Montag, r.ZunUM 181. Jahrgang Ur. 129 Erstes Blatt Ich habe vor mannes gehört, Deutschland will arbeiten in Ehre und Freiheit den Söhnen der Bayrischen Ostmark. rer von den wirtschaftlichen Grundgedanken, 3. 4. „Es I e n von vier libe- Kri- ent- großen Verdienste um die Förderung des herzlichen Einvernehmens zwischen Italien und dem Deutschen Reich das Grohkreuz des Verdienstordens vom deutschen Adler." Die Insignien mit der verteihungsurkunde werden dem italienischen Regierungschef in den nächsten Tagen vom deutschen Botschafter von hassell überreicht werden. Auch der Königlich-Italienische Außenminister Graf Liano di Lortellazzo ist vom Führer und Reichskanzler durch Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens ausgezeichnet worden. „Ich werde niemals zugeben, daß man dieses Volk wieder zerreißt in sich kämpfende religiöse Streithausen?" (Bei diesen Worten bricht ein ungeheurer tosender Beifallssturm der hunderttausende los und braust über das Feld.) „Wir haben hier Erfahrungen genug aus der deutschen Geschichte und brauchen keine weiteren zu sammeln; sie sind die trauriasten, die es gibt. Einst hat unser Volk 18,5 Millionen gezählt, und davon sind nach einem dreißigjährigen Kriege 3,6 Millionen übriggeblieben. Ich glaube, das wird so mancher, dem es nicht paßt, daß wir endlich ein Volk geschaffen haben, wieder über Deutschland herbeilühren wollen. Auch dieser Versuch wird mißlingen: Das deutsche Volk und das Deutsche Reich Zerstören sie uns nimmer und nimmer mehr!" (Lang anhaltende stürmische Beifallskundgebungen.) In seinen Schlußworten wandte sich der Führer unmittelbar an die vor ihm stehenden Männer der Partei: „Ihr, meine braune Garde, Ihr seid die Kampftruppe dieser ganzen Entwicklung, seid die Repräsentanten dieser politischen Mission. Ihr habt zuerst diese Fahne getragen, und ich weiß, Ihr werdet sie so weitertragen, weit hinein in die deutsche Zukunft, und wenn der letzte Mann von Euch vorbei ist, werden schon wieder die ersten Kolonnen der deutschen Jugend nachrücken. Ein endloser Strom des deutschen Blutes und des deutschen Lebens, So werden Generationen um Generationen unseres Volkes in unserer Geschichte weitermarschieren. Immer dieses Banner vor Augen, das uns verpflichtet, zu unserem Volk, zu seiner Ehre, zu seiner Freiheit und zu unserer Gemeinschaft, zu unserer wirklichen nationalsozialistischen Brüderlichkeit. Sie werden es dann als selbstverständlich finden, daß dieses deutsche Volk nur einen Weg geht, den die Vor- sehuna ihm zu gehen geboten hat, indem sie diesen Menschen eine gemeinsame Sprache gab. So gehen Hal uns gebannt! 3m Banne dieses Zieles marschieren wir! Wer sich dem in den Weg stellt, soll sich nicht beklagen, wenn früher ober später der Marsch einer Ration über ihn hinweggeht." Zur zweiten Aufgabe übergehend, dem Volke Arbeit und Brot zu geben, sprach der Füh- Mussolini erster Träger des Großkreuzes des Verdienstordens vom deutschen Adler. Berlin. 7. 3uni. (DNB. Funkspruch.) Der Führer und Reichskanzler hat als erstem Staatsmann dem königlich-italienischen Regierungschef Benito Mussolini das Großkreuz des neugestiflelen Verdien st ordens v o m deutschen Adler verliehen. Die Urkunde über die Verleihung, die in besonders künstlerischer Form auf Pergament ausgeführt und vom 31. Mai datiert ist, hat folgenden Wortlaut: „3m Namen des Deutschen Reiches verleihe ich Seiner Exzellenz dem königlich-3talienischen Regierungschef Herrn Benito Mussolini als Zeichen meiner Freundschaft und in Ehrung seiner denen sich der Nationalsozialismus in den Jahren seiner Aufbauarbeit leiten ließ. Dem ralistischen Schlagwort von einst „Freiheit der tik" habe der Nationalsozialismus die Parole gegengesetzt: „Freiheit der Leistung und des Könnens"! „Wir haben keine Politik billi- Oer Führer spricht in Regensburg zu Regensburg, 6. Juni. (DNB.) Die Bayerische Ostmark beging am Sonntag ihren Gautag. Den Höhepunkt erreichte das Gautreffen mit der Heerschau der nationalsozialistischen Kämpfer auf dem Rennplatz in Prüfening, die ihre besondere Weihe durch die Anwesenheit des Führers erhielt, der zu den hier versammelten 150 000 Kämpfern der Bewegung und 50 000 Volksgenossen der bayer. Ostmark sprach. Der Führer warf einleitend einen Rückblick auf die großen Jahre des Kampfes um den Beginn einer neuen Zeit, die als ein Wendepunkt im Leben unseres Volkes vor nunmehr viereinhalb Jahren angebrochen sei, und in der bis heute viel mehr erreicht wurde, als selb st die kühnsten Hoffnungen erwarten lassen konnten. Vier Aufgaben habe sich der National- fozialisrnus damals gestellt: geschehen ist", so rief der Führer aus. und hunderttausendfach klang ihm in den jubelnden heilrufen die Bestätigung seiner Worte entgegen. „Vorher bot Deutschland ein Bild grenzenloser Ohnmacht, einer beklagenswerten Zersplitterung, und dementsprechend war auch die Einschätzung unseres Volkes durch das Ausland. Heute haben wir ein Reich, ein Symbol, eine führende Bewegung und in ihr selbst einen Willen, lieber den Wünschen und Empfindsamkeiten einzelner steht heute das Interesse eines ganzen Volkes! Es gab für uns nur das harte Entweder — Oder: Entweder Verzicht auf die ewig lächerlich gewordenen wie schädlichen Rückstände einer schlechten Vergangenheit, oder Verzicht auf die deutsche Zukunft Wir verzichteten lieber auf die Vergangenheit und streiten für eine Zukunft." (Begeisterte Beifallsstürme der Massen.) Sie stehen hier in einer alten deutschen Stadt, in der einst ein König die Walhalla errichtete nut dem Vermächtnis, in ihr alle großen deutschen Männer unserer Geschichte zu vereinen und damit die unlösliche Blutsoerbundenheit des deutschen Volkes auszudrücken. Wir glauben, unsere erste Aufgabe, ein Volk zu schaffen, haben wir schon heule so gut wie gelöst: Vor uns sieht ein Ziel, und dieses Ziel „Moskau biffierf pariser Vorbehalte." Rom. 6.3urti. (DNB.) Unter der U-b°r,chrift „Moskau diktiert Pariser Vorbehalte , läßt sich „Popolo di Roma über die französische Antwort berichten, daß Delbos unter dem Druck 1. 2. Ein Volk zu schassen, diesem Volk das tägliche Brot durch Arbeit zu sichern, dieses Volk und seine Arbeit zu beschützen, ihm wieder die Freiheit und Ehre und damit die Wacht zu geben, und in ihm wieder eine neue höhere soziale Gemeinschaft zu errichten, kann niemand bestreiten, daß auf al- vier Gebieten Ungeheures Ich habe vor wenigen Tagen erst zu meiner Freude aus dem Munde eines englischen Staats- daß Großbritannien nur dann in der' Lage sei, für den Frieden einzutreten, wenn ihm eine st a r k e Rüstung zur Verfügung tehe. Das ist auch meine Meinung in Bezug auf Deutschland!" „In knapp vier Jahren" — so aßte der Führer den Kampf des nationalsozialistischen Deutschlands um Ehre und Freiheit der Nation noch einmal zusammen — „haben mir den Vertrag, der uns als Diktat einst zur größten Schande unseres Volkes wurde, Stück für Stück beseitigt, die Nation freigemacht und ihr alle die Eigenschaften zurückgegeben, die das Charakteristische eines freien Volkes und einer freien Nation sind." (Stürmische Heilrufe und minutenlange begeisterte Kundgebungen der Massen.) Zum letzten Punkt, dem Versprechen, die sozialen Probleme zu lösen, erklärte der Führer, schon die nationalsozialistische Bewegung sei der beste Garant für eine solche wahrhaft soziale deutsche Volksgemeinschaft. Sie frage nicht: Was bist du? Wer bist du? Hast du Geld? Was hast du gelernt? Woher bist du gekommen? Hast du ein Vermögen? Hast du ein Geschäft? Bist du Unternehmer oder bist du Arbeiter? Oder: Bist du vielleicht Katholik oder Protestant oder andersgläubig? Sondern sie stelle nur d i e eine Frage: B i st du deusch und will st du deutsch sein? Das heißt zugleich: Bist du anständig und willst du immer anständig sein? Willst' du als ehrlicher Mann in deinem Volke arbeiten, willst du vor allen Dingen, wenn es notwendig wenden sollte, die Interessen deines Volkes höher stellen als deine eigenen Interessen? Wenn ja, dann b i st du uns willkommen! ft e II i g t werden könnte. Die Auffassung in Rom. Rom, 6, Juni. (DNB.) Wie in italienischen Kreisen verlautet, erscheinen die englischen Vorschläge der italienischen Regierung grundsätzlich annehmbar, besonders die Schaffung ernster Garantien und die Einrichtung von Sicherheitsszonen in den Häfen der beiden Parteien. Dagegen möchte Italien den dritten Punkt, wonach die mit der internationalen Kontrolle beauftragten vier Mächte im Falle neuer Angriffe sich über die zu treffenden Maßnahmen gemeinsam beraten sollen, wesentlich bestimmter gefaßt sehen. Unter der Ueberschriftt „Italien und Deutschland haben die englischen Vorschläge in vollkommener Ueberem- stimmung beantwortet — Prinzipielle Zustimmung mit Ergänzungsvorschlägen" erklärt „Giornale d'Jtalia": Gegen die beiden ersten Punkte der englischen Note hätten Italien und Deutschland nichts einzuwenden. Es werde sich aber darum handeln, nicht nur mit Worten, sondern durch die Tat zu beweisen, inwieweit die spanischen Bolschewisten die Sicherheit der deutschen und italienischen Schiffe gewährleisten können zu einer Zeit, in der sie mehr denn je bestrebt seien, in Europa Unordnung und Konflikte anzuzetteln, ihre Anklagen gegen das faschistische Regime zu erneuern und ihre verbrecherischen Handstreiche zum Gelingen der Weltrevolution vorzubereiten. Die internationale Beratung über die im Falle neuerlicher Zwischenfälle zu treffenden Maßnahmen — Zwischenfalle, die nur von den Bolschewisten hervorgerufen werden könnten — sei zweifellos nützlich und sogar notwendig, um alle die Mächte, die an der Kontrolle teilnehmen, zu einer Antwort zu verpflichten. Die internationale Beratung dürfe aber nicht der angegriffenen Macht die Möglichkeit einer sofortigen und persönlichen Aktion nehmen. Jede Macht, die in ruhiger Erfüllung ihrer Kontrollaufgaben plötzlich angegriffen würde, müsse sich das Recht vorbehalten, sofort ihre Maßnahmen zum Schutze ihrer Sicherheit und ihrer Ehre zu ergreifen, ohne auf Besprechungen und die Zustimmung Dritter warten zu müssen. Die Art und die Grenzen dieser Maßnahmen wurden natürlich von dem Verantwortungsbewußtsein, das man bei jeder Großmacht woraussetzt, bedingt. Allein schon das Wissen, daß sie in keinem Falle ungestraft entkommen, werde die Friedensstörer von ihrem gefährlichen Abenteuer abhalten und in ihren Absichten und Taten zu vorsichtigerem Vorgehen veranlassen. Llm die Wiederaufnahme der Kontrolle Deutschland und Italien zu den englischen Vorschlägen. jemand meint, weil das deutsche Volk so friedliebend ist, etwa auf deutsche Schiffe, die internationale Aufträge zu erfüllen haben, Bomben werfen zu können, dann werden wir ihm zeigen, daß wir uns zu wehren wissen!" (Beifall- stürme der Hunderttausende.) „Um unsere Freiheit und damit unsere Ehre zu wahren, haben wir diese große neue deutsche Wehrmacht aufgebaut. Deutscher Mann, du brauchst deinen Kopf nicht mehr zu senken, du bist jetzt wieder gleichberechtigt und kannst stolz erhobenen Hauptes durch die Welt gehen! Denn du, weißt: Niemand rührt dich an, ohne daß dich nicht das ganze Volk in Schutz nimmt! Diese Gleichberechtigung ist aber auch die einzige Voraussetzung ür das Wirsamwerden unserer unermeßlichen wirtschaftlichen Arbeit, denn wer soll überhaupt wirtschaftlich tätig sein, wenn er sich nicht dessen bewußt sein kann, daß der Ertrag seiner Arbeit ihm weder geraubt noch verkürzt werden kann? Wer will für die Zukunft wirtschaftliche Projekte ersinnen, wenn er nicht die Sicherheit besitzt, die allein die Freiheit einem Volke geben kann? Es gäbe keine wirtschaftliche Unternehmung, wenn nicht der stählerne Schild der nationalen Wehr darübergehalten würde!" „Wenn uns aber jemand erklärt, wir würden das in kurzer Zeit nicht mehr tragen können, so sei ihm gesagt: Der Deutsche wird seinen Stahlhelm tragen! Auf alle Fälle solange als ihn die anderen zu tragen vermögen. Sollte aber einmal die Zeit kommen, in der die Helme wirklich abgeseht werden, dann werden wir auch den unseren in Ehren ablegen aber immer bereit, wenn notwendig, ihn sofort wieder aufs Haupt zu sehen. 3ch glaube, damit nutzen wir am Ende dem Frieden am allermeisten." Heimat im Bild Die Scholl. W TO B 1 W Ä W W W M W ■ VI HS X M TB I H 9/ I für Anzeigen von 22 mm Monals-Vezugsprets: H H H B B H B B B B B B Breite 7 Rpf., für Text- Mil 4 Beilagen 'HÜJIL95 M M | ■ ■ ■ K ■ ■ ■ ■ ■ ■ HB ■ ■ ■ ■ anzeigen von 70 mm Breite Ohne Illustrierte 1.80 E M M M H HL W ML» 50Rpf..Platzvorschrift nach Zustellgebühr .. . -.25 H H H H 80 vorh. Verembg.25°/» mehr. .&2ÄS KJ V NP »W «ruwretf.: infolge höherer (Bemal) — M < ** Stellen-, Vereins-, gemein« MM General-Anzeiger für Oberhesfen ridjten feiger Gienen behördlicheAnzeigenbRpf. srannurt am main 11686 vruck uttö Verlag: vrühl'sche Universttatsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Mengenabschlüsse Staffel b Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen Moskaus die Ansicht vertrete, die Teilnahme an der Kontrolle solle auf alle am Nichteinmischungsausschuß beteiligten Mächte ausgedehnt werden. Dieser Vorschlag laufe darauf hinaus, Sowjetrußland die Entsendung von Kriegsschiffen in die spanischen Gewässer zu gestatten und durch deren Anwesenheit jede Möglichkeit einer Zusammenarbeit zwischen den vier Westmächten zu verhindern. Da das Ziel der sowjet- russischen Politik darin bestehe, die Zwietracht in Europa zu erhalten, solle die Teilnahme Sowjetrußlands an der Kontrolle Zwischenfälle und Mißtrauen zwischen Deutschland, Italien, Frankreich und England Hervorrufen. Wie könne man im Ernst annehmen, daß eine Kontrolle, die von 27 Staaten ausgeübt werde, überhaupt wirksam sein könne. Deutschland und Italien hätten bereits darauf hingewiesen, es sei bei Zwischenfällen schon schwer, vier Mächte unter einen Hut zu bringen. Während die Regierungen verhandeln würden, wie es im Londoner Ausschuß üblich sei, hätten die Bolschewisten Zeit genug, um eine ganze Flotte zu vernichten. Das sei aber gerade Moskaus London, 7. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Montagblätter beschäfttgen sich mit den Antworten Deutschlands und Italiens auf die britischen Vorschläge für die Sicherheit der Ueberwachungsschiffe. Sowohl Deutschland wie auch Italien hätten im großen und ganzen den britischen Vorschlägen ihre Zustimmung erteilt, gingen aber in einigen wesentlichen Punkten mit der britischen Regierung n i d) t einig. 2)ie Franzosen wünschten die Abschaffung der vier lleberwachungszonen, damit alle 27 Nichteinmischungsmächte praktisch an der Überwachung teilnehmen könnten. Frankreich schlage außerdem vor, daß sämtliche Ueberwachungsschiffe „neutrale Beobachter" an Bord nehmen sollen. „Times" schreibt, Hauptgegenstand des Schriftwechsels zwischen London, Rom, Berlin und Paris sei die Präzisierung der deutschen und italienischen Ansicht, daß die Handlungsfreiheit des einzelnen im Falle eines Angriffes auf eines der Ueberwachungsschiffe nicht beschränkt werden dürfe durch ein Abkommen, das sofortige gemeinsame Beratungen zwischen den vier interessierten Mächten vorsehe, wie es die britische Regierung vorgeschlagen habe. Auf englischer Seite sei man der Ansicht, daß das Selbstverteidigungsrecht gegen Angriffe mit größter Genauigkeit festgelegt werden müsse. Das Abkommen über Beratungen, das England vorschlage, solle eine gemeinsame Aktion innerhalb der humanen Grenzen vorsshen etwa unter der Voraussetzung, daß es niemanden wünschenswert erscheine, der gemeinsamen Aktion durch individuelle Vergeltungsmaßnahmen vorzugreifen. Man könne damit rechnen, daß die französische Anregung, die spanische Küste sollte anstatt von den vier Ueberwachungs- flotten von sämtlichen 27 Mächten überwacht werden, sowie die Anregung der „neutralen" Beobachter Einwände Hervorrufen wende. Es scheine aber, als ob die französische Regierung diese Reform nicht als dringlich vorgebracht habe. Das Ziel der britischen Politik sei, Deutschland und Italien wieder für die Mitarbeit an der lieber« wachung und im Nichteinmischungsausschuß zu gewinnen. Wenn dies geschehen sei, werde die britische Regierung keine Zeit verlieren, um die Verhandlungen über ein Abkommen zur Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien zustande zu bringen. Es bestünden Anzeichen dafür, daß die Zurückziehung von größeren ausländischen Kontingenten und sogar aller Ausländer ohne Prestigeverlust bewerb ger volkstümlicher Phrasen getrieben. Wir haben das Geld seines phantomhaften Charakters entkleidet und es in die Rolle gebracht, die ihm zukommt: Nicht Geld und nicht Devisenbestände, sondern d i e Arbeit allein ist die Grundlage des Geldes! Es gibt keine Steigerung des Lohnes, wenn nicht eine Steigerung der Produktion Hand in Hand damit geht. Mit dieser Wirtschaftserkenntnis haben wir sieben Millionen Arbeitslose auf rund 800 000 dezimiert und dabei für alle wesentlichen Lebensgüter die Preise fast vollständig st a b i l gehalten. Heberall wird 'beute gearbeitet. Der Bauer bestellt seine Felder, der Arbeiter liefert für ihn die Fabrikprodukte, eine ganze Nation ist tätig. E s geht aufwärts!" (Begeistert stimmen die Hunderttausende dieser Feststellung des Führers zu.) Der Führer sprach dann von dem Kampf der letzten vier Jahre um Freiheit und Ehre der deutschen Nation. Er schilderte, wie anderwärts in der Wett heute Unruhe und Zerrissenheit den Nährboden für bolschewistische Experimente schaffen, während Deutschland in Wirklichkeit eine Insel des Friedens sei, und deshalb sei uns dieser Friede auch doppelt und dreifach teuer. Der Führer legte dar, wie Deutschland nach dem Kriege abge- r ü ft e t hat, und stellte die Frage, warum d i e anderen es nicht auch taten. Es sei bemerkenswert, daß man den Segen der Abrüstung erst zu erkennen scheine in dem Augenblick, in dem Deutschland wieder in Wehr und Waffen geschützt sei. „Das deutsche Volk ist kein Volk, das heute oder morgen einen Krieg beginnt. Der Deutsche ist qi seinem ganzen Wesen nicht nur friedfertig und friedliebend, sondern vor allem verträglich. Er will arbeiten! 