Nr.M Erstes Blatt 187. Jahrgang 5reitag,7.Mai <937 ErjchelM tügltch. außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Vie Illustrierte Gießener Familienblättei Heimat im Bild • Die Scholl» Monatr-Vezugsprets: Mil 4 Beilagen RM.1.9S Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ZernfprechanschMe unter SammelnumnNt 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Stanffurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Such- und Steindruckerei «.Lange in Gietzen. Schristleilung und Seschästrftelle: Schulstratze 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Bormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Nps., für Text» anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach oorh Bereinbg.25°/ft mehr. Ermähigte Grundpreise: Stellen:, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Luftschiff „Hindenburg" durch eine Explosion zerstört. 3n Lakehurst brennend abgestürzi.—Von 96 Fahrtieilnehmern bisher 64 gereiiei. Sin schwarzer Tag für die deutsche Luftfahrt. Der Himmelfahrtstag 1937 wird in den Annalen der deutschen * Luftschiffahrt immer als ein Tag des Unheils und der Trauer verzeichnet werden. Ein nationales Unglück von schrecklichen Ausmaßen hat die deutsche Zeppelin-Reederei und zugleich das ganze deutsche Volk betroffen. Am Abend des 6. Mai ist das Luftschiff „Hindenburg", als es, wie schon oft, den Atlantik ohne jede Störung und ohne Zwischenfall mit gewohnter Sicherheit und Pünktlichkeit überquert hatte, und eben im' Begriff stand, im amerikanischen Luftschiffhafen von Lakehurst zu landen, durch eine Explosion, deren Ursache noch ungeklärt ist, in Brand geraten und abgestürzt. Innerhalb weniger Minuten war von Deutschlands größtem und neuestem Luftschiff, das den ehrwürdigen Namen des greifen Feldmarschalls und Reichspräsidenten in die Welt zu tragen bestimmt war, nur noch ein grauenhafter Trümmerhaufen übrig. Das deutsche Volk — und mit uns die ganze Welt — steht fassungslos und aufs Tiefste erschüttert einer Katastrophe gegenüber, der eine Anzahl blühender und hoffnungsvoller Menschenleben zum Opfer gefallen ist. Die deutsche Luftschiffahrt, die bisher so unver- aleichliche und einzigartige Erfolge in der Erschließung des Luftraumes über dem Süd- und Nordatlantik erzielt hatte, ist von einem Unglück nicht verschont geblieben, das die Luftschisfährt der anderen Länder in den letzten Jahrzehnten verschiedentlich betroffen hat. Jahrelang ist Die Verbindung nckch Südamerika ohne die geringsten Unfälle durchgeführt worden. Das Luftschiff „Hindenburg", das im März vergangenen Jahres zusammen mit dem „Grafen Zeppelin" aus Anlaß des Wahlkampfes über alle Gaue Deutschlands flog, hat danach mit pünktlicher Zuverlässigkeit zehnmal den Ozean überquert und so zum erstenmal den Luftraum über dem Nordatlantik einem regelmäßigen Pasiagierver- kebr erschlossen. Auch nach dieser Katastrophe wird der Wagemut deutscher Luftschiffpioniere nicht nachlassen. Genau wie nach dem Unglück von Echterdingen vor dem Kriege das ganze deutsche Volk sich hinter das Werk des Grafen Zeppelin stellte, so wird auch heute der Blick der Nation über die Unglücksstätte hinweg in die Zukunft gehen. Nur starke, in sich geschlossene, junge Völker können auch aus schweren Schicksalsschlägen die Kraft schöpfen, aufs neue zu beginnen und unbeirrt auf dem gleichen Wege weiterzuschreiten. Schon geht in den Werkshallen in Friedrichshafen ein neues Luftschiff seiner Vollendung entgegen, und schon ist die Zeit nicht mehr fern, wo es, wie „Hindenburg", die deutsche Flagge von Kontinent zu Kontinent über die Ozeane tragen wird. Die Katastrophe. Reuyork, 7. Mal. (DRB.) Nach Meldungen aus Lakehurst ist das Luftschiff „Hindenburg", al? es am Donnerstagabend im Begriff stand, bei leichtem Regen zu landen, durch eine Explosion völlig 3 e r ff ö r t worden. Das Luftschiff kreuzte langer als eine Stunde über dem Luftfchiff- hofen, bis sich das Deller etwas aufhellle. Als sich das Luftschiff langsam gegen den Landemasi senkte, erfolgte eine Explosion, und am Heck schlug eine große Flamme heraus. Nach einigen Minuten war das ganze Schiff nur ein verbogenes, gebrochenes Stahltragergewirr. An Bord befanden sich 36 Fahrgaste und 60 Mann Besatzung. G e- rettet wurden bisher 44 Besahungsmikglieder und 20 Passagiere. Das Kommando des Schiffes hakte Kapitän P r u ß. Kapitän Lehmann befand sich an Bord, um das Schiffskommando zu beraten. Die Zahl der Befahungsmitglieder war auf dieser Fahrt zu Ausbildungszwecken besonders stark. Die amerikanische Landungsmannschaft war 43 Mann stark, von ihr ist rote durch ein Wunder niemand z u Schaden gekommen. Wie der Sonderberichterstatter des DNV. aus Lakehurst meldet, hatte das Luftschiff nach einstündigem Kreuzen vor der Landung aus dem Hinterschiff Wasserballast abgelassen. Es waren auch bereits zwei Halteseile aus dem Vorschiff herabgeworfen worden, als plötzlich, anscheinend an der Steuerbordseite, eine Stichflamme herausschoß. Sie hüllte innerhalb weniger Sekunden den ganzen Schiffsleib in Flammen und das Schiff stürzte aus etwa 20 Meter höhe brennend ab. Bestürzung und Anteilnahme in ganz Amerika. Tatkräftige, schnelle Hilfeleistung. Die Neuyorker Bevölkerung hat die Nachricht vom Absturz des Schiffes mit größter Bestürzung und größter Anteilnahme ausgenommen. Ueberall in den Straßen stehen Gruppen von Menschen, die das furchtbare Unglück erregt erörtern und als unfaßbar bezeichnen. Die Zeitungen kommen laufend mit Sonderausgaben heraus, die den Händlern förmlich aus der Hand gerissen werden. In allen Berichten wird durchweg auf die staunenswerte Pünktlichkeit und die Sicherheit hingewiesen, mit -der das Luftschiff so- wohl über den Süd- wie über den Nordatlantik feit Jahr und Tag seinen Dienst versah. Präsident Roosevelt und Staatssekretär Hüll ließen sich laufend über alle Einzelheiten der furchtbaren Katastrophe genauestens unterrichten. Handelsminister R o p e r hat den stellvertretenden Direktor des Handelsluftfahrtbüros, Schröder, unverzüglich von Washington nach Lakehurst entsandt und im übrigen versichert, daß er alles in seinen Kräften Stehende tun werde, um, wo es immer möglich sei, zu helfen. In den Rundfunksendungen tritt das vorgesehene Unterhaltungsprogramm fast restlos hinter den Meldungen über die Katastrophe zurück. Laut Angaben von Augenzeugen erfolgte das Unglück um 19.20 Uhr Neuyorker Zeit. Die Polizei von Neu Jersey sandte sofort Rundfunk- a l a r m über den ganzen Staat, um Aerzte, Krankenwagen und Krankenschwestern herbeizurufen. Auch die Luftschiffahrtgesellschaft „American Air Lines" sandte von Newark aus ein Flugzeug mit Aerzten und Verbandsmaterial. Die Rettungsarbeiten unterstehen einer Kompanie Soldaten aus Philadelphia, die als Reserve für die Landungsmannschaft bereit stand. Das Unglück hat in Lakehurst und in ganz Amerika große Anteilnahme ausgelöst. Der Handelsminister Roper, der in Washington von dem Unglück benachrichtigt wurde, erklärte: „Ich bin von diesem Unglück furchtbar betroffen." Präsident Roosevelts Beileid. Neuy o r k, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Präsident Roosevelt sandte von seiner Urlaubsreise an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler folgende Beileidskundgebung: „Ich habe von dem Unglück des Luftschiffes „Hindenburg" gehört und drücke Ihnen und dem deutschen Volke mein tiefstes Beileid für den tragischen Verlust an Menschenleben aus, der durch dieses unerwartete und unglückselige Ereignis hervorgerufen wurde." In einer weiteren für die amerikanische Oeffent- lichkeit bestimmten Botschaft erklärt Roosevelt, er sei erschüttert über die Tragödie des „Hindenburg" und drücke den Familien der Fahrgäste, Offiziere und Mannschaften, die ihr Leben verloren haben, sein tiefstes Beileid aus. Das Beileid des Gauleiters. Zu dem Unglück des Luftschiffs „Hindenburg" hat der Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger an die Zeppelin-Reederei folgendes Beileidstelegramm gesandt: „Zu dem Unglück, das unser stolzes Luftschiff „Hindenburg" betroffen hat und zu dem Verlust der tapferen Besatzung spreche ich der Deutschen Zeppelin-Reederei mein aufrichtiges Beileid aus. Vorwärts mit neuer Kraft! Gez.: Sprenger." Deutsche Llutersuchungskommission fährt nach Lakehurst. Berlin,?. Mai. (DNB. Funkspruch.) Zur Untersuchung der Ursache der Katastrophe des LZ „Hindenburg" wird sich eine aus Vertretern der Zeppelin-Baugesellschaft und der Reederei, der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt und des Reichsluftfahrtministeriums bestehende Kommission mit der heute Bremerhaven verlassenden „Europa" nach Neuyork begeben. Erste Ramensliste von Gerelteten. Neuyork, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Unter den Geretteten befinden sich folgende Fahr- gäste des Luftschiffes „Hindenburg": Stöckle, Hin- kelbein, Witt, Ehepaar Adelt, Heidenstamm, Man- gone, Clemens, Späh, Leuchtenberg, Frau und drei Kinder, Doehner, Frau Kleemann. Don den Besatzungsmitgliedern wurden gerettet: Lehmann, Pruß, Heinrich Bauer, Ziegler, Wittemann, Samt, Zabel, Herzog, Kurt Bauer, Speck, Dowel, Schweighart, Schönherr, Lenz (Klein-Linden), Kubis, Nealsen, Leiprecht, Deutschle, Beutle, Sauter, Schäuble, Zettel, Dörflern, Steeb, Deeg, Boetius, Stöffler, Werner, Franz, Balla, Henneberg, Dr. Rüdiger, Taver Maier, Nun- nenmacher, Lau, Fischer, Klein, Kollmer. Die Kapitäne Lehmann und Pruß befinden sich mit schweren Brandwunden im Hospital