Ht.2(l7 Erstes Blatt 187. Jahrgang Montag, b. September W3Z Lrlcheml täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gie ener Familienblätter Hermat m Dild Die Scholle monats=Bc3ugsprels: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt kernfprechanschliiffe _ unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gieheu Pofifd)edtonto: firanlfurt am Main 11686 Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Gieften. Schristle tung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50Rpf.,Plahoorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/„ mehr. Grmäfoigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf.,Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Npf. Mengenabfchlüfse Staffel B Träger des deutschen Gedankens in der Welt. Reichsminister Or. Goebbels spricht aus dem Gchlußappett der Reichstagung der Ausländsdeutschen in Stuttgart. Stuttgart, 5. Sept. (DNB.) Am Sonntagnachmittag erlebte Stuttgart den großen F e ft z u g durch die reich geschmückten Straßen der Stadt. Der Festzug stand unter dem Motto „Stuttgart und Württemberg — Weltgeltung einst und jetzt". Darstellungen der geschichtlichen Entwicklung, das schwäbische Volkslied, die schwäbische Dichtung und Wissenschaft und die Technik waren mit sinnreichen Gruppen vertreten. Mit einer Schlußkundgebung, auf der Reichsminister Dr. Goebbels vor mehr als hunderttausend im Hof des Neuen Schlosses und auf dem Schloßplatz versammelten auslandsdeutschen und schwäbischen Volksgenossen sprach, erreichte die 5. Reichstagung der Ausländsdeutschen am Sonntagabend ihren Abschluß. Dr. Goebbels begab sich unter den Klängen einer SA.-Kapelle durch das Ehrenspalier der Fackelträger auf den Mittelbalkon des Neuen Schlosses. Hier waren führende Männer der Partei, des Staates und der Wehrmacht versammelt, die von dem Reichsminister herzlich begrüßt wurden. Der Einmarsch der Fahnen sowie des SA.-Ehrensturmes folgte. Gauleiter Bohle begrüßte die Menge, die gekommen war, um diesen letzten Abend mitzuerleben. Nach den erhebenden Tagen konnten die Ausländsdeutschen mit einem noch tieferen Glauben an den Führer und fein Reich wieder hinausgehen; sie wüßten, wie erlogen die Nachrichten einer gewissen Auslandpresse feien, die keine Gelegenheit zur Schmähung des neuen Deutschlands vorbeigehen lasse Das Reich fei mit seinen Ausländsdeutschen unzertrennlich verbunden, denn es wisse, daß sie ihrer Heimat im Auslande immer Ehre machen würden und daß sie die lebendigste Brücke zu den anderen Völkern seien, mit denen das neue Deutschland in Frieden und Eintracht zusammenleben wolle. Reichsm-mster Dr. Goeöbels entbot im Namen des Führers, des Reiches und Des Volkes den Taufenden oon Ausländsdeutschen, Mon denen viele ihr Vaterland jetzt zum erstenmal Isahen, den Deutschen Gruß und verkündete die großen Lehren, die heute Deutschland erfüllen, die unser politisches, wirtschaftliches und kulturelles Leben ausrichten, die Lehren, die uns der Führer gelehrt hat und nach denen wir leben und arbeiten. Der Minister stellte fest, daß das deutsche Volk nicht mehr das Volk von ehedem ist, und daß die ganzen internationalen Spannungen, soweit sie Deutschland betreffen, auf die Tatsache zurückzu- ssühren sind, daß die Welt nicht einsehen will, daß das Deutschland von 1937 ein anderes ist als das von 1932 ober gar von 1918, daß sich an ihm eine große historische Wandlung vollzogen hat, daß das deutsche Volk wie alle anderen Völker leben will, daß es auch wie aUe anderen Völker ein vitales Recht dar - □ u f besitzt, sich die Lebensgrundlagen zu sichern. Ich habe mit einigem Erstaunen in einer uns allzubekannlen Anslandspresfe gelesen, daß diese Tagung nur dazu angetan fei, die internationalen Spannungen noch zu vertiefen und zu verschärfen. Ich frage wieso? Was kümmert es die Welt, was wir Deutsche miteinander auszumachen haben? Wachen wir uns Sorge wie und wann und wo und worüber Engländer sich etwa unter sich unterhalten? Woher nimmt der deutschfeindliche Teil der englischen Presse das Recht her, in einem Gouvernantenfon über deutsche innere Angelegenheiten mitzureden? Wan wirft dort erstaunt die Frage auf, warum denn überhaupt unsere Ausländsdeutschen in der Partei organisiert sein sollten. Diese Frage kennen wir von unseren ehemaligen Gegnern her. Die Partei hat nicht nur die Ausgabe, die Wacht zu erobern, sie muh auch die Wacht behaupten, denn wir reden nicht nur von Jahrhunderten, sondern wir wollen die Jahrhunderte auch g e ff a t f e n. Sie können aber nur gestaltet werden vom Volke selbst und (die Partei ist die lebendige Vertreterin unseres Volkes und unseres Volksfumsgedankens. Sie ist die eherne Spitze am bleiernen Pfeil. Gedanken und Ideen werden immer von Wenfchen und Organisationen getragen und die Organisation, die heute den deutschen Gedanken und die deutsche Idee trägt, heißt: Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Deshalb ist es keine Aeberheblichkelt, wenn wir Rationalsozialisten sagen: wo wir stehen, da stehl D e u l f ch l a n d l Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich dann !er immer wieder im Auslande gestellten Frage zu, aas denn die Partei unter den Auslands- i eutfchen wolle. Sie habe die Aufgabe, erklärte er unter der begeisterten Zustimmung der Zuhörer, unter den Reichsdeutschen im Auslande den gleichen deutschen Gedanken, dieselbe deutsche Idee wach und lebendig zu erhalten. Die Parteigenossen im Auslande seien der Sauerteig unter den Reichsdeutschen in der Welt. Nachdrücklich betonte der Minister, daß dies nichts mit Spionage oder gar einem Export des Nationalsozialismus ins Auslcmd zu tun habe. Da der Nationalfozialis- ; mus ein Volk stark mache, bestehe für uns keinerlei Veranlassung, ihn im Auslande zu verbreiten und andere Völker pns gegenüber noch stärker zu machen als sie ohnehin sind. Ebensowenig Veranlassung bestehe dazu, Kulturattaches ins Ausland zu schicken. „Unsere Kulturattaches", betonte Dr. Goebbels unter stürmischem Beifall, „seid Ihr, meine Parteigenossen aus dem Auslände! Ihr seid überall unter den Reichsdeutschen die Träger der deutschen Kultur und des deutschen Gedankens." Daß der Deutsche im Auslande jetzt ein anderes Gesicht zur Schau trage als früher, fei nur natürlich, denn hinter ihm stehe nicht mehr ein schwächliches, sondern ein starkes ziel- und willensbewuhfes Deutschland. Das Ausland muß zur Kenntnis nehmen, daß es mit Deutschland nicht mehr Katze und Waus spielen kann. (Langanhaltender Beifall.) Auch unsere Ausländsdeutschen fühlen sich dementsprechend als Söhne eines Vaterlandes, dessen sie sich nicht mehr zu schämen brauchen, auf das sie stolz sein können. Sie haben sich das Wort des Führers zur Lehre gemacht und wollten lieber der letzte Bettler ihres eigenen Landes als der König eines anderen Volkes sein. (Stürmischer Beifall.) Bei uns, so führte der Minister weiter aus, beginne nun das einzutreten, was bei allen anderen Völkern schon immer selbstverständlich war, daß nämlich die Heimat alle Söhne ihres V 0 l - kes umschließt, daß sie bas größte Kraftzentrum barfteHt, in bas alle Kraft ber deutschen Volksseele, ob innerhalb ober außerhalb ber Grenzen, am Enbe einmünbet. Dr Goebbels wies barauf hin, baß darin kein verkappter Imperialismus liege, kein Streben, machtpolitifch die Welt zu unterjochen. „Wir wollen auf unsere Art gute Deutsche sein, und wenn uns niemand daran hindert, bann sinb mir gern bereit, einen großen unb wertvollen Beitrag zum allgemeinen Weltsrieben beizusteuern." (Lebhafter Beifall.) Mit scharfen Worten manbte sich Dr. Goebbels gegen diejenigen, bie bas Fehlen jeglicher Kritik und ber sogenannten Freiheit ber Meinung in Deutschlanb glauben feststellen zu müssen. Das beutfche Volk habe heute eine einheitliche Meinung unb wolle Arbeit und nicht Kritik. Kritik habe es 14 Jahre übergenug gehabt, bafür aber kein Brot. Da unsere Gegner im Auslande bie Erfolge bes nationalsozialistischen Aufbaues nicht mehr bestreiten können, kritisieren sie an ben Methoben herum. Die Geschichte fragt aber nicht nach ben Methoben, mit benen wir sechs Millionen roieber Arbeit gegeben haben. Wir sind stolz barauf, diese Sorgen gemeistert zu haben, unb bie Welt müsse bas große Aufbauwerk in Deutschlanb anerkennen, wenn sie gerecht wäre. Wir wollen nichts von ber Welt, wir wollen i h r nicht einmal mehr zur Last fallen. Früher reiften beutfche Regierungsvertreter in ben Hauptstädten bes Auslanbes herum unb bettelten um Krebite. Das haben wir nicht getan unb werben wir auch nicht tun. Wir handeln nach dem Sprichwort: „Hilf dir selbst, bann hilft Dir Gott!" Dr. Goebbels stellte bann unter stürmischer Zustimmung der Ausländsdeutschen fest, daß diese in Deutschland Gelegenheit gehabt hätten, alle Einrichtungen des neuen Deutschland kennenzulernen, daß sie aber wohl nirgends wo ein geknebeltes und gequältes Volk gefunden hätten, das unter einer Diktatur seufze. Dagegen hätten sie erkannt, daß Führer und Volk eins sind. „3m Inneren wacht über die Sicherheit des Staates unsre Bewegung, an der Grenze wacht über die Sicherheit des Reiches unsere Armee. Wir Deutsche helfen uns auf unsere eigene Art. Wir beneiden kein Volk um feine innere Struktur, mischen uns auch nicht in seine inneren Angelegenheiten ein. Wir wünschen aber, daß auch die anderen Völker uns in Ruhe lassen." Zum Führer schaut dieses Volk voll Dankbarkeit auf, zum Führer schaut ihr alle auf in fernen Ländern oder auf den weiten Wassern der Weltmeere. Ihr habt in den vergangenen Jahren bei großen Gelegenheiten oft klopfenden herzens gehört, wie der Führer deutsche Ehre, deutsche Freiheit und deutsche Souveränität wiederherstellte, und ihr hattet oft den Wunsch, einmal selbst euch in Deutschland umzusehen. Ihr habt euch immer zu diesem Reiche zugehörig gefühlt und habt aus der Stimme die Heimat vernommen. Euch ist die Erkenntnis auf gegangen: Der Führer i st Deutschland und Deutschland ist der Führer! (Stürmische Zustimmung.) 5Zm Namen bes Führers", so schloß Dr. Goeb- bels ,möchte ich euch, meine Volksgenossen aus aller Welt, ben letzten Gruß entbieten. Tragt biefen Namen im Herzen, seid gläubige Söhne unb Töchter eueres Volkes unb eueres Lanbes. Haltet als Angehörige bes Reiches fest zum Deutschtum, ber Mutter eueres Lebens unb eurer Art. Steht treu unb unbeirrt trotz aller Hetze unb trotz aller Ver- leumbungen zum Führer, zum Volk unb zum R e i ch." Nach bem oon ber SS.-Derfügungstruppe Ellwangen gezielten Zapfenstreich klangen bie Lieber ber Nation zum nächtlichen Himmel empor als Bekenntnis ber unverbrüchlichen Verbundenheit ber rcichsbeutfchen Volksgenossen mit ben Auslands- beutfchen. Hierauf verließ Reichsminister Dr. Goebbels burch bas Fackelspalier ben Schloßhof, wobei ihm bie Hunberttaufenbe erneut stürmische Huldi- gungen bereiteten. Die Veranstaltungen ber Re'chs- tagung ber Auslanbsbeutschen fanben mit einem granbiofen Feuerwerk um ben Anlagensee chren Abschluß. (Sofortige Hilfe für den deutschen (Seemann. Eine Anordnung Görings. Hamburg, 4. Sept. (DNB.) Der Beauftragte für ben Vierjahresplan, Ministerpräsibent Generaloberst Göring, empfing in Begleitung bes Gau- Paris, 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Presse interessiert sich lebhaft für ben Nürnberger Parteitag. Fast täglich bringen bie Blätter Vorberichte ihrer Sonberkorrefponbenten. Das „Journal" hat Maurice Bebel in bie Stabt ber Reichsparteitage entfanbt, ber seinem Blatt einen einbrucksvollen Vorbericht übermittelt. Ein siegreiches Deutschlanb habe sich in Nürnberg ein Stelldichein gegeben. Deese Atmosphäre bes Sieges zeige sich überall. Ein ganzes Volk schreite erhobenen Hauptes unb stolzen Auges. Die beuksche I u g e n b sei der Spiegel für bie Arbeit in ber Freube. Er habe noch nie Arbeiter ben Spaten mit so viel Vergnügen hanbhaben sehen. In bem Lager, bas hunberttaufenbe Parteimitglie- ber, SA.- unb SS.