nr.lfOtErftes Blatt Donnerstag, 5. August 1037 187. Zahrgang Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen oonTOmm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige töelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B MetzenerAn;eiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühlsche Unlverfilatrdruckerei R. Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Schulftraße 7 krscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags yeilagen: Die Illustrierte Gieizener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen Postschecllonto: 5rontsurt am Main 11686 Ferien vom Ich mecha- Ablauf Wir kennen Paul Kellers nette Erzählung „Ferien vom Ich". In einer Sommerfrische weilen die Gäste unter einem Feriennamen, lösen sie sich vollkommen los von dem Alltag und ihrem sonstigen Ich. Recht anschaulich ist das alles geschrieben So, daß jeder, der es lieft, nur den dringenden Wunsch hat, auch Ferien vom Ich zu machen, sich von des Ta^"^ x mx"<- - - *,,r • ~ oder mehrere Sitzungen des Ausschusses nötig, um festzustellen, ob man c.uf dem toten Punkt bleibe oder nicht. Es bestehe aller Grund zu der Annahme, daß alle Regierungen den Wunsch hätten, die Nichteinmischungspolitik auf die eine oder die andere Weise aufrechtzuerhalten. In italienischen Kreisen sei man der Ansicht, daß dieser Zweck am besten dadurch erreicht werde, daß alle weiteren Versuche des Ausschusses, neue Pläne auszuarbeiten, um einige Wochen verschoben würden. Die Sitzungen des Nichteinmifchungsausfchusfes seien nur dazu angetan, erbitterte Erörterungen hervorzurufen, die zu keinem praktischen Ergebnis führten. Das Blatt meint, fo lange die fowjetrussische Haltung sich nicht ändere, müsse man sich fragen, ob die Wiedereinberufung des Nichteinmischungsausschusses nicht verfrüht sei. Auch „Morning Post" schreibt, daß der Erfolg oder das Scheitern der britischen Vorschläge von der Stellungnahme Moskaus abhänge. Der Versuch des französischen Außenministers sei anscheinend fehlgeschlagen. Unter diesen Umständen sei es schwr, einzusehen, daß die Sitzung am Freitag anderes tun könne, als Z e i t zu gewinnen und sich auf rein technische Punkte beschränken würde. Der in solchen Angelegenheiten immer sehr orientierte marxistische „Daily Heralb" will von „zuständiger Stelle" erfahren haben, daß der sowjetrussische Botschafter keine neuenAn- weisungen aus Moskau erhalten habe, und daß keinerlei Aenderungen der sowjetrussischen Stellungnahme eingetreten sei. holung für Keller sei Im nationalsozialistischen Deutschland ist das anders geworden. Selbst beim Internationalen Arbeitsamt in Genf, wo die marxistischen Gewerkschaftsvertreter verschiedener Auslandsstaaten noch immer das große Wort führen, mußte man schon 1935 anerkennen, daß die Mehrzahl der Arbeiter in der Welt, die einen bezahlten Urlaub haben, deutsche Arbeiter sind. Inzwischen haben dann die Freizeitorganisationen der verschiedensten Länder ihre Vertreter nach Deutschland gesandt, um nicht nut die deutsche Urlaubsregelung zu studieren, sondern auch die so vorbildlich organisierten Urlaubsfahrten unserer NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Diese Leistungen wurden bei uns erzielt, ohne daß. große gesetzliche Regelungen notwendig gewesen wären. Nur auf Gebieten, die für die Urlaubsrege- Moskau verhindert Fortschritte in der Nichteinmischungssrage. Das Schicksal des englischen Vorschlags zur Gewährung der Rechte Kriegführender an die spanischen Parteien. Vor englisch-amerikanischen Wirtschastsverhandlungen. Chamberlains Streben nach politischer Befriedung durch wirtschaftlichen Wiederaufbau Dollar. Das Bauprogramm der 08^.-Marine sieht im laufenden Rechnungsjahr weiter den Bau von acht Zerstörern und vier U-Booten vor, von denen vier Zerstörer und zwei Unterseeboote von Privatwerften gebaut werden können. Das englische Flotkenbau- procramm 1938. London, 4. Aua. (DNB.) Wie „Daily Telegraph" meldet, wird das englische Flottenbauprogramm für 1938 voraussichtlich denselben Umfang haben wie 1937. Man rechne mit dem Bau von drei bis fünf weiteren Schlachtschiffen und sechs oder sieben Kreuzern sowie einer entsprechenden Anzahl von Zerstörern, U-Booten und kleineren Schiffen. Voraussichtlich werde auch eine weitere starke Vermehrung des Personals vorgenommen werden, das auf 125 000 Mann gebracht werden solle. Die Flugzeuge auf Flugzeugträgern und Katapultschiffen würden in den nächsten vier Jahren von 230 auf rund 5 5 0 vermehrt werden. Ende 1937 würden 664 000 Tonnen neue englische Kriegsschiffe im Bau sein, ein Rekord für Friedenszeiten. Die Tonnage werde umfassen: 5 Schlachtschiffe zu je 35 000 Tonnen, 5 Flugzeugträger zu je 22 000 bzw. 23 000 Tonnen, 8 Kreuzer von 9000 bis 10 000 Tonnen, 5 Kreuzer von 8000 Tonnen und 7 Kreuzer von 5300 Tonnen, ferner 16 Superzerstörer von je 1850 Tonnen, 24 schwere Zerstörer von 1650 Tonnen, 18 U- Boote von 540 bis 1520 Tonnen, 12 Schaluppen und 10 Schnellboote. London, 4.August. (DNB.) „Morning Post" meldet, daß der erste wirtschaftliche Berater der britischen Regierung, Sir Frederic Leith-Roß, demnächst nach den Vereinigten Staaten reisen werde, um mit der amerikanischen Regierung Fragen wie die Herabsetzung der internationalen Handelsschranken, die Verteilung der Rohstoffe, die Währungsstabilisierung und die Abrüstungsfrage zu besprechen. Außerdem soll er ermächtigt werden, die Frage der englischen Kriegsschulden an die Vereinigten Staaten zu besprechen. Man glaube, daß Roosevelt zu einer Milderung des Johnson-Ge- etzes bereit wäre, das Kredite an säumige Schuldner verbiete. Ferner müsse auch die Frage einer englisch-amerikanischen Zolloereinbarung, über die schon seit mehreren Monaten verhandelt wird, geregelt werden. Das Blatt meint, daß der Besuch von Leith-Roß in Washington, wenn er zustande komme, einen Schritt auf dem Wege der vom englischen Ministerpräsidenten Chamberlain erngeleite- ten Bemühungen darstellen werde, eine politische Befriedung durch wirtschaft! ssch e n Wiederaufbau herbeizuführen. In diesem Sinne wäre die Reise von Leith-Roß eine Folge des Besuches von dem belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland in Washington. Amerika plant den Ausbau der Flotte bis zur Höchffarenze. Neuyork, 4. Aug. (DNB.) Der Operationschef der 08^.-Marine, Admiral Leahy, gab bas neue Flottenbauprogramm der Vereinigten Staaten bekannt. Danach wird der Kongreß um die Bewilligung der Baukosten für Zwei neue Schlachtschiffe und zwei leichte Kreuzer von je 7500 Tonnen ersucht werden. Bewilligt sind bereits zwei Schlachtschiffe von le 3v 000 Tonnen, die noch in diesem Jahre auf Kiel gelegt werden. Admiral Leahy erklärte, das Ziel sei, bis zu der im alten London erFlotteno ertrag vorgesehenen Höchstgrenze zu bauen und sodann das Programm durch weitere Ersatzbauten fortzusetzen. Die Klassifizierung von sieben Schlachtschiffen als u b e r a l t e r t sichere der 08^.-Flotte die H ö ch st z ah l v o n 1 5 S ch l a ch t- sckiffen Die gleiche Methode gelte für (he Bremer Admiral Leahy kam dann mit der Enthüllung daß das fast fertiggestellte Flugzeugmutter- (Handhi beim Mzekönia von Indien. London, 4. Aug. (DNB.) In Delhi fand eine Zusammenkunft zwischen dem Vizekönig von Indien, Lord Linlithgow, und dem Führer der indischen Nationalisten, Mahatma Gand h i. statt. Eine Verlautbarung besagt, daß der Vizekönig um einen Besuch Gandhis gebeten hatte. Man habe das Verbot der Einreise Gandhis in die indische Nordwestprovinz besprochen. Im übrigen habe die Unterhaltung sich mit der Hebung ber Landwirtschaft sowie der Verbesserung der Lebensbedingungen der Landbevölkerung besaßt. feftaeleat ist. Fallen dagegen in einem Betrieb nur „in zufällig während der Urlaubszeit eines Gefolg- Icknltsmitaliedes Arbeitsstunden aus, so kann des- b^tb dem Gefolgschaftsmitglied der Lohn sur die Urlaubs,est selbstverständlich nicht gekürzt werden. Es önnen naturgemäß noch verschiedene andere Zwei- -fragen au,treten. Immer wird man auf st- d,e licktia? Antwort geben können, wenn man das ge- bmdk Volksempfinden sprechen laßt und von der SenniniV ausaeht daß im national ozialisti- nStaib Tb« schassende Volksgenossen Urlaub unter W-it-rzahlung des Lohnes oder Gehaltes haben soll. Vorwände und Tatsachen. Die frechen und arroganten Pöbeleien, mit denen die tschechische Presse offenbar auf einen Wink von oben — das Verbot der sudetendeutschen Kinderverschickung nach dem Reich „begründen" zu müssen glaubte, haben im deutschen Volk eine starke Empörung ausgelöst. Die Unverschämtheit und Wut kann in der Tat kaum noch weiter getrieben werden als in diesem Falle, wo die Tschechen uns das vorwerfen, weswegen sie selbst als Angeklagte vor dem Weltgericht stehen. Wir haben es nicht nötig, diese haltlosen Beschuldigungen im einzelnen durch Ziffern und statistische Angaben zu widerlegen. Wir brauchen nicht erst die gewaltigen Leistungen der NS.-Volkswohlfahrt, der Winterhilfe und des Hilfswerkes „Mutter und Kind" aufzuzählen, weil alle Welt weiß, daß es seit einigen Jahren in Deutschland keine hungernden und frierenden Menschen mehr gibt, daß nirgends sonst eine so körperlich und geistig gesunde Jugend aufwächst wie bei uns. Wenn es hier und da ein unterernährtes Kind in Deutschland geben sollte — solche Einzelfälle sind meist auf unglückliche Familienverhältnisse zurückzuführen —, so beträgt doch ihre Gesamtzahl höchstens 1 v. H. der unterernährten Kinder, die in der Tschechoslowakei zu leben gezwungen sind. Das alles ist weithin bekannt. Trotzdem gehen wir auf die tschechische Polemik noch einmal ein, um unseren Lesern zu zeigen, wie es mit der Lebenshaltung in unserer Nachbarrepublik bestellt ist. Noch zu Beginn des vorigen Jahres hatte tie Tschechoslowakei den höchsten Prozentsatz an Arbeitslosen unter allen europäischen Staaten. Inzwischen ist infolge der tschechischen Aufrüstung und der allgemeinen weltwirtschaftlichen Erholung das Verhältnis zwischen Arbeitenden und Nichtarbeitenden auch dort etwas besser geworden. Aber haben auch die Sudetendeutschen — und diese allein interessieren uns in diesem Zusammenhang — an dieser Besserung teilgenommen? Der Hauptverband der sudetendeutschen Industrie veröffentlicht gerade jetzt eine interessante lieber- sicht über den Stand der Arbeitslosigkeit in den deutschen und tschechischen Gebieten der Tschechoslowakei. Danach entfielen Ende Juni 1937 auf tausend Einwohner in den tschechischen Gebieten 13,8 Arbeitslose, in den deutschen Gebieten jedoch 47,1. Die Arbeitslosigkeit in den sudetendeutschen Gebieten beträgt also noch innrer mehr als das Dreifache der Arbeitslosigkeit in den tschechischen Gebieten. Noch deutlicher treten die wahren Verhältnisse in Erscheinung, wenn man die Entwicklung der Erwerbslosigkeit in den rein deutschen und rein tschechischen Gebieten vergleicht. Nimmt man die Arbeitslosenzahl in den rein tschechischen Gebieten Böhmens, Mährens und Schlesiens jeweils mit 100 an, so ergeben sich folgende Verhältniszahlen für das Gebiet, das mehr als 80 v. H. Deutsche zählt: 243 Arbeitslose im Januar 1937, 237 im Februar, 247 im März, 278 im April, 333 im Mai und sogar 416 Arbeitslose im Juni dieses Jahres. Daraus ergibt sich, daß das Verhältnis der deutschen zur tschechischen Arbeitslosigkeit nicht besser, sondern schlechter geworden ist. Wenn man die Lage der sudetendeutschen Arbeitslosen und ihrer Familien beurteilen will, muß man sich auch von den gewohnten deutschen Maßstäben in der Erwerbslosenfürsorge völlig frei- machen. Beispielsweise wurden im Jahre 1935 von sämtlichen Arbeitslosen in der Tschechoslowakei nur etwa 30 v. H. überhaupt unter st ützt, und an diesem Verhältnis dürfte sich seitdem nicht viel geändert haben. Man muß aber auch berücksichtigen,daß diese Unterstützung, wenn sie überhaupt gezahlt wird, nicht in bar sondern durch Lebensmittelkarten geschieht, die etwa einen Wert von 2,50 Mark für die Woche haben. Andere öffentliche Beihilfen, Wohnungszuschüsse usw. gibt es nicht. Ob ein Familienvater zwölf Kinder oder gar keins bat, spielt für die Zuteilung gleichfalls keine Rolle. Wenn man bann noch weiß, daß es in der Tfchecho- slowakei rund 22 000 deutsche Menschen gibt, die überhaupt keine Wohnung haben, sondern in Bretterbuden, Fabrikruinen und Erdhöhlen häufen müssen, bann kann man sich ungefähr ein Bild von dem furchtbaren Elend machen, das unter der subetendeuftchen Bevölkerung herrscht. Es paßt zu diesem Bilde, daß die Tschechoslowakei nachweislich das Land mit der höchsten Selbstmord- ziffer Europas ist. Die furchtbaren Zustände in den fubetenbeutfdien Bezirken sinb aber nicht bas Ergebnis einer zufälligen wirtschaftlichen Entwicklung, sondern wurden durch die tschechischen Behörden planmäßig herbeigeführt. Die deutschen Beamten und Angestellten wurden aus ihren Stellungen vertrieben, die deutschen Arbeiter auf die Strafte geletzt, die deutschen Bauern unter Voraabe militärischer Gründe fur^rhanb enteignet. Große öffentliche Arbeiten, die die Rrager Regierung in rein deutschen Gebieten durchführen läßt, werden dazu benutzt, um tschechische Arbeitskräfte aus weitenlleaenen Ge- ■ bieten heranzuholen und in deutschen Dörfern und Städten seßhaft zu machen. Die brutale Tlchechilie- rim ganz frei [ein, daß d'- T°rst°rdnung Rege- nannten natürlichen ^""chiung roofür bann lung bes Urlaubsrechtes festlegen wM-. mosu gff ber' Reichstreuhänber feine gu .^^rücklich aus- eine solche Abweichung aber d) nnten Urteil gesprochen, so gilt nach dem 3 ö rz uelsfall ejne des Reichsarbeitsgerichts auch Nachtarbeit nicht etwa gewährte Schichtzulage f als eine auch als Aulwanbsentschablgung, f Lohnzulage, für bie UrIaub5Dergutung an3U| p ein Ebenso sagt das ?Ä Durchschnitt-- MuchlÜr tie Urlaubszeit bean- fpruchen kann. genannten Grund- Auch bie andere toeite uv my.,„hfnh kann ia lohn zu vergüten, es sei denn, d st Betriebs- Xn^Än o^u^ Einzel-rbelt-vertrag gen, in die gepriesene Prager Demokratie zurückzukehren Von allen Staatsangehörigen fremder Nationalität, die in Deutschland ansässig sind, stellen die Tschechen bezeichnenderweise das größte Kontingent. Wahrlich, die Prager Politiker konnten sich kein besseres Zeugnis ihrer verdorbenen Gesinnung ausstellen als diesen Kinderkrieg. Ev. Deutsche Jugend protestiert „Niemand ist da, der auch nur einmal nicht satt geworden wäre." Benneckenstein, 4. Aug. (DNB.) Zu der unverschämten Lügenhetze der tschechischen Presse, mit bei; versucht wurde, eine „Begründung" des Ausreiseverbotes für die sudetendeutschen Kinder nach Deutschland zu geben, nehmen die Teilnehmer des Freizeitlagers Benneckenstein (Harz) wie folgt Stellung: „Wir 2000 Thüringer Jungen, in Benneckenstein (Harz), einem Freizeitlager der Thüringer Jugend, seit zwölf herrlichen Tagen in bester Gemeinschaft und vorbildlicher Kameradschaft vereint, haben heute voller Entrüstung von der verlogenen Meldung der tschechoslowakischen Presse hinsichtlich des vom tschechischen Staat verbotenen Erholungsaufenthalts von 6000 sudetendeutschen Kindern in Deutschland Kenntnis erhalten. Wir verwahren uns entschiede n gegen die verleumderischen Unterstellungen, daß die verhärmten und hungerleidenden sudetendeutschen Kinder in Deutschland nicht genug zu essen bekommen würden, und wir protestieren gegen die lügnerischen Behauptungen, daß die Kinder in unserem Vaterland statt Butter nur Maisbrot und Pferdefleisch zu ihrer Beköstigung erhalten. Wir 2000 Jungen, Jungarbeiter, Schüler und Angehörige aller Schichten, verleben einepräch- t i g e Zeit, treiben Sport und Spiel, gehen baden, fingen und sonnen uns und haben einen gesunden Appetit. Milchzucker mit Knäckebrot zum Kaffee, Gemüsesuppe mit Rindfleisch zu Mittag und Schokolade, Butterbrot und Käse zum Abend, das verzeichnet die Speisekarte eines Tages in unserem Lager. Nachholen kann sich ein jeder von uns so viel er will, und nie- m a n d ist da, der a u ch nur einmal n i d) t satt geworden wäre. Wir Jungen würden es von Herzen begrüßen, wenn die bedauernswerten Kameraden und Kameradinnen aus den sudetendeutschen Gebieten in unseren herrlichen Freizeitlagern weilen und mit uns unser Brot, unsere Butter und unser Fleisch teilen könnten. Wir würden alle satt und erlebten gemeinsam, wie schön und herrlich und reich unser deutsches Vaterland ist." Zweierlei Erntehilfe. Im Volksfrontfrankreich hat selbstverständlich auch der Landarbeiter von Zeit zu Zeit die Arbeit niederzulegen. Es versteht sich von selbst, daß stets bann Streikparolen ausgegeben werden, wenn dem Bauern die Arbeit unter den Nägeln brennt. (Genau so war es einst bei uns.) Nicht alle Landarbeiter sind jedoch soweit marxistisch verseucht, daß sie ruhig zusehen, wie das Vieh ungefüttert und das Getreide ungeerntet bleibt. Folglich stehen sich auch auf dem Lande sehr oft Streikende und Arbeitswillige gegenüber So auch jetzt im Departement Aisne. Jedoch die aufgebotene bewaffnete Mobilgarde ist vom Präfekten angehalten worden, für einen Frieden nach marxistischem Muster zu sorgen, d. h., um Zusammenstöße zu vermeiden, haben die Arbeitswilligen zu Hause zu bleiben. (Gleiche Einstellungen waren bei uns in der Vergangenheit ebenfalls bei gewissen Verwaltungsstellen zu beobachten, wodurch in der Praxis die Streikhetzer begünstigt wurden.) Der „Jntransigeant" beklagt sich bitter über diese Art des bewaffneten „Schutzes" der Erntearbeit. An anderen Stellen wieder, wo man höheren Ortes vernünftiger ist, wird die bewaffnete Macht des Staates im positivem Sinne zugunsten der arbeitswilligen Landarbeiter eingesetzt. In jedem Fall muß der Waffenträger mit geladenem Gewehr auf dem Felde stehen. Dieser wenig anziehenden „Erntehilfe" des Volksfrontfrankreichs steht eine wesentlich anders geartete Hilfe im nationalsozialistischen Deutschland gegenüber. Hier greift alles zu. was Hände hat. hier wird weder gestreikt noch auf den Feldern politisch debattiert. Hier gibt es keine bewaffneten Posten, die nach heranrückenden roten Kolonnen Ausschau halten. Dafür finden sich unter den Erntehelfern viele taufenbe Angehörige der Wehrmacht, die in ihrem Waffenrock und ihren Soldatenstiefeln zu den (Erntearbeiten des Morgens hinziehen und abends auf dem gefüllten Wagen nach Hause fahren. Sie sind von der Wehrmacht eigens für (Erntearbeiten beurlaubt worden. Die Frage, welche Art der Erntehilfe vorzuziehen ist, die des Volksfrontfrankreichs ober bes nationalsozialistischen Deutschland, beantwortet sich bamit von selbst. B. R. Ein Humorist mochi Gesetze. Einer der volkstümlichsten Männer Englands ist der Humorist A. P. Herbert, Redaktionsmitglied eines Witzblattes und Verfasser erfolgreicher Bühnenwerke leichteren Charakters. Dieser Mann hat das fertiggebracht, was von den britischen Politikern jahrzehntelang vergeblich erstrebt wurde, nämlich eine Lockerung der strengen Bestimmungen über öie Ehescheidung. Allein die Gerichtskosten machten in England die Scheidung fast unmöglich A. P. Herbert hat den Kampf um seine „Ehe- reform" jahrelang mit der Feder geführt, er ließ sich dann vor zwei Jahren von der Universität Oxford besonders deshalb ins Unterhaus wählen, um feiner Forderung auch in der Volksvertretung' Ge- hör zu verschaffen. Vor langen Jahren war eine Milderung der strengen Ehescheidungsgesetze Englands hauptsächlich an der starren Haltung der anglikanischen Kirche gescheitert. Das und die Erfahrungen mit einer Reform des veralteten Gebetbuches, die im Unterhaus Ablehnung fand, gab der Regierung Veranlassung, sich mit solchen Gesetzen nicht zu befassen, die den konservativen Auffassungen der britischen Gesellschaft im Wege stehen. Die Ehescheidungsreform blieb also der Initiative einzelner Abgeordneter überlassen, die Regierung zeigte keine Neigung, solche Projekte zu erleichtern. Als der frühere Ministerpräsident Baldwin einmal erklärte, das Kabinett wolle wöchentlich nur noch einen Tag für Initiativanträge der einzelnen Abgeordneten freihalten, da zog der Abgeordnete Herbert seinen Antrag aus der Tasche, legte ihn auf den Tisch des Hauses und kündigte an, er werde dieses Verfahren jeden F r e i t' a g fo'rt = setzen, solange er Mitglied des Unterhauses sei. Diese Drohung fand viel Beifall und Unterstützung, und tatsächlich gelang es der „Bill", den Vorrang vor anderen Anträgen zu verschaffen. Was von vielen Leuten als Prahlerei ober als Marotte eines Humoristen betrachtet würbe, würbe Tatsache. Die burchaus gemäßigten Vorschläge des Antrags wurden bann im Unterhaus f a st einstimmig angenommen unb selbst bie englischen Bischöfe verzichteten biesrnal im Oberhause auf eine grunb- sätzliche Opposition. Der erfolgreiche Humorist würbe in seiner Eigenschaft als Gesetzgeber lebhaft gefeiert unb bürste bas Ziel seiner parlamentarischen Arbeit als erreicht ansehen. B. R. Der Irak proiestiertgegeneineTeilungpalästinas Genf, 4. Aug. (DNB.) Der Außenminister bes Irak Najiak-Asil hat an ben Generalsekretär bes Völkerbunbes einen Protest gegen den britischen Teilungsplan für Palästina gerichtet unb ein völlig unabhängiges ungeteiltes Palästina vorgeschlagen. In bem Schreiben heißt es, baß ber Irak an ber Lage in Palästina aus rassischen, politischen, religiösen, wirtschaftlichen unb strategischen Orünben stark interessiert fei. Die Teilung Palästinas würde eine Ungerechtigkeit gegenüber der Bevölkerung dieses Landes barftellen. Der Vorschlag der britischen Palästinakommission sei nicht nur unvereinbar mit der vollen Unabhängigkeit dieses Landes, wie sie das Mandat unb ber Völkerbunbspakt oorsehen, fonbern biete auch keine Hoffnung auf eine bauernbe Regelung. Eine solche Hoffnung hänge von ber Anerkennung eines vollkommen unabhängigen Palästinas ab, in bem bie 3 üben ein für alle Mal bie Stellung einer Minberheit einnehmen. Die Regierung bes Irak fei ber festen Ueberzeugung, baß ber Weg, um ben Juben ben ftänbigen Genuß ber Früchte ber Balfour-Deklaration zu sichern, barin bestehe, ein unabhängiges, ungeteiltes Palästina anzuerkennen, bas feinen Platz unter ben anberen arabifchen Nationen einnehmen solle. Die Regierung hoffe, baß ihr Protest gegen bie Verstümmelung bes Nachbarlanbes bem Manbatsausschuß eine Lösung ber oben angegebenen Richtung erleichtern werbe. Japanisch-chinesischer" irischastskneg Tokio, 5. Aug. (DNB.