3n unserem Lande wollen Millionen Bauern ihre Felder bestellen, ihre Ernte einbringen, wollen Blil- lionen Arbeiter ihrer Arbeit nachgehen. Dieses Volk will keinen Streit, aber es will auch nicht, daß andere Streit mit ihm suchen! Es will nur sein Lebensrecht und läßt sich dann allerdings nicht von jedem Nächstbesten beleidigen oder angreifen! Wenn Absicht, denn je wirkungsloser die Kontrolle sei, um so eher müßte man sich auf Schwierigkeiten, Mißverständnisse, Verwirrung und Konflikte gefaßt machen. Noch ein Todesopfer des Bolschewistenüberfalls auf die „Deutschland". London, 6. Juni. (DNB.) Nach einer Reuter- Meldung aus Gibraltar kehrte das Panzerschiff „Deutschland" am Sonntagmittag nach Gibraltar zurück, um ein weiteres Opfer des bolschewistischen Bombenüberfalles an Bord zu nehmen. Es handelt sich um den Heizer Helmut Dürr, der im Lazarett seinen Verletzungen erlegen ist. Damit ist die Zahl der durch den bolschewistischen lleberfall getöteten Besatzungsmitglieder der „Deutschland" auf 29 gestiegen. Admiral von F i s ch e l besuchte die im Lazarett liegenden Verwundeten. Es werden bereits Maßnahmen für die Ausgrabung der beerdigten Opfer getroffen, die auf Wunsch des Führers nach Deutschland übergeführt werden. mir au'dj mit der tiefsten Gottglaubigkeit in die Zukunft hinein. Wäre das, was wir erreichten, möglich gewesen, wenn die Vorsehung uns nicht geholfen hätte? Ich weiß es, alles Menschenwerk ist schwer und vergänglich, wenn es nicht gesegnet wird von dieser Allmacht. Wenn aber diese Allmacht ein Werk segnet, so wie sie unseres gesegnet hat, dann können Menschen es auch nicht mehr zerstören. Solange die Träger der Bewegung diese Fahne fest in ihren Händen tragen, wird keine Macht der Gegner sie uns jemals entwinden können ! Eure Ehre ist die Ehre dieser Flagge, und die Ehre dieser Flagge wird immer Eure Ehre sein! So können wir denn eines starken Glaubens sein, jenes Glaubens, der mich beseelt hat in den Jahren 1918/19, da ich zum ersten Male diese Fahne entwarf: Es muß uns gelingen, ein neues Deutschland aufzubauen! Dieses Glaubens sind mir heute mehr denn je, denn die - s e s Deutschland steht — und klar gezeichnet ist sein Weg in die Zukunft." Minutenlang brausten nach Schluß der Rede dem Führer die Heil-Rufe der begeisterten Hundertausende entgegen, und immer wieder erneuerten sich die jubelnbn Kundgebungen der Treue, die die Männer und Frauen der Bayerischen Ostmark dem Führer darbrachten. Deutschland ehrt Anton Bruckner. lich ab 1. Oktober 1937 auf 200 RM. erhöh? werden, um den Kreis der Kinderbeihilfeberechtigten auf die Nichtsozialversicherungspflichtig e n , also auf die kleinen Handwerker, Kleingewerbetreibenden, Landwirte usw., deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht übersteigt, auszudehnen. Aus der stärkeren Berücksichtigung des Familienstandes bei den Steuern und bei der Gewährung von Kinderbeihilfen ergibt sich eine Erhöhung der Kaufkraft und damit des Lebenshaltungsstandes der Kinderreichen. Es haben hier volkswirtschaftliche, sozialpolitische und bevölkerungspolitische Gedanken in einheitlichen Maßnahmen ihre Verwirklichung gefunden. Führer und Volk huldigen dem großen Tondichler in der Walhalla bei Regensburg. Ministerialdirektor Dr.Gütt Regensburg, 6. Juni. (DNB.) Am heutigen Sonsrtag ist Anton Bruckner eingetreten in die Ruhmeshalle deutschen Geistes und deutscher Größe. Der Führer selbst hat den großen Tondichter auf seinem Einzug in die Walhalla begleitet. Die Wiese vor der Walhalla ist dicht gefüllt mit Volksgenossen aus allen Schichten. Nach dem Abschreiten der Ehrenkompanie der Wehrmacht betritt der Führer den Säulengang der Walhalla. Die Fanfarenklänge gehen unter in dem Orkan des Jubels, der dem Führer entgegenbrandet, als er sich auf die Ehrentribüne begibt. Mit dem Führer kommen der Schirmherr der deutschen Kunst, Reichsminister Dr. Goebbels, als Vertreter der österreichischen Regierung der österreichische Gesandte in Berlin, Exz. Tauschitz, die Reichsminister D a r r ö und Dr. Gärtner, die Reichsleiter Himmler, General Ritter von Epp, Fiehler und Dr. Dietrich, Botschafter v. P a p e n , Gauleiter W ä ch t l e r, Vertreter der Wehrmacht, der Präsident der Reichsmusikkammer Prof. Dr. Peter Raabe und andere führende Männer. Nachdem sich der Jubelsturm ge- leat hat, bringen die vereinigten deutschen und österreichischen Chöre den „Germanenzug" wirkungsvoll zu Gehör. Das Chorwerk leitet über zur Rede des bayerischen Ministerpäsidenten Siebert. Dann tritt der Schirmherr der deutschen Kunst, Reichsminister Dr. Goebbels, vor das Mikrophon. Der Wann nnb das Werk. In seiner Rede führte Dr. Goebbels u. a. folgendes aus: Wir alle haben uns heute mit Ihnen, mein Führer, an einer weihevollen Stätte versammelt, um einen b e r größten Meister deutscher Tonkunst zu ehren. Mit uns fühlt sich in dieser Stunde das ganze deutsche Volk aufgerufen, in Dankbarkeit des Genies zu gedenken, das uns und der Welt wie einst Beethoven vor ihm in neun gewaltigen Sinfonien ein künstlerisches Vermächtnis hinterlassen hat, das zu den stolzesten Besitztümern unserer nationalen Musikkultur gehört. Aber nicht nur das Werk allein spricht aus diesem Meister der sinfonischen Kunst. Vor uns stehl in Anlon Bruckner der deutsche Kantor, der, Lehrer und Musi- kant zugleich, das kirchenmusikalische ErbederVergangenheit treulich pflegt und mehrt, ohne von den eigenen Werken, die er in gewissenhafter Ausübung seines bescheidenen Amtes dazu beisteuert, sonderlich viel Aufhebens zu machen, der aber ebenso liebevoll und mit der gleichen Selbstverständlichkeit sich auch der heimatlichen Volksmusik annimmt, mit der sein vielseitig lebensnahes Wirken außerhalb der Kirche ihn auf das engste verknüpft. Wie jedes Genie ist Bruckner etwas durchaus Einmaliges und Eigengewachsenes, und um ihn zu begreifen, muß man auf die Wurzeln seines Daseins, die blut- und rassebedingten Grundkräfte seines Menschentums zurückgehen. Er kommt aus einem alten Bauern stamm, den wir jetzt bis zum Jahre 1400 zurückverfolgen können. Sein ganzes Leben hindurch, auch, als feine berufliche und gesellschaftliche Stellung ihn längst in eine andere Sphäre getragen hatte, verleugnet er niemals die typischen Merkmale des bäuerlichen Menschen, Seine fast mystisch wirkende Naturverbundenheit, seine harte und vollkommen phrasenlose Liebe zum heimatlichen Boden und zum großen deutschen Vaterlande, die schlichte Gradlinigkeit seines Charakters, die sich mit echter Demut paart und doch ein stolzes Bewußtsein der eigenen Leistung in sich trägt, seine kindhaft reine Weltfreudigkeit, die auf dem Boden eines von keinen Verstandeszweifeln angekränkelten Gottglaubens ruhte — alles das läßt erkennen, wie stark und unversehrt er in einer so anders gearteten Zeit das bäuerliche Ahnenerbe in sich bewahrt. Süßliche Schlagworte, wie „der Musikant Gottes" oder ,/der Sänger unserer lieben Freu", müssen noch heute dazu herhalten, aus Bruckners schwerem Lebenskampf eine Art religiösen Märtyrertums zu machen. Wie die Persönlichkeit, so ist aber auch das künstlerische Lebenswerk Bruckners vielfacher Mißdeutung ausgesetzt gewesen und heute noch ausgesetzt. Ein feindseliges journalistisches Kritikästertum hat ihm durch ununterbrochene Quälereien sein arbeitsreiches Leben verbittert. Eduard Hanslick hat einmal in einem Tischgespräch mit Anton Bruckner selbst das diese Gilde von kritischen Eintagsfliegen vollends demaskierende Wort fallen lassen: „Wen ich vernichten will, den vernichte ich". Wenn im neuen Deutschland die Ausübung der öffentlichen Kunstbetrachtung von Gesetz wegen in eine geordnete Bahn gelenkt worden ist, so glauben wir, auch damit eine Dankesschuld an den einsam ringenden, von seinen Peinigern bis zum Tode gequälten Meister abgestattet zu haben. In seinen Werken der Reifezeit ist der kämpferische Tatenwille, ohne den wir uns eine echte Symphonie überhaupt nicht vorstellen können, mitreißend wirksam. Es bedeutet eine vollkommene Verkennung dieser Brucknerschen Musik, wenn versucht wird, seine Symphonie insgesamt als religiöse Kunst, als eine Art absolute Kirchenmusik $u charakterisieren, ja, sie schlechthin mit dem Begriff „Messen ohne Text" abzustempeln. Es ist an der Zeit, gegen diese falschen Deutungsversuche Front zu machen; denn Anton Bruckner läßt sich wie jedes Genie nicht in die Fesseln einer dogmatisch bestimmten Schablone hineinzwängen. Wir alle fühlen und wissen, daß seine tiefe Gottgläubigkeit längst alle konfessionellen Schranken gesprengt hat und daß sie in dem gleichen heldischen Wellgefühl des germanischen Menschentums wurzelt, dem alle wahrhaft großen und ewigen Schöpfungen der deutschen Kunst entspringen. 3n diesem Sinne bedeuten Anlon Bruckners Symphonien für uns ein nationales Vermächtnis. Der Führer und seine Regierung betrachten es als ihre kulturelle Ehrenpflicht, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um das ganze deutsche Volk dieses beglückenden Erbes teilhaftig werden zu lassen und durch eine großzügige Förderung der Brucknerpflege daran mitzuhelfen, daß diese in ihren Auswirkungen nicht nur in die Tiefe, sondern auch in die Breite dringt. Aus diesen Gründen haben sie sich entschlossen, der Internationalen Bruckner-Gesellschaft solange jährlich zur Herausgabe der Originalfassung seiner sämtlichen Symphonien einen namhaften Betrag zur Verfügung zu stellen, bis das Gesamtwert des Meisters in der von ihm geschauten Form vorliegt. Lassen Sie mich, mein Führer, in dieser Feierstunde noch aussprechen, daß Anton Bruckner als Sohn der österreichischen Erde ganz besonders dazu berufen ist, auch in unserer Gegenwart die unlösliche geistige und seelische Schicksalsgemeinschaft zu versinnbildlichen, die das gesamte deutsche Volk verbindet. Es ist daher für uns ein symbolisches Ereignis von mehr als nur künstlerischer Bedeutung, wenn Sie, mein Führer, sich entschlossen haben, in diesem einst von einem bayerischen König gestifteten deutschen Nationalheiligtum, das nunmehr Ihrer Obhut anvertraut ist, als erstes Denkmal unseres Reiches eine Büste Anton Bruckners aufstellen zu lassen. Der Weiheatt. Nach der Rede des Reichsministers übergibt der Präsident der Bruckner-Gesellschaft Professor Auer (Wien) dem Führer und Reichskanzler die Bruckner-Medaille mit den Worten: „Wir bitten Sie, als er ft er die Ehrenmedaille der Internationalen Bruckner-Gesellschaft entgegenzunehmen. Sie sei ein kleines Zeichen unserer tiefen Dankbarkeit für die Aufnahme der Brucknerbüste in die Walhalla." Der Führer nimmt die Medaille mit herzlichen Worten des Dankes entgegen und begibt sich in die Halle. Auf der Empore spielt das Münchener Philharmonische Orchester unter Leitung von Prof. Dr. von Hausegger die „Feierliche Musik" aus Bruckners 8. Symphonie. Der Präsident der Reichsmusikkammer, Prof. Dr. Peter Raabe, nimmt die Enthüllung der Bruckner- Büste vor. Als einzige der mehr als 200 Büsten ist die Statue Anton Bruckners mit der Hakenkreuzfahne umkleidet, zum Zeichen, daß diese Büste die erste ist, die im Dritten Reich in dieser Ehrenhalle Aufstellung gefunden hat. Eine der schönsten deutschen Chöre,'die Regensburger Domspatzen, bringen nun einen A-cappella-C^or zu Gehör. In wundervoller Harmonie klingt das Echo der hellen Knabenstimmen von den hohen Wänden der Walhalla zurück. Der Führer legt einen Lorbeerkranz nieder, dessen Schleife die Standarte des Führers und als Inschrift die Worte „Adolf Hitler" trägt. Der Führer grüßt das Denkmal Anton Bruckners und die Teilnehmer dieser Gedenkstunde ehren das Andenken Anton Bruckners ebenfalls mit dem deutschen Gruß. Als der Führer wieder aus der Halle tritt, begrüßen ihn die Tausende erneut mit jubelnder Begeisterung. Die Lieder der Nation klingen auf. Ihnen schließt sich die österreichische Nationalhymne an. Den Beschluß der Feierstunde bilden Fanfaren aus der 5. Symphonie von Bruckner. Mr wachsende Völker haben eine Zukunst. Oie Frankfurter Tagung des Reichsbundes der Kinderreichen. erklärte, es fei dem Nationalsozialismus vorbehalten geblieben, gegenüber der liberalistischen und marxistischen Wirtschaftslehre und Lohnpolitik die Binsenwahrheit zu vertreten, daß eine Familie von sechs, acht oder gar zehn Köpfen und Mäulern mehr brauche als der einzelne Mensch oder eine kinderarme Familie mit ihrem einzigen Kinde. Infolgedessen verlange er einen gerechten Fami - lienlastenausgleich für die kinderreiche Familie. Man müsse dabei aber so vorgehen, daß nicht der einzelne Arbeitgeber belastet werde, sondern daß der Lastenausgleich innerhalb der Berufsschichten und, um gerecht zu sein, in Prozenten des jeweiligen Einkommens und nach der Kinderzahl gestaffelt vorgenommen werde. Dies fei das Ziel, das dem Reichsinnenministerium vorschwebe. Dem Führer könne man nicht dankbar genug sein dafür, daß er die Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Wiederaufstieg und die Lebensgrundlage unseres Volkes geschaffen habe. Darum müsse man auch Geduld haben, weil sich solche umwälzenden finanziellen Fragen nur in Zeiten lösen lassen, in denen es der Wirtschaft gut gehe, und in denen die Lohnpolitik gewisse Belastungen vertragen könne. ReichsamksleiterDr.Groß überbrachte die Wünsche des Stellvertreters des Führers. Das große Ringen zwischen dem Chaos und der Kultur der Menschheit steht heute blutrot über allen Ländern der Erde. In diesem großen Ringen zwischen Ordnung und Chaos ist auch die Bevölkerungspolitik des nationalsozialischen Staates beispielhaft geworden. Eine Weihestunde auf dem Römerberg. Der erste Tag des Reichstreffens der Kinderreichen fand feinen festlichen Aus klang in einem Weihefpiel „Ewiges Volk" auf dem alten historischen Römerberg. Tausende von kinderreichen Vätern und Müttern hatten sich zu der nächtlichen Weihestunde eingefunden. Das Weihefpiel, gestaltet vom Generalarbeitsführer Dr. Decker und durchgeführt vom Oberstfeldmeister Thilo Scheller, stellt in den Mittelpunkt das Kind als das höchste Kleinod des deutschen Volkes. Das Weihespiel hinterließ bei den Besuchern einen tiefen Eindruck. Kinder verbürgen die Unsterblichkeit unseres Volkes. LPD. Frankfurt a. M., 6. Juni. Das Reichstreffen des Reichsbundes der Kinderreirchen erreichte am Sonntagnachmittag feinen Höhepunkt mit einer Kundgebung, in der Reichsminister Dr. Goebbels zu den kinderreichen Vätern und Müttern aus allen Teilen des Reichs sprach. Hinter dem in reichem Blumenschmuck prangenden Rednerpodium grüßten an einer viele Meter hohen Wand die Symbole des Reiches und des Reichsbundes der Kinderreichen. Auf der Ehrentribüne hatten sich zahlreiche Ehrengäste aus Partei, Staat und Wehrmacht eingefunden, ebenso eine italienische Abordnung sowie die Vertreter der Internationalen Liga für Leben und Familie. Als Reichsminister Dr. Goebbels in Begleitung des Gauleiters eintraf, brausten ihm stürmische Heilrufe entgegen. Eine Schar junger Mädchen überschüttete ihn mit einer Fülle von Blumenspenden. Dann hieß Gauleiter Sprenger alle, die sich im Reichsbund der Kinderreichen zusammengefunden haben, im Gau Hessen-Nassau herzlich willkommen. Sie alle hätten durch die Tat bewiesen, daß sie wüßten, worauf es im heutigen Staate ankomme; denn wenn wir nicht eine ausreichende Zahl Kinder bekämen, würde alle Arbeit vergeblich fein. Darum fei die Arbeit des Frankfurt a. M., 5. Juni. (LPD.) Am Samstagabend versammelten sich in der Frankfurter Festhalle die Amts träger des Reichsbundes der Kinderreichen zu einem Appell. Reichsbundesleiter Stüwe erklärte: Das erste Ziel der Wiederherstellung des Ansehens der kinderreichen Familie fei erreicht. Der Begriff „kinderreich" fei im natiynal- fozialiftischen Sinne aus einem Zahlenbegriff von einst zu einem 5ßertbe griff von heute geworden. Kinderreich fei wieder ein Ehrentitel und komme nur jenen zu, die als vollwertige erbtüchtige Familien einen Nachwuchs auf» ziehen, der nach Stärke und Tüchtigkeit einen Reichtum für Familie und Volk bilden. Der RdK. stehe vor einem neuen Kampfabschnitt, nämlich der i n - neren Ausrichtung innerhalb der eigenen Reihen zum verstärkten Kampf gegen den Dolkstod. Im weiteren verkündete der Reichsbundesleiter eine Neugestaltung der Beiträge im Sinne einer Staffelung nach dem Einkommen und der Kinderzahl. Der Reichsbund wolle keine grundsätzliche Besserstellung der Kinderreichen gegenüber den anderen Volksgenossen, wohl aber deren Entlastung von vielfachen Nachteilen und von begründeten Sorgen seelischer Art, die auf ihnen lasten. Der Reichsbundesleiter teilte zum Schluß mit, daß der Dichter Heinrich Eckmann, Reichsminister Dr. Hans Frank, Gauleiter Grohö (Köln) und SS.-Obergruppenführer Erbprinz zu Waldeck und Pyrmont als kinderreiche Väter zu Mitgliedern des Ehrenrings ernannt worden feien. Staatssekretär Reinhardt führte dann u. a. folgendes aus: Es ist eine der wichtigsten Aufgaben, den Gedanken der Früh- ehe und den Gedanken der kinderreichen Familie zu fördern. Wir haben seit 1. August 1933 bis heute 750 000 Ehestandsdarlehen im Durchschnittsbetrag von etwas mehr als 600 Reichsmark, insgesamt 455 Millionen Reichsmark, gewährt. Es werden weiterhin monatlich rund 15 000 Ehestandsdarlehen gewährt werden. Die Zahl der Eheschließungen ist im Dreijahresabschnitt 1933 bis 1935 um 4 2 0 0 0 0 größer gerne- f e n als im letzten Dreijahresabschnitt zuvor. Das ist eine Zunahme um 26 v. H. Den Ehen, die Ehestandsdarlehen erhalten haben, sind bereits 550 000 Kinder entsprungen. Das sind verhältnismäßig doppelt so viel Kinder wie in den Ehen, die in der gleichen Zeit ohne Ehestandsdarlehen geschlossen worden sind. Es erweist sich, daß die durch Ehestandsdarlehen geförderten Ehen eine weit größere Fortpflanzungsfreudigkeit aufweisen, als die anderen Ehen. Es ist erforderlich, die wirtschaftlich bessergestellten Kreise unseres Volkes auf diese Tatsache besonders hinzuweisen. Es muß besonders von einem Volksgenossen, der für d i e Beamtenlaufbahn zuge lassen worden ist, verlangt werden, daß er frühzeitig heiratet. Jeder Beamtenanwärter ist nach national sozialistischer Auffassung verpflichtet, allen anderen Volksgenossen auch in der Frage der ftüh- zeitigen Familiengründung Vorbild zu sein. Es wird demnächst bestimmt werden, daß ohne Rücksicht auf das Dienstalter die Bezüge der höchsten Stufe gewährt werden, sobald der Beamte heiratet. Diese Neuregelung gegenüber bisher roitb wahrscheinlich bereits mit Rückwirkung ab 1. April 1937 gelten. Diese Verbesserung genügt, um den jungen Männern die Ausrede, ihre Bezüge seien noch nicht hoch genug, um heiraten zu können, zu nehmen. Die Bezüge sind, sobald der Beamte heiratet, sofort so hoch, wie bisher in der Regel erst ab dem fünften Jahr nach bestandener Prüfung. Zu der Verbesserung der Anfangsbezüge kommt das Weniger an Lohnsteuer. Ein junger Beamter, der unter solchen Umständen nicht bald nach bestandener Prüfung heiratet, ist nicht wert, in die Be- amtenlaufbahn des nationalsozialistischen Staates endgültig übernommen zu werden. Es mutz erstrebt werden, die Uebertragung einer Planstelle an den jungen Beamten davon abhängig zu machen, daß er verheiratet ist. Auch in einer demnächst erscheinenden Reichsschulgeldordnung wird bei der Bemessung des Schulgeldes für den B e - such der höheren Schulen der Familienstand in wesentlich stärkerem Ausmaß berücksichtigt werden als bisher. Es wird für das Schulgeld ein Höch ft sah bestimmt werden, und es werden Geschwister - Ermäßigungen gewährt werden. Bei der Bemessung der Geschwister-Ermähigungen werden nicht nur Kinder, die gleichzeitig eine Schule besuchen, und auch nicht nur alle schulpflichtigen Kinder, sondern auch diejenigen Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, berücksichtigt werden, schließlich auch die Kinder vom 16. bis zum vollendeten 21. Lebensjahr, wenn sie zu Beginn des Schuljahres sich in der Ausbildung befinden. Die Geschwi- ster-Ermähigung wird nicht von einem Nachweis besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse abhängig sein, sondern in jedem Fall gewährt werden. Solange der Aufbau der deutschen Wehrmacht und die Durchführung der sonstigen großen natio- nalpolitischen Aufgaben große Summen erfordert, sind der Verwirklichung aller anderen Grundsätze des Nationalsozialismus, soweit dadurch die öffentlichen Finanzen berührt werden, gewisse Grenzen gezogen. Was im Rahmen der bestehenden Grenzen zur Hebung der wirtschaftlichen Lage der Kinderreichen irgendwie geschehen kann, wird geschehen. Als eine der ersten Maßnahmen muß erstrebt werden, daß bei der Bemessung der Einkommen st euer und der Vermögens« fteuer nicht nur die Minderjährigen, sondern auch die volljährigen Kinder berücksichtigt werden. Das Aufkommen an erhöhter Einkommensteuer der Ledigen stellt das Sondervermögen zur Gewährung von Ehestandsdarlehen dar. Aus diesem Sondervermögen werden auf Antrag einmalige Kinderbeihilfen an minderbemittelte kinderreiche Familien gewährt. Wir haben solche an mehr als 400 000 Familien im Durchschnittsbetrag von 390 Reichsmark gewährt. Es find dadurch rund 2,25 Millionen Kinder mit durchschnittlich 62 RM. pro Kind bedacht worden. Außerdem werden seit August 1936 laufende Kinderbeihilfen gewährt, zunächst an Sozialoersicherungspflichtige, deren ungekürzter Lohn 185 RM. monatlich nicht übersteigt, 10 RM. monatlich für das fünfte und jedes weitere Kind unter 16 Jahren. Die Zahl der Familien, an die diese laufenden Kinderbeihilfen gewährt werden, beträgt 240 000, die Zahl der Kinder 320 000. Die Gewährung laufender Kinderbeihilfen wird nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel ausgebaut werden, bis es schließlich möglich fein wird, durch Schaffung einer Reichsfamilienkaffe einen vollständigen Familienlaftenausgleich herbeizuführen. Die Einkommensgrenze von 185 RM. bei der Gewährung laufender Kinderbeihilfen wird wahrfchein- Reichsbundes so ungeheuer wertvoll. Reichsminister Dr. Goebbels überbrachte die Grüße und guten Wünsche bee Führers und der Reichsregierung. Er erinnerte an das Wort Clsmenceaus, daß es 20 Millionen Deutsche zu viel auf der Welt gebe. Die demokratische Republik habe sich nicht gegen diesen furchtbaren Satz aufgelehnt, ©ie habe im Gegenteil, teils unter Zwang, meistens aber freiwillig all die außenpolitischen Dersklavungsverträge unterschrieben, die mit die Aufgabe hatten, dieses Wort wahr zu machen. Daß Deutschland kinderarm geworden fei, fei niemandem besser zustatten gekommen als eben dieser Weimarer Republik. Sei sie doch ohnehin nicht damit fertig geworden, den lebenden Deutschen Arbeit und Brot zu bringen. „Wir hatten jedes Vertrauen zu unserer nationalen Zukunft verloren und es konnte gar nicht wunder nehmen, daß sich dieser Verlust am deutlichsten in einer nach und nach erschreckende Ausmaße annehmenden Kinderarmut auswirkte. Wir aber", so erklärt Dr. Goebbels unter stürmischem Beifall, „haben das Wort jenes