-Männer unb Truppen aufnehmen werbe, sei eine Jugenb mit gebräunten Körpern am Werk, bie Vorbereitungen zu treffen. Alle biese Solbaten ber Arbeit seien schön mit ihren 18 Jahren, ihren roten gut genährten Wangen unb besonders in ihrer Freude. Diese Freude spiegele sich in ihren Zügen wider und komme in ihren Handlungen zum Ausdruck. Man habe hier den Stolz der Er'darbeit gegeben, und sie graben, wie andere ben Degen zogen ober Geige spielten. Es habe genügt, baß ein Meister sie bie Würbe des Spatens lehrte Wer aber sei der Mann, der es unternommen habe, Jugendlichen Nürnberg, 5. Sept. (DNB.) Im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten aus Partei, Staat unb Weyrmacht fanb am Sonntag bie feierliche Eröffnung ber „Großen Antibolschewistischen Ausstellung Nürnberg 1937" statt. Gauleiter Julius Streicher schritt mit bem Vertreter bes italienischen Propaganbaministers, Alfieri, General M e l ch i o r i bie Front ber Ehrenformationen ab. General Melchivri gab seiner Freube barüber Ausbruck, hier bas faschistische Regime unb bas italienische Imperium vertreten zu bürfen. Wo ber Einsatz unb bie Leistung ber neuen Generation im Kampf gegen ben Kommunismus verlangt werbe, könne bas faschistische Italien nicht fehlen. — „Hier sinb heute b i e 3 0 0 0 Märtyrer, bie auf ben Straßen Italiens fielen, um bas Vaterlanb von ber bolschewistischen Gefahr zu befreien! Hier sinb bie 5 0 Faschisten, bie im Ausland durch kommunistische Derbrecherhand fielen. Hier sind die 12 0 0 Schwarzhemden, gefallen auf spanischem Boden, um die europäische Kultur zu retten, weil sie nicht wollten, daß im Mittelmeer ein kommunistischer Staat Fuß faßt! In ihrem Namen begrüße ich Euch, nationalsozialistische Kameraden, und Euren großen Führer! Ich betone vor allem, daß bet' Kampf gegen ben Kommunismus vom italienischen Faschismus weiterge- führt wirb bis zum endgültigen Sieg! Es sind fast 20 Jahre, baß wir Faschisten unter der Führung unseres großen Duce — ber ber erste war im Kampf gegen ben Bolschewismus — kämpfen unb unser Blut geben, um zu verhinbern, baß ber Kommunismus Europa überschwemme. Wir haben Italien befreit, wir sinb babei, bas Mittel- m e e r zu befreien, wir werben Europa unb bie Welt befreien, wir werben alle unsere Märtyrer rächen im Namen zweier großer Führer: Hitler unb Mussolini!" Stabsleiter Hugo Mischer kam bann barauf zu sprechen, baß man befonbers in ben sogenannten demokratischen Ländern heute (eitere und Reichsstatthalters in Hamburg, Kaufmann, unb bes Sonbertreuhänbers für bie beutfche Seeschiffahrt, Dr. Völtzer, Vertreter ber Schiffsoffiziere, ber Matrosen unb Heizer. Der Ministerpräsibent erteilte ben Auftrag, Sofort- maßnahmen in bie Wege zu leiten, die bem beutschen Seemann bas Los erleichtern werben. Maßgebenb bei bem Entschluß bes Ministerpräsi- bente’n war bie Auffassung, baß einem Berufsstcmb geholfen werben müsse, ber neben seinen schrieen opfervollen Pflichten Repräsentant ber N a - t i o n im Auslanbe fein soll. Es ist bekannt, daß auch ber Stellvertreter bes Führers, Reichsminister Rudolf Heß, mit ber Auelanborganisation ber NSDAP, unb ber Reichsarbeitsminister aus biefen Grünben seit langem ihr befonberes Interesse bem beutschen Seemann zugewanbt haben. Es ist erfreulich, festzustellen, baß auch bie beutschen Reeber, vertreten durch ben Leiter ber deutschen Seeschiffahrt, den Hamburgischen Staatsrat Eßberger, von sich aus zur Hilfe bereit waren. So schuf bie oon nationalsozialistischer Grunbhaltung getragene Auffassung ber beteiligten Stellen schnell eine Einmütigkeit, wie sie früher nie benfbar gewesen wäre. Wie Gauleiter Kaufmann Pressevertretern erklärte, ist es bem Dritten Reich vorbehalten geblieben, einem ganzen Berufsstand bie Stellung zu geben, bie er seiner Arbeit unb seiner besonderen Pflichten willen verdient. Die deutschen Seeleute werden Ministerpräsident Göring, der im November zu einem mehrtägigen Besuch in Hamburg erwartet wird, Dank wissen für seine verständnisvolle unb entschlußfreubige Entscheibung. von 18 Jahren zu sagen: „Du wirst bie Erbe mit Freude umgraben", unb ber überzeugt habe? Dieser Mann sei A b o l f Hitler, unb man könne glauben, baß er ein bebeutenber Mensch sei. Starkes Znteresie in England. L o n b o n , 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Schon heute kann festgestellt werben, baß ber Nürnberger Parteitag auch in biesem Jahr von ber englischen Öffentlichkeit mit außerorbentlichem Interesse verfolgt wirb. Die Zeitungen unb Nachrichtenbüros bringen am Montagmorgen lange Dorberichte der nach Nürnberg entsandten Sonderberichterstatter über die Vorbereitungen für den Parteitag. Sie weisen besonders darauf hin, daß in diesem Jahr auch der englische Botschafter in Nürnberg erscheinen werde. Der Korrespondent des „Daily Telegraph" erklärt, der diesjährige Parteitag werde voraussichtlich der größte in der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung sein. Die konservative „Morning Post" erklärt u. a., jeder, der das nationalsozialistische Deutschland verstehen wolle, könne nichts besseres tun, als den Nürnberger Parteitag zu besuchen. Die großen Kundgebungen und Reden und die dort herrschende Kameradschaft und freudige Erregung seien lehrreich und anregend. noch geneigt sei, die bolschewistischen Zersetzungsoersuche in jedem einzelnen Land als interne Angelegenheit zu betrachten. Der furchtbare Zusammenhang zwischen all diesen Hunderten von Einzelaktionen scheine gewissen „objektiven" Beobachtern immer noch nicht klar zu sein. Diesen Leuten könne man nur entgegenhalten, daß der Bolschewismus eine ansteckende Seuche ist, für die es keine Landesgrenzen gibt und gegen die kein Volk immun ist. Hier neutraler Beobachter fein zu wollen, heißt soviel wie dem Wären der Pest untätig zuzuschauen. Man hat sich nur zu entscheiden, ob man dieser Seuche mit allen Mitteln z u Leibe rücken ober von i h r vernichtet werben will. Das ist lebiglich eine Frage bes Mutes unb ber Entschlossenheit. Die Gegner bes Bolschewismus, bie ber Lebenskraft ihrer westeuropäischen Demokratien vertrauen unb glauben, bie Zivilisation verhinbere ben Einbruch ber „asiatischen" ober „russischen" Anschauungen, merken nicht, baß ber Bolschewismus weder „asiatisch" noch „russisch" ist, sondern ein jüdisches System zur Eroberung der Macht in allen Ländern ber Erbe. Unb eines Tages stehen sie ba unb sind vollstänbig überrumpelt unb vernichtet, wenn eben jener so weit entfernt geglaubte Bolschewismus seine blutige Fratze mitten unter ihnen erhebt. Als bas nationalsozialistische Deutschlanb nach ber Ausmerzung bes bolschewistischen Branbherbes im eigenen ßanbe seine Stimme erhob, um bie Welt auf bie brohenbe Gefahr hinzuweisen, stanben wir völlig allein. Inzwischen sinb auchanbereVöl- ker erwacht. Die bolschewistische Propaganba sorgte burch eine Flut von Lüge unb Verleumbung bafür, baß unsere roarnenbe Stimme lange nicht gehört würbe. Aber bie Wahrheit hat sich burch- gesetzt. In einer Reihe Länber sinb starke Bollwerke emporgewachsen, bie bem weiteren Vorbringen ber roten Flut Einhalt gebieten. Gleichzeitig hat sich bie Erkenntnis burchgesetzt, baß nur ein gemeinsames Vorgehen gegen ben Feind aller Nationen die drohende Weltgefahr endgültig bannen kann. Die roten Drahtzieher sehen sich zum erstenmal einem einheitlichen Abwehrwillen gegenüber. Nürnberg im Spiegel des Auslands. Erste Eindrücke eines französischm Gonderberichtersta ters. Die anwolsthewistische Ausstellung in Amberg Ein Vertreter des italienischen Faschismus spricht bei der Eröffnung. M KWM Rom, 4. Sept. (DNB.) Der bevorstehende Besuch des Duce beim Führer und das Interesse der ganzen Welt an diesem einzigartigen Ereignis werden in den römischen Abendblättern an erster Stelle behandelt. In Seiten füllenden Berichten werden der Willkommgruß der deutschen Presse unter ausführlichster Wiedergabe der ersten Berliner Blätterstimmen und zugleich das erste Auslandsecho verzeichnet. Die große Begeisterung, die die Ankündigung des Besuches Mussolinis beim deutschen Volke hervorruft, findet stärkste Beachtung und wird von der italienischen Presse und dem italienischen Volke aufs herzlichste erwidert. Das Hauptthema der redaktionellen Kommentare der römischen Zeitungen, die auf der ersten Seite auch Bilder des Duce und des Führers veröffentlichen, bildet die Solidarität der beiden großen revolutionären Bewegungen und ihre Bedeutung für den europäischen Frieden und die europäische Kultur. Italien und Deutschland sind, so betont das „G i o r n a l e d ' I t a l i a" entschlossen, ihre neuen sozialen Systeme, in denen sie einen höheren Grad der kulturellen Entwicklung und die sicherste Garantie zum Schutze der gemeinsamen europäischen Kultur sehen, mit jedem Mittel und gegen jeden Gegner zu verteidigen. Sie sind aber auch entschlossen, sich nicht im Rahmen ihrer individuellen Regime von der Welt abzuschließen und daraus keinen Gegenaltar zur Bekämpfung irgendeines anderen Regimes zu machen. Was sie bei einer internationalen Zusammenarbeit allein ablebnen müssen, geht den Bolschewismus an. Diese ihre Einstellung ist keineswegs offensiver, sondern lediglich defensiver Art. Die einzige Voraussetzung der Zusammenarbeit mit den gesund gebliebenen demokratischen Völkern Europas ist das Vorhandensein eines Mindestmaßes von Solida- Tokio, 5. Sept. (DRB.) Der japanische Ministerpräsident, Fürst Konoe, erklärte im Reichstag, daß der Grundsatz der japanischen Politik gegem über China unverändert sei und daß Japan auch weiterhin von der Nanking-Regierung die Aufgabe des japanseindlichen Kurses fordere. „Sollte die chinesische Regierung mit aufrichtigem Ernst ihren Standpunkt hinsichtlich der Herstellung eines sicheren Friedens in Fernost revidieren, so ist Japan bereit, nicht weiterzugehen. Augenblicklich aber steht Japan der Notwendigkeit gegenüber, durchschlagende Mittel bis zur Vernichtung des Kampf- willens der chinesischen Armee anzuwenden." Außenminister Hirota sagte, die Nanking-Regierung habe versäumt, die ihr gebotene Gelegenheit zur Schlichtung des Konfliktes wahrzunehmen, und durch ihre Haltung die japanfeindliche Bewegung noch gefördert, so daß schließlich das Leben und Eigentum der japanischen Staatsbürger in China gefährdet worden sei. Kriegsminister Sugijama bezeichnete als Ziel der gegenwärtigen japanischen Aktionen die chinesischeArmee zu strafen. Anschließend berichtete Marineminister Y o n a i über die Flottenaktionen in den chinesischen Gewässern vor Schanghai. Bis auf die Verwundung des britischen Botschafters habe man auf japanischer Seite internationale Komplikationen bisher erfolgreich vermeiden können. Trotz des Anhaltebefehls gegenüber chinesischen Schiffen werde Japan bemüht bleiben, den Handel dritter Staaten nicht zu stören. Finanzminister Kaya legte dem Reichstag die Sonderhaushalte für Heer und Marine in Höhe von 2,022 Milliarden Yen sowie die Zusatzausgaben in Höhe von 42 Millionen Yen vor, wie sie in Anbetracht der Entwicklung in China notwendig geworden seien. Zur Aufbringung dieser bedeutenden zusätzlichen Lasten müsse die finanzielle ebenso wie die wirtschaftliche Lage den Ausnahmezuständen angepaßt werden. Daher lege die Regierung ein besonderes Gesetz über die Kapitalbildung und -investierung, ferner Gesetze zur Rege- Oie römische presse zum Deutschland-Besuch Mussolinis. r i t ä t der europäischen Nationen gegen die unheilbaren, der Zerstörung zutreibenden Strömungen. Die Achse Berlin-Rom ist unzerstörbar, laßt aber anderseits freundschaftliche Beziehungen mit allen anderen Staaten guten Willens zu. Unter diesen wesentlichen Voraussetzungen besteht für Italien kein Problem der Wahl zwischen einer eng- landsreundlichen und einer deutschfreundlichen Einstellung. Die Verständnis mit dem einen schließt die Äerständigung mit anderen Staaten nicht aus, sondern verstärkt sie vielmehr m ihren allgemeinen Aufgaben der Klärung und der Zusammenarbeit in Europa. /y Abschließend erinnert „Giornale d'Jtalia