-Funkspruch. Ostasien- bienft bes DNB.) Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Japan unb China sinb nahezu völlig abgebrochen. Da auf militärischem Gebiet eine gewisse Atempause in Norbchina eingetreten ist, bie von beiben Parteien zur Heranführung von Verstärkungen benutzt wirb, ist ber Wirtschaftskrieg im vollen Gange. Wie bie Agentur Domei melbet, sinb in allen Teilen Chinas bie meisten Geschäftsabschlüsse mit Japan annulliert worben. Die in Jnnerchina ansässigen japanischen Kaufleute sinb geflohen. Ebenso würben bie Textilfabriken in Schanghai unb Tientsin stillgelegt. Die japanischen Exporteure beginnen sich auf bie sübpazififchen Märkte umzustellen. Die Ursache für ben Abbruch ber Wirtschaftsbeziehungen ist in ber japanfeinblichen Stellung ber Chinesen und in ber Furcht vor ber fommenben Auseinanbersetzung zwischen Japan und China im Raum der fünf Provinzen Nordchinas zu suchen. In Tsingtau liegende japanische Kriegsschiffe schifften ein Landungskorps aus, das durch die Stadt marschierte, was erhebliche Unruhe unter der Bevölkerung verursachte. Die Tsingtauer Börse ist noch geschlossen. Die Behörden ermahnen in Anschlägen die Bevölkerung zur Ruhe und sagen ben Ausländern Schutz zu. Dennoch ist ber Ab ström sehr .stark und der Schiffsraum voll in Anspruch genommen. Auf ber Tsingtau-Tsinan-Bahn mußte bie Zugfolge verstärkt werden, um ben Ab- wanberungsverkehr zu bewältigen. Die chinesischen Arbeiter verlassen aus patriotischen Beweggründen die japanischen Arbeitsstätten, was die Schließung von Spinnereien veranlaßte. Die überlegene Bewaffnung der Japaner. Schanghai, 4. Aug. (Dftafienbienft bes DNB.) Der frühere Bürgermeister von Peiping, Tschin- tehtschun, ber zusammen mit bem Stabschef ber 29. Armee zu Besprechungen mit Regierungsstellen in Nanking eingetroffen ist, berichtete, daß sich bie Verluste ber 29. Armee an Toten unb Ver- rounbeten auf 5000 Mann belaufen. Die hohen Verluste seien auf bie lange Derteibigungslinie, bie Unmöglichkeit ber rechtzeitigen Zusammenziehung ber Truppen und vor allem auf die Heber-- legenheit der japanischen Artillerie, Panzerwagen und Flugzeuge, die namentlich bei den Kämpfen um Nanyuan sehr fühlbar gewesen sei, zurückzuführen. Die chinesischen Truppen hätten trotzdem tapfer gekämpft. Sie hätten drei Tage und Nächte um Lanfang gerungen, so daß auch die japanischen Verluste recht hoch sein müßten. General P e i ch u n g s h i, der Oberbefehlshaber der Kwangsi-Truppen, traf auf dem Flugplatz von Nanking ein. Er wurde vom chinesischen Kriegs- minifter, den Generalstabsches und dem Ersten Adjutanten des Marschalls Tschiangkaischek begrüßt, dessen Ehrengast er in Nanking ist. Aus der Umgebung des Generals verlautet, daß das Heer und bie Bevölkerung der Provinz Kwangsi bereit seien, sich an einem nationalen Widerstandskrieg gegen ausländische Angriffe zu beteiligen. Ruhe in Peiping. Peiping, 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der seit zwei Tagen unterbrochene Verkehr zwischen Peiping unb Tientsin ist wieder a u f g nommen worden. Am Mittwochabend erreichte der erste Zug feit dem 25. Juli Peiping. Die Peipinger Ordnungspolizei ist inzwischen aufgebaut worben, die verschrobensten Schichten bes Bürgertums sinb bazu herangezogen worben, unb sechs japanische Berater würben ihnen beigegeben. Die Stabttore sind vorübergehenb geöffnet worben unb zwar im wesentlichen für bie Lebensmittelversorgung ber Stabt. Innerhalb unb außerhalb herrscht Ruhe unb Zuversicht. Japanische Truppen, bie in ben letzten beiben Tagen vor einem Stabttore lagerten, würben am Donnerstag zurückgezogen. Im Norben Tientsins sollen Kämpfe um ben Besitz bes Hankaupafses im Gange sein. Ebenso sinb bie Japaner bei Matschang 50 Kilometer süblich von Tiensin mit ben Chinesen in Kämpfe verwickelt. Zn Ostasiens Gpannnngszone. Von unserem H.T.-Äerichierstatier. So fing es an. Nachbruck verboten! Dairen, Enbe Juli 1937. Das war vorgestern gewesen! Auf bem Dachgarten bes großen Eisenbahnhotels in Dairen, von bem man den wundervollen Fernblick über die Halb- millionenstadt, den qualmenden Hafen, das glitzernde Meer und die toten Berge ringsum hat. Man aß „Sukijaki", jenes in Japan so beliebte „Verlegenheitsessen", trank eiskaltes Bier dazu und schäkerte ein bißchen mit ben kleinen japanischen Kellnerinnen, bie in ihren prächtigen Kimonos an große Schmetterlinge erinnern. In ber Stabt schlägt bie Uhr zehn. Irgendeiner fragt: „Haben die Herren übrigens schon gehört — in Nordchina, vor den Toren von Peking soll es schon wieder z u einer Schießerei gekommen sein? Zwischen einer japanischen Abteilung, die Nachtübung hatte unb chinesischen Mannschaften von ber 29. Armee? In den Zeitungen steht merkwürbigerweise noch nichts baoon, obwohl ..." „Lieber Gott! Wenn bie Zeitungen hier jebe kleine Schießerei melben wollten, bann würben sie noch lanameiliger werben, als sie es schon sinb. Diese lächerlichen Kriegsübungen, bie ..." „Abwarten! Abwarten! Meine Herren, biesrnal scheint bie Sache tatsächlich ernster zu sein. Ich traf vorhin einen ber Direktoren ber sübmanbschurischen Bahn. Die Leutchen haben ein Telegramm aus Tientsin bekommen, bas augenscheinlich erhebliche Aufregung in allen Amtsstuben ausgelöst hat. Mit Einzelheiten wollte ber Japaner natürlich nicht herausrücken, aber er war mehr als besorgt. Angeblich ist in bas ranbvolle Glas ber berühmte Wassertrovfen gefallen, ber es zum Ueberlaufen bringt. Sie werben sehen, bie Zeitung wirb sicher morgen ..." ..Auch nichts bringen! Herrschaften, es ist doch lächerlich, sich über diese Schießereien aufzuregen. Seit fünf fahren haben wir in der Mandschurei allein einen Kleinkrieg, der die Japaner jährlich rund tausend Tote kostet, und wer redet darüber? Niemand! — Am Amur sind eben russische Kanonenboote zusammenaeschossen worden, und was ist geschehen? Nichts! Und wenn man nun gar die „Inzidente" in Nordchina, die fortgesetzten Reibereien zwischen Javanern unb Chinesen ernst nehmen wollte ... Wo sollten wir bann hinkommen? — Boy-San, noch einen Whisky!" Zwölf Stunben später. Die Morgenblätter bringen nur kurze Melbungen über ben neuesten ,,Norb- china-Zwischenfall". Immer bie alte G e - schichte — jeber behauptet vom anbern, baß er angefangen habe. Als Deutscher wirb man gut bar- an tun, der „Schulbfrage" gar nicht erst nachzugehen, ba bie Dinge hierzu viel zu verwickelt sinb — unb vor allem bie Ruhe nicht zu verlieren. Denn vielleicht wirb man sich nun nach alter vstasiatischer Gepflogenheit boch roieber an ben Verhanblungs- tisch setzen, unb nach brei Tagen wirb fein Mensch mehr von ber Geschichte reden. Denn so ist bisher noch iedes „Hornberger Schießen" in Fernost ausgegangen ... _ Z ___ Nachmittags ein Telephonanruf vom Konsulat: „An a 11 e D e u t s ch e n !" Inhalt: Die 3ur 'inbi- gen japanische Militärbehörben haben eben mitgeteilt, baß heute abend in Dairen eine Verdunkelungsübung stattfindet. Auch die Deutschen möchten sich im Interesse der Sache genau nach Vorschrift daran beteiligen. — Aber klar! Versteht sich von selbst! — Und im übrigen herrscht eine infernalische Hitze! Es ist wohl am besten, mit ber Vorortbahn ober bem „Bus" in eins ber Seebäber zu fahren, die bas Wohnen in Dairen so angenehm machen. Ka-ka-ka°shi heißt eins biefer Vorortbäber am Meer. Durch einen großen Park roanbert man zum Stranb unb sucht sich bort irgenbroie abgelegene ungestörte Schwimmstelle aus ... Nanu, Was ist benn bas bort? Dicht am Stranb ist ein japanisches Infanterie-Bataillon auf- marschiert. Felbmarschmäßig unb funkelnagelneu eingefleibet. In ber Mitte des hufeisenförmig angetretenen Bataillons eine kleine Tribüne. Darauf ber Kommanbeur. Vor ihm ein kleiner Lautsvrecher. Der Major verliest eine Ansprache an die Truppe. (Es wirb präsentiert. Die Offiziere salutieren mit bem Degen. Svnberbar, sehr fonberbar! Solbaten am Straube? Das war boch früher nicht? Als man abenbs mit bem Vorortzug zurückfährt — sieh mal einer an! Was ist benn bas nun roieber? Auf den bestellten Feldern hält in Marschkolonne eine Batterie Feldartillerie mit allem, was dazu gehört. (Ein Trupp berittener Offiziere im Dorgelände mit großen Karten. Ferngläser, die die Gegend absuchen. Herumjagende Meldereiter — nur die Batterie hält unberoealich. Hm! Genau so sah das früher bei ben „Preußen" aus, wenn eine Stellung ausgesucht würbe. Sonderbar, sehr sonderbar! Aber — halt! Heute ist ja Verdunkelungsübung — wahrscheinlich mit Flugabwehr verbunden! Also eine ganz natürliche Erklärung... 21 Uhr: Sirenengeheul. Aha! Licht aus! Gehorsam knipst man die Lampe aus, ermahnt bie chinesischen Boys und setzt sich in ben Garten. Besuch von nebenan unb gegenüber erscheint — bie Stimmung ist merkwürdig gedrückt. Denn irgend etwas liegt in der Luft. Fast mit ben Händen ist bie aufgespeicherte Elektrizität zu spüren. Aus Norbchina liegen allerlei Mewungen vor, aber alle beginnen mit bem Satz: „Genehmigt vom japanischen Hauptquartier in Tientsin!" Was bas be- beutet, weiß jeder alte Krieger. Jrgenb etwas stimmt also nicht. Chinesische Meldungen fehlen vollkommen. Irgendwo hoch oben am nachtschwar- zen Himmel zieht ein japanischer Flieger feine Kontrollbahn. Gespenstisch leuchten die rot-grünen Positionslaternen. Unwillkürlich denkt man an jene fernen Zeiten, als man im Westen in irgendeinem Heldenkeller faß. Vielleicht will auch deswegen ein richtiges Gespräch nicht aufkommen. Das Gescheiteste wäre wohl, man führe mal nach Mukden zur japanischen Militärmission, an deren Spitze jetzt als Nachfolger des bekannten Generals Doi- h a r a der General Miura steht. Mal sehen, was der zu der Sache sagt. In aller Herrgottsfrühe mit dem Stromlinien- Superexpreß Afia nach Mukden. Der große Schluß-Aussichtswagen wird durch besondere Kuhl- maschinen auf Eisschranktemperatur gehalten — bei 40 Grad Außenhitze mehr als angenehm. Zwei japanische Generale, die eifrig miteinander tuscheln und in großen Karten blättern, ein paar bedrückte Zivilisten — das ist alles, was an „Krieg" erinnert. Auf Buhnhof Mukden — wohlbekannt aus bem russisch-japanischen Kriege — der e r ft e Mili. tärtransportzug. Ein Jnfanteriebataillon — feldmarschmäßig — neue Kammeruniformen. Die Offiziere stehen auf dem Bahnsteig zusammen und blicken mit seltsam steinernen Gesichtern ins Leere. Das „Zivilvolk" hält sich geflissentlich abseits. Als wolle es die Truppe — ober ben Krieg — nicht sehen. Das Thermometer zeigt 45 Grab. Jetzt „Sprung-auf! Marsch-Marsch!" Wachen — mit einem Querschläger burch bie Kniescheibe — man kratzt sich etwas unbehaglich burch bie spärlichen Haare... Im Auto zur Militärmission, bie gerabe — nicht sehr beruhigenb! — mit Stacheldraht eingebrahtet wirb. Anmelbung. Gleich darauf erscheint der General. Schlank, sehnig, glatt rasiert, und — wie alle japanischen Generäle — sehr gut aussehend. Tee. Zigaretten. Die Unterhaltung dauert fast anderthalb Stunden, in denen ber General mit sehr vielen unb liebensroürbigen Worten nichts sagt. Einzige positive Erklärung: „Der Kurs i ft f e ft» gelegt!" Soll also augenscheinlich heißen: Dies- mal gehts auf Biegen unb Breche n. Ent- roeber geben bie Chinesen nach, aber das berühmte „Tada-Programm", bas bie Einverleibung Norb- chinas bis zum Gelben Fluß unb bie Schaffung eines großen Blocks, ber bie Mandschurei, Korea unb die fünf nordchinesischen Provinzen umfaßt, rollt ab. ,T)b Rußland neutral bleiben wird?" — Der General glaubt es. „Und wenn nicht?" — Nun, dann ist die Kwantung-Armee da, um den in Nord- china stehenden Truppen Rücken unb Flanke zu beefen. — „Ob bereits Transporte rollen?" — Der General weiß baoon selbstverstänblich nichts, obgleich ber chinesische Bahnhofsvorsteher in Tientsin jebes eintreffenbe Bataillon unb jeden Tank und jedes Geschütz zählt und der lokalen Presse mitgeteilt hat. Es ist still im Raum. Ordonnanzen kommen und gehen. Die Telephone rasseln. „Hm!" sagt der General plötzlich, wie aus tiefem Sinne erwachend, „wenn Sie Authentisches über die Lage erfahren wollen, dann ist wohl Tientsin, der Sitz des japanischen Oberkommandos, der richtige Platz. General F u r u j o in Dairen wird Ihnen sicherlich gern ..." General Furujo — richtig! Der muß jetzt weiterhelfen! Rasche Verabschiedung. Im Auto zur Dahn. (Eben läuft der Schnellzug aus Hsingkinq ein. Noch immer zeigt das Thermoter 35 Grad. Nach fünfstündiger Fahrt — viel zu langsam für die kribbelnde Nervosität —donnert der Expreß mit völlig verdunkelten Lichtern in den in nachtschwarze Finsternis gehüllten Hauptbahnhof Dairen ein. Nicht eine Lampe brennt in der Halbmillionenstadt. Alle Fenster find schwarz verhängt. Nur in der Luft das Motorengeknatter der Flieger . Was soll das denn nun schon wieder bedeuten? „Verschärfter Luftschutz, angeordnet vom Oberkommando", erklärt ein Beamter ... Vorsichtig rollt das Auto durch die totenstille Stadt. Kaum ein Mensch auf den Gassen. Ab und zu Kontrollpar- trouillen des Luftschutzes In der Ferne das dumpfe Raffeln von Fahrzeugen, das den nächtlichen Marsch großer Truppenmassen verrät. Der Zutritt zum Hafen ist gesperrt. Es riecht nach Krieg! Noch in der Nacht wird gepackt. Am Morgen mit allen möglichen Stellen telephoniert — mittags sind bie Einsührungs- unb Empfehlungsschrei, ben an bie wichtigsten Persönlichkeiten im Ober» kommanbo Tientsin fertig. Auch bie Pässe sinb in Drbnung. Um 18 Uhr geht bie „Tientfin-Maru" nach Tientsin ab. Zum „Hornberger Schießen"? Ober wirb es biesrnal ernst? Ser Vatikan und General franco. R o m, 4. Aug. (DNB.) LnkgegenderNach- richten von der Anerkennung der national- spanischen Regierung durch den hl. Stuhl wird in vatikanischen Kreisen erklärt, der Vatikan habe schon vor einiger Zeit den Erzbischof von Toledo beauftragt, mit General Franco Fühlung zu nehmen. Eine ähnliche Fühlungnahme zwischen dem Vertreter der Regierung in Salamanca und der Kurie sei auch in Rom ausgenommen worden. Trotz dieser tatsächlich vorhandenen Beziehungen könne — so stellt man in vatikanischen Kreisen fest — von einer amtlichen Anerkennung der nationalspanischen Regierung durch den hl. Stuhl zur Zeit noch nicht gesprochen werden. Die Erzbischöfe und Bischöfe Spaniens haben ein Rundschreiben an alle katholischen Bischöfe der Welt gerichtet. Ls heißt darin: „Die anarcho-komumnistische Revolution war von langer Hand vorbereitet. Sie war eine der blutigsten der Weltgeschichte. 20000 Kirchen wurden zerstört und etwa 40 v.h. der Geistlichen der einzelnen verwüsteten Diözesen wurden ermordet. 3n einigen Diözesen erreichte die Zahl der ermordeten Geistlichen nicht weniger als 80 v. h." Die Zahl der ermordeten Zivilpersonen wird in dem Schreiben auf 300 000 geschätzt. Sie Verhaftungswelle in Moskau. Moskau, 3. Aug. (DNB.) Amtlich wird be» fanntgegeben, daß zum Volkskommissar für das Ge- sundheitswesen der Sowjetunion M. F. Boldyrew ernannt worden ist. Dabei verlautet nichts über bas Schicksal seines Vorgängers Kaminski, ben hartnäckige Gerüchte bereits seit einiger Zeit zu ben Verhafteten zählten. Die (Ernennung Bolbyrews läßt keine Zweifel mehr darüber bestehen, baß Kaminski in Ungnabe gefallen ist. Kaminski ist bamit bereits der vierte Volks- kommissar, ber spurlos von ber Bildfläche verschwindet, indem für ihn einfach ein anderer ernannt wirb, ohne baß über bie Amtsenthebung bes Vorgängers auch nur bie geringste Bemerkung erfolgte. Unter ben Verhafteten soll sich auch ber Generalsekretär ber illegalen polnischen Kommunitischen Partei, Lanski - Leszczynski, befinden. Der Verhaftete leitete seit ber bolfcheroifti- chen Revolution in Rußland bie kommunistische Agi- ntion auf polnischem Gebiet. In Polen betätigte er ich unter falschem Namen als Spezialist in ber Organisation von Massenstreiks. Seine Verhaftung burch bie GPU. soll jetzt wegen „gegenrevolutionärer Betätigung" erfolgt sein. ■ -7 r F-M ■ * Ä « • ■' ■ '< ■ *»;' X. .. ■ U ' ;C.^. >* i WH... M v ÜM • M 'x***x-, -.», , MX I, 'N*-'. 2 j -NE, ?■:•■»<. -. MW W E/". Die iialienischen Manöver Das Bild zeigt motorisierte Artillerie auf dem Wege zur „Front". — (Scherl-Bilderdienst-M.) Von der Berliner Vundsunkausstellung fpSiMOWl» i. Mailand, 4. Aug. (DNB.) Nachdem am ersten Manövertag die „feindlichen" Parteien noch etwa 400 Kilometer voneinander entfernt gestanden hatten, stießen die ersten Abteilungen am zweiten Tage im Abschnitt zwischen Cinegliano und Sacile aufeinander. In manchen Abschnitten legten die Kolonnen stündlich eine Entfernung von 60 Kilometer zurück, lieber 2000 Kraftwagen, 1000 Motorräder, 2500 Pferde und 16 000 Mann haben diese Gewaltmärsche reibungslos überwunden. Die Kraftwagen haben sich voll bewährt; keine Einheit ist zurückgeblieben. Die rote Schnelldivision zielte entschieden auf den Piave hin, während die blaue Partei in der Nacht die in dem fingierten Fliegerangriff „zerstörten" Piave-Brücken wieder in Ordnung brachte und ihre Vorhut etwa 7 Kilometer jenseits des Flusses vorschieben konnte. Unter künstlicher Einnebelung vollzog sich dann der U e b e r - gang des blauen Gros überden Piave, der von den roten Fliegern wegen völliger Unsichtigkeit nicht behindert werden konnte, obwohl die Flugzeuge auf geringste Höhen niedergingen. Provinzen zeigte. Eine Festbeleuchtung und ein nächtliches Seefest, bei dem prächtig illuminierte Schiffe eine leuchtende Kette vom Piräus bis zum Kap Sunion bildeten, beschlossen die Feier. Mesothor in Händen zu haben. Wenn es trotzdem billiger ist als Radium, mit dem es vielfach in Wettbewerb tritt, so erklärt sich das Rätsel dadurch, daß es deutscher Wissenschaft und Arbeit gelungen ist, sämtliche im Monazitsand enthaltenen Bestandteile restlos zu verwerten und so die hohen Kosten auf eine ganze Reihe von Produkten zu verrechnen. Um ein Bestrahlungspräparat zu erhalten, das ausreicht, einen Krebskranken zu behandeln, muß man 50 000 Kilogramm Monazitsand verarbeiten. Das Mesothor wird aber bei der Strahlenbehandlung nicht verbraucht wie etwa eine Medizin. Eine genaue Berechnung zeigt, daß wenigstens innerhalb der ersten zehn Jahre bei Anwendung von Mesothorium eine Bestrahlung rund 8 Mark erfordert, die bei Anwendung von Radium 13 Mark kosten würde. Bei Pianzano erfolgte ein heftiger Zusammenstoß zwischen Abteilungen der beiden Parteien. Auch an verschiedenen anderen Stellen kamen die Gegner bald darauf in Fühlung. Am dritten Manövertag stieß bte blaue motorisierte Division über die Livenza vor mit der | Absicht, den linken Flügel der roten Partei zu umgehen, traf aber hierbei auf den entschiedenen Widerstand starker roter Abteilungen. Mit aller Kraft warfen sich die Blauen dem roten Widerstand entgegen und ließen nur eine schwache Kette im Norden zurück. Die Aktion wurde durch ein starkes Aufgebot von Bombensliegern wirksam unterstützt. Die roten, von Nordosten vordringenden Truppen wußten nun den oorstohenden Gegner von beiden Seiten in die Zange zu nehmen. Der erste Manöver-Abschnitt, der damit sein Ende erreicht hat, bewies die volle Wirksamkeit der eingesetzten Motor- und Schnelldivision in der Erreichung der Ziele, für welche sie geschaffen worden sind. terliche Gesten habe. Schwerlich werde man die wunderbare Feier des deutschen Rundfunks nach dem Tode Marschall Pilsudskis vergessen als das Dröhnen der Trommeln mit einem Gefühl des Schauerns des noch im Schmerz versunkenen Polens durchdringen mußte. Das Magdeburger Geschenk habe eine tiefe symbolische Bedeutung. Es stelle eine Huldigung für den großen Marschall Dar, die ski-Haus iitiWebur fl Die polirUche Presse über das Geschenk der Gedenkstätte sehr erfreut. Warschau, 4-^'egSä^b-rich- Presse, soweit sie der R g ä Oberbürger- tet über das ®e^nf' £“ b u r g Dr. Markmann, meister oo n Ma 9 b * D ^es Gebäu- bem polnischen Staat m G Pilsudlki d e s angeboten hat, m Q b'eburger Fe- währendsei " e r . a g Dq5 Militärstun g s h a f t untergebrach w" ^ar: blatt "Po/ska Zbroine bn flt Rückkehr aus schall Pilludsk, unmllt°lbarn°-Y „Sine rib Magdeburg zeigt, unter d , |d)reibt; Das terliche Geste 2))ebiirger Bürgermeisters schöne Geschenk de _ 3 Legionärtages, müsse am Vortage des p^sche^^^efühle erwecken, in allen P°Jnl^ ^aß im Gegensatz zu der Man müsse Wb;tn' hie ^on Zeit zu Zeit Schat- grauen Alltäglichkeit' Nachbarbeziehun- ten auf die ™JrfI ®nnb unb ^olen werfe, Deutsch- UfflÄlSS". i«- "" Kleine politische Rachrichten. Der Führer unb Reichskanzler hat folgende SA.