französischen Staatsmannes in sein Gegenteil umgekehrt? Für uns sind nicht zu viel, sondern zu wenig Deutsche auf der Welt! Denn Deutschland seine großen nationalen und internationalen Aufgaben erfüllen will, kann es das nicht allein mit Dacht, mit Lebensraum und mit technischen Hilfsmitteln tun. Alles das ruft nach dem Arm der Denschen. Darum fordert der neue Staat den Kinderreichtum. Die Ve- völkerungszunahme ist ein nötiges Aufbäumen gegen den schleichenden Volkstod, der von 1918 bis 1933 über Deutschland gekommen war. Rur wachsende Völker sind junge Völker, und nur junge Völker werden auf die Dauer in der Welt bestehen können! Unter begeisterter Zustimmung der Massen stellte der Minister fest, daß es der Führer gewesen sei, der durch seine Politik dem Volk wieder Vertrauen in die Zukunft und damit den deutschen Vätern und Müttern wieder den Mut gegeben habe, deutschen Kindern das Leben zu schenken. So könnten wir beglückt davon sprechen, daß ein neues Blatt in der Geschichte unseres Dol- kes aufgeschlagen worden fei Niemand werde bestreiten, daß die nationalsozialistische Regierung schon viel für die kinderreichen Familien getan habe. „Ich kann Ihnen aber aus bester Kenntnis der Dinge versichern", so erklärte Dr. Goebbels, „daß die Regierung der Ueberzeugung ist, noch lange nicht genug getan zu haben. Schon in absehbarer Zeit wird der Führer seine längst gehegte Absicht verwirklichen, den Kinderreichtum in großzügigster Weise in den Neuaufbau unseres Staates einzuschließen und sich nicht etwa mit den gegebenen Erleichterungen zufrieden zu geben, sondern darüber hinaus auch die materielle Möglichkeit zu schaffen, daß Jahr für Jahr Hunderttausende von Kindern mehr in die Nation hineinströmen!" Es sei klar, daß ein solches Problem, das auf weite Sicht eingestellt sein müsse, und das auch ein Problem der Nahrungsfreiheit, der Unabhängigkeit vom Ausland und der Rohstoffsicherheit sei, nicht von heute auf morgen gelöst werden könne. Darüber müssen wir uns im klaren fein, die Bevölkerungszunahme in Deutschland, die wir seit 1933 zu verzeichnen haben, ist zwar erfreulich, aber sie genügt nicht, sie muß weiter gesteigert werden und zwar muh sie alle kreise unseres Volkes umfassen. (Beifall.) Es geht nicht an, daß die sozial armen Schichten, die Arbeiter, die Dauern und die Handwerker für reichen Kindersegen sorgen, die sozial gehobenen Schichten aber, die Intellektuellen, die hohen Beamten, die Unternehmer und Bankiers sich an dieser Pflicht vorbeizudrücken versuchen mit der Ausrede, sie könnten sich das nicht leisten. (Stürmischer Beifall.) Die Armen können es sich leisten, und sie geben hier, wie auf allen anderen Gebieten den Reichen ein Beispiel und deshalb ist es notwendig, daß die Staats- f ü h r u n g hier nach dem Rechten sieht und unermüdlich das deutsche Volk zu neuen Ansichten und neuen Ueberzeu- gungen zu erziehen versucht. Es ist auch nicht damit getan, daß die reichen Familien ein oder zwei Kinder in die Welt sehen, die sie dann als Muttersöhnchen oder Vatertöchterchen verhätscheln. (Beifall.) Damit ist dem Staate und dem Volke nicht gedient, im Gegenteil, solche Menschen sind dann später für die Volksgemeinschaft ziemlich unbrauchbar und deshalb könnt ihr als kinderreiche Väter und Mütter mit Recht vor die Oeffentlichkeit hintreten und vom Volke verlangen, daß es euer Beispiel nicht nur bewundert, sondern auch nachahmt. Man spricht so viel von der führenden Schicht eines Volkes und daß die Intellektuellen zu dieser führenden Schicht berufen seien. Ein Volk lebt aber nicht von seiner Intelligenz, sondern ein Volk lebt von seinem Erbgut. (Beifall.) An Intelligenz hat es uns in Deutschland noch niemals gefehlt und wenn es auf Intelligenz angekommen wäre, dann hätten wir jeden Krieg und jede politische Auseinandersetzung gewinnen müssen. Intelligenzen haben wir auch von 1918 bis 1933 gehabt, um nicht zu sagen zu viel gehabt. Was uns fehlte, das waren die Männer von Kraft, von Willen, von Entschlußfreudigkeit und diese Männer sind meistens aus dem Volke emporgestiegen (Beifall) und kamen nicht aus den Kreisen von Besitz und Bildung. Ich glaube, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, zu einer solchen Sprache persönlich ein Recht zu besitzen, (Beifall) denn ich rede hier nicht als blasser Theoretiker, der von anderen verlangt, was er selbst nicht zu tun bereit ist. (Beifall.) Ich kenne aber nicht nur die Sorgen, die eine kinderreiche Familie für Vater und Mutter mit sich bringt, sondern ich kenne auch den Segen der Familie, und ich kenne auch d a s G l ü ck, das in den Kindern beruht, (Beifall) und zwar nicht in einem Kinde oder in zwei Kindern, sondern in vielen Kindern. Ich spreche hier ein höchst persönliches Bekenntnis aus, wenn ich sage, daß die Kinder unser höchstes Glück und unser reichster Segen auf Erden sind. (Beifall.) Sie geben unseretn persönlichen Leben Freude und Sonnenschein und sie verbürgen darüber hinaus die Unsterblichkeit unseres ganzen Volkes. (Beifall.) Es wird mir vielleicht der eine oder andere enlgegenhallen: Darum viele Kinder, wir haben ja sowieso schon Schwierigkeiten, unser Volk jetzt zu ernähren. Eine sehr billige Ausrede. Denn wenn wir uns auf dem Stande auch nur halten, auf dem wir heute stehen, so werden die anderen Völker wachsen und wenn sie zahlenmäßig größer sind als wir, werden sie nicht zögern, uns auch den Raum abzunehmen, der heute gerade ausreicht. Ausschlaggebend für das Leben eines Volkes sind seine Menschen, die Menschen sind die Träger des Blutes und des Rassenerbes und an Menschen und deshalb an Kindern muß ein Volk für alle Ewigkeit unerschöpflich sein. Da liegt die Quelle unserer nationalen Kraft und mit diesem Arme allein reicht das Volk in die Zukunft hinein. Ich weiß sehr wohl, wie viele persönliche Sorgen ihr Tag für Tag und Monat um Monat und Jahr um Jahr eurer Familie und eurer Kinder wegen auf euch nehmen müßt. Ich weiß auch, auf wie viele Annehmlichkeit des Lebens ihr verzichten müßt, um euren Kindern Brot, Nahrung und Kleidung und Wohnung geben zu können. Ich weiß, wieviel Sorge es für den Vater und die Mutter macht, nun ein Kind, wenn es aus der Schule entlassen wird, in einem anständigen Beruf unterzubringen. Ich weiß, daß diese Sorgen niemals zu Ende sind, daß sie erst da aufhören, wo das Leben des Vaters oder der Mutter aufgehört hat. Euer Leben ist ein Dienst an der Familie, und weil es ein Dienst an der Familie ist, darum ist es auch ein Dien st am deutschen Volks- t u m. Wir haben nun die stolze Gewißheit, in einem Staate zu leben, in dem man eure Opfer anerkennt, in dem ihr nicht mehr als lächerliche Figuren betrachtet werdet, sondern in dem der Staat sich genau so leidenschaftlich zu euch bekennt, wie ihr durch euer Tun und Handeln euch zum Staate bekennt. (Beifall.) Als Beschützer der deutschen Volksfamilie", so "schloß Dr. Goebbels, „ist unser Führer auch der Beschützer jeder einzelnen Familie und Schutzpatron all der vielen Millionen Kinder, vor allem der kinderreichen Familien. Zum Führer unseres Volkes bekennen wir uns erneut mit dem Ruf: Der Führer Adolf Hitler und unser deutsches Volk — Sieg-Heil. Die Menge dankte mit langanhaltendem Beifall dem Minister für seine Worte. Oie Volksgasmaske steht zur Ausgabe bereit. Reichslustfahrtminister Generaloberst Göring über die Aufgaben des Reichslustschutzbundes Berlin, 5. Juni. (DNB.) Auf einem Generalappell der Amtsträger der Landesgruppe Berlin im RLB. hielt der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generaloberst Hermann Göring in der überfüllten Dietrich-Eckart- Freilichtbühne des Reichssportfeldes eine bedeutsame Rede über die Entwicklung der gesamten Luftschutzarbeit in Deutschland. In der Loge sah man Staatssekretär Milch, den Inspekteur der Flakartillerie und des Luftschutzes, Generalleutnant Rüdel, den Kommandierenden General im Luftkreis III, General der Flieger Kesselring, den Chef des Generalstabes der Luftwaffe, Generalmajor S t u m p f f, den Vertreter des Chefs des zivilen Lustschutzwesens, Ministerialrat Groß- kreuz und zahlreiche Persönlichkeiten aus Staat und Bewegung. Der Präsident des RLB., Generalleutnant v. Rocque, hieß den Gründer des Reichsluftschutzbundes im Namen der 12 Millionen Mitglieder des Reichsluftschutzbundes, die durch den Aether mit der Kundgebung verbunden seien, willkommen. Ministerpräsident Göring gab zunächst seiner Freude über das gewaltige Anwachsen des Reichsluftschutzbundes und die unermüdliche Arbeit Ausdruck. Die Erkenntnis der Wichtigkeit des Luftschutzes habe den Bund gerade in diesem letzten Jahre so stark anwachsen lassen. „Wenn man bedenkt", so fuhr Generaloberst Göring fort, „daß heute allein 65 000 Dienststellen, 400 000 Amtsträger, 12 000 000 Mitglieder, 2400 Luftschutzlehrer, 5 000 000 ausgebildete Kräfte und 3400 Schulen das innere Gefüge des Bundes darstellen, dann vermag jeder zu ermessen, welch eine Arbeit in diesen Zahlen zum Ausdruck kommt und wie tatkräftig die Führung unter dem General v. Rocques gewesen sein muß, um das zu erreichen. Unter Hinweis auf die drei Durchführungsverordnungen zum Luftschutzgesetz erklärte Generaloberst: „Erst durch diese Verordnungen wird sich das Luftschutzgesetz praktisch auswir- k e n können. Wir erkennen, daß nun auch grundsätzlich eine Luftschutzdienstpflicht vorhanden ist. (Lebhafter Beifall.) Darüber müssen wir uns klar sein: Wenn ein Luftüberfall kommt, ist es zu spät, dann erst Maßnahmen zu treffen. Nur wenn der Luftschutz in dem Augenblick aufgerufen wie ein Mann steht, sofort, und wenn der Luftschutz in der Vorbereitungszeit all das durchgeführt und dafür gesorgt hat, daß die Maßnahmen getroffen werden, dann wird uns in Zusammenarbeit mit unserer unerschrockenen Luftwaffe kein Staat der Welt in die Knie zwingen können. Darauf allein ' niiwHiii 111 Generalfeldmarschall von Blomberg in Neapel. Rom, 5. Juni. (DNB.) Generalfeldmarschall v. Blomberg traf Samstagnachmittag in Neapel ein, wo er von den Spitzen der Behörden begrüßt wurde. Die deutsche Kolonie und die Abordnungen der Faschistischen Partei bereiteten dem Reichskriegsminister einen begeisterten Empfang. Im Hotel angekommen, mußte Generalfeldmarschall von Blomberg dem ständigen Drängen der Menge, da der Jubel kein Ende nahm, nachgeben und sich wiederholt auf dem Balkon zeigen. Der Reichskriegsminister begab sich später in das Kronprinz e n p n l a i s. Im Palast unterhielt sich Viktor Emanuel III. mit dem Reichskriegsminister, mit dem zusammen er dann in Begleitung des Kronprinzenpaares und weiterer Mitglieder des königlichen Hauses auf das Drängen der Menge hin auf dem Balkon erschien, um für die Huldigungen zu danken. Immer neue Beifallskundgebungen zwangen den Herrscher mit seinen Angehörigen und dem Generalfeldmarschall, sich noch viermal der begeisterten Menge zu zeigen. Der Reichskriegsminister begab sich sodann in sein Hotel zurück, während der König und Kaiser im Auto nach Rom zurückkehrte. Am späten Abend gab das Kronprinzenpaar einen Empfang. Die römische Presse hebt in reich bebilderten Berichten über den glanzvollen Verlauf der wohlgelungenen Reiter- spiele die Anwesenheit des Generalfeldmarfchalls besonders hervor, der von der Königstribüne aus zusammen mit Viktor Emanuel III. und dem Kronprinzenpaar das herrliche Schauspiel verfolgte. Ehrentag der Rettungsmedaille. Der Reichsbund der Inhaber der Rettungsmedaille hatte alle Volksgenossen, die im Besitz dieser seltenen Auszeichnung sind, zu einem „Ehrentag der Rettungsmedaille" nach der Reichshauptstadt gerufen. Am Denkmal König Friedrich Wilhelms III. im Berliner Lustgarten hatten sich etwa 1200 Lebensretter versammelt. Auch der älteste Lebensretter, ein 86jähriger, und das jüngste Mitglied des Reichsbundes, die achtjährige Eva Seemann aus Kiel, waren erschienen. Nachdem der Bundesführer, Engelbrecht, einen Kronz am Denkmal des Stifters der Rettungsmedaille, niedergelegt hatte, begrüßte er die Ehrengäste. Staatssekretär Pfundtner, Ehrenmitglied des Reichsbundes und selbst Inhaber der Rettungsmedaille, schritt die Front der Lebensretter ab und hielt dann die Festansprache. Besuch des polnischenGtaaispräsidenten in Bukarest. Warschau, 5. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der polnische Staatspräsident, den u. a. Außenminister Beck, der Chef der Protokolls Graf Romer und der Chef des Militärkabinetts des Staatspräsidenten General Schally begleiten werden, trifft am 7. Juni in Bukarest ein, wo er u. a. auf dem Bahnhof von König Carol und der rumänischen Regierung begrüßt wird. Die polnische Telegraphenagentur berichtet, daß mit dem Gegenbesuch des rumänischen Königs in Warschau noch in den letzten Junitagen zu rechnen sei. König Carol werde von dem rumänischen Außenminister A n t o n e s c u begleitet sein. Meine politische Nachrichten. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine wird am 8. Juni in Kiel am Stapellauf des zweiten 10000-Tonnen-Kreuzers teilnehmen und anschließend die Besichtigung von Standorten im Bereich der Marinestation der Nordsee vornehmen. kommt es an, daß jeder zur Erkenntnis kommen muß: Die Zeiten, in denen man Deutschland irgendwie unter Druck setzen konnte, sind vorbei. (Erneuter stürmischer Beifall.) Und wer das immer noch nicht begriffen hat, daß man Deutschland nicht mehr ungestraft beleidigen kann, der mag nur an das jüngste Ereignis, bei dem wir blitzschnell handelten, denken und wissen, daß er sich in einem Irrtum befindet. (Tosende Zustimmung.) Wo deutsches Blut geflossen ist, kann es nicht mit Tinte gutgemacht werden. Dann ging der Reichsluftfahrtminisier auf die Mitarbeit der Frauen gerade im Luftschutz ein. Die wenigen Männer, die im Ernstfall zu Hause bleiben, würden in den Fabriken usw. notwendig gebraucht. In den Häusern dagegen, in denen keine Männer mehr sich befänden, müßten die deutschen Frauen beweisen, rb sie würdig jener großen Ahnenfrauen seien, die vor Tausenden und Hunderten von Jahren die Welt in Erstaunen setzten. Wenn also einmal Deutschland angegriffen werden sollte, dann dürfte es keine schwachen, entnervten Frauen geben, sondern nur tapfere Menschen, die sich ihrer vollen Verantwortung bewußt seien. Die deutschen Frauen würden es umso leichter haben, die Verven zu behalten, je früher und umfangreicher sie über all die Gefahren und die V o t w e n d i g k e i- t e n, die einlreten könnten, aufgeklärt seien und wüßten, was sie dagegen zu tun hätten. „Daß wir ihnen dann", erklärte Göring, „in dieser schwersten Stunde die Möglichkeit geben, mit kaltem Blut alle Maßnahmen in ruhiger Sicherheit zu treffen, die notwendig sind zum Schuhe der ihnen Anvertrauten." Die organisatorischen Arbeiten des Bundes, fuhr Göring fort, könnten nun wohl als abgeschlossen bezeichnet werden. Nun komme es darauf an, mit der ganzen Kraft auf die eigentlichen Selbst- s ch u'tz a u f g a b e n hinzusteuern. Ich erwähne die Mitwirkung bei der Personalerfassung. Ich erinnere weiter an die Ausbildung, an die Hebungen im Luftschutz und schließlich an die Bauberatung und die Entrümpeln ngsaktionen. Hier möchte ich auch als Beauftragter des Vierjahresplanes etwas sagen: Es gibt in Deutschland heute nichts, was man nicht gebrauchen kann. Und wenn Sie wüßten, aus welch komischen Dingen manches gemacht wird, würden Sie in Zukunft bei den Entrümpelungsaktionen sich noch mehr dafür sorgen, daß die Böden nicht nur entrümpelt, sondern daß die Dinge vor allem auch dahin geliefert werden, w o - hin sie ae hären. Wir können uns heute nicht mehr den Luxus leisten, irgend etwas, weil es überflüssig 'erscheint, auf den Kehrichthaufen zu werfen oder zu verbrennen. Alles wird gebraucht." Mit nochmaligem Dank und Anerkennung für die großen Leistungen jedes Angehörigen des Reichsluftschutzbundes erklärte der Redner, die Luftschutzarbeit sei allen anderen Arbeiten, die beim Neuaufbau des Reiches getan werde, ebenbürtig. Er werde dafür sorgen, daß bei der Berücksichtigung von Aufnahmegesuchen in die Partei die langjährige aufopfernde Tätigkeit im Luftschutz vollste Anerkennung sinde. Generaloberst Göring fuhr dann fort: Wir wissen, daß schlimmer noch als der Hagel der Granaten und das Detonieren der Bomben die schleichende Wirkung giftiger Gase im Luftkrieg ist. Es ist selbstverständlich, daß man die Bevölkerung durch bombensichere Unter stände zu schützen versucht, aber man kann nicht alle damit erfassen. Es ist notwendig, daß gegen jedes Gift, das sich selbst durch dichte Türen hindurchschleichen kann, ein richtiger Schutz gefunden wird. Es war eine mühsame Arbeit, eine richtige Volksmaske herauszubringen, die unter allen Umständen gegen alle bisher bekannten Gase Sicherheit gibt und andererseits im Preise so liegt, daß sie jeder Volksgenosse erstehen kann. Diese Volksgasmaske ist jetzt d a und in Millionen Exemplaren vorhanden. Mit dieser Gasmaske ist das Veste erreicht worden, was man auf diesem Gebiet gegenwärtig erreichen kann. Die Ausgabe wird in engster Zusammenarbeit mit dem Reichsluftschuhbund, aber auch mit der VSV. erfolgen, damit sie jedem Volksgenossen zugänglich ist. Es ist selbstverständlich, daß hierbei auch auf das engste mit dem Werk- l u f t f ch u h und allen Werksangehörigen zusammengearbeitet wird. Es wird in Zukunft eine der Hauptpflichten der Amtsträger des Reichsluftfchuhbundes und feiner Mitglieder fein, dafür zu sorgen, daß diese Volksgasmaske im Volke verbreitet und, was noch wichtiger ist, in Ordnung gehalten wird. So technisch vollendet das Instrument ist, so kommt es doch darauf an, daß es entsprechend in Ordnung gehalten wird." Die amerikanischen Schlachtschiffe „New Port", „Arkansas" und „Wyoming" liefen am Freitag mit 1200 Seekadetten an Bord aus Annapolis (Maryland) aus, um die europäischen Gewässer zu besuchen. Sie werden am 21. Juni Kiel anlnufen. Die in zahlreichen Prozessen aufgedeckten schweren Sittlichkeitsverbrechen an Jugendlichen und hilflosen Krüppeln im Herz-Jesu-Heim in Fulda haben den Landrat des Kreises Fulda veranlaßt, die Verwendung öffentlicher Mittel, die für Jugend- und Wohlfahrtspflege bestimmt sind, für Zöglinge des Herz-Jesu-Heims und des Herz-Jesu-Krankenhauses zu untersagen. ♦ Der dänische Außenminister Munch stattete dem Reichsminister des Aeußeren, Freiherrn von Neurath, einen einstündigen Besuch ab. Anschließend folgte Außenminister Munch der Einladung des Reichsaußenministers zu einem Frühstück. Am Sonntagvormittag begab sich der dänische Minister nach Kopenhagen zurück. Theater und Film in China. Von unserem E.M.