von Lakewood. Die paffagierliste des „Hindenburg". Frankfurt a. M., 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach der P a ssa gi e r list e haben sich folgende Personen an Bord des Luftschiffes „Hindenburg" befunden: Leonhard Adelt, Gertrud Adelt, Rudolf Anders, Peter Belin, Birger Brinck, Karl Otto Clemens, Hermann Doehner, Mathilde Doehner, Irene Dochner, Walter Doehner, Werner Doehner, Burtts Dolan, Edward Douglas, Fritz Erdmann, Otto Ernst, Elfe Emst, Moritz Feibusch, Georg Grant, Rolf von Heidenstan, Klaus Hinkelbein, George Hirschfeld, Frau Kleemann, Erich Knöcher, W. G. Leuchtenberg, Herbert James O'Laughlin, Philipp Mangone, Margrit Mather, Nelson Morris, Clifford Osbun, Jones Pannes, Emma Pan- nes, Otto Reichold, Josef Späh, Emil Stöckle, Hans Vinholt, Hans Hugo Witt. Mutige Rettungsversuche amerikanischer Truppen. Neuyork, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Ein amerikanischer Fahrgast namens Herbert James O'Laughlin aus Chikago fpang noch im letzten Augenblick aus dem Fenster und kam so mit dem Leben davon. Ebenso haben sich zwei Stewards und ein Kajütenjunge durch Sprung aus dem Gondel- fenster retten können. Die Landemannschaft, die jeden Augenblick das Auswerfen der Seile erwartete, stob, als die Stichflamme aus dem Schiffsleib herausschlug und der Mannschaftsführer „Rettet euch!" schrie, entsetzt nach allen Richtungen auseinander. Eine Abteilung Soldaten aus Philadelphia, die als Reservemannschaft für die Landung bereit- stand, machte sich in fieberhafter Eile an die Rettungsarbeiten. Mit bewunderungswürdigem Mut stürzten sich die Soldaten, ehe noch die Flammen gelöscht waren, in den brennenden und rauchenden Trümmerhaufen, um zu retten, was noch zu retten war. ie das tinglütf geschah. Ein DNB.-Augenzenge berichtet. Lakehurst, 7.TfiaL (DRV. Funkspruch.) Der an der Unr icksstätte weilende Berichterstatter des Deutschen Rachrichtenbüros übermittelt folgenden Drahtbericht: Ich roar selbst Augenzeuge der unfaßbaren Katastrophe des LZ „Hindenburg". Ich roar mit einigen deutschen und amerikanischen Freunden im Kraftwagen nach Lakehurst unterwegs, als wir gegen 18 Ahr Reuyorker Zeit bei unfreundlichem und wiederholt von Platzregen begleitetem Wetter den deutschen Luftriefen in gleicher Fahrtrichtung, wie wir sie einhielten, etwa in höhe der Atlantischen Küste fahren sahen. LZ „Hindenburg" entschwand dann aber unseren Blicken, um erst wieder am Horizont auszutauchen, als unser Kraftwagen in Lakehurst eintraf. Rach etwa dreiviertelftündigem Regen — es war dabei sehr schwül — erschien das Luftschiff aus südöstlicher Richtung kommend und traf gegen 19.15 Ahr Anstalten zur Landung. Trotz immer noch schwer verhängtem Himmel schien plötzlich Windstille eingetrelen zu sein. Zweimal lieh LZ „Hindenburg" Wajjerballast ab, und dann fielen aus der Vorderspihe nacheinander zwei Landungslaue zur Erde. Alles nahm einen ordnungsmäßigen Verlauf, und man hatte den Eindruck eines geradezu vorbildlich ausgeführlen Landungsmanövers. Um 19.23 Ahr aber schoß plötzlich aus vielleicht mittlerer höhe des Hinterschiffes eine Stichflamme heraus. Dann folgte ein dumpfer Knall. In Bruchteilen einer Sekunde roar das Hinterschiff in ein einziges Flammenmeer verwandelt, und die Feuergarben erfaßten sofort auch das ganze Schiff, das langsam zu Boden sank und ausbrannte. — Ich selbst befand mich etwa 150 Meter vom Ankermast entfernt. Die Flughöhe des Luftschiffes, das mit abgedrosielten Motoren fuhr, dürfte im Augenblick der Katastrophe 50 bis 75 Meter betragen haben. „Graf Zeppelin" in der Rähe der kanarischen Inseln. Das von Südamerika heimkehrende Luftschiff „Graf Zeppelin" stand am Freitag um 8 Uhr in der Nähe der kanarischen Inseln. Vom Gchulailas zum Globus! V.A. Die Nürnberger Proklamation des Führers mit ihrer überzeugenden Darlegung der Zusammenhänge zwischen deutschem Raum und deutscher Wirtschaft, zwischen den Lebensmöglichkeiten der Nation und den Verdienstmöglichkeiten des einzelnen hat der deutschen Oefsentlichkeit den Blick geöffnet für die Stellung Deutschlands in der Welt. Es ist ja eine bekannte Tatsache, daß der Deutsche im Gegensatz beispielsweise zum Engländer, der durch eine mehrhundertjährige Geschichte gewöhnt ist, „rund um die Erde zu denken", nur selten in diesen Weltmaßstäben zu rechnen versteht. Wir sehen die Welt noch zu sehr im Maßstab des Schulatlas, statt im Maßstab des Globus. Wir denken flach, statt rund, und weil im Schulatlas der Maßstab der Karten des Deutschen Reichs gemeinhin größer zu sein pflegt als der anderer Länder und Erdteile, so überschätzen wir sehr oft die Größe des eigenen Landes. Nur so ist es zu erklären, daß uns d i e deutsche Raumnot so wenig zum Bewußtsein gekommen ist. Wie groß sie tatsächlich ist, mögen die nachstehenden Daten einmal deutlich zeigen: Deutschland, das vor dem Kriege in Europa ein Gebiet von 540 000 Quadratkilometer besaß, mußte im „Frieden" von Versailles 70 000 Quadratkilometer dieses Gebietes und außerdem sein gesamtes Kolonialreich abtreten, das mit 2,95 Millionen Quadratkilometer fast sechsmal so groß war wie das Mutterland. Die verbleibenden 470 000 Quadratkilometer des Mutterlandes sindcher einzige Lebensraum, auf dem ein Volk von 67 Millionen angewiesen ist. Frankreich, das vor dem Kriege kleiner war als Deutschland, hat heute durch die Abtretung von Elsaß-Lothringen ein Gebiet von 550 000 Quadratkilometer. In diesem um 80 000 Quadratkilometer größeren Lande leben 41 Millionen Franzosen, also bei weitem noch nicht zwei Drittel der deutschen Volkszahl. Dazu hat Frankreich aber ein Kolonialreich, das mit zwölf Millionen Quadratkilometer 22 mal so groß ist, wie das europäische Frankreich. Davon sind 483 000 Quadratkilometer, d. h. ein Gebiet, das größer ist als das heutige Deutschland, ehemals deutscher Kolonialbesitz. England, das gegenüber dem Argument der deutschen Raumnot so gern auf seine hohe Besiedlungsziffer von 200 Einwohner je Quadratkilometer hinweist, vergißt meistens ebenso gern zu erwähnen, daß das britische Weltreich mit 35 Millionen Quadratkilometer dreieinhalbmal so groß ist, wie ganz Europa und 150mal so groß ist wie das Mutterland. Selbst wenn man die „selbständigen" Dominions ausschaltet, ist der eigentliche englische Kolonialbesitz immer noch 60mal so groß wie die britischen Inseln. Belgien, das höchst- bevölkerte Land Europas, hat Kolonien von der 80fqchen Größe des Mutterlandes. Trotzdem wurde ihm im Frieden von Versailles noch das Gebiet von Ruanda-Urundi gegeben, ein Teil des ehemaligen ' Deutsch-Ostafrika. 54 800 Quadratkilometer fruchtbarsten Landes mit 3,5 Millionen Einwohnern. Das Kolonialreich der Holländer ist mit rund zwei Millionen Quadratkilometer 60mal so groß wie das Mutterland. Und seit dem abessinischen Kriege hat auch Italien mit einem Kolonialbesitz von 2,2 Millionen Quadratkilometer seinen Lebensraum in der Welt auf das Siebenfache des Mutterlandes erhöht. Nur Deutschland will die Welt jedes Recht auf Kolonien absprechen, obwohl es vor dem Kriege als letzte Großmacht durch friedliche Verträge sich seinen Raum in der Welt ebenfalls gesichert hatte und bei Beginn des Krieges gerade soweit war, daß ihm die Früchte seiner kolonialen Arbeit heranreiften. Heute kommen sie anderen zugute, die, im Ueberfluß sitzend, gar nicht wissen, was sie damit anfangen sollen und die daher nichts tun, um ihren Mandatsbefitz — in diese Form wurde ja der unter • Bruch des Vorfriedensoertrags erfolgte Raub unserer Kolonien gekleidet — weiter zu entwickeln und zu fördern. Deutschland wird dieses Unrecht niemals vergessen. In der Befriedigung unserer kolonialen Ansprüche liegt die Möglichkeit der endgültigen Ueberroinbung der deutschen Raumnot. Wann einmal diese Forderung verwirklicht werden kann und wird, das zu bestimmen ist aber allein Sache des Führers. Zunächst jedenfalls haben wir damit zu rechnen, daß den 67 Millionen deutschen Menschen nur 470 000 Quadratkilometer Raum zur Verfügung tehen, und daß auch dieser knappe Raum noch unter tänbiger Bedrohung im Osten unb im Westen steht, eit Frankreich als Nation ber „culture*1 und „civi- isation“ die Ehre hatte, mit dem Bolschewismus ein Militärbündnis eingehen zu dürfen. Dazu kommt als weiterer erschwerender Umstand, daß ber so knappe beutsche Lebensraum im Verhältnis zu anberen ßänbern arm an Bobensch ä tz e n ist. Von ben 21 wichtigsten industriellen Rohstoffen besitzt D e u t s ch l a n b'nur vier in ausreichender Menge im eigenen Hoheitsgebiet: Kohle, Kali, Aluminium unb Zink. In allen anderen Rohstoffen muß ber fehlende Bedarf durch Einfuhr vom Auslande gedeckt werden. Demgegenüber hat England alle wichtigen Rohstoffe im eigenen Hoheits- unb bamit im eigenen Währungsgebiet im Ueberfluß. lieber 50 v. H. ber Weltproduktion von Gold, Nickel, Gummi, Wolle, Jute, Kakao, über 30 v. H. ber Erzeugung von Mangan, Chrom, Zink, Blei unb Zinn, über 20 v. H. ber Produktion von Weizen, Pflanzenölen, Kopra, Baumwolle, Kohle und Kupfer entfallen auf das britische Weltreich. Auch Frankreich und die anderen alten Länder Europas verfügen dank ihrem ausgedehnten Kolonialbesitz über alle Rohstoffe der Welt in ausreichender Menge oder können sie doch, falls ihnen wirklich einmal ein gewisser Rohstoff fehlen sollte, im Austausch gegen andere leicht beschaffen. Deutschland hat solche Möglichkeiten nicht. Es besitzt als Mittel zum Ausgleich feines Mangels an Nah- rungsmitteln und Rohstoffen nurseine