenswillen zu geben. Dies Bestreben sei zum Aus- Druck gekommen im Ehegesundheitsgesetz, im Blutschutzgesetz, in Ehestandsdarlehen, in Beihilfen für kinderreiche Familien, in Steuererleichterungen. Es gelte nun, noch ganz anDers als bisher D i e Familie in Den M'ttelpunkt unserer Staats-, Finanz- unD Wirtschaftspolitik zu stellen, um eine Aufartung Des Deutschen Menschen zu erreichen. Vor allen Dingen gilt es Dafür zu sorgen, daß ein gerechter Lastenausgleich für kinderreiche Familien in unserer Lohn-, Steuer, und Gehaltspolitik den Eltern wieder die Möglichkeit gibt, zahlreiche Kin - d e r zu haben und zu erziehen; denn nur Dann wirD Die Zukunft unseres Volkes gesichert sein! WährenD es nun Das Ziel staatlicher Maßnahmen sei, Die Familiengründung gesunder Menschen zu fördern und eine ausreichende Zahl gesunder Kinder zu verbürgen, sei es Aufgabe Des einzelnen, Die staatlichen Maßnahmen Durch Familienpflege zu ergänzen. Hier falle nun Den StanDesbeamten Die wichtige Aufgabe zu, nicht nur Die gesetzlich getroffenen Be- ftimmungen des Ehe- und Blutschutzgesetzes zu beachten, sondern an der Erziehung unseres deutschen Volkes zu gesundem Denken, zu richtiger Gattenwahl, zu Rassen- und Familienbewußtsein mitzuwirken. Merkwürdige Altertümer und neue drücken. Bilder aus dem Norden. Von unserem B.-Äerichterstaiter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Kopenhagen, 30. November 1937. Wie wurden im Jahre neunhundert die Hunde „auf die Straße geführt?" Mit technischer Vollkommenheit: nämlich an einem Koppel, das aus vier sinnreich geknüpften Riemen bestand, die wiederum in einem goldenen Griff zusammenliefen. Die Riemen waren so geordnet, daß sie sich nicht verwickeln konnten, auch dann nicht, wenn die Tiere wild durcheinander tobten. Dieses Hundekoppel, weiter zahlreiche kostbare Filigranarbeiten in Gold und Silber, Pfeilspitzen, Steigbügel und schließlich Die Skelette von elf Hunden unD vier Pferden wurden in einem Grabhügel aefunden. Der jetzt zum merfroürDigften Museum Der Welt ausgearbeitet ist. Ein Dänischer Apotheker, der zu den eifrigsten Archäologen des Landes gehört, fand auf einem Feld auf der Insel Fünen die Ueberrefte eines Anführergrabes aus alter Zeit Mit Hilfe des dänischen Nationalmuseums wurden nach und nach die einzelnen Teile freigelegt; die Arbeit war ungeheuer schwierig, weil jedes Stück auseinanderzufallen Drohte. Der Mittelvunkt des Grabes war ein Wikingerschiff, das einzige, das man bisher in Dänemark gefunden hat Da ein Forttransport des kostbaren Fundes wegen des Verfalls der Teile unmöglich war, errichtete man einfach das Museum an Ort und Stelle, lieber das Schiff wurde ein Glashaus gebaut, das von allen Seiten Einblick gewährt. 60 000 Menschen haben seit dem Frühjahr — im Mai wurde das Museum eröffnet — den Platz besucht. Inzwischen werden die wissenschaftlichen Arbeiten fortgesetzt. Mit Pinzette und Vergrößerungsglas schaben die Gelehrten den Sand von den Ueberreften, Zentimeter für Zentimeter wird fo herausgearbeitet, und man rechnet damit, daß die völlige Freilegung des Inhalts des Schiffes zehn Jahre in Anspruch nehmen wird! Aus den gefundenen Schmuckstücken geht hervor, daß das Begräbnis etwa im Jahr neunhundert ftatt- gefunden haben muß. Dieses Ladbyschiff, nach dem Fundort benannt, ist jetzt eine der größten Sehenswürdigkeiten des Landes, das sogar mit Dem neuesten dänischen Prunkwerk konkurrieren kann: Der Brücke über Den Stor-Strom zwischen SeelanD und Falster. * Da der Däne sozusagen der geborene Autofahrer ist — im vergangenen Jahr stellte Das kleine Dänemark die meisten autofahrenden Besucher Deutschlands — bedeutet solch eine lieber- brückung eines Fahrwassers einen starken Anreiz für die autofahrenden Reisenden. Bisher hörte für den Kopenhagener Automobilisten die Ausflugswelt an der Südspitze Seelands auf. Jetzt kann er über die 3,2 Kilometer lange Brücke nach Falster fahren, und wenn er Dann eine hübsche Seefahrt dazu- nimmt, ist er in Warnemünde. Oft bekommen die dänischen Reisebüros Anfragen von in- und ausländischen Autofahrern, wie viele Fähren auf bestimmten Strecken benutzt werden müssen. Dänemark kann natürlich mit seinen dreihundert Inseln trotz aller Brückenbauerei nie auf Die kleinen Fährschiffe verzichten, Die fast alle sowohl Eisenbahnwagen wie Autos aufnehmen. Gewöhnlich Dauert das Rangieren ebensolange wie die Ueberfahrt, und so hübsch und idyllisch so eine Tour über die Seestreifen ist — für den Autoreisenden bedeuten sie doch oft viele Umstände und auch Kosten. Mehr Brücken! ist also jetzt die dänische Parole. Das Oer Tag der Nationalen Solidarität in der Reichshauptstadt. 'W'2^; / ■F- M - $ WZ -M Alle führenden Persönlichkeiten des Staates und der Bewegung, aus Kunst, Sport und Presse wetteiferten auch hipUn -Tnn hör £ , lassen. Ueberaü sah man das fröhliche Treiben der ungezählten Spender, die mit herzlichem Lachen immer wieder in bie TafAp^naA^nom^noH^ Sh dfU 60r°$|en ^olg werden zu BSSÄMSÄ Ä'sÄS'Ä.'iU'ö "jS* TZ. "T-,% kühnste und interessanteste Projekt ist die Landverbindung zwischen Dänemark und Schweden, die schon völlig ausgearbeitet oorliegt. Technische Schwierigkeiten bestehe« gar nicht, nur die einigen hundert Millionen Kronen, die die rund siebzehn Kilometer lange Brücke zwischen Kopenhagen— Amager und Limhamn erfordert, stehen bisher der Ausführung im Wege. Fort mit den Brücken! ist ein Ruf, der in Kopenhagen immer lauter erschallt. Er bezieht sich auf die beiden großen Klappbrücken, die die Stadt nordwestlich des Hafens von dem Insel-Stadtteil Amager trennen. Unzählig sind die Diskussionen und Pläne, die sich mit der Beseitigung dieser ernstesten und unangenehmsten Verkehrsfrage Kopenhagens beschäftigt haben. Mehrfach wurden große Tunnelbauten, ähnlich dem Hamburger Elb- tunnel, als mögliche Lösungen herangezogen, jedoch wieder verworfen, hauptsächlich auch wegen der Kostenfrage. Der Hafen schneidet die Stadt in Hälften, die Schiffe, die den ganzen Tag über den Hafen durchfahren, schneiden den starken Verkehr unvermittelt ab, die Klappbrücken gehen hoch, und an beiden Seiten stauen sich Autos, Wagen und Fahrräder in solchen Mengen, daß die Letzten manchmal gerade an den Brücken ankommen, wenn sie für das nächste Schiff hochgehen. Die nördliche, die sogenannte Knippelsbro, ersteht jetzt in neuer Schönheit: die alte wird abgerissen, eine neue, breite, hochmoderne ist gebaut und wird im nächsten Monat dem Verkehr übergeben. Mit herzlicher Anteilnahme haben die Kopenhagener das Entstehen des neuen Wunderwerks beobachtet, haben sie — selbstverständlich — kritisiert, ebenso natürlich gelobt und anerkannt, und alle freuen sich jedenfalls auf den Augenblick, da die Brücke zum erstenmal ihre beiden großen Klappen öffnen wird, um ein Schiff durchzulassen. Es ist ziemlich sicher, daß dies nur eine Premierenfreude sein wird, denn wenn der Kopenhagener später auf dem Weg ins Theater, fünf Minuten vor Beginn der Vorstellung, zehn Minuten an der Knippelsbro halten muß, weil sie aufgegangen ist, dann wird das Vergnügen über das in Stahl und Kupfer funkelnde Bauwerk erheblich nachlassen. ©er Reichsjugendführer in Teheran. Teheran, 6. Dez. (DRB.) Reichsjugendführer von Schirach wurde am Sonntag vom iranischen Kaiser Reza Schah empfangen. Später erhielt Baldur von Schirach in der deutschen Gesandtschaft den Besuch des iranischen Erziehungsministers und des kaiserlichen Hofmarschalls, der zugleich die iranische Jugendbewegung vertrat. Abends fand ein kameradschaftliches Beisammensein der Teheraner Ortsgruppe der NSDAP, statt. Der Reichsjugendführer hielt vor nahezu 800 Volksgenossen ein An- und überrreichte der Ortsgruppe im Namen O. ihre Fahne. Auf Einladung des iranischen Unterrichtsministers besuchte der