-Äerichierstaiter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Schanghai, im Mai 1937. „Haben Sie Lust, heute abend mit mir den beliebtesten, wenn nicht berühmtesten chinesischen Charakterdarsteller zu sehen?" fragte mich ein junger Student. Ob ich Lust hatte, denn die Gelegenheit, unter sachkundiger Führung die vielbeschriebene Alt-Pekinger Schule zu sehen, ist für Schanghai entschieden eine Abwechselung. Ich war trotz meiner Begeisterung mit viel Skepsis gewappnet und auf allerlei Unbegreifliches gefaßt. Hatte ich doch aus zahlreichen europäischen Büchern bisher kaum die richtige Vorstellung gewonnen. Ganz nach Stil und Tendenz traf man dort auf wohlwollende, überhebliche, begeisterte oder gar intellektuell-ironisierende Darstellungen des chinesischen Theaters. Vor einer für europäische Verhältnisse gänzlich unbegreiflichen Fülle, bei der mittleres und selbst kleinstes Bürgertum überwog, sahen wir im Kristallpalast „woo Han killing bis wife“. Der Titel versprach ein Sensationsstück, aber nur deshalb, weil der englische Name den wahren Inhalt nur grob wiedergab. Es handelte sich um folgendes: Woo Han, der Sohn eines ehemaligen Premierministers, lebt in glücklichster Ehe mit Wong-Pueh-Ding, der Tochter des regierenden Kaisers Ping-ti. In einem siegreichen Feldzug hat er den Sohn des gestürzten Kaisers Wong Meng gefangen genommen und auch einen alten Freund,' der ihn zur Parteinahme für den Unterlegenen gewinnen wollte, im Zweikampf geschlagen. Nach der Siegesfeier trifft er feine alte Mutter, deren Urteil und Willen er, wie jeder Chinese, sich beugt. Sie erzählt ihm, daß Ping-ti nur durch gemeinsamen Mord auf den Thron gelangt und er selbst wie seine Vorfahren nur zur Treue zum alten Kaiser verpflichtet seien. Da er bereits Blut der Anhänger des früheren Herrschers vergossen habe, müsse er einen Beweis seiner Zugehörigkeit zu ihm liefern und der bestehe darin, daß er seine Frau töte. Woo Han ist erschüttert, beschließt aber nach schweren inneren Kämpfen, gehorsam gegen den alten Kaiser und gegen die Mutter zu fein. Den gefangenen Sohn läßt er frei, als er aber der geliebten Frau gegenübersteht, versagt er. Wong-Pueh-Ping kennt ihren Vater, und nach langen vergeblichen Ueberzeugungsversuchen ihrem Gatten gegenüber, tötet sie sich selbst, um den Geliebten zu rechtfertigen. Die Mutter Woo Hans begeht angesichts des Todes der Schwiegertochter Selbstmord, weil sie diese wie eine Tochter geliebt hat und sie trotzdem der Treue opfern mußte. Woo Hans letzte Logik ist der Krieg gegen den Schwiegervater. Dieses Drama aus der Han-Dynastie kennzeichnet, ohne daß man darüber Worte zu verlieren braucht, altes China besser als so manches Buch. Während des Stückes, man bekommt deren vieren bis fünf am Abend zu sehen, unterhielten sich viele Zuschauer laut. Mein Begleiter erklärte mir, daß diese ohne Ausnahme die vom Mandarinchinefisch vollkommen verschiedene Sprache nicht verstünden. Ich war überrascht und erfuhr erst später, daß die Sprache auf dem alten Theater in China etwas „Nebensächliches" sei. Der Hauptdarsteller Chow erzählte mir in seiner Garderobe, daß das altchinesische Theater ursprünglich eine Freilichtbühne war, in der naturgemäß die Worte verloren gingen und die Gesten die Handlung verständlich machen mußten. Darum auch ihre betonte Pflege, die man in Europa häufig mißverstehe, und die doch verstanden werden könnte, wenn man die Pflege des altgriechischen Theaters noch betriebe. Der Erfolg des Darstellers hänge also davon ab, inwieweit und wie tief er den Zuschauer durch ein solches Spiel erfasse und mitnehme. „Sie haben ja gesehn", wandte mein Begleiter ein, „wie groß der Beifall bei manchen Szenen des Herrn Chow war, und können deshalb seine Volkstümlichkeit verstehen!" Der Star Schanghais, der eine Gage von 3000 Dollar monatlich bezieht, wehrte lächelnd und de- sckeiden ab. Er begleitete uns bis zum Bühnen- Ausgang und hielt mich dort noch einmal fest: „Ich gehe in jeden Film, in dem ich Iannings sehen kann. Schon seit Jahren notiere ich mir alles, was ich von ihm lernen kann!" Das begriff ich nun sofort, denn auch Emil Jan- nings ist der Schauspieler starker Mimik und Gesten. Ihn können darum die Chinesen auch ohne Worte verstehen. Als wir wieder draußen waren, sahen wir die nächste Vorstellung schon ausverkauft. Nachdenklich ging ich nach Hause und nahm mir vor, beim nächsten Programmwechsel wieder einer der ersten Besucher zu sein, denn jetzt flog mir vieles zu, und ich brauchte meine Einstellung zum Lande, hier wenigstens nicht hinter Mißverstehen zu verschanzen. Nebensächlich war mir auch auf einmal die herrliche Bühnenausstattung, die prachtvollen Brokate und Seiden der Darsteller, die von vielen Europäern so bestaunt werden, nebensächlich auch die während des Spiels auf der Bühne her- umstehenden und -laufenden Arbeiter und Gehilfen, die die Touristen für komischer halten als ein geist- Polizei rufen, wenn der Einbrecher uns angeschofsen hat, das ist reichlich spät. Besser ist es, für Elnbruchssicherheit zu sorgen! Auch gegen die Bakterien, die unsere Zähne anknabdern und zerstören wollen, können wir uns rechtzeitig schützen. Chlorodont — am besten abends und morgens — das fegt die Übeltäter fort. Chlorodont, die Qualitäts- Zahnpaste, erhält die Zähne gesund und schön. Beste Kameradschaft: Gießener HZ. im Reichssporlweiikamps 1 Photoavvarat. 39630 GLORlfl Illitl1111IIII11II11IIIIII1111II11II11II1111IIIII lllllllllllll Heute Montag Erstaufführungl die Beitreibung eingeleitet werden. 3960C 1. Ziel Gewerbesteuervorauszahlung 1937. 1. Ziel Kanal-, Müllabfuhr- und Strahenreini- kampf um Unser Bild Ausschnitt Wettbewerb Laufes. — Ein lustiger Film von Liebe. Krach und Hasenbraten H. L. Neuner, Gießener Anzeiger.) iiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimimiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiii VornehmI Geschmackvoll! Persönlich! 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Bon der zweiten Hälfte ab wächst übrigens alles: die anderen Darsteller, die Regie und vor allem die Photographie, die in der Kerkerszene an Schwenken, Durchblicken und reiner Porträtphotographie gleichfalls nicht viel Gleichwertiges findet und von der Hunderte von Kameraleuten in Europa und Amerika noch vieles lernen können. Hier gibt es keine Schön- und Kunstphotographie, hier unterstreicht das Bild Handlung und Seele, erfüllt sie ihren eigentlichen Zweck. Ich werde nie bedauern, daß ich vom Klassischen ein wenig abseits gegangen bin, ursprünglich nur aus der Einstellung „man muß es gesehen haben". Denn nur so erlebte ich, daß die Kunst nach den gewaltigen Leistungen in der Geschichte trotz allem Modernen in China nicht stagniert Sie entwickelt sich neu und neuartig, und es sollte mich nicht wundern, wenn sie befruchtend einmal auch auf Europa wirkt reiches Pekinger Lustspiel. Kunst übersieht eben häufig die Form, das können wir vom chinesischen Theater lernen. ♦ Trotz dieser klassischen Einstellung landete ich einige Tage später im Lyric-Theater beim F i l m. Auch er" wird belächelt und das war uns zunächst verständlich, denn der Beginn des „Ewigen Lächelns" erweckte auch bei uns das Gefühl heiterer Ueberlegenheit. Die Photographie zumal führte uns infolge langer Einstellungen und fortgesetzten Apparateschwenkens buchstäblich an den Rand der Seekrankheit. Auch die Handlung, in der eine Ka- barett-Sängerin dem geliebten Jura-Studenten zu seinem Studium verhilft, fortgesetzt von den Familienmitgliedern bestohlen, schließlich in die Hände eines alten Wüstlings fällt, diesen am Ende ersticht und von dem Verlobten endlich zum Tode verurteilt wird, konnte uns durch unverständlich knappe, fast brutale Schnitte und dann wieder langatmige Szenen in der ersten Hälfte nicht fesseln, so sehr die Aufnahmen von den alten Minggräbern in Nanking uns auch interessierten. Aber dann kam ein ganz großes Erlebnis. Den Kampf, den die Hauptdarstellerin, die in der übrigen Welt nicht unbekannte Butterfly W u, von der Mitte des Films ab gegen das Schicksal beginnt, ließ unsere Zwischenbemerkungen zuerst verstummen, um im Höhepunkt des Films, der Gerichtsverhandlung, uns zu einer Begeisterung hin- zureißen, wie wir sie vor einer Leinwand kaum | Mietgesuchei| Aelteres Beamten-Ehe- Vaar sucht zum 1. Oktober schöne 3-o.4-Zim.-Wn. in gutem, ruhig. Hause. Schrift!. Angeb. u. 02873 an d. Gieß. Anz. | Empfehlungen! Men unö WWivnier in gut. Qualität günstig zu verkaufen, auch auf Teilzahlung.v2b4s Möbelhandlung Wilh.Schreier, Gießen, Bahnhofstr. 66 (neben Caf6Amend)an- zusehen 3-7 Uhr. Iwanssvevsteisevuns Dienstag, 8. Juni, nachmittags 2 Uhr, sollen im Versteigerungslokal, Neuenweg 28, bzw. an Crt und Stelle (Bekanntgabe in ob. Lokal) zwangsweisegeg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 4 Deren, 4 Herde, zwei Spiegel, 2 Schaufenster-Ausstell.- Einrichtungen,3Schreibmaschinen, 1 Rechenmaschine, 1 elekt. Motor, 1 Radio, 1 Lautsprecher, 1 Flügel, AachlragShaushallssahimg der Stadl Gießen für das Rj. 1936 Auf Grund des § 86 Abs. 2 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I, Seite 49) wird für das Rj. 1936 folgende Nachtragshaushaltssatzung bekanntgemacht: 3968C Mit einer Eismaschine ist das jederzeit und leicht möglich. Es lohnt sich, eine der preiswerten Eismaschinen anzuschaffen von Die starke sommerliche Hitze tat den ausgezeichneten sportlichen Leistungen der Hitler-Jugend auf den Sportplätzen unserer Stadt keinen Abbruch. Die Jungens rangen in hartem Wett- J.B. Häuser Gießen,a. Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 3962 A oungsgebühren 1937. 2. Rate Bürgersteuer 1937. Brandversicherungsbeitrag 1936. den Sieg, zeigt einen aus dem des 100-m- (Aufnahme: Bekanntmachung. Die in den Gärten vorhandenen Schnakenlarven sollen beseitigt werden. 3964V An alle Garteninhaber ergeht daher die Bitte, im Interesse der allgemeinen Volkswohlfahrt die Schnakenbekämpfung dadurch zu unterstützen, daß den beauftragten Personen das Betreten der in Frage kommenden Gärten gestattet wird. Gießen/ den 5. Juni 1937. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. G r a v e r t. Gefolgschaft 3/116: Kameradschaft 3 Schar 3 mit 179,2 Durchschnittspunkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Kreiling, Arno, 223 P.; 2. Schlosser, Walter, 220 P.: 3. Hinrichs, K. H., Schmid, Heini, je 209 Punkte. Gefolgschaft 4/116: Beste Kameradschaft: Kameradschaft 1 mit 230,3 Durchschnittspunkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Gemmer, Kurt, 263 P.; 2. Eger, Otto, 254 P.; 3. Glänzer, Otto, 244 Punkte. Scharmann, Gerichtsvollz., Gießen Wernerwall 33 Telefon 3108. Marinegefolgschaft: Beste Kameradschaft: Sportkameradschaft mit 212 Durchschnittspunkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Jughardt, Fritz, 258 P.; 2. Krieger, Karlheinz, 253 P.; 3 Döpfer, Walter, 235 Punkte. Motorschar: Beste Kameradschaft: Kameradschaft 1 mit 201,2 Durchschnittspunkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Büdenbender, Rudi, 258 P.; 2. Rauh, Otto, 219 P.; 3. Lipphardt, Erich, 206 Punkte. Fluasporteinheit im Bann 116: Beste Kameradschaft: Kameradschaft 1 mit 214 Durchschnittspunkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Göbel, Otto, 283 P.; 2. Boll, Philipp, 239 P.; 3. Rittmaier, H., 236 Punkte. Nachrichtenschar im Bann 116: Beste Kameradschaft: Kameradschaft 1 mit 1712 Durchschnittspunkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Rahn, Walter, 218 P.; 2. Peppler, Willi, 214 P.; 3. Lutz, Walter, 212 Punkte. W. H. Oie Wettkämpfe des Jungvolks. Im Rohmen der Reichswettkämpfe der Hitler- Jugend wurden im Standort Gießen die Mannschaftskämpfe des Jungvolks am Samstag auf dem Waldsportplatz und dem Sportplatz der Spielvereinigung durchgeführt. Die Gießener Sportlehrer und Sportstudenten stellten sich als Schiedsrichter zur Verfügung. Mit Eifer waren unsere Pimpfe bei der Sache, so daß sich die Kämpfe rasch und reibungslos abwickelten. Die Sieger-Ehrung wurde schon am Samstognachmittag an den Eisteichen durch den Jungbannführer vorgenommen. Sieger wurden alle diejenigen Pimpfe, die über 180 Punkte errangen. Folgende Jungenfchaften gingen als die besten eines jeden Fähnleins hervor: Fähnlein 1, Jungenschaft 5, 211,95 Punkte; Fähnlein 3, Jungenschaft 1, 201,05; Fähnlein 21, Jungenschaft 2/SZ., 188,65; Fähnlein 5, Jungenschaft 8, 172,9; Fähnlein 2, Jungenschaft 1/2, 174; Fähnlein 4, Jungenschaft 9, 162,75 Punkte. Die besten Jungenschaften des Stammes I sind: 1. Fähnlein 1, Jungenschaft 5, 211,95 Punkte; 2. Fähnl. 1, Jgschaft 1, 201,30 ; 3. Fähnlein 3, Jgschaft, 1, 201,05; 4. Fähnl. 21, Jungen- schoft 2/SZ., 188,65; 5. Fähnl. 1, Jgschaft 10, PALAST Giessen | Seims zirka 8 500 qm Wiese abzugeben Näheres l02874 Noonstraße38ll | Kaufgesuche Suche zu kaufen Gute Gemälde sowie Altertümer jeder Art. Schr. Ang. unt. 02875 a.ü.G.A. M IEin Euphono-Film der Ufa mit Heli Finken- H zeller, Rudolf Platte, Fritz Genschow, Kurt RW Seifert, Otto Wernicke, Hans Leibelt. Nach dem Bühnenstück von Edgar Kahn. Eine verblüffende Fülle komischer Gescheh- 8 nisse um ein mageres Häslein bringt Herz und Zwerchfell in wohltuende Erschütterung! 1 Beiprogramm — Ufa - Ton - Woche I LICHTSPIELHAUS ■ Nur noch heute Montag und Dienstag ■ der lustige Anny-Ondra-Film 3965 A ■ Vor Liebe wird gewarnt | dank ihrer vorzüglichen Organisation bereits um 12 Uhr alle Ergebnisse vorlagen und die Sieger verkündet werden konnten. Auf dem Sportplatz der Universität kämpften die Gefolgschaft 3/116, die Marinegefolgschaft und die Sonderformationen des Bannes 116 um die beste Kameradschaft. Auch auf diesem Platze waren die Jungen mit Eifer bei der Sache und jeder versuchte, das Letzte aus sich herauszuholen. Oie Giegerverkündigung. Gegen 12 Uhr bereits konnte der Unterbann 1/116 auf dem Universitätssportplatz im offenen Viereck zur Siegerverkündung antreten. Nach der feierlichen Fahnenhissung und einem Führerwort wurden die Urkunden an die acht besten Kameradschaften und die Siegernadeln an die Einzelsieger ausgegeben. Im Anschluß daran sprach kurz der Führer des Unterbannes 1/116, Gefolgschaftsführer Karl Rühl, der den Kämpfenden für ihren Einsatz dankte und auf die Bedeutung dieser Wettkämpfe für das kommende Gebietssportfest hinwies, das im August 1937 erstmalig in G i e ß e n stattfindet. Mit einem „Siegheil!" auf den Führer und dem Liede der Jugend klang die kurze Feierstunde aus. Die Sieger. Beste Kameradschaft des Unterbannes 1/116 wurde die Kameradschaft 1 der Gefolgschaft 4/116 mit 230,3 Durchschnittspunkten. Die fünf besten Einzelsieger des Unterbannes 1/116: 1. Göbel, Ludwig, 283 P.; 2. Ber- kenhoff, Achim, 278 P.; 3. Dietrich, Hans, 273 P.; 4. Gemmer, Kurt, 263 P.; 5. Jughardt, Fritz, Büdenbender, Rudi, je 258 Punkte. Gefolgschaft 1/116: Beste Kameradschaft: Kameradschaft 1 mit 208,3 Durnchschnittspunkten Beste Einzelkämpfer: 1. Zentgraf, Reinhard, 227 P.; 2. Schreier, Willi, 218 P.; 3. Linkmann, Walter, 215 Punkte. Gefolgschaft 2/116: Beste Kameradschaft: Kameradschaft 2 mit 222,4 Durchschnittspunkten. Beste Einzelkämpfer: 1. Bergenhoff, Achim. 278 P.; 2. Dietrich, Hans, 273 P.; 3. Schwarz, Willi, 246 Punkte. _____________________________ Gestern vormittag standen die Sportplätze am Trieb vollständig im Zeichen der Hitler-Jugend, die ihre nunmehr schon Tradiüon gewordenen Reichssportwettkämpfe durchführte. Die Jungen vollbrachten trotz der aufkommenden drückenden Hitze ausgezeichnete Leistungen. Flink wie die Windhunde durchliefen sie die 100-Meter-Bahn, leicht schwangen sie im Weitsprung durch die Luft und kraftvoll mürben die Keulen geworfen. Mit diesen drei Leistungsarten kämpften sie in Gemeinschaft um die beste Kameradschaft der Gefolgschaft und des Unterbannes. Daneben wurden diejenigen Junggenossen, die über 180 Punkte erreichten, als Einzelsieger gewertet. Mit diesen Bewertungsmaßnahmen kann man den Bedeutungswandel erkennen, der gegenüber den früheren Ansichten über den Sport stattgefunden hat. Heute wird in erster Linie der Gemeinschaftskampf gewertet, der Sport, der seine Steigerung aus dem kameradschaftlichen Zusammenwirken mehrerer junger Menschen erfährt. Deshalb können auch die Reichssportwettkämpfe als Kampftag der Kameradschaft angesehen werden. Für die Wettkampfdurchführung, die Auswertung der Siegerlisten hatten sich neben Kameraden der Hitler-Jugend in uneigennütziger Weise Mitglieder des Reichsbundes für Leibesübungen insbesondere der Gießener Turnvereine zur Verfügung gestellt. Die Gesundheitsstelle des Bannes unter Leitung des Bannarztes betreute mit der Feldscherkameradschaft in gesundheitlicher Hinsicht die kämpfenden Mannschaften. Erfreulicherweise ereigneten sich keine nennenswerten Unfälle. Auf dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900 führten die Gefolgschaften 1/116, 2/116 und 4/116 it/e Wettkämpfe durch. Unbarmherzig brannte die Sonne nieder und gestaltete die Durchführung der Wettkämpfe besonders schwierig. Doch die Jungen schlugen sich tapfer. Wenn auch die Trainingszeiten der letzten Wochen nicht ganz erreicht werden konnten, so stehen die Leistungen doch hoch über den Ergebnissen des Vorjahres, wieder ein Beweis mehr, daß die Stelle „Körperliche Schulung" des Bannes 116 produktiv gearbeitet hat und ein gewaltiges Stück vorwärts gekommen ist. Zum Lobe dieser Stelle sei auch angeführt, daß 185,2; es folgen bann noch drei weitere Jungenschaften von Fähnlein 1. Die besten Einzelsieger eines jeden Fähnleins: Fähnl. 1, Hergert, 263 Punkte; Fähnl. 21, Kirstein, 250; Fähnl. 3, van Bentheim, 245; Fähnl. 5, Göbel, 228,5; Fähnl. 2, Buchberger, 215; Fähnl. 4, Fehl, 213 Punkte. Die besten Einzelsieger desStam m e s : 1. Hergert, Fähnl. 1, 263 Punkte; 2. Frey, Fähnlein 1, 250,5; 3. Fähnl. 21, Kirstein, 250; 4. van Bentheim, Fähnl. 3, 245; 5. Hallstein, Fähnl. 1, 242,5 Punkte. Das Fähnlein 1 stellte also die meisten Einzelsieger und die besten Jungenschaften. Wetterbericht des Relchswetterbienskes. Ausgabeort Frankfurt. Die durch die westliche Lage des europäischen Hochdruckgebietes bedingte Zufuhr von tropischer Warmluft ließ am Sonntag die Temperaturen bei gleichbleibender starker Sonneneinstrahlung im Flachland meist über 30 Grad im Schatten anziehen. Die von Westen her sich ausbreitende strich- förmige Luftdruckverteilung bedingte am Sonntag in Süddeukschland bereits das Auftreten örtlicher warmer Gewitter, die am Montag auch für unser Gebiet zu erwarten sind. Mit dieser Entwicklung wird der Witterungscharakter etwas unbeständig. Aussichten für Dienstag: Wolkig bis heiter, vereinzelt gewittrige Regenfälle, warm und schwül, meist südliche und westliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Im ganzen freundlich und warm, doch etwas gewittrig. Lufttemperaturen am 6. Juni: mittags 31 Grab Celsius, abends 19,2 Grad; am 7. Juni: morgens 21 Grad. Maximum 21,3 Grad, Minimum heute nacht 17,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 6. Juni: abends 24,1 Grad; am 7. Juni: morgens 21,8 Grad. — Sonnenscheindauer 12,6 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Or. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Emst Blumschein (beurlaubt). Vertreter: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 37: 9326. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. H.5.-6(O6oetlflg Mt — fflt öle Werbung ouf eine feorbeliebteSrnuenjeltung einige tüchtige Dame« und Heveen sowie Sbevveisende mit Kolonnen (Beöoten roirO Hohe Provision, Fahr- — ■ = geldvergütung, Einar- ===== beitung durch Fachkräfte Vorzustellen Montag, den 7.6. t. Pfälzer Hof, Gießen, in der Beit von 14 16.30, bei Herrn Geißmann oder schristl. Ang. a. Geißmann, Gießen, Hauptvostlagernd 2lü(f)ldffC von; bis 20 v. 6. erhallen Cie bei wiederholten Auf, nahmen einer Ametg» [Verschiedenes] Obstgarten mitGartenhiitte bei Krofdorf zu verpachten. 02077 Gießen, Hindenburg- wall 14. [Stellenangebote Keine Zeugnisse in Urschrift londern nur Zeugnis- abichriften dem Be- werbungsjchretben beilegen i — Lichtbilder unoBewerbungsunter- lagen mühen tut yernt eibung von Verlusten auf ber Rückseite Namen und Anschrtst des Bewerbers tragen I Junger Gärtnergehilfe fürsofort gesucht. Fritz Schulz Gartenbaubetr. Friedbofsallee. I!llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll DruckschriftenÄ1“ in gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen Jede Lieferung schnell, gut und preiswert I Brühl'sche Druckerei, Schulstr. 7, Ruf 2251 lllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllll § 1. Der bieser Satzung beigefügte Nachtragshaushaltsplan für bas Rechnungsjahr 1936 wirb im außerorbentlichen Haushaltsplan in ben Einnahmen auf 207 100,— RM. in ben Ausgaben auf 207100,— RM. festgesetzt. Hiernach erhöhen sich bie Gesamteinnahmen unb -ausgaben im außerorbentlichen Haushaltsplan von bisher 1 511 931,13 RM. um 207 100,— RM. auf 1719 031,13 RM. § 2. Der Gesamtbetrag der Darlehen, bie zur Bestreitung von Ausgaben bes außerorbentlichen Haushaltsplans bestimmt finb, bleibt mit 972 033,94 RM. wie in ber eigentlichen Haushaltssatzung festgesetzt, bestehen. Lediglich in ber Verwendung ber vorgesehenen Mittel tritt eine Aenberung insofern ein, als ber zur Erbauung von Straßen, Wegen unb Anlagen zur Darlehensaufnahme bestimmte Betrag von 415 033,94 RM. um 40 000,— RM., also auf 375 033,94 RM. herabgesetzt, unb bafür ber Betrag von 80 000,— RM. zur Errichtung einer Viehauktionshalle um ben gleichen Betrag, also auf 120 000,— RM., erhöht wirb. § 3. Die Bestimmungen ber Haushaltssatzung vom 27. Mai 1936, soweit sie sich auf bie Steuersätze unb bie Kassenkrebite beziehen, bleiben unoeränbert. II. Die nach § 86 ber Deutschen Gemeinbeorbnung erforberliche Genehmigung ber Aufsichtsbehörde zu § 2 ist unter dem 29. Mai 1937 erteilt. III. Der Nachtragshaushaltsplan liegt gemäß § 86 Abs. 3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 8. bis 15. Juni 1937 im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 10, öffentlich aus. Gießen, ben 3. Juni 1937. ________Der Oberbürgermeister: Ritter.________ Oeffenttiche Mahnung. Folgenbe Rückstänbe finb umgehend zu zahlen, andernfalls muß ein Säumniszuschlag berechnet und 2 Sitze, 2Notsitze, gute Bereifung, steuerpflichtig, f. 250 Mk. zu verkaufen. Schristl. Anfrag.u.3969D an d. Gieß. Anz. Ein 4tW- Klotovvad 100 ccm, Fichtel und Sachs, neu- wert. zu verkauf. Schriftl. Angeb. unter 3971D an den^ Gieß. Anz. Billig zu verkaufen 1 Trumeanspiegel 1 Kleiderschrank 1 Regulator 02879 Lindengasse 4 I. Tüchtiges,solides Tagesmädchen das schon in bess. Haushalt war, f. alsbald gesucht. Lange Am Nahrungs- berg Nr.41.3972V | Verkäufe | Zuchtenten zu verkauf. 