daran, daß die Begegnung Hitler-Mussolini auf dem festen Boden vollständig geklärter ideologischer und politischer Beziehungen erfolgt. Die deutsch-italienischen Vereinbarungen vom 24. Oktober 1936 und das deutsch-österreichische Abkommen vom 11. Juli 193b haben in allen Problemen, die die Beziehungen zwischen Rom und Berlin unmittelbar betreffen, vollkommen Klarheit geschaffen. „Sie 1101161111(1)6 Nation grüßt in Reichskanzler Adolf Hitler nicht nur den großen unermüdlichen Begründer der neuen deutschen Machtstellung, sondern auch den Kämpfer und Helden, der niemals verzweifelt ist und niemals, auch nicht in den trübsten Tagen des deutschen Volkes, den Mut verloren hat. Die italienische Nation sieht in seinem Zusammentreffen mit dem Duce die Bekräftigung d e r n e u e n Verbrüderung der beiden jugendlichen Nationen, die Bestätigung ihrer unantastbaren Macht und das Unterpfand für neue Vereinbarungen, die den Schutz ihrer lebenswichtigen Interessen und den Aufbau eines starken und gerechten Friedens in Europa bezwecken." Japans finanzielle Rüstung. lung der Ausfuhr und Einfuhr und zur Bekämpfung des Wuchers vor. Ausdehnung der Ueberwachungszone an der chinesischen Küste. Schanghai, 5. Sept. (DNB.) Die Oberbefehlshaber der II. und III. japanischen Flotte haben mitgeteilt, daß die Ueberwachungszone über die chinesische Schiffahrt im Norden von dem mandschurischchinesischen Grenzhafen Tschingwangtao bis Pakhoi im Golf von Tongking ausgedehnt werde. Ausgenommen von der Ueberwachung feien lediglich Tsingtau, die britische Kronkolonie Hongkong und die übrigen zu den Pacht- gebieten dritter Mächte gehörenden Gewässer. Die Bestimmungen beträfen alle Fahrzeuge der chinesischen Schiffahrt, während ausländische Schiffe ungehindert in die Ueberwachungszone ein- und aussahren könnten. Neuer japanischer Vorstoß geeen Schanghai. Heftiges Artillerie-Duell im Norden der Stadt. London, 6. Sept (DNV. Funkspruch.) Me aus Schanghai gemeldet wird, haben die Japaner in den Morgenstunden des Montags ihren angekündigten neuen großen Vorstoß gegen Schanghai eröffnet. Das japanische Flakschiff „I d z u m 0" hat mit seinen Geschützen das Feuer eröffnet. Ein heftiges Artillerie-Duell wird zwischen den chinesischen Geschützen in kiangwang und den japanischen Batterien im Jangtsepu-Gebiet aus- gefochten. Die Stadt wird durch Explosionen und Bombeneinschläge ununterbrochen erschüttert. Eine neue Front beginnt sich abzuzeichnen, eine Weltfront, deren Einheit in der Entschlossenheit beruht, der bolschewistischen Gefahr überall entgegenzutreten. Der Idee, die heute in dieser Front lebendig ist, dient auch diese Ausstellung. Wir haben hier das ganze furchtbare Anklagematerial, das wir feit Jahr und Tag gegen den Bolschewismus Vorbringen, zusammengefaßt und in sichtbarer Form dem Beschauer vor Augen geführt. Es bringt die Wahrheit über die „paradiesischen" Zustände in Sowjetrußland und zeigt in erschütternden Bildern das Los der vom Bolschewismus Verratenen. Es enthält weiter den verbrecherischen Plan, dieses furchtbare Los auch allen übrigen Völkern aufzuzwingen. Es zeigt die tausend Machenschaften der bolschewistischen Drahtzieher in allen Ländern, ihre geheime Wühlarbeit, ihre hinterhältige Hetze, ihre offenen Umsturzvorbereitungen und schließlich den blutigen Rotmord, Brand und Terror, mit dem der entscheidende „Generalangriff" erfolgt. Es zeigt, wie ein Volk, das zu spät die Gefahr erkennt, der rücksichtslosen Vernichtung anheimfällt, und schließlich enthüllt diese Ausstellung den verhängnisvollen Zusammenhang zwischen der bolschewistischen Seuche und dem Judentum, auf den wir Nationalsozialisten unermüdlich hinwiesen. Die Köpfe, die von den Wänden herabschauen, beweisen diesen Zusammenhang eindrucksvoller, als es mit Worten geschehen kann. Dies Antlitz, tausendfältig und doch immer wieder das gleiche, ist das Antlitz des Weltfeindes. Die ausländischen Diplomaten aus dem Reichsparteitag. Berlin, 4. Sept. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat auch in diesem Jahre die ^Chefs der ausländischen Missionen in ^Berlin als seine persönlichen Gäste zur Teilnahme am R e i ch s p a r t e i t a g in Nürnberg eingeladen. Ihr Erscheinen während des Reichsparteitages haben zugesagt: die Botschafter von Frankreich, der Türkei, von Polen, Japan, Italien, Chile, China, Brasilien, Argentinien, Großbritannien, Spanien; die Gesandten von Dänemark, Aegypten, Rumänien, der Schweiz, von Oesterreich, Griechenland, des Irischen Freistaates, von Finnland, Portugal, Columbien, Uruguay, Haiti, Cuba, Irak, Lettland, Siam, Jugoslawien, Unaarn, Belgien, Nicaragua, der Dominikanischen Republik, von Venezuela, Estland, Bolivien, Panama, Schweden, der Niederlande, von Bulgarien, Guatemala und Mexiko, sowie die Geschäftsträger der Vereinigten Staaten von Amerika, von Litauen, Afghanistan, der Tschecho- stowakei, von Iran, der Union von Südafrika und Luxemburg. Den Diplomaten werden zwei Schlafwagen-Son- derzüge zur Verfügung gestellt, die sie am Montag nach Nürnberg führen werden. Während der Anwesenheit in Nürnberg sind verschiedene Ausflüge vorgesehen, u. a. nach dem Schwarzwald. Der Son- derzug trifft am 14. September wieder in Berlin ein. Auf der Reise werden die Diplomaten von dem Chef des Protokolls, Gesandten von Bülow- Sch w a n t e, Legationsrat B 0 l tz e und Legationssekretär von Reichert sowie von einer aus sprachkundigen SS.-Männern bestehenden Mannschaft begleitet werden. Zum Kommandanten des Sonderzuges ist SS.-Oberführer Stenger, Stabsleiter des Verbindungsstabes der NSDAP., bestimmt worden, dem NSKK.-Standartenführer von I b n e von der Privatkanzlei des Führers sowie SS.-Standartenführer Brantenaar zugeteilt sind. Eine Flaogenverordnung. Berlin, 4. Sept. (DNB.) Die seit einiger Zeit bestehenden Zweifel, welche Flaggen und Fahnen von Privatpersonen gezeigt werden dürfen, sind jetzt vom Reichsminister des Inneren durch eine Verordnung zum Reichsflaggengesetz geklärt worden. Die Verordnung ist am 4. September 1937 in Kraft getreten. Sie bestimmt: An regelmäßigen allgemeinen Beflaggungstagen sowie an Tagen, an denen zu einer allgemeinen Beflaggung besonders aus- ge fordert wird, setzen Privatpersonen nur d i e Reichs- und Nationalflagge. Ausnahme bestimmt die zur Anordnung einer allgemeinen Beflaggung zuständige Stelle. Regelmäßige allgemeine Beflaggungstage sind: der Reichsgründungstag (18. Januar), der Tag der nationalen Erhebung (30. Januar), der Heldengedenktag (5. Sonntag vor Ostern), der Geburtstag des Führers und Reichskanzlers (20. April), der nationale Feiertag des deutschen Volkes (1. Mai), der Erntedanktag (1. Sonntag nach Michaelis). Allgemein verboten ist Privatpersonen das Setzen der gegenwärtigen oder einer früheren Reichskriegsflaqge oder sonstiger Flaggen und Fahnen der Wehrmacht, der gegenwärtigen oder einer früheren Reichsdien st flagge oder einer früheren Landesdienstflagge, einer früheren Reichs- oder Landesflagqe, einer Kirchenflagge. Von der ersten Bestimmung kann der Reichskriegsminister im Einvernehmen nut dem Reichsm'nister des Inneren im Einzelfall Ausnahmen zulassen. Bei kirchlichen Feiern können Privatpersonen nur die Reichs- und Nationalflaage zeigen. Den aufgeführten Flaggen stehen solche gleich, die mit ihnen verwechselt werden können. Die Reichs- und Nationalflagge darf nicht gesetzt werden, wenn der Anlaß oder die Begleitumstände der Flaaqensetzuna der Würde dieses Sym- boles nicht entsvrechen. Das Verbot des Setzens von Flaggen umfaßt zugleich das Verbot des Zeigens der entsprechenden Farben. Japanischer Prinzenbesuch in Deutschland. Berlin, 4. Sept. (DNB.) Der Bruder des Kaisers van Japan, Prinz Chichibu, wird in der kommenden Woche Deutschland einen etwa ein = wöchigen Besuch abstatten. Er trifft am 7. September in Friedrichshafen ein und uegibt sich mit dem Flugzeug nach Düsseldorf, wo er die Ausstellung „Schaffendes Volk" besichtigen wird. Anschließend fliegt der Prinz nach Berlin. Hier wird er am Ehrenmal einen Kranz niederlegen und danach als Gast der Reichsluftwaffe Gatow besuchen. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft gibt im Hotel Esplanade einen Tee. Der 10. September ist einer Spazierfahrt über den Wannsee nach Potsdam vorbehalten. Dann wird Prinz Chichibu das Reichssportfeld besichtigen. Für den 11. September ist eine Fahrt nach Jena zur Besichtigung der Zeißwerke geplant und anschließend ein Besuch in Bayreuth. Prinz Chichibu trifft dann am 13. G'ntember in Nürnberg ein und beabsichtigt noch am gleichen Abend nach Hamburg weiterzufliegen. Von dort aus wird er eine Reise nach Amerika antreten. Das rote Ll-Boot „E 4" griff die „Havock" an. San Sebastian, 4. Sept. (DNB.) Wie ein hier aus Frankreich eingetroffener Spanier aus Gesprächen mit Besatzungsangehörigen des roten U-Bootes „C 4", oas im französischen Hafen Verdon bei Bordeaux eingetroffen ist, entnommen hat, ist die schwere Bombenbeschädigung der „C 4" nicht — wie angegeben — durch eine Fliegerbombe, sondern durch eine Wasserbombe erfolgt. Die „C 4" war im Mittelmeer stationiert. Im letzten rotspanischen Häfen an der spanischen Nordküste, Gijon, lag in den letzten Wochen kein U.-Boot mehr, so daß die „C 4" aus d e m Mittelmeer nach Bordeaux gefahren sein muß, um sich zu tarnen, da beim Anlaufen eines Mittelmeerhafens das Boot sofort als Urheber des T0rped0angri f f es auf die „H a v 0 ck" erkannt worden wäre. Es dürfte also nun kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß das rotspanische U.-Boot „C 4" den Torpedoangriff auf den englischen Zerstörer „Havock" unternommen hat und dabei durch Wasserbomben beschädigt worden ist, mit denen die „Havock" den bolschewistischen Angriff erwiderte. Zu den Behauptungen des „Kommandanten", fein Boot sei auf der Höhe von Gijon von einem nationalspanischen Flugzeug bombardiert und getroffen worden, wird von nationalspanischer Seite erklärt: Nationalspanische Flugzeuge haben in den letzten Wochen rotspanische U.-Boote an der kantabrischen Küste nirgends mehr gesichtet und auch Feinen Eingriff auf ein rotspanisches U.-Boot unternommen. Die Mittelmeerkonferenz. Paris, 5. Sept. (DNB.) Der Quai d'Orsay hat die Liste der zu der Mittelmeerkonferenz einzu- lad end en Mächte fertiggestellt. Neven Berlin und Rom wurden die Regierungen von Athen, Ankara, Belgrad, Bukarest, Kairo, Moskau, Sofia und Tirana eingeladen. Wie verlautet, soll die Konferenz in Nyon, zwischen Genf und Lausanne, am 10. September stattfinden. Die französische und die englische Regierung seien der Ansicht, daß das Problem der U-Boots-Angriffe im Mittelmeer eine beschleunigte Regelung erfahren müsse. Es fei daher wünschenswert, diese Konferenz vor der Dölkerbunds- versammlung abzuhalten, die andernfalls durch diese schwierige Frage ungünstig belastet werden könnte. Nach Ossietzky Azana. Salamanca, 4. Sept. (DNB.) Wie man nach einer Meldung aus Valencia annehmen muß, hat die Heberheblichkeit der spanischen Bolschewisten eine neue Blüte getrieben. Die Zeitungen der roten „Residenz" fordern den Nobel-Friedenspreis für den Häuptling der Valencia-Bolschewisten Azana. Die Zeitung „Correspondencia" begründet diese Sortierung damit, daß Azana nach der Beschießung von Almeria (die Vergeltungsmaßnahme für den Bombenüberfall auf das Panzerschiff „Deutschland") durch einen deutschen Kreuzer Deutschland nicht den Krieg erklärt, sondern „großmütig im Interesse des Weltfriedens" auf Repressalien verzichtet habe (!). An und für sich könnte man diese geistige Hysterie der Valencia- Bolschewisten mit Achselzucken übergehen. Bemerkenswert erscheint jedoch der Hinweis, wie richtig deutscherseits schon die Verleihung des Nobelpreises an Ossietzky beurteilt wurde, mit der Feststellung, daß eine derartige Mißachtung eines „Friedenspreises" keine Wertschätzung mehr, sondern nur eine völlige Entwertung bedeuten kann. Oer angebliche Spionage-Fall in Moskau. London, 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Auf die Vorstellungen der britischen Botschaft in Moskau bei den sowjetrussischen Behörden wegen der Verhaftung ties Engländers Bell hat die Sowjetregierung bis jetzt nur mitgeteilt, daß die Untersuchung der Anklage gegen Bell wegen Spionage im Gange sei. „Daily Expreß" berichtet, daß zwischen dem sowjetrussischen Staatsanwalt Wischinski und dem Außenkommissariat Meinungsverschiedenheiten wegen des Vorgehens gegen Bell entstanden seien. Wischinski versuche einen Prozeß gegen den Engländer zustande zu bringen, während das Autzenkommissariat im Hinblick auf die englisch-sowjetrussischen Beziehungen wünsche, daß Bell ohne Prozeß aus Sowjetrußland ausgewiesen werde. Die vorläufige Beschuldigung gegen Bell gehe dahin, daß er angeblich Einzelheiten über das Telephon- und Telegraphensystem der roten Armee an eine ausländische Macht verkauft habe. Peter II. Zum 15. Geburtstag des Königs von Jugoslawien. Don unterem £>r. Hr.