Reichsjugendführer am Montag das LagerderTehe- ranerJugend. Heber 1000 Jungen in schmucken Uniformen hatten hier einen disziplinierten Lagerbetrieb. Mittags gab der Kultusminister im Kron- prinzlichen Palais einen Empfana. Der Minister nannte in einer Ansprache den deutschen Besuch eine willkommene Gelegenheit zur Stärkung der Beziehungen von Jugend zu Jugend. Baldur von Schi- rach wies in seiner Erwiderung auf die Gemeinsamkeit erzieherischer Ideale hin. Abends fand ein Empfang beim deutschen Gesandten statt. ©er 800. Todestag Kaiser Lothars. Braunschweig, 6. Dez. (DNB.) Zur Feier des 800. Todestages Kaiser Lothars begaben sich Reichsminister R u st und Ministerpräsident K l a g - g e s in die festlich geschmückte Stadt Königslutter in Braunschweig, wo ihnen im Rathause als Ehrengabe Dr. Lüdtkes Buch „Kaiser Lothar der Sachse^ überreicht wurde. Am Kaiserdom waren die Formationen und Gliederungen der Partei angetreten. Der Reichsminister und Ministerpräsident Klagges begaben sich, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, zum Dom. Reichsminister Rust hielt dort eine Ansprache, in der er das Leben und Wirken des großen deutschen Kaisers Lothar würdigte, das gerade im Reiche Adolf Hitlers in feiner Bedeutung voll erfaßt werde. Durch ein Spalier von Fackelträgern begab sich sodann der Reichsminister in Begleitung des Ministerpräsidenten zum Grabe des Sachsenkaisers und legte dort einen großen Lorbeerkranz mit den Worten nieder: „Wir ehren den deutschen Kaiser Lothar an feinem 800. Todestage mit dem Hitlergruß. Auch er hatte für Deutschland gelebt." Der Lorbeerkranz trug die Aufschrift „Dem deutschen Kaiser Lothar, dem Sachsen. Das ewige Deutschland." Verheerungen der Maul- und Klauenseuche im Elsaß. Paris, 6. Dez. (DNB.) Wie der in Straßburg erscheinende „Elsässer" schreibt, zählte man i m Departement Bas - Rhin am 30. November 3 6 7 verseuchte Gemeinden, 9888 verseuchte Stallungen mit 43 318 erkrankten Rindern (etwa 8000 mehr als am 15. November). Die Statistik für die einzelnen Kreise sieht folgendermaßen aus: Kreis Erftein: 50 verseuchte Gemeinden mit 2532 Stallungen und 10 228 Rindern: Kreis Hagenau: 43 verseuchte Gemeinden mit 1519 Stallungen und 9479 Rindern: Kreis Molsheim: 35 verseuchte Gemeinden mit 1151 Stallungen und 10 324 Rindern: Kreis Zabern: 71 verseuchte Gemeinden mit 1386 Stallungen und 3900 Rindern; Kreis Schlettstadt: 27 verseuchte Gemeinden mit 733 Stallungen und 4144 Rindern; Kreis Straßburg: 84 verseuchte Gemeinden mit 2051 Stallungen und 10 687 Rindern und Kreis Weißenburg: 57 verseuchte Gemeinden mit 996 Stallungen und 3556 Rindern. Offiziell ist bekannt, daß in der Zeit vom 15. bis 30. November imUn = ter - Elsaß 367 Rinder verendet sind und 514 Rinder n o t g e s ch l a ch t e t werden mußten. Die Gesamtverluste im Departement Bas- Rhin erreichen einen Betrag von 80 Millionen Franken. Autonome Regierung in ^chanahm. Schanghai, 6. Dez. (DNB.) Von zuständiger japanischer Seite verlautet, daß am Sonntag in Putung eine autonome Regierung für Groß-Schanghai gebildet worden ist. Sie trägt die Bezeichnung „Tatac" (d. h.: Großer Weg). Zum Oberbürgermeister sei Suhjiwen gewählt worden, zum Kommissar Tschujutschen. Suhsi- wen ist unter dem ersten Staatspräsidenten der chinesischen Republik, Dr. Sunjatsen, Finanz- minister gewesen. Er erklärte nach Ueber- nahme seines neuen Amtes, er verlange Beendigung der Feindseligkeiten zwischen China und Japan. Di-neue autonome Regierung nahm nach ihrer jtonftituierung auch eine neue Flagge an, die auf gelbem Grunde eine Scheibe in den Farben blau und rot zeigt. Extrablätter kündigten die b e - vorstehende Einnahme von Nanking an, nachdem motorisierte japanische Einheiten am Montagabend bereits das. Feftungsvorge- lande von Nanking erreicht haben. Bisher soll nur schwacher Widerstand zu verzeichnen sein. In Jcannng halten Polizei- und Militärpatrouillen die Ordnung aufrecht. Die Stadttore sind geschlossen. Die flüchtende Landbevölkerung versucht, das Nord- ufer des Jangtse zu erreichen. Kunst und Wissenschaft. ©er Chirurg Geheimrat Werner Körte *f. Der Geheime Sanitätsrat Professor Dr. Werner Körte, Obergeneralarzt d.L., Inhaber des Adlerschildes des Deutschen Reiches, ist im 87. Lebensjahre in Berlin gestorben. Körte war am 21. Oktober 1853 in Berlin als Sohn eines Arztes geboren. Nach Studien in Bonn und Straßburg kehrte er in seine Vaterstadt zurück und war zunächst im Krankenhaus Bethanien tätig. Bereits mit 35 Jahren wurde er Direktor des neuerbauten Krankenhauses am Urban. Er ist bis zur Erreichung der Altersgrenze (unter Ablehnung mancher ehrenden Berufung) dieser Wirkungsstätte treugeblieben. Seine Werke über die Chirurgie der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege sind klassische Beiträge der medizinischen Weltliteratur geworden. Aber er mar nicht nur „Spezialist", sondern darüber hinaus ein Arzt von umfassendem Wissen, der sich auch gerade der Grenzgebiete der Chirurgie und inneren Medizin annahm. — Noch als Einundsechzigjähriger ging Körte ins Feld, und viele Schwerverwundete verdanken ihm Leben und Arbeitsfähigkeit. Die Aerzte, die draußen unter ihm arbeiteten, berichten von manchem hoffnungslosen Fall, den er mit seiner unvergleichlich sicheren Hand noch gerettet hat. Körte, dessen jüngerer Bruder Alfred übrigens von 1906 bis 1914 als Ordinarius für klassische Philologie in Gießen wirkte, war viele Jahre lang Vorsitzender der Berliner Gesellschaft für Chirurgie und ständiger Schriftführer der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, die ihn zu ihrem Ehrenvorsitzenden ernannte. Aus Anlaß seines siebzigsten Geburtstages errichtete die Stadt Berlin eine Werner-Körte- Stiftung und an feinem achtzigsten Geburtstag wurde ihm der Adlerschild des Reiches verliehen. Im Gedächtnis vieler dankbarer Patienten wird er weiter leben und die Vertreter der Chirurgie werden ihn als Vorbild und großen Anreger in lebendiger Erinnerung behalten. Erfolgreiche Uraufführung des Films „Der Biberpelz" in Gegenwart von Gerhart Hauptmann. Zu Ehren des 75. Geburtstages von Gerhart Hauptmann fand in Breslau die Uraufführung des von der „Märkischen Film G. m. b. H." nach des Dichters gleichnamiger Komödie gedrehten Films „Der Biberpelz" in Gegenwart des Dichters und seiner Gattin statt. Die Darstellerin der „Mutter Wolffen", Frau Ida W ü ft, der Regisseur Jürgen v. Alten und der Produktionsleiter Hans v. W o l z o g e n waren zu der Uraufführung nach Breslau gekommen. Der Film fand eine begeisterte Aufnahme. Der herzliche Beifall galt neben der Darstellerin der Frau Wolffen insbesondere auch Heinrich George als Amtsvorsteher von Wehrhahn. Aus aller Wett. Ausfuhrgenehmigung für Heliumgas für die deutsche Zeppelinreederei. 3n der Liste der Ausfuhrlizenzen, die vom ameri- rikanischen Auhenamt monatlich veröffentlicht werden, wird mitgeteilt, daß auf Grund einer einstimmigen Empfehlung aller Mitglieder der Munitions- konkrollbehörde 17,9 Millionen kubikfuß heliumgas der Deutschen Zeppelinreederei zur Verfügung gestellt werden. Diese Menge kann bis 1. November 1938 nach Deutschland ausgeführt werden, sobald die übliche Ausfuhrerlaubnis nach Maßgabe der Vorschriften für die Heliumausfuhr erteilt worden ist. Reichstaaung gegen den Alkoholmißbrauch. Der Deutsche Verein gegen den Al- koholrnißbrauch veranstaltete in Verbindung mit dem Hauptamt für Volkswohlfahrt der NSDAP, in Berlin eine Reichstagung. Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Professor Dr. Reiter, stellte für die Gesundheitsführung eines Volkes Richtlinien auf: Wertvolle erbbiologische Anlagen müssen nicht durch Umwelteinflüsse geschädigt, weitergegeben werden; schwere minderwertige Anlagen müssen von der Weitergabe ausgeschlossen werden, und es muß versucht werden, aus mittelmäßigen Anlagen durch eine entsprechende Gesundheitsführung das, was an Wertvollem vorhanden ist, zu fördern und nicht durch neue Schädigungen weiter zu vermindern. — Der Redner stellte u. a. folgende praktische Forderungen auf: Enthaltsamkeit der Jugendlichen von Alkohol- und Nikotingenuß bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, ebenso bei Schwangeren und stillenden Müttern, Enthaltsamkeit von Alkoholgenuß bei besonderer Verantwortung, wie z. B. bei der Führung von Fahrzeugen, Verbot der Werbung für Alkohol- und Nikotingenuß als angeblich krankheitsverhütend und gesundheitsfördernd, Kontrolle der Werbung für Alkohol- und Nikotingenuß durch den Werberat der deutschen Wirtschaft in engster Verbundenheit mit dem Reichsgesundheitsamt und dem Hauptamt für Volksgesundheit, ferner Maßnahmen zur Steigerung der Erzeugung alkoholfreier Getränke und Erziehung der Jugend zur gesunden Lebensführung unter starker Einschaltung aller Parteiorganisationen und richtunggebender Mitwirkung des Heeres. Eine neue Hängebrücke entstebt bei Köln. Die Vorerhebungen für den Bau der Rheinbrücke im Zuge der bereits im Bau befindlichen Reichs- autovahn Aachen —Köln bei Rodenkirchen find nun soweit zum Abschluß gekommen, daß mit dem Beginn der Bauarbeiten zum Frühjahr des kommenden Jahres zu rechnen ist. Zur Ausführung kommt eine Hängebrücke mit einer größten bis» her in Europa ausgeführten Stützweite von 378 Meter und der Seitenöffnungen von je 94,5 Meter. Die neue Brücke überragt demnach die Nach der zehnten Asira Bei der ersten Asira: So gut schmeckt die „Asira", daß es schwer zu glauben ist, sie sei nikotinarm. Dabei ist ein Nikotingehalt von weniger als l°/° beglaubigt. Auch Ihnen wird die „Astra" helfen. Sie ist eine echte Kyriazi, vollmundig im Aroma und von hoher Bekömmlichkeit. Ihre Nikotinarmut ist eine gewachsene Eigenschaft der Tabakblätter, die zurHerstellung Verwendung finden. Kein künstlicher Nikotinentzug. Keine chemische Behandlung. Darum: Für alle Fälle — „Astra" MIT UND OHNE MUNDSTOCK Reich an Aroma — Arm an Nikotin Aus der engeren Heimat. Spitzwerte der im Jahre 1929 fertiggestellten Mülheimer Hängebrücke noch um rund 63 Meter. Die Brückenbreite entspricht dem vollen Auto- La h n q u e r s ch n i t t von 24 Meter Breite. Der mittlere Trennstreifen zwischen den je 7,5 Meter breiten Richtungsfahrbahnen wird auf 3 Meter Breite als besonderer Weg für Radfahrer und Fußgänger vorgesehen. Die Brücke wird als reine Hängebrücke ausgefuhrt, d. h. über zwei fest eingespannte und 60 Meter hohe Pylonen sind die Hängekabel als Haupttragelement über alle drei Oeffnungen durchlaufend angeordnet. pariser Grand Prix für Dr. Todt. Das Preisgericht der P a r i f e r I n t e r n a t i o - n a l e n A u s st e l l u ng hat dem Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr.-Jng. Todt, in d-r Klasse „Oeffentliche Arbeiten" einen Grand P r i x als Auszeichnung zuerkannt. Unter den auf der Weltausstellung ausgezeichneten deutschen Firmen befindet sich auch die Hanauer Quarzlampen-Gesellschaft. Für die ausgestellte „Künstliche Höhensonne" wurde der Firma der Grand Prix verliehen. * Vor der Entscheidung im Kampfe um die Schachweltnreifterschuft. Die 25. Partie im Schachweltmeisterschaftskampf Euwe — Aljechin wurde nach 40 Zügen abgebrochen. Die Partie soll am Dienstag beendet werden. Aljechin steht im Endspiel wieder wesentlich günstiger. Er dürfte daher auch diese Partie und damit die Weltmeisterschaft gewinnen. Schweres Eisenbahnunglück in Rotspanien. Auf der Strecke zwischen Valencia und Barcelona kam es zu einem schweren Eisenbahnunglück. Ein Zua fuhr auf einen haltenden Zug auf, wobei die Lokomotive und zwei Wagen zerstört wurden. Zwölf Fahrgäste fanden den Tod und 60 wurden verletzt. 11 Stück Vieh durch Kohlenoxydgase getötet. Der gesamte Viehbestand des Landwirts Dries in Kockeskyll (Eifel), fünf Kühe, zwei Ochsen zwei Rinder und zwei Kälber, wurde verendet ausgefunden. Polizeibeamte fanden in einem Kälber- verschlag Ueberreste eines Brandherdes, der während der Nacht entstanden war, aber nur gekohlt hatte, wobei sich Oxydgase bildeten, die den gesamten Viehbesto'.L vernichteten. Fünfköpfige Familie gasvergiftet aufgefunden. In einem Hause in Kassel wurde eine fünfköpfige Familie gasoergiftet aufgefunden. Hausbewohner, die durch starken Gasgeruch aufmerksam geworden waren, drangen in die betreffende Wohnung ein und fanden die ganze Familie, die erst vor kurzem in die Wohnung eingezogen war, gas- vergiftet auf. Glücklicherweise gelang es den Rettungsmannschaften mit Hilfe eines Sauerstoffapparates, sämtliche Vergifteten ins Leben zurückzurufen. Anscheinend war die Gasleitung oder die Gaslampe im Schlafzimmer undicht geworden. Fischerboote im Haffeis eingefroren. Etwa 10 Fischerboote von der Kurischen Nehrung sind im Haffeis, das sich in den letzten Nächten gebildet hat, eingefroren. Während ein Teil der Fischer vom Fischfang nach der Nehrung zurückkehrte, sind noch ungefähr zehn Boote unterwegs, von deren Verbleib man nichts weiß. Eine Suchaktion mit dem Nehrungsdampfer „Hertha" ist zur Zeit unmöglich, da dichter Nebel jede Sicht au dem Hoff unmöglich macht. ___________________ Landkreis Gießen. = Holzheim, 6. Dez. Bei der Treibjagd in unserer Feldgemarkung wurden 100 Hasen zur Strecke gebracht. <£ Holzheim, 5. Dez. Am gestrigen Samstagvormittag bemerkte der hiesige Landwirt W. Gg. Ohly in seinem an das Wohnhaus angrenzenden Stallgebäude Rauchgeruch. Die Feuerwehr wurde sofort alarmiert. Bei nährerer Untersuchung der Ursache stellte man einen Balkenbrand fest, der von einem schadhaften Kamin seinen Ausgang genommen hatte. Nach mehrstündiger Arbeit konnte die Feuerwehr die Gefahr beseitigen. —/— Lich, 2. Dez. Die hiesige Volksschule und die hier tätige Privatmusikerschaft veranstalteten in Steins Saal einen in ollen Teilen wohlgelungenen Haus-Volksmusikabend, der so gut besucht war, daß der Saal bis zum letzten Platz besetzt wurde. Nach einem Schülerchor „von der edlen Musik" von Rathgeber unter Leitung von Lehrer Hinkel, einer Begrüßungsansprache desselben Lehrers und einem abermaligen Schülerchor „Heilig ist der Herr" (schlesische Weise) folgten in bunter Reihe Klavier- und Geigenvortrage der Schüler und Schülerinnen der einzelnen Musiklehrer und Lehrerinnen von hier und Langsdorf. Große und Kleine wetteiferten miteinander, die besten Proben ihres Könnens zu geben, und durften für ihre guten Leistungen immer wieder den freudigen Beifall des vollen Hauses ernten. Einzelne Namen und besondere Leistungen aufzuführen, müssen wir uns versagen. Auch das Blockflöten-, Mund- und Handharmomkaspiel sowie das Zitherspiel kamen zu ihrem Recht und wurden sehr beifällig ausgenommen, ebenso die Darbietungen eines Soloquartetts und des Frauenchors unter Leitung von Frl. Jäger und eines Bläserquartetts des HI.