- Führer für die Dauer von fünf Jahren zu ehrenamtlichen Mitgliedern des Vo l k s g e r lch t s- hofes ernannt: SA.-Gruppenführer Jahn (Halle), SA.-Brigadeführer Geyer (Hannover), SA.-Brigadeführer Oberdiek (Hamburg), SA.- Oberführer Lambert (Hameln), SA.-Oberführer Otto Karl Liebel (Nürnberg), SA.-Oberfuhrer Z ö b e r l e i n (München) uno SA.-Oberführer Keller (Breslau). Panzerschiff „Admiral Graf S p e e", Kreuzer „Nürnberg" und die vierte Torpedobootsflottille haben am Dienstag nach ihrer Ablösung in den spanischen Gewässern unter Führung des Befehlshabers der Aufklärungsstreitkrafte die Rückfahrt in die Heimat angetreten. Die Deutsche Arbeitsfront hat auf der Rundfunkausstellung in Berlin einen ein- drucksoollen Stand. Im Vordergrund sieht man das Modell eines der großen Rundfunk- avoarate wie sie bei großen Gemeinschaftsempfangen benutzt werden. PP ' (Presseamt der DAF. — Scherl-M.) Die nächsten Schritte der brittsch- ttalienischen Aussöhnung. .London, 5. Aug. (DNB. Funkspruch.) „Mor- nmg Post schreibt, in London und Rom beschäftige man sich mit der Frage, in welcher Form der Briefwechsel zwischen Chamberlain und Mussolini durch Einzel Besprechungen erweitert werden könne. Die Besprechungen würden voraussichtlich durch eine Stellungnahme zwischen dem italienischen Außenminister Graf C i a n o und dem britischen Botschafter in Rom Sir Eric Drum- m o n d eröffnet werden. Das Hauptziel der italieni- schen Regierung sei die Anerkennung der italienischen Oberhoheit in Abessinien, während die britische Regierung eine Sicherung der britischen Interessen im Mittelmeer, im nahen Osten und im Roten Meer erstrebe. Die englisch-italienische Erklärung vom Januar d.J. habe gewisse Versicherungen in dieser Richtung enthalten, aber sie habe nicht alle von ihr erwarteten Ergebnisse gezeitigt. ♦ „(Biornale d 'Italia" betont, daß die englisch-italienische Zusammenarbeit eine Politik des Aufbaues in Europa und in Der Welt sei. Dor allem werde durch sie die Achse Ber- lin-Rom nicht berührt oder gar geschwächt, da deren Ziele Der DrDnung und der Zusammenarbeit in Europa durch die englisch-italienische Zusammenarbeit eher eine Fortsetzung erfahre. Sie wende sich gegen keine andere Macht und wolle auch Frankreich nicht isolieren ober ihm entgegenarbeiten, dessen Rückkehr zu europäischem Geist und Derantwortungsbewußtsein nur zu wünschen sei. Nach einer offenen und realistischen Aussprache könnten Italien und England Zusammengehen. Im M i 11 e I m e e r hätten die beiden Imperien das gleiche Interesse: nämlich die Freiheit, Gleichgewicht der Kräfte, Gerechtigkeit und , internationalen Frieden aufrecht zu erhalten. In Spanien suche Italien keine eigenen Vorteile. ‘ Es wolle nur den Bolschewismus von der Pyrenäenhalbinsel hinwegfegen. Auch England als starkes, aber Legen feiner Größe leicht verwundbares Imperium könne es nur begrüßen, das Mittelmeer von der kommunistischen Gefahr befreit zu sehen. Ein starker, geordneter und zahlungsfähiger spanischer Staat, mit Dem man über Die rechtmäßigen eigenen Interessen verhandeln könne, dürfte den englischen Belangen entsprechen. Der Aufschwung Libyens könnte sich ebenfalls nur günstig für das Mittelmeer und den Handel mit d e m nahen Aegypten auswirken. A e t h i o p i e n unter italienischer Herrschaft verbürge die Sicherheit und den Verkehr der englischen Grenzgebiete Sudan, Kenia und Somaliland. Aber auch in Europa könnten die beiderseitigen Interessen nicht anders als gleichgerichtet sein. Beide Imperien bedürften des Friedens, der Ordnung, der Klarheit und der Gerechtigkeit, um der Erschließung ihrer überseeischen Besitzungen nachgehen zu können. Der „Corriere della Sera" erklärt, man habe jenes psychologische Klima geschaffen, das von allen eine fruchtbare und dauerhafte Zusammenarbeit für die Zukunft erlaube. Diese Politik müsse Die Sympathie und die Mitarbeit aller Mittelmeerstaaten finden, da sie die Sicherheit der Verkehrswege garantiere. Wenn Italien den Bolschewismus bekämpfe, der über Spanien sich im Mittelmeer festsetzen wolle, so verteidige es nicht nur seine heiligsten Interessen, sondern es schütze auch jene anderen im Mittelmeer interessierten Staaten vor der Gefahr des Umsturzes und der Unordnung. Italien sei mit Franco voll solidarisch, weil fein Weg eine Garantie der Ordnung und des x Gleichgewichtes für das Mittelmeer sei. Gegen Einmischung in fremder Leute Angelegenheiten. Eine Warnung des amerikanischen Kriegsministers. Neuyork, 4. 2lug. «DNB.» Vor der American Legion in Durham Mordkarolina) warnte der amerikanische Kriegsminister Woodring vor Versuchen amerikanischer Staatsangehöriger, über die Beweggründe der P o 1111 fa n b e re r ßänber zu Gericht, zu sitzen. Obgleich alles den Krieg verabscheue, finde es mancher ArnerUaner allzu leicht, bei Konflikten zwischen fremden Machten Partei zu nehmen und em Eingreifen der amerikanischen Regierung zu verlangen, was in leinen Folgen den Frieden Amerikas gefährden könn Wir sollten uns", so erklärte Woodnng, „jede s" m o r a l i s ch e n U r t e i l - u b e r a n dere Regierungen e n tt) a 11 e n , alle a I Einmischung unseres Landes in fremde Handelg - richtete Propaganda Surückweisen und e i n e r jeden Agitation e n t g e g e n t r e t e n, ovt aus Gefühls- ober Rasfearunden eine Parteinahme^ in Konflikten preLigt, die uns nichts angehen. * Was öle Beamten spendeten. Da wir heute bestrebt sein müffen, mit den bei iiobarMirf ühor uns vorhandenen Mitteln hauszuhalten, gewinnt ..^bO. Um einen Sahlennmßigen UeberblicküberL Mesothor, dessen Strahlungen denen des die Beteiligung der Beamtenschaft an Odiums biologisch völlig gleichwertig sind, erhöhte den Sammlungen und Spenden 3u'Lgeöeutunq Seitdem Professor Otto Hahn vom gunften notleidender Eolfsgenonenjubefommen Kaiser-Wilhelm-Jnstitut für Chemie, das Mesotho- wurden auf Anordnung des Gauamtsleiters bes rium eim?n ^bioaktiven Urstoff, entbecft hat, wird Amtes für Beamte, Krenimer, vor einigerZeit I in’^er Forschung, in der Technik, vor allem aber oon den Kreisamtsleitern Erhebungen veranstaltet, &er Heilkunde mit Erfolg angewandt. Das Meso- deren Ergebni se nun vorigen. Daraus geht hervor, ^orium wird in Deutschland, wie in „Reclams daß die Beamtenschaft im (Bau gebt et fürbas Unioerfum" berichtet wird, aus dem indischen Mo- 1936 durch Gehaltsabzug mehr als 520000 RM. q^sand gewonnen, das Verfahren ist außerordent- aufgebracht hat. Davon wurden allem von den Be- L o impliziert, nach Hunderten von Teilkristallisa- amten im Bezirk der Reichsbahndlrektionen Frank- tionen, die eine Arbeitszeit von dreiviertel Jahren furt a. SOL und Mainz nahezu 200 000 RM. und erfordern, unb zu benen Tonnen oon Chemikalien von ben Postbeamten des (Baues über 130 000 benötigt werben, ist man enblich so weit, bas fertige gespenbet. Das wertmäßige Aufkommen an sonstigen I— - " — -- — zusätzlichen Spenben im Jahre 1936 beträgt runb 100 000 RM. Im Sommer 1936 würben allein von Erdrutsch in Tirol. Ortschaft Wildbach Unglück auf dem Iuxplah. im Kreis Heute früh entschlief sanft in Bad Tölz mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater Gießen, den 4 August 1937. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 7. August vorm, 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 5143 D 5145 D Herr Postamtmann Fritz Keller Elise Puppe und Kinder Gießen, den 5. August 1937 im Alter von 63 Jahren. 5139D Zum sofortigen Eintritt oder zum 1. Oktober suche ich eine ältere D3855 Äien= Dame 31350 5137 0 5131 A G i essen -Sch ulstr. 6 Für die Anteilnahme an unsererem Schmerz, sowie die Ehrung unseres lieben unvergeßlichen Entschlafenen, dem Herrn Pfarrer, Herrn Direktor Fahlenkamp und den Kameraden der N. S. K. O.V. für ihre trostreichen Worte, sagen wir unseren herzlichsten Dank Maria Kuhn, geb. Ritter Dr. Eckhard Kuhn und Frau Hildegard, geb. Hasselmann Dr. Roland Kuhn und Frau Dr. Margarethe, geb. Challier und 3 Enkelkinder. JNH/. CARL HEINZ SCHLÜTER GIESSEN SELTERSWEG 61 zu bekannt billigen Preisen 5140 A für mein Büro, welche die Kartho- tek- Buchführung, System Ruf, sebständig führen, perfekt steno- graph. u. a. maschinenschrew. kann. Angeb. mit Bild, Zeugnisabsckr. u.Gehaltsanspr an7t-r.Wilh.Lehr, Wehlar, Herren- u. Knaben-Kleid. Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftletters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 37: 9076. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Fabelhaft schöne Küchen Mittwoch, den 4. August, nachmittags 2 30 Uhr entschlief nach langem schweren Leiden meine liebe gute Frau, unsere treusorgende Mutter, liebe Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Link, geb. Stürz ^m Alter von 40 Jahren In tiefer Trauer; Ferdinand Link, Schlossermeister Liesel und Christel Link Elisabeth Link, geb Krämer Marie Stürz, geb. Wahl Karl Stürz Emma Herber, geb. Stürz Katharine Möller, geb. Stürz ten 800 000 Mitglieder von vierzehn anderen Eisenbahner-Gewerkschaften für Streik. Wieder eine Kindesentführung in USA. InChicago wurde der zweieinhalbjährige Junge eines Hotelbesitzers am hellichten Tage, während er in der Nähe der elterlichen Wohnung spielte, von zwei Männern ergriffen und in einen bereitstehenden Kraftwagen gezerrt. Die Mutter des Knaben und das Kindermädchen, mit denen sich die Kindesräuber vorher unterhalten hatten, um festzustellen, ob der spielende Junge das von ihnen gesuchte Kind sei, setzten sich zur Wehr, ohne aber die Entführung verhindern zu können. Wenige Stunden nach diesem Vorfall erhielt der Vater einen anonymen Brief mit der Aufforderung, 5 00 0 Dollar für d i e Freigabe des Kindes zu zahlen. Gießen, Angersbach, Mainz-Bischofsheim, den 5. August 1937 Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 7 Aueust mittags 12 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. — Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen Das Wetter vom 5. bis 14. August. herausgegeben von der Forschungssielle für langfristige Witkerungsvorhersage des Reichswellerdienstes in Vad Homburg am 4. August abends. In den nächsten drei Tagen wird im größten Teil Deutschlands überwiegend freundliches, aber nicht ganz beständiges Wetter herrschen. Dabei wird es tagsüber warm, nachts verhältnismäßig kühl fein. Vor allem wird es im Rheinland und Rhein- Main-Gebiet schön und meist trocken sein. Dieses Schönwettergebiet dehnt sich allmählich nach Osten aus, so daß um das Wochenende allgemein überwiegend schönes Wetter wahrscheinlich ist. Etwa mit Beginn der nächsten Woche — im Osten später — tritt Verschlechterung des Wetters ein; es werden wieder häufigere Niederschläge auftreten, die jedoch zeitweise durch Aufheiterungen unterbrochen werden. Tägliche Sonnenscheindauer an der Mehrzahl der Tage größer als fünf Stunden. 'Gesamtsonnenscheindauer wenigstens in Norddeutschland östlich oer Elbe meistenorts über 70 Stunden. löefterbmcht des Relch-wetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Bei steigendem Luftdruck hat sich die Hochdruck- Wetterlage auch auf das europäische Festland ausgedehnt, so daß auch Deutschland in die Schönwetter,zone einbezogen wird. Nennenswerte Störungen sind vorerst nicht zu erwarten Vorhersage für Freitag: Morgens vielfach dunstig, oder neblig, sonst im allgemeinen. trocken und heiter, tagsüber warm, schwache, in der Richtung veränderliche Winde. Vorhersage für Samstag: Im Wesentlichen noch heiter und trocken. Lufttemperaturen am 4. August: dnittags 24,4 Grad Celsius, abends 18 Grad; am 5. August: morgens 13,3 Grad. Maximum 25,8 Grad, Minimum heute nacht 11,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. August: abends 23,3 Grad; am 5. August: morgens 17,5 Grad. — Sonnenscheindauer 10,9 Stunden. Ein Karussellbesitzer hatte in Sutheim Northeim seine Zelte aufgeschlagen, und die Kinder gaben sich eifrig dem Vergnügen des Karussellfahrens hin. Beim Aussteigen standen das Gestänge und die Ketten plötzlich unter Strom, so daß sich mehrere Kinder nicht freimachen konnten. Einige wurden durch den Karussellbesitzer losgerissen. Die 12jährige Hildegard Sösemann, die in einer Pfütze stand, wurde durch den elektrischen Strom getötet. Die Untersuchung ergab, daß die Isolierung der Stromleitung an einer Stelle schadhaft Dr. med„ Dr. iur. h. c. Philalethes Kuhn o. em. Professor der Hygiene an der Universität Gießen Generaloberarzt a. D. Inhaber des E. K. 1. und 2 Klasse und anderer Orden, Träger des Ehrenzeichens von 1923 des Gaues Sachsen der NSDAP. war. Drohender Eisenbahnersireik in Amerika. Wie Prsident der Lokomotivführer- und Hei- zer-Gewcrlschaft sagt, haben 350 000 Mitglieder von fünf Eisenbahnarbeiter-Gewerkschaften fast einstimmig für den Streik gestimmt, sofern ihre Forderungen auf eine 20prozentige Lohnerhöhung nicht erfüllt würden. Schon vor zwei Tagen stimm- Zirka 500 qm Ausstellungss UNd Verkaufsräume und 200 bis 300 qm trockene Lagerräume IM Zentrum der Stadt kür bestehendes Geschäft tu mieten gesucht, eventuell Hauskaus Schriftl. Angebote mit genauer Beschreibung unter 5134A an den Gießener Anzeiger S o au0cr9 Volnftxen und K Sie Aus aller Wett. Tagung des Reichsbundes Deutscher Diplomlandwirke. Der Reichsbund Deutscher Diplomlandwirte veranstaltet in Verbindung mit Kongressen der Internationalen Vereinigung akademisch gebildeter Landwirte vom 20. bis 22. August 193/ Reichstagungen in dem neuen Kameradschaftsheim des Reichsbundes in Berlin in der Krolloper. Der Reichsbund wird am 21. August im großen Festsaal des Berliner Rathauses einen Kameradschaftsabend zu Ehren feiner ausländischen Gäste veranstalten. Der Leiter des Reichsbundes, Reichsführer SS. und Chef der Deutschen Polizei, Diplomlanüwirt Himmler hat anläßlich der Tagung einen Aufruf an die deutschen Diplomlandwirte gerichtet. Drei Jahre Zuchthaus für jüdischen Rafsenschänder. Weser münde, 4. Aug. (DNB.) Die Große Strafkammer Verden verurteilte den 28jährigen Juden Kurt Hertz aus Bremen wegen Rassenschande zu drei Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte war in Bremen zu einem aus dem Landkreis Wesermünde stammenden Mädchen deutschen Blutes in Beziehungen getreten, die nicht ohne Folge blieben. Dem Mädchen gegenüber wußte Hertz seine jüdische Abstammung zu verbergen, die bei der Herbeischaffung der für eine Heirat notwendigen Papiere ans Tageslicht kam. In unverschämter Weise verleugnete Hertz in der Verhandlung trotz der Aussagen feiner Mutter seine jüdische Abstammung und gab an, nicht gewußt zu haben, daß er Jude sein.(!) Wie die Untersuchung ergab, besuchte Hertz die jüdische Schule, ging fleißig mit dem Vater Sally Hertz zur Synagoge und wurde von seinen jüdischen Eltern, dem Talmud entsprechend, erzogen. In der Urteilsbegründung wurde die Schwere der Tat, die verwerfliche Handlungsweise und die außerordentlich niederträchtige Gesinnung des Angeklagten hervorgehoben. - dTUtL.,ebmen Die schweren Niederschläge der letzten Tage haben im Kaunsertal einen starken Erdrutsch verursacht, durch den in der Nähe des Wallfahrtsortes Kaltenbrunn die Talftraße in großer Ausdehnung verschüttet worden ist. Insgesamt ist ungefähr 1 Million Kubikmeter Lehm ins Rutschen geraten. Das Schulhaus von Kaltenbrunn mußte geräumt werden, da es vor dem Einsturz nicht bewahrt werden dürfte. Große Gefahr besteht auch für die Wallfahrtskirche, der sich die Erdmassen bereits bis auf wenige Meter genähert haben. Der Verkehr im Kaunsertal ist vollständig unterbrochen und das Tal von der Außenwelt abgeriegelt. Es wird an einem Umgehungssteig oberhalb von Kaltenbrunn gearbeitet, um die Verpflegung des Tales nach Möglichkeit sicherzustellen. Es besteht auch Gefahr für die im Taleingang gelegene Prutz, da durch die Rutschungen der verlagert wurde. Samstag, dem 7. August, abends 8 Uhr, in der Pulvermühle: Großes Lampion-Fest an der Lahn Ein Sommernachtfest mit dem Leitwort: „Wirtanzen in den Sonntag*1! Großes Konzert ausgeführt vom Musikkorps d. Inf.-Reg. 116 Leitung: Musikmeister Wohlfahrt Tanz e Illumination • Unterhaltung Das fröhliche Gießen kommt zum Lampion-Fest der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" * Warzen ane lanig.Haare. Lebernecken Pickel/Sommer oroiL uiw. entf. u. Gar. f. immer Fran B. (dulden seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechit.Freitaa Gießen, Am Riegelpfad 32, 9 — 7 Uhr durchgehend. SM. MW Licher Straße - Neuer Friedhof- Karlsruhe [03860 verloren. Abzugeben geg. Belohnung LicherStraste7l Rechnungen bei Brühl, Gießen Verkäufe Mim zu verkauf. 10386i Kevlerstr. 7 III. Gut erhaltener MrWasts- herd abzugeben. 03S63 Frank. Str. 83. Kaufgesuche| Gut erhaltene Schreibmaschine zu kauf gesucht. Schr.Angeb.unt. 03854 a.d.G.A. Am 3. August verschied unerwartet infolge eines Schlaganfalls mein geliebter Mann, unser guter Vater, Großvater und Schwiegervater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Die Beisetzung findet Freitag, den 6. August, um 15 Uhr, auf dem Friedhof Mederramstädter Straße in Darmstadt statt Gießen. Paris. Düsseldorf, Frankfurt a. M., Darmstadt (Roßdorfer Str. 87 II), den 5. August 1937. In tiefer Trauer: Rosa Keller, geb. Welz Dr. Hans Keller und Frau Lili, geb. Picard Emi Allhausen, geb Keller Dr Hans Allhausen Gabriele Allhausen Regine Keller Lisbet Kolbe, geb. Keller Familien Keller. Donnerstag, 5. August 1937 Rr.iSO Zweites Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffeu) Gewaltdame Linienöffnung. (Scheri-Bilderdienst-M.) kein qeftaltunq um die Petri kirche zeigt, wenn diese selbst auch nicht nach Regel des Angerdorfes auf dem tiefsten, sondern gerade auf dem höchsten Punkt des Angers liegt. Hier hatte der Flugsand eine stattliche Düne gebildet, die mit dem Gotteshaus geschmückt wurde Später ist alles eingeebnet worden Die A l t b e r l i n e r errichteten ihr Gotteshaus, die Ricolaikirche. gleichfalls auf einer Düne, bloß mit einer ganz anderen Absicht Don Rordösten her drohten Gefahren Deshalb mußte Altberlin in der Gestalt eines Rundlings aus- gebaut werden, der eine Rückendeckung an der Spree besaß, seine ganze Kampfkraft aber nach Nordosten richten konnte Unter einem ähnlichen Gesichtspunkt ist auch die Stadterweiterung um die Marienkirche oorgenommen worden Sie liegt gleichfalls auf einer Düne $u ihr führt noch heute der Hohe Steinweg Tatsächlich ist von Kämpfen um Berlin nichts Nennenswertes zu berichten Die Askanier fühlen sich vorsichtig von Westen nach Osten vor. Sie erwerben durch Kauf 1227 den Barnim wie den Lösung der Schachaufgabe ..Ein kräftiger Gegenschlag- Weiß: Kcl, Df4, Tdl. LH, Sc8, Se6, Ba2, c2, e5, f2, g'2. h4 (12). Schwarz: Kg8. Db4, Th8. Sd8, Se4. Ba6, b7, d5, f7. g7, h7 (11). 1 Dd4Xe4! Nach 1. . DXe4 käme fetzt 2. Sc8—e7 matt, und 1. .. d5-e4 scheitert an 2. TdlXd8+ Db4-f8. 3 Td8Xf8 matt. Auch 1. .. Da3+ 2 Kbl kann an der Sachlage nichts ändern. Weiß behält bei guter Stellung mindestens eine Figur mehr 1 Sf3Xe5 De7Xe5 2. Lb2Xd4 De5—f4 3. Ld4 Xb6. und Weiß gewinnt den Läufer d7 oder behält den Läufer b6. In der Partie geschah 3. . Ld7Xh3. wonach Weiß mit Lb6—e3 gar eine Figur mehr behielt__ Allgemeinbildung durch Hebung des Volksschulwesens. Aber so wichtig diese und andere seiner Reformen für das damalige Dänemark waren, die Hast der Durchführung und die „Starrheit" seines Regimes führte oft zu Verstimmung und Schwierigkeiten, und das Bild des Diktators war keineswegs überall von einem Glorienschein umgeben. Dazu kamen politische Verwicklungen mit Rußland, bei denen Struensees diplomatische Unerfahrenheit offenbar wurde Der letzte dänische Diplomat von Rang, Johann Hartwig Ernst Bernstorfs, mußte dem Rekormgeist weichen und zog sich verbittert und müde geworden auf seine holsteinischen Güter zurück. Mit dem Weggang dieses Freundes Rußlands wurde die Haltung der Zarin Katharina gegen Dänemark noch mißtrauischer. Zu all dem erwies sich der König, der die einzige wirkliche Stütze Struensees war, bald durch seine Schwäche des Charakters und Geistes für Struen- fee selbst gefährlich. Wohl hatte Struensee durch die Abneigung gegen alle Regierungsgeschafte seitens des geistig verfallenden Christian VH. zunächst viele der Voraussetzungen für seine Unternehmungen ge= wonnen. Christian sagte zu allem ja, was sein Arzt und Minister verlangte. Run aber, da Struensee als Arzt des Staates nicht in allem so glücklich war wie in der inneren Reform, wurde man allmählich unruhig über die Dinge, die am Hofe vor- gingen, und Gerüchte, von Gegnern Struensees in Umlauf gesetzt, deuteten sogar auf die vollkommene Beherrschung des kranken Königs durch Struensee hin Es war ein merkwürdiges Schauspiel das sich jetzt entwickelte: der König immer mehr verfallend, Struensee immer hoher aufsteigend, von den einen verehrt, geliebt — von den andern gefürchtet und gehaßt- infolge seiner Reformen im In- und Aus- : land bestaunt, dabei außenpolitisch schwer bedrängt: jeder Einsichtige fühlte schon damals, daß das ganze als eine Traaöbie enden müsse: daß der Sturz von dieser Höhe schrecklich aber unvermeidlich " eintreten werde, sobald die Gegner ein Mittel ge- fanden, die Dolksstimmung gegen Struensee zu ' kehren. Die Lage war gespannt bis zum Bersten. ' Das Volk freilich hatte zunächst durch Struensee : allerhand Wohltaten erfahren, die immerhin nicht aleich überall in Vergessenheit gebracht werden — In der neuesten Ausgabe der „Jllustrir» ten Zeitung Leipzig" gibt Dr. Johannes Stone in Bild und Wort einen Ueberblicf über die Geschichte Aegyptens unter besonderer Berücksichti- qung der jüngsten bedeutungsvollen Ereignisse. Ein ebenfalls mit guten Bildern versehener Aufsatz über die Flotte der USA schließt sich an, ferner eine Bildseite „Autostraßen unter der Erde. In Rocke- feller Center in Neunork" „Oesterreichilche Kunst auf der Weltausstellung Paris 1937" sowie ein sehr lesenswerter, hübfch bebilderter Artikel über die Löwenzucht im Zoologischen Garten zu Leipzig onn Direktor Dr. K. M Schneider. Die abgebilöete Stellung entstand in einer Partie Müller - Zbikowski zu Königsberg. Weiß kann durch ein Opfer zu einem Angriff kommen, der zwangsläufig entscheidenden Materialgewinn herbeiführt Was zieht Weiß am stärksten? Kraftvoller Gegenangriff Schach-Ecke Gearbeitet von K. Helling. Ein Amerikaner und ein Schotte gingen in den schottischen Bergen spazieren, und um seinem Be- sucher Eindruck zu machen, rief der Schotte ein Echo hervor, daß an dieser Stelle zu hören war und das weithin im Lande große Berühmtheit hatte. Als das Echo völlig klar nach fast vier Minuten zurückkehrte, wandte sich der Schotte an den Amerikaner und sagte: „Sehen Sie, so etwas haben Sie in Ihrem Lande doch nicht!" — „Ach, ich weiß nicht", sagte der Amerikaner, „ich glaube doch, daß wir das bester haben. Wenn ich in meinem Sommerlager in den Nockies bin und zu Bett gehen will, dann mache ich das Fenster auf, lehne mich hinaus und rufe laut in die Nacht: .Aufwachen! Zeit aufzustehen!