-Äenchterstatter. Belgrad, September 1937. König Peter II. von Jugoslawien tritt mit feinem diesjährigen Geburtstage am 6. September in Den entscheidenden Lebensabschnitt ein, in dem er so eigentlich die letzte Vorbereitung für seinen kundigen hohen Beruf erfahren soll. Am 6. September 1941 soll er aus der Hand ties Prinzregenten Paul die Krone empfangen, die sein Vater, Alexander I., trug. Alle Hoffnungen des jugoslawischen Volkes sind mit dem jungen König verknüpft. Seine ganze Ausbildung ist deshalb darauf gerichtet alle seine Fähigkeiten und Anlagen so zu entwickeln, daß er (Scherl-Bilderdienst-M.) ein würdiger Vertreter der Dynastie Karadjordje» witsch auf dem jugoslawischen Thron werde. Peter II. besitzt eine außergewöhnliche Intelligenz, gepaart mit Lerneifer, Pflichtgefühl und einer hohen Auffassung von den Aufgaben des Lebens. Seine Erziehung, die von einem bekannten jugoslawischen Pädagogen geleitet wird, berücksichtigt ebenso die Ausbildung der geistigen wie der körperlichen Fähigkeiten und insbesondere des Gemeinschafts- und Kameradschaftsgefühls, der Verbundenheit mit feinem Volke. Alexander I. hat, als er dem jugoslawischen Turnerverband „Soko l" durch Gesetz eine wichtige Aufgabe für die Erziehung der jugoslawischen Jugend und für die körperliche Ertüchtigung des jugoslawischen Volkes übertrug, seinen erstgeborenen Sohn Peter zum Führer des „Sokol" bestellt. Peter II. tritt seitdem bei allen öffentlichen Anlässen in Sokoluniform auf. Da der „Sokol" die größte nationale jugoslawische Organisation ist, wird damit sichtbar 3um Ausdruck gebracht, daß die Ziele der „Sokol"-Bewegung auch zu den Grundlagen des jugoslawischen völkischen Aufbaues gehören. Die körperliche Ertüchtigung und die Erziehung im Geiste der Volksgemeinschaft, die der „Sokol" auf Grund seines Programms durchführt, gehört zu den wesentlichen Bestandteilen der Ausbildung des jungen Königs. Schon als sechsjähriger Thronfolger begann er mit Öen Turnübungen nach dem System des „Sokol". Diese Hebungen wurden in der Folgezeit immer weiter ausgebaut und zu Gemeinschaftsübungen mit gleichaltrigen „Sokol"- Kameraden ausgeftattet. Fünfmal wöchentlich kommt eine Gruppe von fünfzehn jungen „Sokoln" aus allen Schichten der Bevölkerung nach Schloß De- dinje bei Belgrad, wo Peter II. mit ihnen, der gleichen Turndisziplin unterworfen, dem Turnsport obliegt. Auf Schloß Dedinse wurde zu diesem Zwecke ein wunderschöner Uebungsplatz im Ausmaße von 100 mal 100 Meter für alle Zwecke der Leichtathletik und des Turnens geschaffen. Daneben liegt ein Fußball- und ein Hockeyplatz. Unter der Leitung eines erfahrenen „Sokol"-Turnpädagogen übt hier Peter II. mit feinen Altersgenossen alle Turn- und Sportarten ties „Sokol"-Systems aus. Diese Hebungen werden ergänzt durch andere sportliche Betätigungen, wie Reiten, Schwimmen und Skilaufen. Während feines Sommeraufenthaltes am idyllischen Veldeser See in Slowenien freut sich Peter II. besonders auf das Lagerleben an der Save, das er mit Altersgenossen durchführt. In diesem Lager, in dem die Teilnehmer alle Arbeiten, vom Einschlagen der Zeltpflöcke angefangen, selbst verrichten müssen, herrscht Ordnung und Disziplin. Der Lagerbefehl sieht für den jungen König ebensolche Arbeiten vor, wie für alle anderen. Auf diese Weise wird in ihm der Geist der Volksgemeinschaft entwickelt. Dieser Geist ist in ihn auch entsprechend der Tradition der Dynastie Karadjordiewitsch schon von feinem Vater gepflanzt worden. Man kann deshalb wohl schon heute sagen, daß Peter II. im besten Sinne ein König feines Volkes werden wird, das mit ganzer Liebe an ihm hängt. Dechos fordert Zusammenarbeit im Dienste des Friedens. Paris, 6. Sept. (DNB. Funkspruch.) Außenminister Selbes hielt am Sonntagabend bei einem Bankett in Versailles eine Ansprache, in der er auch kurz auf die Außenpolitik einging. Er sprach von dem „tragischen Kreislauf" zwischen wirtschaftlicher Unordnung und Not auf der einen Seite und politischen Unruhen und Kriegsgefahren auf der anderen Seite. Aus diesem Kreislauf könne man nur ganz herauskommen, nrnri man mit dem gleichen guten Willen und der gleichen Hartnäckigkeit zur Organisierung der Wirtschaft und zur rechtlichen und moralischen Organisierung des Friedens sich aufraffe. Nirgends in der Welt fei augenblicklich der Krieg e r k l ä r t worden, und doch feien seine Greuel mit allen ihren Gefahren eines Umsichgreifens in zwei Erdteilen f e ft 3 u • ft eil en. Es fei höchste Zeit, daß das Gewissen der Völker und der elementare Selbsterhaltungstrieb wieder erwache. Es sei Zeit, daß eine durchgreifende Aktion zur W i e b e r b e f e ft i g u n g des Friedens unternommen werde, die eine wahre Zusammenarbeit aller Völker verlange. Die augenblicklichen Schwierigkeiten dürften niemand entmutigen, sie mutzten im Gegenteil die Tatkrau zur Ueberwinbung der augenblicklichen Gefahren noch verstärken. Schwedisches Geerüsiungsprogramm. 180 Millionen Kronen für Klotten, neubauten Stockholm, 4. Sept. (DNB.) Der Sachver- ständigenausjchuß, der mit einer Untersuchung über die Erfordernisse der schwedischen Kriegsmarine beauftragt ist, hat der Regierung einen Bericht unterbreitet, in dem eine Reihe von Kriegsschiff, neubauten für den Bauabschnitt 1938 bis 1942 vorgeschlagen wird Es handelt sich dabei um drei Panzerkreuzer von je 8000 Tonnen, vier Torpedoboote, drei Küsten-Untersee-Boote mit einem Mutterschiff sowie den A n k a u f von zwölf Küstenwachtschiffen im Ausland Die Gesamtausgaben für den Bau bzw Ankauf der genannten Schiffe werden auf ungefähr 180 Millionen Kronen geschätzt Der Ausschuß hebt hervor, daß die Neubauten nur die Aufrechterhaltung der augenblicklichen Kampfkraft der schwedischen Kriegsmarine bedeuteten, da 36 000 Tonnen von der augenblicklich vorhandenen Flotte in den nächsten Jahren die Altersgrenze erreichten Darüber hinaus wird oorgeschlagen, sogleich mit dem Bau von zwei Torpedobootszerstö- rern zu beginnen, der nach den früheren Entscheidungen erst für die Jahre 1941 bis 1945 geplant war Angesichts der Tatsache, daß die schwedische Kriegsmarine bisher ausschließlich in den Ostseehäfen stationiert war. betont der Ausschuß die Notwendigkeit, auch an der W e st - küste Schwedens ein Geschwader zu unterhalten. das sich aus zwei Panzerkreuzern sowie einigen Zerstörern. Torpedobooten und Unterseebooten zusammensetzen solle Kleine politische Nachrichten. Am morgigen Dienstag, 7. September, von 11 bis 13.30 Uhr, übertragen alle deutschen Sender die Eröffnung des Parteikongresses mit der Verlesung der Proklamation des Führers durch Gauleiter Wagner. * Die Deutsche Reichsbahn wird die Sammlung für die „Hindenburg-Spende" aus Anlaß des 90. Geburtstages des verewigten Reichspräsidenten wie in den früheren Fällen unterstützen und stellt für diesen Zweck einen Betrag in Höhe von 50 000 RM zur Verfügung. * Der Präsident der Republik, Albert L e b r u n , hat sein Erscheinen auf der deutschen Kulturwoche in Paris zugesagt. Er wird zu diesem Zweck seinen Sommerurlaub unterbrechen. ♦ Das am Samstagnachmittag über das Befinden des tschechoslowakischen Altpräsidenten Masaryk ausgegebene ärztliche Bulletin stellt fest, daß im Laufe des Tages keine störenden Aenderungen eingetreten sind und die bereits eingetretene Besserung weiter anhält. Oie deutschen Filmerfolge in Venedig Weitere Ergebniffe der preisverei ung. Hilfszug Bayern in Nürnberg. ■ Mi UWWMW In Nürnberg hat der Hilfszug Bayern bereits alle Vorbereitungen getroffen, um die Verpflegung der Teilnehmer des Reichsparteitages durchzuführen. Etwa VA Millionen Menschen werden durch den Hilfszug beköstigt werden. Von der Großzügigkeit der Anlage gibt dieses Bild mit der breiten Straße zwischen den Wagen einen guten Eindruck. (Scherl-Bilderdienst-M.) Was sind Erbkrankheiten? DNB Venedig, 4. Sept. Dem deutschen Kulturfilmschaffen brachte die Internationale Filrnkun st schau, wie bereits berichtet, mit der Verleihung von zwei Pokalen die verdiente Anerkennung seiner überragenden Stellung auf diesem Gebiet, wobei die Gesamtleistung der Ufa in ihrer wissenschaftlichen Filmarbeit ganz besonders zum Ausdruck gebracht worden ist. Wie im vergangenen Jahr, konnte Deutschland wieder irn ganzen drei Pokale erringen. Auf das deutsche Filmschaffen entfiel bei einer Gesamtzahl von 110 vor- aeführten Filmen ein Anteil von nicht weniger als 22 Filmen, darunter 14 Kulturfilme. Auf diese Weise war es möglich, auf der Schau fast täglich einen deutschen Film zu zeigen. Die deutschen wissenschaftlichen Filme fanden das stärkste Interesse bei dem internationalen Publikum. Durch seine hervorragenden Leistungen im Spielfilm zeichnet sich von den Übrigen Nationen vor allem Frankreich aus. Der italienische Film wies im Vergleiä; zum vergangenen Jahr unbestreitbar eine starke Aufwärtsentwicklung auf. England fiel durch einige sehr bedeutende Werke auf. In der Schlußveranstaltung der Fllmschau gab der Präsident Graf D o l p i einen kurzen Bericht über die Erfolge der Ausstellung, auf der bei 21 Veranstaltungen 52 Spielfilme und 58 Kurzfilme oorgeführt wurden. 61 000 Zuschauer wohnten den Vorführungen bei. Nach kurzen Worten des Präsidenten der Internationalen Filmkammer, Lourau. brachte der Minister für Volkskultur Alfieri im Namen seiner Regierung seine Befriedigung über den Verlauf der Schau zum Ausdruck. Die Preisverteilung brachte ferner folgende Ergebnisse. Mussolini-Preis für den besten ausländischen Film: „U n Carnet de ba 1“ (Frankreich): Mussolini-Pokal für den besten italienischen Film „Scipio Africanus“ (Italien); Pokal der Nationen für die beste Filmuraufführung „Viktoria die Große" (Großbritannien); Pokal des Ministeriums für Dolkskultur für den besten ausländischen Regisseur: Robert Fl ah er ty und Zoltan Korda für den Film „Elephant- Boy“ (Großbritannien); Pokal des Ministeriums für Volkskultur für die beste italienische Regie: Mario C a m e r i n i für den Film „Herr Ma x" (Italien); Pokal des Afrikaministeriums für den besten Kolonialfilm „Bronzene Schildwache" (Italien); Pokal des internationalen Preisrichterkollegiums für die beste künstlerische Gesamtleistung: „La Grande Illusion“ (Frankreich); Pokal der Generaldirektion für das Filmwesen für die beste Szenographie eines ausländischen Films: „Die Perlen der Krone" (Großbritannien); Pokal der Generaldirektion für das Filmwesen für die beste Darstellung von Schönheiten in Natur und Kunst: „Condottieri" (Italien); Pokal der internationalen Filmkammer für den besten erzieherischen Film: für die Produktion des Luce- Instituts (Italien); Volpi-Pokal für die beste Schauspielerin: Bette Davis (USA.); Pokal des Luce- Instituts für die beste Photographie: Winterset (USA.); Pokal der Generaldirektion für Theater für den besten Trickfilm: Walt Disney (USA.). Schließlich wurden belobigende Anerkennungen dem ungarischen Film „Schwester Maria", dem tschechoslowakischen Film „B a t a l i o n" dem indischen Film „S a n t T u k a r a m", dem