-Musikzugs unter Stabführung von Herrn Sommer. Mit einem Knabenchor „Die Fahne weht", Weise des 17. Jahrhunderts, und einem gemeinsamen Lied („Im schönsten Wiesengrunde") wurde der schöne Abend geschlossen, um den sich neben der Vrivatmusikerschaft vor allem der Leiter und der Musiklehrer unserer Schule ein großes Verdienst erworben haben. <£ Birklar, 2. Dez. Dieser Tage stand unser Ort im Zeichen des deutschen Liedes. Der hiesige Gesangverein „Harmonie" unter seinem Chorleiter Wilhelm Schäfer (Garbenteich) hatte die Sänger der Gesangvereine „Heiterkeit" Dorf-Gill, „Liederkranz" Muschenheim und „Eintracht" Inheiden, welche alle ebenfalls unter der Stabführung von Chorleiter Schäfer stehen, zu einem Sängertreffen eingeladen. Es war weiterhin gelungen, den Gesangverein „Victoria" Gardenteich zur Mitwirkung zu gewinnen. Das Sängertreffen wurde durch „Harmonie" Birklar nach dem Sängergruß und einem Chor mit Klavierbegleitung eröffnet Vereinsführer Wagner (Birklar) begrüßte die Sangesdrüder. Sodann gab der Gesangverein „Victoria" G a r b e n t e i ch unter Leitung seines Chorleiters Sommer ein Konzert. Es folgten bei abwechselnden Musikstücken der Kapelle Schäfer Chöre von Mozart, Weber, Noack, Hansen, Zenger, Glier, Silcher und Stürmer, durch die Zeugnis vom großen gesanglichen Können des Chores abgelegt wurde. Die stattliche Sängerzahl erntete stürmischen Beifall. Dann folgten noch Liedervorträge der Gesangvereine Dorf-Gill, Muschenheim, Inheiden und Birklar, die ebenfalls sehr beifällig ausgenommen wurden und den Chorleiter Schäfer als tüchtigen Dirigenten erkennen ließen. Kreisführer Rinker als Führer des Sängerkreises Chattia entbot allen Sängern seine Grüße und fand begeisterte Worte für die bewiesenen Leistungen. Sängerkreisführer Müller (Gießen) gab seiner Freude darüber Ausdruck, d-aß ein Verein des Sängerkreises Gießen mit solchen prächtigen Leistungen aufgewartet habe. Er forderte auf, durch stetes eifriges Proben den heutigen Stand des Gesangvereins „Victoria Garbenteich zu erreichen, der zu den Spitzenvereinen des Sängerkreises Gießen gezählt werden müsie. Mit der Ansprache von Vereinsführer Stein (Garbenteich) fand der Sängertag feinen Abschluß. gfs. Eberstadt, 6. Dez. Am Sonntag fand im schön geschmückten Saal von Wedemann die Nikolausfeier der Frauenschaft und des Frauenwerks statt. Die Leiterin Frau R e u h l begrüßte die Gäste. Die kleinsten Mädchen sangen Lieder, während die größeren Gedichte vortrugen. Dann erschien der Nikolaus und beschenkte nach einem Zwiegespräch mit feinen Zwergen alle Kinder mit Pfeffernüssen, Aepfeln und Lebkuchen. Dor und nach der Verteilung führten die Jungmädel Volkstänze auf. — An dem L u f t s ch u tz k u r s, der jetzt hier stattfindet, beteiligten sich 12 Mitglieder der Frauenschaft. 12 Frauen sind auch bereits Mitglied des Reichsluftschutzbundes. Die Kleidersammlung wurde von der Frauenschaft mit Erfolg durch'geführt. -w. Hungen, 6. Dez. (Singsaal-Einweihung s f e i e r.) Nachdem es durch den Opfersinn und die Hilfsbereitschaft der Mitglieder und Gönner des Gesangvereins „L i e d e r k r a n z" möglich geworden war, den lange gehegten Wunsch eines eigenen Singheims in diesem Jahre zur Ausführung zu bringen, fand am Sonntagnachmittag eine einfache und schlichte, aber eindrucksvolle Einweihungsfeier statt. Nach dem Abschied vom alten Lokal zogen der Verein und die übrigen Teilnehmer nach dem beim Dolks- schulhaus errichteten Neubau, der trotz feiner Einfachheit durch feine schöne Lage imponiert. Die Inneneinrichtung ist in hervorragender Weise gelungen. Einige Chöre leiteten am Eingang die Feier ein, worauf der Schlüssel durch den Bauherrn an den Vorsitzenden übergeben wurde, den letzterer mit Dankesworten an alle, die an dem Gelingen des Baues mitgewirkt hatten, übernahm. Ehrenvorsitzender Röder richtete kernige Worte an die Sänger, die in der Mahnung gipfelten, das deutsche Lied zu pflegen, und die mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer ausklangen. Im Saale hatte sich eine zahlreiche Teilnehmerzahl eingefunden, die den prächtigen Gesangsvorträgen mit Interesse lauschte. Hier wurden kurze Ansprachen des 1. Vorsitzenden, ferner eines alten Gründers des Vereins, sowie des Ortsgruppenleiters gehalten. Mit dem Deutschlandlied- und dem Horst-Wessel-Lied schloß die schlichte Feier. Kreis Bübingen. 0 Nidda, 2. Dez. Auch in diesem Jahre war die Bautätigkeit hier sehr rege. Es wurden etliche Häuser errichtet und in verschiedenen Straßen viele Erweiterungs-, Um- und Anbauten, sowie erhebliche Verbesserungen ausgeführt. Gegenwärtig geht ein Wohnhaus von mittlerer Größe in der neu erstandenen Leichthammerstraße der Vollendung entgegen. Viele Arbeiter unv auch die Der» schiedensten Handwerker waren notwendig, die aber im Hinblick auf die starke Beschäftigung zur Er- ledigung der reichlichen Aufträge zeitweilig kaum genügen. Kleine politische Nachrichten. Der Bundespräsident von B r a s i l i e n unter- zeichnete eine Verordnung über die Auflösung sämtlicher politischen Verbände ein- schließlich des Integral! st enverban- des. Kulturelle und erzieherische Fragen, die die wichtigste Aufgabe des brasilianischen Aufbaues umfassen, sollen anscheinend dem Jntegralismus Gelegenheit zur Mitarbeit geben. Der Arbeitsminister kündigte den Umbau des Gewerkschaftswesens im Sinne des Korporativgedankens an. ■» * In London traf der ehemalige japanische Außenminister Graf I s h i i ein. Graf Jshiis Besuch ist rein privat. Preß Association glaubt jedoch, daß er die Gelegenheit wahrnehmen wird, um mit Außenminister Eden die Lage im Femen Osten zu besprechen. Der Belgrader Korrespondent der englischen Agentur Reuter, Harrison, ist aus Jugoslawien ausgewiesen worden, weil Harrison fortgesetzt tendenziöse und unrichtige Berichte verfaßt habe, obwohl er mehrfach auf die Gefährlichkeit einer solchen Tätigkeit aufmerksam gemacht worden war. Wetterbericht des Reichswelterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Ein kräftiges Hoch hat sich über Nordeuropa ausgebildet und befindet sich noch in Verstärkung mit einzelnen Störungen, die sich in Westeuropa aus« bilden, während nur der Westen des Reiches voraus» sichtlich beeinflußt wird, während es sonst wieder zu ständigen Aufheiterungen kommt. Aussichten für Mittwoch: Nach verein» zeltem Auftreten von Schneefall wieder Aufheiterung, nachts Frost, Tagestemperaturen bis 5 Grad ansteigend, Winde aus Südost. Lufttemperaturen am 6. Dezember: mittags 3 Grad Celsius, abends —0,1 Grad; am 7. Dezember: morgens — 0,8 Grad. Maximum 3,1 Grad, Minimum heute nacht — 3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Dezember: abends 2,2 Grad: am 7. Dezember: morgens 1,2 Grad. — Niederschläge 0,1 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilden Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck und Verlag: Brühlsche llniversitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. und Enkel Erwin im Alter von 11 Jahren In tiefer Trauer: Lina Schäfer Wwe. und Kinder Friedrich Rohrbach und Frau Willi Becker Anni Schäfer Am Montag nachmittag 4 45 Uhr entschlief nach kurzem schweren Le Men infolge eines Herzschlags in der Klinik zu Gieben mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Pate Heuchelheim, Wiesbaden, den 6. Dezember 1937 Die Beerdigung findet Donnerstag. 9 Dezember, nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause, Marktstr. 45, aus statt __________________________________________________8083 D__________ Mahnung. Die Beiträge für den Monat November 1937 derjenigen Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, und die Beitragsnachweisungen einreichen, können noch bis zum 10. Dezember 1937 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. 8068D Allgemeine Ortskrankenkasse für Stabt- und Landkreis Gießen in Gießen. | Mietgesuche | Kleine sotsD M ober Raum, Nähe Marktplatz sofort gesucht. Möbel Koos letzt Markt- | Vermietungen"] ä-Zimm.-Wohng. mit Küche ober 3 leere 8 immer mit Küchenbe- nutzung sofort gesucht. Schr. An- gebote u. 05949 an b. Gieß. Anz. junges Mädchen f. Hausarbeiten einige Stunben täglich gesucht. Schr. Ang. unt. 05951 a.b.G.A. Münblich können Sie e§ nur wenigen sagen, schriftlich Das hat Willi’s Vater selbst geknipst! Eine dankbare Aufgabe für alle Photofreunde: Kinderbilder! Sie bereiten noch nach Jahren Freude und sind wertvolle Erinnerungen! Jetzt für Weihnachten lassen Sie davon eine Vergrößerung herstellen.dann kommt eher Ihre Kleinautnähme so recht zur Geltung! Legen Sie mir bitte Ihre Bilder vor, ich berate Sie richtig! straße 8,1. 