Arbeit, die reiche Erfindungsgabe seiner Wissenschaft und Technik, wie sie jekt im Vierjahrespian eingesetzt wird, und seinen sozialistischen Kampfwillen, der sich in der deutschen Volksgemeinschaft verkörpert. Das muß jeder Deutsche wißen. Und darum müssen wir wegkommen vom Weltbild des Schulatlas zum Weltbild des Globus. Bb. Oie deutschen Berichte überwachen die Nichteinmischungsvorschristen. Berlin, 5. Mai. (DNB.) Das Berliner Schnellschöffengericht verurteilte am Mittwoch einen 21jährigen polnischen Staatsangehörigen wegen Vergehens gegen das Gesetz zur Verhinderung der Teilnahme am spanischen Bürgerkrieg und wegen Paßvergehens zu drei Monaten Gefängnis sowie wegen Bettelns zu zehn Tagen Haft. Der Angeklagte hatte versucht, bei Gleiwitz ohne Paß die deutsche Grenze zu überschreiten, um, wie er selbst angab, über das Saargebiet und Frankreich nach Spanien zu gelangen, um am dortigen Krieg auf Seiten der Nationalen zu kämpfen. In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende, daß die Frage, auf welcher Seite der Angeklagte habe kämpfen wollen, rechtlich völlig unerheblich sei, da die Nichteinmischungsvorschriften jede Beteiligung an den spanischen Wirren gleichviel auf welcher Seite unterbinden sollen. Verlängerung des Ermächtigungsgesetzes in Oanzig. Danzig, 5. Mal. (DNB.) Der Danziger D o l k s t a a nahm den Gesetzentwurf zur Verlängerung des Ermächtigungsgesetzes vom Jahre 1933 um weitere vier Jahre an. In der namentlichen Schlußabstimmung wurden 47 Ja-Stimmen und 20 Nein-Stimmen bei einer Stimmenthaltung abgegeben. Mit Ja stimmten außer den nationalsozialistischen Abgeordneten u. a. auch der deutschnationale Abgeordnete Weise sowie die in letzter Zeit aus der Opposition als Hospitanten zur nationalsozialistischen Fraktion übergetretenen Abgeordneten Volkstagspräsident Beyl stellte fest, daß damit eine Mehrheit von Zweidrittel der anwesenden Abgeordneten erreicht sei. Da es vor vier Jahren noch der Zustimmung des Zentrums bedurft habe, um diese Mehrheit zu erzielen, das Zentrum aber heute Schulter an Schulter mit den Kommunisten und Sozialdemokraten gegen das Gesetz stimme, sei das Zustandekommen der Mehrheit ein außerordentlicher moralischer Erfolg der nationalsozialistischen Bemühungen um eine große deutsche Einheitsfront in Danzig. Die beiden polnischen Abgeordneten stimmten aus technischen Bedenken gegen das Gesetz. Bau eines sowjetrussischen Schlachtschiffes inUSA.! N e u y o r k, 6. Mai. (DNB.) Die Hearst-Zeitung „New York American" meldet, daß die Bethlehem Steel Corporation für sowjetrussische Rechnung den Bau eines 35 000-Tonnen- Schlachtschiffes vom Typ der „West Virginia" übernehmen werde, nachdem die Regierung der Vereinigten Staaten ihren früher erhobenen Einwand gegen die 16zöllige Bestückung zurückgezogen habe. Nicht nur Bestandteile dieses Schlachtschiffes sollen in den Vereinigten Staaten hergestellt und in Sowjetrußland später zusammengesetzt werden, sondern das ganze Schiff solle in Amerika fertig gebaut vom Stapel gelassen werden und mit eigener Kraft nach Sowjetrußland fahren. Das Schlachtschiff werde mit neun 1 6 - Zoll - Geschützen und starken Flugzeugabwehrbatterien nach sowjetrussischen Entwürfen ausgerüstet werden. Die „West Virginia", der dieses sowjetrussische Schlachtschiff gleichen soll, ist das modern st e und nahezu s ch n e l l st e Kriegsschiff der gesamten Schlachtschiffflotte der Vereinigten Staaten. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat den Gesandten in Bern, Freiherrn von Weizsäcker, zum Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt, den Generalkonsul Köcher zum Gesandten in Bern und den Gesandten von Erdmannsdorf zum Gesandten in Budapest ernannt. * Der französische Botschafter tn Berlin, Francois Poncet, ist am Mittwochmorgen in P a - r i s au einem mehrtägigen Aufenthalt eingetroffen, in dessen Verlauf er Ünteredungen mit dem Außenminister Delbos und anderen Persönlichkeiten haben soll. Am Himmelfahrtstage wurde in Gegenwart von Gauleiter Florian und führenden Persönlichkeiten der Partei, der Wehrmacht, des Arbeitsdienstes und der Behörden die Joseph - Goebbels- Jugendherberge in Düsseldorf- Ober k a s s e l vom Reichsjugendführer ihrer Bestimmung übergeben. Der Reichsjugendführer stellte fest, daß alle Jugendheime und Herbergen Heimstätten seien für die Gemeinschaft, Stätten bedingungsloser Kameradschaft, in denen Sauberkeit und Ordnung herrsche. * Der Zentralausschuß der italienischen Korporationen, der unter Vorsitz von Mussolini qm Freitag zusammentrat, hat eine allgemeine G e ° Halts- und Lohnerhöhung im Ausmaße von 10 bis 12 v. H. beschlossen. Diese Erhöhung, die lediglich eine Folgerung aus der Lira- abroertung darstellt, wird mit dem 9. Mai, dem Jahrestag der Gründung des italienischen Imperiums, in Kraft treten. * Der Oberbürgermeister von Brüssel hat eine vom Verband der ehemaligen flämischen Frontkämpfer (V. O. S.) geplante öffentliche Kundgebung verboten. Auf dieser sollte gegen die Agitation Stellung genommen werden, die in gewissen flamenfeindlichen Kreisen gegen die Amnestievorlage betrieben wird. Das Verbot hat Aufsehen erregt, um so mehr, als eine Kundgebung gegen die Amnestie, die von verschiedenen M.litär- verbänden abgehalten wurde, zugelassen worden war. * Die Vertreter aller an der Londoner Zuckerkonferenz beteiligten Nationen haben ein Abkommen unterzeichnet. Einzelheiten werden noch nicht mitgeteilt, außer der Tatsache, daß die Vereinbarung die aus den wichtigsten auf der Konferenz vertretenen Erzeugerländern auszu- führenden Zuckermengen für fünf Jahre festgesetzt. Siapellauf des ersten eigenen „KdK."-ürlauberschiffes „Wilhelm Gustloff" in Gegenwart des Führers. Hamburg, 5. Mai. (DNB.) Das neue Groß- Hamburg feiert heute seinen ersten großen Festtag. Auf der Werft von Blohm & Voß wird der Führer dem feierlichen Stapellauf des ersten eigenen KdF.-Schiffes beiwohnen Im Hamburger Hafen ist schon am Dienstag die gesamte KdF.-Flotte eingetroffen An der festlich geschmückten Ueberseebrücke liegen über die Toppen beflaggt in langer Reihe die großen Schiffskörper der „Sierra Cordoba", „St. Louis", „Monte Olivia", „Der Deutsche", „Stuttgart" und „Oceana". Aus allen Gauen des Reiches sind große Urlaubertrupps in Hamburg eingetroffen. Beim Dammtor-Bahnhof, wo starke Ehrenabteilungen aller Gliederungen der Bewegung, der Wehrmacht und der Polizei aufmarschiert sind, stauen sich die Massen zu vielen Zehntausenden. In den Straßen, die zu den Landungsbrücken führen, verschwinden die Häuserfronten fast in einem Meer von Fahnen und frischem Maiengrün. Jugendurlauber aus allen Gauen, die die Gelegenheit ihres Urlaubs wahrgenommen haben, um die große Stapellauffeier zu erleben und dem Führer zuzujubeln, ziehen durch die langen Röhren des Elbtunnels von der Stadtssite nach der anderen Seite des Hafens, wo von den Helgen und den Gebäuden der großen Schiffswerften ebenfalls unzählige Banner des neuen Deutschlands im frischen Morgenwinde flattern. Der massige Rumpf des neuenOzeanrie- s e n ragt hoch empor über Hellinggerüsten und Werflgebäuden. Grüne Girlanden schmücken den Bug des deutschen Schiffsneubaues, von dessen Deck aus die Fahnen des Dritten Reiches und der Deutschen Arbeitsfront und zahlreiche bunte Wimpel wehen. Das neue Schiff stellt mit seinen 25 000 Tonnen das fünftgrößte Schiff der deutschen Handelsflotte dar. Wehr als 200 Weter erstreckt sich der elegante Schiffsrumpf. 23,5 Weter mißt es in der Breite und die höhe bis zur Waftfpihe ist nicht geringer als 56 Weter. Fast 1500-kraft-durch-Freude-Urlauber können in den mit allen modernen und hygienischen Einrichtungen versehenen Schiffsräumen und Kabinen Aufnahme finden. Alle Errungenschaften der neuzeitlichen Schiffsbautechnik sind herangezogen worden, um dieses Schiff der Freude zu einem wahrhaften Zeugen des neuen Deutschlands werden zu lassen. Zur Begrüßung des Führers hatten sich auf dem Bahnsteig u. a. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter und Reichsstatthalter Kaufmann, Regierender Bürgermeister Krogmann, der Kommandierende General des X. Armeekorps Knochenhauer eingefunben. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt der Führer die Front des Ehrensturms der SS.-Standarte „Germania" ab. Im Kraftwagen begab sich der Führer zum Hafen. Zu beiden Seiten der Einfahrtsstraßen hatten die Formationen Aufstellung genommen. Hinter den Absperrungsketten drängten sich Zehntausende begeisterter Hamburger, die ihrem Führer zujubelten. Beim Betreten des Werftgeländes wurde der Führer von dem Betriebsführer Staatsrat Rudolph Blohm und Betriebszellenobmann Pauly herzlich willkommen geheißen. Heilrufe brausen weit über den Platz. Durch das von vielen Fahnen gebildete Spalier schritt der Führer zur Taufkanzel. In Begleitung des Führers befanden sich Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsführer SS. Himmler, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. n. c Raeder, Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann, der Leiter der Auslandsorganisation Gauleiter Bohle, der deutsche Geschäftsträger in der Schweiz, Freiherr von Bibra. Von Heilrufen umbrandet beftieg der Führer mit seiner Begleitung und Frau Gustloff, der Witwe des ermordeten Landesgruppenleiters Schweiz der AO. der NSDAP, die Taufkanzel, wo ihn Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann be» grüßte. Dann sprach der Betriebsführer der Bauwerft, Staatsrat Blohm. Wenige nur von allen, so sagte Staatsrat Blohm, die jetzt staunend zu diesem Schiff aufsehen, können sich wohl einen Begriff davon machen, welche Unsumme an Arbeit des Kopfes und der Hand in ihm verkörpert ist. Jeder Schiffsbau stellt eine Gemeinschaftsleistung im höchsten Sinne dar und jeder, ob er an dem Schiff selbst gearbeitet oder Bauteile dafür geliefert hat, trägt mit an der Verantwortung,, daß das Schiff als Ganzes den Ruhm dieser deutschen Werkmannsarbeit in die Welt trägt. Jeder aber auch, der zum Bau beigetragen hat, sieht sich dann diesem Schiff auf immer verbunden und ist stolz auf das gemeinsame Werk. Einen besonderen Stolz aber empfindet die ganze Werft, daß uns das Vertrauen entgegengebracht worden ist, dieses erste Urlauberschiff für die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zu bauen, und daß Sie, mein Führer, durch Ihre Anwesenheit den Tag des Stapellaufs zu einem unvergeßlichen Ehrentag gestalten. 