polnischen Film „Barbara von R a d z i w i l l", dem japanischen Film „M ondschein über den Ruine n", dem australischen Film „Der fliegende Arzt" und dem polnischen Film „Drei Etüden von Chopin" ausgesprochen. Deutscher Tanz und deutsches Lied triumphieren in Paris. Große Erfolge der Deutschen KuUmwoche. Paris, 5. Sept. (DNB.) Im Th^ätre des Champs Elysees, in dem bis zum 12. September die mit Spannung erwarteten Veranstaltungen der Deutschen Kulturwoche stattfinden, spendete eine festliche Gesellschaft den Darbietungen deutscher Tänzer und Tänzerinnen vor ausverkauf- tem Haus Beifall. Staatssekretär Funk konnte sich persönlich von dem starken Erfolg des deutschen Tanzes überzeugen. Neben ihm sah man den deutschen Botschafter Graf Welczek. In einer Zusammenstellung von freier Tanzgruppe, eigenstilistischem Solotanz und klassischem Ballett hat Rolf Cunz, Referent für Tanz im Propagandaministerium, eine glückliche Wahl bewiesen. Die Tanzgruppe Günther-München fand in bem Th^ätre des Champs Elysees den passenden Rahmen für die von ihr eindrucksvoll verbundene musikalische und tänzerische Leistung. Obwohl Maja Lex, die Leiterin der Tanzgruppe, durch plötzliche Erkrankung am Auftreten verhindert war, zeigte sich die Gruvpe auf der Höhe. Das an das klassische Ballett gewohnte Pariser Publikum ließ sich von der Anmut der Münchener Gruppe gefangen nehmen, die man zu ihrem schönen Erfolg beglückwünschen darf. Harald Kreutzberg, am Klavier von Wilkens begleitet, gab sein Bestes her. Immer wieder mußte der Vorhang aufgezogen werden, wenn der anhaltende Beifall den deutschen Künstler erneut auf die Bühne rief. Die Tanzgruppe des Deutschen Opernhauses mit ihren Solisten Daisy Spies, Lotte Köster, Ursula De inert Hedi und Margot H ö p f n e r , List Spalinger , Rolf Arco, Werner Stammer, Kurt Lenz und Heinz R a u s ch wurde begeistert ausgenommen. Don den Berliner Philharmonikern unter der Stabfüh- runa von Kapellmeister Spieß wurde sie aufs wirkungsvolle unterstützt Die Tanzgruppe war von Begeisterung für die Aufgabe der Kulturwoche getragen und bewies, welche hohe Anforderungen an die Ausbildung der Tänzer in Deutschland gestellt wird. Rauschender Beifall beschloß den zweiten Abend der Deutschen Kulturwoche. Der größte Konzertsaal von Paris war am Sonntag zum deutschen Liederabend bis auf den letzten Platz gefüllt. In den Ehrenlogen sah man neben dem Staatssekretär Funk und dem deutschen Botschafter u. a den Chef des Protokolls, die Vorstandsmitglieder des Comite rrance-Allemagne, Staatsrat Prof. Furtwängler, Generaldirektor von Benda und zahlreiche andere Vertreter aus Kunst und Wissenschaft. Die künstlerische Leistung des Kölner Männergesang- vereins, des Kammersängers Heinrich Schlus- n u s und des Kitteljchen Chores stand auf unerreichter Höhe. Dann fand im Haus der deutschen Gemeinschaft ein Kameradschaftsabend statt. Staatssekretär Funk erinnerte daran, daß das erste Gefühl des Dankes dem Manne gelten müsse, der es durch seinen Willen, seine Tatkraft und fein Genie vollbracht hat, daß der Deutsche im Auslande wieder mit Stolz aus unsere Heimat blicken könne. Der Staatssekretär richtete Worte der Anerkennung an alle Parteigenossen, die keine Mühe gescheut haben, das Haus der deutschen Gemeinschaft in Paris herzurichten, um in ihm den deutschen Geist Hochzubalten. Er dankte ferner dem Botschafter Grafen Welczek für sein enges freundschaftliches Zusammenleben mit der Kolonie. Staatssekretär Funk stellte fest, daß die deutsche Kulturwoche zu einem starken Erfolg für Deutschland zu werden verspricht, und dankte allen Künstlern, die dazu beigetragen und damit für Deutschland und den Führer gearbeitet haben. Die deutsche Kunst werde beherrscht von dem gestaltenden Willen Adolf Hitlers, der dem Volke das Schöne, Edle und Große zu erhalten bemüht ist. Wenn die deutsche Kulturwoche einen lebendigen Eindruck vermittle von dem Kunstleben des neuen Deutschland, so sei dies ihr schönster Erfolg. Kunst und Wikenschast. Gedächtnisfeier für Adele Sanbrotf. Die Reichstheaterkammer und die Reichsfilmkammer veranstalteten im „Theater in der Saarlandstraße" eine Gedächtnisfeier für Adele Sandrock, an der Reichsminister Dr Goebbels Reichskulturwalter Hinke! als Dectreter der Reichskulturkammer, der Präsident der Reichstheaterkammer Dr Rainer Schlösser, der stellvertretende Leiter der Fachschaft Film, Carl Auen, und bekannte Vertreter der Bühne und des Films teilnahmen Von der. Angehörigen der Verstorbenen wohnten d'e Schwester Adele Sandrocks und ihre Schwägerin der Feier bei Nachdem das Vorspiel zu „Parsifal", vorgetragen vom Orchester der Volksoper, verklungen war, gedachte Intendant Eugen Klöpfer der Verstorbenen als einer Künstlerin, deren Gestalten in der Theatergeschichte leben Dann sprach Staatsschauspielerin Hermine Körner Monologe aus Grillparzers „Medea" und „Sappho", aus Rollen die Adele Sandrock einst gespielt hat. Der Produktionschel der Tobis, Zer- I ett, würdigte für die deutsche Filmkunst die nicht zu ersetzende Leistung der Verstorbenen Als eine zeitlose Gestalt lebe sie in unserer Erinnerung und im Film Mit Beethovens Adagio op. 59 sand die Feier ihren Ausklang. Das Gesetz zur Verhütung des erbkranken Nachwuchses. Von Dr. med et phil. Gerhard Venzmer. Es gibt immer noch Leute denen die gewaltige Bedeutung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses für die Zukunft unserer Volksgemein- chaft noch nicht aufgegangen ist, und die — was am allerbedauerlichsten ist — die seltsamsten Meinungen über die Vorbedingungen für die Sterili- ierung in Umlauf setzen, ohne überhaupt eine Ahnung davon zu haben, was eigentlich „Erbkrankheiten" sind. Solcher familiär-erblicher Krankheiten bzw. Krankheits-Dispositionen gibt es eine größere Zahl, als mancher vielleicht glaubt; doch erfaßt das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses von ihnen allen lediglich die für die Volksgesundheit verhängnisvoll st en Erbschäden und bestimmt demgemäß, daß erbkranke Menschen unfruchtbar gemacht werden können, wenn nach den Erfahrungen der ärztlichen Wissenschaft mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist, daß ihre Nachkommen an schwer en g e i st i - gen oder körperlichen Erbschäden leiden werden. Erbkrank im Sinne dieses Gesetzes ist, wer an angeborenem Schwachsinn, Schizophrenie, zirkulärem, d. h. manisch-depressivem Irresein, erblicher Fallsucht, erblichem Veitstanz, erblicher Blindheit, erblicher Taubheit oder schwerer erolicher körperlicher Mißbildung leidet. Weiterhin kann unfruchtbar gemacht werden, wer schwerem Alkoholismus verfallen ist. Von den genannten Erbkrankheiten hat der an erster Stelle abgeführte angeborene Schwachsinn die größte Verbreitungsziffer Er äußert sich vornehmlich in Störungen der Auffassung, der Aufmerksamkeit und besonders des Kombinations- und Urteilsvermögens, sv daß es zu einer frühzeitigen mehr oder roeniger tiefgreifenden Störung der allgemeinen seelischen Entwicklung und Verkümme- rung der Gesamtpersönlichkeit kommt. Je nachdem, ob das erreichte Jntelligenzalter des Erwachsenen im Vergleich zum Geisteszustand des Kindes einem Alter unter 6, zwischen 6 und 12 ober zwischen 12 und 14 Jahren entspricht, unterscheidet man drei Grade des Schwachsinns: die Idiotie, die Imbezillität und die Debilität. Ein sorgfältig ausgearbeitetes Jntelligenzprüfungsschema erleichtert die Einreihung. Seine Ursache hat der angeborene Schwachsinn in der auf erblicher Belastung beruhenden mangelhaften Ausbildung jener Hirnbahnen, welche die verschiedenen Hirnabschnitte untereinandre verbinden; seine soziale Bedeutung erhellt u. a. aus der Tatsache, daß er sehr häufig vergesellschaftet ist mit Verbrechertum, Trunksucht, Bettelei und Vagabundentum. Auch die angeborene Taubheit und die angeborene Blindheit sind auf Entwicklungsschädigungen, auf fehlerhafte Anlage, Wachstumshemmung ober Entartung ber dafür in Frage kommenden Organe zurückzuführen. Die angeborene Fallsucht ober Epilepsie äußert sich in ber Neigung zu Krampfanfällen, mit benen häufig ein kürzer ober länger bauernber Dämmer- zustanb Hanb in Hanb geht. Oft kommen währenb dieses Zustanbes unsinnige triebartige Hanblungen vor, so baß bie geistige Erkrankung ohne weiteres erkennbar wirb. Auch werben währenb bes Däm- merzustanbes nicht selten Verbrechen begangen, be- sonbers Branbstiftungen ober Sittlichkeitsverbrechen — schon hieraus erhellt roieberum bie soziale Be- beutung auch bieser Erbkrankheit. Der erbliche Veitstanz ist eine chronisch fortschreitenbe familiäre Erkrankung, bei ber neben bem Auftreten blitzartiger Muskelzuckungen eine Abnahme ber Intelligenz bis zur Derblöbung festzustellen ist. durch eine Behinderung von Funktionen ober burch Abschreckung bie Anpassung an bas Leben erschwe- I ren". Schließlich kann nach bem Gesetz auch unfruchtbar gemacht werben, wer an schwerem Alkoholismus leidet, und dieser Fall wird besonders dann gegeben sein, wenn sich die Trunksucht — wie das so oft der Fall ist, — auf dem Boden einer psychopathischen oder asozialen Veranlagung entwickelte. Man sieht: der Gesetzgeber ist sorgfältig bestrebt gewesen, nur solche Personen von ber Fortpflanzung auszuschließen, von denen b e st i m m t kein der Volksgesundheit dienlicher Nachwuchs zu erwarten ist, deren Vermehrung im Gegenteil eine weitere unerträgliche finanzielle Belastung für die gesunde Bevölkerung bedeuten würde. Wie ungeheuer diese Belastung heute schon ist, mag man daran ersehen, daß nach vorsichtiger Schätzung bei völliger Beseitigung der Erbkrankheiten in Deutschland jährlich etwa 700 Millionen Mark an direkten und indirekten Ausgaben erspart werden könnten, d. h. der Jahreszins aus rund 20 Milliarden Mark! Ganz abgesehen von solchen wirtschaftlichen lieber» legungen ist aber die Verhinderung erbkranken Nachwuchses auch ein Gebot der Humanität, denn Millionen und aber Millionen von Menschen werden dadurch vor unverdienten Leiden und vor einem Dasein bewahrt, das oft kaum noch etwas Menschenähnliches an sich hat. In manchen Ländern ist denn auch die ethische, volksgesundheitliche und wirtschaftliche Bedeutung praktischer eugenischer Maßnahmen längst erkannt worden, und denen, die dem neuen Deutschland immer wieder unser Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses gehässig vorwerfen, mag vor allem entgegengehalten werden, daß Deutschland ebensowenig das erste wie etwa das einzige Land mit derartigen gesetzlichen Bestimmungen ist. In den Vereinigten Staaten wurde z. B. die erste Operation zur Verhütung erbkranken Nachwuchses bereits im Jahre 1899 im Staate Indiana ausgeführt. Heute sind entsprechende Gesetze in nicht weniger als 28 amerikanischen Staaten in Kraft, ferner in Kanada und Mexiko. In Europa gibt es gesetzliche Bestimmungen zur Verhütung erbkranken Nachwuchses außer in Deutschland in der Freien Stadt Danzig, im schweizerischen Kanton Vaud, in Dänemark, Schweden und Norwegen. Ueberhaupt gewinnt der Gedanke einer praktischen Eugenik zur Hebung der Erbgesundheit gegenwärtig auf der ganzen Welt zunehmend an Ausdehnung. Es mag abschließend noch erwähnt werden, daß kürzlich ein Mitglied der brasilianischen Akademie der Wissenschaften das deutsche Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses in aller Oessent- lichkeit als ein „einzigartiges Monument ber Weisheit" bezeichnete. Aus aller Welt. 14 Todesopfer eines Zugunglücks. Neuß, 5. Sept (DNB.) Am Sonntag entgleiste bei der Durchfahrt im Bahnhof Holzheim bei Neuß am Niederrhein der vom katholischen Pfarramt Rommerskirchen bestellte Pilgerfon- b e r 3 u g nach Kevelaer. Der Zug bestand aus 17 Wagen mit rund 800 Pilgern. Es entgleisten die Lokomotive und vier Wagen, von denen drei um stürzten und zertrümmert wurden. Der Hilfszug von Krefeld und der Gerätewagen Von außerordentlicher Bedeutung im Sinne der Erbgesundheit sind schließlich die beiden großen Gruppen von Geisteskrankheiten, die man als zirkuläres oder Kreisirresein und als Spaltungsirresein oder Schizophrenie bezeichnet. Für das K r e i s i r r e s e i n ist der rhythmische Wechsel zwischen einer eigenartigen Erregtheit, die sich bis zu tobender Raserei steigern kann, und andererseits tiefster Niedergeschlagenheit bis zu hartnäckigen Selbstmordversuchen oder völliger Stumpfheit bezeichnend Das Spaltungsirresein oder die Schizophrenie dagegen ist charakterisiert durch einen seltsamen Zerfall der Persönlichkeit, durch eine eigentümliche Spaltung der seelischen Einheit. Es beginnt meist schon im jugendlichen Alter und äußert sich zunächst darin, daß der Kranke sich mehr und mehr gegen die Außenwelt abschließt und nur seinen eigenen Wahnvorstellungen lebt Weiterhin verläuft das Leiden in verschiedenen Formen, endet aber fast immer mit Verblödung, so daß die Kranken dauernd ber Anstaltsbehanblung bebürfen. Wenn weiterhin das Gesetz die Unsruchtbar- barmachung auch bei schwerer körperlicher Mißbildung vorsieht, so sind damit gemeint „familiäre, durch Erbanlage bedingte einseitige ober doppelseitige Abweichungen vom Regelrechten, bie von Neuß waren alsbald zur Stelle. Ferner begaben sich die zuständigen Dezernenten der Reichsbahndirektion sofort nach Eintreffen der Nachricht an die Unfallstelle. Seit heute nachmittag weilen ein Ministerialdirektor und zwei Ministerialräte vom Reichsverkehrsministerium ebenfalls an der Unfallstelle, die von Berlin aus im Sonderflugzeug eingetroffen waren. Leider wurden bei dem Unfall elf Reifende und der Zugführer getötet. 