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In fünf Minuten wird zu Mittag gegessen, aber der Mann kommt heim und nascht Weihnachtsgebäck. ♦ In den Hofeinfahrten werden die Filialen des Waldes erstehen. Tannenbäume, Fichten. Siedecken alle Hast der Straße zu. Und der Benzingeruch kommt auf einmal gar nicht mehr auf gegen den Duft von Harz, Tannennadeln, diesen Ozon der Wälder. Weißt du noch, sommers, wie das Harz aus der Rinde quoll, bernsteindunkle Tränen? Auch das ist' eine Weihnachtsfreude. ♦ Die roten Postwagen rollen dahin. Pakete, Pakete bis auf das Verdeck: Ich habe kein Paket zu erwarten. Aber vielleicht ist doch eins dabei. Der Wagen rollt. Mein Paket rollt mit. Und wenn keines für mich mitfährt, so steckt doch im Postwagen einer fremden Stadt eines drin, das ich selber verpackt habe. . Das Schenken ist doch eine schöne Sache. Man hat soviel Freude daran. * Am Abend. Ein merkwürdig warmer Wind ein richtiger Schnupfenwind weht durch die Straßen. Aus einem Haus kommt Gesang und sanftes Geklimper auf einem Klavier. Kinder üben ein Weihnachtslied. Man summt es leise mit. * Auch um die Weihnachtszeit ist es so, daß die Vorfreuden sehr schön sind. r. k. Bornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr ,Lch liebe dich". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Elefanten - Boy". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die glücklichste Ehe Stadtkheater Gießen. Heute abend findet die Wiederholung des Lustspiels „Ich liebe dich" (I love you) von Niewiaro- uncz, deutsche Uebersetzung von Horst, statt. Spielleitung Wolfgang Kühne. Die Aufführung findet als 11. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Beginn 20, Ende 22 Uhr. WWW MM« TtS.-Gemeinschaft „Kraft durch Jreube“. Theatervorstellung. Sonnabend, den 11. Dezember 1937, Große KdF- Miete Gruppe II (5. Vorstellung): „Uta von Raumburg". Schauspiel in 3 Akten von Felix Dhünen. Karten zu 90 Pf. und 1 Mark sind auf der Kreisdienststelle erhältlich. 80771) Auf dem Heimweg tödlich verunglückt. Am Sonntag gegen 20 Uhr verunglückte in der Nähe von Steinbach der 27 Jahre alte Otto Wambsganß aus Gießen, der aus Garbenteich gebürtig war, auf dem Heimweg in der Dunkelheit tödlich. Der Verunglückte kam mit einem Kameraden von Oppenrod her und wollte nach Steinbach gehen, um von dort auf der Landstraße nach Gießen zu aelangen. Um den Weg abzukürzen und einen schmutzigen Feldweg zu vermeiden, benutzten beide zwischen Albach und Steinbach die Baustelle der Reichsautobahn als Weg, wobei sie auch eine etwa sieben Meter hohe Brücke, die dort über eine tiefergelegte Straße geführt wird, benutzten. Auf dieser Vrucke, die als Bauplatz natürlich keine Sicherung hatte, stürzte Wambsganß infolge eines Fehltritts m der Finsternis etwa sieben Meter tief ab. Sein Begleiter eilte nach Steinbach und holte von dort Hilfe herbei, jedoch fanden die Helfer bei ihrem Eintreffen an der Unglücksstelle den bedauernswerten jungen Mann bereits tot vor. Mit dem Auto gegen einen Baum. In der Nacht zum Sonntag, kurz nach Mitternacht, rannte ein von Hungen nach Friedberg fahrendes, mit vier Personen besetztes Auto in der Kurve am Ortseingang von Langsdorf in der Richtung nach Bettenhausen gegen einen Baum. Bei dem Anprall wurde die mitfahrende Hedwig Gemrich durch Glassplitter leicht verletzt, während die übrigen Mitfahrenden unverletzt davonkamen. Der Kraftwagen wurde stark beschädigt. Ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst. * M i WU MM* Kettenschlußstück und Medaillon. (Aufnahmen: Neuner, Gießener Anzeiger.) Gegenwärtig ist im Schaufenster des Goldschmiedes Karl Schmidt in der Bahnhofstraße ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst zu sehen. Es handelt sich um eine große Amtskette mit Medaillon, die bei festlichen Anlässen vom Landesmeister der Goldschmiede in Hessen getragen werden soll und die in vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit zahlreicher hessischer Goldschmiede geschaffen wurde. Gleichzeitig stellt diese Kette ein Kunstwerk, ein Zeugnis hochwertigen handwerklichen Schaffens dar, das erkennen läßt, daß die Handwerkskunst auch heute noch Wertschätzung zu genießen berechtigt ist. Die Kette, die nach einem Entwurf entstand, aber doch dem einzelnen beteiligten Handwerksmeister die Möglichkeit einer mitgestaltenden Arbeit überließ, besteht aus vielen Gliedern, insbesondere aus Wappenschildern, die zum Teil in kräftig plastischer Art die Handwerkszeuge der Goldschmiede tragen (Hämmerchen, Bohrer. Feilen. Meßgeräte, Lötlampe, Schmelztiegel usw.), die von Eichenkränzen umgeben sind, welche aus vielen Blättchen bestehen. Jeweils unter einem solchen Schild sieht man die Wappenbilder jener Stadt, in welcher der an dieser Gemeinschaftsarbeit mithelfende Goldschmied seinen Wohnsitz hat. Eines dieser Kettenglieder hat der Goldschmied Karl Schmidt in der Bahnhofstraße geschaffen und selbstverständlich bei seiner Arbeit das Gießener Wappen verwandt. Das Medaillon an der Kette zeigt das Hakenkreuz, das Zahnrad-Hakenkreuz der Deutschen Arbeitsfront, das Standeszeichen des Handwerks und das Symbol der Goldschmiede, einen Pokal mit drei Ringen. Diese symbolischen ^Zeichen sind umgeben von einem Eichenkranz, der aus 120 Blättchen besteht. Kunstvolle 34blättrige Rosen tragen außerdem zum Schmucke bei. Nicht weniger kunstvoll ist das Schloß, das den sogenannten „Krätzwurm" trägt, der schuld daran ist, wenn einem Goldschmied seine Arbeit mißrät. Der „Krätzwurm" ist hier gebändigt dargestellt. Im Schloß befindet sich ein kleines Kästchen, das viele zarte, goldene Täfelchen birgt, auf denen die Namen derjenigen Meister eingegraben sind, die an der Kette mitarbeiteten. #< w u Das Kettenglied aus der Gießener Goldschmiedewerkstätte Schmidt. An hie Bevölkerung des Kreises Weilerau. Das Sammelergebnis am Tage der nationalen Solidarität konnte um mehr als 40 v. h. gegenüber dem des Vorjahres gesteigert werden. Dies ist ein erneuter Beweis für die stets bewiesene Opferwilligkeit der Bevölkerung unseres Kreises. Ich spreche deshalb den einsatzbereiten Sammlern und allen Spendern den Dank der Partei aus. Besondere Anerkennung verdient die Bevölkerung der Stadt Gießen, die am vergangenen Samstag 100 v. h. mehr als im vorigen Jahre für das HJin- terhilfswerk des deutschen Volkes gespendet hat. heil Hitler! Backhaus. Kreisleiter. Ausflugs-Sonderzug Gießen—Lustschiffha en Frankfurt a.M. Am nächsten Sonntag. 12. Dezember, fährt die Reichsbahndirektton Frankfurt (M.) einen Verwaltungssonderzug mit 60 Prozent Fahrpreisermäßigung von Gießen zum Flug- und LuftschWafen Rhein-Main und anschließend nach Frankfurt. Dieser Zug ist auf Wunsch, des Publikums eingelegt, und er soll eine billige und günstige Gelegenheit Herrlich erfriichend gründlich reinigend und dabei den Zahnschmelz schonend. Große Tube 40 TL, kleine Tube 25 TL bieten, das Luftschiff „Graf Zeppelin" zu besichtigen und gleichzeitig Frankfurt einen Besuch abzu-- statten. Die Abfahrt in Gießen ist auf 8.20 Uhr vorgesehen, der Zug hält dann noch in Butzbach (8.43), Bad-Nauheim (8.54) und in Friedberg (9.01) und kommt im Luftschiffhafen Rhein-Main um 9.48 Uhr an. Nach Besichtigung des Luftschiffes geht die Fahrt vorn Luftschiffhafen Rhein-Main um 12.15 Uhr nach Frankfurt (M.)-Süd In Frankfurt erhalten die Teilnehmer auf Wunsch gegen Vorzeigen der Sonderzugkarte ermäßigte Eintrittskarten zum Tiergarten und Palmengarten. Rückfahrt ab Frankfurt (M.)-Süd 21.12, Ankunft in Gießen 22.36 Uhr. Die um 60 v. H. ermäßigten Preise für Hin- und Rückfahrt einschl. Gebühr für Betreten deS Flughafens und Jnnenbesichtigung des Luftschiffes „Graf Zeppelin" betragen von Gießen 3,10 RM., Butzbach 2,60, Bad-Nauheim 2,20, Friedberg (Hess.) 2,10 Reichsmark. 