'Reid^organifafioneikifer Or. Ley führte dann u. a. aus: Es ist einmalig und erstmalig in der Welt, daß es ein Staat unternimmt, für seine Arbeiter ein so großes Schiff zu bauen. Nicht alte Kästen nehmen wir Deutsche für unsere Arbeiter, sondern das Beste ist gerade gut genug für unsere deutschen Arbeiter. So ist denn auch der heutige Tag für den Kritiker von draußen der klarste Beweis dafür, daß sich in Deutschland alles gewandelt hat, daß wir nicht mehr mit Wirtschaftskämpfen, Tarifverträgen, Lohnverhandlungen, Konferenzen, Parlamenten und Tagungen unsere Zeit vertrödeln, sondern daß wir ein neues soziales Deutschland aufbauen. Als ich vor kaum vier Jahren den Gedanken Kraft durch Freude verkündete, war das alles zu neu, da es bei uns nur wenige gab, die glaubten, man könne diese großen Pläne wirklich in die Tat umsetzen. Das Volk hat den Gedanken aufgenommen. Und wenn manche Reaktionäre glaubten, daß die DAF. durch ihre Kraft-durch-Freude-Arbeit sich von den übrigen großen sozialen Aufgaben ablenken lassen werde, so ist das eine entschiedene Täuschung Wir haben, während wir Kraft durch Freude aufbauten, unsere übrigen sozialen Ziele nichtvernachlässigt. Gerade das Kraft-durch- Freude-Werk hat uns die größten Impulse gegeben, all unsere übrigen großen Aufgabengebiete mit dem gleichen Elan und mit derselben Begeisterung in Angriff zu nehmen. Kraft durch Freude ist wohl h ZV ' — ■ WVzr-:-s&-, V" / Mz 'r WE- '> j, J Frau Gustloff während des Taufaktes. Ferner von links: der Führer. Dr. Ley. Betriebsführer Staatsrat Blohm und Generaladmiral Raed er. (Scherl-Bilderdienst-M.) der volkstümlichste und kürzeste Ausdruck für das Wollen des neuen Deutschlands. Wir wollen leben nicht der Freude wegen, sondern wir wollen aus der Freude Kraft schöpfen, um dafür zu sorgen, daß Deutschland ewig sei. Wenn wir an die Ewigkeit Deutschlands glauben, dann bejahen wir auch da- mit das diesseitige Leben mit allen seinen Freuden und Sorgen. Wir wollen dem ganzen deutschen Volk die Kraft geben, seine Sorgen zu meistern. Wir kapitulieren im neuen Deutschlands niemals wieder. (Minutenlange Beifallsstürme.) Mein Führer! Sie führen unser Volk zum Schönen. Sie geben ihm einen Lebe n s s i n n und eine innerliche und äußerliche Lebenshaltung, die auf das Schöne hinzielt. Wir wollen, daß jeder stark und gesund roirö, denn dann wird Deutschland leben und ewig sein. Und deshalb taufen wir das deutsche Schiff auf den Namen eines unserer Helden: Wilhelm G ust- l o f f, einem Mann der gefallen ist für Deutschland? Während der letzten Worte Dr. Leys sind am Bug des Schiffes die bislang verdeckten Ramensfchilder sichtbar geworden. Dann donnert der Startschuß über den Platz. Als nun die Witwe des ermordeten Landesgruppenleiters den Taufakt mit den Worten: „Ich taufe dich auf den Ramen Wilhelm Gustloff" vollzieht, vereint sich das klirren der am Bug des stolzen Schiffes zersplitternden Flasche mit dem begeisterten Jubel der festlich gestimmten Wenge. Glatt und reibungslos löste sich dann der mächtige Schiffsrumpf von seinen Haltevorrichtungen und gleitet unter den klängen der Lieder der Ration und den Heilrufen in sein Element. Bon der Taufkanzel grüßen der Führer und seine Begleitung mit erhobener Rechten das erste eigene Schiff der RS.-Gemeinschaft „kraft durch Freude". Die KbF.-Flotte paradiert vor dem Führer. Der Führer begibt sich, von dem Jubel der Massen umbraust, von der Landungsbrücke aus a n Bord des Avisos „Grill e", wo er mit dem Präsentiermarsch begrüßt wird. Um 13.30 Uhr werden die Schiffe angewiesen, die Fahrrinne freizumachen. Als erstes Schiff der „KdF."-Flotte löst die „Sierra Cordoba" die Anker. Auf dem Achterdeck der „Grille" hat der Führer zur Ab- nähme der Vorbeifahrt Aufstellung genommen. Neben ihm stehen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und Generaladmiral Dr. n. c. Raeder sowie die übrigen Ehrengäste. Die Besatzung der „Grille" ist an der Reeling angetreten. Langsam zieht der weihe Rumpf der „Sierra Cordoba", die über und über mit bunten Wimpeln bedeckt ist, an dem Führer- schift vorbei. An Bord wird der Badenweiler Marsch gespielt. Hell und freudig erklingen die Heilrufe der tausend Fahrgäste zu dem Führer hinüber. Don sämtlichen Decks, aus allen Kabinenfenstern wehen Tücher und Fähnchen. Der Führer dankt für den Jubel. Als zweiter Dampfer folgt die „M o n t e O l i v i a". Auch hier wieder wehen Tücher und Fahnen und die Heilrufe wollen kein Ende nehmen. Aus dem prächtigen Dampfer „Der Deutsche", an dessen Bord 1000 Hitlerjungen aus dem Gebiet Mittelelbe angetreten sind, ertönen Sprechchöre: „Führer, wir folgen dir!" Es folgt die „Stutt- gar t" und als letztes die „Ocean a". Immer aufs neue wiederholt sich der einzigartige Jubel, der Gruß und Dank an den Führer. Länger als 30 Minuten dauert die Vorbeifahrt der stolzen Flotte. 6500 Volksgenossen, Männer und Frauen aus den Fabriken, Werkstätten und Kontoren, fahren mit diesen Dampfern hinaus in die norwegischen Fjorde und legen Zeugnis ab vom Sozialismus der Tat, der in Deutschland ein solches herrliches Werk geschaffen hat. Durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal nach kiel. „01446* iSW das ist eine feine Sache und Tante Sorgenfrei läuft immer wieder das Wasser im Munde zusammen, wenn sie ihre frischen Nahrungs- und Genußmittel aus dem elektrischen Kühler holt. Mochte die Sonne noch so sehr brüten, ihr macht das nichts, denn seitdem sie sich den neuen elektrischen Kühlschrank vom Häuser zulegte verdarb ihr nichts mehr. — Auch Sie sollten Ihre Speisen vor dem Verderb schützen und sich einen elektrischen Kühlschrank oder Eisschrank zulegen von sitsA J. B. 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Im übrigen war es erstaunlich, wie wenig vorher über Afghanistan zu erfahren war, und als wir auf dem berühmten Khyberpaß die Grenze überschritten, hatte ich ein aufregendes Gefühl vom Eindringen in geheimnisvolles Land .. Kabul liegt 1800 Meter hoch und hat rund 100 000 Einwohner. Die alte Stadt mit ihren Lehmhäusern erstreckt sich unter kahlen Hügeln nach Südwesten, während die neue Stadt mit graben breiten Straßen und europäischen Häusern, von deutschen, italienischen, russischen und japanischen Architekten erbaut, nach Nordwesten zu liegt. Die Hügel im Südwesten hinauf zieht sich Darullaman, die G arte n st a d t A m a n u l l a h s , die seit dem Ausstand gegen ihn halb fertig liegen geblieben ist. Doch heißt es, daß der gegenwärtige König, Mohammed Zahir Shah, die Absicht hat, sie zu vollenden und zu benutzen. In den gedeckten Basaren mischen sich Ost und West, halb europäisch gekleidete Kabulen, eingeborene Hünen aus dem Südwesten des Landes, Pathans von der indischen Grenze, blonde Turkmenen mit Pelzkappen und hohen Lederstiefeln, mongolische Kulis unter schweren Lasten gebückt. Die wenigen Frauen sind vollkommen in weiße ober graue Schleier gehüllt. In ben kleinen dunklen Läden gibt es billige japanische Maschinenerzeugnisse, indische und afghanische Seide und Baumwolle, buntes russisches Porzellan. Die Straßen sind erfüllt von dem Klang von Messing- und Kupferschmieden bei der Arbeit. In einer der vielen Karawansereien treiben turkmenische Astrachanhändler ihr Geschäft. Dieses Jahr hat einer von ihnen Felle im Wert von 150 000 Pfund verkauft. Seit der Revolution in Rußland ist Afghanistan der Weltmarkt für Astrachan (feines Lammfell) geworden. Die Felle kommen von zwei ober brei Tage alten Lämmern, unb trotz ber jüngeren sübafrikanischen Zucht stammen bie besten aus Zentralasien. Persianer (von ungeborenen Lämmern) werben in kleineren Mengen unb zu höheren Preisen verkauft. Außer bem unerschöpflichen Zauber ber Basare unb ber Schönheit ber umgebenben Hügel mit ber Schneemauer bes Hinbu Kush im Porden ist in Kabul nicht viel zu sehen. Der Afghane ist ein Mann bes offenen Laubes unb ber Berge, ein Jäger unb Krieger. Seit ein paar Jahren wirb er mit Autos, Maschinen, Rabio, Telephon unb Flugzeugen überschwemmt, auf ber anberen Seite steht bem bie Sitte, bas natürliche Beharrungsvermögen, Tradition unb vor allen Dingen ber Islam entgegen. Afghanistan steht stärker unter bem Einfluß seiner religiösen Führer als vielleicht irgenbein anberes Laub auf ber Welt außer Tibet. Die Mullahs (Priester) beherrschen das Volk vollständig. Sie waren es, die die Frauen wieder unter den Schleier und in den Harem gurütfgetrieben haben nach ber kurzen Erfahrung von Freiheit unter Amanullah. In einer kleinen Stabt bes Norbens, wo sie