‘ und ich sage Ihnen, genau a ch t Stunden nachher kommt das Echo und weckt mich." Verhältnis zwischen Struensee und der Königin, das schicksalhaft hervorgegangen aus den Umständen. Struensee neben dem verfallenden König und zwischen den dienenden Höflingen der einzige charakterstarke Mann am Hofe wurde ihr nun zum seelischen Verhängnis und beide einander zum Schicksal. Jetzt ist den Gegnern die Gelegenheit für die Einwirkung auf die breite Bevölkerung gegeben: das Privatverhältnis zwischen Königin und Konz- ler wird zum Ausgang einer Staatsaktion gemacht, das Gerücht verbreitet, Struensee beabsichtige den Sturz der alten Dynastie, und die Königin Caroline Mathilde wolle sich mit Struensees Hilfe, wie in Rußland ehedem Katharina II durch den Fürsten Orloff, des Thrones bemächtigen. Am Weihnachtsabend 1771 kommt es in Kopen- Hagen zu einem Militäraufruhr. Noch immer wagt niemand einen offenen Angriff auf Struensee selbst. Aber in der Nacht des 17. Januar 1772 bringen Verschwörer in die Gemächer des Königs, der Königin, Struensees und seiner Anhänger. Der geistesschwache König, zu Tode erschreckt, unterzeichnet die Haftbefehle gegen Caroline Mathilde und Struen- fee. Im April 1772 findet dann nach einem langen Prozeß die Hinrichtung des „Hochverräters" Struensee und seines besten Freundes, eines Gra- fen Brandt, statt. Die Königin stirbt landesver- wiesen ein paar Jahre später in Celle im Hannoverschen. Die Nachfvlgereqierung behielt klug den wesentlichen Teil der Struenseeschen Reformen bei, betonte aber im übrigen unter Hinweis auf Struensee eine deutschfeindliche Haltung, die vielen Schaden in den natürlichen Beziehungen der beiden Nationen im 18 Jahrhundert hervorrief Struensee selbst aber wurde eine jener problematischen Gestalten der Weltgeschichte, deren Schicksal immer wieder Stoff zu Dramen und Romanen ist. R A. Dietrich. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren Dom RedaktionStisch. Die letzte Examensfrage. Von dem Professor Hirzl, der sich zu seiner Zeit besonderer Beliebtheit unter den Studenten erfreute, wird berichtet, wie er noch kurz vor seinem Tode einen Kandidaten im Doktorexamen prüfte. Nachdem dieser eine Menge medizinischer Fragen zur Zufriedenheit beantwortet hatte, legte der Professor die Stirn in ernste Falten: „Und jetzt noch eine Frage aus der Physiologie: „Trinken Sie lieber Wein oder Bier?" Und als der Prüfling seine Vorliebe für Bier erklärte, ließ Hirzl — die Prüfung fand in seiner Wohnung statt — zwei Gläser aus der gegenüberliegenden Gastwirtschaft kommen und stieß mit dem glücklichen Prüfling auf den guten Erfolg seines de- standenen Examens an Die Entschuldigung. Als Bismarck in seiner Schülerzeit während der Ferien einmal in Schönhausen war, streifte er mit einer Schrotflinte im Park umher, schoß und traf einen steinernen Herkules an der Stelle, auf der man zu sitzen pflegt Die Untat wurde entdeckt, und der Vater fragte den Sprößling, nachdem er die Verletzung des Heros festgestellt hatte, ob er der Schütze gewesen sei Otto gestand es sofort offen ein, fügte'aber hinzu: „Ich dachte doch nicht, daß es ihm so weh tun würde; denn er hat gleich mit der Hand nach hinten gefaßt." Nun mußte der Vater herzlich lachen, und der Sohn kam so davon. Der Herkules aber hält noch heute die Hand an die verwundete Stelle. Nicht zu schlagen. konnten Schließlich sand man das Mittel. Die Gegner der Struenseeschen Außenpolitik schoben die Gegner seiner inneren Reformen vor, deren es besonders beim alten Adel viele gab. Diese wiederum die Gegner seiner naturwissenschaftlichen Tendenzen, also vor allem die Theologenkreise Dann wurde „das öffentliche Aergernis" ins Volk getragen: em Berlins Sniw Ölung, geographisch gesehen 3ur Giedenhundertjahrfeier Der Reichshauptstadt. Von Or. Hermann Oreyhaus. Wenn die Reichshauptstadt Mitte Auqust des ^°?^enkt an dem vor 700 Jahren einer ihrer nrfberh®feilUld)e Symeon von Cölln, auf einer Urkunde sich als „plebanus de Colonia", als Bürger oon Colin, bezeichnet und damit dokumen- tiert, daß der heutige Stadtteil Altkölln bereits da- mQt % Q>? * V ? l-e befe^en bat so feiert sie mit Recht das Jubiläum als Stadt. Denn mit die- fer Urkunde tritt der zum Berliner Kerngebiet gehörende Stadtteil Altkölln, wie er in der Gegenwart benannt wird in das Licht der Geschichte, 1« ,n enger Verbindung mit dem nördlich angeschlossenen A 11 b e r. . n, immer deut- lidjer adzelchnet, bis beide ein Gemeinwesen mit dem Namen Berlin werden, bis bald Hauptstadt des Kursurstentums Brandenburg wird oon dem aus das inzwischen hier wurzelest gewordene Geschlecht der Hohenzollern seinen Weg in die Geschichte des deutschen Volkes findet. Die wichtigsten Gründe der glanzvollen Entwicklung liegen also unzweifelhaft in dem Umstand, daß Berlin die Hauptstadt eines Herrschergeschlechtes wurde, dem die Vorsehung eine der gewaltigsten Ausgaben der Weltgeschichte anvertraut hatte. Jedoch gab ihm diese Vorsehung auch Mittel an die Hand, die in Bezug auf Lage und Bodenwert des ihm anvertrauten Landes die Aufgabe zu gleicher Zeit erleichterten und erschwerten. Do die Hohenzollern jedoch das Gemeinwesen Berlin-Cölln in einer Ausprägung vorfanden, deren eigensinnige Willensgestaltung sie bekämpfen mußten, so liegt die Vermutung nahe, daß mindestens für die Frühzeit Berlins eine Kraft sich als wirksam erweist, die unabhängig von dynastischer Politik fich entfalten kann: die eigentümliche LageBerlins in demRaum der Mark Brandenburg und dem weiteren des Norddeutschen Tieflandes, dessen Mitte die Mark bildet. Wenn heute das siebenhundertjährige Bestehen Berlins gefeiert wird, so ist man sich doch darüber klar, daß die S'edelung Berlin viel äl- t e r ist, älter auch als eine jüngst gefundene Urkunde, die Albrecht den Bären (1130—1170), den ersten brandenburgischen Markgrafen aus dem Hause der Askanier. zum Gründer der Stadt Bec- lin machen will Diese Tatsache kann man nicht durch Urkunden beweisen, hier bleibt einzig die geographische Erwägung, die sich im bescheidenen Maße auch auf Bodenfunde stützen kann Daß diese für die Zukunft keine Erweiterung versvrechen, liegt an der baulichen Erstarrung des größten Teils von Berlin die in absehbarer Zeit wohl kaum eine Auflockerung erfahren wird Nur der Bau von Untergrundbahnen könnte weiteren Aufschluß aeben, wie dies tatsächlich durch den Bau der Bahnen im Bezirk von Altberlin und Altkölln bereits geschehen ist Hier ist die Behauptung, daß beide Gemeinwesen als eine Siedlung an einem wichtigen Flußüderganq anzusehen sind, bewiesen worden Danach ist Berlin uralt Man darf bis in die Steinzeit zurückgreifen, um eine Siedlung in Berlin rechtfertigen zu können. Die Eiszeit, in der zum ersten Male Menfchen mit Sicherheit nachweisbar find, hatte unser Norddeutsches Tiefland in großen Züaen so gestaltet, wie es heute ist. Natürlich waren Wasser- und Waldreich- tum großer Immerhin hoben üch schon die Umrisse der Landschaften ab, die für Berlin J^rffab haft aeworden sind, die beiden Sand- und Lehmrücken des Teltow im Süden und des Barmm im Norden Beide ^dämmen bilden Zwilch-m dem Sumpfqebiete im Osten, das oon der unteren O er und der mittleren Spree gebildet wird und d-mi im Westen, das sich aus dem H^velviereck^nach^Sude^ Johann Friedrich Girnenfee. Zu seinem 200. Geburtstage am 5. August fen hinzuwirken, die damals unverheiratete Mutter noch zu gewärtigen hatten. Aber diese Tätigkeit war doch beschränkt durch die Umstände, in denen Struensee bis dahin lebte Jetzt in die unmittelbare Nähe des Königs versetzt, der ihn bald zu seinem Vertrauten machte, formte Struensee all seine reformatorischen Regungen entfalten, und in einem unerhörten Ausstieg ieltoro deren Siedlungen Berlin, Kölln und Spandau sie mit Stadtrechten versehen, wogegen der Besitz von K ö p e n > ck der Konkurrentin von Kolln im Nordsüdverkehr, erst später sichergestellt wird. Damit ist Berlin-Köllns Vormachtstellung für alle Zeiten gesichert, der Vorsprung bei der Stadt- werdung konnte nicht eingeholt werden und nicht die engere Beziehung zu der gestaltenden Kraft m den Landschollen des Teltow mb des Barmm Mit dem ständig kämpfenden Menschen des Sandbodens hat Berlin feine deutsche Aufgabe erfüllen können. zur Nuthe erstreckt, ein breites Trockengebiet, das . einen unschwierigen Durchzug aus den Oft^elänbern gegen Thüringen hin gestattete Ueberlegt man nun. baß zwischen ber Mündung ber Weser unb ber der Ober die Riesenstemgräberkultur und in Thüringen die Kultur der Schnurkeramiker in ber Jungsteinzeit sich entwickelte unb daß biese nachweislich miteinander in Verbindung traten, so wird auch die Nordsüdverbindung über Berlin benutzt worden sein, und zwar m beiden Richtungen. Auf den ersten Blick scheint zwar das sogenannte Warschau-Berliner Urstromtal wegen seiner Breite ein gewaltiges Hindernis zu sein Tatsächlich müssen wir es uns in der damaligen Zeit so vorstellen wie etwa den heutigen Spreewald: neben der Spree als Hauptstrom des Tales gab es zahlreiche Nebenarme. deren jeder ein Hindernis darstellte. Aber ganz so schwierig ist die Lage nicht. Zunächst kommen sich Teltow und Barnim zwischen Kreuzberg und Prenzlauer Berg auf nur vier Kilometer nahe Dann finden sich zwischen diesen beiden Sandspitzen im Tale selbst Flußsandanhäufungen, die ziemlich genau in der Verbindungslinie liegen, so daß sich über die morastigen Stellen unschwer ein Knüppeldamm ziehen laßt, mit Ausnahme an den Stellen, wo die Flußströmung es verhinderte Das war aber nur zweimal ober breimal ber Fall. Hauptsächlich an bem Hauptarm ber Spree, wo sie heute von bem Mühlendamm überschritten wird, daneben südlich davon am heutigen Mühlen- graben im Zuge ber Gertraubtenstraße unb wahrscheinlich auch am Alexanberplatz sm Zuge der Königstraße Der hier befindliche, ziemlich stark vermoorte Spreearm, Königsgraben genannt, diente seit der Zeit des Großen Kurfürsten als Festungsgraben wurde aber bei dem Bau der Stadtbahn zugeschüttet und von dieser überbaut Die Nordsüdverbindung überschritt das Urstromtal also, vom Tempelhofer Feld kommend, im Zuge der Belle Alliance-, Linden-, Gertraudten-, König- und Greifswalder Straße Diese Verbindung ist seit der jüngeren Steinzeit in zunehmendem Maße benutzt worden In der Bronzezeit fluteten Germanen und Illyrier hin- und herüber, bis in der Eisen- zeit die Westgermanen ihren Vormarsch gegen Rhein und Donau antraten und hier die Kesten verdrängten Gleichzeitig zogen die Ostgermanen östlich der Oder einem günstigeren Klima zu. so daß sich die Gebiete östlich der Elbe von Germanen entleerten und schließlich von Osten ber Slawen aufnahmen Damit verlor Berlin an Bedeutung, weil die Verkehrsbeziehung von Norden nach Süden durch eine ostwestliche 'ersetzt wurde, die auch nicht verschwand als der deutsche Gegenschlag unter den Sachsenkaisern und den askanischen Markgrafen von Westen nach Osten erfolgte. Immerhin haben Berlin und Kölln damals wohl schon soviel Elgen- kraft besessen, daß sie mindestens den Binnenverkehr der Mark beherrschten. Dabei ist zu bemerken, daß noch heute im Stadtbild die politischen Beziehungen zu erkennen sind Die Verbindung nach dem Deutschen Reich ging nach Subwesten: beshalb hat Altkölln bie Gestalt eines Angerdorfes, wie noch die heutige Str aßen - ■ ” ’ * ’ ch e zeigt, wenn diese des Angerdorfes auf Die abgebildete Stellung entstand in einer Partie Buchty - Dr Schandalik zu Karlsruhe. Weiß ist am Zuge und kann durch eine zwingende Kombination den schwarzen Angriff auf der f-Linie brechen. Wie gewinnt Weiß mindestens einen Turm? Lösung ber Schachaufgabe „Die Mitte wirb gesprengt". Weiß: Kgl, Dd3, Tdl, Tfl, Lb2, Sf3, Sg3, Ba2, b3, c2, e4, f2, g2, h3 (14) Schwarz: Kg8, De8, Ta8. Tf8. Ld8. Ld7. Sb6. Ba6, c7. c6, d4. e5. g7, Der Vater — Abam Struensee - war wieberum Medizin. UeberqJ^ nemei6 öa& er schon der Wettanschauunq an,og6n, wie ? iÖÄX“ "S“S. sä & 5K » Ss» «x— gelegen, nachhero unt^'d)hnDOn eine Gründliche und Bäder besucht, um davon "ne Kenntnis zu erlangen sich , um sich dort lich Gederschen Leibarzt beg n Danach praktisch me'terzub ' yit na a[5 Probst ter in das damals noc^tKinW ^«nn Friedrich berufen. In derselben S Stadtarzt tätig. 1768 -s”" reich zu begleiten . Geschichte in Er- Damit beginnt Strue s merkwürdige Gestalt, scheinung zu treten a 5 jene? ber Literatur die noch bis auf unsere Tag, dänischen zweier Nationen, &er ^nne sein Geist nicht immer wieder auftaucht, als könne mehr zur Ruhe kommen. $on DOn Anfang Zweifellos steckte m f^^tur eines biederen her etwas anderes als Anhaltspunkte dafür Stadtarztes Es 9 bt ^mge Gemeinsam mit aus Struensees Altonaer L)e ^Qnninq gab er seinem Halleschen Schulfreund 45° ^ergnu- hier eine .Monatsschnst zum R herrschen- aen" heraus bie teils gegen <ßroteffionsunroe= den dänischen ..La nnsmue da der Medizin gerich- sen, teils gegen b'e Sd)arlatan besonders tef war, die zu lener >1^'1 >' Struensee m häufig auftraten ei er 1 efferungen im Rah- au einer Machtvollkommenheit, mie sie bisher Staatslenker innegehabt, wurde Struensee uun aroße umstrittene Persönlichkeit des Nordens, deren Neuerungen sogar Voltaire begeistert zusttmmte. Leibarzt des Königs - Etatsrat - Konferenzrat - Maitre des Requetes — schließlich Mmisterprasi' bent und in den Grafenstand erhoben und das cilles im Verlauf von knapp drei Jahren! Niemand beariff wie das mvchich war. |o sehr man auch d,° Kühnheit seiner Reformen bewunderte oder davon erDasd$r”gUramm Struensees tsoweit man be> der 'K^an°ch- Musen "Erichs- hkrausgab,'che°unpesähr Ä" Nerbältnisse änderten, überhaupt noch von 8 7 6 5 8 2 1 U M 8 7 6 6 3 2 8 7 e 6 4 8 2 1 8 7 6 6 4 8 2 1 b e d s 0_____h o V a h G.Jl.-fport O r Preis des Führers für das Motorradrennen I * L 6R-O58.6R -P'ftEtS . vOW ,: Ä :/.ii W •*< [?:■' . ■ W* 9 tz. :<19sX,>tR37 . <*• ■ EH In Hohenstein-Ernstthal findet am 8. August das Motorradrennen um den Großen Preis von Deutschland statt. Diese Aufnahme zeigt den von Professor Max Esser geschaffenen Preis, den der Führer gestiftet hat. Er besteht aus einer Säule, auf deren Spitze sich das Hoheitszeichen sowie die Fahnen der teilnehmenden Nationen befinden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Gportwerbetaq in Wihmar. Der Turnverein „Gut-Heil!" Wißmar führte auf seinem an der Lahn gelegenen Sportplatz einen Sportwerbetag durch. Die Veranstaltung wurde zu früher Stunde mit dem Weckruf des Spielmannszuges des Vereins ausgeführt. Bald darauf traten die Teilnehmer der Wettkämpfe auf dem Sportplatz an. Der zweite Vereinsführer H. Todt hielt eine kurze Ansprache und gab das Kommando zur Flaggenhissung. Unter der Leitung von Turnwart Will und Sportwart S p e i e r beteiligten sich am volkstümlichen Dreikampf 31 und an den Einzelkämpfen 79 Turner sowie 7 Turnerinnen. Für den Sieger im Dreikampf wurde ein schöner Wanderpreis gestiftet, den der Turner A. B e ch t h o l d zum ersten Male errang. Am Abend des Sporttages fand die Siegerehrung statt, bei der der zweite Vereinsführer allen Wettkampfteilnehmern für die gezeigten Leistungen dankte und sie ermahnte, sich auch weiterhin in den Dienst der Leibesübungen zu stellen. Die gesamte Veranstaltung bewies, daß sich der Verein leistungsmäßig auf beachtlicher Stufe bewegt. Die Ergebnisse. D r e i k a m p f (100 Meter, Weitsprung, Kugelstoßen): Aktive: 1. A. Bechthold 76,5 P.; 2. C. Speier 61 P.; 3. W. Best 59 P. — Jugend, Oberstufe: 1. K. Best und W. Bittendorf je 67 P.: 2. W. Klinke! 61 P.; 3. H. Becker 54 P. — Jugend, Unterstufe: 1. A. Schön 62,5 P.; 2. W. Kraft 62 P.; 3. A. Drommershausen 56,5 P. Einzelkämpfe. 100 Meter: 1. A. Bechthold 11,3 Sek.; 2. A. Eckhardt 11,8 Sek.; 3. W. Best 12 Sek. — 400 Meter: 1. W. Best 56,1 Sek.; 2. A. Eckhardt 58,8 Sek.; 3. W. Henkelmann 63,5 Sek.— 3000 Meter: 1. A. Eckhardt 9:35 Min.; 2. W. Best 9:35,2 Min.; 3. W. Becker 9:40 Min. — Weitsprung: 1. A. Bechthold 6,20 Meter; 2. R. Kraft 5,90 Meter; 3. W. Bittendorf 5,80 Meter. — Hochsprung: 1. C. Speier 1,60 Meter; 2. W. Klinkel 1,55 Meter; 3. W. Bittendorf 1,45 Meter. — Kugelstoßen: 1. A. Bechthold 10,07 Meter; 2. C. Speier 10 Meter; 3. K. Reinhardt 9,80 Meter. — Speerwurf: 1. E. Scharf 42,80 Meter; 2. K. Reinhardt 42,10 Meter; 3. H. Groß 36,10 Meter. — Schleuderball: 1. C. Speier 44 Meter; 2. E. Scharf 43,50 Meter; 3. A. Bechthold 40 Meter. Weltmeisterschastskämpfe der Schützen. Finnland erringt die erste Meisterschaft. Nach den allgemeinen Prüfungen begann am Mittwoch in Helsinki das Schießen um die Weltmeisterfthaftstitel. Den ersten Wettkampf im K l e i n- kaliberschießen liegend bestritten auf den Schießständen von Malmi die Vertreter von vierzehn Nationen. Zwar herrschte den ganzen Vormittag schönes Wetter, doch wehte ein hefttger Wind, der die Leistungen etwas beeinträchtigte. Die finnischen Schützen waren in prächttger Form und holten sich die erste Weltmeisterschaft. Die fünf Schützen jeder Nation hatten in 20 Serien von je zwei Schuß insgesamt 40 Schuß abzugeben. In der Mannschaftswertung belegte Finnland mit 1956 Ringen den ersten Platz vor USA. mit 1953, Estland mit 1951 und Schweden mit 1941 Ringen. Hinter Norwegen mit 1935 und Frankreich mit 1931 Ringen kam Deutschland mit 1924 Ringen auf den siebenten Platz vor England, Litauen, Ungarn, Polen, Dänemark, Italien und Lettland. Vreiienarbeit der Kampsspiele. Von SA.Brigadeführer Graf pückler-Burghauß. Im November 1936 bestimmte der Führer die SA. zum Träger der Kampfspiele. Februar 1937 wurde das Hauptamt Kampfspiele der Obersten SA.- Führung durch den Stabschef eingesetzt. Im April ergingen die Ausschreibungen für die NS.-Kampf- spiele, die in Verbindung mit dem Reichsparteitage in Nürnberg in den Tagen vom 9. bis 11. September stattfinden. Daraufhin riefen die Gliederungen ihtt Kämpfer zu den Ausscheidungskämpfen, die nun seit Wochen überall im Reiche stattfinden. Ein Beispiel hierfür: Im Höchstfall werden 180 SA.-Männer in Nürnberg auftreten. Diese sind die Auslese der 4500 SA.-Männer, die in den Tagen vom 13. bis 15. August auf dem Reichssportfeld anläßlich der Reichswettkämpfe der SA. ihr Können unter Beweis zu stellen haben. Diese 4500 Kämpfer haben sich in den Wettkämpfen der 21 SA.-Gruppen ausgeschieden. Führen wir den Verlauf der Ausscheidungen weiter zurück über die Brigaden, die Standarten bis zum Sturm zwecks Ermittlung der besten Mannschaften eines Sturmes in Stärke von einem Führer und 36 Mann, so ergibt sich, daß weit Über eine Million S A.- Männer von den wehrsportlichen Vorbereitungen, vorn systematischen Körpertraining erfaßt worden sind. Eoenso war der Verlauf bei den anderen Gliederungen. Das ist wohl der beste Beweis für die Breitenarbeit an dem großen Ziel, das uns der Führer gestellt hat, Leibesertüchtigung und Wehrkraft des ganzen deutschen Volkes. Hier find die Ansätze für Erfüllung des Wortes, das der Führer in „Mein Kampf" ausgesprochen hat: „Man gebe der deutschen Nation sechs Millionen sportlich tadellos trainierte Körper, alle von fanatischer Vaterlandsliebe durchglüht und zu höchstem Angriffsgeist erzogen, und ein nationaler Staat wird aus ihnen, wenn notwendig in nicht einmal zwei Jahren, eine Armee geschaffen haben." 