78. Geburtstag eines Turners. Am morgigen 8. Dezember begeht der in weiten Kreisen bekannte älteste aktive Turner Gießens, Wilhelm D a p p e r . in körperlicher und geistiger Frische seinen 78. Geburtstag. Im Jahre 1874 trat er als Zögling in den Turnverein 1846 ein. Seine turnerische Ausbildung erhielt er von den ehemaligen Turnerführern Christoph R ü b s a m e n und Karl Demuth. Dapper hat als junger Turner für seine Heimatstadt Gießen bei Bezirks-, Gau- und Kreisturnfesten hervorragende Siege, darunter verschiedene erste, errungen. Als 77jähriger nahm er noch im vorigen Jahre an dem Hohe'rodskopfturn- feft teil und errang in der Klasse der älteren Turner einen Sieg. Trotz seines hohen Alters nimmt er auch heute noch an den regelmäßigen Uebungs- stunden in der Turnhalle teil und ist im fröhlichen Kreise ein gern gesehener Kamerad. Mögen dem Ju- Oberhessischer Kunsiverein. Weihnachtsausstellung. Die Weihnachtsausstellung des Kunstvereins wurde gestern nachmittag eröffnet. Sie umfaßt Oel- gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Plastik und Kunst- gewerbe Beteiligt sind insgesamt 14 Künstler unseres engeren Heimatbezirks Bon Carl Fries (Ortenberg) finden wir neben ibem „Weg zur Ziegelhütte", den wir kürzlich bereits auf der Gau-Ausstellung in Frankfurt kennen lernten, u. a. den „Herbsttag", ein stilles, klares, gut gegliedertes Bild, eine der besten Arbeiten, die wir in langen Jahren von Fries überhaupt gesehen haben. Karl Lenz (Erdhaufen) zeigt die beiden, -ebenfalls von der Frankfurter Ausstellung her bereits rühmlich bekannten Oelgemälde „Schwälmer Bauer" und „Dorfstraße in der Schwalm": beides Zeugnisse einer tüchtigen, kraftvollen, bodenständigen Kunstübung. Margarete Kranz (Butzbach) Dringt zwei ihrer liebevoll durchgearbeiteten, dabei Durchaus dekorativ wirkenden Blumenstücke, in die man sich mit Muße vertiefen soll. Felix K l i p st e i n (Laubach) zeigt neben dem -sanften, sommerlichen Stilleben mit Rosen, das wir in der Ausstellung im Stadttheaterfoyer zuerst zu fehen bekamen, eine interessante Arbeit aus dem IJahre 1910: das große Gemälde „Dorf Segovia" g32 SCHADE & FÜLLGRABE Belauschtes Leben Wi L M Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm DonK. O. Dar 1 els. - 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und 62 Selten Text. Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Deegener. Universität Berlin. Preis in Leinen gebunden NM. 4.80. »Nicht eins der vielen allzuvielen, mehr oder weniger zufällig und willkürlich zusammengestellten Bildbücher, sondern ein gründliches Werk langer liebevoller Forscherarbeit und ernster wissenschaftlicher Bemühung.' Will Vesper. Verlangen Sie kostenlos unser bebildertes Werbeblatt! Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag/Berlin-Lichterfelde ist das Elektro-Gerätl Wäre das nicht ein nettes Welhnachts - Geschenk ? Ein Geschenk, das die Hausfrau, der Hausherr, der Junggeselle immer wieder gebrauchen kann! Lassen Sie sich diese praktischen Dinge einmal zeigen bei J.B. Häuser Gießen, a. Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 7882 A Lebensmitielverdingung. Am 15. Dezember 1937 erfolgt die Vergebung der Küchenbedürfnisse der III./A.-R. 9, Artilleriekaserne, für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1938 zu festen Preisen, und zwar in folgenden Losen: Los I: Kolonialwaren. Los II: Arischgemüse. Die Bedingungen für die Verdingung der Küchenbedürfnisse der III./A.-R. 9, Los I—-II, liegen bei der Zahlmeisterei der III./A.-R. 9, Artilleriekaserne, Stabsgebäude, aus. Sie sind dort gegen Erstattung der Selbstkostengebühr von 0,50 RM. ab 8. Dezember 1937 erhältlich. 8058D Angebote mit der Aufschrift „Angebot auf Lebens- mittel für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1938" sind bis zum 15. Dezember 1937, vormittags 10 Uhr, der Zahlmeisterei der III./A.-R. 9 nur durch die Post einzusenden. Höchstpreisüberschreitungen sind unzulässig. Angebote mittels Bietungsschein, der von der Zahlmeisterei unentgeltlich abgegeben wird, können nur auf ganze Lose gemacht werden. Bieter sind nach den Bestimmungen der Verdingungsordnung bei der Deffnung nicht zugelassen. Wenn Bewerber bis zum 20. Dezember 1937 nicht benachrichtigt sind, mußte ihr Angebot unberücksichtigt bleiben. Zahlmeisterei 11L/M.-K 9. Mehr Freude an der Natur durch Bermühter-Bücher Hier ab schneiden" ________Y________ Attest des Arztes Aufgebotsverfahre» benutzt. Bei Vergiftung sofort Kerzanregende Mittel geben (Äaf« fee) bis der Arzt herbeikommt. Attest des Arztes, ärztliches Zeugnis, darf nur den festgestellten Untersuchungsbefund enthalten, sonst hohe Bestrafung des Arztes. Vom Untersuchten darf daran nichts geändert werden, Urkundenfälschung! Aether, leicht brennbare, chemische Verbindung, die zur Narkose von Kranken, die operiert werden sollen, und im Haushalt zum Entfernen von Fettflecken benutzt wird. Bei der Verwendung ist äußerste Vorsicht notwendig. Aetherische öle, der Auszug stark riechender Stoffe aus Pflanzenteilen, Knospen, Blüten, Samen und Früchten. Ätzkali, Ätznatron. Vergiftungen (Unglücksfall, Selbscmordvers.), Arzt sofort rufen. Erich : Schlingbeschwerden, blutiges Erbrechen, blutige Durchfälle. Erste Hilfe: Essigwasser, saurer Wein. Zitronen- und Apfelsinensaft, schleimige Getränke, Milch. Verätzung am Auge: Spülen mit Wasser. Borwasser. Arzt! Aubrietie — Blaukissen^ reizende frühlingsblühende Stemgarten- staude; kann durch Teilung nach der Blütezeit leicht vermehrt werden. Aufbausalze sind chemische Mischungen von verschiedenen Mine- ralstöffen, sollen die Funktion des Körpers heben und das Wohlbe- finden steigern. Aufforderung zum Tanz steht dem Herrn zu, er gibt die Aufforderung durch eine Verbeugung zu erkennen. Wenn die Dame ablehnt, darf sie den Tanz keinem anderen Herren vergeben, es sei denn, baff fte sich damit entschuldigt, der Tanz sei bereits verspro- chen. Auffrischen von Wollstoffen wird durch Abbürsten mit Salmiakwasser erreicht, von farbigen Waschstoffen durch Spülen in stark ver. dünntem Essigwasser. Teppiche werden aufgesrffcht, wenn man sie mit nassen Teeblättern oder feuchtem Kaffeesatz abbürstet. Aufgebot. Der Eheschließung muß ein Aufgebot vorausgehen zur Offenbarung evtl, vorliegender Ehehindernisse. Das Aufgeoot er- folgt durch Aushang einer Bekanntmachung der Namen, des Standes und des Wohnortes der Verlobten am Rathaus oder einer entsprechenden Stelle während zweier Wochen. Die Bekanntma- chuntz des Aufgebotes muß erfol- gen in der Gemeinde, wo die Verlobten ihren Wohnsitz bzw. ihren Aufenthalt haben Hat einer der Verlobten seinen Wohnsitz inner, halb der letzten sechs Monate gewechselt. dann ist das Aufgebot auch am früheren Wohnsitz bekannt zu machen. Die Ehe muß binnen 6 Monaten nach der Vollziehung des Aufgebots geschlossen werden, sonst verliert das Aufgebot seine Kraft (s. a. Ehestandsdarlehen). Aufgebotsverfahren. Durch das Aufgebotsverfahren werden unbestimmte oder unbekannte Beteiligte mit ihren evtl. Rechten oder Ansprüchen ausgeschlossen, wenn sie ihre Rechte nicht bis zu wie lange halt ein Ausklopfer? Je besser er ist — um so länger. Denn so ein Ausklopfer hat sehr viel auszuhalten. Denken Sie nur einmal daran, mit welcher Kraft beim Ausklopfen mit ihn» zugeschlagen wird. Darum gleich von vornherein einen guten Ausklopfer kaufen. Er ist sehr preiswert bei 3* D. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Reichsbonkdiskont 4 o H., Lombardzinsfuß 5 o H 100 12 Retch-bank Vevifenmark» Berlin — Frankfurt a. M. 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 pener 99,75 101,55 100 135 100 185,5 134,13 119 143,25 100 99 135 100 7 6 7 0,722 5,694 62,24 48,95 11,25 63,85 57,34 15,23 8,711 2,482 206 112,5 58,25 116,75 146,25 29,8 142.5 128,4 147,25 177,5 169,75 140,65 139,25 168,5 120,75 0,722 5,694 62,27 48,95 11,255 63,87 57,36 15,23 8,711 2,482 99,75 101,55 100 140 137 168 119 167,5 185 133 142 252,5 161,5 129,5 149 154,65 128,5 143 138,75 172,75 114,5 151 132,5 117 115,5 130 149,5 155,5 129 144,5 139,75 46,9 173,5 116,25 151,75 159,75 135,5 117 138,5 137 168,25 119,13 127,25 114,4 161 145 105.75 231,5 126,25 140,25 127,13 146,4 177,5 168,75 93,5 200 208 111,25 57,5 117 146,4 29,13 99 134,8 99,75 99 101,75 ' 95,75 115 160,5 144,5 231,25 126,25 140,75 127 147 177,5 170 201 206 112 57,75 117 147 29,25 128,75 115,75 160,75 145 106 231,5 126,5 142 127,65 147,25 177,5 170,5 94,25 201,25 206,75 112,5 58 117 146,75 29,65 1t5 133 118,5 142,4 161,5 130 149,25 154,5 128 143,25 138,4 172 114,5 151 158,25 133 117 99 134,65 99,75 99 101,8 w iVi .. o .. 4 .. 6 0,6 Japan Jugoslawien Oslo Wien Lissabon.... ©tudbolm .. Sckwei, .... Spanien.... Prag Budapest... Neunori 14 . 6 . 0 . 8 . 6 . 7 . 6 12 ey, . 4 ,. 5 ,. 9 , 10 .. 6 7 .. 7 ,. 6 >. 7 .. 6 .. 0 8'/, sy, .. 8 .. 6 .. 6 .. 4 4y, .. on „___«1-, qq- N15 1015 R18 kuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeuger, lolo *1050 Mühlenfestpr?ise ab' Mühlen- statian Trockenlchnitzel Heu We.zen- und station. Soyaschrot —, Palmkuchen — Erdnuß- Roggenstroh —. 118 115,25 153 । 151,25 0,724 5,706 62,39 49,05 11,275 63,99 57,48 15.27 8,729 2,486 Frankfurter Schlachwiehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: 972 Kälber, 360 Hammel, 204 Schafe, 4005 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hümmel 30 bis 45 Mark, Schafe 12 bis 37 Mark, Schweine 50 bis 54 Mark. Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hümmel und Schafe mittelmäßig. Schweinemarkt in Hungen. # Hungen, 6. Dezember. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 153 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Der Handel war flott, es wurde ausverkauft. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel bis 12 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 13 bis 17 Mark, 8 bis 11 Wochen alte Ferkel 18 bis 25 Mark. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. Dez. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 209, W 16 212, W 19 216, W 20 218, Roggen R 12 193, R 15 196, R 18 200, R 19 202 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,20, W 16 29.30, W 19 29,30, W 20 29,65, Roggenmehl Type 1150 R12 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Öen Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt nefchtasfenen Dividende an. 0,724 5,706 62,36 49,05 11,27 63,97 57,46 15,27 8,729 2,486 139 139,75 168 120,5 167 187,25 134,5 142,75 252,5 161 129,5 149,5 155,75 129 144 138,25 172,25 116,25 151,75 135 117 118,25 128,5 95,75 116 160,5 145 Am Aktienmarkt ging weiterer Druck hauptsächlich vom Berliner Platz aus, wo offenbar wieder Auswandererabgaben vorgenommen wurden. Infolgedessen ließen die Kurse bei sehr schwacher Aufnahmeneigung durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. nach. Abgaben erfolgten hauptsächlich am Montanmarkt, wo Buderus 1,50 v. H., Rheinstahl 1,50 v.H., Mannesmann 1 v. H., Hoesch 0,75 v. H. und Verein. Stahl 0,50 v.H. verloren, fester lagen dagegen Harpener mit 174,13 (172,25). IG. Sorben schwächten sich nach 155,50 (155,75) auf 155 ab. Von Elektropapieren blieben nur Licht und Krasl auf die HV.-Ausführungen voll behauptet nut 150 (159,50), während sonst Rückgänge im gleichen Ausmaß eintraten. Siemens nach längerer Pause ZU1 (208,90). Im einzelnen eröffneten Daimler mit idd (134,50), Demag mit 143 (143,50), B-mberg mit 138 (139,75), Westdeutsche Kaufhof mit 57,75 (58,25 , Reichsbank mit 204,75 (205,25) und Rhemrnetall mit 143 (142,50). . f .. Der Rentenmarkt lag ebenfalls sehr still, die Kurse blieben aber behauptet. Weiter befestigt waren Obligationen der Verein. Stahlwerke aus das Umtauschangebot. Einen neuen Höchststand erreichten Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 130 (129,75) Altbesitzanleihe notierten ex Ziehung mit 130 (13110). Im Freiverkehr blieben Kommunal-Um- schul'dunq mit 94,90 und Städte-Altbesitz mit 134 behauptet, 4proz. Rentenbank - Ablösungsscheine bröckelten leicht ab auf 93,80 (93,90). Der Pfandbriefmarkt war bei kleinen Umsätzen voll behauptet Stadtanleihen lagen uneinheitlich bei Abweichungen bis 0,25 v. H.: schwächer lagen die beiden Darmstädter, 1926er 98,25 (98,50), 1928er 98 50 (98,75), etwas höher 1926er Mainzer mit 9875 (98,65). Industrie-Obligationen erfuhren im allgemeinen nur geringe Abweichungen, die der Verein Stahlwerke lagen etwa 0,50 v. H. über dem Stamstagsstand. Etwas höher notierten ferner De- iosama Ältbesitz mit 134,80 (134,65). Am Aktienmarkt setzten sich die Abschwächungen auch im Verlaufe um etwa 0,25 bis 0,75 v. H. fort. IG. Farben 154,75 nach 155,50, Hoesch 114,50 nach 115,50, Mannesmann 114,50 nach 115, Bem- berq 137,50 nach 138, Demag 142 nach 143, Har- A.G. für Verkehrswegen .... 6^ Hainburg-Sndain. Dainpsschisf. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Rvrddcu'jcher Lloyd..........0 Deutichc Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Ilse Bergbau Genuß auf 132,50 (135) Zurück. Etwas fester lagen Th. Goldschmidt mit 139 (138,25), Schuckert mit 170 (169,75). Der Freiverkehr blieb sehr ruhig. U. Q. nannte man Katz & Klumpp 103 bis 105-Schuh Berneis 72,25 bis 73,25, Reue Wayß & Freytag 141 bis 143 und Ufa Film mit 70. Tagesgeld war sehr leicht und wurde auf 2,25 (2,50) v.H. ermäßigt. Abendbörse behauplel. Die Abendbörse lag auf allen Marktgebie^ sehr still, da die Zurückhaltung fortbestand. Weitere Abschwächungen traten jedoch kaum mehr ein, bei einigen Papieren handelte es sich zumeist um nominelle Angleichungen an den Berliner Schluß Darüber weiter ermäßigt waren aber Deutscher Eisenhandel mit 144,75 (146,25), ferner ermäßigten sich Harpener auf 172,75 aber^172 m Berlin) Im übrigen betrugen die Abweichungen höchstens 0,25 v. H. nach beiden Seiten. Fest lagen im Vergleich zur Kassanotiz des Mittags Hapag mit 79 50 (78) Sonst notierten u. a.: Buderus 119 (119,25), Hoesch unv. 114,50, Rheinstahl unv 140,75, Bemberq unv. 137, Demag unv. 142, Deut,che Erdöl 142 (141,75), Deutsche Linoleum 161,50 (161), Licht und Kraft unv. 149, IG.-Farben 154,65 (154,75), Kesfürel unv. 143, Holzmann 151 (150,75). Moenus unv. 118, Rheinmetall 142,75 (143), RWE. unv. 127. Auch am Rentenmarkt war das Geschäft ohne Bedeutung. Altbesitzanleihe unv. 130, Reichsbahn- BA unv. 130, 4,5proz. Krupp unv. 99,75, 4,5proz. Verein. Stahl 98,75 (99). Im Freioerkehr nannte man die Kommunal-Umschuldungsanleihe mit unv. 94,90. Aceurnulatoren-Fabrik.... Alckafsenburg Zellstoff.... Bemberg............... Bekula................. Buderus Eisen........... Gement Heidelberg....... Gement Karlstadt........ Conti Gummi........... Daimler Motoren Dessauer Gas........... Deutsche Erdöl .......... Deutsche Gold- und Silber Deutsche Linoleum....... Elektrische Lieferungen.... Elektrische Licht und Kraft. I. G. Farben-Industrie ... Reiten & Guilleaume..... Gesfürel................ Tb. Goldschmidt......... Grihner Maschinen Harpener............... Hoesch Eilen Pbilivp Holzmann Ilse Bergbau........... Ilse Genüsse........... Kali Aschersleben....... Klöcknerwerle .......... Wirtschaft. Fwd. D i e Börse am Weihnachtsheiligabend geschlossen. Die Frankfurter Wertpapierbörse ist für jeden Verkehr am Freitag, 24.12. (Weihnachtsheiligabend) geschlossen. Damit paßt sie sich dem Beschluß der Berliner Börse an. Eine Lieferung von Wertpapieren findet entsprechend den Börsenbedingungen an diesem Tage auch nicht statt. Nhein-Maimsche Börse. | rnitlagsbörse schwächer. Frankfurt a. M., 6. Dez. Die Börse hatte den üblichen stillen Wochenbeginn. Kaufaufträge der Kundschaft lagen kaum vor, während die Kulisse in ihrer abwartenden Haltung verblieb. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4’/2% Deutsch» Reichsschahanwei- sungen von 1935 4y2% Deutsche Reichsschahanwei- sungen von 1935, II. Folge ... 4y2% Deutsche Reichsichatzanwet jungen von 1936, HI. Folge .. 6y2% Doung Anleihe von 1930 .. 4y2% Hesiische Volksstaat von 1929 iy2% Deutsche Reichspostichatz von 1934 I...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 I Reichsanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4y2% Hess. Landesbk. Darrnstad: Goldpfe. R. 12.............. &y2% Hess. Landes-Hyp.-Vanl Ligu. Goldpfe. ...........- 4y2% Preus,. Landespfdbr.-Anst Goldpfe. R. 19 4y2% Preuß. Gold-Kornrn. R. 20 4>/2% Darmstädter Komm.-Lan desbankR. 6 Deutsche Komm.-Sammel-Anlelhe Auslos.-Rechte I.............. 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 i>/2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3 5y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5’/,% Rheinische Hyp. Liquidatton Goldpfe..................... Steuergutschein-Berrechnungskur- 8. Dezember AmUicheRvnerung r'rteio | Brie, 4. Dezember Amriiche Dotierung Gelt s Bries Berliner Handelsgesellschaft . 6% Commerz- und Privat-Bank... 5 Deutsche Diskonto 6 Dresdner Bank..............4 RütgerSwerke ........ Salzdetfurth Kali Schuckert & Go........ Schultheis Patzenhofer. Siemens & Halske .... Süddeutsche Zucker.... Vereinigte Stahlwerke. Westdeutsche Kaufhof .. Westeregeln Alkali..... Zellstoff Waldhos .... 1 Otavi Minen........ ~r 173 50 (174 13) Von erst später notierten RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Wei- Werten airnien Conti Gummi auf 185 (187,23) und z-nklei- W 13 10,75, W 18 10,90, W 19 11,10, W 20 Kvkswerke und Ghemische Fabrik 7 Lahmeyer ..................6 Mainkrost 4 Mannesmann 4‘/2 Mansselder Bergbau 7 Metallgesellschaft.............6 Lrenstein & Koppel ......0 Rheinische Braunkohle 12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke 6 Rlieinisch-Destfälische Elektro .. 6 Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß?. Abend, börie Schlußkurs Schlnßt Mittag, börje Schluß- kurs Schluß?. Adend- börfe Schluß- turs Schluß! Mittag- dürfe Saturn 4.12. 6-12. 4-12. 6.12. Daiurn 4.12. 6.12. 4-12. 6-12. 101,7 101,75 101,8 101,75 99,5 99,5 99,5 99,5 — — — — 99,7 99,7 99,7 99,7 99 99 99 99 105,65 105,4 105,5 105,2 100,13 100 100,3 100,4 100,5 100,5 100,7 100,7 99,85 99,75 99,75 99,75 130 — 130 102 102 101,9 102 111,35 111,35 — — 131 130,5 131 130,4 — — 130 — 79,5 80 79 80,75 80,5 80,5 80,65 129,75 130 130 130 205,25 2Q4,75 205 203,75 — 134,25 134,25 118,13 118 118,13 118 122,25 122,25 122,25 122,25 113,5 113,4 113,5 113,4 4.Dezember 8.Dezember Amtliche Roueruna AMU che Notierung -Meir Br-ei Geir Driei iMitpnn« 9hTP6 _____........ 0,723 0,732 0,728 0,732 9lrüijpl .................. 42,18 42,26 42,17 42,25 iliin bp Janeiro ........... 0,138 0,140 0,138 0,140 Bolen.................... 47,00 47,10 47,00 47,10 Kopenhagen............... 55,29 55,41 55,31 55,43 Danzig............. ... 47,00 47,10 47,00 47,10 i'onbon................... 12.385 12,415 12,39 12,42 Aelfingfors................ 5,475 5,485 5,475 5,485 Paris.................... 8,422 8,438 8,427 8,443 Holland.................. 137,85 138,13 137,92 138,20 Italien................... 13,09 13,11 13.09 13,11 4. Verschiedenes. 8056D Ter Vorstand. Ter Aufncktsrat. \MC O D E DRUCKSACHEN VV EL D Ä» Brühl'sche Druckerei Aufgesprungene Hande 7934 D 9.75 GIESSEN'MÄUSB UR G1CT 80662. und bei uns in besonders reicher Auswahl anzutreffen ist das sind elegante Strickkleider, Pullover, Westen usw. Auswahl und Preise überraschen gleichermaßen! Damen-Weste solide Qualität.... Was sich Damen sehnlichst wünschen STADTKIRCHE GIESSEN Donnerstag, den 9. Dezember 1937, abends 8/4 Uhr Orgel-Konzert Karl Heinz Eckert • Berlin Buxtehude - Bach - Reger - Micheelsen Freie Improvisationen Landw. Konsumverein Wieseck Montag, den 13. Dezember 1937 Generalversammlung bei Gastwirt Richard Weller. Tagesordnung: 1. Revisionsber cht. 2. Ergänzungen»abl des Vorstandes und 8(u sichtsrates. 3. 'Annahme des Einheitsstatuts. Eintrittskarten zu RM. 1.- und RM. 1.50 bei Emst Challier, Musikalienhandlung, Neuenweg 10, Fernsprecher 2671, und an der Abendkasse. Studentenkarten RM. -.50 bei Emst Challier und im Studentenwerk Damen-Pullover n rn in schön. Ausmusterung / .JU Damen-Strickkleid । «x besonders preiswert.... lv«Uv dem imAufgebot sestgesetztenTer- min anmelden oder es werden abhanden gekommene Urkunden sür kraftlos erklärt, z. B. Aktien, Inhaber-Schuldverschreibungen, nicht aber Banknoten. Zuständig ist das Amtsgericht. Aufgesprungene Hände entstehen bei Hausfrauen vielfach durch Sodawasser oder durch schlechtes Abtrocknen, manchmal auch durch ungeeignete Seifen. Das beste Mittel dagegen ist, die Hände mit einer fetten Kreme einzureiben, oder mit Glyzerin. Aufhebung s. Beendigung. Auftlärung der Kinder erfolgt heute meist in angemessener Weise im biologischen und rassekundlichen Unterricht der Schulen. Kinder sollen niemals künstlich dumm gehalten werden; wenn sie Fragen stellen, die dieses Gebiet berühren, 'oll man keine abweisenden Antworten geben, sondern ihrem Verständnis angepaßt wahrheitsgemäße Auskünfte unter Hinweis aut Vorgänge in der Natur (Blumen). Wenn Kinder. besonders Mädchen, sich der Reife nähern, müssen sie unbedingt in geeigneter Weise aufgeklärt werden, Eltern müssen zum besten des Kindes dabei die natürliche Scheu überwinden. Sind sie sich über die zweckmäßige Aufklärung nicht im klaren, so helfen ihnen geeignete Broschüren. Austliirungsann für Beoölke- rungspolitik und Rassenpflege, eine von den deutschen Ärzten gegründete Organisation zur Bekämpfung von Geburtenrückgang und Rassenniedergang. Damen-Strickkeid flotte Machart L1 .UU Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 Kohlen Koks mmD Briketts Eiform Happel&Co. Kl.Mühlgasse 4u.6 Ruf 3925 Damen-Weste z nn in allen Modefarben ... O»7U Aufkündigung s. Kündigung. Aufnühen, das Aufsetzen von Garnierungen auf ein Kleid. Wird das Aufnähen an Seidenstoff statt mit der Hand mit der Maschine vorgenommen, so empfiehlt es sich, als Unterlage Seidenpapier mitzunähen, damit sich die Seide nicht zusammenzieht. Das Papier wird nachher entfernt. Aufrechnung. Aufrechnung ist Tilgung einer Forderung durch Ausgleichung mit einer Gegenforderung. Die beiden Forderungen müssen gleichartig sein, z.B. Geld gegen Geld, Ware' gegen gleichartige Ware Richt dagegen brauchen die Forderungen gleich hoch sein. Die Forderung, mit der aufgerechnet wird muß fällig sein. Aufrechnung erfolgt durch formlose Erklärung gegenüber dem anderen Teil. Gegen eine Forderung aus vorsätzlich unerlaubter Handlung darf nicht aufgerechnet werden, z. V. A schuldet dem B 10 RM, B hat dem A ein Fenster eingeworfen und muß dafür zehn Reichsmark bezahlen. B kann nicht aufrechnen. A ist auch ausgeschlossen gegen eine unpfänd- oare Forderung. A kann durch Vertrag ausgeschlossen werden, was meist bei Mietverträgen der Fall ist, die nach Formblatt abgeschlossen werden. S. Abzüge, Schadenersatz. Ausschneiden. Tranchieren, das Zerlegen von Fleisch oder Geflügel wird gewöhnlich vom Hausherrn am Tisch selbst vorgenommen. Wichtig ist dabei, daß die Flei'ckikasern quer durchschnitten Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei sr IlfTranchierBeslecke Geflügelscheren BORRMANNg: Gießen, Neustadt 5, Ruf 4165 ZUM FEST ein hübsches Kleid. — Sie bekommen es ja so billig! I Ns* Gebr.lmheuser am Markt soeiA L Das Fachgeschält für Damen- k und Mädchenkleidung MV I denn die Segmenlum- dzL : I schallung und viele \ andere Vorteile ent- scheiden neben den rücksichtsvollen Kaufbedingungen Niederhausen & Co. Gießen Bahnhofstraße 49 ______________________________8082 A