kaum je eine weiße Frau gesehen haben könne, ließen bie haßerfüllten Blicke biefer bärtigen Männer mit ihren weihen Turbanen mir bas Blut gerinnen. Unb an einem anberen Ort würbe mein Begleiter mit seiner Pelzmütze unb seinem vollkommenen Persisch für einen Moslim gehalten unb fast gesteinigt wegen meiner Gesellschaft, einer fremben, unver- schleierten Frau. Für bie Reise nach bem Norben bis an den Oxus bot mir ein deutscher Arzt freundlich seinen Wagen unb seine Begleitung an. Am 17. November brachen wir auf. Lange Reihen von belabenen Kamelen begegneten uns fast ftänbig unb machten bas Vor- wärtskommen auf ber engen Straße sehr schwierig. Am zweiten Tage gerieten wir bei Anbruch der Nacht auf einen falschen Weg. Es wurde immer steiler und enger, bis Felsen uns den Weg versperrten. Wir stiegen aus, um uns zu orientieren. Ein sanftes Knirschen ließ uns zurückschauen, da verschwand der Wagen gerade in der Finsternis um die Ecke. Als wir Mut genug gefaßt hatten, hinter die Ecke zu blicken, lag der Wagen 12 Meter tiefer umgestürzt, und wunderbarerweise kroch Jemal (der Diener) heraus, nur mit ein paar Beulen unb einem tiefen Schnitt. Es fror hart unb wehte ein kalter Schneewinb. Nach einem erroärmenben Abenbesien von Sar- binen schüttelten wir bie Glassplitter aus unseren Bettsäcken unb kauerten uns zur Nacht unter ben Schutz eines Felsens. Am Morgen holte Jemal Hilfe aus bem nächsten Dorf. Nach ftunbenlanger Arbeit stellten bie 40 Eingeborenen bie Trümmer unseres Autos vor einen ber Teeläben, wo bie Kameltreiber Rast zu machen pflegen. Diese Lehmhütte hatte zwei Räume zu vier Quadratmetern, jede mit einer Tür und einem Loch in ber Decke, um ben Rauch von bem Feuer mitten auf dem Lehmboden abziehen zu lassen. In einem dieser Räume lebten wir sechs Tage lang. Die Kälte war streng, und der Rauch machte ein Feuer nur möglich, wenn wir draußen waren. Wenn die Sonne genügend wärmte, aßen wir draußen, mit gekreuzten Beinen auf der Erde sitzend und uns unserer Finger bedienend. Die Mahlzeiten bestanden aus in Butter gesottenem Fleisch, das man mit köstlichem frischem Brot auftunkte, Pilaf und Reis und viele Male am Tage aus süßem, grünem Tee. Vor unb nach bem Essen würbe aus einem Metallbecken Wasser über bie rechte Hanb gegossen — sehr notwendig, nachdem man den Butterreis in handliche Klumpen geballt hatte. Die Linke gilt als unrein und darf zum Essen nicht benutzt werden. Wir schliefen viel, gingen spazieren, und abends spielte der Doktor Geige. Es war ein seltsames Bild beim Schein der Oellampe. Afghanen lieben Musik, vier ober fünf Männer stellten sich ein und hockten auf dem Fußboden. Der hünenhafte deutsche Arzt mit wunderbar zarten Händen saß auf der Bettkante. Für unsere Gäste spielte er die seltsamen eintönigen afghanischen Weisen und für mich Mozart und Brahms. Mehrmals wurde feine ärztliche Hilfe erbeiten. Nach sechs Tagen kam ein Lastkraftwagen, ber uns nach Norben mitnahm. Schirmherrschaft nicht erwünscht. Die Reichsbund-Pressestelle teilt mit: Um den Wert sportlicher Veranstaltungen nach außen deutlicher in die Erscheinung treten zu lassen, sind bes öfteren führende Persönlichkeiten des Staates ober des öffentlichen Lebens gebeten worden, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Bei der Begründung solcher Maßnahmen ist hin und wieder auch auf internationale Gepflogenheiten verwiesen worden. Die Reichsführung gibt hierzu folgendes bekannt: Staat und Partei fördern die deutschen Leibesübungen grundsätzlich und in solchem Umfange, daß im einzelnen von der Beantragung der Uebernahme einer Schirmherrschaft abgesehen werden muß. Anträge auf Uebernahme von Schirmherrschaften haben daher zu unterbleiben. SS -Standarte Deutschland in $ront Hindenburg-Gepäckmarsch in Berlin. Der Hindenburg-Gepäckmarsch, den der Berliner SC. Komet 99 am Himmelfahrtstage zum fünften Male veranstaltete, ist nicht nur eine Leistungspru- fung ersten Ranges, sondern auch ein Prüfstein für den Kameradschaftsgeist, mußten doch von den über 100 Mannschaften, die den Kampf aufnahmen, mit mindestens drei Mann geschlossen das Ziel passieren. Auf der 35 Kilometer langen Strecke gab es für die mit 25 Kilo Gepäck belasteten Teilnehmer schwere Aufgaben zu überwinden. Die beste Leistung wurde der SS.-Standarte Deutschland Ellwangen zugesprochen, die in voller Ausrüstung den langen Weg in 4:20,43 zurücklegte und mit bem vom Führer gestifteten Ehrenpreis belohnt würbe. Ergebnisse: Wehrmacht, SS.-Verfügungstruppe und Polizei m i t Stahlhelm und Gewehr: 1. 17. Kompanie SS.-Standarte Deutschland Ellwangen 4:20,43, 2. 16. Kompanie SS.-Standarte Deutschland Ellwangen 4:25,40, 3. Kriegsmarine Wilhelmshaven 4:35,30, 4. Schutzpolizeischule Berlin 4:44,10, 5. 3. Schutzpolizei-Hundertschaft Nord 4:44,35, 6. 13. Kompanie Jnf.-Regt. 33 Dessau I 4:47,36. Ohne Gewehr und Stahlhelm: 1. SA.-Nachrichtensturm Standarte 4 Berlin-Pankow 1. Mannschaft 3:48,00, 2. Stettiner Boxklub 3:52 28, 3. SA.-Sturm 1/5 Berlin Horst Wessel 3:54 33, 4. Arbeitsdienstabteilung 1/185 Hildesheim 3:55,00, 5. SA.-Nachrichtensturm Standarte 4 Berlin-Pankow 2. Mannschaft 4:06,38. Braddock - Schmeling am 3. Zuni. Max Schmeling stattete der Neuyorker Box- Kommission einen Besuch ab und hatte eine längere Unterredung mit General Phelan. Dieser versicherte Schmeling, daß der Titelkampf zwischen dem Deutschen und Weltmeister Braddock nach wie vor für den 3. Juni 1937 feststehe. Phelan erklärte weiter, daß der Kommission von dem Abschluß eines anderen Kampfes offiziell nichts bekannt sei. Sie erwarte nunmehr, daß Braddock fünf Tage vor dem Kampf um die Weltmeisterschaft zur ärztlichen Untersuchung erscheine. Erste Trainingsrunden in Tripolis. Die deutschen Wagen am schnellsten. Am ersten offiziellen Trainingstag in Tripolis waren bie deutschen Wagen bie weitaus schnellsten. Der von Varzi auf Auto-Union mit 3:27 Minuten und 227,385 km/st aufgestellte Rekord wurde von Carraciola auf Mercedes-Benz und Stuck auf Auto-Union mehrfach unterboten. Die Tagesbestzeit erzielte Hans Stuck mit 3:24,96 Minuten für die 13,1 Kilometer Mellana-Rundstrecke, die er mit 230,093 km/st durchfuhr. Erst hinter sämtlichen neun deutschen Rennwagen folgte F a r i n a mit bem Alfa Romeo. Er war noch schneller als Null olari, ber sich wegen seiner erlittenen Turiner Sturzverletzungen noch sichtlich zurückhielt. Nachfolgend bie Zeiten der schnellsten Fahrer: Stuck (Auto-Union) 3:24,96 = 230,093 km/st, Carraciola 3:24,99, Rosemeyer 3:30,48, von B r auch i t sch (Mercedes-Benz) 3:31,06, Lang (Mercedes-Benz) 3:33, Seaman (Mercedes-Benz 3:33.50, Fagioli (Auto-Uenion) 3:34,43, von Delius (Auto-Union) 3:36,21, Hasse (Auto-Union) 3:42,61, Farina (Alfa Romeo) 3:42,55, Nuvolari 4:07,47. Deutscher Reitersieg in Paris. Zum ersten Male feit dem Kriege starteten am Himmelfahrtstage wieder deutsche Reiteroffiziere in Paris. Gleich der erste Tag brachte den deutschen Farben einen feinen Sieg. Oblt. Brinkmann, schon in Rom der erfolgreichste Reiter, gewann mit Alchimist das Jagdspringen um den Preis der italienischen Kavallerie. „Karl v. Opel-Gedächtnis-preis." Einem alten Brauche entsprechend fand am Himmelfahrtstag in Frankfurt a. M. ein Mannschaftsradrennen auf der Straße um den „Karl-von-Opel- Gedächtnispreis" statt. Die bisher so erfolgreiche Mannschaft des RB. Frankfurt legte auch auf diesen über 50 Kilometer führenden Wettbewerb Beschlag und siegte nach einer Fahrzeit von 1:16:35 Stunden mit über zwei Minuten Vorsprung vor der RV. Germania Frankfurt in 1:18:56, bem RSC. Bornheim in 1:20:48, bem RV. Abler Frankfurt in 1-26:26 unb bem RSV. Bürgel in 1:23:37. Die Fahrer bes siegreichen RV. Frankfurt waren Lorz, Linnemann, F. Eichhorst, Rehmer und Bär. Em Dreiermannschaftsrennen ber „Alten Herren" holte sich ber RSC. Bürgel in 1:30:46. Nehring-Gedächtnispreis 1936 für Werner Blech. DNB. Der Korpsführer des Nationalsozialistischen Fliegerkorps, Generalmajor C h r i st i a n s e n, überreichte am Mittwoch ben Nehring-Gedächtnis-Preis 1936 an ben Segelflieger Werner Blech von ber NSFK.-Gruppe VI (Breslau). Generalmajor Christiansen wies in einer kurzen Ansprache auf bie vorbilbliche Arbeit Neh- rings für ben beutfchen Segelflug hin unb ermahnte ben neuen Preisträger, auch weiterhin im Sinne bes Mannes, besten Namen ber Gebächtnispreis trägt, zu wirken. Johannes N e h r i n g stürzte am 16. April 1930 bei einem Wetterflug ab. Zu feinem Gebächtnis stiftete ber bamalige hessische Staatspräsibent ben Preis für bie beste Höchstleistung im Segelflug. Die bisherigen Gewinner bes Wanderpreises waren: Günther G r ö n h o f f für eine Flugleistung von 2050 Meter Höhe unb Hermann Mayer für eine Flugleistung von 2185 Meter Höhe. Der Preisträger für 1936 Werner Blech erhielt ben Preis für eine Höhenleistung von 4480 Meter (Wasserkuppe, 17. Rhön), bie bisher größte anerkannte unb nachgewiefene Höhe in Europa. 