19 Segelflieger erreichen Nürnberg. Erfolgreiche Zielstreckenflüge. Der 18. nationale Rhön-Segelflugwettbewerb tritt nunmehr in feinen Schlußabschnitt ein. Eine ausgezeichnete Streckenflugwitterung und der restlose und selbstlose Einsatz ihrer Kameraden aus den Transport-Mannschaften ermöglichte es den Fliegern, am Mittwoch wieder rechtzeitig am Start zu erscheinen und den zahlreichen Zuschauern einen erlebnisreichen Tag zu bescheren. Fast ausnahmslos wurden am Mittwoch wieder Zielstreckenflug- Meldungen abgegeben und die Mehrzahl der Piloten stellte sich freiwillig die schwierigste Ausgabe der Ausschreibungsbedingungen, im Gemeinschäfts- stug die diesmal in Bayern gelegenen Zielpunkte, die zudem Flugplätze fein müssen, zu erreichen. Meldungen nach Nürnberg und Regensburg waren bevorzugt und bis um 16 Uhr abends lagen allein aus der Stadt der Reichsparteitage 19 Landemeldungen vor. Den Nürnberger Flugplatz (140 Kilometer) erreichten: Knövfle (Stuttgart), Graf von Treuberq (München), Beck (Stuttgart). Kracht (Krefeld), Osann (Darmstadt), Karch-Zim- mermann, Bräutigam-Steinert (Dresden) und Pe- ter-Lengler von der NSFK.-Gruppe 11 Darmstadt. Don der gleichen Gruppe gelangte Dr. Jonke (Gießen) nach Nürnberg, von der NSFK- Grupve 10 Essen kamen Gierlich, Nieland und Krieger (Köln) sowie Schmidt (München). Ludwig (Weimar), Wolf (Stettin), Treuter (Weimar),' Blech (Breslau), Heiderich und König (Ostpreußen) nach Nürnberg Eine Reihe weiterer Teilnehmer gelangte in östlicher Richtung nach Thürinaen hinein, so flogen Vergens'Wolff. Doppelsitzer (Berlin), bis nach Hildburghausen (60 Kilomet-r). Steinig (Breslau) kam bis nach Lobenstein (126 Kilometer) und mit der gleichen Entfernung erreichte Müller (Weimars Bad Sachsa im Harz Auf dem Flugplatz in Fürth landete Siedlchlog (Hamburg) mit 130 ftifnnWer. während Sechser (Stuttgart) bis in di" ^ähe non Bamberg (92 Kilometer) und Umbreit (Berlin), Münch (Dresden) sowie Philipp (Berlin) bis zum Flughafen Bayreuth mit 132 Kilometer kamen. Unaufhörlich trafen die Landemeldungen ein. Zunächst meldete sich dann der Danziger Kuhn aus Bamberg von einem Zielfluge mit 93 Kilometer und auch die Lufthanfa-Piloten Helm und Stöckler erreichten mit einem Doppelsitzer den Flughafen Bamberg. R u h n k e (Ostpreußen) war bis auf 30 Kilometer an Regensburg herangekommen und hatte 220 Kilometer zurückgelegt. Aus der Oberpfalz in der Nähe von Weiden meldeten sich der Nürnberger Döbler und sein Grupvenkamerad Medicus (176 Kilometer). Ruthard (DDL.) brachte es auf 180 Kilometer. Wilhelm (Frankfurt) kam bis In die Nähe von Fürth (106 Kilometer). Zimmer ging in der Nähe von Bamberg (75 Kilometer) nieder. Im Zielstreckenflug Wasserkuppe—Berlin—Was- serkupve wurden keine besonderen Fortschritte erzielt. Huth (Bamberg) und Heidrich (Düsseldorf) erreichten Wernigerode im Harz. Wagner (Breslau) befindet sich in Magdeburg, ebenso Kraft (Horn- berg). Kurze Gworinoiizeu Olympiasieger Wöllke wird sich sowohl an den deutschen Polizeimeisterschaften vom 6. bis 8. August in Frankfurt, als auch am Länderkampf gegen Frankreich am Sonntag in München beteiligen. ♦ D i e „Letzten Vier" im Männer- und Frauen- Einzel bei den Tennismeisterschaften in Hamburg sind: Henkel, Bromwich, MacGrath und v Metaxa, bei den Frauen Zehden, Ullstein, Sperling und Horn. * E i n internationales Frauensportfest, an dem sich auch deutsche Leichtathletinnen beteiligen werden voranstaltel am kommenden Sonntag der französische Leichtathlettk-Verband. Alle deutschen Rudermeister werden sich an der internationalen Ruderregatta in Amsterdam beteiligen, die vom 13. bis 15. August durchgeführt wiro. Gottfried von Cramm, der sich gesundheitlich nicht auf dem Posten fühlt, hat für die Doppelspiele bei den internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland zurückgezogen. In den verschiedenen Doppelkämpfen des Dienstag letzter? sich die Favoriten erfolgreich durch. Briefkasten der Redaktion. Nr. 1000: Wenden Sie sich an die Rechtsberatung der Deutschen Arbeitsfront in Gießen. Sprechstun- den jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 19 Uhr. Wirtschaft. Errichtung der »Zettwott -Spinnband- Vereinigung". Fwd. In Berlin ist die „Vereinigung für Auswertung und technische Weiterbildung der Verarbeitung von Zellwolle", kurz .,Zellwoll-Spinn- band-Vereinigung", gegründet worden. Mitglieder find die deutschen Lohnwollkämmereien und einige Kammgarnspinnereien mit eigener Kämmerei, sowie die IG. Farbenindustrie AG. Weitere Kammgarnspinner mit eigener Kämmerei haben sich zum Beitritt bereit erklärt. Die IG Farbenindustrie stellt den Mitgliedern der Vereinigung ihre Erfahrung mit der Herstellung von Spinnband für deren Betriebe zur Verfügung. Durch das Verfahren der IG. Farbeninduftrie wird, wie weiter erklärt wird, unter Ausschaltung des bisher für die Zellwolle nötigen Kammprozesses, eine Vereinfachung und damit Verbilligung der Fabrikation im Wollfektor erreicht. Als Zweck der Vereinigung wird die weitestgehende Zusammenarbeit durch Erfahrungsaustausch zwischen der IG. Farbeninduftrie und den übrigen Mitgliedern der Vereinigung bezeichnet. Es sei beabsichtigt, nach Maßgabe der weiteren Entwicklung auf spinntechnischem Gebiet den Kreis der Beteiligten zu vergrößern. Rhein-Mainische Börse. Mttagsbörfe etwas freundlicher. Frankfurt a. M., 4. Juli. Die Unternehmungslust hat sich zwar kaum gehoben, es befriedigte aber, daß keine größeren Verkäufe mehr erfolgten. Vielmehr zeigte sich seitens des Handels und auch von der Kundschaft Heines Kaufinteresse, so daß die Haltung ein wenig freundlicher war, Die Umsatztätigkeit blieb immer noch ziemlich begrenzt zumal besondere Anregungen nicht vorlagen. Am Aktienmarkt überwogen kleine Besserungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H. Verhältnismäßig lebhaft waren einzelne Montanwerte, wie Verein. Stahl mit 121,40 bis 121,75 (121), Mannesmann mit 127 (126,25), Rheinstahl mit 157,40 bis 157,75 (157), auch Laurahütte wieder gefragt und 0,50 v. H. höher mit 22,50. Sodann wurden IG. Farben beachtet mit 167,13 bis 168 (167) und etwas stärkere Erholung nach den gestrigen Einbußen verzeichneten Reichsbank mit 216 (214,50), Lahmeyer mit 128,25 (127) und Gesfürel mit 157 (156). Interesse erhielt sich ferner für Westdeutsche Kaufhof zu 60,75 bis 61,25 (60,75). Gut behauptet lagen Maschinen- und Motorenwerte, während AEG. und RWE. weiter abbröckelten. Im Freiverkehr hatten Adlerwerke Kleyer regeres Geschäft mit 117 bis 117,50 (116,75). Das Rentengeschäft blieb aus dem bekannten Grunde klein, die Tendenz blieb bei anhaltender Nachfrage aus dem Publikum fest, die Kurse waren aber unverändert. Altbesitz, die kurz vor der Ziehung stehen, 127,45, Kommunal-Umschuldung etwa 94,80 und Zinsvergütungsscheine etwa 95,25 Geld, Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. höher mit 127,75. Jrn Verlaufe erhielt sich der freundliche Grundton, das Geschäft erfuhr aber keine Ausdehnung und beschränkte sich am Aktienmarkt auf Spezialwerte, von denen besonders Verein. Stahlwerke, die zwischen 121,50 bis 122 mehrfach schwankten, bevorzugt blieben. Auch Rheinstahl noch höher mit 158,13 nach 157,40, im übrigen lagen die Anfangs, notierungen meist unverändert. Von später notier, ten Werten waren dement Heidelberg kräftig er« holt mit 170 (166,75), dagegen Jul. Berger 147 (148,40). Am Einheitsmarkt kamen Hartmann & Braun der gestrigen Schätzung entsprechend mit 150 (147) bei etwa 10 v. H. Zuteilung zur Notiz. Für Bankaktien erhielt sich weitere Nachfrage. Mbenbbörfe freundlich. An der Abendbörse verstärkte sich die freundliche Tendenz, obwohl das Geschäft nur teilweise etwas belebt war und auch kursmäßig keine größere Auswirkung oorlag. Jedoch lagen die meisten Papiere in Angleichung an den Berliner Schluß höher. Schlickert darüber hinaus 178,25 (177,50), Holzmann 1 v. H. fester mit 153, aber 153,75 in Berlin, ebensoviel höher Demag mit 152,50, außerdem geroan. nen Aschaffenburger Zellstoff mit 153, Rheinmetall mit 154,50, Gesfürel mit 157,50, IG. Farben mit 168,25 u. a. 0,25 bis 0,50 v. H. Von Montanwerten blieben Rheinftahl mit 157,75 (158,13) und Har- pener mit 179,50 (180) nicht ganz behauptet. Starke Nachfrage verblieb van Filialgroßbanken für Commerzbank zu 116,50 (116) und für vv-Bank zu unv. 126 bei lebhaften Umsätzen. Von Hypothekenbanken Pfälzische 108,50 (107,50), Frankfurter 121,75 (121,25), Meininger unv. 122,50. Am Rentenmarkt hatten Kommunal-Umschuldung zu 94,85 einiges Geschäft und Nachfrage. Erhöhtes Interesse zeigt sich für die morgen im Betrag von 10 Mill. Mart zum Verkauf kommenden 5prozentigen Feldmühle- Obligationen. 4,50 v. H. Krupp bröckelten 0,13 v. H. ab auf 100,13, Farben-Bonds unv. 134, ebenso Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 127,75 Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 4. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen W13 197, W16 200, W19 204, W20 206; Roggen R 12 187, R 15 190, R 18 194, R19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W13 29,70, W 16 29,80, W 19 29,80, W 20 30,15; Rog- gettmehl, Type 1150, R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Müh- lenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot, Palm- kuchen und Erdnußkuchen nicht notiert; Treber getr. 14, Höchstpreise ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel nicht notiert, Heu, alte Ernte 5,50, neue Ernte 4,60 bis 4,80, Heu, drahtgepreßt, alte Ernte 5,90, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3, dasselbe ge» bündelt 2,20 bis 2,40. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 929 Rinder (120 Ochsen, 145 Bullen, 463 Kühe, 201 Färsen), 807 Kälber, 40 Hämmel, 21 Schafe, 165 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 40 bis 50, Schafe 38 bis 46, Schweine 53 bis 57 Mark. — Marktoerlauf: Großvieh, Rinder und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe lebhaft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Deoifenmarfl Berlin - Aronkiurl a M Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt veschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Buenos Aires . Brüssel Nio de Janeiro Polen Kopenhagen... Danzig London helstngfor».... Paris....... Holland Italien....... Frankfurt a. M. Berlin Schluß, kurs Schluß'. Abenb- börse Schluß- kurs Schluß! Mittag börse Datum 3.8. 4.8. 3-8. 4.8 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 101,75 102,05 101,75 101,8 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 99 99 99 99 4*4% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1935 .. ...... — —- — — 4y2% Deutsche Retchsschahanwei- sungen von 1935, II. Folge ... 454% Deutsche Reichsichahanwei- sungen von 1936, III. Folge 99,75 99,75 99,75 99,75 99 99 99 99 5*/r% Doung Anleihe von 1930 .. —— 105,25 105 105 4%% Hessische Volksstaat von 1929 100,13 100,25 100,13 —— 4)4% Deutsche Retchspostschatz von 1934 I...................... — 100,75 100,7 4*4% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. 99,75 99,75 99,75 99,75 Reichsanleihe-Altbesttz.......... 127.45 127,45 127,4 127,5 Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten............. — — _ ?i Br>.-> Brief Yett Br,.' «e'r Bri, 1 0,752 0,756 0,752 0,756 Japan.................. 0.719 0,721 0,719 0,721 41,90 41,98 41,90 41,98 Jugoslawien ............. 5,694 5,706 5,694 5,706 0,167 0,169 0,167 0,169 Lslo ................... 62,97 6? 39 47,00 17,10 47,00 47,10 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49*05 55,32 55,44 55,34 55,46 Lissabon................. 11,25 11,27 11,255 11,275 47,00 17,10 47,00 47,10 Stockholm ............... 63.89 64,01 63,91 64,03 12,39 2.42 12,395 12,425 Schweiz.................. 57.14 57,26 57,15 57,27 5,4t' 49 5,48 5,49 Spanien.................. 16,98 17,02 16,98 17,02 9,331 1,349 9,331 9,349 Prag .................... 8,651 8,669 8,651 8,669 >37,26 137,54 137,26 157,54 Budapest................. 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 'r.M Drittes Blatt (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 5. August 1957 Gießener Arbeitsdienst Hilst den dauern nachgemessen, alle Aus der Stadt Gießen .Unter Ausschluß der im C 65 der mit wie wie um SonnenbcanÖ oder gesunde Bräunung? vw Schnell braun werden ohne Sonnenbrand - das ist die Kunst! Und doch ist es leicht, wenn Sie Nivea-Creme oder -öl benutzen! Nivea fördert die Bräunung, wehrt dem Sonnenbrand, macht „natürlich braun". immer guter Dinge. Nach täglich fünf Stunden Arbeitszeit schwingen sie sich wieder auf die Räder, fahren zurück in das Lager und nehmen dann am Nachmittag am Innendienst teil. Und der andere Morgen sieht sie wieder zu früher Stunde mit der Schaufel in der Hand nn Flutgraben, ober mit der Meßlatte Omnibusfahrl am 15. August nach Attendorn. Am Sonntag, 15. August, führen wir vorstehende Tagesfahrt durch. Der Omnibus bringt die Teilnehmer über Marburg—Biedenkopf—Kreuztal nach Attendorn. Hier haben die Teilnehmer Gelegenheit, die bekannte Tropfsteinhöhle zu besichtigen. Der Fahrpreis beträgt einschließlich Mittagessen in Atten- Bilder seiner bedeutendsten Mitglieder beigegeben sind. Ministerpräsident Klagges macht Ausführungen über die Bernhard-Rust-Hochschule in Braunschweig, von der mehrere eindrucksvolle Aufnahmen gebracht werden. Unter dem Motto „Unbekanntes von einer bekannten Insel" sind originelle Aufnahmen von Helgoland zusammengestellt, denen sich ein lebendig gestalteter Bildbericht „Boot Ahoi" von der Reichs- Seesportschule der Marine-HI. anschließt. — Aus der reichhaltigen Augustfolge von W e => stermanns Monatsheften verdient zunächst heroorgehoben zu werden die Würdigung des österreichischen Malers Herbert von Reyl-Hcmisch. Die beigegebenen farbigen Bilder lassen erkennen, daß hier eine starke Begabung von uns gegangen ist. Als ein Beitrag zur Kunst frühester Vergangenheit ist die Wiedergabe des berühmten „Goldschatzes von Pietroasa" anzusehen, der vor 100 Jahren durch einen Zufall gefunden wurde und dessen wechselvolle Geschichte Dr. Willy Krogmann erzählt. — Ein Beitrag von Dr. Hermann Dreyhaus erläutert an den Beispielen von Hamburg, Berlin und Wien geopolitische Zwangsläufigkeiten bei der Raumordnung in Stadt und Land. Fragen der Gegenwart werden berührt mit Beiträgen zum amerikanischen Philippinen-Problem von Dr. Johannes Stoye und zur Arbeit der rumänischen, wissenschaftlichen und sozialen Bewegung von Dr. G. A. Küppers (Sonnenberg). Die vielen farbigen Abbildungen vermitteln einen Eindruck von der rumänischen Buch-Illustration. Eine anschauliche Naturbetrachtung mit schönen Raupen- und Schmetterlingsbildern gibt der Aufsatz „Blumengäste und Blumenverwüster" von Prof. Dr. E. M. Hering. Der sommerliche Roman von Konrad Beste, Erzählungen, Betrachtungen und Bilder zu Kunst und Leben vervollständigen den reichen Inhalt dieses Heftes. — Das neue Heft der „Siren e", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, zeigt in einem großen Bildbericht interessante Flugzeuge der deutschen Luftwaffe und erzählt von der Art und den Aufgaben der einzelnen Flugzeuggattungen. Das Heft bringt außerdem Abbildungen von Amtsträgern des Reichsluftschutzbundes in einem Schwäl- mer Dorf, die alle ihre alten Volkstrachten tragen. Bildberichte erzählen vorn Gas- und Luftschutz in England und in Prag, von einem Flug über China, vorn Hochsommer in deutschen Landen. „Wir bauen einen Schutzraum" heißt diesmal die Fortsetzung der Artikelreihe „Unser Haus wird luftgeschlltzt". Erkenntnis der Bedeutung dieser Arbeit der Arbeitsdienstmänner notwendig, zu wissen, daß eine große Fläche Landes, das an diesen Vorflutgraben angrenzt, völlig versauert ist. Zum größten Teil ist das Land als Wiese genutzt, da kaum etwas anderes darauf wachsen will. Und selbst das Gras, das von diesen Wiesen geerntet werden kann, will das Vieh nicht recht fressen, so daß es die Bauern verschiedentlich nur als Einstreu verwenden konnten. Die Ursache für diesen Uebelstand war darin zu sehen, daß ein Graben, der diese Fläche von vielen Hektar Größe durchzog, mit seiner Sohle nicht tief genug lag, so daß das Wasser nicht abfloß, die Drainagen, die zu diesem Graben führten, im nassen Erdreich versackten und be> weitem ihren Zweck nicht mehr erfüllten. So versauerte das Land immer mehr. Der bisherige Flutgraben wurde mehr und mehr zu einem kläglichen Rinnsal, dessen Ränder hohes Schilf säumte — charakteristisch für sumpfiges Land ... Nun also ist der Arbeitsdienst dabei, grundlegend Wandel zu schaffen. Vielmehr: die Arbeit steht vor dem Abschluß! Der Flutgraben ist nahezu fertig. Kilometerweit, zum großen Teil schnurgerade, zieht sich der Graben durch die Landschaft. Durchschnittlich kommt seine Sohle bis zu 70 cm tiefer zu liegen, als die Sohle des Grabens, der bisher selbst als Laie einen denkbar guten Eindruck gewinnen. Schnurgerade zieht sich der Graben durch die Wiese, tadellos sauber ist das Bachbett ausgearbeitet und zum Teil mit Holzstangen (insbesondere an den Stellen, an denen der Bach eine Kurve zeigt), im immer gleichen Winkel steigen die Ufer an. Es ist dem Graben anzusehen, daß er auch einer starken Beanspruchung gewachsen ist. Die Bauern selbst, denen die Auswirkung des großen Arbeitsvorhabens zugute kommt, haben die Fortschritte mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und äußern oftmals ihre helle Freude über das sinnvolle Werl. Mit der bäuerlichen Bevölkerung verbindet die Arbeitsdienstmänner ein überaus herzliches Verhältnis. Kaum findet in Hattenrod, in Harbach, in Ettingshausen oder in Lindenstruth ein ländliches Fest statt, zu dem nicht die Arbeitsdienstkameraden eingeladen würden. Leider ist es ihnen infolge ihres Dienstes nicht immer möglich, dabei zu sein. Kürzlich ließ die Gemeinde Harbach d» jungen Kameraden einmal wissen, daß einige Fässer Bier bereitstünden — gerne wären die Arbeitsmänner dabei gewesen, aber der Dienst im Lager geht vor ... Tag für Tag stehen die jungen Volksgenossen im Dienst an der Mutter Erde. Unbarmherzig brennt in diesen Tagen die Sonne hernieder. Weit und breit ist kein Baum und kein Strauch. Nur mit Stiefeln und der Arbeitshose bekleidet, stehen die Kameraden im Graben. Die Sonne hat sie alle tief- braun gbrannt. Trotz der harten Arbeit sind sie aber >2 \ Vie deuMe Arbeitsfront •rS'i? n.9.=Öemcinf(haft „ftraft öurth kreude" Gtrohwitwerzeit. Offen gestanden: für einen Mann ist es zunächst ein Unglück, die Bürde des Strohwitwerdaseins für einige Zeit auf sich zu nehmen. Deine Frau will mit den Kleinen zu den Verwandten aufs Land. Ob du das Opfer bringen könntest, die paar Wochen allein zu bleiben? Du wirfst dich in die Brust: aber selbstverständlich, allemal, oder sollte man dich etwa für einen Rabenvater halten? Nein, du bist kein Rabenvater, und deshalb winkst du frohbewegt mit dem Taschentuch, während der Zug langsam aus der Bahnhofshalle rollt. Der Anfang ist gemacht, dein Strohwitwertum hat begonnen, und beschwingten Schrittes gehst du vom Bahnsteig zum Wartesaal, um mit einem großen Hellen der Tatsache die erforderliche Ehre anzutun. Dabei wirst du zusehends munterer, die Lust zum Pläneschmieden kommt dich an: es ist doch eine prachtvolle Sache, so zu sitzen und Ueberlegungen anzustellen, ohne nach der Uhr schauen zu müssen. Ob man nicht gleich mal Freund Albert anrufen soll? Oder den Vetter Otto? Jedenfalls läßt sich für den Abend etwas unternehmen, denn der ist ein Narr, der die Feste nicht feiert, wie sie sollen. Für die ersten Tage währt der Zustand der festlichen Freude. Es geht nichts über frohe Geselligkeit, und schließlich kann kein Mensch von dir verlangen, daß du abends in deiner Wohnung allein hocken bleibst, uni Trübsal zu blasen. Aber am Ende der ersten Woche erreicht dich ein mahnender Brief. Ob du auch genügend die Wohnung lüftest? Ob das Unkraut im Garten gejätet und im Wohnzimmer immer Staub gewischt wird? Nicht zu vergessen: Hänschen, der Kanarienvogel, braucht täglich frisches Wasser und Futter. Die Blumen auf der Fensterbank sind regelmäßig zu begießen, die Kakteen nur alle paar Tage, das fleißige Lieschen jedoch tagtäglich. Erfreut bist du über diese Mahnungen nicht. Sie sind entschieden etwas unbequem. Aber sie lassen sich nicht so einfach beiseiteschieben, wie etwa das Bettenmachen oder das Geschirrabwaschen. Allerdings: Ganz so bequem, wie du es dir vorgestellt hast, ist es mit dem Strohwitwerdasein doch nicht. werden will, oder ob es der Handarbeiter aus einem Jndustriewerk, der junge Handwerker ober kaufmännische Angestellte ist, jeher muß sich ber Schaufel auseinandersetzen, muß lernen, man den Spaten am besten in die Hand nimmt, man ihn führt. Rasch haben sie alle begriffen, ____ was es geht. In kurzer Zeit wurden sie an ihrer Baustelle zu vollwertigen Arbeitern, die den Hilfskräften, wie sie vielleicht der Bauunternehmer zur Verfügung hat, kaum nachstehen. Das Erdreich wird also zunächst in Stufen aus- gehoben, und dann wird nach einem bestimmten Söinfel das vorgesehene Profil des Grabens her- gestellt. Immer wieder wird mit einem festen Winkel und der Wasserwaage nachgemessen, alle Unebenheiten werden beseitigt, so daß sich schließlich dem Auge saubere glatte Flächen barbieten, bie anschließend mit Rasenstücken befestigt werden..... .... v- „ ; - „£ x , Auf weite Strecken zeigt sich der neu geschaffene die eigene Arbeit kritisch überprüfend, die auch vor Graben in feiner endgültigen Form. Wer Gelegen- vielen anderen Augen einer Prüfung standhalten heit hat, die bisher geleistete Arbeit