02878 Kevlerstr. 7 III. Gut erhaltener und fahrbereiter Das klassische Fachbuch für Pilzfreunde und -kenner in neuem Gewände und zu stark ermäßigtem Preise Prof. Dr. W. 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Zum (937 9(ml4.3uni beginnen wir in den Kamilienblättem mit dem Abdruck eines neuen großen Romans. Aach dem beschaulich heiteren Alterswerk Fontanes bringen wir den Roman „Goyaunddas Löwengesicht" von Karl Hans Strobl, eine geschichtliche Erzählung großen Stils, die, obwohl bereits vor Jahren entstanden, im Hinblick auf den spanischen Bürgerkrieg eine unbeabsichtigte Aktualität gewinnt, - ein Werk, aus reicher Erzählerkunft und Phantasie geboren, erfüllt von der Freude am Abenteuer, am romantischen, unheimlichen und großartigen Erlebnis, strotzend von Handlung und Spannung, Historie, Feldzugsbericht und Liebesgeschichte in einem. Feierliche Einweihung des Skagerrak-Ehrenmales. turnen, außerdem wurde Boxsport gezeigt, gute Musik, Vorträge in oberhessischer Mundart, lustige Schattenspiele usw. trugen zur weiteren Unterhaltung bei. Der gestrige Sonntag brachte unserer Stadt das erwartete Ereignis der feierlichen Einweihung des Skagerrak-Ehrenmales an der Schlageter-Anlage, des ersten Mahnmals dieser Art in Deutschland. Alle die äußeren Umstände, wie man sie sich für eine solche Veranstaltung erhofft, waren in glücklichster Weise gegeben, aber auch von allem Ernst getragen war die Stunde dieser Weihe, der dem Sinne des großen Opfers entsprach, das die Helden zur See für ihr Vaterland gaben. Die prächtige Anlage des Skagerrak-Ehrenmales bot sich bei herrlichstem Sonnenschein in festlicher Pracht dar. Die Wiesenflächen, die das Wasserbecken säumen, schimmerten in zartem Grün, die jungen Bäumchen, die die Anlage umgeben, trugen Blätterschmuck und von vielen Masten flatterten die Fahnen des Dritten Reiches. Eine große Menschenmenge, jedermann angetan in sommerlicher Kleidung, trug dazu bei, das äußere Bild der Veranstaltung schön zu gestalten. Die Feier nahm würdigsten Verlauf. Der Tag der Uebergabe dieses Ehrenmales wird in den Annalen unserer Stadt rühmlich zu verzeichnen sein. Die Reihe der Veranstaltungen fand ihren Auftakt am Samstag mit dem Empfang der aktiven Marine-Kameraden von der Schiff-Stammabteilung der Nordsee aus Wilhelmshaven, die unter der Führung Kapitän- Leutnants Erdmann mit drei Offizieren, fünf Unteroffizieren und zehn Mann zur Teilnahme an der Einweihungsfeier kamen. Die Kameraden der Kriegsmarine, die für die Tage ihrer Anwesenheit in Gießen als Gäste der Stadt zu betrachten waren, wurden vom Führer des hiesigen SA.-Marine- Sturmbannes Sturmbannführer' Sr. Mettenheimer, vom Führer der hiesigen NS.-Marine- kameradschaft Lich und vom Leiter des Städtischen Verkehrsamtes S ch u st e r am Bahnhof empfangen und herzlich begrüßt. Bald nach ihrer Ankunft unternahmen die Kameraden der Kriegsmarine eine Fahrt durch die Stadt und lernten die Sehenswürdigkeiten Gießens kennen. Nach einer Kaffeepause, die die Gäste auf dem Schiffenberg sah, nahmen die Marinesoldaten — nachdem kurz vorher Kapitänleutnant Erdmann dem Oberbürgermeister unserer Stadt einen Besuch ab gestattet und ihm die eingetroffene Marinestreife gemeldet hatte — an dem e Auch Kapitänleutnant Erdmann hielt eine kurze Ansprache und betonte, daß es für die Aktiven der Kriegsmarine eine selbstverständliche Pflicht sei, mit den alten Kameraden in Gedankenaustausch zu treten und dabei für die Waffe zu werben. Solche Tage seien besonders dazu angetan, diesen Zweck zu erfüllen. Er dürfe auch an dieser Stelle betonen, daß die Kameraden der Kriegsmarine immer ihre ihre Pflicht tun würden. Im Anschluß zeigte Fregattenkapitän a. D. Ackermann einen prächtigen Film, der in schönen Bildern vom Dienst auf deutschen Torpedobooten erzählte und einen tiefen Einblick in das Leben an Bord der Schiffe der deutschen Kriegsmarine tun ließ. Ein zweiter Film rückte die große Parade der Wehrmacht vor dem Führer vor Augen, die aus Anlaß seines Geburtstages in Berlan stattfand. Der weitere Verlauf des Abends war unterhaltsamen Darbietungen gewidmet. Der Spielmannszug der Marine-HI. trat schneidig auf, die jungen Kameraden der Marine-HI. zeigten kraftvolles Boden- Marsch zum Ehrenmal. Gegen 10 Uhr traten die an der Feier geschlossen teilnehmenden Formationen vor dem Gebäude der SA.-Standarte an, um dann gemeinsam unter dem Vorantritt des Musikzuges des SA.-Marine-Sturm- bannes nach dem Skagerrak-Ehrenmal an der Schlageteranlage zu marschieren. Am Ehrenmal selbst hatten sich zahlreiche Ehrengäste aus dem Kreise der Partei, der Wehrmacht, der staatlichen und städtischen Behörden sowie viele Volksgenossen eingefunden. Für den Standort Gießen waren der Kommandeur der III./A.-R. 9, Oberstleutnant Döring als Vertreter des Standortältesten, Generalleutnant Oß- wald, ferner Abordnungen des Jnf.-Regts. 116 und der III. Abteilung Art.-Regts. 9 erschienen. An der Feier nahmen außerdem Generalmajor W i l l i ch in Begleitung eines Offiziers als Vertreter der Luftwaffe teil. Vor Beginn der Feier wurde die angetretene Marine-Wanderstreife in militärischer Form Admiral Wilke gemeldet. Die Feier der Einweihung. Kameradschastsabend teil, der die Kameraden des SA.-Marine-Sturm- banns 11/34, der Marine-HI. und der NS.-Marine- kameradfchaft mit Angehörigen und vielen Gästen vereinigte. Zahlreiche Vertreter der Partei, ihrer Gliederungen, der Wehrmacht und der Behörden nahmen teil. Nach einleitenden musikalischen Da»- bietungen des Musikzuges des SA.-Marine-Sturmbanns hielt Sturmbannführer Dr. Mettenheimer eine kurze Begrüßungsansprache, gab seiner großen Freude über die starke Beteiligung an diesem Abend Ausdruck und dankte außerdem dem Oberbürgermeister und damit der Stadt Gießen für die Schaffund des Skagerrak-Ehrenmales. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß den Kameraden von der Kriegsmarine die in Gießen verbrachten Tage in guter Erinnerung bleiben möchten. Sodann hielt der Gauführer des NS.-Marine- bundes Fregattenkapitän a. D. Ackermann eine längere Ansprache, in der er Sinn und Bedeutung des Opfers umriß, das die Kameraden unserer ehemaligen Kriegsmarine in der Schlacht vom Skagerrak brachten. Auch er dankte dem Oberbürgermeister für die Errichtung des Ehrenmales, das für die Jugend richtungweisend sein möge. Auf der deutschen Flotte fanden sich, so führte er u. a. aus, noch immer Deutschlands Söhne aus allen Gauen, und die Marine fei zum „Schmelztiegel der Nation" geworden. Der Tag von Skagerrak habe dem Schaffen der ganzen Nation die Krone gegeben, denn die deutsche Flotte habe es vermocht, dank ihres ausgezeichneten Materials, dank der ausgezeichneten Mannschaften, den unschlagbar scheinenden Gegner in die Flucht zu schlagen. In seinen weiteren Ausführungen sprach der Redner noch über die Ausbildung der Mannschaften zu einsatzbereiten Soldaten der Kriegsmarine, er schilderte ferner die Seehelden vom Skagerrak als die Vorkämpfer einer neuen Zeit. Er sprach auch vom Aufbau der deutschen Flotte vor dem Weltkrieg, wie auch deren Neuaufrichtung unter der Initiative des Führers und unter dem Leitgedanken: „Bereitsein ist alles!" In großem beispielhaftem Vergleich der Schicksalsgemeinschaft der Mannschaft auf einem Schiff während der Schlacht, zur Schicksalsgemeinschaft unseres ganzen Volkes, wie sie der Führer jetzt zusammenschweiße, wies der Redner auf die Forderungen unserer Zeit an den deutschen Menschen hin. Mit dem Liede „Wir treten zum Beten", gespielt von dem Musikzug des SA.-Marine-Sturmbannes, fand die Feier ihren ernsten Auftakt. Baurat Gravert, der Gestalter des Ehrenmals, übergab zunächst dem Oberbürgermeister die Platzanlage und betonte dabei, daß es neben dem tieferen Sinne, der dieser Anlage zu eigen sein soll, gleichzeitig eine Bemühung sei, um die Verwirklichung des Gedankens einer schönen Gestaltung der" Landschaft in der Nähe unserer Stadt. Hier sei es insbesondere auch eine Bemühung um die glückliche Lösung von Grün- und Wasserfläche. Er gab abschließend dem Wunsche Ausdruck, daß es unter der Leitung des Oberbürgermeisters gelingen möge, die Pläne, die der Verschönerung unseres Stadtbildes dienen sollen, zu einem glücklichen Ende zu führen. Oberbürgermeister Ritter hielt sodann die Weiheansprache und sagte, daß, wenn man sich hier entschlossen habe, ein Ehrenmal zu schaffen, es nicht allein aus dem Grund geschaffen worden sei, um das Stadtbild zu verschönen, sondern um der Fahne des Dritten Reiches willen und um des Geistes willen, der sich in 8 . t i & dieser Fahne dokumentiert. Das Ehrenmal soll immer wieder daran mahnen, daß dem deutschen Menschen, um der Opfer der gefallenen Helden willen, gewaltige Verpflichtungen auferlegt feien. Oberbürgermeister Ritter gab dann seiner Freude darüber Ausdruck, die Abordnung unserer stolzen deutschen Kriegsmarine bei dieser Weihefeier begrüßen zu können. Wir wüßten, so fuhr er fort, daß ein solcher Platz seiner tieferen Bedeutung gerecht werde, weil in unserem ganzen Volke ein neuer Geist Platz gegriffen habe, vor allem sei heute das deutsche Volk wieder erfüllt von dem Geist der Treue, die zu besiegeln jeder bereit sei. Als der Führer daran gegangen sei, das deutsche Volk zu erobern, seien auch um ihn opfermutige Kämpfer gewesen. Wo ihm einer gefallen sei, seien drei neue erwachsen. So sei der Geist des Führers Gemeingut und zum deutschen Glauben geworden. Wenngleich Deutschland rüste, so ändere das nichts an der Tatsache, daß das deutsche Volk mit aller Leidenschaft das Glück und den Frieden der Völker wünsche. Und man rüste in Deutschland, weil man wisse, daß einem wehrhereiten Volke ein Angriff von außen her am ehesten erspart bleibe. Daß sich das deutsche Volk auf seine Wehrmacht verlassen könne, habe sich in diesen- Tagen eindeutig genug erwiesen. So wie die Kameraden der Kriegsmarine auf der „Deutschland" bereit gewesen seien, ihr Leben zu opfern, so seien es heute Tausende. Diesen Geist der Einsatzbereitschaft hochzuhalten und hineinzuversenken in die Jugend, das sei eine Aufgabe, die zu erfüllen dieses Ehrenmal helfen solle. Sodann übertrug Oberbürgermeister Ritter dem SA.-Marine-Sturmbann die Betreuung der Anlage des Skagerrak-Ehrenmals mit der Ver- Links: Dberbtirgermefter Ritter begrüßt die Ehrengäste aus dem Kreise der Partei und der Wehrmacht. — Rechts: Während der Feier der Einweihung des Ehrenmals, nach der Enthüllung des Lorbeerkranzes. — (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeger.) Oberhessischer Kunstverein. Skagerrak-Kunstausstellung. Aus Anlaß der Einweihung des Skagerrak-Ehrenmales eröffnete der Oberhesfifche Kunstoerein im Rahmen der Feier am Sonntagvormittag eine Kunstausstellung vor beladenen Gästen im Schulsaale der neuen Pestalozzi-Schule. Die Ausstellung siedelt dann in die Sonnenstraße über und wird vom Mittwoch ab in den Räumen des Klubs allgemein zugänglich fein. Sie umfaßt siebzehn Bilder von Claus Bergen, sie wurde zum erstenmal bei der Einweihung des Marine-Ehrenmales in Laboe in Kiel gezeigt und ist nicht mehr ganz vollständig, da einige Gemälde inzwischen von der Kriegsmarine erworben wurden. Gießen ist übrigens die erste deutsche Stadt im Binnenlande, welche die Ausstellung nach Kiel übernommen chat. Claus Bergen ist neben Willy (Störoer und Professor Hans Bohrdt der bekannteste unter den zeitgenössischen deutschen Marinemalern; er hat mit der Mehrzahl der hier zusammengestellten Gemälde, die großenteils schon äußerlich durch ihr monumentales Format auffallen, die Seeschlacht am Skagerrak (31. Mai 1916) in ihren wichtigsten Phasen dargestellt. Bergen ist Marinemaler in einem ganz bestimmten Sinne: er bezeugt in seiner Stoffwahl eine ausgesprochene Vorliebe für Marine-Bilder nicht so sehr im allgemeinen, ziemlich weitgespannten Sinne des kunstgeschichtlichen Begriffs, sondern eben im Hinblick auf die deutsche Kriegsflotte. Die Skagerrak-Schlacht ist bis auf den heutigen Tag militärisch und seekriegsstrategisch der Inbegriff der modernen Seeschlacht überhaupt geblieben; für den Maler ein Stoff von außerordentlichem Ausmaß im Stofflichen wie im Technischen. Wir sehen auf Bergens Gemälden, die durch einige Kartenüberfichten verdeutlicht werden, etwa jene berühmt gewordene Gefechtskehrtwendung des Admirals Scheer, der die Hochseeflotte in der Schlacht befehligte; wir sehen ferner ein Aquarell „Auf ,Seyd- litz' während des Kampfes", vielleicht das eindrucksvollste Bild der ganzen Schau, bestechend sowohl durch die Dramatik der Szene und des (menschenleeren) Schauplatzes wie durch sachliche Treue und Genauigkeit der Darstellung im Detail. „Die Schlachtkreuzer ran an den Feind!" heißt ein anderes Bild, das einen der entscheidenden Momente der stundenlang währenden Schlacht festhält, während ein weiteres den kritischen Augenblick fixiert, in dem Admiral Hipper, der Befehlshaber der Schlachtkreuzer, im Gefecht sein schwer zusammen- geschossenes (später auf dem nächtlichen Rückmarsch in den Heimathafen gesunkenes) Flaggschiff „Lützow" verläßt, um auf einem Torpedoboot auf S. M. S. „Moltke" überzugehen. Wir nennen ferner die Gemälde „Die kleinen Kreuzer zu Beginn der Schlacht", „Das Spitzenschiff der deutschen Linienschiffe, S. M. S. „König" (III. Geschwader, Admiral Behncke), von weiteren Ausschnitten aus der Schlacht ein Gesamtpanorama vom Kampf der deutschen Schlachtkreuzer, welche die Hauptlast des Tages trugen und schwer mitgenommen wurden, aber auch hervorragende Erfolge zu verzeichnen hatten; den Angriff der Torpedoboote mit dem berühmten roten Stander Z am Signalmast, „Lützow" im Kampf, das deutsche II. Geschwader (,,Ostfriesland"-Klafse), „Gefechtspause auf S. M. S. .Markgraf", „Der 31. Mai", und „Scheers Flaggschiff S. M. S. .Friedrich der Große"'. Bergen vereinigt in feinen Bildern ein hohes Maß von seemännischem, technisch-fachlichem Wissen und Verständnis mit bedeutenden malerischewQuali- täten. Es ist kein Zweifel, daß die Bilder dieser Ausstellung in erster Linie rein stofflich das lebendigste Interesse des Beschauers wecken; das ist verständlich, indessen sollte darüber doch die künstlerisch bedeutende Leistung nicht übersehen oder gering angeschlagen werden. Man beachte etwa im einzelnen, wie das Wasser behandelt ist, was bekanntlich auch außerhalb der sogenannten Marine-Malerei ein immer wieder in Angriff genommenes Problem berührt; man denke nur, um eine der berühmtesten Lösungen zu erwähnen, an Böcklins „Spiel der Wellen". Oder wie der Wasserdampf, der Rauch, der Qualm gemalt sind, wie der Feuerschein der Abschüsse und der Einschläge auf den bewegten Wellen reflektiert ist. — Eine Anzahl weiterer Bilder führt in folgerichtiger Entwicklung in die nächste Gegenwart und zeigt einen imposanten Aufmarsch der neuerstandenen Hochseeflotte und den neuen Kreuzer „Leipzig". Zum Schluß sei noch, ein in die Kriegszeit weisendes Bild erwähnt, das ganz erfüllt ist von der männlichen Kraft, dem Wagemut und der Dramatik modernen Wikingertums: es nennt sich „U 53 im Atlantik". — Die sehr sehenswerte Ausstellung ist auch als Werbung für den Reichsbund für deutsche Seegeltung gedacht und dürfte diesen Zweck ausgezeichnet erfüllen. Hans Thyriot. * Im Anschluß an die Feier am Skagerrak-Platz hielt Stadtbaurat Gravert, der Vorsitzende des Kunstvereins, im Schulsaal der Pestalozzi-Schule einen Einführungsvortrag; er hieß zunächst im Namen des Oberhessischen Kunstvereins die Gäste willkommen. Claus Bergen, der jetzt in München lebt, gehöre, so führte der Vortragende weiter .aus, zu den besten deutschen Marinemalern neben Willy Stöwer und Hans Bohrdt; er habe jahrelang bei der Marine gearbeitet. Bei allem gegenständlichem Interesse an seinen Bildern dürfe die hohe künstlerische Leistung Bergens nicht unbeachtet bleiben. Mit Ausstellungen wie beispielsweise vor kurzem der Sven-Hedin-Ausstellung verzichte der Kunstverein bewußt auf den Galeriecharakter zugunsten einer breiteren Resonanz in allen Schichten des Volkes; Bergens Bilder aber, die hier gezeigt werden, seien in erster Linie künstlerisch, nicht stofflich zu werten. Zum sachlichen Inhalt der Bilder wolle er, der Vortragende, einige Anmerkungen mach ei?. Stadtbaurat Gravert gab dann einen allgemeinen geschichtlich-politischen Aufriß, innerhalb dessen die Hauptlinien der Entwicklung Englands zur Seegroßmacht herausgearbeitet waren. Dies führte über eine kurze Betrachtung der seepolitischen Kräfteverhältnisse Europas im 19. Jahrhundert und vor dem Ausbruch des Weltkrieges zu einer Schilderung der wichtigsten Ereignisse des Seekrieges zwischen England und Deutschland, die in der Skagerrak-Schlacht ihren entscheidenden Höhepunkt fanden. Dann gab der Vortragende eine klare und übersichtlich zusammenfassende Beschreibung der Hauptphasen der Schlacht und ihrer militärischen und politisch-moralischen Auswirkungen; er schloß mit dem Wunsche, die Gemälde mögen erkennen lassen, daß es Bergen gelungen sei, der Schlacht in ihren Höhepunkten die künstlerische Fassung zu geben, die sie beanspruchen könne, um wahr zu sein. — An den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich ein Besichtigungsrundgang an. Der Vogel auf dem Kopf. Wer einen Vogel hat, behält es meist für sich. Anders Philipp Gottfried Maler, der einen jungen Staren aufgezogen hat und über feine Erlebnisse mit ihm, unterstützt von einer Anzahl ungewöhnlich reizender Bilder, im Juniheft von Vel - Hagen 6r K l a s i n g s Monatsheften erzählt. Der kleine Jakob kennt keine größere Freude, als sich auf dem Kopf Malers und anderer Menschen, die er kennt, zu tummeln. Der Verfasser deutet diese Vorliebe damit, daß für den Vogel wir Menschen eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Baum haben. Wir stehen am Boden, wenn auch nicht darin. Unser Leib ist ein Stamm, unsere Arme sind Aeste, unsere Finger vielleicht Zweige. Und auf unserem Kopf — versetzen wir uns in Jakobs Seele — sitzt man wie in einem Wipfel, besonders wenn er dicht und lang behaart ist. Kein größeres Vergnügen für Jakob als im Gestrüpp der Haare zu stochern. Jakob geht mit dem Schnabel dem Fell ayf den Grund, spreizt ihn plötzlich wie einen Zirkel und, falls er gerade an ein Schaffell ober in Afrika an ein Büffelfell geraten wäre, oder falls er sich auf weichem Rasenboden umhertriebe, was zu beobachten man draußen des öfteren Gelegenheit hat, so legt er frei, woran ihm gelegen ist. Malers Nachbar hat den Jakob einmal wegen seiner Vorliebe für den Gipfel des Menschen verflucht. Dieser Nachbar hat nämlich einen sehr sauberen Scheitel. Ist es an sich schon unangenehm, wenn ihn unvorhergesehenerweise ein Star zertrampelt und zerzaust — was übrigens im Nu geschehen war — die Sache wird geradezu unerträglich, wenn die helle Scheidelinie zwischen Haar und Haar, der Scheidet also, den Vogel offenbar in den Glauben versetzt, es handele sich dabei um etwas Eßbares. ZapanischerBarbier entdeckt einenGtern Ein einfacher Japaner namens Kazukai Gvmi, der als Barbier in einem Außenbezirk von Tokio tätig ist, erhielt dieser Tage einen Ehrenplatz auf der ersten Seite der japanischen Zeitungen. Es wurde berichtet, daß der Botschafter der Vereinigten Staaten, Grey, während einer Feier, die in der Universität stattfand, ihm die Goldmedaille der Universität Harvard für seine große Leistung auf astronomischem Gebiet übergeben habe. Kazukai ist von den amerikanischen Gelehrten als der Entdecker eines neuen Sterns, der „Nova Lacertae“, anerkannt worden, die er als erster während der totalen Sonnenfinsternis am 16. Juni 1936, die in Japan zu beobachten war, gemacht hat. Der Barbier hat bereits in feinem 12. Lebensjahr begonnen, den Himmel zu durchforschen, und um seiner Leidenschaft für die Astronomie nachgehen zu können, hat er mit seinen geringen Ersparnissen ein Fernrohr erworben; schließlich erhielt er die Erlaubnis, als Dilettant die Himmelsräume mit den Instrumenten des Observatoriums von Tokio zu durchforschen. Die Goldmedaille, die er jetzt erhielt, ist einer der meist begehrten Preise in der amerikanischen Wissenschaft; sie wird als „Pickering Gold Medal“ alljährlich von der Harvard-Universität verliehen. Hochschulnacbnchten. Der ordentliche Professor der Chirurgie an der Universität Frankfurt, Dr. Victor Schmieden, ist zum Ehrenmitglied der Gesellschaft der Chirurgen und der Gesellschaft der Aerzte in Wien ernannt worden. das Bewußtsein l beerkranr tragenden Stein zur Verfügung stellte, efallenen gegen- Er dankte nicht zuletzt der NS. - Manne-Ka- Er dankte nicht zuletzt der Ui to. * a r t n e = x a = meradschaft für die Stiftung des ehernen Lor- Aus der Stadt Gießen sind H. chwere Schatten und graue Wolken. Rosen Besänftiger, Versöhner und Tröster. - Der gesamte Ritt führte folgenden Kurs: Gießen, Lollar, Wolfhausen, Hachborn, Treis a. d. Lda., Gro- ßen-Buseck, dann südlich zum Fernerwald, durch den Fernerwald (in dem der Posten ausgesucht werden mußte) und dann zurück nach Gießen. Als Mindestzeit für die Zurücklegung der gesamten Strecke waren 9 Stunden vorgesehen; die Höchstzeit mit 10 Stunden sollte nicht überschritten werden. Eingeschaltet war außerdem eine Zwangspause von 15 Minuten, die von den Ofsi- zleren in der Hauptsache für die Pflege des Pferdes verwandt wurde. Der tiefere Sinn des Rittes bestand dabei darin, daß die Reiter die Strecke zurücklegten, ohne die Pferde mehr als unbedingt notwendig zu strapazieren. Die Hauptaufgabe lautete, das Pferd in einem so guten Zustand zurückzubringen, daß es sofort zu einer weiteren Leistung fähig gewesen wäre. Das Ergebnis des Rittes war befriedigend. Das Ergebnis. Aus dem Wettbewerb gingen folgende Teilnehmer als Sieger hervor: 1. Oberveterinär Dr. Meierjürgen (Stab Nachr. 