18 Personen wurden schwer und eine Anzahl leichter verletzt. Bon den Schwerverletzten sind inzwischen zwei gestorben. Bon den Berichten befinden sich fünf Schwerverletzte im städtischen Krankenhaus zu Krefeld, drei Schwerverletzte im herz- Iesu-Klofter in Neuß und die übrigen Berichten im hospitai hotzheim. Die Untersuchung ist eingeleitet Reichstagung des Damcnfchneiderhandwerks. In U l m wurde die Reichstagung des Damen» schneiderhandwerks eröffnet Auf einer Preffebe» I sprechung führte bie Reichsinnungsmeisterin bes Damenichneiderhanbwerks, Frl Agnes Schulz, 1 aus, baß sich ber Reichsinnungsverband seit eint» Nachruf Fräulein Anni Weiershäuser Heinrich Balzer. 5773 D 5786 D GLORlfl Herr Heinrich Baduin Ab heute Montag: im 74. Lebensjahre Geldlotterie des 5772 D M, lospreis bSptz SoppeUosIlM 4 7 5 8 66 GEWINNE UND 2 PRÄMIEN ZIEHUNG 11» S E P T E M 8E B 193» Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma H. Schaffstaedt, Gießen. Familie Familie Familie Familie * j PQ LR ST G i e ssen Am 4 September 1937 verschied nach kurzer Krankheit unser langjähriges Gefolgschaftsmitglied Düsseldorf-Lohausen (Niederrheinstraße 92), Wetzlar. Kitzingen. Berlin, Konstanz. Michelbach, Gießen und Frankfurt am Main, den 3. September 1937 Die Beisetzung findet am 7. September. 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Weiershäuser Wwe. Wir betrauern ihr Geschick, das sie in jungen Jahren aus dem Leben rief und manche Hoffnung zerstörte. Wir bedauern tief den Verlust dieser treuen, gewissenhaften und eifrigen Mitarbeiterin. — Ihr Andenken wird bei uns fortleben. Otto Meyer Heinrich Weiershäuser Hans Birkenstock Heinz Jost Heute nachmittag 15.30 Uhr entschlief sanft und gottergeben, nach längerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, jedoch plötzlich und unerwartet, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater es deutlich geworden, daß nur eine organische Einordnung in ein übergreifendes großes Ganzes jedem Einzelnen die Möglichkeit fruchtbaren Wirkens gebe. Zum Schluß übermittelten die der Tagung beiwohnenden Vertreter evangelischer Kirchen des Auslandes ihre guten Wünsche. Weitere Ausbreitung der Kinderlähmung in USA. Die Kinderlähmungsepidemie dehnt sich im amerikanischen Mittelwesten weiter aus. In Chi- kago sind 55 neue Krankheitsfälle eingetreten, 11 davon verliefen tödlich. Kindern unter 16 Jahren wurde der Besuch von Kinos untersagt. Auch in den Städten St. Louis, Omaha, Denver, Buffalo und Milwaukee breitet sich die Krankheit ebenfalls aus. Auch dort wurden die Schulen und Kinderheime geschloffen. Die kanadische Provinz Ontario ist von der Epidemie am schlimmsten betroffen. Dort sind in der letzten Woche 1100 Krankheitsfälle, davon 35 mit tödlichem Ausgang, zu verzeichnen. Die Bekämpfung der Krankheit ist nach Ansicht der Aerzte durch die furchtbare Hitze erschwert, die seit Wochen über den Zentral- und Oststaaten lagert. Ein Diamant war 30 Jahre verschwunden. Vor dreißig Jahren war vom Schreibtisch eines Jdarer Geschäftsmannes ein großer Diamant i m Werte von 120 0 Mark verschwunden. Alle Nachforschungen blieben ergebnislos. Inzwischen ist der Geschäftsinhaber gestorben und der Sohn führt den Betrieb weiter. Nun kam der vor dreißig Jahren verschwundene Diamant auf seltsame Weise wieder zum Vorschein. Bei Arbeiten im Büro wurde auch der Kassenschrank von seinem Platz gerückt. Dabei entdeckte man zwischen zwei Brettern eingeklemmt einen Stein. Es war der wertvolle Diamant, der seinerzeit beim । Sortieren wahrscheinlich vom Tisch gefallen war. Die Beerdigung findet am Montag, dem 6. September, um 13,30 Uhr in Gießen von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt Gießen, Wolkengasse 13, Spencer-iova (U. S. A.), Fulda, Dreieichenhain. In tiefer Trauer: Otto Baduin nebst Geschwistern und Angehörigen lieber Naturschutz und Naturkunde “ntertid>ten,Sie« «bc^e"mit ’ J den allgememverstandhchen Büchern des Hugo Bermühler Verlages, BerlinsLichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher". IIIIIIII!IIIIIIIIIIIII!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!!I!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIII!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIIIIII!IIIII!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIIIIIIIIIIII!IIII!I!IIIIIIIIII!III! Luci Englisch Willy Schür Tibor v.Halmay IEin Film von unbeschreiblicher Romantik und zwerchfellerschütterndem Humor. 6?75a Beiprogramm Lfa-Ton-Woeho Tüchitge taanrt!,!e für soiort oder l.Oktob.gesucht. 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Alle glücklichen Besitzer eines Achtelloses erhalten bar 50 000 Mark ausgezahlt, die Besitzer eines Diertelloses bar 100 000 Mark. Ein italienisches TNusketkraftflugzeug. Der Italiener Emilio (Tosco konnte mit einem neuartigen Segelflugzeug vorn Typ Bossy-Boyorni, das mit zwei durch Fahrradantrieb bewegten Luftschrauben ausgerüstet ist, in Vizzola (Oberitalien) bei einem ersten Probeflug in vier Meter Höhe eine Strecke von 342 Meter in 33% Sekunden zurücklegen. Beim zweiten Flug erreichte das Flugzeug eine Höhe von zehn Meter und legte in einer Minute 14% Sekunden eine Strecke von 862 Meter zurück. Boyomi wird sich nach Vornahme einiger Verbesserungen und weiteren Probeflügen nach Deutschland begeben, Mille f. besseren Haus* halt sof. gesucht. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. 67sqP Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 [ Einspaltige""] werden zum ermäßigten |/i • • Grundpreis von 5 Pf für die MeinailZeig6(1 Millimeterzelle veröffentlicht! des Relchswelterdienstes Ausgabeork .Trnnfhirt Im Bereich des isländischen Hochdruckgebietes hat sich bei uns ruhiges Schönwetter mit verhältnismäßig hohen Tagestemperaturen und kühlen Nächten gehalten. Im Gegensatz dazu herrscht im hohen Norden außerordentlich heftige Wirbeltätigkeit, die sich über England und Skandinavien in sehr unruhigem Wetter mit verbreiteten Regenfällen bemerkbar macht. Nennenswerte Störungen des Schönwettercharakters bei uns sind vorerst aber noch unwahrscheinlich. Aussichten für Dienstag: Stellenweise Frühnebel, sonst meist Hüter und trocken, Temperaturen wenig geändert, Winde aus meist südlicher Richtung. Aussichten für Mittwoch: Im wesentlichen noch freundliches Wetter. Lufttemperaturen am 5. September: mittags 23 Grad Celsius, abends 19,9 Grad; am 6. September: morgens 9,1 Grad. Maximum 24,3 Grad, Minim, m heute nacht 6,9 Grad. Hauptschriftleiter- Dr Friedrich Wilhelm Lange SteUoeltreter des Hauptlchrutleiters: Ernst Blum» Ichem Verantwortlich für Politik und rur die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. VIII. 37: 9090. Druck und Verlag: Brühlsche llniversitätsdruckeret R Lange K.-G. sämtlich m Gießen Monatsbezugs- preis RM 2.05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr 5hir Zeit fft Preisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 Gültig. aer Zeit in verstärktem Maße um die Schaffung eines neuen deutschen M o d e st i l s bemühe, der nicht etwa den Versuch mache, zur Tracht oder dergleichen zurückzukehren, sondern im internationalen Wettbewerb durchaus bestehen solle. Daß man auf diesem Wege schon eine gute Strecke zurückgelegt hat, bewies eine anschließende Modeschau, auf der Modelle von den verschiedenen in allen Teilen des Reiches und vor allem in Frankfurt a. M. arbeitende Modellschöpferinnen gezeigt wurden. Wilhelm Filchner wieder auf freiem Fuß. Nach einer über Hsinking in Peiping eingetroffenen Meldung befindet sich der deutsche Forscher Wilhelm Filchner, der in Khotan (Chinesisch- Turkestan) von örtlichen Behörden festgehalten wurde, wieder auf freiem Fuß. Filchner ist in Begleitung einer Militärabteilung, die ihm der Dun- ganen-Führer General Ma zu seinem Schutze zur Verfügung gestellt hat, nach der Grenze von Bri- tisch-Jndien aufgebrochen. 40. Generalversammlung des Evangelischen Bundes. Zur Erinnerung an die vor 50 Jahren in Frankfurt abgehaltene erste Generalversammlung des Evangelischen Bundes wurde als Tagungsort der 40. Generalversammlung wieder die Mainstadt gewählt. Professor Dr. Born kämm (Leipzig), der Präsident des Evangelischen Bundes, gab in seiner Begrüßungsansprache der Dankbarkeit dafür Ausdruck, daß der Bund im Frieden zusammenkommen könne, geschützt von einer starken Hand vor Bolschewismus und anderen Gefahren. Seine Worte klangen aus mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler. Der Präsident des Gustav-Adolf- Vereins, Professor Dr. Gerber (Leipzig), der auch die gemeinsamen Ziele des Evangelischen Bundes und des Gustav-Adolf-Vereins betonte, über« Todesanzeige. Am 5. September entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Karl Wilhelm Oberpostschaffner i. R. im 76. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Wilhelm, geb. Pieifer. Gießen (Steinstraße 62), Bremen, Oldenburg, Friedberg in Hessen, Homberg, den 5. September 1937. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. September, nachmittags 2.45 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. 5777 D Für die herzliche Anteilnahme beim Hinscheiden uiserer unvergeßlichen Entschlafenen Frau Anna Nathes für die zahlreichen Blumenspenden und das ehrenvolle Geleit zur letzten Ruhestätte, sowie den ev. Gemeindeschwestern für die liebevolle Pflege sage ich im Namen aller trauernden Hinterbliebenen herzlichsten Dank Friedrich Nathes Gießen (Weserstraße 9), den 6. September 1937 04411 | Vermietungen | Geschäfts räume zu vermieten Diezstraße 14 bestehend aus Büro, Lagerkell. mehreren Lagerräumen m. Ber- aderainve. Garage und großem Hoi. i2ißD 5br 7 ndertlial Weingroübandl Gießen Selterswea 5 | Mietgesuche | Gesucht fi-Zim.-flolÄg i.N.-W.d.Stadt Höchstvr. zwecklos. 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Auch im kirch- Deutfchland smd bereits bei Versuchen mit einem lichen Leben, so führte Prof. Dr. Gerber aus, sei „Muskelkraftflugzeug" beachtliche Erfolge erzielt es heutürf) aeworden. daß nur eine organische Ein- worden. Statt jeder besonderen Anzeige Heute ist unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Ernst Pietz Die trauernden Hinterbliebenen Gießen (Frankfurter Straße 60), den 4. September 1937 5774 V mit Die Beisetzung findet in der Stille statt — Beileidsbesuche dankend verbeten nach kurzer, schwerer Krankheit im 76. Lebensjahre sanft entschlafen i l'A mben. über . An- n «. lag. wo» üger nen le lcht. ner üser mitte/' at! 21 57830 kräftig, M MUS 1 kN mben kann, n als- fo'.tet Maas 5786° ?