4OOOO sahen Manchester Eiiy. Am Himmelfahrtstag war im Fußball bas Hauptereignis das erste Auftreten von Manchester City in Deutschland. Im Duisburger Stadion trug ber neue englische Meister das erste seiner fünf Spiele auf deutschem Boden aus, dem 40 000 Zuschauer beiwohnten. Die Briten traten in stärkster Aufstellung an, und auch die deutsche Auswahl erschien in der angekündigten Aufstellung. Auf beiden Seiten standen überragende Hintermannschaften, während die Stürmerreihen nicht befriedigen konnten, so daß das Spiel einen torlosen Verlauf nahm. Im übrigen wurden die Erwartungen nicht ganz erfüllt. HSV. siegt weiter. Ein Gruppenspiel zur deutschen Fußball-Meisterschaft bestritten in Beuchen die Meister von Schlesien und Nordmark, Beuchen 09 und Hamburger SV.. Die Hamburger blieben glatt mit 4:1 (2:1) siegreich und damit auch in ihrem fünften Gruppen- spiel ungeschlagen. Beuchen ist wieder an bie dritte Stelle zurückgefallen. Dezirksklasse am Himmelfahrtstag. Tufpo. Raunheim — VL. Sinn 5:2. Erwartungsgemäß gewann Naunheim das Pflicht- fpiel gegen Sinn. Naunheim zeigte einen gut gepflegten Fußball und konnte bas Spiel in dieser Höhe verdient für sich entscheiden. An sich wurde das Spiel fair durchgeführt. Aufstiegspiele zur Bezirksklaffe. 9. Wai: Sfeinborf — Steinberg. Die beiden Gegner kann man als Aufstiegskandidaten betrachten. Da die Steindorfer auf eigenem Gelände geschlagen sein wollen, müssen sich die Teutonen von Watzenborn-Steinberg sehr anftren- gen, um dort ihren Siegeslauf fortzusetzen. Wieder ein Handball-Sruppensieger. Die Gruppenkämpfe um die deutsche Handball- Meisterschaft brachten am 6. Mai wieder eine Entscheidung, nachdem die MTS. Leipzig als Sieger der Gruppe IV seit geraumer Zeit feststeht. In Gruppe II spielte Tura Wuppertal im Rückkampf gegen Bor. Carlowitz 2:2 (1:1) und holte sich mit diesem Teilerfolg den Titel eines Gruppensiegers. In Gruppe I trennten sich die beiden schärfften Rivalen DBV. Berlin und Oberalster Hamburg ebenfalls 8:8 (7:2) unentschieden. Die Gruppe III brachte am Himmelfahrtstage bie erwarteten Siege bes SV. Waldhof und bes deutschen Meisters Hindenburg Minden. Waldhof bezwang MSV. Hannover 10:6 (7:2) und Minden setzte sich gegen den 1. FC. Nürnberg 9:4 (2:2) durch. Die MTSA. Leipzig schreitet in Gruppe IV auf ihrem Sieges- zuge fort. Diesmal unterlag Altenstadt 6:10. Der VfR. Schwanheim schließlich schickte den MSV. Koblenz mit 7:4 (2:1) geschlagen nach Hause. Die Entscheidungsspiele um den Kreisbesten der Jugendklasse. Nachstehend die Termine für die Handball-Endspiele im Kreis VIII. lieber die Austragungsformen und über die einschlägigen Bestimmungen sind Mannschaften unb Vereine unterrichtet. Die Kürze ber Zeit gebietet, sich strengstens an die Termine zu halten, weil es sonst nicht möglich ist, den Kreis- besten noch vor ber Sommersperre zu ermitteln. 9. Mai: Tv. Lang-Göns — Mtv. Gießen; Münchholzhausen — Tv. Lützellinben. 17. Mai: Tv. ßonborf — Tv. Münchholzhausen; Lützellinben — Lang-Göns. 23. Mai: Tv, Lützellinden — Mtv. Gießen; Londorf — Tv Lang-Göns. 30. Mai: Mtv. Gießen — To. Londorf; Tv. Lang- Göns — Tv. Münchholzhausen. 6. Juni: Tv. Londorf — Tv. Lützellinden; Mtv. Gießen — Tv. Münchholzhausen. 13. Juni: Mtv. Gießen — Tv. Lang-Göns; Tv. Lützellinden — Tv. Münchholzhausen. 19. Juni: Tv. Münchholzhausen — Tv. Londorf; Tv. Lang-Göns — Tv. Lützellinden. DRL , Fachamt 2, Fußball. Jugendgruppe Gießen. Meisterschaftsspiele am 9. Mai. Leihgestern — Rüddingshcmsen Lollar — Krofdorf Wiefeck — VfB.-R. II. ; P f l i ch ts p i e le. Alten-Buseck — Großen-Buseck Lollar II — VfB.-R. IV VfB.-R. III — Heuchelheim II. Sportamt „Krast durch Freude". Heute folgende Kurse: Allgem. Körperschule: Lyzeum, Damm- straße 26, für Männer und Frauen gemeinsam, 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen, Volksbad, Seltersweg, für Män- ner und Frauen gemeinsam, 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr. Reiten, Universitäts - Reitinstitut, Brandplatz, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Kurze Sportnotizen. Zwei deutsche Siege durch Runge unb Murach gab es am ersten Tag der Europameisterschaften der Amateurboxer in Mailand. Nur Pietsch mußte sich nach Punkten geschlagen bekennen. * Arno Kölblin verteidigte in der Deutschlandhalle feinen Titel eines deutschen Schwergewichtsmeisters erfolgreich. Der Plauener schlug den Herausforderer Vinzenz Hower in der 8. Runde entscheidend. Ungarns Wasserballer trugen am Mittwoch und Donnerstag ihre beiden letzten Spiele in Deutschland aus. In Nürnberg hieß es gegen eine süddeutsche Auswahl 3:3, während die Magyaren eine bayerische Mannschaft in München mit 11:0 schlug. * Erich Metze belegte im großen Himmelfahrtspreis (100 Kilometer) in Paris hinter Severgnini und Paillard den dritten Platz. fftaffinabe schnitten und schwimmend ta heißem Fett gebacken wird. Raffinade, geläuterter und kristallisierter feiner Zucker. Raffinieren, entbehr!, franzos. Fremdwort für Läutern. Raffiniert nennt man auch einen abgefeimten Menschen oder eine ausgeklügelte Sache. Raglan ist ein Mantel mit weitem, ungegürtetem Rücken, dessen Ärmel nicht wie üblich eingesetzt find, sondern über die Schulter bis zum Kragen laufen. Ragout, deutsche Bezeichnung Würzfleisch, stark gewürztes Gericht aus Fleischstücken mit oder ohne Pilzen oder Fisch, das mit einer kräftigen Tunke zubereitel wird. Ragout fin, in einer Muschel gereichtes, feines überbadenes Ragout, zu dem eine Zitronenscheibe und Worchestertunke gegeben wird. Ragout fin dient ebenfalls als Pastetenfüllung. Rahm, vielfach übliche Bezeichnung für die fetthaltige Sahne der Milch. Auch die Bezeichnung Schmand ist üblich, in Österreich heißt es Obers. Rahmengenäht, Bezeichnung für Schuhe mit doppelter Sohle und einer sichtbaren Steppnaht auf dem Rande. Rainweide, s. Liguster. Ralf, männl. Vorname germanischer Herkunft, Abkürzung von Radulf; Bedeutung = der Wolf, d. h. der Kluge im Rat. Ramme, Werkzeug zum Eintrei- ben von Pfählen und Pflastersteinen. Rammler, Bezeichnung für den männlichen Hasen oder das männliche Kaninchen. Rankpflanzen sind Schlinger oder Lianen, die an Stützpunkten, wie Mauern, Holzflächen, Stäben usw. klimmen und klettern. Klim- mer halten sich durch besondere Greiforgane allein fest, Klettergewächse wollen meistens angebunden werden. Ausdauernde R. sind: Efeu, saugt sich durch kleine Würzelchen fest, dient als Haus- beranfung, f. (Efeu. Wildwein: beste Sorte ist der Selbstklimmer (Ampelopsis Veitchü und A. En- gelmannii), besitzt kleine Saugnäpfchen an den Trieben und hält sich wie mit kleinen Händen am Mauerwerk fest, zeichnet sich durch bunte Herbstfärbung aus, Glyzinie (Wiftaria) aus Japan, deren schöne blaue Blütentrauben herrliche Eartenzier bilden. Südlage und volle Sonne ergeben nach drei Jahren Blüten, die mit zunehmendem Alter immer üppiger werden. Keine Sämlinge pflanzen, da diese schlecht blühen. Knöterich (Polygonum Auberti und P. Baldchuanicum), schnell wachsender Schlinger, der in kurzer Zeit bis unter die Dachrinne der Häuser klettert und durch viele spiräenähnliche, weiße Blütenrispen, die von langer Plühdauer sind, Zäune, Wände und Pergolen verschönt. Heranzucht durch krautartige Stecklinge Paket 12 Pf. i": Unentbehrlich zum Einweichen aller Wäsche. Auch ' : zum Scheuern von Metallen und sämtl. Holzsachen Hersteller: P. Jos. Möbs, Seifenfabriken, Gießen SCHWARZ-WEISS die neue vorzügliche BLEICH-SODA Hier abschneiden! Aus der engeren Heimat be- Wirtschaft B re nnstoff-Kle in ve rka ufsp reise Ranunkel 394 Rase« 24 35 des der zu kenhaus verbracht. Das Motorrad wurde stark schädigt. RM. Rundfunkpro^ramm Kreis Wetzlar. # Wißmar, 7. Mai. Bereits im Laufe vergangenen Winters wurde von der Gemeinde Beschluß gefaßt, ein neues Forst Haus beträgt 101900,87 Mark, davon der Reservefonds 70 000 Mark. Der Bestand an Bankguthaben, Postscheckkonto, Wertpapieren, Handelswechseln sowie in der Kasse betrug 144 318,44 Mark, was als sehr aünstig zu bezeichnen ist, zumal 82149,56 Mark sofort verfügbar sind. Die Bilanzsumme mit 676182,40 Mark Aktiva ergab einen Reingewinn von 3154,74 Mark. Die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden in ihren Aemtern belassen. Die Geschäftsanteile werden mit 5 v. H. verzinst, Sparguthaben bis zu,4,25 o. H., Kredite in tauf enter Rechnung mit 5 v. H. Kreis Schotten. Laubach , 6. Mai. Der Arbeiter Karl Pitz, der mit seinem Motorrad von seiner Arbeitsstätte kam, stieß in der Ortsdurchfahrt am Untertor mit dem Lastkraftwagen der hiesigen Firma Braun zusammen, wobei der bedauernswerte Mann neben anderen Verletzungen das linke Bein brach. Der Verletzte wuroe in das Laubacher Kran- Samstag, 8. Mai. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Von Köln (aus Düsseldorf): Reichssendung: Eröffnungsfeier der Reichsausstellung „Schaffendes Volk". Es spricht Ministerpräsident Generaloberst Göring. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14.10: Musikalische Rückantworten — Wunschkonzert. 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Wir bemerken dazu ...! 15.30: Wir stehn zu den Männern vom Bauernstand! 16: Froher Funk für alt und jung. 18: „Italien." Sport rings um Deutschland. 18.15: Sportschau. 18.30: Blasmusik. 19.30: Rückblick auf den 14. Deutschen Weltwirt- schaftstaq. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: „Wir fahren ins Land." Die heitere Rundfunkparade. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Funkbericht vom Ostpreußenturnier 1937 in Insterburg. 22.40: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 2: „Fidelio", Oper in zwei Akten. geringer Ueberstand. Es kosteten bis 6 Wochen alte Tiere 14 bis 18 RM., 6 bis 8 Wochen alte 18 bis RM., 10 bis 13 Wochen und ältere Tiere 24 bis bauen. Nachdem nun die Vorarbeiten erledigt sind, konnten die Maurerarbeiten am Montag vergeben werden. Den Zuschlag erhielten die hiesigen Unternehmer K. Todt und E. Pfeiffer. Mit der Arbeit wurde auch gleich begonnen. Der Platz, wo das Forschaus zu stehen kommt, ist in der Richtung nach Salzböden auf einer Anhöhe rechts vor dem Distrikt 9 Reifensteinerwald, ungefähr 1200 Meter vom Dorfe entfernt. — In diesen Tagen wurde die Gemeindeviehwaage abgerissen, die lange Jahre sich an dar Kirche befand, da an dieser Stelle das Ehrenmal für die gefallenen Krieger seinen mal -M" V stüh-r U an?!®« 1 gcrabe für ® enwtlen, >« die Schuhe ZU wr.naf" -liefe * ” deren M*" MddeutBA, Vid)enN!* den N K" Hud) Senkt Ser werter anders a »WM °n de gr sieht das Blut Wolkenlose Wir Bie ganzeIatui Weisheit bagegei Bem Bauern tod Mückfall in das weiter, was de Gegenteil, seine! eignen. Wächst Kinder! „Maier ■ter Stumpe", s Jahreszeit im «rohe Gefahr d Nachtfröste, die Wen Sonnenta Triebe um so Um sich gcge besonders in 2 Mainächten nie »tnlwicklung nai • fine Schuhdecke Ifanb und verhi Radien Gegenden, I ffahr ist es woh Ülas Feuer einzi i Ben anzündet, | Scannt wird. > | [Td)on vorher bii i gerichtet, und : t Sturmläuten vi ‘ ffen mit dem e ! Las bekannte un i Öbns im atlgeim i $ö[d)en aufruft, ®m Feuer zu fö| ! Reisbrennen, Rc Leihen diese Fem Platz erhalten soll. Die Mehwaage wird auf dem Hofe des Gemeindefaselstalls eingebaut. — Die Schafherde der hiesigen Schäferei, die sich aus Schafen mehrerer Landwirte zusammensetzt, ist durch günstige Nachzucht auf nahezu 350 Stück an- gewachsen. Durch die bessere Witterung in den letzten Tagen konnte der regelmäßige Weidegang und die Reihenfolge des Pferchens wieder durchgeführt werden. Kreis Biedenkopf. * Gladenbach, 4. Mai. Lehrer A. Eckhardt (Gladenbach), früher in Waldgirmes und Fellingshausen, wurde zum Hauptlehrer an der Schule zu Gladenbach ernannt. In seiner Eigenschaft als Ortsgruppenleiter der NSDAP, wurde er von Gauleiter Sprenger bestätigt. Das Urteil im dritten Bibelforscherprozeß. LPD. Frankfurt a. M., 5. Mai. Das Sander ge ri ch t beendete am Mittwoch die Verhandlung gegen zehn Angeklagte, die beschuldigt waren, die Bibelforschertätigkeit fortgesetzt zu haben. Das Gericht sprach eine Angeklagte frei und stellte das Verfahren gegen eine weitere Angeschuldigte auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 23. April 1936 ein. Im übrigen wurden die Angeklagten zu Gefängnisstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr verurteilt und die Schutz- und Untersuchungshaft angerechnet. Bei fünf Angeklagten gelten die Strafen als verbüßt. Der Haftbefehl gegen sieben Angeklagte wurde aufgehoben. In der Urteilsbegründung wurde u. a. gesagt, die deutsche Volksgemeinschaft stehe auf dem Standpunkt, daß die Tätigkeit der Bibelforscher den Bestand des Reiches erheblich gefährde. Wenn das Gericht auf milde Strafen erkannt habe, so sei das aus der Erwartung geschehen, daß die Angeklagten diese Milde zu würdigen wissen. Die Bestraftmg der Angeklagten erfolge, weil sie sich trotz Verbots weiter als Bibelforscher betätigten. Aktienmarkt eingetreten waren, lag die Börse in der zweiten Börsenstunde wieder sehr ruhig und die erzielten Besserungen wurden nicht immer behauptet. Verein. Stahl 118,25 nach 118,75, IG. Farben 169,25 nach 169,75, dagegen Hoefch 122,50 nach 122, Reichsbank 204 nach 203,50 und Deutsche Erdöl 152,50 nach 152. Von später notierten Werten stiegen Akkumulatoren bei allerdings kleinem Umsatz auf 223,50 bis 225 (220), ferner Rhein. Braunkohlen 231,50 (230,25), andererseits Goldschmidt 138,75 (139,75), Hanfwerke Füssen 109,50 (110,75) und Südd. Zucker 199 (200). Renten blieben sehr ruhig bei behaupteten Kursen Niedriger Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 127,50 (127,75). Goldpfandbriese und Kommunal-Obligatio- nen konnten bei meist unveränderten Kursen voll zuac'-ült werten. Liquidationspfandbriefe bröckelten z. T. noch etwas ab, Stadt- und Staatsanleihen blieben unverändert. Von Industrie-Obligationen 6 v.H. IG. Farben 136,25 (135,75). 3tn Freiverkehr bewegten sich Adlerwerke Kleyer ei 114 bis 116, Wayß & Freytag unverändert 150,50, höher Geiling Sekt mit 55,50 bis 57,50, Rastatter^ Waggon mit 28, dagegen Ufa auf wcchr- scheinlichsis Dividendenausfall 71,25 bis 70,50 (72,13). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Abendbörse ruhig. Wegen der Geschäftsunterbrechung durch den Feiertag blieb die Unternehmungslust auch an ter Abendbörse klein. Indessen war die Haltung gegen den Berliner Schluß wohl nicht ganz einheitlich, aber überwiegend gut behauptet. BMW. gingen in Anpassung an Berlin auf 156,50 (158) zurück. JG.- Farben lagen 0,25 v. H. höher mit 169,75, Rheinstahl um 0,40 v. H. mit 157, Buderus und Verein. Stahl um je 0,25 v. H. auf 128,25 bzw. 118,50. Ws W t 3n Utef«" uni Kf [bien -dein e,u2 lag Stadttheater Vase". - Glori Modell". - [ Kronzeugin". - Mus am Kran Minälben, Agu Droese. - Gies wbenb Kammer Neuen Aula be: Frankfurter Schlachkvlehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Mai. Auftrieb: Großvieh 932 (gegen 870 am 29. April), darunter 160 (150) Ochsen, 169 (151) Bullen, 477 (464) Kühe, 126 (105) Färsen. Kälber 316 (286), Hämmel und Schase 22 (17), Schweine — (565). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43 bis 45 (44 bis 45), b) 38 bis 41 (38 bis 41). c) 36 (36). Bullen a) 41 bis 43 (40 bis 43), b) 39 (39), c) 34 bis 36 (34 bis 36). Kühe a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 36 bis 39 (35 bis 39), c) 28 bis 33 (28 bis 33), d) 16 bis 25 (15 bis 25). Färsen a) 41 bis 44 (41 bis 44), b) 40 (40), c) 33 bis 35 (33 bis 35), d) 28 (28). Kälber a) 65 (60 bis 65), b) 56 bis 59 (56 bis 59), c) 41 bis 50 (41 bis 50), d) 35 bis 40 (32 bis 40). Hämmel b2) 45 bis 46 (45 bis 50), c) 35 bis 43 (38 bis 43), c) 30 (—). Schafe und Schweine nicht notiert. Marktverlauf: Großvieh zugeteilt. Kälber und Schafe lebhaft. Fleischgroßmarkt. Angebot: 132 (329) Viertel Rindfleisch, 137 (174) ganze Kälber, 10 (14) Hämmel, 594 (646) halbe Schweine. Notiert in RM. je 50 Kilogramm: Kuh fleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch c) 61. Kalbfleisch I 78 bis 90 (75 bis.85), II 65 bis 77 (60 bis 74). Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) 73. Fettwaren. Roher Speck unter 7 cm 78, Flomen 80 RM. je 50 Kilogramm. Marktverlauf: lebhaft. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 5. Mai. Die Marktlage zeigt gegen den vergangenen Montagsmarkt keine Ver- änderung. Cs notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W 16 214, W19 218, W 20 220, Roggen R 12 174, R15 177, R18 181, R19 183 Großhandels- preise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 29,80, W16 29,90, W 19 29,90, W 20 30,25, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Fracht- ausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 2,40. Tendenz: ruhig. Schweinemarkt in Nidda. Ö3 Nidda, 5. Mai. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 396 Ferkel und 4 Läuferschweine aufgetrieben. Bei sehr flottem Handel verblieb nur Hhein-Mamische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 5. Mai. Die Börse lag still und wieder uneinheitlich. Die Auflegung einer neuen Reichsanleihe blieb an den Aktienmärkten ohne Einfluß; bei der derzeitigen flüssigen' Geldmarktlage kann schon jetzt mit einer glatten Unterbringung gerechnet werden. Von der Kundschaft lagen nur wenig Aufträge vor, während der berufsmäßige Handel angesichts des morgigen Feiertages keine nennenswerte Unternehmungslust an den Tag legte. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung bei kleinen Umsätzen uneinheitlich, die Veränderungen bewegten sich bei 0,50 bis 1 v. H. Nach den ersten Notierungen erfolgten auf Teilgebieten kleine Käufe, so daß leichte Erhöhungen eintraten. Etwas größeres Geschäft hatten Ph. Holzmann mit 155,75 (154,50) auf die 8 (6)proz. Dividendenerklärung. Von Montanaktien setzten Hoesch mit 122 (123) und Verein. Stahl mit 118,25 (118,75) ein. Chemische Werte bröckelten leicht ab, nur IG- Farben 0,40 o. H. höher mit 169,75. Am Elektromarkt waren AEG. etwas belebter mit 42,90 bis 43, Gefftirel unverändert 150,50, Siemens 202,50 (202), Bekula 164,50 (165,25). Je 1 v.H. niedriger lagen Rheinmetall — Borsig mit 150 und Deutscher Eisenhandel mit 157; Muag blieben mit 152,90 (152,75), Daimler mit 141 und Westdeutsche Kaufhof mit 62 behauptet, Reichsbank plus 0,50 v. H. auf 203,50. Der variable Rentenmarkt lag still. Teilweise erfolgten kleine Abgaben, Altbesitz 125,75 (125,90), Kommunal-Umschuldung 93,80 (94). 1951er Verein. Stahl unverändert 99,50, Städte-Altbesitz waren mit 130 gefragt. Nachdem nach den ersten Kursen teilweise mäßige Befestigungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H. am Frauenverein schafft ein Genesungsheim in Lauterbach. Lauterbach, 6. Mai. (Lpd.) Die von dem hiesigen Frauenverein geleitete Heilanstalt für Kranke im Eichhofpark, die der Frauern verein von der Stadt Lauterbach vor einiger Zeit gekauft hat, soll jetzt durch den Aus- und Umbau eines großen Nebengebäudes zu einem Genesungsheim erweitert werden. Durch diese Erweiterung sollen die Einrichtungen eines Heimes für genesende Kranke geschaffen werden, wobei man damit rechnet, daß das Genesungsheim etwa 30 Personen Unterkunft geben wird. Das Genesungsheim, das eine Erweiterung ter von dem Frauenverein auf gemeinnütziger Grundlage geleisteten Arbeit darstellt, soll bis Ende Juli sertiggestellt sein und dann für das ganze Jahr feiner Bestimmung dienstbar gemacht werden. Landkreis Gießen. geschlossen. <£ Beuern, 6. Mai. Gestern feierten die Eheleute Heinrich Rühl und Frau Marie, geb. Roos, das Fest ter silbernen Hochzeit. Das Jubelpaar stammt aus Burckhardsfelden. Der Jubilar kann auch auf eine 30jährige Arbeitstätigkeit in der Zigarrenfabrik der Firma Noll zurückblicken, in der er seit 26 Jahren Werkmeister ist. Seit 14 Jahren steht er an der Spitze der Gefolgschaft der Firma in Beuern. — In einer Bauernversamm- ! ung sprach der Ortsbauernführer Hermann über die Hofkarte, für deren Ausfüllung er praktische Hinweise gab. ch Mainzlar, 6. Mai. Folgende Arbeitskameraden konnten auf eine 2 5jährige Tätigkeit bei den hiesigen Didierwerken zurückblicken: Kaspar Bork, Staufenberg; Jakob Carle, Josef Kolter, Ludw. Fuchs und Jakob Wilh. Dietz aus Mainzlar sowie Hch. Becker, Treis a.d.Lda. Die Jubilare wurden in feierlichem Betriebsappell würdig geehrt. § Allendorf (Lumda), 5. Mai. Der gestern im Saale der ersten Schule veranstaltete Heimabend der hiesigen Ortsgruppe der NS.