9) mit 3 Fehlpunkten. 2. Oberleutnant G-rifar, IH/A.-R.9, mit 5 Fehlpunkten. 3. Hauptmann Kampmann, 15. (E.) J.-R. 36, mit 6 Fehlpunkten. Roß und Reiter 66 Kilometer unterwegs Das Ergebnis des Divisionsrittes. Am vergangenen Donnerstag startete an der Volkshalle, kurz nach Sonnenaufgang, eine Anzahl von Offizieren der Standorte Gießen, Butzbach, Hanau, Marburg und Fulda zu einem Divisionsritt, der die Teilnehmer über eine Strecke von 66 Kilometer, bzw. über 60 Kilometer führte. Die Angehörigen der Artillerie hatten die um 6 Kilometer größere Strecke zu bewältigen, während die der Infanterie zugehörenden Offiziere 60 Kilometer zurückzulegen hatten. Der große Ritt stellte an die Teilnehmer erhebliche Anforderungen. Die zu be- wältigeNde Strecke war in ihrer Art unterschiedlich. Es wurde das Reiten auf vorgeschriebenen W e g - strecken verlangt, also auf Straßen und Wegen, ferner schloß der Ritt die Ueberwindung einer G e - ländestrecke in sich, in die 12 Hindernisse mit Wassergräben einbezoaen waren, schließlich hatten die Reiter auf einer sogenannten Findigkeitsstrecke ihre Geschicklichkeit in der Orientierung zu beweisen. Für die Findigkeitsstrecke bekamen die Offiziere eine Karte in die Hand gedrückt, nach der sie einen irgendwo im Gelände aufgestellten Posten aufzufinden hatten. Außerdem war mit dem Ritt auch eine Prüfung im Pistolenschießen verbunden, bei der während einer knapp bemessenen Zeit eine bestimmte Anzahl von Schüssen abgegeben und eine bestimmte Anzahl von Ringen erreicht werden sollte und erreicht wurde. pflichtung, der Jugend immer heu das Bewußtsein l der heiligen Verpflichtung den Gefallenen gegen-| über zu vermitteln, und zu fordern, daß sie die Fahne, die heute auch über diesem Ehrenmal wehe, in reinen Händen halte. Und sorgen Sie dafür, so wandte sich der Oberbürgermeister an den Führer des Marine-Sturmbannes, daß in den Reihen ihrer Kameraden, dieses Denkmal immer als ein Bekenntnis zu deutscher Seegeltung betrachtet wird. Unserer Jugend solle das große Beispiel der Helden vom Skagerrak ein leuchtendes Beispiel für heiligste Pflichterfüllung [ein, damit der Geist des Führers, dem deutschen Volke die Freiheit, der Welt der Frieden und dem deutschen Volke der Glaube an Deutschland erhalten bleibe. Mit Worten des Arbeiterdichters Heinrich Lersch, einem Bekenntnis zu Deutschland, schloß der Oberbürgermeister seine eindrucksvolle Weiheansprache. Roseuzeit. Wenn auf den Wiesen Gräser und Blumen von der scharfen Sense gemäht werden, blühen unsere schönsten Blumen auf: die Rosen. Sonnenglanz und Rosenduft! Wir gehen der Höhe des Jahres entgegen. r„ Hat nicht die Natur ihre besondere -Vorliebe für die Herrlichkeit der Rose ausbewahrt? Ist es nicht wie ein Wunder, wenn wir am frühen Morgen, bei Sonnenaufgang, den Garten betreten und das Aufblühen der Rosenknospen erleben? Noch glänzen die Pflanzen und Gräser vom Tau der kühlen Nacht. Geschlossen sind die meisten Blüten. Da leuchten die ersten Strahlen auf, treffen mit sieghafter Kraft die zarten Rosenknospen, und langsam entfalten sich die Blütenblätter. Vom Tau benetzt, umflutet vom Sonnenglanz, strömt dar herrliche Duft in die Morgenluft- ... Alle guten Menschen lieben die Blumen. Jedes Fenster, jedes Fleckchen des Gartens mutet uns an wie ein Märchen, wenn dort Blumen blühen. Sie spenden uns Duft, ihre Farben glühen auf im Sonnenlicht, leise geneigt leuchten sie uns entgegen, als wollten sie sagen: Wir sind nur für euch da! Farbe gesellt sich zu Farbe, Duft zu Duft. Eine unstillbare Sehnsucht nach Blumen und Freude erfüllt des Menschen Herz. Er durchwanderte die Welt, um die schönsten und kostbarsten Blumen heimzutragen in seinen stillen Garten. Er pflegte und hegte sie wie seine eigenen Kinder. Und er pflanzte das bescheidene Heckenröslein, in dem am Rain die Vögel ihre junge Brut verbergen, in seinen Garten. Es wuchs und gedieh. Neue Formen, neue Farben entstanden. Die Blüten füllten sich. So schuf die Liebe zur' Natur das große Blumengeheimnis. Jedes Jahr, im Juni, leben wir im stillen Glück der Rosenzeit. Jedes Schaufenster, jeder Blumenladen, jeder Stand auf dem Markte, alle stehen im Zeichen der Rosen. Täglich kommen neue Farben, neue Arten. Wir schmücken unser Heim mit Rosen. Sie sind uns die besten Freunde. Wie leuchten sie ufts entgegen, wenn sie uns schon am Morgen beim Frühstück grüßen! So ein Blumenstrauß hat Gewalt über Wohlfahrts-Geldlotterie für die deutschen Blinden. Mit Zustimmung des Reichsschatzmeisters der NSDAP, hat der Reichs- und preußische Innenminister dem reichsdeutschen Blindenverband e. D. in Berlin die Veranstaltung einer Geldlotterie zur Förderung seiner Bestrebungen für das ganze Reichsgebiet genehmigt. Die Ziehung findet am 24. Juli unter behördlicher Aufsicht statt. Das Einzellos kostet 50 Pfennig, das Doppellos 1 Mark. Der Hauptgewinn auf ein Doppellos beträgt 15 000 Mark. Rachtrags-Haushaltssatzungen der Stadt Gießen. Die Stadtverwaltung gibt davon Kenntnis, daß zum Haushaltsplan der Stadt Gießen ein Nachtrags-Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1936 festgestellt wurde. Der dieser Satzung beigefügte Nachtrags-Haushaltsplan wird im außerordentlichen Haushaltsplan in den Einnahmen und in den Ausgaben auf 207 100 Mark festgesetzt. Hiernach erhöhen sich die Gesamteinnahmen und -ausgaben im außerordentlichen Haushaltsplan von bisher 1 511 931,13 auf 1 719 031,13 Mark. Die Nachtrags-Haushaltssatzung enthält zu dieser Feststellung einige sachdienliche Erläuterungen. Hohe Auszeichnung einer Gießener Segelfliegerin. Martha Mendel erwirbt das Leistungsabzeichen. Die in unserer Stadt und darüber hinaus in Oberhessen sehr bekannte Segelfliegerin Martha Mendel (die als Turn- und Sportlehrerin an Gießener Schulen tätig ist) konnte in diesen Tagen die Prüfungen für das Leistungsabzeichen im deutschen Segelflug abschließen. Die Bedingungen für diese Prüfungen sind außerordentlich schwer, denn sie verlangen einen Höhenflug von mindestens 1000 Meter über Start, einen Streckenflug von mindestens 50 Kilometern und einen Dauerflug von mindestens 5 Stunden. Fräulein Martha Mendel, das bereits vor Jahren einen Weltrekord im Dauerflug aufgestellt hatte und verschiedentlich nachher noch manchen Flug über die vorgeschriebene Leistung hinaus hinter sich brachte, hat nun in diesen Tagen die legte Prüfung, den Streckenflug von 50 Kilometer erfüllt. Sie flog von Darmstadt nach Lauterbach und erwarb sich damit endgültig die Anwartschaft auf das ehrenvolle Abzeichen. In unserer oberhessischen Heimat, in der der Segelflug eine gute Pflegestätte hat, sind bisher nur zwei Träger dieses Leistungsabzeichens bekannt. Das erste dieser Abzeichen erwarb Dr. Janke, der Führer der Gießener Segelfliegerortsgruppe und nunmehr Fräulein Martha Mendel. Es ist sehr erfreulich, daß mit beerkranzes. Zum Abschluß der Feier sprach dann Sturmbannführer Dr. Mettenheimer noch kurz über die Begriffe der Kameradschaft und der restlosen Unterordnung unter den Befehl des Führers, Begriffe, die heute dem deutschen Volke zur Selbstverständlichkeit geworden seien. Es sei eine symbolhafte Verbindung, daß hier das Denkmal für die Seehelden vom Skagerrak angrenze an eine Anlage, die den Namen eines Mannes von gleichem Geiste — Albert Leo Schlageters — trage. Wir, so fuhr er fort, die wir hier diesen Platz übernehmen, würden bestrebt sein, diese gleiche geistige Haltung zu vertreten. Zum Schluß seiner Ansprache richtete der Redner seine Gedanken auf den Führer, dem wir, ein freies deutsches Volk zu sein, verdanken. Er habe den Weg vorbereitet für die herrliche Zeit, in der wir leben. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer schloß er seine Ansprache. Mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied fand die Feier ihren Abschluß. Im Anschluß daran wurde vor einem großen Kreis geladener Gäste in der Turnhalle der Neuen Pestalozzischule die Ausstellung des Oberhessischen Kunstvereins eröffnet, in denen der deutschen Marine ein künstlerischen Denkmal gesetzt ist. Darüber berichten wir ausführlicher im Feuilleton. Vorbeimarsch. Inzwischen waren alle teilnehmenden Formationen in langen Marschkolonnen angetreten. Unter Marschklängen nahm Brigadeführer Schmidt den Vorbeimarsch des SA.-Marine-Sturmbanns und der übrigen Formationen ab. Dem Vorbeimarsch wohnten sämtliche Vertreter der Partei, der Wehrmacht und der Behörden, sowie eine große Menge von Volksgenossen bei. An der Feier, wie am Vorbeimarsch nahmen übrigens auch SA.-Marine-Einheiten von Frankfurt a. M., Marburg, Wetzlar und Bad-Nauheim teil. SA.-Marine-Sturmbannführer Or. Mettenheimer sagte in kurzen ernsten Worten Dank für die Übertragung des Platzes an die Marine-SA. Immer werde man in Ehre derer gedenken, die das Leben für uns gaben. Unter dem Klange des Liedes vom guten Karne- raben wurden an den beiden Sockeln, die die Fah- nenmafte mit dem Dreizack Neptuns tragen, prächtige Kränze niedergelegt. Zugleich nahm Oberbürgermeister Ritter von dem Ehrenstein im Wasser das Flaggentuch der ruhmreichen deutschen Marine des Weltkrieges und enthüllte damit den Lorbeerkranz, der für alle Zeit als ein sichtbares Zeichen der Würdigung des Opfers der Seehelden vom Skagerrak über den Wassern liegen soll. Dann ergriff der Oberbürgermeister noch einmal bas Wort und sprach dem Gestalter des Ehrenmales Baurat G r a o e r t Dank aus für feinen Eifer und bie Mühe um die Planung und Fertigstellung des Ehrenmales. Er dankte ferner den Fünfzigern der Altersvereinigung 1887/37 für die Stiftung der Bäume, die die Wege an der Wasserfläche säumen; schließlich dankte er noch dem Steinbruchbesitzer Schmiedeknecht, der den den Lor- Dornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Wte der Hase läuft". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Dor Liebe wird gewarnt". NSV., Ortsgruppe Mitte. Vetr.: Opferringfammlung. Am Mittwoch, 9. Juni, werden die Spenden (Opferringsammlung) durch die NS.-Frauenschaft eingesammelt. Die Hausfrauen werden gebeten, den Inhalt der Päckchen auf der Umhüllung kenntlich zu machen und die Mitgliedskarten zur Quittungseinzeichnung bereitzuhalten. RSD., Ortsgruppe Gießen-Ost. Betr.: Lebensmittet-Opferrlng. Die Sammlung wird Dienstag, 8., und Mittwoch, 9. Juni, von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. BOM. Mädelgruppe 2/116 Giehen-Nord. Die Mädelgruppe 2/116 tritt am Montag, 7. Juni, 20 Uhr, mit Turnzeug am Oswalds garten zum Gruppenappell an. Die Führerin der Mädelgruppe 2/116: Carola Simon, Mädelscharführerin. dieser Leistung der Name unserer Stabt auch auf diesem Gebiete der sportlichen Betätigung neuen und guten Klang gewinnt. Artilteristen-Kameradschast Gießen. Am Samstagabend trafen sich, wie immer, viele Mitglieder der Artilleristen-Kameradschaft Gießen im Kameradschaftsheim „Hessischer Hof" zur üblichen Monatsversammlung. Mit einigen o^stuchen Mitteilungen vom Waffenring der ehern, deutschen Feldartillerie und mit dem Gruß an den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht Adolf Hitler leitete Kameradschaftsführer Müller den dienstlichen Teil des Abends ein. Dann folgte die eierliche Ueberreichung des Abzeichens des Waffen- üngs an einige Kameraden, ferner wurden neue Kameraden zu treuem Gefolgschaftsdienst für Führer, Volk und Vaterland im Aufgabenbereich der Artilleristen-Kameradschaft Gießen und des Waffen» rings der ehern, deutschen Feldartlllerie vom Kameradschaftsführer verpflichtet. Anschließend hielt Kam. Michel, Gießener Ortsringleiter des Landsschafts- bunbes „Volkstum und Heimat", einen interessanten Bortrag über den Glouberg bei Stockheim, dessen Besiedlung in vor- und frühchristlicher Zeit, die großen Linien der bisherigen geschichtlichen Erkenntnisse auf Grund der dortigen Ausgrabungen unter Leitung des Denkmalpflegers Dr. Richter und schließlich nach in großen Umrissen über einige Hauptpunkte der Geschichte Büdingens. Diese Darlegungen, die mit starkem Beifall dankbar ausgenommen wurden, gaben den Kameraden einige Anhaltspunkte für den gemeinschaftlichen Besuch des Glaubergs und der Stadt Büdingen, der Ende dieses Monats als Kameradschaftsausflug mit Kraftomnibussen stattfinden soll. Kam. B ü x l e r gab sodann einen fesselnden Bericht von einem Besuch der gegenwärtigen Reichsnährstands-Ausstellung in München und von einigen schönen Ausflugstagen in die bayerischen Berge, darunter auch auf den Obersalzberg mit dem Haus des Führers. Die Ka- meraben folgten auch diesen Darlegungen mit gespannter Aufmerksamkeit, und sie dankten dem Be- r^terftatter herzlich durch lebhaften Beifall. Die aktiven Kameraden der Untervfsizier-Verelnigung III. Abt. Art.-Rgt. 9, die auch in dieser Monatsversammlung zur Freude der alten Artilleristen wieder durch zahlreiche Mitglieder vertreten war, haben die alten Soldaten der Artilleristen-Kameradschaft zu einem Preisschießen am 3. Juli eingeladen, mit dem auch ein geselliges kameradschaftliches Beisammensein am Abend verbunden sein soll. Die Artilleristen-Kameradschaft wird dieser Einladung zahlreich Folge leisten. Im Anschluß an den dienstlichen Teil des Abends verbrachten die alten und die jungen Artilleristen in herzlicher kameradschaftlicher Verbundenheit noch einige Stunden froher Geselligkeit, bei der auch Erinnerungen an die Soldatenzeit, Soldatenlieder und der Humor in vielfältiger : Weise zur Geltung kamen. Ja, im Herzen tief innen ist alles daheim, der Freuden Saaten, der Schmerzen Keim. Drum frisch sei das Herz und freudig der Sinn, dann brauset ihr Stürme, daher und dahin! Wir aber sind alle Zeit zu singen bereit: Noch ist die blühende, goldene Zeit, noch sind die Tage der Rosen! (Otto Roquette.) SooWMWl Roman von Walther Kloepffer Copyright 1936 by August Scherl G. nt b. H., Berlin. 14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Diese Küche war ein richtiger Nagel zu ihrem Sarg. Ein uralter Herd, der nicht recht zog, keine Wasserleitung, rußige Töpfe, komisches Geschirr — wie sollte man da Freude am Kochen haben? Auch Fliegen gab es. Es war zum Heulen. Und Anna wollte doch alles so gut und schön wie nur möglich machen. Wegen Josi. Sie hatte eine schwärmerische Zuneigung zu ihm gefaßt, man durfte schon sagen — Liebe. Was in Hamburg noch unklarer, unbewußter Drang gewesen war, brannte jetzt als verzehrende Flamme. Sie hatte noch nicht viel mit Männern gehabt und nichts Ernstliches. Einmal hatte sie der Jochen Brinkmann im Pitterschen Hausflur geküßt, und das Abenteuer hatte mit einer Maulschelle geendigt, weil es ihr zu plötzlich aekommen war. Das war in Hamelskoog. Aber in Jost war sie stark und inständig verknallt. Er glich in jedem Punkt dem Helden in der „Blutgräfin Dathory", und er war ihr einziger Freund auf der Welt. Josi hatte vorhin „tüchttge kleine Hausfrau" gesagt, und das war ein gutes Zeichen. Während des Essens begann sie plötzlich: „Ich brauche Haushaltungsgeld, Josi!" Fogg gab ihr einen Zwanzigmarkschein und dachte sorgenvoll: Nun wird's aber höchste Zeit, daß ich zu Geld komme! Ich muß das Haus Herrichten lassen, ich muß die ärztliche Einrichtung kaufen, und leben müssen wir schließlich auch. Auch ein Motorrad sollte her oder noch besser ein kleines Auto; es braucht ja nicht neu zu sein. Als Anna sich am Nachmittag an den Beeten zu schaffen machte — so einen ©arten hatte sie sich schon lange gewünscht —, kam ein junger, flotter Herr an den Zaun und sagte: „Sapperment, sind Sie aber fleißig! Die Salatpflänzchen würde ich an Ihrer Stelle etwas weiter auseinanderstecken. Ja, so ift's richtig. Kann ich vielleicht den Doktor Fogg sprechen?" „Gewiß, das können Sie. Er ist zufällig daheim. Wen darf ich melden?" Der Fremde gefiel ihr. Er hatte eine gertige Figur, und an seinen blitzenden Reitstiefeln klingelten die Sporen. „Den Schlohverwalter Tutschek. Sind Sie eine Verwandte?" „Nicht gerade. Nur so für den Haushalt da. Ich bin die Anna." Während sie mit Tutschek ins Haus schritt, ging der Gsodmair-Marti vorüber und grüßte. Er hatte ein schiefes grünes Hütchen auf und ein Buchszweiglein im Knopfloch; er sah fast wie ein Städter aus. Tutschek stellte sich Fogg vor. „Ich horte, Sie wollten Ihren Wald verkaufen?" „Wenn ich einen anständigen Preis bekomme, warum nicht? Nehmen Sie doch Platz, Herr Verwalter." „Was heißt heute anständiger Preis? Ich weiß nicht, ob Sie über den Grundstücksmarkt unterrichtet sind? Man bekommt heute das Zeug nachgeworfen. Wir haben nur deshalb für Ihren Wald Interesse, weil er günstig für das Schloß liegt." „Günstig, das stimmt. Und was für Prachtbäume! Buchen, Achen, Ahorn. Mein Großvater hat ihn gepflanzt. Was wollen Sie geben?" „Viertausend Mark." „Das ist zuwenig, Herr. Das ist ja allein schon das Holz wert. Bis Sie so einen Wald finden, können Sie weit gehen." „Wenn Sie sich lieber an einen Holzhändler wenden wollen, bitte. Ich will Sie nicht drängen", sagte Tutschek. „Händler kommt nicht in Frage. Das Holz ist zu schade zum Schlagen." „Ich mache Ihnen nach einen anderen Vorschlag, Herr Doktor. Ich gebe Ihnen dreitausendfünfhundert in bar und die Kuhleiten dazu. Dann haben Sie gleich wieder Grund und Boden. Lassen Sie gelegentlich mit Fohren aufforsten. Das sind dankbare Bäume. Dann haben Sie Geld und einen neuen Wald dazu, sogar dicht beim Haus." Fogg kennt die „Kuhleiten" genau. Es sind anderthalb Hektar dürftiger Grasboden, ganz in der Nähe. Er weiß auch, warum Tutschek ihn abstoßen will. Er liegt ziemlich weit ab vom Schloß, zwischen den Schellenberger Viehweiden, und häufig verlaufen sich fremde Kühe auf den fürstlichen Besitz und fressen das bißchen Gras weg. „Ein merkwürdiger Tausch, Herr Verwalter. Das muß ich mir schon noch sehr überlegen. Ist das Ihr letztes Wort?" „Mein letztes. Weiter zu gehen, bin ich nicht befugt. Ueberlegen Sie sich's bitte, aber nicht zu lange. Denn wir haben noch ein anderes Objekt an der Hand, und Bargeld ist heute knapp." „Gut. Ich sage Ihnen so bald wie möglich Bescheid", erklärte Fogg und geleitete den Verwalter zur Tür. Die Verabschiedung war gemessen, fast kühl. Fogg mochte den Mann nicht. „Anna, führe den Herrn hinaus! Guten Tag, Herr Tutschek." Fogg horte noch, wie Tutschek der Anna ein paar Schmeicheleien sagte, dann ging er zurück ins Wohnzimmer. So ein gerissener Hund! 3500 und die Kuhleiten ... Der will ihn ja schon einseifen! Zornig zog Fogg seine Windjacke an und machte sich fertig zum Ausgehen. Er hatte vor, das in Betracht kommende Grundstück sogleich zu besichtigen. Fogg wanderte zunächst einmal durch seinen eigenen Wald. Es war wie ein Abschied. Dieser Wald, das einzig Wertvolle an der ganzen Erb- schäft, war nicht au halten. Ob nun Tutschek der Käufer war oder ein anderer, blieb sich gleich. Fogg kannte alle großen Bäume, und keiner fehlte. Schön von den Schellenbergern. Der Schmiedemeister Kilian Fogg hatte nie zugelassen, daß einer von den Bäumen umgemacht wurde, mochte es manchmal auch schmal hergehen im Fogghäus. Aber jetzt, wo es