<' jberg41 tge rt!ilü rt oder gesucht, m 15784° •Ocke dar rafcjJL Üsiges en es D 5788° ibotoü öjk- i •n Haus' gesucht» ; in der Belle ö. gsmzeigen Sc hulstnj ,3. s B- ■#5 o a 5 o M- „ CO • ÖJ to 00 cra —• o . Q. — er> - re i—। - • o 5.9r 2^ SS O O <5b K1Z O D: 3F la 2. ® a ■ « 2. o a re ■a, § E 3.-^2 F 3.® 3 3 Z §=7T3 - 3 0 3*3 c* a D B 3-' 't CL 2 „ =■" s 5 ' a - a Oa1 - • ^ a A-Z - F 2* re 2 CO ® a £g s-e a 3" C3?" S 2. "^•acÄg « er a co ° 2-2. o n re S o s1 ;i= « 5 *-< Z; O: 5 - _ “3 o c=5" F 2- 2." a re F 5*5^ ® rr ® CO re O Ö 2. -* 2 d§ «»3 •o'C# 2. " re re -d- er -t <"» 2 8g&* a=^o<=. 5 -£.F-g 2*. 3 Ö q a o C7 O’-Cr re re a ---re 0:3 o a 9 2 ^£^3 L S>F"2 § Ka^o-F !SS (S 8 oä 2.03, O *T) S." _ B ^3- (g? =io T®-!* a 2 ~ © o o r o^n a §>g" c o"F 2 F" 2. - re 2 0 2 er 2 2. a n> a a rt re OQ » b3_ = £ ®§S?3 = « 2 -red' 3 B or 2 ^|’ä8* 8T«S § H.2 B 3 in ei re tun für mc M 2 2. nie H I» jon 0,K Dpi fon jali - ^> |1 3 o 3- er o Ö 3 § 2. aS» LZ HZ' a a ZF JT jg a 3 =r o — o — cre OQ TI O. er. I? 2. o STTS-a*. a ~2: ti—r, I O 5’3* I 3 - rta'J3 i2o C O-rt 33 2^ - oc* a 2.0 x--3^ ^-Co 2. 5 2.*=" S ä'O‘2. 2 2. 9 er sr.-a O «-a? 3 a 3 er o2 o 3 er 2.0 0 3 9 ^2.0.3 .3 JSS 2 rs^ 1 S'S'ry.S. 0 1©« I >3*3 1 o 5 g es (?)3 0 3 a s = - crS< ™ 3 2° ftrenO'« F*‘<Ö' Zs 0-^5 o D es o 3 2:3 3 iÖ-'*® WS a-S Z FS 053 23 2 2 3'5 3® Feo 3^^ °3§ 3 5 'co (?) 5 3 2 3 S’a 3 § a •c'3'f" a*s 3 ^P"5 §^s3. .a e'B • 3 o © a aSAtz-VZo Fr o 2- 9 re 3 - I öti'S' 3' 55 a A' 3*-A (Ä 12.3'5 5 > 5.3 2.3'3 M uu a ro 3 3.2 3 - ce 5 « 3 (5) 3' ?.3> 3'3 s 3 sr.' 3=^ 3 9 o _F 3 a" 2 <95 co BZ g. 3 2 re re Qö 5. a, «^00 5 w 3 r5 co #2 3 ($) pJ re 3.2 3 3 3 F 2) 5 = 3 o (9 3 -2. a‘3 050 3o n a 3 $5 3 3 in; e <$t rr- 6c Uli 3 re’ 5 ■ .® 3 3 3 er 3 « a ? -s.Z« re w „ 3Z-E E 2 3 a ®o p« «3^ s o- reS* ÖD &s 3 Z.B BS 9 a Z r Mai j)ed gebi Mi, ba mai 8un U 8S3 o re S2._ 2 3-e 3 isv re J=) ßan ;-eSa 3 o o o 3.3^2 3 S-|f a §J 2j3 nen Serg ? 'e .«orit l)O(t) Di wuh SBin onöe 2lr nerir Altei ÖQ t 5ßin lang 2 3 ac re 0: Ö O re .a«t^or 3 2°- ’Sprc MNk i*9 n ,Dq J?1 M ”n 5 fei Jm 3 re ^1 esS öä’3> 3 a 3 co £' .3 :8g . a- o . •S a •gf’f Wil hoch gen. $ilui edige Sespa Sei 0 re*- 3 3-2*2 re 2 E rt o crio cr^ 3 a es re 3 o a a S>3 0 (?) 1*2.5 5 I a 2 3 3 353^ BZ _ re , Öe ^3 । ö uyi .3 AK Ss®3 ■3 3 re « o 3 a er re (?) re" 2 Scsi® a 3 ® re erB 5 ^-3 2 F"' s 33i2^OA«H CO re re. a re or3K 3 3 Ö^ss 2.3 2. 3-^ «, 0° 2. a 33S-- o a S> 3 5 3.^5 2 3^2 3'3 a re- cgS'O' re 3 2. 3 3 3 3 3 3 3 (?) 3 3 3 3 3 3 3 3 ä 3 F 5 L-9 3 3 3 3 3 3 -- a 3 3 3 n m re 3 o e Pferde stemmten die Hufe in den Boden Langsam stieg ber Bauer hinter ihnen durch die Zeile. Nicht lange danach stand Bernhard neben dem Bauern. Sein Gesicht glühte. „Bauer" sagte er und jappte nach Lust, „Bauer —" damit drängte er den Nickel weg vom Ackergerät und nahm die Leine zur Hand, „Ihr müßt gleich runter kommen. Gottes Segen Bauer — Gottes Segen!" Nun hatte also der Knecht die Zügel m der Hand. Nickel Löbner trat von einem Bein auf das andere und schob die Hände in die Taschen. So gleichgültig tat er, und sogar zu lächeln versuchte er. „So — also wenn du meinst, Bernhard —? Und — was sagt die Kmbsfrau?" „Gar nichts sagt die Kindssrau. Aber so geht doch, Bauer, die Löbnerin tut schwer —" „Tut schwer?" Der Bauer holte tief Atem und tat die Hände ineinander. So stand er da, und der Wind, der liebe Wind bließ ihm die braunen Haare über die Stirn. Aber dann ging er doch weg von seinem Acker. Langsam ging er, als schliche er sich heimlich davon Als er unten am Birkenanflug den Blicken seines Knechtes entschwand, da vergewisserte er sich, daß niemand es sehe, und mit einemmal begann er zu laufen, als wäre der schlimme Berggeist hinter ihm her. Ein Brausen und Zischen und Tosen war um ihn, als er beim Sturzbach querab sprang und von Stamm zu Stamm sein Körpergewicht auffing mit den Händen. Nun war die Talwiese flink zu überschreiten. Nicht hastig, nicht so, daß irgendwer etwas von seiner Erregung spüre. Mit langen, weit ausgreifenden Schritten kam Nickel Löbner auf ben Hof. Hier tastete er sich nun vorsichtig in bas Haus So gewaltiges vollzog sich hier — unb boch war es so still Die gelbe Katze suchte sich an Nickels Bein anzuschmiegen Sollte er sie fortstoßen? Nein Es war ein feierlicher Augenblick unb Nickel bückte sich unb streichelte bas Tier mit hastigen Bewegungen. Die Katze, von so viel Liebe angenehm berührt, legte sich lang auf bie Seite unb begann ein behagliches Knurren. Nickel horchte nach oben Ganz still war es im Hause fast unheimlich stiC . Plötzlich schreckte ber Bauer auf. Em Schrei brang' durch die Stille ein Schrei, der ihm ans fien griff Mit wankenden zitternden Knien erklomm er die knarrende Holzstiege, horchte angstvoll nach der Kammer der Löbnerin Nun vernahm er ein leises Flüstern Die Stimme seiner alten Mutter. unb bie kurzen Befehle ber Kindsfrau Aber was war nun bas? Dem Bauern verschlug es den Atem Minuten, lange Minuten verstrichen. Jetzt stand er vor ber Tür unb legte bas Ohr an. Ein leises ganz fernes Sümmchen schrie. Ein Laut erklang, ben er nie zuvor im Leben vernommen hatte, ber ihm bas Wasser verstohlen in bie Augen trieb. Nun legte er bie breiten Hänbe auf bie Brust unb lauschte bem fernen Klang. Dies silberhelle Quäken, manchmal heiser erstickenb, manchmal sich überschla- genb, es wuchs unb wuchs unb ber Bauer penbelte •ben Kopf hin unb her unb lächelte — Merkwürbig war es, bies Glück. Aus fernen, unerklärlichen Tiefen kam nun biefer junge Klang näher unb näher biefer Welt. Ein Lebewesen stieß ihn aus — sein Kinb Es tarnen Schritte nach ber Tür. Nickel Löbner machte einen Sprung zur Treppe hin. Die alte Löbnerin kam heraus aus ber Kammer unb eilte auf ben Sohn zu. Sie ergriff roeinenb unb lachenb feine Hänbe „Gottes Lieb — N'ckel — es ist ein starker Junge!" „So so —" sagte ber Bauer unb legte schnell bie Wange auf ben schönen weißen Kopf ber Mutter. „Dank bir. Vater im Himmel —" Sie ftanben eine Weile schweigend beisammen, der Sohn und die Mutter. Dann riß sich Nickel los von ihr und eilte wortlos die Stiegen hinab. Zu seinem Bergacker zog es ihn. Denn es war nun ein unvergleichliches Feiern, jetzt über die steilen Hänge zu schreiten, den Wind, den lieben, treuen Wind im Nacken — und mit den Blicken den Hof zu suchen, den Hof, auf dem endlich bas Wunberbare geschehen war — Grieg und die kleine Klavierspielerin. Ebvard Grieg, der große norwegische Komponist, besten 30. Tobestag soeben begangen wurde, war ein großer Kindersreund aber er hatte die Kleinen besonders gern, wenn sie nicht Klavier spielten. An einem schönen Sommerabend saß er mit seiner Frau und einigen Freunden in einem großen Hotel in Zürich Es herrschte eine feierliche Abendstimmung, und die Gesellschaft lauschte andächtig den Worten Griegs, der sich über Musik aussprach. Da tönten plötzlich von der unteren Etage Klavierklänge — ein Stück von Grieg wurde gespielt! Der'Komponist unterbrach sich sofort in seinen Ausführungen, und sein Gesicht wurde immer düsterer, je länger bas Klaoierspiel bauerte Als gar „Anitras Tanz" im Takte von Chopins Trauermarsch gespielt würbe, geriet Grieg ganz außer sich unb rief ben Kellner „Können Sie nicht dem entsetzlichen Menschen da unten die Finger abschlagen!" rief er ihm zu. Er hatte oft unter solchen Peinigern zu leiden, die sofort, wenn sie von seiner Anwesenheit gehört hatten, in der Nähe seine Kompositionen spielten oder sangen, in der Hoffnung, eine Anerkennung von dem großen Tondichter zu bekommen. Der Kellner stürzte davon und gleich darauf wurde es still. Aber groß war das Erstaunen Griegs, als am nächsten Tag ein bildhübscher Backfisch in weißem Kleide zu ihm kam, ihm einen Blumenstrauß überreichte, und innig um Verzeihung wegen der Störung durch das Klavierspiel bat. „Ich habe deswegen so viele Schläge von meinen Eltern bekommen", fügte sie schelmisch und zugleich traurig hinzu. Sie würde es auch nie wieder tun. Als die Kleine von ihren Schlägen sprach, war Grieg doch ein wenig beschämt, er dankte ihr für die herrlichen Blumen, gab ihr sein Bildnis und bat sie, so oft Klavier zu spielen wie sie wollte. ßocbfcbutnodiHtbfen. Ernannt wurden: Professor Dr. Karl Vietor, Ordinarius für deutsche Literaturgeschichte an der Universität Gießen, zum Professor an der Harvard-Universität in Cambridge (Mass), USA., Professor Dr Binz, Ordinarius für Chemie an der Universität Berlin, zum Professor am Franklin-Institut in Philadelphia. Geheimrat Professor Dr. Ernst F a b r i c i u s , em. Ordinarius für Archäologie an der Universität Freiburg, beging seinen 80 Geburtstag. Fabricius, ein geborener Darmstädter, hat vor allem über das Limesproblem, über die römische Verfassung und über die Inschriften vom Pergamon gearbeitet. Geheimrat Professor Dr. Otto Holder, ber em. Orbinarius ber Mathematik an ber Universität Leipzig, ist im 78. Lebensjahr gestorben Seine wichtigsten Arbeiten erstrecken sich auf bas Gebiet ber Analysis; 1886 fand er das erste Beispiel einer transzendenten Funktion, die nicht einer algebraischen Differentialgleichung entspringt, und erschloß damit ein neues Forschungsgebiet Forstmeister Professor Dr.-Jng. Kurt Fritzsche von der Technischen Hochschule Dresden. Abteilung forstliche Hochschule Tharandt, ist geworben. Fritzsche hatte sich 1934 in Dresden habilitiert. Fachliterarisch beschäftigte er sich mit der physiologischen unb technischen Bebeutung bes Winbes unb Sturmes für Bäume unb Walb, ferner mit ber Leistungskontrolle, insbesondere Fehleruntersuchungen unserer Aufnahmemethoden. ttch sind. Die Treubundkameraden müssen aber auch die Uebungsabende des Soldatenbundes besuchen, um sich fortlaufend zu unterrichten und um den alten Geist zu pflegen. Nachdem er noch auf den Ausflug hingewiesen hatte, betonte Kamerad Schwender, daß gerade solche Ausflüge dazu angetan sind, die weitere Heimat kennen und auch lieben zu lernen, der der alte Soldat in Treue verbunden bleiben will. Todessturz aus dem Fenster. * Zell (Kreis Alsfeld), 5. Sept. Auf der Straße vor einer hiesigen Gastwirtschaft fand man am heutigen Sonntag gegen 4.30 Uhr einen nur mit ejnem Hemd bekleideten toten Mann auf. Die Ermittlungen der sofort herbeigerufenen Staatsanwaltschoft und Kriminalpolizei Gießen ergaben, daß es sich bei dem Toten um den etwa 30 Jahre alten Arbeiter Wilhelm Klein aus Frankfurt a. M. handelt, der in der Gastwirtschaft, vor der man ihn aufgefunden hatte, zusammen mit vier anderen Arbeitskameraden für die Dauer seiner Arbeitstätigkeit am Reichsautobahnbau bei Zell einquartiert war. Die Männer hatten bis lange nach Mitternacht aufgese'sen und waren dann zu ihren Schlafstätten im Tanzsaal im ersten Stock gegangen. Das Bett des Toten stand in der Nähe eines Fensters. Es wird — da die Schlafgefährten keine Wahrnehmungen über ein Aufstehen Kleins machen konnten — angenommen, daß Klein nach dem Schlafengehen sich wieder erhoben und an das offene Fenster begeben hat. Er hat sich dabei anscheinend zu weit herausgebeugt und ist aus dem ersten Stockwerk abgestürzt. Der Tod des Mannes ist durch schwere Schädelverletzungen alsbald eingetreten. Ungetreuer Genossenschastsrcchner. * Wetzlar, 4. Sept. Wegen Untreue gegenüber der ländlichen Spar- und Darlehnskasse in Wißmar, die er als Rechner und Vorstandsmitglied dieser Genossenschaft begangen hatte, und durch die ein Fehlbetrag von etwa 13 000 Mark entstanden war, wurde der frühere Rechner L. G. aus Wißmar vom hiesigen Schöffengericht zu v i er Monaten Gefängnis und 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Landkreis Gießen. £ Wieseck, 6. Sept. Unser Mitbürger Heinrich Keil, Rabenauer Straße 1, wird morgen achtzig Jahre alt. Herr Keil war über 30 Jahre bei der Firma H. Schaffstaedt, Gießen, als Schmied tätig. Er ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. Festtage des rheinischen Weines inMainz 2. Rhein-Mainischer Winzertag.