-F rauen- schäft war wiederum reichhaltig gestaltet. Ortsfrauenschaftsleiterin Frau Strack eröffnete den Abend mit einer kurzen Begrüßungsansprache und verlas anschließend einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über das Thema „Die Frau und der zweite Vierjahresplan". Der Gesang einiger Frauenschaftslieder verschönte den Abend. Wie gewöhnlich, so hatte sich auch diesmal wieder Schulungsleiter Pg. Strack in den Dienst der guten Sache gestellt und führte folgende drei Filme mit den erforderlichen Erläuterungen vor: 1. „Die Herdstätte im niedersächsischen Bauernhaus"; 2. „Hochseefischerei" und 3. „Wie ein goldner Ring entsteht". Alle drei Filme fanden den ungeteilten Beifall der Besucher. In der üblichen Weise wurde der Abend co Eberstadt, 6. Mai. Der Gemeinderat setzte den Haushaltsvoranschlag für 1937 in Einnahme und Ausgabe mit 33 908 RM. fest. «D L i ch , 7. Mai. Das frühere V o g t f ch e Haus in der Oberstadt ging durch Verkauf in ten Besitz des Sattlermeisters Ludwig 2) ärmer von hier über. Kreis Alsfeld. £ Groß-Felda, 6. Mai. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt ihre Generalversammlung in der „Traube" ab. Von den 215 Mitgliedern waren 161 erschienen. Die Zahlen des Geschäftsberichtes ergaben folgendes Bild: Der Gesamtumsatz betrug 8 090 771,10 Mark, was ein Mehr von 2 811 022,24 Mark gegenüber dem Vorjahre bedeutet. Die Spareinlagen betrugen etwas über eine halbe Million. Es wurden gegen 100 neue Sparbücher ausgegeben. In laufender Rechnung betrug das Soll 469 804,64 Mark, das Haben 65 058,61 Mark. Das Eigenkapital der Gesellschaft und holziges Steckholz. Clematis, auch Waldrebe, unterschieden in klein- und großblumige Arten. Erstere unempfindlicher. Empfehlenswert ist El. paniculata, die Sept.-Okt. überreich weiß blüht. El. montana: Frühlingsblüher. Großblumige Arten lieben Halbschatten, bei heißer Sonne sterben junge Triebe oft plötzlich ab. Hilfe gewähren hier niedrige, schattengebende Stauden, die, in nächster Nähe angepflanzt, die heiße Sonne vom Wurzelhals fernhalten. Jungpflanzen durch Erdbehäuflung oder Tannen- reisig gegen Frost schützen. Beliebte Sorte: El. Jäckmanii. Viele Cl.-Arten zieren nicht nur durch die Blüte, sie geben auch durch ihre bleibenden Federkelche winterlichen Schmuck. Pfeifenblatt (Aristilochia), desien riesengroße Laubblätter tiefen Schatten gewähren, sehr empfehlenswert als Rankpflanze für Lauben und Sitzplätze. Blüten gleichen braunen Pfeifenköpfen. Geeignet für Halbschatten, ist widerstandsfähig gegen Pilzkrankheit und Insekten. Geißblatt, „2e- länger - je - lieber" (ßonicera), schlingt sich im Wald an den Bäumen hoch, geeignet für Halbschatten. Gute Sorten im Garten für Sitzlaube geeignet, da die Blüten besonders zur Abendzeit wohlriechenden Duft ausströmen. Schlingrosen, s. Rosen. — Einjährige R. s. Gobea, Wicke, Feuerbohne. Ranunkel, im Garten besonders die Eoldranunkel beliebt, trägt kugelförmige, gefüllte Blüten, die im April erscheinen. R. zählt $a den giftigen Hahnenfußgewächsen und wird durch Knöllchen gepflanzt. Ranzig nennt man zersetzte Fette, die übel riechen und schmecken. Ranzige Butter kann den Geschmack wieder verlieren, wenn man sie gut mit Milch oder Wasser unter Zusatz von doppeltkoy- lensaurem Natron durchknetet. Öl kann durch Ausglühen gerettet werden. Schmalz und sonstige Fette, die ranzig geworden sind, verarbeitet man am besten $h Seife. Rapid, lat., Bedeutung: schnell, jäh, reißend. Rappe, Bezeichnung fSr eta schwarzes Pferd. Rapünzchen, s. Feldsalat. Rasen. Anlage nur angebracht, wenn bei geeigneter Größe Licht und Lust genügend Zutritt finden können. Vor dem Anlegen eines R. die Fläche umspaten, düngen, gleichmäßig ebnen, Unkrautwurzeln und Steine sorgfältig entfernen. Saat erfolgt April-Mai an windstillen Tagen. 30 g Samen genügen im Durchschnitt für einen Quadratmeter. Fest antreten oder Walzen des eingehackten Samens ist nötig. Je nach Lage oder Verwendung (Zier-, Bleich-, Spielrasen) sind verschiedene Grassortenmischungen im Handel erhältlich. Rasenpflege: regelmäßiger Schnitt, bei Neuanlagen erst mit Sense oder Sichel ausführen, später mit Schneidemaschine. Wichtig ist der kurze Schnitt vor Frosteintritt. Rasen will gepflegt werden! Dann sieht er schön aus. Auch Ihr Rasenplatz im Garten läßt sich sogar mit wenig Arbeit pflegen. Der Rasenmäher nimmt Ihnen dabei allein schon viel Arbeit ab. Ihn und alle anderen Gartengeräte gibt es sehr preiswert bei y B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. für den Platz Gießen ab Mai 1937 Besondere Preislisten werden nicht mehr z ugestellt. Mal Juni Juli Ang. Sept. Okt. Fettnußkohlen I und II.................. 1.92 1.92 1.92 1.92 1 92 1.92 1.89 1.89 1.89 1.89 1.89 1.89 „ IV (Schmiede)...... 1.86 1.86 1.86 1.86 1.86 1.86 Eßnaßkohlen II.......................... 2.11 2.11 2.11 2.11 2.11 2.11 w III......................... 2.08 2.08 2.08 2.08 2.08 2.08 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 Anthrazitnnßkohlen I (nur fttr Zentralheizung) 2.04 2.06 2.09 2.11 2.14 2.14 ,, II.................. 2.74 2.79 2.84 2.85 2.89 2.89 „ Hb................. 2.66 2.71 2.76 2.77 2.81 2.81 H UI................. 2.44 2.49 2.54 2.55 2.59 2.59 ,, IV............... 1.98 1.98 1.98 1.98 1.98 1.98 Zechenbrechkoks I und II............... 2.04 2.06 2.06 2.09 2.11 2.14 11 III......... .......... 1.99 2.01 2.01 2.04 2.06 2.09 ,, IV und Perlkoks... 1.85 1.85 1.85 1.85 1.85 1.85 Gasstückkoks, ab Gaswerk Gießen .. 1.65 1.65 1.65 1.65 1.65 1.65 Gasnaßkoks I „ ,, „ ..... 1.80 1.80 1.80 1.80 1.80 1.80 „ II „ „ „ 1.90 1.90 1.90 1.90 1.90 1.90 Anthrazit-Eiformbriketts............. 2.03 2.03 2.03 2.03 2.03 2.03 Eß-Elformbrike tts für Kttchenbrand.... 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 Grudekoks......................... 2.10 2.10 2.10 2.10 2.10 2.10 Braunkohlenbriketts................... 1.43 1.44 1.46 1.48 1.50 1.53 „ (Bündel) je Bündel 25 kg 0.78 0.79 0.80 0.80 0.81 0.83 Vorstehende Preise verstehen sich für 50 kg frei Keller. B©i geschlossener Abnahme von einer Sorte von 5 bis 15 t wird ein Mengenrabatt von 10 Pf. per 50 kg und bei Abnahme von über 15 t ein solcher von 15 Pf. per 50 kg auf sämtliche Sorten gewährt, mit Ausnahme von Gaskoks. Bei Barzahlung innerhalb 14Tagen nach Lieferung wird ein Kasserabatt von 3% in Abzug gebracht. Auf Gaskoks kann keinerlei Rabatt oder Skonto gewährt werden. 3169d Vereinigung der Siebener Kohlenhändler, e.V. ...........UH............................................................................Illlllllllllllllllllllllllll.....Illll....................................HIHI.................. Metz« SwM M K« Mtw DS««VAW-DKchKV UHIHIHHIIHHHHUIIHUIHUIHIHHHI.............................................................IIIUIII.....Illll..............IIHIIIIHIIIIIIIHUIIII Gieße »Die K a?r?.NN« Sfo-«es ä6enl »«udonftan,, Ws ö Mi c nr machen. »I Sfeu: S Recht, 7' N aber ö ? (3enf0 V chltek l»e,'4enmt5 MF" tzKr m.m Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Freitag,7. Mai 1957 Aus -er Stadt Gießen. Oie Eisheiligen In diesem Jahre scheint der Mai seinen Ruf als „Wonnemond" wirklich einmal rechtfertigen zu vollen. Kalt und trüb ging der ganze April dahin. Vünktlich aber trat der Mai mit fast sommerlicher Wärme an und trieb mit einem Schlage das Blühen auf seinen festlichen Höhepunkt. Aber noch ist hem endgültigen Siege des Sommers nicht zu trauen.. In der Mitte dieses schönen Monats lauern die gefürchteten „Eisheiligen", wie sie in Süddeutschland, die „Gestrengen Herren", wie sie in ?rorddeutschland heißen, Pakratius, Servatius, Bonifatius, am 12., 13. urtf> 14. Mai, und ihnen folgt noch am 15. Mai die angeblich schlimmste von allen, die „böse Sophie", das „Eisweiblein". Tatsächlich pflegt es ja irgendwann im Laufe des Rai auch in noch so schönen Frühlingsjahren ein- nal einen heftigen Kälterückfall zu geben, sei es früher oder später, und von altersher haben wir uns angewöhnt, diesen letzten Angriff des Winters gerade für die Tage zwischen dem 12. und 15. Mai ?u erwarten, ihn gewissermaßen diesen Heiligen in die Schuhe zu schieben. „Vor Servaz kein Som- iner, nach Bonifaz kein Frost", sagt der Dolksmund. Diese letzte Regel dürfte übrigens nur für die milderen Gegenden unseres Vaterlandes zutreffen, in ^orddeutfchland bedrohen bekanntlich die gefähr- j chen Nachtfröste bis Ende Mai, ja zuweilen bis in jen Juni hinein Feldfrucht und Baumblüte. Auch denkt der Bauer im ganzen über das Mai- fetter anders als der Städter. 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