galt, sich als Arzt niederzulassen und der bedrängten Heimat zu helfen, durfte man vor solch sentimentalen Bedenken nicht Haltmachen. Fogg brauchte dringend Geld, sogar ziemlich viel Geld. Die Hamburger Behörde ließ nichts von sich Horen, also blieb nur der Wald. Das Stückchen Wiese, die alten Möbel und das Haus zählten nicht. Fogg kehrte dem Wald den Rücken und stieg gegen das Dorf zu abwärts. Frühe Blumen schmückten den Wegrain, Löwenzahn, Tausendschönchen und das sanfte Gelb der Himmelsschlüssel. Manchmal war auch Krokus da, weiß und blau und lila. Ein wenig Sonne schien, und ein gepfefferter Wind kam von der böhmischen Seite her. Die Berge, nicht eben hoch, aber blaugrün bewaldet, standen klar und mit festen Umrissen in der Feme. Ein voreiliger Falter gaukelte über den Weg, und es war anzunehmen, oaß ihn fror. Nun war Fogg bei der Kuhleiten angelangt. Ein trauriges Stück Boden, dachte er. Spärliches, hartes Gras, zuviel steiniger Sand, zu wenig Humus. Ob Fohren hier fortkämen, schien zweifelhaft. Der Tutschek nahm eben den Mund voll. Und hinterher saß man da mit dieser Streusandbüchse. Arn Rand der Kuhleiten lag eine nicht sehr tiefe Grube. Wahrscheinlich hatte jemand versucht, hier Steine zu brechen, aber es wieder aufgegeben, weil ihm das Material zu schlecht und zu bröselig war. Fogg kletterte hinab. Das Gestein, verwitterter Gneis, war von einer nur dünnen Humusschicht bedeckt. Das erklärte auch die Unfruchtbarkeit dieses Jammerbodens. Plötzlich aber machte Fogg eine Entdeckung. In den Gneis waren massenhaft bunFefgraue Adern und Aeste eingesprengt, weiche kristallinische Schüppchen, die er von Ceylon her kannte. Teufel, das war doch Graphit! Zur Sicherheit rieb er mit dem Finger darüber, und dessen Kuppe wurde ganz grau und glatt. Fogg wälzte aufgeregt einen der herumliegenden Blöcke auf die Kehrseite. Wieder Graphit. Es war zu vermuten, daß das Material in tieferen Lagen noch reichlicher und besser war. Hm. Auf der Kuhleiten kam also Graphit vor, nein so was... könnte man vielleicht ausbeuten, wie?" Der Gedanke biß ihn förmlich ins Genick, ließ ihn nicht mehr los und machte ihn ein bißchen wirbelig vor Aufregung. Herrgott, das wäre eine Möglichkeit! Die Zigarette verbrannte ihm den Finger, er warf sie weg und kletterte wieder nach oben. Nicht zu früh freuen, sonst wird es bestimmt nichts, gab er sich selbst einen Dämpfer. Reichlich traumverloren ging er heim und schickte sogleich zu Fenzl. „Ja, Josef? Was ist denn los?" „Du mußt mir einen Gefallen tun, Fenzl. Also hör zu. Du und deine zwei ältesten Buben, ihr geht heute nacht auf die Kuhleiten und macht, was ich sage: An drei oder vier verschiedenen Stellen hebt ihr Locher aus, und zwar so tief, bis ihr auf den Fels kommt. Von dem haut ihr mit dem Pickel ein paar Brocken ab und bringt sie mir. Gesteinsproben, begreifet du? Ich habe in dem ausgelassenen Steinbruch nämlich Graphit gefunden, die Masse, wie sie in den Bleistiften steckt, und mochte heraus- kriegen, ob auch an anderen Stellen auf der Kuhleiten Graphit vorkommt. Aber ganz heimlich müßt ihr das machen, und der Tutschek darf beileibe nichts spannen; überhaupt Maul halten, schärfe das deinen Buben ein. Läßt sich das machen?^ Fortsetzung folgt. ' Schwerer nächtlicher DerkehrSunfall. In der Nacht zum Sonntag (gegen 2 Uhr) ereignete sich an der Ecke Seltersweg-Goethestraße ein Verkehrsunfall, der für die Beteiligten schwere Fol- gen nach sich zog. Ein mit drei Personen besetztes Motorrad mit Beiwagen, das in der Richtung nach der Frankfurter Straße fuhr, stieß mit einem Auto, das aus der Löwengasse in die Goethestraße weiter- iahren wollte, heftig zusammen. Der Motorradfahrer und seine Begleiter erlitten Verletzungen. Der 38 Jahre alte Kraftfahrer August Römer von hier (Aus der Bach 4) erlitt Schnittwunden, Prellungen und eine Verletzung am linken Arm. Der 22 Jahre alte Autoschlosser Karl Theiß (Neuenweg 31) zog sich eine schwere Kopfverletzung, eine Gehirnerschütterung sowie Schnittverletzungen im Gesicht zu, während der dritte Verunglückte, der 36jährige Erwin Schneider (Marktplatz) eine schwere Kniever- letzung und Prellungen erlitt. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen über die Schuldfrage auf. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz brachte die Verunglückten in die Chirurgische Klinik. Kreiswertungssingen in Großen-Buseck. * Großen-Buseck, 7. Juni. Am gestrigen Sonntag fanden die Wertungssingen des Sänger- kreiss Gießen (Sängergau XIII) mit dem der Gruppe III ihren Abschluß. Es wurde in Großen- Buseck im Saale der Gastwirtschaft „Germania" abgehalten. Trotz der frühen Stunde waren die Häuser schon festlich geschmückt. Die Vorbereitungen hatte der Männergesangverein „Heiterkeit-Liederkranz" übernommen und in vorzüglicher Weise für Unterkunft und reibungslose Abwicklung der Veranstaltung gesorgt. Der Dereinsführer, Sangesbruder Wagner, begrüßte in einer Ansprache die Gäste, den Wertungsrichter Prof. Dr. Temesvary (Gießen), sowie den Kreisführer des Sängerkreises Gießen, Müller (Gießen) und die übrigen Mitglieder der Kreisführung. Seiner besonderen Freude gab er darüber Ausdruck, daß es gelungen fei, nach langen Jahren wieder einmal das Wer- tungsfingen nach Großen-Buseck zu verlegen. Der Wettbewerb. Sodann traten die 20 nachstehenden Männergesangvereine zum Wertungssingen an: „Heiter- keit-Sängerkronz" (Konr. Nicolai), Großen-Buseck: >,Sängeroereinigung" (L. Schreiner), Alten-Buseck; „Sängeroereinigung 1925" (Ph. Groß), Wieseck; „Sängerlust" (E. Nicolai), Oppenrod; „Polyhym- nia-Liederkranz" (H. Schomber), Beuern; „Liederkranz" (K. Sommerlad), Climbach; „Harmonie" (F. Curts), Rödgen; Gesangsabteilung des „Turnvereins" (H. Meyer), Wieseck; „Heiterkeit" (Ph. Groß), Annerod; „Germania" (R. Nicolai), Burkhardsfelden; „Arion" (K. Nicolai), Klein-Linden; „Konkordia" (K. Nicolai), Rödgen; „Eintracht" (Fr. Leib), Wieseck; „Liederkranz" (K. Nicolai), Treis (Lumda); „Sängeroereinigung" (Chr. Mö- bus), Albach; „Harmonie" (K. Nicolai), Reiskirchen; „Eintracht" (Chr. Möbus), Hattenrod; „Sängervereinigung" (K. Volk), Bersrod; „Germania" (Chr. Möbus), Lindenstruth; „Germania" (R. Nicolai), Großen-Buseck. Nach Beendigung des Singens gruppierten sich die teilnehmenden Vereine zu einem stattlichen Fest- zua, unter Vorantritt flotter Marschmusik. Auf dem „Anger" fand eine große Kundgebung statt, die mit dem deutschen Sängergruß und zwei Massenchören unter,Stabführung des Chormeisters Konr. Nicolai, eingeleitet wurde. Sodann sprach Kreisführer Müller (Gießen) zur Sängerschaft und Bevölkerung und legte im großen Rahmen die Ziele eines solchen Wertungssingens dar und betonte, daß es notwendig sei, daß sich die Sängerschaft alljährlich dieser Kritik unterziehe, aur Reinhaltung des edlen Kulturgutes, des deutschen Liedes. Schließlich aber auch, um unter Beweis zu stellen, was in einem Jahre geleistet worden ist. Provinzführer Wendler (Bad-Nauheim) dankte dem Männergesangverein „Heiterkeit-Sängerkranz" Großen-Buseck und der Kreisführung für die Ermöglichung des heutigen Wertungsfingens. Daß im Sängerkreis Gießen, fo führte er weiter aus, der alte echte Sängergeist und die alte Treue zum deutschen Liede herrsche, das haben die heutigen Leistungen bewiesen und forderte die Sänger auf, auch weiterhin in ihrer Arbeit um die Erhaltung und Verbreitung des Deutschen Liedes fortzufahren. Wiederum konnte der Provinzführer einen verdienten Sänger, Sangesbruder Wilh. Spengler („Arion" Klein-Linden), mit der Ehrennadel für 40jährige Sangestätigkeit auszeichnen und forderte die Sänger, besonders aber die Jugend auf, sich diesen Veteranen des Liedes zum Vorbild zu nehmen. Nach zwei weiteren Massenchören der 800 anwesenden Sänger schloß die Kundgebung mit einem erneuten Treuegelöbnis für Führer und Vaterland. Nach der eingelegten Mittagspause fand dann im Schulsaale die mündliche Kritik statt, bei der der Wertungsrichter, Professor Dr. Temesvary, in lobenden Worten die Leistungen, die mitunter weit über dem Durchschnitt lagen, hervorhob, und weiterhin bemerkte, daß sich das Vorhandensein jugendlicher Stimmen in etlichen Vereinen klanglich sehr gut auswirke.' Aus der sich anschließenden sachlichen Kritik nahmen Chorleiter und Dereinsführer wertvolle Anrgungen mit auf den Weg, die Anlaß geben werden, die Leistungen der einzelnen Männeraesangvereine im kommenden Arbeitsjahr noch zu steigern. Mit dem gestrigen Tag hat der Sängerkreis Gießen sein Wertungssingen für 1937 abgeschlossen, und die Vereine werden nunmehr nach den gegebenen Richtlinien an die Arbeit gehen, um beim Wertungssingen 1938 erneut unter Beweis zu stellen, welche Fortschritte sie gemacht haben. Für den gemütlichen Teil des Festes hatte der festgebende Verein in bester Weise gesorgt und dadurch war es auch möglich, daß die Sänger noch recht frohe Stunden, begünstigt durch den herrlichen Sommertag, in Großen-Buseck verlebten. Aus der engeren Heimat. Tragischer Tod eines Kindes. * Hainchen (Kreis Büdingen), 5. Juni. Auf dem Gehöft des hiesigen Landwirts Eller ereignete sich heute vormittag ein tragischer U n - glück s fall, dem das zweieinhalb Jahre alte Söhnchen Ellers zum Opfer fiel. Der Großvater des Kindes wollte das mit Rollen auf einer Eisen schiene bewegliche Scheunentor öffnen. Dabei kam ein Torflügel unvermutet aus der Schienenführung heraus und fiel in den Hofraum, wobei leider das zweieinhalb Jahre alte Söhnchen fo schwer getroffen wurde, daß es auf der Stelle tot war. Ein vier Jahre altes Kind kannte auf den erschreckten Warnruf des durch den Fall des Torflügels überraschten Großvaters noch schnell beiseite springen und kam dadurch mit dem Schrecken davon. Landkreis Gießen. — Dau bringen, 6. Juni. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde u. a. beschlossen, daß der abgängige Bulle zum Schlackten verkauft und bei der nächsten Auktion Ersatz beschafft werden soll. Preußen. Oer Festabend des Gleibergvereins in Krofdorf-Gleiberg. '<5 Krofdorf-Gleiberg, 6. Juni. Den zweiten Tag der Gleibergfeier aus Anlaß des lOOjähri- gen Bestehens des Gleibergvereins beging man am Samstag in Krofdorf-Gleiberg mit einem außergewöhnlichen Erfolg. Da zeigte sich sichtbar das gute Verhältnis engster Verbundenheit zwischen Bevölkerung, Burg und Gleibergverein. Schnell füllte sich am Abend die geräumige Turnhalle, bald waren alle Sitzplätze vergeben und viele Gäste mußten stehen. Lehrer Praß, der in wochenlanger Tätigkeit die Vorbereitungen des Abends betrieben hatte, entbot als Kreisringleiter im Landschaftsbund Volkstum und Heimat und Vorstandsmitglied des Gleibergvereins den Willkommengruß, in den er in besonderer Weise die erschienenen Ehrengäste einbezog: Regierungsassessor Müller-Wetzlar als Vertreter des in Urlaub weilenden Landrats G r i l l o, Oberstudiendirektor Philipps- Friedberg, Pg. R ü f f e r t als Vertreter des Gauamtes „Kraft durch Freude" und Pfarrer Steiner und Gattin. Es fei eine besondere Eigenart heimischen Volkslebens, so betonte Lehrer Praß, daß man hier zu Orts Sammerwerktags kaum feiern könne, besonders wenn in Haupterntezeiten, so lange das Tageslicht rufe, die Menschen werken und wirken, so daß die Tage lang und hart, die Stunden erquickenden Schlafes aber zu zählen seien. Heute aber habe trotz des sommerlichen Heuwetters der Landwirt die Sense, den Rechen und der Handwerker und Arbeiter sein Werkzeug früher als sonst aus der Hand gelegt, um rechtzeitig zum Festabend des Gleibergvereins zu kommen. Wir wüßten hier, was wir unserer Heimat schuldig sind; der altersgraue Turm droben hämmert es uns immer wieder ein. Und sein Betreuer, der Gleibergverein, sei fest verankert im heimischen Leben. Er habe Großes für die Heimat geleistet und dürfe nun als ältester Verein feinen 100. Geburtstag begehen. Seine Volksverbundenheit gab auch den Hinweis auf die Art der 100-Jahr-Feiergestaltung, indem aus der Fülle unserer großen Dorfgeschichte das Gleibergspiel entstand, das erfüllt sei mit Gestalten, Leben und Reden aus ehemaliger Tatsächlichkeit. Mit dem herzlichen Dank an Oberstudiendirektor Philipps, sowie an die Spielschar und einem Hinweis auf die Bedeutung der Burg einst und heute schloß der Redner. Das Programm wickelte sich dann in ähnlicher Reihenfolge ab wie tags zuvor in Gießen. Reg.- Affeffor Müller-Wetzlar überbrachte die Grüße der Kreisleitung und verband damit unter Würdigung der Leistungen des Gleibergvereins die Glückwünsche. Oberstudiendirektor Philipps sprach als Beauftragter vom Leiter des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat Ministerialrat Rings- hausen, und kennzeichnete in trefflicher Weise Sinn und Zweck der Dolkstumsarbeit. Der Abend nahm einen ausgezeichneten Verlauf. Das Volksfest auf dem Gleiberg. Den Höhepunkt der festlichen Veranstaltungen aus Anlaß des 100jährigen Bestehens des Gleiberg- Vereins bildete das große Volksfest, das am gestrigen Sonntag auf dem Gleiberg stattfand und von vielen Hunderten von Volksgenossen besucht war. Auch die Marine-Abordnung der Schiffs-Stammabteilung der Nordsee fand sich auf dem Gleiberg ein, um auf diese Weise auch einmal einem ländlichen Feste beiwohnen zu können. Auch Oberbürgermeister Ritter ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein. Die Veranstaltung nahm einen sehr harmonischen Verlauf; unter den schattigen Bäumen im Burghof saß es sich gut. Den ganzen Hof füllte ein reges Leben und Treiben, das sich um so freundlicher ausnahm, als jedermann in bunter sommerlicher Kleidung erschien. Für die Kinder gab es allerlei Kurzweil. Ein Kasperltheater erfreute sich starken Zuspruchs, an einem Klettermast waren schöne Geschenke zu erringen, die reifere Jugend konnte sich an Schienst änd en und einer Wurfbude ihre Geschicklichkeit beweisen. Inmitten des Platzes war ein Tanzboden aufgeschlagen und die Kapelle spielte fleißig zum Tanze auf. Eine besondere Bereicherung erfuhr die Unterhaltung durch die Reigendarbietungen der Krofdorfer Turnerinnen, die sich in ihren weißen Kleidern unter dem schönen Bänderkranz prächtig ausnahmen. Die Gesangvereine „Germania" Krofdorf und „Hermanus" Gleiberg fangen einige schöne Volkslieder und auch jene Lieder, in denen der Gleiberg seine Verherrlichung findet. In allgemeiner angeregter Laune vergingen die Stunden allzurafch. Rundiunkprogramm. Dienstag, 8. Juni. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11: Nachrichten. 11.30: Sportfunk für die Jugend. Bei den Schülern der Mittelstufe. 11.45: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Offene Stellen. — 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musikalische Blumengrüße. 15: Für die Frau. Wenn unsere Kinder Ferien haben! 15.30: Volk und Wirtschaft. 16: Unterhaltungskonzert. 18: Sozialdienst. 18.30: Seeklar — Anker auf! 19: Mundartkundfahrt. Eine Hörfolge um alte deutsche Bräuche, Mundarten und Volkslieder. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Grenzecho. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. Oavispolalkampf Deutschland-Italien Deutschland fuhrt 2:1. Einen sensationellen Beginn nahm das Davispokalspiel zwischen Deutschland und Italien in Mailand. Während Gottfried von Gramm schon vier Sätze benötigte, um den Nachwuchsspieler Ca- nepele 6:1, 4:6, 6:1, 6:4 zu schlagen, unterlag Henner Henkel gar gegen de Stefani 3:6, 3:6, 7:5, 2:6. Der Kampf stand so nach dem ersten Tage 1:1. Nach dem zweiten Tage gestaltete sich b-er Davispokalkampf Deutschland—Italien in Mailand 2:1 zu unseren Gunsten. Gottfried von Cramm/Henner Henkel schlugen im Doppel die Italiener Quinta» valle/Taroni in knapp einer Stunde überlegen mit 6:3, 6:1, 6:1. Henner Henkel war ersichtlich bestrebt, seinen schlechten Eindruck vom Vortag zu verwischen und leistete unserem Meister wieder die gewohnt hervorragende Unterstützung. 3000 Km-Deutschland-Nundfahrt gestartet. Weckerling Sieger der ersten Etappe. Mit der 328,5 Kilometer langen Etappe Berlin— Breslau nahm am Sonntag die dritte Deutschland- Rundfahrt mit starker ausländischer Beteiligung ihren Anfang. Die Deutschen hielten sich ganz ausgezeichnet, während die Ausländer etwas enttäuschten. Nach 250 Kilometer lösten sich der Magdeburger Weckerlina und Kutschbach (Berlin) vom Felde und trafen schließlich allein mit 11 Minuten Vorsprung am Ziel in Breslau ein. Mehr als 200 000 Menschen waren in den Straßen Breslaus zur Stelle, um den Endkampf mitzuerleben. Weckerling schlug Kutschbach im Spurt nach einer Fahrzeit von 10:26:30 mit einer Länge. Weitere Placierung: 3. Reinhold Wendel (Schweinfurt) 20:37:32; 4. Bruno Roth (Frankfurt a. M.) dicht auf; 5. Fritz Diede- richs (Dortmund) 10:38:00; 6. Bizzi (Italien) 10:38:40; 7. Bautz (Dortmund); 8. Kisewski (Dortmund); 9. Stöpel (Berlin); 10. van Herzele (Belgien) dichtauf. Ergebnisse der Handball-Vorschlußrunde. Iura Barmen und Leipzig vorfpielfieger. Im Lager der Handballer trafen sich am Sonntag die Sieger der vier Gaugruppen zu den Vorspielen der Vorschlußrunde, die erstmals in Vor- und Rückspiel ausgetragen wird. In Wuppertal siegte Tura Barmen über den durch das Fehlen seines Torhüters Weigold sehr geschwächten Baden- meister SV. Waldhof mit 8:4 (3:3) und in Leipzig gewann die einheimische MTSA. mit 11:6 (5:4) über Oberalster Hamburg. Am 13. Juni finden in Mannheim und Oberalster die Rückspiele statt, in denen den Siegern des Sonntags ein Unentschieden zum Eintritt ins Endspiel genügt. 6:3(2:2)=©icg unserer Handballer. Dänemarks dritte Niederlage in Kopenhagen. Der dritte Handball-Länderkampf Deutschland gegen Dänemark endete am Freitag im Kopenhagener Frederiksberg-Stadion mit hem erwarteten deutschen Siege, der jedoch mit 6:3 (2:2) nicht ganz so überlegen ausfiel, wie man erwartet hatte. Aller- tnngs muß man dabei berücksichtigen, daß sich Deutschland diesmal auf eine ausschließlich norddeutsche Vertretung stützte. Die beiden voraufgegangenen Begegnungen hatten jeweils den Deutschen mit 16:5 und 11:1 klare Siege gebracht. Die deutsche Handballelf hat damit ihren 27. Länderkampf bestritten. Die Bilanz weist nach dem neuesten Stand 25 Siege und zwei Niederlagen — beide durch Oesterreich — auf. Sport Kassel in der Gauliga. Hessen-Aufsliegspiele beendet. Im Gau Hessen ist jetzt auch in der Gruppe Nord die Entscheidung im Aufstiegskampf gefallen. Kassel siegte über den FV. Breidenbach 9:1 (4:1) und belegte damit vor den Lahnstädtern den ersten Platz mit einem Punkt Vorsprung. Bedra und Lauterbach trennten sich mit einem Unentschieden von 2:2. Die Entscheidungen im Aufstiegskampf sind damit gefallen und Sport Kassel wird zusammen mit dem VfB. Groß-Auheim in der neuen Spielzeit die Plätze von Kurhessen Marburg und Spvgg. Niederzwehren einnehmen. Fußball der Gießener Mannschaften. Die 1. Els der Spielvereinigung 1900 trat zum letzten Verbandsspiel in Wetzlar der 1. Elf des dortigen Sportvereins gegenüber. In einem hochwertigen, sehr ritterlich durchgeführten Kampf siegte die Mannschaft des Platzbesitzers mit 2:0 Toren. Die 1. Elf des VfB.