-Oer Mainzer Weinmarkt. LDD. Mainz, 4. Sept. Mainz, der Mittelpunkt des müßten und bedeutendsten Weinbaugebiets, steht seit Samstag im Zeichen festlicher Weintage. Eingeleitet wurden sie am Samstagvormittag mit der Tagung des Landesbauernrals im Weißen Saal des Kurfürstlichen Schlosses. Nach der Eröffnung durch das Städtische Orchester und nach der Begrüßung durch den Sprecher des Landesbauernrates, Kreisbauernführer Geis, an die Vertreter von Partei, Staat, Wehrmacht und Behörden sprach SS.-Oberführer Berger vom Stabsamt des Reichsbauernführers über den Freiheitskampf des deutschen Bauerntums. Er gab einleitend einen Aufriß durch die Entwicklung germanischen Bauerntums, das, die Hand an Pflug und Schwert, siedelnd Land für sich und seine Kinder schuf und, der rauhen Natur des Landes die Lebensmöglichkeiten abringend, aus seinen rassischen Bedingungen heraus eine Kultur gestaltete, die weit über der anderer Völker stand. Blut, Sippe und Boden gaben die Kraft aur Kolonisation, aber auch die politisch-organisatorische Form. Der Redner schilderte den Einfluß des Christianisierungsprozesses, der den seelischen Aufbau des germanischen Freibauerntums zerstört und die germanische Selbstverwaltung vernichtet habe. Das Auskommen der Leibeigenschaft als Folae des wirtschaftlichen und sozialen Niedergangs, Die Einführung des römischen Rechts, die Trennung von Wehr- und Nährstand führten zu den Bauernkriegen, deren Ziel ein großes Deutschen Reich auf der Grundlage Des Freibauerntums war. die aber zur Vernichtung des Gemeinschaftsgedankens und der Wegnahme der Gerichte und des Waffenbesitzes führten. Damit war erst die Möglichkeit für den Dreißigjährigen Krieg gegeben. Die Kolonisationsbestrebungen der brandenburgisch-preußischen Fürsten, Steins Reformen konnten nicht die völlige Gesundung des Bauerntums bringen. Diese war nach einer Zeit sprunghafter Entwicklung und Scheinblüte erst durch die nationalsozialistische Revolution möglich, die wieder zur Dorfgemeinschaft und zur Einheit des Volkes, aber auch zur Erkenntnis geführt hat, daß das Bauerntum Blutquell und Gesittungsträger des Volkes ist und sein müsse. Kreisbauernführer Geis dankte dem Redner mit der Feststellung, daß ein gesundes Bauerntum die beste Grundlage des Staates sei, und schloß die Veranstaltung mit dem Gruß an den Führer. Der Winzettag und die Gauausstellung „Rhein und Wein", wurden am Nachmittag im Akademiesaal des Kurfürstlichen Schlosses eröffnet. Nach einem Gruß- und Dankwort des Mainzer Oberbürgermeisters Dr. Barth an den Gauleiter und seinen Stellvertreter, sowie an den Landesbauernführer Dr. Wagner für die Schaffung des Rhein-Mainischen Winzertages sprach der Landesbauernführer Or. Wagner. Die Sorge für den ewigen Bestand des deutschen Volkes verpflichte den nationalsozialistischen Staat zur Schaffung, Erhaltung und Pflege des notwendigen Raumes und Bodens für den Winzer und zur Pflege und Nährung des in diesem Boden wurzelnden Blutes. Mit rund 18 000 Hektar Reben und 1,1 Millionen Hektoliter Mosternte liege das Nhein-Main-Gebiet an der Spitze des deutschen Weinbaues, wie anderseits der Rheinwein unstreitig der berühmteste Wein der Welt sei. Das herauszustellen und die Versäumnisse früherer Jahre nachzuholen, sei vordringliche Aufgabe der Weinwerbung für dieses Gebiet, auf die der Landesbauernführer mit Dank für die Förderung durch den Gauleiter dann näher einging. Der Rhein-Mainische Winzertag und die übrigen im Zusammenhang mit ihm durchgeführten Werbeveranstaltungen dienten dazu, den deutschen Wein als Volksgetränk in die Massen hineinzutragen, die Achtung vor den im Weinbau lebenden Volkskräften und Volksgütern zu pflegen und das Bewußtsein im ganzen Volk zu wecken, daß der Weinbau an der Westgrenze des Reiches eine große politische, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung hat. Stellv. Gauleiter Linder würdigte, nachdem er die Grüße des Gauleiters übermittelt hatte, die bisher im Dienste der Werbung für den rhein-mainifchen Wein geleistete Arbeit. Durch die Schaffung des Rhein-Main-Gebiets habe der Gauleiter die frühere Zersplitterung preußischer und hessischer Weinbauinteressen beseitigt. Der Rhein-Mainische Winzertag sei für den Winzer ein Ehrentag. Heute nehme das ganze Volk an seiner Arbeit Anteil, durch die er schon seit Jahrzehnten den Ruhm des Rheinweines in alle Welt getragen habe. Aus seiner Wertschätzung des Bauerntums heraus wende sich die Sorge des Nationalsozialismus auch dem Winzer zu. Im großen Reigen der Wein-Werbeveranstaltungen seien der Rhein-Mainische Winzertag und das Mainzer Fest die Kundgebung rhein-mainischer Weinbaukunst und Weingüte und habe durch die Lage der Stadt Mainz die beste Gewähr für eine weitreichende Wirkung. Die Gauausstellung „Rhein und Wein" werde dartun, wie eng Wein und Weinbau mit der bodenständigen Kultur und dem Geistesleben unserer Heimat verbunden sei. Der stellvertretende Gauleiter erklärte dann den Winzertag und die Gauausstellung mit den besten Wünschen für eröffnet. Nach dem Gruß an den Führer besichtigten die Ehrengäste die Gauausstellung und wohnten der Eröffnung des Mainzer Weinmarktes und des Weinfestes auf dem Liebfrauenmarkt bei. Abends fand auf dem Brand die Aufführung von Zerkaulens „Sprung in den Alltags durch das Stadttheater als Festaufführung statt. Starker Erfolg. Schon am Samstagnachmittag begann sich die Stadthalle zu füllen. In den großen Weinzelten und Vergnügungsstätten auf dem Adolf-Hitler-Platz drängten sich ungezählte Massen, und nicht anders war es bei dem Weinfest der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" auf dem Liebfrauenplatz. Allein für den Mainzer Weinmarkt wurden am Samstag über 15 000 Eintrittskarten ausgegeben. Am Sonntagmorgen gab es im Rheingoldsaal der Stadchalle eine große öffentliche Probe von Qualitätsweinen, die sich eines starken Zuspruchs erfreute. Großen Anklang fanden auch die beiden Festaufführungen des Zerkaulenschen Dolksstückes „Sprung in den Alltag" auf dem Brand. Am Sonntagnachmittag führten Winzergruppen auf dem Liebfrauenplatz und auf dem Markt rheinische Volkstänze auf. Rhein-Mainische Börse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 4. Sept. Zum Wochenschluß konnte sich das Geschäft zwar nicht beleven, die Haltung am Aktienmarkt war jedoch nach den Abschwächungen des Vortages etwas zuversichtlicher. Die Kursentwicklung war noch uneinheitlich, da teilweise noch Abgaben Vorlagen, während die Kulisse sich zu Deckungen veranlaßt sah, im ganzen überwogen mäßige Erhöhungen. Nachfrage fanden Bergwerkswerte, Hoesch 128,50 (128), Klöckner 139 (138), Verein. Stahl 120 (119,25), Rheinstahl unv. 157,50. In der Farben-Aktie lagen weitere kleine Käufe vor, so daß der Kurs auf 167,65 bis 167,75 (167) anzog. Elektroaktien blieben behauptet, auch Schiffahrtsaktien lagen nach der flauen Veranlagung des Vortages widerstandsfähig, Hapag 80,50 (80), Nordd. Lloyd unv. 88,50. Etwas Angebot zeigte sich noch in einzelnen Maschinenwerten, Rheinmetall 154,50 (155,50), Demag 151,50 (152,25), aber Eßlinger weiter gefragt mit 123,75 (123,50). Der Rentenmarkt lag sehr still bei behaup- teten Kursen. Reichsaltbesitz 127,50, etwas fester Reichsbahn-VA. mit 127,90 (127,50), Kommunal- Umschuldung unv. 94,80, Rhein. Städte-Altbesitz 132. Pfandbriefe lagen bei kleinen Umsätzen unverändert, nur Liquidationswerte wichen wieder bis 0,25 v. H. ab, es überwogen Rückgänge. Stadtcm- leihen notierten größtenteils unverändert, 4,5proz. Darmstadt v. 28 98 (98,50). Don Industrie-Obligationen ermäßigten sich 5prozent. Verein. Stahl auf 101,13 (101,50). Der weitere Verlauf der Börse lag sehr ruhig, Kursoeränderungen ergaben sich kaum. Rheinmetall waren 1 v. H. erholt auf 155,50, Farben-Jndustrie blieben zum höchsten Kurs von 167,75 gut behauptet, für einzelne Montanwerte hörte man leicht ermäßigte Kurse. Auch die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen unregelmäßig, die Abweichum gen bewegten sich jedoch unter 1 v. H. Ilse Genuß nach Pause um 1,25 v. H. auf 104,25 erholt. Am Einheitsmarkt waren Faber & Schleicher Maschinen weiter stark gesucht und mangels Angebot gestrichen Geld. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe Der zuletzt oefchlosienen Dividende an. Relchsbankdiskont 4 o H. Lombardzinsfuß 5 v H Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schlufe- kurs Schlufek. Abend- börle Schlufe- fürs Schlufek Mittag börse .Schlufe- kurs Schlufek. Abend börie Schluv- turs Schlufek. Mittag. börie D num 3.9. 4.9- 3.9 4-9. Damm 3-9. 4.9. 3-9. 4-9. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 192^ 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 4Vi% Deutsche Reichsschatzanwei- 101,5 99,25 99,3 99 105 100,25 99,65 127,5 136,75 99,5 101,5 99,5 98,5 133,75 99.75 98,5 101,65 101,75 111,1 127,25 80 88,5 127,5 118,25 123,75 105 101,5 99,4 99,25 99 105 100,25 100,4 99,65 127,5 136,75 99,5 101,5 99,5 98,75 98,5 133.5 99,75 98,5 101,7 101,5 111,1 127J5 80,5 88,5 127,9 210,5 118,25 123,5 105 Death 101,5 99,25 99,3 99 105 100,65 99,65 127,5 99,5 98,75 133,75 99,75 101,5 127,4 80 88 127,75 211 135 118.25 123,75 105 mmarf 101,5 99.4 99,25 99 100,25 100,5 99,65 127,5 133,75 99,75 101,65 128 47 81 88,13 128 210,75 135,4 118,25 123,5 105 Berlin Aceumulaloren-Fabrik....... Aschaffenburg Zellstoff....... Bemberg.................. Bekula.................... 14 6 O 8 5 7 6 12 4 5 9 151,5 153,75 168 129 170,25 190,5 142,5 152,9 267,5 170,5 132 155,25 167 139,25 159,5 147 53 172 128 153,75 172 138 130 95 124,9 156,25 229,5 157,5 132,13 152,75 161 177 217 206 119,25 60,5 160,25 35,75 150,5 154 168 170 190 142,5 152,75 267,5 170 131,25 155,25 167,65 139 159 147 171,5 128,5 153,5 172 140,25 139 129 95 124,25 157.5 131,75 153,25 160 177 218 205 119,75 60,75 118 160 35,5 151,75 153,5 168 129,25 190,5 142,75 122 153,13 170,5 132 155 167,25 139 159,5 147 53 172,25 128 154 172 140,75 111 138,25 165,25 130 124,75 155,5 156 116,4 230 . 132 158 131.65 152.4 159 177 95,4 217,5 205,25 119,13 60,4 117 160 35,65 228,5 151 153,75 168,13 128,25 191,5 142,5 122,25 152,13 169,65 131,5 155 167,65 139,5 158,5 147 53,75 171,5 128,4 154,4 140,25 139,65 165,4 129,5 124,4 155,5 156,5 116.25 131 157,5 131,25 153,75 160,5 177 95 218 205,25 119,4 60,4 118 160 35,4 4y2% Deutsche Reichsschatzanwei- hingen von 1935, II. ftolge ... iYi’o Deutsche Reichsschatzanweh sungen von 1936, III. Folge .. 5yz% Doung Anleihe von 1930 .. 4%% Heshsche Volksstaat von 1929 4*/2% Deutsche Reichspostjchatz von 1934 I...................... Buderus Eisen.............. dement Heidelberg.......... dement Karlstadt ............ Conti Gummi.............. Daimler Motoren.......... Dessauer Gas .............. Deutsche Erdöl ............. Deutsche Gold- und Silber ... 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Altbesttz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten............. .• Ä Y' * .. 11H 11 * • 1. Ein Peter-Ostermayr-Film der Ufa nach dem gleichnamigen Roman v. Ludwig Ganghofer mit Hansi Knoteck, Paul Richter H. A. Schlettow, Käthe Merk Gustl Stark-Gstettenbaur Künstlerische Oberleitung: Peter Ostermayr Spielleitung: Hans Deppe Der schicksalhafte Kampf naturverbundener, charaktervoller Menschen, aber auch ihr Alltag, ihre Freuden, ihre Lust und ihr Lachen spiegeln sich getreulich in diesem von herrlichen Bildern der oberbayerischen Wald-und Berglandschaft umrahmten Film. In ihm ruht alle Kraft der menschlichen Gefühlswelt, in ihm ersteht der ganze Zau ber dunkler Wälder, blühender Almwiesen und strahlender Firne! 6776a Fox-Wochenschau — Kultur-Film Täglich 4,6, 8.30, Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr Druckschriften :: esse °°°-" In gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe. Landwirtschaft und Behörden. Jede Lieferung schnell, gut und preiswert durch die arühPsche Druckerei, Schulstraöe 7, Anruf 2251