anzusehen, wird |muß und — standhalten kann. Iu unseren Bildern: Oben links: Arbeitsdienst bei der Meliv- rationsarbeit. Es wird genaue Arbeit geleistet. Noch Höhenfestpunkten wird die Tiefe der Sohle nachgemessen. Im Hintergrund das Dorf Hattenrod. Oben rechts: Beim wohlverdienten Frühstück. Ausgehobene Rasenstücke bieten einen angenehmen Sitzplatz, lieber den Arbeitsmännern flattert ter Wimpel, ber jeben Morgen an bie Arbeitsstätte mitgenommen wird. Neben st ehend: Bei ber Arbeit im Graben. Das Bild zeigt das endgültige Profil. (Aufnahmen [3]: Neuner, Gießener Anzeiger.) bestand und seinen Zweck io schlecht erfüllte Der Arbeitsdienst schafft dabei nach Plänen des Hessischen Kulturbauamtes Gießen, bie den Führern an die Hand gegeben sind, so daß sie durchaus selbständig arbeiten können Nun wäre es ein Irrtum, zu glauben, daß es eine recht einfache Arbeit fei, einen solchen Flutgraben zu ziehen. Vielmehr ist erheblich mehr zu beachten, als der Laie vielleicht annehmen mag. Die Führer der Arbeitsdienstkameraden haben hier eine verantwortungsvolle Arbeit zu leisten, denn die aufgewandte Zeit und die Unkosten dürfen nicht vergeblich gewesen sein. Systematisch und in Stufen roiro das Erdreich abgehoben. In bestimmten und genau feftgelegten Abständen schaffen die Kameraden nebeneinander. Von jedem wird erwartet, daß er ein ganz bestimmtes Maß von Arbeit leistet. Da wird kein Unterschied gemacht. Jeder der jungen Kameraden, ob er nun Student an der Universität mit weit ossengerissenen Augen auf den Baurn starren. Arn Mittag kam er selbst und brachte mir Much und Eier. Die Knechte und Mädchen wären noch auf dem Felde, sagte er, um sich zu entschuldigen. Er war wie umgewandelt und lud mich schließlich ein, ihn doch mal abends gemütlich zu besuchen. Am nächsten Morgen kam der Förster, grüßte über den Zaun, kam herein und blieb wie zufällig vor dem Baum stehen. „Saubere Arbeit!" sagte er. „Und in drei Minuten. Das können meine Waldarbeiter auch nicht besser." Wir plauschten noch eine Weile, und dann ging er hochbefriedigt, nachdem er mich zum Samstag in die „Sonne" eingeladen hatte. „Man muß sich doch ein bißchen kennen lernen, wenn man hier zusammen wohnen soll." Natürlich war ich am Samstag in der „Sonne" und wir haben uns alle sehr cut kennengelernt. Der Schulze bestellte ein Hochzeitsgedicht für feine Tochter bei mir, das ich natürlich selbst aufsagen soll. Nachbar Fink bat mich, seinem Heini, der in der Schule nicht so recht voran will, doch mal gelegentlich auf die Finger zu gucken, und der Förster fand nach der sechsten Runde, daß „Federfuchser" ein sehr anständiger Beruf fei. Und wenn ich am nächsten /Samstag erzählen werde, daß ich die Fichte in der Macht vorher schon zur Hälfte angefägt habe, werde ich bestimmt die Lacher auf meiner Seite haben Und das ist das Beste, was einem unter Nachbarn geschehen kann. Zeitschriften. — Die „Jllustrirte Zeitung Leipzig" behandelt in ihrem Heft vom 5. August das neue Griechenland. In Bild und Wort wird gezeigt, was das griechische Volk seit der Umwälzung vom 4. August 1936 geschaffen und geleistet hat. Besonders hervorgehoben sind die Persönlichkeiten König Georgs II. und seines Ministerpräsidenten Metaxas, deren Wirken die Aufwärtsentwicklung des griechischen Staates in erster Linie zu danken ist. W. K. von Nohara zeigt uns an dem Beispiel des Bauernstandes, daß die Forderung „Schönheit der Arbeit" auch im japanischen Wirtschaftsleben zur Durchführung gelangt, lieber Bedeutung und Aufgabenbereich der Deutschen Akademie für Naturforschung in Halle unterrichtet ein anläßlich des 250. Jubiläums des Institutes veröffentlichter Artikel, dem die Jeden Abend schmecken die Bratkartoffeln auch nicht gerade, und jeden Abend hat weder dein Freund Albert, noch dein Vetter Otto Zeit zum Ausgehen, was übrigens auch an Reiz einbüßt, wenn es häufiger geschieht. Und siehe da: In der zweiten Woche sängst du an, die Tage zu zählen, die noch an der Rückkehr der Ausgeflogenen fehlen. Du findest den Zustand nicht mehr verlockend, wenn sich im Küchenschrank keine saubere Tasse mehr vorfindet und es überall egalweg nach angebrannter Milch riecht, von dem Kunterbunt im Schlafzimmer gar nicht zu reden. Weshalb du das Ende der hoffnungsvoll begonnenen Strohwitwerzeit mit einem Seufzer der Erleichterung hinnimmst und erst wieder ganz zufrieden bist, wenn der Betrieb deiner Häuslichkeit im altgewohnten Geleise verläuft. H. W. Sch. Vornotizen. Tageskalender für Donnerstag. sagen: Verschwinde hier bloß wieder, mein „Sieber. Du verschandelst die ganze Gegend ... „Ja", sagte ich. „Post Erlege ich eine ganze Menge: ich lebe sozusagen von der Post." „Auch ein Leben", brummte Bauer Fink und ließ mich stehen. Dieses erste Zusammentreffen war nicht gerade sehr ermutigend. Auch der Förster, mein nächster Nachbar, hatte von mir gehört und sich, wie deutlich in seinen Augen stand, als er mich grüßte, schon ein ähnliches Urteil gebildet, wie Freund Fink Die Folge davon war, daß ich am Samstag in der „Sonne allein hinter meinem Bier sitzen mußte und ab und zu mit einem spöttischen Blick vom Tisch der Dorfhonoration bedacht wurde. Es war sehr ungemütlich, und ich verschwand bald, um Bauer Fink, dem Förster und ihren Freunden Gelegenheit zu geben, ihre Ansichten über den Schreiber und Federfuchser auszutauschen Sonntag Nacht gab es einen heftigen 8ruh|ahrs- fturm, der auf meinem Grundstück eine stachlige Fichte lockerte. Sie lehnte sich gegen ihren Nachbarbaum. den sie wahrscheinlich, rmnn sie beim nächsten Sturm fiel, mitreißen würde. Der Baum mußte umgelegt werden. Als ich mir den Schaden besah, kam Bauer Fink mit Eggen auf feinen Weizen- schlag vor meinem Häuschen. Er erfaßte nut einem schnellen Blick die Situation. „Na, Herr Nachbar, der Baum muß weg. Lassen Sie sich mal em paar kräftige Männer kommen", sagte er und sonderte förmlich Schadenfreude ab. „Och, das mache ich morgen früh schon alleine" antwortete ich, so ge- B mk möglich. „5)ü!" fgte Sauerffmt und trieb feine Pferde an. Es lohnte sich ihm wahrscheinlich gar nicht über meine Anmaßung em Wort 3UMm Dienstag früh war ich fefjon früh auf d-n Beinen. Als ich meinen Nachbarn mit seinen Eggen auf das Feld einbiegen sah, kam uh mit Sage und Art aus dem Häuschen und machte mich gelaßen an die Arbeit. Bauer Fink sah, daß ..ch keine No iz von ihm nahm und schaute neugierig zu. Fröhlich vieisend zog ich die Säge durch 6en mächtigen Stamm Es dauerte nur ein paar Minuten, bann stund ich auf, schlug mit ein paar kra, Ligen Axt- hiPhen eine £erbe unb half mit einem eichten Tritt nach Rauschend und prasselnd legte sich die llebziaWge Fichte um. Als sei nichts Besonderes nahm ich mein Handwerkszeug und ver- nnh im fiaus Vom Fenster aus ah ich bann ' 'Len NachLn an Lein Zaum stehen und Der neue Nachbar. Don Walter Kasten. Seit vierzehn lagen wohne ich in einem idylli- fdten Häuschen, das ich dem ehemaligen Sagbpach- ter abgemietet habe. Ich ^hl-mich fchon recht wohl, hier Das Rauschen bes Waldes, bie Yeiferen Schreie der Häher, der zisthende Warnungsrui der Eichhörnchen, der Lerchen,übet ist meinen Lyren vertraute Musik. Die bunte Schar ber Meisen uno Ich N"ch cin 6.» W.ilch ÄS» s'“ funben haben möchte. Zuerst habe ich die aber schließlich ist ^e letzte Hemmung^ mir das Heimischwerben zu v Sichtweite verwohne nämlich nicht allem hie . Minuten streut, liegen einige Bauernhöfe £ peelen, zu enffert ein Dorf mit einigen hundert beeten, denen ich nun gehöre. Es war nicht ganz hinweg, bis zu ben trauifch, halb neugierigen Kl » nun leben Menschen vorzudrmgen, mit denen bem will. Unb bsi meinem nächsten Arbeit zu Bauer Fink hatte ich em schw f r. ging ich 3U leisten. Drei Tage nach meiner Ankunft ging ihm. Ob er mir Milch unb G«r «en fragte ich. „Ja", sagte er, "das im Jagdhaus Sie find doch wohl ber Neue, ■rfUCfJer?" Das wohnt, ber Schreiber, was, der Fede^ucy^ sollte ein Scherz stm, abe 3« Federfuchser" Verachtung zutage die er iur „Habe hegte. ,,Jawohl" 'Suhrer fort rfne den schon von Ihnen gehört , fuhr er ^^ren. „Der spöttisch überlegenen Ausdruck zu a Sonne" zu Briefträger sagte gestern abend m ver ^cke mir: Na, Fink, Ihr seid I« letzt ne g ^iftfteüer da hinten. Jetzt habt Ihr sogar ™n Dörfer da. Der kriegt mehr Post, al me n^ b(.^e mld) zu ammen." Dann lachte als wollte er •aus seinen hellen, kleinen Augen an, Gloria-Palast, Seltersweg: „Unter Ausschluß bi Öffentlichkeit". — Deutsche Werkstoff-Ausstellung i Saale ber Liebigshöhe von 10 bis 20 Uhr. An jedem Werktagmorgen schwingen sich in unserem Gießener Arbeitsdienstlager ,Lustus von Liebig" 45 Arbeitsmänner und 2 Führer auf ihre Fahrräder und machen sich auf den Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Jeden Morgen fahren sie in ihrer fröhlichen und tatbereiten Gemeinschaft über Rödgen, Großen-Buseck unb Reiskirchen nach Hattenrob, stellen dort die Räder unter und begeben sich bann an ihre Arbeitsstelle, um sich mit ber Schaufel in der Hand an einem Werke zu betätigen, bas im letzten Sinne der Gemeinschaft unseres Volkes bient. Seit April bes vorigen Jahres sind 45 Mann unseres Arbeitsdienstlagers mit einer großzügigen Meliorationsarbeit beschäftigt, die sich für die bäuerliche Bevölkerung der dortigen Landschaft insofern günstig auswirken wird, als ein verhältnismäßig großes Gebiet durch den Bau eines großen Vorflutgrabens entwässert werden und dadurch in seinem Werte gesteigert wird. Dieser Vorflutgraben, der gegenwärtig unter den Händen der Gießener Arbeitsdienstmänner entsteht, durchzieht eine flache Senke unweit von Hattenrod und bildet die Grenze zwischen den Gemarkungen von Hattenrod, Harbach, Ettingshausen, Lindenstruth und Saasen. Fünf Gemeinden also sind an diesem nutzbringenden Vorhaben interessiert. Es ist zum besseren Verständnis und zur vollen dorn RM. 7,25. Anmeldungen müssen umgehend auf der Kreisdienststelle erfolgen. Rheinfahrt am 15. August 1937. Die Teilnehmergebühren für diese Fahrt müssen bis zum 6. August 1937 auf der Kreisdienststelle bezahlt werden, andernfalls wir anderweitig über die bestellten Karten verfügen. 5136D BOM -Umergau 116. Zur Theaterprobe „Bardowiek" treten die von -den Gruppenführerinnen ausgesuchten Mädel am Donnerstag, 5.8., um 19.45 Uhr am Stadttheater in Kluft an. Professor Dr. Kuhn t- Am gestrigen Mittwoch verstarb nach langem, schwerem Leiden in Bad Tölz der langjährige Direktor des Hygienischen Instituts unserer Universität, Professor Dr. med. und jur. h. c., Generaloberarzt a. D. Philalethes Kuhn im 67. Lebensjahre. Prof. Dr. Kuhn war u. a. mit dem Ehrenzeichen von 1923 des Gaues Sachsen der NSDAP, ausgezeichnet, 'da er einer der wenigen Hochschullehrer war, die sich schon viele Jahre vor der Machtübernahme in die Gefolgschaft des Führers einreihten und mit unermüdlicher Tatkraft und zähem Willen für die Ziele Adolf Hitlers einsetzten. Seit 1926 war Professor Kuhn Inhaber des Lehrstuhls für Hngiene an der Universität Gießen. Bei seinem Ausscheiden aus dem Amt wegen schwerer Erkrankung im Juni 1935 wurde Professor Kuhn von dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler mit einem persönlichen Brief geehrt, in dem der Führer u. a. sagte: „Ich benutze diesen Anlaß, Ihnen für Ihre erfolgreiche akademische Wirksamkeit, die leider viel zu früh das Ende erreicht, meine Anerkennung auszusprechen. Ich verbinde damit meinen besonderen Dank für die Verdienste, die Sie sich in Ihrem Wirken um das Lebendigwerden des Nationalsozialismus insbesondere an Ihrer Lehrstätte und damit auch für unser Volk erworben haben." Nach seinem Uebertritt in den Ruhestand verblieb Professor Kuhn weiter in Gießen, bis er sich mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand nach Bad Tölz begeben mußte. Wir werden auf das Leben und Wirken des nunmehr Verewigten morgen noch zurückkommen. Meldung zum Arbeitsdienst für die weibliche Lugend. NSG. Zum 1. Oktober können in erhöhtem Maße Einstellungen in den Reichsarbeitsdienst, Arbeitsdienst für die weibliche Jugend, vorgenommen werden. Damit die Einstellung erfolgen kann, müssen die Meldungen bis spätestens 15. August 1937 vollständig hei der Bezirksleitung XI/Hessen, Wiesbaden, Nheinstraße 78, vorliegen. Antragsformulare und Merkblätter sind bei den Ortspolizeibehörden und der Bezirksleitung XI/Hessen, Wiesbaden, Rheinstraße 78, erhältlich. Die GießenerManne-HZ. im Zeltlager. Von der Gießener Marine-HJ.-Gefolgschaft 116 im Zeltlager Miltenberg wird uns geschrieben: Wir können ruhig bekennen, daß wir alle mit gemischten Gefühlen in das Zeltlager gegangen sind; nicht allein unser Lagerführer. Aestere Kameraden verstehen es blendend, mit uns umzugehen, so daß eine richtige Volksgemeinschaft und gute Kameradschaft entstanden ist. Um 6 Uhr weckt unser Spielmannszug mit dem Liede „Freut euch des Lebens", und fünf Minuten später sind wir schon beim Frühsport, der 20 Minuten dauert. Dann ist Waschen und Zeltebauen. Nach der Zeltaufklarung ist um 8 Uhr Flaggenparade. Dann beginnt der Dienst, abwechselnd zwei Stunden Schwimmen und politische Schulung, hierauf Rudern, Winkern, Seemannschaft und Sport. Allmählich stellt sich eine gewisse „Raumleere" ein. Um 12 Uhr wird nach der Postausteilung gemeinsam das Mittagessen eingenommen, das immer sehr gut und reichlich ist. Bis 14.30 Uhr ist Mittagsruhe, dann gibt es Kaffee mit Marmeladebrot. Um 15 Uhr beginnt wieder der Dienst. Jetzt wird wieder geübt, um das Leistungsabzeichen erwerben zu können. Wir Gießener haben durch unseren Gefolgschaftsführer schon soviel gelernt, daß wir alle das HJ.- Leistungsabzeichen hier im Lager bestehen können. Diesmal dauert der Dienst bis 18.30 Uhr. Zwischendurch ist noch Gelegenheit zum Segeln und Wellenreiten, das uns Gießener besonders Spaß macht, weil uns dies in Gießen noch fehlt. Um 19 Uhr Susannes Tochter. Vornan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin W 35 16 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sabine schlägt die Augen auf und sieht Michailow beinah strahlend an: „Es wird auch mit der Liebe nicht allzu viel wert sein. Im Gegenteil, dann kommen die großen Konflikte und die bitteren Enttäuschungen, und da-nn ist alles nur noch schwerer." „So? Wer hat Ihnen denn diese Weisheit beigebracht?" Sabine zögert einen Augenblick. „Von meiner Mutter", sagt sie dann leise. Michailow verzieht den Mund: „Mütter sagen so etwas allerdings manchmal, aber nur, um ihre kleinen Mädchen zu schützen." „Und abgesehen davon, daß es meine Mutter gesagt hat", trotzt Sabine, „abgesehen davon, ist es auch meine eigene Ueberzeugung." „Wie Sie sich selbst belügen, Fräulein Lorenz! Alles das reden Sie sich doch nur ein, weil Sie Anast haben." „Angst? Wovor denn?" Michailows Augen glänzen noch intensiver in die ihren hinein: „Vor sich selber. Weil Sie die Sehnsucht nach Liebe, die in Ihnen schläft, nicht aufkommen lassen wollen." „Und woher wissen Sie das?" Michailow legt sacht seine Hand auf Sabines Arm: „Man fühlt es Und man kann es, wenn man ein Mann ist, in Ihren Augen lesen", sagt er weich. Sabines Arm liegt unter seiner Hand wie erstarrt. Wenn er sie doch wieder wegnähme! Voll Geringschätzigkeit antwortet sie: „Alles nicht wahr! Alles falsch! Was ist das überhaupt für ein dummes Wort: Sehnsucht ..." Aber sie wagt doch nicht, Michailow länger anzusehen, und über ihr Gesicht zieht vom Hals her eine helle Röte. Michailow lächelt und sieht sie unentwegt an. „Ich wünschte, ich wäre Herr Lyk ..." nimmt er das Gespräch wieder auf. wird wieder die Post ausgeteilt, dann das Abendbrot eingenommen, und um 20 Uhr ertönt schon die Stimme unseres Lagerführers: „Seid ihr noch nicht auf dem Thingplatz." Hier ist bis 21 Uhr Heimabend. Entweder wird gesungen, oder die älteren Kameraden erzählen etwas von ihren Kriegserlebnissen, das uns Jungens ganz besondere Freude macht; auch steigt einmal ein bunter Abend mit Lagerzirkus, bei dem allerlei „Getier", Vorträge, Rezitationen usw. steigen. Viele Gießener haben uns im Lager besucht, auch waren IM., BDM. und viele HI.-Gliederungen da. In Landurlaub waren wir, und morgen fahren wir mit den Ruderbooten, die von dem Motorboot geschleppt werden, zum Besuch eines HJ.-Zeltlagers nacht Stadtprozelten. Donnerstag und Freitag werden die letzten Lei- stungsabzeichen abgenommen. Am Samstag um 18.45 Uhr werden wir alle gesund und munter wieder in Gießen eintreffen. Zum Schluß haben wir alle den einen Wunsch, daß dieses Zeltlager im nächsten Jahre unter derselben Leitung vom Gebietsführer wieder eingerichtet wird, denn wir als Sonderformation haben hier das gelernt, wozu wir in unserem Standort nicht viel Zeit und wenig Gelegenheit haben. Wir sprechen an dieser Stelle der Gebietsführung Hessen- Nassau und allen Führern unseren Dank aus für den interessanten Dienst, das gute Essen und das schöne Lager. Wir versprechen, im nächsten Jahre wieder hundertprozentig im Marine-HJ.-Zeltlager zu erscheinen. polizeiliche Verkehrserziehung. Die Gießener Polizei schritt in der Zeit vom 23. bis einschl. 29. Juli gegen folgende Verkehrssünder ein: gegen Radfahrer: Verwarnungen und Belehrungen 26, Anzeigen 50; gegen Führer von Kraftfahrzeugen: Verwarnungen und Belehrungen 8, Anzeigen 63; gegen Fußgänge r^: Verwarnungen und Belehrungen 32, Anzeigen 7. Falsche Ein-Reichemarlstücke aus Reinnickel. DNB. Seit einiger Zeit sind, und zwar hauptsächlich in Schlesien, Fälschungen von Ein-Reichs- martftüden aus Reinnickel aufgetaucht, die gut gelungen sind. Sie tragen die Jahreszahl 1933 und das Münzzeichen E, ferner 1934'A. 1934/J, 1935/A, 1935/E, sowie 1936 A. Im Gegensatz zu den echten blanken Stücken sind die Falschstücke matt und fettig. Die Striche der Buchstaben und Zahlen Haven keine Schärfe, sondern abgerundete unscharfe Kanten. Besonders unscharf ist die Wertziffer „1" und der Adler. Die an den Eichenzweigen hängenden Blätter und Eicheln und die Perlen des Perlenkreises sind vielfach unvollkommen. Nähere Einzelheiten und die photographische Wiedergabe der Fälschungsmerkmale können bei allen Reichsbankanstalten eingesehen werden. Für die Aufdeckung der Falschmünzerwerkstatt und dahinführende Angaben hat der Reichsfinanzminister eine Belohnung bis zu 500 Reichsmark ausgesetzt. Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt die Reichszentrale für Bekämpfung von Geldfälschungen in Berlin W. 8, Französische Straße 33, und jede örtliche Polizeibehörde entgegen. Monatsversammlung der Gießener Werbefachteute in der NGAOW. Nach zweimonatiger Pause hielt am gestrigen Abend die Ortsfachschaft Gießen-Wetzlar der Werbefachleute in der NSNDW. im Restaurant „Zum Andres" wieder ihre Monatsversammlung ab. Der Leiter der Ortsfachschaft B r i v l a begrüßte die Erschienenen und überbrachte die Grüße der Reichsfachschaft, die er kürzlich in Berlin besucht hatte. Nach einigen mehr organisatorischen Bekanntmachungen wurde über das im Herbst in Berlin statt- findende Reichstreffen der Reichsfachschaft gesprochen und die Teilnahme daran sehr empfohlen. Dann gab der Ortsfachschaftsleiter bekannt, daß im nächsten Manat die Ortsfachschaft Gießen-Wetzlar einen Film zeigen werde, den ein Werbefachmann, der an einer Studienreise der Reichsfachschaft nach Amerika teilgenommen hat, selbst drehte. An dem geplanten Filmabend soll ferner der Film der letzten Olympiade laufen. Im Verlauf des Abends wurden noch die Beitragsregelung, Lehrlingsprüfung und Lehrverträge eingehend besprochen. Besonders hervorgehoben wurde, daß in Frankfurt eine Schule für Ge- Sabine richtet sich auf: „Herr Lyk?" „Ja, weil er in jeder Stunde des Tages mit Ihnen zusammen sein kann, wenn er es will." „Daraus wird Herr Lyk sich verflixt wenig machen! Da keinen Sie ihn aber sehr schlecht!" „Wissen Sie so genau, daß er sich nichts daraus macht?" Sabine legt die Hände um die Knie und wiegt sich dabei leise mit dem Oberkörper: „Ja, sehr genau. Es gibt keinen kälteren Menschen als Herrn Lyk, und dann--sie winkt belustigt ab und lacht leise auf. Auch Michailow hat sich aufgesetzt: „Nun, bann ist es ja gut, und bann habe ich auch ben Mut, Ihnen etwas zu gestehen: ich habe im Anfang gebucht, baß Sie Lyks Freundin sind." Sabine zuckt hochmütig die Schultern und sieht an Michailow vorbei. Er wartet auf eine Antwort, aber da sie weiter schweigt, neigt er sich zu ihr hin, und seine Stimme hat einen dunklen Klang, als er jetzt sagt: „Ich bin sehr glücklich, daß ^s nicht so ist. Mit ansehen zu müssen, wie so ein alter kaltschnäuziger Mann solch süßes junges Glück genießt, das hätte ich nicht ertragen ..." Sabine fühlt sich teils unangenehm berührt, teils von Michailows Stimme und seiner Nähe angezogen. Wenn er sie nur nicht so sonderbar ansehen wollte. Wenn nicht dieses beunruhigende Glänzen in seinen Augen wäre! Ganz plötzlich wird ihr bewußt, wie allein sie hier auf der stillen Almwiese mit diesem Mann ist. Kein Haus weit und breit, kein Mensch, kaum ein Laut. Vor ihr ragt die gigantische Kette der Berge auf, hinter ihr steht dunkel und verschlossen der Wald. „Was denken Sie denn jetzt?" fragt Michailow schließlich halblaut und beugte sich noch näher zu ihr. Sabine springt hastig auf: „Was ich denke", sagt sie mit erzwungener Ruhe, „ach, etwas ganz Naheliegendes: daß wir weitergehen wollen. Ich möchte so gern noch zu dem berühmten Bildstöckl, von dem Sie mir erzählt haben." Bei diesen Worten verlöscht das Glänzen in Michailows Augen, er spürt instinktiv, daß Sabine brauchswerberlehrlinge eröffnet worden ist. Die Lehrlinge der Ortsfachschaft Gießen-Wetzlar können nun von diesem Winter ab die wöchentlich einmal stattfindenden Kurse dort kostenlos besuchen. Im Interesse eines gegenseitigen Erfahrungsaustausches und der Weiterbildung wird die Ortsfachschaft während der Wintermonate einige Unterrichsabende abhalten. Der letzte Punkt der Besprechung betraf die Reinerhaltung des Berufsstandes, die Frage des Nachwuchses und die wirksame Bekämpfung der Schwarzarbeit. Nach einer angeregt verlaufenen Aussprache, schloß der Ortsfachschaftsleiter die Monatsversammlung mit dem Gruß an den Führer. Am ersten Sonntag im September werden sich die Gießener und die Wetzlarer Werbefachleute in Wetzlar bei einer Zusammenkunft treffen. Gießener Wochenmarftpreife. * Gießen, 5. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,69, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, kg 9 bis 12, Weißkraut 8, Rotkraut 9 bis 12, gelbe Rüben 9 bis 12, rote Rüben 8 bis 15, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 12 bis 22, gelb 15 bis 22, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 12 bis 22, Zwiebeln 10 bis 12, Pilze 45 bis 50, Kartoffeln, neue, Vi kg 5 Pf., 5 kg 50 Pf., 50 kg 4,50 bis 5 Mark, Frühäpfel, XA kg 25 bis 38 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfirsiche 35 bis 45, Brombeeren 30 bis 35, Preiselbeeren 35 bis 38, Dörrobst 20 bis 38, Heidelbeeren 34, Pflaumen 17 bis 35, Zwetschen 28 bis 30, Mirabellen 35 bis 41, Renekloden 30 bis 35 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 10 bis 47, Salat 8 bis 9, Salatgurken 4 bis 20, Einmachgurken 1% bis 2, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. * ** Justizpersonalien. Der Oberlandes- gerichtsrat Dr. Karl Lang beim Oberlandesgericht Darmstadt wurde mit Wirkung vorn 1. August als Landgerichtsdirektor an das Landgericht Mainz versetzt. — Der Gerichtsassessor Dr. Ernst G u y o t in Vilbel wurde mit Wirkung vom 1. August zum Amtgerichtsrat beim Amtsgericht Vilbel ernannt. ** D i e n st j u b i l ä u m. Am heutigen Donnerstag, 5. August kann der Generalagent Kaspar Henkel, Kaiserallee 14, auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Viktoria-Versicherung zurückblicken. ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Tage feiert der Arbeiter Ludwig Rock aus Haufen bei Gießen bei den Gail'schen Tonwerken sein silbernes Arbeitsjubiläum. Herr Rock ist in diesem Betriebe seit 25 Jahren als Sortierer beschäftigt. Er hat sich Ivährend dieser Zeit die Zufriedenheit und Achtung der Betriebsführung erworben, und mit allen Mitarbeitern pflegt er gute Kameradschaft. Durch die Firma und seine Arbeitskameraden wurde der Jubilar an seinem Ehrentage entsprechend gefeiert. ** Mieterjubiläum. Die Familie Steuersekretär a. D. Willi Stork wohnt seit einem Vierteljahrhundert in dem Hause des Justizoberwachtmeisters i. R. Franz Andres, Bruchstraße 26, in bestem Einvernehmen mit dem Hausbesitzer. In dem seit 35 Jahren stehenden Hause haben bisher nur zwei Mieterwechsel stattgefunden, und zwar einer infolge Versetzung eines Eisenbahnb'mmten nach auswärts und einer wegen Ankaufs eines Hauses. Ein schönes Zeichen gegenseitiger Rücksichtnahme und Achtung. Der „Tag der Wehrmacht" für die Hitler-Urlauber-Kameradschast „Deutschland" in Gießen. Zu einem erlebnisreichen Tag der Hitler-Urlauber- Kameradschaft „Deutschland" in Gießen wurde der gestrige Tag der Wehrmacht. Neben den außerordentlich vielseitigen und abwechslungsreichen Einblicken in ben Dienstbetrieb der Soldaten war es besonders auch das kameradschaftliche Entgegenkommen der Offiziere und Mannschaften, das die Gäste aus dem Reiche in hohem Maße begeisterte. Wiederholt wurde das freundschaftliche Zusammenarbeiten der Garnison mit der politischen Leitung und der NSV. in Gießen als vorbildlich bezeichnet und dankbar anerkannt. Schon der Beginn des Tages war ein verheißungsvoller Auftakt. Kameradschaftsführer H e l l- w i g erstattete zunächst Meldung an den zum Empfang und zur Begrüßung der Gäste erschienenen Standortoffizier, Major Lange, der anknüpfend an den Begrüßungsabend im Studentenheim die Gäste der Garnison Gießen herzlich begrüßte. Er gab der Freude Ausdruck, daß die Gießener Wehrmacht den Kameraden im Braunhemd einmal einen Einblick in ihren soldatischen Dienstbetrieb zu bieten Gelegenheit bekomme und sprach die Hoffnung aus, daß dieser Ausschnitt aus dem Soldatenleben das gegenseitige Verständnis fördern und die politischen Soldaten des Führers in ihrem Dienst ermuntern möge, den Gteift der Wehrfreudigkeit und der Wehrhaftigkeit im Volke zu fördern und damit der gemeinsamen Aufgabe, die Sicherheit des Reiches zu garantieren, zu dienen. Für den ebenfalls dienstlich abwesenden Regimentskommandeur überbrachte Major Ehrig die Grüße des Infanterie-Regiments 116. Major Lange und Major Ehrig ließen sich dann Heimatgau und Namen jedes einzelnen sagen und begrüßten die Gäste durch Handschlag. Bei der Infanterie. Während auf dem Kasernenhof des Infanterie- Regiments 116 schon reges und buntes Leben herrschte, wurde unter Führung von Leutnant Bachus der Rundgang durch die Gebäude der 13. Kompanie und durch die Ställe angetreten, die wegen ihrer modernen Einrichtungen große Beachtung fanden. Daran nahmen als Vertreter des BDB.-Hauptstellenleiter Lorenz Eifert und Bannführer 116 Rohrbach mit seinem Stab teil. Auf dem Uebunasplatz der Kompanie wurde ein bespanntes IG. in Gefechtsstellung vorgeführt, das anschließend besichtigt wurde. Leutnant Brecht ließ bann ein Pz.-Ab.-Geschütz in gefechtsmäßige Bereitschaft bringen unb gab bie Erläuterungen dazu. Nach einem Gang burch bie Garagen ließ Leutnant Brecht einen außerorbentlich spannen- ben Lehrfilm vorführen, ber bei ben alten Sol- baten bie Erinnerungen an bie Kriegszeiten aufleben ließ unb burch seine neuzeitlichen Ergänzun- gen starken Einbruck machte. Aus bem Trieb setzte ber gefechtsmäßige Aufmarsch eines bespannten 8-Zuges burch die Sicherheit und Schnelligkeit seines Auftretens die Männer im Braunhemd in Erstaunen. Neben ben Hinweisen auf bie reizvolle Aussicht vom Trieb aus machte Leutnant Brecht die ihm anoertraute Kameradschaft auch auf die Eigenarten des Triebs für die Ausbildung aufmerksam und erntete dafür reichen Beifall. Zum Dank für seine lebhafte, von kameradschaftlichem Geiste erfüllte Einführung in das Soldatenleben mutzte er neben Kamerabschastsführer Hellwig an ber Spitze bes Kameradschaftszuges in die Bergkaserne zurückmarschieren. Hier fand auf Einladung bes JR. 116 eine überaus reichliche Verpflegung ber Besucher statt, bie aus einer schmackhaften Gemüseeintopfsuppe mit Einlage' bestand unb vortrefflich munbete. Zum Abschluß würbe Leutnant Brecht auch ber Dank an seine Mannschaften ausaesprochen, benen es sichtlich Freube machte, ben Kameraden ihre Waffen unb ihr soldatisches Können zu zeigen, unb bie mit großer Hingabe bei ber Sache waren. Bei den Artilleristen. Pünktlich um 13 Uhr rückte die Urlauber-Kame- radschaft zum Besuch in unsere Artillerie- k a s e r n e ein. Der Kommandeur der III. Abt. Art.- Ngt. 9, Oberstleutnant Döring, hieß die Gäste im Auftrage des dienstlich auswärts weilenden Standortältesten, Generalleutnant O ß w a l d und zugleich in seiner Artilleriekaserne herzlich willkommen unb begrüßte noch jeden einzelnen Gast mit kräftigem Händedruck. Seiner Begrüßung fügte er die Einladung von den Offizieren zu einer Kaffeestunde hinzu. Dann nahm sich Leutnant Dippel aus seinem Bannkreis herausdrängt. Nach einem flüchtigen Blick auf die Uhr erklärt er, daß der Weg zu weit fei, daß sie dann zu spät heimkämen. Sabine errötet, als hätte sie etwas Ungehöriges verlangt. „O bitte", sagt sie bescheiden, „ich wollte Sie gewiß nicht aufhalten." Michailow sieht sie lächelnd an: wie reizend sie ist in ihrer Unsicherheit, wie kindlich... „Sie halten mich doch nicht auf", sagt er beinah zärtlich, „ich würde für mein Leben gern noch stundenlang mit Ihnen wandern. Aber — ich habe um fünf noch eine Besprechung, ich —Er verstummt. Sollte er diese Verabredung mit Irina nicht einfach übergehen? Aber dann siegt seine Gutmütigkeit und auch eine gewisse Scheu vor Irinas temperamentvollen Vorwürfen, mit denen sie ihn überhäufen wirb, wenn er nicht käme. So entschließt er sich, lieber boch rechtzeitig zur Stelle zu sein. Aber seine gute Laune ist dahin; fast mürrisch packt er die Sachen zusammen: Sabines Photoapparat, ihr kurzes Wolljäckchen, ihren Schal und seinen Rucksack. Sabine fühlt sich bebrückt durch bie veränderte Stimmung ihres Begleiters. Ob sie ihm langweilig ober gar lästig ist? Brno wie ein gescholtenes Schulmädchen trottet sie neben ihm her. Nach einer knappen Stunde sind sie schon so weit, daß sie das Dach bes Lykschen Gutes ganz nah zwischen den Baumwipfeln auftauchen sehen. Michailow bleibt aufatmend stehen, und zum ersten Male liegt wieder ein freundlicher Schimmer auf seinem schönen Gesicht. „Fein", sagt er zufrieden, „daß wir es geschafft haben. Ich hoffe, Sie sind nicht böse, daß ich Sie zuletzt so im Geschwindmarsch bergabwärts führte, aber es ließ sich nicht ändern, ich komme auch so noch ein bißchen zu spät." Sabine schüttelt den Kopf: Nein, sie ist nicht böse. „Und nun muß ich Sie bitten, bas letzte Stück allein zu gehen. Und ich darf ein andermal wieder Ihr Führer sein?" „Ja, natürlich, gern." Sabine reicht ihm zum Abschied die Hand. Er drückt sie kameradschaftlich und zieht sie dann langsam und zärtlich an seine Lippen. Im nächsten Augenblick schon ist er davongestürmt. Er dreht sich noch zweimal nach Sabine um, aber sie spürt seine heißen Blicke nicht ... Er stellt fest, daß er eigentlich schon 'verliebt ist. Die Kleine ist zu bezaubernd. Em ganz unbeschriebenes Blatt. Zu denken, man müsse dieses Mädchen erst wecken, müsse behutsam ihre aufgestaute, zum Aufbrechen reife Leidenschaft in Schwingung versetzen ... Leichte Schritte wecken ihn aus feinen Gedanken — Irina ist es, die ihm entgegeneilt. Er verlangsamt den Schritt, dunkle Rote steigt an ben Schläfen auf. Irina lächelt verloren, ganz in den Anblick der Krokusblüte an Michailows Joppe versunken. „Du hast eine Tour gemacht, Igor?" fragt sie, ohne ihn anzusehen. „Ja. Und du — woher kommst du denn?" „Ich hatte es mir so hübsch gedacht, dir entgegenzugehen." „Woher wußtest du von dem Ausflug?" „Irina Kontschakowna weiß alles." Michailows Augen glitzern unbehaglich. „So, du weißt alles. Na, dann ist es ja gut Aber warum stehen wir hier denn wie angewurzelt? Komm, laß uns weitergehen." Und im selben Ateiy- zuge fährt er fort: „Wie geht es sonst?" „Oh, danke. Exzellenz hat sich erkältet und muß das Bett hüten. Uebrigens — — — deine kleine Freundin ist ein reizendes Geschöpf. Willst du sie mir nicht gelegentlich vorstellen? „Warum nicht? Nur rate ich dir, deine anzüglichen Bemerkungen zu unterlassen, die Kleine ist nicht meine Freundin." „Oh, bann wird sie's noch werden", sagt Irina gelassen in singendem Ton. Michailow beißt sich auf die Lippen. Sie gehen nun nebeneinanber her auf dem schmalen Walbweg. Irina biegt spielerisch bie Zweige beiseite, bie ihr Gesicht streifen, unb summt ein rus- sisches Liebchen. Da treffen sie Michailows Worte: Er verbitte sich diese Spitzelei; wenn er eine Tour mache, so mache er eben eine Tour, es sei gar nichts dabei, und überhaupt — er sei doch pünktlich zurückgekommen, ihretwegen, unb wen sie ausgefragt habe' sie müsse boch jemanden ausgefragt haben! Fortsetzung folat. der Gäste an und erläuterte ihnen hin die Anordnung und die Einrichtung der Kaserne, deren Dienstgebäude und Ställe eingehend besichtigt wurden. Im Beisein des Abteilungskommandeurs, Oberstleutnant Döring, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich Aufschlüsse und Erläuterungen zu geben, und des Kreisamtsleiters der NSD. Frank wurden dann Arbeiten junger Remonten und das Longieren, sowie Vorführungen von Reitübungen der Remonten gezeigt. Hierbei gab Hauptmann Dr. Brandt einen aufschlußreichen Heben blick über die Heranzucht des Pferdematerials für die Wehrmacht. Don dem erhöht liegenden Kasernenhof, der eine gute Fernsicht bietet, wurde dann das gefechtsmäßige Exerzieren einer Batterie unter dem Kommando von Hauptmann Dr. Brech tel auf dem tiefer gelegenen Teil des Triebs beobachtet, das die außerordentlichen Leistungen der Waffe unter Beweis stellte. Das Musikkorps des J.-R. 116 spielte hierzu, wie zu dem anschließenden Dorbeiritt der Batterie in Parade vor dem Kommandeur und seinen Gästen. Ferner wurde Gelegenheit zur Erprobung der optischen Apparate, wie des L-Messers, des Planreckenschiebers und des Scherenfernrohres geboten. Auf dem Trieb wurde zum Abschluß ein Springen von Turnierpferden über mittelschwere Parcours in offener Bahn durchgeführt, bei dem trotz der starken Jnanspruchnayme der erst vom Truppenübungsplatz zurückgekommenen Pferde sehr beachtliche Leistungen erzielt wurden. Für dieses nach bester Zeit, guter Haltung des Reiters und geringster Fehlerzahl bewertete Springen hatte Oberstleutnant Döring drei Preise ausgesetzt, die von der Gattin des Kommandeurs den glücklichen Siegern, Wachtmeister Konopka, Unteroffizier Klein und Unteroffizier Putz, überreicht wurden. In dem mit frischem Grün geschmückten Unteroffizier-Heim fand als Ausklang des eindrucksvollen und schönen Tages der Wehrmacht die Kaffeepause statt. Im Namen der Offiziere, Mannschaften und Unteroffiziere unserer Artillerie-Abteilung gab der Abteilungskommandeur, Oberstleutnant Döring, der Freude darüber Ausdruck, daß sie ihren Gästen diese dienstlichen Sachen vorführen durften. In interessanter Weise erzählte er dann von dem dienstlichen Betrieb, dessen Ausschnitte den Gästen die hohen Anforderungen an den heutigen Soldaten und die fortschrittliche Modernisierung der Waffen vor Augen führen sollten. Er sprach die Erwartung aus, daß den Gästen von den vielen abwechselungsreichen Tagen im schönen Hessenland ihnen der Tag der Wehrmacht und damit auch die Garnison Gießen in bester Erinnerung bleiben mögen! Oer Dank der llrlauber-Kameraden Den herzlichen und aufrichtigen Dank der Urlauber - Kameraden sprach Kameradschaftsführer Hellwig aus, der zum Ausdruck brachte, daß sie unter der symbolhaften Parole „Adolf Hitler" mit großen Erwartungen zur Wehrmacht gekommen seien und damit auch den Dank an den Obersten Befehlshaber der Wehrmacht bekunden wollten. Daß ihre Erwartungen in so hohem Maße übertroffen wurden, verpflichte sie zu noch größeren Anstrengungen im Sinne des Führers und zur ehrlichen Anerkennung der Leistungen, die ihnen hier vorgeführt wurden. So sagen sie der Garnison Gießen, den Offizieren und Mannschaften herzlichen Dank für die vielen Beweise kameradschaftlichen Entgegenkommens. Mit großer Freude stellen sie das gute und vorbildliche Zusammenarbeiten der Wehrmacht mit der politischen Leitung und der Kreisamtsleitung der NSD. fest. Besonderer Dank wurde noch dem Standortoffizier Major Lange ausgesprochen, der sich in liebenswürdiger Weise für das Zustandekommen dieses ereignisreichen Tages eingesetzt hatte, der in steter Erinnerung jedes einzelnen Urlaubers bleiben werde. Als äußeres Zeichen dieser Anerkennung soll dem Standortoffizier und seinen Mitarbeitern an diesem Tage der Wehrmacht je ein Bild der Kameradschaft überreicht werden. Aus den Gießener Gerichtssälen. Amtsgericht Gießen. Der bereits 20mal vorbestrafte W. O. hatte sich wieder einmal vor dem Amtsrichter zu verantworten. In einem anonymen Schreiben, zu dem er keinerlei Veranlassung hatte, richtete er vollkommen freierfundene Beschuldigungen gegen einen Mann, um diesen aus seiner Stellung zu verdrängen. Das Gericht geißelte das Verhalten des Angeklagten mit scharfen Worten und verurteilte ihn zu einer G e - fängnisstrafe von zwei Monaten. Es betonte, daß ein derartig schmutziges Verhalten, das andere schwer schädigen kann, nicht hart genug verurteilt werden könne. Dem Beleidigten wurde außerdem die Publikationsbefugnis zugebilligt. Sodann hatte sich der H. K. aus Düdelsheim wegen versuchten Betrugs zu verantworten. Es wurde ihm zur Last gelegt, als Zeuge bei einer Schwurgerichtssitzung in Gießen eine höhere Zeugengebühr verlangt zu haben, als er nach seinem Derdienstausfall zu beanspruchen hatte. Der Ur- kundsbeamte hatte ihm aber die verlangte Zeugengebühr nicht ausgezahlt. Trotz eingehender Zeugenvernehmung mußte das Gericht ihn fre i sprech e n , da ihm eine strafbare Handlung nicht nachgewiesen werden konnte. Der A. St. aus Klein-Linden hatte einen Strafbefehl über 100 Mark, evtl. 20 Tage Gefängnis, erhalten, weil er einen anderen — den Zeugen B. — in der Nacht vom 7./8.3.1937 vorsätzlich mißhandelt und an seiner Gesundheit beschädigt hatte. Gegen diesen Strafbefehl hatte St. Einspruch eingelegt. Die Verhandlung ergab, daß der Angeklagte am späten Abend des 7.3.1937 in eine Gießener Wirtschaft gekommen war und dort mit noch drei Gästen — darunter auch dem Verletzten, dem Zeugen B. — Schach gespielt hatte. Als er vom Äus- treten zurückkam, glaubte St., daß die anderen ihm sein Bier ausgetrunken hätten und machte deswegen seinen Mitspielern Vorwürfe. Daher hatten die Spieler ihn, da er am Gewinnen war, aufgefordert, eine Runde zu bezahlen, sie lehnten aber jetzt nach den plumpen Vorwürfen es ab, sich von dem Angeklagten einladen zu lassen. Als her spätere Verletzte, der Zeuge B., hinausging, folgte etwas später der Angeklagte. Im Hausgang kam es zwischen beiden zu einem Wortwechsel, der in gegenseitigen Beleidigungen ausartete. Der Angeklagte ging daraufhin fort, der Zeuge B. soll ihm nachgegangen sein. Wenige Minuten später kam B. aber wieder in die Wirtschaft zurück und sagte den anderen, der Angeklagte habe ihm in den Arm gestochen. Der Angeklagte gibt wohl zu, ein offenes Taschenmes,er in der Hand gehalten zu haben, um sich im Falle eines nach seiner Meinung bestimmt zu erwartenden Angriffs des B. erwehren zu können, bestreitet aber entschieden, mit dem Messer gestochen zu haben. B. habe nach ihm geschlagen und sich dabei höchstwahrscheinlich an dem offenen Messer verletzt. Das Gericht konnte diesen Angaben des St. keinen Glauben schenken, es hielt ihn der schweren Körperverletzung für überführt und verurteilte ihn unter Zubilligung mildernder Umstände zu einer Geldstrafe von 50 Mark. Das Gericht hielt ihm zugute, daß er bisher noch unvorbestraft ist und daß ihm, seiner Meinung nach, ein gewisses Notwehrrecht zustand, das er aber durch Benutzung des Messers bei weitern überschritten hatte, so daß auch in diesem Falle eine strafbare Notwehrüberschreitung noch vorliegen würde. > Münchholzhausen, 4.Aug. Der Haushaltsplan unserer Gemeinde für 1937 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 51 820 RM. ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind, wie folgt festgesetzt: Grundvermögenssteuer I 350, v. H., Grundvermögenssteuer II 350 o. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages, Gewerbesteuer nach dem Ertrage und Kapital 125 v. H. des Restbetrages, Bürgersteuer 100 o. H. des Reichssatzes. Auf Grund der Rücklagenverordnuny find für die einzelnen Rücklagen (Betriebsmittelrücklage, allgemeine Ausgleichsrücklage, Bürgschaftssiche'rungsrücklage, Tilgungsrücklage, Erneuerungsrücklage für Lichtnetz und Sonderrücklage für Wasserleitungsbau) insgesamt 4210 RM. vorgesehen.Für die Unterhaltung der Gemeindewege konnte ein Betrag von 1000 RM. in den Haushaltsplan eingestellt werden. Die Instandsetzung des Friedhofes einschl. der Schaffung eines neuen Aufganges zu dem erweiterten Teil erfordern eine Summe von 700 RM. Die Gemeinde besitzt zwei Schulgebäude, zwei Backhäuser, ein Spritzenhaus, 131 Hektar Wald, 21 Hektar Kulturland und ein Elektrizitätsortsnetz. An den Bau einer Wasserleitung, der ebenso wie die Herstellung einer Kanalisierung sehr notwendig wäre, konnte sie bis jetzt nicht Herangehen, zumal sie noch mit rund 69 000 RM. Schulden belastet ist. Die Einwohnerzahl betrug nach der letzten Feststellung 1041 Personen. Dom Gonderger cht verurteilt. Lpd. Frankfurt a. M., 4. Aug. Nach der heute geltenden Strafgesetzgebung wird auch derjenige bestraft, der eine strafbare Handlung in unzurechnungsfähigem Zustand begeht, wenn dieser durch übermäßigen Genuß von Alkohol herbeige- führt wurde. Der 54jährige Max M a ch h a u \ e n ließ am 29. Januar in betrunkenem Zustand taatsfeindliche Aeußerungen aus, und als man ihn mahnte, rief er: „Es ift mir egal, ich komme gerade erst von Dachau!" Dies traf nicht zu, aber er war bereits einmal polizeilich verwarnt worden, als er gelegentlich geäußert hattss: „Ich bleib' Kommunist! Ihr könnt mich ja verhaften lassen." Sein Verhalten im Januar hatte zur Folge, ^daß er in ein Konzentrationslager kam und sich jetzt vor dem Sondergericht einfinden mußte, wo er zugab, vorbestraft zu sein und früher u. a. dem Spartakusbund angehört zu haben. Die Anklage lautete auf Vergehen gegen das Heimtückegesetz. Da der Angeklagte sich aber in einen Rauschzustand versetzt und hierin strafbare Handlungen begangen hatte, erblickte das Gericht ein Vergehen gegen § 330a StGB, und verurteilte den Angeklagten zu vier Monaten Gefängnis. Gin Sägewerk und mehrere Gebäude verbrannt. LPD. Seligenstadt, 4. August. In der Nacht zum Mittwoch gegen 1 Uhr brach in dem Sägern er k der Gebrüder S p r e y Feuer aus, das schnell auf die angrenzenden Lagerschuppen, Werk- st ä t t e n, sowie zwei mit Erntevorräten gefüllte Scheunen Übergriff. Das Feuer fand in den großen Holzstapeln reiche Nahrung. Auch zwei benachbarte Werkstätten einer Schreinerei und eines Zimmergeschästes wurden von den Flammen ergriffen. Die einheimische Feuerwehr, unterstützt von mehreren Löschzügen der Feuerwehren von Offenbach, Neu-Isenburg und Klein-Krotzenburg, griff das Feuer mit zwanzig Schlauchleitungen an. Da die Gefahr sowohl für die angrenzenden städtischen Gaswerke, wie auch für die umliegenden Wohnhäuser immer größer wurde, mußten die Wehren zunächst auf die Rettung dieser Gebäude bedacht sein. Es gelang schließlich, des Feuers Herr zu werden und die Wohnhäuser zu retten. Der größte Teil des Sägewerks jedoch, die benachbarte Schreiner- und Zimmerer- Werkstätten, zwei Scheunen, Stallungen, Schuppen und der größte Teil der Holzvorräte sind verbrannt. Aus der Sicherungsverwahrung entflohen. Lpd. Worms, 4. Aug. Der schon vielfach schwer vorbestrafte Theodor Riedmann, ein 44jähriger Verbrecher aus Birkenfeld, dessen Angehörige in Worms wohnen, ist aus der Pflegeanstalt Weil- münster, wo er in Sicherungsverwahrung untergebracht war, entwichen. Er konnte bisher nicht ermittelt werden. , Perfonenflanbsurtunben vom Ausland zum Nachweis der Abstammung. Die Beschaffung von Personenstandsurkunden zum Nachweis der Abstammung stößt im Ausland oft auf Schwierigkeiten. Es empfiehlt sich daher, die Ausfertigung dieser Urkunden nicht unmittelbar bei den ausländischen Stellen sondern durch Vermittlung der deutschen auswärtigen Vertretungen zu beantragen. In Sowjetrußland und in der Tschechoslowakei können Personenstandsurkunden nur durch die deutschen auswärtigen Vertretungen beschafft werden. Auch in Oesterreich ist die Beschaffung der Urkunden auf privatem Wege meist nicht möglich. Entsprechende Anträge in deutscher Sprache sind andiezuständigendeutschenAuslands- oertretungen (Botschaften, Gesandtschaften, Generalkonsulate, Konsulate) oder an das Auswärtige Amt, Berlin W 8, Wilhelmstraße 75, zu richten. Die Anträge müssen möglichst genaue Angaben über den Zeitpunkt und Ort des beurkundeten Ereignisses (Geburt, Heirat oder Tod) sowie über Namen, Glaubensbekenntnis und Wohnung der betr. Vorfahren enthalten. Falls die Bezeichnung der Kirchengemeinde, von der eine Urkunde gewünscht wird, dem Antragsteller bekannt ist, so muß auch diese angegeben werden. Die deutschen auswärtigen Vertretungen können Urkunden bei den ausländischen Stellen nur bann anfordern, wenn die Antragsteller ausreichende Angaben machen. Sind die Antragsteller hierzu nicht in der Lage, so wird es sich für sie empfehlen, die Dienste eines Sippenforschers in Anspruch zu nehmen, da die deutschen auswärtigen Vertretungen Ahnenforschungen nicht ausführen können. Auch ist es den deutschen Auslandsvertretungen nicht möglich, Urkunden und Formulare über den Abstammungsnachweis auszufüllen; sie müssen sich vielmehr darauf beschränken, die Ausstellung von Personenstandsurkunden durch die ausländischen Standesämter oder Pfarrämter zu vermitteln. Mit Rücksicht auf die Deoisenlage können die deutschen auswärtigen Vertretungen nur Anträge auf Beschaffung von Urkunden übernehmen, die von einer staatlichen Dienststelle oder von den Dienststellen der NSDAP, und ihrer angeschlossenen Verbände zur Führung des Abstammungsnachweises verlangt werden. Dagegen muß die Beschaffung von Urkunden für die privat betriebene Ahnen- und Sippenforschung, die den Aufwand von ausländischen Zahlungsmitteln erfordern, bis auf weiteres zurückge stellt werden. In dem Antrag ist daher anzugeben, von welcher Dienststelle die Vorlage der Urkunde gefordert wird. Es empfiehlt sich auch, eine Bescheinigung dieser Dienststelle über die Notwendigkeit der Urkundenbeschaffung beizubringen. Die Kosten, welche die deutschen auswärtigen Vertretungen an die ausländischen Registerbehörden oder Pfarrämter für die Urkunde zu entrichten haben, sind von den Antragstellern zu erstatten. Aus der engeren Heimat. Zum Vorsitzenden des Handwerkskammer-Ehrengerichts berufen. Lpd. Darmstadt, 4. Aug. Der Reichsminifter der Justiz hat im Einvernehmen mit dem Reichs- wirtfchaftsminifter den Amtsgerichtsdirektor Dr. Heinrich Eife in Darmstadt für die Zeit bis 31. Dezember 1939 zum Vorsitzenden des Ehren- aerichts bei der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt bestellt. Dom Lastwagen überfahren und getötet. Lpd. Marburg, 4. Aug. In Niederklein bei Kirchhain wollte der Bauer Heinrich Braun mit seinem Gespann ins Feld fahren. In einer ! sehr engen Straße wurde er von einem entgegen» kommenden, mit Splitt beladenen L a st w a g e n > erfaßt, überfahren und auf der Stelle getötet. : Der Fahrer des Lastwagens wurde in Haft । genommen. Landkreis Gießen. I Lollar, 3. Aug. In den heutigen Nachmit- I tagsftunben zog ein schweres Gewitter mit I heftigen elektrischen Entladungen, wolkenbrucharti- I gern Regen und Hagelschlag über unsere Gegend. ! Minutenlang prasselten taubeneigroße Hagelkörner I hernieder und richteten in Garten und Feld großen : Schaden an. Besonders die Obstbäume, sowie Gur- I ken und Bohnen und Gemüse haben gelitten. — Steinbach, 4. Aug. Am Montagabend er- I litt die Witwe Susanne Wald einen schweren I U n f a 11. Als sie im Stalle tätig war, wurde sie i von einer Kuh überrannt und fiel so unglücklich, ! daß sie einen Obers ch^nkelbruch erlitt. Mit ! dem Sanitätsauto mußte die bedauernswerte Frau mach Gießen zum Evangelischen Schwesternhaus i verbracht werden. Frau Walb steht im 69. Sehens« j jähre. 5 Steinbach, 4. Aug. Am Sonntag unter» inahmen die Evangelische Frauenhilfe iund der Evangelische Frauenchor unter !Leitung ihres Vorsitzenden, Pfarrer Döll, einen i Ausflug nach Eisenach und der Wartburg. Früh ium 5 Uhr ging die Fahrt mit drei Autobussen und i über 100 Teilnehmern über Grünberg, Ulrichstein, ; Schlitz, Hünfeld, Vacha nach Eisenach. Dort wurde i sofort nach der Ankunft der Gottesdienst in der 'Marktkirche besucht. Nach dem Gottesdienst folgte ibie Besichtigung der Wartburg. Das Wetter war ischon vor der Ankunft in Eisenach umgeschlagen; .während bei der Fahrt durch den Vogelsberg teil- .weise dicker Nebel war und sogar geringer Regen jfief schien in Eisenach die Sonne die den ganzen -Tag dem Ausflug das Gepräge eines Sonnentages ''.gab. Die Besichtigung der Wartburg, die bei dem großen Andrang der Besucher aus ganz Deutschland längere Zeit in Anspruch nahm, war ein Erlebnis, und die herrliche Aussicht in das sonnenbestrahlte Thüringerland wird allen Teilnehmern an der Fahrt unvergeßlich bleiben. Nach der Rückkehr in die Stadt fand gemeinsames Mittagessen statt. Nachmittags ging es zur Drachenschlucht. Der Weg durch diese einzigartige wildromantische Naturschöpfung war allen ein ganz besonderer Genuß. Auf der „Hohen Sonne" angekommen, schmeckte der Kaffee gut. Der Blick nach der Wartburg, die im herrlichen Sonnenschein dalag, wird ebenfalls unvergeßlich bleiben. Damit hatte die Abschiedsstunde geschlagen, und heimwärts ging nun die Fahrt über Hünfeld, Fulda, Lauterbach, Grünberg. Nach 22 Uhr erfolgte die Ankunft in Steinbach. Die Heimfahrt im Glanze der Abendsonne durch das Thüringerland mit der herrlichen Aussicht auf seine Berge und auf die Rhön, Fulda, mit dem Dom und schönen Kirchen, war wunderbar. Die Fahrt nahm also einen schönen Verlauf und reiht sich würdig in die Reihe der jährlich einmal ausgeführten Ausflüge ein, auf die sich die Mitglieder ein ganzes Jahr freuen. Kreis Wetzlar £ Hörnsheim, 4. Aug. Aus dem Haushaltsplan unserer Gemeinde für 1937, der in Einnahmen und Ausgaben auf 54100 Mk. festgesetzt wurde, ist folgendes zu bemerken: Zur Bestreitung der Kosten der öffentlichen Fürsorge sind 3000 Mark vorgesehen. Zur Ausführung von Wegeunterhaltungsarbeiten sind 38000 Mark bereitgestellt. An größeren Wegearbeiten ist die Neueindeckung der Hintergasse zu erwähnen. Bei dem Titel „Zuchttierhaltung" sind die Einnahmen und die Ausgaben mit 3000 Mark gleich hoch. Für die Gemeindewaage soll ein neues Wiegehäuschen errichtet werden. An die Tilgung der aus dem Waf- ferleitungsbau im Jahre 1930 herrührenden schulden ist die Gemeinde in den Jahren nach der Machtübernahme mit großem Nachdruck herangegangen. Auch für das laufende Rechnungsjahr in wieder eine verstärkte Schuldentilgung von 8000 Mark vorgesehen. Für die Postautolinie Gießen— Hochelheim ist ein Zuschuß von 100 Mark in den Haushaltsvlan eingestellt An Gemeindesteuern werden erhoben: Grundvermögensteuer I und II je 260 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages, Gewerbesteuer nach dem Ertrage und Kapital 75 v H des Restbetrages: Bürgersteuer 100 v. H. des Reichssatzes. Für die Bildung von Rücklagen nach der Rücklagenverordnung sind 1700 Mark vorgesehen An Vermögen besitzt die Gemeinde zwei Schulbäuler, 1 Backhaus, 1 Svritzenhaus. 89 Hektar Wald, 29 Hektar Kulturland, eine Masserver- fnrgunasanlaae und ein l^ktrnitätsort-metz. Die Einwohnerzahl betrug nach der letzten Perfonen- standsaufnahme 686. Hier abjchneiden! Kinderzimmer Gründen Wert darauf, daß jede Familie möglichst vier Kinder besitzt. was auch für die Entwicklung Der Kinder selbst günstiger ist. Kinderreiche Familien werden steuerlich bevorzugt. Auch die Reichsbahn bietet kinderreichen Familien besondere Vergünstigungen Zur Erhaltung des deutschen Volkes sind mindestens vier Kinder in jeder erbgesunden Familie notroenbia Kinderzimmer müssen sonnig und in ihrer gesamten Einrichtung licht und staubfrei gehalten sein. Die Möbel sollen keine scharfen Kanten haben. Tapeten, falls diese vorhanden sind, sollen abwaschbar sein, ebenso wähle man einfache, leicht waschbare Vorhänge. Auf der (Erbe, muß das Kind eine möglichst große Spielfläche haben KindesvermLgc.«. Der Vater hat das Recht und die Pflicht, das Vermögen feines Kindes zu verwalten. Der Verwaltung des Vaters unterliegt das Vermöaen nicht, das das Kind durch Erbschaft oder Schenkung erwirbt, wenn der Erblasser oder Schenker die Verwaltung des Vaters ausgefchlosien hat Der Vater kann über das Vermögen des Kindes verfügen, jedoch unter folgenden Beschränkungen: Schenkungen aus dem K.-V. sind ihm verboten ausgenommen Anstandsschenkungen Geld hat er verzinslich und mündelsicher anzulegen; zu Verfügungen über ein Grundstück, über eine Erbschaft seinschließl Ausschlagung einer Erbschaft oder eines Ver- 241 Kindsmißhandlung rnächtnisses) zum Kauf oder Verkauf eines Erwerbsgeschäftes, zur Darlehensaufnahme, Wechselzeichnung oder Indosierung, Übernahme von Bürgschaften usw. braucht er die Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes. Vermögen, das dem Kinde durch Erbschaft oder Schenkung übertragen ist. muß der Vater, wenn ihm die Verwaltung dieses Vermögens zusteht. so verwalten, wie es der Zuwendende angeordnet hat. Der Vater hat die Nutznießung des seiner Verwaltung unterliegenden K.-V. Die Nutznießung ist ihm entzogen hinsichtlich der zum persönlichen Gebrauch des Kindes bestimmten Sachen, wie z. V. Kleider. Schmucksachen, Arbeitsgerät, ferner hinsichtlich des Arbeitserwerbes des Kindes Die Ver- mögensverwoltung hört auf, wenn das Kind volljährig geworden ist oder wenn aus einem sonstigen Grund die elterliche Gewalt Des Vaters endigt ss. elterliche Gewalt), mit Eröffnung des Konkurses über das Vermögen des Vaters oder mit Entziehung durch das Vormundschaftsgerichts. Kindsmißhandluna. Wer Kinder, die feiner Fürsorge oder Obhut anoertraut sind ober seinem Hausstände angehören (auch Lehrlinge usw.). auält oder roh mißhanbelt. ober burch böswillige Vernachlässigung ber Für- iorgepflitf)t an ber Gesundheit schädigt, wird mit Gefängnis nicht unter drei Monaten, in besonders schweren Fällen mit Zuchthaus bestraft. Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 Außerdem wird zur Deckung der sonstigen Auslagen ein Pauschalbetrag von —,60 NM. für jede Urkunde erhoben, der bei Bedürftigkeit des Antragstellers erlassen werden kann. Die gesamten Kosten sind auf Aufforderung, die den Antragstellern durch die Auslandsvertretungen übersandt wird, in deutscher Währung auf dem Gebührenkonto des Auswärtigen Amtes einzuzahlen, so daß keine besondere Devisengenehmigung für ihre Entrichtung eingeholt zu werden braucht. Für Personenstandsurkunden, die nicht durch Vermittlung der deutschen auswärtigen Vertretungen beschafft, sondern unmittelbar von den ausländischen Registerbehörden oder Pfarrämtern bezogen werden, kann das Auswärtige Amt keine Kostenzahlung ins Ausland vermitteln. Die auswärtigen Vertretungen sind auch nicht in der Lage, Urkunden, die für die privat betriebene Ahnen- und Sippenforschung bestimmt sind, von ausländischen Stellen gegen Erstattung der Unkosten zu übernehmen. Ist die Ausstellung einer Personenstandsurkunde bereits unmittelbar bei einer ausländischen Registerbehörde oder bei einem Pfarramt beantragt worden, und wird die Beschaffung nachträglich der deutschen auswärtigen Vertretung übertragen, so sind hierbei genaue Angaben über den vorangegangenen unmittelbaren Antrag notwendig, um eine doppelte Beschaffung zu vermeiden. Es muß darauf hingewiesen werden, daß die Erledigung der Anträge oft längere Zeit, zuweilen mehrere Monate beansprucht. In vielen Fällen hat sich die Beschaffung von Urkunden im Ausland überhaupt als nicht durchführbar erwiesen. — eiwas ins Auge geflogen../' Das kann passieren, ohne daß man daran denkt. Ein Staubteilchen, ein Insekt. Sie fliegen herum und können^mchts dafür, wenn sie gerade ins Auge geraten. Aber — wir sollen es nun nicht schlimmer machen. Nicht viel reiben, nicht sofort nachsehen wollen, was es nun für ein Fremdkörper ist. Die Natur hilft sich selbst. Die Tränendrüsen fangen an zu arbeiten. Das Teilchen, das nicht ins Auge gehört, wird fortgespült nach außen, oder durch den Tränenkanal entfernt. Es juckt auch meistens noch. wenn es schon längst heraus ist. Ist aber nun der Reizzustand sehr stark, tut es ernsthaft weh und ist kein Arzt zur Stelle, dann kann man sich selber helfen. Dar untere Lid wird stark nach unten gezogen, das obere nach oben. Und —, wenn man das kann, klappe man das obere um und entferne mit einem naßfeuchten, möglichst feinen Tuch den Eindringling, der dort nichts verloren hat. Gelingt es nicht, dann einen feuchten Umschlag aufs Auge .unö zum Arzt. Durch Fremdkörper, die eine Giftwirkung haben, können leicht schwere Augenentzündungen entstehen. Auch durch Licht, durch ultraviolette Strahlen, durch Höhensonne, Sauerstof'gebläse können Entzündungen veranlaßt werden. Da ist es schon besser, gleich zum Arzt zu gehen. Rundfunkprograinm. Freilag, 6. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Hausfrau, hör zu! 9.45: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10: Nachrichten. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Offene Stellen. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Volk und Wirtschaft. 16: Das kleine Funkorchester spielt auf. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Südlich der Alpen. 19.40: Der frohe Abend des Reichssenders Köln. 21: Nachrichten. 21.15: Wir find der Erde hart gebräunte Scharen! 22: Nachrichten. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Samstag, 7. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. S.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 12: Hamburger Hafenkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Hafenkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil> 15.15: Volk und Wirtschaft. 15.30: Volksmusik aus Oesterreich! 16: Annemarie, kumm danz mit mi. 17: Fasse dich kurz. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Wir stellen uns vor. 21: Nachrichten. 21.15: Zum Tor hinaus. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 1: Nachtkonzert. 140 35 .500 g 125 g 33 132 125 g 500 g 10 Stück mm . 500 g 500 g 40 44 35 160 175 140 125 g 125 g 125 g Plockwurst, schnittfest .. Zervelatwurst, schnittfest Vollfettkäse, 45 % Fett i.T. .. Emmenthaler ohne Rinde Vollfettschmelzkäse, 45% i,T Feinkostkäse, streichfähig Halbfettschmelzkäse........ Mettwurst in kleinen Stücken ...500 g Schweizerkäse Oelsardinen y4 Klub, 30 Oelsardinen 40-mm-Ds. .. Dose 32 . .Dose 42 1936er Gaubickelheimer Wiesberg Rheinhessen..............Literfl. o. Gl. 65 1936er Hambacher Schloßberg Pfalz.....................Literfl. o. Gl. 90 1936er Mesenicher Königsberg Mosel....................Literfl. o. Gl. 100 1935 er Oppenheimer Krötenbrunnen natur, Rheinhessen .... 1/1 Flasche o. Gl. 105 Deutscher Wermutwein mit Sprudel besonders erfrischend .. Literfl. o. Gl. 85 5133 A M | Sommerstoffe fabelhaft billig! Reste von vielen Artikeln besonders preiswert Stoff-Spezialhaus Bernard&Sohn Gießen,* Plockstraße 14-16 __5142 A Vermietungen 6-Zimmer- Wohnunü mit Kucke und Bad ab l.Sept. zu vermieten. Grün I6i4gD ^-rankst Str. 29. 2Zmmn nebst Mitbenutz, der Klicke sofort zu vermieten. Sckr.Angeb.unt. 03862 a.d.G.A. Bohn- unö SUMmer mit Zentralbeiz. an geb. Herrn o. Dame l Dauermieter) zu verm. Bahnflofslraße 65 II. Mietgesuche Schöne l5144V 3-Zim.-Wohn. per 1. September für einzelne Dame gesucht. Adolph Lnncker Möbeltransport Fernruf 3947. 1 bis 2 leere Zimmer sofort oder zum 15. Aug. gesucht. Schr.Augeb.unt. 03856 a.d.G.A. Mädchen in allen Hausarbeiten erfahr., sucht Srellung zuml.Septemb. E ifuueih mtiiier Langenhain Post Butzbach. Stellenangebote KiudShech 242 Klage Kindspech. Der dunkle, geruchlose und zähe Stuhl des Neugeborenen in den ersten Tagen; er enthält Gallen-Bestandteile, Darmschleim usw. Nach ihm kommt der goldgelbe, salbenartige Stuhl des Säuglings. Kirchliche Trauung darf vom Geistlichen nicht vorgenommen werden, bevor nicht die weltliche Trauung vor dem Standesbeamten vollzogen ist. Die k. T. hat keine zivilrechtliche, sondern nur kirchenrechtliche und religiöse Bedeutung. Kirchweih, Kirmes, Kirta, ländliches Erntedankfest, das gewöhnlich drei Tage dauert. Kirschbranntwein, Likör aus Kirschsaft (Cherry Brandy). Kirsche, anspruchsloses Steinobst, darf nicht in nassem Boden stehen, da sonst Gummifluß (s. d.). Süßkirschen als Hochstamm und Busch, Sauerkirschen auch als Spalier für Nordwände. Kein Wasser auf Kirschen trinken! Kirschflecke werden mit Salmiakwasser entfernt oder mit Zitronensaft betupft und mit Milch ausgerieben. Kirschen entkernen Kirschwasser, Kirschgeist, Kirsch- Branntwein aus vergorenen Kirschen. Aus einer besonderen Kirschsorte wird Maraschino her- gestellt. Kiste, Holzkasten mit Deckel. Man öffnet Kisten mit einem Stemmeisen. Nach dem Oeffnen entferne man gleich die Nägel aus dem Deckel. Gute Kisten lassen sich durch Ueberzug von Stoff und Anbringung von Scharnieren als Wäschetruhen und sonstige Vorratskisten ausnützen. Der Stoff wird mit dichtgesetzten gold- oder silberfarbenen Nägeln befestigt. Kitt, Klebemasse, mit der man Gegenstände miteinander verbindet oder zerbrochene wieder sammenfügt. Immer müssen die Klebeflächen gut gereinigt sein, und man muß warten, bis der Kitt vollständig getrocknet ist. Porzellan- und Glaskitt sind käuflich, ebenso Glaserkitt. Klären, das Entfernen trüber Bestandteile aus Flüssigkeiten durch Filtrieren. Klage. Ehescheidungsklagen müssen bei dem Landgericht erhoben werden, in dessen Bezirk der Ehemann seinen Wohnsitz hat. Bei allen Klagen vor dem Landgericht oder höherem Gericht muß man einen Rechtsanwalt haben. Keinen Rechtsanwalt braucht man zu Klagen vor dem Amtsgericht (s. dort). Solche Klagen kann man entweder schriftlich Eine leichte Arbeit mit dem Kirsch-Entkerner. Dabei geht der gute Saft nicht verloren. Auch für Pflaumen gibt es einen praktischen Entkerner, der die Pflaumen gleichzeitig zerteilt. Beide kosten nicht viel bei y B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Reste C. Röhr & Co. Bahnhofstraße 44 5141 A Aelteres, tückt. Mädchen das kocken kann, stirl5.Augustod. 1.September bei gutem Lohn gestickt. Meldung, erbeten an Isiggv Frau Stephan Wetzlar Werth erstraße 29 Herren.*Artikel 4.50 3.95 7.90 6.75 5.75 4.50 650 5.90 8.90 8.50 A Selbstbinder, Sportgürtel, Socken Sportstrümpfe, Hosenträger Sporthemden . 5.90 moderne Farben Sporthemden . 8.75 Bemberg-Seide Sporthemden . 6.50 Charmeuse Oberhemden . 7.90 mit 2 Kragen, Ers.-Manschetten Oberhemden 10.75 9.75 Bielefelder Fabrikat Schlafanzüge 10.50 9.75 gute Qualität Frdr.lW Ausstellung Markt 16 5132 V Unsere Schaufenster-Auslagen wirken überzeugend 5129A 7 Merkn^ L UI ■ HEM MW ■ 1 MM GGUM Marktstraße 4-8 Nunhlücco vonbis 20 v.H. erhalten Sie bei wieder- ledulildadu holten Veröffentlichungen einer Anzeige! Wir geben bekannt, daß unser General-Agent Herr Kaspar Henkel heute sein sünsundzwanzigjährig. Dienstjubila'um begeht Dictoria-Dersicherung Filialdirektion für Süddeutschland Frankfurt a. Main, Kaiserstraße 2. 5130 V Keine Zeugnisse in Urschrift wnoern nur *jeugnt3» obidjriften Dem Br- werbungsjchr-iden beließen — Lichtbilder unoiBeroerbuniidiintet» laßen müften