-Reichsbahn gab in Butzdach zu einem Freundschaftsspiel ein Gastspiel, das die Gießener, trotz der Einstellung von Ersatzleuten, mit 2:4 Toren gewinnen konnten. lieber den Verlauf der Spiele berichten wir noch. „Äub" und Schalke im Endspiel. Hm die Deutsche Fußball-Meisterschaft. Der gestrige Sonntag brachte der großen deutschen Fußballgemeinde zwei Treffen, und zwar die Vorschlußrundenkämpfe zwischen Schalke 04 und VfB. Stuttgart, und zwischen dem Altmeister 1. FCN. und dem HSV. Aus diesen beiden Begegnungen qualifizierten sich die Nürnberger und die Mannschaft von Schalke 04 für das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft. Die Ergebnisse der beiden Spiele kommen nicht unerwartet. „Club"—HSB. 3:2. Der „Club" traf vor 60 000 Zuschauern im Berliner Olympia-Stadion auf den HSV., der den Nürnbergern stärksten Widerstand entgegensetzte, eine 2:0-Führung ausholte und erst fünf Minuten vor Schluß 3:2 geschlagen wurde. Gußner (2) und Eiberg waren für Nürnberg, Höffmann und Carstens für Hamburg erfolgreich. Schalke 04—BfB. Stuttgart 4:2. Der FC. Schalke 04 traf im Kölner Stadion vor 60 000 Zuschauern auf den VfB. Stuttgart. Die „Knappen" kamen ohne Kuzorra, die Schwaben ohne Rutz. Schalke gewann mit 4:2 (1:1). Pörtgen (Elfmeter), Szepan (2) und Gellesch waren für Schalke erfolgreich, während die beiden Tore für Schwaben durch Schäfer und Koch (Elfmeter) fielen und die bis dahin bestehende Führung der „Knappen" ausglichen. Hier abschneiden! Obstflecke_________________________343_________________________Obstsalat für, etwa mit Weintrauben, soll! man jedoch nur nach Vorschriften des Arztes vornehmen. Stiel leicht vom Baum lösen läßt, 2. die Eenußreife, die erst später durch Lagerung eintritt. Frühobst kann schon einige Tage vor der Baumreife gepflückt werden, die Lagerreife macht das Obst saftiger. Spatobst soll nicht vor der Baumreife gepflückt werden, da sich sonst bei der Aufbewahrung Schäden einstellen. Ernte muß unter Schonung des Baumes geschehen (nicht schlagen, nicht mit Nagelschuhen die Bäume besteigen! Obstpflücker verwenden!). Die Früchte sind vor verletzendem Druck zu schützen (ausgepolsterte Pflückkörbe benutzen), Fallobst vom Pflückobst trennen, Fruchte nach Güte sortieren. Nicht bei Regenwetter ernten, da sonst leicht Fäulnis eintritt. Obstflecke entfernt man durch Beträufeln mit Zitronensaft und Auswaschen mit warryem Wasser oder durch doppeltkohlensaures Natron mit warmem Wasser. Obsthorde, Lattengestell im trok- kenen, frostfreien Keller zum Lagern des Obstes. Besteht aus mehreren Kästen, die zur besseren Raumgewinnung übereinander stehen sollen. Siehe auch Obsternte. Obstkuren, bei denen man zum Frühstück nur Obst ißt, sind ebenso ungefährlich wie ein von Zeit zu Zeit eingeschalteter Obsttag, an dem man sich nur von Obst ernährt. Es genügt aber zur Hebung des Stoffwechsels, wenn man zu den Mahlzeiten reichlich Obst verzehrt. Eine richtige Obft- Obstmade (Wickler), kleine Schmetterlinge, bei Kirschen eine bestimmte Fliege, legen ihre Eier an Blüten und jungen Früchten ab. Die daraus entstehenden Larven bohren sich in den Fruchtknoten ein und fressen den Samen der Frucht aus. Bei Kernobst kriechen die Maden nach dem Abfall der Früchte wieder heraus und verpuppen sich dann unter der Baumrinde. Bekämpfung geschieht durch Spritzen mit arsenhaltigen Mitteln nach der Blüte, später durch Sammeln von wurmstichigem Obst und durch Anlegen von Fangqürteln um den Baumstamm im Juni. Obstmesser dürfen nicht aus Stahl sein, da das Obst den Geschmack annimmt, außerdem müssen sie säurefest sein, damit sie nicht anlaufen oder rosten. Obstsaft, der durch Auspressen rohen oder gekochten Obstes gewonnene Saft. Er dient zur Herstellung von Gelee, Most oder Obstwein. S. Fruchtsaft. Obstsalat, Gemisch von kleingeschnittenen Äpfeln, Apfelsinen, Birnen, Bananen und Nüssen. Man kann Obstsalat aus allem Obst herstellen, so auch aus Erdbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Himbeeren usw. Die Früchte werden in eine Elasschale getan, gut mit Zucker bestreut und mit Maraschino, je nach Geschmack begossen, dann eine Weile stehen gelassen und gut. gekühlt gereicht. Wie werden Aepfel gelagert? Am besten fo, daß frische Luft heran kann. Also nicht mehrere Schichten übereinander legen. Praktisch sind die billigen Obsthorden, die sich aufeinanderstellen lassen. Bei Häuser gibt es solche Obsthorden sehr billig. J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. 4. Gruppen- und Volksschießen des Gchühenvereins Gießen. Begünstigt durch einen schönen Spätfrühlingstag und gefördert durch eine sehr gute Beteiligung hielt der Schützenverein sein 4. Gruppen- und Dolks- schießen ab. Schon frühzeitig herrschte auf den schönen Ständen am „Schützenhaus" ein reges Leben. In erster Linie waren es die Formationen der Wehrmacht, der NSKK., der SA., der Kriegerkameradschaften und Schützenoereine aus Wetzlar, Marburg, Allendorf (Lda.), Ruttershausen, Annerod, Krofdorf und Klein-Linden, die sich beim Gruppenschießen betätigten. Unter ihnen befand sich zum erstenmal eine Mannschaft der Freikorpskämpfer-Kameradschaft. Jede Mannschaft bestand aus vier Schützen. Geschossen wurde Kleinkaliber, 50 Meter, auf die 12er-Ringbrustscheibe und auf Wehrmann, 175 Meter, auf die 20er-Ringbrust- scheibe. Jeder Mann der Gruppe hatte 15 Schuß abzugeben, und zwar je 5 Schuß liegend, kniend oder sitzend und stehend freihändig. Die Reihenfolge stand frei. Für die 15 Schuß standen 15 Minuten zur Verfügung. An dem Volksschießen konnte sich jeder Volksgenosse beteiligen, Hier wurde Kleinkaliber auf die 50 Meter 12er-Ringscheibe geschossen, und zwar nur je drei Schuß stehend freihändig. Die Mitglieder des Schützenvereins, die der Meisterklasse angehören, waren von vornherein vom Volksschießen ausgeschlossen und konnten sich nur außer Konkurrenz beteiligen. Als Preise standen für Kleinkaliber und Wehrmann im Gruppenschießen ein Wanderpreis für jede siegende Mannschaft bereit. Im Vorjahre holte sich die 2. Komp. MG.-Batl. II den Wanderpreis im Kleinkaliber, während er dieses Jahr der Krieger- Kameradschaft Annerod zufiel, die mit 594 Ringen einen beachtlichen Erfolg erzielte. Der vorjährige Sieger im Wehrmann: NSKK. 1/M. 147 Gießen, wurde in diesem Jähre von dem Schützenverein Marburg mit einem besseren Ringergebnis übertroffen, so daß der schon zweimal im Besitz der Motorstandarte befindliche Wanderpreis doch noch abwanderte. Die besten Einzelschützen im Kleinkaliber wie auch im Wehrmannschießen erhielten Plaketten. Eine Anzahl der Gruppen bekommen Diplome. Im Volksschießen holte sich strack (Gießen) mit 34 Ringen den Ehrenpreis der Stadt Gießen, ein großes Hitlerbild. Den 2. Preis, ein Fahrrad des Schützen-Vereins Gießen, errang Manegold (Marburg) und der 3., wiederum ein Preis der Städt Gießen, fiel an Traband (Gießen). Außerdem wurden wieder etwa 40 wertvolle und praktische Geschenke aller Art für die besten Schützen ausgegeben. Durch die starke Beteiligung hatte der Bewertungsausschuß unter dem Schützen Peter eine schwere Arbeit, die geraume Zeit in Anspruch nahm, weshalb die Preisverteilung erst in den späten Abendstunden erfolgen konnte. Im schattigen Garten des Schützenhauses und unter den Zelten herrschte ein reges frohes Leben. Eine unentwegte Kapelle fpielte zum Tanz auf. Ueber die einzelnen Ergebnisse berichten wir noch. Gießener Handball-Mtzimmer - ein Werbeersolg Sp.-Vg. 1900, Tv.1846 und Mtv. Sieger des Turniers. Oie Spiele der Gruppe I. Das erste Handball-Blitzturnier der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen nahm am vergangenen Sonntag auf dem Universitätssportplatz einen ausgezeichneten Verlauf. Leider wurden die Leistungen der Mannschaften durch die heiße Witterung /etwas beeinträchtigt. Die Durchführung des Turniers verlief reibungslos; hierzu trugen vor allem die Mannschaften einen großen Teil bei. Ihnen allein gebührt besondere Anerkennung für die anständige und faire Spielweise dieser Lokalkämpfe. Oie Spiele der Gruppe II. Selber sah sich der VfB.-Reichsbahn genötigt, noch in letzter Minute infolge verschiedener Absagen seine zweite Vertretung zurückzuziehen; somit lagen nur noch zwei Mannschaften im Wettbewerb: Tv. 1846 I und Mtv. II. Tv. 1846 I — 2Utv. II 4:2 (3:0). Das Spiel begann sehr zerfahren, beide Mannschaften waren sehr aufgeregt. Mtv. hatte zunächst wohl etwas mehr vom Spiel, vergab jedoch einige sichere Torgelegenheiten. Gegen Ende der ersten Halbzeit drehten die 46iger mächttg auf, Angriff auf Angriff rollte vor das gegnerische Tor. Die Mtv.-Hintermannschaft hatte alle Hände voll zu tun; allein dem sicher arbeitenden Mtv.-Schluß- mann war es zu verdanken, daß das Halbzeitergebnis nicht höher ausfiel. Während der 46iger Sturm entschlossen und wuchtig Hand in Hand arbeitete, fehlte den Männerturnern immer wieder der letzte Einsatz. Rach dem Wechsel madjte sich bei den 46igern Müdigkeit bemerkbar. Das bessere Stehvermögen verkürzte den Männerturnern die Niederlage auf 4:2. Der Sieger spielte in folgender Aufstellung: Kern; Fuchs, Haas; Ellermaier, Wiegand, Eidmann; Bierau, Mehler, Jüngst, Glänzer, Neher. 1900 — VfB. R. 5:3 (3:2). mtv. — BfB.-K. 5:5 (1:1). 1900 — mtv. 9:6 (6:1). In der Hauptgruppe trafen drei vollkommen gleichwertige Mannschaften aufeinander. Spvg. 1900 und Männerturnverein hatten reichlichen Ersatz in ihren Reihen. Das erste Treffen 1900 — DsB.-R. war wohl der spannendste Kampf des Tages. Man kann ruhig sagen, 1900 wurde glücklicher Sieger, denn bei einigermaßen besserer Arbeit des DfB.-Torwartes hätte vielleicht 1900 das Nachsehen gehabt. Das Feldspiel beider Mannschaften war durchaus gleichwertig. Mtv. — VfB. endete mit einem Unentschieden. Stets führte Mtv. mit einem Tor Vorsprung, den der Gegner auf Grund besserer Stürmerleistungen immer wieder wettmachte. Auch hier bewies sich wieder der Mtv.-Sturm als Schmerzenskind der Mannschaft. Im dritten und letzten Spiel dieser Klasse trafen sich 1900 und Männerturnverein. Hier hatte der Mtv. den Nachteil, zwei Spiele hintereinander zu erledigen, während 1900 einigermaßen erholt in den Kampf gehen konnte. Das machte sich auch bei den Männerturnern besonders in der ersten Halbzeit stark bemerkbar; es schien sogar, als ob das Spiel eine eindeutige Angelegenheit werden würde. Aber in der zweiten Halbzeit drehte sich der Spieß um. Die Männerturner hatten zweifellos mehr vom Spiel und konnten das Ergebnis auf 8:6 verkürzen; allerdings reichte die Zeit nicht mehr, um das Versäumte der ersten Halbzeit nachzuholen. Die Aufstellung der Spvg. 1900: Enders; Birkenstock, Hufmann; Richter, Neist, Schmittdiel; Herbert, Berg, Höing, Fett, Manderscheid. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. ____ Frankfurt a. M. | Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Schluß! Mittagbörse Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag- börse Saturn 4.6. 5-6. 4.6. 5.6. Dalum 46. 5.6. 46. 5.6. 5% Deutsche Reichsanleihe b. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5y2% Doung-Anleihe von 1930 .. 4y2% Hessische Volksstaat von 1929 4y2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 1.................. lleichsanIeihe-Altbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 4%% Hess. L andesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. 5%% Hess. Landes-Hhp.-Banl Liqu. Goldpfe............... 4*/r% Preuß. Landespfdbr.°Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4*4% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4*/r% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslof^Rechte 1.............. 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4!4% Franks. Hyp. Gold-Komm. OBI. 2 3.................... 5%% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 5%% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschein-Verrechnungskurs 5% Goldmexikaner von 1899 .... 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4*4 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 5% Rumänen von 1903......... 4*/r% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 4% Türken Bagdad I........... 4% Türken Bagdad II.......... 2*/4% I. Anatolier.............. A.G. für Verkehrswesen......6 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Reicbsbanl.................. 12 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank... 4 Deutsche Diskonto............4 Dresdner Bank..............4 101,9 99,5 104,75 99,75 100,75 99,13 99,25 101 99 98 97,9 132,5 99,5 98,25 100,75 100,75 110,8 127 17,9 18,75 125,25 214 113,4 119 105 101,75 99,4 104,9 99,75 100,6 99,13 99,25 101 99 98 97,9 99,5 98,25 100,75 100,9 110,8 127,25 18,75 125,4 213 113,4 119 105 101.75 99,5 105,13 99,75 100,6 99,13 99,25 99 98 132,75 99,5 100,65 110,9 127,25 45,75 18 18,65 125,25 213,5 131,75 113,4 119 105 101,75 99,4 99,75 100,75 99,13 132,75 ,99 98 132,65 99,5 100,65 110,9 126,5 46,25 17,75 18,65 125,4 214,25 131,75 113,4 119 105 AccumulatoreN'Fabrtt.......12 AKU=$hmftfeibe.............O Aschaffenburg Zellstoff........3 Bemberg...................O Bekula.....................8 Buderus Eisen...............4 Cement Heidelberg...........7 Gement Karlstadt............6 Ghade A.-G..................9 Gonti Gummi.............. 11 Daimler Motoren............5 Dessauer Gas...............4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutscbe Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........ 6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel.................... 6 Th. Goldschmidt.............5 Gritzner Maschinen........... O Harpener.................2*/2 Hoesch Eisen............... 3’/2 Philipp Holzmann........... 6 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse....... 6 Kali Aschersleben............5 Klöcknerwerke.............4*/2 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 Lahmeyer..................6 Mainkraft...................4 Mannesmann...............3 Mansfelder Bergbau.......6yt Metallgefellschaft.............5 Orenstein & Koppel..........0 Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke.............. 6 Rbeinisch-Westfälische Elektro .. k Rütgerswerke ...............6 Salzdetfurth Kali..........7yt Schustert L Co...............6 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske...........8 Süddeutsche Zucker.......... 10 Vereinigte Stahlwerke......3y2 Westdeutsche Kaufhof.........O ^Westeregeln Alkali............5 Zellstoff Waldhof............ 6 Otavi Minen...............0,6 234 143 133,75 165,5 129 159,75 168 189,25 139,5 156,5 262 169,75 135,75 155,5 166,5 139,5 160,75 138,25 58,13 169,5 128,13 150,75 143 118,75 137,25 127 98,25 124,9 154,25 158,5 131,75 156,5 153 176 219,5 202,25 121,75 63 118 165,5 33 141,5 133,5 165 129,9 159,5 167 190,25 139,75 157,5 262 169,5 136 155,5 165,75 138,75 160,75 138,5 58,13 128,4 151,25 143,5 120 137 127 98,25 124,75 160 153,65 157,25 133,5 154 171 201,5 122,25 62,9 119.75 165 33,5 234 142,5 133 166 129 189,25 139,25 117,5 156,5 169,75 135,5 156,25 166,25 138,75 160 138,25 58,5 170 127,9 150,75 143,25 118,5 137 158,5 126,5 124,9 160 153,65 112 234,5 136,5 158,5 132,5 156,25 152,75 176,5 99,65 220,5 202 122 63 118,25 165,75 32,9 235 140,5 133,5 165,75 129,75 189,5 139,5 119,25 157 169,5 136,75 155,5 165,4 139,25 160 138,5 57,75 170 128,4 150,5 143 120,13 136,65 158,25 127,25 124,75 160,5 153,25 112 233,5 136 157,75 133,75 150,5 156 171,4 100,25 219 202,25 122,4 62,5 119,5 164 33,5 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 4. Juni 5. Juni 4. Juni 5. Juni Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Bries Geld Brie, Geld Brie, Buenos Aires...... 0,760 0,764 0,761 0,765 Japan.................... 0,717 0.719 0,717 0,719 Brüssel............ 42,13 42,21 42,13 42721 Jugoslawien.............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio de Janeiro..... 0,164 0,166 0,164 0,166 Oslo..................... 61,96 62,08 62,04 62,16 Polen............. 47,10 47,20 47,10 47,20 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen........ 55,05 47,10 55,17 55,12 55,24 Lissabon.................. 11,195 11,215 11,205 11,225 Danzig............ 47,20 47,10 47,20 Stockholm................ 63,57 63,69 63,65 63,77 London............ 12,33 12,36 12,345 12,375 Schweiz.................. 57,13 57,25 57,07 57,19 HelsingforS......... 5,45 5,46 5,455 5,465 Spanien.................. 16,98 17,02 16,98 17,02 Paris............. 11,15 11,17 11,16 11,18 Prag..................... 8,696 8,714 8,701 8,719 Holland........... 137,60 137,88 137,61 137,89 Budapest................. — — — —■ Italien............ 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork.................. 2,501 2,507 2,502 2,508 Oie Spiele der Gruppe III. Hier trat die Jugendmannschaft der Spielvereinigung 1900 nicht an, so daß nur noch die beiden Jugendmannschaft des Männerturnvereins im Rennen lagen. Trotzdem man das Stärkeverhältnis beider Jugendmannschaften etwas ausglich, mußte sich die erste Jugendelf von ihren Vereinskameraden geschlagen bekennen. Die Aufstellung: Walter; Schaub, Müller; Jsheim, Hut, v. Bentheim; Engelbach, Möckel, Kunz, Keller, Preußer. Als Schiedsrichter amtierten die Kameraden Drolsbach (Garbenteich) und Zörb (Großen-Linden) zur größten Zufriedenheit. Das anständige Verhalten der Mannschaften gab ihnen ein leichtes Amt. Das Turnier wurde von dem Fachamtsoertreter Becker (Gießen) durchgeführt. Die Siegerehrung nahm der Leiter b& Ortsgruppe, Dr. König, vor. In feiner Ansprache wies er besonders auf die Entwicklung und Bedeutung des Handballsportes hin. Mit der Überreichung der Wanderpreise fand das Turnier einen würdigen Abschluß. Masfenausbruch aus einem polnischen Gefängnis. Eine Massenflucht von Schwerverbrechern wird aus dem Gefängnis in Dubno gemeldet. 14 zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilten Mördern und anderen Kapitalverbrechern gelang es, durch einen in langer Arbeit heimlich hergestellten Gang unter der Gefängnismauer zu flüchten. Die Verfolgung ist insofern besonders schwierig, als Dubno in einem großen Waldgebiet liegt. Obstfuppe 344 Offenbarungseid Obstsuppe, im Sommer sehr erfrischende Speise, die aus allen Früchten hergestellt werden kann, am besten schmeckt sie allerdings aus Kirschen, Blaubeeren, Aep- feln, Stachelbeeren und Pflaumen. Sie wird kalt gegessen. Man kocht die Früchte mit genügend Wasser, etwas Stangenzimt und Zucker nach Bedarf und rührt die Suppe mit einem Bindemittel an. Steinobst entfernt man vorher am zweckmäßigsten. Obstwein, vorzüglich als Haus- getränk, aus Beerenfrüchten bereitet. Der ausgepreßte Saft wird mit Zuckerzusatz in Korbflaschen oder Fässern durch Aufsatz von Gärspunden vergoren. Bestimmte Wasserzusätze vermindern den Säuregehalt. Weinhefe färdekt die Gärung und verbessert den Geschmack. Obstzucker, soviel wie Traubenzucker. Occhi, ital. (auf deutsch Schiffchenarbeit) Handarbeit, bei der Spitzenmuster mit einem beinernen Schiffchen hergestellt werden, auf das das Garn aufgewickelt ist. Solch eine Spitze besteht aus zusammenhängenden Ringen und Bogen, die aus dicht nebeneinander liegenden Knoten über einem Faden gearbeitet werden. Ochse, männl, kastriertes Rind, dessen Fleisch besonders schmackhaft ist. Ochsenauge, rundes oder ovales Dachfenster, in manchen Gegenden auch Bezeichnung für ein Spiegelei. Ochsengalle, Zusatz zum Waschmittel bei Gefahr, daß die Farben eines Stoffes auslaufen. Ocker, mineralige Erde, braungelb, die als Anstrichfarbe verwendet wird. Oculi, lat., „die Augen", der dritte Fastensonntag, an dem nach dem Jägeroers „Oculi, dann kommen sie", die Schnepfen eintreffen sollen. Odat, altes germanisches Wort, das den freien Grundbesitz, Erbe, bezeichnet. Odin, Wodan, der germanische Götteroater. Offenbarungseid. Wer verpflichtet ist, Sachen herauszugeben oder Auskunft darüber zu erteilen (z. B. der Vormund nach Beendigung feines Amtes), muß dem Berechtigten (z. B. Mündel) ein Verzeichnis über die Gegenstände vorlegen. Besteht nun Besorgnis, daß das Verzeichnis nicht sorgfältig angefertigt ist, so muß der Verpflichtete auf Antrag des Berechtigten den Offenbarungseid leisten, daß er den Bestand so vollzählig angegeben habe, als er dazu imstande sei (s. a. Nachlaß). — Am häufigsten kommt aber der sogen, prozessuale O. vor, und zwar, wenn der Gläu- Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 im 68. Lebensjahre sanft in dem Herrn entschlafen. Gießen (Hillebrandstraße 1), Berlin, den 7. Juni 1937. 3967 D| Nach einem arbeitsreichen Leben ist am 4. Juni mein innigst- geliebter Mann, unser herzensguter, treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater Die Beerdigung findet Dienstag, den 8. Juni, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. In tiefer Trauer: Margarete Weber, geb. Weller Familie Hrch. W. Fahrenbach Dr. jur. Willy Weber Familie Erwin Weber. Ludwig Weber Bäckermeister Wissen sie warum? sie so müde und abgespannt sind? Ihre Darmtätigkeit funktioniert nicht. Dr. Burchards SB litt = und Darmreinigungs-Perlenregulieren angenehm den Stuhlgang. 50 St. 85 Pf. in den Drogerien: (msV (5. Zlarn. Schulstraße, Aug. Noll Bahnhofstraße 53. Kameradschaft ehemaliger 116 er Unser treuer Kamerad Ludwig Weber Bäckermeister ist am 4. Juni 1937 aus dem Leben geschie den. Beerdigung Dienstag, den 8. Juni, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof Zahlreiche Beteiligung erwünscht. 6 3966D ^6 llllllllllllllllllllllllllllll Ihre Geschäfts- Drucksachen •teilen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen I Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 lllllllllllllllllllllllllllll ffphpr Hflhirfrhtth nnh U/lhtrflinhv unterrichten Sie sich am besten mit den allgemeinverständlichen Büchern des 41UIUI IUIUI) UllV Ziumuuiivt: Hugo Bermühler Verlages, Berlin-Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem (Siebener Buchhändler das ausführlich bebilderte Werbeblatt «Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher".